Donnerstag, U. August 1958 188. Jahrgang Nr. 186 Erstes Blatt M bis 119,5 kg) ÄMi gi t mriöihArX x xn i hweine zugeteilt. seien. Tokio bestätigt IHHl Sowjetrussischer Staatshaushalt im Zeichen der Ausrüstung. habe, der gemischten Kommission einen Vertreter einer dritten Macht als Schiedsrichter zuzuteilen, wogegen Shigemitsu Einspruch erhoben habe, Lilwinow-Finkelstein habe weiter dem Verlangen der Sowjetregierung Ausdruck gegeben, daß die Demarkation der Grenzlinie „gemäß den russisch- chinesischen Verträgen" vorzunehmen sei. Shigemitsu habe jedoch nochmals den Standpunkt der japanischen Regierung vorgebracht, daß die gemischte Kommission alles vorhandene Material zur Grenzfrage berücksichtigen müsse. Wie weiter verlautet, haben beide Selten ihren Truppen bereits den Befehl zur Einstellung der Feindseligkeiten gegeben. Auf diese weise bestätigt auch die sonyelamlllche Verlautbarung, daß in allen wesentlichen Punkten die bisherigen japanischen Vorschläge durchgedrungen haben. „ , f, Damit würde natürlich die Grenzkontrolle nach moskowitischen Wünsch en eingerichtet. England hatte im Juni den letzten Versuch unternommen. einen Waffenstillstand durchzudruckem Er verfiel der Ablehnung, und seitdem konzentriert — . . . , - r < er* _ l: . C X • Art höl* ’n A TU - nehmen. Die sowjetamtliche Verlautbarung sugt hinzu, festzusehen. Der japanische Botschafter Shigemitsu, der Mittwoch abend den Vertreter des DRV. in Moskau empfing, erklärte zu dieser Vereinbarung folgendes: „Ich bin immer dafür eingetreten, dah dieser Konflikt friedlich und im lokalen Rahmen beigelegt werden mühte. Rach der ursprünglichen Ausfassung der japanischen Regierung sollte das strittige Gebiet zum Zweck der Einstellung der militärischen Aktionen von beiden Seiten wenigstens teilweise geräumt werden, wobei die u m k ä m p f l e n Hügel bis zur Liquidierung des Konfliktes als eine Art Niemandsland erklärt werden sollten. Die Auffassung der japanischen Regierung, wonach die Einstellung der militärischen Aktion auf Grund der gegenwärtigen Positionen der Truppen die Voraussetzung für eine Regelung des Konfliktes darstelle, findet im wesentlichen ihren Riederschlag in der heutigen Verabredung." Von Sowjetseite wurde kurz nach Mitter- nacht ein amtliches Kommunique verbreitet, worin bestätigt wird, dah Auhenkommissar Litwinow- F i n k e l st e i n und der japanische Botschafter Shigemitsu eine Vereinbarung zur Beilegung des Konflikts von Schangfeng getroffen haben. Danach sollen die Feindseligkeiten am 11. August mittags 12 Uhr Ortszeit (2 Uhr dem Waldhof Karin hall. Bei der Einfahrt tn den Waldhof, an dessen Masten die Fahnen der beiden befreundeten Nationen wehten, erwies eine Ehrenkompanie des Regiments „General Göring dem italienischen Luftmarschall die Ehrenbezeigung. Waldhörner entboten ihm den Jägergruß. Generalfeldmarschall Göring begrüßte seinen Gast auf das herzlichste und hatte anschließend mit ihm eine fast zweistündige Unterredung. Im Anschluß daran gab der F e l d m a r s ch a l l Moskau, 11. Aug. (DRV.) Der japanische Botschafter Shigemitsu hatte Mittwoch abend wieder eine dreistündige Unterredung mit dem Auhenkommissar Litwinow-Finkelstein. 3m Verlauf der Verhandlung wurde folgende Vereinbarung über die Beilegung des Grenzkonfliktes im Schangfeng-Ge- biet getroffen: Am 11. August, um 12 Uhr mittags (Ortszeit), sollen die Feindseligkeiten auf beiden Seiten eingestellt werden. Daraufhin sollen bevollmächtigte Militärpersonen beider Seiten zusammentreten, um an Ort und Stelle die weiteren Bedingungen für die Beilegung des Grenzstreites Tokio, 10. Aug. (DNB. Funkspruch. Ostasien- dienst.) Das japanische Außenamt bestätigt, daß in den Besprechungen zwischen dem Schneider) 1,12, und Eber) l,vz Moskau, 11. Aug. (DNB.) Dor dem O b e r - st en Rat der Sowjetunion, also beiden Kammern, hielt der Volkskommissar für die Finanzen Swerew, am Mittwochabend ein längeres Referat über den s o w j e t r u s s i s ch e n S t a a t s- haushalt für 193 8. Am Tisch des Unionssowjets, der Ersten Kammer, fehlte bei der Eröffnung der Vizevorsitzende der Kammer und frühere Präsident des Volkskommissarenrates von Usbekistan, S e g i s b a j e w , der inzwischen zum Volksfeind" erklärt worden ist. Auf den Regierungsbänken fehlten die Vizepräsidenten des Volkskommissarenrates K o s s i o r und T s ch u b a r, sowie der Volkskommissar für Landwirtschaft, Eich e. Beim Nationalitätenrat, der Zweiten Kammer, fehlte der Vizepräsident dieser Körperschaft und frühere Parteisekretär für Weißrußland, L e w l tz - k i, der erst im Januar mit dieser Würde bekleidet worden war. Aus dem Budgetbericht Swerews ergeben sich charakteristische Hinweise für die Entwicklung der sowjetischen Wirtschafts- und Finanzgebarung, die erkennen lassen, daß alle verfügbaren Kräfte und Mittel auf die weitere Aufrüstung konzentriert werden. Die Milliar- Amrahme von Anzeigen für die Mittagsnummer vis8'/,Uhr des Vormittags Grundpreise für 1 mm höbe für Anzeigen von 22 mm Brette 7 Rpf., für Text- anzeigen oonTOmm Breite b0Rpf.,Platzvorschrifl nach vorh Dereinbg.25"/,, mehr. Ermäßigte Grundpreise: Stellen-, Vereins-, gemeinnützige Anzeigen sowie ein- spaltige Gelegenhettsanzei- gen 5 Rpf., Familienanzeigen, Bäder-, Unterrichts- u. behördliche Anzeigen6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B Feste Freundschaft zwischen Deutschland und Italien Bedeutsame Ansprachen Görings und Balbos. warft 'Werften ,n wurden m 1=", 96 Mb,, en. Men. !;L . B. ln Olsten. japanischen Botschafter in Moskau und Litwinow» Finkelstein ein Abkommen über die Einstellung der Feindseligkeiten zwischen den japanischen und den sowjetrussischen Truppen e r r e ich t wurde. Wie von der Front gemeldet wird, sind die Feindseligkeiten zwischen den japanischen und den sowjetrussischen Truppen heute mittag um 12 Uhr Ortszeit eingestellt worden. Lapan sieht sich vor. Tokio, 10. Aug. (Ostasiendienst des DNB.) Nach einem Bericht der Agentur Domei hielt der für alle Mobilisierungsfragen zuständige Ausschuß unter dem Vorsitz des Ministerpräsidenten am Mittwoch eine Sitzung ab. Der Ausschuß beschloß, die Artikel 6 und 21 des Mobilisierungs- planes in Kraft zu setzen. Die erwähnten Artikel sehen die Registrierung aller A e r z t e sowie die Einzeichnung der technischen Lehrkräfte in allen Unterrichtsanstalten vor. Der Ministerpräsident unterstrich in einer Ansprache an den Ausschuß die unbedingte Notwendigkeit, a l l e Kräfte derNation zusammen zufasien, | um die ernste Lage zu meistern, vor die sich Japan infolge der sowjetrussischen Herausforderungen ge- I stellt sieht. Wen 39 bis 41 ' Wölber 38 bis lebenbgemidjt plgini* mehr) 1,18 । 1.16; tü krfchemi täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild • DieScholle BfonatS’Besngsprets: Mit 4 Beilagen NM. 1.95 Ohne Illustrierte , 1.80 Zustellgebühr . -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Zernsprechanschlüffe unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten Anzeiger Gießen Postscheckkonto: Frankfurt am Main 11686 törfe. h. Die Börse zeigst p| die Rückbildung ft! lltender Abgaben x! Obwohl die Beo I ten, nur auf Teil' I gingen die Äurl’l n durchschmW 11 einzelne SpeM ss 3,50 v. h. Bit em Umfange m fast völlig fehl» i.-Farben, die ai ffielen, Rütgei:- ein, Metallgeld upten. Matt lagen i, wobei Felten AEG. je 1 v. Wen sich Hoesch i auf 103 (103X I Herein. Stahl gin- | sm einzelnen sind I 0), Hemberg mit j 35,25), anberfeiii | inzusühren. > gleichfalls wei- I M w>v MchÄayn- e unb Staats» zen auf. Don Li» einifche höher M 3tet. Stadtanleihen ! h., Wiesbadener dustt'ie-Obigationen 5 aber bei wenig en wurde. 6 v. fr mit 120. 5 »■* v j). auf S6F A auf 129 * ?ng auf 93,80 den, di- bei «* garen auf ** Slerlaufe leit *1 obei n°chM°l A Betern- Stahls r notier en e, Daimler. Bek I Krv Vaggon mit ^^'bie Abendb^j eigte die g,i agsve^ ^Hpaffud tinaen SIb«’*! , mit 11’^itnr alt ««f 6 N*. eben..%, H-nda 11 MuicD 1,1 mA M llufl- ® j uni MS» 'I? $). C\V) Oie japanisch-sowjetrussischen Kämpfe eingestellt. Vereinbarung über die friedliche Beilegung des Grenzkonfliktes im Schangfeng-Gebiet abgeschloffen. x beninoeftitionen des Staates erhöhen sich in Wirtschaft und Industrie von 39 auf 47 Milliarden Papierrubel, was ungefähr 40 v. H. des gesamten Haushalts entspricht. Beachtlich ist ferner eine starke Erhöhung der Investitionen in kriegswichtigen öder direkt der Rüstung dienenden Industrien: So werden investiert in der Schwerindustrie 6,9 Milliarden, in der Rüstungsindustrie 7,4 Milliarden, im Transport- und Verbindungswesen 6 Milliarden Rubel usw. Besondere Bedeutung kommt der gewaltigen Steigerung der Ausgaben für Heer und Flottezu. Diese hatten sich im Vorjahre auf insgesamt 20 Milliarden Rubel belaufen und sollen jetzt auf 27 Milliarden, also u m 3 0 v. H., e rhoht werden. Diese Steigerung bedeutet gegenüber 1936 eine Zunahme um Hundert vom Hunderi und gegenüber 1935 eine solche um über 300 v. H.! Der Zweck dieser erneuten gewaltigen Erhöhung des Militärbudgets der Sowjetunion liegt in Anbetracht der gegenwärtigen politischen Situation klar zutage. Interessant ist schließlich, daß auch für das I n - ndnminifterium die Ausgaben um nahezu das Doppelte erhöht werden sollen,, und zwar auf 4,3 Milliarden Papierrubel. nde L? bas Mürjt ul1 $r«N Ier Qetöt-et dooonkam. Reichshauptstadt. Begleitet von dem Oberbürgermeister und den Beigeordneten verließ Jtalo Balbo mit seiner Begleitung dann das Rathaus. Bei seinem Erscheinen waren er und seine Begleiter Gegenstand stürmischer Begeisterung der Berliner. 3n Karmhall. Marschall Balbo folgte am Mittwochmittag einer Einladung des Generalfeldmarschalls Göring nach Weshalb jetzt Spanien? Dem offiziösen Schreiber des „Paris Midi" rutschte in dem Bestreben, dem Publikum etwas Pikcmtes vorzusetzen, und vielleicht auch unter der Einwirkung der Hitze, die Feder aus. Er schrieb, die Niederlage der spanischen Roten am Ebro verlange in London und Paris „eine der Lage angepaßte Aktion". Das etwas dunkle Wort wird dadurch illustriert, daß Chamberlain und Daladier gleichzeitig und etwas überraschend ihre Ferien unterbrachen und sich mit ihren Mitministern zu sorgenvollen Beratungen zusammensetzten. Die Lage im Fernen Osten und die anarchischen Verhältnisse in der Tschecho-Slowakei bieten Anlaß genug, aber es soll gegen Spanien, genauer gegen Nationalspanien gehen und zugleich soll Italien etwas mürbe gemacht werden. An und für sich ist in Spanien nichts geschehen, das die plötzliche Rückkehr der Ministerpräsidenten notwendig machte. Sie sind gebunden durch den Beschluß des Nichteinmischungsausschusses vom 21. Juni, die Rückkehr der Freiwilligen zu fordern, und zu diesem Zwecke werden Kommissionen gebildet, um die technische Durchführung zu ermöglichen. Deutschland und Italien hatten diesem Beschluß auf Zurückziehung der Freiwilligen ihre Zustimmung gegeben unter der selbstverständlichen Bedingung, daß auch die Rotspanier sich ihrer „Freiwilligen" entäußern würden. Daraufhin schloß Daladier die Pyrenäengrenze, wenn auch französische Rechts- blätter ihm den Vorwurf machten, nicht strikt die Nichteinmischung durchzuführen und vor allem das Loch zur See nicht verstopft zu haben, d. h. von den französischen Seehäfen geht die Unterstützung Rotspaniens nach wie vor weiter, und die „Actton Francois" machte den Außenminister Bonnet darauf aufmerksam, daß die roten Marinefahrzeuge, die französische Häfen zwecks Reparaturen aufgesucht hatten und dort seit Jahr und Tag verweilten, nach dem Völkerrecht interniert werden mußten, weil sie die vorgeschriebene Zeitspanne überschritten hätten. Bonnet habe ihnen aber trotzdem die Ausfahrt gestattet. Auf der andern Seite wurde Die französische Regierung von der Linken kräftig in die Zange genommen. L6on Blum, der tägliche Leitartikler des marxistischen „Populaire , fordert unentwegt, man solle zwar die Pyrenaengrenze sichern, aber die Grenzkontrolle sehr lässig Hand- Kranzniederlegung im Ehrenmal. Neben Marschall Balbo sieht man Staatssekretär General der Flieger W i l ch. = (Hcherl-Bilderdienst-M.). MEZ.) auf beiden Seiten eingestellt werden. Die Kordierung ^brtti sch er Schiffe durch nationale Flug- beiderseitigen Truppen sollen oorlaufig m den aeuae wobei an die Unterhauserklärung des britu Stellungen verbleiben, die sie um Mitternacht vom fchen 'Marineministers Duff Cooper erinnert wer- ig auf den 11. August innegehabt haben. Rach Der Den muß, daß Schiffe unter britischer Flagge im Einstellung der Kampfhandlungen sollen je zwei Kriegsgebiet auf eigenes Risiko fahren. Gegenwärtig militärische Vertreter der Sorojet- wird Spanien von einer englischen Kommission be^ union u„ d Japans zu einer Kommission reift, die die Schiffsbombardements studiert, und f f fen ^d die erneute Demarkation - - —— “*»■ - tert waren. Die „Humanität in der Kriegführung I nehmen, ift übrigens eine sehr heikle Sache, da die englische! i-r-......... ..... „ - Up ? >lt «, “e,i > btr 'N KK iWft« tz iSpe? iiei Go sieht Frankreichs „Nichteinmischung'- auS. Paris, 11. August. (Europapreß.) Aus für bis zum letzten zu kämpfen. Die Liga der Slo, waten in Amerika werde nach seiner Rückkehr zu- ammentreten und über bie Methoden unb Mittel des weiteren Kampfes entscheiden. Pas Bündnis der Tschecho-Slowakei mit ber Sowjetunion, so sagte er weiter, werbe von ben Slowaken nicht gutgeheißen, ebenso wie die Slowaken bas unfreunbliche Verhältnis Prags zu Warschau für ausgesprochen schädlich hielten. Zum Schluß sprach sich Dr. Hletko energisch gegen bie Fiktion bes „tschechoslowakischen Volkes" aus unb erklärte, baß bie Slowaken Mit dem tschechischen Volk wohl zusom- menarbeiten wollten, aber nur als besondere und selbständige Nation. Die Abordnung ber Amerika-Slowaken, bie Ende Mai mit bem Pittsburger Vertrag nach ber Tschecho« Slowakei gereift war, hat mitsamt bem Vertrag bie Rückreise nach Amerika an- getreten. Am Mittwochnachmittag schifften sich bie amerikanischen Slowaken auf bem polnischen Überseedampfer „Pilsudski" nach Amerika ein. Tschechische Unverschämtheit in Jugoslawien. Belgrad, 10. Aug. (PNB.) Die Verwaltung des Drinabanats (Bosnien) hat die Ortsgruppe Sarajevo ber tschecho-flowakisch-jugosla- wischen Liga aufgelöst, weil sie eine ihrem Statut widersprechende Tätigkeit entfaltete. Auf ber letzten Mitgliederversammlung sollen nicht nur Hochrufe auf bie „Brüder ber tschechischen Repu° b l i k", sondern auch aus die S o w j e t u n i o n aus- gebracht worden sein. ^!^nachloeist. 1 Ö1 Mi Titel M d ? We die T -M; Hb W darüber di- 9' Ä®^ Stere h°«°" Jter s-'"dU u il(o »ich m * 2e9i01na>Le„ SI,WÄ bie Ursache nx N »erben for -Jllich recht verst Uitz- * tz-Iitz-, d-- >ch 1 Besten, so baß fi -ksch unb Kram Dieser Gegensatz h!5 zum Tobe vor liefet mehr an bie 1 rung im Tschec mna, bie aus inne iäzch sch zunächst rchiittmacher Mo- ist bar eine wechs aeseUschasi z k a u, bie besonbe gekommen ist, bas , i ber als tschechisch ,union ben Ei ebnete. Hier n bie von Moskau bie es schließlich reich unb Sor bünbnis mitei Moskau schon z u Negenleistung we cho-Llowakei, fon )u Moskau hanbe nacht zu feiifer ( l'checho.Zkowakei Wkrhälknis befinbe Bploma/ei ift, ■Wungbrett If visy'ö e ff e u r o I ^Stbüro ber 9 I der Ueiä ! nach Pra ( ■•1 befindet, wo e ^irdischen Kan Wn Derseuchun "ikd in bem Äat fin Einzelheiten Kombination, son tag-en aus so te n, au? sowjet Mi ®'htarbünb tau ausgebauf n «»fei ift in £ruPpenübur Korber I^-^etrllssi n iTna(tnismä6iq f[ ■ *" M rin I 'SfQQfsnnlf If Die „Stomp a" verweist auf die rege Avteil- nähme der Bevölkerung der Reichshauptstadt an dem herzlichen Empfang des beliebten Luftmarschalls. Balbo an den Wer. Berchtesgaden, 10. Aug. (DNB) Marschall Balbo hat an den Führer und Reichskanzler nachstehendes Telegramm gerichtet: „Während wir die Alpengipfel überfliegen erlaube ich mir. Ihnen -meinen herzlichsten Gruß zu senden und mein stolzes Gefühl, mich im nationalsozialistischen Deutschland zu befinden, auszudrücken. Marschall B a I bo." Der Führer antwortete Marschall Balbo in einem Telegramm, in dem er den Gast in Deutschland herzlich willkommen heißt und ihm einen angenehmen Aufenthält hier wünscht. London, 11. Aug. (Europapreß.) Die Unterredung des englischen Ministerpräsidenten Chamberlain mit dem Außenminister Lord Halifax am Mittwochabend soll, wie die Blätter übereinstimmend melden, von einem gedämpften Optimismus getragen gewesen sein. Sowohl die Verhandlungen Lord Runcimans, als auch die Lage im Fernen Osten sollen von Lord Halifax als „befriedigend" bezeichnet worden fein. Zum sowjetrussisch - mandschurischen Grenzkonflikt habe Lord Halifax der Meinung Ausdruck gegeben, daß er eine Ausdehnung der Feindseligkeiten nach wie sehr zu Herzen gegangen. Als Kämpfer und Soldat habe er einen großen Stolz, den der Offenheit und . Aufrichtigkeit, und in dieser offenen Aufrichtigkeit \ erkläre er, daß der heutige Tag, wo er die Freundschaft des Generalfeldmarfchalls in der schönen beut» 1 fchen Landschaft in so überreichem Maße erfahren 1 habe, zti einem ber schönsten seines Lebens gehöre. Deutschland und Italien, fuhr Marschall Balbo fort, würden unbesiegbar bleiben, wenn sie, geführt von Benito Mussolini und Adolf Hitler, ihre Politik gemeinsam verfolgten. Marschall Balbo schloß mit einem Toast auf Deutschland, den Führer, die deutsche Luftwaffe und ihren großen Schöpfer Hermann Göring. Nach dem Frühstück führte der Hausherr in seiner liebenswürdigen und humorvollen Art seine Gäste durch den Waldhof Karinhall unb bie nähere Umgebung, bie sich ben Gästen in ihrer ganzen Schönheit barbot. Eine ganz besondere Freude war es für den Luftmarschall, die kleine Edda Göring zu sehen. Nach dem Rundgang gab ber Gast beim (Ein- schießen des Gewehres, bas ihm ber Felbmarschall für die für Freitag vorgesehene Pirsch in der Schorfheide überlassen hat, einige Proben seiner Schießkunst ab. Dann überreichte Generalfeldmarschall Göring ben italienischen Fliegeroffizieren, die Italo Balbo begleiteten, bas Goldene Fliegerabzeichen ber deutschen Luftwaffe, bas Marschall Balbo schon seit drei Jahren trägt. Mit herzlichen Worten des Dankes nahmen Marschall Balbo unb feine Begleitung bei sinkender Sonne Abschied von Karinhall. Dabei erklärte Italo Balbo Pressevertretern, daß die herrlichen Stunden beim Felbmarschall unb die ihm erwiesene Freund- schäft ein unvergeßliches Erlebnis für ihn bleiben werden. Emvfana beim italienischen Botschafter. Der italienische Botschafter in Berlin, Exzellenz Attolico, gab am Mittwochabend aus An- laß ber Anwesenheit bes italienischen Luftmarschalls unb Gouverneurs von Libyen, Italo Balbo, und seiner Begleitung einen (Empfang im Kaiserhof", an dem auch Generalfeldmarschall Göring und Reichsaußenminister von Ribbentrop teilnahmen. Ferner wohnten von deutscher Seite u. a. dem (Empfang bie Staatssekretäre Körner, General der Flieger Milch unb Hanke sowie Unterstaatssekretär Woerrnann bei. Das Echo in Italien. Rom, 10. Aug. (DNB.) Der Besuch des Luftmarschalls Balbo in Berlin wird von ber römischen Presse stark beachtet. In ihren ausführlichen Berichten rarb bie herzliche Begegnung mit Gene- Prag, 10. Aug. (Europapreß.) Am Mittwoch fanben zwei für bie weitere innerpolitische Entwicklung in der Tschecho-Slowakei wichtige Besprechungen statt. Der tschecho-slowakische Staatspräsident Dr. B e - nesch empfing Lord Runciman, um mit ihm, wie es in bem Bericht bes Sekretärs von Lorb Runcimans heißt, ben „Fortgang ber weiteren Arbeiten zu besprechen". Fast zur gleichen Stunde fand eine Unterredung zwischen bem Ministerpräsi- benten Dr. Hobza unb dem Führer bes von Konrad Henlein mit den nationalitätenrechtlichen Verhandlungen betrauten Ausschusses, Abgeordneten Kunbt, statt, ber von bem Abgeordneten Dr. Rosche begleitet war. Diese Konferenz hatte nur kurze Dauer und dürfte sich ebenfalls in erster Linie mit bem Fortgang ber weiteren Verhandlungen besaßt haben. In ben Nachmittagsstunben trat unter Vorsitz des Ministerpräsibenten ber mit ber Entscheidung politischer Fragen betraute Ministerausschuß zusammen. Den hauptsächlichsten Programmpunkt dieser Sitzung wird gleichfalls die Frage des weiteren Derhandlungsprogramms bilden Offenkundig besteht das Bestreben, nunmehr die Besprechungen, die bisher nicht über ben informativen Charakter hinausgegangen finb, in bie Phase konkreter Verhandlungen zu bringen. Ein (Empfang ber subetendeutschen Abordnung durch Lord Runciman, ber nach bisher von ben zuständigen Stellen nach nicht bestätigten Meldungen am Donnerstag stattfinden soll, dürfte bem gleichen Zwecke dienen Zu welchem Ergebnis diese Bemühungen, für die subetendeutschen Probleme eine Lösungsmöglichkeit zu sinden, gelangen werben, ist schon beshalb im W, 1 w General' Artillerie- gen und Vietzsche Buch in eindrucksvollster Weise gezeigt. Gelegenheit im fflofen 21 r» der beul- ?ie, Dermal^. ) hat die öT(t! “ Jy StM der letzte« nur hochrch '?en Repu, Runion aus. Berlin, 10. Slug. (DNB.) Heute übergab die 21 n t i f o m i n t e r n im Rahmen eines ihrer Presseempfänge das Rotbuch über die Bolschewisierung der Tschecho-Slowakei, „Verrat an Europa", von Karl Vietz der Oeffentlichkeit. Dor einer zahlreichen Zuhörerschaft von Vertretern von Partei und Staat und der In- und Aus- landspresse sprach nach Begrüßungsmorten des Presseleiters der Slntikomintern Dr. Kommaß Gauleiter Oberregierungsrat Hans Krebs über die außerordentliche Gefahr, die aus der Tatsache des erdrückenden somjetischen Einflusses auf die Tschecho-Slowakei für ganz Mitteleuropa und den Donauraum erwächst. Diese Gefahr sei noch nie in solcher Klarheit und so eindringlicher Uebersicht gezeigt worden, wie in dem Buch von Karl Dietz. Deutschland'und alle Völker Mittelund Osteuropas müßten wissen, daß die Zentralen der bolschewistischen Agitation für Mittel- und Osteuropa, ebenso wie für alle Donaustaaten in Prag sind, und daß ^dieser Staat das Aufmarschgebiet des Bolschewismus in agitatorischer, geistiger und militärischer Hinsicht ist. In Prag habe man dem Teufel die Hand zum Bunde gereicht und längst vergessen, was der Sowjetgeneral Frense so offen sagte: „Die Rote Armee muß bereit fein, in die Offensive überzugehen. Die Basis unserer Offensive wird nicht nur Sowset- rußland, sondern eine ganze Reihe anderer Länder sein. Die Grenzen dieser Front sind durch die Grenzen des Auslandes der Alten Welt bestimmt." Als weiterer Redner würdigte Eugenias v o Schumer-Szermentowski, Mitglied des Verbandes polnischer Literaten und Journalisten, das neue Buch und schilderte die Bedrohung Polens durch die Bolschewisierung der Tschecho-Slowakei. „Uns kann die von der Komintern, von der Basis unserer allernächsten Nachbarn geführte Aktion nicht gleichgültig sein. Wir haben nicht deshalb unter der Führung des größten polnischen Helden, des Marschalls Josef Pilsudski, mit so großen heldenmütigen Anstrengungen des ganzen Volkes dem bolschewistischen Drang gen Westen ein Ende bereitet, um nun den weiteren marxistischen Aktionen in Ruhe und Beschaulichkeit zuzusehen." Zmp Schluß sprach der Abg. im ungarischen Parlament, Dr. Franz R a j n i ß. Von der Zeit der kommunistischen Herrschaft in' Ungarn ausgehend, schilderte er die Entstehung des tschecho-slowakischen Staates, der seine Existenz lediglich dem Diktat der Versailler „Friedensmacher" verdanke. Er zeigte ferner an einigen Beispielen aus der jüngsten Zeit, wie die von Prag aus geleitete k o m m u n i st i s ch e Wühlarbeit gegen Ungarn oft genug mit Militärspionage Hand in Hand gebe und von dieser kaum noch zu unterscheiden sei. Die Gefahr, die aus der Bolschewisierung der Tschecho- Slowakei für alle Nachbarländer erwachse, habe das Zeitschriften. ersehen daraus, mie eng vor allern^ das Moskaus Zentralen in Prag „Dem Teufel die Hand zum Bunde gereicht/ Erfolgreicher Vormarsch Francos ■ auf die Provinz C udad Real. Bohnfnotenpunkt Alenorchon genommen. - Fon schritte an der Ebrofront. Heue Abwertung in den Demokratien? Befürchtungen der französischen Sparer. Pa-ris, 11. Aug. (DNB. Funkspruch.) Mehr denn je ist augenblicklich in der französischen Oeffentlichkeit die Rede von einer neuen Angleichung her franzöischen, der englischen und der amerikanischen Währung. In Pariser Finanz- und Börsenkreisen rechnet man hartnäckig, trotz aller Dementis, mit einer bevor- stehenden Abwertung von Dollar und Pfund. In weiten Kreisen der französischen Sparer befürchtet man sogar eine neue sranzösi - s ch e Abwertung. Diese jeder Abwertung vor- ausgehende Nervosität macht sich in Paris besonders in umfangreichen Goldkäufen von privater Seite bemerkbar. Der dem Quai d'Orsay nahestehende „Petit Pa- riiien" nimmt zu diesen Gerüchten Stellung und erklärt, die Abwertung der englischen und der amerikanischen Währung sei eine Hypothese und nichts weiter. Nach Informationen aus bester Quelle könne von einer solchen bevorstehenden Währungsmanipulation keine Rede sein. Unter Bezugnahme auf das Absinken des Franken im Verhältnis zum Pfund auf 178,90 (die von der Regierung vorgesehene äußerste Grenze ist 179) schreibt das Blatt weiter, in französischen Regierungskreisen sei man überzeugt, daß eine erneute Erschütterung der Frankenwährung nur auf die Fehler der französischen Kapitalisten und Sparer zurückzu- führen sein würde, die ihr flüssiges Geld der Jagd nach dem Golde geopfert haben. In Regierungskreisen hebe man mit Heber» zeugung hervor, daß eine solche Haltung ein schwerwiegender Fehler sein würde. Dadurch würde in Frankreich neue Unordnung geschaffen werden, die der Ausgangspunkt für die schlimmste Unordnung sein könnte. n Dünsche für usfptedx, verlier." it Generaloberst bunden, weil n «I Z vls 1F m ShMÜn in UMeneNtzi. 12 | ) hervorgeyaMN J Serin und in ®u- 'I abe erfolgt durch j e$ generalobm | aller sonst zur Ze't I -ok-Born anwelen- ■ von Abordnung I giments 16'deß I 12 weitere ■ tsch wird auch I 'ruppenübungsplo II i einer 5*n| Quinta Casillo und den Ort Helechol im Rinconada- Gebirge sowie mehrere Stellungen. Die Roten hatten große Verluste an Toten und Gefangenen und ließen auch zahlreiches Kriegsmaterial zurück. Die Operation dauert noch an. Die nationale Luftwaffe bombardierte in der Nacht zum Dienstag die Häfen von P a l a m o s und Valencia, den Bahnhof Am polla und militärische Ziele in Katalonien. ebnete. Hier wurden auch die Fäden gesponnen, die von Moskau über Prag nach Paris liefen, die es schließlich mit sich brachten, daß Frankreich und Sowjetrußland ein Militär- bünbnis miteinander schlossen, was Prag und Moskau schon zuvor getan hatten. Leistung und Gegenleistung wechseln in der Geschichte der Tschecho-Slowakei, soweit es sich um die Beziehungen zu Moskau handelt, miteinander ab. Aber Moskau macht zu keiner Zeit ein Hehl daraus, daß es die Tschecho-Slowakei ist, die sich in einem abhängigen Verhältnis befindet, wie es auch die Tschecho- Slowakei ist, die der Komintern als Sprungbrett für die Bolschewifle- runa Westeuropa zu dienen hat. Kaum war bas Politbüro der Komintern nach der Machtergreifung aus der Reichshauptstadt vertrieben worden, als es nach Prag übersiedelte, wo es sich heute noch befindet, wo es durch alle möglichen ober- und unterirdischen Kanäle an der geistigen und politischen Verseuchung Europas arbeitet. Das alles wird in dem Rotbuch aktenmäßig belegt, wind in allen Einzelheiten nachgewiesen, nicht etwa als Kombination, sondern durch handfeste Unter» lagen aus sowjetrussischen Dokumenten, aus sowjetrussischen und tschechischen Zeitun- Teilnehmer. Hauptmann von Dolhs letzte Fahrt. In Schwerin wurde der beim Rennen tödlich verunglückte Hauptmann und Adjutant des Oberbefehlshabers des Heeres, Joachim Heinrich von Both, zur letzten Ruhe geleitet. Im Park des Gulshaufes Kaefelow, dem Stammgut der Familie von Both, war der Sarg des Verunglückten, über dem die Reichskriegsflagge gebreitet war, unter einem Baum aufgebahrt. An der Trauerfeier nahmen u. a. teil: der Oberbefehlshaber des Heeres @eneralober|t von Brauchitfch, Generaloberst Freiherr von Fritsch, ferner die Kavallerie-Inspekteure des Ehefs des Generalstabes, General der Artillerie Beck, zahlreiche bekannte deutsche Herrenreiter sowie Graf Helldorf als Vertreter des Voll- blut-Zuchtverbandes. Unter den zahllosen Kranzspenden sah man einen großen Kranz des SüJ« r e r s , ferner der Oberkommandos der drei Wehr- machts'teile. Nach der Trauerfeier setzte man den Sarg auf eine Lafette, während zwei Schwadronen des Kavallerie-Regiments 14 Paradeaufstellung genommen hatten. Dann wurden die sterblichen Ueber» refte des Verstorbenen zum Friedhof nach dem Kirchdorf Pokrent geleitet, wo im Erbbegräbnis der Familie von Both die feierliche Beisetzung erfolgte. Zchachvereinsmeisterschaft von Deutschland. Die Kämpfe der Abteilungen Westen und Süden des Großdeutschen Schachbundes finden vom 10. bis 13. September in Frankfurt a. M. statt. 20 Vereins» Mannschaften aus den Landesverbänden, Baden, Bayern, Köln-Mittelrhein, Niederrhein, Ostmark, Pfalz, Saar, Schwaben, Thüringen, Wefer-Ems und Westfalen kämpfen in zwei Klassen. Jede Mannschaft besteht aus acht Spielern und muß fünf Kämpfe austragen. Die Sieger fragen später mit den Siegern aus Osten und Norden den Endkampf um die V e r - einsmeisterschaft von Deutschland aus, der mit dem Hans-Schemm-Wanderpreis verbunden ist. Rettungstal eines Unbekannten. Nahe der Horchheimer Brücke versank in Koblenz beim Baden eine junge Frau in den Fluten des Rheines. In ihrer Todesangst klammerte sich die Ertrinkende an eine in der Nähe befindliche Schwimmerin, so daß beide untergingen. Der aufregende Vorfall wurde von einem Kraftwaaenbesitzer beobachtet. Rasch entschlossen verließ er-fein Fahrzeug, übersprang die Böschungsmauer und stürzte sich in die Fluten. Mit sicherem Griff brachte er die bereits besinnungslosen Frauen ans Ufer. Der Retter zog sich nach der mutigen Tat unerkannt zurück. Dreister Erpressungsverfuch. Dieser Tage versuchten zwei Burschen von einer am Edersee wohnenden Frau 2 5 0 0 0 Mark z u erpressen unter der Behauptung, es sei „Lösegeld" für ihren in Amerika weilenden Sohn. Unter Drohungen beauftragten sie die alte Frau, das Geld nach Berlin zu schicken. Die angegebene Adresse hat die Frau in der Aufregung vergessen. — Beschreibung der Täter: Beide 20 bis 25 Jahre alt, dunkelbraune Haare. Einer 1,65 bis 1,70 Meter groß, der andere 1,70 Meter, beide längliches Gesicht. Der Kleinere trug braune Reithose mit schwarzen Reitstiefeln, der Größere blaue Schihose, braune Stiefel. Beide trugen braunschwarz-kariertes Jackett. Sie sprachen.hochdeutsch. Wahrnehmungen erbittet die Kriminalpolizeistelle Kassel. Schwerer Unfall eines Weichsel-Dampfers. [ Der zwischen Danzig und Warschau verkehrende Weichsel-Dampfer „Eleonore" stieß in der Nähe von Im Kreml wurde die tschechisch-bolschewistische Allianz bekräftigt. Aus den zahlreichen Bilddokumenten des soeben im Nibelungen-Verlag in ^^^^A^nenen Buches „Verrat an Europa", das die engen Beziehungen Moskaus .6ur Tschecho-Slowake beleuchtet, bringen wir diese Aufnahme, die von jener Zusammenkunft im S&rentf beruhet, be der s^nerzeit der jetzige Staatspräsident B e n e f ch mit S t a l l n die M^chi ch-bolschewsttische Allianz bekräftigte. Dort wurde die Tschecho-Slowakei zur Filiale Moskaus “^ben, u damit zum ständigen Unruheherd in der europäischen Politik zu werden. Don rechts nach links sieht man Benesch, Stalin, Moskaus damaligen Gesandten in Prag Alexandrowsky, Litwinow- Finkelstein und Molotoff. — (Nibelungen-Verlag. — Scherl-M.) n heutigen Don. ersehen Inippen- bergabe der 2 an den durch Befehlshaber btt ' Regiment; i von Fritsch Anlaß folgende! errn v.Fritsch ( i Lhes der 12, die ich in abe, übermittle barer Dür- et bienff e in herzlichsten Zur rechten Zeit ist jetzt im Nibelungen-Verlag stn Rotbuch herausgekommen, das aktenmäßm die Zolschewisierung der Tschecho-Slo- Datei nachweist, ein Geschehnis, das diesem Rotruch den Titel gegeben hat: „Verrat an Europa". Wie die Tschecho-Slowakei, diese Fehlkon- 'iruktion und Ausgeburt der Versailler Hölle, ent- tanben ist, darüber sind wir durch die Verösfent- idjung der unzähligen Denkschriften unterrichtet, die ,on den tschechischen Agitatoren über die berüchtigte Friedenskonferenz ausgefchüttet wurden. Die Dar» lieUung, die das Rotbuch von der Entstehung der lschecho-Slowakei gibt, bestätigt im wesentlichen den iktenmäßiaen Hergang, gibt darüber hinaus aber wertvolle Ausschlüsse über die Beweggründe, die für zie „Staatsschöpfung", der Tschecho-Slowakei nicht weniger entscheidend gewesen sind. Es ist schon so, zaß nicht die großen Vier von Versailles, )ie Wilson, Elemenceau, Poincare und Oie Bolschewisierung der Tschecho-Slowakei Aufschlußreiche Nachweise über Prags Verrat an Europa. Kunst und Wiffenschast. Großer Erfolg des llfa-Iilms „Heimat^ auf der Internationalen Filmkunstschau Am zweiten Abend der Internationalen Filmkunstschau in Venedig kam der deutsche Ufa-Film „Heimat" zur Aufführung, der unter der Spielleitung Carl Fröhlichs nach dem bekannten Schauspiel von Hermann Sudermann gedreht wurde. Das Publikum wurde von der packenden Handlung und von dem erschütternden Spiel der beiden Hauptdarsteller Zarah Leander und Heinrich George tief ergriffen. Es gab seiner Anerkennung vor dieser Leistung der deutschen Filmkunst durch starken Beisall Ausdruck. Die Einflechtung von Musikwerken von Gluck und Bach teigerte den Eindruck. Es ist. kaum übertrieben, wenn man den Film „Heimat" als eine der bedeutendsten Schöpfungen der neuen Filmkunst ansieht. Die Kunst der Darstellung, der Regieführung, der Photographie und der gesamten Komposition ind zu einer äußerst glücklichen Einheit zusammen- geschlossen. — Lida B a a r o v a ist die Hauptfigur des von der tschecho-slowakischen Lucerna-Film-Ge» ellschaft unter der Spielleitung Ottakar Vavras hergestellten Films „Unschuld". Die Künstlerin bestätigt in diesem Werk erneut daß sie in der Darstellung seelischer Vorgänge eine außerordentliche Intensität erreicht. — Von den Kulturfilmen des zweiten Dorführungstages hatte jeder einen besonderen landschaftlichen Charakter. Südafrika zeigte einen Film „Rituelle Gebräuche bei einem Negerstamm"; Japan führte in das unermeßlich weite Land der mongolischen Steppe mit seinen primitiven Nomadenvölkern, ein amerikanischer Film behandelte eindrucksvoll den gewaltigen Mississippistrom mit seinem Fluch und Segen. Mit starkem Bei oll wurde der reizende Farbentrickfilm „Das tapfere Schneiderlein" ausgenommen. DKK. Aus aller Wett. „Laßt doch der Jugend ihren Lauf." Das Problem „Wie sollen wir tanzen im heutigen Deutschland?", das vor einiger Zeit aus An- laß des Weimarer Lagers des Kultur- und Rund- funkamtes der Reichsjugendführung tatkräftig angepackt wurde, führte jetzt im Rahmen der Rundfuyk- ausftellung zu einer neuen Gestaltung der Sendung „Stunde der jungen Nation". Die Spielscharen der Hitler-Jugend aus Berlin, Frankfurt a. M., Hamburg, München, Saarbrücken, Danzig, der Staats» musikzug des Gebietes Thüringen, de^ Bann- orchesters 109 aus Karlsruhe, Sprecher, Erzab'er der HI. hatten sich unter Leitung von Franz Köppe und Hermann Roth im Berliner Funkhaus zusammengefunden, um frohe Geselligkeit nach neuer Art und doch auch wieder alter Weise zu zeigen. Das Thema „Laßt doch der Jugend ihren Lauf'." — ein flottes Tanzlied — beherrschte den ganzen Abend, der mit Lied, Tanz Musik frisch und klangreich zeigte, wie die nationalsozialistische Jugend sich einen Bunten Abend denkt. Zur rechten Zeit wurde auch eine klassische Sache eingeschoben, wie z. B. Beethovens Jugendsymphonie, die ganz ausgezeichnet von den badischen Jungen gespielt wurde. Volkslieder schlossen sich an, und der Hauptzweck dieses Abends, der schöne, einfache und fröhliche deutsche Tanz, fand begeisterte ^"«8. 1 ■tS ■Sä i Wit» ^em Potnitf menfa ein initheii Salamanca, 11. August. (DNB.) An der Estremadura-Front setzten die Nativ- nalen ihre Offensive mit einem von Süden und Westen gegen die Provinz Ciudad Real gleichzeitig vorgetragenen Angriff erfolgreich fort. .Die andalusische Armee rollte die feindlichen Stellungen in einem unvermuteten Angriff aus und rückte 10 Kilometer weit vor. Nach Besetzung einer Reihe wichtiger Stellungen, darunter der Burg Almorchon, kam sie bis 10 Kilometer vor die Grenze der Provinz Ciudad Real. Gleichzeitig unternahm die Armee General SaI i q u e t 5 nördlich von der andalusischen Armee im Abschnitt Herrera del Duque eine (?*?£- offensive. Seine Truppen drangen gleichftius 10 Kilometer weit in Richtung auf Ciudad Real vor. Diele Gefangene und reiche Beute fielen in die Hände der Nationalen. Wie der nationale Heeresberichl weiter meldet, eroberten die nationalen Truppen an der Ebro- Front eine Reihe wichtiger Stel 1 un gen und fügten dem Feinde, namentlich mit Hilfe oer Artillerie und der Flugwaffe, hohe Verluste zu. Mehrere hundert Gefangene blieben in ihrer Hand. An der Estremadura-Front führten die Nationalen zwischen dem Guadiana-Fluß und seinem nördlichen Nebenfluß Gargaliga eine glanzende Operation durch. Auf 16 Kilometer Frontbreite drangen sie 12 Kilometer e f in das feindliche Gebiet vor und besetzten me Ortschaft Cosas de Don Pedro sowie mehrere Stellungen der Roten. Die Süd arm e e setzte ihre am Vortage etn- geleitete Offensive erfolgreich fort und besetzte Wir ersehen daraus, wie eng vor allem das Militärbündnis zwischen Prag und Moskau ausgebaut worden ist. Die Tschecho-^lo- wakei ist in gewisser Hinsicht zu einer Art Truppenübungsplatz für die Ro t e Armee geworden, vor allem aber, soweit es sich um die sowjetrussische Luftwaffe handelt. Die verhältnismäßig kleine Tschecho-Slowakei, im günstigsten Falle ein Mittelstaat also, mit einem tschechischen Staatsvolk von 7,5 Millionen, verfugt über eine Luftwaffe, die zahlenmäßig eine der größten Europas ist. Das ist freilich mit französischem Gelds geschehen, aber die sowjetrussische Unterstützung hat das Wesentliche getan sowohl in der Beschaffung der Flugzeuge als in der Ausbildung der Mannschaften. Dos sowjetrussische Organ der Roten Armee spricht dann auch so beiläufig von den Flugplätzen in der Tschecho-Slowakei, als seien sie nicht etwa die eines fremden Staates, sondern die der roten Flugwaffe. Tschechische Generalstäbler gehen noch weiter, rühmen in ausländischen Zeitungen sowohl die zahlenmäßige Stärke der tschechischen Flugwaffe als auch ihre enge Verbindung mit d e r söwj et russischen Luftmacht. Es wird dabei erwähnt, daß im Kriegsfall 2000 bis 3000 sowjetrussische Flugzeuge sofort für die Tschecho-Slowakei eingesetzt werden könnten, was den Schluß ergibt, daß Prag und Moskau, militärisch gesehen, durch Luftangriffe die Gesittung Europas zerstören wollen. Aus der Landkarte gibt es freilich keine unmittelbare Grenze zwischen Sowjet- rußland und der Tschecho-slowakei. Ader die Sowjetrussen werden sich nicht viel daraus machen, das rumänische Territorium zu überfliegen. wenn es fein muß, sich auch einen Weg mit militärischer Gewalt zu eröffnen. Gerade das ist außer der geistigen und politischen Verseuchung durch den Bolschewismus, der von der Tschechoslowakei aus Vorschub geleistet wird, der Verrat an Europa, denn hat Moskau sein Ziel erreicht, Europa dem Kriege nahezubringen, so wird es diesen Krieg förmlich erzwingen, wenn es die unmittelbare Verbindung mit der Tschechoslowakei herzustellen sucht. Das Rotduch klärt auch darüber auf, daß es nicht der angebliche Rückhalt an die westlichen Demokratien ist, die Prags Haltung gegen die Volksgruppen bestimmt, sondern die offene und geheime Verbindung mit Moskau. Eyssen. 2loyd George, die nicht einmal über die geographische Lage der Tschecho-Slowakei unterrichtet mären, als die Paten dieser Fehlkonstruktion anAu» !prechen sind, sondern daß es Moskau und die L o l s ch e w i st e n aewesen sind, zu denen die tschechischen Staatsschöpfer schon sehr früh die Verbindung aufgenommen hatten. Tschechische Deserteure hatten während.des Krieges im Der- dand der feindlichen Heere Legionen gebildet, also auch in Rußland, aber gerade diese tschechischen Legionäre waren es, die 1918 durch doppelten Verrat den weißrussischen Admiral Kol- tschak den Bolschewisten preisgaben, damit also auch die Ursache waren, daß die Zarenfamilie um» gebracht werden kannte. Diese Zusammenhänge sind «igentlich recht verständlich, wer die innerpalitischen Gegensätze im Tschechentum der Vorkriegszeit kennt, Gegensätze, die sich während und nach dem Kriege vertieften, so daß sich als Antipoden schließlich Be- nesch und Kramarsch gegenüberstanden. Dieser Gegensatz war nach der Staatsgründung bis zum Tode von Kramarsch latent, drang aber nicht mehr an die Oberfläche, weil die L i n k s r i ch- tunfl im Tschechentum gesiegt hatte, die Richtung, die aus innerer und äußerer Wahlverwandtschaft sich zunächst als Bundesgenosse, später als Schrittmacher Moskaus in Mitteleuropa fühlte. Es csi das eine wechselseitigeVersicherungs- gesellschaft zwischen Prag und Mos- kau, die besonders sichtbar dadurch zum Ausdruck gekommen ist, daß es Dr. Eduard Benesch war, der als tschechischer Außenminister der S o w j e t - union den Eintritt in d i e Genfer Liga g' aus. jätrifl* „il ,tr.öh”ren8 "*■ Pon ’D) Anfei1 V W,nW$ in “nZ„ iten. ^jetspaiO efl«»0*"® $ iflC ‘ur „'S" - w ,! wö Wie zu dem großen Erfolg der Südarmee weiter mitgeteilt wird, rückten nach Eroberung des Ortes n ’Zirmee Helechal mehrere Kolonnen der Nationalen auf Groß- der Straße nach Almorchon vor. Da diesem Ort als Knotenpunkt der Eisenbahnlinien zwischen Andalusien, Estremadura und Ciudad Real eine große Bedeutung zukommt, verteidigten den Roten den Ort mit großer Hartnäckigkeit. Der Angriff, an dem alle Waffengattungen der nationalen Armee teilnahmen, wurde so glücklich ausgeführt, daß die völlige Einkreisung Almorchons gelang und die gesamte Besatzung, darunter der Bataillonskommandeur, gefangengenommen werden konnte. Anschließend besetzten die nationalen Truppen einen in öcr Nähe gelegenen 1000 Meter hohen Berg, au, dem die Roten ein meteorologisches Observatorium eingerichtet hatten. Die Nationalen find nur noch 35 Kilometer von Almaden entfernt, wo sich die weltbekannten Quecksilbergruben befinden. Wie allenchalben, wurden auch hier die Ortschaften vor ihrer Befreiung durch die Nationalen v o n d e n Roten völlig z e r st ö r t und die Einwohner auf grauenhafte Weise ermordet. J-'Ä" Ä r dl-S-Ä Weiterungen bringen j J bie Noäla g ge für Freitag: Zeitweise j *;.Db(15 ßanb >d me'ift bewölkt mit Neigung zu 5 ,5 erhalten, i ttrigen Regenfällen, mäßig warm, Mensch la schwül, schwache, m Richtung ner- ^ÄaSfen roerbei änderliche Made. GLORIn I Heute Donnerstag: Süddeutsche UrauKiibrang! g nach langem, schwerem Leiden sanft entschlafen. 10. August 1938 2. ZiehungStag In der heutigen DormlttagSzlehung wurden gezogen Gießen (Seltersweg 6), den 10. August 1938. 33352 387364 5937D U^i Kriegerkameradscliatt 1874 BieOen 2643 11007 18251 Beteiligung bittet Zu verkausen 5238 A ün der heutigen Nachmittagöziedung wurden 148933 23085 83827 93683 96061 100413 104527 117299 Laden- Kunstschnitzerei, echt Nußbaum. OPEL-Super6 300 RM. 6665 14185 25194 26843 61292 63773 70330 81188 82033 93856 der gewerbl. u. land- kurzfristig lieferbarl etriebe für einen bebörbl. Unverbindl. Probofahrtrn 5155 A @Holzwu nm-Politur ■ PQLOST Giessen 207841 325256 216379 340819 399414 19515 197090 238591 327707 1 echter Persianer Damsnkragen- pelz (wenig getragen)-1 Anzahl Mhgeweihe (wertvoll); Schmucksachen u. 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Beiprogramm! Ufa-Ton-Woche! Täglich 4, 6, 8.30, Sonntag 3, 5.30, 8.30 Uhr Ein volkstümlicher Film — voller Spannung und viel Humor 374213 382344 382426 86 Gewinne zu 500 RM. 143258 187343 264955 311155 MeM Aon j)rof die Führerschaft. _____________5241D J'1 Petri Kl. Mühlgasse 5 1 .St.rechts. 5-4,0 Am Dienstag, 9. August 1938, verschied plötzlich unser langjähriges Mitglied, Kamerad Adolf WclZ, Seltersweg 6. Die Trauerfeier findet am Freitag, dem 12. August, 14 Uhr, in der Kapelle des Neuen Friedhofes statt. - Um zahlreiche verdienst) suchen, melden sich am Freitag, dem 12.Angust,zwisch.l5 u. 17 Uhr, i.Bahrisch. Hof, (Ziehen oder unter 03625 a. d. Gieß. Anz. Aus jede gezogene Rümmer sind zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer auf die Lose gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I und II Gescnansdnjcksachen Rechnungen Briefblatter Briefumschläge Postkarten Gesch&ftskarten bei Brühl. Schulstr. 1 j Vermietungen"! Große 33733 44994 46329 71507 71998 75684 79075 aufheiternd uni teilweise gewittrigen Regenfällen, doch ziemlich schwül, schwache, in Richtung ver< Mit der Berflachung des nordischen Hochdruck- gebietes stellt sich eine sehr gleichförmige Luftdruck. Verteilung her, die vornehmlich über dem emo- päischen Festlande die Ausbildung von Tiefdruck, störungen begünstigt. Die Witterung wird daher zum zeitweiligen Auftreten von Regenfällen, teil, weise gewittriger Natur, neigen und nur noch ge. legentliche Aufheiterungen bringen. Vorhersage £'" Ä ; * Lpd. Franksurt a. M., 10. Aug. Am Mittwoch wurde in Anwesenheit des Gauleiters und Reichstatthalters Sprenger das 1. Wandergesellenheim im Gau Hessen-Nassau in Frankfurt, der „Stadt des deutschen Handwerks", vom Leiter des Deutschen Handwerks in der DAF., Sehnert, eingeweiht und dem Landeshandwerksmeister Game r übergeben. . „ , . Der Feier, die in dem neuen Wandergesellenhelm, Zimmerweg 12, stattfand, wohnten der Abteilungsführer für Gesellenwandern, Petersen (Berlin), der Gauobmann der DAF-, Willi Becker, der Gaufachgruppenwalter für Gesellenwandern in der DAF., von Harlessem, sowie zahlreiche Vertreter der Partei, der Behörden, der Wehrmacht, die augenblicklich im Heim anwesenden Wandergesellen und eine Gruppe von Urlaubern bei, die aus Mitteln der Adolf-Hitler-Spende zur Zeit in dem neuen Heim untergebracht sind. Landeshandwerksmeister (3a m er begrüßte die Gäste und ging dann auf den Zweck des neuen Heimes ein. Es solle nicht nur eine Ställe der Erholung für die wandernden Gesellen sein, sondern auch ein Ort, wo sie sich in weltanschaulicher Hinsicht die Eigenschaften erwerben könnten, die sie in den Stand setzten, als wahre deutsche Volksgenossen zum Wohle des Handwerks und des Vaterlandes zu wirken. Pg. Gamer dankte dann dem Gauleiter für feine dem Handwerk gewährte Förderung und dem Oberbürgermeister der „Stadt des deutschen Handwerks", der durch eine Spende wesentlich zur Erstellung des Heims beigetragen habe. Der Leiter des Deutschen Handwerks in der DAF., Pg. Sehnert, gab dann die Richtlinien bekannt, die sich das Deutsche Handwerk in bezug auf das Gesellenwandern gestellt habe. Das planlose Umherziehen sei zugunsten des Wanderns von Arbeitsplatz zu Arbeitsplatz erheblich eingeschränkt worden, nicht zuletzt mit Rücksicht auf die Aufgaben, die auch dem Handwerk aus dem Dier- jahresplan erwüchsen. Man habe das Gesellenwandern aber nicht vollkommen abschaffen wollen, denn wenn einmal die Aufgaben des Dierjahresplanes erledigt seien, biete das Gesellenwandern, nach ‘ nationalsozialistischen Grundsätzen geleitet, eine aus» ’ gezeichnete Schulung für den jungen Gesellen. Weiler trage man sich mit dem Gedanken, zwei , Millionen junger Handwerker wenigstens einmal in ihrem Leben an eine andere Arbeits- beseifigt radikal den Holzwu nm. gibt den Möbeln wundervollen Glanz u.gutes Aussehen 5239 V B. Boinemann, Drogerie. Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum« schein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange (in Urlaub), i. V.: Ernst Blum- schein; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck (in Urlaub). Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theod. Kümmel. D.A. VII. 38: 9034. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei R.Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM.- 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzeloerkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr« Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig. Die ge' Ein Mi« au bie Forschet bi Busch. An eine die Forscher ein Feismolere Felsens befand f; lereien in roter, । beschäftigten sich Regen schaffender neben finden sic ruf)5, bie, wie c naturalistisch geze ren sind sehr prin Darstellungen vor, Die URaferei unb. stborenen wieder Macht. Ungub ita Urjeit aus be । ’ä’wfy bie Neger ' H«0er Dociotn ünqub feben Wien erneuen *' glauben bie E Achtfach, unb t Uwe Wasser beb ®onbjina malt, \ Silber sehen, bür mafung nicht zug Die fylsbilber jum Teil eine fol "icht kannte. Fn reuen es mit den olsiugenau zu m s,Ä W Al'k^ WS 3 Motorwagen-Verkaufsges. m.b.H. GIESSEN Frankfurter Str. 52 — Fernruf Nr. 2847 3m Gewinnrade verblieben: 2 Gewinne zu fe 1000000, 2 zu se 500000, 2 zu je 3000p0, 2 zu je 200000, 2 zu je 100000, 2 zu je 75000, 4 zu je 50000, 10 zu je 30000, 18 zu je 20000, 92 zu je 10000, 178 zu je 5000, 370 zu je 3000, 918 zu je 2000, 2772 zu je 1000, 4586 zu je 500, 9482 zu je 300, 224558 ru ie 150 NM. 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August 1938 bie Frist zur Antragstellung über bie Herabsetzung der Zinsen für bie Hauszinssteuer-l Sondersteuer) Hnvotbeken aus Anlaß der Grund- steuererhöhung abläuft. Anträge auf Erlaß ober Ermäßigung ber Grunbsteuer müssen bis zu biesem Termin eingereicht sein. 5242D Saus- und Srundbeslherverein Gießen e. D. Adolf Schmidt, Vereinsleiter. Sliiifyn e ? chm «ort 2® Sana W dem j)Oll W, b.er irfkn ö -tiacres" J? gemeinen L.Men j £*t,eW ®J»'®e|en j, h mit 'e Orient ^6pQbU?meri ihZ. 9'. öer $ Sg^r|>e. 180 Gewinne zu-------- — — 30112 36929 37710 38019 41782 43062 ---- 57853 57858 73498 74402 76106 ------ ------ ------ 125704 Tüchtige Vertreter SSE Jlim Besuch rtomorM it IawSs s kaufen. Zu erfr. wirt sch. 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Dadurch sei es möglich, Hunderten von deutschen Gesellen und Jungmeistern Einblick in aus ländische Arbeitsoerhältnisse zu verschaffen. Ferner plane man das Werkstattwandern in der Metallindustrie dergestalt, daß z. B. em Schlosseraeselle einmal in eine Automobilfabrik oder ein Feinmechaniker in eine Schreibmaschinenfabrik versetzt würden, um unter vollkommen anderen Arbeitsbedingungen dort ihre Fertigkeiten zu ergan« z Weitere Maßnahmen seien das Werkstattwandern der weiblichen Gesellen und schließlich Vorkehrungen zur Betreuung der volksdeutschen Gesellen und Lehrlinge. Man wolle diese jungen Leute mit deutschen Arbeitsmethoden vertraut machen; sie würden dadurch die besten Erhalter deutschen Volkstums und somit deutsche Kulturträger. Ausländsdeutsche sollten die Möglichkeit haben, ihre Kinder in Lehrstellen im Reich unterzubringen, wo sie handwerksberuflich hervorragend ausgebildet würden. Zum Schluß dankte der Leiter des Deutschen Handwerks in der DAF., Pg. Sehnert, dem Gauleiter und der Stadt Frankfurt für die vorbildliche Unterstützung und Förderung, die sie dem Handwerk zuteil werden ließen. Im Auftrag des Oberbürgermeisters der „Stadt des deutschen' Handwerks", Staatsrat Dr. Krebs, überbrachte Bürgermeister K r e m m e r die Glückwünsche und betonte, daß Frankfurt sich stets bewußt sei, was es seinem Ehrentitel schulde. Bürgermeister Kremmer übergab dann als Geschenk der Stadt ein Ehrenbuch, in das sich die Wandergesellen eintragen werden. Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger dankte Pg. Sehnert für seine Ausführungen und versicherte, daß seine Haltung gegenüber dem Handwerk auch in Zukunft die gleiche bleiben werde. Er werde sich immer des Titels eines Ehrenhandwerksmeisters würdig erweisen. Dann nahm der Gauleiter die Ehrung der Gausieger aus dem Reichsberufswettkampf aller schaffenden Deutschen vor. Er übergab den 18 ' Siegern die Ehrenurkunde und Adolf Hitlers Buch „Mein Kampf". In Fällen, wo sie nicht weiter wüßten, sollten sie dies Buch um Rat fragen, es werde ihnen immer den rechten Weg zeigen. Ecerwinsk a u f G r u n d. Er trug ein so großes Leck davon, daß er zu s i n t e n begann. Die 150 Pass^ niere konnten von anderen Schiffen gerettet und nach Warschau weiterbefördert werden. Starke Elch-Vermehrung in Polen. Die in den Schutzgebieten der polnischen Forste gehegte^ Elche haben sich in letzter Zeit außerordentlich stark vermehrt. Vor kurzem wurden 1373 Stück dieses seltenen Wildes gezahlt, von dem sich der größte Teil in der Heide vgn Bialowieza befindet. Daraufhin wurden 35 Bullen zum Abschuß , freigegeben. Verheerende Feuersbrünste in Polen. Von einem schweren Schadenfeuer wurde die Stadt Losice bei Siedlce in Ostpolen heimgesucht. Der Brand entstand durch einen schadhaften Motor beim Dreschen und äscherte mehr als 100 Wohn- und Wirtschaftsgebäude ein. — In dem in der Nähe gelegenen Dorfe Lipiny brannten infolge Unachtsamkeit 10 Wohnhäuser und 27 Scheunen nieder. Fünf Menschen vom Blitz erschlagen. Seit zwei Tagen werden Bosnien, Kroatien und Slowenien von schweren Unwettern heimgesucht. Blitzschläge töteten fünf Personen und verursachten allein im Bezirk Pettau (Slowenien) sechs größere Brände. In der Umgebung von Sarajevo richtete der Hagel schweren Schaden an. Fünf Kinder von explodierendem Blindgänger gelötet. Zu einem schweren Unglücksfall kam es in einem Dorf bei Luzk in Wolhynien. Mehrere Knaben fanden auf dem Felde ein altes Artilleriegeschoß, mit dem sie in unvorsichtiger Weise umgingen. Plötzlich explodierte die Granate und t ö t e t e fünf Jungen auf der Stelle. Zwei weitere Kinder wurden schwer verletzt. Feuer auf einem britischen Dampfer in Kanada. Auf dem im Hasen von Montreal (Kanada) liegenden 13 950 Tonnen großen Dampfer „Andania" der Cunard White Star Line brach F e u e r in einem Laderaum aus. Drei Feuerwehrleute sind mit Gasvergiftungen ins Krankenhaus eingeliefert worden. Flugzeugunglück in Ungarn fordert elf Todesopfer. Ein schweres Flugzeugunglück, dem neun ungarische Journalisten und die aus zwei Mann bestehende Besatzung zum Opfer fielen, ereignete sich in der Nähe von Debreczin. Die Journalisten hatten sich in einem, ungarischen Verkehrsflugzeug nach Debreczin begeben, um über einen Ausflug zu berichten, den die aus Anlaß des internationalen St. Stephan-Flieger-Treffens in Ungarn weilenden ausländischen Sportflieger unternommen hatten. Das Unglück ereignete sich auf dem Rückflug nach Budapest. Das Flugzeug stürzte aus noch nicht geklärter Ursache ab. Sämtliche Insassen konnten nur als Leichen geborgen werden.__ Lachlüste von z bi» 20 v. s. erhalten Sie bei wiederholten Aus« nahmen einer Ametg» | Verkäufe | Airedale- Terrier (Rüde) zu verkauf, (osess WiiiemngSvorhersage für die Zeit vom 11. bis 20. August. Herausgegeben von der Forschungsstelle für langfristige Witterungsvorhersagen des Reichswetterdienstes in Bad Hornburg v. d. H. . Der mit einigen heftigen Unwettern eingeleitete Witterungsumschlag zu kühlerem, bewölktem und vielfach regnerischem Wetter, der zu Beginn dieses Woche im Westen und Südwesten des Reiches einsetzte, wird nur ganz allmählich auch auf das übrige Reich übergreifen. Oeftlich der Elbe kann daher bis etwa zum Ende dieser Woche mit Fortdauer des vorwiegend sonnigen, sehr warmen unh meist trockenen Wetters gerechnet werden, doch ist jetzt auch in diesem Gebiet vermehrte Gewittertätigkeit zu er- warten. Im Süden und Westen dagegen wird unbeständiges, zeitweise schwüles, aber doch nur mäßig warmes Wetter, nicht gerade sehr häufige, stellen- weise aber kräftige Regenfälle herrschen. In der nächsten Woche im größten Teil des Reiches unbe- ständige, im ganzen aber nicht unfreundliche Witte- rung. Wechsel bewölkter, teilweise regnerischer Tage mit aufgeheiterten, trockenen Tagen; mäßig warm bis warm, aber nicht heiß. Jm.Westen zeitweise, besonders in der zweiten Hälfte des Dorhersaaezeit- raumes, kühl. Am längsten wird sich das schöne Wetter in Ostpreußen halten. Wetterbericht Mit: RUTH HELLBERG VIKTORIA VON BALLASKO VOLKER VON COLLANDE RUDOLF PLATTE Spielleitung: CARL BOESE Kupferstiche, partiebesserespor' _____ zellan und Weingläser (unge- Vk!klslk. 18 PL 3-ZmHok braucht)- 1 ff. Plüschgarnitur- ®ut erhaltenes Mit Badezimmer 2 echte Wiener Rokokostühle,- sre^Nur schttft!' 2 Primd Kronleuchter und div. JwlUvIVl | Mietgesuche"] Wir suchen für einen verheirat. 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Gießener Modellschnitzer bei der Arbeit & kannte können. 26- W! Die Frobenius- Expedition nach Australien, tiie von Dr. Petri geleitet wird und der Dr. L 0 m- m e I, Douglas Fox, Agnes Schultz und (Berta Kleist angehören, ist, wie aus den letzten Berichten Unwetter an der südlichen Bergstraße. Lpd. D a r m st a d t, 10. Aug. An der südlichen Bergstraße von Weinheim ab bis in die Viernheimer Gegend gingen schwere Unwetter nieder. Die Gewitter brachten derartige Regengüsse nut sich, daß es am Abhang der Berge nicht ohne Hochwas- er abging. In der Gegend von Schriesheim war es wohl am schlimmsten. Der Kanzelbach führte so Wilhelm Lange, ers: Emst Bluv wd für die Silber i.V.: Ernst Blui» Thyriot; für du nzeigenleiter: jjtns für den Inhalt de /II. 38:9034. idruckerei R.Law, :sbezugspreis W. bühr, mit der K ifspreis 10 Pf. uri ierten 5 Pf. me? 1. September 1$ Die Kunst und das Kunsthandwerk hat auch in unserer Stadt und weit darüber hinaus Ruf und gutes Ansehen. Manches künstlerische Werk, m Gießener Ateliers und in stiller Arbeit herangewachsen, wurde verwirklicht und dient der Heimat im engeren und weiteren Umkreis in vielerlei Form zum Schmuck. .... Heute früh nahmen wir Gelegenheit, einmal m der Werkstatt des Gießener Modellschnitzers und Holzbildhauers Kirchner Umschau zu halten. Wir sahen. ihm über die Schulter und entdeckten auf seinem Arbeitstisch eine Fülle von Modellen, Häuschen, Türmchen usw., so daß man fast ein ganzes Städtchen daraus ..hätte zusammenstellen ein. Oer Tanz der Blackfellows gefilmt. Der Leiter der (Expedition Dr. Petri, Douglas Fox und Dr. L 0 m m e l haben sich in die Aufgabe geteilt, Leben und Kult der Blackfellows zu erfor- chen. Das ist nur so möglich, daß sie einen Stamm ober eine Sippe im Busch erwischen und dann mit ihnen kampen und mit ihnen leben. Das ist sehr chwierig, da die Eingeborenen alle sehr scheu sind und sich sofort zurückziehen, wenn Weiße kommen, da sie in jedem Weißen einen Policeman fürchten. Da nahezu jeder von ihnen einmal einen Diebstahl begangen hat, haben sie alle ein schlechtes Gewissen. Dr. Lornmelist auf der Station geblieben, um die Eingeborenen, die zur Station kommen, wo sie sich mit Tabak und Decken versorgen, ausfragen zu können. Fox und Petri haben sich in den Busch begeben und konnten dort die Beobachtung machen, daß die Eingeborenen jeden Abend den gleichen Tanz, den Corroboree tanzen. Meist tanzen 8 bis 10 Tänzer, die festlich geschmückt sind mit einer kegelförmigen Mütze aus Papierrinde, bekrönt mit einem Busch aus Kakadufedern. Der Körper ist mit weißer, roter oder gelber Farbe bemalt. Der Tanz wird mit Gesang und Musikinstrumenten Rullanulla und Woomera begleitet. Oft werden im Tanz Tiere dargestellt, insbesondere Kraniche und Krokodile, die ein Feuer umtanzen. Die deutschen Forscher bezeichnen die Realistik, mit der die Tänzer die Bewegungen der Tiere nachahmen, als höchst erstaunlich, wie überhaupt Rhythmus und Disziplin des Corroboree eine große Ueberraschung für sie gewesen sind. Es ist den Forschern gelungen, einen Corroboree zu filmen und die Begleitmusik wie auch den Gesang auf Wachs- platten aufzunehmen. Schon dieser erste Bericht über die vorläufigen Ergebnisse läßt auf eine reiche wissenschaftliche Ausbeute der deutschen Forschungsarbeit in Australien hoffen. Mr. irischer, reiner Atem gründliche, schonende Reinigung, verhindert den Ansatz von Zahnstein. $ro/?e Tube 40 T/., kleine Tube 25 T/. starke Wassermassen mit sich, daß er über seine User trat und manche Straßenzüge unter Wasser setzte. Von der Talsperre ab strömte das Wasser fußhoch ins Dorf und setzte auch viele Keller unter Wasser. In Leutershausen schlug der Blitz in ein Haus, in dem gerade eine Hochzeitsgesellschaft beisammen mar. Der Blitz fuhr in den Kamin und riß Den Kamin im großen Zimmer auseinander. Der Schreck der Hochzeitsgäste war nicht gering. Als der Kamin auseinanderflog, gab es überall rußgeschwärzte Gesichter, und auch das weiße Hochzeits- kleid verlor viel von seinem Glanz. Verschlimmerung in seinem Befinden ein, die am Dienstag früh zum Tode führte. * Aus Anlaß des Todes von Professor Leo Fro- b en ius hat Reichsminister Dr. Frick dem Forschungsinstitut in Frankfurt a. M. sein herzlichstes Beileid ausgesprochen. hervorgeht, über Batavia, Broome in Walcott-Jnlett angekommen und hat in Munja einen Camp eingerichtet. Munja wird für die nächste Zeit der Stützpunkt für die Frankfurter Forscher sein. Die australischen Regierungsbeamten in Munja haben die deutschen Forscher in jeder Weise unterstützt und ihnen die Arbeit erleichtert. Durch deren Hilfe erhielten sie auch zwei eingeborene Boys, von denen einer sogar englisch sprechen kann. Von Munja aus haben die Forscher ihre ersten Expeditionen in die Eingeborenenreservate unternommen und dabei, wie die jetzt nach Frankfurt gelangten Berichte besagen, nicht nur die Zeugen längst vergangener kultischen Bräuche, sondern auch neue bisher unbe = riesengroße Felsdi 1 der finden Oie Regenschlange von Ungarrinyinland. Nene Jelsbilderfnnde der Irobenius-Expedition in Australien. Bl hoiS I'h das Idjct, Obst und Gemüse. Unter den Wörtern, die der Norddeutsche als österreichisch empfindet, sind nur wenige, die dem Französischen stammen. Näher lagen na - gemäß Entlehnungen aus den Sprachen, Deren biete nachbarlich an Oesterreich grenzen, aus Italienischen, dem Tschechisch-Slavischen und Ungarischen. f Die norddeutsche Hausfrau, die in Wien StaIe - und Johannisbeeren, Blumenkohl und Meerrett „scartoccio" lautet und Tüte bedeutet, zugrunde. Trafik stammt von dem italienischen „Trafico" ab. Von der Speisenkarte. Wenn der Norddeutsche auch das Wort „Jaus e" nicht gebraucht, so kennt er doch seine Bedeutung: es bezeichnet den Nachmittagskaffee. Der Oester- reicher hat von ihm sogar ein Zeitwort „jausnen gebildet, wofür man in Aussee „kasfeedeln" sagt. Der Oesterreicher spricht gelegentlich auch von dem Vormittagsfrühstück als der „Zehnerjause . Das Wort geht auf das Slowenische „juzina zurück, das Mittagessen" und „Vesper" bedeutet. Die Entlehnung muß schon in sehr früher Zeit erfolgt sein, da bereits ein deutsch-italienisches Vokabular von 1477 „Jause" und „jausnen" kennt. Völlig unbekannt im Norddeutschen sind die Wörter „Schi- n a k l" für Kahn, „Powidl" für Pflaume und Scherzi für das Brotende, das auch Kanten, Knust oder Ranft genannt wird. Während Scherz! auf das Italienische „szorza" Rinde) zuruck- zuführen ist, leiten sich die beiden anderen aus dem Magyarischen „csonak" und dem Tschechischen „povidlo" her. Ein P o w i d l s ch m a rrn oder Powidldatschkerln ist eine mit Pflaumen gefüllte Mehlspeise, Palatschinken em dünner, zusammengerollter und mit Marmelade gefüllter Eierkuchen. Dieses Wort hat nichts mit „Schinken au tun. Es kommt aus dem Rumänischen, wo „plazinta“ (aus lateinisch „placenta“) „Mehlspeisen bedeutet.' Aus dem Rumänischen übernahm das Ungarische das Wärt und verwandelte es, weil bei ihm im Anlaut nur einfache Konsonanz möglich ist, in „palacsinta", woraus das Oesterreichische „Palatschinken" wurde. Zeitschriften. Mythische Steingräber. Auf ihrem ersten Expeditionsgang fanden die Forscher seltsame Steinkreise, die, wie dann später in Erfahrung gebracht werden konnte, in der mythischen Heroenzeit (Alduringazeit) für die Toten errichtet wurden. Die heutigen Einwohner des Landes haben keinerlei Beziehung xnehr zu diesen Stein- treifen, die Noäla genannt werden. Die Ungarrinyin, die heute das Land bewohnen, haben den mythischen Glauben erhalten, daß diese Steinkreise von Ungut), der Regenschlange, gemacht worden sind. Die Steinhaufen werden Dzindzird genannt, bas bedeutet Niesen. In mythischer Zeit soll Ungut) die Steine dorthin geniest haben. Ungub erschien gewöhnlich nur am Ende einer Trockenzeit, und wenn die Regen- I schlänge erschienen war, begannen die Quellen wieder zu fließen, es regnete, und die Fische vermehrten sich. Jeder Mensch, der an diesem Steinhaufen vorbei- fommt, muß einen kleinen Zweig darauf werfen, um nicht zu niesen, was in Australien nicht nur eine böse Vorbedeutung hat, sondern auch als Beginn der für Schwarze gefährlichen Erkältungskrankheiten gefürchtet ist. Oie gemalte Regengöttin. — Eines der letzten Hefte der Zeitschrift „Die Buchbesprechung" (Eine monatliche Umschau. Herausgegeben vom Buchdienst Leipzig - Berlin. Zweiter Jahrgang. Verlag Poeschel & Trepte, Leipzig) ist dem Thema „Deutsches Schrifttum vor fremden Lesern" gewidmet. Dr. Heinz Riecke weist im Leitaufsatz auf die literarische wie allgemein- politische Bedeutung dieses Themas hin. Man liest da beispielsweise die eingehende Betrachtung eines Dänen über die Literatur des Dritten Reiches und die gründliche Auseinandersetzung eines Italieners mit der Persönlichkeit und dem Werk E. G. Kolben- heyers. Außerdem findet man eine ganze Reihe ausländischer Besprechungen über deutsche Bucher Der Gegenwart, etwa über Ina Seidel und Wilhelm Schäfer, Carossa und Waggerl, (Briefe und Blunck, Bildern verblaßt und abgebröckelt, so daß die übereinandergemalten Schichten deutlich zu erkennen sind. Die zunehmende Europäisierung der Eingeborenen dürste die Ursache fein, daß der Glaube an Ungut) so weit erschüttert ist und den Wünschen des Gottes nicht mehr nachkommt. Sowohl Ungub wie Wondjina sind Heroen der Urzeit. Bisher war keine Kunde von ihnen nach Europa gedrungen. Das bedeutungsvollere Wesen scheint nach den bisherigen Feststellungen der deutschen Forscher Ungut) zu sein. Ungut) erscheint als mythische Regenschlange und bewirkt als solche Vermehrung, Fruchtbarkeit und Gedeihen. Außerdem erschuf aber auch Ungut) Sonne, Mond und Sterne, die Erde, das Wasser, Tiere, Pflanzen, den Menschen und seine Kulturgüter. Ungub hat also auch die Eigenschaften eines Weltschöpfers. Wondjina ist eine Regen schaffende Macht und wird stets in Verbindung mit Ungut) genannt. Die beiden Malerinnen, die die Expedition begleiten, werden, soweit es möglich ist, die Felsbilder in natürlicher Größe abmalen. Mittlerweile sind die beiden Malerinnen bereits über Modur in den Busch gebracht worden, sie sind an den Felsbilderstellen eifrig bei der Arbeit. Es wird ein wert-; voller Zuwachs der Reichsbildergalerie Hochschulnachrichten. Die Technische Hochschule Darmstadt hat rat Dr.-Jng. e. h. Friedrich Bohny zu Lindau in Baden in Würdigung feiner Verdienste um die Hochschule und seiner hervorragenden Leistungen auf dem Gebiete des Stahlbaues die Würde eines Ehrensenators verliehen. Professor Dr. jur. et phil., Dr. rer. pol. h. c. August Sartorius Freiherr von Walters- Hausen, der bedeutende Volkswirtschaftler und frühere Ordinarius der Universität Straßburg, ist in Gaubing bei München im Alter von 86 Jahren g e ft o r b e n. Professor von Woltershausen, ein gebürtiger Göttinger, habilitierte sich 1880 als Dozent für Nationalökonomie und Finanzwirtschaft in Göttingen, wirkte als Ordinarius in Zürich, bis er als Nachfolger Brentanos nach Straßburg berufen wurde. Durch zahlreiche Veröffentlichungen über Alters- und Jnoalidenoersorgung, deutsche Wirtschaftsgeschichte, Wirtschaft und Technik u. a. hat er sich einen angesehenen Namen erworben. T BERG ' I ballaskJ collande -LATTE pLßOES® '«Ile I-,. • d. h Ätz 'LZ. 1 ^tbauer 15 Der Kaufmann, dessen Geschäft offiziell „^mischt- warenhandlung" heißt, bei dem man Eßwaren, aber auch Petroleum, Holz, Kohlen, Zündhölzer, Vantoffeln, Besen und andere Dinge emkauft, wirb in ber Umgangssprache „ (B r e i s I e r genannt. Früher lautete bieses Wort „(Breusler , es gehört au Greussel", ber Verkleinerungsform von „grausz , mittelhochdeutsch „grusz" = fiorn, -mWor. das wir heute noch, etwa m der Verbindung „Gruskohle" kennen und das mit „Gries verwandt ift. (Breusler war ursprünglich die Bezeichnung für den Kornhändler. Rätselhaft muten Spagat für Bindfaden, Stranizl für Tute und Trafik für den Tabakladen an. Die Bezeichnung lur 0,2 Schnur, mit der Pakete zugebunden werden, wechselt in Deutschland sehr stark. Der Ostdeutsche nennt sie Bindfaden und versteht denWAdeutschen mcht der von der „Kordel" (von französisch „corckelle ) spricht. =\n Süddeutschland und einigen mitteldeutschen Gegenden heißt sie „Schnur", der Berliner sagt Strippe". Das Wort, von dem stch Spagat her- leitet kennt aber auch der Norddeutsche recht gut. ist das italienische „Spaghetto". Stramzl, Star- nhl ober Skarnizl ist in seiner H.^unst nicht end- .H.. fInr Vermutlich liegt em italienisches Wort «1« JcUtocdo-, das im Srieftinifdjen Wörterbuch smOesterreichsahrer Don Professor Or. Erich Ienisch. Der Fiaker. Ein Stückchen europäischer Kulturgeschichte haftet an diesem Wort. Im Jahre 1650 erhielt in Pans Nicolaus Savage das Privileg, Kutschen z vermieten. Sie waren im Gasthaus zum heiligen Siacrius, d-m Hotel St. Fiacre 3u hoben und heißen i-hon in der ersten Hülst- des allgemein „fiacres". Ein Lex, °n schreibt. ..Fiacres sind die gemeinen Kutschen, so man stets m P auf den Gossen fertig findet , und aus der berühmten französischen Enzyklopädie von Diderot und bAlembert erfahren mir, daß diese „fiacres schäbig Wagen gewesen sein müssen, denn dort heißt. es, sie feien io schlecht unterhalten, daß man 1-der schlechten Equipage den Nomen ,.5ia£er ^geben lab”Sm Saufe bet 18. Iohrhunderts breitet sich der Mietwagen unter dem Namen -8iater 1 Deutschland aus. Damals hatte mcht nur Wien, sondern auch Berlin seine Smterl «icolm, Seilmg Freund, berichtet 1786 in seiner "Beschreibung Ber lins": „Die öfi-nttichen Mietskutfchen oder Fiaker sind mit Nummern bezeichnet und stehen aus dem Schloßplatz, der Stechbahn, vom stützen Morgen bis spät auf den Abend." Erst nach den Freiheits kriegen tritt der Name „Drosch - e °n d'e Stelle des Fiakers. Er bezeichnet einen leichten und Ibilligen Mietwagen, der in Rußland üblich war und auch unter feinem russischen tarnen „droschki (tfun werk) in Deutschland eingefuhrt wurde. 1*22 dieser Tausch bereits vollzogen, denn am 16. Ium 1822 heißt es in einem Brief: „Hier g eich am Xore stehen Droschken. So heißen unsere hiesigen Frater. Ein zweiter ausgedehnter Expeditionsgang führte die Forscher bis tief in den australischen Busch. An einer kaum zugänglichen Stelle fanden die Forscher einen 25 Fuß hohen Felsen, der mit Felsmalereien bedeckt war. In der Nähe des Felsens befand sich ein großes Wasserloch. Die Malereien in roter, gelber, weißer und schwarzer Farbe beschäftigten sich ausnahmslos mit Wondjina, der Regen schaffenden Macht, der Regengöttin. Daneben finden sich auf den Felsbildern Känguruhs, die, wie auch die Köpfe und Ornamente, sehr naturalistisch gezeichnet sind. Die menschlichen Figuren sind sehr primitiv. Sie wurden den Forschern als Darstellungen von verstorbenen Menschen geschildert. Die Malerei und das Wasserloch wird von den Em- geborenen wieder in engste Verbindung mit Unguo gebracht. Ungub, bie R e g e n s ch l a n g e , soll in ber Urzeit aus bem Wasserloch gekommen sein unb erstmalig die Regengöttin an die Felswand gemalt hoben Der Doctormän (Medizinmann), der als einziger Ungub sehen kann, muß seit jener Zeit die Malereien erneuern. Denn auch heute noch kommt — so glauben die Eingeborenen — Ungub aus bem Wasserloch, unb bann wachsen in ihm Littedie klares Wo ser bebeuten. Wenn bann ber Doctormän Wondjina malt, fällt Regen. Die Frauen dürfen die Bilder sehen, dürfen aber bei ihrer feierlichen Ausmalung nicht zugegen sein. , .,. . Die Felsbilder haben, wie Dr. Petri berichtete, zum Teil eine solche Größe, wie man sie bisher noch nicht kannte. In jüngster Zeit scheinen die Eingeborenen es mit bem Nachmalen ber Bilber mcht mehr allzu genau zu nehmen. Die Farben sinb bei vielen können. Dem Gießener Modellschnitzer ist namttch ein ehrenvoller Auftrag übertragen worden. Vielleicht soll einmal nach diesem Modell ein Städtchen gestaltet werden. Die Modelle sind ganz mmu- tiös und in Einzelheiten genau nach Plänen tm Maßstab 1 :100 hergestellt und gehen nun ihrer Vollendung entgegen. Das ganze ist in seiner Ausführung ein Meisterwerk der Handwerkskunst, die an beste Traditionen vergangener Zeiten anknup.t. Nach einiger Zeit, wenn das Modell zusammengestellt und in bunten Farben vervollständigt ift, werden wir uns wieder einmal umsehen ... Unser Bild zeigt den Arodellschnitzer bei seiner Arbeit. (Aufnahme: Neuner, Gießener Anzeiger.) Mechow und Britting, Alverdes und Tügel, Schumann und Johst. Das Heft sei der Beachtung der Leser empfohlen, denn es kann uns nicht gleichgültig, wird hingegen in mehr als einer Hinsicht lehrreich sein, zu wissen, wie sich das geistige Leben des neuen Deutschland jenseits seiner Grenzen spiegelt. ' — Das Augustheft von W e ft e r m an n s M o- natsheften erhält sein Gepräge durch einen Beitrag ihres Hauptschriftleiters Otto August Ehlers über das Thema „Wandel der Bildniskunst — Vom Bürger zum Volksgenossen". Die Ausführungen werden durch Gemälde in vortrefflichen Wieder- gaben erläutert. Von den weiteren, vielfach mit Bildern versehenen Beiträgen nennen wir: Jdeen- kraft und Tatgeist als Wesenszüge des ewigen Deutschen. Gebot der Sachlichkeit oder: Grenzverletzung der Photographie. Kurzgeschichten der Malerei, zu Aquarellen von Gerhard Sperling. Die Straße der'Universitäten, eine geopolitische Beobachtung von Dr. Hermann Dreyhaus. Dichtungen im Spiegel der Literaturgeschichten. Der Fünfkampf. Vormarsch ins ewige Eis. Frauenschicksale um Künstler, Lebensende großer Modelle. Besonders genannt zu werden verdient anläßlich des 40. Todestages des eisernen Kanzlers eine Darstellung der Studentenjahre Bismarcks. Hellmuth Langenbucher betrachtet die jüngste sudetendeutsche Dichtung, die uns Reichsdeutschen wirklich etwas zu sagen hat. Zum Tode von Geheimrat Frobenius. Die sterblichen Ueberrefte des am Dienstag auf feinem Landsitz in Biganzolo am Lago Maggiore gestorbenen Afrika-Forschers Geheimrat Leo Frobenius werden nach Frankfurt a. M. übergeführt und hier beigesetzt. Frobenius, der schon einige Zeit herzkrank war, hatte sich in Italien recht gut erholt. Er plante noch eine Expedition nach dem südlichen Libyen, die er selbst mitmachen wollte. In den letzten Tagen noch hatte er mit seinen engsten Mitarbeitern, die bei ihm weilten, diese Pläne besprochen. Am Montagabend trat dann plötzlich eine lateinischen Namen der.Pflanzen herleiten, deren spätlateinische Formen „ribesium" und agresta' lauten. Schon das Mittelhochdeutsche kennt „agraz" als „Obstbrühe". Das italienische Wort für Johannisbeere heißt „ribes". Aus dem Italienischen ist auch die Bezeichnung Karfiol für Blumenkohl nach Deutschland gelangt. Die Pflanze, die spätestens im 16. Jahrhundert zu uns kam, wurde unter ihrem italienischen Namen „caulifiori" bei uns bekannt. Ursprünglich war er sogar in Sachsen, Posen und Schlesien üblich, dann wurde er durch die deutsche Übersetzung „Blumenkohl" in den nördlichen Gegenden verdrängt. Undurchsichttg ist „Kren" für Meerrettich. ein Wort, das in Südostdeutschland allgemein bekannt ist. Es wird auch in übertragenem Sinn gebraucht: man sagt von einem Menschen, er habe viel oder gar keinen Krenn, wenn man meint, er besitze mel oder wenig Charakterschärfe und Schneid. Das Wort ist schon im Mittelhochdeutschen bekannt und wird meist aus dem slawischen „krenu , tschechisch ' „ehren", abgeleitet, für das sich jedoch in den sla- ; wischen Sprachen keine etymologische Verwandtschaft ■ nachweisen läßt. Vielleicht haben die Slawen bas ' Wort aus jener unbekannten Sprache entlehnt, aus • ber Theophrast und Plinius es anführen. i Handel und Wandel. Elchen fioMrn-, °Ä ßufftnii uber dem tun, '9 von Xiefbrvi, M wirb dch- Negensällen, fei', MO nur noch $ .Zeilwes. M Neigung $ ?' mDg wanr m Richtung dc 3n 5% Stunden Franksurt-Gießen-Samburg. Gin Mitreisender berichtet. DNB Der verdssserte Schnelltriebwagen vom Typ des „Fliegenden Hamburger", ausgestattet mit zwei 4lv-I'5'12-Zylinder-DieseImotoren, hat den fahrplanmäßigen Verkehr zwischen Frankfurt a. M. und Hamburg ausgenommen. (Wir berichteten gestern darüber.) Nach sehr sorgfältigen technischen Vorbereitungen und zahlreichen Werk st ä t - tenfahrten verließ der FD7 77/78 gestern zum ersten Male mit Fahrgästen um 8.12 Uhr den Frankfurter Hauptbahnhof. Schon n a ch 4 0 M i - nuten tauchte Gießen auf, nach weiteren 13 Minuten wurde Marburg passiert und bereits um 10.18 Uhr hielt der Zug in Kassel zum ersten ganz kurzen Aufenthalt. Um 11.07 Uhr ist Göttingen erreicht. Hannover um 12.10 und Punkt 13.47, wie fahrplanmäßig vorgesehen, traf der FDT im Hamburger Hauptbahnhof ein. Die Gesamtstrecke Frankfurt a. M.—Hamburg mit einer Lange von 533 Kilometer wurde also in 5'/r Stunden zurückgelegt, eine Leistung, die einem Durchschnitt von fast 100 Kilometer entspricht und Höchstgeschwindigkeiten bis zu 16 0 Stundenkilometer bedingt. Dabei wird für den Fahrgast selbst bei der hervorragen- den Federung des Wagens das hohe Tempo nur Feuer vom Himmel! In jedem Jahr ziehen Gewitter über das Land. In jedem Jahr setzt der Blitz Scheunen und Ställe deutscher Bauern in Brand. Es wissen längst nicht alle Volksgenossen, besonders nicht die Bauern, die es in erster Linie angeht, daß von den zündenden Blitzschlägen rund sechsundachtzig von hundert auf das Land entfallen. Der jährlich durch Blitzschlag ungerichtete Schaden geht in die Millionen, von die>em Millionenschaden trägt der Bauer auf dem Lande etwa neun Zehntel. Man sollte nun meinen, diese Gefahr wäre längst erkannt, und der Bauer hätte die notwendigen Schutz- und Abwehrmaßnahmen getroffen. Weit gefehlt! Nur etwa zwei bis drei v. H. aller Gehöfte auf dem Dorf verfügen über eine sachgemäße Blitzschutzanlage. Sachgemäß kann sie nur der Fachmann anlegen, die Kosten sind gering. Wie hoch dagegen beläuft sich der Schaden, wenn der Blitz nicht abgeleitet wird und zündet? Wie schwer wiegen außerdem körperliche Schäden, die der ein« schlagende Blitz verursachen kann? Im Stall kann man ohne Schwierigkeiten für den notwendigen Blitzschutz sorgen, wenn das Gehöft über einen Blitzableiter verfügt. Alle großen Eisenteile, wie Tränkeinrichtungen und Pumpen, müssen an den Blitzableiter angeschlossen werden und geerdet sein. Sind die Kühe mit eifernen Ketten wenig bemerkbar. Um genau 3V? Stunden wird der kD-Zua, der neun Stunden für die gleiche Strecke benötigt, geschlagen. Unnötig zu betonen, daß alle, nur erdenklichen Sicherherts« maßnahmen zur Abwendung von Gefahrenmomenten getroffen sind, Maßnahmen, die sich auf anderen Strecken des Reiches bisher immer bewährt haben. Nur etwa zwei Stunden versieht ein Triebwagenführer seinen schweren Dienst, um bann abgelöst zu werden. Auch die eingebaute Sicher- heitsfahrschaltuna, die anspricht, wenn beispielsweise bei Dienstunfählgkeit des Triebwagenführers die Totmannskurbel oder ein Fußhebel losgelassen wird, sei noch erwähnt. ..Fliegender Hamburger" später dreiteilig. Der Schnelltriebwagen besteht aus zwei Teilen. Er wurde bisher auf der Strecke Karlsruhe—Berlin gefahren. Wie nun mitgeteilt wird, soll der „Fliegende Hamburger" später aus drei Zugteilen be- stehen. Dieser dreiteilige Triebwagenzug ist gegenwärtig im Bau begriffen. Für die Strecke Karls ruhe—Berlin wird in absehbarer Zeit ein vier« teiliger Triedwaaenzug eingesetzt, der auch einen Speisewagen enthalten wird. angebunden, dürfen diese Ketten natürlich nicht mit dem Blitzableiter irgendwie in Verbindung stehen. Befindet sich das Vieh aus der Weide in einer durch Eisendrähte eingefriedigten.Koppel, verbindet man in Abständen von vierzig bis fünfzig Meter die Eisendrähte durch einen Querdraht aus verzinktem Eisen und versenkt diese Querdrähte etwa einen Meter in den Boden. Die auf vielen Weiden stehenden Schuppen, in denen das Vieh bei schlechtem Wetter Zuflucht sucht, müssen mit einer Blitz- schutzonlage versehen werden. Nicht jeder Blitz zündet! Und warum soll er ausgerechnet mein Haus treffen? So denkt vielleicht mancher Bauer. Es ist solange gut gegangen, war- um soll es nun mit einmal einschlagen? Wer so denkt, beweist damit nicht etwa besonderen Mut, sondern offenbart feine Dummheit. Wenn es dann zu spät ist, wenn der Hof in Asche liegt, wenn vielleicht Frau und Kinder durch Blitzschlag verletzt oder getötet sind, oder wenn unersetzbares Familiengut mitverbrannt ist, bann hilft auch nicht bas Be- wußtsein, daß vorher ja hundert Gewitter vorbei- gezogen sind, ohne daß der Blitz zündete. Der soro- same Hausvater überdenkt rechtzettig alle Möglichkeiten und sichert sein Hab und Gut in seinem und seines Volkes Interesse so, daß nach menschlichem Ermessen nichts geschehen kann. fg. (RAS.) Aus der Stadl Gießen. Nachruf für pollux. Es ist unwichtig, ob die beiden russischen Windhunde wirklich so hießen, aber da sie einander wie Zwillingsbrüder glichen, nannte ich sie heimlich Kastor und Pollux. Mit ihrem schlanken Wuchs und ihrer anmutigen Leichtfüßigkeit waren sie die würdigsten Begleiter einer reizenden junge Dame, die man sich unmöglich etwa zwischen zwei kurzbeinigen wackelnden Teckeln hätte denken können. Der schmale langgestreckte Kopf der beiden Windspiele zeigte beiderseits ein schwarzes Band kurzer glatter Haare und eine ebensolche Rückendecke zipfelte noch den Läufen und nach der am Ende ein wenig spiralig aufgerollten Rute hin über das sonst weiße, seidig glänzende Fell. Kastor streifte mit der Spitze feiner Schnauze das rechte, Pollux das linke Knie feiner Herrin, und immer blieb der Abstand gewahrt, fo feinfpürig paßten sich die beiden Tiere dem Rhythmus der Schreitenden und ihrer federnden Schritte an. Nach längerer Zeit begegnete mir heute die junge Dame zum erstenmal wieder, aber nur von Kastor begleitet, der zu meinem Erstaunen an einer locker hängenden Seine ging. Pollux fehlte, und da dies nicht nur mir, sondern allgemein auffiel, war es leicht zu erfahren, daß das herrliche Tier tödlich ver- unglückt war. Ein Schatten legte sich auf mein Ge- müt und gab dem sonst so beglückenden Erlebnis der Begegnung einen schmerzlichen Nachklang, als ich wußte, daß Pollux von einem Lastauto überfahren worden mar. Wahrscheinlich geschah es draußen in der Landschaft, wo es für die beiden Flinkfüßigen eine helle Freude war, in elastischen Sprüngen den leichten Körper auf» und abzuwiegen und wie der Wind über rin Aehrenfeld in schönem Bogen dahinzuschnellen. Vielleicht jagten sie nebeneinander wie Läufer in der Kampfbahn und einem von ihnen, dir, armer Pollux, wurde ein zu weit in den Fahrweg gewogter Seiten- sprung zum Verhängnis. Daß Kastor jetzt an der Seine läuft, bezeugt, daß die Dame sich nicht ganz schuldlos fühlt an deinem Untergang. Sie hätte dir zurufen, sie hätte dich warnen müssen! Ob das Unheil dadurch verhütet worden märe?! Ich glaube es nicht, bedauernswerter Pollux! Ich glaube vielmehr, daß es dir bestimmt und unabänderlich war, von diesem Spaziergang nicht mehr heimzukehren. Wäre der Tod nicht auf dem Trittbrett des Saftauto«; gestanden und hätte dich mit feiner Sense gestreift, wäre alle? gutgegangen, wie es tausendmal gutgeht im Haften und Jagen des gesteigerten Straßenverkehrs. Aber er hätte dir ein andermal aufgelauert. Du bist das Opfer für Kastor, der nun gewarnt ist, und für viele andere geworden, die trotzdem dadurch ihrem Verhängnis nicht entgehen. Denn immer wird es Leichtfüße geben und Wagehälse, die es plötzlich reizt, ihr Glück auf die Probe zu stellen und einen Schritt oder Sprung über den sicheren Weg hinweg in das gefährlich Ungewisse zu tun. P. B. Donwiizen. Taaeskolender für Donnerstag. Gloria - Palast (Seltersweg): „Schwarzfahrt ins Glück." Der neue Leiter bt« Tierzuchtamtes Gießen. Zum Nachfolger des im April d. I. verstorbenen Oberlandwirtschaftsrates Dr. phil. Otto Wagner wurde Landwirtschaftsrat Dr. Erwin Wagner zum Tierzuchtdirektor und Leiter des Tierzuchtamtes ernannt. Der neue Leiter des Gießener Tierzuchtamtes ist ein Neffe des bekannten Förderers der oberhefsi- fchen Tierzucht, Oberlandwirtschaftsrat Dr. Wagners. Wie fein verstorbener Onkel so entstammt auch er der hessischen Sippe Wagner. Dr. Erwin Wagner ist in Darmstadt geboren. Durch den Besuch der Volksschule in Huiigen bekam er die erste Fühlung mit den Oberhessen. Nach der Absolvieruna des Realgymnasiums in Darmstadt ging er 1920 bis 1922 auf die Höhere Landwirtschaftsschule in Groß- Umstadt. Seine landwirtschaftlichen Studien setzte er an der Landwirtschaftlichen Hochschule in Hohenheim fort, an der er 1926 fein Examen als Diplom- landwirt ablegte. Zur Ergänzung feiner Kenntnisse studierte er an der Landes-Universität Gießen, an der er bereits 1928 fein Examen als Tierzuchtinspektor ablegte und anfangs 1929 zum Dr. phil. promovierte. Von 1929 bis 1934 konnte Dr. Erwin Wagner seine Kenntnisse der oberhessischen Tierzucht als Assistent am Tierzuchtinstitut Oberer Hardthof bei Gießen vertiefen. Seinen Onkel begleitete er auf den Inspektionen in ganz Oberhesfen. Am 1. Februar 1934 wurde Dr. Erwin Wagner in die Landesbauernschaft nach Frankfurt a. M. berufen, in der er als Unterabteilungsoorstand der Landesbauernschaft auf den Hauptgebieten der Kleintter- und Fischzucht tätig war. Als Begleiter des Leiters der Tierzuchtabteilung der Landesbauernschaft Hessen-Nassau, Tierzuchtdirektors Dr. Schneider, Frankfurt a. M., ist Landwirtschaftsrat Dr. Erwin Wagner auch mit den neuen Zuchtlinien vertraut. Die Diensteinführung des neuen Leiters, Tierzuchtdirektors Landwirtschaftsrat Dr. Erwin Wagner durch den Leiter der Tierzuchtabteilung der Landesbauernschaft, Tierzuchtdirektor Dr. Schneider, Frankfurt a. M., ist bereits erfolgt. Neun Monate Landarbeit befreit von weiblicher Arbeitsdienstpflicht. DND. Zur Durchführung des Vieriahresplanes müssen auch ausreichende weibliche Arbeitskräfte für die deutsche Landwirtschaft bereitgestellt werden. Obwohl die landwirtschaftliche Tätigkeit allein kein Ersatz des Arbeitsdienstes ist, haben der Reichsminister des Innern und der Reichsarbeitsführer sich damit einverstanden erklärt, daß diejenigen Mädchen über 16 Jahre nicht mehr zur Ableistung der künftigen Arbeitsdienstpflicht der weiblichen Jugend herangezogen werden, die n-achweislich vor dem 1. November 1939 freiwillig mindestens neun Monate Landarbeit geleistet haben. Nähere Auskunft über die Durchführung dieser Anordnung erteilen die Arbeitsämter. Waffertanls auf -er Heichsautobahn. Lpd. Die letzten heißen und ttockenen Wochen find nicht gerade günstig für die erst vor geraumer Zeit am Rande der Reichsautobahn gepflanzten Bäume gewesen. Die Wurzeln wurden trocken, und die Bäume drohten teilweise einzugehen. Daran hat auch der Regen der letzten Tage nichts geändert, der kaum die oberste Bodendecke befeuchtet Hot Man hat sich deshalb entschlossen, den Bäumen größere Wasssrmengen zuzuführen, und so sieht man auf der Strecke Fran kfur t—N a u h e i m große Wasser- tankwogen, die dos wertvolle Naß herbeibringen, das bann in großen Schläuchen den Bäumen in solcher Menge zugeleitet wird, daß die Wurzeln, auch die tiefer gehenden, wieder voll durchfeuchtet roerben. Jetzt Bückling und grünen Hering effen' Lpd. Die deutsche Heringssaison hat jetzt in voller Stärke eingesetzt. Allein in der letzten Woche sind über 150 000 Zentner Grüne Heringe angclonbet worden, die überwiegend auf dem Fladengrund der Nordsee gefangen wurden. Die Berichte der auf Fang befindlichen Dampfer lauten weiterhin sehr günstig, so daß auch in der kommenden Zeit mit großen Anlieferungen zu rechnen ist. Der Verbrauch hat aber bisher mit diesen stark erhöhten Einsen- düngen nicht ganz Schritt gehalten, fo daß es an einigen Marktplätzen bereits zu einer leichten Stauung gekommen ist. Der Grüne Hering, vor allem der daraus geräucherte Bückling, sollte deshalb jetzt in steigendem Umfange verzehrt werden. Der Grüne Hering fällt in diesem Jahr in außerordent- lich guter Qualität an. Die vorherrschende Stück- aröße — 3% bis 4 Stück je 0,5 Kilogramm — ent- spricht den Wünschen der Verbraucher. Es besteht auch keine Gefahr, daß durch eine verstärkte Nach- frage Preiserhöhungen ousgelöst werden, da seit dem 1. August Festpreise für deutsche Trawlheringe eingeführt worden sind. Gießener Wochenmarktpreise. * Gießen, 11. Aug. 'Auf dem heutigen Wochen- markt kosteten: Feine Molkereibutter, Vi kg 1,52 Mark, Markenbutter 1,55 bis 1,60 Mark, Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 4 bis 9 Pf., junge Hähne, Vi kg 1,10 bis 1,15 Mark, Suppenhühner —,90 bis 1,05 Mk. Wirsing, grün 10 bis 12 Pf., Weißkraut 10 bis 12, Rotkraut 12 bis 15 gelbe Rüben 12 bis 15, rote Rüden 10 bis 12, Spinat 20, Römischkohl 8 bis 12, Bohnen, grün 20 bis 25, gelb 20 bis 25, Erbsen 20 bis 30, Tomaten 20 bis 40. Zwiebeln 10 bis 14, Rhabarber 10 bis 15, Pilze 50 bis 60. Kartoffeln, neue 5 bis 6'/-, 5 kg 50 bis 55 Pf., 50 kg 4,50 bis 5,50 Mark, Falläpfel, M kg 10 bis 15 Pf., Pfirsiche 50 bis 65, Himbeeren 55, Brombeeren 55 bis 60, Birnen 40, Pflaumen 40 bis 70, Blumenkohl, das Stück 10 bis 60, Salat 8 bis 15, Salatgurken 10 bis 35, Einmachgurken 2 bis 10, Endivien 5 bis 15, Sellerie 5 bis 15, Radieschen, das Bündel 8 bis 12 Pf. Aus -er engeren Heimat. Lastauto gegen Gisenbahnzuo. . Am gestrigen Mittwoch gegen 13.30 Uhr fuhr in Lollar am Gleisübergang der Lumdatal- bahn ein Laustauto der Gießener Firma Dem 8r E o. gegen einen gerade die Straße überqueren« den Zug. Der Zusammenprall verlies zum Glück noch sehr glimpflich, denn die Autoinsassen kamen mit geringen Hautabschürfungen davon, und das Lastauto erlitt npr einige Beschädigungen. Der Zug konnte seine Fahrt fortsetzen. Hagelschlag über Gberstabl. cxD Eberstadt, 10. Aug. Heute abend ging über unserer Gemarkung ein schweres Gewitter nieder, das mit einem wolkenbruchartigen Regen verbunden war. Der südliche Teil der Gemarkung wurde durch H a g e l s ch l a g stark beschädigt. Die Hagelkörner erreichten Taubeneigröße. Die auf dem Felde weilenden Bauern fönten nur mit Mühe ihre Pferde im Zaum halten. Der Blitz schlug mehrmals auf freiem Felde ein und entzündete mehrere Fruchthaufen, die niederbrannten. Personen sind zum Glück nicht zu Schaden gekommen. Landkreis Gießen. $ Albach, 11. Aug. Am kommenden Samstag, 13. August, kann unsere Mitbürgerin Frau Maria Schwalb, geb. Hahn, die Witwe des Maurers Heinrich Schwalb, ihren 8 0. Geburtstag feiern. Die Jubilarin hat elf Kirchern, vier Knaben und sieben Mädchen, das Leben gegeben. Die hoch- Zwei hinter Gisela. Vornan von Hansl Hirihammer. Urheberrechtschutz Verlag Oskar Meister, Werdau/Sa. 22 Fortsetzung. (Nachdruck verboten!) „Dann hättest du dich schwer gehütet, meine Liebe, mit dem Zaster herauszurücken." Herr Kage- reit schlug die Beine überemanber und grinste her. ausfordernd. „Ah, Radegast.'" wandte er sich an den Eintretenden. „Gut, daß Sie kommen!" Können uns einen Teil unserer Sorge tragen helfen. Wie stehl's? Wird unser Erbonkel bald aoschrammen? — Nanu, was soll die Armesündermiene? Hat sich der Herr von Lauterbrunn etwa verjüngen lassen? Oder ist Ihnen das Fräulein Braut etwa durch die Binsen gegangen?" „Mir ist nicht zum Späßemachen!" stöhnte Radegast und ließ sich in einen Stuhl sinken. Frau Malick fuhr hoch und vergaß für einen Augenblick ihren Kummer. „Wieso? Was ist geschehen? Das fehlte mir gerade noch, daß ich auch mit dir eine Pleite schiebe. Dann kann ich mich ja gleich bei der Fürsorge anmelden." „Na, na, mein Häseken!" lachte Kagereit. „Da müßte es schon noch viel dicker kommen, denke ich. — Nun leg mal los, mein Lieber! Stöhn' dich aus!" Radegast richtete das Wort ausschließlich an Frau Malick, während er oon den Geschwistern Stoll und ihrer Verschwörung berichtete. Frau Dorothea wippte aufgeregt mit der Fußspitze. „Eine nette Ueberraschung! Und dabei konntest du damals nicht genug Worte finden, als es d>r darum ging, mir meine Bedenken auszureden! Es wäre wohl deine Sache, sich den Kopf ein wenig anzustrengen, wie der Gefahr begegnet werden kann." Radegast hob verzweifelt die Schultern. „Denn ich eine Möglichkeit wüßte, wäre ich nicht zu dir gekommen." ..Wie denken Sie darüber, Kagereit?" Kagereit lehnte sich behaglich zurück. „Ich bin der Meinung, daß ihr alle beide Gespenster seht, wo gar keine sind. Möchte bloß wissen, was euch so aus dem Häuschen bringt!" „Na, hören Sie!" ärgerte sich Radegast. „Wenn her junge Kindlmann die Akten findet, bann kommt doch der ganze Schwindel an den Tag. Ich mochte sehr bezweifeln, ob die Kleine dann noch Lust haben wird, mich zu heiraten." „Und was hindert Sie, mein teurer Freund, den Spieß einfach umzudrehen? Nichts ist leichter als das, nachdem Fräulein Mertens selber bereits ein Mißtrauen gegen diese Leute hegt. Warum hat sich diese Dame Stoll so auffällig um Giselas Bekanntschaft bemüht? Warum machte sie so angestrengte Versuche, ihr den Bruder als Liebhaber anzudre- hen? Ist das nicht mehr als verdächtig, zumal wenn man noch dazunimmt, daß da mit dem jungen Kindlmann eine dicke Freundschaft besteht? Wenn ich mir's so überlege, möchte ich beinahe glauben, daß mein Verdacht nicht einmal aus der Luft gegriffen ist. Nun, wie stehe ich da?" Radegast starrten den Sprechenden an, als sehe er in ihm das achte Weltwunder. „Tatsächlich, man möchte beinahe überzeugt fein, daß Ihre Vermu- tung richtig ist? Das wäre ja zum Brüllen, wenn diese Herrschaften sich plötzlich als — hm — Kollegen von der Konkurrenz entpuppen würden." „Auf jeden Fall haben Sie eine wirksame Waffe in der Hand,^ falls die Bombe vorzeitig platzen sollte. Frau Malick mischte lich ein. „Wäre es nicht besser, gar nicht erst abzuwarten, sondern die Konkurrenz durch einen Gegenangriff unschädlich zu machen?" „Ausgezeichnet!" stimmte Kagereit zu „Passen Sie auf, Radegast, wir wollen gleich ein solides Plänchen entwerfen." Er rückte näher an den Tisch heran, setzte eine Zigarette in Brand und zog seine Stirn in nach- deutliche Falten. „Für den Augenblick ist wohl nichts zu befürch- ten, zumal Fräulein Mertens Ihnen das Versprechen gab, keine weiteren Besuche bei Stolls zu machen. Wir haben also zum mindesten ein paar Tage Zeit, unsere Gegenminen zu legen." „Gegenminen?" staunte Radegast. „Jawohl, mein Gold! Und zwar werden-Sie zunächst einmal einen netten Brief an den Herrn Notar Kindlmann in Breslau schreiben." „Aber —." „Lassen Sie mich doch ausreden! Dieser Bries wird für Sie sozusagen den Wert eines Alibis haben. Sie werden dem alten Herrn mitteilen, daß Sie durch eine Heiratsanzeige ein liebes Mädel fern nengelcrnt haben. Die Heiratsanzeige ist sehr wichtig für uns, sie widerlegt überzeugend den Verdacht, als ob Sie es im voraus auf Gisela Mertens abgesehen hätten. Bitte schön, hätte man etwa diesen Umweg nötig gehabt, wenn man der Schuft märe, für den einen diese böse Menschen zu hatten scheinen?" „Aber — was soll der Bries?" Kagereit schraubte den Füllhalter auf und griff sich ein Stück Papier vom Schreibtisch. „Also, entwerfen wir gleich einmal die Epistel!" Er begann au schreiben, während er Satz für Satz laut mitsprach. „Mein lieber Herr Notar! — Oder erscheint Ihnen die Anrede zu vertraut? — Es wird Sie sicher freuen wieder einmal von Ihrem — na, so den üblichen Schmus, nicht wahr! — Es geht mir gut, fabelhafte Existenz und so, gut eingelebt in Berlin. Dann erzählen Sie kurz, wie Sie Fräulein Mertens kennen und lieben lernten, ein zwar armes, aber dafür charaktervolles und höchst liebenswertes Mädchen. — Durch einen Zufall bin ich nun höchst merkwürdigen Zusammenhängen auf die Spur gekommen, in denen zu meiner maßlosen Ueberraschung auch Ihr Herr Sohn eine Rolle spielt. — Und nun schildern Sie, was Ihnen Gisela heute erzählt hat, skizzieren den In- halt des Briefes, den der junge Kindlmann an feine Freundin schrieb. — Ha, ha, ich möchte das Donnerwetter nicht hören, das auf den Herrn Filius nieberpraffeln wird." Radegast kratzte sich den Kops. „Ich weiß nicht recht — ist das nicht eine gewagte Geschichte? Schließlich wird er seinem Sohn mehr glauben als mir." „Wenn er oon dieser Freudin erfährt? Und von der verdächtigen Neugierde des jungen Herrn auf die Akten? Go kennen Sie die Väter schlecht!" „Aber — ich kann doch nicht —" „Natürlich können Sie! Sie können ruhig zugeben, das Sie sich nun an eine gewisse Sache erinnerten, flüchtig allerdings nur, denn es fei wohl schon eine Zeit her, daß Sie diesen Fall bearbeitet hätten. Sie wüßten nun auch, worum Ihnen der Nome non Fräulein Mertens fo bekannt norgefommen fei." Radegast merkte allmählich, worauf der andere mit seinem Vorschlag hinauswollte. „Sehr gut, sehr gut!" murmelte er. „So, und nun aufs Ganze! — Ich halte es für meine Pflicht, Herr Notar, Sie auf diese Dinge aufmerksam zu machen. Es geht um das Glück meines Lebens, denn es hat, wie Sie selbst zugeben werden, den Anschein, als besitze Ihr Herr Sohn Kenntnis von gewissen Dokumenten, und als habe er diese Kenntnis seinen Freunden übermittelt, zu dem Zweck, diese zu ihrem Borteil auszunützen. Andrerseits sieht es ganz danach aus, als ob die genannten Leute nun, um einen lästigen Nebenbuhler nnfchädich zu machen, mir diejenigen Motive unterschieben wollt-m, non denen sie selbst allem Anschein noch geleitet werden. Indem ich mir gestatte, Ihre Aufmerksamkeit auf diese Vorgänge zu lenken, $ebe ich Ihnen, Herr Notar, die ausdrückliche Versicherung, daß ich meine Verlobung mit Fräulein Mertens selbstverständlich lösen werde, wenn die Lauter- brunnschen Dokumente sich tatsächlich auf meine Braut beziehen sollten." „Sind Sie verrückt?" fuhr Radegast auf. „Weit entfernt davon! Sie müssen das schreiben, um als vollkommener Ehrenmann dazustchen. Ha. ein Mann, der feiner Liebe entsagt, nur um feiner Ehre willen! Fräulein Mertens wird gerührt fein und nun erst recht auf der Heirat bestehen!" „Ach so!" lachte Radegast erleichtert. „Und nun den Schlußsatz: Ich gebe diese Erklärung jedoch in der selbstverständlichen Erwartung, daß Sie nicht zögern werden, die Absichten der Geschwister Stoll zu vereiteln, indem Sie Fräulein Mertens die nötigen Aufklärungen geben Im andern Falle müßte ich es selbst hin, denn ich kann nicht zusehen, daß der Mensch, den ich liebe uni immer lieben werde, in fein Unglück rennt." Radegast strahlte. „Sie sind ein Tausendsassa, Kagereit? Wie konnte ich den Mut verlieren' Haben Sie vielen Dank?" „Keine Ursache? Man tut, was man kann!" 25. Wegen Frau Kretschmar hatte Gisela ein wenig Herzklopfen gehabt. Wie würde sie die Kündigung aufnehmen? Aber diese Sorge hatte sich als unbegründet erwiesen. „Aber mein liebes Kind, darauf war ich doch gefaßt. Wo Sie doch jetzt heiraten werden! Ziehen Sie nur, ich habe schon jemand in Aussicht als Nachfolger" Auch im Büro hatte sich alles wieder aufs beste eingerentt, als die Neugierde der Kollegen gestillt worden war. „Ich habe mich verlobt, Kinder?" hatte Gisela mit einem versöhnlichen Lächeln verraten und banut einen begreiflichen Ausruhr hervorgerufen. „Nein, so was!" nahm Fräulein Hinterhuber dis Neuigkeit in Empfang. „Gelt, der Herr mit dem Auto! Und ich hob gemeint, es ist bloß so ems Bekanntschaft, na, Sie wissen schon! Da gratulier ich Ihnen halt recht schön!" Herr Weißfloh mar in verlegener Hast von feinem Stuhl geklettert und brachte vor Aufregung nur unzusammenhängende Worte heraus. Immerhin war sein Schmerz durch die Tatsache gelindert, oatz er begründete Hoffnung in bezug auf Fräulein i Hinterhuber hegen durfte. (Fortsetzung folgt!) Vr'! cffen' Kt;* «Üä;. Ä t. Der Ä N rA "; ° 6=6is« ” Iei^en Ston. JM v°r all,* 8llte deshalb £ . »erben. j} »rftenbe Stüd, lD9ramm - m “Jet ®s b(k ®*". d« |,j »e ^rawlhennzi tpreilt Mutigen Wochen ber, % kg 15) Mark, Matte A P'-'iunge -ohne, Mhn« -,9g bb Weißkraut 10 Rüben 12 bis 15 Römischkohl 8 bis 20 bis 25, Erbse, Diebeln 10 bis ij. is 60, Kartoffeln, t. 50 kg 4,50 bis 515 Pf, Pfirfch beeren 55 bis 60 Blumenkohl, bo! >alatgurken 10 bis ’ien 5 bis 15, Tel inbel 8 bis 12 U Heimat. I lbahnzuo. , 13.30 Uhr fuhr i er Lumdatal- aer Firma Der, kraße überqueren- verlief zum W lutoinsassen kamen davon, und bns igimgen. Der Zuz berffobt ’üte abenb ging ■ti Smitter nie« rucharU-r'o. i Tt\V Tr« \ g g, \tort bt\(bä' .aubtneiyöfy. Die n tonten nur mit en. Der M WH m und entzündete brannten. Personen a gekommen. zen. mmenden rqerin Frau Sitwe des Mam«. ^burtstagteiem. mer Knaben gegeben. Die^' FS "Al* U w*' hie|e Eck inö fiten der 0? die 2bM Araule« inbem S" $ rungen jch w «lüd s# jlut vkkU .-S'§ ,nI *0 »»Kg^ > 6,r hotte Ä ik>er! v° ülto v^Äfen rfjie *rc>' ’S <5 rsjfsjs JÄ*> oer« Wtz V ■ i a I machen die Ausbildung von Dolkspflegerinnen zur Seminar Blumberg bei Berlin Gelockerte Königtzstellung. vz-iuenan oiejKs dos Stück in zwei feine Scheiben ^^tei — ■.. . ,u .. ' r • hon nutet Saft verlöre. alte hier mit föröerl Durch tu« MitglleDschofi )ur neu. Deren foiiolß tinriditungen. M M * "v Schach-Ecke Äeardeitet von K. Helling. dringlichsten Forderung innerhalb der sozialen Be- rufe. Die Zahl der Frauen, die diesen Beruf wählen, kann gar nicht groß genug fein; denn die Wirkungsmöglichkeiten sind unerschöpflich vielseitig: [in Jugend- und Gesundheitsämtern, im Reichsmütterdienst, in der Industrie, als Arbeitsvermitt- lerin und Berufsberaterin, in Büchereien, in der Familienhilfe, in der Tuberkulosenfürsorge und^als Fachkraft innerhalb der Aufgabengebiete der NSV. kann sich die Dolkspflegerin nicht nur als Kämpferin gegen alle soziale und wirtschaftliche Rot, fon- dern mit Liebe und Herzenstakt auch der Menschen- l führung widmen. Die Volkspflegenn. Ein Gozialbernf von größter Dringlichkeit. Srantfurler Schlachtviehn.arkt. Frankfurt a. M., ll.Aug. (Vorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb: 451 Rinder (darunter 106 Ochsen, 74 Bullen, 188 Kühe, 83 Färsen), 350 Kälber, 50 Hümmel, 34 Schafe, 200 Schweine. Es kosteten: Rinder: Ochsen 36 bis 45 Mk^, Bullen 34 bis 43, Kühe 20 bis 43, Färsen 35 bis 44, Kälber 35 bis 65, Hammel, 32 bis 48, Schafe 24 bis- 40, Schweine 53 bis 60 Mark. — Marktverlauf: Rinder, Kälber, Schweine zugeteilt, Hämmel und Schafs mittelmäßig. betagte Frau, die sich noch aller körperlichen Frische erfreut, trug 40 Jahre lang in Albach den Gießener Anzeiger aus. (Wir beglückwünschen zum Geburtstag!) Eber stabt, 11. Aug. Am moraigen Freitag kann der Landwirt Heinrich Bender seinen 73. Geburtstag begehen. Er erfreut sich noch einer besonderen Rüstigkeit und hilft noch alle Feldarbeiten richten. Kreis Bübingen. Weninas, 10. Aug. Der 16 Jahre Sohn Walter oes Landwirts Eifert von erlitt einen Unfall. Ein Pferd trat ihm großer Heftigkeit gegen den Leib, so daß der bedauernswerte junge Mann schwere innere rinnen: Hier erlernen sie die Schnittmustern, um später z. B. berufstätige und kinderreiche Mütter darin zu unterweisen. (Scherl- Bilberdienst-M.) — Nebenstehend: ..Junge, du hast ja zugenommen!" — Das ist eine Feststellung, die die Dolkspflegerin nach der Betreuung Ausschnitt aus der Ausbildung der Dolkspflege- Anferttgung von Unsere Biiber zeigen: Oben: Aus dem NSV.- “ " geben wir einen Oie erste deutsche Zeitschrift. Als älteste Zeitschrift gilt bisher das im Jahre 1665 in Paris gegründete „Journal des Avants", das in der Tat die erste gelehrte Zeitschrift ist. Ader der Gedanke einer Zeitschrift überhaupt ist zuerst in Deutschland verwirklicht worden, und zwar in den 1662 begonnenen „Monatsgesprächen" des Wedeler Pastors Rist, auf die Dr. Menz im Anschluß an die Untersuchungen von F. Muth im „Börsenblatt für den deutschen Buchhandel" hin- weist. Rist war Mitglied der „Fruchtbringenden Gesellschaft" und Gründer des „Elbischen Schwanen- erbens", und er dürfte durch Harsdörffers „Frauenzimmergesprächsspiele", die in den Jahren 1641 bis 1649 in Nürnberg erschienen, angeregt worden sein. Er ging jedoch darüber hinaus, so daß seine Veröffentlichung als eigentliche erste deutsche Zeitschrift anzusehen ist. Allerdings ist es Rist noch nicht geglückt, seine „Monatsgespräche" auch regelmäßig monatlich erscheinen zu lassen, da die Sache noch zu neu war; noch lange nach ihm haben die Zeitschriftenherausgeber die völlig regelmäßige Erscheinungsweise nicht durchführen können. Daß es sich um einen ersten Versuch handelte, zeigt sich auch darin, daß Rist noch gänzlich ohne Mitarbeiter ist, wenn er auch durch die Darstellung in Ge- prächs orm die Mitarbeit anderer fingiert. Wesent- sich für den Charakter der Zeitschrift ist zunächst nur, daß mehrere Gegenstände aufgegriffen werden und daß im Rahmen des Gesprächs Abschweifungen auf Nebenfragen stattfinden. Von vornherein stand indessen, und das ist das Entscheidende, der Plan fest, daß die „Monatsgespräche" fortgesetzt erscheinen sollten mit wechselnden Einzelthemen, und der gleichbleibende Zweck ist unterhaltsame, erziehliche Belehrung. Damit kennzeichnen sich die „Monats- gespräche" als eine Zeitschrift der Art, wie sie später als „Moralische Wochenschrift" im 18. Jahrhundert weiter entwickelt wurde und eine große Rolle spielte. c- K- Planes der Münsterbauhütte Straßburg hin. Auf der einen Seite des Pergamentplanes befindet sich ein Grundriß des Chores der Kathedrale von Paris, auf der anderen Seite ein Grundriß des Chores der Kathedrale von Orleans. Die Zeichnungen find in allen Teilen von der gleichen Hand so sicher und verständnisvoll durchgeführt, daß nur ein in der Hüttenkunst großer Kathedralen wohlbewan- berter Architekt als ihr Schöpfer denkbar ist. Sie sind wichtig für die Archäologie Frankreichs, das nur wenige solche Dokumente besitzt, für die Bai^ geschichte des Münsters von Straßburg und auch für die Gruppe süddeutscher Gotik, die in ihrer Entwicklung noch von Straßburg her bestimmt worden ist. Beide Grundrisse sind fachgerechte Planbearbei- hingen, die um 1330 in Paris und in Orleans nach dem damals neuesten Zustande der Haupt- grundrisse hergestellt worden sind. In beiden Fallen ist die llebertragung des Schemas der Gesamtanlage auf Grund triangulierender Entwurfsverfahren erfolgt, woraus sich sowohl eine relative Maßstab- lostgkeit als auch die Sicherheit erklärt, mit der alle wichtigen Proportionen aus den Bauteilen her- vorgeholt und den Absichten des Bearbeiters dienst- bar gemacht worden sind. Es ist sehr wahrscheinlich, daß die beiden Grundrisse als Vorbilder für Straß- bürg bestellt worden sind, als man sich hier mit der Absicht trug, im Anschluß an das hochgotlsche Langhaus und spät-hochgotische Fassade auch eine durchgreifende Erweiterung des Chorteiles vorzunehmen. Infolge der Not an Altarraum, die^sich aus der rasch größer werdenden Zahl von Seel- gerätsftiftungen ergab, griff man für die Bianbearbeitung in Straßburg gerade die zwei kapellen- reichsten Systeme von Paris und Orleans heraus. Der Plan fiel aber, als sich eine stärkere Betonung der Westtürme durchsetzte. vernehmen, der sich recht ungebärdig benahm. Er reizte durch seine Ausfälle Bismarck derartig, daß dieser aufsprang und ihm zurief: „Herr, mäßigen Sie sich, oder ich werfe Sie hinaus." Da trat der im Zimmer anwesende Stadtgerichtsrat zu dem jungen Auskultator, klopfte ihm auf die ed)u!ter und sagte: „Herr Auskultator, das Hinauswenen ist aber meine Sache." Bismarck fuhr in der Vernehmung fort, aber nach wenigen Minuten war es wieder so weit, daß Bismarck angesichts neuer Un- Verschämtheiten seines Gegenübers sich nicht halten konnte, sondern losdonnerte: „Herr, müßigem eie sich, oder ich lasse Sie durch den Herrn «ladt- gerichtsrat hinauswerfen." B Der Irrtum. An einem sehr heißen Sommertage legte sich der französische Marschall Tnrenne, in einer weißen Weste und mit einer Mütze, an das Fenster seines Vorzimmers. Don ungefähr trat einer seiner Bedienten herein, und, durch die Kleidung getäuscht, sah er den am Fenster Liegenden für einen Unter- koch an, mit welchem er auf sehr vertraulichem Fuße stand. Er schleicht ganz sachte hinter ihn und schlägt ihm mit einer nicht sehr sanften Hand aus vollen Kräften auf die Hinterbacken Der Marschall dreht sich augenblicklich um, der Bediente wird mit Schrecken das Gesicht seines Herrn gewahr und wirft sich, außer sich, zu seinen Füßen. „Ach, gnädiger Herr!" rief er, „ich glaubte, daß cs Sorge wäre." — „Und wenn es auch Gorge gewesen wäre", erwiderte Turenne, indem er sich die Stelle rieb, „bu hättest boch nicht so hart schlagen sollen.' Beilegungen erlitt. Im Laufe des gestrigen Mittwochs mußte auf operativem Wege die Milz entfernt werden. Wie wir auf Anfrage in der Chirurgischen Klinik hören, liegt der junge Mann bei hohem Fieber in bedenklichem Zustande dar- nieder. 4 Jahre Zuchthaus wegen Abtreibung Lpd. Marburg, 10. Aug. Das Schwurgericht verhandelte gegen den früheren praktischen Arzt Dr. Pi stör aus Gemünden (Wohra), der im März d. I. wegen gewerbsmäßiger Verschaf- jung von Abtreibungsmitteln unter Versagung milbernber Umstände bereits zu zweiI Jahren Zuchthaus und fünf Jahren Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte verurteilt worden mar. Mehrere Jahre hindurch hatte P. in zehn bekannt gewordenen Fällen schwangere Frauen und Mädchen, denen an der Beseitigung ihres Zustandes gelegen war, Mittel zur Einnahme verschrieben. Im April d. I. änderte das Reichsgericht seine bisherige ständige Rechtsprechung, daß mehrere solcher Fälle zu einer gewerbsmäßigen Handlung zusammen- zufassen seien, ab. Entsprechend hat das Reichsgericht auch in der vorliegenden Sache erkannt. Es mußte also in allen zehn Fällen je eine selbständige Strafe festgesetzt und unter Aufrechterhaltung des Schuldspruches die Strafsache zu neuer Straffestsetzung in den einzelnen Fällen an bas Schwurgericht Marburg zurückverwiefen mer- den In der neuen Verhandlung kam es darauf an, festzustellen, ob mildernde Umstände zugebilligt werden sollten. Das Gericht gelangte zu einer V er- neinung dieser Frage. Als Arzt hatte P. die! besondere Pflicht, an der Dolksgesundung mitzuar-! beiten. Als strafschärfend wurde berücksichtigt, daß P. mit allen Mitteln versucht hatte, den Gang der Voruntersuchung zu erschweren, weshalb auch nicht die Anrechnung der Untersuchungshaft in Frage kam. Die seit April d. I. verbüßte Gefängnisstrafe in einer anderen Strafsache (1 Jahr 8 Monate Gefängnis wegen Vergehens gegen § 175 StGB.) kommt zur Anrechnung. Das Urteil lautete wegen gewerbsmäßiger Beschaffung von Abtreibungsmitteln unter Einbeziehung der wegen Vergehens gegen § 175 StGB, erkannten Strafe auf insgesamt vier Jahre Zuchthaus und fünf Jahre Ber- I u ft der bürgerlichen Ehrenrechte. Wilderer-Razzia im Oillkreis. Von der Münsterbauhütte in Straßburg Im FrauenhaUse von Straßburg befindet sich ein doppelseitig gezeichnetes Pergament, das als Bau- werkzeichnung der Gottk großes Interesse hat, bis- her aber nicht veröffentlicht und auch der Fachwelt nicht bekannt' war; es wird von dem Preußischen Forschungsinstitut für Kunstgeschichte in Marburg noch in diesem Jahre herausgegeben werden, und Dr Otto K l e tz l, der an diesem Institut tätig ist, weist in den „Forschungen und Fortschritten" auf die besondere Bedeutung dieses bisher unbekannten Die obgebildete Stellung tarn vor in einer Partie Landmann-Novarra aus dem Turnier um die Me - sterschaft von Berlin. Weik wa hier Dg4—c8 und verlor nach längerem Kompß Äie jedoch Meister Michel entdeckt hat, konnte Weiß stattdessen sofort einen entscheidenden Materialgewinn erzielen. Wie spielt Weiß am besten? Lösung der Schachaufgabe „Dem Abzugsschach entronnen“. Oie Narrenkappe. Böse Beispiele... Kuno Fischer, der berühmte Geschichtsschreiber der Philosophie, der lanae eine Zierde der Heidelberger Universität war, lockte mit seinen geistvollen Borlesungen stets eine große Hörerschaft an; er mar auch der geborene Festredner, nur daß er dabei manchmal nicht so leicht das Ende finden konnte. Bei einer Jubelfeier der Heidelberger Universität wurde natürlich ihm die Ansprache in der Stadtkirche übertragen. Die Festrede dauerte volle drei Stunden. Das mar manchen Hörern doch etwas zu lang, und so versuchte ein Studiosus sich heimlich davonzuschleichen. Er weckte den Küster, der auch schon in holden Schlaf gefallen war, und bat ihn, ihn herauszulassen. Der aber sah nach der Uhr und erklärte entschieden: „Nee, Herr Studiosus, das geht nicht. Wenn ich erst einen rauslasse, dann wollen sie alle raus!" Eine feine Marke. Bor etlichen Jahren hatte ich auf Rügen zu tun. Darum mußte ich auf einer Station zwischen Alte- fähre und Putbus den Zug verlassen und landwärts pilgern. Allmählich meldete sich mein Magen, ein einfaches Gasthaus winkte am Wege und ich kehrte ein Ich hatte mich bereits auf ein abgestandenes Glas Bier gefaßt gemacht und war daher um so überraschter, als mir, entgegen meinen Erwartungen, die Wirtin eine ellenlange Weinkarte unter die Nase hielt. Wer die Wahl hat, hat die Qual. Endlich entschied ich mich: „Frau Wirtin, bringen Sie mir bitte einen Deidesheimer Höllenweg, Spätauslese, Jahrgang 1927." Bald darauf stellte die rundliche Dame eine nackte Flasche auf den Tisch und einen Zigarrenkasten. „Ach lern Herr — Se möden schon entschuldigen, ick häw mien Brill verlägt — Se sünd woll selbst so god un. söken sick bat paasende Ebikett ut de Schachtel un Haben sick bät een bäten up de Flasch rupp!" Indirekt. Als Bismarck Auskultator beim Berliner Stabt- i gericht war, mußte er eines Tages einen Mann Weiß die schwarze Dame mit Schach erobern.) 5. ... Kg8—H8. 6. Sb&-f7+ Tf8Xf7. 7. De4Xd5 Sdl— e3+. 8. Kg2—g3 Se3Xd5. 9. TflXs7 Sd5—c3. So gewinnt Schwarz mühelos durch den Mehrbesitz der Figur. Lösung der Schachaufgabe „Gutes Zusammenspiel“. Weiß (W. Hafemann): Kgl, DH5, Tfl, Lg5, Sc3, Ba2, b2, c2, d4, e4, g2, H2 (12). Schwarz (N. N.): Kg8, Dc6, Ta8, TH8, Le6, Lf8, Sb8, Ba7, b7, c7, d6, H7 (12). Weiß gewinnt. — Mit 1. TflXf8+I kann Weiß ein Matt in fünf Zügen herbeiführen: 1. ... Kg8Xf8. 2. 2)1)5—1)64- Kf8—f7. (Auf 2... Kf8—g8 ober 2. ... Kf8— e8 folgt 3. DH6Xe64- nebst 4. Lg5 -H6 matt.) 3. DH6—fö-l-Ks7—g8. 4. 2)f6Xe6+ Kg8 —g7. 5. Lg5—H6 matt. Der ständige Ausbau des Gesundheitswesens und ihrer Ferienjugend am liebsten macht. (Scherl, die immer größer werdenden Aufgaben der NSV. Bildevdienst-M.) ____ä. ... «am tHnffanHoiiprinnpn Aur Im Schachturnier zu Mailand kam es zwischen Romi (Weiß) und Dr. Seitz (Schwarz) zur abgebib beten Stellung. Es gelang dem Schwärzen, durch eine hübsche Zugfolge entscheidenden Dortei zu erringen. Wie spielte Schwarz? Versäumte Gelegenheit. LPD. H e r b o r n , 10. Aug. Im Einvernehmen < mit dem Gaujagdamt und dem zuständigen Kreisjagdamt und Forstamt wurden von der Kriminal-1 > polizeileitstelle Frankfurt und den Beamten der | Polizeiverwaltungen Herborn und Dillenburg um« fangreiche Durchsuchungen und Vernehmungen an verschiedenen Orten des Dill-1 treifes durchgeführt, die zur F e st n a h m e einer Reihe von Wilderern führte. Es wurde eine große Anzahl Waffen und Gehörne sicher- gestellt. 11. a. fanden verschiedene Iagdhauseinbrüche I ihre Aufklärung. Ferner wurde der Einbruch in diel Wohnung eines Forstbeamten durch Wilderer geklärt bei dem sich die Wilderer Waffen uni Mum- tion verschafften. Bis jetzt sind drei verschiedene Gruppen von Wilderern festgenommen, die seit Jahren tätig waren. Bei dem größten Teil der unverbesserlichen Verbrecher waren in den letzten Iah- ren mehrfach erfolglose Untersuchungen und Vernehmungen vorgenommen worden, die erst jetzt bei I tzieser Aktton zu einem vollen Erfolg führten. Es ist nunmehr zu erwarten, daß durch das radikale I Durchgreifen der Polizeibeamten den Wilderern das! Handwerk gelegt wird. Geadeltes Rindfleisch. In England gibt es ein sehr bekanntes Bilb, das König Karl II. zeigt, wie er eine Rindslende mit dem Schwert berührt und ihr damit den Titel „Sir" erteilt; man nennt daher diese Art Rinds- lende dort „Sirloin". Eine andere Art Rindslende, das doppelte Stück Sirloin, wurde „Baron getauft und bildete das Hauptstück bei ben Festen des Adels und der Ritterschaft. Es gab sogar ein königliches Stück Baron; denn es gefiel der Königin Viktoria bei einer besonderen Gelegenheit, als ihr ein ganzes Tier angeboten wurde, "gnadlg das Stück Baron anzunehmen . Vn diese Tatsachen knüpft M. v. Treskow in einer Plauderei, die im dhest von „Delhagen und Klasings Monatsheften" veröffentlicht wird, an, um dos Beefsteak als ben „Ebelmann unter den Flersch^eisen zu kennzeichnen, in dessen Geschichte manches Merkwürdige überliefert wird. Schon seine Eritdeckung, die auf die Römer zurückgefuhrt wird, geschah unter seltsamen Umständen. Unter Traian fiel em es Tages ein Senator in Ungnade uni) sollte Zur Strafe als. niedriger Diener beim Iuptteropfer tahg fern. Als stolzer Römer hätte er sich gern geweigert, aber gegen den Willen des Kaisers setzte er sich mcht durch, und so drehte der hohe Senator den Opfer braten am Spieß. Dabei fiel ihm plotzlich der Braten ins Feuer, und nun entdeckte der Sena^r, daß das in so großer Hitze gerostete Flestch köstlich war, er fand es ganz vorteilhaft, dem Willen_ bes | Kaisers zu gehorchen, unb so wohnte er 3 . J mit Vergnügen i-dem Opser bei und otz lehr viele B-essteaks. Diese Kunst der Romer gmg spater Mieder verloren^ im Mittelolter atz der ° Monn meist Schweinefleisch, wohrend Rmdfleflch dem Festessen der Bornehmen vorb-holten b cb_ In Englond sand in späteren Zeiten -w 8“**’ Steok immer seine Liebhaber, es gab fD8°f . „ berühmten Klub „The Sublime Society of Steaks der während des 18. und 19. Jahrhunderts d - witzigsten und geistreichsten Männer, -men chogarry un? Garrick und auch einen Prinzen von Wales zu Mitgliedern hatte. Immer neue Warten wurden erfunden, und in Amerika beschäftigten sich g- b ------ , h9 Körperschaften lange Zeit mit Untersuchungen über SgL D,z. Tfl. Lb3. 6(7 Ba2. d4.g2.h2 die beste Art der Zubereitung! die h>erl,em°chns^ ed)n,ar3: Kg8. De7. Ta8, T,8. Lb7. CblJBaß, Erfahrungen würben überall veröffentlicht. Auch P . 7 (10). Schwarz gewinnt. — 1... De7 e,3+ Franzosen haben ihre berähmten 2 Sgl-Dl ßb7Xg2+! iD-r Smn dteses Lauser- sinder. Die Bezeichnung „Chateaubriand gehaus £ « enthüllt sich im nächsten Zuge.) 3. WXg2 den berühmten Dichter und Staatsmann zur , $ «Xb31 (Die fdjroar$e Danw räumt: basf^ßlö c3 für die Eigenart dieses Beefsteaks bestand barm. I ®^pringCr.) 4 Df5-e4 Db3-d5 (Dies erzwingt das Stück in zwei feine Scheiben >en Damentausch.) 5. Sf7—H64-. (Noch em letzter wickelt wurde, damit es beim Rösten nicht den guten $ " öirb ber Springer geschlagen, so kann 8 7 6 5 4 8 2 1 b b b d 0____h 0 b V 8 6 5 4 8 2 1 8 7 6 6 4 8 2 1 b b b b f 0 b 8 7 6 6 4 3 2 1 f g_____b W MF iSÄ mi LJ. -' L . L-JL' s J.-fpori Deutsche Kanu-Jugend der Donau. auf beim (Schirner-M.) in der Wachau. Wirtschaft Zum 85. Mir Jeldbergsest! auch Vilanz der „lautlosen" Mger Zum 85. Male wird am kommenden Sonntag auf der Kuppe des Großen Feldbergs im Taunus das älteste deutsche Bergfest durchgeführt. Dieses Fest ist in den 93 Jahren seines Bestehens immer mehr gewesen als eine reine Wettkampfoeranstal- tung. Entstanden aus der Sehnsucht deutscher Männer nach Einheit und Freiheit, war es schon immer tief verwurzelt in Volkstum und Heimat. So werden auch diesmal wieder neben dem reichhaltigen Wettkampfprogramm festliche Stunden den tieferen Gehalt turnerischer Gemeinschaftsarbeit offenbaren, woran Teilnehmer wie Festbesucher gleichen Anteil haben sollen. Aber nicht die Turner allein feiern dieses Fest; aus allen Fachämtern des DRL., von den Betriebssportgemeinschaften, von der SA. und von der jj liegen die Anmeldungen für die Wettkämpfe vor. Seit über einem Jahrzehnt wurde das Fest an zwei Tagen veranstaltet, wobei der Kampf um das historische Bölsungenhorn stets dem Samstag Vorbehalten war. Um nun diesen wichtigen Mannschaftskampf mehr in den Mittelpunkt des Festes zu stellen, hat man ihn in das Programm des Gruppen ist es zu verdanken gewesen, daß die Riesenzahl von Fernflugki l o metern erreicht wurde und der angestrengten Nachtarbeit der Transportmannschaften gelang es, das einzelne Segelflugzeug meistens im Ablauf von 12 Stunden wieder auf die Kuppen zu bringen und für den nächsten Tag startbereit zu machen. Entsprechend diesen Gesamtleistungen auf der 19. Rhön ist auch der moralische Erfolg gegenüber der Allgemeinheit sehr stark. Als aber im Laufe dieser Rhön die Segelflieger auf ihren schnittigen Maschinen bis zum Niederrhein, bis in die Nieder- ^üderSMttlionen untcrflühen Vos fiilferoerh „Mutter und fiinö" durch ihre Mit- gliedschast in der NSV. Gift Du dobeil V 210 junge Kanusportler aus allen deutschen Gauen nahmen an der diesjährigen Reichsjugendfahrt teil, die die Donau hinab von Passau nach Wien führte. Auf unserem schönen Bild nähern sich die Zehner- Kanadier dem bekannten Stift Melk Schuckert auf 160,50 (159,40). Siemens gewannen 0,75 v. H. auf 183,75, ferner lagen etwas höher Hoefch mit 105 (104,65), Demag mit 130,25 (130), während Geffürel einen Anfangsgewinn von 0,75 v. S). auf 125,25 nicht voll behaupten konnten und mit 124,75 schloffen. Niedriger notierten u. a. Bereinigte Stahl mit 98,40 (98,75), Rheinstahl mit 126 (126,25), Mannesmann mit 102,75 (103), Dt. Erdöl mit 118 (118,25), Holzmann mit 136 (136,25) und Reichsbank mit 180,75 (181). Unter den unveränderten Papieren befanden sich u. a. Adlerwerke mit 103, BMW. mit 137, Scheideanftalt mit 201, Licht & Kraft mit 127,75, Rheinmetall mit 120 und AG. für Verkehr mit 115. Am Rentenmarkt hatten Farben-Bonds bei einigen Umsätzen behauptete Haltung mit 120, von Goldpfandbriefen notierten 4,5proz. Kassel Landeskredit 4 bis 5 mit 100,25. Kommunal-Umschuldunq waren nominell 93,90. granffurter Getreidebörse. Frankfurt a. M., 10. Aug. Es notierten (Getreide je Tonne, alles übrige je 100 Kilogramm) in Mark: Weizen W9 196, WH 198, W12 199, W 13 200, W 16 203, W 18 205, W 19 207, W 20 209; Roggen R 11 181, R 12 182, R 14 184, R 15 185, R 16 187, R 17 188, R 18 189, R 19 191 Großhandelspreise der Mühlen der genannten Preisgebiete. Futtergerste —, Futterhafer —. Weizenmehl Type 812 W 13 29,10, W 16 29,20, W 18 —, W 19 29,20, W20 29,55; Roggenmehl Type 997 R 12 22,45, R15 22,80, R 16 22,95, R 18 23,30, R 19 23,50 plus 0,50 Mark Frachtausgleich. Weizen- futtermehl 13,60. Weizenkleie W13 10,75, W16 10,90, W18 11,00, W19 11,10, W 20 11,20; Roggenkleie R 12 9,95, R15 10,15, R16 10,25, R 18 10,40, R 19 10,50 Mühlenfestpreis ab Mühlenstation. Treber —, Wiesenheu mit Besatz (bis Vs) an minderwertigen Gräsern 5,00, do. mit unerheblichem Besatz (bis etwa Vio) 5,80 bis 6,00, do. drahtgepreßt 40 Pf. mehr, Erzeugerpreis ab Erzeugers Verladestation. Weizen- und Roggenstroh —. Tendenz: ruhig. zu spielen. Die Holländer gingen in Führung, aber Deutschland erzielte noch vor dem Seitenwechsel ein 2:1. Als Holland nach der Pause ausglich, wurde der Kampf härter, und als Holland nur noch sechs Mann im Wasser hatte, erzielte Deutschland den siegbringenden Treffer. Zum Wasserballkampf gegen Italien trat Deutschland am Mittwochnachmittag an. Die deutsche Sieben siegte mit 4:0 (2:0) Toren, aber der Erfolg wurde weit schwerer errungen, als das Ergebnis es besagt. Weltrekord im 1500-Meter-Gchwimmen. Arne Borgs „sagenhafter Rekord" verbessert. Wenn man von Arne Borgs Weltrekord sprach, so konnte schlechthin nur seine fabelhafte Zeit über 1500 Meter Kraul gemeint sein, die der Schwede im Jahre 1927 bei den Europameisterschaften in Bologna mit 19:07,2 Min. schwamm. Elf Jahre bestand diese Bestleistung. Jetzt wurde sie ausgelöscht. Bei den japanischen Studentenmeisterschaften in Tokio legte Tomikatsu Amano von der Nip- pon-Unioersittät die 1500 Meter' in 18:58,8 Min. zurück. Der Japaner, der schon im Vorjahr bei den Landesmeisterschaften durch gute Plätze auffiel, nahm auf der rekordfähigen Tokioter 50-Meter- Bahn auch noch den 1000-Meter-Wettrekord seines Landsmannes Hiroshi Negami mit einer Zwischenzeit von 12:33,8 Min. mit. Der alte Rekord stand seit 1934 auf 12:41,8 Min. Ragnhild Hveger Europameisterin über 100 Meier Kraul. Bei den Europameisterschaften der Schwimmer in der Londoner Wembleyhalle fiel am Dienstag über 100 Meter Kraul die erste Entscheidung in den Frauenwettbewerben. Schon hier zeigte sich recht deutlich, daß die Vormachtstellung im Frauenschwimmen von Holland nach Dänemark gewechselt hat. Die junge Weltrekordlerin Ragnhild Hveger (Dänemark) kam in der ausgezeichneten Zeit von 1:06,2 Minuten zu ihrem ersten Titel Der diesjährigen 19. Nationalen Rhön, dem Wettbewerb der besten Segelflieger Deutschlands, ging der Ruf voraus, daß man mit besonderen Erfolgen und Rekorden werde rechnen können. Eine derartige Voraussage war natürlich nur in theoretischer Hinsicht möglich, indem man wußte, daß die zahlreichen ^Neukonstruktionen, die in regionalen Wettbewerben bereits erprobt waren, auf dem idealen Gelände der Rhön sich ganz besonders bewähren würden. Ob diese Erfolge und Rekorde sich auch praktisch einstellen würden, konnte niemand genau wissen, da das Segelfliegen einen Pakt mit dem Wetter voraussetzt und es von der Art des Wetters abhängig ist, ob nur kleine Sprünge oder große Fern- und Höhenflüge gestartet werden können. Das Segelflugwetter war aber in diesem Rhönsommer überraschend günstig, so daß die Rekorde kein Ende nehmen wollten. Das Ergebnis der 19. Rhön war dementsprechend: es sind sämtliche Weltrekorde geschlagen worden. Die Zielsetzung des NSFK., die Vereinigung aller schöpferischen Kräfte des Nachwuchses auf den Ausbau des Segelflugs, hat in diesem Jahre erste ersten großen Erfolge gezeitigt. Nicht nur, daß in den einzelnen Segelfliegerstürmen die Gemeinschaftsarbeit im Vordergrund stand, nicht nur, daß in den zahlreich Segelflugmodellwettbewerben bedeutsame Errungenschaften erzielt und in den Lehrwerkstätten praktisch angewandt wurden, auch die Flugwissen- schaftler, die in den verschiedenen Gesellschaften der Luftfahrtforschung vereinigt sind, haben zur Vervollkommnung der Technik beigetragen. Aber es kommt nicht nur auf die theoretische und technische Zusammenarbeit an, auch die praktische Zusammenarbeit, die ineinandergreifende Organisation des großen Wettbewerbs führt automatisch Höchstleistungen herbei. Durch diese gleichzeitige Anspannung aller Kräfte war es deshalb möglich, die Fluggelegenheiten restlos und zum rechten Augenblick auszunutzen. Nur dieser kameradschaftlichen Zusammenarbeit aller am Wettbewerb beteiligten Deutsche in Texas gedenken ihrer Heimat. LPD. Braunfels (Lahn), 10. August. Der Bürgermeister von Neu-Braunfels in T e x a s sandte dieser Tage eine Einladung an den Bürgermeister und die Stadtbeamten von Braunfels an der Lahn (in der alten Heimat), an der am 21. Aug. 1938 in Neu-Braunfels in Texas stattfindenden Einweihung eines Denkmals teilzunehmen, das den deutschen Pionieren gewidmet ist, die im Jahre 1844 unter der Führung von Prinz Karl von Solms-Braunfels in Texas einmanberten und im Gedenken an ihre alte Heimat ein „Neu- Braunfels" gründeten. In der Einladung heißt es u. a. wörtlich: „Neu-Braunfels, an den schönen Quellen des Comals gelegen, in der fruchtbarsten Landschaft, von Prinz Solms-Braunfels gegründet und besiedelt, durch arbeitsfame, fleißige deutsche Pioniere zu einem Paradies geschaffen. Ihnen gilt das Ehrenmal, welches deutsche Nachkommen im Staate Texas dem Andenken der braven und hart geprüften Männer und Frauen errichteten.. Heute zählt Neu-Braunfels etwa 6000 Einwohner, die zum großen Teil deutscher Ab- st a m m u n g sind; sie haben ihre alte Heimat nicht vergessen. Wie verlautet, kann der Einladung aus zeitlichen und sonstigen Gründen von Braunfels aus keine Folge geleistet werden. Die Stadt Braunfels und mit ihr das Solmfer Land aber werden in würdiger Form des seltenen und für die Heimat ehrenvollen Ereignisses gedenken. 'Hunbfunfprogramm Freitag, 12. August. 5 Uhr: Frühmusik. 5.45: Ruf ins Land. 6: GyM' nastik. 6.30: Frühkonzert. In der Pause, 7: Nach' richten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Bäderkonzert. 9.40: Mutter turnt und spielt mit dem Kind. 10.30: Fliegende Menschen: Meister vom Brett und Turm. 12: Mittagskonzert. 13: Nachrichten. 13.15: Mittagskonzert. 14: Nachrichten. 14.10: Hört — wie immer — zu! 15: Kleines Konzert. 16: Nachmittagskonzert im Park Wilhelmshöhe. Das Mikrophon unterwegs. 18: Zeitgeschehen. 18.30: Der fröhliche Lautsprecher. 19: „Winke, winke..Vergnüglicher Leitfaden für Ferienreisende. 19.15: Hinaus in die Ferne. 20: Nachrichten. 20.15: 1000 Takte Franz Lehär. Em bunter Reigen um des Meisters beliebte Melodien. 22: Nachrichten. 22.20: Europameisterschaften im Schwimmen. 22.45: Tanz und Unterhaltung. 24 bis 3: Nachtmusik. Amerikas Leichtathleten herzlich begrüßt! Amerikas Leichtathleten, die zum Länderkampf gegen Deutschland am kommenden Wochenende bereits in der Reichshauptstadt weilen, wurden am Mittwoch durch den Berliner Stadtpräsidenten Dr. Lippert herzlich empfangen. Am Donnerstagabend sind die Amerikaner Gäste Leni Riefenstahls, wo wo sie den Olympiafilm in englischer Sprache vorgeführt erhalten. Für Freitag abend ist schließlich ein Empfang beim Reichssportführer, Staatssekretär von Tschammer und Osten vorgesehen. Deutsche Wasserball-Siege. 3 :2 gegen Holland. erscheine. Mein-Mainische Börse. TNillagsbörse: Scharfe Rückgänge. Frankfurt a. M., 10. Aug. Wenn sich Am Dienstagabend hatte Deutschland Europa-Wasserballturnier in London gegen Holland $.1»^ «ni h' ftiw« $airt®e ÄS Mdg" der Abgabedruck gegenüber den Vortagen etwas verstärkt hat, so war das Angebot doch nicht so stark im Verhältnis zu den scharfen Rückgängen am A k - t i e n m a r f t. Vielmehr sind diese auf das völlige Fehlender Kurspflege und der überaus schwachen Aufnahmebereitschaft' zurückzuführen. Die ohnehin schon starke Zurückhaltung erfuhr eine Ausweitung. Die Umsätze waren wesentlich höher als in den Tagen zuvor. Teilweise erfolgten Deckungen, wie auch verschiedentlich niedrige Limite erreicht wurden. Die durchschnittlichen Einbußen lagen bei 1 bis 2 o. H. Eine gewisse Verstimmung ging von dem weiteren Kursoerfall führender Werte aus. So stellten sich z. B. JG.-Farben auf 143 bis 143,40 bis 143 (144,90), Verein. Stahl auf 98,50 bis 97,75 (99,40), Reichsbank auf 181 (182,50). Im übrigen waren die Rückgänge allgemein, fo daß nur die stärksten Verluste erwähnt seien: Buderus 100,50 (103,25), Harpener 143,50 (146,25), Rhein- stahl 126,25 (129), Demag 130 (134), Holzmann 136,25 (139,50), Licht & Kraft 127,75 (130), Adlerwerke Kleyer 102 (104,25) und nach eintägiger Pause Ilse Genuß 127 (132,50), ferner Siemens nach etwa achttägiger Unterbrechung mit 183 f 189,13). Einige anfangs gehaltene Werte, wie Mannesmann mit 103,40 bis 103 (103), Geffürel mit unverändert 123,50 und Bernberg mit 120 (119,50) gingen später ebenfalls zurück, letztere auf 118,50. Arn Rentenmarkt mehrte sich das Angebot. Besonders in Pfandbriefen hat es zugenommen, das aber bei noch unveränderten Kursen ausgenommen wurde. Von den variablen Papieren fielen Reichs- bahn-VA. auf 121,50 (122), Reichsaltbesitz auf 128,90 (129), hingegen wurden Kommunal-Um- schuldung etwas heraufgesetzt auf 93,90 (93,80). 4,5prozentige im Freiverkehr gehandelte Industrie- Obligationen waren teilweise gefragt, 4,5prozentige Brabag 98,50, 4,5proz. Deutsche Erdöl 99,25. Die amtlich notierten Industrie-Anleihen wiesen keine besonderen Veränderungen auf. Liguidationspfand- briefe der Gemeinschaftsgruppe lagen zumeist bis 0,20 v. H. niedriger. Stadtanleihen lagen uneinheitlich; 4,5proz. Darmstadt von 26 und 28 je 98 (98,50), 4,5proz Hanau 98,25 (97,75). Im weiteren Verlaufe kam die Abwärtsbewegung am 21 ft i en m a r f t zum Stillstand und teilweise stellten sich offenbar auf Deckungen und kleine Aufnahmeneigung mäßige Besserungen um etwa 0.25 bis 0,50 v. H. ein. U. a. wurden Verein. Stahl mit 98,50 bis 98,75 nach 98,25, AEG. mit 104,75 nach 104.50, Geffürel mit 124,50 nach 123,50, Adlerwerke mit 102,50 nach 102 und JG.-Farben mit 143,90 nach vorübergehend 142,75 bewertet. Die später notierten Werte lagen durchweg 1,50 bis 2 v. H. schwächer. Auch der Kassamarkt war ziemlich schwach, Wayß & Freytag 140 (zuletzt 147). Der Freiverkehr lag gleichfalls schwach. Man nannte u. a. Dingler mit 83 bis 84,75 (84 bis 85.50), Elfäss. Bad. Molle 77 bis 79 (79 bis 81), Verein. Fränk Schuh 64 bis 66 (66 bis 68), Katz & Klumpp 90 bis 93 (94 bis 96) und Ufa 72,50 (74,50). Tagesgeld unverändert 2,25 v. H. Abendbörfe uneinheitlich. Die Abendbörse verlies uneinheitlich. Weiteren : mäßigen Erholungen standen ebensolche Rückgänge ■ gegenüber, da neben Deckungen auf verschiedenen Gebieten erneut etwas Material herauskam. Käufe Sonntags eingebaut und somit das ganze Fest auf einen einzigen Tag beschränkt. Zu den verschiedenen Wettkämpfen liegen über 1000 Meldungen aus Süd-, Südwest- und Mitteldeutschland vor. Das beweist, daß die Liebe zu diesem Fest die alte geblieben ist. Die Männer treten in fünf Leistungsklassen an, die Frauen in zwei. Das Völsungen- horn hat der Tv. Offenbach-Bieber gegen Polizei Frankfurt, Tv. Neu-Isenburg, Tgd. Bornheim und Tv. Miltenberg zu verteidigen, und von den Staffeln seien die Kämpfe um den Jahn-Schild (Männer), den Schmuck-Schild (Männer) und den Brunyildis- Schild (Frauen) erwähnt. Der Feldbergfest-Ausschuß hat, vielen an ihn ergangenen Wünschen Rechnung tragend, in diesen Tagen nun noch einen Dreikampf für Männer über 50 Jahre ausgeschrieben, der sich wie folgt zusammensetzt: 75- Meter-Lauf, 17,6 bis 13,6 Sek.; Weitsprung aus dem Stand, 1,10 bis 2,10 Meter; Steinstoßen, 2 bis 6 Meter. Zum Sieg sind 40 Punkte erforderlich. Faustball, Fechten, Gerätturnen und verschiedene Vorführungen vervollständigen die umfangreiche Festfolge. der Kundschaft wurden kaum beobachtet. Im allge« meinen hielten sich die Abweichungen bei größten- teils nur kleinen Abschlüssen bei 0,25 bis 0,50 o. H. Darüber hinaus wichen Conti Gummi auf 192 (194) und JG.-Farben auf 142,75 (143,90), anderer- •jeits erholten sich Bernberg auf 120 (118,50) und Butzbacher Werke für Eisenverarbeitung AG., Butzbach. Fwd. Die zur Bamaa-Meguin AG. gehörenden Butzbacher Werke für Eisenverarbeitung AG., Butzbach, berichtet zum 31. Dezember 1937, daß sich der Geschäftsumfang weiter vergrößert hat und der Auftragseingang gegenüber dem Vorjahr auf etwa das Doppelte gestiegen ist. Von dem Auf- traaseingang und den abgerechneten Lieferungen entfielen, ähnlich wie im Vorjahr, etwa 40 v. H. auf die Bamag-Meguin AG. Die neugegliederte Erfolgsrechnung weist einen Rohüberschuß von 2,5 Mill. RM. (im Vorjahr 2,26 bei 0,55 sonstigen Aufwendungen) aus. Dazu treten noch 12 930 (5460) RM. außerordentliche Erträge. Anderseits erforderten Löhne und Gehälter für die von 840 Ende 1936 auf 1100 Ende 1937 erhöhte Gefolgschaft 1,82 (1,29), gesetzliche soziale Leistungen 0,17 (0,12), Steuern 0,04 (im Vorjahr Besitzsteuern 0,047) Mill. RM. Nach Abschreibungen auf Anlagen von 0,40 (0,21) Mill. RM. ergibt sich einschl. 1201 (3019) RM. Vortrag ein Reingewinn von 2480 (11 201) RM., der laut Beschluß der bereits stattgefundenen Hauptversammlung auf neue Rechnung vorgetragen wird (im Vorjahr wurden der gesetzlichen Rücklage 10 000 RM. zugeführt). Der Auftragseingang habe sich auch in den ersten Monaten des laufenden Geschäftsjahres günstig entwickelt, so daß die Be- schäftigung des Werkes auf längere Zeit gesichert in internationalen Kämpfen. Aber auch den zweiten Platz belegte eine Dänin, die überraschend gute Petersen in 1:06,8. Erst dann folgte die Holländerin Riet van Veen in 1:08,4 Minuten. 2/3 Millionen Männer beim Sportappell der Betriebe. Nach den bisher aus allen Gauen des Altreichs vorliegenden vorläufigen Meldungen haben sich bereits mehr als 2,3 Millionen deutscher werktätiger Männer, die das 18. Lebensjahr vollendet haben, entschlossen, zu der gewaltigen Demonstration für die Leibesübungen, dem Sportappell der Betriebe, anzutreten. Dieses Ergebnis ist um so beachtlicher, als dabei berücksichtigt werden muß, daß Tausende und aber Tausende dieser Männer sich noch nie sportlich betätigt haben. Begegnungen um den Tschannner-pokai. Die Kämpfe um den Fußball-Tfchammer-Pokal werden am Sonntag, 28. August, mit den 32 Spielen der ersten Hauptrunde fortgesetzt. Die Spiele beanspruchen schon deswegen erhöhtes Interesse, weil nun auch die Gaumeister eingreifen. Einige spannende Treffen sind vor allem in Süddeutschland zu erwarten, so in Freiburg, wo der FFC. den Deutschen Meister Hannover 96 empfängt, in Frankfurt, wo Meister Eintracht auf 1860 München treffen wird, und in Klein-Steinheim bei Hanau, wo der 1. FC. Nürnberg antreten muß. Großer Bergpreis von Deutschland zum Großglockner. Wir erhalten in diesem Jahre wieder eine Deutsche Bergmeisterschaft für Kraftfahrzeuge. Zum ersten Male wird der Großglockner am 28. August Schauplatz des Großen Bergpreises von Deutschland sein. Die Sieger in den einzelnen Fahrzeuggruppen, Krasttäder, Sportwagen und Rennwagen, erhalten den Titel „Deutscher Berggeister 1938" Auf der Bergstraße, die zu Deutschlands höchstem Gipfel führt, werden sich die von der ONS. veranstalteten internationalen Prüfungen abspielen. Gefahren wird auf einer 33,5 Kilometer langen Strecke von Kilometer 14,4 am Mauthaus Verleiten bis zur Franz-Josefs-Höhe bei Kilometer 47,9. Bei einer Maximalsteigung von 12 Prozent sind 2030 Meter Höhenunterschied zu überwinden. Die Krafträder starten in den Wertungsgruppen 250, 350 und 500 ccm, für Sportwagen gibt es je vier Klassen mit und ohne Kompressor (1000, 1500, 2000 und über 2000 ccm). Hinzu kommen die vier Rennwagenklassen 1100, 2000, 3000 und über 3000 ccm. Der schnellste Fahrer des Tages wird mit dem Ehrenpreis des Kvrpsführers Hühnlein ausgezeichnet. Das offizielle Training wurde für die Tage vom 25. bis 27. August festgesetzt. Am 28. August steigt das Rennen, für dessen Organisation und Durchführung die Motorgruppe Alpenland-Salzburg des NSKK. verantwortlich ist. lande, in die Lüneburger Heide, an den Ostseestrand, nach Berlin oder südwärts ins Saargebiet und nach Süddeutschland flogen, war man doch allgemein erstaunt. So ist gerade in den letzten Wochen die Idee des Fliegens, für die es in Deutschland immer und immer wieder zu werben gilt, in einem Maße gefördert worden, wie es anders niemals so eindringlich und Überzeugend getan werden konnte. Die Luftfahrt und speziell das NSFK. als Trägerin des zivilen und sportlichen Luftfahrtgedankens haben durch die 19. Rhön tausende neuer Freunde gefunden, Insbesondere hat der große Erfolg der Rhön auf die Jugend, auf den fliegerischen Nachwuchs gewirkt, indem sich in den letzten Tagen eine Reihe neuer Segelflugzeugwerkstätten aufgetan hat. So wird es möglich, aus den Kreisen unserer Jugend, wo manches unbekannte fliegerische Talent sich befindet, den so dringend notwendigen Nachwuchs zu entdecken und systematisch für die großen Zukunftsaufgaben der Luftfahrt heranzuziehen. Hierin liegt vielleicht der größte und bedeutendste Erfolg der gesamten Veranstaltung. Ms Die N* ! japanischen • LkoMnijchen.E few fü[ M‘' ch ilargenw, ‘ .1 «e-nnn-n L-ndi-K« Bnche Zweifel - öligen Abmach) Dnb tatsächlich Mchen Raume ja Zweifel daru hitation ai /reiben wirb Übung des qn Japan befanb guten Recht- 2n Serge von 6 ging, als man! net. Die Sowjets trag vom Zahre beigefügt war, w Miet fein soll, niemals notgelei um eine der b( Auf alle We' hie Moskauer $ zu bet Entdeck' höhen von Sd schäft ftünben. strategische Lag, lich des koreani gelockt hat, ben Die japanisch, folge beglückwm Weigerung M Sowjets haben vorzufinden, bm in China so fit , Moskauer ftorbe Wer/ei/ her j ü ck Angrifte hes, ' wa ■ 'Wty auch dies t Arseits habe' M von Rewei Mi Armee be< Ll> die Meldun ®reml in M ?lücher Gege< östlichen Frage 3n Sowsetruhl Wem, noch W viel Fede Wille der ftehen, trotz j flenbes Anrater ■diesmal siegte eines verlorener M bessere @( Nett als Iranbst Sonfer Tokio, 12. z M gegen 20 Ul Äscher Seite Ver Nahe vor Seite eine .nsprechunge feftgel ^er Aufrec Stellung . beendet ** Seiten Serben die t>n Einv "Uebf, 1 < Otn Mitärit ^scht wer »Man w Ml) ji12' 31 y t '„ 8'lan St 1 5h öes CMi 5 % qe°PlSt ; : M lQrfi)Qb Äh: I r MS Sn y.PQh , N H>e I