Montag, N.M1YZ8 188. Zahrgang !lr. »59 Erstes Blatt nun, Aus -em großen Festzug IS' UUU ..... cvrx g *, i um Partei und Staat, die Vertreter der Wehrmacht J , _____ V . ' n: Pi. (htröl I Öti 5 D Wirtschaft vernichten müßte, hat das deutsche Volk vor dem wirtschaftlichen Abgrund zurückgerissen und gerettet. Derselbe Nationalsozialismus, dem man die furchtbarsten außenpolitischen Niederlagen prophezeite, hat das deutsche Volk aus der schrecklichsten Niederlage seines geschichtlichen Daseins wieder emporgehoben, zu einem stolzen Selbstbewußtsein geführt und nach außen zu einer geachteten Macht entwickelt. Es gibt kaum ein Gebiet, auf dem die Prophezeiungen unserer Gegner nicht Lügen gestraft worden sind. Und es gibt nur noch vereinzelte, schon unermeßlich törichte Menschen, und dies sind ganz zumeist Juden, die im Auslande das stupide Gerede der Zeit vor dem Jahre 1933 auch heute noch ab und zu wiederholen. So hat man in einem Staat, der sich schon , einmal den Spaß eines besonderen Gerichtshofes erlaubte, der im Gegensatz zum deutschen Reichsgericht in einem ebenso kindischen wie verletzenden Verfahren die Unschuld van der Lübbes erweisen sollte, in diesen Tagen wieder einmal die Welt mit einer Ausstellung beglückt, die bestimmt sein soll, den Gegensatz aufzuzeigen zwischen den kulturkräftigen Leistungen bekannter Novembergrößen vom Stamme der Dada, der Kubi usw. und der Armut der heutigen deutschen Kunst. Ich nehme an, daß dabei auch etwas Geschäftsinteresse mitwirken wird. — allerdings unter Weglassung des Urheberrechtes — auch in anderen Staaten zur Anwendung zu bringen versucht. Es ist für uns sicherlich eine Genugtuung, aus dem Munde eines ausländischen Ministers nun plötzlich zu vernehmen, daß die Voraussetzung eines gedeihlichen wirtschaftlichen Lebens nicht in der Ermöglichung von Finanzspekulationen liegt, als vielmehr in der S i ch e - rung und Steigerung der nationalen Produktion, d. h. letzten Endes also in den Ergebnissen einer soliden,fleißigen und ehrlichen Arbeit. Wer garantiert daher, daß nicht auch auf dem Gebiete der K u l t u r p o l i t i k, angeregt durch das deutsche Vorbild, in anderen Ländern ebenfalls eine Umwertung d^r Begriffe einsetzt und demgemäß vor allem eine Minderbewertung der Erzeugnisse des Schaffens einer gewissen Periode, in der alle Gesetze des Schönen und Anständigen von oben nach unten verkehrt worden waren. Betrug und Narretei aber ihre Orgien feierten. Ich verstehe daher, daß die Interessenten — besonders die finanziellen Interessenten an diesen Kulturschwindeleien —, es eilig haben zu retten, was bringen, was noch an den Mann gebracht werden noch zu retten ist, und beizeiten an den Mann zu kann. Es gibt dabei einem einfältigen Ausland gegenüber anscheinend gar keine bessere Empfehlung für einen kulturellen Unsinn oder Betrug als die Bemerkung, daß das im heutigen Deutschland abgelehnt wird. Es gehört wohl auch Das kulturelle Schaffen eines Volkes kann nur das Spiegelbild seiner inneren Werte sein. örfe. sich. In der heutigen "kannten Kapi- 1 aber merklich Die Ausnahme- licher, daneben ar Ausführung. Kursentwicklung r gelten sich 'die en Grenzen. Qm ngen kaum über ' gedrückt waren !M, ferner Me> '), wobei es sich fe handelte. Von iiiberus eine Lr- mannen 0,S0v.h.t .annesmann 0,75, 25 v. $).; die Er« im zweiten Lier- • ich nicht bekannt. * ptet, gement Hei- 154,75 unb 81®. j um je 0,504.8)., iwerte Schwan- Meil. Vor dem Hause der Deutschen «u nft, das mit zwei großen stilisierten Hak. u- «TW: In irgendeiner Form muß doch die Reklametrommel für die bolschewistische Kunstverwirrung gerührt werden. Ihr Ton klingt aber besonders laut und eindringlich, wenn man das nationalsozialistische Deutschland als politischen Verstärker einschallen kann. Wan muß den biederen Angelsachsen kurzerhand überfallen mit dem Hinweis auf die Schande der deutschen Kulturbarbarei, um ihm dann die angebotenen Kunstwerke dieser. Epoche, wenn schon nicht kulturell, so doch wenigstens politisch aufschwahen zu können. Und man muh sich beeilen, diese Werke noch beizeiten an den Wann zu bringen. Denn Deutschland ist auf so vielen Gebieten in den letzten Iahren vorangegangen, daß die Gefahr nicht von der Hand zu weisen ist, daß der „Nazistaat" am Ende auch in feinet? Kulturpropaganda als a u f dem richtigen Weg befindlich erkannt werden wird und damit ein neuer Einbruch in die Front der inter- national-jüdischen Kulturgeschäftemacher eintriff. Wir erleben es in diesen Monaten, daß man nationalsozialistische Wirtschaftsprinzipien, die vor zehn Jahren als Dummheit und noch vor fünf Jahren als Verbrechen oder zumindest als Wahnsinn bezeichnet wurden, ganz sachte ßhi Blick in den Festsaal des Hauses der Deutschen gnft während der Rede des Führers. — (Scherl-M.) Heimstätte für alle deutschen Künstler. Ich danke Ihnen, mein Führer, für alles das, was Sie uns gaben, und ich glaube im Namen der deutschen Kunst Ihnen versichern zu dürfen, daß das Künstlertum Deutschlands seinen Dank durch Leistung und Arbeit abtragen wird. ITnb so bitte ich Sie nun, mein Führer, die Kunstausstellung des Jahres 1938 zu München zu eröffnen." ttchetnr täglich, außer Senntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Mchener Familienblätter hemat im Bild-Die Scholle Aonats-Vezugspreis: Mit 4 Beilagen RM.1.95 Dine Illustrierte • 1-80 Ivtellgebühr * --25 Lllch bei Nichterscheinen dot einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt ZernfprechanfchMffe alt er Sammelnummer 2251 Abschrift für Drahtnach. riesten: Anzeiger Gießen Postscheckkonto: Kmntfurt am Main 11686 Vor dem Haus der Deutschen Kunst. Hine festlich gestimmte Menge erwartet den Führer. München, 10. Juli. (DNB.) Der Führer er- ifsiete im Haus der Deutschen Kunst die Große ätsche Kunstausstellung 1938 und übergab nut hr dem deutschen Volke die neuen Werke lebender Genscher Kunst. So wie die Kunst des neuen Deutschland dem Volke gehört, so nahmen,auch an Üic2tn groAn Geschehen der Kunst die Bevolke- rpig der Hauptstadt der Bewegung und nut ihr Mnschen aus allen Gauen des Reiches freudigen In der Ehrenhalle haben sich mit den deutschen Künstlern, die zu dieser Ausstellung beigetragen k:cven, Vertreter des Diplomatischen Korps, der Chef italienischen Generalstabes, General P.ariam, die vi n Finck. 3n der Ehrenhalle it anl, tjujiLL- befl- .L Man ö fe? Ht, Da; iÄÄ'ä HZtz j. wirkte funb Im ia0i/*r9en rben rohe B.ld des großen ?testtuas aus dem unser Bild die Gruppe des M-ergotts Aegir zeigt vor dem Baldachin, unter dem der Führer mit den Ehrengästen Platz genommen hatte, — (Sch-rl-Blldeidienst Der Tag der deutschen Kunst. Der Führer eröffnet die große deutsche Kunstausstellung "1938 in München »reffe an, wenn« rhin ausblieben, .nabllmfdjulbung Aich späte . äjk mit bierten uneinheit- 01), 5 v. h. Räch' ibriefe bei kleiner Liquidationswerten »ihen lagen unver- gen auf 11,98 (12) uaren im verlaufe fe zwar keine Be» ch in den meisten en erfolgten, doch . Besserungen ein, fam. 107 nach. 106 A Zement Heidelberg siml°r 136^,2 »W-S •ff» •« zum guten Ton, auf diese Weise seine demokratische Patentgesinnung praktisch erhärten zu können. Tatsächlich fand allerdings, wie vielleicht auf keinem anderen Gebiet, auf diesem eine Umwertung der Begriffe in Deutschland statt. Sie alle werden dabei ohne weiteres einer Behauptung zustimmen: Daß wohl noch nie in unserem Volke in so kurzer Zeit eine s o ungeheure kulturelle Arbeit angefangen und zum Teil auch schon geleistet worden ist, wie dies in den wenigen zurückliegenden Jahren der Fall war. Das Kulturprogramm des neuen Reiches ist von einer einmaligen Großartigkeit in der Geschichte unseres Volkes. Die Erfolge sind schon jetzt mindest ebenso zwingend wie die auf den anderen Gebieten unseres Landes errungenen. Dabei sind wir uns im klaren darüber, daß gerade hier die Anlaufszeit zwangsläufig größer sein muß. Wenn wir trotzdem in diesen wenigen Iahren schon gewaltige Bauwerke der Ration als nunmehr vollendet vorstellen dürfen, dann nur, weil der neue Arbeitsrhythmus und das Tempo sowie die Genauigkeit der nationalsozialistischen Planung und unserer Organisation Leistungen ermöglichen, wie sie ähnlich bisher nicht gelingen konnten. Dennoch wissen Sie, daß die wirklich großen Werke sich im Anfangsstadium des Baues befinden oder daß deren Grundsteinlegung überhaupt erst noch bevorsteht. Das Voll einer neu erwachten Lebensbejahung. Einer der ersten Zeugen des nationalsozialistischen kulturellen Aufbauwillens, der allein mehr wiegt, als das Geschreibsel aller demokratischen Zeitungen der Welt zusammengenommen, umfängt Sie heute wieder. Zum zweiten Male treffen wir uns in dem Hause, das der deutschen K u n st geweiht wurde. Sie werden später feststellen können, ob die vorhin ausgesprochene Behauptung des deutschen Fortschrittes auch auf dem Gebiete der Kunst gleichberechtigt ist oder nicht. Als ich vor über einem Jahr in einer ersten Vorschau die damals eingesandten Werke überprüfte, erfaßten mich Zweifel, ob ich nicht unter dem Eindruck des zunächst Vorliegenden die Eröffnung einer solchen Ausstellung überhaupt ablehnen spllte. Wahrhaft erdrückend wirkt die Zahl der Arbeiten, die ihre vernichtendste Repräsentation in der Ausstellung der entarteten Kunst erhalten hatten. Bei unzähligen Bildern war es ersichtlich, daß vom Einsender die beiden Ausstellungen verwechselt worden waren. So kam ich damals zu dem Entschluß, einen harten Strich : zu ziehen und der neuen deutschen Kunst die einzig- ' mögliche Ausgabe zu stellen: Sie zu zwingen, den ' durch die nationalsozialistische Revolution dem neuen deutschen Leben zugewiesenen Weg ebenfalls einzu- 1 halten. Eine Periode der höchsten Leistungssteigerung \ auf allen Gebieten des menschlichen Fortschrittes, der Pflege nicht nur scharfer Geistesgaben, । sondern idealer körperlicher Schönheit durste nicht mehr symbolisiert werden durch die barbarischen Demonstrationen steinzeitlich zurückgebliebener kunstvernarrer, farbenblind herumexperimentierender Schmierer und zu allem Ueberftuß fauler Nichtskönner. Das Deutschland des 20. Jahrhunderts ist das Deutschland des Volkes dieses Iahrhunderts. Das deutsche Volk dieses 20. Iahrhunderts aber ist das Volk einer neu erwachten Lebensbejahung, hingerissen von der Bewunderung des Starken und Schönen und damit des Gesunden und Lebensfähigen. Kraft und Schönheit sind die Fanfaren dieses Zeitalters, Klarheit und Logik beherrschen das Streben. Wer in diesem Jahrhundert aber Künstler sein will, muß sich auch diesem Jahrhundert weihen. Für kulturelle Neandertaler ist im 20. Jahrhundert kein Platz, jedenfalls kein Platz im nationalsozialistischen Deutschland. Es freut uns, wenn Demokratien diesen rückwärts strebenden Elementen ihre fortschrittlichen Tore öffnen, denn wir sind ja nicht rachsüchtig. Leben sollen sie, dagegen haben wir nichts. Arbeiten unsertwegen auch — nurnidjtin D e u t s ch l a n d. Ich hielt es 1937 für geboten, nunmehr auch auf diesem Gebiet eine klare Entscheidung zu treffen. Dies konnte freilich nur in einem harten Eingriff geschehen. Aber ob wir nun heute Genies haben, Genies von ewig währender Bedeutung besitzen, ist wie immer, schwer zu entscheiden. Für unser Handeln im wesentlichen auch gar nicht entscheidend. Entscheidend ist, daß bei uns die Voraussetzungen nicht verletzt werden, auf denen große Genies allein erwachsen können. Zu dem Zweck muß das allgemeine Ku nft gut eines Volkes auf einer soliden, anständigen Grundlage gehalten werden, aus der heraus sich dann die wirklichen Genies zu erheben vermögen. Denn Genie ist nicht Wahnsinn, und vor allem ist Genie unter keinen Umständen Betrug! Es repräsentiert sich tm Gegenteil durch seine überragenden Leistungen, die Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberheffen Dnift und Verlag: vrühlsche UniverfitStsdruckerei «.Lange in Eiehen. Schristleitvng und Geschäftsstelle: Lchulstrahe 7 Der Führer spricht. Nun spricht der Führer. „Seit die nationalsozialistische Bewegung", so sagte er in seiner Rede, „nach langjährigem Kampf endlich mit der Führung des Reiches betraut wurde, find noch nicht sechs Jahre vergangen. Dennoch darf eine Feststellung schon heute getroffen werden: Es hat selten in der Gerichte unseres Volkes eine f o reich bewegte Friedenszeit gegeben, als die der 5V2 Jahre die nach dem denkwürdigen 30. Januar 1933 die nationalsozialistische Führungsepoche in unserem Volk einleiteten Auf wie vielen Gebieten unseres Lebens ist seitdem nicht ein Ausbruch erfolgt, wie er wenige Jahre vorher gerade von den „Berufenen" als für gänzlich unmöglich angesehen worden mar. Die Partei, von der man einst behauptete, sie würde den inneren Frieden gefährden, hat dem deutschen Volk überhaupt zum ersten Male einen wirklichen inneren Frieden geschen k t. Das Regime, dem man voraussagte, daß es die knuzfahnen flankiert ist, haben gegen 10 Uhr die Gkentompanien des Heeres und der Luftwaffe und dii Ehrenformationen der Bewegung, der Polizei iin» des Arbeitsdienstes mit ihren Fahnen Aufstellung genommen. Die unabsehbare Reihe der Sund arten der SA. säumt den wuchtigen Säulen- mq des Hauses der Deutschen Kunst und die an- «cmzenden Bauteile. Unaufhörlich rollt Wagen aus Mgen mit dem Führerkorps der Partei, Männern fc; Reiches und der Länder, Mitgliedern der bayerischen Landesregierung, Offizieren der Wehrmacht Mv Persönlichkeiten der deutschen Kunst an. Unter |;r vielen Gästen wird besonders lebhaft eine Irt fjerc, in großer Uniform erschienene Abordnung k faschistischen Miliz Italiens begrüßt. Er- mirtungsvoll stehen die vielen Tausende, die weit Mein die Prinzregentenstraße und die angrenzen- k Straßenzüge säumen. Es ist 11 Uhr. Die Sonne k±t durch und verscheucht die letzten dräuenden Men. Jetzt dröhnen die Böller. Jubel braust auf. icimetternb fällt die Musik mit dem Deutschland- in> dem Horst-Wessel-Lied ein und leitet über zum hiäsentiermarsch: Der Führer ist einge- fro f f e n. Vor dem Hauptportal des Hauses der 'Liutschen Kunst empfangen ihn der Präsident der Nmchskulturkammer Reichsminister Dr. Goebbels, uleiter Staatsminister Adolf Wagne rund der Mirsitzende des Hauses der Deutschen Kunst August " Levens eingefunden. Der städtische Singchor Augs- iu-g unter Leitung von Professor Jochum stimmt inen festlichen Chor an, als der Führer tue Halle ie» beiritt. Der feierliche Gesang ist verklungen, als culeiter Staatsminister Adolf Wagner an das Po- r m tritt, um den Führer zu begrüßen: ,A3n allem, " besondere auf dem Gebiete der Kunst, machen Sie irs von Jahr zu Jahr reicher. Im vergangenen ischr gaben Sie uns die E r ö f f n u n g d e s H a ue We-i italienischen Generalstabes, General £ariuni, ine uli Die DrNe ft, ^^leiter unb Reichsminister mit dem Fuhrerkorps r.ch an ?>en Qll$, DCn sßartei unb Staat, die Vertreter der Wehrmacht , An unb yrD bekannte Männer des geistigen^und wlturellen tWÖW k " .............. ~ " standen Ei V et®a5. «'M 9e' Mei erstmal. t Sei se ien g ■ „«•»3 &r,» n nhrenb :iner neuen künstlerischen Zeit, in diesem Jahr schenk- ,boten. und In Sie uns eins der wertvollsten antiken Werke, d e n 6 skusw-rfer von M y r ° n und b-reich°rn fuurn J l'aimrd) München und Deutschland. Gestern schenkten stbernll un5 ba5 neu erstandene Künstlerhaus als U VW W Der Zug der neuen Zeit Oer präftöer Leistungen auf einmal dem deutschen Volke zu den könnte. MW HeWmi'r tig gegenüber den ausgewählten gelten kann, noch nachträglich in diese Ausstellung dann ein gereiht wird, wenn sich nach zwei Monaten durch den Verkauf einzelner Werke die Möglichkeit einer Auswechslung ergibt. Die 'Höchstleistungen werden davon allerdings nicht berührt. Sie sollen über die ganze Ausstellungsdauer hier bleiben. Allein, ich glaube, verpflichtet zu fein, dem ehrlich schaffenden deutschen Künstler selbst diese Ausstellung in weitestem Ausmaße zu erschließen und dem deutschen Volk die Werke seiner Künstler zu zeigen und es ihm zu ermöglichen, sie zu kaufen. Es ist so, daß sich in dieser Ausstellung kein Bild befindet, das zu besitzen bedenklich ist oder gar später einmal vielleicht als unmöglich empfunden wer- Eine Erwerbung des Führers für die Glyptothek in München. München, 9. Juli. (DNB.) In der Glyptothek am Königlichen Platz übergab der Führer ein ita- lienisches Kunstwerk, die berühmte, im Jahre 1781 aufgefundene Kopie des „Diskuswerfers" v o n M i r o n an die Münchner Glyptothek. Bei der Uebergabe gab der Führer seiner Freude darüber Ausdruck, daß es gelungen sei, dieses wundervolle Werk, um das sich bereits Ludwig I. für die Glyptothek bemüht habe, für Deutschland zu erwerben. Er wisse, daß die Genehmigung zur Ausfuhr dieses Werkes aus Italien nur denkbar gewesen sei im Zeichen der engen und herzlichen Beziehungen zwi- I schen Italien und Deutschland. Ohne sie würden wir das herrliche Werk nicht bewundern können. ,Hch möchte aber", so erklärte der Führer, „in diesem Augenblick der italienischen Regierung und insbeson- >unst überha Wn werden o n°ch Jujtä d-r Mtionolfa ’ M* "n» Jtultot '°*f MtC Hw MWlunj * ”*n6en 611 an das Sh ’S bi zeigen. Ich habe mich daher entschlossen, an- zuordnen, daß jener Teil der eingesandten Arbeiten, der als vollkommen ebenbür- Schöpfer und Träger. So wie dieser selbst sein Wesen in Jahrhunderten nur unmerklich ändert, wird auch die wahre Kunst als dessen treuestes Ebenbild nur geringen Veränderungen unterworfen I sein. Dieses herbeizunihren ist aber nicht die Aufgabe der Stümper, sondern dasVorrechtjener Gottbegnadeten, denen es gegeben ist, aus dem tiefsten Innern ihres Volkes zu schöpfen und das unausgesprochene oder das von der Umwelt bewußt nicht Gesehene zu erfühlen oder gar zu erkennen und es dann allgemein durch ihre Kunst sichtbar und verständlich zu machen. Vor diesen höchsten Leistungen ober verblaßt die Zeit als Maßstab. Ich war an diesen Tagen glücklich, dank der wahrhaft großherzigen Genehmigung der italienischen Regierung, dem deutschen Volk für die Hauptstadt seiner Kunst ein unsterblich schönes Werk erwerben zu können. Wögen Sie alle, die Sie dieses Haus besuchen, nicht ünftige Kreise ei erschien babei Xjuiiyiuryt *-*•'* | ------- y ' —-••Yrt. Eine mystische Frauengestalt mit dem Fullhoy voller Flüchte symbolisiert die Mutter Erde, em drucksvolles Sinnbild von Blut und Boden. Man brauche nicht nur die Geldbeträge, sondern man brauche diese Männer als Propagandisten der neuen Weltanschauung. Er bat sie auch um weiten ideelle Unterstützung, denn die Zukunst werde noch große Aufgaben bringen, da geplant sei, für bii deutsche Architektur und die deutsche Angewandt! Kunst ein ähnliches würdiges heim zu schaffen. Lebensfroher Ausklang. DieFestnacht der Künstler.—Ganz München ein Künstlerhof. Mlll eonsplatz befand sich die von einem goldenen Baldachin beschirmte F ü h r e r t ri'b ü n e k den Künste 1937 i ^Neuordnung unsk «Meie mit bem □d» Dottsgmen Wer immer noch Betäuben, sie km versäumen, in die Glyptothek zu gehen, und mögen Sie dann erkennen, wie herrlich schon einst der Wensch in seiner körperlichen Schönheit war und wie wir von Fortschritten nur dann reden dürfen, wenn wir diese Schönheit nicht nur erreichen, sondern wenn möglich noch übertreffen. Wögen aber auch die Künstler daran ermessen, wie wunderbar sich das Auge und das Können jenes Griechen W y r o n uns heute offenbaren, jenes Griechen, der vor fast zweieinhalb Jahrtausenden das Werk schuf, vor dessen römischem Abbild wir heute in tiefer Bewunderung stehen. Und mögen Sie daraus alle einen Waßstab finden für die Aufgaben und Leistungen unserer eigenen Zeit. Wögen Sie alle z u m Schönen und Erhabenen streben, um in Volk und Kunst ebenfalls der kritischen Bewertung von Jahrtausenden standzuhalten. Sie werden sich nicht verschließen der Empfindung, die mich selbst bewegt hat in dem Augenblick, da ich dieses wunderbare Zeugnis unsterblicher Schönheit und Leistung zum ersten Wale erblickte. Sie werden dann vielleicht auch die Gefühle ermessen können, die mich bewegen, wenn ich am heutigen Tage die zweite Kunstausstellung des neuen Reiches für eröffnet erkläre und sie vergleiche mit dem, was noch wenige Jahre vor uns war." ®e einer schnellen ihren die ©ituatii enannte ent ar tema dieser Äiu haftlichem Für luch das Auslaß >nd z.T. abseits ibjeftiDität in bi Cftn. Der 91- mtidje Kunst wert Verordnung uv er Es ist auch gelun sich ersichtlich abhebcn von den allgemeinen Werken des Durchschnittes. Es geht aber daraus schon hervor, daß es für die Genies selbst wichtig ist, a n einem hohen allgemeinen Durchschnitt gemessen zu werden, denn nur dann kann über Haupt erst von einer dauernden Bewertung auch für die Zukunft die Rede sein. Es ist daher notwen- big, daß das a l l g e m e i n e K u l t u rsch a f f e n I Ofttf Xrtt» fthÜtlP einsolidesundanständiges ist. Denn das .%|U| Vvl HmklMivUUk Genie soll nicht das Einäugige unter den Blinden ' sein, sondern das Strahlende unter den Leuch- VöeDNSpMy. Der anständige, oder meinetwegen auch gut ge- München, 10. Juli. (DNB.) Die Stadt der meint naive Durchschnitt des 19. Jahrhunderts hat Rutschen Kunst erlebte am Sonntagnachmittag eine den Boden abgegeben, auf dem eine ganze Anzahl neue grandiose Verwandlung: Durch die prächtig großer Künstler erwachsen konnte. Ein Jahrhundert, geschmückten Straßen und Plätze bewegte sich m das eine solche Unzahl gewaltigster Musiker aller einem gewaltigen Rausch von Musik und Farbe Zeiten, große Dichter und Denker, erhabene Bau- e r große Festzug „2000 I ay r e künstler, wertvolle Plastiker und Maler hervor- deutsche Kultur". Volksgenossen aus allen brachte, steht turmerhaben über den dummen Witze- Gauen des Großdeutschen Reiches waren zu Zchn- leien einer Periode dadaistischer Lärmerzeuger, ku- tausenden nach München gekommen Allem 75 Tri- bistischer Gipsformer und futuristischer Leinwand- Hünen waren an der mehr als neun Kilometer färber. Natürlich hat dieses 19. Jahrhundert sehr langen Festzugsstrecke errichtet wo^ev-.Jede Straße viel im und noch mehr unter dem Durchschnitt pro- hatte ihr eigenes buntes Gesicht. Wahrend die eine duziert. Allein das ist das Kennzeichen jeder Lei- im leuchtenden Drange erglänzte, war die andere stungsepoche. Wie viele wandern durch das fieben, hn Purpurrot, wieder eine andere in Violett oder und wie wenige von ihnen eignen sich zu Siegern Grün gekleidet. In der Ludwigstratze im Marathonlauf. Allein diese Sieger sind nur die roaren die von den Dächern der Hauser dicht herab- schnellsten Marschierer der Menschheit. Würden fallenden Banner der Kunst und die blutroten Fah- diese aber, statt im allgemeinen zu gehen, bloß ner» nen mit dem Hoheitszeichen ein glänzender Schmuck, rückt Hüpfen, wie dies unsere kulturellen Genies Auf hohen roten Postamenten loderten auf hiesigen der Verfallszeit taten, dann würde auch hier die Opferschalen die vom Winde bewegten flammenden Voraussetzung fehlen für die Entstehung und das Feuer. Die großartige Architektur dieser Straße Ermessen aller höchsten Spitzenleistungen auf diesem verlieh hier auch dem Festzug eine besonders starke Matten worden r »wleitet durch bii M aus der Syst vorüber. Der Nibelungen Hort und die mächtige Weltesche Yggdrasill, dahinter der Meergott Dgir und unter goldenem Himmel Walhall. Das glanzvolle Bild blendet über in die romanische Zeit. Die romanische Bauzeit findet ihre Darstellung in wuchtigen Säulen und Kreuzgewölben. Kaiser Karl der Große reitet in goldener Gewandung vorüber. Ihm folgt der Sachsenherzog Widukind mit deutschen Kriegern, wie sie einst gen Osten und Süden zogen. Heinrich der Städtegründer reitet vorbei. Es folgen eindrucksvolle Nachbildungen der von ihm gegründeten Burgen und Städte: Quedlinburg, Hildesheim, Magdeburg, Goslar, Meißen und Merseburg Dann folgen die Kreuzritter: Kaiser Barbarossa und Heinrich der Löwe sind die markanten Gestalten dieser Zeit. Die romanische Plastik erfahrt in vielen Modellen eine vollendete künstlerische Nachgestaltung. Das Bild dieser Zeit klingt aus in dem deutschen Heldenlied: Die Siegfried- und Parsival- Sage sind auf herrlichen leuchtenden Teppichen verewigt. Zwischen Gotik, Renaissance und Varock Wieder ertönen Pauken und Trompeten. Die Zeit der Gotik taucht auf. Die Zeit der ewigen deutschen Sehnsucht, der deutschen Dome und Burgen Eiserne Reiter, Turnierreiter und mittelalterliche Jagdgesellschaften — alles in stilechten Kostümen — führen uns Kultur und Geschichte dieser Zeit vor Augen. Zu beiden Seiten jedes der Bilder schreiten Männer und Frauen in kostbaren, leuchtenden Gewändern. Die gotische Plastik, die gotische Malerei und das gotische Kunsthandwerk werden in der Darstellung von Hochgräbern, kunstvollen Schreinen und in dem Hausrat der Bürger und Bauern veranschaulicht. Die Zeit der R e n a i s s a n ce leuchtet auf. Landsknechte, Männer mit Hellebarden und Schwertern marschieren in den farbenfreudigen Trachten dieser Zeit vorbei. Heber Kaiser Maximili an I., dem großen Freund der Wissenschaft und Kunst, wölbt sich ein herrlicher Baldachin. Die Zeugnisse der Malerei der Renaissance, Werke von Dürer, Holbein, Cranach und anderer Meister werden vorbeigetragen. Den Aufschwung der deutschen Wissenschaft versinnbildlicht ein goldener Himmelsglobus geleitet von Gelehrten in dunklen Talaren. Ein hell blinkendes silbernes Schiff taucht auf. Das Zeichen für die Zeit der Welser, die den Handel mit fremden Ländern betrieben. Die Zeit der Renaissance klingt aus in ihren wundervollen Plastiken, die in mehrfach gegliederten Teilen vorüberziehen. Die Zeit des Barock erscheint. Der-Festzug zeigt die Plastik dieser Zeit. Dann marschieren die Grenadiere Friedrichs des Großen vorüber, von der Menge mit rauschendem Beifall begrüßt. Eine leuchtende Porzellanplastik läßt das bayerische Rokoko erstehen. Die Zeit der Dichtung und des Schauspiels verkörpern Bacchantinnen und Tänzerinnen, eine riesige Maske, sowie ein silbern erstrahlender Pegasus, begleitet von schonen Figuren 'der heiteren Muse. Von sechs Pferden gezogen erscheint bann eine mächtige Orgel, das Sinnbild der Musik. $ haben in kurze' her deutschen Üen den jöWW geschaltet und HJ Elementen ge> °Men bildenden r:nc>5 Ateliers n 9,3 i gestalt' IW Dichria'l Bf Die Hröße unserer Zeit findet ihren gemalfigei Ausdruck in den riesigen Modellen der Monu mentalbauten bes Führers. Der Nach bilbung bes Hauses ber beutfchen Kunst wirb bi b,, j .|QU[)en, i“ sonders gehuldigt. Dann erscheinen die Ehrentem yunq an das t pel, das Führechaus, die Bauwerke ber ©tabt bei - ■’ ™ Reichsparteitage, Zeppelinwiese, Kongreßhalle uni das Stadion. Don gewaltigem Eindruck ist Dos mächtige Modell ber Elbhochbrücke. Schwar-i Reiter'mit ben leuchtenden Bannern ber Bewegunz bilden den Abschluß des Festzuges, ber in ber un. erhörten Vielfalt, Leuchtkraft unb Schönheit feinet gegenüber dem Vorjahr zum großen Teil neu ge» statteten Festwagen auch auf alle bie, bie ihn schon im Vorjahre erlebten, neu wirkte. Der feste Marschtritt ber K a rn p f f o r rn a t innen ber Bewegung ist Schlußapocheose die. ser Stunde. SA., ff, NSKK., NSFK., Politische Leiter, HI. unb Arbeitsbienst mit blitzenbern Spaten ziehen vorüber. Gefolgt von ben Marschblocks von Heer, Luftwaffe, Polizei unb ff - Vor, sügungstruppe, die im Paradeschritt am Fuh« rer vorübermarschieren. So führt die stolze Schon der Wundertaten deutscher Kultur aus zwei Jahr, tausenden hinein in eine haffnungsfrohe deutsch Zukunft. Die Lieder der Nation werden von den Hunderttausenden begeistert mitgesungen. Als k Führer die Stätte des weihevollen Geschehens rci- läßt, gibt ihm stürmischer Jubel der freudig k megten Massen das Geleit. t a H 5. ♦ Der Diskuswerfer von Miron ist eine lebensgroße Marmorstatue, die bisher — ber Öffentlichkeit nicht zugänglich — in bem Palazzo Lancelotti in Rom ftanb. Aus ber Inschrift auf ihrem Sockel geht hervor, baß sie am 14. März 1781 in ber Villa Polom- bara auf demEsguttin gefunden wurde. Sie stellt eine alte römische Kopie einer Bronzestatue dar, die aus ben Jahren 560 bis 550 vor unserer Zeitrechnung stammt. Das Original ist heute nicht mehr auffinbbar. Das Kunstwerk stellt einen Diskuswerfer im Augenblick bes Wurfes in höchst konzentrierter Bewegung dar, ist also in streng griechischem Stil gehalten. Die prachtvolle Dynamik des Werkes macht auf ben Beschauer einen gewaltigen Einbruck. Oie Jahresversammlung des Hauses der deutschen Kunst. München, 9. Juli. (DNB.) Da der Umbau des Künstlerhauses noch nicht völlig beendet ist, fand die 5. Jahresversammlung des Hauses der Deutschen Kunst (Neuer Glaspalast) im Rathause statt. Der Vorsitzende des Vorstandes, Bankier August von Finck, gab einen Rechenschaftsbericht, der zum ersten Male die eigentlichen Aufgaben, die Vorbereitung großer Kunstveranstaltungen, behandelte. Den Finanzbericht erstattete Generaldirektor D ö t) I e m a n n. Die Vermögensrechnung schließt mit 11050 938 Mark ab. Don freiwilligen Spenden waren 7 751 588 Mark ein- gegangen, seit dem 1. Januar 1938 weitere 352 448 Mark. Außerdem lautet die Stromspende der Elektrizitätswerke auf fast drei Jahrzehnte. In ber I. Großen Kunstausstellung 1937 würben von b^n ausgestellten runb 900 Werken 500, also mehr als bie Hälfte, mit einem Erlös von über dreiviertel Millionen Mark v e r k a u f t. In der im Winter 1937/38 durchgeführten und von annähernd 275 000 Volksgenossen sowie zahlreichen Ausländern besuchten Architektur- und Kunsthandwerks-Ausstellung wurden runb 1000 Kunsthandwerksarbeiten, etwa ein Drittel, unter Erzielung eines Gesamterlöses von mehr als 70 000 Mark verkauft. Der Staatskommisfar der Anstalt, Gauleiter Staatsminister Adolf Wagner, wandte sich mit Worten höchster Anerkennung an die Mitglieder der Anstalt, die durch ihre Geldspenden die Errichtung des Hauses der Deutschen Kunst und die , großen i Veranstaltungen ermöglicht hätten. Die Leistungen i dieser Männer liegen in der ideellen Bereitschaft, ; sich für die Zukunft deutscher Kunst einzusetzen. mitzuerleben. Während im Hofgarten ein „Fest bei Blumen" reizende Stimmung verbreitete, sah tel Alte Hof eine besonders originelle Veranstaltum | ein mittelalterliches Landsknechts II lager mit Solbatenvolk, Marketendern, Sagt] I feuern unb Lanbsknechtshaufen. Auherbem aMl schloß die Parole „München ein Künstlet Hof" noch auf zehn öffentlichen Plätzen der Stm bis hinein in die Vororte eine Reihe von TaiY Veranstaltungen zusammen, zu denen ebenfalls i'l Lebenslust und Lebensfreude ungezählte Taufet herbeigeströmt waren. Ausi dem Marienplatz drehte sich so viel Paare im Tanz, daß auf dem w# Platz kaum noch an ein Durchkommen zu deutel war. Unb wie hier, so gelang es auch auf W anderen Plätzen dieser Tanzfeste oft kaum, W Tanzflächen vom allgemeinen Tanz freizumach^ um dazwischen den Darbietungen der künstlerisch' Kräfte Raum zu verschaffen. So konnte die unfreundliche unb Herbe DM rung die glänzende Stimmung der VolksgeniD nicht beeinträchtigen. Der schöne Tay klang aucM diesem Jahre in einem bis tief in die Nacht gehl"' ' ben vielgestaltigen Fest ber ßebensfreube aus. Der Zeit ber Klassik unb Romantik tmri) eh Stein-Kapitäl vorangesührt, das uns bie klasst, sche Kunst versinnbildlicht. Dann tragen Krieger aus der Zeit der Befreiungskriege die weißen Fahnen mit dem im Schicksalsiahr 1813 gestifteten Eisernen Kreuz vorüber Im Zuge dec Kunstdokumente dieser Zeit erscheint Pallas Athene. Der Zauber ber Romantik klingt aus m einem phantastischen Wagen. Wie eine große Huldigung der Musik leuchtet bie Welt Richard Wagners auf. Vier große goldene Harfen werden in einem festlichen Wagen vorübergefahren. Dieses Bild trägt die Gestalt Lohengrins mit bem Schwan. Die neue Zeit bricht an. Schwarze Reiter nni dem goldenen Siegeszeichen künden uns die über: rounbene Zeit ber Not und den Sieg. gestalten tragen Feuerkelche und Schalen, Zeichen des Opfers. Aus Glauben unb Treue versinnbildlicht erwächst ber Sieg: Ein Hoheitsadler schweb. Zweitausend Jahre deutsche Kultur Oer große Münchener Festzug am Gonntagnachniitiag. In ber Tat wurde das große Fest am Haus! der deutschen Kunst, das im vergangenen Ich der Mittelpunkt der abendlichen Künstterfeste g-' wesen war, abgesagt und mit bem Fest „Zaub ei- nacht ber Farben" im phantastisch aus- geschmückten Löwenbräukeller verbunden. Alle anderen Künstlerfeste wurden jedoch, währet in der Stabt der wundervolle Glanz der Jllimil nation zu neuem Leben erwachte, sn vollem Umfanfl durchgeführt, so vor allem die „Nacht del Nymphen" am K l e i nh e s s e l o h e r StJ im Englischen Garten, wo sich weit über 20 M Menschen zusammengefunben hatten, um dieses W mit seinem phantastischen Schmuck, seinem herrliche Spiel „Die Geburt der Venus", feinw Wasserfeuerwerk und seinen zahllosen Darbietunssll bere ihrem genialen Chef meinen herzlich st en Dank aussprechen." n L e Der Führer gab sodann fernen Entschluß bekannt, das Werk ber Glytothek in München zu übereignen unb ersuchte ben bayerischen Ministerpräsidenten, es in Sie Obhut bes bayerischen Staates zu übernehmen. Ministerprvsibent Siebert gab in herzlichen Worten ber großemFreube über biefen Entschluß bes Führers Ausbruck unb nahm bas Kunstwerk in bie Obhut bes Lanbes Bayern. Im Anschluß an ben Heber* gabeaft begrüßte ber Führer desonbers ben italienischen Generalkonsul in München, Minister Pit- Bfotf Präsident der »folgende Ausführu Die Jahrestagui Die Bilder ber' großen $ e f r e i u n g s t a t en bes Führers, die nun folgen, werben von den Hunderttausenden mit Jubel begrüßt. Es sind di, Darstellungen vom Vater R h e i n unb bie Wappenbilder der Saar. Beispielloser Jubel braust mii, als die Bilder Oesterreichs, die in diesem Jahr zum ersten Male in diesen Zug der deutsche, Kultur eingefügt sind, erscheinen. In einem glasen nen Schrein ruht eine Nachbildung der Reichs infignien, das kostbarste Kleinod des Zuges. E, folgen die Sinnbilder der österreichischen Bundes länder und der Donau. gen Zustande. ^alb naI)t in öer Ferne der Festzug. Fanfaren Ich bin daher an diese Ausstellung mit dem glei- . $aufen €rtönen. Das Spiel beginnt. Voran chen Entschluß herangetreten. Nach kaum einem ^eiter Sie führen leuchtende Fahnen der Jahr hatten wir dieses Mal aber schon nicht wehr ung und der Kunst mit sich unb geben bem die Sorge, bie Ausstellung nur mit anftanbigen » ,^n Auftakt. Eine neue Fahnengruppe naht Arbeiten zu eröffnen, sondern eine andere ©orae J %9annern der künstlerischen Phantasie, unter nämlich alle bie emgefanbten anftanbtgen Bilder Baldachin das Wappen der Reichskammer und Skulpturen unterbringen zu können. bildenden Künste. Wieder erklingen in bem bum Obwohl übet 300 Werke mehr auf- I ^aknenraufÄ bie Pauken und Trompeten. Die gehängt und gestellt wurden als 1937, war es germanische Zeit zieht herauf. Es ist das erste trotzdem nicht möglich, alle gleichwertigen ^ilb Es zaubert uns die nordisch-germanische Kul- v " *" tur vor das Auge. Goldglänzend steuert auf hoher Woge das germanische Schiff vorüber. Krieger und germanische Frauengestalten, auf ihren Häuptern goldene Krüge tragend, folgen. Goldstrahlend leuchtet das Hakenkreuz, das germanische Sinnbild ber Sonne. Weitere Sinnbilder der Fruhzeit gleiten Nen. 3n Wir j öffentliche Be Mieterisch nach A Ung der deutschen Ws'emzeit war ui Wenn schon die Ausstellung im vergangenen' Jahr auch mit einem überragenden wirtschaftlichen Erfolg abgeschlossen hat, so bin ich überzeugt, daß dieser im Jahre 1938 noch übertroffen werden wird. Das Wichtigste aber ist und bleibt die Tatsache, daß wir auch hier wie auf allen Gebieten unseres natto- Tialen Lebens wiedereinen soliden Boden bekommen haben, daß wir vor allem auch hier den endgültigen Bruch mit dem unerträglichen Zustand bestätigt sehen, daß, während das gesamte Leben eines Volkes in seiner Entwicklungslinie zusammenhängend verläuft, auf dem (Gebiet der Kunst aber alle zehn Jahre eine neue literarische Narretei das Schaffen besttmmt und mtthin das kulturelle Leben eines Volkes wie in einem Modesalon verpufft. Jedes Jahr ein neues Modell! Unb wenn die Vernunft nicht mehr genügt/ um Neuigkeiten zu ersinnen, dann muß in Gottes Namen die Hnver-1 ^Q(j. rauschendem Beifall aufgenomme- nunft zu Hilfe gerufen werden. t nen Rede des Führers schloß Gauletter Staats- Das kulturelle Schaffen eines Volkes kann aber ^mfter Adolf Wagner die eindrucksvolle Weihe- nur das Spiegelbild seiner inneren rtunbß einem jubelnd aufgenommenen Sieg- W erte fein. Unb so wie diese Jahrhunderte be-- „ all| beutsche Kunst. Dann besichtigten hiernötigen, um sich zu entwickeln und damit zu wan- Führer und die Ehrengäste bei einem dein, folgt auch die Kultur nur in Jahrhunderten Bundgang die Ausstellung. Als nach der Besichti- gleichen Schrittes nach, so daß, was in den letzten %ery das Haus der Deutschen Kunst Zeiten als die alljährlich fällige Novttät geprtefen ^ie£er verläßt, um in seine Wohnung zurückzuwurde, in Wirklichkeit sich überhaupt nur in halben ^hren empfangen ihn im Glanze der nun über Jahrtausenden als Wandlung oder besser Enttmck- * Stadt strahlenden Sonne tosende Heil- lung ergeben konnte, vorausgesetzt, daß es sich über* - ' Haupt um Kunst handelt! Deshalb spricht man auch 1 von einer ?,e ro i g e n Kun st". Denn ihre Ewig- hrttl jJlirött feit ist bedingt durch den eigenen ober verwandten VVXl VVlil VU München, 10. JE. (DNB.) Der Abend dr; Hauptfefttages der deutschen Kunst gehörte ganz bet --------. U1 unbeschwerten ßebensfreube auf einer Reihe M stur ben Ner heiteren Festen, für die emsige Künstlerhände schon 8°"-^ " seit Wochen an allen Ecken und Enden der großen Stadt liebevoll ihre Vorbereitungen getroffen hat' ten. Freilich war das Wetter diesem Abend M Lebenslust und Festfreude bei weitem nicht so gib ftig mie im vergangenen Jahr; denn nach einen sonniges Nachmittag ließ sich der Abend recht raii und wolkig an, so daß mancher schon die Festnacht der Künstler für gefährdet halten mochte. Gebiet. - . Wirkung. Ich habe es nun für notwendig erachtet, im ver- Am Ob gangenen Jahr zunächst für b e n a n ftä n o t = Lvunmn .....v . gen ehrlichen Durchschnitt den Weg frei unö eme große Tribüne für bie Ehrengäste, auf der zu machen. Wir haben allerdings schon bei dieser ^an Mitglieder des diplomatischen Korps, Vertreter vorletzten Ausstellung hie glückliche Ahnung ge= VDn Partei und Staat, Offiziere der Wehrmacht habt, in dem einen oder anderen den Träger ^ alles sah, was im Kultur- und Geistesleben künftiger größerer Leistungen ver- Deutsckstands Rang und Namen hat. muten zu dürfen. Die seitdem eingeschlagene Ent- 15 45 ^r. Unter dem Jubel der Menge Wicklung hat dies betätigt. Die Oefsentlichkeit hat er 0:^1) r er auf dem Odeonsplatz eingetrof* ein Recht zu verlangen, daß das Bestvorhan- ' ^Zelle der Freude begleitete ihn auf bene zur Ausstellung kommt, also die solideste und über die Ludwigstraße. Auf der Trigekonnteste Arbeit, bie am meisten auch bem Geistbegrübt der Führer bie Ehrengäste, barunter und dem Zweck einer Zeit entspricht. Am diest ttalienischen Generalstabschef General Pari- Weise wird sich die allgemeine Erwartung an sich un,b Reiben künstterischen Gestalter des hoch spannen und es dem einzelnen erschweren, an . u.qcs; bie Professoren Knecht und Kaspar, diesem auserlesenen Wettkampf teilzunehmen, und ^^ge Minuten später erklingt bie feierliche Musik, damit wird sich auch die Zahl der Mitläufer Der*L quq -begleitet. Professor Richard Trunk nngern. Diejenigen, die sich dann^.trotzdem noch Lat ^öpfungen beutldjer SOleifter aus bem über allem erheben, können nut Sicherheit dann Jahrhundert bis in die Gegenwart zusammen- als Genies festgestellt merben, mcht weil sie, ge- eine wirkungsvolle musikalische Untermalung messen an einer relattv meberen Umgebung heraus- 8 > ^torischen Geschehens. ragen, sonbern weil sie den ausgezeichneten Durch- h I Ich schnitt hoher Leistungen noch übertreffen. Und nur App rtrtM so kommen langsam w ir kli che H ö ch stl e i st u n - AZU nj[ter ® mit mächttgen Sd)roingen heran. ^)och aufgerichteli ^fior Jünglinge ftreben kraftvoll ber Zukunft entgegen , gingen ttior dieser Auseinandersetzung, die mit leiden- fichbrr Adeni LI an das Volk in seiner Gesamtheit. DerZiihrerübergibtdenDiskuswerfervonJllyron Der Führer besichtigt die Ausstellung mm zu verewigen. , Der kleine Unverstand glaubt, daß für die Kunst ousgegebenes Geld herausgeworfenes Geld sei: Er meint, es würde besser gespart ober in materiellen Werten angelegt. Die Systemzeit ist von 1919 bis 1933 nach diesen Prinzipien verfahren. Es ist darum aber w e d e rXB e l d gespart, noch angelegt worden. Das Volk wurde dabei nicht reicher, sondern ärmer, und was noch schlimmer war: sein ganzes nationales Dasein wurde glück- und freudeleer, verkümmerte in jeder Beziehung und die Zeit, die angeblich wenigstens die materiellen Bedürfnisse befriedigen wollte und sollte, wurde in Wirklichkeit zum Ruin auch unseres wirtschaftlichen Lebens. Um so tiefer ist die Daseinsberechtigung der Kunst, je mehr sie sich nunmehr unmittes- baraufdasganzeVolkbezieht. Sie, mein Führer, haben durch Ihre Lehre und mehr noch durch Ihr praktisches Beispiel der Tat das deutsche Volk wieder zu dieser Auffassung erzogen. Ihre großen Baupläne, die in Berlin, München, Hamburg, Nürnberg, Weimar, Dresden und in vielen anderen Städten in Angriff genommen worden sind, werden einmal steinerne Zeugen dieser großen Gesinnung sein. Es muß Sie mit tiefer Befriedigung erfüllen, daß die Anteilnahme des Volkes in feinen breiten Schichten an diesen auf das Monumentale, Erhabene und Schöne eingestellten Plänen eine ständig wachsende ist. Die Voraussetzungen für ein weiteres Blühen und eine gedeihliche Entwicklung unseres deutschen Kunstlebens sind geschaffen. Die deutschen Künstler sind von den Tribünen parteipolitischer Auseinandersetzungen heruntergestiegen und wieder in ihre Ateliers zurückgekehrt. Von diesen Ateliers führt ein direkter Zugang zum Volke. Die Kunst lebt nichtmehrimluft leeren R a u tn. Ohne gemein zu werden, ist sie allgemein geworden. Damit sind die Voraussetzungen geschaffen zum Anbruch eines großen deutschen Kulturzeitalters, das sich würdig an die Seite unseres monumentalen politischen und wirtschaftlichen Neubaues stellen kann. Die Welt schimpft uns Nationalsozialisten Kultur- barbaren. Sie mag das tun. Wir wollen ihr nicht widersprechen, da sie offenbar eine andere Auffassung von Kultur hat als wir. Unser.Gegenbeweis ist die Leistung. Wir stehen souverän auf dem festen Boden unserer jahrhundertealten deutschen Kultur und haben es nicht nötig, uns gegen diese laut schreienden Zivilisationsverteidiger zur Wehr zu setzen. Sie ergreifen im Namen von Systemen das Wort, von deren Existenz man noch nichts wußte, als das deutsche Volk schon einen Albrecht Dürer und Lukas Cranach hervorgebracht hatte. Unsere deutsche Kultur, wie unser Volkstum sie geschaffen hat, und wie wir sie nach besten Kräften zu vermehren suchen, beschützen wir selbst, und zwar -am energischsten geaen die, die sich am lautesten in der Welt als ihre Kronzeugen aufzugeben belieben. Sie, mein Führer, haben uns diese Sicherheit zurückgegeben. Als künstlerischer Staatsmann haben Sie die Kunst wieder 3U einer ech- ten Funktion unseres Volkslebens gemacht. In Ihrem Auftrage sind wir am Werke, um sie nach Ihrem Villen wieder in Unser Bild berichtet von dem Akt in der Münchner Glyptothek, bei dem der Führer die Kopie des Diskuswerfers von Myron übergab. Neben dem Führer in der ersten Reche rechts Gauleiter Staatsminister Wagner und Frau Professor T r o o st, ganz links der bayerische Ministerpräsident Siebert. — (Scherl-Bilderdienst-M.) Denn auch hier unterscheidet sich der Nationalsozialismus von der sogenannten Demokratie, die sich so viel auf ihre Verbundenheit mit dem Volke zugute tut, daß er keine Frage von Belang unter Ausschluß der Oeffentlichkeit zu lösen versucht, sondern im Gegenteil gerade dann das Volk zum Zeugen auf ruf t für die Richtigkeit seines Vorgehens. Das Volk selbst also hatte auch hier Gelegenheit festzustellen, ob die Verfahrensweise, mit der sich die nationalsozialistische Staatsführung mit den Erzeugnissen der entarteten Kunst auseinandersehte, richtig und notwendig war. Drastischer als je wurde sie erhärtet und begründet durch die Gegenüberstellung, die man der entarteten Kunst zuteil werden ließ: Denn am selben Tage, an dem sie in einer Ausstellung Millionen Volksgenossen zur Schau gebracht wurde, eröffnete der Führer im Haus der deutschen Kunst die erste große deutsche Kunstausstellung des nationalsozialistischen Reiches. innerste Beziehung zum Volke selbst zu bringen. Ihre Politik ist für uns der h ö ch st e Ausdruck des künstlerischen Triebes unseres Volkstums. An ihr lesen wir immer wieder b i e ewigen Gesetze jeder Kunst ab: höchste Vereinfachung, die Gabe, Wesentliches vom Unwesentlichen zu unterscheiden. ein steter, roadier und zugreifender Instinkt, die tiefste psychologische Verankerung detz Notwendigen im Zweckmäßigen, kristallene Klarheit der Linienführung, Ablehnnna jeder vorgefaßten und voreingenommenen Meinung, ein gesunder Menschenverstand, höchste Liebe zum Schönen und Erhabenen und ein illuüons- toser Optimismus in der Gestaltung des öffentlichen Lebens. Das ist die große Lehre, die Sie, mein Führer, durch Ihre Politik der deutschen Kunst geben. Wie auf allen anderen Gebieten, so beginnt sie auch hier Wurzel zu schlagen, Blüten zu treiben und Früchte zu tragen. Selbst eine große Zeit, aber welche großen Möglichkeiten auch in einer großen Zeit! Es liegt nun an den deutschen Künstlern, diese Möglichkeiten zu begreifen und zu er- fassen. Ihre bleibenden Taten und Leistungen werden dann ihr sichtbar st er Dank an Sie, mein Führer, sein. Zu Tausenden sind sie nach München in die Stadt der deutschen Kunst gekommen, um das Fest der deutschen Kunst mit Ihnen, mein Führer, zu begehen. Mögen auch diese Tage e i n e n neuen Anfang darstellen, möge von ihnen ein Segen ausgehen für die ganze deutsche Kunst, die neben der Politik und Wirtschaft blühen und gedeihen soll, um in fernsten Zeiten noch zu zeugen von der Größe unserer Zeit und vom tiefen Glück eines erwachten Volkes. Dem Dank der deutschen Künstlerschaft gab Präsident Professor Ziegler Ausdruck in einem ju- belnd aufgenommenen Sieg-Heil auf Adolf Hitler. Mit dem Gesang der nationalen Lieder klang die eindrucksvolle Kundgebung aus. Die Münchener Bevölkerung brachte dem Führer bei der Abfahrt vom Deutschen Museum begeisterte Ovationen dar. Eröffnung des „Ooerner-Instituts" für Mültechnik in München. München, 9. Juli. (DNB.) Im Rahmen der dritten Jahresversammlung der Reichskammer der bildenden Künste wurde die Werkprüfung-Forschungsanstalt für Maltechnik „Doerner- I n st i t u t" ihrer Bestimmung übergeben. Der Präsident der Reichskammer der bildenden Künste, Professor Ziegs-er, zeichnete in seiner Ansprache die Aufgaben des Institutes, in dem in gemeinsamer Arbeit Wissenschaftler und Künstler alle bisher erzielten maltechnischen Ergebnisse prüfen und erforschen und neue Wege im Dienst der Kunst und der Künstlerschaft suchen sollen. Auch die Frage der Methode der Erhaltung, Konservierung und Untersuchung von alten Bildwerken und bedeutenden Kunstdenkmälern ist eine wichtige Aufgabe des Jn- zugliedern in den großen Schaffensprozeß der Nation. Durch Ihren vorausschauenden Erlaß vom 22.5.1934, in dem Sie, Herr Reichsminister Dr. Goebbels, den in Frage kommenden Stellen der Partei und des Staates aufgegeben haben, b e i allen neuen Bauvorhaben und größeren Umbauten einen gewissen Prozentsatz zur A u s - gestaltung und Ausschmückung mit Kun st werken vorzusehen, haben Sie eine Arbeitsbeschaffung eingeleitet, durch die bis heute zusätzliche Mittel für die deutsche bildende Kunst im Werte von zirka 12 Millionen Mark ausgegeben wurden. Präsident Ziegler gab dann einen Rechenschaftsbericht über die Arbeit der Reichskammer, in dem es heißt: Erfreulich ist die Feststellung einer durchschnittlichen Einkommens st eigerung der Kammermitglieder gegenüber 1936 um zirka 17 v. H. Besonders erfreulich ist dabei die Feststellung, daß die Einkommenssteigerung nicht nur auf besonders bedeutende Künstler beschränkt bleibt, sondern daß sie auf dem Gebiete künstlerischer Betätigung allgemein bemerkbar ift An Ausstellungen von Kunstvereinen, Künstlervereinen, Museen und Städten wurden rund 970 durchgeführt. V e r - fäufe wurden hierbei im Wert von 2 200 000 RM. erzielt. An Wettbewerben wurden für Maler, Graphiker, Bildhauer und Architekten 170 ausgelobt. Die Summe der dafür ausgesetzten Preise betrug rund 1,5 Millionen. Aus der Stiftung „K ü n st l e r d a n k" hat der Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda an rund 1000 ältere bildende Künstler und bedürftige Angehörige 300 000 RM. verteilt. Insgesamt sind für die bildende Kunst rund 7,5 Millionen in der Berichtszeit ausgegeben worden. Durch die Werkprü- f u n g s - und Forfchungsanstalt für Maltechnik soll der deutschen Künstlerschaft ein einwandfreies Arbeitsmaterial gesichert werden. Neben der Erforschung geeigneter Konservierungsmethoden hat sie die Aufgabe, zuverlässige Gutachten über die Echtheit von Kunstwerken zu erstatte^, sowie bei der Einführung neuer Werkstoffe > für künstlerische Zwecke mitzuhelfen. Die dritte Fahresiagung der Neichskammer der bildenden Künste. ftampfformatH ift Schlußapocheofe E, NSFK., PoM i' n den Maffchbiocksr Wchsminifier Dr. Goebbels, Die Voraussetzungen für den Anbruch eines großen deutschen Kulturzeitalters sind geschaffen" Kunst wieder zu sich selbst zurückge- f u n d e n hatte. Der neue Stil unseres bildnerischen Schaffens beginnt sich überall durchzusetzen, und das Wesentliche daran ist, daß er keine gewollt moderne Kunst- auffaffung oarstellt, sondern die Rückbesinnung des deutschen künstlerischen Schaffens auf die bleibenden Werte und Triebkräfte der Kunst selbst zum Inhalt hat, wie ja die Kunst überhaupt und seit je danach strebt, das Ewigwahre, das Ewig sich öne und du s Ewigerhabene in den einer Zeit gemäßen Ausdrucksformen vollendet in Erscheinung zu setzen. So auch nur kann die Kunst in Wirklichkeit eine Angelegenheit des ganzen Volkes werden. Sie hat die Aufgabe, die Tugenden zu wecken und nicht die Laster zu verherrlichen. Sie muß den Geschmack eines Volkes veredeln, nicht aber ihn unsicher und gemein machen. Dafür zu sorgen, daß es immer Ziel und Zweck der Kunst ift, diesen hohen Idealen zu dienen, das obliegt einer verantwortungsbewußten Staats- und Dolksführung, die darüber zu wachen hat, daß die Funktionen des nationalen Lebens die Kraft des Volkes stärken, nicht aber sie schwächen. Allerdings muß die Staatsführung sich darüber im klaren fein, daß sie auf solche Weise Kunst nicht schaffen, sondern sie nur anregen, fördern und begleiten kann. Und was das Wesentliche ist, daß es ihre Aufgabe fein muß, den Auftrag dazu zu geben. Denn auch die Kunst lebt nicht im luftleeren Raum; sie muß ein Ziel haben, dem sie nachstrebt, und dieses Ziel wird im einzelnen durch den Auftrag skizziert. In unserer Auffassung hat die bürgerliche Meinung keinen Platz, daß die Kunst nur in einer reichen, schönen, glücklichen und sorgenlosen Zeit eine Daseinsberechtigung besitze. Für uns ist die Kunst kein Mittel gegen Langeweile und kein bequemer Zeitvertreib. Der Führer hat die Kunst einmal als eine erhabene Wissivn gefeiert, die zu Fanatismus verpflichte. Ja, man kann sagen, daß die geistige höhe eines Zeitalters an feinem Verhältnis zur Kunst abgemessen werden kann. Die wirklich bedeutenden Staatsmänner waren auch immer die überragenden Kunstfreunde, Baumeister und TNäzene. Die große säkulare Erscheinung ist von dem dämonischen Trieb besessen, sich nicht nur in geschichtlichen Taten, sondern auch in steinernen Bauwerken, die dem Verfall der Jahrhunderte trotzen. nmI1TunUe ®eranl H °SrPräsident der Reichskulturkammer, machte dann "M Ausführungen: ) fujrt die stoße vc jiß ^a^re6fagUng her Reichskammer der bitt)en» Künste 1937 in München stand im Zeichen der bonnungsfrope ^teinrbnung unseres deutschen Kunstlebens und Nation werden von., mit dem „Tag der deutschen Kunst" den k mitgelungen.,21k (rOimrfigen Auftakt zu einer Entwicklung künstle- teoolten Schaffens, wie sie in diesem Ausmaße da- Subel Der freuojg JU selbst Don den Optimisten nicht für möglich Milten worden war. Diese Entwicklung wunde ' nHeitet durch die Bereinigung einer Frage, die od aus der Systemzeit übriggeblieben war, und «seiner schnellen und gründlichen Lösung zuzu- il)i”n die Situation gebieterisch verlangte. Die so- en: nnte entartete Kunst war das Haupt- 3m Anschluß an di- feierlich- Eröffnung der Großen Derschen Kunstausstellung 1938 am Sonntagvormittag unternahm der Führer mit ,einer B°gl°Uung und denEhrengästen einen ersten Rundgang durch die schönen Raume des Hau es der Deutschen Kuns inMünchen, in denen die Auslese des deutschen Kunstschaffens gezeigt wird. — (Scherl-Bilderdienst-M.) iaibeit sollte herbeigeführt werden durch Zur- W; iS/Ä iL huustellung her Gegensätze selb st, sie sich her Miw ^e verbunden mit einem drastischen Ap° “..... !be sodann als Erster dem Führer für den den er der deutschen Kunst angedeihen ließ. ■ haben in kurzer Zeit die organisatorische Ein- P]nnh . ....„J der deutschen bildenden Künstler geschaffen, iifprr -i-u öWs. jBn den jüdischen Einfluß in der bildenden Kunst l«rmlhlfchen Bundamsiffchaltet und haben sie von allen unzuverläs- ilj-er Elementen gereinigt. Wir haben weiter den * ihren gewMMchen bildenden Künstler herausgeholt aus der Modellen der MonMS des Ateliers und ihn hineingestellt in die 'M reis. Der m.Wche Volksgemeinschaft. Wenn es dann hin und ustchen Kunst wird W-k immer noch einige Unbelehrbare gibt, die Meinen die HreM iüauben, sie könnten nur für sich schaffen ohne iouwerke der Stabt Wiinmg an bas Volk, so kann man ihnen eben iese, Kongreßhalle Lrid): helfen. Der Nationalsozialismus aber unb die tigern Andruck ist' Wiche Kunst werben über sie hinweg ruhig zur ochbrücke. Echw-i-ox sordnung übergehen. Sannern der Bewezr C ist auch gelungen, ben bUbenben Künstler ein» stzuges, her in bet t' Niemals war der Besuch einer beutschen Kunstausstellung so groß, niemals würben auch so zahlreiche Verkäufe getätigt wie hier. Eine Kunstausstellung, früher nur Angelegenheit einer kleinen interessierten Schicht von Kunstbeflifsenen, würbe hier zu einem wahrhaft nationalen E r - e i g n i s. Die Menschen gingen zehntaufendfach burch die Ausstellung der entarteten Kunst, um noch einmal die kulturelle Auflösung der Systemzeit in Augenschein zu nehmen, und schritten dann erhobenen Herzens durch die weiten Räume des Hauses der deuffchen Kunst mit einem wahren Glücksgefühl darüber, daß endlich, endlich nach ! de' n>"' « iM’Jl > W «ich ( i ' 8s! tj, München. 9. 3uli. (DNB.» Die Anwesenheit 1 üi!s Führers gestaltete auch die 3. Jahresversanun- N». 3m S' hiing der Reichskammer der bildenden Kunst- zu 'M HaUnÄ' 'e«: eindrucksvollen Demonstration des wieder- ' 'M ausVWdjten deutschen Kulturwillens. Die Ehrenhalle deutschen Museums erstrahlte in einer Farben- von Gold. Rot und Bi ber. Die Brüstung Men goldgestickte Teppiche mit den Wappen der Sinnt Vor der Stirnwand erhob sich aus hohen L"s *"il b m K^Ytolmmtnlen, weit die Schwingen breitend, ein Mmm/m Adler, Symbol des neuen Reiches, zu Mn uns 5." btldm Seiten ihn umgebend riesige silbern glän- ben Fahnen mit den roten Wappenschildern dieses unb örfw uw,Lu Die große Musikbühne war mit goldenem Ä eingefaßt. Der Führer betritt, geleitet fiohpik^, dem Präsidenten der Reichskulturkammer, ■an. VJ* WtÄif:sminifter Dr. Goebbels, sowie dem Präsi- )er der Reichskammer der bildenden Künste, t mit S eJf»o-*nor Ziegler, den Saal. Von dessen Höhe >ie Lock erklingen die hellen Fanfarenstöße der lut unb® v6rbe- Mrc.de. Feierliche Musik setzt ein. Professor Oswald o f -öoöen. f{ja:afta (Wien) dirigiert den Ersten Satz der 'Mn w^^dtatMÄnfonie Beethovens. bM6i 6, M Oer Präsident der Reichskammer öi r bildenden Künste Adolf Ziegler "nJV? Z? e,nem gliW Ä“ü3 bcr W mnob bC5 3uots. j sHg * - Taler verbüß r fl u r e i . u.ck. mahlt le M S'feÄ« (ein i-ZZ ' Die Kunst I Angelegenheit des ganzen Dolles geworden Diesen nationalen Instinkt eines Volkes für die Größe einer künstlerischen Aufgabe kann man nur wecken durch die demonstrative Zurfchau- stellung der Kun st selbst. Das ist auch der eigentliche Sinn der glanzvollen Tage der deutschen Kunst, die mir in diesem Jahre zum zweiten Male in der festlichen Stadt München begehen. Sie vollziehen sich in den Mauern einer Stadt, die vom Jahren ' furchtbarsten' Niederbruchs' die deutsche Genius der Kunst sichtbar gesegnet ist. ? Geldbeträge, fonbq als Propagandisten^ bat yv. midj um wck bu Muntz werbe ----------------- .. ba a«plant fei, für Weltlichem Für und Wider ausgetragen wurde, bie deutsche AngemiMm das Ausland hat mit polemischer Heftigkeit m-« keim ZU schaffen, sni z.T. abseits aller Unvoreingenommenheit und ig-s y-im« Li|(»iDität Jn bie|c Diskussion eingegriffen. Miß- m OhidfldtlO. | firüige Kreise einer deutschfeindlichen Propaganda r y i seriichten dabei die deutsche Kulturführung bloß- tLanrMüOWsllllen. In Wirklichkeit handelte es sich hier um tier. v 5 öffentliche Bereinigung eines Notstandes, der »Krhof. eb^terisch nach Abhilfe verlangte; denn die Säube- Wend An. der deuffchen Kunst von den Machwerken bei aanstMsemzeit war unabdingbare Voraussetzung nkiinstg-hrt-S-'^ gen Neuaufbau der deutschen De aus /Mr - Ium ft überhaupt. Es mußte Klarheit ge- nfifle Kuasutry idfen werden auf einem Gebiet, auf dem bis n unb ßnben ö 9 noch Zustände hatten fortbestehen können, Breitungen WJL jie^er nationalsozialistischen Auffassung von Volk, Setter diesem A . jjnt und Kultur direkt ins Gesicht schlugen. Diese , bei weitem nw i sollte herbeigeführt werden durch Z ur- einen mit der Führerstandarte rem :aVe GLORlfl Gtun-e der Hausfrau Bernard-Angebot das Ihnen Freude bereitet 7678 V per Meter keit. Dienstag, 12. Juli Sportkieid per Meter per Meter geistert Bernard&Sohn Verkäufe Haus Verschiedenes [Stellenangebote! stellt ein 4637 Maurer, Zimmerleute und Bauhilfsarbeiter Double-Fac6, 95 cm breit eine Neuheit, die Sie be- Cröpe ä-jour-Streifen, 95 cm breit, für das elegante Im kMfswerk „Mutter und ftinö* lorgt die NSV. in Len Kindertages» Hätten für frohes Spiet, gesunde (t)iehunfl und plonoolle Ecnähcung von 135 397 Kindern im Monat. Verlobungs-Anzeigen bei Brühl, Schulstr. 7 KleineAnzeigen im Gießener Anzeiger Verden von Tauienvev beachtet und aeleiea. gesellen und mehrere dlifsfltueiter für sofort gesucht. Dachdeckermeister Hermann Röhrig Mühlstraße 29. Vornehm I Geschmackvoll I Persönlich I Diese wesentlichen Eigenschaften der guten Familien- Drucksache bietet Ihnen In zahlreichen neuzeitlichen Ausführungsarten und Papieren zu mäßigen Preisen Brühl’sche Druckerei. Sckulstr. 7. Ruf 2251 Elektro- und Gaskiihlschräoke BORRMANN Gießen/Neustadt 5/Ruf 416$ Schaufenster 8, 9 und 10. Georgette-Frls6, 95 cm breit, eine entzückend.Ware in neuen Modefarb., p. Mtr. Tüchtige [ 4668^ Wellen-FaconnS, 95 cm breit, in vielen Kleiderfarben per Meter Konturen-Cröpe, 95 cm breit, ein Rekord der Billig- L”nt «mg-M" In.«»«»8*',? Gebrüder Müller-Welt Stuttgart, ^v Zugelass, b. Kassen u. Behörd. Wer in der Nacht zum Sonntag die herrliche Festbeleuchtung Münchens am Tage,der deutschen Kunst miterlebt hat, der wird sie so schnell nicht vergessen. Auf einer Fahrt durch die Stadt machte schon der Bahnhofsplatz mit seinen Prunksäulen, den Fahnen des Dritten Reiches und den Bannern der Kunst einen unvergeßlich großen Eindruck. Wundervoll wirkten auch die großen Plätze, auf denen die Konzerte abgehalten wurden. Unbeschreiblich großartig war das Bild in der Ludwigs st raße: rechts und links die breiten Fahnenkulissen der Kunst und als Abschluß das Siegestor und die Feldherrnhalle, vor der hohe Feuerpylonen loderten, die Theatinerkirche mit ihren goldgelben Scheinen übergießend. In, flutendes Licht war auch der diesmal wieder besonders prächtige Marien- p l a tz mit seinen Wappen der deutschen Städte getaucht, während der Karolinenplatz durch das gedämpfte Rot der Fahnengruppen um den Obelisk ' * er künstlerischer Wirkung kam. Don besönde- _____ _'lanz waren aber auch andere Münchener Straßen und Plätze umgeben, so beispielsweise der Platz vor dem Gärtnerplatz - Theater, um den sich in lichten Girlanden mehrere Ketten leuchtender Lampions schwangen. Phantastisch nahmen sich wiederum die von Flutlicht angestrahlten hohen Bauwerke der Stadt in all diesem Spiel von E/sschranke Speiseschränk F/iegenschrän! Kühlhauben BuHerkühler Gebrauchte Personenkraftwagen von 1,7 bis 3,5 Ltr., Kabr. oder Kabr.-Lim., sowie gebrauchte Krafträder mit Beiwagen ab 500 ccm, sämtlich Baujahr 1936 und jünger, sofort zü kaufen ges. Nur deutsche Fabrikate. Eilangebote mit Preis unter 4673V an den Gießener Anzeiger. Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blc schein. Verantwortlich für Politik und für die Bild vr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Or. Hans Thyi (in Urlaub, i. V.: Dr. Fr. W. Lange); für den übrig Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans A Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theo Kümmel. D. A. VI. 38 : 9035. Druck und Verl Brühlsche Universitätsdruckerei R. Lange, K-l sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. einschließlich 25Pf. Zustellgebühr, mit der Jllustnett 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und San tags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 18 gültig. Beimarhoilorio für Wäsche- und Strümpfeausbesserung nimmt nochKun- den an. Zu er fr. i. Gieß.Anz. »3177 IqeWck mit großem Weinkeller großer Hof und Wohnhaus in guter Lage sofort zu verkauf. Schrrftl. Angeb. unter 4657 D an den Gieß. Anz. eXMen' «en in den le it,r „A 9’lWfei ta «S®batb[ MU« iein GIESSEN, Plockstraße 14-16 _________________________________________4672A Oie von den Persil-Werken im Zfteflaurani „Zur Stadi Wetzlar", Ludwigsiraße 55, veransialieien eiß -Wasch-Vorführungen finden noch bis zum 15. d. Mts. einschließlich statt. Täglich um 16 und 20 ühr. — Eintritt frei! Graue Haare verschwinden durch ■ Apotheker Walter Ulbrichts Haar-Regenerator Nia RKd||44 in wenigen Tagen Natur- ■ dU färbe zurück. Einfache H Anwendung! Kein Färbemittel! Vollkom- B men unschädlich! ^Erstklassige Gutachten B und Sachverständigen-Urteüe! 1 Originalfl Flasche Monate ausreichend RM. 3.50. 42i9D fl Alleinverkauf: Germania-Drog. C. Seibel, B Gießen, Frankfurter Straße 39. Tel. SB33. Baue gut.... mit Äbermann denken verweilte. Wetterbericht An der Südseite eines ausgedehnten Tiefdr, gebiete wird Europa fortgesetzt von kühleren, pi Atlantik stammenden Luftmassen überflutet, moi es bisher noch vielfach zu Gewitter kommt. \ Niederschläge werden nunmehr bei weiter zuni mendem Tiefdruckeinfluß mehr in Form von Lai regen auftreten. Vorhersage für Dienstag: Meist s deckt, zeitweise Regen, kühl, vielfach süüwestli Korps, Reichsminister und Reichsleiter, Vertreter der Wehrmacht und der deutschen Künstlerschaft. Die festlich geschmückte Oper bot den glanzvollen Rahmen für die Vorstellung, die dank der meisterhaften Wiedergabe aller beteiligten Kräfte zu einem künstlerischen Ereignis wurde. Clemens Krauß hatte in Rudolf Hartmann als Regisseur und Emil P r e t o r i u s als Bühnenbildner kongeniale Mitgestalter gefunden. München in herrlichster Festbeleuchtung. « 200 Heinrich Hoffmann in Anerkennung seiner | sonderen Verdienste um die Große Deutsche Kua crusstellung den Titel eines Professors. Heinr Hoffmann, einer der frühesten Mitkämpfer desU rers, hat nicht nur durch seine unermüdliche feil die Bildgeschichte der Partei gesch, fen und ein einzigartiges Bildarchiv vom Werd des Dritten Reiches aufgebaut, sondern sich auch L die Entwicklung und Neuausrichtung der bildech Künste im nationalsozialistischen Deutschland au^ ordentlich verdient gemacht. Der Führer überreif am Sonntag vor Eröffnung der Großen Deutsch Kunstausstellung 1938 Professor Heinrich Hoffmr> persönlich die 'Verleihungsurkunde. Oer Führer am Grabe von Professor Troost. OyckerhoffsWidmarmK-s Baustelle: E. Leitz Wetzlar. 2-3innner- Äoljnung mit kl. Vorplatz, Keller, sev. Eingang, Küchenherd, ab 1. 8. zu vermieten, osm Glaubrechtstr.7p stituts. Die Ergebnisse dieser Arbeit sollen in gesetzlichen Vorschriften niedergelegt werden, um damit den deutschen Künstlern einwandfrei und richtig bezeichnete Werkstoffe zu sichern und an der Schaffung ewiger deutscher Kunstwerte mitzuhelfen. An die Prüfung schloß sich «in Rundgang unter Führung von Abteilungsleiter Dr. Jakobi. Arbeiissihung -erReichskammer Prof. Gietzler über das Wesen der Baukunst. München, 9. Juli. (DNB.) Die Landeskultur- walter und Landesleiter sanden sich im Festsaal des Deutschen Museums zu einer Arbeitstagung der Reichskammer der bildenden Künste zusammen. Der Erbauer der Ordensburg Sonthofen, Prof. Hermann Gießler, hob in seinem Vortrag über weltanschauliche Raumvorstellungen in der Architektur die Bedeutung der Baukunst hervor als die Urkunst der Völker, die Kunst des Raumes, die Kunst des weltanschaulichen Umbruches. Er unterstrich, daß die Architektur weltanschaulich begründet sein müsse und belegte an Beispielen die Unterschiede zwischen der egozentrischen christlichen Weltanschauung mit ihren Bauten und dem in der Renaissance zum Ausdruck kommenden Weltblick des Humanismus. Die Bauten der Verfallszeit feien zukunftslos. Sie feien gestaltet nach dem Maßstabe Zins und Amortisation. Die nationalsozialistische Kunst habe unserer Gemeinschaftsentwicklung zu dienen- Diese Aufgaben könne der Künstler aber nur erfüllen, wenn er selbst in die Gemeinschaft eingehe, d. h. Nationalsozialist in seinem Sinnen und Schaffen sei. Der Führerbau von Professor Troost gebe den Künstlern in seiner klaren und geschlossenen Gestaltung die richtige Vorstellung von dem neuen deutschen Bauschaffen. Es fei die Totalität des Stils, die sich hier durchgesetzt habe, ein Bauwerk im politischen Stil. So liegt die Hauptaufgabe der neuen deutschen Architektur nicht in der reinen Fasfadengestaltung, sondern in der Gestaltung d e s Grundrisses. Hier seien gewaltige Aufgaben von weltanschaulicher Prägung zu lösen. Die Worte des Führers, daß die Größe der Gegenwart nach den Ewigkeitswerten für die Zukunft gemessen werde, bedeute für die deutsche Kunst die Verpflichtung zum Durchbruch dieser Monumentalität. Zu dieser Monumentalität aber führe uhs der Führer selbst. An Stelle des verhinderten Generalinspektors Dr. Todt sprach dann Pros. Seifert über deutsche Gartengestaltung. An Stelle der persönlichen Willkür stellte er das Gesetz der Eingliederung in die Landschaft, in das von der Natur und Geschichte geschaffene Bild. Obergebietsführer C e r f f sprach dann über die Aufgaben, die sich die deutsche Jugend aus dem Gebiet der Kunst gestellt hat. Die Beiprogramm: 4667A „ Olympiastadt Berlin 1936“ und IJfa»Ton-Woche — Tägl. 4, 6, 8.30 Uhr München , 10. Juli. (DNB.) Vor der feierlich — Eröffnung der Großen Deutschen Kunstausstellu :jrtu^9 1938 ehrte der Führer den Schöpfer des Häufest Deutschen Kunst, Professor Paul Ludwig Tro, an dessen Grabe auf dem Münchner Nordfriedhos drei großen Erziehungselemente der HI., Sozialismus, Soldatentum und Kunst, biweten eine Harmonie. Immer soll das Echte und zugleich Schöne erkannt werden. Die HI. packe ihre künstlerische Erziehungsarbeit mit viel Freude an, um mit ganzer Leidenschaft und jugendlichem Idealismus der großen kulturellen Mission des Nationalsozialismus zu dienen. Abendliche Festkonzerte. Der wunderbare Ausklang der Samstagoeran- staltung zeigte, daß die Kunst im Dritten Reich eine begeistert miteriebte Sache des ganzen Volkes geworden ist. Der Abend gehörte den unzähligen Zehntausenden von Volksgenossen, die sich auf den festlich geschmückten Plätzen Münchens im Schein eines phantastischen Lichtermeeres von 800 000 wei- ßen Fensterampeln eingefunden hatten, um den Vorträgen der besten deutschen Chöre und berühmtesten Orchester zu lauschen. Auf dem Königlichen Platz brachten die Berliner Philharmoniker unter der Stabführung Hermann Abendroths Beethovens 9. Symphonie, unter Mitwirkung des Münchener Lehrergesangvereins und des Münchener philharmonischen Chors zur Aufführung. Im Kaiserhof der Residenz spielten die Wiener Philharmoniker unter der Leitung von Prof. Reichwein Weisen von Haydn, Mozart, Schubert und Johann Strauß. Am Alten Botanischen Garten brachte die sächsische Staatskapelle Dresden unter Professor Karl B oh m Werke von Weber, Richard Strauß und Brahms zu Gehör. Während im Alten Hof die Münchener Philharmoniker unter Prof. K a b a ft a Anton Bruckners 8. Symphonie in c-moll spielten, führte das Reichsfym- phonieorchester unter dem Dirigentenstab von Generalmusikdirektor Franz Adam auf dem Wittelsbacher Platz Werke von Beethoven, Richard Strauß und Max Reger auf. Auch die Festkonzerte der deutschen Chöre, der „Regensburger Domspatzen" auf dem Ritter-von-Epp-Platz, des Kölner Männergesangoereins unter Prof. Eugen Papst auf dem Marienplatz, des Wiener Männergesangvereins unter Professor Großmann am Haus der Deutschen Kunst ernteten den Dank der Massen. „Lohengrin" in der bayerischen Staaisoper. München, 9. Juli. (DNB.) Den Höhepunkt der Festaufführungen bildete die Neuinszenierung der Oper „L 0 h e n g r i n". Inmitten des festlich gestimmten Hauses wohnte der Führer der Vorstellung bei. Neben dem Führer sah man Reichsminister Dr. Goebbels, Gauleiter Staatsminister Adolf Wagner, MinisterpräMent Siebert und den Vorsitzenden des Vorstandes des Hauses der Deutschen Kunst von Finck, in den Rängen und im Parkett Mitglieder des Diplomatischen Hausgehillin tüchtig und solid, für kl. besseres Hotelsos.gesucht. Lohn RM. 35.— o. Monat. Schr. Angebote an Hotel Oranien, Diez a. d. L. 46?id Winde. Lufttemperaturen am 10. Juli: mittags 17,8 (Bi Celsius, abends 13,4 Grad; am 11. Juli: morge 12,8 Grad. Maximum 17,8 Grad, Minimum hei nacht 11,6 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Ti. g , am 10. Juli: abends 17,6 Grad; am 11. Juli: mi * vor gens 15,1 Grad. " " niederlegte und einige Minuten in schweigendem 0 , & • - - in bester Lage. Nähe d. Theat., in bestem Bauzustand, ist preiswert zu verkauf. Näheres i 46?6D Adolf Schmidt, Immobilien und Hypotheken Licher Straße 5. 1 gebrauchter Gleichstrom- Motor AEG., 1 PS, zu verkaufen. 03m kavlünsgastelvii. Ein spannender Film von, dem Schicksal zweier junger Menschen nad) Erhalt bw Ches i tn der Land- oder 15 »Handwerker tätig ( Fandsdarlehen etla Oren nach der - Heiner der beide' Forftwirtschaf tritig ist, ist das Uri Monat ab mit Wbie Ehefrau in tict, mit 3 0. h. mo i Der Abschnitt II • 'Mungsdarli danach kann Ang hajie nach dem 30. Putzer dem Eh trag ein Einrichti Wenn mindestens । iljiin lebten fü Mung ununterbrod iwtfäaft ober als l Men ist und meitei jims Einrichtungsdar ire'üe Ehegatten v wi terbrochen in der Ml ländlicher Hand ||4 0 M., wenn r |i tzung Misst. D M rzinslich, wird ir IjRibere Zwecke als lüft indes verwendet W offiing von Wi stn n, die im Beruf Ms ländlichen j)a. I k ijchaffung von B [ l‘ stelle u. ä. Die 1 p ndert sich: a) P Eheschließung ir p er als ländliche h Zweien sind, nach H 0 M. und nad M hres um je 100' Hör Land- ober F, Bf 'Kerker ununte B;, QU! von zehn ' M , QU| eines jeden bkn beide Ehegot Hl1 v Forstwirtschaft i !; ° d-r Seft Hlj " ®oi I, Schnitt in i,t Bekanntmachung. Die Heberolle über die Beiträge zur Land- J forstwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft für J Jahr 1937 liegt von heute an während zwei WoE beim Versicherungsamt der Stadt Gießen, Garm straße 2, Seitenbau, täglich von 8 dis 12 Uhr! Einsicht offen. Innerhalb einer weiteren Frist 1 zwei Wochen nach Ablauf der Offenlegung^ kann der in der Heberolle als beitragspflichtig Anspruch Genommene gegen die Beitragsberechnl bei dem Leiter der Land- und forstwirtschaftlif Berufsgenosfenschaft in Darmstadt Einspruch erhef (§§ 1021 —1023 Reichsversicherungsordnung.) Einspruch schiebt die vorläufige Zahlungsps nicht auf. 461 Gießen, den 11. Juli 1938. Versicherungsamt der Stadt Gießen. .__________________I. V.: Vogt._____________ Ab heute Montag: Licht und Schatten am nächtlichen Himmel aus, wie bas Maximilianeum, dessen breite Stirnseite von langen Lichterreihen gesäumt und bekrönt war. Die schlanke Säule des Friedensengels schien wie ein silberner Pfeil aus einem mächtigen leuchtenden Fahnenbündel in die Nacht zu schießen. Und so war es überall das gleiche und doch immer wieder neue bezaubernde und hinreißende Bild: ungezählte endlose Lichterreihen, zweimal, dreimal, viermal übereinander wie die festlichen Ränge eines Riefentheaters, in dem die Bevölkerung einer ganzen Stadt und mit ihr eine ganze Nation ihr höchstes Kulturfest, das Ehrenfest der deutschen Kunst, begeht. Heinrich Hoffmann zum Professor ernannt. München, 10. Juli. (DNB.) Zum Tag der Deutschen Kunst verlieh der Führer am Sonntag ZWWMelMW Dienstag, den 12. d. M., nachm. 2 Uhr, sollen im Versteigerungslokal, Neuenweg 28 bzw. an Ort ».Stelle (Bekanntg. L ob. Lokal) zwangsweise geg. sofortige Barzahlung versteigert werden: Haus-, Laden- und Büromöbel aller Art, Anzugstoff, 1 Schaufenster - Ausstellungseinricht., eine Mrtelmas chine,Schreibm as chinen, Uhren, Spiegel, Bücher, ITevvich, 1 Nähmasch., I Schaubekalbum m. Briefmarken, Registrierkassen, Bilder, 1 Klavier, 50 Fl.Wermutwein, 1 chin. Buchrolle, 1 Grammophon. Bestimmt werden versteigert: 3 Damenmäntel, 1 Partie Schnellhefter, mehrere Gros Federn, mehrere Glas rote Tinte. 4675D Gcharmann Gerichtsvollzieher in Gießen Wiesenstraße 2, Telefon 3108. erhalten Frauen und Männer b. Besuch vonVieh- haltern. 467oV Kreuer, Düsseldorf, Schließfach 143. Weiner und Lanerneselle gesucht. 4674° Emil H. Müller, Holz warenfabrik Gießen. Ehrliches Mädchen von 15 bis 16 Jahren vormittags einigeStun- den gesucht. 03179 Neuen Baue 211 Geistl. Abendmusik Eva v.Conta, Erfurt (Gesang) AdolfWieber,Wittenb.( Orgel) — Eintritt frei Künstliche Augen fertigen wir für unsere Patien- ten an Mittwoch, 20. Juli, WB PPLAST 1 h 1 ui M HB f im I I -2 \ WI Montag, si.Zuli 1958 Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) die in Das Erlöschen der Familienfideikommisse , von allen Teilen des Landes eintre enDen mcewun^n . y u i * <■ । ; 2 vermindert anfrlten.. 3n fi a if a würbe, auf «men mann »«ä> hat Rangsdorf und Sonntag kam es in Jenin zu einem lenderjam^- zweierjunge* Schnitt III der Verordnung sieht neben dem ir chtungsdarl?hen auch Einrichtung s z u - ■ÜH f e vor an Landarbeiter und an ländliche niiwerker. die nach dem 31. Dezember 1933 ge- lc et haben, wenn mindestens einer der beiden -gotten in den letzten fünf Jahren ununterbro- i als Landarbeiter oder als ländlicher j)anb= Berlin, 9. Juli. (DNB.) Das Gesetz über das i Erlöschen der Familienfideikommisse i und sonstiger gebundener Vermögen vom 6. Juli 1938 (RGBl. I Nr. 107 vom 8. Juli) bedeutet einen wichtigen Schritt vorwärts auf dem durch das Reichserbhofgesetz gekennzeichneten Wege national- , ozialistischer Agrarpolitik. Ziel dieser Politik ist die Erhaltung und Neubildung eines gesunden, selbst- verantwortlch wirtschaftenden Bauerntums, das die beste Gewähr für die Gesunderhaltung von Volk und Staat bietet. Auf dem Wege zur Erreichung dieses Zieles konnte auch nicht Haltgemacht werden vor jenen bodenrechtlichen Bindungen, die, in einer vergangenen Zeit wurzelnd, nicht so sehr dem Wohle der Dolksgesamcheit als vielmehr dem Glanz und der wirtschaftlichen Sicherstellung einzelner Familien zu dienen bestimmt waren. Freilich hatte schon Artikel 155 der Weimarer Verfassung die Aufhebung jener Bindungen vorgesehen, doch waren auf Grund der hier gegebenen programmatischen Vorschrift nur wenige Länderregierungen zu einer sofortigen Auflösung der Fideikommisse und der onstigen gebundenen Vermögen, (Lehen, Stammgüter, Hausvermögen und bergt) geschritten. In den meisten Ländern, insbesondere in Preußen, hatte man sich damit begnügt, den allmählichen Wegfall sideikommissarischer und ähnlicher Der- mögensbirrdungen vorzuschreiben, so daß am 1. Januar 1938 im Altreich 910 gebundene Vermögen mit einem Grundbesitz von rund 1500 Hektar noch nicht der endgültigen Auflösung zugeführt waren. Das Gesetz vom 6. Juli 1938 beseitigt außerhalb des Reichserbhofgesetzes stehende Bindungen, indem es für den 1. Januar 1939 das Erlöschen der noch bestehenden Fideikommisse und sonstiger gebundener Vermögen anordnet. Die bisher gebundenen Ver- , mögen werden freies Eigentum in der Hand ihrer Besitzer, die auch nicht zu Gunsten des nächsten , Folgers nach Art eines Vorerben in der Verfügung : über das Vermögen beschränkt bleiben. Sie dürfen auch nicht m anderer Gestalt durch Bildung von Waldgütern oder Land-, Wein- und Deichgütern mit landesgesetzlichem Anerbenrecht aufrechterhalten wer- Reichsbahn der Geltungsbereich der Netz- k arte für die ganze Reichsbahn (alle Netze) auf die von der Deutschen Reichsbahn in Oesterreich betriebenen Bahnlinien ausgedehnt. An der Erweiterung nehmen auch die vorher gelösten Karten teil, die über den 14. Juli hinaus gelten. — Den Netzkarten für die ganze Reichsbahn wird em Einlegeblatt beigegeben, das alles Nähere über die Benutzungsmöglichkeiten enthält. — Durch die Einbeziehung der Strecken in Oesterreich erweitert sich der Geltungsbereich der Netzkarte um rund 6000 Kilometer. Trotzdem wird der Preis der Netzkarte nicht erhöht. den. Die Güter dieser Art werden aufgehoben, wodurch auch bei ihnen die außerhalb des Reichserbhofgesetzes stehenden bodenrechtlichen Bindungen beseitigt werden. Jerusalem, 10. Juli. (Europapreß.) Während die ausgedehnten militärischen Maßnahmen Der Mandatsverwaltung, verbunden mit der Verhängung des Belagerungszustandes, in den Unruhe- qebieten sich vorläufig als Damm gegen neue größere Terroakte erwiesen haben, zeigen die aus allen Teilen des Landes eintreffenden Meldungen zwischen englischen Truppen und arabischen Nationalisten; letztere konnten jedoch in der Dunkelheit entkommen. Weiter wurde eine englische Militärpatrouille auf der Straße Nablus—Jenin beschossen. — In der Nähe von Haifa wurde ein Lastkraftwagen mit jüdischen Polizisten unter Feuer genommen; hierbei wurde ein Polizist schwer verwundet. — Mehrere Feuerüberfälle auf arabische Dörfer und jüdische Siedlungen werden außerdem gemeldet. Die verhafteten Mitglieder der Neuzionistischen Vereinigung, insgesamt etwa hundert, sind in das Internierungslager bei Acre überführt worden. Mit dem Erlöschen der Fideikommisse erlöschen auch alle Anwartschafts- und Anfallrechte. Die Anwärter und Anfall-Berechtigten haben grundsätzlich keinen Anspruch auf Entschädigung. Nur in besonderen Fällen kann ihnen zur Vermeidung unbilliger Härten von dem Fideikom- mißgericht eine solche Entschädigung zugesprochen werden. Auch Versorgungs- und Abfindungsansprüche der Angehörigen des Besitzers kommen nicht zur Entstehung, jedoch werden Ansprüche dieser Art, die bereits vor dem Erlöschen entstanden sind, aufrechterhalten. Um eine japanisch-britische Verständigung. Tokio, 9. Juli. (DNB.) „Tokio Nishi Nishi" meldete, Außenminister U g a k i habe dem britischen Botschafter in Tokio, C r a i g i e , vorgeschlagen, eine Verständigung der beiden Länder auf der Basis einer Anerkennung der britischen Interessen in China herbeizuführen. Auf den Bericht Craigies hin habe der englische Außenminister wissen lassen, daß England den Vorschlag begrüße, aber auch erwarte, daß Japan die britischen Interessen praktisch wahre. Im Verlaufe mehrerer Aussprachen mit Craigie habe der Außenminister unmißverständlich erklärt, daß eine einseitige Stellungnahme Englands im Chinakonflikt und die Unterstützung Tschiangkaischeks die Anbahnung beste- rer Beziehungen erschwere. Japan erwarte also auch ein Entgegenkommen Englands. Hierzu habe Halifax noch nicht Stellung genommen. Das Espadgn-Gebirge im Brennpunkt der Kämpfe. Stiftungen, die aus Anlaß der Fideikom- imißauflöfung bisher errichtet worden sind, müssen ihren land- ober forstwirtschaftlichen Grundbesitz bis zum 1. Januar 1941 veräußern, um ihn wieder der Bewirtschaftung durch selbstverantwortliche Bauern unb Landwirte zuzuführen. Hiervon können jedoch Ausnahmen bewilligt werden, wenn die Stiftung besondere Kulturwerte (z. B. kulturhistorische Bauwerke) ober gemeinnützige Einrichtungen zu erhalten hat. Auch zur Sicherung van Ansprüchen aus Ar- beits- unb Dienstverhältnissen können künftig noch Stiftungen errichtet werden, wobei jeboch jede Zuweisung von lanb- ober forstwirtschaftlichen Grundstücken der Genehmigung bedarf. Für eine gewisse Übergangszeit gestattet das Gesetz ferner, von bestimmten Erfordernissen für die Zulassung einer Besitzung als Erbhof Ausnahmen zu machen, o- weit "dies zur Sicherung bedeutsamer kultureller Werte erforderlich ist ober wenn besonders hervorragende Verbienste um^ den nationalsozialistischen Staat vorliegen. Um bie orbnungsmäßige Bewirtschaftung der Fideikommißwälder sicherzustellen sieht bas Gesetz die Bildung unter staatlicher Aufsicht stehender S ch lltz f o r st e n vor. Eine andere Form der Waldsicherung ist nicht mehr zugelassen. träge zu stellen sind. Ausdehnung der Reichsbahn-Netzkarte auf Oesterreich. Berlin, 9. Juli. (DNB.) Am 15. Juli wirb im Zuge ber Angleichung der Personentarife der vormals österreichischen Bundesbahnen an die Tarife ber Prags Taktik in der Aationatttätenfrage Sotten die nicht-tschechischen Volksgruppen vor vollendete Tatsachen, gestellt werden? Reue Ehestands- und Eintichiungsdarlehen für die Landbevölkerung. ihr tätig zu sein beabsichtigt. Der Einrichtungs- hiiß beträgt 400 RM., wenn beide Ehegatten btm lebten fünf Jahren ununterbrochen als Landlasten. . Die tschechische Presse vom Sonntag zeigt ganz deutlich, daß sich die Haltung in ber Nationalitätenfrage auf tschechischer Seite immer ablehnender gestaltet. Das linksgerichtete „Ceske Slovo , das gute Beziehungen zur Prager Burg unterhalt, schreibt, bei allem, was unternommen werde, handele es sich darum, „die st a a t l i ch e E i n h e 11 und die Unabhängigkeit des de mokr at^ jchen Regimes" zu erhalten. Das Blatt stellt ÄS M 1 au*f die einmaligen unb laufenden Kinderbei- 'ie-1 gewährt. „ t _.r . ..................... Berlin, 10. Juli. (DNB.) Der Zielstrecken- Segelflugwettbewerb des NSFK. brachte am Sonntag dank günstiger Wetterlage gute Erfolge. Als erster Teilnehmer traf Flugkapitän Hanna R eit > ch lauf dem Flugplatz Breslau-Gundau em. 3njöran’ benburg startete Wagner von ber NSFK.- 1 Gruppe 6 unb in Rangsborf die Wettbewerbsteil- I nehmer Beck von ber NSFK.-Gruppe 15, Kurt «Schmibt von ber NSFK.-Gruppe 16, Wiese - 'höfer (DDL.), H o f m a n n ^n^r^N^FK,- Prag, 10. Juli. (DNB.) In der vergangenen i Woche sinb in den Beratungen über bie Neuordnung i der Nationalitätenfrage in ber Tschecho-Slowakei . keinerlei irgendwie greifbare Fortschritte- erzielt worden. Der Sechserausschuß, eine „Expertenkommission" der sechs tschecho-slowakischen Regierungsparteien, befaßte sich unter dem Vorsitz des Senats- präjibenten Dr. Soukup mit den im Sprachengesetz beantragten Aenderungen, die in Form einer Ge- setzesnovelle dem Abgeordnetenhaus als Bestandteil der Lösung ber nationalpolitischen Fragen vorgelegt werben sollen. Dieses Gesetz bedarf zu seiner Annahme in beiben Häusern ber Nationalversammlung einer Dreioiertel-Mehrheit. Die Regierungskoalition verfügt über 161 Stimmen ohne bie nationale Vereinigung. Zur Annahme bes Sprachengesetzes müßten aber mindestens 181 Stimmen dafür abgegeben werden. Wird die Regierungsmehrheit außer von der nationalen Vereinigung entweder van den Kommunisten oder der äußersten Rechten unterstützt, so konnte ein solches Gesetz auch ohne Zustimmung ber Su- betendeutschen Partei ober ber übrigen nicht koalierten Volksgruppen burchgebracht werben. Eine amtliche Melbung besagt, daß ber Minister- präfibent zu Beginn ber Woche bireft m 11 h e m ,Sechserausschuß" in Fühlu n g treten wirb unb die Regierung über Nationalitätenfragen auch mit weiteren Vertretungen b e r Opposition verhandeln wirb, b. h. also mit der Stribrny-Liga (rechts gerichtet), der äußersten Rechten und den Kommunisten. Aus tschechischen Presse geht weiter hervor, daß die Absicht besteht, das Parlament etwa um den 20. Juli einzu- berufen unb ihm bte Entwürfe ber Regierung zur Regelung vorzulegen. In ber tschechischen Presst auffallenderweise überhaupt Nicht bie Rebe bavon, daß vorher ein Einvernehmen mit den Volksgruppen über bie Regelung hergestellt wirb. Dies würbe aber im Wiberspruch ZU der Meldung vom 4. Juni stehen, in der es heißt, die Schlußredaktion des Natlonalitatenstatuts bleibe selbstnerständlich weiter offen, um es a l l en Ratio n a l i t ä t e n g r u p p e n z u e rmogl tchen, ihren Standpunkt einzunehmen, bevor der endgültige Tert in den Gesetzentwurf emgeoaut roirö ber von ber Regierung bem Parlament vorgelegt : wirb. So entsteht ber Einbruck, daß ^ Regierung : bie Volksgruppen nur im ersten Stabium hat anhören wollen, um bann ohne ihre wel tere Beteiligung einfach mit ben tschechischen ' Stimmen im Parlament die Gesetze beschließen zu die wibersinnige Behauptung auf, baß die Anträge ber Subetenbeutschen Partei, die doch gerade der Herstellung einer wahren Demokratie dienen sollen, gegen d i e demokratische Ordnung gerichtet seien. In dieser Frage müsse, so sagt das Blatt weiter, die Koalition ihre Meinung ganz unversöhnlich zum Ausdruck bringen. Ein Kompromiß sei unmöglich. Die tschechisch-nationale „Narodny Politika meint, die Minderheitenfrage werde in den nächsten 14 Tagen entschieden werden. E r st jetzt werde die Lage e r n ft. Die Regierungsmehrheit trete in das Schlußstadium der Verhandlungen mit dem einmütigen Willen, „nichts zuzulassen, was bte unantastbaren Staatsinteressen gefährben konnte'. Die rechtsgerichtete „Narobny Listi" versteigt sich zu ber Auffassung, daß bie Erfüllung ber Forderungen ber SDP. in ber Praxis bedeuten wurde, daß „ein Staat im Staate" gebildet werden würde unb baß ber beutsche Bürger mit den tschechischen Staatsmännern überhaupt nicht mehr in Berührung kommen müßte. Die Forberungen ber Slowaken, Polen unb Karpatho-Ukrainer seien , nicht bescheibener" als bie ber SDP. Wegen biessr Fragen könnten sich bie Verhanblungen mit ben Minberheiten zerschlagen. Das Blatt schließt: „Wenn bie Verhandlungen mit ber SDP. zu keiner Einigung führen, bleibt ber Regierung bie Möglichkeit, entroeber sich auf das Parlament zu berufen ober sich direkt an bas Volk zu roenben." Die linksgerichtete „Lidove Noviny", beren gute Beziehungen zum Prager Außenministerium bekannt sind, will einige Anbeutungen über ben Inhalt bes Nationalitätenstatuts machen können und schreibt, bie Regelung ber Nationalitätenfrage umfasse formal drei Gruppen: 1. bas Sprach eng e- s e tz als Verfassungsgesetz, 2. bas National!- tätenftatut, 3. bie Aenberung ber Organisation ber öffentlichen Verwaltung. Der wichtigste Teil» so behauptet das Blatt, sei bas Eindringen bes Grundsatzes des n a t i o n a l e n Verhältnisses in bie öffentlichen Dienste, in bie Selbstverwaltung der Gebiete unb Interessen bes Schulwesens unb ber Kultur, ber öffentlichen sozialen Fürsorge unb bes öffentlichen Subventians- roefens. Unverminderte (Spannung in Palästina Salamanca, 11. Juli. (DNB. Funkspruch.) Wie ber nationalspanische Heeresbericht melbet, besetzten nationale Truppen nach einem Durchbruch burch die doppelte feindliche Verteidigungslinie d i e Höhen von Puntal an der Castellon-Front. 437 Gefangene fielen ihnen in bie Hände. Die Kolonne General Garcia Valinos setzte ihren Dor- marsch nach Uebecroinbung bes feinblichen Wider- ftanbes an ben Abhängen des Espadan- Gebirges fort, wo sich in diesen Tagen die Hauptkämpfe abfpielen, da die Roten dieses Gebirge als Hauptverteibigungsstellung vor Sagunt betrachten. Obgleich die Roten starke Befestigungen angelegt haben, müssen sie sich vor der Ueberlegenheit der nationalen technischen Waffen zurückziehen. General Garcia Valino verfolgt seinerseits die Taktik, unter Vermeidung eines direkten Angriffes die einzelnen roten Stellungen zu umgehen unb einzukreisen. Die nationalspanische Luftwaffe bombardierte eine Kriegsmaterialfabrik in San Andres bei Barcelona sowie Fabriken in Barcelona selbst, ferner den Bahnhof und Fabriken in Sagunt. Auch verschiedene Fabriken unb Bahnhöfe der Provinz Valencia würben mit Bomben ben Wirtschaftsjahren 1937/38 bis 1940/41 hergestellt werden, im Wirtschaftsjahr ber Herstellung voll abziehen können. Nähere Auskunft erteilen bie Finanz ämter, bei benen auch die An- UtlUUl'U. .... V J lstchnitt V schließlich sieht vor, baß duchsuhrende ! in!-- und Forstwirte Aufwendungen für den B a u )) Reichsmark roirö für jebe ro e i t e r en infff Jahre ununterbrochener Tätigkeit vis Arbeiter ober als länblicher Hanbwerker ge- chX. Die Gewährung des Einrichtungszuschusies st micht voraus, baß ber Antragsteller beburfng I. Uls ßanbarbeiter ober als ländlicher Handwer- - । eiten auch Personen, die in lanb- oder sorst- vypwr" Mchaftlichen Betrieben ober im ländlichen Hand- r/lfly&^iKrlöbetrieb von Verwandten aufsteigender Linie JWfKÄiixiegenö beschäftigt sind. Der Einrichtungs- k d^Aptuß wird in bar ausgezahlt. Er ist nicht ruck- 1 ri'e9eflS Mo ar und weder übertragbar noch pfandbar. ktuSilef Jjtanitt IV der Verordnung bestimmt, daß eine .lach Arbeitsdienst oder Milltar- s^ülienft verursachte Unterbrechung der Gefeit in ber Lanb- ober Forstwirtschaft ober als ‘ । lötiidjer Handwerker außer Betracht bleibt, 'l fcino vorübergehende Unterbrechungen infolge ilkheit ober Erwerbslosigkeit. Einrichtungsdar- > unb Einrichtungszuschüsse werben ohne Ruck- ^chtliNq J i' M«**w jie Beitrage Sur ________ ^^^mäkrend zwei rf r tätig gemeßen ist unb erklärt, baß er auch ute an w (a|e»en, $ als Landarbeiter ober als lanblicher Hanb- be! 6ln 8 bi5 12 * :tr tätig zu sein beabsichtigt. Der Einrichtungs- meiteren N huß betrügt 400 RM., wenn b e i b e Ehegatten ilb einer wL:en(egun^ bm letzten fünf Jahren ununterbrochen ms Land- Idlauf ^LifrQqapi* 1^11 »Her ober als länblicher Hanbwerker tätig ge- >rDUe Kalbere»; ie-, sinb, unb 200 RM., wenn nur einer ber Qc9en bl^n öirt^a^ bn Ehegatten in ben letzten fünf Jahren and- und V^ruch eü' verbrochen als ßanbarbeiter: ober als lanb» Darmstadt hanbwerker tätig gewesen ist. Em ^Versicherung o $ er er Einrichtungszuschuß von 400 ober %orläuf1^ H Reichsmark roirö für j e b e m e 11 e r e n belegt. Aus aller Wett. Einweihung der wiederhergestellten Kathedrale in Zleims. Reims, 10. Juli. (Europapreß.) Die Ein- roeihung der im Kriege schwer beschädigten unb nach zwanzig Jähren wieberhergestellten Käthe- brale von Reims erhielt durch die Anwesenheit des P r ä s i d e n t e n d e rR e p u b l i k, hoher Vertreter der französischen Behörden und zahlreicher ausländischer Diplomaten einen besonderen Rahmen. Dem Präsidenten gaben auf seinem Weg zu der Pontifikalmesse, die durch den päpstlichen ßegaten, Kardinal-Erzbischof Suharö, gelesen wurde, motorisierte Truppen unb Dragoner bis zum Eingang der Kathedrale das Geleit. Schluß ber Internationalen hanbwerksausstellung. Am Sonntag hat die große internationale Handwerksausstellung in den Hallen am Funkturm ihre Pforten geschlossen. Die unendliche Mühe, die sich die ßeiter des deutschen Handwerks beim Zusammentragen der schönsten Handwerksarbeiten aus aller Welt und die 27 beteiligten ausländischen Staaten gegeben haben, ist reich belohnt worden: 1 032 000 Besucher haben die große Schau besucht. Der Millionste, ein ßeipziger, konnte um bie Mittagsstunbe als Sonbergabe ber Ausstellungsleitung eine schöne hanbwerklich gefertigte Tischlampe in Empfang nehmen. Reichsbeste im Reichsleistungsschreiben - auf der Schreibmaschine. Von ben runb 60 000 Teilnehmern bes Reichs- leiftungsfdjreibens 1938 auf der Schreibmaschine, bas gemeinsam von der Deutschen Arbeitsfront unb ber Deutschen Stenographenschaft im ganzen Reich durchgeführt wurde, konnten sich 2 7 G a u b eJt e für den Reichsentscheid qualifizieren. Der Endwettbewerb wurde unter ßeitung des Reichs- bundesführers ber Deutschen Stenographenschaft, Max Baier, unb unter Mitwirkung eines aus berufenen Fachleuten zusammengesetzten Schiedsgerichtes am Sonntag im Haus ber beutf ch e n Kurzschrift in Bayreuth ausgetragen. Am Wettbewerb um bie drei besten Plätze beteiligten sich 23 Maschinenschreiber aus bem Reiche. Reichsbeste würbe Martha I a n b a (Auer- 1 bcich i. V.) mit einer Gesamtleistung von 25,26 Punkten (Übertragung eines eigenen Stenogramms mit 7,55 Reinanschlägen in ber Sekunde, zweimal 30 Minuten Abschreiben einer Druckvorlage mit 7,71 : Reinanschlägen). Ihr folgt dicht aus Ilse B e n ck (Berlin) mit 7,71 bzw. 7,05 Reinanschlagen Den : dritten Platz belegte ßisbeth F i s ch m a n n (Chem- : nitz) mit 7,05 bzw. 7,56 Reinanschlagen. — Der - Ehrenpreis der Reichsbesten ist eine KdF.-Reise nach ' Italien oder eine Schreibmaschine ober ein Bucher- ’ schrank. Der Zlelstrecken Segelflug des RSFK. / . Morfin Q Juli (DNB.) Der Beauftragte für von ß a n d a r b eit er w 0 h n U n g e n, Ofeff»r$rnn„e,« $i=riäf)re5plan, eene^fetomarf^aU G ö - t- — h° jufammcn mit d°m Re.chsm.mst-r der f kJ 5001 der u Mmzen und dem Reichsminister für Ernährung i Uen «andwtttschast eine „Verordnung zur For - I r„ab er Sa n b b t» 8111 r u n 8- erlassen. > L^Massefr-tär Reinhardt sührte d^;n v°r der nnchner Nord?i^z-!ess etwa folgendes aus: Die Emahrungs- e nferes Volkes gebietet, daß j e d e weitere ten f^^roein;^ t a n b e r u n g vom ßand in bie Stabt 9 be,r uit rbleibt, unb daß alle Volksgenossen und Ctitbt Ilif^enoHinnen, die in land- oder forstwirtschaft- Qu.n. cuec Arbeit aufgewachsen sind, i n dieser A r - Ausgedehnten „it verbleiben. Die Arbeitsbedingungen für 2 DOn kühleren Sei in der Stadt sind im,allgemeinen günstiger ’’en überflutet 'ji Le Arbeitsbedingungen für Arbeit auf bem t Zwitter komm, cüb! Dafür wird durch bie Verorönung e i n Ä bei weiter ;gleich geschaffen. In 8orm nrJc' 'te Abschnitt I ber Verorönung über Eh e - M f ib s b a r l e j) e n für bie ßanbbevölkerung ist 'kn?tag.. M..M ^gehörigen ber ßanbbevölkerung die Moglich- nielsack ludm^l tsgeben, von der Tilgung bes Ehestandsbar- ' üen, befreit zu werben, und auf biese Weife mittaqs 17 Lhestanbsbarlehen in ein Ehestan b s - LQtn 11-mnllfiti enk umgewandelt zu erhalten. Die Til- ' Grad, Minimi.m ^gibeträge eines Ehestandsdarlehens werden An- Peraturen in in morgen ber ßanbbevölkerung auf Antrag zins - 8rab; am 1i wtis i e ft u n b e t, wenn mindestens einer der Ehe- vor ber Eheschließung minbeftens fünf 3777^---^Oiij- e ununterbrochen in ber Lanb - Wilhelm ßmjve For st wirtschaft ober als l a n d - Mftleiters; Ernst $ti(6 i r Hanbwerker tätig gewesen ist Mitik und für die AMd nindestens einer der Ehegatten auch nach lüeton: Dr. Hans Du.'r 5 h e s ch l i eß u n g in der ßand- ober gorft» ^ange)-,fürdenüb->KstHaft ober als länblicher Hanbwerker tätig ist. nzeigenleiter: fianU» lmge einer ber beiden Ehegatten m der ßand- nlt derÄyzeiaen- 7li,^er Forstwirtschaft ober als länblicher Handwerker *035. Druck und NMq «bleibt, kommt eine Tilgung in keinem ^aUe ferei R. Lanae rt «tracht. Weisen die Ehegatten zehnJayre lksbezuqspreis V^ch Erhalt des Ehestandsdarlehens nach, daß einer bühr.mitderAustriE vnen während der zehn^ Jahre ununterbrochen -preis 10 Pf und ßand- oder Forstwirtschaft oder als ländlicher ustrierten 5 Pf meüihnln)erter tätig gewesen ist, fo nnrb das Ehe- 4nnm1 Zinsdarlehen erlassen. Tritt vor Ablauf von zehn m 1. September yk,^lan nach ber Verheiratung der Fall ein, daß ■ _ 1 i । e r der beiden Ehegatten mehr in der ßand- ^Forstwirtschaft oder als ländlicher Handwerker Äg ist, ist das Ehestandsdarlehen vom folgern M Ronat ab mit 1 v. H. monatlich und, so lange iM li:e Ehefrau in einem Arbeitsverhältnis bestück, nit 3 v. H. monatlich 3 u tilgen. Di Abschnitt II der Verordnung betrifft Ein - , ich u n g s d a r l e h e n für die Landbevölkerung. Wiich kann Angehörigen der ßandbevölkerung, ach dem 30. Juni 1938 geheiratet haben, MkhNlUMwr dem Ehestandsdarlehen auf An- ivVnm llnW''m ein Einrichtungsdarlehen gewahrt werden, mindestens einer der beiden Ehegatten IN letzten fünf Jahren vor der Verhei- -cchmn ununterbrochen in ber ßand- ober Forst- riirttjaft ober als länblicher Hanbwerker tätig ge- 'olfei ist unb weiterhin tätig zu fein beabsichtigt. Einrichtungsbarlehen beträgt 800 RM., wenn । If C e Ehegatten in ben letzten fünf Jayren un- Mlerorochen in ber ßanb- ober Forstwirtschaft ober , tlfe Lnblicher Hanbwerker tätig gewesen sind, und M RM., wenn nur auf einen diese Doraus- hk-oq zutrifft. Das Einrichtungsdarlehen ist un- süstMslich, wird in bar gewährt und kann auch für Itjk-ie Zwecke als für die Einrichtung eines Haus- -MnL°s verwendet werden, so z. B. für die Anrufung von Werkzeugen, Geräten unb Maschl- MuZie im Beruf bes ßanb- oder Forstwirts ober kfe'iänblid)en Hanbwerkers vorkommen, für die («oaffüng von Vieh, die Einrichtung einer Sied- Miillle u ä Die Einrichtungdarlehensschuld v e r- VBiribert sich: a) wenn beide Ehegatten nack jillr heschließung in der ßand- ober Forstwirtichast Iwfculs ländliche Handwerker ununterbrochen tätig .tonen sind, nach Ablauf von zehn Jahren um V .lijc RM. unb nach Ablauf eines jeben weiteren .Ai 5 um je 100 RM.; b) wenn nur einer m p «anb- ober Forstwirtschaft ober als ländlicher bAifcoDeder ununterbrochen tätig gewesen ist, nach ” Eaif VON zehn Jahren um 250 RM., und nach ilonf eines jeden weiteren Jahres um je 30 RM. 1 dm beide Ehegatten ihre Tätigkeit in der Land- dem I ltsFoisttwirtschast ober als ländlicher Hanbwerker —7. - iio ist ber Rest bes Einrichtungsbarlehens ab “Äl i folgenden Monat mit 3 v. H. monatlich zu Giessen ßend zum Weiterflug in Richtung Sorau gestartet. Huth (NSFK.-Gruppe 3) und Schuchard (DVL.) sind von Hagnow kommend m Rangsdorf eingetroffen. Schuchard hatte Rangsdorf bereits überflogen, mußte auf dem Wege nach Kottbus aber landen und wurde nach Rangsdorf zurückgebracht. Heidrich (Gruppe 12 NSFK.) traf von Wittenberge in Brandenburg ein. Jünf Todesopfer eines Eisenbahnunglücks. Ein folgenschweres Eisenbahnunglück ereignete sich bei Rheinsberg in der Mark. Der fahrplanmäßig um 19.44 Uhr von Rheinsberg nach Berlin fahrende Personenzug stieß auf der eingleisigen Strecke mit dem aus Löwenberg kommenden Triebwagen zusammen, der einige Minuten Verspätung hatte. Infolge eines Versehens des Fahrdienstleiters in Lindow begegneten sich die beiden Z ü g e in der ziemlich unübersichtlichen Kurve bei Köpernitz. Obgleich der Triebwagen und der Personenzug sofort scharf bremsten, war der Zusammenstoß unvermeidlich. Der Triebwagen wurde von der Lokomotive des Personenzuges aufgerissen. Von den Insassen, die sich hauptsächlich aus Berliner Ausslüglern zusammensetzten, wurden fünf Personen, darunter der Führer des Triebwa/ gens, getötet und 14 verletzt, darunter sieben schwer. Vollstreckung eines Todesurteils. Am 9. Juli 1938 wurde der am 14. April 1914 geborene Max Fritsch aus Drosselschlag (OS.) hingerichtet, der vom Schwurgericht in Ratibor wegen Mordes zum Tode verurteilt worden ist. Fritsch hatte unter der Angabe, ledig zu sein, Beziehungen zu einem Mädchen angeknüpft, obwohl er verheiratet und Vater dreier Kinder war. Als seine Ehefrau, die ihr viertes Kind von ihm erwartete, das Mädchen zur Lösung des Verhältnisses veranlaßt hatte, erschlug 'er sie in der Nacht zum 12. Oktober 1937 mit einem Beil. Ein Mörder-Ehepaar zum Tdde verurteilt. Nach zweitägiger Verhandlung verurteilte das Schwurgericht Breslau das Ehepaar Erich und Lucia Bräuer wegen gemeinschaftlichen Mordes in Tateinheit mit Diebstahl zum Tode und zum dauernden Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte. In her Urteilsbegründung führte der Vorsitzende aus, daß das Gericht von der Schuld der Angeklagten überzeugt sei, den Viehhändler Fritz Pohl mit Ueberlegung getötet und die in feinem Besitz befindlichen Barmittel von über 2000 Mark entwendet zu haben. Das Gericht-sah es als erwiesen an, daß die verurteilte Lucia Bräuer durch eine einheitliche Handlung am 2. März den Viehhändler Fritz Pohl mit Zyankali zu vergiften versucht habe, was jedoch daran scheiterte, daß Pohl den Genuß des vergifteten Kaffees verweigerte. Die Angeklagte habe darauf am 9. März mit einem von dem Mitangeklagten Erich Bräuer besorgten Mittel den Pohl betäubt, sich das in dessen Besitz befindliche Bargeld angeeignet und mit Unterstützung des verurteilten Erich Bräuer den Pohl im Kraftwagen nach der Weistritztalsperre bei Breitenstein geschafft. Dort sei Pohl über die Staumauer in den Stausee gestürzt worden. Das Motiv der Tat wurde vom Gericht sowohl bei der Ehefrau wie beim Ehemann in schnöder Gewinnsucht erblickt. Fünf Personen von einem Blindgänger getötet. Beim Sammeln von Geschoßresten aus dem Weltkrieg ereignete sich in der Nähe von G o e r z (Oberitalien) ein schweres Unglück. Mehrere Personen hatten eine 15-Zentimeter-Granate gefunden, die sie aufzumachen und zu entleeren versuchten. Hierbei explodierte 'der Blindgänger und tötete drei Personen auf der Stelle, während zwei weitere kurz darauf im Krankenhaus den erlittenen Verletzungen erlagen. Riesenfeuer in einem füdserbischen Dorf. In dem südserbischen Dorf Schigane sind 110 Häuser, darunter 50 Wohnhäuser, niedergebrannt. Infolge der seit mehreren Wochen andauernden Trockenheit war kein Wasser zum Löschen da, außerdem begünstigte heftiger Wind die Ausbreitung der Flammen. Vor kurzem erst ist ein in der Nachbarschaft gelegenes Dorf ebenfalls den Flammen zum Opfer gefallen. Drillinge! Reicher Kindersegen ist der Familie des Eisenbahn- bediensteten Wilhelm Schreck in Sommerau bei Klingenberg a. M. beschert. Zu dem bereits vorhandenen Kinderreichtum schenkte die Frau des Schreck fetzt Drillingen das Leben. Mutter und Kinder befinden sich wohl und gesund. Aus der Giadt Gießen. ** Silberne Hochzeit. Am morgigen Dienstag, 12. Juli, können der Kaufmann Johann M ül l e r und Frau, geb. Faber, Horst-Wessel- Wall 44, das Fest der "Silbernen Hochzeit feiern. Der Jubilar hat sich durch seine Tätigkeit in den Organisationen der alten Soldaten viel Ansehen erworben; insbesondere trat er auch als der Führer der Arbeitsgemeinschaft der Gießener Soldatenkameradschaften hervor und genießt alle Wertschätzung. Dem Jubelpaar unseren herzlichen Glückwunsch. ** Polizei gegen Verkehrssünder. Die Polizei schritt in der Zeit vom 1. bis 7. Juli wiederum gegen eine stattliche Anzahl Verkehrssünder ein. Gegen Kraftfahrer erfolgten 14 Anzeigen und 92 Werwarnungen. Sonstige Fahrzeugführer wurden 2 angezeigt und 16 verwarnt. Gegen Radfahrer wurde in 4 Fällen Anzeige erstattet und in nicht weniger als 511 Fällen mußten Verwarnungen und Belehr rungen ausgesprochen werden. Auch die Fußgänger wurden in der vergangenen Woche durch die Polizei besonders auf ihr Verhalten im Verkehr hin beobachtet. Nicht weniger als 702 Belehrungen und 23er- Verwarnungen. Sonstige Fahrzeugfiihrer wurden 2 ** Geistliche Abendmusik in der Io - hanneskirche findet am morgigen Dienstag statt. Mitwirkende find der Kantor und Organist an den Lutherkirchen in Wittenberg und die Sopranistin Eva von C o n t a aus Erfurt. ** Verkehrsunfall. An der Ecke Garten- straße-Hindenburgwall ereignete sich am Samstagabend ein Verkehrsunfall. Zwei Motorradfahrer stießen mit einem Personenkraftwagen zusammen und gerieten hart zu Fall. Einer der beiden Beteiligten erlitt dabei eine Gehirnerschütterung, der andere zog sich einen Schlüsselbeinbruch zu. Beide Verunglückte wurden in das Evangelische Schwesternhaus gebracht. ** M i t dem Auto gegen einen Baum gefahren ist am gestrigen Sonntagvormittag in der Nähe der Karlsruhe der Kraftfahrer Karl Georg aus Groß-Umstadt. Der Unfall ereignete sich beim Ueberholen. Der bedauernswerte Mann mußte mit Kopfverletzungen und Rippenbrüchen von der Sanitätsbereitschaft Gießen in die Chirurgische Klinik überführt werden. Vornotizen. Tageskalender für Montag: 3. Hessisches Gausängerfest, Gießen: Fröhliches Treiben auf dem Festplatz, Tanz; 22 Uhr: Großes Feuerwerk. — Gloria-Palast, Seltersweg: „Zwischen Haß und Liebe". Schwere Llnwetterschäden im Vogelsberg. LPD. Büdingen, 9. Juli. Das Gewitter, das am Freitagnachmittag über das Rhein-Main- Gebiet zog, hat stellenweise erheblichen Schaden angerichtet. Besonders stark betroffen wurde der V o - g e 1 s b e r g. Mit großer Schnelligkeit kamen die Wetterwolken aus südwestlicher Richtung, die vom Hoherodskopf auftraten. Die Hagelkörner bedeckten in den betroffenen Ortschaften — Eschenrod, Eichelsachsen, Burkhards, Kaulstoß, Busenborn, Breungeshain und Michelbach — über 10 Zentimeter den Boden und waren so schwer, daß in einigen Häusern die Fensterscheiben zu Bruch gingen. Auch die Ziegel auf den Dächern wurden zerschlagen. Vier Stunden nach dem Unwetter konnte man noch größere Mengen Hagelkörner auf den Straßen liegen sehen. Zahlreiche Bauersleute, die auf dem Felde waren, wurden von-den Hagelkörnern verletzt. Kreisleitung und Landesbauernschaft besuchten sofort die betroffenen Gebiete, um die Schäden festzu- stellen und Hilfsmaßnahmen einzuleiten. In Södel schlug der Blitz in eine Scheune, die sofort in hellen Flammen stand. Das Feuer griff auf zwei benachbarte Scheunen über, von denen die eine völlig niederbrannte und die andere stark beschädigt wurde. Auch einige Stallungen wurden durch das Feuer vernichtet. Ein großer Vorrat an Heu und verschiedene landwirtschaftliche Maschinen sind mit« verbrannt. Todessturz auf der Treppe. * Alsfeld, 9. Juli. In dem Orte Ober- Gleen stürzte der Landwirt Konrad König so unglücklich die Treppe herab, daß er mit schweren Verletzungen der Chirurgischen Klinik in Gießen zugesührt werden mußte. Dort ist der bedauernswerte Man nach mehrtägigem Schmerzenslager an den Folgen der Verletzungen gestorben. Schöne Leistungen beim Bad-Nauheimer Reitturnier. Abschluß der Marathonfahrt. Arn ersten Haupttag des 4. Nauheimer Reit- und Fahrturniers wurde die dreitägige Marathonfahrt abgeschlossen. Noch einmal hatten die Gespanne eine schwierige Strecke zurückzulegen. Durch den Regen war der Boden sehr schwer geworden. Eine Schnell- Trabstrecke bei Ober-Mörlen über fünf und acht Kilometer und schließlich die Ueberprüfung der Pserde, Gespanne und Gewichte am Ziel brachten noch wesentliche Veränderungen in der Wertung. In ausgezeichnetem Zustand fuhren die Gespanne am Spätnachmittag in die Kampfbahn ein. Hier ehrte ber Kommandierende General des IX. Armeeekorps, General Dollmann, die Sieger, bei den Vierspännern die Infanterie Friedberg, bei den Zweispännern die Infanterie Siegen. 'Eine stattliche Zuschauerzahl hatte sich zu den zahlreichen Prüfungen am Samstagnachmittag in ber ».-Tschammer-und-Osten-Kampfbahn am Johannisberg eingefunden. Im Mittelpunkt standen zwei Sprengwettbewerbe. Im Glücksjagdspringen der Klasse M um den Preis von Bad-Nauheim nahm SA.-Ostuf. Fangmann auf Richthofen 20 Sprunge in glänzendem Stil. Zwar kam auch Oblt. Schulz auf Luzifer auf 20 Sprünge, doch hatte SA.-Ostuf. Fangmann die bessere Zeit erzielt. Sehr abwechslungsreich verlief auch das Jagdspringen der Klasse L um den Preis des Obergruppenführers der SA. Hier verzeichnete die SA.-Gruppe Hessen einen schönen Erfolg. SA.-Scharf. Kilbinger belegte auf Flora unter zahlreichen fehlerfreien Bewerbern den ersten Platz. Die Wettbewerbe des Sonntags. Das 4. Bad-Nauheimer Reit- und Springturnier hatte am Sonntag stark unter dem Regen zu leiden, der immer wieder in Schauern niederging. Trotzdem umsäumten rund 6000 Zuschauer die schöne Kampfstätte am Johannisberg, unter ihnen die beiden Gauleiter Sprenger und Weinreich. Das Geläuf war ziemlich tief, dennoch mußte man mit den Leistungen recht zufrieden fein. SA.-Ober- fturmführer Fangmann kam im wertvollsten Wettbewerb des Tages, dem Jagdspringen der Klasse M um den Preis des Reichsstatthalters, auf dem ausgezeichneten „Fridolin" zu einem neuen schönen Erfolg. Im Jagdspringen der Klasse L teilten sich ---Hauptsturmführer Becher auf Crispa und Oberwachtmeister Knopp auf Falter mit der gleichen Zeit bei 0 Fehlern in den ersten Platz. Henkel diesmal nicht in $orm! Heinrich Henkel bereitete der deutschen Tennisgemeinde eine große Enttäuschung, denn er ließ sich am Sonntag in Hamburg bei den Deutschen Tennismeisterschaften von dem französischen Davispokalspieler Pierre Pellizza in vier Sätzen mit 6:4, 6:2, 1:6, 6:4 schlagen. BMW. triumphiert im ..Großen preis von Belgien". Das 24-Stunden-Rennen der Sportwagen um den Großen Preis von Belgien auf der 14,8 Kilometer langen Dreieckstrecke Francorchamps — Malmedy — Stavelot brachte Deutschland auch in diesem Jahre wieder einen großen Erfolg. Das als NSKK.-Mann- fchaft gestartete BMW.-Team eroberte durch den Sieg in der Zweiliterklasse den für die beste Mann- Oer.,Freiheitshut"wurdezur,.Angströhrc' Kopfbedeckuligen,die mehr als Hüte waren.-Oa6„Hervorragende^amMenschen « Von Or. 3 Rudolf. 32:1:8 Deutsche Leichtathleten in Länderkämpsen Frauen: Holland — Deutschland 40:57. einem Leichtathlettk-Länderkarnpf gegenüber. 1501 ■eter 5 Uhr: Von Königsberg: Frühmusik. 5.45: M Me>ies ins ßartb 6: Morgenlied, Morgenspruch. Gyrnnastil 7 Geriet 6-30: Fruhkonzert. 7: Nachrichten. 8.10: @pmnaftii|L bes M 8.30: Aus Bad Salzschlirf: Bäderkonzert. 9.40 S Kleine Ratschläge für- Küche und fiaus. 11.45: Dkl W " e Ihrer Frau veruneinigt? dies Jahr in die Berge? Warum reifen Sie - „E s liegt am ' unmittelbar nach j sende von Aksge || an der großen Ku, dam, sahen einen Sieg der deutschen Frauen, 6« allerdings wiederum schwer zu kämpfen hatten. Deutschland — Dänemark 93:87. Im Länderkampf gegen Dänemark hatten die deutschen Leichtathleten am Sonntag im Hamburger Hammerpavk vor 3000 Zuschauern schwer zu kämpfen, ehe sie mit 93:87 Punkten den Sieg sicherge- tellt hatten. Man muß allerdings dabei bedenken, daß Deutschland sich keineswegs etwa auf feine erste Garnitur stützte, sondern in erster Linie eine norddeutsche Vertretung mit der Wahrung seiner Interessen beauftragt hatte. Deutschland — Schweiz 108:50. Auch im 17. Länderkampf gegen die Schweiz errangen die deutschen Leichtathleten am Sonntag im Frankfurter Sportfeld vor 8000 Zuschauern einen klaren Sieg. Die Schweizer hatten in letzter Stunde noch verschiedene Mannschaftsänderungen vorgenommen. Besonders bedauert wurde das Fehlen des großen Schweizer Sprinters Hänni, zumal man zwischen ihm und dem ausgezeichnet in Form be- indlichen Frankfurter Kersch einen packenden Zweikampf ermattet hatte. Den Schweizer Leichtathleten war im ganzen Verlauf des Wettkampfes kein erster Sieg vergönnt. Es gab sogar einige Disziplinen, in denen die Deutschen den ersten und den zweiten Sieger stellten. Der Kampf endete mit 108:50 Punkten für Deutschland. Der schönste Sieg: Deutschland — Polen 105:73. Der zweitägige Länderkampf, der gegen Polen, wurde am Sonntag in Königsberg zu Ende geführt. Die schon am Samstag von der deutschen Mannschaft erkämpfte klare Führung wurde am Haupttag noch vergrößert und mit 105:73 Punkten am Ende noch ein stolzer Sieg erstatten. Ein nahezu 20 Stunden anhaltender Regen, der allerdings den Länderkampf selbst nicht mehr störte, hatte die Anlagen der Horst- Der Große deutsche Trab erpreß (27 000 Mark) wurde auf der Trabrennbahn Altono. Bahrenfeld von „Probst" (Ch. Mills) vor „Ludwig"' „Ford" und „Circe" gewonnen. schäft ausgesetzten Preis des verstorbenen Königs Albert von Belgien. Dabei erschwerte heftiger Regen die Aufgabe der Fahrer. Trotzdem erreichten die drei gleichmäßig fahrenden Wagen mit 11 1,480 kmh einen Durchschnitt, der weit über dem geforderten Mittel von 104 kmh lag. Hessens Boxer ohne Sieg! Der Gauvergleichskampf im Amateurboxen zwischen Vaden und Hessen, der am Samstagabend in Mannheim ausgetragen wurde, sah die Gastgeber mit nicht weniger als 16:0 Punkten siegreich, d. h. die hessischen Gäste wurden iu allen acht Begegnungen geschlagen. Vor 1200 Besuchern gab es schöne Kämpfe. Rundfunkprogramm Dienstag, 12. 3uli. „Es liegt am Hut!" ist eine der berühmten dämlichen Antworten, mit denen man einen Frager wild machen kann. „Warum waren Sie gestern nicht im Büro?" — „Warum haben Sie sich mit TD" kJ*» W^rQuf bet ,e oorex ?QHes 5 b(,r L°h bie fr gegenüber" strenge, ja belegte es sogar mit eine Geldbuße. Besonderen Sinn für die soziale öeutung des Hutes bewiesen aber die Franzos Schon im 14. Jahrhundert wurde durch Gesetz h Paris die Bevölkerung genau nach den Hüten ein geteilt, die sie tragen durfte: Da gab es StäU deren Angehörige sich ausschließlich im schlichte Filzhut zeigen dursten, bei anderen mußte der mit Kattun bezogen sein. Hüte, die mit Blunii geschmückt waren, bedeuteten schon eine sehr hobene Stellung im bürgerlichen Leben urd> „Chapeaux“ mit Federn oder GoldverzierungA waren nur dem Adel Vorbehalten. Leichtsinnig! Bankrotteure aber mußten zu ihrer Schande uj zur Warnung für die Mitmenschen Hüte an grünem Filz tragen. Dreispitz und Zylinder, die sich im Gefolge französischen Revolution bekriegten, hatten bann'; schon eine bewegte Vergangenheit. Dem Drt spitz sah es freilich niemand mehr an, daß er ei< der Schlapphut der Landsknechte im 30jährix, Krieg gewesen war. Ein riesiger Filzdeckel, der n Stoffen, Agraffen und bunten Federn verziert sollte den Söldner jener rauhen Epoche zum p i wattigen Krieger stempeln, der sich mit dem Ertr«°! reicher Beute schmücken konnte. Von Deutschs wanderte der Landsknechtshut nach Frankreich uj sogar auf das Haupt des Sonnenkönigs Lit migs XIV. Dem aber beschattete die breite Krein- zu sehr die Augen, und so ließ er erst die eine uij dann noch zwei weitere Seiten hochschlagen: i Dreispitz war geschaffen. In England war der wildverwegene Land, knechtshut kleiner und steifer geworden und Hot so ' in schwarzer Farbe Gnade vor den Jtrengc Puritanern gefunden. Ein rundes Kopfstück, ei» breite etwas aufgebogene steife Krempe, die i Augen beschützen konnte — solch ein schlichter h Ziemte dem guten Christen. Als die amerikanisÄ Kolonien gegen das Mutterland um ihre Frech kämpften, da wurde auch der „Quäkerhut" miet] zum Freiheitssymbol, für das sich die französisch^ Revolutionäre begeisterten. Daß der runde Hut i bei etwas höher wurde, fiel gar nicht auf. 9 standen sich plötzlich Dreispitz und Zylinder ti Bürgerkriegsgegner gegenüber: Der Zylinder nj. der Hut gewesen, mit dem der „Dritte Stand" 1 die französische Nationalversammlung eingezoe^ war. Mit dem Dritten Stande hatte der Zylim- gesiegt. Niemand ahnte damals, daß schon die nächst! Revolutton Europas, die von 1848, unter der- weichen grauen Filzhut der „Demokraten" sich rabe auch gegen den steifen „reaktionären" Zylirck richten werde. Die Titelkämpfe der deutschen Schwimmer. Bei den 1. Großdeutschen Schwimm-Meisterschaften im Darmstädter Großen Woog fielen am Samstag die ersten zehn Entscheidungen. Bei den Männern kamen Schwaben Stuttgart (4X2OO-Meter- Kraul), Schlauch (100-Meter-Rücken), Weiß (Kunstspringen), Fischer (100-Meter-Kraul), Hellas Magdeburg (4X200-Meter-Brust) und Arendt (400-Meter- Kraul) zu den Titel. Die ersten Frauen-Mei- sterschaften holten sich: 1. Frauen SV. Duisburg (400-Meter-Lagenstaffel), Heinze (Turmspringen), Halbsguth (400-Meter-Kraul), 1. Frauen SV. Duisburg (3X200-Meter-Brust). (lieber die Kämpfe und übet die Wettbewerbe des Sonntags berichten wir noch.) Kurze Sportnotizen. Bei den Wehrmacht-Meisterschaften in Düsseldorf wurde ein Fußballkampf zwischen Heer Auf dem Rotterdamer Neyto-Sportplatz stand« sich am Svnntag die beiden Frauen-Mann schaffe! j Ubr) den ganze ' owohl den San I Befriedigung gel i Der Samstag der Gaufeierstur vor Beginn mar fenbabn ober n j [udjermengen aus !' fort Herrfch/e an ggcoßer Andrang, । o mde Organisatic i? Ühd) verWnism । die MsiMe vi : M letzten Pätz , das Küste W I dank einer 'm | Uebertragung d | des Sprechers i I gen konnten. I Brecheranlage t j der Aufführung I buhrenber Siner. | t 2er gestrige So drs Wetters etm ji Zeit ging sogar, c 1 6 "morsch aussi • t/lregen nieder, l ii störend bemerkbar Hut!" — Tatsächlich hat aber in der Geschichte manches am Hut gelegen. Z. B. geriet er mitten hinein in die blutigen Auseinandersetzungen der französischen Revolutton. Warum? Es liegt... Schroffe Gegensätze, die den Hut betrafen, hatte es auch schon früher und auch ohne politische Zusammenstöße zwischen Parteien und Hüten gegeben. Ursprünglich machten sich die Nordeuropäer dicke hohe Rundkappen. aus mehreren Lagen verfilzten Wollgewebes — „Kopfstücke" ahne Krempen. Diese Filzkappe war sehr praktisch; sie wehrte Regen und Schnee ab, hielt warm und vermöchte sogar im Kampf einen tüchtigen Keulenschlag zu dämpfen. Unter der Filzkappe sind noch die Urgriechen nach Süden gewandert. Denn der „Pilos", den im Hellas der klassischen Zeit buch die Kaufleute und Mattosen auf ihren Reisen gern aufsetzten, glich der nordischen Kappe genau; er war nur ourch eine sehr schmale Krempe vervollständigt. Der „Jeunesse d’oree“ von Athen allerdings war der Pilos nicht fein genug. Die Epheben trugen einen flachen Hut mit ganz besonders breiter Krempe. Jyn hängten sie an einem Band auf den Rücken und fetzten ihn nur bei allzu glühender Sonnenhitze auf. Der Hut bekam schon früh eine soziale Bedeutung: Die Römer hatten jenen alten „Pilos" unter die Feiertagsgewänder ausgenommen, die sie am Hochfest der „Saturnalien" trugen. Da der Sklave nicht an den Saturnalien teilnehmen durfte, wurde dem „Freigelassenen" ein Pilos verliehen zum äußeren Zeichen, daß er zum Opfer Zutritt habe. Damit wurde der Hut zum Symbol der Freiheit. Als Brutus und Cassius Cäsar ermordet hatten, ließen sie Münzen schlagen, die einen Hut zwischen zwei Schwertern zeigten, und nach Neros Ermordung begannen die Römer allgemein Hüte zu tragen, was vorher nicht üblich war, denn sehr viele kamen sich nach dem Tod des wahnwitzigen Kaisers geradezu als Freigelassene vor. Beim Beginn der Neuzeit bedeutete der Hut vielfach den Träger, wie bei Geßler, der den seinen von den Schweizern als die eigene Person geehrt wissen wollte. Die Etikette ordnete genau, wann, wie und vor wem man den Hut abzunehmen hatte, ob man ihn tief zog und sich damit dem Gegrüßten unterwarf, leicht lüftete oher nur kurz an die Krempe faßte. Eine Tafelordnung für fremde Kaufleute, z. B. die im Jahre 1556 von der Messestadt Frankfurt am Main ausgegeben wurde, verbot das „Rücken und Mnehmen des Hutes einem anderen Kleine Ratschläge für- Küche und Haus. 11.45: Dkl einzelne in der Wirtschaft. 12: Von München: M tagskonzert. 43: Nachrichten. 13.15: Von München' Mittagskonzert (Fortsetzung). 14: Nachrichten. 14.10: Das Stündchen nach Tisch. 15: Kleines Konzert 16: Aus Bad Hersfeld: Nachmittagskonzert. 18: Zeitgeschehen. 18.30: Der Steirer-Taver in Frank' furt. 19: Nachrichten. 19.10: Klingende Kleinigkeiten 20: Aus, Wiesbaden: Zwei fröhliche Stunden M Fliegerhorst Wiesbaden. 22: Nachrichten. 22.20: Vom Deutschlandsender: Politische Zeitungsschan 22.35: Von Hamburg: Unterhaltung und TE 24 bis 3: Don Stuttgart: Nachtmusik. Aus der Nürnberger Radrennbahn wurde ein Steherkampf „Deutschland — Ausland"' entschieden. Lohmann, Schön und Umbenhauer, bis die deutschen Farben oertraten, siegten mit Punkten. | er len die Wah oll bantbarer i ine lauschten u j Eo werben der 1 zwei Gruppe | * W® “! | ”enJ? verf« Mich nia)l s.n fe Lallen zu *■ ffaste bis m die L Melbar nach ° : Lbetrieb emst [her Verlauf ' U denn auch" liberal! in I Ingen aus vie : laziergangerver i indem WV 1 Kira 01 : Kjeten, bei»®' 1 5angis»it»® 2 • leiteten. $ei»« hr W * [ein, teilweise W j einer großen ? Stellen war bei | überall konnten Wessel-Kampfbahn, auf der sich wieder 3000 Zi schauer eingefunden hatten, stark mitgenomme Wenn dennoch wirkliche Spitzenleistungen erzit. wurden, so spricht das am besten für die prächtig ’ Form beider Mannschaften. H, .Seit .C^or, ..... .......„o __________ u.^vT^uiutiufui« Ifta HJHnif/-9 oon Deutschland und Holland zum zweiten Males 'Mftatt ertQl einem Leichtathletik-Länberkampf gegenüber. 150' N bem Menschen, darunter sehr Diele*Vertreter der deutsche: M dem wlör Kolonie aus Rotterdam, den Haag und Amsten ~................. • SÄL." ■ I beg allen -■ ■■ ------- und Luftwaffe ausgetragen, der von der Heerescj mit 2:1 gewonnen wurde. — Sieger im Moderne-, Fünfkampf wurde Oberleutnant L e m p. * Deutschlands Kanufahrer gewänne', den in Duisburg ausgetragenen 9. ßänberfamr gegen Holland mit 19:11 Punkten. Deutschland siegt im Welthandballturnier. Vormachtstellung überlege nbehauplet. 3m ersten Wellhandballlurnier, das am 5onnfö( beendet wurde, konnte Deutschland als Vorkämpfc für dlefes Kampfspiel seine Stellung als weltbesl, Ration behaupten. Im Endspiel gegen die Schwei siegle die deutsche Mannschaft überlegen mit 23 :i (12:0). Vach Beendigung des viertägigen Turniers laufe der Stand: Sieger und Weltmeister: Deutschland Zweiter: Schweiz, Dritter: Ungarn, Vierter: Schm den, Fünfter: Rumänien, Sechster: Tschecho-Slowakrl Siebenter Polen, Achter: Dänemark, Neunter: hol land und Zehnter: Luxemburg. .'Wmen und am M die Stadt z, ! '^rveist blieben Melles nom 2 Nmittag brachte fJMntbares ® J^rieb zu o f' i Klrieren- daß d K6ni^emorben Ur b‘5 ^r ioe' I ton > de««2 " M lb SA 1)«» L-it d-n XWW M MU. >. E' X V< # x /WM r * ; ? zM's' *>•• ? •. IP^BliUv * ? ' v-?^ M>' '-OM - - -•■ ->. •-.% "- • ->, ... ,... 5. ...x<5>> •:■ '■’ " 'V;':X : VU:7; < . .... ' , ->^ ■<>z -■ .'■ ' Wfo Itr. 150 Drittes Blafl nto«fag,r.3«lil958 Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen) Volke deutsche Lieder zu UM !♦ Retzen für unsere Stadt und für unsere engere ot erhessische und preußische Nachbarschaft ein großes er Radrennbc eutschland - Auck n und Umbenhauer aten, siegten mit $ ufahrer gemf tgenen 9. Länderte itten. e Traberpr» Lrabrennbahn Nim Ms) vor ,Mwi n. ,’?ÄÄ r?*'5 schon die nL °°n 1848, unter | ..Demokraten" sich ..reaktionären" Zyli' fingen, und stellte jenen wunderbare Erneuerung der von der he«, - Sieger im Moder ant L e m p. Erlebnis geworden ist, das noch lange in guter Erin- n>Tung bei allen Teilnehmern lebendig bleiben wird. das Werk seines Führers! 0er stellvertr. Sänaergauführer Schulrat Born, Darmstadt/ erstattete hierauf den Jahresbericht. Er hob dabei u. a. die Uneigennützigkeit der Vereine von Gießen und Umgegend hervor, die zugunsten fernerer Gaste auf Sonderkonzerte verzichtet hatten. Gerade im Sinn für die Gemeinschaftsziele sind wir in den letzten Jahren weitergekommen, auch die Weitungssingen und Kundgebungen zeigen das. Ein; endgültige Lösung der Chorleiterfrage war noch nicht möglich, jedenfalls setzt sich der Leistungsgrundsatz in jeder Beziehung durch. Die Sorge für die Vereine in abgelegenen Gegenden kann nur durch ließ sere musikalische Ausbildung der Junglehrer wüh- am Samstag- wn ihnen nur wenig zu b msrken. Wer aber etwa wn 13 Uhr ab den Zmhnhvfsplatz besuchte Md dann auch seme 2 ifmerksamkeit den Ein- gngsstraßen zu unserer Z-adt zuwandte, der h inte die Feststellung machen, daß überall ein großer Sängereinzug im Ginge war. Mit der Pihn kamen ununter- I)Dd]en gewaltige Massen vlii Männern des deut- der früheren Zeit in kultureller und sozialer Hinsicht der heutigen Geltung dieser Vereine gegenüber, wobei er besonders betonte, daß die Gesangvereine immer ein Bindeglied zwischen den verschiedenen Volksschichten waren und dazu beigetragen haben, so manche Gegensätze in unserem Volke auszugleichen, ferner der deutschen Kultur wertvolle Dienste leisteten und der Volksgemeinschaft den Weg bereiten halfen. Dann erinnerte der Redner an die hohe Würdigung, die der Führer im vorigen Jahre in Breslau beim Deutschen Sängerfest den Gesangvereinen zuteil werden ließ, und an die verpflichtenden Aufgaben, die daraus allen deutschen Sängern erwachsen. Schließlich rief er die Sänger auf, stets in Treue mitzuhelfen am Werke des Führers. Oberbürgermeister 2R ffer gab dem freudigen Gruß der Stadt Gießen an die Sänger Ausdruck und dankte dem Sängergauführer, daß er dieses Fest nach Gießen gelegt hat. Dann wies er auf den guten Widerhall hin, den das deutsche Lied schon immer in der sangessrohen Stadt Gießen gefunden hat, ferner betonte er den hohen Wert der Pflege des Kampfliedes der GUe- derungen der Partei und der Wehrmacht,^das jetzt auch in den Kameradschafshäusern der Studenten Eingang und Pflege fand. Gießen sei auch hinsichtlich des Liedes von jeher eine Kulturstätte gewesen, und indem es das deutsche Lied pflege, wolle es mit aller Kraft der deutschen Kultur und dem deutschen Volke dienen zum Heil und Segen der ganzen deutschen Nation. Kreisdirektor Dr. Loh sprach im Namen des Reichsstatthalters herzliche Grüße und beste Wünsche aus, denen er für den Kreis Gießen die gleichen anfügte. Dann bezeichnete er das deutsche Lied als lebendigen Ausdruck des deutschen Volkstums und als packendsten Klang unserer Sprache. Er erinnerte kurz an jene Zeil, m der fremdrassige Menschen sich anmaßten, unserem Systemerscheinungen die —.— . - gegenüber, die durch den Nationalsozialismus auch hier geschaffen wurde. Der Führer selbst habe uns gelehrt, daß ein deutsches Lied nur ein deutscher Mann fingen könne. (Lebhafte Zustimmung.) Indem die Sänger dem deutschen Lied dienen, fördern sie alles, was uns am Herzen liegt: Deutschland und rend ihres Studiums beseitigt werden. Die Nachwuchsfrage ist auf dem Lande weit günstiger, als in den Städten, wo das Fernbleiben der Jugend fast eine Vergreisung mancher Vereine herbeiführt. Wichtig für die Zukunft ist die Pflege der Chor- musik im Heere. Der bisher verbotene Kampf- gebaute, der wieder in die Wertungssingen eingebaut wird, soll ebenfalls ein Anreiz für die Jugend sein. Wichtig bleibt dabei, daß die Jahresarbeit, die Chorwahl und das organisatorische Verhalten des Vereins ebenfalls in die Gesamtwertung einbezogen . werden. Der Gau zählt augenblicklich 1096 Vereine mit 32 995 Sängern, 1151 Sängerinnen und 49 741 unterstützenden Mitgliedern. ($ru6 an den Gauleiter. Nach Verlesung eines Telegramms an den Schirmherrn des Gausangerfestes, Gauleiter Reichsstatthalter Sprenger, und nach dem Schlußchor des Bauer'schen Gesangvereins „Heimatgebet" von - Kann sprach Ministerialrat Ringshausen die Schlußworte und brachte das Sieg-Heil auf den Führer aus. Vom Gloria-Palast marschierten die Sänger, unter Vorantritt des Musikkorps des Jnf.-Regts. 116, mit dem Sängergau-Banner an der Spitze zum Brandplatz zur Vannerübergabe. nd siegt iolKurnier. ckege nbehauptel. miet, das am Sor schland als VoM Stellung als welk spiel gegen die Sch- aft überlegen mit 1 riigig« * rtdlmeiffer: DeutH Ungarn, vierter: A hster:Ischecho-Sl°« änemad, Neunter: l cg- vrildverwegen- L9ettorbcn und \ 006 vor den fta, f Ji Krempe, di- Ichlichki ont) um ii)re » . s ÄerK6 .fl fron# ”6 »er runbe S)lif > 9« nicht auf ' "nd Zylind-i ,r: Der Zylinder, cr »Dritte Staub' lammlung einge» ^e Halle der Zyli, De»*«"6/"f „„ iSSgti e-Dertreter^ ren HA Frauen, rogrdtnw 12. 5 45:! Mzx: rAf, -und KA fer Nach einem einleitenden Chorgesang der „Bauern" unter Leitung von Kreischormeister Blaß betrat der Kreisführer des Sängerkreises Darmstadt, Hofmann, das Podium und übergab das Banner traditionsgemäß in die Obhut der Feststadt Gießen. Oberbürgermeister Ritter übernahm, das Banner und brachte dabei zum Ausdruck, daß es ihm eine Ehre fei, dieses Banner in den Schutz der Stadt Gießen, wo schon immer die Liebe zum deutschen Lied eine Pflegstätte gehabt habe, zu nehmen. Dann übergab er das Banner dem Gießener Sänger-Kreisführer Karl Müller, der seinerseits wieder den Sangesbruder Schneider durch Handschlag zum Bannerträger verpflichtete. Sängergauführer Ringshausen sprach abschließend mahnende und verpflichtende Worte zu dem neuen Bannerträger. Er sagte u. a. , mit diesem Banner trage er das Symbol der urewigen deutschen Kräfte, die in der deutschen Seele ruhen und das Volk zu höchsten kulturellen Leistungen befähigen. Lied und Banner seien Symbole deutscher Kraft und eines starken und unüberwindlichen Vaterlandes. Heute marschiere das deutsche Volk in seiner Gesamtheit hinter diesem Banner in der Gemeinschaft des Liedes und dem Glauben an ein ewiges deutsches Vaterland. __ Kreisleiter Backhaus brachte am Schlüsse der kurzen Feier den Gruß an den Führer aus. „Singendes Oberhessen." Anschließend fand im Saale des Oberhessischen Kunstvereins die Eröffnung der Ausstellung „Singendes Oberhessen" statt, die während des ganzen Festes geöffnet war. Dr. Schmitt (Bad-Nauheim), unter dessen Leitung die Ausstellung ihre Form gewann, gab auf einem Rundgang die notwendigen Erläuterungen. Ministerialrat Ringshausen, und Kreisleiter Backhaus brachten der Schau lebhaftes Interesse entgegen. Auch die zahlreichen Sänger, die sich einfanden, widmeten der Schau alle Aufmerksamkeit. Die Ausstellung gestattete einen Einblick in die Entwicklung des Wesens der Gesangvereine in Oberhessen. Aus zahlreichen Vereinen war historisches Material zur Verfügung gestellt worden. Da sah man in reicher Fülle alte Notenbücher, Bücher, die von der Geschichte der Vereine erzählten, in vielen Bildern sah man die Männer, die sich um die Sache des Männergesangvereins verdient machten, schließlich war auch den oberhessischen Komponisten eine Abteilung gewidmet, und Dr. Schmitt gab bei der Besichtigung gerade in dieser Abteilung der Hoffnung Ausdruck, daß man sich in den Singstunden auch unserer heimischen Komponisten mehr widmen möchte. Im Blickpunkt des Saales war eine würdige Erinnerungnische geschaffen worden, die den 926 im Weltkrieg gefallenen oberhessischen Sängern gewidmet war. Schöne alte Fahnen trugen sehr dazu bei, der Ausstellung den Charakter der historischen Schau zu bekräftigen. Gauseierstunde. War es in der Kampfzeit die werbende Versammlung, die dem nationalsozialistischen Denken und Wollen eindringlichen Ausdruck gab, so kündet jetzt davon die F e i e r st u n d e, geboren aus dem völkischen Bewußtsein. Aber immer wieder wird das Sich-Finden in gemeinsamer Verpflichtung dem Volke gegenüber in der marschierenden Kolonne sein Symbol haben in der Kameradschaft, in der Einsatzbereitschaft zur Tat, in dem Aufgeben des Ich, in der Hingabe für die Volksgemeinschaft. Der ge- Ein überaus eindrucksvolles Bild bot sich am Samstagabend bei der Gaufeierstunde in der Volkshalle. — (Aufnahme: Bürck, Gießen.) Liedes als Dienst am Volk aufzufassen und ihn auch durch dieses Fest immer mehr in das Volk hineinzutragen. Anschließend lenkte er die Blicke der Versammelten rückwärts auf die Arbeit derer, die im Dienst des deutschen Liedes gestanden haben und die seit dem Butzbacher Gausängertag vor neun Monaten in die Ewigkeit abberufen wurden; es waren dies im Sängergau 160 Sänger und ein Sängerkreisführer. Der Toten wurde in dankbarer Erinnerung wie üblich gedacht. Mit dem Blick auf die Gegenwart bereitete hierauf der Sängergauführer einer Anzahl von Sängerveteranen des Bauerschen Gesangvereins Gießen ür 50- bzw. 40jährige Sängertätigkeit eine wohlverdiente Ehrung. Er rühmte dabei die vorbildliche , & fe’i Qber x; i 'Da qql' chliesilL" & "deren m * Ä' *’ ' l-ton 5 der (iuk °en SS « ihr» SW Erfüllung der Sängerpflicht durch diese Männer während vier und fünf Jahrzehnten als leuchtende Beispiele des tatfreudigen Einsatzes für den deutschen Männergesang. Die Namen dieser Jubilare unserer Gießener „Bauern" sind: Louis B e l1 o f f (50 Jahre Sänger); Edgar B o r r m a n n , Robert Gärtner, Karl Heller, Karl Hexamer, Johann H ö n i n q , Fritz Lotz und Wilhelm W a - d e n p f u h l (je 40 Jahre Sänger). Der Sanger- gauführer überreichte dem Jubilar B e l l o f s den Ehrenbrief des Deutschen Sängerbundes, den anderen Jubilaren je ein Ehrenzeichen, wobei er ihnen mit herzlichen Worten Dank und Anerkennung aus- prad). „ Sangesbruder Belloff sprach im Namen aller Geehrten dem Sängergauführer herzlichen Dank aus und rühmte dabei das deutsche Lied als guten Wegbegleiter in guten und in schweren Tagen, in Freud und Leid. Kreisleiter Backhaus überbrachte die Grüße der Partei und des Gauleiters, den er zu vertreten hatte, ferner sprach er beste Wünsche für den Erfolg des Sangerfestes aus. Dann stellte er die Bedeutung der Gesangvereine Der Gausängerlag. Am Samstagvormkttag fand im Gloria-Palast der Gausängertag unter Leitung des Sangergau- sichrers Ministerialrat Ringshausen, Darm- ft«dt, statt. , . . f Nach dem Einbringen der Sangergaufahne und ntud) dem Deutschen Sängergruß entbot der Gietze- nir Sängerkreisführer Müller dem Sangergau- .ihrer Ministerialrat Ring-Hausen. sowie den Ehrengästen mit Kreisleiter B a ck h a u s als Vertier der Partei, Oberbürgermeister Ritter als Vertreter der Feststadt Gießen und Kreisdirektor Dr. Lotz als Vertreter des Kreises Gießen an der Lpitze, ferner allen Sängerkameraden im Nam n d s Sängerkreises Gießen herzliche Willkommen- äße. Der Bauersche Gesangverein unter der Stab- sthrung des Kreischorleiters Blaß Lan£. Eröffnüngschor „Deutschland, ich muß dich lieben on n Trunk. , Gängergaufuhrer Ministerialrat Hinashausen eröffnete hieraus den Gausängertag mit Begrüßung-- nrrtcn an die vorerwähnten und alle übrigen Ehren- gifte, ferner mit Worten der Begrüßung und des Lautes an die Presse, deren reger Mitarbeit bet d r Vorbereitung des Festes er °ls ersprießlichen Le'trag zum Fest bezeichnete, schließlich mit kameradschaftlichem Gruß an alle Sangerkameraden Dann wies er auf den verpflichtenden Sinn des Gausängerfestes hin, den Gedanken des deutschen Noch „... _ mittag wurde wiederholt die Frage laut: „Wo sind bmn die Tausende von Gängern?" In der Tut cor bis gegen 12 Uhr 58 yi?.', ■'äST Das 3. Hessische Gausängerfest in Gießen Ein großes Erlebnis mii tausenden von Sängern aus dem hessischen Gängergau. säen Liedes an, die so- fcrt nach der Ankunft im , eritrollten^^und Ministerialrat Ringshausen während seiner Ansprache zur Feier mch nicht versäumten, der Bannerübergabe. — (Aufnahme: Neuner, Gießener Anzeiger.) Mndesten den Deut- ./ . fden Sängergruß anzustimmen, ja oft sogar em j jer mehrere Lieder auf dem Bahnhofsplatz cr- ( ftallen zu lassen. Die Autobusse brachten ihre Fahr- aste bis in die Stadt hinein, wo sich ebenfalls un- - mttelbar nach der Ankunft in der Nachbarschaft i H-oßbetrieb einstellte. ] lDer Verlauf der Samstag-Nachmittagsftunden flmb denn auch vollständig im Zeichen der Sänger, i Überall in den Straßen war ein Singen und - Gingen aus vielen sangesfrohen Kehlen, dazu ein äiazierqänqerverkehr, wie er in unserer 'stabt in K fern Ausmaß eine Seltenheit ist. In zahlreichen Gülen würben von ben Vereinen Sonberkonzerte neben, bei benen bie Vereine mit ihrem herrlichen “nnqesgut ben Besuchern Stunben ber Freube be= rrteten. Bei ber Fülle ber Veranstaltungen konnte iör Besuch natürlich nicht überall gleichmäßig stark cn, teilweise konnten sich bie barbietenben Vereine e-ier großen Zuhörerschaft erfreuen, an anberen G ellen war ber Besuch wesentlich schwächer. Aber 1 erall konnten wir in ben von uns besuchten Konnten bie Wahrnehmung machen, baß bie Zuhörer i:ll bankbarer Freube ben Sangesgaben ber Ver- iie lauschten unb mit ihrem Beifall nicht kargten. G:) werben benn auch biese Sonberkonzerte, die r zwei Gruppen (Beginn um 16 Uhr bzw. 17.30 lir) ben ganzen Samstag nachmittag ausftillten, iwohl ben Sängern als auch ben Zuhörern volle ü’friebigung gebracht haben. Der Samstagabend stand einbeutig im Zeichen bi Gaufeierstunde in ber Volkshalle. Schon lange d:t Beginn marschierten über fuhren mit der Stra- ß mb ahn ober mit Kraftwagen unübersehbare Be- srchermengen aus ber Stabt hinauf zur Volkshalle. 5,rt herrschte an allen Eingängen außerordentlich aioßer Anbrang, der aber burch bie zweckentspre- ft;nbe Organisation glatt bewältigt werben konnte. Vlnch verhältnismäßig kurzer Zeit war benn auch bi» Dolkshalle von Tausenben van Menschen bis i ginn letzten Plätzchen besetzt. Die Aufführung nahm b?5 stärkste Interesse aller Besucher in Anspruch, bie b:nt einer in allen Teilen gut funftionierenben Übertragung burch bie Lautsprecher ben Worten | b.s Sprechers unb ben Massenchorgesängen gut fol- ' qm konnten. Diese tabellose Gestaltung ber Laut- siirecheranlage trug wesentlich zu dem starken Erfolg bn- Aufführung bei und sei deshalb hier mit ge- b hrenber Anerkennung verzeichnet. Der gestrige Sonntag wurde leider durch die Ungunst bis Wetters etwas beeinträchtigt. Um bie Mittags- jilt ging sogar, gerabe als sich bie Sänger zu hem G ernmarsch aufstellen wallten, ein heftiger Gewit- trregen nieber, der sich vorübergehend ernpfinblich ti renb bemerkbar machte. D)ennoch hatten sich aber, unmittelbar nach dem Aufhören des Regens, Tau- skide von Volksgenossen auf ben Weg gemacht, um an ber großen Kunbgebung auf Oswalbsgarten teil’ I zi nehmen unb anschließend ben Festzug der Sänger bnrch bie Stabt zum Trieb zu besichtigen. Erfreulicherweise blieben wenigstens diese betben Ereignisse di-s Festes vom Wetterqott ungeschoren. Der spate Dchmittag brachte bann für ben Festplatzbetneb noch annehmbares Wetter, so baß hier keine Einbuße an 9? affenbetrieb zu verzeichnen mar. Alles in allem können wir im Anschluß an unsere Bericht vom Samstag über ben Auftakt bes Festes heute als Ergebnis ber beiben Hauptfesttage rigiftrieren, baß bas 3. Hessische Gausängerfest in sinnvoll mit tiefer symbolischer Bedeutsamkeit in da- L- , , < v ......... TYva 1H rVlr M en^mLn mit einbezogen Die Melodik, unb. Me M nüt f^r WZm einfack und dock ausdrucksstark; stellen- lnnerllchter Snteniua ersume.. ; d ' Geistliche Konzerte Der wuchtige l * wachsen ließ" bett trefflichen Aussicht Lebenswillen. totei Vornan vo Welche unvergänglichen Kräfte Haydns „Jahreszeiten" innewohnen, das ließ die Festaufführung dieses Werkes in der Volkshalle am Sonntagvormittag aufs deutlichste wieder in Erscheinung treten. Für ein volkstümliches Oratorienkonzert konnte wohl kaum ein anderes Werk in Frage kommen, als dieser im Musikalischen erlebte Naturmythos, der den Menschen in engste Verbundenheit mit dem Natur- geschchen stellt, und das in einer Weise, die dem Dolksempfinden in seiner sinnigen Naturausfassung engstens vertraut ist. Und ein anderer Musiker als gerade Joseph Haydn hätte kaum je diesen herzlichen, schlicht-naiven und doch so gründlich ins Menschenwesen eindringenden Ton getroffen. Und das schenkte er der Nachwelt in einem Alter, wo Rundung und im Ausgleich des Klanges abrang und die deklamatorischen Akzente mit stärkster, ver- "ßangfam, langst uJQ9en- und ich b anf»n . Monzerl „Sie Jahreszeiten" Zehen zu halten, während die rotftackigen Spaßmacher mit den vorüberschießenden Bäumen nach rückwärts um die Wette laufen und greinend jedesmal verlieren. Das nächste Floß ist das Eiland der hochrassischen, gelehrigen Schimmel. Orangefarbenes Straußengefieder über den Stirnen, durchmessen sie den Kreis ihrer Manege, wie die unmerklich wippende Peitsche ihres zylindergeschmückten, schweigenden Meisters es ihnen befiehlt. Aber ach, schon vorbei, nun fließt die Käfigstadt der wilden Tiere heran. Herrlich wirft der Elefant seinen Rüssel, herrlicher gleist das gebänderte Fell der Tiger, und wie ein Stern unter weißem Nachthimmel glüht das Auge des Leoparden. Das nächste Floß gehört den Akrobaten; emporgebäumt, fliegend, jäh stürzend schreiben die schlanken, weißen Leiber die fließenden Runen ihrer schweren Kunst in die Luft, mit sorgenvollem Blick von dem winzigen Knaben verfolgt, der dann, zum Ende, auf der Spitze der lebendigen Pyramide seiner Brüder eine gleißende Fahne schwingt. Feuerspeier, Schwertschlucker, dunkelhäutige Gaukler des Ostens, schlitzäugige Schlangenmenschen und liebenswürdige, lächelnde Taschenspieler sind es, die dieses Schauspiel überbieten. Mit schrillem Schrei beginnen sie ihre Tricks, die das Grauen vor dem Wunderbaren und Unbegreiflichen erregen. Aber ehe du zu raten vermagst, wohin soeben aus den Zauberhänden des Inders das schwarzgefiederte Huhn entschwand, siehst du etwas Neues: ein Floß naht sich nun, auf dem nichts als ein kleines, für Menschen kaum betretbares Häuschen steht. Den Zwergen wurde es als Wohnstatt erbaut, mit einem Kamin, aus dem es lustig raucht, einem Gärtchen vor der Tür und einem buntqestri- chenem Turm, von dessen Plattform ein kleiner, alter Mann mit schrumpligem Gesicht über die vorbei gl eilenden Felder schaut ... Ich sah sie ziehen, die Flöße, die Isar hinab, dann die Donau hinunter, an Passau vorüber, nach Wien und weiter nach Budapest, das mir für einen Zirkus wie diesen, der zu Wasser reiste, der passendste Bestimmungsort zu sein schien. Was mußten die Kinder in den Dörfern und Städten sagen, wenn der farbentrotzende, flirrende Zug sich nahte, die Musik von den Talwänden zurückgeworfen wurde und die Schellen der weißen Pferde noch lange hinter dem schon längst entschwundenen Augenschmaus herklingelten? So ist das nicht gewesen? Gewiß, ich kann mir oorstellen, wie es war, aber was wäre die Welt, ist schlicht, einfach und doch ausdrucksstark; stellenweise fast volksliedhaft anmutend, dann aber wre- der zu äußerstem deklamatorischem Akzent fähig, wie in dem „Ruf der Fackelträger" und besonders in dem „Ruf des Führers", die dem Unisono neue Werte abqeroinnen. Eingang und Schlußchoral stno ganz auf den hymnischen Ton der in breiter Weihe getragenen Linie ausgestimmt. In dem „Gelöbnis (Ernst Moritz Arndt) werden die Knaben zu Dor- sprechern des Schwures, und die Männerstimmen bekräftigen in schematischer Bewegung; die letzte Strophe aber gibt den Knaben den choralhaflen cantus firmus zu der Durchführung der Männerstimmen. Die „Totenklage" eint verhaltene Männerstimmen mit dumpfen Bläserklängen: erschütternd m ihrem Erheben und Abklingen, ihren Kontrasten und dem sich im Nichts verlierenden Schluß. Dem „Ausbruch der Jugend" wurden die Knabenstimmen in ihrer Frflche zu entschiedenen, hoffnungsbestatigen- den Trägem. „Das neue Lied" läßt zu den Knabenstimmen die der Männer einigend hinzutreten und im Aufsteigen sich zur Sondeichöhe des Ausdrucks verstärken. Die „Sonnenwende" erlebt der Komponist in ihrer geheimnisvollen und doch gegenwartsnahen Symbolik. Professor Dr. Temesvary wurde hier den zweitausend Sängern zu einem Führer, der sie zu einem festgefügten organischen Ganzen zusam- menschweißte und die letzten Möglichkeiten in der Copyright by Pro, Wri ato|efcijng. S d« dll in deine taemgerannt bist ",™ N immer M 6»lf( unm behM rc öu. mir gibt da 8-en. ! tÄ?; Ä'*> Ms spürte deutlich die innere Versenkung in den ebenso tiefen wie schönen Kunstgenuß. Fr. Beltz. 3n der Zvhanneskirche. Die Chordarbietungen des verhältnismäßig gut besuchten Konzerts wurden bestritten vom Frauen- chor Friedberg, ausgezeichnet geschult und frisch ad- gerundet im Klang, unter Leitung von Kreischor- feiter Haustein, und von dem Cvang. Kirchen- und Volksgesangverein Worms-Hochheim, einem klangvollen, tonrein singenden Mannerchor unter dem jungen MM Fischer. Letzterer sang den bekannten 100. Psalm von Bernhard Klein, eine „Hymne" von Ferdinand Thieriot und den leider den Stil der Männerchorballade auf geistliche Musik übertragenden, in der Kirche deplaciert wirkenden Chor „Luther" von Ferdinand Thieriot, bei dem zuletzt der Lutherchoral ntit Orgel erklingt; hier intonierte der Chor stets höher als die Orgel. Der Frauenchor hatte sich meist Werke liedhaften Charakters erwählt: Joh. Seb Bach „Dir, dir Höchster, will ich singen", Martin Grabert „O Menschengeschlecht", ein würdiges Werk kirchlicher Kunst, „All mein Gedanken, die ich hab", eine geistliche Fassung des betonten Liebesliedes aus dem Loch- Heimer Liederbuch im Satz von Walter Hensel, „Ein Trostsprüchlein" von Jos. Greith, und schließlich den schwierigen dreistimmigen Satz „Denn das Gesetz des Geistes" aus der Bachschen Motette „Jesu meine Freude" und die Chorfughetta „Gott sei gelobt" von Ludwig E. Gebhardi. Der Orgelvortrag die dorische Toccata ohne die Fuge von Joh. Seb. Bach und die Begleitung des letzten Chores wurden auf der schönklingenden Orgel meisterhaft ausgeführt durch Gregor Lehr (Won^). Dr. Friedrich Noack. Sans t Äir' |*ÄUunl) 6 KVten 3eik' fea?« ;sr,.eu* fas ss» i setzen wird. den Zeiten- in ba die Sehnsucht c mü, haben die D der Dl,nchien dch Lied in das W halt des deutschen Reich. In der Z dann zersetzende ' ifatt auf bas über bas Nationale w inhaltliche Bersch, Bismarck bezeichn wichtigen Bundes« spart habe. So hat das heu Führer erstand, m tiefsten deutschen l im deutschen Lied der neuen Zeit. Reich. Auf dem j schlug für das beut gebürt durch bie l llnb jreubig tlingt e Ein Volk, ein Reich t Hn diesem Sinne des Führers und b Ates. Straft und schäft, in ihr liegt schen Volkes. Dies tragen, ift Vusgal löbnis: treu der uns selbst! Vege Führer über den Kleiner Augenschmaus. Don Andreas Zeitler. Es hat mir nie ein besonderes Vergnügen bereitet, im Kaffeehaus zu sitzen. Als aber dieser Tage schwarze Wolken das Isartal belagerten, bas kleine Haus in den Uferwiesen, wo ich wohne, ein dichtes Reaennetz übergeworfen bekam und der sonst heiter herschimmernde Kalvarienberg hinter Nebelflocken verschwand, da hatte die zweifelhafte Verführerin, die Wehmut, leichtes Spiel mit mir. So saß ich denn nach langem, nassem Weg auch wieder einmal an einem trotz Eisenfuß und Marmorplatte schmächtig wirkenden Tischchen, bekämpfte die unsommerliche Kühle mit einem heißen Tee und hoffte auf eine Ueberraschung. Ich brauchte nicht lange zu warten. Eine Zeitung, die auf dem Tisch lag, ein ländliches Blatt, gab meinen hungrigen Augen, was mir bas Gewölk verwehrte. Es war kein Bilb, was ich fanb, fonbern nur ein Satz in einem Artikel über bie Geschichte ber Jsarflößerei. Aber ein Satz von ber Art, bie so reich ift, daß sich Dutzenbe von Silbern von ihr entzaubern lassen, wenn man nur ein wenig des Sehens freudig ist. Einmal, so las ich ba, hatte ein Floß- Herr namens Gabriel Mürköck — was für ein Name! — aus dem Dorfe Anger, das meinem Häuschen gegenüber auf bem anberen Ufer liegt eine ganz ungewöhnliche Sache ins Werk gesetzt. Nichts geringeres als einen Zirkus hatte er auf Flößen von München nach Bubapeft gebracht! Muß man ba nicht sagen: bas waren Zeiten!? Ja, mir scheint, es sind sehr lang versunkene Zeiten gewesen, die Zeiten Elchendorffs ober Stifters, denn nicht wie etwas Wirkliches, nein, wie ein herrliches Gefickt eines dieser beiden Augenfrohen, wie ein bunter Traum ober eine Luftfahrerbetrachtung Jean Pauls mutet bieses. phantastische Unternehmen an. Ein Zirkus auf Flößen! Ober irre ich? War bie flittrige Last, bie auf den schlanken Stämmen ruhte, nichts als ein Berg planenüberberftgr Packen? Gleichviel! Schenk bir diesen Traum, folge bem heiteren Narrenspiel, das ein trüber, kühler Gebirgsnachmittaq in ein muffiges Sommerfrischlerkaffee gaukelt, halte den schillernden Gedankenschmetterling! Sieh, schon gleitet es herbei, das erste in der Kette der Flöße. Zelte trägt es, gelbe, leuchtende, und kleine Mastbäume hat man in feiner Mitte errichtet, von denen die Wimpel flattern. Es ist die Insel der Tänzerinnen und Clows geworden- im blauen Gazeröckchen steht bas kleinste' der Mädchen und von diesem Hintergrund heraus äußerst lebens- nnH aeftaltet Er vermag eben o tn weitfassendem Atem bas was wir als bas „Erhabene" im Musi kg. lischen bezeichnen können, unmittelbar tn feiner Größe unb erschütternden Wucht ursprünglich nahetreten zu lassen, wie er gerabe im liebevollen Nach- aehen alle die intimen Züge ferner bildnerischer Zeichnung in der Partitur bis zum Einzelnsten ver- folgt und greifbare Plastik annehmen laßt. Aber er verliert sich dabei nicht, sondern ber große Rahmen des Werkes bleibt ihm babei stets der Leitge- danke. Franz Schmitt ist kein Motoriker, ber den Verlauf der musikalischen Linie an sich nur erleben liege, sondern es schwingt in ihm ein groß Teil Romantikertum mit,- das die Musik aus den ihr eigenen Kräften heraus erweckt unb sie allein durch ihre innere Gesetzlichkeit bestimmen läßt. Da steht nicht nur ein wollenber Musiker auf dem Podium, da lebt ein Mensch ganz aus der Musik heraus. Aus solcher Einstellung wurde er zu einem Chorerzieher, der die klanglichen Massen ganz den musikalischen Richtlinien unterzuordnen vermag. Eine Schönheit des Gesamtklanges, der jeder feinsten dy- namischen Regung nachzugehen vermag und sich selbst m ber höchsten inneren Erschlossenheit des Forte doch immer in edler Modulation beherrscht. So wurden all die chorischen Höhepunkte zu Erlebnissen stärkster Auswirkung. Die machtvollen Gottes- . anrufe („Ewiger") am Schluß des ersten Teiles und die große Fuge legten sich ebenso bannend über die Hörer, wie der Sonnenhymnus innerlich erhob und jubelte, wie der Jagdchor zum einen unb der Weinchor zum andern Teile unmittelbaren Impuls auslösten. Innerlich ergreifen mußte in seiner schwingenden Nachdenklichkeit der Schlußchor mit seinen umstrahlenden, machtvollen, letzten Klängen; ein gewaltiges inneres Wachsen, dem sich keiner zu entziehen vermochte. Im einzelnen rang er dem Chor die letzten Feinheiten des Klanges ab, wie das ausladende Krescendo des Soprans auf dem hoben „b" | am Schluß des ersten Teiles und die äußerst klare, I ganz aus der Wichtigkeit des Wortsinnes heraus er« I füllte saubere Gliederung der Koloratur. Wie Franz Schmitt die fugierten Chöre allmählich aus dem Piano her sich auf gipfeln ließ mit Einbeziehung aller Einhaltepunkte, bas bestätigte, baß hier ber rechte Mann an rechtem Orte steht. Wie er bas Chorifche gliederte, so war auch ber Orchesteranteil ganz auf seine innere Behutsamkeit hin ausgestimmt unb gerabe auf bie Wichtigkeit weniger beachteter Nebenstimmen ausgetönt. Hier besonders trat hervor, daß seine Temponahme sich ganz aus den musikalischen Bedingungen heraus entwickelt. In ihrer Gesamtheit gaben die in Gießen genugsam bekannten Kräfte des Staatlichen Nauheimer Kurorchesters Prächtiges, vor allem aber bie Oboe mit ihrer schön gegliederten rnufika- lischen Linie, das Horn mit feinem wohlig-weichen Klange. Sophie Hopfel, Frankfurt a. M. (Sopran) als l „Hanna" war durch bie Leichtigkeit, Weichheit und Innigkeit des Klanges für diese Partie besonders geeignet. Ihre Koloratur ist äußerst ausgeglichen, flötengleich und doch immer schmiegsam, empfin- 1 dungsreich, mit sehr präzisen Trillern, aber auch zu erhebenden Kraftakzenten fähig. In den mehr in bas Volkstümliche weisenden Szenen („Spinnerlied") traf sie in stimmlicher Schlankheit und glitzernder Pointiertheit bas Milieu. Anton Knoll, Frankfurt a. M. (Tenor) hatte schon bei ber letzten Aufführung fein Können in plastischer Koloratur bewiesen. In seiner inneren Haltung, namentlich in der Durchdringung ber Rezitation, hat er in der Zwischenzeit sehr gewonnen, unb vermag geschickt seine ergiebigen, sympathischen lyrischen Mittel voll in den Dienst seiner Aufgabe zu stellen unb sie mit rechtem Gelingen durchzuführen. Erich Meyer-Stephan, Offenbach (Baß), war zumal in ber „Ackersmann"-Arie nicht nur ein Schön-Sänger mit peinlicher musikalischer Gewissenhaftigkeit, sondern hier schwang in seinem Innern die notwendige Erdgebundenheit mit. Die Jagdarie wurde auch diesmal bildhaft in voller Anschaulich« (fcf)Feit aus bem Situationserlebnis heraus. Von ganz befonberer Einbringlichkeit aber war er als Mahner im Schlußteil des Werkes, nicht zuletzt durch die schöne satte Färbung seines Organes. Diesen Eindrücken gegenüber waren bie in Anbetracht der verschiedentlichen Verpflichtungen ben- noch sehr zahlreich erschienenen Besucher zu stärkster Beifallsfreudigkeit begeistert. Dr. Hering. Lr&S Kn f’% n b e &L Ws- M^herauf!" von Kew* V ff meinfame Kampf schlug ein unlösliches Band um alle, und täglich wieder beweist sich auch jetzt aujs neue ber nationalsozialistische Geist. Aus solcher inneren Verpflichtung und Gesinnung heraus wuchs das Lieb ber Bewegung, ein Ausströmen und Künben innerer Erfülltheit. Unb wiederum schweißte bas Lied durch den gemeinsamen Rhythmus bie Kolonne engstens zusammen, riß ben einzelnen aus satter Selbstzufriedenheit heraus, feuerte ihn an unb bewahrte ihn vor bem 3uru«I= fallen. Dieses hörbare Zeugnis ber inneren Haltung war nichts Herangeträgenes, Gewolltes, sondern brach ursprünglich hervor. Ja, eine große Zahl ber Lieber ist aus den Reihen ber Marschierern selbst hervorgegangen als ein Ausbruck des Bewußtseins ber Gesamtheit. Nicht wie früher konnten sich geschäftstüchtige Konjunkturausnützer mit ihren Machwerken heroorbrängen, sondern das Kampflied der Kolonne ist gemußt mit zwingender Notwendig- feit, darum ernst unb erschüttern!) wahr, ohne Falsch unb standhaft. Und jeder, weil er gleichen Sinnes war, nahm es an als ein Stück feines Selbst. Kaum je waren Lied unb Marschieren als Einklang der Gesinnung so eng verknüpft wie jetzt. Und noch mehr, nie hat unser Volk in feiner Gesamtheit aus einer Gesinnung heraus so viel gesungen, wie jetzt. Keiner steht ba hinter bem anbern zurück; er will es nicht, bie binbenbe Kraft der Gemeinschaft läßt ihn die Hemmungen überwinden; er gewinnt Vertrauen zu seinem sonst zaghaften Können, unb bald ift er davon überzeugt, baß er mithalten kann. Mehr denn je beweist bie marschierenbe singende Kolonne, daß es sogenannte „Unmusikalische" kaum in unserem Volke gibt. Wohl trauern die Aeußerungen aus dem vergangenen Jahrhundert in Resignation dem Versiegen der schaffenden Dolkspoesie nach; das marschierende Volk im Aufbruch aber hat mit seiner reichen Zahl der Lieder bie X3egenmart von der gegenteiligen Meinung überzeugt. Mit einer fast unerschöpflichen Fruchtbarkeit im Werden neuer Weisen ist eine Blüte des Volksgesanges im weitesten Sinne des Wortes angebrochen. Das Volk als Ganzes ist musikalischer Künder und Träger auf rüttelnden Erlebens geworden und hat sich in artgemäßer Musik- Übung zusammengefunden. Aus dem zwingenden Rhythmus des alle bannenden Marschierens heraus, aus der gleichen Gesinnung und Bereitschaft zur Tat hält sich das Lied der Bewegung frei von weichlicher Sentimentalität. Es gibt sich hart, männlich, zupackend, kernig; energiegespannt, herb sind die Linien seiner Melodien, nicht immer im gewohnten Gleise sich bewe- gend, darum aber gerade kraftvoll in ihrer Bestimmtheit und Folgerichtigkeit. Aus blutgemäßem Musikempfinden heraus erscheint die zwingende Bezogenheit ber harmonischen Funktionen in der Melodie so fest gefügt, daß ebenso der einstimmige Gesang in seiner inneren Straffheit mit sich fortreißt, wie bas Lied im festlichen Gewanbe vollstimmiger Begleitung sich mychtooll entfaltet und ergreift. Da reiht sich der geübte Sänger ein mit feinem Können, er macht sich diese Lieder zu eigen, stellt seine Musikübungen darauf ein und richtet sich aus. So erwächst aus der marschierenden Kolonne ein singendes Volk, das im Lied sich selbst darstellt und gibt. Dem wurde die vollste Bestätigung zuteil durch die ©aufeierftunbe am Samstagabend in der geradezu Überfällen Volkshalle, wo sich alles in Einmütigkeit zusammengefunden hatte. Der „Koburger"- Marsch gab ben Auftakt, und ber Einmarsch der einzelnen singenden Formationen (SA., PL., DDM., Marine-HI., Arbeitsdienst und Wehrmacht) war ein ständiges Krescendo zum gemeinsamen „Volk ans Gewehr" hin. Mit eindringlichstem Nachhall gab Friedrich Gröndahl bem Vorspruch stark ausstrahlenbe Akzente. Dann aber wurde Franz Philipps Dolks- fantate „Heiliges Vaterland" für Männerchor, Knabenstimmen und großes Blasorchester zum bestimmenden Symbol Der Veranstaltung. Aus dem neuen Musikempfinden und Musikerleben heraus ist hier ein Werk entstanden, bas dem Fühlen des Volkes äußerst nahesteht, im Volkstum wurzelt und so ein eigenes, markig-kraftvolles Gepräge trägt. Nicht nur, baß die Vereinigung der verschiedenen Klangkörper eine reichhaltige Ausweitung ber klanglichen Ausbrucksmöglichkeiten unb Sonderfarben gewährleistet, sondern die Mittel sind genau genommen, eine Röhre mit einem riesigen Griffel ist, wie die hellen Kronblätter sich langsam lösen, sich entfalten und, mit einem Ruck, bie Blüte plötzlich aufspringt und als ein helles Licht über bem grünen Graft steht. Nächsten Tages aber wird sie rötlich welken, eine andre Knospe sich auftun. — Der Rothirsch fegt den Bast vom Geweih, der Jäger jagt auf ben brunftenben Rehbock. Hamster und Eichhorn beginnen in bie Scheuer zu sammeln. Wenn nicht schon Ende Juni, wird der erste Grashüpfer, bie Hinterbeine als Bogen brauchend, ein schüchterndes ©eigen beginnen, bald aber wird bie Dämmerung schwirren vom Zftpen ber in Busch und Baum musizierenden Heupferde, während die Gottesanbeterin das begattende Männchen frißt. Der unter dem Krebs geborene Mensch habe, heißt es, wie der Fischgeborene, eine traumerfüllte Seele, und Rubin, im Juli getragen, mache die Menschen dem Träger wohlgeneigt. Die schöpferische Kraft des Geistes kann sich, scheint es, weder mit der des Frühlings unb Frühsommers noch mit der des Spätsommers und Frühherbstes messen, es wirb aber im Manne ber kräftigste Liebestrieb im Juli gefunden. — Wer gern mehr über die Natur im Sommer erfahren mochte, der findet in ber Julifolge von „Weftermanns Monatsheften" unter der gleichen Ueberschrift einen mit Zeichnungen versehenen Aufsatz von Herbert Grünhagen, dem unsere heutige Veröffentlichung entnommen ist. Hochschulnachrichten. Der orbenttiche Professor der Anatomie an der Universität Königsberg Dr. Walter Berg konnte am 12. Juli auf 60 Lebensjahre zurückblicken. Er hat sich 1908 in Straßburg habilitiert und lehrt seit 1923 in Königsberg. Der emeritierte ordentliche Professor des Kirchenrechts an der Universität Berlin Geheimer Justizrat Dr. juris und Dr. phil., Dr. theol. h. c. Ulrich Stutz ist im 71. Lebensjahr einem Herzschlag erlegen. Stutz ist in Zürich geboren, studierte in Berlin, habilierte sich 1894 in Basel, wurde dort 1895 außerordentlicher Professor, ging 1896 nach Freiburg, tarn 1904 nach Bonn und 1917 nach Berlin. Er war Mitglied der preußischen Akademie der Wissenschaften, ber Akademien von Göttingen, München, Rom und Madrid, Senator der Deutschen Akademie und Mitglied der Akademie für Deutsches Recht. 40 Jahre lang war er Herausgeber der Zeitschrift für Rechtsgeschichte. Er war mit der Tochter des verstorbenen Philosophen Wilhelm Windelband vermählt. am gischtumsprühten Bug und versucht sich zierlich wenn wir sie uns nicht zur Hälfte einblldeten? Und in seinem Auf- und Niedertauchen auf den gereckten schließlich: was wäre dieser traurige Nachmittag in ....... " dem zugewölbten Isartal, wenn mir nicht ber kleine Zeitungssatz diesen sonnenhasten Augenschmaus be- Die Aufführung wurde von mehreren tausend Gaukundgebung war, ganzen Linie beste Sängerfröhlichkeit der Trumpf dieser der Stunden. So konnte denn auch an dieser Stelle das Sängerfest zu einem Erfolg werden. Sonderkonzerte Sonderkonzert Nr. 15. ^urt habe. deutsche Lied durchgehallen, bis der , um den Weg freizumachey für die So hat das zenen („Spinne- Lebenswillen. (Nachdruck verboten!) 24. Fortsetzung. und'Minder.- !°. daß sie sich die chnnd reichten. A Huh ist das Schlimmste? Und (Fortsetzung folgt!) verwebend. Im zweiten Teil erschienen Proben aus dem Schaffen der Chorkomponisten des Kreises XII im DSB. Voran stand der Chorleiter der konzertierenden Gruppe Karl Grim mit der Vertonung von Cäsar Flaischlens „Hab' Sonne im Herzen", die eine willkommene Bereicherung der Männerchorliteratur bedeutet. Besonderem Interesse begegnete Stefan Temesvarys „Steh auf, Nordwind" (aus ,Des Knaben Wunderhorn"), das mit volksnaher Melodik inneren Schwung und Kraft des Akzentes bindet. Zwei gemischte Chöre gaben zwei Darmstädtern das Wort, Bernd Zeh: „Heilige Arbeit", Friedrich N o a ck : „Volk im Morgenrot" (mit zwei Trompeten und Klavier). Bernd Z e b stellt in dem volkstümlichen Beginn die beiden Stimmgruppen gegenüber, erhebt sich aber dann zu starker innerer Spannung. Friedrich N o a ck gibt seinem Chor hymnischen Charakter und entwickelt dankbare Steigerungen. Bei allen Proben bestätigte sich ein gesunder musikalischer Sinn und ein stellenweise eigen- betontes, sehr gediegenes, satztechnisches Können; je- doch war ein eigentlicher Vorstoß in Neuland nicht deutlich zu erkennen. Den dritten Teil bestritt eine volkstümliche Liedfolge nach Gedichten von H. Anacker, Hermann Löns' und H. Allmers für Männer- Frauen- und gemischten Chor und Einzelgesang für Tenor mit Violine und Klavier von Paul Zoll, Darmstadt. Der Komponist folgt der vom Dichter angeschlagenen Grundstimmung mit feinem Nachempfinden; seine Ausdrucksmittel find auf dem bewährten Grunde musikalischer Tradition erwachsen. Er neigt zu einer besonderen Hingabe an lastende Stimmungen, ohne sich dabei jedoch zu einem deutlich hervorstechenden Eigenwert zu erheben. Seinen Chören liegt eine gewisse Frische inne und volkstümliche Sangbarkeit; auch in der Vereinigung des Chorklanges mit der selbständig geführten Violine beweist er klungsinniges Geschick. Seinen Sololiedern für Tenor war Werner Hauck willig bestrebter Helfer. Das Publikum zeigte sehr lebhaften Anteil andern gesamten musikalischen Geschehen. Dr. Hering. i durchzusüiM. ffenbad) (Bah), rie nicht nur ein Mer Gewissen- \ seinem Innern nit. Die Aagdarie .oller Anschaulich- iis heraus. Don aber war er als es, nicht Mhi ?ines Organes, oaren die in 2!n- rpfHcfjtungen den- sucher zu stärksttt Dr. Hering. s° war auch her re Bedeutsamkeij ! ’ d-e Wichtig^ i ausgetönt, hier । umponahme sich- 1 ingungen heraus ! rben die in Tie. . des Staatlichen' 3J5, vor allem gliederten musika. m wohlig-weichen M- (Sopran) als it, Weichheit und Partie besonders serft ausgeglichen, miegfam, empfin- em, aber auch zu In den mehr in die ihm gar luu^ «.v , ------ - - s Stimme klang. „Und was ist das Schlimmste? Und nach den Eintretenden. „Ich bringe ihn dir", sagte Renata, halb zornig, halb klagend. „Er soll dir selber sagen, womit er ...... " Und dann trat sie zwischen die beiden wenn du die Wahrheit sprichst, läßt es sich ad- wenden? Das Schlimmste wäre, wenn du die Wahrheit sprächest. Wenn wirklich eine Unredlichkeit vorläge. Das könnte ich nicht ertragen. Und was ist deiner Meinung nach das Schlimmste?" „Das Allerschlimmste ist, denke ich, wenn die Sache ans Licht kommt. Und Hagepreester, der eine Autorität ist, namentlich auf dem Gebiet der Fuge, Hagepreester will die Sache in die Hand nehmen und "etwas darüber vöfsentlichen. Mein liebes Kind, dann ist dein Ottenrieth erledigt!" Er konnte nicht hindern, daß seine Stimme triumphierend klang, voll opn einem häßlichen, rachsüchtigen Triumph. Angeekelt wandte Renata sich ab. „Du bist ein Narr, Fritz", sagte sie nach einem langen Schweigen, während dessen er feinen Triumph schlürfte. „Ich kann es dir leider nicht verhehlen, daß ich dich für einen ausgemachten Narren halte. Du glaubst also im Ernst, daß ein Mann wie Ottenrieth hingeht und fremde Partituren bestiehlt, um sich einen Erfolg zu machen? Schön, glaube das, wenn du es deiner Intelligenz zumuten magst. Aber jetzt verlange ich von dir — hörst du, ich verlange es —, daß du mitkommst und alles das, was du hier an Verleumdungen und Verdächtigungen und scheinbaren Argumenten vorgebracht hast, Ottenrieth ins Gesicht wiederholst. Und wenn du das nicht tust, bist du für mich völlig erledigt." „Ich tue nichts lieber als das", stieß er erregt hervor. ,Nichts lieber als das! Ich freue mich direkt auf den Augenblick, wo ich ihm beweisen kann, was er ist — nicht nur ein Frauenräuber, sondern ein ganz gewöhnlicher Dieb!" ’• Sie zuckte wegwerfend die Achseln und ging mit raschen Schritten auf das gewölbte Portal der „Casa Rossa" zu. Ottenrieth hatte, als er wieder nach Torbole kam, mit dem Baron ausgemacht, daß ihm, an sein Schlafzimmer anschließend, ein zweites Zimmer jur Verfügung stehen und als ein bescheidener Wohn- salon eingerichtet werden sollte, damit er dort arbeiten und Besuch empfangen könnte. Zu diesem Zimmer stieg Renata jetzt hast.g em- por. Armbruster folgte ihr ein wenig schnaufend, denn sie lief mit ihren langen, schlanken Beinen die Treppe förmlich hinauf. Ottenrieth wandte vom Schreibtisch oen Kopf Oberst elb«r M Vornan von Hans von Hülsen. Copyright by Prometheus-Verlag, Dr. Eichacker, München-Gröbenzell. Boden. ,. , . _ , „Sags nur!" wiederholte sie trotzig noch einmal. „Ich sage nicht mehr, als ich sagen darf, Reh. Ich habe keine Mühe gescheut, um nur Gewißheit xu verschaffen, bas mußt du mir zubilligen. Ich bin sofort nach München gefahren und habe Hagepreester ausgesucht und ihm den Fall vorgelegt. Er hat das alte Manuskript herbeigeschafft. Wir haben es gemeinsam durchgesehen, und mein Verdacht hat sich in jedem Punkt bestätigt gefunden. Es ist sehr hart für mich, Reh, dir das zu sagen, weil es ja dein Glück zerstören muß oder, verzeih, was du für dein Glück hältst. Aber ich muß es dir doch sagen, weil nur so das Schlimmste abgewendet me,/Da5 Schlimmste?" fragte sie ntrt einer Stimme, mich quält t SW 'n i«6t> it'.' 9t06e $!? tts de? nut Z. “ 11 ^6 A 1 -f bem Li Ä» । .^mpuls aus* nei- ^tDini T ^'t feinen 5Uen; ein g, L lnexr ent. Z er. dem Chor öie dog aus. L\m hoben ,h' ?e äußerst klare, i'^ues heraus er. *• Wie Fran, !)uhiich aus dem Beziehung aller 3 h'er der rechte würdigen Höhepunkte des ganzen Festes, an den man mit angenehmer Erinnerung zurückdenken wird. Frohes Volksfesttreiben. „Du kommst aus München, nicht aus Wien?" Er überhörte ihre Frage. „Da du ja auf alle meine Warnungen nicht geachtet hast, so muß ich dir nun mit Tatsachen kommen. Ehe es völlig zu spät ist. Mit unwiderlegbaren Tatsachen, Reh, die dir keinen Zweifel darüber lassen, wie es moralisch mit Ottenrieth bestellt ist. Denn du bist ja klug genug, zu wissen, daß man einem Menschen, der stiehlt, alles zutrauen kann." „Einem, der verleumdet, auch", sagte He, aufs äußerste gereizt. Vergab sie sich nicht eigentlich etwas, tat sie nicht schon ein Unrecht an Ottenrieth, wenn sie hier weiter neben diesem bis zur Sinnlosigkeit Aufgeregten herging und seinen vergifteten Worten lauschte? Aber zugleich war in ihr der starke Wunsch, alle Pfeile zu kennen, die er im Köcher hatte, um so jeder, auch jeder nur eingebildeten Gefahr für den Mann, den sie liebte, zu begegnen. „Also entweder sprichst du jetzt offen, oder ich lasse dich hier stehen wie damals, als du mich selber verdächtigtest. Bitte!" Da begann er zu reden. Er hatte sich alles vorher sorgfältig überlegt, die ganze lange Eisenbahnfahrt über, doch nun, in ihrer Gegenwart, war alles zerstoben, ein Sturmwind Hatte hineingeblasen, und er mußte jedem einzelnen Fetzen seiner wohlbedachten Anklagerede nachlaufen. Er erzählte, w'e er von allem Anfang an Mißtrauen gegen Ottenrieth gehabt habe, aber schon unterbrach sie ihn: „Das weiß ich ja! Das interessiert mich nicht! Er kam darauf zu sprechen, wie in ihm schon während der Aufführung der „Liebesfuge" der Verdacht entstanden sei, daß hier nicht alles mit rechten Dingen zugehe, wie er gefühlt Hobe, daß dMe Musik nicht Ottenrieths geistiges Eigentum sei. Er schilderte, wie er sich tage, und tagelang den Kopf zermartert habe, verspottet von der Tante, die Nicht zu überzeugen gewesen war und immer noch an dem Gedanken festhielt, mit Ottenrieth ein großes Geschäft zu machen s „Na, das erleichterst du ihr aber nicht gerade durch dein Betragen", warf Renata ein „Nein", sagte er trotzig, ich weiß. Und ich weiß auch, daß sie mir gesagt hat, sie enterbt mich, wenn ich ihr das Geschäft verderbe. Aber erstens ist das nicht fo tragisch zu nehmen, und zweitens — wenn schon! Mr ist alles gleichgültig Ich muß diese Sache durchlechten! Ich muß diesem Kerl die Maske —" „Lebe wohl, Fritz", sagte sie, machte auf dem Absatz kehrt und ging in Richtung nach Dem Hasen- decken zurück. . „. . , , Aber er war schon, flink wie em Wiesel, neben ihr. Eängergauführer Ministerialrat Ringöhausen egrüßte nun in seiner Ansprache zunächst die hrengäste, dann alle übrigen Volksgenossen, vor Jem aber alle Sangesbrüder aus dem (Sänger- m. Dann sagte er in feiner längere Rede u. a. «eiter: Der Zweck dieser Sängerfeste ist, die Sänger- tsimeinschaft zu pflegen und Wert und Aufgabe riferer Arbeit und die Bedeutung des Liedes im euen Deutschland zu erkennen und zu erfassen, las deutsche Lied war schon durch alle Jahr- underte ein treuer Begleiter des deutschen Volkes, : wohl in den Zeiten der Macht und Größe als uch in den Zeiten des Niederganges. Und gerade t solchen Zeiten hat es dazu beigetragen, daß das rutsche Volk nicht den Glauben an sich selbst ver- )r. Das deutsche Lied war immer der Ausdruck Rutscher Art, deutscher Sehnsucht und deutscher Berte. Das deutsche Lied, das erklingt „soweit die deutsche Zunge klingt" und heute mehr denn je m unseren Grenzen ertönt, ist der Ausdruck des Isutschen Lebenswillens, der sich durch die Jahr- änderte durchgesetzt hat und auch weiter durch- stzen wird. In den Zeiten in und nach den Freiheitskriegen, In die Sehnsucht aller deutschen Großdeutschland :ialt, haben die Männerchöre trotz der Reaktion iger Dynastien diese lebendige Sehnsucht durch das in das deutsche Herz hineingetragen. Der Inhalt des deutschen Liedes war damals Volk und «eich. In der Zeit des Liberalismus versuchten !iann zersetzende internationale Kräfte feinen Inhalt auf das übertrieben Künstlerische zu verlagern, ttas Nationale war verpönt. Trotzdem war diese . inhaltliche Verschiebung im Volke nicht möglich. Bismartf bezeichnete das deutsche Lied als einen nichtigen Bundesgenoffen, der ihm Divisionen er- Ebenfo wie schon am Samstagabend nach dem Abschluß der Gaufeierstunde entwickelte sich auch am Sonntagnachmittag und bis weit in den Abend hinein auf dem Vergnügungsplatz auf dem Trieb, der von der Volkshalle bis fast zur Artillerie-Kaserne reichte, lebhafter Betrieb.Jn den Bierzelten herrschte überall frohe Stimmung, und die Geschäfte der Schausteller und sonstigen Unternehmer auf dem Juxplatz hatten sich gleichfalls des starken Zuspruchs der Besucher zu erfreuen. Auch hier war auf dex jenen („Spinne- So hat das beut)ehe Lied durchgehalten, bis Der kheit Md glitzern- Mhrer erstand, um oen Weg freizumachep für die »tiefsten deutschen Seelenwerte. Und so quillt heute M (Tenor) balir !im deutschen Liede wieder ein mächtiger Urquell in Können in plf- !«er neuen Zeit. Das Ziel ist das Großdeutsche iner inneren L »eich. Auf dem Deutschen Sängerfest in Breslau mo ber Se* Ichlug für das deutsch- Lied di- Stund- d-r M-d-r- >rViMnn»n in' «burt durch die Anerkennung durch den Führer. mZm'M Ind freudig klingt es nun in allen deutschen Gauen: ÄW i'Sn Bal- ein Reich -in Führer!... _ .. . ' htofpirt Pstnn» finh mich die übermittelte nun den Sängern die herzlichen Grüße und Wünsche des Schirmherrn des Gausängerfestes, Gauleiters Reichsstatthalters Sprenger, denen er als Hoheitsträger im Kreise Wetterau feine Grüße und Wünsche anschloß. Er unterstrich dann besonders, daß zu dieser Feier auch die Partei mit ihren Gliederungen, die Wehrmacht und der Ar- , beitsdienst aufmarschierten, um dadurch zu bekun- , den, daß sie sich mit den Sängern aufs engste verbunden fühlen. So solle es auch immer bleiben, denn der Führer selbst habe ja die Gesangvereine zu einer großen Organisation mit bestimmten Aufgaben zusammengeschlossen. Der Kreisleiter wies dann noch besonders auf die große Bedeutung des Marschliedes und dessen sorgsame Pflege als einer kulturellen und politischen Aufgabe hin, und er wünschte den Sängern zum Schluß, daß sie auch von diesem Feste neue Kraft mitnehmen möchten für ihr Wirken als Sänger zum Wohle des deutschen Volkes und feines großen Führers Adolf Hitler. Oberbürgermeister Ritter sprach den Sängern die herzlichsten Grüße der Gießener Volksgenosseü aus, deren Herzen erfüllt sind voll Dank für das schöne Erleben, das die Sänger unserer Stadt gebracht haben. Er dankte weiter dem Sängergauführer Ministerialrat Ringshausen, Professor Dr. Temesvary und allen Mitarbeitern bei der Vorbereitung dieses schönen Festes. Sodann pries er die hohen idellen Werte des deutschen Liedes, und er erinnerte bei dieser Gelegenheit daran, daß gerade auch das deutsche Lied und die Kampflieder der SA. in den Zeiten der größten Not des Kämpfens und Ringens um Deutschlands Freiheit gute Helfer waren. Der Redner wünschte zum Schluß, daß das deutsche Lied unserem Volke immer die ideelle Kraft geben möge, um des Volkes Schicksal meistern zu können, um ein starkes, einiges und kraftvolles Deutschland, getragen und erfüllt vom Geiste unseres Führers, zu sichern. Eängergauführer Ringshausen schloß die Kundgebung mit dem Treugelöbnis an den Führer: Niemals versagen, niemals verzagen, : dem Mutigen gehört die Welt! Die Lieder des Nation bildeten den Ausklang der Feier. Marsch durch die Stadt. Sonderkonzert Ar. 8. In der Gegenüberstellung des Einzelchors (etwa 70 Mitwirkende) und eines über doppelt so großen Massenchors im zweiten Teil der Konzertreihe lag nicht nur ein besonderer Reiz für die Hörer in der zahlenmäßigen Bedingtheit der Klangkörper, sondern auch im Hinblick auf die musikalischen Durch- Vom Oswaldsgar^ten aus marschierten die Sänger in drei Gruppen, jedesmal die Fahnen geschloffen voraus und die Ehrenabovdnungen der Wehrmacht und der Partei an der Spitze, durch eine Reihe von Straßen zum Trieb. Taufende von Volksgenossen bereiteten unterwegs den Sängern herzliche Sympathiekundgebungen. HemaWel von Gß. Heß. In der vollbesetzten Dolkchalle fand nach dem Eintreffen des Sängerzuges auf dem Trieb die Aufführung des von unserem Heimatdichter Gg. Heß (Leihgestern) verfaßten Heimatspiels „Tanzend' und singend' Volk" unter der Spielleitung von Anton Neuhaus, Spielleiter des Gießener Stadttheaters, statt, lieber dieses neue Werk von Georg H e ß und über die Mitwirkenden haben wir in unserer Vor- schau am vorigen Freitag (Nr. 157 vom 8. Juli) bereits eingehend berichtet. In diesem Sinne sind auch die Sänger Soldaten lies Führers und die Träger kulturellen deutschen gutes. Kraft und Glück ruhen in der Gemein- chast, in ihr liegt Zukunft und Freiheit des deut- djen Volkes. Dies in das deutsche Volk hineinzu- H-agen, ist Aufgabe der Sänger, getreu dem Ge- wbnis: Treu dem Führer, treu dem Volk, treu . ns selbst! Begeistert erklang der Gruß an den Führer über den weiten Platz. Der wuchtige Massenchor „Der Gott, der Eisen wachsen ließ" betonte und unterstrich nochmals die irefflichen Ausführungen über deutschen Wehr- und Am Sonntag frühnachmittags marschierten diel änger in drei Marschblocks mit ihren Fahnen m drei Sammelplätzen in der Stadtmitte aus zum öwaldsgarten. Tausende von Männern und Frauen itten sich dort als Sänger oder als Zuschauer zu er Gaukundgebung des Sängergaues II mit d e n Gliederungen der Partei nb der Wehrmacht eingefunden. 422 Ge- engoereinsfahnen wurden mitgeführt und in gro- jm geschlossenen Gruppen beiderseits des Redner- sdiums aufgestellt; hier waren auch die Ehren- ooorbnungen der Gliederungen der Partei, der ! Wehrmacht und des Arbeitsdienstes aufmarschiert. ! er riesige Fahnenwald bot ein farbenfrohes Bild, i essen Umrahmung durch den Aufmarsch der ! ausende sehr eindrucksvoll war. Hell erklang zu Beginn der Kundgebung aus ! aujenben von Sängerkehlen der Deutsche «Sänger» „Entschuldige, Reh, ich bitte wirklich um Entschuldigung. Es ist mir so herausgerutscht, ich werde nicht wieder solche Ausdrücke — höre mich nur an!" „Also, benimm dich gesittet", erwiderte sie, ohne jedoch noch einmal umzudrehen. Er gab sich fortan wirklich Mühe. So rrchig er konnte, berichtete er, wie ihm nach und nach — und besonders seit er die gedruckte Partitur gekauft und studiert — immer deutlicher geworden war, daß er gewisse charakteristische Motive dieses Werkes schon einmal gehört und daß sie ihm damals großen Eindruck gemacht hatten. Aber wo, wo, wo? Und ganz plötzlich, da war es chm wie Schuppen von den Augen gefallen! Da hatte er sich an Hagepreester erinnert und an die Partitur, die der Professor ihm vor Jahren — vor fünf Jahren einmal zu Durchspielen gegeben. Diese Arbeit eines gefallenen Musikstudenten und persönlichen Schülers — ja, richtig, da hatte er schon einmal alle diese Motive gehört. Nicht eins oder zwei, nein, ein ganzes Dutzend! Alle Hauptmotive der „Liebesfuge'! „Und da meinst du nun, daß Ottenrieth sie von diesem anderen Musiker — abgeschrieben hat? Sags nur rund heraus, das meinst du doch?" Renata sprach, ohne ihn anzusehen, sie ging zu seiner Rechten und blickte erhobenen Kopfes geradeaus, aber in ihrem Herzen kämpften Zweifel und Vertrauen, Unglaube und Glaube, und eine große Verwirrung herrschte dort, daß es schwer war, so ruhig zu scheinen und zu sprechen. Um Gottes willen, was bedeutete denn das? Was war denn das? Armbruster war zwar manchmal ein Esel, aber doch in musikalischen Dingen fein Dummkopf. Wenn er so etwas sagte, zu ihr sagte, bann sprach er nicht ms Blaue hinein, dann war irgend etwas daran! Aber sie dachte an Ottenrieth, und alle Zweifel sanken zu Ät einem riesigen lütter sich lanM m Ruck, die Blut- helles Licht über i Tages aber miro ofpe sich auftun.-- n Geweih, der Ja , hbock. Hamsters tu jammeln.Mnri r er(te Grashup er, uS, ein Wh Ä die W k'rin #>"1 änni« f-Rj e5? "I* leele, . rfb« d-- noch wird ‘5 messen- « guli ßiebeÄaW irn über d „ der Juli' findet n ,ten INonatsh ^LtSrünhE iS-"' Ei!» Äf 1 Geheimer ^,ch "91917 d-l 'b2 - ®6^i< sLS Atzelm „Langsam, langsam, Reh! Ich habe dir sehr viel zu sagen, und ich bin überzeugt, du wirst es mir Lanken, daß ich dich aus einer Situation befreie, in die du in deiner grenzenlosen Unerfahrenheit tineingerannt bist. Sieh daraus, Rehlein, daß mein Herz immer noch unverändert an Dir hangt. Sie schüttelte unwirsch den Kopf. „Ich bin wirklich verlobt, nicht nur in der Pham iafie der Zimmermädchen im Benaco. Und ich mochte dich bitten, dem Rechnung zu tragen, wenn bas, was du mir sagen willst, etwa Ottenrieth betrifft. Es gibt da eine Grenze, über die hinaus ich nichts Horen will. Gehen wir also em Stückchen?" Sie setzte sich in Bewegung, er ging neben ihr her, den Kopf hängen lassend. Also wirklich, dachte ir unablässig. Ich bin also doch zu spät ge- lommen. „Nun, du schweigst?" „Ja. Weil es mir so schwer fallt, dich zu quälen, Neh. Du mußt nicht denken, daß ich.es aus Haß gegen Ottenrieth -tue, obwohl ich ja wirklich Gruno habe, ihn zu hassen. Ich tue es. nur aus Sorge im dich. Weil es mir entsetzlich wäre, daß du leiben mußt, wenn er entlarvt wird/ „Aber Fritz", lachte sie, und hatte doch eine kleine,, bösartige Angst in der Kehle dabei „Entlarvt! In was für Ausdrücken redest du? Hast du ungefangen, Detektivromane zu lesen, seit ich fort bin von Wien?" „ „Nun laß mal alle Redensarten beiseite, Reh^', jagte er, ärgerlich über ihren spöttischen Ton. „Cs bandelt sich durchaus nicht um Detektivromane, sondern um Tatsachen. Höchst nüchterne Tatsachen. Wämlid) um die Tatsache, ob es dir angenehm ist, inen Menschen zu heiraten ober auch nur seine Braut zu fein, der in Kürze in allen Zeitungen als notorischer Dieb angeprangert sein wird.' Wie unter einem Schlag zuckte Renata zusammen. Sie mußte sich zur Ruhe zwingen. „Wer so viel gesagt hat, muß mehr sagen, Fritz. „Natürlich! Selbstverständlich! Dazu bin ich ja Dierhergekommen. Dazu habe ich ja die Reise nach München gemacht." Stellte die vorige Veranstaltung zwei Männerchor. Körper einander gegenüber, so vereinigte diese Kon- zertstunde die „Liedertafel" e. D. 1842 Darmstadt (Frauen- und Männerchor); „Sängerlust" 1849 Darmstadt und „Liedertafel" 1920 König i. Odw. (Frauen- und Männerchor) unter der Leitung von Karl Grim zu abwechslungsreicher Folge von Männerchören, Frauenchören und gemischten Chören. Mit Recht hatte man darum den ersten Teil Johannes Brahms eingeräumt mit seinen „Fünf Liedern für vierstimmigen Männerchor" op. 41 (1867). Der-Leiter ließ hier die einzelnen Vereine mit besonderem Anteil hervortreten. Durchweg war hier auf einen schönen Klang ^gearbeitet worden, besonders aber „Freiwillige her" ließ mit seiner zündenden Macht die gesamten Vereine in vollster Fähigkeit sich beweisen. Dazwischen gaben die Frauenchöre aus op. 44 die „Barcole" und der „Bräutigam" (Jos. von Eichendorff), hier Mensch- liches und Naturgeschehen im romantischen Schauer Besuchern, die den weiten Raum der Dolkshalle fast bis zum letzten Platze besetzt hatten, mit starker Spannung verfolgt. Und in der Tat war dieses große Interesse durchaus am Platze, denn die Aufführung sowohl als auch die abwechslungsreichen Bühnenbilder waren der vollsten Anerkennung wert. Den Darstellern, in deren Mitte der Autor Georg H e ß selbst in bäuerlicher Tracht mitwirkte, ebenso auch dem großen Sängerchor wurde oft bei offener Szene lebhafter Beifall gezollt. Am Schlüsse der Darbietung wollte der außerordentlich starke Beifall, der hier besonders Georg Heß als Autor und Anton Neuhaus als Spielleiter und fünft- lerifchen Gestalter galt, mit großer Herzlichkeit aber auch den vielen Mitwirkenden zugewandt war, schier kein Ende nehmen. Das Erlebnis dieser schönen Aufführung war einer der besonderen denk- arbeitungsmöglichkeiten. Der Gesangverein „Einigkeit" Mörfelden ist unter der führenden Hand von Karl D i e t h e r (Frankfurt a. M.) zu einem Organismus geworden, der dem Dirigenten ein Durchsetzen seines musikalischen Willens bis zum Letzten ermöglicht; denn jeder Sänger ist unabhängig vom Notenblatt und ganz auf die musikalische Situation eingestellt. In intensiver Arbeit sind die klanglichen Ausmaße zu höchster Fähigkeit entwickelt. In schönstem Ausgleich vermag dieser Chor aus einem weichen schwebenden Pianissimo sich in mannigfachen Graden und Abstufungen bis zu einem glanzvoll strahlenden, ausladenden Fortissimo zu entfalten. Die vielfachen dynamischen Anforderungen der einzelnen Chorsätze, wie in Paul Geilsdorfs „Türmerlied" oder in der Dolksliedvariation „Der Tod von Flandern" von Mohler und am stärksten die sich türmenden Höhepunkte in Lachners „Hymne an die Musik", ließen den Willen und die Eindringungskraft des Dirigenten sich ungehindert nachgiebig in Klang umsetzen und im Verfolgen der Angaben des Chorleiters die musikalische Vorlage restlos erschöpfen. Denn der Dirigent war bis zu dem vorgedrungen, wo Wortbehandlung und musikalische Linie sich in organischer Einheit finden, und so war die Textbehandlung in ihrer musikgebundenen Deflamation ebenso ausgeglichen, wie die Wortaussprache in äußerster Deutlichkeit und doch ohne Ueberbetontheit und Markiertheit sich ständig bewies. Gerade den Sätzen, die mehr zum Volkstümlichen hinüberwiesen, wie „Ständchen" von Wolfrum und die volksliednahen Chore „Horch, was kommt von draußen rein", „Bettlerlust" und vor allem „Spinn, Mädchen, spinn", war eine so feine Artikulation, Pointierung und Stimmungskraft eigen, die den Hörer begeistern mußte, so daß die letzte Gabe wiederholt werden mußte; ein Beispiel hoher, im Musikalischen und Gesanglichen fundierter Chorkultur! Dem gegenüber legte im zweiten Teil der Veranstaltung die Chorgruppe Jäger (MGV. „Cinttacht" Darmstadt-Arheilgen, SV. „MGV.- Liederkranz" Groß-Zimmern, Männerchor Heusen- stamm, SD. „Sängerlust-Edelweiß" Urberach, GV. „Sängerluft" Wixhausen) unter der Leitung von Georg Jäger (Frankfurt a. M) besonderes Gewicht auf die klangliche Wucht des Massenchores, die Chören wie „Kamerad Deutscher" von John l Julia Scheffler und Rudolf Hoffmanns „Wieland, . der Schmied" vollauf zustatten kommen und durch l die für das Ohr fast überwälttgende Fülle gewan- > nen. Ebenso war der Ausklang von Viktor Clarigs i Czajanek „Jung und ffoh" glanzvoll strahlend. Das , Schlußfugato („Rund herum") in Pehms „Pan an i die Sterne" war mehr auf die krafterfüllte Einzel- . linie ab gestimmt, als auf die bei einem Massen- i chor schwerer zu erringende innere Plastik. Dr. Hering. I Gängergauführer Konzeck, Herne, als Vertreter des Bundesführers überbrachte dessen und der Deutschen Sängerbund-Führung herzliche Grüße, feierte die Lied- und Volksgemeinschaft, denen die ideelle Arbeit der Sänger gilt, wies auf den reichen inneren Gewinn der Sänger für dieses Mühen hin und richtete schließlich an die Sänger die Mahnung, stets in echter Sängergemeinschast ihre volle Schuldigkeit im Sinne des Kulturprogramms des Deutschen Sängerbundes zu tun. Der Massenchor „Wo gen Himmel Eichen ragen" unterstrich die packenden Mahnworte des Redners. Kreisleiter Backhaus ruß. Dann folgte unter Leitung des Gauchorleiters hrof. Dr. Temesvary (Gießen) der Massenchor i Dantlieö" von Tücher, anschließend der Chor herauf, herauf!" von Cornelius. M.O M 1 * 'OBJ Hlllllll aus- ct/» die 5 C.Q = Z'° e a. a. S jb o ;äSio E_ÖJ,2 3'-£ l e n z auf DKW. vor dem begabten Marburger Lottes, ebenfalls auf DKW., den Sieger. Im Rennen der L-Klafse der Lizenzfahrer (bis zu 500 ccm) gab es zunächst ein Duell zwischen den Brüdern Rührschneck. K. Rührschneck fiel aber dann gegen seinen Bruder Otto ab, bis der Danziger Ziemer (NSU.) aufrückte und m die Entscheidung eingriff. Mit guten Aussichten lag über einige Runden der Bremer E. Becker (BMW.) in der Spitzengruppe, er konnte sich aber auf die Dauer nicht behaupten. Rührschneck und Ziemer machten die ersten beiden Plätze unter sich aus. Rührschneck siegte mit einem Durchschnitt von 99,0 km/st. Und dann die Sportwagen ... Mit großer Spannung sah man dem Start der Sportwagen entgegen, die zum erstenmal zu einem Wettkampf auf dem Schottenring auf die Bahn kamen. Das Debüt, das die Sportwagenfahrer dabei gaben, gestaltete sich so eindrucksvoll^ daß man damit rechnen darf, daß auch dieses Rennen zum selbstverständlichen Bestandteil von „Rund um Schotten" wird. Etwa 25 Wagen stellten sich in zwei Klassen (bis 1500 ccm und bis 1100 ccm) dem Starter. Die stattliche Anzahl der Wagen bot ein eindruckvolles Bild. Die meisten Wagen waren auf Stromlinie „windschlüpfig" gearbeitet; eine Anzahl der Wagen war in der Karosserie von den Fahrern selbst konstruiert. Der silbrige Glanz des Leichtmetalls herrschte dabei vor. Einige .,Neander"-Wagen fielen durch ihre eigenartige Form auf. Im Rennen selbst Für die Zuschauer wirkte sich das ungünstige Wet- ' ter insofern schlecht aus, als Tausende über geraume Zeit fast schutzlos im Regen standen und — hielten! •2 E E € Ee I fr' « 1 3 E $.5 Ar «e « •~c_ « "" Links: Das stattliche Feld der Ausweisfahrer der Klaffe A und B am Start. — Der Startschuß ist gefallen. Unter äußerster Konzentration versuchen die Fahrer ihre Maschinen in Schwung zu bringen, um dann sofort aufzuspringen. Es gelang allen! Unten links: Einer der Sportwagen in der Spitzkehre nach dem Start. Unten rechts: Prinz Richard von Hessen bei der Verteilung der Ehrenpreise. (Aufnahmen s3s: Neuner, Gießener Anzeiger.) -2.H3 £2 o kampf verlängert. Dieses Treffen war gerade der Gegensatz zu dem vorhergehenden Spiel. Während sich bei beiden Reseroevertretungen dem Auge ein in jeder Beziehung faires Spiel bot, während hier oft ausgezeichnete, flüssige Kombinationszüge zu sehen waren, bot dieser Kampf der beiden ersten Mannschaften em weniger schönes Bild. Die harte Note, die hier oftmals etwas zu stark zur Geltung kam, wl.rkte sich auf die rein spieltechnischen Leistungen beider Mannschaften nachteilig aus. Der Spielverlauf: Während der ersten Halbzeit sind die Männerturner leicht tonangebend und verschaffen sich eine Halbzeitführung von 3:1. Sie Turner, die das Spiel mit einigem Ersatz bestreiten müssen, kommen in der 9. Minute durch Fehrenbach zum ersten Tor. Sofort liegen die Soldaten im Gegenangriff, und ein Deckungsfehler der Hintermannschaft gibt ihnen Gelegenheit zum freistehenden Schuß; aber Strack ist noch da! In wundervoller Parade meistert er den Ball von der linken unteren Ecke ins Aus. Wieder ist es Fehren- bach, der in der 13. Minute durch einen unheimlichen Fernschuß erfolgreich einsenden kann; aber die Sol- daten lassen nicht loder, und verkürzen auf 2:1. Die Angriffe der Männerturner erweisen sich als weitaus gefährlicher. Nach dem Wechsel liegen die x wieder in Front und vergrößern durch ihren Mittelstürmer auf 5:1. Ein Freiwurf' bringt die Gäste zum Gegentor. Angespornt durch rr^U*c^auer' I)aIten &ie Soldaten den Kampf nun vollkommen ausgeglichen; zäh und verbissen wird um den oieg gerungen, oftmals streift der Kampf die Grenzen des Erlaubten. Im Alleingang und schönem Durchspiel knallt Fehrenbach aufs Tor, und &nOd) ^rhüter starten kann, zappelt der § ß 1171 6 :2. Eine letzte Dranqperiode der Sonaten bringt noch zwei Erfolge, reicht aber nicht mehr aus zum Sieg. Der Sieger spielte in der Aufstellung: Strack Seipp Krausch R. Lubke Klein Möckel Krausch K.H. Pfeifer Fehrenbach Brenner Winter . ^«Überreichung der beiden Wanderpreise an den Mannerturnverein fand im Anschluß an die Veranstaltung statt. Be £-~z> Weckerling in der Tour an zweiter Stelle. Der Magdeburger Otto W e ck e r l i n q war auf der vierten Etappe der „Tour de France" von Nan- tes nach Royan mit dem Chemnitzer Hauswald ver- wechselt worden und dadurch an Stelle Hauswalds auf den 79. Platz gesetzt worden. Nun hat die Renn- eitung den von Weckerling eingelegten diesbezüglichen Protest anerkannt, so daß der Magdeburger nunmehr in der Gesamtwertung wieder an zweiter Stelle hinter dem Luxemburger Maserus liegt. Bei der Tour de France" gewann Weltmeister Me ul en berg (Belgien) die fünfte Etappe von Royan nach Bordeaux über 198 Kilometer Am Etappenziel trafen 64 Mann geschlossen ein, darunter auch die Deutschen Wengler, Hauswald, Scheller, Wendel, Overbeck und Arents. „Rund um Schotten" unter Regenschauern. 65000 Zuschauer. - Sportwagen ausgezeichnet im Rennen. - Trotz nasser Bahn her vorragende Zeiten. — Rennen ohne ernsten Unfall Das große motorsportliche Ereignis unserer ober- hessischen Heimat gehört nun auch der Pergangen- heit an. Das 12. Rennen „Rund um Schotten" stellte die ganze heimische Landschaft in das Zeichen des Motorsportes. Auf allen Straßen donnerten die Motore der Bielen, die Zeuge des Kampfes sein wollten, den die Besten der Kraftfahrer unter sich austrugen. Schotten und die Rennstrecke war für alle Freunde des Kraftfahrsportes in weitem Umkreis zu einem Magnet geworden und niemand scheute die Fahrt über Hunderte von Kilometern Entfernung, um mit dabei zu fein. Schon zu früher Stunde setzte der Zustrom der Zuschauer ein und in schier endlosen Kolonnen zogen Kraftwagen, Omnibusse und ein Heer von Motorrädern auf den zum größten Teil ausgezeichneten Hauptstraßen nach dem Vogelsberg. Stundenlang dauerte die Anfahrt der Zuscbauermassen. Aber auch mit der Eisenbabn kamen Tausende von Volksgenossen. Viele Jugendliche fuhren in Rudeln auf Fahrrädern herbei und auch von ihnen scheute mancher die Reise über viele Kilometer nicht. Im frühesten Morgengrauen hatten sie sich ausgemacht und zu nächtlicher Stunde erst kamen sie heim. Aber! „Rund um Schotten" mußte man gesehen haben!, Schlechtes Wetter! Das Reifen stand nicht unter dem besten Stern. Es fand vielmehr unter ständigen und kräftigen Gewitterschauern statt. Hin und wieder kam spärlich und oft nur für wenige Minuten die Sonne, trocknete einigemale die Bahn, die wenig später dann wieder mit den Wassermassen heftiger Gewitterregen überschüttet wurde. Die Stimmung wurde dadurch nicht gehoben. Die Zuschauer flüchteten unter Zelte und bauten sich aus Regenmänteln Unterstände, die Fahrer aber standen zur allgemeinen Bewunderung die Rennen eisern durch und fuhren hervorragende Zeiten, wenn es ihnen auch nicht gelang, an die Streckenrekorde von Heiner Fleischmann (1937 = 113,28 km/st) oder gar von Steinbach (1936 = 120,85 km/st) heranzukommen. Der Danziger Ziemer fuhr auf NSU. gestern die schnellste Runde mit 109,3 km/st. In Anbetracht der schlechten Weiterung muß diese Zeit als außerordentlich gut bewertet werden. Ee=. »-tr'e' „Oberste Nationale Sportbehörde für d i e deutsche Kraftfahr t". Zahlreiche Kameraden aus dem NSKK. sicherten dem Rennen den glatten Verlauf. Gruppenführer Prinz Richard von Hessen, der schon während aller Trainings- tage dabei war, teilte sich mit dem Führer der NSKK. - Motorgruppe Westmark, Gruppenführer N. Eiden, in die Gesamtleitung und übernahm das Schiedsgericht. Rennleiter war wieder Sturmführer Dienemann. Für den Sicherungsdienst waren Standartenführer Nagel M/147 Gießen, Staffelführer Dr. Schäfer M/147 Gießen und Oberstaffelführer Schäfer M/146 Hanau verantwortlich. Zahlreiche NSKK.-Kameraden der Standarte 147, insbesondere aus Gießen, standen während des ganzen Tages in schwerem Dienst. Mancher von ihnen hatte dabei gar nicht immer die Möglichkeit, die Rennen selbst zu sehen oder gar zu verfolgen. Aber opferbereit dienten sie alle der großen Sache. Eine Fülle der Arbeit erwuchs dem Sicherheitsdienst iy der Leitung des Kraftfahrzeugverkehrs zu den einzelnen Parkplätzen. Selbstverständlich waren auch in jeder anderen Hinsicht sorgfältige Vorbereitungen getroffen worden. Sieben Lautsprecher, die sehr weit zu hören waren, funktionierten ausgezeichnet; die Fernsprechverbindung zu den Fahrtbeobachtern war ebenfalls sehr gut. Der Nachrichtendienst auf der gesamten Strecke wurde von der Wehrmacht (Nachrichtenabteilung Frankfurt a. M.) durchgeführt, und trug wesentlich zum Gelingen bei. Die Zuschauer konnten stets über den Rennverlauf unterrichtet werden Der Sanitätsdienst war ebenfalls vorbildlich organisiert Auch Kameraden unserer GießenerSanitäts- bereitschaft waren mit ihrem neuzeitlichen Wagen dabei. Sie brauchten aber nicht einzugreifen. M - o aS-^E ? 3 0 .. %E * 5 * 61 a konnte man beobachten, daß sich die Wagenfahrer inzwischen mit der Strecke innig vertraut gemacht hatten, denn sie blieben in ihren Zeiten nicht hinter denen' der Motorradfahrer zurück. In der Klasse bis 1500 ccm stellte W. Assenheimer (Heilbronn) auf MG. den Sieger mit der Geschwindigkeit von 101,7 Kilometer. In der „kleinen" Klasse wurde das Rennen zu einem Triumph für Fiat. Vier Wagen dieses Werkes wurden von ihren Fah. rern auf die ersten Plätze gesteuert. Sieger wurde hier Reichenwallner (München) mit 93,8Kilometerstunden. Siegerehrung. Den Ausklang des Tages bildete dann die Sieger-Ehrung am Start unö Zielplatz. Gruppenführer Eiden (NSKK.-Motorgruppe Westmark) nahm nach einer kurzen Ansprache, in der er allen Beteiligten dankte und das Rennen als einen schönen Erfolg des deutschen Motorsportes kennzeichnete, im Auftrage des Korpsführers Hühnlein die Siegerehrung vor. Den Fahrern wurden zahlreiche prächtige Ehrenpreise überreicht, die von den Siegern mit berechtigtem Stolz entgegengenommen wurden. Mit dem Gedenken des Führers und den Liedern der Nation fand die Feier ihren Abschluß, Die Ergebnisse. Hloforräber: Ausweisfahrer: Klasse bis 250 ccm: 1. Wolf (Wiesbaden) auf DKW., 59:30,3 -- 97£ km/st (sechs Runden = 96,48 km); Klasse bis 35 0 ccm: 1. Wünsche (Borsberg) auf Norton, 59:15,2 = 97,5 km/st; Klasse bis 500 ccm: 1. Forstner (Neckarsulm) auf NSU., 55:52,2 — 103,6 st/km. Lizenzfahrer: Klasse bis 250 ccm: 1- Gablenz (Karlsruhe) auf DKW., 1:22 = 94,2 km/st, 2. Lottes (Marburg) auf DKW., 1:23,7 = 92,8 km/st, 3. Pätzold (Giersdorf) auf DKW-, 1:23,8 — 92,8 km/st, 4. Voßhöller (Greven) auf DKW., 1:27,11 = 88,6 km/st, 5. Schneider (Klingenthal) auf DKW., 1:28,2 = 87,7 km/st. Klaffe bis 350 ccm: 1. Bodmer (Neckarsulm) auf NSU., 1:15,3 -- 102,8 km/st (schnellste Runde mit 107,3 km/st), 2. Richnow (Berlin) auf Rudge, 1:16:12,3 = 101,3 km/st, 3. Nitschky (Karlsruhe) auf Norton, 1:16:44,3 = 100,6 knVst, 4. Hentze (NSU.), 1:17:05 = 100,1 km/st, 5. Schön (Frankfurt) auf Delocette, 1:18:05 = 98,8 km/st, 6. Hasel- deck (Nürnberg) auf Norton, 1:18:06 = 98,8 km/st. Klasse bis 500 ccm: 1. Otto und K. Rührschneck (Nürnberg) auf Norton, in totem Rennen, 1:17:47 = 99,2 km/st, 3. Ziemer (Danzig) auf NSU., 1:17:56 = 99 km/st, 4. Erich Becker (Bremen) auf BMW., 1:19:17 = 97,3 km/st, 5. Hildebrandt (Hamburg) auf BMW., 1:23:37,1 = 92,3 km/st. Sportwagen: Klasse bis 1100 ccm: 1. Reichenwallner (München) auf Fiat, 51:25,3=94,6 km/st, 2. Sörgel (Köln) auf Fiat, 51:44,2 = 93,3 km/st, 3. Zinn (Meiningen) auf Fiat, 52:49,3 = 91,4 km/st. Klasse bis 1 500 ccm: 1. Assenheimer (Heilbronn) auf MG., 47:28,4 = 101,7 km/st, 2. Wiswedel (Berlin) auf MG., 47:32,4 = 101,5 km/st, 3. Werneck (Garmisch-Partenkirchen) auf BMW., 47:34,4 = 101,4 km/st, 4. Glöckler (Frankfurt) auf Hanomag, 46:52 = 98,2 km/st. E^ V 3 Glücklicherweise ging es, wenn auch nicht ohne Stürze, so doch ohne ernsteren Unfall ab. Lediglich Brechmann (Paderborn) mußte mit Prellungen und Kohlus (Bayreuth) mit einer Kniegelenk- oerletzung in das Krankenhaus gebracht werden. Die Anlage der Parkplätze war nach Erfahrungen früherer Jahre so gestaltet, daß sich Zu- und Abfahrt ohne Schwierigkeiten vollzogen. Da allgemein „Kameradschaft der Straße" geübt wurde, vollzog sich der Zustrom der vielen tausend Fahrzeuge, wie auch die Abfahrt vollkommen reibungslos. Im Dienste der Verkehrsregelung leisteten Gendarmerie und Polizei aus weitem Umkreis hervorragende Arbeit. Von einigen Ausnahmen abgesehen verhielten sich die Zuschauer sehr diszipliniert. Interessant war es übrigens zu beobachten, wie überall in den Orten an den Hauptverkehrsstraßen insbesondere in den Kurven die dörfliche Bevölkerung stand und den Verkehr beobachtete. Die Jugend verfolgte aufmerksam die Kurventechnik der einzelnen Fahrer, die auf dem Wege nach ober von Schotten ihr Dorf passierten. Das Interesse für den Kraftsport gewinnt in unserem Oberhessen immer mehr an Umfang. Die Strecke im Rechtskurs. Während der vorausgegangenen Trainingstage hatten sich die Fahrer mit dem erstmalig gefahrenen Rechtskurs bereits sehr gut vertraut gemacht. Die Kurven nahe dem Ziel und am Laubacher Kreuz wurden von vielen der Fahrer geradezu virtuos genommen. Auf der Geraden nach Götzen und an der Feldkrücker Höhe hinauf wurde aus den Motoren das Letzte herausgeholt. In der Poppenftruth mußten die kurzen Kurven — abwärts und dazu regennaß — sehr vorsichtig genommen werden. Dafür aber wurde zwischen Poppenftruth und Rudingshain, wie auch zwischen Rudingshain und dem Start- und Zielplatz so „aufgedreht", daß den Zuschauern Hören und Sehen verging. Oie Kämpfe der Solokrafträder. Zuerst starteten, auf die Minute pünktlich um 10 Uhr, die Ausweisfahrer der Klaffe B (bis 350 ccm) über 6 Runden (je 16,08 Kilometer), also über 96,48 Kilometer. Allerdings war die Zahl der Startenden kleiner, als es ursprünglich erwartet war. Mehrere Fahrer, die die geforderte Zahl der Trainingsrunden nicht erfüllten, schieden aus, andere hatten ihre Meldungen zurückgezogen. Immerhin ergab sich noch ein überaus stattliches Feld, das geschlossen davonzog. Aber schon nach Götzen hinauf löste sich das Rudel auf. Zwei Minuten später krachte der Startschuß für die Ausweisfahrer der Klaffe A (bis 250 ccm), ebenfalls über sechs Runden. In der Klasse B setzte sich Wünsche (Borsberg) auf Norton erwartungsgemäß an die Spitze, nachdem über zwei Runden der Neckarauer Weidener, ebenfalls auf Norton,, geführt hatte, bann aber ausschieb. Wünsche brachte burch seine überlegene Fahrtechnik mit 97,5 km/st ben Sieg in biefer Klasse an sich. An zweiter Stelle kam ber Münchener Eber (auf Norton) ein. Ein her- oorragenbes Rennen fuhr ber Sieger ber Klasse A, E. Wolf (Wiesbaden), der mit seiner 250 ccm DKW. nur 15 Sekunden mehr brauchte, als Wünsche mit seiner 350 ccm Norton. Wolf ließ seine Konkurrenten erheblich hinter sich. Im zweiten Rennen des Tages wurden sehr gute Zeiten erzielt, da das Rennen zum Teil auf trockener Bahn bestritten werden konnte. In der Klaffe C der Ausweisfahrer (bis zu 500 ccm) gab der Neckarsulmer Forstner auf NSU. ben Ton an. Allerbings war ihm Otto (Birlenbach) auf Rudge, ber bie ersten zwei Runben führte, während der weiteren Runden immer hart auf den Fersen. Beide belauerten sich argwöhnisch und lieferten sich einen begeisternden Kampf. In ihren besten Runden waren sie nur mit Sekunden zeitunterschiedlich voneinander entfernt. Einen ähnlichen Zweikampf gab es in der 8-Klasse der Lizenzfahrer (bis 350 ccm), öas zusammen mit dem der A-Klasse (bis 250 ccm) bas britte Rennen bes Tages barstellte Der Fabrikfahrer B o b m e r auf NSU. lag mit H. Richnow (Berlin) auf Rubge in einem giganti» jchen Kampf. Abwechselnb hatten sie bie Führung. ®qt auf ben letzten Runben konnte Bobmer einen Vorsprung herausarbeiten, ber ihm ben Sieg gegen 3 - 0 Q 3 £ cQ E ec E 1 2; Das am vergangenen Samstag auf dem Universitätssportplatz ausgetragene 2. Turnier ber Ortsgruppe Gießen brachte nicht ben Erfolg, ben man allgemein von einer berartigen Veranstaltung erwartet hatte. Nicht nur bie schwache Mannschaftsbeteiligung ber Vereine, auch ber Besuch biefer Veranstaltung ließ viel zu wünschen übrig. So kam es, baß bie Spvgg. 1900 noch im letzten Augenblick ihre Mannschaft infolge Spielermangel zurückziehen mußte, jo baß nur noch ber Luftwaffensportverein und Männerturnverein in beiben Klassen mit je einer Mannschaft vertreten waren. Cuftroaffenfportoerein II — 7Mv. II 1:5 (1:3). Wenn diesem Spiel der zweiten Vertretungen beider Vereine auch nicht bie Bedeutung zukam wie der Begegnung zwischen den ersten Mannschaften, so war man auf .den Ausgang dieses Treffens nicht minder gespannt, galt es dach den wertvollen Wanderpreis dieser Gruppe zu erringen. Das Ergebnis überrascht injofern, als die Soldaten gegen die noch außerordentlich j^uge Mannschaft der Männerturner eine eindeutige Nieoerlage bei verkürzter Spielzeit einstecken mußten. Schon kurz nach Anpfiff machte sich eine leichte Ueberlegenheit der Mtv.er bemerkbar, und Lindenstruth konnte schon in den ersten Minuten im Anschluß an eine schöne Kombination zum ersten Tor einsenden, .dem Möckel kurz darauf mit einem ausgezeichneten Schuß nachkam. Obwohl die Soldaten zeitweise drängten, lief sich ihre Angriffsreihe entweder in der gut arbeitenden Hintermannschaft des Gegners fest oder wurde schon frühzeitig durch die Läuferreihe abgestoppt, so daß der Mtv.-Schlußmann verhältnismäßig leichte Arbeit hatte. Auch in der Zweiten Halbzeit blieben die Männerturner stets leicht überlegen, wenn auch die Ausbeute an Erfolgen nicht mehr so groß war. Zwei weitere Tore vergrößerten den Vorsprung aus 5:1 und geben mit dem Schlußpfiff den Männerturnern den verdienten Sieg. Cuftroaffenfpotfoerein I — 7Mv. I 4:6 (1:3). O)E 4> «uS.'Q E^ k 4> & ® 9, 2 J 2 ' <0 ** 5 E » : 3 - £ s-S - ~ . C T; / 4> «Q £ E E O C ~ 4» E , n .2. , s E 4» ö» kJ ‘b o E.E c. E e'<£ LLL^EZZ 4- ®4>; 2— -SX. 4J ®E tot 3 dH 4. t- <3 ’E 3 ä »s