Rr.85 Erstes Blatt 188. Jahrgang Montag, 11. April 1938 LrlchetM täglich, außer Sonntags und Feiertags Setlagen: Die Illustrierte Gietzener Familienblätter Heimat im Bild • Die Scholle Monatr.vezugrpreir: Mit 4 Beilagen RM.1.95 Ohne Illustrierte e 1.80 Zustellgebühr , -.25 Auch bei Nichterscheinen von ^einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Zernfprechanschlüste unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Stehen poftscherNonto: Zrantfurt am Main 11688 Eichener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: vrühlsche Univerfitätsdruckerei R. Lange itt Sieben. Schriftleitvng und Geschäftsstelle: Zchulftratze 7 Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8'/,Uhr des Vormittags Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rps., für Textanzeigen von 70mm Breite 50 Npf.,Platzoorschrift nach oorh.Vereinbg.25°/, mehr. Ermähigte Grundpreise: Stellen-, Vereins», gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Rpf., Familienanzeigen, Bäder-, Unterrichts- u. behördliche Anzeigen6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B Ein Volk, ein Reich, ein Führer. Das ganze deutsche Volk bekennt sich in überwältigender Einmütigkeit zum Führer und seiner Entscheidung. Volkes Glimme. Ein nationaler Festtag von einzigartiger Bedeutung ist zu Ende gegangen, ein Tag stolzer Freude und unendlichen Glückes, ein Tag froher Ernte. Ein Aufklärungsfeldzug ohnegleichen hatte unter der Leitung von Reichsminister Dr. Goebbels, dem unumstrittenen Meister der modernen Propaganda, feine Geschosse zu einem wahren Trommelfeuer von unwiderstehlicher Wucht vereinigt auf die letzten Verschanzungen des kleinen Rests der „unpolitischen Menschen", der Lauen, Bequemen, Denkfaulen, der innerlich Unfreien, die vielleicht noch mit alten Hemmungen ehrlich rangen, die sich immer noch wehrten gegen das Ueberwältigende der Größe dieser Stunde deutscher Erfüllung. Sie hatte der Führer in seiner Wiener Rede am Vortage der Abstimmung noch einmal in von Herzen kommenden und zu Herzen gehenden Worten ausdrücklich angesprochen und bei ihrer Liebe zu ihrem Volk, ihrer Verantwortung vor der Geschichte gepackt. Aber vorher waren in beispiellosem Ausmaß Presse, Rundfunk und Film, Bild und Plakat, Flugblätter und Spruchbänder eingesetzt worden, um auch den Letzten in Stadt und Land aufzurütteln, ihm die Größe des Geschehens nahezubringen und ihn aufzufordern, hinter den Entschluß des Führers zu treten. Als eindrucksvollstem Mittel der Aufklärung aber hat sich wiederum, wie stets in den langen Jahren des Kampfes um die Macht, die Massenversammlung erwiesen, die den führenden Männern der Bewegung Gelegenheit gab, dem Volksgenossen Auge in Auge gegenüberzutreten. So ist eine Dersammlungswelle von beispielloser Geschlossenheit und Wucht über die deutschen Gaue hingeganaen und hatte nun auch zum erstenmal Oesterreich erfaßt, wo Reichs- und Gauleiter neben Hunderten von Rednern der Bewegung von Stadt zu Stadt, ja von Dorf zu Dorf gezogen waren, um zu den ins Reich zurückgekehrten österreichischen Brüdern zu sprechen. Die Hauptlast des Wahlkampfes hatte wiederum wie stets der Führer s e l b st auf sich genommen. Wie einst in den Zeiten seines Ringens um die Seele des deutschen Menschen ist er von Königsberg bis Köln, von Hamburg bis München von Land zu Land gezogen, um seinem Volke persönlich Rechenschaft zu geben von seinem historischen Entschluß. Wenn des Führers Fahrt durch die deutschen Gaue nicht einer Wahlreise glich, wenn sie zu einem Triumphzug wurde, den ein vom Geschehen der Zeit ins Tiefste ergriffenes Volk dem Sieger über deutsche Zwietracht, dem Einiger des Reichs trotz Mißgunst und Reid ringsum, dem Schöpfer Großdeutschlands aus übervollem Herzen bereitet hat, so haben die Tausende und aber Tausende, die den Führer auf dieser Triumphfahrt umjubelten, die atemlos an seinen Lippen hingen, wenn er zu ihnen von dem gemeinsamen deutschen Schicksal sprach, das sich auf so wunderbare Weise von tieffter Erniedrigung, Demütigung und Schmach gewandelt hat zu ungeahnter Größe und Kraft, dem gespannt lauschenden Ausland auf einzigartige Weise bereits ihre unlösbare Verbundenheit mit dem sich im Führer verkörpernden Willen der deutschen Ration demonstriert. Diese Kundgebungen waren für alle, die das Glück hatten, daran teil« haben zu dürfen, schon nichts anderes als die Vorwegnahme der Abstimmung, das Bekenntnis ihres Deutschseins schlechthin. Wenn der Triumphzug des Führers feinen Höhepunkt in Oesterreich erreichte, so konnte das nicht wundernehmen nach dem jubelnden Empfang, den die Oesterreicher vor wenigen Wochen eqt ihrem großen Landsmann bereitet hatten, als er als ihr Befreier von unerträglichem Terror, ihr Retter aus furchtbarster seelischer und materieller Rot zu ihnen gekommen war. Nun war er zu ihnen zurückgekehrt, um seiner in langen Wander- und Kampfjahren niemals vergessenen österreichischen Heimat selbst das Tor ins Reich zu öffnen. Das ganze deutsche Volk ist über die Wellen des Aethers bewegten Herzens Zeuge gewesen von den ergreifenden Szenen der Bekundung von Treue und Dankbarkeit, die mehr noch als der laute Jubel der Begeisterung zeigten, wie Adolf Hitler die Sehnsucht der deutschen Ostmark erfüllt, die ja schon vor zwei Jahrzehnten in so eindeutiger Weise ihren Willen zur Vereinigung mit dem Reich bekundet hatte. Der Tag des Großdeutschen Reiches mit dem triumphalen Einzug des Führers in Wien, dem festlichen Empfang im Rathaus und der großen Schlußkundgebung, bei der sich Führer und Volk noch einmal in dem Gesang des Niederländischen Dankgebetes zusammenfanden zu gemeinsamem Gelöbnis unlösbarer Einheit, zu inbrünstigem Gebet an den allmächtigen Gott, dem Bund zwischen Volk und Führer für alle Zukunft feinen Segen zu geben, war ein Zeichen dafür, in welch innerer Haltung das deutsche Volk zur Abstimmung schreiten 'würde. Nun liegt der Tag der Abstimmung hinter uns. In beispielloser Geschlossenheit ist das deutsche Volk an die Wahlurne getreten. Schon in den frühen Morgenstunden eilten Männer linb Frauen in die Lbstimmungslokale, um freudigen Herzens ihrer Pflicht zu genügen, in vielen Orten hatte die Bevölkerung schon um die Mittagsstunde geschlossen abgestimmt, in beispielloser Pflichterfüllung hatten Tausende von Reichsdeutschen im Ausland, über den ganzen Erdball verstreut, keine Kosten und Mühe gescheut, um auf deutschen Schiffen oder in deutschen Grenzorten ihre unwandelbare Treue zu Führer, Volk und Reich, zum großdeutschen Gedanken und seiner Erfüllung mit dem Stimmschein in der Hand feierlich zu bekunden. In tiefster Ergriffenheit hat dann das deutsche Volk in der letzten Stunden dieses ewig denkwürdigen Tages aus Wien die Meldung Gauleiter Bürckels an den Führer von dem Ergebnis der Abstimmung in Oesterreich vernommen. Zeigten schon die vorher vom Reichsstatthälter Dr. Seyß-Jnquart bekanntgegebenen Abstimmungsergebnisse in den einzelnen ehemaligen österreichischen Bundesländern, wie das zu freier Entscheidung über sein Schicksal aufgerufene österreichische Volk in einer Einmütigkeit, die auch die kühnsten Erwartungen übertrifft, feinen Willen zur Wiedervereinigung mit dem Reich eindeutig bekundet hat, so ist die ziffernmäßige Zusammenfasfung, die Gauleiter Bürckel dann über den Rundfunk dem Führer meldete, in deO harten, nüchternen, unausweichlichen und klaren Sprache der Zahlen ein so überwältigendes Bekenntnis zu Führer, Volk und Reich, daß uns Deutschen im alten Reich der Atem stockt vor solcher Treue nach so langer Nacht, so viel Leid und Tränen. Großdeutschland rief und das Echo vom Donaustrand und den Alpen. Salzburgs und Tirols, Kärntens und der Steiermark, von Vorarlberg und vom treuen Burgenland klingt übermächtig herüber zu uns in dieser Nacht der Erfüllung. Das Volk Oesterreichs hat gesprochen und vor feinem Spruch werden die Diktate von Versailles und St. Germain, die in verblendeter Siegerlaune für alle Zeiten Deutsche von Deutschen trennen wollten, zu einem Nichts. Die durch den Entschluß des Führers vollzogene Wiedervereinigung Oesterreichs mit dem Reich hat ihre feierliche Bestätigung durch das Volk gefunden, benn* wie Oesterreich, so haben alle (Baue des Reichs ihr Vertrauen zum Führer und ihren Willen zum Großdeutschen Reich mit Riesenziffern unwandelbarer Treue in das Buch deutscher Geschichte geschrieben. Auf einer der letzten Wahlkundgebungen hat der Führer gesagt: ,Zch weiß, ich werde an diesem Abend des 10. April der reichste Mann der Welt sein, ich werde das Höchste besitzen, ein ganzes Volk!" Das deutsche Volk hat seinen Führer nicht enttäuscht, es hat sich vor aller Welt feierlich zu ihm bekannt, es hat bekundet, daß des Führers Werk, das Großdeutsche Reich, fein Wille ist. Von einem neuen unendlichen Glücksgefühl beschwingt, geht es nach den Tagen politischer Hochspannung und stolzer Freude mit neuer Kraft wieder an die Arbeit des Alltags. Große Aufgaben stehen mit der Wiedereingliederung Oesterreichs vor' der Staatsführung, die großzügigen Maßnahmen der letzten Wochen haben schon gezeigt, daß mit aller Energie barangegangen wird, die Volksgenossen in Oesterreich aus dem menschenunwürdigen Dasein zu befreien, in dem sie das mit dem 13. März beseitigte System zurückgelassen hatte. Nun heißt es, um mit den Worten Hermann Görings zu sprechen: „in die Hände gespuckt" und angepackt, ein jeder in dem Lebensbezirk, in den er gestellt ist, im Geist der nationalsozialistischen Idee, die an diesem ewig denkwürdigen 10. April erneut ihre sieghafte Kraft bewiesen hat, für Führer, Volk und Reich. Dr. Fr. W. Lange. Das Gesamtergebnis. Oie Endziffern der Abstimmung für Großdeutschland einschließlich der Wehrmacht in Oesterreich. Stimmliste....... 47 596 696 Stimmscheine...... 1950 254 Stimmberechtigte insgesamt . . 49 546 950 Abgegebene Stimmen . . . 49 326 921 = 99,5555 ü.ß>. Ja-Stimmen......48 799 269 = 99,0827 v. H. Rein-Stimmen..... 452180= 0,9173 v.H. Gültige Stimmen ..... 49 251 449 Oesterreichs Bekenntnis zu Führer und Reich. 99,25 v. H. erklären: »Wir sind Deutsche und gehören in Ewigkeit Deutschland und dem Führer." Wien, 10.April. (DJIB.) Der Beauftragte des Führers für die Volksabstimmung in Oesterreich verkündete im Wiener Konzerthaus unter dem Jubel der Massen folgendes Gesamtergebnis der Volksabstimmung in Oesterreich: Von 4 284 795 Männern und Frauen, die zur Wahlurne gingen, erklären sich mit „Ja“ 4 273 884, d. s. 99,75 v. H. Diese 99,75 v. h. erklären: Wir sind Deutsche und gehören für alle Ewigkeit nur Deutschland und seinem Führer! Land Stimmliste Stimmscheine Stimmberechtigte Abgegebene Stimmen Ja- Stimmen Nein- Stimmen Ungültige Stimmen Kärnten ................ 233561 6488 240049 239504 238772 407 325 Land Tirol.............. 210381 4780 215161 214403 212851 1218 334 Burgenland ............. 167057 1679 168736 168689 168576 61 52 Salzburg................ 152437 4134 156571 155333 154642 458 233 Nieder-Oesterreich........ 971750 18394 990144 988755 986196 1453 1106 Vorarlberg .............. 92470 2545 95017 93690 91905 1274 511 Steiermark .............. 610002 12015 622017 621336 620095 826 420 Ober-Oesterreich.......... — — 602581 601492 600488 647 307 Gau Wien .............. 1214134 18611 1232745 1226586 1219331 4939 2316 Oesterreich. ^Wehrmacht.... — — 53996 53960 53872 76 12 Einzelergebnisse aus Oesterreich. , Stadl Wien. Stimmliste 1214134, Stimmscheine 18 611, Stimmberechtigte insgesamt 1 232 745. Abgegebene Stimmen 1 226 586, ungültige Stimmen 2 316, Ja- Stimmen 1 219 331, Nein-Stimmen 4 939. Stadt Innsbruck. Stimmliste 43 084, Stimmscheine 1 570, Stimmberechtigte insgesamt 44 654. Abgegebene Stimmen 44 061, ungültig 52, Ja-Stimmen 43 728, Nein- Stimmen 281. Stadt Graz. Stimmliste 101162, Stimmscheine 4 395, Stimmberechtigte insgesamt 105 557. Abgegebene Stimmen 105 557, ungültige Stimmen 114, Ja-Stimmen 104 934, Nein-Stimmen 372. Stabt Klagenfurt. . Stimmliste 18 249, Stimmscheine 1243, Stimmberechtigte insgesamt 19 492. Abgegebene Stimmen 19 431, ungültige 62, Ja-Stimmen 19 313, Nein- Stimmen 56. Stabt Linz. Stimmliste 76199, Stimmscheine 2 618, Stimmberechtigte insgesamt 78 817. Abgegebene Stimmen 78 426, ungültig 32, Ja-Stimmen 78 328, Nein- Stimmen 66. Stadt Salzburg. Stimmliste 43 046, Stimmscheine 2407, Stimmberechtigte insgesamt 45 453; abgegebene Stimmen 45 072, ungültig 110, Ja 44 752, Nein 201. Stadl Wiener-Veusladl. Stimmliste 23160, Stimmscheine 887, Stimmberechtigte insgesamt 24 047; abgegebene Stimmen 23 980, ungültig 24, Ja 23 910, Nein 46. Sladl Lifensladl. Stimmliste 2 866, Stimmscheine 80, Stimmberechtigte insgesamt 2 946. Abgegebene Stimmen 2 945, ungültig 2, Ja-Stimmen 2 937, Nein- Stimmen 6. Stadl Leoben. Stimmlifte 44 760, Stimmscheine 1175, Stimmberechtigte insgesamt 45 935. Abgegebene Stimmen 45 747, ungültig 74, Ja-Stimmen 45 592, Nein- Stimmen 81. Stadt Welk. Stimmliste 32172, Stimmscheine 220, Stimmberechtigte insgesamt 32 392; abgegebene Stimmen 32 375, ungültig 38, Ja 32 303, Nein 34. Stadt Landeck (Tirol). Stimmliste 13 997, Stimmscheine 358, Stimmberechtigte insgesamt 14 355; abgegebene Stimmen 14 339, ungültig 7, Ja 14 253, Nein 79. Stadt Bregenz. Stimmliste 33 399, Stimmscheine 625, Stimmberechtigte insgesamt 34 024; abgegebene Stimmen 33 035, ungültig 421, Ja 31 921, Nein 693. Stadt St. Pölten. Stimmliste 24 012, Stimmscheine 1001, Stimmberechtigte insgesamt 25 013; abgegebene Stimmen 24 846, ungültig 72, Ja 24.711, Nein 63. Stadt Steyr. Stimmliste 15 864, Stimmscheine 327, Stimmberechtigte insgesamt 16191; abgegebene Stimmen 16183, ungültig 16, Ja 16 139, Nein 28. Stadt Braunau. Stimmliste 3 215, Stimmscheine 126, Stimmberechtigte insgesamt 3 341. Abgegebene Stimmen 3 336, Ja-Stimmen 3 331, Nein-Stimmen 5. Stadt Ottakring. Stimmliste 104 927, Stimmscheine 1279, Stimmberechtigte insgesamt 106206; abgegebene Stimmen 105 594, ungültig 108, Ja-Stimmen 105 068, Nein- Stimmen 418. Stadt Wien-Floridsdorf. Stimmliste 80 065, Stimmscheine 519, Stimmberechtigte insgesamt 80 584; abgegebene Stimmen 80 387, ungültig 131, Ja 80 021, Nein 235. Or. Goebbels dankt allen feinen Mitarbeitern Berlin, 11. April. (DNB.) Reichsminister Dr. Goebbels hat an alle Mitarbeiter bei der Vorbereitung und Durchführung der Volksabstimmung am 10. April 1938 folgenden Aufruf erlassen: „Angesichts des überwältigenden Treuebekenntnisses, das das deutsche Volk in seiner Gesamtheit am 10. April zum Führer, zu seinem Werk und insbesondere zur Wiedervereinigung Deutsch-Oester- reichs mit dem Reich abgelegt hat, ist es mir ein Herzensbedürfnis, allen denen, die an der Vorbereitung und Durchführung dieser grandiosen nationalen Abstimmung mitgewirkt haben, meinen aufrichtigen Dank und meine besondere Anerkennung zum Ausdruck zu bringen. Ich denke dabei vor allem an die.ungezähl« ten Organisatoren und Propagandl- ft e n dieser Volksabstimmung, an die zahllosen Redner, die drei Wochen lang landauf, landab den Willen des Führers der Nation verkündeten. Ich denke dabei an die politischen Soldaten der Partei und ihrer Kampfgliederungen, an alle im Wahlkampf tätig gewesenen Frauen, an die Männer der Presse, des Rundfunks und des Films, die sich in selbstlosester und uneigennützigster Weise für die große Aufgabe dieses einzigartigen Wahlganges eingesetzt haben. Uns allen bereitet es eine tiefe Genugtuung, auch bei diesem Volksvotum, dem wir mit allen unseren Kräften gedient haben, die treuen und ent- schloss.enen Gefolgsleute des Führers gewesen zu sein. Wenn nun das deutsche Volk in seiner Gesamtheit und darüber hinaus die ganze Welt die imponierenden Ergebnisse dieses Wahlganges mit Freude und Begeisterung oder doch wenigstens mit Achtung, Respekt und Bewunderung zur Kenntnis genommen hat, dann wollen w i r alle tief beglückt fein in dem Bewußtsein, unsere Pflicht getan und im Dienste der Nation eine große historische Aufgabe erfüllt zu haben. Es lebe der Führer, unser Volk und unser Reich! Berlin, am Abend des 10. April 1938. Der Leiter der Volksabstimmung: Dr. Goebbels." * In der Nacht nach dem überwältigenden Bekenntnis der gesamten deutschen Nation zum Führer rief Reichsminister D r. Goebbels seine Mitarbeiter aus dem Reichsmmisterium für Volksaufklärung und Propaganda und aus der Reichspropagandaleitung zusammen, um ihnen seinen herzlichen Dank für ihre aufopferungsvolle Arbeit in den letzten Wochen auszusprechen. — Der Führer hat dem Stabsleiter der Reichspropagandaleitung, Hauptamtsleiter Hugo Fischer, und Ministerialrat (Butterer, sowie dem Kommandanten des Reichsautozuges „Deutschland", SA.-Brigadeführer Schäfer, als Ausdruck seines Dankes s e i n B i l d mit Widmung überreichen lassen. Oie Reichsh auptsta-i am Tage -er bad), Aussig und Prag eintrafen und sofort nach der Ankunft auf dem Dresdener Hauptbahnhof ihrer Wahlpflicht genügten. Dann marschierten die 4500 unter dem Jubel der Bevölkerung, die die Berlin, 10. April. (DNB.) Mit fröhlichen Liedern und klingender Marschmusik begann die Reichs- Hauptstadt den Abstimmungstag. Nach einer winterlichen Nacht, die noch einmal Berlin in ein weißes Kleid gehüllt hatte, brach der Sonntag mit einem stahlblauen Frühlingshimmel an, von dem die Sonnenstrahlen das prächtig ausgeschmückte Berlin in ein leuchtendes Hell tauchen. Durch das große Wecken, das alle Gliederungen der Partei mit ihren Kapellen durchführten, wurde der Wahltag schon in der Frühe zu einem wahren Feiertag. HI. und BDM., das Jungvolk und die Jungmädels — mit ihren hell anklingenden Liedern, Sprechchören, Lautsprecheranlagen, Motorradkolonnen und Autokarawanen gaben^am Wahlmorgen der Reichshauptstadt ihr besonderes Gepräge. Pünktlich um 8 Uhr setzte schon in den zahlreichen Bezirken eine Völkerwanderung zu den fast 3000 Wahllokalen ein, die über das ganze Stadtgebiet planmäßig verteilt sind, um die Wege zur Wahl recht kurz zu halten. Viele waren von dem Ehrgeiz beseelt, die erste Stimme in ihrem Wahllokal abzugeben, so daß bei Wahlbeginn vielfach Menschenschlangen bis auf die Straße standen. Obwohl der Andrang in der ersten Stunde ziemlich groß war, ging die Wahl dank der vorzüglichen Organisation viel schneller vonstatten, als man zunächst befürchtete. In aufopfernder Weise setzten sich wieder die Männer des NSKK. ein und ständen mit ihren Wagen zur Verfügung, wenn es galt, körperlich Behinderte zu ihrem Wahllokal zu bringen. In den Rathäusern der Berliner Stadtbezirke saßen die Kommandostäbe, die für den Einsatz des Roten Kreuzes, der Technischen Nothilfe und der Bereitschaften der Hitler-Jugend verantwortlich zeichneten. Ein Anruf genügte, und binnen kürzester Frist standen selbst Krankenwagen zur Verfügung. Außerordentlich reger Betrieb herrschte im Abstimmungslokal der Oesterreicher, imRathausNeu- kölln, wo altbewährte Kämpfer unseres österreichischen Bruderlandes, die ihren Einsatz für Reich und Führer bereits mit Gefängnisstrafen besiegelt hatten, ihrer Stimmpflicht nachkamen. ' Der Führer stimmt ab. Jubelnder Empfang auf dem Anhalter Bahnhof in Berlin. vz. Der Führer stimmte am Sonntagmittag um 13.30 Uhr unmittelbar nach seiner Rückkehr aus Wien auf dem Anhalter Bahnhof in Berlin erb. Obwohl es den Berlinern nicht bekannt war, daß der Führer heute in die Reichshauptstadt zurückkehren werde, verriet ihnen die Anwesenheit von Kameramännern und Bildberichterstattern am Anhalter Bahnhof offenbar doch, daß sich in diesem Wahllokal etwas Großes ereignen müßte. In kurzer Zeit waren denn auch die Bahnhofshalle und der Wartesaal von begeisterten Menschen dicht besetzt. Und als der Sonderzug um 13.25 Uhr eintraf, schlug dem Führer eine Welle herzlichen Jubels entgegen. 3m Wartesaal 2. Klasse, in dem das Sfimm- lokal eingerichtet war, nahm Adolf Hitler unter brausenden Heilrufen den Wahlschein und den Umschlag in Empfang und begab sich in die Wahlkabine. Während des Wahlaktes selbst herrschte tiefes Schweigen, das wieder von brausenden Heilrufen abgelöst wurde, als der Führer vortrat, im grellen Licht der Jupiterlampe den Umschlag in die Urne warf und den vom Oberbürgermeister der Hauptstadt der Bewegung ausgestellten Stimmschein abgab. Ein Hitler-Junge steckte voller Stolz dem Führer die Wahlplakette an, während eine junge Frau ihm einen Blumenstrauß überreichte. Unter dem Sprechchor der begeisterten Wenge, „Wir danken unserem Führer?-, verlieh Adolf Hitler das Wahllokal, und jubelnde Heilrufe begleiteten ihn hinaus auf den Vorplatz. Sofort nach dem Führer gab Reichsminister Dr. Goebbels auf einem Stimmschein der Reichs- Hauptstadt seine Stimme ab. Ihm folgten Reichs- führer ff Himmler, Reichsleiter Rosenberg, Reichspressechef Dr. Dietrich, Reichsminister Dr. Lammers, Obergruppenführer Brückner und Gruppenführer Schaub, die mit dem Führer aus Wien nach Berlin zurückgekehrt waren Auf dem Bahnsteig war Frau Goebbels mit ihren Kindern anwesend, die den Führer durch einen Strauß frischer Frühlingsblumen erfreuten. Eine halbe Stunde vor Ankunft des Führers in Berlin war auch der Stellvertreter des Führers, Reichsminister Rudolf Heß, aus Wien kommend in Berlin eingetroffen und hatte sich sofort in das Wahllokal des Anhalter Bahnhofs begeben. Stürmische Heilrufe empfingen ihn, als er mit einem Stimmschein, der in München ausgestellt worden war, seiner Wahlpflicht genügte. MrendeMlwer aus Partei und Staat genügen ihrer Wahlpflicht Wie bet früheren Wahlen bildeten die Wahl-' lokale im Regierungsviertel Anziehungspunkte für die Berliner und viele Volksgenossen aus dem Reich und dem Ausland, die nach Berlin gekommen waren, um bei dieser Gelegenheit die Getreuen des Führers aus nächster Nähe sehen zu können. Sie kamen diesmal nur zum Teil auf ihre Rechnung, denn die meisten Minister wählten i n anderen Gegenden a u f Stimmschein. In der Jägerstraße im Stadtzentrum erschienen kurz nach 10 Uhr Reichsminister Frick und Frau und gaben dort ihre Stimme ab; außerdem wählten hier Reichsaußenminister von Ribbentrop, Staatsminister Meißner und Frau und Botschafter von P a p e n. In der „Alten Feuerwache" in der Mauerstraße kam außer Generalfeldmarfchall Göring auch Korpsführer Hühnlein seiner Wahlpflicht nach. Reichsorganisationsleiter Dr. Ley wurde herzlich begrüßt, als er im Rathaus Grünewald zur Wahlurne schritt. Stabschef Lutze wählte gegen 10 Uhr in Dahlem, Reichswirtschaftsminister Funk suchte in Zehlendorf das Wahllokal auf, wahrend Reichspostminister O h n e f o r g e sich in seinem Wahllokal in der Nähe des Bahnhofs Heerstraße zum Führer bekannte. Reichsverkehrsminister Dr. Dorpmüller ging gleichfalls in Zehlendorf zur Urne, während Reichsminister Kerrl in Spandau wählte. Reichsminister Graf Schwe- r in-Krosigk wählte in seinem zuständigen Bezirk' in der Thielallee, und Reichserziehungsminister R u st genügte in Dahlem seiner Wahlpflicht. Der Polizeipräsident von Berlin, Graf Helldorf, ebenso wie der Reichsarbeitsführer Hier! und der Leiter der Auslandsorganisation Staatssekretär Bohle wählten in Wien, während Reichsjugendführer Baldur von Schirach in München zur Wahl ging. Auch Reichsbankpräsident Dr. Schacht wählte, da er sich auf einer Dienstreise befindet, außerhalb Berlins. Die Wallfahrt -er Ausländsdeutschen. Neber alle Ärenzen strömten sie zur Wahlurne. Besonders eindrucksvoll gestaltete sich in Br es» l a u der iWahlakt von 250 auslandsÜeut- fdjen Volksgenossen aus den Bezirken von Warschau und Lodz, die schon am Samstag in Breslau eingetroffen waren. Am Sonntagfrüh gegen 9 Uhr marschierten sie unter Vorantritt einer Musikkapelle zum Rathaus, um in dem historischen Remter dem Führer ihr Ja zu geben. Am Sonn- tagoormittag trafen in Beuthen in Sonder- Eber Eisenbahn und der Straßenbahn die mdsdeutschen a u s O st o b e r s ch l e s i e n und die Deutsch-Oesterreicher aus dem Bielitz- Teschner Bezirk ein. Auf'den Gesichtern dieser Volksgenossen, von denen viele zum erstenmal den Boden des Reiches betraten, prägte sich die Freude aus, das Bekenntnis zum Führer ablegen zu dürfen. Diele Sieche, die die weite Reife nicht gescheut hatten, wurden vom NSKK. in liebevolle Obhut genommen. Die übrigen marschierten unter Marschklängen zum Konzerthaus, wo sie von der NSV. bewirtet und von der Auslandsorganisation willkommen geheißen wurden. Kurze Zeit Mer trafen 160 Ausländsdeutsche und Deutsch-Oester- reicher mit einem fahrplanmäßigen Zuge aus Krakau uckd Lemberg in Beuthen ein. In Ratidor trafen vier Sonderzüge aus Oder- berg, Troppau, Mähris ch-O st rau und von den Beskiden und ferner ein Sonderwagen aus Kafchau ein, die über 3000 deutsche und österreichische Volksgenossen zur Wahl ins Reich brachten. Auch der Grenzort Annaberg sah Ausländsdeutsche in großer Zahl das Bekenntnis, zu Großdeutschland ablegen. Aus dem Altvatergebiet trafen an Stelle der zunächst angemeldeten 400 Ausländsdeutschen und Deutsch-Oesterreicher nicht weniger als 750 in Leobschütz mit einem -vonderzug ein, um ihrem Stimm recht nachzu- kommen. » Die Reichsdeutschen und die ehemaligen Oester- reicher in Danzig stimmten auf dem Motorschiff „Preußen" ab. Fünfmal mußte das ^ckiff in See gehen, um alle Wahlberechtigten auf« nehmen zu können. Tausende von Volksgenossen ausdem Memelgebiet, aus Lettland, Litauen und Pommerellen haben in ostpreußischen Grenzstädten abaeftimmt. Lange Nachtstunden sind diese Volksgenossen mit Sonderzügen unterwegs gewesen. lieber 200 Volksgenossen aus Pommerellen, die in den Orten um Marienwerder abstimmten, kamen mit Kähnen über die Weichsel gefahren. Mit einem Sonderzug aus Riga fuhren Samstag über 1200 Volksgenossen über acht Stunden lang durch Lettland und Litauen nach Tilsit, unter ihnen die teilweise weit über 80 Jahre alten Frauen und Männer aus dem Altersheim in Riga. Es ist schon ganz dunkel, als der lange Zug über die Memel- brütfe rollt. Alles steht an den Fenstern, unzählige Augen starren brennend seit Jahren zum erstenmal wieder hinaus in deutsches Land. Als der Zug in den Tilsiter Bahnhof einrollt, klingen gerade aus dem Lautsprecher die feierlichen Klänge des Niederländischen Dankgebets. Bereits in den ersten Vormittagsstunden haben alle ihrer Abstimmungspflicht genügt. In der gleichen festlichen Stimmung fuhren die Reichsdeutschen Großlitauens in Gemeinschaftsfahrt nach Eydtkuhnen, wo ihnen ein herzlicher Empfang bereitet wurde. In Graz trafen fünf Sonderzüge mit über 2500 auslandsdeutschen Volksgenossen aus Jugoslawien ein, um ihre Stimme abzugeben. Die Bevölkerung bereitete ihnen einen jubelnden Empfang. Auf ihrem Zug durch die Stadt zur Wahlurne wurden sie von einer dichten spalierbildenden Menschenmenge begrüßt. Dom Schloßberg und dem Rathaus grüßten weithin sichtbar die glänzend weißen Buchstaben „A.O.", das Zeichen der Auslandsorganisation. Dresden stand im Zeichen der Ausländsdeutschen, die in zahlreichen Sonderzügen aus Boden- Straßen dicht besetzt hielt,' durch die Stadt zum Zwinger, wo Reichsstatthalter Mutschmann sprach. * Die Ausländsdeutschen in Belgien und Holland hatten keine Mühe gescheut, um an der Volksabstimmung teilnehmen zu können. Mit Frauen, Lindern und Greisen waren sie in zwei Sonderzügen aus Belgien und fünf Sonderzügen aus Holland und außerdem in zahllosen Autobussen in die alte Kaiserstadt Aachen gekommen, um ihrer Wahlpflicht zu genügen. ♦ Eine außerordentlich rege Wahlbeteiligung war bei den Ausländsdeutschen des Großherzogtums Luxemburg festzustellen. Schon in den frühen Morgenstunden entwickelte sich an der Reichsgrenze ein starker Durchgangsverkehr, der zahlreichen Autobusse mit Stimmberechtigten zu den Wahlämtern der Grenzorte des Landkreises Trier brachte, darunter allein 150 deutsche Kriegsbeschädigte. * Eine besondere Note erhielt das Stimmungsbild in Innsbruck durch die Anwesenheit von über 6 0 0 0 Ausländsdeutschen, die in den Vormittagsstunden in sieben langen, festlich geschmückten Sonderzügen aus Oberitalien und Südtirol gekommen waren. Zwei von diesen Zügen kamen aus Mailand und Bologna, während die übrigen Züge in Bozen zusammengestellt worden waren. In Steinach am Brenner wurden die Ausländsdeutschen von Vertretern des Reiches, der Partei und den Auslandsorganisationen herzlich begrüßt. In Innsbruck wurden die Ausländsdeutschen am Hauptbahnhof von Musikkapellen empfangen. Unter dem Jubel der Bevölkerung marschierten sie dann gemeinsam zu den für sie bestimmten Wahllokalen. Vorläufiges Ergebnis aus den 35 Wahlkreisen. Wahlkreis Abgegebene Stimmen Ja- - Stimmen Nein- Stimmen Gültige Stimmen 1 Ostpreußen..... 1456860 1450365 5325 1455690 2 Berlin-West .... 1528853 1514728 12524 1527252 3 Potsdam II .... 1654952% 1642234 11476 1653710 4 Potsdam I..... 1094630 1082736 9345 1092081 5 Frankfurt a. d. O. 1087557 1080976 5227 1086203 6 Pommern...... 1248243 1238458 8565 1247023 7 Breslau........ 1234857 1221823 11158 1232981 8 Liegnitz........ 815319 803507 9596 813103 ; 9 Oppeln........ 857662 846572 8700 855272 10 Magdeburg..... 1191812 1178016 12296 1190312 11 Merseburg ..... 1021878 1010824 10174 1020998 12 Thüringen ..... 1590137 1575110 12706 1587816 13 Schlesw.-Holstein*) 997671 980995 14759 995754 14 Weser-Ems..... 1090265 1063182 23296 1086478 15 Osthannover .... 686836 674483 9920 684403 16 Südhannover- Braunschweig... 1445747 1437144 7506 1444650 17 Westfalen-Nord . 1693773 1665076 25444 1690520 18 Westfalen-Süd.. 1731748 1713207 15373 1728580 19 Hessen-Nassau ... 1734463 1715129 16158 1731287 20 Köln-Aachen.... 1567350 1563708 - 31090 1566898 21 Koblenz-Trier ... 835797 830959 3742 834701 22 Düsseldorf-Ost .. 1535787 1530238 4471 1534709 23 Düsseldorf-West . 1276773 1270977 4689 1275666 24 OberbRyern- Schwaben...... 1870533 1857308 11550 1868858 25 Niederbayern ... 849004 832360 15033 847 393 26 Franken ....... 1743055 1729356 11917 1741273 27 Pfalz-Saar..... 1154632 1153 276 1033 1154309 28 Dresden-Bautzen 1346758 1317281 . 25375 1342656 29 Leipzig ........ 948121 914541 28759 943300 30 Chemnitz-Zwickau 1298583 1270036 24433 1294469 31 Württemberg ... 1917078 1903238 11770 1915008 32 Vaden......... 1602555 1575323 25972 1601295 33 Hessen-Darmstadt 963197 948890 11513 960403 34 Hamburg2)...... 1169119 1045790 21464 1167344 35 Mecklenburg .... 567989 562273 5581 567854 !) Ohne Altona und Wandsbeck. 2) Jetziges Stadtgebiet. Wiens stolzester Tag. Wien, 10. April. (DNB.) In Wien begann grau, trübe und kalt der Tag des Bekenntnisses, aber das Meer von Fahnen und Girlanden gibt ihm fein Gepräge. Marschierende Kolonnen, Musik und Werbewagen rütteln den letzten Säumigen wach. Schon in aller Frühe um 7 Uhr morgens waren die Türen und Tore der über 2000 Wahllokale in Wien geöffnet, und sofort setzte überall eine Völkerwanderung ein. In den ersten Vormittagsstunden hatte schon in zahlreichen Bezirken mehr als die Hälfte, häufig sogar 60 und 70 v. H. der Wahlberechtigten, ihre Stimme abgegeben. In den Bezirken, Die ehemals als Hochburgen der Marxisten galten, Ottakring, Floridsdorf, Simmering, überall das gleiche Bild: Kein Haus ohne Fahnen, fein Fenster ohne Schmuck. Der Wahlhelferdienst, der in allen Bezirken eingesetzt ist, brachte alte Leute und gebrechliche Volksgenossen in die Wahllokale. Am nordwestlichen Rande der Stadt, in Dornbach, gab Reichsstatthalter Dr. Seyß-Jnquart feine Stimme ad. Die Wähler bereiteten dem Reichsstatthalter einen von Herzen kommenden Empfang. Auf der Stubenbastei im 1. Bezirk erfüllte der Wiener Erzbischof, Kardinal Jnnitzer, seine Wahlpflicht. Mit dem deutschen Gruß trat er ein und gab feine Stimme ab. Dann heftete ihm ein Hitlerjunge die Wahlplakette an die Brust. Mit erhobener Rechten verließ der Kardinal wieder das Wahllokal. Gauleiter SB ü r cf e I besuchte am Morgen des Wahlsonntags die Gräber Holzwebers und P l a n e 11 a s und legte in stillem Gedenfen Lorbeerkränze an den Grabstätten der Gefallenen nieder. Nach diesem Akt des Dankes, der all den zahllosen Blutopfern der nationalsozialistischen Bewegung galt, besuchte Gauleiter Bürckel verschiedene Wahllokale, um sich von der reibungslosen Abwicklung des Abstimmungsvorganges zu Überzeugen. — Im Wahllokal im alten Rathaus gab Gauleiter Bürckel dann seine Stimme ab, mit großer Herzlichkeit von der Wiener Bevölkerung begrüßt. Ganz Wien ist am Nachmittag auf den Beinen. Erwartungsvoll und froh gestimmt zieht die Bevölkerung durch die Straßen. Einer wie der andere trägt mit Stolz die Wahlplakette. Aus allen Bezirken wird eine überaus starke Wahlbeteiligung gemeldet. So ist es nicht nur in Wien, sondern auch über- all im ganzen Land. In manchen Bezirken kvMte. die Wahlhandlung schou gm Wittag abgeschlossen werden,' da alle ihre Stimmen abgegeben hatten. Im Salzburger Land herrschte bittere Kälte. Schnee- und Hagelschauer wechselten einander ab. Trotzdem standen die Volksgenossen schon am frühen Morgen vor den Wahllokalen Schlange. In Vorarlberg verkündeten Böllerschüsse den Beginn des großen Tages. Musikkapellen zogen durch Unser Bild links zeigt den Erzbischof von Wien, Kardinal Jnnitzer, beim Verlassen der Wahlzelle. (Scherl-Bilderdienst-M.) . die Städte und Dörfer. Auch hier taten Sturmböen und Flockenfall der Begeisterung keinen Abbruch. Feststimmung lag über dem Land. Die Abstimmung war wie eine große Feier des ganzen Volkes. In Graz in der Steiermark war um 10 Uhr kaum mehr ein Volksgenosse anzutreffen, der um diese Zeit nicht schon seiner Wahlpflicht nachgekommen wäre. 3n Samten herrschte allgemein freudigste Erregung. Bei herrlichstem Wetter zogen die Truppen schon in den ersten Morgenstunden geschlossen zum Wahllokals um ihrer Stimmxslicht Genüge zu hm Auch die National-Slowenen im ganzen Gebiet gingen geschlossen aur Abstimmung. Trotz des heftigen Schneefalles in Tirol herrscht am heutigen Tage frohe Erwartung. Die Spannung in der Bevölkerung ist auf das höchste gestiegen. Jeder einzelne weiß, was er zu tun hat. In den frühen Morgenstunden zogey die Musikkapellen der Wehr- macht, der Formationen der Bewegung und Trachtenvereine durch die Stadt und gaben damit dem Tage einen festlichen Auftakt. Sofort nach der Eröffnung der Wahllokale ballten sich überall Hunderte von Menschen zusammen, um möglichst rasch ihre Stimme für den Führer abgeben zu können. Gauleiter Vlirckel meldet dem Führer das Abstimmungsergebnis in Oesterreich. Wien, 10. April. (DNB.) Während draußen eine frohbeweote Menschenmenge die Straßen Wiens durchzieht oder sich in den Gaststätten Der» sammelt, um diese Schicksalsstunde gemeinsam zu erleben, haben sich , im großen, festlich geschmückten Konzerthaussaal in Wien 2500 Volksgenossen und Volksgenossinnen eingefunden, um Die Entscheidung aus dem Munde des Gauleiters B ü r ck e l selbst zu hören. Eine feierliche Stimmung liegt über dem Raum. Auf dem riesigen Podium hat der Wiener Männergesang, verein Aufstellung genommen. Er singt schlichte alte Volksweisen, die aber gerade in ihrer Einfachheit das Weseg dieser-Stunde untermalen. Langsam treffen die Ehrengäste ein. Als erster wird stürmisch General Krauß begrüßt. Unter tosendem Beifall spielt die HI.-Kapelle des Gaues Saarpfalz, mit der die Ostmark sich durch das gleiche Schicksal besonders schwesterlich verbunden fühlt, einen Fanfarenmarsch. Endlich betritt Gauleiter B ü r ck e l zusammen mit Reichsstatthalter Seyß-Inquart und den übrigen Mitgliedern der Landesregierung sowie den Hoheitsträgern der Partei^ den Saal. Mit brausenden Heil!-Rufen werden sie empfangen, während die saarländische HJ.-Kapelle das Saarlied spielt. Als sich der Beifall endlich gelegt hat, ergreift Reichsstatthalter Dr. Seyß-Inquart das Wort. Er stellte fest, daß die Abstimmung in Oesterreich ordnungsgemäß beendet worden sei und jeder deutsche Mann und jede deutsche Frau in voller Freiheit die Stimme abgegeben habe. Dann verkündete er die Ergebnisse aus chen ein- zelnen österreichischen Gauen. Der Beauftragte des Führers für die Volksabstimmung inOesterreich, Gauleiter Bürckel, hielt darauf folgende Ansprache: „Mein Führeri 3um zweiten Male habe ich das Glück, Ihnen, mein Führer, die Antwort eines Volkes zu übermitteln auf die Frage, die Sie, mein Führer, an dieses Volk gerichtet haben. Diese Antwort ist so eindeutig in ihrer Sprache, so,v erst ä n d l i ch für alle jene, die sich über den Weg von Verträgen anmaßten, diese Antwort vorwegzunehmen, daß sie zum vernichtendsten Urteil Über all das wird, was man unserem Volke im Namen eines sogenannten Rechtes bisher vorenthielt oder zumutete. Einstigen Feinden im eigenen Lande aber ruft das österreichische Volk heute ins innerste Gewissen. Auf Versailles und St. Germain gibt dieses Volk heute die Antwort. Sie lautet: wir deutschen Oesterreicher haben heute unser feierliches Bekenntnis abgelegt. An der Wahl hat sich die ganze Bevölkerung beteiligt. Bon 4 484 759 Männern und Frauen, die zur Wahlurne gingen, erklären 4 273 884, das sind 99,75 v. H., erklären diese 99,75 v. h.: W i r sind Deutsche und gehören für alle (groigfeifrnur Deutschland und feinem Führer. (Stürmische Heil!-Rufe.) Die Zeiten, da wir Vasallen unserer Feinde waren, sind endgültig vorbei. Das Schicksal Hal den Schlußstrich unter die Vergangenheit gezogen und unsere Zukunft neu bestimmt. Mein Führer! Noch nie hat ein Volk sich so offenkundig zu dem Willen des Schöpfers bekannt wie dieses brave österreichische Volk, die Menschen Ihrer eigenen Heimat. (Brausende Zustimmung.) Dieses Volk war berufen, erneut der Welt zu verkünden, daß das Blut eines Volkes ein .stärkerer Regent seines Schicksals ist, als es Mächte und Kräfte, die sich außerhalb feiner Grenzen bewegen, je zu sein vermögen, und wo diese beiden Kräfte miteinander ringen, siegt das Göttliche, siegt das Gesetz des Schöpfers. Seine Träger sind die Helden. Jene aber verteidigen als Vasallen mit Terror und Schrecken. War es einst im Westen eine Soldateska und' hier der Geist eines Metternich und Schuschnigg (Pfui-Rufe), sie wurden in die Knie gezwungen von dem heldischen Geist eines Schla- geter, eines Holzweber, eines Planetta. Diese nationalen Helden haben ihre Hand gereicht jenen deutschen Brüdern, die am 1. August 1914 auszogen, um nur a l s Deutsche zurückzukehren und am Ende als gleiche Deutsche in einem gemeinsamen starken Reich zu leben. Das Schicksal wollte es damals anders. Nun aber sind die Fesseln gesprengt, und die Helden dieses Landes knüpfen zum Siege die Blutbande, die eine unlösbare Gemeinschaft aller Deutschen verbinden. So haben Sie, mein Führer, den Toten des Großen Krieges nach 20 Jahren den deutschesten Sieg geschenkt. Ihre Helfer aber, mein Führer, sind die unvergeßlichen Helden deutscher Gemeinschaft, Als jüngst Oesterreichs Männer aufstanden, um das Gesetz ihres Blutes zu erfüllen, da schossen die Vasallen in ihre Reihen. (Während dieser Worte erklingt leise das Lied vom guten Kameraden, und die Versammelten erheben sich.) Ein Schwerverletzter verlieG dieses Land und gelangte ins Reich. Dort erfuhr er, daß sein Bruder getötet und daß auch sein Vater sterben müsse, wenn er nicht zurückkehre. In hohem Fieber begab er sich zurück, um seinem Vater die Treue zu halten. Noch in der gleichen Nacht, mein Führer, nach 20 Minuten langem Verhör, fällt ein Schergengericht das Urteil gegen den fiebernden Mann, und einige Minuten später hat man ihn von der Bahre hinweg den Strang um den Hals gelegt. (Pfui!-Rufe.) Hier sind sie einander zum letzten Mal gegenübergetreten: Das deutsche Herz und sein Heldentum, der Verrat und sein Verbrechen. Wir stehen in Ergriffenheit vor diesen Opfern, vor dem letzten Einsatz, den, das Schicksal zur Rettung dieses Volkes gebot, und neigen uns vor der Größe dieser Opfer. Zu ihrer Krönung hat sich heute ein Volk zusammengefunden und seinen Eid geleistet, zu marschieren in aller Zukunft im gleichen Schritt und Tritt. Sie, mein Führer, waren einst der unbekannte Meldegänger im großen Krieg. Wievielen mögen Sie als dieser einfache, unbekannte Meldegänger durch Erfüllung Ihrer foldatifchen pflicht das Leben gerettet haben, oder wieviele vielleicht entscheidende Wendungen hingen von Ihrer Pflichterfüllung ab. 3n Ihrer gestrigen Rede sagten Sie, mein Führer, Sie haben nichts getan als Ihre Pflicht, wie so viele andere auch. Und Sie gingen heim aus dem Großen Krieg und begannen erneut Ihre Pflicht zu erfüllen, jene Pflicht, die bei der übrigen Wett fo wenig Geltung befaß und fo wenig populär war: Die Pflicht für die Rettung des Nach Abschluß der Wahl sammelten sich vor der Reichskanzlei Tausendes um dem Führer zu danken. Unser Bild zeigt den Führer, neben ihm Reichsminister Dr. Goebbels und Generalseldmarjchall Göring, auf dem Balkon. — (Scherl-Bilderdienst-M.) ■ < Mr -1 L - ■S.J :TS - M. * M % • I 1 Ausgewogenes Vollformat 2 Tabak edelster Orientauslese (3) Rezeptgetreue Dauermischung 4 Naturfrisch verpackt 5 Überzeugende Fachleistung (3)Dieser Garantiepunkt hat besonders große Bedeutung, denn er gibt die Gewißheit, daß die Eckstein No. 5 nie ihren Geschmacks - Charakter ändert, daß sie stets die gleiche, gehaltvolle und ehrliche Art behält Ecklteiif 5 Volkes aus seiner tiefsten Schmach. Sie wurden so zum Meldegänger des Schöpfers. Sie, mein Führer, sind der Meldegänger des Herrgotts zum deutschen Herzen. (Heil!-Rufe.) Und Sie haben nicht nur vielen das Leben gerettet oder entscheidende Wendungen im Kleinen herbeige- führt; nein, jetzt haben Sie ein ganzes Volk befreit und es dann so herrlich, so groß und so stark gemacht, es zu einer Gemeinschaft geschmiedet, die sich zuerst selbst gehört, keinen Teufel zu fürchten braucht und die deshalb auch der Herrgott mit seiner Gnade segnet. Sie, mein Führer, haben allen Deutschen das Vaterland erobert. Vor allem aber haben Sie jenen wieder ein Vater- land geschenkt, die keines mehr besaßen und von denen ich in dieser Feierstunde sagen möchte: Mein Führer, diese braven Arbeiter in den armen Stadtvierteln von Wien und sonst im Lande haben Ihnen heute den treuesten Dank ausgesprochen! Ich möchte im Namen aller Oesterreicher, mein Führer — Sie wissen nicht, wie glücklich dieses Volk heute ist —, ich möchte Ihnen im Namen aller Oesterreicher aus übervollem Herzen, mein Führer, zurufen: Du bist der deutscheste aller Oesterreicher? Sei Du nun ihr Schirmherr! Denn sie lieben Dich über alles, weil Du ihnen Dein großes Vaterland geschenkt hast! Der Führer antwortete mit folgender Ansprache: „Gauleiter Bürckel, Deutsche Oesterreichs! Ich habe von meiner Heimat viel erhofft. Die Ergebnisse dieser Abstimmung aber übertreffen nun doch, wie im ganzen übrigen Reich, alte meine Erwartungen. Ich bin so glücklich über die damit endlich erwiesene wahre innere Gesinnung Deutschösterreichs und über das mir geschenkte Vertrauen. Denn diese nunmehr vom ganzen deutschen 7)plf vollzogene geschichtliche Bestätig« ng der Vereinigung Oesterreichs mit dem Reiche bedeutet zugleich die höchste Rechtfertigung meines ganzen bisherigen handelns. Für mich ist diese Stunde damit die st o t z e st e meines Lebens. Ich kann nicht anders, als dem ganzen deutschen Volk und vor allem aber meiner eigenen treuen Heimat aus meinem tiefsten Herzen danken." Das Wahlergebnis wurde in Wien durch Lautsprecher auf den Straßen und Plätzen der Stadt bekanntgegeben und löste beispiellose Jude l st ü r m e aus. In Hellen Scharen durchfluteten die Wiener um Mitternacht die Straßen der Innenstadt. Sie schauten einander triumphierend ins Gesicht, als wollten sie sagen: Welch ein herrlicher Sieg! Unser Land ist deutsch, unser Land steht zum Führer! Nun sieht es die Welt! Des Führers Heimat ist des Führers Bollwerk im Südosten des großen Reiches! Besonders das (Ergebnis a u s W i e n s e lb st hat alle Erwartungen übertroffen. Den Zeitungshändlern wurden die Extraausgaben aus der Hand gerissen. Die Zahl der Nein- Stimmen erweckte kaum mitleidige Heiterkeit. Ein F a ck e l z u g einer Ehrenhundertschaft der Polizei bewegte sich bald vom Konzerthaus, in dem Gauleiter Bürckel gesprochen hatte, durch die Innenstadt zum Rathaus, dessen prächtiger gotischer Bau in märchenhaftem Lichterglanz erstrahlte. Im Beisein von ckstzähligen Tausenden, die sich dem Zuge der Polizei angeschlossen hatten, nahm der Chef der Ordnungspolizei, General Daluege, an der Seite des Gauleiters Bürckel den Vorbeimarsch der Ehrenformationen ab. Die kurzen Schlußworte, die der Gauleiter hier sprach, lösten unter dem Eindruck des Wahlergebnisses wiederum tosende Begeisterung aus. Gauleiter Bürckel brauchte lange Zeit, um sich, umdrängt von den jubelnden Massen, den Rückweg zum Rathauseingang zu bahnen. Als sich der Gauleiter schließlich in die Vorhalle „geflüchtet" hatte, trommelten die begeiferten Menschen noch gegen die Scheiben, und immer wieder erscholl ihr Ruf: „Ein Volk, ein Reich, ein Führer!" Aus dem Wilhelmplah. Zehntausende jubeln dem Schöpfer des Großdeutschen Reiches zu. Es ist Sonntag, nach 22 Uhr. Aber auf dem weiten, vom klaren Mondlicht überglänzten Wil- Helmplatz stehen die Berliner in dichten Reihen. Immer umfassender werden die Wahlresultate, die in einzelnen Abständen durch die Lautsprecher verkündet werden, und immer gewaltiger formt sich daraus das Bekenntnis der Deutschen zu ihrem Führer. Die wenigen Nein-Stimmen verschwinden wie Spreu. Sie werden kaum noch beachtet. Die Berliner wanken und weichen nicht. Alle, die sich hier auf dem Platz vor der Reichskanzlei in jubelnder und begeisterter Freude zusammengefunden herben, um den Ausklang dieser' großen geschichtlichen Epoche mitzuerleben, wollen noch einmal chrem Führer, dem Schöpfer des Großdeutschen Reiches, in die Augen sehen dürfen. Plötzlich befinden sich in den hochgereckten Händen von Hunderten leuchtende Fackeln, Zehn- taufende schwingen unter „Sieg-Heil!"- Rufen kleine Hakenkreuzfähnchen. Die Rufe der Menge sind nicht umsonst. Der Führer tritt auf den Balkon. Der Jubel kennt keine Grenzen mehr. Hoch recken sich die Fackeln, und das Meer der Fähnchen schwingt über der Riesenmenge. Der Führer hebt die Hand und grüßt freundlich nach allen Seiten. Es ist Mitternacht. Unbeweglich harrte die Menge aus, als plötzlich im Lautsprecher das vorläufige Ergebnis der Abstimmung in Oesterreich verkündet wurde. Die Menge lauscht gespannt auf die nüchternen und doch so inhaltlich schweren Zahlen, die das gewaltige Treuebekenntnis der Oester- reicher zu Großdeutschland und seinem Führer aussprachen. Ergriffen hörte die Menge die Ansprache von Gauleiter Bürckel aus Wien. Und dann beherrscht die tiefe, wohlbekannte Stimme des Führers, bei* durch den Lautsprecher aus der Reichs- kanzlei sprach, den Wilhelmsplatz. Totenstille legte sich noch minutenlang über die Tausende, als der Führer geendet hatte. Dann stimmte die Menge die Lieder der Nation an. Dann brausen die Rufe nach dem Führer von neuem über den Platz. Wenige Minuten vor Mitternacht öffnete sich noch einmal die Türe und wiederum trat der Führer zusammen mit Rudolf Heß und Dr. Goebbels auf den Balkon hinaus und grüßte freudig bewegt feine Berliner, die immer wieder in nicht endenwollenden Jubel ausbrachen. Nur langsam leerte sich nach diesen unvergeßlichen Stunden der weite Platz. Großdeutschland flaggt! Berlin, 10. April. (DRV.) Der Reichs- und Preußische Minister des Innern. Dr. Frick, und der Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda, Dr. Goebbels, geben folgendes bekannt: „Aus Anlaß des überwältigenden Treuebekenntnisses des geeinten deutschen Volkes zu seinem Führer Adolf Hitler flaggen die staatlichen und kommunalen Verwaltungen und Betriebe, die sonstigen Körperschaften, Anstalten und Stiftungen des öffentlichen Rechts und die üstentlichen Schulen im Großdeutschen Reiche am 11., 12. und am 13. April Vollmast. Die Bevölkerung wird gebeten, in gleicher Weise zu flaggen." Eine 103-jcihrige genügt ihrer Wahlpflicht. Memmingen, 10. April. (DNB.) In Rettenbach (Kreis Memmingen) genügte schon in den frühesten Morgenstunden die im 103. Jahre lebende Einwohnerin Viktoria Mayer ihrer Wahlpflicht. Da die Greisin krank und bettlägerig ist, kam zu ihr die W a h l k o m m i s s i o n. Oie Anteilnahme des Führers an dem Unfall in pillau. Berlin, 9. April. (DNB.) Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht hat dem Oberbefehlshaber der Kriegsmarine, Generaladmiral Dr. h. c. Raeder, zu dem schweren Verlust, der die Kriegsmarine durch den Unglücksfall in Pillau betroffen hat, seine wärmste Anteilnahme ausgesprochen und gebeten, den Hinterbliebenen der Verunglückten seine Anteilnahme und den Ver- letzten seine besonderen Wünsche für baldige Genesung zu übermitteln. Den Hinterbliebenen sind von der vom Führer ins Leben gerufenen Stiflung „Opfer der Arbeit" von den Oberkommandos der Wehrmacht und der Kriegsmarine sofort Spenden zur Linderung der er st en Not zur Verfügung gestellt worden. Litauen zu normalen Beziehungen zu polen bereit. K o w n o , 9. April. (DNB.) Am Samstag gab der neue litauische Ministerpräsident im Sejm seine Regierungserklärung ab. Die Ausnahme diplomatischer' Beziehungen mit Polen habe die Grundelemente der litauischen Außenpolitich nicht geändert. Litauen sei bereit, mit Polen die gleichen normalen Beziehungen zu pflegen wie mit den anderen Nachbarstaaten. Litauen werde nach wie vor seine internationalen Verpflichtungen einhalten und der Genfer Liga „trotz ihrer augenblicklichen Schwäche* treu blefben. Die Anfrage der drei memelländischen Abgeordne» t e n über die Aufhebung des Grenzzustandes wurde nicht beantwortet, obwohl die durch die Geschäftsordnung des Sejm vorgeschriebene yrift am Samstag ablief. Die Anfrage wird erst am kommenden Mittwoch beantwortet werden. Helene Länge. Gedenkworte der Reichsfrauenführerin. Berlin, 8. April. (DNB.) Die Reichsfrauenführerin Scholtz-Klink widmet Helene Lange zur 90. Wiederkehr ihres Geburtstages in der NSK. die folgenden Gedenkworte: „Der 9. April dieses Jahres ist der Tag der 90. Wiederkehr des Geburtstages von Helene Lange. Die nationalsozialistischen Frauen, Mitschaffende am Aufbau eines neuen Deutschland der nationalen Größe und der sozialen Gerechtigkeit, gedenken ihrer in Dankbarkeit als einer großen Vorkämpferin f ü r d i e Entfaltung und den Einsatz fraulicher Kräfte innerhalb der Gesamtausgabe der Nation. Immer hat sie diese Entfaltung fraulicher Kräfte, ausgehend von der Frauenbildung, varangetragen im klaren Bewußtsein der wesensgemäßen Bestimmung der Frau im Volk. Deshalb ist ihr Lebenswerk van völkischer Bedeutung. Sie hat es als Frau und Deutsche aus einem nationalen Gewissen geschaffen, dem „Deutschland über alles, — über Partei und Klasse" stand. Im Bewußtsein der Frauen, die heute den „Anspruch der Nation auf die unmittelbare Mitarbeit der Frau" erfüllen, steht Helene Lange als ein Vorbild fraulichen Wirkens und deutschen Wesen s." Wetterbericht Während in Süddeutschland im Bereich der Kalt- luft von Sonntag zu Montag kräftige Strahlungsfröste auftraten, so daß die Temperaturen vielfach unter 5 Grad absanken, hat in Norddeutschland die Zufuhr etwas milderer Luftmassen eingesetzt, so daß nach der Küste zu Temperaturen in der vergangenen Nacht roeitjiber + 5 Grad lagen. Unter dem Einfluß des im Norden liegenden Hochdruckgebietes bleibt das Wetter bei langsam ansteigenden Temperaturen noch weiterhin störungsfrei. Aussichten für Dienstag: Heiter bis wolkig, meist trocken, langsam wieder etwas wärmer, nachts noch Frostgefahr. Winde um Nord. Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. III./38: 10 355. , Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei R. Lange, K -G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugs» preis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzeloerkaufs- preis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig. Frau Elisabeth Geldbach, geb. Eimer plötzlich und unerwartet in die Ewigkeit abzurufen. Christian Geldbach. Gießen (Stephanstraße 37). den 10. April 1938. 2450D Heinrich Belloi im blühenden Alter von 17 Jahren. Rödgen, den 11. April 1938. Die Beerdigung findet Dienstag, den 12. April, nachmittags 2 Uhr statt 01748 Laden zu vermieten BMW.- Limousine Stadttheater Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, heute morgen um 27, Uhr meine innißgeliebte, gute Frau, unsere liebe Schwägerin und Tante Seltersweg 66 Femspr. 3458 Es ist bestimmt m Gottes Rat, daß man vom Liebsten, was man hat, muß scheiden. Nach Gottes unerforschlichem Ratschluß entschlief nach kurzer schwerer Krankheit am Samstag, dem 9. April, abends 8.30 Uhr in der Klinik zu Gießen unser lieber, herzensguter, hoffnungsvoller, einziger Sohn, unser lieber Enkel, Pate und Neffe Registraturen Niederhausen Gießen. Bahnhofstraße 49 Der ist richtig I Natürlich darf zu Ostern die Flasche Wein nicht fehlen. Vielleicht kommen unerwartete Gäste. Unsere Preisliste bringt Ihnen Weine, Liköre und Spirituosen in großer Auswahl. - Willkommen bei im Zentrum der Stadt. Für ieb. Geschäft geeignet. Zu erfragen in der Geschäftsstelle des Gießener Anzeigers. O1747 Zwangs Versteigerung Dienötag, IL.d.M., nachm.2Uhr, fallen im Verfteigerungs-Lokal, Neuenweg 28, bzw. an Ort und Stelle (Bekanntgabe in obigem Lokal) zwangsw. gegen sofortige Barzahlung versteigert werden: Haus-, Laden-, und Büromöbel aller Art, 1 Schaufensterausstellungs-Einrichtung, 2 Grammophone, 2 Nähmaschinen, 2 Registrierkassen, 1 Klavier, 1 Spiegel, 1 Vervielfältigungsapparat,zwei Eisschränke. t452D Bestimmt wird versteigert: 1 gut erhaltenes Klavier(schwarz pol.), 1 Kleiderschrank, 1 Waschtisch, 2 Nachtschränkchen, 3 Betten, 4 Schemel, 2 Tische, 1 Holzgestell, 3 Spiegel. Scharmann Gerichtsvollziehers Gießen, Wiesenstr.2, Telefon 3108 die wohlschmeckende Frühjahrs- Blutreinigungskur Pr.t.25,2,30, KorU.3.10 M. Kneipp-Kräulerhaos Jung Uä ii / barg 9 20-22.30 Uhr 26. 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So lauten einige Schlagzeilen: „Der triumphale Volksentscheid." „Hitlers glänzendster Sieg." Besonders werden in den Ueberschriften die 99- prozentigen Gesamtergebnisse im alten Reich und in Oesterreich hervorgehoben. In der Beurteilung der Abstimmung zeigen sich in den Zeitungen allerdings auch diesmal seltsame Zwiespältigkeiten. Die nach Deutschland oder Oesterreich entsandten Korrespondenten berichten objektiv, was sie mit eigenen Augen gesehen haben und würdigen diesen gewaltigen Erfolg — wenn auch mit einigem Neid — während die Pariser Leitartikler von ihrem Redaktionstisch aus die alte Verständnislosigkeit ausbringen. „Epoque" stimmt noch einmal einen Sterbegesang für die „Oesterreichische Unabhängigkeit" an, muß dann aber feststellen, daß Hitler jetzt endlich den Traum verwirklicht habe, der schon vor neunzig Jahren im Frankfurter Parlament geträumt wurde und den später selbst Bismarck nicht zu verwirklichen vermochte. Ein stolzes Volk habe am Sonntag gesprochen. Wie weit sei es jetzt entfernt von der Erinnerung an die Weltkriegniederlage. mehr freizugeben. Das „12-Uhr-Blatt" schreibt: Das Wahlergebnis ist die grandioseste und vollkommenste Willensäußerung, die jemals ein Volt abgab. Die Der Eindruck in Belgrad. Belgrad, 11. April. (DNB. Funkspruch.) Das einmütige Bekenntnis des gesamten deutschen Volkes zu seinem Führer hat auch in Jugoslawien allerstärksten Eindruck gemacht. Man hatte einen Sieg von 95 o. H. erwartet und ist deshalb vom jetzigen Ergebnis einfach überwältigt. In politischen Kreisen sprach man offen aus, daß noch nie in der Geschichte ein großes Volk so geschlossen hinter einem Mann stand wie heute das deutsche Volk hinter Adolf Hitler. Zugleich betont man die feste Zuversicht, daß diese gewaltige Kraft der Sicherung des europäischen Friedens dienen wird. Die Montagsblätter schildern in zahlreichen Sonderberichten der Wiener Vertreter die Begeisterung der gesamten Bevölkerung. Eingehend beschreiben sie den Wahlvorgang, wobei sie besonders hervorheben, daß bei der Abstimmung die Geheimhaltung gewährleistet war und zur Auszählung ausländische Journa- listen Zutritt hatten. Ferner unterstreichen sie noch die den Deutschen eigentlich selbstverständliche Tatsache, daß die Wahl im ganzen Reiche ohne jeden Zwischenfall verlief. Oer Größe der Stunde würdig Oie ersten preffestimmen der Isteichöhauptstadt. Der Berliner Berichterstatter des „Petit Journal" greift das Abstimmungsergebnis der Stadt Rothenburg (Tauber) heraus und schreibt: Wie könne man nicht voll Bewunderung und Staunen über das Ergebnis dieser Stadt sein, in der von 25 469 Wahlberechtigten alle gewählt und alle mit Ja gestimmt hätten. — Der Leitartikler des „Jour" wendet sich gegen die Behauptung jüdischer Emigranten, daß auf die Wähler in Deutschland und Oesterreich ein Zwang oder Druck ausgeübt worden sei. Das ganze große Deutschland mit Oesterreich sei in allen Teilen einmütig und vollständig hinter seinen Führer getreten. Der Führer könne dieses GroDeutschland führen, wohin er wolle. Und es wäre besser für Frankreich, wenn es die Konsequenzen aus diesem Erfolg ziehen würde. „Sieger ohne Blutvergießen." Der Eindruck in Schweden. Stockholm, 11. April. (DNB. Funkspruch.) Das überwältigende Ergebnis der Volksabstimmung in Großdeutschland beherrscht das Bild der schwedischen Presse. In ganzseitigen Balkenüberschriften verkünden die Zeitungen den Prozentsatz der Ja- Stimmen. Unter der Ueberschrist „Das jubelnde Deutschland" erklärt „Stockholm Tidningen", eine der größten Volksabstimmungen, die jemals stattgefunden haben, sei in einer Jubel st im- mung erfolgt, eine Tatsache von welthistorischer Bedeutung habe dadurch ihre nachträgliche Sanktion erhalten, was die Stellung Deutschlands radikal verändert. Die Oesterreicher hätten bekräftigt, daß sie mit dem, was am 11. März geschehen sei, zu- frieden seien, und ihre Stammverwandten im großen Reich hätten bekräftigt, daß sie die Brü- d e r mit o f f e n e n A r m e n a u f nehmen. Adolf Hitler stehe nun a u f der Höhe der Macht und der Erfolge. Es sei die Jrome der Ge- schichte, daß ein von den Siegermächten schlecht behandeltes Deutschland aus dem langen Kampf a l s Sieger ohne Blutvergießen hervorge- gangen fei. Der Friede von Versailles sei nur dem Namen nach ein Friede gewesen, dessen Zeuge sei die heutige Unruhe in der Welt. „Hitler hat Recht gehabt." Starker Eindruck in England. L o n b o n , 11. April. (DNB. Funkspruch.) Für die Londoner Montagmorgenpresse ist die Abstimmung das Hauptereignis des Tages. Daily Telegraph über- schreibt seinen Wiener Bericht „U e b e r w ä l t i - gende Mehrheit für Hitler." Der Bericht- erstatter hebt besonders die freudige Stimmung der Wähler und das farbenfrohe Bild in den Straßen hervor. Ausführlich beschreibt er die Stimmabgabe von Kardinal Jnnitzer, der mit dem deutschen Gruß In das Wahllokal trat. Wie tu übrigen Vlat- Starker Widerhall im Ausland. Oie pariser presse stellt bewundernd Einmütigkeit des Volkswillens fest Berlin, 11. April. (DNB. Fünkspruch.) lieber das einzigartige Ergebnis der Abstimmung schreibt im „Völkischen Beobachter" Hauptschrift. Ieiter Weiß u. a.: Mit einem einstimmigen Ja hat das deutsche Volk die größte Urkunde aller Zeiten unterzeichnet. An dieser gewaltigsten Demonstration eines Dolkswillens kann die Welt nicht mehr teilnahmslos. Vorbeigehen. Ein Wunder ist vollbracht worden. Aber es wäre nie geschehen, wenn nicht der übermenschliche Wille eines Mannes bestanden hätte, der es sich zu seinem Lebensziel gemacht hatte, das deutsche Volk einen steilen und schwindelnden Weg zur Höhe zu führen, auf dem jeder andere vor ihm rettungslos gestrauchelt wäre. Aber noch etwas ist es, das uns in dieser wunderbaren Stunde glücklich macht: die Erkenntnis, daß . das von allen Hunden der Welt gehetzte deutsche Volk sich würdig und fähig erwiesen hat, dem Rufe seines Führers zu folgen, dessen Reden ein unsterbliches Zeugnis für die staunenerregende Kraft seiner Seele bleiben wird, ihre Gefühle auf ein ganzes Volk zu übertragen. Heute wissen wir, wie sehr sich der Führer die Wiedervereinigung seiner österreichischen Heimat mit dem Reich innerlich zu feiner Lebensaufgabe gemacht hat. Und es ist so das freudigste Gefühl, das uns heute beherrscht: das deutsche Volk in Oesterreich hat sich in seiner geschichtlichen Größe gezeigt und in der herrlichsten Weise bewährt. Im Glauben an den Tag der Freiheit hatten die österreichischen Parteigenossen Qualen und Verfolgungen der Systemzeit auf sich genommen und ihr Leben ge- opfert. Ihnen vor allem gebührt unser unauslöschlicher Dank. Die Heimkehr der deutschen Ostmark ist unwiderruflich Tatsache geworden, und nun ist es an uns, dieses Reich mit unseren Fäusten festzuhallen und es nimmer- ter, so schildert auch der Daily Mail, daß die Wähler in Wien trotz bitterer Kälte schon in den frühen Morgenstunden vor den Wahllokalen Schlange gestanden hätten. Unter der Ueber- chrift „Größeres Deutschland" schreibt die Times, die Frage sei nicht so sehr, wie das Endergebnis ausgehe, sondern weshalb überhaupt eine Wahl abgehalten wurde. Der Wett zeige sie die disziplinierte Einigkeit des deutschen Volkes. Adolf Hitler habe Recht g e h a b t, als er agte, daß die Oesterreicher z u m d e u t f ch e n D o lk gehören, in einem deutschen Lande wohnen und an einem größeren Deutschland teil zu haben wünschen, seitdem die österreichisch-ungarische Mon- archie zerbrochen wurde. Abgesehen von den „Methoden , die angewandt worden seien, habe es — behauptet dos Blatt dann — in England niemals ein Gefühl gegeben, das gegen die Vereinigung von Oesterreich und Deutschland eingestellt gewesen ei, noch sei diese Vereinigung selbst auch nur oie geringste 'Schranke gegen eine Verständigung zwi- chen Großbritannien und Groß-Deutschland. Zwei- fellos würde durch diesen Anschluß die Stärke Deutschlands zunehmen. Aber Großbritannien sei ja auch damit beschäftigt, seine Stärke zu vermehren. deutsche Nation hat sich gestern selbst den größten Feiertag ihrer Geschichte gegeben. Die Heimat Adolf Hitlers hat sich jo einmütig zu ihrem Sohn bekannt, daß man sich der Lügen über die „Vergewaltigung" Deutsch-Oesterreichs nur noch mit Abscheu zu erinnern vermag. Was für ein unentschuldbarer furchtbarer Betrug am Weltgewissen wäre hier zustandegekommen, hätte man Herrn Schuschnigg gewähren lassen, diesen Herrn Schuschnigg, der sich schon vorher ein Wahlergebnis von 95 v. H. zu seinen Gunsten „ausgerechnet" hatte. Diejenigen aber, die noch bis in die Stunde der Abstimmung hinein Herrn Schuschnigg moralischen und politischen Kredit zu geben bereit waren, mögen jetzt an das Wort denken: „Wer die Wahrheit kennet und saget sie nicht, der bleibt ein ehrlos erbärmlicher Wicht." Die „ M o n t a g s p o st " erklärt: „Diese heilige und historische Wahl wird immer ein Ruhmesblatt in der deutschen Geschichte sein. Großdeutschland i st e r st a n d e n in einer Macht und Herrlichkeit, wie es sie zuvor nie gegeben hat. Ein Jubelschrei geht durch alle Gaue, der Iubelschrei eines befreiten und geeinten Volkes, von Flensburg bis Klagenfurt, von Tilsit bis Aachen." — Der „Montag" hebt hervor, daß das deutsche Volk erschüttert vor der überwältigenden Fülle seiner Hoffnungen stehe. Deutschland sei wieder eine Weltmacht. Man könne in dieser Nacht sagen: Es sei fast ungreifbar geworden Ein Volk von 75 Millionen, bas es fertig bringe, zu über 99 v. H. einem Manne zu vertrauen, ein Volk, das einen Führer besitze, der zu 68 Millionen 7 Millionen Menschen in der Frist von vier Wochen als geschlossene Gemeinschaft führe, ein Volk und ein Führer, die so vollständig in der Zielsetzung ihres Lebens, in dem Willen zur Durchführung des nationalsozialistischen Programms einig seien, könne nur noch von Wahnsinnigen in ihrem Streben nach Glück und Frieden bedrängt werden. „Das Wahlergebnis ift ein Signal für die W e lt." Oes Führers letzter Appell. „Halte es fest in Deinen Händen." Wien, den 9. April. Seit Stunden schon ist die Nordwestbahnhalle ge- üllt von freudigerregten Menschen, die unmittelbar aus dem Munde des Führers die große Rede am Vorabend des Tages des gesamtdeutschen Bekern!:- nisses zum Großdeutschen Reich hören wollen. Der Führer, deutlich tief beeindruckt von der ungeheueren Welle der Liede und Verehrung, die ihn nun schon den ganzen Tag umbrandete, erinnerte zu Beginn seiner Rede daran, daß er heute zum dritten Male anläßlich einer Wahl i n e i n e r Grenz st adt spreche. 1933 habe er in Königsberg die Nation innerhalb der damaligen Grenzen des Reiches zu einem Bekenntnis aufgerufen, das ihm ermöglichen sollte, die Geschicke Deutschlands unabhängig von parlamentarischen Schwierigkeiten in die Hand zu nehmen und glückhaft zu gestalten. In der Grenzstadt Köln habe er 1936 das deutsche Volk aufgefordert, den schweren Entschluß zu oestätigen, die einst entmilitarisierte Zone wieder unter die Oberhoheit des Reiches zu nehmen. • „Heute", so fuhr er fort, „stehe ich nun hier in Wien wieder am Vorabend einer Entscheidung, von der ich glaube, daß sie eingehen wird in die Annalen der deutschen Geschichte.. Ich möchte sprechen zu denen, die auch in dieser Stunde glauben, noch nicht ihre Zuneigung und ihr Vertrauen dem neuen Deutschland oder gar mir schenken zu können oder die glauben, auch angesichts dieser ganz großen welthistorischen Entscheidung abseits stehen zu müssen, sie nicht anerkennen zu dürfen." Der Führer legte dann dar, daß er weder für den Ausbruch des Weltkrieges, noch für fein Ende, noch für all das, was im Zusammenhang damit über Deutschland und über das ganze deutsche Volk kam, Verantwortung getragen habe. Er habe wie jeder anständige Mann vier Jahre als gewöhnlicher Soldat gekämpft, in dieser ganzen Zeit nie geredet, niemals Politik getrieben, sondern immer nur gehorcht, genau so wie Millionen andere, während in der gleichen Zeit sehr viele seiner späteren Kritiker redeten, in den Parlamenten saßen, Zeitungen machten und die öffentliche Meinung formten. Tiefe Erschütterung steht in den Gesichtern der Zehntausende geschrieben, als der Führer dann in knappen klaren Sätzen ein Bild des trostlosen Zerfalls des Deutschen Reiches nach 1918 entwirft, als er den Leidensweg schildert, den das deutsche Volk nach dem Kriege zu gehen hatte. Als ich so meine Heimat wiederfand, zerrissen, ohnmächtig, wehrlos, von allen verlassen, damals faßte ich, der namenlose Soldat, den Entschluß, nachdem ich jahrelang nur gehorcht hatte, jetzt zu reden, zu sprechen von dem, was allein zu einer Wiederauferstehung Deutschlands führen konnte. Ein großer, stiller Ernst liegt nun über der Halle, als der Führer schildert, wie er das Wagnis unternahm, die beiden idealistischen Kraftströme, den Nationalismus und den Sozialismus, zu einem einzigen Strom zu vereinigen in der Ueberzeugung, daß es dann gelingen müßte, der deutschen Nation jene Kraft zu verleihen, die notwendig war, um das äußere und innere Schicksal zu wenden. Begeistert springen die Tausende von ihren Sitzen, als der Führer die stolze Erfolgsbilanz mit der Feststellung beginnt: „Ich habe mich nicht auf Genf und Moskau verlassen, sondern nur auf eines: auf mein Volk, auf Deutschland!" Der Führer schildert, wie er einst als Junge von Linz fortgezogen und nach Wien kam, wie es ihn von dort hinaus in das große Reich trieb, und wie er glücklich war, sich im Kriege für dieses große Deutschland einsetzen zu können. „Ich habe gekämpft als anständiger deutscher Soldat, unö als dieser Krieg zu Ende ging, bin ich durch Deutschland gezogen und habe dieses Land, dieses liebste, teuerste Land mir erobert. Als Deutschland so tief in seiner Not war, da war ich so stolz, ein Deutscher zu fein. Da habe ich um dieses Volk gerungen und gekämpft und habe mir sein Vertrauen erworben. Ich habe dieses Reich so liebgewonnen. Unb da wundert sich jemand, daß bei mir auch die Sehnsucht geblieben war, diesem teuersten Reich meine eigene Heimat einzufügen? Ich glaube, daß es auch Gottes Witte war. von hier einen Knaben in das Reich zu schicken, ihn grohwerden zu lassen, ihn zum Führer der Ration zu erheben, um es ihm zu ermöglichen, seine Heimat in das Reich hineinzuführen. Es gibt eine höhere Bestimmung, und wir alle sind nichts anderes als ihre Werkzeuge. Als am 9. Marz Herr Schuschnigg sein Abkommen brach, da fühlte ich in dieser Sekunde, daß nun der R u f der Vorsehung an mich ergangen war. And was sich dann abspielte in drei Tagen, war auch nur denkbar im Vollzug eines Wunsches und Willens dieser Vorsehung. 3n drei lagen hat sie der Herr geflogen! Und mir wurde die Gnade zuteil, am , Tage des Verrates meine Heimat in das Reich eingliedern zu können!" Tiefe Ergriffenheit und innere Bewegung schwingen in der Stimme des Führers mit, als er schließt: „Wenn wir einmal nicht mehr sein werden, dann sollen die kommenden Generationen mit Stolz auf diesen Tag einer Bestätigung der deutschen Gemeinschaft durch ein großes Volk zurückblicken. Für dieses Reich haben in der Vergangenheit Millionen deutsche Männer ihr Blut gegeben. Eine gnädige Fügung des Schicksals hat es uns ermöglicht, ohne jeglichen Schmerz dieses Reich heute zu bilden! Deuffches Volk, steh' jetzt auf, unterschreibe es, halte es fest in deinen Händen!" Don , grenzenloser Liebe erfüllt hängen die Augen der Zehntausende an den Lippen des Führers, ber_ in ’ tiefer Bewegung mit einem Dank an den Allmäch- j tigert schließt: „Ich möchte dem danken, der mich ; zurückkehren ließ in meine Heimat, auf daß ich sie ' nun hineinführe in mein Deutsches Reich! Möge am morgigen Tage jeder Deutsche die Stunde er- , kennen, sie ermessen und sich in Demut verbeugen , vor dem Willen des Allmächtigen, der in wenigen ; Wochen ein Wunder an uns vollzogen hat!" i Die Menge hat sich erhoben, und nun bringt - das Dankgebet empor „Wir treten zum Beten ! vor Gott den Gerechten". Erschüttert fingen es dis - Zehntausende hier und ganz Deutschland singt mit > in dieser Stunde. Dröhnend setzt die Tiroler Orgel - ein. Erschüttert, mit Tränen in den Augen stehen , die Menschen und in das Glockengeläut jauchzen > ihre Heil!-Ruse auf den Führer. Die Glpcken der - deuffchen Dome klsngen weit über das Land. Zur , gleichen Zeit aber lodert in Höhenfeuern auf den > deuffchen Bergen der Heldenglaube zum nächtlichen Himmel empor. gaben will er sich durch eine Anleihe von 12 bis 15 Milliarden besorgen. Die Voraussetzungen dafür sollen durch ein finanzielles und wirtschaft- liches Gesundungsprogramm geschaffen werden. Im übrigen lautet das Programm der neuen Regierung: Räumung der besetzten Fabriken, Fortführung des von Ehautemps begonnenen Arbeitszeitstatuts durch Verabschiedung eines Gesetzes zur Streikregelung, strengste Auftechterhaltung der Nichteinmischungspolitik, Zusammenarbeit mit England, insbesondere auch, was die Annäherungspolitik an Italien angeht. Die Wahl des früheren Boffchafters in den Vereinigten Staaten, Georges Bonnet, zum Außenminister bedeutet ferner die Verengung der Zusammenarbeit mit Amerika. Das Programm Daladiers ist bereits van F l a n- din in einer Unterhaltung mit Daladier ausdrücklich gebilligt worden und damit vom Zentrum, das ja auch in Paul Reynaud einen Vertreter in der Regierung hat. Sogar die Rechtsgruppe Marin hat schon die Unterstützung für ein solches Programm in Aussicht gestellt. Das alles zielt auf eine Neuorientierung überhaupt ab. Aber Daladier ist ein Mann der Linken und wird zweifellos darauf bedacht fein, die Arbeiterschaft nicht in die Opposition zu treiben. Wenig Zutrauen in London. London, 11. April. (DNB. Funkspruch.) Die Mehrzahl der Londoner Morgenblätter mißt dem neugebildeten Kabinett Daladier keine allzulange Lebensdauer zu. In der „Times" heißt es, wegen der Stimmenzahl der Sozialdemokraten und Kommunisten sei die Aussicht für die Regierung nicht zuversichtlich, besonders im Hinblick auf die wachsende Unruhe in der Industrie. Da die Stimmung der größten Partei in der Kammer derart sei, daß sie die erstbeste Gelegenheit ergreifen würde, um bur cf) d en Sturz eines radikalen M l - nisters Rache zu nehmen, werde die Regierung behutsam vorgehen müssen, wenn sie eine Niederlage vermeiden wolle. Noch beunruhigender als diese unangenehme politische Atmosphäre sei die zunehmende Unruhe in der Metallindustrie, deren Ursachen ebenso politischer wie wirtschaftlicher Art zu sein scheinen. — „Daily Telegraph" schreibt, für das neue Kabinett gebe es bedauerlich wenig Hoffnung. Auch „Daily Herold" meint, Daladier, Frankreichs „starker Mann , habe ein sehr wenig aussichtsreiches Kabinett gebildet. Nach Ansicht von „News Chronicle" hat Daladier weder das Kabnett gebildet, das er wünsche, noch sei es das Kabinett, auf das die Freunde Frankreichs gehofft hätte» Der Berliner Korrespondent des Journal" schreibt, die Deutschen seien mit der Politik ihres Führers einverstanden. In den Wahlbüros habe man gesehen, daß diese Männer und diese Frauen nicht nur zum Vergnügen gekommen seien, sondern um eine heilige Pflicht z u erfüllen. Männer und Frauen seien von dem gleichen patriotischen Gefühl beseelt gewesen und hätten es als unerläßlich betrachtet, sich voll und ganz hinter den Führer und seine Politik zu stellen. Für jeden unparteiischen und vernünftigen Menschen habe es festgestanden, daß das deutsche Volk dem Führer wie in der Vergangenheit folgen werde. Die Treue der Massen dem Führer gegenüber sei kein leeres Wort, ebenso wenig wie die Volksgemeinschaft von der der Führer in seinen Reden sprach. Die Abstimmung sei ein Sieg gewesen, wie man ihn sich glänzender gar nicht mehr vor st eilen könne, ein Sieg, demgegenüber man in all jenen Ländern nur Neid empfinden könne, in denen zusammen mit dem Marxismus Unordnung, Anarchie und Antipatriotismus eingedrungen seien. Die deutschen Abstimmungsergebnisse zeigten deutlich, daß die Opposition nur noch einen atomischen, mikroskopischen Charakter trage. „W o bleiben bei biefer A b - stimmung noch die Unzufriedenen? Alles das hat sich in Wohlgefallen aufge- I ö st. Sie sind alle vom Sturmwind der nationalen Begeisterung mitgerissen worden." Diese Taffache beweise, daß die gewaltige Mehrheit der deuffchen Arbeiter sich dem Nationalsozialismus angeschlossen habe, daß die Arbeiter Hitler treu sind und daß sie seine Außenpolitik rückhaltlos gutheihen. Diese Zahlen sollten gewissen marxistischen Agitatoren w Frankreich zu denken geben, die noch immer zu behaupten wagen, der deutsche Arbeiter erwarte mit Ungeduld die Stunde seiner „Befteiung". Paris, 10. April. (DNB.) Daladier hat seine Regierung gebildet. Dem Kabinett gehören u. a. folgende Persönlichkeiten an: Ministerpräsi- dent,. Landesverteidigung und Krieg: Daladier (Rad.-Soz., Abg.); stellvertretender Ministerpräsi- dent mit der Zusammenfassung der Dienste der Ministerpräsidenffchast beauftragt: Ehautemps (Rad.-Soz., Senator): Justiz: Reynaud (Abg. der Mitte): Aeußeres: Bonnet (Rad.-Soz., Abg.): Inneres: S a r r a u t (Rad.-Soz., Senator); Finan- ^Marchandeau (Rad.-Soz.,Senator); Wirt- t: Patenotre (Abg. der Sozialrep. bereinig.); Luftfahrt: Guy de la Chambre (Rad.- Soz., Abg.); Kriegsmarine: Campinchi (Rad.- Soz., Abg.). Ueber die neue politische Lage wird der „Frank- furter Zeitung" aus Paris gemeldet: Parteipolitisch gruppiert sich die Regierung um die Radi kal- sozialisten, die 12 Portefeuilles innehaben. Drei Ressorts werden von der Sozialistischen Union verwaltet, deren Führer Paul-Boncour aber nicht in der Regierung ^vertreten ist, da er außer dem Ressort des Außenministeriums kein an- beres Portefeuille annehmen wollte. Die Sozialisten haben die Beteiligung einstimmig abge- lehnt und es ihrer Fraktion überlassen, ob sie die Regierung von fjaü zu Fall unterstützen will. Dafür hat Dalabier Stütze im Zentrum gesucht unb Die Mitarbeit des Vorsitzenden der Demokrat:- schen Linken, be Chappebelaine, Paul Rey- naubs von ber RepublikanischenAlliance, des Unabhängigen Georges Mandel und des Führers der Katholischen Demokraten Champetier de Ribes erlangt. Parteipolitisch ist die Grundlage des Kabinetts jedoch sehr schmal. Es stellt den Verjuch bar, von ber Volksfront zur Konzentration ber bürgerlichen Linken und Mitte zu gelangen. Das Kabinett wird sich am Donnerstag Dem Par- lament vorstellen und noch vor Öftern ein G e - famtprogramm verabschieden lassen. Dieses Programm knüpft ebenfalls da an, wo C haute m p s aufgehört hat. In dieser Beziehung sind dessen Sonderstellung als Vizepräsident ohne Portefeuille sowie die Beibehaltung seines Fmanznilnisters Marchandeau bezeichnend. Daladier wird 3utiöd)ft allerdings zu einer ähnlichen inflationistischen Maßnahme greifen müssen, wie Leon Blum es beabsichtigte. Er wird zum mindesten die Vorschüsse des Schatzamtes bei der Bank von Frankreich um fünf Milliarden erhöhen müssen. Abgesehen davon aber ist sein Programm ausgesprochen x n - slationsseindlich, ebenso wie es gegen die Devisenkontrolle, die Kapitalabgabe und Zwangs- anUifre ist, Di» Mittel für die Äuftuttgsaus* K 0tf SJ.'lpori durch " das Motto zu die- denen der baltische Wagen gegen Wagen zu bestehen vermögen. In dem Achterfeld war Deutschland nur von sind eine sich, Be- Gießener Stadttheater. 13. Morgenveranstaltung: Ostland. Das Programm für die gestrige Morgenveran- staltung des Stadttheaters war überschrieben: Ost- land, Lieder und Worte. Mit Ostland war übrigens nicht, wie der einleitende Hinweis auf die Volksabstimmung vermuten ließ, und was auch nahe gelegen hätte, die alte Ostmark des Reiches gemeint, sondern die nordöstlichen Provinzen. Wir hörten also nicht Dichtung und Musik aus Oesterreich, sondern aus Baltenland und Finnland. Herr von G s ch m e i d l e r eröffnete die Vortragsfolge mit Worten des verstorbenen Henry von Heiseler, siegte in 42,2 Sekunden vor Frau Franke auf „Neckar" und Frau Cammineci auf „Gletscher", die in der Zeit nur um eine Sekunde getrennt waren. Von der Olympia-Vorbereitungsprüfung wurde die Klasse S entschieden. Der schöne Hannoveraner „Hammer" unter G. v. B a d e w i tz erhielt die goldene Schleife vor den beiden der ostpreußischen Scholle entstammenden „Nonne" und „Bojar". Reichtum der landschaftlichen Gliederung bringt so vielgestaltige Tier- und Pflanzenwelt mit daß wirklich kein europäisches Land in dieser Ziehung mit Deutschland zu vergleichen ist. den Mercedes-Benz von Europameister Rudolf Caracciola vertreten, der in der 52. Runde das Steuer an Hermann Lang abgab. Lang mußte dann abermals an die Boxen; dadurch gewann der Franzose Dreyfus Boden und konnte so den knappen Sieg sicherstellen. Das übrige Feld war weit abgeschlagen. Dreyfus siegte in neuer Rekordzeit mit einem Stundenmittel von 88,087 Kilometer. Der bisherige Rekord stand seit dem Siege Nuvo- laris im Jayre 1935 auf 83,964 km/st. Italiens Meldungen für das »Braune Band". Für das Rennen um das „Braune Band Deutschland" am 31. Juli in München-Riem Acht Wagen im Rennen. Drückende Hitze lag über dem südfranzösischen Kleinstädtchen, als die Wagen an den Start geschoben wurden. Das Feld bestand nur aus acht Teilnehmern, vorneweg Caracciola auf dem neuen 3-Liter-Mercedes-Benz mit Kompressor und Dreyfus auf dem 4,50 Liter kompressorlosen Delahaye. Es folgten Comotti auf dem zweiten Delahaye, die drei 1,5 Liter Maserati mit Raph, Negro und Lanza sowie die beiden französischen Privatfahrer Matra und Trentignant auf Bugatti. Lang fehlte; ein Defekt im Oelumlauf am Motor seines Mercedes-Benz zwang ihn'zum Fernbleiben. Auch Alfa Romeo war nicht vertreten, nachdem Nuoolaris Wagen ausgebrannt war und an Dr. Farinas Gefährt der Tank leckte. Die neuen Talbot waren wegen des Streiks in Paris nicht zur Stelle. Auch der Vorjahrssieger Wimille konnte mit dem neuen Bugatti nicht antreten. Carracciola schnellster Starter Dicht bevölkert war die 2,769 Kilometer lange Rundstrecke, als die Wagen den 100-Runden-Kampf durch die Straßen der Stadt mit eigentlich nur einer Geraden aufnahmen. Am schnellsten kam Rudolf Caracciola weg, der auch bis zur siebenten Runde die Spitze hielt. Ihn wechselte dann Dreyfus ab. In der 15. Runde legte „Carratsch" einen machtvollen Zwischenspurt ein und schuf mit einer Zeit von 1:47 Minuten und einem Stundenmittel von 93,182 Kilometer auch einen neuen Rundenrekord, den seit 1935 Nuvolari auf Alfa Romeo mit 1:52 (89,230 km/st) hielt. Unser Meisterfahrer lag wieder in Front! Zwischen ihm und denl Delahaye t von Dreyfus entspann sich ein erbitterter Spitzenkampf bis zur Hälfte des Rennens. Die übrigen Teilnehmer vermochten schon lange dem scharfen Tempo nicht mehr zu folgen und zogen ihre Kreise mit beträchtlichem Rückstand. Bis zu zehn Runden betrug der Vorsprung der beiden Spitzenreiter. Lang greift ein. In der 52. Runde fuhr Caracciola zum Tanken vor und überließ dann Hermann Lang das Steuer seines Wagens. Inzwischen waren IV2 Minuten verstrichen, die dem dichtauf folgenden Dreyfus die Führung einbrachten. Als dann Hermann Lang einige Runden später nochmals an die Boxen mußte, da ein Fehler an der Schaltung behoben werden mußte, konnte Dreyfus den Vorsprung soweit ausdehnen, daß er mit etwa zwei Minuten Vorsprung das Rennen gewinnen konnte. Langs ganze Kunst reichte nicht mehr aus, um dem führenden Franzosen nahe zu kommen; immerhin überfuhr Lang — als einziger mit dem Sieger in einer Runde liegend — mit Dem silberweißen Mercedes- Banz das Ziel als ehrenvoller Zweiter. Nicht weniger als fünf Runden hatte der Italiener Comotti als Dritter verloren. Die 50 000 Zuschauer bereiteten den beiden Ersten einen stürmischen Empfang. Ihre Freude war natürlich doppelt stark, da es ja einem Landsmann gelungen war, das erste Fo —'»l- rennen des Jahres zu gewinnen. Deutschlands Tierwelt erhält Zuwachs. Was uns die Heimkehr Oesterreichs beschert.-Naturfreunde reichen sich die Hand. Äon Or. Heinrich Zrieling. stehen, daß viele von uns ihren Text völlig vergessen und in die reine Offenbarung dieser Tonwelt eindringen können. Von Bach hat Goethe ein Wort gesprochen, das uns ein Führer sein mag, wenn wir uns auf das Erleben einer Bachfchen Passion oder eines ähnlichen Werkes von Beethoven richten wollen. Das Wort findet sich als Zusatz zu dem Briefe Goethes an den Dirigenten und Komponisten Zelter vom 21. Juni 1827 und enthält die Stelle: ihm, Goeche, sei beim Anhören der Werke Bachs zumute, „als wenn die ewige Harmonie sich mit sich selbst unterhielte, wie sich's etwa in Gottes Busen, vor der Weltschöpfung, möchte zugettagen haben. So bewegte sich's auch in meinem Innern, und es war mir, als wenn ich weder Ohren, am wenigsten Augen, und weiter keine übrigen Sinne besäße noch brauchte." Wir wollen mit besonderer Freude einen nennen, der uns noch näher kommen soll als er uns bisher schon war, den Oesterreicher Anton Bruckner. Auch seine Musik ist von heiligen Dingen erfüllt, und Goethes Wort über Bach paßt auf ihn. Er ist der dritte im Bunde der „religiösen" Musiker, neben dem streng geformten, oft harten Bach, und neben dem Wahlösterreicher Beethoven, dem freien Geiste und leidenschaftlichen Offenbarer göttlicher Dinge. Aber mit der nun endlich erfolgten natürlichen Grenzziehung des deutschen Vaterlandes übernehmen wir auch eine große und verantwortungsvolle Pflicht: unser herrliches deutsches Land zu erhalten und seine Tier- und Pflanzenwelt zu schützen. So reiches Gut ist uns anvertraut, daß wir nun auch doppelt liebevoll mit diesen Schptzen umgehen müssen, wollen wir der Landschaft ihren unvergleichlichen Reiz erhalten. Gerade im österreichischen Land gibt es noch so viele, von der Kultivierung unberührte Stellen, daß es hier sorglichster Ueberlegung bedarf, wie die Forderungen der Landesnutzung mit der ebenso eindringlichen der Lanschaftserhaltung in Einklang zu bringen sind. Wir müssen es als ein großes Glück bezeichnen, daß nunmehr auch österreichisches Heimatland durch die deutschen Jagd- und Naturschutzgesetze, unter der Führung Hennann Görings, erfaßt werden kann. Denn noch niemals ist in einem Land eine naturgerechtere und verständnisvollere Gesetzgebung zu verzeichnen gewesen als in Deutschland. Und auch darum hatte uns das Oesterreich Schuschniggs beneidet, auch in dieser Beziehung wollte es zu Deutschland. Nun hat der Ruf des artgleichen Blutes die Brüder zusammengeführt, auf daß alle Aufgaben von ihnen gemeinsam gelöst werden können, Aum Nutzen des geeinten, herrlichen, großen deutschen Vaterlandes! noch weitere ausländische Meldungen eingegangen. Es liegen jetzt insgesamt 77 Unterschriften aus England, Frankreich, Ungarn, Italien, Jugoslawien, Polen, der Tschechoslowakei und Deutschland vor. Vier Pferde werden noch in Rom genannt, so die ausgezeichnete vierjährige Stute „Amerina", die im vergangenen Jahr im Großen Preis der Reichshauptstadt hinter Corrida und Sturmvogel Dritte wurde, vor allem aber der bisher ungeschlagene Derby-Favorit Nearco. Der Stall Tesio nannte weiter Domenico Ghirlandaio und Nicostrato. In London gab der Stall des Aga Khan zwei Unterschriften für die Dreijährigen Sadruddin und Le Pommier ab. In Prag wurde Alcazar genannt. Deutsche Fußballelf gegen Portugal. Ueberraschend früh gibt das Fachamt Fußball im DRL. die deutsche Nationalmannschaft zum zweiten Fußball-Länderkampf gegen Portugal, der am Sonntag, 24. April, in Frankfurt a. M. durchgeführt wird, bekannt. Erwartungsgemäß wurde die derzeit stärkste Mannschaft aufgeboten, in der von den Stammspielern lediglich der verletzte Schalter Urban fehlt. Seine Stelle nimmt wieder der Wormser Fath ein. Die Elf steht wie folgt: Jakob (Jahn Regensburg); Janes (Fortuna Düsseldorf), Münzenberg (Alemannia Aachen); Kupfer (FC. 05 Schweinfurt), Goldbrunner (Bayern München), Kitzinger (FC. 05 Schweinfurt); Lehner (Schwaben Augsburg), Gelle sch (Schalke 04), Siffling (SV. Waldhof), S z e p a n (Schalke 04), Fath (Wormatia Worms). Amazonen-Springen in der Deutschlandballe. Beim Berliner Reitturnier gab es am Samstagabend als Hauptereignis ein Amazonen - Jagdspringen um das „Goldene Armband". Die Veranstaltung, der die Uebertragung der Führerrede vorausgegangen war, zog sich bis weit nach Mitternacht hin. Nahezu die Hälfte aller Teilnehmerinnen kam fehlerfrei, über die Bahn, so daß die Zeit entscheiden mußte. Frau Hartmann auf „Flick" Rundfunkprogramm Dienstag. 12. April. 6 Uhr: Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Werkskonzert. 9.40: Kleine Ratschläge für Küche und Haus. 11.40: Axt- fchläge im Wald ... 12: Mittaaskonzert. 13: Nachrichten. 13.15: Mittagskonzert. 14: Nachrichten. 14.10: Wunschzettel. 15: Bilderbuch der Woche. 15.30: Das Wunderhorn. Ein Ostermärchen für Erwachsene. 15.45 Reise in Lappland. 16: Nachmittagskonzert. Das Mikrophon unterwegs. 18: Zeitgeschehen. 18.30: Viel Spaß um dies und das. Ringsendung Freiburg —Frankfurt —Kassel. 19: Nachrichten. 19.10: Fröhlicher Reigen zum Feierabend. Volksweisen, Tänze und Reigen im bunten Kranz. 21: Händel-Konzert. „Der Meister der In- strumentälmusik". 22: Nachrichten. 22.15: Deutsche Boxmeisterschaften im Hippodrom Frankfurt a. M. l.Tag. 22.30: Unterhaltungs- und Tanzmusik. 24 bis 1: Nachtkonzert. Mansarden sie Flaage des 1 grüßen, als Z und zum deuts grünen Tirlan i'eht man die u»ch der huldi 3n den Nac nnb die st m mQ0en unterwe Sender Fah, Noolle Tprc Elchen Aolk- 0-April, hi,le L Aem Lct de d- ev\ ÄeNs. 116 ®Jter5t°r unb K °°n Val Wer Stimm A durch i «yw? SSL' Masten Sck bi, Ä •nb d°- fibung tona"nt s rik Wen © Nsgenn k e>n tob be $n Ql für £ «• fotg K'l ft und zwar aus dessen Krieastaaebuch vom November 1918. Das Land der Deutschen mit der Seele suchend: so könnte in Abwandlung des berühmten Verses aus Goethes Iphigenie" das Motto zu die- (en Aufzeichnungen lauten, in denen der baltische Dichter sich aus Dem Zwiespalt zwischen den germanischen und den slawischen Elementen seiner Her- 3m dunkelsten Südamerika Nach 17 Monaten abenteuerlichen - Wilünislebens in den unbekannten Urwäldern des Rio Jary zwischen dem Amazonas und den Grenzen von Cayenne ist die Deutsche Amazonas- Jary - Expedition mit reicher wissenschaftlicher Ausbeute zurückgekehrt, und ein Teilnehmer, Schulz-Kampfhenkel, erstattet über die wichtigsten Ergebnisse in „Reclams Universum" einen fesselnden Bericht. Mit Wasserflugzeug und Holzbooten sollte das ganze Gebiet durchquert werden, und es sollten die Aparai-Jndianer und andere Stämme ausgesucht werden, die man hier vermutete, ohne Genaueres über sie zu wissen; für die Waldmenschen waren Tauschartikel, Glasperlen, bunte Stoffe, Messer, Scheren, Aexte, Spiegel usw. mitgenommen. Mit sechs Holzbooten, über 80 Zentner Ladung, 21 Männern, 2 Hunden und 2 Bootsmotoren ging die Reise ins Niemandsland. Mächtige Stromschnellen waren unter großen Schwierigkeiten zu überwinden, mit Booten und allen Lasten ging es über das Land durch Dickicht. Plötzlich tauchte der erste Waldindianer im Einbaum vor ihnen auf; nach schwierigen Verhandlungen ging er mit den Forschern, und am 22. Tage des Musik als Offenbarung. Von Hans Hartmann. Es jubelt in den Lüsten. Früh morgens wecken uns die Vögel mit ihrem Gesang, überströmend jauchzt in ihnen die Natur und der erwachende Lebenswille. Es geht Ostern entgegen! Der „Konzertwinter" geht freilich zu Ende, aber es harren unser in diesen Wochen vor Ostern noch einige Kostbarkeiten. Die Passionen von Bach stehen auf dem Programm der Konzerte, und die Missa Solemnis von Beethoven. Wem eine Stätte der Aufführung nicht erreichbar ist, der wird im Rundfunk Gelegenheit gegeben, dies und jenes aus Werken deutschen religiösen und musikschöpferischen Geistes zu hören. Da ist es denn angebracht, über den Zusammenhang von Musik und Religion nachzudenken (und auch die sich, einem Vorurteil zufolge, für „unmusikalisch" halten, mögen annehmen, daß auch ihnen sich hier ein Zugang zur Welt der Musik erschließen kann). Da hören wir, was Luther über die Sprache der Töne zu sagen wußte: „Wo die natürliche Musica durch die Kunst geschärft und poliert wird, da siehet und schauet man erst zum Teil (denn gänzlich kann's nicht begriffen noch verstanden werden) mit großer Verwunderung die große und vollkommene Weisheit Gottes in feinem wunderlichen Werk der Musica, in welchem vor allem das seltsam und wohl zu verwundern ist, daß einer eine schlechte (schlichte) Weise oder Tenor (wie sie die Musici heißen) her singet, neben welcher drei, vier oder fünf andere Stimmen auch gesungen werden, die um solche schlechte Weise oder Tenor, gleich als mit Jauchzen ringsumher um solchen Tenor spielen und springen und mit mancherlei Art und Klang dieselbe Weise wunderbarlich zieren und schmücken und gleichwie einen himmlischen Tanzreigen führen." In so genialer Weise hat Luther die offenbarende Kraft der Musik geschildert. Wie hätte er nach Deutungen gesucht, wenn ihm Bachs Passionen bekannt geworden wären — jene Werke, die ebenso wie Beechovens Messe so über allen dogmatischen Streitfragen und so nahe am Urgrund aller Dinge Daß natürlich auch noch manche Klemtierarten zu erwähnen wären, besonders Schmetterlinge, und daß so verschiedene andere Tiere, die bisher in Deutschland als Seltenheiten galten, durch die Einbeziehung Oesterreichs Zuwachs erhalten, versteht sich ja von selbst. Aber schon dieses kleine Ueberblick zeigt wohl zur Genüge, welche wertvolle Neuerwerbungen der Tierfreund dem Anschluß zu verdanken hat. Und für den Oesterreicher bringt dieser noch mehr Neuigkeiten mit sich. Gehört doch nun auch die Nord- und Ostseeküste ihm, mit all ihrem Seevogelleben und dem wunderlichen Treiben der Jnseltierwelt. Deutschland hat in seiner jetzigen Gestalt unter allen europäischen Ländern die mannigfaltigste und verschiedenartigste Tierwelt. Die Kurische Nehrung mit ihrer nordisch-ostischen Fauna, die Felseninsel Helgoland als Abbild eines nordischen Dogelbergs, das Wattenmeer mit den unermeßlichen Sttandvogelscharen, das Rheingebiet mit Vertretern einer südwesteuropäischen Tierwelt, die mittel- und norddeutschen Wald- und Seelandschaften mit ihrem Reichtuw an Wild, das große Alpengebiet, das Kalkalpen und Zentralalpen umfaßt, unsere herrlichen Mittelgebirge, die Weinberggegenden, ein richtiges Stück Pußta am Neusiedler See — all dieser unerhörte Vordringens fanden sie das Dorf der Aparai-Jn- bi an er, das im Flußinselgewirr verborgen liegt. Hier errichteten sie das Hauptlager. „Wir errichteten ein1 mehrmonatiges Hauptlager bei ihnen. Die mißtrauischen Naturmenschen wollten wissen, was wir in ihren Jagdgründen suchen. Wir machen ihnen klar, daß der „Große Vater" — wir nennen ihn „Sciencia", Wissenschaft, — uns ausgesandt habe, um zu sehen, welche Tiere in den Wäldern der Aparai leben, welchen Grad der Kunstfertigkeit die Aparai im Herstellen ihrer Geräte besäßen. Sa ist unsere zoologische und völkerkundliche Sammelarbeit, die jetzt einsetzt, für die Naturkinder erklärt." Ein reiches Jagdgebiet eröffnete sich den Forschern. „Jagden über Jagden Tag für Tag. Nachts poltern Wasserschweine zwischen den Hängematten durch. Glotzäugige Beutelratten, eine Riesenschlange werden beim Hühnerraub zwischen den Hütten im Jndianerdorf ertappt. Durch Bergwälder und Pal- menfümpfe in den Tälern pirschen wir. Da schwingen durch das Kronendach des düsteren himmelhohen Domwaldes schwarze langarmige Gestalten hin — eine Bande Klammeraffen flieht vor den Menschenzwergen, die da tief unten durch das Wurzelwerk der Baumgiganten keuchen. Dann dröhnt gleich einem Urgesang der Wildnis der Chor der Brüllaffen ins Grabesschweigen der grünen Dämmerung. Breit steht die Fährte des Jaguar im Schlamm. Eines Jagdtages erscheint kaum acht Schritte vor Pitoma, dem Aparai, ein Silberlöwe — er jagt ihm seine Jagdpfeile in die Rippen, kommt mit der Beute im Lager an; das von der Pfeilspitze durchbohrte Herz des Puma legen wir in Spiritus." Nach verschiedenen einzelnen Forschungsfahrten folgt der Aufbruch zur letzten und schwersten Etappe, zu den Grenzen von Cayenne; 53 Tage geht es über unzählige Stromschnellen durch das menschenleere Urwald- und Felsgebiet zu den Jagdgründen der Oajama-Jndianer, dann zum Flüsse Couc. an dessen Quellen die Oayapi-Jndianer auf Pfahlbauten leben. Mächtige Naturschranken haben bisher das Eindringen des weißen Mannes in dieses Jndianerland verhindert... Auch die Rückfahrt bringt noch viele Gefahren, bis die Mündung des Jary, der Amazonenstrom, erreicht ist. Die zoologischen Sammlungen, die die Ausbeute der For- schungsfahrt darstellen, enthalten über 1000 Objekte an Säugetieren, Vögeln, Reptilien, Amphibien und völkerkundlichen Sammlungen, mehr als 1000 Gegenstände aus dem Kulturbesitz von drei Indianer» stammen, 1500 Photos, 2000 Meter Schmalfilm, Karten, Tonaufnahmen der Jndianergefänge und wissenschaftliche Tagebuchaufzeichnungen. Lidjsmi*11, e» »Meben , Ntfpr*n “t SS* s ganzen« 5, klarer ohm. K1 Proklamatll überall bie üa gleichzeitig hör Kimmen der i Mreicher Au «ulendes Erleb Herzen stimm deutschen Volk- unser herrliches und mächtig gk von Wen oun den Liedern wird. Freudrg kameraden ir Feier. Die Straßi Bild. Wohl 1 schmuik so reh Samstag mitt kleinsten Wohl kunft zu befreien sucht, eine Vision der deutschen Welt gestaltet und ein schönes, vom Herzen kommendes Glaubensbekenntnis zum geistigen Deutschland ablegt. Die Tagebuchprosa wurde von Herrn von Gschrneidler mit eindringendem Verständnis vorgetragen. Der musikalische Teil der Vortraosfolge war finnischen Liedern von Selim Palmgreen und Vrgö K i l p i n e n gewidmet. Kapellmeister Joachim Po p el ka gab eine knappe Einführung und begleitete am Flügel; Hildegard Iachn 0 w und Gustav Bley setzten sich mit reichen und kultivierten organischen Mitteln und großer Ausdruckskraft für diese Lieder ein. Kilpinens Vertonungen („Mit dem Strome", „Mein Grab" ,„Die Ebene", „Fackeln im Sturm") stehen in Melodieführung und harmonischem Aufbau unserm Empfinden doch einigermaßen fern; am unmittelbarsten wirkten für unser Gefühl das „Wiegenlied" und „Beim Dreschen". Die einfache, volksliedhafte Sangbarkeit der beiden Lieder von Palmgreen schien uns musikalisch den reinsten Eindruck zu hinterlassen. Herr Kühne gab zunächst eine kleine Einführung in das Werk der balttschen Dichter Bruno Goetz und Werner Bergengruen und las dann aus ihren Gedichten. Bergengruen ist von beiden entschieden die künstlerisch reichere Persönlichkeit, übrigens auch — vor allem als Erzähler — doch wohl bekannter, als der Vortragende voraus- fetzte. Als wortmächtiger, mit strömender Phantasie begabter Lyriker erweist sich Bergengruen etwa mit den Gedichten „Meines Vaters Haus", „Mit einer Halskette", „Die Steinblüte", „Einladung zum Aber nicht nur neues Hochgebirgsgebiet kommt nach der entscheidenden Tat des Führers zum Deutschen Reich, sondern auch das herrliche Burgenland im Südosten des Reiches mit dem wundervollen Neusiedler See, wohl dem schönsten und reichsten V 0 g e l p a r a di e s , das wir nunmehr besitzen. Denn nur noch in Ungarn, Rumänien und in den Niederlanden finden wir eine so mannigfaltige Sumpfvogelwelt wie hier, wo flaches Sumpfwasser und unendliche Schilf- beftänbe noch den heimlichsten Tieren einen Unterschlupf gewähren. Allen voran steht der seltsame Löffler! Fälschlich auch Löffelreiher genannt, obwohl er zu den Ibissen gehört. Es ist das ein stattlicher weißer Vogel mit einem zarten und zierlichen Schopf und einem höchst eigenartigen, vorn ganz flachen Löffelschnabel. Auch der düsterbraune, metallisch glänzende Sichler ist eine Jbisart, die hier noch Heimatrechte besitzt. Neben Reihern, die auch im übrigen Deutschland brüten, haust am Neusiedler See noch der seltene Purpurreiher. Er ist etwas kleiner als unser gewöhnlicher Fischreiher und besitzt außerordentlich lange Zehen, die seinem Aufenthalt am Boden viel mehr entsprechen als seiner Lebensweise auf den Bäumen. Das zarte Grau des Gefieders ist von einem wundersamen Purpurbraun, besonders am Halse, übergossen. — Selbst unter den Fischen des Neusiedler Seegebietes dürfen wir eine neue Art für Großdeutschland buchen: den hechtverwandten, aber nur sehr kleinen, braunen Hundsfisch, £in lebhaftes Kerlchen mit sehr beschränkter Verbreitung in Moorgewässern. Lang in „Larratschs" Wagen Zweiter! 50000 beim »Großen Autopreis von pau". Frankreichs dunkelblauer Millionenwagen von Delahaye, der ja schon feit einigen Monaten dank der tatkräftigen Untestützung französischer (Staats» stellen entwickelt ist und bereits eine gewisse Rennpraxis hinter sich hat, gewann am Sonntag unter dem Meisterfahrer Rene Dreyfus auf der schweren, kurvenreichen Stadtringstrecke in Pau den ersten „Großen Preis" des neuen Automobilsport- jayres. Zum ersten Male standen die Neukonstruktionen am Start, um zu beweisen, daß sie nicht nur im Training allen Anforderungen gewachsen sind, sondern darüber hinaus auch im ernsten Kampf Einen erheblichen Teil des österreichischen Landes nehmen die österreichischen Alpen ein, die im Großglockner ja die gewaltige Höhe des Viertausenders erreichen und durch ihre Wildheit und Schroffheit der Formen so ungemein anziehend für das Auge wirken. Da der Anteil des ehemaligen Deutschland an den Alpen nur verhältnismäßig gering war, so wundert es uns nicht, wenn mit dem neu hinzukommenden Hochgebirgsgebiet auch eine Anzahl Tierarten, besonders solche, die eigentlich dem Süd- often angehören, mit einbegriffen sind. Unsere wenigen Steinadler, die ihrerseits schon immer die unnatürlichen politischen Grenzen mit ihrem kühnen Schrei mißachteten und — sehr zum Kummer unserer Naturfreunde — so gern ihren Horst einmal wenige Kilometer auf österreichisches Gebiet verlegten, können nunmehr mitsamt den österreichischen von einheitlichen Schutzmaßnahmen ergriffen und dem deutschen Alpengebiet hoffentlich für immer erhalten werden, denn der stolze Vogel muß seine Wappenpflichten doch nun doppelt erfüllen! Auch andere, bei uns seltene Alpenoögel, wie das Steinhuhü und jedenfalls auch der Mor- nellregenpfeifer, dürfen von jetzt an als sichere und regelmäßigere deutsche Brutvögel in den wissenschaftlichen Listen geführt werden. Dor allem erwirbt sich nun auch der Alpensegler bei uns Heimatrecht, der ja in deutschen Landen nur unregelmäßig erscheint, in den Hohen Tauern aber gar nicht selten brütet. Der Vogel erinnert an unsere allbekannte Turmschwalbe, ist aber größer unb heller und macht sich durch seine rollenden, schrillen Schreie schon von ferne kenntlich, wenn er pfeilgeschwind an den Felswänden daherjagt. Aber nicht nur liebliche Votzelgestalten reihen sich in die großdeutsche Fauna ein, sondern auch zwei Giftschlangen, die bisher in Deutschland überhaupt nicht Dorfamen: Das ist einmal die kleine, kreuzotterähnliche, aber weitaus harmlosere Spitzkopfotter, die bei Laxenburg nahe Wien ziemlich häufig ist, und zum anderen die gefährliche Sandviper, deren Kopf mit einem spitzen „Nashorn" geziert ist. Die Sandviper ist die größte Giftschlange Großdeutschlands, erreicht sie doch etwa einen Meter Länge, während Kreuzottern, und erst recht Spitzkopfottern, niemals so lang werden. Nur unsere harmlosen Nattern erreichen und übertreffen diese Länge. Traum" und „Totenspruch auf einen Vogel". Don Goetz ist uns neben den langhin rollenden Rhythmen der „Alten Freunde" und der „Fernen Götter" die Ballade „Der Löwe" im Gedächtnis. Herr Kühne etroies sich als ein leidenschaftlicher Sprecher mit effektreichem Vortrage von großer sprachlicher unb fast theatralischer Steigerung. Hans Thyriot. J'sgS «"'C 4 r.-S ' kLn I. San« ql,"t e"5l«N^ :-b m neue» Wörter feter lange Är,ebt"'» ? ÖQn« Dren ^lUnöentnitfpj L"unL ! Lj ?eo mit -’Hcrfa^rer laa d-m Del* let‘" ?PiU' ■ /°'e übrigen ^em scharfen en fln Kreise .* Runden 'Heureiter. 1 8um Tanke» n9 bas Steuer 1 Minuten -n Dreyfus die )ermann Lana °n die 8oEen Jltung behoben Vorsprung so. zwei Minuten konnte. Langs 'm dem führen, mmerhin über. Sieger in einer ißen Mercedes, er. Nicht weni- iliener ComM ufchauer berii- ichen Empfang, stark, da es ja s erste Fo-'A. mm iert. 7: NachriL' tstonjert. 9.40: •ns. 11.40: Ax yrt 13: flad)> hnchten. 1410: he. 15.30: Das ir Erwachsene, flachmittagskon« iS. 18: Zrilp dies und tos. ct-Kassel. 19: gen zum geis- eigen im bunte Meister der > 22.15: Deutsche Frankfurt a.M- Tanzmusik. 24 bis der Aparcn• > ; verborgen liegt- : Wir errichteten bei ihnen. Die ten wissen, was le Wir machen " __ mir nennen UNS ausgesandt in den Wäldern ;äS?" ;;SS» «Sin- । wir- »e“Ä i L ffhot TÄ'l ’'dn 6»rI5®‘ ’into uni l’ ng, «""‘’lutd) d°' Ä* OG -xSi- S-«. fes'fc IlerSfni) . nbeto?Sn Stimmliste Stimm- , scheine Stimm- erechtigte Abgegebene Ja- Stimmen Nein- Stimmen Ungültige Stimmen Nassau (Lahn). Stimmliste 1754, Stimmscheine 313, Stimmbe- Dillenburg. Stimmliste 4223, Stimmscheine 264, 'Stimmbe- nsgesamt Stimmen rechtigte insgesamt 2067. Abgegebene Stimmen 2053, Ja-Stimmen 2025, N.»u-Stimmen 17, ungültige 11. Diez (Lahn). Stimmliste 4149, Stimmscheine 346, Stimmbe- rechtigte insgesamt 4487. Abgegebene Stimmen 4485, Ja-Stimmen 4452, Nein-Stimmen 30, ungültige Stimmen 3. Sladl Hanau. Stimmliste 27 080, Stimmscheine 1329, Stimmbe- nh. 're,D[ ffv >«4 vnb* Abstimmungsbezirk 1....... i^Schulhaus Kirchstraße Saal 9) . Abstimmungsbezirk II....... 1093 1417 29 59 1122 1476 1122 1476 1105 1468 10 8 7 rechtigte insgesamt 4495. Abgegebene Stimmen 4495, rechtigte insgesamt 28 409. Abgegebene Stimmen Abstimmungebezirk III....... 1488 79 1567 1567 1544 14 9 Ja-Stimmen 4472, Nein-Stimmen 18, ungültige 28 323, Ja-Stimmen 28 248, Nein-Stimmen 70, un- 1 (Schulhaus Kirchstraste Saal 5) • Stimmen 5. gültige Stimmen 5. Abstimmungsbezirk IV....... 1292 65 1347 1356 1320 18 18 Flughafen Rhein-Wain. Wiesbaden. (Schillerschule Turnhalle) 1117 38 1155 1155 1134 13 8 (Nur Fluggäste). Stimmscheine 86, Stimmberechtigte insgesamt 86. Stimmliste 113 630, Stimmscheine 9737, Stimmberechtigte insgesamt 123 367. Abgegebene Stimmen «*% ^‘tonlt, ftiiiimt,} (Pestalozzischule) Abstimmungsbezirk VI....... 1192 83 25 Abgegebene Stimmen 86, Ja-Stimmen 86. 121 284, Ja-Stimmen 118 506, Nein-Stimmen 1275 1274 1248 1 Oberursel. 2148, ungültige Stimmen 630. (Goetheschule) 1365 196 1561 1561 1538 17 6 Stimmliste 7713, Stimmscheine 443, Stimmberechtigte insgesamt 8156. Abgegebene Stimmen Sladl Warburg. Stimmliste 16 368, Stimmscheine 2136, Stimmbe- (Liebigbau Saal 20) 9fhftimmiinn3bpiirt VIII....... 10 3 1422 186 1608 1608 1595 8128, Ja-Stimmen 7999, Nein-Stimmen 100, ungültige Stimmen 29. rechtigte insgesamt 18 504. Abgegebene Stimmen 18 504, Ja-Stimmen 18 448, Nein-Stimmen 47, un- (Liebigbau Saal 2) Abstimmunasberirk IX....... ?>Steis man. Äfe1 ?br.'«e Oefe g?'«Ober. Wer abgab. 1475 78 1553 . 1553 1523 23 7 kreis Kassel-Land. gültige Stimmen 9. (Liebigbau Saal 3) Abstimmuncisberirk X....... Stimmliste 30174, Stimmscheine 938, Stimmbe- Vad Homburg. 1352 113 1465 1465 1436 13 16 rechtigte insgesamt 31112. Abgegebene Stimmen Stimmliste 12 855, Stimmscheine 1027, Stimmbe- (Langemarckschule) Abstimmungsbezirk XI....... 31111, Ja-Stimmen 31107, Nein-Stimmen 2, un- rechtigte insgesamt 13 882. Abgegebene Stimmen 1278 122 1400 1400 1359 23 18 gültige Stimmen 2. 13 730, Ja-Stimmen 13 630, Nein-Stimmen 91, un» (Stadthaus Bergstratze) 1053 62 1115 1115 1094 15 6 kreis Wolfhagen. Stimmliste 16 507, Stimmscheine 406, Stimmberechtigte insgesamt 16 913. Abgegebene Stimmen gültige Stimmen 9. Wain-Taunuskreis. (Gymnasium) 16 Stimmliste 47 546, Stimmscheine 1597, Stimmbe- 1073 v 347 1420 1420 1389 15 16 912, Ja-Stimmen 16 906, Nein-Stimmen 2, ungültige Stimmen 4. rechtigte insgesamt 49 143. Abgegebene Stimmen 48 961, Ja-Stimmen 48 062, Nein-Stimmen 604, (Justus-von-Liebig-Schule) 15 1525 152 1677 1677 1643 19 kreis Schlüchtern. ungültige Stimmen 295. („Stadt Lich") . , Abitimmuno^berirk XV....... 1449 102 1551 1551 1514 20 17 Stimmliste 19 790, Stimmscheine 613, Stimmberechtigte insgesamt 20 403. Abgegebene Stimmen kreis Eschwege. Stimmliste 30 875, Stimmscheine 871, Stimm- (Iustizgebäude). 949 55 1004 1004 981 14 20 403, Ja-Stimmen 20 403. kreis der Twiste. berechtigte insgesamt 31 746. Abgegebene Stimmen 9 31 736, Ja-Stimmen 31 718, Nein-Stimmen 14, un- (Kreisamt) Abstimmnngsbezirk XVII....... 999 32 1031 1031 1008 13 10 Stimmliste 11204, Stimmscheine 522, Stimmbe- gültige Stimmen 4. Unlerlahukreis. (Stadth. Gartenstr. Zimmer 16) Abstimmungsbezirk XVIII....... rechtigte insgesamt 11 726. Abgegebene Stimmen 951 61 1012 1012 982 15 15 11 726, Ja-Stimmen 11 717, Nein-Strmmen 3, un- Stimmliste 29 688, Stimmscheine 2140, Stimmbe- (Stadtb. Gartenstr. Zimmer 7) Abstimmungsbezirk XIX....... gültige Stimmen 6. rechtigte insgesamt 31 828. Abgegebene Stimmen . ______________________________ 518 518 518 516 2 — kreis Usingen. 31771, Ja-Stimmen 31 443, Nein-Stimmen 216, Ungültige en Stimmen (Fliegend,Wahlbezirk, Kliniken) Abstimmungsbezirk XX....... Stimmliste 12 524, Stimmscheine 520, Stimmbe- ungültige Stimmen 112. _ 435 435 435 434 — 1 rechtigte insgesamt 13 062. Abgegebene Stimmen Uulerlaunuskreis. (Fliegend.Wahlbezirk, Kliniken) 13 062, Ja-Stimmen 13 053, Nein-Stimmen 9 kreis Ziegenhain. Stimmliste 22 011, Stimmscheine 908, Stimmberechtigte insgesamt 22 919. Abgegebene Stimmen 110 182 22490 2812 25302 25300 24831 287 182 Stimmliste 24 760, Stimmscheine 755, Stimmbe- 22 919, Ja-Stimmen 22 892, Nein-Stimmen 27. 164 rechtigte insgesamt 25 515. Abgegebene Stimmen Kreis Hersfeld. 158 175 Abstimmung der Oesterreicher: 25 515, Ja-Stimmen 25 496, Nein-Stimmen 9, ungültige Stimmen 10. Stimmliste 29 366, Stimmscheine 1605, Stimmberechtigte insgesamt 30 971. Abgegebene Stimmen Stadt Gießen................ 42 6 48 48 48 —— — kreis Hofgeismar. 30 971, Ja-Stimmen 30957, Nein-Stimmen 9, un- / gültige Stimmen 5. Stimmliste 25 546, Stimmscheine 1008, Stimmbe- Kreis Gießen ................ 21 — 21 21 21 — — rechtigte insgesamt 26 554. Abgegebene Stimmen 26 554, Ja-Stimmen 26 552, ungültige Stimmen 2. Oberlahnkreis. Stimmliste 25 205, Stimmscheine 789, Stimmbe- ' Ungültige 63 6 69 69 69 — — kreis Rothenburg. rechtigte insgesamt 25 994 Abgegebene Stimmen len Stimmen Stimmliste 24 442, Stimmscheine 1027, Stimmbe- 25 978, Ja-Stimmen 25 388, Nein-Stimmen 462, rechtigte insgesamt 25 469. Abgegebene Stimmen ungültige Stimmen 128. 262 74 28 , Kreis Gießen. 25 469, Ja-Stimmen 25 469. kreis Wihenhausen. Stimmliste 23130, Stimmscheine 973, Stimmberechtigte insgesamt 24103. Abgegebene Stimmen Fraukfurk a. W. Stimmliste 391 797, Stimmscheine 14 553, Stimmberechtigte insgesamt 406 340. Abgegebene Stimmen 51 ' Stimmberechtigte insgesamt Ungültige Stimmen 397 977, Ja-Stimmen 389 263, Nein-Stimmen 8180, 92 245 150 Gemeinden Stimmliste Stimmscheine gegebene Stimmen Ja- Stimmen Nein- Stimmen 24103, Ja-Stimmen 24 097, Nein-Stimmen 6. kreis Melsungen. Stimmliste 21281, Stimmscheine 630, Stimmbe- ungültige Stimmen 534. Kreis Limburg. Stimmliste 38111, Stimmscheine 1441, Stimmberechtigte Insgesamt 39 552. Abgegebene Stimmen 39 352, Ja-Stimmen 38 044, Nein-Stimmen 1037, ungültige Stimmen 271. Kreis Wehlar. Stimmliste 57 262, Stimmscheine 1505, Stimmberechtigte insgesamt 58 767. Abgegebene Stimmen 58 723, Ja-Stimmen 58 213, Nein-Stimmen 370, ungültige Stimmen 140. Kreis Warburg-Land. Stimmliste 39 255, Stimmscheine 933, Stimmberechtigte insgesamt 40188. Abgegebene Stimmen 40 163, Ja-Stimmen 40117, Nein-Stimmen 19, ungültige Stimmen 27. Kreis Frihlar-homberg. Stimmliste 34 108, Stimmscheine 1173, Stimmberechtigte insgesamt 35 281. Abgegebene Stimmen 35 279, Ja-Stimmen 35 269, Nem-Stimmen 4, ungültige Stimmen 6. Unlerwesterwaldkreis. 12 9 4 1 178 4 84 Albach ........... Allendorf a. d. Lahn ...... Mlendorf a. d. Lda. ...... 247 552 851 4\ 7 247 556 858 247 556 858 246 554 857 1 1 1 1 rechtigte insgesamt 21911. Abgegebene Stimmen 21911, Ja-Stimmen 21 911. kreis Frankenberg. Stimmliste 21720, Stimmscheine 579, Stimmbe- l5 61 4 32 7 73 4 337 127 115 90 Allertshausen......... Alten-Buseck......... Llnnerod........... Bellersheim......... Beltershain ......... Bersrod........... Bettenhausen •....... Beuern........... Birklar........... 226 843 452 396 239 376 236 692 315 4 9 29 12 6 14 5 16 3 230 852 481 408 245 390 241 708 318 230 850 481 408 245 390 241 708 318 230 847 480 408 245 390 241 699 315 T- 3 1 9 2 «<1111111 rechtigte insgesamt 22 299. Abgegebene Stimmen 22 299, Ja-Stimmen 22 299. kreis Hanau-Land. Stimmliste 38141, Stimmscheine 603, Stimmberechtigte insgesamt 38 744. Abgegebene Stimmen 38 744, Ja-Stimmen 38 606, Nein-Stimmen 106, ungültige Stimmen 32. kreis des Eisenbergs. Stimmliste 15120, Stimmscheine 619, Stimmbe- \en 95, ungül- , StimnW Stimmen 448, Burkhardsfelden....... Climbach .......... Daubringen ......... Dorf-Gill........... Eberstadt.......... 477 149 686 ' 274 379 10 12 8 35 487 149 698 282 414 487 149 698 282 - 414 486 149 696 281 410 1 1 4 11« 11 rechtigte insgesamt 15 739. Abgegebene Stimmen 15 739, Ja-Stimmen 15 724, Nein-Stimmen 6, ungültige Stimmen 9. kreis Viedenkopf. Stimmliste 24 080, Stimmscheine 528, Stimmbe- 42, ungültiji Ettingshausen......... Garbenteich ......... Geilshausen..... . . . 394 697 7 24 401 721 401 721 401 721 — __ rechtigte insgesamt 24 608. Abgegebene Stimmen 24 520, Ja-Stimmen 24 301, Nein-Stimmen 103, £anb). 347 1 348 348 348 — -- ungültige Stimmen 116. Stimmliste 37 028, Stimmscheine 1011, Stimmbe- 2514, Stimm- 22490 2812 25302 25300 24831 287 182 kreis Gelnhausen. rechtigte insgesamt 38 039. Abgegebene Stimmen ebene Stimmen Göbelnrod.......... 205 3 208 208 208 —- — Stimmliste 34 449, Stimmscheine 1159, Stimmbe- 37 967, Ja-Stimmen 37117, Nein-Stimmen 705, ■Stimmen 2875, Großen-Bufeck........ 1563 x 65 1628 1626 1616 4 6 rechtigte insgesamt 35 608. Abgegebene Stimmen ungültige Stimmen 145. ' Großen-Linden........ Grünberg.......... Grüningen.......... Harbach ......... . 1630 31 - 1661 1661 1644 17 —- 35 602, Ja-Stimmen 35 539, Nein-Stimmen 56, un- Oberweslerwaldkreis. 1590 57 1647 1645 1625 20 — gültige Stimmen 7. Stimmliste 35 061, Stimmscheine 878, Stimmbe» sie selber schon Angst verfolgt, 485 8 493 493 493 — — Dillkreis. x rechtigte insgesamt 35 939. Abgegebene Stimmen 267 4 271 271 271 — — Stimmliste 38 056, Stimmscheine 1218, Stimmbe- 35 928, Ja-Stimmen 35 830, Nein-Stimmen 66, un- Hattenrod .......... 266 3 269 269 269 — — rechtigte insgesamt 39 274. Abgegebene Stimmen gültige Stimmen 32. jenb aus Ottos gehen! ist Hausen........... Heuchelheim......... Holzheim. . . ........ Hungen........... Inheiden........... 410 3 413 413 413 — —— 39 157, Ja-Stimmen 38 806, Nein-Stimmen 258, Oberlaunuskreis. 2053 743 35 19 2088 762 2076 762 2017 760 26 2 33 ungültige Stimmen 93. Rheingau-Kreis. Stimmliste 35 986, Stimmscheine 2749, Stimmberechtigte insgesamt 38 735. Abgegebene Stimmen „ ,ch°M L 1102 42 1144 1141 1136 3 2 Stimmliste 26 017, Stimmscheine 1232, Stimmbe- 38 551, Ja-Stimmen 38 214, Nem-Stimmen 277, 328 8 336 336 336 — — rechtigte insgesamt 27 249. Abgegebene Stimmen ungültige Stimmen 60. )en Sie zu mir »In ift "* tantel M «“ Miene verrat i Kesselbach.......... Klein-Linden......... 299 1420 5 28 304 1448 304 1448 304 1446 1 1 27191, Ja-Stimmen 26 286, Nein-Stimmen 715, ungültige Stimmen 190. kreis $f. Goarshausen. Stimmliste 29 762, Stimmscheine 1334, Stimmberechtigte insgesamt 31 096. Abgegebene Stimmen 31014, Ja-Stimmen 30 335, Nein-Stimmen 455, Darmstadt. Langd ............ Lang-Göns......... Langsdorf.......... Lauter........... Leihgestern..... . . . . Lich............. Lindenstruth......... Lollar............ Londorf ........... 364 1309 596 335 2 20 14 2 366 1329 610 337 366 1329 606 337 366 1305 590 336 23 9 1 1 7 Lpd. In der hessischen Landeshauptstadt, deren Straßen reichen Fahnen- und Girlandenschmuck trugen und zahlreiche Spruchbänder die Treue zum ntröstlich, meme i) machtlos' doch das Tele n mein Etabl'i «tem «»ff \‘l, °sp Schon gut! m 5«”"* t&tff 1219 1794 15 • 129 1234 1923 1234 1923 1225 1899 9 10 14 ungültige Stimmen 224. kreis Hünfeld. Führer zum Ausdruck brachten, hatte die Einwohnerschaft am Tag des Großdeutschen Reiches ergrif- 227 1712 652, 2 29 17 229 1741 669 229 1741 669 229 1737 669 4 Stimmliste 14 649, Stimmscheine 608, Stimmberechtigte insgesamt 15 257. Abgegebene Stimmen 15 257, Ja-Stimmen 15 240, Nein-Stimmen 11, un- fen und dankbaren Herzens der Wiener Rede des Führers gelauscht. Am Sonntag früh begann sofort nach Deffnung der Wahllokale der Zustrom der Abstimmungsberechtigten, die vielfach in langen Schlangen vor den Wahlkabinen standen, um ihrer Ehrenpflicht genügen zu können. Bereits vielfach vor der festgesetzten Schlußstunde konnten die Wahl- ^vorstände feststellen, daß in ihren Wahlbezirken nahezu lOOprozentig abgestimmt toorben war. Lumda........... Mainzlar.......... Münster........... Muschenheim......... Nieder-Bessingen....... Nonnenroth......... 321 475 217 394 220 206 77 14 8 6 5 2 398 489 225 400 225 208 392 489 225 400 225 208 390 489 224 400 224 208 2 1 1 gültige Stimmen 6. kreis der Eder. Stimmliste 12140, Stimmscheine 1115, Stimmberechtigte insgesamt 13 255. Abgegebene Stimmen 13 253, Ja-Stimmen 13 244, Nein-Stimmen 6, ungültige Stimmen 3. Obbornhofen......... Ober-Besiingen ...... 427 231 7_ 2 434 233 434 233 431 233 3 — kreis Fulda-Land. Stimmliste 43 988, ©fimmfcbeine 934. Stimmbe- Mmz. ge -L,u" t&\ mit *n $nen» noch 1*2.%, Sie nicht i <. sio^nd Pavia ' y Äc Ober-Hörgern........ .Odenhausen......... Queckborn .......... Rabertshausen .'....... Reinhardshain........ Reiskirchen.......... Rodheim........... 212 190 221 453 135 194 705 243 8 3 8 2 4 e 13 38 9 220 193 229 455 139 207 743 252 553 160 492 334 390 230 680 841 328 85 -268 838 220 193 229 455 139 207 743 252 553 160 492 334 390 230 68Q 841 324 85 268 837 218 193 229 455 139 207 743 251 552 — 111111 - -1 11 11111 rechtigte insgesamt 44 922. Abgegebene Stimmen 44 914, Ja-Stimmen 44 866, Nein-Stimmen 33, ungültige Stimmen 15. Fulda-Sladl. Stimmliste 17 601, Stimmscheine 944, Stimmbe- rechtigte insgesamt 18 545. Abgegebene Stimmen 18 540, Ja-Stimmen 18 510, Nein-Stimmen 21, ungültige Stimmen 9. Vad Ems. LPD. Am „Tag des Großdeutschen Reiches" bot Mainz ein überwältigendes Bild. Die Straßen von einem Flaggenmeer überflutet, von Grünschmuck umkränzt, an den Häuserfronten, den Litfaßsäulen, den Fahrzeugen für die Willenskundgebung des 10. April werbende Transparente, Plakate, Aufschriften. Es war ersichtlich: Mainz, die Stadt in der Grenzmark, die zwölf Jahre lang unter dem Druck Rödgen........... Rüddingshausen........ Ruttershausen........ Saasen........... Stangenrod......... Staufenberg......... Steinbach .......... Steinheim......*• . . . Stockhausen......... Trais-Horloff......... 535 157 485 331 386 225 669 818 322 85 259 831 3 7 3 4 5 11 23 6 9 7 160 492 ,334 390 230 680 839 319 85 268 828 2 2 4 0.1 1 «1 1 1 1 1 1 1 Stimmliste 4790, Stimmscheine 962, .Stimmberechtigte insgesamt 5752. Abgegebene Stimmen 5752, Ja-Stimmen 5660, Nein-Stimmen 73, ungültige Stimmen 19. Sladl Limburg. Stimmliste 7713, Stimmscheine 509, Stimmberechtigte insgesamt 8222. Abgegebene Stimmen 8141, Ja-Stimmen 7881, Nein-Stimmen 232, ungültige Stimmen 28. Herborn. Stimmliste 3495, Stimmscheine 208, Stimmberechtigte insgesamt 3703. Abgegebene Stimmen 3689, Ja-Stimmen 3652, Nein-Stimmen 35, ungültige Stimmen 2. halger. Stimmliste 1659, Stimmscheine 67, Stimmbe- rechtigte insgesamt 1726. Abgegebene Stimmen 1726, Ja-Stimmen 1702, Nein-Stimmen 22, un- gültige Stimmen 2* der Fremdherrschaft gestanden, war bereit, wie nur eine dem Führer ihr freudiges Ja zuzurufen. Das klang in den Mittagsstunden des Samstag aus den zahlreichen Betriebsappellen heraus. Das offenbarte sich am Abend, als sich die Partei und ihre Gliederungen und mit ihnen zahlreiche Volksgenossen in sechs großen Marschsäulen zum Adolf-Hitler-Platz begaben, um hier die Wiener Kundgebung mit der Rede des Führers anzuhören. Die öffentlichen Gebäude standen im strahlenden Glanz der Scheinwerfer, die Häuserfronten waren vielfach illuminiert. Noch ehe am Morgen des Wahlsonntags die Türen zu den Wahllokalen geöffnet wurden, hatten sich dort schon zahlreiche Wähler angesammelt. Der Zustrom hielt mit Ausnahme der Mittagsstunden ununter- Trohe............ Utphe............ > Villingen.......... 159 317 723 2 7 17 161 324 740 161 324 740 161 323 737 3 4 1 >®et Ä m»‘“1 Watzenborn-Steinberg..... Weickartshain........ Weitershain......... Wieseck • • ......... 1682 270 345 2732 34 6 7 34 1716 276 352 2766 1716 276 352 2735 276 351 2724 8 1 3 brachen an. Die Wahlbeteiligung war außerordentlich rege, so daß der größte Teil der Wählerschaft am Mittag schon seiner Wahlpflicht genügt hatte. 'Die Wahlaktion wickelte sich überall ftörungsfrei ab. Lnsgejüttlt • • 68062 | 3968 72030 71961 1 71224 471 266 Worms. LPD. Reicher als je zuvor waren in den letzten Tagen in den Stratzen Worms' die Hakenkreuzflaggen aufgezogen worden. Jeder Volksgenosse halte seinen Stolz darein gesetzt, sein Haus für die beiden großen Tage, den 9. und 10. April, so schön wie möglich zu schmücken. Sehr feierlich bot sich am Abend des Samstag der weiträumige Marktplatz dar. Neben dem Barockbau der Dreifaltigkeitskirche waren vor dem strahlenden Hoheitszeichen der Bewegung alle Gliederungen der Partei, der angeschlossenen Ver- bände und die Vereine angetreten, um die Wiener Führerrede zu hören. Schon in der ersten stunde der Abstimmung konnte man in mehreren Bezirken der Stadt Worms Beteiligungsziffern bis au 25 v. H. feststellen. Die Volksgenossen mußten in dieser Zeit vor den Wahllokalen oft in langen Reihen anstehen. Um die Mittagszeit hatten in Worms schon etwa 66 v. H. abgestimmt, um 14 Uhr verzeichnete man 78 v. H. und um 16 Uhr 97,8 v. H. Kurz vor Abstimmungsschluß konnten sogar einzelne Bezirke Offenbach. LPD. Am Tag des Großdeutschen Reiches wurde auch in Offenbach eine würdige Feierstunde begangen, die den letzten Appell des Führers aus Wien einleitete. Nachdem schon am Nachmittag zahlreiche Musikzüge der Gliederungen und der an- geschlossenen Verbände Platzkonzerte gegeben hatten, versammelten sich abends Tausende von Volksgenossen aus der Lederstadt, um auf dem festlich geschmückten Platz der SA. den nationalen Chorliedern zu lauschen, die von den im Deutschen Sängerbund zusammengeschlossenen ortsansässigen Gesanavereinen vorgetragen wurden. Nach der feierlichen Flaggenparade im Glanz vieler hundert Fackeln und unzähliger rotglühender Kerzen, die in allen Fenstern angebracht waren, wurde die große Führerrede übertragen. Auch in Offenbach und im Offenbacher Kreisgebiet waren am Sonntag die Wahlberechtigten schon sehr früh unterwegs, um möglichst als erste dem Führer ihre Dankbarkeit durch Abgabe ihrer Stimme zu erweisen. Bereits um die Mittagsstunde waren etwa 80 v. H. der Wahlberechtigten zur Urne geschritten, unter ihnen die 194 österreichischen Volksgenossen, die in Offenbach und Umgebung ansässig sind. <Äe wählten in einem besonderen Bezirk, im Sitzungssaal des Kreisamts, der besonders festlich geschmückt war. Wiesbasen. LPD. Imposanter Auftakt zum Tag des Großdeutschen Reiches waren am Freitagabend 40 überfüllte Massenkundgebungen in allen Teilen der Stadt. Am Samstagnachmittag überflogen dreißig Jagdflugzeuge die Stadt. Der Abend vereinte die Gliederungen der Partei und die übrige Bevölkerung zum Gemeinschaftsempfang auf dem Gelände hinter dem Rathaus. Ungezählt waren die Massen, die später die Straßen säumten, durch die der Fackelzug seinen Weg nahm. Schon vor 8 Uhr standen am Sonntagmorgen lange Ketten von Wählern vor den Wahllokalen. Insbesondere waren die in Wiesbaden ansässigen Oesterreicher früh und sehr zahlreich zur Stelle. T)er rege Wahlbetrieb hielt in den Vormittagsstunden ununterbrochen an. Bis Mittag hatten etwa drei Viertel der Bevöl- kerung ihrer Wahlpflicht genügt; in den Außenbezirken roarert es schon über vier Fünftel. Am Nachmittag war im Straßenbilü wohl niemand mehr zu sehen, der nicht die Wahlplakette trug. Hanau. Lpd. Schon seit Wochen stand auch Hanau im Zeichen einer Hochstimmung, wie sie vorher nie deutlicher zum Ausdruck gekommen ist. Versammlungen in ununterbrochener Reihenfolge leiteten den Wahlkampf ein, der am Tage des Großdeutschen Reiches mit einem Bekenntnis der gesamten Bevölkerung zu der Parole: „Ein Volk, ein Reich, ein Führer" seinen Höhepunkt erreichte. Schon in den frühen Morgenstunden des Wahlsonntags zogen die Kapellen und Spielmannszüge zum Wecken durch die Stadt, und wenig später marschierten die in Hanau lebenden Deutsch-Oesterreicher, von der Bevölkerung lebhaft begrüßt, an die Wahlurne. Und dann setzte in allen 26 Wahllokalen der Massenansturm der Wähler ein, die bereits in den Mittagsstunden zum größten Teil ihrer Wahlpflicht genügt hatten. So hat auch die alte Stadt des edlen Schmuckes ein einmütiges Bekenntnis abgelegt zum Führer und seinem Wollen. Aus der Stadt Gießen. Keine Hecken abbrennen! NSG. Um unsere gefiederte Tierwelt und die wertvollen Waldbestände vor Gefahren zu schützen, erlassen der Gaujägermeister für den Jagdgau Nassau, Avieny, und der Leiter des Reichstierschutzbundes, Staatsrat Dr. Krebs, an die Bevölkerung folgenden Aufruf: Es mehren sich zur Zeit in erschreckendem Ausmaße die Fälle, in denen aus Verkennung oder gar aus Uebermut dürre Hecken und Gras- raine abgebrannt werden, ohne daß dabei bedacht wird, daß eine solche Handlungsweise ungeheuren Schaden anrichtet. Bei der intensiven Ausnutzung der landwirtschaftlichen Flächen sind solche Hecken zumeist noch die einzigen N i st,g e l e g e n - Heiken für viele Nutzvögel und Unterschlupfe für das Niederwild. Beides sind wertvolle Bestandteile der deutschen Volkswirtschaft. In den gang Kühne. Die Vorstellung findet gleichartig für die KdF.-Miete, Gruppe I (13. Vorstellung), statt. Freier Kartenverkauf. Ende 22,30 Uhr. NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Jreube“. ' Heute, Montag, 20 Uhr, findet die Theatervorstellung der erfolgreichen Oper „Fra Diavolo" für Gruppe I statt (Karten vom 31.3.) an Stelle von „Clivia", wegen Erkrankung im Personal. Karten zu 1,— RIN. sind bis 19 Uhr Zeltersweg 60 erhältlich. Mädelgruppe 1/116 Gießen-Süd. Zur Besichtigung durch die Obergauführerin Else Riese tritt die gesamte Mädelgruppe am Montag, 11 April, um 20 Uhr, am Bahnübergang Schiffen» berger Weg-Aulweg zu einem Gruppenappell an. Entschuldigungen werden keine angenommen. ** Der Postdienst an Karfreitag und Ostern. Am Karfreitag und am 1. Osterfeiertag findet je eine Bries- und Paketzustellung statt. Arn 2. Osterfeiertag ruht der Zustelldienst. Jrn übrigen wird an den geannten drei Tagen der Dienst wie an Sonntagen abgehalten. Briefkasten der Redaktion. (Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung ) 3- U. in St. Artikel 119 des Gesetzes über den Ausbau der Rentenversicherung oom 21. Dezember 1937 bestimmt, daß in der Invalidenversicherung für Zeiten, in denen der Versicherte während des Weltkriegs dem Deutschen Reiche oder einem mit ihm verbündeten oder befreundeten Staate Kriegs-, Sanitäts- oder ähnliche Dienste geleistet hat, Steigerungssätze gewährt werden, wenn die Versicherung vorher bestanden hat. Das Nähere bestimmt der Reichsarbeitsminister im Einvernehmen mit dem Reichsminister der Finanzen und dem Reichskriegs- minifter und Oberbefehlshaber der Wehrmacht. Die näheren Bestimmungen des Reichsarbeitsministers sind noch nicht ergangen. Dies hindert jedoch nicht daran, jetzt schon den Antrab auf Gewährung der Steigerungssätze für Kriegsdienstleistung zu stellen. Nach Absatz 2 des Artikels 119 muß der Antrag vor dem 1. Januar 1940. gestellt fein. Feierliche Immatrikulation an der alma mater Ludoviciana. letzten 50 Jahren ist allein der Singvogelbestand nach zuverlässigen wissenschaftlichen Schätzungen um weit mehr als die Hälfte zurückgegangen und nimmt jährlich weiter erheblich ab, zum Schaden namentlich des Garten- und Obstbaues. Der Nutzen, den die Vogelwelt durch Schadenverhütung bringt, wird jährlich auf eine halbe Milliarde berechnet. Ohne Singvogelschutz ist ein Obstbau überhaupt nicht möglich. Ebenso hat das Jungwild im Vorfrühling, also in der Zeit, in der die Ackerflächen noch keine Deckung bieten, solche Schutzhecken ganz besonders nötig. Nach den gesetzlichen Bestimmungen ist das A b <= brennen von verdorrtem Gras auf Wiesen, Feldrainen und Oedland, sowie von Rohr und Schilf in der Zeit vom 15. März bis 30. September verboten. Ausnahmen bedürfen der Zustimmung durch die zuständige Kreispolizeibehörde. Nach den besonderen Anweisungen werden Zuwiderhandlungen gegen diese Bestimmungen in Zukunft besonders streng geahndet werden, und zwar nicht nur aus Gründen des Naturschutzes, und nicht nur, weil die Gelege von Flugwilds sowie^ von Sing- und Nutzvögeln in diesen Feuern elendig umkommen, sondern weil vielerorts dieses Heckengbbren- nen schon durch Funkenflug die Ursache von Waldbrändcn gewesen ist. Volksgenossen! Schützt die nützliche Tierwelt, erspart ihr Qualen, hütet ihre Nistgelegenbeiten! Bewahrt somit den deutschen Wald vor Feuersgefahr! Zeigt auch hier, daß ihr Nationalsozialisten der Tat seid! Vornoiizen. Tageskalender für Montag. Stadttheater: 20 bis 23.15 Uhr: „Fra Diavolo" (,,KdF."-Miete). — Gloria - Palast (Seltersweg): „Pipin der Kurze". — Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): „Rätsel der Urwaldhölle". Sladttheater Gießen. Infolge anhaltender Erkrankungen im Personal findet heute um 20 Uhr eine Aufführung von „Fra Diavolo", Komische Oper von Auber statt. Musika- kische Leitung Joachim Popelka. Spielleitung Wolf- Am vergangenen Samstag fand im kleinen Hörsaal des Vorlesungsgebäudes unserer Universität die feierliche Immatrikulation der Studentinnen und Studenten statt, die neu an unsere Universität kommen. Se. Magnifizenz, der Rektor unserer Universität, Professor Dr. Seiser, entbot ihnen den festlichen Gruß der Ludoviciana, in deren Gemeinschaft der Kameraden und der Dozenten die jungen Studenten nun ausgenommen werden, in eine Gemeinschaft, innerhalb der die geistigen Waffen für den Dienst am Vaterlande geschmiedet werden. Der Rektor wies darauf hin, wie sehr die jungen Studenten durch ihren Bildungsgang den Vorzug genießen, an den kulturellen Gütern der Nation Anteil zu haben. Dieser Vorzug bedeute aber auch gleichzeitig erhöhte Verpflichtung und Verantwortung. Die Zeit unserer Volkwerdung, das Tempo der Entwicklungen in unserer Geschichte erfordere den Einsatz aller verfügbaren Kräfte. Die Studenten müßten deshalb auch allen Willen zur Ein- und Unterordnung beweisen, ohne die keine Gemeinschaft sein könne. Der Rektor bat die jungen Studenten ferner, durch Lebensführung und geistige Haltung der Universität Ehre zu machen, sich den Gesetzen der Hochschule zu fügen, und der Dozentenschaft die schuldige Achtung zu erweisen. Der Redner kennzeichnete ferner den Vorzug der kleineren Hochschule, an denen ein engeres Verhältnis bestehen könne zwischen Dozenten und Studenten, das manche unverlierbare (Erinnerung für den Studenten bringe. Die Zeit des Studiums solle aber nicht nur eine Zeit selbstverständlichen ernsten Strebens, sondern auch eine Zeit frohen Burschentums fein, von dem keiner ausgeschlossen sein solle. Aufgabe der jungen Studenten werde es sein, in der Kameradschaft anzutreten, sie erfüllen zu helfen mit feurigem Geiste und sie nach eigenem Ermessen zu formen. Mit dem Versprechen, daß er als Rektor den Studenten zur Seite stehen werde, schloß Se. Magnifizenz die kurze Ansprache. Im Anschluß daran sprach der Studentenführer Frank zu den jungen Kameraden und gab ihnen eine Ausrichtung für ihren Eintritt,und das Auftreten in der studentischen Kameradschaft und machte sie gleichzeitig bekannt mit den besten völkischen Traditionen der Studentenschaft in Jahrhunderten der deutschen Geschichte. Er betonte, daß der Student stolz sein dürfe auf die Opfer, die von den Studenten in der deutschen Geschichte gebracht wurden. Der Student unserer Tage habe sich als (Erbe dieser Kämpfer zu fühlen. Der Führer wolle den deutschen Studenten auch in vorderster Front sehen: deshalb bedürfe es unseren restlosen Einsatzes und des Miterlebens. Der Student habe wohl in erftef Linie zu studieren, er dürfe aber auch nicht fehlen, wo man ihn mit Recht erwarte. In den kommenden drei Semestern werde jeder zu beweisen haben, ob er Kamerad sein könne. Die Aufgaben, die in der Zukunft der studentischen Kameradschaft gestellt sei, sei die einer politischen und geistigen Stoßttuppe. Sie könnten nur bewältigt werden, wenn sich jeder mit Herz und Hand der Kameradschaft verschreibe. In kurzer Zusammenfassung schilderte bann der Studentenführer die Aufgaben der studentischen Kameradschaften und forderte zum Schluß auf, daß Beste zu geben, zum Wohle der Studentenschaft, zum Wohle unseres Vaterlandes und zum Dank für unseren Führer. Nachdem Derwaltunasdirektor Kinkel die 23er- pftichtungsformel verlesen hatte, hatten sich die Studenten dem Rektor durch Handschlag der Universität und ihren Gesetzen zu verpflichten. LICHTSPIELHAUS GLORlfl 2440 A Heute Montag Erstaufführung 2442V Rumpenheim a.M., den 31. März 1938 2451D mit Erster Pilot: Gerd Kahle. 2441 A Original-Tonaufnahmen von Indianersprache u.Gesang. BEIPROGRAMM TON WOCHE Täglich 4,6,8.30 Uhr. - Jugendliche haben Zutritt I Pfarrverwalter Otto Opper und Frau Heddy, geb. Jüngel Hilde Hildebrand Charlott Serda Paul Heidemann Oie Geburt eines Töchterchens zeigen in dankbarer Freude an Or.med.Kurt Schmitt und Frau Rosa, geb. Wirth Oie Geburt eines Stammhalters zeigen in dankbarer Fleude an Gießen (Äeethovenstr. 4), den 9. April 1938 (z.Z. Universitäts-Frauenklinik) Vergessen Sie bitte nicht, daß sich unser Laden jetzt Seltersweg ein Film menschlicher Schwächen, lebenswahrer Verwicklungen und köstlichen Humors. Beiprogramm und Tonwoche Täglich 4 Uhr, 6 Uhr und 8.30 Uhr Druckschriften In gefalzten Bogen In Heftform und gebunden klar In der Schrift, übersichtlich angeordnet und sorgfältig gedruckt, dienen den Belangen von Handel und Verkehr,Induetrle und Gewerbe, Behörden, Landwirtschaft und Vereinigungen. Lieferung echnell.gut und preiswert durch örühl’sche Druckerei Scbulstr. 7» Ruf 2251 im Hause W. Kilbinger Nachf. 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Wir glauben, daß diese ®e» schichte jungen Lesern und Leserinnen viel Freude macken und eine Fülle von Anregungen bieten wird. Die klaren und schönen Aufnah. men, die dem Buche beigegeben sind, vertiefen und befestigen den Tin- druck der Lektüre auf eine vorbildlich anschauliche Weise. Wer etwa um ein Weihnacht-geschenk für seinen Jungen verlegen ist, wird mit Siebolds Buch bestimmt das Richtige treffen. Gießener Anzeiger Hugo Bermiihler Verlag,Berlin-Lichterfelde der ausgezeichnete Komiker in: Sipin der Mut %e PA LR ST Giessen AW von Schulz-Kampfhenkel I und Gerd Kahle Das Filmdokument der deutschen Amazonas- I Jary-Expedition von der ersten Süd-Nord-Durch- I querung Brasilianisch-Guayanasauf d.Jary-Fluß. I 17 Monate unter Urwaldmenschen u. Dschungel- I tleren In den Indianerdickichten des Amazonas. I Regie u. Begleitworte: Schulze-Kampfhenkel. | MM