toben iQnbs, Eilte 'erför. Iboter Piellos 'n die, teid)en Q9 der 10 auf, buch. 138. Hund-' ■ Der. öanb1, Liefe. »Werkes r Mit- 'n, Allen be- !< unter ttfchald, Elvire ufebrob, e nach, 'enfalls bereit, lehmen über. ryebo- : Au- n Lie- i7 De. ■ixb II; ahnrei; n; f)Q. bemer* »er De. Schrift, er unb . Man Belefen« Fhyriot Zolks. 'gegeben 221 bet -Langen Von den Kn über mgehen, Bereinigt hwanken >irb hier ges unb it der ae vocher laben - chft wäre ,u klären: ist nach berechtigt, nbeiträge fen fann. jntj link :ai)r be- Änen »heben oraj iN ■d Klinik 5605U tin bung ’akob: * r 1938, Med. ;ße 94 71»5D behende. öü-heri !U jesha^ iaft 50 Pt 18 Pf- 78 Pf- 78 Pf- 1*61 Nr. 26^ Erstes Matt 188. Jahrgang Donnerstag, lv. November 1958 irldjetm tö-g(td), auh«^ tzonniaqs und Feiertags Beilagen Die Illustriert» Gtegener ^-amilienblättei Heimat im Bild DieScholl» Monals-Vezugsprets. «Dht 4 ‘Beilagen RM 1.95 Ohne illustriert» e 1 80 Iustellgebühi , -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern mfolq» höherer Gewalt fiernfprect)anfd)lüfle anier Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnach» richten Anzeiger Gietzev poftfchecklonto: Frankfurt am Main 11688 Gießener Anzeiger General-Anzeiger sür Oberhessen ®ru6 und Verlag: vrühlsche Universitätsvruckerei «.Lange in Sietzen. Schriftleilung nnö Seschäftrftelle: Schulsttatze 1 Annahme von Anzeigen füi öl» Mittagsnummer bis8'/,Uhr des Vormittags Srnnbprefte für 1 mm höh« für Anzeigen von 22 mm Breit» 7 Rpf.. für Text« anzeigen oon 70 mm Breit« 50 Npf..Platzoorschrift nach varh Dereinbg. 25°/e mehr. «rmSstigte Grunvpreife: Stellen-, Vereins», gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Rpf., Familienanzei» gen, Bäder», Unterrichts» tu behördliche Anzeigen 6Rpf. ' Mengenabschlüsse Staffel ö Im Zeichen Großdeuischlands. Oer historische Marsch des 9. Novembers unter Teilnahme der Kämpfer aus der Ostmark und dem Gudeienland. * Vor dem Vüraerbräukeller. München, 9. Nov. (DNB.) Vor dem Bürgerbräukeller sammeln sich schon von 10 Uhr vormittags an die alten Kämpfer in grauer Windjacke und mit der Sturmmütze von 1923 zum alljährlichen Erinnerungsmarsch. SA. bildet von hier aus über den Rosenheimer Berg hinab und gegen das Jsartor zu Spalier. In dichten Massen stauen sich dahinter die Volksgenofsen. BDM., NSFK. und auf dem letzten Stück des Marschweges Polizei und ff versehen gleichfalls den Spalierdienst in den mit dem traditionellen Novem- bcrschmuck würdig geschmückten Straßen. Es ist 11.30 Uhr geworden. Die Spitzengruppe des Zuges beginnt sich zu formieren. Schon lodern die Mammen aus den Feuerschalen der Pylonen. Laute Heilrufe verkünden kurz vor 12 Uhr die Ankunft Hermann Görings. Er begrüßt mit Handschlag viele alte Kämpfer. Der Zug steht abmarschbereit. Punkt 12 Uhr trifft der Führer ein, der von seinen alten Kämpfern und von den Volksmassen jubelnd begrüßt wird und jedem von der Spitzengruppe die Hand reicht. Der Barsch beginnt. Zehn Minuten nach 12 Uhr gibt Hermann Göring das Zeichen zum Abmarsch. Wie immer, schreitet Julius Streicher an der Spitze des Zuges, hinter ihm die Blutfahne. Hinter der Blutfahne gehen der Führer und die Führergruppe des 9. November, zur Rechten Adolf Hitlers Hermann Göring, zur Linken Ulrich Graf, weiter in der ersten Reihe Dr. Frick, Kriebel, Kolb, Himmler, Dr. Weber, Kuhn, Streck und Hühnlein: in der zweiten Reihe Hermann Esser, Amann, Bouhler, Rosenberg, Dr. Frank, Robert Wagner, Perneth, Sesselmann, Schultze, Schickedanz. Vor dem Block der alten Kämpfer gehen Rudolf Heß, Adolf Wagner, Christian Weber. Den Zug der alten Kämpfer, darunter das Regiment München von 1923 und der Stoßtrupp Adolf Hitler, führt Wilhelm Brückner. Es folgen die Blutordensträger der Wehrmacht und der Polizei. Zum erstenmal marschieren in diesem Jahre je ein Ehrensturm der Kämpfer der Ostmark und des Sudetenlandes im Zuge mit, die letzteren in ihren blaugrauen Uniformen, an ihrer Spitze Konrad Henlein mit feinen Kampfgenossen Frank und Kölln er. Dann folgen die R e i ch s l e i t e r , unter ihnen Dr. Goebbels,' Lutze, Dr. Dietrich, Epp, Darrs, Dr. Ley, Hierl, Schirach. Ihnen schließen sich an die G a u - (eiter, die Haupkdienstleiter der Reichsleitung, die stellvertretenden Gauleiter, die Obergruppenführer und Gruppenführer der SA., des NSKK., des NSFK. und der die O b e r g e b i e t s f ü h - rer und Gebietsführer der HI., die Hauptamtsleiter der Reichsleitung und die Arbeitsgauführer des Reichsarbeitsdienstes. Den Abschluß des Zuges bilden zwei Stürme SA., je ein Sturm NSKK., NSFK. und h*l. je eine Abteilung Politischer Leiter und Reichsarbeitsdienst. Der Zug durch die Stadt. Adolf Hitler bei den Särgen der Ermordeten der Bewegung. Hinter ihm die Blutfahne. (Bildtelegramm Scherl-M.) und das Deutschlandlied ertönen. In stiller Ehrfurcht hat die Menge die Häupter entblößt und gedenkt jener Männer, die mit ihrem Blutopfer den Wiederaufstieg des deutschen Volkes ermöglicht haben. 413 Blutzeugen sind es. 133 von ihnen sind die Opfer des Schuschnigg-Systems. Um 12.40-Uhr treten aus der Residenz der Oberbefehlshaber des Heeres, Generaloberst von Brauchitsch, der Oberbefehlshaber der Kriegsmarine, Generaladmiral Rae der, und der Generaloberst Milch sowie der Chef des Oberkommandos der Wehrmacht, Generaloberst Keitel. Neben ihnen gehen vier ^-Führer und Offiziere der Wehrmacht mit den Kränzen des Führers und der Wehrmacht. Ms der letzte Name Horst Wessel ausgerufen wird, hat die Spitze des Zuges das Mahnmal erreicht. Der Zug macht Halt, der erste Salutschuß kracht, die Blutsahne senkt sich und die Arme erheben sich zum Gruß der toten Helden. Leise ertönt das Lied vom guten Kameraden. Der Führer legt mit dem Deutschen Gruß einen Kranz am Mahnmal nieder, nach ihm Generaladmiral Raeder..Der Zug verharrt, bis das Lied verklungen ist. Neben dem Führer treten in die Spitzengruppe des Zuges der Stellvertreter des Führers, Rudolf Heß, Generaladmiral Raeder, Generaloberst von Brauchitsch, Generaloberst Keitel, Generaloberst Milch, der Gauleiter des Traditionsgaues, Adolf Wagner, der Kommandierende General des VII. Armeekorps, General Ritter von Schobert sowie der Befehlshaber der Luft- wafsengruppe III, General der Flieger Sperrle, ein. Zur Rechten des Führers marschiert wie vor 15 Jahren der erste Führer der SA., Generalfeldmarschall Hermann Goring. Der Opfergang ist beendet, das Deutschlandlied klingt auf, stolz und freudig beginnt nun der Marsch des Sieges. Der Appell vor der Ewigen Wache. Auf dem Königlichen Platz sind seit der Mittagsstunde gewaltige Marschblocks aller Gliederungen der Partei angetreten. In den Ehrentempeln brennen die Opferfeuer, und an den hohen Masten davor wehen die breiten, langen, goldumrandeten Fahnen des Reiches noch auf Halbstock. Die Hinterbliebenen der Ermordeten haben die Ehrenplätze eingenommen. Die Spitze des Zuges, zwei SS.-Kompanien, hat den Königlichen Platz erreicht. Fanfaren schmettern, Kommandorufe ertönen. Die Marschblocks auf dem großen Platz stehen jetzt zur Mittelstraße gewendet, durch die die 600 Standarten, in zwei Dreier- reihen geteilt, einziehen. Julius Streicher ist auf dem Königlichen Platz angekommen, hinter ihm die Blut- sahne. Und dann die Kämpfgenossen von 1923, int ersten Glied der Führer. Langsam marschiert die Mte Garde durch den Mittelgang, Zug auf Zug, Kompanie auf Kompanie rückt an. Den Beschluß bilden Gruppen von Freiheitskämpfern der Ostmark und des Sudetenlandes. Und jetzt steht der Führer, für alle sichtbar, auf den Stufen der Propyläen nahe der Blutfahne und überblickt das Heer seiner Getreuen, das ihn begleitet hat durch Kampf und Opfer zu Sieg und Vollendung. Immer noch marschieren sie an ihm vorbei, schwenken dann nach links und rechts ab und marschieren wieder zurück bis zur Ewigen Wache, wo sie Halt machen. Das Führerkorps der Partei füllt die Tribünen. Die Klänge des Deutschlandliedes sind verstummt. Fanfaren ertönen. Der Führer und die Männer um ihn schreiten die Mittelstraße- wieder zurück. Auf ein Kommando senken sich die Fahnen und Standarten. Ein Trauermarsch, gespielt vom Musikzug der Leib- standarte, ertönt. Der Gauleiter des Traditionsgaues, Adolf Wagner, ist zwischen die beidew Ehrentempel getreten und ruft die ersten Toten der Bewegung zum letzten Appell auf. Name für Name ruft der Sprecher der Partei. Und tausendfach hallt die Antwort: „Hier". Bei jedem Namensaufruf schreiten zwei Kranztrager zu den Tempeln und bleiben vor den erzenen Sarkophagen stehen, während der Musikzug die Vergatterung spielt. Dann ein neues Kommando: „Ewige Wache raus!" Adolf Hitler tritt in den linken Ehrentempel, steigt die Stufen hinab und schmückt seine toten Kameraden mit dem Kranz der Unsterblichkeit. Dann steht der Führer vor den Särgen im anderen Ehrentempel. Mit erhobener Rechten stehen die ältesten Mitstreiter Adolf Hitlers. Parole: Großdeutschland. Nun locken die Trommeln und Pfeifen. Schmetternd fallen die Horner und Trompeten ein: Die Wachparade der SS.-Standarte „Deutschland" marschiert unter den Klängen des Parademarsches über den Königlichen Platz bis vor den Führer. Die Wachparole heißt Großdeutschland. Die Wachparade präsentiert. Der Führer der Wachparade meldet dem Führer. Nun gibt Adolf Hitler den Befehl zum Aufziehen der Wache. Die SS. bezieht links und rechts der Stufen zu den Ehrentempeln Posten. Im strammen Schritt marschiert dann die Wachkompanie am Führer vorbei. Adolf Wagner, der Sprecher der Partei, beendet In dem Augenblick, in dem sich der Zug in Bewegung setzt, erklingt das Horst-Wessel-Lied. Die ersten Namen all derer, die wieder zum letzten Appell angetreten sind, tönen aus den Lautsprechern, als der Führer an den Pylonen mit den goldenen Lettern der gefallenen Kämpfer für die Freiheit und Ehre Deutschlands vorüberschreitet. Don Dietrich Gefärbt, dem alten Kämpfer und Sänger vom Dritten Reich, bis zu den Ostmarkkämpfern Planetta und Holzweber, deren Namen heute zum erstenmal unmittelbar vor der Feldherrnhalle leuchten, ertönt Name auf Name. In gemessenem Schritt zieht der Zug vorüber. Die verhaltene Weise des Horst-Wessel- Liedes, dröhnender Trommelwirbel und die Namen der gefallenen Helden des Nationalsozialismus begleiten ihn. Die Menschen erheben in ehrfürchtigem Schweigen die Arme und grüßen Adolf Hitler und die Männer an seiner Seite. So nimmt der Zug seinen Weg über die Ludwigsbrücke, die Zweibrückenstraße, über den Jsartorplatz hinein zum Marien» Platz, wo vom Rathaus die riesigen Banner der Bewegung und des Reiches wehen und biegt dann durch die Reihen der feuertragenden Pylonen in die Enge der Wein- und Perusastraße, um von dort aus die Residenrstraße zu erreichen. Vor der Feldherrnhalle. Der Odeonsplatz vor der Feldherrnhalle ist flankiert von den über 500 Standarten auf den Fahnentribünen. Nach Norden schließen wuchtige Pylonen die Front ab. In der Feldherrnhalle stehen die 16 Pylonen mit den Namen der toten Helden, die vor 15 Jahren ihr Leben ließen. Feierlich lodern die Flammen der Opferfeuer vor den Pylonen. Fahnenträger holen die Standarten ab, die nun in der Briennerstraße bis zum Königlichen Platz das Spalier oes Siege- bilden. 32 alte Kämpfer nehmen die von den Pylonen und warten dann an ber Nordfront des Platzes, wo sie sich in den Zug einreihen werden. Um 12.10 Uhr erklingt aus den Lautsprechern das Horst-Wessel-Lied. Der Sprecher der Bewegung ruft die Namen der toten Helden in dem Augenblick auf, in dem der Führer an den Pylonen vorüberschreitet. Dumpfer Trommelschlag Ok r t > .. iinfor Bild iteiaf den Sieaesmarsch auf dem Königlichen Platz. Links neben Adolf Hitler Hermann Gsriug und rechtZ Generaladmiral Unjer -ötiö Zetgl Den vregesm i) , vr,b.e. Raeder. (Bildtelegramm Scherl-Bilderdienlt-W.j , wegung. Gesandtschastsrat vom Rach seinen Verletzungen erlegen rotes gedrungen und hat Die MUZ, oen '-örunroro, uie „ M , u n h H *«, » Äffinnen Lutt. Bauchspeicheldrüse und das Zwerchfell durchschlagen. autijüdischen Aktionen s aus- Starke Wahlersolge der Republikaner in USA Die presse foröert erneut Abhilfe über den republikanischen Gegenkandidaten, etwa 70 000 Stimmen. Lehman wurde 1936 über 500 000 Stimmen Mehrheit wieberge» Sieg erfochten Flügel der Demokraten in bestimmten Fragen zu- l i k a n i s ch e n sarnmengeht und so eine Mehrheit erzielt. nur mit Gesandtdeutschen worden. des Abschaums der Menschheit sei. Dem internationalen Verbrechertum gegenüber dürfe man ---Vereidigung. Nächtliche Feierstunde vor der Feldherrnhalle. Eine Trauer stunde der deutschen Kolonie Aufbahrung des Toten in der deutschen Botschaft. kein Mitleid haben. Das ganze Mitleid dürfe und werde nur diesem Opfer gelten, das man vergeblich am Leben zu erhalten versucht habe. INörderhand niedergestreckten deutschen Diplomaten Parteigenossen vom Rath haben sich im ganzen Reich spontane judenfeindliche Kundgebungen entwickelt. Die tiefe Empörung des deutschen Volkes machte sich dabei auch vielfach in starken. gebmssen haben die Demokraten zwar in beiden Häusern formal die Mehrheit behalten, es ist aber mit der Möglichkeit zu rechnen, daß die neue starke Gruppe der Republikaner mit dem konservativen Beileidsbesuch auf der Botschaft abgestattet. Ministerpräsident D a l a d i e r und Außenminister Bon- n e t haben durch ihre Kabinettschefs dem deutschen Botschafter ihr tiefstes Beileid ausdrücken lassen. Der Treue sein!" , . Das Staffellied erklingt, und dann schreitet der erfolgte die Aufbahrung. Am Donnerstag Leiche nach Deutschlind gebracht werden. Feststellungen des französischen Gerichtsarztes. folgendes Zttat Senins, aus dem klar heworgcht, daß die Sowjetunion nach der Niederlage ihrer auswärtigen Politik in Europa sich erneut in verschärftem Maße der weltreoolutionären Agitation zuwenden will: „Wir leben nicht nur in einem Staat, sondern in einem System von Staaten, und das Bestehen der Sowjetrepublik neben den imperialistischen Staaten ist auf die Dauer undenkbar. Letzten Endes muß entweder die eine oder müssen d i e anderen siegen. Bis dieses Ende da sein wird, ist eine Reihe schrecklichster Zusammenstöße zwischen der Sowjetrepublik und den bürgerlichen Staaten unvermeidlich." nadek-Sobelsohn amnestiert Warschau, 9. Nov. (DNB.) Der Krakauer „Illustrierte Kurier" meldet aus Moskau, daß der im Pjatakow-Prozeß zu langjährigem Zuchthaus verurteilte jüdische Publizist Radek-Sode l- sohn wegen besonderer Verdienste, die er der GPU. erwiesen habe, auf freien Fuß gesetzt worden sei. Er soll seine Tätigkeit in der Presse wieder ausgenommen haben. Als Zeuge in einem geheimgehaltenen Prozeß gegen eine Reihe von Sowjetdiplomaten soll sich Radek um die GPU. verdient gemacht haben, lieber den Prozeß sei nur so viel bekannt, daß dabei sechs Todesurteile im Lubljanka-Gefängnis vollstreckt worden seien. Bereits in dem Pjatakow- Prozeß war Radek der einzige Hauptangeklagte, der lediglich eine Freiheitsstrafe erhalten hat. wühlt. In Pennsylvanien, wo die Demokraten vor zwei Jahren einen großen C* haben, wurden diesmal die r e p u b l ab. Die erste Feier des 9w------ scheu Reich Adolf Hitlers hat ihr Ende gefunden. Oer Reichsführer ff verbietet den Waffenbesitz von Juden. 2N ü n ch e n, 10. Koo. (DKB.) Der Reichsführer ff und Chef der deutschen Polizei hat folgende Anordnung erlassen: Personen, die nach den Nürnberger Gesehen als )uden gelten, ist jeglicher Waffenbesitz verboten. Zuwiderhandelnde werden in Konzentrationslager übergeführt und auf die Dauer von 20 Jahren in Schutzhaft genommen. 3m ganzen Keich spontane Kundgebungen. v e r l i n, 10. Koo. (DKB. Funkfpruch.) Kach Be- kanntwerden des Ablebens des durch feige jüdische rer teilnahm. Oie Gauhauptstadt ehrt die Blut,engen Oer Partei. NS© In Mer, feierlicher Werse beging die.Gau- Hauptstadt Fr an k fürt a. M. das Gedenken an die Blutzeugen der Bewegung. Schon am frühen Morgen zogen an den Gräbern der drei ermordeten Parteigenossen die Ehrenwachen der SA., -- und der Politischen Leiter auf. Vormittags legten dann am Ehrenmal der Gefallenen des Weltkrieges und an den Ruhestätten des SA.-Mannes Hans Handwerk auf dem Südfriedhof, der Parteigenossin Katharina Grünewald auf dem Haupt.nedhos und des ---Mannes Josef Bl e f e r auf demHaupt- friedhof in Höchst die ©auamtsleiter im Auftrage des Gauleiters Sprenger Kränze nieder. ©lelchzeitig schmückten Kreisleiter Schwebet und die Führer der Gliederungen die Mord- und Ruhestätten der gefallenen Kameraden mit Kränzen. 2m Auftrag des Gauleiters legte ferner in Darmstadt Kreisleiter Schilling am Grabe des verstorbenen früheren Gauleiters Peter © meinber einen Kranz nieder. Die Nachricht von dem Hinscheiden des schaftsrates vom Rath ist im ganzen Volke mit tiefer Trauer ausgenommen Ebenso groß ist jedoch auch die Empörung darüber, daß hier wiederum ein Vertreter Deutschlands im Ausland dem feigen Anschlag eines jüdischen Meu- chelmörders zum Opfer gefallen ist. Wie einst Wilhelm ©uftloff in Davos, so wurde sitzt in Paris der junge deutsche Diplomat von den Kugeln jüdischer Mörder getroffen, die von der systematischen jüdischen Hetze fanatisiert wurden. So trägt nicht nur Das letzte Metin der Aerzte. Die Ettern am Sterbebett. Paris, 9. Koo. (DKB.) Der deutsche Gesandt- schaftsrat oom Rath ist Mittwoch um 1630 Uhr an den Folgen des gegen ihn oerübten Attentats des Juden Gryuszpan gestorben. Die behandelnden deutschen Aerzte Professor Dr. TR a g n u s und Dr. Brandt haben über die letzten Stunden folgendes Bulletin ausgegeben: „Gesandfchaftsrat 1. Klasse Pg. oom Rath ist feinen am 7. Kooember erlittenen Schuhverlehun- gen erlegen. 3m Laufe des vormittags trat eine weitere Verschlechterung seines Zustandes ein. Eine nochmalige Blutübertragung hatte nur oorfiber- gehende Wirkung. Der Kreislauf reagierte auf Herz- mittel ungenügend. Das Wundfieber blieb hoch. Gegen Mittag zeigte sich entscheidend der Einfluß der Magenverlehungen in Verbindung mit dem Milzoerlust. Der Kräfteoerfall ließ sich nicht aufhalten, so daß um 1630 Uhr der Tod eintrat. Der französische Ehirurg Dr. Baumgartner hat nach kunstgerechter Operation auch die weitere Wundbehandlung selbst sorgfältig durchgeführt. Die Klinik de rAlma stellte ihre guten Einrichtungen zur Verfügung; das Pflegepersonal hatte sich aufopfernd eingesetzt. Der trotzdem erfolgte Tod ist allein durch die Schwere der Schuß- oerlehungen oerursacht. Am Mitwochvormittag war auch die Mutter des Herrn oom Rath In Paris eingetroffen und hatte sich sofort zusammen mit dem bereits feit 24 Stunden in Paris weitenden Vater an das Krankenbett ihres Sohnes begeben. Herr oom Rath hat seine Eltern wiedererkannt. (Er oerlor aber bald darauf das Bewußtsein. Auch der deutsche Botschafter Graf w e l c z e ck hat kurz oor dem Ableben noch längere Zeit am Krankenbett geweilt. Die sterblichen Ueberreste wurden aus der Klinik nach der etwa einen Kilometer entfernten Deutschen der Mörder Grünspan die Verantwortung an dieser scheußlichen Tat, sondern die ganze indische Internationale, die überall in der Welt ihre wilde Hetze gegen Deutschland und den Nationalsozialismus treibt, hat sich erneut schuldig gemacht. So lange diese Giftmischer glauben dürfen, ungestraft ihr trauriges, völkerverhetzendes Handwerk treiben zu können, bleiben sie eine Gefahr für den Weltfrieden, denn Grünspan und seine Hintermänner sind Todfeinde nicht nur des Nationalsozialismus in Deutschland, sondern jeder nationalen Ordnung unter den Völkern. Gerade eben kommt aus Moskau die Nachricht, daß die Komintern zu einem neuen Feldzug gegen die autoritären Staaten aufruft. Das- ist eine bemerkenswerte Parallele zu der Pariser Mordtat. Kommunismus und Judentum verbinden sich wieder einmal zum Kampf gegen alle Freunde einer nationalen Friedensordnung und einer Verständigung zwischen Den Völkern. Wenn heute das nationalsozialistische Deutschland erschüttert an die Bahre des neuen Blutzeugen der Bewegung tritt, so wissen wir, daß diesmal auch weit über die deutschen Grenzen hinaus die Erkenntnis wach wird, daß die jüdische Hetze eine B e • drohung für alle Völker ist und daß sie nur gemeinsam sich ihrer werden erwehren können. Das Beileid her Aevublil. Paris, 9. Nov. (DNB.) Die Kunde von dem Ableben des Gesandtschaftsrates hat sich wie ein Lauffeuer in Paris verbreitet. Bald trafen in der Botschaft die ersten Beileidsbesucher ein, die sich in das dort aufgelegte Register eintrugen. Der Prä- Botschaft in der Rue de Lille übergeführt. Dort - — - - - ' wird die Mo 3 kau , 9. Nov. (DNB.) Das neueste Heft des Kommunistischesky International, der oftiziellen Zeitschrift der Moskauer Komintern, enthält einen A u f- ruf b e s Vollzugsausschüsse sde r K o - m intern zum 21. Jubiläum der bolschewistischen Revolution. Der bestimmende Faktor der sowjetischen Außenpolitik sei und bleibe die „kapitalistische Einkreisung". Daraus folge, daß die Sowjetunion zwar, „um den Frieden zu fördern , sich mit kapitalistischen Staaten verbünden könne, jedoch diesen niemals vertrauen dürfe. Die Entwicklung der tschecho-slowakischen Krise hätte die Richtigkeit dieses Grundsatzes erneut bewiesen. Der Hauptgrund für den Verrat der Westmächte sei dabei deren Blindheit und Furcht gegenüber der Sowjetunion gewesen (!). Trotzdem sei die Sowjetunion auf dem richtigen Wege, denn ihr wurden die Sympathien der „Völker" gehören, tue sich g e g e n den Verrat der Regierungen aufleh- n Die „Kommunistitscheskaja Prawda" gestaltet eine ganze Helle des Blattes, als ob sich die Sowjetunion im Kriege mit dem Faschismus befände. Fiktive ©egenmelbungen von der „Front" (aus denen hervorgeht, daß die sowjetischen Truppen die Grenze der Sowjetunioli längst überschritten hätten und in Feindesland ständen) wechseln mit Berichten über die Erfolge des auf den Krieg umgestellten Pro- buftionsapparates, während Auslandsmeldungen von bolfchewistefchen Streiks in allen Ländern zu berichten wissen. An anderer Stelle erwähnt die sowiettsche Presie Von 3 2 Gouverneuren, die neu zu wählen waren, entfallen nach dem jetzt vorliegenden Endergebnis 15 auf dieDemokra- ten und nicht weniger als 17 auf die Republikaner. Die Republikaner haben damit elf neue Gouvern eursposten erobert. hiervon nahmen sie neun den Demokraten und je einen der Fortschrittspartei bzw. der Favmerpartei ab. 3n allen 48 amerikanischen Bundesstaaten wird es künftighin achtzehn republikanische und 30 demokratische Gouverneure geben, da 16 Staaten sich an der Wahl diesmal nicht beteiligt haben. Besonders sensationell wirkt die Niederlage des persönlichen Freundes Roosevelts, des Gouverneurs von Michigan, Murphy, sowie die Niederlage des Gouverneurs von Wisconsin, L a f o l e 11 e, dessen Familie bereits 40 Jahre lang in Wisconsin die Geschäfte des Staates besorgte. Murphy war ein unbedingter Anhänger des New Deal, während La- folette im Frühjahr versucht hatte, eine brüte Partei, die sogenannte Nationale Fortschrittspartei, zu gründen. Seine Niederlage saßt man jetzt als neuerliche Absage der Amerikaner gegen jeden Versuch einer dritten Partei auf. Nach den bisherigen Er- Moskau meldet sich. Aktivierung der revolutionären Kominternpolitik. Generalsekretär des Quai d'Orsay Alexis ßdger hat durch den Deutschlandreferenten des Außenmim- fteriums Seydoux der deutschen Botschaft sein Beileid ausbrücken lassen. Der Präfekt bes Seine- Departements Villey hat sich in bie Beileibsliste nun den Appell: Die Nationalsozialisten, die Rot- front und Reaktion am 9. November 1923, vor löJah- ren, etschossen haben, stehen im 6. Jahre des Dritten Reiches, im Jahre Großdeutschlands 1938, wieder aus. Sie beziehen am Königlichen Platz in München die Ewige Wache. Auf das Kommando des Sprechers der Partei ,Mie Fahne hoch" gehen jetzt an den beiden riesigen Masten die großen Fahnen hoch, die sell dem frühen Morgen aus Halbmast gesetzt waren. Im gleichen Augenblick fällt der Musikzug mit dem Horst-Wessel-Lied ein. Der Führer tritt in Begleitung von Rudolf Heß und Adolf Wagner zu den Angehörigen der Blutzeugen des 9. November und wechselt mit jedem der Hinterbliebenen einen Händedruck. Unter den brausenden Hellrufen der^ die Zugangsstraßen zum Königlichen Platz in unübersehbaren Massen säumenden Volksgenossen verläßt der Führer den Platz. Zum letztenmal Hingt Marschmusik auf. Mit klingendem Spiel rücken die alten Kämpfer und die angetretenen Formationen - - • ' - x November im Großdeut- Dann begab sich die deutsche Kolonie zur Kli- n i k d e l' A l m a , um der sterblichen Hülle bes ©esandtschaftsrates vom Rath bas Geleit zur Botschaft zu geben. Als ber mit ber Hakenkreuz-Dienst- flagge bedeckte Sarg aus dem großen Portal des Krankenhauses herausgetragen wurde, entboten die vielen Hunderte deutscher Volksgenossen dem toten Kameraden den deutschen Gruß, während die zahlreichen französischen Polizeibeamten die Hände grüßend an ihre Mützen legten. Hinter dem Leichenwagen folgten der Botschafter, der Landesgruppen- leiter, das Personal der Botschaft und in langem Trauerzuge die deutschen Volksgenossen. So bewegte sich der Trauerzug durch die nächtlich stillen Straßen von Paris zur deutschen Botschaft, wo der Sarg in einem zu einer Kapelle ausgestalteten Saal aufge« bahrt wurde. Die engeren Mitarbeiter des Verstorbenen halten die Totenwache. Paris, 10.Nov. (DNB. Funkspruch.) Vor der Ueberführung in die deutsche Botschaft hatte der französische © e r i ch t s a r z t Dr. P a u l irn Beisein der vorn Führer nach Paris entsandten deutschen Aerzte Professor Magnus und Dr. Bra n b t die Autopsie der Leiche des ermordeten ©esandtschafts- rats vom Rath in der Klinik d'Alma vorgenommen. Beim Verlassen der Klinik erklärte der ©erichtsvrzt: fterr vom Rath ist von zwei Revolverkugeln bes Kalibers 6,5 mm getroffen worden. Die erste Kugel i st in die Brust an der rechten Schulter eingedrungen. Diese Verletzung hat den Tod des deutschen ©esandtschaftsrates nicht Hervorrufen können. Die zweiteKugelistinbielinkeWeiche eingedrungen und hat die Milz, den Brustkorb, die Paris, 10.Nov. (DNB.) In dem würdig geschmückten Großen Saal der Deutschen Gemeinschaft in Paris fand eine Trauerfeier für den ®e- sandtschaftsrat vom Rath statt. Landesgruppenleiter Dr. E h r i ch gedachte in bewegten Worten des von ruchloser jüdischer Hand Ermordeten. „An der Bahre des neuen Märtyrers der Bewegung", so sagte er, „neigen wir uns in Ehrfurcht vor seinem großen Opfer, vor seiner Mutter und vor seinem Vater. Wir erheben unser Haupt vor dem Führer, denn e'iner aus unseren Reihen ist eingegangen in die Standarte Horst Wessel. Wir tragen die Fahne weiter." Das Deutschtum in Frankreich, so führte Dr. Ehrich weiter. aus, stehe wie alle anständigen Franzosen mit Abscheu vor dieser Tat. „Wir haben unser ©astrecht nie mißbraucht und werden auch in Zukunft diesem Land, das uns ausgenommen hat, aufrichtige und gute ©äste sein. Wogegen wir uns aber wenden müssen, mit aller Schärfe, die uns Nationalsozialisten eign fein kann, das ist die Verleumdung, die immer wieder von unverantwortlichen Kreisen gegen alles, was nationalsozialistisch ist, gerichtet wird. Nicht wir haben den Boden dieses Landes mit Blut befleckt, sondern die anderen, die uns in den Augen des Gastlandes bcrabsetzen wollen. Wir wissen, baß nur aus ber Hetze jener Kreise solche abscheuliche Tat geboren mrben konnte. Botschafter Graf Meld zeck mies in bewegten Worten barauf hin, baß zu den Toten des 9. November 1923 sich heute ein neues Opfer, fein lieber Mitarbeiter gesellt habe. Alle, die Gesandtschastsrat vom Rath gekannt haben, rühmen seinen reinen Charakter und seine Aufrichtigkeit. Sein Opfer bedeutet für alle seine Mitarbeiter, die auch seine Freunde waren, einen unersetzlichen Verlust. Diese Verletzung war es, die den Tod hervorgerufen hat." Die Teilnahme des Führers. rnüncheu, 9. Koo. (DKB.) Der Führer hat an die Eltern des Gejandtschaflsrats 1. klaffe oom Rath folgendes Beileidstelegramm gesandt: »Herrn und Frau oom Rath, zur Zelt Paris. Kehmeu Sie zu dem schmerzlichen Berlust, der Sie durch den feigen Meuchelmord an Ihrem Sohn getroffen hat, meine aufrichtigste Teilnahme entgegen." Der Stelloertreter des Führers Rudolf Heß sandte folgendes Beileidstelegramm: Zu dem schweren Berlust, den Sie durch den Tod Ihres einem fluchwürdigen und grauenvollen ^Erbrechen zum Opfer gefallenen Sohnes erlitten haben, spreche ich Ihnen meine tiefe Anteilnahme aus. Rudolf heß. Das Beifeil) des ReichsaußenministerS München, 10. Nov. (DNB.) Der Reichsminister des Auswärtigen, von Ribbentrop, hat an die Eltern des Gefandschaftsrates vom Rath folgendes Beileidstelegramm gesandt: „Tief erschüttert habe ich soeben die Nachricht von dem Ableben Ihres Sohnes erhalten. Ich bitte Sie, den Ausdruck meiner aufrichtigsten Teilnahme entgegenzunehmen und versichert zu fein, daß mit mir auch a l l e A n g e - hörigen des Auswärtigen Dien ft es Ihren Verlust aufs tiefste mitempfinden. Wir betrauern den Tod unseres Kameraden, der i m Dienste für Führer und Volk einem feigen Verbrechen zum Opfer fiel." Paris, 10. Nov. (DNB. Funkspruch.) Alle Pariser Morgenzeitungen berichten ausführlich und mit bewegten Worten über die letzten Stunden des verstorbenen Deutschen Gesandtschaftsrats oom Rath sowie über den nächtlichen Trauerzug, der die sterblichen Reste des Ermordeten von der Klinik zur deutschen Botschaft begleitete. Im „Figaro" heißt es, der Tod bes Herrn vom Rath habe in Paris eine tiefe Bestürzung verursacht. „Wir verneigen uns mit Achtung und Bedauern vor diesem unschuldigen Opfer der bis zum Verbrechen entfesselten Leidenschaften." Die radikalsoziale w(5re Nouoelle", die sich in den letzten Tagen schon einmal mit sehr scharfen Worten gegen das Unwesen ber jüdischen Emigranten in Frankreich ausgesprochen und die Einführung des numerus clausus in Frankreich verlangt hatte, erklärt, der Tob des jungen deutschen eingetragen. In Berlin sprach der französische Geschäftsträger de Montbas beim Staatssekretär des Auswärtigen Amtes Freiherrn von Weizsäcker vor, um im Namen der französischen Regierung, des ftanzösischen Ministerpräsidenten und des französischen Außenministers das Beileid aus Anlaß des Hinscheidens des Gesandtschafts- Ernst vom Rath auszusprechen. Wahlergebuls wird sich der neue Senat wie folgt zusammensehen: Demokraten 66 (bisher 76), Republikaner 23 (bisher 16), Farmer 2. Progressive 1, Unabhängige 1 (bisher 4); das neue Repräsentantenhaus zeigt folgende Zusammensetzung: Demokraten 253 (bisher 328), Republikaner 165 (bisher 90), Unabhängige 2 (bisher 13), Farmer 0 (bisher 4); 15 Sitze stehelk noch aus. Bei den Wahlen im Staate Neuyork, deren Ausgang wegen ber besonderen innerpolitischen Bedeutung mit größter Spannung erwartet wurde, wurde der demokratische Gouverneur L e-h- m a n — ein Jude — mit einer nur knappen Mehrheit wiedergewählt. Die Neuyorker Wahl, bei der nahezu 5 Millionen Stimmen abgegeben wurden, war heiß umstritten, und Lehmans Mehr- sident der Republik hat durch seinen Adju- „ tonten dem Botschafter Graf Welczek sein Beileid Diplomaten, der zum Opfer eines Attentats gewor- S3SSS sichrer Reichsstatthalter Dr. Seyß-Jnquart, ---Gruppenführer Gauleiter Konrad Henlein und der Führer des ---Oberabschnittes Donau, --- Gruppenführer Dr. Ä a 11 c u b r u n n e r, M Um Mitternacht trifft der Führer in Begleitung von ---Gruppenführer Wolff an der Feldherrnhalle ein und grüßt nach der Meldung durch den Reichsführer -- von den Stufen der Feldherrnhalle die Truppe mit einem „Sieg-Heil — 77-Man- ner!" Nach dem Kommando ,chelm ab zum Gebet! nimmt Reichsführer -- Himmler unter „ ben Klängen bes Siebes „Wir treten zum Beten bie Vereibigung vor. Der Führer richtet bann an die vereidigten ---Rekruten eine Ansprache, m der er, ausgehend von ber Erinnerung an ben Zusammenbruch vor 20 Jahren unb an bie Blutopfer der ersten Erhebung bes Jahres 1923, bie auf bie= fern Platz fielen, den Sinn und bie Aufgabe ber nationalsozialistischen Schutzstaffeln kennzeichnet. Der Führer betont bie befonbere Bebeutung bes Tages, an bem bie jungen ---Männer zum ersten Male ihren Eid im Großbeutschey Reich ablegten und weist auf die Verpflichtung hin, die ihnen daraus erwachse. Seine kurze und eindringliche Ansprache schließt der Führer mit den Worten: „In allem erwarte ich von Euch, daß Ihr den Spruch wahrmacht, Neuyork, 9 Nov (DNB.) Vierzig Millionen ^Kandidaten gewählt. Der demokratische wahlberechtigter Amerikaner hatten am Dienstag Gouverneur E a l e, der für den Bundessenat kandi- über bie Neubesetzung von 432 Kammer- bierte, würbe von dem roieber kanbibierenden re- unb 35 Senatssitzen, ferner über 32 G o u-! publikanischen Bundessenator Davis geschlagen, oerneurpoften zu entscheiden Seit Wochen waren die Massen in USA. mit einer außerordentlichen Wahlwerbung überschwemmt worben. Soweit sich bisher übersehen läßt, scheint auch bie Wahlbeteiligung entsvrechenb ben gemachten Voraussagen groß gewesen sein. Kach dem vorläufigen endgültigen hsit ____ den wegen seines Kampfes gegen das Verbrechertum bekannten Oberstaatsanwalt Beweg beträgt huu 77- Der Abend des 9. November vereinte die Führer- den'Eid. schäft der NSDAP, zu einem k a m e r a d s ch a f t- lschen Beisammensein im Festsaal des Alten Rathauses in München, an ben>aud) ber Füh- zum Ausdruck brinaen lasten. Ferner hat ber Chef den sei, rufe schmerzliche Empfiydungen wach. Jetzt bes Stabes ber Armee General Colson _e(nen habe man genug davon. Es sei sehr schön ........ .............und aut, baß Frankreich ein gastfreundliches Land sei, aber man wollenicht.daßes ein Land München, 10.Nov. (DNB.) Den erhebenden Abschluß der Feierlichkeiten des 9. November bildete, v».* . re' r P (F h r c sichrer -- Himmler in Anwesenheit bes Führers. In tiefer Staffel von der Feldherrnhalle dis weit m Geireidelagerunq 2118 der Führer und Reichskanzler auf dem Nürn- ».Zu« »SfaNoch °°r wenigen Jahrzehnten glnubk man bi« « » 2RÄ & Seit. in d«r man für den Kriegsfall A-treibenar. Ä rät. anfantmeUe, als überwunb/n anfehen ,u -°n. Große Enttäuschung in Jerusalem zugezogen werden Kleine politische Nachrichten nen. An die Stelle der Kriegsoorräte war der „K r i e g s s ch a tz" getreten. Rach dem Kriege 1870/71 war man in Deutschland stolz aus den Goldschatz im Juliusturm zu Spandau, der 120 Millionen Mark gemünzten Goldes umfaßte. Im Weltkrieg hat man eingesehen, daß ein solcher ..Kriegsschatz" kaum für die Deckung der laufenden Kosten wentgerTage ausreichte. Allenfalls hielt man es für richtig, die „eisernen Rationen" für die Rach dem nationalspanischen Heeresbericht dauert der Vormarscy ander Ebro- Fr o n t an. Das Aguilar- und Perlas-Gebirtze wurden völlig erobert. Die Nationalen beherrschen nunmehr die Ortschaft Carcia. Die Straße nach Asco ist den Roten abgeschnitten. Im Segre-Abschnitt' sind Der englische Zeitungsmagnat Lord R o t h e r - mere, ein Kämpfer für die Revision des Diktates von Trianon. wurde vom ungarischen Reichsverweser von Horthy zur Audienz empfangen, bei welcher Gelegenheit ihm das ungarische Staatsoberhaupt die Insignien des Ungarischen Verdien st or« dens I. Klasse überreichte. Anschließend waren Lord Rothermere. sein Reffe Harmsworth und der Hauptschriftleiter Ward Price Gäste des Reichsverwesers. Der neuseeländische Mini st er für öffentliche Arbeiten hatte sich Anfang November in einer Rede zu gehässigen Bemerkungen gegen führende deutsche Persönlichkeiten hinreißen lassen. Wie die neuseeländische Regierung alsbald amtlich mitteilte, hat der Minister seine Aeußetungen nachträglich bedauert, und die neuseeländische Regierung hat ihrerseits ihre Mißbilligung derartiger Aeußerungen zum Ausdruck gebracht. gierungserklärung, so wird in Jerusalem erklärt, sei zu schließen, haß die arabischen Führer in stina, vor allem auch der Mufti, nicht zu der angekündigten Konferenz zwischen England, Arabern, Juden und Vertretern der Nachbarstaaten Pa- Der neue französische Botschafter beim Quirinal Francois-Poncet suchte den italienischen Außenminister Graf Ciano auf. Er teilte ihm im Verlaufe einer nahezu einstündigen Unterredung den Inhalt seines an den König von Italien und Kaiser von Aethiopien gerichteten Beglaubigungsschreibens mit. Einlagerung ausreichender Getreidemengen und die Bereithaltung von Rohstoffen für die Kunstfsttge- winnung ein so bedeutendes Gerüst der gesamten Dolksernälirung, daß eine „Aushungerung" von außen ausgeschlossen erscheint. Der Appell des Reiches an die private Initiative, Getreidelagerraum zu schaffen, bekräftigt das enge Vertrauensverhältnis, das zwi'schen der Staatsfuhrung und der Wirtschaft besteht und bestätigt weiter die Entschlossenheit des nationalsozialistischen Staates, sich auch unter besonderen staatswichtigen Umständen der Initiative der schöpferischen Unternehmerpersönlich- kelt zu bedienen. Cr. lästinas hinzuaezogen werden sollen, l würden die Araber auch niemals mit den London schlägt Palästina-Konferenz vor. Oer Teilungsplan aufgegeben. — Oie Führer der arabischen Freiheitsbewegung sollen nicht heftige Kämpfe im Gange. In der Umgebung des Ortes Seros tobt ein erbitterter Kampf. Die Rationalen konnten den Brückenkopf von Segre erobern. Der Segre-Fluß ist zwischen Fraga und Seros rechtsseitig völlig in nationalem Besitz. denen ihre verantwortlichen Führer ausgeschlossen seien. Die im Bericht niedergelegten politischen Richtlinien reichten nicht aus, um den Frieden in Palästina zu ermöglichen. Die Araber enttäuscht. Die Juden als Verhandlungspartner abgelehnt. aen aus Hongkong finden zur Zeit heftige Kämpfe bei Schekwaitong statt, dem Anfangspunkt der Bahn von Kanton nach Sams ch ui. Oie schweizerische Landesverteidigung. Atakürks Zustand erneut sehr ernst. Ankara, 10. Nov. (DNB.) Am Dienstagabend wurde ein amtlicher Bericht über das Befinden des Staatspräsidenten Atatürk ausgegeben, in dem es heißt, die Krankheit habe sich nach normalem Verlaus am Dienstag um 18.30 Uhr plötzlich verschlimmert und erneut ernsten Charakter angenommen. Nach einer amtlichen Mitteilung von Mittwoch. 20 Uhr, hat sich der Zustand Aatürks weiter verschlimmert. Der Patient ist jetzt bewußt- l o s. Man befürchtet, das Ableben stehe unmittelbar bevor. Ministerpräsident Dschelal Basar ist am Dienstagabend, nachdem er an einer Sitzung der Abgeordneten der Regierungspartei teilgenommen hatte, mit einem Sonderzug aus Ankara nach Istanbul abgereist, wo er am Mittwochvormittag eintraf. Er begab sich sofort in den Palast Dolma Bagtsche und weilte den Mittwoch über am Krankenbette des Präsidenten. Der japanische Vormarsch. Schanghai, 9. Nov. (Europapreß. Funkspr.) Die von P u t s ch i, oberhalb Hankaus, aus in westlicher Richtung gegen Potschau vorgehenden japanischen Truppe yaben nunmehr die Eisenbahnlinie Kanton — Hankau erreicht. Sie dringen aus beiden Seiten der Bahn weiter nach Süden vor. Rach heftigen Kämpfen haben die Javaner Pu n g- s a u t u n g , 35 Kilometer südwestlich von Putschi, besetzt. Der chinesische Widerstand war hier sehr stark. Die von Tsungyang nach Süden vormarschierenden japanischen Truppen standen am Mittwoch zwölf Kilometer vor Tungtscheng. Sitz beherrschen damit die wichtige Straße zwischen Tungtscheng und Tsungyang. Nach chinesischen Meldun- als durch diese Tatsache, denn früher wurde der Landwirt durch höhere Preise angeregt, sein Getreide schon zu Beginn des Wirtschaftsjahres zu verkaufen, — nun ist es umgekehrt Gerade weil es sich bei den großen Vorräten um keinen vorübergehenden Zustand handeln soll, muß das Problem des fehlenden Lagerraums rasch gelöst werden. Das Reichsernährungsministerium hat schon seit 1935 den Bau von Speichern gefördert und für etwa 400 000 Tonnen zusätzlichen Lagerraum geschaffen. Dis zum Februar 1939 wird diese Aktion den Bedarf für zwei Millionen Ton- nevH^edeckt haben. Dann fehlt aber immer noch der R»Um für weitere zwei Millionen Tonnen Getrtzide. Daher hat der Bauftragte für den Vierjahresplan, Generalfeldmarschall Göring, den Staatssekretär Backe beauftragt, diese Lücke innerhalb weniger Monate zu schließen und die Initiative dazu soweit wie irgend möglich der Privatwirtschaft zu überlassen. Staatssekre- tär Backe, der dem engeren Stab des Feldmarschalls Göring in der Leitung des Dierfahresplanes ange- hört, hat die Reichs stelle für den Wirt- schaftsausdau beauftragt, die Bezirke und darüber hinaus möglichst auch die Plätze zu bestimmen, an denen die Magazine errichtet werden sollen. Es wird sich dabei in der Hauptsache um zwei Gruppen von Lagereinrichtungen handeln: um eigenlliche Getreidespeicher mit einem Fassungsvermögen von 5000 oder 10 000 Tonnen, di* mit allen nwdernen Einrichtungen zur Regelung den Luftzufuhr, der Temperatur ufro. versehen sind, und um einfache Magazine, in denen solche besondere Apparatur fehlt. Es wird vom einzelnen Fall abhängen, ob man sich für einen richtigen Speicher oder einen einfacheren Aufbewahrungsraum geringeren Fasiunas-vermögens entschließt. Geeionete Typen für Speicher und Magazine sind bereits a u e - gearbeitet und begutachtet, so daß es n'cht erst einer örtlichen volizeilichen Bauerlaubnis bedarf, um mit dem Dau zu beginnen. Es steht also nichts im Wege, daß auf breitester Linie mit dem Pau von Hunderten solcher Unterbringungsräume begonnen wird. Die Aktion wird, wie bereits erwähnt, überwiegend auf private Initiative gestellt sein. Das Reich wird iedem genehmigten Bauvorhaben einen verlorenen Zuschuß in Höhe von 25 bis 35 v. H. der gesamten Baukosten bewilligen. Es ist selbstverständlich. daß die Vorräte in diesen Speichern nach einiger Zeit ausqewechselt werden. Der eiserne Bestand sott iedoch im ganzen ausrechterhalten bleiben. Um rasch zum Ziele zu gelangen, sott diese große Aktion ohne große Verwaltungsarbeiten vorwärtsgetrieben werden. Zunächst sind daher von zentraler Stelle aus die Standorte der künftigen Speicher oder Hatten bestimmt worden, und zwar sowohl im Altreich wie in der Ostmark und im Sudetenlande. Damit wird ein falscher Wett- bewerb der Gemeinden oder Kreise untereinander ans schaltet. Daß bei der Bestimmung dieser Lager- statt n auch die strategischen Gefichtsounkte berück- sichtigt sind, ist selbstverständlich. Bei den Oberpräsi- deuten oder Reichsstatthaltern wird eine Kommission gebildet. Die Landesvlanungsgemeinschaften suchen gemeinsam mit den Oberbürgermeistern ober Landräten der in B"tracht kommenden Bezirke die Baustellen aus. Die Kommission am Sitte des Ober« Präsidenten oder Reichsstatthalters entscheidet über den Beschluß. Der Bauauftrag wird durch die Reichs- stelle für den Wirtschaftsausbau erteilt. Sie sorgt auch für die notwendigen Rohstoffe und Arbeitskräfte. Für dieienigen Speicher, die das Reich a u f eigene Rechnung erbaut, werden besondere Tyven nach zentraler Anweisung geschaffen, die statisch und baupolizeilich geprüft sind. Die Reichs- stelle für Wirtschaftsausbau wird auch den Bau derjenigen Sveicher und Hallen betreuen, der von privater Hand durchgeführt wird. Diese sind aber ebenfalls an den Standort aebunden, der durch Reichsreqelung bestimmt wurde. Zum Bau des eigentlichen Lagerraums tritt noch dis Aufstellung der Maschinen und der sonstigen Apparatur, die durch die Fürsorge des Reiches gefördert wird. Als private Bauunternehmer kommen die Genossenschaften, der Getreidehandel und die Mühlen in erster Linie in Betracht. Es steht aber auch nichts im Wege, daß sich größere Gemeinden dem Bau von Getreidespeichern zuwenden. Nur in dem Maß, wie die private Initiative versagen sollte, würde das Reich sich entschließen, selbst als Bauherr au^u- t^eteruDerZweck soll unter alhm Umständen sicher- 3 Würfel 9 Pf. 1 Stange (6Würfel)18 Pf. Juden verhandeln, da sie es ablehnten, die Juden als Verhandlungspartner und Nationalitätengruppe anzusehen. Palästina sei arabisches Land, und nur englisch-arabische Verhandlungen könnten di« Zukunft des Landes bestimmen. Weiter würden die Araber Palästinas'nur auf eine Lösung eingehen, die vom Mufti gebilligt würde. Auch der Mann auf der Straße betrachte Den Mufti als den allein maßgebenden Mann. Das englische Weißbuch sei uni so enttäuschender, als man davon endlich eine klare Lösung erwartet habe, während nun der unhaltbare Schwebezustand weiter andauere. Mit Wirkung vom 1. November 1938 hat der Stabschef der SA. den SA.-Gruppenführer Giesler, Gruppe Alpenland, SA.-Brigadefllhrer Nibbe, Gruppe Südmark, und SA.-Brigadeführer Lins- meyer, Gruppe Niedersachsen, die bisher mit der Führung dieser SA.-Gruppen beauftragt waren, zu Führern ihrer Gruppen ernannt. beraer Parteitag und in feiner Kundgebung liner Sportpalast von der Sicherung derdeut- schtzn Ernährung im Ernstfall sprach, wurde klar, daß man auch durch Sparsamkeit und, Energie das gleiche erreichen könnte, was Großbritannien durch seine Kapitalmacht erreicht hat, nämlich die Ansammlung eiserner B e - st ä n d e für den Kriegsfall. Anfangs handelte es sich nur darum, Den besonders reichen Erntssegen oes Jahres 1938 vor dem Verderb zu schützen. Jetzt wollen wir nicht nur Den Ueberfluß eines Jahres einlagern, sondern eine große und weitschauende Vorratswirtschaft treiben. Es ist der Wille Der Reichsführung, stets einen solchen Vorrat an GetreiDe auf Lager zu halten, damit wir gegen alle Eventualitäten gesichert und niemals wieder gezwungen sind, gewissermaßen von der Hand in den Mund zp leben. EL wird also Die Vorratspolitik in Der Getreide- Versorgung zielbewußt fortgesetzt, wozu Die gewaltigen Vorräte Der letzten Zeit Den erwünschten Grundstock liefern. Dafür fehlen Die Lagerräume. Generalfeldmarschall Göring hat schon auf Dem Reichsparteitag ausgeführt, Daß er alle erfaßbaren Räume zur Lagerung von Getreide benutzen lasse, selbst Turnhallen unD Tanzsäle. Das kann aber nur ein vorübergehender Zustand sein. Auch die Lage- runfl in großen Kähnen, die früher viel geübt worden ist, hat ihre, Nachteile. Daher mußte den Bauern nahegelegt werden, ihre Körnerernte möglichst lange auf Dem Höfe zu halten, bis genügenD Raum geschaffen roerDen kann. Der Erzeuger erhält inzwi- scheu eine Kredithilfe oder einen Vorschuß für den späteren Verkauf seiner Ernte. Besser kann der Wandel unserer Marktlage kaum bezeichnet werden, London, 9. Nov. (Europapreß.) Das Weißbuch, das die englische Negierung über das Palästina- Problem am Mittwoch veröffentlicht hat, bringt die erwartete Ankündigung, daß die Regierung den Teilungsplan für Palästina aufgegeben hat und daß sie jetzt versuchen will, selbst eine Verständigung zwischen Arabern und Juden herbeizuführen, und zwar auf einer Konferenz zwischen Arabern, Juden und Vertretern der benachbarten Staaten in London. In dem Bericht der Palästina-Kommission, der sogenannten Woodhead-Kommission, heißt es, daß man zwar einstimmig den ursprünglichen Plan der Peel-Konferenz abgelehnt habe, Palästina zu teilen, daß aber auch die Woodhead-Kommission zu keiner Einigung über einen neuen Plan gekommen sei. Die Kommission kam auch zu dem Schluß, daß eine Zollunion zwischen den vorgesehenen jüdischen und arabischen Ernzelstaaten und dem Gebiet, das auch weiterhin unter englischem Mandat verbleiben sollte, nicht vereinbar sein würde mit der Gewährung finanzpolitischer Unabhängigkeit an die beiden Nationalstaaten. Die Kommission meint daher, daß sie innerhalb der ihr erteilten Zuständigkeit nicht in der Lage sei, eine Abgrenzung der drei Territorien vorzuschlagen, die die Aussicht auf die künftige Bildung jüdischer und arabischer Einzelstaaten eröffnen würde, die auf eigenen Füßen stehen könnten. Die. .Kommission regt deshalb eine abgeänderte Form der Teilung an, welche sie als wirtschaftlichen Föderalismus bezeichnet. Unter diesem System würde die Errichtung von Staaten für die beiden Nationalitäten davon abhängig gemacht werden, daß diese in eine Zollunion mit dem unter englischem Mandat verbleibenden Gebiet eintreten, wobei die Finanzhoheit für das gesamte Gebiet bei der Mandats macht verbleiben würde. Eine solche Lösung würde allerdings der englischen Regierung für die Zukunft erhebliche finanzielle Verbindlichkeiten auferlegen. Die englische Regierung macht sich diese Empfehlungen der Kommission nicht zu eigen. Sie erklärt, der Bericht der Kommission habe gezeigt, daß die politischen, administrativen und finanziellen Schwierigkeiten, die der Vorschlag der Schaffung unabhängiger arabischer und jüdische^ Staaten mit sich bringen müsse, eine solche Lösung undurchführbar machen würden. Die Regierung werde deshalb versuchen, andere Wege als die der Tellung zu finden. Die sicherste Grundlage für den Frieden und den Fortschritt wäre eine direkte Verständigung zwischen den Arabern und den Juden. Mit diesem Ziele soll die erwähnte Konferenz in aller Kürze in London zusammenberufen werden. Auf bie Tagesordnung dieser Konferenz werde auch die Frage der jüdischen Einwanderung gesetzt wer- den. Die englische Negierung behalte sich vor, die Beteiligung Derjenigen arabischen Führer an dieser Konferenz zu verweigern, welche sie als verantwortlich für die „Mord- und Gewalt-Kampagne" betrachtet. Die Regierung betont, daß sie auf eine rasche Entscheidung in den Londoner Beratungen drängen werde. Sollten diese Verhandlungen nicht in einer angemessenen Zeit zu einer Einigung führen, so werden die englische Regierung eine eigene Entscheidung über die Zukunft Palästinas treffen, wobei sie „dauernd den internationalen Charakter des Mandats, mit deckt sie betraut worden sei, und ihre Verpflichtungen in dieser Hinsicht im Auge behalten" werde. Auf Anfrage bestätigte Dominien- und Kolonialminister MacDonald im Unterhaus, daß die englische Regierung der Mandatsregierung von Palästina eine zusätzliche finanzielle Unterstützung geben wolle. Die Unruhen hatten zu erheblich steigenden Ausgaben und absinkenden Einnahmen geführt, so daß die Regierung von Palästina nicht in der Lage sei, ihre Verpflichtungen zu erfüllen. Finanzielle Hilfsmaßnahmen seien daher notwendig. Der Konferenz-Vorschlag unzureichend. Die Stellung des arabischen Ausschusses in London. London, 10. Nov. (DNB. Funkspruch.) Der Leiter Des Arabischen Ausschusses in LonDon, Dr. Tanno u s , wurde am Mittwochabend vom Kolonial- Minister Macdonald empfangen. Zu Dem englischen Palästina-Bericht hat er anertennenD vermerkt, Daß Die britische Regierung Den GeDanken einer Tellung Palästinas habe fallen lassen unD eingesehen habe, daß alle arabischen Länder Interesse an Der Sicherstellung Palästinas hätten. Die Araber beDauerten jeDoch, Daß keine Andeutungen auf eine gereckte Bereinigung Des Palästina-Problems entgalten sei, und aufjerbem'öie n a - türlichenRechtederAraberaufSelbst- regierung keine Anerkennung gefunden hätten. Die vorgesehene Konferenz sei zwecklos, wenn die britische Regierung sich das Recht vorbehalte, gewisse arabische Führer auszuschließen. Kein Araber werde an Verhandlungen teilnehmen, bei gestellt werden, nämlich die Schaffung zusätzlichen Lagerraums für Getreide innerhalb weniger Monate. bewaffnete Macht bere'rtzuhalten. Der Ausgang des Weltkrieges hat uns gelehrt, daß Die eigentliche Gefahr nicht Die Aushungerung Der Wehrmacht, son- Dem Die Aushungerung Des Volkes ist. Die zwei Millionen Tonnen Lagerraum, Die bis zum Frühjahr 1939 errichtet werben sollen, finb zusätzlich, treten also zu dem Lagerraum hinzu, Der im Laufe Der letzten Wochen geschaffen ober ersaßt worden ist und ber schon vorher bestanden hat. Der Führer und Reichskanzler hat damals auch Mitteilungen über Die deutsche Fettversorgung gemacht. Wenn es selbstverständlich auch nicht möglich ist, Den Bedarf eines großen Volkes in allen Einzelhellen für eine längere Reihe von Monaten oder gar für Jahre sicherzustetten, so bildet doch Die Vorzügliche fleischbrüh-Suppen bereitet man schnell und billig mit MAGGI Fleisehbrüh-Würfeln Bern, 9. Nov. (Europapreß.) Im Nationalrat wurde eine Anfrage von bäuerlicher Seite über die Maßnahmen des Bundesrats zum Schutze der Schweizer Grenze während der September- Krise sowie ein Antrag der westsckweizerischen Freisinnigen zur Verbesserung ber ßanbcsoerteibigung beraten. Der Chef bes Ei' Oer Einmarsch ins ungarische Oberland. B u b a p e st, 9. Nov. (Europapreß.) Der vorletzte Tag Des ungarischen Einmarsches ins Oberland brachte die ungarischen Truppen im westlichen und mitteleren Drittel ganz an die neue Grenze heran. Die Truppen stehen unmittelbar vor den am Donnerstagoormittag zu besetzenden Städten Lewentz, Loschontz und Groß-Steffelsdorf. Am Mittwochvormittag wurde auch die alle Grenze südwestlich von Kaschon überschritten und D6r südliche Zipfel Der Zips mit dem Städtchen Moldau besetzt. Die hier vorrückenden Abteilungen erreichten nach einem Tagesmarsch von 30 Kilometern in den Abendstunden die südlichen Vororte von Kaschau, der größten Stadt des Oberlandes mit 70 000 Einwohnern. Der feierliche Einmarsch wird hier erst am Freitag mit Reichsverweser von Horthy an der Spitze erfolgen. Zugleich mit der Besetzung Kaschaus wird am Donnerstag auch die nach Der Karpatbo-Ukraine führende Bahnlinie Kaschau — Unovar mit Den Abzweigungen nach Munkacz unD Sächsisch-Bereg von Den ungarischen Truppen in Besitz genommen werden. Oie Regierung der Karpatho-llkraine nach Ehust übergesiedelt. Chu st, 9. Nov. (DNB.) Die Regierung Der Kar- vatho-Ukraine hat sich von Ungvar, Das Durch Den Wiener Schiedsspruch Ungarn zugeteilt wurde, nach Chu st, der nunmehrigen Hauptstadt der Karpatho-Ukraine, begeben. Ministerpräsident Woloschin hat einen Sonderausschuß eingesetzt mit der Aufgabe, Die wichtigsten Maßnahmen auszuarbeiten, Die Den Ausbau Der VerbinDung mit Dem übrigen tschecho-slowakifchen Staatsverband erleichtern sollen. Das bisher bereits vorliegende Material zeigt. Daß die reichen Bodenschätze, Das günstige Klima, Die schöne Natur unD Die reichen Mineral- quellen Des Landes ihm bei rationeller wirtschaftlicher unD verkehrstechnischer Aufbauarbeit eine ge- Deihliche Entwicklung sichern roerDen. Grenzbefestigungen an allen Fronten fertig fein, auch sonst sei eine Reihe von Beschlüssen zur Steigerung Der Wehrbereitschaft gefaßt worden. Der AllerDings Bundesrat wandte sich gegen Die Sozialdemokraten, mit Den Durch Deren frühere Haltung eine Verstärkung Der Wehrbereitschaft behindert worden sei.. Für Die Flug- waffe sei es gelungen, aus Dem AuslanDe eine Serie sehr leistungsfähiger Apparate zu erwerben, auch Das Problem Der Gasmaske für Die Zivilbevölkerung beschäftige Das Militärdepartement. Jerusalem, 9. Nov. (DNB.) Das englische ......^... ... w .. Weißbuch über Palästina, das die Aufgabe des Tei-! beraten. Der Chef des Eidgenössischen Militär-De- lungsplanes bestätigt und eine Konferenz in London | partements, Bundesrat Minger, erklärte, daß antundigt, hat in arabischen Kreisen einen äußerst ber Bundesrat alle Maßnahmen vorbereitet gehabt ungünstigen Eindruck gemacht. Aus dieser Re- fyabe, um auch die Wirtschaft in den Verteidigungs- ---------"------ f—I“'* — "-"ärt, sei wftanb zu setzen. Die Schweiz würde nie Opfer eines Palä- Angriffes werden. Bis zum Frühjahr würden die Aus aller Welt. Oer Führer als Ehrenpate. LPD. Hanau, 9. Nov. Der Führer und Reichskanzler hat bei dem als zehntes Kind geborenen siebenten Sohn des städtischen Arbeiters Otto Lotz in Hanau die Ehrenpatenschaft übernommen. Dem Elternpaar ließ er seinen «Glückwunsch und dem Patenkind eine Ehrengabe übermitteln. Ehrenvolle Ernennung des Offenbacher Kreisdirektors. LPD. Offenbach, 9. Nov. Der Reichsführer ff hat den Kreisdirektor K o ch in Offenbach, zur Zett bei dem Reichskommissar für die sudetendeutschen Gebiete in Reichenberg, zum ^-Sturmbannführer bei der Reichsführung ff, U-Hauptamt, ernannt. (Kreisdirektor Koch ist ein Sohn des in Gießen lebenden Oberkriegsgerichtsrats a. D. Koch. Diebstahl in der Leonhardskirche in Frankfurt. Lpd. Frankfurt a. M., 9. Nov. Während des Frühgottesdienftes schlich sich ein Dieb in die Kreuzkapelle der Leonhardskirche und st a h l e i n,e Pieta, eine in Eichenholz geschnitzte Figur, die Mutter Gottes mit dem sterbenden Heiland auf dem Schoß darstellend. Die Figur, die etwa 60 cm hoch ist, befand sich in einem in gotischem Stil gearbeiteten Eichenholzkasten mit Glasscheiben, der ebenfalls gestohlen wurde. Der Kasten ist naturfarben und 23X25X60 cm groß. Als Täter kommt vermutlich ein schlanker Mann im Alter von dreißig Jahren-in Betracht. Der preiskommiffarschließt zwei H imburger Kaffeearoßhondelsfirmen. Berlin, 9. Roo. (DNB.) Verschiedene Maßnahmen, die die Organisationen des kaffeeführenden Groß- und Kleinhandels im Auftrage des Reichskommissars für die Preisbildung zur Senkung der Kaffeepreise durchgeführt haben, haben zu einer Verbilligung d e r Ladenpreise um insgesamt zehn Millionen Mark jährlich geführt. Bei Ermittlungen, die der'Reichskommissar für die Preisbildung vor einiger Zeit über die R ö st - kaffeepreise anstellte, wurden' bei einigen Großhandelsfirmen schwere Verfehlungen auf dem Gebiete des inländischen Rohkaffeemarktes aufgedeckt. Der Rei,chskommissar für die Preisbildung mußte deshalb bereits zwei Hamburger Großhandelsfirmen schließ en. Im weiteren hat er eine grundsätzliche Säuberung des Marktes eingeleitet, die noch nicht abgeschlossen ist. Durch Zwischenhandel und übermäßige Gewinne haben unzuverlässige Elemente den Kaffee auf dem Wege zur Rösterei derart verteuert, daß das Absin'ken der Weltmarktpreise in diesem Frühjahr sich für den Verbraucher in vollem Umfange nicht bemerkbar machen konnte. Rückgang der Erkrankungen an spinaler Kinderlähmung. LPD. Frankfurt a. M., 9. Roo. Wie amtlich mitgeteilt wird, ist in den letzten Wochen die Zahl der wöchentlichen Neuzugänge der Erkrankungen an spinaler Kinderlähmung in Frankfurt am Main erheblich zurückgegangen. Wöchentlich wurden nur drei bis vier neue Fälle festgestellt, während in den Monaten August und September die Zahl der Neuzugänge im Laufe einer Woche in der Regel das Vierfache betrug. In der laufenden Woche ist bis zum 8. November noch kein neuer Fall hinzugekommen. Die Gesamtzahl der seit Jahresbeginn im Gebiet der Stadt Frankfurt sestgestellten Fälle an spinaler Kinderlähmung beläuft sich nunmehr auf 140 Erkrankte, von denen 18, starben. Der Reichsjägermeisler im Deutschen Jagdmuseum. Am Mittwochnachmittag stattete Reichsjägermeister Generalfeldmarschall Hermann Göring in Begleitung des Präsidenten Christian Weber dem Deutschen Jagdmuseum in Nymphenburg, das vor einigen Wochen seiner Bestimmung übergeben worden war, einen Besuch ab. Auf einem Rundgang bekundete der Reichsjägermeister lebhaftes Interesse für die Einrichtungen des Museums und äußerte wiederholt hohe Anerkennung für den Jn- haU der sehenswerten Schau. lieber 10 Millionen Rundfunkhörer. Die Zahl der Rundfunkempfangsanlagen hat nunmehr im alten Reichsgebiet die 10. Million überschritten. Sie betrug am 1. November 1938 im Altreich 10 098188 gegenüber 9 754 677 am 1. Oktober. Im Laufe des Monats Oktober ist mithin eine Zunahme von 343 511 Rundfunkteilnehmern (3,5 v. H.) eingetreten. Die Zahl der gebührenfreien Anlagen betrug am 1. November 650 759. Insgesamt 73 Todesopfer in Marseille. Die Aufräumungsarbeiten in dem durch das Großfeuer vernichteten Marseiller Warenhaus sind so gut wie beendet. Am Dienstag wurde noch eine völlig verkohlte Leiche entdeckt. Die Brandkatastrophe hat im ganzen 7 3 Tote und Vermißte gefordert. In den Trümmern des Warenhauses konnten lediglich die Ueberreste von 48 Menschen gefunden werden; nur bei zehn gelang die Identifizierung. Vier Opfer sind bereits bestattet worden. hunderte von Unfällen bei einem Hindu-Fest. Die indischen Hindus feierten dieser Tage ein sehr seltenes Fest, das Churamoni-Poga-Fest, das nur dann im Hindu-Kalender erscheint, wenn eineMond- finsternis auf einen Montag fällt, wie das am vergangenen Montag der Fall war. Da dies sehr selten vorkommt, ergibt sich die Tatsache, daß das Fest zuletzt vor 27 Jahren gefeiert wprde. Aus Anlaß dieser Wiederkehr badeten Millionen von Hindus in den heiligen Wassern des Ganges, um sich von ihren Sünden zu reinigen. Diese Völkerwanderung nach dem heiligen Fluß führte in Kalkutta zu einem derartigen Gedränge, daß etwa 400 Pilger vermißt werden. Ebenso haben sich Hunderte von Unfällen ereignet. Amerikanisches Militärflugzeug stürzt in eine Straße von Washington. Oberstleutnant M a c d i l l vorn Generalstab des Armeeluftkorps und ein Pilot stürzten kurz nach dem Aufstieg vom Armeeslugplatz über der Stadt Washington ab. Die Maschine stürzte in e i ä e Straße, zertrümmerte mehrere Automobile und explodierte bann. Beide Insassen verbrannten. Straßenpas- santen wurden nicht verletzt. Das holländische Schachmeister-Turnier. Entgegen den Erwartungen eines sehr scharfen Endspiels kam es in Amsterdam in Fortsetzung der abgebrochenen Partie zwischen Capablanca und A l j e ch i n schon nach vier Sätzen '.zu einem Remis. Capablanca konnte seine am Vortage errungene günstige Stellung nicht weiter ausnutzen. Nach der mit diesem Spiel beendeten zweiten Runde führt der Amerikaner Fine mit zwei Punkten, gefolgt von dem Holländer E u w e mit l'/r Punkten, dem Franzosen A l j e ch i n , dem Cubaner Capablanca und dem Estländer K e r e s mit je einem Punkt, während der Tscheche Flohr, der Sowjetrusse Botwinnik und der Amerikaner Reihe v s k y je einen halben Punkt erspielen konnten. Die dritte Runde wird in Rotterdam ausgetragen. Deiierb-»richt Noch immer zeigt Deutschland im Bereich eines Hochdruckgebietes und feuchter Lustmasfen meist herbstlich trübes Wetter. Die Großwetterlage gestaltet sich langsam um, wobei die Neigung--zu Aufheiterung sich verstärken wird. Vorhersage für Freitag: Besonders morgens vielfach neblig, sonst trocken und zeitweise aufheiternd, Temperaturen wenig verändert, Winde um Süd. Lufttemperaturen am 9. November: mittags 9,5 Grad Celsius, abends 8,4 Grad; am 10. November: morgens 7,6 Grad. Maximum 9,9 Grad, Minimum heute nacht 7,£ Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 9. November: abends 8,9 Grad; am 10. November: morgens 8,2 Grad. Hauptschriftleiter l)r. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum- schein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. X. 38: 10013. Druck und Verlag: Brühlsche Unioersitätsdruckerei R.Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM.> 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültia Mudersbach, Hohensolms, den 9. November 1938. Die Beerdigung findet am Freitag, dem 11. November, nachmittags 2 Uhr statt. 1224 D Es ist bestimmt in Gottes Rat, daß man vom Liebsten, was man hat, muß scheiden! Gott der Herr rief gestern abend meinen innigstgeliebten Mann, unseren treusorgenden Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel Herrn Karl Willershäuser Werkmeister im Alter von 51 Jahren zu sich in die Ewigkeit. In tiefer Trauer? Katharina Willershäuser, geb. Ferber Familie Karl Willershäuser Familie Karl Nickel. Der große Marttnirnartt (Kram-Markt) in Oervovn findet in althergebrachter Weise am Montag, dem 14.7!ovember 1938 statt. (Der Vieh-Markt darf zur Verhütung der Seuchen-Verschleppung nicht stattsinden.) Oie Reichsbahn gibt auf allen Strecken bis so Kilometer im Umkreis Sonntags-Rückfahrkarten nach Herborn aus. Süv die Lugend: Vielerlei Volksbelustigung in der Siadi und auf dem Schießplatz. Tanz in allen Sälen der Siadi. , 7232D Nachruf! Am 8. November verschied nach kurzem Leiden mein Werkmeister Karl Willershäuser in Mudersbach. Der Entschlafene zeichnete sich ganz besonders durch seinen großen Schaffensgeist, seine Tieue und sein Pflichtbewußtsein aus. Er hat es verstanden, neben der Herstellung eines mustergültigen Fabrikates, auch immer ein schönes Arbeitsverhältnis zwischen Gefolgschaft und Betriebsführung zu wahren, sodaß meine Mudersbacher Zigarrenfabrik, die er über ein Jahrzehnt selbständig leitete, einen großen Aufschwung nehmen konnte. Ich bedaure das allzufrühe Hinscheiden dieses aufrichtigen und begabten Mitarbeiters und werde, seine treuen Dienste während über 14jähriger Tätigkeit in meiner Firma in dankbarer Erinnerung behalten. Das Andenken ad ihn wird von mir stets in hohen Ehren gehalten werden. Job. Balth. Noll, Zigarrenfabriken, Gießen. __________________________________7231 D Freitag, 11. November 1938, 10 Uhr pünktlich, findet in der »Aula der Universität« die diesjährige der Gießener Studentenschaft in Verbindung mit dem Kreisverband des NS.-Reichskriegerbundes statt. Die Bevölkerung ist dazu herzlich eingeladen! Der Kreisverbandsführer Der Studentenführer. des NS. Reichskriegerbundes. Dr. Monnard. Frank. 7230 D Die weltbekannten Blütentropfen ohne Alkohol MAIGLÖCKCHEN - VEILCHEN • ROSE Parfüm RM 1.— und RM 3.— Seife RM —.50 I Verkäufe Ein Transport öiilFlmSrellinn Dieseiu-uv Kirchstratze 24. Zuverl. älteres wo da überzählig, zu verkaufen, ososi fr'rdr. Ainend Allendorf/Lahn Urttergasse 17. 3x6-Zim Um mit 3-Zimmer- Wohnung in der Mans., in guter Lage, Mitte der Stadt, mit freiwerd. 6-Zimm.- Wohnung mit Etagenheiz. unt. günstig. Beding, sofort z. verkauf. Näh. A. Becker, Kevlerstr.9. '"-'d Kinderwanen für RM. 25- zu verkauf. [05059 Benke Seltersweg 69. Kaufgesuchel Eofllrolt- roogen (Di sei) 2-3 Tonn. Tragkraft gegen Barzahlung zu kaufen gesucht. Schriftliche Angebote u. 7228V an den Gießener Anzeiger erbet. j^/erschiedenes | Frisch geschoss. Hasen auch im Ausschnitt. 05O65 Seinr. Gaub Friedensstr. 2 Telefon 2005. Kleine Anzeigen richten sich an die Bevölkerung der engeren Heimat' Darum: Kleinanzeigen in die Hei- matzeitung, den BleßeuerAMeigex Uebernehme tägl. mit Lastzug Hrachten von 05064 Frankfurt a.M. bis Gießen, Marburg. Vaul Rosenthal (Bezirk Kassel). Einspaltige Kleinanzeigen werben zum en mätzigten Grund. Dreis von 5 Pf. für die Millimeter- zelle veröffentlicht Deutsche Jägerschaft Jägeraufmarsch Jdiftingf Jkirsscfiriftler! Am SONNTAG, dem 27. November 1938, vormittags 9 Uhr, wird in der öffentlichen Handelslehranstalt Gießen, Wernerwall 11, das 2. Steidi^-Xeistun&ssdiTeißen , in JCuvzsdmft von der Deutschen Arbeitsfront unter Mitwirkung der Deutschen Stenografenschaft dürchgeführt. — Beteilige auch Du Dich und melde Dich sofort bei der DAF., Abteilung für Berufserziehung und Betriebsführung, oder bei dem Ortsvereinsführer der Deutschen Stenografenschaft, August Siebert, Frankfurter Straße 19, zu diesem Wettbewerb an. Geschrieben wird in allen Geschwindigkeiten bis 360 Silben. Jeder Teilnehmer erhält eine Beteiligungsurkunde. Anmeldeschluß ist der 19. November 1938. 7226 D am 12. Nov. 38. in Gießen. Antreten: 17.15 Oswald^arten. Nach Beendigung der Kundgebung gemein- lamer Marsch nachdemKathol. Vereinshaus. Dort 7234D Kameradschatisaaend Johannes- kirche Samstag- und Sonntagabend 20'ü Uhr: 7213D Evang. Büudesahend Verlöre« I Brillant-Ohrring mit mehreren Steinen. Gegen gute Belohnung abzugeben bei Carl Brück Juwelier Kreuzvlatz. 723«p h ijbos^i-Bohnerv rb*s SeifIX ! Va Dose -.75 RM - QS6 1.40 RM MA-Z Dosen erhältlich ist, denn die Dose schützt das Bohnerwachs vor Auslaufen und Austrocknen. Wir wollen Ihnen das Bohnern ^erleichtern und Geld sparen helfen. Sie werden mühelos und glänzend bohnern mit dem Einladung zur ordentlichen Generalversammlung des Dolkshallenvereins e. V., Gietzen auf Freitag, den 18. November 1938, l«Uhr im Stadthaus, Bergstraße 20, Sitzungssaal. Die Teilnahme an der Generalversammlung ist nur gegen Vorzeigung der Anteilscheine am Eingang des Saales gestattet. 7325d Dolkshallenverein e. V., Metzen. Dr. Hamm. W J-B l» lÄw kocht es schnell. Denn Aluminium-Geschin eitet die Wärme gut. Auch * nach Jahren werden Sie mit diesem Geschirr zufrieden sein, wenn Sie das gute, starkwandige, mit den kalt bleibenden Griffen wählen Sehen Sie sich diese- Geschirr mal an bei J.B. Häuser Gießen, Oswaldsgarten (Parkplatz) Fernruf Nr. 2145 - 2146 Ilr. 264 Zweites Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) Donnerstag, lv. November (938 Aus der Stadt Gießen. Die Toten vor der Feldherrnhalle nicht umsonst gefallen! Martinstag. Eindrucksvolle Feier der Gießener Bevölkerung in der Botkshalle Gedenkrede des Kreisleilers Backhaus H. m ZU riechen braucht. Wiederfrisch MsWM Wie komme ich zum Erfolg? Amerikanische Lebensweisheiten. in unfern Dörfern von Pachtgelder, Zinsen usw. bezahlt. In Städten und man schon allgemein den Zahltag erklärt. Auf dem bezahlt, wenn die gesamte weise Richter genötigt gewesen wäre, auch darüber zu befinden, ob. alles das, was stinkt, allem dem, was duftet, ungefähr die Waage hält. Der Chronist, der der Meinung ist, daß es auf der Welt eine unendliche Menge von Dingen gibt, die stinken, und nur sehr wenige, die duften, hätte Miß Margaret ein Freudengeld von mindestens zehntausend Pfund aufgebrummt. . Aber der Chronist hat glücklicherweise keine hochst- richterlichen Entscheidungen zu fällen. So kann er nur seiner Verwunderung Ausdruck geben über die Großmut der menschlichen Seele, die intf tanbe ist, eine Welt schön zu finden, in der ein Duft von hundert Stänkereien kommt. Während die Fahnen gesenkt waren, die Kampfformationen stillstanden und die große Versammlung sich von den Sitzen erhoben hatte, verlas der Standartenführer die Namen der Toten der Bewegung vor der Feldherrnhalle und der Opfer im Gau Hessen-Nassau. Nach jeder Namensnennung klang von dem Spielmannszug der Standarte 116 feierlicher Trommelwirbel auf. Nach dem Namensaufruf kam das Kommando an die Formationen: „Hebt die Fahnen!" und „Rührt Euch!" Dann hörte man die Auch am Tage die Haut gut pflegen. Das Gesicht mit Nivea-Creme leicht massieren, das kräftigt die Haut, regt sie an und erfrischt sie. Der Martinstag war jeher ein wichtiger Tag. werden an diesem Tage größeren Gemeinden hat ersten Oktober zu diesem flachen Lande aber wird erschüllerlichen Glaubens ist. Diese Organisation ist für alle Zeilen die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei. Wir wissen aus der zweitausendjährigen Geschichte unseres deutschen Volkes, daß die deutschen Heere stets unüberwindlich waren, daß aber trotzdem sehr oft der Sieg zum Mißerfolg wurde, weil die große, alle Stämme verbindende Idee fehlte, die, wie wir heute sehen, nur durch eine politische Organisation wie die NSDAP, wachgehalten werden kann. Denn in unserem Volk gibt es ein Erbübel, gegen das der Kampf immer wieder unerbittlich ausgenommen werden muß: das ist Mißgunst und Zwietracht. Der größte französische Feldherr, Napoleon Bonaparte, hat nach dem ersten Abschluß seiner europäischen Eroberungsfeldzüge in der Verbannung auf der Insel Elba darüber folgendes gesagt: „Die törichte gegenseitige Mißgunst der Deutschen habe ich wohl gehegt. Immer haben sie mehr Erbitterung gegeneinander als gegen den wahren Feind gezeigt." Gegen dieses Erbübel der Deutschen haben alle großen Männer der deutschen Geschichte immer wieder ankämpfen müssen, aber es ist ihnen nicht gelungen, es auszurotten. Schien es einmal durch die Tatkraft großer Männer eine Zeitlang verschwunden zu sein, dann trat es plötzlich wieder fragten, ob sie verrückt geworden wäre, antwortete sie: „Wieso? Wieso habt ihr gemerkt, daß das Heu ist? Ich habe nun für euch Männer seit zwanzig Jahren Tag für Tag gekocht, und in der ganzen Zeit habe ich nicht ein Wort gehört, mit dem ihr mir zu verstehen gegeben hättet, daß ihr nicht gerade Heu eßt!" B-, ein weiteres Zeichen der innigen Verbundenheit aller Volksgenossen mit den Toten der Bewegung. Die Bühne zeigte rechts und links eines großen Hoheitszeichen^'das Hakenkreuz, umgeben von der Nachbildung von Lorbeerkränzen, ferner rechts und links Pylone. Als Vertreter der Wehrmacht waren viele Offiziere des Standorts mit dem Standortältesten, Generalleutnant Oßwald, an der Spitze erschienen, ferner waren alle Behörden durch ihre Leiter und die Universität durch viele Angehörige ihres Lehrkörpers vertreten. Kreisleiter Backhaus als Hoheitsträger der NSDAP, im Kreise Wetterau und die Fahnen der Partei und ihrer Gliederungen wurden von der großen Menschenmenge in der Volkshalle mit gebührender Achtung begrüßt. Die Kreiskapelle Wetterau leitete die Feierstunde mit entsprechender Musik ein. Hierauf sprach Kreispropagandaleiter Heymann im Auftrage des Kreisleiters kurze Einführungsworte zu der großen Versammlung, in denen er die Toten vor der Feldherrnhalle und die Blutzeugen der späteren Kampfjahre als leuchtende Vorbilder für die Gesamtheit unserer Volksgemeinschaft jedem einzelnen vor Augen stellte mit dem Wunsche, daß der Geist und die Opferbereitschaft jener Männer bei uns allen Eingang finden und stets lebendig wirkende Kraft im Dienste unseres ewigen Deutschland haben möchte. , Nach einem weiteren Musikstück der Kreiskapelle folgte die feierliche Totenehrung durch den Vertreter der SA., Standartenführer Lutter. Ernte eingebracht ist. Nun ist es so weit. Die Felder sind leer, die letzten Früchte sind geborgen. Die sonnigen Herbsttage sind vorüber, unwirtlich äst das Wetter. Nur dann und wann dringt die Sonne durch. Die letzten Blätter müssen von den Bäumen. Da kommt der Martinstag. Diele hundert Jahre lang war an diesem Tage der „Zehnte" fällig, d. h. von den Feldfrüchten mußte der zehnte Teil an die Herrschaft abgeliefert werden. Das waren oft schlimme Zeiten, wenn Kriegsnot oder Mißwachs die Ernte vernichtet hatten, und der „Zehntetag" war gefürchtet. Heute werden die Abgaben und Steuern vom Staate fürsorglich auf das ganze Jahr verteilt. Die Pacht- und Zinsgelder auf den Dörfern werden aber auf den Martinstag fällig. Unter den Tieren, die seinerzeit abgeliefert werden mußten, befand sich auch die sogenannte Mar- tinsgans. Wir kennen sie, auch in der Stadt. Sie ist uns geblieben und erscheint in diesen nebeligen trüben Tagen als ein Lichtblick. Braun und knusperig gebraten, innerlich gefüllt mit allerlei schönen Suchen, so steht sie auf dem Tisch. Dazu gibt es gute Tunke, gedämpften Kohl und Kartoffeln. Es ift gewiß ein feierlicher Augenblick, wenn der Hausherr das Messer zückt und den Familienmitgliedern ihre Stücke zuteilt. Das sind kleine Tafelfreuden im November. Mag es draußen stürmen oder regnen, die Martinsgcms vergoldet doch den Tag. Auch unfern Kindern bedeutet der Martinstag etwas. Nun gibt es die bekannten „Mirtesmänner", die die Eltern aus der Stadt, vom Martinsmarkt, mitbringen. Das sind gebackene Männchen aus Kuchenteig mit aufgemaltem Gesicht. Sie schmecken viel besser als Kuchen oder Brötchen. Unwillkürlich fliegen die Gedanken der'Kinder weiter zum Nikolaustag. Dann gibt es schon Lebkuchenteig. Und wenn erst der Geruch von diesem das Haus erfüllt, ist das Weihnachtsfest nicht mehr weit Martinsgans und „Mirtesmann", das sind so kleine Freuden, die diese herbstlichen Tage in frohem Lichte erscheinen lassen, die helfen, den Alltag und seine Soraen leichter zu nehmen und mit ungebrochenem Mute weiterzuschauen in die Zukunft. Darum grüßen wir den Martinstag, erinnern uns dabei unserer Jugendzeit und erzählen vielleicht auch die Geschichte von dem heiliaen Martin, der einst Soldat war, bann aber zum Bischof gewählt wurde. In ferner Bescheidenheit versteckte er sich in einem Gänsestall. Aber diese Tierchen verrieten ihn durch ihr Geschnatter. So wurde der heilige Martin der Schutzheilige unserer Gänse und gab auch der Martinsgans den vertrauten Namen. H. Der Richter und die Hofe. Don Peter Bamm. In der letzten Instanz müssen die Fragen beantwortet werden. Darum müssen hohe Richter alt und weise sein. Einer, der Philosoph oder gar nur Chronist ist, kann lange darüber reden oder schreiben, wie köstlich der Duft der Rosen sei und wie traurig die Welt wäre, in der die Rosen leinen Duft hätten. Eine solche Welt gibt es aber, und ein hoher Richter hatte darüber zu befinden, wie hoch der Grad der Traurigkeit dieser Welt, in W-lt oon «ar. garet Cordus in Liverpool. Sie war em junges Mädchen, das gern an Rosen roch. Dann wurde sie von einem leichtfertigen Autofahrer überfahren, bekam eine Gehirnerschütterung, und als sie wieder zu sich kam und die Freunde ihr Rosen brachten stellte sich heraus, daß sie nichts mehr riechen in die Erscheinung und brachte dem deutschen Volke nach einem wundervollen Aufstieg wieder einen traurigen Niedergang. Der Kreisleiter wies dann darauf hin, daß auch die neuere Geschichte von 1918 bis 1932 die Richtigkeit dieser Behauptung voll und ganz bestätige. Eine Menge nt-n Weltverbrüderungsaposteln sei in dieser Zeit ausgetreten, die unser Volk durch Mißgunst und Zwietracht zerrissen und unsere IjeiPigen Begriffe von Vaterland und Freiheit in den Kot gezogen hätten. Und wer wisse, wie es uns in den kritischen Tagen des September dieses Jahres mit den Kritikastern, Nörglern und Besserwissern ergangen wäre, wenn nicht dem Führer die NSDAP, mit ihrer gewaltigen, alles beherrschenden Idee zur Seite gestanden hätte! Ende 1923, fünf Jahre nach der furchtbaren Revolte des 9. November 1918, marschierte auf Münchens Straßen eine kleine, aber entschlossene Schar mutiger Kämpfer, um Deutschland von der Schmach und Schande und der äußeren nvd inneren Knechtschaft wieder zu befreien. Zu ihnen hatten sich am Abend vorher sogenannte nationale Kreise gesellt, die das Versprechen abgaben, ihnen treu zur Seite zu stehen auf Leben und Tod, bis die Frecheit des Volkes errungen sei. Wie hoch ein solches Versprechen sogenannter nationaler Männer intellektueller Schichten zu werten war, sollte sich am 9. November zeigen Anstatt Treue übten sie Verrat. Sie richteten die Maschinengewehre auf die Kämpfer für die Freiheit. Das alte Erbübel der Deutschen hatte wieder gesiegt. Mißgunst und Hader zerschlugen die deutsche Revolution. Das Volk aber mußte weiter ungeheure Qualen erdulden. Die Inflation hatte ihren Höhepunkt erreicht. Die Menschen waren bettelarm geworden, während eine Schicht von Landesverrätern Und Ausbeutern schwelgte und praßte. Das Rheinland war inzwischen von Engländern und Franzosen und Schwarzen besetzt worden. Noch gab es vaterlandsliebende Deutsche, die den passiven Widerstand durchführten und dabei ihr Leben aufs Spiel setzten, aber sie wurden bald für einen Judaslohn von den eigenen Landsleuten verraten und ausgeliefert. Ein Albert Leo Schlageter starb einen heldenhaften Tod für den Freiheitskampf gegen die Unterdrücker. Er wird uns für immer ein leuchtendes Beispiel höchster Pflichterfüllung und stillen Heldentums sein. Und wenn wir heute, wie in jedem Jahre am 9. November stille Andacht halten und der vor der Feldherrnhalle gefallenen 16 Kameraden gedenken, wenn wir ihre Namen uns immer wieder ins Gedächtnis zurückrufen, weil wir wissen, daß durch ihren Tod der Sieg des Heldentums über die TNinderwertigkeit eingeleitet worden ist, dann wollen wir auch all der anderen Helden gedenken, die für Deutschlands Ruhm und Ehre ihr Leben geopfert haben. Aber über allem Heldentum steht die Persönlichkeit unseres Führers, der von der Vorsehung berufen ist, eine große göttliche Mission zu erfüllen. Lr hat «ich in den schweren Jahren nach dem 9. November 1923 den Glauben an sein Volk und an den Sieg der nationalsozialistischen Revolution niemals verloren, weder in Einleitend wies er darauf hin, daß an diesem 9.November zum ersten Male die Hakenkreuz- sahnen über ganz G r o ß d e u t s ch l a n d wehen und wir alle nunmehr das beglückende Gefühl hätten, daß die Toten vor der Feldherrnhalle nicht umsonst gefallen sind. Es habe eine Zeit gegeben, wo wir dieses Gefühl nicht hatten und Millionen Deutsche in dumpfer Resignation, in Glaubens- und Hoffnungslosigkeit dahinlebten. Heute aber wüßten wir, daß die Vorsehung uns auserschen habe, mitzuhelfen und mit- zuerleben, daß Deutschland eine ungeahnte PZieder- auferstehung erfährt. Würden wir nun aber nicht den Nationalsozialismus in uns aufgenommen haben, sondern Individualisten und Materialisten sein, bann würden wir nur dafür sorgen, daß es uns gut ginge, wir würden aber nicht die Verantwortung in uns tragen, danach zu stoben, daß heute schon das Lebensrecht all der Generationen gesichert wirb, bie in einer langen Ahnenkette nach uns kommen. > . Hm dieses Ziel zu erreichen, um den ewigen Bestand unseres Volkes und Grohdeulschen Reiches zu sichern, brauchen wir nicht nur eine starke und jederzeit einsatzfähige Armee, sondern auch eine Organisation, die Bannerträger einer großen Idee und eines starken und un- Dornoiizen. Tageskalender für Donnerstag. Gloria-Palast, Seltersweg: „Der Tag nach der Scheidung". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Die vier Gesellen". Erstes Orchesterkonzert im Stadltheater. Am Donnerstag, 17. November, findet im Stadttheater bas erste Orchesterkonzert bes Stäbtischen Orchesters in Verbinbung mit bem Konzertverein statt. Als Solistin wurde Maria Neuß, Berlin (Violine), verpflichtet. Die Leitung bes Konzertes hat Professor Stefan Temesväry. Die Programmfolge steht vor- Pfitzner, Scherzo für Orchester-, Mozart, Violinkonzert in A-dur; Brahms, Vierte Symphonie in e-moll. Generalversammlung des Volkshallenvereins. Am Freitag, 18. November, 16 Uhr, Hütt der Volkshallenverein Gießen im Sitzungssaal des Stadthauses, Bergstraße, seine Generalversammlung ab. ^°Miß Margaret war natürlich ungemein traurig. Aber bann verklagte sie den Schulbigen au Schmerzensgelb. Der alte unb weise Richter yal ihr tausend Pfund zugesprochen. Dadurch sind wir in die J3age versetzt, den Wen des Duftes der Rose für England zu errechnen. Da der Duft der Rose einen Fischer in Schottland natürlich ebenso erfreut wie einen Squire w Kensington, so können wir, da England vierzig Millionen Einwohner hat, sagen, daß der Duft der Rose in England vierzig Millionen mal tausend Pjuno, also vierzig Milliarden Pfund wert ist. Das ist ungefär der Bettag der englischen Aufrüstung, toie ist also gewissermaßen einen Dust wert. Zum Unglück — das heißt zum Glück für Miß Margaret, aber zum Unglück für die Philosophie war der schullnge Autofahrer ein reicher Mann uno hat sofort bezahlt. Wäre er nämlich arm gewesen unb hätte er barüber nachdenken müssen, wie er sich vor seinem Ruin rette, so hätte er vielleicht bemerkt, was der Chronist nunmehr bemerkte, nämlich, baß bie Rechnung nicht aufgeht. Wenn der Richter sagt, daß Miß Margaret ein Schmerzensgeld bekommen müsse, weil sie die Rosen mchl mehr riechen könne, so haben wir das als em P°?£ ft es Diktum hinzunehmen. Aber dann natürlich müßte sie ein Freudengeld bezahlen dafür, datz sie so vieles, was I' ' ‘ :ri ***** rnt>hv Oie Vorahnung. Menzel suchte Besucher auf alle Weise von seinem Atelier fernzuhalten. Besonders liebte er es, Zettel an bie Tür zu hängen, auf benen etwa zu lesen ftanb: „Man bittet, nicht zu klingeln" ober „Bin nicht zu Hause". In seinem letzten Lebensjahr machte er jeboch einen Anschlag ganz besonderer Art. Ein paar Tage vor seiner letzten Geburtstags- feier schickte ein befreundeter Professor sein Dienst, mädchen zu ihm, um ihn für Freitag zum Abendessen bitten zu lassen. Das Mädchen fummerte. sich nicht um bie an ber Tür hängenben Zettel, sondern klingelte hefttg unb ausbauernb. Als Menzel end- lich doch erschien, richtete es seinen Auftrag aus. Statt jeber Antwort wies Menzel stumm auf einen -Zettel an ber Tür unb verschwand. Da las das Mädchen staunend die Worte: „Freitag bin ich krank. Menzel." Zu Hause erstattete sie getreulich Bericht. Dort staunte man zunächst, bann kam man auf bie Lösung bes Rätsels. Am Donnerstag war Menzels Geburtstag, unb ba hatte er eine Vorahnung, baß er beim Essen unb Trinken bes Guten zu viel tun würbe, unb so hatte er sich schon vorher für Freitag „krank gemeldet". Gießen gedachte am gestrigen 9. November in würdiger Weise der Toten der Bewegung, die am 9. November 1923 vor der Feldherrnhalle in München unb in den späteren Jahren im Kampfe für Deutschlands Freiheit und Größe ihr Leben ließen. Als äußeres Zeichen des Gedenkens unb ber unlöslichen Verbunbenheit mit ben Ermorbeten ber national» ozialistischen Bewegung war an allen Häusern reicher Flaggenschmuck zu sehen; aber nicht im Zeichen ber Trauer auf Halbmast wehten bie Fahnen bes Dritten Reiches, fonbern im Stolze bes Sieges unb bes ewigen Ruhmes ber Toten waren bie Fahnen auf Vollmast gefetzt. Mit starker Antellnahme würbe an ben Radioapparaten auch ber Empfang ber Ge- benkfeier in München miterlebt. In ber Mittagsstunbe fanb am 116er-Denkmal auf bem Landgraf-Philipp-Platz bie erste öffentliche Ehrung ber Toten ber Bewegung am gestrigen Tage statt. Mit Kreisleiter Backhaus waren bort bie Mit- glieber ber Kreisleitung unb eine Anzahl Führer der Glieberungen zur Kranznieberlegung erschienen. Nach Kreisleiter Backhaus, ber bei seiner Kranz- nieberlegung in kurzen Worten bie Größe bes Opfer- tobes ber Ermorbeten von ber Felbherrnhalle unb ber späteren Blutzeugen ber Bewegung, aber auch bie Segnungen bieser Opfer für unser ganzes Volk schildertet legten weitere Kränze nieder für die h*1 der Führer der 83. ^-Standarte, ^-Sturmbannführer Müller, als Vertreter ber SA.-Stan- barte 116 Sturmbannführer Abler, als Vertreter bes NSKK. Sturmführer Geobbels. Die Feierstunde in der Bollshalle Versammlungen auf und bezeugen ihm, welche erstaunlichen Erfolge sie erzielt haben, indem sie seinen Methoden folgten. In seinem Buche findet der Leser nun den Niederschlag der Lebensweisheiten, die Carnegie seinen Schülern mit auf den Weg gibt. Dem nüchternen Europäer wird das, was die Amerikaner so gegeistert und ihnen den Weg zum Erfolge öffnet, merkwürdig einfach und jedenfalls nicht neu erscheinen. Im Durchschnitt, sagt Carnegie, entwickelt der Mensch nur zehn vom Hundert seiner in ihm schlummernden Fähigkeiten. Und was muß man tun, um die übrigen neunzig zur Entfaltung zu bringen? Zuerst muß man darauf hinarbeiten, daß die Menschen einen gern haben, vor allem dadurch, daß man sich wirklich für sie interessiert. Man muß lächeln, wie es schon in einem alten chinesischen Sprichwort heißt: „Ein Mann ohne ein lächelndes Gesicht soll keinen Laden eröffnen." Man muß gut zuhören, die anderen dazu bringen, über sich zu sprechen, über ihr Geschäft, ihre Liebhabereien, ihre Familie. Ein Reisender, der zu den Kunden nur von sich selbst und seinen Waren spricht, wird keine großen Aufträge mitnehmen. Eines macht das Buch anziehend, Carnegie weiß feine Lehren durch kleine Geschichten gut zu veranschaulichen. So erzählt er oon feinem Namensvetter, dem Stahlmagnaten Andrew Carnegie, daß er seine Erfolge nicht so sehr der Kenntnis des Stahls als der Behandlung seiner Mitmenschen verdankt habe. Als Knabe in Schottland züchtete er Kaninchen, aber es fehlte dem armen Jungen bald an der Möglichkeit, seine Tiere zu ernähren. Wie half er sich? Er sagte seinen Freunden, daß er, wenn sie genug Klee und Löwenzahn für ihn sammeln würden, seine Kaninchen nach ihnen benennen würde, und mit dieser angebotenen Ehrung hatte er großen Erfolg. Als er später seine Stahl- chienen an die Pennsylvania-Eisenbahn verkaufen wollte deren Präsident Edgar Thomson war, nannte er ein Stahlwerk, das er in Pittsburg baute, „Edgar-Thomson-Stahlwerk", und nun strömten die Aufträge herein. . . Carnegie gibt noch viele Beispiele, wie man Erfolg dadurch haben kann, daß man den anderen freundlich behandelt und versucht, die Dinge auch von seinem Standpunkt aus zu sehen. Er gibt aber auch Ratschläge, die das häusliche Leben glücklicher gestalten: Nörgle nicht, kritisiere nicht, würdige die Leistungen deiner Ehehälfte, sei höflich und erweise ihr kleine Aufmerksamketten. Dabei erzähtt er die Geschichte von einer Bauersfrau, die eines Tages, als die Männer sich zum Essen an den Tisch setzten, I ein Bündel Heu vor sie hinlegte. Als diese sie Lochschulnachrichten. Dem Chefarzt an der Dortmunder Medizinischen Klinik Dr. med. hab. Ernst Woenckhaus (früher in Gießen) ist die Dozentur für Innere Me- dizin an der Universität M ü n st e r erteilt worden. Dem nb. ao. Professor Dr. Heinrich Guth- mann ist unter Ernennung zum Ordinarius der Lehrstuhl für Geburtshilfe und Frauenkrankheiten der Universität Frankfurt Vertragen worden. Dem Dozenten Dr. Philipps a m b e r g e r in Hamburg ist unter Ernennung zum ordentlichen Professor der Lehrstuhl für Kinderheilkunde an der Universität Königsberg übertragen worden. Professor Dr. med. Hermann Merkel, Direktor des Gerichtlich-Medizinischen Instituts an der Universität München, ist wegen Erreichung der Alters- grenze,von den amtlichen Verpflichtungen entbunden worden. am gestrigen Mittwochabend, als Höhepunkt des Gedenktages in Gießen, fanb unter stärkster Beteiligung aller Volksgenossen statt. Schon lange vor Beginn der Feierstunde war die Halle vollbesetzt, aber immer noch strömten ununterbrochen große Menschenmengen herbei, so daß bereite kurze Zeit nach 20 Uhr in der weiten Halle kaum noch ein Platz zu finden war. Dieser Massenbesuch, bei bem bie Menschenmenge beiberseits ber großen Sitzflächen stehend noch mehrere Glieder tief ber Feier beiwohnte, war | „Wie man Freunde und Einfluß auf die Menschen gewinnt" ist ein merkwürdiges Buck) betitelt, das in Amerika einen geradezu sensationellen Erfolg gehabt hat und von dem behauptet wird, daß eine Millson im praktischen Leben stehender Menschen, die es gekauft haben, darauf schworen, daß es ihr ganzes Leben geändert, Mißerfolg in Erfolg verwandelt und sie in ihrem Beruf an bie Spitze gebracht habe. Der Mann, ber es schrieb, Dale Carnegie, ist auf einer Farm in Missouri geboren, er hat in seiner Jugend die Kühe gemolken, die Schweine gefüttert, aber in der Nacht bei der Petroleumlampe studiert. Er hat sich auch in allen möglichen anderen Berufen versucht, aber da fein Ehrgeiz nicht recht befriedigt wurde, drückte ihn ein starkes Gefühl der Minderwertigkett nieder, und als Achtzehnjähriger war er fo ro^it, daß er Selbstmord begehen wollte. Er hielt aber doch durch und studierte weiter, und schließlich war er so weit, datz er über die Erkenntnisse, die er sich errungen hatte, öffentlich Vorträge zu halten begann und Kurse abhielt — wobei er sich nach den Erfolgen bezahlen liest Auch das wurde ihm zunächst schwer; das erstemal, als er öffentlich sprach, wünschte er wie er erzählt, daß der Boden unter seinen Fußen sich öffnen unb ihn verschlingen mochte Jetzt verdient er einen Dollar in der Minute damit, daß er Geschäftsleuten beibringt, wie sie durch erfolg« „iche Behandlung der Kunden w>° ihrer Ange- s, (,ir Mn ne ftelMcn größere Geichäste machen können. Tausende st-udengeld bezahlen dafür, da« 1 Menfchen sind durch seine Schule gegangen. „*» - w. 9. AlitterncMche Feier der Ü aus dem Gleiberg der Festungshaft in Landsberg, noch in den darauffolgenden schweren Jahren des Kampfes der NSDAP, um die Erringung der Macht. Sein Glaube, feine Treue und fein Fanatismus waren unerschütterlich, fein können überragend, und feine Beharrlichkeit gab uns allen ein leuchtendes Beispiel der Nacheiferung, wir hätten niemals den Sieg über die Mächte des Der- derbens in fo kurzer Zeit davonlragen können, wir hätten heute auch nicht das Großdeutsche Reich, wenn nicht der Führer gewesen wäre. Daß die internationalen Mächte 1933 trotz ungeheurer Anstrengung das Spiel verloren haben, verdanken wir einzig und allein dem Führer. In kurzen Worten wies der Kreisleiter auf die Befreiung des Saargebietes und des Rheinlandes durch den Führer hin. er erinnerte an die Wiedereinführung der allgemeinen Wehrpflicht, an unsere Rüstung und an die Sicherung unserer Grenzen, er rief die Heimkehr der Ostmark und des Sudetenlandes in das Reich allen Hörern in die Erinnerung zurück und betonte auch, daß der Führer unser Deutschland wieder zu einem Staat der Ordnung, der Sauberkeit, der Anständigkeit und der Arbeit gemacht hat. Der Führer hat die Welt aufgeklart, und wird dies weiter erfolgreich tun, über den wahren Feind aller Völker und Nationen, der seine Verkörperung und Tarnung findet im Kommunismus, im Freimaurertum, im politischen Konfessionalismus und in den sogenannten demokratischen Stagtsfor- men westlicher Prägung. Mit rücksichtslo-ser Offenheit wird der Führer, wie gestern abend, den internationalen JuLenknechten aller Länder die Maske vom Gesicht reißen. Er wird ihnen die Wahrheit mit aller Deutlichkeit ins Gesicht schleudern, bis die Völker erwachen und ihre wahren Femde endlich erkennen. Dann wird auch der Friede in Europa und der ganzen Welt gesichert sein. Solange aber die Wölfe im Schafspelz iü den anderen Ländern noch maßgeblichen Einfluß haben, solange dem Juden nicht überall seine Macht endgültig genommen ist, solange muß Deutschland auf der Hut sein und darf sich nicht durch irgendwelche Phrasen ausländischer Judenknechte in Sicherheit wiegen lassen. Auch im Innern des Reiches gilt es. wachsam zu sein. Noch lebt die alte Mißgunst und Zwietracht hie und da im Verborgenen. Noch hassen die getarnten Feinde der deutschen Frecheit, daß ihre Tage nochmals wiederkommen werden. Danken wir dem Schöpfer, daß wir neben der Wehrmacht, die die Grenzen des deutschen Reiches gegen jeden Angriff zu schützen vermag. die Nationalsozialistische Deutsche Arbei- terpartei haben, der die gesamte Menschenführung vom Führer übertragen wurde. Sie ist ihm Garant dafür, daß das Volk nationalsozialistisch erzogen und geführt wird, und daß die Mächte des Verderbens immer wieder aufs Haupt geschlagen werden und daher keinen festen Fuß mehr fassen können. Ansprache. Das Treuelied der Staffel hallt über den Burghof. Die Feierstunde ist beendet. Nun formieren sich nach dieser eindrucksvollen Stunde die Züge der jj 'h in die Stadt. Seien wir da rücksichtslos gegen jeden, der die gottgewollten Grundsätze des Nationalsozialismus zu verletzen versucht. Wir sind es den Opfern der Bewegung. zu deren Gedächtnis wir heute feierlich versammelt sind, und den Opfern aus den Schlachtfeldern schuldig. Wir sind es als verantwortungsbewußte Deutsche aber- auch schuldig den Helden deutscher Vergangenheit, die sich zu allen Zetten für Deutschlands Größe eingesetzt- haben, und all den Generationen nach uns, für deren Schicksal wir heute schon vor dem Allmächtigen die Verantwortung tragen. Es lebe das ewige Deutschland! Ser Schluß der Feierstunde. Im Anschluß an die Rede des Kreisleiters gab die Kreiskapelle Wetterau mit einem feierlichen Mu- sikvortrag der Stunde den stimmungsvollen Ausklang. Mit dem Gruß der Treue und des Dankes an den Führer fand dann die denkwürdige Feier ihren Abschluß. der Dolkshalle den Absperrdienst zersetzen. Dann waren sie zum Gleiberg marschierte In dem Burghof standen, flankiert von Staffelmannern, die 71 Bewerber. Kreisleiter Backhaus war mit fernem Stab heraufgekommen. Auch einige Offiziere der ^-Standarte 2 „Germania' wohnten der Feier- 3n 1% Stunden 18 Verkehrssünder! Am gestrigen Mittwoch gegen 18 Uhr ereignete sich in der Nähe der Wellersburg ein Verkehrs- Unfall. Dort wurde ein etwa 60 Jahre alter Mann aus Wieseck, der auf dem Fahrrad, von seiner Arbeitsstelle in Lollar heimkehrend, von der Landstraße in die Moe-serstraße des Ortes Wieseck em- biegen wollte, von einem hinter chm herfahrenden Personenauto ungefähren und zu Boden geworfen. Dabei erlitt der Mann Kopf, und Armoerletzungen, sowie eine Gehirnerschütterung, die nach erster ärztlicher Hilfeleistung seine Ueberführung in die Chirurgische Klinik erforderlich machten. Der Verunglückte soll es am Zeichengeben für die Absicht seiner geplanten Richtungsänderung haben fehlen lassen. Die behördlichen Ermittlungen über die Schuldfrage sind noch im Gange. Während die Polizei, die Staatsanwaltschaft und die Gendarmerie zu den erforderlichen Ermittlungen an der Unfallstelle weilten, kamen eine Anzahl Radfahrer und Motorradler angefahren, die an ihren Fahrzeugen entweder gar kein Licht oder nur völlig unzulängliche Beleuchtung hatten. Im Verlause von IV2 Stunden mußten die Beamten der Gendarmerie 18 Fälle von Verkehrssün- b en (ungenügende oder überhaupt völlig fehlende Beleuchtung der Fahrräder bzw. Motorräder) feststellen und die Fahrer zur Verantwortung ziehen. Ein Teil von ihnen kam mit einer gebührenpflichtigen Verwarnung davon, in den schwereren Fällen wurden die Fahrer jedoch zur Strafanzeige notiert. Das dicke Ende für diese Verkehrssünder wird noch folgen. Steuerbefreiung für Weihnachtsgeschenke. Fwb. Einmalige Zuwendungen von Arbeitgebern an ihre Gefolgschaftsmitglieder zu Weihnachten (Weihnachtsgeschenke), gleichgültig, ob sie vertraglich vereinbart sind oder freiwillig gegeben werden, sind im Kalenderjahr 1938 von der Einkommensteuer (Lohnsteuer), Wehrsteuer, Gewerbesteuer (Lohnsummensteuer) und Schenkungssteuer befreit, wenn die , folgenden Voraussetzungen erfüllt sino. Heute vor 50 Zähren wurde Fürst Bismarck Gießener Ehrendoktor. Am 10. November 1888, als dem Geburtstag Dr. Martin Luthers, verlieh die Theologische Fakultät der Landesuniversität Gießen dem Fürsten von Bismarck die theologische Doktorwürde und überreichte ihm dazu ein entsprechendes Diplom. Am 18. November neue Winterhilfs-postwertzeichen. Lpd. Die diesjährigen Postwertzeichen zugunsten des Winterhilfswerkes des deutschen Volkes (WHW.) zeigen Bilder der Ostmark, in Verbindung mit dort vorkommenden Blumen, nach Entwürfen des Berliner Künstlers von Axfter-Heudtlaß, und zwar Freimarken zu 3 + 2 Pf.: Burg Forchtenftem (Burgenland) mit der Silberdistel; zu 4 + 3 Pf.: Flexen- ftraße (Vorarlberg) mit der Frühjahrsanemone; zu 3u 5 + 3 Pf.: Zell am See (Salzburg) mtt der Aurikel: 311 6 + 4 Pf.: Großglockner (Kärnten) mit dem Edelweiß; 311 8 + 4 Pf. Ruine Aggstem (Wachau) mit dem Alpenveilchen; 3U 12 + 6 Pf.: Denkmal Prinz Eugens (Wien) mit der Heckenrose; zu 15 + 10 Pf.: Erzberg (Steiermark) mit der Alpenrose; zu 25 + 15 Pf.: Hall (Tirol) mit dem stengellosen Enzian; zu 40 + 35 Pf.: Braunau (Ober-Oesterreich) mtt dem Krokus, und Postkarten zu 6 + 4 Pf., deren Wertstempel als Schmuck zwei Edelweißblumen zeigt. Jeden Monat erscheint eine neue Postkartenausgabe, die auf der linken Hälfte der Anschriftseite ein Bild nach der jeweilig heraus- kommenden Monats-Türplakette trägt. Der Wertstempel ist jedoch stets der gleiche. Die Postkarten mit der Oktober- und November-Türplakette erscheinen gleichzeitig, die übrigen am 1. jeden Monats. Weihnachtsmartt derNG -Frauenschast und des Deutschen Frauenwerkes. rers an die Staffelmänner fand ein kräftiges Echo. Dann berichtete der Standartenführer von dem Ableben des Gesandtschaftsrates vom Rath, der feiger jüdischer Mörderhand zum Opfer gefallen ist. Zur Mitternachtsstunde beginnt die Uebertragung der Feier in München, die ausgezeichnet funktioniert. Während ein frischer Wind sich in dem Burghof verfängt, stehen die Staffelmänner unter dem Eindruck des Ernstes dieser Stunde wie festgebannt. Die Eidesformel, die Reichsführer ff Himnvler den Rekruten vorspricht, wird auch hier auf dem Gleiberg von den Bewerbern naHaesprochen. Dann lauschen alle den Worten des Führers, der anläßlich dieser ersten Vereidigung im Großdeutschen Reich den Sinn der Schutzstaffeln erläutert. Sein Hinweis darauf, daß nun jeder einzelne mit Leib und Leben dem nationalsozialistischen Volksstaat gehört, prägt sich in die Herzen der Zuhörer ein, und die Mahnung des Führers, ,Haß ihr den Spruch wahrmacht: Eure Ehre muß immer und unter allen Umständen die Treue sein!" beschließt seine Gss. Lottchen kommt ganz aufgeregt aus der Schule und ruft gleich: „Mutti, Mutti, hast du denn auch schon gehört, daß es einen Weihnachtsmarkt gibt? Heute haben sie in der Schule er- zählt, Christkindchen sei schon fest an der Arbeit. Mutti meint: „Ja, Liebling, hast du denn auch gefragt, won der Weihnachtsmarkt ist und was es da alles gibt?" Lottchen: „5a, Mutti, die anderen Kinder und der Herr Lehrer haben erzählt, das Christkindchen habe dieses Jahr so sehr viel zu tun, auch für die Sudetendeutschen, und da hat es die Frauen vom Deutschen Frauenwerk beauftragt, ordentlich mitzu- helfen, weil es allein gar nimmer fertig wird. Ach, Mutti, was es auf dem Weihnachtsmarkt alles geben soll! Jedes Kind auf dem Schulhof hat heute etwas anderes gewußt. Bei der einen, Mutti, hat bas Christkind einen Schubkarren bestellt, die an- dere zieht Puppen an, Kasperlefiguren mit ganz drolligen Gesichtern gibt es, Stofftierchen, Bilderbücher, Bilderlottos, auch was zum Anziehen und alles selbstgearbeitet. Ach, von so viel schonen Sachen haben die Kinder noch erzählt, und damit ihr auch beftimmt mit uns eingeht, soll es auch wunderbare Arbetten für die Erwachsenen geben. Und denk dir nur, ein Kasperletheater ist auch dort. Mutti, du hebst doch recht viel Geld für den Wech- nachtsmarkt auf; mit dem Erlös soll dann an Weihnachten vielen Menschen in Deutschland eine große Freude gemacht gemacht werdem Das will unser großer Führer doch auch haben." Der Weihnachtsmarkt findet am 3. und 4. Dezember in den Räumen des Klubs zu Gießen statt. Zu der gleichen mitternächtlichen Stunde des auf den 10. November, in der alljährlich an der Feldherrnhalle in München die Vereidigung der Rekruten der ff-Verfügungstruppe und der ff- Totenkopfverbände vor dem Führer erfolgt, war der Gießener Sturmbann 1/83 d e r ff auf der Burg Gleiberg aufmarschiert, um mit seinen au vereidigenden 71 Bewerbern an dieser Feierstunde teilzunehmen. - Die Staffelmänner hatten bet der Gedenkfeier tn 1. Die einmalige Zuwendung muß tn der Zett vom 25. November bis zum 24. Dezember 1938 erfolgen. Sie kann in Geldleistungen oder in vach- werten bestehen. 2. Die einmalige Zuwendung darf bei Arbeitnehmern, die nach den Vorschriften über den Steuerabzug vom Arbeitslohn (Lohnsteuer) zu behandeln sind: als ledig: 130 RM., verheiratet: 180 RM., Arbeitnehmer mit einem Kind: 210 RM. nicht übersteigen. Der Betrag von 210 RM. erhöht sich um je 30 RM. für das zweite und stdes folgende Kind 3. Die Steuerbefreiung gilt nur für Arbeitnehmer deren Arbeitslohn 260 RM. monatlich (240 RM vierwöchentlich, 120 RM. vierzehntaglich, 60 RM. wöchentlich) nicht übersteigt. Als Arbeitslohn in diesem Sinn gelten alle Bezüge, die dem Steuerabzug vom Arbeitslohn unterliegen. ** Sonntags-Rückfahrkarten zum Martinimarkt in Herborn. Zu dem am kommenden Montag, in Herborn stattfindenden Martinimarkt wird die Deutsche Reichsbahn Sonntags- Rückfahrkarten im Umkreis von 50 Kilometer um Herborn ausgeben lassen. Auf allen Strecken um Herborn werden die planmäßigen Zuge mtt verstärktem Wagenpark fahren. Große Strafkammer Gießen. Gestern hatte sich der O. G. aus Ottweiler (Saar) Dor\ber Großen Strafkammer wegen Amtsunter- fchlagung zu verantworten. D^r Angeklagte war, nachdem er mit der Qualifikation zum gehobenen mittleren Dienst vom Militär abgegangen war, von 1933 bis 1936 beim Kreisamt Friedberg als Voll- Aiehungsbeamter tätig. Hier ließ er sich schon bald Unregelmäßigkeiten zuschulden kommen, die damit begannen, daß er Gelder, die er in feiner amtlichen Eigenschaft eingezogen hatte, nicht abführte, sondern für sich verbrauchte. Da der Angeklagte während der ersten Zeit seiner Tätigkeit neben seinen Gebühren als Vollziehungsbeamter auch noch seine Uebergangs- bezüge von der Militärbehörde erhielt, feine wirtschaftlichen Verhältnisse somit ziemlich günstig waren, beschränkten sich feine Verfehlungen zunächst auf einige Fälle mit geringen Beträgen. Anders wurde es, als die Uebekgangsbezüge wegfielen und er nur auf die Gebühren aus seiner Vollstreckungstätigkeit angewiesen war, die ihm aber noch ein ausreichendes Einkommen gewährten. Seit dieser Zeit betrieb der Angeklagte feine Manipulationen in größerem Stil und schädigte hierdurch das Kreisamt Friedberg . bzw. feine Auftraggeber um rund.600 RM. Die Verfehlungen traten in diesem Ausmaß erst zutage, als der Angeklagte bereits aus dem Dienst des Kreisamts Friedberg ausgeschieden war und eine neue Stellung im Saargebiet angetreten haste. Auf mehrmalige Anforderung durch das Kreisamt Friedberg zahlte er einige Betrage der von ihm veruntreuten Gelder zurück. Da ihm dies offensichtlich auf die Dauer finanziell nicht mehr möglich war, stellte er sich schließlich in Saarbrücken der Polizei und legte dort ein volles Geständnis ab. In der Hauptverhandlung, die wegen der zahlreichen Fälle zwei Verhandlungstage in Anspruch nahm, schränkte der Angeklagte fein Geständnis in einigen entscheidenden Punkten wieder ein. er bequemte sich jedoch am Schluß dazu, der Wahrheit die Ehre zu geben und gab die ihm zur Last gelegten Verfehlungen im wesentlichen zu. Von den 26 zur Anklage stehenden Fällen konnten ihm vier nicht nachgewiesen werden, so daß insoweit Freispruch erfolgte. Im übrigen erkannte das Gericht wegen Amtsunterschlagung in 22 Fällen auf eine Gefängnisstrafe von neun Monaten. Sprechstunden der 11.30 bis 12.30 Uhr, 16 bis 17 Uhr. Samstagnachmittag geschlossen. Pünktlich zur festgesetzten Zeit wurde die Sturmbannfahne in das offene Dreieck getragen Dann erschien der Führer der 83. -/-Standarte, ^-Sturmbannführer Müller, dem der Führer des Sturm- Hannes 1/83, Untersturmführer St astn y - H em nach dieser embi Meldung erstattete. Der Gruß des Standartenfuh-1 zum Rückmarsch ,2Iuf besondere Empfehlung des Chefs", hat Wer- Million greifen müssen, Karola. LUUlll. Z4.UC IHUIIÄICUCII A/niuc wnvm ....... -------- . , , -. .. . erlebiqt. Sonst hasten Sie vqllkommen freie $)anb! , hebt. Sie trog -- damals tn Nteberau. als sie sich Was wollen Sie mehr? Fragen Sie nicht, bauen zum ersten Male küßten. __ — ' . . . ,. r* < r*. CT 1 1 . P nwX Ifln»« nonrtli flftt «Art r t « AVt' HÖT und arbeiten Sie! Daß ein Kapitalist sich im Dunkeln hält, kommt mehr als einmal vor. Gesegnete 1 Mahlzeit!" die Großfabrikation. Das ist das Ergebnis der Untersuchung. Den Mann wird er sich festhalten. Unter allen Umständen. Wenn er nun auch persönlich noch einen guten Eindruck macht, hat er den geeigneten Mitarbeiter gesunden, her das erste Futter für seine Maschinen gibt nicke gesagt ,, , Komischer Betrieb, bei dem kein Mensch den Chef kennt oder zu sehen bekommt. Was mag das für ein merkwürdiger Kerl fein? „Ein alter verfchrobe- nor G’ain". faat Wanaenheim, mehr nicht. Kein chen, die seine Arbeit, ttn Grunde nicht berühren. Als er sich todmüde in feinem Bett reckt und streckt, schlägt» es draußen dreimal, Er hat nur noch vier Stunden Schlaf. Um sieben muß er wieder 'raus. Er wird sich bemühen, gleich einzuschlafen. Der Sonntag aber gehört ihnen. Da gibt es keinen Dienst, da' sind keine Verhandlungen zu führen. stellte. Am Sonntag aber ruht das alles. Karajan hat der Versuchung, auch den Feiertag zum Werktag zu machen, glücklich öiberftanben. Nein, Sonntag ist Feiertag, Sonntag ist Karolas Tag. Sie erobern an diesen Tagen gemeinsam Dresden und seine Umgebung.1 Ach, es ist doch ein großer Unterschied, ob man so etwas wie Burg Hohnstein allein besieht oder ob man seinen Arm beim Blick über die gewaltige Mauer leicht um Ka- Der Herbst färbt schon die Wälder bunt, er Fäden und läßt sie treiben. Die Menschen sagen: Altweibersommers Aber der Herbst meint es in die- Flink und sehr genau legt das Schiff von- der einen Elbseite an der anderen an. Die beiden Haltestellen sind nur einen „Hallo-Ruf" voneinander entfernt. „Herbert!" „Karola!" Sie reichen sich die Hand und lachen. Ach, ist das Leben schön, wunderschön! Karajan freut sich, wenn die übrigen Fahrgäste sich nach Karola umsehen, er ist stolz, das Mäd^m an seiner Seite zu haben. Karola hört und sieht nur ihn. „Wie geht es vorwärts, Herbert?" Hm. Gar nicht Übel. Der J^nge hat eine über-1 ba braucht Kardan nicht zu ^rreisen, um irgend raschende Art, schwierige Aufgaben mit einfachen welche Einkäufe zu machen, da hat er sogar Dr. Mitteln zu läsen. Begabt, außerordenllich begabt, ©rote 3um Teufel gejagt, der ihn sonst keinen Tag geheimnis. Ulkig. Na, schließlich braucht er sich darüber keine grauen Haare wachsen zu lassen. Vielleicht ist es irgendeine sehr bekannte Persönlichkeit, die Wert darauf legen muß, daß niemand weiß, wer eigen!- lich hinter dem ganzen Unternehmen steht. Wangenheim Ht mit allem Vollmachten ausgeru- stet. Er hat den Vertrag mit unterzeichnet und Wangenheim hat die Sache in Ordnung befunden. Was braucht er sich also um die Verflechtungen und Der- strickungen des Kapitals zu kümmern? Wangenheim verrät auch nichts, kein Wort. „Sie sind mir ein lieber Freund, Karajan", so ungefähr hatte er seine Neugierde zurückgewiesen, „aber ich bin ein Jurist und Notar dazu. Und wenn ich das Maul halten muß, unter allen Umständen sogar, dann sollten Sie so liebenswürdig sein, mi£ nicht mit überflüssigen Fragen zu bestürmen. Die Sache ist in Ordnung, so klar und so golden wie nur etwas. Hier die Gutschrift! Sie werden erkennen, daß es fast eine Million Mark ist, die ich verwalte. Alle finanziellen Dinge werden durch mich aus den Händen läßt. Ein toller Bursche übrigens, dieser Grote. Jung, aber von unglaublicher Zähigkeit. Außerdem intelligent, er bringt dauernd neue Vorschläge, die Hand und Fuß haben, erweist sich jedenfalls als der ge- schickteste Konstrukteur, den er bisher gefunden hat. Er beglückwünscht sich jeden Tag von neuem zu die- fern Menschen, obgleich er gar kein Verdienst daran hat. Denn eigentlich war's der unsichtbare Chef, der ihm diesen tüchtigen Mitarbeiter zur Verfügung ner Kauz", sagt Wangenheim, mehr nicht. Wort weiter über den Mann, der hier eine ! ausgibt, um einen bereits einmal verkrachten Erfinder zu finanzieren. Er dürfe nicht reden. Berufs- „Gut, Karola. Die Mauern wachsen aus den Gruden. Du mußt dir's mal ansehen, wenn du Zeit hast." „Ich muß jetzt tüchtig üben, Herbert. Das Konservatorium gibt ein Konzert, und es ist nicht ausgeschlossen, daß deine kleine arme Karola zum ersten Male öffentlich austreten muß." „Ich werde beide Daumen halten. Was spielst du?" „Beechoven. Ich spiele überhaupt nur Beethoven" • „Eigenartig, ich habe dich noch nie spielen hören, Karola." „Du wirst bald genug davon haben, wenn wir erst . . ." Sie stockt errötend und kneift chn in den Arm: „Na, du weißt schon!" Ja, er weiß schon. Sie braucht gamichts zu sagen. Er legt den Arm um ihre Hüfte und flüstert: „Es soll nicht lange dauern! Warte nur, bis das Werk steht! Dann komme ich und hole mir mein kleines Mädel." Da fährt ihm Karola über das widerspenstige Haar. „Laß mich nicht zu lange warten, Herbett! Können wir nicht heiraten, ehe das alles . . .?" „Nein. Das mache ich nicht. Das wirst du be- sem Jahre gut mit den jungen Menschen. Er gießt Gold und klare, durchsichtige Ferne über die Landschaft und zaubett einen schönen Abglanz des verflossenen Sommers über Berg und Tal. „Mr fahren mit dem Dampfschiff ins Elbs and- fteingebirge!" So haben sie es verabredet. So führen sie es auch durch. Karajan steht in Blasewitz auf der Landungsbrücke, er winkt wie ein Schulbub, denn vorn am Bug der „Leipzig" flattert Karolas grünes weites Kleid mit den bunten Blumen, das er so über alles Mm Stau mit gioütm M Roman von Äurt Riemann Copyright by fßerlag Oskar Meister, Werdau l. Sa 29 Fortietzung (Nachdruck oerbotenb Arn Nachmittag hat er die ersten Besprechungen mit dem Architekten. Die dauern bis in den späten Abend. Karajan vergißt beinahe seine Verabredung mit Karola. Als er sie anruft, fitzt sie bereits eine gute Stunde auf dem Luisenhof. Aber das tut ihr nichts, sie weiß ja, wo Karajan steckt. „Mach dir keine Sorgen, Liebster', troftet sie ihn, „was du jetzt vorhast, das geht vor. Denk an mich, aber laß dich bitte nicht aufhalten! „Du bist ein sehr kluges und vernünfttges Mädchen, Karola!" Er hört ihr dunkles Lachen. „Gar nicht, Herbett. Ich habe dich nur heb. Kluge Frauen gibt es gar nicht, wenn ein Mann dabei im Spiele ist. Man kann eben nur alles, wenn man liebt... aber nicht aus Klugheit, 0 nein. Sehen wir uns morgen?" „Um die gleiche Stunde wie immer." Spät in der Nacht kommt er nach Haus. Er hat sich zwei Zimmer gemietet in Blasewitz, dann spart er den wetten Weg von der Innenstadt zur Baustelle. Auf den Tisch hat seine Wirtin ein wenig kaltes Fleisch, Butter und Brot gestellt. Unter der breiten Mütze aus Wolle wartet eine Teekanne auf ihn. Herrlich! Er ißt mit bestem Appetit. Dann überleat er, ob er schlafen gehen soll. Aber da sind noch die Entwürfe dieses jungen Ingenieurs. Grote heißt der Mann. Wangenheim hat ihn geschickt und gemeint, das wäre einer der gescheitesten Menschen, die er kenne. Und dann ist sie eine Wette still, denn es fällt ihr bedrückend auf die Seele, daß noch der Tag auf sie märtet, an dem sie ihm alles sagen muß! Wenn er das erfährt, was dann? Sie schließt die Augen. Das Master rauscht um den Bug des Schiffes. Es rauscht und fließt dem Meere zu, unaufhaltsam. Und es dünst ihr ein Symbol ihres eigenen Schicksals, in der Unauf- haltsamkeit des Geschehens . . . Wird sie dem allen gewachsen sein? . . . Herbert darf nie erfahren, wer sein Chef fft. Sie muß einen Weg mit Wangenheim finden, um das zu verdecken, irgendeinen. . . Karajan wird nie begreifen, daß sie nur aus Liebe zu ihm so handelte, wie sie es getan hat. Aber kann man mit einem Geheimnis eine Che beginnen? Nein, nein, und tausendmal nein! Klarheit soll zwischen ihnen sein. Offenheit also? Ein Geständnis?— Zu spät. Diel au spät. Das hätte man in Niederau tun müssen, ehe von Geld und Geschäften die Rede war. Mit Erfolg, daß Karajan auf der Stelle abgereist wäre . . . (Fortsetzung folgt!) „Na, wollen mal sehen." Er ist ja reichlich mißtrauisch. Der junge Mann weiß natürlich von seinem Verfahren noch iud)ts Entscheidendes. Was er da ’ Mahlzeit!" vorlegt, ist gewWkrmaßen eine Att Probevorfüh- Na, das war deutlich. Man hat den Mund zu rung. halten. Schön. Ihm foll's glttch sein. Das +md Sa- Karajan vertieft sich in die Zeichnungen. Es sind ' fast alles Gegenstände des täglichen Bedarfs: Türgriffe, Möbeluittersäke, Gardinenhalter, Quasten, Achlüsselschilder, Beschläge, Karossettebauteile, aus» gezeichnete Entwürfe für Tassen, Teller, Kannen; dann auch Dinge für die Mode, Knöpfe, Gürtelschnallen; und endlich technische Bedarfsartikel für rolas Hüfte legt und dann fa$t: „Schau mal ... wie bas abftürjt in bie liefe . ....... . . , | °'ga‘'bas kann sie begreifen. Nicht mit bem Der. - stand, aber in ihrem Herzen. O Herbert, wird es einen zweiten Menschen geben, ein anderes Mäd- chen, eine andere Frau, die dein empfindliches Herz so gut kennt wie ich? Ich glaube neiq, denkt Karola. SJ.»fpori Kußball der (Hauliga Hessen. VfB Friedberg—Hessen Bad Hersfeld Spv. Kassel—Kurhessen Kassel Kewa Wachenbuchen—VfB. Groß-Auheim. Hessens Spitzenreiter wird in Friedberg bestimmt auf Herz und Nieren geprüft und es würde weiter gar nicht überraschen, wenn hier, für ihn die erste Niederlage fällig wäre. Friedberg hat eine vorzügliche Abwehr und der Stu.rm bewies erst am letzten Sonntag seins Schuhsicherheit. Hersfeld wird sehr gut spielen müssen, wenn die Reise nach Friedberg erfolgreich abgeschlossen werden soll. Der Spv. Kassel wird den Tabellenletzten und Lokalaegner Kurhessen schlagen und seine Stellung im Mittelfeld etwas verbessern. In Wachenbuchen müßte die Kewa-Elf die nur zu Hause starken Groß-Auheimer knapp bezwingen können. Gegelfliegerprüfungen in Marburg. Bei den vom Hochschulamt für Leibesübungen seit vier Wochen auf dem Segelfluggelände am Goldberg bei Cölbe, bei Cyriaxweimar und auf dem Afföller- flugplatz durchgeführten Seaelfluglehrgän- n wurden trotz ungünstigen Wetters 500 0 Starts geleist e t. Bon den 93 Teilnehmern und Teilnehmerinnen der Universitäten Marburg und Frankfurt konnten 39 A», 5 B= und 2 OPrii- । fungen abgelegt werden. NSFK-Scharführer H. Meyer flog am Hang der Amöneburg 5 Stunden s 5 Minuten und legte damit seine zweite Bedingung für das Segelflieger-Leistungsabzeichen ab. Erfolgreicher Rekordversuch aus der Autobahn. Major Gardner erreicht über 300-Stunden-Kilometer. Gardner auf der Strecke. Im Hintergrund die Luftschiffhalle Rhein-Main. — (Scherl-M.) V ß ■ V >>. *■>>< "i X ' Der englische Automobil-Rennfahrer Major Gardner, der schon seit einigen Tagen in Frankfurt a. M. weilt, um hier aus der Autobahnstrecke am Weltflughasen Versuchsfahrten zu unternehmen, konnte am Mittwochvormittag endlich sein Vorhaben ausführen, nachdem an den Vortagen das ungünstige Wetter jeglichen Versuch zur Unmöglichkeit gemacht hatte. Major Gardner ist wieder mit einem 1100-ccm-Wagen der Marke MG. zur Stelle, aber während dieser Wagen im Vorjahr bei der 1. Internationalen Rekordwoche ohne Strymlinienverklei- dung zu bemerkenswerten Bestleistungen kam, weist er diesmal eine sehr schnittige Stromlinien-Karosserie auf, die der unserer Mercedes-Benz-Rekordwagen sehr ähnelt. Der Fahrersitz liegt ziemlich tief und die Räder sind ganz in die Karosserie einbezogen. Der Sechs-Zylinder-Motor hat einen Inhalt von genau 1086 ccm. Das Wetter — trüb, aber trocken und ziemlich aus der Tatsache ersichtlich, daß Gardners alte Bestleistungen, die er im Vorjahr an gleicher Stelle aufstellte, um rund 60 km/st schlechter waren! Mit einem 1,1-Liter-Wagen über 300 km/st zu erreichen, ist phantastisch! Nachstehend die genauen Zahlen, die von den offiziellen deutschen Zeitnehmern der ONS. festgestellt wurden: 1 Kilometer fliegender Start: Hinfahrt 12,47 Sek. = 288,692 km/st; Rückfahrt 11,50 Sek. = 313,043 km/st; Mittel 11,99 Sek. = 300,250 km/st (bisher: Gardner 239,361 km/st). 1 Meile fliegender Start: Hinfahrt 20,07 Sek. — 288,670 km/st; Rückfahrt 18,52 Sek. = 312,831 km/st; Mittel 19,30 Sek. = 300,187 km/st (bisher: Gardner 239,307 km/st). Die Höchstgeschwindigkeit wurde auf der Rückfahrt über den Kilometer mit 313,0 km/st erzielt. 3m November vor zwanzig Jahren Die Versuche des englischen Autorennfahrers Major Gardner, auf der Reichsautobahn Frankfurt—- Darmstadt auch die Bestleistungen über fürkf Kilometer und fünf Meilen mit fliegendem Start zu verbessern, waren nicht von Erfolg gekrönt. Wegen eines Motorschadens — ein Lager war ausgelaufen — mußten die Rekordfahrten abgebrochen werden. Gardner kehrt nun nach England zurück, da die Behebung des Schadens längere Zeit beansprucht. windstill — war vorzüglich, und da auch die Berechnung hinsichllich der Geschwindigkeit des Wagens allen Erwartungen entsprach, wurden die Rekordfahrten au einem vollen Erfolg. Die Versuche glückten sozusagen auf Anhieb. Nach einer ersten Fahrt, die dem Motor die notwendige Wärme verschaffte, gab es gleich beim nächsten Versuch neue internationale Bestleistungen der Klasse G (750 bis 1100 ccm) über den Kilometer und die englische Meile (1609 Meter) mit fliegendem Start, wobei die Durchschnittsgeschwindigkeiten über 300 km/st lagen. Wie gut die neuen Bestleistungen sind, ist Kreuzer „Königsberg" auf Fahrt zum englischen Flottenchef. Solöatenräte wollten mit den Engländern verhandeln! Don Korvettm-Kapitän a D. G G Jrhr. v Rorflner. >em wir ohne , Vorposten aus- o..,...... _.j Brennstoff völlig erschöpft seien, wohl ein anderes Schiff heran- ^zogen werden könnte, wies Kommodore Michellen zurück. Er sagte mir hierbei die unsere Besatzung allerdings ehrenden Worte: „Ihr Schiff yt das letzte, auf das ich mich voll verlassen kann. Sonst muß ich Admiral Beatty melden, daß -ch kem fahrbereites Schiff mehr habe. Dann würde dieser aber die härtesten Durchführungsbestimmungen selbst vorschreiben. Dagegen hoffe ich, daß Admiral Meurer noch manche Erleichterungen für unsere Motte durchsetzen kann." — .Also übernahm ich den Befehl Aur beschleunigten nächtlichen Ausrüstung. Ich wies hierbei aber gleich auf die außerordentliche Schwierigkeit hin, die die Kohlenergänzung uns bereiten würde. Die Kohlenlagerplätze vor dem Schiff seien leer, und nur nr- e^nzelte halbentleerte Kohlenwagen hätte ich bisher in der Nähe stehen sehen, garantieren könnte ich daher für rechtzeitige volle Ausrüstung leider nicht. Für den Fall des Gelingens bat ich jedoch, daß unser Schiff für diese Fahrt von der Internierung Am Morgen des 12. November taten sich unseren von Vorposten kommenden Schiffen .Königsberg" und „Cöln" in Wilhelmshaven widerliche Revolutionsbilder. Besoffene Horden torkelten an Land vorbei. Sie kamen von Nachfeiern eines am Abend des 11. November veranstalteten Riesen- Freudenfeuerwerkes. Der „Oberste Soldatenrat der Flotte" hatte dieses Feuerwerk anaesetzt, um die Erkämpfung der „Freiheit des Volkes" zu feiern. Um die Freude der Matrosen und Heizer bicht zu stören, hatte er die Bekanntgabe der die Städt Wilhelmshaven und die Flotte besonders schwer treffenden Wasfenstillstandsbedingungen bis zum nächsten Tag verboten. — Auch unsere Mannschaften widerten diese Bilder ah. Nachts befahl mich Kommodore Michels en, der die Führung der Flotte übernommen hatte, zu sich. Der englische Flottenchef, Admiral ^^^ty, hatte um Entsendung eines Admirals Zwecks Vereinbarung über die Durchführung der Waffensnll- standsbedingungen ersucht. Wir sollten mit der .Königsberg" Vizeadmiral Meurer zu ihm bringen. Beatty hatte gefordert, daß ein Parlamentärschiff spätestens 12 Uhr mittags am nächsten Tag auslief. Meine Einwände, daß jetzt, nachts Ablösung die dreifache Zeit auf Dl gehalten hätten und Proviant und frei bliebe. Zu meiner Freude wurde mir dieses zugesagt, da nicht alle Kleinen Kreuzer gefordert worden waren. Zum Schluß erklärte ich, daß ich um meine Von- bordkommandierung nach Ausrüstung des Schiffes bitten müßte. Wie Kommodore M i ch e l s e n bekannt mar, wurde ich bereits seit MärA 1915 wegen der Versenkung der englischen Passagierdampfer „Aguila" und „Falaba" durch das von mir damals befehligte „U 28" von der britischen Admiralität verfolgt. Unter Hinweis, daß uns auf der Fahrt der Schutz der „Parlamentär-Flagge" zustände und kein Ersatz für mich verfügbar wäre, entschloß ich mich doch zur Mitfahrt. An Bord zurückgekommen, ließ ich sofort alle Mann 'strecken. Nachdem ich bekanntgegeben hatte, daß wir für die befohlene Fahrt nicht mit in die Internierung zu gehen brauchten, griffen alle Leute freudig zu. Schwer war die Arbett. Meist mußten wir die bei der Revoluttonsfeier auf offener Strecke stehengelassenen Kohlenwagen mehrere Kilometer auf den Schienen bis vor das Schiff heranschieben. Trotzdem schafften wir es. Mittags 12 Uhr lagen wir, mit Vizetamiral Meurer an Bord, m der Schleuse, klar zum Auslaufen. Dort erhielten wir von dem Flottenkommando Signal: „Warten! Es kommen noch sechs Vertreter des .Obersten Soldatenrates' mit'" — Da die Soldatenräte fortgesetzt gepredigt hatten, daß die Mannschaften Der englischen Flotte auf allen ihren Schiffen auch rote Flaggen geheißt und Soldatenräte eingesetzt hätten, litt es ihr Ansehen nicht mehr, daß nur ein Admiral zu den Verhandlungen nach England fahren sollte. Aus mehreren vorgefahrenen Lastautos wurden bald viele Packgefäße aller Art an Bord gemannt. Auf meine erstaunte Frage wegen des aroßen Ge- päcks für die kurze Reife meldete mir der Fichrer der Abordnung, Obersteuermann Ians: „Herr Kapitän, da find die roten Flaggen und Schleifen für die englische Flotte drin. Die englischen Matrosen und Heizer haben den Krieg nur als Sport betrachtet. Jetzt ist der Krieg vorbei. Nun wollen sie uns als Sportkameraden die Hand zur Verbrüderung 'reichen. Auch die englischen Admirale haben nichts mehr zu sagen. Wir müssen daher mit dem englischen Soldatenrat verhandeln. — Konnten diese Leute wirtlich so etwas glauben? Gießener Schwimmer im Siegerland erfolgreich. Der Gießener SV. folgte einer Einladung zu einem Schwimmklubkarnpf des SV. Siegerland Siegen, den der Verein aus Anlaß feines 25jährigen Bestehens veranstaltete. Außer den vorgenannten Vereinen nahm noch der Siegener TV. ,Hahn" an diesem Klubkampf teil. Als sich unsere heimischen Schwimmer auf der schönen Autobusfahrt befanden, dachte wohl kaum einer an einen Sieg. Aber es kam anders! Unsere heimischen Schwimmer fanden sich schnell mit der schweren 16°/s-Meter-Bahn ab, die keine Wellenbrecher hat. Als erster Wettkampf wurde eine 10X2-Bahnen- Kraulstaffel gestartet. Anfänglich führten die Siegerländer, doch bald mußten sie ihren Vorteil an Gießen abgeben, bei denen der Schlußmann mit einer Bahn Vorsprung anschlug. Die Mannschaft: Hofmann, Amend, Schomber, Iughardt, Köhlinger, Benz, Schüler, Ortwein, Albold, Herbert George. Das 100-Meter-Bru st schwimmen für Männer war eine Angelegenheit des GSV.-Mannes Ortwein in der Zeit 1:23,5 Minuten. Der Siegerländer beginnt im Schmetterlingsstil, errang bis zur 2. Bahn einen 4-Metex-Vorsprung, mußte aber dann dem härteren Ortwein weichen. Die einzige Gießener Niederlage gab es im Rückenschwimmen. Trotz der Niederlage hat Amend mit 1:25,5 Minuten die beste Zeit seiner bisherigen schwimmsportlichen Laufbahn geschwommen. Die 10X2°Bahnen - Brust st affel war den Gießenern nicht zu nehmen. Erwähnt sei hierbei, daß die Kraulschwimmer den größten Anteil am Sieg hatten. Hervorragend hielt sich der 12jäh- rige Gernot Funk. Die Mannschaft: Schüler, Jug- hardt, Köhlinger, Albold, H. George, Funk, Keiner, Pascoe, Götz, Ortwein. Das 100-Meter-Kraulfchwimmen für Männer war eine Sache von Albold und Hofmann, wobei Albold das bessere Ende mit 1:11,5 gegen 1:17 von Hofmann für sich behielt. Die anderen kamen über 1:20. Pascoe zeigte seine Vielseitigkeit und Härte erneut durch den Sieg in einem ihm bestimmt ungewöhnlichen Wettkampf, dem Kopfweitsprung. Mit 14,44 Meter war er weitaus der Beste. Köhlinger landete mit 12 Meter auf dem 4. Platz. Die doppelte Lagenstaffel 6X4 Bahnen Rücken. Brust, Kraul, mit Amend, Pascoe, Albold, Oßwald, Ortwein, H. George, war dem Gießener SV. ebenfalls nicht zu nehmen. Eine ganze Bahn trennte dis Gegner vom Ziel. Dann wartete man gespannt auf das Wasserballspiel. Der TV. Jahn zog seine Meldung zurück, so daß es zu einem Zweikampf zwischen GSV. und Siegerland kam. Der Gießener Schwimm- verein ging mit Schüler; Pascoe, Ortwein; Schomber und H. George ins Wasser. Hier kam es darauf an, wer das beste Schußoermögen und die größte Härte mitbrachte, denn in einem Spielfeld von dreizehn Meter kann sich ein Spieler nicht schwimmerisch entfalten. Nach anfänglich verteiltem Spiel erhält H. George von Schomber eine Vorlage, die dieser auch prompt zum Führungstreffer verwandelte. Siegen wurde immer härter, verlangte den Gießenern alles ab, und so kam es, daß Pascoe aus der Verteidigung heraus zwei Tore schießen konnte. Ein kleiner Deckungsfehler von Ortwein und der Gegentreffer war erzielt. Dann ging es mit 3:1 für GSV. in die Halbzeit. Nach^dem Wechsel waren die Siegener schneller, ja es schien sogar, als hätten sie ihre ganze Kraft für die zweite Hälfte aufgehoben. Deshalb blieb es nicht aus, daß sie ein weiteres Tor aufholten. Kurz vor Schlußpfiff gelang es Ortwein sich freizuschwim- men, Schomber legt den Ball vor, da war der Tormann auch schon geschlagen. Gießens Nachwuchsmannschaft spielte gegen eine Siegener Kombination und verlor 6:5. Schaub, Amend, Keiner, Albold und Köhlinger haben bisher zu wenig zusammengespielt, um sich im Spiel verständigen zu können. Mit großer Freude nahm man das Ergebnis des Klubkampfes auf, das zum Schluß folgendes Aussehen hatte: SV. Gießen 35 Punkte, Siegerland Siegen 21 Punkte, Jahn S. 11 Punkte Das Ergebnis ist ein Beweis, daß die Garde des Gießener Schwimmvereins für die Hallensaison gerüstet ist. Wirtschaft I in die Hänge- Heimweg bis achten. — Oberdeck räumen! Geht matten!" Mein-Mainische Börse. Mlkagsbörse geschäflslos. Frankfurt a. M., 9. Nov. Die Börse laa noch stiller als an den Vortagen, da Publikumsoeteili- gung nach der Kauffeite hin völlig fehlte. Dagegen erfolgten in einzelnen Werten geringe Abgaben, die bei herrschender Geschäftslosigkeit weiter etwas auf die Kurse drückten. Die Zahl der zunächst am Aktienmarkt notierten Papiere war überaus gering. Von Montan- werten waren Verein. Stahl 0,90 o. H. schwächer mit 109,75, Mannesmann nannte man 1,25 v. H. unter dem gestrigen Stand von 114, Buderus lagen mit 113 behauptet. Auch Maschinenwerte bröckelten überwiegend 0,25 bis 0,75 v. H. ab, Rheinmetall 139,50, Daimler 138,75, Adlerwerke 110,50, Eßlinger 112,50. IG. Farben gingen bei kleinstem Umsatz auf 152,25 (152,75) zurück, ferner kamen noch Schlickert mit 179,75 (181), andererseits Metallgesell- schast mit 124 (123,50), Westdeutsche Kaufhof mit 107 (106,75) und Reichsbank mit unverändert 193,50 zur Erstnotiz. Auch am Rentenrnarkt herrschte stärkste Geschäftslosigkeit, wobei man gleichfalls vielfach leicht abbröckelnde Kurse hörte. Notiert wurden schließlich Reichsattbesitz mit 130,90 (131,13), Reichsbahn- Vorzugsaktien mit 125,75 (126), im Frewerkehr bröckelten 4 v. H. Rentenbank-Ablösung auf 90,90 (91) und Kommunal-Umschuldung auf 93,60 (93,65) ab. Leicht erhöht waren Mannheimer Altbesitz mit 136,25 (136) und von Industrie-Obligationen 5 v. H. Hoesch mit 102,25 (101,75), dagegen 6 v. H. IG. Farben 120,25 (121). Gold- und Liquidationspfand- Die Auslaufkurse aus der Nordsee waren lange nicht mehr nach Minen abgesucht worden. Wir mußten daher durch den Kaiser-Wilhelm-Kanal und Kleinen Belt zur englischen Küste fahren. Peim Insichtkommen von Cuxhaven bat mich Obersteuermann Jans, vor Angst zitternd: „Bitte, bitte, Herr Kapitän, lassen Sie hier nur nicht hinübersignalisieren, daß ich an Bord bin, denn mit der ,Republik Unterelbe' stehe ich mich schlecht. — Also war, so wie in Wilhelmshaven eine »Republik Oldenburg' unter der Präsidentschaft eines Oberheizers Kuhnt ausgerufen worden war, auch in Cuxhaven eine kleine nette Sonderrepublik gebildet. Deren Präsident schien kein besonderer Freund von Jans zu sein. Erst vor Brunsbüttel taute dieser wieder erleichtert auf und rühmte sich, als Steuermann des Flaggschiffes „Ostfriesland" hier die Revolutionierung der Schiffe des I. Geschwaders persönlich durchgeführt zu haben. Zur Sicherung seiner rücfroärtigen Verbindung nach Hamburg habe er darauf 20 Mattosen in das benachbarte Lockstädter Lager entsandtt Bei deren Erscheinen hätten die in Stärke von mehreren Tausend Mann dort liegenden Armeetruppen auch sofort rote Fahnen geheißt. Ich vermochte dieses zunächst nicht zu glauben. Nach vielen später bekannt gewordenen Füllen ähnlicher Art erscheinen seine Angaben aber glaubwürdig. Auch die Besetzung der Kölner Rhein- brücken erfolgte durch nur einige Matrosen. Zahl- reiche ähnliche Beispiele beweisen, daß die Novem- berreoolte keineswegs von Marinemannschaften allein ausging, wie ursprünglich zu Unrecht im ganzen Lande angenommen wurde. Heimatheer und Etappe waren gleich verseucht. Die nur seltenen Begegnungen unserer Großkampfschiffe Hit dem Feind uno das ständige Zusammenkommen der Flottenmannschaften mit roten Werftarbeitern auf den Schiffen sowie mit Hetzern in den Hafenkneipen hatten leider den besten Nährboden für bas rote Gift bereitet. — Dom Skagerrak aus meldeten wir neben dem Zettpunkt unseres Eintreffens vor dem Firth of Forth, daß sich außer Admiral M e u-r e r noch sechs Vertreter des „Obersten Soldatenrates" an Bord befänden. Wir wollten Admiral Beatty so Gelegenheit geben, sich m Ruhe sein Verhalten gegenüber den Soldatenräten überlegen zu können» Als Antwort lies ein strenges Verbot ein, irgendein rotes Abzeichen au zeigen. Beim Sichten eines solchen hätten alle englischen Kriegsfahrzeuge Befehl erhalten, unser Schiff sofort zu versenken. Gegen 4 Uhr nachmittags empfingen uns, 40 Seemeilen östlich von Aberdeen, zahlreiche englische Panzerkreuzer und Zerstörer. Wir erhielten Signal: „Im Kielwasser des Flaggschiffes folgen! Jeder Signalverkehr verboten!" — Die englischen Schiffe nahmen uns, mit auf unser Schiff gerichteten Geschützen, in die Mitte. Jetzt reizte es mich, den zum Beginn des Minengürtels. Hier hatte unsere .Königsberg" am 17. November 1917 bei der Sicherung unserer Minensucher mit den uns jetzt geleitenden englischen Panzerkreuzern in einem heftigen Gefecht gestanden. Neben Einschlägen von Mittel-Artillene-Treffern durchschlug damals eine 38-Zentimeter-Granate alle drei Schornsteine unseres Schiffes. Stark brennend entkam „Königsberg" im Rauch. Genau ein Jahr später, am 17. November 1918, entließen uns dieselben englischen Panzerkreuzer zur gleichen Vormittagsstunde an derselben Stelle des vorjährigen heißen Kampfes mit dem Flaggensignal: „Glückliche Fährte briefe blieben gehalten, während Kommune Obligationen der Franks. Hyp. und der Frä nffurter Pfandbriefbank auf 99»(99,50) und Pfälzer/ KO. auf 99,25 (99,50) herabgesetzt wurden. Sta^dtanleihen wenig verändert. Abendbörse still. Die zum Mittagsschluß teilweise e/ingetretenen leichten Erholungen am Aktienmarkt konnten sich mangels Kundschaftsbeteiligung i richt weiter fortsetzen. Bei äußerst kleinen Umsätzen war die Entwicklung vielmehr uneinheitlich, ot'me daß im allgemeinen größere Abweichungen als um Bruchteile eines Prozentes einttaten. In d en meisten Fällen erfolgten die Notierungen ohne Umsatz und vielfach handelte es sich um jeweilige ^Anpassungen an Berlin. So z. B. bei Rheinmetall, die um 1,25 v. H. nachgaben, auf 138,25 (Berlin 1? Reichsbank gingen auf 192,40 (193,50) zurück Montanmarkt erholten sich Buderus aus i 12,5f >, Rheinstahl auf 137 (136,75), Deutschs X- u f 129,50 (128,75), andererseits Verein. yl 109,4) (109,50), Ilse Genuß 137 (137,25). Vo n R^chinen- aktien gaben außer den erwähnten Rheinmetall MAN. auf-144 (144,50), Demag auf J 49,50 (150) und BMW. auf 146 (146,50) nach. IG. Farbenm besserten sich um 0,25 v. H. auf 152,25 (Berlin je-^« doch 152,65). Sonst notierten u. a. ®effürel mi^n 138 (138,50), Holzmann mit 153 (152,50), West-,e- deutsche Kaufhof mit 106 (106,25), Samberg milra 139 (138,75). Bankaktien lagen behauptet. Don 3n_)er dustriewerten des Einheitsmarktes Brown, Boverin. nach Pause 129,25 (130,50). Am Rentenmarkt^- wurden Reichsaltbesitz wie mittags mit 130,90 be=in Soldatenräten zuzurufen: „Da sind nun eurtirie Genossen und Sportfreunde! Raus mit Aen rotenche Flaggen, wenn ihr Mut habt!" — Keiner wagten, aber, auch nur ein rotes Taschentuch zu ziehen. zu Bei Einbruch der Dunkelheit wurden wir oor?617 allen Seiten mit Scheinwerfern hell beleuchtet. Kurz'^' vor Mitternacht ankerten wir im Firth of Forth.-l* Ruhig hatte ich die Soldatenräte ihre Kisten miter den roten Fahnen und Schleifen an das Fallreep V schleppen lassen. Ich freute mich schon auf den An- - schauungsunterricht, den meine Leute nun bald be« J kommen würden. Kurz nach dem Ankern meldete sich ein als Par- ' lamentär an Bord kommender Commander bei mir. Vorsorglich nannte ich bei der Vorstellung meinen Spitznamen. Seine ersten Worte waren dann eine strenge Ablehnung der Soldatenräte durch den englischen Flottenchef. Dieses gab ich laut bekannt und befahl die fofortige Räumung des Achterdecks. Ein Ueberborbroerfen irgend welcher Packgefäße mit den roten Fahnen und Schleifen verbot ich streng. Dieses hätte als Werfen von Minen ausgelegt werden können, was genau so wie die roten Flaggen aus etwa aufgefiscyten Kisten zur Versenkung unseres Schiffes führen konnte. Während der Verhandlungen mit dem Engländer über Anordnungen Beattys für unser Verhalten im Firth of Forth mürbe ich von den Soldatenräten zu Hilfe gerufen. Eine Ordonnanz flüsterte mir: „Lebensgefahr" ins Ohr. — Erregte Unteroffiziere und Mannschaften wollten den Führer des Sol-, datenrates über Bord werfen. Sie hatten erkannt, wie sie von ihm belogen und betrogen worden waren. Ich mußte Einhalt gebieten: „Die Soldatenräte stehen hier unter meinem Schutz! Jede Gewaltanwendung gegen sie kann uns als offene Meuterei ausaelegt werden und zur Versenkung unseres Schiffes führen. Die Engländer können im Scheinwerferlicht doch alle Vorgänge an Oberdeck beob- Nach zweitägigen Verhandlungen der Admiräle Meurer und Beatty geleitete uns ein englisches Panzerkreuzer-Geschwader auf dem Aus der engeren Heimat Landkreis Gietzen. nete eine 7235 A Fenstermantel C.Röhr&Co 7227 A Gebäck MMW GLORIA Erstaufführung Heu te Donnerstag 37er Mesenicher Kleinberg (Mosel). Ltr.-Fi. 1.25 Werbe-Drucksachen bei Brühl, Gießen Vx Fl. 1.10 36er Liebfraumilch (Rheinhessen) 36er Wintricher Geyerskopf (Mosel). Fl. 1.45 1/l Fl. 1.55 36er Niersteiner Orbel (Rheinh.) Empfehlungen] Vorstellung 7237 ergötzliche scheidungslustige Eine Kratzbürstige, das sind Kokette und eine unerhört Kesse Zu haben hei Beiprogramm und Tobis-Ton-Woche Bahnhofstraße 7239D 125 g 16 125 g 19 125 g 19 125 g 22 125 g 23 125 g 26 Ludwig Schneider / Gießen Bauunternehmung, Telephon 3031 36er Bechth. 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Wie sie sich das Leben erträumten, und wie es wirklich aussieht, das zeigt dieser wahre u. echte neue Ufafilm. Die ^4 Dose RM. 1.— d. */2Dose RM. 0.75 d. 1/,Dose BM. 0.60 Telephon 4077 ___________721OA Gustav Geisse. Kolonialwaren, Seltersweg 2. zahlt, Reichsbahn-Dorzugsaktien unverändert 12o,75. Im Freiverkehr galten Kommunal-Umschuldung 93,60, 4 v. H. Rentenbank-Ablösung 90,90. Frankfurter Getreidebörfe Frankfurt a. M, 9. Roo. Es notierten (Getreide je TonNe, alles übrige je 100 Kilogramm) in Mark: Weizen W 9 202, W 11 204, W 12 205, W 13 206 W 16 209, W 18 211, W 19 213, W 20 215, Roggen R 11 187, R 12 188. R 14 190, R 15 191* R 16 193, R 17 194, R 18 195, R 19 197 Großhandelspreise der Mühlen der genannten Preis- aebiete; Weizenmehl Type 812 W 13 29,35, W 16 29,35, W 18 29,35, W 19 29,35, W 20 (Kreis Alzey) 29,35, W 20 (Kreis Worms) 29,70 plus 0,50 Mark Frachtausgleich. Für Weizenmehl Type 812 mit Beimischung von Maisbackmehl liegen die Preise 30 Pf. niedriger. Roggenmehl Type 997 R 12 22,45, R 15 22,80, R 16 22,95, R 18 23,30, R 19 23,50, plus 0,50 Mark Frachtausgleich. Weizenfuttermehl 13,60, Weizenkleie W 13 10,75, W 16 10,90. W 18 11,00, W 19 11,10, W 20 11,20 Mühlenfestpreise ab Mühlenstation. Roggenfuttermehl R 19 12,50, Rhggen- oollkleie R 19 11,00; Roggenkleie R 12 9,95, R 15 10,15, R 16 10,25, R 18 10,40, R 19 10,50 Mühlenfestpreise ab Mühlenstation. Sronffurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 10. Roo. (Dorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Dorauftrieb: 1340 Rinder (263 Ochsen, 119 Bullen, 680 Kühe, 278 Färsen), 221 Kälber, 91 Hammel, 130 Schafe, 296 Schweine. Es kosteten: Ochsen 36 bis 46,50 Mark, Bullen 35 bis 44,50, Kühe 18 bis 44,50, Färsen 30 bis 45,50, Kälber 35 bis 65, Hammel 34 bis 52, Schafe 20 bis 42, Schweine 50 bis 59 Mark. — Marktverlauf: Rinder, Kälber, Schweine zugeteilt; Hammel und Schafe lebhaft. eine Engelsanfte, eine Am ersehnten ersten Tage der Freiheit, schon am Tage nach der Scheidung, erlebt ein angeblich ,,unverstandener“ Ehemann Überraschungen und Enttäuschungen, die ihn binnen 24 Stunden wieder in die Arme der geschiedenen Frau zurückführen, die ja doch für ihn nun mal die einzig Richtige ist Sie werden es auch immer wieder hören, daß die Dauerbrand' föhigkeit der RUHR-ANTHRAZIT-EIERBRIKETTS nicht hoch genug eingeschätzt werden kann. Und dazu noch die hohe Heizkraft, kurz und guta Sparsam und bequem sind SdlU’Änthrazit- Gießener Dochenmarktpreife. * Gießen, 10. Nov. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Deutsche feine Molkereibutter, % kg 1,52 Mark, Markenbutter 1,55 bis 1,60 Mark, Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 4 bis 9, Eier, ausländische Kühlhauseier, 11, Wirsing, >2 kg 6 bis 9 Pf., 50 kg 5 bis 6 Mark, Weißkraut, kg 4 bis 6 Pf., 50 kg 4 Mark, Rotkraut, kg 7 bis 8 Pf., 50 kg 5 bis 7 Mark, gelbe Rüben und Karotten, kg 7 bis 10 Pf., rote Rüben 10,' Spinat 15, Unter- Sl£toTmßn.saqen,yra5 Hochglanz-Loba (Loba-) Hartwachs) Loba-Hochg anz-Beize (Hartwachs-Beize) . Zeppelin-Loba-Wachs Zeppelin-Loba-Beize . . Baldur-Bohnerwachs.. I Baldut-Beize ........ Ehemänner lehrhafte Film-Komödie. Mit: LUISE ULLRICH / HANS SÖHNKER HILDE HILDEBRAND/JOHANNES RIEMANN SPIELLEITUNG: PAUL VERHOEVEN zürn Besuche von Bäckereien, Kolonial- wai ungeschälten und Landkundschaft gesucht. Bevorzugt sind Herren, die bereits Fach- kenmtnisse in dieser Branche haben und Erfolge nachweisen können. Geboten wird bei Eiginung Dauerexistenz mit Gehalt, Provision und» Spesen. — Bewerbungen mit Lebenslau f und Lichtbild, sowie sonstige Unterlagen übe r die bisherigen Tätigkeiten sind zu richten unter 72360 an die Geschäftsstelle des Gic' ener Anzeigers. und Hautabschürfungen am Kopf und an den Knien. Er wurde in ärztliche Behandlung gebracht. Kreis Wetzlar. * Launsb ach, 10. Nov. In der Mittagsstunde des gestrigen Mittwochs ereignete sich hier ein Unfall. Ein Lastkraftwagen, der vor dem Hause des Ortsdieners Pfeiffer stand, geriet plötzlich in Bewegung, und zwar in dem Augenblick, als eine junge Einwohnerin unseres Ortes, Frl. M ü h l i ch , in das Haus des Ortsdieners treten wollte. Sie wurde vom rechten Vorderrad erfaßt und ein Stück weit mitaeschleift. Der Wagen kam erst an zwei Betonpfosten, die beide umgerissen wurden, zum Halten. Die bei dem eigenartigen Unfall Verunglückte war dabei zwischen Vorderrad und einen der Pfosten geraten und erlitt eine schwere Beinverletzung, die ihre sofortige Ueberführung in die Chirurgische Klinik notwendig machten. Gendarmerie, Staatsanwaltschaft und Kraftfahrzeugsachverständiger nahmen sofort die Ermittlungen über die Schuldfrage auf. Ein UFA-FILM mit Ingrid Bergmann, Sah. Peters Ursula Herking, Carsta Löck Hans Söhnker, Leo Slezak Drehbuch : Jochen Huth, nach seinem gleichnamigen Theaterstück. - Musik: H. Milde-Meißner. Spielleitung: Carl Froelich em Denn der Glanz ist wunderbar, dauerhaft und naß wischbar! verwickelte sich in das Vorderrad und brachte das Rad so rasch zum Stehen, daß das junge Mädchen über die Lenkstange hinweg auf das Pflaster stürzte. Die Verunglückte erlitt dabei stark blutende Verletzungen im Gesicht, außerdem Prellungen und einen Handgelenkbruch. Ein NSKK.-Mann aus Gießen, der den Vorfall von seinem Kraftwagen aus beobachtete, brachte die Verunglückte sofort zum Arzt nach Lollar. < Holzheim, 9. Nov. Unsere Mitbürgerin Frau Ernestine F a i tz , geb. Görlach, konnte dieser Tage in körperlicher und geistiger Frische ihren 81. Geburtstag feiern. — Heute morgen ereignete sich in unserem Orte ein Unglücksfall. Der im hiesigen Steinbruch beschäftigte Steinrichter Karl Häuser aus Watzenborn-Steinberg kam mit seinem Motorrad zu Fall, da sich das Schutzblech des Vorderrades gelöst und in das Vorderrad verfangen hatte. Häuser kam durch den Sturz so unglücklich unter das Motorrad zu liegen, daß er sich nicht selbst befreien konnte. Hinzueilende Einwohner halfen ihm wieder auf die Beine. Glücklicherweise erlitt der Verunglückte nur Prellungen Philipp Klein, Wetzlar/L. Landesvrodukte Solmser Hof Televhon 2183 Lollar, 10.Nov. Gestern nachmittag ereig- sich auf der Straße Gießen—Marburg ein Un- der für jeden Radfahrer und jede Radfahrerin nut lebhafte und eindringliche Warnung sein dürfte. Eine junge Angestellte im Schloß Frie- delhausen, Frl. Kern, war mit dem Fahrrad unterwegs und hatte dabei eine Jacke über die Lenk- stanae aehängt. Die Jacke glitt von der Lenkstange, p. sofort gesucht. Adols Wer Bahnamtliche Spedition und Möbeltransport Gießen [?242D Fernspr. 3947. [Stellengesuche) Juirger Kaufmann perfekter Lohnbuchhalter, verf. in Stenographie und Schreibmaschine, sowie Kenntnisse in der Finanzbuchhaltung,sucht neuen Wirkungskreis. Schriftl. Angeb. | Mietgesuche""| 2-3 Simmet mit Küche (leer oder möbliert), von Ehepaar, möglichst Südviertel, gesucht. Schriftl. Angeb. unter 7233D an den Gieß. Anz. Möbliertes Zimmer möglichst Zentralheizung gesucht. Angebote mit Preisangabe unter 05062 an den Gieß. Anz. Familiendrucksachen Verlobungsanzeigen Verm&hlungsanzelgen Geburtsanzeigen bei Brühl. 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Die NSV. als größter sozialer Wirtschaftsfaktor. 10.30: Englische Pfadfinder in Burghausen. 11.45: Ruf ins Land. 12: Mittagskonzert. 13: Nachrichten. 13.15: Mittagskonzert (Fortsetzung). 14: Nachrichten. 14.10: Heitere Welt der Bühne! 15: Kleines Konzert. Kompositionen von Julius Weismann. 16: Nachmittagskonzert. Einlage: „Pankrac". Erinnerungen aus oer Notzeit eines gefangenen Sudetendeutschen. 18: Sport der Woche und für den Sonntag. 18.15: Bücher, von denen man spricht. 18.30: Schöne deutsche Volkslieder. 19: Musik für Konzertzither. 19.15: Tagesspiegel. 19.30: Der fröhliche Lautsprecher. 20: Nachrichten. 20.15: Im Zauber des Walzers, 21: Herz auf Heimfahrt. Hörspiel. 22: Nachrichten. [Stellenangebote] Wir suchen für sofort eine perfekte Werkte zur Kostproben-, Verteilung 4n Lebensmittelgeschäften. 7229° Margarine- Verkaufs- Union I unter 724ÖD an Dammstraße 37.'den Gieß. Anz. «ahmen einer ttmde# | VermietungeT"] Lagerraum Maigasse zu vermieten. Schr.Angeb unt. 05061 a. d. G.A. 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