Nr. 257 Erstes Blatt 188. Zahrgang Montag, lü. Oktober 1938 nach |: Niemaic mm Achse, über die man in hinderen Ländern manchmal glaubte spotten zu können, hat sich in den letzten 2¥i Jahren nicht nur als dauerhaft erwiesen, sondern gezeigt, daß sie auch in schlimmsten Stunden Bestand hat. Wir find glücklich, daß dieses Werk des Jahres 1938, die Wiedereingliederung von zehn Millionen Deutschen und von rund 110 000 Quadratkilometer Land in das Reich ohne Blutvergießen vollzogen werden konnte, trotz der Hoffnungen fo vieler internationaler Hetzer und Profitmacher. (Stürmische Heil-Rufe der Zehntaufende.) Wenn id), ble Mitarbeit der anderen Welt an dieser Friedenslösung erwähne, dann muß ich zuerst immer wieder von dem einzigen wahren Freund sprechen, den wir heute besitzen: Benito Mussolini. (Bei diesen Worten erhebi sich ein Sturm der Begeisterung.) Mr alle wissen, was wir diesem Mann zu verdanken haben. Ich möchte auch der beiden anderen Staatsmänner^ gedenken, die sich mühten, einen Weg zum Frieden zu finden, und die mit uns jenes Abkommen geschloffen haben, das vielen Millionen Deutschen ihr Recht und der Welt den Frieden gesichert hat. (Wieder donnernder Beifall.) Allein, gerade die Ersah- rungen der letzten acht Monate können und müssen uns nur bestärken in dem Entschluß, vorsichtig zu sein und nichts von dein zu versäumen, was zum Schutze des Reiches getan werden muß. Die Staatsmänner, die uns gegenüberstehen, wollen — das müssen wir ihnen glauben — den Frieden. Allein, sie regieren in Ländern, deren innere Konstruktion es möglich macht, daß sie jederzeit a b g e l ö st werden können, um anderen Platz zu machen, die den Frieden nicht so sehr im Auge haben. Und diese anderen sind da. Es braucht nur in England statt Chamberlain Herr Duff Cooper oder Herr Eden oder Herr Churchill zur Macht zu kommen, so wissen wir genau, daß es das Ziel dieser Männer wäre, sofort einen neuen Weltkrieg zu beginnen. Sie machen gar kein hehl, sie sprechen das offen aus. Wir wissen weiter, daß nach wie vor drohend im Hintergründe jener jüdisch - internationale Feind lauert, der im Bolschewismus seine staatliche Fundierung und Ausprägung erfahren hat.. Und wir ken- nen ferner die Macht einer gewissen internationalen Presse, die nur von Lügen und Verleumdung lebt. Das verpflichtet uns, wachsam und auf des Reiches Schuh bedacht zu fein! Jederzeit zum Frieden gewillt, in jeder Stunde aber auch zur Abwehr bereit! (Begeistert stimmen die Zehntaufende dem Führer zu.) Ich habe mich desbalb entschlossen, den Ausbau unserer Befestigungen im Westen, so wie ich sie in meiner Nürnberger Rede ankündigte, m i t erhöhter Energie fortzusehen. Ich werde nunmehr auch die beiden großen Gebiete, die bisher vor unseren Befesesiigungen lagen, die zehn Million Deutschen, die noch außerhalb unserer Grenzen standen, zurückzuführen in das Reich. Ich war mir dabei vollkommen bewußt, daß diese Rückkehr nur durch unsere eigene Kraft erzwungen werden konnte. Die andere Welt Hal es weder gesehen, noch sehen wollen, daß hier im Gegensatz zum sogenannten Selbstbestimmungsrecht der Völker zehn Millionen Menschen vom Deutschen Reich getrennt und wegen ihres Deutschtumes unterdrückt wurden. Und sie hat es weder verstanden, noch verstehen wollen, daß diese Menschen nur eine einzige große Sehnsucht hatten: Zurück zum Reich! Diese internationalen Weltbürger, die zwar Mitleid mit jedem Verbrecher haben, der in Deutschland zur Rechenschaft gezogen wird, waren taub gegen das Leid von 10 Millionen Deutschen! Auch heute noch ist diese Welt erfüllt vom Geist von Versailles. Man sag uns nicht, daß sie sich davon gelöst hat. Kein: Deutschland hat sich von ihm gelöst. (Stürmischer Beifall.) Es mußte ein harter Entschluß getroffen werden, es hat auch bei uns Schwächlinge gegeben, die das vielleicht nicht verstanden hatten. Allein es ist selbstverständlich, daß es zu allen Zeiten die Ehre wirklicher Staatsmänner war, eine solche Verantwortung zu übernehmen. (Stürmische Kundgebungen.) Eine Reihe von Voraussetzungen war notwendig, um diese Lösung herbeizuführen: Erstens: die innere Geschlossenheit der Ration. Ich war bei meinem Entschluß davon überzeugt, daß ich der Führer eines mannhaften Volkes bin. Ich weiß, was vielleicht in der übrigen Welt und einzelne auch in Deutschland noch nicht zu wissen scheinen, daß das Volk des Jahres 1938 nicht das Volk von 1918 ist. Niemand kann die gewaltige Erziehungsarbeit übersehen, die unsere Welt- anschauuna geleistet hat. Heute ist eine Volksgemeinschaft entstanden von einer Kraft und einer Stärke, wie Deutschland sie noch nie gekannt hat. Dies war die e r st e Voraussetzung zum Gelingen eines solchen Kampfes. Die zweite war die nationale Rüstung, für die ich mich nun seit bald sechs Jahren fanatisch eingesetzt habe. (Ununterbrochene Heil-Rufe und jubelnde Kundgebungen.) Ich bin der Meinung, daß es billiger ist, sich vor den Ereignissen zu rüsten, als ungerüstet den Ereignissen zu erliegen und dann Tribute zu bezahlen. Die dritte Voraussetzung war die Sicherung des Reiches. Ihr seid ja selbst hier Zeugen einer gewaltigen Arbeit, die sich in eurer nächsten Nähe vollzieht. Ich brauche euch darüber nichts im einzelnen zu sagen. Nur eine Ueberzeugung spreche ich aus, daß es keiner Macht der Welt gelingen wird, jemals diese Mauer zu durchstoßen! (Begeisterte Kundgebungen.) Und viertens: Wir haben auch außenpolitische Freunde gewonnen. Jene Drosendorf; die Truppen des Generals der Artillerie von Reichenau auf dem schon besetzten Gebiets-abschmtt III; die Truppen des Generalobersten von Bock auf dem schon besetzten Rumburger Zipfel auf Böhmifch-Leipa und über die Linie Hohenelbe —Trautenau —Berthelsdorf—Friedland; die Truppen des Generalobersten von Rund- stedt über die am 8.10. erreichte Linie Grulich— Mähvisch-Schönberg—Braunseifen—südlich Troppau —Hultschin. Die deutschen Truppen werden heute in den letzten Abschnitt des zu besetzenden sudetendeutschen Gebietes einmarschieren. NSV. unö Heer lindern die erste Not. Zehn Reichsverpflegungslager int Sudetenland eingesetzt. Karlsbad, 8. Okt. (DNB.) Unmittelbar Annahme von Anzeige« für die Mittagsnnmmer ois8'/,Uhr des Vormittag» Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Textanzeigen von 70mm Breite 50 Rpf.,Platzvorschrist nach vorh. Dereinbg. 25°/0 mehr. Lrmähtgte Grundpreise: Stellen-, Vereins-, gemeinnützige Anzeigen sowie ein« spaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Rpf., Familienanzeigen, Bäder-, Unterrichts- u. behördliche Anzeigen6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B krschetnr täglich, außer »Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener" Familienblätter Heimat im DUd • Die Scholle Monatr-Vezugspretr: MU 4 Beilagen RM.1.95 Ohne Illustrierte e 1.80 Zustellgebühr e -.25 Auch bet Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Zernfprechanschlüffe unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Gießen Postscheckkonto: Kranlsurt am Main 11688 Nr. 6/ r. 317L dem Einmarsch der deutschen Truppen haben NSV. und Heer gemeinsam Vorsorge getroffen, um dem schweren Mangel an den notwendigsten Bedarfsmitteln zu steuern. Vor allem haben sie dafür gesorgt, daß denen geholfen wird, die in den letzten Wochen oft kaum ein Stück Brot auf dem Tisch hatten. Die NSV. hat an der ganzen Grenze des Altreichs zehn Reichsverpflegungslager errichten lassen, in denen in Zusammenarbeit mit dem Reichsnährstand Lebensmitteloorräte und andere lebenswichtige Waren aufgestapelt wurden. Allein im Lager Hof harrten 2000 Tonnen Lebensrnittel der Verteilung, darunter Fleischkonserven, Mehl, Erbsen, Hülsenfrüchte, Kaffee, Zucker, Reis, Schmalz und Gemüse. Mit den ersten Truppen gingen die Beauftragten der NSV. über die frühere Grenze, suchten die Bürgermeister in den einzelnen Orten auf und stellten an Hand der Einwohnerzahl den Bedarf fest. NSKK.-Motorradfahrer eilten sofort mit den Berichten zur zuständigen Amtsleitung der NSV. So konnte erreicht werden, daß schon wenige Stunden nach dem Einrücken der Truppen ,8 Setuni ten. Vegeisierier Empfang. Saarbrücken, 9. Okt. (DNB.) Saarbrücken stand am Sonntag im Zeichen des Besuches des Führers anläßlich der Einweihung des Gautheaters. Um 13.45 Uhr rollte der Sonderzug des Führers in die Bahnhofhalle ein. Als die Menschenmenge, die die übrigen Bahnsteige füllte, den Führer am Wagenfenster stehend erblickte, brach sie in stürmische Jubelrufe aus, nur mit Mühe konnten die Absperrmannschaften die Begeisterten zurückhalten. Gauleiter Bürckel begrüßte als erster den Führer. Auf dem von hohen Fahnenmasten umsäumten B e freiungsseld der Stadt Saarbrücken, das mit seinem Namen die Erinnerunug wach hält an jenen 13. Januar 1935, an dem das Saarvolk mit seinem einmütigen Treuebekenntnis zu Führer und Vaterland seine Wiedervereinigung mit dem Reich erkämpfte, bereiteten in schier unübersehbarer Menge die Männer und Frauen aus dem ganzen Saarland dem Führer einen jubelnden Empfang. Die minutenlangen Freudenkundgebungen bezeugten dem Führer, wie dankbar gerade die Menschen der deutschen Westmark, die selbst Not und Leid der Fremdherrschaft dulden mußten, von dem Glücksgefühl beseelt sind, daß nun auch die Brüder der deutschen Ostmark und des Sudetenlandes zum Reich gehören. Unter dem immer wieder sich erneuernden Jubel der Menge fuhr der Führer das weite Oval des Befreiungsfeldes ab. Gauleiter Bürckel versicherte dem Führer unter stürmischer Begeisterung, daß das Saaroolk ein Herz und eine Seele mit ihm sei, immerbar geschlossen und treu zum Führer stehen werde. Begeisterte Zustimmung und Rufe „Führer, wir danken Dir!" und „Wir danken unserem Führer!" bekräftigten die Worte des Gauleiters. Der Führer spricht. Der Führer hielt dann folgende Rede: Deutsche Volksgenossen und Volksgenossinnen! Wenn ich inmitten dieser großen Tage und Ereignisse in euren Gau komme, dann geschieht es in der Ueberzeugung, daß niemand mehr Ver - ständnis für die letzten Wochen aufzubringen vermag als ihr. Ihr, meine Männer und Frauen der Saarpfalz, habt es einst selbst erlebt, was es heißt, vom Reich getrennt zu fein, ihr habt aber ebenso die Freude der Wiedervereinigung empfunden. Auch ihr habt durch fast zwei Jahrzehnte das ganze Leid der Trennung erduldet und seid dann glücklich, überglücklich gewesen, als endlich die Stunde der Freiheit schlug, die euch wieder zurückkehren ließ in unser gemeinsames großes Deutsches Reich. Das gleiche haben alle die Millionen deutscher Menschen im Sudeten l a n d durchgemacht, und derselbe Jubel, der einst euch bewegte, hat in diesen Tagen nun sie erfaßt: Am Beginn dieses 20. Jahres nach unserem Zusammenbruch habe ich den Entschluß gefaßt. Jederzeit auf des Reiches Schutz bedacht Oer Führer spricht aus dem Besreiungsseld in Saarbrücken. Reichenberg wird Sitz des Sudetengaus. Reichskommiffar Henlein kündigt Erganzungswahlen zum Deutschen Reichstag an rnzert. ir ?;! W W tii sSr spj Wiederaufnahme des Wirtschaftsverkehrs. Berlin, 8. Okt. (DNB.) Auf Veranlassung des Ausschusses der Internationalen Kommission zur Behandlung der wirtschaftlichen und finanziellen Fragen sino unmittelbare Verhandlungen zwischen dem Reichswirtschaftsministerium und dem tschechoslowakischen Wirtschaftsministerium ausgenommen worden zur Herbeiführung einer möglichst baldigen vorläufigen Regelung des gegenseitigen Wirtschaftsverkehrs. Das gilt insbesondere für die betriebe in den abgetrennten Gebieten, deren Wei- terführuna von der Zusammenarbeit mit Werken in der Tschecho-Slowakei abhängig ist und umgekehrt. Um die Weiterleistung der Zahlungen tschea-o- jlowakischer Sozialversicherungen an Bewohner der sudetendeutschen Gebiete herbeizuführen, hat eine Fühlungnahme zwischen dem Reichsarbeitsministerium und dem tschecho-slowakischen Fürsorgeministerium stattgefunden. Die zwischen den Eisenbahnverwaltungen geführten Verhandlungen haben zu einer Vereinbarung geführt, die eine ordnungsmäßige Ucbergabe der sudetendeutschen Eisenbahnstrecken und Eisenbahnanlagen zum Ziele hat. Da «ine vor- 0 Zurückziehung der Beamten und leitenden . teilten größerer Betriebe, wie Kohlengruben, Elektrizitätswerke und chemische Fabriken, die Gefahr von Zerstörungen oder Beschädigungen mit sich bringen kann, ist eine Verständigung zustandege- fommen, wonach die Beamten und Angestellten der in Frage kommenden Werke unter Zusicherung ihrer persönlichen Freiheit und des Rechtes der späteren freien Rückkehr nach der Tschecho-Slowakei a u f ihren P o st e n verbleiben. Zwischen der Reichspostverwaltung und der tschecho-slowakischen Postoerwaltung sind Verhandlungen aufgenommen worden, um den Postverkehr wieder in Gang zu bringen. Der Luftpostverkehr ist bereits wieder aufgenommen worden. Die Bewohner der sudetendeutsche Gebiete sollen über ihre Guthaben bei den tschecho-slowakischen Postscheckämtern und der Postsparkasse verfügen können. Weiterhin ist eine Verständigung darüber herbeigeführt worden, daß mit der Rücklieferung der durch die tschecho-slo- wakische Militärverwaltung requirierten Kraftwagen, Pferde und Fahrzeuge begonnen wird. Siebener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen ______ Druck unö Verlag: vriihlsche Universttätsönickerei R. Lange in Sietzen. Schristleitung unö Geschäftsstelle: Schulstratze 7 »'M M. N-elen nöen De* leit: Mbett eiertag! Froh irgetang. rl «VW wj ncüsweche W- iZ- Das w Mittag M Ä'S Ä dich"". * ‘J hrichti". die Lebensrnittel in den Orten eintrafen, an die Be- dürftigten verteilt oder zu den Verkaufsstellen weitergeleitet werden konnten. Bei der Anlieferung von Waren handelt es sich auch um die Sicherung des Marktbedarfes. Die Heeresverwaltung hat für diese Aktion 200 000 Brotrationen zur Verfügung gestellt. An die Aermsten der Hilfsbedürftigen ließ sie ferner eine große Anzahl Essenportionen verteilen. Um den Bedarf an Waren auch in den weiteren Gebieten decken zu können, ist das Reichsverpflegungslager von Hof bereits nach Eger verlegt worden. Das Verpflegungslager Plauen wird nach Karlsbad Übersiedeln, nachdem die Zugoerbindung wiederhergestellt ist. In Kürze wird auch mit der Auslieferung von Kleidungsstücken begonnen werden. Mit herzlicher Dankbarkeit hat die sudetendeutsche Bevölkerung diese für sie überraschend schnell einsetzende Hilfe angenommen. Arbeitsbeschaffung im Sudetenland. Berlin , 8. Okt. (DNB.) Ministerpräsident G ö - ring hat angeordnet, daß die Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung sofort damit beginnen soll, die arbeitslosen Sudetendeutschen in den sudetendeutschen und auch in den angrenzenden Reichsgebieten vornehmlich bei volkswirtschaftlich und staatspolitisch wichtigen Arbeiten des Vierjahresplans einzusetzen. Damit möglichst viele Arbeitslose sofort Arbeit erhalten können, werden die in den sudetendeutschen Gebieten erforderlichen Straßen- und Eisenbahnbauten sowie Landeskulturarbeiten und sonstigen öffentlichen Aufgaben so schnell als möglich in Angriff genommen werden. Sobald die dringendsten organisatorischen Vorarbeiten abgeschlossen sind, wird die Reichsanstalt für alle einsatzfähigen Arbeitslosen, solange sie noch keine Beschäftigung erhalten haben, durch Gewährung angemessener Arbeitslosenunterstützung sorgen. Um ein unnötiges Hin- und Herfluten von Arbeitern zu verhindern, müssen die im alten Reichsgebiet eingesetzten sudetendeutschen Arbeiter auf ihren bisherigen Arbeitsplätzen verbleiben. ä Mr. ehrn lafc i, Sprünir. rhanden fti au unb 53. schlich' alle wird i pssvielgemei rast, größer als in diesü hn eingreisL Borbilö. 1S Organist« 940 in Hel- ninfl baniffl irid) cregatta noch 5 Mitte Otto Mabe buch eichöstchuM >r ohmpW rganisiert. tnWelgt« 1 Leistungen .4; MiNW ^ebener 1J Verde« ^erften A ®ann. wburger §en Ml. *ttL bi, K n,et; wer fönt] •n- Mw daß hü -ch-nde $t. wieder mit n sch-ft b« lrogte U Fung steht, die wahr, en jeweilj. sand leistet, st komplett rm lürülmg Reichenberg, 8. Okt. (DNB.) Arn Samstag- Dormittag wurde der Vormarsch der deutschen Truppen unter Führung von Generaloberst von Bock im Bereich der Zone II fortgesetzt. Von Kratzau aus marschierten die deutschen Soldaten auf Reich e n b e r g zu, wo sie in den frühen Nachmittags- stunden eintrafen und mit einem wahren Jubelsturm von der erlösten Bevölkerung begrüßt wurden. Der Reichenberger Bürgermeister Rohn begrüßt Generaloberst o. Bock und seine Soldaten als Befreier des sudetendeutschen Volkes. Nur der unbeirrbare Glaube an Deutschland habe die Bevölkerung Reichenbergs zwanzig Jahre hindurch aufrechterhalten. Dieser Augenblick des Einzugs deutscher Truppen sei die glücklichste Stunde in der Geschichte der Stadt. Darauf dankte Generaloberst v. Bock im Namen seiner Truppen für den überaus herzlichen Willkommen und die stürmische Begeisterung, die allen denen, die es immer noch nicht genau wüßten, deutlich gezeigt habe, wo diese Stadt hingehöre. Vor dem Rathaus wurde dann ein G e - denken an die Gefallenen abgehalten. Der Sprecher gedachte der Toten des Weltkrieges, er gedachte der Gefallenen für Sudetendeutschland, er gedachte der Männer und Frauen, die am 4. März 1919 und im Jahre 1-921, als sie ein offenes Bekenntnis zu ihrem Deutschtum ablegten, unter den Kugeln der tschechischen Soldaten ihr Leben aushauchten. Dumpf klingen die Trommelwirbel über ien Platz. Die Fahnen senken sich, als das Lied vom $uten Kameraden erklingt. Reichenberg beschloß den Tag seiner Befreiung »nit einer Massenkundgebung vor dem Rathaus. Um 21 Uhr traf Konrad Henlein in Begleitung des Generalobersten v. Bock, von lautem Jubel empfangen, ein und schritt unter den Klängen des Präsentier- inarsches die Front der Ehrenkompanie ab. In einer Ansprache erklärte der Reichskommis- f a r sodann: Deutsche Truppen haben heule Besitz genommen von unserer schönen Sladl Reichenberg. Am 10. b. TR. ist bas ganze fubefen- deutsche Gebiet befreit, am 10. b. 2H. ist unsere subetenbeutsche Heimat ein Teil des Reiches geworden. Hakenkreuzfahnen wehen über unserer heimal, unb bort, wo sie wehen, wird nunmehr kein Feind deutschen Boden betreten. Denn bas Gebiet voll beseht fei, bann werbe bas sübmöhrische Land a n Oesterreich fallen, bas sübböhmi'che £onb an Bayern. Das übrige werbe ein großer Reichsgau werben, unb biefer Gan werbe ben Namen Subelengau tragen. Der Führer habe feinen Vorschlag gebilligt, baß b e r S i h bieses Gaues Reichenberg fein solle, ber Führer werbe in kürzester Zeit L r g ä ti - zungswahlen in ben Deutschen Reichstag im Zubetenland durchführen unb bann fei h ff ZU ben Reichenbergern sprechen. Konrad Henlein schloß: „Wir wollen dem Führer in tiefster Dankbarkeit und Volksverbundenheit gehoben, jederzeit opferbereit und einsatzbereit zu sein; denn wir wissen, daß wir unseren Dank nicht in Worten ausdrücken können. IBir wollen die Treue st en seiner (Befolg- ! chaft fein. So grüßen wir unseren Führer, unser rroßdeutsches Vaterland mit dem Rus: Adolf Hitler, Sieg-Heil!" Besreiungsstunde in Znaini. Auch das deutsche Lndmähren wieder frei. 3 n a i m, 10. Okt. (DNB. Funkspruch.) Die unter dem Kommando des Oberbefehlshabers der Heeresgruppe 5, General der Infanterie Lift, stehenden Truppen haben Sonntagvormittag die an Deutschland abzutretenden Gebiete der Tschecho-Slowakei c n der Grenze des Gaues Ober-Donau töllig besetzt. General List und Reichsstatthalter Dr. Seyß-Jnquart übernahmen im Auftrag des Führers auf dem Marktplatz von Z n a i m , der größten Stadt des nunmehr deutschen Südmähren, Ue Oberhoheit über das abgetretene Gebiet. Die Stadt Znaim, deren Bewohnerzahl auf 25 000. bis •'? 000 geschätzt wird, zeigt, daß sie ihren deutschen Charakter, wenn auch unter schwersten und verlustreichen Kämpfen, behauptet hat. Fahnen und Blu- nenschmuck grüßen von jedem Haus. Je tiefer wir n die Stadt einbringen, um so größer wird die Zahl ier deutschstämmigen Soldaten der Tschecho-Slowa- tei, die noch ihre Khaki-Uniform tragen, aber das Hakenkreuz sich an die Mütze geheftet haben. Für j e ist dieser Tag der Freiheit der glücklichste ihres Lebens. In den frühen Nachmittagsstunden erreichen General der Infanterie List und Reichsstatt- lvlter Dr. Seyß-Jnquart die befreite Stadt. In ( ner auf dem größten Platz veranstalteten Feier übernahmen sie die Oberhoheit über das deutsche Südmähren. Oie fehlen Abschnitte werden heute beseht. Berlin, 10. Okt. (DNB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: „Die knutschen Truppen setzten am 9. 10. den Vormarsch f rt. Es gingen vor: die Truppen des Generals der Infanterie L i ft über die ehemalige deutsch-tschechoslowakische Grenze zwischen Laa an der Taya und das Aachener und das Saarbrücker Gebiet, in diese Befestigungen e1nbezie - Heu. (Unablässige Heil-Rufe.) 3m übrigen aber bin ich glücklich, nunmehr schon in den nächsten Tagen jene Mahnahmen aufheben zu können. die wir in den kritischen Monaten und Wochen durchführen muhten. Ich freue mich, daß dann alle die Hunderttau- sende unserer Männer wieder nach Hause gehen und unsere Reservisten wieder ent- lassen werden können, und ich danke Ihnen für die Art, in der sie ihren Dienst erfüllten und ihre Pflicht taten. Insbesondere danke ich den hundert, tausenden deutscher Arbeiter, Ingenieuren usw., von denen heute 10 000 in eurer Mitte stehen, die hier an unseren Befestigungen gearbeitet haben. Ihr habt mitgeholfen, meine Kameraden, Deutschland den Frieden zu sichern! (Jubelnde Heil-Rufe.) Mein besonderer Dank aber gilt dem ganzen deutschen V o l k, das sich so mannhaft benommen hat. (Stürmisch feiern die Massen den Führer, der lange nicht weitersprechen kann, weil immer erneut die Heil-Rufe zu ihm emporsteigen.) Als starker Staat sind wir jederzeit zu einer Verständigungspolitik mit unseren Rachbarn bereit. Wir haben keine Forderungen an sie. Wir wollen nichts als den Frieden. Rur eines wünschen wir. und das gilt besonders für unsere Beziehungen zu England: Es würde gut fein, wenn man in Grohbritannien allmählich gewisse Allüren der Versailler Epoche ablegen würde. Gouvernantenhafte Bevormundung vertragen wir nicht mehr! (Stürmisch stimmen die Massen dem Führer zu.) Erkundigungen britischer Politiker über das Schicksal von Deutschen oder von Reichsangehörigen innerhalb der Grenzen des Reiches sind nicht am Platze. Wir kümmern uns auch nicht um ähnliche Dinge in England. Die übrige Welt hätte manchesmal Grund genug, sich eher um ihre eigenen nationalen Vorgänge zu bekümmern oder zum Beispiel um die Vorgänge in Palästina. Wir jedenfalls überlassen das denen, die sich vom lieben Gott berufen fühlen, diese Probleme zu lösen. (Die Worte des Führers werken stürmische Heiterkeit.) Und beobachten nur staunend, wie schnell sie mit ihren Lösungen fertig werden. (Erneute Heiterkeit.) Wir möchten all diesen Herren den Rat geben, sich mit ihren eigenen Problemen zu beschäftigen und uns in Ruhe zu lassen! Auch das gehört zur Sicherung des Weltfriedens. Wir selbst haben große Aufgaben vor uns. Gewaltige kulturelle und wirtschaftliche Probleme müssen gelöst werden. Kein Volk kann mehr den Frieden brauchen als wir, aber kein Volk weiß auch besser als wir, was es heißt, schwach und der Gnade oder Ungnade anderer ausgeliefert zu fein. Meine Volksgenossen! In diesem Jahre ist ein großes nationales Einigungswerk vollzogen worden: Die Wiederaufrichtung eines stolzen, starken und freien Deutschen Reiches. Ihr selbst hier habt so viel Leid mitmachen müssen, daß Ihr es versteht, wenn ich um die Zukunft dieses Reiches besorgt bin und das ganze deutsche Volk auffordere, stets auf der Hut und bereit zu sein! Es ist wie ein Wunder, daß wir in so wenigen Jahren eine neue deutsche Wiederauferstehung erleben dürfen. Es hätte auch anders kommen können. Das wollen wir stets bedenken und uns festigen in dem Entschluß, diesem Deutschland zu dienen, Mann für Mann und Frau um Frau, alle persönlichen Interessen zurückzustellen in dem Augenblick, in dem das größere Interesse unseres Volkes und Reiches dies erfordert. (Stürmische Kundgebungen.) Zum zweiten Male stehe ich heute hier in eurer Mitte. Damals war euer Jubel der Ausdruck der Freude über unsere eigene Heimkehr, heute erlebt ihr den Jubel anderer Millionen Deutscher, die gleichfalls wieder heimgekehrt sind ins Reich. Mit ihnen wollen wir uns alle vereinen im gläubigen Bekenntnis zu unserem herrlichen einigen Deutschen Reich: Deutschland Sieg-Heil! Ein Jubel ohnegleichen folgt der Rede des Führers. Zehntausendfach brausen die Heilrufe empor und steigern sich zu einer immer größeren Ovation für den Führer. Die Massen danken ihm mit einem Sturm begeisterter Huldigung. Bei seiner Abfahrt von der Kundgebungsstätte grüßte der Führer noch einmal im Wagen stehend die ihm mit unbeschreiblicher Begeisterung zujubelnde Menge, um dann im wahren Triumphzug in die Stadt zurückzufahren. Das Echo in London. London, 10. Oft. (DRB. Funkspruch.) Die Londoner Morgenblätter heben als Kernstück der Rede des Führers die Ablehnung der englischen Bevormundung und die an die Adresse Churchills, Edens und Duff Coopers gerichteten Äus'ührungen hervor. „Times" überschreibt ihren Berliner Bericht „Hitlers Ziel: Auf Stärke begründeter Friede. — Britische Kritik übel ausgenommen." Natürlich habe man nirgendswo auch nur den geringsten Wunsch, so erklärt die „Times", sich um innere Angelegenheiten in Deutschland zu kümmern und auch der Kommentierung deutscher Angelegenheiten liege keine derartige Absicht zugrunde. Kommentare müsse es aber geben, ebenso wie die britische innere Politik Gegenstand freier Kommentare in Deutschland sei. Die „Times" meint, gegen Kommentare, die im Auslände zu den zugegebenermaßen unbefriedigenden Bedingungen in Palästina gemacht würden, sei nicht das geringste einzuwenden, so lange sie nicht bewußt darauf abgestimmt seien, diese Lage noch zu verschlimmern. — „Daily herald" (marxistisch) bringt die Rede auf der ersten Seite unter der Ueberschriften „Hitler warnt England: Laßt uns in Ruhe. — Vormundschaft von Gouvernanten." „Daily Expreß" (kons.) sagt, Hitler erklärt: Kümmert euch um eure eigenen Angelegenheiten. Sicherlich sollten England und Deutschland sich auf die Arbeitsgebiete verlegen, in denen sie, ohne sich einander zu stören, sich betätigen können. „Daily Mail" (Rothermere) bringt die Rede unter den Ueberschriften „Hitlers Frieden, aber mehr Verteidigungsanlagen. — Reservisten sollen nach Hause geschickt werden." — Hitler an England: Keine Einmischung. — Drei Männer, die einen Krieg beginnen würden." Dr. Goebbels weiht das Gautheater Gaarpfah. Em wirkliches Theater des Volkes. DieFeierstundeimAeuenThealer Saarbrücken, 9. Okt. (DNB.) Ein einzigartiges kulturelles Friedenswerk Adolf Hitlers, oas Grenzlandtheater der Westmark, empfing am Sonntag seine festliche Weihe. Schon am Vormittag traf Reichsminister Dr. Goebbels ein. Stürmischer Beifall wurde ihm zuteil, als er, geleitet von Gauleiter Bürckel, dem Oberbürgermeister und dem Intendanten von Nießen das neue Theater betrat. Oberbürgermeister Schwitzgebel gab dem Stolz und der Freude über das glückhaft vollendete Werk, der tiefen Dankbarkeit und dem unauslöschlichen Vertrauen des Saaroolkes zum Führer Ausdruck. Das neue Theater wolle eine Bekenntnis zum schöpferischen Kulturwillen Adolf Hitlers sein mit der Hoffnung, daß es sich auswirken möge zum Segen des Volkes und als ein Beitrag zum Frieden der Welt. Minutenlanger Beifall empfing dann Dr. Goebbels, als er seine Ansprache begann, in der er u. a. ausführte: „Das Theater soll nicht nur die Bühne, sondern auch die Tribüne der Zeit sein. Dann nur besitzt es die Kraft, zu einem The ater für das Volk und für die Nation, im besten Sinne des Wortes also zu einem Volks- und Nationaltheater zu werden. Nach fünfjähriger Aufbauarbeit können wir heute mit Stolz und Freude feststellen, daß das deutsche Theater seinem eigentlichen Sinn und Zweck zurückgegeben worden ist: eine Stätte der Erholung, der Erbauung, der Belehrung und der Erschütterung für das ganze deutsche Volk darzustellen. Mit einem Kraft- und Energieaufwand ohnegleichen haben wir uns sofort nach dem Machtantritt des Führers der Aufgabe der Schaffung eines neuen deutschen Volkstheaters gewidmet. Rastlos haben wir an ihrer Lösung gearbeitet und jede der neuerrichteten Theaterstätten wurde immer stärker und immer bewußter zu einer wahren Tribüne unserer Zeit. Es ist etwas wesentlich anderes, ob hinter einem Theater und seinem Existenzwillen ein noch so kunstliebender Fürst steht, oder ob das Volk selb st sich zum Träger des Theatergedan- kens und des Willens zum Theater macht. Fürsten kommen und Fürsten vergehen; das Volk aber bleibt ewig. Es ist deshalb nur logisch und verständlich, wenn der Nationalsozialismus vom Volke her zur Kunst vorstößt und von der Kunst wieder zum Volke zurückfindet. Das find auch die eigentlichen Triebkräfte, die uns zum Bau dieses neuen Theaters bestimmten. Der Führer selbst hat den Befehl und die finanzielle Möglichkeit dazu gegeben. Jetzt, wo es fertig ist, stellt es sein ureigenstes Geschenk an die Stadt Saarbrücken und an den Gau Saarpfalz dar, ein Geschenk an die erste neuzurückgewonnene Grenzstadt unseres Grohdeuffchen Reiches und damit eine Ehrengabe des deuffchen Volkes durch feinen Führer an das wiedergewonnene deutsche Volk an der Saar. Als Deutschlands neuestes und modernstes Theater soll es von nun ab den Ramen „Gautheater Saarpfalz" tragen. Es ist mit 1100 Sitzplätzen erbaut. Wir sind dabei von der Erkenntnis ausgegangen, daß erst durch die Masse der billigen Plätze überhaupt ein wahres Volkstheater existenzfähig gemacht werden kann. Das Volkstheater aber wollen wir. In ihm sollen unsere Arbeiter und Bauern, die minderbemittelten Schichten unseres Volkes, zum Theaterwillen und zur Theaterfreudigkeit erzogen werden. Gerade jene Menschen, die früher dem Theater vollkommen fremd gegenüberstanden, sollen im nationalsozialistischen Deutschland die eigentlichen Träger des Theaters und seiner Zukunft sein. Dr. Goebbels dankte dann in herzlichen Worten dem Erbauer, Professor Paul Baumgarten, der auch das Deutsche Opernhaus und das Schillertheater in Berlin neu gestaltet hat, und Professor Kurt H e m m e r l i n g, der die vorbildliche Bühnentechnik schuf, und fuhr fort: „Es ist in der Tat das m o d e r n st e T h e a t e r, das wir heute in Deutschland besitzen. Für mich ist es nun eine hohe Ehre, es in dieser festlichen Stunde in die Hände derer zu geben, die es in Zukunft zu verwalten und zu betreuen haben werden. Ich möchte Ihnen dabei eine dringende Mahnung ans Herz legen: Dieses Haus ist ein Zeug- gis des kulturschöpferijchen Willens des National- ^'■4? y. ks ■ -3. ..... '. -'V - w® fozialismus. Ihre Aufgabe wird es sein, dafür zu sorgen, daß es nun wirklich zu einem Theater des Volkes im echten Sinne des Wortes wird. Sie*rnüs- sen immer Ihr Augenmerk darauf richten, daß insbesondere die Jugend dieses Haus als das ihre und als das eigene betrachtet. Denn ein Theater ist auf die Dauer nicht lebensfähig, dem der starke Impuls der Jugend fehlt. Was wäre ein Theater, das sich dem kämpferischen Aktivismus der Jugend verschließen wollte! Auch dieses Theater muß gewiß wie überhaupt das deutsche Theater fest wurzeln in der großen Tradition unserer Vergangenheit. Aber Grundvoraussetzung ist dabei eine mitreißende l e - bensnahe DarstellungskunsL Und es könnte auf die Dauer nicht bestehen, wenn es nicht damit auch den Mut verbände, feine Tore immerbar der Jugend offen zu halten. Mit diesem Geleitwort möchte ich Ihnen das neue Theater zu treuen Händen übergeben. Der erste Gruß in diesem schönen Haus soll an den Führer gerichtet fein. Er, der Beschützer und , der große Freund der deutschen Kunst, ist auf das engste mit allen Ideen und Projekten des deuffchen Theaterlebens verbunden. Er hat auch zu diesem Haufe den Gedanken, die Planung und die Mittel gegeben. Das Haus stellt im wahrsten Sinne des Wortes ein Geschenk des Führers an fein Volk im Gau Saarpfalz dar. Ihm danken wir dieses Haus. In einem befreiten und glückerfüllten Großdeutfchen Reiche übergeben wir es dem Volke, dem wir alle fo fest verbunden find, das wir aus tiefstem Herzen lieben und dem wir unsere ganze Kraft und Arbeit weihen. Im Ramen des Führers eröffne und weihe ich dieses Haus, übergebe es einer glücklichen Zukunft und bringe dabei den Wunfch zum Ausdruck, daß es immerdar ein Theater des Volkes im besten Sinne des Wortes fein und bleiben möge! Mit dem Gruß an den Führer als dem Beschützer und großen Freund der deuffchen Kunst eröffnete Reichsminister Dr. Goebbels im Namen des Führers das Gautheater Saarpfalz und übergab es feiner Bestimmung. Die weihevollen Klänge der 7. Symphonie Beethovens gaben der Feierstunde ihren würdigen Ausklang. Den glanzvollen Abschluß des Führerbefuches in der Weftmark bildete die Feftaufführung der Wagneroper „Der fliegende Hollander" in dem neuen Gautheater Saarpfalz. Ass sich der Führer mit Reichsminister Dr. Goebbels und Gauleiter Bürckel zum Theater begab, bereitete ihm die Bevölkerung des Saarlandes begeisterte Huldigungen. Mit dem Führer dankte das dicht besetzte Haus den Künstlern für die hervorragende Aufführung, die zugleich Gelegenheit gab, die Möglichkeit modernster Bühnentechnik und die einzigartige Schönheit und Harmonie des Theaterraumes zu bewundern. Zum Schluß wollten der Beifall für die Künstler und die Dankkundgebungen an den Führer kein Ende nehmen. Franco kündigt Heimkehr der italienischen Freiwilligen an. Rom erwartet Durchführung des britisch-englischen Offerakkords. Bilbao, 8. Okt. (DNB.) Das nationalfpanische Pressebüro gibt bekannt: General Franco bereitet die sofortige Heimschickung der italienischen Legionäre, die über 18 Monate in Nationalspanien gedient haben, vor. Das nationale Spanien trägt durch diese umfassende Maßnahme wirksam zur Festigung der guten internationalen Beziehungen bei und kommt außerdem den Wünschen des Nichteinmischungsausschusses entgegen. Die nationalfpanische Presse bezeichnet diesen auf dem letzten Ministerrat gefaßten Beschluß als größte Friedenstat Francos und würdigt die Verdienste der italienischen Freiwilligen im spanischen Freiheitskampf. Zu der Heimschaffung italienischer Freiwilliger aus Spanien veröffentlicht die Informazione Diplomatica in Rom folgende Verlautbarung: „In den verantwortlichen römischen Kreisen wird darauf hingewiesen, daß die Heimschaffung eines starken Kontingents Infanterie-Freiwilliger aus Spanien von Generalissimus Franco in vollem Einvernehmen mit Italien lange vor dem Münchener Treffen verfügt worden ist. Es handelt sich um Freiwillige, die feit Januar- Februar 1937 in Spanien find, an allen blutigen Schlachten des Krieges von Malaga bis Santander, von Sandesa bis Barracas teilgenommen haben, und die, da sie nicht ersetzt werden können, nunmehr die Heimkehr verdienen, nachdem der Ausgang des Krieges als zugunsten Francos entschieden angesehen werden kann. Diese Heimschaffung eines beträchtlichen Kontingents italienischer Freiwilliger st e h t n i ch t imZufam- menhang mit besonderen politischen Voraussetzungen internationaler ober mittelmeerländischer Art, wie das von der wie üblich schlecht informierten Jnformationspresse behauptet worden ist. Als einseitige Maßnahme steht sie ebenso wenig in Verbindung mit den Beschlüssen des Nicht- einmischungsausausschusses, von dessen Tätigfeit man übrigens nur vage und ziemlich stockende Meldungen erhält. Wenngleich unabhängia von der Entwicklung der italienisch-englischen Beziehungen, handelt es sich doch um eine substantielle Maßnahme. In den verantwortlichen römischen Kreisen ist man der Ansicht, daß sie England die Gelegenheit bieten könnte, jene Vereinbarungen vom 16. April, die bereits seit viel zu vielen Monaten in den Archiven des Foreign Office ruhen, zur Ausführung zu bringen. Wenn das geschehen wird, um fo besser. In den -'r= antwortlichen römischen Kreisen ist man der Auffassung, daß, wenn diese nicht symbolische, sondern tatsächliche Heimschaffung der Freiwilligen durchgeführt ist, Italien einseitig nichts anderes mehr unternehmen wird. Alles was über im Werden befindliche Mittelmeerpakte gedruckt wird, ist tendenziös und verfrüht und bringt die Lösung einiger sehr bestimmter Probleme nicht einen Schritt vorwärts. Genugtuung in Poris. Paris, 9. Okt. (DNB.) Der Beschluß zur Zurückziehung italienischer Freiwilliger aus Spanien wird von der Pariser Presse begrüßt. Der dein vtuai d'Orsay nahestehende „Petit Parisien" schreibt: Die große internationale Entspannung, deren erste Kundgebung das Münchener Abkommen war, beginnt ihre Früchte zu tragen. Der italienische Beschluß bildet eine entscheidende Wendung in der spanischen Angelegenheit. Der Abtransport von 10 000 Italienern entspricht der „substantiellen Zurückziehung", die England als Bedingung für das Inkrafttreten der englisch- italienischen Abkommen vom 16. April gefordert hat. Man könne also wünschen, daß diese Abkommen, die für die Wiederherstellung des Gleichgewichts im Mittelmeer von größter Wichtigkeit feien, nun bald verwirklicht werden. Das gleiche gelte für die Anerkennung des italienischen Imperiums durch England. Die baldige Entsendung eines französischen Botschafters nach Rom schließe diese Anerkennung durch Frankreich bereits ein. Mussolini habe durch den Beschluß zur Zurückziehung von 10 000 Freiwilligen eine Geste der Befriedung getan. Das fei von größter Bedeutung, da damit einer völligen Beseitigung des internationalen Charakters der spanischen Krise der Weg geöffnet worden fei. Der Kontakt der vier Staatsmänner in München habe die Welt von einer großen Kalamität befreit und der Duce, der dort eine entscheidende Rolle als Vermittler gespielt habe, setze sein Werk der Befriedung fort, indem er das spanische Durcheinander entwirre. Diese Geste sei ein glücklicher Auf-' takt für die Zusammenarbeit der Großmächte zugunsten eines wirklichen Friedens. Ifnaorne Forderung. Die ungarisch - slowakische Konferenz in Komorn. Komom, 9. Okt. (DNB.) Die Verhandlungen zwischen Ungarn und der Tschecho-Slowakei Haven am Sonntagabend begonnen. Die Stadt Komorn hatte auf ungarischer, vor allem aber auf tschechischer Seite reichen ungarischen Flaggenschmuck angelegt. Die ungarische Abordnung unter Führung von Außenminister K a n y a und Kultusminister Graf T e 1 e k y fuhr vom Dampferanlegeplatz auf die große Donau-Grenzbrücke. Da die Tschechen die Stacheldrahtverhaue auf der Brücke nicht entfernt hatten, muhte die ungarische Abordnung ihren Wagen mitten auf der Brücke stehen lassen und sich zu Fuß um die Drahtverhaue herum begeben, wo auf dem tschechischen Teil der Brücke tschechische Militär- und Zivilbehörden die ungarischen Verhandlungspartner begrüßten. Kurz vor 19 Uhr erreichte die Wagenkolonne das Komitatsgebäude. Kanya und Teleki beaaben sich in den Konferenz- raum, wo sich die tfchecho-flowakifche Abordnung mit den Ministern Josef T i f o , Ferdinand Dur- canfki, Iwan K r n o und dem Minister für die karpatho-ukrainischen Angelegenheiten Iwan Parka n y i an der Spitze bereits eingefunden hatte. Von ungarischer Seite verlautet, man sei mit der Atmosphäre, in der die Besprechungen geführt würden, imallgemeinenzufrieden. Allerdings feien bisher nur grundsätzliche Fragen erörtert worden. Die Vertreter der Tschecho-Slowa- kei hätten die ungarischen Forderungen zur Kenntnis genommen und Vertagung auf Montag um 14 Uhr beantragt, um sie prüfen zu können, lieber die karpatho-ukrainische Frage fei noch nicht näher gesprochen worden. Ungarn fordere die Rückgabe eines zur heutigen Slowakei gehörenden Gebietes von ungefähr 13 000 Quadratkilometern mit einer Einwohnerschaft von rund 750 000 Seelen. Dadurch würden voraussichtlich etwa 200 000 Slowaken an Ungarn kommen, während ebensoviele Ungarn weiterhin als Minderheit im Staatsverband der Tschecho-Slowakei verbleiben müßten. Auch eine karpatho-ukrainische Regierung gebildet. Prag, 8. Okt. (DNB.) In Uschhorod traten die parlamentarischen Vertreter der Karpatho-Ukraine, zwei dreigliedrige Abordnungen des ersten ukrainischen Zentralrates und des ersten ukrainischen Nationalrates zusammen, um die Forderungen der Karpatho-Ukraine aufzustellen. Der Prager Regierung wurde die folgende Kandidatenliste der karpatho-ukrainischen Minister oorgelegt: Vorsitzender der Regierung und Schulminister: Abgeordneter Brody; Inneres: Senator Dr. B a c i n s k y; Wirtschaftsangelegenheiten: Abgeordneter Dr. Fen- c i k; Gesundheitswesen und soziale Fürsorge: Direktor Volo sin; Verkehr: Abgeordneter Re va y; Justiz: Abgeordneter Dr. P j e s c a k. Im Namen der Prager Regierung teilte vom Balkon des Regierungsgebäudes der erste karpatho-ukrainische Minister Dr. P a r k a n y der Dolksm"nge mit. daß die Karpatho-Ukraine dieselben Rechte wie die Slowakei erhalte. Eine englische Erklärung in Warschau. London, 8. Okt. (DNB.) Die englische Regierung hat in Warschau ihren Standpunkt gegenüber dem polnischen Anspruch einer gemeinsamen Grenze mit Ungarn klargestellt. Die englische Regierung soll daraus verwiesen haben, daß kein Minderheitenanspruch gegen die Tschecho-Slowakei die Unterstützung der englischen Regierung finden werde, es sei denn, daß Die Feder konnte sie nur theoretisch begründen. Die Ij-'ik vcuci luiuue |ie nur lyeviciqaj uegruiwen. jjie Macht ober, die die großen historischen Umwälzungen auf religiösem und politischem Gebiete brachte, ider großen Zahl von Emigranten, die sich schon in mit 40% in der Zeit bis zum 26.10.1938 Reichsbank. Delbrück Schickler & Co. Sächsische Bank, Bayer & Heinze. E. Heimann. Eichborn L Co. Gebrüder Bethmann. C. G. Trinkaus. Sächsische Staatsbank. Pferdmenges & Co. Badische Bank. Oldenburgische Landesbank A.-G. Oesterreichische Creditanstalt — Wiener Bankverein. MtoV 5.11.1938 21.11.1938 5.12.1938 fier Aus-' bmächte zu- 20% „ 20% „ 20% „ zuzüglich 4 ¥2% Stückzinsen vom 1.10. 1938 (einschl.) bis zum Zahlungstage Durch einen Erlaß des Reichsminiskers für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung vom 26. September 1938 wird d l e f 0 r ft l i ch e Abteilung an der Universität Gießen mit Wirkung vom 1. Novmeber 1938 aufgehoben. Für die Universität Gießen bedeutet diese Regelung keine Schwächung, sondern eher eine Stärkung, weil die durch den Wegfall der forstlichen Institute frei werdenden Stellen und Wittel nunmehr für den erforderlichen Ausbau anderer Wissensgebiete an der Universität Gießen zur Verfügung stehen. Durch die Reuregelung wird eine Verringerung der Zahl der forstlichen Hochschulställen des Deutschen Reiches erreicht, die schon seit langem für das Altreich von den zuständigen Stellen als erstrebenswert bezeichnet wurde. Die Aufhebung der forstlichen Abteilung in Gießen war auch deshalb notwendig, weil man i n Württembergische Bank. Länderbank Wien Aktiengesellschaft. inblungtb ’ei haben ffomorn i 1W PONÄ OT« ing uufer 11b ftulte de Tscheche e nicht ete Einung ihren ssen und sich begeben, wo e tschechische rischen Ber- 19 Uhr er- Frankfurter Bank. Hallescher Bankverein von Kulisch, Kaempf & Co. Kommanditgesellschaft auf Aktien. Westholsteinische Bank. Deutsche Effecten- und Wechsel-Bank. B. Metzler seel. Sohn & Co. Vereinsbank in Hamburg. M. M. Warburg & Co. Kommanditgesellschaft. Preußische Staatsbank (Seehandlung). Berliner Handels-Gesellschaft. Reichs-Kredit-Gesettschaft Aktiengesellschaft. Braunschweigische Staatsbank (Leibhausanstalt). - r.1 $' 8. Okt. (Europapreß.) Der französische Justizmimster Paul Reynaud h-at in einem Brief an den Abgeordneten und früheren Ministerpräsi- Emigranten in der ©dweit unerwünscht. Bern, 8. Okt. (DNB.) Um der Fremdenpolizei die Kontrolle über die Einreise von deutschen und österreichischen Emigranten in die Schweiz und die Durchreise durch die Schweiz vor dem Eintreffen an der Grenze zu ermöglichen, hat die schweizerische Regierung angeordnet: Deutsche Staatsangehörige mit deutschem Paß, die nach den deutschen Gesetzen n i ch t a r i s ch sind, wird der Grenzüber- tfritt über irgendeine Passierstelle der schweizerischen Grenze nur noch gestattet, wenn ihr Paß mit dem Mecklenburgische Depositen- und Wechselbank. Thüringische Staatsbank. Allgemeine Deutsche Credit-Anstalt. Bayerische Hypotheken- und Wechsel-Bank. Bayerische Vereinsbank. Deutsche Girozentrale — Deutsche Kommunalbank —. Deutsche Zentralgenossenschaftskasse. Hardy & Co. Gesellschaft mit beschränkter Haftung. Westfalenbank Aktiengesellschaft. Norddeutsche Kreditbank Aktiengesellschaft. ihrem Lehr- und Arbeitsplan den tatsächlichen Bedürfnissen voll entsprechen, und zwar außer den bereits genannten eine forstliche Hochschule Tharandt (Abteilung der technischen Hochschule Dresden), eine forstliche Abteilung der Universität Freiburg i. Br., forstliche Institute an der Universität München und forstliche Institute an der Hochschule für Bodenkultur in Wien. Kunst und Wissenschaft. Internationaler Kongreß für Gingen und Sprechen in Frankfurt. Der Internationale Kongreß für Singen und Sprechen, der vom 9. bis 16. Oktober in Frankfurt abgehalten wird, wurde in der Aula der Universität durch den Präsidenten des Kongresses, Professor Max Dänisch (Berlin) eröffnet. Er begrüßte alle in» und ausländischen Teilnehmer. Er freue sich, daß die ausländischen Gäste der Einladung so zahlreich Folge geleistet hätten. Wenn dieser Kongreß neben seiner fachlich-wissenschaftlichen Arbeit auch zu einem besseren Verstehen der beteiligten Nationen beitrage, so könne er sich keine schönere Zielsetzung wünschen. Gaupropagandaleiter Stöhr überbrachte die Grüße des Gauleiters und knüpfte an einen Spruch Adolf Hitlers in seinem Buche „Mein Kampf" an, wo es heißt: Die großen Umwälzungen dieser Welt sind nie durch den Gänsekiel geschaffen worden. Bank der Deutschen Arbeit A. G. Commerz- und Privat-Bank Aktiengesellschaft. Deutsche Bank. Deutsche Landesbankenzentrale Aktiengesellschaft. Dresdner Bank. bei derjenigen Stelle, welche die Zeichnungen entgegengenommen hat, zu erfolgen. Teilzahlungen und Vollzahlung vor diesen Terminen sind zulässig; von den Zeichnungsstellen fest zugesagte Beträge können auch schon vom ersten Zeichnungstage ab beglichen werden. Bei Teilzahlungen werden im allgemeinen nur durch 100 teilbare Nennbeträge abgerechnet. Die Zahlung braucht erst geleistet zu werden, wenn die Summe der fällig gewordenen Teilbeträge wenigstens einen Nennbetrag von RM 100,— ergibt. Auf Wunsch der Zeichner werden jedoch auch geringere Nennbeträge als RM 100,— abgerechnet werden. Die Zeichner erhalten zunächst nichtübertragbare Kassenauittungen, gegen deren Rückgabe später die Stücke durch die Zeichnungsstellen ausgegeben werden. 5. Die Lieferung der 4 ¥2% Reichsschatzanweisungen von 1938, Dritte Folge, erfolgt baldmöglichst. Im Oktober 1938. Berlin, Bochum, Braunschweig, Bremen, Breslau, Chemnitz, Dresden, Düsseldorf, Frankfurt (Main), Hatte (Saale), Hamburg, Karlsruhe (Baden), Köln, Leipzig, München, Oldenburg i. O., Schwerin (Meckl.), Stuttgart, Weimar, Wien. I. H. Stein. H. Aufhäuser. Bayerische Staatsbank. Merck, Finck & Co. Zur 1" schreib oeren erst» war, befische Die Zeichnung kann auch durch Vermittlung aller übrigen Banken, Bankiers, Sparkassen, Girokasfen und Kreditgenossenschaften bei den Zeichnungsstellen vorgenommen werden. Früherer Schluß des Zeichnungsgeschäfts bleibt vorbehalten. 8. Die Zuteilung erfolgt baldmöglichst nach Ablauf der Zeichnungsfrist und bleibt dem Ermessen der Zeichnungsstellen überlassen. Anmeldungen auf bestimmte Stücke können insoweit berücksichtigt werden, als dies mit dem Interesse der übrigen Abnehmer verträglich erscheint. Ein Anspruch auf Zuteilung kann aus etwa vorzeitig eingezahlten Beträgen nur hergeleitet werden, soweit durch die Zeichnungsstellen die Berücksichtigung der gezeichneten Beträge fest zugesagt worden ist. 4. Die Bezahlung der zugeteilten Schatzanweisungen hat spätestens und „ restl. Konferenz- Abordnung and D u r - ster für die wan Por- inben hatte. 1 fei mit der irführt wür- Allerdings e Fragen ,echo-Llowa- ! zur Kennt- Montaa um innen, lieber qesein 0 § iarn forberc ikei gehören- OuaoralMo; eben 2000W । ebensovM Im H Monöem j Nichts 2' *5 Spalte .fb bringt blewe nicht .Berlin. 8. Okt. -(DNB.) Im Zuge der Ver einheitlichung des Forstwesens im. 0„ v..ö ..v» Wlit- ,?^ich sind nunmehr auch wichtige Entscheidungen1 den. Durch die Neuregelung ergibt sich jedenfalls über Veränderungen bei einer Reihe von deutschen1 eine gebietsmäßig weitaus bessere Verteilung der H 0 ch s ch u l st ä 11 e n vor sich gegangen, auf denen I forstlichen Hochschulstätten und die Möglichkeit, in Forstwissenschaft gelehrt wird und das forstliche der den Westen betreuenden forstlichen Fakultät der Forschungswesen seicher feinen Platz hatte. So geht Universität Göttingen einen leistungsfähigen nach einem Erlaß des preußischen Ministerpräsiden- Lehr- und Forschungsapparat aufzu- ten vom 28. September 1938 die forstliche Hoch- bauen. Der Göttinger forstlichen Fakultät kommt s ch u l e E b e r s w a l d e am 1. April 1939 auf das noch besonders zugute, daß Göttingen über eine Mmisterium für^Wissenschaft, Erziehung und Volks- bedeutende naturwissenschaftliche Fakul- tät verfügt. So sind aU6 Entwicklungsmöglichkeiten vorhanden, um in Göttingen dem Forststudenten eine erstklassige Ausbildung zukommen zu lassen. In Großdeutschland bestehen demnach in Zukunft sechs f 0 rstliche H 0 ch s ch u l st ä 11 e n , die in Konzentration der forstlichen Sochschntstätten. Das Forstinstitut der Universität Gießen und die Hochschule Hannoversch-Münden aufgehoben. — Großzügiger Ausbau Göttingens ,6 trafen Me len uframn trungen ■ager W ft» der lar w#* o 0 c in * v 3m i:*’S denken Flandin feinen Austritt aus der Alliance D6mocrattque, einer im Parlament zur politischen Mitte gehörenden Kammergruppe, mitgeteilt. Maßgebend hierfür dürften die tiefgehenden Meinungsverschiedenheiten auf außen- poli tisch em Gebiet sein, die Paul Reynaud von Flandin trennen. Flandin ist ein Anhänger der deutsch-französischen Verständigung, während Paul Reynaud in Gemeinschaft mit dem Kolonialminister Mandel eine ziemlich entgegengesetzte sowjetfreundliche Richtung vertritt, die vor dem Abkommen von München mehrfach Einfluß auf die Haltung des französischen Kabinetts auszuüben drohte. ber Lyn vj SJM. '*18 /'Ne [ubi S' im & 6i-i ffeign bildung über. Die Forschungsinstitute dieser Hochschule verbleiben in der Zuständigkeit des Landesforstmeisters. Die seicher in Hannoversch- Münden bestehende zweite preußische forstliche Hochschule wird zum 1. April 1939 aufgehoben und als forstliche Fakultät der Universität Göttingen eingegliedert. Auch hier verbleiben die Forschungsinstitute in der Zuständigkeit des Landesforstmeisters. Damit sind nunmehr alle wissen- schafttichen Hochschulen des Reiches dem Reichsminister für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung unterstellt. haben, daß die britische Garantieverpflichtung als bereits in Kraft befindlich angesehen wird, wie dies auch Verteidigungsminister Jn- jtip ausgeführt hat. Oie engltche Lustaufrüstung. London, 8. Okt. (Europapreß.) Bei der Eröffnung des neuen Flugplatzes in Cambridge gab Luftfahrtminister Sir Kingsley 3$ 0 0 & bekannt, daß die Regierung sich entschlossen habe, in Glasgow eine neue F l u g z e u g f a b r i k mit einem Kostenaufwand von einer Million Pfund (12,5 Millionen Mark) zu bauen. Weiter werde die Fairey- Fabrik in Stockport mit einem Kostenaufwand von 500 000 Pfund erweitert werden. Darüber hinaus kündigte der Minister die Erweiterung des Ballonsperrsystems, die Beschleunigung der Lustaufrüstung und die organisatorische Vervollkommnung der Luftabwehr-Einheiten an. Die Verteidigungsmaßnahmen Englands müßten ohne Unterbrechung fortgesetzt werden. Zu diesem Zweck müßte die Leistungsfähigkeit der verschiedenen Industriezweige in jeder Hinsicht gesteigert Werden. In den letzten Monaten seien 30000 Anträge zur Einreihung in die zivile Luftabwehr eingereicht worden. Der Andrang sei so stark, daß die Listen vorerst hätten geschlossen werden müssen. Seit dem 1. April hätten sich 1000 Männer für die Ausbildung zu Piloten zur Verfügung gestellt. Zum erstenmal feit dem vor Jahresfrist begonnenen Ausbau der Ballonsperre um London wurde von Reserve- und Hilfsabteilungen der Luftwaffe eine größere U e b u n g in der Ballonsperre durchgeführt. Das Sperrnetz wurde nicht nur in den Außenbezirken Londons, sondern auch in der Innenstadt aufgezogen. So standen Ballons über dem Hyde-Park, dem Regentspark und dem Tower. Die Höhe der Ballons wurde nicht genannt. Die Stärke der Gesamtsperre wurde auf etwa tausend Balloneinheiten geschätzt. Von diesen riß sich bei einem Londoner Vorort ein Ballon los und trieb mit einigen tausend Meter Drahtseil ab. Das Luftfahrtmim- fterium hat die Zivilflieger unb die Piloten der Lon- don anfliegenden Verkehrsflugzeuge vor der Ballonsperre gewarnt, zumal die Höhe der Sperreinheiten nicht einheitlich festliegt. Bei der Uebung hätte sich ein Ballon losgerissen und war in beträchtliche Höhe abgetrieben worden. Er ist etwa 150 Kilo- meter westlich von E s b j e r g auf Jütland gesichtet worden. Göttingen unter Fortführung der hohen Ira» । bition von Gießen und Hannoversch-Münden einen großzügigen Ausbau der forstlichen z , „ ________________u~- der Schweiz "aufhalten, wird erneut heroorgehoben,! Fakultät vornehmen will und im westdeutschen I gen auf religiösem und politischem Gebiete brachte, er ethnologisch begründet sei. Die englische'daß die Schweiz für sie nur ein Durchaangsland Regierung soll besondere^' iachdruck daraus gen- sein kann und daß ihnen während ihres vorübergehenden Aufenthaltes in der Schweiz jede Er- werbstatigkeit untersagt ist. Auch der Erwerb von Liegenschaften oder die Beteiligung an schweizerischen Geschäften geben keinen Anspruch auf Aufenthalt. Der neue Bundesratsbeschluß gilt auch sur den Grenzübertritt aus Italien und Frankreich. OMiiau > trer nt sich von land n. war das mit Zauberkraft beflügelte Wort, das auf die breiten Massen eine große Wirkung auszuüben vermag. Daß die Teilnehmer an diesem Kongreß die Macht des Wortes zur Befriedung der Völker anwenden möchten, fei fein Wunsch, und in diesem Sinne wünsche er dem Kongreß vollen Erfolg. Der Rektor der Universität, Professor Dr. Platz- Hoff, führte u. a. aus: Singen und Sprechen fei Zwar in erster Linie eine Kunst, aber die letzten Errungenschaften und Erfindungen, insbesondere der Rundfunk, hätten auf diesem Gebiete neue Aufgaben gestellt, die nur mit wissenschaftlichen Methoden gelöst werden könnten. — Stadtrat Dr. K e l l e r begrüßte die Teilnehmer im Namen der Stadt. — Der Präsident des Kongresses 1937 in Paris, Dr. Wicart, betonte, der schöpferische Geist Richard Wagners habe auch diesen Kongreß beeinflußt und vorbereitet. Aus aller Wett. Ozeanflieger Hermann Köhl f. Im Nymphenburger Krankenhaus in München ist der bekannte Ozeanflieger Hauptmann a. D. Hermann K ö h l im Alter von 50 Jahren entfchla - f € n. Köhl war feit Monaten an einem Nierenleiden schwer erkrankt. Die Beisetzung wird voraussichtlich am Dienstag in feinem Heimatort Pfaffenhofen bei Neu-Ulm erfolgen. Köhl konnte in diesem Frühjahr feinen 50. Geburtstag feiern. Am 15. April 1888 geboren, blieb er der Familientradition treu und wurde Offizier. Eine Verwundung bald nach Beginn des Weltkrieges war entscheidend für seinen Lebensweg. Zunächst Flugzeugbeobachter, legte er später die Pilotenprüfung ab und wurde bald darauf Flugzeugführer bei einem Bombengeschwader, dessen Kommando er nach feiner Beförderung xum Hauptmann übernahm. Für feine hervorragenden Leistungen vor dem Feinde erhielt Hauptmann Köhl den Pour le mdrite, nachdem er vorher das EK. I snd II, den Hohen- zollernorden und andere militärische Auszeichnungen erhalten hatte. Bei einem Luftkampf wurde er abgefchoffen und geriet in französische Gefangenschaft. Es gelang ihm jedoch, als Arbeiter verkleidet, über die Schweiz nach Deutschland zurückzukehren. Nach Beendigung des Krieges wurde Köhl Leiter der Abteilung „Nachtflug" bei der Lufthansa. Weltbekannt wurde Hauptmann Köhl durch den kühnen ersten Ost-West-Flug über den Atlantischen Ozean im April 1928 mit dem schon vor Jahren verstorbenen Freiherrn v. Hüne- feld und dem irischen Commander. Fitz mau- rice. Die Technische Hochschule Braunschweig verlieh ihm für diese Leistung den Titel eines Ehrendoktors. Köhl hat dann sein ganzes Können und feine großen Erfahrungen für die Organisation des deutschen Flugwesens zur Verfügung gestellt. In den letzten Jahren stand er im Dienste der katholischen Fliegenden Mission. Sühne für den Word an Joseph Riedle. In Buenos Aires wurde gegen die Mörder des Reichsdeutschen Pg. Joseph Riedle in letzter Instanz das Urteil verkündet. Der Haupttäter Bucci, der den Todesschuß abgegeben hatte, erhielt 25 Jahre Gefängnis. Der Jude Pinkus Krein er wurde wegen Mittäterschaft und Raub zu 18 Jahren Gefängnis verurteilt. Parteigenosse Riedle, der der Landesgruppe Argentinien der Auslandsorganisa- tion der NSDAP, als Blockleiter angehörte, war am 16. April 1937 vor seiner Haustür von den beiden feigen Mordbuben hinterrücks erschossen worden. r -1 Raum Göttingen und Gießen als Lehr- und For- im I schungsstätten viel zu eng beisammen liegen wür- ton ' hon X t a 5Y> a 11 va/va! tinn ay* ai VsV ft As JaXa (Eintrag einer durch ein schweizerisches Konsulat er- - teilten Bewilligung zum Aufenthalt in der «Schweiz ober zur Durchreise versehen ist. Angesichts fl 9««* t lf Ä fff* 4N WWW WWWfWkll des MWWSMMMkM, rückzahlbar zum Nennwert in den Jahren 1953—1958 WllMWWM Zur Fortführung der von der Reichsregierung übernommenen Aufgaben begibt das Deutsche Reich RM. 1500000000,- 4%% auslosbare Schatzanweisungen von 1938, Dritte Folge. Die Schatzanweisungen lauten über RM 100, 500, 1000, 5000, 10000 und 20000. Sie sind vom 1. Oktober 1938 ab mit 4 ¥2% jährlich verzinslich. Die Zinsen werden halbjährlich am 1. Avril und 1. Oktober j. I. gezahlt, erstmalig am 1. April 1939. Die Schatzanweisungen dieser Folge werden in sechs annähernd gleich grobe Gruppen eingeteilt. Je eine dieser Gruppen wird zur Rückzahlung zum 1. Oktober der Jahre 1953 bis 1958 ausgelost werden. Die Rückzahlung erfolgt zum Nennwert. Die Auslosungen finden in dem vor dem Rückzahlungstag endenden Vierteljahr statt. Die jeweils ausgeloste Gruppe wird im Deutschen Reichsanzeiger bekanntgemacht. Die Kündigung, aller Schatzanweisungen dieser Folge oder von Teilen der Schatzanweisungen dieser Folge zu einem früheren Zeitpunkt, jedoch nicht vor dem 1. Oktober 1943, bleibt vorbehalten. Den Zeichnern wird zur Wahl gestellt, entweder die Ausfertigung der gezeichneten Stücke oder deren Einlegung in ein Sammeldevot bei einer Wertvaviersammelbank oder die Eintragung in das Reichsschuldbuch zu beantragen. Die neuenSchatzanweisungen des Deutschen Reichs sind gemäß §1807 BGB mündelsicher. Sie können nach Erscheinen im Lombardverkehr der Reichsbank belieben werden und sind auch im Lombardverkehrbei derPreußischenStaatsbank(Seehandlung) als Deckung zugelassen Die Einführung der 4 ¥2% Reichsschabanweisungen von 1938, Dritte Folge, an den deutschen Börsen wird alsbald nach ihrem Erscheinen veranlaßt werden. Von den vorstehend bezeichneten RM 1500000000,— 4 ¥2% auslosbaren Schatz- anweisungen von 1938, Dritte Folge, sind RM 550000000,— bereits fest gezeichnet worden. RM. 950000000,- 4%% auslosbare Schatzanweisungen des Deutschen Reichs von 1938, Dritte Folge, werden hiermit im Auftrage des Reichs durch das unterzeichnete Konsortium zur öffentlichen Zeichnung unter den nachfolgenden Bedingungen aufgelegt. Ieichnnngsbedingungen 1. Der Zeichnungspreis beträgt . 98% /o unter Verrechnung von Stückzinsen (siehe Ziffer 4). Die Börsenumsatzsteuer trägt der Zeichner. 2. Zeichnungen werden in der Zett vom 10. bis 24. Oktober 1938 bei den in der Anlage zu diesem Angebot genannten Banken, Bankfirmen und deren deutschen Zweigniederlassungen während der üblichen Geschäftsstunden entgegen» genommen. nee 'Narret i 5 rbrand j .d»^®L Wie sieht es in derWittschast aus? Der geschlossene sudetendeutsche Raum mit mindestens 50 d. H. deutscher Einwohner, der jetzt zum Reich kommt, umfaßt nach der Volkszählung vom 1. Dezember 1930 rund 24 470 Quadratkilometer oder 31 d. f). der Gesamtfläche Böhmens, Mährens und Schlesiens. Nach der Berufszählung vom Jahre 1930 waren von der 3 231688 zählenden deutschen Bevölkerung 1 622 110 beruflich tätig, darunter 270 706 in der Land- und Forstwirtschaft, 776 715 in der Industrie und den Produktionsgewerben, 196 755 in Handel, Geldwesen und Verkehr. Die Braunkohlenvorräte von Falkenau-Ellbogen-Karlsbad und des Egerländer Beckens werden auf 1,6 Milliarden Tonnen geschätzt. Die Braunkohlenförderung des sudetendeutschen Gebietes macht 10 v. H. der deutschen aus. Steinkohle findet sich im Schatz- lar-Schwadowitzer Revier, einer Fortsetzung des Waldenburger Reviers. Die bekannten Erzvorkommen sind größtenteils erschöpft. In Komotau liegen die Mannesmannröhrenwerke, die 8000 Arbeiter beschäftigen. Die Metallindustrie, größtenteils Maschi- nenindustrie, ist in der Gegend von Bodenbach, Teplitz, Komotau, Karlsbad, Reichenberg und Warnsdorf vertreten. Zinn wird auf der Dreikönigs-Zinn- zeche in Frühbuß gefördert, die Zinngrube in Schönfeld ist in britischem Besitz und zeitweilig still- gelegt. Kupfer wird in Wernersdorf bei Braunau und Marienbad abgebaut, Zink wird bei Karlsbad, Blei bei Mies gewonnen. Bei Joachimstal wird aus der dort gefundenen Pechblende Radium hergestellt. Die Karlsbader Porzellanindustrie, die über 40 Fabriken besitzt, befindet sich zu mehr als 90 v. H. in sudetendeutschen Händen. Ihr Jnlandsabsatz betrug etwa ein Fünftel der Gesamterzeugung. Die alt- berühmte Glasindustrie der Sudetenländer verfügt über 1100 Betriebe, in der bei normaler Wirtschaftslage über 36 000 Arbeiter beschäftigt werden, dazu kommen noch rund 90 000 sudetendeutsche Heimarbeiter. Die Flaschenindustrie ist Großindustrie. Die Fabriken können jährlich rund 100 Millionen Flaschen herstellen, von denen das Inland bisher höchstens 30 v. H. abnahm. Dazu kommt die Hohlglasindustrie und bei Haida-Steinschönau und im Jsergebirges die Kunstglasindustrie. Die Textilindustrie ist sehr ausgebreitet. Die Wollindustrie verfügt über 450 000 Kammganxspindeln, 590 000 Streichgarnspindeln und 3300 Webstühlen, etwa 80 v. H. sind in deutschen Händen. In der Baumwollindustrie mit über 3 600 000 Spindeln beträgt der deutsche Anteil 75 v. H., in der Leinen- und Hanfindustrie mit 318 000 Spindeln 85 v. H. Die Seidenindustrie ist hundertpozentig deutsch. Alle diese Industrien waren notleidend, weil nach dem Kriege der Rückhalt an einen größeren Wirtschaftsraum fehlte. Das Reich hat gewaltige Leistungen vollbracht und damit auch große finanzielle Verpflichtungen ■auf sich genommen. Stichworte wie Arbeitsbeschaffung, Aufrüstung und Landesverteidigung bezeichnen den Hauptkerl der Ausgaben, es kommen dazu aber auch noch die vielen bevölkerungs- und verkehrspolitischen Maßnahmen, die Förderung des Bauwesens, auch die Umgestaltung deutscher Städte, die ohne die Mitwirkung des Reiches finanziell nicht durchführbar wäre. Es wäre bequem, die Kosten für alle diese Leistungen wie einst auf Anleihen zu nehmen und damit nachfolgende Generationen zu belasten. Dieser Weg ist nicht beschritten worden. Ein Teil der Mehreinnah. men des Reiches wird zur Bezahlung der Staatsaufträge verwandt. Da die Reichseinnahmen von 6,8 Milliarden im Jahre 1932 auf 14 Milliarden im Jahre 1937 angewachsen sind, so ergibt sich, daß große Mittel bereitgestellt werden konnten, um den Aufstieg des Wirtschaftslebens zu finanzieren und gleichzeitig große nationalpolitifche Erfordernisse zu erfüllen. Daneben ist aber auch der Anleiheweg offen geblieben, durchaus im Sinne der Sparer, die für ihre Kapitalien sichere Anlagen suchen. Man schöpft auf dem Kapitalmarkt die flüssig gewordenen Beträge ab und führt sie den Anleihen des Reiches zu. Auf diese Weise ist eine Kreditausweitung erfolgt, die im Einklang steht mit dem Volumen der deutschen Wirtschaft und ihrer Vollbeschäftigung. Wenn die neue Reichsanleihe, die vom 10. bis 24. Oktober aufliegt, in ihrer Höhe von 1500 Millionen Reichsmark gezeichnet ist, wird die Summe der Konsolidierungsanleihen, also der Umwandlung kurzfristiger Verschuldung in langfristige Anleihen, 13 Milliarden RM. erreicht haben., Angesichts der großartigen Leistungen, die auf allen Gebieten erzielt worden sind, wird man sagen können, daß selten derartige Vorhaben mit Anleihen diesen Umfanges erreicht werden konnten. Die Geschichte kennt dafür kein Beispiel. Die Auflegung der neuen Anleihe geschieht zu einem sehr günstigen Zeitpunkt. Soeben hat die Politik des Führers einen Erfolg errungen, der um so imponierender ist, als er auf friedlichem Wege erreicht wurde. Ein Teil der angebotenen Schatzanweisungen ist in Höhe von 550 Mill. RM. durch die Konsortialbanken bereits gezeichnet worden. Darin sind auch die Anteile der Gemeinden einbegriffen, die diesmal mit herangezogen werden. Die Gemeinden dsirfen bekanntlich ihre Ausgaben nicht weiter ansteigen lassen, sondern' sollen Rücklagen schaffen, die hier durch den Erwerb von Reichsanleihepapieren entstehen. Das Kernstück der Reichsfinanzen bilden die Steuereingänge; sie sind um so höher, je besser die Wirtschaft funktioniert und die Produktion sich ausweitet. Eine vermehrte Produktion wirft mehr Steuern ab. Das Reich hat gar nicht nötig, zu Stouererhöhungen zu greifen, die doch irgendwie den Produktionsapparat einschränken und daher zu einem Rückgang der Erzeugung führen würden. Mit Ausnahme der Erhöhung der Körperschaftssteuer sind die Steuersätze unverändert geblieben, und der wirtschaftliche Aufschwung wirft steigende Erträge für das Reich ab. In den ersten sechs MoNaten des Haushaltsjahres 1933 nahm das Reich 3,4 Milliarden Steuern ein. Heute können wir nach Abschluß der ersten sechs Monate des Finanzjahres 1938 rund 8,3 Milliarden verbuchen. Im Jahre 1933 betrugen die Gesamteinnahmen an Steuern 6,8 Milliarden Reichsmark, im Finanzjahr 1937 waren es schon 14 Milliarden, und das laufende Finanzjahr dürfte rund 17,2 Milliarden ergeben. Schon jetzt läßt sich sagen, daß das laufende Reichssinanzfahr etwa 1 bis 1,2 Milliarden an Steuern mehr erbringen wird als die Reichsfinanzverwaltung geschätzt hatte. Die einzelnen Steuern zeigen, in welchem Ausmaß die Mehreinnahmen erzielt wurden. Die Einkommensteuer warf in den ersten sechs Monaten des Jahres 1933 = 623 Millionen ab, in den ersten sechs Monaten des laufenden Finanzjahres aber 2,6 Milliarden! Die Körper- fchastssteuer brachte in den ersten sechs Mo- naten 1933 die geringe Einnahme von 103 Millio- — neu, in der gleichen Zeit des lausenden Finanzjahres jedoch 1218 Millionen. Während die Umsatz- steuer im September 1938 — 247 Millionen erbrachte, waren es im gleichen Monat des Vorjahres 207 Millionen. Gerade die Umsatzsteuer ist ein Maßstab für den zunehmenden Verbrauch. Natürlich sind in diesen Zahlen noch nicht die Steuereingänge in Oesterreich einbezogen, aber die dort oorgenom- mene Aufbauarbeit macht auch Oesterreich immer steuerkräftiger, so daß mit einem weiteren Anschwellen der Steuereinnahmen gerechnet werden kann. Die Verfeinerung der Steuererhebungstechnik hat den Grundgedanken, daß keine Mark der Steuererhebung oerlorengehen darf. Die gerechte Verteilung der Steuerlast auf die Schultern der Steuerpflichtigen ist daher eine Hauptaufgabe der Steuererhebung. Dazu dient vor allem die Prüfung der Betriebe durch erfahrene Finanzbeamte, und zwar soll im Durchschnitt in Abständen von drei Jahren jeder Betrieb einmal überprüft werden. Bis jetzt wurden erst 82 v. H. der Großbetriebe, 60 v. H. der Mittel- und weniger als 50 v. H. der Kleinbetriebe überprüft. Es besteht also durchaus die Möglichkeit, daß nach manche Mark den Steuerbehörden durch die Ausdehnung der Prüfung auf alle Betriebe zufließen wird. Die dafür geschulten Finanzbeamten erhält das Reich u. a. dadurch, daß 16jährige Deutsche mit Obersekundareife zunächst ein Jahr die Finanzschule in Hersching besuchen und geschult werden, um dann in die Finanzoerwaltung eingestellt zu werden. Die Entwicklung unserer Reichsfinanzen zeigt, daß das nationalsozialistische Prinzip, durch Stärkung der Wirtschaft ohne Steuererhöhungen dem Reich die für seine vielfältigen Ausgaben benötigten Summen zur Verfügung zu stellen, sich überraschend gut entwickelte. * Dem Einzelhandel ist soeben durch eine Anordnung des Leiters der zuständigen Wirtschaftsgruppe dis allgemeine Buchführungspflicht vvm 1. Januar 1939 auferlegt worden. Die Wirtschaftsgruppe Einzelhandel umfaßt etwa 540 000 Kaufleute; aber nur etwa 80 000 Einzelhändler haben bisher an den freiwilligen Buch- führungs - Arbeitsgemeinschaften teilgenommen. Nach diesem Zahlenoerhältnis genügte die freiwillige Beteiligung offenbar nicht — die Buchführung mußte daher zur formellen Pflicht gemacht werden. Unzählige Erfahrungen haben gezeigt, daß viele Einzelhändler auf keinen grünen Zweig kamen, weil sie über die Ursachen des schlechten Geschäftsergebnisses selbst nicht im Klaren waren. Schon im einfachen Haushalt, den die Hausfrau zu überwachen hat, ist es bekanntlich schwierig, sich „aus dem Gedächtnis" Rechenschaft darüber zu geben, welche Ausgaben vor ein oder zwei Wochen „dazwischen kamen", und unzählige eheliche Auseinandersetzungen haben sich an solche Gedächtnissehl er geknüpft. Wieviel mehr gilt das auch von einem kleinen Einzelhandelsgeschäft, besonders wenn der Inhaber in bedrängter Lage ist, „seinen Kopf mit Sorgen voll" hat und daher sehr oft den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sieht. Die Wiiftschastsgruppe Einzelhandel verlangt insbesondere, daß in ein Geschäftstagebuch alle Einnahmen und Ausgaben aus der Kasse und die Zu- und Abgänge auf bargeldlosen Zahlungskonten getrennt nach Betriebskosten, Privatentnahmen, Warenumschlag und sonstigen Geschäftsvorfällen eingetragen werden. * Die Londoner und Pariser Börse haben sich von den schweren Rückschlägen, die die Kriegsgefahr mit sich brachte, nur für wenige Tage erholt und zeigen bereits wieder ein ausgesprochen schlappes Aussehen. Die unentwegten Börsenenthusiasten wollen sich damit trösten, daß erst die parlamentarischen Debatten abgewartet werden müssen. Aber die Verfassung der Londoner und Pariser Börse deutet doch auf eine ton- stitutionelle Schwäche. Sowohl das Pfund wie der Frank liegen ausgesprochen matt, wenn ' auch die sogenannten Währungsfonds noch durch reichliche Goldabgaben den Kurs einigermaßen halten konnten. Es wirkt sich eben jetzt aus, daß selbst in London in den Krisentagen für die Staatspapiere Zwangskurse eingeführt werden mußten — was zu einer erheblichen Beunruhigung in weiten Kreisen geführt hat. Das an sich reiche Frankreich seufzt ja schon seit Jahren unter immer wiederholten Finanzschwierigketten, die sich jetzt durch die politischen Sonderanforde- rungen an Geldmitteln noch verschärft haben. Die Sparkassen haben nur mit großer Muhe dem Sturm der Einleger standgehalten. Die einmal behaupteten Noten werden nun nicht zurückgebracht, sondern zum Ankauf von Gold, Devisen oder Wertpapieren verwandt, die auf ausländische Währung lauten. Die Finanzschwierigkeiten drohen bereits die rein politischen Erörterungen zu Überschatten. Die französische Regierung gibt sich Rechenschaft, daß sie nicht mit dem ewig zaudernden Parlament der Schwierigkeiten Herr werden kann und hat sich eine Ermächtigung geben lassen, besonders da die soziale Konfliktstimmung noih immer sehr lebhaft ist. Wetterbericht Noch immer setzt sich mit der vom Atlantik aus- gehenden Wirbeltättgkeit auch bei uns sehr unregel- mäßiges, wechselhaftes und zu Niederschlägen geneigtes Wetter fort. Die Zufuhr milder Meeresluft hat dabei die Temperaturen auch bei uns vorübergehend anfteigen lassen. Wenn auch in der Großwetterlage eine beginnende Umgestaltung zu bemerken ist, so kann doch vorerst noch nicht mit einer durchgreifenden Aenderung gerechnet werden. Vorhersage für Dienstag: Zeitweise aufheiternd, doch im wesentlichen unbeständig und zu einzelnen Niederschlägen geneigt, leichte Abkühlung, lebhafte Winde aus Süd bis West. Vorhersage für Mittwoch: Trotz zeitweiser Aufheiterung noch immer unbeständig. Lufttemperaturen am 9.,Oktober: mittags 16 Grad Celsius, abends 15,9 Grad; am 10. Oktober: morgens 14,4 Grad. Maximum 16,3 Grad, Minimum heute nacht 13,9 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 9. Oktober: abends 12,5 Grad; am 10. Oktober: morgens 12,6 Grad. — Niederschläge 1,6 mm. Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum- schein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigenTeil: ErnstBlumschein. Anzeigenleiter: - Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. IX. 38: 9143, Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzeloerkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig. age in Schöne geraum. Parterre- Wohnung 4 Zimmer mit Küche u. Gart., in angenehmer ruh. Hungen p. sofort zu verm. 6440D Kirchhöfer, Hungen/Hesfen, BeNersh.Str.3. schiller gesucht. 04583 Kreiert 8 Sohn. Laden Kirckenvlatz 6 Damensrisierfal. Wenninger per 15. Oktober zu vermieten. Näheres («m0 Marb.Str.40v. 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