Mittwoch, 10. August M8 Nr. 185 Erstes Blatt 188. Zahrgang JWftwf. iit dem Schiris- ib fällt. neuen Runde ist erste Sonntag im treckenkilometer Welttekordhöhe bestleistung bes in Drechsel Lufthansa", der rter über dem Heger in der gang Späte- ilderdienst'M.) Fliegerei gezeigt habe. General Milch erinnerte an den Besuch des Generalfeldmarschalls Göring 1933 in Italien. Wertvollste Hilfe in der Aufbauarbeit seit seitdem durch Marschall Balbo geleistet worden, und die Kameradschaft zwischen Marschall Balbo und Generalfeldmarschall Göring habe sich in den vergangenen fünf Jahren immer mehr verstärkt. General Milch gab der Hoffnung Ausdruck, daß Marschall Balbo in den korn- menoen Tagen schöne und gute Eindrücke im nationalsozialistischen Deutschland sammeln werde. Marschall Balbo dankte für diese herzlichen Begrüßungsworte und schätzte sich glücklich, unter den deutschen Fliegerkameraden zu weilen. Fliegerkameradschaft sei eben etwas besonders Aufrichtiges und Ehrliches. Stets, auch in der Zeit, als es noch keine deutsche Luftwaffe gab, habe er höchste Sympathie für die deutsche Fliegerei gehabt, und sein tätiges Interesse für die Organisation der deutschen Luftwaffe habe vor allem seinen Grund in der Freundschaft für Generalfeldmarschall Göring, dessen Persönlichkeit für ihn von Anfang die Gewähr dafür gewesen sei, daß sich die deutsche Luftwaffe zur höchsten Blüte und Einsatzbereitschaft entwickeln werde. Am Mittwoch um 10.25 Uhr wird Luftmarschall Jtalo Balbo am Ehrenmal Unter den Linden einen Kranz niederlegen, um sich dann, zur Eintragung in das Goldene Buch der Stadt Berlin zum Oberbürgermeister und Stadtpräsidenten Dr. Lippert in das Berliner Rathaus zu begeben. Berlin, 9. Aug. (DNB.) Alljährlich versammeln sich in den Tagen der Großen Deutschen Rundfunkausstellung in Berlin die deutschen Rundfunkschaffenden aus allen Gauen des Reiches zur Jahresversammlung des deutschen Rundfunks. Die diesjährige Jahresversammlung, die in der Krolloper stattfand, hat ihre Parole von dem Manne erhalten, der für die politische Führung des deutschen Rundfunks verantwortlich ist: Reichsminister Dr. Goebbels hat mit dem Wort „Deutschland muß das stärkste Rundfunkland der Welt werden" das Ziel für die zukünftige Arbeit gesteckt. — Zunächst ergriff AeichsintendM Glasmeier das Wort zu seinem Referat über die Grundzüge der Programmgestaltung des deutschen Rundfunks. Er ging von den Richtlinien aus, die Dr. Goebbels in seiner Rede zur Eröffnung der Funkausstellung gegeben hat. Bei der Programmgestaltung müsse berücksichtigt werden, daß der Rundfunk ein technisches Instrument zur Vermittlung von Wort und Musik an eine ungezählte Hörermasse ist. Diese beiden Voraussetzungen bedingen, daß der Rundfunk nur das Beste an Inhalt und Leistung bringt, und daß stets von der Ueber- legung ausgegangen werden muß, daß das Gesandte auch den größten Teil der Hörerschaft interessiert. Mit Nachdruck betonte Intendant Glasmeier, daß der Rundfunk ein Instrument in der Hand der nationalsozialistischen Reichsregierung und Volksführung sein muß. Das dürfe aber nicht zu der Ansicht verleiten, daß nun dauernd von.Politik geredet werden sollte. Der Rundfunk soll für die politischen Kundgebungen nur gebraucht werden an den großen Tagen der nationalen Willensbildung des deutschen Volkes. Ls kommt darauf an, daß die Grundhaltung des Rundfunks nationalsozialistisch ist, d. h. daß auch die leichteste Unterhaltungsmusik von diesem Gedanken aus zu werten ist. weiter muß sich der Rundfunk bemühen, das ganze öffentliche Leben von heute einzufangen, namentlich „Kraft durch Freude", das Winterhilfswerk und fahrt, General der Flieger Milch, der Chef des Generalstabes der Luftwaffe, Generalleutnant S t um p f f, General der Flieger Kesselring, 5er Kommandierende General und Befehlshaber der Luftwaffengruppe, sowie zahlreiche Amtschefs im Reichsluftfahrtministerium und Vertreter der Generalität der deutschen Luftwaffe, sowie vom Auswärtigen Amt Unterstaatssekretär Woermann. Auf dem Rollfeld hatte ein Ehrenbataillon der Luftwaffe Aufstellung genommen. Die Maschine Balbos, eine dreimotorige „Savoia 79", rollte bis an den rechten Flügel des Ehrenbataillons 'heran. Als der Marschall die Maschine verließ, wurde er von Generalfeldmarschall Göring auf das herzlichste begrüßt. Nach der gegenseitigen Vorstellung der Begleitung erstattete der Kommandant des Fliegerhorstes Staaken, Oberstleutngnt Trautt- netter, die Meldung, und Jtalo Balbo und Generalfeldmarschall Göring schritten die Front des Ehrenbataillons ab. Das Musikkorps spielte einen Marsch und dann zu Ehren des Gastes die Giovinezza und die Königsbymne. Der Generalfeldmarschall begab sich darauf mit seinem Gast zum Hotel Kaiserhof. Am Abend fand im Haus der Flieger ein kameradschaftliches Zusammensein statt, dessen Stimmung bestimmt wurde durch die herzliche xu n b aufrichtige Freundschaft zwischen den italienischen und den deutschen Fliegern. Im Auftrage und in Vertretung des Reichsministers der Luftfahrt und Oberbefehlshabers der Luftwaffe, Generalfeldmarschall Göring, begrüßte der Staatssekretär der Luftfahrt General der Flieger Milch Marschall Balbo aufs herzlichste und betonte, daß die deutschen Flieger stolz und glücklich seien, Balbo in ihrer Mitte zu sehen, den Mann, der in den letzten Jahren zahllose freundschaftliche Beweise für die deutsche Auf unserem Bilde sieht man Jtalo B a l b o und Hermann G ö r i n g in ihrem Wagen kurz vor der Abfahrt vom Staakener Flughafen. — (Scherl-Bilderdienst-M.) :btnS5 Im Anschluß an die mit lebhaftem Beifall auf- genommenen Ausführungen Glasmeiers nahm der Präsident der Aeichsrunbfunk- kammer Kriegler das Wort. Er stellte fest, daß das neue Rundfunkjahr einen verheißungsvollen Anfang genommen habe; noch nie habe eine Rundfunkausstellung eine solche Resonanz in der Oeffentlichkeit gefunden wie diesmal. Die größte Bedeutung komme selbstverständlich dem neuen „Deutschen Klein emp- sänge r 1 9 38" zu, der eine wahrhaft sozialistische Gemeinschaftsleistung der Rundfunksührung und der Rundfunkwirtschaft verkörpere. Die Runds unk- einheit von Programmgestaltung, Technikern, Rundfunkwirtschaft und Rundfunkhörern sei deshalb zum obersten Gesetz für alle Maßnahmen der Rundfunkpropaganda erhoben. heute feien im Reichsdurchschnitt etwa 54 v. h. der Haushaltungen amRundfunk- neh angefchlosfen. Von dem verbleibenden Rest werde ein verhältnismäßig kleiner Teil aus Uninlerefsiertheil dem Rundfunkemp- fang fernbleiben. Die Mehrzahl der Bevölkerung aber sei aus materiellen Gründen bisher nicht in der Lage gewesen, den Volksempfänger für 65 Rw. und daneben noch die Rundfunkgebühr von 2 RM. im Monat z» bezahlen. Diesen Volksgenossen gelte die besondere Anteilnahme und Förderung. Für die Rundfunk- gebührenermäßigung auf eine Reichsmark im Monat für den „Deutschen Kleinempfänger 1938" kommen nach den bisherigen Richtlinien alle diejenigen Volksgenossen in Betracht, die über die Be- zirkswohlfahrtsä^nter Reichsverbilligungsscheine für Speisefette beziehen. Anträge seien nach der end- gültigen Bekanntgabe, die zu gegebener Zeit erfolgen werde, bei den örtlichen Fürsorgestellen einzureichen. Die Gebührenermäßigungen könnten erst ab 1. Oktober 1938 erteilt werden. Es sei noch ein übriges getan. Nunmehr werde für besonders bedürftige Volksgenossen, insbesondere für diejenigen, kommen ist. Und wieder müssen wir die allgemeine Aufmerksamkeit auf eine neue Mordtat der Hörigen Moskaus lenken, die in den sudetendeutschen Gebieten ein sich ständig steigerndes und bereits Überschlagendes System der vor keiner Greueltat zuruckschrek- kenden Deutschenvernichtung aufgerichtet habem Diese organisierte, aber nicht firmierte GPU. weiß es selbstverständlich stets so einzurichten, daß die krassesten Fälle der Deutschenverfolgungen zwar vor Gericht kommen, womit man dann stets das demokratische Gesicht gewahrt hat, daß aber n i e ° male einem d er tschechischen Mörd er auch nur ein Härchen gekrÜmmt wird. Man fällt Scheinurteile mit dem doppelten Zweck, das tschechische Element erneut aufzuhetzen, ihm aber gleichzeitig verstehen zu geben, daß jeder, her sich an einem' Deutschen vergeht, von vornherein einen Freibrief für seine Untaten m der Tasche bat. Denn die tschechische GPU. sorgt schon dafür, daß entweder die begangene Freveltat überhaupt nicht verfolgt wird oder die Dinge rechtzeitig so gedreht werden, daß keiner der beteiligten Tschechen Herzklopfen zu bekommen braucht. Wie einig man sich dabei ist, geht allein schon daraus hervor daß parteipolitische Unterschiede niemals eine Rolle spielen, wenn es gegen Subetenbeutfdje geht, daß auch nationale Unterschiede nicht ms Gewicht fallen, wenn sich Verführte einer nichttschechischen Nationalität auf Deutsche stürzen. Unerhört ist indessen die D i s z i p l i n die das Sudetendeutschtum diesem Terror der geistigen und politischen Verwandten Moskaus entgegensetzt. Indessen wird man sich darüber klar sein müssen daß diese Disziplin nur unter Aufbietung der gesamten Kraft des einzelnen eingehalten werden kann. Denn der Volkszorn, der in den deutschen Gauen landauf und landab mögt hat bereits einen Grad erreicht, von dem man sich mir einen Begriff machen kann, wenn man sich m die Lage dieser Deutschen hineinzuversetzen sucht die von den tschechischen GPU.-Männern umschlichen und umlauert werden, die kaum noch die Straye betreten dürfen, die, wenn man sie nach voraufgegangenen Mißhandlungen durch Tschechen auf die Polizeistationen schleppt, dort nach den sowietrussi- schen GPU.-Manieren erneut geschlagen, gefoltert und erbarmungslos gequält werden. LustmarschaN Balbo in Berlin. Lieber 2400 Kilometer von Tripolis nach Berlin in 9 Stunden. — Marschall Balbo sagt „Höchste Sympathie für die deutsche Fliegerei." P r a a aber, verantwortlich u n d sch u l- dig, schweigt sich aus. Nichts geschieht um dem Schrecken ein Ende zu bereiten. Im ^enteil, die Passivität der Staatsführung, die tatsächlich nichts anderes als eine ausgesprochene Aktivität im Geiste der unterirdischen tschechischen GPU ist, lqßt die über Sudetendeutschland hinweggehende Terror- welle immer höher schlagen. Das alles geschieht unter den Augen des allerdings etwas weit vom Schuß sitzenden Lord Runciman, dem mir empfehlen möchten, sich einmal an die Statten de- Grauens und des Blutvergießens zu begeben. Es würde für ihn nicht unvorteilhaft fein, die Spuren der GPU.-Banditen tschechischer Herkunft zu verfolgen. Manches mürbe ihm in anderem Lichte erscheinen, nicht zuletzt mürbe er vom Tfchechenstaa das Bild geminnen, das den Tatsachen entspricht und mit dessen Teilstücke mir uns zu beschäftigen immer wieder gezwungen sind. Die Tschechen versuchen, wie nicht anders zu erwarten war, den Mord von Glaserwal d als einen Vorgang hinzustellen, der mit ihnen nichts zu tun habe. Demgegenüber kann nur festgestellt werden, daß es nicht so sehr darauf ankommt mcr seine Hände mit Blut besudelt hat, sondern daraus, daß die inneren Verhältnise bes tschechischen Nationalitätenstaates bie Mordtaten an Deutschen überhaupt ermöglichen. Prag mag die Dinge drehen und wenden wie es will, für den Dttorb bleibt das Tschechentum verantwort! ich. Diese Verantwortung tritt aber noch durch die Tatsache, daß ein tschechischer Beamter, also ein Volltscheche, feine Hände im Spiele hatte, ganz besonders grell in Erscheinung. Alle tschechischen Winkelzüge und Manöver werden an den Tatbeständen des Mordes von Glaserwald nichts ändern, aber auch nichts daran, daß die Deutschen in der Tschecho-Slowakei vogelfrei sind und daß kein Sudetendeutscher heute tnehr seines Lebens siche? ist. TL Die Rundsunkarbeii dient dem Werk des Führers Oie Jahresversammlung des Deutschen Rundfunks in Berlin. die Arbeiten der Gliederungen der Bewegung. Zu dem viel erörterten Problem der Bevorzugung leichter Unterhaltungsmusik oder großer künstlerischer Darbietungen erklärte Glasmeier, daß der Rundfunk hier eine gesunde Mittellinie eingehalten hat und einhalten wird. „Wir werden lag für lag“, betonte er, „gute, gesunde und ehrliche Unterhaltung bringen und in woht abgemessenen Abständen Feiertage einschalten, an denen wir das Schönste und Veste darbieten, was die deutsche Kultur dem Volke geschenkt hat. Dir Intendanten des deutschen Rundfunks werden uns bemühen, dem deutschen Volke gute leichte — aber nicht seichte! — Unterhaltung im ebenen Sinne zu geben.“ Mit Schärfe wandte sich Reichsintendant Glasmeier dagegen, daß etwa der jüdische zersetzende Geist auf dem Umweye einer „witzigen" Conference wieder in den Rundfunk einbringt. Es gehe nicht an, daß führende Männer der Bewegung über die Heiligkeit der Ehe oder über das Ethos des deutschen Soldaten sprechen und bann am Abenb in einer bunten Unterhaltung diese Dinge mit ätzenber Lauge einer sogenannten „Conference" beschimpft werben. (Lebhafter Beifall.) An seine musikalischen Mitarbeiter richtete Jnten- bant (Blasmeier ben Appell, nicht vor ben Schreibtischen unb Notenschränken einzuschlafen, sondern immer wieder auf Entdeckungsfahrten in bas Gebiet her beutschen Musikliteratur auszugehen, unbekannt köstliche Perlen zu finden, Werke der Vergangenheit, Werke aber auch des zeitgenössischen Schaffens. Unbedingt notwendig sei es, das Wort des Reichsministers in die Tat umzusetzen, daß nur die besten Könner vor das Mikrophon gehören. Zum Schluß grenzte Intendant Glasmeier die Aufgaben der Reichssender gegenüber dem Deutschland- jenber ab. Der Deutschlanbsenber ist ber Repräsentant her beutschen Reichsregierung, ber nationalsozialistischen Bewegung, Repräsentant ber beutschen Kultur schlechthin. Er hat nicht, wie bie Reichs- fenber, bie einzelne Lanbschaft als solche zu pflegen, er muß bas Gesicht des gesamten beutschen ßanbes schilbern. Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8'/.Uhr des Vormittags Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Textanzeigen von 70mm Breits 50 Rpf.,Platzvorschrift nach vorh. Vereinbg.250/. mehr. trmäfctgte Grundpreise: Stellen», Vereins-, gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Rpf., Familienanzeigen, Bäder-, Unterrichts- u. behördliche Anzeigen 6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B xA Ott itn, le9er!orp5. krlchetn» tügltch, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild • Die Scholl» Monats-Bezugspreis: Mil 4 Beilagen RM.1.95 Ohne Illustrierte e 1.80 Zustellgebühr , -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Zernsprechanschlüffe unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Gietzev Postscheckkonto: Zrankfurl am Main 11686 Me 2 bei * ireinbluchc , rei ^Gestand^ HM TU'«1' ” « feil WLhiirr W i«* >' Tschechische GPU. Die tm Schatten Moskaus lebenden Tschechen haben es in ber Tat glänzenb verstauben, innerhalb weniger Wochen bie Methoben von ben Bolschewisten zu übernehmen, bie biese anroenben, um ihre Vorherrschaft im sowjetrussischen Nationalitätenstaat zu behaupten. Wie man im Rätebunb bie Einrichtung ber GPU. benutzt, um Ukrainer, Tartaren, Kirgisen, Wolgabeutsche, Polen, Finnlänber, Baschkiren, Burjäten unb wie bie zahllosen' Völkerschaften noch heißen, bie unter ber Knute bes jübischen Bolschewismus bas Dasein von Leibeigenen fristen, mit allen Mitteln bes Terrors, von ber Einschüchterung bis zum Massemnorb, bavon abzuhalten, sich gegen ihre Fronvögte aufzulehnen, so hat sich bas Tschechentum in seiner Gesamtheit zusammen- gefunben, um in ber gleichen Weise mit ben Sube- tenbeutschen unb ben übrigen Nationalitäten ber tschechischen Republik zu verfahren. Täglich sinb wir in ber Lage, bie gröbsten Fälle der Deut- s ch e n v e r f o l g u n g e n durch die tschechische GPU., in der ber Grenzler ebenso wie der tschechische Hänbler, ber Zoll- unb Polizeibeamte ebenso wie ber tschechische Solbat unb Verwaltungsbeamte sitzt, zu melden. Die Unzahl ber kleineren Drangsalierungen unb Erpressungen bleiben uns indessen meist verborgen, weil viele ber Gequälten es gar nicht wagen, öffentlich mitzuteilen, mit welchen Drohungen man ihnen unter vier Augen ge- hie DeutO ig uti L einer- S ehern"'^' ÄS W°"" c ur errang Berlin, 9. Aug. (DNB.) Am Dienstag um 17.20 Uhr lanbete ber Gast bes Reichsministers ber Luftfahrt unb Oberbefehlshabers ber Luftwaffe, Generalfelbmarschall Göring, der italienische Luftmarschall und Gouverneur von Libyen, Jtalo Balbo, von Tripolis kommend, im Fliegerhorst Staaken, wo die Reichskriegsflagge und die italienische Flagge auf zwei hohen Masten gehißt waren. Marschall Balbo hat bie 2400 Kilometer von Tripolis nach Berlin im Ohne-Halt-Flug in ber ausgezeichneten Zeit von neun Stunben zurückgelegt. Marschall Balbo würbe begleitet von General B r i g a n b i. Zum Empfang hatten sich eingefun- ben Generalfelbmarschall Göring, ber italienische Botschafter Atollico, ber italienische Luftattachä General ßiott.a, ferner Staatssekretär ber Luft- Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberheffen Druck und Verlag: vrühlsche Univerfttätsdruckerei R. Lange in Gießen. Schriftleitung und Geschäftsstelle: Schulftratze 7__ WM M:- bei Adrjanopel, um den deutschen Heldenscharen leutnant auch einige wichtige Flüge gegen den Feind durchgeführt. Im November 1917 startete er 3ntem doch nur 1. daß Woche 2. daß zwischen Lorb H a ' «0 der Ministerpräsident bis Ende der in London bleibt, für den Mittwoch eine Unterredung Chamberlain und Außenminister l i s a x vorgesehen ist. Prag, 9. Aug. (Europapreß.) Zu den Prager Blättermeldungen, daß Außenminister Dr. K rosta an dem Weltjugendkongreß am Dassar-Kolleg in Neuyork teilnehmen werde, wird amtlich be- Paris, 9. Aug. (Europapreß.) Der französische Außenminister Bonnet empfing am Dienstagvormittag den deutschen Botschafter Graf Welc- z e ck, mH dem er sich eingehend längere Zeit unterhielt. Der Unterhaltung mit dem rumänischen Gesandten C e s i a n u , den Bonnet anschließend empfing, war den französisch-rumänischen Finanz- und Wirtschaftsvcrhandlungen geroibmet. Ferner sprach am Dienstagoormittag der Kommandant der französischen Truppen in Syrien, General Huntzinger, im Quai d'Orsay vor. Er unterhielt sich lange Zeit mit Außenminister B o n- n e t über das Verhältnis Syrien-Libanon und über die türkisch-syrischen Beziehungen. — Bonnet wird demnächst auch den Hohen Kommissar für Syrien, d e Märtel, der sich zur Zeit in Paris Auf dem Lidc berichtet, die kunstschau ei wohnten der itl A l f i e r i, und Bolpi, bei. $ den Präsidenten Lehnich, und kammer, Melz Eröffnungstage bem Ufa&ulturfi, «sielen. 3n praef w sich der Menf AMlllNg V0N c vollendete M hat. Die \ Deren instink tonen wir vielse Als Tinleit Mihit einen \x Mtz stimmnna uni-§)armo mn italienischen Den Reigen be' msche WM.-f 5m Mittelpunkt Prag, 9. Aug. (DNB.) Lord R u n c i m a n und feine Mitarbeiter studieren zur Zeit die verschiedenen ihnen vorgelegten Dokumente, welche die Vorschläge der tschecho-slowakischen Regierung enthalten^ Nachmittags besuchte Lord R u n c i m a n den Ministerpräsidenten Hodza, um mit ihm die Situation zu besprechen, wie sie sich auf Grund der von ihm erlangten Informationen darstellt, ferner um die Schritte zu erörtern, die zu einer Klärung der Zusammenarbeit mit den tschecho-slowakischen Behörden unternommen werden müssen. Um 17 Uhr empfing Lord Runciman die Mitglieder der Abordnung der Sudetendeutschen Partei, um mit ihnen das ihm vorgelegte Memorandum weiter zu erörtern. Halbamtlich wird mitgeteilt, daß bei den Dormittagsberatungen zwischen Hodza und dem Finanzminister K a l f u s alle Fragen behandelt wur- Mary" in Le Havre eingetroffen und hat sich sogleich nach Paris begeben. Wie er Pressevertretern gegenüber erklärte, wird er sich zwei Monate in Frankreich aüfhalten. Rätselraten um Chamberlain. nahmen möglich ist. Die Bluttat in Glaserwald Beratungen Lord Rmmmans. Besuch bei Hodza. — Sudetendeutsche bei dem Lord. 3. daß der Ministerpräsident am Donnerstag mit dem im Laufe des Mittwochs in London aus Palästina zurückerwarteten Kolonialministers Malcolm M a c D o n a l d eine Unterredung über die Lage in Palästina haben wird. Alles andere sind vorläufig nur Vermutungen. Hierzu gehört auch das Gerücht, wonach zwischen der Rückkehr Chamberlains nach London und der Rückkehr des französischen Ministerpräsidenten Daladier nach Paris ein Zusammenhang bestehen soll. Von unterrichteter Seite wird demgegenüber betont, es handle sich nur um ein rein z u - fälliges Zusammentreffen. Nichtsdestoweniger erhält sich nach wie vor das Gerücht, wonach die Entwicklung der Lage in Spanien den Ministrpräsidenten nach London zurückgerufen haben soll, mit großer Hartnäckigkeit. Auch heute wieder wird in der Presse angedeutet, die französische Regierung sei wiederholt Minister und Diplomaten in Konferenzen Besprechungen in London, Paris und Rom. ftörung zu retten. Bekanntlich sollte nach dem Friedensdiktat die Werft in Friedrichshafen vernichtet werden. Als Eckener aber das neue Luftschiff „LZ. 3" als Reparationslieferung mit eigener Hand nach Nordamerika führen konnte, waren diese Pläne erledigt. Der hochwertige Arbeiterstamm blieb beisammen und das Werk blieb bestehen. Neue Fahrten mit dem Luftschiff führten Eckener nach Nordamerika und nach Südamerika setzte ein regelmäßiger Personenverkehr ein. Hervorragende Mitarbeiter und Kapitäne, wie Dürr, Lehmann, Flemming, v. Schiller u. a. standen erfolgreich im Dienst dieser großen Kulturaufgabe. Sie wird auch nach dem schweren Schicksal, das „LZ. Hindenburg" auf dem Platze van Lakehurst ereilte, weitergeführt werden. Eckener wäre der Letzte, der es dulden würde, die unsterbliche Leistung des Grafen Zeppelin verkleinern zu wollen. Sein Ruhm lebt in ewigen Zeiten weiter. Eckener und seine Mitarbeiter genießen aber das Verdienst, unter unendlich schwierigen Verhältnissen das Erbe Zeppelins bewahrt und vergrößert zu haben. Aus diesem Gefühl heraus hat das deutsche Volk Anlaß, des 70. Geburtstages Eckeners dankbar zu gedenken. rechtswahrer der Sudetendeutschen Partei, Dr., S t e i n b r e n n e r, wurde die Anwesenheit bei der Obduktion der Leiche verweigert. Das Begräbnis Paierles findet morgen statt. Reue tschechische Bluttaten. Prag, 9. Aug. (DNB.) 3n der Nacht zum 8. August wurde, wie jetzt zuverlässig bekannt wird, das Mitglied der SDP. Joseph Wiesner in Sirb im Bezirk hostau im Bähmerwald mit dem Messer überfallen. Wiesner erhielt vier Messerstiche. Das Mitglied der Sudetendeutschen Partei Bogner eilte dem Uebersallenen zu Hilfe und wurde durch einen furchtbaren hieb mit einem Schlagring schwer im Gesicht verletzt. Dieser Mordanschlag erweist sich als vorbedachtes Verbrechen. Die näheren Umstände sind folgende: Bor Wiesners Haus lärmte ein Haufen junger Burschen, die Schmäh- r u f e auf die Sudetendeutsche Partei Konrad Henleins ausstießen, wozu sie von besonderer Seite angestachelt wurden. Man erzählt sich in diesem Zusammenhang, daß unter besonderer Duldung des tschechischen Chauvinismus kommunistische Scharfmacher seit einiger Zeit durch den Bähmerwald gehen und die Leidenschaften gegen die Vertreterin der Interessen des Sudetendeutschtums, die Henlein-Parlei, aufwiegeln. So nimmt es denn kein Wunder, daß Wiesner, der sich Ruhe unter seinen Fenstern ausbat, von einem der Burschen mit dem Gebrauch des Messers bedroht wurde. Derselbe Bursche machte, als Wiesner später sein Haus verließ, Anstalten, ihm ein Bierglas auf den Kopf zu schlagen. Der Uebersall mit Messer und Schlagring auf Wiesner und seinen Kameraden Bogner erfolgte, als ersterer wieder heimkehrte. An dem Anschlag beteiligte sich noch der ganze Anhang des mehrmals angesührlen Terro- risten, darunter auch Frauen. Aus Bussarde! Faule Ausreden der Prager Gewalthaber. Allgemeine Verschärfung im fudetendeutschen Gebiet Feststellungen der Führerschaft der Gudetendeutschen Partei. London, 10. Aua. (Europapreß.) Die Anwesenheit des englischen Ministerpräsidenten Chamberlain in London, der am Sonntag unerwartet von seinem Ferienaufenthalt in die Hauptstadt zurückgekehrt war, bleibt nach wie vor Gegenstand eines allgemeinen Rätselratens der politischen Kreise und der Presse. Aus den widerspruchsvollen Gerüchten schälen sich vorläufig je- drei Tatsachen heraus: tenausWien. Die Obduktion der Leiche ergab das Vorhandensein von vier Messerstichen, einer in der linken Seite des Rückens, einer in die rechte Seite des Rückens und zwei weitere Rückenstiche nach der Mitte, eine Kopfverletzung aus einem Schlag mit einer Bierflasche. Der tödliche Stich wurde.mit einem Taschenmesser ausgeführt. Wie sich jetzt herausstellt, wurde die Tat ganz in der Nähe des Gasthauses ausgeführt. Dem Bezirks- Dr. Eckener 70 Jahre. Am heutigen 10. August wird Dr. Hugo Ecke- n e r 7 0 I a h re a l t. Er ist in Flensburg geboren und hat schon als junger Mensch sein Interesse für Navigation und die Wetterkunde bekundet. Nach Jahren des Studiums hat er als Privatgelehrter am Bodensee Wohnung genommen und ist im Jahre 1905 mit dem Grafen Z e p p e l i n in Berührung gekommen, der gerade damals einen schweren Kampf um die Fortführung seines Werkes zu führen hatte. Eckener wurde einer der Mitarbeiter des Grafen, er war am Unglückstage von Echterdingen dabei und trat 1909 an die Spitze der Deutschen Luftschiffahrts-AG. Im Kriege war er Instrukteur der Marine-Luftschiffabteilung und hat als Kapitän- gung des französisch-italienischen Verhältnisses könne nicht in Frage kommen, so lange der intensive Waffenschmuggel durch französischer Gebiet nach Sowjetspanien andauere unk F r qlW k reich sich mehr ober weniger offen air die Seite Sowjetspaniens stelle. Inzwischen hat Ministerpräsident Daladier die Schließung der Grenze angeordnet, aber gerade in den letzter Tagen sind erneut Nachrichten über französisch« Waffenlieserungen und sogar über gl plante Freiwilligentransporte nafli Sowjetspanien aufgetaucht, Nachrichten, btt bereits zum zweitenmal vom französischen Außen- ministerium in Abrede gestellt worden sind. Es fit Geheimst Afrikaforsch , Jratii Afrikas», Jffbenius isi M am Log» verstör ’,a| atl einem h toenius mur Ä Seit 189 3en- Leipzig lnnerafrj £ M der e ?• lg04 bis JJ": 1907 bis' F' 910: Kat 6q9q i 131 r’öbeib; in 1915: h b< Q°rPb oV$Un LÄ S? Nut! ÄK in rtl JJJ gjlelbi 3” "xelegrajA *f(i wolle §!<' -oeg ,rger Mich Är,; fit«"” Sal< ärtreftrn « Sä» Sä' 5«*? " rat । M* bä'e5 ® »r'fflinifterprä i)l5 j» uwenbW6 K-il, d°ß k-M- »» SSälirung g Jleue an der1 Salamanca 1-l-n 4--"- üt es den natl^ «n der E st r e r lastura einen ckr Tiefe von . «idefitand der . löllig gebro $0 Tote, unter v We Konmussare. und zahlreiches K Tanks erbeutet. > rote Flugzeuge vc sowie durch Lui geschossen. Fn der nationale Flugze Hafens von Dal der Straße Hohenelbe—Mittellangenau folgende Behauptung aufzustellen: Die betreffenden Angehörigen der tschechischen Wehrmacht, welche um die Köpfe der auf den nebenliegenden Feldern arbeitenden Sudetendeutschen Pistolenkugeln fliegen ließen, hätten auf Bussarde geschossen, Es hatte ein Bussard auf einem Chausseebaum gesessen. (!) Die Bevölkerung nimmt diese empörenden Bemäntelungsoersuche mit offenem Hohn entgegen und ist sich dabei zugleich der Tatsache bewußt, daß morgen auf Habichte, übermorgen auf Krähen usw. geschossen werden wird, und zwar nur bann, wenn Sudeten deutsche in ber Nähe ^ie schnell von tschechischer Seite beigebrachten Ausreben, Bemäntelungen, Ablenkungen und Unwahrheiten, mit denen die Weltöffentlichkeit getäuscht werden soll über die entsetzlichen Zustände in dieser Prager Republik, verstärken die allgemeine Ansicht, daß das Sudeten deutscht um völlig vogelfrei ist. Attacken gegen Hodza. „Freundlichkeit" für Runciman: Irgend jemand aus England .. Prag, 9. Aug. (DNB.) Nach dem scharfen Vorstoß der tschechischen Linken im „Demokra- ticky Tred" gegen das K a b i n e t t Dr. H o d z a erregt jetzt ein neuer Vorstoß von links großes Aufsehen. In dem Linksblatt „A-Zet" schreibt der Neffe des Staatspräsidenten Dr. Benesch u. a.: „Es ist nicht erlaubt, der Öffentlichkeit mit» zuteilen, was für eine Losung in Einzelheiten die Regierung für ihren Versuch einer Einigung mit den Deutschen vorbereitet hat. Es ist vielleicht not» wendig, diese Dinge noch g e h e i m z u h a l t e n, aber weil nicht erklärt wurde, warum sie geheim- gehalten werden müssen, hat die Öffentlichkeit den Eindruck, daß die Regierung nicht e i n u n b aus weiß. Der Eindruck wird verstärkt durch die nicht genügend überzeugende Erklärung über die Funktion von Lord Runciman. Die tschechischen Redaktionen erholten haufenweise Zuschriften, deren Sinn in der Frage gipfelt: Sind wir denn wirklich schon so weit gekommen, daß irgend jemand aus England über unsere Angelegenheiten entscheiden soll?" Krosta reist nicht nach Neuyork. m a n ö d e r beizuwohnen. Daladier und Bonnet beraten. Poris, 9.Aug. (Europapreß.) Ministerpräsident Daladier hatte am Dienstagnachmittag eine längere Unterhaltung mit Außenminister Sonnet. Im Verlaufe dieser Unterredung wurde die jüngste Entwicklung der internationalen Lage, besonders im Hinblick auf die japanisch-sowjetrussische Span- nuna und die tschecho-slowakische Frage, erörtert. In den dem Quai d'Orsay nahestehenden Kreisen wird erklärt, man könne den japanisch-sowjetrussischen Konflikt mit größerer Ruhe ansehen. Der bisher vielfach zum Ausdruck gekommene Pessimismus fei nicht ganz berechtigt. Selbst bei Eintritt weiterer militärischer Zwischenfälle sei ein allgemeiner Konflikt nicht zu befürchten. Don Washington nach Paris. Paris, 9.Aug. (DNB.) Der französische Botschafter in Washington ist Montagnachmittag mit dem englischen Dampfer „Queen dem Mikrophon bezögen. Der nationalsozialistische Staat habe beim Aufbau des kulturpolitischen Lebens das Leistungsprinzip in den Vordergrund gestellt. Entsprechend dieser Forderung habe die Reichsrundfunkkammer bei den Reichssendern Rundfunk - Eignungsprüfungen durchgeführt. Die Reichsrundfunkkammer habe es sich zur Pflicht gemacht, der P f l e g e der deutschen Hochsprache stärkste Aufmerksamkeit zuzuwenden und habe anerkannte Fachleute mit der Herausgabe des Werkes „Deutsche Aussprache" beauftragt. Bis zum April 1937 habe man i s * ÄMä:3* 1—Ä , Der deutsche Sotschufier pflege Wirklichkeit werden zu lassen. Erklärung der Deutschen Botschaft in Paris „Laßt doch der Jugend ihren Lauf. Paris, 9. August. (DNB.) Die Pariser „Laßt doch der Jugend ihren Lauf, so Deutsche Botschaft teilt am Dienstagabend heißt die Reichssendung „Stunde! der jungen Nation mit; Außenminister B o n n e t hat den deutschen (ohne Reichssender Berlin) am 10. August von 20.15 o t scha f t e r Graf Welczeck heute zu sich bis 22.00 Uhr mit einem öffentlichen und geselliaen -beten um ihm seine Auffassung über die inter- Abend. Unter Mitwirkung des Stabsmusikzuges des I Q *. o'na ßagc mitzuteilen. In erster Linie Gebietes Thüringen, des Bannorchesters 109 Karls- ^em Außenminister anscheinend am Herzen, ruhe, der Rundfunkspielscharen der £3. Serltn, Dementi der französischen Regierung über die Frankfurt, Hamburg, München, Saarbrücken und in Pre sie behaupteten Lieferungen von Waffen Danzig wird die HI. die Erfahrungen, die sie auf unb Entsendung von neuen Freiwilligen nach R o t- dem Gebiet der unterhaltsamen und geselligen Sen- - en unterstreichen. Außerdem hat sich der düngen gemacht hat, darstellen. Eine fröhliche Be- Außenminister auch über die Mission Lord grüßung der Rundfunkspielscharen aus dem Reich, Runcimans und die tschecho-slowakische gemeinsame Lieder mit den Gästen und manches » r Q a e ausaesvrochen heitere Wort an Hörer und Mitwirkende sind Dor.Mra9e ,°usge,proo) gesehen. Die Gesamtleitung hat Franz Koppe. Welteke Empfänge bei D0l1Net. Irautenau, 9. Aug. (DNB.) Eine am heutigen späten Abend von amtlicher tschechischer Seite verbreitete „Begründung" der Schießübungen tschechischer Soldaten auf sudetendeutsche Landarbeiter und Bauersfrauen hat im Grenzgebiet Äiuyun wuuw;nim «««, helle Empörung hervorgerufen. Hat man doch | fanntgegeben, daß Krosta lediglich einer der Probte Stirne, in einer offiziellen Verlautbarung zu tektoren dieses Kongresses sei, ihn jedoch nicht den mutwilligen Schießereien am 5. August auf j b e s u ch e n würde. die die Rundfunkgebührenermäßigung von 1 RM. erhielten, die Reichsrundfunkkammer den Finanzierungsaufschlag von 4,50 RM. aus dem Sonderkonto Rundfunkgeräteverbilligung decken. Das heißt: etwa 100 000 Volksgenossen konnten den „Deutschen Kleinempfänger 1938" mit einer Anzahlung von 5 R M. und 15 Monatsraten zu je 2 RM. ohne jeden weiteren Aufschlag Px^g, g. Aua. (DNB.) Nach einer Mitteilung käuflich erwerben. . ... bes Presseamtes der Sudetendeutschen Partei fand Es wäre aber falsch, den deutschen Klemempfan- am Dienstag unter dem Vorsitz des Stellvertreters ger als einen Apparat anzusehen, der nur für bie ßonrat) Henleins, des Abgeordneten Karl Hersogenannten minderbemittelten Volksschichten da (ei. mann gr. wird amtlich?. ich einer der st- ihn jedoch nich! Rom, 9. Aug. (Europapreß.) Die Manöver des römischen Armeekorps, die in den Abruzzen zwischen Tivoli und Avezzano abgehalten werden, erreichten am Dienstag einen Höhepunkt mit einer großen „Schlacht" bei Oricola und Arsoli. Die von Osten her vorstoßenden „Blauen" trafen auf die „Roten" Gegner, die sich in Gebirgsstellungen festgesetzt hatten, um den Vormarsch des nachdringenden Feindes aufzuhalten. Es entspannen sich erbitterte Kämpfe, in deren Verlauf die gesamte Artillerie der beiden Parteien eingesetzt, die Stellungen künstlich eingenebelt und heftige Luftbombardements durchgeführt wurden. Die angreifenden blauen Divisionen find bereits nach der neuen Formel der Division Binario, d. h. der Division mit nur zwei (statt bisher drei) Infanterie-Regimentern zu- Geheimrat Leo Frobenius 1*. Afrikaforscher und Kulturmorphologe. LPD. Frankfurt a. TU., 9. Aug. Der be- kannte Afrikaforscher Geheimrat Professor Leo Frobenius ist auf seinem Sommersih in Vigan- zolo am Lago Maggiore am Dienstagvormittag plötzlich v e r st o r b e n. Er war bereits seit längerer Zeit an einem Herzleiden erkrankt. • redung zwischen Shigemitsu und Außenkommissar Litwinow-Finkelstein sein. .. lieber den Inhalt der neuen Vorschläge werden amtlich keine Angaben gemacht. Die Presse will je» doch wissen, Japan sei bereit Sowiet- rußland wesentliche Zugeständnisse zu machen und dabei u.a. auf eine unmittelbare Vertretung im Grenzausschuß zu verzichten, vorausgesetzt, daß Sowjetrußland sich bereit erklärte, den Zwischenfall einem aus Vertretern Mandschukuos und Sowjetrußlands zusammengesetzten gemischten Ausschuß zur endgültigen Regelung zu übertragen. Gleichzeitig mit diesen Meldungen veröffentlichen die Blätter Berichte über eine neuerliche Be ° schießung der am Fuße der umstrittenen Hügelkette gelegenen Ortschaft Tschangfeng, die tn Flammen stehen soll. Die Beschießung sei die schwerste seit Beginn des Grenzkonfliktes und zu- gleich Vorspiel zu neuen sowjetrussischen Infanterie-Angriffen gewesen. ~ Weiter melden die Blätter, daß in Nowoklew und Hansch östlich und südlich von Tschangfeng l n st e l - qendem Maße sowjetrussische Infanterie-, Kavallerie- und Artillerie- Abteilungen zusammengezogen würden. Die sowjetrussische Funkstation in Chabarowsk sendet -in regelmäßigen Abständen Verhaltungsmaßnahmen für den Fall von Bombenangriffen auf sibirische Städte. Oaladier dementiert. Paris, 10. Aug. (DNB. Funkspruch.) Minister- Präsident D a l a d i e r gab am Dienstagabend Pressevertretern einige Erklärungen ab, wobei er sich besonders mit sozialpolitischen und fi- nanziellen Fragen befaßte. Auf einen Hinweis, wonach in den nächsten Togen zur Untersuchung der finanziellen und währungspolitischen Lage ein Ministerrat einberufen werden solle, erklärte Daladier, dieses Gerücht sei falsch. Die finanzielle Loge sei keineswegs beunruhigend. Der Ministerpräsident zeigte sich dann sehr überrascht über die in gewissen Kreisen umlaufenden Gerüchte in bezug auf eine etwaige Abänderung des Währungs-Dreierabkommens. Ein solches Gerücht sei ihm völlig u n v e r st ä n d l i ch. Die augenblickliche Hausse in Dollar zeige im Gegenteil, daß keine neue Angleichung der amerikanischen Währung gegenüber dem Pfund und dem französischen Franken vorbereitet werde. Neuer Sieg Francos an der Estremadura-Front. Salamanca, 10.Aug. (DNB.) Dem nationalen Heeresbericht vom Dienstag zufolge ist es den nationalen Truppen gelungen, an der Estremadura - Front im Sektor Castura einen glänzenden Durchbruch in einer Tiefe von 10 Kilometer durchzuführen. Der Widerstand der Roten wurde an dieser Stelle völlig gebrochen. Die Roten hatten über 200 Tote, unter ihnen mehrere Offiziere und politische Kommissare. 180 Gefangene wurden gemacht und zahlreiches Kriegsmaterial sowie sowjetrussische Tanks erbeutet. Im Luftkampf wurden zwei rote Flugzeuge vom Typ „Natascha" und „Curtiß" sowie durch Luftabwehr ein roter Bomber ab- geschossen. In der Nacht zum Montag bombardierten nationale Flugzeuge die militärischen Ziele des Hafens von Valencia. , dem Generalstabschef der Miliz, General Russo, sowie anderen hohen Offizieren, ferner ausländischen Militärattaches, leitenden Persönlichkeiten der Faschistischen Partei und Parlamentsmitgliedern. Während der König und Kaiser, der Thronfolger und die Marschälle von verschiedenen Beobachtungsständen aus den Verlauf der Operationen verfolgten, mischte sich der Duce unter die Truppe und' nahm mehrere Stunden lang am Vormarsch eines Infanterie-Bataillons und später einer Schwarzhemden-Abteilung teil. Schließlich bediente Mussolini einen Minenwerfer. Er wurde überall von den Soldaten und der Bevölkerung mit stürmischer Begeisterung empfangen. die Lage der polnischen Bevölkerung in der Tschecho-Slowakei zu unterrichten. In einer Meldung aus Prag berichtet die polnische Telegraphenaaentur, die slowakische Partei wolle die tschecho-slowakische Regierung wegen Nichteinhaltung des Pittsburger Vertrages vor dem Internationalen Gerichtshof im Haag verklagen. Die Slowaken betonten, der Pittsburger Vertrag fei zwischen zwei Völkern geschlossen worden und somit ein internationaler Vertrag. Die Manöver des römischen Armeekorps Mussolini marschiert mit der Truppe mit. Neue japanische Vorschläge an Moskau Steigende Truppenkonzentration der Sowjetruffen. Kunst und Wissenschaft. Internationale Filmkunstschau in Venedig. Auf dem Lido von Venedig wurde, wie die DKK. berichtet, die VI. Internationale Filmkunst s ch a u eröffnet. Der Eröffnungsvorstellung wohnten der italienische Minister für Volkskultur, A l f i e r i, und der Präsident der Filmschau, Graf V o l p i, bei. Von deutscher Seite bemerkte man den Präsidenten der Reichsfilmkammer, Prof. Dr. L e h n i ch, und den Geschäftsführer der Reichsfilm- tammer, Melzer. Deutschland konnte bereits am Eröffnungstage seinen ersten starken Erfolg mit dem Ufa-Kulturfilm „Natur in der Technik erzielen. In prachtvollen Aufnahmen wird gezeigt, wie sich der Mensch in seinem technischen Schaffen zur Ezielung von höchsten Leistungen immer wieder an vollendete Formen anlehnt, die die Natur geprägt hat. Die praktische Nutzanwendung der von den Tieren instinktmäßig ausgeführten Arbeiten erkennen wir vielfach in der modernen Technik wieder Als Einleitung brachte das italienisch Luce- Institut einen interessant zusammengestellten, dild- mäftia stimmungsvoll charakterisierten Film „P u c- cini-harmonien", dem Melodien des großen italienischen Tondichters zugrunde gelegt waren. Den Reigen der Spielfilme eröffnete der amerikanische MGM.-Film „Test Pilot" (Werkpilot). Im Mittelpunkt der Handlung steht die Fliegerei. Frobenius wurde am 29. Juni 1873 in Berlin : geboren. Seit 1898 an den Volkerkundemuseen von i Bremen, Leipzig und Basel tätig, rief er 1904 die deutsche innerafrikanische Forschungsexpedition in Leben mit der er insgesamt sieben Reifen unter- . nahm: 1904 bis 1906 nach Kasim und ms Kongos decken; 1907 bis 1909: am Senegal entlang zum oberen Niger nach Timbuktu durch Togo an die Küste; 1910: Kabylenland und übliche Sahara, 1912: von Saga in die hausialander und das nördliche Adamaua; über das Rote Meer und partum nach El-Obeid; 1913 bis 1914: Algerien und Tun^. 1914 bis 1915: durch die Türkei und das nördliche Abessinien. Das bei diesen Reisen gesamme e rmssen schaftliche Material benützte Frobenius zur Gründung bes Afri- Archivs , aus dem sich spater das Forschungsinstitut für Kultur morph o l o gie in Frankfurt a. M. entwickelte. Frobenius ist der Schöpfer der I°Enannten Kultur kreis lehre. Er vertrat Zunächst ° Ansicht, daß die Entwicklung der ""Wedenen Phasen der Zivilisation genau fo vor W «'M e das Wachstum bei einem lebenden Dr9“"l5"S ; also wie bei Mensch, Tier und Pflanze. Di- M- thodik feiner ersten Formulierungen, „NattirMsien schaftliche Kulturlehre", entnahm Frobenius der Biologie. Ihre Kühnheit entfachte einen• Streit der Meinungen bei Naturwissenschastle Philosophen und veranlaßte Frobenius z erbitterten Polemik. In seinem Sammelwerk „ lebte Erdteile" trat er später zum Teil diesen früher geäußerten Meinungen entgegen uno g eine Darstellung der gesamten Entwicklung . f Denkens: in den ersten drei Bänden / „< „Ozeanien", „Vom Schreibtisch zum Aequator ) Auszüge aus feinen Sstriften bis zum Kneg bruch, in den folgenden bas Gesamtergebnis f Afrikaforschung. .. Zu weiteren kulturmorphologischen Studien un ‘ nahm Frobenius 1928 bis 1930 eine neue Afnra- Expedition, feine neunte, die von besten Erso g , gekrönt war. So glaubt er, das „Zimbabwe-Ratiei . Holländische Lieblingsgenchte * „Konfekt ans dem Meer." Die holländische Küche ist eine bürgerliche Küche. Sie ist in erster Linie auf Nahrhaftigkeit aus, vermeidet dementsprechend alle geschmackverfelnernden geschmackvertuschenden Zutaten. Sie wünscht nicht zu reizen, sondern auf gediegene Weise zufrieden zu stellen. Im Zeichen dieser Gediegenheit steht das Nationalgericht, das „S t a m p p o t" oder „ge° ftoofde Pot". Das Gericht ähnelt in weiter Entfernung unserem „Rindfleisch mit Kartoffelstückchen . Der Starnppot besteht aus einem Gernengsel von zerquetschten Kartoffeln und Gemüse. Der dickflüssige Brei wird im gleichen Topfe mit Rindfleisch- ober Schweinefleischstücken gar gekocht. Als Gemüse werben je nachbem verwenbet: Weißkraut, Kohlrabi, Zwiebeln unb Reis, Schnittbohnen mit weißen Bohnen. An Stelle bes gekochten Fleischs finb auch Schnitten geräucherter Wurst beliebt. Eine besonbere Mischung besteht aus Kartoffeln mit Aepfeln, weißen Bohnen unb Speck. „E r - w e t e n s o e p", eine Abart bes Starnppot, bie man in allen Restaurants von hollanb angekünbigt findet, ist eine dicke, seimige Brühe aus zerquetschten grünen oder gelben Erbsen mit Wurstschnitten, Speck ober Schweinsohren. Die Portion Erweten- soep, an der sich ein einzelner nötigenfalls vollauf sättigen kann, kostet gemeinhin 75 Cents (Etwa eine Mark.) Ein anberes beliebtes Gericht in Holland ist „Rolpens met Appelmoe s". Rolpens besteht aus einem Fleischgehack, das vom Metzger tn einen Schweinsschwartenmagen genäht und zum Sauerwerden in Essig gelegt wird. Der Koch schneidet das Magenfüllsel in Scheiben und brat diese unter Zufügung saurer Apfelschnitten in der Pfanne. Das Gericht wird mit Bratkartoffeln und Apfelmus aufgettscht. Eine Nationalspeise der Hollander ist natürlich der H e r i n g. Er heißt hierzulande das „Zee- banket", das Seekonfekt oder Meeresleckerbissen. Er wird in den Fischläden mit 10 bis 15 Cents, von den fahrenden Fischhändlern auf der Straße mit 7 bis 8- Cents verkauft. Der Fisch wird vor den Augen des Käufers enthäutet, nachdem er schon vorher auf See ausgeweidet (gekaakt) worden war, und mit einer Zwiebel oder einer Gurkenschnitte mundgerecht gemacht. Der Käufer packt ihn wohl beim Schwänze, wirft den Kopf zurück und laßt sich bas schlüpfrige Fleisch mit einem einzigen Schluck in bie Kehle gleiten: Zeuge solcher Szenen kann man an allen Arnsterbarner Straßenecken sein. Tokio, 10. Aug. (Europapreß.) Irn Anschluß an eine längere Sitzung bes Kabi.net ts in den späten Abendstunden traten gegen Mitternacht Kriegsminister General I t a g a k i und hohe Offiziere des japanischen General st abs zu einer Konferenz zusammen, die bis 3 Uhr morgens dauerte. Ein amtlicher Bericht über diese Besprechungen wurde nicht ausgegeben. In unterrichteten Kreisen nimmt man jedoch an, daß in dieser Sitzung bie endgültige Haltung Japans im Grenzkonflikt festgelegt worden ist. Inzwischen melden die Blätter, daß neue ja» panische Vorschläge für die diplomatische Regelung des Grenzzwischenfalls ausgearbeitet worden feien, die sofort dem japanischen Botschafter in Moskau, Shigemitsu, übermittelt werden. Voraussichtlich würden diese Vorschläge, so heißt es, noch in dieser Woche Gegenstand einer Unter- 5ä| !Ä| ,n der tyS ?.ngen TI M| ^chtUM öobl >vdza. o . . scharfen M „Demchl ‘MobjuJ »»» link; nr| 1 "A-Z-t" schnil "Br. Send )efsentlichkeit ml 1 Einzelheiten j Mr Einigung rf i ist vielleicht iJ nmzuhaltn JQrum sie aeheii Veffentlichkeit t?l nicht ein'url verstärkt durch A rklärung über A n. Die tschechisch! ■ Zuschriften, berr wir denn wick rgend jemarJ Gelegenheiten n' das Rätsel der Bronzebergwerke von Rhodesia, gelöst zu haben. Weiter erbrachte er durch seine For- Öen überzeugende Beweise dafür, daß die earbeitung im Inneren Afrikas schon bekannt war, also schon das Eisenzeitalter in Afrika begonnen hatte, als es in Europa noch 1000 Jahre auf sich warten ließ. Anschließend ging Frobenius nach Indien, um die Zusammenhänge zwischen der indischen und der südafrikanischen Kultur zu enträtseln. Er fand auch hier die Bestätigung seiner Theorie. Die Eindrücke dieser Forschungsfahrt legte er in dem Werk „Indische Reise" nieder. 1930 fand dann sein zweites Monumentalwerk „Atlantis, Volksmärchen und Volksdichtungen Afrikas", tn zwölf Bänden feinen Abschluß. 1932 wandte sich Frobenius der Urkultur Tripo- Htaniens zu. Dem Wege des deutschen Forschers Hans Barth folgend, der um die Mitte des 19. Jahrhunderts von Felszeichnungen in >enen Gegenden berichtet hatte, entdeckte Frobenius 47 prähistorische Wohnstätten an dem Gestade des alten Nils und in den Bergketten zwischen Murzuk und Gat Zeichnungen sämtlicher Stilepochen von per Vorzeit bis zur archäologischen Aera. Diese Zeichnungen erbringen nebenbei den Beweis, daß das prähistorische Afrika ein gut bewässertes Land mit üppiger Vegetation gewesen ist, bis es durch vulkanische Grbumgeftaltungen und den veränderten Nillauf grundlegend verwandelt wurde 1934 brach Frobenius zu feiner zwölften Afrika- reise auf, sie führte in die Sahara, in die Quell- aeaenb des Wüstenflusses Ouwenat. Die wissenschaftliche Ausbeute war überraschend groß. Durch eine Blutvergiftung am Bein sah sich Frobenius aber gezwungen, nach Tripolis zurückzukehren und seinen Mitarbeitern basTöeitere zu überlassen. 1935 trai bie Expedition wieder in Frankfurt a. M em. qu seinem 60. Geburtstag wurde Geheimrat Frobenius mit der Gdethe-Medaille ausgezeichnet, Heber die Feiern zu seinem 65. @eburt5tage unb bie Grünbung der „D eru tf $ e n © ee 1.1 ai f t für Kulturmorphologie in »ranffurt wurde Ende Juni dieses Jahres ausführlich berichtet. Hochschulnachrichten. Dem Dr.-Ing. Hermann Winter m Mfel wurde der Lehrstuhl für Flugzeugbau an der Technischen Hochschule B r a u n s ch w e i 6 übertragen Vrofessor Dr. Johannes Rothe, O^nnarius für Kulturtechnik in der Naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Königsberg, ist ,®egen Er- reidiung der Altersgrenze von den amtlichen Der pflichtungen entbunden worden. Der König und der Duce bei den italienischen INanooern. _ y Infanteriegeschütz während der Hebung tn Feuerstellung. — (Scherl-Bllderdienst-M.) Blücher an der Front. Tokio, 9. August. (Ostasiendienst des DNB.) Marschall Blücher, der Oberkommandierende der roten fernöstlichen Armee, ist in dem fowjetrussischen-Etappenort Nowo- k i e w s k eingetroffen, um die Operationen der sowjetrussischen Truppen an der Front von Schang- feng persönlich zu leiten. Diese Meldung, die von allen japanischen Blättern in großer Aufmachung veröffentlicht wird, erfährt durch zahlreiche Aussagen von sowjetrussischen Auch die Pfahlmuscheln werden auf der Straße ausgeboten und im Rohzustände verzehrt. Der Vertrieb der Austern von den berühmten Zeelänber Bänken erfolgt in Austernstuben, von denen die beliebtesten im Haag und in Amsterdam bie von „Saür" finb. Eine Spielart bes Herings ist der „B o k k i n g". Er wirb in der Zuibersee gefangen unb ist eines der wohlfeilsten Fischgerichte, die es gibt. .. Zahllos sind die im Lande hergestellten Käse« s o r t e n. Da ist der kugelrunde Edamer Käse, dessen Rinde zur Abdichtung gegen Verderbnis bei der Herstellung mit einer Stearinschicht überzogen wird. Da ist der Goudaer Käse, ein leichter Weich- käse, und der Leidener Käse, der mit Kümmel ge- würzt wird; die friesischen Inseln liefern den Schafkäse und die südlichen Provinzen den Limburger. Der Käse wird nicht nach Gramm, sondern per Hnze verkauft. Käse ist billig, junger (heutiger) billiger als alter (vorjähriger). In den Milchgeschäften findet man weiterhin ein höchst nahrhaftes und blutreinigenöes Produkt, die Jarnemel k". Karnemelk (Buttermilch) trinkt man entweder roh oder angewärmt; sie wird auch gerne mit irgend einer Grütze (Gort) vermengt. Da Hollanb die Buttermilch kennt, hat sich hier das bulgarische Yogurth kaum recht einführen können. Berühmt ist das holländische Weißbrot; frei« lief) streiten sich die Aerzte, ob es für Magen und Eingeweide sehr zuträglich ist. Es wird aus enthülstem, feinstem Weizenmehl gebacken unb schmeckt wie Brötchen, gibt aber wie biefe ben Zähnen unb ben Derbauungsorganen nur ungenügend Arbeit. Auch das holländische „T a r w e b r o o d", das dem deutschen Schrotbrot ähnelt, hat nicht dessen Dichtig- feit und Derbheit. Aus keinem Frühstückstisch wird Honigkuchen fehlen. Dieser Honigkuchen wird fabrikmäßig in pfundschweren Barren hergestellt. Der Teig ist locker und wird mit Rosinen oder auch mit „Gern« ber" (Ingwer) untermischt. Es ist forderlich für die Verdauung und dient als Belag auf die fein ge» schnittenen Weizenbrotschnitten. Man bekommt „Gemberkoek" in allen Preislagen von 26 bis 64 Cents das Pfund. Das bekannteste Fabrikat ist das der Firma Berkade, der Großbäckerei für Biskuits, Zwiebacks und Teegebäck. Auch zum Morgenfrühstück ißt man in Holland gern Hering, der schon in aller Herrgottsfrühe von den fliegenden Händlern in den Straßen ausgerufen wird. Mit dem Hering wären wir denn zum holländischen Lieblingsgericht par excellence zurück- gekehrt; A und O der Volksernährung, wie das in einem Lande nur natürlich ist, dessen eine Grenze von der Nordsee gebildet wird. F M. H. >** „„ im 7, für i£’ bli ‘ WM 1 ^n"dnk'sik'°ik?gA°re" LLÄ Xd kraft bei der Durchstoßung der roten Verteidigungs- riani, hrr Mllia. General ftellungen besitzen und daher besser geeignet feien, im Ernstfall eine „schnelle Entsck-eidung" zu erzwingen. Dies ist von den italienischen Strategen unter Führung des Duce als Leitsatz für die Operationen der Wehrmacht aufgestellt worden. Anderseits warfen die Roten ihre motorisierten Reserven mit großer Beschleunigung ins Gefecht. Welche Bedeutung ben heutigen „Kampfhandlungen" zukommt, geht schon aus ber Tatsache hervor, daß der König unb Kaiser, der Thronfolger Prinz von Piemont und der Duce bereits am frühen Morgen auf dem Schlachtfeld eingetroffen waren, begleitet von den Marschällen de ; in allernächster I» Zurchfikhnm Bit* WM \6>oxv in aller' ginnen w lotb öoliia;. Lord halisa!' Urlaub nach Lock' i mglW"8* i-tlchast» Ma" panil»«" -it Mi) P d-i |i» sMiert toorim. fiano. papreS.) Ms lange oel Aß»® sSk und !og°r ft >: & Cs Son ö Ein Drehs . M immer i xL'S te.s Wngsvollem S k?"d geftalf, :'°‘er >-chni,ch Jeroen anl ^°S.kund- Epi« ^enbafeins i ,;•'!* 3-$. eir S Spiel, de» Soltstur SsrS fcA litte*" » M'H b'?“1 sD: Sy °°r bem Men, ?°>hen Spa et nnufif mmu < r» f>Qppe °nWe Q[c «ÄT ^hu ^etö)i WJ! le>n. D l'kä’M« mW «tz der tPm fiS- A-AS Ars KW A-- 7'S i* xSS ess» *61- I-Ä kn lkn°lg d'r. iir Damaligen 5 » lein »unto, i Umatild) reidjlidl iönhem wch i jüngeren Filmbej ' eidliche VerwirkI jie für wenige P •eilenden 2IH4 ; Es soll nicht Ul Zeit verschiedene . haben, den oerber Malische Entwic jung und Zensur teuersilms z greisende und er ; slüsse hat bisher gönnen, indem i mit negativer ha tonnte nicht aus quenten Haltung letzten Zähren p nun daraus an Film herauszui sichtig genug, zi biet nur neue ( ftungen in Bet kung sich aus Rechtsausfassuni des Rechtsempf so weit gediehe, positiven Krimi nicht nur der f ; Gattung des a Films empfänc Stoss zu derart) I i aujgefrifät, fonl | \ vor 10 bis 15 3t As sland nur bas „ taig fjodtftapelei, : wr Berf'ügm Wonage, der jütischen 3e' ■-'■I das große „kleinen" B verschiedenen hriratsschwindek Themen werden silm von heute ^echtsemps des Ums von Tder Film diese und den gleiche, "alreißer der o. 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Ruf 2261 iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiin 34 Gewinne zu 120505 121326 270887 274845 339189 345993 40664 191237 Am 4. August ist unsere liebe Mutter, Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante sanft entschlafen. — Auf Wunsch der Verstorbenen fand die Beisetzung in aller Stille statt Gleichzeitig danken wir für die vielen Beweise aufrichtiger Teilnahme. 220558 89355 227681 12940 134383 201613 284346 347964 191244 216533 273515 317544 permietungen] I Zimmer y. Köche mit Liebe und Güte hilfreich zur Seite gestanden, bei der Beerdigung ihr die letzte Ehre erwiesen und ihre Anteilnahme in Worten und Kranzspenden zum Ausdrude brachten, sowie Herrn Pfarrer Peter für seine trostreichen Worte am Grabe herzlichen Dank. iiiiiiimiiiiiiiiiiimmiii Vornehm i Geschmackvoll/ Persönlich/ Jn herzlicher Freude Erna Fischer, geb. Loeber Otto Fischer 10 Gewinne zu 5000 RM. 298114 366066 Familien« Drucksache bietet Ihnen in zahlreichen neuzeitlichen Ausführungen eowie Kartoffel -Hacken Kartoffel - Gabeln Drahtkörbe, Waagen. Alles, was noch fehlt, bekommen Sie für wenig Geld bei und schreibt 3594 A Vorführung kostenlos und unverbindlich Die Deutschen waren ernstlich verletzt und wie. sen Erfrierungserscheinungen auf. Sie wurden nach der Similaun-Hütte gebracht und dann zur Behänd, lung in das Spital nach Meran übergeführt. GewlonauSzug 5. Moste 51. Preußisch-Süddeutsche (277. Preuß.) Klasten-Lotterie £>t)ne Gewähr Nachdruck verboten Auf jede gezogene Nummer find zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer auf die Lose gleicher Nummer in de« beide« Abteilungen I und H Auf Wunsch der Verstorbenen fand die Beerdigung in der Stille statt. Die Beerdigung findet statt am Donnerstag, dem 11. August, vormittags 11 Uhr, von dem Portal des Neuen Friedhofes in Gießen aus. Es wird gebeten, von Beileidsbesuchen Abstand zu nehmen. Hungerburg nach Sowsetrußland zurück, nachdem es sich etwa eine halbe Stunde über estländischem Gebiet aufgehalten hatte. Wie Feststellungen ergaben, handelt es sich um ein drei- motoriges Bombenflugzeug, das an Größe die bisher über eftländischem Gebiet aufgetauchten sowjet- russischen Flugzeuge bei weitem übertraf. Eine knappe Stunde später überflog ein zweites sowjetrussisches Flugzeug die Grenze und hielt sich in etwa 3000 Meter Höhe zehn Minuten über der Bucht von Narwa auf. 2 Gewinne zu 20000 RM. 2 Gewinne zu 5000 RM. 8 Gewinne zu 3000 RM. 318462 In tiefem Schmerz; Hermann Selbst und Frau, geb. Römmer und Kinder Franz Kuhn und Frau Erna, geb. Selbst und Kinder. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen« Geschwister Geitz. J.B. Häuser Gießen,a.Oswaldsgarten (Parkplatz) Fernruf Nr. 2145—2146 Danksagung. Allen denen, die uns während der langen Krankheit unserer lieben Mutter und Schwester Frau Marie Schott Wwe., geb. Erb Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Geschwister Reining. Sowjets brüskieren auch Estland. Reval, 9.Aug. (DNB.) Aus dem Grenzgebiet bei Narwa werden zwei neue Fälle von Grenzverletzungen durch sowjetrussische Militärflugzeuge gemeldet, die beide an einem Tag kurz hintereinander erfolgten. Am Montagnachmittag überflog ein Sowjetflugzeug in einer Höhe von 1500 bis 2000 Meter die estländische Grenze in Richtung auf die Stadt Narwa. Das Flugzeug konnte wiederholt in Wolkenlücken beobachtet werden. Trotz der beträchtlichen Höhe war das Motorengerächch deutlich hörbar. Don Narwa aus flog das Flugzeug über das schon in bess. Hause tätig war und kochen kann, in kleinen Haushalt gesucht. 03620 Oberstudiendirektor Leonhardt Hindenburgwall Nr. 131. Unsere liebe, unvergeßliche Schwester, Schwägerin und Tante Fräulein Marie Reining wurde am 5. August d. J. durch einen sanften Tod von ihrem jahrelangen, mit größter Geduld ertragenem schweren Leiden erlöst Ehrliches, gern. Mädchen nicht u. 18 Jahr./ das überw. im Laden tätig ist, zum 1. Sevt. od. später gesucht. Schriftl. Angeb. unter 03612 an den Gieß. Anz. Neueste Modelle in allen Preislagen Fr.Groß Gießen 37aoA Neuenweg 32 Frau Amalie Geitz geb. Gass Frau Margarete Selbst geb. Wettig nach kurzem Kranksein ganz unerwartet für immer. Im Gewinnrade verblieben: 2 Gewinne zu je 1000000, 2 zu je 500000, 2 zu je 300000, 2 zu se 200000, 2 zu je 100000, 2 zu je 75000, 4 zu je 50000, 10 zu je 30000, 18 zu je 20000, 100 zu je 10000, 188 zu je 5000, 388 zu je 3000, 964 zu je 2000, 2900 zu je 1000, 4808 zu je 500, 9854 zu je 300, 233754 zu je 150 NM. Keine Zeugnisse in Urschrift lonbern nur Zeugnisabschriften dem Bewerbungsschreiben beilegen l - Lichtbilder undBewerbungsunter» tgen müssen zur Bei- «eidung von Verlusten aus der Rückseite Namen und Anschrift de» vewewers trugeul Ueberlöufern ihre B e st ä t i g u n g. Diese Ueber- länfer berichten weiter, daß die meisten der sowjet- russischen Truppen im Fernen Osten nur auf die Gelegenheit eines Zwischenfalles warten, um einer weiteren Peinigung durch die GPU.-Agenten zu entgehen. Domei berichtet weiter, daß hinter der sowjetrussischen Frontlinie zahlreiche Tanks versammelt seien. Die Grenzlinie sei weiter- hin von Sowjetflugzeugen bedroht. Schließung des sowjetrussischen (Generalkonsulats in Korea? Tokio, 10. Aug. (DNB. Funkspruch. Ostasien- dienst.) Wie aus Söul gemeldet wird, teilte der dortige sowjetrussische Generalkonsul dem Gouverneur von Korea, General M i n a m a , mit, daß er in den nächsten Tagen seinen Urlaub antreten werde und nach Moskau fahre. Wie Domei erfährt, nimmt man in Söul an, daß Moskau den gegenwärtigen Zwischenfall dazu benutzen will, das Generalkonsulat in Korea zu schließen. 180 Gewinne zu 3 MM Keder- | ottaibeM über | a'wruch kam bie | [)t zur Haustür- . vor einiger Zeit ,j Gröningen M i gestellt, ohne den | gte zu sichern. M MtebeMde J iese gesetzliches j mußte suh' J I s nicht vor Str - I ■em Einspruch s I :rafe von 3 M I Verlassene Wohnungen gleichen Schlafenden. Seele weilt irgendwo in köstlicheren Gefilden Urlaub. Der Staub des Vergessens fallt wie leiser Regen des Todes durch die eingefchlosiene Luft, aber wenn man den Atem anhält, kann man das leise Leben der Dinge spüren, die in stummer Ergebenheit auf ihre Lebenden märten... Die Geräusche und Stimmen des Alltages hängen verzaubert in der dumpfen Luft, wie betäubte Falter — beim ersten frischen Luftzug, beim ersten Türschlagen werden sie erwachen. y< „Die Räume liegen wie ausgestorben —Jas einmal als Kind. Ich sah sofort unsere städtische Bildergalerie vor mir, mit dem alten Wachter, der wie ein Regengott mit langem, uieliertem Bart m der Tür stand. Sah die atemlose Flucht der Sale, gekreuzt von einer lautlosen alten D°me mi Staffelei und Palette. Ich nahm lmmer die Mutze ab, wenn ich in die Galerie ging. Die Feierlichkeit der Grüfte und Mausoleen hauchte mich an,. ange- sichts dieser reihenweis aufgehang en und irgend, wie sinnlos versammelten Werke, ledes von einem Lebenden für einen belebten Raum 9?schaff ; Menschen, Tiere und Landschaften im ach s Saal wirkten wie verhaftet... Besuche in Geburts- und .Sterbezimmern Haven immer etwas Unheimliches für mich. ®*aiJ9^ zwischen Andacht und Neugier umher und kann kein klares Gefühl gewinnen, was man eigentlich mit dieser pathetischen Indiskretion bezweckt.. . Die es zwiespältige Gefühl entschied sich beuthd), mal ein kleines Mädchen, das man unnötigerweise in das Sterbezimmer Goethes mitgenommen haue, (altem « ’*S» Ach, eine Sommerreise ist ein Problem für Leute, die eine große Wohnung haben. Ich habe eine ganz kleine. Ich mache auch keine Sommerreise. Dielleuht fahre ich irgendwohin, an die See, oder ms Gebirge. Aber das ist keine richtige Sommerreise, denn das tue ich nur so und ganz ohne Aufwand... ich fahre eben einfach ab ... Ader der richtige Zauber der Aktion mit Vorfreuden und Organisationssorgen, mit dem ganzen, lieben, aufregenden Kram, mit Gegenseitigkeitsver- trägen im Blumenbegießen und Staubwischen — das bleibt mir versagt. Da sitze ich, schrecklich nüchtern und weltgewandt. Mein Koffer liegt auf dem Schrank und blickt mich oon oben herab mit vielen ehrlich erworbenen Hotelzetteln an: „Fahren wir, alter Knabe.... Ich blicke zum Fenster hinaus mit tiefem Mißtrauen in die seit Tagen so herbstliche^Sommerluftt Drüben im zweiten Stock werden die Rouleaus herabgelaffen, eins nach dem anderen, die ganze Wohnungsfront, und es ist doch zehn Uhr vormittags! Also, die Leute verreisen. Weiß und steif stehen die Sessel. Fremde Sorgen beunruhigen mich: Ist der Haupthahn der Gasleitung auch abgestellt. — Haben sie alles gut eingemottet9 Äst ^e Portiers- (rau aud) suoerläflig? Wird fie regelmäßig lüften? hoffentlich platzen keine Einmachgläser Ich hätte die größte Lust Einhüter der verlassenen Wohnungen zu werden, die so einsam und dienst, willig chrer Herren harren. Ich mochte die Roman- NSG. Der Reichsstatthalter in Hessen, Landesregierung, Abteilung II (Polizei), teilt folgendes mit: Aus gegebenem Anlaß wird darauf hingewiefen, daß nach dem Paßgesetz von 1867 Reichsangehörige und Ausländer verpflichtet find, sich auf amtliches Erfordern jederzeit über ihre Person genügend auszuweisen. Reichsangehörige über 15 Jahre kommen dieser Ausweispflicht zweckmäßig durch Vorzügen irgendeines gültigen amtlichen Lichtbildauswelses nach, da sie andernfalls Gefahr laufen, bis zur Feststellung ihrer Person polizeilich festgehalten zu werden. Für Ausländer ist diese Ausweispflicht durch die Paßverordnung von 1919 zum Paßzwang erweitert worden, d. h. alle Ausländer müssen beim Aufenthalt im Reichsgebiet, wenn sie sich nicht nach der Paßstrafoerordnung von 1923 strafbar machen wollen, einen gültigen Heimatpaß ober einen nach deutschem Recht anerkannten Paßersatz bei sich führen. ** Goldene Hochzeit. Am morgigen Donnerstag, 11. August, können der Besitzer und Direktor der Aßlarer Hütte Carl B e r k e n h o f f und Frau Antonie, geb. Theeaarten, Bismarck- straße 43 wohnhaft, in guter Gesundheit im Kreist oon drei Kindern und acht Enkeln das Fest der goldenen Hochzeit begehen. Dem Jubelpaar auch unseren herzlichen Glückwunsch. ** Schlechte Geschirre bei Zugtieren führen z u strafbarer Tierquälerei. Durch nichtpaffende, unsachgemäß geflickte stark reibende oder hart gewordene Geschirre entstehen am Körper der betroffenen Tiere Druck- ober Reibungsstellen, an benen nicht allein bie Haut abgeschürft wird, sondern auch tiefe, eiternde Wunden erzeugt werden. Hierdurch haben die Tiere dauernh erhebliche, unnötige Schmerzen zu erleiden. Tierbe.ltzer, die dies dulden ober keine Abhilfe schaffen, hanbeln j ber Gelt." is'en« Amenl-j e »y e aus »I ng, &!e in dene" I uie Ä, »' halt» er c’n^ Bazin,'f1 Wtiw ’s 'N 'N B \ uni, nri^Ljial ei" Amerikanisches Auto-Allerlei. In Neuyork gibt es einen Polizisten, dessen Dienst besteht aus folgender Beschäftigung: er fährt kreuz und quer durch die Stadt und prüft aus dem Gedächtnis die Nummerschilder sämtlicher Autos, denen er begegnet. In seinem Kopf hat er nämlich die Nummern oon rund tausend gestohlenen Wagen, die er mit den Kennzeichen der vorbeifahrenden Limousinen,. Tourenwagen und (Kabrioletts vergleicht. Auf diese Weise ist es ihm bisher aelungen, 190 vermißte Wagen aus dem Verkehr zu holen. * In den Zufahrtsstraßen einer kleinen amerikanischen Stadt steht eine Tafel mit folgender Aufschrift: „Wenn Sie langsam fahren, werden Sie untere Stadt kennenlernen. Sie ist sehr schon und wird Ihnen bestimmt gefallen. Wenn sie schnell fahren, werden Sie unser Gefängnis kennenlernen. Es ist finster und unfreundlich. * Manche amerikanischen Automobilfabriken gewäh- ren ihren Kunden verblüffende Kredite. Bei diesem Wettrennen der Unternehmen nach den für das Publikum günstigsten Zahlungsbedingungen erreichte folgendes Angebot, das kürzlich im „Weekly Report zu lesen war, den Rekord. Dort hieß es: Zahlen Sie uns auf diesen herrlichen Wagen dreihundert Dollar an Geben Sie uns bann einen Wechsel auf ben Rest, zahlbar am Tage Ihrer Testamentseröffnung. Wir gestatten Ihren Erben Prolongation bis zum Tage bes jüngsten Gerichts." * Da bie großen amerikanischen Ueberlanbstraßen kilometerlang schnurgerade burch unbewohnte Ge- genben führen unb bie Fahrer infolgebeffen Gefahr laufen, am Lenkrab einzuschlafen ober zum niinbeften nicht mehr bie nötige Aufmerksamkeit beim Steuern aufbringen, ist man dazu übergegangen, in geringen Abstänben große Schilber am Straßenraub aufzustellen Auf diesen Flächen steht dann in weithin lesbaren Buchstaben irgendein Rätsel, ein Witz ober sonst ein Scherz. Da bie Aufschriften wirklich amu- ■ saut unb unterhaltenb finb, freut sich ber Fahrer jebesmal auf bas nächste berartige Plakat. Um bas Interesse befonbers wachzuhalten, hat man auf eint» , gen Schilbern Scherzfragen gestellt, bereu Lösungen : erst zwei Kilometer weiter angegeben werben. Von biefer immerhin originellen Belebung bes eiuschla- . fernben Fahrens auf ben enblofen Straßen haben - aber nicht nur Automobilisten etwas, bie die Straßen . zum erstenmal befahren, sondern auch die täglichen I Fahrer freuen sich darüber: denn die Aufschristen - werden alle Zwei bis drei Monate durch neue ersetzt. M. W. bald gezwungen, die Führung der Standarte 25 abzutreten. Dennoch setzte er sich weiterhin als Pionieroffizier aus der Kriegszeit für das Plomer- wesen der SA. ein unb stellte seine Kraft unb sein Können bis zu feinem Tobe als Pionierreferent ber SA.-Gruppe Hessen der SA. zur Verfügung. ! »u.’A unten i 01^ inbib,*'«- ll)te nQtütl .L,ln mcnarbeii A beneid ? daher m ,a(u,D°m Gratz, "«ben, son^ Blumen in ben Kästen unb Topfen waren halb vertrocknet. Auf bem schwarzen Piauobeckel konnte man mit dem Finger Männchen in den Staub malen. Frau Rehbein unter uns, die von der Tante immer die Schlüssel bekam, hatte die stellvertretende Gießkanne und den Vize-Staubwedel nur die ersten vierzehn Tage lang geschwungen. Die letzten vierzehn Tage fuhr sie regelmäßig — unter Mitnahme ber Schlussel — zu ihrer Tochter, bie m Graudenz verheiratet war. Dann fetzte bie arme Tante bei der Rückkunft bas Plaidpaket auf den nackten Fußboden und sich selbst in den Plüschsessel, der bescheiden in feinem weißen Neglige bereitftanb, und eufzte: „Man kann doch nicht einmal verreisen ...! Draufhin ging ein Ruck durch die ganze Wohnung, es knackte in Den Wänden, als streckten sie sich nach gesundem Schlaf, die Tassen im Schrank flirrten, bas Wasser lief in bie Babewanne und die alte Lina mit einem Eimer planlos auf bem Korridor hin und her, der Onkel ging in den Zigarrenlaben, um den Kanarienvogel aus der Pension zu holen, und ich türmte auf die Gardinenleiter, holte den toten Brummer aus der Gazewolke und bestattete ihn in einer Streichholzschachtel auf bem Hof. ängstlich zu meinen begann Deutlich kann ich mich in die erwartungsvolle Erregung ber Kindheit zurückversetzen, wenn umständlichen Vorbereitungen ber Wohnung I die große Sommerreise getroffen wurdem Teppich mit dem Hellen und dunklen Schachmuster, den fetten und mageren Weiden meiner Lau 1 9 tiere, wurde aufgerollt und in die Ecke und mit ihm das ganze heiße Quartal von DI bis Michaelis. Die Plüfchmöbel bekamen Hemden an und sahen aus wie Leute, die in Hellen Lein - jaden im Parkkaffee sitzen. Der Kronleuchter ymg wie eine erloschene Sonne in einer Gazewo . Lange sah ich dem unseligen Brummer zu,der j cy in bie Umhüllung verirrt hatte. Sein Summen wurde müder und müder. Als wir {pater ®ieZ> .' tarnen, lag er auf dem Rücken und war tot. d Nachdem gestern abend der „Fliegende Hambur-' ger", der neue Schnelltriebwagen auf der Linie Karlsruhe—Hamburg, unseren Bahnhof noch einmal in einer Probefahrt passiert hatte, durchfuhr der Zug heute morgen zum ersten Male den Bahnhof Gießen fahrplanmäßig — allerdings mit sieben Minuten Verspätung. Der Schnelltriebwagen, der eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 120 Kilometer je Stunde zu halten hat, durchfuhr unseren Bahnhof mit etwas beschränkter Schnelligkeit, die von zwei Kurven bestimmt wird, die er im Dienstbereich bes Bahnhofs zu passieren hat. Der Triebwagen würbe gespannt erwartet. Bald tauchte er Aus der Stadl Gießen. Eisenbahnwagen im Wald. Ich sah dich aus einem D-Zug-Fenster im Wald, Waggon 3. Klasse, einsam am Rand eines dichten Gehölzes. Die Räder waren dir abgehackt, du warst grau von vielen Sommern, die über dich hingegan- gen, von vielen Gewittern, die ihre Blitze um dich -ucken ließen, vom Regengeprassel der dunklen Herbstnächte, du standest im schütteren, gilbenden Gras, Knabenkraut wuchs um dich, die Blume Akelei, breiter Wegerich und Tausendgüldenkraut. Kaum zehn Meter von dir weg flogen die D-Züge vorbei, schaukelten langsam die Bummelzüge ins lichterhelle, sommerglühende Land. Du warst zur Ruhe gesetzt, ein Pensionär, vielleicht wohnten Bienen in dir, die Waldarbeiter hatten vielleicht ihre Gerätschaften in dich versteckt, aber du warst einmal neu und flogst funkelnd mit gelben Sitzen und glänzendem Dach mit vielen Kameraden durchs Land. Schicksal hat in dir gesessen. Witwen mit vergrämten Augen. Die Liebespaare, die zu einem Sonntagsausflug fuhren und nichts sahen außer sich selber und staunend entdeckten, daß sie im Auge des andern wie im Spiegel das eiaene Bild gewahrten. Die Schulmädchen schmetterten seuf- I zend ihre Mappen auf deine Bänke. Landsleute hoben schwere Rucksäcke auf deine Netze. Hühner, gackerten für eine kleine Stunde aus einem Korb, wenn Onkel Heinrich zu seinem Sohn in die große Stadt fuhr. Reisende hast du viele beherbergt: Männer, die sich freuten, fette Aufträge im Notizbuch zu haben. Sonntagsgäste, die mit dicken Dah- lienfträußen in schwieligen Händen dahinfuhren, um einen Verwandten im Krankenhaus aufzusuchen. Soldaten und die früh zur Arbeit fahrenden Männer mit den kurzen Tabakpfeifen. Müde, alte Manner, die zum letztenmal Eisenbahn fuhren und wußten es noch nicht. Junge Mädchen, die zum erstenmal in die steinerne Stadt reisten, ängstlich, neugierig, bang. I Die singenden Wanderer, die früh schon aus der heißen Stadt aufgebrochen waren, Sehnsüchtige nach Wiesen und Kiefernduft und den wiegenden Wipfeln der Buchen im Wind. Wieviel Gespräche gingen burch diese Abteile! Lachen und Schreien, stilles Weinen, hastiges Flüstern, wieviel Versprechungen, Wagen, hast du gehört! Wieviel Wünsche hat man sich ausgedacht in deinen kleinen, hölzernen Räumen, Abteil um Abteil. Nun stehst du allein. Nun hast du Ruhe. Nun hast du die gleißenden Stränge aus Stahl verlassen. Die Mücken brummen um dich, die Sommervögel sitzen auf deinem Dach, Schmetterlinge flügeln blau und zitronen und leicht wie der Wind vorbei, Admiral und Pfauenauge, Kohlweißling und winziger Bläuling und der dicke, seltene Totenkopf. r. k. Dornotizen. Tageskalender für Mittwoch. Gloria-Palast (Seltersweg): „Signale nach London". BOM-Untergau 116 Gießen. Dienstbefehl für die BDM.-Werkgruppen Gießen-Stadt. Mit dem 15. August beginnt wieder der regelmäßige Dienst. Die Scharführerinnen ber Arbeitsgemeinschaften setzen sofort ben ersten Dienst an unb benachrichtigen durch bie Schaftsführerinnen ihre Mädel. Außerdem treten alle Schar- und Schaftsführerinnen Geldverwalterinnen der Arbeitsgemem- schaften am Sonntag, 14. August, um 8 Uhr, am Universitäts-Sportplatz an, um den Untersuhrerm- nen-Dreikamps abzuleisten. Turnzeug ist mitzubringen. t , Die Führerin bes Untergaues: gez. Käthe Pfeffer, Untergauführerin. den Vorschriften des NeichstierschuKgesehes zuwider und machen sich strafbar. Sie handeln ober auch gegen ihren eigenen Vorteil, weil durch Schmerzen geplagte Tiere bei ihrer Arbeit weniger leistungsfähig sind, als gesunde und unbehinderte. Rundfunkprogramm Donnerstag. 11. August. 5 Uhr: Frühmusik. 5.45: Ruf ins Land. 6: Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Bäderkonzert. 9.30: Nur Koblenz- Tner: Nachrichten. 9.40: Kleine Ratschläge für Küche und Haus. 11.45: Eine ungewöhnliche Sprechstunde. Von Friedrich Gold-Guntram. 12: Mittags- konzert. 13: Nachrichten. 13.15: Mittagskonzert. 14: Nachrichten. 14.15: Musikalische Kurzweil. 15: Für unsere Kinder: Don Blumen und Tieren. 16: Nach- mitagskonzert. — Das Mikrophon unterwegs. — 18: Zeitgeschehen. 18.30: Der fröhliche Lautsprecher. 18.50: Unsere Kolonien. Dor klaren Entscheidungen. 19: Wolken und Wogen. Funkbogen vor einer Nordlandfahrt. 20: Nachrichten. 20.15: Unser singendes, klingendes Frankfurt. 22: Nachrichten. 22.20: Europameisterschaften im Schwimmen. Wasserball, 400 Meter (Männer), Entscheidung, 200 Meter Brust (Männer), Ausscheidung. 22.45: Unterhaltung und Tanz. 24 bis 3: Nachtmusik. Aus der engeren Heimat. Das Neurath-Haus in Alsfeld. LPD. Alsfeld, 9. Aug Das Neurath- Haus in der Rittergasse kann in diesem Jahre ein Jubiläum feiern, denn 2 5 0 Iyhre sind vergangen, seit es erbaut wurde. Im Jahre 1688 wurde es durch einen Ahnherrn des jetzigen Präsidenten des Geheimen Kabinetts, Konstcmttn Freiherr von Neurath, erbaut. Der Erbauer hi?ß ebenfalls Konstantin; er war Major bei dem Landausschuß, Amts- und Stad'tschultheiß und Fürstlicher Kontributionserheber. Die Familie Neurath wohnte ursprünglich in der Hersfelder Gasse. Ihr Wohnhaus wurde jedoch im Dreißigjährigen Kriege zerstört. In der Folgezeit, noch dem großen Kriege, gab es in Alsfeld drei Neurath-Häuser. Das älteste derselben, das Neurath-Haus am Markt, das von 1625 bis 1646 Apotheke gewesen war, wurde im Jahre 1659 durch genannten Major Konstantin Neurath für 800 fl. käuflich erworben. Er hat es bis an fein Lebensende 1719 bewohnt. 1688 erbaute er das Neurath-Haus in der Rittergasse, wo bislang zwei Häuser standen, Neurath erwarb beide Grundstücke und errichtete an ihrer Stelle den jetzigen stattlichen Bau. Das dritte Neurath-Haus am Schnepfenhain, die spätere alte Stadtschule, erwarb Neurath 'um das Jahr 1700. Noch dem Tode des Majors Neurath wurden die Besitztümer an die Erben verteilt. Das letzte Wohnhaus der Neurathschen Familie war das Hous am Schnepfenhain. 1795 verkaufte Friedrich Albrecht Konstantin von Neurath dos Haus für 200 fl. Seit dieser Zeit ist die Familie Neurath aus Alsfeld verschwunden. „Schotten als Paradies der KdJ.-Zahrer." s Schotten, 9. Aug. Die KdF.-Urlauber haben gestern unsere Stadt wieder verlassen. Ueber 400 Betriebsangehörige der Firma Opel aus Rüsselsheim und Umgegend waren über eine Woche unsere Gäste und fühlten sich im schönen Vogelsberg und bei der gastlichen Schottener Bevölkerung recht wohl. Diese Freude und der Dank für die Gastfreundschaft kamen bei dem Abschiedsabend am Sonntag in der Turnhalle zum Ausdruck. Ortsgruppenleiter Z e s ch k y und Kreisgeschoftsführer Bullmann sprachen ihre Freude über die schön verlaufene KdF.-Fahrt aus, die auch ein Werk unseres Führers sei. Ihm galt dos freudig aufgenommene Sieg-Heil. Ein Mitglied der Belegschaft sprach den Donk oller Urlauber aus, feierte Schotten als Paradies der KdF. - Fahrer und überreichte eine Dankadresse an Bürgermeister Menge l, der in humorvollen Worten erwiderte. An die Firma Opel, die diese Fahrt ermöglicht hat, ging ein Dankschreiben der Stadt. Bei Musik, heiteren Vorträgen und Tanz verflogen die Abschiedsstunden sehr schnell. Rüsselsheimer und Schottener Sänger vereinigten sich zu einem Gesongsckor- verein und trugen gemeinsam mehrere herrliche Lieder vor. In zwölf Autobussen fuhren die Urlauber am Montagfrüh wieder ihrer Heimat zu. Die Stadt hofft, im Herbst nochmals KdF.-Urlauber zu erhalten. — Mehrere L i ch t f l u t e r hat die Stadtverwaltung am Rathaus und in der Umgebung angebracht, so daß dadurch eine wunderbar wirkende A n st r a h- l u n g der altehrwürdigen Stadtkirche, des Rathauses und der alten Fachwerkhäuser ermöglich ist. Die Anstrahlung wird bei passenden Gelegenheiten oorgenommen. Am Samstagabend fand zur Freude der Bevölkerung die erste Anstrahlung statt, die allgemein gefiel. Brand im Transformatorenhaus. * Krofdorf, 10.Aug. Im hiesigen Trans- formatorenhaus geriet am gestrigen Dienstagmittag ein Oelschalter in Brand. Die Gießener Feuerwache wurde zur Bekämpfung des Feuers herbeigerufen und war sehr schnell zur Stelle. In knapp halbstündiger Arbeit konnten die Feuerwehrmänner den Brand löschen und damit alle Gefahr beseitigen. Der Brand ist wahrscheinlich durch Selbstentzündung entstanden. Landkreis Gießen. 4- Grünberg, 9. Aug. In einer vorbereitenden Sitzung des Gallusmorkt-Ausschus- s e s wurde mit der Kreiswaltung der NS.-Gemein- schäft „Kraft durch Freude" über die Ausgestaltung des Gallusmarktes beraten. Die Herren orientierten sich, in welcher Weise seither der Gal- lusmarktausschuß für Belebung und Hebung des Marktes durch allerlei Veranstaltungen und Ausgestaltung des Volksfestes gearbeitet hat. Von ihrer Seite wurden ebenfalls Vorschläge verschiedener Art gemacht, u. a. konnten sie auf eine erfolgreiche Ausgestaltung des Friedberger Herbstmarktes, der Stein- furter Rosenschau u. a. Hinweisen. In einer weiteren Sitzung in nächster Zeit soll das endgültige Programm für den diesjährigen Gallusmarkt festgelegt werden. — Anschließend wurde von der Kreiswaltung noch auf die am Samstagabend stattfindende Freilichtaufführung „Der Widerspenstigen Zähmung" durch die Rhein-Mainische Landesbühne hingewiesen. Diese Aufführung soll als Werbung für eine hier zu bildende N S. - K u l t u r gern e i n d e gelten. Wie Bürgermeister Krämer mitteilte, ist die Stadt dem Rhein-Mainischen Ge- meindekulturverbond als Mitglied beigetreten, und Grünberg wird in d^n Spielplan der Rhein-Mainischen Landesbühne ausgenommen. * Obbornhofen, 9. Aug. Da der seitherige Beigeordnete Heinrich Glockengießer sein Amt niedergelegt hat, wurde nunmehr Ortsbauernführer Heinrich K u l l m a n n zum Beigeordneten bestimmt und von Kreisleiter Backhaus in sein Amt eingeführt und verpflichtet. — Der Gemeinderat beschloß in seiner jüngsten Sitzung den Bau eines H I. - H e i m e s. Der Rohbau soll noch im Laufe dieses Jahres fertiggestellt werden. — Am vergangenen Montag verließ die einzige hier noch lebende Iudenfamilie unser Dorf. Das freigewordene Anwesen wurde von Otto Kammer käuflich erworben. Holzheim, 10. Aug. Am morgigen Donnerstag kann unser Mitbürger Hartmann Jäger in körperlicher und geistiger Frische seinen 82. Geburtstag feiern. Seine Ehefrau Klara, geb. Somes, konnte vor einiger Zeit ihren 80. Geburtstag feiern. Todessturz aus dem Fenster. Frankfurt a. M., 9. Aug. (Lpd.) In einem Hause am Affentorplatz im Stadtteil Sachsenhausen stürzte am Dienstagvormittag eine dreißigjährige Frau beim Reinigen der Flurfenster vom vierten Stockwerk in den Hof und war sofort t o t. Zuchtfohlenversteigerung in Hungen. * Hungen, 9. Aug. Die P f e r d e z ü ch t e r - Vereinigung Oberhessen hielt hier in Verbindung mit dem Tierzuchtamt Gießen eine Zuchtfohlen-Dersteigerung, verbunden mit dncr Prämiierung, ab. Zum Auftrieb kamen 16 Stut- und 20 Hengstfohlen des Kaltblutes und 7 Stut- und 18 Hengstfohlen des Warmblutes aus den ober- hessischen Zuchten. Es handelte sich größtenteils um ein- bis eineinhalbjährige Jungtiere von den bekannten oberhessischen Zuchthengsten. Der Besuch der Veranstaltung war trotz der augenblicklichen Erntearbeiten sehr gut. Aus der Tatsache, daß zwei Drittel der Tiere prämiiert werden konnten, ergibt sich schon die gute Qualität des aufgetriebenen Zuchtmaterials. Eingangs der Versteigerung begrüßte der Vorsitzende der Pferdezüchtervereimgung, Bauer Walther (Reichelsheim/W.) die Züchter und Bauern und wies auf den guten Fortschritt der oberhessischen Pferdezucht hin. Er betonte, daß durch diese zweite oberhessische Fohlenversteigerung den Züchtern die Möglichkeit geboten werden sollte, noch die später geborenen Fohlen zur Versteigerung zu bringen. Er dankte ollen für die Beteiligung und ermunterte die Züchter, in den Bestrebungen zur Hebung der oberhessischen Zucht fortzufähren. Die anschließende Versteigerung verlief langsam, aber dennoch wurde der größte Teil des aufgetriebenen Zuchtmaterials abgesetzt. Käufer waren die heimischen Züchter und der Aufkäufer aus der Uckermark, der allein etwa 15 Tiere erstand. Die Preise erreichten nicht ganz die Höhe der Veranstaltung in Reichelsheim, sie bewegten sich aber noch in den für die Verkäufer erträglichen Grenzen. Der Spitzenpreis erreichte fast die Höhe von 600 Mark. Das Ergebnis der Prämiierung: Kaltblut: Stutfohlen : 1. Preise: Züchter: Jakob Häuser I., Nieder-Weisel; Anton Wettner, Rocken- berg. 2. Preise: Friedrich Aßmuß, Wallernhausen; Otto Wolf, Wohnbach; Otto Belzer, Borsdorf; Rudolf Eifer, Ober-Widdersheim. 3. Preise: Ludwig Bach. Kirch-Göns; Heinrich Rahn, Angersbach; Ad. Beutel, Wallernhausen; Wilhelm Dern III., Leihgestern; Gustav Schmalz, Hungen; K. Kölsch, Weckesheim; Heinrich Leidner, Dillingen. Hengstfohlen: 2. Preise: Heinrich Rühl IV., Echzell; K. Weisel, Gambach; Wilhelm Sonntag, Inheiden. 3. Preise: August Petry, Hattenrod; Georg Huber, Nieder-Weisel; Reinh. Fritz II Wwe, Langd; Hch. Seipp III., Muschenheim; O. Arnold, Leihgestern; Alwin Kleinkurt, Langsdorf; Wolter Georg Jung, Leihgestern; Hch. Hirzinger, Borsdorf; K. Kölsch, Weckesheim; Ludwig Zoll, Rodheim. Warmblut: Stutfohlen: la-Preis: Konrad Gerhardt, Langd; Ib-Preis: Herrn. Doll, Dillingen; Ic-Preis: Karl Häuser, Atzenhain; 2. Preis: Ferd. Iochenh Dillingen; 3. Preis: Otto Koch, Nonnenroth. Hengstfohlen: la-Preis: Georg Blum, Melbach; Ib-Preis: Heinrich Grieb, Gambach; 2. Preise: Rudolf Küfer, Blofeld; Wilhelm Hubeler, Melbach; Adolf Bort, Langd. 3. Preise: Otto Kröll IV., Rodheim; Jakob Krämer, Rockenberg; August Kling, Rockenberg; Hermann Knorr, Birklar; Friedrich Aßmuß, Wallernhausen. » VM. aus Hessen-Aassaii erlebt Passau und Linz Mit der Obergauführerin bei den Fahrtengruppen des BOM. in der Bayerischen Ostmark. NSG. Passau, 9. Aug. Es ist am ersten Abend. Fünf Gruppen sind nach unserem Plan unterwegs nach Linz, da fahren, wir rasch nach der Jugendherberge in Kalteneder, drei Stunden hinter Passau. Wir staunen nach einer wundervollen Fahrt über die Höhen, über das helle, freundliche Haus, das uns hier aufnimmt. Die Mädel, es sind Mainzer, kommen eben mit lustigem Singsang vom Schwimmen. Passau, das sie am Dortag anfuhren, hat einen großen Eindruck auf sie gemacht. Sie sind am Spätnachmittag herübergewandert und haben nun gleich die ganze Fülle landschaftlicher Kostbarkeiten erlebt: die alte Dreiflüssestadt an der Donau, die Ueberraschungen dieser herben, großzügigen Landschaft, deren weite Höhen und grüne Täler doch mit keinem Teil Hessen-Nassaus zu vergleichen sind. Es ist, als hätte ein altes Volkslied Gestalt angenommen: in den kleinen, verlorenen Tälern bleibt es still und ernst, ganz in sich verträumt und versonnen, während die Höhen die heitere Obermelodie spielen, als wüßten sie mehr von dem befreienden Glück der Menschheit, oder als könnten alle Stürme ihnen nichts von ihrer Himmelsnähe rauben. Wir sitzen lange, singen und lassen uns erzählen. Die Verständigung ist manchmal nicht ganz einfach. Daß „Affe" hier „Muckel" heißt, und daß der Stotionsbeamte gar kein Verständnis dafür hat, daß Mädel. bei ihm „Affen" hinterlassen wollen, wos sich dann aber nach kurzem Anschauungsunterricht in freundliches Gewähren auflöst. Auch von dem Ernst und den Sorgen der Menschen hier im kargen Grenzland haben sie etwas erfahren, und sie haben den großen Willen, nichts zu übersehen und viel Freude mitzubringen. Aus der Rückfahrt finden wir Passau ganz verwandelt; hell strahlen Burg und Festung aus dem Dunkel, am Ufer der Ilz ranken sich bunt« Lampion- und Lichterketten um dichte Menschenmauern, schwimmende Lichter und heitere Musik zaubern ein Bild ausgelassener Lebensfreude. (Man feiert eben mit echt bayerischer Gemütlichkeit das „Ilzener H a f e r l f e st".) Die klingt auch am nächsten Morgen — es ist ein Sonntag — mit viel Sonne und Musik, mit feiertäglich gestimmten Menschen und gleitenden Booten über das Dreiflüsse-Eck, das uns wie die alte Burg mit ihrem Museum bannt und begeistert. So geht es auch den fünf Fahrtengruppen, die wir in der Jugendherberge treffen. Sie haben eine herrliche Donau fahrt bis Linz und zurück erlebt und meinen, daß etwas Schöneres wohl kaum noch kommen könnte. Darmstädter, Gelnhäu- ser, Hanauer und Wiesbadener Mädel haben da ihre ganze Fröhlichkeit entfaltet und olles an Bord mitgerissen. Der Kapitän des Dampfers hat sie vorbildlich betreut und sich gefreut, wieder Hessen- Nassauer auf der Fahrt in die Ostmark zu treffen. Nach einem frischen Bad wurde dann Passau besichtigt: das Ober- und Niederhaus mit seinem stolzen Blick über dos Drei-Flüsie-Land, das malerische Innufer, alte Gäßchen und breite, wohlhabende Barockbauten. Ueberall begegnet uns wechselvoll Geschichte, Treue zum Alten und Offensein für die Welt. Mittags lauschen mir dann dem Spiel der Domorgel, dem größten Instrument der Welt und erfahren voll Bewunderung die fast unbegrenzte Genialität eines deutschen Menschenwerkes, das die toten Steinhallen und mystischen Bildwerke mit der ganzen Innigkeit und Kraft deutschen Empfindens belebt. Passau hat wohl allen Kameradinnen in den kurzen Stunden nicht nur das eindrucksvolle Bild einer deutschen Grenzstadt vermittelt, sondern mar darüber hinaus verheißungsvolles Tor zum Erlebnis unerschöpflichen deutschen Lebens. E. P. Oer ZSZ.ASL.-Kindergarten eröffnet NSG. Kettenbach, 9. Aug. Nachdem erst vor menigen Wochen mitgeteilt werden konnte, daß der 350. Kindergarten der NSV. im Gau Hessen-Nassau eröffnet wurde, können mir bereits heute von der Weihe des 353. Kindergartens berichten, der am letzten Sonntag in Ke11enbach im Kreise Unter- taunus Gauamtsleiter Haug übergeben wurde. 42 Kinder der Gemeinde Kettenbach werden den neuen NSD.-Kindergarten regelmäßig aufsuchen und sich von Tante Moren betreuen lassen. Zwei hinter Gisela. Vornan von Hans Hifchammer. Urheberrechtschutz Verlag Oskar Meister, Werdau/Sa. 21 Fortsetzung (Nachdruck verboten!) „Da hoben Sie recht!" stimmte Fräulein Hinterhuber zu, aufs angenehmste berührt. Sie gelangte zu der Einsicht, daß sie Herrn Weißflohs wahre Natur bisher verkannt hatte. Der war ja gar nicht der griesgrämige, fade, Brockern für den sie ihn gehalten hotte, sondern ein ganz honetter Mensch, nichts dagegen zu sagen. Herr Weißfloh seinerseits kam zu ähnlichen Erkenntnissen. Sieh mal an, Fräulein Hinterhuber! Man hatte sie, wie es schien, ganz zu Unrecht für eine bissige alte Jungfer gehalten. Sollte man sich getäuscht haben? Sein vereinsamtes, trostbedürftiges Herz mar geneigt, sich von Fräulein Mertens ab- zuwenden und mit fliegenden Fahnen ins bayrische Lager hinüberzuwechseln. Warum nicht? Fräulein Mertens — nein, von ihr war nichts zu erhoffen. Ein junges, leichtfertiges Geschöpf, das sich seine Kavaliere anderswo suchte, wie der Augenschein nur allzu deutlich gezeigt hatte. Schade um die kleinen Aufmerksamkeiten, die man nutzlos an die junge, eingebildete Dame verschwendet hatte! Hingegen Fräulein Hinterhuber, war sie nicht eine edle Seele, wenn auch herb und verschlossen? War sie nicht auch vom Leben enttäuscht, sehnte sie sich nicht gleich ihm nach Trost und verstehender Zweisamkeit? Nach dem beglückenden Druck einer Freundschaftshand? Herr Weißfloh begann weittragende Entschlüsse in seinem Busen zu walzen. Gisela konnte nicht ahnen, daß das Bekanntwerden ihrer Beziehungen zu Herrn Radegast solch heftige Wirkungen verursachte. Sie ließ ihre Finger über die Tasten der Maschine springen, nahm den offensichtlichen Abfall der beiden zur Kenntnis und war entfchlo fen, ihren Ingrimm und den der gesamten übrigen Welt mit vollkommener Gleichgültigkeit über ich ergehen zu lassen. Was ihr bedeutend mehr Kopfzerbrechen machte, war das Rätsel, das jener Brief ihr aufgab. Dieser Bries war eine Drohung, bedeutete eine Gefahr, die irgendwo in einem Winkel lauerte und eines Tages über sie hereinbrechen würde. Nach langem Für und Wider kam sie schließlich zu dem Ergebnis, daß es doch am besten und einfachsten war, wenn man mit Walter über die Sache sprach. Vielleicht wußte er mehr als sie. Vielleicht vermochte er ihr zu erklären, was es mit diesem Bries für eine Bewandtnis hatte. Es mar vereinbart, daß Walter sie wieder ad- holen sollte, denn heute stand die Besichtigung der Wohnung auf dem Tagesprogramm. Als es dann aber soweit mar, fand sie nicht gleich den Mut, mit ihren Neuigkeiten herauszurücken. Herr Radegast hatte sich vom Hausverwalter die Schlüssel geben lassen und zeigte ihr nun nicht ohne Stolz die hellen freundlichen Räume. Die Wohnung befand sich in einem Neubaublock und bot alle erdenklichen Bequemlichkeiten. „Ich habe bereits gemietet. Wenn du Lust hast, kannst du schon jetzt deiner Frau Kretschmar Lebewohl sagen und dich hier einrichten, in diesem neuen Heim. Die Möbel sind bann schnell beschafft. Ich kann mif vorstellen, daß es dir Spaß machen würde, einmal dein eigener Herr zu fein, in deiner eigenen Wohnung schalten und walten und auf niemanb aufpassen zu müssen." _ Sie standen auf dem Balkon, die untergehende Sonne tauchte Giselas Gesicht in eine Flut von Licht. Sie blickte über den Rand des Balkons auf die Straße hinunter. „Ich habe gestern eine Freundin besucht", begann sie unvermittelt, und dann erzählte sie, welche Umstände dazu geführt hatten, daß sie jenen Brief auf dem Schreibtisch las. „Es war dein Name, der mir in die Augen fiel, und du kannst dir meine Bestürzung, meinen Schreck vorstellen, als ich diese unerwartete Entdeckung macht«. Da ich allein war, siegte die Neugierde. Ich nahm den Brief an mich und las ihn." Gisela hatte den Brief noch gut im Kopf, und so konnte sie ihm mit ziemlicher Genauigkeit wiederholen. „Der Brief stammt aus einem Notariat in Breslau, stell dir vor! Ist das nicht komisch?" ~ Sie löste ihren Blick keine Sekunde von dem Schauspiel, das das Leben und Treiben unten auf der Straße bot. Darum bemerkte sie auch nicht die Veränderungen, die auf Radegasts Zügen vor sich gingen. Die Farbe feines Gesichtes wechselte. Die Augen bekamen einen Ausdruck von Gehetztsein und maßlosem Grauen. „Notariat in — in Breslau? Allerdings — sehr komisch! Ich — verstehe kein Wort von allem! — Wie kommen diese Leute dazu, sich — sich mit mir zu beschäftigen? Kennen sie mich denn?" „Nicht die Spur! Ich bin doch mit der jungen Dome selber erst kurze Zeit bekannt!" Gisela 'erzählte, wie Fräulein Stoll eines Tages im Büro erschienen mar. „Es kommt mir beinahe fo vor, als wenn die beiden aus einem ganz bestimmten Grund meine Bekanntschaft gesucht hätten. Sag, Walter, hast du denn früher einmal in Breslau gewohnt?" Radegast, auf solche Weise überrumpelt, überlegte verzweifelt, was er antworten sollte. Einfach leugnen, daß er aus Breslau kam? — Das wäre am besten gewesen, aber es schien ihm zu gefährlich. Denn, es würde sich anläßlich des Aufgebots wohl nicht vermeiden lassen, daß Gisela in seine Papiere Einblick erhielt — und sie durste keineswegs, unter gar keinen Umständen, Verdacht schöpfen. Es war also doch klüger, wenn man Breslau zu- gab. Schön, man war dort geboren, man hatte zeitweise dort gewohnt. Dagegen mußte die Tätigkeit im Notariat um jeden Preis unterschlagen werden. „Allerdings!" antmorete er. „Habe ich es dir noch nicht gesagt? Ich bin dann aber nach Berlin übergesiedelt, das für einen Kaufmann doch ganz andere Möglichkeiten bietet." „Und — was hältst du von diesem merkwürdigen Brief?" „Er ist mir vollkommen rätselhaft. Ich verstehe nur soviel, daß diese Stolls darauf aus find, dich mir abspenstig zu machen und dich zu bewegen, daß du Herrn Stoll deine Aufmerksamkeit zuwendest. Warum — das entzieht sich allerdings meiner Kenntnis. Vielleicht verfügst du über heimliche Reichtümer, non denen ich nichts weiß." „Mach dir keine Hoffnungen! Ich bin arm wie ein« Kirchenmaus." „Dafür hast du andere Reichtümer, Reichtümer des Herzens, die mir wertvoller sind." Er griff nach ihrer Hand und küßte sie. „Was soll ich tun?" „Tja, Gisela, ich habe kein Recht und auch nicht die Absicht, dich zu beeinflussen, aber wenn ich dir einen Rat geben darf: ich würde an deiner Stelle diese Beziehung ein für allemal abbrechen. Aber — wie gesagt — es bleibt dir überlassen. Tu, was du für richtig hältst!" Gisela bohrte den Finger in die ausgetrocknete Erde des Blumenkastens. Hätte sie bloß diesen häßlichen Brief nie gelesen! Heli Stoll hatte ihr so gut gefallen. „Du hast recht, Walter! Fräulein Stoll wird mich nicht mehr zu Gesicht bekommen. Nötigenfalls habe ich eine plausible Ausrede: die Vorbereitungen zur Hochzeit, die Einrichtung der Wohnung, eine Menge Arbeit, die meine Zeit vollkommen in Anspruch nimmt!" Großartig, Gisela! Ich wußte ja, daß du zu mir halten würdest! Und wann willst du dein neues S>eim beziehen?" „Am liebsten würde ich es schon morgen tun!" „Ausgezeichnet! Da wallen wir gleich heute noch die Möbel aussuchen. Komm!" 24. In Wirklichkeit war Walter Radegast keineswegs so zufrieden, wie er sich Gisela gegenüber den Anschein gab. Er erkannte die ungeheure Gefahr, die seinen Plänen von jener Seite drohte, und er glaubte auch zu wissen, aus welchen Gründen man Gisela von ihm wegzulocken versuchte. Wie aber waren dies« Leute hinter sein Geheimnis gekommen? Aus welche Weise hatten sie erfahren können, daß er sich um Gisela Mertens be« mühte? Da er nicht wußte, wie harmlos alles zugegangen war, glaubte er sich geheimnisvoll von Spionen umlauert, und seine Angst steigerte sich ins Krankhafte. Es bedurfte des Aufwandes seiner ganzen Kraft, um sich vor Gisela nicht zu verraten. Zum Glück war sie vom Auswählen der Möbel so in Anspruch genommen, daß sie wenig auf ihn achtete. Aber als der Kauf getätigt und schnellste Lieferung vereinbart mar, schickte er Gisela nach Hause, indem er vorgab, zu einer geschäftlichen Zusammenkunft verabredet zu sein. Als sie sich verabschiedet hatte, war er einem Zusammenbruch näh«. Seine Nerven zeigten sich der starken Spannungsprobc nicht gewachsen und drohten ihm den Dienst zu versagen. Er war eben nichts weiter, dieser Walter Radegast, als ein armseliger kleiner Gelegenheitsdieb, eine lächerliche, feige Kreatur, die bei der ersten Gefahr den Kopf verlor. Er eilte zu Frau Malick, überzeugt, daß sie Rot wissen und ihm helfen würde. Schließlich war es ja ihr Geld, das auf dem Spiele stand. Mochte sie zusehen, wie sie sich vor Verlust bewahrte. Er traf die gute Dorothea in der abscheulichsten Stimmung an. Jener Mann, Holz, war in feiner Verzweiflung auf den naheliegenden (Einfall gekommen, sich kurzerhand an die Polizei zu wenden, und nun schwebten höchst peinliche Ermittlungen. Frau Malick hatte nämlich die Unvorsichtigkeit begangen, für das gewährte Darlehen einen Zinssatz zu fordern, dessen Höhe sich mit den Gepflogenheiten eines ehrlichen Maklers nicht recht vereinbaren heft. „Das hat man nun für fein Entgegenkommen! zeterte Frau Malick. „Er war ja eirroerftanoen. Wenn er ein Wort gesagt hätte, daß ihm zehn Prozent zu hoch sind — (Fortsetzung folgt!) gegen ..ichgen WÄpDdpk sf&t '■» K feiner f ist d°- tf« I* Äj ausdehnt. *’ Ä K» *n 61 üm die,j ms Sennen un „|6em S-chl-n- xigangcnen Son, Lei Am kommenden Leichtathleten miet Länderlämpien tr oegen mehr oder °»M- 6* DeuWand-v^ Daneben trifft ei lrtrn in Brüssel land; beste Fra aus einen nicht Die Betreuer \ verstanden, die rechten Zeit ir Breslau legte . Zeiten und Wc waren. Jnzwisch Leistungen und unsere Vertretei Hochform den st würden. Und i Aussichten selbsi Nation der Wel 3n den beibei nicht mit einem Wmfon bjm. 5 schlagen fein. Hb M angenehme L WH unsere W in dener M besten Was! können. ' Mr 1500 Meter Jin Dagegen w Syring auf über 10000 A Aerg e^e gr den Amerikaner die beiden f)ürl hoffen wir aus Auch die beider Uebersee nicht h'ndernislaus s, M'schen dem M 'ey werden. ~ Recht unterschi ^ung, Wurf, ^"9 em ame tonnte es Wei den zweiten ,n öoppelsiea de 7/lner sM ’ Mprung d Der L« 'n seine be ^'«schieds Wn r ®ruPp( SÄ-ni, && WS !Ä‘i S hi/VQr g >Men’s ®' M,*s s . ■ AW AM ■: ■/, Mi 1 W;,x v- -ML- -. ff; j*' j ''" ' s ‘ SJt.-tfport gen. n Deutschlands Kanusportler holten vier Weltmeistertitel. bekannt, daß er mit dem Gegner wachst, und ein Gegner von großem Format wird der amerikanische Meister bestimmt sein. Auf eine Menge von Gutpunkten dürfen wir bei den vier letzten, technischen Disziplinen rechnen. Wenn wir Glück haben, könnte es hier vier deutsche Siege geben, auf zwei rechnen wir bestimmt: im Hammerwurf — und hier sogar mit einem Doppelerfolg! — mit ..Hein und Blask und im Speerwurf durch Stock. Ob Lampert und Schröder dagegen die amerikanischen Diskuswerfer P. Zager und Ph. Levy bezwingen können, die beide schon über 50 Meter gekommen sind, ist sehr fraglich. Unser Olympiasieger im Kugelstoßen, Hans Wöllke, hat am letzten Sonntag mit einem Wurf von 16,02 Meter bewiesen, daß er wieder im Kommen ist. Er wird es aber auch in bester Form nicht leicht haben gegen Francis Nyan und William Watson, die auch an die 16-Meter- Leichtathletik-Kamps an drei Ironien Das Berliner SroßereigniS: Deutschland-USA. Der Stand der Deutschen rNotorrad-Meisterschoft. 250c cm: 1. Ewald Kluge (Auto-Union-DKW ) 15 Punkte; 2. Bernhard Petruschke (Auto-Umon- DKW.) 9 P.; 3. Karl Lottes-Marburg (DKW.) 2 P.; 4. Hermann Gablenz-Karlsruhe (DKW.) 1 Punkt. 3 50 c cm: 1. Walfried Winkler (Auto-Union- DKW.) 8 Punkte; 2. Karl Bodmer (NSU.) 5 P.; 3 Johannes Bungerz (DKW.) und Heinrich Fleischmann (NSU.) je 3 P.; 5. Siegfried Wünsche (Auto- Union-DKW.) 2 P. 500 ccm: 1. Georg Meier (BMW.) 13 Punkte; 2. Karl Gall (BMW.) 8 P.; 3. Wilhelm Hertz-Lampertheim (DKW.) und Georg HiDebrandt-Hamburg (BMW.) je 1 Punkt. Pon den 14 Nationen, die an den ersten Weltmeisterschaften der Kanufahrer in Stockholm-Waxholm teil- nahmen, war Deutschland nach dem gastgebenden Schweden das erfolgreichste Land, indem es vier Weltmeistertitel eroberte. Don den erfolgreichen deutschen Kanufahrern zeigen wir hier den Wiener Polizisten N e u m u l l e r (rechts), der im Einer-Kanadier der Beste war, und die deutschen Weltmeister im Zweier- Kanadier Proisl-Weinstabl (1. und 2. von links) nach ihren Sie- (Schirner-M.) Die Dreizehn tat ihm nichts! Aus dem Leben des Pour-le-merite-Slieger« von Schleich. ^si-Eck, bas uni \ sirnn bannt un) rtengnippen, dir . Tie haben eint Linz und p schöneres wvh! 'täbter, Telnhäii' Nabel haben in ib alles an Ach psers hat sie dop [ wieder Hesse'. \ tmart zu trejic bann Passau b* 5 mit seinem [tf; ib, bas malerisV >ite, wohlhabeck 15 wechselvollC^ )ffensein für hi-' i bem Spiel nt ber Welt B fast unbegrenzte mwerkes, bas dir Wbmerfe mit der fjen Gmpfinbens binnen in ben »rucksvolle Pilb X, war Lot M Erleb' ms. E.P. arten eröffn«! Nachdem erst oor m konnte, daß bei Sou Sje|iwMln its heute von ber berichten, ber m 1 im Steife W übergeben m* nbad) »erden d elmäfeig tuen lassen.__ Torraum — verhängt werden. Gerade diese neue Bestimmung, die im Zuge der vom Reichsfochamt betriebenen „Reinigungsaktion getroffen worden ist, wird ihr Teil zu einer wesentlichen Beruhigung der oft sehr stürmischen Atmosphäre beüragem Es ist allerdings notwendig, daß eine mißbräuchliche Anwendung unterbleibt. , ^um Schlüsse wurden dann noch Fragen aus Der Praxis besprochen und die Arbeitstagung in der | üblichen Weise geschlossen. Manfred von Richthofen, Lärzer und Harry von Bülow. * In der Nachkriegszeit finden wir Schleich als Fluqleiter bei der Süddeutschen Lufthansa m Mun- chen 1929 wird er Fluglehrer und AusbÜdungs-j leiter beim ehemaligen Leichtflugzeugklub München, und man darf ruhig behaupten, daß fast feder Münchner Sportflieger jener Zeit von s-chleich per- sönlich geschult und ausgebildet wurde. Zusammen mit seinem ehemaligen Kriegsbeobachter, Rittmeister Sch mal schlüge r, und Major H af n e r stellte Schleich die ---Fliegerstaffel Sud aus, deren Führer er wurde. Schleich gelang es auch als erstem mit einer Staffel von sechs Flugzeugen, das Hakenkreuz am Tragdeck, durch Deutschland zu fliegen und sur die Idee Adolf Hitlers zu werben Bei einem Wahlflug unseres Führers gab diese Staffel dem „Hitler- Flugzeug" das Ehrengeleit. Als Obergebietsführer und Ehrenführer der Flieger-HI. leitete von Schleich nun, zusammen mit Rittmeister Schnmtfchtäger, die giugausbi biwg der Hitler-Jugend von 1933 bis Anfang 1935. Er schildert die Aufgaben, die seiner und aller alten Kriegsflieger harren: „Trotzdem sind mir Knegs- ©fötDet! durch kure Mitgliedschaft ,ur NSV. deren vorsorgeoedeit für die 6t- funüerlioltung des deutschen Menschen. ^lei: a.,. I tllnet hN ÄK \ »in* mH11* M Möi "rQb Sich» 'lonnenroth Wim Hubel«, Preise: Dtti er. Nockenber«' Knorr. PirN«. flieqer mit 40 Jahren nicht altes Eisen, wir haben uns unseren Idealismus bewahrt, doch haben wir andere nicht weniger ideale Aufgaben als unsere jungen Kameraden. Wir haben die Aufgabe, als alte' Frontkämpfer ein inniges Band mit der Jugend zu knüpfen, wir haben die Pflicht, unsere Begeisterung für unseren herrlichen Beruf aus die Jugend zu übertragen ... So wie die deutsche Jugend der Träger des neuen Deutschlands geworden ist, wird sie auch der Träger des kommenden Flugwesens werden, denn sie ist das wertvollste Material ,edes Sports, jo auch des Flugsports! Heute ist Ritter von Schleich Kommandeur eines Jagdfliegeroerbandes. Walter Zuerl. Grenze herankommen. Alles in allem ist mit einem knappen Sieg der Amerikaner zu rechnen. Aber die Deutschen haben schon bei den Olympischen Spielen in Berlin eine Bresche in die Front der Yankees geschlagen, und warum soll dieser Vorstoß nicht erneuert werden? Bor einem Sieg gegen Belgien? Zum zweiten Male erst stehen sich am Wochenende, ebenfalls an zwei Tagen, m Brussel die Athleten Deutschlands und Belgiens in einem Landerkampf gegenüber. Wir rechnen sicher mit einem deutschen Siege, auch wenn Deutschland nur durch eine „zweite" Besetzung vertreten sein kann. Die bekanntesten Leute in der deutschen Mannschaft sind: Riether, Mellerowicz (Sprintstrecken) Rodens (400 Meter), Jakob, Strößenreuther (la00 Meter), Scheele (400 Meter Hürden), die beiden Hochspringer Langhoff und Gehmert sowie im Stabhochsprung Müller und Sutter. Don unseren Gegnern ist nur der Weltrekordmann Mostert große Klasse, der über 800 Meter und 1500 Meter starten wird. Deutschland—Polen der Frauen. Gleichfalls zweitägig ist der Länderkampf, den unsere Frauen in Posen gegen die Polinnen bestreiten Es geht dabei um den endgültigen -vesttz des vom polnischen Botschafter in Berlin gestifteten Ehrenpreises. Obwohl die deutschen Leichtathletinnen gerade in letzter Zeit mit ganz überragenden Leistungen und neuen Weltrekorden aufwarteten, dürfen wir die Polinnen nicht unterschätzen, die ihre , überragende Kraft in Stella Walasiew.cz haben । die in nicht weniger als fünf Wettbewerben startet. । Bei der unbeschreiblichen Härte der Polln durste sie [ auch durchhalten und überall eine gute Rolle spielen. hUorgen hin!* gtfyi e 6*. nhe ,chen @n*" «" MNlSvoU v . s ten Lauf zur Deutschen Meisterschaft für Krafträder. Wenn auch das Marienberger Dreiecksrennen am 4. September als letzte Prüfung gilt, so ist doch die Entscheidung schon so gut wie gefallen. Ewald Kluge (Auto-Union-DKW.) ist in der 250-ccw-Klasse mit 15 Punkten bereits Meister. Walfried W i n k - ter führt in der 350-ccw-Klasse auf DKW.^mit einem Dorsprung von drei Punkten vor dem NSU- Fahrer Bodmer und dürfte sich die Meisterschaft nicht nehmen lassen. Er hat schon gewonnen, wenn er in Marienberg nur Zweiter wird. Wie im Vorjahr, hat sich BMW. die Meisterschaft in der Halb- literklasfe gesichert. Der junge Georg Meier fuhrt hier nach einer eindrucksvollen Erfolgsserie mit 13 Punkten. Der Dorjahrsmeister Karl Gall liegt trotz seines Unfalls bei der Englischen TT. mit acht Punkten an zweiter Stelle Regelbesprechung. Die alsdann vorgenommene schriftliche Beantwortung der wichtigsten und hau- Haften xur Entscheidung stehenden Fragen bewiesen wie dringend notwendig eine planmäßige Aus- und Fortbildung der Schiedsrichter ist. Bestehende Unklarheiten wurden eingehend besprochen und so die Voraussetzungen für eine einheitliche Handhabung des Regelwerkes geschaffen. — Ab 1. August 1938 wird auch ein IZ-Meter wegen grober und roher Verstöße gegenüber einem Gegner auch in der eigenen Spielhäfte — ursprünglich nur im eigenen Krei-schied-richtertag in Dillenburg. 1 Am vergangenen Sonntag tagten di- Schi-ds- richter des Kreises 8 in Dillenburg unter Te.lnahme de« Gauschiedsrichterabmannes Wi n g-ns el» IJuIda,. Kreissutzballiachwart Henkel W" - Kreisschiedsrichterobmann Gutmanns«« sawie der Grupp-nleittr der Sch.edschAk°m°-°S Mafien von Gießen, Wetzlar und Dill, Nahezu Echiedsrichter und Anwärter hatten M den, um bereits am Vormittag auf dem -P^S des Reichsbahn-Turn. und Sportvereins Dill-nbu g die vorgeschriebenen Pslichtubungen. Laus, Weitsprung und Kugelstoßen, IN verschiede Altersklassen abzulegen. Nach ;'uer kurzen spräche durch Kreisfußballfachwart H e ” ähn; ßen) begannen die Wettkämpfe m d n annftf}af= ten Disziplinen, dazwischen spielten die c’?enö ten von Wetzlar gegen die Gruppe anschUetze traten die nächsten Paarungen: Untergrupp bera und die Gruppe Gießen zu einem 4 . 30-Äinuten-Fußballwettkarnpf Zusammen. Es wu vereinbart, daß der Sieger aus diesen b° deni Sm£ l°n am Nachmittag zum Endspiel Suf°ni-n°"tr°tt sollte, das dann von der Wetzlarer Grupp 9 9 Gießen mit 3:0 Toren gewonnen wurde. Im Anschluß an di- sportlichen Kamps »urd die weitere Tagung im Hotel Thier abg sch wobei die Kameraden Wingenfeld, Henkel un mann noch über viele wichtige Frage ref ' Kamerad Wingenfeld stellte mit besonderer V f bigung fest, daß er in feiner Kreisschiedsnchter- kameradschaft eine derartige Beteiligung und solch befriedigenden Verlauf gefunden habe u könne nur sagen, daß wir ein großes ^uck in ier Beziehung weitergekommen ^'^n. Versch Kameraden erhielten das schwarze Führer abz ) des Reichsbundes für Leibesübungen, sowie JCiwem bes Bundes. Als der Reichsjugendführer Baldur von Schirach im Jahre 1933 den bekannten Pour-le-merite«9lieger Major Eduard R i t - ter von Schleich zum Ehrenfuhrer der HI. ernannte, mag das wohl eine der schönsten Auszeichnungen für Schleich gewesen sein. Seine Berufung zum Stab per YJ. iciqte so recht die Verbundenheit dieses alten Kämpfers mit der deutschen Jugend, per er immer als Vorbild dienen wird. In diesen Tagen wurde Ritter von Schleich 50 Jahre alt. Aus dem Leben und den Schicksalen dieses Fliegers bringen wir im folgenden einige packende Ausschnitte. Von Schleich wurde am 9. August 1888 als Sohn des .bekannten Kunstmalers in München geboren. Seine aktive Dienstzeit verbrachte er beim 11. Infanterie-Regiment in Regensburg und meldete sich nach Heilung seiner Verwundung vom 25. August 1914 im Jahre 1915 sofort zu den Fliegern, deren tapferster und schneidigster einer er wurde. Vom Mai 1915 ab ist er bei der Flieger-Ersatz- Abteilung I (Fea I) in Schleißheim und Schneidemühl, übernimmt dann die Führung der öliger, schule Schleißheim bis zum 20. November^ 1915. Von Mitte 1916 bis 12. Februar 1917 ist er Führer der Fea I, Schleißheim, wird dann Führer der Schutzstaffel 28 und kommt anschließend zur^Jasta 1 in Valenciennes, deren Führer der 1928 als Verkehrsflieger abgestürzte Hauptmann Zander ist. Endlich wird der junge Oberleutnant selbst Führer der preußischen Jasta 21 und schießt am 25. Ma. 1917 seinen ersten Gegner, den bekannten Franzosen G o r m e, der schon 30 Luftsiege hatte, über Moron- Petit-Dillers ab. Der schwarze Ziffer. Ministerialrat Ludwig Pietz f. Lpd. Darmstadt, 9. Aug. Vor einigen Tagen war auf der Reichsautobahn ein von einer Frau gesteuerter Personenkraftwagen mit einem Lastauto zusammengestoßen, wobei die 61 Jahre alte rfrau Ion Bechtold (Frankfurt) sofort gelotet wurde. Ihr mitfahrender Schwiegersohn, Ministerialral Ludwig Pietz aus der Bouverwaltung der hessischen Landesregierung, war mit schweren Verletzungen ms Heidelberger Krankenhaus eingeliefert worden, wo er nun gestorben ist. Ministerialrat Pietz war 26 Jahre lang an verantwortlicher Stelle der Bauverwaltung tätig. Eine qrofte Reihe von Bauplanungen und Ausführungen im Bauwesen des Staates und der Gemeinden waren das Ergebnis feiner baukünstlerischen Tätigkeit im Außendienst. Sein Arbeitsgebiet umfaßte ferner die Bearbeitung und Ausführung der zahlreichen nach Kriegsende erstellten staatlichen Wohngebäude. Zu erwähnen ist insbesondere noch seine Tätigkeit für die jüngste bauliche Gestaltung der Staats bä der Bad-Nauheim und Bad Salzhausen, sowie jeinc Mitwirkung^ beim Umbau der Mainzer Straßenbrücke. Er war Mitglied des Technischen Oberprüsunasamtes sowie als Vertreter der hessischen Bauverwaltung Mitglied des Deutschen Hochbau-Normen-Ausschusses. Professor Dr. Gustav Klemm f Lpd Darmstadt, 9. Aug. Kurz nach Doll- enbung seines 80. Geburtstages ist in Darmstadt der frühere Direktor der Hessischen Geologischen Landesanstalt Oberbergrat Professor Dr. Klemm, gestorben. Am 8. Juli 1858 in Dresden geboren, war er seit 1892 an der Geologischen Landesanstalt tätig und von 1915 bis 1924 ihr Direktor. Als freiwilliger Mitarbeiter hat er feine reichen Erfahrungen und hervorragenden Kenntnissen auf dem Gebiete der Mineralogie und Geologie in dankenswerter Weise der Geologischen Landesanstalt zu Verfügung gestellt. Einige Jahrzehnte hat Professor Dr. Klemm auch an der Technischen Hochschule Darmstadt Vorlesungen gehalten. Sein wissenschaftlicher , Ruf ist über die deutschen Grenzen hmausgedrungen; von seinen vielen Arbeiten sind besonders die über : den Od iiwald, Spessart, Schwarzwald und einige : Alpengebiete bekannt geworden. Drcifompf der Brigade 147 gegen Standarte 116. Am gestrigen Dienstagabend standen sich auf dem llnioersitätssportplatz die Kampfmannschaften der SA.-Brigade 14 7 und der SA. - Stan - darte 116 im Dreikampf gegenüber. An den Leistungen der einzelnen Kampfarten (75-Meter- Lauf, 100-Meter-Lauf, Weitsprung und Kugelstoßen) konnte man die gute Durchbildung der SA.-Führer erkennen. Schon in den vorangegangenen Fußball- und Handballspielen war äußerster Kampfgeist klar zu ernennen. An den Sportkämpfen der Brigade und Standarte beteiligen sich nicht nur junge Sportler, sondern jeder SA.-Führer, gleich welchen Alters und ungeachtet seiner früheren sportlichen Ausbildung. Gerade das ist der Zweck des Sportgedankens in der SA., daß jeder SA.-Führer und SA.-Mann in sportlicher Hinsicht eine Ausbildung erfährt, feinen Körper stählt und widerstandsfähig macht und erhält und somit den Sport auf breitester Basis ausdehnt. Spitzenleistungen sollen unter keinen Umständen gezüchtet werden, vielmehr geht es bei dem SA.-Sport darum, jeden einzelnen in möglichst vielen Sportarten gut durchzubilden. Um die Deutsche Motorrad- Meisterschaft. Das Rennen um den Großen Preis von Europa Recht unterschiedlich sind auch die Aussichten in Sprung, Wurf und Stoß. Während im Stabhochsprung ein amerikanischer Doppelerfolg sicher ist, konnte es W e i n k ö tz im Hochsprung wenigstens auf den zweiten Platz bringen aber auch hier wäre ein Doppelsieg der Gäste keine Ueberra|d)ung. Un er neuer Rekordmann Kotratschek und auch Möllner sollten im Dreisprung für einen deutschen Sieg gut sein. Mit größter Spannung wird im Weitsprung der Zweikampf Lang "T ^efielb erwartet. Der Leipziger ist m diesem ^hre noch nicht in seine beste Form gekommen, aber es ist Am kommenden Wochenende stehen Deutschlands l Leichtathleten wieder vor großen Aufgaben. In drei < Länderkämpfen treten unsere Männer und Frauen ! gegen mehr oder weniger starke Gegner an. Das ] wichtigste Ereignis ist natürlich die Begegnung : Deutschland—im Berliner Olympiastadion. • Daneben trifft eine zweite Auswahl unserer Athleten in Brüssel auf Belgien, während Deutschlands beste Frauen nach Polen reifen und dort auf einen nicht zu unterschätzenden Gegner stoßen. Die Betreuer der deutschen Leichtathleten haben es verstanden, die Kämpfer der ersten Garde zur rechten Zeit in beste Form zu bringen. Schon Breslau legte Zeugnis davon ab, auch wenn die Zeiten und. Weiten damals noch nicht überragend waren. Inzwischen aber gab es eine Reihe sehr guter Leistungen und Rekorde. Es sieht so aus, als ob unsere Vertreter am Samstag und Sonntag in Hochform den starken Amerikanern gegenübertreten würden. Und in diesem Falle sind Deutschlands Aussichten selbst gegen die stärkste Leichtathletik- Nation der Welt nicht schlecht! In den beiden Sprintstrecken wagen wir nicht mit einem deutschen Sieg zu rechnen; Ben Johnson bzw. Perrin Walker werden kaum zu schlagen sein. Aber schon ein zweiter Platz märe eine angenehme Ueberraschung für uns. Wesentlich beßer sind unsere Aussichten m den beiden Mittelstrecken, in denen Hardig und L l n n h o s s unsere besten Waffen sind und selbst die Amerikaner schlagen können. Mit Charles Fenske als ©tarier über 1500 Meter dürfte auch der Sieger gegeben sein Dagegen rechnen mir mit dem alten Kämpen Sn ring auf der 5000-Meter-Strecke, und auch über 10 000 Meter müßten Schön rock und Bera eine gute Rolle spielen. Ganz sicher sind den Amerikanern Walcott, Tolmich und ^tterson die beiden Hürdenstrecken, lediglich über 400 Meter hosfen wir auf einen zweiten Platz für Deutschland. Auch die beiden Staffeln dürsten den Gasten aus Ueberfee nicht zu nehmen fein. Der ^000-Meter- Hindernislauf fällte zu einem spannenden Kamps zwischen dem Münchener Kaindl und McClus- (einer erraten 3 iobel st n ihn 0* 11 nb schn^, östlich-" i aeivaiWn, § , als /.fei«** den W l sie > bs in tioi"' -5M w ,r Jil*’ Ö-iD auf dem Sachsenring bei Hohenstein-Ernstthal am vergangenen Sonntag bildete gleichzeitig den drit-1 Einmal hatte Schleichs Staffel einen nagelneuen französischen Spad erbeutet, der auf unseren Linien iur Landung gezwungen worden war. schleich wollte nun, nachdem er sich ordentlich daraus em- geflogen hatte, mit der Maschine nut deutschem ÄbZeichen über die Front fliegen. Als er gegen die Mittagszeit in 4000 Meter Höhe flog, sah er fünf Spads ankommen, die von ihm keine besondere Nvti, nahmen. Schleich hängte sich nun seinen Kollegen als sechster an und flog ungefähr drei Minuten mit diesen Franzosen zusammen. „Wie mir zumute war", schreibt Schleich darüber sag ich nicht gerne; auf jeden Fall so dämmerig, daß ich mein Herz am Halse klopfen spürte!" „Gott sei Dank, der andere!" Endlich gab er sich zu erkennen indem er vor den Kollegen" flog und fortwährend Kurven drehte, damit diese die Eisernen Kreuze sehen formten, sofort griffen nun die fünf an, aber Schleich war höher unb daher im Vorteil. Als der erste gefallen war war auch seine Munition zu Ende, und so mußte er heimfliegen, wo eben die Meldung kam, daß ein Spad einen anderen abgeschossen hatte. „Gott sei Dank war es der andere!" berichtet Schleich. Nach dem 25. Abschuß erhält er am 5. Dezember 1917 den Po u r le merite und übernimmt dann die Führung der 32. Jagdstaffel in der Jagd- aruppe VIII. Kurz nach seiner Beförderung zum Hauptmann wird Schleich zum Ritter- des M'litar- Mar-Josef-Ordens ernannt (6. Juli 1918) und kurz vor Kriegsende (30. September), nachdem er seit 15. März Führer der Jagdgruppe selbst geworden i war, Kommandeur des Jagdgeschwaders Iv 3 5 Abschüsse konnte Major von Schleich im Kriege erzielen. Seine teuerste Erinnerung aus per Front- > -eit ist ein Zigarettenetui mit eigenhändig emgra- i viertem Namenszug der Flieger Göring, Udet, In Schleichs 21. Staffel flogen auch Vizefeldwebel Thom und Leutnant T h u y , beides spatere Pour-le-merite=3lieger. Nach einer erfolgreichen Tätigkeit in der Gegend des „Toten Mann verlegte die Staffel ihre Tätigkeit nach Verdun. Hier hatte Schleich, allem Aberglauben trotzend, am 13. September mit Flugzeug Nr. 13 fernen 13. Gegner in 800 Meter Höhe abgeschoffen. Seme Maschine streicht er nun schwarz an, und so nennen ihn die Engländer den black kmght (schwarzen Ritter), wie sie Richthofen den "Noten Ritter Göring den „Lächelnden Ritter und Udet den Tollen Ritter" (wegen seiner tollen Kunstfluge) nannten. Dieser Name Schleichs hatte auch viele Jahre nachher wieder Bedeutung erlangt, als er von einem englischen Kampfflieger, Mafor Dröper, feinem früheren Gegner, im ©omnier 1932 nach drüben eingeladen wurde und, dieser Em- ladung Folge leistend, in der schwarzen Uniform der -- nach England flog. gelungenen Kreisschiedsrichtertag. < Lehrarbeii im Fachami Handball. , 3u einer ersten, der Vorbereitung für die neue ; Runde dienenden Arbeitstagung, trafen sich am Sonntag die Handball-Schiedsrichter m Dutenhofen, um zunächst einmal die richtungweisenden Aussich. rungen und Belehrungen des Krelsschiedvrichter^ obmanns entgegenzunehmen und dann durchs den Kreisfachwart die Parole für die kommende Spielzeit zu empfangen. Obwohl der Zeitpunkt nicht gerade günstig gewählt war, hatte sich eine stattliche Anzahl Schieds- richter aus dem gesamten Kreisgebiet zusammen- gefunden, die eingangs durch Kreisfachwart L u h begrüßt wurden. Zur Tagesordnung übergehend, machte er dann auf den Wert der Schiedsrichter- Bewegung aufmerksam und unterstrich immer wieder daß mit dem guten Schiedsrichter gerade das Handballspiel stehe und falle. Bis jetzt s^en m unserem Kreis kaum Klagen zu verzeichnen gernefen o daß die Aussichten für tue Zukunft ebenfalls als qünstig bezeichnet werden konnten. Ein guter Stamm und genügender Nachwuchs seien ledensalls vorhanden Das alles gebe die Gewißheit, daß auch hie neue Runde, die wahrscheinlich noch Orofeere Anforderungen an die verantwortlichen Manner stellen werde, dank des penonlichen Eustatzes der Schiedsrichter wieder unter Dach und Fach gebracht Serben könne. Dringend notwendig allerdings s.i Handball- und Fußball-Schiedsrichter lagen. ' Ein kameradschaftlicher Teil beschloß den wohl- MMMM' Demokratie und Ausrüstung werden. ss. Als Buntes Allerlei Meister der Maske. scheinbar etwas ab, aber nur mit Hilfe des P o i n -1 c a r e - F r a n k, der den Preisspiegel im Inland senkte, immer an dem Goldfrank gemessen. Für das Haushaltsjahr 1927/28 hatte Frankreich 1,3 Milliarden Mark erreicht, England dagegen hielt sich bei 2,6 Milliarden Mark. Die Vereinigten Staaten aber gingen über 2,8 Milliarden Mark hinaus. Gerade das hatte gute Gründe, denn nach dem Kriege begannen die Vereinigten Staaten zum Aerger und Verdruß Englands eine Kriegsflotte zu bauen, die 1928 nach Zahl und Tonnage größer und stärker war als die Englands. Diese Aufblähung des Kriegshaushalts der großen Demokratien ganz im Gegensatz zu ihrem Pazifist!- s ch e n G e r e d e erklärt sich u. a. auch durch die Entwicklung der Luftwaffe. Bei Beginn des Großen Krieges hatten England, Frankreich, die Vereinigten Staaten und ihre Verbündeten insgesamt nicht viel mehr als 150 Militärflugzeuge. Gegen Ende 1927 zählte Frankreich allein 1650 Militärflugzeuge, Großbritannien 834 und die Vereinigten Staaten 7001 Stück. Deutschland besaß zu gleicher Zeit zwar auch 512 Flugzeuge, allein sie dienten ohne Ausnahme der Zivilfliegerei. Es stimmt also nicht ganz, daß die großen „Musterdemokratien" seit dem Großen Kriege trotz Versailles und Genf sich irgendwie in Abrüstung betätigt hätten, denn die pazifistische Schaumschlägerei kann doch nicht als Abrüstung gewertet werden. Hier zeigt sich aber auch, daß es für D e u t s ch l a n d eine Frage auf Leben und Tod war, sich durch die Wiederherstellung seiner Wehrhoheit dagegen zu schützen, eines Tages von den großen „pazifistischen", stark ausgerüsteten Demokratien, oder gar vom bewaffneten Bolschewismus überrannt zu verblüfft an und alle folgten in den Garten. Dort führte der Gärtner sie zu einem verdeckten Beet, hob das Glasfenster hoch und sagte freundlich: „Bitte!" Und siehe da, aus der.sauber gejäteten Erde sproßten, grade ausgerichtet, drei Reihen He» ringsköpfe! B- 100 Tote bei Ueberschwemmungen in Indien. Bei Ueberschwemmungen im indischen Verwaltungsbezirk Ronda sind 100 Menschen ums Leben gekommen. Man schätzt, daß gegenwär- tig etwa 1200 Quadratkilometer der vereinigten Pro- jvinzen überschwemmt sind. Die Rettungsarbeiten wurden dadurch erheblich behindert, daß der in das Überschwemmungsgebiet hineinführende Schienen- weg in einer Länge von 54 Kilometer von den Fluten unterspült und weggerissen wurde. Australisches Militärflugzeug abgestürzt. Einer Meldung aus Melbourne zufolge stürzte ein Flugzeug der australischen Luftwaffe bei Dromona ab. Von den fünf Insassen wurden vier getöt-et, | während der fünfte mit Verletzungen davonkam. haben. Jugend muß es doch lernen, eigene Meinungen zu vertreten, auch wenn sie nicht immer hundertprozentig richtig sind. Deshalb sollten sie Eltern und Lehrer stets erst einmal ruhig anhören, wenn sie mit stürmischen Forderungen an sie herantreten Sie denken nie an jenes kluge Wort Bismarcks von den „zu artigen Kindern", die nichts forderten, darum aber auch vom Leben einmal nichts erhielten. Jungen und Mädel der Reifezeit wollen sehr ernst genommen werden! Jugend merkt sehr leicht die Absicht und wird „verschnupft", wenn man ihr immer nur mit Mißtrauen entgegenkommt und z. B. regelmäßig auch die kleinste Kleinigkeit nachprüft. Jungen in den Flegeljahren und Mädchen im Backfischalter wollen heute nicht mehr gezwungen sein, Schleichwege aufzufinden, um zu ihrem natürlichen Recht zu gelangen. Sie möchten nicht, daß ihre Wahrheitsliebe auf eine zu harte Probe gestellt wird, so daß das persönliche Innenleben oft durch Lügen und Verstellung zu verschleiern und zu sichern gesucht werden muß. Mag es sein, daß sie gerade in diesen Jahren ein besonders stark betontes Ehrgefühl haben, da es im Werden ist, und das auf Tadel und Vermahnung, wenn sie zu häufig gespendet werden, „sauer reagiert". Kräftige Wahrheiten unter vier Augen fruchten darum bei ihnen oft mehr als alle Ermahnungen vor den nächsten Angehörigen und vor allen Dingen mehr als schroffe Zurechtweisungen in Gegenwart von Geschwistern. Mögen diese „Flegel" und „Backfische" nicht immer sehr rücksichtsvoll sein, gerade weil sie in ihren besten Stunden, mehr unbewußt, vor sich selbst von der eigenen Unfertigkeit überzeugt sind, so erwarten sie doch von ihren Erziehern, daß sie ihnen auch noch mitnehmen und schon zusehen, wie sie alle zusammen Platz fänden. Schimpansen im Kino. Jackie und Peter, die Schimpansen des Londoner Zoos, hatten dieser Tage ein aufregendes Erlebnis, als sie in ein Kino gebracht wurden, um sich einen Film aus dem Zoologischen Garten, „Affe und Mensch", anzusehen. Professor Huxley und andere Beamte des Zoos machten dabei genaue Beobachtungen über das Benehmen der Tiere. Beide Affen zeigten sich wohl interessiert während des Versuches, aber es war schwer zu entscheiden, wieviel sie von den Vorgängen auf der Leinwand aufnehmen konnten und ob nicht ihr Interesse einfach durch die Zusammenwirkung der Geräusche mit den Bewegungen gereizt war. Solange nur Männer und Frauen zu sehen waren, schienen sie unangenehm berührt, wandten sich von der Leinwand ab Wirtschaft. Gießener Schlachtviehmarkt. Zum gestrigen Gießener Schlachtviehmarkt (Schlachtviehverteilungsmarkt) in der Viehversteigerungshalle Rhein-Main in Gießen wurden 10 Ochsen, 8 Bullen, 15 Kühe, 26 Färsen, 96 Kälber, 219 Schweine, 3 Schafe aufgetrieben. Preise: Ochsen 42 bis 44 Pf., Bullen 39 bis 41, Kühe 15 bis 42, Färsen 31 bis 43, Kälber 38 bis 59, Schafe 16 bis 40 Pf. je % kg Lebendgewicht. Für Schweine wurden je kg Lebendgewicht folgende Preise bezahlt: Klasse a (150 kg und mehr) 1,18 | Mark, Klasse bl (135 bis 149,5 kg) 1,16, Klasse b2 (120 bis 134,5 kg) 1,14, Klasse c) (100 bis 119,5 kg) 1,10, Klasse d bis f (unter 100 kg) 1,04, Klasse gl und i (fette Specksauen und Altschneider) 1,12, Klasse g2 und h (andere Sauen und Eber) 1,08 Mark. Marktverlauf: Großvieh und Schweine zugeteilt. I Alles ausoerkauft. Rhein -Mainische Börse. INitlagsbörse schwach. Frankfurt a. M., 9. Aug. Die Börse zeigte eine weitere flaue Haltung, und die Rückbildung der Kurse setzte sich infolge anhaltender Abgaben aus den bekannten Quellen fort. Obwohl die Verkäufe keinen größeren Umfang hatten, nur auf Teilgebieten waren sie etwas stärker, gingen die Kurse am Aktienmarkt erneut um durchschnittlich 0,50 bis 1,50 v. H. zurück, und einzelne Spezial- papiere erlitten Einbußen bis zu 3,50 v. H. Kaufaufträge lagen nur in sehr geringem Umfange vor, während die Aufnahmeneiguna fast völlig fehlte. Größere Abgaben erfolgten in IG.-Farben, die auf 145,13 bis 144,75 (146,25) zurückfielen, Rütgers- werke büßten 2 v. H. auf 135,50 ein, Metallgesellschaft konnten sich mit 121,50 behaupten. Matt lagen sodann die meisten Elektroaktien, wobei Felten 2,25, RWE. 1,40, Gessürel und AEG. je 1 v. H. verloren. Am Montanmarkt ermäßigten sich Hoesch auf 105,65 (106,50), Mannesmann auf 103 (103,50), Rheinstahl auf 129 (129,75) und Verein. Stahl gingen unter pari auf 99,65 (100). Im einzelnen sind noch Südd. Zucker mit 213 (216,50), Bernberg mit 121 (122,65), Demag mit 133,90 (135,25), anderseits Berger Tiefbau mit 134 (133,50) anzuführen. Am Rentenmarkt stellten sich gleichfalls wei- der Klang seiner Stimme hat dann gar keinen Eindruck bei ihnen heroorgerufen, sie zeigten auch keinerlei Bewegung, als Gorillas, Pinguine, kleine Vögel und Schildkröten gezeigt wurden. Zum Schluß wurde Jackie die Sache schon sehr langweilig, er gähnte und wünschte seine akrobatischen Leistungen vorzuführen, während Peter immer noch mit großer Aufmerksamkeit auf die Leinwand starrte. Nur alte Damen ... Um die Besucherinnen zu veranlassen, während der Vorstellung die Hüte abzunehmen, sind viele Kinobesitzer in den Vereinigten Staaten dazu Übergegangen, in ihren Theatern weithin sichtbare Plakate aufzuhängen, die besagen: „Nur alte Damen dürfen ihre Hüte aufbehalten!" — Nach der Wirkung dieser Ankündigung zu schließen, gibt es in amerikanischen Kinos Überhaupt keine alten Damen als Zuschauerinnen. E. S. H. Das Samenwunder. Der französische Maler Meissonier hatte einen sehr gelehrten Gärtner, der sich besonders in der Kenntnis aller Samenarten hervortat. Meissonier wünschte I ihn in dieser Beziehung einmal hereinzulegen, aber lange vergeblich. Endlich zeigte er ihm eines Tages in Gegenwart von Freunden, die in den Scherz ein- geweiht waren, eine Schachtel, in der sich getrockneter Heringsrogen befand, und fragte ihn, ob er auch diesen Samen kenne. Der Gärtner betrachtete lange schweigend den Samen und sagte dann: „Natürlich, das ist der Samen einer seltenen Tropenpflanze: Polea irritans." „(5o, und wann dürfte der Samen Ihrer Schätzung nach aufgehen, wenn Sie ihn heute noch aussäen?" fragte Meissonier vergnügt. „In zehn Tagen etwa." Gut, zehn Tage später versammelte der Maler dieselben Freunde um sich, ließ den Gärtner kommen und fragte ihn, ob der Samen aufgegangen sei. „Jawohl", erwiderte der Gärtner mit ernstem Gesicht, „er ist prächtig aufgegangen." Der Maler und seine Freunde sahen sich treueste Diener des Reiches ist Wenn doch die Eltern und Lehrer immer nur wüßten, daß die kleinen und großen Flegeleien der Jugend oft nichts anderes sind als Zeichen der Gesundheit oder wenigstens einer überschäumenden, ungezügelten Jugendkraft, deren disziplinierte Bändigung auch erst gelernt sein will. Jungen in den Flegeljahren und Mädel im Backfischalter kann.man nicht mehr wie kleine Kinder behandeln; denn das persönliche Eigenleben ist erwacht. Der in der Reifezeit erweckte Drang nach äußerer und innerer Selbständigkeit entspricht nun einmal einer biologischen Gesetzmäßigkeit. Ließe man der Jugend keine selbständige Betätigungsmöglichkeit, so müßte es zu seelischen Spannungen kommen, die sich dann in allerlei Kurzschlußhandlungen entladen und Kraftproben gleichkommen, wie sie sich gerade bei der Jugend der Nachkriegszeit so erschütternd vollzogen Vorbilder in der Geduld sind, sie erwarten Takt und Selbstbeherrschung. Weil sie Werdende sind, haben sie oft als Wahrheitsfanatiker vielleicht einen besonders scharfen Blick für die Schwächen unserer Mitmenschen, für die Aelteren, wohl auch aus dem Grunde — und das ist psychologisch erwiesen —, weil diese so leicht vergessen, wie sie selbst einmal jung gewesen sind, und die Fähigkeit verlieren, Jugend zu verstehen. tere Rückgänge ein. Reichsaltbesitz 129,30 (129.75), Kommunal-Umschuldung 93,90 (94), Reichsbahn- VA. 122 (122,13). Goldpfandbriefe und Staatspapiere wiesen kaum Abweichungen auf. Von Li- quidationspsandbriefen lagen Rheinische höher mit 101,20 (101), die übrigen behauptet. Stadtanleihen ließen teilweise 0,13 bis 0,25 v. H., Wiesbadener 0,40 v. H. auf 98 nach. In Jndustrie-Obigationen lag stärkeres Angebot vor, das aber bei wenig veränderten Kursen ausgenommen wurde. 6 o. H. IG.-Farben 0,50 v. H. höher mit 120, 5 v. H. Eisenbahn-Rentenbank —0,50 v. H. auf 96,50. Reichsaltbesitz gaben weiter nach auf 129 nach 129,30 und Kommunal-Umschuldung auf 93,80 nach und starrten in den Projektionsapparat. Sobald aber Schimpansen im Bilde erschienen und ihre Stimmen gehört wurden, waren Jackie und Peter ganz bei der Sache und saßen still und beobachteten die Szene mit Spannung. Der Höhepunkt kam, als ihr Kollege im Affenhause, der Schimpanse Jimmie auftrat und unter Musikbegleitung sein berühmtes Stückchen vorführte, das er mit feinen Füßen an der Tür seines Käfigs nach dem Takte trommelte. Jetzt sprang Jackie von seinem Sitz auf, tarn nach vorn und setzte sich dort nieder, ohne einen Blick von det Leinwand wegzuwenden. Peter aber stand auf und stellte sich der Leinwand gegenüber und wiegte sich nach dem Rhythmus der Musik von einer Seite nach der anderen. Als später ein Teil des Films ohne Ton gezeigt wurde, zeigten die Affen weniger Interesse, wenn sie auch immer noch beobachteten. Das Auftreten ihres Wärters und Festbankett für den 75jährigen Henry Ford. Auf einem großen Festbankett anläßlich des 75. Geburtstags Henry Fords wurde dem Jubilar auch das Großkreuz vom Deutschen Adler uberreid)t, ba5 ber unb !Ke ^5= kanzler dem Pionier des Autobaues zu feinem Ehrentag verliehen hatte. Auf dem Bild steht man in der Mitte Henry Ford, rechts den deutschen Konsul K a p p aus Clevelan^ der die Ueberreichunq vollzog, und links den deutschen Konsul in Detroit, Hailer, beim Glückwunsch. — (Associated-Preß-M.) 93,90. Mit Ausnahme von JG.-Farben, die bei etwas mehr Geschäft ein wenig erholt waren auf 145,50 nach 144,75, war die Börse im Verlaufe sehr ruhig und zumeist weiter schwächer, wobei nochmals Rückgänge bis 0,50 v. H. eintraten. Verein. Stahl 99,50, AEG. 105,75, RWE. 115,40, Bernberg 120,50, Reichsbank 182,50. Von später notierten Werten verloren Holzmann, Feldmühle, Daimler, Bekula und Deutscher Eisenhandel bis 1,50 v. H., Goldschmidt 2,75 v. H. auf 125,75. Nach Pause stellten sich Harpener auf 146,25 (150) und Hanfwerke Füssen auf 117 (121). Im Freiverkehr nannte man Dingler mit 85 (85,75), Katz & Klumpp 95 (96), Growag mit 73 (zuletzt 75) und Rastatter Waggon mit 49 (50). Tagesgeld unv. 2,25 v. H. Abendbörse unerholt. Bei sehr kleinem Geschäft zeigte die Abendbörse nach den Rückgängen im Mittagsverkehr keine Erholung, vielmehr ergaben sich, zumeist in Anpassung an Berlin, weitere leichte Abschwächungen von durchschnittlich 0,25 bis 0,50 v. H., da eher Abgabeneigung vorhielt. Etwas stärker zeichneten sich Gesfürel mit 123,50 (125,25), Rheinmetall-Borsia mit 122 (123,25) und Bernberg mit 119,50 (120,50) ab. wie auch JG.-Farben nach der leichten Mittags- schlußbesserung wieder auf 144,90 (145,50) zurückgingen. Montanwerte gingen durchweg 0,25 v. H zurück, Mannesmann 103, Verein. Stahl 99,40, Hoesch 105,40, Rheinstahl 129, Deutsche Erdöl 118,75. Ferner bröckelten Scheideanstalt auf 203 (203,25), Licht und Kraft auf 130 (130,75) und Mainkraft auf 89,50 (90) ab, hingegen waren Adlerwerke mit 104,25 (104) und Metallgesellschaft mit 121 (120,50) eine Kleinigkeit gebessert. Neben den Großbankaktien tonten sich noch Daimler mit 124, Junghans mit 103,25 (bei 102 in Berlin), Moenus mit 121,50 und Elektr. Lieferungen mit 116 behaupten. Der Rentenmarkt war still, Farben-Bonds bei kleinem Umsatz unv. 120, Kommunal-Umschuldung nominell unv. 93,80. Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 9. Aug. Auftrieb: albet* 557 (gegen 715 am 2. Aug.), Hämmel und Schafe 110 (109), Schweine 3651 (3981). Notiert wurden je 50 Kilogramm Lebendgewicht in Mark: Kalbet: a) 62 bis 65 (62 bis 65), b) 54 bis 59 (54 bis 59 , c) 42 bis 50 (44 bis 50), d) 36 bis 40 (34 bis 40 - Hämmel b2) 46 (46), c) 40 bis 45 (42 bis 45 . d) 32 bis 38 (32 bis 41). Schafe a) — (38 bis 40). b) — (34 bis 36), c) 24 bis 30 (25 bis 30). Schwein- a) 60 (60), bl) 59 (59), b2) 58 (58), c) 56 (56), d) 53 (53). Sauen gl) 57 (57), g2) 55 (—)• JBarft- oerlauf: Kälber und Schweine zugeteilt, Hammel 1 und Schafe mittel, 32 Schafe Ueberstand. der große englische Schauspieler Garrick einst in Paris weilte, lud sein Kollege P r e v i 11 e, der für einer der besten Schauspieler des französischen Theaters galt, ihn auf sein Landgut ein. Garrick, der gerade in lustigster Laune war, machte ihm den Vorschlag, in einer der Mietskutschen hinzufahren, die von Pari^. nach Versailles gingen, da Previlles Landgut an diesem Wege lag. Als sie eingestiegen waren, befahl er dem Kutscher, loszufahren, der antwortete ihm aber, er führe nicht eher, als bis er seine Zahl von vier Personen voll hätte. Das brachte Garrick auf einen Einfall, durch den er zugleich seinem Kollegen ein Pröbchen seiner Kunst geben wollte. Während der Kutscher sich nach weiteren Fahrgästen umsah, schlüpfte er aus der Tür, ging um die Kutsche herum, verstellte sein Gesicht und bot sich dem Kutscher als dritter Passagier an, ohne daß dieser das geringste von dem Betrug merkte. Dies wiederholte er noch einmal und wurde zum Erstaunen Previlles auch als vierter Gast angenommen. Nun aber sprang er zum dritten Male heraus und redete den Kutscher als Fremder an, der ihn aber mit grämlichem Ton abwies, weil er seine Zahl voll habe. Tatsächlich würde er auch ohne ihn losgefahren sein, wenn nicht Preville lachend herausgerufen hüte, der fremde Herr sei ja nur ein kleiner Mann, so wollten sie ihn doch Flegeljahre und Backfischalier. In der neuen Folge des Führerorgans der nationalsozialistischen Jugend, „Wille und Macht , erscheint ein Aufsatz von Gerhard Reinhard Ritter „Flegeljahre und Backfischalter . Er ist als Plauderei mit Eltern und Jugendführern gekennzeichnet. Die Form will aber nicht darüber Hinwegtäuschen, daß es dabei um sehr hintergründige Dinge geht, von denen hier einige wenige angedeutet sein sollen. Ritter gibt eingangs eine ergötzliche Geschichte wieder, die sich irgendwo in Deutschland zugetragen haben soll: Jungvolk trifft sich, feldmarschmäßig, zur Mittagszeit an einer Straßenecke, der ein Frauenstift gegenüberliegt. Wie das so geht, es ist gar kein besonderer Lärm „organisiert" worden, aber wenn fünfzig Pimpfe, die noch nicht angetreten sind, auf einem Haufen zusammenstehen, ist'Krach da. Und so dauert es nicht lange, bis sich im hochwürdigen Damenstift alldieweilen ein Fenster nach dem andern öffnet und empörte Großmütter auf die Straße herunter „ergreifende Ansprachen" an das junge Volk halten, das sich erlaubt hat, fünfzig brave Großmütter im Mittags- schlaf zu stören. Da die Sache anfängt, „mter- essant zu werden, gibt es Rede und Gegenrede: „Da sieht man ja die unerzogene Jugend von heute", worauf das Jungvolk nach oben frech zu- rückruft: „Ihr Großmütter von gestern, entschuldigt nur, daß wir geboren sind, es soll auch nie wieder vorkommen!" „ v v Die Sache gab in jener Kleinstadt den berühmten Stunk und wurde in jedem Kaffeeklatsch und Damenkränzchen mit entsprechendem Nachdruck besprochen. Der Jungvolkführer wurde von Pontms zu Pilatus zitiert und dabei mehrfach „pädagogisch" vermahnt. Seine ständige Antwort war: Nach Canossa geh'n wir nicht, und wenn wir uns noch so sehr vorbeibenommen haben sollten! — Da kommt ihm aber eines Tages mit einigen Pimpfen, die anscheinend ihre Erfahrung haben, verärgerte Großmütter wieder zu versöhnen, ein lustiger Gedanke, diese unangenehme Sache mit Humor aus der Welt zu schaffen. Gedacht — getan: Das Jungvolk trifft sich bald , darauf wieder einmal zur Mittagszeit an der- ' selben Straßenecke und hat sich für 3en Aus- • marsch von irgendwoher einen Blumenstrauß bestimmter Größe — es war gerade Frühlingszeit — und auf ausdrückliche Anweisung ohne Brennesseln und Disteln zu „besorgen" gehabt. Die Sache geht in Ordnung. Das Altfrauenstift wird „gestürmt" und „eingenommen", das heißt, der Hausmeister ist entsprechend eingeweiht und durch eine Kiste Zigarren für den Plan gewonnen worden. Auf leisen Sohlen, wie wohl noch nie in ihrem Leben, schleichen die Pimpfe mit ihren Blumensträußen durch das feierliche Haus. Jede Zimmertür wird durch einqn Pimpfen „besetzt". Auf ein bestimmtes Glockenzeich-n im Haus hin Pocht es gleichzeitig kräfttg an sämtlichen Türen, die Pimpfe treten in die einzelnen Stuben, nehmen militärische Haltung ein und strecken den zu Tode erschrockenen Großmüttern ihren Blumenstrauß entgegen: „Ein Gruß vom Jungvolk!" — Wie der Chronist meldet, soll es in den einzelnen Großmütterstuben ergreifende Szenen gegeben haben. Kurzum, die Ehre des Jungvolkes war in jener braven Kleinstadt wieder gerettet; und welcher Fremdling heute in ihrem Altersheim noch über die unerzogene Jugend von heute zu schimpfen sich untersteht, wird auf energischen Widerstand bei jenen guten Großmüttern stoßen, die ein Blumenstrauß davon überzeugt hat, daß Jungen in den Flegeljahren und Mädel im Backfischalter im allgemeinen doch besser sind als ihr Ruf. Nach einem Ausspruch Hebbels steht das Alter stets in der Gefahr, zu meinen, daß das Leben mit ihm aufhöre, die Jugend dagegen in der, zu glauben, daß das Leben erst mit ihr anfinge; die Gefahr des Alters jedoch sei die größere und schlimmere. In Zeiten sinkender Kultur pflegte man der Jugend zu schmeicheln, und in Zeiten, die das Wort ,,^>taats- raison" fortwährend im Munde führten, wurde die Jugend oft innerlich und äußerlich vergewaltigt. Wir sehen heute das große Glück unserer Jugend darin, daß weder das eine noch das andere für uns zutrifft, sondern die neue Zeit glaubt an ihre Jugend und weiß, daß sie aus sich heraus, von selbst, unter eigener Verantwortung der wertvollste und In der englischen Presse ist der 4. August als Jahrestag des Eintrttts Englands in den Größen Krieg diesmal nicht gerade überschwenglich verzeichnet worden. Nicht ohne Reiz ist es dabei, daß Winston Churchill einen Beitrag liefert, der die enge Verbindung Englands mit den Vereinigten Staaten nachdrücklich hervorhebt. Woran sich aber der Engländer heute ebenso wenig erinnert, wie die öffentliche Meinung in USA. und in Frankreich, das ist, daß die großen Demokratien trotz ober gerade wegen ihrer angeblichen pazifistischen Grundgesinnung es eigentlich gewesen sind, die n a ch d e m Kriege die Aufrüstung in Gang gebracht haben. Es trifft nämlich nicht zu, daß das wegen feines „Militarismus" von den Demokratien verrufene Deutschland vor dem Kriege die zahlenmäßig höchsten Militärausgaben hatte. Frankreich wandte 1913 für Heer und Marine über 1,2 Milliarden Mark auf, während Deutschland noch nicht einmal an 1 Milliarde herankam. Der Militärhaushalt Englands, also Heer und Marine, erreichte 1913 über 1,4 Milliarden Mark, war damit allerdings „etwas" höher als der der Vereinigten Staaten, die es auf über 1,2 Milliarden Mark brachten. Wohlgemerkt, alles in Goldmark der Vorkriegszeit. Wie hat sich das Verhältnis nun nach dem Großen Kriege entwickelt, also zu einer Zeit, in der in Genf die Liga gegründet wurde mit der Aufgabe, nach der rücksichtslosen, brutalen Entwaffnung Deutschlands und seiner Verbündeten vertragsmäßig die allgemeine Abrüstung durchzuführen? Schon 1923 hatte Frankreich seinen Kriegshaushalt auf 1,6 Milliarden Mark gesteigert, England feinen Kriegshaushalt sogar auf 2,5 Milliarden Mark, um diesmal von den' Vereinigten Staaten mit 2,7 Milliarden Mark übertroffen zu werden. Allerdings baute Frankreich nach 1923 feine Ausgaben für die bewaffnete Macht! „6bro »er(«r “ne ber L°g- ' i*®ort w"d ierlain unb Waschend ihre, tytn Mitminlstern Wnensetzten- ■ Die Lage >m Fe Wltnisse in der «na, aber es soll ^iionalspan Julien etwas ' ist m Ss Mliche Rückkehr vendig machte. , & Muh des Nichte, M die Rückkehr zu diesem Zwecke um die technische Deutschland und 3 Zurückziehung bei yyben unter be daß auch die Ro entäuhern würde die Pgrenäengrer blätter ihm den Nichteinmischung Loch zur See den französische, Rotspaniens nat Franxais" mack daraus ausmerksc i die französische sucht hatten und nach dem Volke weil sie die vorg hätten. Bonnet t . fahrt glättet, l i französische föegk hie Sange genom Wider bes ir ' ■’M’megt, man l ' aber die ( , .Agllch' ---ix.. 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