Nr. 265 Erstes Blatt 188. Jahrgang Mittwoch. 9. November 1938 6r)4emi tflgltd). außer Gonntag» and Feiertags Beilagen Die Illustriert« ©tenenei Familienblätter Heimat im Bild Die öcholl» Monalr-Vezugspretr. Mit 4 Beilagen RM 1.95 Ohne illustrierte . 180 Zustellgebühr . -25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Hernsprechanschlüffe anter 5amn»elnummer 225) Anschrift Mr Drahtnach» richten Anzeiger Sietze» Postscheckkonto: Kranlfurl am Main 11688 Eichener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen DruA und Verlag: vrühlsche llninerfitätsörudcrei K. Lange In Gießen. Schristleitvng und SeschSftrftelle: Schnlftratze 7 Annahme von Anzeige« für die Mittagsnummer bis8'/,Uhr des Vormittags Grundpreise für 1 mm Höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf.. für Testanzeigen von 70 mm Breite 50 Rps.,Platzoorschrift nach oorh Dereinbg. 25°/e mehr, LrmShigte Grundpreise: Stellen-, Vereins», gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsonzei- gen 5 Rpf.. Familienanzeigen. Bäder., Unterrichts» u. behördliche Anzeigen 6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B Mit Adolf Hitler zur Feldherrnhalle. Don Alfred Rosenberg. Fünfzehn Jahre sind nun seit einem Tag vergangen, der für die Geschichte des Nationalsozialis« mus und somit für die Geschichte des gesamten Deutschen Reiches eine entscheidende Wendung bedeutete. Die Tat des Führers an diesem S./9. November 1923 mußte getan werden, ganz gleich, wie sie auch ausgehen mochte. Die Not der deutschen Nation war durch Korruption und Inflation furchtbar gestiegen; in Bayern drohte die Gefahr, daß die mehr konservativen Gefühle zu einer separatistischen Handlung ausgenutzt werden könnten, und das Volk selbst erwartete sehnsüchtig einen entscheidenden Angriff auf die Katastrophenpolitik dieser Zeit. Und so entschloß sich der Führer, den Sprung zur Macht zu versuchen. Soweit ich an diesen Tagen beteiligt war, sei das in nachstehenden Zeilen kurz ins Gedächtnis zurückgerufen: Um 12 Uhr am 8. November kam Adolf Hitler in mein Zimmer im „Völkischen Beobachter" und teilte mir mit, daß sein Entschluß nunmehr gefaßt sei, an diesem Abend loszuschlagen. Er werde die Veranstaltung des Herrn Kahr im Bürgerbräu dazu benutzen. Er fragte mich, ob ich mit ihm hirikommen wolle. Ich bejahte das sofort und traf die notwendigen Vorbereitungen für die Sonderausgabe unseres Zentralorgans. Am Abend kam der Führer dann erneut zum „Völkischen Beobachter" und holte mich in seinem Wagen ab. Ich steckte die Pistole zu mir, und wir fuhren zum Bürgerbräu. Der Saal war außerordentlich besetzt, doch konnten wir unerkannt am Eingang stehen bleiben. Vor uns stand bereits Dr. von Scheubner-Richter. Kahr sprach monoton und ohne jeden inneren Schwung in seinen Ausführungen. Dann wurde plötzlich die Tür aufgerissen, unsere SA.-Kameraden in Feldgrau stürzten herein und schoben ein Maschinengewehr vor sich vor den Eingang des Saales. Das war das Signal! Adolf Hitler ging durch den Gang zum ^Podium, wo Kahr fassungslos mit seiner Rede aufgehört hatte. Wir hinter ihm mit entsicherten hoch erhobenen Pistolen. Es waren dies außer dem Führer Ulrich Graf, Dr. von Scheubner-Richter und ich. Und so begann dieser entscheidungsvolle Abend mit dem geschichtlichen Verlauf. Nach den ersten Besprechungen, die der Führer mit Kahr und Genossen gehabt hatte, suhr ich in den „Völkischen Beobachter", um Sonderausgaben, Aufrufe und dergleichen zu veranlassen. Als ich nach einiger Zeit zum Bürgerbräu zurückfuhr, sah ich gerade, wie Lossow und Seisser das Bürgerbräu verließen. Ich war höchst erstaunt und beunruhigt über diese Tatsache und erfuhr, daß der Führer zwecks Unterhandlung über Uebergabe einer Kaserne das Bürgerbräu verlassen hatte mit der Instruktion, Kahr und Genossen zurückzuhalten. Man hatte aber auf chr „Wort" vertraut und sie freigelasien, als sie versprachen, entsprechend ihren Erklärungen „alles Notwendigen" einzuleiten. Damit begann die Gegenarbeit, die Mobilisierung aller schwarzen Kräfte, und in den frühen Morgenstunde» wußten wir, daß die Entscheidung gegen uns gefallen war. Ich war am Vormittag nochmals im „SB. B." und fuhr dann über den Odeonsplatz (an dem die Feldherrnhalle liegt) wieder zum Bürgerbräu. Hier schwärmte bereits die Landespolizei mit automattschen Gewehren aus, ein Panzerwagen fuhr auf die Kreuzung der fünf Straßen, jedoch kam ich ungehindert durch. Im Bürgerbräu hatte der Führer sich entschloßen, nunmehr einen Marsch des Volkes durch die Stadt zu machen. Ich stellte mich einen Schritt hinter ihn in die zweite Reihe, und wir marschierten los. Mit uns ging trotz des scheinbaren Sieges von Kahr und Genossen ein großer Teil der Münchener Bevölkerung leidenschafttich mit... Dann bogen wir ab zur Residenzstraße. Zehn Schritte vor uns brach einem Fahnenträger der Schaft ab — und schon standen wir vor der autzgerichteten Kette. Schüsse fielen. Bei dem dichten Gewühl wurden alle heruntergerissen. Neben mir wurde Parteigenosse Körner, der damalige zweite Vorsitzende der Partei, durch Kopfschuß getötet. Ich kam erhöht auf einem mir bis heute Unbekannten zu liegen, und so schnell sich auch alles abspielte, sind mir diese Augenblicke plastisch deutlich in Erinnerung geblieben. Göring wälzte sich verwundet hinter ein Postament, das den Bayerischen Löwen trägt. Don oben klatschten die Geschosse auf den Asphalt oder fuhren in die Körper unserer Kameraden. Vor uns lagen viele — es ist nicht klar, wie viele davon tot oder verwundet. Hinter mir hatte sich ein Schutze niedergelassen und gab, mich als Kugelfang benutzend, einen Schuß nach dem andern ab. Der Führer hebt den Arm: Es ist zwecklos geworden, hier noch an Einzelabwehr zu denken... Dann verstummte auch das Schießen auf Seiten der Landespolizei. Ich erhob mich und ging langsam durch die Residenzstraße zurück. Hier lag noch ein Kamerad mit zerschossener Hirnschale. Als ich an öer Hauptpost vorübergehe, kommt über den Platz ver Führer in einem Wagen, bleich und unbewegt — hinter ihm auf dem Sitz ein blutender Knabe. Den Nachmittag verbrachte ich bei verschiedenen Parteigenossen, bei denen Adolf Hiller verkehrte, um festzustellen, wo der Führer eigentlich sei. Es war nicht möglich, das zu erfahren. Dann trafen Für Deutschlands Wiedererneuerung fielen im Gau Hessen-Nassau: Wilhelm Wilhelmi, Singhofen 6. März 1927 Karl Ludwig, Wiesbaden 10. April 1927 Heinrich Kottmann, Darmstadt 13. Mai 1928 Kath. Grünewald, Lampertheim 2. August 1929 Erich Jost, Lorsch 5. August 1929 Hans Hobelsberger, Biblis 17. November 1931 Hans Handwerk, Frankfurt a. M. 5. Juli 1932 Heinrich Grasmeher, Steeden ,11. Juli 1932 Christian Croeßmann, Pfungstadt 26. Februar 1933 Josef Bleser, Frankfurt a. M.-Höchst • 28. Februar 1933 Andreas Weidt, Höchst im Odenwald 3. März 1933 Peter Fries, Darmstadt 17. März 1933 Oer Gedenkmarsch des 9. November. ■ ■ wir uns wieder im ,,23. B.". Diele mußten fliehen, viele wurden gefangen gesetzt. Der „Vöttische Beobachter" wurde versiegelt. Ich blieb in München bei alten Parteigenossen am Rande der Stadt verborgen und bemühte mich im Laufe der späteren Zeit mit viel Versprengten zusammen in irgendeiner Form wieder mit dem Aufbau zu beginnen. Auf das Weiterführen der Partei standen fünfzehn. Jahre Zuchthaus. Und so entstanden unter verschiedenen Namen erst nach und nach wieder Arbeitsgemeinschaften nationalsozialistischer Kämpfer. So niedergedrückt und verzweifelt auch hier und da die Stimmung gewesen sein mag über den Tod unserer Kameraden und über das Mißlingen der ersten Revolution, so war doch nirgends bei uns von einem Aufgeben unseres Kampfes die Rede. Was die NSDAP, aber damals geschichtlich zu beweiset hatte, hat sie bewiesen. Sie hat bewiesen, daß sie bereit war, mit ihrer gesamten Führerschaft, wenn notwendig, eine entscheidende -Verantwortung zu tragen und sich auch den Gewehren unserer herrschenden Gegner zu stellen. Darum ist dieses Opfer und dieser Entschluß vom 8./9. November 1923 nicht vergebens gewesen, sondern bedeutete eine Tat des Mutes und begründete den Glauben und das Vertrauen aller aktiven Kämpfer Deutschlands auf den harten Willen des Führers. Alle Taktik der kommenden Jahre konnte mutig getragen werden, weil jeder von uns wußte — und weil die ganze Natton es wußte — daß wir öie Prüfung eines ersten Entschlusses über st a n d e n hatten und gewiß auch in der Zukunft nie mehr schwankend in unserem Kampfe werden würden. Das Opfer vom November 1923 wurde deshalb mit zu der Kraft, die unsere Kameraden im ganzen Reich — später auch in Oesterreich und im Sudetenland — in ihrem Ausharren bestärkte. So wurde der 8./9. November, damals der Tag einer Niederlage, zugleich das Unterpfand des nationalsozialistischen Sieges. Die Toten leben. Unbeweglich stehen die ff-Posten an der Ewi- gen Wache am Königlichen Platz in München. Tag um Tag, Nacht um Nacht leisten sie hier ihren Ehrendienst an den Gräbern ihrer Kameraden, deren Opfertod vor 15 Jahren die Welt aufhorchen ließ und wie ein Fanal Kunde gab von dem eisernen und entschlossenen Willen einer Kämpferschar, für Deutschland, als das Höchste auf Erden, das Leben einzusetzen. Es sind täglich Tausende, die den 16 Toten des 9. November 1923 ihren Gruß erweisen. Ernst und schweigend schreiten sie die wenigen Stufen empor, heben den Arm zum Gruß, um dann einige Minuten in stillem Gedenken zu verwellen. Es sind Männer, Frauen und Kinder jeglichen Alters und jeglicher Herkunft, sie kommen aus allen Gauen unseres Daterlande. aber der Gedanke, der sie in diesen Minuten beseelt, ist der gleiche: ein stiller Dank an diese 16 Helden, die in entscheidender Stunde ihr Leben gaben, weil sie Deutschland liebten. Auch Ausländer kann man oft bei der Ewigen Wache antreffen. Wenn sie auch vielleicht nicht alle den Sinn dieses Opfers verstehen können, so fühlen sie dennoch, wie heilig allen Deutschen diese Stätte ist. * In diesen Tagen gehen unsere Gedanken wieder zurück auf jenen Tag vor 15 Jahren, da Adolf Hitler mit seinen Getreuen den Marsch zur Feldherrnhalle antrat. Es war ein Marsch des Bekenntnisses, des-Bekenntnisses für Wahrheit, Ehre und Recht und gegen Lüge, Niedertracht und Verrat. Es war ein Marsch, über dem ungeschrieben das Wort „Deutschland" stand. Die Tausende, die durch die Straßen Münchens zogen, umjubelt von der Bevölkerung, wußten nicht, wie der Tag enden würde, aber sie wußten, daß es für sie nur ein Vorwärts und niemals ein Zurück gab, sie wußten, daß für sie nur e i n Gebot bestand: dem Manne zu folgen, von dem sie bis zum letzten überzeugt waren, daß es nur ihm gelingen würde, Deutschland aus Not und Schmach und Elend zu neuer Größe emporzuführen. Und als die Kugeln in ihre Leiber schlugen, als sie unter den Salven zusammenbrachen, da stand über dieser Stunde schon das Wort des Führers, das eingehen sollte in die Geschichte der nationalsozialistischen Bewegung, ja des deutschen Volkes: „Und ihr habt doch gesiegt!" Jene Sechzehn, die am 9. November 1923 ihr Leben gaben, waren schon das neue Deutschland, die Zukunft, denn in ihnen symbolisierte sich die neue Gemeinschaft unseres Volkes, die nicht nach Klasse und Kaste fragt, sondern nur den einen einzigen Maßstab kennt: „Bist du ein anständiger Kerl und bereit, für Deutschland zu kämpfen?" Es waren ein Landgerichtsrat und ein Kaufmann, ein Rittmeister und ein Schlosser, ein Student und ein Hutmacher, Ingenieure und Bankbeamte, an die zu gleicher Stunde der Tod herantrat. Ihr Sterben gab nicht nur Deutschland, sondern der ganzen Welt Kunde davon, daß es in einer Zeit der Schmach in Deutschland noch Männer gab, die mutig zu sterben verstanden, wenn des Volkes Zukunft es forderte. Fast zehn Jahre sollten vergehen, bis das Sehnen dieser Helden seine Erfüllung fand. Als die Standarten der SA. und ff am 30. Januar 1933 durch das Brandenburger Tor marschierten, da war das wahr geworden, wofür die Toten von der Feldherrnhalle gekämpft und chr Leben gelassen batten. Niemals wäre — darüber müssen wir uns stets klar fein — der Tag der Machtübernahme gekommen, wenn nicht am 9. November 1923 die Bewegung ihre Feuerprobe bestanden und trotz aller Not unb Verfolgung, die in den folgenden Jahren kommen sollten, nur noch härter und gefestigter geworden wäre. Der Geist der Feldherrnhalle ist es, der auch in den Jahren nach der Machtübernahme Marschweg und Zielrichtung der Bewegung bestimmt hat und wetter bestimmt. Zu der Partei und zur SA., ff und HI. sind weitere Gliederungen der Bewegung hinzugekommen, die — selbstverständlich im Rahmen des Ganzen — Sonderausgaben zu erfüllen haben. Aber alle Arbeit, die von dem Millionenheer der in der Bewegung arbeitenden Partei- und Volksgenossen geleistet wird, steht unter dem einmaligen und verpflichtenden Leitgedanken des 9. November 1923, ist ausgerichtet auf die innere und äußere Haltung, die diese Männer beseelte. * Alljährlich am 8. und 9. November rüstet sich die Partei zu dem Tressen in München, ehrt sie die Gefallenen von der Feldherrnhalle, bringt sie zum Ausdruck, daß das Erbe, das diese Sechzehn uns überlassen haben, für alle Zeiten hochgehalten wird. Es spricht der Führer zu seinen alten ©etreuen, die chon vor 15 Jahren mit ihm Seite an Seite kämpften, und es findet, genau durch dieselben Straßen wie damals, ein Marsch dieser ältesten Mitkämpfer des Führers statt, die die höchste Auszeichnung der Bewegung, den Blutorden, tragen. Es sind genau die gleichen Straßen, durch die der Marsch'geht, und es sind genau öie gleichen Menschen, die hinter der Blutfahne gehen. Gewiß hat der Tod in den eineinhalb Jahrzehnten schon manche Lücke in diese verschworene Gememschaft gerissen, aber der größte Teil dieser alten Kämpfer findet sich Jahr um Jahr wieder in München ein. Sie sind jetzt genau o politische Soldaten, SA - und ff-Männer, mögen inzwischen viele von ihnen auch Minister geworden und zu anderen hohen und verantwortungsvollen Aufgaben in der Staatsführung berufen worden ein. Sie sind die allen geblieben, sie tragen den gleichen (Seift im Herzen wie vor 15 Jahren. Der jetzige Reichsminister marschiert Seite an Seite mit seinen alten Kameraden, und wenn fie sich die Hand geben, dann wissen sie daß nichts diese Gemeinschaft, die vor 15 Jahren gebildet worden ist, zerreißen kann. Wenn nun die Blicke des ganzen deutschen Volkes wiederum nach München gerichtet sind, dann eigt sich, machtvoll wie nie zuvor, die Trauer um den Verlust der Besten mit dem erhebenden Bewußtsein, daß ihre Toten von einem triumphalen Sieg gekrönt wurden. Ueber 130Nationalsozia- listen der deutsche Ostmark treten mit diesem Tag ein in die Opfergemeinschaft, die stets heilig zu halten unsere höchste Pflicht sein muß. rin des JM.-Unteraaues 116 Wetterau Gertrud Samper zur JM.'Untergauführerin; die Führerin des JM.-Untergaues 253 Lahntal Liselotte Gehrke zur IM.-Ringführerin; die Führerin des JM.-Untergaues 254 Büdingen Hertha Diehl zur JM.-Untergauführerin; die Führerin des Unter- flaues 304 Vogelsberg Anneliese Kunz zur M- Ringführerin. Im Führerkorvs des Gebietes 13 der HI. zum Oberstammführer: den Führer des Vannes 117, Wahl; den Führer des Bannes 254, Dolp; den Leiter der Abteilung für Gesundheitssührung im Gebietsstab, Dr. Kurt Feser; den Leiter der Kulturabteilunq, Dr. Franz Voesken; den Gebiets- beauftragten für Heimbeschaffung, Lünenschloß; den Beauftragten für Schul- und Hochschulfragen im Gebietsstabe, Reinhardt. Zum Oberjung,tamrn'üh- rer: den Führer des Jungbannes 254, Lindt. Zum Hauptfähnleinführer: den Führer des Jungbannes 88, Klingelhöfer. Weitere Beförderungen. Berlin, 8. Rov. (DRB.) Anläßlich des 15. Jahrestages des 9. November 1923 sprach der Ober,le SA.-Führer Adolf Hitler u. a. folgende Beförderungen aus: Zu Obergruppenführern die Gruppenführer Graf von Helldorf, Artur Racko- brandt, Wilhelm Freiherr von Schorlemer, Prinz August Wilhelm von Preußen, Fritz von Pfeffer, Prinz Philipp von Hessen, Ludwig Siebert, die Gauleiter Röoer und Schwede (Koburg), Christian Mergenthaler, Kurt Günther, Gauleiter Alfred Meyer. Zu Gruppenführern: Der Gauleiter des Gaues Ober-Donau August Eigruber, die SA.» Brigadeführer von Arnim, Michaelis, Haake, Lins- mayer, Nibbe, Uiberreither, Köhler, Schmid, stellvertretender Gauleiter Görlitzer, Damian und Franz Bock. Zu B rig ad e f üh re rn: der SA.-Führer Artur Hofmann, die SA.-Oberführer Zöberlein, Höflmayr, Raabe, Porath, Deller, Seifert, Zähle, Haucke, Schmidt, Voigt, von Helms, Görlitz, Behrens. Dem Erziehungshauptamt werden zugetsilt mit dem Dienstgrad Oberführer die Pgn. Gohdes, Manderbach, Bauer. Dem Personalhauptamt wird zugeteilt mit dem Dienstgrad Oberführer der Pg. Hermann Neef. Zum Sanitätsobergruppenführer befördert der Beauftragte der Obersten SA.-Führung zum Reichsärzteführer, Sanitätsgruppenführer Emil Ketterer. Der Reichsführer ff hat mit Wirkung vom 9. November 1938 befördert: zu Brigadeführern Dr. Arthur Gütt, Oberhaidacher, Breithaupt, Chronauß; zu Oberführern Brinkmann, Ettel, Goedicke, Hecker, Köhn, Frhr. Kurt von Schröder, Baranowski, Müller Karzmann. Den Führer der 2. ^-Standarte des ^-Standortes Frankfurt a. M., ^-Obersturmbannführer Walter M o r e t h , zum //-Standartenführer. verderblichste hält, der bekennt, daß selbst der Untergang der Freiheit in einem blutigen und ehren- vollen Kampf die Wiedergeburt eines Volkes sichert und der Kern des Lebens ist, aus dem einst ein neuer Baum Wurzel schlägt. „Nach diesen B e - kenntnissen habe ich auch 1923 gehan- bett, und aus dem damaligen Zusammenbruch ist tatsächlich jener Baum gewachsen, den wir heute als Großdeutschland bezeichnen", so ruft der Führer unter dem tosenden Jubel seiner alten Kampfgefährten aus. „Das Jahr 1923 war der Beginn der deutschen Wiederauferstehung, die damals die Schwächlinge nicht begreifen wollten und die selbst heute viele noch nicht verstehen. Ich hatte vor dem Marsch *ur Feldherrn. Halle vielleicht 70 000 oder 80 000 Anhänger. Ich erhielt nach diesem Marsch zwei Millionen! Aller- dings, in den Augen der bürgerlichen Parteien spielte bas keine Rolle, sie sahen nur' ein blutiges Ende. Sie haben allerdings nicht begriffen, daß das Größte der Geschichte sehr häufig tm Blut seinen Anfang nahm. Wir sind jedenfalls unseren Weg ge- gangen von einer Saalschlacht zur anderen, wir kämpften um Straßen und öffentliche Plätze und endlich um ganze Städte und Länder. So ist die nationalsozialistische Bewegung bis 1923 groß ge- worden, und so haben wir nach dem Jahre 1923 endlich ganz Deutschland erobert. 1 heule nun können wir auf einen großen geschichtlichen Erfolg zurückblicken! Es ist sehr selten einer Generation befchledeu, einen so gewaltigen Kampf zu kämpfen und den Erfolg noch zu erleben. (Stürmische Huldigungen.) Das ist ein besonderer Lohn der Vorsehung für uns alle. Mit dem Blick in diese Vergangenheit wollen wir deshalb heute mehr denn je den Entschluß fassen, von unseren alten Prinzipien und Tugenden nicht zu lasten! Das heißt: Wir wollen wachsam und aufmerksam fein. Dir haben zu Bitteres erlebt, zu Schmerzvolles erfahren, als daß wir jemals noch leichtfertig irgend jemand Glauben schenken könnten, der von außen her seine Sirenentöne erklingen läßt! (Stürmischer Beifall.) Ich glaube nur an das Recht, das wir selbst fähig und entschlossen sind, i n unseren Schuh zu nehmen! (Begeisterter Jubel.) Und zum zweiten glaube ich nur an den Lohn, den man sich selbst verdient! Geschenkt wird einem Volk auf dieser Welt gar nichts. Sie wissen, daß gerade jetzt von gewisser Seite wieder versucht wird, auf die Leichtgläubigkeit und Gutknütigkeit unseres Volkes zu spekulieren, in der Hoffnung, beim deutschen Volk vielleicht doch noch gewifse sentimentale Erregungen zu finden. Sie, meine alten Kämpfer, werben mich verstehen, wenn ich diesen Versuchen gegenüber ganz kühl und zurückhaltend bin. (Stürmische Heilrufe.) Es wäre sehr schön, wenn die Welt in sich ginge und einen neuen Weg ein schlagen würde, einen Weg allgemeiner friedlicher Gerechttgkeit. Wir wären glücklich, wenn wir Anzeichen einer solchen Sinnes- wandlung bemerken würben. Zunächst aber sehe ich nur eines: eine s i ch rüstende und überall drohende Welt. Man sagt: „Wir haben nunmehr eine neue Basis für eine friedliche Entwicklung gefunden, — deshalb müssen wir auf* rüsten!" Mir ist diese Lösung nicht ganz verständlich, allein ich protestiere nicht dagegen. Man satt mich nirgends mißverstehen. Wenn ich jeden Tag in den ausländischen Zeitungen lese, baß unsere Rüstungen die Umwelt aus das tieffte erschüttern, dann kann ich nur eines versichern: Erschüttern würde mich nur das Nichtaufrüsten der deutschen Nation! Die Rüstung der anderen erschüttert m-ch nicht! (Jubelnder Beifall.) Denn über eines kann es gar keinen Zweifel geben: Wenn die Welt sich in Waffen kleidet, wird bas deutsche Volk nicht allein mit einer Friedensvalme bewaffnet auf dieser Erde wandeln! (Stürmische Heiterkeit.) Wir werden in diesem Falle alles das tun, was notwendig ist, um uns den Frieden z u sichern. (Stürmischer Beifall.) Wenn man sich beklagt, daß wir Friedensveisticherungen so wenig Glauben schenken, dann muß ich auf meine letzten Reden zurückkommen. Es ist nicht so, als ob wir uns etwa anmaßen wollten, anderen in ihre Verfassungen hinein,zureben. Ich will überhaupt nicht, daß nationalsozialistische Grundsätze von anderen angewandt werden. Sie mögen bei ihrer Demokrat i^ bleiben, und mir bleiben bei unserem National's ozialisußusl (Stürmische Heil-Ruse.) Ich bin aber als deutscher Staatsmann verpflichtet, im Interesse meines Volkes die 'Maßnahmen der anderen selbst zu studi-ren, die sich daraus ergebenden Fragen zu prüfen und etwaige Gefahren zu berücksichtigen. Und hier lasse ich mir nicht von einem britischen Parlamentarier Vorschriften machen. wenn man nun sagt: Allerdings, wir haben gemeint, daß die Diktaturen, nicht aber das deutsche und das italienische Volk vernichtet werden sollen, so kann ich nur zur Antwort geben: so etwas konnte man vor dem November 1918 aussprechen, nach dem November 1918 nicht mehr! Damals haben die gleichen kreise erklärt, es handele sich nur um die Beseitigung des „preußischen THilUarlsmas“. nur um die Beseitigung der Dynastie, nur um das Kans Hohenzollern, aber nicht um das deutsche Volk. Das deutsche Volk werde man dann seiner Freiheit im Rahmen der internationalen Demokratie entgegenführen. Diese „Freiheit" haben wir denn dann auch kennengelernt! Das deutsche Volk hat daraus seine Lehren gezogen. Ein Zusammenbruch, wie ihn Deutschland damals dank seiner Gutgläubigkeit erlebt hat, wird sich im nächsten Jahrtausend n'cht mehr wiederholen. Das kann ich auch allen jenen versichern, die glauben, gegen das deutsche Volk eine Kriegshetze entfachen zu können! Mit solchen Phrasen kann man Deutschland nicht mehr täuschen! Ich werde als verantwortlicher Führer die Nation auf Gefahren aufmerksam machen, und ich sehe eine Gefahr darin, daß in anderen Ländern eine ununterbrochene Kriegshetze getrieben wird. Wer das nicht wahrhaben will, braucht sich nur „einige Vorkommnisse der letzten Zeit" vor Augen zu führen. Es ist noch nicht lanae her, daß man i m englischen Unterhaus Fragen der zivilen Luftfahrt besprach, und dabei ein neues ziviles Flugzeug als besonders verwendbar und gebrauchsfähig erklärte. Damals hat ein Mann der Opposition ausgeruftzn: „Hoffentlich kann dieses Flugzeug auch Bomben nach Berlin tragen!" Wir verstehen, was das heißt! Man wird mir vielleicht zur Antwort geben: „Das ist nur ein Monn der Opposition." Demgegenüber jage ich: Nach der Verfassung Vesördenmgen in der SA. Hessen-Mans. Oer Gauleiter zum GA.-Obergruppenführer ernannt. NSG. Ans Anlaß des 9. November hat der Führer und Oberste SA.-Führer Gauleiter und Reichsstatthaller Sprenger zum SA.-Obergrup- penführer ernannt. Bei den zahlreichen Ortsgruppengründungen wahrend der Anfangszeit der Bewegung im Gau Hessen-Nassau war es der Gauleiter, der zugleich mit diesen Gründungen den Befehl zur Formierung der Sturmabteilungen gab. Mit der Ernennung zum Obergruppenführer der SA. erfährt die schon aus der Kampfzeit herrührende enge Verbundenheit unseres Gauleiters mit der SA. beredten Ausdruck. * Anläßlich des 9. November wurden in den Kampfformationen weitere zahlreiche Beförderungen vorgenommen. In unserem Gaugebiet wurden unter vielen anderen befördert in der S A. - G r u p p e Hessen zum Sturmbannführer die Stuvmhaupt- sührer Walch, Limpert und Oldenburg; zum Sturm- hauptführer die Obersturmführer Schneider, Dob- bert, Ihne und Monbart; zum Obersturmführer die Sturmführer Stübner, Muth, Beiz und Nemnich; zum Sturmführer die Obertruppführer Weyrich, Avieny, Kugelmann, von Schiller, Hooß, Mucher und Günther Huse-mann; zum San.-Obersturmführer der San.-Sturmführer Weiß; zum Derwaltungs- sturmführer der Verw. - Obertruppführer Wald. M u s i k z u g der Gruppe Hessen: Zum Verw.-Ober- sturmführer der Verw.-SturmsührerBlöcher. GrUppen s ch u l e Hessen: Zum Obersturmbannführer der Sturmbannführer Möller. Z. - V. - T r u p p der Gruppe Heften: Zum Obersturmbannführer Sturmbannführer Karl Uckermann; zmn Sturmhauptführer Obersturmführer Münch; zum Obersturmführer die Sturmführer Allstädt, Jakob, Klausing, Röder; zum Sturmführer die Obertruppführer Rott und Georg von Schnitzler. Marine st andarte 34: Zum Sturmhauptführer Obersturmführer Hatzmann; zum Obersturmführer Sturmführer Hans Mettenheimer; zmn Sturmführer die Obertruppführer Ohl, Barthel Wächter und Deckhardt. Brigade 49 (Frankfurt a. M.) u. a.: Zum Sturmbannführer Sturmhauptführer Willy Becker; zum Sturmhauptführer Obersturmführer Friedrich Krebs; zum Obersturmführer Sturmführer Wolfgang Prinz von Hessen. Brigade 147 (Gieße n): Zum Obersturmbannführer Sturmbannführer Hans Keßler; zum Sturmbannführer Sturmhauptführer Oskar Adler; zum Sturmhauptführer die Obersturmführer Leonhard Kaltenschnee, Wilhelm Jäger, Jakob Schwänzl, Hans Becker, Wilhelm Kester und Karl Otterbein; zum Obersturmführer die Sturmführer Rudolf Leithäuser, Günther von Nordheim, Julius Richardt, Heinrich Jakobi und Hans Wacker; zum Sturmführer die Obertruppführer Ernst Hamm, Gustav Frey, Karl Röde, Karl Schäfer, Albert Haas, Karl Vetter, Richard Schleooigt, Karl Schäfer, Karl Frank, Albert Bellersheim, Paul Wagner, Heinrich Weiß, Ludwig Heß, Otto Röhr und Heinrich Deith; zum San.-Sturmführer die San.-Oberfchar- führer Friedrich Bernhardt urrb Ludwig Rathcke. Motorgruppe Hessen: Zum Oberstaffelführer Staffelführer Metzler. NS.- Fliegerkorps Gruppe 11: Zum Obersturmführer die Sturmführer Schönfeld, Krauß und Schäffer; zum Sturdführer die Obertruppführer v. Merhart, Ost und Windschild; zum Derw.- Obersturmführer Verw.-Sturmführer Dellwig; zum Verw.-Sturmführer Verw.-Obertruppführer Dietrich. Im BDM. - Ober gau Hessen-Nassau. Obergaustab: Die IM.-Beauftragte im Obergau Erika De sch zur JM.-Gauführerin; die Sonder- beauftragte des Reichskassenoerwalters Luise Bühler zur Verwaltungs-Gauführerin; die Leiterin der Sozialabteilung Paula Böhmer zur Untergauführerin; die Leiterin der Organisationsabteilung Otti Hab er mehl zur M.-Ringführerin; die Leiterin der Abteilung Leibeserziehung Liselotte Aller zur M.-Ringführerin; die Obergauärztin Dr. Ria P i tz e n zur Mädelringführerin, die Leiterin der Abteilung Presse- und Propaganda Emma Paul zur M.-Ringführerin; die Referentin in der Landesbauernschaft Hessen-Nassau Lina Euler zur M.- Ringführerin; die Führerin des JM.-Unteraaues 87 Westerwald Aenne Hartmann zur JM.-Ring- führerin; die Führerin des Untergaues 88 Wetz - l a r Bine König zur M.-Ringführerin; die Führe- Oer Führer mahnt zur Wachsamkeit. „Mit Phrasen wird man Deutschland nicht mehr besiegen und mit Waffen hat man es nicht besiegt." Der historische Appell im Sürgerbraukeller. München, 8. Noo. (DNB.) Die Erinnerungs- ftunben des Opferganges der nationalsozialistischen Bewegung am 9. November 1923 wurden auch in diesem Jahre wieder eingeleitet mit dem Abend der Alten Garde im historischen Bürgerbräukeller. Wieder sitzen die kampfgewohnten Männer beisammen. Im schlichten Braunhemd, ohne jedes Rangabzeichen. Stattlich ist der Block der Offiziere und Soldaten der Wehrmacht und der Polizei, die aus der Bewegung kommen. Auch sie tragen das rote Band des Blutordens. In nächster Nähe des Rednerpultes steht der Tisch, um den sich die Kämpfer des Stoßtrupps Hitler sammeln. Karl Fiehler ist unter ihnen, wenige Schritte weiter Adolf Wagner, Hermann Esser, Kriebel, Sepp Dietrich, Dr. Weber. Eben kommen Amann, Dr. Frank, Dr. Frick und Bouhler. Mitten im Saal sehen wir die Schwester Pia, die einzige Frau mit dem Blutorden, Franz Taver Schwarz, Hühnlein, Julius Streicher und Heinrich Himmler. Ein paar Tische weiter sitzen die Reichsleiter und Reichsminister, unter ihnen Dr. Goebbels, Lutze, Hierl, Darr6 und Bormann, die Reichsminister v. Ribbentrop und Dr. Lammers, die Gauleiter, die stellvertretenden Gauleiter, die Obergruppenführer und Gruppenführer, die Obergebietsführer und Gebietsführer. Die Hauptdienstleiter und Hauptamtsleiter der Reichsleitung und die Arbeitsgauführer des Reichsarbeitsdienstes sind im Nebensaal untergebracht. Eine Anzahl Tische im großen Saal gehört wie immer den Hinterbliebenen der Ermordeten vom 9. November 1923. Die Gespräche verstummen. Es ist 20.25 Uhr, still erheben sich die Männer und grüßen mit erhobener Hand d i e Blutsahne, die ©rimminger in den Saal trägt und hinter dem Rednerpult auffteUt. Nun erreicht die Spannung ihren Höhepunkt. Alle haben sich von den Plätzen erhoben, die Männer stehen auf Stühlen und Bänken. Der Badenweiler Marsch geht unter in einem Sturm des Jubels. DerFührerhat den Saal betreten. Mitten durch die Reihen der Kämpfer öffnet sich eine schmale Gasse. Nur langsam erreicht der Führer, dem Rudolf Heß, Brückner, Julius Schaub und Ullrich Graf folgen, feinen Platz in der Mitte des Saales. Nach einigen Minuten, in denen die alte Garde dem Führer unablässig zujubelt, nimmt Christian Weber das Wort. Er gibt den Gefühlen Ausdruck, die die alten Gefolgsmänner Adolf Hitlers in dieser Stunde beseelen und gelobt im Namen dieser Kämpfer dem Führer so wie bisher auch weiterhin unerschütterliche Treue und Gefolgschaft zu leisten. Dann steht der Führer vor dem Mikrophon. Sein Blick geht über die Reihen seiner Getreuen. Immer wieder dankt Adolf Hitler für die Jubelstürme, die ihm entgegenbrausen. Dann spricht der Führer. Die große Rede des Führers. Adolf Hitler führt die Erinnerung seiner alten Kampfgenossen zurück auf das Jahr 1918, auf den Zusammenbruch, der durch den inneren Zerfall d^s deutschen Volkes und das völlige Versagen der damaligen Führung verschuldet war. Trotzdem wäre auch im Jahre 1918 kein Zusammenbruch eingetreten, so sagt der Führer weiter, wenn nicht das deutsche Volk in seiner Verblendung den inneren Bürgerstreit zum Bürgerkrieg hätte ausarten lassen. Ich glaube, ich habe ein Recht daraus, auszusprechen, daß, wenn mich bas Schicksal damals an bie Spitze gestellt hätte, dieser Zusammenbruch nie gekommen wäre! Einen Zusammenbruch hätte es allerdings damals gegeben: den Zusammenbruch unserer verderblichen Parteien. So wie sie im Jahre 1933 beseitigt worden sind, hätte ich sie damals schon beseitigt. Und so wie Deutschland seit- dem sofort wieder aufgestiegen ist, wäre Deutfchland damals gar nicht erst gestürzt. Das Ausland weiß ganz genau, warum es den demokratischen Ideen nachweint. Wenn heute wieder einmal ein englischer Oppositionsführer erklärt, wir Deutschen sollten doch unsere Weltfreundlichkeit dadurch beweisen, daß wir die inhaftierten Staatsfeinde auf freien Fuß setzen, so erkläre ich: Auch ich bin einmal ein inhaftierter Staatsfeind gewesen! Ich habe aber nicht gemerkt, daß die englischen Oppositionsführer auch nur ein einziges Mal für mich das Wort ergriffen hätten. Ich weiß genau, warum sie für diese deutschen Staatsfeinde eintreten: sie waren damals und sie sind heute die Verbündeten des Auslandes! (Stürmische Zustimmung.) Wenn einer der entscheidenden Gründe des Zusammenbruchs das soziale und gesellschaftliche Verjagen unseres von Hochmut und Standesdünkel erfüllten Bürgertums war, so war die zweite großeJ Ursache das Versagen der führenden politischen und i militärischen Schichten unseres Volkes gegenüber den 1 Elementen der Destruktion, der Unordnung und des Aufruhrs. Es zeigte sich damals Feigheit, Haltlosigkeit und Halbheit in allen Entschlüssen. Es gab sehr viele, die das erkannt hätten und sich dagegen zur Wehr setzen wollten. Der stärkste diese Exponenten wurde wenige Wochen vor dem Zusammenbruch von seinem Posten entfernt. Es war der Mann, der bann später in unseren Reihen mitmarschierte. (Stürmischer Beifall.) Dieses Versagen der gesamten politischen Führung war in ihrer falschen Auslese begrün« de t. Man hat im Laufe von Jahrhunderten in unserem sogenannten Bürgertum wohl eine Art w ir t- schaf11icher Führung ausgebaut, aber dabei ganz vergessen, daß die Fähigkeit zur wirtschaftlichen Führung nicht im geringsten identisch zu sein braucht mit politischem Führertum, ja daß sie zumeist ihm geradezu entgegenstand. Es ist damals jene Ansicht großgezüchtet worden, daß unter Außerachtlassung der charakterlichen und männlichen Haltung nur. bas sogenannte vermeintliche Wissen ent- scheibend sein sollte. Diese „Führerauslese" von damals hat, das kann wohl nicht bestritten werden, in der kritischen Stunde restlos versagt! (Langanhaltender Beifall.) Das war daher meine grundsätzliche Erkenntnis: Denn man die Nation überhaupt noch retten wollte, muhte man den mühseligen Prozeß des Aufbaues einer neuen Führungsauslese in Angriff nehmen! Die bestehenden Organisationen muhten unbedingt beseitigt roetben, und zwar restlos. Die Führungsauslese mußte nach anderen Grundsätzen und Prinzipien durchgeführl werden. Gefolgschafk und Führung müssen immer auseinemGuß jein! Deshalb war der Kampf der nationalsozialistischen Bewegung im wesentlichen der Kampf für eine neue deutsche Volksgemeinschaft, wobei die Partei den Kern dieser Volksgemeinschaft zu bilden hatte, bereit, um neuer Ideale willen alles andere zu opfern. Was sich damals in der Nationalsozialistischen Partei sammelte in diesem Land, war ohne Zweifel Deutschland; denn es sind Werte und nicht wirtschaftliche Vorgänge, welche die Träger der neuen deutschen Volksgemeinschaft sind. Es war deshalb verständlich, baß die Partei in erster Linie bei den nicht so sehr vom Glück Gesegneten, in den breiten Massen des Volkes, ihren Anfang fand. Dort herrscht noch mehr Instinkt und aus dem Instinkt kommt der Glaube. Unsere wenigen ewigen Kritiker urteilen nur aus ihrem Intellektualismus heraus. Sie sind daher auch als Bausteine in der Volksgemeinschaft gar nicht zu brauchen. Auch heute nicht! Sie sind keine ©lau- bensträger, sie sind nicht unerschütterlich, und vor allem: sie halten in Augenblicken der Not und der Gefahr nicht durch. (Minutenlanger Beifallssturm.) Denn während das breite gesunde Volk sich instinkt- mäßig sofort zusammenschließt zu einer Volksgemeinschaft, laufen diese auseinander wie die Huh- ner in einem Hühnerhof. Man kann mit ihnen ba» her auch nicht Geschichte machen, sie sind unbrauch- bar als tragende Elemente einer Gemeinschaft. Ich habe mir saaen lassen, daß vor kurzem erst ein Mann erklärte: „Ja, wissen Sie, auch der Führer kann sich irren. Er hat sich ja auch 1923 getäuscht und damals Schiffbruch erlitten!" Ich kann diesen Biedermännern nur eines sagen: Ich habe mich damals nicht getäuscht! Ich habe damals auch keinen Schiffbruch erlitten. Ich habe damals nur einen schweren Schlag bekommen. Aber aus diesem Schlag sind die Partei und damit Deutschland nur stärker hervorgegangen. (Jubelnde Zustimmung.) Die war denn bie Lage 1923? Ich war ber Führer einer kleinen Partei, allerdings stark an Entschlossenheit unb Mut. Ich war vielleicht der einzige Parteiführer, ber sagen konnte, hinter mir steht eine Gemein- schäft von Mannern, bie entschlossen find, wenn notwendig, abzumerschieren! (Brausende Beifallsstürme.) Die anderen hatten nur Gefolgschaften hinter sich, die bereit waren, Geschäfte zu machen. Ich faßte nun damals den Entschluß. dieses unfähige Regime zu beseitigen. Die Tat ist damals gescheitert. Allein im Scheitern hat sie noch mehr Segen gebracht, als wir heule ahnen. Wäre diese Handlung damals nicht erfolgt, wäre den Herren Kahr und Genossen damals ihre Separation gelungen, ich weih nicht, welchen Deg Deutschlands Schicksal dann genommen hätte. Damals habe ich oft in unsere Versammlungen bie Betenntnife eines Mannes ihnen vorgelesen, der sich ebenfalls in einer traurigen und bitteren Zeit auflehnte gegen die Erbärmlichkeit sei- ner uhrenden Zeitgenossen, gegen bie Feigheit und bte Unterwurftgkett einer führenden ©esellschafts- schicht, die glaubte, durch ein solches Benehmen viel- leicht einen unversöhnlichen Feind versöhnen zu können. Der Führer zitiert nun bas berühmte prophetische Wort des Soldaten Clausewitz, der die falsche Klugheit, die sich der Gefahr entwichen will, für das fier e0' w i#l46JL ffuße k? # Äich n’e0ße Bd b 1 selb! entze'l an9V»r Gereä ein M Ln mirj unb. W fordern' mlt W ®ir w dien. 7. fll[0 do Mberwas <• »6 aber muh öe ©riefl flel‘ s-S pral'^ L »ir i AlWenn.ieM Zoll vom Dg'me Las deutsche E iheWtei;^' Ntiuftanbig f m ianer.danll0 "l unb wir verbitten u Kg-M.' Werden Ar geleistet haben vor allein unseren G haben, was man nu behaupten kann. (Ge zch bin also gezwi zu berücksichtigen, d morgen regieren Wanken keinen Z wirb verstehen, wai ich selbst entschlossen (en,um gegen je jein! (Brausender L versichern, das beul (atzen wir vor Bom \M\ (Stürmische- hier nach deutscher l Ich bin aber ( Leiches auf das weih, das gan mir hier zu rufe.) Das bedei es isi besier, »V als sie eines Tc neu oder, wie raflonen an da der Beifall.) L- rnifchluh geben sprach: 3ebeqei miltf! HJit fjab. Utkin and) jeher wehr, anb zwar Wenn» Abwe iunbgebungen.) Wenn mir nun N auf dem ftet trn auf dem We Wen: Das heutig °baelehnt —/ Ni zu verwirk! auf dem Derhan! zu weichen. $e naben kein Recht Qui dem - Be einen Jöer/ra, bie anderen Nr. 2{ber «Moatafi natf; Cg ?lr Nt nötig. W R-- 5^65 «n Äs !:Zir s» •W« "•ttf 'tos - r >r Jjjp L. ->ar a l°?°rden. ( Äei, Z)erJ e t- N >^ute d ÄÄ $ ?° ist bi großen qe. ?st sehr |ef. 'nen f0 ge, (Erfolg ngen.) Dq5 ng für uns enheik mol. >e ten Tnl. nMen unb t: Dir wob Dir haben erfahren, als Md jemand 1 außen her lötnrwjschtt as Rech«, sen sind, In begeisterter ich nur an !lbst ver- lk auf dieser p» «"i; m ^Q|)re I9*g •M Langer, «u i nen! W •ft Ä?r ! WÜ Ln in v gewisser Teil! Gläubigkeit un)| ulieren, In bc' i’idjt doch not i finden. Lil, erstehen, mir z kühl un: Heilrufe.) (E sch ginge '-- u studieren. d> S p* £ 'hU Ur»*"* f e n m«*(n' s wie h-bw re«. ”,i|1 o8=n, io * ttoos fo** 1918®»*. 1918«'‘ M S,£l|£ „ »>?$ ’ J"®’ no «e I»', (ernt' iö.hn S/x •40* ’i»* g »£S». lrieb^ nC br<5 Hör W! Ze'i. L mafl, i-c. bSr LA? -AK Bi 1 -y'/ . >< . :< ¥ 1 OWSM dem widerrechllich weggenommenen — Kolonien. (3u* e n sich noch bei den Juden Berlins von unterscheide ich mich von Herrn Churchill, Herrn Eden, die Anwälte der ganzen Welt sind. Ich bin nur der Vertreter meines Volkes! hier tue ich alles das, was ich für notwendig halte, und wenn Herr Churchill mir sagt: „Wie kann ein Staatsoberhaupt mit einem britischen Parlamentarier überhaupt die Klinge kreuzen?", so antworte ich ihm: Herr Churchill, fühlen Sie sich dadurch nur geehrt! (Brausender Beifall.) Sie köuueu daraus, daß in Deutschland selbst das Staatsoberhaupt sich nicht scheut, mit einem britischen Parlamentarier die Klinge zu kreuzen, ersehen, wie hoch das Ansehen englischer Parlamentarier im deutschen Volke ist. 3m übrigen bin ich nicht Staatsoberhaupt im Sinne eines Diktators oder eines Monarchen, sondern ich bin deutscher Volksführer! (Jubelnde Zustimmung.) Ich hätte mir, davon kann man überzeugt sein, ganz andere Titel beilegen können. Ich bin bei meinem Alten ge- Die Herren englischen Parlamentarier werden im britischen Weltreich sicherlich sehr zu Hause sein, alle in in Mitteleuropa sind s i e es nicht. Hier fehlt ihnen jede Kenntnis der Zustande, der Vorgänge und der Verhältnisse. Sie werden und dürfen diese Feststellung nicht als etwas Beleidigen? des anfghen, wir kennen uns ja auch am Ende nicht so genau in Indien aus oder in Aegypten oder gar in P al äst i n a. (Heiterkeit und Händeklatschen.) Ich würde es aber für richtig halten, wenn diese Herren ihre enorme Kenntnis, die sie besitzen, und die unfehlbare Weisheit, die ihnen zu eigen ist, etwa in diesem Augenblick auf — sagen wir — gerade P a l ä st i n a konzentrieren würden. Denn das, was dort stattfindet, das riecht ganz verdammt stark nach Gewalt und sehr wenig nach Demokratie! Aber ich führe das nur alles als Beispiel an, keineswegs etwa als Kritik (Lachen), denn ich bin ja nur der Vertreter meines deutschen Volkes, nicht der Anwalt anderer. Darin Elemente machten in dieser Aktensammlung kaum ein Prozent aus. Im „Malin" heißt es: In keinem Lande der Welt werden die unerwünschten Elemente so ausgenommen wie in Frankreich. In keinem Lande der Welt führen sie sich aber auch so schlecht wie in Frankreich, auf. Der „Ternps" nimmt besonders energisch zu diesem Problem Stellung und schreibt: „Wir müssen unsererseits unsere Grenzen schließen. Die Ausweisung darf nicht mehr eine außergewöhnliche Maßnahme sein, sondern muß im Gegenteil zur Regel werden. Der Eintritt nach Frankreich muß ausschließlich der ausländischen Elite vor- . - _ ,, -------, — ——,-fenen dos Selbstbestimmungsrecht herbeizufüh- Paris, S.Rov. (DRV.) Die vom Führer zur Berichlerstallung nach Paris entsandten deutschen Aerzke Professor Dr. Magnus und Dr. Brandt haben nach ihrem ersten Besuch bei Legationssekretär vom Rath und nach Rücksprache mit dem behandelnden französischen Arzt folgendes Bulletin .ausgegeben: „Der Zustand des Herrn Legakionssekretärs vom Rath ist besonders wegen der Verletzung am Mageneingang ernst zu beurteilen. Der erhebliche Blutverlust durch die Milzzerreißung und deren Folgen läßt sich voraussichtlich durch weitere Blutübertragungen beherrschen. Die bestmögliche operative Versorgung und bisherige Behandlung durch Dr. Baumgartner (Paris) läßt Hoffnungen für den weiteren Verlauf zu. Professor Dr. Georg Magnus, Dr. Karl Brandt." Professor Dr. Magnus und Dr. Brandt haben am Abend folgendes weitere Kommunique ausgegeben: Das Befinden von Legalionsfekretär vom Rath häl sich bis zum heutigen Abend nicht gebessert. Cs bestehen ernste Besorgnisse. Die Temperatur ist geblieben. Es finden sich Anzeichen einer beginnenden Kreislaufschwäche. Gez.: Dr. Magnus; gez.: Dr. Brandt. Der jüdische Mordbube Herschel Seibel Grynszpan nach seinem ersten Verhör im Pariser Polizeibüro. (Associated-Preß-M.) bisher befand und noch befindet. Die Aktion erzielte bis zum heutigen Tage die Sicherstellung, von 2569 Stich- und Hiebwaffen, 1702 Schußwaffen und rund 20 000 Schuß Munition. Sofern nach Abschluß der Waffenaktion noch ein Jude im Besitz einer Waffe angetroffen wird, wird der Polizeipräsident in jedem einzelnen Falle mit größter Strenge vorgehen. Als Antwort auf die Provokation von Paris, die feige jüdische Mordtat, ist es in K u r h e s s e n zu erheblichen spontanen Demonstrationen der Bevölkerung gegen die Juden gekommen. Auch die Paris er Morgenpresse veröffentlicht ausführliche Auszüge der Rede. Don fast allen Zeitungen wird bereits in deck Ueberschriften die Betonung auf die kolonialpolitischen Erklärungen gelegt. Im „Jour" heißt es, von der Kolonialfrage abgesehen, habe Deutschland von Frankreich und England nichts zu fordern. Aus der bevorstehenden englisch - französischen Fühlungnahme in Paris müsse eine einheitliche Haltung Frankreichs und Englands hervorgehen. Crnste Besorgnis um das Befinden vom Raths Zwei Mitteilungen der deutschen Aerzte. Die Besetzung des ungarischen Oberlandes. Budapest, 8. Roo. (Europapreß.) Während im östlichen Teil des Oberlandes, einschließlich der karpatho-ukrainischen Grenzzone, der Vormarsch der ungarischen Besetzungstruppen seit Sonntag abend zum Stillstand gekommen ist, wurde im mittleren und westlichen Teil des Oberlandes die Besetzung planmäßig fortgesetzt. Dabei wurde auch die Stadt Neuhäusel, der Knotenpunkt der Eisenbahnlinie Budapest — Preßburg, besetzt unb der nördlich von Miskole gezogene Einmarschbogen in Richtung auf Rosenau in einer Breite von 80 Kilometern ausgedehnt und auch die Stadt Rosenau besetzt. Die letzte größere Stadt des Ungarn zufallenden Teiles der Karpatho-Ukraine, Sächsisch-Bereg, wird am Mittwochmittag von den ungarischen Truppen besetzt werden. 1938 in einem Pariser Anzeigenblatt eine Verlustanzeige von einem gewissen Grynszpan ausgegeben worden. Die „Liberty" vermutet, daß eine Paß- fälscher-Zentrale dem Grynszpan zu einem Paß oer- hol'fen habe, und daß eine Untersuchung wahrscheinlich auch wichtige Anhaltspunkte über die Hintergründe des Anschlags zutage fördern werde. Umfangreiche Waffensunde bet Berliner Juden. Berlin, 8. Nov. (DNB.) Angesichts des jüdischen Mordanschlages in der deutschen Botschaft in Paris gibt derPolizeipräsidentvonBer- l i n der Öffentlichkeit das vorläufige Ergebnis bekannt, das eine allgemeine politische Entwaffnung der Juden Berlins, die in den letzten Wochen in Angriff genommen wurde, bisher gehabt hat. Der Polizeipräsident hat sich, um dke öffentliche Sicherheit und Ordnung in der Reichshauptstadt aufrechtzuerhalten, auf Grund einiger Einzelfälle veranlaßt gesehen, eine Waffenkon- trolle bei der jüdischen Bevölkerung Berlins durchzuführen. Dies ist den Juden durch die Polizeireviere kürzlich zur Kenntnis gebracht worden, worauf — von wenigen Ausnahmen abgesehen, bei denen ein ausdrückliches Verbot des Waffenbesitzes ausgesprochen werden mußte — die in jüdischem Besitz bisher befindlichen Waffen bei der Polizei von den Juden, die keinen Waffenschein haben, freiwillig abgegeben wurden. Das vorläufige Ergebnis zeigt deutlich, welch eine Unmenge blieben und werde bei ihm bleiben, solange ich lebe, weil ich gar nichts anderes sein will und nie daran denke, etwas anderes zu werden. Das befriedigt mich. Herr Churchill und diese Herren sind Abgeordnete des englischen Volkes, und ich bin Abgeordneter des deutschen Volkes. (Stürmische Heilrufe.) Der Unterschied liegt nur darin, daß auf Herrn Churchill nur ein Bruchteil der englischen Stimmen gefallen ist, während ich, ich darf es sagen, das ganze deutsche Volk repräsentiere! (Reue brausende Kundgebungen.) Wenn ich so, meine allen Kampfgenossen, Sie und damit das ganze deutsche Volk zur Wachsamkeit aufrufe, dann habe ick) e()t heiliges Recht dazu! Ich habe in diesen wenigen Jahren für die Nation große Erfolge errungen. Sie muß verstehen, daß ich ft e_t s besorgt bin um ihre Sicherung. Ich möchte nicht erleben, daß ich am Ende meiner Tage mit ähnlichen trüben Prophezeiungen die Augen werde schließen müssen, wie das einst bei Bismarck der Fall war. Ich möchte, daß das mühsam Errungene behalten wird für immer durch die gewaltige Kraft der ganzen deutschen Nation. Dann ist auch damit ein Dermäckstnis erfüllt, das uns unsere Toten aufgegeoen haben. Für dieses Deutschland sind sie auch einst mit uns marschiert, genau so gläubigen Vertrauens im Herzen wie wir. Es sind auch viele andere für Deutschland gefallen. Aber wir heben die Toten des 9. November deshalb hervor, weil sie alle Soldaten gewesen sind, weil sie alle im großen Kriege und zum Teil in Freikorps gekämpft haben und sich docb dann erneut für Deutschland einsetzten! Ihr Opfer haben wir damals als eine heilige Verpflichtung empfunden. Heute, 15 Jahre später, dürfen wir wohl erhobenen Hauptes vor ihre Särge hintreten, um zu ihnen zu sagen: Liehe Kameraden, das, was ihr damals ersehnt und erhofft, ist nun erfüllt worden. Darüber hinaus ist auch das, was ihr damals noch nicht für möglich gehalten habt, jetzt Wirklichkeit geworden. Nicht nur das Deutschland von damals ist geeint, sondern es steht jetzt vor euch Großdeutschland mit seiner neuen starken Wehr. Ihr habt mitgeholfen, daß dieses Werk gelingen konnte! Als erste Blutzeugen habt ihr den späteren Weg der Bewegung ermöglicht, habt es mir ermöglicht, dann den der Demokratien kann die Opposition von' sucht, diese beiden Diktaturen zu bewegen, auf heute die Regierung von morgen sein! 'Wege der Demokratie endlich für die Betro s Im allgemeinen pflegt dies ja auch einzutreten. x-" c Ä1 u c : r,t \ ______ * ; Lk«L)ulu.i. Wir sind sehr dankbar, wenn sich in Frankreich ren. Dieser Versuch ist mir mißlungen. Dann erst und England die führenden Männer von habe ich die Kraft des großen deutschen solchen Ideen a b s e tz e n und mit Deutschland Volkes eingesetzt, um die Demokratie in die- auf gutem Fuße leben wollen. Wir haben öfter als sen Ländern herzustellen, d. h. um unterdrückten einmal erklärt, daß wir von diesen Ländern gar Menschen d i e F r e i h e i t zu geben! (Wieder setzen nichts wollen als die Rückgabe der uns einst —! nicht endenwollende Heilrufe jubelnd ein.) behalten sein, die genau umschriebene Bedingungen erfüllt. Vom völkischen Standpunkt aus betrachtet ist die Niederlassung der vielen und verschiedenartigen Ausländer für ein geburtenarmes Land wie Frankreich eine Gefahr. Dom wirtschaftlichen Standpunkt aus betrachtet, schafft es zum Schaden unserer Landsleute eine gefährliche Konkurrenz. Dom politischen Standpunkt aus gesehen, stellt es die öffentliche Ordnung in Gefahr und bereitet auf die Dauer unserem Üand internationale Schwierigkeiten. Wir müssen daher aufhören, mit dem Feuer zu spielen." Die „Libertö" gibt der Ueberzeugung Ausdruck, Grynszpan habe nicht aus eigenem A n - trieb gehandelt. Die polnische Botschaft in Paris habe erklärt, der polnische Paß, dessen sich der Attentäter bedient habe, müsse gefälscht fein. In Paris blühe ein ausgedehnter Handel mit gefälschten polnischen Pässen. Sonderbarerweise sei am 9. Juni beknde Zustimmung.) Ich habe aber immer versichert, daß das selbstverständlich keine Kriegsangelegenheit ist. Es ist eine Frage, sagen wir, der Gerechtigkeit und der wirklichen Absicht, ein Dölkerzusammenleben zu ermöglichen. Sonst haben mir von diesen Ländern nichts zu fordern, und wir verlangen nichts von ihnen. Wir möchten mit ihnen nur Geschäfte mache n. d. h. wir wollen mit ihnen Handel treiben. Wenn man also von Verständigung redet, so wissen wir nicht, über was wir uns Derjtänöigen sollen. Eines aber muß ich im Auge behalten. In Frankreich und England sind sicher heute Männer am Ruder, die den Frieden wollen, allein a n - öere Männer machen fein Hehl daraus, daß sie den Krieg gegen Deutschland wünschen. Ich bin gezwungen, dies ganz nüchtern vor der Nation auszufprechen und daraus die Konsequenzen zu ziehen. Morgen kann Herr Churchill Ministerpräsident sein! Und wenn ein britischer Oppositionsführer erklärt, wir wollen nicht das deutsche Volk vernichten, sondern nur das Regime, so ist das genau dasselbe, denn das Regime vernichtet niemand, außer er vernichtet das deutsche Volk! Wenn jemand erklärt, er wolle das deutsche Volk vom Regime befreien, so sagte ich ihm: „Für das deutsche Volk sind Sie nicht zuständig!" Wenn es überhaupt einen Menschen gibt, der für das deutsche Volk zuständig ist, meine Herren britischen Parlamentarier, dann bin das ich! Das deutsche Regime ist eine innere Angelegenheit des deutschen Volkes, und wir verbitten uns jede schulmeisterliche Beaufsichtigung! Außerdem bilde ich mir ein, daß wir mehr geleistet haben als alle diese Herren, daß wir vor allem unseren Staat in Ordn u.n g gebracht haben, was man nicht von allen Ländern der Welt behaupten kann. (Gelächter.) Ich bin also gezwungen, die Mentalität auch derer zu berücksichtigen, die heute nicht regieren, die aber morgen regieren können und über ihre inneren Gedanken keinen Zweifel lassen. Das deutsche Volk wird verstehen, warum ich es warne und warum ich selbst entschlossen bin, alle Vorkehrungen zu treffen, um gegen jeden Heb ergriff sicher zu fein! (Brausender Beifall.) Dabei kann ich übrigens versichern, das deutsche Volk wird nicht in Angst, sagen wir vor Bomben vom Mars oder Mond zerfallen! (Stürmisches Gelächter.) Wir werden auch hier nach deutscher Art aushalten. Ich bin aber entschlossen, die Sicherheit des Reiches auf das äußerste zu befestigen, und ich weiß, das ganze deutsche Volk wird mir hier zustimmen. (Stürmische heit- rufe.) Das bedeutet Opfer, ohne Zweifel. Aber es ist besser, wir nehmen diese Opfer auf uns, als sie eines Tages in Form von Sontributio- neu oder, wie man damals sagte, von Reparationen an das Ausland abzuliefern. (Tosender Beifall.) Cs kann daher für uns nur einen Entschluß geben, den ich in Saarbrücken aussprach: Jederzeit sind wir zum Frieden gewillt! Wir haben ihn auch nicht gebrochen. Allein auch jederzeit sind wir bereit zur Abwehr, und zwar zur männlichen und enk- schlossenen Abwehr. (Minutenlange Beifallskundgebungen.) Wenn mir nun jemand sagt: Sie wollen also nicht auf dem Rechtswege Gefchichte machen, sondern auf dem Wege der Gewalt, so kann ich nur sagen: Das heutige Deutschland hat es nicht — abgelehnt —, auf dem Verhandlungswege sein Recht zu verwirklichen. Jahr um Jahr haben wir auf dem Verhandlungswege versucht, unser Recht zu «.reichen. Besonders englische Parlamentarier haben kein Recht, daran zu zweifeln. Denn auch auf dem — Verhandlungswege — haben wir einen Vertrag mit England abgeschlossen. Wenn die anderen nicht mittaten, so können wir nichts dafür. Aber etwas muß man sich merken: Das nationalsozialistische Deutschland wird niemals nach Canossa gehen! Das haben wir nicht nötig. Wenn eine andere Macht sich beharrlich gegen den Versuch verschließt, auf dem Verhandlungswege Recht Recht werden zu lassen, dann soll man sich nicht wundem, daß wir uns das Recht auf einem anderen Wege sichern, wenn wir es auf dem normalen Wege nicht finden können. Wenn diese britischen Anwälte der Weltdemokratie nun erklären, daß wir damit Heuer in einem Jahre — gleich zwei — Demokratien zerstört hätten, dann kann ich nur fragen: Was i ft denn e i - gentlich Demokratie? Wer hat das Recht, im Namen der Demokratie zu reden? Hat der liebe Gott den Schlüssel zur Demokratie den Herren Churchill und Duff Cooper ausgehändigt? Ist dies auf Gesetzestafeln verzeichnet, die im Besitz der britischen Opposition sind? (Stürmische Heiterkeit braust durch den Saal.) Demokratie ist in unseren Augen ein Regime, das — vom Willen des Volkes — getragen wird. Ich bin nach den Regeln der parlamentarischen Demokratie einst in Deutschland Kanzler geworden. (Brausende Bravo-Rufe.) Und Zwar als der Führer der weitaus stärksten Partei. Nach den Regeln der parlamenta- nfchen Demokratie erhielt ich dann die unbedingte Mehrheit, und — Herr Churchill kann es ja bezweifeln — heute die einmütige Zustimmung des deutschen Volkes! (Stürmisches Händeklatschen.) Ich habe nun in diesem Jahre nicht zwei Demokratien beseitigt, sondern ich — ich möchte [oft sagen — als Erzdemokrat habe zwei Dikta- en beseitigt! (Tosender Beifall.) Nämlich ^ Diktatur des Herrn Schuschnigg und die Diktatur des Herrn B e n e s ch. Ich habe freilich ver- Legationssekretär vom Rath steht im 29. Sehens« jahr. Wie viele Diplomaten, war er zunächst im Justizdienst tätig und absolvierte dann feine Attachö- Jahre, die immer Wanderjahre sind, in Budapest, Paris und Kalkutta. In Indien zog er sich ein tropisches Fieber zu, worauf er Heimaturlaub erhielt. Er wurde dann wieder der deutschen Botschaft in Paris, wo er schon einmal stationiert war, zugeteilt und erhielt dort vor knappen zwei Monaten seine Beförderung zum Legationsfekretär. Die pariser preffe fordert Vefeilipung der Smiarantenplage. Paris, 9. Nov. (DNB. Funkspruch.) Auch am Mittwoch beschäftigt sich die gesamte Pariser Morgenpresse sehr ausführlich mit dem jüdischen Mordanschlag gegen den Legationssekretär vom Rath, Erneut verlangen mehrere Blätter energische Maßnahmen gegen alle diejenigen ausländischen Elemente, die im Innern Frankreichs immer wieder die Ruhe und Ordnung zu stören versuchen. Der „Petit Parisien" schreibt, Frankreich habe eine so liberale Politik geführt, daß es auf seinem Boden bis z u drei Millionen Ausländer beherbergt habe. Man habe aber feststellen müssen, daß sich hierunter die übel st en Typen des international en Verbrechertums befinden. Etwa 70 v. H. aller dieser Emigranten mache ein übles Gesindel aus, mit dem sich die französische Polizei zu beschäftigen habe. Dieser Tatbestand habe die französischen Polizeibehörden veranlaßt, eine besondere Aktensammlung über die internationalen Verbrecher anzulegen. Bei den Elementen, die in dieser Aktensammlung vertreten seien, handele es sich teils um allein arbeitende Verbrecher, teils um Derbrecherbanden. Die französischen legalen Kurs zu steuern und trotzdem als eine mannbare Bewegung im deutschen Volke angesehen zu werden .Ihr seid der Beginn jener großen Märtyrerreihe, die wir verehren, Kämpfer, die auf dem Felde des Ringens um die deutsche Volksgemeinschaft gefallen sind und von denen wir wissen, daß ihr Tod mitgeholfen hat, das heuttge Reich zu schaffen. So kann ich Sie nur bitten, immer inbrünstig im Kampf um unser Reich an unser Volk z u glauben, an dieses ewige deutsche Volk. Diefe breite Masse des schaffenden Volkes war einst der Träger unseres Kampfes, sie ist der Träger des heutigen Reiches, und sie wird Deutschland auch in der Zukunft halten! Unser Deutschland Sieg-Heil! Unbeschreiblich sind die Kundgebungen, die die alten Parteigenossen dem Führer zum Schluß seiner Rede bereiten. Brausendes Händeklatschen und jubelnde Heilrufe zeigen dem Führer die Liebe, die Verehrung, die Dankbarkeit und die unwandelbare Treue, die diese Männer der ersten Stunde beseelt. Der erste Eindruck im Ausland. Die Kolonialforderung findet in London und Paris größte Beachtung. London, 9. Nov. (DNB. Funkspruch.) Die Führerrede wird von der Mvrgenpresse in großer Ausführlichkeit wiedergegeben. Die Blätter heben in den Ueberschriften die Forderung des Führers nach Rückgabe der Kolonien hervor. Stärksten Eindruck hat es naturgemäß auch hervorgerufen, daß der Führer dem deutschen Volk die Augen über die ausländischen Kriegshetzer geöffnet hat. Die Warnung vor Churchill, Eden und Duff Cooper kehrt in den Schlagzeilen der Blätter wieder. kommt durch die Welt Oe f#Ve 1"*’? M« K«? SÄ Knn atmet I'1 M W -xA- 5'»«ft wor M » braten tp11 Die Kastamen, sind jd)on m oe den mit Mi Aevsel rourden Decket at>Mn> war. 3n j^s eine Kastanie j Meibeeren ge braten rund Y' FMe. - frischem W mster geben ir eine große P Tomaten, stehen die nut Fast jede hat sind Häufchen daneben hat ri ter Weißkäse n Fleischsalat, klc dine, rotem t blasierten Ka! H oder reiz Tüpfelchen rot waren ein pac streut oder n macht den Eil duldigjte Frn fasten! In bei Petersilie. „D fachen Schuf' menfetzung i „Das mache sortlasfen, wi Es sind all alle Tage jl wahr, mir hü M nidjt bie fie biefen @ro[ ausgestattet ha nun, wo uns geführt ist, hir in unseren des Einfach o mit Gemr Abwechslung Spargel in c chen daraus grünen Pvh ^en schmar Artifchok gemischt sind Tanz kleine Kaviar erhalt K als cheni Mte Hineinst . Wieviel Mi d-m äu5|( ®"8fPeife P'cht aus. 5c ”'.eI Zu viel '«»en, klaren °n der Seite M Ä5 0rünci '"Wr Herl Ä d-u" S"- d«M Tes »-ih «ul?!. »n N [Q,,j fre dii S' SP «in,,*;«! ''hw< A M.Wibe SS5 l ht^.bQs öer 9?nN $ Wir suchen für unsere Abänderungsschneiderei zur Aushilfe eine gewandte Näherin H. Kaeß Nacht. Inh. W. Horn & Sohn Gießen, Kreuzplatz 15. 7177V Die englische Thronrede An länder um Das Unterhaus begann mit Ausführungen des apofitionssührers Attlee die Aussprache über Wir suchen zum baldigen Eintritt WMl Lagerräume Wobnuna ut la w , zum Abstellen von Möbeln Gießen. 7208V dort, Königsallee 66. 7198V 1.2 Ur.Opel- Cabriolet 7202V | Kaufgesuche | Fleißiges,solides r§Lenzlges,iouoes —— Mädchen Hane für Küche und UUUÖ 7207V Heute den Gieß. Anz. 'erbeten. r Zu haben: Med.-Drogerie H. £ ges, Seltersweg 68a. Germania-Drogerie C. Se.bel, Frankfurter Str. 39. 6soiV den darf. Die Wahlen in Amerika. aus Privathand zu verkaufen. Anzusehen bei K. Velke Franks. Str. 59 SIUffljBaldrian-Perlen Haus gesucht. Evtl. Aushilfe. Hch. eitler, Konditorei und Eaf6. 72O4D glichet- des Repräsentantenhauses sowie die Gouverneure von 33 Staaten und Hunderte von ort- 20—23 Uhr 7. Freitagmiete Zum letzt. Male DantonsTod Drama von Georg Büchner Preise: RM. 0.60-3.00. Wohnung in la Zustand,Etagen- Heizung, Bad, 3 Mansardenzim- ards habe sich die deutsche pteffe sehr zurückgehalten ganz im Gegensatz zur amerikanischen Presse. Die Deutschen hätten Gießen (Kirchenplatz 3), den 7. November 1938. Die Beerdigung findet Donnerstag, den 10. November, nachmittags 28/* Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. zu führen. Es sei leicht, die Deutschen zu schmähen. Die Deutschen hätten aber in den letzten fünf Jahren beispiellose £ eiff u n g e n nicht nur in der Arbeit, sondern auch im Glauben vollbracht, die manche Engländer gern nachahmen möchten. Durch reine Kraft- anfirengung und Entschlossenheit hätten die Deutschen den Ausgang des Welt- krieges in das Geg.enteil verwandelt. Die Engländer hätten keinen Grund für irgendwelche Beschwerden. Auch der kon- servative Abgeordnete TNacqulslin erklärte, es sei ein groher Fehler, abfällige Bemerkungen über die beiden großen Männer Hitler und Mussolini zu machen. Man solle sich nur einmal vorstellen, dah irgendein ausländisches Land in abfälliger Weise über die königliche Familie Englands spreche. Das würden die Engländer bestimmt nicht schätzen. 3n der Zeit der Abdankung König Edu- | Vermietungen | 5 KM.W. Kaiserallee 27 v. sofort zu oerrn. Näheres l?2wD A. Becker Kevlerstraße 9 Telefon 3804. Klein-Linden. Aliendorf (Lahn), den 9. November 1938. Die Beerdigung findet am Donnerstag, dem 10. November, nachmittags 2 Uhr, vom Trauerhause aus statt. Erklärung von München zu fördern. Das Abkommen zwischen meiner Regierung und der tta- lienischen wird jetzt tn Kürze in Kraft ge» etzt werden. Ich glaube, daß es die traditionellen guten Beziehungen, die so glücklich und so lange zwischen unseren beiden Ländern bestanden haben, bekräftigen und somit die Sache des europäischen Friedens fördern wird." Im Spanien-Kon- H Et werde die englische Regierung an der Poli- ik der Nichteinmischung feschalten und tn jeöer Weise die Wiederherstellung des Friedens in jenem Lande unterstützen. Sie werde ebenfalls jederzeit bereit sein, falls die Parteien im fernöstlichen Konflikt das wünschten, an einer Regelung mitzuhelfen, die in diesem Gebiet einen dauernden Frieden sicherstelle. Weiter stellte der König fest, daß die Maßnahmen zur Aufrüstung und zur Ausdehnung der Ver- teidigungsstreitkräste beschleunigt und ergänzt würden. Die Probleme der zivilen Verteidigung , einschließlich der einer wirksamen Nutzbarmachung der Duellen der Nation für einen Freiwilligendien st würden die ungeteilte Aufmerksamkeit des Lordsiegelbewahrers finden. In diesem Zusammenhang gab der König der Hoffnung Ausdruck, daß die aktive Förderung .des Friedens in Europa, die das ständige Ziel seiner Regierung sei, zu einem g r ö ß e r e n N e r - trauen führen und der Ausweitung von Handel, Industrie und Beschäfügung einen neuen Impuls geben werde. Die Bemühungen, günstige Bedingungen für die Entwicklung t)ie r Uebersee - mär fie zu schaffen, würden fortgesetzt werden. Schließlich kündigte der König eine Reihe von Reformen auf dem Gebiete der Gesundheitsfürsorge, des Strafgesetzes und der Industrie an, weiter Maßnahmen zur Abänderung des Versicherungsgesetzes und der Arbeitslosenversicherung. Schließlich sollen Schritte getan werden, um mit den Slums, den Londoner Elendsguartieren, aufzuräumen und um der Ueberbeoölkerung Schottlands zu steuern. zu beseitigen. Äegabtenauslese bei der Reichspost. Trier, 7.Nov. (DNB.) Heber die Begabtenauslese bei der Reichspost sprach Reichspostminister Dr. Ohnesorge auf der Post- und Telegraphen- wi'ssenschafllichen Woche in Trier. Die Begeisterung der Jugend für das Waffenhandwerk und das Flugwesen habe die Hörsäle der Hochschulen entvölkert, und die Absolventen derselben besinnen sich oft noch sehr, ob sie nicht lieber zur Industrie als zu einer Staatsverwaltung gehen sollen. ..Also hilf dir selbst, Verwaltung, und siehe in deinen eigenen Reihen nach, wo Talente sind, die gefördert werden und auf Derwal- tungskosten die Studienausbildung erhallen können, um dann in die leitenden Stellen eingesetzt zu werden." Bedingung ist überdurchschnittliche geistige Begabung, hervorragende charakterliche Haltung, politische und weltanschauliche Bewährung in den Gliederungen der NSDAP, körperliche Gesundhell und Leistungsfähigkeit, Alter zwischen 16 und 23 Jahren. Durch die Reichsberufswettkämpfe und durch das Schulungslager Zeesen ist eine fortschreitende Auslese aus den Postjungboten, Hilfspostschaffnern, Baulehrlingen und Telegraphen'handwerkern erfolgt, die die Grundlage für eine weitere Aussiebung bilden konnte. Diese wurde in Zeesen selbst im Rahmen eines vierwöchigen Lehrganges vorgenommen. Kürzere Lehrzeit für die chemische Industrie. B e r I i n, -8. Nov. (DNB.) Der Reichswirtschafts, minister hat die Reichsgruppe Industrie und die Industrie- und Handelskammern angewiesen,' die Berufe des Chemielabor-Jungwerkers und des Chemiebetrieb - Illngwerkers anzuerkennen. In der chemischen Industrie, in der vom arbeitenden Menschen ein großes Maß von Selbstverantwortung, von Berufswissen und -können verlangt wird, war es im Interesse einer gesunden aufbauenden Volkswirtschaft unfragbar, daß Hunderttausende von Menschen, von denen höchste Leistungen physischer und psychischer Art verlangt werden, als ungelernte Arbeiter chre Oppositionsführers Attlee die Aussprache über die Thronrede. Attlee erklärte u. a., die Rede des Königs „habe sich dadurch ausgezeichnet, daß ihr jedes Erkennen des Erlistender Lage fehle". Premierminister Chamberlain erklärte, daß weder, der Innenminister noch der Kriegsminister vor der Öffentlichkeit die'Tatsache hätten verbergen wollen, daß sich gewisse Mängel bei der Art von Generalprobe herausgestellt haben, die man vor kurzem durchgeführt habe. Er müsse sich aber gegen den Eindruck wenden, daß etwa das ganze Derteidigungssystem oder die gesamte Lerteidigungspolitik zusammengebrochen wären. Der konservative Abgeordnete V o o t h b y er- klärte, in England sei man sehr geneigt, das deutsche Volk zu verunglimpfen. Er finde, daß gewisse Mitglieder des Unterhauses in rücksichtsloser Weise über die Führer Deutschlands sprächen, und er möchte Green- wood gerne sagen, daß es nicht die Zeit sei, eine derartige Sprache gegenüber Deutschland Gefordert wird: Gute Allgemeinbildung u. absolute Beherrschung der Reichskurzschrift (160 —180 Silben) sowie des Z'ehnfinger- blindschreib-Syftems. — Geboten wird angenehme Dauerstellung. Heyligenstaedt & Comp., G. m. b. H. Werkzeugmaschinenfabrik WM der selbständig arbeiten kann-u. wirklich Gutes leistet, wird sofort gesucht. Schriftliche Angebote u. 7215D an den Gießener Anzeiger erbet. 19.30—22 Uhr lumOoveniber Fidelio Preise: 17182D RM. 1.20-4.00. Verkäufe Zuverl. älteres M daüberzählig, zu verkaufen, ososi Frdr. Amend Allendorf Lahn Untergasse 17. Infolge eines Unglücksfalls verschied plötzlich und Unerwartet mein lieber Mann, unser guter Vater, Schwiegervater, Grob-, vater, Bruder, Schwager und Onkel Heinrich Schreiner Fuhrunternehmer im Alter von 65 Jahren. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Frau Anna Schreiner. [Verschiedenes"] Welcher Coflroogenüetrieö übernimmt laufende MMMllgea. Schriftliche Angebote u.7218D an d. Gieß. Anz. Hausmädchen ab lö.Noveinber gesucht. 7i62D Restaurant StadtMainz Gießen Kreuzplatz 5. Arbeit verrichten. Wenn der Reichswirtschaftsnnnk- ster nunmehr für die chemische Industrie entschieden hat, daß keine Berufe mit einer vierjährigen Lehrzeit geschaffen werden, sondern daß das Berufswissen in einer zweijährigen Lehrzeit, die a l s A n l e r n z e i t bezeichnet wurde, vermittelt wird, fo ist auch der Standpunkt der Deutschen Arbeitsfront vollkommen durchgesetzt worden. Nach dem letzten Erlaß des Reichswitt- schaftsministers über die Beschränkung der Lehrzeit auf drei Jahre dürfte es sich bei dem Abgehen von der vierjährigen Lehrzeit in der chemischen Industrie um die erstmalige Verwirklichung der jetzt überall verlangten kürzeren Lehrzeit Endeln Der Reichs- Wirtschaftsminister selbst bringt zum, Ausdruck daß ein Anlernberuf gegenüber einem Lehrberuf keineswegs zweitrangig ist, daß o,e mehr bei den besonderen Verhältnissen in der chemischen Industrie die systematische Ausbildung innerhalb von Jugend- lichen'Anlernverhältnissen mit einer Erwachsenen- Anlernung oder -Umschulung nicht verwechselt wer- Scharfe Abfuhr der englischen Kriegshetzer Konservative Abgeordnete fordern itn Unterhaus einen fairen Ton gegenüber Deutschland. An-nnd Verhau! von Lumpen, Eisen, Bavier, Flaschen u. alle Metalle. Jede Bestellung wird nbneboh. -.so* H. Schneider Neuenweg 6 Telephon 3187. Nähe Horst-Wessel-Wall zu mieten gesucht. 7200° Angebote an Niederhausen & Co. Gießen, Bahnhofstraße. mit 3x4 oder 4x4 Zimmer- Wohnungen in gutem Zustand, ruhiger, sonnig. Lage mit Garten im südöstlichen Stadtteil bei hob. Anzahlung ;u kauf, gesucht. Angemen. Verzinsung Bedingung. Schrift!. Angebote auch von Vermittlern unter 7133D an Erststellige Hypothek von 12 000 GM. auf Haus Horst« Wessel-Wall in Gießen mit größ. Damno zu verkaufen. Offerten unter V 543 an Westag, Düffel- London, 8. Nov. (Europapreß.) Bei trübem und regnerischem Wetter wurde am Dtenstagmlltag die neue Sitzungsperiode des eng ° lischen Parlaments in altherkömmlicher Werse durch König Georg VI. eröffnet. Im Saal des Oberhauses, der mehr an eine gotische Kapelle als an* ein Parlament erinnert, hatten sich die Peers des Reiches in ihren scharlachfarbenen Roben, die obersten Richter in goldbesetzten schwarzen und roten Talaren und grauen Wollperücken, die Bischöfe, die Botschafter und Gesandten der ausländischen Mächte — unter ihnen zum ersten Male der deutsche Botschafter von Dirks en sowie der neuemannte japanische Botschafter S ch i - gemitsu — versammelt, ferner die Damen der Lords und Diplomaten in großen Abendkleidern mit Diademen und reichem Juwelenschmuck. Auf den Seitengalsrien bemerkte man Frau Chamberlain und Lady Simon sowie den Lordmayor von London. Punkt 12 Uhr betrat das Königspaar den Saal, nachdem es unter dem Jubel von Tausenden von Zuschauern den Weg vom Buckingham- Palast in der historischen goldenen Staatskarosse mit Vorreitern, begleitet von einer Eskorte der Gardekavallerie mit wehenden Helmbüschen und blitzendem Küraß, zurückgelegt hatte. Nachdem das Kvnigspaar, der König in der Uniform eines Feld- mar challs, mit der Krone auf dem Haupt, auf dem Throne Platz genommen hatte, berief der König nach altem Herkommen auch das Unterhaus, dessen Mitglieder unter Dorantritt des Sprechers an der Schranke erschienen. Dort hatten auch der Ministerpräsident und die Kabinettsmitglieder, soweit sie nicht dem Lordstand angehören, Aufstellung genommen. Dann überreichte der Lordkanzler dem König die Thronrede, die dieser verlas., „Meine Beziehungen zu ausländischen Mächten", so führte der König einleitend aus, „sind weiter freundschaftlich, und meine Regierung wird alles in ihrer Macht liegende tun, um die Entwicklung eines guten Verstehens im Gei st e der gemeinsamen englisch-deutschen Donnerstag, den 10. Nov. 1938, nachmittags L Uhr, versteigere ich an Ort nud Stelle (Bekanntgabe erfolgt im Versteig.« Lokal Neuenweg 28, dahier) zwangsweise gegen Barzahlung: 1 Personenwagen, Kredenzen, Büfetts, Kautsch, Bücher, Klei« der- und Kassenschränke, einen Waschtisch, Divlomatschreibtisch, 1 Ladentheke,loOFlaschenWein, 1 Akkordeon, 1 Handbarmomka, Mantelkessel, Wandschoner, Besteckkasten und andere Haushaltungsgegenstände 72160 KlSll, Gerichtsvollzieher in Gießen, Ludwigstrahe 33 I, Telefon 3239. VornehmI Geschmackvoll! Persönllchl Diese wesentlichen Eigenschaften der gute« Familien- Drucksache bietet Ihnen In zahlreichen neuzeitlichen Ausführungsarten und Paplereq zu mäßigen Preisen Brühl’sche Druckerei. Schulstr. 7, Ruf 2261 Detail-Reisender für Textilwaren und Bekleidung bei eingeführter Kundschaft sofort gesucht. Guter Verdienst, Gehalt und Provision. Führerschein erwünscht, aber nicht Bedingung. Schristl. Angebote mit Bild und .'Zeugnisabschriften unter 7217 D an den Gießener Anzeiger. iDDfl. MW f. Lebensmittelgeschäft gesucht. Marktplatz 21 Telefon 2202. Gesucht für sofort oder später fortbildungsschulfreies jnnges Hifiöel mit bess. Schulbildung u. guter Auffassungsgabe für schriftliche u. sonstige leichte Arbeit. 05058 Pelikan« Apotheke Gießen Kreuzplatz 2. mer, per 1. 12. zu vermieten. Goethestr. 231 Heizbare tagen frei. [ 6957 D Marburg.Str.7. Größere Z-4'ZMMl- WWIW in Parterre oder 1. Stock von Beamten zu mieten gesucht. 05053 Auskunft erteilt FrauLeinberger Gießen, Frank- ^f Utter Str. 31. || [Stellenangebote Jüng.,zuverläsf. Mädchen für 3,4 Tage ge- I sucht. 05052 Seltersweg 5. Gott dem Allmächtigen.hat es gefallen, gestern morgen um 772Uhr meine liebe Frau, unsere treusörgende Mutter, Schwiegermutter. Grobmutter. Schwägerin und Tante Frau Elisabethe Schmidt, geb. Jung im Alter von 75 Jahren durch einen sanften Tod zu sich in die Ewigkeit abzurufen. Die trauernden Hinterbliebenen: Johann Georg Schmidt II. ' Familie Friedrich Schmidt Friedrich Hels und Frau Anna, geb. Schmidt. Büfett Vitrine, Tisch, schwer eichen,poliert, in einwandfreiem Zustande, sofort gegen bar zu verkauf en.72.4v Goethestr. 23!. Einspaltige Kleinanzeigen werden rmn er. mäßigten Grund, vreis von 5 Vf. MrdleMllimeter. idle veröSenlltcht liehen politischen Würdenträgern. In vielen Orten begann der Zustrom der Wähler zu den Wahllokalen bereits in den frühen Morgenstunden. Der Prozentsatz der Wähler und damit das Wahlergebnis wird an manchen Stellen stark durch das Wetter beeinflußt werden. In vielen der westlichen Staaten mußten die Wähler in lärid- lichen Bezirken durch hohe Schneewehen ihren Weg zur Wahlurne erkämpfen, während in den östlichen Staaten vielfach kalte Regenschauer yerrschten. Erstmalig bediente man sich im Staate Neuyork durchweg sogenannter W a h l m a s ch i n e n , die wie Registrierkasien die Stimmen der Wähler verzeichneten uyd das Zählgeschäft sehr erleichterten. Anderseits wurde der Wahlakt dadurch verlangsamt, daß die Wahlmaschinen bis zu SO Namen aufweisen. Es werden zahlreiche Fälle von Unregel« mäßigkeiten und B e t r u g s v e r s u ch e n berichtet. So wurde in Albany, der Hauptstadt des Staates Neuyork ein Mann verhaftet, der Wahl- stimmen zu tauschen versuchte und in dessen Tisch 45 Briefumschläge mit je fünf Dollar Inhalt waren. In Pottsville drohten noch unbekannte Täter einer Familie an, sie mit Dynamit in die Luft zu sprengen, falls sie nicht den „richtigen" Kandidaten wähle. In Harlan, im Staate Kentucky, wurden zwei Personen verhaftet, die den demokratischen Kandidaten für den Posten des Gefängniswärters geschaffen hatten. Auch tarn es zu Schießereien, wobei sieben Personen getötet wurden.______ _ Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum- schein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. X. 38: 10 013. Druck und Verlag: Brühlsche Unioersitätsdruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM.- 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzeloerkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig. Gute Mschinen- schreiberin zur Aushilfe sofort gesucht, vielleicht auch für länger. Schriftliche Angeb. unt. 7220D an den Gießen. Anzeig. Suche zumlo.ll. oder per sofort fürklemenHaus- balt anständiges fleißiges 7205V Mädchen welch, alle Hausarbeiten, sowie kochen kann. Zeugnisse erwünscht. Ederftraße 3 v. Geburtsanzeigen bei Brühl, Gießen sich wie Geullemea benommen. Der unabhängige Abgeordnete Harvey sagte, in ganze England herrsche der Wunsch, dah das englische und das deutsche Volk Freunde werden sollten, und daß es nie wieder zu einem Ktteg zwischen den beiden Nationen kommen möge. Um diesen Wunsch aber zu verwirklichen, dürsten die Engländer sich nicht damit zufrieden geben, den Frieden auf Kosten anderer Völker zu kaufen, sop- dern sie müßten auch s e l b st Opfer bringen. Es sei überraschend, daß die britische Regierung noch keine öffentliche Erklärung abgegeben habe, um die tiefen Beschwerden des deutschen. Volkes zu beseitigen, Beschwerden, die man ohne materielle Opfer wurde beseitigen können. Heute noch stehe im Versailler Diktat eine Erklärung, die eine Beleidigung für alle patriotischen Deutschen darstelle, nämlich daß Deutschland am Weltkrieg allein die Schuld trage. Warum könne England nicht die Initiative ergreifen, um diesen Makel von Versailles zu beseitigen? Warum könne England nicht auch die Initiative ergreifen, damit jene Erklärung von Versailles beseitigt werde, wonach w ^u-xui^u - - - «anw, Deutschland unfähig sei, eine Kolonialmacht 47 Staaten der Union zur Urne, tn einem Wahl w sein? Dann würde das deutsche Volk sehen,! gang, der als entscheidend dafür angesehen wird, daß die Engländer jetzt eingesehen hätten, das diese wie sich die Politik des New Deal in den im Jahre ~ schuldigungen Unrecht seien, und daß die Eng-11940 bevorstehenden Präsidentenwahlen behaupten tber den Wunsch hegten, diese Ungerechtigketten wird. Gewählt werden 34 Senatoren, 432 Atu- Stadttheater Nr. 265 Zweites Blatt Giehener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen)Mittwoch. 9. November 1958 Aus dem Reiche der Krau. Gäste in Aussicht - Schaufenster als Anreger. Von Krid' Als D a l a d i e r zum ersten Male nach dem ZSeg jroi' rfer sein als der des Hasses, den chen hat, zusammen mtmen usoirerri «uien Generation verherrlichte, die selbst | eine bessere Zukunft' für Europa heraufzufuhren. hüten. erfüllt gewesen, als jene Feierstunde der die deutsche Schlachtfront einzustoßen, in sie einzu- die Röbre wird sichtbar. Durch die nahe Hilfe an-1 weitergeführt wird. Sie zeigt einen Kuß von Rw oie ^oyre w »" L___' nn m n f » n H n n itnh el,eqs,enen eben aus. wanderte er aus. ,-Tw.«:ä 1.>1. iss» aflwMTTtiSTSvs...■“‘Ä’ffj;;»«!ss-,;sss,1 l—ä «aus. ma1 a.«, ä,.äs,»l« sä e tsää fe- £ÄtS’« iÄiSÄ'öSÄ w. w mJs s «rr «■-» Schonung aus. in Mussolini verkörpert. Wenn sich in diesen Novembertagen unsere Gedanken stärker als sonst um das Problem einer deutsch-französischen Verständigung bewegen, so des- wegen, weil sich am 11. November in diesem Jahr der Tag des für uns einst so schmerzlichen und schmachvollen Waffenstillstandes zum 20. Male jährt. Mit welch anderen Gefühlen begehen wir nunmehr nach den Erfüllungen dieses Jahres diesen Tag'. Ausgelöscht ist die Schmach, dessen, was man uns damals angetan hat, durch des Führers historische Taten vom 13. März und 1. Oktober! Ohne Ressentiment, mit dem Gefühl der wiedergewonnenen Ehre, der neuerstandenen Kraft und des unabdingbaren Rechts auf seine Stellung als Weltmacht begeht das deutsche Volk darum in diesem Jahr die' 20. Wiederkehr des Waffenstlll- standstages! Längst haben die deutschen Frontkämpfer ihren französischen Kameraden die offene Hand entgegengestreckt, mit der sie einst Gewehr und Handgranate umspannt hielten! Und Frankreichs Soldaten haben in diese dargebotene Hand eingeschlagen? Keines dieser Treffen zwischen deutschen und französischen Kriegsteilnehmern ist wohl von tieferer Symbolik Goldener Herbstsonnenglanz liegt auf dem abschüssigen Südhang des Waldtales. Das seichte Wässerchen gluckert müde in engem Bett über rote Sandstem- brocken. Der Boden der Wand ist rauh und steinig', schwache, zwischen dem Gestein nur locker wurzelnde Stämmchen von Krüppelbir.ken und kümmernden Fichten haben sich dort angesiedelt, darunter wuchert Heidelbeerkraut und dichtes Sternmoos. Aus der weiten Kiefernschonung der Kuppe verliert sich em schmales, kaum wahrnehmbares Pfädchen einen Steinwurf weit die Bergwand hinab und endet an einem dunklen Erdgang, zwischen dessen Zacken feine Spinnweben nisteln. Die schwarze Höhlung senkt sich unter Grasbüscheln und Brombeergestrüpp schräg in die Tiefe — das ist die Einfahrt zu dem Felsenbau Grimbarts, des Dachses. Die Hauptrohre ist wohl ein halbes Jahrhundert alt. Der Urahne nennen. . Wir verstehen, daß sich alljährlich zum Tage de. Waffenstillstandes in Frankreich und England die Völker mit ihren Soldaten zusammenfmden m gemeinsamer Erinnerung an die Stunde, die dem furchtbarsten aller Kriege ein Ende setzte Eines aber haben wir, die wir niemals in Gefühlen des Hasses oder der Revanche erzogen worden sind, nie verstanden. Daß sich früher die Sieger an diesem Tage in Schmähungen gegen den einstigen Feino ergingen! Wird nun in diesem Jahr der Geist der Frontkämpfer stärker sein, als der des Hasses, den zumeist nur jene TO fTO. einen Nebenkessel, aus dem eine verstckte Lüftungsröhre ausstieg, und grub sich dort ein; und als der Nimrod gegen Abend den Bau in dem Glauben verließ, daß der Belagerte längst in den Dachshimmel eingegangen sei, räumte der Troglodit in der nächsten Nacht die Zufahrten wieder aus und schleppte das weiche Heu in seinen Hauptkessel. Noch einmal versuchte der Förster sein Heck. Er schickte seine beiden scharfen Krummbeme m das Labyrinth und stellte sich vor einer der Notrohren an Der eine Rüde land nach Stunden wieder ans Licht, der andere verklüstete sich zwischen den Felsen und kam niemals wieder ... ist dann möchte man wirklich glauben, daß eine neue Gesinnung unter den Völkern an Boden Lancers zum Angriff reitend. Scott dagegen bevorzugt andere Szenen Vor einiger Zeit wurde er in Texas Zeuge einer Filmaufnahme, die eine riesige Viehherde zeigte, wie sie aus ihrem Schlaf aufae- schreckt und zu wilder Flucht getrieben wurde. Die Lufttemperaturen am 8. November: mittags 9 Grad Celsius, abends 8,9 Grad; am 9. November: morgens 7,7 Grad. Maximum 10,6 Grad, Minimum heute nacht 7,4 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm “ '> am 8. November: abends 9 Grad; am 9. No- Lombard, die sich auf komische Zwischenfälle vor oder nach dem Film verlegt hat. Eine solche Szene zeigt Carola selbst, wie sie auf einem zu gut gebohnerten Fußboden ausgleitet. Andere ihrer Aufnahmen zeigen berühmte Kollegen und Kolleginnen, wenn sie sich nach dem Film „gehen lassen". Die unbewußten Dinge, die sie bei dielen Gelegen- heiten sagen, erregen bei späteren Vorführungen in privatem Kreis immer die größte Heiterkeit. Im rebengrünen Maintal wächst guter Wein. Saftige Trauben sind der köstlichste Leckerbissen für _ 1 ,V. ,7-, ■ . s.______ otnrnnl vor 20 Jahren in Ltu ----- — । esen gegenübergelegen haben. Dort, am kreuz- ’ • • « «->• i cy\ ..... ....s« ah wtahI nn^1*s । Grimbart, der Dachs Von Karl Scherer. Wetterbericht Während über Skandinavien ein großangelegter Vorstoß arktischer Kaltluftmassen nach Osteuropa im Gange ist, hat für Westeuropa eine neue Ueberflu- tung mit subtropischer Meereswarmluft eingesetzt. Unser Gebiet bleibt vorerst zwischen beiden Einflüssen im Bereiche eines sich zunächst noch verstärkenden Hochdruckgebietes. m. , Vorhersage für Donnerstag: Vielfach dunstiges und meist bewölktes Westwetter, doch zeitweise auch aufheiternd und im allgemeinen trocken, Temperaturen wenig geändert. Lebhaftere Winde aus östlichen und südlichen Richtungen. VorhersagefürFreitag: Vielfach dunstig, sonst wolkig bis aufheiternd und meist unbeständig, vor allem nachts wieder etwas kälter. und in der Einfahrt der Hauptrohre ein F 9 i höchster Fahrt saust ein Dachs aus der ’ gehender Sterne. George Raft sammelt Szenen, angefacht. Don dem daraufgeschlchteten nassen Stroh d m h 9 M n’ Hauptröhre, um sich die große Augenblicke der Geschichte festhalten, drangen qualmende. Rauchschwaden mds Sckuß verendend zu überrollen. Wenige Augen- Seine jüngste Erwerbung ist eine Darstellung des Sweigte Rohrennetz Doch d r Wte, durch ^n be^ im Schuh « «u J fäh?t aus der ersten Fluges der Brüder Wright. Eine ernsthafte zünden Rauch geweckt, rettete sich halb erstickt m blicke und em an bie Sammlung hat Fred MacMurray sich zugelegt, gewinnt. , . .. . . Die deutschen Frontkämpfer und die in das Mannesalter eingetretene Generation, deren Jugend unter dem Schatten des Kriegserlebnisses stand, die um die Not der Mütter im Kriege und um die Hoffnungslosigkeit eines Waffenstillstands ohne Frieden und Ehre weiß, sie fragen, ob sich nun auch in Frankreich ein neues Geschlecht durchsetzen wird, eine Generation, frei von vorgefaßten Meinungen, die sich von einer haßerfüllten Der- aangenheit gelost hat, in der Illusionen, falsche Triumphe und geschichtsloses Denken em Mißverständnis um das andere und damit eine Mauer um die andere zwischen den Völkern Europas aufgerich- Die letzte Schlacht des Weltkrieges Das deutsche Frontheer vor dem Waffenstillstand r 918. Von Zohannes Moeller. ber Front geschriebene kleine Werk, in dem Flex als erster und überhaupt zum ersten Male das Wort und den Begrisf vom Unbekannten Solda- t e n prägte, Dem die Franzosen späterhin unter dem Arc de Triomphe das Feuer der ewigen Flamme entzündeten, in dem er zugleich aber auch in der Vision der Unbekannten Frau, den Muttern und Frauen des großen Krieges em Denkmal setzte. Wir glauben, daß es mehr bedeutet, als eine Geste, wenn bei diesem feierlichen Akt französische Kriegsfreiwillige eine Truhe blutgewechter Erde der Feste Verdun überreichten, Erde von diesem Schlachtfeld, das sie „Symbole d’une humamte rfi- conciliee“, Symbol einer erneuerten Menschlichkeit, fünf Divisionen der Westfront wesentliche Kraft entzogen haben. Der Heimatersatz ist versiegt die Etappendepots sind leer, die kämpfenden Verbände zusammengeschrumpft. Der andere drüben aber hat Menschen m Fülle, Geschütz und Gerat um lieber- fluß- er hat vor allem den Panzerwagen, Die Waffe, die der deutschen Führung fehlt, — er be- fitrt in Der Verschwendung, was die deutsche Fuy- Lng nie mehr beichten tonn: den Menschen u n i> bie Srieqsmafdjine. Er kann sogar auf die Ansammlung einer strategischen Reserve verzichten, Paris entblößen und alles in die schlacht werfen. Fast am gleichen Tage, an dem der vom Gro- ßen Hauptquartier nad) Berlin entfalte ©eneral- stabsmasor Frhr. v. ü. Bussche den Parte,suhrern eine offene Darlegung- der Kriegslage gibt, zwei Tatsachen, die T a n k w a f f e d e r G e g n e r und der Mangel an Mannschaft- -rl-tz, be- timmten diese Lage, es sei höchste Zeit, ihr Rechnung zu tragen, jede 24 Stunden konnten die S^ tucrtion verschlechtern, — beginnt die neue Schlachtenfolge im Westen. Doch wieder gelincst es dem Feinde nicht, der deutschen Front die Niederlage zu bereiten; die deutsche Führung fängt^den nordlimen Heeresslügel in der Linie Tournai—Rethel—Verdun auf, in Flandern nimmt sie die Front hinter den Lyskanal zurück. Aber F o ch gönnt seinen Truppen keine Ruhe. Ein starker Stoß zwischen Ponti ä-Mousson um Verdun soll den Generalangriff noch erweitern. Er will den Krieg der Zermürbung „durch den Genickfang beenden", da der Frontangriff auf die Hunding-Stellung nur geringen Erfolg hat. Gelingt Den Amerikanern von Verdun her dieser Flankendurchbruch, f-n muß der noch immer weit vorwärts gestaffelte deutsche Nordsiugel unfehlbar aufgerollt werden. Als dann im Augenblick dieser neuen Gefahr das inzwischen unter dem Angriff Italiens zusammengebrochene österreichisch- ungarische Heer die Waffen niederlegt, auch die Hunding-Stellung brüchig wird, muß sich die Oberste Heeresleitung zu neuer Frontverkürzung entschlie- ßen. In fester HaUung streben die zusamrnenge- schmolzenen Divisionen der neuen Linie zu: der Antwerpe n—M aas-Stellung, der allerletzten Barriere auf dem Wege zur deutschen Grenze. Dor dieser Linie erreicht am 11. Novellier die kämpfenden Divisionen das Signal: „Das Ganze halt!" Deutschland hat sich unwiderruflich in die Hände seiner erbarmungslosen Gegner begeben; Der Krieg ist aus. Aber als die Kanonen schweigen, hat bas ganz auf sich selbst gest-llte Heer, M fechtend bis zuletzt, in der Parallelschlacht gekämpft, nie dem Feinde den Weg m seine Flanken freigegeben. An keiner Stelle ist Fachs Manöver zur „großen Operation" gediehen. Der deutsche Feldsoldat hat ihm Den Weg nach Deutschland mit einem Heldenmut verwehrt. Der in der Geschichte ohne Beispiel ■ ist. Noch in der Stunde, in der die lange vorbereitete Revolte der politischen Unterwelt die durch Not und Entbehrung geschwächte Heimatfront vom Rücken her zerbricht, steht die feldgraue Front der . deutschen Soldaten, trotz aller Versuche, auch sie hinterrücks zu erdolchen, im ganzen noch unzerbrochen und unentwegt bereit, das Letzte zu ver- Den ersten Stollen grub er nur mit schwerer Mühe in die steinige Wand, geleitet von dem siche- VMll w.v. ________ ren Naturtrieb, der ihn die weichen Mergeladern Kolonne von Waldarbeitern mit Hacken, Schaufeln zwischen den Felsen finden ließ; dann aber schrit-1 unb einer meterlangen Dachszänge vor das stille len Die Tunnelbauten rasch vor, denn der Dachs ist Asyl „Erdmann", von der Halsung befreit, schlieft als „Erdarbeiter" weit leistungsfähiger als der Q\s erster ohne Hast ein, während die eifersüchtige Fuchs Von dem tiefen Hauptkessel zog sich ein Netz „2ßatt)ine" sich zappelnd aus den Armen des sie von Röhren zu den Nebenkesseln, Lüstungsgänge haltenden Holzhauers zu befreien sucht. Bald läßt stiegen steil aufwärts und endeten unter deckenden giftiger Standlaut erkennen, daß der Rüde fest vor- Büfcheln von Wurmfarn und Hundsflechte, und I siegt Da wird auch die kleine Hündin eingesetzt, und zwei Notröhren liefen in die Kiefernjugend ber nu'n tet haben. , . Soll nun nicht endlich nach 20 Jahren wirklicher Waffenstillstand sein? Wird es endlich zu der loyalen Zusammenarbeit kommen, von der Daladier sprach? Wird Frankreichs junge Generation ihr Recht auf eine Zukunft des Friedens und der Arbeit durchsetzen können? — Das find am Tage des Waffenstillstands die Fragen des jungen Deutschlands, das eine Vergangenheit voll bitterer und schmerzlicher Erinnerungen hinter sich geworfen hat und das bereit unD willens ist, wie es der Führer oft genug ausgesprochen hat, zusammen mit allen Völkern guten Willens brechen und sie aufzurollen; Fochs Erfolg blieb weit hinter seinen Wünschen zurück, und schon begann Die deutsche Führung, auf neue Festigung zu hoffen. Auch jetzt wieder war der Zusammenbruch adge- metirt, aber die schwere Krise bestand unvermindert, und als, nach Dem Niederbruch des bulgarischen und des türkischen Verbündeten, sich jetzt do n S u d- o ft e n her, über den Balkan, das Verhängnis nahte, als zugleich an Oesterreichs Südfront die ersten amerikanischen Hilfstruppen erschienen, dem italienischen Gegner Oesterreichs beim entscheidenden Angriff auf Deutschlands letzten Bundesgenossen zur Seite zu stehen, erkannte die deutsche Oberste Führung, daß sie nicht länger zögern durste, aus der entstandenen Sage die Folgerungen zu ziehen. Arn 28. September, abends 6 Uhr, trug General Lude nd o r s f dem Generalfeldmarschall von Hindenburg seine Gedanken über die Notwendigkeit eines Waffenstillstands- und Frie- Densangebots vor: „Der Krieg ist verloren, Daran ist nichts mehr zu ändern. Die Lage kann sich nur noch verschlechtern, nicht mehr bessern", unD der Feldmarschall erklärte in tiefer Bewegung, er habe Dem General an diesem Abend das gleiche Hollywood-Stars sammeln „SilnvStbfalP. Die Stars von Hollywood haben einen neuen Sport erfunden, der gleich große Mode geworden ist, nämlich Filmszenen zu sammeln, die der Schere zum Opfer gefallen sind. Auf chren Gesellschaften unterhalten sie sich Dann damit, sich gegenseitig diese Szenen vorzuführen, die das große Publikum niemals zu sehen bekommt. Natürlich wird unter bestimmten Gesichtspunkten gesammelt, und jeder ist bestrebt, Die anDeren Durch irgenDeine besonders reizvolle Spezialität auszustechen. Gary Cooper und Randolph Scott zum Beispiel sammeln Szenen bewegter Handlung.- Die Lieblingsszene von Cooper stammt aus „Bengal Lancers^ und zeigt, von einem hoben Felfenvorsprung ausgenommen, die Digte, da tat er es aus einem , wir vor diesem Forum noch niemals wahrgenom- i men haben und der wohl geeignet wäre, ein trag- < bares Fundament für die Beziehungen zwischen i Dem Deutschen und französischen Volke zu sein. Da- i lädier sagte damals: „Als ich in München Das Herz des Deutschen Volkes schlagen hörte, konnte ich nicht : umhin zu Denken, was ich mitten im Kriege in Verdun gedacht hatte, daß zwischen dem Volke Frankreichs und dem Volke Deutschlands trotz aller Schwierigkeiten wichtige Gründe vorhanden sind zu gegenseitiger Achtung, die zu einer loyale n Z u - f ammen arbeit führen müssen." Was Diesen Worten Des FrontsolDaten Daladiers Den bejonDeren Nachdruck, aber auch unser besonderes Interesse verleiht, das ist Die Tatsache — auch von der offiziösen französischen Presse mit Genug sinnig vermerkt —, Daß Die Generation Der Frontkämpfer unD Die Jugend leidenschaftlich Beifall zollten. Wir kennen die Nachkriegsgeschichte du gut, um nicht zu wissen, daß gegen eine solche Stimme im französischen Parlament, besonders da sie Die des maßgeblichen Führers Der politischen Geschicke unseres westlichen Nachbarn ist, heimliche und offene Kräfte Des Widerstandes gegen jede wahre Verständigung der Völker ihr trauriges Spiel von neuem beginnen. Welchen Fortschritt im Sinne eines wirklich europäischen Denkens dieser Satz Daladiers aber bedeutet, das vermag man erst richtig zu ermessen, wenn man sich Äußerungen anderer fran- zösischer Politiker erinnert, die in früheren Jahren Die offizielle Meinung Frankreichs vertraten. Zweifelsohne zeigt sich hier zum ersten Male Die Tatsache, Daß nun auch in Der Regierung Frankreichs eine Generation zu Worte kommt, Die sich in ihrem Fühlen unD Denken — hoffen mir — auch in ihrem HanDeln grundsätzlich von den stüheren unterscheidet. Wie sehr ist doch die Sprache /Daladiers von Der haßerfüllten eines Clemenceaus, eines Poincares oder auch eines Herriots, eines Blums verschieden! Zwei Generationen sind mit diesen Männern, und zwar in chren markantesten Vertretern genannt, Die nach Dem Gesetz Der Generationsfolge abgetreten sind ober abtreten werden. Es unterliegt diese Entwicklung nicht dem Willen des einzelnen, ja so darf man wohl sagen, nicht einmal dem Willen etwa einer Partei, sondern der Konsequenz eines biolo- gischen Prozesses, der als europäisches Ereignis in den jungen Völkern, in Deutschland und Italien, unter Dem Zwang einer rascheren, man ist versucht zu sagen, stürmischen Entwicklung, schon Geschjl geworden ist. Aus Daladiers Worten spricht uns zum ersten Male aus dem Munde eines französischen Staatsmannes jene stolze, selbstbewußte aber auch großherzige und mannhafte Gesinnung an, Die sich für Deutschland in Adolf Hitler, für Italien Seit Dem 8. September ftanD das deutsche West- 1 Heer wieder in der Siegfried st ellung, aus 1 Der es im März zum großen Angriff nach Westen i hervorgebrochen war. Fast sechs Monate furchtbarster Kämpfe hatten in Dorwärtssturm unD Ruckzug Die Deutsche Kriegsmacht roieDer an Den Ausgangspunkt ihres Aufbruchs, an Den örtlichen Beginn Der größten Schlachtensolge Der ganzen Weltgeschichte geführt. Aber welch ein anDeres Heer war dies das sich, um fein Leben kämpfend, an jeden Fußbreit Bodens klammerte, gegen das Heer Des Marz, das noch einmal, wie 1914, mit klingendem Spiel Dem Siege entgegengeeilt war! In Diesem Heer Der letzten Oktoberwochen wußte der letzte Kampfer, daß es zu Ende ging, Daß diese immer weiter nach Osten auf Deutschland zuwandernde „Schla ch t ohne Ende" die letzte war, die der deutsche Soldat in diesem Kriege schlagen würde. Diese vier Jahre Krieges waren ein einziger Kampf zur Verteidigung des Vaterlandes gewesen; aber was jetzt geschah, war in ganz anderem Sinne Kampf für die deutsche Heimat; in diesen Wochen erhielt dieser Begriff "einen ganz neuen tiefen, einen herrlichen und furchtbaren Sinn zugleich; zersprang Die bis zum Zerreißen angespannte Sehne Der immer schwacher werdenDen Deutschen Front, so war es um DeutschlanD geschehen, Denn Dann gab es zwischen dieser Front unD Den Heimatgrenzen nichts mehr, was Das Vaterland schützen konnte! Seit Ende September Der Generalissimus Der Alliierten, Marschall Fach, zum letzten großen Schlage ausgeholt hatte, Dem er die Wucht Der Kriegsentscheidung verleihen wollte, war Der Wagen des Schicksals immer weiter Dem AbgrunD zugerollt. In Drei großen Einzeloperationen — zwischen Reims unD Maas, zwischen Arras unD La Fere und in Flandern — war Die große „Triple-Offensive" Fochs gegen die Deutsche Mauer angerollt. Zwischen VerDun unD Der Kanalküste ainq seit Dem 26. September Die gewaltige Schlacht. Der abgekämpfte deutsche Frontsoldat kämpfte, entschlossen, Den eroberten Boden so teuer als möglich zu verkaufen, mit der letzten Kraft, die ihm noch 1 geblieben war. So mißlang Der Plan des Gegners, unD mit Der Neuaufftellung feiner BestänDe. Her- Mann Bauer geDentt, wie Das kürzlich auch in unserer Heimat im BilD" geschehen ist, Der verdienstvollen Lebensarbeit des hessischen Bezirkskonservators Dr. Ludwig Bickell aus Anlaß feines 100. Geburtstages. Ein mit charakteristischen Bildbeispielen belegter Aufsatz von August Ganderi handelt von der Zimmermannskunst in Hessen, ein anderer zeigt die reichen Schätze des Rhön- Museums in Gersfeld. Ein ausführlicher Beitrag würdigt die Verdienste des kürzlich verstorbenen Direktors des hessischen Staatsarchivs in Marbura, Bücherschau, Personalien und Die -uuucuu.wt vJS Vereins für hessische Geschichte unD Landeskunde seien aus Dem übrigen Inhalt Sammlung hat FreD MacMurray sich zugelegt, indem er Den Mann mit Der Schere bewog, gute und schlechte Aufnahmen Derselben Szene für ihn aufzubewahren. Auf Diese Weise hofft er, wirklich lehrreiches Material zu gewinnen, Das Die Geheimnisse Des Erfolges auf Der LeinwanD enthüllt. So- rothy Lamour hat sich auf nicht beabsichtigte Unfälle spezialisiert. Kürzlich sah sie eine Ausnahme, bei der ein Schauspieler sich am Ende einer Leine über ein breites Wasser schwingt. Bevor er aber Das anDere Ufer erreicht hatte, entglitt ihm Die Leine, und er stürzte 20 Meter tief ab. Selbstver- Heiischnsten — „Hessenland", die von Dr. C. Hitzeroch in Marburg herausgegebene Heimatzeitfchrift für Kurhessen, beschäftigt sich in ihrem letzten Heft (9/10) eingehend in mehreren bebilderten Beiträgen mit Dem Neubau Des Staatsarchivs in Marburg Katakombe heraus einem Der Holzer zwischen die Beine Der schlägt mit der Pike zu, doch Grimbart ist schneller: erst zwanzig Schritte von der Ausfahrt wirft der grobe Hagel aus der Doppelflinte des Forftgehilfen den Flüchtigen über den Haufen. Der helle Standlaut der Hündin kommt noch immer aus Der gleichen Rohre; in hitzigem Draufgehen fetzt sie dem letzten des Dreimannerkollegi- ums, einem starken alten Dachs, scharf zu. Der hat sich so oerklüftet, daß er weder vorwärts noch rückwärts ausweichen kann. Wieder wird eingefchlagen. Zwischen Dachs und Hund fällt Das hsslle Zages-. ------ ------ ■ ... , - licht in Die Dunkle Höhlung, mit raschem Griff roirD i ftänDhd) wurDe Die Szene weggeschnitiem aber Do- Die halbverfchüttete HünDin aufgenommen, Die Arme I rothy Camour erwarb sie, um sie ihrer Sammlung Der Zange fassen Den Eingekeilten im Nacken und einzureihen. Heiterer ist Die Sammlung von Carola heben ihn heraus, und -in Knüppelhieb über die «=- -° •— Nase macht seinem Räuberleben ein EnDe... ©riörtflfroimiffinen in Verdun, die sich s nie im Graben gelegen hat? Vergegenwärtigt man K r i e g s f r e l w l l l i g " Amiftben IDleer unb fid) Mabiers Bekenntnis, erinnert man sich ber ™ f hnhpn^nrt am Kreuz-! „Derbun-Zeremonie" unb hört man, baß vor weni- H ' 1 A . j>,efen Sesenubergelegen ^ben. SortjOm Kreuz | ^n Male in Versailles jedes em- Als Dalabier zum ersten Male nach bem/üeg zwischen Fort Vaux und ® Soldaten zelne Grab Der bort zur Ruhe gebetteten beutfcken ZM-MW W-ZMZZ -............... hatte zuerst in Dem halbverschütteten Notbau eines -Emilie Grimbart, Denen zuliebe sie auch einmal verwiloerten Ahorngehölzes gehaust; SauerDisteln, jh^e fettgepolsterte Schwarte den Schrotsprltzen Der Brenncsseln, Hederich und anderes Untraut hatten Winzer aussetzen. Im Buchenhochwald einer Seiten- dort eine grüne Wildnis getrieben, so dicht, daß schlacht des Maintals liegt ein flacher aber Derber einröhrige Bau nur schwor zu finden war. Doch , zweigter Bau, von Dem es nicht weit ist zu Den eines Abends hatte sich Besuch eingestellt: ein mim -i« finiteren Oktoziger Zwergdackel, Der auf eigene Faust jagte, hatte Den Busch, durchstöbert, war in die frisch befahrene Röhre eingeschlieft unb hatte ben dauerhaften Schlaf des Patriarchen gestört. Ein paar Brantenhiebe mit den scharfen Grabekrallen hatten zwar den Frechdachs in die Flucht geschlagen, doch der Alte fühlte sich seitdem nicht mehr sicher in seiner Burg — in einer der nächsten dunklen Nächte Wingetten der Rebhügel. In einer finsteren Oktobernacht ist die ganze Sippe in die Weinberge eingewechselt unb hat sich an ben reifen Beeren gütlich getan — ein Ruck, die fruchtschweren Ranken losen sich vom Pfahl, und Die vollen süßen Trauben ver- chwinDen mit Stumpf unD Stiel zwischen Den chmatzenDen Kiefern. Nock) ehe es dämmert, liegt die ganze Gesellschaft roieoer in ihrer Klause. Doch das Bild Der Zerstörung reDet eine bereDte. Sprache. Das Forstamt verfügt Den Abschuß Der Traubendiebe, unD einen Tag später rückt ein Heerbann von Drei Grünröcken mit HunDen unD einer sagen wollen. Das Ende ist da, der Schritt, Den Zu vermeiden Die Heerführer Das Menschenmögliche versucht hüben, muß unabwendbar geschehen; denn niemand kann wissen ob Die Hunding-Stellung im Osten ber Siegfried-Stellung ben weichenden Armeen noch wird Helsen können. UnD roirD Dann Die rückwärts roanDernbe Front in Der Antwerpen—Maas-Stellung Fuß fassen können? Die SiegfrieDstellung jeDenfalls wird auf Die Dauer dem Ansturm der geballten Menschen- und Materialmasse Fachs Nicht gewachsen sein. In Den Häfen Frankreichs und Eng- lanDs steigen täglich TausenDe von Amerikanern aus den Schiffen, unD wenn auch Die weichenDe Deutsche Front im Rückzug an Ausdehnung verliert, so fressen doch Die Kämpfe mehr Reserven, als Die 53er- fleinerung Des Frontraums Kämpfer freizumachen vermöchte. UnD je mehr sich Die Kampffront verengt, um so Dichter ballen sich Mensch unD Waffe auch geuie Drüben zusammen; Die Uebermacht wird immer star- Tiefe ker, zumal Die Der Balkanfront zu Hilfe gesandten I aerober: morgens 8,6 GraD. Nr. 263 Drittes Blatt Gießener Anzeiger