Nr. 132 Erstes Blatt 188. Jahrgang Donnerstag, 9. Juni 1938 Erschein» täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild • Die Scholle Monats-Bezugspreis: Mit 4 Beilagen RM.1.95 Ohne Illustrierte , 1.80 Zustellgebühr . , -.25 . Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Fernsprechanschlüffe unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnach» richten: Anzeiger Sieben Postscheckkonto: Frankfurt am Main 11686 Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: vrühlsche Universttützdruckerei R. Lange in Gießen. §chriftleitung und Geschäftsstelle: Schulftratze 7 Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis8'/,Uhr des Dormittags Grundpreise für l mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rps., für Text« anzeigen von70mm Breite 50 Rps..Platzvorschrift nach vorh.Dereinbg.25"^ mehr. Ermäßigte Grundpreise: Stellen-, Vereins», gemein« nützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzei- gen 5 Rpf., Familienanzeigen, Bäder-, Unterrichts- u. behördliche Anzeigen 6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B Dreijährige Dienstzeit in der Tschechoslowakei. Prag bringt sein stehendes Heer auf 300000 Mann. Prag, 8. Iuni. (Europapreß.) Mil der Einführung der dreijährigen Dienstzeit in der Tschecho- stowakei ab 1. Oktober ist, wenn auch ein formeller rNinisterratsbeschluh noch nicht vorliegt, auf Grund zuverlässiger Quellen zu rechnen. Dem Parlament wird nach seinem Zusammentritt die entsprechende Vorlage zugehen. Der Zeitpunkt des Zusammentritts hängt allerdings von der Weiterentwicklung der Verhandlungen mit den Volksgruppen ab. Es ist vorgesehen, daß jener Jahrgang, der im Herbst zur Entlassung kommen sollte, noch ein weiteres Jahr unter den Waffen gehalten wird. Die „Lidove Noviny", die gute Beziehungen zum Generalstab unterhält, bestätigt diese Nachricht und erklärt gleichzeitig, die dreijährige DienstzeU fei als vorläufige Maßnahme gedacht, die wieder rückgängig gemacht werden würde, wenn die „derzeitigen außerordentlichen Verhältnisse" ihr Ende gefunden hätten. — Gleichzeitig macht das Blatt Andeutungen darüber, wie die gegenwärtig höheren Wehrbestände während der bis zum 1. Oktober 1938 reichenden llebergangs- zeit zu erhalten feien. Das Blatt meldet, der am 20. Mai einberufene Jahrgang werde b i s zum 3 0. Juni unter den Waffen bleiben. Weiler spricht es davon, wie diese Maßnahme gesetzlich gesichert werden könne. Nach dem Wehrgeseh sei die Einberufung zu einer vierwöchigen Hebung durch Ministerratsbeschluß möglich. Die am 20. Mai einberufenen Truppen mühten somit am 17. Juni wieder entlassen werden. Der erste Jahrgang der Reserve, der im Jahre 1937 zur Entlassung gekommen sei, werde am 1. Juli wieder einberufen werden und bis zum 30. September Dienst leisten, wo er dann von den zum aktiven Dienst einrückenden Rekruten abgelöst werde. Lediglich für die Absolventen der Mittelschulen und Schulen im Mittel- schulkreis (Obere Schulen) wird nach den bisherigen Dispositionen die militärische Dienstzeit von zwei Jahren aufrechterhalten bleiben. * Die jetzt amtlich angekündigte Einführung der dreijährigen Dienstzeit in der Tschechoslowakei wird in ihrer Bedeutung am besten in Zahlen klar. Bei einer Bevölkerung von etwa 15 Millionen ist »die künftige Friedens st ärke der tschechischen Armee auf 300 000 Mann zu schätzen, wobei auch schon in Anschlag gekommen ist, daß — wie überall — in den Jahren 1938 bis 1940 noch „hohle" Jahrgänge zur Einstellung kommen, die geburtsarmen Jahrgänge der letzten Kriegsjahre. Die Tschechoslowakei hatte ursprünglich eine Dienstzeit von 14 Monaten; sie wurde später auf 18 Monate und schließlich im Herbst 1933 auf zwei Jahre verlängert. Die Dienstpflicht endet mit dem 50. Lebensjahr. Ein in den letzten Tagen verkündetes neues Wehrerziehungsgesetz legt nun die militärische Ausbildung und Verpflichtung vom 6. (!!) bis zum 60. Lebensjahr fest. Dieses Wehrerziehungsgesetz, das für das 14. bis 21. Lebensjahr ins Eingelgehende Vorschriften über die Zahl der Ausbildungsstunden, ja sogar über eine schulmäßige Beurteilung der Leistungen vorsieht, kann als Vorläufer und Ergänzung der jetzt ein- aeführten dreijährigen Dienstzeit angesprochen werden. Zu der Friedensstärke der Armee sind aber hinzuzurechnen die völlig militarisierte Gendarmerie, Staatspolizei und Zollwache. Allein die Gendarmerie zählt einen Bestand von 13 000 Mann. Auch die Luftwaffe wird gesondert geführt und verfügte vor drei Jahren über eine Mannschaft von 10 000 Köpfen, die seither erheblich vermehrt sein dürfte. Die jetzt einberufenen Reservisten sollen allmählich entlassen werden. An ihre Stelle treten vom 1. Juli bis zum 1. Oktober .die im Vorjahr entlassenen Mannschaften. So lautet wenigstens die amtliche Formel. Ob tatsächlich an Stelle der jetzigen Teilmobilisierung nur der im Vorjahr entlassene Jahrgang tritt, muß noch abgewartet werden. Da entgegen den offiziellen Ankündigungen am 20. Mai nicht ein Jahrgang, sondern mehrere einberufen wurden. Auf dem gerade jetzt abgehaltenen Parteitag der französischen Sozialdemokraten wurde schon freimütig erzählt, daß in Prag insgesamt sechs-Jahrgänge mit 750 000 Mann unter die Fahnen gerufen wurden. Daß man sich in Prag jetzt „sicherer" fühlen wird, wagen wir zu bezweifeln. Wir können uns sogar vorstellen, daß die Tschechen nun erst recht die Gemüter ihres eigenen Volkes erregen werden, allerdings aus einem bestimmten Grunde. Denn was sich die Tschechen leisten, dürfte wohl schon über die Kraft ihr es Geldbeutels hinausgehen. Darum hat man auch bereits eine Aktion in die Wege geleitet, die durch freiwillige Spenden die Summen mobil machen soll, auf die man zur Ausrüstung des dritten Jahrganges, der nunmehr zusätzlich einberufen wird, nicht verzichten kann. Beschließen kann man die dreijährige Dienstzeit leicht, sie durchführen ist wesentlich schwerer. Denn für die zusätzlichen hunderttausend Mann müssen Kasernen gebaut, muß Bekleidung beschafft und müssen Waffen und andere Ausrüstungsgegenstände angefertigt werden. Wären die finanziellen Verhältnisse des Staates so rosig, wie man sie bis in die letzten Tage hinein geschildert hat, dann wäre die Schaffung eines Verteidigungsfonds und seine Auffüllung1 durch freiwillige Spenden überflüssig. Wir haben aber in den letzten Tagen auch einiges über ein gerade nicht gesundes Anschwellen des Notenumlaufes im tschechischen Nationalitätenstaat gehört, was zü denken gibt. Die Tschechen beschreiten den Weg der langen Dienstzeit bei allgemeiner Wehrpflicht. Bisher war es stets so, daß die Völker entweder ihre wehichasten Männer, soweit sie dienstpflichtig waren, nur kurze Zeit unter den Fahnen hielten oder sich unter Verzicht auf die Wehrpflicht ein kleines langdienendes Heer zulegten. Die Tschechen möchten nun beides: Allgemeine Wehrpflicht und lange Dien st zeit. So etwas kann auf die Dauer nicht gutgehen, erst recht nicht in einem Staate, der sich in einem Zustand der Gärung befindet, wie > das in der tschechischen Republik der Fall ist. Schließlich müssen gerade die nichttschechischen Staatsbürger die Dienstzeitverlän- gerung als einen schweren Schlag empfinden. Betrachtet man die europäische politische Atmosphäre im Zusammenhang mit der dreijährigen Dienstzeit, dann ergibt sich ohne weiteres, daß die Tschechen um jeden Preis ihren derzeitigen, durch eine weitgehende Mobilmachungsmaßnahme erzielten Rüstungsstand aufrechter halten wollen, daß sie sich also weigern, durch eine Wiederherstellung normaler Verhältnisse einen Beitrag zur Entspannung zu leisten. Infolgedessen kann ihre dreijährige Dienstzeit nicht anders als eine Drohung auf- gefaht werden. D. S. „Unser Verbündeter — die UdSSR/' Prag, 8. Juni. (Europapreß.) Am Dienstag wurde in Prag eine Ausstellung: „Unser Verbündeter — die UdSSR." eröffnet, die unter dem Protektorat des sowjetrussischen Gesandten in Prag, Alexandrowsk i, und der Tschechischen Gesellschaft für kulturelle und wirtschaftliche Beziehungen mit der UdSSR, steht. Neben dem Die Rüstungeu des tschechoslowakischen Staates Übersteigen bereits seit dem Abschluß seines Beistandspaktes mit Sowjetrußland im Mai 1935 die Verteidigungsbedürfnisse eines 15-Millionen-Landes bei weitem. Seine Ausgaben für die Wehrmacht betragen für das Rechnungsjahr 1937/38 rund fünf Milliarden Kronen, das find 43 v. H. des Gesa m t st a a t s h a u s h a l Hs , ein einzigartiger Fall in ganz Europa. Das von^iner französischen Militärkommission ausgerüstete und ausgebildete Heer wurde 1934 infolge der Erhöhung der Dienstzeit von 14 Monaten auf zwei Jahre von 137 000 auf 202 000 Mann verstärkt. Somit hat es bereits 1,35 v. H. der Gesarntbeoölkerung unter den Waffen, eine Anspannung der Wehrkraft, wie sie in keinem anderen Lande außer in Frankreich zu finden ist. Schon heute soll das kleine Land im Kriegsfall die erstaunlich hohe Anzahl von zwei Millionen ausgebildeten Soldaten .mobilisieren können. Von den sieben Armeekorps des Friedensheeres sind sechs in die Nähe der deutschen Grenze, nach Böhmen, Mähren und der Westslowakei, nur eines noch der Ostslowakei gelegt worden. Drei Panzerregimenter mit 350 Kampfwagen sind in den letzten Jahren anstatt des einen bisher bestehenden Bataillons neu aufgestellt worden. Die tschechische Artillerie wird gelobt, besonders die Flakartillerie und die schwerste Artillerie mit ihren 21-Zentimeter- und 30,5-Zenti- meter-Mörsern, die motorisiert und offenbar zur Belagerung fremder Festungen bestimmt sind. Auch soll ein neues Ferngeschütz mit 90 000 Meter Schußweite in den berühmten Skodawerken bereits in größerer Anzahl fertiggestellt sein. Die vom alten österreichisch-ungarischen Staate übernommene, glänzend entwickelte und mit französischem (Selbe geförderte Rüstungsindustrie wird auch ein Millionenheer mit allem nötigen Kriegsbedarf versorgen können. Am auffallendsten aber sind die Rüstungen, die in Ausführung des mit Sowjetrußland abgeschlossenen Luftpaktes auf tschechischem Boden getroffen werden. Seit 1935 ist bis heute die Summe der Kriegsflugzeuge von knapp 1000 auf mindestens 1400 gestiegen, eine Stärke, die zur Luftverteidigung eines viel größeren Landes vollständig ausreichend wäre. Der Hauptwert wurde bei dieser Verstärkung auf die Angriffslust st reit- kräfte, d. h. die Bombenverbände gelegt, von denen jetzt drei Regimenter mit rund 225 Bombern vorhanden sind. Die Tschechen leugnen immer von neuem ihre enge Luftverbindung mit der Sowjetunion. Aber berechtigen der häufige Besuch roter Genevalstabs-Fliegeroffiziere in der Tschechoslowakei und ihre Verwendung als Instrukteure in der Luftwaffe, die gewaltige Vermehrung der Flughäfen von 26 auf 114 (!), die Anlage von großen Lagern mit Ersatzteilen für sowjetrussische Flugzeuge und schließlich die klar erkannte Umstellung der tschechoslowakischen Luftwaffe von der Luftverteibigung auf bie L u f t o f f e n s i v e nicht zu ber Annahme, baß bie Tschechoslowakei feste Verpflichtungen zur gemeinsamen Luftoffensive mit Sowjetrußland vom tschechoslowakischen Staatsgebiet aus eingegangen ist? Der bekannte Flieger- general Freiherr von Bülow schreibt barsowjetrussischen Gesanbten unb den Mitgliedern der Gesandtschaft wohnten der Vorsitzende des Wehrausschusses im Prager Abgeordnetenhaus, Abgeordneter David, und viele bekannte tschechische Persönlichkeiten der Eröffnung bei. Wer bezahlt die dreijährige Dienstzeit? Prag, 8. Juni. (DNB> Die Einführung der dreijährigen Dienstzeit wird von tschechischer Seite als „vorübergehende Maßnahme" hingestellt, die durch „die internationale Spannung" hervorge- rufen norden fti. Die Tschechoslowakei sei zu dieser Vorkehrung gezwungen, um sich eine genügende Zahl von waffengeübten Soldaten zu sichern. Diese ungewöhnlichen militärischen Maßnahmen bringen selbstverständlich' eine ungewöhnliche Belastung des Staatshaushalts, und jedermann fragt sich, wie diese weitere Erhöhung der an sich schon riesigen Summe für Heereszwecke aufgebracht werden soll. Von tschechischer Seite wird dazu erklärt, bie hohen Kosten biefer militärischen Vorkehrungen würben teils durchs Ersparnisse in anderen Ressorts, teils durch Kreditmaßnahmen gedeckt werden, zu denen der Finanzminister ermächtigt werde. Prager Abendblätter melden darüber hinaus, daß zur Deckung dieser Kosten eine „Sammlung" veranstaltet werden wird, d. h. also, daß der gesamten Bevölkerung auch auf diesem unmittelbaren Wege diese ungeheuren finanziellen Lasten aufgebürdet werden sollen. Der Veranstalter dieser „Sammlung" werde ein Komitee sein, das vom Gouverneur der Tschechischen Nationalbank, E n g l i s , geleitet wird. Das Komitee wird sich wahrscheinlich schon am Sonntag mit einem Aufruf an die Öffentlichkeit wenden. über im Jahrbuch der Luftwaffe 1937, daß ber Enbzweck dieser ganzen Luftorganisation „bie höchste Bereitschaft zum Angriff aus bem böhmischen Teil bes Lanbes ist, währenb bie mährische Mitte llnd ber slowakische Osten anscheinend zur Aufnohme verbündeter Luftstreitkräfte vorbereitet wird." Der gewaltige Festungsgürtel, den die Tschechoslowakei an der Grenze Böhmens und Mährens gegen das Deutsche Reich errichtet — ähnlich wie die bekannte Maginotlinie an der französischen Ostgrenze — hat zwar zunächst defensiven Charakter, ist aber offenbar auf sowjetrussischen und französischen Druck hin erfolgt und soll den Aufmarsch der sowjetrussischen Streitkräfte in der Tschechoslowakei im Kriegsfall sichern. Im Zusammenhang mit diesen Grenzbefestigungen ist das sogenannte „Staatsverteidigungsgesetz" erlassen worden, das die Militärbehörde ermächtigt, während des Kriegszustandes ober einer Mobilmachung alle Personen beiberlei Geschlechts zwischen 17 unb 60 Jahren zum Arbeitsdienst heran- zuziehen, das ferner die Rüstungsindustrie unter schärfste staatliche Kontrolle stellt unb schließlich bie gesamte Bevölkerung im Alter von 10 bis 30 Jahren einer moralischen, körperlichen unb waffentechnischen Wehrausbildung unterwirft. Von den vielfachen Ausnahmebestimmungen dieses Gesetzes werden in erster Linie die Sudetendeutschen betroffen, die innerhalb der Grenzbefestigungszone leben. Der allgemeinen politischen Entrechtung der Deutschen entspricht ihre Behandlung in der Wehrmacht. Bei der Flugwaffe unb den Panzertruppen werben beutschblütige Soldaten grundsätzlich nicht eingezogen, sondern in der Hauptsache rückwärtigen Formationen ober bem Arbeitsdienst zugeteilt. Das Offizierkorps, vor allem in ben höheren Stellungen, wirb fast ausschließlich mit Tschechen besetzt. Aehnlich ergeht es ben Ungarn. Daß eine solche Kränkung unb Entrechtung der kulturell höchststehenden Volksgruppen nicht zur Erhöhung ber Kampfkraft bes Heeres unb erst recht nicht zur Festigung freundschaftlicher Beziehungen mit ben Nachbarstaaten beitragen kann, ist selbstverständlich. Die erstrebte Zustimmung Rumäniens zum Durchmarsch sowjetrussischer Truppen- burch sein Gebiet' ist für den Ernstfall zwar dank der energischen Weigerung des Königs Carol bisher nicht erfolgt, wohl aber hat sich Rumänien mit ber Ue'berffiegung seines Gebietes burch sowjetrussische Flugzeuge schon in Friebenszeiten bereit erklären müssen. Strategische Bahnbauten in ber Sowjet-Ukraine unb in ber Ostslowakei bis an bie rumänischen Grenzen heran bereiten schon jetzt ben Transport ber Roten Armeen über Rumänien nach ber Tschechoslowakei vor. Daß alle bie genannten Kriegsvorbereitungen lediglich ber Verteibigung ber von niemanb bedrohten Tschechoslowakei dienen, wird aucfj der größte Optimist kaum glauben können. Um die Verhandlungsgrundlage. Prag, 8. Juni. (Europapreß.) Abgeordneter Kundt übermittelte dem Ministerpräsidenten ! Hodza eine Denkschrift, die die Zusam- 1 menf affung der judetendeutschen Schon jetzt äußerste Anspannung der Wehrkraft. Oie Wehrmacht der Tschechoslowakei unter dem Einfluß des Sowjetpakts. Von Major a. O. von Keifer. Forderungen auf der Grundlage der acht Karlsbader Punkte Konrad Henleins enthält. In einem Begleitschreiben macht Abgeordneter Kundt eindringlich darauf aufmerksam, daß gewisse offizielle Informationen und Interviews den falschen Eindruck erweckten, als ob Gegenstand der Gespräche das Nationalitäten-Sta- tut der Regierung gewesen wäre. Die Sudetendeutsche Partei müsse nun endlich vor Beginn der sachlichen Verhandlungen Klarheit darüber verlangen, ob wie bisher die Grundsätze und Vorschläge der Sudetendeutschen Partei die GesprächsgrundlaLe bilden sollten, ober ob bas sogenannte Nationalitäten-Statut ber Regierung als Verhanblungsgrunblage gebacht sei. Für den letzteren Fall behalte sich die Sudetendeutsche Partei ihre Stellungnahme vor, da ihr der In halt des Statuts nicht bekannt fei. Die Stadt Hamburg zur KdF.-Neichstagung gerüstet. Kunstausstellung und KdF.-Leistungsschau. Hamburg, 9. Juni. (DNB.) Die letzten Vorbereitungen zu der am Donnerstag in Hamburg beginnenden KdJ.-Reichstagung, die bis zum 12. Juni, dauert, sind getroffen. Für die Kunstaus- ft e 11 u n g der NS.-Gemeinfchaft „Kraft durch Freude" in der Kunsthalle sind sorgsam jene Kulturgüter ausgewählt und ausgestellt, die den seelischen Lebensstandard unseres Volkes zu steigern geeignet sind. Vornehmlich werden deutsche Landschaftsbilder und Porträts gezeigt; in einem anderen Raum wird die ländliche ber industriellen Arbeit gegenübergestellt. Das Thema „Arbeit" wird abgelöst durch eine Abteilung, die ber deutschen Graphik gewibmet ist. Man hat sich dabei bemüht, den Nachwuchs herauszustellen. Die Leistungsschau der NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" ist in den Zoohallen aufgebaut. Außer Modellen des Volkswagens ist auch das Modell der Dolkswagenfabrik zu sehen, ferner das KdF.-Bad Rügen, das künftig 20 000 Menschen Erholung bieten soll. Der nächste Raum, den grüne Glasplatten schmücken, zeigt das Modell des „Wilhelm' Gustloff", dessen Gesellschaftsräume gesondert zur Schau gestellt sind. Das Deutsche Dolks- bildungswerk zeigt eine Stube, in der erzgebirgische Klöpplerinnen arbeiten werden. Das Amt „Schönheit der Arbeit" bringt Gegenüberstellungen von guten und schlechten Werkstätten. Schönheit in ber Seeschiffahrt unb jjeierabenbgeftaltung in Stabt unb Land vervollständigen bie Schau, in ber auch eine Muster-Werksbibliothek nicht fehlt. Im Rahmen der Veranstaltungen nimmt das große Festspiel „Volk spielt fürs 23 o 11”, bei dem auch ausländische Volksgruppen mitwirken, einen hervorragenden Platz ein. Täglich treffen die Trachtengruppen, die besonders hierfür ausgewählt sind, aus allen Zeilen desReiches ein. Auch Kinderkapellen befinden sich darunter. Im ganzen werden 940 Personen das Programm dieses Abends bestreiten. Den Höhepunkt wird am Sonntag der große Festzug bilden, für den rund 3000 verschiedenartige Kostüme vorbereitet sind. An diesem Festzug nehmen ungefähr 3800 Personen teil, 35 Festwagen werden mitgeführt. Das Kutturlager der HI. Weimar, 8. Juni. (DNB.) Das Kulturlager der Reichsjugendführung wurde durch den Chef des Rundfunk- und Kulturamtes der RIF., Obergebietsführer C e r f f, eröffnet. Im weiten Viereck war bas Arbeitslager in strahlender Morgenfonne auf bem grünen Wiesenplan des Appellplatzes im Goethe-Park angetreten, rund 300 HI.-Führer und BDM.-Führerinnen aus dem gesamten Reich, zum erstenmal unter Teilnahme ber mit der nationalsozialistischen Kulturgestaltung in ber Jugend der österreichischen Ostmark betrauten Kameraden. Zu. ihrer Begrüßung waren der stellvertretende Gauleiter und Reichsstatthalter von Thüringen, Siek- m e y e r , der Führer des Gebietes Thüringen, Schulte, Obergauführerin Elfriede M e i n t s und Staatsrat Ziegler erschienen. Obergebietsführer Cerff, der Leiter der gesamten kulturellen Arbeit der HI. rief seine Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen auf, sich zu dem traditionellen Geist der jungen Nationalsozialisten immer wieder zu bekennen, der von der hier angetretenen Kernmannschaft stammt unb sich von Jahr zu Jahr in der weltanschaulichen Erhärtung der Jugenb und bes gesamten Volkes erneuert. Dann stieg inmitten ber von Goethe einst gestalteten wunbervollen Park- lanbschaft mit ihren alten Bäumen das Banner der Jugend empor. Das Fahnenlied der Jugend Adolf Hitlers beschloß die Feier. Berechnungsiinderung der Invalidenversicherung. Berlin, 8. Juni. (DNB.) In der Jnvalidenver- sicherung galt nach den bisherigen Bestimmungen für u n ft ä n b i g Beschäftigte als wöchent- kicher Arbeitsverdienst bas V i e r f a ch e d e s Ortslohnes. Diese Berechnung entspricht heute nicht mehr ben tatsächlichen Verhältnissen. Es ist eine Reihe von Gruppen unftänbig Beschäftigter, bereit Lohn das Doppelte des vierfachen Ortslohnes wesentlich übersteigt. Infolgedessen sind diese Gruppen in der Invalidenversicherung erheb- lich unterversichert. Um diesem Mißstände im Interesse der unständig Beschäftigten abzuhelfen, hat der Reschsarbeitsminister bestimmt, daß für einzelne Gruppen unständig Beschäftigter das Reichs- verficherungsamt die Sätze des Ortslohnes durch Zuschläge erhöhen hum. M Generalfeldmarschall Göring weiht die Meisterschule für Malerei in Kronenburg (Lisch. Kronenbur Generalfeldmarschall Göring in der Handwerksansslellung datisches Genie, nicht nur den ersten 21 r • beiter und wirtschaftlichen Gestalter seines Volkes, sondern vielleicht als allerstärk» sie Eignung den Künstler Adolf Hitler. Und das darf ich, auch versichere, daß über olle Arbeiten der Politik und der Wirtschaft hinaus a u d) mein Herz in glühender Begeisterung schlägt für das Schöne und damit für die Kunst. Und nachdem die Vorsehung so unendlich gütig mir Reiches geschenkt hat, empfinde ich es als meine innere Pflicht, das Meinige zu tun, um nun auch der Kunst die Plattform zu geben, die sie haben muß, um wirken zu können. Wenn ich hier also die Schirmherrschaft übernommen habe, so ist das nichts anderes als eine tiefe Dankesschuld, die ich im kleinen abzustatten versuche für«all das Herrliche und Schöne, das wir im täglichen Leben von den gottbegnadeten Künstlern empfangen und das uns die Kraft gibt, weiter am großen Werk zu arbeiten und zu wirken. Denn das ist es, was einem die in» nere Sammlung und die innere Stärke immer wieder gibt, wenn man das Auge emporheben darf zu Schönem oder das Ohr der göttlichen Musik lauschen darf. Das Leben ohne Kunst ist schal,,das Leben mit Kunst ist erhebend. Möge denn dieses Haus nun stets eine Pflegestätte erster Kunst sein und bleiben, einer Kunst, wie sie uns im Blute liegt, einer Kunst, wie sie vom Volke verstanden wird. Denn nur das ist wahre Kunst, was der einfache Mann des Volkes begreift und verstehen kann. Bedarf es erst einer Erklärung, um etwas als schön zu empfinden, dann hat jedes Kunstwerk seinen Zweck verfehlt, denn es muß durch sich selbst wirken und es muß nicht vom Einzelmensch, sondern vom Volke verstanden wer» den. Die Hunst kann nicht irgendwo irrlichtern, auch sie ist, beheimatet im Volk, denn sie kommt aus dem Volke und ist mit dem Volke verwurzelt und kann nur so Großes gestalten. Und das ist mein zweiter inniger Wunsch für diese Schule: Möge sie nie volksfremd werden in ihrer Einstellung und in ihrer Kunst, sondern möge sie besonders darin ihren Stolz und ihren Ehrgeiz sehen, eine Kunst zu schaffen, die im Wesen des deutschen Blutes liegt. Der Generalfeldmarschall unterhielt sich längere Zeit mit Professor Pein er, ließ sich die Arbeiten der Schüler zeigen und besprach die Grundsätze der letzten Arbeit. Er dankte auch Professor Fahrenkamp, dem Direktor der Akademie in Düsseldorf, für feine Mitarbeit. Dann besuchte er in Begleitung der Gauleiter Grohs (Gau Köln-Aachen) und Florian (Gau Düsseldorf) die Ordensburg Vogelsang. Er wurde von Reichsorganisationsleiter Dr. Ley und dem Burgkommandanten Reichshauptamtsleiter Manderbych sowie von der vor der Burg angetretenen Burgmannschaft begrüßt und nahm eine eingehende Besichtigung der Burganlagen vor. Insbesondere interessierte er sich für die sportliche Arbeit der Burgmannschaft. benannte Meisterschule für Malerei ihrer Bestimmung zu übergeben. Vor dem Hauptgebäude hatte sich eine zahlreiche Menschenmenge emgefun- den, die Hermann Göring, in dessen Begleitung ich Staatssekretär Körner, Staatssekretär General ier Flieger Milch, General Bodenschatz und Ministerialdirektor Gritzbach befanden, bei seinem Er- cheinen begeistert feierte. Besondere Freude oerei- eten dem Ministerpräsidenten Berliner Fenenkln- der, die hier zur Erholung weilten. Im Festsaal, der im Alltag die Werkshalle der Schule darstellt und mit dem Wappen des Generalfeldmarschalls ge- chmückt ist, wurde dann die Feierstunde mit herz- liehen Begrüßungsworten des Leiters der Schule, Professor Werner P e i n e r , eröffnet. . Professor Peiner gab einen kurzen Ueberblick über die Ziele der Schule, die sich zur Aufgabe gestellt habe, dem neuen deutschen Kunstschaffen der Malerei eine neue ethische Grundlage zu geben und sprach seinen Dank ür die starke Förderung der Künstlerschaft im Dritten Reich aus. Sodann nahm Generalfeldmargewesen, wo eine ftarfe Staatsführung die Voraussetzung geschaffen hat. Die Vorsehung hat dem deutschen Volk in einer Person olles geschenkt, nicht nur den genialen Staatsmann und Politiker, nicht nur ein so l- chall Göring das Wort. „Als ich", so sagte er u. a., „seinerzeit den Ent- chluß • faßte, das Haus der Flieger zu ge- falten, und den Umbau von jenem Parlament der Schwätzer zu einem schönen Aufenthaltsraum meiner Flieger durchzufüyren, da war es mir klar, daß ich nicht besser die Vergangenheit vergessen lassen machen konnte als dadurch, daß dieses Haus auch eine Stätte des Schönen werden olle. Damals wurden Sie von dem Architekten, Professor Sagebiel, berufen zu wirken. Im gleichen Augenblick fühlte ich, daß Sie zu Besonderem, zu Großem verpflichtet und berufen sind und daß Ihre Malerei so sehr in die Gedankenwelt Hes Ra- tionalsozialismus und des Dritten Reiches hineinpaßt, wie kaum eine andere zuvor. Es gehört zu den schönsten Errungenschaften großer künstlerischer deutscher Vergangenheit, daß damals die großen Meister Schulen besaßen, in denen sie ihr Können auf die Nachkommen übertragen haben. So ist aus ihrer genialen Begabung ein Fundament für viele geworden. Wenn wir der großen Meister gedenken und von ihnen reden, bann sprechen wir auch von ihren Schulen und von ihren Schülern. Nun haben- wir im Dritten Reich diesen wunderbaren Gedanken zum ersten Male in dieser Schule wieder aufgegriffen. Denn heute ist gerade die Kunst eine zum Fanatismus ver pf li ch- t e n b e Mission. Es genügt nicht, in einer Ata- bemie lediglich Dinge darzustellen und zu lehren, sondern es muß etwas Lebendiges aus dem Innern, aus der ganzen Denkungsweise, aus dem Können des Meisters hineinströmen in die Schüler. Sie sollen dann weiter ja auch über den Gesellen und Meisterschüler hinweg zu Meistern werden und ihrerseits so das große Können und Schaffen eines gottbegnadeten Arbeiters hinaustragen in die nachfolgenden ©eneratfonen deutscher Künstler. Es ist gut, daß diese Schule nicht im Brausen der Großstadt liegt, sondern abgeschieden davon hineingesetzt in diese wunderbare herbe Landschaft der Eifel, denn die Kunst verlangt innere Sammlung, wenn sie wirklich etwas schaffen soll. Ich hoffe, daß diese Schule ein wirklicher Hort zur verpflichtenden deutschen Kunst, wie sie im Dritten Reich neu aufgeblüht ist, sein wird." Die ersten Schüler in dieser Schule wollen sich darüber klar sein, welch unendliches Glück ihnen zuteil geworden ist, in dieser großen Zeit leben zu Generalfeldmarschall Göring besichtigte am Dienstag die Internationale Handwerks- ausstellung in Berlin, wo er sich die einzelnen Stände genau ans ah. Unser Schnappschuß zeigt den Ministerpräsidenten, als ihm von einer Ungarin eine Wiegendecke für sefti Töchterchen Edda überreicht wurde. — (Scherl-Bilderdienst-M.) tirnnonfrura 8 Juni (DNB.) Ministerpräsi-1dürfen. Auf dem Boden der Arbeit entstand die dent Generalseldnrarschall Hermann Göring stattete Kultur der Kunst. Sie ist. immer dort im Gefolge am Mittwoch dem tm schönen Kylltal gelegenen g einen Besuch ab, um die nach ihm sterschule für Malerei ihrer Oie OAJ. im Betrieb. I Von Or. Erich Schmidt. Die DeutscheArbeitsfront (DAF.) ist die Gemeinschaft aller Schaffenden. Sie umfaßt den Betriebsführer ebenso wie den Arbeiter, den Angestellten gleichermaßen wie etwa den Reisenden. Sie hat die Aufgaben zu erfüllen, die chr der Führer und Reichskanzler durch die Verordnung vom 24. Oktober 1934 zugewiesen hat. Das Ziel der DAF. ist demgemäß die Bildung und Erhaltung einer wirklichen Volks- und Leistungsge- meinschaft aller Deutschen. Unter den Aufgaben im einzelnen steht bte Sicherung des A r b e i t s f r i e d e n s an der ersten Stelle. Gemäß der Verordnung des Führers hat dies dadurch zu geschehen, daß die DAF. bei den Betriebsführern das Verständnis für die berechtig- ten Ansprüche ihrer Gefolgschaften, bei den Gefolgschaften das Verständnis für die Lag? und Möglichkeiten ihres Betriebes hervorruft. Gleichzeitig hat die DAF. die Aufgabe, zwischen den berechtigten Interessen aller Beteiligten jenen Ausgleich zu finden, der den nationalsozialistischen Grundsätzen entspricht und die Anzahl der Fälle einschränkt, die nach dem Arbeitsordnungsgesetz den zur Entscheidung allein zuständigen staatlichen Organen zu überweisen sind. Die Vertretung aller Beteiligten zur Herbeiführung dieses Ausgleiches ist die ausschließliche Aufgabe der DAF. Neben dieser höchsten Aufgabe der Sicherung und Erhaltung der Arbeitskameraden aller Schaffenden bestehen Die weiteren Aufgabengebiete, die zu den gewaltigen, allen bekannten Leistungen der DAF. geführt haben. So finden wir das Wirken der DAF. auf allen Gebieten unseres sozialen Lebens, sei es unter der Losung der Schönheit der Arbeit oder int Dienst der körperlichen Erholung und Ertüchtigung ver Nation oder fei es bei der Förderung der beruflichen Leistungsfähigkeit ober bei sonstigen Fragen des Arbeitslebens. Der Schwerpunkt unserer Sozialpolittk liegt heute in b en Betrieben. Demgemäß liegt auch bas Hauptgewicht ber mannigfaltigen Aufgaben ber DAF. in der Betreuung der Betriebsgemeinschaft. Um sie in allen Fragen durchzuführen, sind DAF.- Walter und -Warte in den Betrieben tätig Sie werden von ber DAF. eingesetzt. Jedem einzelnen sind bestimmte Aufgabengebiete zugewiesen, lieber ihre Abgrenzung und ihre Tätigkeiten hat Reichsleiter Dr. Ley die Anordnung Nr. 8/38 erlassen. Bereits in Betrieben mit wenigstens sechs Betriebsmitgliedern, also neben dem Betriebsführer mit 5 Gefolgschaftsmitgliedern, ist ein 23 e trieb s» o b m a n n zu bestellen. Ihm obliegt die politische Betreuung aller in einem Betrieb tätigen Menschen, die als Einheit die Betriebsgemeinschast bilden. Ist ber Betriebsobmann zugleich Mitglied bes Vertrauensrates, so treten zu seiner politischen Tätigkeit noch soziale Ausgaben in besonderem Maße hinzu. Diese Aufgaben sind zum Teil im Arbeits- ordnungsgesetz festgelegt, indem ber Betriebsführer beispielsweise gemeinsam mit dem Betriebsobmann die Wahlliste für den Vertrauensrat aufzustellen hat. Ebenso ist nach einer Anordnung Dr. Leys ber bis zum 1. August eines jeben Jahres zu stellenbe Antrag des Betriebsführers auf Beteiligung am Leistungskampf der, deutschen Betriebe vom Betriebsobmann mit zu unterzeichnen. Die Fragen der Unfall- und Schadenverhütung, ber gesundheitlichen Betreuung der Gefolgschaft, ber Berufserziehung, ber würbigen Ausgestaltung ber Betriebsappelle, kurz alle Fragen, die in einer Betriebsgemeinschast in biesem Sinne auftreten, gehören in den Bereich ber Mitarbeit des Betriebsobmannes. So ist der Betriebsobmann in Personalunion KdF.-Wart, wie er gleichzeitig Betriebswerk- fcharstammführer ist und als solcher den Einsatz der Werkschar seines Betriebes bestimmt. Der Aufgabenkreis des Betriebsobmannes ist also äußerst vielgestaltig. Er wird im einzelnen deutlich durch die Mitarbeiter, die den Betriebsobmann zur Seite gestellt werden können. Disziplinär untersteht der Betriebsobmann dem zuständigen Ortsobmann der DAF. Fachlich wird er von der zuständigen Fachabteilung der Kreiswaltung der DAF. beraten. Besonders in größeren Betrieben sind es zahlreiche Mitar b eiter,'die dem Betriebsobmann zur Seite stehen. In kleineren Betrieben werden mehrere Aemter zweckmäßigerweise in Personalunion geführt werden. Die Mitarbeiter sind dem Betriebsobmann disziplinär unterstellt. Fachlich unterstehen sie jeweils der in der zuständigen Orts- waltung der DAF. vorhandenen entsprechenden Fachdienststelle. Die Mitarbeiter des Betriebsobmanns lassen sich unterscheiden in seine Vertreter, denen Teile der Betriebsgefolgschaft zur Betreuung zugewiesen sind, und in die übrigen Mitarbeiter, die bestimmte Fachaufgaben für die gesamte Betriebsgefolgschaft zu erfüllen haben. In Betrieben mit mehr als 30 Betriebsmitgliedern wird eine Einteilung in Zellen und Blocks vorgenommen. Sie soll sich möglichst den Abteilungen, Unterabteilungen, Gruppen und Kolonnen des Betriebes anpassen. Die größere Gliederung ist die Zelle. Sie wird von einem Betriebszellenobmann geleitet, der also Vertreter des Betriebsobmannes in dem ihm zugewiesenen Teil der Gefolgschaft ist. Nach der Zelle kommt derBetriebs- block. Es soll nicht mehr als 15 Gefolgschaftsangehörige umfassen. Verantwortlich für iyn ist der Betriebsblockobmann, der wiederum dem Betriebszellenobmann untersteht. Neben diesen Mitarbeitern des Betriebsobmanns sind dann diejenigen zu nennen, die fachliche Aufgaben zur Unterstützung des Betriebsobmanns zu erfüllen haben. Da ist zunächst der B e - triebsberusswalter. Sein Aufgabengebiet ist ein zweifaches. Einmal hat er Verantwortung für die Berufserziehung zu übernehmen und zum anderen hat er seine Ärbeitskameraden auf die in ihrem Interesse liegende Bedeutung der fortgesetzten Berufsfortbildung hinzuweisen. Hat die Werkschar, des Betriebes eine Arbeitsgruppe für Berufserziehung gebildet, so ist der Betriebsberufsmalter ihr fachlicher Leiter. Für den Gesundheitszustand der Gefolgschaft ist der Betriebsgesundheits- Walter mit verantwortlichen 21ufgaben betraut. Die Gesundheitstrupps unterstehen arbeitsmäßig den DAF.-Abteilungen für Volksgesundheit. Besteht eine Arbeitsgruppe der Werkschar für Volksgesundheit, so ist der Betriebsgesundheitswalter ihr fachlicher Leiter. Sind in einem Betrieb wenigstens fünf männliche Jugendliche tätig, Jo ist zur Unterstützung des Betriebsobmanns auf diesem Arbeitsgebiet ein Betriebsjugendwalter einzusetzen. Zu seiner Tätigkeit gehört besonders die Sorge für die Jugendlichen in persönlicher Hinsicht, ihre betrieb» lich-soziale und fachlich-berufliche Betreuung, die Herstellung eines möglichst engen Verhältnisses ^wi- schen Betriebsführer und Jugendlichen sowie die Ausrichtung der im Betriebe tätigen Jugendlichen im Sinne der Betriebsgemeinschaft. Sind in einem Betrieb wenigstens fünf weibliche Jugendliche vorhanden, so hat eine Betriebsjugendwalterin in gleichem Sinne tätig zu werden. Auch eine B e - trieb sfr auenroalterin ist einzusetzen, wenn in einem Betrieb wenigstens sechs berufstätige Frauen zur Gefolgschaft zählen. Die Ausgabe der Betriebsfrauenwalterin ist es, ihre Arbeitskameradinnen in allen fraulichen Fragen zu betreuen. In vertrauensratspflichtigen Betrieben, also in Betrieben mit in der Regel mindestens 20 Beschäftigten, muß ein Vertreter des Betriebsobmanns in KdF. -Fragen bestellt werden. In Betrieben mit weniger als 300 Betriebsmitgliedern ist er gleichzeitig Betriebs-Dolksbildunaswart. Im übrigen hat er den Gedanken der NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" ständig zu fördern und die Feierabendgestaltung anzuregen und auszubauen. Besteht im Betrieb eine Arbeitsgruppe der Werkschar für die NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude", so ist er gleichzeitig ihr fachlicher Leiter. Der B e t r i e b s s p o r t w a r t hat sich immer mehr bet uns durchgesetzt. Er soll aber möglichst alle Betriebe erfassen. Deshalb muß in Betrieben mit wenigstens 6 Betriebsmitgliedern ein Betriebs- sportwart vorhanden sein. In größeren Betrieben sind zu seiner Unterstützung Uebungs- und Wett-1 Danzig, 8. Juni (DNB.) In Zoppot findet vom 8. bis 12. Juni die Reichstagung der deutschen Aerzte des öffentlichen Gesundheitsdienstes und die deutsche Tuberkulosentagung statt, zu der'etwa 700 Medizinalbeamte aus dem ganzen Reich nach Dan» zig-Zoppot gekommen sind. Ministerialdirektor Dr. G ü 11 erklärte, nationalsozialistische Gesundheitspolitik treiben, heiße das Volk in den Mittelpunkt aller staatspolitischen Erwägungen stellen und mit allen Mitteln stützend, pflegend und fördernd auf die beiden gestaltenden biologischen Kräfte einzuwirken: Anlage und Umwelt. Es gelte also nicht nur die Umweltbe- dingungen der gerade lebenden Generation zu verbessern, sondern den kommenden Geschlechtern auf Jahrhunderte hinaus auch biologisch den Weg zu bereiten. So trete neben die Maßnahmen des Ge- undheitsschutzes die Erb- und Rassen- pflege. Es sei im letzten Jahr gelungen, den G e- undheitsschutz weiter auszubauen. Gemeingefährliche Krankheiten, wie Aussatz, Cholera, Pest und Pocken seien in Deutschland nicht mehr vorgekommen. Die Diphtherie habe eine gewisse Zunahme erfahren, fei jedoch im allgemeinen leicht nerlaufen. Die aus einer Mehranzeige von 3000 neuen Erkrankten sich ergebende Zunahme der Tuberkulose sei nur scheinbar und erkläre sich kampfwarte zu bestellen. Auch ein A r b e i t s - s ch u tzw alter ist in Betrieben mit wenigstens sechs Betriebsmitgliedern einzusetzen. Er ist zugleich Hauptunfallvertrauensmann. In engster Zusammenarbeit mit dem Betriebsführer und dem 23er» trauensrat hat er für eine gute Unfall- und Schadenverhütung zu sorgen und seine Arbeitskameraden ständig auf die Bedeutung dieser Fragen hinzuwei» sen. Um gerade auf diesem so wichtigen Gebiet die höchsten Erfolge zu erzielen, wurde bekanntlich schon im August 1935 zwischen den Berufsgenossenschaften als den Trägern der Unfallversicherung und der DAF. eine Vereinbarung über eine enge Zusammenarbeit getroffen, die durch Ausführungsdeftim- mungen vom 12. April 1937 ergänzt wurde. Zuletzt ist als Mitarbeiter des Betriebsobmanns der B e • triebswerkscharsührer zu nennen. Wie schon gesagt, steht die Werkschar eines Betriebes dem Betriebsobmann geschlossen zum Einsatz zur Verfügung. Durch den Betriebsobmann und seine Mitarbeiter sichert die DAF. die Erfüllung ihrer Hauptaufgabe, die in der Betreuung der Betriebs» gemeinschaft liegt. Damit aber wird zugleich Gewähr dafür gegeben, daß der Gedanke der ^Betriebs* Verbundenheit und die praktische Arbeitskameradschaft aller Angehörigen eines Betriebes die Grundlage unserer- sozialen Neuordnung bleiben. aus der besseren Erfassung aller Erkrankten durch die Fürsorgestellen der Gesundheitsämter, die 1936 mehr als 1% Millionen Volksgenossen betreuten. Die Sterblichkeit an Tuberkulose habe mit 6,9 auf 1000 Einwohner einen noch nie dagewesenen Tiefstand erreicht. Aus dem zweiten Arbeitsgebiet der Gesundheitsämter, dem''der Gesundheitsfürsorge, berichtete Dr. Gütt, daß bei einer Jahresgeburtenziffer von 1 276 000 im Jahre 1937 1 129 000 Säuglinge in ärztlicher Betreuung durch die Gesundheitsämter sta.lden. Es fei gelungen, die Sterbeziffer im Vorjahre auf 4,6 v. H. herabzudrücken. Dieses schöne Ergebnis habe sich in enger Zusammenarbeit mit dem Hilfswerk „Mutter und Kind" der NSV. und der Erziehungsarbeit des Reichsmütterdienstes des Deutschen Frauenwerks erzielen lassen. Diel Raum widmete Dr. Gütt dem dritten Fach- gebiet, der Beoölkerungspolitik, Erb- und Rassenpflege. 1937 ist die H e i r a t s§ i f f e r auf etwa 620 000 gegenüber 609 000 ifh Jahre 1936 g e- ft i e g e n. Trotz der fortschreitenden Ueberalterung ist d i e Sterblichkeit die gleiche geblieben. Wenn auch die Zahl der Geburten von 14,7 auf 1000 im Jahre 1933 auf 19 auf 1000 im Jahre 1936 angestiegen sei, so bleibe sie doch um 11 v. H. hinter dem Geburtensoll zurück. Soziale Maßnahmen der Reichspost in Oesterreich. Berlin. 8. Juni. (DNB.) Reichspostminister Dr.-Jng. e. h. Ohnesorge hat nach seiner Rückkehr aus Oesterreich unter dem Eindruck der Erlebnisse seines Besuches in Wien und Linz an seinem heutigen Geburtstage für das laufende Rechnungsjahr 5 Millionen Reichsmark für notwendiae Inbetriebsetzungen von Postdienstgebäuden im Lande Oesterreich, für die Erneuerung oder Ausbesserung der Inneneinrichtungen, Erfrischungsräume, sanitäre Anlagen, für die Gestaltung der Dienst- und Ar- beitsräunze, nach den Gesichtspunkten der „Schönheit der Arbeit" bereitgestellt. Außerdem 2 Millionen Reichsmark Unterstützungen an in Not geratene Gefolgschaftsmitglieder und Empfänger von Ruhe- und Versorgungsgenüssen zur Verfügung gestellt und ferner angeordnet, daß die Erholungsfürsorge der Reichspost für das Land Oesterreich nach der Kopfzahl der Gefolgschaft gemessen etwa i m doppelten Umfang durchgeführt wird wie im Altreich, so daß im Jahre 1938 rund 1800 Gefolgschaftsmitglieder der Reichspost im Lande Oesterreich einen kostenlosen zehntägigen Erholungsurlaub genießen können. Die (Stiftung für Opfer der Arbeit. Berlin, 8. Juni. (DNB.) Der Ehrenausschuß der „Stiftung für Opfer der Arbeit", dem die Staatsräte Walter Schuhmann, MdR., Dr. Fritz Thyssen, MdR., und Dr. Emil Georg von Stauß, MdR., angehören, genehmigte 1065 Gesuche mit einmaligen und lausenden Zahlungen in Höhe von 287 080 Mark. 507 Gesuche muhten abgelehnt werden, da die Voraussetzungen für eine Unterstützung aus der „Stiftung für Opfer der Arbeit" nicht gegeben waren. Don 748 erneuten Anträgen wurden 636 Gesuchsteller mit einem Gesamtbeträge von 84 580 Mark bedacht, 112 Gesuche mußten abgelehnt werden, da veränderte wirtschaftliche 23er« hältnisje vorlagen. Die von der „Stiftung für Opfer der Arbeit" in Zusammenarbeit mit der NSV. durchgeführte Kinderverschickung wird auch 1938 durchgeführt. Insgesamt werden 1300 Kinder verschickt werden. Es sind dies Kinder tödlich verunglückter Arbeiter, die in der Hauptsache aus den Bergbaugebieten Oberschlesiens, dem Rheinisch-Westfälischen Industriegebiet sowie aus Kreisen der deutschen Seefahrt stammen. Zahrestagung des Deutschen Gemeindetages. Berlin, 7. Juni. (DNB.) Die Jahrestagung des Deutschen Gemeindetages wird am 15. JuNi 1938 im Hause der Flieger durch den Vorsitzenden des Deutschen Gemeindetages Reichsleiter Oberbürgermeister F i e h l e r eröffnet. Das Programm sieht Hinweise des Reichsministers des Innern DL Erfolge deutscher Gesundheitspolitik. Oie Reichstagung der deutschen Aerzte des öffentlichen Gesundheitsdienstes. Frick und des Reichsministers für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung Rust vor. Es folgen ein Vortrag des Bürgermeisters Dr. Neubacher (Wien) und der Geschäftsbericht des Geschäftsführenden Präsidenten Dr. Ieserich. Am Vortage findet die Grundsteinlegung des neuen Dienst- gebäudes des Deutschen Gemeindetages an der Ost- West-Achse in Berlin-Charlottenburg durch Reichsminister Dr. Frick stall. Oie Musseri-Bewegung in Holland. A m st e r d a m, 7. Juni. (DNB.) Auf dem Heidegelände von Lungeren hatten sich am Pfingstmontag etwa 75 000 Anhänger der NSB. (M u s s e r t - Bewegung) zum dritten Landestag eingsfunden. Besonders zahlreich waren Arbeiter und Bauern vertrete^. An einem Mast wurden zu den Klängen der Nationalhymnen zuerst die Flaggen Italiens, Portugals und Deutschlands gehißt, der Länder, die, wie der Organisationsleiter der NSB., van Geel- kerken, sich ausdrückte, im Kampfe um die Erneue- rungsbewegung der Welt sieghaft vorangegangen seien; dann die Flaggen der Niederlande, Flanderns und Südafrikas, womit die großniederländische Haltung der NSB. besonders zum Ausdruck gebracht werden sollte. Nachdem de Bruin und Dlekke den innerpolitischen Kampf der NSB. gezeichnet hatten, wobei sie besonders auf die verderblichen Folgen der Politisierung der Kirchen und des Zusammengehens zwischen politischem Katholizismus und Marxismus hinwiesen, schilderte der Führer der NSB., Diplomingenieur M u s s e r t die Ziele der NSB. Trotz großer mäterieller Reichtümer und hoher sittlicher Werte des niederländischen Volkes gebe es heute in Holland bei einer Bevölkerung von rund acht Millionen Einwohnern über 400 000 Erwerbslose. Die hohe Bedeutung des niederländischen Kolonialbesitzes werde verkannt und die wertvollsten Güter der Nation gefährdet. Die NSB. müsse nun schon seit Jahren mit wachsendem Widerwillen an< sehen, wie die holländischen Demokraten und Marxisten Deutschland aufs niederträchtigste verleumdeten. Ihre Haltung gegenüber dem Großdeutschen Reich von 73 Millionen sei gemein, dumm und gefährlich. Die NSB. fordere gute nachbarliche Beziehungen zu Deutschland im Interesse Hollands und Europas. Vikror Emanuel HI. auf Mussolinis Landsitz. Mailand, 8. Juni. (Europapreß.) Nach Eröffnung einer Ausstellung von Werken Melozzos und anderer Maler der Romagna des 15. Jahrhun- derst in Forli fuhr der italienische König und Kaiser in Begleitung des Unterrichtsministers Bottai nach dem Geburtsort Mussolinis, Pre- dappio, wo er vom Bürgermeister empfangen wurde und zum erstenmal das einfache Bauernhaus besichtigte, in dem Mussolini geboren wurde und wo Mussolinis Vater seinem Handwerk als Schmied nach ging. Nach einer Besichtigung des Gemeindehauses, in' dem die Mutter des Duce als Dorfschullehrerin gewirkt hatte, legte der König auf dem Grab der Eltern Mussolinis auf dem Friedhof von San Cassiano einen Kranz nieder und stattete der Kirche, in der Mussolini getauft worden war, einen Besuch ab. Dann fuhr Victor Emanel III. in Begleitung seines Feldadjutanten nach dem Sommerschloß des italienischen Regierungschefs, Rocca della Caminate.wo er von Mussolini und seiner Gattin empfangen wurde. Der König blieb zum Tee und fuhr am Mittwochabend über Forli nach JRom zurück. England kaust LOO passagier-Ilugzeuge in Amerika. London, 9. Juni. (Europapreß.) Nach einer Meldung des „Daily Expreß" hat die englische Regierung in Amerika 200 Lockhead-Passagierflugzeuge im Gegenwert von 3 400 000 Pfund (rund 42 Millionen RM.) bestellt. Die Maschinen sollen je 12 Fluggäste befördern können und eine Geschwindigkeit von etwa 385 Stundenkilometern.erreichen. Der Aktionsradius ist auf 1600 Kilometer bemessen. Die bestellten Maschinen sollen so gebaut sein, daß sie sich leicht in Kampfmaschinen um wandeln lassen und vor allem als Aufklärungsflugzeuge und als leichte Bomber dienen können. Keine einstweilige Verfügung im mexikanischen Oelstreit. ' Mexiko, 8. Juni. (Europapreß.) Der von den enteigneten ausländischen Oelgesellschasten eingebrachte Antrag auf Erlaß einer einstweiligen Verfügung, wodurch die Verstaatlichung der Oelindustrie rückgängig gemacht werden sollte, ist von den unteren mexikanischen Gerichtsbehörden zurückaewiesen worden. Nunmehr wird sich der oberste mexikanische Gerichtshof mit der Angelegenheit zu befassen haben. In der Be- aründung zur Ablehnung der einstweiligen Verfügung heißt es, die Beschlagnahme des Besitztums der ausländischen Oelgesellschasten sei im ö f f e n t- li.chen Interesse erfolgt und deshalb verfassungsrechtlich und juristisch ae - rechtfertig t. Auch die den ausländischen Oel- gesellschaften gehörenden Gebäude, Tanks, Eisenbahnwagen, Verteilungsstellen und sämtliche der Erzeugung und Raffinerie dienenden Anlagen seien gegen entsprechende Entschädigung der Beschlagnahme verfallen. Dagegen seien die Bankguthaben der Oelgesellschasten, ihre gesamten Archive einschließlich der Geschäftsbücher Privatei aentum der ausländischen Gesellschaften. In diesem Punkte sei der Forderung nach Erlaß einer einstweiligen Verfügung stattzugeben. Kleine politische Nachrichten. Reichsminister Dr. Goebbels trifft zu der am 12.Juni in Wien stattsindenden Eröffnung der V. Reichstheater - Festwoche bereits am England plant Maßnahmen gegen Bombenangriffe auf britische Schiffe. Frankreich schützt seine Güdgrenze Eine Erklärung Daladiers. Paris, 8. Juni. (DNB.) Ministerpräsident D i Ma- wenn b dann er nor« Inb die Magen gerade j, alle :e Le« schaut t wohl )ie? n Dd slüstert, gründ- ahl fle- fjabe. en, die er das so gut, artlich' t, M und Drückt/ >sch liehan >e a und t# SS' ter als tbeooll qtiur S irnde, mwec ochen- , 1,52 itte 20 eutsche, Enten- bis 14, ite Rü- )I 8 bis Frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. M., 8. Juni. Es notierten (Getreide je Tonne, alles übrige je 100 Kilogramm) in Mark: Weizen W13 210, W16 213, W19 217, W 20 219; Roggen R 12 187, R 15 190, R 18 194, R19 196, Großhandelspreise der Mühlen der genannten Preisgebiete; Futtergerste —, Futterhaser —; Weizenmehl Type 812 W 13 29,50, W 16 29,60, W19 29,60, W 20 29,95; Roggenmehl Type 1150 R 12 22,45, R 15 22,80, R 18 23,30, R 19 23,50, plus 0,50 Mark Frachtausgleich; Weizenfuttermehl 13,60; Weizenkleie W13 10,75, W16 10,90, W 19 11,10, W 20 11,20; Roggenkleie R 12 9,95, R15 10,15, R18 10,40, R 19 10,50, Mühlenfestpreis ab Mühlenstation; Sojaschrot —, Palmkuchen —, Erdnußkuchen —, Treber, getrocknet 14,—, Höchstpreis ab Erzeugerstation, Trockenschnitzel —, Heu, gut, gesund, trocken, 5,50, do. drahtgepreßt —, Weizen- und Roggenstroh, drahtgepreßt 3,30, do. gebündelt 3,—, Erzeugerhöchstpreis frei Erzeugerverlade- tation. Tendenz.: ruhig. Frankfurter Schlachtviehmarkt. F r a n k f u r t a. M., 9. Juni. (Vorbericht.) Auf- trieb: 869 Rinder, darunter 195 Ochsen, 130 Bullen, 392 Kühe, 152 Färsen; 359 Kälber, 83 Schafe und 330 Schweine. Es kosteten: Ochsen 34 bis 45 Bullen 34 bis 43, Kühe 18 bis 43, Färsen 32 bis 44, Kälber 32 bis 65, Lämmer, Hämmel und Schafe 42 bis 50, Stallmastlämmer 30 bis 40, Schafe 50 bis 57 Mark. — Marktverkauf: Rinder, Schweine und Kälber zugeteilt, Schafe mittel. Rundfunkprogramm Freitag. 10. 3uni. _ , , „ , Steigerung von 0,13 bis 0,50 o. H. Schwächer lagen nur Hoesch um 0,25 v. H. und Erdöl um 0,50 v. H. Der Ren- Marktverlauf: Großvieh und Schweins zugeteilt. Kälber lebhaft. Alles ausoerkauft. Meiu-Mainische Börse. Meist weiter freundlich. F r a n k f u r t a. M., 8. Juni. Die Börse lag ohne besondere ■ Anregung und blieb auch im Verlaufe farblos. Nachdem die sog. Auswandereroerkäufe in Auswirkung des neuen Devisenrunderlafses so gut wie ganz aufgehört haben, war zwar von dieser Seite keinerlei Abgabedruck vorhanden, auf der anderen Seite fehlten aber auch die Kaufaufträge der Bankenkundschaft. Somit schrumpften die Umsätze völlig zusammen. Trotzdem blieb die Grundhaltung der Börse ganz überwiegend freundlich. Am Aktienmarkt eröffneten IG. Farbenindustrie mit 162,13 (161,90), Metallgesellschaft unverändert. Elektrowerte zumeist noch weiter anziehend, vor allem AEG. bei allerdings kleinstem Um- atze um 1 v. H., Gesfürel um 0,50, Bekula um 0,13 v. H. Siemens eröffneten mit 206,50, also etwa auf dem gestrigen ermäßigten Schlußkurs. Von Zellstoffwerten Feldmühle um 1,25 v. H. gegen den letzten Frankfurter Kurs erhöht, Julius Bet- ger erneut 1 v. H. höher, die übrigen Bauaktien gehalten. Maschinen- und Motorenwerke setzten gut gehalten ein, Demag 0,50 v. H., Rheinmetall 0,13 o. H. fester. Reichsbank-Anteile im Gegensatz zum Dortag ruhiger und 0,25 v. H. leichter. AG. Verkehrswesen wieder 0,50 v. H. höher. Sonst gewannen noch Conti Gummi 0,65 v. H. Im Gegensatz zur allgemeinen Haltung lag der Montanmarkt überwiegend etwas leichter, wobei Harpener 1,90, Hoesch 0,50, Rheinstahl 0,40, Verein. Stahlwerke 0,25 o. H. verloren. Renten zeigten das seit langem gewohnte Bild der kleinen Umsätze, aber gut behaupteten und fast unveränderten Kursen. Oesterreichische Werte zum Teil etwas freundlicher, vor allem die 4 v.H. Treffer-Anleihe mit 338 (335) RM. je Stück, die 4 v. H. Ablösung mit 94 und die 4V2 o. H. Investitions-Anleihe mit 98,65 v. H. Im Verlaufe änderte sich nichts mehr an der Geschäftsstille. Von später notierten Werten lagen Schuckert 1, RWE. und Felten je 0,50 v. H., Deutsche Linoleum 0,75 v. H., Junghans 1 v. H., BMW. 0,50 v.H. über Vortag. Im Börsenperlauf selbst zogen IG. Farben um 0,25 v. H. bis 162,40 v. H. weiter an. Abendbörse gut gehalten. tenmarkt war so gut wie umsatzlos, österreichische 4 v.H. Treffer-Anleihe bei 383 RM. je Stück weiter gesucht. Im einzelnen notierten: Adlerwerke 116,50, MAN. 136, Bemberg 141,50, Bekula 162, Conti Gummi 209,65, Deutsche Erdöl 138,75, Scheideanstalt 247, Deutsche Linoleum 161,75, El. Licht und Kraft 141,50, JG.-Farben 162,50, Feinmech. Jetter 100, Gesfürel 147,50, Hoesch 114, Junghans 120,25, Hartmann und Braun 140, Laurähütte 18,75, Mannesmann 114,25, Metallgesellschaft 135,25, Moenus 132, Rheinmetall 144,75, Rheinstahl 146, Stempel 106, VDM. -175, Verein. Stahlwerke 109,75, Adca 104, Commerzbank 114,40, Deutsche Bank 120,25, Dresdner Bank 112, Nordd. Lloyd E 77,50, IG. Farbenbonds 130,25. Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 8. Juni. Auftrieb: Kälber 520 (gegenüber dem letzten Dienstag 1034), Schafe 96 (45), Schweine 3622 (5516). Notiert wurden je 50 Kilogramm Lebendgewicht in Mark: Kälber, andere a) 62 bis 65 (62 bis 65), b) 55 bis 59 (54 bis 59), c) 44 bis 50 (43 bis 50), d) 34 bis 40 (33 bis 40); Hämmel b2) Weidemasthämmel 47 bis 48 (48), c) 42 bis 45 (42 bis 45), d) 35 bis 39 (—): Schafe a) 38 bis 40 (42), b) 33 bis 35 (—), c) 30 bis 31 (—); Schweine a) 57 (57), bl) 56 (56), b2) 55 (55), c) 53 (53), d) 50 (50), Sauen gl) 54 (54), g2) nicht notiert (—). Marktoerlauf: Kälber und Schweine zugeteilt, Schafe mittel. Fleischgroßmarkt. Angebot: 725 Viertel Rindfleisch, 898 halbe Schweine, 51 ganze Kälber, 13 Hämmel und Schafe, 17 Kleinvieh. Notiert wurden je 50 Kilogramm in Mark: Ochsenfleisch a) 80; Bullenfleisch a) 77; Kuhfleisch a) 77, b) 65, c) 54; Farsenfleisch a) 80, b) 69; Kalbfleisch I. 76 bis 90, II. 75 bis 80; Schweinefleisch b) 73; Fettwaren: roher Speck unter 7 Zentimeter 78, Flomen 80. Marktoerlauf: lebhaft. Herzgiste aus Miglöckchen und Feuerröschen Neue Ergebnisse der Vierjahresplanforschung. Gängerfest in Daubringen. § Daubringen, 8. Juni. Der hiesige Gesangverein „Sängerlust" konnte an den beiden Pfingsttagen sein 65jähriges Bestehen feiern. Das Fest nahm einen sehr schönen Verlauf. Auf die Einladung des Vereins hatten sich etwa zehn auswärttge Vereine der nächsten Umgebung eingefunden. Die Sängergäste wurden am ersten Feiertag mit Musik in das Dorf geleitet. Jrn Anschluß an die Einholung fand ein Festumzug durch das 2)or: statt. Auf dem Festplatz beim Gasthaus ,Lurn Ludwig" hielt der Vereinsführer Wilhelm O p p e r dre Begrüßungsansprache, in der er besonders die Gastvereine sowie alle anderen Festteilnehmer herzlich willkommen hieß. Im Anschluß daran überreichte er den Ehrenmitgliedern Ludwig Münch, Karl Walther I. und Karl Grölz III. Ehrenurkunden, ferner wurden die Sänger Karl Deibel, Karl Roll, Ernst Weimer, Wilhelm Büttner, Ludwig Münch, Ludwig Schäfer und Ludwig Walther für regelmäßigen Besuch der Singstunden mit der silbernen Ehrennadel des Vereins ausgezeichnet. Im weiteren Verlauf der Feier heftete Fräulein Margarethe Münch (nach dem Vortrag eines Feftprologs) eine Schleife an die Fahne. Sänger E f p i ch aus Lollar überbrachte in kurzer Ansprache die Grüße der Kreiswaltung des Deutschen Sängerbundes. Die Feier war von gesanglichen Darbietungen des festgebenden Vereins wie auch der Gastvereine umrahmt. Besonderen Eindruck machte der unter der Leitung des Dirigenten Häuser (Watzenborn-Steinberg) vorgetragene Begrüßungschor „Alles für Deutschland!". Musik und Tanz hielten bis in die Nacht hinein die Sänger in froher Gemeinschaft beisammen. Der zweite Feiertag wurde durch einen Umzug aller ortsansässigen Vereine eingeleitet, an den sich dann ein Volksfest anschloß, das noch manche unterhaltsame Stunde brachte. mal für die Tagung geprobt. Unterwegs in Großen- Lmden, Butzbach, Bad-Nauheim, Friedberg, Okarben, und Vilbel stiegen noch Jugendgruppenführerinnen hinzu, und in Frankfurt waren 27 Mädels beisammen. Dort trafen sich schon die Teilnehmerinnen aus den verschiedensten Kreisen, und so war der kleine Taunuszug nach Königstein voll besetzt mit frischen, frohen Mädels, die voller Lust und Begeisterung singend auf Fahrt gingen. In weißer Dienstbluse und blauem Rock, mit vollgepacktem freut)1^' 6°ten mäbeIs ein Bild echter Jugend - In Königstein angelangt, wurde das Lager bezogen. Die Aelteste jeder Stube war für ihre Belegschaft verantwortlich, ihren Anordnungen hatten sich die die anderen zu fügen. Dadurch konnte ein ordnungsgemäßer Verlauf der Tagung ein- gehalten werden. 21m Samstagnachmittag eröffnete die Gaufrauenschaftsleiterin, Frau W e st e r n a ch e r, die Tagung, begrüßte die Jugendgruppenführerinnen mit herzlichen Worten und erinnerte sie an die - Pflichten und die Verantwortung, die sie mit ihrem Amt übernommen. Arn Abend, fand in Bad Soden eine schöne Feierstunde statt, bei der Gauleiter Sprenger und Frl. S u ß l i ck, die Gaujugend- gruppenführerin, sprachen. Auf der schönen Parkwiese am Kurhaus wurden Vorführungen, schöne Volkstänze und gymnastische Uebungen gezeigt. Die anderen Teilnehmerinnen standen mit Fackeln rund um die Wiese, wodurch eine festliche, magische Stimmung geschaffen wurde. Am anderen Morgen wurde um 6 Uhr durch Gesang geweckt. Nach dem Frühsport und dem Hissen der Fahne begann die Arbeitstagung mit einem Vortrag über die weltanschaulichen Fragen des Nationalsozialismus. Anschließend sprach die Gausugendgruppenführerin über die Aufgaben der Fuhrerinnen. Am Nachmittag sprach Frl. Suß- lick über die Erwerbung des Leistungsbuches. Nachdem die Fahne eingeholt war, hieß es Abschied nehmen. Das gleiche schone Erleben hatte alle schnell miteinander bekannt gemacht, und alle schieden mit dem Eindruck, daß diese Tagung, die in echter Kameradschaft verlies, allen Teilnehmerinnen etwas mit auf den Weg gegeben hatte, nämlich: neuen Mut und neue Begeisterung, zu Haus an die Arbeit zu gehen und das Amt durchzuführen mit einsatzbereiter Hingabe. F K * Großen-Buseck, 8. Juni. Am Pfingst- dienstag unternahm die hiesige Frauen-Orts- gruppe des Roten Kreuzes mit vier Autobussen (148 Personen) bei herrlichem Wetter ihren Jahresausflug. Die Fahrt ging zunächst nach dem Flughafen Frankfurt a. M., wo der „Zeppelin" besichtigt wurde. Gegen Mittag kam man in Heidelberg an, wo die Hauptsehenswürdigkeiten das Staunen der Frauen erregten. Nach dem Mittagessen fuhren die Wagen ins schöne Neckartal bis Hirschhorn, von da durch den landschaftlich schönsten Teil des Odenwaldes bis Lindenfels, lieber die Nibelungenstraße gelangte man nach Bensheim, von da die Bergstraße entlang nach Darmstadt. Am Grabe der großherzoglichen Familie auf der Rosenhöhe legte die Vorsitzende, Freiin v. Rabenau, einen Kranz nieder. Zu später Stunde wurde die Heimfahrt angetreten, nachdem man sich im Jagd- chloß Kranichstein noch etwas gestärkt hatte. Wohlbehalten gelangten die Frauen nach einer weiten, aber unvergeßlichen Fahrt in der Heimat wieder an. 6 Göbelnrod, 9. Juni. Am 10. Juni kann der Landwirt Hermann Velten seinen 8 0. Geburtstag feiern. Herr Velten ist weit über die Irenzen seiner Heimat bekannt als früherer er- olareicher Züchter des Vogelsberger Rindes. Der Gesundheitszustand des alten Herrn ist befriedigend. A Hungen, 8. Juni. Eine in Oberheffen weitbekannte Persönlichkeit, der frühere Redakteur und Verleger der „Landpost", August Konrad zu Hungen, wurde gestern zu Grade getragen. Ge-' boren war er 1870 in Rainrod (Kreis Schotten) er erlernte in Schotten in der Druckerei Engel das Buchdruckerhandwerk. Später machte er sich als Photograph selbständig, verzog nach Hungen und gründete dort die heute noch bestehende „Landpost". Mit der Stadt Schotten und ihrer Bevölkerung unterhielt Konrad noch bis zuletzt die besten Beziehungen. Die Stadt Schotten ließ durch ihren Bürgermeister am Grab einen Kranz in Dankbarkeit mederleaew °k«t als Ibrei Mit Nie- 'inen M, jnobt, latus» fc er. k°lf I den We. Mh. W- pöt, I seit Hen pberq piöar Idurch hra9 pefon. Un. • Fa. i nur närts, ■bolle os in man zwar die keimtötende Wirkung der Kamille, aber nicht den Stoff in der Kamille, der diese Wirkung hervorruft. Wenn es gelingt, diesen Stoff zu finden, ist die Möglichkeit gegeben, ihn synthetisch aufzubauen. Aus dem gleichen Grunde werden auch ausländische Pflanzen untersucht. Ein weiteres, vielleicht noch ergiebigeres Betätigungsfeld bietet die Untersuchung von Fetten und Deien, deren Einfuhr zu den wichttgsten Problemen des Vierjahresplans gehört. So hat das Frankfurter Jnstttut bedeutende Untersuchungen an Sterinen gemacht. Sterine sind Naturstoffe, von denen sich wichtige Verbindungen, wie Herzgifte, Gallensäure, Sexualhormone und Vitamine der O-Reihe, ableiten. Die Frankfurter Forscher haben bei den Sterinen, die aus Fetten und Dolen gewonnen werden, eine neue Klasse entdeckt, ' die Stickstoff enthält. Ein solches Sterin mit Stickstoff konnte in der Kartoffel gefunden werden. Bei der weiteren Untersuchung wurde festgestellt, daß dieses Sterin mit Stickstoffgehalt b?i Pflanzen wachstumsfördernd wirkt. Damit ist ein neues pflanzliches Wachstumshormon entdeckt. Schon im Laboratorium können im Rahmen des - Vierjahresplanes weitgehende Ersparungen erzielt werden. Hier wird vor allem versucht, die Unter- suchungsmethoden bei solchen Stoffen, die dem Viersahresplan unterliegen, zu ändern. Durch die relativ großen, bis jetzt zu den Versuchen benötigten Mengen entsteht ein ziemlich großer volkswirtschaftlicher Verlust. Es ist daher die Aufgabe gestellt, Mikro- bzw. Halbmikromethoden aufzufinden oder gar Bestimmungen ohne Substanzoerlust auszuarbeiten. Auf diese Weise können bereits im Labo- Das neue und vorbildliche pharmazeutische Institut in Frankfurt nimmt im Rahmen der pharmazeutischen Forschung, besonders im Hinblick auf den V i e r j a h r e s p l a n eine besondere Stellung ein, weil es bereits seit langer Zeit diese Forschungen in ganz hervorragendem Maße betrieben hat. Die Einfuhr ausländischer Drogen, die einen nicht unbeträchtlichen Anteil unserer Devisen beansprucht, muß eingeschränkt werden. Es ist daher die Aufgabe der Pharmakognosie, einheimische Pflanzen zu suchen, die geeignet sind, den Arzneimittel- s ch a tz zu bereichern. Außerdem sind ausländische Pflanzen bzw. deren Jnhaltsstofte zu untersuchen und nach Möglichkeit durch einheimische zu ersetzen. Der Anbau dieser neuen ober bereits bekannten Heilpflanzen, deren Bedarf bei uns noch nicht gedeckt werden konnte, muß propagiert und unterstützt werden. Vorhandene Extraktionsverfahren sind hinsichtlich der Ausbeute zu verbessern oder durch neue ergiebigere Gewinnungsmethoden zu ersetzen. Die pharmazeutische Chemie untersucht diese Wirkstoffe in ihrer chemischen Struktur und soll nach Möglichkeit durch die Synthese die Herstellung in der Fabrik ermöglichen. Das Pharmazeutische Institut in Frankfurt hat diese Forschungen in besonderem Maße betrieben. So gelang es, das bekannte Herzmittel Strophantin, das aus dem ausländischen Strophcmtussamen gewonnen wirb, aus deutschen Pflanzen, wie z. B. Maiglöckchen und Feuerröschen (Adonis), zu gewinnen. Ferner wurde die auch in der Nähe Frankfurts vorkommende Einbeere auf Strophantinähnliche Wirkungen untersucht. Diese Untersuchungen hatten bereits Erfolg. Auch die Volksheilmittel, die zum Teil schon lange verwendet werden, wie Arnika ober Kamille, wurden vom Frankfurter Jnstttut aufgegriffen und hinsichttich ihrer Wirkstoffe untersucht. So kannte Wochen 50 bis 55 Mark. Nur ein sehr geringer Ueberstand verblieb. Bei schönstem Wetter ent- wrckelte sich mittags und abends auf dem Markt regstes Leben. Landkreis Gießen. T Großen-Linden, 8. Juni. Arn zweiten Pflngstferertag begingen die vor 50 Jahren hier Konfirmierten ihre goldene Konfirmation. Die Manner und Frauen nahmen in der Kirche in den vorderen Bänken' vor dem mit Blumen geschmückten Altar Platz. Das Innere der Kirche war mit Birkenbäumchen geschmückt. Im Jahre 1888 waren 22 Konfirmanden eingesegnet worden. Davon sind neun verstorben, fünf konnten sich wegen Krankheit an der Feier nicht beteiligen. Der Drtsgeistliche legte seiner Predigt den Text ihres Konfirmationstages zugrunde, gedachte ihrer Alterskameraden, die nicht mehr unter ihnen weilen, deren Gräber nach dem Gottesdienst in f Ilern Gedenken besucht wurden. Am Nachm ttag n sich die Jubilare zu einer Nachfeier zusammen. . 3 war dies ote erste goldene Konfirmationsfeiei in Großen- Linden. Steigerung in der Buttererzeugung. Fwd. Vorübergehend hatte die Entwicklung der Milch, und Buttererzeugung nicht ganz zufri'eden- stellen können, da die verzögerte Entwicklung der Grünflächen eine entsprechend langsamere Steigerung zur Folge hatte. Dieser Rückstand konnte, wie »er Reichsnährstand berichtet, nach den Nieder- chlägen der letzten Zeit nunmehr aufgeholt werden. In allen maßgebenden Teilen des Reiches stand bedeutend mehr Milch zur Verfügung, und da anderseits Trinkmilch bei kühlem Wetter nur wenig verbraucht wird, konnten die Molkereien ihre But- tererzeugung wesentlich verstärken. Im Vergleich zur Vorwoche ist eine Steigerung um fast 11 Ö00 Doppelzentner eingetreten. Eine weitere Zunahme, wenn auch selbstverständttch in engeren Grenzen, i auch in der kommenden Woche nicht unwahrscheinlich. Die „Bedarfsdeckung blieb in gewohnter Weise ichergestellt. Neben der regelmäßigen und hinreichenden Belieferung der Märkte können erfreulicherweise zur Zeit aus der Jnlanderzeugung 2Ibgaben an die Kühlhäuser erfolgen. Gießener Schlachtviehmarkt. Zum gestrigen Gießener Schlachtviehmarkt (Schlachtviehverteilungsmarkt) in der Viehversteige- rungshalle Rhein-Main« in Gießen wurden 3Dchsen, 4 Bullen, 26 Kühe, 19 Färsen, 134 Kälber, 187 Schweine und 1 Schaf aufgetrieben. An Preisen wurden erzielt: Dchsen 39 bis 42 Pfennig, Bullen 38 bis 42, Kühe 19 bis 42, Färsen 39 bis 43, Kälber 33,50 bis 60, Schafe 40 Pf. je Pfund Lebendgewicht. Für Schweine wurden je kg Lebendgewicht folgende Preise bezahlt: Klasse a (150 kg und mehr) 1,12 Mk.^ Klasse bl (135 bis 149,5 kg) 1,10, Klasse b2 (130 bis 134,5 kg) 1,08, Klasse c (100 bis 119,5 kg) 1,04, Klasse d bis f (unter 100 kg) 0,98, Klasse gl und i (fette Speck- auen und Altschneider) 1,06, Klasse g2 und h (andere Sauen und (Eber) 1,02 Mk. Der Gesangverein „Sängerlust" in Daubringen wurde im Jahre 1873 gegründet und stand bis zum Jahre 1913 unter der Leitung von Dirigent V o r m e n b. Bei seinem Abgang loste sich der Verein auf, und es entstanden die Gesangvereine „Sängerlust" und „Gesangverein Daubringen". Bis zum Kriegsausbruch und auch noch einige Zeit nach dem Weltkrieg führte Dirigent Groß den Stab. Er wurde durch Chorleiter Nicolai abgelöst, unter dessen Leitung der Chor des Vereins eine beachtliche Leistung erreichen konnte. Seit einem Jahre liegt die Leitung des Chores in Händen des Watzenborn-Steinberger Dirigenten Rod. Häuser. Unfälle auf dem Lande. Der 32jährige Arbeiter Heinrich Döring aus Lindenstruth wurde auf dem Wege zu feiner Arbeitsstätte von einem Auto angefahren und er- litt Verletzungen an beiden Unterschenkeln. — Der ejwa 50 Jahre alte Landwirt Heinrich Railer aus Grüningen stürzte über eine Gleisanlage und zog sich einen Bruch des rechten Armes zu. — Die Witwe Kätherina Dedus aus Alten-Buseck erlitt bei einem unglücklichen Sturz einen Bruch der linken Schulter. — Mit einem komplizierten Unterschenkelbruch mußte der Landwirt Wilhelm Knoß aus Lardenbach in ärztliche Behandlung gebracht werden. — Der Landwirt Heinrich Werner II. von Ddenhausen wurde von einem Fohlen umgerissen und erlitt beim Stürz rinen rechtsseitigen Unterschenkelbruch. Sämtliche Verunglückten mußten in die Chirurgische Klinik gebracht werden. Markt in Schotten. k. Schotten, 8. Ium. Der Schottener Pfiug st markt wurde an den Pfingsttagen in gewohnter Weise abgehalten und zeigte wieder seine alte Anziehungskraft. Auf dem Marktplatz waren Zelte, Buden, Juxplätze, viele Verkaufsstände auf- geschlagen. Auf dem Schwelnemarkt wäre« 650 Schweine und über 20 Stück Vieh aufgetrieben. I Seiber mußte bie Prämiierung wegen ber Maul- unb Klauenseuchengefahr ausfallen, in Verbindung damit auch die Lotterie, bie sonst jedes Jahr stattfand. Der Zustrom an Marktbesuchern war sehr stark. Der Handel auf dem Diehmarkt war flott. Es wurden gezahlt für Schweine bis 6 Wochen 28 bis 30 Mark, 7 bis 8 Wochen 32 bis 36 Mark, 9 bis 10 Wochen 39 bi§ 45 Mark, für 11 bü> 13 5 Uhr: Fruhmusik. 5.45: Ruf ins Land. 6: Mor- genlied, Morgenspruch, Gymnastik. 6.30: Frühkon. zert. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Aus Bad Bertrich: Baderkonzert. 9.40: Mutter turnt und spielt nut dem Kind. 10: Von Breslau: Schul unk 10 30-. Segelflugmodelle fliegen in ber Rhön 12: Von Saarbrücken: Mittagskonzert. 13: Nachrichten. 13.15: Von Saarbrücken: Mittagskonzert. 14: Nachrichten. -10- Komponisten ber Gegenwart unterhalten uns. 15: Kleines Konzert. 15.45: Motoren auf bem Nürburgring. 16: Von Freiburg: Nachmittagskonzert. 18: Zeitgeschehen. 18.30: Der fröhliche Lautsprecher. 19: Nachrichten. 19.10: Musik zur Unterhaltung 20: „Sohne, Winb unb Weite". Von frohen KbF.-Fahr- ten. 20.30: Jugoslawisches Konzert. 21.45: Ein Beuch im Frankfurter Wörterbuch. Dlroel, Schlächt- — ------»-!—tll schwatzer, Spitzklicker. 22: Nachrichten. 22.15: Vom u ®eni£ ließ aber bei vielen Papieren I Traimng auf bem Nürburgring. 22.30: Unterhattunä eher Kaufneigung fettens der Bankenkundschaft ex-1 und Tanz. 24 bis 3: Nachtmusik. 9 $ SJi.-fpoit Vor dem Weltmeisterschastskampf Schmeling-Louis. 14 Tage vor dem Weltmeisterschaftskampf Schme- ling — Louis ist der deutsche Meister aller Klassen eisern im Training. Das stille Dorf Speculator in den Adirsndacks ist inzwischen ganz von Neuyorker Leben erfüllt. Hier verschafft sich die Riesenzahl der Neuyorker Pressevertreter Material für den Werbefeldzug, der am 22. Juni die Ränge des Pankee- Sbadions bis auf den letzten Platz füllen soll und auch füllen wird. Die Begegnung Schmeling — Louis übt heute eine Anziehungskraft aus, wie es vor Jahren der Fall war bei den großen Kämpfen eines Dempfey und Tunney. Zwei Wochen vor dem Kampfabend find bereits 440 000 Dollar im Vorverkauf eingenommen worden. An einem der letzten Trainingstage ging Schmeling mit seinen drei Sparringspartnern über je zwei Runden und strafte dabei die Behauptungen von einer neuen, auf die Linke gestellten Taktik Lügen, lieber Schmelings Form gibt es keine Zweifel; sie ist so, daß er keinen Gegner zu fürchten braucht. Gruppen-, Volks- und IubiläumS- schießen des GchützenvereinS Gießen. Wie in den Vorjahren, so veranstaltet auch in diesem Jahre der Schützenverein Gießen in Verbindung mit einem Jubiläumsschießen aus Anlaß seines 60jährigen Bestehens ein Gruppen- und Volksschießen. Die Bedingungen für das Gruppen- und Volksschießen sind die gleichen wie in den Vorjahren.- Das Gruppenschießen ist offen für Wehrmacht, Polizei, jf, SA., NSKK. und sämtliche am Wehrsport interessierten Verbände und Vereine. Das Volksschießen ist offen für alle Volksgenossen. Geschossen wird auf 50 Meter freihändig stehend in Serien von 3 Schuß auf 12er-Ringscheibe. Das Jubiläumsschießen ist offen für alle deutschen Schützen. Im Interesse der Wehrhaftigkeit unseres Volkes ist zu wünschen, daß die Veranstaltungen gut besucht werden. Neumann und Preis bei Gütersloh erfolgreich. Am 2. Pfingstfeiertag starteten die beiden Fahrer Willy Neumann und Heinrich Preis von der Gießener Radfahrer-Vereinigung bei einem reichsoffenen Straßenrennen in Gütersloh. Insgesamt 55 Amateure der besten deutschen Klasse waren am Start des Renbens, das auf einer durchweg flachen Strecke durchgeführt- wurde. Dadurch wurde das Rennen sehr schnell, was schon aus der Fahrzeit von 4:51 Stunden für 185 Kilometer hervorgeht. Wie zu erwarten war, gab es eine Massenankunft von 25 Fahrern am Ziel. Willy Neumann konnte dabei den fünften Platz belegen, während Heinrich Preis auf den 14. Platz kam. Außerdem wurden noch zwei Rundenprämien ausgefahren, von denen Neumam/eine erringen konnte. Auch diese Erfolge der beiden Gießener zeigen deutlich, in.welch guter Verfassung sich die beiden Fahrer augenblicklich befinden. * Aus der rNeldelisle zum Gießener Bahnrennen. Für das am nächsten Sonntag auf dem Waldsportplatz stattfindende Bahnrennen wurden von dem Veranstalter, der Gießener Radfahrer-Vereinigung, folgende 24 Fahrer bzw. 12 Mannschaften verpflichtet: Hofman (Holland) - Klein (Dülken), Kartenberg (Köln) - Schwiers (Dülken), Harre - Schneider (Dortmund), Richter - Basfermann (Hanau), Gasfenmeyer (Offenbach) - Bär (Frankfurt), Linnemann - Lortz - Eichhorst (Frankfurt), Prinz - Frey (Köln), Straßfeld -'Lewe (Köln), Buch- Heister - Ferschke (Kassel), Weiler (Köln)-Preis (Gießen), Kneller (Bonn) - Neumann (Gießen). Weitere Fußball- und Sandball-Treffen. Düffeldorfs Zugendmeister auch in Großen-Linden geschlagen. Großen-Linden 1. 3gb. — FL. Dusseldorf-U. 1. Igd. 1:0 (0:0). Groß war die Spannung unter den vielen Zuschauern, als die beiden Meistermannschaften den Platz betraten. Sofort nach dem Anpfiff entwickelte sich ein schnelles Spiel, das die Gäste vorerst leicht im Vorteil sah. Nachdem sich aber die Platzelf gefunden hatte, bekam der famose Schlußmann öer, Düsseldorfer sehr zu tun. In der 25. Minute schien der erste Treffer zu fallen, eine Kombination zwischen Junker und Fischer kam zu dem völlig freistehenden Linksaußen Weller: doch dieser schoß in der Aufregung den Ball aus sechs Meter Entfernung über den Kasten. In der Folge ritt der Sturm der Gäste gefährliche Attacken und nur der großen Abwehrkunst des rechten Verteidigers, A. Größer, der der weitaus beste Spieler auf dem Felde war, ist es zu verdanken, daß die Rheinländer nicht zum Ziel kamen. Nach der Pause ging es trotz der großen Hitze in gleichem Tempo weiter, denn beide Sturmreihen waren bemüht, den Führungstreffer h^rauszuholen. Als 15 Minuten vor Schluß der linke Verteidiger Zeller verletzt in den Sturm gehen mußte, schienen die Aussichten des Bannmeifters auf den Nullpunkt gesunken. Trotzdem blieb es ihm Vorbehalten, sechs Minuten vor dem Ende nach einer glänzenden Vorlage von Junker durch einen Bombenschuß das vielbejubelte Siegestor zu schießen. Die Großen-Lindener Jugend hat einen großen Sieg errungen gegen einen Gegner, der mit zu den Besten von Westdeutschland Zählt. Vorher spielten die 2. Jugend-Mannschaften beider Vereine. Die Einheimischen, die durch die früheren 1. Jugendspleler Velten und Nürnberger verstärkt waren, rafften sich zu einer großen Leistung auf und schlugen ihren Gegner verdient mit 4:2 Toren. Zugendfußball im VfB.-Reichsbahn. 1. Jugend — Rb. Rol-Deiß Frankfurt 2:4 (1:2). Die 1. Jugend hatte sich ihren Namensvetter aus Frankfurt zu einem Freundschaftsspiel auf den Waldsportplatz verpflichtet. Die Gäste stellten sich in bester Form vor. Besonders die Hintermannschaft war schwer zu überwinden. Die Grünweißen dagegen zeigten nicht das gewohnte Spiel. Die Gäste sicherten sich eine Führung bis Halbzeit, nach dem Wechsel jedoch gingen die Gießener zum Angriff über. Die Frankfurter mußten stark verteidigen, waren jedoch glücklicher und konnten kurz vor Schluß den Sieg sicherstellen. 3. Jugend — Großen-Linden 2. Jugend 3:1. Die 3. Jugend weilte in Großen-Linden, um ihre Rückspielverpflichtung gegen die dortige 2. Jugend einzulösen. Wie im Vorspiel, konnten auch diesmal die Gießener den Platz als Sieger verlassen. 1. Jugend — FL. Bad Vilbel 1. Jugend 1:1 (0:1). Die 1. Jugend trat wie die 1. Mannschaft in Bad Vilbel an. Die dortige 1. Jugend war sehr spielstark. Diesmal lieferten die Gießener eine weitaus bessere Leistung wie am Vortag und hätten einen knappen Sieg verdient gehabt. Nach einer Führung der Platzbesitzer von 1:0 glichen die Gießener aus und gestalteten das Spiel überlegen. Sportverein 1920 Heuchelheim. Wiesbaden-Frauenstein I — SD. 1920 Heuchelheim I 2:5. Arn ersten Feiertag weilten die Heuchelheimer als Gast bei der Spielvereinigung Wiesbaden- Frauenstein und konnten nach überlegenem Spiel mit 5:2 siegen. SD. Heuchelheim I — Frankfurt a. IN.-Schwanheim I 1:6 (1:3). Arn zweiten Pfingstfeiertag bot die mit Ersatz spielende Elf der Heuchelheimer eine mäßige Partie gegen die spielstarken, gut durchtrainierten Gäste von der Frankfurter Bezirksklaffe. Nicht nur, daß das technische Können nicht ausreichte, es fehlte vor allem bei den meisten Spielern der Einheimischen der kämpferische Einsatz, der allein den Ausschlag für den Ausgang des Spieles hätte geben können. Io. Klein-Linden — 1.3ug. DfD. Friedberg 1:6 (1:3). Die Friedberger Gäste stellten eine gute spielerfahrene Mannschaft ins Feld, die den Klein- Lindenern alles abverlangte. Friedberg spielte von Anfang an stark überlegen und kam bald zum Führungstor. Ein Elfmeterstoß zur Mitte der ersten Halbzeit erbrachte den Platzbesitzern das einzige Tor. In der zweiten Halbzeit fielen die -Gastgeber weiter zurück, und die Ermüdung der meist noch sehr jugendlichen Klein-Lindener machte sich bemerkbar. Trotzdem spielten sie unverdrossen weiter, wenn auch ohne Aussicht auf Erfolg. Der tapferen Verteidigung und dem in hervorragender Form befindlichen Torwächter war es zu verdanken, daß die Niederlage nicht noch höher ausfiel. Heuchelheimer Leichtathleten in Gemünden (Wohra). Die Pfingstfeiertage sahen eine kleine Schar von Leichtathleten des Turnvereins Heuchelheim bei dem 50. Stiftungsfest, verbunden mit leichtathle, tischen Wettkämpfen, des Turnvereins Gemünden • (Wohra). Mit 15 ersten und 5 zweiten Siegen verließen die Heuchelheimer als beste Mannschaft in der Klasse für Landvereine den Platz. In vielen Konkurrenzen waren sie sogar den Stadtvereinen überlegen. Erich Rinn gewann den Dreikampf, die 100 Meter, das Kugelstoßen und den Weitsprung vor ™ seinem Bruder Walter. Im Hochsprung übersprangen beide 1,53 Meter, doch hatte Walter weniger Versuche und wurde dadurch Erster. Ebenso siegte er noch im Speerwurf vor Erwin Neidel. In der Klasse Jugend B war Artur Sack allen Mitbewerbern klar überlegen. Die 1500 und 3000 Meter gewannen Erwin und Franz Neidel mit klarem Vorsprung, mußten sich aber über 800 Meter geschlagen bekennen. Die Ergebnisse: Senioren: 1500 Meter: 1. Arbeitsmann Erwin Neidel, RAD. 4/272 Freiburg, 4,41 Min.; 3000 Meter: 1. Schütze Franz Neidel, 2./JR. 116, 9,38 Minuten. \ Jugend A: Dreikampf: 1. Erich Rinn, 2763,5 Punkte; 2. Walter Rinn, 2425 Punkte; W. Hofmann 1816,5 Punkte. — 100 Meter: 1. Erich Rinn, 12,6 Sek.; 2. Walter Rinn, 13 Sek. Im Dorlauf lief Erich Rinn 12,1 Sekunden. — Hochsprung: 1. Walter Rinn, 1,53 Meter; 2. Erich Rinn, 1,53 Meter. — Weitsprung: 1. Erich Rinn, 6,36 Meter. — Kugelstoßen: 1. Erich Rinn, 12,95 Meter; 2. Walter Rinn 12,65 Meter. — Speerwerfen: 1. Walter Rinn; 2. Erwin Neidel. Jugend B : Dreikampf: 1. Artur Sack. 2143 Punkte. — Hochsprung: 1. Artur Sack, 1,45 Meter. — Kugelstoßen: 1. Artur Sack, 10,09 Metern Frauen: 100 Meter: 1. Anna Sack, 16 ©ef< — Hochsprung: 1. Anna Sack, 1,20 Meter. Mädchen: 100 Meter: 1. Gerda Volkmann, 15,2 Sek. — Hochsprung: 1. Gerda Volkmann, 1,25 Meter. — Weitsprung: 3. Gerda Volkmann, 4,15 Meter. Ergebnisse der DfB./Reichsbahn- Zugend in Gemünden. 1000-Meter-Lauf: 1. Kurt Gemmen VfB.-R., 2:57,9 Min.; 2. Arnold, Corbach, 3:06,4 Min.; 3. Goldan, Gemünden, 3,12 Minuten. —• 100 Meter: 1. G. Marquardt, VfB.-R., 12,8 Sek.; 2. Arnold, Corbach, 13 Sek.; 3. Meyer, To. Frankenberg, 13,1 Sek. — WeitsprungL 1. E. Oehler, VfB.-R., 6,12 Meter; 2. Arnold, Corbach, 5,80 Meter; 3. Rudi Büdenbender, VfB.-R.^ 5,60 Meter. — Hochsprung: 1. Willi Schwarz, 1,64 Meter; 2. Günter Marquardt, 1,64 Meter, beide VfB.-R.; 3. Meyer, Frankenberg, 1,60 Meter. Schwarz und Marquardt rissen 1,70 Meter nur ganz knapp. — Dreikampf: 1. Erich Oehler, VfB.-Reichsbahn. — 4X10 0 - Me t e r-S t a f f e l: 1. VfB.-Reichsbahn Gießen, 51,3 Sek.; 2. Turnverein Heuchelheim, 53,4 Sekunden. VfB.-Reichsbahn in der Aufstellung E. Oehler, G. Marquardt, W. Schwarz und Rudi Büdenbender. 18. WS liier mit MMMiWii: WimlSlMll • --------in — . ■ ■ — 3947D LICHTSPIELHAUS Täglich 4, 6, 8.30 — Sonntags 3, 5.30, 8.30 Meuterei an Bord Heldentum und Verrat Anneliese Aßmns Berlin-Nicolassee Prinz-Friedrich-Leopold-Str. 31 Helmut Giese Stocksund (Schweden) Tagaliden 1 . Unsere Trauung findet am Sonntag, dem I2.3uni 1938, in Berlin statt mit Werner Baxter / Wallace Beery Elizabeth Allan 3943 A in deutscher Sprache Ab heute. Der grobe Sensationsund Abenteurer-Film: 1.2£lt.W£lm. steuerfrei, in sehr gutem Zustande, 2 £tr. 0vel'£im steuerfrei, sehr gepflegt, Brennnü.-juroel gut erhalten, sofort lieferbar preisgünstig zu verkaufen. 3b4id Daimler-Benz A.-G. 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