■Ws »9 Seif). M« nad, ■Ä. W beide ""mal «e, ‘“‘Wn. "°ch $*b >'« miiieii nniie !?ri Srüiel Mni, #t: r °lso zum CJ muh sei, eben, da er ;rofc alledem l noch Rod» 15 erwarten. Weinberg l.e Schleichen |t es ihrer Deren Spie» |Q|t aus der lgen. Trotz, ad sich Uc sogar beit lerdings ein« chlußlicht der feten Spielen rbleib in der gleichgut be. genug seine n Mhte eins te Els ist von jeder einzelne Rament eincrt legen für ein» r treten mit -der Vereins, ju betommen,- )er dabei. So' dem Kampfe sieht die Par» i|d) besser sein rswillen diesen erweiset L Uverte Els ben et Die (Säfte über fie fallen ch man aber Mserve W leichrd. 1.3gb. - Gäste gewin- nun n Westdeutsche j wurden von Anzahlung mit wie am Ber- m ergaben sich 0 121^50 (121), inftaftl 143,7a .161 MM 21,50 (121,65). > Kraft 144,25 ) Am Renten« stille, Mesch- Berlin etwa au ^rbechonds Ip.KO- m UN' n- * k c. SyM' Land- b- 81o; ZB gfetnes 'S. gu baN*1 ®Dl9tÄi«. 910: Dchter &w 1$ Str tönnen n f M 1 16- ^ad) '?7 20: DeM dS°«ÄL r. 107 Erstes Blatt 188. Jahrgang Montag, 0. Mai M8 krfchetnt tfigltd), äuget Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild Die Scholle Monals-Sezugspretr: Mit 4 Beilagen RM 1.95 Ohne Illustrierte , 1.80 Zustellgebühr . , -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt üernjprechanschlüfie unter Sammelnummer 225) Anschrift für Drahtnach- richten Anzeiger Gietzev postfchecktonto: Krantfurt am Main 11688 Siebener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen t>ruA und Verlag: vrühlsche Univcrfitätsöruderd R. Lange in Gießen. Schriftleilvng und Geschäftsstelle: Schnlftraße 7 Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8'/,Uhr des Vormittags Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen oon 22 mm Breite 7 Rpf., für Text- anzeigen von70mmBreite 50 Rpf..Platzvorschrift nach vorh.Dereinbg.25"/„ mehr. Ermäßigte Grundpreise: Stellen-, Vereins-, gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Rpf., Familienanzeigen, Bader-, Unterrichts- u. behördlicheAnzeigen6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B JialiensLugen-huldiginocheinmalFührerundOuce Eindrucksvolle Vorführungen im Forum Mussolini, eineFreilichiaufführung aus dem„Lohen- grin" und ein prächtiges Feuerwerk bilden den festlichen Abschluß des Führerbefuches in Vom. Aktes von „L o h e n g r i n" erklang, der riesige Raum der Szene belebte sich mit Hunderten und aber Hunderten oon Menschen in leuchtend bunten Kostümen. Unter der musikalischen Leitung von Maestro Vincence B e l l e z z a Nahm die Ausführung auch künstlerisch einen glänzenden Verlaus, zu dem vor allen auch Italiens berühmteste Solisten, darunter (Sina Cigna als Elsa, beitrugen. An die Ausführung schloß sich noch einmal eine Huldigung aller Teilnehmer für den Führer und den Duce, die, nachdem die Klänge der Nationalhymnen der beiden Staaten verklungen waren, die Tribüne verließen, um sich nach der Villa Madama zu begeben. Feuerreaen über Rom. Das Volk von Rom hatte zum Abschluß des Sonntag ein Feuerwerk zu sehen, das effektvoll den für die Schaulustigen an Ereignissen reichen Tag Herzlicher Abschied von Rom. Rom, 9. Mai. (DNB. Funkspruch.) Nun hat Adolf Hitler nach unvergleichlich schönen Tagen, in denen ihm von der Bevölkerung der Hauptstadt des stolzen Imperiums immer wieder stürmische Kundgebungen der Freundschaft dargebracht worden waren, Rom verlassen, um nach Florenz, der letzten Etappe seines Staatsbesuches in Italien, zu fahren. Die Bahnstation Termini ist festlich geschmückt. Mit rotem Tuch und langen Fahnen des Dritten Reiches und des faschistischen Italiens sind die Wände verkleidet. Vor dem Eingang zum Königssaal haben sich der Gouverneur von Rom, Fürst Colonna, die Vertreter der faschistischen Partei und der Wehrmacht, die Präsidenten des Seyats und der Kammer, der königlichen Akademie oon Italien und die Spitzen der Behörden, sowie die Vertreter des Diplomatischen Korps zur Verabschiedung Adolf Hitlers versammelt. Als der Führer nach einer letzten Triumphfahrt durch die ewige Stadt an der Seite des Königs und Kaisers die Halle betritt, präsentiert die Ehrenkompanie, die das I. Grenadier- Regiment mit Fahne stellt, das Gewehr. Unter den Klängen der' Nationalhymnen schreitet der Führer ihre Front ab. Dann geht er zurück, um sich von den Vertretern des Staates, der Partei und der Behörden zu verabschieden. Vor seinem Wagen reicht er dann dem Könia und Kaiser die Hand. Dann verabschiedet sich der Führer von Mussolini mit herzlicben Worten. Nur wenige Minuten noch, dann fetzt sich der Feierliche Nekräsiigunq des deutsch-italienischen Einvernehmens. Oie Führer beider Nationen wechseln bedeutsameTrinksprüche auf dem Festbankett abschloß. Ein bunter Sternenreaen er- goß sich unter Donnern und Knattern über oer alten Stadt und spiegelte sich im still dahinfließenden Tiber. Auf den Plätzen und Straßen standen die Römer und versolaten das fesselnde Schauspiel, das es bald taghell werden ließ und bald eine Feuersbrunst über der Ewigen Stadt vortäuschte und dann wieder ein oon bunter Magie erfülltes Märchen aus Tausendundeiner Nacht an den Himmel gaukelte. Der Führer war einer Einladuna des Duce zum Abendessen in die Villa M a o a m a gefolgt, die auf halber Höhe des Monte Mario über dem Tiber und dem Forum Mussolini liegt und einen wundervollen Blick über die Stadt Rom bietet. Von der Terrasse der Villa Madama wohnten der Führer und der Duce mit zahlreichen hohen italienischen und deutschen Persönlichkeiten dem Feuerwerk bei, das von hier aus besonders gut zu sehen war. Gruppen faschistischer Jugend erfreuten den Führer durch Gesang italienischer Volkslieder. Sonderzug in Bewegung. Es ist 9.33 Uhr. Adolf Hitler steht am Fenster und dankt noch einmal für den brausenden Beifall, den ihm die Zurückbleibenden nachsenden. Die Fahrt geht in weitem Sogen um die Hauptstadt des italienischen Imperiums, die den Führer so unvergleichlich gefeiert hat. Fünf Minuten später verläßt der Sonderzug des Duce, der in Monte Rotondo den Zug des Führers überholen wird, damit Mussolini Adolf Hitler in Florenz begrüßen kann, die Halle. Um 9.50 Uhr verlassen auch die beiden Züge der deutschen und der italienischen Minister und der Begleitung des Führers und des Duce den Bahnhof. * Das Eintreffen des Führers in Florenz ist auf 14 Uhr angesetzt. Hier werden dem Führer d i e alten Parteimitglieder des Faschismus ihren Gruß barbringen, die seinerzeit am Marsch auf Rom teilgenommen haben. Zum ersten Mal während seines ganzen italienischen Besuches wird der Führer bei dieser Gelegenheit Leute in verwaschenen Uniformen und mit verschlissenen und zerfetzten Fahnen sehen — die gleichen Uniformen und Fahnen, die seinerzeit den Marsch auf Rom mitgemacht haben und seitdem als ehrenvolle Andenken behütet und verwahrt worden sind. Die Piazza Santa Croco, wo sich das Ehrenmal der faschistischen Gefallenen befindet und wo der Führer einen Kranz niederlegen wird, ist reich geschmückt. Antiken Vorbildern nachgebildete Dreifüße, in denen offene Feuer brennen werden, werden den Platz erleuchten. 3m Forum Mussolini. Rom, 9. Mat. (DNB.) Am Sonntagabend traf ier Führer in Begleitung des Duce zu einer Kundgebung der Iugendverbände der faschi- fischen Partei im Forum Mussolini ein. Die Zentralstätte der körperlichen Erziehung der italieni- hen Jugend lag in blendendem Glanz einzigartiger Lichtanlagen. Aus der Piazzala del Impero erhebt d) der 36 Meter hohe, aus einem einzigen Mar- norblod errichtete Obelisk Mussolinis, 92 große Statuen stellen die verschiedenen Arten des Sports . ud der Leibesübungen dar. Drei Meter hohe Lichtaulen, in Gruppen von sechs und sechs angeord- iet, erleuchten den Platz. 24 gewaltige Steinsäulen, ie mit goldenen Adlern gekrönt waren und zwi- chen denen auf hohen Masten Hakenkreuzbanner vehten, umsäumten das weite Rund der Sport- crena. Auf der Breitseite des Stadions vor den grüßen Laufhängen des Monte Mario war auf bunten Zlumenterraffen eine Freilichtbühne von 120 Meter Länge errichtet worden, die in genauer Nachbildung ien Hof und den Turm des Schlosses von Antwerpen zeigte. Zu diesem wundervollen Bild kam rod) der Zauber einer klaren römischen Frühsom- nernacht. Als der Führer und der Duce die Ehrentribüne les Stadions betraten, warfen mächtige Scheinwerfer von 24 Säulen herab strahlendes Licht auf las weite Feld, wo die zu den Vorführungen an- etretenen Gruppen aus dem nächtlichen Dunkel eraus auftauchten. Die in Kreisen an beiden Schmalseiten aufgestellten Avantgardisten keßen Lichter aufleuchten, und ein herrlicher Reigen leuchtete nun von hier aus durch die Nacht. Die Rusik setzte aus, im gleichen Augenblick erloschen He weißen Lichter, und nun leuchtete es in der Mitte Grün, Rot und Weiß auf: Die großen Blocks ! alten sich umgruppiert und bildeten nun drei mächtige Hakenkreuze und die Worte „Heil Hitler!". Dann wieder Dunkelheit über dem Platz, wieder ier weiße Lichterreigen an den Seiten und wieder b-ds plötzliche Aufleuchten der roten, grünen und weißen Lichter in der Mitte — diesmal als zwei Mächtige Liktorenbündel und die Worte „E v i v a , II Duce". In bunter Folge zeigte dann die Jugend der Lörpersportschulen Italiens ihr hohes Können: 1200 Moschetiere der Avantgardisten führten Fecht- i£b u n g e n mit dem Dolch vor, die Jungfaschisten Zeigten' Boxkämpfe und Kämpfe mit dem Florett, die Schülerinnen der faschistischen IZrauenakademie von Orvieto tanzten einen anmut- [*oUen gymnastischen Reigen. Was etferne Disziplin aus der italienischen Jugend gemacht hat, i>ewiesen dann 7 2 0 Kadetten der Seeschaden in einem Gruppenexerzieren, dessen Strammheit und Exaktheit zu immer stärker werdenden Kundgebungen der Begeisterung führten, die ihren Höhepunkt fanden, als durch einfache Marschwen- i>ungen zuerst drei, dann zwölf Hakenkreuze und chließlich ein riesiges „M“, her Anfangsbuch- tabe des Namens des Duce, gebildet wurden. Nach- >em diese Marinezöglinge in einem gewaltigen Block in 60er-Reihen auf dem Felde aufmarschiert waren, zogen sie zum Schluß mit dem Passo Ro- nano vor dem Führer und dem Duce vorüber, um ichließlich zu einer Ehrenbezeugung noch einmal in breiter Front vor der Mitteltribüne Aufstellung zu nehmen. Wieder änderte sich das Bild. Der Platz lag einige Augenblicke lang in Dunkelheit gehüllt. Aus chr leuchtete dann, von den Avantgardisten mit roten, weißen und grünen Lichtern dargestellt, plötzlich das Bild der italienischen Trikolore auf. Dann wieder strahlte der weite Hügel des Monte Mario im einem fahlen Licht auf und in feiner Mitte trat hell die gewaltige Bühne hervor, die nun auf einmal ein 'Märchenschloß war. Die Musik des zweiten 3m valozzo Venezia. Rom, 7. Mai. (Europapreß.) Die an Ereignissen so reiche römische Woche schloß am Samstagabend ab mit einem Festbankett im Palazzo D e- n e z i a, das der Duce zu Ehren des Führers gab, und einem anschließenden Empfang. Der Duce hatte für das Bankett einen besonders stimmungsvollen Raum gewählt, den vor einiger Zeit wieder in feinen früheren historischen Zustand versetzten K ö - n i g s - S a a l des Palastes. Ein herrlicher Duft von Rosen lag über dem ganzen Raum, in dem an mehreren Tischen die geladenen Gäste tafelten. Der Duce und der Führer unterhielten sich während des Banketts auf das herzlichste. Man sah im Saale klangvolle Namen des faschistischen Italiens und des neuen Deutschlands. Im Laufe dieses Banketts wurden folgende Trinksprüche zwischen dem Duce und dem Führer gewechselt. Die Ansprache des Duce. „Führer! Es geschieht mit der allerherzlichsten Freude, daß ich Ihnen meinen, der Regierung und des italienischen Volkes Willkommengruß entbiete in dieser Stadt Rom, die Sie heute empfängt in dem doppelten Glorienschein ihrer Ueberüeferung und ihrer Macht. Ihr Besuch in Rom vollendet und besiegelt' das Einvernehmen (intesa) zwischen unseren beiden Ländern. Dieses Einvernehmen, das wir mit festem Willen angestrebt und hartnäckig aufgebaut haben, wurzelt in Ihrer und unserer Revolution: es zieht seine Kraft aus der weltanschaulichen Gemeinschaft, die unsere beiden Völker verbindet; es hat feine historische Aufgabe in den dauernden Interessen unserer beiden Völker. hundert Jahre Geschichte — seit Deutschland • und Italien sich erhoben, um mit Revolution und mit den Waffen ihr Recht auf die nationale Einheit durchzufehen, bekunden die Parallelität dieser Grundstellung und die Solidarität dieser Interessen. Wit dem gleichen Glauben und mit dem gleichen Willen haben Deutschland und Italien gekämpft, um ihre Einheit zu begründen; sie haben gearbeitet, um sie fest und sicher zu ' machen; sie haben sich in der letzten Zeit aus der Verderbnis zerfetzender Ideologien befreit, um jenes neue Volksregime zu schassen, das das Kennzeichen dieses Jahrhunderts ist: Auf diesem, von der Geschichte oorgezeichneten Wege marschieren unsere Völker vereint mit loyalen Absichten und mit jenem überzeugtem Vertrauen, das seine Probe bestanden hat in den Ereignissen dieser Jahre des Friedens und des Einvernehmens unter den beiden Nationen. Das faschistische Italien kennt nur ein einziges ethisches Gesetz in der Freundschaft: jenes, das ich vor dem. deutschen Volk auf dem Maifeld angeführt habe. Die Zusammenarbeit zwischen dem nationalsozialistischen Deutschland und dem faschistischen Italien hat diesem Gesetz gehorcht, sie gehorcht ihm gegenwärtig, und sie wird ihm in der Zukunft gehorchen. Die Voraussetzungen und die Ziele dieser Zusammenarbeit, die durch die Achse Berlin- Korn ihre Weihe empfängt haben wir dauernd und offen bekräftigt. Deutschland und Italien haben hinter sich die Atopien gelassen, denen Europa in seiner Blindheit fein Schicksal anvertraut hatte, um untereinander und mit anderen ein Regime zu suchen das in gleicher Weise für alle wirksamere Sicherheiten für Gerechtigkeit, Sicherheit und Frieden einzurichten in der Lage fei. Dahin aber form trän nur gelangen, wenn die elementaren Rechte eines jeden Volkes auf Leben, Arbeit und Verteidigung loyal anerkannt werden und wenn das politische Gleichgewicht beruht auf der Wirklichkeit der geschichtlichen Kräfte, die es begründen und bestimmen. Dir find davon überzeugt, daß die Volker Europas auf diesem Wege jene Ruhe und jenen Frieden finden werden, die unerläßlich sind, nm die Grundlagen der europäischen Kultur zu bewahren. Führer! Vor meinen Augen steht noch deutlich das wunderbare Bild oon Arbeit, Frieden und Kraft, das mir im vergangenen Herbst Ihr Land geboten hat, Ihr Land, von Ihnen wiederhergestellt aut der Grundlage der Tugenden, der Disziplin, des Mutes und der Hartnäckigkeit, die die Größe der Völker ausmachen. Ich habe nicht vergessen, nach werde ich vergessen den Empfang, der' mir durch Sie, durch die Behörden und durch das Volk zuteil wurde. Ihrer machtvollen Wiederaufbauarbeit gelten meine und des faschistischen Italiens heißesten Wünsche. Führer! Ich hebe mein Glas auf Ihre Gesund- heit und ich trinke auf das Gedeihen der deutschen Nation, auf die unveränderliche Freundschaft zwischen unseren beiden Völkern." Nach den Trinksprüchen im Palazzo Venezia erschienen der Führer und der Duce auf dem Balkon und dankten der Menge Von links- der Führer, Rudolf Heß, Himmler, S t a r a c e und der Duce. — (Scherl-Bilderdienst-M.) W SSils -- ME ■ Unser Bild zeigt faschistische Jugend auf den Stufen des Altars des Vaterlandes gegenüber dem Palazzo Venezia nach den Trinksprüchen des Duce und des Führers. (Scherl-Lilderdienst-Hostmann-M.) » ■»’IeSS Wenn das Programm für Marinella ein „Ar« en» Luftwaffe und Heer zeigen kriegsmäßige Hebungen Lin realistisches Schlachlenbild .L. Jubelfa! Auf der Oie Sprache des Friedens. Oie italienische presse zu den Trinksprüchen von 5tom. Rom, 7. Mai. (DNB.) Am Samstagoormittag unternahm der Führer eine mehr als dreistündige Besichtigungsfahrt durch Stätten des antiken Roms. Zunächst besuchte der Führer noch einmal die Auau st us.Ausstellung. Der Direktor der r rr *■ *’ geleitete den Füh« Der Führer : bei den Denkmälern des antiken Roms Der Duce selbst griff zum Schluß dadurch in die Vorführungen ein, daß er dem Führer neue Geschütztypen von hoher Feuergeschwindigkeit und kleinem Kaliber persönlich in der Aktion zeigte. Der Duce erwies sich dabei nicht nur als durchaus vertraut mit dem keineswegs einfachen Mechanismus dieser Geschütze, sondern auch als ein ausgezeichneter Richtkanonier. Nach Abschluß der Hebungen hat der Führer Seiner Majestät König Viktor Emma» nuel III. und beni Regierungschef und Luftfahrt- Minister Mussolini seine Bewunderung für die Leistungsfähigkeit der italienischen Luftwaffe und ihrer Offiziere ausgesprochen. zweier Jahrtausende wollen wir beide, die wir nun unmittelbare Nachbarn geworden sind, jene natürliche Grenze anerkennen, die die ' Vorsehung und die Geschichte unseren beiden Völkern ersichtlich gezogen haben. Sie wird dann Italien und Deutschland durch die klare Trennung der Lebensräume der beiden Kationen nicht nur das Glück einer friedlich gesicher- ten dauernden Zusammenarbeit ermöglichen, sondern auch als Brücke gegenseitiger Hilfe und Unterstützung dienen. Ls ist mein unerschütter- licher Wille und mein Vermächtnis an das deutsche Volk, daß es deshalb die von der Kahit zwischen uns beiden aufgerichtete Alpengrenze für immer als eine unantastbare ansieht. Ich weiß, daß sie dann für Rom und Germanien eine große und segensreiche Zukunst ergeben wird. Duce! Und so, wie Sie und Ihr Volk in enb cheidungsreichen Tagen Deutschland die Freund« chaft gehalten haben, werden ich und mein Volk Italien t n schwerer Stunde die gleiche Freundschaft beweisen. Die großartigen Eindrücke, die ich schon jetzt von der Jugendkrast, dem Arbeitswillen und dem stolzen Geiste des neuen Italiens erhalten habe, werden mir unaus- löschlich in Erinnerung bleiben. Unvergeßlich auch der Anblick Ihrer mit jungem Ruhm bedeckten Soldaten und Schwarzhemden, Ihrer bewährten Kundgebungen stürmischen Jubels auf der Piazza Venezia. Währenddessen hatte sich auf dem weiten Platz vor dem Palast ganz Rom apgesammelt. Als die beiden Staatslenker gesprochen hatten imb aus ihren Worten erneut das Gelöbnis unwandelbarer Freundschaft erklungen war, kannte sich die Menge kaum mehr vor Freude. Tosender Jubel löste sich ab mit brausenden „Duce", und „Heil-Hitter"-Rufen, die zum Or4an anschwollen, als der Duce und der Führer in herzlicher Gemeinschaft auf d e n Balkon traten und sich der jubelnden Menge zeigten. Des Jubels wurde kein Ende, und ungeschwächt toste das Rufen der Menge über den Platz, so daß die beiden Staatsmänner noch zu wiederholten Malen heraustraten. — An das Festbankett schloß sich ein prunkvoller Empfang in den herrlichen Renaissancesälen des Schlosses, zu dem die Spitzen des italienischen Staates, der faschistischen Partei, der Wehrmacht und die Gefolge der beiden Regierungschefs erschienen waren. Die Vorführungen der italienischen Luftwaffe. Unser Bild zeigt Bombeneinschläge auf Schiffe. (Scherl.Bilderdienst.M.) zuteil. «Sedenkmedaillen für den Führer. Rom, 8. Mai. (DNB.) Am Sonntagnachmittag empfing der Führer im Quirinal eine von Gauleiter Bohle geführte Abordnung der Auslandsorganisation der NSDAP. Der ßan« dcsgruppenleiter Italien, Ettel, überreichte dem Führer dabei eine in Gold ausgeführte, anläßlich des Staatsbesuches des Führers geprägte Gedenkmedaille. Gleichzeitig überreichte der Leiter des Deutschen Archäologischen Instituts, v. Gerkan, dem Führer den ersten Band der von diesem Institut soeben herausgegebenen Derö^ffent- lichungen langobardis ar Stafw- G-uZester Am vH iftSyS eine to.l er Msch/!? di> Warfen Äei Sief e 1 Gntfr •«WB b,e b( Silokl 0‘6' v»n der 2 funk u ^al) tag. "'M der ersten M h, T°ge/°kunft der Anr ü0 l'S*’ herzlichsten Huldigungen dar. Das wellige Gelände des Uebungsplatzes M a» rinella eignet sich besonders gut zur Vorfüh- rung g e f e d) 15 m ä 6 i a e r Hebungen, die Aussichtsplätze für die Besucher waren mit beson» berem Geschick und Verständnis für das Gelände gewählt. Neben den bedeutendsten Führern der ita» lienifchen Wehrmacht,,unter denen man bie Marschälle Badoglio, d e Bono und Gra- z i ani bemerkte, traten auch abessinische Stammesfürsten in Erscheinung. Sogar der Abuna, das Haupt der abessinischen Kirche, war er- Hebersichtlichkeit einen Blick über die gewaltigen Bauten der ersten Millionenstadt der Weltgeschichte gewährt. Wir sehen in diesen Modellen bie enormen Ausmaße des Kolosseums und des Zirkus Maximus, die großzügigen Anlagen der Thermen des Caracalla und Trajan, den Tempel des Apoll auf dem Qüirinal-Hügel, das Mausoleum des Augustus, das Pantheon, den Domitian-Zirkus und das Odentheater und all die monumentalen Gebäude, die das antike Rom auch äußerlich zur ersten Stadt der damaligen Welt werden ließen. Diese Modell- chau des alten Roms vermittelt eine eindringliche Vorstellung von der Größe und Pracht der Ewigen Stadt. Anschließend begab sich der Führer zum Ka- pito 1, wo er, geleitet vom Gouverneur von Rom, Für st Colonna, und vom Erziehungsminister, B o 11 a i, den Senatorenpalast, den Konservatoren- valast und das Kapitolinische Museum besichtigte. Auch diese geschichtlichen Paläste sind wahre Schatz, kümmern an berühmten Skulpturen. Ein wunder- barer Blick auf bas Forum Romanum unb bie Innenstadt des antiken Roms bietet sich von diesem historisch bedeutungsvollsten der sieben Hügel. Sodann besuchte der Führer die Engelsburg, das gewaltige Mausoleum, das Kaiser Hadrian für sich und seine Familie errichten ließ. Zum Schluß begab sich der Führer noch einmal zum Pantheon, der Grabstätte der italienischen Könige, dem Ort der ersten Kranzniederlegung am ersten Tage seines Besuches in Rom. Er verweilte schweigend kurze Zeit allein im Innern des hohen Kuppelbaues, der einst den höchsten römischen Göttern geweiht war und heute die Grabstätte der Herrscher des geeinten Italiens unb des großen Malers Raffael ist. . Der Führer unb der Duce besuchten bann am Samstagnachmittag das Thermen-Mufeum unb bie Galleria Borghese. Die Erläuterungen gab Hniversitätsprofeffor Bianchi-Ban« hinein in deutscher Sprache. Trotz der beschränkten Zeit, die für die Besichtigung der Kunstschatze aus der Anttke und der Renaissance zur Derfügung stand, bot die Fülle der Eindrücke beiden Männern die Möglichkett, sich auch auf dem Gebiete des Kunstschaffens als Ausdrucksform großer Kulturepochen nahezukommen. Vor den beiden Museen und auf der Fahrt durch Rom, über dem nach den Regengüssen des Vormittags wieder die warme Frühlingssonne zu strahlen begann, wurden dem Führer und dem Duce die herzlichsten Ovattonen Ausstellung, Professor Giglioli, geleitete den Fi rer zu den Räumen, in denen Kunst unb Wisse., chast, Handel und Gewerbe, Wirtschaft unb Hand- werk des augusteischen Roms in Originalwerken bargestellt sinb. Längere Zeit verweilte der Führer vor dem Modell des antiken Roms, bas in klarer f®rA 7 5tat bet M-n L b ? * f n Pofnif Das Lustmanöver. Rom, 8. Mai. (Europapreß.) Das Wetter gab sich alle Mühe, um die italienische Luftfahrt für die erzwungene Umlegung der Manöver auf den Sonntag zu entschädigen. Es herrschte der schönste Sonnenschein, so daß es möglich war, die . Luftmanöver in ihrem vollen vorgesehenen Umfang abzuwickeln. Der dicht an der Küste des Tyrrhenischen Meeres gelegene Flugplatz Furdara war reich mit Flaggen geschmückt, die Dächer d^r Baulichkeiten hatte man zu Tribünen umgewandelt, und als als erster der Duce seinem Wagen entsteigt und die Front der Ehrenkompanie abschreitet, ist der größte Teil des Dachraumes bereits von einer dichten Menge bedeckt. Es folgen rasch nacheinander der Kronprinz, sowie der Wagen, der den Kö- n i g und seinen Gast bringt. Die Nationalhymnen ertönen, die Standarten des Führers unb des Königs gehen an den Masten in die Hohe, und mit den Vorführungen wird begonnen. Die Leistungen der italienischen Jagdflieger sind ja auch in Deutschland nicht mehr unbekannt, seit eine italienische Jagdstaffel einen Besuch in Deutschland abstattete und bei dieser Gelegenheit zum ersten Mal gemeinsame Kunstflüge dreier Flugzeuge vorführte, die vom Start bis zur Landung durch Leinen miteinander verbunden waren. Die italienischen Jagdflieger haben, das sei gleich gesagt, seit jener Zeit nichts vergessen, dafür eine Menge zugelernt. Erstaunlich war bei der großen Zahl der mitwirkenden Flugzeuge die Gleichmäßigkeit des hohen Standes der Lei- ftungen. Man hat hier nicht einige einzelne Spitzenkönner gezüchtet, sondern eine unerhörte Breitenarbeitet geleistet. Ein Geschwader von 25 Flugzeugen überquerte in der geometrisch genau eingehaltenen Form eines Hakenkreuzes das Flugfeld und kreuzte bann noch einmal in ber Form bes faschistischen Rutenbündels über bem Platz. Die Kunstflieger zeigten bas völlige Verwachsensein von Mann unb Maschine. Loopings, Rollings, Turnings würben in kaum zu übertreffender Sicherheit und Exaktheit vorgeführt, wobei vor allem die gleichzeitige Ausführung in Staffelformation die Bewunderung der zahlreichen Fachleute auslöste. An die Manöver der Jagdflugzeuge schließen sich die der schweren und mittelschweren Bombenflugzeuge an. Auch hier wieder war das Hauptgewicht darauf gelegt nicht nur schöne Bilder zu bieten, sondern auch die Wirkung der Waffe sprechen zu lassen. Aus diese Art sah man erstaunliche Leistungen, umso eindrucksvoller, als die ab- geworfenen Bomben verschiedener Derwendungs- zwecke kriegsmäßig scharfe Ladung hat- ten. Die Sicherheit, mit ber die Bomber ihre Ziele erledigten, war verblüffend, Desonbers einbrucks- voll trat btes bei den in ber Nähe bes Strandes mehr hanbelte. Tatsächlich würbe ein regelrechter Gefechtsausschnitt aus .einer Kampfhandlung zwischen Truppen gezeigt, die mit allen Ge- fechtsmittcln der Neuzeit einschließlich Kampfwagen ausgerüstet sind. Das Hauptgefechtsbild bestand in dem Vorgehen der Infanterie hinter einer Feuerwalze der eigenen Artillerie, wobei die Artillerie mit scharfer Gefechtsmunition schoß und die Truppen oft nur wenige Meter hinter den Einschlägen nachrückten. Jeder Soldat wird ohne weiteres ermessen können, welche Probe auf die Disziplin der Truppe und die Sicherheit der Führung ein solches Manöver bedeutet. Der Angriff gegen eine nach der Manöverannahme rasch ausgeworfene Hügelstellung wurde unter dem Einsatz sämtlicher neuzeitlichen Kampfmittel, schwerer und leichter Artillerie, Infanteriegeschützen, Maschinengewehren und Minenwerfern durchgeführL bis der Angriff durch den Einsatz von 200 Kampfwagen und einem Bersaglieri-Bataillon die entscheidende Wendung erfuhr. In Sprüngen arbeiten sich die einzelnen Schützenzüge vor. Jede Falte des Geländes wird ausgenutzt. Den Schützen folgen die leichten Maschinengewehre. Die Begleitwaffen der Infanterie übernehmen das Niederhaltungsfeuer auf die vorderste Linie, während die Divisionsarttllene ihr Feuer auf weitgelegene Ziele vorverlegt. Die Ar- tilleriegefchoffe lösen nun beim Aufschlag eine Rauch- granate aus, die den Frontabschnitt vor ber zweiten feinblichen Stellung vernebelt und so das- Blickfeld für die feindlichen MG.-Nester stört. Noch einige Sprünge und die Infanterie ist bis auf 300 Meter an den Schützengraben vorgerückt. Sie scheint nicht weiter zu können. Der Kolonnenführer muß sich entschließen, den Feind von der Flanke her anzugreifen und fetzt zu diesem Zweck seine Kampfwagen ein. Plötzlich stoßen die Kampfwagen aus einem Tal hervor,' überwinden eine leichte Senkung und rücken bergan gegen die Hauptstellung des Feindes, sie seitlich -umfassend. Die Infanterie folgt auf dem Fuß, um in die durch die Kampfwagen geschaffene Presche vorzustoßen. Der linken Angriffskolonne gelingt es inzwischen, in die feindlichen Stellungen einzudringen und die südlichen Abhänge der Höhe zu überschreiten, wahrend der Gegner an der Hauptfront durch Angriff mit begrenztem Ziel gefesselt wird. Der Feind wird mit Handgranaten niedergekämpft und in wenigen Minuten sind die seitlichen Stellungen besetzt. Fünf rote Raketen verkünden das Ende des Manövers. Der Duce, der als Oberbefehlshaber ber italienischen Wehrmacht den Befehl zum Beginn -gegeben hatte, konnte mit Stolz die Glückwünsche ent- gegennehmen, die der Führer nach Schluß bes Manövers an ihn unb den König und Kaiser richtete. Ein Frühstück in der im Jagdrevier des Königs dicht am Meer gelegenen Villa Rospigliv fi schloß den eindruckreichen Vormittag. Rom, 8. Mai. (Europapreß.) Don Furbara nach Marinella führt der Weg auf einige Kilometer durch eine der fruchtbarsten Landschaften Italiens. Zwischen den dröhnenden Einschlägen der Flug- zeugbomben und dem ununterbrochenen Geprassel der Kampfmittel aller Kaliber in der Landschlacht lag auf diese Art eine idyllische Fahrt; die Dauern der Campagna, bie am Samstag um bas ersehnte Schauspiel gekommen waren, würben nun in vollem Umfang entschäbigt. Sie standen denn auch in fast ununterbrochener Reihe mit ihren geschmückten Gefährten am Wege und brachten den > hihrenhen Männern Italiens und ihrem Gatt bis enbung einet historischen Entwicklung ber nationalen Einigung aufgefaßt habe. Auch die Tatsache, daß bie beiden Staaten nun gebietsmäßig aneinandergrenzen, bilde Anlaß zu einem intensiveren Austausch von Werten aller Art, nachdem eine Jahrtausende währende Gegnerschaft an den Alpen endlich ihr Ende gefunden habe, deren Grenze von Gott gezeichnet worden fei. Das feierliche Wort von Adolf Hitler in dieser historischen Stunde beleuchte dies. Wenn man von einer Achse London — Paris spreche, so sei dazu zu sagen, daß weder Rom noch Berlin m dieser Achse eine Gegnerschaft gegen ihre Politik erblickten, ehe diese sich nicht als feindlich offenbare. Italien und Deutschland hätten das System der zweiseitigen Abkommen als bestes und geeignet st es Mittel zur Umreißung der Rechte und Interessen gekennzeichnet. Es handle sich daher lediglich darum, die Bildung von Blocks zu verhindern. In Rom und in Berlin seien die Wege für jede konkrete und verständige Zu- sammenarbeit mit dritten Mächten offen. Starker Eindruck in Paris. Paris, 8. Mai. (Europapreß.) Die Mehrzahl der Pariser Sonntagsblätter stellt, in riesigen Heber- schriften fest, durch die Trinksprüche des Samstags wäre die Solidität der Achse Berlin—Rom feierlich bestätigt worden. Besonders wird die erneute Versicherung der Unverletzlichkeit der Br en- nergrenze unterstrichen. Selbst die französische Linkspresse, so der sozialistische „Pvpulaire" und sein radikaler Bruder, die „Humanits", nnktz widerwillig feftellen, daß die Achse Berlin — Rom feier- lich-st bestätigt worden sei und die politischen Werte dieser Achse nach wie vor unverändert geblieben. Die Antwort des Führers: „Duce! lief bewegt danke ich Ihnen für bie zu Herzen gehenden Worte der Begrüßung, die Sie zugleich im Namen der italienischen Regierung und des italienischen Volkes an mich gerichtet haben. I ch bin glücklich, hier in Rom zu s e i n, das mit den Zeugen seiner unvergleichlich ehrwürdigen Vergangenheit die machtvollen Zeichen des jungen faschistischen Italiens vereint. Seit dem Augenblick, in bem ich italienischen Baden betrat, habe ich überall eine Atmosphäre ber Freunb- schäft unb Zuneigung empfunben, bie mich tief beglückt. Mit berfelben inneren Bewegung hat bas deutsche Volk im vergangenen Herbst in Ihrer Person den Schöpfer des faschistischen Italiens, den Begründer eines neuen Imperiums und zugleich auch den großen Freund Deutschlands begrüßt. Die nationalsozialistische Bewegung und die faschi- stische Revolution haben zwei neue machtvolle Staaten geschaffen, die heute in einer Welt der Unruhe und Zersetzung als Gebilde der Ordnung unb des gesunden Fortschritts dastehen. So yaven Deutschland und Italien gleiche Interessen und sind durch ihre weltanschauliche Gemeinschaft miteinander eng verbunden. Damit ist in Europa ein Block d o n 12 0 Millionen entstanden, die entschlossen sind, ihre ewigen Lebensrechte zu wahren unb sich gegenüber allen jenen Kräften zu behaupten, bie es unternehmen sollten, sich ihrer natürlichen Entwicklung entgegenzustellen. Aus diesem Kampf gegen eine Welt des Unver- stänbnisses unb ber Ablehnung, ben Deutschlanb unb Italien Schulter an Schulter führen mußten, ist allmählich eine herzliche Freunbschaft zwischen den bei ben Völkern erwachsen. Diese Freundschaft hat ihre Festtgkeit während der Ereignisse der letzten Jahre erwiesen. Sie haben zugleich der Welt gezeigt, daß den berechtigten lebenswichtigen Interessen großer Nationen so oder so Rechnung getragen werden muß. Es ist daher nur natürlich, daß unsere.beiden Völker diese in den letzten Jahren sich immer mehr bewährende Freundschaft in ständiger Zusammenarbeit auch für die Zukunft weiter ausbauen und vertiefen. Duce! Sie haben im letzten Herbst auf dem Mai- feld in Berlin als das ethische Gesetz, bas Ihnen und dem faschistischen Italien heilig sei, den Satz proklamiert: „Klar und offen reden, und wenn man einen Freund hat, mit ihm bis ans Ende marschieren". Auch ich bekenne mich im Namen bes nationalsozialistischen Deutschlands zu diesem Gesetz. Ich will Ihnen heute folgendes antworten: Seil sich Römer und Germanen für uns bewußt zum ersten Male begegneten, sind nunmehr zwei Jahrtausende vergangen. Indem ich hier auf diesem ehrwürdigsten Boden unserer Menschheitsgeschichte stehe, empfinde ich die Tragik eines Schicksals, das es einst unterließ, zwischen diesen so hochbegabten und wertvollen Rassen eine klareGrenzscheide zu ziehen. Unsagbares Leid von vielen Generationen war die Folge, heute nun nach saft zweitausend Jahren erhebt sich dank Ihrem geschichttichen wirken, Benito Mussolini, der römische Staat aus grauen Ueberlieferungen zu neuem Leben. Und nördlich von Ihnen entstand aus zahlreichen Stämmen ein neues germanisches Reich. Belehrt durch die Erfahrung Rom, 8. Mai. (Europapreß.) Die Worte, die Adolf Hitler und Mussolini auf dem Festmahl im Palazzo Venezia miteinander gewechselt haben, werden von der gesamten italienischen Presse mit größter Befriedigung ausgenommen. Der „Sortiere della Sera" betont, es sei ein gemeinsames Aktionsprogramm durchberaten worden, das von Fall zu Fall zur Anwendung kommen werde, wenn bie beiden Regierungen hierfür den Augenblick als gegeben erachteten. Es fei besonders hervorzuheben, daß Mussolini betont habe, bie Zusammenarbeit müsse sich auf ber ©runMag.e b e 5 Friedens, und zwar eines fruchtbaren Friedens, ergeben, ber sich auf das konkrete Recht aller gründe. — Die Turiner „Gazetta bei Popolo" stellt fest, auch im Ausland müßten bie Trinksprüche einen guten Eindruck machen, denn sie enthielten nicht bas Geringste, was zur Hnruhe Anlaß geben könne. Wenn man sich stark fühle, bann könne man die Sprache bes Friedens führen. Nur gegen diejenigen Kräfte, die ben Hrnsturz her- beizusühren suchten, seien Deutschland unb Italien vorzugehen gewillt. Auch jeden Versuch, die natürliche Entwicklung der beiden Staaten zu hindern, werde man zurückweisen. Deutschland und Italien wünschten nichts anderes, als verstanden zu werden. „Giornale d'Italia" schreibt: Die Trinksprüche stellten die einzige authenttsche Auslegung des Inhalts der Begegnung von Rom dar. Das deutsch-italienische Abkommen bleibe tief und unverändert in der politischen Zielsetzung ber Führer unb im Herzen ihrer Völker. Der Anschluß habe endgültig ben Zweifel aus den deutsch-italienischen Beziehungen entfernt. Er habe aber nicht an ihren Lebenselementen gerührt. Italien habe ihn mit raschem und unbegrenztem Verständnis aufgenommen, ba es ihn als bie natürliche Doll- 6n< Prag, ' Hodscha en von der Ko Kleinen Ente Gesandte Ne 16 Uhr, der fr 17 Uhr. Amt! sandte habe ! Anteilnahme Regierung ve rung bei ihr sudetendeulschi nernünftii btiilffyn Aeoo' englischen Mir 24. Mrz dies Sinne sprach aus. Die Da sreundscha sehen. Sie fte' Verhältnisse Friedensvertr Völkerrechts Rationalitäten erkannt, das sreundschastli! Rationalitäte slowakischen ■ en London, spricht davon, sn einer foi putsche mars lur die Tschech Staatssor J’j.JM eir Frischen Sßerl ö«n ohne 1 heute n S ^ruße tesr schrapnellähnlicher Wirkung, bie gegen marschierende Truppen angeroenoet werden und in geringer Höhe über dem Erdboden betonieren, sowie von Jagdslugzeugen im Kampf gegen Bombenflugzeuge angerocnbete Bomben, deren Zündsatz so eingestellt ist, daß sie in der Nähe der Bombenflugzeuge zur Explosion kommen. Beide Geschosse sind also auch stark auf Splitterwirkung abgestellt. Ferner gab die italienische Luftwaffe eine praktische Demonstration ihrer Theorie des blitzartigen Ma f fenangriffs in kurz gestaffelten Abständen. Der Bombenabwurf aus 2000 Meter Hohe ging mit ber gleichen Exaktheit und Treffsicherheit vor sich, wie aus geringeren Hohen. verankerten Zielschiffen in Erscheinung, bie schon beim zweiten Aylauf auf Grund gelegt mürben. An bisher in ber Öffentlichkeit noch nicht gc»__________ _ , ,_____ ....__o, ____ _ zeigten AngEsrnMely stch man Heiße Bomben mtt1 jührMen WäMNy Italien unb ihrem Gast bis Menm, der Elan Ihrer grandiosen Luftwaffe. Wenn das Programm für Mannella em „ar< Sie geben mir die Germßheit, daß Ihr bewunbe- tilleriernanover" angekunbigt hatte, so konnte man LngLiges Aufbauwerk, bas ich mit den innig- schon bei einem Binaus bie ^rbemtung bes sten Wünschen begleite, auch weiterhin zu großen Uebungsgelanbes seststellen, bafe es fiaj um Srfolgen Wen Srirb. 60 -rhetx ich mein Glas TntlnAI,* tmirbe ein regelrechter und trinke auf Ihre Gesundheit, auf das Glück und die Große des italienischen Volkes und auf unsere unwandelbare Freundschaft." mitS* R.3 «6 !??:$ >'VZ feinem .Endung pr, a!r xein3e[nen ®elanbes wird ätzten ^Qc ?t m.^nJ°nterie J au die vor- Artillerie ibr Die Ar- ä^Saud), Weiten ° d°r Slidfett, '• .™ einiqe _OUT 300 ®,e lch'mt nicht 2," mu6 sich iJlante h„ Zw-ch |tinc ien »>- Sampf. verwinden eine ^9en die Haupt» asl'end. Die In. 1 die durch die v^ustoßen. Der Machen, in die 11 und die iüb« Seiten, während ^ Angriff mit Feind wird mit in wenigen Mi» >en beseht. Fünf e des Manövers. )lshaber der ita- zum Beginn ^ge» Glückwünsche ent« Schluß des Ma« id Kaiser richtete. Dier des Königs Rospiglivsi °g. MeiiRM ^amstagvormittag r als dreistündige >es antiken Roms, noch einmal die )er Direktor der eleitek den Füh> imft unb Willen' lchast unb $anb‘ 1 Originalwerken rite der Mrer ns, das in klarer r die gewaltigen der Weltgeld)^ dellen die enormen des Zirkus Marder Thermen des pel des Apoll aus >um des Augustus, -Zirkus und das nentalen Gebäude, h zur ersten SM ien. eine eindringliche Fracht der Wn lluseum besichklgie. sind wahre Schatz ren. Ein wunder omanum und die L sich von diesem sieben Hügel. So« Engelsburg, 'aiser ■A Zum SWS mal 3 Künige, ersten M uw g ^/Dersügung ce ^.„Männer" i belden^e des dem xultur- rt Stuf"’ n bnde" ch id» 6i?u »«rw* -i-d-r^rde» Ce“ zlichslel' -L-, Sed-"' , flePr“Cite. 6(1 &»d eine weitere Ausfertigung der Gedenkmedaille In Silber dem Stellvertreter des Führers, Rudolf Hetz. Oer Rundfunk berichtet am Montag von der Ztalienfahrt des Führers. Berlin, 7. Mai. (DNB) Der deutsche Rundfunk überträgt mit allen seinen Sendern am Mon- tag, 9. Mai, von 2145 Uhr bis 0.30 Uhr den ersten Akt der Oper „Simone Boccanegra" von Verdi aus dem Opernhaus in Florenz Anschließend bringen die Sender Originalberichte von der Abfahrt des Führers. Am gleichen Tage von 16 bis 18 Uhr berichten alle Sender von der Ankunft des Führers auf dem Bahnhof in Florenz und von seinem Eintreffen im Palazzo Pitti. Don 18.45 Uhr bis 19.50 Uhr übertragen alle Reichssender aus Florenz die Kundgebung vor dem Palazzo Vecchio. Oer Führer an die Witwe des Generals Giciliani Rom, 7. Mai. Der Führer und Reichskanzler hat an die Witwe des plötzlich verschiedenen Kommandierenden Generals des Römischen Armeekorps, Graf Siciliani, nachstehendes Telegramm gerichtet: ,Lhrer Exzellenz Gräfin Mathilde Sici- liani, Rom. Das schmerzliche Schicksal, das Sie durch den so plötzlichen Verlust J^res Gatten erlitten hoben, bewegt mich sehr Ich bitte Sie, den Ausdruck meiner wärm st en Anteilnahme entgegenzunehmen. Adolf Hitler." n 4 % A MD Ai Jubelfahrt des Führers durch dos Spalier der Bauern und Bäuerinnen von Santa Marinella. Auf dem Wege zu den Manövern. Der Führer zur Rechten des Königs und Kaisers Victor Emanuel. — (Bildtelegramm. — Scherl-Bilderdienst-Hoffmann-M.) Englisch-französischer Schritt in Prag. Prag, 7. Mai. (DNB.) Ministerpräsident Hodscha empfing Außenminister Krofta, der von der Konferenz des Ständigen Rates der Kleinen Entente zurückaekehrt war. Der britische Gesandte Newton besuchte Minister Krofta um 16 Uhr, der französische Gesandte de Lacroix um 17 Uhr. Amtlich wird mitgeteilt, der britische Gesandte habe Minister Krofta der freundschaftlichen Anteilnahme und der Bereitschaft der brittschen Regierung versichert, der tschechoslowakischen Regierung bei ihrem Bestreben behilflich zu sein, die sudetendeutsche Frage durch die Erfüllung vernünftiger Forderungen der sudetendeutschen Bevölkerung im Geiste der Erklärung des englischen Ministerpräsidenten Chamberlain vom 24. März dieses Jahres zu lösen. In ähnlichem Sinne sprach sich auch der französische Gesandte aus. Die Darlegungen der Gesanoten sind als freundschaftliche Empfehlungen anzusehen. Sie stellen keine Einmischung in die inneren Verhältnisse' der Tschechoslowakei dar, weil der Friedensvertrag von St. Germain als ein Akt des Völkerrechts die Grundsätze für die Lösung des Nationalitätenproblems enthalte. In Prag wird an- erkannt, daß die der Tschechoslowakei erteilten freundschaftlichen Ratschläge auf eine Lösung des Nationalitätenproblems den Jntensionen der tschechoslowakischen Regierung entsprechen. Englische Hoffnungen. London, 8. Mai. (Europapreß.) „Observer" spricht davon, es sei selbstverständlich, daß Deutsche in einer sowjetrussischen Sache niemals gegen Deutsche marschieren könnten. Die einzige Hoffnung für die Tschechoslowakei sei die Annahme einer Staatsform nach schweizerischem Mu- st e r. Daß eine solche Umgestaltung der tschechoslo- wakischen Verhältnisse unter keinen Umstän- den ohne Deutschland vor sich gehen kann, wird heute nirgends mehr bezweifelt. In diesem Sinne begrüßen die Londoner Blätter die Nachricht, daß der englische Botschafter in Berlin d i e R e i ch s- regierung von dem Inhalt der in Prag überreichten Vorschläge unterrichtet hat. Zwischen den Zeilen lassen Blätter wie „Obseroer" und „Sun- day Times" durchblicken, daß die tschechoslowakische Regierung der sudetendeutschen Volksgruppe „Zugeständnisse bis zur äußersten Grenze" machen werde. Man müsse sich von diesem Rat der englischen und der französischen Regierung einen gewissen Erfolg versprechen. Das Bestehen der Achse Berlin—Rom wird dabei von der englischen Presse als Tatsache mit einbezogen. Ferner beachtet man in London eine Unterredung, die der polnische Gesandte in London, Graf Raczinski, mit führenden Männern des Foreign Office gehabt hat. Gegenstand dieser Fühlungnahme soll ebenfalls die tschechoslowakische Frage gewesen sein. Zusammenschluß aller sudetendeutschen Zugendverbände Aussig, 8. mal (DNB.) In Aussig a. d. Elbe wurde der Zusammenschluß aller sudctendeutschen Jugendbünde vollzogen. Jugendführer Krautzberger meldete dem Mannschaftsführer des Turnverbandes den Zusammenschluß aller Iugendverbände. Konrad Henlein sandte ein Telegramm, in dem es heißt: Ich vertraue auf den Sieg dieser Jugend, wie ich an den Sieg des Sudetendeutschtums glaube. — Ju- gendführer Krautzberger erklärte, die in der Tschechoslowakei vorgeschriebene Wehrerziehung müsse versagen, wenn sie an den seelischen Grundlagen der Jugend vorübergehe. Es gebe nur eine Wehrerziehung mit der Turnerschaft oder eine solche ohne die sudetendeutsche-JugenD. Die sudetendeutsche Jugend wisse, daß die kommende Zeit mit scharfen Entscheidungen an sie herantreten werde. Diese Frage erfülle sie mit Ernst, aber auch mit Entschlossenheit Für das Sudetendeutschtum gelte von nun ab die neue Parole: „Ein Volk, eine Jugend — die deutsche Jugend!", Auch die polnischen Minderheiten fordern Autonomie. W - rschau. 8. Mai. (DNB.) Djienntt Polska, das Blatt der in der Tschechoslowakei lebenden Polen, nimmt zu deut von der Prager Regierung bearbeiteten Minderheiten st atut Stellung. Die polnische Fraae werde nur dann grundsätzlich bereinigt, wenn Die polnische Bevölkerung eine nationale Autonomie in kultureller, wirtschaftlicher und sozialer Hinsicht erhalte und das Gebiet genau abgegrenzt würde, auf dem ausschließlich die polnische Bevölkerung entscheide und die radikalen chauoinisttschen tschechischen Elemente ein für alle Mal ausgeschaltet würden. Mit einer anderen Erledigung ihrer berechtigten Ansprüche, wie sie anscheinend von der tschechoslowakischen Regierung geplant sei, würde sich die polnische Minderheit niemals einverstanden erklären. Frankreich feiert Zeanne d'Arc. P a r i s, 8. Mai. (Europapreß.) Das traditionelle Fest der französischen Nationalheiligen Jeanne d'Arc wurde in Paris am Denkmal der Heiligen auf der Place de Rivoli begangen. Ministerpräsident Daladier und Innenminister Sarraut hatten sich eingefunden. Den Höhepunkt bildete eine Parade sämtlicher Waffengattungen. Nach dieser staatlichen Feier begann der Vorbeimarsch der zahlreichen nationalen Verbände, unter Denen vor allem die Anhänger des Abgeordneten Doriot Aufsehen erregten, die in sehr starker Zahl aus großen Pariser Werken, wie den Fabriken von Peugeot und Citroen, angetreten waren. Bei der Kundgebung waren zum erstenmal auch deutlich sichtbar die tiefen Gegensätze zwischen Den beiden größten nationalen Verbänden, Den o tja litte n der „Action Fran^aise" und den Mitgliedern der französischen Sozial-Partei des Obersten de la Rocque. Die «gegenseitigen Beleidigungen Der Anhänger Der beiden Richtungen drohten manches Mal in eine allgemeine Schlägerei auszuarten. Weiterbericht Im Bereich der eingedrungenen Kaltluftmenge ist es am Sonntag besonders in Nord- und Mitteldeutschland zu Schnee- und Graupelfällen gekommen, während in unserem Bezirk kräftiges Absinken der kälteähnlichen Witterung zu verzeichnen war. Die Nacht zum Montag brachte verbreitete Strahlungsfröste. Heber Norddeutschland hat sich leichte Wirbeltättgkeit eingestellt, die vor allem Nord- und Mitteldeutschland Unbeständigkeit bringen, im Süden des Reiches aber nur abgeschwächt sich bemerkbar machen wird. Aussichten für Dienstag: Heiter bis bewölkt, höchstens im Norden leichter Niederschlag, nachts nicht mehr so kalt, Winde um West. Lufttemperaturen am 8. Mai: mittags 10,2 Grad Celsius, abends 4,7 Grad: am 9. Mai: morgens 2,8 Grad. Maximüm 11,1 Grad, Minimum heute nacht —1,7 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 8. Mai: abends 12,7 Grad; am 9. Mai: morgens 7,5 Grad. — Sonnenscheindauer 11,5 Stunden. Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik und für Die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für Den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigen- leitet: Hans Beck. Verantwortlich für Den Inhalt Der Anzeigen: TheoDor Kümmel. D. A. IV. 38: 9614. Druck und Verlag: Brühlsche Unioersitätsdruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugs, preis RM. 2,05 einschließlich 25 Ps. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufs, preis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit Der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zett ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1037 3M r*-« w. WW .‘.Ä 4^?"« ’agen ikbi .F. REEMTSMA ♦ ♦ WERK HAMBURG Fabrikations- ijdWuag auf Diese Cigaretten werden In den werkes in Hamburg-Bahrenfeld Der ungewöhnlich zarte und rei sämtliche Tabake zweimal E Mundstück hergestellt DiFQ^Jf ERNTEN 33 BIS 35 + MUSTERCIGARETTEN + MISCHUNGSNUMMER R 6 O/M res technischen Stamm« n Methoden hergestellt iung beruht darauf, daß wird ausschließlich ohne ius folgenden Distrikten: s^VMe>ten Mai Die Cigaretten si^l^ster methoden, die d< Aus aller Welt Morenz mit den berühmten Bauwerken. — (Zeichnung: Zglinicki. — Scherl-Bilderdienft-M.» konnte aber nicht mehr verhindern, dah ein Rad i Gramm beträgt. Das Rohr ist nur leicht gekrümmt dem Kind über den Kaps fuhr. Die ältete Schwester und hat an, deremen Serie -IN Mundstuck, Buntes Allerlei. Eine altgriechische Trompete. Das Britische Museum in London hat die genaue Nachbildung eines Musikinstrumentes schalten, das in Cypern gesunden wurde und in seiner Art einzig dasteht. Es ist eine 2500 Jahre alte Trompete, die von den alten Griechen geblcrsen und gehört worden ist und die heute wieder geblasen und gehört werden kann. Die Trompete ist aus Ton hergestellt und * AH Qon+iVnotar fnnn mnhrpnh hns Gewitllt 400 Oie Gistblüte und der Applaus. Im einstigen Wallnertheater in Berlin. Wochen hindurch wurde allabendlich das lustige Stück „D^ Afrikanerin in Kalau" gegeben, in dem die „furchtbar nette" Anna Schramm eine der Hauptrollen spielte. Und Abönd für Abend raste das Publikum vor Begeisterung, wenn die Schramm am Schluß ihres Auftritts an einer Blüte des giftigen Man- zanillabaums roch, tot umfiel, sich darauf lächelnd wieder erhob und sich für den rauschenden Beifall bedankte. So war es lange Zeit hindurch gegangen. Eines Abends aber blieb aus unerklärlichem Grunde der Beifall an der bewußten Stelle dünn. Die Künstlerin war bestürzt. Dann aber erhob sie sich, blickte verwundert in den Zuschauerraum und sagte in unverfälschtem Berlinisch: .Hotte doch, heute sitzen se ja alle uff de Hände, dann habe ick jewiß nich jut jerochen!" Darauf nahm sie noch einmal die giftige Blüte in die Hand, sog in langen Zügen den tödlich wirkenden Geruch ein und stürzte auf die Bretter. Der Beifall, der jetzt einsetzte, stellte alles Vorhergehende in den Schatten. brachte ihren Bruder sofort in öjß elterliche Woh- n-ung. Der Arzt konnte nur noch den Tod des Kleinen feststellen. Amnestie-Bestimmungen des Reichsjugendführers. RJP. Berlin. 8. Mai. Zur Durchführung der Großdeutschland-Amnestie des Führers hat der Reichsjugendführer für die Hitler- Jugend folgende Bestimmungen erlassen: 1. HJ.-gerichtliche Verfahren wegen Verfehlungen, die vor dem 10. April 1938 begangen worden sind, werden nicht eingeleitet, wenn eine geringere Strafe als Ausschluß aus der Hitler-Jugend oder Ausscheiden auf Dauer zu erwarten ist. Unter denselben Voraussetzungen werden anhängige Dersah- ren eingestellt und angeordnete Disziplinarmittel erlassen, wenn ihre Frist noch nicht abgelaufen ist. . 2. Ausführungsbestimmungen erläßt der HJ- Oberrichter. Berlin, den 7. Mai 1938. Gez.: Baldur von Schirach. Auftakt des BOM.-Werkes „Glaube und Schönheit". Ehrenftätte deutscher Kraftfahrt im Deutschen Museum in München. Zur Eröffnung der neuen Halle für das Kraftahrwesen und der neuen Abteilungen „Straßenbau" und „Reichsautobahnen" versammelten sich viele Persönlichkeiten im Festsaal des Deutschen Mu- eums in München mit Ministerpräsident Siebert und dem Beauftragten des Führers für das Kraft- ahrwefen, Direktor Merlin. Reichsminister Dr. Dorpmüller gedachte des Schöpfers des Deut- chen Museums, Oskar v. M i l l e r. Den Festvortrag „Neue Wege der Flugtechnik" hielt der bekannte Schöpfer des Weltrekord-Hubschraubers, Professor Dipl^Jng. Heinrich F o ck e. Generalinspektor Dr. Todt bezeichnete es als eine ehrenvolle Pflicht, die aus Reichsmitteln geschaffenen neuen Straßenbau- abteilungen der Verwaltung des Deutschen Museums zu übergeben, lieber den Zweck der neuen Halle gab Verlagsbuchhändler Hugo Bruckmann Erläuterungen; er sprach auch den Dank des Museums an alle aus, die wie das Heereswaffenamt und die Automobilindustrw, die neuen Abteilungen so großzügig unterstützt hätten und übergab mit einem Sieg-Heil auf Adolf Hitler die neuen Abteilungen des Deutschen Museums der Oeffentlichkeit. N SFK.» Slurmf ührer fliegt Weltrekord im Segelflug. Der NSFK.-Sturmführer B e ck hat einen Weltrekord im Zielstrecken-Segelflug aufgestellt. Er startete in der Reichsfcbule für Segelflugsport Homberg zu einem Zielflug zur Segelflug- schule Hesselberg und kehrte ohne Zwischenlandung zur Startstelle zurück. Die Gesamtslugstrecke beträgt etwa 140 Kilometer. Der Rekordflug ist bei der FAJ. zur Anerkennung als Weltrekord angemeldet worden. Dritte Reichstagung der deutschen Komponisten. Auf Schloß Burg an der Wupper nahm die 3. Reichstagung der deutschen Ko mpo- n ist en mit einem Kammerkonzert ihren Anfang. Aus allen deutschen Gauen waren namhafte Komponisten, Dirigenten, Verleger und sonstige Musikfreunde erfchienen. Werke bekannter lebender deutscher Tonsetzsr, so von Georg Schumann, Hugo Rasch und Hans P f i tz n e r fanden begeisterten Beifall. Professor Graener entbot Hugo Rasch zu seinem 65. Geburtstag Gruß und Glückwunsch. Deutschlands ältester Maler. Der älteste Maler Deutschlands und Nestor der Darmstädter Künstlerschaft, Professor Heinrich Reinhard Kräh, feierte seinen 97. Geburtstag. Der Hochbetagte, der heute noch an seiner Staffelei steht, ist der Maler des Odenwaldes, dessen Schönheiten er in zahlreichen Bildern verherrlichte. Ein Kind vom Lastauto überfahren und getötet. während der Schalltrichter an der anderen Seits etwa doppelt so breit und mehrfach abgeftuft ist. Man nimmt an, daß das Original zwischen 600 und 500 v. Ehr. hergestellt ist, aber es ist so aus- gezeichnet erhalten, daß es noch bis heute einem klaren weittragenden Ton gibt. Als es kürzlich dem Nicosia-Museum in Cypern geschenkt wurde, blies ein Hornist von der Polizei der Insel darauf, und die Versammlung hörte Töne, wie sie einst in den Zeiten der Griechen von Marathon und Thermo- pylae gehört worden waren. Das Instrument wurde! in Trikomo an der Ostseite von Cypern gefunden und war eine Zeitlang im Besitz einer dort wohnenden Familie. Die Formen sind charakteristisch für die griechischen Trompeten vom 6. Jahrhundert ab, wie sie gelegentlich auf alten Vasen dar gestellt werden, während Berichte über ihren Gebrauch nur sehr unbestimmter Art sind. Außer Ton wurden auch Bronze und andere Metalle in derselben Zett für Trompeten verwendet. Bei genauer Prüfung sieht man an der Oberfläche des Instrumentes noch die Flecken, die von den Griffen des Bläsers vor Jahrtausenden hinterlassen worden sind. NSG. In Gegenwart von zahlreichen Vertretern der Partei, der Wehrmacht und des Staates fand im herrlich mit Frühlingsblumen geschmückten Kurhaussaale in Wiesbaden die erste Veranstaltung des ; BDM -Werkes „Glaube und Schönheit" für Hessen-Nassau statt. Die Beauftragte für das BDM.-Werk „Glaube und Schönheit" in der Reichs- juqendsührung Obergauführerin Clementine zu Castell sprach von der Zielsetzung und den Aufgaben des neuen Werkes „Glaube und Schönheit", in dem Mädel des BDM. im Alter von 17 bis 21 Jahren erfaßt werden sollen. Die einzelnen Arbeitsgemeinschaften sollen eine gesunde Einheit von Körper, Geist und Seele herbeiführen. Glaube an die geschichtliche Sendung und Kraft unseres Volkes sowie die Schönheit der Seele und der von Gott gegebenen Lebensfreude seien Sinn und Zweck dieses neuen BDM.-Werkes. Gauleiter und Reichsftatthalter Sprenger stellte die Initiative unserer neuen deutschen Jugend heraus, die begonnen hat, das gesellschaftliche Leben nach einfacheren und deshalb unserem Volkstum besonders nahen Formen zu gestalten. Er wünschte der Obergauführerm Else Riese für ihr neues Werk Glück und Segen. Dann begeisterte ein ausgewähltes Programm die zahlreichen Gäste und Mädel aus sämtlichen Untergauen des BDM. in Hessen-Nassau. Fröhliche Spielmusik, Blockflötenklänge, Gedichte und Vorführungen von Körperfchule zeugten von vielseitigen Möglichkeiten, die Jugend an die Quellen von Freude und Erbauung, kulturellen Erkenntnissen und sportlicher Schönheit heranzuführen. (Stetiger Anstieg der Rundfunkteilnehmer. Die Reichspost errechnete am 1. Mai 1938 9 622 925 Rundfunkteilnehmer. Das entspricht einem Zugang von 48 134 im April: Bisher machten sich am 1. Mai bereits die üblichen Saisonrückgänge bemerkbar. So zählte man im Vorjahre zur gleichen Zeit einen Hörerrückgang von 41 000. Demgegenüber ist dieses Jahr ein Mehr von rund 90 000 Rundfunkteilnehmern zu. verzeichnen. Man muß bis zum Jahre 1931 zurückgehen, um em gleich günstiges Ergebnis zu finden. Octavia Goga gestorben. Bukarest, 7. Mai. (DNB.) Der frühere rumänische Ministerpräsident Octavian G o g a ist auf Schloß Ciucea in Siebenbürgen gestorben. Goga, der 57 JahS alt geworden ist, stammte aus einer alten Priesterfamilie in Reschinar bei Hermannstadt. Er wurde früh als nationaler Dichter bekannt und erhielt 1905 die höchste Auszeichnung der rumänischen Akademie, die ihn 1923 nochmals mit ihrem Preis für Dichtkunst ehrte. Als Dichter und Politiker kämpfte Goga für die Rechte der Rumänen Siebenbürgens im alten Ungarn. Nach dem Weltkriege war Goga unter Marschall Averescu 1920/21 Kultusminister und 1926/27 Innenminister. 1932 gründete er die Nationale Agrarpartei, die sich 1935 mit der „Liga der nationalchristlichen Verteidigung" des Professors C u z a verschmolz. Daraus entstand die National-Christliche Partei, die Ende 1937 zu kurzer Herrschaft berufen wurde. Als Gaga daranging, fein antisemitisches Programm durchzuführen, wurde er gestürzt. Er ist seitdem noch einmal in der Oeffentlichkeit aufgetreten, um sich vor der rumänischen Akademie warm für den Anschluß auszusprechen. Goga war ein überzeugter Freund Deutschlands, das er feit feiner Berliner Studienzeit gut kannte. Heun Tote bei einem Einsturzunglück. In Kermanfchah, der 50 000 Einwohner zählenden Hauptstadt der westlichen iranischen Grenzprovinz an der großen Karawanenstraße und Fluglinie Bagdad—Teheran, stürzte infolge eines Wolkenbruches eine Karawanserei zusammen. Neun Tote und drei Schwerverletzte wurden aus den Trümmern geborgen.* Värenplage im Gotfcheerland. Im Draubanat wurde vor einiger Zeit eine Schonzeit für Bären verfügt. Bären dürfen, damit sie sich rascher vermehren, nicht mehr geschossen werden. Im Gotscheerland sind infolgedessen die Bären zur Landplage geworden, verwüsten Mais- und Haferfelder und verursachen dadurch den Landwirten großen Schaden. Es sind daher Bestrebungen im Gange, die Bärenjagd wieder freizugeben ober die Leute materiell schadlos zu halten. 328 Dörfer durch das Erdbeben in Anatolien zerstört. Nach einer vom türkischen Innenministerium aus- gegebenen Mitteilung sind durch das kürzliche Erdbebe n in der Gegend von Kirschehir in Anatolien 328 Dörfer fast vollkommen zerstört worden. Rund 10 000 Häuser müssen wieder aufgebaut werden. Im ganzen Gebiet der Türkei werden öffentliche Sammlungen eingeleitet. In der Nationalversammlung werden Sonderkredite zur Unterstützung der notleidenden Bevölkerung angefordert werden. Ein schwerer Verkehrsunfall ereignete sich in Andernach am Rhein, wo der vierjährige Walter Hoffmann vor dem Hause seiner Eltern zu Tode kam. Der Junge lief plötzlich aus einer Kinderschar heraus auf die rechte Straßenseite vor..—.... , - ■ einen Lastzug. Der Fahrer bremste mit aller Kraft,'ist 60 Zentimeter lang, wahrend das Gewicht 400 ROMANA. 3211D 32218 | Empfehlungen] im Alter von 51 Jahren. Lollar, Gießen, den 9. Mai 1938. Die Beerdigung findet Dienstag, den 10 Mai, nachmittags 4 Uhr, in Lollar statt 02217 Tüchtiges Servier- Fräulein auch etwas Hausarbeit,für sofort gesucht. Göths s Garten c Wetzlar. Nach kurzem Kranksein verschied am 8. Mai, vormittags 8% Uhr, plötzlich und unerwartet meine Hebe Tochter, unsere unvergeßliche, treusorgende Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwester. Schwägerin und Tante Frau Helene Geißler Ww., geb. Seipp \| von 3 bis 20 v. H. erhalten Sie bei wieder- INa.Cnia.oOC? holten Veröffentlichungen einer Anzeige 1 Junger Polsterer- UNd 13212^ Dekorateurgehilfe im Alter bis zu 20 Jahr, gesucht. Georg Daum Wetzlar (Lahn). In tiefer Trauer; Katherine Seipp Wwe., geb, Moos Familie H. Alffen Familie W. Döringer Familie W. Heinrich. tz Bekanntmachung. Betr.: Bekämpfung der Schweinerotlaufseuche; hier: die Anlage der Jmpflisten. Im Interesse einer geordneten veterinärpokizei- lichen Bekämpfung der Schweinerotlaufseuche fordere ich die Besitzer von Schweinen in der Stadt Gießen auf, ihre Tiere impfen zu lassen und die notwendigen Angaben für die Anlage der Jmpflisten in der Zeit vom 9. bis 21. d. 2H. auf dem Stadthaus, Bergstraße Nr. 20, Zimmer 3, zu machen. 3213C Gießen, den 4. Mai 1938. Der Oberbürgermeister. I. D.: Nicolaus. Waschkesselofen Waschmaschine u.Wringer die Helfer sind BORRMANNL Gießen - Neustadt 5 - Ruf 4165 3216A | Vermietungen"] Ernfamilien- Villa in schönster Lage Gießens/ 6 Z., Fremd.- u.Mäd- chenzimm./Balk., Terrasse/ reicht. Nebenr./Zentrh., mit schön. Gart., bis 1. August (evtl.auchfrüher) zu vermieten. Sehr. 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Hochzeitstage meine geliebte Frau, unsere treue Mutter, Schwiegermutter und Großmutter Frau Julie Meuser, geb. Kleuser nach kurzem Leiden im 74. Lebensjahr zu sich in die ewige Heimat Sonntag früh 6 Uhr verschied nach 2jähriger Krankheit und einem Leben voller Arbeit und Liebe Frau Elisabethe Haas, geb. Ihm im Alter von 85 Jahren. Die trauernden Hinterbliebenen: Verkäufe 2 Sl RiiiM unter 5 die Wahl, weg. Sterbefall zu verkauf. 02219 L. Schön Ruttershausen. Zu verkaufen: ©orten am Aulwcg (Bauplatz) 615 qm groß. Schr. Angebots unter.321OD an d. Gieß. Anzeig. Swangsvevtteisevuna Dienstag, den 10. Mai, narbm. 2 Uhr, sollen im Berfteiacrungs- lokal Neuenweg 28 bzw an Ort und Stelle (Bekanntg. im obigen Lokal) zwangsweise geg. sofortige Barzahlung versteigert werden; Haus-, Laden- und Büromöbel aller Art, 1 Schaubek-Album mit Briefmarken, 3 Gewehre, ein Sviegel, 2 Registrierkassen, eins Mörtelmaschine, 1 Fahrrad, drei Grammophone, 1 Schaufensterausstellungs-Einrichtung, 1 Uhr. Bestimmt werden versteigert: 1 Klavier ischwarz poliert), zwei Ladenregale. Wahrscheinlich bestimmt: 1 Wagenschere, 1 Drückkarren. Siibavnraun Gerichtsvollzieher in Gießen, Wiesenstraße 2 ,215V Tel. 3108. liiiMfi MWenMNM Nach der Naturschuhverordnung von« 18. März 1936. Herausgegeben von der Reichsflelle für Naturschutz, Berlin, Mit 72 mehrfarbigen ganzseitigen Kunst- druckabbildungen nach naturgetreuen ßerb» Zeichnungen von Kunstmaler Leich Schröder und 16 Seiten Text mit den gesetzlichen Be. sttmmungen und einet tabellarischen Übersicht. Preis: Steif kartoniert RM. 4.SQ. Soll die Naturschutzverordnung in vollem Umsang« wirksam werden, so ist es notwendig, datz die Kenntnis der geschützten Pflanzen in alle Kreise des Dol'.res getragen, besonders aber denjenigen Personen vermittelt wird, die für die praktische Ausübung des Schuhes in Betracht kommen. (Polizei», Zoll», Forst» schuhbeamte, Feldhüter usw.) 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Don unserem nach Italien entsandten Sonderberichterstatter Gerhard Dohlmann. die mächtigen hiüteren Höfe, die kurzen, stämmigen Säulen mit den Fackelhaltern, die dunkeln Bogengänge — das alles erinnert wiederum an Bürgerkrieg, Wirrnisse und Kämpfe: das Innere des Palazzo verbirgt Höhlen und Gänge, in denen sich Belagerte sammeln konnten, um plötzlich zu einem Aus- Florenz, Mai 1938. lieber Nacht ist das Tempo dieser schönen italienischen Stadt beschleunigt worden. Gewiß, wie überall in Italien, bereitete man auch hier sich auf den Besuch Adolf Hitlers vor, seit Monaten. In einigen Straßen sah es aus wie in einer Steinmetzwerkstatt; Leitern und Gerüste an den Häusern, überall wurde der Putz erneuert, Wände gewaschen und gebürstet, überall zogen die Häuser ein neues Farbenkleid an. Erstaunlich, was dabei zu Tage trat. Hier erhob sich ein alter Giebel, der solange unter dem Staub der Jahrhunderte ruhte, in seiner ursprünglichen Gestalt. Dort erschienen die Farben einer bunten Marmorinkrustation, hier traten die Säulen eines Palazzo, die bisher mit der Fassade verschwommen, in früherer Schönheit wieder hervor. Der Ponte Vecchio, die über den Arno den Arno führt, ist eine der schönsten Brücken Italiens, die sich wohl nur noch mit dem berühmten Ponte Rialto in Venedig vergleichen läßt. Hier in Florenz ist diese Brücke zu einer Gasse geworden, an deren Seiten sich die Bazare der Gold- und Zierrathändler drängen, und das Gewirr dieser kleinen Läden und Häuschen, die, auf so engem Raume dicht nebeneinandergeschachtelt sich ün Wasser des Flusses spiegeln, gibt dem Bauwerk einen malerisch-pittoresken Charakter. Auch an dieser^ Brücke wurde gewaschen und gebürstet, und was bisher verschwommen erschien, gliedert sich jetzt sinnvoll zu einer bewußten und planvollen Architektur. Mit einfachsten Mitteln wurde Unglaubliches geschaffen. Es ist, als ob man ein altes Gemälde von seiner Staubschicht befreite. An einem Palazzo etwa wurden die Vergitterungen der Fenster wieder deutlicher. Alte Simse und Erker erwachten zu ihrem eigentümlichen Leben, aus.einer Nische lächelt ein farbiges Madonnenbild wieder in leuchtendem Glanz, und Wappenschilder, die man bisher kaum beachtete, künden wieder von der Pracht alter Patriziergeschlechter. Alle diese Einzelheiten fügen sich zuletzt zu einem sinnvollen Ganzen. Die Stadt erhielt wider einen Glanz und ein Leuchten. Schon ist die große massive Tribüne vor dem neuen Bahnhof, den Florenz aus Anlaß des Besuches des Führers erhalten hat, vollendet. Auf der Piazza della Signoria, vor dem Palazzo Vecchio, wurden Schaugerüste errichtet. Am südlichen Arno- Ufer wehen die Fahnen des faschistischen Italien und des nationalsozialistischen Reiches. Am Palazzo Tempi, der den Ufficien-Kvlonaden gegenüberliegt, hängen aus den Fenstern Teppiche in den satten Farben Altrot, Dunkelgelb und Hellblau. Sie heben sich sehr schön von der braunen Mauer ab. Auch an anderen Häusern sind Fahnen aufgezogen in den Farben und Zeichen der alten Patriziergeschlechter. Dazwischen sieht man die italienischen Farben und die Hakenkreuzfahnen flattern. Die Fahnen sind so sparsam angebracht, daß sie das ursprüngliche Bild dieser schönen Stadt nicht zudecken, sondern es beleben und festlich und heiter machen. Gegenwart und Vergangenheit haben hier eine schöne Vermählung gefeiert. Sind nicht auch vor einigen Jahrhunderten die Florentiner Herzöge und Feldherren, wenn sie nach siegreichem Unternehmen in die Heimat zurückkehrten, in so freudigem Glanz eingezogen? Florenz liegt in der Provinz Toscana, deren Blumenzüchter Weltruf haben. Daher hat sich denn auch diese Stadt, die als eine der schönsten auf der Erde gilt, einen gänzlich anderen Schmuck ausgedacht als Rom und Neapel. Sie will in einem denkbar festlichen Gewände vor dem hohen Gast erscheinen, aber auch eins ihrer Hauptanziehungsmittel, die herrlichen alten Paläste der italienischen Renaissance, unbeeinträchtigt zur Geltung bringen. Man gestaltete also den Festschmuck der Stadt aus Blumen un.d großen farbigen Bän- M ■ M ■< ■ ,W^z - «W 1 i WM diese Wettkämpfe und Spiele, bei denen insgesamt 1700 Mitwirkende auftreten, erfolgen in prächtigstem Rahmen historischer Gewänder, mit mittelalterlichen Fahnen, Musikstücken und Umzügen. Das Ganze schließt sich dann zu einer großen Huldigung für den befreundeten Gast aus Deutschland zu-' summen. fall auszubrechen. So ist dieses Bauwerk in seinem Ausdruck und in seiner Art ein Stück bedeutsamster florentinischer Geschichte. Denn aus dieser Zeit der Wirren entwickelt sich Florenz zu seiner höchsten Blüte. Unter den Albizzi und Medici wird die Stadt der erste jeiner felbft bewußte Staat Europas, hier werden die Künste der Statistik zum ersten Male für ein Staatswesen nutzbar gemacht, hier lebten Dante und Boccaccio, sein erster Erklärer, in Florenz entwickelt sich die Kunst der Geschichtsschreibung, wie die Namen Macchiavelli, Varchi Guicciardini beweisen, und im Leben Michelangelos, Leonardo da Vincis, Raffaels hat der Florentiner Aufenthalt entscheidend gewirkt. Don hier geht jene geistige Bewegung aus, die wir Renaissance nennen, und verbreitet sich über die abendländische Welt. So wird der Palazzo Vecchio zu dem Symbol eines Staatswesens, das sich durch die Weisheit seiner Regenten und durch das Verantwortungsgefühl feiner Bürger aus blutiger Zwietracht und aufreibenden Bürgerkriegen zu höchster Blüte erschloß. In Florenz bewohnt der Führer einen der architektonisch bedeutsamsten Paläste, den Palazzo Pitti. Er ist von 1861 bis 1870 die Residenz des königlichen Hauses gewesen; denn Florenz war in diesen Jahren die erste Hauptstadt des jungen Königreiches, nachdem Victor Emanuel II. den Titel König von Italien angenommen hatte. Eine der mächtigsten und einflußreichsten Bankiersfamilien des alten Florenz, das Geschlecht der Pitti, ließ den Palast im 15. Jahrhundert von dem berühmtesten Architekten der damaligen Zeit in Florenz, Brunel» leschi, dem Konstrukteur der Domkuppel, erbauen. Da der Palast auf einer Anhöhe liegt, übersieht man von ihm aus die ganze Stadt. Mussolini nimmt für die Zeit des Aufenthaltes in Florenz in einem anderen berühmten Haus Wohnung, dem Palazzo Medici. Er wurde im Jahre 1444 begonnen; heute ist er Amtssitz des Präfekten. Florenz, die mit Kunstschätzen angefüllte Hauptstadt Toskanas, wird der Führer und Reichs- kanzler auf feiner Jtalienreife besuchen. Links der berühmte Palazzo Vecchio, in der Mitte der Dom mit Campanile. — (Scherl-Bilderdienft-M.) weifende, grimmige Fassade des Palazzo Vecchio ^erischer Natur, u. a. eine Aufführung von entstanden. Darum steht heute an der Piazza della Verdis Oper „Simone Boccanegra Signoria kein „Rathaus", wie wohl der Name' -n Teatro Communale. Nach der Oper steht der des Platzes verspricht, sondern diese T r u tj =1 crr-1* bürg mit dem mächtig hervorragenden Wehrgang. Und es kommen noch andere Erscheinungen hinzu, die dem Platz den Charakter des Kolosfischen aufprägen. Dor dem Portal stehen die weit überlebensgroßen Marmorbildwerke, deren leuchtendes Weiß sich eindrucksvoll von den grauen Quadern des Palazzo und von den Fliesen abhebt, mit denen der Platz belegt ist: vor den Ausmaßen des David von Michelangelo und vor der Größe des Bandmellischen H e r k u le s schrumpfen die Menschen, die hier Vorbeigehen, beträchtlich zusammen. Und noch eins: unmittelbar zur Rechten des Palazzo öffnen sich die sehr hohen und weiten Kreuzgänge der Loggia dei Lanzi, unter deren Ausdehnungen die Bildwerke, die dort auf- gestellt find, kleiner erscheinen. Und wie zur Rechten die Loggia die Maßstäbe verkleinert, so wirkt zur Linken des Palazzo der große Neptunsbrunnen mit feinem Meeresgott und feinen Figuren, die wiederum überlebensgroß gehalten sind; durch die übermenschlichen Dimensionen des Baus und seiner Umgebung wirkt die Piazza della Signoria immer wieder überwältigend und erdrückend Auch im Innern des Palazzo, der heute als Stadthaus dient, find die Zeichen einer harten und kriegerischen Geschichte abzulesen. Wenn man in den offenen Hof tritt, bedrücken die steil aufsteigenden Wände des hohen Mauernschachts, durch ben kaum jemals die Sonne bis auf den Estrich scheint. In der Mitte sprudelt ein Springbrunnen, aber die Brunnenfigur, Verocchias reizender Knabe mit dem Fisch, erscheint in dieser öüftern Umgebung wie ein Idyll aus einer anderen Welt. Und dem. In ganzen Kompositionen von kleinen, großen und größten Blumengiwinden werden Tos- canas Blumenzüchter miteinander wetteifern und im übrigen sind nur noch breite Tuchstreifen in den verschiedensten Farben über die Straßen weg gespannt, so daß ein ganz eigenartiges Bild entstanden ist. Wenn man, aus dem Stadtinnern von Florenz kommend, plötzlich auf die Piazza della Signoria tritt, wird man immer wieder von der Größe ihrer Architektur überwältigt, der Palazzo Vecchio ist fein Prachtbau in unserem Sinne, sondern eine mächtig und plötzlich am Rande des Platzes auf- ragenbe Burg aus grauen Quadern: er wirkt wie ein riesiger behauener Felsblock, der jäh und kühn in die Mitte der Stadt gestellt wurde. An feiner rechten Ecke schnellt der viereckige Turm bis gegen hundert Meter hoch empor, und vor den Ausmaßen dieses monumentalen Bauwerks müssen die Menschen und Wagen, die sich über die Piazza bewegen, klein und zierlich erscheinen, als die Wesen einer heutigen Welt, die an dem Schicksal des Palazzo keinen Anteil haben. Der Palazzo Vecchio ist der Ausdruck einer harten, kriegerischen und grausamen Zeit. Als sich der florentinische Adel unfähig erwies, die Stadt zu verwalten, stellten die Zünfte im Jahre 1282 ihre Vorsteher, die Priori, als d i e Signoria (den Rat) an die Spitze des Stadtstaates, und für diese Signoria wurde der Palast in den Jahren 1298 bis 1314, wahrscheinlich nach den Entwürfen d i Cambios, erbaut. Er baute, was in diesen, von Bürgerkriegen zerrissenen Zeiten der Signoria not tat: d i e Burg, die allen Angriffen trotzen konnte, und er stellte den hohen Turm auf, von dem aus man das gefährliche Treiben in den Straßen beobachtete: so ist die kalte, ad- Führer eine riesige Komposition aus künstlichem ^lcht und Farben: Die Ufer des Arno sind phantastisch beleuchtet und im Hintergrund erblickt man die Hügel von Florenz mit bengalischen Feuern angestrahlt. Aber damit nicht genug. Das italienische Volk hat den Ehrgeiz, dem Staatsoberhaupt des Deutschen Reiches einen möglichst geschloffenen Eindruck auch seiner landsmannschaftlichen Eigenart, seines Volkstums und seines Brauchtums zu geben. Um das trotz der Kürze der verfügbaren Zeit wenigstens mit den eindrucksvollsten Beispielen zu ermöglichen, werden mehrere Städte die uralten Festspiele, die sie sonst nur in ihren eigenen Mauern uno an ganz bestimmten Daten abhalten, dem Führer zu Ehren nach Florenz verlegen. Das bekannteste darunter ist das „Paliv" der Stadt Siena, zu dem zweimal im Jahr, am 2. Juli und am 14. August, 40 000 bis 50 000 Zuschauer nach Siena eilen, um den jahrhundertealten Brauch eines mit höchstem Ehrgeiz ausgekämpften Pferderennens auf dem halbrunden Platz der Stadt Siena zu sehen. Daran sind als wetteifernde Parteien die 17 Stadtviertel von Siena beteiligt. Dazu kommen das alte Brückenfpiel der Bürger von Pisa und das Sarazenenspiel der Einwohner von Arezzo, während die Florentiner ihrerseits ihr Gioco del Calcio, eine Art Fußballspiel, beisteuern. Alle Dem Charakter dieser einzigartigen Stadt entsprechend sind ihre Darbietunaen vor ollem künstlerischer Natur, u. a. eine Au fführung von Nichts als Redensarten ... Don Professor Dr. Erich Ienisch. Nichts als Redensarten... Das heißt soviel wie „nichtssagende Worte!" Aber sagen Redensarten wirklich gar nichts? Sagt der Satz: „Er hat leeres Stroh gedroschen!" in seiner Anschaulichkeit und überzeugenden Bildhaftigkeit nicht viel mehr als „Er machte nichts als Redensarten"? Die Lebendigkeit, die unseren Redensarten eigentümlich ist, mag oft verdunkelt sein dadurch, daß wir ihre Bedeutung nicht mehr verstehen. Zahllose sind jedoch von so unmittelbarer Eindruckskraft, daß sie in ihrer Prägnanz zu den besten Schöpfungen des Sprachgeistes gehören. Kann das gewandte, sich immer herauswindende Benehmen eines Menschen, der nie zu fassen ist, mit einem Worte treffender gekennzeichnet werden, als^ daß wir von ihm sagen, er sei „aalglatt"? Oder können wir den Ausdruck der Ueberraschung, des Nicht- fassenkonnens plastischer ausdrücken als durch die Redensart „Maul und Nase aufsperren"? Auch der Ausdruck „Maulaffen feilhalten" hat die gleiche Bedeutung. Luther erklärt „Maulaffe" durch „einen, der das Maul auffperrt". Wir verstehen ihn aber nicht, weil er zu jenen Redensarten gehört, die, ursprünglich in niederdeutscher Mundart gesprochen, durch Übertragung ins Hochdeutsche in ihrem Sinn undurchsichtig geworden sind. Ins Niederdeutsche übertragen, erklärt sich Ursprung und Sinn von selbst: „He hälft Mul open!" (das Maul offen). . „Aehnlich verhält es sich mit der Redensart „Sem Schäfchen aufs Trockne bringen". Auch sie Jagt erft niederdeutsch aus, was sie meint. Denn dann heißt „Schäfchen" - „Schäpke" = „Schiffchen". Sein Schiffchen aufs Trockene bringen bedeutet also: Wieder an Land fein, feinen Erwerb in Sicherheit gebracht haben. — Wenn gegen diese Deutung eingewendet wird, daß Schiffe nicht ihren Zweck erfüllen, wenn sie aufs Trockene gesetzt sind, sondern daß sie geborgen sind, wenn sie den Hafen erreicht haben, so besagt dieser Einwand nichts. Denn auch heute noch wird jedes Fischerboot auf den Strand gezogen, um vor Beschädigungen durch bil Brandung bewahrt zu werden. - Gruppen von Redensarten verdankt die deutsche Sprache bestimmten Berufszweigen. So erhellen sich, wenn man weiß, daß sie aus der Sprache des Weidmannes genommen find; von selbst Redensarten wie: „Auf den Busch klopfen", „Auf die Sprünge ober auf bie Schliche kommen",.,.Wie ein Schießhunb aufpaffen", „Wind bekommen", „Knall und Fall", „Auf etwas anlegen". Auch „einen cm-1 laufen lassen", was soviel wie „jemandem übel be-1 gegnen", ihn „gehörig abfertigen" bedeutet, stammt aus der Sprache des Jägers; er gebraucht den Ausdruck vom Wildschwein, das er auf ben entgegengehaltenen Spieß, bie „Saufeber", laufen läßt. Kartenspielern sind Wendungen geläufig wie „klein beigeben", „Farbe bekennen", „sich nicht in bie Korten sehen lassen". Weil durch bie Feuerwaffen die Kunst bes Fechtens verdrängt wurde, sind Redewendungen unverständlich geworden wie „Nicht gehauen und nicht gestochen", „Jemandem in bie Parabe fahren", „Einem bie Spitze bieten", „Stich halten", „Sich eine Blöße geben". Auch „Bei der Stange bleiben" ist ein Ausdruck der Fechter, beim ber schlechte Fechter unterbricht ben Fortlauf des Kampfes baburch, baß er feine Waffe nicht sofort nach jebem Stoß roieber mit bet Waffe bes Gegners binbet. — Die Schützen „schießen über's Ziel", und wenn sie Armbrustschützen sind „schießen sie den Vogel ab", ber beim Wettschießen an einer hohen Stange befestigt war. Merkwürbigerweise Hot die Redensart „Unter aller Kanone" nichts mit dem Spiel der Waffen zu tun. Sie stammt aus der Schülerfprache. „Kanone" ist bewußte oder unbewußte Entstellung aus „Kanon". Was unter allem Kanon war, war unterhalb jedes Maßstabes, war also ganz und gar schlecht. Mit „Kanone" dagegen hängen die „Kanonenstiefel" zusammen; das französische „canon“, das italienische „cannone“ heißt wörtlich „großes Rohr" Oft erklären sich auch Redensarten aus volkstümlichen Bräuchen. Einst war es Sitte, daß nur verheiratete Frauen eine Haube tragen durften; junge Mädchen trugen einen Kranz im Haar. Heirateten sie, so kamen sie „unter die Haube" Die Hochzeitshauben ber Bräute waren befonbers kumt- voll geschmückt unb mit einer großen Zahl kleiner, glitzernber Plättchen bebeckt. Ein altes Wörterbuch aus bem 18. Jahrhunbert erklärt bazu, baß ,bie jungen Frauen bie mit Flittern gezierten Hauoen unb Bänblein noch eine zeitlang nach ber Hochzeit trugen", also währenb ber „Flitterwochen" Kein anberer als Goethe scheint eine Rebensart in unsere Sprache eingeführt zu haben, nämlich bie vom „roten Faben", ber sich burch etwas hinburch- zieht. Er verbankt biefes Bilb nicht unmittelbarer Anschauung, sondern feinem Wissen. In ben „Wahl- oerwanbtschaften" roenbet er ben Ausbruck auf Ottiliens Tagebuch an, muß aber vorher bem Leser sagen, was er eigentlich meint: „Wir hören von einer befonberen Einrichtung bei ber englischen Marine Sämtliche Tauwerke bei ber königlichen flotte, vom stärksten bis zum schwächsten, sind bergejtalt ! gesponnen, baß ein roter Faben durch bas Ganze l'burrfjgebt, ben man nicht herauswinben kann, ohne alles aufzulösen, unb woran auch bie kleinsten Stücke kenntlich sind, daß sie ber Krone gehören. Ebenso zieht sich burch Ottiliens Tagebuch ein Faden ber Neigung unb Anhänglichkeit, der alles verbindet und bas Ganze bezeichnet." Äie lange flauer! ein Kuß? Vor bem Gericht in Olb Bailleh (USA.) stand kürzlich ein Autvdusschaffner unter ber Anklage ber Erregung öffentlichen Aergermsses. Er hatte auf einer Fahrt ein junges hübsches Mädchen geküßt, ganze fünf Minuten; ein Passagier hatte genau nach der Uhr gesehen. Die Sache wurde immer vertagt, einmal, weil die Tatzeugin nicht rechtzeitig aufgefunden werden konnte, dann weil der Zeuge und Beobachter nicht erschienen war, ein drittes Mal, weil kern „Sachverständiger" da war. Jetzt wurde erneut verhandelt. Gegen die Tatsache des Kusses wurde allerdings nicht verhandelt, sondern nur der Länge wegen, und der-Richter hörte sich die Ausführungen des Sachverständigen für Kuß- bzw. Schicklichkeitsfragen geduldig an. Dieser führte, was die Länge eines Kustes betrifft, folgendes aus: Es gibt verschiedene Küsse unb auch verschiebene Zeiten. Zunächst einmal wäre ba ber mütterliche Kuß, er erregt keinen Anstoß unb ist in ber Zeit ben Umständen entsprechend angepaßt. Der väterliche Kuß ist wesentlich kürzer. Dann gibt es den durchaus flüchtigen Kuß zwischen zwei Freundinnen, er ist meistens ganz kurz, ober aber, wenn er länger .bauert als eine Sefunbe, bann ist es ein „Gift- fufc" voller Hinterhältigkeit unb Neid. Weiter gibt es einen Kuß zwischen Männern als Zeichen besonderer Zuneigung und Verehrung, z. B. zwischen Staatsmännern usw., dieser Kuß ist aber hier nicht in Anwendung zu bringen. Um aber zur Sache zu kommen, gibt es bann ben Kuß zwischen Eheleuten, er richtet sich meistens nach bem guten ober weniger guten inneren Verhältnis unb bauert keinesfalls fünf Minuten. Nach biefer Aufführung ber verschobenen Kuß- arten fragte ber Richter, ungebulbig roerbenb, wie lange ber Kuß zwischen einem jungen Mann unb einem jungen Mäbchen bauert. Der Sachverftänbige erging sich in Vermutungen, bie aber von ber Verteidigung des jungen Busschaffners immer wieder entkräftet wurden. Schließlich fragte dann der Richter, wie lange der Sachverständige ein junges Mädchen geküßt habe, als er noch jung war Wo auf dieser kleinlaut zugeben mußte, daß er noch nie ein junges Mädchen geküßt habe. Darauf wurde der anstoßnehmende Zeuge verhört, und bei ihm stellte sich heraus, daß auch er noch nie so richtig geküßt hatte. Der, Verteidiger bes Schaffners erlaubte sich nun bie Frage an ben, Richter, bie von ben Zuhörern mit Beifall ausgenommen würbe. Der Verteibiger fragte, wie lange benn ber Richter, ber hier Recht zu sprechen habe, schon geküßt habe, worauf biefer fein lächelnd sagte, bas wüßte er nicht mehr, ihm schien es heute, als hätte er immer zu kurz geküßt; benn bie Zeit, in ber man bei einem Kuß alle Zeit vergesse, sei leiber lange vorbei. Unter bem Beifall ber Anwefenben würbe ber Busschaffner freigesprochen, befonbers beshalb, weil er feine Kußpartnerin in der Zwischenzeit geheiratet hat. Nachdem das Urteil gesprochen war, ging die junge Frau auf den „Sachverständigen" zu unb gab ihm einen herzhaften Kuh mit ben Worten: „Damit er in künftigen Prozessen wisse, daß man beim Küssen niemals nach der Uhr sehe!" N. I. Zeitschriften — Wie man Singapore in. Besitz nahm, wie man es befestigte, und was diese modernste Werft ber Erbe, deren Ausbau rund 140 Millionen Mark | kostete, heute für England bedeutet, erzählt ein ! fesselnder Sonderbericht mit Bildern im neuesten Heft der „S i r e n e". — Ein großer Artikel zeigt uns einen „Schutzraum, wie er fein soll". Durch die Schaffung dieses Schutzraumes bewies der Landrat des Kreises Teltow weitestgehendes Verständnis für die Forderungen des Selbstschutzes. Der reich- bebilderte Bericht zeigt die vorbildliche Schutzraumanlage im Kreishaus, die bereits heute das Ziel zahlreicher beamteter Teilnehmer an Luftschutzlehrgängen, vieler Industrieller unb Behorbenvertreter i ist, die hier für bie eigene Praris Erfahrungen ! sammeln wollen. — Weitere Artikel wie „... unb | morgen große Luftschutzübung" sowie „Luftschutz im ' grünen Herzen Deutschlanbs" bereichern biefes in- ; tereffante Heft ber Luftschutz-Illustrierten mit ben Mitteilungen des Reichsluftschutzbundes. £od>fd)u1nad)rid)fen. Der ordentliche Professor der Astronomie an ber Universität Heidelberg und Direktor der Badischen Landessternwarte auf dem Königstuhl, Dr. phil. nat. Heinrich Vogt, hat ben an ihn ergangenen Ruf als Direktor an bas Astrophysikalische Observatorium in Potsbam unb als orbent« licher Professor an bie Universität Berlin abgelebt. Lpd. Frankfurt a. M, 8. Mai. Der „Tag des Deutschen Handwerks- erreichte am Sonntagmittag mit einer Kundgebung in der Festha11e seinen Höhepunkt. Nach dem Fahneneinmarsch begrüßte Gauamtsleiter Pg Garner (Frankfurt am Main) zahlreiche Ehrengäste aus Partei Und Staat. Sein besonderer Gruß galt den Handwerkern aus Oesterreich, die zum ersten Male nicht als Gäste, sondern als deutsche Handwerkskameraden an der Tagung teilnehmend ferner die Handwerksvertreter aus 16 europäischen Staaten. Anschließend entbot Gauleiter Reichsstatthalter Sprenger den Handwerkern den Willkommensgruß des Gaues Hessen- Nassau in der Stadt des deutschen Handwerks und gab seiner Genugtuung über die vollzogene Einigung im Handwerk Ausdruck. Reichswirtschastsmimster Funk überbrachte dann die Grüße des Führers und des Ehrenmeisters hes deutschen Handwerks, des Generalfeldmarschalls Hermann Goring und sprach dann über die Stellung und die Aufgaben des Handwerks im nationalsozialistischen Staat. Dr. Ley begrüßt auf dem Reichshandwerkertag in Frankfurt a. M. Hanbwerkergeseyey, die -u dem Handwerkertag Ltzkommeg waren, w tzScherl'LMerdiLgtz'WH Stabschef Lutze gibt den Marschbefehl zur ersten Wiederholungsübung für das SA.-Sportabzeichen Anschauung unmittelbar dem jungen Menschen die Grundlagen wirtschaftlichen Denkens beigebracht. Das Handwerk ist und bleibt zusammen mit dem Handel und der Landwirtschaft der Grund st ock de s felbftänbigen M i 11 e l st a n d e s in unserer Volksgemeinschaft, der die Stufe des sozialen und wirtschaftlichen A u f st i e g s für den einzelnen bildet. Die Deutsche Arbeitsfront soll eine Gesin- nungs- und Leistungsgemeinschaft aller in der Wirtschaft tätigen Menschen herbeiführen und in dieser Gemeinschaft den sozialen Frieden sichern. Der n a - tionalsozialistische Staat bestimmt bte Formen und den Inhalt des politischen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Lebens der Volksgemeinschaft. Die Deutsche Arbeitsfront will den arbeitenden Menschen in seiner Arbeit glücklich machen, sie will seinen Arbeitsplatz verschönern, ihn zur Liebe zu seiner Arbeit erziehen, den Kameradschaftsgeist in den Betrieben pflegen und durch Ge- meinschaftsorganisationen dem arbeitenden Menschen, ganz gleich ob Unternehmer ober Arbeiter, Erholung, Wissen unb Lebensfreube vermitteln Auf biefer Grundlage wird eine erfolgreiche und reibungslose 3ufammenar"beit zwischen Arbeitsfront und Staat erreicht werden, indem beide im Rahmen ihrer gesonderten Aufgaben dem gemeinsamen Ziele dienen, der Herbeiführung einer Einheitsfront aller in der Wirtschaft tätigen Menschen in einer, nämlich der nationalsozialistischen Gesinnungs-und Arbeitsgemeinschaft, um Führer Unb Volk zu bienen unb burch Arbeitsfreube unb Arbeitskraft bie Arbeitsleistung immer mehr zu steigern. So muß es auch im deutschen Handwerk werden. Und gerade dieser Tag des Deutschen Handwerks steht im Zeichen dieses Gemeinschaftsgeistes. Von ihm soll eine neue Epoche der Handwerkspolitik im Deutschen Reiche 1 ausgehen, zum Segen des deutschen Handwerks und und deren Eigenschaften vertraut macht. Eine Ratio- nalifierung unb Steigerung des handwerklichen Produktionsprozesses bedeutet es auch, wenn das Handwerk allgemein zu einer zweckmäßigen Buchführung übergeht, die es dem Meister ermöglicht, Kosten und Erlös genau zu überblicken. Der Appell zum Export gilt auch für bte dazu geeigneten Handwerkszweige. Die Schwierigkeiten werden durch eine zweckmäßige Organisation überwunden werden. Man rechnet für 1938 bereits mit einer Exportquote des Handwerks von 150 Millionen Mark. . Mit besonderer Freude habe ich bei meinem Amtsantritt eine Vorlage vorgefunden, durch die die Altersvetsorgung für das Handwerk geregelt werden soll. Ich werde mich dafür ein* etzen, daß alsbald auf gesetzlichem Wege eine Regelung eintritt, durch die der Handwerker vor unver- chuldeter Not im Alter geschützt wird. Man darf aber nicht übersehen, daß gerade die Frage der Allersversorgung, nicht allein beim Handwerk ! andern im allgemeinen, außerordentlich große finanzielle Belastungen in sich schließt und daß zunächst einmal sehr genau geprüft werden muß, inwieweit die deutsche Wirt- chaft auf die Dauer solche Belastungen tragen kann. Es muß einmal mit allem Nachdruck betont werden, daß bei allen gewaltigen Leistungen, die der Nationalsozialismus vollbracht hat, es auch Grenzen gibt und daß es nicht im Bereiche menschlicher Kräfte liegt, ein Volk und Land aus tiefster Not unb Ohnmacht zu Gröhe, Freiheit und Ehre emporzuführen, ohne daß dafür a u ch O p f e r gebracht werden müssen. Wir können nicht alles mit einem Male erreichen, und es kann niemand von uns verlangen, daß wir mit Deutschlands Große und Macht auch zugleich den Himmel auf Erden schaffen, obwohl das Glück und die Wohlfahrt des Volkes uns bei all unserem Denken unb Handeln stets als höchstes und letztes Ziel vor Augen steht. So wollen wir auch alles tun. daß auf dem alten Boden des deutschen Handwerks wieder neues Leben erblüht und das Handwerk wieder zu dem Quell deutscher Kraft wird, der es durchs die Jahrhunderte gewesen ist." Der klaren Forderung des Führers entsprechend war der Erziehungsgrundsah der SA. von jeher: die seelische, geistige unb körperliche Wehrhaftmachung des ganzen deutschen Volkes. Treue, Kameradschaft, Hilfsbereitschaft und der Glaube an die Idee, das sind seelische Tugenden, wissen um die nationalsozialistische Bewegung, Wissen um die deutsche Geschichte, das sind Tugenden des Geistes, Gesundheit, Gewandtheit, Zähigkeit und Ausdauer, das sind körperliche Tugenden. Erst das harmonische Zusammen- klingen dieser Tugenden schasst den wehrwilli- gen und wehrfähigen deutschen Mann. Ausgehend von dieser Erkenntnis hat der Führer deshalb seine erste Verfügung erweitert und dabei klar zum Ausdruck gebracht, daß, da der neue Staat ein widerstandsfähiges hartes Geschlecht verlangt, neben die weltanschauliche Ausrichtung des Geistes eine kämpferische Ausbildungde s L e i • b e s durch einfache, nützliche und natürliche Körper» Übungen treten muß- Um zu erreichen, daß die Wehrtüchtigkeit des Trägers des SA.-Sportabzei- chens bis ins hohe Alter erhalten bleibt, hat der Führer darüber hinaus angeordnet, daß der Besitz des SA.-Sportabzeichens von der Ableistung bestimmter Wiederholungsübungen abhängig gemacht wird. Aus alledem geht hervor, daß der Wehrsport, wie ihn die Leistungsbestimmungen zum Erwerb des SA.-Sportabzeichens vorsehen, nicht die Angelegenheit einiger weniger Spitzenkönner sein kann, sondern zum Gemeingut des gesamten deutschen Volkes werden muß. Der Wehrsport hat also nicht die Spitzenleistungen des einzelnen, sondern die gute Leistung einer Gemeinschaft zum Ziel und ist deshalb ausschließlich auf Breitenwirkung abgestellt. Aufgabe des Wehrsports kann es nicht sein, Sensationen zu schaffen, sondern wir wollen mit ihm die Freude an der eigenen Leistung wecken. Darum heißt unsere Parole nicht Zuschauer, sondern A k t i v i st e n. Dabei kommt es selbstverständlich darauf an, diesen Aktivismus nicht nur für eine kurze Zeitspanne des Lebens zu wecken — wir wollen ihn erhalten für die Zeitspanne im Leben des Mannes, die eine körperliche Betätigung überhaupt erlaubt. Bereits im Elternhaus, in der Schule, im Jungvolk muh der W e h r w i l l e geweckt und gefördert werden. In der Hitler-Jugend, in der SA. und den weiteren Gliederungen der Bewegung soll erstmalig die Wehrfähigkeit vorbereitet unb erprobt werben. Die Reichsowaliis atwnsleiter £ r. Ley dankte dem Reichswirtschaftsminister für die ausgezeichneten Ausführungen unb betonte, daß es nur auf den guten Willen ankomme, um die gesteckten Ziele zu erreichen. Dann fuhr er fort: Wir predigen nicht umsonst, daß Wohlstand unb Glück des einzelnen abhängig sind vom Gedeihen des Volkes, abhängig von dem Selbstbehauptungswil- . len, den dieses Volk besitzt. Der einzelne bedeutet ' dem Schicksal gegenüber nichts, nur die Gemeinschaft ist eine Macht. Daher ist unsere Bewegung der absolute Feind jeder Spaltung. Wer sich irgendwie eigensüchtig als Klasse, Beruf ober Gruppe absondert, wer nach klassenkämpferi- schen ober berussstänbischen Gesichtspunkten hanbelt, ist unser Feinb. Wir müssen baher auch begreifen lernen, baß wir bie Tradition der Vergangenheit . wohl achten und ehren, aber niemals überschätzen. Wollen mir eine große Gesinnungs- und Leistungsgemeinschaft sein, dann haben wir wohl ein gewisses Eigenrecht des einzelnen Berufes zu achten — aber wenn die Interessen der Nation in Gefahr sind, bann müssen wir energisch erklären: „Bis hierher und nicht weiter!" Die zweite Voraussetzung für unseren Willen zur Selbstbehauptung ist die Leistung. Wenn wir den Platz an der Sonne haben wollen, dann müssen wir Höchstleistungen vollbringen. Daher wollen wir auf dieser Erde ein hartes Leben, einen heiligen Kampf. Die Zeit des Schlafrocks unb ber Zipfelmützen ist vorbei. Uns deucht ein bequemes Leben nicht schön, wir wollen Kamps. Je mehr Hindernisse es zu überwinden gibt, desto härter wird unsere Generation. Ich könnte mir kein besseres Vorbild als das Hanb- werk denken, wenn es gilt, unserem Volk das Bei spiel einer Leistungsgemeinschaft zu demonstrieren. Hat das Handwerk ein Anrecht auf bas, Leben, dann muß es fortfahren, Höchstleistungen zu vollbringen. Ein edler Wettstreit mit der Industrie wird feine schöpferischem Kräfte wecken, niemals aber ein Kamps gegen die Industrie. Die Leistungsgemeinschaft hat im Handwerk ihre Wurzeln und so will ich benn, daß auch unsere Berufserziehung ihre Wurzel im Handwerk habe Die Beruf s w e 111 ä m p f e müssen im Handwerk ihre Heimat finden. Heute schon haben sich an unserem großen Berufswettkampf drei Millionen beteiligt und 200 000 Betriebe sind in den Leistungswettkampf eingetreten. In einigen Jahren muß das ganze Reich eine edle Sport- und Leistungsgemein- schäft fein! Die Lebensfreude ist bie dritte Voraussetzung jeden Selbstbehauptungswillens, lieber allem aber, so rief Dr. Ley unter rauschendem Beifall aus, steht die Gemeinschaft, die Ehre unb ber Wille Adolf Hitlers! Gauamtsleiter Pg. Garner schloß die Kundgebung mit Dankesworten an Reichswirtschaftsminister Funk und Reichsorganisationsleiter Dr. Ley. Sein Gelöbnis, bas Handwerk werbe in der Volksgemeinschaft am Aufbau mitwirken, klang aus mit dem Gruß an den Führer. Im Handwerk, so sagte er, finden wir eine glückliche Verbindung von Arbeit und B e - sitz, zwei Begriffe, die der Nationalsozialismus zu einer ganz besonderen Bedeutung erhoben hat. Die Arbeit ist für uns das Grundelement des Staats» lebens. Aus der Arbeitsgemeinschaft erwächst die Volksgemeinschaft, der wir alle ohne Ausnahme verpflichtet sind. Der durch Arbeit gewonnene Besitz, das Privateigentum, ist für uns ein unan« ta ft bares G u t des Volksgenossen, das er zum Wohle der Gesamtheit zu verwenden hat. Die deutschen Menschen sollen nicht von Renten, sondern von ber Arbeit leben. Der Hanb- roertsmeifter ist Arbeiter unb Eigentümer zugleich. Er erfüllt bamit eine hoppelte Funktion in ber Volksgemeinschaft unb der nationalsozialistische Staat hat deshalb eine besondere Pflicht, das Handwerk zu fördern. Eine Reihe von Produktionsleistungen von entscheidender Bedeutung für bas tägliche Leben unb bas Funktionieren der Volkswirtschaft können roeber von Inbustrie, Hanbel ober Lanbwirtschaft allein vollbracht werben, währenb bas Hanbwerk auf einer Reihe von Probuktions- Berlin, 8. Mai. (DNB.) Im Berliner Lust- garten gab Stabschef Lutze am «Sonnfagmorgen nach einer Ansprache über Sinn unb Bedeutung des SA.-Sportabzeichens den Marschbefehl zur ersten Wiederholungsübung aller Träger dieses vom Führer zur Pflege der Wehrhaftigkeit des deutschen Volkes gestifteten Leistungszeichens. Zur gleichen Stunde waren im ganzen Reich die Trager des SA.-Sportabzeichens angetreten, denen_ der Rundfunk die Ansprache des Stabschefs übermittelte. Wer im Besitz des einmal erworbenen Ab- Zeichens bleiben will, muß sich bis zum 4 0. Lebensjahr alljährlich einer Wieder- hvlungsübung unterziehen, um den Beweis feiner fortdauernden körperlichen Leistungsfähigkeit zu erbringen. Im Lustgarten, in besten Mitte sich noch ber riesige Maibaum erhebt, waren mehr als 17 000 Berliner SA.-Sportabzeichenträger mit Musik- unb Spielmannszügen aufmarschiert, barunter 10 850 SA -Männer unb 6600 Angehörige ber übrigen ©lieberungen ber Partei sowie Volksgenossen, die das Abzeichen in den SA.-Sportabzeichen-Gemein- schasten erworben haben. Vor der Freitreppe des Alten Museums, von der Stabschef Lutze sprach, hatte ein Sturm der SA.-Standarte „Felbherrn- Halle" Aufstellung genommen. Auf den Stufen standen die Feldzeichen der an der Kundgebung beteiligten SA.-Standarten sowie die Traditionsfahnen der Stürme, die die Namen der Berliner Blutopfer der SA. tragen. Punkt 8 Uhr traf der Stabschef in Begleitung des Leiters des Amtes für körperliche Ertüchtigung in der obersten SA.- Führung, Brigadeführer Michaelis, im Lustgarten ein. Ein Standartenführer trug Gerhard Schumanns „Verpflichtung der Kämpfer" vor. Hierauf nahm Stabschef Lutze das Wort. Er erklärte u. a.: Am 28. November 1933 hat der Führer die. Verfügung über die Stiftung des SA.-Sportabzeichens erlassen. Zunächst war das SA.-Sportabzeichen nur für die SA. gedacht und bestimmt. Der Kampf der SA. war immer ein Appell an die Herzen des Volkes, ein Appell an die beständigen Werte der Nation, d. h. er war immer — und wird dies auch immer fein — Dienst am deutschen Volk und für das deutsche Volk. So mußte auch das SA.- Sportabzeichen einen größeren Wirkungsbereich erhalten: das ganze deutsche Volk. Die SA., die neben ihrem großen und ewigwährenden weltanschaulichen Auftrag bie wehrs portliche Ertüchtigung bes beutschen Volkes auf ihre Sturmfahne geschrieben hat erfüllt hiermit eine Forberung, bie ber Führer schon lange vor ber Machtübernahme dem deutschen Volk klar umrissen hat. Der Tag -es deutschen Handwerks. Heichsw-rtschagsminister Funk und NeichsorganifationsletterOr.Ley sprechen in Franksur über -ie Stellung -es Handwerks in der deutschen Leistungsqemeinschast. Wehrfertigkeit wirb ber junge Mann ; während seines Dienstes in der deutschen Wehrmacht erlernen müssen, währenb die Erhaltung ber Wehrtüchtigkeit wiederum eine Angelegenheit der SA. sein muß. Im Wehrsport kann es keine altersmäßig abgestuften Begriffe geben, die aktiv und inaktiv unterscheiden, es kann kein Ausruhen des 30- ober 35jährigen Mannes auf ben Lorbeeren geben, bie er sich als Sportler in feinem 20. ober 25. Lebensjahr erringen konnte. Vielmehr lautet bie Forberung ber nationalsozialistischen Ibee an ben wehrfähigen Teil Des deutschen Volkes: Weltanschaulich? Ausrichtung des Geistes und kämpferische Ausbildung des Körpers. Das SA.-Sportabzeichen soll das Symbol fein für diese beiden Leistungen. Durch Eichenkranz, Hakenkreuz und Schwert werden drei Begriffe versinnbildlicht: Das Eichenlaub ist der würdige, einfache Siegespreis für die gezeigten Leistungen und bas Symbol beutfcher Urkraft: bas Hakenkreuz, bas bie Weltanschauung unb damit die hohen ethischen Werte in sich birgt, die mir errungen und erneuert haben und die dem deutschen Volk seinen Weg in das tausendjährige Reich weisen. Und das Schwert, das dem Träger die Verpflichtung auf» erlegt, mit feiner Kraft und seiner Einsatzbereit- fchaft, mit seinem Opferwillen und seinem Mut das Banner des Dritten Reiches, die Ehre und Freiheit, das Blut und ben Boden des deutschen Volkes zu schützen und zu verteidigen. In diesem Geist stehen in allen Gauen unseres Deutschen Reiches über eine Million deutscher M ä n n e r in dieser Stunde bereit, nach dem Willen des Führers durch die Ableistung einer wehrsportlichen Hebung sich für ein weiteres Jahr den Besitz des SA.-Sportabzeichens zu erkämpfen. Professor neben Straßenarbeiter, Beamter neben Handwerker, Städter neben Bauer, Direktor neben dem Werkarbeiter, der 60jährige neben dem 18jährigen, der Saarländer neben dem Ostpreußen, ber Schleswig- Holsteiner neben bem Hochlänber, kurz: eine wirkliche, ja bie schönste Volksgemeinschaft: Kopf unb Hanb — gleich Faust unb Stirn, unb gleich setzt ihr euch in Bewegung, um eine noch schönere Einheit zu schaffen: Weltanschauung unb körperliche Kraft. Marschiert weiter so, meine Männer, unb bie Abseitsstehenben, halt sie herein in eure Reihen, unb bann marschiert alle gemeinsam in ein großes, starkes, freies Deutfch- lanb bis in alle Ewigkeit. Dann erteilte ber Stabschef ben Marschbefehl an bie im Lustgarten, auf anberen Plätzen Berlins unb im ganzen Reich angetretenen Einheiten, bie I unter ben Klängen des Tarschliedes „Em junges Volk steht auf..." zur Wiederholungsübung ab» rückten, die überall einheitlich in einem 15-Kilo- meter-Marfch ohne Gepäck bestand. trag des Handwerks zum Arbeitseinsatz auf lange Sicht. Durch den Einsatz aller verfügbaren Kräfte im Betrieb selbst und in der Familie, durch die Steigerung ber eigenen Arbeitsleistung kann vor allem in den Handwerkszweigdn, in denen der Facharbeitermangel sich besonders, fühlbar macht, .noch manches getan werden, um eine größere Ergiebigkeit der Arbeitsleistung zu erzielen. Heute besteht auch für das Handwerk das Gebot, nach Möglichkeit durch arbeitssparende Maschinen bie Leistung zu steigern. Es ist nur im Interesse der davon Betroffenen, wenn die zuständigen Stellen sich darum bemühen, die nicht rentablen und ausgenutzten Handwerkerbetriebe zu veranlassen, sich als Facharbeiter zur Erfüllung des Vierjahresplanes zur Verfügung zu stellen. Daß dieser Prozeß erfreulicherweise bereits im Gang ist, ergibt sich daraus, daß 1936 und 1937 die Zahl der Handwerksbetriebe im ganzen um 90 448 gesunken ist. Die zweite Aufgabe im Rahmen des Vierjahres- Slans liegt in ber Mithilfe bes Hanbwerks bei ber mftellung in ber Rohstoffwirtfchaft. Die trabitionsgebunbene Technik bes Handwerks schließt nicht aus, daß das Handwerk sich die neuen Produktionsverfahren und neuen Werkstoffe zu eigen macht, die ber technische Fortschritt ihm zur Verfügung stellt. Es wird vor allem auch darauf ankommen, daß der Handwerker die Verbraucher mit den neuen Werkstoffen, neuen Verfahren des deutschen Volkes. In 1,6 Millionen Handwerksbetrieben waren ungefähr 4,65 Millionen Menschen beschäftigt, so daß die Gesamtzahl aller Beschäftigten im Handwerk über ein Drittel aller in Handwerk unb Inbustrie zusammen tätigen Personen ausmache. Rechne man hierzu noch bie Familienangehörigen, so könne festgestellt werben, baß mehr als ein Siebtel ber gesamten Bevöl kerun g zum Hanb- werk gehöre unb von ihm lebe. Mit Einschluß ber gezahlten Löhne unb der Vergütung des Betriebs- Inhabers für eigene Leistung stehe bas Handwerk mit einer Wertschöpfung von 6 Milliarden Reichsmark an sehr beachtlicher Stelle innerhalb ber gesamten volkswirtschaftlichen Wertschöpfung, an der es mit rund einem Zehntel beteiligt sei. Die Lohnsumme des Handwerks mit rund 3 Milliarden könne sich sehr wohl neben der ber Inbustrie sehen lassen, bie im vergangenen Jahre über 12 Milliarben RM. Lohne gezahlt habe. Die Hanbwerksumsätze kämen heute an ben Höchststand im Jahre 1929 heran: das Krisentief fei um rund 100 v. H. überschritten. Dank seiner besonderen Eigenart unb seiner besonderen Stellung in der Wirtschaft kommen bem Handwerk im Rahmen bes Dierjahres- planes, ber ben Einsatz aller Kräfte erfordert, befonbere Aufgaben zu. Eines ber wichtigsten Pro- bleme bes Dierjahresplanes ist heute bie Frage ber ausreichenben Versorgung mit Arbeits - Kräften. Die Lehrlingsausbildung ist ter BÄ* gebieten allein ben Markt beherrscht Als schlagen- es Beispiel hierfür erwähnte Reichsminister Funk die Nahrungsmittelversorgung ber Großstädte. Dies gelte überall, wo zwischen Erzeuger und Verbraucher ein besonders enger persönlicher Kontakt bestehe, wie etwa dem Friseurgewerbe, dem Schneider- und Putzmacherhandwerk. Die als Anbrin- gungs» und Reparaturgewerbe bezeichneten Handwerkszweige bewiesen schließlich, daß Industrie und Handwerk sich auf das Beste ergänzen. Einem großen Teil unserer gelernten Arbeitskräfte in der gewerblichen Produktion, die nach wie vor das Fundament der Wirtschaft bilden, ist das Handwerk von je die berufene Ausbildungsstätte. Denn gerade der handwerkliche Betrieb mit seinem engen persönlichen Zusammenhang zwischen Meister unb Lehrling ist feiner Natur nach befonbers geeignet, bie heranwachsenbe Generation zur Arbeit zu schulen. Im Hanbwerksbetrieb ist ber Meister in einer Person Produzent, Kalkulator, Einkäufer und Verkäufer. Und so werden hier durch Beispiel und Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberbeffen) Nr. WZ Drittes Blatt Montag. 9. Mai W58 Gute Lagdbilanz der Kreise Gießen und Kriedberg. Lagerappell und Trophäenschau in Gießen. Am gestrigen Sonntag veranstaltete die Deutsch» Jägsrschast der Kreise Friedberg und Gießen in den Räumen des Gesellschaftsoereins (Club) einen Jägerappell, mit dem die durch das Reichs- jagdgesetz oorgeschriebene Trophäenschau verbunden war. Der Jägerappell wies einen so starken Besuch auf, daß der Saal des Club bis zum letzten Platze besetzt war. Der Leiter des Appells, Gaujägermeister Nicolaus (Gießen), konnte als Vertreter des Landesjägermeisters den Oberforstrat Schlich (Darmstadt), als Vertreter der Stadt Gießen Oberbürgermeister Ritter, und als Vertreter des Standortältesten Hauptmann Dreyer begrüßen. Er wies dabei auf die starke Förderung hin, die der Jägerei durch den Landesjägermeister, Gauleiter Sprenger, wie auch durch die Wehrmacht und im Bereiche der Stadt Gießen ' durch Oberbürgermeister Ritter bisher stets zuteil aeworden ist. Dann betonte er den ideellen Zweck der Jägerappelle, der auf Vertiefung der Jagdkameradschaft und der jagdlichen Weiterbildung gerichtet ist. , Anschließend berichtete Kreisjägermeister R o t t - mann als Vorsitzender des Beautachtungsaus- fchusfes über die Bewertung der in der Ausstellung gezeigten Jagdtrophäen des verflossenen Jagdjahres. Er stellte dabei in den Vordergrund, daß der Hegeabschuh im verflossenen Jahre in den beiden Jagdkreisen ganz vorzüglich gewesen ist und in jagdlicher Hinsicht große Fortschritte, besonders im Kreise Gießen, zu verzeichnen sind. Oberforstrat Schlich (Darmstadt) überbrachte sodann die Weidmannsgrüße des Landesjägermeisters, Gauleiter Reichsstatthalter Sprenger, der durch den Reichshandwerkertag in Frankfurt a. M. am Erscheinen verhindert war. Ferner lobte er ebenfalls die vortreffliche weidgerechte Ausübung der Jagd durch die Jägerschaft der Jagdkreise Gießen und Friedberg. Sodann machte er im Auftrage des Landesjägermeisters Mitteilung von der Erledigung eines Konfliktes, in den der Friedberger Kreisjägermeister Sarnes vor längerer Zeit verwickelt war und der dazu geführt hatte, daß Kreisjägermeister Sarnes von diesem Amt zurücktrat. Die eingehenden Untersuchungen hätten ergeben, daß die gegen Kreisjägermeister Sarnes erhobenen Bvrwürfe völlig unbegründet seien. Daher habe der Landesjägermeister angeordnet, daß Kreisjägermeister Sarnes sein Amt als Kreisjägermeister für den Kreis Friedberg in allen Ehren wieder übernehme. (Diese Mitteilung wurde von den Jägern mit starkem Beifall begrüßt.) Kreisjägermeister Sarnes habe aber tm Hinblick auf sein Alter und auf andere persönliche Verhältnisse gebeten, ihn doch von diesem Amt zu befreien. Diesem Wunsche habe dann auch der Landesjägermeister entsprochen, sich jedoch vorbehalten, Kreisjägermeister Sarnes an anderer Stelle als Weidgenosse für besondere Aufträge zu verwenden, ihm auch das Recht zum Tragen der Kreisjägermeister- Uniform zuerkannt. Mit dem Dank an den scheidenden Kreisjägermeister Sarnes, im Auftrage des Landesjägermeisters, verknüpfte Oberforstrat Schlich die Mitteilung, daß als Kreisjägermeister für den Jagdkreis Friedberg der Erbhofbauer Karl Hensel (Dortelweil) vom Landesjägermeifter berufen worden fei. Unter Hinweis auf die großen Ereignisse unserer Zeit schloß Oberforstrat Schlich seine Ansprache mit dem Horrido auf beit Reichsjägermeister, Generalfeldmarschall Göring. Gaujägermeister und Kreisjägermeister für den Kreis Gießen, Nicolaus, bat den Vertreter des Landesjägermeister, diesem die Weidmannsgrüße der. Jägerschaft der beiden Kreise und die Versicherung der treuen Gefolgschaft zu übermitteln. Dann richtete er herzliche Worte des Dankes und des Glückwunsches an die Weidgenossen Sarnes und Hen - s e l. Hierauf gab er die Ehrungen bekannt, die aus der Trophäenschau für eine Anzahl Reviere (vgl. weiter unten) zuerkannt wurden. Mit einigen weiteren instruktiven Mitteilungen und mit der Aufforderung an die Jägerschaft, im Jagdgebrauchshundeverein für Oberhessen als Mitglieder vollzählig mitzuwirken, schloß Gaujägermeister Nicolaus seine Ansprache. Dann wurde mit Jagdhörnern in feierlicher Form die Jahresstrecke Verblasen. Hierauf machte Gaujägermeister Nicolaus die Mitteilung, daß die Spende der I ä g e r s ch a f t für das WHW. in den beiden Jagdkreisen im verflossenen Jahre folgendes Ergebnis brachte: Jagdkreis Gießen: 72 Stück Rehwild, 194 Hasen, 1 Fasahnenhahn und 15 Mark Bargeld: Jagdkreis Friedberg: 4 Stück Rotwild, 17 Stück Rehwild, 166 Hasen und 45 Mark Bargeld. Mit dem freudig aufgenommenen Gruß an den Führer wurde sodann der Jägerappell geschlossen. Am Abend vereinigten sich die Jäger noch zu einem gemeinsamen frohen Schüsseltreiben und unterhaltsamen Kameradschastsabend. Die Trophäenschau. In den oberen Räumen des Clubs waren die Jagdtrophäen der beiden Jagdkreise vom verflossenen Jagdjahr in übersichtlicher Anordnung ausgestellt. Der Besucher konnte hier klar erkennen, daß gegenüber früheren Trophäenschauen diesmal wieder erhebliche und überzeugende Fortschritte der weidgerechten Ausübung der Jagd unter Beweis gestellt wurden. Die Ergebnisse der beiden Kreise waren in getrennter Raumanordnung ausgestellt. In beiden Abteilungen konnte man aber einwandfrei erkennen, daß unsere heimische Jägerschaft den Abschuß streng nach den Erfordernissen der Ausartung des Wildbestandes durchgeführt hat. So ist es denn auch erfreulich, daß unter diesem Gesichtspunkt der Abschuß im Jagdkreis Gießen zu 9 4 v. H. und im Jagdkreis Friedberg zu 91 v. H. weidgerecht mit dem Ziel der Ausartung durchgeführt wurde. Dadurch sind auch im verflossenen Jahre in weitestem Ausmaß die schlechten und kümmlichen Stücke Wild, die der Jäger als. Artverderber ansieht, ausgemerzt worden, zum Nutzen eines guten Bestandes, während, in früheren Jahren nur etwa 70 v. H. des Abschusses den Erfordernissen der Ausartung entsprachen. Der Abschußplan, der bekanntlich zu Beginn jedes Jagdjahres aufgestellt wird, wurde im Jagdkreis Gießen zu 88,7 v. H. erfüllt, im Jagdkreis Friedberg zu 86,8 v. H. Als äußere Zeichen der Anerkennung wurden Pl a k et t e n zuerkannt. Davon erhielten im Jagdkreis Gießen: Eine Goldene Plakette das Revier Rabenau für 40 richtig abgeschossene Böcke; je eine Silberne Plakette für 18 richtig abgeschossene Böcke das Revier Wieseck-Hangelstein und für 12 richtig abgeschossene Böcke das Revier Annerod-Fernewald: je eine Bronzene Plakette das Revier Staatsjagd Reinhardshain mit 12 und die Regiejagd Laubach mit 10 richtig abgeschossenen Böcken. Im Jagdkreis Friedberg, in dem die Verhältnisse erheblich anders liegen, erhielten: eine Silberne Plakate das von Franckensteinsche Revier mit 10 richtig abgeschossenen Böcken, eine Bronzene Plakette die Regiejaad Friedberg mit dem anschließenden Bönstäüter Revier mit 11 richtig abgeschossenen Böcken. (Aufnahme: Neuner, Gießener Anzeiger.) Links: Forstbeamter und Forststudent bei der Besichtigung. Rechts: Solch- Artverderber (schlechtes Gehörn ist dafür kennzeichnend) müssen abgeschasien werden. Aus der Stadt Gießen. 3m Vorbeigehen In einer heißen Maienstunde, mit Sonne auf dem weiten Platz. Wir bleiben einen Augenblick stehen, der gute Bekannte und ich. Wir sind so froh über die Sonne. Jeder Meysch ist froh über die Sonne, glaube ich, in diesem Mai zumal. Nicht weit von uns steht ein Wagen. Schwarzer Lack, Nickelbeschläge, dunkelrotes Leder. Er sieht sehr neu und vornehm aus, er trägt das Zeichen der weltberühmten Fabrik. Eine junge Dame sitzt neben dem Steuer, ein junger Mann hat sich eben neben sie gesetzt. Er trägt einen leichten Hellen Filzhut, die Frau ein entzückendes Stroh-Hütchen, flach, mit noch entzückenderen Blümchen. Die junge Frau ist ein wenig blaß, aber sehr hübsch. Und der junge Mann beugt sich zärtlich zu ihr, sieht ihr in die Augen, flüstert ihr etwas zu, sie lächelt, der Wagen gleitet davon: Der Platz liegt glühend, leer. Es war eine kleine Szene. Sie wirkte beneidenswert. Ich sagte es. Mein Freund lächelte, aber es war ein trauriges Lächeln. Nein, sagte er langsam und sehr nachdenklich, man soll niemand beneiden. Es ist schrecklich dumm, neidisch zu sein. Gegen Zahnstein*Ansatz Chlorodont die Qualitäts - Zahnpaste Ich wollte widersprechen, wollte sagen, daß es nicht so gelbneidisch gemeint sei, tote er das wohl glaube, sondern nur... Ja, sagte er, natürlich, ich verstehe dich. Man sieht manchmal solches Glück und erträumt es sich selbst. Ich kenne das Paar. Sie sind jung verheiratet, die beiden. Sie lieben sich sehr, du hast es gesehen. Es stimmt alles. Aber was du nicht weißt und ich nur weiß, weil ich mit dem Mann zur Schule gegangen bin und ihn heute noch ab und an treffe, ist dies: Seine schöne junge Frau ist krank. Der Arzt hat ein Leiden festgestellt, das wenig Hoffnung für sie läßt. Er hat es ihr nicht gesagt, wie sollte er auch. Aber er hat den Mann aufgeklärt. Vielleicht wird die Frau gerettet, wir wollen es hoffen, obwohl es nicht danach aussieht. Ich weiß auch zufällig, daß die beiden.jetzt wieder zum Arzt fahren. Hast du gesehen, wie sie lächelte? Der Mann hat ihr sicher mit einem Scherz über den schweren Weg hinweggeholfen. Nein, glaub mir nur, es ist schon dumm, neidisch zu jein. Ich glaubt? es. r. k. Dornotizen. Tageskalender für Montag. NSDAP. Gießen-Nord: 20.30 Uhr Zellenbespre- chungen. — Gloria-Palast, Seltersweg: „Kleiner Mann ganz groß". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Signal in der Nacht". — Wettbewerb HI.-Heim, Gießen: 16 bis 18 Uhr Ausstellung der Entwürfe in der Volkshalle (Empore). — Oberhessischer Kunstverein, Turmhaus am Brand: 17 bis 18 Uhr Ausstellung „Landschaften feiner Heimat" von Richard Walter, Darmstadt. Dr. Ley in Gießen. Der anläßlich des Reichshandwerkertages in unserer engeren Heimat weilende Reichsorganisationsleiter Dr. Ley stattete am Sonntagnachmittag unserer Stadt einen Besuch ab. Reichsorganisationsleiter Dr. Ley verweilte u. a. zur Einnahme einer Fäden hin und her. Vornan von Hedda Westenberger. Copyright by Carl Duncker Verlag, Berlin W 35. 17. Fortsetzung. (Nachdruck verboten!) Marga Montwill weiß nichts zu sagen. Ihre Gedanken' wandern flüchtig zu der Frau, die bis vor etlichen Jahren dieses Mannes Frau war. Ob er wenigstens mit ihr glücklich gewesen ist? Der Doktor setzt jetzt den Hut wieder auf und wirft Marga einen kurzen Blick zu. ,^Vielleicht erzähle ich gerade Ihnen das, weil um Sie Ijerum so e.ne ganz andere Lust ist, als wir st- faust m Eigelstein atmen. Und als Sie heute mittag bet Tisch von Ihrem Leben erzählten, da haben Sie mir — schließlich kann ein Arzt den Psychologen in sich W nie ganz ausfchalten — vielleicht mehr von sich verraten, als Sie beabsichtigen. Aber nein, keine Sorge, Sie haben nur Gutes verraten. Nur Erfrischendes und Erfreuliches und Belebendes. Wst- fen Sie, was ich nachher gedacht und gewünscht habe?" "Daß' ich mit Ihnen künftig korrespondieren möchte! lieber die Bücher, die Sie lesen, über die Zeitgeschehnisse, die Sie aus fo ganj anderer Perspektive auffassen als wir hier, lieber alles, vielleicht sogar über ... Aber nein. Nur über dies, was ich eben nannte. Würden Sie das tun?" Eine Sekunde legte er feinen Arm um ihre Schultern. Es ist eine herzliche, wahrscheinlich ganz unbewußte, bittende Bewegung. Aber Marga erschrickt tief. So tief, daß es eine Weile dauert, ehe sie ja sagen kann. „Das wird schön werden", sagt aufatmend der Doktor und nimmt wieder den Hut in die Hand und geht neben ihr her mit erhobenem Kopf. Bis zum Rathaus und ^ur Kirche hin reden sie nun nicht mehr. Dann machen Sie kehrt, und der Doktor erinnert sich grimmig lächelnd an Tante Martha, die wahrscheinlich, wankend vor Müdigkeit auf irgendeiner Stuhlkante hängt und wie ein Polizist aufpaßt, daß die beiden jungen Leute drinnen am Flügel sich ordentlich benehmen. „Die arme Tante Martha", lächelt Marga. „Wollen wir nicht ein bißchen schneller gehen? Sonst regt sie sich womöglich auch noch über uns auf, daß mir so unmanierlich lange ausbleiben" So gehen sie schneller, und der Doktor führt Marga, um den Weg abzukürzen, sogar über einen Bauplatz, der uneingezäunt, von Sträuchern bewachsen, zwischen zwei Straßenzügen liegt. „Aber Vorsicht, Fräulein Marga, nicht stolpern. Haken Sie sich lieber unter." Nein, Marga stolpert nicht; sie hat ja vernünftige Schuhe an. Aber unterhaken kann man sich ja trotzdem. Plötzlich, als sie noch mitten auf dem Baugelände sind, gibt es ein fürchterliches Gepolter, dann heult einer der Hunde jammervoll auf, und in der gleichen Sekunde jagt etwas Schwarzes haarscharf an Margas Füßen vorbei ... , Marga Montwill gehört sonst nicht zu den schreckhaften 'Leuten. Doch in diesem Augenblick erschrickt sie maßlos, so daß sie sich unwillkürlich mit beiden Händen ans Herz fährt und nun doch ein bißchen stolpert Aber da neben ihr geht der Doktor, und er erschrickt gar nicht. Warum soll er auch wegen einer Katze erschrecken, die die Hunde jagen, und die in der Hast ein paar aufgestapelte Holzlatten umgestoßen hat? Er greift nur besorgt und blitzschnell zu, weil Marga so heftig zusammengefahren ist, und eine Sekunde lang preßt fein starker Arm sie fest gegen seine breite Brust. Da er fühlt, wie sie sich verwirrt gegen ihn schmiegt, ist er sehr in Versuchung, beide Arme um ihre schmalen Schultern zu legen. Ach, Herrgott, müßte es herrlich sein, dieses Mädchen ein paar Atemzüge lang in den Armen zu halten, nur in den Armen zu halten! Dann ist es vorbei. „So ein blödes Katzenvieh!" sagt Marga, hastig atmend, und macht sich verlegen los. „Ja, ja, die tapferen Großstädterinnen! spottet der Doktor, und auch er atmet ein wenig haltig. Aber das macht die Nachtluft, nicht wahr? Uebn- gens war es auch unrecht, diesen Weg zu wählen. Er muß deswegen viplmals um Verzeihung bitten, und sollte ihm das Glück nochmals einen Spazier- gang mit ihr allein vergönnen, so wird er nur die schönsten und beguemften Wege aussuchen. Da lachte Marga Montwill hell und befreit heraus: „Sollte Ihnen das Glück nochmals einen Spaziergang mit mir allein vergönnen — o je, wenn das Ihre Patienten hörten, lieber Donor. Ihr ganzer schöner Ruf als Grobian und Weiberfresser wäre zum Teufel. Und was dann?" Da lacht auch der Doktor: „Tia, was dann? Wahrscheinlich, Fräulein Marga, wurden sie sagen: Das war natürlich wieder eine Berlinerin, die unseren guten bärbeißigen Doktor um seinen Ruf gebracht hat!" „ „Guten Ruf? Na, wissen Sie ...! Und nun geht es hin und her zwischen ihnen, ein lustiges, manchmal gepfeffertes Gespött und Ge- frozzle, und ihre Stimmen klingen heiter und unbefangen durch die Stille der Nacht, ja wirklich, beinahe ganz unbefangen ... Obwohl immer noch ein romantischer Mond am Himmel steht, und obwohl jedes für sich angstvoll- erschrocken den Schlägen des Herzens lauscht, die lauter und heftiger und drängender sind, als es durch dieses Gespräch und diesen belanglosen kleinen Spaziergang gerechtfertigt scheint. 13. Gin Sonntagmorgen. Um neun Uhr am Morgen beginnt es im ganzen Haus plötzlich köstlich und verheißungsvoll nach Kaffee zu duften. Es duftete hinauf bis in die Fremdenzimmer, und Marga, in ihrem breiten Bett, reckt sich wohlig: Kaffee, runder Topfkuchen, selbsteingemachte Marmelade und Blumen auf dem Tisch und dann von draußen herein die Kirchenglocken, die Schritte von eiligen Kirchgängern und das gemütliche Klappern von Milchwagen' — ja, so muß em echter Sonntagmorgen aussehen, so müßte er aussehen. Gott, wie würde wohl Tante Martha die runzeligen Händchen zusammenschlagen, hörte sie, wie Marga Montwills Sonntagmorgen in Berlin aussieht: Äufstehen so gegen elf (und ach, wie ott mit Kopfweh und schlechter Laune, weil einem noch der Aerger der ganzen Woche in den Gliedern sitzt), Baden, 'ohne dadurch wesentlich frischer zu werden, Frühstücken, Postlesen und Anziehen zu einer Zeit, da glückliche Familienväter schon längst mit ihren Kindern unterwegs ins Grüne sind, glückliche Familienmütter bereits hinter dem Kochtopf stehen und diesTunke für den Sonntagsbraten mit ein bißchen Kaffeezusatz schön braun machen. Und dann steht man da, und die ganze Wohnung ist noch durcheinander. In der Küche türmt sich das Geschirr vom Samstagabend, im Wohnzimmer müßte Staub gewischt werden, in der Diele hat Tapsy alles durcheinandergebracht. Aber wer stellt sich gern Sonntagmittags um ein Uhr hin und putzt, und spult und schrubbt für sich ganz allein? Ja, wenn man es noch für andere tun müßte, für den Mann oder die Kinder. Aber so! Was bleibt also übrig? Man schlüpft in den Mantel, stülpt sich den Hut auf, telephoniert irgendeinem Bekannten. Ach nein, ehrlich — man telephoniert meistens Breda an, denn er wartet drauf, und dann geht man essen Irgendwo, irgendwas, es ist ja ganz egal, Hunger hat man sowieso nicht, und wenn man in dem düsteren, mit künstlichem Licht erhellten, noch etwas nach abgestandenem Bier riechenden „Bräu" oder „Keller" oder einer „Klause" sitzt, weiß man beinahe selber nicht mehr, ob es Mittag oder Abend oder Mitternacht ist. Denn das Essen ist das gleiche. *:- ßeute sind die gleichens die allgemeine Uebernächtig- keit ist die gleiche — kurzum, es ist traurig. Und stände nicht draußen der Wagen, und hockte nicht Tapsy da und bettelte mit braunglänzenden Augen ums' Hinausfahren.und Durch-den-Wald-Laufen — der Sonntag wäre wahrhaftig meistens noch trostloser und jammervoller als die Wochentage. Zur Winterszeit wenigstens. Und für Junggesellen wenigstens, vom Schlage Bredas. Vom Schlage Bredas? Nun ja, man selber ist in dieser Hinsicht ja auch vom Schlage Bredas. Man hat auch immer so ein dummes Gefühl in der Brust, als ob vieles anders und hübscher sein könnte, wenn man sein Leben grundlegend ummodelte. Aber wie ummodeln? Marga steckt den linken Fuß aus dem Bett und dreht ihn ein bißchen in den Gelenken. Ach Unsinn? Es geht einem wahrscheinlich nur zu gut. Und wenn man zum Beispiel anderen von diesem „traurigen Junggesellendasein" in Berlin erzählt, beneiden sie einen. Die Hammerbachers zum Beispiel. Marga zieht den Fuß wieder unter die Decke und 'kriecht in sich zusammen wie ein Igel. Ach nein, wenn man die Hammerbachers, wie sie da sind, wirklich nahmen und nach Berlin versetzen würde, jedes einzeln, ganz auf sich allein gestellt — sie wären todunglücklich. Viel unglücklicher, tausendmal unglücklicher als man selber. Und sie würden sich nach Eigelstein zurücksehnen, wie unsereiner sich eigentlich ein Leben lang nach einem Eigelstein sehnt. Marga streckt sich und setzt sich mit einem Ruck im Bett auf: Oha. Sehnt man sich sein Leben lang nach einem Eigelstein? Ist dies hier wirklich das Ideal? Das heimliche Ziel? Ja dann ... Marga Montvill steht langsam auf und geht auf bloßen Füßen zum Fenster. Man muß sich das nur einmal vorstellen: Man wohnt immer hier, schaut jeden Morgen zu diesem Fenster hinaus auf das Gartentor und die stille Straße mit den breitästigen Platanen. Und jeden Morgen klappert der Milchwagen vorbei, und dort drüben der Herr heißt Müller, und man kennt ihn gut, und die alte Dame, die schräg gegenüber aus dem Fenster schaut, das ist Frau Schulze, und die ganze Stadt weiß, was für ein toller Bursche ihr Vater als junger Mann war, und warum die Schwester ihrer Schwiegertochter in Königsberg sich entlobt hat. Schlimm, Marga Montwill? (Fortsetzung folgt) Abschied der ASKK-Ostmarkfahrer die Wagenkolonne in Bewegung. Versammlungen alter Soldaten Die flemtefen. 19:2 21:11 12:18 4:25 1. Hamburger SB. 2. Eintracht Frankfurt 3. Stettiner SC. 4. Vorck Jnstertmrg 8 5 6 10:0 8:2 4:8 feig genommen. Der Abend, zu dem auch wieder — wie gewohnt — zahlreiche Kameraden der acktiven Artilleristen unserer Gießener Abteilung erschienen waren, nahm im übrigen beim Gesanß alter Soldatenlieder und froher Unterhaltung einen schönen Verlauf. uei tun 4JCIUII IIUUUIIU Ulli lUUtll Uiutiumi 1 -ö----' ' 7 ' -- nc - v tragen sind. Auf den Besuch des Reichskriegertages Heimspiel gegen Destau 05 gewinnen n» anzu- vom 10. bis 13. Juni in Kassel wurde besonders hin- nehmen ist, überflügeln sieden DfR. Mannheim dank • - , »ihrem besieren Torverhältnis Erfrischung kurze Zeit im Cafö Amend, wo er von den Gästen herzlich begrüßt wurde. Nach einiger Zeit setzte er seine Fahrt in Richtung Frankfurt am Main fort. Ein tränenreicher Abschied. 2:2 in Düsseldorf! Zwei verschiedene Halbzeiten beim Uebungöspiel der Kursisten Auf dem Hofe hinter dem „Lotze-Kasten" traten am Samstagmittag die NSKK.-Männer vom Sturm 1/M147 zur Abfahrt in die deutsche Ostmark an. Zur festgesetzten Zeit meldete Sturmfuh- rer Hermann Freund dem Führer der Motor- staffel I/M147, Staffelführer Dr. Schaefer die Mannschaft abfahrbereit. „ Staffelführer Dr. Schaefer beglückwünschte die Mannschaft zu dem bevorstehenden schönen Erlebnis der Kameradschaft und Volksgemeinschaft mit den Brüdern in der befreiten Ostmark. Besonders begrüßte er den Hoheitsträger der Partei im Kreis Wetterau, Kreisleiter Backhaus, und dankte ihm für die Auszeichnung, die er dem Sturm und damit der Standarte durch die Teilnahme an der Fahrt zuteil werden ließ. Der Staffelführer sprach die Erwartung aus, daß jeder Einzelne sowohl auf der Fahrt, als nachher in Oesterreich selbst sich stets als Abgesandter der Motorstandarte 147 fühlen und ihr gutes Ansehen mehren möge. Er trug ihnen Grüße an die Kameraden und an die Volksgenossen in der Ostmark auf und gab ihnen die Weisung Deulsche Fußball-Aleisterschast. Fortuna-Süffeldorf am Ziel. - Mannheim doch noch gescheitert. rungstreffer. Binder gab an Jerusalem und dieser steil zu Neumer, dessen placierter Schuß von Jakob nicht zu halten war. Kitzinger nahm jetzt den Posten Goldbrunners ein, während Gauche! als linker Läufer spielte. In der 39. Minute wehrte Gauchel in der Verteidigung zu schwach ab, Lenz sprang schnell heran, und Jakob war zum'zweitenmal geschlagen. Nach dem Wechsel trat der Wiener Joksch als Läufer in die schwarzweiße Elf ein, Gauchel übernahm die Sturmführung, und Siffling ging aus Halblinks. Das Zusammenspiel klappte jetzt bei Schwarzweiß wunderbar; immer stärker wurde die Ueberlegenheit der Jakob-Elf. Doch dauerte es noch bis zur 22. Minute, ehe der erste Gegentreffer kam. Don Kupfer wanderte der Ball über Stroh zu Leh« ner, der mit Hackenschlag im Lauf an Gauchel wei> tergab. Der Neuendorfer täuschte geschickt und schoß unhaltbar ein. Wenig später fiel der Ausgleich»' Sold, wahrscheinlich durch die Sonne geblendet trat über den Ball, Pesser war zur Stelle und sandte zum 2:2 ein. Das Spiel hat alles gehalten, was man erwartete^ wenn man das sechstägiae Training der Kursiftea berücksichtigt. Durch die Wiener Spieler hat Groß» deutschland jetzt zahlreiche erstklassige Kräfte zur Stelle. Das Ergebnis des Auswahlkampfes ent» sprach dem Verlauf der beiden so grundverschiedenen Halbzeiten. Bei Schwarzweiß war Jakob zeitweise unsicher. Auch die Verteidigung stellte erst nach der Pause zufrieden. Im Sturm baute Stroh famos auf; Lehner und Pesser setzten sich am stärk» sten ein. Bei Grünweiß war neben Raftl und Schmaus die gesamte Läuferreihe ausgezeichnet. Lenz ließ nach der Pause ebenso nach wie Binder« Um den Aufbau machte sich Jerusalem verdient. Ecke war die Ausbeute, die aber nichts einbrachte. Einen scharfen Schuß von Häuslmeier konnte Remmert in feiner Manier nur im Fallen unschädlich machen, dann übernahmen die Gaste das Kommando. Thron machte in höchster Not Hand, doch ging der Elfmeter über das Tor. Kurz vor dem Wechsel machten.sich die Grünweißen frei und be- drängten den Gegner stark, doch Erfolge blieben aus. Szponick, der, allein vor dem Tore stehend, den Ball verlor, vergab damit eine klare Chance. Die Grünweißen hielten sich zuviel durch Einzelaktidnen der Stürmer auf, anstatt die Flügel zu bedienen, o daß der Gegner, der immer um einen Bruchteil der Sekunde schneller am Ball war, klären konnte. Ueberraschend fiel kurz vor der Pause das zweite Tor. . Nach dem Wechsel machten sich Ermüdungserscheinungen bei den Grünweißen bemerkbar, man sah zeitweilig nur die Gäste, die spielten. Es konnte nicht ausbleiben, daß weitere Tore fielen, denn die Hintermannschaft wurde überlastet, da der Sturm keine Bälle annahm. Die Gäste konnten durch Drei weitere Tore das Spiel für sich entscheiden. Sportverein 4920 Lollar. 1900-Germania-Marburg 3:2 (2:0) Die Generalprobe der Blauweißen ist nicht ganz nach Wunsch ausgefallen. Dies bezieht sich .hauptsächlich auf die durch die Umstelluna des Sturmes erhoffte Durchschlagskraft. Denn bei der Ueberlegen- heit, die während des ganzen Spielverlaufes zutage trat und die durch das Eckenverhältnis von 18:4 zum Ausdruck kommt, nur zu drei Erfolgen zu kommen, spricht nicht von einer befriedigenden Leistung. Beruhigend, aber nicht als Entschuldigungsgrund, wäre lediglich, daß die Gäste sich vorherrschend aus die Verteidigung beschränkten, wodurch die Entwicklungsmöglichkeit ziemlich belastet wurde. Gerade dies aber hätte Grund sein müssen, zu zeigen, daß man auch einer verstärkten Abwehr mit Erfolg Zu Beginn des Abends wurde nach alter Soldatenart des Führers und Oberften Befehlshabers der Wehrmacht gedacht. Dann machte Kamerad- chaftsführer Müller> Mitteilungen über den regenwärtigen Stand der Dorbereitungsarbeiten zum Aufbau des NS. Deutschen Reichskriegerbundes ,Kyffhäuser", in den alle Soldaten-Kameradschaften der bisherigen verschiedenen Organisationen zusam- mengefaht werden sollen. Die tm Waffenring der ehemaligen deutschen Feldarkillerie wirkende Artil- leristen-Kameradschaft 1895 Gießen wird sich selbst- verständlich in soldatischer Disziplin freudig in die vom Führer angeordnete neue Gchamtorgamsation einordnen, bis heute sind aber die Dinae nach! nicht so weit gediehen, daß die Kameradschafts- ührung für die Gemeinschaft der alten Artilleristen in Gießen bestimmte Entschlüsse oder Entscheidungen treffen konnte. Im Verlaufe des Abends hörten die Kameraden, die sich in gewohnt großer Zahl eingefunden hatten, mit Spannung die Übertragung der Ansprachen des Duce und des Führers bei dem Staatsbantett in Rom. Nach diesem bedeutsamen Ereignis hörte die Kameradschaft einen interessanten Dortraa des Kameraden Blodt über die Richtmittel der Artillerie im Weltkriege, wobei die alten Artilleristen manche Erinnerungen an jene große Zeit ihres Lebens wieder auffrischen konnten. Der Vortrag wurde mit verdientem dankbaren Beifall auf- Zum Hamburger Sportverein hat sich am Sonntag I der Niederrheinmeister Fortuna Düsseldorf als Gruppensieger und damit als zweiter Teilnehmer an der Vorschlußrunde der Deutschen Fußballmeisterschaft gesellt. Die Düsseldorfer schlugen in Stuttgart den VfB. mit 2:0 (0:0) und holten sich damit die zum Sieg notwendigen Punkte, zumal der Sachsenmeister BC. Hartha in Gleiwitz beim Schlesienmeister eine schwere und unerwartete Niederlage bezog. In Gaugruppe 2 ist der badische Meister VfR. Mannheim kurz vor dem Ziel doch noch gestolpert. Er hätte in Dessau gegen den Mittemeister gewinnen müssen, um Gruppensieaer zu werden, aber es > reichte nur zu einem 1:1 (0:1), wodurch der Deutsche | Meister Schalke 04, der zu Hause gegen den Berliner die letzten Abschiedsworte vom Wagenfenster aus gewechselt wurden, die durch die Kinder einen Einblick in die ärmlichen Verhältnisse der Brüder in der Ostmark bekommen hatten und nun mit bangen Gefühlen ihre Schützlinge in die Heimat ziehen lassen mußten. Eine Gruppe von Buben, stolz aus ihre neue Kluft, sang frisch ein Fahrtenlied und half damit allen über die Abschiedsstimmuna hinweg. Mit Heill-Rufen und Tücherschwenken fuhren die Wiener Kinder ab. NSV.-Kreisamtsleiter Frank, der den Transport führt, begleitet hte Kinderschar bis in ihre Heimat, der er die Gruße der Stadt Gießen und der Pflegeeltern überbringen wird. Am Sonntag kam es im Düsseldorfer Rheinstadion im Rahmen der Divisions-Meisterschaften vor 25 000 bis 30000 Zuschauern zu der erwarteten Begegnung zweier großdeutscher Auswahl-Mannschaften, gebildet aus den Teilnehmern des Duisburger Fußball-Lehrgangs. Unter der ausgezeichneten Leitung von l)r. Säumens endete der Kampf unentschieden 2:2. Nachdem die grünweiße Elf, die sich vorwiegend aus Wiener Spielern zusammensetzte, bis zur Pause durch Tore von Neumer und Lenz 2:0 in Führung lag, holten die Schwarzweihen nach dem Wechsel auf; Gauchel und Pesser waren hier die Torschützen. Die beiden Mannschaften traten sich in folgender Aufstellung gegenüber: Schwarzweiß: Jakob Rohde Streiüe Kupfer Goldbrunner Kitzinger Lehner Stroh Siffling Gauchel Pesser Neumer, Jerusalem Binder Lenz Hahnemann Skoumal Mock Wagner Schmaus Sold Naftl Werbung der alten 446er für das Regimentsfest. Die Kameradschaft ehemaliger 116er veranstaltete am Samstag im „Auerhahn" einen Werbeabend für die Beteiligung an der Feier des Regiments- ju'biläums. Kameradschaftsführer Leutnant d. R. Hans Bill konnte bei diesem Abend als Vertreter des Regiments Hauptmann Riffe begrüßen. Kamerad Hans Bill gab bekannt, daß alle alten 116er eingeladen sind und daß dabei neben der listenmäßigen Erfassung auch eine fompanie- weise Eintragung aller alten 116er vorgenommen werden wird. Diejenigen Gießener Kameraden, die sich bis jetzt noch nicht für das Fest angemeldet haben, können dies in den nächsten Tagen noch bei den Kameraden Alb old, Seltersweg, und Röder, Mausburg, nachholen. . Kamerad Bill wies dann auf die Vorbereitungen für das Fest hin, die Ausmaße angenommen haben, die das 100. Regimentsiubiläum bei weitem übertreffen werden. Da nach den Erfahrungen bei den letzten Veranstaltungen zu erwarten ist, daß sich wieder zahlreiche Kameraden im letzten Augenblick unangemeldet einffnden, soll durch eifrige Werbung dafür gesorgt werden, daß keine Hemmungen in der Organisation entstehen. Hauptmann Risse ging dann im einzelnen auf das Festprogramm ein, wie es bereits ausführlich in den Tageszeitungen veröffentlicht wurde. Er wies besonders darauf hin, daß durch die Zusammenarbeit mit der NSG. ,^raft durch Freude" außer den Sonderzügen aus Offenbach, Frankfurt a. M., Lauterbach, Köln und wahrscheinlich auch aus Kassel, noch Sonderbeteiligungen aus anderen Kreisorten zu erwarten sein werden, die diese Gelegenheit benutzen, um der Stadt Gießen einen Besuch abzustatten. Auch der NS. Deutsche Reichskriege rbund „Kyffhäuser" wird die Sonderzüge benutzen. Zur Bewältigung dieser Besuchermassen ist eine ausreichende Organisation erforderlich, die rechtzeitige Anmelduna bedingt, damit aus den so gewonnenen Zahlen Die erforderlichen Rückschlüsse gezogen werden können. Für die alten Kameraden ist die kompanieweise Anmeldung notwendig, um die entsprechenden Standquartiere feftl-egen zu können. Lollar I. — Grohen-Linden I. 3:0 (210). Der Gegner für den Sonntag sollte ursprünglich VfB.-Reichsbahn Gießen heißen. Nachdem dieser aber eine Absage erteilte, da er einen Kampf mit einem anderen Gegner abschloß, gelang es dem Sportverein Lollar, die 1. Mannschaft von Großen» Linden zu verpflichten. Obwohl der Gegner für die Lollarer eigentlich nie gefährlich werden konnte, hätten die Anhänger doch einen zweckmäßigeren Kampf von ihrer Mannschaft' erwartet. Der Hauptzweck war wohl bas Ausprobieren von mehreren jungen Spielern in der Stürmerreihe. Diese konnten sich aber doch nicht so gegen die schon mehr Spielerfahrung besitzende Hintermannschaft der Gäste durchsetzen, wie man es gehofft hatte. Daher dürfte auch bas etwas magere Ergebnis herrühren. Dagegen kämpften die Gäste sehr eifrig, und bas Spiel wurde trotz der Ueberlegenheit der Lollarer meistens offengehalten. Der sicheren Hintermannschaft der Platzbesitzer waren sie aber doch nicht gewachsen. Mit dem Anpfiff versuchten die Gäste in einem Angriff vorzudringen. Dieser wurde aber sofort ge° stoppt, und die Lollarer jungen Stürmer wurden nun nach vorne geschickt. Vorerst war alle Mühe vergebens. Die Verteidigung der Gäste verstand es gut, ihr Tor sauber zu halten. Erst nach einer ; halben Stunde Spielzeit gelang es dem Mittelstürmer, den Torhüter der Gäste zu überwinden. Kurz danach formte noch der Linksaußen dem Schlußmann der Gäste bas Nachsehen geben. Mit diesem Stand wurden die Seiten gewechselt. Nach dem Wechsel hoffte man nun, daß das Torergebnis zahlenmäßig etwas ergiebiger ausfallen wurde. Diese Annahme wurde aber von dem zähen , Willen der Hintermannschaft der Gäste, nicht allzu hoch zu vertieren, zunichte gemacht. Und es gelang auch. Die jungen Sturmer in der Lollarer Elf waren vor dem Tor meistens etwas übereifrig, und die nötige Ruhe zum Torschuß fehlte. So kam es, daß die bestgemeinten Schüsse ihr Ziel ver- fehlten. Nur noch einmal gelang es dem Rechtsaußen, den guten Tormann der Gäste zu bezwingen. Das Endergebnis wurde hiermit hergestellt. Lollar II. — Staufenberg I. 4:0 (3:0). Die Staufenberger traten nicht vollzählig an. Gin Spieler von Lollar half noch aus. Auch die Lollarer Elf hatte viel Ersatz eingereiht. In der Gaugruppe 4 wird die endgültige En5» scheidung im Treffen zwischen dem l.FC. Nürnberg und Hannover 96 fallen, die beide am Sonntag eindrucksvolle Siege erfochten. Der „Club" steht vor einer schweren Aufgabe, muß er doch mindestens 3:0 gewinnen, um das Torverhältnis der Hannoveraner zu übertreffen! In der Gruppe 1 ist die Frankfurter Eintracht dem' Hamburger SD. bis auf zwei Punkte nahegekommen (Insterburg wurde mit 5:0 besiegt!), aber den Gruppensieg hat der HSV. sicher, selbst wenn er in Frankfurt (wenn nicht gerade mit 0:6) verlieren sollte. Die Tabellen nach den Spielen des 8. Mai: (Baugruppe 1. Aus der Besprechung der Festfolge ging hervor, daß u. a. für den Kameradschaftsabenb des Vortages das II. Bataillon ein vielseitiges Festprogramm aufgestellt hat. Am Sonntag marschieren die alten Kameraden nach der Heldengedenkfeier am Ehrenmal zum hinteren Trieb, wo das ganze Regiment mit den Maschinengewehren und Tankabwehrgeschützen einen großen Vorbeimarsch vorführt. Für die Aufführung des Festspieles sind 5000 Sitzplätze vorgesehen. Durch bas Entgegenkommen des Oberbürgermeisters wird der Trieb am 1900-Sportplatz dementsprechend umgestaltet werden. An die Gießener ergeht die Bitte, am Sonntag den auswärtigen Besuchern den Vortritt zum Besuch des Festspiels zu lassen und dafür um so zahlreicher die Montag-Aufführung zu besuchen. Nach den Ausführungen des Hauptmanns wurde die Frage der Geschenke besprochen, die nach altem Brauch bei einer solchen Feier dem Regiment überreicht werden. Für die alten 116er kommt in erster Linie ein Bild der Schlacht von Anloy, evtl, auch ein Bild der Durchbruchsschlacht von 1918 in Betracht. Die Kameradschaft wird aber außer einem solchen Bild noch eine Ueberraschung bereithalten, und die Kameraden werden gebeten, dafür ihr Opfer zu bringen, damit dieses Geschenk so würdig ausfällt, daß es dem 116er-Geist der Kriegsgene' ration in alle Zukunft Ehre macht. Kameradschaftsführer Bill gab bann noch zwei Befehle, darunter einen des Führers des Soldaten- bundes e. V., General a. D. Seutter von Lotzen, über die Eingliederung der Soldatenkameradschaften in den NS. Reichskriegerbund be- tairot — triegerbunb „Kyffhäuser" Ausdruck, damit in Zukunft wieder der Vater mit dem Sohne im gleichen | Bunde marschieren könne. Die Kameraden, die noch nicht der Sterbegeldversicherung beigetreten sind, werden aufgefordert, es jetzt noch schnell zu tun. Es bietet sich die Gelegenheit, ohne Unterschied des Alters aufgenommen zu werden. Das Sterbegeld betrügt 75 Mark. Der stellvertretende Kameradschaftsführer Stein, der am Bundestag am 20. März in Darmstadt teilgenommen hatte, erstattete Bericht über den Verlauf dieser großen Wiedersehensfeier der Leibgardisten. Im Vordergrund stand die Be* teiligung an den Kosten für den Ehrenfriedhof in Belgien, die 12 000 Mark betragen. Die Leibgardisten sind bestrebt, dieser Ehrenpflicht gegenüber den ge- KE SSä-S ♦♦ Der Gleiberverein hält am kommenden Samstagnachmittag seine Generalversammlung auf der Burg Gleiberg ab. ♦* Leichenländung aus der Lahn. Am gestrigen Sonntagmorgen machte ein Mann aus Wieseck in einem Anfall von Schwermut seinem Leben in der Lahn ein Ende. Der Marinesturm 13/34, der frühmorgens zu einem Ausmarsch auf Oswaldsgarten angetreten war, erhielt durch einen auf der Suche nach dem Vermißten befindlichen Wie- feder Einwohner Kenntnis von dem Vorgang. Der Sturm brach sofort seine Uebung ab und machte sich mit einem Boot lahnaufwärts auf die Suche nach dem vermißten Mann. Nach etwa einer Viertelstunde gelang es den mit größter Einsatzkraft ar- beitenden Männern des Marinesturmes, den Der- Wie die schönen Wochen, die die österreichischen Ferienkinder im Kreise. Gießen verleben durften, so wird ihnen auch der Abschied von ihren Pftege- ellern in steter Erinnerung bleiben; denn selten sind Ferienkinder mit einer solchen Herzlichkeit zu ihren Eltern entlassen worden, wie diese Kinder der Ostmark am Samstagmittag. Da die Klemen den fahrplanmäßigen Zug nach Frankfurt a. M. benutzen mußten, um dort in den Sammeltransport zuzusteigen, kamen sie gerade in den starken Wochenendverkehr hinein. In dem Gedränge der Bahn- hofshalle war es für die Betreuer von der NSV. keine leichte Aufgabe, ihre Schützlinge beieinander zu halten. Mit ihnen war der größte Teil der Pflegeeltern erschienen, welche die ihnen ans Herz gewachsenen Kleinen bis an den Zug brachten. Der größte Teil der Jungens und Mädels trug mit Stolz die Pimpfen- oder die BDM.-Kleidung, die ihnen hier geschenkt worden war, und den Paketen oder Koffern sah man es an, daß die Pf lege eitern noch ein besonderes Opfer gebracht hatten, um den Kleinen den Uebergang in ihre alten Lebensverhältnisse leichter und deren Eltern eine Freude zu machen. Wohl für die größte Anzahl der Kinder war der Abschied viel zu schnell und zu schmerz- bettenden Mannern ües a/iunuq^ii«, lich. Die Tränen standen nicht nur ihnen, sondern mifeten aufaufinben unö au bergen, fieiber roar aber auch den Frauen uttd Mannern in den Augen, als Der Tod des Mannes bereits emgetreten. beikommen kann. Der Beginn des Spieles ließ den Mangel der Fünferreihe noch nicht erkennen, denn da wurde mit dem nötigen Einsatz gearbeitet. Als sich jedoch die gewünschttn Erfolge nicht so einstellten, wie man es erhoffte, zerfloß die Wirkung zusehends. Durch den ersten Treffer, den Löbsack auf eine Flanke von Hormel mit Kopfftoß erzielte, trat wieder eine Besserung ein. Die Angriffe mehrten sich wieder, und als Löbsack bei einem Durchbruch gelegt wurde, ver- besserten die Blauweißen durch Elfmeter von Sack auf 2:0. Nach dem Wechsel konnten sich die Gäste für kurze Zeit aus der Bedrängnis befreien. Ebenfalls durch einen Elfmeter kamen sie auf 2:1 heran. Nach einer Serie von 8 Eckbällen, die mehr oder weniger durch Leichtsinnigkeit verschossen wurden, o r... vergrößerten Die Platzbesitzer Durch Löbsack wieder mit, die Kameraden m der Zuversicht zu bestärken ^ren Dorsprung. Da gelang es dem Gäste-Mittel- daß Das ganze deutsche Volk hinter ihnen stehe und ^rmer, ber sich mit einer langen Vorlage seines die Bande der Kameradschaft immer mehr vertiefen ^.^Eufers zwischen der Verteidigung hindurchwerde. Mit einem herzlichen „Gluck auf! entlieh schlängelte, auf 3:2 aufzuholen. Im Schlußangriff er die Mannschaft. Dann vereinte Sturmfuhrer H f Matzbesitzer, Der fast alle Spieler in der Hälfte Freund die Kameraden in Dem Treugruß an Den g^fte versammelte, erwies sich Der Schlußmann Führer. , . . „ von seiner besten Seite. Die wohlgemeintesten Kreisletter Backhaus gab ferner FreiLe wehrte er durch glänzende Paraden ab und über Ausdruck, an dieser Fahrt mit den Kameraden bewahrte dadurch seine Mannschaft vor einer höhe- des NSKK. teilnehmen zu können Er erinnerte Niederlage, daran, daß noch vor wenigen Wochen, als wir die JL Befreiung Der Ostmark erlebten, kaum einer Der VfA.-ReichsbayN ©IC&Ctt. NSKK.-Männer Daran gedacht hatte, als einer Der Ersten aus Dem Kreis und aus Der Standarte Die BfB.-K I — Rol-Veiß Frankfurt 0:5 (0:2). Ostmark kennenzulernen. Um so größer ist nun die Mit Der Verpflichtung Dieser Mannschaft hatte der Freude über Die Fahrt. Mit Dem Wunsche, daß die I VfB.-Reichsbahn einen guten Griff getan, denn Die Fahrt erlebnisreiche Tage bringen möge, tief auch Gäste führten ein Spiel vor, an dem man feine er nach Dankesworten an den Staffel führ er„ Dr. Freude haben konnte. Der Ball wurde flachgehalten, Schaefer der Mannschaft ein „Glück auf!" für wanderte von Mann zu Mann, im Kopfspiel waren die Fahrt zu. . die Gäste die besseren. Ihr Sieg war mehr als ver- Unter Glückwünschen und Zurufen fegte sich Dann bient, Denn durch ihr wunderbares Stellungsfpiel , Bald nach Dem Anpfiff entwickelte sich ein flottes Kameradschastsaveno Spiel, obwohl Die Kursisten eine anstrengende Woche . , c _ hinter sich hatten. Neben famoser Zusammenarbeit ber eh?N1. tcivgoroificn. gab es auch gute Einzelleistungen. Doch fehlte oft öhovnnVinor Poihanrhiften ein wenig Glück beim Torschuß. Allmählich bekam . Kameradschaft ^bemaliger Lelbgard sie schwarzweiße Elf eine kleine Ueberlegenheit, da (115er) hielt am Samstag im „Schlpkapah einen > (=h.rm ,ijn;aer arbeitete In der 28 Mi- Samerabfdjaftsabenb ab. Jnsola- Behinderung des «°ndmerk°rwg s° °hrenen Kamerad. Äf schaftsfuhrers L. <5 tu hl er leitete besten Stelloer Nasenverletzung den Platz verlassen. Schon in den Äte T??.nÄrt.n« Kameraden Ha^mann nächsten Sekunden kamen die Grünweitzen zum Fuh. d. R. Oberlandwirtschaftsrat Dr. Otto Wagner' (Gießen). Die Kameraden ehrten sein Andenken in üblicher Weise. Dann gab der stellvertrtetende Vorsitzende der Freude über Den Zusammenschluß aller alten Soldaten in dem neuen NS. Deutschen Reschs- I zermürbten die Gäste ihren Gegner, Der in Der zwei- Iten Hälfte stark abfiel. Die repräsentative Hinter- I Mannschaft war kaum zu überwinden. In Der Läu- I ferreihe war her Mittelläufer die treibende Kraft, er I wurde von seinen Kameraden wirksam unterstützt. -4 AO« Der Sturm blieb den Gießenern nichts schuLig, jeder ArNlleNstewKaMeraosPaN Spieler gab sein Bestes. Besonders die beiden Flü- <8ic6ctt. gel waren ausgezeichnet. Bei den Grünweißen, die , k mit verschiedenen Ersatzleuten antraten, vermißte Am Samstaa versammelten sich die in Der 4rtu- man bas genaue Zuspiel, vor allem der Sturm war leristen-KameraDschaft 1895 Gießen vereinigten allen schwach. In der Läuferreihe konnte nur Berte- Artilleristen unserer Stadt zu ihrem monamchen I gefallen, Der unermüdlich schaffte. Thron und Kameradschaftsabend im Kameradschaftsheim „Hes-1 Gottschalk verhinderten eine höhere Niederlage. ' 1 Die Gäste setzten sich sofort nach Anstoß vor dem Tor Der Grünweißen fest, doch dauerte es zehn Minuten, bis auf eine Flanke von rechts her Führungstreffer für hie Gäste fiel. Die Grünweißen, die sich nur auf Durchbrüche beschränkten, hatten aber bei her starken Hintermannschaft kein Glück, nur eine Baugruppe r. 1. VfR. Mannheim 6 15:10 8:4 2. FC. Schalke 04 5 13:5 6:4 3. SV. 05 Dessau 5 5:15 4:6 4. Berliner SV. 92 6 8:11 4:6 Gaugruppe 3. 1. Fortuna Düsseldorf 5 11:3 8:2 2. BC. Hartha 6 8:12 6:6 3. VfB. Stuttgart 6 14:9 5:7 4. VfR. Gleiwitz 5 8:17 3:7 Gaugruppe 4. 1. Hannover 96 5 14:4 10:0 2. 1. FC. Nürnberg 5 14:7 8:2 3. Alemannia Aachen 5 9:17 2:8 4. FC. Hanau 1893 5 5:14 0:l( Vorschlußrunde am 29. Mai. Noch vier Gruppenendspiele am 22. Mai. Die Reichssportführung hat die beiden Vorschlußrundenspiele um die deutsche Fußballmeisterschaft zum 29. Mai angesetzt, da der 22. Mai noch zu den restlichen Gruppenendspielen benötigt wird. Das Endspiel um die deutsche Meisterschaft findet, wie vorgesehen, am 26. Juni, also erst nach der Weltmeisterschaft statt. Der Spielplan für den 22. Mai lautet wie folgt: Gruppei: Eintracht Frankfurt — Hamburger SV. (Stadion); Gruppe 2: Schalke 04 — SV. 05 Dessau (in Münster); Gruppe 3: Fortuna Düsseldorf — — Vorw. Ras. Gleiwitz (Fortuna-Platz); Gruppe 4: 1. FC. Nürnberg — Hannover 96 (Stadion). Zwei Aufstiegskämpfe im Gau Südwest Die Fußball-Aufstiegsspiele zur Gauliga wurden im Gau Süd west mit zwei Begegnungen der Gruppe 2 fortgesetzt. Die TSG. 61 Ludwigshafen konnte ihre führende Stellung durch einen knappen 2:1- (1:0-) Sieg über den VfL. Homburg (Saar) ausbauen, während die SG. Saarbrücken in Lorsch beim Südhessenmeister mit 2:4 (0:3) unterlag und damit die ersten Punkte verlor. — In der Gruppe 1 wurde nicht gespielt. — Die Tabelle der Gruppe 2: 1. TSG. 61 Ludwigshafen 2 7:1 4:0 2. SG. Saarbrücken 2 3:4 2:2 3. Olympia Lorsch 2 4:7 2:2 4. VfL. Homburg (Saar) 2 x 1:3 0:4 Guter Start von Kurhessen. Kurhessen Kassel — DfL. Lauterbach 6:2. Im Gau Hessen wurden die Aufstiegsspiele zur Fußball-Gauliga in der Gruppe Nord mit dem Treffen zwischen Kurhessen Kassel und VfL. Lauterbach fortgesetzt. Die Kasseler kamen mit 6:2 Toren zu einem recht eindeutigen Sieg. Bei der Pause führten sie mit 2:0. Die Tabelle: 1. Kurhessen Kassel 1 6:2 2:0 2. SC. Eschwege - 1 3:2 2:0 3. VfL. Marburg 1 2:3 0:2 4. VfL. Lauterbach 1 2:6 0:2 In der Gruppe Süd konnten die Aufstiegsspiele noch nicht beginnen, da hier noch nicht alle Gruppensieger ermittelt sind. »Teutonia" Watzenborn-Steinberg Wägt Groß-Auheim 3:1 (1:1). Dor einer großen Zuschauermenge errangen die Teutonen am gestrigen Sonntag einen wertvollen Sieg. Es hat sich erneut erwiesen, was eine Mannschaft leisten kann, wenn sie mit Eifer und Siegeswillen bei der Sache ist. Groß-Auheim stellte eine Elf, die, technisch gesehen, nach der angenehmen Seite hin überraschte. Jeder einzelne Spieler machte einen ausgezeichneten durchtrainierten Eindruck. Unter diesen Umständen mußten die Teutonen natürlich erheblich mehr leisten, um ihrem Gegner beizukommen. Besonders in der ersten Hälfte wirkte sich das stark aus. Lediglich vor dem Tor versagte der Gäste- <5türm, wo es galt, durch letzten Einsatz Tore zu rmteten. Demgegenüber Metten die Steinberger ent-- schleben zweckmäßiger. Mit langen Vorlagen wurden immer die Stürmer nach vorne geschickt, wo- Manche brenzliche Situation vor dem Gästetor geschaffen wurde. Der Torhüter mußte alles Können ausbieten, um weitere Erfolge zu verhindern. Steinberg hatte Anstoß, doch der Ball blieb in der gegnerischen Läuferreihe hängen, und sofort wurde der Sturm eingesetzt. Doch Steinbergs Hintermannschaft war auf dem Damm und ließ sich durch raffinierte Tricks nicht täuschen. In der Hauptsache war es der Rechtsaußen Seipel, der beängstigende Momente vor dem Teutonen-Tor schaffte; aber nach wenigen Minuten hatten sich auch die Platz- besttzer gefunden, und schon rollte der erste Angriff vor, aber auch die Hintermannschaft war nicht zu schlagen. Als Buß einen unheimlich scharfen Schuß an den Pfosten trat, hatte -der Tormann großes Glück. Immer schneller wurde das Spiel. Groß- Auheim versuchte mit allen Mitteln das Führungstor zu erringen, doch vergebens. In der 22. Minute erhielt Otto Haas eine feine Vorlage von Däublin, und schon war's passiert. Gegen diesen Bombenschuß war alle Abwehrkunst vergebens. Kurz danach erhielt Lang noch einmal in aussichtsreicher Stellung den Ball, doch das Leder sauste über den Balken. Groß- Auheim war sichtlich überrascht über das Können der Teutonen und versuchte immer wieder, gleichzuziehen. In der 37. Minute sollte ihnen dies auch gelingen. Ein Mißverständnis in der Steinberger Abwehr, und schon hatte der gegnerische Mittelstürmer ausgeglichen. Bis zum Halbzeitpfiff konnte keine Partei mehr zählbare Erfolge buchen, obwohl beiderseits dazu Gelegenheit war. Nach dem Wechsel spielte Steinberg mit dem Wind und der Sonne. Sofort konnten sie durch schöne Angriffe die zahlreichen Anhänger begeistern, doch zu Toren langte es vorerst nicht. Groß-Auheim spielte nicht mehr mit dem Schneid, wie in der ersten Hälfte. Trotzdem waren sie in Tornähe immer noch äußerst gefährlich. Noch konnte man weder der einen, noch der anderen Elf den Sieg zuschreiben. Jedoch in der 58. Minute wurde der Bann gebrochen. Wiederum erhielt Haos den Ball wunderbar zugespielt, diesmal von Lckng, und abermals konnte er den Tormann schlagen. Steinberg führte 2:1. Kurze Zeit danach schied der Mittelläufer von Groß-Auheim verletzt aus. Immer mehr mußten sie sich nun auf die Abwehr beschränken. Trotzdem konnten sie es nicht verhindern, daß Lang in der 75. Minute durch schönen Schuß das Endergebnis herstellte. Das bedeutete den Sieg für Steinberg. Manche schöne Gelegenheit ging noch verloren, da dje Teutonen-Sllirmer immer wieder abseits liefen, sonst hätte der Sieg vielleicht noch höher ausfallen können. Mit dem Schlußpfiff verließ Steinberg als verdienter Sieger den Platz. Man darf nun gespannt sein, mit welchem Gegner sie nun jetzt Zusammentreffen werden. Teutonia Steinberg II — Nieder-Deisel I 10:1 (5:0). Die Zweite der Teutonen errang seit langer Zeit wieder einen hohen Sieg, der dem Spielverlauf nach auch vollkommen in Ordnung geht. Weißenfels geschlagen! Wieder Ueberraschungen in der Handball-Meisterschaft. Auch der zweite Spielsonntag im Kampf um die Deutsche Handballmeisterschaft brachte wieder Ueberraschungen. So wurde in Gruppe 2 der Mittemeister MSV. Weißenfels in der Reichshauptstadt von den Berliner Polizisten 8:6 geschlagen, und in Gruppe 1 konnte der Deutsche Meister MTSA. Leipzig in Stettin nur ein knappes 8:7 retten. Mit den höchsten Ergebnissen warteten MSV. Borussia Carlowitz gegen TV. Wetzlar und SV. Waldhof gegen SV. Urach auf; beide Begegnungen endeten 16:3. An der Spitze der vier Gruppen liegen jetzt Oberalster Hamburg, Po- lizei-SV. Berlin, Hindenburg Minden und SV. Waldhof. Die Turner ermitteln ihre dreslan-kämpfer. Gauausscheidungskampf in Heuchelheim. Heuchelheim hatte den ehrenvollen Auftrag erhalten, das Breslau-Ausscheidungsturnen der Kreise, 7 bis 12 im Gau Hessen durchzuführen. Der Tv. Heuchelheim hat sich dieses Auftrages, wie nicht anders zu erwarten war, in ausgezeichneter Wetze entledigt, so daß die turnerische Großveranstaltung, von der man sprechen darf, in jeder Hinsicht eindrucksvoll verlief und auch bestimmt von stark werbender Kraft für die schöne deutsche Gerätkunst gewesen ist. Die gastliche Aufnahme der zahlreichen auswärtigen Turner und Turnerinnen, die von der Lahn, vom Westerwald, vom Main und aus der Wetterau gekommen waren, die treffliche Orgamsa- tion und nicht zuletzt die vorbildlichen Kampfanlagen fanden die besondere Anerkennung des Gaufachamtes Turnen, das durch Gaufachwart Wilhelm Ries (Kassel) zum Ausdruck bringen ließ, daß man gern wieder in Heuchelheim Einkehr halten werde, wenn es gelte, eine turnerische Großveranstaltung des Gaues durchzuführen. Von den etwas über 500 Turnern und Turnerinnen des Gaues Hessen, die für die Mehrkämpfe beim Deutschen Turn- und Sportfest in Breslau gemeldet haben, stellen die südlichen Kreise (7 bis 12) den Hauptanteil. Weit über 300 Turner und Turnerinnen unterzogen sich in Heuchelheim der Prüfung für Breslau; die Abwicklung der Kämpfe war keine leichte Aufgabe, sie konnte aber dank der vorzüglichen örtlichen Vorbereitung und dank der straffen und umsichtigen Leitung durch Gaufachwart Ries und den Gauobmann für Männerturnen Richard Becker (Kassel) reibungslos und zur Zufrieden- heit aller Teilnehmer durchgeführt werden. Samstag abend schon waren die Heuchelheimer begeistert bei der Sache. Nach einer Kampfrichter- belehrung fand man sich zahlreich mit den Turn- gästen zu einem Kameradschaftsabend in der Turn- balle zusammen. Nachdem Dereinsführer Rinn herzlichen Willkomm entboten und Gaufachwart Ries namens des Gaues begrüßt hatte, gab Männerturnwart Richard Becker dem Abend die frohgestimmte Note. Bei den Wettkämpfen am Sonntagvormittag, denen auch Gausachbearbeiter Willing (Kassel), DRL.- Kreisführer Staffelführer Dr. Schäfer (Gießen) und Ehrengauoberturnwart W. Will (Gießen) beiwohnten, wurden über Erwarten gute Leistungen gezeigt. Die für Breslau vorgeschriebene Mindestpunktzahl wurde von fast allen Bewerbern erreicht, so daß die Sieger sich die ehrenvolle Berechtigung zur Teilnahme am großen Fest der deutschen Leibesübung wohl ausnahmslos erworben haben dürften. Nach der Mittagspause beteiligten sich die Wettkämpfer noch an einer Probe für die Gemeinschaftsoorführungen, die das Fachamt Turnen in Breslau zeigen wird. Anschließend nahm Gaufachwart Ries die Siegerverkündigung vor. Er dankte dem Tv. Heuchelheim unter lebhaftem Beifall für die vorbildliche Gastlichkeit und ließ den arbeitsreichen Tag ausklingen in einen Gruß an den Führer. Begeistert wurden die Lieder der Nation gesungen. Oie Ergebnisse im Auszug: IHänner: Zwölfkampf I (Meisterklasse). 30 Bewerber: 1. L. Herbert, Tv. 1846 Gießen, 188%; 2. H. Meyer. ATV. Marburg, 186%; 3. Kurt Schön- eich, To. Erbach (Westerwald), W. Heidecker, Tv. Nastätten, 184; 7. Joseph Pauly, Tv. Wieseck, 171; 14. Hans Vogt, To. 1846 Gießen, 160; 15. Karl Seipp, To. Großen-Linden, 156 Punkte. Zwölfkampf II (18 Bewerber): 1. Karl Reuter, Tv. 1846 Gießen, 207; 2. W. Zimmermann, Tv. Rückershausen, 183; 3. Adolf Hummrich, To. Ma- xain, 182; 7. Otto Kreiling, Tv. Wieseck, 162 Punkte. Zehnkampf (121 Bewerber): 1. W. Schmiedel, VfL. Marburg, 182; 2. Karl Pfeifer, To. Weilmünster, 174%; 3. A. Leichum, MSV. Büdingen, 173; 6. Walter Bierau, VfL. Lollar, 166; 7. Wilhelm Moos, VfL. Lollar, 165%; 9. Willi Jäger, Tv. Wieseck, 164%; 16. Hans Althaus, Tv. 1846 Gießen, 158%; 24. Waldemar Grote, VfL. Lollar, 152; 25. Albert Leun, To. Großen-Linden, 151%; 29. Ernst Deibel, VfL. Lollar, Otto Weiß, To. Gro- ßen-Linden, 149; 31. Erich Velten, To. Großen-Lin- den, Ludwig Sengstahl, To. Wieseck, 148; 35. Karl Haas, Mtv. Gießen, Heinrich Jung, Tv. Großen- Linden, Otto Gleyschläger, To. Ruttershausen, 144; 36. Wilh. Kraft, Mtv. Gießen, 143%; 48. Willi Frey, Tv. Wieseck, 137; 51. Georg Rahn, To. Grün- berg, 133; 55. Otto Bender, Tuspo. Rodheim a. d. B-, 127% Punkte. Geräte-Zwölfkampf (12 Bewerber): 1. R. Busch, To. Leinberq, 196; 2. Fritz Walter, Tgm. 1837 Hanau a. M., 194%; 3. Richard Seth, To. Großen-Linden, 193%; 7. Karl Bettin, Tv. Wieseck, 179 Punkte. Neunkampf A (12 Bewerber): 1. Hch. Keller, To. Burgsolms, 156; 2. E. Gelhard, To. Mogendorf, 143%; 3. I. Wiegand, Jahngemeinschaft Oberursel, 140; 5. Hrch. Römer, To. Wieseck, 135; 11. Herm. Hofmann, Tuspo. Hungen, 123% Punkte. Neunkampf 8 (10 Bewerber): 1. Otto Textor, Reichsbahn-To. Marburg, 149%; 2. Hrch. Koch, To. Herborn, 143; 3. Karl Supp, Tg. Bad Ems, 140; 6. Karl Mller, To. 1846 Gießen, 122% Punkte. Neunkampf C (18 Bewerber): 1. W. Arlt, Tgm. Bad Ems, 151%; 2. W. Hild, To. Freiendiez, 146; 3. Richard Kellerer, Tv. Höhr-Grenzhausen, 142; 4. Hrch. Hamel, Tv. 1846 Gießen, 139%: 7. Adolf Mangold, To. 1846 Gießen, 134%; 8. Karl Müller, Mtv. Gießen, 132 Punkte. Frauen. Gymnastik-Siebenkampf (6 Bewerberinnen): 1. Emmi Pischner, Tgm. Hanau, 125; 2. Erika Schneider, Tv. Wetzlar, 122; 3. Gretel Dietrich, VfL. Marburg, 107 Punkte. Gymnastik-Sechskampf (12 Bewerberinnen): 1. Liselotte Fremd, To. Wetzlar, 101; 2. Elli Werther, Tv. Stierstadt, 91 P.; 3. Leni Bastian, To. Odenhausen, 86 Punkte. Achtkampf-Unterstufe (70 Bewerberinnen): 1. Jdel Hauck, Do. 1846 Gießen, Marga Hecht, Eisenbahn-Tv. Marburg, 138; 2. Paula Bender, Tv. Oberstedten, Annemarie Ziegler, Tv. 1846 Gießen, 132; 3. Erna Fremd, Tv. Wetzlar, 131; 5. Anna Weinand, Tv. Großen-Linden, Helma Schmieder, To. 1846 Gießen, 127; 7. Luise Weiß, To. Großen- Linden, 125; 11. Gretel Kreiling, Tv. Heuchelheim, 118; 12. Erna Sack, To. Heuchelheim, 117; 14. Anna Sack, Tv. Heuchelheim, 115; 16. Emma Lotz, Tv. 1846 Gießen, 112; 19. Märta Wagner, To. Lang- Göns, 109 Punkte. Die Turnerinnen der Kreise 7 bis 12, die sich für den Frauen-Zehnkampf gemeldet haben, nehmen an den Gauausscheidungskämpfen der Kreise 1 bis 6 teil, der am nächsten Sonntag in Kassel durchgeführt wird. „Mi Zuschauer, Aktivisten!" Das EA.-Sportabzeichen Millionen neu erworben. Nach dem Willen unseres Führers traten am Sonntagmorgen in allen deutschen Gauen, mit Ausnahme Oesterreichs, die SA.-Sportabzeichen- träger zu ihrer ersten Wiederholungsübung, einem 15-Kilometer-Marsch mit eingelegtem Entfernungsschätzen, an. Rund 1,5 Millionen deutsche Männer waren es, die in dem kurzen Zeitraum von nur vier Jahren dieses vom Führer geschaffene Abzeichen erworben hatten und nun als ein geschlossener Block auf ein Zeichen hin in Marsch gesetzt wurden. Nicht mit der einmaligen Ableistung bestimmter sportlicher Hebungen, wie etwa beim Reichssportabzeichen, wird dieses Abzeichen erworben; nein, bis zum 40. Lebensjahr muß der Besitz alle Jahre neu erworben werden. Bestimmte, stets wechselnde, aber dem Wettkampfprogramm des SA.-Sportabzeichens entnommene Wiederhalungsülmngen sind es, die von nun an im Frühjahr und Herbst eines jeden Jahres von allen SA.-Sportabzeichenträgern zu erfüllen sind, wollen diese Urkunde von Wehrwille und Wehrfähigkeit nicht verlieren. Stabschef Lutze, über dessen Ansprache wir an anderer Stelle unseres heutigen Blattes berichten, gab den Marschbefehl. Schlagartig setzten sich in allen Orten des Reiches die Kolonnen in Bewegung. In gleichem Schritt und Tritt .marschierten die Männer bei frohem Gesang zackiger Kampflieder. Der 60jährige neben dem Jüngling, der Werk- arf)eiter neben dem Direktor, der Uniformierte neben dem Nichtunformierten, der Städter neben dem Bauern, der Saarländer, der Ostpreuße, der Rheinländer, der Schlesier — alle nach dem Willen des Führers, für die Stärke der deutschen Nation. Die SA.-Siandarle 116 marschiert. Die erste Wiederholungsübung für den Erwerb des SA.-Sportadzeichens war für das ganze Reich auf den gestrigen Sonntag angesetzt. Im Gebiet der SA.-Standarte 116 traten die SA.-Sportab- zeichenträger in ihren Standorten an. Der Stand- ort Gießen versammelte sich 7.15 Uhr auf dem Hofe der Standarte. Nach der Ansprache des Stabschefs setzten sich die etwa 600 Teilnehmer in Marsch. Fünfzehn Kilometer waren zu bewältigen, unter Einschluß einer geländesportlichen Uebung. Der Marsch ging von Gießen durch Heuchelheim nach Dutenhofen zu. Alte Kampflieder erschallten in den hellen klaren Sonntagmorgen. Kurz vor Dutenhofen bogsn die Marschblocks links nach Allendorf a. d. Lahn zu ab. Auf offenem Felde, unweit einer Mühle, fand das Entfernungsschätzen statt. Mittlerweise war die Sonne höher gestiegen und sandte ihre Strahlen wohltuend hernieder. Das junge Maiengrün und das äußerst klare Wetter ließen die Natur schöner als sonst erscheinen. Lied auf Lied erklang, von Müdigkeit war nichts zu merken. Der Marsch führte weiter durch Allendorf (Lahn) nach Klein-Linden. Gegen 12 Uhr rückten die Marschblocks des Standortes Gießen, von Klein- Linden kommend, durch die Frankfurter Straße, Seltersweg in den Standartenhof ein. Kein Marschteilnehmer war ausgeschieden, und mit Stolz konnte die volle Teilnehmerzahl, wie beim Abmarsch am Morgen, zurückgemeldet werden. Standartenführer Lutter brachte in einer kurzen Ansprache nochmals zum Ausdruck, daß die Sportabzeichenttäger erneut ihre stete Einsatzbereitschaft unter Beweis gestellt hätten, und gab seiner Freude darüber Ausdruck, daß der alte Frontgeist, der den deutschen Soldaten im schwersten aller Kriege so hochgehalten habe, in der SA. einen treuen Hüter gefunden habe. Ganz besonders freue es ihn aber, so führte er u. a. weiter aus, daß außer seinen SA.-Kameraden an der heutigen Wiederholungsübung auch Kameraden der PL., der Hitler-Jugend, der Werkscharen usw. teilgenommen hätten, ein Beweis dafür, daß der Gedanke der Wehrhafterhaltung tiefer eingedrungen sei. Mit dem Gruß an den Obersten SA.-Führer fand die Uebung ihr Ende. Nach Aushändigung der Teilnehmerbescheinigungen lösten sich die Marschblocks auf. Deutsche Gepa'ckmarschmeisterschast. Die zum vierten Male am Sonntag in Leipzig in neuer Form durchgeführte Deutsche Gepäckmarsch- meisterschast erwies sich als die schwere Prüfung, in der nur die Mannschaft zu einem Erfolge kommen kann, die eine wirkliche Einheit'darstellt mit'einem über den Durchschnitt hinausrckgenden Können in den Wehrsportübungen. Mit dem wahrhaft stolzen Titel „Deutscher Meister im Gepäckmarsch" konnte sich die Mannschaft des ff-Tvtenkvpf-- Sturmbannes Oberbayern - Dachau schmücken, der von Stabschef Lutze die von ihm gestiftete Führerplakette in Bronze überreicht wurde. Den zweiten, von Reichsstatchalter Mutschmann gestifteten Preis holte sich die S A. - S t a n d a r t e 14 8 Elbing, während der Preis der Stadt Leipzig für den dritten Platz an die SA. -Standarte 60 Essen fiel. Der Sonntag brachte zwar rauhes aber sonniges und trockenes Wetter, wie es sich die rund 1000 Marschierer der 71 startenden Mannschaften nicht besser hätten wünschen können. Um Punkt 7 Uhr gab Obergruppenführer Schepmann das Startzeichen für die erste Mannschaft, der in Abständen von je zwei Minuten die übrigen folgten. Die erste Sonderausgabe war nach etwa 3 Kilometer mit einem 500-Meter-Marsch mit der aufgesetzten Gasmaske zu erledigen. Sodann hatten die Mannschaften einzeln ein geschlossenes Ziel- werfen nach einem 25 Meter entfernten und 4 Meter breiten Graben durchzuführen. Die beste Leistung zeigte hier die SA.-Standarte 133 Zwickau mit nur einem Fehlwurf und 5 Schlechtpunkten. Die dritte Sonderausgabe, das Kleinkaliberschießen nach insgesamt Kilometer Marsch auf eine Kopffallscheibe ohne Mannschaftsführer vergrößerte allgemein stark die Zahl der Fehlerpunkte aller Mannschaften. Mit nur zwei Nichttreffern = 10 Schlechtpunkten hatte die Standarte Hattingen (Wests.) hier das beste Ergebnis aufzuweisen. Wies der Weg auch keine gewaltigen Steigungen auf, so machten der Wechsel von Straße und Wald- und Wiesenwegen und die natürlichen Hindernisse wie Gräben und Zäune im Gelände den Mannschaften doch schwer zu schaffen, zumal in Dreierreihen marschiert werden mußte und die Begleitfahrer nur bei sehr ungünstiger Strecke das Kommando „In Reihe" geben durften. Es zeigte sich, daß die vorgeschriebene Marschzeit von 2,40 Stunden für die 20 Kilometer lat^e Strecke zu knapp bemessen war. Unter dieser Zeit von 8 Minuten für 1 Kilometer blieb nur eine Mannschaft, die Standarte 107 Leipzig, die 2:36:00 benötigte, dafür jedoch ausschreibungsgemäß keine Gutpunkte erhielt. Alle anderen Mannschaften be» nötigten mehr als die vorgeschriebene Zeit und mußten dafür weitere Schlechtpunkte in Kauf i nehmen. Etwa beim 10. Kilometer wurde als letzte Uebung i das Handgranatenweitwerfen einschließlich der Führer einer jeden Mannschaft durchgeführt. Bei dieser Aufgabe konnten noch Gutpunkte eingeholt werden, und die ostpreußischen Werfer der Standarte 148 Elbing sicherten sich mit 73 Punkten, die einem Durchschnitt von über 40 Meter der 16 Mann entsprechen, den Löwenanteil. Das gleiche Ergebnis holte auch die Standarte 60 Essen heraus. Alle 71 Mannschaften am Ziel! Noch während des Marsches war Stabschef Lutze eingetroffen, der sich auch auf der Strecke von der tadellosen Haltung und dem pröchttgen Kampfgeist der Männer überzeugte. Am Ziel gingen die Mannschaften tm Paradeschritt am Stabs- chef vorbei. Don weiteren Ehrengästen hatten sich noch Reichsstatthalter Mutschmann, General der Artillene von Reichenau, zahlreiche hahe Führer der SA., ff, des NSKK., des NSFK., der Polizei, des Arbeitsdienstes - und der Partei eingefunden. Zu einer feierlichen Kundgebung gestaltete sich anschließend die Siegerehrung auf dem Reichsgerichtsplatz, wo die Leipziger SA. mit ihren Fahnen aufmarschiert war. Stabschef Lutze erinnerte in einer kurzen Ansprache daran, wie die SA. einst durch Deutschland marschiert- sei, als niemand an den Sieg der nationalsozialistischen Idee glaubte. Der Glaube an den Führer habe die Straße freigemacht, und wieder marschiere die SA., erfüllt von demselben Geiste, wie er in dem Kampflied „Durch Großdeutschland marschieren wir" zum Ausdruck komme. Nach dem Dank an die Organisation und die tapferen Mannschaften, die er zum weiteren Kampf für die nationalsozialistische Weltanschauung verpflichtete, schloß der Stabschef seine Ansprache mit einem „Sieg-Heil!" auf den Führer. Oie Ergebnisse. 1. ff -Totenkopf-Sturmbann Oberbayern/Dachau, 526 Punkte, Marschzeit 2:42:37,1 Stunde; —6 Schlechtpunkte im Marsch, 20 Schlechtpunkte im Handgranatenzielwurf, 20 Schlechtpunkte im Schießen, 72 Gutpunkte im Handgranatenweitwurf; 2. SA.-Standarte 148 Elbing, 503 P., 2:54:45; — 30, —25, —15, +73; ' 3. SA.-Standarte 60 Essen, 498 P., 2:42:30; — 5, — 15, —55, + 73; 4. RAD., Gruppe 261 Stuttgart, 498 P., 2:48:39; — 18, —15, —35, +64; 5. SA.Stand. 261 Montabaur, 494 P., 2:45:03; — 11, —10, —50, +65; 6. SA.-Stand. 99 Hattingen, 488 P.; 7. Schutzpolizei Berlin I., 485 P.; 8. SA.-Standarte 133 Zwickau, 484 P.; 9. SA.-Standarte Feldherrnhalle, 484'$.; 10. RAD., Gruppe 164 Soltau, 483 P.; 11. SA.Standarte 101 Meißen, 481 P.; 12. Schutzpolizei Erfurt, 480 P.; 13. Schutzpolizei Berlin II., 478 P.; 14. RAD., Gruppe Leipzig, 478 P.; 15. ff-Totenkopfstandarte Brandenburg, 473 P.; 16. SA.-Standarte 134 Plauen, 470 P.; 17. SA.» Standarte 1 München, 468 P.; 18. SA.-Standarte 119 Stuttgart, 468 P.; 19. SA.Standarte 5 Pirmasens, 466 P.; 20. SA.Standarte 15 Nürnberg, 466 P.; 21. SA.Standarte 117 Pirna, 466 Punkte. Baden - Württemberg siegt 3:2(2:-!). Schweizer V Elf in Basel geschlagen. Dor etwa 8000 Zuschauern standen sich am Sonntag in Basel die Fußball-Mannschaften von Baden- Württemberg und des Schweizer Nachwuchses gegenüber. Die Schweizer hatten eine recht starke Elf aufgeboten, in der man auch Spieler sah, die das Schweizerkreuz schon in Länderspielen getragen haben. Die deutsche Kombination, die aus sechs württembergischen und fünf badischen Spielern bestand, stellte zwar nicht die beste Vertretung der beiden Gaue dar, spielte aber sehr schön zusammen, und machte so den deutschen Schlachtenbummlern sehr viel Freude. Zu Beginn des Kampfes spielten beide Mannschaften noch unsicher. Die Deutschen waren allerdings dadurch etwas benachteiligt, daß sie gegen die Sonne zu spielen hatten. Nach ausgeglichenem Spiel rollte gegen Mitte der ersten Halbzeit ein deutscher Angriff vor das Schweizer Tor. Der linke schweizerische Verteidiger Baur konnte in harter Bedrängnis den Ball nur noch ins eigene Tor schlagen. In der 25. Minute erhöhte der Halblinke Müller auf 2:0, zwei Minuten später holte Mittelstürmer Monnard für die Schweizer einen Treffen auf. Fünf Minuten nach dem Wechsel verbesserte Seitz (Kornwestheim) für die Kombinierten auf 3:1, und erst zwei Minuten vor Schluß kamen die Eid- aenossen durch einen feinen Schuß Bickels auf 2:3 heran. Berliner SC. wieder deutscher Hockeymeisser. Das Endspiel um die Deutsche Hockeymeisterschaft führte am Sonntag in Frankfurt a. M. den brandenburgischen Meister und Titelverteidiger Berliner SC. mit dem Tv.57 Sachsenhausen- Frankfurt, dem Meister des Gaues Südwest, zusammen. Die Berliner gewannen durch ein bereits nach 10 Sekunden Spielzeit durch Kurt Weiß erzieltes Tor mit 1:0 (1:0) und blieben damit im Besitz der Meisterwürde. Kurze Sportnotizen. Mit einer ü b e r r cks ch e n d e n Niederlage endete der Fußballkampf Schweiz'—Belgien vor 15 000 Zuschauern in Lausanne. Mit 3 :0 wurden die Schweizer geschlagen. Deutscher Rugby-Meister 1 9 3 8 wurde die Fünfzehn von Volkssport Hannover, die in Heidelberg im Endkampf die RG. Heidelberg mit 14 : 3 (3 : 3) bezwingen konnte. Das internationale Tennisturnier 8 n Wi esbaden wurde am Sonntag beendet. Im Männereinzel wurde Henner Henkel von dem Amerikaner Anderson 6:1, 3:6, 6:4, 6:4 geschlagen. Dafür siegten Henkel/Metaxa im Männerdoppel 6:1, 6:3, 6:1 über Anderson Nelson. Das Fraueneinzel gewann Frl. Horn gegen Frl. Zehden, im Doppel triumphierten die Amerikanerinnen Wheeler/Cootes über Wolf/Kraus 2:6, 6:3, 6:4, und im „Mixed" schalteten Zehden/Abe Horn/ Robertson 6:3, 6:2 aus. Mit einem Schweizer Siege von 11:6 Punkten endete in Bern der Tennis-Länderkampf Schweiz — Deutschland, in dem unsere Farben durch Nachwuchskräfte vertreten wurden. * Das Hamburger Stadtparkrennen endete am Sonntag in der 350-ccm-Klasse Mit dem Siege des NSU.-Fahrers Bodmer in 2:36:57,4 mit 115,3 km/std, während der Münchener Gall (BMW.) das Rennen der Halbliterklasse in 2:13:56,4 = 135,0 km/std gewann. I m Saarbefreiungspreis, dem wichtigsten Wettbewerb am ersten Tage der Mannheimer Mairennen, siegte Ebro (Gestüt Hahnhof) vor Marienfels und Origines. Schwedischer Fußballmeister wurde die Elf von Sleipnir Norrköping, die sich die zum Sieg notwendigen Punkte durch einen. 3:0- Erfolg über den Titelverteidiger, AJK. Stockholm, erkämpfte. Vahnstasseltag des Sportkreises Gießen. Interessante Kämpfe. Die im ganzen Reich zur Eröffnung der Leicht- othletik-Wettkampfzeit für gestern angesetzten Bahnstaffelläufe, verbunden mit Wettbewerben für den unbekannten Sportsmann, kamen für den Sportkreis Gießen auf dem 1900-Sportplatz zum Austrag. Für die frühe Saison wurde recht guter Sport geboten, insbesondere gilt dies für die Staffelläufe. Die Wettbewerbe für den unbekannten Sportsmann hatten leider nicht den erhofften Zuspruch gefunden. Nachstehend die Ergebnisse: Bahn staffeln: 4X100- Meter-Staffel für Männer: 1. VfB.-Reichsbahn, 46,9 Sekunden; 2. Spieloereinigung 1900, 47 Sekunden. Das spannendste Rennen des Tages. Der starke Schlußmann der VfB.er konnte 30 Meter vor dem Ziel an den bis dahin führenden 1900ern vorbeigehen. 4X400-Meter-Staffel für Männer: Spielvereinigung 1900, 3:57,0 Minuten. Hier blieben die 1900er zuguterletzt ohne Gegner, liefen aber trotzdem eine annehmbare Zeit. 4 X 1 500 - M e t e r - S t a f f e l für Männer: 1. Spielvereinigung 1900, 18:13,0 Minuten; 2. VfB.-Reichsbahn, zirka 250 Meter zurück. Eine sehr eindeutige Angelegenheit für die Spielvereinigungsleute, deren Startmann bereits einen beträchtlichen Vorsprung herauslief, der dann von seinen Kameraden in regelmäßigen Abständen vergrößert wurde. 4 X 10 0 - M e t e r - S t a f f e l für Frauen: 1. VfB.-Reichsbahn 1. Mannschaft, 56,2 Sekunden; 2. Männerturnverein, 56,8 Sekunden; 3. Turnverein Heuchelheim, 5p,3 Sekunden. Die ausgeglichenere Mannschaft des VfB.-Reichsbahn konnte sich vor die ersatzgeschwächten Mto.er setzen. 4X100-Meter-Staffel Jugend A: 1. Männerturnverein, 47,9 Sek.; 2. To. Heuchelheim, 48,1 Sek.; 3. VfB.-Reichsbahn, 48,5 Sekunden. Die Mtv.-Jungens liefen ein prächtiges Rennen, wurden zum Schluß aber vom Tv. Heuchelheim stark bedrängt. 4X100-Meter-Staffel Jugend B: 1. VfB.-Reichsbahn, 51,8 Sek.; 2. Tv. Heuchelheim, 52 Sekunden; 3. Spielogg 1900, 54,9 Sekunden. Suche nach dem „unbekannten Sportsmann". 1 0 0 0 M e t e r : 1. H. Volkert, Gef. 2/116 (Spiel- oereinigung 1900), 3:01,6 Minuten; 2. Enderlein, 3:01,7 Minuten; 3. Hans Schmidt, Gef. 2/116 (Spielvgg. 1900), 3:08,7 Minuten. 3 0 0 0 Me ter: O. Schneider, Tv. Bellersheim, 11:16 Minuten. Kugel st oßen: Holz, VfB.-Reichsbahn, 8,84 Meter. Wirtschaft. Mein-Mainische Börse. Sehr still und schwächer. Frankfurt a. M., 7. Mai. An der Wochenschlußbörse war die Geschäftslosigkeit nicht mehr zu überbieten. Auf Grund der gestern bekanntgewordenen Dividendenerklärungen, die fast durchweg Erhöhungen gebracht haben, hatte man etwas Anregung erwartet. Der Aktienmarkt eröffnete größtenteils mit etwas schwächeren Kursen, da weiteres Angebot aus jüdischen Kreiseü vorlag. Obwohl es keinen besonderen Umfang hatte, blieb die Aufnahmelust gering, zumal Kaufaufträge nur ganz vereinzelt eingegangen waren. Lediglich Felten profitierten von der Dividendenerhöhung auf 7 (6) o. H. mit 143 einen Gewinn von 2 v. H., während Bemberg mit 149,50 im Angebot lagen und Moenus Maschinen mit unv. 136,50 ebenfalls unberührt blieben. Von den zunächst nur wenig notierten Werten verloren Metallgesellschaft 1,25 v. H. auf 137, Rütgers- werke 1 v. H. auf. 156,25, Elektrische Lieferungen 1,5 v. H. auf 121,50. Ferner bröckelten Daimler 0,25 v. H., Eßlinger Maschinen 0,50 v. H., Reichsbank und AG. für Verkehr je 0,25 v. H. ab. Behauptet lagen Adlerwerke mit 121,50, Demag mit 155,25 und JG.-Farden mit 158,50. Für Montanpapiere lagen keine Erftnotierungen vor. Am Rentenmarkt gingen Reichsbahn-DA. nach Abgang von 3,5 v. H. Restdivide.nde um 0,40 v. H. zurück auf 126,25 (129,90). Kommunal-Um- fchuldung nannte man mit unv. 96,20. Reichsaltbesitz lagen 30 Pf. höher mit 133,50. Von Länderanleihen ermäßigten sich 1929er Hessen auf 100,75 (101). Die Lage am Pfandbriefmarkt erfuhr keine Veränderung. Stadtanleihen waren upeinheitlich bei Abweichungen bis 0,25 v. H. Industrie-Obligationen blieben zum Teile etwas angeboten. Im Verlaufe kam das Geschäft zum völligen Stillstand. Die A k t i e n k u r s e schwächten sich weiter um 0,50 bis 1 v. H. ab, da Verkaufsneigung überwog. Die weitere Aufstockung der Reichsanleihe um 150 Millionen Reichsmark für die Stellen, die seinerzeit 250 Millionen fest gezeichnet hatten, wurde stark beachtet. Damit wurde ein Gesamtbetrag von 1,6 Milliarden RM. gezeichnet, was die größte Friedensanleihe darstellt, die jemals in Deutschland gezeichnet worden ist. Die später zur Notiz gekommenen Papiere lagen überwiegend 0,50 bis 1 v. H. niedriger, so die meisten Montan- und Elektropapiere. Darüber hinaus gaben Conti Gummi auf 204,75 (206,50) und Schuckert um etwa 2 v. H. auf etwa 182,50 nach. Höher waren u. a. Westdeutsche Kaufhof mit 110 (109,40) und Scheideanstalt mit 250 (249). Der Freiverkehr war ruhig. Man nannte Dingler mit unv. 97,40, Rastatter Waggon mit 57,50 (58), Verein. Fränk. Schuh mit 81 (81,50). Tagesgeld unverändert 2,50 v. H. Großer Eriplg der Michsanleihe. Der Führer dankt dem Reichsbank- präsidenten Dr. Lchacht. Berlin, 7. Mai. (DNB.) Bei Schluß der Zeichnung auf die 4,5prozentigen Schatzanweisungen des Deutschen Reiches von 1938, 2. Folge, wurde bereits mitgeteilt, daß die Mitglieder des Reichsanleihekonsortiums, um die bei ihnen gezeichneten Beträge zuteilen zu können, um Ueberlasfung weiterer 4 5 0 Millionen R M. gebeten I) alten. Da der dringende Wunsch um einen zusätzlichen Betrag auch von den Stellen, die vor Beginn der Zeichnung bereits 250 Millionen RM. fest übernommen' hatten, an die Reichsbank herangetragen worden ist, sind auch ihnen noch 15 0 Millionen R M. zugeteilt worden. Das Gesamtergebnis der vorerwähnten Anleihe beläuft sich demnach auf 1600 Millionen RM. Die erforderliche Konsolidierung der kurzfristigen Verbindlichkeiten des Reiches hat damit wiederum einen bedeutenden Schritt vorwärts -gemacht. * Anläßlich des Zeichnungsergebnisses hat Reichs- bankprästdent Dr. Schacht an den Führer folgendes Telegramm gerichtet: „Mein Führer! Ich melde Ihnen, daß die in Großdeutschland aufgelegte Reichsanleihe, deren Zeichnungsfrist heute abläuft, einen Betrag von 1600 Millionen RM. ergeben hat. Es ist dies meines Wissens die größte Friedensanleihe, die jemals bei uns gezeichnet worden ist. Ihr ganz ergebener Dr. Hjalmar Schacht, Reichsbankpräsident." Der Führer und Reichskanzler antwortete darauf folgendes: „Ihre Meldung von dem Erfolg der Reichsanleihe hat mich äußerst gefreut. Nehmen Sie bitte meinen Dank entgegen. Ihr Adolf Hitler." Oie Aufgabe der Werkscharen. Dr. Leh aus der Reichsschulungsburg Oberursel. Frankfurt, 7. Mai. (DNB.) Auf der Reichsschulungsburg der DAF. in Oberursel urnriß Reichsorganisationsleiter Dr. Ley die Ausgabe, die die Schulungsmänner der NSDAP, gemeinsam mit den Werkscharmännern in der Erziehung des deutschen Volkes zur Gemeinschaft zu bewältigen haben. Heber allen Gegensätzen, die das Leben mit sich bringt, steht das Blut, das Volk, der Staat, kurzum die Gemeinschaft. Wir können den Men- schen nicht teilen und ihm ein offizielles und ein Privatleben zubilligen, das außerhalb der Gemeinschaft steht. Wir billigen ihm aber alles zu, wenn er sich in der Gemeinschaft betätigt. Das Vorbild für jede Gemeinschaft, so hob Dr. Ley hervor, ist uns Nationalsozialisten immer der So l d at. Ohne Kameradschaft. Gehorsam, Opferbereitschaft, sinkt jede Gemeinschaft zum Verein herab. Aus der Erkenntnis heraus, daß jede Gemeinschaft nur auf dem soldatischen Prinzip gedeihen kann, habe ich • b i e Werkscharen als soldatischen Kern des Betriebes geschaffen. Sie sind die Träger der nationalsozialistischen Erziehung im Betrieb, als Urzelle der Deutschen Arbeitsfront. Sie sollen die deutschen Menschen in der DAF. zu einer einzigen großen Gemeinschaft erziehen. Als Vorbilder und lebendiges Gewissen des Betriebes sollen die Männer der Werkscharen die Menschen ihrem Alltagstrott entreißen. Das kann nicht mit Gesetzen erzwungen werden, das muß vorgelebt werden, und das ist praktische Schulungsarbeit. Reichsarbeitstagung der NSKOV. Tausende von Frontkameraden füllten die Weihe- ftätte in Northeim zur Eröffnung der Reichsarbeitstagung der NSKOD. Jubelnder Empfang wurde den einmarschierenden 300ö st erreich i- schen Kameraden zuteil. In einem Weihespiel wurde der toten Kameraden gedacht. Dann sprach Reichskriegsopferführer O b e r l i n d o b e r , der zunächst die Männer vom Reichsbund ehemaliger Kriegsgefangener, der nun auch zum NSKOD gestoßen sei, und die Kameraden aus der wiedergewonnenen Ostmark begrüßte. Heute könnten wir, so erklärte er, mit ganzem Stolz als deutsches Volk und als deutsche Soldaten sagen, daß wir einen Krieg gewonnen haben, der darin liege, daß in Europa ein einiges Volk lebe, glücklich in seinem inneren Frieden und in seiner Stärke ein Hort des äußeren Friedens. Unser Sozialismus sei eine Kameradschaft des Herzens und feine Wissenschaft, ein Beispiel der Opfersteude auch für unsere Jugend. Das deutsche Volk werde noch in Jahrtausenden weiterleben, wenn es den Geist der stets kämpfenden und ringenden Front lebendig erhalte. Den im vergangenen Jahr gestifteten Ehrenring für Front dich ter erhielt SA.-Stan- dartenführer Otto P a u ft für feine „Deutsche Trio« logie", SA.-Oberführer Hans Zöberlein für seine Dichtung „Der Befehl des Gewissens", Kamerad Theodor Jacob-Rostock für sein Werk „Der ewige Trommelschlag" und HJ.-Oberbbnn- sichrer Fr. Heckel für seine „Preußische Rebellion". Was die Männer uns gegeben hätten, so sagte der Reichskriegsopferführer, fei echter Frontkämpfergeist. Ministerialdirektor Dr. Engel betonte, daß der Nationalsozialistische Staat seit dem 30. Januar 1933 insgesamt 100 Millionen Mark für Verbesserung der Versorgung der deutschen Kriegsopfer und -Hinterbliebenen zur Verfügung gestellt habe. Für die Zukunft sei die Einführung Der einfachen Ausgleichszulagen, die Verbesserung der Vorschriften über Zusatzrenten und Ruhensvorschriften, Aenderuich der früheren Notverordnungen und Kapitalabfindung beabsichtigt. Landkreis Gießen. L T r e i s a. d. L d a., 8. Mai. Unser Mitbürger Landwirt Philipp Will II. kann heute seinen 8 9. Geburtstag begehen. Er ist der älteste Einwohner unserer Gemeinde und erfreut sich nach guter Gesundheit und geistiger Frische. Die älteste Frau dahier ist Frau Helene Fischer, die am 28. April 87 Jahre alt' geworden war und ebenfalls noch gut bei der Hand ist. Nundfunkprogramm Dienstag, 10.2HaL 5 Uhr: Frühmusik. 5.45: Ruf ins Land. 6: Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Froher Klang zur Werkpause. 9.40: Kleine Ratschläge für Küche und Haus. 10: Schulfunk. Tor zur Welt: England. 11.40: Ehre, Freiheit, Vaterland. 11.55: Offene Stellen. 12: Mittagskonzert. 13: Nachrichten. 13.15: Mittagskonzert (Fortsetzung). 14: Nachrichten. 14.10: O holde Frau Musical 15: Bilderbuch der Woche. 15.30: Dichter und Diener.. Ein Zwiegespräch. Don Otti Frank. 15.45: Dom deutschen Wesen. 16: Zeitgenössische Chormusik. 16.15: Nachmittagskonzert. 18: Zeitgeschehen. 18.30: Jugendherbergen — Stätten der Kameradschaft. 19: Nachrichten. 19.10: Zusammenbruch und Wiederaufbau. Hörfolge zum 5. Todestag des Dichters Paul Ernst (13. Mai). Von Dr. Raymund Schmidt. 20: Abendkonzert zur Frühlingszeit. 22: Nachrichten. 22.30: Tanz- und Unterhaltungsmusik. 24 bis 1: Nachtkonzert. Signal 3208 A Na