5reitag,8.ZulNYZ8 188. Zahrgang Ur. 157 Erster vlatt Zuspitzung -er Lage in Palästina Oer Belagerungszustand verhängt. Bedrohliche Llnruhen in Jerusalem und Haifa !fenz/. 4575A «•fei itrassc opfer statt. Die der Truppenverstärkungen unterwegs. London. 7. Juli. (DNB.) Wie amtlich mit- geteilt wird, haben zwei Bataillone in Aegypten Befehl erhalten, so schnell wie möglich nach Palästina abzurücken. In Palästina befinden sich zur Zeit zwei Brigaden Infanterie, eine Tankkompanie, mehrere Kavallerieeinheiten und elf Luftgeschwader. Ferner wird amtlich bestätigt, daß der britische Kreuzer „Emeral" (7550 Tonnen) am Donnerstagnachmittag aus Malta in Haifa eingetroffen ist. Lr wird am Freitag durch das 32 000-Tonnen-Schlachtschiff „2tcpUlfe“ abgelöst werden. Minister des Auswärtigen am Donnerstag hatte, betraf sowohl die beide Länder berührenden Wirt- schastsfragen als auch die deutsch-türkischen Beziehungen im allgemeinen. 'M. W hi-, Ochsten Gegner der Stuttgarter reis von Nürn- W d'e nächsten Berger (Ares, alle auf DM. Betracht ziehen^ mer unb hentzs iu bezeichnender der 350er« nn starken Teil, torton, Richnow «Hamburg) auf ätze der Privat- t man eine ganze >enan marschiert. ). der sich beim" hnellster Privat- nberg) auf Nor- Faistenhamrner. Mannheim) auf otten nid)/ leidft ern -er grv- \te Levür M Mrswebel lBer- artenkirchen) auf Eß. und haefele ires «Aachen) auf ) auf MG. fallen ungsgruppe bis auf. Reichsparieitag vom 5. bis 12. September. Berlin, 7. Iuli. (DNB.) Die Tlationalfoziali- stische Parleikorrespondenz meldet aus Nürnberg: Der Führer hat als Termin für den diesjährigen Relchsparteitag die Zeit vom 5. bis einschließlich 12. September 1938 bestimmt. Jerusalem, 7. Juli. (Europapreß.) Trotz der von den Mandatsbehörden getroffenen umfangreichen Vorsichtsmaßnahmen halten die Unruhen in Palästina weiter an. In Haifa wurden am Donnerstagvormittag ein Jude durch Gewehrschüsse getötet und sieben weitere schwer verwundet. Angeblich kamen die Schüsse aus einer mohammedanischen Schule, deren sofortige Durchsuchung jedoch keine Anhaltspunkte für diesen Verdacht ergab. In der Nähe von Tel Aviv wurde ein Personenwagen beschossen, wobei ein Araber getötet und zwei verwundet wurden. In Jerusalem wurden zum Protest gegen die Ermordung und Verwundung von Arabern in den Vormittagsstunden sämtliche arabischen Läden geschlossen, hierauf wurde von den Mandatsbehörden über Jerusalem der Belagerungszustand verhängt - und gleichzeitig in Haifa das Kriegsrecht ausgerufen. Die Polizei in Haifa ist feit 18 Stunden ununterbrochen im Dienst. Die jüdischen und arabischen Viertel werden streng bewacht, nachdem die Araber aus dem jüdischen und die Juden aus dem arabischen Viertel entfernt worden sind. Alle arabischen und jüdischen Polizeibeamten wurden,zurückgezogen, der Sicherheitsdienst wird ausschließlich von englischen Truppen und Polizeibeamten versehen. — Der Vorsitzende der Ortsgruppe der Neuzionisten in Jerusalem, Dr. Ephraim W a - schitz, ist von den englischen Mandatsbehörden verhaftet worden. Auch in Jerusalem sind alle arabischen und jüdischen Polizisten zurückgezogen worden. Der Wachdienst wird von englischen Poli- listen durchgeführt, während die englischen Truppen in ständiger Alarmbereitschaft liegen. — Auch der Leiter der zionistischen Revisionisten, S t e i n a tz k i, wurde verhaftet. Als Opfer der Unruhen vom Mittwoch sind in Haifa 21 Araber und 6 Juden getötet, 61 Araber und 10 Juden verwundet worden. Von den 21 arabischen Opfern der Unruhen waren zwölf durch Messerstiche und Steinwürfe ums Leben gebracht worden, während von den sechs getöteten Juden zwei durch Gewehrschüsse den Tod fanden. Die Passagiere der von Haifa abfahrenden Schiffe mußten unter dem Schutz der Feuerwehr zum Hafen gebracht werden. Sie überquerten ein wahres Schlachtfeld mit Leichen und Verwundeten. Autos waren durch die Sprengkraft der Bombe VORMALS1 M-G'CRODE giessen systematische Aufstände von den Gruppen ausgenutzt zu werden, die ein Interesse daran hätten, die Unruhen zu schüren. Die Unruhen richten sich nicht nur gegen ihre erklärten Feinde, sondern auch gegen d i e britische Autorität und Kontrolle. Der Vorschlad der. Peel-Kommission einer Teilung Palästtnas sei die einzige Politik, die einen Ausweg aus dieser unerträglich gewordenen Situation darstelle. Die Periode der Unsicherheit dürfe nicht unnötig verlängert werden, weil damit auch die Möglichkeit zu Aktionen verlängert würde. Katastrophal aber würde es sein, wenn man vor Unruhe und Widerstand kapitulieren würde. — Die „Daily Mail" fordert, alles zu tun, um die Unruhen niederzuschlagen. M i t fester und unparteiischer Hand müsse für Gerechtigkeit gesorgt werden. Es sei ein Gebot der Stunde, die Ordnung aufrechtzuerhalten und Leben und Eigentum eines unschuldigen Volkes zu sichern, das sich zwischen zwei Feuern befinde. Britisches Leben und Geld habe man unbeschränkt für die hoffnungslose Aufgabe, den Frieden zwischen zwei Millionen Arabern und 400 000 Juden aufrechtzuerhalten, geopfert. Das sei der Dank für die unmöglichen Versprechungen, die britische Staatsmänner den beiden Rassen gemacht hätten. Das sei der Erfolg davon, daß man ein Mandat übernommen habe, das man niemals hätte a^nnehmen dürfen. Volks-, Berufs- und Betriebszählung am 17 2Jiöil939. Berlin, 7. Juli. (DNB.) In der nächsten Num- mer des Reichsgesetzblattes wird das Gesetz über die Durchführung einer Volks-, Berufs- und Betriebszählung veröffentlicht werden. Die Zählung sollte am 17. Mai 1938 stattfinden. Die Ausdehnung der Zählung auf das Land Oesterreich hat eine Verschiebung notwendig gemacht. Durch das neue Gesetz wird als Zählungstag der 17. Mai 19 3 9 festgelegt. Für den Umfang der Zählung bleiben die Vorschriften der Durchführungsverordnung vorn 21. Januar 1938 maßgebend. jüngsten Unruhen in Palästina begegnen in Londoner Presse dem stärksten Interesse. „Daily Telegraph" schreibt, daß man nicht behaupten könne, die. Lage in Palästina sei heute ermutigend. Die Geduld Großbritanniens scheine für Annahme von Anzeigen für die Mtttagsnummer bis 8*/.UHrdes Vormittags Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Te^t« anzeigen von 70mm Breite 50 Rpf..Platzvorschrist nach Dort). tBereinbg.25% mehr. Lrmütztgte Grundpreise: Steilem, Vereins«, gemein* nützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzei« gen 5 Rpf., Familienanzei* gen, Bäder-, Unterrichts-u. behördliche Anzeigen 6Rpf. Mengenabschlüße Staffel B krscheim täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustriert« Biefeener Familienblätter Heimat im Bild - Die Scholle Monatr-vezugspreis: M 4 Beilagen RM.1.95 Ohne Illustrierte . 1.80 Zustellgebühr , -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewall Zernsprechanschlüfie unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnach« eichten: Anzeiger Gießen Postscheckkonto: nkfurt am Main 11686 nächsten Woche der Sudetendeutschen Partei zur Einsichtnahme übergeben werden können. Katastrophale Lage der sudetendeutschen Kurorte. P r a g, 7. Juli. (Europapreß.) Nicht nur die westböhmischen Weltbäder leiden in der laufenden Saison an dem katastrophalen Rückaang des Besuches, auch die kleineren im sudetendeutschen Gebiet liegenden Kurorte stehen unter dem gleichen wirtschaftlichen Druck, der nicht durch die allgemeine Wirtschaftslage, sondern, durch die ungeklärte linnerpolitische Situation bedingt ist. So sind in Bad Tschachwitz bei Kaaden in der laufenden Saison nur 27 Personen eingetroffen gegenüber 400 im gleichen Zeitraum des vorigen Jahres. Der Besuch in der Sommerfrische L e s k a u betrug bisher nur 26 Personen gegenüber 237 im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Aehnlich ist die Lage in anderen Kurorten und Sommerstischen des sudetendeutschen Gebiets. Die „Sudetendeutschen Pressebriefe" richten mit Rücksicht auf diese für die betreffenden Orte katastrophale Entwicklung einen Aufruf an die volksbewußt? Bevölkerung, durch verstärkten Besuch der s u d e t e n d e u t s ch e n Kurorte zur Sicherung der Existenz dieser Kurorte und ihrer Bevölkerung beizutragen. Wieder tschechische Beamte für eine rein deutsche Stadt. Prag, 7. Juli. (DNB.) In Asch wurde die durch die Pensionierung- des tschechischen Post- direktors freigewordene Stelle wiederum durch einenTschechen besetzt. Zwei deutsche Anwärter wurden nicht berücksichtigt, obwohl die Stadt Asch zu 9 9 v. ch. deutsch ist. Auch der rein deutsche Ort Schönbach bei Asch erhielt einen tschechischen Leiter des Postamtes. Seine Vorgängerin, eine Tschechin, beherrschte die deutsche Sprache nicht und war ihrem Amte nicht gewachsen, weshalb sie auch entfernt werden mußte. Einige Monate hindurch versah dann ein deutscher Beamter den Dienst, um allen inzwischen angerichteten Wirrwarr wieder im Ordnung zu bringen. Nun hat er seine Stelle wieder an einen Tschechen ab* treten müssen. Sudetendeutsche Bürgermeister an der Amtsübernahme gehindert Vorstellungen bei Hodza. völlig in Stücke gerissen worden. Für die Todes- fand am Donnerstag eine Massenbeerdigung lern viel Freude machen kann. Man' ging daher so weit, zu bestimmen, daß diese öffentlichen Gelder zu parteipolitischen Zwecken benützt werden dürfen, d.h., sie sollen denjenigen in Form von Aufträgen oder Lohntüten zugute kommen, die viel Verständnis für den New Deal zeigen. Damit ist jedoch nicht erwiesen, daß die beiden nächsten Jahre der Regierung viele Erfolge bringen werden. Im Gegenteil: die Wahlen im November sind die letzten, auf die Roosevelt direkten Einfluß hat. Eine dritte Amtsperiode kommt für ihn nicht in Frage, erstens, weil er amtsmüde ist, zweitens, weil angesichts der eisernen Tradition gegen mehr als acht Jahre Regierungszeit für einen Präsidenten die Gegner (und das sind schon jetzt etwa 45 v. ch. aller Wühler) aus den Reihen der anderen zu viel Zuzug erhalten würden, so daß seine Kandidatur völlig aussichtslos wäre. Damit entfällt ein großer Teil feines Einflusses nach den diesjährigen Wahlen; das war auch der Grund, warum er so darauf erpicht war, seine größeren Reformen (Gericht, Verwaltung, Sozialfragen) noch in dieser Parlamentstagung durchzupeitschen. Bezüglich der Löhne und Arbeitszeiten ist ihm das noch in letzter Stunde gelungen. Weitere Reformen wird man ihm jedoch kaum bewilligen. Er hat seit seinem Amtsantritt die öffentlichen Schulden um 5 Millionen Dollar erhöht, er hat Großindustrie und Hochfinanz durch Konttoll- maßnähmen, hohe Steuern und Parteinahme für die Arbeitnehmer in erbitterte Opposition gedrängt, er hat trotz der großen Ausgaben die gewaltige Wirtschaftskrise nicht verhindern können, die feit dem Spätsommer 1937 immer bedenklicher wird, mit 51 31-nn in d.« 49 Reibungen Echli-Mch T* RmdU. "°h. F °°» U Das Echo in London. „Bor Unruhe und Widerstand nicht kapitulieren." London, 8. Juli. (DNB. 'Funkspruch.) 18. März 19$ »*s« gsÄt#* inö ihrer idlilbi *" g^d) gilt. J* htr erschienenen A °^2 hrl>» «* 'un^dli-he «ul' ,e über- ässSss SÄS VkKx kurz, er hat das Land in zwei Lager gespalten, die „Haves" und „hav-nots", letztere sind zahlreicher und haben daher mehr Sttmmen am Wahltage. Das weitere Schicksal des New Deal wird also davon abhängen, ob die Gegner (die auf alle Fälle eine große Anzahl Sitze, wenn auch keineswegs die Mehrheiten beiden Häusern gewinnen werden) es für richtiger halten, einzulenken und mit der großen Masse der Arbeitnehmer und Verbraucher zu einer Verständigung zu kommen, auf daß die Wirtschaft wieder auflebe, oder ob man nach wie vor in Roosevelt den Todfeind und Diktator sieht, der nebst seinen Reformen beseitigt werden muß. Deutsch-türkische Wirtschaftsbesprechungen. Der Generalsekretär im türkischen Autzen- rninisteriunr beim Reichsautzenminister. Berlin, 7. Juli. (DNB.) Der Reichsrninister des Auswärtigen, von Ribbentrop, empfing am Donnerstag den Generalsekretär im türkischen Außenministerium, Botschafter Numan Mene- m e n c i 0 g l u. Exzellenz Numan Menemencioglu ist vor kurzem an der Spitze einer Wirisch a f t s d e l e g a t i 0 n in Berlin eingetroffen, um mit den zuständigen deutschen Stellen in Besprechungen über die deutsch-türkischen Wirtschaftsbeziehungen einzutreten. Die eingehende Unterredung, die der hohe türkische Beamte mit dem Reichs- ampspause in LtGÄ. Äon unserem K.G.G.-Äerichiersiaiier. Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten! .Washington, Juli 1938. 2er 75. Kongreß seit Begründung der Vereinigten j «Staaten hat sich am 16Juni, um 21.08 Ufjr, „auf ; ^nbeftimmte Zeit vertagt". Präsident - Noosevelt, der, obwohl er energisch jede dikta- Krischen Gelüste bestreitet, nie glücklicher ist, als : eenn das Bundesparlament nicht tagt, saß seit 20.30 1 Ihr in seinem Extrazug im Washingtoner Bahnhof «ad wartete ungeduldig auf das Ende. Um 21.09 Uhr > erreichte ihn das erlösende Wort, daß der Kongreß 1 mdgültig Schluß gemacht habe, und um 21.10 Uhr »erließ der Zug eilends die Halle, um den Präsi- üm nach Massachusetts zu bringen, wo zwei Tage Pater der jüngste seiner Söhne heiratete. Eine Kampfpause ist eingetreten. Der Kongreß hat drei Dinge Tagungen hinter sich: von Januar 1937 bis August 1-37, dann wieder im November und Dezember 1937 und schließlich von Januar bis Juni 71938. Nun gehen die Abgeordneten nach Hause, «kin Drittel des Bundessenats und das ganze Unterhaus stehen im November d. I. zur Wieder- ivahl. Da heißt es, sich sammeln, die Strategie lies Wahlkampsts genau überlegen, denn es geht iliesmaf um die Frage, ob die Konservativen (das sind fast alle Republikaner und ein Teil der Demo- ilrdm, also Roosevelts eigener Partei) einen großen erringen werden oder sich damit begnügen inüjien, dem New Deal nur einige Sitze im Parla- inert wegzunehmen. Es handelt sich um das Elhicksal des New Deal, denn wenn der 78. Kongreß, der im Januar 1939 Zusammentritt, firne starke Schar von Feinden aufweisen sollte, so irirb es Roosevelt in den letzten zwei Jahren Wmr Amtsführung gehen wie seinem Vorgänger «moder, dem die feindliche Mehrheit des Parla- Merts jeden Gesetzesvorschlag und jede Ernennung M wichtigeren Posten grundsätzlich abschlug. Allerdings lassen sich die Verhältnisse vor und na* 1933 völlig gleichsetzen. Durch Roosevelt sind cfeujiffe soziale, finanzielle und gemeinwirtschaftliche Reformen eingeführt worden, die sich als unbedingt lioüvendig erwiesen und die auch seine Gegner mchi überzeugend bekämpfen können. Aber es bleibt nach genug des Konfliktstoffs, und so kommt es, Nitz das amerikanische Volk i nm e n p 0 l i t i s ch zerrissener ist denn je. Es geht um welt- cmsüauliche, nationalökonomische und staatspolittsche Probleme, und die Kampfpause ist daher sehr kurz, jliwn ausreichend, um ein genaues Bild vom bis- !?ergen Ergebnis der Kampfhandlungen zu ge- ibipnen. Lm 3. Juli sind es 75 Jahre seit der für da- tTalge Verhältnisse großen und Mutigen Schlacht B:ei G e t t y s b u r g, in der sich Süden und Nor- i!!eit im erbitterten Bruderkrieg gegenüberstanden. Norsevelt hat am 3. Juli "auf der Kampfstätte, die tae ein Nationalfriedhof geworden ist, in feier- llchkr Rede zur Einigkeit gemahnt, wie das sein Keckhmter Vorgänger Abraham Lincoln 1863 tat. Dich Mahnung wird wenig nützen, denn der Kampf irt über das Stadium hinaus, wo Reden helfen Knuten. Nur der Eigenart amerikanischer Parla- rremsverhältnisse hat Roosevelt es zu verdanken, dkß der soeben beendete Kongreß ihm die meisten sstmr Wünsche erfüllte und in der diesjährigen Tagung allein ihm etwa zwölf Milliarden i ol 1 ar für den Bundeshaushalt bewilligte, eine Summe, die nur während des Welt- Weges und nur knapp überschritten wurde. Zeitweise, besonders im vorigen Jahr, bestand offene Hebt Ilion in dem Parlament, von dem doch in tieiten Häusern über zwei Drittel zu f|ein er eigenen Partei gehören. Man verweigerte ihm die Reform des Obersten Bundes- Qsnchts und der Bundesverwaltung und die Stan- fflarbifierung von Löhnen und Arbeitsstunden. Noch i:h März d. I. war sein Einfluß auf das Parla- twenl so gut wie null. Aber erstens gibt es hier flin Mißtrauensvotum, das ein Kabinett stürzen fSnnte, und zweitens hat Roosevelt die gewaltige, ft organisierte Parteimaschine in der Hand. 5 es daher zu Vorwahlen in einigen Staaten thm, wo unter den Kandidaten der gleichen Partei dte Ausscheidungskämpfe stattfinden und wo sich ii e nigen Fällen Freunde und Feinde des New Deal gegenüberstanden, da siegten in den Staaten Stoa, Alabama und Oregon diejenigen Kandi- tiiten, die sich hundertprozentig für den New Deo l eingesetzt hatten. die Folge war eine energische Schwenkung im ^Sarlament und ein kometenhafter plötzlicher An- Wz der Autorität Roosevelts. Manche amerika- vishrn Blätter bezeichnen diese Wandlung, als ein । »„Mirakel", weil es sonst nie einem Präsidenten ge- Ilhngin sei, in seiner zweiten Amtsperiode seine PopUarität wiederzugewinnen. In Wirklichkeit han- । M rs sich um gar kein Wunder, sondern um einen laicht verständlichen Vorgang. Die Vorwahlen zeigten : wieder einmal, daß die Presse der Groß- sifödte, die fast durchweg antinewdeal ist, die Skiitmung im Lande nicht kennt. Sie zeigten ferner, daß die Parteileitung, die gleichzeittg dte Regierung ist, durch die gewaltigen Summen f''ir Rotstandsarbeiten und öffentliche Bauprojekte 5 n 'ber Lage ist, in allen zweifelhaften Bezirken ;iie ih r freundliche Stimmung zu ^ßen, und da sämtliche Abgeordneten im No- Itmtier zur Wiederwahl stehen und daher htj b as Wohlwollen der Parteimaschine mehr oder Beniner angewiesen sind, so beeilten sie sich, der Stimme des Herrn zu gehorchen. Schließlich sind her Milliarden Dollar zur Ankurbelgng der Wirt- shch und zur Verteilung an Notleidende auch in merika eine Menge Geld, mit der man den Wäh- Prag, 7. Juli. (Europapreß.) Arn Dienstag fand, wie das Presseamt der Sudetendeutschen Partei mitteilt, eine Aussprache der Abgeordneten Kundt, Dr. Rosche und Dr. Peters mit Ministerpräsident Hodza und Innenminister Dr. Cerny über die Frage der Bestätigung der Bürgermeister und Gemeinde vor st eh er durch die staatlichen Behörden statt. Die Behörden nehmen in der überwiegenden Zahl der Fälle den durch die geltenden Gesetzesbestimmungen nicht begründeten Standpunkt ein, daß die in letzter Zeit auf Grund der Gemeindewahlergebnisse im Mai und Juni neu bestellten Bürgermeister, die nahezu ausnahmslos der Sudetendeutschen Partei angehören, ihr Amt er st dann an- treten können, wenn die B e st ä t i g u n g durch die Behörden erfolgt ist. Nach der tatsächlichen Rechtslage genügt jedoch zur Amtsübernahme bereits 'b i e Wahl des Bürgermeisters durch die Gemeindevertreter. Das Bestätigungsrecht durch die staatlichen Behörden wurde lediglich durch eine im Zusammenhang mit der im Jahre 1933 erfolgten Auflösung der Deutschen Nationalsozialistischen Arbeiterpartei erlassene Verfügung durch das Innenministerium geschaffen,die keine ausreichende Rechtsgrundlage besitzt. An ihr hält man jedoch fest, obgleich sie ursprünglich nur als Ausnahmeverfügung gedacht war, und obgleich sie schon damals juristisch unhaltbar war. Heue Beratungen in Prag. Prag, 7. Juli. (Europapreß.) Unmittelbar nach Abschluß des Sokol-Kongresses haben die Ausschußsitzungen der Regierungsmehrheit wieder eingesetzl. Am Donnerstagvormittag trat unter dem Vorsitz des Präsidenten des Abgeordnetenhauses, Mali- p e t r, der zur Behandlung des Nationalttäten- statuts eingesetzte sechsgliedrige Sonderausschuß zusammen. Dem mit der Entscheidung politischer Fragen betrauten Ministerausschuß berichtete Ministerpräsident Hodza über seine Besprechungen mit den Vertretern der Sudetendeutschen Partei und den slowakischen Autonomsten. Wie von unterrichteter Seite verlautet, wird es nicht, wie beabsichtigt, Ende dieser Woche zur Vorlage des Nationalitäten st atuts der Regierung kommen. Durch die Verhandlungen des verfassungsrechtlichen Ausschusses, der einige Aende r u'n g e n an dem Regierungsentwurf vorge- nommen hat, wird das Statut erst in der Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: vrühlsche Univerfitatrdruckerei R. Lange in Sieben. Schristleitung und Geschäftsstelle: Schulftrabe 7 it n :k * Das Leben ist schön. Wenn einer gute Laune hat, dann soll er pfeifen, lauthals pfeifen. Es hat noch niemanden gegeben, dem gute Laune geschadet hätte. Der alte Spruch, daß jeder, oer nicht Wein, Weib und Gesang liebe, ein Narr sei, stimmt schon irgendwo. Man muß ihn nur richtig zu deuten verstehen, dann heißt er nämlich: Mache dir das Leben so schön wie nur möglich! Das soll nie und nimmer heißen: Mache es dir leicht! Nein, das heißt ganz einfach und schlicht: Dein Leben mag noch so schwer sein, deine Arbeit noch so viel und noch so anstrengend, versuche, sie dir so angenehm wie möglich zu gestalten. Versuche, allen dich umgebenden Dingen auch die schöne Seite abzugewinnen. Wer lachen kann, hat mehr vom Leben. Wer das Leben aber zwingen will, der muh lachen können. Er muß überlegen sein können und nicht pessimistisch dem eventuellen Erfolg entgegtznsehen. Das Leben ist schön; es ist so schön, wie man es sich macht. Ich kenne Leute, die grau und griesgrämig allen Dingen des Alltags gegenüberstehen und die überall nur das Schlechte und Negative sehen. Bist auch du einer von ihnen? Bist auch du einer von denen, die alles durch die verneinende Brille sehen, die kurzsichtig sind und sich dabei doch so furchtbar klug vorkommen? Bist du einer von jenen traurigen Zeiterscheinungen, die zum Beispiel niemals die Schönheiten einer Nordlandreise mit den Kraft-durch-Freude-Schifsen erlebt haben, trotzdem aber darüber lästern und meckern und nur von Menschenanhäufung, Schweiß und Leuten mit Filzpantoffeln faseln? Kannst du wie die von dir verlästerten Urlauber frohen und ehrlichen Herzens singen: Freut euch des Lebens? Oder bist du einer von denen, die lieber doppeltes Reisegeld bezahlen, als daß sie mit KdF.-UrlaUbern in einem Ort zusammenträfen? Bist du gar einer der Neunmalklugen, die behaupten, daß der Arbeiter im neuen Deutschland verwöhnt werde? Mein lieber Volksgenosse, dann tust du mir leid. Dann muß ich dir im Namen aller meiner Kameraden sagen, daß du am besten tätest, dich still und leise in einen Sarg zu packen und den Deckel unauffällig zu schließen. Dich wird niemand vermissen. Leute wie du erscheinen uns überflüssig. So überflüssig, daß ich von dir jetzt nicht mehr reden will. Oder gehörst du zu uns? Gehörst du zu denen, die das Leben immer und immer wieder freudig begrüßen, die jeden neuen Tag als ein Geschenk des Himmels ansehen und dem Herrgott dafür danken? Dann sei uns herzlichst willkommen. Dann bist du einer der unsrigen. Wir glauben dir und wissen, daß auch du allen Freunden und Kameraden deinen Lebensglauben verkündest, daß du ihnen von deinem Lachen und deinem Frohsinn abgibst und mit ihnen deine schönen Stunden teilst. Vor kurzer Zeit sprach ich mit einem Arbeitskameraden, der noch manchen Einrichtungen unserer Zeit ablehnend — nur aus Unwissenheit — gegbn« übersteht, von der „Schönheit der Arbeit". Ich erzählte von der herrlichen Einrichtung der Deutschen Arbeitsfront, die überall dafür Sorge trägt, daß Arbeits- und Speiseräume der Fabriken, Werkstätten und Kontore sauber und anheimelnd ausgestattet werden und für alle im Betrieb Beschäftigten neue Freude bedeuten. „Glauben Sie das wirklich?" bezweifelte der Arbeitskamerad und meinte, daß dem Arbeiter und Angestellten zehn oder zwanzig Mark in der Hand bestimmt besser gefielen als z. B. Blumen an Fenstern und auf Tischen. ,Zeder arbeitet doch nur seine Zeit herunter und ist dann froh, aus dem Betrieb nach Feierabend heimwärts zu eilen." Damit glaubte mein Kamerad seine Ausführungen beweisen und schließen zu können. Hatte er recht? Muß denn Arbeit immer etwas Dunkles und Unangenehmes sein, etwas Freudloses und Häßliches, vor dem man flüchtet? Sollte es nicht anders gehen? Lieben wir denn nicht alle die Arbeit, jeder an seinem Platze? Haben wir nicht manchmal sogar im schönsten und sonnigsten Urlaub Sehnsucht nach unserer Arbeit? Wäre unser aller Leben nicht einsam und freudlos ohne Arbeit? Warum soll es keine Schönheit der Arbeit geben? Warum wollen wir unsere Arbeit nicht schön und freudig machen? Arbeiten ist schön, ist wunderschön. Und wer — wie. so viele von uns — einmal arbeitslos auf der Straße lag und sich auf Stempelstellen herumdrücken mußte, der weiß um die Schönheit der Arbeit an sich. Er kennt die innere Kraft und Schönheit des Schaffens, er liebt die Arbeit. Nicht des Lohnes willen, der ist für jede ßeiftung' selbstverständlich, sondern er liebt die Arbeit, weil er die Tatenlosigkeit haßt und weil er in seinem Schaffen eine Aufgabe sieht, an der er sich und sein Können beweisen kann und will. Ein nationalsozialistischer Betriebsführer hat mir einmal gesagt: „Schönheit der Arbeit, ich meine jetzt die rein äußere Gestaltung und Verschönerung, ist für jeden vernünftigen Betrieb eine einfache Selbstverständlichkeit. Wenn ich meinen Arbeitern und Angestellten schöne und helle Arbeitsräume gebe, dann steigere ich ihre Freude an der Arbeit. Ihre Leistung steigt, damit mein Umsatz und mein Gewinn. Ich verdiene mehr und kann neue Kräfte einstellen, kann bessere und höhere Löhne bezahlen. Die Leistung meines Betriebes dient dem neuen Staate, dient der Regierung und ihrem Aufbauprogramm. Damit aber dient sie^wiederum dem deutschen Volke, also jedem einzelnen von uns. Schönheit der Arbeit ist daher Leistungssteigerung zugunsten aller. Unser Volk hat sich durch seine Leistungen wieder zur Weltmacht durchgekämpft, hat seine Freiheit wieder errungen und marschiert mit fliegenden Siegesfahnen in eine große Zukunft. Leistung und Können sind Sieg. Jeder Aufstieg aber ist ein Sieg der Leistung." So der Betriebsführer. Warum ich dies alles erzähle? Mein kleiner Neffe hat seine S ch ü l e r z e i t - schrift „Hilf mit!" zu mir geschleppt und von dem neuen Wettbewerb des Nationalsozialistisches Lehrerbundes berichtet. Dabei sollte ich ihm helfen. Er wollte etwas basteln um den Gedanken der Arbeit als Pflichterfüllung. Ich tat es gern und kam dabei auf alle diese doch so selbstverständlichen Gedanken. Jetzt bin ich fertig damit und pfeife: „Freut euch des Lebens!" H. Q. Das deutsche Radwegeueh kommt! Berlin, 7. Juli. (DNB.) Nachdem durch die Initiativ? des Generalinspektors für das deutsche Straßenwesen d § n Gemeinden und Gemeindeverbänden auch finanzielle Möglichkeiten geboten sind, das umfassende deutsche Radwegebauprogramm in ihren Bezirken durchzuführen, ist es wesentlich, daß die Radwege nach einem Gesamtplan so aufgebaut werden, daß für den Radfahrerverkehr (wie auch für den Straßenverkehr überhaupt) ein Höch st maß für Sicherheit und Be- guemlichkett erreicht wird. We Mix von der „Reichsgemeinschaft für Radwegebau, Berlin", erfahren, werden in bebauten Gebieten in der Regel beiderseitige Radwege an den Straßen angelegt werden, von denen jeder nur in einer Richtung zu befahren ist. Um den Radfahrer aber auch aüf dem Radfahrweg vor herausragenden Lasten, aufschlagenden Autotüren zu schützen, soll zwischen Radlpeg und Fahrbahn, wo irgend möglich, ein 1 Meter breiter- Sicherheits st reifen angelegt werden, an Landstraßen müssen die Radwege möglichst außerhalb der Baumreihen zu liegen kommen. Ist diese Möglichkeit wegen Raummangel nicht gegeben, dann müssen Radweg und Fahrbahn durch Leit st eine getrennt werden. Gauleiter Streicher 1 vor den Geschichtsforschern. Die Tagung des Reichsinstituts für die Geschichte des neuen Deutschland. Münch-en, 7.'Juli. (DNB.) Auf der Tagung des Reichsinstituts für die Geschichte des neuen Deutschland kam am Donnerstag der Frankenführer Gauleiter Julius Streicher zu Wort. Julius Streicher zeigte an einer Reihe lebendiger Beispiele aus der Kampfzeit des Nationalsozialismus und an dem großen Vorbild des Führers, daß es immer darauf ankäme, mit dem Leben wirklich verbunden zu bleiben und sich durch kämpferischen Einsatz die Berechtigung für jegliches Schaffen zu gewinnen. Gerade auch der Geschichtsforscher dürfe seine Welt nicht allein in zerzausten Büchern erblicken. Geschichte müsse blutooll und mit Feuer geschrieben sein, wenn sie in die Herzen der Menschen dringen soll. Erst wenn man wisse, welchen Einfluß das jüdische Blut im deutschen Volk hatte, könne man deutsche Geschichte schreiben. Der Jude verzehre Körper und Seele und sei überall dort, wo er auftritt, als Element der Zersetzung das Gespenst des Bolschewismus. Präsident Professor Walter Frank stellte fest, wenn neben den Forschern aus stillen Gelehrtenstuben der politische Frontkämpfer der Massenversammlungen, Julius Streicher, seine praktisch erlebte Wissenschaft gelehrt habe, so zeige dies, wie sich die tiefe Kluft von Geist und Politik zu schließen beginnt. Aus dem großen gemeinsamen Ziel der nationalsozialistischen Erneuerung erstehe so i n der neuen Ganzheit auch die neue Universität, für die das Reichsinstitut für die Geschichte des neuen Deutschland arbeiten solle. Am Vorabend des Tages der Deutschen Kunst. Mnchen im Festschmuck. München, 7. Juli. (DNB.) Wieder steht nun das nationalsozialistische Deutschland am Vorabend des Tages der deutschen Kunst. Mit der feierlichen Eröffnung im Festsaal des Deutschen Museums, der Festsitzung der Reichskammer der bildenden Künste an der gleichen Stelle, der Eröffnung der großen deutschen Kunstausstellung im Hause der deutschen Kunst und dem Festzug „2000 Jahre deutsche Kultur" wird sich in den nächsten drei Tagen eine reiche Fülle festlicher Veranstaltungen abwickeln, die alle beseelter und beschwingter Ausdruck lebensbejahender Kulturgesinnung im Dritten Reich und eine freudige Huldigung zu Ehren der deutschen Kunst sein werden. Die Stadt der deutschen Kunst hat wiederum ein Festkleid angelegt, das fast noch schöner und bewegter, noch harmonischer und ausdrucksvoller geworden ist. Wieder fluten die großen weißen Fahnen der Kunst mit den drei roten Schilden in. der Mitte über die Straßen, von mächtigen Säulen leuchten in der heißen Sommersonne die großen goldenen Hoheitsadler. Grün verkleidete Triumph- pforten, die sich in verschiedenen Farbentönen über die Straßen spannen, beleben das Bild und erzielen immer neue packende Wirkung. Besondere. Glanzpunkte des Festschmuckes bilden wieder der Hauptbahnhof, der Marienplatz, der Platz vor dem Nationaltheater, dann der Platz zwischen der Universität und dem Haus des deutschen Rechts, vor allem aber auch die von breiten Kulissen von Fahnen in Rot und Gold eingerahmte prachtvolle Ludwig- straße. Ganz neuartig ist der Fensterschmuck, der am Samstag und Sonntag die Stadtbeleuchtung zu unerhörter Wirkung bringen wird. Sind doch an jedem Fenster jedes Hauses der ganzen Stadt zwei einheitliche Pergamentampeln angebracht, die Millionen Lichter in die tiefe Sommernacht senden werden. Viele Fenster sind noch besonders mit Gold- girlanden und mit goldgeränderten roten Schmucktüchern geziert. Nicht weniger als 75 Tribünen sind an Öen Straßen und Plätzen der Stadt aufgebaut, auf denen ungezählte Tausende am Sonntagnach- mittag den herrlichen Festzug an sich vorüberziehen lassen werden. So bietet die Stadt, durch die- bereits ein von Tausenden von Fremden verstärktes Leben flutet, ein herrliches Festkleid, das würdig ist ihres Namens als Stadt der deutschen Kunst und würdig des großen Festes, durch das deutsche Kunst und Kultur ihre schönste Verherrlichung finden. Die Stadt der deutschen Kunst. München, 7. Juli. (DNB.) Oberbürgermeister Fiehler gab bekannt, daß die Hauptstadt der Bewegung zur Erfüllung der großen Aufgaben, die ihr als Stadt der deutschen Kunst gestellt sind, einen Grund st ock zur Pflege der bildenden Künste in Höhe von einer Million R M. errichtet. Die Verfügung über diesen Grundstock hat sich Oberbürgermeister Fiehler selbst vorbehalten. Er wird sich hierbei der Beratung durch ein Kuratorium bedienen. Weiter wurde bekanntgegeben, daß die Stadtverwaltung der Hauptstadt der Bewegung au s Anlaß des Tages der deutschen Kun st einen Betrag von 15 000 RM. zur Verfügung stellt, aus denen an anerkannte Künstler, die n i ch t m e h r erwerbsfähig sind, Spenden gegeben werden sollen. Besucht die deutsche Ostmark! Reiche Auswahl ort Erholungsstätten. - Weitgehende Fahrpreisermäßigungen. Berlin, 7.3uli. (DNB.) Der Präsident des Reichsausschusses für Fremdenverkehr teilt mit: Der Fremdenverkehr in Oesterreich ist seit der Wiedervereinigung mit dem Reich erheblich gestiegen. Der Wunsch, in der deutschen Ostmark und ihrer Bergwell den Urlaub verbringen zu können, hat in diesem Jahre endlich Erfüllung gefunden. Es ist ein Gebot wirtschaftlicher Einsicht, den Reiseverkehr nach Oesterreich so lebendig wie möglich zu gestalten. Niemand soll sich von einer Reise nach der deutschen Vstmark abhalten lassen, weil er glaubt, daß Oesterreich überfüllt und die Preise etwa nicht tragbar seien, wie unbegründete Gerüchte glauben machen wollen. Oesterreich bietet auch in der Hauptreisezeit genügend Platz und reiche Auswahl an Erholungsstätten; die Preise der Hotels und Pensionen sind von der Schillingwährung aus Reichsmark umgestelll und mit den Vorschriften des Preiskommissars und Verkehrsliften des Fremdenverkehrs in Einklang gebracht. In allen Reisegebieten stehen Unterkünfte zur Verfügung, die zu Preisen zwischen R W. 3.5 0 und R W. 8.— volle Tagespension bieten und nach den Grundsätzen altbewährter österreichischer Gastfreundschaft alle Ansprüche befriedigen können. Die Dienststellen der staatlichen Verwaltung und der Partei wachen mit besonderer Aufmerksamkeit darüber,' daß die Gäste mit größtem Entgegenkommen behandelt und in jeder Beziehung zufriedengestellt werden. Die Fahrpreisermäßigungen der Deutschen Reichsbahn, insbesondere die Urlaubskarten, sind auf das Land Oesterreich ausgedehnt und bieten gerade bei großen Entfernungen die Möglichkeit weitgehender Verbilligung. Der Reiseverkehr zwischen dem Allreich und dem Lande Oesterreich ist dazu berufen, die V a n d e der Volksgemeinschaft im großen Deutschlang enger zu knüpfen, ein breiter Strom persönlicher Beziehungen, der durch die Grenzziehung bl-- zum 13. Warz 1938 gehemmt war, soll aste Stämme mit den Volksgenossen der heimgekehrten Ostmark verbinden. Sämtliche Auskunftsstellen des deutschen Fremdenverkehrs, insbesondere die Auskunftszentrale „Deutschland" des Reichsfremdenverkehrsverbandes im Kolumbus-Haus zu Berlin, und die Reisebüros geben bereitwillig st Auskunft über Oesterreich und seine Reisegebiete. Unmenschliche Grausamkeiten der Schuschnigg-Schergen. Aus Klagenfurter Gerichtsverhandlungen. Klagenfurt, 7. Juli. (DNB.) Mit welch brutalen Methoden die, Schergen des Schuschnigg- Systems gegen aufrechte Männer in Oesterreich vorgingen, um von ihnen „Geständnisse" über ihre Beteiligung an der nationalsozialistischen Bewegung zu erpressen, zeigten einige Gerichsoerhandlun- gen in Klagenfurt. Wegen Mißbrauchs der Amtsgewalt wurden der frühere Polizeimajor Wunsch und ö-er Polizei-Rajon-Jnspektor Roesch vom ehemaligen Klagenfurter Bundespolizei-Kommissariat zu 3, bzw. zu 2V2 Jahren, schweren Kerkers verurteilt. Wunsch war 1934 Kommandant der Bundessicherheitswache. Den ihm unterstellten Wachbeamten befahl er, die in Polizeihaft befindlichen Nationalsozialisten mit dem Gummiknüppel zu verprügeln und jeden Neueingelieferten „Spießrutenlaufen" zu lassen. Persönlich versetzte er ihnen Ohrfeigen, Faustschläge und Fußtritte. Der Gärtner Scheriau aus Klagenfurt wurde mit dem Gummiknüppel verprügelt, obwohl Scheriau ein Schwerinvalide mit Hand- und Fußlähmung ist. Der Maurer Engelbert Küster aus Annabichl wurde verdächtigt, einen Sprenganschlag auf den Bahnkörper verübt zu haben, nur weil er in der Nähe der Sprengstelle gesehen worden war. Auch Küster wurde mit dem Gummiknüppel verprügelt. Wunsch versetzte ihm zum Schluß noch einen Fußtritt in die Lendengegend. Bald nach der Mißhandlung stellte sich dann heraus, daß Küster an dem Anschlag völlig unbeteiligt war. Roesch gab in der Gerichtsverhandlung zu, ungefähr 100 Nationalsozialisten mit dem Gummiknüppel verprügelt zu haben. Er hatte den Auftrag, den Häftlingen, wenn sie keine „Geständnisse" machen wollten, 25 Hiebe zu verabfolgen. Er gibt selbst zu, bei der Mißhandlung des Gärtners Scheriau jeden Schlag mit einem gemeinen Schimpfwort „du Räuber, du Gapner, du Verbrecher" begleitet zu haben. Kurze Zeit nach der Mißhandlung wurde Scheriau verhört und dann abermals in die Dunkelzelle gebracht. Roesch drohte ihm wiederum mit dem Gummiknüppel und rief: „Du Hund, mir ft d u aussagen!" Scheriau verlor das Bewußt- sein. Dagegen hatte die Prügelexekutive ein einfaches Mittel: lieber den Bewußtlosen wurden kurzerhand ein paar Kübel kalten Wassers gegossen. Dem Hofrat Dr. Maier, der nach dem Juliaufstand in Haft genommen wurde, hat Roesch einen Viertelliter Rizinusöl eingeflößt. Aus feinen weiteren Aussagen ergab sich dann, daß die Wachbeamten während des Juliaufstandes häufig von gewissen Personen mit Bier traktiert wurden und im Rausch öie Verhafteten in der brutal ft en Weise mißhandeltem Srol D.5aufna unb in Großbritannien hat Protest dagegen eingelegt, Itad) bet Durchsor heimrat Seo Frob tem eine Reihe von ten. Die Mutten östlichsten Archipel < gäbe dieser Mrschu gewonnenen Erlen [tätigen. Die erste dieses Jahres Frar beiten beendet. Dr pehüion, ist jetzt n übrigen Teilnehmer [e^ten Arbeiten zur Auf km öurtf daß jüdische Aerzte aus Oesterreich nach Großbritannien heresngelassen werden sollen. Sie haben zunächst beschlossen, bei den Mitgliedern des Unterhauses zu protestieren. Der Generalsekretär des Verbandes hat erklärt, wenn diese Maßnahme nicht ausreiche, werde der Verband seine Mitglieder evtl. 3um Streik auffordern. Kunst und Wissenschaft. Die Goethemedattle für Professor Karl Bauer. Der Führer und Reichskanzler hat dem Maler und Graphiker Professor Karl Bauer in München aus Anlaß seines 70. Geburtstages in Anerkennung seiner Verdienste um die deutsche Kunst die Goethernedaille für Kunst und Wissenschaft verliehen. Steinzeitfunde im Dümmersee. Das Amt für Vorgeschichte der NSDAP, hat im Dümmersee und den angrenzenden Moorgebieten an der 0ldenburgr s ch-hann0verschen Grenze Probegrabungen vorgenommen, die die Vermutung, daß es sich hier um das erste, gut erhaltene Dorf des Großsteingräbervolkes, der ältesten bäuerlichen Vorfahren der ©erjnanen auf deutschem Boden, handelt, in vollem Umfange bestätigten. Seegrund und Moorland sind auf weiten Flächen mit steinzeitlichen Siedlungsfunden bedeckt, deren Alter rund 5000 Jahre beträgt. Da bis« Expedition b die Acht Eera lensen erzählt, ovrf Piru expeditio "wiesen sich qj5 te 5? eu;°pQ kommt, S * „Compa Laichen Verl «ungen und @e fr mit den Eil ” 3nieI ^ai Mime, sg J Jj mühsamen Mörsch von Sie 2 SsS dd auf Vcr Diesen * iS (11,1 ...nr< Die Ballonsperre für London. London, 7. Juli. (DNB.) Wie der „Evening Standard" berichtet, sind die Arbeiten für die Einrichtung einer Ballonsperre für London so weit gefördert worden, daß zehn Ballonsperr-An- fialten bereits in Bildung begriffen sind. Der Bal- lonsperre würden außerdem zehn Flugzeug- geschwader beigegeben. Davon seien vier bereits ausgestellt. Für die Bedienung der Ballonsperre würden 5000 bis 6000 Mann im Alter von 36 bis 45 Jahren erforderlich fein. Jede Einheit werde 45 bis 50 Ballone erhalten. x Eine außenpolitische Rede Edens. London, 8. Juli. (Europapreß.) Vor einer konservativen Hörerschaft in. Stratford vn Avon beschäftigte sich der ehemalige Außenminister Eden mit der außenpolitischen Haltung Englands und trat dabei erneut' für eine „englische Politik der Entschlossenheit" ein. Es sei nicht wahr, so betonte er, daß eine entschlossene englische Politik in » den Fragen seiner Selbstverteidigung und seiner legitimen Interessen den Frieden gefährden müßte. Eine solche Lehre müsse sich für England als gefährlich erweisen und im Gegensatz zu den Lehren der Geschichte stehen. Schließlich aber könne sie nicht in Einklang gebracht werden mit den Anschauungen der Konservativen Partei. Mene Oelfunde in Iran. London, 8. Juli. (Europapreß.) Mit der Frage der Treibstoff Versorgung der englischen Kriegsflotte und der Luftwaffe beschäftigt sich die „Daily Mail" und gibt dabei „einer Befriedigung der englischen Flottensachverständigen über ungeheure O el« funöe in Iran" Ausdruck. Die neuen Quellen konnten sich als ertragreicher erweisen als die augenblicklichen Quellen der Anglo-Jranien-Qil-Cy. Die beiden ersten neuen Pvhrlöcher würden in der Lage sein, jährlich drei Millionen Tonnen Del zu liefern; das wäre nahezu ein Drittel der Förde« rung der gesamten Oelfelder der Gesellschaft. Damit mürben die englische Kriegsflotte und Luftwaffe noch unabhängiger werden als bisher, was die Schlagkraft der Landesverteidigung steigern müßte. Neue Unruhen in Woziristan. London, 7. Juli. (DNB.) lieber neue Unruhen wird von der indifchenNordwe ft grenze berichtet. Die aufständischen Waziris überfielen ein P 0 ftau10 und töteten einen -Mann der Begleitmannschaft. Es kam hierauf zu einem Gefecht mit Truppen, die dem überfallenen Poftauto zu Hilfe eilten. Bei diesem Gefecht wurde ein Waziri getötet. Der Fakir von I p i, der von den Engländern für diese Aufstände verantwortlich gemacht wird, hat eine Hohle in der Nähe der indisch-afghanischen Grenze bezogen, von wo aus er seine Anhänger aufwiegelt. Kleine politische Nachrichten. Der Führer und Reichskanzler übermittelte dem Vizeadmiral a. D. von Bodenhausen, Hohenkrug bei Stettin, anläßlich seines 90. Geburtstages telegraphisch seine besten Wünsche. * Der Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft, R. Walter Darr 6, empfing den Beauftragten für Ernährungsfragen des Hauptamtes für Volksgesundheit der NSDAP, Professor Wirz, mit dem er eine längere Aussprache über Fragen der äPuren ... hjiäj pQle auf lln9ebot Eine andere Verhandlung galt drei Bonzen der Vaterländischen Front, öie,ben kleinen Ort St, Martin in der Nähe von Klagenfurt terrorifiert hatten. T) er mutt), der es unter der Maske eims „österreichischen Patrioten" verstanden hatte, bei bfr Einfuhr von Getreide erhebliche Beträge'an Zollg-, bühren zu unterschlagen, bekleidete 1934 in Ct. Martin das Amt eines Bürgermeisterftellvertreterz und war auch Kommandant der Ortswehr des Hei, matschutzes. Als solcher übte er nach der Niederwei. fung der nationalen Erhebung ein gewalttätiges Regiment gegen alle Personen aus, die national, sozialistischer Einstellung verdächtigt waren. Dri Wagner Viktor Pichler war von. zwei Heimat, schützlern verhaftet worden und wurde wegen angeblicher Teilnahme an dem Ausstand verhört. Um ein „Geständnis" zu erzwingen, verabfolgte ihm ßo- rentz Le utschacher auf Befehl des Dermuth 25 Hiebe mit einem Ochsenziemer auf den entblößten Körper. Weitensfelder, damals Major des Heimatschutzes, stand daneben und zählte die Schläge. Auch der Verwalter Franz S m 0 l l e , der nach dem Juliaufstand sich täglich auf der Gemeindekanzlei zu melden hatte, wurde in der gleichen Weise wie Pichler mit dem Ochsenziemer mißhandelt, als er silh einmal aus beruflichen Gründen verspätet hatte. Die beiden mißhandelten Nationalsozialisten erlitten dabei so schmerzhafte Verletzungen, daß sie 14 Tags weder sitzen noch rücklings liegen konnten. I 0* W ” ,„gb, dck ‘"•Äbeuhml Kn um mit «»« ET Auf 40 *ge a° HhWtettt. Das Erz ii metalle, ledach m Ln wirtschaftlicher Der Nickelberg, d . Mer über dem i ter m nächsten der I und, ms das MM Mhnungsplatz zur Gesellschaft chat dahei • von zwei Seüen ab kreisrunder betone I im 8erg, u«d w 1 tin Tunnel Ws «getrieben. Dadurch fünft abfallenden portiert werden. 2 tem Meßverfahren । es mch der Förder > M van dort zu d Md e W ^ hrt i Volksernährung hatte. Staatssekretär im Reichsjustizministerium Dr. ' Se fta n'b's n ■ " Schlegelberger hat die Folgen des schweren yiunb oeifr nQ Kraftwagenunfalls in Wien von Mitte Mai d,I. überwunden und die Dienstgeschäfte in Ber- “fritaniU © Qn lin nunmehr wieder aufgen ommen. zu ind-n , "uren ^den ält Die Vereinigung praktischer Aerzte Achten erm's^ Am Jahrestage des Kriegsausbruches in Ostasien Erzstadt am Eismeer Von unserem A. G.-Korrespondenten. Nachrichten Oie Märchen der Atfuren. Ö«"6 für die das auf der Ochste Festschmuck des Mannes ist die Hahnenfeder, 11$r nur der Mann darf den Hahnenfederschmuck lugen, der einen Kopf gejagt hat. Das wichtigste drrät des Eingeborenen ist das Bujchmejjer, 'für eine Temperatur von 1450 Grad gebaut werben. Erst in diesen Tagen hat sich die Gesellschaft dazu entschlossen, die Verhüttung desErzes in Petsamo selbst vorzunehmen. Die Genehmigung zum Bau eines Kraftwerkes wurde bewilligt und so wird das Kraftwerk bei Jäniskoski am oberen Lauf des Flusses Pasvig im Enare-Distrikt gebaut werden. Wenn die Erzgewinnung in Kraft tritt, und has ist im Jahre 1940 oder spätestens zu Beginn 1941, wird die Förderung auf 500 Tonnen Erz im Tag steigen. Das entspricht- einer Menge von etwa 150 000 Tonen im Jahr. (In Outokumpu, dem größten finnischen Erzwerk, werden etwa 300 000 Tonnen Erz jährlich gewonnen.) Das bis jetzt bekannte Erzvorkommen würde somit 25 Jahre reichen. Die Exportware wird mit Autos nach Liinahamari am Petsamo-Fjord transportiert, wo die Gesellschaft einen eigenen Hafen anlegen will. Der Weg zum Eismeer ist etwa 80 Kilometer lang. Die Anzahl der Arbeiter in Kaulatunturi hat im vergangenen Winter bereits außer einem großen Stab von Ingenieuren und Architekten etwa 450 Mann betragen. Wenn alle Bauarbeiten in vollem Gange sind, wird sich die Zahl verdreifachen. Die neue Gemeinde, die nun in Kolosjoki, am Fuße des Nickelberges entsteht, wächst nach amerikanischem Muster aus dem Boden. Die Gesellschaft legt großen Wert darauf, die Wohnverhältnisse so angenehm wie möglich zu gestalten. Denn die Lage der neuen Gemeinde ist trostlos, wenn man weiß, daß sie -8 0 Kilometer südlich vom Eismeer und 500 Kilometer nördlich von der letzten finnischen Eisenbahnstation Rovaniemi, mitten in der öden Tundra, errichtet wird. Der Vorrat an gutem Wasser soll groß sein, hoch wird man, da der spärliche Wald nicht genügend Brennholz beschaffen kann, mit Elektrizität heizen müssen. Es sollen Sportplätze und andere Einrichtungen zur Körperpflege und zur Unterhaltung eingerichtet werden. Dieses Unternehmen in Petsamo wird einen großen wirtschaftlichen Aufschwung für diesen Landesteil mit sich bringen. Es ist bezeichnend, daß schon zwei große finnische Banken Filialen in der neuen Gemeinde eröffnet haben. Leitung dieser Forschungsreisen, deren wissenschaftliche Arbeiten Professor Dr. von Muehlcn, Techn. Hochschule Berlin, Professox Dr. Ehren- berg, Technische Hochschule Aachen, Professor Dr. B e u r l e m , Universität Kiel übernehmen, liegt in den Händen von Ministerialrat Professor Dr. Nipper (Reichserziehungsministerium) und Hofrat Brechtbergen (Baden-Baden). Die Fahrt geht von der Hauptstadt Finnisch-Lapplands, Rovaniemi, zunächst auf der Eismeerstraße und dann mit schwierigen Boots- und Renntiertrc^nsvorten in die einsamen Gegenden der Saariselkae. Außer dem Eismeer werden auf der Rückfahrt die berühmten schwedischen Erzlagerstätten Kirum-Bo- liden besucht. Aus aller Welt. Der Führer beglückwünscht einen hundertjährigen Altveteranen. Der Führer und Reichskanzler hat dem Altveteranen Ferdinand Braun in Prenzlau aus Anlaß seines 100. Lebensjahres ein persönliches Glückwunschschreiben und eine Ehrengabe zugehen lassen. 3n Stunden von Köln nach Paris geflogen. Das neue viermotorige deutsche Verkehrsflugzeug „F o ck e W u l f C o n d o r" ist am Donnerstagmittag mit 17 deutschen Pressevertretern an Bord im Pariser Flughafen Le Bourget eingetroffen. Für den Flug von Köln nach Paris benötigte es eine Flugzeit von nur 1% Stunden. Die Durchschnittsgeschwindigkeit betrug annähernd 400 Kilometer. Am Donnerstagnachmittag erfolgte eine Besichtigung bes' neuen deutschen Verkehrsflugzeuges durch französische Pressevertreter, die durchweg ihrer Bewunderung über das deutsche Erzeugnis Ausdruck verliehen. Das Flugzeug, das vor kurzem schon in London gezeigt wurde, wird nachmittags seinen Rückflug nach Berlin antreten. vXgalithkultur infolge der Völkermischung auf die "" * * ~ ~ 1 * ' L wurden keinerlei Bei den Kopfjägern auf Eeram Frobenius-Expedition erforscht den Kult des Kopfjagens. Neue unbekannte Felsbilder auf den Molukken. Raubmörder hingerichlet. Am 7. Juli 1938 wurde der am 16. 5.1910 geborene Wilhelm Brehm hingerichtet, der vom Schwurgericht in Stade wegen Raubmordes zum Tode verurteilt worden war. Brehm, ein vielfach vorbestrafter Gewohnheits- und Berufsverbrecher, hat am 1. Dezember 1937 in Cuxhaven die Ehefrau Irene Hartmann ermordet und beraubt, weil ihm Verhaftung drohte und er sich durch den Raub Geldmittel für die Flucht verschaffen wollte. Grohfeuer in einem Magdeburger Lagerhaus. In der^Elblagerhau-AG. in Magdeburg brach "8in Brand aus, der so große Ausdehnung annahm, daß drei Löschzüge mit neun Rohrleitungen zu seiner Bekämpfung angesetzt werden mußten. Mit einem Handlöschgerät versuchten zunächst einige Arbeiter, den Brand zu ersticken. Durch eine plötzlich erfolgende Staubexplosion wurden sämtliche Fensterscheiben zertrümmert und das Dach abgedeckt. Die Männer konnten sich nur durch schnelle Holländer zu zahlen. Ein Bambushaus für zweieinhalb Gulden. Seit das Kopfjagen von den Holländern auf schärfste geahndet wird, sind die Eingeborenen ein^n höchst seltsamen Ausweg verfallen. Da Kult ohne Kopf nicht denkbar ist, der Kult aber beibehalten wurde, hat man den Kopf durch einen Gegenstand ersetzt. Die Alfuren haben nun einen Teller aus chinesischem Porzellan gewählt, vielleicht weil seit altersher die Chinesen Porzellan auf die Insel gebracht haben. Jedenfalls haben die Expeditionsteilnehmer bei den Kopfjäger-Festen Teller aus uraltem chinesischen Porzellan gesehen. Dieser Porzellanteller steht bei den Stämmen in höchstem Ansehen. Während früher ein Stamm auszog, um Köpfe zu jagen, wobei sehr wahllos auch Frauen und Mädchen gejagt wurden, zieht er heute aus, um einen chinesischen Porzellanteller zu kaufen. Die Gebräuche dabei find die gleichen geblieben. Hat ein Stamm einen Teller erworben, so ist das für den Stamm ein Zeichen höchster Würde. Er wird meist sorgfältig in die Erde eingegraben und nur zu den höchsten Festen hervorgeholt. Zum Kauf benutzen die Eingeborenen meist" Waren oder auch gelegentlich Geld, das sie als Arbeiter an der Küste verdienen. Das gebräuchliche Tauschmittel ist Baumharz. Geld haßt der Eingeborene und verdient nur soviel, um damit die Abgabe von 3 Gulden jährlich an Die Nach der Durchforschung Afrikas unternahm Ge- kmrat Leo Frob enius mit seinen Mitarbeitern eine Reihe von Expeditionen nach den Moluk- km. Die Molukken oder Gewürzinseln bilden den östlichsten Archipel von Niederländisch-Jndien. Auf- '(jöe dieser Forschungsreisen war es, die in Afrika dtroonnenen Erkenntnisse zu erweitern und zu be- jtitiigen. Die erste Expedition verließ im Februar di'ses Jahres Frankfurt und hat nunmehr ihre Ar- bcten beendet. Dr. Jensen, der Leiter der Ex- oivition, ist jetzt nach Frankfurt zurückgekehrt: die übrigen Teilnehmer werden nach Fertigstellung der le ten Arbeiten zurückerwartet. Auf Eingeborenen-pfaden durch den Urwald. das einstmals aus Bambus, heute aus Metall besteht. Mit diesem Buschmesser wird der Pfad durch den Urwald geschlagen, und mit dem gleichen Messer wird auch der Kopf vom Rumpf getrennt. Mit einem einzigen Schlag muß der Kopfjäger den Kopf abschlagen. Gelingt es ihm nicht, so gilt er als schimpflich und muß durch mancherlei Opfer gesühnt werden. Ebenso darf auch nur der Mann einen großen Schurz tragen, der mehrfach in der Kopfjagd erfolgreich war. Auf dem Schurz sind dann alle seine „Heldentaten" dargestellt. Auch der Ritus, der von den deutschen Forschern gesunden wurde, ist ganz auf der Kopfjagd begründet. Die Welt ist voller Geister und Dämonen, und in dem Verhältnis des Menschen zu den Geistern beruht der Ritus. Es gibt positive Beziehungen zu den Geistern, überwiegend aber ist es Furcht, die der Mensch vor den Geistern haben muß, und vor denen er sich durch Opfer und Verwandlungen bewahrt. Der Mensch kann sich in alles verwandeln. Heute noch sind die Eingeborenen fest davon überzeugt, daß sie sich in jedes Tier oder jede Pflanze verwandeln können. Wenn ein Stammesangehöriger verschwindet, so sind sie fest überzeugt, daß er sich in einen Baum oder ein Tier verwandelt hat. Selbstverständlich haben für sie Tiere und Pflanzen eine Sprache, und die deutschen Forscher haben es erlebt, daß die Eingeborenen immer wieder behauptet haben, Tiere sprechen zu hören. Auf dieser Grundlage bewegen sich alle Mythen und Märchen. Die Alfuren haben eine ungeheuer reiche Phantasie. Ueber 500 Märchen konnten die deutschen Forscher aufzeichnen, Märchen, für die sich keine Parallele in der Weltliteratur findet. (Mb ist verpön . h i n a-u s fortgesetzt. Dabei würden die vorrückenden japanischen Marinestreitkräfte von Marineflugzeugen wirksam unterstützt. Die japanischen Abteilungen sollen bereits in der Nachbarschaft von Kiu kia n g fein, von wo aus die Eisenbahn nach Süden zur Hauptstadt der Kiangsi-Provinz Rang- tschang führt. Da in Kiukiang eine Anzahl A u s- länder leben, werden ein amerikanisches und ein englisches Kanonenboot zu ihrer Unterstützung bereit gehalten. Es sind bereits Vorbereitungen im Gange, um den Ausländern gegebenenfalls einen britischen Handelsdampfer.als Zufluchtsort zur Verfügung zu stellem Die Angriffstätigkeit der japanischen Luftwaffe in Südchina hielt auch am Donnerstag an, Flugboote der japanischen Marine bombardierten den Flugplatz Kienlau, ferner die Rundfunkstation von Futsch au in der Provinz Fukien. Japanischer Protest in Paris. Paris, 7. Juli. (Europapreß.) Die japanische Regierung hat bei dem französischen Botschafter in Tokio gegen di e Besetzung der Paracel- Inseln (südöstlich von der Insel Hainan) Protest erhoben. Sie hat ihrem Erstaunen darüber Ausdruck gegeben, daß Frankreich zur Besetzung dieser Inselgruppe geschritten sei, obwohl die Souveränität über diese Inseln umstritten wäre. In diesem Zusammenhang wurden die von chinesischer Seite verbreiteten Meldungen, wonach ein japanischer Kreuzer auf den Paracel-Inseln Truppen gelandet haben sollte, dementiert. ' _ Maffenverhastungen in Schanghai. Schanghai, 8. Juli. (Europapreß.) Die Bombenwürfe des Donnerstags haben noch in den Nachtstunden des gleichen Tages zur Verhaftung von nahezu taufend verdächtigem Chinesen durch die Polizei der internationalen Niederlassung geführt. Aehnliche Maßnahmen wurden auch in der französischen Konzession ergriffen. Die Zahl der Verhafteten ist hier jedoch weitaus geringer. Die Polizeiaktionen in der internationalen Niederlassung wurden von englischen und italienischen Truppen sowie amerikanischen Seesoldaten unterstützt. Bei einigen verhafteten Chinesen fand man mehrere Bomben. . Kommunistischer Vorstoß gegen das Pekinger Elektrizitätswerk vereitelt. Peking, 7. Juli. (DNB.) Eine chinesische Kommunistenbande unternahm von den Westbergen aus einen Vorstoß nach dem Pekinger Elektrizitätswerk Schihtschingtschan, etwa 20 Kilometer vor den Toren der Stadt. Eine Polizeiabteilung zerstreute die mit Gewehren und Handgranaten bewaffneten Banditen, bevor sie ernstlichen Schaden an=. richten konnten. USA. verlängern das Silberabkommen mit Ehina. Washington, 8. Juli. (Europapreß.) Das Schatzamt der Vereinigten Staaten hat erklärt, es wolle den mit China abgeschlossenen Vertrag zum Ankauf chinesischen Silbers verlängern. Seit Mai 1936 hätten die Vereinigten Staaten in I China 3 0 0 Millionen Unzen Silber ge- > kauft. Die Silberverkäufe hätten die chinesische • Regierung in den Stand gesetzt, sich die nötigen - Devisen zu Waffenkäufen in den 23er- - einigten Staaten oder in anderen Ländern zu ver- i schaffen. en ommen. Bambus ist der wichtigste „Rohstoff" Eingeborenen. Aus Bambus und Palmblattern Flucht retten. Dadurch, daß das Dach abgedeckt war, bekam das Feuer Luft, und im Augenblick stand das große Gebäude in Hellen Flammen. Dank der energischen Arbeit der Feuerwehr konnte der Brand auf seinen Herd beschränkt werden. Durch das Feuer sind etwa 2000 Zentner Kakaobohnen und Oelkuchen vernichtet worden. Großfeuer in einer französischen Färberei. 15 Verletzte. In einer Färberei in Boulogne bei Paris, die 150 Arbeiter beschäftigt, ereignete sich eine Explosion. Ihr folgte ein schwerer Brand, dessen Bekämpfung mehrere Stunden in Anspruch nahm. Durch die Explosion und den Brand wurden 15 Arbeiter verletzt. Der Sachschaden wird auf eine Million Franken geschätzt. Das Omnibusunglück bei Rostock. Zu dem schweren Verkehrsunfall bei Rostock, bei dem ein Omnibus mit Schulkindern vom Zuge erfaßt und eine Reihe von Kindern verletzt wurde, teilt das Rostocker Polizeipräsidium mit: Ein mit 30 Schillern und Schülerinnen der Mittelschule Parchim besetzter Omnibus fuhr aus Richtung Kessin die etwas abschüssige Chaussee herunter. Als er auf 30 bis 40 Meter an den Bahnübergang herangekommen war, wurde die Schranke herunterge- l a f-f e n. Der Kraftwagenführer konnte angeblich den Omnibus nicht zum Halten bringen und fuhr nach der linken Straßenseite auf einen neben der Gabel der Bahnschranke stehenden P r e 11 st e i n auf. In diesem Augenblick ließ der Schrankenwärter die noch nicht vollständig geschlossene Schranke w i e- d.e r hochgehen. Der Kraftwagenführer gibt an, er habe an dem Prellstein nicht gehalten, weil der Schrankenwärter ihm zugerufen habe, noch hinüber- zufahren. Der Kraftwagenführer versuchte nun, im vierten Gang wieder anzufahren, würgte aber den Motor ab, da der Omnibus nur noch Schrittgeschwindigkeit hatte. Dieser blieb mitten au f d e n Schienen stehen. Alle Versuche. ötA zerstört worden seien. Hankau am Jahrestage. ; Hankau, 7. Juli. (Europapreß. Funkspruch.) Der erste Jahrestag des Fernostkonflikts ist von der chinesischen Zentralregierung dazu benutzt worden, um kundzutun, daß China ungeschwächten Widerstand gegen Japan leisten werde. Alle Zeitungen Hankaus veröffentlichen Erklärungen des Marschalls Tjchiangkaischek, seiner Gattin, des Ministerpräsidenten Kung und des bekannten Politikers Wangs chingwai. Alle unterstreichen, daß der Widerstand unvermindert- vorgesetzt würde. Wegen des schlechten Wetters ist ein großer Teil der geplanten Kundgebungen unmöglich geworden. In verschiedenen Krankenhäusern wurden den Verwundeten Liebesgaben überreicht. Alle Theater veranstalteten besondere Vorstellungen, deren Reinertrag dem Kriegsfonds zu stieß en soll. Japanischer Vormarsch am Jangtse aufwärts. Schanghai, 7. Juli. (Europapreß. Funkspr.) Im Gegensatz zu chinesischen Erklärungen, wonach die Stadt Hukau am Jangtse noch im Besitz der chinesischen Truppen sei, wird' japamscherseüs gemeldet, die japanischen Truppen hätten am Donnerstag ihren Vormarsch über Hukau Drose sorWirz> Hüber Fragen * bauen sie sich ihre Häuser, aus Bambus fertigen sie ihre Geräte, ihren Schmuck, ja sogar ihre, Busche messer. Aus Bambus sind auch die Kochtöpfe, in denen die Knollenfrüchte zubereitet und gekocht werden. Mit einer ungemeinen Fertigkeit verstehen ie es, einen Bambusstamm zu spalten und zusammenzusetzen. Für 2,50 Gulden haben die deut- chen Forscher sich von den Eingeborenen e i n Bambushaus erstellen lassen. Die Eingeborenen leben von den wild wachsenden Früchten des Waldes. Die Feste, die sie in ihren Dörfern feiern, dauern neun Nächte, wie überhaupt die Zahl 9 im Kultleben eine große Rolle spielt. Zu diesem Tanz wird dreistimmig gesungen. Ein weiterer wertvoller Erfolg der Expedition war die Entdeckung von unbekannten Felsbildern in dem Macluer-Golf. Der Golf bildet einen Einschnitt in die Insel Neu-Guinea. An 10 Meter aus dem Meere aufragenden Kalkfelsen fanden die Deutschen prähistorische Malereien. Es handelt sich um Darstellungen von Menschen, Tieren, Sonnenrädern, Mondsicheln, Ornamenten. In den Felsbildern kommt immer wieder eine auch auf afrikanischen Felsbildern vorgefundene Handdarstellung vor. Wie weit hier Beziehungen festzustellen sind, wird die vergleichende Forschung ergeben. Augenblicklich sind noch die restlichen Teilnehmer der Expedition an Ort und Stelle, um die Felsbildung genau aufzunehmen, die eine wertvolle Ergänzung der prähistorischen Reichsbildergalerie sind. In vielen Kisten und Koffern hat die Expedition Geräte der Eingeborenen, Kleider, Schmuck, kultische Gegenstände und schließlich eine Fülle von Zeichnungen und Photographien mitgebracht, die eine wertvolle Bereicherung des Frankfurter Völkermufeums bedeuten. Mr.. ien Tonnen Del ju Drittel her fförbf Gesellschaft. taitt ■ tte unt) Luftwasss. 5 bisher, was dis img steigern müfete. DazWan. Ueber neue Unniher rdwestgrenzebr- aziris überfielet einen Mann der Br- mf zu einem Gesetz faöenen Postauto;i fjt wurde ein Map i, der von den En» ^antwortlich gematz ihe der indisch-aM roo aus er seine An chU--"-l-r » k. Die neuen Queller r erweisen als fa lngloHramen-Oil-Cß öcher mirben in des Tokio, 7. Juli. (Europapreß.) Der Jahrestag des Kriegsausbruchs wurde in ganz Japan mit einer dem Gedächtnis d e r Gefallenen gewidmeten minutenlangen Pause begangen. In ganz Japan ruhte der Verkehr. In allen Gaststätten Japans wurde am Donnerstag nur ein einziger Gang serviert. Die ersparten Summen werden dem Roten Kreuz zugeleitet. Der Kaiser erließ ein Manifest, in dem er seine Befriedigung über die von den japanischen Offizieren und Mannschaften erreichten Erfolge zum Ausdruck bringt. Der Friede im Fernen Osten, heißt es in dieser Botschaft, könne nur durch die Ausmerzung seit langem bestehender Mißstände gesichert werden. Die von Japan angestrebte Zusammenarbeit mit China werde beiden Ländern Wohlstand bringen und damit auch zur Festigung des Weltfriedens beitragen. „Wir hoffen", schließt das Manifest, „daß die Nation die angestrebten Ziele erreicht, indem sie sich ganz auf bie gegenwärtige Lage konzentriert, alle daraus entstehenden Nöte auf sich nimmt und die Regierung vorbehaltlos unterstützt." . Aehnliche Ausrufe wurden von dem Ministerpräsidenten Für st Konoye und dem Außenminister Ugaki veröffentlicht. In dem Manifest des Außenministers wird betont, die Zukunft werde Schwierigkeiten bringen, aber Japan sei entschlossen, unter allen Umständen durchzuhalten. — Der Ministerpräsident betont, irgendwelche Verhandlungen m i t T s ch i a n g k a i -' schek kämen nicht in Frage. Auch würden alle Fried ensvorschläge von dritter Seite zurückgewiesen werden. Nach einer vom Kriegsministerium herausgegebenen Zusammenstellung haben die japanischen, Truppen außer Tausenden von Gewehren und kleinen Waffen im Verlaufe des Krieges bisher folgende Beute gemacht: 2-18 schwere Geschütze, 275 Tanks und Panzerwagen, 486 Mörser, 77.Flug- zeugabwehrgefchütze, 13 Tankabwehrgefchütze, 89 Lokomotiven, 217 Eisenbahnwagen und drei Flugzeuge. Das Marineministerium gibt bekannt, daß in diesen zwölf Monaten 43 chinesische Kriegsschiffe oder 60 v. H. des gesamten chinesischen Bestandes )er Hfam geformtes Antlitz darstellt. Da es sich vei diese qnijalieder bm Amboinesen um ein stark vermischtes Küsten- > seine « E handelt, liegt die Vermutung nahe, daß die ■ wxyuLiiyLiuLüt uei xjuilcl •ft plleI kam. Im Innern der Insel mCUfW' megalithische Spuren gefunden. r Startjä Auf der Insel Cerarn, hat sich der Kult der . - 70. Kopfjäger am unberührtesten erhalten. Die e1u, nm die fypfjägerei ist, wenn auch gelegentlich immer wie- 'rnl « unt) $ßil!en^ ' br ein Fall vvrkommt und eine kopflose Leiche im lt dr (l-in^°nNk f)ir gut erhaltene Siedlungsreste aus der Großstein- agenS ört - qrderzeit unbekannt sind, beabsichtigt ReichsamtsleUer er b, LterW Hiofesfor Reinerth das ganze zur Siedlung ge- ^cn k 5te briqe Gebiet auszugraben in Zusammenarbeit mit iÖetrJi bei. dc oldenburgischen Landesregierung und der Pro- X'tf ,Qn M riiiuialDerroaltung von Hannover. Hierbei wird eine in ' nue Grabungsmethode zur Anwendung kommen, öc weite Strecken des Seegrundes systematisch er- «°chN'd-,'^-scht werden müssen. 'n" . putsche Aorschungssahrt nach Finnisch-Lappland. nL5' 3m August und September findet eine deutsche J ^Faschungssahrt nach Finnisch-Lappland mit dem 1 ijejJ statt, geologische, mineralogische und natur» >°°^ «enf-hasikch- Forschungen an den Gebirg-zug-n S>. «aK6 Versuchungen ergaben erfolgversprechende Ergeb- tiOCnti. Mse. Vorläufig hat man das Vorkommen eines aprefcl sn . Mörpers von drei bis vier Millionen Tonnen Strackord n^^ft'gestellt. Das Erz enthält auch K u p f e r klei- iqe 9hi6?n -^0,iire Mengen von Platin und andere (Ebel» ÄaffniSi,SHlKtall e, jedoch in- so kleinem Grade, daß ihnen inp ? ■’Mlttim wirtschaftlicher Wert beigemessen werden kann, i h »i t" ■9 | Der Nickelberg, der Kaulatunturi, erhebt sich , fi‘ ""-Es |f 4(|]D ^eter üt)er dem Meere. Der Gipfel des Berges, n ?nOr Ä^nit>c um nächsten der Erzlagerstätte liegt, ist waMos seiner Selbstnrwas das Klima anbetrifft, als Arbeits- und e deiMhnungsplatz für Bergleute wenig geeignet. Die ihriiA ’ ^i-m, mit den (Eingeborenen Kontakt zu gewinnen. - - imö wnw.,, bcr 9n|cI Cerarn gab es weder Straßen noch t-nagtiere, so daß die Expedition gezwungen war, 'N mühsamen Märschen auf schmalen (Eingeborenen» pfaben von Siedlung zu Siedlung zu ziehen. Da es (einerlei wissenschaftliche Forschungen über dieses iBlbiet gibt, hatte die Expedition die Aufgabe, eine Zsstandsausnahme der materiellen lb geiftigen Kultur dieser Völker dvrchzuführen. Man hoffte, in der Anlehnung an j-ftikanische Kulturen Spuren megalithischer Kultur ;u finden, zumal ältere Nachrichten von Megalith- iuiben auf der Insel zu berichten wissen. Diese T.chrichten erwiesen sich als völlig unzutreffend, )c auf der ganzen Insel keine Spur megalithischer [tur gefunden werden konnte. Wohl fand die kzpedition auf der vorgelagerten Insel Amboina M drei kleinen Inseln Uliassa interessante Reste i er einstigen Megalithkultur und auch einige gut • ./ ir-oaltene- Megalithsteine, darunter einen, der ein jelsam geformtes Antlitz darstellt. Da es sich bei Ilnvalddickicht gefunden wird, durch das (Eingreifen u, . holländischen Beamten weitgehend verschwun- ^ggilver' ' frtn. Aber der Kult und die Lebensart der Alfuren 0^7;'gebiet - so heißen die Bewohner der Insel Eeram — braven doch ganz auf der Kopfjagd begründet. Die die hiale Schichtung ist nach der Kopfjagd bzw. nach r - airf dm (Erfolgen eines Kopfjägers gegliedert. Auch die ni dos Volkes Kleidung richtet sich nach der Kopfjagd. Der J 1 r d e Wichste Feftfchmuck des Mannes ist die Hahnenfeder, ivr her nur hur sMrinr, hnrf hon Cxnhnunfpherfdimud Die Namen deril-IoolHel-m in goldenen Lhrenbüchem Oer kleinste Mann der Welk 3. SelMes Sm-SWe« / Sledeo 1938 j Aufruf an die Gießener Bepölfcerung! Darum Faljnen heraus bis zum Montag 4585C Die Festleitung. 4584D mit amilienan- SPORT-SAKKOS SOMMER-HOSEN \ LEINEN-ANZUGE l REGEN-SLIPONS TRACHTENJANKER' <’M — Ä . J. Ijeute beginnt bas 3. hessische Gaufängerfeft. Die Bevölkerung wirb gebeten, burd) faljnen unb Sdjmuck ber fjäufer unserer Stabt ein festliches Husfeljen zu geben. Taufenbe von Sängern werben Gießen besuchen. Cs gilt, ihnen bie Stabt so farbenfroh als möglich zu zeigen. Backhaus Kreisleiter. Geschäftsdrucksachen Rechnungen Briefblätter Briefumschläge Postkarten Geschäftskarten. bei Brühl, Schulstr.7 Neuland durch Meliorationen Eine interessante Veröffentlichung des Reichsnährstandes U es ec- ® » 3 ® • 3 e -ov ° CÄ Q 3 In einer großen Schau in Atlantic-City (USA.) wird Paul del Rio, der klein st e Mann der Welt gezeigt, der nicht größer ist als die beiden übereinandergestellten Schuhe eines normalen Erwachsenen. Nach Angaben der Amerikaner hat Paul del Rio mit seinen 18 Jahren eine Größe von nur knapp 50 cm und wiegt zirka 5,5 kg. — (Scherl-M.) Ritter, Oberbürgermeister ber Stabt Gießen Vornehm/ Geschmackvoll Persönlich I des» drei wesentlichen Eigenschaften der gediegenen Famlllen- Drucksache Bietet Ihnen in zahlreichen neuzeitlichen AuefOhrungen eowle Papieren billiget die Brühl’sche Druckerei Schulstr. 7. Ruf 2251 Mehr Freude an der Naiur ____ durch Bermühler-Bücher! Am 12. Juni wurde auf der Adolf-Hitler-Schanze bei Möltenort an der Kieler Förde das neue U-Boot - Ehrenmal, das der Volksbund Deutsche Kriegsgräbersürsorge errichtete, feierlich eingeweiht. In den beiden Gedenkhallen des Mals werden vier goldene Bücher aufbewahrt, in denen die Namen aller im Weltkrieg gesunkenen U-Boote sowie der Mitglieder ihrer Besatzungen verewigt sind. Unser Bild zeigt eines der goldenen Bücher. (Scherl-Bilderdienst-M.) KleineAnzeige« tm Gießener Anzeiger werden von Tausenden beachtet unb geleiert. Nachlässe von 3 bla 20 v. H. erhalten Sie bei wiederholten Veröffentlichungen einer Anzeige i Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum- schein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange: für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot (in Urlaub, i. V.: Dr. Fr. W. Lange); für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. VI. 38: 9035. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Np. 4 vom 1. September 1937 _________________ gültig. Der Reichsminister für Ernährung und ßanb=, wirtschaft hat eine aufschlußreiche Darstellung über die M e l i o r a t i o n en in den Jahren 1933 bis 1936 veröffentlichen lassen. Daraus geht hervor, daß in diesen vier Jahren nicht weniger als 536 000 Hektar Neuland gewonnen sind, also Land, das bis dahin als Hochmoor, als Oedland oder als wasserwirtschaftlich unzulänglich eine tote Last war. Es ist aber nicht so, daß die Meliorationen, die in diesen vier Jahren vorgenommen wurden, sich nur auf die Gewinnung von Neuland beschränkten, denn darüber hinaus sind umfangreiche Arbeiten in Form von Entwässerungen, von Dränagen, von Flußregulierungen und Wasserbauten aller Art vorgenommen worden. Insgesamt wurden durch diese Meliorationen 1 543 700 Hektar teils als Neuland gewonnen, teils in landwirtschaftlichem Sinne erheblich verbessert. Gewiß, das hat Geld gekostet, es ind sogar 803,7 Millionen Mark dafür aufgewandt worden, aber wenn es Ausgaben gegeben hat) die volkswirtschaftlich und sozialpolitisch gleich nützlich war, so sind es diese 803,7 Millionen Mark für Meliorationen. An der Spitze steht nicht die Arbeitsbeschaffung, die anfangs allerdings auch eine Rolle gespielt hat, sondern die Urbarmachung von Oedland, die Verbesserung kulturarmen Bodens sowie schließlich die Gewinnung von Neuland. Der Lebensraum des deutschen Volkes ist verhältnismäßig knapp, was um so mehr ins Gewicht fällt, als es nicht nur auf die absolute, vielmehr auch auf die relative Größe ankommt. Wenn wir berücksichtigen, wie sich der Wirtschaftsaufstieg seit der Machtergreifung entwickelt hat, wenn wir uns daran erinnern, daß mit dem Wachsen des Arbeitsheeres auch das Volkseinkommen und das Sozialprodukt gestic- Bekanntmachung. Wegen der Feier der Bannerübergabe auf dem Brandplatz anläßlich des Gaufängerfestes in Gießen findet der für Samstag, den 9. Juli 1938, vorgesehene Wochenmarkt ausnahmsweise auf dem Oswalds- garten statt. Fleisch- und Wurslwaren dagegen werden wie seither in den Ständen des neuen Markt- laubengebäubes verkauft. 4569C Gießen, den 7. Juli 1938. Der Oberbürgermeister. I.V.: Vogt. Keine Zeugnisse in Urschrift ivndern nur Zeugnis- abf djrtften oem Br- werbungSIchretben bet- legen I - Lichtbilder nnüBewerbungsunter» tgen müssen *in Ber. meidung von Verlusten aus der Rückseite Ra. men und Anschrilt des Bewerbers tragen I schluh und gutem Lohn gesucht. Preist, 4592^ Kmserallee 7. , Öffentliches Singen auf Straßen und Platzen am Sonntag, 10. Juli, von 8.30-9 Uhr norm. Wetterbericht Die Wetterlage hat eine außerordentlich schnell« Umgestaltung erfahren, so daß am gestrigen Don. nerstag die Temperaturen nach den voranaegan- genen anormalen kalten Tagen bei heiterem Wettek 25 bis 30 Grad erreichten. Durch diese stärkere Erwärmung wird jedoch gleichzeitig Gewitterbildung begünstig, die uns zum Wochenende wieder Abkühlung bringen wird. Vorhersage für Samstag: Heiter bis wolkig, einzelne Gewitterschauer mit nachfolgender Abkühlung, schwül, leichte südwestliche Winde. Vorhersage für Sonntag: Die überwiegend westliche Luftzufuhr bringt vielfach auf« heiterndes Wetter, jedoch leicht unbeständig. Lufttemperaturen am 7. Juli: mittags 25 Grad Celsius, abends 18,9 Grad; am 8. Juli: morgens 19,4 Grad. Maximum 26,7 Grad, Minimum heute nacht 13,1 Grad. — Erdtempßraturen in 10 cm Tiefe am 7. Juli: abends 22,3 Grad; am 8. Juli: morgens 17,6 Grad. — Niederschläge 0,7 mm. Sonnenscheindauer 14,4 Stunden. Aelteres Mädchen f, einfach. Haushalt und Laden gen ist, so ergibt sich daraus schon eine durch die höhere Lebenshaltung bedingte Steigerung der Nachfrage nach Lebensmitteln. Was der deutsche Boden hergeben kann, das muß er hergeben, so daß, wo immer nur kulturfähiges Land vorhanden ist, dies auch urbar gemacht werden muß. Das ist der Sinn der großen Kulturarbeiten, die sich von Ostpreußen über das ganze Reich hinwegziehen, und sich danach richten, wo ein Gebiet vorhanden ist, das sich wirtschaftlich erschließen läßt. So sind erhebliche Mittel im Küstengebiet der Nordsee aufgewandt worden, für die Abdämmung der Eider, für die Regelung der wasserwirtschaftlichen Verhältnisse im Leda- und Jümme-Gebiet, endlich für die Erschließung der emsländischen Moore. Beträchtlich sind auch die Aufwendungen für die Eindeichung des Donaubeckens im Straubinger Bogen gewesen. Aber hier handelt es sich auch um Arbeiten, de«n Ergebnis volkswirtschaftlich gar nicht groß genug veranschlagt werden kann. Für Flußregulierungen, also auch für Wildbachverbauungen, sind rund 216 Millionen Mark ausgegeben worden, das sind mehr als ein Viertel der Gesamtsumme. Bayern steht hierbei mit 51 Millionen Mark relativ an der Spitze. Nicht ohne Interesse ist es, festzustellen, daß von den Gesamtbaukosten im Betrage von 803,7 Millionen Mark rund 65 v. H. als Löhne zu werten sind. Es wurden 71 800 000 Notstandstagewerke abgeleistet, weiter 31700 000 Lohntagewerke des Reichsarbeitsdienstes. Endlich aber wurde ein Brutto-Mehrertrag erzielt, der bei der Oeülanderschließung sogar 103 v. H., bei Bewässerungen 59 v. H. des Ertrages auf altem Kulturland ausmachte. Das ist eine Gesamtleistung, die nur im Rahmen der nationalsozialistischen Wirtschaftspolitik möglich war. Ds. Omnibus wieder in Fahrt zu fetzen, schlugen fehl. Inzwischen war der Zug auf ganz nahe Entfernung herangekommen. Der Schrankenwärter lief dem Zuge entgegen und versuchte, ihn zum Halten zü bringen. Dies war jedoch bei der Kürze der Entfernung nicht möglich. Der Kraftwagenführer, der Lehrer und die Lehrerin sowie neun Schüler, die vorn neben der Tür saßen, konnten sich im letzten Augenblick retten. Die verhängnisvolle Feuerlöschübung von Coimbra. Die Brandkatastrophe von Coimbra (Portugal) hat sich noch als furchtbarer herausgestellt, als zunächst berichtet wurde. Das dreistöckige Uedungs- gerüst der Feuerwehr, das mit einer alten aus- getrockneten hölzernen Front ausgestattet mar, aus dem mehrere Knaben bei einer Schauübung der Feuerwehr gerettet werden sollten, wurde zu früh in Brand gesetzt. Ehe der erste Löschzug eintreffen konnte, hatte das Gasolinfeuer das Holzgerüst mit Blitzesschnelle ergriffen. Von den Knaben, die in ihrer Verzweiflung aus dem brennenden Gerüst aus die Straße sprangen, fanden zehn den Tod, während fünf im Sterben liegen. Die unerwartete Brandkatastrophe erregte unter der Zuschauermenge eine furchtbare Panik, die ebenfalls zahlreiche Schwerverletzte forderte. Um die Schuldfrage zu klären, hat der Innenminister einen Untersuchungskommissar ernannt. Schwere Unwetter in der Normandie. lieber die Normandie gingen schwere Unwetter mit gewaltigem Hagelschlag nieder, die die Getreidefelder und Ob st bestände stark in Mitleidenschaft zogen. Die Ernte ist zum größten Teil vernichtet worden. Polnisches Sporlflugzeug abgesiurzt. In der Nähe des Warschauer Flughafens Okencie stürzte ein Sportflugzeug ab. Es fiel in einen Hof, auf dem ein fünfjähriges Kind spielte. Das Kind wurde getötet. Der Pilot, der mit einem Fallschirm abgesprungen war, blieb unverletzt. Suche für sofort eine 2-3-30«- Boönoüfl Nähe d. Kaserne. Schr.Angeb.unt. 03134 a.d.G.A. Niemand ist so bekannt... „Niemand ist so bekannt, wie er es von sich glaubt", sagte einst ber große Sänger Enrico C a, ruso zu seinem Manager. „Ich hatte schon einen berühmten Namen, da war ich in einem Frühling mit meinem Auto auf Lang Island unterwegs, Plötzlich gab es eine Panne. Und während bet Chauffeur sich daran machte, den Wagen wiedsi in Ordnung zu bringen, sah ich mich genötigt, ein Fischerhaus aufzusuchen, das nicht weit entfernt von uns am Ufer lag, denn es wehte ein heftige Nordost, und ich durfte mir keine Erkältung holen. Bald saß ich behaglich warm in der Küche und unterhielt mich mit dem Fischer. Schließlich fragte er mich nach meinem Namen. Caruso, sagte ich. Da fiel ihm vor freudigem Schreck fast die Pfeife aus der Hand: „Crusoe! Robinson Crusoe, der berühmte Reisende! Das hätte ich nie zu hoffen gewagt, einen Mann wie Sie in meiner bescheidenen Küche zu tfommer Gießen, Bahnhofstraße 14 Das Haus, das jeden anzieht ____________________________4595A Samslafi, den 9. Juli, in der Volkshalle Saaleröffnung 20 Uhr —. —______________*596 V fielst 'M ? e.2 5 es ? i SS&ffe Zum baldigen Eintritt nicht zu jUNges 4591° Kochlehrfräulein gesucht. Offerten an Hotel Deutsches Haus, Alsfeld. Oie Narrenkappe. Autogramme. Der Dichter Gerhart Hauptmann besitzt in Agnetendorf ein Haus mit einem schonen Garten. Eines Tages beschädigt das Fuhrwerk eines Hotelg den Zaun des Gartens und einen Baum. Haupt, mann schreibt dem Hotelier einen Brief, in dem j|i um Ersatz des Schadens bittet. Keine Antwort. ’JIqi acht Tagen schreibt er einen zweiten Brief. Kein, Antwort. Endlich entschließt er sich, selbst zu den, Hotelbesitzer zu gehen, der ihn mit größter Hoch, achtung aufnimmt und sagt: „Herr Doktor, i