u L! - Ä- 'V i V"<;-?.;Vvv £ V w&x*- 83 Erstes Siatt 188. Jahrgang 5reitag,8.April 1938 Gießener Anzeiger Iytellgebühr -.25 General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: vrühlsche Univerfitats-ruckerel R. Lange in Gießen. Schristlettvng und Geschäftsstelle: Schulstratze 7 Aich bei Nichterscheinen Den einzelnen Nummern tnolge höherer Gewalt .^ernsvrechanschlüffe nor Sammelnummer 2251 Abschrift für Drahtnach» ticDten: Anzeiger Giehe« Postscheckkonto: -mnkfurt am Main 11688 Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis8'/,Uhr des Vormittags Grundpreise für l mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Npf., für Text- anzergen von70mm Breite b0Nps.,PlqtzvorschriN nach oorh. Derembg.25°/„ mehr. Ermästtgte Grundpreise: Stellen-, Vereins», gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzet- gen 5 Rpf., Familienanzet- gen, Bäder-, Unterrichts- il behördliche Anzeigen 6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B Ltchetnr tüg lich, nutzer Sinntags und Feiertags B< lagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Hicmat im Bild ■ Die Scholle Monatr-Vezugspretr: Mi 4 Beilagen RM.1.95 Dime Illustrierte e 1 80 Der beste Kamerad. Die Frau war von jeher die treueste Helferin des Mannes. Das weiß die nationalsozialistische Bewegung besonders gut aus den schweren Fahren des Kampfes. Ohne die Beständigkeit und die liebevolle Hingabe der Frauen wäre der Endsieg der Bewegung, wie Adolf Hitler es selbst so oft ausgesprochen hat, nicht möglich gewesen. Man braucht sich nur an die Zeiten zu erinnern, in denen die Vorkämpfer der neuen Idee ständig Verfolgungen ausgesetzt waren, in Gefängnissen schmachteten, verwundet im Lazarett lagen, sich auf der Flucht in die Fremde befanden oder ihr Bekenntnis zum Führer gar mit dem Leben bezahlten, um zu wissen, daß es gerade damals unzählige Frauen gegeben hat, die in unerschütterlicher Treue zu Adolf Hitler und seiner Bewegung standen und erst durch ihre einzigartige seelische Haltung, durch die Kraft ihres Gefühls, das mit der absoluten Fnstinkt- sicherheit des reinen Gemüts das Richtige traf, den endgültigen Sieg erstreiken halfen. In diesen Tagen der inneren Erhebung und Beglückung über die Heimkehr eines deutschen Volksteils ins Reich hat ein österreichischer Ratio n a l s o z i a l i st im Rückblick auf die Fahre des Kampfes und der Rot das Wort gesprochen: „Die Frauenschaft war uns der beste Kamerad!" Fn Deutschland bestand doch wenigstens noch die — wenn auch verfemte — Partei, man konnte hier doch wenigstens noch für sein Ideal schaffen und wirken, es gab Schrifttum, in dem das Gedankengut der Bewegung seinen Niederschlag fand und an das Volk herangetragen werden konnte. Fn Oesterreich aber war dies nicht der Fall. Man war darauf angewiesen, lediglich durch persönlichen Zusammenschluß die Bewegung hochzuhalten, sie im geheimen auszubauen, zu organisieren, vertrauenswürdige Mittelsleute zu finden und so alles für die Stunde der Entscheidung vorzubereiten. Ohne die nimmermüde Mithilfe der Frauen wäre dies niemals möglich gewesen. Sie haben im stillen ihr heldenhaftes Werk verrichtet, sie waren sowohl durch ihre zähe Ausdauer, unwandelbare Treue und ihrep unerschütterlichen Glotuben die innere Kraft- und GlaubensqueTle für ihre Männer, sie haben darüber hinaus aber noch sich unendliche Verdienste erworben, indem sie die zwischenzeitlichen Opfer des Kampfes, die ihre Arbeitsplätze verloren hatten und in die Kerker geworfen waren, umsorgten, ihnen und den der Not und Verwilderung preisgegebenen Kindern Nahrung brachten, sie mit Kleidungsstücken versorgten und, wie schon so oft in Zeiten von Freiheitskämpfen, teilweise selb st an die Stelle ihrer Männer traten, um durch tätige Mithilfe auf allen Gebieten die schmerzlichen Lücken auszufüllen. Oft haben sie selbst ihr Bekennertum mit schlimmen Wochen und Monaten im Gefängnis bezahlen müssen. Niemals aber wurde ihr Glaube zuschanden, niemals zerbrach ihre Gesinnung. Im Gegenteil, sie erstarkten noch in ihrer seelischen Haltung und wurden nach ihrer Rückkehr zu ihren Männern deren glühendste und standhafteste Mahner zum Durchhalten. Die Kraft des Gefühls verlieh den Frauen auch in Oesterreich die Kraft zur Treue und zum Glauben, und sie übertrugen diese auf ihre Männer und machten sie stark für die Stunde, in der der Ruf des Schicksals an sie ergehen würde. Rudolf Heß hat in seiner Wiener Rede ihrer Tapferkeit in besonders ehrenden Worten gedacht. Nun sind Kamvf und Not für das österreichische Volk zu Ende und am 10. April haben alle Glieder des Volkes Gelegenheit, sich mit ihrem „Ja" zu der Tat des Führers, der Heimführung des österreichischen Volkes in die große Gemeinschaft des Deutschen Reiches, zu bekennen. Auch hier werden sich alle Frauen wieder als „der beste Kamerad" bewähren und freudigen und dankerfüllten Herzens „Ja" sagen zu den gewaltigen geschichtlichen Ereignissen des Frühjahrs 1938. Denn — so sagte einmal die Reichsfrauenführerin Frau Scholtz-Klink — „wir alle zusammen, die wir heute als Frauen in unserem Volk stehen dürfen, wir haben den festen Willen, Hand in Hand als treue Kameraden unserer Männer das unsere zu tun am Werk unseres Führers." Auf zwei Kundgebungen in Neuwied wies die Reichsfrauenführerin auf die Pflicht hin, mitzuhelfen, daß unfern Brüdern und Schwestern der Ostmark das neue Leben leicht gemacht werde, da sie ein Teil seien von uns selbst und vor allem des Führers, dem die Frauen Deutschlands am 10. April bestätigen sollen, daß er einer Jahrhunderte alten Sehnsucht die Erfüllung gebracht hat. Am 10. April haben die deutschen Frauen, die den Aufstieg Deutschlands seit 1933 inmitten der bisherigen Reichsgrenzen bewundernd miterlebt haben, Gelegenheit, für das Empfangene mit ihrem „Ja" zu danken, die Frauen Oesterreichs, die nun zu uns gehören, sprechen ihr „Ja" als eine frohe Zukunftshoffnung, als die Gewißheit, neue Lebensimpulse, neue Wirkensmöglichkeiten innerhalb der größeren Volksgemeinschaft vor sich zu sehen unter der macht- und kraftvollen Führung des Mannes, dem es gegeben wurde, seine engere Heimat Oesterreich dem Reich wieder einzugliedern, das er in wenigen Jahren aus Ohnmacht und Dumpfheit zur Größe geführt hat. „Nicht immer wird das Wirken der Frau für die Nation in seiner ganzen Größe nach außen sichtbar/ Wer es täglich miterleben und mitempfinden kann, welchen großen und inneren Anteil gerade die Frauen an der gewaltigen Arbeit des Führers nehmen, mit welcher Unbedingcheit sie hinter seinem Siege stehen und welch starker Impuls dem Schaffen des Führers aus diesem elementaren Geist der Anhänglichkeit und Treue erwächst, der weiß, was die deutsche Frau der deutsche« Der erste Spatenstich zur Aeichsautobahn in Oesterreich traben. g, 7. April. (DNB.) Der Führer dem Walserberg bei Salzburg Der Mer als erster Arbeiter der Ration über Verkehrsprobleme sehr viel geredet worden fei und viele Projekte gemacht wurden. Der nationalsozialistische Staat aber zeichne sich dadurch aus, daß er seine Projekte verwirklicht und an den Beginn der Tat stellte. „Wir werden auch hier sofort mit der Tat anfangen“, fo rief der Führer aus. „Sie, Herr Geueralinfpektor, find mir verantwortlich dafür, daß nicht nur heute begonnen, sondern daß binnen drei Jahr en diese er sie Strecke vollendet sein wird. Ihr, meine Arbeitskameraden, werdet dabei Helsen. Ganz Deutschland wird dadurch ein neues Band erhalten, und die Welt wird sehen, daß ein Volk und ein Reich, die solche gewaltigen Werke bauen und vollenden, niemals getrennt werden können. Ich beginne nunmehr selbst das Werk!“ ( Unter brausenden, von den Bergen widerhallen- Vertin, 7. April. (DRV.) Reichsminister Dr. Goebbels hat mit sofortiger Wirkung aus Mitteln des WHD. des deutschen Volkes weitere 4 Millionen Mark zur Linderung der Rot unserer Volksgenossen in Oesterreich bereitgestellt. Der Betrag wird bereits am 8. und 9. April durch Ausgabe von Gutscheinen zur Verteilung gelangen, weil schnellste Hilfe dringend nötig ist. Insgesamt sind bisher mit den bereits zur Verfügung gestellten 8 Millionen Mark 12 Millionen zur Verteilung gelangt Außerdem wurden vom WHW. des deutschen Volkes 413 Waggon Lebensmittel und Bekleidungsstücke im Werte von rund 5,2 Millionen Mark an die Bedürftigen verteilt. Der h.i t f s ; u g Bayern hat 50 Volksküchen für die Verpflegung der Arbeitslosen und Bedürftigen in Oesterreich eingesetzt Die RSV. hat bisher 42 000 zum großen Teil unterernährte und verelendete Kinder aus Oesterreich in mustergültigen deutschen Kinderheimen zur Erholung untergebracht 25 000 verdiente Angehörige der nationalsozialistischen Bewegung aus Oesterreich werden in nächster Zeit ebenfalls zu Erholungszwecken in das alte Reichsgebiet geladen werden. Im Hinblick auf die außerordentliche Rot, die es Complets Ke, Blusen äntel rt, Popeline n izüge und Reise ;lne Sakkos aus Sportstof feo en pp'l-Kleldungl auch weiterhin in Oesterreich zu lindern gibt, hat Reichsminister Dr. Goebbels das WHW. des deutschen Volkes und die Rationalsozialistische Volkswohlfahrt angewiesen, einen großzügigen Be- treuungsplan für alle Bedürftigen in Oesterreich vorzulegen und das Augenmerk insbesondere auch auf die Beseitigung der Schäden zu lenken, die durch langwierige Arbeitslosigkeit entstanden sind. Ferner sollen weiter in umfangreichem Maße Kinder aus Oesterreich in Ferienheimen zur Erholung untergebracht und im Rahmen des Hilfswerkes „Mutter und Kind“ viele Tausende von Müttern die so dringend notwendige Hilfe und Erholung erhalten. Net e Nittelfürden Volkswohnungsbau Berlin, 7. April. Im abgelaufenen Haushaltsjahr konnten etwa 50 000 Volkswohnungen fertiggestellt bezw. begonnen werden. Die Reichsregierung ist entschlossen: auch lm neuen Haushaltsjahr diese Art des Arbeiterwohnstättenbauss mit allen Mitteln zu fördern. Der Reichsarbeitsminister hat daher den Sozialverwaltungen der Länder soeben mitgeteilt, daß für 1938 weitere Mittel zur Förderung des Baues von Volkswohnungen bereit- gestellt werden. Die Verteilung wird voraussichtlich bereits in der zweiten Hälfte des Monats April oorgenommen. Der erste Spatenstich des Führers; hinter ihm Generalinspektor Dr. Tod t. (Associated-Preß-M.) z 15 slagenKreuzpl.1u.1S Großzügige soziale Hilfsmaßnahmen für Oesterreich. Weitere 4 Millionen AM bereitgestellt.-Betreuungsplan für alle Bedürftigen. i und freuen sich n wird erst schön,' lang gehen, von »lukabe des cd am «L U'* fr005' .m>e: ine,Ausr'^ W usii=ö|(6tofl1, 11 2305AJ Salzburg, 7. April. (DNB.) Der Führer tri fnete a u f dem Walserberg bei Salzburg bit Arbeiten an den österreichischen Autobahnen. Dcmit ist ein Arbeitsprogramm in Angriff genom- imi, bei dem 15 0 0 0 Oesterreicher unmittel- foi wieder Lohn und Brot finden. Die jetzt in Bau genommene Strecke Salzburg — Linz — D/n berührt den Mondsee und den Attersee und jiilrt damit über die schönste Strecke, die man sich beiten kann. Die Gesamtheit dieser Autobahn fällt ticn zusammen mit der alten Nibelungenstraße. Zn den frühen Morgenstunden versammelten sich )ic Teilnehmer auf dem Festgelände. Die Redner- den Heil-Rufen, begibt sich der Führer dann zur Baustelle. Die Sirene der kleinen Lokomotive pfeift. Langsam schieben sich die Kippwagen heran. Dem Führer schließen sich die Arbeiter mit geschultertem Spaten an. Adolf Hitler ergeift die Schippe, setzt den linken Fuß auf den Rand und bückt sich tief. Er hebt Schippe um Schippe der dunklen Erde hoch. Die Erde fällt in den ersten der kleinen Kippwagen. Noch einmal bückt sich der Führer, und noch einmal — sechs-, siebenmal. Dann steht er um hinaufzublicken zu dem Bera. Dort knicken im gleichen Augenblick 60 Vaumriesen zusammen: der Blick auf den Stauffer wird frei. Der Führer steht, die Füße auf den Boden gestemmt. Hinter ihm schaffen die Arbeiter, wie er es zeigte. Die Bäume liegen, ein Trompetensignal schmettert. Noch einmal nimmt Reichsstatthalter Seyß-Jnquart das Wort: Der Blick in alle Gaue des Reiches ist offen. Oesterreichs Volk dankt Ihnen, mein Führer!" Das Deutschlandlied schallt über Berge und Wälder durch die neue Schneise hinüber zum alten Reich. lai-zel ist auf halber Höhe des Hügels errichtet neben. Auch die rotweißen Markierungsstäbe, mit b-eisn die Mittelachse der neuen Bahn abgesteckt ist, fteien dort. Neben diesen Stangen dampfte der Lcenzug, der die frischgebrochene Erde fortschaffen vild. plötzlich erhebt sich die Stimme des Reichsstatt- ha ers Seyß-Jnquart. Er schildert die große Fnude über den Wiederaufstieg, der in diesen Dchen in Deutschösterreich sichtbar wird. Wir erreichersind nicht aus wirtschaftlichen ® ünden zum Reich gekommen. Auch wenn dieser Deutschland und dieses Reich das ärmste wäre, — für uns war es das heiligste, köst- fiyste Gut, daß wir in unsere Hände nahmen, ir es den künftigen Generationen weiterzugeben. Ul r kaum war die Grenze gefallen, da kam der Nichtige wirtschaftliche Impuls des nationalfozia- Mchen Reiches zu uns. Da / erkannten wir erst, d: elend wir waren. Wir haben das gesehen i n b?n Elendsvierteln: wie die Augen wieder [rin werden. Und wenn wir ihnen Zuversicht zu- lp: chen wollten, dann sagten sie: Nein, das ist nicht cktir notwendig. Jetzt ist der Führer bei 1 is 1 Jetzt wird alles gut und glücklich werden.“ Diese Reichsaulobahnen empfinden wir hüt'er als Ihre ureigenste Schöpfung, j !iie find die körperliche Zusammenfassung, die berbinbung der Menschen: sie schaffen die rSumlichen Voraussetzungen, daß sich Geist zu (eist und herz zu herzen findet, die wie etnge klammern um das Volk gewunden sind mb die unzerstörbare Einheit des I eiches begründen. ;.:un spricht ein Arbeiter im groben, grünen FW. Spuren von Schlamm des Weges an den Elr eitshosen und den derben Stiefeln' zeugen da- poiw daß er bereits zugepackt hat, um das Werk zu Seiten, zu dem der Führer heute den ersten kpitenstich tut. Daß er und seine Kameraden nun triOer eingeschaltet seien als ehrliche und gteich- michtigte Glieder der Nation, das danke er im Siemen seiner Arbeitskameraden Adolf Hitler. „Wir fiu alle tief bewegt und glücklich", sagt er schlicht ik mit leuchtenden Augen zum Führer gewandt. Lese sehen zu dürfen. Wir sind von tiefer Oinkbarkeit erfüllt und glücklich, an den Hei2n Straßen mitarbeiten zu können, deren stete Ec leiter Glück und Zufriedenheit sein werden. Wir ttiiien, daß mit jedem Meter dieser Straßen das Ec»d, das unsere schöne Heimat mit dem großen Lagerlande verbindet, sich dichter und enger schließt. heute erleben die österreichischen Arbeiter die Hunde, die der Anfang fein wird für ein nieder menschlicheres Leben nach M' den Jahren der Rol und des Elends. Mil findigen Augen und^ glühendem Herzen sehen D ir in die Zukunft, die geschützt ist durch Sie, B ein Führer, der das Wunder vollbracht hat, uns österreichische Arbeiter wieder einzureihen in die Gemeinschaft der Menschen, die keine kSassenunterschiede kennt. Wir wollen und werden ein Vollwerk sein gegen alles, was dieses Werk zu zerstören versuchen würde. Das. mein Führer, versprechen wir Ihnen und danken Hnen mit unserem ganzen und ehrlichen Ar- b?iterherzen.“ . Imb bann steht Dr. Tobt am Mikrophon. Mit br Ausbehnung ber Reichsautobahnen auf Oester- üfiqo wirb her verkehrspolitische Wert ie'sr Straßen gewaltig gehoben. Von München nie® Wien wirb man in* einer halben Tagfahrt gebigen können. Berlin wirb mit Wien um zwei itnnben länger zu erreichen sein als bisher Mün- :?■. Der kontinentale Durchgangsverkehr, etwa von ribon nach Konstantinopel, wirb jetzt von ber schsgrenze bei Hollanb bis zur Reichsgrenze nach h.iarn 1100 Kilometer auf beutfdjen itobahnen burchfahren. Der Verkehr von 1 triis nach Sübosteuropa durchfährt etwa 800 Kilo- fre:aer__auf bieten Straßen, ber Verkehr von Eng- Lrn von Belgien ober Hollanb nach Italien wirb Ibfi bie deutschen Reichsautobahnen 3 Stunben iirrj et laufen als bisher über Lüttich unb Metz, tii uns finb aber biefe Straßen mehr als rein n.uerieüe Verkehrswege. Wie früher ber Zuftanb innrer Straßen Ausbruck ber Zerrissenheit unb Uiiinigfeit, ber Vielstaaterei war, so finb für uns bi?'Straßen Abolf Hitlers Ausbruckber poli- t 'ch e n Einigkeit. Wer auf biefen Straßen öor Grenze zu Grenze bes Reiches fährt, ber ersitz den unlösbaren Zusammenhalt, bn diese Straßen für das Reich bedeuten, erfaßt b?'Macht des Reiches und die Stärke des Willens firsr Führung. Der Führer richtete bann an die angetre- kmen Arbeiter und die versammelten Volksge- o»ssen und -genossinnen eine kurze Ansprache, li der er zum Ausdruck brachte, daß früher »oM. *> bttte 2v. Slmte 'M* ■ Sdjiufo O'neraden aus b*ne @en, 3 Führers &er :'V'n yeselliyer sich Nation bedeutet", so hat sich einmal der Reichspressechef Dr. Dietrich geäußert. Dieser große und innere Anteil der Frauen am Werk des Führers, das sich in diesen Märztagen in so hinreißender Weise aufs neue bewies, die Anhänglichkeit und Treue, von der sie mit Freuden erfahren haben, daß sie ihm ein starker Impuls für sein Schaffen sind — sie werden am 10. April in dem r e ft • losen Einsatz der deutschen Frauen mit ihrem „Ja" nach außen sichtbar werden. Auch im Gang zur Abstimmung, in ihrem freudigen „Ja" werden die deutschen Frauen das sein, was der österreichische Nationalsozialist den Kampfgefährtinnen der Notzeit ehrend nachsagt: Der beste Kamerad des Mannes! Lebe für ihn! Baldur von Lchirach an die Jugend Adolf Hitlers. Wien, 7. April. (DRB.) Der Jugendführer des Deutschen Reiches Baldur von Schirach erläßt zum Tage des Grohdeutschen Reiches folgenden Tagesbefehl an die Jugend Adolf Hillers: Jugend Adolf Hitlers! Obwohl Du bei dieser heiligen Wahl nicht mitstimmen kannst, bist Du doch mit Deinem Herzen an ihr beteiligt. Du weiht, worum es geht, und fühlst ehrfürchtig die Bedeutung dieser für unser Volk so glücklichen und großen Zeit. Während die Aelteren ihre Stimmzettel mit dem „3 a“ der Treue und Dankbarkeit in die Wahlurne werfen, sollst Du mit heißem Herzen dieses selbe „Za" bekennen. Zieh mit flatternden Zahnen singend durch die Dörfer und Städte des weiten Grohdeutschen Reiches, dessen Jugend Du bist. Adolf Hitler hat Dir seinen Kamen verliehen. Erweise D i ch feiner würdig! Du kannst für ihn nicht stimmen, aber Du kannst mehr tun als das: Lebe für ihn! Jugend des Führer! Durch diese Bereitschaft füllst auch Du am 10. April die Urne des deutschen Schicksals. Was wären wir ohne unsere Wehrmacht! Die Väter des Versailler Diktats haben genau gewußt, weshalb sie die, deutsche Wehr auf ein kleines Söldnerheer beschränken wollten, weshalb die militärische Ausbildung der Jugend unterbunden werden sollte, weshalb die Waffen vernichtet und die Stammrollen verbrannt wurden, weshalb Militärflugzeuge nicht gebaut werden und Tanks nur als Attrappen im Manöverfeld erscheinen durften. Es ist das unvergängliche Verdienst ideal gerichteter Soldaten gewesen, besonders des Generalobersten von Seeckt, wenn unser kleines Berufsheer den hochgespannten Ehrgeiz der alten Armee, ihre Hingabe und Tüchtigkeit entwickelte. So konnte der Geist nicht untergehen, der vor noch 20 Jahren eine Welt in Atem hielt. Es ist das Verdienst der NSDAP, und unserer Wehrmckht gewesen, daß die deulche Jugend nach den Waffen rief, auch dann schon, als sie noch gar nicht da sein konnten. Waffen nicht für den Krieg, aber für den Schutz des Friedens. In den nächsten Wochen wird das Ehrenmal für die S e l b ft f ch u tz k ä m p f e r enthüllt werden, die 1021 freiwillig aus allen Gauen nach Oberfchlefien eilten, um am Annaberg den letzten Angriff von Insurgenten auf deutsches Land abzuwehren. Sie kamen von den Hochschulen und aus den Werkstätten, aus Kärnten und vom Schwarzwald, aus Schlesien und aus Bayern. Sie schlichen sich durch die roten Trupps kommunistischer Machthaber oder ängstlicher rot angehauchter Behörden. Nichts rief sie als der Wille, der Heimat den letzten Dienst zu l e i st e n , keine Ehren und keine Auszeichnungen harrten ihrer. So war es später, als im Kampf um Rhein und Ruhr die Separatisten niedergeworfen wurden, als Adolf Hitlers braune Stürme den bolschewistischen Ansturm in den Straßen unserer Großstädte bezwang. Aus solchem Geist erstieg new d i e Wehrmacht, als der Führer die Stunde gekommen sah. Kühn erhoben sich die Luftgeschwader Hermann Görings in den Aether. Unter ungeheurem Jubel sind die jungen Regimenter dann ins Rheinland marschiert, um auch hier den Schutz des Reiches zu übernehmen. Bald rollten dann auch deutsche Panzerwagen über die Felder, deutsche Industrien erhielten reichliche Beschäftigung in Neubauten und in der Herstellung der Waffen. Kriegsschiffe und U-Boote liefen vom Stapel. Eine schlagfertige und gut ausgerüstete Truppe marschierte nach Oesterreich hinein, als dort die Brüder nach ihr riefen. Der Führer selbst hat in einer seiner Reden davon gesprochen, daß eine Division volle 60 Kilometer am Tage marschiert ist, um möglichst bald Wien zu erreichen. Ein schönes Stück soldatischer Erziehung ist auch hier' in kürzester Zeit gelungen: Deutschland ist stolz auf seine jungen Männer, in der Wehrmacht wie im Arbeitsdienst! Nun wird auch O e st e r r e i ch in die große Schule unserer Wehrmacht eingereiht. Freudig folgt die Jugend ihrem Rufe. Die Schornsteine der steierischen Waffenschmieden werden bald wieder rauchen. Das danken wir Adolf Hitler und der deutschen Wehrmacht, die an den herrlichen Erfolgen des Dritten Reiches ihren vollen Anteil hat. Arbeiter und Soldaten Hand in Hand bauen die neue sichere Zukunft, der wir uns am 10. April durch unser Ja freudig verpflichten wollen! Vollstreckungsschuh für landwirtschaftliche Altsiedler. Berlin, 7. April. (DNB.) Die Lasten, die den in der Systemzeit angesetzten landwirtschaftlichen Siedlern (A l t s i e d l e r) bei der Begründung der Siedlerstellen aufgebürdet worden sind, haben dazu geführt, daß sich ein Teil dieser Siedler auch heute noch, trotz zeitweiligen Erlasses und Herabsetzung ihrer Rente in schwieriger wirtschaftlicher Lage befindet. Es ist deshalb in Aussicht genommen, auch für diese Altsiedler die Möglichkeit einer Bereinigung ihrer Schul- den zu eröffnen. Um zu verhindern, daß bis dahin die ordnungsmäßige Bewirtschaftung des Betriebes durch Vollstreckungsmaßnahmen gefährdet wird, wird den Altsiedlern im wesentlichen der gleiche Vollstreckungsschutz gewährt, wie nach dem Gesetz vom 1.6.1933. Der Antrag ist durch die Siedlungsbehörde bei dem für den Siedler zuständigen Amtsgericht zu stellen. Rudolf Heß sprach zu den Schaffenden Oesterreichs. Rat onalsozialtstische Volksgemeinschaft und deutsche Einheit des Führers zu vollstrecken vermochte den an werdet wür- Noch einmal erstehen die historischen Märztaac ihren Augen, als der Führer in packenden Wi fern Tage Deutschland, unser Deutschland!' aa? ;e ocr Sorten folgte alles Worten des schließt, als wir denen Dank, die in der Bewegung ihr Teil bel- endlichen Sieg: denen, die als Geführte im Vertrauen auf die ihm schulden illegalen trugen zum Führer und Flügelschlag gewalt'gen Schicksals und big sein der Größe des Geschehens!" Mit stärkster innerer Anteilnahme den ruhigen, klaren und bestimmten Stellvertreters des Führers. Als er Oer® er M U! Willen des Führers, der eines ganzen Volkes Wille war. Dies wird in wenig Tagen dieses Volk beweisen. Hier in Deutsch-Oesterreich und im ganzen großen Deutschland und draußen fern der Heimat roertren Millionen ihr „Ja" dem Führer geben. Sie geben es gleich einer heiligen Handlung. Sie lassen ihres Volkes Stimme sprechen und wissen, daß es Gottes Stimme ist. Was durch Jahrhunderte zerrissen mar, das schmiedet nun gemeinsam seine Zukunft. Und wenn Jahrtausende durch deutsche Lande gingen, wird man noch ehrfurchtsvoll des Tages gedenken, da deutsches Blut doch endlich sich vereint in der Erfüllung feiner alten Sehnsucht. Ich weiß, ihr spürt den sozialismus einfetzten. Rund 120 find zu lebens- länglichen Freiheitsstrafen verurteilt gewesen. Mit donnernden Sieg-Heil! - Rufen wurde Rudolf Heß, der von Reichsstatthalter Seyß-Jn- quart und Gauleiter Bürckel begleitet war, von der Alten Garde empfangen. Jeder wollte ihm die Hände drücken, jeder wollte ihm danken und das Gelöbnis unwandelbarer Treue zum Führer erneuern. — Nach einer kurzen Ansprache Rudolf Heß' an die alten getreuen Kämpfer stimmten diese die Lieder des nationalsozialistischen Deutschlands an. Führung und im Vertrauen auf ihre Gefolgschaft es ermöglichten, daß die Bewegung nicht nur zähe durchhielt, sondern auch in den entscheidenden Stunden in voller Wirksamkeit zum Einsatz gebracht werden konnte. Wit besonderem Stolz schauen wir auf die Taufende von deutschen Frauen und W ä d ch e n in Oesterreich, die trotz aller Gefahren und trotz aller schon gebrachten Opfer in einer fanatischen Hingabe und in einer leidenschaftlichen Treue ohnegleichen ihren Männern kameradschaftlich zur Seite standen und ihren Dienst in der illegalen Bewegung versahen. So lange deutsche Zungen vom Kampf um Grohdeutschlands Einheit sprechen werden, werden sie sprechen müssen vom heldischen Einsatz der Frauen Deutsch-Oe st er- r e i ch s für Adolf Hitler. Hunderte unserer Kameraden aber haben ihr Leben geben müssen, ohne die Erfüllung ihres heißesten Sehnens zu schauen. Hunderte unserer Kameraden deckt österreichische Heimaterde, für die sie fielen. Unter ihnen sind jene dreizehn gemordeten Opfer einer blutigen Vergewaltigung des deutschen Menschen in Oesterreich, die als Märtyrer unseres Glaubens an Großdeutschland ihr Leben ausgehaucht haben. Die Gefallenen und die Gemordeten, die sich selbst zum Opfer brachten, auf daß Großdeutschland werde, sie sind uns Helden der Freiheit uckserer Nation. Großdeutschland lebt, weil der Wille Adolf Hitlers ihm das Leben gab. Großdeutschland lebt, weil die Partei Adolf Hitlers, weil die NSDAP, in Oesterreich durchhielt und so den Willen den dramatischen Anlauf jener Tage schildert. .Ser Begeisterungssturm wiederholt sich, als der Führer erklärt: „Ein eiserner Wille hat diese; Reich jetzt geschaffen, und Stahl und Eiseil werden es verteidigen gegen jedermann!" „Am 10. April unterwirfst Du Dich nicht einer fremden Gewalt, sondern der ewigen Größe Deines eigenen Volkes! Unsere Hakenkreuzflagge ist nicht das Symbol eines einzigen Landes. Nicht Preußen hat gesiegt ltnd nicht Bayern, nicht Württemberg und nicht Oesterreich: Gesiegt hat über die deutschen Staaten endlich das deutsche Volk!" Langanhaltende Sprechchöre: „Ein Volk — Lin Reich — Ein Führer!" bekräftigen diese Worte Adolf Hitlers. Die Begeisterungsstürme wiederholen sich, als der Führer zum Schluß davon spricht, daß er stolz und freudig in das alte Reich zurückkehren werde, „denn ich weih, was ich mitbringe: e i n wunderschönes Land! Ich möchte nicht seine Bodenschätze und materiellen Güter — ich möchte nur etwas: Ich mochte 6^ Millionen Wenschen, deutsche Wenfchen, die ich als Führer und Kanzler des Reiches der deutschen Volksgemeinschaft nunmehr einfüge. Das ist der stolzeste Beitrag, den ein Wann seinem Volke und seinem Reich zu leisten vermag. Der 10. April wird ganz Deutschland verschworen sehen zu einem Entschluß: Wir bejahen an die- Linz, 7. April. (DNB.) Dor dem Bahnhof ist über Nacht ein Wald von Fahnen erstanden. Davor haben die Ehrenformationen Ausstellung genommen, und zwar eine Kompanie des ehemaligen österreichischen Infanterie-Regiments 17 und die 1. Kompanie des I. Bataillons des Infanterie-Regiments 19, die am Morgen des 12. März als erste die Grenze bei Braunau überschritt. Gegen 15.30 Uhr läuft der Sonderzug in die Halle ein. Als Adolf Hitler den Bahnhof verläßt, branden ihm unermüdlich „Heil!"-Rufe entgegen. Im Wagen stehend nimmt er mit strahlenden Augen die Huldigungen der Liebe und der Dankbarkeit entgegen. Die Absperrmannschaften müssen alle Anstrengungen machen, um die begeisterten Menschen zurück- ^uhalten. Eineinhalb Kilometer lang ist die Straße, die der Führer vom Bahnhof zur Kundgebungsstätte in Lustenau zurücklegt, eineinhalb Kilometer bereiten ihn wie ein wogendes Meer Tausende von Fähnchen, umbrandet ihn der Jubel, in dem sich Dankbarkeit und Liebe auslösen. Von fernher dringt ein Raunen und Rauschen in die Halle, das wächst und wächst zu einem Brausen, zu einem Orkan. Der Führer kommt! Vor dem Podium drückt er den Vätern und Müttern, den Brüdern und Schwestern der Opfer eines schweren Kampfes einer grausigen Zeit herzlich die Hand und betritt die Tribüne. Stürmischer Jubel begrüßt ihn erneut. Aber schließlich wird es still im Saal, als nun die klare Stimme mit Inbrunst verkündet: Die Stadt Linz ist durch den 13. März unlösbar mit der deutschen Geschichte verbunden; das verpflichtet Sie alle, am 10. April Ihre Pflicht zu erfüllen. Ein unendlicher Beifallssturm geht durch die Halle, der den Führer schon jetzt zu Beginn seiner Rede minutenlang unterbricht. Dann wieder liegt andächtiges Schweigen über den Massen, als der Führer' seinen Lebensweg schildert, der ihn aus dieser Stadt heraus an die Spitze des geeinten Großdeutschlands führte: „Von hier bin ich einst als Knabe ausgezogen, zunächst nach der damaligen Hauptstadt Alt-Oester- reichs, und dann hielt mich auch dort nichts mehr!- Ich mußte hinaus ins Reich, das Land meiner Träume und meiner Sehnsucht!" Er erinnert daran, daß einst ein gewaltiger norddeutscher Staatsmann die widerstrebenden Stämme und Länder des alten Reiches zufammengefaßt und zufammen- gezwungen habe. „Die zweite Einigung konnte dann wahrscheinlich nur ein Süddeutscher vollziehen, denn er möchte ja nun den Teil in das große Reich zurückführen, der im Laufe der Entwicklung unserer Geschichte den Zusammenhang mit dem Reich verloren hatte." Vertrauensbeweis Die Summe der Spareinlagen bei den Sparkassen in Milliarden RH : Oesterreich folgte dem Ruf seines Blutes. Oer Führer spricht in Linz zu tausenden begeisterter Volksgenossen seiner Heimat. das „Sieg-Heil!" auf den Führer durch die Halle braust, jubelnd aufgenommen von den Zehntausen- den auf der Straße und von den Hunderttausenden in all den vielen Betriebsappellen, kam wieder jedem zum lebendigen Bewußtsein, wie unvergleichlich groß die Tage sind, die er jetzt miterleben darf. > Rudolf Heß im Kreise der Alten Garde. Den Abschluß bildete ein Kameradschaftstreffen der alten Kämpfer. Rund 1500 Parteigenossen hatten sich in den Sofiensälen eingefunden. Männer und Frauen, die in unerschütterlichem Glauben todesmutig sich für den National- Die Bewegung vergißt ihre Toten nicht. Reichsminister Hetz den Gräbern der Helden des 25.Juli. Zeige auch Du Dein unerschütterliches vertrauen am 10. April Durch Vein Wien, 7. April. (DNB.) Rudolf Heß, der Stellvertreter des Führers, sprach in der Wagenhalle der Stadt Wien im 15. Bezirk, einem ausgesprochenen Arbeiterbezirk, in einem Appell aller schaffenden Volksgenossen. Von dieser Stätte der Arbeit aus wurde die Rede übertragen in unzählige Betriebsappelle. Rudolf Heß ging auf die letzten Tage des inneren Kampfes in Oesterreich um das Großdeutsche Reich des näheren ein und betonte: „Im entscheidenden Augenblick standen sie plötzlich wie aus dem Boden gestampft da: d i e Kämpfer der NSDAP.! Man sah es ihnen an, daß sie Jahre des Verbots, Jahre der furchtbaren Verfolgung hinter sich hatten. Aber einheitlich waren sie in einem: Im Glauben an die nationalsozialistische Idee und in der immer wieder bewiesenen Entschlossenheit, sich einzusetzen, sich hinzugeben bis zum Letzten für den Führer! Im Glauben an diesen Tag, der kommen muhte, hatten sie die seelischen und körperlichen Qualen der Kerker, der Anhaltelager auf sich genommen, im Glauben an diesen Tag' hatten die Verwundeten ihre Leiden getragen, waren die Kameraden gestorben, im Glauben an diesen Tag hatten die zum Tode Verurteilten ihr Leben äusge- haucht mit dem letzten >,Heil Hitler!" auf den Lippen! In diesem Glauben haben besonders auch die Frauen, die Mütter und Bräute unserer deutsch-österreichischen Kampfgenossen ihre großen Opfer und Schmerzen heroisch ertragen. Trotz aller Not gaben diese Frauen den Kindern in all dem Jammer, in Hunger und Elend eines mit in das junge Leben, das kein Verbot und keine Schikane ihnen nehmen, das kein System ihnen zerstören kann: die Heiligkeit des Glaubens an Deutschland und an seinen Führer. Weine Parteigenossen und Parteigenossinnen! Das wird die nationalsozialistische Geschichtsschreibung nie vergessen: Well Ihr u m E u - res Glaubens willen alle Leiden auf Euch genommen und nicht kapituliert habt, weil jtyc am entscheidenden Tage marschiert seid, konnte der Führer zu Euerem Schuhe Deutschlands Wacht einsehen und damit dem Volkswillen endgültig zum Siege verhelfen! Dank Eurer Leiden konnte der - Führer Deutsch-Oesterreich erlösen! Wir Nationalsozialisten wissen aus der Zeit des Kampfes, daß gerade unter der Hand- a r b e i t e r f dj a f t die opferfreudigsten Idealisten zu finden sind, daß bei ihr die Menschen stehen, die bereit sind, alles einzusetzen und alles hinzugeben für jeinc Idee, von der sie glauben, daß sie richtig und gut ist. Und gerade hier in Oesterreich ist unter den alten Kämpfern eine Unzahl von Handarbeitern, die in den schweren Zeiten der Verfolgung, der Entrechtung und des Terrors sich nicht beugen ließen und in unwandelbarer Treue zu ihrer Idee und zum Führer standen. Wir wissen aber auch, daß gerade hier in Oesterreich der marxistische Arbeiter mehr als einmal bewiesen hat, wie sehr er bereit ist, s i ch für feine Idee einzusetzen und selbst das Leben hinzugeben, „wenn die Idee, für die sie ihr Leben Hingaben, auch unserer Erkenntnis nach falsch war. Kein wirklicher Nationalsozialist versagt ihnen die Achtung. Ich weiß, daß es nicht lange dauern wird und auch bei Euch sind alle Gegensätze von einst überwunden, ist aller Haß von einst vergessen, und auch Ihr seid vereint in der gleichen großen Gemeinschaft, auf die Ihr dann so stolz fein werdet, wie wir übrigen Nationalsozialisten im großen Deutschland. Wer will bestreiten, daß wenn Oesterreich den Weg weitergegangen wäre, den es Herr Schuschnigg führte, daß über kurz oder lang die verzweifelten Massen Oesterreichs in einer b o I» s ch e w i sti s ch e n Revolution ein Sowjet- Oesterreich geschaffen hätten! Ist ein Staat christlich, der seine Bürger der bolschewistischen Gottlosigkeit in die Arme treibt, um zu verhindern, daß sie sich anschließen an ein Nachbarreich, das die- Lehre der Gottlosigkeit ausgerottet hat mit Stumps und Stiel — an ein Nachbarreich, das jedem freistellt, in die Kirche zu gehen, in die er gehen will, um seinem Gott so zu dienen, wie er ihm dienen will — ohne daß irgendein Gewissenszwang ausgeübt werden darf! Das deutsche Volk Oesterreichs aber ist nun ein Teil eines Volkes, das wahrhaft frei, wahrhaft unabhängig, wahrhaft sozial ist — ist nun ein Teil des deutschen Volkes; des Volkes christlicher Nächstenliebe und nationaler Einigkeit. Und daß diese wahre Befreiung und wahre Befriedung Deutsch - Oesterreichs im deutschen Volke erreicht ist, das verdanken wir dem Führer. Er hat den Gedanken groh- deutscher Einheit und Freiheit im deutschen Volk wieder wachgerufen, er hat ihn in unermüdlichem Kampf zum Allgemeingut des deutschen Volkes gemacht, und er hat schließlich durch seine entscheidenden Befehle mit der befreienden Tat den grohdeutschen Gedanken verwirklicht. Rächst Wien, 7. April. (DNB.) Am Donnerstagvormittag fuhr der Stellvertreter des Füh. r e r s nach Dornbad) zu den Gräbern der am 25. Juli 1934 wie gemeine Verbrecher von dem damaligen System Hingerichteten Parteigenossen Plane tta und Domes. Die Kränze, die et niederlegte, trugen das Hoheitszeichen und den Namen des Ministers. Mit einem stummen Händedruck dankte Reichsminister Heß den Angehörigen für ihr Opfer und begrüßte die angetretenen Kameraden der beiden Blutzeugen der Bewegung. Unter den Siea-Heil- Rufen der vor dem Eingang des Friedhofes wartenden Menge fuhr Rudolf Heß dann weiter nach Mauer. Hier galt fein Besuch der Ruhestätte Holzwebers. Auch hier legte der Stellvertreter. des Führers einen Kranz nieder. Al; Rudolf Heß die Gattin und den kleinen Jungen des tapferen Toten begrüßte, und als der kleine Sohn Holzwebers dem Minister Blumen überreichte, I die dieser schweigend auf das Grab des Vaters legte, erinnern wir uns der Worte des Hingerich- ; teten: „Ich hinterlasse das, was mir niemand nehmen kann, ein Kind". — Zur gleichen Zeit wurden durch Abordnungen auch an allen übrigen Gräbern der für das nationalsozialistische Groß- Deutschland Gestorbenen Kränze niedergelegt. Kaum zwe gung des Lc gangen. Abe von der bk Vorbereitung unter einer ruinierten L< ner Reise bi heitern und wohl die @e| tigteit haben, mürben, ljabt nur aus das ( btm Hahrr 1! schloßen wat. Bor wenigen reichische Reise durch selbst ein nahmen mac unter ihnen, ertennung g die Kraft ui regierung ii Eine Fahr brückens ist । in Oefterreid interessant. '3 gesprochen, tr hallen, liberal zufriedenen, । Sangene Nol «mem schlichte Kommerz, Naber der •temperamenti ch später bei n einer der a Aden Arbeit Werkes in de, 9i"SQ5 ""ch Nlchwuno, i 1* freut, ? n )en Schluß, not Hm '«ulen, ba | n, untere müffer rle mir un ?""Hi>en, ff k'd fing Heb ft, ? ien JfJ W W 6d)r , ö.e 5 Ä « 9 st die N? h-k 9rM( rbe; a« li#i & 4° NE"1 du eil, "f.r Ar le >Wi| b.it Whi ks* itr W1 «leit' , P° r'Voel*« S'v.fl, ft«1 t* @ener«l ° Sie W-e; men vieler ° Staat, d" illbeitsdienst ■ aller $«4 beiter uni) » net u 0-- AWlsE pmlübrer rid, cbeioermaW Staatssekretär Herr von ReichshauM Grimw'^i Staatssekretär heihmeye hellborf, omtsleiter f $ u g e n h e । Gruppennidr [eiter Hartm Ich kenne das deutsche Volk und kenne.meine Heimat! In beiden habe ich mich nicht getäuscht. ; Das deutsche Volk innerhalb der einstigen Reichs- | grenzen hat das erfüllt, was ich glaubte, ihm zu- muten zu können. Meine Heimat ist aufgestanden, ! als der Ruf erklang, und hat sich dorthin gewandt, wohin sie die Stimme des Blutes und des Volkstums rief! „Das Herz hat übermächtig nach der ganzen Volksgemeinschaft verlangt!" Vor den Bei- | fallsstürmen nach diesen Worten des Führers muß jede böswillige Stimme internationaler Hetzer oer» stummen, die etwas von „Unterdrückung" und „Der- aewaltigung Oesterreichs" faseln wollte. Und weiter schildert der Führer seinen Weg, der der des No- । tionalsozialismus ist, bis endlich jener Tag kam, an dem er d i e Macht errang. Und nun zeNst' der Führer den Linzern in wenigen mitreißenden Sätzen das neue größere Deutschland Wie eine ungeheure Woge umbrandet den Führer die Begeisterung von 10 000 Menschen. Sie alle h wissen, daß sich tatsächlich ein Wunder ereignet hat. a t ■ DU''' W<- .X LM W/^ LM MMM UMM' ..■ MWM > M,,.M ' Äii Der Fall Max Bordasch •. und welcher Fall sind Sie? ... mir geht’s gut - ich rauche //Astra^ und weiß warum! So gut schmeckt die „Astra", daß man kaum glauben will, wie leicht sie ist. Dabei ist ein Nikotingehalt von weniger als 1 % beglaubigt. Das ist das Geheimnis der „Asfra": ihre genußschenkende und doch leichte Eigepart ist natürlich gewachsen und nicfit chemisch erzielt; reLIS|tL>.Urchlden 9eringen Nikotingehalt besonders aromatischer Tabakblätter bedingt. Dies sind meist die feinsten Blätter einer Tabakpflanze. Aber deshalb ist noch lange nicht jedes feine Blatt auch für die „Astra" geeignet. Hier zeigt sich die Meisterschaft der Tabak- Auswahl und Mischkunst. Auf der ganzen Welt lebt sie nur noch im Ha use Kyriazi in der dritten Generation als Familien Überlieferung. Seit Jahrzehnten haben sich Erfahrung und Wissen um den Einkauf und das Mischen edler Cigaretten-Tabake von dem Vater auf den Sohn vererbt. - Heute wie immer ist es der Träger des Firmennamens selbst, der mit seinem Können dafür bürgt, daß die „Astra , unabhängig von wechselnden Ernten und Jahrgängen, immer die Gleiche bleibt: Reich an Aroma — Arm an Nikotin „Wenn der erste „Alleinflug“ steigt, dann sind das für mich als Fluglehrer Augenblicke höchster Spannung: Erwartungsvoll verfolge ich den Verlauf des Fluges. Dabei muß ich unbedingt eine „Astra“ rauchen, denn sie bietet mir durch ihr Aroma, ihren Geschmack und ihre natürliche Leichtigkeit alles, was ich zur Entspannung und Anregung notwendig habe. Die „Astra“ ist der richtige Glimmstengel für mich. , 10oo Fluglehrer MaX Bordasch, Rang,darf Berlin, 7. April (DNB.) Der „Reichsanzeiger" von Srbik Die Liste enthalt im weiteren Teil die Namen vieler verdienter Männer von Partei und Staat, der SA., ff, des NSKK., des NSFK., des Arbeitsdienstes, der Deutschen Arbeitsfront. Männer aller Berufe, der Wissenschaft und Wirtschaft, Arbeiter und Bauern. Dieser Teil der Liste verzeich Woche verzichteten, um dadurch die Einstellung von : 500 erwerbslosen Arbeitskameraden zu ermöglichen. : "Das war im Jahre 1934. Wir standen hier noch 1 unter der Aufsicht der Franzosen, aber wir wollten ■ beweisen, daß wir hier im Saarland ebenso gute 1 Nationalsozialisten sind wie die im Reich. Heute ; sind solche Einschränkungen nicht mehr nötig. Denn nach der Rückgliederung haben wir so viel Arbeit, daß noch viele Neueinstellungen nötig waren: Heute sind gegenüber sechstausend Mann im Jahre 1934 beinahe 10 000 Leute auf dem Werkgelände beschäftigt." Wenige Kilometer von Saarbrücken entfernt, mitten im schönen Warndt liegt das „Dorf im W a r n d V*. Hier ist seit der Rückgliederung e i n Siedlungsdorf entstanden, das heute noch nicht ganz vollendet ist, das aber, wenn einmal j bas letzte Haus fertig ist, vorbildlich sein wird In einer herrlichen Landschaft eingebettet liegen die kleinen Sicdlungshäuschen. Ein hübscher Gasthof spreizt sich behäbig am Eingang des Dorfes, ein modernes Schulhaus steht am anderen Dorfende. Besondere Häuser, in denen Geschäfte und Handwerker untergebracht werden sollen, sind so über das Dorfgelände verteilt, daß keine Hausfrau es besonders weit haben wird, wenn sie einkaufen will. Hier werden schon in kurzer Zeit die Arbeiter aus den Hüttenwerken und die Bergmänner aus den Gruben für billiges Geld wohnen können. Wir finden auf einem der Gartengrundstücke I einen jungen Arbeiter mit seiner Frau, der hier in mühsamer Arbeit Baumstubben rodet und den Boden für die Gartenanlage urbar macht. Er zögert «* LrigadesÜhrer $?Quo SA-Gruppenführer Hauptdienstleiter Schmeer, Gouverneur i. R. Dr. Schnee Reichshauptamtsleiter Clauß S e l z n e r , Ministerpräsident Siebert, Staatsrat Dr. Dr. h. c. von ® t a u ß , Professor Dr. Spahn, Obergebiets- er rlr $r‘ Stellrecht, Reichssportführer von Tschammer und Osten, Dr.-Jng. Albert, ■ß o 91er, Hauvtdienstleiter Reichsärzteführer Dr.' m aL9 n e r' ^"Gruppenführer Chef der Technischen Nothilfe Weinreich, SA.-Obergruppenführer Haupchiann Weiß, ff-Gruppenführer Staatssekretär W i l l i k e n s. Ferner Staatsrat Börger, Verleger Hugo Bruckmann, Generaldirektor der Bayrischen Staatsbibliothek Dr. Buttmann, Justizrat Heinrich Claß, Reichsamtsleiter Derichsweiler, Geschäftsführer der Reichstheater- kammer Frauenfeld, Staatsrat Rechtsanwalt Dr. Graf von der Goltz, Fabrikbesitzer Dr. Hackelsberger. Reichskulturwalter Hans Hin- k e l, Sanitätsobergruppenführer Dr. H o ch e i s e n, Ehrenpräsident des Roten Kreuzes, Dozent Rudolf Jung, Hauptschriftleiter Karoly Kampmann,I Reichshauptamtsleiter Fr.eiherr von Kanne, SA.-Obergruppenführer Freiherr Manfred von Killinger, Oberpräsident i. e. R. Wilhelm Ku be, SA.-Obergruppenführer Litzmann, ff-Standartenführer Luckner (Kameradschaftsbund deutscher Polizeibeamten), Schriftsteller Herybert Menzel, Reichsredner Ludwig Münchmeyer, SA.-Grup- penführer August Wilhe'lm Prinz von Preußen, Reichshauptamtsleiter Dr. von Renteln, Schriftsteller Graf zu Revent- low, Geheimrat Dr. Hermann Schmitz, ffJ Gruppenführer General a. D. Graf von der Schulenburg, Architekt Prof. Dr. Schultze- Naumburg, Dr.-Jng. Fritz Springer um, Reichsamtsleiter Dr. Walter Stang, ehemaliger Reichslandbunddirektor von Sy bei, Staatsrat Dr. Fritz Thyssen, Ministerialrat Dr. Usadel, Kultusminister Dr. Wacker. Mule«. litt Heims, ■5 Führet mH laler Heher v->° (fung"unb„$.i. Ute. Unb ttwlii* er her bes 91: - 'ner lag Lr. Unb nun M! n Mrüßrck'u abet ben Fühüi: nschen. Sie oEül der ereignet hü in Märztage arfenben ge schildert. Y als der M e hat diesni i Stahl und Ws tann!" )u Dich nicht er ewigen olkest Un- , das 5ymbol । ußen hat ge- Hemberg und der die deut' deutsch« idjöre: irer!“ befräf- Die Begeifle- 5 der Zührer er stolz und ehren werde, dringe: ein möchte nicht Güter - 'ch i, Mionen ■ ich als M' . icr deutschen ge Vas ist lann vermag. Der verschworen ,hen an die- tschland! hielt," 7 F Men S Pradje fr fli-Ä itu"»ä5b:i fenne pnein । .nicht gefduiti ![’Wn Reich» i Saarbrücken, irn April 1938. ihm j., Kaum zwei Wochen sind seit der Wiedervereini- >!t ausgestandk^ rgung des Landes Oesterreich mit dem Reiche ver- 'orthm geibüntlt Zangen. Aber schon in diesen wenigen Tagen sind und des 5olL von der deutschen Reichsregierung umfangreiche lächtig nach d« 'm—--------' 1 r" " ......... " Dor den W ■ Xbtn3!a®i । ■ veuer uno Dauern, znejer xeu oer Lttste verzeich BaLnhr net u. a.: SA.-Obergruppenführer Brückner Ide- 'Staatssekretär i. R. Dr. Bang, NSKK.-Obergrup- Bes «tWl penführer Herzog von Coburg, ff-dber° I iqruppenführer D a l u e g e, Generalarbeitsführer ■jztiT toei,ei Decker, ff-Obergruppenführer Sepp Diet- Rch, rief), Staatsminister a. D. Hermann Esser, Der Dberverwaltungsgerichtsrat Dr. Everling W Meder. L- Staatssekretär Dr. Freißler, Professor Frei.' ■ ,lnen Mu ” --- ---1 L n ; ' lQls der f/eirJ MN überreich,. I h I ÖC5 hmgerich ■ n»r Niemanl gleichen U "Zollen übrige, ol'sl'iche Gch ledergelegt. Unentwegt bedient AA&MV I U t Ty* ^mnWiH&L. 516®- äoui/2% Deutsche Reichsschatzanweisungen Von 1935 . .. ichrrr MMW iN witz und das Mundwerk: das ist hier schon viel GIESSEN i.4. 243 42,5 [6,75 162 120 242,25 142,4 150,25 162,5 120 Sein alle Halle und Wartesaal unseres Gießener Bahnhofes waren gestern, wieder einmal Schauplatz und Rahmen für ein Ereignis nicht alltäglicher Art. Kinder aus der wieder mit dem Reich vereinigten Ostmark, Kinder aus Oesterreich, aus Wien, kamen im fahrplanmäßigen Personenzug, der um 14.52 Uhr in Gießen von Frankfurt her einläuft, hier an. Sechs. Wagen waren dem Zug zusätzlich angehängt, voll mit einer fröhlichen Kinderschar, die zwar schon etwas müht war von der langen Reise, aber spannt den Ereignissen entgegensah, die sie Gießen erwarteten. Aber sicherlich haben sie hohe Stimmkultur, leichte Beweglichkeit, wie eine empfindsam folgende, äußerst differenzierte Ausdruckskraft fordern. Helene Fahrni (Leipzig) ließ die Partie der Hanne mit ihrem schönen Sopran lebendig werden in gefühlsgebunden sich schmiegender und voll ausschwingender Linienführung, mit Weichheit des Klanges und Nachgiebigkeit, mit musikalisch beseelter Kunst. In ihrer Aufgeschlossenheit für die Situation erhob sich jede Wendung des Textes in persönlicher Durchbildung zum Eigenwert mit mannigfacher Abstufung. ,215er auch die beiden Männerstimmen müssen ein hohes Maß an Koloraturfähigkeit erfüllen. Dem entsprach Anton Knoll-Frankfurt (Tenor) in seinen Zwiegesängen mit Hanne mit anziehender, gewinnender stimmlicher Frische und schlichter Ursprünglichkeit. Mit feinem Akzent gestaltete er die Rezitative, die Wander-Arie wuchs wohl ausdrucksvoll aus dem Szenischen heraus und angesichts der stimmlichen Mittel auch bei ausgeglichenem musikalischem Figurenwerk: aber die Klippe des hohen „H“ am Schluß dieser Arie hätte er vielleicht umgehen können. Sinn- und werkgemäß ließ Erich Meyer- Stephan, Frankfurt (Baß) die Ackermann-Arie in plastisch geprägter Koloratur, mit gesättigter, ausgeglichener Farbe seines Organs, das sich im Laufe der Zeit sehr glücklich entwickelt hat, erstehen: die Jagdarie war in ihrer bildhaften Kraft durchlebt. In dem zur Besinnung mahnenden Schlußteil schwang zwingende Kraft, verstärkt durch den persönlichen Akzent. Die besondere Wichtigkeit, die Haydn dem Orchester mit seiner reich bedachten Eigensprache zumeist, wurde überzeugend in den Einleitungen der einzelnen Teile, die sich zu schönster klanglicher Bindung und deutlicher Ausdrucksprägung entwickelten. Die vielen Momente sinniger Kleinmalerei (z. B. Wachtel-, Grillen- und Froschruf), die mufikalisch- und fast die Hauptsache; da sie im ganzen weicher angelegt ist, als die Figur im Buche sich gibt, erscheint auch die innere Wandluna, die hier neu ist, psychologisch glaubhaft. Die ebenfalls erheblich aus- gebaute Rolle des Wehrhahn spielt George, und er macht die knallende Karikatur eines beleibten, hackenschlagenden, krähenden preußischen Landjunkers daraus, der von Beschränktheit, Anmaßung und fehlgeleitetem Amtseifer strotzt, — stimmlich in manchen Szenen bis an die äußerste Grenze forciert. — Für die Adelheid war Rotraut Richter gerade die richtige Beletzung: sie gibt ein frühreif gewecktes Früchtchen, eine halb freche, halb trotzige Göre von unverfälscht spreeländischer Kreszenz, ein echtes Kind ihrer tüchtigen Mama. Eine prächtige Figur, ganz wie bei Hauptmann, gibt Albert F l o- r ath als Schiffer Wulkow; mit scharfem Charakterumriß zeichnet Ernst W a l d o w das üble Subjekt Motes. Ganz schlicht und menschlich wirken Sabine Peters und Heinz von Cleve als Leontine und Dr. Fleischer, die bei Hauptmann nur flüchtig chargiert erscheinen. Mit hübschen Leistungen in kleineren Rollen: Ewald Wenck (Wolff), Ode- mar (der Fürst) und die S t o b r a w a (f^au Wulkow). — (Märkische-Panorama-Schneider.) 115-5 232-73 129-25 147-5 einen so großartigen Empfang, wie er ihnen in Gießen bereitet wurde, kaum erwartet. Das Musikkorps des Infanterie-Regiments 116 stand in voller Stärke auf dem Bahnsteig, als der Zug einfuhr, und alsbald erklang ein schneidiger Marsch. Rasch wurden dann die Kinder in kleinen Gruppen zusammengestellt und fast in einem Triumphzug ging es durch die Sperre, durch die Halle und in den Wartesaal. Die Bahnhofshalle -war mit Menschen dicht gefüllt, und die Pimpfe des Jungvolks mußten energisch Absperrdienst leisten; um den Kindern den Weg vom Bahnsteig zum Wartesaal zu sichern. Den bildbafte Ausdeutung der Rezitative bezeugten ebenso liebevolle Eingehen, rote die Einzel-Jn- strumente des Großen Städtischen Orchesters bestimmende Träger für das Gesamtgeschehen wurden, vornehmlich die Hörner im Jagdchor, das Hornsolo in der Hirtenarie und die von Haydn reichlich bedachte Oboe. Immer war die geschlossene Einheit zwischen Chor, Orchester und Solisten gewahrt in der Betonung des Thematischen, in der Rundung 223 150 22,25 42,25 178 24,75 146 159,5 142 150,5 48,75 48174 Ä 146 121-5 160- 12J 117 144 kleinen Brüdern und Schwestern aus Oesterreich hatten sich gleich Jungmädel und Mädchen des BDM. zugesellt und übernahmen das — nicht allzu schwere — Gepäck der kleinen Gäste. Zum Empfang der Kinder aus Oesterreich hatten sich zahlreiche Vertreter der Partei und ihrer Gliederungen, an ihrer Spitze Kreisleiter B a ck h a u s , eingefunden. An dem Empfang nahmen ferner Kreisdirektor Dr. Lotz und der neue Rektor unserer Universität Pros. Dr. ©eifer lebhaften Anteil. Inzwischen war im Wartesaal des Bahnhofes alles vorbereitet worden, um den Kindern eine würdige, kurze Feier des Empfangs zu bereiten. Auf allen Tischen standen in Reih und Glied Teller und Tassen, mit großen Butterbrötchen belegt. Der Saal war mit vielen Fahnen geschmückt. Das Musikkorps nahm Aufstellung und eröffnete die Empfangsfeier mit einem Musikstück. Sodann hielt Kreisleiter Backhaus eine kurze Ansprache. Der Kreisleiter sagte u. a.: Meine lieben Kinder aus Oesterreich! Ihr habt soeben schon auf dem Bahnsteig gesehen, mit welcher Liebe und starker Anteilnahme euch die Partei und ihre Gliederungen empfangen hat. Nun ist es mir Herzensbedürfnis, hier noch einmal zum Ausdruck zu bringen, wie glücklich wir find, daß wir so viele Kinder aus Oesterreich hier haben können und wir uns freuen, daß ihr nun aus eurer Heimat hierhergekommen seid in das große Deutschland, damit ihr euch überzeugen könnt, mit welchem Idealismus wir an euch gedacht haben. Ihr seid nun noch kleine Kinder und könnt es noch nicht ermessen, wie groß die Geschehnisse sind, die sich in der letzten Zeit abgespielt haben. Ihr erfühlt nur das deutsche Mutterland. Ihr habt Not und Elend mitgemacht, eure Eltern und Großeltern haben viel Leid auf sich genommen und doch ist ihnen der Glaube an Deutschland nicht verloren gegangen. Und auch ich kann euch sagen, daß so, wie unser Herz für Deutschland schlägt, so hat es auch stets für Oesterreich geschlagen. Mögen- diese Tage, die ihr hier in Gießen und in der Umgebung verlebt, euch stets in eurem ganzen Leben eine wundervolle Erinnerung sein. Das ist der Wunsch, den wir hier alle haben. Und die Pflegeeltern, die euch setzt füt vier Wochen aufnehmen, werden euch pflegen, wie ihre eigenen Kinder. So wünschen wir euch das Allerbeste, damit ihr zuhause recht viel erzäblen könnt von all dem, was ihr hier erlebt habt. Mit einem herzlichen Gedenken des Führers schloß der Kreisleiter seine Rede. Anschließend wurden die Kinder mit Schokolade bewirtet, und schließlich nahmen die Pflegeeltern, die sich sämtlich eingefunden hatten, die Kinder in w. mbe an. 215,13 148,5 122 142 179,25 125,5 146,5 159,9 143,5 151 149,5 48,9 173.25 113,9 164 162 146 109 121 160,5 129.75 117-13 'Ä 130 143 v. Rinder 64 (205) 176 (172) Schweine n Lebend« ! bis 45), 36 (36)., 5 39 (39)/ ) bis 43), 7 bis 33),. 12 bis 44 . Kälber •5 bis 59),' 7 bis 40). 40 bis 45. bis 42),, 5 bis 28). 5.50), b2) 0 (49,50). Markt« Reteilt, . MrU, ie WH« Zungen gut be. werden, lt, wenn Weiter Mit 150 214.50 lenverke .übrigen überaus >r Man- W mit Interesse Elektro, d Kraft Maschi 156,75, i 123,50, 137,50. MS. Far« M ungemeinen > bei 'm. Rotraut Richter, die im „Biberpelz" die Adelheid spielt, und die wir früher in „Meiseken", im „Krach im Hinterhaus" und als „Veilchen vom Potsdamer Platz" erlebten, war gestern — auf der Durchreise zwischen Frankfurt und Chemnitz — in Gießen zu Besuch. Wir. lernten sie zunächst im kleinen Kreise am Kaffeetisch kennen: ein schmales, unwahrscheinlich blondes Persönchen, übrigens ausfallend still und zurückhaltend, keine Spur von dem Mundwerk, das man nach ihren bisherigen Rollen erwarten konnte. Erst auf der Bühne im Lichtspielhaus, nach dem Film, wurde sie munter, begrüßte „ihre lieben Gießener", erzählte vom Frühling, von der Berliner Muttersprache und vom Berliner Gemüt und gab ein kesses Berliner Chanson zum Besten; konnte zum Schluß freundlichen Beifall und Blumen entgegennehmen. Dann gab's Autogramme. Hans Thyriot. ■f72l, "S S7.1« l,5l 11-$ 63-L 57-71 Hochsckulnacbrichien. Der ao. Professor Dr. Kl. Deichgräber an der Universität Marburg wurde zum Ordinarius für klassische Philologie an der Universität Göttingen ernannt. , Professor Dr. Otto Schlüter, Ordinarius für Geographie an der Universität Halle, ist von den amtlichen Verpflichtungen entbunden worden. und sie nach der langen Reise zur Ruhe zu bringen. Erst allmählich und erst als auch die letzten der kleinen Gäste aus Oesterreich an der Hand ihrer neuen Pflegeeltern das Bahnhofsgebäude verlassen hatten, wurde es wieder stiller in der Bahnhofshalle. Insgesamt waren etwa 220 Kinder aus Oesterreich angekommen. 128 dieser Kinder wurden bei Gießener Familien untergebracht. Die übrigen Kinder wurden mit Anschlußzügen in die nähere und weitere Umgebung unserer Stadt weitergeleitet. Oberbürgermeister Gitters Brief an die Ettern in Wien. Oberbürgermeister Ritter hnt aus Anlaß der glücklichen Ankunft der Kinder aus Wien an die Eltern einen Brief folgenden Wortlautes gerichtet: Liebe Eltern! Soeben hatte» wir Gießener die Freude, Ihr Kind am Bahnhof in Empfang nehmen zu können. lieber vier Wochen soll nun Ihr Kind sich in unserer Stadt erholen, aber auch sich mit eigenen Augen von der Ordnung und Schönheit der Stadt des Dritten Reiches überzeugen. Damit Sie sehen, wo sich Ihr Kind zur Zeit aufhält, erlaube ich mir, in der Anlage einen Prospekt unserer Stadt beizufügen. Möge der Aufenthalt Ihres Kindes in Gießen mit dazu beitragen, die schwere Zeit des vergangenen Systems in Oesterreich bald vergessen zu lassen. Heil Hitler! Ritter, Oberbürgermeister. Ehemalige 116er heraus! Vom Infanterie-Regiment 116 in Gießen wird uns geschrieben: Am Tage nach der Volksabstimmung werden an den Anschlagsäulen, an den Straßen, Plätzen und in den Gaststätten der Städte und Dörfer Plakate mit der Ankündigung des Regimentsappells unseres Infanterie-Regiments 116 am 1 8. / 2 O. Juni erscheinen. Die Plakate sind Erzeugnisse unseres heimischen Gewerbefleißes. 7Oer Regimentskommandeur Oberst Herrleiu hatte einen hiesigen Fachmann mit der Herstellung eines Plakatentwurfes beauftragt, und dieser gelangte nun durch eine hiesige Firma zur Ausführung. Das Plakat ist geschmackvoll gehalten und hat eine gute propagandistische Wirkung. Im Kopf trägt es das machtvolle Hoheitszeichen des Reiches. Darunter die beiden Schulterklappen des Regiments ____ JBIÜW" jgdtl, (tjeio 1 —' en. Wo. ■Neu itotiq. -Md) % Sebou» |o '?e bes $e. Qn, bei o.Z 5-7$ 62-” Augenblicksbild von der Empfangsfeier im Wartesaal des Bahnhofes. (Aufnahme: Neuner, Gießener Anzeiger.) Meister alle Ehre macht. Der Schlüssel zeigt in I Empfang, um sie sofort mit nach Hause zu nehmen kraftvoller künstlerischer Gestaltung das Hoheitszeichen des Reiches und ist in einem festen mit dunkelgrünem Plüsch ausgeschlagenen Kasten auf= Innenstadt ein und brachten mit ihren blauen Uniformen die neue Farbe in das Bild unserer Garnisonstadt. Die Truppe führte ihre Fahne mit. Die Mannschaften hinterließen mit ihrem geschlossenen und diszipliniertem Auftritt den denkbar besten Eindruck. Die Fliegertruppe marschierte durch eine Reihe von Straßen, um über die Kaiserallee den Trieb zu erreichen, wo um die Mittagsstunde der feierliche Empfang stattfindet. Oer Schlüssel für den Fliegerhorst Gießen. Am heutigen Freitag wird in feierlicher. Form durch die Bauleitung der Luftwaffe Gießen der Fliegerhorst an die Fliegertruppe übergeben. Bauleiter Eichholtz wird bei dieser Feier den Schlüssel bes Horstes an den Fliegerhorstkvmmanbanten Oberstleutnant Lackner überreichen. Unser Bild zeigt diesen Schlüssel, der etwa 25 Zentimeter lang ist und ein erhebliches Gewicht hat. Es handelt sich um eine Kunstschmiedearbeit, die in sorgfältigster und schwieriger Handarbeit entstanden ist und dem Der verfilmte „Biberpelz". Rotraut Richter im Lichtspielhaus. Gerhart Hauptmanns „Biberpelz" ist noch immer eines der besten, rundesten Lustspiele der neueren deutschen Dichtung. Eines der klassischen, „Der zerbrochene Krug", ist kürzlich ebenfalls in die Bilderwelt des Filmes eingegangen; aber während man sich da peinlich genau und wortgetreu an Kleists unübertrefflichen Text hielt, hat die Diebskomödie (Georg C. Klaren schrieb das Drehbuch) vor der Kamera eine tiefgreifende Verwandlung erfahren: die Konzentration der drei Akte bei Hauptmann ist mächtig und fast romanhaft in die Breite gegangen; neben der ursprünglichen Charakterkomik behaupten volksstückmäßige wie scharf satirische Elemente das Feld. Die Beweglichkeit der Kamera wurde zu einem schnellen und häufigen Szenenwechsel ausgenutzt, was übrigens (im Vergleich zur erwähnten Konzentration bei Hauptmann) nicht allenthalben besonders glücklich schien. Es sind ferner auch Nebenfiguren, wie Leontine und Motes, beträchtlich in den Vordergrund gerückt, ja ganz neue, wie der Fürst August Sigismund oder etwa die Frau Wulkow, hinzugenommen worden. Endlich, was am wesentlichsten scheint, —: die Wandlung der Wolffen als der Hauptperson, die moralische Pointe, die bei Hauptmann fehlt: auf der gleichen Linie liegt die Entwicklung der Leontine, die den Dr. Fleischer liebt und zuletzt mit ihm Hochzeit macht; Wehrhahn bekommt einen Orden; der Denunziant Motes wird als Wilderer entlarvt; und die Wolffen, was bei Hauptmann keineswegs ausgemacht mar, wird künftig weder Holz noch Biberpelze stehlen: sie hat einen heilsamen Schrecken davongetragen, als ihre Leontine, die aus Kummer über die Zustände im elterlichen Hause ins Wasser ging, mit knapper Not gerettet wird — Der Regisseur Jürgen von Alten war sichtlich bestrebt, den Aktionsradius der Kamera auszunutzen; er betonte auch alle Züge, die das Drehbuch vom Lustspieltext unterscheiden, die volksstückmäßige Breite, die satirische Schärfe, die moralische WandGießener Konzertverein. Haydn: „Die Jahreszeiten." Durch die Vielseitigkeit der stilistischen Mittel und iie Unmittelbarkeit des Ausdrucks in seinen mannigfachen Abwandlungen geben die „Jahreszeiten" len Aufführenden besonderen Anreiz und lösen, mehr vielleicht als manches andere große Chorwerk, fchtliche Freude am Mitschaffen bei allen Beteiligten aus. Eine Tatsache, die zumal im Chor alle Kräfte frei werden läßt und zu letzter Entfaltung beschwingt. Das bestätigte auch die hiesige Aufführung. Ver- schjedene Gruppen (der Akademische Gesangverein, tet Sängerkranz Gießen — Dirigent: Albert K a - s' e n —> das Friedberger Doppelquartett und der S riebberger Frauenchor — Dirigent: Hermann Haustein) hatten sich hier zu einem Ganzen zu- stmmengeschlosfen, und das gemeinsame Wollen ermöglichte unter der Führung von Universitätsmusik- dcrektor Professor Dr. Temesvary einen Klangkörper von prächtiger Fülle, intensivem Ausgleich (abgesehen von zeitweisem, allerdings zahlenmäßig bedingtem Ueberwiegen der Frauenstimmen)\ ■ Hin- tpbe und vollem Einsatz der reichen Mittel, dem Dirigenten bis zum letzten nachgehend. Stets bereit, der wechselnden Ausstimmung der einzelnen Sufgaben zu folgen, in den Momenten hochschäumenden Lebensgefühls ebenso wie im Besinnlichen. 2 er Jagdchor, die Winzerszene waren so von lust- iinb frohsinngetragener Ursprünglichkeit, befonbers ober ber Weinchor erhob sich in bionysischem Schwung zu naher Unmittelbarfeit, unb boch stets mit bewußter maßhaltenber Zügelung; ein stän- d ges Wachsen im Auskosten des Impulses. Dazu in Gegensatz bie Situationen innerer Sammlung, des Gebets unb ber Eindringlichkeit im Schlußchor, verheißungsvoll war der Lenzes-Chor mit seinen klanglichen Kontrasten ber Frauen- unb Männerst mmen: monumental ber Sonnenaufgang in seiner dynamischen Auswirkung, strahlenb ber Sonnen- hymnus; von realistischer Kraft ber Gewitterchor, enpfinbungsgetragen die Abenbszene. Ständig aber mar die musikalische Durchgliederung von plastischer Klarheit unb straffer innerer Gespanntheit bes thematischen Verlaufes in ben zahlreichen polyphonen Sätzen. Die enge Verknüpfung bes Chorischen mit ben Solopartien würbe in bem gegenseitige^ Aufein- aadereingehen zu einem lebenswichtigen Moment dir Aufführung. Die Solisten sehen sich in ben „Jahreszeiten" vor Aufgaben gestellt, die ebenso bigkeit. l--D*......... So mußte bas Werk den Hörer erfassen, inner- ter Wolff hat nicht bie schlesische Robustheit, bie sich beschwingen ihn erheben. Das kündete nicht etwa bie Höflich in btefer Rolle unübertrefflich enbenroollenber Beifall als Zeichen bantbarer An- brachte; aber sie hat bie Gerissenheit, ben Mutter- erfennung Dr. Hermann Hering. x 156.25 HU ’.g'S 185.75 184-’ ioo,5 98- 1 209 K 217-75 2 in ”°4 11 04 1 04-7^ 108'75 l0?5f Der 8. April 1938 wirb in ber Geschichte unserer Gießener Fliegertruppe, aber auch in ben Erinnerungsblättern ber Stadt Gießen für alle Zeiten einen befonberen Platz einnehmsn. Er ist ber Tag, an bem unsere Fliegertruppe ihren neuen Fliegerhorst Gießen bezieht, für unsere Stadt Gießen bedeutet er die Aufnahme eines weiteren Truppenteils unserer nationalsozialistischen Wehrmacht. Gießen als Soldatenstadt mit reicher Tradition weiß die hohen Werte des Soldatentums zu schätzen. Auf der Grundlage dieser Tradition hat sich seit vielen Jahren ein enges Band der Gemeinschaft zwischen Soldaten und Bevölkerung geknüpft. Diese Verbundenheit hat nicht nur die Jahre der militärischen Dienstzeit des einzelnen Soldaten beherrscht, sondern sie ist weit darüber hinaus lebendig fortwirkende Kraft geblieben. Dafür zeugt die Freudigkeit, mit der die alten Soldaten der Gießener Garnison bei soldatischen Feiern und auch bei Anlässen anderer Art immer wieder gern in ihrem früheren Garnisonort Einkehr halten. Wir haben es oft erlebt, daß selbst Männer im grauen Haar noch gerne als alte Gießener Soldaten mitmarschierten, wenn es im einstigen Standort galt, die alten Soldatentugenden der jungen Generation ror Augen zu führen. Es ist uns aus zahlreichen Ereignissen aber auch in Erinnerung, jnie gern die alten Gießener Soldaten immer wieder frohe Stunden in Gemeinschaft mit den alten und jungen Kameraden in unserer Stadt begangen haben. In diese gute Gemeinschaft der durch beste Tradition miteinander verbundenen Gießener Soldaten unb ber Gießener Bevölkerung tritt nun mit dem heutigen Tage unsere Fliegertruppe ein. Welche große Bedeutung dem Dienst bei dieser Waffe zu- fommt, wissen wir alle. Insbesondere die alten Frontkämpfer, die ost genug in ben Schützengräben ober in ben Batteriestellungen Augenzeugen bes fchneibigen Kampfgeistes unserer beutschen Kriegsflieger waren, wissen nur in Worten höchster Wertschätzung von ber Militärfliegerei zu reben. Seit dem Wiebererstehen ber vom Führer neugeschaffenen unb von bem Generalfelbmarschall Hermann Göring aufgebauten jungen Luftwaffe können aber auch alle anberen Volksgenossen, vor allem die junge Mannschaft, täglich aufs neue sehen und hören, welche bewundernswerten Leistungen unsere Luftwaffe im Geiste der Fronttradition bisher schon vollbracht hat und mit jedem Tage neu erstehen läßt. Wir alle wissen, daß unsere deutsche Flieger- truppe ein scharfes und in höchster Einsatzfreudigkeit allezeit schlagbereites Schwert i"h der Hand unseres Führers zum Schutze von Volk und Vaterland ist. An der militärischen Erziehung der jungen Jahrgänge jederzeit mit allen Kräften mitzuarbeiten, ift der Stolz der Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaften, bie heute ihren Einzug in ihre neue Garnisonstabt Gießen halten. Die Gießener Bevölkerung würdigt in dankbarer Anerkennung des Schutzes, den auch sie für ihre friedliche Arbeit durch unsere Wehrmacht genießt, die hohe Bedeutung des Dienstes' unserer Fliegertruppe für Führer, Volk unb- Vaterlanb. In diesem Bewußt- iom Wernerwall her burch die Dammstraße in die hing; es kam ihm darauf an, den ursprünglich engen Kreis zu erweitern, Zusammenhänge zu kon- uct ^„„uhu x.yciHuuiuyv.., ... — _________y firmeren und ans Licht zu ziehen, was bei Haupt- bes Klanglichen unb in ber Leuchtkraft ber Far-1 mann zwischen ben Zeilen steht, hinter ber Szene ..... liegt ober auch völlig fehlt. — Iba Wüst als Mut- fluB1 glitte tun Jahre Aif.-Regk. der letzten 47 Jahre. Auf der linken Seite befindet sich die übergroße Schulterklappe des ehemaligen „Infanterie-Regiments Kaiser Wilhelm (2. Großh. Hess.) Nr. 116" mit Namenszug. Dieser wurde bekanntlich dem Regiment im Jahre 1891 verliehen. Die rechte Seite zeigt die Schulterklappe des jungen, durch die gewaltige Tat des Führers wiedererstandenen I n - fanterie-Regiments 116 der nationalsozialistischen Wehrmacht. Sv ist die Vergangenheit mit der glücklichen Gegenwart verbunden, und das Plakat wird bei den alten und jungen 116ern und deren Krieasregimentern seine für den Regimentsappell werbende Wirkung nicht verfehlen. Cs wird in allen deutschen Gauen zum „Sammel n" rufen! Im Zeichen der im Krieg und Frieden Gewährten Kameradschaft und getreu der ruhmvollen Tradition des Regiments: Fest im Glauben an Führer, Volk und Reich, der Tradition, die das wirklich Wertvolle der Vergangenheit erfaßt, um es für die Zukunft der Nation einzusetzen, der Tradition, die nicht in Wiederholung oder im Rückwärtsdrehen der Geschichte besteht, sondern im Gegenteil, in einer bewußt vorwärtsschreitenden Fortführung des begonnenen Werkes über das Erreichte hinaus und unter deü Gegebenheiten der lebenden Gegenwart, in deren Dienst wir stehen. In der Mitte des Plakates zwischen den beiden Schulterklappen befindet sich ein Hinweis auf den diesjährigen 125jährigen Gründungstag des Regiments. Anmeldungen zum Regimentsappell und Anforderungen für das Plakat sind an das Infanterie-Regiment 116, Gießen, Bergkaserne, oder an die Kameradschaft ehemaliger 116er, Gießen, Kameradschastsführer Bill, Bromberger Straße 6, zu senden. Land in Blüten. Wieder hat der Lenzmonat den Frühling in das Land geschickt, und wo er mit leisen Schritten über die Fluren schreitet, erhebt sich ein Blühen und Jubilieren. Warme, weiche Lüste weckten im Wald den Haselbusch auf, und seine langen, gelben Blütenkätzchen wehen wie Lämmerschwänzchen im Winde. Aber auch in das Bachtal ist der Frühling gekommen. Die Erlenbüsche am Ufer haben ihre Zweige über und über mit roten Troddeln geschmückt und bringen durch ihre lebhaften Farben Abwechslung in die Landschaft. Noch steht aber sonst der Wald kahl und öde, jedoch ein Raunen und stilles Weben geht durch die erwachende Natur. Apfel- und Zwetschenbäume tragen bereits ihre weiße Blütenpracht. Grün stehen bereits die Wiesen, und unter den wärmenden Strahlen der Sonne entfaltet im Unterholz der Seidelbast prahlerisch seine schwerduftenden Blüten. Auch das Windbusck. röslben öffnet im Laube versteckt seine zarten rosa Kelche. Alles Leben drängt zum Lichte, und jeder Tag bringt neue Wunder. Auf die grauen Stämme der Bäume malt die Sonne warme Farbentöne. Aufleuchten läßt sie das Alte und das Neue, das Lebendige und das Tote, das junge Grün und das alte Laüb, das dürre Gras und die welken Reiser. Warmer Erdgeruch entströmt dem Schoße des mütterlichen Bodens, und Bäume und Sträucher bemühen sich um die Wette, ihr Frühllngstteid anzulegen. Weicher und voller, runder und fastiger sind die Knospen und sttecken sich gierig nach den wärmenden Strahlen der Sonne, um sich bald in ihrer grünen Pracht ganz zu zeigen. Wie in der Pflanzenwelt, so macht sich auch in der Tierwelt der Frühling bemerkbar. In den Liedern von Fink und Meise liegt Frühlingsmusik. Während die Nacht noch über den dunklen Wäldern liegt, klingt durch die Dorfrühe des werdenden Tages der Drossel Ruf, und wenn die Sonne wieder hinter den schwarzen Wäldern verschwunden ist, tönt durch den sinkenden Abend noch lange der Amsel Schlag. In den Ameisenbauen beginnt ein Kribbeln und Krabbeln; emsige Tätigkeit setzt ein, vom frühen Morgen bis zum späten Abend, denn vieles ist in .ihren Wohnungen auszubessern, was durch des Winters Graus zerstört wurde. Im Walde lockt des Grünspechts Jubelruf, des Finken Schlag, der Meisen Helles Läuten. Aus den unendlichen Weiten afrikanischer Steppen kommend, dem geheirnnis- vollen und ewig rätselhaften Wandertrieb ihrer Ser Tag des Groß-Deutschen Reiches in Gießen. Für den Tag des Großheulfchen Reiches am Samstag, 9. April 1938, gelten für die Kreishauptstadt folgende Anordnungen: Etwa von 15 Uhr ab fahren die Gliederungen der Bewegungen auf Lastwagen durch die Stadt. Das Jungvolk und die Hitler-Jugend veranstalten Propagandamärsche. Zur gleichen Zeit finden auf den Plätzen der Stadt Standkonzerte statt. Ls spielen: 1. Die Kreiskapelle von 15 bis 16 Uht auf dem Kreuzplah und von 16 bis 17 Uhr am Selterstor. 2. Die Kapelle der Standarte 116 von 16 bis bis 17 Uhr auf dem kreuzplah und von 17 bis 18 Uhr am Selterstor. 3. Das Musikkorps des Jnf.-Rgts. 116 von 17 bis 18 Uhr auf dem Kreuplah. Um 19 Uhr marschieren sämtliche Gliederungen und angeschlossenen Verbände der Partei zur Ueber- tragung der Führerrede aus Dien auf den Oswalds- garten. An dem dort stattfindenden Appell nehmen außer diesen Organisationen sämtliche Vereine und Verbände, sowie die Gießener Betriebe geschlossen teil. Eine besondere Aufforderung zur Teilnahme ergeht nicht mehr. Ls entspricht der Bedeutung des Tages, daß auch die gesamte übrige Bevölkerung an dieser Feierstunde teilnimmt. Die technische Durchführung des Aufmarsches liegt in den Händen der SA. Den Anordnungen der für den Ordnungsdienst eingeteilten SA.-Führer und SA.-INänner ist daher unbedingt Folge zu leisten. Den Abfperrdienst versieht die Schuhstaffel. Der Aufmarsch muh um 19.30 Uhr beendet sein. Die Vereine und Verbände müssen daher so frühzeitig an ihren Vereinslokalen antreten, daß die Dehrzahl derselben schon gegen 19.15 Uhr auf dem Oswaldsgarten angelangt ist. Die Vetriebsführer werden gebeten, für das rechtzeitige Eintreffen ihrer Gefolgschaften zu sorgen. Um 19.35 Uhr erfolgt auf das Kommando des Kreisleiters die hissung der Flagge, die auf dem Oswaldsgarten aufgestellt ist. Bis zur Uebertragung der Führerrede, die um 20 Uhr beginnt, wechseln Darbietungen der Ulusik- züge mit Gesangsvorträgen der vereinigten Gießener Gesangvereine ab. Nachdem der Führer geendet hat, wird das Niederländische Dankgebet gesungen. Die Bewohner der ganzen Stadt und insbesondere die der den Oswaldsgarten umsäumenden Häuser werden aufgefordert, festlich zu illuminieren. Für die Politischen Leiter gilt folgendes: Der Kreisstab, die Kreiskapelle und die Politischen Leiter der vier Gießener Ortsgruppen stehen um 18.45 Uhr vor der Kreisleitung in der Lony- strahe angetreten und marschieren von dort auf den Kundgebungsplah. Die Fahnen sind sämtlich mil- zuführen. Kreisleitung Detterau der NSDAP. Hitler-Jugend Bann 116 Gießen. Vetr.: Einsatz der Hitler-Fugend am 9. und 10. April 1938. Wie bereits mit Schreiben vom 25. März 1938 bekanntgegeben, steht die Hitler-Jugend des Bannes 116 den Ortsgruppen zum Einsatz für die Wahlpropaganda zur Verfügung. Nach der Anordnung des Stabsführers hat sich die Hitler-Jugend auf Anforderung auch den Ortswaltungen der NSV. zur Verfügung zu stellen. Die Gefolgschaftssührer und Führer der Sondereinheiten haben sich sofort weaen des Einsatzes der Hitler-Jugend am 9. und 10. April mit den für sie zuständigen Ortsgruppen in Verbindung zu setzen. kleinen Vogelherzen folgend, haben sich unsere kleinen Freunde aus der Vogelwelt, die uns während des Winters verlassen hatten, zum großen Teil wieder eingestellt. Wie am Tage, so ist auch wenn die Dämmerung in die Wälder fällt, der Abend sich herniedersenkt, bas Leben noch lange nicht erloschen. Klatschend saust ein dunkler Schatten zwischen den schwarzen Stämmen hindurch, gaukelt mit hastigen Flügelschlägen über die Waldlichtung, ein zweiter Schatten gesellt sich dazu, und ein dumpfes, hohles Quarren ausstoßend tummeln sich die beiden Vögel: Waldschnepfen sind es im munteren Minnespiel. Aber noch andere Laute bringen durch den abendlichen Wald. Bald sind sie tief und klagend, bald klingen sie wie leises Wimmern, dann schwellen sie an zu einem wilden Jauchzen und enden schließlich in einem - schrillen Hohngelächter, als gäben sich Dämonen- ein Stelldichein in der Walpurgisnacht. Das ist der Waldkauz. Der naturverbundene Mensch weiß: der Kauz singt den Frühling ein. O. M. Vornotizen. Tageskalender für Freitag. Stadttheater: 20 bis 22.30 Uhr „Scharnhorst". — Gloria-Palast, Seltersweg: „Verklungene Melodie". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Der Biberpelz". Erstaufführung „Scharnhorst". Heute, 20 Uhr, findet im Stadttheater die Erstaufführung des neuen Schauspiels von Gerhard Menzel „Scharnhorst" statt. Spielleitung Dr. Erich Schumacher, Bühnenbild Karl Löffler. Die Vorstellung findet gleichzeitig als 27. Vorstellung der Freitag-Miete statt. Ende 22.30 Uhr. Mit den Grenzen fiel der Paßzwang. DNB. Wie amtlich bereits bekanntgegeben ist, sind im Reiseverkehr mit Oesterreich alle paßtechnischen Beschränkungen weggefallen. Zur Behebung von Zweifeln wird amtlich darauf hingewiesen, daß im Verkehr zwischen dem bisherigen Reichsgebiet und dem Lande Oesterreich im innerdeutschen Verkehr fortan weder irgendwelche Paßpapiere, nach Paßvermerke erforderlich sind. MMWWMWM NS.Gemelnschast „Kraft durch Freude". „Thealerring" Achtung! Die für Samstag, den 9. April, angesetzle Vorstellung für Gruppe II fällt wegen der Wahlkundgebungen aus. Wann die Vorstellung nachgeholt werden kann, wird noch bekanntgegeben. Die auf 9. 4.38 lautenden Theaterkarten sind sorgfältig aufzuheben. Montag, den 11. April, 20 Uhr. „KdF."-Miete Gruppe I; Operette „Clivia". Hierfür gelten die Karten _vom 31. 3. 28. — Karten zu 1,— und 1,20 RM. in der Kartenoerkaufsstelle, Seltersweg 60. 2281V Nicht benutzte (Stimmscheine müssen abgeliefert werden. DNB. Der Reichsminister des Innern hat angeordnet, daß die bei der Volksabstimmung und Wahl zum Großdeutschen Reichstag am 10. April 1938 vor dem Wahlvorstand ordnungsmäßig abgegebenen Stimmscheine bis zum 25. April an die oberen Verwaltungsbehörden (Regierungspräsident, Kreishauptmann usw.) weitergeleitet werden. Diejenigen Wahlberechtigten, die von ihrem Stimmschein aus irgendwelchen Gründen deinen Gebrauch machen konnten, werden in ihrem eigenen Interesse ausgefordert, die nichtbenutzten Stimmscheine bis zum gleichen Zeitpunkt unmittelbar an die Gemeindebehörden des Ausstellungsortes zurückzusenden.___________________ niederländisches Dankgebei. (Aus den Altniederländischen Volksliedern des Adrian Valerius.) Wir treten zum Beten vor Gott, den Gerechten, er waltet und haltet ein strenges Gericht. Er läßt von den Schlechten nicht die Guten knechten, fein Name fei gelobt, er vergißt unser nicht. Im Streite zur Seite ist Gott uns gestanden, er wollte, es sollte das Recht siegreich sein. Da ward, kaum begonnen, die Schlacht schon gewonnen. Du, Gott, warst ja mit uns, der Sieg er war dein! Wir loben dich oben, du Lenker der Schlachten, und flehen, wögst stehen uns fernerhin bei, daß deine Gemeinde nicht Opfer der Feinde. Dein Name sei gelobt, o Herr, mach' uns frei! Herr, mach' uns frei! (Ausschneiden und zur Kundgebung am Samstagabend auf Oswaldsgarten mitnehmen!) Neubauten der Altsiadtfanierung. Das Stadtbauamt schreibt heute die Vergebung von Arbeiten für die Neubauten der Altstadtsame- rung am Linden platz, Kirchenplatz und an der Schloßgasse aus. ** Die Entwässerung von Grundstücken im Anschluß an die städtische Kanalisation betrifft eine nepe Bekanntmachung des Oberbürgermeisters. Diese wichtige Anordnung möge von allen Einwohnern sorgsam beachtet werden. ** Die Müllabfuhr am morgigen Samstag beginnt bereits um 6.30 Uhr. Die Hausfrauen mö< gen die Mülleimer rechtzeitig Herausstellen. Aus der engeren Heimat. Oer Norschußverein Grünberg im Jahre 1937. + Grünberg, 7. April. Der Dorsch uß - verein Grünberg G. m. b. H. veröffentlicht soeben seinen Geschäftsbericht für das Jahr 1937, fein 75. Geschäftsjahr. Der Bericht spricht von einer günstigen Weiterentwicklung, Der Umsatz ging erstmals wieder über 10 Millionen Mark hinaus (1929 und 1930 war auch die 10-Millionen-Grenze überschritten). Die Bilanzsumme ist um rund 140 000 Mark auf 937 766,92 Mark angeftiegen. Die flüssigen Mittel haben außerordentlich stark zugenommen. Sie betragen 344 300 Mark, gegenüber 1936 ein Mehr von 133 000 Mk. Die Gesamtausleihungen sind gegenüber 1936 nur um rund 10 000 Mark höher, obwohl 53 bewilligte Neukredite in Höhe von 104 000 Mark begeben wurden. Hierbei zeigt sich deutlich die allgemeine Wirtschaftsbelebung, denn eine Anzahl Klein- und Mittelkredite konnten zurückgezahlt werden. Insgesamt sind an Ausleihungen einschließlich Wechselverbindlichkeiten 416 Stück mit 610 993,12 Mark aufgeführt, dabei sind über 60 v. H. der Kredite stückzahlenmäßig bis zu 1000 Mark begeben und zeigen so, daß das Kleinkreditgeschäft besonders gepflegt lpird. Die eigenen Wertpapiere haben eine Erhöhung von beinahe 100 000 Mark erfahren und sind auf 213 408,59 Mark angewächsen. Die Bankguthaben mit 80 408,57 Mark sind um 50 v. H. höher als im Vorjahre. Die Geschäftsguthaben sind auf 78 597,85 Mark angewachsen. Die anvertrauten Gelder (Spareinlagen, Guthaben in laufender Rechnung) erfuhren eine Zunahme von 95 000 Mark. Die Reserven konnten aus dem Erlös von Kursgewinnen der Wertpapiere ganz bedeutend gestärkt und von 56 671 in 1936 auf 99 450 in 1937 erhöht werden. Das Wertberichtigungskonto mußte für eingetretene Verluste infolge Abwicklung weiterer Entschuldungsverfahren 11 700 Mark abgeben. Da mit der Durchführung der restlichen Verfahren weitere Abschreibungen nötig werden, wurde diesem Konto ein weiterer Betrag von 10 000 Mark zugeführt. Der Reingewinn beziffert sich auf 5419,95 Mark, wovon die berechtigten Guthaben 5 v. H. Dividende erhalten sollen. Die Garantiemittel zeigen folgendes Bild: Geschäfts- Abenteuer in Paris Roman von Hans Hirthammer. Copyright by Verlag Oskar Meister, Werdau i. Sa. 29. Fortsetzung. (Nachdruck verboten!) Als sie wieder erwachte, lag sie auf dem Sofa im Wohnzimmer, hatte den Gescbmack von etwas sehr Scharfem im Munde und sah sechs biedere Männer mit besorgten Augen um sich herumstehen. . Sie trugen schwarze Uniformen mit goldenen Knöpfen, und auf dem Kopf hatten sie goldene Helme. Claudius war verschwunden. „Na also!" lächelte einer der Männer mit seinem gekräuselten Dollbart. Er hielt noch das Glas mit dem Rest Kognak in der Hand, den er ihr eingeflößt hatte. Gerda erwiderte fein Lächeln und nun — o Wunder! — lächelten sie alle, diese braven, fteund- lichen Männer. „Darf ich nochmal trinken?" bat sie, und da schien es, als wollten alle sechs gleichzeitig ihr das Glas zum Munde führen. Sie verfolgten mit ihren Augen, wie das Mädchen trank, und als sie das Glas geleert hatte, lief ein befriedigtes Murmeln durch die Reihe. „Das Fräulein ist zu sich gekommen, Herr Wachtmeister!" rief einer zum Schreibtisch hin, und sogleich erhob sich dort ein Beamter, der in den Papieren von Claudius gestöbert hatte. Der Beamte drückte ihr sehr zart und vorsichtig die Hand, und dieses Beispiel eines feinen Kavaliers wirkte so ermutigend auf die .sechs Feuerwehrmänner, daß nun auch sie alle, einer nach dem andern, Gerdas schmale Rechte mit ihren kernigen Pfoten umschlossen. Der Polizeibeamte setzte sich, sein Notizbuch ziehend, zu ihren Füßen an den Rand des Sofas und erregte dadurch offensichtlich den Neid seiner behelmten Kollegen. „Nun, Fräulein, fühlen Sie sich schon kräftig genug, um mir bei der Aufnahme des Protokolls behilflich zu sein?" Als er sie einen ängstlichen Blick durch das Zimmer werfen sah, nickte er ihr ermunternd zu. „Keine Angst, der Kerl ist bereits abgeführt. Auch einen Wagen habe ich schon bestellt, Sie brauchen dann bloß zu sagen, wohin Sie gebracht werden wollen. — flcbrigens scheinen wir da einen sehr guten Fang gemacht zu haben. Ich nehme an, daß Sie die aus« gesetzte Belohnung bekommen werden." „Oh!" freute sich Gerda. „Unb — wie erfuhren Sie, daß ich in diesem Hause —?" „Sie haben doch so feine Lichtsignale gegeben. Ein zufällig Vorübergehender wurde darauf aufmerksam. Allerdings beging er dann den Fehler, die Feuerwehr zu alarmieren, die ja hier gar nicht zuständig war. Denken Sie bloß, die Braven kamen mit der Motorspritze und —" Ein sechsfaches drohendes Knurren veranlaßte ihn, feiner Spottlust nicht länger die Zügel schießen zu lassen. Er lenkte ein: „Aber sie haben ihre Sache wirklich großartig gemacht, finden Sie nicht?" Das sechsfache Knurren verstummte und gleichzeitig verzogen sich sechs Gesichter zu einem beifälligen Grinsen. „O ja!" sagte Gerda. „Und wenn ich erst wieder ganz auf dem Posten bin, werde ich Sie alle, meine lieben Retter, zu einem schönen Abendessen ein- laden." Ein freudiges „Ohl", diesmal siebenstimmig, war die Antwort. 29. Der „Blaue Kater" am Boulevard Madeleine ist eine Art Tinaeltangel und wird in der Hauptsache von kleinen Angestellten und Verkäuferinnen als Endstation nächtlicher Bummeleien gewählt. Diese Leutchen haben allerdings kaum eine Ahnung von dem eigentlichen Stammpublikum. lieber der Eingangstür hebt sich das Bild eines giftig blickenden Katers mit hochgekrümmtem Rücken in blauen Leuchtlinien von der dunklen Fassade des Hauses ab. Darunter steht in großen Buchstaben die Firmenbezeichnung „LE CHAT BLEU“. Das grelle rote Licht der Buchstaben gibt der sonst ziemlich düsteren Straße einen Anstrich von Glanz und Laster, obgleich die Anwohner im Durchschnitt harmlose Leute sind, die ihrer ehrlichen Arbeit nach- gehen und sich höchstens ärgern, daß sie bei dem ewigen Rummel in der „Lärmbude", wie sie den „Blauen Kater" geringschätzig nennen, nicht schlafen können. Ein junges Mädchen biegt von der Rue Magazin her um die Ecke und steuert auf den dicken Portier zu, der den Eingang des Nachtlokals bewacht. Gleich hinter der Drehtür ist eine Art Porraum mit mehreren Spiegeln. Die Männer benützen diesen Raum, um die Exaktheit ihres Scheitels und den Sitz der Krawatte einer letzten Prüfung zu unterziehen, während Evas holde Tochter an der Linie des Mundes, am Schwung der Augenbrauen noch Korrekturen vorzunehmen haben. All das' hat Pawla nicht nötig. Sie wirft nur einen schnellen Blick in den Spiegel, um festzustellen, daß die nachgedunkelten Augenlider tatsächlich „phantastisch" wirken, wie Herr Stadler sich noch vor zehn Minuten auszudrücken beliebte. Sie lächelt sich befriedigt zu, dann öffnet sie den Mantel, läßt ihn halb von den Schultern gleiten und — so betritt sie das Lokal. Sie weiß, daß sie aufreizend wirkt und fühlt sich ungewöhnlich gut in Form. Sie geht langsam, mit wiegenden Schritten, zwischen den Gästen dahin, ihre Augen gleiten lässig prüfend über die Kopse der Gäste. So geht sie durch den ganzen, ziemlich großen Raum. Es ist etwas Herausforderndes in diesem Gehen, in diesem leichten Wiegen der Hüften. Sie hat die drei Männer schon sitzen sehen, die Heinz ihr sehr genau beschrieben hatte. Sie stecken die Köpfe zusammen, ein vierter Stuhl ist noch frei. Pawla geht an diesem Tisch vorbei. Der eine, Blonde, blickt auf, stößt seine Begleiter an, und nun starren sie alle drei auf Pawla Werzewna. Pawla indes beachtet sie kaum, sie geht weiter und findet schließlich einen leeren Tisch, an dem sie sich niederläßt. Vorher aber zieht sie den Mantel aus. Großartig macht sie das. Sie scheint sich kaum zu rühren dabei, nur ein paar lässige, kaum sichtbare Bewegungen, als wolle sie sich eines lästigen An- hängsels entledigen. Der Mantel gleitet herab, sinkt von den Schultern nieder und bringt wie aus Zufall den Träger des Kleides zum Verrutschen. Pawla scheint es nicht zu bemerken, daß ihre Schulter, dieses „Meisterwerk aus kostbarem Elfenbein", unverhüllt den Blicken der Männer dargeboten ist. Aber sie sieht, während sie den Mantel über die Stuhllehne legt, wie den dreien vor lauter Stieren fast die Augen heraussallen. Nun setzt sie sich, schlägt die Beine übereinander, nimmt Puderdose und Lippenstift zur Hand und beginnt mit Hingabe ihre Arbeit. Dabei bringt sie so ganz beiläufig ihr Kleid in Ordnung. Plötzlich rutscht der Mantel vom Stuhl zur Erde. Pawla hat es nicht gesehen. Aber schon ist Töne Larrings aufgesprungen, eilt herbei und hebt den Mantel auf. Pawla wendet nur ein klein wenig den Kopf. „Oh!" sagt sie. „Mille graces, monsieur! — Vielen Dank!" und wendet sich wieder ihrer Puderdose zu. ßarrings kehrt verlegen zu den andern zurück. Dort empfängt ihn unterdrücktes Gelächter. „Abgeblitzt, Tone? IHarum hast du sie nicht angesprochen?" „Das ist keine solche!" sagt Töne. „Gar nicht angesehen hat sie mich. Donnerwetter, Jungs, was für ein Weib!" „Ganz groß!" äußert Czibulka überzeugt. „Klaffe!" bestätigt Paule. „Wahrscheinlich hat sie sich mit ihrem Freund verabredet!" stellt Töne abschließend fest. Eine Zeit später ist Pawla mit ihrer Toilette fertig geworden. Eben kommt der Kellner an ihren Tisch. Sie gibt ihm mit wenigen Worten ihre Bestellung auf. Als er sich entfernt hat, entnimmt sie ihrer Hastdtasche ein Zigarettenetui, faßt mit spitzen Fingern nach einer Zigarette, lang, dünn, russisches. Format. Sie sucht .nach den Zündhölzern, aber in bet Handtasche finden sich keine. Sie sucht gar nicht lange, legt die Zigarette neben sich auf den Tisch und greift nach einem Magazin. Otto Czibulka rückt an seiner Krawatte, steht auf, strafft feine Brust. „Paß auf, Töne, jetzt werd« ich's mal versuchen." Er packt die Sache von der forschen Seite an, geht stramm auf die Dame zu, zückt fein Streichholz. Knappe Verbeugung, leicht die Hacken zusammen, ha, Otto weiß, wie man das macht. „Gestatten, Gnädigste!" Armer Otto ... Pawla' blickt leicht befremdet auf, sieht ihn gar nicht an. „Danke, Monsieur, ich rauche jetzt nicht." Otto läßt die Nase hängen und verkrümelt sich. Gleich darauf kommt der Kellner, Pawla bittet ihn um Feuer. „Na — und?" meint Töne Carrings, etwas gedehnt, als sein Freund angeschlichen kommt. „Hol mich der Teufel!" zischt Otto. „Und ich kriege das Frauenzimmer doch!" Paul Sacher verzieht spöttisch den Mund. Er hat für Weibergeschichten noch nie etwas übrig gehabt. „Hat keinen Zweck!" meint er. „Sie verdrehen einem nur den Kopf und machen einen reif für alle möglichen Dummheiten." Aber Czibulka läßt sich durch das Grinsen nicht irre machen. „Da verstehst du nichts davon, Paule!" Czibulka behält die junge Dame im Auge. Es dauert nicht lange, da erscheint Heinz Stadler. Er kommt angestrolcht, Mantel offen, Hände in der Hosentasche, Glimmstengel im Mundwinkel, ganz waschecht. Seine Augen gehen mächtig spazieren, arüßen lachend da und dort, man muß annehmen, daß er hier nicht ganz unbekannt ist. An irgendeinem Tisch bleibt er stehen, drückt rasch ein paar Hände, und dann ist er bei den dreien, die ihn erwarten. (Fortsetzung folgt.) tn en, >ustag- at :rg Das viel bewunderte Luftschiff „Graf Zeppelin" in der Halle. Die Schulkinder auf dem Anmarsch zur riesigen Luftschiffhalle. FRÜHJAHRS- ungs, war KLEIDUNG Seltersweg 63 Fernsprecher 2739 einen eignen Laden eröffnet! 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Schuljahres, wie auch die Berufsschulpflichtigen des Kreises Friedberg (aus den Schulen von 57 Gemeinden des Kreises Friedberg und aus 4 Gemeinden des Kreises Büdingen), insgesamt nahezu 4000 Kinder, hatten in der vergangenen Woche einen Tag reichsten Erlebens. Auf Veranlassung des Kreisschulamtes wurde ein Tagesausflug mit einem besonderen Ziel unternommen. Am frühen Morgen fuhr man mit einem Sonderzug (es fuhren an vier verschiedenen Tagen vier Sonderzüge mit je 1000 Teilnehmern) zunächst nach Frankfurt a. M., besuchte dort das Senckenberg-Museum, den Dom, das Goethehaus, die Altstadt, ging am Main entlang und um die Mittagsstunde waren dann alle die vielen Kinder wieder im Bahnhof versammelt. Während die einen gleich durch die Sperre drängten, waren' andere noch angelegentlich damit beschäftigt, an' den Verkaufsständen für Obst und Zuckerwaren die im Laufe des Vormittags schon bedenklich gelichteten Bestände an Butter- und Wurstebroten durch irgend etwas anderes Schmackhaftes zu ergänzen. Interessant war es mit anzusehen, wie die Kinder lange und sorgfältig wählten, wie sie überlegten, um ihre Wünsche mit den sicherlich nicht allzu reichlichen Geldmitteln in Ueberein- stimmung zu bringen. Schließlich mahnten die Lehrer, die, wachsamen Auges, ihren Scharen in Rufweite hielten, zum Aufbruch. Erwartungsvoll drängten sich die Kinder durch die Sperre, nisteten sich — nicht eben geräuschlos — in den Wagen „ihres Sonderzuges wieder ein und fuhren dann den» Hauptziel des Tages entgegen — dem Luftschiffhafen Rhein-Main! Bald hieß es wieder aussteigen und dann marschierte ^man durch schönen Föhrenwald, kam über die Reichsautobahnbrücke und schließlich sahen die Kinder unter manchem „Ah" und „Oh" die langgestreckte und unerhört große fertige Luftschiffhalle und die im Entstehen begriffene zweite Halle vor sich. Das Wetter war den Fahrten der Schulen günstig. Zwar jagten die Wolken am Himmel dahin, hin und wieder kam aber düch die Sonne hervor, und in ihrem Glanze leuchtete die Zeppelinhalle wie ein riesiger silbriger Fels. In schier endloser Karawane wanderten nun also die Kinder von der Reichsautobahn her die in großer Kurve zup Zeppelinhalle führende Straße dahin, und immer mehr erkannten die Kinder die außerordentlichen Ausmaße des Bauwerkes. Viele der Kinder waren schon aus der Ferne bemüht, durch die Fenster hindurch, die große Form des Luftschiffes zu erspähen. Ja, das Luftschiff war tatsächlich auch in seinen Umrissen zu erkennen! So war es denn nicht verwun-i Unsere reizvolle Auswahl in Mänteln Kostümen Jacken Kleidern Blusen Röcken ng. Hebung Wnie; der auch die Eltern, die Geschwister, Bekannte und Verwandte erfahren haben, was es bei diesem Tagesausflug alles zu sehen gao 4000 Kinder also sahen das Luftschiff „Graf Zep- pelin", und sicherlich wurde in 4000 junge Herzen der Keim zu jener Achtung gelegt, die wir auch in unserer schnellebigen Zeit vor der großen Leistung haben sollten. Stolz mag auch manches Kind darüber empfunden haben, einem Volke angehören zu dürfen, das zum Bau und zur Beherrschung solcher Wunderwerke fähig ist. — (Aufn. (2J: Neuner, Gieß. Anz.) "schuß, "sentlicht >hr 1937, oon einer Mg erjb ius (1929 ije über» i 140 000 Die fliis- zugenom- iber 1936 leihungen >00 $art, in höhe' rbei zeigt •belebung, e konnten an Aus-: teilen 416 dabei sind lifl bis zu • las Klein- • ie eigenen n beinahe 213 408,59 80 408,51 iljre. Die an;«' Mo^rn, )ien eine n tonnten Wertpapiere n 1936 auj Wertberilh- erluste in ^verfahren lrchsührung Reibungen eilerer Be> Reingewinn die berechnen sollen. : Geschäfts- Gießen, den 6. April 1938. Verwaltung her Veterinär-Kliniken und -Institute, Kreis Schotten. s. Schotten, 6. April. Im Singsaal der Turnhalle fand eine Ausstellung de.r Winterarbeiten statt, die der B D M. und die Jungmädels im letzten Winter hergestellt haben. Die Ausstellung wurde mit einer schönest Feier eröffnet. Unsere neuen deutschen Werkstoffe, wie das altbewährte Leinen sind zur Herstellung der verschiedenen Gegenstände, Kleider, usw. verwendet worden. Auch Leder und Silber wurde für kunstgewerbliche Sachen benutzt. Die Ausstellung erregte allgemeines Interesse. (D Schotten, 5. April. Am vergangenen Sonntag erfolgte in der festlich geschmückten Stadtkirche die feierliche Einsegnung der 42 Konfirmanden (26 Knaben und 16 Mädchen) des Kirchspiels Schotten durch Dekan Widmann unter Assistenz von Pfarrer Römer. Aus der Stadt Schotten waren es 17 Knaben und 11 Mädchen, aus Michelbach 2 Knaben und 2 Mädchen, aus Götzen 2 Knaben und 2 Mädchen, aus Betzenrod 5 Knaben und 1 Mädchen. Seit vielen Jahren war dies zahlenmäßig der schwächste Konfirmanden- Jahrgang. derlich, daß die Kinder voll der Unruhe und von Wissensdrang erfüllt, förmlich darauf brannten, das Luftschiff ganz nahe zu sehen. Aus der vorgesehenen l^/sstündigen Ruhepause konnte deshalb gar nichts werden! Staunend und bewundernd standen die Kinder dann unter den riesigen Stabilisierungs- flächen und den Steuern des Zeppelins, nahmen mit großen Augen die gewaltige Form des ganzen Zeppelins in sich auf, und was sich hier den Augen der Kinder bot, wird, wohl allen eine bleibende und große Erinnerung sein. Weiß man doch allzugut aus seiner eigenen Jugend, wie Tage des Erlebnisses solcher Art über Jahrzehnte in einem Menschen nachklingen. Die Buben wandten sich dann, nachdem der erste Eindruck gewissermaßen „verarbeitet" war, den Einzelheiten zu. Vor allem tat es, ihnen die Heckmotorengondel an, an die man bis auf zwei Meter Entfernung herankommen konnte, und die, da eine Wand weggenommen war, ein genaues Betrachten des mächtigen Motors zuließ. Schließlich stellte sich die große Schar zu einem Gang durch das Luftschiff auf. Nach wenigen Minuten des Wartens stand man in der Führergondel mit all ihren vielen technischen Einrichtungen. Wohl mancher der Knaben mag gewünscht haben, auch einmal hier vorn am Bug der Führergondel am Höhen- oder am Seitensteuer stehen zu dürfen, wenn das Luftschiff unterwegs ist, weit.und hoch über Land und Meer, über Inseln und einsamen Eilanden, über den südamerikanischen Pampas oder über Manhattans Wolkenkratzern. Sicherlich drängten sich man-- chem Jungen solche Wünsche auf, obwohl sie doch alle schon herzlich dankbar dafür waren, den Zeppelin überhaupt einmal so nahe und so genau sehen zu dürfen. Dann gingen die Kinder durch den Gesellschaftsraum, lugten in die kleine Küche, in die Einzel- kabinen der Passagiere, gingen auf dem schmalen Laufsteg entlang und sahen über sich das nur scheinbar sinnlose oder systemlose Gewirr von Verstrebungen und Verspannungsdrähten, die herabflutende seidig schimmernde Fülle der leeren Ballonets für Trag- und Kraftgas, die wie riesige Fächer von der oberen Luftschiffhülle her herabhingen. Noch sah man die Mannschaftslogis an, und schließlich verließen die Kinder den eigenartigen Raum des Luftschiffinnern, freudig erregt von all dem Gesehenen, erfreut auch darüber, daß sie alles so nahe vor sich haben konnten. Den Besinnlichen unter ihnen mag wohl zum Bewußtsein gekommen sein, welch großes Werk deutschen Geistes sich ihren Augen darbot. Bald mußte dann zum Aufbruch gemahnt werden, aber noch lange sprachen die Kinder von ihren Eindrücken. In vielen Einzelheiten werden inzwischen rund, alifation rbürger. on allen Samstag wen möt die Wurzel vieler Zahnleiden! Dagegen hilft SOLIDOXpaw Tiere mit Gefühl und Verstand tSmeaUgemeinueiiiänöitrbe Dari'ieuuna frei »Voridmnnseinebn neüh. oasSeeiem leben der Tiere mit oraktncken BermchSanleitungen vonTr.WernerAiichel, Veitei der Forichnngsüelle für Tierieelentunde am WestiäUicken Zoo vmicken Garten au Münster. - 140 Seiten mit 100 Abbildungen, in Leinen gebunden :«M 'm iedet Giebener Bucbband'nng erhältlich. Sugo Nevmühlev Sevlag ♦ Nevttn-Lichtevfelde Bekanntmachung. Aus Anlaß des „Tages des Großdeutschen Reiches" müssen wir mit der Müllabfuhr am Samstag, dem 9. April 1938, um 6.30 Uhr beginnen. Wir ersuchen daher, die Mülleimer rechtzeitig bereitzustellen. 2334D Gießen, den 7. April 1938. Städtisches Hoch- und Tiefbauamt. » Gravert, 4000 oberhefsische Kinder sehen „Graf Zeppelin" Bekanntmachung. Betr.: Polizeiverordnung die Entwässerung von Grundstücken im Anschluß an die städtische Kanalisation vorn 1. 8.1904. I. Jede Neuherstellung oder Veränderung von Grundstücksentwässerungen ist nur nach vorheriger Einholung der baupolizeilichen Genehmigung zulässig. Das Ausführen jeglicher Arbeiten an Entwässerungsanlagen ist nur durch Installateure oder Unternehmer gestattet, welche den erforderlichen Zulassungsschein besitzen. II. Das Ausgießen oder Einleiten von Schmutzwasser in die Straßenrinnen ist verboten. III. Von Grundstücken, die an die Straßenkanäle angeschlossen sind, darf kein Niederschlagswasser über den Bürgersteig abfließen, auch nicht, wenn die Hof- und Regenrohrsinkkasten verstopft sind. Die Sinkkasten sind regelmäßig zu reinigen. Zuwiderhandlungen gegen diese Bestimmungen und die Unterlassung der'Reinigung der Sinkkasten unterliegen den Rechtsfolgen des § 42 der Pol.-Verordnung, die Entwässerung von Grundstücken im Anschluß an die städtische Kanalisation in der Stadt Gießen betr. vom 1. August 1904. 2346C Gießen, den 7. April 1938. Der Oberbürgermeister. I. V.: Dr. Hamm. rügt. em Freund lir Toilette er an ihre" en »[!$<■ nhriffltn* \« tnritW in, ru|f*s t-r in t qar W J den SW te steht auf, jejt n Seil- an, [ein 61'«* macht, »® ___________________________4- Verkauf von Dünger. Der in der Zeit vom 1. April 1938 bis einschließlich 31. März 1939 zum Anfall kommende Dünger soll nach dem Gewichte verkauft werden. Angebote sind bis einschließlich 15. April 1938 schriftlich bei der unterzeichneten Verwaltung einzureichen, wo auch die Bedingungen eingesehen werden tonnen. Bekanntmachung. Für die Neubauten der Altstadtsanierung am Lim denplatz, Kirchenplatz und an der Schloßgasse sollen nachstehende Arbeiten vergeben werden: 2333D 1. Erd-, Maurer- und Betonarbeiten. 2. Zimmerarbeiten. 3. Dachdeckerarbeiten. x 4. Spenglerarbeiten. Angebote auf Vordruck sind verschlossen und mit entsprechender Aufschrift bis Mittwoch. den 20. April 1938, vormittags 10 Uhr, bei dem unterzeichneten Amt einzureichen. Angebotsvordrucke sind bei den Architekten H. Fischer, Seltersweg Nr. 85, und Baurat C. Schuhmacher, Roonstraße Nr.31, zu erhalten, bei denen auch die Zeichnungen und weitere Bedingungen offenliegen. Zuschlags- und Bindefrist 4 Wochen. Gießen, den 7. April 1938. Städtisches Hoch- und Tiefbauamt. G r a v e r t. guthaben 78 597,85 Mark, Rücklagen 74 450,38 Mark, Haftsummen 134 100 Mark, zusammen 287 148,23 Mark. Die Zahl der Mitglieder stieg von 439 Ende 1936 auf 447 Ende 1937. Der Bericht weist dann noch auf die am 12. Dezember 1937 in größerem Rahmen veranstaltete Feier aus Anlaß des 75jährigen Bestehens hin. Im Vorstand der Genossenschaft sind die Herren W. Müller. K. Schmadel und Gg. Stamm- I e r tätig; dem Aufsichtsrat gehören an: Heinrich Schmidt II. (Vorsitzender), Jul. Von - Eiff (stellvertr. Vorsitzender), Gg. Dan. Haas, O. Matthies, Hrch. Ehr. Schmidt, K. Büttel, Karl Jöckel VIII., Fr. W. Frank und H. Keil (Lauter). Ratsherrensitzung in Alsfeld. △ Alsfeld, 6. April. In der jüngsten Sitzung der Ratsherren stand eine Vorlage der Stadtverwaltung über die Erweiterung d e r Niederdruckwasserleitung im Quellgebiet von Liederbach zur Erörterung. Wie der Vorsitzende dazu erläuterte, hat die seitherige Quelle seit dem vorigen Herbst aus nicht ermittelten Ursachen an Ergiebigkeit nachgelassen. Um die Wasserversorgung für den kommenden Sommer sicherzustellen, lst die Fassung einer weiteren Quelle, die sich bereits im Besitz der Stadt befindet, notwendig. Die Ratsherren erklärten sich hiermit einverstanden. Die Arbeiten für die Quellfassuna wurden der Firma Stefan Kuhn in Inheiden übertragen. Die Kosten werden sich auf etwa 4200 Mark belaufen. Der Arbeitsgau XXII Hessen-Nord des Reichsarbeitsdienstes in Kassel plant in Alsfeld die Einrichtung einer Großwäscherei für Öen A r b e i t s d i e n st für mehrere Arbeitsdienftgruppen. Er hat die Stadtverwaltung um Ueberlasfunq von städtischem Gelände an geeigneter Stelle ersucht. Es' wurde beschlossen, ixem Reichsarbeitsdienst ein Gelände von etwa 1700 Quadratmeter an der verlängerten Jahnstraße zu einem angemessenen Pachtpreis für unbestimmte Zeit zu verpachten. Die Ausführung der Anlage wird alsbald in Angriff genommen. Dabei teilte Bürgermeister Dr. V ö l - fing mit, daß der Arbeitsdienst auf dem Unterkunftsgelände der Arbeitsdienstabteilung Alsfeld gegenwärtig drei weitere Unterkunftsbaracken errichtet. Unter Mitteilungen gab der Vorsitzende ein Schreiben des Marburger Infanterie-Bataillons an die Stadtverwaltung bekannt, worin der Stadt Alsfeld der herzlichste Dank für die gastfreundliche Aufnahme des Truppenteils in Alsfeld anläßlich der kürzlichen Einquartierung ausgesprochen wird. Von einem Ratsherrn wurde die Umbenennung der Schellengasse in Ludendorff-Straße angeregt, um die Verehrung für den großen Feld- Herrn des Weltkrieges und. den Mitkämpfer des Führers auch äußerlich zum Ausdruck zu bringen. Landkreis Gießen H Alten-Buseck, 7. April. Am vergangenen Sonntag wurden in unserer Dorfkirche 21 Kinder konfirmiert. Davon entfielen auf die Gemeinde Alten-Buseck 8 Mädchen und 10 Knaben, auf die Nachbargemeinde Trohe 2 Mädchen und 1 Knabe. — Zur Zeit wird ein Teil unserer Orts st raßen einer gründlichen Instandsetzung unterzogen, was von der Einwohnerschaft dankbar begrüßt wird. △ Großen-Linden, 6. April. Im Saale der Gastwirtschaft Schaum fand die Entlassungsfeier der diesjährigen Ob er klaffe statt. Rektor Siegfried wies auf die Bedeutung des Abends hin. Die Schüler führten dann ein Mär- chs-nfpiel auf. Besonderen Beifall fanden die darin vorkommenden Reigen und Tänze, die von der Lehrerin Frl. Müller eingeübt und von Frl. Schultheis am Flügel begleitet wurden. Am Schluß richtete auch Bürgermeister Michel einige Worte an die Schüler und wies besonders auf die Abstimmung am 10. April hin Umrahmt wurde die Feierstunde durch mehrstimmige Chöre der beiden Oberklassen unter Leitung von Lehrer Obermann. ieht Ks 6 etwa5 r%4 “‘Ur* jeinie ? pr WA\ .winkel' B >««]) j ! damenmo.de ' '*» ’.l totmiGie Fertig kleiöung 5 Jian wird nach ijhrem v8 'M W w M 3%r • ■' II. KF- <''W V/!? ':'r. 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Carl Schirmer Gertrud Schirmer geb. Freiin Löw von und zu SieinfuriH Gießen, den 7. April 1938 23320 Vereine DEUTSCHE BANK 3n unserer heutigen Hauptversammlung wurde die Dividende für 1937 auf 6% festgesetzt. Die Auszahlung erfolgt vom 7. April d. I. an Berlin, den 6. April 1938 der Gliederung de Partei, Derer lercm DEUTSCHE BANK Neustadt 10 Gießen 2316A Der ein- u. zweireihig 2795 32.- 3450 38.- ein- u. zweireihig 4450 48.. 56.- 68.- während der üblichen Geschäftsstunden an den zuständigen Schaltern gegen Einreichung der? Gewinnauteilscheine Nr. 3 unserer Aktien (Ausgabe März 1932). fS3 ...DA KOMMT FRAUCHEN Gleich wird er „Ihr" begegnen, zum ersten Mal in diesem prachtvollen Mantel. Was wird'sie da für Augen machen 1 Wie wird sie sich freuen, daß er so gut so preiswert wahltel Jetzt ist auch er davon überzeugt: Wer bei uns kauft weiß was er hat - schon wegen der guten Stoffel Popeline - Mäntel Gabardine-Mäntel Äluet- Zum General- avvell am Tag desGrosideutsch. Reiches treten alleKame- raden derAlters- vereinigungen, die nicht bei einer bei unserem Hauptsitz oder einer unserer inländischen Zweigniederlassungen Hauptsitz Berlin • 451 Geschäftsstellen oder sonst verpflichtet sind, zur gemeinsam.Teil- nahme 18.45 Uhr Steinstr. (Turnhalle) aN. 2335Ö Der Ausschuß der Fünfziger- Bereinigungen^ wählt am ch 10. April ' Der D. D. A. ist aus dem Gedanken entstanden, die völkische Einheit aller Deutschen zu verwirklichen. Ihn beseelte zu allen Zeiten das heiße Streben, dem deutschen Menschen in aller Welt das Bewußtsein zu erhalten, was es heißt, ein Deutscher zu sein. Der B. D. QI. marschiert heute in diesem Ziele gleichgerichtet mit der Partei. — Die Schaffung des Großdeutschen Reiches entspricht seinem stillen Sehnen und seinem Einsatz für dieses Ziel aus vollem Herzen. Seinem Schöpfer, unserem Führer zu danken, ist unsere selbstverständliche Pflicht. DerD. D. A. stimmt daher begeistert mit w3o“! Alle Mitglieder beteiligen sich geschlvsien am Tag des ®ro66eu,toen Die Ortsgruppe des D. D. A. __ 2367V Zur Teilnahme am Aufmarsch Antreten aller Kameradschaften Samstag, 18.45 Uhr,aufdemLin- denplatz. 233sv Für den Führer marschieren alle. Arbeitsgemeinschaft Gießener Soldatenkaure- radschaften. Deolsch.Alpenverein Sektion Gieben Oberhessen. Die für d. 9.Avril geplante l 2342V Nachmittags - Wanderung wird auf den 30. Avril verschob. INH: WILHELM HORN. UND SOHN nämlich die Frage nach dem Küchenherd. An ihm verbringt die Hausfrau ihr halbes Leben. Er muß also für sie ein Gegenstand der Freude, und nicht des täglichen Ärgers sein. Ein neuzeitlicher Dauerbrandherd mit Union- Briketts macht die Küchenarbeit leicht: er kocht, backt, brät, grillt und wärmt mit wenigen Union-Briketts. Und W immer halt er war- 1 , mes Wasser bereit!