Nr. 56 Erstes Blatt 188. Jahrgang Dienstag, 8. März 1938 Lrlchetnr täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild • Die Scholle MonatS'vezugspreis: Mit 4 Beilagen RM. 1.95 Ohne Illustrierte . 1.80 Zustellgebühr . e -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Zernsprechanschlüsse unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Gietzeu Postscheckkonto: Zrantfurt am Main 11686 Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: vrühlsche Uuiversttätrdruckerei «.Lauge in Siehrn. 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Auch die erneuerte britische Regierung unterstreicht zwar aus im einzelnen noch nicht recht ersichtlichen Erwägungen, wie ernst ihr die gegenwärtige Lage erscheine, aber sie reagiert darauf jedenfalls ganz anders als Herr Eden. Um dies zu erkennen, braucht man nur die letzte Rede Sir Samuel Hoares nachzulesen, in der er sich für Chamberlains „mutigen Versuch einer Politik der Versöhnung, ehe es zu spät ist", einsetzte. Dieses Bekenntnis ist, so sehr es auch von der nämlichen ernsten Grundstimmung getragen war, zweifellos ein Verdienst. Denn nichts konnte entmutigender, aber auch gefährlicher erscheinen, als der in den letzten Wochen so verbreitete Hang eines wichtigen Sektors der ausländischen öffentlichen Meinung, von der Unvermeidlichkeit eines offenen Aufeinanderprallens der Interessen und Bestrebungen der Mächte zu sprechen und die Unabwendbarkeit höchst kritischer Entwicklungen an die Wand zu malen. Es ist nicht unwichtig, daß sich gegen diese unsinnige fatalistische Stimmung, als deren Exponent Herr Eden nachträglich immer mehr in Erscheinung tritt, die Kräfte der Vernunft und des gesunden Menschenverstandes durchgesetzt haben. Was not tut, ist in der Tat das Anpacken der brennenden Probleme, mit dem Willen zur Heilung und Meisterung, nicht aber eine Art Abdankung der Staatsmannskunst und der Verzicht auf jede Initiative, „weil es schon zu spät sei". * Die gegenwärtige britische Regierung stellt ihre aktivistische Politik ganz betont unter die Losung: „ehe es zu spät ist". Aber ist nicht auch diese Formel, der gewissermaßen „letzte Versuch", so vorteilhaft sie sich auch von dem lähmenden Pessimismus des ehemaligen englischen Außenministers abhebt, allzu schwarzseherisch? Wir halten eine Klärung und Bereinigung der europäischen Gegensätze und Spannungen, sowohl in psychologischer wie in materieller Hinsicht, nicht nur für notwendig, sondern auch für durchaus möglich. Ueber- blickt man alle aktuellen Fragen und Schwierigkeiten, so ist wirklich nicht ersichtlich, wo und warum nicht mit friedlichen Mitteln ein vernünftiger Ausgleich im Schnittpunkt der wohlverstandenen Interessen und naturgegebenen Forderungen möglich sein sollte. Denn fast alle Spannungszustände sind nicht so sehr in den tatsächlichen Verhältnissen begründet, als in dem allzu langen Ausweichen vor ihrer zweckdienlichen Behandlung einerseits und in dem Beharren im Irrtum so mancher Staaten andererseits. Sir Samuel Hoare sprach von den „Risiken und den Möglichkeiten des Fehlschlages". Es ist notwendig, den englischen Minister dahin zu ergänzen, daß solche Risiken allein von jenen drohen, die die Zeichen der Zeit nicht erkennen und längst überfällige oder notwendige Korrekturen entweder nicht vornehmen oder nicht zulassen wollen. In den Ansprüchen und Forderungen der sogenannten „dynamischen Mächte" ist jedenfalls, wenn man ehrlich und unvoreingenommen ist, nichts zu entdecken, was zwangsläufig zum Fehlschlag wirklicher europäischer Befriedungsbemühungen fuhren müßte. .. Von den verschiedenen jüngsten Willensäußerungen der französischen Politik z. B. wird man das gleiche nicht ohne weiteres sagen können. Wenn man in Paris auf der Ansicht beharrt, daß die Unabhängigkeit Oesterreichs am besten durch die Einmischung Frankreichs gewährleistet sei, wenn man Prag den Rat gibt, auf die Unterdrückung fremden Volkstums, im Vertrauen auf die Rückversicherung der Bündnisse, zu beharren, dann ist das ein Bekenntnis zu jenem Geist der Herrsucht und der Unverträglichkeit, der in all den Nachkriegsjahren so unheilvoll sich auswirkte,, weil er nicht Unrecht beseitigen, sondern es ganz im Gegenteil mit all seinen zwangsläufigen Spannungserscheinungen verewigen möchte. Schon vor einem Jahr, so erklärte dieser Tage der ungarische Ministerpräsident D a r a n y i, habe Ungarn seine Bereitschaft ausgesprochen, seine Beziehungen mit allen Staaten auf der Grundlage der gegenseitigen Anerkennung der natürlichen Bedürfnisse und Forderungen zu klären. Auch hier ist der angebotene Wille ungenützt geblieben, und wenn Ungarn letzt schließlich aus eigenem Antrieb „Die innere und äußere Sicherheit des Landes auf feste Grundlagen stellt" und wenn damit entgegen den Kräften der Verneinung eine ebensolche Ünnatürlichkeit Europas in Fortfall kommt, wie sie einst das wehrlose Deutschland der demokratischen Republik darstellte, so verrät das nicht nur die erfreuliche Erstarkung der befreundeten ungarischen Nation, sondern beleuchtet auch die — ohnmächtig gewordenen — Kräfte des schlechten Willens in Europa. Noch krasser liegt der Fall Tschechoslowakei. Warum ist sie ein europäisches Problem geworden und warum ist Prag in den Brennpunkt der internationalen Aufmerksamkeit geruckt? Weil man in Prag sich noch immer nicht von der Wahnvorstellung lösen will, daß die europäische Kon- stellation am Ausgang des Weltkrieges, der die Tschechen ihre Staatwerdung verdankten, c-ich heute noch und in alle Ewigkeit gegeben sei. Man muß einmal yne DeMchMen Nachlesen, mit denen Oie presse im Dienst der Völkerverständigung. Reichspreffechef Or. Dietrich fordert internationale Zusammenarbeit der presse. Berlin, 7. März. (DNB.) Reichspressechef Dr. Dietrich sprach auf einem Empfangsabend für die ausländische Diplomatie und Presse auf Einladung des Reichsleiters Rosenberg im Hotel Adlon über „Die nationalsozialistische Pressepolitik". Die politischen und diplomatischen Kreise der Reichshauptstadt waren der Einladung in Überaus großer Zahl gefolgt. Reichsleiter Rosenberg gab der Ueberzeugung Ausdruck, daß das Thema des Vortrages sowohl aktuell als auch ernst genug sei, daß sich die Verantwortlichen mit diesem alle berührenden Problem beschäftigen müßten. Darauf nahm der Reichspressechef Dr. Dietrich das Wort zu seinem Vortrag. Die Presse im nationalsozialistischen Staat hat nicht die Aufgabe, die individuelle Meinung des einzelnen gegenüber dem Ganzen zum Ausdruck zu bringen und etwas als „öffentliche Meinung" vorzutäuschen, was keine ist. Sondern sie hat umgekehrt die Pflicht, die gemeinsamen Schicksalsfragen unaufhörlich dem ein- zelnen gegenüber zu vertreten und sie ihm begreiflich zu machen, wenn er sich ihrer nicht bewußt ist. Hier wird die Zeitung zum täglichen Mahner der Nation, zur Schule des politischen Denkens, die jedem Volksgenossen das Bewußtsein vermittelt, Glied einer Gemeinschaft zu sein, der er auf Gedeih und Verderb verbunden ist. Die öffentliche Meinung, das ist bei uns der wirkliche Volkswille, den der Nationalsozialismus durch feine lebendige Verbundenheit mit dem Volke an feiner Quelle unmittelbar erfaßt. Oeffent- liche Meinung wird bei uns nicht gemacht, sondern erforscht! Die deutsche Presse verfügt in den selbstverständlichen Grenzen, die ihr das Lebensinteresse der Nation setzt, über ein höheres Maß von Freiheit, als die liberale Presse sie je besessen hat. Sie nimmt sich sogar die Freiheit, die „Pressefreiheit" zu kritisieren, die uns mit aller Leidenschaft als eines der heiligsten Güter der Menschheit gepriesen wird. An diese sogenannte „Pressefreiheit" wagt selbst die freieste Feder des Liberalismus nicht zu rühren. Unsere Kollegen in den Redaktionen der „freiesten Demokratien der Erde" dürfen es nur nicht sagen, weil es eine so peinliche Offenheit mit ihrem höchst unfreiwilligen Berufswechsel oerbun- den wäre. Die Presse ist immer abhängig und immer irgend jemand verpflichtet. Es fragt sich nur, wem? Ob unverantwortlicher Geschafts- unb Parteipolitik, ob den anonymen Möchten des Geldes und der Zerstörung aller menschlichen Ordnung und Moral, oder den für das Leben der Völker verantwortlichen Staatsmännern und politischen Instanzen der Nation. Das Schriflleitergefeh hat aus echt nalionalsozialiflischem Geiste heraus die persönliche Verantwortung für den redaktionellen Teil, d. h. für den geistigen und politischen Inhalt der Zeitung weithin sichtbar herausgestellt. Es entspricht dem Grundsatz der absoluten Verantwortlichkeit des einzelnen gegenüber dem Volksganzen, daß d e r.j e n l g e, d e r in der Zeitung schreibt, auch dem Staat und der Oeffenttichkeit für feine Tätigkeit verantwortlich ist. Ls ist ein großer Irrtum, zu glauben, wir wollten in Deutschland eine mechanisierte Staatspresse, die den Schriftleiter zum bloßen handlanger und Tinlenkuli der Staatsorgane macht! keineswegs! wir wollen die lebendige Volkspreffe, die die Persönlichkeit des Schriftleiters frei entwickelt und fein journalistisches Pflichtgefühl zur schöpferischen Entfaltung für das wohl seines Volkes bringt. 2Hif der radikalen Trennung von Geschäft und Politik, die das deutsche Schriftleitergeseh vollzog, ist die Voraussetzung geschaffen worden für die Gesundung unserer Presse. Denn dieses staatliche Gesetz hat in der Bruff jedes deutschen Iournalisten das innere Gesetz jener höheren Pressefreiheit lebendig werden lassen, die den journalistischen Beruf als einen durch nationale Verantwortung geadelten Beruf vor vielen auszeichnet. Die Presse ist eine Macht im Leben der Völker, die größer ist, als sich die bürgerliche Weisheit mancher Zeitgenossen träumen läßt. Die Presse gilt als die öffentliche Meinung, weil sie die öffentliche Masaryk und Benesch während des Weltkrieges den Kampf für die tschechische Eigenstaatlichkeit geführt haben. Aus den eigenen Erfahrungen hat man damals sehr richtige und. wichtige Erkenntnisse für Die Behandlung der Nationalitätenprobleme geschöpft, hat man Die Schweiz als V 0 r bi Id proklamiert und die Gleichberechtigung und Selbstverwaltung der Nationalitäten als Voraussetzung des Bestandes zu gründenden Vielvölkerstaates bezeichnet. Aber dann kam der Rausch von Versailles, in dem alle Erkenntnisse und guten Vorsätze untergingen. Unter Verkennung aller Realitäten zielte man nun auf einen „N a t i 0 n a l st a a t" ab, in dem die fremden Völker bestenfalls schlecht und recht geduldet werden sollten. Und dann schloß sich der verhängnisvolle Zirkel, in dem man bis auf den heutigen Tag befangen ist. Um eine unmögliche, ge- chichtswidrige und gefährliche Rolle spielen zu können. die jedes Gleichgewicht des Staates verhindert. Meinung auf das stärkste beeinflußt. Und deshalb kann man sie als das Barometer derWelt- Politik bezeichnen, dessen Ausschlag und Zeiger- stand sicherlich die Entschlüsse vieler Kabinette in den letzten Jahrzehnten stärker und unmittelbarer beeinflußt hat, als mancher zu ahnen vermag. Wie oft hat die Vergiftung der öffentlichen Meinung durch die bewußte Presse lüge und durch verantwortungslose Sen- sationsberichterstattung die schwersten Gefahren für den Frieden der Völker heraufbeschworen. Der Führer hat in seiner letzten Reichstagsrede den Finger an diese offene Wunde im Zusammenleben der Völker gelegt. Er hat Den Regierungen zugerufen, daß es ein verdienstvolles Werk fein würde, wenn es gelingen könnte, nicht nur den Abwurf von Gift-, Brand- und Sprengbomben auf die Bevölkerung international zu verhindern, sondern vor allem Den Vertrieb von Zeitungen zu beseitigen, die auf die Beziehungen von Staaten schlimmer suchte man Ersatz in den Bündnissen, und die Berufung auf dienstbereite fremde Bajonette sollte das ersetzen, was allein die innere Befriedung und Harmonie verschaffen kann. Hand in Hand damit läuft die vor allem m London von dem Sohn Masaryks betriebene tschechische Propaganda. Sie arbeitet mit Dem auf Publikums- Wirkung ab gestellten Argument, daß Die „kleine" Tschechoslowakei durch den Druck der Großmacht Deutschland „bedroht" sei, wobei zunächst ganz vergessen wird, daß auch Polen und Ungarn genau d i e gleichen Beschwerden wie Deutschland vorbringen. Die grundsätzliche Brüchigkeit dieser Argumentation, Das wird heute erfreulicherweise in London nicht mehr geleugnet, liegt aber in der Tatsache, daß es weder den Deutschen, noch Den Ungarn und Polen in der Tschechoslowakei gut gebt. Das ist der Kernpunkt Des Problems Tschechoslowakei: anstatt Den Ursachen Der Beschwerwirken, als es Gift- oder Brandbomben je zu tun vermöchten. Wie sehr man auch in den parlamentarischen Demokratien die Bedeutung dieses Problems erkannt hat, zeigen die zwar vorsichtigen, aber eindeutigen Aeußerungen vieler ihrer verantwortlichen Staatsmänner. So richtete der Präsident Der französischen Republik Den ersten Warnruf an die französischen Schriftleiter, die sogenannte Pressefreiheit nicht zu mißbrauchen. Noch vor wenigen Tagen sprach sich der französische Außenminister D e I b 0 s gegen die Gewohnheit falscher oder tendenziöser Nachrichten aus. Die Presse müsse mehr für Die Aussöhnung und Einigung Der Völker als für die Trennung eintreten. Und niemand anders als Herriot fordert ein Gesetz gegen Die Derleumdungs presse mit folgenden Worten: „Es ist unerträglich, daß in einem anständigen Lande wie Dem unseren Lügen ungestraft verbreitet werden Dürfen." Den nachzugehen und unerträglich gewordenes Un« recht aus Der Welt zu schaffen, pocht man auf Die Waffenhilfe. Daraus ergibt sich die Verantwortung der französischen und der englischen Politik. Gerade Dem Aktivismus, Der sich jetzt in London abzeichnet und auf europäische Klärungen drängt, öffnet sich hier ein wichtiges, wenn nicht entscheidendes Feld der Betätigung. Aktuell ist nicht die Beteuerung Der Hilfe „im Falle Der Gefahr", aktuell und notwendig ist vielmehr eine entsprechende Einwirkung auf die, die es angeht, die Ursachen aus der Welt zu schaffen, Die einen Gefahrenzustand heraufbeschwören. Nur in dieser Richtung kann eine wahrhaft europäische Friedenspolitik verlaufen. Ob man aber mit der Formel vom „letzten Versuch, ehe es zu spät ist", auf dem richtigen Wege ist, — Das allerdings erscheint sehr fraglich. Dr. H. von Maloitkk Entgiftung der politischen Atmosphäre. Stellen Sie sich vor, wie friedlich die Welt fein würde, wenn nicht nur über den Frieden geschrieben, sondern in den Zeitungen selbst Frieden gehalten würde! Seit 20 Iahren bemüht sich ein Völkerbund um die internationalen Beziehungen. Wieviele Konferenzen sind aufgewandt worden. Das Ergebnis ist kläglich. And ist nicht gerade die Enttäuschung Über die Fruchtlosigkeit der Bemühungen der Hauptgrund für den politifchen Defaitismus, der so viele europäische Länder ergriffen hat? Wie anders könnten die Völker zueinander stehen, wenn fie die Bedeutung der Presse und ihre Wirkungsmöglichkeit für eine verständnisvolle Zusammenarbeit erkennen und die positive Wacht der Presse für dieses hohe Ziel voll einsehen würde! Es ist keine Utopie, wenn ich sage, daß sie in einer durch die Presse geschaffenen Atmosphäre der gegenseitigen Achtung und des gegenseitigen Verstehens in wenigen Wonaten das erreichen würden, was sie auf anderem Wege in Jahrzehnten nicht erreichen konnten. In Deutschland und in Italien sind durch eine moderne Pressegesetzgebung zum ersten Male überhaupt die praktischen Voraussetzungen zu internationaler Pressezusammenarbeit geschaffen worden. Die deutsche Pressepolitik versucht, durch zweiseitige Pressever - einbarungen von Land z u Land schrittweise Den Weg zur Vernunft und zur Verständigung auf dem Gebiet Des internationalen Pressewesens anzubahnen. Aber es gibt hier Grenzen, nicht unseres guten Willens, sondern Der Verhandlungsmöglichkeiten überhaupt, Grenzen der Pressemoral, Die in anderen Ländern liegen. Es hat sich im Ausland Die seltsame Gewohnheit eingebürgert, Die deutsche Regierung für jedes Wort, das in deutschen Zeitungen steht, verantwortlich zu machen, von der deutschen Presse aber bis zur Selbstentäußerung jene Zurückhaltung zu verlangen, zu der man s i ch selbst im Zeichen einer falschverstandenen Pressefreiheit nicht i m gering ft en verpflichtet fühlt. Das ist eine wenig faire Spekulation auf unsere Anständigkeit, mit der man Dem Ziel eines Pressefriedens um keinen Schritt näherkommt. Auch wir können unseren Beitrag zum Presse- frieden nur ZugumZug leisten. Wan kann von uns nicht erwarten, daß wir die Pseile unserer Presse im Köcher lassen, wenn von allen Seilen gegen uns die Dreckschleudern in Bewegung gesetzt werden. Der Abbau der hetz- und Verleumdungsschranken zwischen den Völkern, der den Interessen aller Rationen und dem Wohle aller Völker dient, wird um so schneller kommen, je eher die verantwortlichen Staatsmänner in allkn Ländern den Willen ihrer Völker in dieser Frage begriffen haben und den Wut aufbringen, diesem Wollen Geltung zu verschaffen. Die angebliche „Pressefreiheit", die sie glauben dabei verteidigen zu müssen, ist ein Phantom, „Das nicht mehr Wacht hat als der Schrecken, den es einjagt". Der Iournalisi, der im praktischen Beruf steht, hat das wahre Gesicht dieser seltsamen Pressefreiheit, die für ihn keine ist, längst erkannt. Er weiß, um mit den Dorten eines Amerikaners zu sprechen: In der Theorie ist die Presse frei, in der Praxis ist jedoch diese Freiheit durch die Wacht des Geldes beseitigt. Journalistische Fairneß und nationale Verpflichtung lassen sich in Der Pressearbeit Der AuslanDsjourna- listen gut miteinander vereinbaren. Wir verlangen lediglich, Daß Der Ausländskorrespondent der Wahrheit dient, seiner journalistischen Anstandspflicht nachkommt, und, ebenso wie Der Diplomckt im Ausland, seine Mission von der verantwortlichen Warte der Pflege der Beziehungen von Volk zu Volk, sieht. Gewiß, ganz ohne Sensation ist eine Zeitung nicht zu machen. Aber bieten Die Leistungen Des nationalsozialistischen Deutschlands auf so vielen Gebieten nicht übergenug Stoff zu sensationeller Berichterstattung? Man sollte nicht mit Fleiß nur das Negative suchen, wo so viel Positives vorhanden ist. In der Uebertreibung um der Sensation willen liegt Die Gefahr, Dem Gerücht und dadurch Der Unwahrheit zu verfallen. Bismarcks Wort: „Ich kann aus einem tüchtigen Redakteur eher einen Staatssekretär des Aeußeren oder Inneren machen, als aus einem Dutzend Geheimräten einen gewandten und brauchbaren Journalisten", dieses Wort gilt — so fuhr Dr. Dietrich fort— auch heute noch. Und es gilt sicherlich auch für Sie, meine Herren von der Auslandspresse in Deutschland. Ich sehe in Ihrer Arbeit nicht ein destruktives, sondern ein aufbauenDes Element zur Verwirklichung jener pressepolitischen Notwendigkeiten, die zu einem der Drängendsten Probleme der internationalen Politik geworden sind. Ich werde mich glücklich schätzen, wenn ich Sie stets und ausnahmslos zu denen zählen darf, die wissen, daß sie ihrem Volke am besten dienen, wenn sieDerWahrheit den Weg zu ihm bereiten. Untergang des Kreuzers „Baleares". Salamanca, 7. März. (DNB.) Von zuständiger Seite wird gemeldet. Daß Der nationalfpanifdjc Kreuzer „Baleares" am Sontagfrüh im Morgengrauen auf überlegene r 0 tspanische Kräfte gest 0 ßen fei, Die aus einem sowjetspanischen Kreuzer und vier Torpedobooten bestanden. Es entwickelte sich ein Seegefecht, bei dem Die rot- spanischen Schiffe schwere Treffer erhielten. Die „Baleares" erhielt nur einen einzigen Torpedo- treffer. Der aber unglücklicherweise in Die Munitionskammer ging. Auf Dem Schiff entstand ein Brand, Den Die Besatzung vergeblich zu löschen versuchte. Einige Stunden später, als sich Die rotspanischen Schiffe schon längst zurückgezogen hatten, sank die „Valeare s". 300 Mann Der Be- Bucharin soll gestehen geheuerlicher wirken, als der Botschafter K a r a ch a n schon t ä r e ganz man mal in bulgarischer Sprache machten, sind lediglich fünf getarnte Marxisten in die Sobranje gewählt worden. In Venedig traf eine Kommission von deutschen Forstsachverständigen unter Führung des Staatssekretärs Generalforstmeister Alpers ein, die den Besuch einer italienischen Kommission erwidert; sie wird die von der italienischen Forstmiliz in den letzten Jahren durchgeführten Arbeiten, vor allem in der Lombardei, besichtigen. Wahlsieg des autoritären Regimes in Bulgarien. Kleine politische Nachrichten. Der Deutschlandsender überträgt am 11. März von 20 bis 20.15 Uhr die Rede des Jugend- ührers des Deutschen Reiches zur Eröffnung der Propagandaaktion für die HJ.-Heim- beschaffting, die am 2. März in der Krolloper Berlin gehalten wurde. Von Lissabon traf Stabsführer Lauterbacher in Burgos ein. In Begleitung des Botschafters von Stohrer suchte er den spanischen Staatschef General Franco auf. Am Dienstag wird er den Generalfekrär der spanischen Nationalpartei und den Landwirtschaftsminister besuchen und Einrichtungen der spanischen Parteiorganisation besichtigen. werde bald an seinem Ende angelangt sein. Bald würde das sowjetrussische Volk erwachen und zu einer politischen Gesundung zurückkehren. Die rücksichtslose Tyrannei Stalins werde dann wahrscheinlich als eine grausame Legende der Weltgeschichte vor Augen stehen, wie z. B. die Geschichte von der Herrschaft des Minotaurus auf Kreta. Falsche „Geständnisse" Chinesischer General in Schanghai ermordet. Schanghai, 7.März. (DNB.) Drei chinesische Freischärler töteten mit 13 Revoloerschüssen den Ge-1 neral Tschufengtschi, als er nach einem Besuch bei General Tschuhungtsi die Straße betrat und das Auto besteigen wollte. Tschuhungtsi war oft genannt worden als Kriegsminister einer von japanischer Seite geplanten Zentralregierung für China. Die Täter entkamen. Der Lenker des Kraftwagens verständigte die Polizei. General Tschufengtschi war früher Gouverneur der Provinz Tschekiang und Anhänger des früheren Gouverneurs von Schantung, Suntschuanfang. Man vermutet, daß die Attentäter durch den Mord die Bildung einer japanfreundlich eingestell- ten Regierung verhindern wollten. Aus aller Welt. Schweres Eisenbahnunglück in Sowjetspanien. Paris, 8. mär;. (DJIB. Funkspruch.) Nach einer havasmeldung aus Barcelona ereignete sich in der Nacht vom Samstag zum Sonntag — wie erst jetzt bekannt wird — auf der Strecke zwischen Lerittei und Tarragona ein schweres Eisen- bahnunglück. Ein Schnellzug stieß mit einem Güterzug zusammen, wobei 19 Personen getötet und 168 mehr oder weniger schwer verletzt wurden. Amerikas Anspruch auf die Südsee-Znseln. Neuyork, 8. März. (DNB.) Das Küstenwachschiff „T a n e y" ist von Honolulu aus in See gegangen, umdieInselnCantlrnundEnder- Chamberlain kündigt beträchtliche Erhöhung des britischen Rüstungshaushalts an. 18 Milliarden Reichsmark werden überschritten. - Genf bietet heute keine Sicherheit. - Vertrauensvotum des Unterhauses Hinterbliebenenversorgung erörtert. Reichsminister Dr. Frank unterstrich die Notwendigkeit der Erhaltung und Sicherung der dem Notar eigentümlichen Berufsstellung und Aufgabenkreise und kennzeichnete dabei den Notar als beru- enen Mittler zwischen dem Staatsapparat und dem einzelnen Volksgenossen. nach den Weisungen von Reichsminister Funk und Reichsleiter Dr. Ley die Richtlinien für die Ein. heit von Wirtschaft und Arbeit im deut- chen Handwerk fest. Zu diesem Zwecke wird eine weitgehende Personalunion in den Gau- und Kreisdienststellen des Handwerks durchgeführt. Zur Sicherung der einheitlichen Behandlung aller Fragen des Handwerks wurde entsprechend einem Uebereinfommen zwischen Reichswirtschaftsminister Funk und Reichsleiter Dr. Ley der „B e i r a t des deutschen Handwerks" eingesetzt. Dieser wird neben seiner Arbeit in den handwerklichen Spitzenorganisationen das beratende Organ des Reichswirtschaftsministers fein. Zum Vorsitzenden wurde Pg. M a g u n i a (Königs- ; berg) ernannt. Dem Beirat gehören weiter an: Pg. Rehm (Augsburg), die Pgn. Sehnert (Halle), K a tz m a n n (Weimar), Lemke (Osnabrück) und Cramer (Frankfurt a. M.). Ein Ausschuß wird die Durchführung der Internationalen Handwerksausstel- l u n g vom 22. Mai bis 10. Juli in Berlin und des „Tages des deutschen Handwerks" vom 6. bis 8. Mai unter Leitung von Pg. Kropp, ' Stabsleiter der Organisationsleitung des Reichsparteitages vorbereiten. Staatsrat Schmeer gab seiner Freude Ausdruck, daß die Ältersversor- g u n g des Handwerks, die alle beteiligten Kreise seit langem besonders bewegt, in kurzer Zeit verwirklicht wird. Tagung der Reichsgruppe Notare. Der Reichsgruppenwalter „Notare" des NS.» Rechtswahrerbundes hatte in das Haus der Deut- schen Rechtsfront seine im Reichsgruppenrat zusammengefaßten Mitarbeiter aus ganz Deutschland zu einer Arbeitstagung zusammengerufen, an der auch der Reichsrechtsführer, Reichsminister Dr. Frank, der Reichsgeschäftsführer des NSRB., Dr. Heuber, und der Reichswalter des NSRB., Prof. Dr. Noack, teilnahmen. Eingehend wurden die Möglichkeiten der beruflichen Fortbildung der Notare und Notariatshilfskräfte durch Schulungs- und Fachkurse überprüft und deren Ausbau beschlossen. Ferner wurde die Alters- und die sie begünstigt, wirft sie mir vor, daß ich eine Vorliebe für die „Diktatoren" habe. Ich hübe mit einer Welt zu tun, in der „Diktatoren" vorhanden sind. Ich habe aber kein Interesse an anderen Re- gierunqssystemen, es sei denn, daß diese aus andere Länder zurückwirken sollten." Der Premierminister schloß mit der Feststellung, daß die "Wurzel seines politischen Glaubens" die „Frecheit des Individuums" sei. f. Ein Wortduell zwischen Churchill und dem Labourabgeordneten Lansbury war recht bezeichnend fite die Anschauungen, die sich m England gegenüberstehen. Churchill brachte es tatsächlich fertig, die Genfer Liga als „ein wichtiges Element in der praktischen militärischen Sicherheit Englands" zu bezeichnen (!!) und des Langen und Breiten darzulegen, wie er sich Englands Beschutzung durch den Genfer Verein vorstelle. Das war aber selbst den Engländern zu viel, deren Philosophie von Genf bestimmt wird. Lansbury hielt chm entgegen, daß England und Frankreich selb st v e r - antwortlich seien für eine Politik, die Europa an den Rand des Zusammenbruchs gebracht habe. Er warnte die Juden Englands, falschen Propheten zu folgen und bekannte sich zu den Verstandi- gungsbestrebüngen Chamberlains. „Ich mich in Zukunft nicht darum, auswelche Werfe man zum Frieden gelangt, wenn er nur überhaupt kommt." Das Unterhaus schloß die Aussprache Uber die ufrüftung ab mit Annahme des von der Revier Tote beim Absturz eines deutschen Flugzeugs in Ecuador. In Ecuador ist in der Nähe des Chimboraffo unweit Guaranda ein deutsches Flugzeug auf einem Ueberführunasflug nach Quito abgestürzt. Hierbei kam die Besatzung, Flugzeugführer Hammer, zweiter Führer B u t s ch e r, Mechaniker Weiß und der ecuadorianische Hauptmann A g u i r r e, ums Leben. Fritz W. Hammer war 1919 an der Gründung der kolumbianischen Luftverkehrsgesellschaft Scadta ebenso wie 1927 an der des brasilianischen Condor-Syndikats maßgebend beteiligt und gerade jetzt wieder dabei, ein neues erfolgverheißendes Arbeitsfeld für die Handelsluftfahrt in Südamerika zu erschließen. Das „Gespenst von Skierniewice". Auf der Suche nach dem „Gespenst von Skiernie- roice", wie der Mörder der Familie des polnischen Generals Skozicki und seiner beiden Angestellten genannt wird, hat die Polizei mehrere Verwandte des Verbrechers verhaftet, da sie im Verdacht stehen, von den Mordplänen Kenntnis gehabt zu haben. Bei einer Freundin des Mörders fand man einige aus der Wohnung des Generals gestohlene Kleidungsstücke. Ueber die Gründe, die zu dem furchtbaren Verbrechen führten, besteht noch keine Klarheit. Der Verbrecher hat zwar die gesamte Wohnung durchsucht, aber nur einige Kleidungsstücke mitgenommen, während er das Bargeld und verschiedene Schmuckstücke unberührt lie^ London, 7. März. (DNB.) Im Unterhaus erklärte Premierminister Chamberlain, als man mit der Aufrüstung begonnen habe, habe man angenommen, daß die Rosten für die Aufrüstung sich in fünf Jahren auf eine Milliarde fünfhundert Millionen Pfund (18 Milliarden RM.) beliefen. Er befürchte, das Haus müsse sich auf eine beträchtliche Ueberschreitung dieser Summe Der Führer und Reichskanzler hat den Ministerialrat I l g n e r, der bisher im Reichsfinanz. minifterium tätig war, zum Ministerialdirektor ernannt Er ist mit der Leitung der Hauvtabteilung Z des Reichswirtschaftsministeriums beauftragt worden. Jlgner ist 1887 in Thorn geboren, war in der Justiz- Verwaltung tätig und trat vor 15 Jahren in bie- London, 8. März. (DNB. Funkspruch.) Unter der Überschrift „Das größte Geheimnis des Jahrhunderts" befaßt sich Ward Price in der „Daily Mail" mit den Moskauer Schauprozeffen. Nach einem einleitenden Hinweis auf die blutige französische Revolution unter Robespierre schreibt er, daß sich noch niemals etwas in der Geschichte ereignet habe, was mit dem grausamen Drama und! der Unwahrscheinlichkeit dieser Prozesse in Moskau verglichen werden könne. Lange noch, wenn viele andere Tagesereignisse längst vergangen seien, werde besonders der jetzige Schauprozeß als ein unheimliches Rätsel für die Nachwelt haften geblieben sein. Die Welt würde diese Anklagen als unglaubhaft zurückweisen, die die Angeklagten für ihre eigene Verdammung machten. Nur durch die Anwendun g v o n R a u s ch - giften könne man sich solche Geständnisse erklären. Aber der verrückte Traum des Bolschewismus Sofia, 7. März. (DNB.) Die in den Kreisen Sthumen und Stara Sagora durchgeführten Teil- wählen für die Sobranje, in denen 47 Kandidaten von insgesamt 162 gewählt wurden, stellen einen starken Erfolg für die Regierung bar. 30 Abgeordnete haben sich für das autori- . _.. ..egime erklärt, das mithin 62 v. H. der abgegebenen Stimmen für sich verbuchen kann. Die 17 Abgeordneten der Opposition sind fast durchweg getarnte Anhänger der verbotenen Parteien. Unter diesen befinden sich auch Angehörige der ehemaligen nationalistischen Gruppen, von denen die meisten die Erneuerungspolitik der Regierung zwestel- los unterstützen werden. Trotz der unerhörten Wühlarbeit der Äommuniften und Dolksfrontkreise und trotz der Propaganda, die im letzten Monat d i e Kominternsender in Moskau und Kiew drei- bury der Phönixinselgruppe für die Vereinigten Staaten in Besitz zu nehmen. Die „Taney" wird voraussichtlich Ende dieser Woche die Inseln erreichen. An Bord befinden sich mehrere USA.-Bür- ger, die auf den Inseln ihren dauernden Wohnsitz aufschlagen wollen, sowie zahlreiches B a u m a t e r i a l für die Errichtung von Häusern. M o s tau, 7. März. (DNB.) Die Montagssitzung des Moskauer Schauprozesses sicht weiter im Zeichen des ,^Hauptangeklagten" B u ch a r i n, der zwar । feine „konspirative Tätigkeit zum Sturze der Sow- jetregierung" zugibt, sich jedoch hartnäckig weigert, auch die „Verbrechen des Landesverrats und der Spionage" auf sein Schuldkonto zu nehmen. Wy- । schinski hat es nicht leicht mit diesem, ihm geistig weit überlegenen AngeÜagten, der es oft genug fertig bringt, das letzte Wort zu behalten. Bucharin führt tm einzelnen aus, daß feine Gruppe, nachdem sie aus allen Machtstellungen verdrängt worden war, zuerst versucht habe, mittels einer „P a - lastrevolution" ihren Einfluß wieder zu erobern. Es fei beabsichtigt gewesen, vor allem durch , Rykow und Jenukidse, die damals noch ihre hohen Aemter bekleideten, Stalin und seine Auch än ger zu isolieren. Aber schon vom Jahre 1930 an fei die Opposition zu gewaltsamen Methoden übergegangen. In der Periode der Kollektivierung der Landwirtschaft habe sie z. -ö. große Hoffnungen auf einen Erfolg der Bauernaufstände in den verschiedensten Gebieten gesetzt. Weiter muß Bucharin auf ein Stichwort des Staatsanwalts hin „bestätigen", daß feine Gruppe schon im Jahre 1932 mit militärischen Krei- e n in Verbindung getreten sei, wobei er die Namen einiger der inzwischen erschossenen Generale (Tuchatschewski, Kork, Primovow und Putna) nennt. Mit Hilfe der Moskauer Garnison habe der damalige Kreml-Kommandant Petersen auf Betreiben Jenukidses einen Gewaltstreich gegen Die Re- I qierung vorbereitet. Es fei beabsichtigt gewesen, die ganze (aus ungefähr 2000 Personen bestehende) 17 Part ei Versammlung, die damals im Kreml tagte, fest zu setzen! Um jeden Preis möchte der Staatsanwalt Wyschinski dabei auch das „Geständnis" der Spionage von Bucharin hören. Er fordert dabei den 1 Angeklagten Scharangowitsch zuerst auf, feine Aussagen zu wiederholen, wonach die weißrussische Gruppe direkte Anweisungen zu Spionage zugunsten einer auswärtigen Macht von Bucharin und Rykow erhalten habe. Aber Bucharin äußert hierzu nur verächtlich: „Scharangowitsch kann sagen, oviel er will. Das ändert nichts daran, daß ich alles b e ft r e i t e. Ich habe niemals mit irgendeinem Nachrichtendienst in Verbindung gestanden! Bucharin, von Wyschinski weiter bedrängt, hält es für richtiger, einige nebelhafte Erklärungen abzu- geben, die um so unr - - --- Kronzeuge dafür, der L . vor Monaten vorsorglich hingenchtet worden ist. Im Jahre 1935 will Bucharin eine Zusammenkunft mit Karachan gehabt haben, wobei chm dieser die Ergebnisse seiner G e h e i m v e rha nd l u n- gen mit den Deutschen" (!) mitgeteilt habe. Der Staatsanwalt interessiert sich auffallenderweise nicht dafür, mit wem, wo und mann Karachan diese angeblichen Verhandlungen geführt hat! Neues Verbrechen der Gptl Polnischer Pelzhändler in Leningrad verschleppt. Warschau, 7. März. (DNB.) In Warschauer Kaufmannskreisen hat die Nachricht von der Verhaftung des größten Pelzhandlers der polnischen Hauptstadt, Pmchas Go- strzynski, vermutlich d u r ch A g en t e n d e r G P U., großes Aufsehen hervorgerufen. Gostrzynski, der sich zum Ankauf von Pelzen nach Leningrad begeben hatte, verständigte sich am 23. Februar von seinem Moskauer Hotel aus mit einer Warschauer Firma, um dann kein Lebenszeichen meh r von sich zu geben. Ein Telegramm, das an das Syndikat der Pelzhändler in Leningrad gesandt wurde, wurde mit der Mitteilung beantwortet, daß Gostrzynski überhaupt nicht in Leningrad erschienen sei. Aber amerikanische Kaufleute, die ebenfalls in Leningrad gewesen waren, erklärten, gesehen zu haben, wie Gostrzynski beim Verlassen des Hotels von mehreren Männern f e ft • genommen und in einem Panzerauto fortge* schafft worden sei. Eine diplomatische Intervention bei den Sowjetbehörden ist in die Wege geleitet worden. „Das unheimliche Rätsel." Ward Price über den Moskauer Prozeß. Nun ließ der Sowjetanwalt weitere „Zeugen aufmarschieren. Alle sind sich darin einig, daß Bucharin im Jahre 1918 eine Verschwörung gegen Lenin und Stalin angezettelt hat mit dem Ziel, diese zu ermorden. Der ehemalige Tschekahäuptling Manzew erweist sich dabei als ein besonders ^brauchbarer" Zeuge. Auf Bucharin aber machen die Aussagen dieser „Zeugen" gar keinen Eindruck; er bestreitet ihre Behauptungen, daß er Lenin damals nach dem Leben getrachtet habe, kategorisch. Auf der Dienstagsitzung erwartet das Verhör Jagodas. Relchsfinanzverwaltung über. Den Krieg hat Jlgner als Reserveoffizier mitgemacht. Der NSDAP, gehört er feit 1. März 1932 an. Er ist ---Sturmbannführer im Stabe des ---Hauptamtes. * Der frühere Präsident der Vereinigten Staaten Herbert Hoover ist, von Karlsbad kommend, in Berlin eingetroffen. Er wird als Gast der Carl» Schurz-Gesellschaft Gelegenheit haben, sich über die Verhältnisse im neuen Deutschland aus eigener An- chauung zu unterrichten. * Den 51jährigen Dr. Kurt Wannow, der den K. von Ossietzky um den größten Teil seines Nobelpreises gebracht hatte, verurteilte das Berliner Schöffengericht wegen fortgesetzter Erschleichung einer Devisengenehmigung, fortgesetzter Untreue in Tateinheit mit Unterschlagung sowie fortgesetzter Untreue in einem weiteren Falle zu zwei Jahren Zuchthaus, drei Jahren Ehrverlust und Geldstrafen von 1000, 2000 und 5000 Reichsmark. Die Schutzhaft wird voll auf die Freiheitsstrafen angerechnet. Auf Vorschlag des Duce ist der Präsident des Senats, Luigi Ferderzoni, an Stelle von d'An- nunzio zum Präsidenten der Königlich Italienischen Akademie ernannt worden. x Einheitsfront im deutschen Handwerk. Berlin, 7. März. (DNB.) Der Leiter der Hauptabteilung III des Reichswirtschastsministeri- ums, Ministerialrat Schmeer, hatte eine Tagung von Handwerksführern nach Frankfurt a. M. einberufen. An der Tagung nahmen der kommissarische Reichshandwerksmeister Schramm und der Leiter des deutschen Handwerks, Paul Walter, sowie eine Reihe von Landeshandwerksmeistern und Gau- handwerkswaltem teil. Staatsrat Schmeer legte latzung wurden von den englischerr Kriegs-, schiffen ,Lempenfelt" und „Boreas gerettet, wobei bolschewistische Flugzeuge, allen Gesetzen der Menschlichkeit hohnsprechend, in verbrecherischer Weise Bomben ad w a r s e n und drei Besatzungsmitglieder der „Boreas verletzten I und einen Matrosen töteten. Llm deutsche Lebensrechte in Polen. Warschau, 8. März. (DNB.) Im polnischen Senat erklärte Senator H a s b a ch, daß die deutsche Volksgruppe eine starke Regierung im Lande bejahe, ganz besonders auch angesichts der bedroh-1 lidien Gewitterzeichen, die auch in Polen aufziehen. Der kommunistische Mord an dem katholischen Geistlichen in Lubon bei Posen fei ein Mahnmal, das deutlich zeige, wo der Feind steht. Es könne hier nur eine Front der st a at s - u n d ordnungsliebenden Elemente ohne Rücksicht auf ihre nationale Zugehörigkeit geben. (Senator Hasbach richtete die dringende Ditte an d« Regierung, dafür Sorge zu tragen, daß der Wille der Zentralregierung im Sinne der Minderheiten- erflärung sich bis in die letzte Amtöftube hinein durchsetzt. Um die positive Einstellung der deutschen Volksgruppe zum Ausdruck zu brmgen, werde er für den Haushalt stimmen. Senator Wiesner erklärte, die Deutschen m Polen seien von dem wirtschaftlichen^ Aufschwung ausgeschlossen worden. Die; Arbeiterentlassungen in der ostober- schlesifchen Industrie gingen we i ter von ft at- ten Deutschen würden die für die Ausübung ihres Berufes notwendigen Konzessionen ohne irgendwelche Begründung entzogen. Polnische Der- bände riefen zum Boykott gegend i e D e u t* schen auf und deutschen Handwerkern und Kaufleuten werde die Ausübung ihres Berufes ständig erschwert. Die neue Agrarreformristen enthielten in den Westgebieten wehr als 6 0 v.H. deutsche Besitzer mit einem Gesamtausmaß von 40 000 Hektar Land. Das deutsche Schulwesen sei auf ein Niveau herabgedruckt worden, das in keiner Werse den kulturellen Bedürfnissen der Deutschen entspreche. Der Senator erhob die Forderung, die deutsche Volksgruppe nicht ^gewaltsam von dem Aufbauwerk auszuschlietzen und ihr das Recht zu leben nicht strittig zu machen. Die deutsche Volksgruppe stehe grundsätzlich auf der Seite derjenigen, die die Zerstörung der Gesellschaftsordnung auf das schärfste bekämpfen. Was im großen durch das Verständigungswerk des Marschalls Pilsudski und des Führers möglich war, müsse auch im kleinen gelingen. D.S. Berlin, 8. März. Im Moskauer Prozeß hat bisher so ziemlich eder Angeklagte „gestanden", mit irgendeinem Ausländer eine Verschwärung angezettelt zu haben. Alle diese Ausländer sind mit Namen genannt worden. Das mußte stutzig machen. Denn jeder sagte sich, daß schon etwas Wahres an dem Anklagematerial sein müsse, wenn man lebende Ausländer mit in die Debatte hinrinziche und so sozusagen als Belastungszeugen gebrauche. Aber liefe Ausländer, Männer und Frauen aller Natto- nen, vielfach sogar betont sowjetfreundlich ringe- stellte Personen, haben nicht gezögert, sich zu Wort zu melden und den „Geständnissen" g a n z p r a » zis e Erklärungen entgegenzufetzen. Aus der langen Reihe der ausländischen Dementts seien nur einige heraus gegriffen: Der französische Soziali' Dan soll 1928 von dem angeklagten Tschernow bemüht worden fein, sich an einer Aktton gegen Stalin zu beteiligen. Dan erklärt, Tschernow gar nichtzukennen. Rykow soll mit zwei russischen Emigrantenblättern zusammengearbeitet haben. Beide wurden namentlich genannt. Das eine Blatt stellt diese Behauptungen als Lüge hin, das andere Blatt existiert überhaupt nicht! Die französische Sozialistin Paz k e n n t K r e st i n s k i n i ch t, obwohl er mit ihr zusammengetroffen sein soll. Trotzki befand sich gerade zu der Zeit unter strenger französische»- Polizeiaufsicht, als er im Ausland mit Krestinski verhandelt haben soll. Aehnlich sind alle anderen AusländerfeststellMgen, die zwar dem Sowjetstaatsanwalt auch zu Gesicht gekommen fein dürften — denn in Moskau wird alles, was sich in der Auslandspresse zum Moskauer Prozeß als Beitrag findet, sehr genau zur Kenntnis genommen —, aber der rote Anklagevertreter geht über diese Wahrheiten glatt hinweg, weil sie in das Trauerspiel Stalins nicht hineinpassen. Gerade dieses Hinweggleiten über die ausländischen Feststellungen ist mehr als bezeichnend. Man müßte, und gerade das will der Bolschewismus nicht, die eigene Blutgier bekämpfen, würde man die Dementts aus London und Paris berücksichtigen. Die Köpfe sollen rollen. Also: Wahrheit hin — Wahrheit her, es muß „gestanden" werden. gefaßt machen. . ,. ... Chamberlain erklärte weiter: „Obwohl wir nicht aufhören werden, eine Besserung der Lage zu erreichen, soll man doch wissen, daß unser Wunsch nach Frieden nicht die Bereitschaft bedeute, den Frieden von heute auf Kosten des Friedens von morgen zu erkaufen. Es ist weder mein Wunsch, noch meine Absicht, mich auf gefchäftelhuberlfche Einmischung in Angelegenheiten anderer Volker ein- zulafsen. Wir werden jedoch von Zeit zu Zeit, wenn das unsere Pflicht ist, unsere Stimme zu Gunsten einer friedlichen Erörterung und zu Gunsten friMicher Verhandlungen an Stelle der Anwendung von Gewalt oder Drohung mit Gewalt erheben. Chamberlain wandte sich dann gegen die Politik der Labour-Party. Die Genfer Liga sei heute verstümmelt und lahm. Diejenigen, die ihr Bestes täten, um einen wirklichen Bund der Volker aufzubauen, dienten ihr besser als diejenigen, die ihr in ihrem gegenwärtigen Zustand Aufgaben zumuteten, die offensichtlich ihre Kraft überstiegen. Ä Aufrüstung °b mit Snnuhm- °?"uml mtt Sen liege. Chamberlain fuhr fort: „Weil ich gierung geforderten Vertrau ensvotums mit nicht die Ansichten der Opposition teile, die wünscht, 3 4 7 gegen 133 Stimmen. daß wir in Spanien die Partei derjenigen ergreifen,! MW WW^M WWW >x $ -> • • W 1 ■ MM KHW WOM Ära Leipzig, 7. März 1938. der Tiefc1- und TröpenschnjistelletV Berlin W SO, Prager Straße 16 Guter Verkauf am zweiten Messetag. Besonders großes Interesse ausländischer Einkäufer. MIT UND OHNE MUNDSTOCK Reich an Aroma — Arm an Nikotin Ich bfn Pall 1031 Berlin, den 2. Februar 1988 Auf meinen Reisen In fernen ErdteRen war für mich die Cigarettenfrage ifhrher ein lehr tschwieriges Kapitel. Das Kraut, das man dort rauchte, war mir stets tu stark. Wie froh bin ich jetzt, in Deutschland die nikotinarme ~AstraM gefunden zu haben. Die schmeckt mir so gut und ist dabei doch so bekömmlich, wie ich es mir stets von einer Cigarette wünschte. Ich bleibe der nikotinormen .^jsrra** bestimmt treu - und werde sie sehr vermissen, wenn ich sie einmal auf Reisen nicht mehr bekommen kann. ... und welcher Fall sind Sie? Auch Ihnen wird die „Astra" helfen! Sie schmeckt so gut, daß man kaum glauben will, sie sei nikotinarm. Und doch ist ein Nikotingehalt von weniger als 1% beglaubigt. — Die „Astra" ist eine echte Kyriazi, vollmundig im Aroma und von hoher Bekömmlichkeit. Ihre Nikotinarmut ist eine gewachsene Eigenschaft der Tabakblätter, die zur Herstellung der „Astra" Verwendung finden. Kein künstlicher Nikotinentzug, keine chemische Behandlung. Darum: Für alle Fälle — Astral 7>rkstoffreich in vollem Aufruhr. Einem neuen Zeitalter der Technik entgegen. - Blick auf die Leipziger Messe. Von unserem I. B.-Sonderberichterstaiter. Falschmünzerbande unschädlich gemacht. Der Polizei in Boppard am Rhein ist es gelungen, Hersteller und Verbreiter von Falschgeld zu ermitteln. Dort wurden falsche Zwel- und Fünf' mark-Stücke hergestellt und in den Verkehr gebracht. Insgesamt waren fünf Personen an der Herstellung und Verbreitung des Falschgeldes beteiligt die sanglich in Haft genommen und dem Amtsgericht Koblenz vorgeführt wurden. Nach längeren Bemühungen gelang es, den Haupttater Zu em em Geständnis zu veranlassen. Daraufhin konnte die Falschmünzerwerkstatt ausfindig gemacht werden. Die Werkzeuge, die zur Herstellung des Falschgeldes dienten, wurden sichergestellt. Der Tod in den Bergen. Beim Abstieg vom Sorgschroffen (Allgäu) kam der Schriftsetzer Hans Sommer aus Bad Woerishofen mit seinen Schiern an einem Stell- Hang zu Fall und stürlle 300 Meter tief ab. Der Verunglückte, der bei dem Sttirz einen Schädel- bruch davongetragen hatte, ist im Krankenhaus Kempten seinen Verletzungen erlegen. * Der 16jährige Bäcker Albert Breindl aus München verunglückte im Hochnesgebiet tödlich Bei der Abfahrt vom Abereck geriet er an den senkrechten Absturz des Berges der durch eine überhängende Wachte verdeckt ist. Die Wachte gab plötzlich nach, und der Skiläufer stürzte mit den Schnee- und Eismaffen in die Tiefe. Er fiel auf einen Felsen und starb nach einigen Stunden, ohne das Bewußtsein wieder erlangt zu haben. Fast an der gleichen Stelle verunglückte ein weiterer Münchner Skifahrer durch Sturz über die Wand. Mit einem schweren Schädelbruch wurde er durch den Gebirgsunfalldienst des deutschen Roten Kreuzes ins Tal gebracht. * . Bei einer Schitour am Hochkalter wurden zwei Berchtesgadener von einer Lawine erfaßt. Einer von ihnen war nach mehr als 24 Stunden noch unter den Schneemassen begraben, so daß mit seinem Tode zu rechnen ist. Es handelt sich um den Finanzbeamten Bruckmair. Der Förster Bruckmaier, sein Bruder, wurde dadurch gerettet, daß er sich beim Sturz an einem Felsen festhalten konnte und so an das Ende der Lawine geriet. Bavaria Filmkunst verleih G.m.b.h. neu gegründet. Die Bavaria Filmkunst Verleih G.m. b. H. wurde neu gegründet. Als Geschäftsführer wurde Direktor Gustav B erlog er eingesetzt. Urgeschichtliches IRufeum im veandertal. Reichsamtsleiter Professor R e i n e r t h vom Amt Rosenberg eröffnete in Düsseldorf die bereits in Berlin gezeigte Vorgeschichtsausstellung „Lebendige Vorzeit" und in Gegenwart von Gauleiter Florian das Uraeschichtliche Museum im Reandertal. Professor Re in er th betonte, daß mit der Auffindung des Neandertalers sich unsere Geschichtsfchau um hunderttausend Jahre zurück erweitert habe. Deshalb sei auch dieses Urgeschichtliche Museum von größter Bedeutung nicht nur für die Dorgeschichtsforschung, sondern auch für deren lebendige Auswertung. Als Beauftragter für deutsche Vorgeschichte könne er das Werk, das hier entstanden sei, vollauf begrüßen. Wie schnell Fortschritte auf neuen Gebieten erreicht werden können, beweist die Verwendung von P o r z e 11 a n in der Rohr- und Leitungstechnik. Noch vor wenigen Jahren schüttelten Fachleute bei dem« Gedanken an Wasserleitungen aus Hartporzellan den Kopf, heute sind alle handelsüblichen Profile von Rohren aus Porzellan auf den Messeständen zu finden. Auch die Frage der Verbindung von Rohrenden, des Einbaues von Krümmern und des Anschlusses an Rohre aus metallischen Werkstoffen sind gelöst. Das gleiche gilt für biegsame Schläuche aus Kunststoffen wie Mipolam ober Guttasyn, die zu den Spitzenleistungen der deutschen Chemie gehören. Desgleichen die Fertigung von Glaswolle aus dem schwer schmelzenden Quarzglas oder die Herstellung vonKunst- Harzschaum, der nicht nur als Jsoliermittel, I sondern auch für die Herstellung von Lino-I l e um Bedeutung zu gewinnen beginnt. Das große Werkstoffgebiet ist in vollem Aufruhr. Ueberall werden Fortschritte errungen, die den Meinungen von gestern voller Trotz entgegentreten. Ihnen beugt sich auch der Konstrukteur, dessen Aufgabe heute nicht nur mehr darin besteht, an Hand eines erprobten Rezeptes die Bauweise eines Gegenstandes zu bestimmen, sondern die Frage der Werk- toffwahl an die Spitze alles Schaffens zu setzen, wenn er zum wirklichen ©eftalter und Schöpfer > neuen technischen Zeit werden will. Wir haben uns daran gewöhnt, unser Zeitalter ] als das des Stahls und des Eisens zu bezeichnen, das vor mehr als hundert Jahren unserer Umwelt 1 ihren eigenen Stempel aufdrückte. Die Leipziger Frühjahrsmesse mit ihren Werkstoff- 1 ausfteuungen läßt uns ahnen, daß die Vorherrschaft von Stahl und Eisen insofern eine Schwächung zu erwarten hat, als nun andere Werkstoffe in den Vordergrund treten, deren Eignung für bestimmte Zwecke dem klassischen Werkstoff überlegen ist. Aeußerlich kommt diese künftige Entwicklung darin zum Ausdruck, daß den Werkstoffen in Leip- zig zum ersten Male eine besondere Halle gewidmet wurde, die als Mittelpunkt der Messe betrachtet werden kann. Wenn in dieser Leistungsschau der deutschen Werkstoffindustrie der Stahl nicht fehlt, sondern sogar in einer bisher nicht bekannten Veredelung und Fülle gezeigt wird, so ist das kein Widerspruch. Denn der Ltahl ist dabei, sich neue Anwendungsgebiete zu erschließen, die ihm andere Werkstoffe nicht streitig machen können. Hierzu verhilft ihm die Einführung neuer Legierungen, die unter Weglassung von Sparmetallen wie Nickel durch Zusätze von Chrom und Molybdän für hvchbelastete Maschinenteile hervorragend geeignet sind. Verschleißfeste Gußeisen haben sich durch den Zusatz von Mangan und anderen Metallen zu Feinerzeugmssen verarbeiten lassen, die der Werkstättentechnik alle Ehre macht. Ein lehrreiches Beispiel für die sichtbaren Fortschritte ist weiter die Aufbringung dünner rostbeständiger Stahlhäute auf eine dicke gußeiserne Unterlage von Maschinenteilen aller Art, die in der chemischen Industrie unentbehrlich sind. Auch Bleche lassen sich auf diese Wesse plattieren und tragen zur Einsparung der hochwertigen Stahllegierungen bei, indem nicht mehr der ganze Maschinenteil aus Edelstahl gefertigt zu werden braucht, sondern schon eine dünne Edelhaut den gewünschten Verwendungszweck sichert. Ebenso wurden im Zuge der Maßnahmen zur Ersparnis van Wolftam neue Schnelldrehstähle durch Zusatz von Dana- dium und Molybdän erreicht. Allgemein wird das aus Stahl gefertigte Werkzeug durch Wahl eines besonderen Werkstoffs immer mehr dem eigentlichen Zweck angepaht. m Ein großer Einbruch in das Gebiet des Stahls ist dem Leichtmetall gelungen. Erzeugnisse aus Aluminium- und Magnesiumlegie- runaen geben ein umfassendes Bild von dem Einsatz der Leichtmetalle im Derkehrsmittelbau, m der Maschinen- und Bautechnik. Hatte man früher Stahlblech zum Schutze gegen Rost und chemische Angriffe mit Metallen wie Nickel oder Kupfer plattiert, so finden wir heute Stahlbleche, die mit Aluminiumlegierungen ,behäutet" sind. Auch in der Herstellung von reinem Aluminium ist man ungefähr an der Grenze des Erreichbaren angelangt, wenn man sich vergegenwärtigt, daß der Reinheitsgrad auf 99,998 angelangt ist. Neben dem Alumi- nium befindet sich das Magnesiummetall m schneller Entwicklung. Die Anwendungsmoglichkeiten und die Bearbeitung dieses eigentümlichen Leichtmetalls sind noch keineswegs restlos bekannt. Man wird in den nächsten Jahren gerade auf diesem Gebiete noch manche Überraschungen erwarten dürfen, wenn man den Leichtbau noch umfassender anzuwenden weiß als heute. Wie sich durch die Wahl bestimmter Zusätze die Eigenschaften der Grund- metalle ändern können, lehrt auch das Kupfer: ihm kann man durch Zusatz von Beryllium solche Härte verleihen, daß man Kneifzangen ober Meißel daraus fertigen kann. Für die Wandlungen auf dem Gebiet der Werk- ftoffe sprechen am überzeugendsten die K u n st - stofse. Ob man aus Hartgeweben Zahn- röter herstellt ober die schweren Lager einer Walzenstraße aus Preß st offen macht, ob ein barer plastischer Kunststoffbelag den Fußboden deckt oder Kunststoff für die Herstellung durchsichtiger Schutzscheiben für Verkehrsmittel benutzt wird, immer wieder drängt sich dem Beschauer die Frage auf, wohin sich denn dieses neueste Gebiet der Werkstoffe noch entwickeln wird. Auch die unbelehrbaren Pessimisten haben sich davon überzeugt, daß der Kunststoff in Hunderten von Fällen den metallischen Stoffen weit überlegen ist. Edelkunsth rrz und Kun st Horn finden in großem Umfang in der Schmuckindustrie als Schnitzstoff Anwendung und haben einem alten Handwerk nicht nur neue Arbeit gegeben, sondern haben es auch zu neuer Kunstentfaltung veranlaßt. Das muß trotz des noch nicht ausgeftorbenen Kitsches gerade auf diesem Gebiet anerkannt werden. Wenn man sich die großen Preßteile, die für den Zusammenbau einer Auto- karosserie bestimmt sind, betrachtet, stellen sich gewiß noch verschiedene Fragen nach der Haltbarkeit, Wiederinstandsetzung ober Bearbeitbarkeit dieses neuen Werkstoffes ein, aber ein neuer Weg bahnt sich hier dennoch an, tastend betreten ihn deutsche Pioniere, Leipzig, 7. März. (DNB.) Auch der zweite Messetag ter Leipziger Frühjahrsmesse stand im Zeichen eines guten Besuches, ter sich besonders lebhaft auf der Technischen Messe gestaltete. Unter den Messegästen befinden sich viele Ausländer, die sich nicht nur auf eine Orientierung beschränken ober auf Versuche, deutsche Vertretungen zu erhalten, sondern ein kaufen. Die Zichl der ausländischen Einkäufer wird vom Messeamt mit 34 000 angegeben. Die Kauflust ist im allgemeinen rege und erfaßt, was den Binnenmarkt anbelangt, vorwiegend Waren, wie sie ter Richtungslenkung des Verbrauchs entsprechen. Großes Interesse finden auf der Technischen Messe namentlich bei den ausländischen Besuchern Textilmaschinen, ferner Werkzeugmaschinen, und auf der Baumesse Jsolierplatten, Oefen, Herde usw. Auf der Textilmesse sind die neuen Aussteller der deutschen Bekleidungsindustrie von dem bisherigen Erfolg überrascht. Guten Verkauf fatten Kleider und Blusen, ferner Strümpfe, Teppiche, Gardinen, Spitzen und Dekorationsstoffe. In Kleiderstoffen sind die Erwartungen ebenfalls erfüllt. Die Automatenmesse verbindet mit einem Rekordbesuch gute Auftragseingänge. Auch andere Artikel, wie Möbel, Sportwaren, Eisen- und Metallartikel, Spielzeuge und Schmuckwaren wur- den sehr lebhaft beachtet. Wetterbericht Mit der Verflachung des festländischen Hochdruckgebietes greift die nordeuropäische Wirbeltatigkeit immer weiter nach Deutschland über. Während :m Norden des Reiches dabei auch mit leichter Unbeständigkeit und dem Auftreten vereinzelter Niederschläge gerechnet werden kann, wird im Süd westen und Süden noch Hochdruckeinfluß vorherrschen. Die Zufuhr feuchter Meeresluft begünstigt hier iedoch Nebelbildung. , m . AussichtenfürMittwoch: Besonders morgens vielfach neblig, sonst heiter bis bewölkt trocken, nachts frisch, mittags mild, Winde aus Sud bis West. Lufttemperaturen am 7. März: mittags 10,3 Grad Celsius, abends 7,8 Grad; am 8. Marz: morgens — 13 Grad — Maximum 10,6 Grad, Minimum heute nacht —'1,6 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 7. März: abends 6,2 Grad; am 8. März: morgens 2,8 Grad. — Sonnenschemdauer 0,7 Stunden. j)auptfrf)riftUiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lang- Si-llv-rtr-ier de- Hauptfchnsttoters: Emst B um. schein. B-rantwortlich für Politik und für die Bilder Dr. Fr. W. Langei für Feuilletoni Or. Hans Thynot; für den Übrigen Teil: Ernst Blumfchem Anzeigen, toter: Han- Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. 21. IL 38: 10 788. Druck und Verlag: Brühlfche Unwersitatsdruckerei R. Lang-, K-G., sämtlich in Gießen. M°na1sb-zugs. preis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr Emzeloer aufs- preis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Allk tzjit iü Preisliste Jir.^ vom 1. September 1937 Ser Zilmball, das Wiche Ereignis -er Leichshaupistadt. Auch in diesem Jahre nahmen am Filmball die führenden Männer und Frauen des öffentlichen Lebens teil. Dies Bild zeigt einen Blick in eine Loge. Von links: Regisseur Ritter, Lilian Harvey, Lil Dagover, Victor S t a a l, Carola Höhn und Matthias W i e m a n. — (Presse-Bild-Zentrale-M.) Zwischenspiel auf einem Abstellbahnhof. Oie Arbeit der Reichsbahn für die Sicherheit der Reisenden. Täglich brausen die Züge der Reichsbahn kreuz und quer durch Deutschland. Sicherheit der Reisenden ist bei diesem gewaltigen Verkehr oberster Grundsatz. Nach jeder Fahrt kehren die Züge für kurze Zeit auf dem Abstellbahnhof ein, wo sie für die neue Reise vorbereitet werden. Wie es dort zugeht und wieviel Kleinarbeit nötig ist, um die Wagen wieder fahrbereit zu machen, schildert unser Aufsatz. Der D 160 ist in seinen Endbahnhof eingelaufen. Eine Rangierlokomotive spannt sich an den Schluß des Zuges und zieht ihn prustend aus der Halle heraus nach Norden zum Abstellbahnhof, wo alle Züge für kurze Zeit rasten. Durch ein Gewirr zahlloser Schienenstränge findet er sicher seinen Weg zu der riesigen Halle, wo er für die neue Reise gerüstet wird. Jeder, der mit dem Zug einer Stadt sich nähert, kennt dieses Schienengewirr, auf dem Personen- und Güterwagen aller Art stehen und warten, bis sie gebraucht werden. Zwanzig, vierzig, sechzig und mehr Gleise gibt es da nebeneinander. Ein Labyrinth von Schienen, zwischen denen der Ortsunkundige sich so leicht verlaufen kann wie in den dunkelsten Dschungeln Indiens. Dort, wohin der D 160 seinen Weg nimmt, ist eine vornehme Gesellschaft versammelt: D= und Fv-Züge mit Speise- und Schlafwagen; ihre Laufschilder weisen über Deutschland hinaus in alle Richtungen Europas: Fredericia, Passau, Warschau, Paris. Am Eingang der Halle steht der Wagenmeister und schaut mit schiefem Kopf auf den heranfahrenden D160. Er sieht und hört bereits aus der Ferne, wo kleine Schäden sich im Verlauf der Reise eingestellt haben, und sollte einmal ein ernsthafterer Fehler auftreten, so beklebt er die kranke Stelle mit einem roten Zettel; der Wagen wird ausgesetzt und überholt. HauSvutz im Blihtempo. Kaum ist der Zug umrangiert und kaum stehen die Wagen in der vorgeschriebenen Reihenfolge, so stürzt ein Heer von Putzern und Putzfrauen mit geschwungenem Besen heran. So ein Zug erl-'bt nach jeder Reise einen richtigen Hausputz. Von innen und außen wird er abgeschrubbt, die Polster werden mit dem Staubsauger bearbeitet, die Messingteile gerieben, bis sie blitzen; Asche, Apfelsinenschalen, alte Zeitungen, all die Hinterlassenschaften der Reisenden wandern korbweise hinaus an die Luft. Die Wasserbehälter werden nachgefüllt, und die Batterien, die den Zug beim Aufenthalt auf den Bahnhöfen mit Licht versorgen, aufgeladen. Die Hauptsache aber ist die'technische Untersuchung, die der Wagenmeister mit kritischen Blicken schon bei der Ankunft eingeleitet hat. Dem Fahrgestell gilt die Hauptsorge der Techniker und besonders die Bremsvorrichtungen werden mit peinlicher Sorgfalt überprüft. Dann, zur vorgeschriebenen Stunde, steht der Zug wieder fahrbereit. Strahlend in neuer Kraft und Schönheit rattert er hinter der Rangierlokomotive zum Bahnhof, von dem aus er die neue Reise antritt. Ein paar hundert Meter vorher hält er .noch einmal; der Zugführer und der Schaffner kommen an Bord. Es gibt noch allerlei Arbeit für die beiden bis zur Abfahrt. Die bestellten Plätze müssen gekennzeichnet werden und allerlei andere Dinge sind zu tun. Der Zugführer wandert durch sein ganzes Reich und schaut überall nach dem Rechten. Und wenn alles überprüft ist, dann steht der Zug in der Halle und wartet auf die ersten Gäste. Geheimnisvolle Bremshundertstel. Jetzt hat der Zugführer noch ein paar kurze Minuten Zeit. Er berichtet, daß die Bremsproben das wichtigste bei der Ueberprüfung der Fahrbereitschaft des Zuges sind. Schon auf dem Abstellbahnhof wurde damit begonnen, aber damit ist es noch nicht getan. Immer wiederholen sich die Prüfungen. Die Bremsen sind das A und O für die Sicherheit der Reisenden. Da ist eine häufige Frage der Fahrgäste, vor allem in der Hauptreisezeit bei starkem Verkehr: „Warum hängt man nicht einen Wagen dazu; die Lokomotive ist doch wohl stark genug?" Der Zugführer klärt auf: „Nein, das geht nicht; es hängt mit dem Bremsweg zusammen, der sich beim Anhängen eines Wagens verlängert; die Bremshundertstel verändern sich dann." „Wer verändert sich? Bremshundertstel?" Dann folgt eine lange Erklärung, die Niemand versteht, wenn er in der Schule in der Mathematik eine Fünf hatte. Der Zugführer berechnet Gewicht und Bremsgewicht des Zuges. Die Reisenden wer« den nach Tonnen gewogen und irgendwie hinzuaddiert. Schließlich, mag der Himmel wissen wie, erscheinen dann die geheimnisvollen Bremshundert« fiel. Es ist wirklich sehr schwer; der Zugführer hat Mitleid und verrät für den, der sich zum Fachmann in der Berechnung von Bremshundertstel ausbilden will, die richtige Formel. Aber in diesem Gespräche blieb es nun trotzdem der Zugführer allein, der das verstand. „Platz nehmen!" Der Mann mit der roten Mutze gibt das Signal zur Abfahrt. D 160 verschwindet mit seinem geheimnisvollen Bremshundertstel in die sinkende Nacht. Ka. Neue Lehrwerkstätte her OAK. Lpd. Frankfurt a. M., 7. März. Am 1. April eröffnet die D A F. eine neue Lehrwerkstätte, die auf dem Gebiete der Berufserziehung vorbildlich ist. In dem im Westen der Gauhauptstadt gelegenen Haus Werrastraße 4 werden insgesamt 20 Räume mit vier großen Lehrsälen und Unterrichtszimmern, ausgestattet mit den modernsten Maschinen und Apparaten, für die praktische und theoretische Aus- 'und Weiterbildung zur Ver« fügung stehen. Zunächst wird eine Gemeinschaftslehrwerk st a t t errichtet, die im ersten Jahre 75 und später 150 Lehrlinge aus den Metallberufen aufnimmt, und zwar Lehrlinge, die bereits von Firmen mit einem Lehrvertrag angestellt sind, der DAF. aber für die beiden ersten Lehrjahre zur Ausbildung übergeben werden; erst dann kehren die Lehrlinge in die Betriebe ihrer Firmen zurück, um dort ihre Lehrzeit zu vollenden. Es handelt sich hier um Betriebe, die keine eigenen Lehrwerkstätten besitzen, oder bei denen die Ausbildung nicht in der gewünschten Weise vor sich geht. Daneben sind Uebungsstätten vorgesehen, die pro Semester von 200 Volksgenossen besucht werden können, denen im eigenen Betrieb die Möglichkeit fehlt, sich fortzubilden. Auch geschlossene Lehrgänge von Firmen werden hier durchgeführt. Die Lehrgänge an den Uebungsstätten finden an 20 Abenden statt und dauern insgesamt 40 Stun« den. Auch die Bildung von Lehrgemeinschaf« ten für den Meisternachwuchs ist beabsichtigt. Diese neue Stätte der Berufserziehung enthält alle Einrichtungen einer Schlosserei, Dreherei, Schweißerei, Fräserei, einer Schmiede und die erforderlichen Apparate für Elektro- und Feinmecha- nik. Auch andere Berufsgruppen wie Friseure, Schuhmacher, Schneider werden hier künftig eine Uebungsstätte haben, desgleichen die praktischen kaufmännischen Fächer wie Schaufenstergestaltung usw. 3m Alter gesund sein und bleiben ist ein Wunsch, der immer stärker wird, sobald einmal die Vierzig überschritten sind. Ganz allmählich lassen die Kräfte nach, die Widerstandsfähig« leit des Körpers gegen Angriffe auf die Gesundheit sinkt, mancherlei Beschwerden treten auf. Man spürt plötzlich sein Herz, man atmet ein wenig schwerer. Die Verdauung läßt au wünsche» übrig und waL derlei Erscher» vungen mehr sind. „ , , ,, Wenn man dann tiut nicht ßat so oft wartete, viS au? oen Schwachen ernsthafte Krankheiten geworben findl Bester ist e8, vorbeugend den ersten leichten Störungen zu begegnen, dadurch den Organismus widerstandsfähig und gesund zu erhalten, und so den schwerem Alterserkraulungeu möglichst aus dem Weg zu gehen. , , . , , „ , Bei solchem Bemühen hat sich seit über einem Jahrhundert Klosterfrau. Melissengeist als ein gutes Mittel erwiesen. So schreibt z. B. Herr Joses Werner (Bild nebenstehend), Polizeiwachtmeister a. D., Leobschütz/Schl., ....... .... „____ _ Herr Joses Werner (Bild nebenstehend), Polizeiwachtmeister a. D., Leobschutz/Schl., Ring 6, am 30. 10 37: „Alt werden und gesund bleiben, wer möchte das nicht? Ein Lebensabend, der von Altersbeschwerden, Schwächezuständen und Krankheiten begleitet wird, ist nickt erfreulich. Vielleicht interestiert es, daß ost diejenigen, die Klosterfrau-Melissengeist gegen Altersbeschwerben gebrauchen, ein gesundes hohes Alter erreichen. Warum? Klosterfrau-Melissengeist ist ein Heilkräuterdestillat und wirkt gesundend und regulierend auf grundlegende Funktionen des Körpers, besonders aus die Verdauung, auf Nerven, und Herztätigkeit. Ich kann daS aus eigner Erfahrung bestätigen und werde Klostersrau-Melistengelst stets in meinem Haushalt vorrätig halten und weiter empfehlen. Ich bin 1859 Geboten. ^Uo^^erftau:^ell^fcnge^ft gebrauche ich regelmäßig gegen Herzklopfen und Unwohlsein. Täglich suhle ,ch daß er mir hilft Wohl jeder, der Klosterfrau-Melissengeist lange Zeit bei Altersbeschwerden gebrauchte, wird selbst sehen, daß diese Angaben auf Tatsachen beruhen. Verlangen Sie Klosterfrau-Melissengeist bet Ihrem Apotheker oder Drogisten. Flaschen zu 2,80, 1,65 und 0,90 Mark. Nur echt in der blauen Packung mit den drer Nonnen; niemals lose. Hiesige Großhandlung sucht zum 1. 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März, nachm. 2.30 Uhr. 01059 Am Sonntag, 6. März, entschlief sanft nach längerem, schwerem Leiden unser lieber Vater, Schwiegervater und Großvater im 64. Lebensjahre. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Familie Heinrich Fenchel Familie Wilhelm Georg Konrad Ohly. Kurz vor Vollendung ihres 92. Lebensjahres haben wir heute unsere liebe Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Urgroßmutter und Tante ' Frau Witwe Eva Farrenkopf versehen mit den Tröstungen der Kirche, in aller Stille zur ewigen Ruhe gebettet. Im Namen der Hinterbliebenen: J. Schmidt und Frau. Gießen (Gnauthstraße 16), den 8. März 1938. oioeo Büromaschinen Reparatur-Werkstatt Niederhausen Gießen. Bahnhofstraße 49 HLeupin-Creme u, Seife seit25Jahren bewährt bei Pickel autjocken - Ekzem Gesichtsausschlag. Wundsein usw. In den Drogerien: W. Kilbinger Nachf., Seltersweg 79a; Winter- hoff, Kreuzplatz 10; Bornemann, Bahnbofstr. 17; C. Seibel, Frankfurter Str. 39. In Laubach: Solms- Laubacher Drog. K. 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Er betonte dabei, daß in den Jahren vor der Machtübernahme nur der unüberwindliche Glaube und das vorbehaltlose Vertrauen der Mitkämpfer Adolf Hitlers die Triebfeder alles Einsatzes und alles Handelns gewesen seien. In diesem Glauben an die große Sendung des Führers und ausgerüstet mit dem unbegrenzten Vertrauen in die Richtigkeit aller feiner Entscheidungen sei es möglich gewesen, jene schwere Kampfzeit durchzuhalten. Jener Glaube und jenes Vertrauen ohne alle Grenzen seien heute ebenso dringend notwendig, wie in den Kampfjahren, denn nur auf dieser guten Grundlage könne jeder an den großen Aufgaben unserer Zeit Mitarbeiten. Im Rahmen einer großangelegten Betrachtung über die Entwicklungen in den Jahren seit der Machtübernahme betonte der Redner dann vor allem, daß nichts schwerer sei als stets und in allen Lebenslagen ein wahrer Nationalsozialist zu sein, weil dazu nämlich für jedermann der Sieg über sich selbst die unbedingte Voraussetzung sei'. Ebensowenig, wie man einen wahren Christen lediglich am Kirchengehen und an äußerer Frömmigkeit erkenne, ebensowenig sei allein das Tragen von Abzeichen oder der Uniform der sichere Maßstab dafür, daß man ein wahrer Nationalsozialist sei. Einzig und allein ausschlaggebend seien nur die Taten, und die Werke, die der einzelne vollbringe. Wer seine Handlungen immer und zu jeder Zeit vollkommen und im Geiste des Führers vollbringe, der allein könne vor Adolf Hitler bestehen und genüge durch fein Beispiel den Anforderungen des Führers und den Erwartungen der Volksgemeinschaft. Wie der einzelne Volksgenosse durch seine Lebenshaltung und -führung dem Geiste und den Anforderungen des Führers gerecht wird und wie er anderseits durch mancherlei Kleinlichkeiten und Engherzigkeiten im täglichen Leben den Maßstäben des Nationalsozialismus nicht entspricht, das führte der Redner feiner großen Zuhörergemeinde an Hand von zahlreichen Beispielen aus den Lebenserscheinungen in Stadt und Land eindringlich vor Augen. In den Mittelpunkt dieser Gegenüberstellung rückte er immer wieder den großen Gesichtspunkt, das feste und alles tragende Fundament: den • vorbehaltlosen Glauben an den Führer und das unbegrenzte Vertrauen zu ihm! Im weiteren Verlaufe seiner Rede wandte er sich einer Reihe von wirtschaftlichen Fragen zu, die teilweise dem zweiten Vierjahresplan voraufgingen, zum andern durch diesen Plan in den Vordergrund unserer Aufgaben gerückt wurden und nunmehr Mittelpunkt des Einsatzes und Schaffens der gesamten Volksgemeinschaft darstellen. In diesem Zusammenhänge erinnerte er in großen Zügen an den vom Vernichtungswillen gegen uns diktierten Wirtschaftskrieg, der unter Führung des Judentums in den Rohstoffländern gegen das Deutschland Adolf Hitlers in Gang gebracht wurde, und er machte an Hand von eindrucksvollen Beispielen deutlich, daß auch gegenüber diesen Bestrebungen der unbedingte Glaube an den Führer und das Vertrauen in die Richtigkeit aller seiner Entscheidungen unsere wirksamste Abwehr sind. In großen Strichen skizzierte er dann den Einsatz der deutschen Wissenschaft und Technik im Dienste des zweiten Vierjahresplanes, durch dessen bisherige Erfolge wir uns auf den meisten Gebieten unserer Versorgungswirtschaft unabhängig und frei gemacht haben vom Ausland, ja heutq schon in unseren neuen Werkstoffen zum Teil Material besitzen, das den Produkten der Rohstoffländer weit überlegen ift. In einer Reihe von Einzelschilderungen g^b der Vortragende dann einen Heberblick über die erfreuliche und gedeihliche Entwicklung unserer Der- sorgungswirtschaft im Rahmen des zweiten Dier- jahresplanes. Am Schluffe feiner Rede machte Pg. Bartholomäus die dringende Notwendigkeit des Haushaltsjahres für Mädchen und einer guten haus- wirtschaftlichen Ausbildung der fün-ftigen Frauen und Mütter eindringlich klar. Ferner ermahnte er erneut, das Judentum und vor allem auch den Kauf in jüdischen Geschäften zu meiden. Schließlich betonte er noch mit NachdMck, daß der wahre Nationalsozialist den Glauben habe und bewahre schon lange auf diesen Augenblick brannte und oft heiße Backen bekommen hatte, stieg eines Tages mit seinen langen schlanken Beinen in den Stuhl, ergriff das Tau der Schnellade, und jetzt ging es wie die wilde Jagd mit knall — knall — links — rechts — knall — knall — Es entstand eine Kissenplatte in farbigen Streifen, ein Schal, eine Decke. Die Farben wurden gegeneinander abgestimmt. Um sie besser überblicken zu können, stieg ich hoch auf den .schweren eichenen Webstuhl und saß dort manche Stunde wie ein Horchposten. Geriet irgend etwas in Unordnung, so kletterte ich herunter und half. Es schien, daß ich unentbehrlich wäre und daß ich einst selber ein Weber werden müßte. Aber ich bin keiner geworden. Alles kam dann anders. Eines Tages, als das Fräulein einen kleinen Gobelin knüpfte, sagte sie zu mir: „Ich müßte jetzt ein paar Zeichenstunden nehmen. Du hast mir von deinem Zeichenlehrer erzählt. Frage ihn, ob er mir die Stunden geben will." Ich erschrak. Ich versprach ihr, es auszurichten, tat es aber nicht. Ich kam gar nicht auf den Gedanken, meinen Lehrer zu fragen. Ich stand zwar ganz gut mit ihm. Er war ein Mann vor über dreißig Jahren, der sehr schön Geschichten erzählen konnte und den wir deshalb gern hatten. Aber ich wollte nicht, daß er das Fräulein kennenlernte. Als sie sich am nächsten Tag erkundigte, sagte ich ihr, daß der Zeichenlehrer es abgelehnt hätte, Stunden zu geben. Ich vergaß die Sache, und wir webten den ganzen Winter über sehr gute Arbeiten. Das Fräulein verkaufte manches Stück an Bekannte, die sie besuchten und sich den Webstuhl erklären ließen. Von Zeichenunterricht war nicht mehr die Rede. Aber eines Tages im April, als sie mit ihren langen Beinen auf den Sitz kletterte, sagte sie: „Dein Lehrer kommt heute zu mir. Ich habe ihn gestern besucht, und heute wird er meinen Besuch erwidern. Es wird also doch etwas aus den Zeichenstunden." Ihr Mund lächelte, und ich schämte mich sehr, weil meine Lüge an den Tag gekommen war. Ich merkte aber, daß sie gar nicht über mich lächelte, sondern aus Freude über den Besuch. Ich sagte ihr dann, ich müßte lernen, und ging bald darauf fort. Sie versuchte nicht einmal, mich zu halten, obgleich grabe ziemlich viel zu spulen war. Später stand ich in unserem Garten und wartete. Mein Lehrer besaß ein Motorrad, bestimmt würde er darauf gefahren kommen. Nach einiger Zeit setzte ich mich hinter die Hecke, die ganz mit Knospen erfüllt war. Ein warmer Frühlingstag lag über uns. Die Wolken tarnen ganz schwarz von fruchtbarem Regenwasser übers Hausdach gezogen. Hnd eben, als der Regen losrauschen wollte, hörte ich ein Motorrad durchs Dorf heranknattern. Schon bog es auf den Schulplatz und zwischen den Turngeräten hin. Wie ein Raubvogel kam er gebraust. Ich aber lag und ließ mich von dem wildesten Regen der Welt durchregnen, ohne mich zu rühren. Aus dem Zeichenunterricht wurde dann nicht viel. Es wurde daraus die Liebe, von der ich damals noch nicht viel wußte. Nie saß ich mehr oben auf dem alten friesischen Webstuhl, und niemand vermißte mich dort, wie ich denke. Eines Sommertags sah ich, wie er auf einen Wagen geladen und weggefahren wurde, der Stadt zu. Bald darauf fand die Hochzeit statt. Ich war mit meinen Eltern eingeladen. Da sah ich, daß mein Zeichenlehrer zwei kleine Buben mitgebracht hatte, feine eigenen, die keine Mutter mehr besaßen. Das Fräulein sollte nun deren Mutter werden. Jetzt begriff ich alles viel besser. Es war eine schöne Hochzeit. Leider legte man die kleinen Buben früh schlafen. Ich wurde fröhlich vom Wein. Gloria-Palast: „Ich rnöcht* so gern mit Dir allein sein." Das alte Märchen vom großen Glück hat dem Hnterhaltungsfilm (mit und ohne Musik) von Anbeginn unerschöpflichen Stoff geliefert: auch zu dieser Komödie von Hans Saßmann und Karl Buda, Vertonung von Robert Stolz. Das Ganze ist allerdings syhr viel weniger Komödie als eine Mischung aus Schwank und Operette: die merkwürdige Geschichte vom ungleichen Liebespaar, dem armen jungen Mann und dem reichen Mädchen. Später sind die Rollen vertauscht, das Mädchen ist arm und der junge Mann Millionär, denn seine Familie hat das große Los gewonnen: man muß sich wundern, daß trotzdem ganz zu allerletzt doch noch alles gut geht, nachdem sich nämlich herausgestellt hat, daß der Haupttreffer mit der Million leider nur „beinahe" gezogen wurde. Hier lagen die Ansätze zur echten Komödie, auf die es den Verfassern aber offenbar nicht in erster Linie an kam. Unter der Führung von Karl Heinz Mar- t i n spielen in einem sehr wienerisch klingenden Dialog Wolf A l b a ch - R e 11 y und Friedl C z e p a das ungleiche Liebespaar, während Rudolf Carl, Fritz Imhoff und Annie Rosar eine volkstümlich-drastische Komik entfalten. Hans T h i - m i g, das jüngste Mitglied der eben von der Papageienkrankheit heimgesuchten, bekannten Wiener Schauspielerfamilie, spielt mit einer markanten an den allmächtigen Gott, der das deutsche Volk durch die Sendung Adolf Hitlers gerettet und ihm einen neuen Lebensinhalt gegeben habe. An diesen Gott glaube der Nationalsozialist und ihm danke er aus tiefstem Herzen. Die Dankbarkeit an diesen allmächtigen Gott statte der Nationalsozialist ab durch den Glauben an Adolf Hitler und an sein Werk und damit an unser Deutschland! Stürmischer Beifall wurde dem Redner im Verlaufe seiner Darlegungen und am Schlüsse seines Vortrages dargebracht. Mit dem Gruß an den Führer fand die Kundgebung ihren Abschluß. Staatsminister Schmitthenner in Hessen-Nassau. NSG. Auf Einladung des Deutschen Dolksbil- dungswerkes der NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" spricht der badische Staatsminister Professor De. Paul Schmitthenner in Heppen* heim, Viernheim, Worms, Frankfurt a. M., Gießen, Wiesbaden und Wetzlar. Schmitthenner, Gauverbandsleiter der NS.-Studentenkampfhilfe in Baden, ^-Standartenführer im OA. Rhein und Direktor des Wehrgeschichtlichen Seminars der Uni* versität Heidelberg, ist bekannt durch seine wehr- polittschen und wehrgeschichtlichen Bücher und gilt als einer der besten Kenner der wehrpolstischen Lage Deutschlands. Meldet Kinderpflegestellen und Freiplähe! NSG. Die NS.-Volkswohlfahrt als Hüterin der Volksgesundheit schützt mit ihren Einrichtungen die Gesundheit der jüngeren und älteren Generation. In diesem Jahre sollen im Rahmen der Sommerarbeit Tausende von erholungsbedürftigen Kindern tHerrlich erfrischend gründlich reinigend und dabeB den Zahnschmelz schonend. - SroRe Tube 40 TL, kleine Tube 25 und Erwachsenen in Kinderpflege- und Gaststellett kostenlos untergebracht werden. An alle Volksgenossen ergeht daher der Ruf: Hnterstützt die Som* merarbeit der NS.-Dolkswohlfahrt durch Bereitwilligkeit zur Aufnahme von Ferienkindern und Urlaubern. Wenn jeder, der es ermöglichen kann, der NS.-Volkswohlfahrt eine Kinderpflegestelle oder einen Freiplatz meldet, dann wird es ihr gelingen, die Aufgabe wie in den vergangenen Jahren restlos zu lösen. Der Gau Hessen-Nassau muß auch'in diesem Jahre wieder mit in vorderster Front im Reiche marschieren. Revue „Lachendes Wien''. Die NS. - Gemeinschaft „Kraft durch Freude" hat sich mit der Verpflichtung des Gastspiels des Frankfurter Schumann-Theaters, der Revue Machendes Wie n", ein großes Verdienst erworben. Die Revue bereitete den zahlreichen Besuchern, die sich gestern abend in der Volkshalle einfanöen, drei unterhaltsame Stunden, die es leicht werden ließen, zu vergessen, was sonst im Alltag zu bedrücken vermag. Es gab gleichermaßen viel für Auge und Ohr. Ein buntes Programm von 25 Nummern ging fast pausenlos über die Bretter. Die Revue brachte eine Fülle der guten Ideen. Da gab es zunächst gesungene Grüße aus der Wienerstadt und dann, nach den Späßen und Wortspielen des Ansagers, eine originelle Fernsehsendung, die in viele Länder führte. Und alle, die für diese Fernsehsendung auftraten, zeigten in farbenprächtigen Kostümen die Tänze ihrer Nation? Die Vorführung der „Wiener Küche" wuchs sich über- I raschend zu einer Tanzakrobatik einer Köchin und Treffsicherheit ein ähnliches Patentekel wie kürzlich Ernst Waldow im „Petermann". Auch der vor kurzem verstorbene Alfred Abel ist in ein paar kurzen Szenen zu sehen; ein Eindruck, der die Zauberkunst des Films auf eine merkwürdige, fast unheimliche Weise empfinden läßt. — (Märkische-Pa- norama-Schneider.) — Aus dem Beiprogramm sei die Ufa-Wochenschau ynb ein Vorspann zu dem Marine-Film „Kameraden auf See" erwähnt. Hans Thyriot Zeitschriften. — Ein neues Europa durch Führerpersönlichkeiten schildert Hans H. Bielstein in der Februar- solge von „W e st e r m a n n s Monatsheften". Einen Kampf um neues Denken, um einen neuen Sinn des Lebens beobachten wir, und jedesmal wurde die Idee schneller verwirklicht, wenn ein Führer an der Spitze stand. — Alexander v. An- dreevsky spricht über die unbekannte russische Zaren- und Revolutionsgeschichte. — Ein Aufsatz von Dr. Hans Lebede behandelt „Das Lautdenkmal , das dem Führer vom Reichsbund der Deutschen Beamten geschenkt wurde und das auf 300 Schallplatten alle charakteristischen Merkmale unserer Mundarten festhält. — Der Faschingszeit entsprechend enthält das Februarheft vergnügliche Beiträge mit vielen mehrfarbigen Abbildungen. — Aus dem unterhaltenden Teil feien erwähnt die Erzählung von Kurt Ziesel, „Die Prima greift ein", die Autobiographie von Benjamin Gigli und ein bebilderter Beitrag „Das Wintererlebnis in den deutschen Bergen". — Es liegt in der Natur der Sache, daß das beste Trinkwasser praktisch nicht bakterienfrei ist. Da es sich aber bei den Keimen in überwiegender Weise um mehr oder weniger harmlose Bakterien handelt, schaden sie dem Menschen nicht weiter. Gutes Trinkwasser enthält nur wenige Bakterien, die als Höchstgrenze 100 in einem Kubikzentimeter nicht überschreiten dürfen. Heber diese Fragen schreibt Dr. Fr. Hoder im Märzheft der volkstümlich-naturkundlichen Monatsschrift „Der Naturforscher" (Hugo Bermühler Verlag, Berlin-Lichterfelde). Das Heft bringt weitere wichtige Aufsätze, wie z. B. „Wuchsstoff und Keimftimmung" von v. Veh, „Der Einfluß einer Pflanze auf eine andere" von Dr. E. Pauschal, „Lupen-Aufnahmen" von G. Olberg, „Voraussage und Bekämpfung von Forstschädlingen" von Forstmeister Dr. F. Schwerdt- feger. Kleine Beiträge aus allen Gebieten der Naturwissenschaften, Forschungsberichte in kurzer Form, Anregungen zur Naturbeobachtung, Bücherschau und Preisfrage beschließen das wertvolle und anregende Heft. zweier Küche aus. Dann fesselte eine Mordgeschichte für geraume Zeit die Aufmerksamkeit der belustigten Zuhörer. Bei einer galanten Promenade wurden neben den ranken Teilnehmerinnen auch die fünf prächtigen Windspiele gebührend bewundert. Starken und verdienten Beifall fanden dann die auf der Bühne aufgeführten Witze, die sich durch Kürze 'und Schlagkraft auszeichneten. £)ann wurde man gar im Geiste in den fernen Osten entführt, in ein japanisches Teehaus, wo es Geishas in bunten Kostümen, außerdem auch einen originellen Tanz in tiefer Dunkelheit (für den die Tänzerinnen in phos- poreszierenden Kostümen auftraten) zu sehen gab. Die „alte Wiener Schießbude" brachte hübsche Figurinen, die, wie sie von den Schützen aus dem Publikum getroffen wurden, zu fingen und zu tanzen anhuben. Eine getanzte Huldigung für Johann Strauß und der blaue Donauwellenwalzer beschlossen den ersten Teil des anregenden Programms. „Alte und neue Jagd" betitelte sich dann eine kurze Szene zwischen einer Jägerin des 12. und einer des 20. Jahrhunderts. Schließlich brachte in interessanter Abwechslung das Programm der Revue sogar ein Pferd auf die Bühne, das sich bei seinen Darbietungen sehr im Rahmen der Ereignisse des Abends hielt: es tanzte! Dann nahm wieder eine dekora- Üve Riesenfächerparade unter dem Titel „Donauzauber" Auge und Ohr in Anspruch. Der Revuestar vom Easino „Chic de Paris", N o a n a, zeigte sich dann in einem sorgfältig aufgeführten graziösen Fächertanz. Zum Abschluß gab es dann noch einige volkstümltthe Szenen von der Alm und von Tirol mit Jodlern und Watschentanz. Die Revue klang mit dem Aufzug einer Schau alter österreichischer Regimenter nach den Klängen ihrer Märsche aus. Aus dem großen Ensemble ragten Maria S k i n a, die bewegliche akrobatische Tänzerin und ihr Partner Erich Schiffer, Georg Lorenz, der Ansager, und seine temperamentvolle Partnerin Mia Kainz und Sonja Holzmüller, die Schulreiterin hervor. Das Ballett der „Wiener Walzermadeln" und das Elfa-Thaler-Ballett sorgten geschickt für den bewegten, tanzenden und singenden Rahmen um die Solisten. Wohl niemand der zahlreichen Besucher konnte und wollte sich der beschwingten Heiterkeit und Schönheit, die der Abend brachte, entziehen. Morgen Gedenk-Appelle der Wehrmacht. Am morgigen 9. März, dem 50. Jahrestag des Todes Kaiser Wilhelms I., finden auf Befehl des Führers und Obersten Befehlshabers der Wehrmacht Adolf Hiller in allen Garnisonen Appelle der Truppenteile und Dienststellen der Wehrmacht statt. Bei diesen Appellen sollen die Kommandeure des Kaisers Wilhelm I. als des Reorganisators der preußischen Armee, des Führers der Einigunaskriege 1864 und 1870/71 und des Gründers des Zweiten Reiches gedenken. Militärische Heldengedenkfeier. Die Truppentelle des Standortes Gießen unserer Wehrmacht werden am nächsten Sonntag, 13. März, 10 Uhr vormittags, auf dem Trieb zur militärischen Heldengedenkfeier in Paradeaufstellung antreten. Im Mittelpunkt der Feier wird eine Ansprache des Standortältesten stehen. Die Feier findet ihren Abschluß mit einem Vorbeimarsch sämtlicher Truppen vor dem Standortältesten, der dazu vor der Volks- Halle Ausstellung nehmen wird. Handarbeits-Ausstellung der Aliceschule. Die Alice-Schule tritt gegenwärtig mit einer Ausstellung an die Oe fentlichkeit, die Einblick gestattet in eine Arbeit, die ich sonst im Stillen vollzieht. Die Schau ist um so ehenswerter, weil in ihr vieles gezeigt wird, was vorbildlich genannt werden darf und für die Heranwachsende Generation (mit denen sich die angehenden technischen Lehrerinnen zu befassen haben werden) beispielhaft wird. Man gewinnt bei einem Gang durch die Ausstellung, die mehrere große Schulräume ausfüllt, rasch die Heber- zeugung, daß die technischen Lehrerinnen, die aus dieser Schule hervorgehen, berechtigt und berufen sein werden, der weiblichen Jugend auf dem Gebiete der Handarbeiten den Weg zu weisen. SA. sammelt Altpapier und Pappe. Aufruf von Obergruppenführer Beckerle. NSG. Arn Samstag, 12., und Sonntag, 13. März, wird sich die SA.-Gruppe Hessen wieder einmal durch die Tat in die vorderste Front für die Erfüllung des zweiten Dierjahresplanes einreihen. Es gilt, durch eine Stoßaktton im gesamten Gruppengebiet die ungeheuren Mengen wertvollen Alt- papieres und Pappe durch die SA. zu erfassen, die gewöhnlich als wertloses Heizmaterial oder sonstwie nutzlos verkommen. Die deutsche Wirtschaft kann und will es sich auf die Dauer nicht leisten, daß diese Mengen Altpapier, die jährlich dem Volksvermögen verloren gehen, weiterhin dem Produktionsprozeß entzogen werden. Durch vorherige aufklärende Werbung und prak- ttsche Erfassung dieses Rohstoffes Altpapier wird die SA.-Gruppe Hessen dafür sorgen, daß diese Werte der deutschen Wirtschaft wieder zugeführt und verwendet werden können. Die örtlichen Einheiten der SA. im Gruppengebiet werden sich an die Betriebe. Behörden. Geschäfte und Haushaltungen mit der Aufforderung wenden, für den Tag der Stohaktion die gefummelten Papiermengen sortiert bereit- zuhalten, damit eine schnelle und schlagartige Durchführung der Aktion gewährleistet werden kann. Ich appelliere deshalb an das gesunde Gemein- schaftsgefühl eines jeden Volksgenossen und weiß, daß auch dieser Einsatz der SÄ. bei der Bevölkerung die entsprechende Unterstützung finden wird. Durch die kleine und doch so wichtige Tat hat hier wieder einmal jeder Volksgenosse Gelegenheit, mitzuhelfen bei der Durchführung des Vierjahresplanes und somit dem Führer einen kleinen Teil des Dankes abzustatten, den wir ihm alle schuldig sind. Trage deshalb jeder Volksgenosse dazu bei, daß auch dieser Einsatz der SA.-Gruppe Hessen eine erfolgreiche Gemeinschaftsarbeit wird, deren Ergebnis wiederum unserer deutschen Wirtschaft zugute kommen wird. Die SA., die infolge ihrer Organisation und Stärke den letzten Haushalt im Bereich der Gruppe Hessen erfassen kann, wird durch eigenes Vorbild und persönlichen Einsatz erneut beweisen, daß sie überall dort, wo es gilt, der Volksgemeinschaft zu dienen, zur Stelle ist. Der Führer der Gruppe Hessen: B e ck e r l e, Obergruppenführer. Die Fülle der Dinge ist im Rahmen eines kurzen Berichtes kaum zu umreißen. Die Schülerinnen der Alice-Schule werden eben mit allen wichtigen Techniken der Handarbeit vertraut gemacht. Dom einfachsten Hemdchen für das Kleinkind bis zum fertigen kleidsamen Kostüm, von der feinen und mit zartesten Ornamenten geschmückten Tüll-Tischdecke bis zum lebhaft bunten handgewebten Wandbehang für das Kinderzimmer ist dort alles zu sehen. Alle Arbeit war und rft bestimmt von dem Wunsche zur völligen Materialaerechtheit,' zur vollendeten Farbenharmonie von Dem Bestreben nach schlichter und doch edler Formgebung und sauberen handwerklichen Ausführung. Dabei blieb immer der Phantasie und der Erfindungsgabe der einzelnen Schülerinnen breiter Raum zu schöpferischer Tätigkeit. Reben vielen Handarbeiten, die von den Schülerinnen zum größten Teil außerhalb der Schulzeit vollendet werden mußten, sah man auch interessante zeichnerische Studien, durch die den Schülerinnen die theoretische Grundlage für die Gestaltung von Ornamenten, für Farbenwahl, Gestaltung und Entwurf von Kleidungsstücken usw. gegeben wurde. Interessant zu hören, daß die Schülerinnen des Handarbeitsseminars auch für einige Tage in der Schwalm weilten und dort die alte Volkskunst in den Trachten studierten. Daraus erwuchs manche wertvolle Anregung. In zahlreichen Zeichnungen, Aufsätzen, bunten Probestickereien waren wesentliche Schmuckmotive bäuerlicher Handarbeit festgehalten worden. Irühjahrs-Kaufmannsgehilfenprüfung Am vergangenen Sonntagvormittag versammelten sich die am Abschluß ihrer Lehre stehenden kaufmännischen Lehrlinge aus Jndusttie, Groß- und Einzelhandel der Kreise Gießen, Alsfeld und Lauterbachs im Hofe der Oeffentlichen Handelslehranstalt, Gießen, um sich dem schriftlichen Teil der diesjährigen Frühjahrskaufmannsgehilfenprüfung zu unterziehen. Der Leiter des kaufmännischen Prüfungsamtes der Industrie- und Handelskammer Gießen, Pg. E. Schulte, wies zu Beginn in einer kurzen Ansprache die Lehrlinge auf den Sinn und die Bedeutung dieser Prüfung im nationalsozialistischen Staat hin. Eine rege Tätigkeit der einzelnen, von der Kammer eingesetzten Prüfungsausschüsse setzte sodann in allen Unterrichtsräumen der OeHL. ein, mußten doch an diesem Vormittag rund 180 Lehrlinge ihre Kenntnisse und Fähigkeiten im deutschen Aussatz, in kaufmännischer Betriebslehre, in Buchhaltung, kaufmännischem Rechnen, in Kurzschrift und Maschinenschreiben zeigen. Dank der guten Vorbereitung des Ablaufs der Prüfung konnte diese gegen 13 Uhr abgeschlossen werden. Wilhelm Fenchel, Oberhörgern, f Am Sonntag verstarb im Johanniterkrankenhaus in Rieder-Weisel im 64. Lebensjahr nach langer Krankheit der bekannte ehemalige Vorkämpfer des hessischen Landvolkes Wilhelm Fenchel aus Ober-Hörgern. Mit ihm ist einer der treuesten und beliebtesten der hessischen Bauern dahingegangen. Einfach und schlicht in seinem Wesen war er um so eifriger und unermüdlicher in feinen Taten. Wo es auch war, Wilhelm Fenchel war stets hilfsbereit und jederzeit zur Stelle. Wer zu ihm kam, fand immer ein willig Ohr. Er war ein Volksmann, wie man ihn selten findet. Mit großer Liebe hing er an seinem Berufsstand, dem seine Lebensarbeit gewidmet war. In den hessischen Bauernhäusern, insbesondere aber in seiner oberhessischen Heimat, hatte der Name Wilhelm Fenchel einen guten Klang. Sein Leben führte ihn frühzeitig in die völkische Bewegung. Jahrelang war er Mitglied des Deutschvölkischen Schutz- und Trutzbundes und Inhaber der Ehrennadel. Nach dem Tode von Ph. Köhler (Langsdorf) wurde er dessen Nachfolger im hessischen Landtag. Lange Jahre war er hier Schriftführer und Mitglied des Gesetzgebungsausschusses. Jahrzehntelang gehörte er dem Provinzialtag der Provinz Oberhessen und dem Kreistag des Kreises Gießen an. Im Gießener Kreisausschuß entfaltete er eine besonders rührige Arbeit für feine engere Heimat. Dem Evangelischen Landeskirchentag gehörte er als Mitglied der positiven Vereinigung an. Als Mitglied des Landwirtschaftskammerausschusses für Oberhessen und der Landwirtschaftskammer für Hessen war Wilhelm Fenchel, der rührige Provinzialvorsitzende des hessischen Landbundes für Oberhessen, immer auf dem Posten, wenn es galt, bäuerliche Belange zu vertreten. Mit großer Liebe leitete er lange Jahre den Kreisziegenzuchtverein Gießen; im Jahre 1934 wurde er zum Ehrenmitglied der Kreisfachgruppe Ziegenzüchter Oberhessen ernannt. Ferner war er Ehrenmitglied des Ziegenzuchtvereins in Gießen. Dem ländlichen Genossenschaftswesen war seine Arbeit ebenfalls gewidmet. Lange Jahre war er Ausschußmitglied im hessischen landwirtschaftlichen Genossenschaftsverband. Ebenso gehörte er dem Aufsichtsrat der Molkereigenossenschaft Osthekrn-Nieder-Weisel und der Spar- und Leihkasse Hungen an. Auch war er Mitgründer der Dolks- bank in Gießen. Große Freude bereitete ihm seine Ernennung zum Ehrenvorsitzenden des Vereins ehem. Landwirtschaftsschüler in Friedberg. Seinen Lebensabend verbrachte Wilh. Fenchel in dörflicher Ruhe. Die jahrelangen Kämpfe und das rastlose Arbeiten im Dienste der Allgemeinheit waren an dem tapferen Mann nicht spurlos vorübergegangtzn. Ein altes Herzleiden machte feinem Leben ein Ende. Mit Wilhelm Fenchel ist ein echter deutscher Mann dahingegangen. Im hessischen Landvolk wird man ihn und sein Wirken stets in dankbarer Erinnerung behalten. Gietzener Docheumarktprelse. * Gießen, 8. März. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Deutsche feine Molkereibutter, % kg 1,57 Mark, feine Molkereibutter 1,52, Markenbutter 1,55 bis 1,60 Mark, Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 5 bis 10, Eier, deutsche, Klasse A 12%, Klasse C 11 %„ Klasse D 10%, Wirsing, % kg 12 bis 14, Weißkraut 10, Rotkraut 12 bis 13, gelbe Rüben und Karotten 12, rote Rüben 10 bis 12, Spinat 18 bis 20, Unterkohlrabi 8, Grünkohl 15, Rosenkohl 25 bis 28, Feldsalat, Vio 8 bis 10, Tomaten, % kg 40 bis 45, Zwiebeln 12 bis 14, Meerrettich 30 bis 60, Schwarzwurzeln 25 dis 35, KarV155-305 9 IHM YIM PUTZT ALLES toffeln, % kg 5 Pf., 5 kg 45 Pf., 50 kg 3,30 bis 3,90 Mark, Aepfel, % kg 12 bis 28 Pf., Hähne 1,20 bis 1,25 Mark, Blumenkohl, bas Stück 35 bis 50 Pf., Salat 20 bis 30, Endivien 10 bis 25, Lauch 5 bis 8, Sellerie 10 bis 35, Rettich 5 bis 10, Radieschen, das Bündel 20 Pf. * ** D i e „Er ft e". Generalmajor a. D. Fritz hatte — wie wiederholt in den letzten Jahren — das Weidmannsheil, am Abend des gestrigen 7. März die erste Schnepfe im Gießener Stadtwald zu erlegen. ** Arbeitsjubilare bei der Stadt Gießen. Am heutigen Tage kann der bei dem hiesigen städtischen Wasserwerk beschäftigte Strecken« wärter Heinrich Körber auf eine 40jährige Dienstzeit bei der Stadt Gießen zurückblicken. Als Rohrleger trat der Jubilar bei dem Wasserwerk ein, er kam dann später in den Außendienst. Hier hat er wichtige Aufgaben zu erfüllen, so u. a. die lieber« wachung der ganzen Wasserwerksanlage zwischen Oueckborn und Gießen, ferner fällt in sein Aufgabenbereich noch die Ueberwachung und Reinigung der Ouellenanlage im Stadtwald und die Betreuung und der Hoch-, Mittel- und Niederdruckbehälter. Mnt Stolz kann der Jubilar auf eine ununterbrochene 40jährige Tätigkeit zurückblicken. — 30 Jahre in städtischen Diensten ist mit dem heutigen Tage der Bühnenarbeiter unseres Stadttbeaters Wilhelm Schweitzer. Herr Schweitzer gegärt zu den besten Mitarbeitern unseres Bühnenbildners Löffler und hat sich in den vielen Jahren seiner Tätigkeit als Bühnenarbeiter durch großen Fleiß und vorbildliche Gewissenhaftigkeit ausgezeichnet. Sehr vielseitig war seine Tätigfeit, und selbst die schwierigsten Arbeiten meisterte er allein. Seinen jüngeren Arbetts« kameraden war er stets ein juter Freund und Berater. Beide Jubilare wurden im Kreise ihrer Arbeitskameraden geehrt und ihnen ein persönlich gehaltenes Glückwunschschreiben des Herrn Oberbürgermeisters überreicht. ** Städtischer Brennholzverkauf. Bei der jüngsten Brennholzzuweisung aus dem Stadtwald wurden folgende Preise erziell: Buchenscheiter A 11 RM., B 8 bis 9 RM., Eichenscheiter A 6 bis 7 RM., B 5 RM., Buchenknüppel A 7.50 Reichsmark, B 6 RM.; Eichenknüppel A 5 RM., B 4 RM.; Buchenreiser 2. Klasse, je 100 Wellen, 18 RM., 3. Klasse 14 bis 15 Reichsmark. Dom V-Zug erfaßt und getötet. LPD. Frankfurt a.M., 7. März. Der Kraft- fahrer einer Sachsenhäuser Firma wollte am späten Abend den Heimweg abkürzen und ging über d i e Gleise der Eisenbahn am Strahlenberger Weg. Ein um diese Zeit, diese Stelle paffiererroer O-Zug erfaßte den Mann und tötete ihn auf der Stelle. Abenteuer in Paris. Zftoman von Hans Hirthammer. Copyright by Verlag Oskar Meister, Werdau i. Sa. 2. Fortsetzung. (Nachdruck verboten!) Herr Kyrillis, ein kleiner, beweglicher Mann, zuckte ratlos die Schultern. „Ich wüßte wirklich nicht, wem ich eine solche Schurkerei zutrauen könnte. Mein Personal steht seit Jahren in meinen Diensten — ich verbürge mich für diese Leute." „Oh, tun Sie das nicht! Man hat in dieser Beziehung schon die tollsten Dinge erlebt. Die geraubten Juwelen und Schmucksachen haben einen Wert von vielen Hunderttausenden. Das kann dem bravsten Mann den Sinn verwirren. — Eigentlich unverantwortlich leichtsinnig von Ihnen, Herr Kyrillis, daß Sie solche Werte unverwahrt liegen haben!" Kyrillis krümmte sich vor Verzweiflung. „Die Objekte werden jeden Abend vor Ladenschluß in einen Stahltresor eingeschlossen. Ich bitte Sie, wer hätte denn vermutet, daß man am Hellen Tag, in einer der verkehrsreichsten Geschäftsstraßen--!" „Ja, weiß Gott, es ist das tollste Ding, das ich in den zwanzig Jahren meiner kriminalistischen Laufbahn erlebt habe. — Uebrigens ist die Transportkiste, die bei dem Einbruch die Hauptrolle spielte, heute mittag bei einem Holzhändler in Treptow aufgefunden worden. Wir können uns jetzt ein ganz genaues Bild davon machen, wie Der Einbruch durchgeführt wurde." „Ah, sehr interessant!" warf Direktor Wörlen ein. „Würden Sie uns erzählen?" Er war im eigentlichsten Sinne Der Hauptleidtragende. Denn seine Gesellschaft hatte sich wohl oder übel dazu bequemen müssen. Die Versicherungssumme in Höhe von nahezu sechshunderttausend Marc an Herrn Kyrillis zur Auszahlung zu bringen. Kriminalrat Godin lehnte sich im Sesiel zurück, richtete einen beschwörenden Blick auf seine Zigarre und begann zu sprechen. „Die Verbrecher — es handelt sich um eine Bande von vier Mann — bauten ihren tollkühnen Plan auf Der Tatsache auf, daß Sie mitsamt Ihrem Personal von zwölf bis zwei Uhr Mittagspause machen, daß sich also innerhalb dieser zwei Stunden niemand im Laden befindet. Und nun wickelte sich Der Vorgang folgendermaßen ab: Eines Tages fährt kurz nach zwölf Uhr ein Lastauto vor Ihrem Laden m der Friedrichstraße vor, Eine große Kiste wird abgeladen und — da Der ßaDen geschloffen ist — vor der Tür niedergestellt. Die zahlreichen Passan« ten, die um diese Zeit die Friedrichstraße beleben, finden nichts Auffallendes Daran, Daß die beiden ßaftträger und Der Chauffeur des Autos die unfreiwillige Arbeitspause Dazu benützen, ihr Mittagbrot zu verzehren. Die zwei Burschen sitzen also in aller Seelenruhe auf der Kiste, vertilgen eine Wurst- stulle nach Der anderen und rauchen schließlich noch eine DerDauungszigarette." „Eine Kaltblütigkeit!..." gab Direktor Wörlen in miDermiUiger Anerkennung zu. „Nur diese Kaltblütigkeit verhalf Dem Unternehmen zum Erfolg. — Es vergeht also eine volle StunDe. Nun scheinen die Burschen des Wartens doch überdrüssig zu werden, sie beratschlagen noch eine Weile, Dann laben sie die Kiste wieder auf das Auto, Der Chauffeur gibt Gas — und Herr Kyrillis ist um eine Kleinigkeit ärmer geworden." „Danke für Die Kleinigkeit!" stöhnte Kyrillis. „Sie haben' wohl am wenigsten GrunD zum Stöhnen?" Wörlen sog roütenD an seiner Zigarre. „UnD — wie ging nun Der eigentliche Einbruch vor sich?"' „Verblüffend einfach! Die Der Ladentür zugekehrte Seite Der Kiste war mit einem nach innen aufklappbaren Deckel versehen. Der vierte Mann, der sich im Innern Der Kiste befand, nahm den Deckel ab, schnitt mit einer feinen Säge die Füllung der Ladentür heraus unD hatte nun freien Weg in Den Laden und zurück. In aller Behaglichkeit traf er seine Auswahl unter Herrn-Kyrillis Kostbarkeiten und verstaute die Wertstücke, Die vor seinen Augen Gnade fanden, in Der Kiste. Ihre JnnenwänDe waren zu diesem Zweck mit Ledertaschen versehen. Nach getaner Arbeit kroch er in die Kiste zurück, kittete Die Füllung wieder in die Tür, schloß die Kiste zu und gab durch ein Klopfzeichen Den Befehl zum Aufbruch. — Sie sehen, das Unternehmen war denkbar einfach." „Ansichtssache!" brummte Direktor Wörlen. „Ebenso einfach scheint die Flucht ins Ausland gewesen zu sein, obgleich bereits eine Stunde nach dem Bekanntwerden des Verbrechens Die Grenzen gesperrt worden waren." Kriminalrat Gobin hob die Schultern. „Das rft immer mehr oder minder eine theoretische Angelegenheit. Die Herrschaften werden sich rechtzeitig Pässe und Visa besorgt haben — und man kann schließlich nicht die Koffer und Schuhsohlen sämtlicher Reisenden nach geheimen Verstecken untersuchen. Wir wollen zufrieden sein, daß wir jetzt in Paris ihre Spur gesunden haben." „Na, ich bin ja außerordentlich gespannt, was der morgige Tag bringen wird. Ruland wird mir sofort eine Depesche senden, selbstverständlich werde ich den Bericht umgehend an Sie weitergeben." Der Kriminalrat unterdrückte ein spöttisches Lächeln. „Ich sehe Ihrer Nachricht mit begreiflicher Spannung entgegen." „Ich sehe Da eigentlich noch nicht ganz klar!" wandte Kyrillis ein, während er unruhig auf seinem Sessel hin- und herrutschte. „Wenn ich recht verstanden habe, tritt also Herr Ruland sozusagen als Bevollmächtiger eines Hehlers in Verhandlungen mit Den Dieben ein?" „Richtig!" begann Direktor Wörlen etwas ungeduldig noch einmal zu erklären. „Wir haben Die Information von unserer Brüsseler Zweigstelle hereinbekommen. Dort sprach vor einigen Tagen ein Aufkäufer vor, Der angab, von einer Pariser Firma ein vorteilhaftes Verkaufsangebot erhalten zu haben. Er habe die Absicht, sich die Sachen anzusehen und wünsche Auskunft Darüber, in welcher Form er sich im Falle eines größeren Kaufes gegen einen Diebstahl während der Rückreise versichern lassen könne. Der Gesamtwert belaufe sich nach Angabe Der Firma auf etwa sechshuttderttausend Mark." Die Miene Des Juweliers bewies, daß ihm nunmehr die Erleuchtung gekommen war. „Aha, jetzt verstehe ich! Ihr Herr Ruland soll sich also morgen als Bevollmächtigter jenes Brüsseler Händlers ausgeben und ... ja wie Denn? — wird er Die Ware taufen oder--" „Natürlich nicht! Herr Ruland ist im Besitz Ihrer Liste, und wenn sich bei Der Besichtigung herausstellt, daß es sich tatsächlich um Ihr Eigentum handelt, Dann wird die Polizei sofort zugreifen." Kyrillis stieß einen kurz Pfiff aus. „Sehr gut! Wenn aber Die Herrschaften rechtzeitig Lunte gerochen haben? Wenn sie sich morgen vormittag im Hotel „Esplanade" gar nicht blicken lassen? Oder wenn sie Den Spieß umdrehen und Ihrem braven Ruland einen Streich spielen?" „Das wollen wir nicht hoffen. Ich habe bas Unternehmen so geheim wie möglich vorbereitet. Außer meinem Brüsseler Geschäftsleiter, ferner Herrn Ruland, Ihnen und mir weiß niemand etwas davon. Herrn Ruland habe ich ftrengftes Stillschweigen gegen jedermann anbefohlen. Der Brüsseler Händler endlich ist infolge einer falschen Drahtnachricht aus Paris Der Meinung, daß Die Zusammenkunft eine Woche später stattfinden soll." „Hm, da müßte ja eigentlich alles klappen." „Das wird es! Warten Sie nur ab!" „Es märe schön!" entgegnete Kyrillis. In Wirklichkeit schien er aber nicht ganz so fest von Dem , Erfolg überzeugt. Vielleicht dachte er an einen gewissen Herrn, Der einen lilafarbenen Anzug und eine altmodische Pikeeweste trug ... 4. Die Reisenden des Pariser Nachtexpreß hatten die Paßkontrolle hinter sich. „Wenn mich der Beamte nicht aufgeweckt hätte, dann würde ich voraussichtlich bis Paris Durchgeschlafen haben." „Das ift der gesegnete Schlaf Der Jugend!" lächelte Heinz Stadler galant. „Es war eine Freude, Ihnen zuzugucken. Ich hatte einen ernstlichen Zorn auf Den Franzosen, als er Sie so herzlos in Die rauhe Wirklichkeit zurückriß. Wahrscheinlich haben Sie gerade etwas Wunderschönes geträumt!" „Da muß ich Sie leider enttäuschen!" lachte Gerda Bosch. „Ich träume nämlich überhaupt nicht. Aber wenigstens scheine ich ausnahmsweise mal nicht geschnarcht zu haben. Ober doch?" „Leider nicht! Ich hätte es zu gern gehört. — Uebrigens: es wird jetzt Zeit, Fräulein Bosch, baß wir uns über unser Pariser Programm schlüssig werden. Wie lange wollen Sie bleiben?" „Mein lieber Herr Philologe, Sie sind sicher ein durchaus erfreulicher Zeitgenosse; aber ich finde, baß Ihre Neugierde entschieden zu weit geht. Sie scheinen sich über Die Möglichkeiten unserer flüchtigen Bekanntschaft allzu kühnen Erwartungen hinzu- geben. Zunächst hätte ich doch wohl ein Recht darauf, von Ihnen einige Auskünfte zu erhalten." „Was für Auskünfte?" „Wie tarnen Sie zu Der Kenntnis, baß mein Verlobter im gleichen Zug reift? Woher wissen Sie, baß ich mich erst im letzten Augenblick entschlossen habe, mit nach Paris zu fahren?" „Ader mein liebes Fräulein, Das ift Doch ganz einfach zu erklären! Sie erweckten schon in Berlin an Der Sperre meine Aufmerksamkeit. Meine Be- geifterung über Ihren Anblick erhielt freilich einen beträchtlichen Dampfer, als ich entdecken mußte, Daß Sie sich in Begleitung eines Herrn befanden. Sie folgten Diesem Herrn in sein Abteil. Na, und als Sie mir Dann erzählten, daß Sie verlobt seien, Da konnte ich mir Doch Denken, daß jener Herr Ihr Verlobter war. Die weitere Folgerung, baß Ihre Reise- pläne erst im letzten Augenblick gefaßt wurden, war naheliegend. Sie hätten Doch Dem Manne, ben Sie liebten, Diesen Plan nicht lange verheimlichen können! Warum Sie bas tun, ift mir freilich schleierhaft. Vielleicht handelt es sich nur um eine freudige Ueberraschung, Die Sie Ihrem Verlobten bei Der Ankunft in Paris bereiten wollen?" (Fortsetzung folgt) ' 515®; V I bfl5 Dt>n rr J a n !,liib »r be|Ui | »ate Ms F'Ä« ( LK Ks |t«ffCn MdU liegt ÄQ"LS>«rsf i Menben 5 ■’-’S'Bmn. ?'?> M. Aua- Schweinfurt Mm Jonntjg ^(ü v 1900 Aetzlar Sinn S'Uerg W Mar $Qb Nj,,hEUn ’Ä -< 8 Da« i > in V[ti( W5S4M riM Ä I-»; Ile. '*.5 b|3 12 ^unkohl 5 .b's 10, L k£ 1 kf 3-30 bi- ■> ftatjne 1,20 bls 50 Pf '°.uch 5 bis « '^eschen, bas ° Fritz 1 ^Hren — e5 Migen er 6tabhnato er Stadt der bei dem trgte Strecken- 'ne 40jährige uckblicken. Als Wasserwerk ein, st- Hier hat er a. die lieber, nlage zwischen m sein Auf, inb Reinigung die Betreuung ctbehälter. M ^unterbrochene .30 Jahre in igen Tage her ters Wilhelm t zu den besten 5 Löffler und Tätigkeit als und Vorbild« Sehr vielseitig )wierigsten Ar- igeren Arbeits« reunb und Bereise ihrer Ar- persönlich ge« Trn Dberbür« zoerkauf. ng aus dem zielt-. Buchen. Cichenscheiter nüppel A 7.50 pel A 5 M., je 100 Wellen, mark. getötet. irz. Der Kraft« Me am späten ging über lStrahlenberaer lle passierender ete ihn auf ifen flerm, ter ne altmoi* it«jprefe W» ijgeoeif M- Paris burw' ter 2N-nd!' ir eine Freute- östlichen Z°ru „ in die euch h haben ®ie Ä» eife mal «* üben? ZK Ler flücht'S^ W- ,uekh°lt-n- lis, JjL eie, N Sfe* !Tä£ tef«^ «I« l. t« erl»W L Der- Ä । «-Ji.«" 5--’ 9Jl.-$pOTt DasReit- und Fahrturnier in Frankfurt. NSG. Am 5. uni) 6. März fand in Frankfurt an Main das 5. große Reit, und Fahrturnier statt, dcs von der SA.«Gruppe Hessen gemeinsam jrit dem Frankfurter Reit» und Fahr. Ifl u b veranstaltet wurde und von Tausenden von Zuschauern besucht war. Die Gefamtleitung hatte L'">ergruppenführer Beckerle. Es gab Material, und Eignungsprüfungen |ur Reitpferde, Dressurprüfungen oller Klassen, Jagd, ssaingen der Klassen leicht, mittel und schwer, ein Aückejagdspringen und Gespannvorführungen. Die Irteiligung war außerordentlich gut. Fast 400 4'ferde waren gemeldet. Aus allen Teilen des Seiches kamen die Pferde der SA., ff, der Wehr, r ächt und der bedeutenden Privatställe. Neben der Lvvallerieschule Hannover mit ihrem alänzenden Naterial und hervorragenden Reitern brachte die Behrmacht gutes Material für alle Prüfungen in tr< Bahn. Große Erfolge konnte auch die SA.- ÖTuppe verzeichnen. Beim leichten Jagdspringen ging es über Hinder- r.sse bis zu 1,20 Meter. Die Anforderungen steiger- tm sich beim schweren Jagdspringen bis zu 1,65 Mer hoch und 1,60 Meter breit. Bei diesem springen kam es zu einem aufregenden Stechen Mschen SA.-Sturmbannführer I e n i s ch auf „Di- omat" und Leutnant Perl-Mückenberger cjf „Wange". Beim Patrouillenspringen kam es fcnrauf an, die Mannschaft geschlossen über die lvndernisse zu bringen. Hierbei ging Die Patrouille ier SA. -Gruppe Hessen vor den Wehr- r achtspatrouillen als Sieaer hervor. Beim Glücks- j:gdfprinaen über 20 Hindernisse holte sich Wacht- reiftet Höltig auf „Nemo" vor Rottenführer Känelt auf „Erlkönig" den Sieg. Bei diesem ( pringen verlor ein Reiter, Prinz W i t g e n ft*e i n, be Bügel und sprang 12 der schwierigen Hinder- msse ohne Bügel. In einem Jagdspringen siegte v-A.-Rottenführer Krone auf „Bella", einem $-feri), das während der Woche im Gespann geht, h einem anderen Springen Scharführer Kil- l i n g e r aus „Figaro". In einer großen Schauvorführung zeigten die Äll.-Reiter der Gruppe Hessen Ausschnitte aus :»rer Ausbildungsarbeit. Jungreiter boten Frei- ifcungen auf dem Pferd, SA.-Reiter Voltigier- Übungen und Quadrillereiten. Als besondere Ueberraschung führten 12 SA.- Reiter der Gruppe Hessen das „Rosenwunder" vor, ein Hindernisspringen in der verdunkelten Bahn, bei dem über jedem Hindernis ein mit Girlanden geschmückter Bogen gespannt war. Auf jedem Bogen brannten Hunderte von kleinen Lämpchen. Äuä) das Trompeterkorps des Reiterregiments 6 Darmstadt zeigte eine exakte Schauvorführung und vereinigte sich zum Schluß mit dem Musikzug der Reiterstandarte 49 zur Siegerehrung und zum Spiel der Nationalhymnen. Bei der Siegerehrung be« glückwünschten Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger, Obergruppenführer B e ck e r l e , Generalleutnant Leeb, General der Artillerie D o l l m a n n und Senator Rott die erfolgreichen Reiter und übergaben ihnen die Ehrenpreise. 21 Meldungen zur OeutschenWafferball-Meisterfchast. Zu den Kämpfen um die deutsche Wasserballmeisterschaft 1938 sind 21 Meldungen eingegangen, ein Ergebnis, das alle Erwartungen übertrifft. Im ver- gangenen Jahr hatten sich nur 13 Vereine eingeschrieben. Folgende Mannschaften werden den Kampf um den von den Wasserfreunden Hannover gehaltenen Titel aufnehmen: Bayern 07 Nürnberg, München 189,9, Schwaben Stuttgart, Aachen 06, Schwimmsportfreunde Wuppertal, Duisburg 98, Bocholter WSV., Münster 91, Wasserfreunde Hannover, WSV. Hannover-Linden, Hellas Magdeburg, ff • Sportgemeinschaft Magdeburg Wiking Chemnitz, Leipziger SC. 1930, Post SB. Stephan Breslau, Gleiwitz 1900, ASV. Breslau, Spandau 04, Weißensee 96, Königsberger SC. 01 und Prussia Königsberg. Deutschland gegen die Schweiz oder Portugal! Die Auslosung zur Fuhball-Dellmeislerschast. Im Uhrensaal des französischen Außenministeriums fand am Samstag in Anwesenheit des Dor- sitzenden des Internationalen Fußball-Verbandes, des französischen Unterstaatssekretärs für Leibeserziehung, Courson, sowie der Vertreter der be- tciligten Nationen die Auslosung für die 3. Fuß- ball-Weltmeisterschaft 1938 statt. Deutschlands Gegner für das Vorrundenspiel am 5. Juni ist der Sieger aus dem Treffen Schweiz gegen Portugal. 1. Schwimlllweltkälllpfe der SA.-Standarle 116 I Am gestrigen Montagabend trafen sich im Gie- fener Volksbad die Schwimmer der SA.-Standarte 116 zu einem Wettkampf. So wie alle anderen Sportarten, wird auch das Schwimmen innerhalb ter SA.-Gemeinschaft eifrig gepflegt, im Hinblick terauf, daß die Forderung erfüllt wird, wonack (•ber Deutsche des Schwimmens kundig sein soll. lUnb nicht allein das: er soll nötigenfalls auch in ter Lage sein, einen Mitmenschen vom Tode des Ertrinkens zu retten. Unter diesem Gesichtspunkt leistete die SA. schon leit langer Zeit vorbildliche Nreitenarbeit, die sich auch auf die gesamte Sport- crt Schwimmen erstreckte. Die einzelnen Stürme batten dadurch Gelegenheit, in ihren Reihen einige üdjtige Schwimmer heranzubilden, deren Können 'b wert fortgeschritten war, daß man sie zu einem Äettkampf antreten lassen konnte. Es ist erfreulich, baß auf die Ausschreibungen der SA.-Standarte 116 hin von den einzelnen Stürmen zahlreiche Melangen abgegeben und auch erfüllt wurden. So ‘ batte sich eine stattliche Anzahl Schwimmer zu dem Leistungskämpf eingefunden, der recht gute Erfolge .eitigte. Die SA. kann mit der Veranstaltung zu- vieden sein. Die Wettkämpfer gaben ihr Bestes ;• er. Viele Zuschauer säumten das Schwimmbecken and verfolgten mit Interesse die einzelnen Wett- ■lämpfe. Den Abschluß bildete ein Wasserkampfball- piel, bei dem es manche heitere Szene gab. Oie Ergebnisse: 6 Bahnen Bru st schwimmen (Altersklasse 18 bis 32 Jahre): 1. SA.-Mann Straub, Pi. 3/116, 1:36,2 Min.; 2. SA.-Mann Volkert, Pi. 2/116, 1:47,2 Min.; 3. Sturmmann Hermann, Na./116, 1:54,2 Min.; 4. Rottf. Michael, 11/116, 1:56,6 Min.; 5. Rottf. Gelinek, Pi. 2/116, 1:59,2 Min. 4 Bahnen Bru st schwimmen ^Altersklasse 35 bis 40 Jahre): 1. O.-Trupps. Walther, Pi. 2/116, 1:13 Min.: 2. O.-Scharf. Haus, Pi. 2/116, 1:19,7 Min. 2 Bahnen Brustschwimmen (Altersklasse 46 bis 50 Jahre): 1. Scharf. Scharf, 24/116, 38,5 Sek. 4 Bahnen Kra ulschw imm e n : 1. Scharf. Gerhard, Pi. 2/116, 59,5 Sek.;'2. Sturmmann Weimer, 43/116. Streckentauchen:!. Rottf. Thraum, Na./116, 34 Meter, 29,1 Sek.; 2. SA.-Mann Straub, Pi. 3/116, 33 Meter, 27,4 Sek.; 3. Rottf. Matthies, 3/116, 31,5 Meter, 29,6 Sek.; 4. Rottf. Michael, 11/116, 17 Meter, 18,1 Sek. Tellertauchen: 1. SA.-Mann Straub, Pi. 3/116, 12 Teller, 22,9 Sek.; 2. Scharf. Weeg, Na./116, 12 Teller, 25 Sek.; 3. Scharf. Roth, Na./116, 10 Teller, 18,2 Sek. und Trupps. Beckmann, 43/116, 11 Teller, 26 Sek.; 4. Scharf. Sauer, Standarte 116, 10 Teller, 35,5 Sek. 6X4 Bahnen Bruststaffel (Altersklasse 18 bis 34 Jahre): 1. Na./116, 6:18,5 Min.; 2. Pi. 2/116 (1. Mannschaft) 7,14 Min.; 3. 11/116, 7,43 Min.; 4. Pi. 2/116 (2. Mannschaft) 7:55,6 Min.; 5. 2/116, 7:59,6 Min. 4X2 Bahnen Bruststaffel (Altersklasse 35 bis 44 Jahre): 1. Pi. 2/116, 2:20,5 Min. Fußball-Ergebnisse der Sauliga-Mannschasten. In Hessen hat Meister Spv. Kassel nun keine Aussichten mehr auf eine erfolgreiche Titelverteidigung, da er in Hanau mit 2:3 unterlag. Die Ent- «cheidung liegt allein zwischen Hanau und dem SC. 03 Kassel, der in Fulda die Borussen mit 2:1 »ezwang. Hersfeld mußte seine letzten Hoffnungen ift Groß-Auheim begraben, wo der VfB. angesichts )»es drohenden Abstiegs Riesenkräfte entwickelte und 1:1 gewann. Gau Südwest: Borussia Neunkirchen — FK. 03 Pirmasens 2:0. Gau Bayern: Bayern München — 1. FC. Nürnberg 2:0; Spvg. Fürth — Jahn Regensburg L:2; BC. Augsburg — 1860 München 0:2; Schwaben Augsburg — Wacker München 2:0; FC. 05 Schweinfurt — VfB. Ingolstadt 3:1. Oie Tabelle o 4 9 8 6 8 8 8 10 11 11 5 0 4 3 5 3 4 3 1 2 6 Pkte. 31:5 28:8 22:14 19:19 17:17 17:19 16:20 15:19 13:21 8:24 8:28 Spiele 18 18 18 19 17 18 18 17 17 16 18 13 14 9 8 6 7 6 6 6 3 1 1.900 Wetzlar Sinn Sissenberg Raunheim Burg Steinberg Butzbach Frohnhausen steindorf Lollar der Fußball-Bezirksklasse Gießen. Nach dem vergangenen ereignisreichen Spiel- njnntag hat die Tabelle der Fußballbezirksklasfe Ziehen folgendes Aussehen: Gew. Unentsch. Verl. Ergebnisse der Vezirksklassen der Nachbarschaft. Friedberg: SV. 1920 Großkarben — SV. 06 Bad-Nauheim 5:3; FC. 09 Oberstedten — Phönix Bad Vilbel 3:0; FSV. Niederslorstadt — Viktoria Kirdorf 1:3. Marburg: VfL. Biedenkopf — VfL. 1860 Marburg 0:4; Germania Marburg — VfL. Wallau 2:3. Das Aufstiegspiel in Lich. VsR. Lich I - Vfv. R. Gießen l 5:4 (1:2). Das Spiel in Lich stand für die Gießener unter einem ungünstigen Stern, denn die Mannschaft mußte auf fünf ihrer besten Spieler verzichten. Das soll aber nicht den Sieg der Licher schmälern, die über sich hinauswuchsen und ihr bestes Spiel lieferten. Vielleicht wäre das Spiel anders ausgegangen, wenn nicht Fenster kurz vor Halbzeit durch einen Beinbruch verletzt worden wäre. Mit nur zehn Mann mußten die Grünweißen Zweidrittel der Spielzeit durchstehen. Das Spiel begann mit vorsichtigem Abtasten der Mannschaften; eine Ecke für die Grünweißen ging ins Aus. Heß konnte nach fünf Minuten auf Vorlage von Fehling den Führungstreffer anbringen. Kurz darauf war es Fleischhauer, der zum zweiten Male ins. Schwarze traf. Hatte man mit einem hohen Sieg der Grünweißen gerechnet, so erwies sich dies als großer Irrtum, denn die Gastgeber drängten, und nur den prachtvollen Paraden Gottschalks war es zu verdanken, daß kein Tor fiel. Die Grünweißen konnten das Spiel wieder offen gestalten, der Torwart der Licher zeigte sich von der besten Seite und bekam oft für feine Leistungen Beifall. Eine Ecke für Lich ergab in der 25. Minute den Halbzeitstand. Verschiedene Ecken für die Grünweißen brachten nichts ein; Fenster, der bei einem Zusammenprall vom Feld getragen wurde, fehlte sehr. Die Gastgeber drängten nun auf Ausgleich, der in der zweiten Minute nach dem Wechsel fiel. Die Grünweißen waren durch diesen Erfolg der Gastgeber verblüfft, nichts wollte der Mannschaft gelingen, und die Licher konnten in kurzer Zeit mit Zwei Toren in Führung gehen. Diese Erfolge versuchten die Grünweißen, die jetzt das Spiel in der Hand hatten, auszugleichen, und Heß konnte im Anschluß an einen Freistoß auf 4:3 verkürzen. Als drei Minuten später Berlebach den Ausgleich erzielte, setzte ein dramatischer Kampf um den Sieg ein. Die Grünweißen hatten die gesamte Mannschaft nach vorne geworfen, um zum Erfolg zu kommen, aber nichts wollte gelingen. Als kurz vor Schluß die Licher im Durchbruch das Siegestor schießen konnten, zogen sie ihre Mannschaft zurück und konnten glücklich über die Zeit kommen. Die Licher konnten durch ihren ungeheuren Siegeswillen und Kampfeifer gefallen, technisch waren die Grünweißen überlegen. Vfv.-R. Gießen III — Staufenberg I 7:1. Einen hohen Sieg konnte die dritte Mannschaft des DfB.-R. erzielen und somit die im Vorspiel erlittene Niederlage ausgleichen. Fußball-Ergebnisse der Kreisllassen. 1. Sreisklasse. Lollar 2. — Klein-Linden 1. 5:3. Lollars zweite Mannschaft trat komplett an, das Spiel wurde sehr fair durchgeführt. Rüddingshausen — Großen-Buseck 2:5. Rüddingshausen mußte auf eigenem Platze gegen die besser spielenden Großen-Busecker eine Niederlage einstecken. Steinbach 1. — 1 900 Gießen 2. 0:5. Die technisch bessere Mannschaft gewann verdient, auch in dieser Höhe. 2. Kreisklasse. Flensungen — Geilshausen 1:1. Man hatte mit einem Siege der Geilshäufer gerechnet, aber es reichte nur zu einem Unentschieden. Wißmar 1. — Heuchelheim 2. 5:1. Wißmar hat eine gute Mannschaft, die der Meisterschaft in ihrer Gruppe immer näher rückt. VfB.-R. Gieß?n 3. — Staufenberg L 7:1. Die VfB.er traten durch zwei Spieler aus der zweiten Mannschaft verstärkt an und konnten dadurch so hoch gewinnen. Daub ringen — Grüningen 3:1. Ein anständiges Spiel. Die Platzbesitzer gewannen verdient. Hessen gegen Bayern. Zwischenrunde um den Handball-Adlerpreis. Das Fachamt Handball hat bereits die Zwischen« runbenpaarungen im Adlerpreis-Wettbewerb für den 20. März bekanntgegeben. Die Spiele finden an noch zu bestimmenden Orten in den erstgenannten Gauen statt. Die Paarungen lauten: Hessen gegen Bayern; Mitte — Brandenburg; Pommern gegen Schlesien; Mittelrhein — Niederrhein. Wenig Betrieb aufdenHandballfeldem In Kassel kam der Gau Hessen zu einem verdienten 9:6» (2:2-) Sieg über Westfalen und damit Wirifchast. Rhein-Mainische Börse. INiltagsbörse uneinheitlich. Frankfurt a. M., 7. März. Zum Wochenbeginn änderte sich das vorangegangene Börsenbild nicht grundlegend. Es blieb bei sehr geringen Umsätzen am Aktienmarkt mit durchweg Kurs- oeränberungen kleinen Ausmaßes nach oben und unten. Der Appell des Reichswirtschaftsministers auf der Leipziger Messe zur Weltwirtschaft gab größere Anregungen, besonders wurden die Hinweise auf die deutsche gesteigerte Exportkrast beachtet. Als Sonderbewegung erhöhten sich Bemberg durch Käufe für rheinische Rechnung in Dividendenerwartungen um 1,25 v. H. IG. Farben ebenfalls bei einigen größeren Umsätzen um 0,40, Scheide- anstalt 0,50 v. H. fester, dagegen Erdöl und Goldschmidt je 0,75 v. H. schwächer. Automobilwerte überwiegend leicht abgeschwächt, so Daimler 0,50, BMW. 0,25, dagegen Adlerwerke auf Abschlußerwartungen wieder 0,25 v. H. freundlicher. Der Montanmarkt brachte überwiegend Kursrückgänge, so verloren Harpener 1,50, Buderus 1,25, Verein. Stahlwerke und Hoesch je 0,25 v. H. Rheinstahl Dagegen 0,50 v. H. anfangs fester. Sehr ruhig lag der Elektromarkt, wobei der anhaltende Rückgang von Siemens, diesmal wieder um 1,50 v. H., verstimmte. AEG. behauptet. Bauwerte ohne besondere Veränderung. Am Zellstoftmarkte Waldhof im Gegensatz zur Vorwoche wieder 2 v. H. fester. Von Maschinenwerten Demag um 0,75 v. H. niedriger, Moenus behauptet. Am Rentenmarkt hält die unverändert große Nachfrage an. Altbesitz zogen 0,13 o. H. an. Kommunal-Umschuldung bis 96,20 (96,15), Rentenbankablösung bis 95,13 (95,05) gehandelt. Am Pfandbrief markt muhten die meisten Werte bei unveränderter Marktlage, also Nachfrage ohne An- aebot, wieder im Kurs ausgesetzt werden. Ebenfalls unverändert, wenn auch nicht in der Dringlichkeit wie Pfandbriefe, blieben Kommunal-Obliga- tionen gesucht. Auch im Verlaufe blieben Renten zu eher etwas steigenden Kursen gefragt, so lagen Städte- Altbesitz um 0,25, Rentenbank-Ablösung um weitere 0,05, späte Schuldbücher um 0,13 v. H. über dem Anfangskurs. Aktien zeigten ebenfalls Widerstandskraft bei zahlreichen Kursaufschlägen um etwa 0,25 v. H. VDM. in Erwartung einer Divi- dendenerhöhung um erneut 1 v. H. höher, Großbankwerte zumeist 0,25 v. H. gebessert. Am Einheitsmarkt überwogen die Kurserholungen, es gewannen Schramm weitere 1,25 v. H., Konserven Braun 1 v. H., Seil Wolff 0,50 v. H. Aber ^Gritzner durch Zufallsorder 1 v. H. schwächer. Im Freiverkehr gab es kaum Veränderungen, Ufa 1 v. H. höher, gesucht waren Sekt- Aktien, so Feist bei 75, Geiling 76, Kupferberg 95. Die Börse schloß ruhig mit freundlicher Kurshaltung. — Tagesgeld wieder 2,50 v. H. Abendbörse etwas freundlicher. Die Abendbörse verlief außerordentlich ruhig, die Hauptmärkte zeigten jedoch eine etwas freundlichere Haltung. -Die Mittagsschlußkurse wurden verschiedentlich um 0,25 v. H. überschritten, so Vereinigte Stahlwerke 112,75. Auch die übrigen Montanwerke etwas höher genannt. IG.-Farben ruhig und bei 159,75 gut behauptet, Farbenbonds ebenfalls unverändert 130,65. Verschiedene Einheitswerte weiterhin gefragt, Seil Wolff erneut 0,50 v. H. höher. Im Verlaufe schwächten sich Deutsche Linoleum ab, sie waren bei 174 angeboten (mittags 174,40). Im Freiverkehr Schaumweinaktien gesucht und bis zu 2 v. H. fester genannt. Renten unverändert gefragt, Dekosama paßten sich dem erhöhten Berliner Schlußkurse an. Die Abendbörse schloß freundlich. Es notierten im einzelnen Farbenbonds 130,65, 4,50 Frankfurter Stadtanleihe 99,75, Adca 105,90/Commerzbank 123,90, Deutsche Bank 128, Dresdner Bank 115,25, Ilse Genüsse 142, Mannesmann 114,40, Rheinstahl 144,50, Verein. Stahl 112,75, Adler 120,50, MAN. 130,50, Bemberg 146,75, Demag 147, Erdöl 141,25, Scheideanstalt 250, Licht & Kraft 147, IG. Farben 159,75, Frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. M., 7. März. Es notierten (Getreide je Tonne, alles übrige je 100 Kilogramm) in Mark: Weizen W13 211, W16 214, W19 218, W 20 220, Roggen R 12 193, R15 196, R 18 200, R 19 202. Großhandelspreise der Mühlen der genannten Preisgebiete. Futtergerfte —, Futterhafer —, Weizenmehl Type 812 W 13 29,50, W 16 29,60, W19 29,60, W 20 29,95, Roggenmehl Type 1150 R 12 22,45, R15 22,80, R18 23,30, R19 23,50 plus 50 Pf. Frachtausgleich. Weizenfuttermehl 13,60; Weizenkleie W13 10,75, W16 10,90, W19 11,10, W 20 11,20, Roggenkleie R 12 9,95, R 15 10,15, R 18 10,40, R 19 10,50 Mühlenfestpreis ab Mühlenstation. Soyaschrot —, Palmkuchen —, Erdnußkuchen —, Treber 14,— Höchstpreis ab Erzeugerstation, Trockenschnitzel —, Heu gut, gesund und trocken —, do. drahtgepreßt —, Weizen- und Roggenstroh drahtgepreßt und gebündelt. Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 8. März. (Vorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Dorauftrieb: 585 Kälber, 141 Hämmel, 52 Schafe, 4160 Schweine. Es kosteten: Kälber 30 bis 65 Mark, Hämmel 34 bis 52, Schafe 30 bis 42, Schweine 49,50 bis 56,50 Mark. — Marktverlauf: Kälber und Schweine zugeteilt, Schafe und Hämmel mittelmäßig. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börfe. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 4 v. H., Lombardzinsfuß 5 v. H. Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. HL Frankfurt a. M. Berlin Frankfurt a. M. Berlin Schluß« kurS Schlutzk. Abend- börse Schluß, turs Schluß! Mittag- börse Schluß- kurs Schluß?. Abenb- börse Schlußkurs Schluß!. Mittagbörse Damm 5.3 7.3. 53. 7-3. Damm 5-3- 7-3- 5.3. 7 3- 5% Deutsche Reichsanlethe v. 1927 4% Deutsche Reichsanl. von 1934 4Vi% Deutsche Retchsschatzanwei- 101,9 99,5 99,9 108 101,25 100,8 100,1 132,75 100 102 99,5 130,25 100 102,25 102,5 111,4 136,5 78 78,5 131.9 213 123,75 127,75 115 102 99,75 99,9 108 101 100,9 100 132,9 100 102 100 100 99,5 139,65 100 102,25 102,2 111,45 136,5 78,25 131,9 123,9 128 115,25 102 99,65 99,9 100,8 100 132,9 100 100 139,9 102,25 111,6 136,5 132,5 78,5 78,65 131,9 211,9 135,65 123,75 127,75 115 101,9 99,75 99,9 101 100,9 100 132,8 100 100 1404 102,2 111,6 136 132 212 123,9 128 115,25 Accumulatoren-Fabrik.......14 Aschaffenburg Zellstoff........ 6 Bemberg................... O 231 141 144,75 169,25 167 142 141,75 249,5 174,25 131 146,75 160 140,75 147.25 146 49,65 115 163 109 118 121 114,65 152,5 137,25 144,5 126,5 150,4 179,5 205,5 210,75 112,75 99,9 108,75 146 231 141,25 146,75 170 120,25 166,5 141,5 141,25 250 174,4 147 159,75 140,75 147,5 145,5 48,65 171,5 114,75 163 142 118 120,25 96 114,4 137,75 233 144,5 126,75 151 179,25 204 210,5 112,75 .99,75 108,5 148 29 232 141,4 145 169,9 210,75 142 120,75 142 174,75 131,5 147 160,25 141 147,5 146 169 114,75 162,5 163,5 142,25 108,75 118,13 158,13 114,5 152 108,9 232,75 145 126.9 150,4 179,75 95,5 204 112,65 99,5 108,75 148 230 141,75 146,5 170,5 121,25 210,75 141,65 120,5 140,75 173,75 131 147 159,65 139,75 148 145,75 49 171 114,65 163,5 142,5 118 158,25 120,75 114,13 152 108,75 232,65 145 126,9 151 179 95 204,5 112,5 995 148,5 29,25 *y2% Deutsche Reichsschatzanweisungen von 1935, II. ftolge ... 4Vio,o Deutsche Reichsschayanwei- sungen von 1936, III. Folge .. 6yt% Doung Anleihe von 1930 .. 4Vi% Hessische Voltsstaat von 1939 •«,»••• 2,47t 2,478 MTS 2,«Ö sucKkÄute . JEDER, kZ£*ff€4tl idcrZüMÄ mcbaücn! ^Z„ > Mil Aus der engeren Heimat in die Zwischenrunde. In den Pflichtspielen war diesmal nicht viel los. Die Gauklasse ruhte und auch die Bezirksklasse war nur wenig beschäftigt. Der To. Hörnsheim unterlag gegen den Tuspo. Niedergirmes ziemlich eindeutig 10:6 (4:4). Bis zur Pause war das Spiel ziemlich ausgeglichen. Nach und nach kam Niedergirmes aber auf und stellte schließlich einen sicheren Sieg sicher. — Der Tv. Roth trat in Lützellinden nicht an und verzichtete so kampflos aus Spiel und Punkte. Freundschaftsspiele: s Tv. Wißmar — Tv. Atzbach 12:9 (5:5), Tv. Garbenheim — Tv. Wetzlar 12:12 (7:7). Ein Probespiel für die demnächst beginnenden Aufstiegspiele lieferten sich in Wißmar die einheimische Mannschaft und der Tv. Atzbach. Nach den dieser den tödlichen Stich gegen seinen Schwiegervater geführt habe, besteht nicht. Unfälle auf dem Lande. Der 26jährige Arbeiter Heinrich Wolf von Lollar erlitt am Sonntag beim Fußballspiel einen Unterschenkelbruch. — Mit erlMichen Gc- sichtsoerletzungen und einer Gehirnerschütterung, erlitten durch einen unglücklichen Sturz, mußte der 27jährige Arbeiter Ernst Nieß von Nieder- Gemünden in ärztliche Behandlung gebracht werden. — Mit einer schweren Infektion einer Wunde am linken Oberschenkel, der erst keine/Beachtung geschenkt worden war, mußte der Anftrsi- cher Ludwig Hofmann von Beuern nach Gießen gebracht werden. — Durch die Unvorsichtigkeit des Lehrlings, der ihn mit dem Borschlaghammer an den Kopf traf, erlitt der 34jährige Schmied Heinrich Wssber von Leihgestern eine schwere Wunde an der Stirn. Sämtliche Verunglückte mußten in die Chirurgische Klinik nach Gießen gebracht werden. Eisenbahnbrücke über die Lumda fertiggestellt. = Mainzlar, 7. März. Die neue Eisenbahnbrücke, die in den vergangenen Wochen vorbereitet morgen war, wurde in der Nacht zum Sonntag ihrer Bestimmung übergeben. Die alte Brücke wurde um die Mitternachtsstunde mit Hilfe von Seilwinden abgeschleift und die fertigkonstruierte neue Brücke an ihre Stelle gebracht. Die neue Brücke erscheint wuchtiger und hat außerdem zu beiden Seiten Laufstege. Die Baustelle war hell erleuchtet. Zahlreiche Einwohner unseres Ortes und der Umgebung fanden sich an der Arbeitsstelle ein, um diesen nicht alltäglichen Arbeitsvorgang zu beobachten. Die fahrplanmäßigen Züge am Sonntagmorgen konnten bereits über die neue Brücke verkehren. Tagung der Gerichtsbehördenleiter. legende Fragen der Rechtspflege und der Justiz, Verwaltung an. Die Tagung endete mit einem tu, meradschaftlichen Beisammensein. Kreis Wetzlar. O Lützellinden, 6. März. Unsere Fried. Hofsanlagen, bestehend aus dem alten und dem neuen Friedhof, sind für unsere Gemeinde, die zirka 1200 Einwohner zählt, nicht mehr ausreichend. Der neue Friedhof, der im Jahre 1912 angelegt wurde, ist bereits vollständig belegt, so daß von per Gemeindeverwaltung eine Lösung der Platzfrage ms Auge gefaßt werden mußte. Nach Prüfung der Sach, läge durch die Gemeindevertretung, ob der an der Straße gelegene alte Friedhof neu belegt oder der anschließende neue Friedhof erweitert werden soll, hat sich die Gemeinde für letzteres entschlossen. Zu diesem Zwecke soll ein nebenanhegenöes Grundstück angekauft und dadurch der neue Friedhof bedeutend vergrößert werden. Für die Einteilung und Anlage von Wegen im neuen Friedhof sind jedoch einige Umbettungen erforderlich. Mit den notwendigen Arbeiten soll in Kürze begonnen werden. Rundfunkprogramm Mittwoch, 9. März. 6 Uhr: Morgenspruch. — Gymnastik. 6.30: Früh- konzert. In der Pause, 7: Nachrichten. 8.10: Gym- nastik. 8.30: Froher Klang zur Werkspause. 9.30: Nur Frankfurt: Gaunachrichten. 9.40: Das Volk erzählt. 10: Schulfunk. Und fetzet ihr nicht das Leben ein! Deutsche Kriegslieder. 11.40: Volk und Wirtschaft. Kurzarbeit ist unzeitgemäß. 12: Aus Gießen (aus dem Heeresbauamt): Werkskonzert. Ausfuh- rumr Regimentsmusik IR. 116, Ltg. Musikmeister Wohlfarth. — Gefolgschaftschor, Ltg. Mufikunter- offizier Ronge. — Akkordeon: Alfred Becker. 13: Zeitangabe, Nachrichten, Schneeberichte, Straßen. Wetterdienst — Wetterberichte für Frankfurt, Kur- Hessen, Eifel- und Moselgebiet, Südbaden. 13.15: Mittagskonzert. Das kleine Rundfunkorchester, Lei. tunq- Willi Sara. 14: Nachrichten -aus dem Sende- bezirk. 14.10: Musik nach Tisch. 15: Kleines Konzert. 15.30: Wir dienen stumm, am Pflug die Faust. Eine Hörfolge aus dem Landdienst der deutschen Jugend. 16: Nachmittagskonzert. 18: Kamerad, wo bist du? 18.30: Per aspera ad astral (Fliegerlieder auf Schallplatten.) 18.45: Fliegendes Deutschland. 19: Nachrichten. 19.10: Unser singendes, klingendes Frankfurt. 21: Stunde der jungen Nation. Anruf und Verkündung der Toten. Eine Kantate. 21.30: Klang der Landschaft. Eifelbauer — Eifellied. 22: Nachrichten. 22.30: Unterhaltung und Tanz. 24 bis Schwerverletzt auf der Straße aufgefunden. * Wie se ck, 8. März. Am Sonntagabend fand matt hin auf der Straße einen Soldaten der Garnison Gießen schwerverletzt und besinnungslos auf. Der bedauernswerte Mann mußte der Chirurgischen Klinik in Gießen zugeführt werden, wo er heute früh noch besinnungslos d a r n i e d e r l i e g t. Allem Anschein nach handelt es sich um einen Unglücksfall. Die Ermittlungen der Gendarmerie sind noch im Gange. Gießener Feuerwehr bei Wiesecker Kameraden. Die Gießener Freiwillige Feuerwehr unternahm gestern äbend nach einer Exerzierübung einen Geländemarsch über den Trieb nach Wieseck. Beim Gastwirt Schepers hatten sich einige Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Wieseck und einige Ehrenmitglieder der Gießener Freiwilligen Feuerwehr mit dem Ehrenhauptbrandmeister Fritz W e n- z e l eingefunden, um eine Stunde der Kameradschaft zusammen mit der Gießener Freiwilligen Feuerwehr zu verleben. Hauptbrandmeister Koch von der Gießener Feuerwehr gina hier auf den Sinn und Zweck des Uebungsmarsches ein und dankte den Wiesecker Kameraden für ihr Erscheinen. Er überbrachte zugleich der Wiesecker Freiwil- Leistungen zu urteilen, hat Wißmar tatsächlich große Aussichten, aufzusteigen. . Interessant war die Begegnung der alten Rivalen in Garbenheim. Die Einheimischen konnten allerdings nicht immer überzeugen. Das Unentschieden muß als Glücksumstand bewertet werden. Ein knapper Sieg von Wetzlar wäre am Platz gewesen. Hitler-Jugend Dann 116 Gießen. Vannmeisterschaft. 1. Flieger-Gef. 196 Punkte; 2. Marine-Ges. 187. 3. 2/116 145; 4. 5/116 139; 5. 10/116 C Nachrichtenschar 112; 7. Gef. 4/116 99; 8. 13/116 68; 9. 3/116 53. 10. 1/116 44; U. 8/116 3?; 12- 15/116 31; 13. 9/116 20; 14. 11/116 20; 15. 7/116 14; 16. 12/116 11; 17. Motorfchar 10; 18. 6/116 5; 19. 14/116 2; 20. 16/116 0; 21. 17/116 0 Punkte. ligen Feuerwehr die Glückwünsche zu ihrem 1 5 i a h- r-gen Bestehen und überreichte dem Wehrführer, Oberbrandmeister Schäfer, ein Ehrengeschenk. Oberbrandmeister Schäfer (Wieseck) dankte der Gießener Westr für dieses Geschenk und gab der Hoffnung Ausdruck, daß das kameradschaftliche Verhältnis ein noch engeres werden möge. Nachdem Brandinspektor Lenz (Gießen) noch in längeren Ausführungen über Zweck und Sinn des Feuer- wehrdienstes gesprochen hatte, verblieb man noch kurze Zeit in kameradschaftlichem Geiste beisammen. Mit dem Wunsch, noch öfter zu solchem wertvollen Gedankenaustausch beieinander zu sein, verabschiedete sich die Gießener Wehr von ihren Wiesecker Kameraden. Oer tragische Familienstreit in Grünberg. Nach den bisherigen Ergebnissen der Ermittlungen in dem von uns gemeldeten tragischen Familien st reit in der Familie Vieregge in G r ü n b e r g ist mit aller Wahrscheinlichkeit damit zu rechnen, daß der Familienvater Otto Vier- egge angesichts seiner im Sterben liegenden Tochter, der er bekanntlich den tödlichen Schuß beigebracht hatte, und seiner von ihm schwerverletzten Ehefrau sich selbst den tödlichen Stich in die Brust b e i g e b r a ch t hat. Ein hinreichender Tatverdacht gegen den Schwiegersohn Vieregges, den gleichfalls schwerverletzten Paul Wsll, daß Lpd. Darmstadt, 7. März. Die dienstaufsichtführenden Richter der Land- und Amtsgerichte des Oberlandesgerichtsbezirks Darmstadt waren auf Einladung des Oberlandesgerichtspräsidenten Dr. Scriba zu einer Arbeitstagung zusammengekommen. Der Begrüßungsansprache des Oberlandesgerichtspräsidenten, die sich vor allem mit der Bedeutung und den Pflichten des Amtes der gerichtlichen 'Behördenleiter befaßte, schloffen sich mehr- stündige Erörterungen und Aussprachen über gründ-1 2: Nachtkonzert. Glö BrühPsche Druckerei, Schulstraße 7. Anruf 2251 Geschmackvoll Vornehm Persönlich Diese 3 wesentlichen Eigenschaften der guten Familien-Drucksache bietet Ihnen In zahlreichen neuzeitlichen Aue- führungsarton schnell und zu mMBIgen Preisen Günther Unser Stammhalter ist angelommen Luise Bäulke, geb. porth Theodor Ääulke Gießen, den 5. März 1938 (z. Z. Üniversltäts-Frauenklinil) 01052 Gewlnnanszug 5. Klasse 50. Preußisch-Süddeutsche (276. Preuß.) 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Gießen, den 7. März 1938. Der Oberbürgermeister: Ritter. Vereine Verein Creditre- form e.V.Gießen Generalversamni' lung am 11.März um 18 Uhr im Büro b. Vereins. Tagesordnung: 1. Geschäftsbericht ; 2. Vor- standswahl: 3. Aenderung ber §§ 9,13 unb 23 ber Salzungen; 4. Verschieben. Rebner: R.-A. Zimm er,G.,Horst- Wessel-Wall 31, H.W.Grießbauer G,Bahnhfstr.79. Der Vorstand. Doppelherz stets fabrikfrisch 1.75, 3.30 und 4.20 Leere Flaschen nehme zurück 1935 Rj. Rechnung des Städtischen Gaswerks für 1935 Rj. 6. Rechnung des Städtischen Wasserwerks für 1935 Rj. 7. Rechnung des Städtischen Volksbades für 1935 Rj. Rechnung der Städtischen Straßenbahn für 1935 Rj. Rechnung des Zweckverbandes Arbeitsdienstabteilung 5/222 in Gießen für 1935 Rj. Errichtung einer Viehverteilungsstelle; hier: Futter- und Streugebühren für Tiere, die von der Viehverteilungsstelle nach dem Schlachthof verbracht werden und erst am folgenden Tage zur Schlachtung kommen. Aufnahme eines Darlehns von 53 200,— RM. bei der Deutschen Bau- und Bodenbank AG., Berlin, zur Weitergabe an die Gemeinnützige Wohnungsbau G. m. b. H. zwecks Errichtung von 46 Volkswohnungen am Leimenkauter- und Bekanntmachung. Am Donnerstag, dem 10. INärz 1938, 17 Uhr, findet im Stadthaus, Bergstraße 20, eine öffentliche Sitzung mit den Ratsherren mit folgender Tagesordnung statt: 1487C 1. II. Nachtragshaushaltssatzung und Nachtrags- Haushaltsplan der Stadt Gießen für das Rj. Kleiner ©arten oder Anteil m ber Nähe bes Theaters z.pachten gesucht.Schr. Angeb. u. 01061 an d. Gieß. Anz. Schwarz-weiße Stoff-Damen- SüMMe mit wertvollem Inhalt- gestern abend 23.30 Uhr Ecke Lieber Str. - Am Nahrungsberg verloren. Abzugeben geg. hoheBelohn.bei Dr. med. Griehmann Ebelstraße 31. Baumpfähle Rosenstäbe Latten ,o"1 Dachpappe Karbolineum Happel&Co. KI.Mühlgasse4 u.6 Ruf 3925 RäumunMaiii wegen Umzugs! oioe? GQnltige Einkaulsgelegeniieit in Oberhemden / Sporthemden Krawatten / Socken usw. bei Aug.Waag “k60 7. März 1938 24. Ziehungstag Ln der heutigen Dormlttagszlehung wurden gezogen 187686 163060 177845 357036 388877 80514 2368 8976 9065 73445 74127 81064 63564 69753 70371 37672 222670 290100 120555 164412 194604 234879 284417 336843 392893 110236 191624 238986 298772 324647 375420 145367 166656 208284 239884 285887 344495 6176 70522 124007 214342 257683 310338 336963 392710 88809 195818 13546 83478 99339 152088 191371 206752 235028 256568 280316 303632 349635 382481 58071 149680 190124 101993 161814 189690 230725 279494 329266 380901 107753 190040 231681 297311 317674 369031 99918 161783 194134 213066 236815 259774 281540 309560 350656 386778 326451 353390 112882 167096 197890 213514 241951 261375 294355 310167 354010 393149 105218 143569 205207 227184 273434 308513 328379 354682 116067 173755 201312 217636 246991 267782 294988 314799 365124 398705 29879 242513 83044 179055 123277 175726 202772 224823 248141 269947 295341 322261 365791 177137 217521 258737 315356 372834 10238 81707 1777411 219806 270200 311291 352800 11881 32855 58525 97739 124011 175743 204328 232817 250316 275623 301646 322927 367261 23917 140518 238667 44971 101769 160011 184209 222334 278263 316233 379942 134257 171668 213505 258458 300396 313254 342898 87686 I 101607 142078 184128 222343 272890 301976 113511 194486 257241 307362 336090 381776 154522 168915 211568 255311 313610 362355 107020 153973 205657 248138 279993 310425 334876 367923 109188 163782 212168 250329 285809 313029 341413 398703 13000 138649 230051 3462 116472 227491 244885 246733 297872 395377 303725 315012 38 Gewinne zu 1000 RM. 79990 93817 109318 165731 194299 218192 ön der heutigen Nachmittagözichung wurden gezogen Im Gewinnrade verblieben: 2 Gewinne zu se 1000000, 2 zu je 500000, 4 zu je 20000, 18 zu je 10000, 28 zu je 5000, 64 zu je 3000, 242 zu je 2000, 472 zu je 1000, 822 zu se 500, 1714 zu je 300, 39632 zu je 150 RAI. 247059 294928 326448 390252 96 Gewinne zu 500 RM 19267 45203 55023 66287 74595 76344 90303 ----- ------ 155781 2 Gewinne zu 10000 RM. 2 Gewinne zu 5000 RM. 6 Gewinne zu 3000 RM. 10 Gewinne zu 2000 RM. 126 Gewinne zu 300 RM. 32384 39188 50422 ____ _ . 87269 87686 88193 89924 95007 95613 95892 99381 140275 182279 220803 270819 301304 325213 343118 322744 ______ _____ ______ _ 92 Gewinne zu 500 RM. 4603 11582 15068 33752 39851 42643 64000 66463 68684 78694 on=1'< 97924 181016 228335 279570 312048 361399 Volkstümliche Naturwissenschaft in reichbebilderten, leichtverständlich geschriebenen Werken und in verschiedenen Preislagen bieten unsere Verlags- erzeugnisse. 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