Nr. 209 (Elftes Blatt 188. Zahrgang Mittwoch, 7. September 1938 krfchetnl täglich, außer Sonntags and Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild Die Scholl« monat$»Bc3ugspreis: Mit 4 Beilagen RM.1.95 Ohne Illustrierte , 1.80 Zustellgebühr , -.25 Auch E>ei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Zernsprechanfchlüffe enter Sammelnummer 225) Anschrift für Drahtnach richtens Anzeiger Sietzev Postscheckkonto: Srantfurt am Main 11686 Eichener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: SrSHIsche Univerfitätsdruckerei R. Lange in Sieben. Schriftleilung und Geschäftsstelle: Schulstrahe 7 Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis8'/,Uhr des Vormittags Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rps., für Textanzeigen von7Omm Breite 5ORpf.,Platzvorschrist nach vorh. Dereinbg. 25°/0 mehr. Ermäßigte Grundpreise: Stellen-, Vereins-, gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Rpf., Familienanzeigen, Bäder-, Unterrichts-u. behördliche Anzeigen 6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B Der Parteitag Großdeutschlands. Die Verkündung der Proklamation des Führers am ersten Tage des Nürnberger Parteikongreffes. SS ist recht getan! Der Parteitag Großdeutschland hat mit der feierlichen Stunde, in der die Proklamation des Führers verlesen wurde, seinen ersten Höhepunkt erreicht. Denn wer unter uns.empfände nicht das Bekenntnis, das Rudolf Heß im Namen der deutschen Nation zum Führer, zu seiner Sendung und seinen Taten ablegte, als sein eigenes? Wer von uns wäre nicht selber erfüllt von dem unerschütterlichen Glauben an Adolf Hitler, wer trüge nicht in sich das feste Wissen, daß alles das, was der Führer tut, recht getan ist uriö notwendig getan werden muß? Wer spürte nicht in seinem Innern die Gemeinschaft der Treue, die uns alle mit der. Persönlichkeit des Führers unlöslich verbindet und die es erst zuwege gebracht hat, daß alle jene herrlichen Erfolge heranreiften, die uns Adolf Hitler in seiner Botschaft vor Augen führte? Der Dank, den Rudolf Heß aussprach, war unser aller Dank, und er enthielt zugleich den Entschluß, auch weiterhin mitzuarbeiten und mitzukämpfen für das große Werk des Führers, das ja nicht um unsertwillen oder seinetwillen, sondern um D e u t s ch - lands willen vollendet werden soll. Was uns aber vorwärts treibt, das ist letzten Endes nicht die inzwischen erfolgte Bewährung der nationalsozialistischen Politik, sondern immer wieder der aus den Urtiefen unserer deutschen Seele kommende Glaube an den Führer und seine Idee, an em ewiges Volk und ein einiges Reich. Nur darum sagen und bekennen wir: Es ist recht getan, wenn Adolf Hitler die Ostmärker heimgeführt hat ins Deutsche Reich, wenn er unferm Volke eine neue Führungsorganisation gegeben, wenn er Deutschland von allen politischen und wirtschaftlichen Fesseln der Umwelt frei gemacht und es so gestärkt hat, daß es nun in ruhigem Vertrauen auf seine Kraft und im Bunde mit anderen, gleichgesinnten Weltmächten der jüdisch-bolschewistischen Zerstörungswut die Stirn bieten kann. Nicht umsonst stand am Beginn der Proklamation die Erinerung an jene Zeit, als Adolf Hitler in sich selbst und in seinen ersten Getreuen die Fundamente jenes politischen Glaubensbekenntnisses legte, das heute einem Volk von 75 Millionen zu eigen ist Immer bleibt die Erkenntnis des völkischen Wertes die Wurzel und der Ausgangspunkt jener großartigen Entwicklung des Reiches, die alle Welt in den letzten fünf Jahren staunend miterlebt hat. Was heute an „Wundern" geschieht, das war im Keim bereits vor zwanzig Jahren vorhanden, als der unbekannte Soldat den unerhörten Entschluß faßte, die damalige volksfremde Regierung durch eine volkseigene Regierung zu ersetzen. Daran sollen wir immer denken, wenn der eine oder andere unter uns vielleicht vor dem Uebermaß glücklicher Erfolge erschrecken und bange Fragen an die Zukunft stellen möchte. Ein Deutschland, das von der Autorität des Führes gelenkt wird und in sich keine volkszerspaltende Gegensätze duldet, wird immer unbesiegbar sein und die Garantie seines Fortbestandes, seines Blühens^und Gedeihens besitzen! In diesem Geiste vernehmen wir mit hoher Freude die proklamierten Erfolgstatsachen: die schnelle Ueberwindung der Arbeitslosenkrise in der Ostmark, die gesicherte Nahrungsversorgung auf Jahre hinaus, die steigende Produktion und Lebenshaltung, die endgültige Beseitigung der Blockadegefahr, den Gewinn der italienischen Freundschaft und vor allem — die Schaffung Großdeutschlands! H. Evers. 3n der Mrnderger Kongreßhalle. Nürnberg, B. Sept. (DNB) Das große Ereignis des Dienstag ist die feierliche Eröffnurig des Parteikongresses der NSDAP. Er bringt die Proklamation des Führers, die in Rückschau und Ausblick, Besinnung und Ausrichtung eine Manifestation des deutschen Lebenswillens darstellt. Der Parteikongreß 1938 ist der erste Kongreß der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei i m Grohd eutschen Reich. Zum erstenmal nehmen in der Kongreßhalle auch d'e Vertreter der sieben Gaue der Ostmark Platz. Schon eine Stunde vor Beginn des Kongresses ist die geroa/ige Halle, die 46 000 Zuhörer faßt, bis auf die für das Führerkorps der Partei und die Ehrengäste freigehaltenen Plätze gefüllt. Dicht an dicht drängen sich Zehntcrusende aus allen Gauen des Reiches. Die Uniformen aller Gliederungen der Bewegung und zahlreiche bunte Volkstrachten beleben das eindrucksvolle Bild. „Ein Volk, ein Reich, ein Wille" verkünden über der Eingangshalle goldene Lettern. In kurzer Zeit ist die Halle überfüllt. Aber auch die Tausende, die keinen Einlaß finden konnten, haben an einer Lautsprecheranlage vor der Halle Gelegenheit, die Stunde mitzuerleben. Namentlich an dem Eingangstor, das von von der Höhe der Halle lang herabwallenden gewaltigen Hakenkreuzbannern flankiert wird, drängt sich eine unübersehbare Menschenmenge, die der Ankunft des Führers harrt. Oer Führer trifft ein. Unter unbeschreiblichen Ovationen betritt um 11.30 Uhr der Führe die Halle, nachdem ihn am Eingang unter dem Jubel der draußen harrenden Massen die gesamte Führerschaft der Partei und des Staates mit dem Stellvertreter des Führers, Rudolf Heß, und Generalfeldmarschall Göring an der Spitze, den Willkommensgruß entboten hatte. Gefolgt von seinen Getreuen durchschreitet der Führer den breiten Mittelgang. Eine Minute später: Die Standarten und Stander halten Einzug. Unter den Klängen des Nibelungenmarsches nehmen sie ihren Weg durch den Mittelgang, um sich dann ganz am Ende der Halle, unter dem allen sichtbaren in strahlendem Licht erglänzenden hohen Symbol auf ansteigenden Stufen zu einem geschlossenen Block zu vereinen. Mitten unter den Standarten des Altreiches stehen nun auch die Standarten und Stander der deutschen Ostmark. Die Ouvertüre zu Wagners Oper „Rienzi", meisterlich vorgetragen unter der Stabführung von Generalmusikdirektor Adam, leitet zum Niederländischen Dankgebet über, das in einer für den Parteitag geschaffenen Bearbeitung von Arno Rentsch unter Leitung von Professor Bruno Kittel vom * W i r kW n : 'M &£&&&&& Der Führer wurde r^r der Kongreßhalle von der gesamten Führerschaft, der Pattei und des Staates mit dem Stellvertreter des Führers, Rudolf 5)- h - und Göring an der Spitze empfangen. Rechts Reichs°rgan,,°^i°nsle,ter vr, L e y Retchsoutzen Minister v o n R16 b e n t r o p und Reichsmmister R u st^Lmks Stabsches Lutze. (Bildtelegramm Scherl-Bilderdlenst-M.) 1 * f j * . ; ..>O' < *" ■<>- K Nach den einleitenden Worten des Stellvertreters des Führers verlas der Stabschef der SA. die Namen der gefallenen Nationalsozialisten. — (Bildtelegramm Scherl-Bilderdienst-M.) Bruno-Kittelschen-Chor, vorn Kölner Männergesangverein und von der Singschule Nürnberg zu Gehör gebracht wird. Die Kongreßteilnehmer haben sich von den Plätzen erhoben. Von der Orgel begleitet rauschen die gewaltigen, weihevollen Klange dieses Liedes durch die Halle: „Im Streite zur Seite ist Gott uns gestanden ..." Rudolf Heß eröffnet denKongreß. Dann tritt der Stellvertreter des Führers, Rudolf Heß, an das Podium, um den Kongreß zu eröffnen. Der Kongreß des ersten Großdeu-tschen Parteitages — des 10. Reichsparteitages der NSDAP. — ist eröffnet. Unser erstes Gedenken gilt — wie es zur Tradition geworden — zu Beginn des Kongresses unseren Toten. Die Namen der Nationalsozialisten, die im Kampf um die Macht gefallen sind,, die auf ostmärkischer Erde ihr Leben für Großdeutschland Hingaben, die im Ausland wegen ihrer Gesinnung bolschewistischer Mordgier zum Opfer fielen — ihre Namen verliest der Stabschef. Der Stabschef tritt an das Rednerpult. Während die Blutfahne hinter ihm Aufstellung nimmt und die Zehntausende sich in ehrfürchtigem Schweigen von den Plätzen erheben, erklingen die Namen der Männer, die ihre Treue zu Führer ujib Volk mit dem Tode besiegelten, zum ersten Male werden auch die Namen der Blutzeugen der Bewegung in der Ostmark mit denen ihrer Kameraden im Altreich verlesen. „Sie marschieren im Geist in unseren Reihen mit!" Feierlich verkündet es die Stimme eines Sprechers, als der Stabschef geendet. Rudolf Heß fetzt feine Rede fort: Wir haben derer gedacht, so sagt er u. a., die ihr Leben geopfert für ihren politischen Glauben, der auch uns beseelt. Ihr Opfer soll uns und allen, die noch uns kommen, Verpflichtung fein, unerschütterlich festzuhalten an diesem politischen Glauben, für den sie gestorben. Unsere erste Begrüßung gilt den hier anwesenden Angehörigen unserer Gefallenen. Ich begrüße ferner im Namen der Partei Deutschlands die Gäste aus dem In- und Ausland, an deren Spitze die hohen Vertreter fremder Mächte. Ich begrüße die anwesenden Delegationen anderer Völker, ganz besonders die Abordnung der Faschistischen Partei des befreundeten Italiens, an ihrer Spitze den alten Kämpfer des Duce, das Mitglied des Großen Faschistischen Rates F a r i n a c c i. Ihre Teilnahme am Reichsparteitag ist der erneute sichtbare Ausdruck der engen Verbundenheit zwischen den beiden großen Bollwerken gegen die Bolschewisie- rung Europas. Mein Gruß gilt weiter den hier anwesenden Vertretern der spanischen falan- g i st i s ch e n Partei, der wir Nationalsozialisten in aufrichtiger Sympathie mit der Hoffnung gegenüberstehen, daß der Bürgerkrieg in ihrem so gequälten Lande bald mit dem Siege der Kräfte der Ordnung und dem Siege Francos über die Zerstörung enden möge. Es ist mir ein Bedürfnis, von dieser Stelle aus den Gruß der Partei zu übermitteln an zwei der ältesten Mitkämpfer des Führers, die Krankheit zwang, zum ersten Male darauf zu verzichten, am Reichsparteitag teilzunehmen: Reichsschatzmeister Schwarz und Gauleiter M u t s ch m a n n. Nach dem Willen des Führers heißt der diesjährige Parteitag: „Parteitag Grohdeutfch- lands!" Welch anderen Namen könnte auch ein Parteitag tragen, dem wenige Monate zuvor das Ereignis voranging, das Generationen ersehnten, das sie im Liede besungen, um das sie im Kampfe gerungen: das größere Deutschland. Dank der Erfüllung des alten Hoffens konnte auf diesem Parteitag zum erffen- mate der Stabschef die Namen der Toten verlesen, deren wir bisher nur still gedachten — die Toten des letzten schweren Ringens der deutschen Ostmark um bfe Verwirklichung ihrer und unserer Sehnsucht. Den Gedanken d'er Toten der Ostmark fügen wir den Dank an alle diejenigen an, welche ihr Leben eingesetzt haben im Kampf um das Selbstbestimmungsrecht ihrer osimärkischen Heimat. Wir gedenken der Frauen der Ostmark, die mit ihren Männern Leid und Not, Verfolgung, Gefängnis, Demütigung und hunger geteilt haben. Den Müttern der Ostmark danken wir, daß auch dort die junge deutsche Generation die Bewährung ihres Glaubens in Opfer und Kampf so bewundernswert gezeigt, daß Kinder schon zu bewußten Kämpfern des Deutschtums wurden, daß ein starkes fanatisches junges Geschlecht in der Ostmark aufwächst. Die Gedanken der alten Kämpfer, sie gehen zurück die Reihe der Parteitage bis zu dem e r st e n aus dem Marsfeld zu München am 28. Januar 1923. An jenem kalten Wintertage versammelten Sie, mein Führer, die noch so kleine Zahl ihrer Kampftruppen und Übergaben die vier ersten Standarten der Bewegung. Standarten, die heute wieder, wie so oft schon an der Spitze van Hunderten anderer, für die diese ersten Standarten zum Vorbild wurden, ihren Einzug in diese Halle hielten. Stets ging die Bewegung aus dem Kampfe hervor, stets stärker im Vertrauen zum Führer. Immer unerschütterlicher wurde dieses Vertrauen und der Glaube an den Führer, den Führer, den dis Voi> sehung gesandt zur Errettung des deutschen Volkes und der deutschen Nation. Der Glaube an die Sendungdes Führers hat seine alten Kämpfer nie verlassen. Er wurde durch die Zeit und die Ereignisse nur immer gefestigter. Die Machtergreifung und das Wunder des Aufstiegs Deutschlands hat unseren Glauben unerschütterlich gemacht. Dieser Glaube ist inzwischen zum Glauben eines ganzen Volkes geworden. Das deutsche Volk weiß, daß alles, was der Führer tut, recht getan ist. Das deutsche Volk weiß, daß alles, was der Führer tut, notwendig ist für das Volk und für Deutschland. Das deutsche Volk weih, daß alles Handeln des Führers stets zum Guten ausschlug und alle Böswilligkeit der Gegner nur beitrug zum Erfolg.. Das deutsche Volk hat den Glauben, daß auch künftig alles Handeln des Führers getragen fein wird vom Segen des Höchsten. Mein Führer! An jenem ersten Parteitage erhoben Sie die Fahnen und Standarten zum Symbol der künftigen Fahne des Reiches. Angesichts dieser Oieproklamation desKührers vor-emparteikongreß 1, IN Reiches Staatsflaga neun Parteitagen wiederholt e werden sollte. In erhalten durch alle Schwierigkeiten und Fährnisse. Hätte ich damals statt der Kenntnis des Volkes die I Zusammenhang mit der Wühlarbeit der kornrnu- nistischen Internationale zur Darstellung bringt, dann aber vor allem die neuen Aufbaukräfte veranschaulicht, die dem Verfall einen unüberwindbaren Damm entgegengesetzt haben. Zur Eröffnung waren viele führende Männer der Partei und namhafte Persönlichkeiten des Le-utschen kulturellen Lebens erschienen. Dr. Ley wies darauf Nürnberg, 6. Sept. (DRV.) Am Dienstagnachmittag wurde in der Norishalle zu Nürnberg die Ausstellung „Europas Schicksalskampf im Oste nz/ nach Ansprachen des Reichsorganisationsleiters Dr. Ley und des Beauftragten des Führers für die Ueberwachung der gesamten geistigen und weltanschaulichen Erziehung der NSDAP., des Reichsleiters Alfred Rosenberg, durch ihren Schirmherrn, dem Stellvertreter des Führers, Rudolf Heß, feierlich eröffnet Die Schau gibt an Hand eines umfangreichen Bild- und Zahlenmaterials sowie zahlreicher Schriften, Gegen- stände und Dokumente einen umfassenden, lehrreichen Ueberblick über das Wesen und das histo- rische Wirken der Kräfte, die seit Beginn der abend- ländischen Geschichte um die innere und äußere Ge- staltung Europas gerungen haben. Die in etwa 30 Räumen untergebrachte Schau ist von der Dienststelle des Reichsleiters Rosenberg unter Mitwirkung des Amtes „Schönheit der Arbeit" in der DAF. aufgebaut worden, das seinerseits unter dem Motto „Europa baut auf" den Niedergang Europas im Der Aaiionalsozialismus schuf eine neue politische Führung. , ten sich seitdem diese Kundgebungen einer erwachenden Nation. Und nun denn dieses allein hat den Glauben mir gegeben, und in der Erinnerung daran habe ich ihn mir ten wohl von Preußentum, allein sie vergaßen, daß dieses Preußentum in keiner Geburtsurkunde begründet liegt, sondern ausschließlich i n einer unvergleichlichen Haltung. Sie zitierten die Namen der großen preußischen Heroen und versuchten, sich bei jeder passenden Gelegenheit auf sie zu berufen. Aber sie wollten es nicht wahrhaben, daß ihre ganze eigene Klugheit unter jenes Kapitel fiel, das der Preuße Clausewitz in seinen Bekenntnissen mit dem Sammelbegriff „Feigheit" abtat. Sie halten daher auch fein Verständnis für den unbekannten Kämpfer, der es versuchte, den TNut des Frontsoldaten nunmehr endlich auch in der Führung der deutschen Politik zur Geltung zu bringen, und der zu dem Zweck eine Partei aufrichtete, in der dieses Fronlsoldatentum seine erste, schlagendste und einzige politische Repräsen- t a t i o n fand. Sie verstanden es nicht oder wollten es nicht verstehen, daß auch für den politischen Führer und damit für die gesamte I politische Führung einer Nation charakterliche treffen wir uns zum zehnten Male! Was aber, meine Volksgenossen, ist seitdem aus Deutschland geworden! Scheint es heute nicht fast so zu fein, als ob das Schicksal das deutsche Volk und Reich diesen Weg beschreiten lassen muhte, um uns alle zu läutern und reifen zu lassen für jene größere Gemeinschaft der Deutschen, die allein für alle Zukunft als Voraussetzung für den Bestand unseres Volkes anzusehen ist! Traumhaft und unwirklich mag vielen beim Rückblick auf *bie hinter uns liegende Zeit der Weg der nationalsozialistischen Bewegung und der Emporstieg des Reiches erscheinen. Vielleicht wird man einst von einem Wunder reden, das die Vorsehung an uns getan hat. Wie es aber auch kam: Am Anfang dieses Wunders stand der Glaube! Der Glaube an das ewige deutsche Volk! Wenn ich damals als unbekannter Soldat des Weltkriegs jenen Weg einschlug, der mich an die Spitze der Nation uno heute wieder vor Sie her- führt, so verdanke ich die Kühnheit eines so vermessenen Entschlusses auch selbst nur meinem eigenen Glauben n n den Wert meines Volkes. Es war ein Glück, — ich muß dies heute aussprechen —, daß ich in den Jahren meiner Jugend und in der Zeit meines Soldatentums nur das Volk kennenzulcrnen Gelegenheit hatte, „Europas Schicksalskampf im Osten." Oie Nürnberger Ausstellung eröffnet. Symbole sprachen Sie das Gelöbnis, nicht zu ruhen und nicht zu rasten, bis alle Deutschen unter dieser Fahne geeint, bis Deutschland frei und groß geworden. Sie haben, mein Führer, nicht geruht und nicht gerastet: Alle Deutschen sind unter dieser Fahne geeint! Sie haben nicht geruht und nicht gerastet: Deutschland ist frei ! Deutschland ist groß! Ihnen, mein Führer, dankt ein Kulturvolk von weit über 70 Millionen Seelen feine Freiheit, seine Gröhe, fein Glück. Dieses Volk ist zu einer Gemeinschaft der Treue zu Ihnen, mein Führer, geworden. Wie Ihr Herz, mein Führer, nur für Deutschland schlägt, so schlagen unsere Herzen Ihnen entgegen. Wir grühen Sie, den Mann, in dem das Herz des deutschen Volkes schlägt! Wir grühen den Schöpfer Grohdeutschlands. Adolf Hitler Sieg-Hell! fche Arbeiter solle und dürfe sich nicht als minderwertiger Prolet fühlen, sondern er solle den Kopf hoch tragen und danach trachten, in Achtung vor sich selbst, in würdiger Vertretung seiner Ehre Herr über die Dinge zu werden. Es fei die größte Tat des Führers gewesen, daß er, gleich einem gütigen Vater, allzeit bemüht gewesen sei, seinem Volk das Schlechte und Minderwertige aus dem Wege zu Immer wieder wurde die Rede des Stellvertreters des Führers von stürmischem Beifall unterbrochen. Als Rudolf Heß von dem unerschütterlichen Glauben des Volkes an die Sendung Ado s Hitlers sprach, sprangen die Menschen gegeistert aus, ihre Heilrufe brandeten zum Führer empor. Dann nimmt Gauleiter Streicher das Wort. In atemloser Stille vernimmt sodann der Kongreß die vom Gauleiter Adolf Wagner verlesene Proklamation des Führers, die wir an anderer Stelle im Wortlaut veröffentlichen. Mit minutenlangem Beifall und stürmischen Heilrufen nahmen die Kongreßteilnehmer die Erklärungen des Führers auf. Beethovens Hymne „Die Himmel rühmen des Ewigen Ehre" vollendet die musikalische Umrahmung der Eröffnungssitzung. Nachdem Rudolf Heß den Kongreß auf Mittwoch, 19 Uhr, vertagt hat, erheben sich die Massen von den Platzen und grüßen den Führer. Stürme des Jubels begleiten den Führer, als er durch den Mittelgang die Kongreßhalle verläßt. mir später gewordene Kenntnis seiner intellektuellen Führungen und insbesondere seiner politisch-bürgerlichen Führung, ihrer gesellschafUick)en Moral und ihrer politischen und menschlichen Schwächen gehabt, würde vielleicht auch ich am deutschen Volk und seiner Zukunft gezweifelt haben. Was mich aber damals in den bitteren Tagen und Wochen des Zusammenbruchs hochriß, war nicht die Kenntnis der politischen oder militärischen deutschen Staatsführung oder der intellektuellen Schichten, insoweit es sich um das Persönliche handelt, sondern es war die Kenntnis des deutschen Musketiers, die Kenntnis des deutschen Frontsoldaten und die Kenntnis jener Millionenmasse deutscher Arbeiter und Bauern, aus denen sich dieser stählerne Kern des Volkes bildete. Ich aber fahle den Entschluß, dem Reich eine neue Führung aufzubauen, die die gleichen Grundwerte in sich tragen soll, als wir sie vom Volke selbst erwarten und wie wir sie fo tausendfältig als vorhanden bestätigt sahen. Eine herrschende Gesellschaftsschicht hat vor und im November 1918 ihre Führungs- unfahigkeit unter Beweis gestellt. Mit Heller Klarheit entstand daher damals das zu lö- sende Problem vor meinen Augen. Eine neue Führungsorganisation muhte aufgebaut werden. Ieder Gedanke, mit den alten Erscheinungen die Nation dereinst wieder retten zu wollen, hieh glauben, daß sich eine erwiesene Schwäche entgegen allen Gesehen der Ver- hin, daß es ein glücklicher Gedanke gewesen sei, das Thema dieser Ausstellung in Verbindung mit einer Würdigung der Begriffe „Schönheit der Arbeit" und „Kraft durch Freude" zu behandeln. An Stelle des Mitleides und des Erbarmens sei mit ihnen ein Die auf dem Parteikongreß durch den Sprecher der NSDAP., Gauleiter Wagner, verlesene Proklamation desFührers undReichs- kanzlers hat folgenden Wortlaut: „Parteigenossen und Parteigenossinnen! Nationalsozialisten! Tiefer bewegt als jemals vorher zogen wir dieses Mal nach Nürnberg. Schon feit Jahren sind hie Reichsparteitage nicht nur zu einem Fest der Freude, des Stolzes, sondern auch der inneren Besinnung geworden. Die Alten Kämpfer kommen hierher in der freudigen Hoffnung,' fo viele der alten Bekannten aus der langen Zeit des Ringens um die Macht wiedersehen zu können. Und so begrüßen sich denn auch in dieser Stadt immer wieder die Kampfgenossen der größten deutschen Revolution. In diesem Jahr nun ist zum ersten Mal der Kreis unendlich weiter gezogen. Das nationalsozialistische Reich hat neue deutsche Volksgenossen in sich ausgenommen. Diele von ihnen befinden sich in dieser feierlichen Stunde zum ersten Male in unserer Mitte. Diele andere ergeben sich im ungeheuren Strom der flutenden Bewegung dem Zauber dieser unvergleichlichen Stadt und ihrer erhebenden Stunden. Andere werden als Mitglieder der Kampforganisationen zum ersten Male inmitten ihrer B rüder aus dem ganzen Deutschen Reich marschieren und im tiefsten Innern das Gelöbnis erneuern: Niemals mehrvon dieser größten Gemeinschaft zu lassen. Welche Erinnerungen aber werden gerade Heuer bei uns allen ausgelöst! In diesen Monaten vor zwanzig Jahren setzte der innere Verfall Deutschlands ein. Nicht der äußere Feind zerbrach unsere Front, sondern das schleichende Gift im Innern begann sie zu zersetzen. Die Schwäche einer in allem halben Staatsführung wurde damit zur Ursache der größten Volkse und Staatskata- ftrophe in unserer Geschichte! Und schon wenige Monate später schien Deutschland verloren zu sein für immer. Die Zeit der tiefsten Erniedrigung und schmachvollsten Demütigung unseres Volkes war angebrochen. Ein Jahr nach dieser Katastrophe erhob sich aus dem Chaos des Unglücks und der Verzweiflung ein neues Symbol. Die Vorsehung hatte mich berufen, es zu tragen. Vier Jahre später sand der erste Reichsparteitag der nationalsozialistischen Bewegung statt. Damals, also vor fünfzehn Jahren, fanden sich in München zum ersten Male aus vielen Gebieten des Deutschen Reiches die Männer und Frauen jener Partei zusammen, deren Fahne knapp zehn Jahre später des Deutschen räumen und ihm dafür die Wege zu allem Schönen und Erhabenen zu weisen. Den Menschen im Sowjetteich, denen der Haß gepredigt werde, sei längst das Lachen vergangen. Der deutsche Mensch aber führe ein Leben wahrer, t i e f i n n e r e r Freude, einer Freude an seiner Arbeit, an seinem Vaterland, an seinem Volk. „In Deutschland", so schloß Dr. Ley, „ist eben ,Kraft durch Freude' zu'Haus!" Reichsleiter Alfred Rosenberg erklärte darauf, die Ausstellung soll dem Auge eine schaubare Bekräftigung alles dessen darbieten, was wir durch das Wort auf den Reichsparteitagen ausgesprochen haben, und insofern eine positive geschichtliche Abrundung für das Begreifen der großen geschichtlichen Kämpfe im Osten Europas abgeben. Wir verstehen dieses große Schicksal nur dann, wenn wir feftstel- len, daß Europa, so lange es überhaupt schöpferisch war, sich stets in wacher Verteidigung gegenüber einer anderen Welt erblickte. Die Ausstellung be- Männer und Frauen. Wie ist dieses Rätsel zu er* klären? , Meine Parteigenossen! Eines hat sich seitdem geändert: Die d e u t s ch e F ü h r u n g ist wieder anders geworden. In einem rücksichtslosen Ausleseprozeh hat sie der Nationalsozialismus aufgebaut. Soweit diese aber noch aus den Iahren des Kampfes stammt, stellt sie einen Höchstwert dar, der durch keine äuhere oder materielle Macht politischer oder militärischer Art erseht werden kann. Und diese Führung ist die Trägerin der deutschen Erhebung geworden. Das Wunder, das sich zwischen 1805 unb 1813 vollzog, war kein anderes. Die preußischen Manner und Frauen im Zeitalter der Völkerschlacht von Leipzig waren die gleichen Preußen wie m den Tagen von Jena und Auerstädt. Allem an die Stelle einer schwachen Staats- und Heeresfuhrung war auch dainals in wenigen Jahren eine heldische getreten, und ihre Namen, die Namen der vom Stein und Blücher, der Scharnhorst unb Gneisenau, der Bork und der Clausewitz und tausend andere, sie erklären uns allein das Wunder von der großen Erhebung Preußens. Man darf dereinst das Wunder der deutschen Erhebung auch in nichts anderem sehen. Die gestaltende Trägerin dieser Erhebung ist me Nationalsozialistische Partei. Sie hat jene gewaltige Arbeit vollbracht, die getan werden mußte, wenn Deutschland die Kraft zur Wiedereinnahme seiner Weltstellung gewinnen sollte. Sie mußte die andere Parteienwelt zerbrechen und ausrotten, sie mußte einen unerbittlichen Kampf der Welt der Klaffen- und Standesoorurteile anfagen, sie mußte dafür sorgen, daß ohne Rücksicht auf Geburt und Herkunft der willensstarke und fähige Deutsche den Weg nach oben finden konnte. Sie mußte Deutschland säubern von all den Parasiten, für die die Not des Vaterlandes und Volkes zur Quelle eigener Bereicherung wurde. Siernußte die ewigen Werte des Blutes und der Erde erkennen und ihre Beachtung zu den beherrschenden Gesetzen unseres Lebens erheben. Sie mußte den Kampf beginnen gegen den größten Feind, der unser Volk zu vernichten drohte: den internationalen jüdischen Weltfeind! Ihre Aufgabe war es, das deutsche Volkstum,' unsere Rasse und unsere Kultur von ihm zu säubern. Sie mußte der Zerfahrenheit der öffentlichen Meinung ein Ende setzen. Sie hatte alle Mittel der Dvlksführuna, die Presse, das Theater, den Film, die gesamte sonstige Propaganda, •- ihre Hand zu nehmen und nach einem Ziel hin auszurichten. Sie mußte aber auch die sozialen Fundamente der neuen Volksgemeinschaft sichern, die Wirtschaft in den Dienst der Nation stellen und vor allem, ihre Aufgabe war es, eine neue Zentrale und allgemeine Autorität aufzurichten. Denn wenn man überhaupt noch an eine Rettung Deutschlands glauben wollte, dann konnte dies nicht geschehen durch einen Wirrwarr widerstreitender Meinungen, durch das „Sichauslebenlassen" lärmender Besserwisser oder nörgelnder Krittler. Daher aber mußte sie diese Autorität dann aber auch in Schutz nehmen nicht nur vor den Angriffen einzelner Menschen, sondern noch mehr vor der sie bedrohenden geistlosen Einstellung großer Gesellschaftskreise, aller, jener Vornehmen und Neunmalweisen, für die die innere Freiheit nur die Genehmigung des Auslebens im Dienste der persönlichen Jnter- ef n alles ist, ohne Rücksicht auf den Untergang der f eiheit aller nach außen. Sie durfte in diesen Dingen nicht zurückweichen vor der großen Front gemeinsamer bürgerlicher und marxistischer Unvernunft. Sie durfte sich aber auch nicht verbeugen vor den versuchten Einflüssen all jener, die vielleicht hoffen mochten, in der neuen Bewegung eine finanzielle oder politische Restauration ihrer eigenen Unzulänglichkeit zu sehen. Ein gewaltiges Programm mußte diese Bewegung erfüllen. Und heute, nach fünfzehn Jahren, dürfen wir die stolze Feststellung treffen, daß die Nationalsozialistische Partei die in sie gesetzten Hoffnungen erfüllt hat. Ja, mehr als irgendein Sterblicher erwarten konnte, ist durch sie geworden. Punkt für Punkt hat sie ihr Programm zu verwirklichen begonnen. Die starke Staats- a u t o r i t ä t ist vorhanden, eine gewaltige Wehrmacht schützt das Reich zu Land, zu Wasser und in der Lust, die Wirtschaft sichert mit die Unabhängigkeit und Freiheit des deutschen Volkes, die Kultur dient wieder der Schönheit und der Größe der Nation. In einem Kampf sondergleichen rang sie um die äußere Freiheit. In eben dem Maße, da das deutsche Volk durch seine fort» schreitende innere Einigung im National- sozialismus der äußeren Freiheit würdiger wurde, gelang es, Fessel um Fessel jenes Ver- träges z u lösen, der einst gedacht war, unser Volk für immer zu vernichten. Ihnen allen sind die großen geschichtlichen Daten bekannt. Sie werden dereinst ruhmvoll eingezeichnet sein im Buche der Geschichte unseres Volkes. Durch sie wird vor allem auch für alle Zeit der Nachweis geliefert werden können, daß Klugheit und Tatkraft keine sich ausschließenden Begriffe sind. Vor wenigen Wochen schrieb nun eine englische Zeitung, ich hätte den brennenden Wunsch, einen Pakt mit einigen Staaten auf verschiedenen Gebieten abzuschliehen, weil es mir sonst nicht möglich sein würde, vor den diesjährigen Parteitag hinlreten zu dürfen. Ich habe nun diese Absicht nicht. Ich trete vor Sie hin, meine alten Parteigenossen, nicht mit einem Pakt, sondern mit den sieben neuen deutschen Gauen meiner eigenen Heimat. Es*^ ist Grohdeutschland, das in diesen Tagen zum erstenmal in Nürnberg in Erscheinung tritt, wenn die Insignien des alten Reiches nun- mehr in diese alte deutsche Stadt zurückgekehrt sind, dann wurden sie hierhergetragen und begleitet von sechseinhalb willionen Deutschen, die sich heute im Geiste mit allen anderen Frauen und Wännern unseres Volkes hier vereinen. Sie alle umfängt in diesen Tagen stärker denn je das glückliche Bewußtsein, einer großen unlösbaren Gemeinschaft anzugehören. Was in ihr der einzelne trägt, tragen alle. Was aber alle tragen müssen, wird dadurch jedem einzelnen leichter zu tragen sein. Diese Rückkehr der Ostmark in das große Deutsche Reich stellt uns für bas kommende Jahr die zusätzlichen Aufgaben. Politisch kann der Aufbau der Bewegung auch in diesem Gebiet als im wesentlichen abgeschlossen angesehen werben. Wirtschaftlich wird die Eingliederung in den großen Kreis und in den gewaltigen Rhythmus des deutschen Lebens schnelle Fortschritte machen. Noch vor wenigen Mo- nunff und der Erfahrung durch Zufall plötzlich in eine neue Kraft würde verwandeln können. lieber vier Jahre lang legte dieses deutsche Volk ein geschichtlich noch nie gefordertes Zeugnis feines inneren Wertes ab. Regimenter traten an und verbluteten, ohne zu wanken, Batterien feuerten bis zum letzten. Offizier und Mann der Schiffsbesatzungen hielten die zerfetzten Flaggen in ihren Fäusten und gingen mit dem Liede des deutschen Glaubens auf den Lippen in die Tiefen der Flut. Und dieser heroischen Demonstration eines ewigen Heldentums gegenüber stand eine erschütternde Feigheit in der Führung des Reiches und der Nation. Während über vier Jahre lang eine Heldenfront in tausendfachem Einsatz ihren Wert bewährte, fand die Führung der Heimat nicht ein einziges Mal die Kraft zu einem Entschluß ähnlicher Größe und Kühnheit. Die Tapferkeit, sie lag nur bei den Musketieren, und alle Feigheit konzentrierte sich in der organisierten politischen Führung der Nation. Alle Versuche, Deutschland wieder aufzurichten, konnten unter diesen Umständen nur dann gelingen, wenn diese politische Führungsschicht ausgerottet und beseitigt wurde. Zu diesem Zweck mußte der Weg zu einer neuen Führungsauslese gefunden werden. Damit aber entschwand jede Möglichkeit, im Rahmen der alten Parteien unb mit ihnen die künftige deutsche Geschichte gestalten zu wollen. In den Nächten, da ich mich einst entschloß, Politiker zu werden, hatte sich zugleich das Schicksal der deutschen Parteienwelt entschieden. Wenn ich heute, meine Parteigenossen und Parteigenossinnen, angesichts des allgemeinen Aufstiegs des Reiches diese Bemerkungen mache, dann kann ich nicht anders, als gegen jene Stellung zu nehmen, die immer wohl auf dem Wege in die Zukunft die Schwierigkeiten sehen, allein den Weg der Ration unb des Reiches in der Vergangenheit als etwas ganz Selbstverständliches anzusehen scheinen. Ich möchte es in dieser feierlichen Stunde eindringlich aussprechen, daß ich in den zurückliegenden langen Jahren der Aufrichtung der Bewegung und des Kampfes mit ihr um die Macht und damit für Deutschland von dieser anderen Welt weder verstanden noch jemals unterstützt worden bin. Sie hielten den Versuch, den tapferen Mut und die Verantwortungsfreudigkeit zur führenden Geltung im Deutschen Reich zu bringen, für ein schädliches Beginnen. Denn in ihren Augen war Kühnheit gleich Unvernunft: während sie in jeder Feigheit die Spuren von Weisheit zu sehen vermeinten! Sie wollten wohl in der Vergangenheit die Tugenden des Mutes gelten lassen, büntten sich und die heutige Zeit aber über solche primitiven Gefühlsmomente erhaben. Sie r e b e - Festigkeit, das starke herz, der kühne Wut, die höchste verantwortungsfreudigkeit, rücksichtslose Entschlußkraft unb zäheste Beharrlichkeit wichtiger sind als ein vermeintliches abstraktes wissen! Weil sie dies aber für unwichtig ansahen, waren auch ihre eigenen Organisationen, als von ihrem Geist durchsetzt, nicht in der Lage, die inneren unb in der Folge davon die äußeren Aufgaben zu lösen. Was sie in der Gründung der nationalsozialistischen Bewegung als eine .Zersplitterung empfanden, war der Beginn der größten Reinigung, und dadurch zugleich Einigung in unserer Geschichte. Ein neuer Ausleseprozeß setzte ein. Durch das Her- vorkehren unduldsamer Programmpunkte erfolgte das Abstößen duldsamer Naturen. Durch die Betätigung einer fortgesetzten Angriffslust und -freudig- keit gelang das Heranziehen stets bereiter Kämpfer. So begann ich damals jene Alte Garde zu ammeln, die mich — mit wenigen Ausnahmen — eitbem nicht mehr verlassen hat. Unb als ich vor ünfzehn Jahren zum ersten Male in München anläßlich bes damaligen Parteitages diese meine Garde musterte, da war sie zahlenmäßig freilich noch klein, allein ihrem Werte nach repräsentierte sie ganz Deutschland. Dies war die erste Bewegung, die vor sich keine Klassen- und keine Konsessions-, keine Berufs- und Wirtschaftsinteressen, kein strammes Bekenntnis und keine Staatsformverpflichtung hertrug, sondern einen einzigen Glauben: Deutschland! Wenn wir heute nach so vielen Jahren auf diese erste Zeit unseres gewaltigen Kampfes zurückblicken, dann muß uns das Bewußtsein erschauern lassen: Weich' eine gewaltige Wende des Schicksals! Wie sah Deutschland an diesem Reichsparteitag aus? Niedergetreten, verachtet und entehrt, wirtschaftlich vernichtet und ausgeplünbert, innerpolitisch dem Wahnsinn ergeben, außenpolitisch das Ruhrgebiet und weite Teile des Westens besetzt! Und heute? Wir alle sind ergriffen bei.der Stellung und Beantwortung dieser Frage. Trotzdem aber sollen wir nie vergessen: In der ganzen Zeit ist unser Volk immer bas gleiche geblieben. Das Volk des Jahres 1918 mar kein anderes als das Volk von 1914, das Volk, von 1923 das gleiche als bas von 1918 und bas von 1938. Es sind die gleichen müht sich, in einem anschaulichen geschichtlichen Ueberblick, in Karten und Urkunden und im ausgestellten Schrifttum dieses Auf und Ad des europäischen Schicksals zu zeigen. Heute haben sich in Moskau die alten Instinkte des Hasses gegen die europäischen Lebensformen erneut erhoben. Das einst über den Westen Europas eingebrochene Judentum hat sich hier mit diesen Kräften zu einem machtpolitifchen zerstörerischen Zentrum, zusammengeballt unb eine riesige Arbeit entfaltet, um Europa unb unseren ganzen Kontinent mit einer schlimmeren Invasion' zu überziehen, als es jemals durch die Hunnen und Tartaren möglich gewesen war. Dieser großen Bedrohung muß sich die schöpferische Arbeit aller Völker entgegenstellen, aber auch der Selbsterhaltungswille des europäischen Menschen, der sich bewußt sein muß, daß das Erbe der Kämpfe der Griechen und Römer nicht in kultureller Hinsicht allein zu verteidigen ist, sondern auch als politische Ueberlieferung der späteren germanisch be- wv_ ___________ ,........ .... stimmten europäischen Völker und Staaten, die fo neues Wollen in die Welt gesetzt worden. Der deulh viel Köstliches für uns alle hinterlassen haben, was " ~ ' *■ " u *•......... ' ‘ v.........^gemeinsam verteidigt werden muß gegen einen wie noch nie norgetragenen Angriff in ihre seelischen Mittelpunkte. Wenn dieses Bewußtsein über alle Fragen der Alltagspolitik auch durch diese Ausstellung gestärkt werden kann, dann wird auch sie, wenn sie nun von Nürnberg aus durch andere deutsche Städte wandert, daß ihre für die von uns herbeigesehnte Befriedung Europas getan haben. naten sprach ich die zuversichtliche Hoffnung aus, daß es uns gelingen wird, in drei bis vier Jahren auch in diesem Gebiet des Reiches die Arbeitslosigkeit zu beseitigen. Heute schon kann ich diese Erwartung genauer umgrenzen: schon am Ende des nächsten Jahres wird die Krise der Arbeitslosigkeit auch in der Ostmark des Reiches vollständig überwunden sein. Augenblicklich leiden wir überhaupt nur unter zwei wirklichen Wirtschaftssorgen: a) der Sorge um Arbeitskräfte und insbesondere um gelernte für die Industrie und b) der Sorge um Arbeitskräfte auf dem Lande. Wenn man in anderen Staaten darin nun das ersehnte Zeichen einer damit eben doch noch vorhandenen wirtschaftlichen Schwäche des Dritten Reiches erblicken will, so können wir gerne bei uns diese Schwäche des Fehlens von Arbeitskräften ertragen und den Demokratien die Stärke der Arbeitslosigkeit überlassen. Wenn ich im Mangel an Arbeitskräften die einzige Wirtschaftsschwierigkeit in Deutschland sehe, dann verdanken wir dies zwei Tatsachen: 1. Es ist uns durch die Gnade des Herrgotts in diesem Jahre endlich eine überreiche Ernte gegeben worden. Durch die energischen Maßnahmen unseres Pg. Göring wurde es ermöglicht. trotz der Mißernten in den vergangenen Jahren dennoch mit einer großen Reserve in das neue Jahr einzutreten. Mit diesen Vorräten und durch den reichen Segen der heurigen Ernte werden wir a u f 2ahre jeder Nahrungsforge enthoben sein. Trotzdem wollen wir sparsam bleiben. Es ist unser Dille, eine Reserve von Brotgetreide anzusammeln, die uns unter allen Umständen vor jeder Rot bewahrt. 2. Der Vierjahresplan beginnt allmählich in seinen Auswirkungen immer mehr in Erscheinung zu treten. Das ich einst annahm, ist eingetroffen: Nachdem der deutschen Wirtschaft und vor allem den deutschen Erfindern die notwendigen nationalwirtschaftlichen Ziele ausgezeichnet worden find, haben es die Fähigkeit und Genialität unserer Ehemiker. Physiker. Maschinenbauer und Techniker, unserer Ve- triebsführer und Organisatoren fertiggebracht, ungeahnte, ja, ich darf es aussprechen, staunenswerte Erfolge zu erzielen. Wenn es am Beginn unseres Kampfes 1933 notwendig war, möglichst viele Deutsche in Arbeit, ganz gleich welcher Art, zu bringen, dann ist es heute notwendig, möglichst viel an primitiver Arbeit durch die Maschine zu ersehen. Unsere qualitativ so hochstehenden Arbeiter find dadurch allmählich immer mehr von der einfacheren Beschäftigung weg zu einer für sie geeigneteren höheren geführt worden. Die Sicherheit der Ration geht altem voran! Die Einsparung von Arbeitskräften hilft neben anderen Maßnahmen auch mit, die Arbeiternot auf dem Lande zu beheben. Endlich tritt dadurch eine weitere Steigerung unserer Produktion überhaupt ein. Und dies ist, ich wiederhole es stets aufs neue, das Entscheidende. Wenn im Deutschen Reich nunmehr einschl. der Ostmark über 7,5 Millionen Menschen in den Arbeitsprozeß eingegliedert werden konnten, dann mußte entsprechend dem zusätzlichen Lohn dieser 7,5 Millionen auch eine greifbare zusätzliche Produktion garantiert sein. Denn das Problem der Beseitigung der Arbeitslosigkeit ist nicht ein Problem der Auszahlung von Löhnen, sondern ein Auftrag zur Sicherstellung der dementsprechenden kaufbaren Produkte. Das deutsche Volk hat keine Goldwährung, d. h., es ist — Dank dem Wirken unserer Feinde —, wenn auch auf eine schmerzvolle Weise, von dem Wahnwitz einer sogenannten Goldwährung und damit Golddeckung erlöst worden. Um so wichtiger aber ist es gerade deshalb, der deutschen Währung jene einzig reale Deckung zu geben, die als Voraussetzung für ihre Stabilität die immer gleiche Kaufkraft sicherstellt. Nämlich: die ansteigende Produktion. Für jede Mark, die in Deutschland mehr gezahlt wird, muß um eine Mark mehr produziert werden. Im anderen Falle ist diese ausgegebene Mark ein wertloses Papier, weil für sie mangels der produktiven Gegenleistung nichts ge- kauft werden kann. Diese primitive nationalsozialistische Wirtschafts- und Währungspolitik hat es uns gestattet, in einer Zeit allgemeiner Währungsschwindeleien den Wert, d. h. die Kaufkraft der deutschen Mark stabil zu halten. Dies nützt jedem einzelnen, dem Städter so viel als dem Bauer. Denn für den Städter hat Lohn und Gehalt nur dann einen Sinn, wenn er dafür die vom Bauern geschaffenen Lebensgüter kaufen kann, und für den Bauern nur, wenn er für seinen Erlös die von der Industrie und vom Handwerk geschaffenen Produkte erhält. Es ist daher nationalsozialistische Wirtschaftserkenntnis, daß die einzig wahrhaftige Lohnerhöhung die Produktionserhö- h un g ist. Das heißt: Die damit ermöglichte erhöhte Zuweisung von Lebensgütern und nicht die Aushändigung von wertlosen Papier- wischen, und es ist vielleicht mit das höchste Verdienst der nationalsozialistischen Bewegung, daß sie diese ebenso einfachen wie natürlichen, aber leider schr oft unpopulären Grundsätze immer mehr zum Gemeingut des ganzen Volkes gemacht hat. Während zur selben Zeit m den Demokratien Löhne und Preise einander in wilder Hast emporjagen, die Gesamtproduktionen aber dauernd sinken, bietet die nationalsozialistische Wirtschaftsführung das Bild einer stetig steigenden Produktion und damit das Bist) einer andauernden Hebung des Konsums und einer stabilen Währung. Gewiß: Mehr als gearbeitet kann nicht werden. Wenn in einem so großen Volk aber die ganze Nation produziert, so fließen die gewaltigen Gebrauchsgüter wieder dem Konsum des ganzen Volkes zu. Denn man kann auf die Dauer wohl Geld auftpeichern oder Gold horten, aber keine Produktionsgüter, mögen diese nun Lebensmittel oder Waren fein. Sie schreien nach den Konsumenten. Indem wir also das deutsche Volk zu einer immer höher steigenden Produktion aufrufen, ergibt sich von selbst die Notwendigkeit, diese Gebrauchsgüter im Kreislauf wieder dem Polke zuzuführen. Das Ziel der nationalsozialistischen Wirtschaftspolitik ist aber nun einmal nicht, ein Volk zur Faulheit mit geringem Lebensstandard zu erziehen, sondern es zu einem fleißigen mit einem möglichst hohen zu machen. Das heißt: Wir wollen durch unseren Fleiß so viel Güter produzieren, daß jeder einz^ne Deutsche daran einen immer steigenden Anteil haben kann und wird. Dieser Prozeß setzt aber viel politische Vernunft voraus.-Er kann nur gelingen, wenn ein ganzes Volk in seiner Gesamtheit in enger Der- bundenheit die Interessen aller im Auge behält, um damit auch wieder allen zu dienen. Würde der nationalsozialistische Staat die deutsche Wirtschaft so laufen lassen, wie sie einst lief, dann hätten wir auch hier fortgesetzte Kämpfe, Streiks und Aussperrungen und damit eine andauernde Schädigung der Produktion und als Entgelt eine scheinbare Steigerung der Löhne mit dem Ergebnis der Entwertung der Währung und damit der zwangsläufig folgenden Senkung des Lebensniveaus. Es ist daher auch nur ein Zeichen für die Intelligenz und Einsicht unseres Volkes, daß es diese nationalsozialistische Wirtschaftsführung begreift und sich freudig in den Dienst dieser Erkenntnis stellt. Im übrigen bitte ich Sie, meine Volksgenossen, folgendes zu bedenken: was immer auch die Zukunft bringen mag, eines ist sicher: Welcher Art die weltwirtschaftlichen Beziehungen untereinander sein mögen, kann man nicht voraussagen. Denn, wenn es anderen Völkern einfällt, statt ihre Produktion zu heben, diese zu vernichten, dann muß mangels an Austauschgütern dieser sogenannte Welthandel früher oder später zugrunde gehen. Um so wichtiger ist es daher, seine eigene Wirtschaft in Ordnung zu hal- t e n und damit zugleich auch den besten Beitrag für eine mögliche Verbesserung der Weltwirtschaft zu liefern. Denn diese wird nicht aufgerichtet durch scheinbar belehrende, in Wirklichkeit aber nichtssagende Redensarten demokratischer Staatsmänner, sondern sie könnte höchstens befruchtet werden durch die Inordnungbringung der in den Demokratien langsam absterbenden eigenen Volkswirtschaften. Solange aber diese Staatsmänner, statt um ihre eigenen Produktionen bekümmert zu sein und ihre eigenen Volkswirtschaften in Ordnung zu bringen, in allgemeinen Phrasen, teils belehrenden, teils tadelnden Inhalts, sich mit den autoritären Staa- ten auseinanderzusetzen belieben, tun sie nicht nur nichts für die Wiederherstellung der sogenannten „Weltwirtschaft" und insonderheit des Welthandels, ondern sie schädigen ihn. Deutschland kann jeden- alls von sich sagen, daß es dank seiner fortgesetzt teiaenden inneren Produktion nicht nur ein steigender Verkäufer eigener, sondern auch Abnehmer fremder Produkte geworden ist. Allerdings mit einer Einschränkung. Im gesamten wird die deutsche Volkswirtschaft so aufgebaut, daß sie jederzeit auch gänzlich unabhängig von anderen Ländern auf eigenen Füßen stehen kann. Und dies ist gelungen. Den Gedanken an eine Blockade Deutschlands kann man schon jetzt als eine gänzlich unwirksame Waffe begraben. Der nationalsozialistische Staat hat mit der ihm eigenen Energie die Konsequenz aus den Erfahrungen des Weltkrieges gezogen. Und nach wie vor werden wir an dem Grundsatz festhalten, daß wir uns selbst lieber auf dem einen oder anderen Gebiet, wenn es notwendig sein sollte, elnschränken wollen, als uns in eine Abhängigkeit vom Ausland zu begeben, vor allem wird an die Spitze unseres wirtschaftlichen handelns immer der Entschluß treten: die Sicherheit der Nation geht allem anderen voran! Ihr wirtschast- liches Dasein ist deshalb auch auf unserer eigenen Lebensbasis und unserem eigenen Lebensraum materiell in vollem Umfange sicherzustet- len. Denn nur dann wird auch die deutsche Wehrmacht jederzeit in der Lage sein, die Freiheit und die Interessen des Reiches unter ihren starken Schuh zu nehmen. Und dann wird Deutschland auch als Freund und Bundesgenosse für jeden von höchstem Werte fein. Wenn ich dies aus Anlaß des 10. Reichsparteitages ausspreche, dann tue ich es in dem zufriedenen Bewußtsein, daß auch politisch genau so wie wirtschaftlich die Zeit der Isolierung Deutschlands beendet ist. Das Reich hat große und starke Weltmächte als Freunde erhalten. Das Reich der Deumen wird stets nur noch Großdeutschland sein. Meine Parteigenossen und Parteigenossinnen k drohender denn je erhebt sich über dieser Welt die bolschewistische Gefahr der Völker- Zerstörung. Tausendfach sehen wir das Wirken des jüdischen Erregers dieser Weltpest. Ich darf es hier, glaube ich, in meinem und in ihrer aller Name bekunden, wie tief innerlich glücklich wir sind angesichts der Tatsache, daß eine weitere große europäische Weltmacht aus eigenen Erfahrungen, aus eigenem Entschluß und auf eigenen Wegen die gleiche Auffassung vertritt und mit bewunderungswürdiger Entschlossenheit die weitgehendsten Konsequenzen gezogen hat. Wie immer auch Weg und Entwicklung der faschistischen und natio- nalsozialisttschen Revolutionen aus eigenen deutlichen Bedürfnissen bedingt erscheinen und wie unabhängig auch beide geschichtliche Umwälzungen voneinander entstanden sind und sich entwickelt haben, so glückhaft ist es doch für uns alle, in allen großen Lebensfragen der Zeit jene geistige gemeinsame Einstellung und Haltung zu finden, die uns in dieser Welt der Unvernunft und der Zerstörung auch menschlich immer mehr zusammenführen. Dieser neue Geist aber richtet zugleich die beiden Völker nach innen aus. Wie erleben wir hier wieder unsere glückliche strahlende Jugend! Wie , werden wir wieder alle die Hunderttausende junger deutscher Männer sehen, braungebrannt und kerngesund, und wie wird es uns doch erst wieder recht bewußt, daß dies viel- leicht die größte Leistung auch unserer Revolution ist. Ein neues, gesundes Volk w i r d h i e x. 2000 Histerjlmgen vor dem Mrer. |l - E M H j i jMr: ;iv A 1 'Nßb ■ $ 1 * M Am Dienstagvormittag marschierten vor dem Führer 2000 Hitlerjungen mit 500 Fahnen vorüber, die den Adolf-Hitler-Marsch aus allen Gauen des Reiches durchgeführt hatten. Zum erstenmal sah man unter ihnen auch die Träger der Fahnen der Hitler-Jugend aus der deutschen Ostmark. — Unser Bild zeigt den Führer auf seinem Balkon während des Vorbeimarsches. Neben ihm Reichsminister Rudolf Heß und Reichsjugendführer Baldur von Schirach. — (Scherl-Bilderdienft-M.) erzogen, nicht durch Phrasen und in Theorien, sondern durch eine belebende Wirklichkeit. Millionen deutscher Frauen ist wieder die Lust und Liebe erwachsen zum Kind, zu jener wunderbaren Jugend, die wir in stürmischem und rauschendem Jubel in diesen Tagen an uns vorbeiziehen sehen. Wer dies alles in sich aufnimmt, der muß wohl zugeben, daß es für einen Deutschen nun doch wieder lebenswert ist, auf der Welt zu fein. Ein gesundes Volk, eine politisch vernünftige Leitung, eine starke Wehrmacht, eine emporstrebende Wirtschaft und über allem ein blühendes kulturelles Leben. Darin liegt der Dank an alle jene Kämpfer, die sich in diesen Tagen hier versammelt haben, und die aus Vergangenheit und Gegenwart uns im Geiste hier begleiten, der Dank an die Männer und Frauen unserer Bewegung und der Dank an die Soldaten der Wehrmacht des nationalsozialistischen Staates. Den höchsten Dank aber wollen wir selbst dem Allmächtigen sagen für das Gelingen der Vereinigung der alten O st mark mit dem neuen Reich. Er hat es gestattet, der deutschen Nation dadurch ein Glück, dem neuen Reich aber einen großen Erfolg zu schenken, ohne daß es notwendig war, das Blut und Leben unserer Volksgenossen einzusehen. Wögen die Deutschen nie vergessen, daß dies ohne die im Nationalsozialismus geeinte Kraft der ganzen Nation nicht möglich gewesen wäre. Denn als am Worgen des 12. Wär, die Fahne des neuen Reiches über die Grenzen hinausgetragen wurde, war sie nicht mehr wie früher das Zeichen eines Eroberers, sondern das Symbol einer schon längst alte Deutschen umschließenden Einheit. Die Kriegsflagge. die unsere junge Wehrmacht damals in die neuen Gaue trug, war im schweren Kampf der Ostmark zum Gtaubens- 3 ei d) en des Sieges für unsere Brüder geworden. So hat dieses Wat zuerst eine Idee ein Volk erobert und geeint? Für uns und für alle nach uns Kommenden wird das Reich der Deutschen nunmehr aber stets nur noch G r o tz- deutsch tand fein! Der Eindruck in Paris. P a r i s , 7. Sept. (DNB. Funkspruch.) In den Pariser Presjebetrachtungen zur Führerproklamation glaubt man aus gewissen Hinweisen die Folgerung ziehen zu können, baß Deutschland nicht daran denke, sich durch die Haltung der westeuropäischen Demokratien beeindrucken zu lassen. Es berufe sich auf sein gutes Recht und werde ungeachtet aller Wider st ände feinen Weg fortsetzen. Natürlich fehlt es auch nicht an Versuchen, aus der Proklamation alle möglichen geheimen Ansichten Deutschlands herauszulesen und in diesem Zusammenhang Vermutungen aujzustellen. „Journal" stellt fest, daß der Führer nichts erklärt habe, was die augenblickliche Lage noch verschärfen könnte. Vielmehr habe er sich eine bemerkenswerte Zurückhaltung auferlegt. — Die „E p o q u e" beschäftigt sich vor allem mit den Erklärungen des Führers über die Wirtschaftslage in Deutschland und knüpft daran in der üblichen Weise einige gehässige Bemerkungen. — Der Sonderberichterstatter des rechtsstehenden „Petit Journal^ erklärt u. a., daß der Führer seinem Volke ein eindrucksvolles Bild von der militärischen und wirtschaftlichen Macht Deutschlands gegeben habe. — Der Sonderberichterstatter des rechtsstehenden „3 o u r" behauptet, daß die Proklamation Ungewißheit heroorgerufen habe. (!) Gewisse Optimisten wollten in ihr einen Grund für neue Hoffnungen erblicken, während andere der Auffassung seien, daß sie „kein Element der Ermutigung oder Entspannung" enthalte. Starke Beachtung in England. London, 7. Sept. (DNB. Funkspruch.) Das starke Interesse, das England an dem Nürnberger Parteitag nimmt, zeigt am deutlichsten die Tatsache, daß die „Times" ganze Spalten dem Bericht aus Nürnberg widmet. Ebenso berichten auch sämtliche anderen Londoner Morgenzeitungen, während einige in ihren Ueberschriften die Feststellung des Führers erwähnen, daß Deutschland keine Blockade mehr zu fürchten brauche, stellen andere die Stelle der Proklamation zur Wirtschaftslage in Deutschland in den Vordergrund oder aber die Stellen, die auf die Demokratien Bezug nehmen. Die „Time s" schreibt, daß die Proklamation nicht die Zusammenarbeit mit anderen Nationen auf wirtschaftlichem Gebiet ausschließe. Gewiß würde es für alle am Besten sein, anzuerkennen, daß das totalitäre Wirtschaftssystem fest begründet sei und daß man sich vorbereiten müsse, den eigenen Wirtschaftsaustausch zu verbessern, ohne auf Dinge zu warten, die vielleicht niemals eintreten würden — Der „Daily Expreß" erklärt, daß er selbst bereitwillig den großen Wert der deutschen Arbeit anerkenne und daß er auf die Fortschritte der Deutschen nicht eifersüchtig sei. — „News Chro- nicle" bezeichnet die Feststellung, daß Deutschland keine Blockade mehr zu fürchten brauche, als eine „Warnung", die an die englische Adresse gerichtet sei. Das Echo in Prag. Prag, 7. Sept. (DNB. Funkspruch.) Sämtliche Morgenvlätter stellen erleichtert fest, daß in Nürnberg zunächst über die aktuellen Probleme und über die Außenpolitik nicht gesprochen wurde. Die halbamtliche „Prager Presse" schreibt, noch niemals konnte man auf einem nationalsozialistischen Kongreß, vielleicht niemals auf einem Parteitag, den Gang der Geschichte so fühlbar wahrnehmen wie auf diesem. Diesmal stand fest, daß Hitler die Vereinigung Oesterreichs mit dem Deutschen Reich feiern werde. Die Proklamation ist eine Ruhmrede tiuf das deutsche Volk, seine Tüchtigkeit und sein Heldentum, im Gegensatz zum Versagen der alten Führung des Volkes. Es könne auffallen, wieviel.Raum die wirtschaftlichen Fragen in der Proklamation einnähmen. Dies spräche wohl dafür, daß sie die Reichsführung stark beschäftigten. Als das bemerkenswerteste hebt das Blatt hervor, daß der Führer glaubt, die Zeit der Isolierung Deutschlands sei politisch und wirtschaftlich beendet und eine Blockade des Reiches, wie sie noch im Weltkrieg durchgeführt wurde, nicht mehr möglich. Weitere Besprechungen in Prag. Benesch kündigt Ueberreichung des Regierungsvorschlages an. P r a g , 6. Sept. (DNB.) Präsident Dr. Benesch empfing am Dienstag um 18.30 Uhr nach einer Besprechung mit Lord Runciman den sudetendeutschen Abgeordneten Kundt und Dr. Sede- k o w s k i. Die Unterredung dauerte eine halbe Stunde. Der Präsident kündigte den beiden Vertretern der Sudetendeutschen Partei an, daß der Ministerpräsident der Sudetendeutschen Partei den offiziellen Vorschlag der Regierung Überreichen werde. Nachmittags hatten die Abgeordneten Kundt und Dr. Rosche eine zweistündige Unterredung mit Ashton-Gwatkin, Stopferd und Henderson. Später wohnte auch Lord Runciman der Aussprqche persönlich bei. Ner Kampf um Hankau. Schanghai, 6. Sept. (Europapreß.) Chinesische Meldungen aus Hankau sprechen von einer erfolgreichen Gegenoffensive südlich des Jangtse. Die Chinesen wollen durch einen plötzlichen Vorstoß die bei Mahuiling stehenden japanischen Truppen abgeschnitten und ein zum Entsatz der abgeschnittenen Garnison eingesetztes japanisches Regiment zu- rückgeworfen haben. Japanische Meldungen sprechen lediglich von einer großen Schlacht um den Besitz der von Kiukiang nach Nantschang führenden Eisenbahnlinie, von deren Ausgang das Schicksal Nantschanas abhängen würde. Der Besitz Nantschangs würde der japanischen Heeresleitung die Möglichkeit geben, den gesamten rechten Flügel der chinesischen Stellungen um Hankau aufzurollen. Nördlich des Jangtse soll die japanische Offensive bei K w a n g t s i zum Stehen gekommen fein. Der ehemalige Kronprinz von Spanien löblich verunglückt. N e u t) o r f, 6. Sept. (Europapreß.) Der ehemalige Kronprinz von Spanien, Graf Gova- bonga, ist am- Dienstagnachmittag in der Nähe von Miami auf Florida das Opfer eines Autounfalls geworden. Der Verunglückte ist als Jnfant Alfonso, Fürst von Asturien 1907 als erster Sohn des ehemaligen Königs Alfons XIII. und der Königin Viktoria Eugenia, geb. Prinzessin von Battenberg, geboren. 1933 hatte er auf die Thronfolge verzichtet und eine Kubanerin geheiratet, von der er 1937 sich scheiden ließ, um die Amerikanerin Märta Rocofort zu heiraten. Er lebte in Neuyork. Volksnahe Kunst offenbart den Geist unserer Zeit. Die große Hebe des Führers auf der Kulturtagung in Nürnberg. M^W W >y W lität, den festlichen Gewändern der Frauen und den «Herzen der Völker die Züge des Schönheitsideals der frohen Farben deutscher Volkstrachten, vornehmlich europäischen Kationen und nicht den ^yararier emt ken und gesunden Völker, sondern erstrebt gespal-, erfaßt hat, die nationalsozialistische Reoc tene Charaktere und gebrochene haltlose Seelen I i h r e r G a n z h e i t gesiegt haben wird. Prüfungen unter allen möglichen Beanspru- sten ganz ausgezeichneter Leistung. Seine von Dr.-Jng. Todt. Die Wilhelm Mesjerlchmitt. chungen bestanden. Bis in die kleinsten Cinzeltelle ist der Wagen so vollendet konstruiert, daß er den Anforderungen, die an einen deutschen Volkswagen billigerweise gestellt werden dürfen, voll erfüllt. Er kostet 990 Mark; er hat 24 PS und nur 6 bis 7 Liter Brennstoffverbrauch. Die Volkswagenfabrik ist im Bau. Das Sparsystem der Deutschen Arbeitsfront hat begonnen. Die Aufgabe des Konstrukteurs kann als erfüllt angesehen werden. Ein wahres deutsches Erfinder- und Konstrukteurleben steht in Dr. Porsche vor uns. Er hat mit genialer Begabung und unermüdlicher Energie auf einem technischen Gebiet Bahnbrechendes und Bewundernswertes geleistet. In einigen Jahren wird sein Volkswagen das Glück von Hunderttausenden darstellen. Der Name Porsche geht damit in die Geschichte der Technik unseres Volkes über. Der dritte Preis wurde je zur Hälfte den beiden syrischen Rebekka. Was in früheren Jahrhunderten unmittelbar wirkender Instinkt großer Künstler al5^ e““nVnV schlummernden schönheitsuchenden Volksseele mar, wurde durch viele bahnbrechende Forschungen Bewußtsein des fortschreitenden Denkens, heute ist es schon bei vielen Nationen die Grundlage des Lebens und tatentscheiüende Haltung eines große Zukunst geltenden Staatsbewußtseins. Dies bedeutet, daß unsere Zeit ehrfürchtig und bewußt zugleich hm- zuhorchen beginnt zu 'den Gesetzen dieses Lebens und sich nicht mehr beirren lassen will von Legenden einer alt werdenden Vergangenheit. Sicherheit alle guten Teile der deutschen Nation erfaßt hat, die nationalsozialistische Revolution in aus der deutschen Ostmark, mischt. Kurz vor 20 Uhr betritt der Führer, begleitet von Rudolf Heß und Alfred Rosenberg, von den Teilnehmern der Kundgebung mit erhobener Rechten gegrüßt, den festlichen Raum und nimmt mit ihnen in der Mitte Wenn man diese neue große Ehrfurcht heute nun gar als religionsfeindlich und atheistisch bezeichnet. so liegt in dieser formatlosen Behauptung folgender entscheidender Widerspruch: Wenn man nämlich das Vorhandensein eines Schöpfers lehrt und diesen in Gesängen und Gebeten preist, dann kann man auf die Dauer nicht Achtung und Befolgung der Gesetze dieser Schöpfung als religionslos und ihre Verletzung als religiöse Pflicht hinstellen. Wan kann auch nicht über Wangel an Religionsgefühl in der heutigen Welt klagen und im gleichen Atemzug dabei die Zersetzung der Völker durch Wischung fremdester Rassen empfehlen, weil doch gerade Kreuzungen des verschiedensten Blutes immer die Gefahr für inneres echtes Religionsgefühl mit sich bringen. Richt die Verteidigung der von der Schöpfung herausgebildeten Lebensgestalt ist Barbarei, sondern die „weltanschaulich" begründete Züchtung und Erhaltung von Geisteskranken, Idioten, Iudenbarstarden oder Wulat- ten bedrohen die Kulturkräfte aller Rationen. Der große Gesundungsprozeß des europäischen Erwachens geht heute im Zeichen des Rassegedankens als Schutz der mißachteten Substanz aller Völker vor sich. Wer heute angesichts der nicht mehr zu leugnenden Ergebnisse der Rassenkunde gegen diese ankämpft, will eben keine gesunden und starken Persönlichkeiten, und er will auch keine star- Der Kamps der nationalsozialistischen Revolution in ihrer Ganzheit. Hauptschriftleiter vr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigenTeil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theoder Kümmel. 2).21. VIII. 38: 8916. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzeloerkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1, September 1937 ■ ßüliiH» Nürnberg, 6. Sept. (DNB.) Unter den großen Ereignissen des Reichsparteitages kommt der Kulturtagung besondere Bedeutung zu. Diesmal nahm der Führer selb st zu den kulturellen Problemen Stellung, die nach nationalsozialistischer Anschauung untrennbar mit den Lebensfragen der Nation verflochten sind. So war am Abend des Dienstag im Opernhaus nicht nur die gesamte Führerschaft der Bewegung, sondern auch alle leitenden Männer des Reiches und die Vertreter der Kunstbehörden, die als Ehrengäste der Partei in Nürnberg weilenden Dichter, Schriftsteller und Komponisten und bildenden Künstler und die geistige Auslese aller Wissenschaft und Forschung des ganzen Deutschen Reiches vereint. Mit ihnen wohnten die Chefs der ausländischen Missionen und die Ehrengäste des Führers der Kulturtagung bei. Vor dem Opernhaus bietet sich das nun schon gewohnte Bild: Tausende und aber Tausende harren #h freudiger Erwartung des Führers, während in den Wandelgängen sich das Bunt der Uniformen mit dem der Talare der Rektoren und Dekane der deutschen Hochschulen, dep Uniformen der Admira- stch der Durchführung dieser großen Aufgabe entgegenturmenden Schwierigkeiten hat er mit einer bewundernswerten Energie überwunden Das technische Problem wurde meisterhaft bewältigt. Am bemerkenswertesten aber ist die Tatsache, daß es Dr. Todt gelungen ist, neben dem technischen Problem auch das ästhetische beim Bau der Reichsautobahnen m geradezu genialer Weise zu lösen. Als wahrer Nationalsozialist widmete sich Dr. Todt zu gleicher Zeit der Verbesserung der Arbeitsbedingungen seiner Belegschaften. In Gemeinschaft mit der Organisation der Deutschen Arbeitsfront hat er trotz aller äußeren Nachdem Reichsleiter Rosenberg seine Ausführungen abgeschlossen hat, nimmt Reichsminister Dr. Josef Goebbels das Wort zur Verkündung der Träger des Nationalpreises. Dr. Goebbels erklärte u. a.: Der Führer verleiht den deutschen Rationalpreis 1938, den er am 30. Januar 1937 gestiftet hat, an folgende hochverdiente Deutsche: 1. an den Generalinspektor für das deutsche Ltrahenwesen, Diplomingenieur Dr. Fritz Todt, 2. an den Konstrukteur. Dr. Ferdinand Porsche und ' 3. zu je einer Hälfte des Preises in höhe oon 50 000 Wark an die beiden Flugzeugbauer Prof. Willy Wesserschmitt und Prof. Ernst Heinkel. Damit werden in diesem Jahre in der Hauptsache verdiente Konstrukteure ausgezeichnet. Es wird damit auf den eigentlichen Gehalt unseres Jahrhunderts besonders plastischer Ausdruck verliehen. Denn dieses Jahrhundert ist ein Jahrhundert der Technik, und gerade auf dem Gebiet der Technik find wir durch die Arbeit genialer Wänner in den letzten Jahren bahnbrechend der ganzen Welt vorangeschritten. Den Leistungen seiner Techniker und Ingenieure verdankt das deutsche Volk mit den großartigen Aufstieg, den die Wachtergreifung im Reiche eingeleitet hat. Ls ist deshalb eine Ehrenpflicht der Ration, diese von der ganzen Welt bewunderten Großtaten deutscher Technik selbst zu würdigen und ihnen die verdiente Anerkennung zuteil werdenzu lassen. Der Name Todt ist heute schon ein Begriff für den Straßenbau in allen Ländern. Mit seiner Berufung durch den Führer wurde zum ersten Male m der deutschen Geschichte der gesamte Straßenbau einem einheitlichen Willen unterstellt, wie es die großzügige Entwicklung des Verkehrs erfordert. Seme große geschichtliche Tat ist die Durchführung des ihm vom Führer erteilten Auftrages, ein geschloffenes Netz von Autobahnen zu erstellen. um die Entwicklung des modernen Flugzeugbaues verdientesten Männern zuerkannt, Professor Willy Messerschmitt und Professor Ernst Heinkel. Der deutsche Flugzeugbau verdankt Willy Messerschmitt geniale und bahnbrechende Ideen. Seine Flugzeuge sind Ergebnisse seiner eigensten Geistes- leistungen. Er entwickelte seine Sportflugzeuge aus seinen Segelflugkonstruktionen und machte damit als erster die Erfahrungen des Segelfluges für den Motorflugzeugbau nutzbar. Hiermit erzielte er Maschinen — •' • - — — • für nationale und internationale Sportflugzeugwettbewerbe konstruierten Flugzeuge wirkten vielfach richtunggebend. Auch im Verkehrsflugzeugbau ging er völlig neue Wege. Nach der Machtergreifung widmete sich Messerschmitt vorwiegend der Konstruktion von Flugzeugen für militärische Zwecke. Der von ihm gebaute „Jäger" brachte den Geschwindigkeitsweltrekord an Deutschland. Dem genialen Schaffen Messerschmitts verdankt das deutsche Volk einen Großteil seiner in der ganzen Welt bewunderten Entwicklung auf dem Gebiet des Flugzeugbaues. Professor Ernst Heinkel schuf während des Krieges eine Reihe von Sseflugzeugen, die durch ihre technische Ueberlegenheit der deutschen Fliegerei die Möglichkeit gaben, erfolgreich den im Weltkrieg zahlenmäßig oft weit überlegenen Gegner zu bekämpfen. Trotz der Umklammerung durch den Versailler Vertrag begründete Heinkel 1922 ein Flugzeugwerk unter eigener Firma. Hier wurden zahlreiche neue Typen von Land- und Seestugzeugen Schwierigkeiten ein wahres Treueverhältnis zwischen dem Unternehmen und seiner Gefolgschaft her- gestellt. Dr. Todt hat aus dem Straßenbau eine Kunst gemacht. Dr. Ferdinand Porsche war auf Grund, der 'Erfahrungen als Arbeiter unk Konstrukteur von der Pike auf geradezu dazu berufen, den Auftrag des Führers auf Konstruktion des neuen Volkswagens zu erfüllen. Die ersten 30 Wagen haben die härte- Artgemäßabgebildet. Ihre Künstler haben diese Persönlichkeit in der Form ihres Cha- r a k t e r i d e a l s und damit im Sinne ihrer Rassenschönheit gemalt und in Stein gemeißelt und ihr nicht die Gestalt eines Mulatten oder ihr gar das — Gesicht oder die — Figur eines Juden gegeben. Und dies aus dem sehr feinen Empfinden heraus, daß eine solche Darstellung des Stifters des Christentums eine Verehrung seiner Persönlichkeit seitens der europäischen Völker oon vornherein unmöglich gemacht hätte. Auch die Madonna wurde nicht etwa Symbol einer lebensfernen Unberührtheit, sondern, im Gegenteil, das Gleichnis der ewigen Fruchtbarkeit des sich durch Gebären immer wieder erneuernden gesunden Lebens. Aus der Madonna wurde also stets die blühend eMutter mit dem Kinde. Auch sie trägt bei allen starken Künstlern als Voraussetzung ihres Einganges in die Ernst Heinkel. entwickelt, von denen besonders die He 70 „Blitz" hervorzuheben ist, ein Muster, das der kompromißlosen Anwendung aerodynamischer Gesetze seine Geschwindigkeitsleistungen verdankt. Von diesem Muster ausgehend entstanden in den Heinkelwerken weitere Höchstleistungsflugzeuge aller Art, vor allem die He 111 und daneben mehrmotorige Verkehrsflugzeuge für den Schnell- und Weitflug, vor allem Jagd- und Bombenflugzeuge für Land und See. Ernst Heinkel ist einer der bedeutendsten Pioniere des deutschen Flugzeugbaues. Der Führer ehrt Arbeit und Erfolg dieses Mannjes durch die Verleihung des Nationalpreises 1938. Ich drücke die Gefühle des Führers und gewiß auch des ganzen deutschen Volkes aus, wenn ich den diesjährigen Trägern des Nationalpreises unsere herzlichsten Glückwünsche ausspreche. Vor allem die nationalsozialistische Bewegung als eine Bewegung der Persönlichkeit, der Leistung und des Eigenwertes steht bewundernd vor dem Werk der in diesem Jahre preisgekrönten deutschen Männer. Die Welt aber mag auch daran erkennen, wie in Deutschland Tat und Leistung wieder zu Rang und Ansehen gekommen sind. als Voraussetzung für die Durchsetzung eines geistigen Imperialismus. Er wirkt in der Hoffnung, durch Aengstigung der Einbildungskraft über diese schwankenden Menschen zu herrschen. Aber die Einschüchterung des Menschen mit ewiger Strafe im Jenseits hat heute nicht mehr die Wirkung wie in den vergangenen Zeiten, und zornerfüllte Bannsprüche gegen wissenschaftliche Entdeckungen haben im Laufe der Jahrhunderte wegen dauernder Irrtümer ihrer Begründungen an Kraft erheblich eingebüßt. Wir sind der festen Ueberzeugung: d e n Gesetzen dieses Lebens gehorchen erst heißt ein großes Schicksal begreifen und ein wirklich schöpferisches Gestalten ermöglichen. Das kann nach unserer tiefen Ueberzeugung nicht verwerflich sein. Wenn es in einer für uns in diesem Dasein noch nicht faßbaren Form einen Himmel gibt, so wird einer, der ehrlich für sein Volkstum und für dessen edelste Werte streitet und opfert, eher ün diesen Himmel kommen als einer, der mit Gebeten auf den Lippen Volks- und Landesverrat begeht. Wir wissen, daß wir mit diesem Bekenntnis nicht allein stehen, sondern daß mit uns gehen die besten und größten Persönlichkeiten der Vergangenheit, die inmitten anderer Lebensformen aus Instinkt, sei es als Künstler ober als Forscher, bereits Gestalten, Schönheitsideale und Erkenntnisse vorausgeahnt und dargestellt haben, die in unserer Zeit der Entscheidung hohes starkes Bewußtsein geworden sind. Di» Einheit von Kun st, Wissenschaft und geistig-seelischenBekenntnissen ist das, was wir die Weltanschauung unserer Zeit nennen. Sie fügt viele Lebensbetätigungen, die bisher vereinzelt vor sich gingen, nunmehr in eine Einheit zusammen. Aus diesem Mittelpunkt Erhalten sie neue Kraft und bilden die Voraussetzung für eine neue Form des gesamten Daseins. An diesem Erlebnis unserer Zeit werden wir unerschütterlich festhalten und uns mit nimmermüder Geduld bestreben, auch jene innerlich zu überzeugen, die unter der Last alter Ueberlief?rungen sich noch nicht die freie Schau und die innere Festigkeit haben erkämpfen können. Dem heraufkommenden neuen Zeitalter zu dienen, ist die größte Kulturaufgabe, die die nationalsozialistische Bewegung sich zu stellen vermag, und wir sind der tiefen Ueberzeugung, daß erst, wenn diese innere freudige der ersten Reihe Platz. Die Wiedervereinigung der deutschen Ostmark mit dem Reich kommt dann hier bei der Kultur- tagung symbolhaft dadurch zum Ausdruck, daß die herrliche 7. Sinfonie Anton Bruckners die Veranstaltung eröffnete. Die Wiedergabe durch das Berliner Philharmonische Orchester unter der Stabführung des Generalmusikdirektors Professor W e i s b a ch schloß alle Schönheiten dieses Werkes in sich. Nachdem der Beifall verebbt ist, nimmt der Beauftragte des Führers für die Ueberwachung der gesamten geistigen und weltanschaulichen Erziehung der NSDAP., Alfred R o s e n b e r g, das Wort ,fu einer Rede, in der er den „Kampf der nationalsozialistischen Revolution in ihrer Ganzheit" behandelte. Alfred Rosenberg: „Wenn auch in diesen Tagen nach der Machtübernahme die unmittelbaren Probleme des staatlich-sozialen Aufbaues und der äußeren Unabhängigkeit im Vordergründe der deutschen Arbeit standen, so ist darüber doch nie vergessen worden, daß die Gesamtheit aller Handlungen bedingt war von einer bestimmten inneren Haltung zu dem uns überkommenen Schicksal. Immer mehr Lebensgebiete wurden von der nationalsozialistischen Bewegung durchdrungen, und in immer feinere Verästelungen unseres Daseins mußte sich unser Denken und Fühlen begeben, um zu allen aus- tretenden Problemen innerlich Stellung zu nehmen und dann nach außen die notwendige Form der Gestaltung zu finden. Dieses Hineinwachsen in das Tiefenleben des deutschen Volkes hat jene Kräfte mit Unruhe erfüllt, welche in Erkenntnis der Hoffnungslosigkeit eines politischen Kampfes zwar bereit waren, sich mit dem nationalsozialistischen Staat endlich abzu- finden, die aber immer noch glaubten, den Nationalsozialismus nur als eine politisch- soziale Erscheinung bewerten zu können, mit der stillen Hoffnung, daß nach der Bewältigung der früher von ihnen nicht gelösten Probleme auf diesen Gebieten sie nach und nach wieder den entscheidenden geistigen und weltanschaulichen Posten auf der Kommandobrücke beziehen könnten. Aber da,'ebensowenig wie der vorhergesagte politische Zusammenbruch eingetreten war, nun auch die weltanschauliche Festigung entgegen allen Prophezeiungen sicher und zukunftsbewußt fortzuschreiten begann, so steht besonders das letzte Jahr im'Zeichen vieler, namentlich oon jenseits der Grenzen geführten Kämpfe nicht nur gegen das Deutsche Reich, sondern gegen die dieses Reich heute tragende nationalsozialistische Anschauung oon Leben und Schicksal. Die Rassenlehre wurde als Element der Uneinigkeit, der Hoffart des geistigen Separatismus und des Fanatismus hingestellt, als Barbarei und schlimmster Rückfall ins Tierische bezeichnet. Es verbündeten sich diese weltanschaulichen Institutionen hierbei mit dem angeblich bis aufs Blut bekämpften, jedoch gleichfalls universalistischen, atheistischen Marxismus; aber wie man einst auch schon gemeinsam vergeblich gegen die politische Kampfbewegung von 1919 bis 1933 angegangen war, so tragen auch alle diese Angriffe schon das Z e i ch e n einer altersschwachen Polemik. Man glaubt jedoch, durch die Härte der Worte und durch die Häufigkeit von Ansprachen und Rundfunksendungen über die immer offensichtlicher werdende Brüchigkeit der geistigen Stellung hinwegtäuschen zu können. Es wiederholl sich somit in unserer Zeit, was sich in großen weltanschaulichen Wenden und in Epochen großer Entdeckungen immer wieder gezeigt hat: Eine greisenhafte Lehre will vor der Anschauung eines neuen Werde n,s nicht weichen; jedoch läßt eine einmal gemachte wirkliche Entdeckung sich durch keinerlei noch so schreiende Proteste mehr ungeschehen machen. Einst forschten kühne Köpfe nach dem Geheimnis des Wirkens des menschlichen Körpers — und die Entdeckung des Blutkreislaufes fetzte allen verworrenen früheren Theorien dadurch ein Ende, daß das Auge nunmehr unmittelbar erschaute, was früher zu sehen verboten war. Und so hat auch in unseren Tagen die Rassenkunde uns auch e i n neues Sehen geschenkt und schickt sich nunmehr an, auf allen Gebieten des Lebens eine dieser Schau entsprechende neue Ordnung in der Darstellung der Phänomene des Daseins^herbeizusühren. Die Gesetze des Blutkreislaufes wurden nicht entdeckt von Kirchenkonzilien, sondern durch das ehrfürchtig beobachtende Forscherau g e europäischer Menschen, die von diesen Kir- chenkonzilien mit dem Tode bedroht wurden. Die Rassenkunde ist ebenfalls nicht von den Kanzeln entdeckt worden, diese sind deshalb auch nicht kompetent, über sie zu urteilen. Das Auge unserer Zeit hat die Gestalten des Lebens bewußt geschaut, die Grundgesetze der Vererbung sind erkannt und keine noch so leidenschaftlichen Proteste können diese geschichtliche Erfahrungstatsache mehr rückgängig machen. Jede große Kunst predigt ein klares Schönheitsideal, und jede Nation hat einen von ihrem Rassen- kern bedingten ihr eigenen Kulturwillen. Nicht die Betonung dieser Tatsache ist kulturwidrig, wohl aber der Versuch, alle wuchshaften Gestalten durcheinander zu mischen, um in der Verwischung aller Eigenarten eine strukturlose „universale Menschheit" als erstrebenswertes Ergebnis hinzustellen. Wenn von höchsten kirchlichen Stellen gegen die Rassenerkenntnis und damit gegen die blutbedingten Schönheitsideale heute so leidenschaftlich gekämpft wird, so müssen wir hier einmal etwas Entscheidendes feststellen. Den Stifter des Christentums haben die untereinander artverwandten europäischen Völker ihrer Or. Goebbels verkündet die Nationalpreisträger Nr.209 Zweites Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen) Mittwoch, 7. September $958 Die Kuliuriagung im Opernhaus. Ser Führer spricht. Nach Dr. Goebbels tritt der Führer vor. Es dauert lange, bis sich der Sturm der Verehrung und Begeisterung,der ihm entgegenschlägt, gelegt hat. Unter atemloser Stille nimmt er dann das Wort zu seiner großen kulturpolitischen Rede, in der er u. a. folgendes ausführt: Es ist auch für den unbelehrbarsten Gegner der nationalsozialistischen Bewegung nunmehr schwer möglich, die Erfolge des neuen Regimes wenigstens auf gewissen Gebieten, so wie dies nöch vor einigen Jahren geschah, auch heute noch übersehen zu können oder glatt abzustre-tten. Die Taten sprechen zu sehr für sich. Die Herstellung einer innerlich verbundenen deutschen Volksgemeinschaft, die Wiederaufrichtung des deutschen Selbstbewußtseins, die Stärkung der deutschen Macht, die Ausweitung des Reichsgebietes sind weder wegzureden noch wegzuleugnen. Der wirtschaftliche Zusammenbruch blieb trotz aller Prophezeiungen aus. Die Versorgung des deutschen Volkes mit Lebens- mitteln und Gebrauchsgütern darf trotz der bekannten ungenügenden räumlichen Voraussetzungen als gesichert gelten. Der grandiose Kampf gegen die Erwerbslosigkeit endete mit einem Erfolge, der für die demokratischen Länder um so verblüffender ist, als ihnen selbst die Losung dieses Problems zum großen Teil versagt blieb. Der Vierjahresplan versetzt in den Ergebnissen der wissenschaftlichen Forschung sowohl als in der anlaufenden oder schon sichergestellten Produktion die übrige Welt teils in bewundernde Anerkennung, teils in verbissenes Schweigen. Die schroffste Ablehnung, die der nationalsozialistische Staat innen und außen trotz alledem auch heute noch erfährt, stammt aus den Kreisen jener, die weder mit dem deutschen Volke noch mit seinem Leben, noch mit den Interessen anderer Völker etwas zu tun haben: aus dem Lager des internationalen Judentums! Wenn ich diese Feststellungen treffe, dann lasse ich diese mehr dumm als gemein zu nennende Lügenhaftigkeit gewisser internationaler Presseorgane außer acht, die in ihrem krankhaften jüdischen Haß gegen das deutsche Volk zu so witzlosen Behauptungen oder Verleumdungen greifen, daß sie zumeist schon wenige Wochen später auch für den Einfältigsten ihre Widerlegung zu erfahren pflegen. Das einzige Mebiet, auf dem man heute noch glaubt, mit Erfolg gegen das neue Reich ankämpfen zu können, ist das kulturelle. Die unvergängliche kullurleistung -des Dritten Reiches. Nachdem es sich hier im wesentlichen um I u - den handelt, die ja unserem deutschen Volke auf keinem Fall näherstehen als den Engländern, Franzosen usw., ja, im Gegenteil, infolge ihrer weltbürgerlichen Veredelung von vornherein mehr in das Lager der Demokratien passen mühten, sollte man eigentlich annehmen, daß der unbesonnene Ausstoß dieser gottbegnadeten kulturträchtigen Elemente aus dem Dritten Reich gerade von den kulturbeflissenen, parlamentarisch-demokratischen Staaten als erfreulicher eigener Gewinn angesehen werden würde. Allein dem ist nicht so. So hitzia sie in Wehklagen über die Verarmung des deutschen Kulturlebens sind, so kühl bedächtig sind sie in der lieber« und Aufnahme der dadurch endlich freigewordenen Repräsentanten eines wahrhaft höheren kulturellen und zivilisatorischen Menschentums. Daraus geht wohl auch wieder hervor, daß der ganze aufgeregte Jammer der internationalen demokratischen Gazetten über den deutschen Kulturzerfall ein genau so aufgelegter Schwindel ist wie so viele andere Offenbarungen auf dieser Welt. Im übrigen aber sprechen glücklicherweise trotz der für kulturelle Arbeiten so kurz bemessenen Frist der nationalsozialistischen Staatsführung, auch hier die positiven Taten schwerer als jede negative Krick i k. Wir Deutsche können heute mit Recht von einem neuerwachenden ^kulturellen Leben sprechen, und zwar findet dieses kulturelle Erwachen seine Bestätigung, nicht durch gegenseitige Komplimente und literarische Phrasen als vielmehr durch die positiven Dokumente kultureller Schöpferkraft. Die deutsche Baukunst, Bildhauerei, Malerei, unsere Theater Usw., sie erbringen heute den dokumentarischen Nachweis für eine künstlerische Schaffensperiode, wie sie nur in wenigen Zeitläuften der Geschichte ähnlich reich und stürmisch vorhanden war. Und wenn die jüdisch-demokratischenPressemacher auch heute noch mit eiserner Stirn die Tatsachen von unten nach oben umzukehren versuchen, so wissen wir doch, daß sich die deutschen kulturellen Leistungen in wenigen Jahren ihr" Selbstbeachtung und -bewertung noch viel une ageschränk- ter errungen haben werden, als dies bei unseren Arbeiten auf den materiellen Gebieten schon jetzt der Fall ist. Die Bauwerke, die im heutigen Reich entstehen, werden eine dauerhafte und vor allem eindringlichere Sprache führen als das Gemauschel unserer demokratisch-internationalen Kulturbegutachter. Was sich diese armseligen Wichte von ihren Fingern abschrieben und abschreiben, wird — vielleicht sogar leider — die Welt wie so vieles andere vergessen haben. Die gigantischen Werke im Zeichen der kulturellen Wiederaufrichtung des Dritten Reiches werden aber einst zum unvergänglichen Kulturgut der abendländischen Welk gehören, genau so, wie es die großen Kulturleistungen dieser Welt in der Vergangenheit heute für uns sind. Wir wissen, daß, wenn je ein Jude eine innere Stellung zu dieser unserer deutsch-arischen Kultur gefunden hat oder in der Zukunft finden würde, dies nur dem Umstand zuzu'schreiben sein könnte, daß in den Stammbaum dieses Ahasver durch Zufall oder Mißgeschick einmal ein Tropfen fremden Blutes kam, das nun gegen den Juden selbst zu zeugen beginnt. Die große Masse des Judentums aber ist als Rasse selbst kulturell gänzlich, unproduktiv, sie wird sich daher auch verständlicherweise zu den Lebensäußerungen primitiver Negerstämme mehr hingezogen fühlen als zu den kulturell hochstehenden Arbeiten und Werken wahrhaft schöpferischer Rassen. Es ist daher — wie schon betont — die Zusttmmung oder Ablehnung aus diesen jüdisch- marxistisch-demokratisch-internatioüalen Kreisen zu unserer Kulturpolitik für die Richtigkeit oder Un- richtigkeit unseres Handelns, den Wert oder Unwert unserer Leistungen nicht nur nicht entscheidend, sondern vollständig belanglos. Viel wichtiger bleibt demgegenüber die Stellungnahme unseres eigenen Volkes. Denn seine Anteilnahme oder Ablehnung ist die allein für uns als gültig anzusehende Beurteilung der Richtigkeit, unseres kulturellen Schaffens. Und ich will dabei einen Unterschied machen zwischen dem Volk, d.h. der gesunden, blutvollen und volkstreuen Masse der Deutschen, und einer unzuverlässigen, weil nur bedingt blutgebundenen dekadenten sogenannten „Gesellschaft". Sie wird manchesmal gedankenlos als „Oberschicht" bezeichnet, während sie in Wirklichkeit nur das Auswurfergebnis einer blutmäßig und gedanklich kos- mopolittsch infizierten und damit haltlos gewordenen gesellschaftlichen Fehlzüchtung ist. Innige Verbundenheit von Kunst und Volk. Soweit ich aber nun vom wirklichen Volke rede, wird niemand bestreiten, daß es uns gelungen ist, in wenigen Jahren zwischen der deutschen Kunst und dem deutschen Volke wieder eine innige Verbundenheit herzustellen. 3n unseren Theatern sitzen Millionen und Millionen deutsche Menschen und erfreuen sich an der Sprache unserer Dichter und am klingen einer ewig schönen Musik. Vor unseren Bauwerken stehen diese selben Millionen in bewundernder Aufgeschlossenheit und sind glück- tich, ihrem Stolz über diese großen und erhabenen nationalen Leistungen Ausdruck geben zu können. Unsere neuen Denkmäler werden von diesem Volke bejaht. Durch die Säle unserer Kunstausstellungen drängen sich hunderttausende und hunderttausende und begleiten so das Schaffen unserer Maler in ebenso gewandter wie zustimmender Aufmerksamkeit. Darin aber können wir den Beweis für die Richtigkeit der eingeschlagenen deutschen Kulturpolitik sehen. Es ist, als ob Millionen Menschen gewartet hätten auf diese Verkündung einer ihnen im Unterbewußtsein von jeher vorschwebenden künstlerischen Offenbarung. So groß ist die Uebereinsftmmung zwischen dem Gefühl und Empfindung des Volkes und der sich vollziehenden und enthüllenden künstlerischen Tat, daß das Volk manchesmal nur zu leicht die Taten behält und die Schöpfer vergißt. Die größten Bauwerke der Völker sind laute Ruhmestitel für sie, aber nur zu oft stumme Zeugen für ihre vergessenen unbekannten Meister. Man sieht in diesen Werken etwas nahezu gottgewollt Selbstverständliches. So lebt der einzelne schöpferische Künstler in der gleich gestimmten Veranlagung aller. Freilich, wenn eine dekadente Ge- sellschaftsschicht den höchsten Nachweis ihres Wertes darin sieht, mit dem Volke nichts zu tun zu haben, mag dies für diese Art von Kunstbetrieb zumindest solange nützlich sein, als diese Gesellschaftsschicht sich im Besitz der materiellen Mittel befindet. Denn letzten Endes kommt es ja bei diesem Betrieb ohnehin auf etwas anderes nicht an. Nur dort, wo man au* das Volk auf die Dauer doch nicht Verzicht leisten konnte, weil in ihm allein auch der Träger der finanziellen Erhaltung zu sehen war, mußte man sich wohl oder übel zu Konzessionen bequemen. Denn dieses Volk begann ansonsten zu streiken. Die verrückten Bilder hatte es ohnehin nie gekauft. Die konnte man nur einer finanziell reichen, aber kulturell blödseligen Schicht von Emporkömmlingen, Spießern oder dekadenten Hohlköpfen ausschwatzen. Die Theater aber z. B., die mußte das Volk füllen, und diese wurden allmählich leer. Die Ausstellungen verloren die Besucher. Von den an sich ja sehr unbedeutenden öffentlichen Bauten nahm die breite Masse keine Notiz. Aber nicht etwa, weil sie an sich keine Stellung zur Kunst hatte und daher kein Interesse daran vorhanden war, sondern im Gegenteil, weil sie der einzige gesunde Kern unseres Volkes war, der dazu überhaupt noch eine unverdorbene Einstellung besaß. Wie sehr das Volk an den künstlerischen Leistungen einer Zeit Anteil nehmen kann, wissen wir aus zahlreichen Beispielen der Vergangenheit und erleben es aus ebenso vielen beglückenden Anzeichen der Gegenwart. Die größten Meisterwerke der antiken Baukunst, die Leistungen ihrer" Bildhauerei und Malerei galten als Nationaleigentum, ja als Nationalheiligtümer, aber nicht infolge irgendeines kaufmännischen Wertes, der etwa den von den heutigen Händlern gemachten Marktpreisen entsprochen haben könnte, nein, sondern infolge der inneren Anteilnahme, in der ein ganzes Volk ja damals ein ganzer Staat, die Geburt und das Werden eines solchen Werkes erlebt hatten. Und dies war in den großen Epochen der mittelalterlichen Kunst nicht anders. Die großen Künstler aber waren in solchen Zeiten die Lieblinge des Volkes, die einzigen wirklichen Könige von Gottes Gnaden, weil in ihnen die sonst so stumme Seele eines Volkes die Kraft einer durch Gott begnadeten Aeußerung erhielt. Es ist daher aber auch nur zu verständlich, daß nicht nur das Volk eine innere Anteilnahme an seiner wirklichen Kunst zu allen Zeiten besessen hat, sondern daß umgekehrt auch die Künstler in innerster Anteilnahme all dem gegenüberstanden, was die Völker erlebten, d. h. was die Menschen in Fühlen, Denken und Handeln beherrschte. Die Kunst war stets im Gesamten ihrer Zeit verpflichtet. Sie mußte dem Geist ihre'' Zeit dienen und beherrschen oder es gab keine Kunst. Ja, noch mehr: sie stand darüber hinaus überhaupt im Dienste der Aufgaben ihrer Zeit und half damit selbst an ihrer Gestaltung und Ausprägung mit. Das Wesen ihres Wirkens liegt nicht in der rein beschaulichen Wiedergabe des Inhalts und Ablaufs als vielmehr in der eindrucksvollsten Demonstration der Kräfte und Ideale, eines Zeitalters, wögen diese nun religiöser, kultureller, politischer Herkunft sein, oder mögen sie aus einer neugewordenen Gesamtschau stammen, die ihre Wurzel in der Erkenntnis eines ewigen Gesetzes hat, das dem Menschen bisher als Theorie vielleicht verborgen geblieben war, als unbewußte oder geahnte Kräfte ihn aber in seinem ganzen Dasein und seinem Lebenskämpfe stets beherrschte. So ist die Kunst des Griechentums nicht nur eine formelle Wiedergabe griechischer Lebensgestaltung oder griechischer Landschaften und ihrer Menschen, nein, sie ist eine Proklamation des griechischen Körpers und Geistes an sich. Durch sie wird nicht Propaganda geleistet für ein einzelnes Werk, für das Sujet oder den Künstler, sondern Propaganda geleistet für die im Griechentum uns gegenüber« stehende griechische Welt als solche. Ein Kulturideal steht vor uns auf, das uns dank feiner Kunst und unserer eigenen blutmäßig verwandten Herkunft auch heute noch eine zwingende Vorstellung vermittelt von einer der schönsten Epochen der menschlichen Entwicklung und deren lichtvollsten Trägern. Und genau so zeugt die römische Kunst für die imperiale Macht der römischen Welt. Der artfremd werdende Charakter derselben römischen Kunst fällt nicht durch Zufall zusammen mit der gesellschaftlichen Entartung ukd dem daraus resultierenden allmählichen staatlichen Zusammenbruch des antiken Weltreiches. Ebenso aber sehen wir in der christlichen Kunst den Herold eines Zeitalters, das 'in seinem gesamten Wesen, seinen Vorstellungen, seinem Denken und Handeln einen wahrhaft schlagenden Ausdruck findet in seinen Kirchen, seinen Skulpturen, seinen Bildwerken, seiner Musik usw., und darüber hinaus in der sonstigen gesamten künstlerischen Behandlung des aUaemeinen Lebens. Es wird daher heule die Kunst, aber ebenso der Herold und Künder jener gesamten Geistes- Haltung und Lebensauffassung sein, die die jetzige Zeil beherrschen. Und dies nicht nur deshalb, weil diese Zeil den Künstlern die Aufträge erteilt, sondern weil die Ausführung dieser Aufträge nur dann auf Verständnis stoßen kann, wenn sich in ihr das Wesen des Geistes dieser Zeil offenbart Der Mystizismus des Christentums fordert in seiner verinnerlichsten Periode eine architektonische Gestaltung der gestellten Bauaufgaben, die dem Zeitgeist nicht nur nicht widersprach, sondern im Gegenteil mithalf, jenes geheimnisvolle Dunkel zu erzielen, das die Menschen bereiter fein ließ, der Selbvernei- nung zu gehorchen. Der aufsteigende Protest gegen die jahrhundertelange Vergewaltigung der Freiheit der Seele und des Willens findet sofort den Weg zu neuen Ausdrucksformen des künstlerischen Gestaltens. Die mystische Enge und Düsterkeit dek Dome begann zu weichen, und entsprechend dem freien Geistesleben öffnen sich die Räume zu lichten Weiten. Das mystische Halbdunkel wich einer zunehmenden Helle. Der unsicher tastende llebergang des 19. Jahrhunderts führte endlich in unserer Zeit zu jener Krise, die, so oder so, ihre Lösung finden mußte. Entweder das Judentum konnte mit seinem bolschewistischen Ansturm die arischen Staaten zerschlagen und die blutbedingten führenden eigenen Volksschichten ausrotten, dann mußte die aus diesen Wurzeln bisher erwachsende Kultur der gleichen Vernichtung entgegengeführt werden. Diesen Kampf um die Macht hat das Judentum auch in unserem Staat über 100 Jahre gekämpft. Dafür hat es gerungen, sich zahlreicher Einrichtungen bemächtigt, andere Institutionen zerstört oder wenigstens ange- fressen und nicht zuletzt auch das kulturelle Leben nach feinen Bedürfnissen auszurichten versucht. Die Kunst dieser Periode war der schlagende Ausdruck der politischen Tendenz dieser Zeit und so, wie diese dekompositiv war, wirkte auch die Kunst im gleichen Sinne. Ihre Erscheinungsformen entsprachen der politischen Weltauffassung, das heißt der uns bekannten Zielsetzung des Ferments der De« kom Position der Völker und Rassen, wie Mommsen baä1 Judentum bezeichnete. Me gesamtMmelle Erbmasse. Da der Sinn dieser nationalsozialistischen Revolution nun aber keineswegs' eine Zerstörung der übernommenen Werte unseres bisherigen geschichtlichen Lebens ist, kann es auch nicht die Aufgabe der heutigen deutschen Kunst sein, in erster Linie die negative Einstellung zur Vergangenheit zu betonen, als vielmehr dem Gesamtkulturgut unseres Volkes das als künstlerisches Erbe das gesammelte Kulturvermögen unserer blutbedingten Erbmasse ist, einen eigenen neuen Beitrag anzufügen. Die Größe eines kulturellen Zeitalters kann nicht gemessen werden an dem Umfang der Ablehnung früherer kultureller Leistungen als vielmehr am Umfang eines eigenen kulturellen Beitrages, von dem sich erwarten läßt, daß er von den Nachkommen als genügend wertvoll angesehen wird, dem gesamten Kulturschatz endgültig eingegliedert und damit weiter vererbt zu werden. Dieser aus volklich eigener Schöpferkraft und verwandten Kulturschaffens auf- gespeicherten gesamtkulturellen Erbmasse einen eigenen Beitrag anzusügen, muß der Stolz und der Ehrgeiz jedes anständigen Zeitalters und damit jedes Zeitgenossen fein, wobei wir uns keinen Augenblick darüber einer Täuschung hingeben, daß genau so wie in der Vergangenheit aus einer Vielzahl kultureller Arbeiten mir ein Bruchteil erhalten wurde, auch von unseren Leistungen nur ein Bruchteil von der Zukunst übernommen werden wird. Entscheidend ist nur, daß dieser Bruchteil einer zahlenmäßig umfangreichen Produktion einen H ö ch st w e r t im einzelnen dar- stellt. Die gesamte kulturelle Arbeit eines Volkes hat nicht nur nach einem Auftrag zu erfolgen, sondern in „einem" G e i st stattzufinden. Und die Genies sollen dayer nicht als das Abnormale gelten, sondern müssen nur die überragende Ausnahme sein, d. h. ihre Werke haben durch die ihnen eine zwingende Ueberlegenheit so sehr an Helligkeit zu gewinnen, daß sie die anderen gleichgearteten Leistungen überstrahlen und so die gesunde Masse eines Volkes in kurzer Zeit wie selbstverständlich in den Bann ihrer Leuchtkraft ziehend Der Rationalsozialisms als Kirklichleilslehre. Es ist stets der Beweis für innere Begnadung des wahrhaften Künstlers, diesen auch ihn erfassenden Gesamtwillen einer Zeit in seinem Kunstwerk auszudrücken. Vielleicht mag dies für alle am leichtesten sichtbar bei den Werken der B a u f u n ft gelingen. Hier ift unmittelbar zu erkennen, wie sehr schon der Auftrag die innere Haltung und äußere Form einer Lösung bedingt. Die religiöse, innerlich zugewandte mystische Welt des christlichen Mittelalters hat Ausdrucksformen gefunden, die nur für diese Welt allein möglich, ja nützlich sind. Ein gotisches Stadion ist genau so undenkbar wie ein romanischer Bahnhof oder eine byzantinische Markthalle. Sie spricht nicht für das absolut richtige oder unrichtige des Lebensgehaltes dieser Zeit an sich, sondern sie spricht nur für die richtige Wiedergabe des einmal gewesenen inneren Zustandes dieser Zeit in den künstlerischen Werken. Nie kann zugegeben werden, daß Bauwerke, die ein Produkt und Wahrzeichen des nationalsozialistischen Zeitalters sein sollen, einen Auftrag erhalten oder eine Erfüllung finden von und in außerhalb des Wesens, der Haltung und der Zielsetzung unserer Zeit liegenden Erscheinungen, und es ist hier die hohe Aufgabe der öffentlichen Auftraggeber eines Zeitalters, nicht durch die Art der Stellung ihrer Aufträge die Anleitung für eine Fälschung des Geistes ihrer eigenen Zeit zu geben und damit die Grundlage ihrer eigenen weltanschaulichen Existenz in Frage zu stellen. Der Nationalsozialismus ist eine kühle Wirklichkeilslehre schärfster wissenschaftlicher Erkenntnisse und ihrer gedanklichen Ausprägung. Indem wir für diese Lehre das Herz unseres Volkes erschlossen haben und erschließen, wünschen wir nicht, es mit einem Mystizismus zu erfüllen, der außerhalb des Zweckes und des Zieles unserer Lehre liegt. Vor allem ist der Nationalsozialismus in seiner Organisation wohl eine Volksbewegung, aber unter keinen Umständen eine kulturelle Bewegung. Insoweit sich die Aufklärung und Erfassung unseres Volkes bestimmter, nunmehr schon traditionell gewordener Methoden bedient, sind diese Ergebnisse einer Erkenntnis aus Erfahrungen, die im Zweckmäßigen liegen. Es ist daher auch zweckmäßig, sie später als Brauchtum zu erhalten. Sie haben aber nichts zu tun mit aus anderen Gesichtspunkten etwa entliehenen ober entnommenen Methoden oder Ausdrucks formen, die bisher die Bezeichnung „Kult" für sich in Anspruch genommen haben; denn der Nationalsozialismus ist eben keine kultische Bewegung, sondern eine aus- schließlich aus rassischen Erkenntnissen erwachsene völkisch-politische Lehre. Wir haben keine Kultheime, sondern Sportarenen und Spielwiesen, und das Charakteristikum unserer Versammlungsräume ist nicht das mystische Dunkel einer Kultstätte, sondern die Helligkeit und das Licht eines ebenso schonen wir zweckmäßigen Saaloder Hallenbaues. Cs finden daher in ihnen auch keine kultischen Handlungen statt, sondern ausschließlich Volkskundgebungen in der Art, in der wir im Laufe langer Kämpfe dies erlernten und damit es gewohnt sind und es uns so bewahren wollen. Das Einschleichen mystisch veranlagter, okkulter Jenseitsforscher darf daher in der Bewegung nicht geduldet werden. An der Spitze unseres Programms steht nicht das geheimnisvolle Ahnen, sondern das klare Erkennen und damit das offene Bekenntnis. Indem wir aber in den Mittelpunkt dieser Erkenntnis und dieses Bekenntnisses die Erhaltung und damit Fortsicherung eines von Gott geschaffenen Wesens stellen, bieften wir damit der Erhaltung eines göttlichen Werkes und damit der Erfüllung eines göttlichen Willens, und zwar nicht im geheimnisoolen Dämmerschein einer neuen Kuttftätte, sondern vor dem offenen Antlitz des Herrn. Unser Kult heißt ausschließlich Pflege des Natürlichen und damit auch des göttlich Gewollten. Unsere Demut ist die bedingungslose Verbeugung vor den uns Menschen bekannt werdenden göttlichen Gesetzen des Daseins und ihre Respektierung. Unser Gebet heißt: Tapfere Erfüllung der sich daraus ergebenden Pflichten. Für kultische Handlungen aber sind nicht wir zuständig, sondern die Kirchen! Keinesfalls können der Nationalsozialismus und der nationalsozialistische Staat der deutschen Kunst andere Aufaaben stellen, als sie in unserer Weltanschauung begründet liegen. Sie dürfen aber auch keine Aufgabe stellen, die der Kunst an sich zu erfüllen unmöglich ist. Und die Künstler selbst dürfen nicht versuchen, Aufgaben zu losen, die außerhalb des Vermögens der künstlerischen Gestaltungskraft liegen. Ich erwähne dies als unendlich wichtig, weil ein einmal eingeschlagener Irrweg unter Umständen ein ganzes Jahrhundert künstlerisch unfruchtbar machen kann. Und es ist dabei gleich gefährlich, ob nun der öffentliche Auftraggeber in seinen Aufträgen an sich schon versagt hat, ober ob die Künstler, von einer falschen Auffassung beherrscht, an der einzig möglichen richtigen Lösung vorbeigehen Aus einer falschen Zielsetzung, die von einem öffentlichen Auftraggeber in einer Zeit ausgegeben wird, kann nur zu leicht ein falscher Ehrgei,^erwachsen, Probleme zu gestalten, die nicht gestaltbar sind. Es ist daher von vornherein unmöglich, der deutschen Bau« k u n st einen Auftrag zu erteilen, der gerade vom nationalsozialistischen Künstler nicht ausgeführt werden kann, weil er außerhalb der ihn befruchtenden nationalsozialistischen Erkenntnis und Haltung liegt. Die Diskrepanz zwischen einer solchen Auf- tragserteilung und dem Effekt eines sogenannten nationalsozialistischen Kultraums ist entsetzlich, sie ist aber bedingt nicht nur durch das Versagen des Künstlers, sondern ebenso durch das Versagen des Auftragggebers. Es kann daher die Baukunst in wahrhaft großen Lösungen nur dann in Erscheinung treten, wenn ihr wahrhaft große, in der Zeit liegende Aufgaben gestellt werden. Ebensowenig kann man der .Musik Aufgaben stellen, die zu erfüllen außer ihrem Vermögen liegt. Die Musik als absolute Kunst gehorcht uns heute noch unbekannten Gesetzen. Sicher aber ist, daß die Musik als größte Gestalterin von Gefühlen und Empfindungen anzusprechen ist, die das Gemüt bewegen, und daß sie am wenigsten geeignet erscheint, den Verstand zu befriedigen. Daher kann es nur zu leicht sein, daß Verstand und musikalisches Gehör nicht im gleichen Körper anzutreffen sind. Ihren einmaligen Höhepunkt hat diese Kunst der Erzeugung eines musikalischen Grund- und damit Gesamtcharakters als Stimmung in den Werken des großen Bayreuther Meisters gefunden. Allein auch außerdem ist es einer Anzahl gottbegnadeter Musiker geglückt, bestimmten dramatischen Kunstwerken einen schlagenden musikalischen Grundwert und damit Gesamtausdruck zu sichern. Die großen Sinfoniker bemühten sich, allgemeinere Stimmungen wiederzugeben, benötigen aber dabei als Einführung für den Hörer ebenfalls bestimmter allgemeiner, sprachlich nie dargelegter Anhaltspunkte. Es ist aber gänzlich unmöglich, eine Weltanschauung als Wissenschaft musikalisch zum Ausdruck zu bringen. Cs gibt daher weder eine musikalische Parteigeschichte noch eine musikalische Weltanschauung, ebenso gibt es auch keine musikalische Illustrierung oder Deutung philosophischer Erkenntnisse. Dafür ist ausschließlich die Sprache da. Und es ist die Aufgabe unserer Dichter oder Denker, nun die Sprache so beherrschen zu lernen, daß sie nicht nur die ihnen vorschwebenden Erkenntnisse klar und wie gestochen wiedergibt und sie damit den Mitmenschen vermittelt, sondern daß diese selbst darüber hinaus noch durch die Beherrschung der Klangform, die in der Sprache liegt, zum Kunstwerk erhoben wird. Wir Deutsche können glücklich sein, eine ebenso schöne wie reiche, aber allerdings auch schwere Sprache zu besitzen. Sie beherrschen zu lernen, ist eine wunderbare Aufgabe, und sich ihrer zu bedienen, ebenfalls eine Kunst. In ihr die Gedanken unserer Weltanschauung zum Ausdruck zu bringen/muß möglich sein und ist möglich. Diese musikalisch darzustellen, ist weder möglich noch not- wendig. wohl aber ist es nötig, die allgemeinen Gesetze für die Entwicklung und Führung unseres nationalen Lebens auch auf dem Gebiet der wusik zur Anwendung zu bringen. . Das heißt nicht in technisch gekonntem Wirrwarr von Tönen das Staunen der verblüfften Zuhörer zu erregen, sondern in der erahnten und erfüllten Schönheit der Klänge ihre Herzen zu bezwingen. Nicht der intellektuelle verstand hat bei unseren Musikern Pate zu stehen, sondern ein überquellendes musikalisches Gemüt. Wenn irgendwo, dann muß hier der Grundsatz gelten, daß „wes das Herz voll ist, der Mund überläuft". Das heißt: Wer von der Größe der Schönheit oder dem Schmerz, dem Leid einer Zeit und seines Volkes durchdrungen oder überwältigt wird, kann, wenn er von Gott begnadet ist, auch in Tönen fein Inneres erschließen. Das technische Können ist wie immer die äußere notwendige Voraussetzung für die Offenbarung der inneren Veranlagung. Ich halte es für dringend notwendig, daß gerade unsere Musiker sich diese Erkenntnis zu Herzen nehmen. Ob es sich aber um die Baukunst handelt öder um Musik, um Bildhauerei oder Malerei, eines soll man grundsätzlich nie außer acht lassen: Jede wahre Kunst muß ihren werken den Stempel des Schönen aufprägen, denn das Ideal für uns alle hat in der Pflege des Gefunden zu liegen. Alles Gesunde aber allein ist richtig und natürlich. Alles Richtige und Natürliche ist damit schön. Es ist heute ebenso wichtig, den Mut zur Schönheit zu finden wie den zur Wahrheit. Der W e l t s e i n 0, gegen den wir im Kampfe stehen, hat auf ferne Fahne ebenso die Vernichtung des Wahrhaftigen als des Schönen geschrieben. Er hat es fertig gebrächt, die Bejahung der natürlichen Gefühle teils als dumm, teils als lächerlich, teils sogar als felge hlN- zustellen. Alle großen Empfindungen und Eharkter- tagenden wurden von ihm verhöhnt, verlacht oder beschmutzt. Es gelang ihm, daß vielen der Mut verloren ging, sich noch zu ihrem Volkstum offen zu bekennen oder gar dafür einzutreten. Endlich galt es nicht nur als unklug, für das eigene Volk zu kämpfen, sondern sogar als Feigheit, wahrend der wirk- liche Feigling, der seine Gemeinschaft im Stiche lieh, als tapferer Künder eines neuen Ideals gepriesen werden konnte. Und zahlreiche Angehörige gerade der sogenannten vornehmen Gesellschaftskreise sind wohl auch infolge der Leere ihres eigenen Gemüts dieser Psychose zum Opfer gefallen. Sie unterwerfen sich teils feige, teils aber auch nur zu willig diesem jüdischen Terror. Es ist aber ebenso unsere Aufgabe, den MutzurwahrenSchön- h e i t zu finden und uns nicht beirren zu lassen durch das teils alberne, teils unverschämte Geschwätz dekadenter Literaten, die es versuchen, das Natürliche und damit Schöne als Kitsch zu verrufen, das Kranke und Ungesunde aber als das Interessante, Bemerkenswerte und daher Beachtungswürdrge hinzustellen. Daher ist es sine große und erhebende Aufgabe, durch eine wirkliche Pflege der Musik, des Theaters, der Bildhauerei und Malerei, besonders aber der Baukunst, diesem Kulturverfall Einhalt zu gebieten. Wir müssen es dabei zu erreichen versuchen, daß sich nicht nur die Künstler bilden, sondern daß durch sie auch das Volk gebildet wird, daß die Augen immer klarer sehen lernen und sich das Gefühl für schöne und edle Proportionen entwickelt und vertieft und das Gehör sich verfeinert, und daß damit das Verständnis wächst nicht nur für die künstlerischen Schöpfungen im großen gesehen, sondern auch für die einzelnen feinen Details. So werden wir uns langsam zur wahren künstlerischen Gewissenhaftigkeit erziehen. Sie verhindert am ehesten das Abgleiten in eine verderbliche, blasierte Uebersätti- gung. Sie weitet das Auge und schärft das Auge und das Gehör für die Wunder der künstlerischen Arbeit in der' unbegrenzten Welt des Kleinen. Sie wird mithelfen, einst ein ganzes Volk teilnehmen zu lassen an der Entstehung und Gestaltung der gewaltigen nationalen Kunstwerke, nicht nur im Groben gesehen, sondern auch in den einzelnen Feinheiten. Und erst dann wird man wieder von einer wirklich neuen Kuß st- Epoche reden dürfet!. Dann wird die Nachwelt einst vom Wunder einer Zeit berichten können, in der inmitten einer der gewaltigsten politischen Erneuerungen der Geschichte, unbeirrt durch allen Kampf und alle Wirrnis der Welt, in den deutschen Landen die Kultur in reichster Entfaltung zu blühen begann. Unser Volk aber wird in stolzer Ehrfurcht dann die Werke hüten, die wir heute einfügen in den ewigen Schatz der Kunst. DasRegierungsjllbiläumderKöWinWlhelmma Feierlicher Staatsakt in Amsterdam. Amsterdam, 6. Sept. (DNB.) Als Krönung der Jubiläumsfeierlichkeiten anläßlich der 40jährigen Regierung der Königin der Niederlande fand am Dienstag in der Nieuwe Kerk in Amsterdam ein feierlicher Staatsakt statt, an derselben Stelle, wo seinerzeit die Königin mit Vollendung chres 18. Lebensjahres den Eid ablegte. Die Königin begab sich, begleitet von der Kronprinzessin und dem Prinzen Bernhard der Niederlande zu Fuß vom nahegelegenen Schloß zur Kirche. Die Ehrenwache bildeten 40 hohe Offiziere der See- und Landmacht, die als Kadetten bei der Krönungsfeierlichkeit denselben Dienst geleistet hatten. Nach einer kurzen gottesdienstlichen Handlung wurde durch die Vorsitzenden der beiden Kammern der Niederländischen General st aaten eine an die Königin gerichtete Dankadresse verlesen. Darauf folgte die Verlesung einer Huldigungs- adrefse der königlichen Kommissare der elf holländischen Provinzen. Hierauf ergriff der niederländische x Ministerpräsident Eolijn das Wort zu einer Rede, in der er im Namen des niederländischen Volkes der Königin für ihre 40- jährige Regierungsarbeit dankte. Ministerpräsident E o l i j n - zog einen Vergleich zwischen der weltpolitischen Lage von 1898 und 1938, berührte die schwere Enttäuschung, die der Völkerbund mit sich gebracht habe und wies auf die grundlegenden Veränderungen auf politischem und sozialem Gebiete hin, die sich im Verlaufe dieser 40 Jahre in Europa vollzogen haben. Es sei jedoch nicht am Platze, die festliche Stimmung des heu- ttgen Tages durch diese Erwägungen beeinflussen zu lassen, führte der Ministerpräsident aus. Das niederländische Volk dürfe heute auf einen glücklichen Zeitabschnitt seiner Geschichte zurückblicken. Die Liebe des niederländischen Volkes zu seinem Fürstenhaus, das aufs engste mit dem Volke verbunden sei, habe im Verlaufe dieser 40 Jahre immer tiefer Wurzel gefaßt, und das Schönste dieser Jubiläumsfeier sei zweifellos das innige Mitleben des gesamten Volkes an diesem Festtage seiner Fürstin. Mit einem warmgefühlten Dank und Segenswunsch schloß der Ministerpräsident feine Ausführungen. In einer kurzen Ansprache dankte die Königin für die ihr entgegengebrachten Huldigungen und versicherte aufs neue, daß sie bereit fei, alles für ih r Volk zu tun. Dann könne das niederländische Volk mit erhobenem Haupt und vollem Vertrauen den kommenden Zeiten entgegensehen. Eine kurze gottesdienstliche Handlung, die durch Ehorgesänge aus den Werken Johann Sebastian Bachs umrahmt war, bildete den Abschluß der würdigen Gedenkfeier. Der Geburtenrückgang in England. London, 7. Sept. (Europapreß.) Auf dem Jahrestag für sanitäre Fragen forderte der Arzt Sir Leonhard Hill Maßnahmen zur Verhinderung des Geburtenrückganges. Die Regierung müsse endlich etwas tun, um den durch die künstliche Geburtenkontrolle bedingten.Zerfall" des Weltreichs aufzuhalten. Allein in England läge die Geburtenziffer unter 15 vom Tausend im Vergleich zu 19 v. T. in Deutschland und 22 v. T. in Italien. Man fjabc ausgerechnet, daß bei dem augenblicklichen Geburtenstand im Jahre 1951 die Zahl der Kinder in England von einem Stand von 9 500 000 im Jahre 1931 aus 5 5Ö0 000 herabgesunken sein werde. Die britische Rasse, so schloß Sir Leonhard Hill, sei auf der ganzen Welt i m Rückgang begriffen. Auch in Australien und in Neuseeland sei die Geburtenziffer unter 17 v. T. gesunken. Vier Wegbereiter der deutschen Technik. Oie Träger der deutschen Nationalpreise 4938. Die Persönlichkeiten, die auf dem Nürnberger Parteitag mit den höchsten Preisen ausgezeichnet wurden, sind vier Männer, die sich auf verschiedenen Gebieten der Technik als Bahnbrecher und Wegweiser bewährt, deren Namen Weltruf erlangt haben. Gemeinsam ist ihnen, daß sie seit Anbeginn ihrer Entwicklung um ihr Ziel wußten, daß sie durch innere Berufung in die Richtung ihres Lebens gestntt wurden, daß sie alle die Sendung erfüllt haben, die ihnen von iyrem Schicksal oorherbestimmt war. Professor Willy Messerschmitt. Professor Willy Messerschmitt ist unter den bekannten Flugzeugkonstrukteuren der jüngste. Zehn Jahre jünger als Heinkel, hat er erst vor kurzem sein vierzigstes Lebensjahr vollendet. Dennoch ist sein Name untrennbar verknüpft mit dem großartigen Aufstiegderdeutschen Fliegerei, die sich nicht zuletzt durch die bahnbrechenden Arbeiten Messerschmitts in wenigen Jahren aus den Fesseln des Versailler Diktats befreit hat. Messerschmitt begann als Segelflieger. 1922 errang er im Rhön-Wettbewerb seinen ersten großen Erfolg mit einer neuen Konstruktion, die sich bewährte. Seine Beschäftigung mit der Segelfliegerei reicht bis in die früheste Jugend Willy Messerschmitts zurück: schon vor dem Kriege bastelte er als Schüler mit einem Lehrer Segelflugzeuge. Die Erfolge Messerschmitts sind begründet durch eine enge Verbindung von wissenschaftlicher Forschungund Praxis. Die Erfahrungen, die er beim Segelflug erworben hat, machte er dem Motorflug dienstbar und schuf Verkehrsflugzeuge und Kunftflugmaschinen, die der eiligen Entwicklung des deutschen Flugwesens ungewöhnlich lange stand- aehalten haben. In der ganzen Welt bekannt wurde Prof. Messerschmitt durch das Rekord-Flugzeug, das im November vorigen Jahres durch die sensationelle Geschwindigkeit von 611 Stundenkilometer den Weltrekord für L a n d f l u g z e u g e an Deutschland riß. Der wissenschaftlichen Erforschung aller Probleme des Schnellflugs gilt die ständige Arbeit des großen Konstrukteurs. Aber auch in der Entwicklung des mvdernen Reiseflugzeuges und der Militärmaschinen ist Messerschmitt führend gewesen. Sowohl der Jagdeinsitzer Me .109 wie das als „fliegende Limousine" berühmt gewordene Schnellreiseflugzeug „T a i f u n" gingen von ganz neuen Ideen aus. Mit seinem Grundsatz, nur Spitzenleistungen zu schaffen, hat Prof. Mfserschmi^ als Eheskonstrnk'^ir und technischer Direktor die Bayerischen FlugzeugwerkL durch schwere Zeiten zu ihrer heutigen Höhe geführt und sich selbst die höchste Anerkennung durch den Führer errungen, die das Reich zu vergeben hat. Dr. Grnst Heinkel. Klar und zielbewußt sttebt feine Entwicklung vorwärts. Nachdem er sieben Semester an der Stuttgarter Technischen Hochschule absolviert hat, wird er durch die Vernichtung des Zeppelinluftschiffes bei Echterd'ingen auf gerufen, fortan der Luftfahrt zu dienen. Das Ziel ist klar erkannt, der Weg wird unverzüglich beschritten. 1911 stürzt er mit einem Flugzeug eigener Konstruktion auf dem Eannstatter Flugfeld ab, so schwer verletzt, daß an feinem Leben gezweifelt wird. In den nächsten Jahren arbeitet er als Ingenieur und Chefkonstrukteur in verschiedenen Flugzeugfabriken, während des Weltkrieges entwickelt er etwa dreißig verschiedene Typen vom kleinen Jagdeinsitzer bis zum vielmotorigen Langstrecken-Bomber. Die Ernst- Heinkel-Flugzeugwerke, nach dem Kriege in Warnemünde begründet, erwerben sich schnell einen internationalen Ruf, da sie. Weltrekorde in Höhe und Geschwindigkeit aufstellen. Einen neuen Aufschwung nimmt das Werk in den Jahren nach der Machtergreifung, als die deutsche Luftfahrt durch den Nationalsozialismus tatkräftig gefördert wird; so übergibt Heinkel beim zehnjährigen Jubiläum der Lufthansa im Januar 1936 sein Flugzeug H. E. III, bas mit zehn Fluggästen und Gepäck 350 Stundenkilometer zurücklegt, wiederum eine Höchstl eist u n g, die die Maschine zum damals schnellsten Verkehrsflugzeug der Welt in dieser Größenklasse erhebt. Zu den vielen Ehrungen, die ihm zuteil wurden, ist jetzt die höchste gekommen, die das bisherige Lebenswerk Heinkels krönt, als eines Mannes, der, nüchternen Tatsachensinn mit der Intuition des Forschers vereinend, sein Dasein klar und zielbewußt in den Dienst einer Idee gestellt hat. Dr. Frih Todt. Es war am 23. September 1933, als der Führer bei Frankfurt a. M. den ersten Spatenstich am Baubeginn der Re ich sau tob ahn tat und da- mit ein gigantisches Unternehmen einleitete das dem modernen Verkehr neue Schlagadern öffnen 'oute. An der Spitze dieses gewaltigen Bauvorhabens stand ein Mann, dessen Name damals nur einem kleinen Kreise bekannt war: Dr.-Jng. Fritz Todt, der vom Führer soeben zum Gen er al - infpekteux für das Deutfche Straßßü. b a u w e s en bestellt worden war. Auch das Leben dieses Mannes ist klar und folgerichtig aufgebaut. Schon bei Beginn seines Studiums, an den Technischen Hochschulen in München und Karlsruhe beschäftigte sich Todt mit Straßenbau, um später durch seine Reisen in Italien, Frankreich und Jugoslawien seine Kenntnisse zu erweitern und zu vertiefen; feine- Doktorpromotion handelte über Fehlerquellen beim Straßenbau. Als Bauhilfsarbeiter ern irbt er sich die praktischen Erfahrungen, die ihn l >0 v.H. eg (Einten 3,50 :rU5 mit gen um Werten jdjeihe- gaben wt\ > iel um aus 127 on Bel- ib Stroit 116,25 anf aus 0 (200), ■1 v.H Rundfunkprogramm Donnerstag, 8. September. 5 Uhr: Frühmusik. 5.45: Rus ins Land. 6: Wildererprozeß Odenweller vor der Großen Strafkammer Gießen hmarkj Hejge« Achsen, t. 163 bis 41, 46 bis lewicht. olgenöe! r) 116, 1-5 kg) 90 kg) ) 110, lart. geteilt, Pente: Nationales Irauensportfest in Bad-Nauheim. Seit gestern weilt Deutschlands Spitzenklasse in der Frauen-Leichtathletik unter Führung der Reichs- frauenwartin für Leichtathletik, Käthe Krauß (Dresden) in Bad-Nauheim. Am heutigen Mittwoch findet auf der von-Tschammer-und-Often-Kampfbahn der Ausscheidungskampf für die Teilnahme an den Staubecken des Wasserfallbodens (das zuerst gebaut wird) mit rund 850 bis 900 Meter Steil fall in die Turbinen schießen. Dabei wird es durch einen längeren Stollen geleitet, und im unteren Teil des Kaprunertales wird der Berghang ebenfalls bereits auf seine geologische Beschaffenheit geprüft, denn die Wasserrohre sind schwer und müßen eine feste Unterlage haben. Ein Werk wird in 1 3wei uein. Grifft 1 für : Das Rektor in sich ^Qes. am tein. begün« ehrern AS.-Kampsspiele in Nürnberg 1938 Tag der wehrsportlichen Mannschastskämpfe. i sie DDit m Ler- fttM, >rjt,^ g nie so wn nach Fehlen >ar, das HsetzHg auf Nl°l' liebte biij ib es öl’ ter geltü' iber ka^ euetn et- rinnet f iereizthf"' geint!"' jte inne«! Don zu der ■ äX; f ucrföf ’ ter e.HL en < läge1,11 Zufall, # 15 n'töer > et«#» ' tfert'S'- :'S s' schaftsmehrkampf vor der SA.-Gruppe Thüringen (Weimar), die bei der letzten Schießübung 120 Punkte errang und damit Franken hinter sich ließ. ^-Lcibstandarie gewinnt das Lcistnngsschicßcn. Zu einem großen Erfolg kam die ^-Leibstandarte Adolf Hitler, Berlin, im Mannschaft^- Leistungsschießen, das sich aus Kleinkaliber- und Pistolenschießen zusammensetzte. Mit 307 Punkten siegte sie vor der SA.-Gruppe Bayrische Ostmark (Bayreuth) und dem ^-Sicherheitsdienst Berlin. Nach dem Kleinkaliberschießen in Erlenstegen führte bereits die Leibstandarte vor dem RAD. 25 Wiesbaden und dem ^-Sicherheitsdienst. Im Pistolenschießen, das anschließend in Feucht ausgetragen wurde, schnitt die SA.-Gruppe Bayrische Ostmark am besten ab; sie kam in der Gesamtwertuna vom siebten auf den zweiten Platz. Die Mannschaft der ff - Leibstandarte sicherte sich mit einem dritten Platz im Pistolenschießen den Gesamtsieg. Auftakt zum Wehr-7Nannschaftskampf. Der Wehr-Mannschaftskampf, der von Mannschaften in Stärke von 1 : 36 bestritten wird, wurde in Werderau mit dem Kleinkaliberschießen eingeleitet (es folgen noch ein 20-Kilometer-Gepäckmarsch mit Sonderausgaben und eine Uebung auf der Hinderniskampfbahn). Nach der ersten Uebung hatte bis -Leibstandarte Adolf Hitler, Berlin, die Führung. Arbeitsmann König gewinnt KK.-Gictzcn. Der einzige Einzelwettbewerb auf dem Schieß« stand wurde im Kleinkaliberschießen ausgetragen. Die Bedingungen waren: aus 50 Meter Entfernung auf die Zwölfer-Einheitsscheibe mit dem KI<-Wehr. sportgewehr 5 Schuß liegend freihändig, 5 Schuß kniend oder sitzend freihändig und 5 Schuß stehend freihändig. Als bester Schütze erwies sich der Arbeitsmann König (III./266 mit 166 von 180 möglichen Ringen. Der schwierige Mannschafts-Fünfkampf,, der in Stärke von einem Führer und sieben Mann bestritten wird, begann in Erlenstegen mit dem KK.» Schießen. Bei Punktgleichheit mit dem Polizeikom« Hart unterhalb des Weges ist ein überdachte« Schacht in die Talsohle gegraben. Er sieht fast wis ein Ziehbrunnen aus. Einige Arbeiter sind gerade dabei, das Wasser herauszupumpen. Auf der rech« ten Bergseite klettern ein paar Männer herum. Sie sind mit Vermessungsarbeiten beschäftigt. Mit erhobenem Arm deutet der Ingenieur rechts unb l'inks in die Höhe. Hier wird die erste Sperrmauer entstehen. Sehen Sie dort die Markcn, die in bestimmten Abständen angebracht sind? Die Stolle^ und der Schacht dienen dazu, die geologischen Der« hältnisse unter der Erddecke zu prüfen. Wir müsset seststellen, wo der Fels beginntund wie er vev^ läuft, damit die Sperrmauer ein festes Fundament bekommt." Wir sprechen über die älteren Pläne- Sie sehen ein ganzes System sogenannter Hangkanäle vor, welche das Wasser, das von den Bergen und Gletschern abfließt, auffangen und dem Staubecken zuleiten. Ferner wird man vielleicht auch Wasser aus den Wildbächen benachbarter Tauern- täler durch Stollen herbeileiten. Wir durchwandern den Wasserfallboden und steigen dann steil zum Moserboden, der obersten Stufe des Kaprunertales, auf 1968 Meter Höhe empor. Hier wird später der große obere Stausee entstehen, dessen Fluten das grünblau schimmernde Eis des Karlinger Keeses umspielen werden. Rund 30 Millionen Kubikmeter Wasser wird dieses Staubecken fassen, während der See auf dem 400 Meter tiefer liegenden Wasserfallboden rund 150 Millionen ansammeln kann. Man hat hier oben einen wunderbaren Blick über den ganzen Bereich der künftigen Stauseen. "Welch ein erhabenes, majestätisches Vild wird es einmal fein, wenn die beiden Böden des Kaprunertases in große Spiegelflächen verwandelt find, auf denen im Widerschein der Kranz der Berggipfel in die Tiefe taucht! Auf unserem Rückweg treffen wir nochmals den freundlichen Ingenieur. Bei einem Glase frischer Milch sitzen wir in der gastlichen Stube der Lim- berg-Alm. Ich frage ihn, ob der Untergrund des Tales auch die gewaltigen Wassermassen halten wird. Er bejaht. „Selbstverständlich müssen wir in der Nähe der Sperrmauer den Boden auf Sprünge und Risse hin untersuchen, damit nicht größere Wassermengen verloren gehen. Dazu wird der Fels freigelegt, und wo sich undichte Stellen zeigen, wird Zement eingespritzt. So wird er wie ein hohler Zahn plombiert." Die Unterhaltung kommt dann auf die Kraftwerke. Das Wasser wird aus der obersten Staustufe mit ewa 350 Meter, aus dem 1 rnij chv-Zimmer- Wohnung in gut. Vage zu verm. Näh.i.d.Geschäfts- stelle des G. Ä. Zimmer im Ostpreußen- viertcl ob. Nähe zum 1. Oktober von Akademiker gesucht. Schriftl. Ängeb. u. 04086 an d. Gieß. Anz. HaarfarberWiedcrhersteller Flasche, 1.74 Jt, extra stark 2.40 Jt Drog. Winterhott, Kreuzplatz 10, Parf. Muhl, Bahnhofstraße 56. Meines Häuschen ober 3-4=3 innn.s Wohnung per sof. gesucht. Schr. 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