Donnerstag, 7.3uli 1958 188. Zahrgang Nr. 156 Erstes Blatt Qmm gerfest des BaWofs. n llß. 45112 Folge haben müßte. zur ifl* ttr läVÖifVe StDiUfVen — 6« einTt.fa'Sb IW ein'igteit7 im G°w°r-Ich°ftslag°r n°tw°ndig°rw°il° eilen findet der taltungcn flott: in&offtrafoe 66, u den karten challe: itarten 1.- 2.~ -L0 am ikarten gnach' Annahme von Anzeigen für Oie Miltagsnummer bis 8* ,,Uhr des Vormittags Grnndprette für 1 mm hohe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Npf., für Text- anzeigen von 70mm Breits 50 Rpf..Platzvorschrift nach vorh Derelnbq.25^ mehr. Ermäßigte Grundpretfe: Stellen-, Vereins», gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Eelegenheitsanzei» gen 5 Rpf..Familienanzei- gen, Bäder-, Unterrichts- tu behördliche Anzeigen 6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B zu einer Verlangsamung des Aufrüstungstempos führen. Die D?a che vor demBuckingham-Pa- l a ft wurde am Mittwoch zum erstenmal in der englischen Geschichte von einer Abteilung der Territorialen Reserve-Armee in Khakiuni- form gestellt.' Diese Auszeichnung steht in Zusammenhang mit dem Werbefeldzug für den Eintritt in die Territoriale Reserve-Armee, die seit einigen Monaten ausschließlich f ü r die Luftabwehr ausgebildet wird. Die Mannschaften, und zum größten Teil auch die Offiziere dieser Armee sind zumeist Arbeiter und Angestellte, die für einige Wochen des Jahres zu Hebungen herangezogen werden. Die e^ste Wache, die von der Territorialen Reserve-Armee gestellt wurde, bestand überwiegend aus Bankangestellten und Börsenmaklern. französischen Leuchtturms und der (vorerst allerdings nur geplanten) meteorologischen Station begründet worden. Gleichzeitig hatte Frankreich der englischen Regierung jedoch mitgeteilt, daß es die Besetzung der Paracel-Inseln im Hinblick auf seine strategischen Interessen an der Insel Hainan für nötig gehalten habe. Chinesische Rückfrage in Paris. Paris, 7. Juli. (DRB.) Außenminister Bon - n e t empfing den chinesischen Botschafter in Paris, Wellington Koo, der die Souveränität seines Landes über die Paracel-Inseln feststellte und sich über die Bedeutung unterrichten wollte, die der Besetzung dieser Inseln durch anamitische Abteilungen zukomme. Der französische Außenminister soll betont haben, daß Frankreich sich darauf beschränkt habe, auf diese Inselgruppe „das notwendige Personal und Material zur Unterhaltung und Einrichtung von Leuchtfeuern, einer meteorologischen Station und eines Senders" zu entsenden, und zwar um das Personal und dieses Material zu schützen sowie um Zerstörungen durch die auf diesen Inseln wohnenden Fischer zu verhindern. Deshalb seien zwei Abteilungen anamitischer Gendarmen entsandt worden. Es handle sich einfach | darum, in einer besonders gefährlichen Gegend eine Sicherheitseinrichtung für die Schiffahrt einzurichten, die berufen fei, den Schiffen aller Nationali- I täten dienlich zu fein. Oer Führer der Hungaristischen Bewegung zu drei Jahren Zuchthaus verurteilt. Budapest, 6. Juli. (Europapreß.) Die Königliche Tafel als Berufungsgericht verkündete das Urteil in dem Prozeß gegen den Führer d e r Hungaristischen Bewegung, Major i. R. Szalasfy, der im Herbst vorigen Jahres vom Budapester Strafgericht roegeji Vergehens der Aufreizung zum Aufruhr unter Zubilligung mildernder Umstände zu zehn Monaten Staatsgefängnis (Festungshaft) verurteilt worden war. Das Berufungsgericht verurteilte Szalasfy wegen des Verbrechens des versuchten Umsturzes der bestehenden staatlichen und gesetzlichen Ordnung zu drei Jahren Zuchthaus. Sza- lassy wurde sofort in Haft genommen. Das strenge Urteil hat in der Öffentlichkeit Ungarns das größte Aufsehen erregt. Die Verteidigung Szalassys hat gegen das Urteil Berufung bei der obersten Instanz, der Königlichen Kurie, eingelegt. Major Szalasfy wurde auch zu Amtsverlust für die Dauer von fünf Jahren verurteilt, was die Aberkennung feiner Pensionsberechtigung und seines Dienftranges -.50 1.- -.30 -.60 .ne Modelle in allen Preist" 5 M 6: Mr. » 8.30: W. Kitter turnt Luftstraßen «iw! er kr Siliman. '"Ahlen. 12: 13-15: Mittaas, en- 14.10: Kam. len uns (VIII), 's Konzert. Kia. chmittagskonzert. 8: Zeitgeschehen. Ichaften, Darm» echer. 19: Mch. )din. Ein Leben, ): Erlebnisse von 22.15: Deutsche ibt. 22.30: Unter» chtmufik. „Bunter Deutsche Frontkämpfer ehren Marschall pilsudski. Warschau, 6. Juli. (DNB.) Die deutsche Frontkämpferabordnung, die nach ihrem Aufenthalt in Warschau in Krakau eintraf, legte an der Grabstätte Marschall Pilsudskis in der „Gruft der silbernen Glocken" auf dem Wawel-Schloß einen Kranz nieder, der die Inschrift trägt: „Dem Marschall Josef Pilsudski — die deutschen Frontkämpfer." Der Ehrung Pilsudskis wohnte außer Vertretern polnischer Frontkämpferorganisationen auch eine militärische Abordnung bei. Nach einer Besichtigung der Kathedrale und des Königsschlosses begab sich Reichskriegsopferführer Oberlindober an der Spitze der deutschen Frontkämpfer nach Sowi- N i e c, wo auf dem dort zur Erinnerung an den großen Führer der polnischen Natton errichteten Hügel ebenfalls ein Kranz niedergelegt wurde. Am Nachmittag besichtigte die deutsche Frontkämpferabordnung das Salzbergwerk in Wie - liczka, wo polnische Schulkinder polnische Volkstänze vorführten. Abends gab die Stadt Krakau für die deutschen Gäste ein Essen. auf einem Fahrrad unterwegs, der andere in einer Rikscha — wurden durch Pistolenschüsse ermordet. — Ein Bombenanschlag gegen japanische Posten in der Jeßfield-Strahe schlug fehl, jedoch gelang es den angegriffenen Soldaten, zwei Chinesen zu erschießen. Weitere Bombenanschläge ereigneten sich vor der Sokohama Specie-Bgnk, vor der Taiwan-Bank und am Warenhaus Whiteaway in der Nankingstraße sowie auf einer Brücke, die über den Sutschaubach führt. Die internationale Garnison befindet sich in A l a r m z u st a n d. Starke Patrouillen durchziehen die Straßen. Sämtliche bisher erfolgten Bombenanschläge ereigneten sich innerhalb der Internationalen Niederlassung. Die Paracel-Inseln. Hongkong, 6. Juli. (Europapreß.) Nach Meldungen van Exchange Telegraph aus Hoikow (Hainan) hat die Besetzung der Paracel-Inseln, hundert Seemeilen südöstlich von Hainan, zu j a p a n i s ch e n Gegenmaßnahmen geführt. Ein japanischer Kreuzer ist vor den Inseln eingetroffen, und soll bereits Truppen gelandet haben zum Schutz der auf den Paracel-Inseln lebenden japanischen Fischer. Weiter wird aus Hoikow gemeldet, daß 15 japanische Kriegsschiffe, darunter mehrere Kreuzer, in der Hainan-Straße auf der Höhe von Hoikow ankern. Die französischen Maßnahmen waren amtlich mit dem Schutz des auf den Paracel-Inseln befindlich en Tokio, 6. Juli., (DNB.) Ministerpräsident Für st Konoye gab der japanischen Presse Erklärungen zur Lage, in denen er zunächst betonte: „Jetzt wird unsere einmal beschlossene Haltung nicht mehr geändert werden, bis wir unsere Ziele erreicht haben. Welche Lage sich auch immer ergeben wird, wir werden unermüdlich vorwärts gehen!" Vermittlungsversuche dritter Mächte könnten grundsätzlich nichts an dem japanischen Entschluß ändern, nur direkt mit China zu verhandeln. Japan könne in Tschiangkaischek und seiner Regierung deshalb keinen Verhandlungspartner sehen, weil die bereits vielen Schwankungen unterworfene Politik Tschiangkaischeks kein Vertrauen verdiene. Tschiangkaischek, der früher kommunistisch, dann nationalistisch eingestellt war, habe sich jetzt wieder an Moskau um Hilfe gewandt. Die „Nationalregierung" könne auch dann nicht als „Zentrale" Regierung Chinas betrachtet werden, wenn Tschiangkaischek durch einen japanfreundlichen Staatsmann ersetzt werde. Das schließe nicht aus, daß eine neue vereinte Zentralregierung P e ki n g —N a n k r n g mit einer reorganisierten Hankau-Re- g i e r u n g verhandele. Auf eine Frage nach der Entwicklung der inneren Lage antwortete der Ministerpräsident: „Selbst wenn der Konflikt jetzt plötzlich beendet wird, so wird die Nation den Druck im nächsten Jahr noch härter fühlen." Japan bemühe sich mit diplomatischen und wirtschaftlichen Mitteln, die dritten Mächte zu überreden, ihre Unterstützung Tschiankaischeks aufzugeben. Mit der fortschreitenden Entwicklung der Lage könne man mit einem besseren Verständnis der japanischen Politik rechnen, wodurch sich die Haltung Eng - lands, Frankreichs und Amerikas Japan gegenüber ändern werde. Fürst Konoye äußerte seine Ueberzeugung, daß es nicht zu einer Einmischung dritter Mächte komme. Japans Natio- nalkrast könne nicht mit der nach früheren Kriegen verglichen werden, und deshalb würden diese Mächte keine unüberlegten Handlungen begehen. Die Entwicklung der inneren Lage werde durch die zentral geregelte kontrollierte K r i e g s w i r t sch a f t mit einer durchgreifenden Umstellung der gesamten ' Wirtschaft und die Regelung der Arbeitsfragen beherrscht. Die hierdurch bedingten schweren Lasten müsse die Nation tragen in dem festen Entschluß jedes einzelnen Japaners, den Feind Japans, Tschiangkaischek, zu beseitigen. Die Abreise der deutschenMiiitärberater aus China. Santau, 6. Juli. (DNB.) Die Abreise der deutschen Militärberater nach Hongkong erfolgte in einem mit Hakenkreuzflaggen gekennzeichneten Zuge. Am Bahnhof waren außer Vertretern der deutschen Botschaft und des Generalkonsulats viele Deutschenfreunde, General Houyaotsu als persönlicher Vertreter des Marschalls Tschiangkaischek Kriegsminister General H o y i n g s chi n sowie über 20 chinesische Generale zum Abschied erschienen. Der Dank der chinesischen Regierung und des chinesischen Volkes für die Arbeit der Berater kam in einer größeren Anzahl offizieller Einladungen in der letzten Woche zum Ausdruck, deren Höhepunkt ein Abschieds - Empfang bei Marschall Tschiangkaischek und seiner Gattin bildete. Marschall Tschiangkaischek richtete dabei herzliche Dank- und Abschiedsworte an die Berater, wahrend 8rau Tschiangkaischek ihnen Geschenke überreichte. Die Hankauer Blätter sprechen ihr Bedauern über den Abschied der Berater aus, deren Leistungen hohe Anerkennung verdienten. Sie schließen mit besten Wünschen für eine glückliche Heimkehr. Die Menschenverluste im China-Konflikt Tokio, 6. Juli. (DNB.) Eine japanische Zusammenstellung gibt die chinesischen Verluste seit Ausbruch des China-Konfliktes mit 1300 000 an, wobei die Zahl der Toten auf über 500 000 geschätzt wird. Nach der gleichen Quelle hätte Japan nur rund 37 000 Tote zu verzeichnen. Die besetzte Zone in China umfaßte 1 249 000 Quadratkilometer, also die dreifache Ausdehnung ganz Japans. Die besetzten Gebiete haben rund 130 000 000 Einwohner. Chinesische Terroraktionen in Schanghai. Am Jahrestag des chinesisch-japanischen Konflikts. .^7(33 l ■"? a) 5?15 55), ?). d) (?7): L Mer<50); Hoc mJunb Ung: Mel. ,V $ 1 ?f, V’ s° & II 75 ..«alb, bis 7Q /rs 8°. Englands Landwirtschaft. Chamberlain erläutert seine Agrarpolitik. — Revolte der Bauern." M und So wurde der Vollzugsausschuß des Bauernverbandes für East-Yorkshire von einem Bezirksverband ersucht, die beiden Oppositionsparteien zu befragen, welche Agrarpolitik sie befürworteten. Von der Antwort der Opposition solle es dann abhängen, welcher Partei die Landwirtschaft bei der näch- fte n Wahl ihre Stimme geben würde. Der Exekutivausschuß des Bauernverbandes von War- wickfhire hat an den Premierminister ein Telegramm gesandt, in dem her Enttäuschung und Entrüstung der Bauern über die Rede in Kettering Ausdruck gegeben wird. Der Daily Expreß bringt diese Artikel unter der Ueberschrift: „Die Revolte der Bauern beginnt." Oie englische Aufrüstung. Die Metallarbeitergewerkschaften, machen weiter Schwierigkeiten. London, 6. Juli. (Europapreß.) Der Stand der englischen Rüstungen wurde von Verteidigungsminister Sir Thomas I n s k i p in einer Londoner Rede als außerordentlich befriedigend bezeichnet. Der Minister machte auch geheimnisvolle Andeutungen über „gewisse Dinge, die Eng- land hat, und die andere nicht haben". Es gebe heute in dem englischen Verteidigungssystem viele geheim zu haltende Vorrichtungen, auf die England mit Recht stolz sein dürfe. Weder auf d^c See, noch unter dem Wasser, noch in her Luft sei England heute wehrlos. Japans Chinapoliiik bleibt dieselbe. Ministerpräsident Fürst Konoye lehnt Bermittlungsaktionen dritter Mächte ab Zum Tag der Deuls-en Konst Von Professor Adolf Ziegler, München, Präsidentderl^eichskammerderblldendenKül sie Die deutsche bildende Kunst hat eine jahrtausendealte Tradition bis weit über die romanische Kirchenbaukunst hinaus. Je tiefer und unvoreingenommener die moderne Forschung in die Geschichte der germanischen Frühzeit einbringt, um so klarer leuchtet der Tatbestand auf, daß nicht nur die epische Dichtkunst in Sage und Lied, sondern auch die Gabe künstlerischer Gestaltung in Symbol und Bild- «nis ein ursprüngliches Geschenk der Natur an jede Rasse ist, aus der sich auch heute noch im Kern das deutsche Volk zusammensetzt. Aus der künstlerischen Gestaltungskraft dieses Bluterbes haben auch die deutschen Meister des Mittelalters ihre unsterblichen. Werke geschaffen. Aus dem gleichen unvergänglichen Erbe schöpft auch das deutsche Volk von heute die sichere Gewißheit, daß auch der Künstler unserer Zeit ebenbürtige Werke schaffen kann. Das oft mißverstandene Geheimnis der deutschen Kulturpflege, die in wenigen Jahren schon so viel Erstaunliches schaffen konnte, wurzelt in dieser Erkenntnis, daß die schöpferische Substanz eines Volkes im Blute liegt und jederzeit zu wirken beginnt, sofern sie nur richtig angesprochen wird. Dieser Aufruf ist erfolgt und beginnt zu wirken. So wird es verständlich, daß es unter der Macht eines neuen elementaren ßebensftromes in Deutschland weder sogenannte Kunstrichtungen noch irgendwelche intellektuelle Ismen mehr gibt und geben kann. Es wäre verfehlt, wenn man die neue deutsche Kunst mit diesen überalterten Maßstäben messen wollte. Denn weder der Inhalt- noch die Form gilt in Deutschland als alleiniger und letzter Maßstab und kann er auch nicht sein, wenn wir nicht die ganze künstlerische Entwicklung eines Jahrtausends verleugnen wollen. Entscheidend scheint uns vielmehr die Kraft der Gestaltung, der tiefe Blick in Natur und Welt, die klare Schlichtheit der Haltung und die zweckgebundene Echtheit im Material. Unter diesem Ideal einer kraftvollen, gesunden Schönheit von Mensch und Kunstwerk geht die bildende Kunst in Deutschland in die Erfüllung der großartigen Aufgaben, die das deutsche ^Volk in steigendem Maße seinen Künstlern stellt. Die moderne bildende Kunst im Reich hat das große Glück, in AdolfHitler, dem Führer' und Reichskanzler des deutschen Volkes, einen verständnisvollen Freund und genialen Förderer zu besitzen. In der eminent künstlerisch empfindenden Persönlichkeit des Führers selbst liegt daher in Deutschland d i e tiefe Einheit von schöpferischer Friedenspolitik und friedlicher Kulturpflege beschlossen, die einen Gegensatz zwischen Kulturleben und Staatsleben nicht kennt. Denn um* den Führer selbst und,seine nächsten Mitarbeiter versammeln sich die bedeutendsten deutschen Künstler unserer Zeit, und unermeßlich sind die Ströme lebendiger Kraft und künstlerischer Anregung, die von diesem Kern aus auch auf die bildende Kunst aussttahlen. Zugleich hat der Künstler in Deutschland in dieser engen Verbindung mit der staatstragenden politischen Bewegung des Volkes auch wieder jenen inneren und äußeren Halt gefunden, den der Künstler zu allen Zeiten benötigte, um seinem eigenen Schaffen einen Sinn im Leben seines ganzen Volkes zu geben. So ist es leicht erklärlich, daß einem aufmerksamen Blick überall in Deutschland und in allen Zweigen der bildenden Kunst, in der Baukunst, der Bildhauerei, der Malerei, im Kunsthandwerk und - in der Werbegraphik bis weit hinein in den Sektor ; industrieller Formgebung e in neuer Schaf» > fenswille und ein rnutiger Beginn sichtbar wird. Die Reichskammer der bildenden Künste, die alle bildenden Künstler zu Mitgliedern hat, ist tatkräftig bestrebt, diesen Neubeginn in immer breitere Kreise zu tragen. Immer weitere Volkskreise beginnen dem Schaffen des bildenden Künstlers Der- : ständnis und Achtung' entgegenzubringen. Ohne Zwang und Willkür' politischer Art, viel- : mehr durch den reinen Appell an die besten Kräfte der Nation,' durch vorbildliche Werke, selbstlose Forderung und die Weckung des Idealismus der Künst- • lerschaft schreitet die Gesundung und das Wachstum ; der bildenden Kunst in Deutschland unaufhörlich fort. , Dieses naturhafte Wachstum unter der Treuhänder- schaft von Reichsminister Dr. Goebbels, als dem Präsidenten der Reichskulturkammer, wird im Lauf von Jahrzehnten jene Einheit des künstlerischen Willens und des Formempfindens entstehen lassen, die trotz unendlicher Mannigfaltigkeit der Künstlerpersönlichkeiten ihre Werke einstmals als Ausdruck des Stils der deutschen Wiedergeburt erscheinen lassen . wird. Oer Zwischenfall in Memel. Zwangsarbeit und Gefängnis für die Begrüßung des Motorschiffes „Preußen". > Memel, 6. Juli. (DNB.) Der Kriegskomman- । dant des Memelgebietes hat die Memeldeutschen । Richard Wiechert, Walter Flach mit je einem Jahr, • Berthold Beyer, Walter Behr, Heinz Janusches nut : je sechs Monaten, Paul PreßlG, Erwin Meckelbssrg i mit je drei Monaten Zwangsarbeitslager i bestraft. Ferner erhielten Hans Laudzim und Al- i fred May je drei Monate Gefängnis. Sechs : weitere Memeldeutsche werden dem Kriegs--^ : geriet zur Aburteilung übergeben. Diese : Bestrafung und die noch ausstehenden Verfahren [ gegen Memeldeutsche hängen mit den Zwischen» »fällen vom 21. Juni anläßlich des Eintreffens des Motorschiffes „Preußen" im Me- Imele r Hafen zusammen. krschetnt rLglich, außer Sonntag» und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild • Die Scholle MonalZ'Bezugspreir: Mit 4 Beilagen RM.1.95 Ohne Illustrierte e 1.80 Zustellgebühr , -25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Zernsprechanschlüsse anter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnach- richten: Anzeiger Gießen Postscheckkonto: Krankfurt am Main 11688 II» m I !-H Sietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: vrühlsche Uuiversitatsdruckerei R. Lange in Gießen, schristleilung und Geschäftsstelle: Schulstraße 7 I 1 tL; | Das Dilemma scheint zur Zeit unlösbar zu sein. * t f ii sind. * Ulrich Graf, persönlich seine Glückwünsche zum 60 Geburtstag aus und überreichte ihm sein Bild mit einer herzlichen Widmung. Der Stellv er - tretet d e s Führers beglückwünschte Ulrich Graf im Namen der Bewegung und dankte chm für sein opferreiches Wirken. Der Abschluß der A. - G. für 5) o ch - und Tiefbauten, Essen, kann um so mehr als Spiegel der gesteigerten Bautätigkeit des vergangenen Jahres dienen, als die Gesellschaft nicht nur eine der größten Bauunternehmen im Jnlande dat- stellt, sondern auch im Auslande erhebliche Erfolge erzielen konnte. So beschäftigte am Ende des letzten Jahres die Gesellschaft 881 Angestellte und 11 600 Arbeiter bei einer Hochstzahl von 13 000 Arbeitern, während zur gleichen Zeit des Vorjahres 680 Angestellte und 8500 Arbeiter vorhanden waren. Dabei ist bemerkenswert, daß in dem Verhältnis von 1936 auf 1937 eine erhebliche Angleichung eingetreten ist. Die Aufwendungen für Löhne und Gehälter find gleichzeitig von 17,87 Millionen auf 22,15 Millionen Mark gestiegen. Auch in der beträchtlichen Vermehrung des Umlaufvermögens von 21,30 auf 26,20 Mill. Mark prägt sich die Ausist die Zahl der Toten in dieser Woche auf insgesamt sechsundvierzig gestiegen. Syrien und der Sandschak-Derirag. Jerusalem, 6. Juli. (DNB.) Nach einer Mel* düng des syrischen Außenministers hatte der türkische Außenminister den Vertreter Svriens in Ankara, Emir Adel Arslan aufgefordert, den Reichsminister Rust empfing den schwedischen Forscher Sven Hedin und verweilte mit ihm über eine Stunde iix eingehender Aussprache. München, 5. Juli. (DNB.) Den Weg der Juden zur Macht in Deutschlaich zeigte em Vortrag Dr. Erich B o tz e n h a r t s auf der Münchner Tagung des Reichsinstituts für Geschichte des neuen Deutschlands. Aus der rechtlichen und sozialen Situation der Juden um die Wende vom 18. Jahrhundert zum 19. Jahrhundert ergab es sich, daß die Lage des Judentums nicht die eines unterdrückten oder geknechteten Volkes war, sondern daß es in dey festgefügten Sozialordnung des absoluten 1 Staates seinen festumschriebenen Platz hatte, der ihm sogar eine viel günstigere Lage und eine sehr viel größere Beweglichkeit gestattete als etwa dem Bauerntum. Die Emanzipation des 19. Jahrhunderts mar nicht Aufstiegsprozeß einzelner begünstigter Individuen, sondern Generaloffensive der ganzen Rasse zur Erringung bürgerlicher und politischer Gleichstellung und zur Eroberung bedeutender Stellungen in Staat und Gesellschaft. Das Judentum blieb auf der ganzen Linie Sieger, weil die großen Mächte der Zeit, die liberale Ideologie, die Presse und das Geld auf seiner Seite standen und weil der völkische Gedanke nur ansatzweise vorhanden war. Der Vortragende bezeichnete dann Rothschild, Heine und Marx als die drei Typen Mischer Herrschaft in Deutschland, die sich als die eigentlichen Sieger im Kampf des Judentums um seine Vor- her^chaft auf drei Gebieten herausgestellt haben, nämlich: der Mischen Hochfinanz, dem Mischen Bolschewismus und der jüdischen Journaille. Anschließend sprach Dr. Karl Richard Ganzer über „Richard Wagner und das Judentum". Wagner sah das 19. Jahrhundert von schweren Derfallskräften bedroht. Als der reinste Ausdruck dieser vielfältigen Verfallskräfte erscheint Wagner das Judentum, „das üble Gewissen unserer modernen Zivilisation", „das parasitische Dogma des Verfalls der Menschheit", wie er es nannte. Der Vortragende begründete dann Wagners Haltung zum Judentum, die aus der unmittelbaren Erfahrung gewonnen sei, mit einer Darstellung der tragischen Kluft zwischen Geist und Staat, an der die Geschichte des jüdischen Vormarsches besonders grell sichtbar geworden sei. Diese Spannung zwischen dem deutschen Staat und dem deutschen Geist fuhrt Wagner auf die Parasitennatur des Juden zurück. Professor Eugen Fischer zeichnete ein Bild von der Rassenentstehung und Rassengeschichte der Juden. Die vorgeschichtlichen Funde von Schädeln in Palästina zeigen in der frühesten Altsteinzeit vor der letzten Eiszeit eine Neandertalform. Daraus ist zu schließen, daß die ursprünglichen Bewohner mit der späteren Bevölkerung nichts zu tun haben dürften. Aus der mittleren und jüngeren Steinzeit existieren Funde in größerer Zähl und zeigen uns einen mediterranen Rassentyp, von dem ein gänzlich unbedeutender Rest in die spätere Bevölkerung em= gegangen sein dürfte. Im frühen 5. vorchristlichen Jahrtausend sehen wir die vorderasiatische Rasse als einheitliche Bevölkerungsschicht über ganz Vorderasien verbreitet. Vom 4. Jahrtausend an wandern von Süden Menschen orientalischer Rasse ein und bilden in Mischung mit der vorderasiatischen Rasse die 1 semitischen Völker. Diese semitischen Volker dingten Notwendigkeit. Professor Dr. Friedrich Burgdörffer, der Direktor, des Statistischen Reichsamtes in Berlin, legte die bereits veröffentlichte Zusammenstellung des Statistischen Reichsamtes, wonach die Gesamtzahl aller Juden 17 Millionen beträgt, seinen Ausführungen zugrunde und kündigte dann an, daß bei der kommenden großen Volks-, Berufs- und Betriebszählung eine vollständige Erfassung des Judentums und der jüdischen Mischlinge durch eine umfassende , Aufnahmeerhebung durchgeführt werde. Doch zeige eine Sonderauszählung, die das Statistische Reichsamt im Anschluß an die Volkszählung von 1933 durchgeführt hat, daß das Judentum eine ausgesprochen verstädtert, in hohem Maß überalterte, ungewöhnlich kinderarme Bevölkerungsgruppe von völlig einseitiger (fast ausschließlich auf Handel und freien Berufen beruhende) wirtschaftlicher und sozialer Struktur sei. dehnung des Geschäftes deutlich aus. Ebenso weisen die Vorräte eine beträchtliche Zunahme auf und das Anlagevermögen ist stark angewachsen. Der Benzolverband hat soeben in einer Broschüre „Benzol" versucht, die der Öffentlichkeit mehr oder minder unbekannten Seiten eines der vielseitigsten heimischen Kohleveredlungserzeugnisse allgemein verständlich darzustellen. Das Benzol ist als der erste heimische Kraftstoff allgemein bekannt und spielt auch heute noch mit einer Jahreserzeu- gung von 500 000 Tonnen eine bedeutsame Rolle in der wirtschaftlichen Unabhängigkeit Deutschlands. Das Benzol und seine vielen Verwandten spielt als heimische Rohoffgrundlage für Farbstoffe, Heilmittel, Sprengstoffe, Riechstoffe und photographische Hilfsmittel eine wichtige Rolle. Aus einem Kilo Benzol entstehen in der Hand des Chemikers ein paar hundert Gramm eines kostbaren Farbstoffes. In der jüngsten Zeit hat das Benzol vor allem auch in der Kunst- und Preßstoffherstellung (Phenol) neue wichtige Aufgaben erhalten. Die Bedeutung dieser heimischen Werkstoffe, die die Bunt- metälle in der Elektrotechnik, im Maschinen- und Fahrzeugbau zu ersetzen vermögen, geht aus der Aufwärtsentwicklung ihrer Erzeugung schon hervor, die von 8600 Tonnen im Iahe 1933 auf 22 000 Tonnen im Jahre 1937 angestiegen ist. Die jubenfrage auf der Tagung des Reichs- instituts für Geschichte des neuen Deutschlands Francos Vorschlag in der Schiffahrts-Frage. Hodgson kehrt mit neuen Instruktionen nach Burgos zurück. London, 6. Juli. (DNB.) Wie verlautet, be- Schwere Annchen in Palästina. Bis jetzt 46 Tote. Das spanische Golddepot bleibt in Ports Die Berufung der spanischen Bolschewisten verworfen. Wie die USA. eine Zeitlang der Weizenlieferant der Nationen geworden, so waren sie auch der Hauptlieferant für Baumwolle. Sie lieferten 75 bis 85 Prozent des Weltbedarfs und . hielten natürlich die Preise hoch. Aber diese Mono-1 sen. e-Vieh"”61 riitin 3n « engu »«"’-erttÜ Vertrag Frankreichs mit der Türkei über den Sandschak Alexandrette mitzuunterzeichnen. Der Vertreter Syriens leistete weder der Aufforderung, Platz zu nehmen, Folge, noch gab er die gewünschte Unterschrift. Er behieU sich vielmehr die Wahrung aller Rechte vor, die Syrien im Sandschak habe. Der Belagerungszustand, der über den Sandschak verhängt worden war, ist wieder aufgehoben worden. Der türkische Gouverneur des Sandschaks hatte die Führer der nichttürkischen Volksgruppen aufgefordert, die nichttürkische Bevölkerung zur Beflaggung ihrer Häuser aus Anlaß des Einmarsches der türkischen Truppen zu veranlassen. Dieser Aufforderung ist aber mit Aus- Neue und erfreuliche Zahlen berichtet auch die deutsche Sozialversicherung. Die Zahl der Mitglieder stieg in dem Umfange, wie die Arbeitslosigkeit zurückging, die Einnahmen wuchsen und das Vermögen der Dersicherungszweige stieg auf 7,4 Milliarden RM. Das sind 900 Millionen mehr als Ende 1936. Die Beitragseinnahmen (einschließlich der Arbeitslosenversicherung) betrugen 1937 nicht weniger als 5,5 Milliarden RM., gegen 4,9 Milliarden RM. im Jahre 1936. In diesen Summen sind hie Anteile der Arbeitgeber naturgemäß mitenthalteyi. Die Arbeitslosenversicherung ist in ihren Ausgaben stark entlüftet, sie konnte daher 1936 einen Betrag von 567 Millionen an die anderen Träger der Sozialversicherung und an das Reich abgeben, 1937 stieg diese Leistung auf 843 Millionen. Diese Abgaben tragen dazu bei, neue Vorhaben zu finanzieren und Beihilfen an kinderreiche Familien zu zahlen. Anderseits hat das Reich in den Krisenjahren durch hohe Zuschüsse die Arbeitslosenversicherung finanzieren müßen. Wenn es jetzt dafür eine gewisse Gegenleistung erhält, so ist das ein notwendiger Ausgleich. * Schon im März des Jahres hat die Deutsche E r d ö.l - A. G., Berlin, die zu den bedeutendsten Unternehmen der Mineralindustrie und des Kohlenbergbaues gehört, durch die Aufnahme einer Anleihe von 25 Millionen Mark erkennen lassen, wie sehr sie in den Rahmen des Dierjahresplanes eingespannt ist. Das wird jetzt durch ihren Geschäftsbericht und . den Bericht der Deutschen Petroleum-AG. für das Jcchr 1937 voll bestätigt. Die DEA. selbst weist bezeichn eimerweise auf den Anlagenkonten mit 13,73 Millionen Mark einen gegenüber dem Vorjahre verdoppelten Zugang aus, von dem 12,78 Millionen Mark für den Ausbau und Verbesserung der Betriebsanlagen aufgewendet wurden. Für den gleichen Zweck hat die Deutsche Petroleumgesellschaft 11,11 Millionen Mark eingesetzt. Die beträchtlich gesteigerte Tätigkeit der Unternehmen kommt in der Vergrößerung der Gefolgschaft, in der Steigerung der Rohüberschüsse und zum Teil in dem Anwachsen der Steuerzahlungen, die sich bei der DEA. fast verdoppelt haben, ebenfalls zum Ausdruck. Der Reingewinn ist bei beiden Unternehmen annähernd der gleiche wie im Vorjahre.* Der R h e i n m e t a l l - B o r s i g - A G., die ihren Sitz von Düsseldorf nach Berlin verlegen wird, wurden im verflossenen Jahre im Rahmen des Dierjahresplanes und der Wiederwehrhaftmachung große Aufgaben gestellt. Die Beschäftigung der Werke blieb unverändert günstig und kam. in einer weiteren Steigerung der Produktion und der Umsatzzisfern zum Ausdruck. Der Anteil der Ausfuhr am Umsatz Hai sich gegenüber dem Vorjahre wesentlich erhöht. Es wurde ein Jahresertrag von 147,6 Millionen Mark erzielt (gegenüber einem Rohertrag von 162,8 Millionen Mark im Vorjahre), von dem 32,8 Millionen Mark „Sonstige Aufwendungen" abzusetzen Paris, 6. Juli. (DNB.) In der Frage des spanischen Golddepots, das seit 1931 m ben Tresors der Bank von Frankreich hcn- terlegt ist, fällte das P a r i s e r Appellationsgericht am Mittwoch das gleiche Urteil wie das erstinstanzliche Gericht am 13. April d. I. Die 40 Tonnen spanischen Goldes werden demnach w e i - ter hin im Tresor der Bank von Frankreich aufbewahrt und keiner der im Kampf befindlichen Parteien ausgeliefert werden. In der Urteilsbegründung heißt es, daß die Bank von Spanien keine Staatsbank fei, wie weit auch ihre Bindungen als Emissionsbank mit dem spanischen Volke gehen mögen. Diese Feststellung sei so ernst, daß die Bank von Frankreich im Falle einer Auslieferung des Goldes ohne einen dementsprechenden juristischen Entscheid eine schwere Verantwortung auf sich nehmen würde, ja sogar zu einer zwei- t e n Auszahlung des Goldes sich gezwungen sehen könnte. Das Gericht verwarf aus diesem Grunde die Berufungsklage der spanischen Bolschewisten als unbegründet und bestätigte das Urteil der ersten Instanz auf Kosten des Klägers. Wie siehtes in derMrtfchastaus? Der Halbjahresbericht der Reichs kredit- gesellschast weist darauf hin, daß das V o l k s- einkommen in den fünf Jahren von 1931. auf 1937 von 45,9 auf 65,7 Milliarden RM. gestie- qen ist, also um 43 v. H. An dieser Entwicklung ist auch die Landwirtschaft beteiligt, deren Einkommen von 6,4 auf 8,9 Milliarden an- wuchs, was allerdings nur 38,4 v. H. ausmacht. Cs ist eine alte Erfahrung, daß sich die Ertrage aus der gewerblichen Wirtschaft rascher steigern lassen als in der Landwirtschaft, die trotz aller Anstrengungen in erster Linie immer von den natürlichen Bedingungen des Bodens und des Wetters abhängig bleibt. Es bleibt das unbestrittene Verdienst der deutschen Bauern und Landwirte, den Neuaufbau der Gesamtwirtschaft ohne eine Erhöhung der Lebensmittelpreise ermöglicht zu haben. Die Reichsregierung wird auch weiterhin die Bestrebungen zur Gewinnung landwirtschaftlicher Nutz- flärfjen durch die Kultivierung von Moor- und Oed- land unterstützen und damit eine wesentliche Stutze im Kampfe um die Nahrungsfreiheit bieten. Nachdem in den Jahren von 1933 bis 1936 über 800 Millionen RM. für diese und ähnliche Zwecke ausgegeben wurden, hat der Beauftragte für den Vierjahresplan im Vorjahre einen neuen Betrag von einer Milliarde zugefagt. polftellung ist endgültig gebrochen. Heute liefern sie nicht einmal die Hälfte des Weltverdrauchs: andere Länder, abgesehen von Indien und Aegypten, auch Brasilien und anderen südamerikanischen Staaten, haben ihre Produktton gesteigert, die Industrieländer können ihren Bedarf also in jenen Gebieten decken, die von ihnen im Gegensatz zu den Vereinigten Staaten Jndustriewaren beziehen. Die Nordamerikaner sitzen auf ihrer Baumwolle fest. Im letzten Jahr hatten die USA. eine Rekord- baumwol lernte von 19 Millionen Ballen, in diesem Jahre wird sie auf Grund der Schätzungen trotz der Anbaubeschränkung etwa 13 Millionen betragen, aber von der alten Ernte sind nur 13 Millionen abgesetzt worden, der Jnlands- verbrauch ist gewaltta gesunken, und das Ausland wendet sich anderen Quellen zu, so daß in diesem Jahr bei der gegenwärtigen Lage des Weltverbrauchs und der Ernteschätzungen in der ganzen Welt mit Ende des Jahres 1938 ein Weltvorrat von gegen 23 Millionen Ballen erwartet wird gegen nur 13 am Schluß des vorigen Baumwolljahres, wovon allerdings die Farmer ber LJSA. 5 Millionen Ballen durch Einlagerung dem Markte entzogen haben. Diese Ballen werden eines Tages wieder auftauchen, es fragt sich nur, wann. Die Aussichten dafür sind sehr trübe. Gegenwärtig notieren die Baumwollpreise, amencam middling, um 8,5 bis 9 Cents, also etwa 1 Cent es ist bezeichnend, daß die Sermmnotierungen nicht konnten ben <5 anöpunft ßertreten, Oft » höher lauten, daß also in einem halben ober einem, willigen durch ihre Teilnahme an ,pan höher tieat als der an europäischen notierte. Die len wurde England gezwungen sein diese un- KjrtÄ •■»"Ä Ä * fehlendes Interesse, und die Bewegung kam daher handeln. schnell zum Stillstand. Der Baumwollpreis bewegt q nationale SormOffd). sich, auf Gold umgerechnet, auf etwa 5 Cents, er iiuiiuiim entspricht also dem tiefften Stand der vergangenen B i l b a o , 6. Juli. (DNB.) An der C a st e l l o n- Krisenzeit. Dadurch sind aber die amerikanischen Fxont setzten die nationalspanischen Truppen am Baumwollerzeuger in Nöte gekommen. Den Baum- Mittwoch in den ersten Morgenstunden ihren Vor- wollpflanzem wurden von den Warenkreditgesell- marsch in einer Frontbreite von 150 schäften 8,5 Cents pro Pfund Baumwolle vergütet Kilometern fort. Im T e r u e l - A b s ch n it t aber die Einlagerung kostete den Pflanzern rund I umzingelten die Truppen Varelas links und rechts 1 Cent an Unkosten und Zinsen. Sie forderten ur- DDn her Hauptstraße Teruel—Cuenca die starken sprünglich als unterste Grenze 12 Cents. Zu biefem I roten Stellungen von Vttllastar. Im Abschnitt, Preis wollten sie die Baumwolle auf den Markt Puebla Valverda rücken die nationalen Trup- ttierfen, aber die Berechnungen sind gründlich durch- pen jm Javalambi/e-Gebirge vor, auf löchert worden. Bei einem Tagespreis oon 8,5 ms heften Stellungen die Bolschewisten große Hoffnun- 9 Cents verdient der Pflanzer nichts, und bähet gert festen. Im Küstenabschnitt stießen die Trup- wird der Vorrat an Baumwolle immer großer! I pen ßes Generals Aranda von Burriana aus Amt IV: arbe -ich |0i“ Mt V: &ü na heit M Hebbels Mel Am Sonnt« Hebbels Trilo Städtischen <5f renö der Festst ten Aussü: cher nach W waren Mari Hilde), und A Hilde), für die Ihr Spiel wur und führte die ler aus bem D zu einer Höhe, jähchen W Bestand noch oo. möglich sei, die jährlich auszufu im Melungensc Mchsstatthalter dessen Aellverii Menten zech Melungen-Fe Landesregierur werden, damit „Nibelungen"- Die Heid Die Proben • sind schon im ■ hat in diesem leitung der Spii theater Berlin Intendant K. ( theater ist für wörtlich. 3m , Krach (Mephis Wimmer (Qrel Arstens (Marl Egtheater L ^rlichinge nch George. 2Ir ta, Slice s, M und Wilhi d-m mich 6% J n.3«f|mu S 5,i„ lernte ,®fhe4- 3n ®, Maria ! Gewehr. Ai ^denkblätler & Ne>> - hchi, sJ1. ^5 q leid jn IqfcT' des ob. 2 , 3ai AiS Burriana bietet ein grauenvolles Bild ber Verwüstung. Vor ihrer Flucht gelang es den Bolschewisten noch, ihr Munitionslager, das sich bezeichnenderweise in der Kathedrale befand, in die Lust zu sprengen. Die Kirche und die um den Kirch- । platz gelegenen Bauten sind durch die Explosion fast blieben nicht unberührt von der Aufnahme stemden völlig zerstört worden. Furchtbar sind die Blutes. So ist das Vorhandensein negriden Blutes @rcue[, hie die Kommunisten in ber Stabt verübt icher. Eine gewisse Inzucht und eine gewisse Aus- haben. Während ihres Terrorregiments sind über lese haben dann die Einheit des f e m i • 30q Einwohner ber Stadt auf grauenhafte Weife tischen Rassekörpers geschaffen. Die darin L r m o r i> e t worden. So wurde ein Priester hin- vereinigten Elemente ergaben auch die erblich feste ter Einern Wagen durch die Straßen geschleift, ihm unveränderliche Rasfeneinheit des Juden. Das, was hanach die Augen ausgestochen und schließlich durch wir noch heute an den Juden erkennen, die Teilung Messerstiche getötet. Einen Bankangestellten Dierber Juden in die Südjuden und Qftjuden, durfte teilten die Kommunisten. Der Bürgermeister von chon in ber Heimat durch das wechselnde 236^011» S8urriana wurde erschossen und, obwohl er noch nis vorderasiatischer, orientalischer und anderer Lebenszeichen gab, mit Benzin übergossen und oer- Cinzel ein schlüge bedingt sein. Nachdem Professor orannt. Frauen wurden ebenso wie die Männer ab- Fischer die einzelnen Erbeigenschaften der Juden geschlachtet. Das Karmeliterkloster wurde in ein gekennzeichnet hatte, die schon in der Frühgeschichte marxistisches Parteiheim umgewandelt. nachweisbar seien, so u. a. Haß, Leidenschaft, Grau- f. samkeit, Schlauheit und Anpassungsfähigkelt, stellte ßttt Anschlag OUs MlOjO. ■Äut™tenE?ch° R°ssk"ul y/en ii den ni^ttatalanWn Men Spamens n V - r- Ä Ä f«-eä Lb-. r ein üeb-rbl-ck über die in- quartier/ schaffen fünf Milizen auf Miaja aus einer äts;: 'S.."» "K ssä'ääw?, stock. Fern von den natürlichen Bindungen mit einer Haber von Valencia und Barcelona barstellt. Das bestimmten Lanbschaft, den ßebensbebingungen der Attentat wurde durch einen sowMpamschen Offizier Stadt angepaßt, bevorzugt in händlerischen Berufen bekannt, ber von den nationalen Truppen gefangentätig, durch die talmudische Erziehung zu rein for- genommen worben war. mallogischer Geistesbetättgung angehalten und unter -------- einer religiös-völkischen Auserwähltheitsidee stehend habe sich das Judentum als Rasfentypus erhalten und immer wieder neugeformt. Daß die psychischen Unterschiede zwischen Deutschen und Lart d" deutschen als d°r bia- des Jahies 1936 haben sich am Spätabend des ®?I!Mu^m?<>n^a^^^e^baber^bie'er^^fi^e’runb Ä e7f g Äi «n Trennung, zwi,Zen Deutschen unb Juden zur von Haifa geworfen worden sein, durch deren Explosion etwa 40 Personen verletzt wurden. Es ent- ftanb eine Panik, und als die Polizei und Truppen der englischen Mandatsverwaltung an den Unglücksort kamen, entspann sich ein Feuerge - iecht, in dessen Verlauf achtzehn Araber und zwei Juden getötet wurden. Die Zahl der Schwerverletzten wird von der Polizei mit fünfzig angegeben. Unter den erschossenen Juden befindet sich der Schwager des Präsidenten der Zionistischen Vereinigung, Weizmann, der in einem Wagen in die Feuerlinie geriet. Polizei und Truppen der englischen Mandats- verwaltung bewachten in ber Nacht die Straßen und hatten Anweisung erhalten, jeden der Stadtbewohner, der sich nach zehn Uhr abends auf der Straße zeigte, niederzuschießen. Es ist anzunehmen, daß der Belagerungszustand verlängert werden wird, da alle Anzeichen für weitere Unruhen vorhanden find. Mit den einundreißig Toten des Mittwochs — elf Opfer hatten die Auseinandersetzungen in Tel Aviv im Laufe des Tages gefordert — schloß das britische Kabinett am Mittwoch, dem Freiwilligen sollen vorerst in einem Lager bei Lon- 1 britischen Agenten in Burgos, Sir Robert H o d g - hon untergebracht unb dann von hier aus in ihre jon, auf feinen Poften zurückkehren zu las- Heimat entlassen werden. Voraussetzung sei, daß die sen. Seine Zurückziehung komme nicht in Frage, betreffenden Regierungen sich bereiterklärten, diese Das Kabinett hat den Vorschlag Francos, A l m e - r i a zu einem geschützten Hafen zu erklären eingehend geprüft. Obwohl es der Ansicht ist, daß dieser Vorschlag Francos wohlgemeint sei, so glaubt man jedoch, daß dieser Vorschlag auf Schwierigkeiten bei seiner Durchführung stoßen wurde. Es wird darauf hingewiesen, daß die Zustimmung zu dem Vorschlag nur einen geschützten Hafen für den südlichen Teil Rotspaniens schaffen wurde, während der nördliche Teil leer ausgehen wurde. Darüber hinaus fei der Vorschlag auf die Gegnerschaft der S ch i f s s e i g.n e r gestoßen. Anderseits sei die Frage des Bombenabwurfs auf britische Schisse nur zu lösen, wenn Franco Rechte von Kriegführenden zugestanden würden. In dieser Frage könne man aber dem Nichteinmischungsausschuß nicht vorgreifen. Anscheinend hat Hodgson Instruktionen in dem oben angebeuteten Sinn für Burgos erhalten. ,--------.. nähme von den offiziellen Gebäuden nicht Folge ge- DerMttansportderFreiwllllgen °st°t °°r»-n London als Durchgangsstation. Kleine politische Nachrichten. London, 6. Juli. (Europapreß.) Die englischen Der F ü h r e r sprach in München seinem treuen Blätter bringen Einzelheiten über den englischen Y den ersten Jahren des Kampfes, Plan für den Abtrans,port von F r e i w 11 -1 £951«!«uu’ .....r.:_. m. [ i g e n, der am Mittwoch nach Burgos und Barcelona gesandt worden ist. Danach sei London als Durchgangs st ation für sämtliche Freiwilligen aus Nordeuropa — von Belgien bis zu den baltischen Staaten, einschließlich der skandinavischen Staaten — vorgesehen. Alle Freiwilligen sollen vorerst in einem Lager bei Lon- Vorzeitige Explosion einer Sprengladung. Zeigen. 9. Sitzung tret der hat sich der zuständige Betriebsdezernent sofort an die Unfallstelle begeben. schweig) hat sich ein schweres Explosionsunglück zu- getraqen. Beim Brunnenbau stießen Arbeiter i n 45 Meter Tiefe auf einen großen Stein, der durch Spengung beseitigt werden sollte. Die Sprengladung kam aber vorzeitig zur Explosion. Der Bohrmeister erlitt schwere Bein- und Armverletzungen, denen er alsbald erlag. Bier weitere Brunnenbaupunkt nicht mehr fern zu sein, wo dieses Land .eine gesamte Erzeugung selbst benötigen und nicht mehr in der Lage sein wird, wie bisher einen bedeutenden Ueberschuß auszuführen. Die Standard Oil Co. of California hat auf Bahrein bisher für die geologische Erforschung des Vorkommens, für die Erbohrung der Oelquellen, für die erforderlichen Anlagen und Bauten und für die Errichtung einer vor kurzem in Betrieb genommenen Raffinerie mehr als 20 Millionen Dollar investiert. Das große Konftruttionsprogramm wurde Anfang 1934 mit dem Bau einer Anzahl von Großtanks mit einem Gesamtfassungsvermögen von 36 000 Tonnen in Angriff genommen. Fast gleichzeitig wurde die Anlage eines weitverzweigten Rohrleitungsnetzes sowie eines unterseeischen Der- ladesystems begonnen. Durch dieses wird das Oel in die 5 Kilometer von der Küste entfernt verankerten Schiffe gepumpt. Die erste Verschiffung von Bahrein-Oel erfolgte im Juni 1932. Der Bau der Raffinerie, der in weniger als zwei Jahren vollendet worden ist, war eine außerordentlich schwierige Aufgabe, weil auf der Insel selbst außer Sand und Steinen keinerlei Baumaterialien oder Hilfsmittel, ja nicht einmal gelernte Handwerker, vorhanden waren. Mehr als 30 000 Tonnen Stahl, Maschinen, Holz, Zement und Tausende von einzelnen Teilen und Gegenständen mußten im Laufe weniger Monate zum Teil aus Europa und zum anderen Teil von der Ost- und Westküste Amerikas unter Ueberwindung gewaltiger Entfernungen her- beigefchafft werden. Für die Raffinerie, deren Tagesleistung rund 3500 Tonnen beträgt, wurden weitere Tanks mit einem Gesamtfassungsvermögen von fast 300 000 Tonnen sowie ein Kraftwerk mit einer Leistung von 8000 KW erbaut. Die Verlade- vorrichtungen wurden erweitert durch die Erbauung von zwei Stahlpiers in einer Wassertiefe von 15 m. Diese Piers, an denen zwei Schfffe gleichzeitig laden können, find durch fünf unterseeische Rohrleitungen mit den Vorratstanks an Land verbunden. Starke Pumpen machen es möglich, fast tausend Tonnen je Stunde zu laden. Die Erzeugnisse der Raffinerie werden von der California Texas Oil Co. Ltd., die zu diesem Zweck im Jähre 1936 gemeinsam von der Standard Oil Co. of California und der Texas Corp. gegründet wurde, in Asien, Australien und Afrika verkauft. des Internationalen Vibliothekarverbandes. In Brüssel fand die 9. Sitzung des Internationalen Bibliothekarverbandes statt. Die Konferenz dient der Vorbereitung des großen Bibliothekarkongresses, der bei der Gutenberg- Jahrfeier 1940 in Deutschland stattfinden soll. 52 Vertreter aus 17 Ländern nahmen an der Brüsseler Sitzung teil. Die deutsche Abordnung stand unter der Führung des Direktors der Staatsbibliothek Berlin, Geheimrat Krüß. Sie umfaßt ferner Ministerialrat Blume vom Reichserziehungsministerium, Hofrat T e i ch l, Direktor der Staatsbibliothek Wien, und Dr. A b b , Direktor der Berliner Universitätsbibliothek und Vorsitzender des Vereins deutscher Bibliothekare. Zahlreiche Deutsche in Kobe durch die Flutkatastrophe geschädigt. Rach einer Meldung des Generalkonsulats in Kobe sind durch die Unwetterkatastrophe z w a n z i a Häuser von Deutschen zerstört und 3 0 Häuser beschädigt worden. Die Umfassungsmauer der deutschen Schule stürzte ein. Das Gebäude des Generalkonsulats steht ein Meter u n - ter Wasser, lieber die Gesamtverluste an Menschenleben liegen endgültige Ziffern noch nicht vor. Einschließlich den Vermißten wird die Zahl der Toten aus 300 bis 400 geschätzt werden. Darunter befinden sich vier Europäer. Weiter wurden drei Europäerschwerverletzt. Ein Schulomnibus vom Zuge erfaßt. Wie die Reichsbahndirektion Stettin mitteilt, erfaßte die Lokomotive des Personenzuges 276 an einem unbeschrankten Straßenübergang der Strecke Stralsund — R o st o ck bei Cassebohm in der Nähe von Rostock einen Kraftomnibus, der mit etwa 60 Kindern a u f einer Schulfahrt von Parchim nach Rügen unterwegs war. Bei dem Unfall wurden drei Kinder schwer und zehn leicht verletzt. Aerztliche Hilfe war alsbald zur Stelle. Zur Klärung des Sachverhalts An die Raffinerie schließt sick die von der Standard für ihre weißen Angestellten erbaute „ B a p c o S t a d t an. Sie liegt höher und deshalb gesünder als der größte Teil der Insel. Bereits jetzt zählt sie rund hundert aus Stein erbaute Häuser die mit allen wünschenswerten Bequemlichkeiten ausgestattet sind. Jedes Haus besitzt eine eigene Klimaanlage, durch die eine stets gleichbleibende, angenehme Temperatur geschaffen, die Luft gereinigt und der Feuchtigkeitsgehalt in den wünschenswerten Grenzen gehalten wird. Dadurch sind die weißen Angestelltn weitgehend gegen die Nachteile des als ungesund verschrienen, feuchtheißen Klimas geschützt. Da die Insel wenig landschaftliche Reize besitzt und auch sonst keinerlei Annehmlichkeit oder Unterhaltung bietet, hat die Gesellschaft für Abwechslung und Zerstreuung mancherlei Art gesorgt. Außer mehreren Tennisplätzen gibt es ein geschmackvoll ausgestattetes Klubhaus mit einer Bar, Lesesaal, Billard und anderen Spielen, und nicht weit von dem Klubhaus befindet sich ein gut gepflegter Golfplatz, eine Anlage zum Tontaubenschießen und ein Fußballplatz. Wenige Minuten entfernt liegt der Strandklub mit einem Süßwasserschwimmbad, das besonders nach einem Bade in den salzigen Wassern des Persischen Golfes als eine Wohltat empfunden wird. Seit kurzem besteht auch ein Pacht- und Außenbordmotorbootklub. Die „Bapco"-Stadt hat ihr eigenes, sehr modern eingerichtetes Hospital und ein Schulhaus, in dem die Kinder der weißen Angestellten unterrichtet werden. Die Aula des Schulhauses dient abends als Theatersaal. Eine ausgezeichnete Tonfflmeinrichtung ermöglicht es den Angestellten in ihrer Weltabgeschlossen- l beit, die besten Filme zu sehen. arheiter wurden- schwer verletzt. Verhängnisvolle Feuerwehrübung. In der portugiesischen Universitätsstadt C o m - bra ereignete sich ein schwerer Unfall. Bei einer Feuerwehr-Schauübung sollten zehn Personen aus einem brennenden dreistöckigen Gerüst geborgen werden. Infolge des unvorhergesehenen Höherschlagens der Flammen wurden diese aber von einer Panik ergriffen und sprangen vorzeitig herunter. Acht von ihnen waren sofort tot, zwei schweben in Lebensgefahr. Ein Raubmörder hingerichtet. Die Justizpressestelle Berlin teilt mit: Der am 27. Dezember 1913 geborene Ewald Schmidt ist hm- gerichtet worden; er war am 17. Februar 1938 von dem Schwurgericht in Stargard wegen Mördes zum Tode verurteilt. Schmidt hat am 18. Jan. 1938 in Freienwalde (Pommern) den 78jährigen Altsitzer Albert Retzlasf in dessen Wohnung ermordet und beraubt. Neuer Prozeß gegen den jüdischen Schieber Vosel. Die Deutsche Reichs post als Rechtsnachfolgerin der österreichischen Postsparkasse hat eine Klage auf Ungültigkeitserklärung des Schiedsgerichtsspruches eingebracht, der in der Systemzeit die vermögensrechtlichen Auseinandersetzungen zwischen dem jüdischen Kriegsgewinnler und Schieber S i g i Basel und der Postsparkasse entschied. Au Grund dieses Schiedsspruches hatte Bosel der Post-, sparkasse, die er in der Nachkriegszeit um 3,6 Millionen Dollar betrogen hatte, zur Wiedergutmachung Werte in der Höhe von höchstens zwei Millionen Schilling übergeben. Die Vereinbarungen waren so günstig für Bosel ausgefallen, weil der jüdische Schieber zu verschiedenen offiziellen Stellen der Systemzeit enge Beziehungen unterhielt, und weil man Enthüllungen über seine Verbindungen mit der Christlich-Sozialen Partei befürchtete. Kofel, der feinerzeit wegen fei- Bahrein, die Oelinseln im persischen Golf Von unserem Al. Br6.-Berichierstaiier. rund 1 140 000 Tonnen. Diese sprunghaft wachsende Erzeugung, die noch vor wenigen Jahren in den Kreisen der Oelprodu- zenten die Befürchtung erweckte, daß sie den europäischen Markt katastrophal beeinflussen würde, wird heute als eine willkommene Erweiterung der Welterzeugung betrachtet. Wenn auch bisher die erhöhte Nachfrage auf den Weltölmärkten durch eine starke Produktionssteigerung der Vereinigten Staaten be=., friedigt werden konnte, so scheint doch der ZeiL-'heit, die besten Filme zu sehen. tnih °nt ■Ä"i> £4 lw(e" Itup, l !?or, QUf K?°ffnun« Xtup. ^utVs5. der Ber. dVW besand, in bie u_m den Kirch- Wton fast sind dü ?tadt verübt nts sind über Mhafte Weise fester hin- geschleift, ihm ^eßlich durch gestellten vier» lenneister von moN er noch offen und Der- ie Männer ab. wurde in ein oja. M. (Europa. WjetjpanWn len Spaniens, He San Pablo i seines Stabs» Riaja aus einer Riaja blieb im» lebung wurden Wen haben sich Wag geheim kerung hn sow- stem der Macht- , . darstellt Das mischen Offizier ippen gefangen» £?. Blatter tfrs n 'fe Sil- C* «n. Ich. hat-Lrrtttg. tSt,r6?'itn5 lei iib-r A D.i UÄl-ld-rE M dre H ^e. 1 Cben >er , n ®oT‘ ■ a< S hatte 5 ßaod'EltS' i l Levölke- Mkische c. r au§ 9<’ si.) Die schwer- t den Unruhen spätabenb des । nicht Mnitzer .rden. Mch den )on Juden eine Marktplatz von ch deren Explo- urben. Es ent» Sei und Truppen t an den Un» in Feurige- lraber und zwei r Schwerverletz» (LTB? ionWchen. Ser» t Wagen m die cht di- ieien Der s°dt abends auf der ist anzunehmen» rlängert werden -e Unruhen vor Toten des M» >inanderfetzungen 'ges gefordert - Woche auf ms» Buntes Allerlei. Haar als Rohstoff. Die Verwendung von Menschenhaar für die verschiedensten Schmuck- und Gebrauchsgegenstände ist nicht ganz neu. Schon im Altertum benutzte man — wie die Panische Geschichte erzählt — Frauenhaar als Spannsehnen für die Geschütze und fertigte allerlei Schmuck aus Haar. Auch Pinsel und Bürsten hat man von jeher aus Chinesenhaar gemacht, wie überhaupt für China bas Haar ein bedeutender Exportartikel ist. Selbst Deutschland hat einmal, im Jahre 1913, 1270 Doppelzentner Menschenhaar aus China eingeführt, was sich aus der damaligen Haarmode erklärt. Und 1922 hat Deutschland sogar 281 Doppelzentner Menschenhaar ausgeführt. Damals begannen sich die Frauen die Haare zu kürzen. Neu hingegen ist die industrielle Verwertung der Menschenyaare zum Zwecke des Verspinnens und des Verfilzens. Es ist gelungen, einen Teppich herzustellen, der bis 30 v. H. Menschenhaar als Ausgangsstoff enthält, und der von dem aus Tierhaaren hergestellten nicht zu unterscheiden ist. Dazu braucht man allerdings langes Haar. Dpch auch das kurze Schnitthaar findet heute Verwertung. Man stellt daraus Filztuche für Pressen oder Dachpappe her. Das ganz kurze Haar von einer Länge unter sieben Millimeter dient wegen seines hohen Stickstoffgehaltes noch als Dünger. Einer halbamtlichen Aufstellung nach sollen die 75 000 deutschen Friseure jährlich eine Menge von 300 000 bis 500 000 Kilogramm sammeln können. Zum Schluß dürften einige Zahlen interessieren. Europäer haben 300 Haare auf den Quadratzentimeter- blonde Menschen 120 000 und Brünette 80 000 Kopfhaare. Das ungekürzte Gesamthaar wiegt durchschnittlich 120 Gramm. Das Wachstum eines Einzelhaares beträgt in 24 Stunden 0,3 Millimeter, jedoch nicht am Bart, der rasiert wird. Hier ist das Wachstum etwas höher. Auf diese Weise produziert der Körper an jedem Tag 30 Meter neues Haar. Frauenhaar wurde schon in einer Länge von 245 Zentimeter gemessen. f o P Oie häufigste Frage der Welt. Die Zeitangabe durch den Fernsprecher ist heute eine stehende Einrichtung in den verschiedensten Ländern geworden. In wie großem Umfange diese sprechende Uhr befragt wird, zeigt eine Statistik des Londoner Fernsprechamtes, nach der im Jahre 1937 nicht weniger als 9 Millionen Anfragen nach der genauen Zeit gekommen sind, also 25 000 täglich. In Paris wird die Zeitangabe des Fernsprechers, die mit dem Observatorium in Verbindung steht, täglich im Durchschnitt 2000mat in Anspruch genommen. Rechnet man dazu, daß heute in allen Ländern mindestens zwei- oder dreimal täglich die genaue Zeit durch den Rundfunk gegeben wird, so ist man doch etwas überrascht über dieses allgemeine Interesse, die genaue Zeit zu wissen, besonders wenn man daran denkt, daß es erst wenige Jahrzehnte her ist, daß man sie überhaupt kaum wissen konnte, sondern sich mit der nicht immer genauen Zeit der Kirchturmsuhr begnügen mußte. ! Man kann sich heute auch kaum vorstellen, wie die ■ Leute vor Jahrhunderten auskamen, als es höchstens - Sonnenuhren gab, die doch bei schlechtem Wetter t ihren Dienst versagten. Dieses unerhört gesteigerte = Interesse an der genauen Zeit ist jedenfalls ein : Kennzeichen für unsere Tage mit ihrem fieberhaft 1 gestalteten Leben. B. Aufschwung erleben. Die Geschichte der Erdölindustrie ist reich an ungewöhnlichen Geschehnissen, aber eines der dramatischsten der letzten Jahre ist zweifellos der überraschende Aufstieg Bahreins zu seiner jetzigen Bedeutung in der Weltölwirtschaft. Auf einer kleinen Insel, deren Name vor fünf Jahren nur wenigen Europäern bekannt war, ist ein Oelfeld entstanden, das in den fünf Jahren seines Bestehens rund zwei Millionen Tonnen Erdöl geliefert hat und voraus- ichtlich allein in diesem Jahr fast ebensoviel erzeugen vird. Sowohl vom wirtschaftlichen wie auch vom trategischen Gesichtspunkt bedeutet die Entdeckung des Bahrein-Oelfeldes das wichtigste Ereignis des Nahen Ostens feit der Erschließung der Oelfelüer des Irak und der Fertigstellung der großen Oel- leitung nach dem Mittelmeer. Im Jahre 1932 begann die Bahrein Petrol 1 e u m Co., eine Tochtergesellschaft der Standard Oil Co. of California, mit ihren Arbeiten zur Erschließung der Oeloorkornrnen der Insel Bahrein. Im Juni des genannten Jahres wurde die erste Bohrung sündig, und seitdem sind mehr als fünfzig Quellen erschlossen worden. Die durchschnittliche Tiefe der Bohrungen beträgt 675 Meter, und die Durchschnittstagesförderung jeder Quelle beläuft sich auf rund 1000 Tonnen. Einige Sonden ergaben eine Anfangserzeugung von fast 3000 Tonnen täglich, und keine einzige Bohrung war erfolglos. Aller Wahrscheinlichkeit nach befinden sich in größerer Tiefe noch andere ölführende Lagen von großer Ergiebigkeit, bei deren bevorstehenden Erschließung mit einer weiter ansteigenden und lange anhaltenden Erzeugung gerechnet werden kann. Da bisher weder die Grenzen des Vorkommens noch die Zahl und die Mächtigkeit der verschiedenen ölführenden Schichten bekannt sind, ist es vorläufig unmöglich, die wahrscheinlichen Gesamtreserven des Bahrein- Erdölvorkommens zu errechnen, noch läßt sich die endgültige Produktionskapazität schätzen. Die Erdölförderung stieg von 40 000 Tonnen im Jahre 1934 auf 180 000 Tonnen im folgenden Jahr, ergab 663 000 Tonnen im Jahre 1936 und erreichte 1937 Die Justizpressestelle Darmstadt teilt mit: Oberstaatsanwalt Dr. Alexander Ära eU in Darmstadt ist zum Reichskriegsanwalt in Berlin ernannt worden. Landrat Dr. Heerdt (Dillenburg) ist ab 1. August d. I. in das Reichs- und Preußische Ministerium des Innern berufen worden. In London ist ein Ergänzungsprotokoll zum englisch - sowjetrussischen Flottenvertrag unterzeichnet worden, das den Grundsatz der G 1 e i t k 1 a u s e 1 auch in diesem vorsieht. D. h. also, daß auch Sowjetrußland sich verpflichtet hat, die Höchstgrenze für Grohkampfschiffe mit 45 000 Tonnen und das Kaliber nut 16 Zoll (40,2 Zentimeter) als gültig anzunehmen. Neugliederung der Kanzlei des Führers cerNSOAP Berlin, 6.Juli. (DNB.) Der Chef der Kanzlei des Führers der NSDAP., Reichsleiter Philipp B o u f) r, hat nachstehende Ausführungsbestimmungen zur Verfügung des Führers vom 3. Juni 1938 erlassen: 1. Die bisherige Privatkanzlei Adolf Hitlers wird a l s A m t I in die Kanzlei des Führers der NSDAP, eingegliedert. Die Sonderbezeichnungen der einzelnen Aemtet der Kanzlei des Führers der NSDAP, kommen in Wegfall. 2. Auf Grund feiner Berufung zum Adjutanten des Führers legt Hauptamtsleiter Bormann die Leitung des Amtes IV (bisher Sozialamt) nieder. Zum Leiter dieses Amtes ernennt ich den Hauptstellenleiter Cnyrim. 3. Die Kanzlei des Führers der NSDAP, gliedert (Nachdruck verboten!) Bagdad, Sommer 1938. Seit dem frühen Altertum sind die Bahrein- Jckseln wegen des Reichtums ihrer Küsten an kostbaren Perlen berühmt. Obgleich die Perlenfischerei auch heute noch betrieben wird, ist diese Industrie für die Insel nur noch von sekundärer Bedeutung, feit man unter den Perlmuschelbänken und unter dem Boden der Inseln gewaltige Erdölvorkommen entdeckt hat und große Mengen des schwarzen Goldes zu fördern begann. Die Bahrein-Gruppe liegt 50 bis 60 Kilometer vom arabischen Festlande entfernt und besteht aus 14 Inseln und Inselchen. Die größte von ihnen, die dem Archipel den Namen gegeben hat, ist mit rund 450 Qadratkilometer kaum halb so groß wie die Insel Rügen. Das Gebiet gehörte politisch zu Iran (Persien), dis die Engländer, in kluger Erkenntnis seines strategischen Wertes, unter einem Vorwand die Inseln besetzten und sie 1812 zu einem britischen Protektorat erklärten. Die Inselgruppe wird jetzt nominell von einem König, Sir Hamad ben Isa al Kalifah, beherrscht, dem als Berater ein britischer Militär zur Seite steht. Auch die Hafen-, Zoll- und Gesundheitsbehörden unterstehen britischen Beamten.. Außerdem besitzen die Engländer auf Bahrein einen ausgezeichneten Flughafen und einen starken Flottenstütz- punkt. Besonders dieser hat noch an Bedeutung gewonnen, seitdem die Inseln durch die Ausbeutung der Oelvorkommen einen ungeahnten wirtschaftlichen Witterungsvorhersage für die Zeit vom 7. bis 16. Juli. Herausgegeben von der Forschungsstelle für langfristige Witterungsvorhersage des Reichswetterdienstes in Bad Homburg v. d. H. am 6. Juli 1938 abends. In den nächsten Tagen ziemlich freundlich, zeitweise heiter, tagsüber mäßig warm. Im Osten warm, örtliche gewittrige Störungen. Später, und zwar wahrscheinlich nach einigen Tagen, bei überwiegend maritimer und polarmaritimer Luftzufuhr von Westen nach Osten fortschreitend wieder Abkühlung, unbeständig, bewölkt bis bedeckt, im allgemeinen nur kurze "Aufheiterungen, häufige, teilweise starke Niederschläge. Im äußersten Südosten, Burgenland und südliche Steiermark warm und heiter, jedoch nicht störungsfrei. Im Mittel des zehntägigen Zeitraumes, vom Nordosten und äußersten Südosten wahrscheinlich abgesehen, für die Jahreszeit zu kühl. Gesamtsonnenscheindauer im Westen und in der Mitte des Reiches kleiner als 70 Stunden, im Südosten wahrscheinlich größer als 70 Stunden. Zahl der Tage mit Niederschlägen von mindestens Vio Liter auf den Quadratmeter fast im ganzen Reichsgebiet größer als 5. Stärke und Häufigkeit der Niederschläge in Orten, die im Süden oder Südostrand eines Gebirges liegen, wahrscheinlich geringer. Wetterbericht Ausgedehnter Luftdruckanstieg über dem Festlande hat eine Umgestaltung der Wetterlage gebracht. Es zieht ein vom Atlantik vordringender Tiefdruckwirbel, der heute morgen England starke Niederschläge bringt, in nordöstlicher Richtung weiter und wird' unser Gebiet nur mit feinen südlichen Ausläufern berühren. Bei höherliegenden Temperaturen wird es dabei zu gewittrigen Störungen kommen. VorherfagefürFreitag: Lebhafte Winde, wolkig, zeitweise gewittrige Störungen. Wärmer als seither, Winde aus Südwest bis West. Vorherfagefür Samstag: Bei lebhaften westlichen Winden sehr unbeständig und etwas wärmer. . Lufttemperaturen am 6. Juli: mittags 20 Grad Celsius, abends 14 Grad; am 7. Juli: morgens 11,4 Grad. Maximum 21 Grad, Minimum heute nacht 6,4 Grad. — Erdtetnperaturen in 10 cm Tiefe am 6. Juli: abends 18>3 Grad; am 7. Juli: morgens 13,1 Grad. — Sonnenfcheindauer 10,4 Stunden. Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum- fchein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot (in Urlaub, i. V.: Dr. Fr. W. Lange); für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. VI. 38: 9035. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei R. Lange, K.--G., sämllich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Sams- tags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September. 1937 gültig. ner Betrügereien zu 18 Monaten Kerker verurteilt worden war, jedoch feine Strafe nicht ange - e n hatte, befindet sich feit dem Umbruch i n Strafanstalt Stein in Haft. Gedenkblätler der Deutschen Zeppelin-Reederei. Aus Anlaß des 10 0. Geburtstages des Grafen Ferdinand von Zeppelin werden von der Deutschen Zeppelin-Reederei Gedenkblätter herausgegeben. Sie tragen die Flaggen der Deutschen Zeppelin-Reederei sowie eine entsprechende Inschrift und sind mit einem Satz (25 und 50 Pf.) der neuen, am 100. Geburtstag des Grafen von Zeppelin durch die Deutsche Reichspost heraus- gegebenen Luftpost marken frankiert. Außerdem tragen sie einen Sonderstempel und zwar entweder den des am 7., 8. und 9. Juli im Luftschiff- Hafen Rhein-Main Frankfurt eingerichteten ^onder- postamtes, oder des in diesen Tagen in Friedrichshafen am Bodenfee bestehenden Postamtes. Sonbetpoftfarte zu ben Reichswettkämpfen ber $21. Zu den Reichswettkämpfen der SA. vom 15. bis 17. Juli auf dem Reichsf port- f elb in Berlin sind Sonderpo st karten mit dem Wertstempel einer besonderen 6 - Pfennig - Marke in brauner Farbe nach einem Entwurf des Berliner Graphikers Werner H e u d t- l a ß hergestellt worden. Die Postämter und Amts- stellen geben vom 12. Juli an die Postkarte für 15 Pfennig ab. Der Zuschlag von 9 Pfennigen fließt zum größeren Teil dem Kulturfonds des Führers, zum Heineren dem Hauptamt für Äampffpiele zu. Zauberer aus aller Welt kommen nach Frankfurt a. 2R. Vom 17. bis 19. September d. I. findet in Fraük- furt a.M. der 2 6. ÄuterLationale Kongreß des Magischen Zirkels statt, der alljährlich in einem anderen Land abgehalten wird. Die bekanntesten Zauberkünstler aus aller Welt werden zu dieser Tagung in Frankfurt zusammen- bem $oren qangenheit umrod Jahrhunderten der Sech als Abt c von Aeppelrn &ine Iugendtc Loch nur besuche meinjam mit N Schloßgute Gn ffSchweiz aus. A Geiste, der in fi checken Wesen d ersten Wissensgi brachte den Kind Bildung und kin! oensberg, im S Kinder eine kle nannte die seine Die höhere ß jungen Theologe der in seinen (fi vom Heben im f) den Unterridjt st bet Vorgänger, sc schenden Ueberroet tunbe, heimatgesi Geschichte standen Aber auch die 2 als damals übü besonders der \\ bung im Bau lichen mechanisä ich fragen", schl so modern emp| obachten der Na gebung, solche 21 nicht auch wesem tische Menschen i h*“ - Dje Don Zeppelins § Strand! $01 Die ich den gi Jer herunterhole tyn Papier entqe, ®on einem Block n regelmößi, Papierchens j b2Bi: Stranöfor 2“? Dom ... * - ©erriet j/lrandkorb Nur ”> auf der J® «s iunädjft ei Ä” y eil1 ! jrn "äs Meer M N bi «6 if t wert Heiih. Ä'?u. >^s,ch°L'-r !"bu?g »me n. fff^Urnies ■r N b'-t-n L**"* **• i. tts* der 9i,. 8 wr leuC5.^ L2ie. näd)'t’ „ . 3« A„- s»»9en d°s % wv ein iete. tuv nbtq aus n Abend ienst-M.) Änanqebote Ur. 156 Zweites Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberheffen) Donnerstag. 7.Zuli 1958 Graf Zeppelin. — (Scherl-Bilderdienft-M.) 15> flusgetrochnete flaut wird leidlt faltig. Darum stets vorbeugen mit Nivea, die Hhre ßauf geschmeidig macht, kräftigt und ihr natürliche Bräunung gibt. >e^niat>ri* Mid Seine Jugendtage verbrachte der junge Graf jedoch nur besuchsweise in Konstanz. Er wuchs gemeinsam mit seinen Geschwistern auf dem elterlichen Schloßgute G i r s b e r g bei Emmishofen in der Schwe/z auf. Ihre Erziehung vollzog sich m einem Geiste, der in schroffem Gegensatz zu dem verknöcherten Wesen damaligen Schulbetriebe^ stand. Die ersten Wissensgründe, Lesen, Schreiben, Rechnen, brachte den Kindern ein, älterer Mann von einfacher Bildung und kindlichem Gemüt, I. Kurz aus Ravensberg, im Spielen bei. So ließ er jedes der Kinder eine kleine Zeitung schreiben. Ferdinand nannte die seine „Girsberger-Lust-Zeitung", stete dagegen passiven, jedoch konsequenten Widerstand. Er ließ sich die Hose geduldig überziehen, rannte dann schnurstracks ein Stück weg und streifte sich schamlos die ganze Pracht vom braunen Leibe. Außer dieser strategischen Begabung nannte er ein herzbezwingendes Lachen sein eigen. Und mit meiner Burg war er, wie gesagt, von Anfang an nicht zufrieden. Er bewies erstaunliche Sachkenntnis, wie eine ordentliche Burg auszusehen hat. Er brachte mir auf schnellstem Wege alle burgbautechnischen Kniffe bei. In sehr schwierigen Verständigungsfällen benutzte er seinen gutmütigen Vater als Dolmetscher. Als er einige Tage vor mir abreiste, hinterließ er mir jedenfalls ein wahres Prachtwerk von Strandburg. Eberhardchen! Dann war da noch Elfriede. Elfriede aus Köln. Die hatte ganz kurz vor Antritt der Seereise erst so ungefähr erfaßt, daß der Mensch mit Geschicklichkeit und Geduld es dahin bringen kann, sich selbständig fortzuwegen. Elfriede war eindreiviertel Jahre alt. Das Badeleben sagte ihr sehr zu, und ihr Fortbewegungsdrang bekam im warmen, weichen Seesand ungeheuren Auftrieb Man brauchte nur mal eine knappe Minute lang nicht ganz genau hm- zusehen, dann war Elfriede aber auch schon quer über den ganzen Strand an die letzten Ausläufer des Meeres gewackelt und setzte sich dort sofort mit aller Nachdrücklichkeit ins Wasser. Elfriedens Mutter aber hörte man alsbald aufschreien: „Elfriede! Bist du jeck?!" Elfriede war mitnichten jeck Eisriede war vielmehr streng zu beaufsichtigen. Und außerdem war sie süß. Sie hatte Augen wie schwarze Kirschen. Berlin 1938 berichtet Fritz Hellwag. — Die „Jllustrirte Zeitung Leipzig" vom 7. Juli 1938 gibt einen aufschlußreichen Querschnitt durch das Argentinien von heute. In der Folge der größeren Modebeiträge, die in bestimmten Abständen erscheinen, wird diesmal der Sommerpelz hervorge- boben Weitere Modeseiten bieten Anregungen für die Urlaubszeit. Zeitgemäß ist der gut illustrierte Beitrag „Deutsches Wobnen — Vorbildliche Heim- gestaltüng für alle Maßstäbe der Lebenshaltung". Die bebilderte Abhandlung „Wasser-Katastrophen' von Dr. Kurt Krause bringt eine Hebersichtskarte tur letzten Wasserkatastropbe in China. Im Rahmen des aktuellen Teils wird ein ausführlicher Bildbericht von der Tagung der FAJ. (Federation ASronauti- Strandkorb Nummer 24. Für ein paar Wochen war er mein. Für ein paar unvergleichlich Ichone Wochen. Meine Zimmernachbarin fragte mich mittags bei Tisch, ob mir den Standkorb nicht zusam- in einem Luftfahrzeug unternommen. Im Krieg 1866 zeichnet sich der junge tapfere Offizier in manchem Gefecht aus. Ein Jahr nach seiner Heirat mit der baltischen Baronesse Isabelle von Wolff zieht er abermals ms Feld. Sofort nach Ausbruch des Krieges im Juli 1870 dringt er mit einer Patrouille von fünf Offizieren und sieben Dragonern in schneidigem Ritt tief in Feindesland. Sein Kamerad, Leutnant Wesloe, fällt als erster Toter des deutsch-französischen Krieges. Die anderen werden verwundet oder gefangen. Zeppelin allein gelingt es dank seiner Geistesgegenwart und Sprachgewandtheit, auf einem französischen Chasseurpferd zurückzukommen. Er bringt der Truppenführung hochwichtige Nachrichten.'Das kühne Reiterstück macht Ferdinand von Zeppelin mit einem Schlage weithin berühmt. Im Jahre 1890 nahm der inzwischen zum Generalmajor und Brigadekommandeur in Saarburg aufgestiegene Graf Zeppelin seinen Abschied, weil er keine Aussicht auf Beförderung mehr hatte. Seine Reformvorschläg^ für den Kavalleriedienst hatten ihn wohl unbeliebt gemacht. Sie sind übrigens, wie so viele Gedanken Zeppelins auf anderen Gebieten, später durchgeführt worden. geben. Meine Zimmernachbarin war ein gutes Wesen, und ich empfand es als eine peinliche Aufgabe, ihren Vorschlag ablehnen zu müssen. Aber bei mir ist das so, ich will meinen Strandkorb ganz für mich allein haben. Und meine Burg auch. Einem Schwätzchen über den schützenden Wall hinweg bin ich dann allerdings nicht immer abgeneigt. Da war nuä zum Beispiel die nette, rundliche Dame aus Dresden. Die hatte ich kennengelernt, die kam jeden Tag und erzählte mir einfach alles. Soweit es sich dabei um die Wiedergabe von Dialogen zwischen ihr und ihrem Ehemanne handelte, lautete ihre ständige Einleitung: ..... Du, hab'ch zu mein' Mann gefacht ..Und die Gute sagte im Verlaufe eines Tages anscheinend ganz schön viel zu ihrem Mann ♦ Der Herr aus Kassel im benachbarten Strandkorb hat mich einmal ausgelacht, weil er auf meinem Liegestuhl einen kleinen Band Philosophie hatte liegen sehen. Der Herr aus Kassel kann mir heute noch gestohlen bleiben Denn erstens hatte ich das Buch ganz kurz vor meiner Reise geschenkt bekommen, und die Leute, die mir Bücher schenken, die werden doch wohl ungefähr wissen, was für mich paßt, nicht wahr? Zweitens, was geht den Herrn aus Kassel die Auswahl meiner Bücher überhaupt an.^ — Es mar doch so schön, gerade mit diesem Buch und besonders an etwas stürmischen Tagen, die Körbe ringsum waren dann leer, ich aber hockte mit angezogenen Beinen auf der Bank in meinem Zelt, der Wind rüttelte knatternd die Leinenwqnde, die Brandung sprang manchmal klatschend über meine bloßen Füße. Ich frage nochmals: Was gebt das alles einen Herrn aus Kassel an?! Mir ist unendlich wohl dabei gewesen. SHb^ , not*' 1 ... af od*r Pionier der deutschen Lustschiffahri. Zum 100. Geburtstage des Grafen Zeppelin am 8. Juli 1938 Von Or. Wolfgang Mejer. Strandkorb Nummer 24. i Don Martha Kühner. 1 I Wie ich den großen Koffer aus der Bodenkarn- i mer herunterhole und öffne, flattert mir ein Stuck- < chen Papier entgegen. Ein kleiner, viereckiger Zettel, von einem Block abgetrennt, was ihan aus den feinen, regelmäßigen Zacken auf der linken Seite , h-es Papierchens ersehen kann. Und es steht etwas darauf: Strandkorb Nr. 24, Strandstuhl Nr. 1, vermietet vorn ... bis einschließlich ... Erhalten Mark ... ©erriet Vaddensen. Strandzeltverrnieter. Strand korb Nummer 24. Der hat mir gehört. Als ich ankam auf der Insel im Juli vorigen Jahres, da war es zunächst einmal freilich spät abends. Ich bin trotzdem noch ein Weilchen an den Strand gegangen. An das Meer. Meine Zimmernachbarin ist am anderen Morgen darüber entsetzt gewesen. „Aber es war doch schon beinahe zwölf Uhr!" hat sie geister- bleich ausgerufen. Ja, es war beinahe zwölf Uhr. Vierundzwanzig Uhr eigentlich, na, daran gewohnt sich ja kein Mensch. Zwölf Uhr ^lso. DUtternacht. Und kein Mensch am Strande. Keine Menschenseele am Meer. Es war herzbeklemmend schön. * Am Morgen schien die Sonne. Wenn die Sonne auf das Meer scheint, wenn weiße Möven darüber schwingen, wenn fröhliches Lachen den schimmernden Strand hinauf, hinunter mit der Brandung steigt und fällt, dann ist es nicht mehr das ganz große Glück. Dann ist es plötzlich eine sehr Helle, sehr heitere Angelegenheit. Und das ist auch schön. Und man muß natürlich einen Strandkorb Haben, einen Strandkorb mit buntgestreifter Plane, mit lustig flatternden Wimpeln. Herr Boddensen verhalf mir zu selbigem Möbel gleich in den frühen Morgenstunden. Herr ©erriet Boddensen. Ich erfuhr diesen Namen, nachdem sein Besitzer mir die Quittung über den für das Strandzelt entrichteten Betrag ausgehändigt hatte. Ich fand diesen Namen wundervoll" Ein einfacher Mann, ein Zeltvermieter, ein Mensch, der mit aufgekrempelten Hosenbeinen barfüßig durch die Jnselstraßen läuft und dazu ©erriet heißt. . ©eneralfeldmarschall Graf Haeseler und Graf Zeppelin im Manöver. (Scherl-Bilderdienst-M.) stehen des Lebenswerkes. Da meldeten am 31. September 1907 die Blätter, daß es am Vortage dem neuesten Luftschiff des Grafen gelungen sei, einen Flug von mehr als acht Stunden Dauer auszuführen. Eine unerhörte Leistung für diese Zeit! Jetzt stellte das Reich eine Summe zum Ankauf von zwei Zeppelinschiffen bereit, falls dem Grafen eine Dauerfahrt von 24 Stunden gelänge. Zeppelin baute ein größeres, leistungsfähigeres Luftschiff von 15 000 cbm Gasinhalt und 220 PS Maschinenleistung. Zur Ueberraschung aller Welt erschien schon am 1. Juli 1908 der „ Z 4", die schlanke weiße „Zigarre", über den Gestaden des Vierwaldstätter-, des Zuger-, des Züricher Sees. Der Jubel der Schweizer und ihrer Sommergäste brauste zu dem tapferen alten Herrn empor, der mit seiner roärHgt den Boden, aus dem eine so ungewöhnliche Persönlichkeit erwachsen tonnte. Ferdinand von Zeppelin wurde Offizier. Aber seine militärische Laufbahn verlief keineswegs im durchschnittlichen Gleise Als junger Leutnant ließ er sich zum Besuche der Universität Tübingen beurlauben. Bemerkenswert ist die Wahl seiner Studienfächer: Staatswissenschaft, Maschinenbau, Chemie. Eine Mobilmachung während des italienisch- österreichischen Krieges 1859 unterbricht das Studium und versetzt Zeppelin zum württembergijchen Jnaenieurkorps nach Ulm. Der amerikanische Sezessionskrieg 1861/64 sieht ihn in den Vereinigten Staaten, wo er die Gelegenheit 4vahrnimmt, sein militärisches Wissen am praktischen Beispiel außerordentlich zu weiten, „insbesondere in Bezug auf die Ausbeutung der Technik für militärische Zwecke" Als klar beobachtender Zuschauer sammelt er dort Eindrücke, die er in Zeinen „Erinnerungen aus dem amerikanischen Kriegsjahr 1863" 50 Jahre später packend schildert. Damals hat Zeppelin in einem Fesselballon übrigens auch seinen ersten Aufstieg Die höhere Erziehung der Kinder war einem jungen Theologen, Robert Moser, anvertraut, der in seinen Erinnerungen ein anschauliches Bild vom Leben im Hause Zeppelin gibt. Wenn er auch den Unterricht systematischer betreiben mußte als der Vorgänger, so hielt er sich doch von der herrschenden Ueberwertung des Lateinischen fern. Erdkunde, Heimatgeschichte, Naturkunde und biblische Geschichte standen im Vordergründe der Erziehung. Aber auch die Leibesübungen wurden viel stärker ols damals üblich gepflegt. Moser schildert, wie besonders der junge Ferdinand entschieden Begabung im Bau kleiner Mühlen, Schiffe und ähnlichen mechanischen Spielwerks zeigte. „Nun möchte ich fragen", schließt der vor fast 90 Jahren schon fo modern empfindende Pädagoge, „ob solches Beobachten der Natur, solche Mannigfaltigkeit der Umgebung, solche Abwechslung in Spiel und Erholung nicht auch wesentlich zur Bildung beiträgt und praktische Menschen macht, die den Nagel aussen Kopf treffen." — Dieser Rückblick auf Graf Ferdinand von Zeppelins Herkunft-und Jugendzeit vergegen- Mil* iinsbes. Mabn- und Klagewesen) ,'ucht alsbald ge« eigneteLtellunL. Au cb als Anfang. rckrIngeb.unt. 03130aAM-* ^dünsürücksacheo Rechnungen Bflefblitter ßrlefumBChllg* Postkarten Geschiftskarten bei Bröbl Schulstr. 7 Meine Burg war keine Festung. Der Wall war dauernd von der Flut zerwaschen, weil ich viel zu weit vorn am Meere hauste, weil ich ferner beim Aufschütten den Sand nicht richtig festzuklopfen verstand, und weil in dieser Burg eben ganz einfach ein tatkräftiges, männliches Wesen, der Burgherr gewissermaßen, fehlte. Das wurde aber alles anders von dem Tage an, da Eberhardchen zu mir kam. Eberhardchen aus Stettin. Angefangen hat es mit einem verflogenen Ball. Fortgesetzt hat es sich mit vielen gegenseitigen Liebeserzeigungen Eberhardchen war drei Jahre alt und verließ fkch blind auf Instinkte. Außerdem liebte er es, splitternackt am Strand umherzulaufen. Seine Mutti fand das eigentlich em bißchen genierlich und machte immer wieder ruh- kloster auf der „Insel" in Konstanz belehnt worden, mit dem Auftrag, darin eine Kattunfabrik zu begründen. In jenen vom Hauche romantischer Der-, gangenheit umwitterten Räumen, in denen vor Jahrhunderten der tschechische Reformator Johann Huß gefangensaß, in denen der mystische Heinrich Seuse als Abt gewaltet, erblickte Ferdinand von Zeppelin das Licht der Welt. nl.2e»te«nb« rkäuierin iferionen ekleiduns nheuser "^ksache )ruck$— eui»1 . e,hu SU-11 — weißen Mütze aus der Führergondel winkte. An diesem Tage war Zeppelins Weltruhm begründet. Aber das Verhängnis wich noch nicht vom Werke Zeppelins. Beim Versuch, die verlangte, 24-Stunden- sährt auszuführen, riß eine Gewitterböe das b e i Echterdingen verankerte Schiff los und ließ es in Flammen aufgehen. Arbeit und Opfer von Jahrzehnten waren vernichtet. In erschütternden Berichten haben Augenzeugen geschildert, wie Zeppelin als müder, gebrochener Mann inmitten der schweigenden Volksmenge an den Trümmern seiner Schöpfung stand. Nur Augenblicke waren es. Plötzlich traf die Nachricht ein, der gleiche Wettersturm habe die Stadt Donaueschingen durch eine Feuersbrunst größtenteils zerstört. Da überweist der Graf, am Grabe seiner Hoffnungen und vielleicht seiner Habe, telegraphisch einen ansehnlichen Betrag für die Geschädigten. Und als ihn seine Mitarbeiter bange fragten, was nun werden solle, sagt er schlicht und fest: „Es wird weitergebaut." Das war Zeppelin! Noch am Abend jener Katastrophe von Echter- dingen, am 5. August 1908, war Zeppelins Werk gerettet. Eine Flut freiwilliger Spenden aus allen Schichten des Volkes ergoß sich nach Friedrichshafen. Eine Welle opferfreudiger Begeisterung Vom ersten Aufstieg des Zeppelins. Das Luftschiff „LZ 1", das am 2. Juli 1900 zum erstenmal aufstieg und sich 17 Minuten in 1 W " der Luft hielt. - (Scherl-Bilderdienst-M.)_________________________ Die wohlverdiente Muße des Ruhestandes zu genießen, entsprach nicht einem Tatmenschen wie dem damals 52jährigen Zeppelin. Er begann ein neues Leben, ein Kämpferleben für eine große Idee: die Eroberung der Luft! Schon 1874 hatte der Schöpfer des Weltpostvereins, Generalpostme'ster v. Stephan, einen Vortrag über „Weltpoft und Luftschiffahrt" gehalten und mit genialer Sehergabe die umwälzenden Aufgaben brauchbarer, damals noch nicht vorhandener Luftfahrzeuge geschildert. Stephans Gedanken entfachten im verwandten Geiste Zeppelins eine Flamme, die nicht mehr erlöschen sollte. Er mußte solches Luftfahrzeug schaffen! Daß dies trotz aller bisherigen Fehlschläge anderer Erfinder möglich fei, war sein fester Glaube. Bislang hatten die Erbauer von Luftschiffen versucht, den Luftballon^ die gute, alte ,,(£l)arliere", lenkbar zu machen. Den Gedanken, .einen länglichen Luftballon durch Luftschrauben fortzubewegen, legte schon der Jngemeuroffizier Meusnier im 18. Jahrhundert schriftlich nieder. Zeppelin ging aber einen anderen Weg. Er entwarf einen riesigen Tragkörper aus stoffbespanntem Leichtmetallgerüst, in dem eine Anzahl Gaszellen liegen. An diesem Körper hängen mehrere Gondeln mit den Motoren. Das sind bis heute die Merkmale der Starrluftschiffe geblieben. Trotz gehässiger Widersacher, trotz Ablehnung durch Kommissionen von „Sachverständigen", trog finanzieller Schwierigkeiten gelingt es Zeppelin, am 2. Juli 1900 das erste Luftschiff zum Aufstieg zu bringen. Es fliegt, es gehorcht dem Steuer! Natürlich haften ihm noch Mängel an. Aber der Beweis der Richtigkeit feiner Ideen ist erbracht. Freilich waren durch die Versuche auch die Mittel der von Zeppelin unter starkem Anteil eigenen Vermögens begründeten „Gesellschaft zur Förderung der Luftschiffahrt" verbraucht. Nun beginnt Zeppelins heldenhafter Kampf mit Wort und Feder, nut rücksichtslosem Einsatz von Gesundheit und Habe für seine Idee. Stürme beschädigen seine Halle auf dem Bodensee bei Friedrichshafen, zerstören sein neugebautes Schiff. Gegner stellen ihn als närri- : sehen Querulanten hin. Zeppelin und seine Getreuen, voran der bescheidene, tüchtige Oberingenieur ; Ludwig Dürr, halten durch. Jahre vergingen in hartem Ringen um das Besonnenlicht mit einem kleinen Segelboot über das gleißende Meer gefahren. Und einer blies wie träumend auf der Mundharmonika. Zeitschriften — „Die Kun st", Monatshefte für Malerei, Plastik und Wohnkultur, 39. Jahrgang. Nr 10, im Verlag F. Bruckmann, München. Das Juli-Heft ner» öffentlich auf der Umschlagseite eine Reproduktion des Gemäldes „Frühling" von dem sudetendeutschen Maler Anton Kolig. Weitere Werke bedeutender Künstler, die Sudetendeutschland hervorgebracht hat, finden sich im Innern des Heftes, u. a. der weibliche Akt „Erhebung" von Anton Hanak sowie das Gemälde „Hans Kudlich, der Bauernbefreier" von Paul Gebauer. Den Begleittext schrieb Otto Kletzl. Georg Schrimpf, dessen Wirken und Bedeutung Curt Hohoff würdigt, ist mit einigen feiner besten Werks vertreten. Heber die Münchener Kunstausstellung 1938 referiert Ulrich Christoftel. Bildbeigahen zeigen Werke von Franz Doll, Anton Lamprecht, Edmund Steppes, Hans Wimmer und E. A. Rauch. — Eins Profilaufnahme zeigt die eindrucksvolle Bildnisbüsts des Forschers Leo Frobenius, die Clary von Ruckte- schell-Trueb für das Kulturforschungsinstitut Frobenius in Frankfurt a. M schuf. Der zweite Teil des Heftes bringt ein von dem Stuttgarter Architekten Paul Darius erbautes Haus. — Die Schlafzimmermöbel von Architekt Max Dürr, Stuttgart, find raumsparend und originell. Zum 70. Geburtstag Richard Riemerschmids veröffentlicht „Die Kunst" eine Würdigung von Theodor Heuß. — Die schwierige Aufgabe, einen Garten auf einem mit Kiefern bestandenen Grundstück zu schaffen, hat die Gartengestalterin Herta Hammerbacher, Potsdam-Barnim, gelöst, wie die verschiedenen Aufnahmen zeigen. — Heber die Internationale Handwerks-Ausstellung von Kaiser Josef II. ntit dem einstigen Dominikaner- ' ' ‘ ...... Konstanz belehnt wor- n eine Kattunfabrik zu Wir sind im vollen Mittagssonnenlicht mit einem Segelboot über das gleißende Meer gefahren. Unfer Segel war rot. Hnd einer hat angefangen, auf der Mundharmonika zu spielen. Da haben mir alle natürlich gleich losgeschrien: Abel, Abel, mit der Mundharmonika, und haben ihn geneckt und uns e.ben ein bißchen albern aufgeführt. Aber er hat es uns eingetränkt Er hat uns alle zum Schweigen gebracht, zum andächtigen Schweigen. Denn siehe, er spielte und blies das kleine Instrument Mundharmonika meisterhaft. Sein braunes Jungensaesicht war zurückgelehnt gegen das tiefrote Segel. Wir haben angelegt bei einer Sandbank, auf ein paar Quadratmeter Land, dir irgendwann einmal ganz sicher das Meer wieder in feine Tiefen reißen wird. Ein Wrack war auch da. Was soll man dazu sagen? Ein Wrack erfordert ernste Gedanken und wirkt doch so im I hellen blanken Sonnmlicht ein klein bißchen wie —.. - - —n---n x-, SCCAMir;*i ein dummer Witz. Wir sind im vollen Mittags-! que Internationale) tn Berlin veröffentlicht. Halbtags* mäddien zum 15. Juli gesucht. 03U8 bonniinnstr. 7 s [Stellengesuche Am 8 Juli 1838 wurde dem fürstlich-hohen- zollerischen Hofmarschall Grafen Friedrich von Zeppelin ein Sohn geboren, der den Namen Ferdinand erhielt. Die Mutter des Knaben entstammte einer altangesehenen Schweizer Fann- . .. r. r 1 ... X; ra Avtfc t r.. SUnhöH - sie französischer Herkunft, die aus Genf ms Boden- jeegeblet eingewandert war. Ihr Großvater war NWMB brandete über Deutschland, wie sie bis dahin noch niemals ein Erfinder erlebt hatte. Rasch waren mehr als 6 Millionen Mark beisammen. Die Werst in Friedrichshafen konnte vergrößert, der Bau der Luftschiffe fortgesetzt werden. Immer vollkommenere Luftfahrzeuge gingen aus Zeppelins Werkstätten hervor; die Neubauten wurden teils für Heer und Marine, teils für die eigens für den Zeppelin- verkehr gegründete „Delag" (Deutsche Luftschiffahrts- 21®.) geliefert. Auch dann blieben Rückschläge nicht aus, aber eine glänzende Reihe erfolgreicher Fahrten des Luftschiffes „Schwaben" unter Dr. Hugo Eckeners Führung festigte das Vertrauen der Oeffentlichkeit derart, daß sich im Lorknegs-Deutsch- land schon ein beachtlicher Luftverkehr mit Zeppelin- schifsen entwickelte. 1910 hatte die „Delag" 41 Passagierfahrten ausgeführt. Im Jahre 1913 leisteten ihre Schiffe schon 737 Fahrten von zusammen mehr als 1100 Stunden Dauer! Der Weltkrieg zerschlug jäh diesen kraftvoll erblühenden Verkehr mit Zeppelittschiffen. Im Kriege hatten die Luftschiffe schwere Aufgaben zu lösen und viele gingen samt ihrer heldenhaften Besatzung zugrunde. Es war schmerzlich für den Grafen, erleben zu müssen, daß die rasende Entwicklung des Flugzeuges seinen Luftschiffen die Kriegsbrauchbarkeit mehr und mehr nahm. Doch Zeppelin war ein zu großzügiger Charakter, als daß er sich in die Alleingültigkeit seiner Luftschiffidee verrannt hätte. Er schenkte auch dem Flugzeug als Mittel der Luft- beherrschunq volle Aufmerksamkeit und regte während des Krieges den Bau von RiesenstUgzeugen bisher unbekannter Größe an. Das Werk Staaken des „Luftschiffbau Zeppelin" baute schon 1917 Doppeldecker von 48 Meter Spannweite mit Kompressormotoren und Verstellpropellern, Kolosse von 13 000 Kilogramm Gewicht und über 1000 PS Maschinenleistuna! Einen seiner Mitarbeiter beauftragte der Graf, Riesenflugboote in Ganzmetallbauweise zu entwerfen. Er hieß Claudius Dornier und wurde einer der führenden Köpfe des Flugzeugbaues unserer Zeit. Auch in der Wahl seiner Mitarbeiter bewies Zeppelin allezeit sein Genie. Rastlos an der Vervollkommnung seiner Luftschiffe und Flugboote tätig, hoffte der alte Graf noch das Ende des Krieges und die erste Fahrt, eines Zeppelinschiffes über den Atlantik zu erleben. Seine unverwüstliche Spannkraft ließ diese Hoffnung berechtigt erscheinen. Jedoch am 8. März 1917 riß der Tod den Unermüdlichen aus seinen Plänen für die friedliche Verwendung seiner Starrschiffe im Weltverkehr. Auf dem Parkfriedhof zu Stuttgart wurde Graf. Ferdinand von Zeppelin bestattet. Zeppelins unbeirrbarer Glaube an sein Werk lebt in der Gemeinschaft seiner Mitarbeiter fort. Er ließ sie über die Zeiten völligen Erliegens des Luftschiffbaues nach dem Kriegsende hinweg Mut und Kraft zu neuem Aufbau finden. Er verkörperte sich in Großtaten wie der Amerikafahrt des „ZR III — Los Angeles" vom 12. bis 15. Oktober 1924, den zahlreichen planmäßigen Atlantiküberquerungen der Luftschiffe „Graf Zeppelin" und „Hindenburg", wie auch in der unbeugsamen Zuversicht, mit der die Zeppelinleute Len Schlag von Lakehurst über wanden. Aus der StadtGießen. Himbeersegen - Himbeersorgen. ZdR. Die Zeit der ersten Früchtereife ist herangekommen. Das bedeutet, daß bald jeder Tag mit neuen Köstlichkeiten unserer heimischen Obstsorten lockt. Jeder verbraucht dann gern und viel. Da ist es überflüssig, noch besonders auf die gesundheitlichen Vorteile des reichlichen Obstgenusses hinzuweisen. Wenn auch nicht bei allen Obstsorten die Ernte so ausgefallen ist, wie wir es gerne sehen würden, so haben wir doch bei einzelnen Sorten einen reichen Segen zu erwarten. Wieviel Beerenobst reift da jetzt heran, entweder als mühsam gezogene Gartenfrucht, oder in Feld und Wald *=> Wildfrucht. Gerade die Fülle ist es, die auch den unaufmerksamsten Verbraucher auf den Segen der Erde aufmerksam macht. Die gleiche Fülle aber beschwört für viele in der Obsterzeugung tätige Menschen allerlei Sorgen herauf. An sich leiden gerade die Beerenftüchte darunter, daß sie noch leichter verderblich sind, als das Kern- und Steinobst. Ein Glück, daß heute durch die straffe Organisation innerhalb der vom Reichsnährstand aufgebauten Marktordnung bei der Erdbeerernte kaum noch Verluste deswegen eintreten, weil die reifen Früchte nicht schnell genug ihre Verwertung finden. Inzwischen ist die Himbeere ebenfalls herangereist. Wir möchten diese Frucht nicht missen, dazu schmeckt sie zu gut, im rohen Zustande ebenso wie bei der Verwertung zu allerhand erfrischenden Speisen. Darüber hinaus aber wird gerade die Himbeere bei der Herstellung von Fruchtsaft, Fruchtsyrup und Fruchtwein außerordentlich geschätzt. Dementsprechend ist der Anbau von Himbeersträuchern im Deutschen Reich recht umfangreich, nicht zuletzt in den Kleingärten vor den Toren der Städte, Leider reifen die Früchte bei warmer und trockener Witterung sehr rasch, oft so rasch, daß gar nicht genügend Arbeitskräfte zur Ernte eingesetzt werden können. Da bringt der Himbeersegen denn seine Himbeersorgen. Die Hersteller von Himbeersyrup schätzen die Wildart besonders, weil sie noch aromattscher als die Gartenhimbeere ist und den feinsten Syrup geben soll. Man möchte doppelt soviel Hände haben, um die reiche Ernte schnell zu bergen und rechtzeitig zu versenden, denn auch- beim Versand macht die Himbeere allerlei Schwierigkeiten, weil sie sehr empfindlich ist. Wie wäre es, wenn nun die vielen Sommerfrischler beim Waldspaziergang das Nützliche mit dem Angenehmen verbinden würden? Eine so ungewohnte Tätigkeit wie das Himbeerpflücken ist ja für den Urlauber aus der Stadt keine Arbeit. Also ruhig einmal den fleißigen Menschen geholfen, die sich mit dem Beerenpflücken ein paar Groschen verdienen wollen, geholfen nach Aschenputtels „Dienstanweisung": Die guten ins Töpfchen, die schlechten ins Kröpfchen! Wobei die „schlechten" die überreifen, nicht mehr transportfähigen Himbeeren sind, die frisch vom Sttauch köstlich schmecken^ und genug Belohnung für eine freiwillige Hilfe darstellen. Deutschlands Bedarf an Himbeeren ist beträchtlich. Nicht allein, weil sie so gut schmecken, sondern weil der Verbrauch an Himbeersyrup im Haushalt und für Sonderzwecke in der Ernährungswirtschaft außerordentlich groß ist. Meist ist es notwendig, daß noch Pflückhimbeeren oder Himbeerpulpe vom Ausland eingeführt werden müssen. Deswegen darf auch nicht die kleinste Menge unserer Wildfrüchte verderben! Der Himbeersegen darf nicht zu Himbeersorgen werden! Vonwiizen. Tageskalender für Donnerstag. Gloria-Palast, Seltersweg: „Die kleine und die große Liebe". Hitler-Jugend Bann 116 Betr.: hessen-Nassau-Fahrk 1938. Alle Teilnehmer an der Hessen-Nassau-Fahrl 1938 haben am kommenden Freitag, 8. Juli, um 10 Uhr, an der Dienststelle des Vannes 116, Gießen, Bahnhofstraße 92, anzutreten. * An alle Fahrtteilnehmer der Fahrtenabteilung B. Alle Fahrtteilnehmer der Fährtenabteilung B, Standorte Heuchelheim, Klein-Linden, Allendorf (Lahn), treten am Freitag, 8. Juli, 8.30 Uhr, in Klein-Linden vor dem HJ.-Heim an. Alle Wilddecken und Bälge für unsere Rohstoffversorgung. LPD. Der Reichsjägermeister stellt fest, daß ein großer Teil der einheimischen Decken und Bälge der Wirtschaft überhaupt nicht zugeführt wird. Zur Sicherung der Rohstoffversorgung sei es aber notwendig, sämtliche Decken und Bälge sachgemäß zu verwerten. Der Erlaß ersucht daher die Mitglieder der Deutschen Jägerschaft, Schalenwilddecken, Sau- und Dachsschwarten und Niederwildbälge, soweit sie Nicht für eigene Zwecke Verwendung finden, der MMkisMMIllGMll Vornan von Hans von Hülsen. Copyright by Prometheus-Verlag, Dr. Eichacker, München-Gröbenzell. 21. Fortsetzung. (Nachdruck verboten!) Er sagte, daß sie ihn glücklich machen werde, indem sie ihm das Kind ihrer Liebe anvertraue. Und dann sagte er noch (und das hatte er gar nicht sagen wollen, aber es brach ihm unaufhaltsam aus dem Herzen hervor), daß er eigentlich fortan seinen Namen ändern und sich „Renatus" nennen müßte, weil diese Liebe ihm und dem Besten in ihm eine Wiedergeburt gegeben habe. „Aber das würden meine Agenten nicht erlauben", setzte er lachend hinzu. Im Garten erschien der Baron; er hatte Mittagsschlaf gehalten, er hatte erst jetzt von der überraschenden Ankunft der beiden erfahren — er wollte sie begrüßen, herzlich begrüßen, so treue Gäste, die immer wieder kämen. — „Ja, ja, Torbole hat für uns eine große Anziehungskraft", sagte Renata und lachte dazu. Für uns? Leutstetten zog seine Stirn in Falten. Was meinte sie damit: Für uns? Aber er erfuhr es erst am späten Abend, und da auch nur, weil Otten- rieth sein Glück nicht mehr bei sich behalten konnte. „Sie sind ja ein Mordskerl, Sie Jndustriedirek- tor!" rief er und schlug ihm auf die Schulter. „Können Sie denn alles?" „Ach", sagte Ottenrieth, „lassen Sie uns lieber ein Glas Sekt trinken!" * Fritz Armbruster drehte seinen kugelrunden Kopf auf den Polstern des Schnellzuges Wien—München. Salzburg und die bayerische Grenze lagen hinter ihm; die nächste Station war Rosenheim; eine Stunde später würde er in München fein. Er versicherte sich zum soundsovielten Male, daß er die Partitur in der Handtasche habe, und schaute zerstreut und unruhig zum Fenster hinaus, an dem die oberbayerische Landschaft vorüberflog. Zur Linken türmten sich die Alpen auf — und hinter den Alpen, zum Kuckuck, da war ein blauer See — und da waren sie jetzt, die beiden; zwei Telephonanrufe vor der Abreise von Wien hatte ihn über die sehr wenig erfreuliche Tatsache belehrt. Er dachte zurück, überdachte die beiden letzten Tage, hörte immer wieder Frau Armbrusters Stimme im Ohr: „Du bist ein Narr! Fabre meinetwegen! Reise deiner fixen Idee nach. Aber wenn du mir das Geschäft verdirbst, bist du enterbt!" Selten im Leben hatte er die Tante so aufgebracht gesehen. Und warum eigentlich? Begriff sie denn gar nicht) daß er die Wahrheit wissen wollte? Nur biß Wahrheit zu erfahren? Sein Gesicht verzog sich zu einer Grimasse. Nein, nein, nicht nur das! Auch dem Kerl die Beute wieder abzujagen — auch das! In allererster Linie das! Kurz nach fünf Uhr kam er in München an und fuhr sofort, die Aktenmappe unter dem Arm, mit der Straßenbahn zur Giselastraße hinaus. Dort lag ziemlich weit in einem Garten zurückgebaut ein oillenartiges Haus — er kannte es gut, er war oft dort gewesen. Auf dem halbkreisförmigen Schild über der elektrischen Glocke, das peinlich sauber geputzt war, las er den Namen: Hagepreester. Er war angemelbef, der Professor empfing ihn gleich. Durch seine Brillengläser sah Hagepreester dem einstigen Schüler prüfend ins Gesicht. Das war ja ein richtiges pausbackiges Kindergesicht, das der kleine Armbruster sich zugelegt hatte. Das Phlegma war ihm gut bekommen! Für den war die Kunst offenbar keine aufreibende Angelegenheit! Nun, so ähnlich hatte er, Hagepreester, sich Armbrusters Entwicklung immer vorgestellt — „Nett, mein lieber Freund", sagte er mit einer altersdünn gewordenen Stimmen, „daß Sie sich nach so langer Zeit wieder einmal sehen lassen. Ich war ja ganz überrascht, als ich plötzlich ihr Telegramm bekam, das fragte, ob ich zu Hause sei. Natürlich bin ich zu Hause — in meinen Jahren ist man seßhaft — übrigens, seßhaft — nehmen Sie den Sessel da, machen Sie sich's bequem — das haben Sie doch gern?" Und er zwinkerte ihm lustig mit den von vielen Fältchen umspielten Augen zu. „Was macht die Kunst?" fragte er, als sie faßen. „Ja, verehrter Herr Professor, was macht die Kunst? Sie geht nach Brot. Und ich gehe mit ihr. Sie wissen wohl nicht, daß ich meine Musik längst an den Nagel gehängt habe? Sie haben Ihre pädagogischen Künste an einen Unwürdigen verschwendet — Gott sei Dank, daß ich's noch zu rechter Zeit erkannte —" „Und wann haben Sie's denn erkannt?" fragte der Professor mit einem ironischen Lächeln, das ungefähr ausdrücken mochte, er sei viel zu höflich, den sachlichen Feststellungen seines Besuchers zu widersprechen. „Im vsychologisch richtigen Moment, Herr Professor' Als mir nämlich meine Frau Tante an- bot, ihr Prokurist in der Konzertdirektion Armbruster zu werden. Seitdem handle ich mit Musik, Wirtschaft zuzuführen und an geeignete Händler abzugeben. Der Abstammungsnachweis bei Unehelichen. Lpd. Die Reichsstelle für Sippenforschung hat in einem Merkblatt die Bestimmungen über den Abstammungsnachweis bei außerehelicher Geburt zusammengefaßt (Allgemeines Suchblatt für Sippenforscher). Der Grundsatz des Bürgerlichen Gesetzbuches, daß das uneheliche Kind mit dem Erzeuger nicht verwandt ist, gilt hinsichtlich des Abstammungsnachweises nicht. Dieser soll die blutsmäßige Abstammung klarstellen. Es ist daher in jedem Falle der Nachweis zu erbringen, daß die natürlichen Eltern deutschen oder artverwandten Blutes sind. Erkennt bei der Eheschließung der Mann ein uneheliches Kind als von ihm erzeugt an und ist diese Anerkennung in der Heiratsurkunde der Eltern oder in der Geburtsurkunde des Kindes vermerkt, so ist damit der Nachweis der Abstammung von dem späteren Ehemann der Mutter erbracht und sind dessen Ahnen für den Abstammungsnachweis zu berücksichtigen. Anders ist es, wenn der Mann bei der Heirat dem unehelichen Kinde der Frau seinen Namen erteilt, ohne ausdrücklich das Kind als von ihm erzeugt anzuerkennen. Dann muß aus den Vormundschaftsakten usw. ermittelt werden, wer als Erzeuger in Betracht kommt. Ist der Erzeuger dem Namen und der Person nach bekannt» hat er aber nach der Geburt des Kindes die Vaterschaft nicht anerkannt, so ist einmal der Beweis zu führen, daß er auch wirklich der Erzeuger war, zum anderen nachzuweisen, daß er deutschen oder artverwandten Blutes ist. Steht fest, daß die Mutter in der Empfängniszeit mit mehreren Männern verkehrt hat, so ist von jedem der Abstammungsnachweis zu erbringen. Ist ein Teil der in Frage stehenden Personen jüdischer Abstammung, so ist eine Klärung der Rassenzugehörigkeit nur durch eine erd- und rassenkundliche Untersuchung möglich. Ein uneheliches Kind, das einen Nachweis über feine Abstammung väterlicherseits nicht beibringen kann, wird bei deutscher oder artverwandter Herkunft mütterlicherseits bis zum Beweise des Gegenteils, wenn nicht die besonderen Umstände des Falles dagegen sprechen, als deutsch- blütig oder artverwandt angesehen. Gießener Wochenmarktpreise. * (Sieben, 7.Juli. Auf dem heutigen Wochenmarkt fofteten: feine Molkereibutter, Z kg 1,52 Mk., Markenbutter 1,55 bis 1,60 Mk., Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 4 bis 8, Eier, deutsche, Klasse S 13, Klasse A 12Z, Klasse B 12, Klasse C 11/*, Klasse D 10/, Enteneier 11/ bis 12 Z, Wirsing, Z kg 16 bis 20, Weißkraut 20, Rotkraut 30, gelbe Rüben, das Bündel 12 bis 15, rote Ruben, Z kg 10 bis 15, Spinat 20, Römischkohl 8 bis 12, Bohnen, grün, 30 bis 40, Erbsen 15 bis 30, Tomaten 35 bis 55, Zwiebeln 15 bis 18, das Bündel 10 bis 15, Rhabarber, Z kg 12 bis 15, Kartoffeln, alte, Z kg 5 Pf., 5 kg 44 Pf., 50 kg 3,30 bis 3,90 Mk., neue, Z kg 9 bis 10 Pf., Frühäpfel 50 bis 60, Pfirsiche 50, Kirschen 70, Stachelbeeren 25 bis 45, Johannisbeeren 35 bis 45, Erdbeeren 40 bis 60 Pf., Hähne 1,10 bis 1,15 Mark, Suppenhühner 90 Pf. bis 1,05 Mark, Blumenkohl, das Stück 10 bis 70 Pf., Salat 5 bis 10, Salat- gurken 30 bis 50, Einmachgurken 8 bis 20, Oberkohlrabi 5 bis 10, Rettich, 5 bis 15, das Bündel 20, Radieschen, das Bündel 5 bis 10, Suppengrün, 5 Pf. **,85. Geburtstag. Vor einigen Tagen konnte Frau Sophie S i e ck, Hammstraße 7 wohnhaft, in geistiger und körperlicher Frische ihren 85. Geburtstag begehen. Nachträglich unseren herzlichen Glückwunsch. ** Brasilianische Gäste in Gießen. Im Laufe des heutigen Tages werden von Bad- Nauheim aus brasilianische Aerzte und Wissenschaftler nach Gießen kommen, die gegenwärtig auf einer Studienreise durch Deutschland begriffen sind. Die Gäste werden voraussichtlich auf einem Rund- gang die medizinischen Kliniken kennenlernen, das Liebigmuseum besuchen und auch dem Grab des Er- sinders der Röntgenstrahlen, Wilhelm Röntgen, auf dem Alten Kiedhof einen Besuch abstatten. ** Bauten d e s Elektrizitätswerks. Die Abteilung Elektrizitätswerk der Gießener städtischen Betriebe läßt in den kommenden Wochen eine Erweiterung der Kraftwagenhalle im Elektrizitätswerk, die Errichtung von zwei Transformatorenstationen in Heuchelheim und die Erweiterung eines Transformatorenhauses in Wiefeck vornehmen. Die Abbruch-, Erd-, Maurer-, Zimmer-, Dachdecker-, Klempner- und Weißbinderarbeiten sind bereits zur Vergebung ausgeschrieben. ** Nächster Wochenmarkt auf O s - waldsgarten. Am kommenden Samstag, dem 9. Juli, wird der Wochenmarkt wegen der Banner- Übergabe bei dem Gausängerfest ausnahmsweise auf Oswaldsgarten ftattfinben. Hinsichtlich der Verkaufsplätze für Fleisch- und Wurstwaren im Rahmen des Wochenmarktes tritt keine Aenderung ein. Drittes Hessisches Gausängersest in Gießen. Festlicke Äeranstaltungen und Konzerte. Nun trennen uns nur noch wenige Stunden vom Gausängerfest. Wieder einmal wird das Wochenende für unsere Stadt im Zeichen der Festfreudigkeit stehen, weil das deutsche Volkslied den Grundton für die Veranstaltung gibt. In vielen Sälen und auf zahlreichen Plätzen werden die Lieder erschallen, und wer sich dem Feste mit ganzer Seele widmet, wird einen tiefen Blick tun können in den Liedreichtum, der unserem Volke gegeben ist. Vereine aus weitem Umkreis werden in edelstem Wettstreit chre Leistungen beweisen. Das 3. Hessische Gausängerfest in Gießen findet seine feierliche Eröffnung bereits am morgigen Freitag mit einem Begrüßungsabend in der Volkshalle. Chorgruppen werden fingen, das Müsikkorps unseres Regiments wird konzertieren, die Tanzgruppe des Landschaftsbundes Volkstum und Heimat wird sich zeigen, und Georg Heß ist auch mit dabei. Auch die Tanz- Spe des Turnvereins Wiefeck wird mit einer ideren Darbietung aufwarten. In den frühen Morgenstunden des Samstag werden die Abordnungen für den Gausänger- tag empfangen werden, der anschließend die Vertreter der Vereine zu einer Arbeitstagung und zur Ausrichtung für die große Veranstaltung vereinigen wird. Chordarbietungen werden die Tagung verschönen. Zu einer weiteren feierlichen Veranstaltung wird sich am Samstagnachmittag die Banner üb ergäbe auf dem Br and platz gestalten. Kreisführer Fr./ Hofmann (Darmstadt) als Vertreter des Festortes des» vorausgegangenen Sängerfestes wird das Bundesbanner dem Oberbürgermeister unserer Stadt überreichen, der es bann an den Sängerkreisführer Müller (Gießen) wettergeben wird. Das Bqnner wird bann während der nächsten vier Jahre in Gießen auf bewahrt. Im Anschluß an die Bannerübergabe wird int Turmhaus am Brandplatz die Ausstellung „Singendes Oberhessen" eröffnet werden. Der Samstagnachmittag wird in zehn Sälen 17 Sonderkonzerte bringen, die für die teilnehmenden Vereine zur Leistungsprüfung werden. Gleichzeitig wird gerade hier den Volksgenossen in Stadt und Land Gelegenheit gegeben sein, hochentwickelte deutsche Kunst des Männergesangs zu erleben. Unter dem Titel „Singende Kolonnen — Singendes D.o lk" wird am Samstagabend die Gaufeierstunde Tausende von Festteilnehmern beisammensehen. Chöre, aus den Sängerkreisen Gießen, Solms-Wetzlar und Wetterau gebildet, ein Knabenchor der höheren Lehranstalten in Gießen, Einzelsprecher, der Musikzug der <921.= Standarte 116, Miederungen der Partei und Teile der Wehrmacht werden mitwirken. Der Sonntagmorgen wird die Sänger für die breiteste Oeffentlichkeit auf den Plan rufen. An 14 bevorzugten Stellen unserer Stadt werden Platz- und ich glaube, das ist besser, als wenn ich selber welche mache." „Die Sterne, die begehrt man nicht?" drückte sich Hagepreester einigermaßen geheimnisvoll aus. „Aber was führt Sie denn heute zu mir? Ich habe mit dem Musikhanbelt doch gar nichts zu tun?" „Ja, was mich hierherfuhrt — erwas Kurioses. Eine fixe Idee, wenn Sie so wollen. Die mir aber durchaus keine Ruhe läßt, wie das die fixen Ideen so an sich haben. Um diese Idee entweder totzuschlagen oder sie vor mir zu rehabilitieren, dazu brauche ich dringend Ihre Hilfe." Der Professor lehnte sich im Sessel zurück, seine Finger spielten mit der Uhrkette, die ihm über die Samtweste hing. „Sie machen mich neugierig, Armbruster. Wenn ich etwas tun -kann, so soll es gern geschehen. Aber vergessen Sie nicht, ich bin ein alter Mann und weiß und verstehe von der modernen Musik viel weniger als Sie, der Sie damit handeln. Seit ich in Pension gegangen bin, kümmere ich mich nur noch um meine Steckenpferde. Welche das sind, ist Ihnen ja bekannt." „Weiß, weiß, Herr Professor! Bach, Palestrina — die Kunst der Fuge. Und da sind wir schon unmittelbar bei dem, was mich von Wien zu Ihnen geführt. Lesen Sie Zeitungen?" „Was soll die Frage?" „Weil Sie dann vielleicht von dem sensationellen Erfolg gelesen haben werden, den ein sonst nicht gerade mit höheren Weihen versehener Mann namens Ottenrieth neulich in Wien errungen hat — Sie kennen den Namen?" „Ottenrieth? selbstverständlich habe ich das gelesen. Und es hat mich sogar besonders interessiert, weil es ja, wie Sie schon andeuteten, mein Spezialgebiet berührt. Hieß die Sache nicht: ,Liebesfuge am Gardasee^?" „Ganz recht, Herr Professor. Sie kennen Herrn Ottenrieth?" „Meinen Sie persönlich? Ich weiß nur, daß er bisher nichts Ernsthaftes geschrieben haben soll, das stand in dem Zeitungsbericht —" „Weiß Gott nicht Zwei Operetten und ein bißchen Tanzmusik. Persönlich kennen Sie ihn also nicht?" „Nein. Warum fragen Sie?" „Well — Ihr Gedächtnis täuscht Sie auch nicht? Er ist nicht irgendwann, einmal Ihr Ähüler gewesen?" „Nein, nein! Das würde ich doch wissen. So verkalkt bin ich denn doch nicht. Ich kenne ihn ganz bestimmt nicht persönlich und habe auch nie mit ihm 3U tun gehabt. Warum fragen Sie? Und was machen Sie denn für ein Gesicht?" „Dann — dann ist mir die ganze Sache noch viel unerklärlicher", sagte Armburster und schüttelte betrübt den Kopf. „Hätten Sie mir gesagt: Jawohl, er ist mein Schüler gewesen, oder: Er ist mal bei mir hier im Hause gewesen — bann hätte ich bei mir gedacht: Na also! Und hätte meiner fixen Idee den Laufpaß gegeben. Aber jetzt —", Nun war die Reihe, verwundert den Kopf zu schütteln, an dem Professor. Was machte der junge Mann für sonderbare Sprüche? Man wurde ja gar nicht aus ihm klug. Warum sollte denn dieser Ottenriech in irgendwelcher Verbindung mit ihm, Hagepreester, stehen? Er hatte den Namen vor ungefähr vierzehn Tagen zum ersten Male gehört. Und hätte höchstwahrscheinlich über ihn hinweggelesen, wäre er nicht mit dem Begriff „Fuge" verkoppelt gewesen. Armbruster hatte seine Aktenmappe geöffnet und ein umfangreiches Notenwerk herausgenommen. Hier ist die Partitur der ,ßiebesfuge‘. Vor etwa einer Woche erschienen. Ich habe sie genau studiert, und sie hat mir viel Kopfzerbrechen gemacht. Wärum, werde ich Ihnen gleich sagen." Hagepreester nahm das Werk auf die Knie, blätterte es auf, betrachtete es lange. Seine Augen lasen Seite um Seite. Immer wieder blätterte er weiter. Armbruster folgte chm mit unruhigen Blicken. „Fällt chnen nichts auf, Herr Professor?" sagte er endlich, als Hagepreester, einigermaßen versonnen, den weißhaarigen Kopf hob. „Mir fällt auf, mein Lieber, daß das sehr gut ist. Besser als irgend etwas, was sonst von den neuen Sachen zu mir gedrungen ist. Finden Sie nicht auch?" Armbruster ärgerte sich insgeheim gewaltig, aber er sagte sofort: „Ja, das fände er auch, und das habe die Presse ja auch einmütig festgestellt. Bei sich dachte er, das ist ja die Hohe, daß dieser Mann, der doch entschieden viel versteht, den Ottenrieth auch noch lobt! „Aber fällt Ihnen sonst gar nichts auf, Herr Professor?" fragte er dringlich. „Wenn Sie sich die Mühe machen wollen, einmal die Stellen anzusehen, die ich rot angestrichen habe." Wieder blätterte Hagepreester, wieder studierte er die Noten, wieder hob er derz Kopf und sah sein Gegenüber an. „Sie meinen diese Motive?" Und dann, als ob irgendeine 2lhnung in ihm her- aufbämmere, stand er auf, trug die Partitur zum Flügel und spielte vom Blatt ein paar Passagen. (Fortsetzung folgt!) efa * Buderus gehörenden Gesellschaft eine neuerliche Steigerung der Be- chäftigung und eine Erhöhung ihres Auslandsumsatzes. Es wurden auch im abgelaufenen Jahr erhebliche Aufwendungen vorgenommen, um den Anforderungen aus der Entwicklung der Wirtschaft im Rahmen des Dierjahresplanes gerecht zu werden. Die Werksparkasse (i. 23. 0,18 Mill. RM.) wurde ausgegliedert, die Anleihen der Gesellschaft von 0,18 (0,22) Mill. RM. inzwischen zum 1. November bzw. 1. Dezember 1938 gekündigt. Der Jahresertrag erscheint mit 11,05 (vergleichbar 10,02), Beteiligungs- eingänge 0,054 (0,0), ao.-Erträge 0,080 (0,065) und das Geschäftsjahr nicht betreffende Erträge 0,50 (0,33) Mill. RM. Anderseits stiegen Löhne und Gehälter auf 6,28 (5,07), soziale Leistungen auf 0,685 (0,548), Steuern 2,76 (2,23), andere Steuern 0,57 (0,47), aber Zinsen nur noch 0,04 (0,21) Mill. RM. Nach Anlageabschreibungen von 1,0 (1,33) und anderen von 0,004 (0,265) verbleiben 0,306 (0,304) Mill. RM. Jahresgewinn, der sich durch 0,33 (0,15) Vortrag auf 0,64 (0,45) Mill. NM. erhöht. Hieraus wird Unterstützungsrücklage für die Gefolgschaft von Mill. RM. gebildet, wieder 4 v. H. Dioidende teilt und der Rest mit 0,369 (0,332) Mill. RM. zu tun haben. — Vorsicht auch beim Genuß roher Pilze (Pilzsalat u. dgl.). 14. Die meisten Pilzvergiftungen werden durch den grünen Knollenblätterpilz hervorgerufen, der leichtfinnigerweise als Champignon, als Grünling oder als grüner Täubling eingetragen wird. Eine Gabelspitze von ihm kann den Tod herbeiführen. In manchen Jahren hat er in Deutschland bis zu 100 Todesfälle verursacht. Genaue Auskunft über diesen Giftpilz bekommst du durch das Knollenblätterpilz-Merkblatt der Deutschen Gesellschaft für Pilzkunde, Darmstadt, und durch die reichsbehördlich empfohlene Wandtafel dieses gefährlichsten Giftpilzes, die in einer großen Anzahl von Bahnhöfen als Warnungsmittel ausgehängt ist. 15. Zum Schutze vor dem gefährlichen Knollenblätterpilz sorge man dafür, daß der charakteristische Knollen, der oft tief im Boden steckt, beim Aufnehmen nicht in der Erde zurückbleibt und über» 3n der gestrigen Sitzung des Schwurgerichtes batte sich der Adolf Dickel aus Bad-Nauheim megen Totschlags zu verantworten. Der Anklage liegt folgender Sachverhalt zugrunde: Zn der Nacht zum 3. April saß der Angeklagte mit mehreren anderen Gästen in der Gastwirtschaft „Harmonie" zu Bad-Nauheim. Der Abend verlief zuerst in bester Stimmung. Einer der Gäste spielte Klavier, und der Angeklagte sang verschiedene Lieder. Aus geringem Anlaß kam es später zwischen dem getöteten E s ch und dem Angeklagten zu einem Wortgeplänkel, an dem sich einige Arbeitskameraden des E. beteiligten. Der Wirt griff ein und forderte die Streitenden auf, ihren Zwist außerhalb des Lokales zu regeln. Daraufhin verließen der Angeklagte Dickel und Esch die Gastwirtschaft. Auf der Straße kam es zu einem Handgemenge, in das sich auch noch andere einmischten, teils schlichtend, teils gegen den Angeklagten Stellung nehmend. Einige Zeit später kehrte man wieder in die Gastwirtschaft zurück, wo man aber an verschiedenen Tischen Platz nahm. Das nicht allzu ernste Handgemenge schien vergessen zu sein. Da drangen aber wieder einige der Zeugen, die an den Reibereien beteiligt waren, mit Vorwürfen auf den Angeklagten ein. Dieser erhob sich nach einer Weile, sagte zu dem Wirt, er gehe nur einmal nach Hause und wolle dort etwas holen, er käme gleich wieder. Der Angeklagte eilte in feine in her Nähe gelegene Wohnung, holte dort seine Pistole und kehrte mit der Schußwaffe in der rechten Hosentasche in die Gastwirtschaft zurück. Er nahm wieder auf seinem alten Stuhle Platz. Im Laufe der weiteren Unterhaltung zeigte er dem Zeugen N., der am gleichen Tische saß, seinen Revolver. Dieser Zeuge forderte ihn aber auf, „bas Ding wegzustecken". Gegen 1 Uhr morgens bot der Wirt vorschriftsmäßig Feierabend, und die Gäste schickten sich allmählich an, aufzubrechen. Der Angeklagte ging auf die Toilette, wohin ihm Esch folgte. Kaum hatten die beiden das Gastzimmer verlassen, da hörten bie übrigen Gäste aus der Herrentoilette einen lauten Knall, gleich dem heftigen Zuschlägen einer Zimmertür. Der Zeuge N., der sich auf dem Flur nach sehen wird. 16. lieber alle vorkommenden Pilzvergiftungen berichte man sofort an die medizinische Fachkommission der Deutschen Gesellschaft für Pilzkunde (Dr. med. Welsmann, Pelkum bei Hamm, Westfalen), da alle diese Fälle dort mit Unterstützung durch das Reichsgesundheitsamt gesammelt und wissenschaftlich verarbeitet werden. Bei jeder Vergiftung fordere man sofort bei der Deutschen Gesellschaft für Pilzkunde in Darmstadt einen Fragebogen an, damit die ausführlichen Einzelheiten jeweils sorgfältig festgestellt werden können. 17. Bei bei> geringsten Anzeichen einer Pilzvergiftung sorge man für sofortige und gründliche Entleerung von Magen und Darm durch Brech- unb Abführmittel, wie für rascheste ärztliche Hilfe. 18. Das beste Bekämpfungsmittel der furchtbaren Pilzvergiftungen ist auf {eben Fall bie weit- gehenbste Aufklärung in der Schule (praktischer Naturkunde-Unterricht) und in der Öffentlichkeit durch die Presse, den Rundfunk, Aushang von Merkblättern und Bildern auf den Pilzmärkten, in den Rathäusern, in den Wartezimmern der Aerzte, in Avotheken, in den Schulhäusern, besonders m den Koch schul en usw.). 19. Vor dem Ankauf von Pilzbüchern erbitte man Beratung durch die Deutsche Gesellschaft für Pilzkunde in Darmstadt. 20. Rege in deiner Heimat die amtliche Pilzmarkt-Kontrolle, die Einrichtung von Beratungsstellen, von belehrenden Führungen, Pilzausstellungen usw. an, wobei wir gerne helfen. * Beim Sammeln von Steinpilzen hüte dich vor Verwechslung mit dem bitteren G a l len - Röhrling. Dessen Röhren werden im Atter rosa, beim Steinpilz dagegen gr ü nlich. Es gibt noch andere ungenießbare Röhrlinge mit bitterem Geschmack. Deren Fleisch verfärbt sich beim Anschnitt jedoch bläulich, während es beim Steinpilz weißlich bleibt Briefkasten der Redaktion (Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.) 21. R. in G. Den von Ihnen als Akzeptant unterschriebenen Wechsel brauchen Sie nur bei Vorlage desselben zu bezahlen; obwohl die Wechselforderung zwischenzeitlich zur Zahlung faUig ge= worden ist, bleiben Sie drei Jahre lang, vom Verfalltag des Wechsels an gerechnet, wechselmatzig verpflichtet. Um die Vorlegung des Wechsels brauchen Sie sich selbst nicht zu bemühen, müssen aber Zahlung binnen drei Tagen nach Vorlegung bei Mei- । düng der Protesterhebung oder Erhebung der Wech- i selklage leisten. Wilhelm Gail'sche Tonwerke AG. Gießen. Fwd. Das Unternehmen weist 1937 einen Jahres - ertrag von 0,997 (0,94) Mill. Mark, sowie sonstige Eingänge von 18 000 (19 000) Mark aus. Personalaufwendungen erforderten 496 000 (421 000) Mark, Steuern 55 000 (22 000) Mark, sonstige Aufwendungen 362 000 (393 000) Mark, so daß nach 99 000 (113 000) Mark Abschreibungen 2970 (9950) Mark Reingewinn verbleiben, der einschließlich Vortrag insgesamt 18 777 (15 807) Mark beträgt. Bei 490 000 (490 000) Mark Grundkapital und 265 000 (261000) Mark offenen Rücklagen erscheinen die Verbindlichkeiten mit 72 000 (59 000) Mark. Anderseits zeigt die Bilanz ein Anlagevermögen von 397 000 (349 000) Mark, sowie ein Umlauf süermö gen von 469 000 (486 000) Mark, hierunter Außenstände 167 000 (161000) Mk. und Vorräte 64 000 (105 000) Mark. Die HV. genehmigte den Jahresabschluß. Der Aufsichtsrat besteht jetzt aus: Direktor W a - genschein (Gießen) Vorsitzer, Bankdirektor Mül - l e r (Gießen), Oberst (E) Möller (Wiesbaden), Direktor Keßler (Gießen). Stahlwerke Röchling-Buderus AG., Wehlar. gibt es nicht. 3. Iß nur solche Pilze, die d u ganz genau und als unschädlich tennft! 4. Der Anfänger sammle zuerst nur die bekanntesten Arten, wie Pfifferlinge und Steinpilzes die bei genauem Zusehen gar nicht verwechselt werden können. Erst nach und nach mache dich mit anderen häufigen und unschädlichen Pilzarten genau vertraut. Was du nicht kennst, lasse r u - h i g im Walde stehen; nur Rohlinge treten alle Pilze um oder schlagen sie kurz und klein. 5. In Zweifelsfällen wende dich an einen wirklich guten Pilzkenner, an die nächste Pilz-Beratungsstelle oder an die Deutsche Gesellschaft für Pilzkunde in Darmstadt (Hessische Landesstelle für Pilz- und Hausschwamm-Beratung). 6. Der Pilzreichtum und die Artenzahl unserer Wälder sind viel größer, als meist angenommen wird. Nur leichtsinnige Prahlhänse kennen „alle Pilze". Vergiftungen sind dann unausbleiblich. Der Steinpilz (Röhrenpilze mit Röhrchen auf der Hut- unterfeite) hat ungefähr 50 ähnlich aus seh ende Verwandte; Blätterpstze (Verwandte des Champignons und des grünen Knollenblätterpilzes; sie tragen Blätter auf der Unterseite des Hutes) gibt es bei uns ungefähr 1500 verschiedene Arten, deren Ge- nuhwert und sonstige Merkmale großenteils überhaupt noch nicht wissenschaftlich erforscht sind. 7. Sammle ftets nur frische Pilze. Durchwässerte, zu alte, angefaulte und stark zerfressene Schwämme lasse im Walde zurück. 8. Nimm die Schwämme vorsichtig aus dem Boden heraus, damit du das Pilzgeflecht (die eigentliche Pllzpflanze!) und junge Fruchtkörperanlagen mch herausreißt und dadurch zerstörst. Entferne sofort im Wald anhaftendes Laub und Erde, damit die Putzarbeit zu Hause einfacher wird. Bedenke aber, daß geputzte und zerschnittene Pilze selbst für ben besten Kenner sehr schwer kenntlich werden. Deshalb nur tatsächlich eßbare und einwandfreie Schwämme in ben Sammelbehälter! 9. Benutze als Sammelbehälter einen Korb ober einen offenen Kasten im Rucksack, damit die Pilze nicht zermatscht werden und sich nicht erhitzen. 10. Die gesammelten Pilze werden am besten sofort bei der Heimkunft geputzt und zubereilet. Andernfalls lagere man sie an einem kühlen uno luftigen Orte bis zum nächsten Tag, wobei sie nicht in großer Masse aufeinanderliegen dürfen. Bilje enthalten ungefähr 90 v. H. Wasser und sind leicht verderblich. 11. Die Fruchtschicht auf der Hutuntersette (Blatter, Röhrchen usw.) schneide man nicht weg, wenn dieselbe keine Maden enthält. Sie ist reich an wertvollen Nährstoffen. 12. Das Brühwasser schütte man nicht weg, wen es die am leichtesten löslichen Nährstoffe entgalt Pilze, die nur nach dem Fortgießen des Brühwassers „genießbar" werden (z- B. die gefährliche Frühjahrs-Lorchel u. a.), sind nicht empfehlenswert. 13. Pilze sind schwer verdaulich. Sie müssen deshalb bei der Zubereitung stark zerkleinert werben (am besten durch die Fleischmaschine). Außerdem müssen Pilzspeisen gut zerkaut werden. Abends uno größere Pilzmahlzeiten nicht zu empfehlen. N>cht- beobachtung dieser Vorschriften kann Derdauungs- beschwerden verursachen, bie mit Vergiftungen nichts Zwanzig Merkregeln für die Pilzzeit mit dem Oberkörper gegen ein Kantholz fiel und eine starke Rippenquetschung davontrug. — Der Arbeiter Ludwig Damm aus Allendorf (Lahn) erlitt bei einem Sturz einen Unterschenkelbruch. — Dem Arbeiter Heinrich Schmitz aus Mcunzlar schlug bei der Arbeit eine Kurbel so heftig gegen die rechte, Hand, daß er einen Bruch der Hand erlitt. Alle Verunglückten mußten der Klinik in Gießen zugeführt werden. Landkreis Gießen. < Saasen, 6. Auli. Der Gesangverein „Eintracht" unternahm am Sonntag in drei Omnibussen einen Ausflug nach dem Stausee-Strandbad Hillersbachtal. Die Fahrt ging über Laubach und Schotten, dann weiter über den Hoherodskopf und Gedern zu dem Ausflugsziel. Von dort wurde die Fahrt nach längerer Pause nach Nidda fortgesetzt. Dann ging es nach längerem Aufenthalt zum Heimatdorf zurück. Der Ausflug hat allen Teilnehmern viel Freude bereitet Kreis Alsfeld —.— Homberg, 6. Juli. Im benachbarten Ober-Ofleiden feierte die Kriegerkameradschaft Ober-Ofleiden, zu der auch die gedienten Soldaten von Gontershausen und Haar- hausen zählen, das Fest ihres 50jährigen B e - stehens (1888—19:38). Die Jubelfeier wurde am Samstagabend mit einem Konzert, ausgeführt von Militärmusikern aus Gießen, eingeleitet. Nach dem Festgottesdienst am Sonntagmorgen fand die Gefallenenehrung durch Kranzniederlegung am Heldendenkmal statt. Durch geschmückte Reiter und Radfahrer erfolgte von Mittag ab der Empfang der einziehenden Kriegerkameraoschaften, die mit Musik nach dem Festplatz geleitet wurden. Ein prächtiger Festzug, in dem die Vertreter der Partei, der Kreis- verbandsführer mif Stab, die Fahnengruppe zu sehen waren, bewegte sich durch die schön geschmückten Ortsstraßen. Auf dem Festplatz fangen die Gesangvereine Ober-Ofleiden und Homberg gemeinsam ein Eröffnungslied, nach dem Kameradschaftsführer Wießner die Besucher begrüßte. Kamerad Reu - scher hielt die Festrede über die Bedeutung und den Zweck dieser Feier. Danach richtete Kreisschulungsleiter Geißer von Homberg im Auftrag ges Kreisleiters packende Worte an die Festversammlung. Anschließend wurde eine Anzahl Ehrennadeln für 25- uyd 50jährige Mitgliedschaft verliehen: 9 Kameraden aus Ober-Ofleiden, 4 Kameraden aus Gontershausen und 5 Kameraden aus Haarhausen wurden damit bedacht. Für Unterhaltung und Vergnügen war durch Aufstellung einer Schießhalle und einer Luftschaukel, sowie durch zwei Tanzböden gesorgt. Da zu der Feststimmung auch das rechte Festwetter sich einstellte, verlief die Jubelfeier zur großen Zufriedenheit aller Beteiligten. Die Deutsche Gesellschaft für Pilzkunde, Darmstadt, Hessische Landesstelle für Pilz- und Hausschwamm-Beratung, teilt mit: 1. Wer glaubt, allein nach diesen Merkregeln rasch ein guter Pilzkenner werden zu können, lasse seine Hände besser weg von den Pilzen. 2. Allgemeine Merkregeln über die Eßbarkeit oder Giftigkeit der Pilze (Märchen von der Zwiebel und dem silbernen Löffel, Verfärbung, unangenehmer Geruch oder Geschmack, auffallende Färbung usw.) der Toilette befand, sah, wie die Toilettentür auf- aestoßen wurde, und etwas Schwarzes zu Boden schlug. Er eilte nach der nun offenen Toilette. In einer Blutlache lag dort auf dem Rücken E s ch. Seine linke Stirnhälfte zeigte den Einschuß einer Kugel, deren Austrittsstelle sich an der rechten Hinterkopfseite befand. Während der Körper des Getöteten in dem Abort lag, ragte sein Kopf auf den Flur hinaus. In der Toilette stand der Angeklagte mit einer Pistole in der Hand. Der Angeklagte Dickel schildert die Vorgänge auf dem Abort folgendermaßen: Er stand m dem Raume und verrichtete dort, den Rücken der schmalen Tür zugekehrt, seine Notdurft. Da hörte er, wie bie, Tür geöffnet wurde. Im gleichen Augenblick wurde er von hinten angefallen und am Halse gewürgt. Er habe nun mit der rechten Hand aus der rechten Hosentasche seine Pistole hervorgeholt und sie über die linke Schulter gegen seinen Angreifer gerichtet. Plötzlich habe sich ein Schuß gelöst, der den Angreifer Esch tödlich getroffen habe.- In der Beweisaufnahme wurde eine große Anzahl von Zeugen über die Vorgänge vernommen. Sie schilderten mehr oder weniger genau die Vorfälle in und auf der Straße vor der Gastwirtschaft, lieber den Ablauf des Geschehens in der Toilette konnten sie aber nichts aussagen. Der Arbeitgeber des Getöteten schildert diesen als einen ruhigen und zuverlässigen Arbeiter. Der Bürgermeister der Hei- matgemeinde des Angeklagten beschreibt den Angeklagten als einen Menschen, der wohl etwas zunk Zorn neigte, sich aber sonst im Dorfe wegen seines Charakters und feines Fleißes allgemeiner Beliebtheit erfreut hätte. Drei Sachverständige äußerten sich über den Sekttonsbefund der Leiche Eschs bzw. über den Geisteszustand des Angeklagten. Der Sachverständige, der den Angeklagten auf feinen Geisteszustand hin untersucht hatte, betonte, daß D. zu zeitlich späten Affekthandlungen neige; die Anwendbarkeit des ^51 StGB, verneinte der Sachverständige aber tn allen Fällen. Die Beweisaufnahme wird am heutigen Donnerstag fortgesetzt. Ehrensenator der Technischen Hochschule. LPD. Darmftabt, 6. Juli. Dem stellvertretenden Vorsitzenden des Vorstandes der Buderus- fchen Eisenwerke in Wetzlar, Direktor Jean Ley, wurde die Würde eines Ehrensenators der Technischen Hochschule Darmstadt verliehen in Anerkennung seiner hervorraaenden Verdienste um die Entwicklung der deutsches Eisenindustrie und ihrer Geltung im In- und Ausland sowie seiner' auch' die technischen Wissenschaften fördernden Tätigkeit. Als hauptamtlicher Bürgermeister verpflichtet. * Nidda, 6. Juli. Der bisherige ehrenamtliche Bürgermeister unserer Stadt, Ortsgruppenleiter Ernst Philippi, wurde zum t) a irp t a m 11 i = chen Bürgermeister der Stadt Nidda ernannt und verpflichtet. Die Verpflichtung nahm in Anwesenheit der Beigeordneten und der Gemeinderäte Regierungsrat Burk vom Kreisamt Büdingen vor. Mit dieser Ernennung hat Nidda als erste Stadt des Kreises Büdingen einen hauptamtlichen Bürgermeister. Unglück an der Gchiffsschaukel. —.— Homberg (Ohm), 6. Juli. Auf dem Vergnügungsplatz in Ober-Ofleiden, der anläßlich der Jubiläumsfeier der dortigen Kriegerkameradschaft hergerichtet wurde, ereignete sich an der Schiffsschaukel ein schwerer Unglücks- fall. Der Sohn des Schiffsschaukelbesitzers Kunz aus Marburg wurde von einem schwingenden Schiff mit großer Wucht an den Kopf getroffen. Der bedauernswerte junge Mann mußte nach Marburg in die Klinik gebracht werden. Größere Wäschediebstähle. —Homberg (Ohm), 6. Juli. In der letzten Nacht wurden bei zehn Familien in Homberg und in Ober-Ofleiden größere Wäschedieb st ähle ausgeführt. Die Diebe nahmen die Wäsche, die nachts zum Trocknen im Freien hing, mit sich. Die polizeilichen Ermittlungen nach den unbekannten Tätern sind im Gange. Unfälle auf dem Lande. Der Arbeiter Ernst Thon in Klein-Linden erlitt bei der Arbeit mit der Sichel eine starke Schnitt- verletzung an der rechten Hand. — Der Mechaniker Helmut Hofmann in Großen-Linden zog sich bei einem Sturz eine schwere Knieverletzung zu. — Bei der Arbeit verunglückte der Arbeiter Karl Schi e f e rst ein aus Leihgestern dadurch, daß er (156), Hoesch, Mannesmann, Verein. Stahl, Demag und Adler werke Kleyer um je 0,25 q. H. und Daimler um 0,50 v. H. Etwas hoher waren weiterhin Eement Heidelberg mit 154,25 (153,75). Am Rentenmarkt waren die Umsätze sehr begrenzt. Reichsaltbesitz weiter weichend auf 132 (132,25). Sonst zeigte sich eher einige Nachfrage, das Geschäft erreichte aber nirgends besonderen Umfang. Komimunal-Umschuldung 95,95 (95,85). Für Goldpfandbriefe hat die Nachfrage wieder zugenommen, auch Liquidationswerte wurden beachtet. Bei Fortdauer der Interesselosigkeit schwächten sich auch im Verlaufe hie meisten Papiere weiter um durchschnittlich 0,25 bis 0,75 v. H. ab, während Erholungen ausblieben. Verein. Stahl 107,50 nach 108, IG. Farben 154,75 nach 155,50, Daimler 136,75 nach 137,25 usw. Von erst später notierten Werten sind Scheideanstalt mit weiter schwacher Haltung zu erwähnen mit 230 (233), ferner Reichsbank mit 195,25 (197,50) und BMW. mit 148 (150,50). Je 0,50 v. H. höher notierten Elektr. Lieferungen mit 118,50 und Feinmech. Jetter mit 90,50. Abendbörse behauptet. Die Abendbörse war zwar ohne Anregungen und verzeichnete allgemein nur kleinste Umsätze, die Grundhaltung war aber leicht gebessert, da sowohl am hiesigen 'Platz, als auch seitens der Berliner Arbitrage kleines Kaufinteresse bestand. In einzelnen Papieren erhielt sich allerdings weiteres Angebot, so u. a. in Bekula mit unverändert 161 Brief und 1 Demag mit 148 (148,25) Brief. Auch sonst kamen die Kurse größtenteils nominell zur Notiz, soweit hierbei noch Ermäßigungen Vorlagen, hielten sie sich bei 0,25 bis 0,50 v. H. und stellten zumeist Angleichungen an den Berliner Schluß dar. IG. Farben zwar 0,25 v. H. unter Mittagsschlußstand mit 155, aber so stark gefragt, ebenso Verein. Stahl mit 107,25 (107,40). Sonst notierten u. a. Buderus mit 115, Mannesmann mit 113,25, Hoesch mit 113,50 (114), Rheinstahl mit 141,25 (141), Adler- roerfe mit 113,50, MAN. mit 132,50, Bemberg mit 138,50 (139), Daimler mit 136,75, Scheideanstalt mit 230, Gesfürel mit 138, Lahmeyer mit 125,50 (125,75), Westdeutsche Kaufhof mit 98,75 und Reichsbank mit 194,50 (195,25). Der Rentenmark lag ruhig. Farben- Bonds 0,13 v. H. höher gefragt mit 124,40, ebensoviel hoher Reichsbahn-Vorzugsaktien mit 124,65. Im Freiverkehr gingen 5 v. H. Ewald mit 101,50 um, 7 v. H. Deutsche Kali-Syndikatsanl. wurden mit 94 vergeblich gesucht. Kommunal-Umschuldung nominell 95 95. Frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. M., 6. Juli. Es notierten (betreibe je Tonne, alles übrige je 100 Kilogramm) tn Mark: Weizen W 13 210, W 16 213, W 19 217, W 20 219, Roggen R 12 180, R 15 183, R 18 187, R19 189 Großhandelspreise der Mühlen der genannten Preisgebiete; Weizenmehl Type 812 W 13 29,10, W 16 29,20, W 19 29,20, W 20 29,55 plus 0,50 Mark Frachtausgleich, Roggenmehl Type 997. R 12 22,45, R 15 22,80, R 16 22,95, R 18 23,30, R 19 23,50 plus 0,50 Mark Frachtausgleich, Roggenmehl Type 1150 Abschlag 0,50 Mark plus 0,50 Mark Frachtausgleich; WeizenfutteriMhl 13,60; Weizenkleie W 13 10,75, W 16 10,90, W 18 11,00, W 19 11,10, W 20 11,20, Roggenklei« R 12 9,95, R 15 10,15, R 16 10,25, R 18 10,40, R 19 10 50 Mühlenfestpreise ab Mühlenstation. Tendenz ruhig. Frankfurter Schtachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 7. Juli. (Vorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrteb: 1184 , Rinder (207 Ochsen, 149 Bullen, 606 Kühe, 222 ■ Färsen), 389 Kälber, 37 Härnmel, 11 Schafe, 33b • Schweine. Es kosteten: Rinder: Ochsen 35 bis 45 Mark, Bullen 34 bis 43, Kühe 20 bts 43, Färsen » (Kalbinnen) 28 bis 44, Kälber 35 bis 65, Hammel - 35 bis 50, Schafe 25 bis 42, Schweine 50 bis 57 . Mark. — Marktverlauf: Rinder, Kälber, Schweins ! wurden zugeteilt; Hammel und Schafe mittelmäytA, j' sind, haben auf der Woogswiese ein Zeltlager bezogen, das die Fahnen der drei Nationen schmückt. Die feierliche Eröffnung des Zeltlagers erfolgte Mittwochnachmittag. Vor den Zeltreihen waren die sonnengebräunten Jungen in ihrer blauen, weißen und braunen Kleidung angetreten. Nach einem einleitenden Marsch des Musikzuges des Reichsarbeitsdienstes Darmstadt hieß DRL.-Kreisführer Ministerialrat Löwer die Gäste herzlich willkommen, worauf der Lagerleiter, Reichsjugendfachwart Dr. Kästner, eine Ansprache an die Jugend richtete und das „Sieg-Heil!" auf den Führer Adolf Hitler und die Staatsoberhäupter Finnlands und Jugoslawiens ausbrachte. Unter den Klängen der Nationalhymnen stiegen die Fahnen der drei Nationen an den Masten empor. Rödgen baut Sportplatz. A Nötigen, 6.Juli. Um der sportfreudigen 3ifci gend unseres Ortes gute Gelegenheit zur körperlichen und sportlichen Ertüchtigung zu neben, läßt unsere Gemeinde einen Sportplatz schaffen. Nack der Abholzung des Baumbestandes und nach Abschluß der Erdbewegung haben die Schüler den Platz von den Steinen frei gemacht, so daß die Drainage oor« genommen werden konnte. Die weiteren Arbeiten zur Herrichtung des Platzes werden als Gemeinschaftsleistung durchgeführt. Dazu wird sich die männliche Jugend des Ortes im Alter von 14 bis 22 Jahren zur Verfügung stellend Man hofft, daß durch diese Gemeinschaftsarbeit der Sportplatz bald fertiggestellt sein wird. Die „starken Männer" in Breslau. Das Reichsfachamt Schwerathletik wird beim Deutschen Turn- und Sportfest in Breslau in allen seinen Arbeitsgebieten vertreten sein. Im Mittelpunkt der kraftsportlichen Wettbewerbe stehen an den Haupttagen die Meisterschaften der Ringer im freien Stil und die Titelkämpfe der Gewichtheber. Zum Meisterschaftsturnier der Ringer liegen rund 170 Meldungen vor. Die Ostmark schickt 19 Ringer, die aus den österreichischen Hochburgen Innsbruck und Wels kommen. Im griechisch-römisch Ringen der Altersklasse gehen rund 100 Mann auf die Matte, darunter Kämpfer mit einstmals großen Namen und viele frühere deutsche Meister. Zum Meisterschaftstreffe'n an der Scheiben st ange treten 206 starke Männer an. Mit den Titelverteidigern Schuster (München), Liebsch (Düsseldorf), Jansen (Essen), Jsmayr (Freising), Gietl (München) und Manger (Freising) kommt gleichzeitig die vollzählige „Amerika-Mannschaft" an den Start, deren prächtige Ländersiege in USA. noch in guter Erinnerung sind. Besonderen Reiz bietet das erste Zusammentreffen der Meister des Altreichs mit den hervorragenden Stemmern des Gaues Ostmark, die mit 34 Aktiven in die Ereignisse eingreifen werden. Aus den fudetendeut- schen Vereinen nehmen 12 Gewichtheber. teil. Die Altersklassen im Gewichtheben sind mit 57 Mann besetzt. An den Wettkämpfen im Judo nehmen in den fünf Klassen insgesamt 97 Bewerber teil. Eine starke Grupps von 21 Mann stellt allein der Gau Ostmark. Der Rasenkraftsport reizt Deutschlands stärkste Werfer, einmal im Dreikampf der schweren Wurfübungen (Hammerwerfen, Steinstoßen, Gewichtwerfen) teilzunehmen. In der allgemeinen Klasse find 97, in der Altersklasse 49 Meldungen eingegangen. Weiterhin rücken in Breslau 10 Tauzieh-Mann« schäften und 12 Rundgewichtsriegen an. Schließlich gibt es noch eine Massenvorführung mit Rundgewichten, an der sich etwa 1000 Mann beteiligen. Zum 12. Male „Rund um Scholten". Motorräder und Sportwagen auf dem Schottenring. Alljährlich einmal, wenn die NSKK.-Motorgruppe Hessen ihren großen Kampf auf dem Schottenring aufzieht, erwacht die friedliche Welt des Vogelsbergs zu heißem Leben. Diesmal, bei seiner 12. Austragung am kommenden Sonntag, bringt „Rund uan Schotten" einige Neuerungen, die wesentlich dazu beitragen sollten, das Interesse an diesem Wettbewerb zu beleben. Einmal wird am 10. Juli die Strecke, die in vielem dem Nürburg-Ring ähyelt und von den Freunden des Motorsports stolz der kleine Nürburgring genannt wird, erstmalig rechtsherum gefahren, ein Umstand, der die Fahrer zu einer ganz anderen Einstellung zwingt, da bisher fallende Strecken in Anstiege und umgekehrt frühere Bergfahrten nunmehr in Talfahrten verwandelt sind. Auch die Kurven haben alle ihre Vorzeichen geändert. Die größte Zustimmung aber hat wohl die erstmalige Teilnahme von Sportwagen gefunden, die sich in zwei Klassen bis 1100 und bis 1500 ccm um den Sieg streiten merbcn. Viele Stunden lang bietet sich den Zuschauern ein kleiner Querschnitt durch den Motorsport. Im Mittelpunkt dürften die Rennen der Motorräder in drei Klassen stehen. Das erste Wort reden hier unsere Privat-Lizenzfahrer, denen man ja heute alle nur mögliche Förderung angedeihen läßt, weil man weiß, daß diese Fahrer, auf ihren eigenen Maschinen startend, wohl bei jedem Rennen große persönliche Opfer zu bringen haben. Fabrik-Unterstützung fehlt ihnen ganz. Starke Felder in allen Klassen. 25 Fahrer meldeten in der 2 5 0 e r - K l a s s e. Der Karlsruher Gablenz, der eben erst auf der schnellen Nürnberger Strecke zum Siege kam, hat hier erste Siegesaussichten. Seine gefährlichsten Gegner sollten der Marburger Lottes und der Stuttgarter Otto Daiker sein, die beim Großen Preis von Nürnberg hinter dem siegreichen Karlsruher die nächsten Plätze belegten. Jungtow (Woldegk), Berger (Breslau) und Kohfink (Bietigheim), die alle auf DKW- starten, muß man gleichfalls noch in Betracht ziehen^ Drei Fabrikfahrer, und zwar Bodmer und HentzS auf NSU. und ein namentlich noch zu bezeichnender Fahrer der Auto Union, stehen in der 3 5 0er« Klaffe an der Spitze des 34 Mann starken Teilnehmerfeldes. Link (Wien) auf Norton, Richnow (Berlin) auf Rudge und Ahlswede (Hamburg) auf Velocette sollten für die ersten Plätze der Privatfahrerwertung in Frage kommen. In der Halbliterklasse trifft man eine ganze Reihe altbekannter Könner an. Obenan marschiert der DKW.-Mann Herz (Mannheim), der sich beim Großen Preis von Nürnberg als schnellster Privatfahrer entpuppte. Rührschneck (Nürnberg) auf Norton, Ziemer (Danzig) auf NSU., Faistenhammer (München) auf Rudge und Bock (Mannheim) auf DKW. werden ihm den Sieg in Schotten nicht leicht machen. Unter den Sportwagenfahrern der großen Klasse befinden sich bekannte Leute wie Glöckler (Frankfurt) auf Hanomag, Wieswedel (Berlin) auf MG., Werneck (Garmisch-Partenkirchen) auf BMW., Berg (Altena) auf BMW. und Haefele (Mannheim) auf BMW. Paul Weyres (Aachen) auf Beander und Verheyen (Düsseldorf) auf MG. fallen in der Teilnehmerlifte der Wertungsgruppe b i S 110 0 ccm als die Bekanntesten auf. O.A.-'Sport Deutsche Segelflieger im Ausland siegreich Peter Riedel siegt in USA. Von den acht Segelfliegern, die am Dienstag in Elmira (USA.) starteten, erreichte nur der Deutsche Peter Riedel mit seinem „Kranich" das vorher angekündigte Ziel, das Neuyorker Roose- velt-Field. Drei Teilnehmer mußten unterwegs landen. Riedel legte die 293 Kilometer lange Strecke in 6,20 Stunden zurück. Er bewegte sich größtenteils in Flughöhe von 1500 'bis 2500 Meter und erreichte einmal 2700 Meter. Diese Höhen können als amerikanische Rekorde nicht anerkannt werden, da Riedel kein amerikanischer Staatsbürger ist. Vor seiner Landung führte Riedel noch einige Schleifen über dem Neuyorker Hafen und dem Stadtteil Brooklyn aus. Der amerikanische Segelflieger Dupont, der schon nach 35 Kilometer Flugstrecke landen mußte, erreichte auf diesem Flug eine Höhe von 2040 Meter und stellte damit einen amerikanischen Rekord auf. Dittmar, karch, Haase in Bern. NSG. Generalfeldmarschall Hermann Göring hat der Führung des NS.-Fliegerkorps folgendes Anerkennungsschreiben zugehen lassen: „Ich spreche den Angehörigen des NSFK. Dittmar, Karch, Haase für die beim Jnternattonalen Segelflugwettbewerb in Bern gezeigten Leistungen meine vollste Anerkennung aus. Gez.: Göring." Die anerkennenden Worte des Generalfeldmar- schalls übermittelte Gruppenführer von Molitor am Mittwoch Heini Dittmar, der Angehöriger der Gruppe 11 des NSFK. ist. Zugleich sprach er ihm die besten Glückwünsche der Gruppe zu den Erfolgen in der Schweiz aus. Heini Dittmar errang beim Internationalen Segelflugwettbewerb in Bern als erster Segelflieger das goldene Leistungsabzeichen, das die Internationale Kommission für motorlosen Flug (ISTUS.) auf dem Genfer Kongreß für besondere Leistungen im Segelflug geschaffen hat. Bei dem im Rahmen des Wettbewerbs in Bern^durchgeführten Streckenflug lag Dittmar mit 155 Kilometer an erster Stelle, Haase mit 152 Kilometer an zweiter Stelle und Karch mit 136 Kilometer an dritter Stelle. Karch/ Klein führten beim Höhenflug mit dem Doppelsitzer Mü 10 mit 2360 Meter, Dittmar kam auf dem freitragenden Condor 2 auf 2010 Meter und Haase auf 1849 Meter. Im Alpenflug ber "ltigten Karch/ Klein ebenfalls auf dem Doppelsitzer Mü 10 die Strecke Bern—Grimsel—Pallanza Mit 136,1 Kilometer, Dittmar auf dem freitragenden Condor 2"- Bern — Chur 155,5 Kilometer und Schreiber, Schweiz, 85,2 Kilometer. Haase nahm beim Zielflug mit 86 Kilometer nach Lausanne die 1. Stelle ein, dann folgte Neßler, Frankreich. Die deutschen Wehrmacht- Meifferschasten begannen. Am Mittwoch wurden die Ersten Deutschen Wehrmachtmeisterschaften im Dritten Reich in Düsseldorf eröffnet. In diesen Tagen werden die deutschen Soldaten am deutschen Rhein in den verschiedensten sportlichen Wettbewerben ihrem Führer und Obersten BesehlshaEr einen Beweis ihres sportlichen Könnens und ihres • Kämpfertums liefern. Die Meisterschaften wurden mit dem Modernen Fünfkampf in zwei Klassen begonnen. In der ersten Abteilung erledigten die 59 BeMerber den Gelänberitt, der über eine schwierige bergige und waldige Strecke mit 16 Hindernissen führte. Es wurde ausgezeichnet geritten, und nicht weniger als 19 Teilnehmer blieben fehlerfrei. Nur ein Reiter schied aus. Sieger wurde fit. Freiherr Wollwarth. Von den bekannteren Fünfkämpfern belegte fit. Lempp den 17. Platz, und £>blt. Cramer, der fein schnelles Pferd erwischt hatte, wurde gar nur 31. In der Klasse B wurde die Motorradgeländefahrt über fünf Kilometer durchgeführt. Hier siegte fit. Job in 13,14 Minuten ohne Fehler. Im Düsseldorfer Rheinstadion wurden die Schwimmwettkämpfe mit den Ausscheidungen in Angriff genommen. Nur im 100-Meter- Rücken-Schwimmen gab es eine Entscheidung. Hier siegte Fahnenjunker-Ufsz. Küppers, der Bruder des früheren deutschen Meisters, in 1:18,1 Min. vor Gefreiter Franz in 1:18,9 Min. Vor 5000 Zuschauern standen sich die Hand- ballmann schäften der Wehrmacht und des DRL. im Rahmen der Wehrmachtmeisterschaften gegenüber. Die Soldaten siegten mit 10 :7 (3 : 7) durch ihre großartigen Leistungen in der zweiten Halbzeit. 6in Luxemburger in Front. Zweite Etappe der „Tour". Durch Oberdecks verblüffenden Etappensieg am ersten Tag war die deutsche Mannschaft bei der „Tour de France" natürlich in den Brennpunkt der Ereignisse gerückt. Nicht nur die Neugierigen an den Landstraßen suchten die Trikots der Deutschen; auch das übrige Feld der Teilnehmer vereinigte alle Auf- Willi Oberdeck, der erste Etappensieger. merksamkeit auf die deutsche Mannschaft, die in Oberdeck den ersten Träger des gelben Trikots in ihren Reihen hatte. Am Mittwoch, als die zweite Tages- ftrecfe von Caen nach dem 237 Kilometer entfernten St. Brieue erledigt wurde, ruhten aller Augen auf den Deutschen und Willi Oberdeck, der sich auch diesmal tapfer hielt, aber schließlich durch einen Defekt aus der Spitzengruppe verdrängt wurde. Sieger der Etappe und neuer Träger des gelben Trikots wurde der starke Luxemburger Maserus, der den Spurt nach einer Fahrzeit von 7:01,07 Stunden vor dem Franzosen Goasmat und dem Magdeburger Otto Weckerling gewann,während Heinz Wen gl er in der gleichen Gruppe einkam und den siebenten Platz belegte. — Zur zweiten Etappe wurden in Caen am Mittwochmittag noch' 93 Fahrer aufgerufen. Darmstädter Zeltlager der Gchwimmerjugend eröffnet. Junge Schwimmer aus Deutschland, 'Finnland und Jugoslawien, die zu den Großdeutschen Schwimm-Meisterschaften nach Darmstadt gekommen BGLORlfl Erstaufführung! Heute Donnerstag 4575 A 18 Konkurrenzen / Große Schaunummern der Wehrmacht 4422 V 8 i i in dem neuen Film iefie dafür anmelden 1 4568A Equilibristische Höchstleistung 4567 A Photo-Kino Kreuzplatz 9 Beiprogramm, Ufa-Ton-Woche. - Tägl. 4,6,8.30, Sonntag 3,5.30,8.30 Frankfurterstrasse N21/T Einspaltige Kleinanzeigen werben rum er. miMgten Grund, vreis von 5 Pf. für dieMillimeter. idle veröffentlicht VORMALS: M-G-GRODE GIESSEN Ludwigsplatz-Drogerie, Photohaus 4578A Beginn jeweils um 14.30 Uhr Eintrittspreise: Samstag von 85 pf. an, Sonntags von RM. 1.10 an Uniformierte und Kinder Ermäßigung (nur für Stehplätze). r Bade- ' und Reiseartikel Hautöle. Cremes, Insektenstifte. Verbandzeug — und den Film nicht vergessen! JO fS-taz-Hier- Bulldog mit Riemenscheibe u. 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Die beiden Verfasser des vor kurzem erschienenen Kommentars zum Reichsnaturschuhgesetz haben hier auf Grund ihrer langjährigen Erfahrungen und ihres weitgehenden Einblicks in das Werden der neuen Naturschuhverordnung, die nun für das ganze Reich gilt, die Verordnung und alle dazugehörigen bisher erschienenen Ergänzungsbestimmungen nach juristischen, verwaltungstechnischen, wiffenschaftlichen und praktischen Gesichtspunkten ausführlich erläutert und geben damit jedem eine gründliche Aufklärung, der mit dem Naturschutz, mit der Natur überhaupt, sei es beruflich oder als Liebhaber und Naturfreund in Berührung steht. Nicht nur die amtlichen Stell n, nicht nur Wissenschaftler, Lehrende und Lernende, Tier- und Pflanzenfreunde, nicht nur Erzieher, Richter und Rechtsanwälte müssen über die Fragen des Naturschutzes unterrichtet sein, sondern auch botanische Vereine, Naturalien- und Her- barien-Handlungen und Lehrmittelgeschäfte, Präparatoren, Ausstopfer, Pflanzensammler, Schmuckrei» fig-Derkäufer, Kranzbindereien und die mit der Überwachung der Mär« te beauftragten Beamten, Feldhüter, Polizeistellen usw. Bestellungen nehmen alle Buchhandlungen entgegen. Sm LernMler verleg, BMitterfelöe BORRMANN" Gießen, Neustadt 5, Ruf 4165 Eisschrank weiß, mittlere Größe, gut erhalten, für RM. 15 - zu verkauf. Goethestr. 52 II. Sehr gut erhalt. Herren-Fahrrad Mod. 1937, Marke,Goldrad' zu verkauf. 03123 Wo? sagt der Gieß. Anzeiger. 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