ar. 106 Erstes Blatt 188. Jahrgang Samstag, 7. /Sonntag, 8. Mai 1958 Lrlchemi tflg Itd). außer Sonntags und Feiertags Betlagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild Die Scholle Moiratr-Bezugrpretr: MU 4 ‘Beilagen RM ( 95 Ohne Illustrierte . 1 80 Zustellgebühr . -25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer (Bemalt Hernsprechanschlüffe unter Sammelnummer 225) Anschrift für Drahtnach» richten Anzeiger Stehen postfchecktonto: $ranffurt am Main 11686 Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen druck und Verlag: vrühlsche Universtlatsdruckerei R. Lange in Giehen. Schriftleitnny und Geschäftsstelle: Zchulstrafte 7 Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer vis8' /.Uhr des Vormittags Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Nps.. für Text- anzeigen von 70mm Breite 50Nps..Platzvorschrift nach oorh Bereinbg. 25°/0 mehr. Ermäßigte Grundpretfe: Stellen-, Vereins», gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsonzei» gen 5 Npf.,Familienanzei- gen, Bäder«, Unterrichts» u. behördliche Anzeigen 6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B 3tn Schatten Roms. Die Welt ist gegenwärtig staunend Zeuge der politischen Willenskundgebung zweier großer Nationen, für die es in der Geschichte schwerlich Vergleiche gibt. Weder die mit zeremoniellem Prunk umgebenen und sich in den eng umgrenzten Rahmen höfischer Etikette abspielenden Monarchenbesuche der Vorkriegszeit, noch die Begegnungen demokratischer Staatsmänner der Aera, die unter den unheilvollen Sternen von Versailles und Genf stand, haben in den Herzen der Völker jemals einen Widerhall gefunden, der nur irgendwie einen Vergleich aushält mit den Vorgängen in Deutschland während des Mussolini-Besuches im vergangenen Herbst oder mit dem, was wir in diesen Tagen der Italienreise des Führers wenigstens durch Presse, Rundfunk und Film alle miterleben dürfen. Niemals zuvor haben zwei große Völker so überzeugend und eindeutig zu einer politischen Generallinie ihrer Staatslenker, zu einer politischen Arbeitsgemeinschaft ihrer Regierungen ihr Ja gesprochen. Niemals zuvor waren Fahnen und Triumphphorten, Paraden und Aufmärsche, Jubelstürme und Heilrufe so unmißverständlich Ausdruck eines den Tiefen der Volksseele entspringenden Bekenntnisses zu einem gemeinsamen politischen Ideal, zu einer gleichen weltanschaulichen Grundhaltung als Ergebnis der Lehre einer ähnlich verlaufenen geschichtlichen Entwicklung. sSie bat beiden Völkern^ Deutschen wie Italienern, nach Jahrhunderten gemeinsamer Kraft- entfaltung in dem großartigen Versuch einer politischen Synthese im „Heiligen römischen Reich deutscher Nation" und nach weiteren Jahrhunderten der Zersplitterung und Ohnmacht erst im Zeitalter Bismarcks und Cavours die nationale Einigung gebracht. Nur mit Mißtrauen sind die beiden Nachzügler im Kernland des Erdteils von den übrigen, sich lange schon des Genusses ihrer Einheit erfreuenden europäischen Großmächte in ihrer Mitte ausgenommen worden, und bitter haben sie um ihren „Platz an der Sonne", um die Durchsetzung ihrer natürlichen Lebensrechte kämpfen müssen, die ihnen, den „Habenichtsen", die saturierten Mächte immer wieder vorzuenthalten versucht haben. Die Gründung des ostafrikanischen Imperiums "durch Mussolini und die Schaffung des Groß- deutschen Reiches durch Adolf Hitler sind Phasen dieses Kampfes, die wir alle klapsenden Herzens und voll staunender Bewunderuna miterlebt haben. Und aus diesem gemeinsamen Erleben der endlichen Es'ülluna alter großer nationaler Ideale beider Völker, die ohne das Verständnis und die Achtung des einen für die Lebensnotwendigkeiten des andern undenkbar gewesen märe, hat die deutschitalienische Freundschaft die stärksten Impulse empfangen. So ist des Führers Jtalienreife wohl ein Staatsbesuch, der diese Freundschaft vor aller Welt unterstreichen soll, aber die Italiener selbst haben ihm mit ihrer aus südländischem Temperament allein nicht erklärlichen beispiellos enthusiastischen Bekundungen der Liebe und Verehrung für den Führer und Einiger der deutschen Nation jenen einmaligen Charakter gegeben, von dem wir schon sprachen. Das ist nicht Erregung des Augenblicks, das ist keine flüchtige Sensation, keine oberflächliche Lust, die Feste zu feiern, wie sie fallen, sondern der leidenschaftlich sich äußernde Wille, dem aus tiefstem Herzen Dank zu sagen, der in kritischer Stunde des wiedererweckten römischen Imperiums sich als Freund bewährt hat. Und in dem unvergleichlichen Glanz der strahlenden Feste inmitten der monumentalen Zeugen einer stolzen Vergangenheit, in den großartigen Demonstrationen der militärischen Macht des Imperiums verschafft sich das selbstbewußte Lebensgefühl eines Volkes Geltung, das nach langen Jahren schweren inneren Ringens glücklich ist, im Faschismus seine neue Lebensform gefunden zu haben und nun mit Genugtuung feststellen darf, daß diese neue Lebensform ihre erste Feuerprobe bestanden hat. Auch hier zeigt sich ein Gleichklang der Seelen beider Völker, der fester zusammenhält, als papierne Verträge Es ist selbstverständlich, daß der Staatsbesuch des Führers sich nicht in rauschenden Festen erschöpft, daß die Begegnung der Führer zweier großer befreundeter Nationen und ihrer nächsten Mitarbeiter vielmehr villkommenen Anlaß zu ernster politischer Aussprache bietet, besonders da eben er ft die Wiedervereinigung Oesterreichs mit dem Reich sowohl wie die durch den Osterakkord Ptngeleitefe englisch- italienische Aussöhnung neue Aspekte für die politische Sage Europas geschaffen haben So werden der ersten längeren politischen Aussprache im Palazzo Venezia am Mittwoch gewiß noch weitere Besprechungen gefolgt fein und erwartet werden können Wenn aber eine gewisse Auslandspresse in herunter übler Sensationshascherei, die bei der Begegnung von Rom nicht auf ihre Kosten ni kommen fürchtet, schon damit einsetzt, die politische Atmosphäre durch eine ebenso verständnislose wie unsinnige Gerüchtemacherei zu vervesten, so wird die klare Svrache der politischen Wirklichkeit diesem Treiben bald ein Ende machen. Der „(Fordere della Sera" warnt die Gerüchtemacher. Die Erfahrungen müßten lehren, so schreibt er, bei dem Versuch des Rätselratens sehr vorsichtig zu Werke zu gehen. Man könne bis jetzt nur zwei Schlüsse ziehen: die Achse Berlin—Rom bleibe nicht nur intakt, sondern werde noch gestärkt aus den Besprechungen hervorgehen und die gemeinsamen Interessen der beiden Länder würden noch stärker und einträchtiger verfochten werden. Jede der beiden Regierungen werde jene Selbständigkeit behalten, die ihr erlaube, mit Dritten nach Bedarf freundschaftliche Abmachungen abzuschließen. Diese eindeutige Feststelluna des rhfienifcher Blattes macht auf eklatante Weise den Untrrschied klar, der in Grundsatz und Methode die beiden wich- Glänzende Truppenparade in Rom. Herrliches Schauspiel beim Vorbeimarsch aller Truppengattungen des italienischen Heeres. 3n der KömMoae. Rom, 6. Mai. (DRB ) Seit den frühesten Morgenstunden sind die Straßen und Platze, die der König und Kaiser, der Führer und der Duce auf dem Wege zur Truppenschau durchfuhren, von dichten Menschenmassen eingefaßt. Die Bia bei Trionfi ist eingefaßt von den Tribünen der Ehrengäste, in deren Mitte gegen den Monte Celio d i e Königsloge errichtet ist. Die Brüstung zeigt ein Relief mit der Darstellung des altrömischen Heereslebens. Sie ist in der Mitte mit dunkelweinrotem Samt abgedeckt und trägt das Wappen des Hauses Savoyen. Ein Säulenbau überdeckt die tufenartig erhöhten Sitz^ der Königsloae. Vor der Königsloge steht die Ehrenkompanie der Grena- tieri di Sardegna. Die Wache an der Königsloge versehen riesige Königskürassiere mit silbernem Küraß und Helm mit Roßschweif. An der Truppenschau ist das Heer mit 50 000 Mann, 2500 Pferden, 600 Kraftwagen, 320 Krafträdern, 400 leichten und schweren Tankwagen, 200 Mörsern und 400 Geschützen beteiligt. Kurz nach 9.30 Uhr treffen die Begleiter des Führers mit dem italienischen Ehrendienst ein. Gleich darauf werden die Königin und Kaiserin Elena, die Prinzessinnen Maria und Mafalda von Hessen, letztere mit ihren beiden Söhnen in HJ.-Uniform, mit stürmischem Beifall empfangen Wenige Minuten nach 10 Uhr erscheint der Führer zur Rechten des Königs und Kaisers in der Loge. Links vom König steht der Duce, während die Nationalhymnen gespielt werden. ) m..Basso romano“. Faschisten aller Gattungen eröffnen den Vorbeimarsch. Kaum hat sich der Sturm der Inbelrufe gelegt, bg rücken die Abteilungen der Balilla mit geschultertem Gewehr in 24er-Reihen heran. Voran die Trompeter, ihre Instrumente schwenkend. In tadelloser Ausrichtung folgen die faschistische Frauenakademie in schwarzer Uniform mit weißen Handschuhen und die Legion der faschistischen Frauen. Mit geschultertem Spaten reiht sich die A r b e i t e r I e g i o n an Sie füllt die ganze Breite der Straße aus. Als dem Duce zugejubelt wird, winkt Mussolini ab. Aber Adolf Hitler unterbricht seine Handbewegung. Gleichzeitig setzt neuer Jubel ein. Der Duce und der Führer danken nun beide aufeinanderweisend. Aoantguardisten und Jungfaschisten sind die ersten, die im neuen römischen P a- radeschritt, im „passo romano“, vorbeimar- schieren. Bereits von weiten! hallt ihr taktfester Schritt auf dem Pflaster wider. Die mustergültige Ausrichtung und die straffe Disziplin wird von stürmischem Beifall begleitet. Die Legion der Faschi - stischen Akademie für Körperkultur in schmucker dunkelblauer Uniform mit weißem Lederzeug leiH zu den Militärschulen und Akademien, zu den Fliegerkadetten über. Alle zeigen den sehr viel Körperbeherrschung erfordernden neuen Paradeschritt in vorbildlicher Eraktheit. Die Legion der Carabinieri-Schule, die Bandiera di Pastrenqo, die eine der älteften Fahnen mit sich führt, wird mit besonderem Beifall empfangen. Den Abschluß der ersten Gruppe bilden das 1. und 2 Grenadier-Regiment, sowie das 81. Infanterie- Regiment in 22er-Reihen. Sie tragen zum erstenmal die roten Krawatten, die den vier Regimentern, die aus den Regimentern Garibaldis hervorgingen, verliehen sind Die zweite Gruppe stellt die f a s ch i st i f ch e M i- l i z. Unter Führung des Generalkonsuls der Miliz, Antonelli, marschiert als erste die Genturi des Duce, die „M usketiere des Duc e", in ihrer wundervollen Uniform mit dem silbernen Besteck vorbei. Es folgen drei Legionen der Miliz, darunter die Grenzmiliz in khakifarbenen Jacken mit Alpini-Ausrüstung, ferner die Uni» versitätsmiliz, die ihre Ausbildung im normalen Formationsdienst neben ihrem Studium erhalten. Den Beschluß bildet Kolonialpolizei mit rotem Helm und hohen braunen Stiefeln. Alle marschieren im passo romano vorüber. Die Truppen. Die beschwingte Weise des Prinz-Eugen-Marsches kündet die dritte Gruppe an, die Oberst Trionfi führt. Von nun an marschieren die Formationen wieder in dem alten, schnellen Marschtritt. Diese Gruppe umfaßt die Begleitwaffenbataillone der Grenadier- und Jnfanterieregimenter, ein Mörser» und ein Tankabwehrbataillon. Die Waffen werden auf Mauleseln mitgeführt. Jeder Gruppe schließen sich die Alpin i - R e g i m e n t e r an, ein Bataillon Alpini aus Dalmatien mit Eispickeln und alpinem Gerät mit einer Skikompanie, ferner Gebirgsartillerie mit Tragtieren. Alle Gebirgsformationen tragen an ihren Berghüten die Adlerfeder. Die königliche Marine stellt die von Konteradmiral L o m b a r d i geführte fünfte Gruppe, die aus der Unteroffiziersschule des Marinekorps mit weißen Tellermützen, grauem Lederzeug und Gamaschen besteht. Die Unteroffiziersschule des Fliegerkorps ist dieser Gruppe angeschlossen, deren Beschluß die faschistische Marineschule, eine Artillerieabteilung, bildet, die vor der Ehrentribüne Exerzierübungen, Abprotzen und Feuerbereitschaft vorführt. In acht großen Omnibussen nähert sich dann den Tribünen die römische Legion der Schwerkriegsbeschädigten, zumeist Blinde. Zu ihren Ehren erhebt sich alles von den Plätzen und grüßt sie mit dem faschistischen und dem deutschen Gruß. Brigadegeneral F o r g i e r o führt die sechste Gruppe an, die mit dem 4. Infanterie-Tank» r e g i m e n t beginnt, kleinere Zweimanntankwagen, bei denen der Schütze während der Vorbeifahrt die Ehrenbezeugung erweist. Gruppen besonders schneller kleiner Tankwagen, die zum Teil Namen von den spanischen Schlachtfeldern tragen, Genietruppen, Nachrichtenabteilungen, Scheinwerferbatterien, Gaswaffen und Entgasungsabteilungen, Flammenwerfer mit feuerfesten Anzügen, sämtlich mit Gasmasken ausgerüstet, beschließen die Abteilung. Die vorletzte Gruppe bilden die motorisierten - MW-sE. Mr Ein Blick auf die Ehrentribüne während der Truppenparade in Rom. Links neben dem italienischen Königspaar der Führer und der Duc e. Rechts von der Königin Reichsaußenminister von Ribbentrop und der Chef des Oberkommandos der Wehrmacht General Keitel. — (Bildtelegramm — Scherl-Bilderdienst. — Hoffmann-M.) tigsten Faktoren des europäischen Kraftfeldes, die englisch-französische Entente und die deutsch-italienische Zusammenarbeit trennt. Wenn es auch ein Zufall ist, daß der deutsch-italienischen Begegnung in Rom die französisch-britische Ministerkonferenz in London direkt vorausgegangen ist und zwischen beiden keinerlei irgendwie gearteter Zusammenhang besteht, so fordert doch die Tatsache zu Vergleichen heraus, daß bezeichnenderweise die in London vereinbarte Verstärkung der militärischen Zusammenarbeit in der Presse beider Länder den weitaus stärksten Widerhall gefunden hat, während in Rom immer wieder der Wille zu enger Zusammenarbeit in der Erhaltung, Stärkung und Sicherung des Friedens mit allen, die das gleiche Ziel vor Augen haben, in die erste Reihe gerückt wird. Wie Deutschland die Anbahnung einer britisch italienischen Aussöhnung lebhaft begrüßt hat, so sind wir überzeugt, würde man in Rom jeden Versuch, das deutsch- französische Verhältnis auf die Grundlage gegenseitigen Vertrauens und gutnachbarlichen Einvernehmens zu stellen, warm willkommen heißen. Wie die Schaffung des Großdeutfchen Reiches und der Osterakkord zwischen Italien und England Erfolge des Friedens waren die die Interessen keiner dritten Macht berührt haben, so ist auch von dem Besuch des Führers in Rom und seinen Besprechungen mit dem Duce kein politisches Ergebnis zu erwarten, das dem europäischen Frieden abträglich sein könnte. Das würde der Grundtendenz der Achse Berlin-Rom strikt zuwiderlaufen, deren innere Stärke und äußere Anziehungskraft ja grabe darauf beruht, daß nur die Achtung der nationalen Lebensinteressen eines jeden Volkes die sichere Bürgschaft für eine neue, gesunde und organische "uropäische Friedensorbnung ist Ob man in der britisch französischen Entente ein gleiches Element des Friedens jehen darf, muß nach den Erfahrungen, die die Welt vor zwanzig Jahren mit sehr ähnlichen Generalstabsbesprechungen, wie sie soeben in London wieder verabredet worben sind, gemacht hat, mit Fug unb Recht bezweifelt werben. Frankreichs beharrliche Vorliebe, seine Sicherheit in formalen Bindungen statt in einer realen Interessengemeinschaft zu suchen, widerstrebt einer wahren Friedensordnung, die der natürlichen Entwicklung Raum lassen und darauf ausgehen muß, die Ursachen von Spannungen zu beseitigen, statt ein schleichendes Uebel zu konservieren, bis die Lebensnotwendigkeiten der Völker sich schließlich doch stärker erweisen als die morschen Pfähle eines noch so fein ausgeklügelten Beharrungssystems. Der nationalen Gerechtigkeit und der politischen Vernunft als den Bahnbrechern einer neuen gesunden Friedensordnung die Wege zu ebnen, wird man sich in Rom wieder zusammenfinden und jeden zur Mitarbeit einlaben, ber ehrlichen Herzens unb offenen Sinnes für bie (Frforberniffe ber Zeit, die Zukunft Europas sichern zu helfen, willens ist. Dr. Fr. W. Lange, Empfang der Hasch stischen Partei für Rudolf Heß. Der Generalsekretär der Faschistischen Partei, Exzellenz S t a r a c e , veranstaltete am Freitagmittag zu Ehren des Stellvertreters des Führers im Forum Mussolini einen Empfang, der führende Persönlichkeiten der Faschistischen Partei und der NSDAP, vereinte. Nach Beendigung des Frühstücks geleitete Exzellenz Starace seinen Gast, der den Ehrendolch der faschistischen Miliz angelegt hatte, durch die Räume unb erklärte ihm die Anlagen des großartigen Forum Mussolini Zum Schluß des Empfanges gab eine Kapelle ber faschistischen Jugend dem Stellvertreter des Führers ein Konzert mit Kampfmelodien der faschistischen und nationalsozialistischen Bewegung. Festlicher Empfang aus dem Capitol. Die Stadt Rom ehrt den Führer. Am Nachmittag erfolgte die offizielle Begrüßung des Führers durch Fü r ft Colonna, den Gouverneur von Rom. Bis zur Piazza b'Araceli, auf ber sich Capitol unb Senatorenpalast erheben, bildeten Truppen und Miliz Spalier. Dann wurden die Gäste von Dienern, in den Farben der Stadt — weinrot und gelb — in den Saal des Capitols geleitet. Dieser Saal trägt den Namen Julius Caesars, dessen Marmorstandbild vom hohen Sockel den Führer bei seinem Eintritt grüßte. Hier hatten sich rund 500 Gäste eingefunden, die Elite von Staat, Partei und Aristokratie. Trompetenstöße künden das Nahen des Führers, ber die Königin und Kaiserin führt, und Viktor Emanuels III., der seiner Tochter Prinzessin Mafalda von Hessen, den Arm gereicht hat. Prinzessin Maria wird von Außenminister von Ribbentrop geführt. Vor ihnen schreitet ber Hausherr, F ü r st Colonna, mit ben Würdenträgern ber Stabt. Dann beginnt bas Hauskonzert. Benjamt.no Gigli singt bie Arie aus „Tosca", „Unb es blitzen bie Sterne" unb ein bekanntes neapolitanisches Volkslieb Die Sopranistin Caniglia trägt bie Arie ber Mimi aus „Boheme" vor. Nach bem Konzert gab Fürst Colonna einen Tee. Dann begab sich ber Führer wieder nach dem Quirinal zurück, wobei er, wie schon auf der Hinsah'-t. neben der Königin im ersten Galawagen Platz genommen hatte. Königskürassiere begleiteten den Zug. Ein Festabend des Volkes endlich geeinigt haben?" Mit diesem Appell wendet große Truppenmassen an die Hsütschau - sich der dem tschechoslowakischen Ministerpräsidenten! F r o n t geworfen hätten. Das Ziel der Chi- tschechischen Klerikalen leiden an übermäßiger Wahlnervosität. von der auch andere Parteien angesteckt worden sind. So enftteht bei dieser Parteiengruppe immer wieder der Wunsch, die Gemeindewah- Tschechische Polizei mit dem Gummiknüppel gegen sudeiendeulsche Bevölkerung. Störung der Kundgebungen für Konrad Henlein in Asch. Prag, 6. Mai. (Europapreß.) „Die Bevölkerung ist ungeduldig. Meine Herren, wann werden Sie sich nesen ist, ihre Angriffsfront bei Peiping auch im Süden und Norden auszubauen, um die Stadt gänzlich einzukreisen. Kieme politische Nachrichten. Der Führer und Reichskanzler hat den Oderlandesgerichtsrat Schaetensack aus Celle, den Kammergerichtsrat Dr. F i ck e r und den Oberregierungsrat Dr. T o e b e r t in Berlin zu M i n i- sterialräten im Reichsjustizministerium, den Ministerialrat Dr. Ionas im Reichsjustizministerium sowie die Reichsgerichtsräte Schrader und Otto Müller zu SsnatspräsidenteiH beim Reichsgericht und die Ober-Landesge« Lieberfall auf deutsche Studenten in Prag. Prag, 6. Mai. (DNB.) In Prag stürzten sich in der Lützowgasse mehrere Tschechen auf einen deutschen Studenten und verfolgten ihn unter lauten Rufen. Der deutsche Student konnte schließlich in das Studentenheim flüchten, wohin ihm die Tschechen zu folgen versuchten. Studenten stellten sich den Eindringlingen entgegen. Als der Leiter des Heimes von den Tschechen Aufklärung über ihr Vorgehen verlangte, schlugen ihn die tschechischen Angreifer nieder und rissen ihm die Kleider vom Leibe. Nur mit Hilfe seiner Kameraden konnte er sich in Sicherheit bringen. Eine große Menschenmenge brach immer wieder in laute Schmährufe gegen die Deutschen aus, aber erst nachdem die deutschen Studenten erklärt hatten, sie wür« Die militärische Bereitschaft Miens. „Gazetta bei Popolo" zu den Manöver« vor dem Führer. Mailand, 6. Mai. (Europreß.) Die Turiner „G a z e t t a del Popolo" nimmt den ersten Tag der großen Manöver vor dem Führer zum Anlaß, um mit allem Nachdruck darauf hinzuweisen,'daß Italien seine Rüstungen bis zumHöch st grade der Vollendung gebracht habe. Italien habe nun einen Grad der militärischen Leistungsfähigkeit erreicht, der es ihm erlaube, sich mit Ruhe und Sicherheit auf der, Straße des imperialen Auf- stteas zu bewegen. Die geistige und technische Vorbereitung sei von wesentlichem Wert für die Schlagkraft Italiens. Denn Waffen zählten nicht, wenn man sie nicht zu handhaben verstehe. Arn Donnerstag habe sich der Wert der Achse vor der ganzen Welt kraftvoll gezeigt. Es handele sich nicht um Paraden, sondern man habe Aufgaben des Krieges entwickelt. Das faschistische Italien bereite seine militärischen Kräfte nicht für Paraden vor. Paraden seien schließlich nicht Selbstzweck. Der Führer werde in den 30 000 Mann, die nun an ihm vorbeimarschieren werden, den unverfälschten Ausdruck dessen erkennen, was das italienische Heer ist. Italien könne im Ern st falle acht Millionen Mann aufbieten. Es sei zweckmäßig, wenn man die militärische Bedeutung erkenne und sie schätze, damit niemand auf den Gedanken kommen könne, der aufrichtige Wunsch nach Zusammen- arbeit entspringe einer mangelnden Vorbereitung oder einer militärischen Schwäche. Wegen heftigen Regens die Manöver verschoben. Hom, 7. Alai. " unb ging Ich hörte, wie er bie Tür sorglich ab- chloß. Ich aß mein letztes Brot, legte mich zwischen ben Schulbänken aufs Stroh unb schlief sofort ein. Gegen vier, als ich aufwachte, war es heller Tag. Mir war erbärmlich kalt in meiner Sommerhose In brei Stunben mürbe ber Lehrer kommen unb aufschließen Ich hatte zunächst die Absicht, durchs Fenster zu verschwinden und mich weiterzumachen sagte mir bann aber, baß es unhöflich sein mürbe ohne ein Dankesmort bavonzugehen Noch brei Stunben .. Zunächst ermärmte ich mich mit ein paar tüchtigen Turnübungen an ben Schulbänken Darauf sah ich mir ben Raum näher an Er mar, sehr armselig, meiß gekalkte Wänbe ohne em einziges Bilb. Die Schulkmber taten mir leib Also zog ich meine Pastellfarben heraus, fand weiße Kreide vor der Schultafel und begann, unseren Dampfer „Theseus" auf die Tafel zu zeichnen Der Rumpf blieb schwarz unb bekam nur einen roten Strich über bem Wasser — das Wasser blau Mit weißem Gischt auf ben Wellen — ber Himmel blau mit rötlichen Abendwolken — die Masten braun — Kommandobrücke weiß — Ringe am Schornstein blau unb gelb — bazu bie gleichfarbige Flagge ber Gesellschaft unb bie deutsche in Schwarzweißrot. Ich gab mir Mühe, unb so würbe die Zeichnung überaus wahrheitsgetreu, schön bunt und wegen ihrer Größe recht wirkungsvoll. Immer wieder trat ich hinter die letzte Schulbank zurück und überprüfte sie. Sie sollte für die kleinen Schulkinder so schön werden, wie es nur möglich mar. Als ber Lehrer um sieben Uhr kam, staunte er Ich erklärte ihm ben Dampfer unb erzählte von meiner Seereise Er bankte mir begeistert unb erklärte mit leuchtenden Augen, er würde eine Schulstunde darüber halten. Er lud mich dann zu einem Morgenimbiß ein. Um acht kamen bie Kinber. Ich bürste an ber Sctyulftunbe über ben Dampfer „Theseus" teilnehmen Welch eine Freube hatte ich! Welch eine Freube hatten bie baskischen Kinber! Ich bin brei Tage als Gast in ber Dorfschule geblieben Die beiben anberen Nächte schlief ich in einem richtigen Bett. Der Lehrer mürbe mein Freunb. Er hieß Robnguez. Er burchstreifte mit mir bie Gegend. Ich zeichnete hier manches Blatt. Am vierten Tag nahm ich Abschieb unb kehrte nach Bilbao zu meinem Onkel zurück. Er fagte mir: „Ick har mi all bannig iim bi sorgt." Ausflug eines Siebzehnjährigen in bas Land ber Basken unvergeßliche Ferientage eines jungen Herumstreichers. was ist seither über bie Welt gegangen! Krieg unb Not unb Tob! In den baskischen Bergen dröhnen die Geschütze Einen Gruß in das verschollene Dorf von einst, das der Krieg verschonen möge' Aufregung um einen Schmetterling. 23 nn Eva ^chauwecker Fünf Personen hatten sich allmählich auf ber Lank in ben Anlagen versammelt und dösten behaglich in ber Frühlingssonne: ein alter Herr mit Aktenmappe unb Regenschirm, zmei alte Dämchen, von benen die eine sorgfältig eine dunkle Brille hervorholte und auf die Nase rückte: ein Klempnergeselle, der sein Handmerkszeug in einem Bündel neben sich auf die Erde gelegt hatte und ein junges Mädchen mit mehreren Hutschachteln, das eifrig bestrebt mar, der Sonne ihr Gesicht hinzuhalten, um möglichst bald die ersehnte Bräune zu bekommen Ohne viel Gedanken starrten sie vor sich auf ben mit Gänseblümchen gestickten Rasen und hinüber zur blauen Fläche bes Teiches. Unter einem Busch lärmten Spatzen roegen ihrer neu zu grünbenben Familien, da taumelte ,mie aus bem Nichts ein gelber Punkt in bas Blickfeld der fünf Menschen. Ein Schmetterling, ein erster Zitronenfalter, landete im Rasen — halb vom Winde geroirbelt, halb von feinen Schmmgen getragen. Die Fünf auf der Bank richteten sich auf und betrachteten ihn, roie er sich an ein Gänseblümchen hingab. Und bie fünf Augenpaare folgten ihm, als er sich dann ein roenig schwankenb erhob und ziellos hin.und her zu schweben begann Es schien, als ob der Luftzug ihn aufs Wasser zutreiben wollte und em besorgter Ausdruck erschien plötzlich auf den Gesichtern der Zuschauer. Aber nein, der Flug ging plötzlich in die Höhe und mit einer Rückwärtsschwenkung auf btt Bank zu. Ein gerührtes Lächeln lag nun auf den Gesichtern bes Publikums. Die Hälse roanbten und drehten sich, die Blicke folgten den unberechenbaren und anmutigen Sturz- und Kuroenflügen des kleinen Gelben voller Hingebung. Da plötzlich wandte sich ber Falter gerade zu ber Bank, es schien, als ob er eine der bunten Hutschachteln besuchen wollte. Aber im letzten Augenblick mußte er feinen Irrtum eingesehen haben, benn er ließ sich einen Schritt weiter entfernt zu ben Füßen ber Beobachter auf bem Sand des Weges nieber. Da faß er nun mit hochgestellten Schwingen, bie ber Winb sanft hin unb wieder bewegte. Einmal verlor ber Kleine babei das Gleichgewicht, fiel nach ber Seite über in ben Sanb, und das junge Mädchen machte Anstalten, aufzuspringen und ihm aufzuhelfen. Doch schon hatte er sich wieder aufgerichtet, und nun wurden die Flügel ausgebrei» tet, daß deutlich die feinen Adern und roten Pünktchen zu sehen waren. Der Falter schien eingeschlafen, als plötzlich bie Gesichter ber Fünf sich erschrocken zur Seite manbten — zwei Leute kamen im Gespräch ben Weg daher, sie sahen nicht, was sich zu ihren Füßen begab, gleich würden sie ben Kleinen zertreten .! Da sprang der junge Arbeiter auf, machte mit ber Hanb eine Bewegung, um ben gefährdeten Falter zu verscheuchen — und ein Aufatmen ging durch bie auf ber Bank sitzenden Vier. Der Gelbe erhob sich und taumelte in bie Lüfte hinauf über ben Rasen hin. Vier Gesichter wandten sich voll Anerkennung dem Jungen zu, und damit war das Schweigen gebrochen. Der alte Herr sprach die ersten Worte, unb es ergab sich ein gemeinsames Gespräch. Da flatterte ber kleine Gelbe auf ben Busch zu, unter bem sich die Spatzen zankten. Er begab sich geradezu in den Rachen des Todes. Ein Wunder geschah. Der Falter flog unbekümmert mitten unter bie Dogelschar und — ob diese von winterlichen Fütterungen her verwöhnten Spatzen sich nicht mehr an ihre eigentliche Nahrung erinnerten ober ob sie von ihren Liebes» gebanfep verblendet waren, sie flatterten piepsend hoch und stoben nach allen Seiten vor dem ahnungslosen Falter davon, ber sich nun zufrieden auf eine Butterblume setzte. Hochschulnachnchten. Professor Dr. phil. Lothar Wolf, Ordinarius für Physik an der Universität Würzburg, ist in gleicher Eigenschaft an bie Universität Halle berufen worden. Die Flottenschau vor Neapel. Ä '14' w' W ■ , MW WS ü Eine eindrucksvolle Aufnahme von den italienischen Flottenmanövern im Golf von Neapel. Im Vordergrund das Schlachtschiff „Conte di Cavour", auf dem sich der Führer mit dem König und dem Duce befand ' dahinter das Schlachtschiff „G i u l i o C a e s a r e" und weiterhin italienischeKreuzerin Schlachtlinie. — (Scherl-Bilderdienst.—Hoffmann-M.) linier oberes Bild zeigt einen Teil der 90 italienischen U-Boote, die aus Kommando gleichzeilig tauchten und nach wenigen Minuten in geschlossenen Formationen wieder an der Oberfläche erschienen — (Scherl-Bilderdienst. — Hoffmann-M.) 4 - 4''' "v> - Geschichten aus aller Welt. hier die Rolle eines Zwerges übernehmen, der stark erkältet ist, und im Laufe der vielen Proben erwarb er sich eine erstaunliche Fähigkeit, alle möglichen Gemütszustände durch verschiedene Arten des Niesens auszudrücken. Da die Herstellung des Films eine Arbeit von 21/a Jahren erforderte, kann man sich denken, zu welchen Graden der Vervollkommnung der Virtuose des Niesens gekommen ist. Dann aber mußte er auch die Kehrseite seines Glückes erfahren Nach feinem großen Erfolge wollen nun alle Gilbert für Niesrollen in Filmen engagieren, und er erhält die verlockendsten Angebote Statt sich zu freuen, ist der Schauspieler wütend geworden und weigert sich entschieden, einen neuen Vertrag zu schließen, der ihn zum Niesen verpflichtet. Er erklärt, er sei es müde, immer nur zu niesen, und er wisse, daß er als Schauspieler auch ganz anderes leisten könnte. Welcher Ehrgeiz ihn beseelt, zeigt die Tatsache, daß er gegenwärtig mit beißem Bemühen die Rolle Hamlets studiert. Ter Hund als Schatzgräber B Liverpool Während der englischen Krönungstage im vorigen Jahr war in der Besitzung Gwernyfed Park in Wales ein Einbruch verübt worden, dem kostbarer Iu- welenschmuck im Werte von 150 000 Mark zum Opfer fiel Alle Nachforschungen blieben vergeblich, bis es vor einigen Tagen einem Apportierhund gelang, den größten Teil des Schatzes wieder aufzu- fmde'n Der Hund war mit einem Diener im Park, als er durch fortgesetztes Bellen diesen aufmerksam zu machen suchte,' und als der Mann ihm nachging, rgnd er ihn eifrig m einem Kaninchenloch grabend. Bei näherem Zusehen entdeckte der Diener kostbaren Schmuck, Diamantohrmge, Ketten und Halshander, die der Hund aus der Erde hervorgeholt und neben das Loch aelegt hatte Die Besitzer wurden herbei- gerufen und erkannten sofort den vermißten Schmuck wieder Sie" ließen weiter nachgraben, da noch nicht alle Teile die geraubt waren beisammen waren, aber es wurde nichts weiter gefunden Es handelt sich um Schmucksachen, die feit langem im Besitz der Familie waren, und auf deren Wiederbeschaffung sie 1000 Pfund Belohnung gesetzt hatten Kreuzworträtsel der (Keichichtsstunde (tg) Stockholm. Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten! Kindtaufe im Unterseeboot. (th) Neuyork. Nichts ist unmöglich im Lande der unbegrenzten Möglichkeiten. Hochzeiten in der Luft, im Wasser, unter der Erde sind Angelegenheiten, die schon einmal dagewesen sind. „Origineller" dürste dagegen eine Kindtaufe in einem Ü-Boot, 15 Meter unter der Wasseroberfläche des Neuyorker Hafens, jein. Ein reicher Papierfabrikant, der das aus veralteten Mannebeftänden stammende U-Boot angekauft hatte, trat vor einiger Zeit mit diesem U-Boot seine Hochzeitsreise an, die ihn rund um die amerikanische Küste führte. Die Taufe des Erstgeborenen des reiselustigen Ehepaares fand nun im Mannschaftsraum im Beisein einiger Bekannter und Pressevertreter statt. Sogar ein Filmoperateur war anwesend und filmte die — wie es in den Neuyorker Zeitungen heißt — Überaus eindrucksvolle Taufzeremonie 15 Meter unter Wasser. Ter Trick mit dem Wecker B Washington. Ein Drogist in Slinger, einer Stadt in Wisconsin hat einen originellen Einfall gehabt, durch den er seinem etwas darniederliegenden Geschäft krästia aufhelfen konnte. Er stellte eine Weckeruhr m eine kleine Kiste auf den Ladentisch, wobei die Glocke au eine beliebige Stunde wahrend der Verkaufs zeit eingestellt war. Wenn der Wecker ertönte - so machte der Kaufmann überall bekannt —, lallten die Glücklichen, die gerade tm Laden waren olle ihre Käufe umsonst erhalten. .. .. o Don dem Tage an, an dem diese kleine Lotterie eröffnet war, begann ein gewaltiger von Kunden, von denen manche sogar, um ihr Gluck zu versuchen, mehrmals am Tage in den Laden tarnen. Dort machten sie ihre Käufe zögerten aber mit dem Bezahlen, in der stillen Honnung datz der Wecker ertönen würde solange sie irgend konnten. Wenn das in den frühen Morgenstunden geschieht, ist natürlich keine Aussicht mehr für diesen Tag, und diese Tatsache wird schnell im ganzen Viertel bekannt, aber deshalb verliert der Drogm seine Kunden doch nicht, sondern sie verschieben den Einkauf nur bis zum nächsten Tage Eine neue Arche Noab z E. K Neuyork AS. Paris. Den 12 Geschworenen, die fetzt ihr Verdikt in einem Betrugsprozeß vor einem Pariser Gericht sprechen sollen, ist eine schwere Ausgabe gestellt. Sie sollen nicht weniger als 21 642 fragen beantworten Das rührt daher, daß die Angeklagten m dem Prozeß mehr als 4000 gefälschte Wechsel ausgestellt hatten In jedem einzelnen die|er Falle sind mehrere Fragen zu beantworten. Die Angeklagten hatten eine Gesellschaft für den Verkauf von vor- städtischen Siedlungshäusern gegründet und waren eine Versicherung gegen unbezahlte Tratten eingegangen Das Ganze war nichts anderes als em Schwindelmanöver gewesen Die Geschworenen sind um die -hnen gestellte Aufgabe nicht zu beneiden; sie mcrhen i,c wohl nur durch Arbeitsteilung bemal« Eine neue Methdde des Geschichtsunterrichts wird gegenwärtig m einem Stockholmer Gymnasium aus- probiert Jeder Schüler erhält einen Kreuzwort- rätielbogen und mutz während des Unterrichts ohne Hilfe von Büchern und Lexika die Rätsel raten Man verspricht sich von dieser Art des Unterrichts viel, weil man glaubt, daß sich durch das Raten die Namen und Zahlen den Zubern Reifer einpragen Unnötig ;u betonen datz den schillern diese Unterrichtsmethode viel Spaß macht Immerhin mutz man abwarten, ob sie sich einbürgert. , lieber 20000 fragen für ein Schwurgericht. Im Neuyorker Hafen trat dieser Tage eine australische Arche Noah ein. der Dampfer . Port Hcllifar". der nahezu 800 Saugetiere und Voge^ m 73 Lattenkisten, und zwar alle paarweise an Bord hatte. Da waren tasmanische Marderbeutler, ichwarz- schwänzige kleine Känguruhs, australische Katzen Eulen, heilige Eisvögel, Habichte und andere Raubvögel, die größte Tiersendung, die je von Australien abgesandt worden ist. In einer Gefrierkammer waren die zerlegten Teile von Pferden für die Raubvögel und frische Eier für die Ameisenesser aufbe- wahrt. Für die tasmanischen Marderbeutler hatte man 200 lebende Tauben mitgenommen, roanreno auf Deck Hafer und Mais im Werte von 3000 M^rk aufgestapelt war Die Tiere waren von den ver'chie- denen Zoologischen Gärten des Landes zu'ammen- gebracht und sollten im Austausch an die Zoologischen Gärten in Amerika verteilt werden. Die Kunst des Niesens B. Los Angeles. Durch eine besondere Fähigkeit hat der Schauspieler Billy Gilbert in Hollywood große Berühmtheit und eine glänzende Bezahlung erlangt. Er ist imstande, auf 42 verschiedene Arten zu Niesen Walt Disney hat ihn und seine Begabung entdeckt als er seinen Farbentrickfllm Schneew'ttchen und die sieben Zwerge" ausführte. Gilbert mutztet Ligen können. al ENFAbRiken ' *KL* ” Ä B ERNTEN 33 bis 35 + l * r v < 1' •1 L e ! 0 ' ^u9emi| !,ten ZMs W neueneMethodSChen S,amm. 2 d,eser Mkru.. eth°den » ,-y ueruht dar». t J t*Wlrdaussrhr T? f* daß S^n. I -3 fc M • '.rW Brennstoff-Kleinverkaufspreise Unsere an Liebe so reiche und allezeit gütige Frau Ria Schneider, geb. Lehr ist heimgegangen. In bitterem Leid: Gießen (Jahnstraße 53), Herschbach (Westerwald), 7. Mai 1938. Beileidsbesuche dankend verbeten. 3196D Aenne Jülfs Gießen, den 7. Mai 1938. 3158V Vermählte Verreist bis 16. Mai 02187 3168V statt. Dr. van Bentheim, Direktor. 3154° FRÜHJAHRS-NEUHEITEN in 02206 bei 8176A Sommerfrischen, Wochenende Verkau' ssiclie GER DEUTSCHE MO'BEL Vorstehende Preise Wir verlieren in ihr eine treue Mitarbeiterin und eine wertvolle, hochbegabte Künstlerin, deren Andenken wir in Ehren halten wollen. Geburtsanzeigen bei Brühl, Gießen ..■IH Miet pinne ein: IMl HU «ein teilet fein (Hauvtvers amrnlung) Tagesordnung: Heinrich Schneider Karl Binz und Frau Konrad Lehr und Frau Kurt Laukus' und Familie ieze, es geht doch nichts über die Reinlichkeit: ... ein guter Griff — öet Griff noch iMH Einspaltige Kleinanzeigen werden zum ermäßigten Grundpreis von 5 Pf. für die Millimeterzeile veröffentlicht Sad-Nauheim Gustav-Kayser-Straße 34 Nach kurzer schwerer Krankheit starb am 5. Mai 1938 das Mitglied unseres Chores Kleln-Linden Frankfurter Straße 61 Kinder- und Wochenend-Wagen finden Sie in größter Auswahl bei Giessen! Friedrichstr.7 Lieferant aller Kassen Vossalin-Creme seit 4U Jahr, glänzend bewährt b. 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Willi Schätzet, Fernsprecher 233 Amt Nidda Haus Wiesenau, Besitzer: Johannes Schäfer für den Platz Gießen ab Mai 1938 Besondere Preislisten werden nicht mehr zugestellt Bei geschlossener Abnahme von einer Sorte von 5 bis 15 t wird ein Mengenrabatt von 10 Pf. per 50 kg und bei Abnahme von über 15 t ein solcher von 15 Pf. per 50 kg auf sämtliche Sorten ge- währt mit Ausnahme von Gaskoks. ,A/1 ., . . , Bei Barzahlung innerhalb 14 Tagen nach Lieferung wird ein Kasserabatt von 3% in Abzug gebracht. Auf Gaskoks kann keinerlei Rabatt oder Skonto gewährt werden. 31670 Vereinigung der Giefeener Kohlenhändler, e. V. Stadlschulamt Gießen. Gießen, den 2. Mai 1938. Bekanntmachung. Betreff: Den Besuch der Berufsschule zu Gießen durch auswärtige Berufsschüler und Berufsschülerinnen. Es besteht Veranlassung darauf hinzuweisen, daß alle in Gießen beschäftigten Berufsschulpflichtigen, einerlei ob sie aus benachbarten hessischen oder preußischen Orten kommen, die Berufsschule in Gießen zu besuchen haben. (Art. 17 Abs III des Volksschulgesetzes.) Dabei ist es belanglos, ob sie in ihrem Heimatort als berufsschulpflichtig gelten oder nicht. Nach Art. 23 des Volksschulgesetzes dauert die gesamte Schulpflicht 11 Jahre. Die nach 8jährigem Schulbesuch aus der Schule austretenden Knaben und Mädchen find noch 3 Jahre lang zum Besuche der Berufsschule verpflichtet. Schüler und Schülerinnen, die die 5. Klasse einer höheren Schule mit Erfolg besucht haben, d. h. die nach Klasse 6 versetzt wurden, sind vom Besuche der Berufsschule befreit. 3140D Die Arbeitgeber werden gemäß Art. 24 und 25 des Volksschulgesetzes aufgesordert, die in Frage kommenden Schüler und Schülerinnen zum Besuche der Berufsschule in Gießen anzuhalten. Arbeitgeber, die dieser Aufforderung nicht nachkommen, unterliegen der Bestrafung nach Art. 25 Abs. III des Bolks- fchulgefehes. I. V.: N e b e l i n g. weißt du noch,Mieter ... wie mich die Flöhe plagten und ich über mein Hundeleben schimpfte? Erinnerst du dich noch, daß ich immer gesagt habe, auch wir Haustiere brauchen Sauberkeit, um zu gedeihen? Vie anders ist es doch jetzt, seitdem iMi für so wenig Geld das Futternäpfchen und die Hütte blitzsauber macht. Ja, Großen-Buseck, den 6. Mai 1938. 3161V, Danksagung. Für die liebevolle Anteil nähme an unsermSchmerz, sowie die Ehrung unseres lieben unvergeßlichen Entschlafenen Herrn Wilhelm Scheid Weichensteller i. R. sagen wir hierdurch unseren herzlichsten Dank. Schreinermeister Wilhelm Scheid III. mal Jnnl Jnll Ang. Sept. Okt. 1.92 1.92 1.92 1.92 1.92 1.92 1.89 1.89 1.89 1.89 1.89 1.89 1.86 1.86 1.86 z 1.86 1.86 1.86 2.11 2.11 2.11 2.11 2.11 2.11 2.08 2.08 2.08 2.08 2.08 2.08 1.93 1.93 1.93 1.93 1.93 1.93 2.04 2.06 2.09 2.11 2.14 2.14 2.74 2.79 2.84 2.85 2.89 2.89 2.66 2.71 2.76 2.77 2.81 2.81 2.44 2.49 2.54 2.55 2.59 2.59 1.98 1.98 1.98 1.98 1.98 1.98 2.19 2.19 2.19 2 19 2.19 2.19 2.04 2.06 2.06 2.09 2.11 2.14 1.99 2.01 2.01 2.04 2.06 2.09 1.85 1.85 1.85 1.85 1.85 1.85 1.65 1.65 1.65 1.65 1.65 1.65 1.80 1.80 1.80 1.80 1.80 1.80 1.90 1.90 1.90 1.90 1.90 1.90 2.03 2.03 2.03 2.03 2.03 2.03 1.95 1.95 1.95 1.95 1.95 1.95 1.93 1.93 1.93 1.93 1.93 1.93 2.10 2.10 2.10 2.10 2.10 2.10 1.43 1.44 1.46 1.48 1.50 1.53 n sich für 50 kg frei Keller. Nr. 106 Drittes Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberheffen) Z./8.maH958 Der Wettbewerb für ein HI.-Heim in Gießen. Aus der Stadl Gießen. Lebensfreude. Als Dieter vor knapp zwei Jahren das Licht der Welt erblickte, half er damit zugleich die Geburtenstatistik einer Großstadt verbessern. Anderseits wurzelt sein Stammbaum noch lebendig in der basaltischen Verwitterungskrume des oberhessischen Raumes, ja, er kann sogar noch eine Ur-Oma im alt- angestammten Bauernhof vorweisen. Dementsprechend wächst er als strammer, erbgesunder Bursche in die Zukunft hinein, und traditionsbewyßt ist ihm seine Mutti dabei behilflich, zumal auch er ihr bei ihrer Hausarbeit schon mit Begeisterung ,chilst". Jeden Tag fährt sie ihn aus, sei es über den Asphalt zu Einkäufen oder zum Spielen und Sonnen zu den Kameraden in den nahen Park; bei schlechtem Wetter aber läßt er in der würdevollen Ruhe seiner runden Backen und blauen Augen sein Gummicape von der Höhe einer spitzen Kapuze über die Schultern in faltenreichem Wurf zum Fahrstühlchen herabwallen. Aber immerhin, er ist Großstädter: Die Spielecke ausgespart, die Häuser hoch, die Straße gefährlich, und der Sonne will nachgegangen sein. Run war er nach dem langen Winter zu seinem Frühlingsbesuch bei uns auf dem Lande. Hier ist Raum, Luft und Licht in Fülle; Stube, Hof und Garten eine einzige, durch Stufen belebte Spielfläche, offen zu immer neuen Entdeckungsfahrten, wie innerer Sammlung am Sandkasten. Und Mutti brauchte nicht immer hinter ihm her zu sein, beide erholten sich voneinander, wenn auch selbstverständlich immer durch Fernruf gegenseitig erreichbar zu heilerem Zwischenspiel oder erlösender Nothilfe. Mit verhaltenem Atem und klopfenden Herzen sahen wir, wie er immer mehr auftaute und „frecher" wurde, hemmungsloser umhertollte, waghalsiger die Stufen auf- und niederstieg, sich an den Türklinken selbständig machte und alle möglichen Gegenstände erkletterte. Oft war es schwer, zu sagen, wer hier am meisten — wagte! Mit immer neuen „Nummern" seiner Gebrauchsakrobatik hatten wir alle viel Spaß. Zu einer Glanznummer gestaltete er seinen Angriff auf den kleinen Handwagen im Hof. Von hinten her schob er zwischen den Leitern seinen Oberkörper auf das Tragbrett vor, stemmte das rechte Knie nach, zog sich mit beiden Händchen am Querholz außen hoch, schwang das rechte Bein über und — nun waren die Beinchen auf einmal zu kurz: rittlings hing er in der Luft! Quiekend und schnaufend und tastend nach Gleichgewicht griff er instinktiv nach dem linken Leithölz und schwang sich in das Innere des Wägelchens, laut lachend und in die Hände klatschend im Hochgefühl des sieghaften Augenblicks, ein Sinnbild reinen und ursprünglichsten Erlebens einer eignen Leistung der ewigen Quelle echter Lebenssteude. Vor einigen Tagen reiste er wieder ab in die Großstadt. Auf baldiges Wiederfreuen! R. B. Polizeistunde beacbten! Der Reichsführer ff und Chef der deutschen Polizei hat in einem Runderlaß an sämtliche Polizeibehörden mitgeteilt, es werde darüber geklagt, daß in vielen Orten die Polizeistunde der Gaststätten erheblich überschritten werde. Im Hinblick darauf bringt der Reichsführer ff und Chef der deutschen Polizei allen Polizeibehörden erneut die Bestimmungen über die Polizeistunde in Erinnerung und ersucht die Polizeibehörden, die genaue Innehaltung dieser Bestimmungen sorgfältig zu überwachen Aus diefem Erlaß geht hervor, daß die Polizei von ihrer obersten Dienststelle die strikte und klare Anweisung hat, auf die Einhaltung der Polizeistunde zu sehen Im Interesse der guten Beziehungen zwischen den Volksgenossen und der Polizeibehörde muß dem Wunsche Ausdruck gegeben werden, daß alle Volksgenossen von sich aus stets darauf bedacht sein mögen, die Polizeistunde innezuhalten und dadurch den Polizeibeamten die Erfüllung ihrer Dienstpflicht zu erleichtern. _______________________________ Am vorigen Dienstag war — wie wir in unserer Ausgabe vom Mittwoch, 4. Mai, berichteten — das Preisgericht für den Wettbewerb zur Erlangung von Entwürfen für ein HI.- H e i m in Gießen mit der Prüfung der einge- gangenen 120 Entwürfe beschäftigt. Das (Ergebnis der Bewertung ging dahin: 1. Preis Architekt Karl Müller (Offenbach am Main); 2. Preis Regierungsbaumeister Heinrich Ebert (Berlin-Charlottenburg)-, 3. Preis Architekt Georg W e l l h a u s e n (Altona). Die Arbeit des Preisgerichts war außerordentlich schwierig. Schon bei der ersten Sichtung der Entwürfe fiel eine große Anzahl Arbeiten wegen grober architektonischer und städtebaulicher Mängel aus. Bei der folgenden Bewertung der verbleibenden Arbeiten waren insbesondere die Geländeverhältnisse, die städtebaulichen Erfordernisse, die Verteilung der Baumassen und die architektonische Gesamthaltung in den Vordergrund zu stellen. Beim dritten Rundgang wurden die Arbeiten insbesondere noch auf die architektonische Einzeldurchbildung und die Grundrißgestaltung geprüft. Auf diese mühevolle Weise kam dann schließlich das Preisgericht zu seiner Entscheidung. Der platz des HZ.-HeimS. Für die Errichtung des HJ.-Heims ist der Höch st e Punkt des Seltersbergs, an der Kreuzung Wartweg-Fichtestraße, vorgesehen. Das ist das Gelände, "auf dem sich das gegenwärtige alte (zugleich erste) Studentenheim auf der Schönen Aussicht befindet. Dieses Grundstück gehört der Stadt. Die jetzigen Gebäude sollen abgerissen werden, um dadurch Raum für den neuen Bau zu gewinnen. Welcher Entwurf zur Ausführung gelangt, ist bis jetzt noch nicht entschieden. Es kann also heute auch noch nicht vorausgesagt werden, zu welchem Zeitpunkt mit dem Bau begonnen werden wird. Man darf aber hoffen, daß die weiteren Schritte zur Errichtung eines HJ.-Heimes mit aller Tatkraft erfolgen, um diese Aufgabe im Dienste unserer Jugend sobald als möglich zur Lösung zu bringen. Besuch in der Ausstellung. Die für den Wettbewerb eingereichten 120 Entwürfe sind auf der Empore der Volkshalle in übersichtlicher Anordnung zur Besichtigung aus- Zu dem bevorstehenden großen Soldaten- Treffen erfahren wir, daß bereits heute täglich weit über 100 Anmeldungen zur Teilnahme bei unserem Infanterie-Regiment 116 eiygehen. Hier einige kleine Ausschnitte aus den alltäglichen Zuschriften der verschiedensten Art, die an den Regimentskommandeur Oberst Herrlein gerichtet werden: So schreibt eine Dame aus Essen: „In der Zeitung las ich von der Wiedersehensfeier des Infanterie-Regiments 116. Ich erlaube mir, dazu die herzlichsten Grüße zu senden. Im Kriege nahm ich oesonderen Anteil an Ihrem Regiment. In der .Liller Kriegszeitung« erschien ein Artikel von mir: .Aus der Heimat der dicken Bertas Durch diesen Artikel lernte ich meinen späteren Verlobten, den Unteroffizier Hermann Kersting, XVIII. Armeekorps, 25. Division, Jnf.-Rgt. 116, MG.-Kompanie kennen. Er siel an der Somme am 25. 9.1916. Er ist begraben auf dem Friedhof Maissemy-Vadencourt, De- gefteüt. Die Ausstellung wird am heutigen Samstag eröffnet und bis zum 25. M a i täglich von 16 bis 18 Uhr zugänglich sein. Wir hatten am heutigen Samstagoormittaa Gelegenheit, unter Führung von Stadtbaurat G r a - oe r t einen Rundgang durch die Ausstellung zu machen. Dabei konnte man feststellen, daß in dem eingereichten Entwurfsmaterial eine Fülle von Gedanken und ein überreiches Maß von Arbeitsfreude vorhanden ist. Die Wettbewerber haben in der vielfältigsten Weise versucht, beT Aufgabe zu entsprechen. Dor allem galt es dabei, der Lösung des Jdeeninhaltes eines HI. - Heimes möglichst nahezukommen und ihr in bestmöglicher Weise zu entsprechen. Von vornherein stand unter diesem Gesichtswinkel im Mittelpunkt der ganzen Arbeit die für das HI.-Heim charakteristische Gestaltung der Feier halle, die dem ganzen Bau ihr Gepräge geben soll und muß. An dieser, beherrschenden Verpflichtung der architektonischen Aufgabe sind die meisten Entwürfe gescheitert. Andere wieder konnten unter dem Gesichtspunkt der städtebaulichen ober der geländemäßigen Lösung nicht genügen. - Der Entwurf mit dem ersten preis. „überragt — wie in der Bewertung durch das Preisgericht gesagt wird — durch seine einfache und eindeutige städtebauliche Lösung die übrigen Arbeiten bei weitem. Die Verteilung der Massen ist als sehr gut zu bezeichnen, insbesondere die Lage des Feierbaues im Blickpunkt der Zugangsstraße von der Stadt aus (Wartweg). Letzterer ist als Bekrönung des höchsten Punktes im Gelände als besonders gelungen zu bezeichnen. Der Heim- bau und die Hausmeisterwohnung, sowie die Zwischenbauten umschließen einen großen Appell-Hos mit glücklichen Verhältnissen. Auch die übrige Gestaltung der Außenräume (Schar- Räume) mit Spielwiese und Heimgär - t e n ist ansprechend und leitet in der richtigen Weise in die Landschaft über. Der Grundriß zeigt eine hervorragend klare Lösung. Die künstlerische Gesamthaltung zeigt bestes Niveau und entspricht int Ganzen der von der HI. gewünschten Baugesinnung, ohne daß dabei alle Einzelheiten, wie z. B. die Fenster des Feierraumes und der Ausgang aus der Fahnenhalle, ihre letzte Lösung erfahren haben." Auf dem höchsten Punkt des Geländes liegt der Feier-Raum. Auf der gegenüberliegenden partement Aisne, 7 Kilometer nordwestlich St. Quentin, im Grab Nr. 14705. Ich sende Ihnen auf Postscheck 5.— RM. an eine mir anzugebende Adresse dort und bitte Sie dann zu veranlassen, daß dort in Gießen oder in Frankreich ein Kranz für den Gefallenen niedergelegt wird oder sonst eine Ehrung geschieht. Sie sind wohl so liebenswürdig, mir Nachricht zu geben. Wo sind die Kameraden Ufsz. Rost, Götz, Gensheimer? Ich würde mich freuen, von ihnen zu hören. Heil Hitler!" Ein ehemaliger 116er aus dem Kreise Dieburg schreibt u. a.: „Sehr geehrter Herr Oberst! Gemäß Ihres Aufrufes zur 125jährigen Gründungsfeier des ruhmreichen Regiments darf ich Ihnen als alter gedienter 116er mitteilen, daß ich gerne wieder Ihrem Rufe folgen möchte. Ich habe gedient vom Jahre 1904—1906 in der 5. Kompanie unter Hauptmann Kötschau, dem späteren Oberst. Auch meinen früheren Kompanie-Chef deckt schon wie manchen tapferen Offizier der grüne Rasen. Den Krieg habe ich bet dem 4. Garde-Regiment z. F„ 1. Garde- Jnfanterie-Division mitgemacht. Unser Regiments- Seite befindet sich die Wohnung des Hausmeisters mit anschließenden zwei offenen Hallen. Diese beiden Bauten werden durch den eingeschossigen Längsbau der Schar- Räume verbunden. Die Gliederung - der drei Baukörper ermöglicht eine geschlossene Hos - g e fta 11 u n g und faßt das Ganze so glücklich zusammen, daß der gegebene A p p e l l p l a tz entsteht. Nordöstlich, hinter dem Bau mit den Schar-Räumen, liegt die S-p ielwiese mit dem Zugang vom Heim durch die Eingangshalle. An der Seite hinter dem Feierraum-Gebäude liegt der Heim- garten der HI. mit Brunnenanlage. Auf der gegenüberliegenden Seite, im Anschluß an die Wohnung des Hausmeisters und hinter den offenen Hallen, liegt der H e i m g a r t e n des B D M. mit einem anschließenden kleinen Botanischen Garten. Das Feier-Raum-Gebäude birgt eine 8,75 Meter hohe Halle mit hochliegenden Rund- Dem Auge das Beste! Lassen Sie sich beraten von Optiker JUagnus dem Optiker Ihres Vertrauens / Seltersweg 33 Kassenlieferan fenstern. In der Halle befindet sich ein Fahnen» raum, der fünf Stufen höher als der Fußboden des Feier-Raumes podestartig gestaltet ist. Diese Gestaltung soll in feiner Form den monumentalen Gedanken des frühen Kirchenbaues zum Ausdruck bringen und damit den feierlichen Charakter des Gebäudes besonders betonen. Im Ganzen kommt der Entwurf des ersten Preises der architektonischen Gestaltung des neuen Baugedankens eines H I. - H e i m e s am nächsten. Obwohl er keine neuen Formenmittel verwendet, bringt er aber doch eine architektonische Grundhaltung, die den Charakter des Baues typisch gestaltet. Neben dem erften Preis verdienen natürlich auch die mit dem zweiten und dem dritten Preis ausgezeichneten Arbeiten, nicht minder die übrigen Entwürfe die wohlverdiente Aufmerksamkeit und volle Wertschätzung der Besucher. Die Ausstellung kann allen Volksgenossen zum Besuch nur empfohlen werden. 6. kommandeur war der Oberst Reinhardt, der heutige Generalmajor und ff - Obergruppenführer. Unser Divisionskommandeur war Prinz Eitel Friedrich von Preußen, ein tapferer Offizier. General Reinhardt ist auch heute wieder mein Führer im Reichs- kriegerdund. Durch die Teilnahme an 83 Gefechten und Schlachten habe ich mir 4 Kriegsauszeichnungen erworben. Außerdem darf ich Ihnen mitteilen, daß ich 16 Monate als Gefechts-Ordonnanz im Stabe des Regiments meine Pflicht für das Vaterland getan habe. Sehr geehrter Herr Oberst, nur möchte ich Sie um eines bitten, wenn es in Ihrer Möglichkeit liegt, um Vermittlung eines Freiguartiers. Vielleicht darf ich Ihnen zum Dank dafür als alter Frontkämpfer in Gießen die Hand drücken. Heil Hitler!" Aus Deutschwehr in Schlesien schreiben die Kinder eines Gefallenen: „Wie aus einer kurzen Zeitungsnotiz der hiesigen .Schlesischen Tageszeitung^ vom 17. April zu lesen steht, begeht das Regiment vom 18. bis 20. Juni d. I. seinen Regimentstag. Da unser Vater Karl Müller am 22.8.1918 Oer446er-Aufmarscham48.bis20.Luniin Gießen. Letzi bereits Maffenanmeldungen! Gießener Stadttheater. CharlotteRitzmann: „Versprich rnirnichts!" Das Stück ist, wie man vor etlicher Heil hören konnte, auf eine merkwürdige Weife zustande gekommen, auf eine Art, die in der Barockliteratur noch durchaus üblich war, heute aber einigermaßen aus der Mode gekommen ist: auf Bestellung nämlich. Das Berliner Staatstheater gab, wie damals berichtet wurde, um einem offenbaren Mangel abzuhelfen, einer kleinen Anzahl von Autoren den Auftrag zur Lieferung von Lustspielen. Eines davon hieß: ..Versprich mir nichts!" Es erschien zuerst am Staatstheater, wurde bald darauf verfilmt und als Film ein außerordentlicher Erfolg. Manche werden sich daran erinnern, und es ist lehrreich, beide Formen zu vergleichen. Eine Maler- und Liebesgeschichte. Ein junges Ehepaar, Martin und Monika Pratt, in einem Rattenloch von Atelier. Ein böses Dasein. Der Mann ist ungewöhnlich begabt, kann wirklich etwas, malt immerzu, die ganze Bude hängt voller Bilder: die Frau hat früher auch mal gemalt, aber bloß so und nicht der Rede wert. Jetzt ist sie nur noch Frau Pratt, eine arme, kleine, tapfere Frau, d'e nichts hat als die Liebe zu ihrem Mann. Er ist ahnungslos, weltfremd und eigensinnig, kümmert sich um nichts als um feine Bilder. Ein großes Kind Die Frau sorgt für ihn und weiß am Ende nicht mehr, wie sie die Schulden bezahlen soll, die ihnen über den Kopf wachsen. Zuletzt sind sie knapp am Verhungern. Das Schlimme ist, daß Martin sich weigert, feine Bilder zu verkaufen, weil er sie für noch nicht fertig hält, für nicht reif genug und nicht wert, bezahlt zu werben; zu Monikas Verzweiflung stößt er selbst freundliche und willige Besucher vor den Kopf, die Monika in ihrer Not ins Atelier geschleppt hat, und die etwas gekauft hätten, wenn Martin sich nicht unmöglich benähme. Hinterher ist er ganz erstaunt und begreift nicht, daß die kleine Frau nicht mehr aus und ein weiß. * Die Bilder sind signiert, wie es sich gehört: M. Pratt steht darauf, Martin Pratt, — es könnte ja allerdings auch Monika Pratt heißen in der Abkürzung, und wenn etwa Monika die Signatur für die ihre ausgeben möchte, als ob sie das alles gemalt hätte — Martin hätte nichts dagegen. Und siehe, es geht auf einmal unwahrscheinlich gut, die Künstler- und Liebesgeschichte entwickelt sich im Handumdrehen zu einer Schwindelgeschichte. „M. Pratt" wird über Nacht berühmt, die Bilder gehen ab wie warme Semmeln, ... Erfolg, Ruhm, Geld, schöne Wohnung, bloß die Rollen sind vertauscht; Monika ist eine begehrte Künstlerin und Martin ist ihr etwas komischer, schrulliger, weltfremder Mann: ach, sie fühlen sich alle beide nicht wohl dabei, und als eines Tages M. Pratt für ihre (feine) Bilder den großen Staatspreis erhält und dazu einen herrlichen Auftrag auf ein großes Freskogemälde — da ist es aus. Der Film hat dieses Motiv zu einer Reihe von entzückenden Szenen ausgebaut, die nicht nur heiter und menschlich sind, sondern auch zu einem der Kernpunkte des Komödienproblems vorstoßen. Dem Stück blieben diese Möglichkeiten versagt; aber der künstlerische Konflikt wird durch ein unsinniges Mißverständnis zum Ehekonflikt verschärft, was beides erst ganz zuletzt sich klärt, als Martin, in das alte „Rattenloch" zurückgekehrt, auf Monika wartet, die in aller Ratlosigkeit und Verwirrung des Herzens banongelaufen ist. Sie kommt auch wieder, natürlich kommt sie, und hier endlich finden sie in der Auflösung der vertrackten Signatur — nicht Martin, nicht Monika, sondern Martin und Monika — den eigentlichen schönen Sinn ihres Lebens. Hier liegen auch Schlüssel- und Angelpunkt des Stückes, das vom Intendanten Schultze-Griesheim in Szene gesetzt worden war. Die Ausführung stellte mit lebhaften Kontrasten die beiden Daseinsebenen nebeneinander, auf denen sich die Fabel entwickelt (atmosphärisch am dichtesten wirkte davon die von Herrn Löffler geschaffene Atelierbude unterm Dach), und durchlief während der vier Akte alle Stadien und Nuancen luftspielhaften Theaters vom echten Komödienklang bis an die durch turbulente Verwirrung angefünbigte Grenze zum Schwank. Die reinste Wirkung entsprang ben stillen, klärenden und geklärten Szenen des letzten Aktes. Hier gewann auch die Figur der Monika, Helga R e t s ch y , die Leuchtkraft und weibliche Gefühlstiefe, die zu den menschlich wesentlichsten Beständen der Fabel gehört. Martins Erscheinung ist für jede schauspielerische Durchdringung zwar verlockend, aber auch mit Schwierigkeiten belastet: das ist ein unwahrscheinlicher, phantastisch eingesponnener Mensch, in manchen Augenblicken unbegreiflich. Herr Schorn nahm ihn mit lockerem Humor und brachte das kindlich-ahnungslose, sprunghaft-impulsive Wesen dieses Malers ungezwungen und fast felbstverständlich zum Vorschein. * Herr von Gschmeidler gab mit ruhiger, menschenkennerischer Ueberlegenheit den Kunsthändler Felder; der Intendant war in letzter Minute (sehr gewandt) in der Rolle des Dr. Elk eingesprungen. Herr 23 o I cf und Ruth-Ines Eckermann gaben mit drastischen Pointen das parvenuhafte Ehepaar Brenkow. In kleineren Aufgaben zeichneten sich die Herren Paschen und Kühne aus. ♦ Die Aufführung fand sehr freundlichen Beifall. — Im Foyer ist eine kleine Ausstellung von Lotte D r o e \ e zu sehen, lauter neue Arbeiten, soweit wir sehen konnten, mit einigen ausgezeichneten Porträts im Mittelpunkt. Hans Thyriot. Antworten. Von Waldemar Keller. Man soll überall darauf achten, daß es hygienisch zugeht, nicht wahr? Aber manchmal ergeben sich unerwartete Schwierigkeiten. Neulich sitz ich in der Straßenbahn, und mir gegenüber sitzt eine Dame mit einem kleinen Kind auf dem Schoß. Das Kind, rotbackig und lustig, hält in seinem Fäustchen Öen Fahrschein. Bedrucktes Papier ist unter keinen Umständen einer Zuckerstange gleichzusetzen. Erklärlicherweise kommen mir größte Bedenken, als ich sehe, wie das Kind den Fahrschein vergnügt in den Mund schiebt und daran lutscht. Die Mutter scheint nichts zu bemerken. Sie guckt geistesabwesend zum Fenster hinaus, vielleicht überlegt sie etwas, Hausfrauen haben den Kopf voll. Ob ich die Dame darauf aufmerksam machen darf, daß ihr Kind ... ? Ich zögere. Manche Menschen fühlen sich gekränkt, wenn sie in dieser Weise angesprochen werden; sie erkennen die Unachtsamkeit und fangen an zu schimpfen, aber immer auf den dritten, der es gut meinte. Die Dame sieht nicht aus, als ob sie schimpfen würbe. Und außerdem ist das Kind dabei, das Papier langsam zu verzehren. Ich beuge mich höflich vor. „Verzeihen Sie, Ihr Kleines hat den Fahrschein im Mund." „Danke", sagt die Dame mit einem liebenswürdigen Kopfnicken, „aber es macht nichts, das ist nicht der richtige." * Die erheiterndste Antwort, die mir je zu Ohren gekommen, hörte ich einmal in Kopenhagen auf der Straße. Das war so: Ein Herr geht still seines Wegs. Hinter ihm, in kleinem Abstand, läuft ein schwarzer Dackel. Ohne Aufenchalt trottet der Dackel hinter dem Herrn her. In Kopenhagen müssen die Hunde im Stadtbezirk stets an der Leine geführt werden. Ein Polizeibeamter sicht den frei lausenden Dackel, folgt ihm eine Weile und spricht dann den vorausgehenden Herrn an. „Sie müssen den Hund an die Leine nehmen!" „Nein, das muß ich absolut nicht", erwidert der Herr höchst gesetzwidrig, sein rundes gemütliches Gesicht jedoch zeigt nicht die Spur einer Aufregung. Der Beamte wird streng. „Sie sollten eigentlich die neuen Bestimmungen kennen! Jeder Hundebesitzer hat fein Tier auf der Straße an der Leine zu führen." „Das weiß ich", sagt der gemütliche Herr, „aber der Hund gehört mir nicht." „Er läuft andauernd hinter Ihnen her!" fährt der Polizist auf. Der Herr nickt zustimmend. „Sie sind auch hinter mir hergelaufen", lächelt er friedlich, „und Sie wollen doch nicht im Ernst verlangen, daß ich Sie an die Leine nehmen soll." Wie auf Kommando macht der schwarze Dackel kehrt, der Herr verabschiedet sich mit einem Gruß, und der Polizist tat das Vernünftigste, was er tun konnte, und grüßte wieder. — Zwölf Tage Deutschland — das ist eine richtige Autoreise auf der großen Reichsautobahnschleife um das Herz Deutschlands, wie sie im Sommer 1939 möglich sein wird und bereits im Mai-Heft der „neuen I i n i e" (Verlag Otto Reger, Leipzig, Preis 1 RM.) vorgeschlagen wird. — Wer schon in ; diesem Jahr die Reiseroute befahren will und in Kauf nimmt, die noch nicht fertigen Abschnitte der RAB. auf den Landstraßen zu umfahren, der mag sich Entschädigung holen in den kleinen und gepflegten Hotels, die als „Ueberrafchunaen am Wege" in entzückenden bunten Bildern jedes romantische Reiseherz heranlocken. — In der spanischen Reitschu'«' in ^ien wird in schönen Photos die Frage „Was sind Kapriolen?" geklärt. Mit Zelt und Fahrtenmesser möge man schließlich nach | dem Rezept von Friedrich Luft die silbernen Mond» ! nächte an einem menschenfernen Weiher erleben. Ausruf zum „Tag des deutschen Handwerks // Um allen Handwerkern die Teilnahme an dieser Außer Miete. Massenbeteiligung. - Die Aeltesten sind dabei! Wir sehen, daß auch diesmal dieAlten nicht fehlen wollen. Wie mir bereits mitteilten, erscheint aus Beckrath der 83jährige Waffenmeister Dietrich S y b e n. Weiter haben sich gemeldet aus Rödgen det 85jährige Heinrich Bello ff, aus Gießen der 85jährige Karl S t i e b e r, der 84jah- rige Gottlieb Nauheimer und der 83jährige Johann Leun. Daß die Kriegsgeneration resllos geschloffen erscheint, ist natürlich, hat doch gerade das gemein- same Fronterlebnis die Männer des großen Krieges eisern zusammengeschmiedet. Da in diesem Jahre, wie aus den Anmeldungen hervorgeht, viele Teilnehmer erstmalig zu einem Regimentsappell erscheinen, wird das Wiedersehen dieser Männer nach 20 und mehr Jahren besonders^ eindrucksvoll werden und ganz große Freude auslosen. Ebenfalls die im vergangenen Herbst ausgeschie- denen Reservisten wollen dabei sein. Auch von ihnen liegen bereits zahlreiche Anmeldungen vor. Viele Offiziere der alten Armee werden er- scheinen. Die organisatorischen Vorbereitungen. Meister, Uleifferinnen, Gesellen und Lehrlinge! Einmal im Iahre treffen sich die Führer des Handwerks zu Tagungen in der Stadt des Handwerks, Frankfurt a. HL, um Rechenschaft über die geleistete Arbeit des vergangenen Jahres abzulegen und für das kommende neue Aufgaben in Empfang zu nehmen. Reben diesen Arbeitstagungen findet am Sonntag, 8. Mai, 11 Uhr, in der Feslhalle zu. Frankfurt a. M. eine Großkundgebung des deutschen Handwerks statt, woran sich das gesamte Handwerk beteiligt. Es sprechen: Gauleiter Pg. Sprenger. Reichswirtschaftsminister Pg. Funk. Reichsorganisationsleiter Pg. Dr. Ley. dieser wird seine Wirkung nicht verfehlen. Das Regiment hat eine F e st p o st k a r t e Herstellen lassen, die ähnlich wie das Plakat ausgeführt '^Oberbürgermeister Ritter und ter Regimentskommandeur Oberst herrlein bitten gestern in einem AufrufandieBürgerschaft um Bereitstellung von Bürgerquartieren für die alten Soldaten. Wir sind überzeugt, daß jeder Gießener Einwohner nach bestem Können dem Regiment Quartiere für 1 oder 2 Nächte zur Verfügung stellen wird. Ouartieranmeldungen sind an die 15. (E) Jnf.-Regt. 116 zu senden. Die Eintrittspreise für die Großveranstal- tungen sind so festgeseßt, daß auch der wirtschaftlich nicht so gut gestellte Volksgenosse teilnehmen kann. Die Tageskarte kostet 1 Mark und die Plakette, die für einen Sitzplatz und Teilnahme an den gesamten Veranstaltungen Gültigkeit hat, 2 Mark (3 Tage). Es wird in diesem Jahre bei dem Regimentsappell mit einer bisher noch nicht erlebten M a s- senbeteiligung zu rechnen sein. Frühzeitige Anmeldungen sind daher erforderlich, um dem Regiment eine reibungslose Durchführung der Großveranstaltungen zu ermöglichen. Korttofuen. Tageskalender für Samstag. Es wird noch einmal darauf hingewiesen, daß der Sonderzug pünktlich 8.15 Uhr von Gießen abfährt. Karten zu 1,50 RM. sind noch erhältlich. Ferner sind verbilligte Eintrittskarten zu haben: Palmengarten 25 Pf., Zoologischer Garten 50 Pf., Flughafen mit " ~ ----- ~ - 3185D Tageskalender für Sonntag. SA.-Sportabzeichen: 1. Wiederholungsübung. — KdF.-Sonderzug nach Frankfurt a. M., Abfahrt ge- gen 8 Uhr. — Stadttheater: 19.30 bis 22 Uhr „Das Land des Lächelns". — Gloria-Palast (Seltersweg): „Olympia, Fest ter Schönheit" und Wochenschau „Des Führers Ankunft in Italien". — Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): „Heiratsschwindler" und Wochenschau „Des Führers Ankunft in Italien . — Wettbewerb HJ.-Heirn, Gießen: 16 bis 18 Uhr, Ausstellung der Entwürfe in der Dolkshalle (Empore). — Oberhessischer Kunstverein: 11 bis 13 Uhr, Ausstellung im Turmhaus am Brand. Stadttheater Gießen. dem Amtsgericht. Während letzteres Gericht anneh- men mußte, daß ein gültiger Kaufvertrag überdas Rundfunkgerät vorlag, stellte sich nun heraus, daß dieses nur zur Probe bei dem Zeugen B. aufgestellt wurde. Es lag daher kein Betrug vor. Der Angeklagte hat sich aber des Diebstahls schuldig ge» macht, indem er drei Tage, bevor er Gambach verließ, das Radio zuerst auf der Arbeitsstelle aufbe- wahrte und es dann heimlich mit nach Frankfurt nahm. Der Angeklagte hatte auch noch ein Fahrrad gekauft und dabei vereinbart, daß er in zwei Raten innerhalb von vier Wochen den Kaufpreis bezahlen wolle. Der Verkäufer hatte sich bis dahin das Eigentum vorbehalten. Bevor noch die erste Rate bezahlt war, verpfändete ß das ihm nicht gehörende Rad für eine Zech- und Darlehensschuld an einen Dritten und löste es auch später nicht mehr ein. Er beging somit eine Unterschlagung. Da? Gericht verurteilte Lambert wegen Betrugs im Rückfall, wegen Diebstahls und wegen Unterschlagung zu einer Gesamtzuchthausstrafe von einem Jahr und sechs Monaten und zu einer Geldstrafe von 100 RM. Bei der Beurteilung der Straftaten war straferschwerend, d-aß der Angeklagte bereits 22mal vorbestraft ist, darunter auch mit Zuchthaus. Auch zeigte die Verhandlung, daß der Angeklagte, der keinerlei Reue über sein Verhalten zeigte, sondern bis zum Schluß alle Straftaten mit Ausnahme der Unterschlagung leugnete, keineswegs aus Not hanteUe, sondern sein gutes Auskommen hatte. Landkreis Gießen. * Heuchelheim, 6. Mai. Der 40jährige Schlosser Albert V o l k m a n n von hier erlitt bei ; der Arbeit eine Brustquetschung und mut- - maßlich innere Verletzungen, die seine i Ueberführung in die Chirurgische Klinik nach Gie- , ßen notwendig machten. > * Großen-Buseck, 6. Mai. Die hiesige sieben > Jahre alte Schülerin Margot D üchler wurde SA.-Sportabzeichelckäger! (.MederholungsöbiW am 8. Mi! Zelle Zelle Zelle Zelle Zelle Zelle Zelle Zelle Zelle (grün), Weißkraut 14 bis 15, Rotkraut 18, gelbe Rüb«, und Karotten 12 bis 15 rote Ruben 10 bis 12, Spinat 10 bis 15, Römischkohl 12 bis 15, Spargel 50 Pf. bis 1 Mark, Unterkohlrabi 8 Pf., Tomaten, % kg 40 bis 45, Zwiebeln ^ Meerrettich 40 bis 50, Schwarzwurzeln 20 bis 35, Rha- barber 18 bis 20, Kartoffeln, alte, % kg 5 Pf., 5 ko- 44 Pf., 50 kg 3,30 bis 3,90 Mark, neue, H kg 20 Pf, Aepfel 15 bis 40, amerikanische Aepfel 60, Zwet chenhonig 45 Pf., Hähne 1 bis 1,20 Mark, Suppenhühner 90 Pf. bis 1-05 Mark Tauben das Stück 50 bis 60 Pf., Blumenkohl 30 bis 50, Salat 5 bis 28, Salatgurken 50 bis 60, Oberkohlrabi 20 bis 25 Lauch 5 bis 12, Sellerie 10 bis 30, Rettich 10 bis' 15, das Bündel 30, Radieschen, das Bündel 10 bis 15 Pf. ♦♦ Der Besuch der Berufsschule in Gießen durch auswärtige Berufsschüler und Berufsschülerinnen ist Gegenstand einer wichtigen Bekanntmachung des Stadtgasse 2. 2 im Restaurant ,Lum Aquarium", Walltorstraße 5. ,, 3 im Restaurant ,Lum ©ambrmus , Wetzsteingasse 10. 4 im Restaurant „Zum Waldschlößchen", Horst-Wessel-Wall 64. 5 in Gastwirtschaft „Nohl", Ederstraße 6. 6 in Gastwirtschaft „Stephan", Steinstr. 74. 7 in Gastwirtschaft „Stadt Marburg', Marburger Straße 23. 8 in Gastwirtschaft „Becker", Wiesecker Weg 44. 9 in Gastwirtschaft „Bönsel", Gabelsberger- wie folgt statt: n. . ~ ~ 1 im Restaurant „Frankfurter Hof , Linten- (JHL Seilersweg Nr. 67 adio Telephon Nr. 3170 eparaturen NSDAP., Gießen-Nord. Die Zellenbesprechungen für den Monat Mai 1938 finden am Montag, 9. Mal, um 20.30 Uhr, NS.Gemeinfchast „Kraft durch Freude-. Ornnibusfahrt znrn Blütenfest in Auerbach an der Bergstraße. Am Sonntag, 15. Mai, führen wir die vorstehende Omnibusfahrt durch. Teilnehmerpreis einschließlich Mittagessen 6,80 RBL 30680 Kartenverkauf: „KdF."-Kartenverkaufsstelle Gie- ßen, Seltersweg 60. Ruf 2141. Theatervorstellung. KdF -miete Gruppe II. Große miete, 16. Vorstellung. Samstag, 7. 2Hai 1938, 20 Uhr: „Die Weiber von Reddih", Lustspiel in sieben Bildern von Forster. Linzelkarlen zum Preise von —,90 und 1,— Reichsmark sind noch in der Kartenverkaufsstelle Gießen, Seltersweg 60, erhältlich. 30750 Sonderzug nach Frankfurt. straße 5. . Zelle 10 in Gastwirtschaft „Zur Pulvermuhle , Rod- Heimer Straße 11. _ . Sturmgebiet 12/116, 13/116, 44/116 und 45/116 in Großen - Linden, HofNeue Schule (Marschgruppe II, Führer Sturmsuhrer Nopora). Sturmgebiet 21/116, 23/116 und 26/116 in 2 ich, Marktplatz (Marschgruppe III, Führer Sturmsührer Erb). _ Sturmaebiet 22/116 und 25/116 in Hungen an der Turnhalle (Marschgruppe IV, Führer Sturm- fUSturmgetoet' 24/116 in Laubach, Marktplatz (Marschgruppe V, Führer Obertruppführer Haa s). Sturmgebiet 3/116 und 6/116 in Grund er g, Marktplatz (Marschgruppe VI, Führer Obersturm- ^Sturmgebiet 4/116, 7/116 und 15/116 in Der s - rot), Adolf-Hitler-Platz (Marschgruppe VII Führer Sturmführer Hein tz). Sturmgebiet 5/116 und 1/116 (5/116 soweit im Sturmgebiet 1/116) in Ollendorf a. d. Lda., Marktstraße (Marschgruppe VIII, Führer Sturmbannführer Faul ft ich). . Sturmgebiet 2/116 und 5/116 (5/116 soweit tm Sturmgebiet 2/116 in Lollar am Postamt (Marschgruppe IX, Führer Oberfturmf. Spehrer). nachts bei der 3. Kompanie des Regiments als Sanitäter bei Ausübung des Dienstes gefallen ist und wir bisher näheres über feinen Tod und seine letzte Ruhestätte trotz aller Bemühungen noch nichts erfahren haben, wären wir, seine drei Kinder, ein Sohn und zwei Töchter und unsere liebe Mutter, die Frcku des Gefallenen, oder wenigstens eines seiner Kinder sehr gerne zu diesem Regimentstag nach Gießen gekommen, um vielleicht noch einen alten Mitkämpfer von unserem lieben Vater zw treffen. Aus Berlin-Karlshorst schreibt ein ehemaliger 116er, der 81jährige Kriminal-Sekretar i. R. Emil S e n d z i k: „Dem Regiment gestatte ich nur anläßlich der bevorstehenden 125jährigen Begrün- dungsfeier des ehemaligen Infanterie-Regiments 116 davon Kenntnis zu geben, daß es in meiner Absicht liegt, an der Feier teilzunehmen, und ich bitte um gefällige weitere Veranlassung. Dem ehemaligen Infanterie-Regiment 116 habe ich vom & 4. 1881 bis 1.5.1887 in der 11. Kompanie angeho/t. Als Unteroffizier des ehemaligen Infanterie-Regiments 115 war ich Mitbegründer des III. Bataillons des ehemaligen Infanterie-Regiments 116 und da ich mich im 81. Lebensjahr befinde, dürfte ich, soweit ich im Bilde bin, zur Zeit der Senior (Aelteste) der ehemaligen 11. Kompanie sein. Erwünschenswert wäre es mir, wenn während der Dauer der Feierlichkeiten für mich — wenn ein Freiquartier nicht zu haben jein sollte — für ein billiges Unterkommen Sorge getragen werden könnte. Für die bevorstehenden Bemühungen gestatte ich mir schon jetzt meinen echten soldatischen Dank auszusprechen. Heu Emil Sendzik, Kriim-Sekr. i. R. Neben den vielseitigen Vorbereitungen, die es für das Regiment 116 zu bewältigen gibt, stehen auch die Presse, der Film und der Rundfunk nicht abseits. Die Tageszeitungen berichten laufend über die großen Vorbereitungen zum Regimentsappell. In den Lichtspielhäusern laufen Diapositive, die zur Teilnahme an den Festtagen des Regiments aufrufen. Durch die Reichssender Frankfurt a. M., Köln und Saarbrücken wird der Regimentsappell im ganzen Reichsgebiet bekannt gemacht. Die Kreisleitung der NSDAP., die SA.-Brigade 147, das NSKK., die Kameradschaft ehemaliger 116er. der Kyffhäuser- und Soldatenbund, die 222er, die NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" in der Deutschen Arbeitsfront, sie alle haben dem Regiment ihre tatkräftige Mitarbeit zum Gelingen der Festtage in kameradschaftlicher Weise zugesagt. Die Kameradschaft ehemaliger 116er hat ihre Mitglieder aus Gießen und Umgebung für den heutigen Samstag, 7. Mai (siehe gestrige Anzeige), in die Gaststätte „Auerhahn" geladen. An dieser Zusammenkunft wird auch ein Offizier des Regiments teilnehmen. „Kraft durch Freude" wird für diese Festtage Sonderzüge nach Gießen bringen. Die Stadtverwaltung Gießen wird für die Tage ver- billigte Straßenbahnfahrkarten zur Einführung bringen. Auch die Bürgermeister der sechs oberhessischen Kreise werben in ihren 'Gemeinden zur Teilnahme. Die Einheiten des NS.-Kyff- häuserbundes sind überall sehr rege. Das Städtische Verkehrsamt hat in Verbindung mit der Reichspost einen wirkungsvollen Post stempel zur Einführung gebracht mit der Inschrift: „Großes Soldaten- Treffen — 116er mit Kriegsformationen — vom 18.—20. Juni 1938 — Gießen an ter Lahn." Auch Weiterhin hatte L. im April 1936 an einen Weinhändler in Traben-Trarbach geschrieben und ich von diesem zuerst mehrere Flaschen Probenwein schicken lassen, die er aber nicht bezahlte. Später bestellte er noch einen größeren Posten Wein, den die Firma aber, mißtrauisch geworden durch das Nichtbezahlen des vorher gelieferten Weines, nicht an den Angeklagten abgehen ließ. Bei den Bestellungen bezeichnete sich der Angeklagte, der elbst vor Gericht angab, Maschinist zu fein, als Lokomotivführer. Das Gericht erster Instanz erblickte hierin Vorspiegelung einer falschen Tatsache und verurteilte ihn daher wegen Betrugs und B"- trugversuchs. Im Gegensatz hierzu war jedoch die Kammer der Ansicht, daß der Angeklagte als Fahrer der kleinen Bahnen bei dem Bau der Reichs- autobahneh berechtigt war, sich Lokomotivführer zu nennen, zumal Lambert behauptete, was ihm nicht widerlegt werden konnte, daß er dieser Bezeichnung noch die Buchstaben RAD. (Reichsautobahn) hinzugefügt habe. Das Berufungsgericht nahm aber an, daß Der Angeklagte schon bei Bestellung der Probesendung nicht die Absicht hatte, diesen Wein zu bezahlen. Auch die später von ihm bestellte Sendung, unter der sich teure Spitzenweine befanden, stand in keinem Verhältnis zu seinem Einkommen, und der Angeklagte wußte, daß es ihm bei der Art seiner Lebensführung nicht möglich mar, den Wein, falls er ihn erhielt, zu bezahlen. Damit hatte sich aber der Angeklagte des Betrugs schuldig gemacht. In der gleichen Zeit hatte Lambert gleichfalls für den Zeugen B. einen Radioapparat bestellt, ohne von diesem beauftragt worden zu sein. Als der Angeklagte den Ort Gambach, wo er bei dem Zeugen B. wohnte, verließ, nahm er den Apparat ohne Wissen und Willen des D. mit nach Frankfurt. Auch in diesem Falle ergab die Verhandlung vor ter Kammer einen anderen Sachverhalt, als vor schulamts Gießen, die heute zur öffentlichen Kennt- nis gebracht wird. Alle Berufsschulpflichtigen und deren Lehrherren bzw. Betriebsführer feien auf diese bedeutsame Bekanntmachung besonders hmge- wiesen. ** Maienblasen. Am heutigen Samstag, ab 19 Uhr, findet das Maienblasen vom Turm der Johanneskirche mit folgenden Darbietungen statt: 1. Choral „Ein' feste Burg ist unser Gott". Luther, Wittenberg 1529; 2. Abendchor aus „Das Nachtlager von Granada" von Konradin Kreutzer; 3. Volksweise: „Drauß' ist alles so prächtig". Kleine Strafkammer Gießen. Der Moritz Lambert aus Frankfurt a. M. war wegen Betrugs in vier Fällen, Betrugversuchs und Unterschlagung am 18. März von dem Amtsgericht Butzbach zu einer Gesamtzuchthausstrafe von zwei Jahren und drei Monaten verurteilt worden. Der Verurteilung lag folgender Sachverhalt zugrunde: Der Angeklagte hatte im März 1936 im Namen des Zeugen B. ohne dessen Auftrag Wein bestellt. Als der Wein ankam, bezahlte B. das Frachtgeld und nachher auch den Wein in der Annahme, daß L., der bei ihm zur Miete wohnte, ihm das Geld wiedergeben würde, was aber nicht geschah. In diesem Verhalten des Angeklagten sah das Amtsgericht einen Betrug. Die am gestrigen Freitag von der Kleinen Strafkammer geführte Berufsoerhandlung ergab jebocf), daß der Zeuge an und für sich nichts gegen die Weinbestellung gehabt hätte, wenn der Angeklagte nachher feinen Anteil an dem Wein bezahlte. Die Kammer sprach daher unter Aufhebung des erstinstanzlichen Urteils den Angeklagten wegen dieses Vorfalles frei. Heute findet die letzte Aufführung des Lustspiels Die Weiber von Redditz" von Friedrich Forster statt. Spielleitung Anton Neuhaus. Die Vorstellung findet gleichzeitig für die KdF.«ete Gruppe II (16. Vorstellung) statt. Anfang 20, Ente 22 Uhr. Freier Kartenverkauf. Sonntag, 8. Mai, zum letzten Mal der große Erfolg „Das Land des Lächelns", Romantische Operette in drei Akten von Franz Lehar. Musikalische Leitung Heinz Markwardt, Spielleitung Karl-Ludwig Lindt. Tänze Irmgard Zenner. Bühnenbild Karl Löffler. Die Intendanz macht darauf ausmerk, sam, daß die Vorstellung um 19.30 Uhr beginnt. Ende 22 Uhr. Außer Miete! Dienstag, 10. Mai, Anfang 20, Ende 22.15 Uhr: Neueinstudierung „Candida", Mysterium in drei Akten von Bernard Shaw, Spielleitung Wolfgang Kühne. Dienstag-Miete, 30. Vorstellung. Mittwoch, 11. Mai, Anfang 19.30 Uhr, Ende 22 Uhr, „Versprich mir nichts", Komödie von Charlotte Rißmann, Spielleitung Hermann Schultze- Griesheim. Mittwoch-Miete, 31.Vorstellung. .Freitag, 13. Mai, Anfang 20, Ende 22.15 Uhr, „Candida", Mysterium von Bernard Shaw, Freitag-Miete, 31. Vorstellung. Donnerstag, 12. Mai, Anfang 20, Ende 22 Uhr, einmaliges Gastspiel „Ballett Raimonda" vom Empire und Prince of Wales Theatre London. Außer Miete/ Samstag, 14. Mai, Anfang 20, EnEde 22.30 Uhr, KdF.-Miete, Gruppe I (16. Vorstellung), zum letzten Mal „Scharnhorst". Schauspiel von Menzel. Spielleitung Dr. Erich Schumacher. Freier Kartenverkauf. Sonntag, 15. Mai, Anfang 11.30, Ende 12.30 Uhr, , 15. und letzte Morgenveranstaltung, Uraufführung Der Ritter", von Georg Basner, Gemeinschafts- , 'arbeit des Theaters und ter Hitler-Jugend. Spiel- ! leitung Günter Winkel. Georg Basner spricht über „Deutsche Dichtung im deutschen Kampf." — Don , 19.30 bis 22.30 Uhr letzte Operettenoorstellung der ; Svielzeit „Marietta", Operette von Walter Kollo. 'Kundgebung zu ermöglichen, läuft am Sonntag, 8. mai, ein Sonderzug der NS.-Gemeinschasl „Kraft durch Freude", die nähere Einzelheiten unter „Parteiamtliche Bekanntmachungen" veröffentlicht. Deutsche Handwerker, beweist eure Verbundenheit als gastgebender Gau allen Kameraden, die aus ganz Deutschland kommen, durch Teilnahme am Reichshandwerkertag. Auf nach Frankfurt a. 21L in die Stadt des deutschen Handwerks! Kahemeier Kreisobmann Uhr Kameradschaftsabend im hessischen Hof". — Verein ehemaliger 116er: 20.30 Uhr im „Auer- Hahn" Karnerödschafts - Appell. — Ehemalige Leibgardisten: 20.30 Uhr im „Schipkapaß" Monatsoersammlung. — Oberhesslscher Kunstoereim 17 bis 18 Uhr: Ausstellung im Turmhaus am Brand. — Spielvereinigung 1900 : 20 Uhr außer- ü“-««hw“ vi-deutliche Generalversammlung „Stadt Wetzlar", l Zeppelin-Besichtigung 50 Pf. Sämtliche politische Leiter, Amtswalter bzw. Amts- roalterinnen der DAF, NSV. und NS.-Frauen- schäft haben an diesen Besprechungen teilzunehmen und werden ersucht, pünktlich um 20.30 Uhr in ihrem zuständigen Lokal anwesend zu sein. Hitler-Jugend, Bann 116 (Wetterau). Die für Sonntag, 8. Mai, angesetzte Morgenfeier ,Der Ritter" muß wegen Erkrankung rm Spielpersonal auf Sonntag, 15. Mai, verschoben werden. e>hirml/M14Z fährtnachOesserreich. Der Motorsturm 1 der Motorstandarte 147 Gießen (Sturmführer Freund), kann heute mittag nach sorgfältiger Vorbereitung die seit langem geplante Fahrt nach Oesterreich antreten. 12 Kraftwagen und 48 Mann sind an der Fahrt beteiligt, die sich über den Zeittaum von sechs Tagen er- strecken wird. Die Fahrt führt zunächst nach Mun- chen, der Hauptstadt der Bewegung, die voraussichtlich bei einer Sonderrundfahrt besichtigt werden wird. Von München aus fährt man dann nach Salzburg, nach Graz und Leoben, von dort aus nach Wien. In Wien sind zwei Tage Aufenthalt vorgesehen. Die Rückfahrt führt über Linz und Braunau, über Nürnberg und Würzburg nach Gießen zurück. Kreisleiter Backhaus hat sich zur Freude der Kameraden des Motorsturms entschlafen, an dieser Fahrt teilzunehmen, lieber Die Fahrt werden wir laufend eigene Berichte veröffentlichen und so unsere Leser auf diese Weise an Dem Erleben der NSKK.-Karneraden teilnehmen lassen. Sein orthopädisches Turnen in den (Schulen. Orthopädische Behandlung Sache des Arztes. Arn 8. Mai wiPd die 1. Wiederholungsübung, be° stehend aus einem 15-Kilorneter-Marsch ohne Gepäck, mit einer Aufgabe aus der Gruppe III durchgefuhrt. Es haben daran teilzunehmen: Alle SA.-Sport- abzeichenträaer, sofern sie nicht der Wehrmacht RAD., NSKK. und ff angehoren. (Falls das 40. Lebensjahr überschritten ist, wird die Teilnahme fteigestellt.) Unentschuldigtes Fehlen zieht Entzug des SA.- Sportabzeichens' nach sich. Entschuldigungen sind nur Krankheit und unverschiebbare Arbeit. Diese sind mit Belegen, d.h. ärztliches Attest bzw. Be- scheinigung des Betriebssührers, an die zuständige SA.-Dienststelle bis zum 8. Mai einzureichen. Am 8. Mai ist mitzubringen: Leistungsbuch, Besitzzeugnis, 50 Pfennig für Urkunde bzw. Emzah- lungsbescheinigung. Es haben angutreten um 7.15 pr am 8. Mai alle in Frage kommenden SA.-Sport- abzeichenträger. Standort Gießen (mit Wiefeck, Heuchelheim und Klein-Linden) im Hofe der Standarte 116 (Marschgruppe I, Führer Sthptf. Bender). LPD. Die Hessische Landesregierung verweist bezüglich des orthopädischen Turnens auf einen Erlaß des Reichserziehungsministers, in Dem bestimmt wird: Für die körperliche Erziehung in Den Schulen sind ausschließlich die Richtlinien für die Leibeserziehung in Jungenschulen bzw. Die in Kürze zu erroartenDen entsprechenDen Richtlinien für Die MäD- chenschulen maßgebend In beiDen Richtlinienwerken hat Das sogenannte orthopäDische Turnen keine Berücksichtigung gefunDen, Da Die orthopädische Behandlung ausschließlich Sache des Arztes ist. Auch in der neuen Turnlehrerausbildung ist aus denselben Gründen das orthopädische Turnen als Ausbildungszweig fortgefallen. Beim Dorliegen schwerer Ruckenschwächen, Rückgratverkrümmungen und dergleichen ist dem Arzt die Entscheidung zu überlassen, ob Die betreffenden Kinder vom Schulunterricht zu befreien und einer besonderen ärztlichen Behandlung zu unterwerfen sind. Kinder mit leichteren Rückenschwächen, Rückgratverkrümmungen und dergleichen haben grundsätzlich am Schulunterricht teilzunehmen. Gießener Dochenmarktprefte. * G i e ß e n , 7. Mai. Aus Dem huetigen Wochenmarkt kosteten: Deutsche feine Molkereibutter, kg 1,57 Mark, feine Molkereibutter 1,52, Markenbutter 1,55 bis 1,60 Mark, Matte 20 bis 25 Pf., Käse, Das Stück 5 bis 10, Eier, Deutsche, vollfrisch, Klasse S 13, Klasse A 12^, Klasse B 12, Klasse C 11’/, Klasse D 10%, Wirsing, % kg 15 bis 18 (gelb), 20 bis 22 Stadttheater: 20 bis 22 Uhr „Die Weiber von Redditz". — Gloria-Palast (Seltersweg): „Olympia, Fest ter Schönheit" und Wochenschau „Des Führers Ankunft in Italien". — Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): .Heiratsschwindler" und Wochenschal, „Des Führers Ankunft in Italien". — Wettbewerb HJ.-Heim, Gießen: 16 bis 18 Uhr, Ausstellung der Entwürfe in der Dolkshalle (Empore). — Reichs- treubunb, 20.15 Uhr im Burghof, Standort- abend. — Artilleriften-Kameradschaft 1895: 20.30 von einem Auto angefahren und erlitt dabei einen Schädelbruch, eine Gehirnerschütterung und Weichteilverletzungen am rechten Oberschenkel. Das bedauernswerte Kind mußte nach Gießen in ärztliche Behandlung gebracht werden. Schulsparen ein wichtiges Erziehungsmittel. Die Erkenntnis, daß die Verankerung großer Ideen bei der Jugend beginnen muß, ist heute Allgemeingut geworden. Durch die planmäßige Hinführung schon der jüngsten Generation auf politische Ziele ist Sorge dafür getragen, daß das in fünf Jahren unerhörten politischen und wirtschaftlichen Aufschwungs Erreichte nicht untergeht. Zu den wertvollen Eigenschaften, die planmäßig entwickelt und gefördert werden müssen, gehört auch die Sparsamkeit. Ein grundlegender Erlaß des Reichserziehungsministers aus dem Jahre 1936 bildet den Ausgangspunkt einer neuen Entwicklung der Schulspareinrichtung. In Verfolg dieses Erlasses hat sich die Zahl der Schulen, deren Schulspareinrichtungen von Sparkassen betreut wurden, schon im Jahre 1936 von 24 879 auf 33 370 erhöht. Heute arbeiten 35 000 bis 40 000 Schulen, das sind weit über zwei Drittel aller Anstalten, mit den Sparkassen zusammen. Eine unlängst herausgekommene weitere Verlautbarung des Reichs- erziehungsministers weist mit Recht ausdrücklich darauf hin, daß die ihm erstatteten Berichte durchweg ein günstiges Bild von der Entwicklung des Schulsparens geben. Richt zuletzt dank dem uneigennützigen Einsatz der Lehrerschaft wird damit schon der Heranwachsende Volksgenosse mit den Segnungen der Sparsamkeit vertraut gemacht. • Straffreiheit bei Steuerzuwiderhandlungen Von Or. jur. et rer. pol. K Wuth, Steuerberater, Berlin. Strafsteiheit tritt in bestimmtem Umfange auch für Steuerzuwiderhandlungen auf Grund des Gesetzes über die Gewährung von Straffreiheit vom 30. 4.1938 ein. Erlaß von Skeuerstrasen. Erlassen werden zunächst Steuerstrafen, die bereits am 1. Mai 1938 rechtskräftig erkannt, jedoch noch nicht vollstreckt sind, wenn auf Freiheitsstrafe von nicht mehr als einen Monat und Geldstrafe, bei der die Ersatzfreiheitsstrafe nicht mehr als einen Monat beträgt, — allein oder nebeneinander — erkannt ist. In welcher Höhe hiernach Geldstrafen erlassen werden, kann im einzelnen Fall durchaus verschieden sein, da die Ersatzstrafen von den Strafbehörden im wesentlichen nach freiem Ermessen bestimmt werden, wobei die wirtschaftlichen Verhältnisse des Verurteilten eine wesentliche Rolle spielen (in einem vom Reichsgericht entschiedenen Falle wurde die Bemessung einer Ersatzfreiheitsstrafe auf einen Tag Gefängnis für je 100 Mark Geldstrafe anerkannt; RStBl. S. 1056). Die Entscheidung über den Erlaß von Steuerstrafen (auch Nebenstrafen; vgl. unten!), sofern sie in einem Verwaltungsstrafeoerfahren festgesetzt sind, trifft das Finanzamt (Hauptzollamt); hiergegen kann Beschwerde an den Oberfinanzpräsidenten eingelegt werden. Ist vom Finanzamt rechtskräftig eine Geldstrafe festgesetzt worden und die dem Gericht zusteyende Festsetzung der Ersatzfreiheitsstrafe noch nicht erfolgt, so entscheidet das Finanzamt darüber, ob der Straferlaß Platz greift. Auf Antrag des Steuerpflichtigen entscheidet das Gericht, gegen dessen Entscheidung die sofortige Beschwerde gegeben tft. Der Straferlaß erstreckt sich auf Neben st ra- f e n, soweit sie noch nicht vollstreckt sind, und auf gesetzliche Nebenfolgen (z. B. Veröffentlichung, nicht dagegen Einziehung). Rückständige Bußen, die in die Staatskasse fließen, und rückständige Kosten gelten auch dann als erlassen, wenn die Strafe am 1. Mai d. I. bereits verbüßt war. Einstellung anhängiger Steuerstrafverfahren. Anhängige Steuerstrafoerfahren wegen vordem 1. M a i 19*8 begangener Zuwiderhandlungen werden von Amts wegen eingestellt, wenne keine höhere Strafe oder Gesamtstrafe als die obengenannten zu erwarten ist. Beihilfshandlungen gelten erst mit der Haupttat als „begangen", wie das Reichsgericht vor einiger Zeit entschieden hat. Liegt eine fortgesetzte Steuerzuwiderhandlung vor, so müssen alle Einzelhandlungen, die dazu gehören, vor dem 1. Mai begangen und auch deren gewollte Folgen einschließlich des letzten Teilerfolges vor dem Stichtag des Gesetzes eingetreten sein (RFH. v. 12. 2. 37 D 331/36). Die Straffreiheit tritt daher nicht ein, wenn auch nur eine in den Zusammenhang der fortgesetzten Tat gehörige Handlung noch nach dem 30. April getätigt wird. Die gesamte Tat kann hier noch bestraft werden. Ueber die Einstellung anhängiger Steuerstrafoerfahren entscheidet im Verwaltungsstrafverfahren das Finanzamt (Hauptzollamt) ober der Oberfinanzpräsident, bei dem das Verfahren anhängig ist. Die Beteiligten können über die Einstellung eine Entscheidung des Gerichts herbeiführen. Die Anstellung neuer Ermittlungen findet im allgemeinen nur insoweit statt, als dies für die Entscheidung über die Anwendbarkeit des Straffreiheitsgesetzes oder für die Steuerfestsetzung erforderlich ist. Wird ein wegen Steuerzuwiderhandlung g e - richtlich anhängiges Verfahren außerhalb der Hauptoerhandlung auf Grund des Straffreiheitsgesetzes eingestellt, so kann der Beschuldigte, der seine Unschuld behauptet, die Fortsetzung des Verfahrens innerhalb einer Woche beantragen. Das gleiche gilt, wenn das Gericht in der Hauptoerhandlung die Einstellung mit Rücksicht auf das Straffreiheitsgesetz in Erwägung zieht; der Antrag kann hier bis zur Beendigung der Schlußvortrags gestellt werden. Bei rechtzeitiger Stellung des An« träges wird das Verfahren nach den allgemeinen Verfahrensvorschriften fortgesetzt. Der Angeklagte hat jedoch Auslagen und Kosten wie ein Verurteilter zu tragen, wenn er nicht freigesprochen, sondern das Verfahren auf Grund des Straffreiheitsgesetzes eingestellt wird. keine Einleitung neuer Verfahren. Für vor dem 1. Mai 1938 begangene Steuerzuwiderhandlungen ist auch beachtlich, daß neue Verfahren wegen solcher Zuwiderhandlungen, für die höhere als die oben angegebenen Strafen ausscheiden, nicht eingeleitet werden. Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinden. (G. -- Gottesdienst, KG. = Kindergottesdienst, HG. = Hauptgottesdienst, HG.-Abendm. = Hauptgottesdienst mit Beichte und Abendmahl.) 8. Mai. Gießen. Stadtkirche. G. 8, Schmidt, Christen!. Matthg. HG. 9.30, Becker, KG. 11 Markg. — Johanneskirche. G. 8, Bechtolsheimer, Christen!. Lukg. HG. 9.30, Aus seid, Eröffng. d. Konf.-Unterr. Joh.- u. Militg. KG. 11 Johs. u. Militg. Bibel- bespr. 20, Paetow. — Petruskapelle. G. 9.30, Trapp, Christen!. Petrg. — Kapelle Alter Friedhof. HG. 9.30, KG. 11. — Wieseck. Beichtg. 9.30, HG.- Abendm. 10, Paetow, Bibelst. 15.30. — Kirchberg. KG. 9, HG.-Abendm. f. d. Jg. v. Lollar 10. — Daubringen. HG. 10, KG. 11. — Lollar. KG. 9.— Albach. G. 12.30. — Steinbach. HG.-Abendm. 9.30. — Heuchelheim. HG. 10, HA. f. d. Burschen 11, CHR. f. d. Mädchen 13. — Klein-Linden. G. f. Kon- firmanoenunterricht u. Christenlehre f. d. männliche Jugend 9, KG. 10.15. — Garbenteich. G. 13. — hausen. G., Christenlehre 10. — Lich. 8, Naumann, Christenlehre f. d. männl Jugend 9.30, Kahn, KG. 12.45. — Langsdorf. Christenlehre 10, HG. 11, Kollekte. — Dettenhausen. HG. 13.30. — Hungen. G., Christenlehre 10, G. 13.30 — Mrberg. G. u. 21 Item abendm. 10. — Veitsberg. G. u. Altenadendm. 13. 11. Mai. Gießen. Stadtkirche. AG. 20, Becker. 12. Mai. Gießen. Iohannessaal. Bibeldespr. 20, Ausfeld. Gemeinschaft innerhalb der Kirche (Landeskirchliche Gemeinschaft), Gutenbergstraße 9. 8. Mai. Ev.-Stde. 20.30. — 11. Mai. Bibelstde. 20.30. — 12. Mai. Jugendbundstde. 20.30. Ev. Stadlmission, Löberstr. 14. 8. Mai. Morgen- andacht 8.30, Sonntagsschule 9.45, Gemeinschafts- Mitgliederstunde 15, Evangelisations-Vortrag 20.30. — 11. Mai. Bibelstde. 20.30. Neuapostolische Gemeinden Gießen, Händelstr. 1, Ederstr. 13. 8. Mai. G. 9.30 u. 16. — 11. Mai. G. 20.30. Bund freikirchlicher Christen, Gemeinde Gießen, Großer Steinweg 4 H. 8. Mai. Sonntagsschule 11.30, Bibelstunde 20.15. — 11. Mai. Bibel- u. (Sebeb stunde 20.15. Die Lhristengemeinschaft (Bewegung für religiöss Erneuerung), Marburger Straße 15. 8. Mai. Menschenweihehandlung 10. Katholische Gemeinden. (B. = Beichtgelegenheit, M. = Messe, K. = Kommunion, P. = Predigt, HmP. = Hochamt mit Predigt, VuA« = Vortrag und Andacht, A. = Andacht.) 7. Mai. Gießen. B. 16.30 b.~ 18.30 u. 19. 8. Mai (3. S. n. Ostern). Gießen. B. 6.30, Hl Messe (Hl. Kom. d. Jungfr.) 7, Spend, d. hl. Kork. 8, HmP. 9, Singm. m. P. 11.15, Christen!, u. 21 14.30. — Grimberg. HmP. 9.45. — Lollar. Hl. M, m. P. 9.30. — Lich. HmP. 7.30, Christen!, m. A. 20. — Hungen. HmP. u. Christen!. 9.30. — Nidda. HmP. 8.15. — 9. Mai. Laubach. Hl. M. 7.15. —* 10. Mai. Gießen. Maiandacht 20, Bibelstde. 20.30. — 11. Mai. Hungen. Hl. M. 6.15. — 13. Mai. Gießen. Maiandacht 20. Sonntagsdienst für Aerzte. Arzt: Dr. med. Ploch, Asterweg 34. — Zahnarzt (nur in dringenden Fällen): Dr. Schneider, Friedrichstr. 15. Oeffentlicher Sonntagsdienst. Polizei: Telephon 2751, nur in dringenden Notfällen Telephon 01. Feuerwache: Telephon 2244/45, Notruf Tele« phon 02. Hauptpostamt: Beschränkter Schalterdienst, 8 bis 21 Uhr. Stadtpostamt: Für Schließfachabholer 7 bis 13 Uhr. Sanitätskolonne: Telephon 2500. ERHÄLTLICH IN ALLEN GESCHÄFTEN Telephon Nr. 2287 Kleinbezug zu verlangen. zu erfreuen. 3182Ü 19 • lacht auch das Herz Gasthaus zur deotscbenEiche , Echte $$anffurter' HERZKRAFT Geschäftsdrucksachen Rechnungen Briefblätter Briefumschläge Postkarten Geschäftskarten bei Brühl, Schulstr.7 Markisen-Stoffe !180A 100 br. 1.90,120 br. 2.30 p.Mtr. bei Ludwig Haas Gießen. 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Ohm und in Marburg wieder anzutreffen sind; man weiß, daß sich das Seilerhandwerk auf nur noch wenige Berufsgenossen stützt und noch so mancher Berufsstand durch die weitgehende Technisierung Einbuße erleidet wenn auch dem meist an anderer Stelle wirtschaftliche Ausweitungen gegenüberstehen. Auch manchen gewerblichen und industriellen Betrieb gibt es in unserer Heimat, der ob seiner Einmaligkeit interessant erscheint und deren schon mancher in den Spalten unserer Zeitung dem Leser in Wort und Bild nahegebracht worden ist. So bedeutet es nur eine Fortsetzung dieser unserer Gepflogenheit, seltene oder einmalige Gewerbebetriebe oder Handwerke herauszustellen, wenn wir einmal den Blick in die Arbeitsstätte werfen, in der als der einzigen in ganz Hessen das Holz für Parkettböden vorbereitet und bearbeitet wird.. Es mag nicht allgemein bekannt fein, daß man sich in dem Holzbearbeitunqsbetrieb W e l l h ö f e r (Marburger Straße) fast ausschließlich' mit der Herstellung von Parkettholz beschäftigt! Nicht weniger denn 21 Volksgenossen haben in diesem Betrieb ihre dau- ernu*.- Arbeitsstätte; ja mancher der dort Beschäftigten ist schon 10, 15 und noch mehr Jahre treuer Mitarbeiter. Interessant genug, einmal näher zuzüsehen, welchen Weg das Holz, das dorthin zugewiesen wird, nimmt Rach lang gepflegter Uebung und auf Grund jahrelanger Erfahrungen wird in dem erwähnten Betrieb fast ausschließlich Eichenholz zu Parkettholz verarbeitet. In dicken Stämmen rollt es an, wird, wenn es schon lange genug gelagert hat, dem Sägegatter zugeführt, wo der Stamm in acht oder zehn gleichmäßig starke Bretter zerfällt. Wenn der Stamm nicht gerade gewachsen ist, dann tut vorher eine mit der Hand dirigierte Motorsäge ihre Arbeit, bevor der Stamm zum Sägegatter kommt. Unter einer —von Hand beweglichen und ausschwingenden, raffiniert konstruierten Kreissäge werden dann die Bretter, wie sie das Sägegatter hergibt, auf Stücke von 20, 30 oder 40 Zentimeter Länge geschnitten und auch diese müssen, längsgeschnitten, wieder in kleinere Teile von acht bis zehn Zentimeter Breite aufgeteilt werden. Ganze Stämme also verwandeln sich in kürzester Zeit in Hunderte gleichmäßiger Brettchen von zwei bis drei Zentimeter Stärke, 20 bis 40 Zentimeter Länge und acht bis zehn Zentimeter Breite. Eine gründliche Wandlung muß der Eichenstamm also über sich ergehen lassen. Mit dieser verhältnismäßig groben Aufteilung eines Stammes ist es aber nicht getan Ein klein zerschnittener Eichenstamm ist noch lange kein Parkettholz! Wenn es notwendig ist, werden die vielen kleinen Brettchen erst einer gründlichen Lufttrocknung ausgesetzt und zu großen kreisrunden oder ovalen Türmen aufgeschichtet, daß nicht nur die Luft von möglichst allen Seiten und zu jedem einzelnen Brettchen Zutritt hat, sondern sich insgesamt und für das Auge eine hübsche ornamentale Wirkung ergibt Der schöne Aufbau ist hier keineswegs Selbstzweck, sondern in seiner Form ganz von einer praktischen Notwendigkeit bestimmt. Aber der Lufttrocknungsprozeß, genügt bei Weitem nicht. Vielmehr kommt eine ganz intensive Heißlufttrocknung hinzu. Das Parkettholz darf, wenn es allen Anforderungen, die man an Parkett stellen darf, entsprechen soll, nicht die Spur einer Feuchtigkeit mehr enthalten. Auch nur leicht feuchtes Holz würde immer noch in sich arbeiten und eine fugenlose Fläche nicht zustande kommen lassen. So kommt also das luftgetrocknete Holz auf kleine Wagen, wird wieder sehr sorgfältig und luftig aufgeschichtet und gelangt nun so in hohen Stapeln in die Trockenkammern, in denen es bis zu achtzig Stunden verbleibt. In diese Trockenkammern wird durch Elektromotoren, die vorher auf 130 Grad Celsius erhitzte Luft eingeblasen und damit das Holz über Stunden einem raschen und heißen Luftstrom ausgesetzt. Da Der» flüchtet sich jede Spur von Feuchtigkeit in allen Fasern des Holzes und die reine Substanz, hart, zäh und unveränderlich, verbleibt. Mit 70 Graden Celsius verläßt die Heiß- Auf Wagen aufgebaut, wird das Holz in die Trockenkammern gebracht. Parkettholz, zur Lufttrocknung aufgeftapelt.^ lüft die Trockenkammern, sie wird aber in stetigem Kreislauf wieder durch und über das intensive Feuer umgetrieben, sofort wieder auf 130 Grad Celsius gebracht und so immer wieder in die Trockenkammern getrieben. Interessant, wie die Feuerung für diesen Luftstrom geschieht! Feuerungsmaterial ist ausschließlich Sägemehl. Halbautomatisch und immer nur in kleinen Teilen fällt das Sägemehl in die Flamme, das unter dem Luftzug des ständigen Luftstromes ungeheuer intensiv und praktisch rauchlos und restlos verbrennt. Obwohl im Laufe der Woche das Sägemehl zentnerweise den Flammen übergeben wird, bleiben nach acht Tagen noch keine hundert Gramm Aschenrllckstand. Wenn nach dem Urteil des Fachmannes und noch Erfahrungstatsachen das Holz trocken und ausgekühlt ist, dann wird es auf komplizierten Maschinen — auf mehreren Seiten gleichzeitig bestoßen, behobelt und auf haargenau gleiches Format gebracht. Eine weitere Maschine hat dann die Aufgabe, in die Brettchen die ,.Nuten" zu stoßen, in die dann nach bestimmtem System die „Feder" eingezogen wird, mit deren Hilfe die einzelnen Brettchen, an Ort und Stelle der Verwendung des Parkettholzes, lückenlos miteinander verbunden werden. Parkettboden ist- also immer — wie der Fachmann sagt — „auf Nut und Feder gearbeitet". Bei richtiger Pflege — Parkett darf nur über große, zeitliche Abstände mit Wasser gereinigt werden — hat der Fußboden dieser Art eine ungemein lange Lebensdauer. Der äußere Eindruck, den der Betrieb der Parkettholzfabrikation macht, ist in allen seinen Erscheinungen eben der eines Holzverarbeitungsbetriebes. Ueberall liegt der .Ruch des Holzes in der Luft, ■ 31 V 3 allenthalben kreischen die Kreissägen, das Sägegatter, die Spezialsägen, überall liegt eine feine ^Staubschicht, die von der Arbeit der Sägen herrührt, und überall findet der Fuß den .weichen Widerstand des Sagemehles, das in mehr oder weniger dicker Schicht den Boden bedeckt. Alle die Bearbeitungshallen sind offen, denn immer wieder verläuft der Arbeitsgang vorn Lagerplatz zum Arbeitsschuppen,'vom Arbeitsschuppen zum Lagerplatz. Schienen für Rollwagen verbinden einen Arbeitsschuppen mit dem anderen. Fast täglich fahren die Fernlastzüge, die' im Dienste der Reichsbahn verkehren, direkt in den Hof 'und an das Lager der Spezialschreinerei an der Marhurger Straße. Sie laden öie sauber gebündelten Parkettholzpäckchen ein und bringen das wertvolle Holz häufig genug unmittelbar an den Ort der Verwendung. Fast nach ganz Westdeutschland geht das Parkettholz aus Gießen. Seit Jahrzehnten! Still in seinem Kreise arbeitet auch hier ein Werk mit an unseren vielgestaltigen deutschen Aufgaben. 1 N. (Aufnahmen [6]: Neuner, Gießener Anzeiger.) Spezialmaschinen behobeln das Holz auf den Millimeter genau. An Kreissägen werden die Brettchen auf das Grundformat gebracht. Fäden hin und her. Vornan von Hedda Westenberger. Copyright by Carl Duncker Verlag, Berlin W 35. 16. Fortsetzung. (Nachdruck verboten!) Aber das alles ist vergeblich. Der Doktor legt ihr nur kräftig seine beiden starken Hände auf die kleinen Schultern, fo daß die ganze winzige Person dis in ihve Grundfesten hinein sanft erschüttert, und „räumt" sie dann energisch beiseite: Erstens ist das olles Quatsch, und zweitens sind diese beiden jungen Leute alt genug, auch ohne Aufsicht zu wissen, was sich gehört, und also gute Nacht und angenehme Ruhe! _ „Aber ich geh' doch nicht schlafen! Wie kann ich denn!" zetert Tante Martha, und ihr Spitzmausgesicht knittert sich wie ein Apfel im Bratrohr „Und ich sage dir, du gehst schlafen!" donnert der Doktor, und er donnert um fo gewaltiger, als er den ganzen Nachmittag über seine Stimme im Zaume gehalten hat. Dann schiebt er Marga Mont- will vor sich her durch die Tur, so daß sie kaum noch Zeit hat, der verzweifelten Tante Martha die Hand zu drücken, und schlägt energisch die Tür ins Schloß. „So. Das hätten wir geschafft. Und wohin jetzt?" Er nimmt den Hut ab, öffnet den Mantel, den er eben erst geschlossen hat, und atmet tief. Marga Montwill lächelt belustigt zu ihm hinaus: „War's fo fchlimm, Onkel Hammerbacher?" „Ach, die verfluchte Weiberwirtschaft! Das Getue! Tante Martha wird eben langsam alt. Das geht einem manchmal auf die Nerven. Und jetzt — wo- hin-" •_ Marga macht eine vage Bewegung. „Wohin Sie wollen. Sehen Sie nur, wie hell der Mond die Ssraßen macht!" „Darf ich mich unterhaken?" „Aber natürlich, Onkel Hammerbacher." „Hm..." „Wie, bitte?" „Oh, nichts. Das heißt: Warum sagen Sie eigentlich immer Onkel Hammerbacher zu mir? Finden Sie das so nett?" „Ja, riesig nett? „So. Na. Also schön." Eine lange Weile gehen sie schweigend nebeneinander her. Marga hat ihre Hände in die Manteltaschen gestopft; auf ihrem linken Unterarm ruht Onkel Hammerbachers breite warme Hand. Ihre Schritte hallen laut durch die stille Sttaße. Manchmal hört man das hastige Schnüffeln von Tapsy und Seppi, die sich bemühen, der Anfechtung von ungezählten, verlockenden Duftwellen gerecht zu werden, und die mit tief gesenkter Nase kreuz und quer über den Weg huschen. Dicht über den Häusern hängt rund und satt der Mond. In seinem Licht glänzen die spitzen Giebel und Dächer, als wären sie von Metall; die noch blattlosen Aeste der Bäume schimmern in einem merkwürdigen erregenden Weiß; die Zäune werfen lange, bizarre Schatten. Unwillkürlich dämpfen die beiden ihre Stimmen. Vor einem besonders romantischen Gassenwinkel, in dem die schmalen, hochgebauten Häuser sich zärtlich zueinander zu neigen scheinen und ein barock verschnörkelter Eisenarm eine Riesenschüssel über das schmale Band der Straße hält, dessen zuverlässige Biederkeit in einem drolligen Einvernehmen mit der satten Mondscheibe steht — vor diesem Winkel macht Marga lange halt. „Wir in Berlin", sagt sie leise, „sehen so etwas sonst nur im Film. Und dann sagen mir naserümpfend, daß die Kulisse schlecht und verkitscht war. Ist das nicht schrecklich?" Der Doktor lächelt und beugt sich ein wenig zu Marga hin. „Aber immer noch besser, als wenn man tagaus, tagein von solcher Romantik umgeben ist und sich davon bedrängt fühlt wie von einem zu engen Rock." Marga Montwill forscht verwundert in des Doktors ihr zugewendetem Gesicht. „Tun das die Leute in Eigelstein?" Der Doktor lacht rauh auf. „Ach die! Nein. Die wohl nicht. Aber ich. Oder hatten Sie gedacht, unsereins wünscht sich nichts anderes als ausgerechnet dies Dasein in Eigelstein?" Marga Montwill denkt eine Weile verwundert nach. „3a", sagte sie dann, „wenn ich ehrlich bin, so dachte ich eigentlich, alle sind sehr glücklich und ausgeglichen Aber kommen Sie, gehen wir doch weiter." Langsam gehen sie weiter. Der Doktor hat den Kopf gefenkt. Er hat eigentlich ein prachtvolles Profil, so kraftvoll und so markant — wem ähnelt er nur? Ach ja, der Büste von Lessing, die Marga neulich in Hamburg gesehen hat. Und merkwürdig, je länger sie mit diesem Doktor Hammerbacher zusammen ist, um fo jünger kommt er ihr vor, um fo mehr verliert sich in ihr das Gefühl, einen Mann einer viel älteren Generation vor sich zu haben. Wie kommt das nur? Liegt das an der ganzen Atmosphäre im Hause Hammerbacher? Oder an Eigelstein? Oder ist der Doktor vielleicht für feine Jahre wirklich noch besonders jung? Oder hat es ihr bisher nur immer an Zeit und Muße gefehlt, sich mit dieser Generation zu befassen? Sie gehen nun' nicht mehr untergehakt. Der Doktor wagt es nicht, ein zweites Mal darum zu bitten; er will doch nicht aufdringlich erscheinen. Und Marga hat so ein unsicheres, befangenes Gefühl, daß sie es einfach nicht fertigbringt, sich ihrerseits einzuhaken — wie sie es sonst bei guten Freunden immer ohne weiteres tut. Sonderbar, ganz sonderbar! Lange Zeit, sehr lange Zeit reden sie auch nicht. Vielleicht, weil man in diesen stummen, menschenleeren, mondbegossenen Straßen, zwischen den eng- stehenden Häusern mit den geschlossenen Augen, nicht so planlos drauflosplaudern kann. Vielleicht auch, weil Margas letzte Worte noch zwischen ihnen schwingen und an Dinge gerührt haben, die möglicherweise jahrelang, jahrzehntelang unberührt auf tiefsten Seelengründen schlummerten Wer fragt denn auch einen vielbeschäftigten, weithin bekannten und beliebten Arzt einer Kleinstadt, noch dazu einen mit solch polterndem, forschem Gehabe, wie es dem Doktor Hammerbacher eigen ist, jemals danach, ob er glücklich ist? Glücklich sein, das ist eine Sache für junge Leute, für Verliebte und Jungverheiratete, für junge Mütter und Backfische. Aber ein älterer Herr, ein seriöser Mann Anfang der Fünfzig, ach, der hat doch die bessere Strecke seines Lebenswegs schon hinter sich, nicht wahr? Wenn er nun einem schönen und sorgenlosen Alter entgegensehen darf, fo muß er doch zufrieden fein! Ist es nicht fo? Gelacht, wenn es anders wäre! sagt die öffentliche Meinung. Und die von Eigelstein unterscheidet sich in diesem Punkt in keiner Weise von der öffentlichen Meinung anderswo. Aber nun hat Marga Montwill versteckt diese Frage aufgeworfen, und der Doktor hat sie ausgenommen. Nun läuft sie plötzlich wie ein Mensch zwischen ihnen, und man muß sich — es hilft nichts — mit ihm auseinanderfetzen. „Wissen Sie", sagt der Doktor plötzlich und nimmt den Hut ab und sieht ernst geradeaus, „wissen Sie, man begräbt vieles, wenn man in Eigelstein lebt. Man ist vielleicht sogar ganz glücklich, aber es ist ein flaches, dünnes Glück. Es ist zu zierlich und zu weich für einen Mann wie ich. Man hockt gleichsam sein Leben lang in einem angenehm lauen Bad. Man friert nie, aber es durchströmt einen auch nie heiß. Und aus .lauter Verzweiflung bringt man schließlich auf andere Weise Bewegung in das laue Geplätscher, zum Beispiel, indem man sich Feinde und Widersacher schafft, oder indem man zum Grobian wird — wie ich — oder indem man daheim den Haustyrannen zu spielen versucht..." „Wie Sie!" „Wie ich? Ach, Marga Montwill, sagen Sie das nicht. Sehen Sie, das bißchen häusliche Tyrannei, das ich vielleicht wirklich aufführe, das ist bei mir nur der letzte und kläglichste Versuch, wenigstens irgendeine innere Beziehung zwischen mir und meinen Damen aufrechtzuerhalten. Daß ich ansonsten mit meiner Schwägerin keine inneren Der- bmbungspunfte habe, das haben Sie ja wohl schon gesehen. Und mit Monika... Sie ist ein sonderbares Mädchen. Ueberherb. Und verschlossen wie ein Safe. Dabei von einer Schärfe des Denkens, die mich oft erschreckt. Und trotzdem derart in den engen Rahmen von Eigelstein' verwachsen, daß sie alles schlecht und dumm und verachtenswert findet, was außerhalb Eigelsteins geboren, geworden oder entwickelt worden ist. Was soll ich dagegen tun? Hundertmal habe ich sie deswegen angeschrien, getadelt, sogar bestraft. Aber vergeblich. Und allmählich habe ich resigniert. Aber der Kontakt mit ihr ist darüber flötengegangen. Das können Sie sich vorstellen. Wenn ich also mal Bilanz machen wollte, Bilanz nämlich über meine menschlichen Beziehungen — du lieber Gott!" Er macht eine müde Bewegung in die klare Luft hinein, und im Mondlicht kann Marga Montwill sehen, wie bitter er den Mund aufgeworfen hat. „Aber warum ich Ihnen das alles erzähle?" fügte er dann nach einer Weile verlegen hinzu. (Fortsetzung folgt.) Ö.J-fpori Es werpen zeigte. Z hiod) der Zauber cetietenen Grupp | heraus austauchte ; Schmalseiten au Wirtschast setzuna nicht zur Stelle hoben, so daß immer noch eine Möglichkeit besteht, Sieger zu bleiben. Das in Butzbach stattge- Abeudbörfe still. e dieses Kampfes zu sogen, wäre verfehlt. Denn n Mannschaften geht ein guter Ruf voraus beiden Mannschaften geht ein guter Ruf voraus zeig! und beide werden nach Lage der Sache auch ziem- stille meisten der größtenteils nominell notierten Werte am vergangenen Sonntag fundene Treffen Butzbach manches zu wünschen übrig wider Erwarten klar. Auf dem Platz des To. — Kesselstadt, das ließ, verlor Butzbach Allendorf treffen die « den < un 2-s Der Jugend sichrer des Deutschen Reiches, Baldur von S ch i r a ch, hat für den Führer- Zehnkampf der Hiller-Jugend, der im Januar 1937 jedem HJ.-Führer vom Fähnlein- und Gefolgschafts- führer aufwärts zur Pflicht gemacht wurde, ein Führer-Sportabzeichen gestiftet. Die Der- siigung hat folgenden Wortlaut: Die Führerschaft der Hitler-Jugend ist das Vorbild der deutschen Jugend. Alle Anforderungen, die wir an unsere Gefolgschaften stellen, verlangen wir in erhöhtem Maße von unseren Führern. Am der HJ.-Führerschaft die Gelegenheit zu geben, auch auf sportlichem Gebiet ihre Leistungs- Mannschaften von Garbenheim und Groß-Rechten- doch zum Zwecke der Ermittlung des Staffelsieaers der 1. Kreisklasse zusammen. Etwas über den Aus- Lange errichtet w hen Hof und de imrnacht. Als der Führe! fShigkeit unter Beweis zu stellen, habe ich am 18. Januar 1937 augeordnet, daß alle HI.- und DJ.-Führer, vom Fähnlein- und Gefolgschaftsführer an aufwärts, einschließlich der Mitglieder der Stäbe, der Vanne, Jungbanne, Gebiete und der Reichs- jugendführung, in jedem Jahre die Bedingungen des Führer-Zehnkampfes der Hitler-Jugend zu erfüllen haben. Für die Anwärter des HJ.-Führerkorps verfüge ich: Zur Aufnahme in das HJ.-Führer- k o r p s hat jeder Anwärter den Nachweis zu erbringen, daß er die Bedingungen des Führer-Zehnkampfes erfüllt hat. Ausnahmen hierüber entscheide ich auf Antrag. Am die Leistungsfähigkeit der HJ.- Führerschaft nach außen zu kennzeichnen, stifte ich für die Besten des Führer - Zehnkampfes das Führer-Sportabzeichen der Hiller- Jugend. Die Ausführungsbesiimmungen über den Lrwerb des Führer-Sportabzeichens der Hitler- Jugend erläßt mein Beauftragter für die Leibeserziehung der deutschen Jugend. Der Jugendführer des deutschen Reiches: gez.: Baldur von Schirach. Dazu schreibt der Reichs-Jugend-Pressedienst: Durch die Anordnuna des Führer-Zehnkampfes im Januar vorigen Jahres wurde die Oeffenllich- keit zum ersten Male mit den Anforderungen be- hes Stadions be tnerfer von 24 S das weite Feld, t Die Handball-Begegnungen des Sonntags Lützellinden im ersten Aufstieglpiel. Fußball heimischer Mannschaßen (Zreundschastskämpfe.)) Programm: To. Krofdorf I — Tv. London I. Tv. Krofdorf Jgd. — Tv. Wetzlar Jgd. To. Dornholzhaufen I T To. Hochelheim I. ist ein erfreuliches Zeichen, daß nunmehr Süßung eines Führer-Sportabzeichens der HZ Eine Verfügung des Aeichsjugendführers zum Zührer-Zehnkampf. stischen Siebenkampf, Oberstufe, gemeldet haben, müssen zum Ausscheidungsturnen nach Kassel fahren. Kurze Sportnoüzerr. Beim Wiesbadener Tennisturnier wurden am Freitag bei wieder ausgezeichnetem Wetter die letzten Bier im Männer- und Fraueneinzel ermittelt. Bei den Männern fetzten sich dre beiden Deutschen Henkel und ©opfert zusammen nut den Amerikanern Anderson und Robertson durch. In der Vorschlußrunde der Frauen stehen vier Deutsche: Frl. Horn, Frl. Enger, Frl. Ullstein und Frl. Zehden. Am zweiten Tag des Trainings zum Hamburger Stadtparkrennen fuhr Meister Gall auf der 500er-BMW. mit 2:37,3 Minuten und 137,8 km/st die schnellste Runde. Fleischmann (NSU.) stürzte in einer Kurve und zog sich einen Knöchelbruch und Hautabschürfungen zu. * Zum Da mrnkar-Riesentorlauf, den der Skiklub Mittenwald am kommenden Sonntag veranstaltet, wurden 300 Meldungen abgegeben. * Die Reuyörker Box-Kommission hat die in Rom gefaßten Beschlüsse über eine einheitliche Gestaltung des internationalen Berufsboxsports I nicht anerkannt. auch Krofdorf wieder eine aktive Mannschaft zur Stelle hat, die erstmalig am kommenden Sonntag auf den Plan tritt. Wie sie gegen dre gewiß md)t schlechten Gäste abschneiden wird, bleibt abzuwarten. _ Auch Hochelheim ist es gelungen, nach langer Zeit wieder eine aktive Mannschaft auf die Berne zu bringen. Dornholzhausen ist naturgemäß zu stark um den Lokalgegner aufkommen zu lassen. Es ist deshalb mit einem einwandfreien Sieg dec Platzbesitzer zu rechnen. , ©er Führer-Zehniampf. Nach den Ausführungsbestimmungen, die Oberge- bietsführer von Tfchammer und Osten in seiner Eigenschaft als Beauftragter für die Leibeserziehung der deutschen Jugend erlassen hat, wird dieses Abzeichen in jedem Jahr nur an einem Tag, am Jahrestag des ersten Reichsjugend- t a g e s der Hitler-Jugend von Potsdam 1932, am 2. Oktober, vom Reichsjugendführer verliehen.^Erste Voraussetzung für die Verleihung des Führer-Sportabzeichens der Hitler-Jugend ist der Besitz des silbernen HJ.-Leistungsabzeichens und die Erfüllung des Führer-Zehnkampfes mit einer Punktzahl von 7500 (33 Jahre und älter nur 6500 Punkte). Das Abzeichen wird auf die Dauer von fünf Jahren verliehen und nach Ablauf dieser Frist entzogen, wenn die Bedingungen zur Verleihung des Abzeichens innerhalb dieser Frist vom Besitzer nicht zweimal erfüllt worden sind. HJ.-Füh- rer, die nach vollendetem 35. Lebensjahr den Zehnkampf einmal bestehen, also 6500 Punkte erreichen, erhalten endgültig das Abzeichen und brauchen weitere Prüfungen nicht mehr abzulegen. Zur Bestätigung und Verleihung des Abzeichens hat die Reichsjugendführung das Sportbuch des HI. - Führers geschaffen, in das alle Leistungen des HI.-Führers beim Führer-Zehnkampf eingetragen werden. HJ.-Führer. die aus ihrem Amt aus- scheiden, können unter denselben Bedingungen im Besitz des. Abzeichens bleiben. Oer Unterführer-Fünfkampf kanntgemacht, die der Jugendführer des Deutschen Reiches an die Leistungsfähigkeit feines Führerkorps stellt. Die vielseitige Leistungsprobe, der sich jeder Hitlerjunge freiwillig bei der Prüfung für das HJ.° Leistungsabzeichen unterzieht, wurde durch diese Anordnung Baldur von Schirachs mit noch schwereren Bedingungen jedem HI. - Führer zur Pflicht gemacht. Nach einer von der Reichsjugendführung festgesetzten 1000-Punkt-Wertung mußte jede? HI - Wieder kann man von einem sportlichen Großereignis sprechen, denn dem Spielausschuß ist es gelungen, Rot-Weiß Frankfurt zu einem Freundschaftsspiel auf dem Waldfportplatz zu verpflichten. Die Gäste konnten in dieser Spielserie den Meistertitel in der spielstarken Gruppe Frankfurt erringen und haben berechtigte Aussichten auf einen Aufstieg in die Gauliga. Die Mannschaft tritt in der stärksten Aufstellung an, folgende Elf wurde namhaft gemacht: Remmert, Eusinger, Herchenhahn, Herrmann, Herz, Beck, Knappet, Theis, Debus, Dietzel, Ott. In der Hintermannschaft stehen drei Spieler, die dauernd für den Gau Südwest repräsentativ spielten. Remmert ist als der beste Torwart im Gau Südwest bekannt, Eusinger war mit Lippert der Standartverteidiger der Hessischen Gauels. Herchenhahn konnte ebenfalls wiederholt für den Gau Südwest spielen. Vor einer starken Läuferreihe steht ein Sturm, der auch den Torschuß nicht vergißt. Die Grünweißen, die schon des öfteren diesem Gegner im Freundschaftskampf gegenüberstanden, stehen vor einer schweren Aufgabe. Wenn auch die Els der Grünweißen nur in der Kreisklasse spielt, so hat sie mehr wie einmal ihr Können unter Beweis gestellt. Der Spielausschuß hat die zur Zeit stärkste Mannschaft ausgestellt, man rechnet mit einem span- nenben Spiel, das die Gäste knapp für sich entschei- den sollten. Ein Ereignis ragt am kommenden Sonntag über das Alltägliche hinaus. Es ist dies das erste Auftreten der Meistermannschaft des Turnvereins Lützellinden bei den Aufstiegspielen. Gegner ist der Turn- und Sportverein Butzdach. Die Spiele um Iten Aufstieg tragen die Sieger der drei im Bezirk Gießen durchgeführten Staffeln unter sich aus. Es handelt sich dabei neben Lützellinden und Butzbach um die starke Mannschaft des Tv. Kesselstadt. Wie sich nun Lützellinden in dieser Gemeinschaft halten wird, bleibt abzuwarten. Die Mannschaft hat leider mit großen Schwierigkeiten zu kämpfen. Ein Teil der talentierten Spieler ist im Arbeitsdienst, so daß die Platzbesitzer stark ersatzgeschwächt antreten muffen. Aber auch Butzbach wird feine beste Bc- Mein-Mainische Börse. Mittagsbörse lustlos. Frankfurt a. M., 6. Mai. Die Börse ver- harrte weiter in äußerster Zurückhaltung, die Stirn- mutig war ausgesprochen lustlos. Anregungen fehlten fast vollkommen, wie auch Auftrag«' der Kund- schäft kaum vorlagen. Am Aktienmarkt lagen die Kurse im großen und ganzen nur wenig verändert, indessen bestimmten schon kleinste Beträge nach jeder Seite bei der Enge des Geschäfts den Kurs. Bei den wenigen zunächst notierten Papieren gingen die durchschnittlichen Abweichungen bis zu 1 v. H. In Montanwerten lag etwas Aiiaebot vor, die Kurse bröckellen bis 0,50 v. H. ab, Rheinstahl aber weiter stärker ermäßigt auf 144 (145,50). Auto- und Maschinen- aftien waren nur knapp gehalten, Adlerwerke 121,65 (121,75), BMW. 1 v. H. niedriger mit 160,50, De- mag 155 (155,50), unverändert jedoch Moenus mit 136,50 und Rheinmetall mit 147,25. Elektropapiere zeigten nur geringe Veränderungen, ebenso lagen chemische Werte bei kleinsten Umsätzen behauptet. IG. Farben 158,90, Rütgerswerke 0,40 v. H. erholt auf 157,25. Am Zellstoffmarkt gingen Feldmühle auf 145 (145,75) zurück, Waldhof erhöhten sich um 0,50 v. H. auf 146. Fester lagen Zement Heidelberg mit 160,25 (159). Don Einzelwerten blieben Reichsbank mit 198,25 behauptet, Conti-Gummi —0,50 v. H. auf 206,50. Der Rentenmarkt Iagr nach wie vor ruhig, wobei die variablen Papiere leicht abbröckelten. Reichsaltbesitz 133,20 (133,40), Reichsbahn-DA. 129,90 (130). Kommunal-Umschulduna nannte man mit unverändert 96,20. Goldpfandbriefe mußten mangels Material zumeist wieder zugeteilt werden, Liquidationspfandbriefe neigten noch eher zur Schwäche, Rheinische 101 (101,20), Nassauische 100,90 (101,13). Jndustrie-Obligationen lagen eher im Angebot, gut behauptet jedoch u. a. 6 v. H. IG. Farben mit 131,13 (131). Stadtanleihen notierten zumeist unverändert, auch Staatspapiere wiesen kaum Abweichungen auf. Im Verlaufe mar der Aktienmarkt eher schwächer, da kleine Abgaben überwogen. Gedrückt waren AEG. mit 123,50 bis 123 (124,50), ferner IG Farben mit 159,13 bis 158,40 nach 158,90, ausgesprochen schwach lagen Deutsche Linoleum mit 171,^0 (176,50). Im übrigen ergaben sich Abbröckelungen von etwa 0,25 dis 0,50 v. H Leichte Erhöhungen zeigten Metallgesellschast mit 138,25 (137,25), Scheideanstalt mit 249 (248,2-5), Lahmeyer mit 135 (134,50) und MAN. mit 138,50 (138). Das Geschäft blieb bei allen Veränderungen überaus , gering. , Rodheim I — Leihgestern I. Die I. Mannschaft der Spieloereinigung Leihgestern unternimmt am Sonntag eine Fahrt nach Rodheim, um gegen die 1. Elf des Tuspi. Rodheim ein Gesellschaftsspiel auszutragen. Da sich betbe Mannschaften seit längerer Zeit wieder einmal ge- genüberstehen, ist der Sieger nicht vorauszusagen. Dazu muß die Spielvereinigung auch noch Ersatz für ihren Tormann Dutenhöser und ihren Mittel^ läufer Väth -infteüen, so daß die Mannschaft wie folgt das Spiel bestreiten wird: Krämer: Bruckel, K. Laux; Wedemann, Velten, Textor: Martini, Arnold, Krick, G. Laux und Heß. Es steht also zum ersten Male Krämer im Tor und Velten muß seinen Verteidigerposten an Brücke! abgeben, da er den Mittelläuferposten beziehen muß. Trotz alledem fährt die Spvgg. mit einer starken Elf nach Rodheim und man darf ein günstiges Ergebnis erwarten^ Groß-AuheiminWatzenborn-Gteinberg zum Pokalspiel. Der morgige Sonntag bedeutet für die zahleicheu Teutonen-Anhänger ein Ereignis. Ist es ihrer Mannschaft doch gelungen, nach vier schweren Spielen in der Bezirksklasse eine Mannschaft aus der Gauklasse zum Pokalspiel zu empfangen. Groß- Auheim ist Neuling in dieser Klasse und schlug sich tapfer. In der Vorrunde behaupteten sie sogar den zweiten Platz, dann machten sie allerdings eine schwere Krise mit und bildeten das Schlußlicht der Gauliga-Mannschaften. In den letzten Spielen konnten sie sich jedoch noch den Verbleib in der Gauklasse sichern. Die Mannschaft ist gleichgut be- setzt. Der Sturm bewies schon oft genug seine Schußkraft, denn mancher Großverein mußte einhohe Niederlage einstecken. Die gesamte Elf ist von einem großen Kampfeseiser beseelt, jeder einzelne kann spielen und im gegebenen Moment einen knappen Vorsprung eifern verteidigen. Was können nun die Teutonen dagegen für eins Mannschaft stellen? Die Steinberger treten nut ihrer stärksten Besetzung an. Es ist- der Vereins- leitung gelungen, die Soldaten frei zu bekommen, andererseits ist morgen Schmidt wieder dabei. So' können die Teutonen in aller Ruhe dem Kampfe entgegensehen: denn ganz aussichtslos steht die Partie nicht. Obwohl Groß-Auheim spielerisch besser sein magjo können doch Eifer und Siegeswillen diesen Mangel ausgleichen. Teutonia Steinberg II — Jliebermeifet I. Vor dem Ligaspiel empfängt die zweite Elf den obigen Gegner zum Freundschaftsspiel. Die Gäste sind hier zu unbekannt, um ein Urteil über sie fällen zu können. Auf der anderen Seite muß man aber eine schlechte Form der Steinberger Reserve feststellen. Teutonia Steinberg 1. Jgd. — VfV.-Reichsb. 1. Jgd. Auch in diesem Spiele dürften die Gäste gewinnen. lief) gleichwertig fein. meisten der größtenteils nominell notierten Werte Der Tv. Wetzlar muß ebenfalls jtar^ erfotz- wichen nur um Prozentbruchteile gegen die Mik- tagsfurfe ab. Weiter befestigt waren Westdeutsche Kaufhof mit 109,40 (109). Bemberg wurden von der Wiederaufnahme der Dividendenzahlung mit 6 v. H. kaum berührt und notierten wie am Berliner Schluß mit 149,50. Im einzelnen ergaben sich u. a. folgende Veränderungen: Buderus 121,50 (121), Mannesmann 115,25 (115), Rheinstahl 143,75 (144,25), MAN. 138 (138,50), BMW. 161 (160,50), Demag 155,25 (155), Adlerwerke 121,50 (121,65), Rheinmetall 147 (147,25), Licht und Kraft 144,25 (143,90), IG. Farben 158,50 (158,40) Am Rentenmarkt herrschte ausgeprägte Geschaftsstille, Altbesitz- anleihe wurden in Anpassung an Berlin etwa 30 Pfennig höher gefragt mit 133,50, Farbenbonds unverändert 131,13, Frankfurter Hyp. KO. III unverändert 100. Rundfunkprogramm Sonntag, 8. Mai. 6 Uhr: Hafenkonzert. 8.10: Kleine Margenrnufik. 8.30: Römisch-katholische Morgenfeier. 9.10: Dichterstimmen aus Oesterreich. Der alte Johann Strauß, von Robert Hohlbaum. 9.30: Chorgesang. 10: Alle Kraft wird erworben durch Ueberwindung seiner selbst. 10.30: Ewiges Deutschland. Wir können nicht leben, wenn wir die Sonne nicht suchen. 11.15: .Äassische Kammermusik. 11.55: Unser Kalenderbild: Mai. 12: Mittagskonzert. 14: Dem Fröhlichen gehört die Welt. Marburger Msidel fingen und spielen für ihre Kameradinnen. 14.30: Uns gehört der Sonntag! Ein Reigen sorgloser Melodien. 15.15: Etwas für die Männer. Wir Frauen verulken uns selbst! Eine kleine Kaffeeklatschstunde. 16: Nachmittagskonzert. Als Einlage: 17 bis 17.20: Deutsche Hockey-Meisterschaften. 18: Tanz und Unterhaltung. 19: Nachrichten. 19.10: Volkstum und Heimat. Mai- lehen in der Schwalm. Hörfolge. 19.40: Sportspiegel des Sonntags. 20: Der Zauberbaum. Musikalischer Schwank in einem Aufzug. 21: Konzert. 22: Nachrichten. 22.15: Sportbericht. 22.30: Wir bitten zum Tanz. 24 bis 3: Nachtkonzert. Montag. 9. Mai. 5 Uhr: Frühmusik. 5.45: Ruf ins Land. 6: Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Froher Klang zur We^kpause. 9.40: Kleine Ratschläge für Küche und Haus. 9.50: Ursel weiß, was sie will. 10: Schulfunk. Kinder- liedersingen. 11.40: Volk und Wirtschaft. Handwerk hat wieder goldenen Boden? 12: Schloßkonzert. 13: Nachrichten. 13.15: Schloßkonzert (Fortsetzung). 14: Nachrichten. 14.10: „Gepreßte Andenken" aus Sendungen des Deutschen Rundfunks. 15: Klemes Konzert. 15.30: Für unsere Kinder. Jetzt basteln wir ... 16: Nachmittagskonzert. 18: Zeitgeschehen. 18.30: Der fröhliche Lautsprecher (Industrie- und Eigenaufnahmen). 19: Nachrichten. 19.10: Unterhaltungskonzert. Fröhliches Singen und Musizieren zur Abendstunde. 21: Kleine Abendmusik. 22: Nachrichten. 22.20: Kamerad, wo bist du? 22.40: Nachtmusik und Tanz: 24 bis 3: Nachtmusik. Händel, Zyklus Führer vorn Gefolgschafts- bzw. Fähnleinführer aufwärts innerhalb von zwei Tagen die zehn Uebungen des vorgeschriebenen Zehilkampfes, nämlich 100-Meter-Lauf, 1000-Meter-Lauf, Weit- und Hochsprung, Keulenztel- und Keulenweitwurf, 300- Meter-Brustschwimmen, KK.-Schießen (liegend aufgelegt und liegend freihändig) sowie einen Orientierungsgepäckmarsch erledigen und dabei mindestens 6000 Punkts erringen (33 Jahre und älter nur 5000 Punkte), um die Prüfung ites Führer-Zehn- kampfes zu bestehen. In seiner neuen Verfügung macht nun der Reichs» jugendführer die Aufnahme von Führer-Anwärtern in das HJ.-Führerkorps, dessen Ausbildung nach den im Februar dieses Jahres getroffenen Anordnungen einheitlich festgelegt worden ist, von der Erfüllung dieses Führer-Zehnkampfes abhängig. Damit wird also noch einmal die Forderung unterstrichen, daß der HJ.-Führer in der körperlichen Leistungsfähigkeit mehr noch als auf allen arideren Gebieten dem Hitlerjungen oder Pimpfen der Front unbedingt Vorbild fein muß. Deshalb hat der Reichs- jügendführer auch ein besonderes Abzeichen für die Besten in diesem Führer-Zehnkampf gestiftet. Dem Führer-Zehnkampf bei allen HI.-Führern, vom Gesolgschafts- und Fähnleinführer aufwärts, entspricht bei den Unterführern der neugeschaffene und vom 'Beauftragten, für die Leibeserziehung der deutschen Jugend, Obergebietsführer von Tfchammer und Osten, angeordnete Unterführer-Fünfkampf, der als Uebungen 100-Meter-Lauf, Weitsprung, Hochsprung, Keulenweitwurf und Kugelstoßen umfaßt. Zur Teilnahme am Unterführer- Fünfkampf sind nach den Ausführungsbestimmungen, die das Amt für Leibesübungen her Reichsjugend- führung erlassen hat, alle Führer einer Jungenschaft, einer Schar, eines Jungzugs berechtigt, ferner^ alle der Dienststellung und dem Dienftrang nach höhere Führer, die am Wettkampftag noch nicht 18 Jahre alt sind und somit nicht am Führer-Zehnkampf teilnehmen können. Auch bei diesem Fünfkampf, der mie der Führer- Zehnkampf bis zum 15. August erledigt sein muß, und bei dem die Uebungen auch nach einer 1000- Punkt-Wertung bewertet werden, müssen die Teilnehmer Mindestpunktzahlen erreichen. Das Amt für Leibesübungen der Reichsjugendführung hat für 14- und 15jährige Führer 2000 und für 16- und 17jährige 2500 Punkte festgesetzt. geschwächt in Carlowitz anireten. Ein Steg ist wohl ausgeschlosien, zumal die Platzmannschaft eine ausgezeichnete Mannschaft zur Stelle hat, die schon Weißenfels stark zu schassen machte. An Freundschaftsspielen stehen auf dem 1900 — Germania Marburg. Der Beginn der Aufstiegsspiele, der für die Blau- weißen für den 8. Mai gegen den Meftter der Gruppe Lahn vorgesehen war, läßt sich nicht durch- ühren, da der Sieger in dieser Gruppe noch nicht eststeht. Da sich die andere Lösung, 1900 gegen den Meister der Gruppe Hanau anzusetzen durch die Unklarheit, wer dort als Meister anzusehen ist — am 15. Mai wird durch ein Entscheidungsspiel zwi- chen Dunlop-Sportverein und 1860 Hanau, Darüber entschieden — ebenfalls nicht ermöglichen laßt, haben die Blauweißen' für Sonntag ein Freundschaftsspiel abgeschlossen. .Lickers" Offenbach, die zuerst dafür vorgesehen waren, mußten durch die Insetzung eines Verbandsspieles nach Saarbrücken, leider absagen. ' Der Abschluß des Spieles gegen Marburg soll in der Hauptsache dazu dienen, die beabsichtigte Umstellung der Mannschaft auf ihre Zweckmäßigkeit zu erproben. In dieser Hinsicht ist es vielleicht besser, wenn eine Mannschaft mit den gleichen Spielanla= gen der Gegner ist, als eine Elf, gegen die ange- ichts ihrer spielerischen Ueberlegenheit eine gewiße Verteidigungstaktik einzuschlagen wäre. Mit der Mannschaft Fischer, Pankok, Lippert, Erhard, Knauß. Quick, Koch, Krämer, Löbsack, Sack, Hormel, erfolgt also die Generalprobe für die nunmehr de- stimmt am 22. Mai beginnenden Aufftiegsfpiele. Hoffenlich fällt dieselbe zur Zusriedenheit aus, damit Aussicht auf ein erfolgreiches Abschneiden für den Aufstieg in die Gauklasse gewährleistet wird. Rot-Weiß Frankfurt Liga auf dem Waldsportplah. Auch an der Abendbörse war das Geschäft infolge des geringen Auftragseingangs sehr klein, trotzdem zeigte die Grundhaltung gegenüber der Geschäftsstille eine bemerkenswerte Widerstandskraft, und die Die BreSlau-Ausscheidunq der Turner in Heuchelheim. W.ie schon kurz mitgeteilt wurde, müssen sich die Turner und Turnerinnen, die sich für die turnerischen Mehrkämvse beim Deutschen Turn- und Sportfest in Breslau gemeldet haben, einer Prüfung unterziehen. Das Gaufachamt Turnen im Gau XII Hessen führt das Ausscheidungsturnen am 8. Mai für die Kreise 7 bis 12 in Heuchelheim, am 15. Mai für die Kreise 1 bis 6 in Kassel durch. Es liegen im Gau insgesamt 467 Meldungen vor (317 Männer, 150 Frauen). Bei den Männern stehen oben- etn: Kreis 1 (Kastel) mit 79, Kreis 8 (Gießen) mit 65, Kreis 11 (Friedberg) mit 46 Meldungen. Bei den Frauen stellen die meisten Teilnehmerinnen: Kreis 1 (Kassel) 33, Kreis 11 (Friedberg) 23, Kreis 8 (Gießen) 22, Kreis 12 (Hanau) 18. Es nehmen an den Kämpfen in Heuchelheim im einzelnen teil: Zwölfkampf I 26, Zehnkampf 109, Zwölfkampf II 18, Neunkampf A 11, Neunkampf ö 10, Neunkampf C 18, Zwölfkampf-Gerät 8. Das sind insgesamt 200 Männer, also mit mehr als die Hälfte der im Gau Gemeldeten. Zu den Frauenwettbewerben der Kreise 7 bis 12 treten in Heuchelheim an: Achtkampf, Unterstufe, 67; Gymnastischer Sechskampf 12; also zusammen 79 Frauen. Die Turnerinnen der Kreise 7 bis 12, die für den Zehnkampf, Oberstufe, und den Gymna- ließen Lichter auf! 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