Hr.82 Erstes Blatt 188. Zahrgang Donnerstag,?. April 1958 Lrfchemr täglich, auf}»: Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild • Die Scholle Monalr-Bezugspreis: Mit 4 Beilagen RM. 1.95 Ohne Illustrierte e 1.80 Zustellgebühr . „ -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Zernsprechanschlüffe unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Giehev poftschecklonto: Zronkfurt am Main 11686 Siebener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: vrühlsche Univerfitätsdruckerei R. Lange in Gießen. Schriftleitung und Geschäftsstelle: Schulstraße 7 Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis8'/,Uhr des Dormittags Grundpretfe für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Text- anzeigen von 70mm ‘Breite 50 Npf.,PIatzoorschrlft nach oorh Derelnbg. 25°/o mehr. Ermahtgte Grundpreise: Stellen-., Vereins-, gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Npf., Familienanzeigen, Bäder-, Unterrichts- a. behördliche Anzeigen 6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B Ein neues Reich in neuer Gemeinschaft. Der Führer spricht im Salzburger Festspielhaus auf einer erhebenden Massenkundgebung dann kann dieser Mann wohl auch von sich selbst glauben, daß er ein solches Problem lösen wird. Ich habe diese lleberzeugung gehabt, und — das macht mich innerlich besonders glücklich — Millionen meiner Landsleute waren derselben Fahrt nach Salzburg. Die Nachbarn vom Obersalzberg grüßen den Führer. Im Sonderzug des Führers, 6. April. (DNB.) Ohne Pause setzte der Führer am Mitt- wochoormittag seine Wahlreise fort. So geht es nun schon seit fast zwei Wochen. Abend für Abend spricht Adolf Hitler immer wieder in einer anderen Stadt vor nun schon insgesamt unzähligen Millionen Deutscher. Tag für Tag und manchmal auch Nacht für Nacht hat er viele Kilometer zurückgelegt. Mit rücksichtslosem Einsatz und ohne Schonung seiner Person hat sich der Führer von Anfang an Der Führer dankt in Klagenfurt einem kleinen Kärntner Mädel. — (Presse-Bild-Zentrale.) T selbst an die Spitze des Wahlkampfes gestellt. Auf seine Parole warten mit der gleichen Spannung die Ostpreußen und Sachsen, die Berliner und die Hamburger, die Rheinländer und die Hessen, Schwaben und Bayern, genau so wie die Steierer und die Kärntner Tirols und heute die Salzburger. Auch auf der Fahrt im Sonderzug gönnt sich der Führer keine Ruhe. An jedem Ort, den der Zug langsam passiert, steht der Führer am Fen - ft e r feines Wagens, um den auf allen Bahnsteigen und Straßen zusammengeströmten Volksgenossen für die Begeisterung und Herzlichkeit zu danken, mit der sie ihn überall grüßen. Ja, wie oft ist nicht der Führer, wenn der Zug Aufenthalt hatte, von Wagen zu Wagen gegangen, die ganze Front der auf dem Bahnsteig versammelten Menschenmenge entlang, um jedem einzelnen durch einen Blick und manchmal durch einen Händedruck zu danken. Wir haben es erlebt, daß der Führer um die Mittagszeit immer wieder vom Essen aufstand und an das Fenster ging, damit die Tausende, die häufig kilometerweit von chren Dörfern und Alm- bütten an die Bahnstrecke geeilt waren, ihn auch sehen konnten. Diele von ihnen sind früher schon zum Führer auf den Oberfalzberg gepilgert und Adolf Hitler von Angesicht zu Angesicht begegnet. Sie betrachten sich gewissermaßen als die Nachbarn des Führers, wenn er auf dem Oberfalzberg weilt. Sie wissen, daß der Führer von der Terrasse des „Berghofes" auf ihre Stadt und ihr Land schauen kann, und sie fühlen sich damit ganz besonders eng mit ihm verbunden. Es sind dieselben Berge, die dem Salzburger wie dem Berchtesgadener Land das Gepräge geben: der trutzige Watzmann, der steile Hohe Goll und der sagenumwobene Untereberg. Diese Berge gehören ihnen beiden, den Salzburgern und den Berchtesgadenern. Und um so großer ist ihre Freude, daß sie jetzt nun nicht mehr durch eine sinnlose Grenze voneinander getrennt sind. Nach rascher Fahrt sind wir über Wvrgl, Zell am See und Bischofshofen in etwa 4>2 Stunden durch die Gebirgswelt der Salzburger Alpen gefahren und etwa um 14 Uhr in Salzburg angekommen. Ein Jubel ohnegleichen und tobende Begeisterung empfängt den Führer in der Hauptstadt des Landes Salzburg. Salzburgs Willkommgruß. Sichtlich ergriffen verharrt der Führer, als er den Wagen verlassen hat, einen Augenblick und nimmt dann Gruß und Willkomm des Gauleiters Wintersteiger entgegen. Unter immer wieder sich erneuernden stürmischen Kundgebungen deb Liebe und der Dankbarkeit schreitet dann der Führer vom Bahnsteig in die Halle. Vier entzückende Flachsköpfe in Salzburger Tracht überreichen ihm Rosengebinde und Kreuze mit Frühlingsblüten. Dann verläßt der Führer die Bahnhofshalle. In dem Augenblick, als die Taufende vor dem Bahnhof seiner ansichtig werden, erhebt sich vieltausendfach ,ein Sturm der Begeisterung, der sich immer wieder erneuert und in Sprechchören dem Führer den Dank für die befreiende Tat und die Freude über sein Kommen in die Hauptstadt dieses Landes zum Ausdruck bringt. Dann beginnt ein triumphaler Einzug in eine befreite Stadt, durch Tausende und aber Tausende von Volksgenossen, die dem Führer jubelnd Dank und Huldigung entbieten und immer und immer wieder in begeisterte Kundgebungen ausbrechen, als der Wagen des Führers, ganz langsam fahrend, den Weg zur Residenz eirychlägt Ein überwältigendes Bild bietet sich, als die Wagenkolonne des Führers die Staatsbrücke erreicht und hier nochmals der Blick auf das Wahrzeichen der Stadt, die Feste Hohenfalzberg, mit den Fahnen ihrer Türme und dem gigantischen Hakenkreuz auf grünem Grunde frei wird, das von dort oben dem Führer entgegenleuchtet. Sind hier dost) 1934 SA.-Männer in so barbarischer Weise gefoltert worden, daß ihre Schreie bis hinab in die Stadt gehört wurden. Heute hält der Befreier des Landes seinen Einzug, heute steht die Salzburger SA. in Reih' und Glied angetreten, dem Führer ihre Huldigung zu bereiten. lleberzeugung!" Satz für Satz folgt diesen Worten des Führers ein sich immer mehr steigernder stürmischer Beifall. Er hat es ganz einfach und menschlich gesagt, mit dem ruhigen Ton, wie es ein großer Mensch kann, der seine Sendung erfüllt. Sie verstehen iyn gut, diese Menschen, die vom gleichen Stamme sind wie er. E r i st ihr Mann, gerade und einfach. Er sagt, was richtig ist, und tut, was notwendig ist. So versteht ihn dieses Alpenvolk, das an seinem Munde hängt. Mit besonderem Jubel hören sie zu, wie dann der Führer den Freudentag in ihr Gedächtnis zurückruft, da sie als erste den Brüdern jenseits der bisherigen Grenze die entgegengestreckten Hände drücken durften. Und wie der Führer jenen denkwürdigen Augenblick festhält, in dem die Heere der beiden deutschen Länder sich vereinigten, strömt der Jubelruf immer wieder unaufhörlich Micher empfang in der Residenz. Während noch die Stürme der Begeisterung von den Wänden der festlich geschmückten Residenz widerhallen, verläßt der Führer vor dem Ehrenhof den Wagen und schreitet den Weg zu der Freitreppe in die Empfangsräume, vorbei an Bergknappen von Dürrnberg bei Hallein in ihrer malerischen Tracht und an herrlichen Trachtengruppen. Goldene Riegelhauben aus dem Pengau wetteifern in ihrer Schönheit mit den malerischen Häubchen anderer (Baue — das ganze mit den schwerseidenen Gewändern ihrer Trägerinnen und dem schlichten Festgewand der Männer ein Bild von hinreißender Schönheit. Der Führer betritt, sichtlich ergriffen durch dieses eindrucksvolle Bild, vorbei an Standschützen aus St. Jakob in ihren malerisch roten Gewändern mit geschultertem Stutzen, mit seiner Begleitung den Karabinieri-Saal der Residenz. Hier erwarten ihn Vertreter der Stände in den herrlichen Festgewändern der alten Zeit, um dem Befreier des Landes ihre Huldigung in einem „Begrü- ß u n g s - B u s ch e n" darzubringen. Das Sinngedicht, von einem ihrer Vertreter in der Mundart des Landes vorgetragen, gibt in ergreifender Weise der Sehnsucht dieses Landes^ aus der Nacht zum Licht geführt zu werden, Ausdruck: „Mia harn nur den eanzig'n Glaub'n g'hadt, daß da Führer für uns wacht, der an Weg für uns macht gangbar / zu an Morgen aus der Nacht." Das Gedicht schließt mit dem Wunsch aus Herzensgrund für den Führer, daß Gott ihn für alle Zeit urtb jeder Stund' beschützen möge, und bringt dem lieben Führer ein Sieg-Heil, das in alle Gaue gellen soll. Dann grüßt ein Lied der Heimat, vorgetragen von jungen Männern und Frauen des Volksliedchors in Salzburg in der Tracht des Landes den Führer. stand das Volk, war das Volk und bann erst kam das Reich!" Gebannt lauscht das Volk von Salzburg, wie nun der Baumeister des Reiches von den Mühen erzählt, die 1933. begannen und die so herrlich belohnt wurden: Ein Bild Oesterreichs aus vergangenen Tagen und ein Bild feiner Befreiung entrollt der Führer. Mit gespannter Aufmerksamkeit hören die Salzburger, die als erste jenen wunderbaren Tag der Befreiung erlebten, ihrem Führer zu: „Wenn das Schicksal einen jungen Mann aus feiner Heimat fortgesührt und in jene Stellung gebracht hat, in der ich mich heute befinde, dann ist es wohl selbstverständlich, daß dieser Mann immer und immer wieder an feine Heimat denken muß. Ich glaube, daß die Zeit, in der ich Deutschland führe, eine geschichtliche Zeit deutscher Größe ist. Ich glaube, daß die Nachwelt und die deutsche Geschichte mir einmal bestätigen werden, daß ich in der Zeit meiner Staatsführung dem deutschen Volke den hoch st en Nutzen g e ' leistet habe. Wer ater diese Ileberzegung von sich selbst hat, der muß auch wünschen, daß seine eigene Heimat derselben Segnungen teilhaftig wird. Ich war der lleberzeugung, daß ich dieses Land besser führen würde als Herr Schuschnigg oder irgendjemand anders. Das ist keine Vermessenheit von mir, denn wenn jemand einen Staat von 68 Millionen in fünf Jahren zu der höhe emporführt, wie Deutschland sie heute erreicht hat. durch die Halle. „Es war mir ein Herzensbe- dürfni s", so rief der Führer unter minutenlangen Beifallskundgebungen aus, „das ehemalige Bundesheer so schnell als möglich aus seiner in meinen Augen untragbaren Lage zu lösen und es zu eiyem Bestandteil der deutschen Wehrmacht zu erklären. Was heute vielleicht noch getrennte Uniform hat, es ist im Blute ohnehin eins und wird in wenigen Jahren auch in der Uniform zu einer nicht mehr auseinander zu haltenden Einheit geworden sein!" Des Reiches Führer schildert nun mit Freude und Stolz die Schönheit der deutschen (Baue. Sich zu ihm, üch zu dem neuen Reich zu bekennen, ruft der Führer alle auf: „Wir alle, meine Volksgenossen, haben der Vorsehung und unserem Herrgott dankbar zu fein? Er hat uns etwas gelingen taffen, wofür frühere Generationen jahrelang kämpften und unzählige der besten Deutschen ihr Leben laffeq mußten. Das Reich ist reicher und großer geworden! lieber 6% Millionen Deutsche find nun zur großen Volksgemeinschaft eingerückt! Es gibt kein herrlicheres Land, kein schöneres Reich als unser Deutschland!" „Wir haben nun ein herrliches Ziel vor Augen, das Ziel, die Volksgemeinschaft immer mehr zu verliefen und dieses Land wirtschaftlich in den gewaltigen Kreislauf unseres großen nalionalwirlschasklichen Lebens einzubauen — ein wundervolles Ziel! Und ich bin so glücklich, daß ich auch das noch schaffen und arbeiten kann." Oer freie deutsche Rhein. Dann betritt der Führer den Rittersaal, wo ihn mit SA.-Brigadeführer Minister Glaise - Horst e n a u die Spitzen der Partei, die Regierung des Landes Salzburg, führende Persönlichkeiten der Stadt und der Wirtschaft des Landes erwarten. Hier entbietet der stellvertretende Gauleiter Feßmann dem Führer einen herzlichen Willkomm. Bürgermeister Gieger sagt dem Führer, wie unendlich dankbar Stadt und Land Salzburg ihm sind, daß er nun auch in diese Stadt gekommen ist. Der Führer dankt in bewegten Worten für den überwältigenden und tief zu Herzen gehenden Empfang, den ihm die Salzburger bereitet haben. Er betont, daß er besonders ergriffen von dieser Stunde sei, weil er ständig von seinem Haus auf dem Obersalzberg auf diese Stadt und dieses Land herabgeschaut habe. In herzlichen Worten dankt der Führer abschließend für das ihm van der Stadt Salzburg überreichte Kunstwerk. Dann begibt sich der Führer in dgs Konferenzzimmer, wo er sich in das Goldene Buch der Stadt einträgt. Dann schreitet der Führer wieder durch das Ehrenspalier und tritt, nachmals von dem Jubel der Zehntausende umbrandet, die Fahrt zum Hotel „Oesterreichischer Hof" an. Auf dieser Fahrt bereitet das dankbare Salzburg seinem Befreier immer wieder jubelnde Huldigungen. Der Führer spricht im Festspielhaus. Im Festspielhaus, in dem einst eine zur Sensation hochgezüchtete Kunst Mode war, hängen heute Hakenkreuzfahnen, steht heute das kämpferische Element des Salzburger Gaues. 3000 sitzen hier, 50-000 hören draußen, Hunderttausenden trägt der Rundfunk die Stimme des Führers zu. Viele Taufende sind herabgestiegen zur Stadt Salzburg, Bauern und Arbeiter aus dem Flachgau, dem Pongau, dem Tenngau, dem Pinzaau, dem Lungau, aus ihren festlich geschmückten Orten im Tal oder auf den Höhen in meterhohem Schnee. Der Salzburger Kreisleiter eröffnet die Kundgebung. Dann kündigt der Führer des Nachbargaues München- Oberbayern, Adolf Wagner, die Eröffnung der Arbeiten an der Reichsautobahn Salzburg—Wien am kommenden Tage durch den Führer an. Der Badenweiler Marsch ertönt Langsam schreitet der Führer zur Rednertribüne, während ein stürmisches Echo hochbrandet. Nun spricht er: „Jahrelang träumte ich davon, dieses Land zu betreten trotz aller, die diese Stunde haßten, und nun bin i ch hier! Der Führer stellt den Reichsgedanken dar Nicht eine Staatskqnstruktion hat das Volk erzogen. Das Volk vielmehr hat sich langsam eine Staatskonstruktwn gegeben: „Im Anfang Der Führer brach die Ketten von Versailles und stellte das Rheinland wieder unter ten Schutz des Reiches. Darum; Dein Jcz dem Führex am M Slpnll n O W M 1/ u MZ '•■'N y v W". 1 1BK ■ MMA i Tirols Treuekundgebung in Innsbruck. Treuebotschasten aus allen Gauen Berlin, 5. April. (DNB.) Der Korpsführer Wir alle gehören dem Führer 'M Die Treuebotschast des Gaues Hessen-Nassau. 315(5. Am „Tag des Grohdeulschen Reiches" l ä ß 41 zum Führer in die Hauptstadt der Ostmark erst am Donnerstag oder Freitag antreten, da sie, so z. B. die südlichen Gaue, nur eine kürzere Wegstrecke bis Wien zurückzulegen haben. Ein Blick auf Tiroler Bauern, die bei der großen Kundgebung in Innsbruck nach der Rede des Führers ihm begeisterte Huldigungen darbrachten. — (Scherl-M.) : V 1 / i ■ „Oesterreichischen Hof" besetzt halten, hat der Fich- \ y rcr die Kundgebungsstätte verlassen, immer und ; F immer wieder für die ergreifenden Beweise der k/y Treue und Anhänglichkeit dankend, die ihm die Be- völkerung dieser Stadt bereitet. Am ,F)esterreichi- DM schen Hof" sind die Reihen inzwischen noch dichter geworden und Stürme der Begeisterung brausen hier immer wieder auf, als der Führer schon längst das Gebäude betreten hat. Das Bild der Vortage HM erneuert sich: Die Straße ist ein einziges Meer gg wogender Begeisterung. In Sprechchören rufen die Volksgenossen ihren Befreier und unendlicher Jubel brandet auf, wenn sich der Führer am Fenster zeigt. ötr N. tjSä Äfft iu, ~ 'Mittel, b a. *. ns|tQqe n 3euNe „ WS Um Junb 4 ut national. "9 ®t(e9e * um: 5? Ül unb 2 bet »Der- mme für bQ5 »oltes «mus h°t "Q_h?n*ia= '"'rtlidjj '"ahmen der n bis zum S?K G’n gerader arpolitik des ^"hjahr 1933 jn finge der "ulchung des ^.tTung 5a ^gener 9«, btt unter "At zum Er. 2 d'e Zwangs, iitten unter ?en Lerkauss- ien. Mit einer zur Ertrags- uzenloses Ver- ^erte zunächst !, dem Settor leitigung aller gung hemmen- 't welcher Tat- m durchaesührt g aller Glieder vom Erzeuger snährstand andwirt wurde werbe und der rzeugnissen zu ' r Ernährungs- der wichtiasten , ingung unserer Ordnung des 1933 mit ihrer bsatzoerhältnisse völligem Neu- , d)te mufite für i Gqeugwlltn utzuntz unb der verbrauch, ne Rücksicht auf en bei der hem- deutschen Mark- mehr von der xir wieder den schen Landwirt- ; Auseinander’ Bedarf mußte wegung und irttausgleich be« m Derforgungs. im Markt wur« irtfchastlich 9c *. ir die wichtiM Fülle von Aul- in die national» in der Markt- i unter Zufam- chrungswirtschast » das auf den tsverbänden und en nit)t. 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Darum wurden Einrichtungen wie die NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" geschaffen, um die Schönheiten des Reiches auch den Aermsten zu er- 23on unserem auf eine Deutschlandreise em Baden-Baden, im März 1938. Im Zuge von Lindau nach Friedrichshafen sprach ich einen Engländer, der während seines Urlaubs in Tirol Zeuge der geschichtlichen Ereignisse des 12. und 13. März geworden war. „Ich hätte das niemals für möglich gehüllten, denn bei uns in England hatte man bisher völlig falsche Vor- st e l l u n g e n von dem Verhältnis zwischen Deutschland und Oesterreich. Das liegt daran, daß wir nur unterrichtet waren von den damaligen offiziellen Stimmen in Oesterreich, während man von der Stimmung des Volkes überhaupt nichts erfuhr. Als am 13. März die deutschen Soldaten in Innsbruck einmarschierten, da haben die Menschen dort geweint vor Freude. Wenn ich es nicht selb st gesehen hätte, würde ich es gewiß nicht glauben. Aber dieses Erlebnis war für mich so erstaunlich, daß ich jetzt beschlossen habe, durch Deutschland zu reifen, um das Land kennenzulernen, dessen Menschen solche Dinge vollbringen können. Vielleicht gelingt es mir auch auf dieser Reise, in einer der großen Versammlungen Ihren Reichskanzler zu hören, um den jeder Patriot eines anderen Landes die Deutschen beneiden muß." Wir haben uns noch lange unterhalten. Besonders interessierten ihn als Ingenieur unsere neuen Werkstoffe. Ich war froh und stolz, auf all die vielen Fragen, die jener Brite voll Interesse an der deutschen Entwicklung stellte, antworten zu können. „Die Deutschen sind schon tolle Kerle. Immer, wenn die Welt glaubte, man wäre in Deutschland zu Ende, bann ist gerade das Gegenteil richtig. Ich habe selbst im Weltkriege den deutschen Soldaten als tapferen Gegner achten gelernt. Was ihr jetzt aber im Frieden geleistet habt, ist sandten Sonderberichterstatter Heinz Otto. eines der schwierigsten Probleme, wie mit den vorhandenen Arbeitskräften die großen Projekte, die für den weiteren Ausbau der Fremdenstadt geplant sind, durchgeführt werden können. Nicht nur in den deutschen Industriegebieten ist also die Frage der mangelnden Facharbeiter ein Problem, sondern auch hier. Wer hätte im Jahre 1932 mit damals 6,5 Millionen Arbeitslosen im Reich geglaubt, daß schon nach wenigen Jahren einer nationalsozialistischen Regierung der Mangel an Arbeitskräften eine ernste Frage werden würde? Nur wer selbst einmal vor dem Jahre 1933 mit der Stempelkarte in der Hand vor den Schaltern der Arbeitsämter Schlange gestanden hat, wer damals in den Elendsquartieren einer deutschen Großstadt gehaust hat, kann das, was mit der Machtübernahme Adolf Hitlers in Deutschland geleistet wurde, in seiner ganzen Tragweite ermessen. Ein Gang durch Baden-Baden und seine vollkommenen Kuranlagen, in denen Kranke und Gesunde aus aller Welt Heilung und Erholung finden, gibt nicht nur ein Bild von der blühenden Stadt, sondern auch von der Lebenskultur, die in Deutschland nicht nur einer kleinen Schar Auserwählter vorbehalten bleibt, sondern für jeden Mann und für jede Frau aus dem Volke vorhanden ist. Die Erweiterungsbauten und Neueinrichtungen in Baden-Baden, die seit 1933 geschaffen wurden, sind ein Beweis dafür, daß bei all der vielen Arbeit auch der Sinn für das Schöne im Leben nicht verloren ging. Waren Städte wie Baden-Baden in früheren Zeiten die Treffpunkte einer besonderen Schicht des wohlhabenden Bürgertums so können wir heute schließen. Im Kurpark von Baden-Baden saß ich zusammen mit einem Arbeiter aus dem Ruhrgebiet auf einer Parkbank in der Sonne. Rings um uns blühten die Krokusse, die Bäume waren mit dem, zartgrünen Schleier des Frühlings behängt. Der Arbeiter blinzelte wohlig in die Sonne. Er hatte seine schwieligen Fäuste, die von harter Arbeit sprechen, über seinem Spazierstock zusammengelegt und genoß die Ferientage. „Das hätte ich mir auch nicht träumen lassen, daß ich hier noch mal in Baden-Baden sitzen würde. Baden-Baden das war so für uns Arbeiter eine Stadt, die man aus den Zeitungsromanen kannte, wo die Grafen und Barone mit ihren Frauen \pa-- zieren gingen, aber daß da auch nochmal ein Arbeiter seinen Urlaub verbringen würde, das habe ich nicht gedacht. Und jetzt wird es ja wohl auch so sein, daß wir selbst in die Alpen kommen können, denn nun ist ja Oestereich auch deutsch, und da wird es ja nicht mehr lange dauern, daß wir mit „Kraft-durch-Freude"-Zügen nach Kärnten und Tirol fahren können. Wissen Sie, man wird ganz schwindlig dabei. Vor fünf Jahren saß ich mit meiner Frau und drei Kindern arbeitslos in einem wahren Loch von Wohnung in Ruhrort. 1934 hatte ich Arbeit und verdiente schon so viel, daß wir keine Sorgen mehr zu haben brauchten. 1936 bin ich in mein kleines Siedlungshäuschen gezogen, und jetzt schreiben wir 1938, und ich sitze in Baden-Baden und aale mich in der Sonne. Dabei habe ich weder das große Los gewonnen oder eine Erbschaft angetreten. Ich bin heute noch ebenso wie vor fünf Jahren einfacher Arbeiter. Das einzige, was sich geändert hat, das ist, daß der Führer ganz Deutschland umgekrempelt hat." beinahe noch mehr. Eine Entwicklung, wie Sie sie mir darstellen, grenzt geradezu ans Unwahrscheinliche ..." Wiederholt habe ich auf dieser Reise, die mich kreuz und quer durch Deutschland führt, mit Ausländern gesprochen. Es war ein Pole, der mir sagte, daß es e i n st o l z e s Gefühl sein müsse, Deutscher zu sein. Der Engländer sagte es nicht ganz so wörtlich, aber er meinte schließlich dasselbe. Und sie haben beide recht! Wenn man jahraus jahrein am Schreibtisch oder an der Werkbank arbeitet, ohne aus seiner Stadt herauszukommen, dann verliert man ein wenig den Blick für all das Wunderbare, was die letzten fünf Jahre gebracht haben. Eine solche Reise wird darum zur Offenbarung der Macht und Schönheit unseres Vaterlandes. Wenn man innerhalb weniger Tage tiefverschneite Bergeshöhen, blühende Frühlingslandschaften, fruchtbare Aecker in breiten Stromtälern und rastlose Industriestädte erlebt, dann erst weiß man, wie groß unser Deutschland ist. Ob may nun die oberschlesischen Kohlengruben besucht ober bie sächsischen Textilfabriken, bie Porzellanwerke ber bayerischen Ostmark, ober ob man hier in Baben-Baben unter ben blühenben Bäumen ber großzügig angelegten Kuranlagen sitzt, es ist überall bas gleiche B i l b-eiyes ge- rabezu unwahrscheinlichen Aufblühens, so baß von einem Nichtbeutschen, ber bie Jahre bes nationalsozialistischen Aufbaues nicht miterlebte unb sich nur vage Vorstellungen von ber Geschlossenheit des Willens aller Deutschen machen kann, bieser Wanbel nur schwer begriffen werben kann. Wäyrenb beispielsweise hinter ben hier sehr nahen Grenzen Frankreichs bie Sorgen um ben nächsten Tag immer größer werden, während dort dine Regierung die andere ablöst und ein Heer von Arbeitslosen immer mehr der kommunistischen Zersetzung verfällt und damit zu einer drohenden Gefahr für Frankreich wird, ist es in Baden-Baden Friedliches deutsches Land. i ■ < i, Der Führer gab der Heimat den Frieden, er will den Frieden der Welt, willst Du ihn auch, bann gib bem Führer am 10. April Dein Ja! „Wenn ich meinem Bruber, ber brüben in Amerika fitzt, manchmal einen Brief schreibe, bann schreibt er immer wieber zurück ich soll ihn nicht so beschwinbeln, bas könnte boch gar nicht möglich fein. Na, ber soll ruhig zurückkommen. Heutt ist hier mehr Arbeit als da drüben. Die haben ja wohl mal gesagt, daß Amerika das Land der unbegrenzten Möglichkeiten wäre, so hieß das doch wohl? Heute ist das, glaub ich, umgekehrt. Man kann schon beinahe sagen, daß Deutschland so ein Land mit unbegrenzten Möglichkeiten ist." Dieser Arbeiter aus dem Ruhrgebiet hat das richtige Wort gefunden für unser neues Deutschland. Wie richtig dieser Satz ist, das habe ich auf den Reisen durch Deutschland überall bestätigt gefunden. Für unser Deutschland und seinen Führer ist p r a k- tisch nichts unmöglich, was im Willen der nationalsozialistischen Politik liegt. Beschneidet man Deutschland die Rohstoffzufuhr, dann schaffen die deutschen Erfinder, die Chemiker und Ingenieure neue Stoffe, die sich schon nach kurzer Zeit als besser als die bisher verwandten Materialien erweisen. Jener Engländer, mit dem ich, wie eingangs berichtet, sprach, war sehr erstaunt zu hören, daß erhebliche Mengen der neuen Zellwolle beispielsweise an die englische Textilindustrie ausgeführt werden. Und in Dresden sprach ich einen Mann, der sich von einer Reise aus England einen schönen englischen Anzugsstoff mitgebracht hatte, auf dessen Erwerb er sehr stolz war, der Stoff hat sich bann als Zellwollstoff mit nur einem geringen Baumwollanteil bei näherer Betrachtung herausgestellt, aber er war beswegen nicht schlechter geworben. Es ist selbstverstänblich, baß ber Aufschwung, ben Deutschlanb genommen hat, sich besonbers auch m ben Stäbten auswirkt, bie fast völlig vorn Fremben- verkehr leben. Zwei Zahlen aus ber Stabt Baben- Baben mögen biese Tatsachen belegen. 1932 besuchten 58 033 Frembe aus Deutschlanb unb ber ganzen Welt bie Stabt; 1936 waren es schon 123 909. Interessant find auch die Zahlen ber A u s - länberbesuche, aus benen einbeutig heroor- geht, baß man heute wieber sehr gerne nach Deutschlanb kommt, weil bie Einsichtigen braußen sich nicht von ber törichten Lüge, baß man in Deutschlanb hungern müsse, beeinflussen lassen. Der Frembe, ber zu uns nach Deutschlanb kommt, kann wohl bie Schönheiten bes Lanbes unb bie äußerlich sichtbaren Erfolge feststellen. Das beglütfenbe Gefühl ber Volksgemeinschaft unb ber Zusammengehörigkeit, bie man als Deutscher in allen Gauen bes Reiches erlebt, kann er nicht erfassen. Es ist schon etwas besonberes, wenn man in Hamburg ebenso wie in Wien, in Königsberg ebenso wie in Stuttgart, wenn man in jebem Dorf, in jeher Bauernhütte bem gleichen Gefühl ber Zusammengehörigkeit unb ber Dankbarkeit gegenüber bem Führer begegnet. Wenn man im Kätnerhaus, ebenso wie im Sitzungssaal bes Jnbustviepalastes bas Bild bes Führers finbet, hier ein nicht sehr kunstvoller Oelbruck, ben liebende Hände mit kleinen Tannenreisern und Papiersähn- chen schmückten, dort das kostbare Oelgemälde, das von goldenen Lorbeerkränzen umwunden ist. Es ist ein stolzes Gefühl, Gefolgsmann dieses Führers sein zu dürfen, ein Gefühl des Glücks, das den schlichtesten Arbeiter ebenso erfüllt wie ben Jnbu- ftrieEapitän. Das Auto ist kein Luxus mehr. WPD. Auf je 24 Personen kommt heute im Reichsburchschnitt ein Kraftfahrzeug Die größte Autobichte aller beutschen Stäbte hat Schweinfurt, wo bereits auf je zwölf Einwohner ein Kraftfahrzeug kommt. Von ben Großstäbten hat München mit einem Kraftfahrzeug auf je vierzehn Einwohner bie größte Autobichte. In Ber - l i n kommt ein Kraftwagen auf 21 Einwohner. Absolut zählt man in Berlin aüerbings mit 201 525 bie meisten Kraftfahrzeuge. Das finb mehr als ein Fünftel bes gesamten beutschen Kraftfahrzeugbe- stanbes. Wien und die Ringstraße. Von Anton Melchart. Am 29. März 1858 hatte sich eine Menschenmenge am Ufer bes Donaukanals gegenüber ber Rotenturmbastei angesammelt, um einem Abbruch beizuwohnen: bie erste ber alten Bastionen sollte fallen. Arbeiter aus allen Ländern der Monarchie waren schon mit Spitzhauen beschäftigt, die Ziegel auszubrechen, was rasch vor sich ging. Am nächsten Morgen meldete die Zeitung kleinlaut: „Der so beliebte Rund gang um die Bastei hat mit dem vorigen Tage für immer aufgehört" Im Mittelalter waren es sechs, zuletzt acht Stadttore gewesen, wobei kleinere Durchlässe nicht gerechnet sind. Sie lagen meist hinter einem Ravelin versteckt, hatten alte Formen wie etwa das wuchtige Neutor, das wie ein Zitadelleneingang anmutete und dessen Riesenquaderstein allein über 164 Zentner wog, ober sie waren in Arkabenform gebaut, wie bas äußere Burgtor Peter von Nobiles, in bem bas Helbenbenkmal untergebracht ist. Als eines ber schönsten barf bas Alte Kärntner - t o r gelten. Kam man von ber Stabt, stellte es sich als ein in bie Bastei eingelegter breiteiliger Durchlaß bar. lieber ber mittleren Wölbung thronte ber boppelköpfige Reichsabler, bie Hauptsäulen bes Portals trugen rechts bas böhmische, links das ungarische Wappen, über ben seitlichen Gehtoren befanben sich je ein Löwenkopf unb feuerflammenbe Granatkugeln. Das rechte Gehtor enthielt, bie Figur eines Mannes in Pelzrock, Kappe unb langem Haar aus bem 15. Jahrhunbert, bes „Fensterguckers". Der Zauber ber alten Tore unb bes Festungswalls mit seinem „Glacis" wirb beutlich, wenn wir eine Stelle des Tagebuches lesen, das der junge Eichendorff während seines Aufenthaltes in Wien geführt hat. Da heißt es am 8. Juli 1811: „Abends nach halb acht Uhr zum ersten Male mit Wilhelm (dem Bruder) allein zum Stubentor hinaus, Birnen gekauft und einsamer Spaziergang über die Glacis durch die schöne unendliche Allee mit den herrlichen Aussichten auf den Stephans- turm und die Vorstädte mit ihren Palästen. Auf bem Rasen ber Glacis legten wir uns bem Schwar- zenbergfchen Palais gegenüber unb lagen bort, bis es finster würbe." Den schönsten Anblick boten bie B a st e i e n selbst: die fensterlosen Flächen ber Ziegelmauern, bie, schräg in bie Gräben abfallend, feierlich in ihrer jahrhunbertalten Patina schimmerten unb mit vorspringenden Mauern büstere Winkel bilbeten. An ben Kanten waren sie meistens mit weißen Quabern eingefaßt und trugen in Rampenhöhe bas kaiserliche Wappen. Die Kasematten stammten großenteils aus dem 16. Jahrhundert: fast ganz Europa — Frankreich natürlich ausgenommen — hatte Gelb zusammengesteuert, um bas Bollwerk ber Christenheit gegen die Türken stark zu machen. Die Freiheit auf ben Basteien, bie Joseph II. gestiftet hatte, ließ eine charakteristische Vergnügungskultur entstehen. Es gab hier oben pavillonartige Cafes, unter schattigen Bäumen waren sauber ge- beckte Tische mit Stühlen aufgestellt. Man saß an Sommerabenben unter ben blau und grün gestreiften Leinwanbbächern, bie zeltartig verziert waren. Blasinstrumente ertönten. Unermüblich lust- roanbelten bie Paare, so baß dieser Spaziergang den Spottnamen „Ochsenmühle" erhielt. „Als am Sonntag ging ich nach 12 Uhr mittags wieder einmal auf die Bastey, wo jetzt wieder alles wie im Frühjahr in geputzter eitler Seeligkeit durchein- anderzog", schreibt Joseph von Eichendorfs vom 20. Oktober 1811. Diese Welt war laut Schreiben Kaiser Franz Josephs I. von Weihnachten 1857 zum Verschwinden verurteilt worden. Man darf behaupten, daß Wien niemals so schön war wie zur Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert, da die alten Bastionen ihre letzte Verklärung erfuhren. Ist es ein Zufall, daß damals bie Musik blühte wie nie zuvor? Währenb die Bürger auf bem Runb- gang über bie Basteien bie wechselnben Sichten genossen, schufen Schubert unb Beethoven in bieser Stabt ihr Schönstes und Erhabenstes wie zu einem Abschiebsfest. * Am 1. Mai 1865 würbe bie R i ngstraße auf bem Gebiet, bas früher Mauern, Gräben unb Wiesen eingenommen hatten, von Kaiser Franz Joseph unb der Kaiserin feierlich eröffnet. Wien befand sich in einem Freudentaumel: die prächtigste Prunkstraße der Welt entstand. Das erste große Gebäude war das Opernhaus. Seine Architekten verwendeten dabei eine Mischung von italienischer Gotik unb französischem Schloßstil. Von bejonberer Schönheit ist bie Innenarchitektur bes Hauses, an ber sich vielfach Moritz von Schwinb beteiligt. Gegenüber ber Oper erstanb als erstes ber pätrizischen Ringstraßenbauten ber „Heinrichs- Hof" burch ben bänischen Architekten Theophil v o n H a n s.e n. Er ist auch ber Schöpfer ber Wiener Börse, ber Akabemie ber Bilbenben Künste, bes Palais ber Hoch- und Deutschmeister und schließlich des Parlaments, seines Hauptwerkes Von anderen Baukünstlern der Zeit sei Heinrich von Ferstel genannt, der den Bau der gotischen Votivkirche vollendete. Sie war als Dank für ein abgewendetes Attentat auf Kaiser Franz Joseph errichtet worden. Als Persönlichkeit dieser Bauepoche ragt Friedrich von Schmidt hervor, der ursprünglich am Kölner Dom tätig war. Ihm wurde der Bau des Rathauses übertragen, das wegen seiner glücklich ins Moderne gewandelten Gotik als eines der gelungensten neuen Rathäuser angesehen wird. Auch das Sühnhaus, an der Stelle des durch Brand vernichteten Ringtheaters, stammt von ihm. Die beiden Museumsbauten, die neue Hofburg und das Burgtheater wurden von Freiherr v. Hasenauer geplant, doch hat Gottfried von Semper entscheidenden Einfluß auf diese im Renaissancestil gehaltenen Monumentalbauten genommen. Die Anlage, die durch die Front der Hofburg, die beiden Flanken der kuppelgekrönten und den Abschluß der ehemaligen Hofstallungen gebildet wird und den großen Maria-Theresien-Platz umschließt, trägt das Zeichen besonderer Vornehmheit. Wieviel hat sich auf dieser Straße schon abgespielt! Sie sah den Festzug, den der Maler Hans Makart am 27. April 1879 zur silbernen Hochzeitsfeier des Kaisers veranstaltete. Aber auch die Einzüge fremder Monarchen und Fürstlichkeiten, die mit verschwenderischer Pracht von Tribünen und Triumphpforten begrüßt wurden, nahmen ihren Weg über die Ringstraße, die deshalb als die „Riesenempfangshalle" Wiens galt Freilich schritten auch die düsteren Ereignisse nach dem Weltkrieg, Aufruhr- und Demonstrationszüge, unter ihren Monumentalgebäuden hin. Schließlich hat sich wieder ein historisches Ereignis von ungeheurer Tragweite auf ihr abgespielt, als unter dem Jubel von Hunderttausenden die Heimkehr Oester- r e i ch s ins Deutsche Reich gefeiert wurde. ^od>fd>ulnod)rid)fen In Augsburg starb im 74. Lebensjahre Professor Dr. Richard Graf Du M o u l i n - E ck a r t, der lange Jahre als Historiker an der Technischen Hochschule München wirkte 1864 in Leipzig geboren, habilitierte sich Du Moulin-Eckart 1894 als Privat- dozent in Heidelberg, wurde dort 1897 Extraordinarius und folgte ein Jahr später einem Rufe nach München, wo er den Lehrstuhl für Geschichte an der Technischen Hochschule bis zu seiner Emeritierung im Jahre 1930 innehatte. Graf Du Moulin war ein Patenkind Richard Wagners, Schüler von Treitschke und Felix Dahn. Von seinen wissenschaftlichen Arbeiten sind die Bücher über Bismarck, über englische Politik unb über Deutschlanb unb Rom hervorzuheben Graf Du Moulin-Eckart, ber bem Hause Wahnfrieb nahestayb, hat auch eine Reihe von Romanen unb eine Biographie Cosima Wagners veröffentlicht. Bäuerliche Notizen. Meine Mutter hatte bie seltsamsten Notizblöcke ber Welt. Sie waren nämlich nicht aus Papier, sonbern aus Holz. Aus festem, hartem Eichenholz ober aus jenem bräunlichen Nußbaumholz, bas noch nach vielen Jahren einen feinen Dust nach Harz in sich trägt. Die Türen unserer verschiebenen Kleiberschränke waren Mutters Notizblöcke. Sie war natürlich keine große Gelehrte, unsere Mutter; sie war eine Bäuerin, wie sie sein soll, eine, bie sich in allen Lebenslagen zu helfen wußte. Mit bem Schreiben hatte sie im allgemeinen überhaupt nicht viel im Sinn; aber es gab allemal Dinge im bäuerlichen Leben, bie es wert waren, festgehalten zu werben. Dazu waren eben bie Schranktüren ba. Sie waren bei uns neun Geschwistern auch zuverlässiger als ein Notizbuch mit so verlockenb weißen Blättern. Ich z. B. war schon als Kinb hinter jebem Fetzen unbeschriebenen Papiers her. Unb gar ein vollstänbiges Notizbuch, ach, bas wäre etwas Wunbervolles gewesen. Ich hätte wohl nicht gewagt, es auf einmal zu nehmen; aber fein säuberlich wäre Tag für Tag ein Blatt nach bem anberen verschwunben gewesen, so baß zuletzt gar nichts mehr übrig geblieben wäre. Nein, ba waren bie Schranktüren schon besser. Nach fünfzig Jahren konnte man ba noch lesen, wie sich unser Viehstanb vermehrt hatte, wie bie Kühe gekalbt, bie Sauen geworfen unb bie Glucken gebrütet hatten. Da ftanb es sachlich unb kurz: „am sechzehnten Oktober bie rote Kuh", „am siebten Juli bie große Sau", „am zehnten Mai bie gelbe Glucke", „am zwölften Mai bie alte Gans" .. Ich habe später so einen Schrank geerbt. Es ist ein schönes Stück, Nußbaum poliert, in ber Form sauber und großzügig. Voll Stolz baute ich ben Schrank in meiner Stabtwohnung auf. Lange Zeit überlegte ich, ob ich bie Notizen meiner Mutter auf ber Innenseite ber Tür entfernen sollte. Ich habe sie stehenlassen, bie Aufzeichnungen von ben roten, aelben unb schwarzen Kühen, den verschiedenen Gänsen und Glucken. Sie sind sogar allmählich zu einem Prüfstein für die Leute geworden, die bet mir aus- unb eingehen. Wer barüber verächtlich bie Nase rümpft, ber paßt nicht zu mir unb mag ein andermal ruhig wegbleiben. Wer sich aber daran macht, mit fröhlichem Mute den Text genauer zu betrachten, der soll mir allzeit wieder ein lieber Gast fein. Ch. H. D Blätter Aus der engeren Heimat Über 6 Millionen Deutsche, die durch Gewalt und starre Paragraphen ausserhalb der Gemeinschaft mit ihrem Volkstum bleiben mussten, sind heimgekehrt I Pferde. Dadurch ist geworden, da Kopf ist elastischer, beson- die Tiere im Pflug Wir zeigen am 10. April der Welt unseren Willen.; Wir alle stimmen mit ist die Tat des vollzogenen Anschlusses Österreichs an das Deutsche Reich. Das neue deutsche Reich ist erstanden! Wir waren früher auch e i n Volk, mussten aber in zwei Staaten leben verschieden ten . zum ganz kleinen Teil der Wirklichkeit gerecht werden. Sehr viele Raucher richten sich z. B. nach der Farbe. Sie glauben, ein Tabak von heller Farbe sei leicht, dunkler schwer. Nichts ist aber falscher als dies. Die Farbe hat mit der Leichte und Schwere des Tabaks nicht das geringste zu tun. Der gelbe helle Virginiertabak ist durchweg viel schwerer als der dunkelste Brasil, den auch manches helle Sandblatt an Schwere übertrifft. Besonders der Zigarrenraucher, der gerne „leicht raucht, sieht auf das helle Deckblatt. Ist schon dessen Farbe an sich kein Anhaltspunkt für die gewünschte „Leichte", so kommt noch dazu, daß der Decker nur etwa 10 Prozent der Zigarre ausmacht. Die 90 Prozent der Zigarre, die der Raucher nicht sieht, bestimmen den Charakter der Zigarre aber natürlich viel mehr, als die 10 Prozent Decker. Der Inhalt einer jeden, Zigarre besteht, dem deutschen Geschmack entsprechend, aus einer Komposition verschiedenster Tabakherkünfte, und in den meisten noch so Hellen Zigarren befindet sich in der Einlage ein Schuß dunkler Brasil. Nicht immer wurde Heller Decker, Helles Sandblatt vom Raucher so begehrt wie heute. Es ist noch gar nicht so lange her, daß das Helle Sandblatt fast unverkäuflich war, da es qualitativ nicht sehr hochwertig ist. Vollwertiger aromatischer Tabak ist von Natur aus dunkelbraun, Die Interessenten verstanden es aber geschickt, für das fahle Helle Blatt Propaganda zu machen und überzeugten viele Raucher, daß hell gleich leicht sei. Die Preise für Helles Sandblatt gingen daraufhin sprunghaft m die Höhe. Heute müssen für das Sandblatt Preise angelegt werden, die in gar keinem Verhältnis zur Qualität stehen. Die Nutznießer dieser Sachlage sind wenige niederländische Plantagengesellschaften, die ein gewisses Monopol in der Erzeugung des hellen Sandblatt haben. Die Gewinne, die sie ausschütten, sind mehr als reichlich, und es gibt Gesellschaften, deren Aktien über mehr als 600 Prozent notieren. Da es von Natur aus gar nicht so viel helles Sandblatt gibt, wie nun plötzlich verlangt wurde, ging man dazu über, die Tabakblätter unreif zu ernten, darauf verzichtet, mit der Mode zu gehen, nützt nicht nur sich selbst, sondern hilft auch der deutschen Wirtschaft Devisen sparen. Kriegerkameradschaft hielt bei Gasübirt Henkelmann ihre 50. Jahreshauptversammlung ab. Kameradschaftsführer Steinmüller begrüßte die Teilnehmer. Der Unterverbandsführer P o st (Großen-Linden) sprach sodann über die Bedeutung des Zusammenschlusses aller soldatischen Organisationen im NS.-Kriegerbund. Ferner standen im Mittelpunkt seiner Ansprache die Ereignisse in der deutschen Ostmark. Dem jetzigen Kameradschaftsführer Philipp Steinmüller, sowie seinem Vorgänger Ludwig Viehmann II., der 25 Jahre die Geschicke des Vereins geleitet hatte, wurden für ihre Verdienste um die Kameradschaft mit dem Ehrenzeichen 2. Klasse ausgezeichnet. Die beiden Gründer und Ehrenmitglieder, die Kameraden Jakob Hahn und Ludwig D I e h m a n n II. wurden mit je einem, Führerbildnis bedacht. (xd Eberstadt, 4. April. Am gestrigen Sonntag, 3. April, konnte Frau Katharine Gör lach Wwe., Licher Straße, in bester Gesundheit ihren 8 4. Geburtstag feiern. Die hochbetagte Frau nimmt an den Ereignissen unserer 'Zeit regen Anteil. In der Landwirtschaft ihres Enkels arbeitet sie noch eifrig mit. — Dieser Tage wurde die Hol- lersche Hof reite in der Adolf-Hitler-Strahe öffentlich versteigert. Für die Hosreite, zu der 1700 Quadratmeter Garten gehören, wurde ein ver- wegungssreiheit nehmen, durch die ähnlich sind, wie die für das Zugtier viel beweglicher und Hals frei sind, der Gang Doch Betrug, Lüge und Gewalt haben den Lauf der Geschichte nicht aufhalten können damit sie recht hell blieben. Was macht nun aber die Leichte oder Schwere einer Zigarre aus? Zum großen Teil bestimmend ist der Nikotin geh alt. In der Tabakpflanze nimmt das Nikotin während des Wachstums zu, während der Reife der Blätter wieder ab. Nur voll ausgereiste Blätter, die natürlich im allgemeinen dunkler sind, machen den natürlichen Nikotinabbau in der Pflanze mit. Ein Nikotingehalt bis 2 Prozent, den die meisten deutschen Tabakwaren nicht überschreiten, ist im allgemeinen als gutartig anzusprechen. Nikotin ist eine völlig farblose Substanz. Die Braunfärbung der Finger z. B. beim Zigarettenrauchen stammt nicht vom Nikotin, sondern von gewissen teerartigen Produkten, die beim Verbrssn- nen des Tabaks entstehen. Man kann also auch nid)t den Nikotingehalt eines Tabaks dadurch feststellen, daß man den Rauch ins Taschentuch bläst und aus den mehr oder minder braunen Flecken auf die Höhe des Nikotingehaltes schließt. Sehr wichtig für die Leichte oder Schwere einer Tabakware ist die Art des Rauchens. Im Prinzip hat es jeder Raucher s e l b st in der Hand, ob er leicht oder schwer rauchen will. Beim langsamen Rauchen mit vielen Pausen verbrennt nämlich das Nikotin in der Glutzone der Zigarre, Zigarette oder Pfeifenfüllung. Beim raschen fortlaufenden Rauchen entsteht bereits vor der Glutzone ein Gebiet größerer Hitze, die die Lösung des Nikotins bewirkt, das also jetzt, ohne daß es verbrennen kann, weil es ja nicht mit der Glut in Berührung kommt, zum größeren Teil in den eingezogenen Rauch übergeht. Beim langsamen Rauchen gelangen nur etwa 20 Prozent des im Tabak enthaltenen Nikotins in den Mund, beim schnellen bis zu 80 Prozent. Von Belang ist auch der richtige Feuchtigkeitsgehalt der Tabakware. Zu trockene Tabake verbrennen mit zu großer Hitze, bilden deshalb vor der. Glut eine Hitzezone, die bewirkt, daß das Nikotin in den Rauch üb ergeht, bevor es verbrennen kann. Auch das Format der Zigarre usw., die Länge des Rauchweges und schließlich sogar die Dichte der Tabakware ist von Einfluß auf die Leichte und Schwere. In langen Pfeifenrohren setzt sich zum Beispiel mehr Nikotin ab, als in kurzen. Das gilt auch für lange Zigarren. Je dichter bis zu einem gewissen Grade eine Zigarre oder eine Zigarette gewickelt oder eine Pfeife gestopft ist, desto leichter kann z. B. geraucht werden, weil dst .Tabakware gewissermaßen selbst als Filter wirkt. Ist sie aber zu fest gewickelt oder gestopft, dann muß der Raucher zu stark ziehen, es entsteht eine große Hitzezone, und es tritt deshalb wieder mehr Nikotin in den.Rauch über. Schlecht brennende Tabake werden also immer schwer wirken. Auch das trocken und naß Rauchen ist für die Leichte oder Schwere wichtig: Schwache Feuchte des Mundstücksstummels kann die „Leichte" erhöhen (Filterwirkung), zu große bewirkt den Uebertritt des Tabakextraktes, der mit Nikotin angereichert ist, in den Mund. Gleichgültig ist auch nicht, wo eine Zigarre, Zigarette usw. geraucht wird. In Hamburg wird die gleiche Zigarre anders schmecken als in Garmisch-Partenkirchen. Luftdruck und Luftfeuchtigkeit wirken hier mit. So kommt es auch, daß d i e Lieblingszigarre a u f der Urlaubs- reife auf einmal nicht mehr schmeckt. Schließlich | spielt für die Empfindung der „Leichte" oder „Schwere" auch der persönliche Zustand des Rauchers eine große Rolle. Es bleibt also als Kernpunkt der Frage „Wie leicht rauchen?" zurück: 1. Ausgereifte Tabake rauchen und nicht vergessen, daß die helle Farbe nichts mit leicht oder schwer zu tun hat; und 2. nicht zu schnell rauchen. Wer dunklere Tabake besonders als Zigarrendecker raucht, kann übrigens auch bessere rauchen! Er zwingt den Zigarrenfabrikanten nicht, zu Phantasiepreisen modehelle Tabake zu kaufen und ermöglicht es ihm dafür, qualitativ bessere Tabake zu verwenden. Neben der gesundheitlichen Bedeutung ist die Frage, ob „dunkle" oder „helle." Zigarren geraucht werden, auch von der Devisenseite her gesehen von Belang. Für helle Zigarrendecker müssen mehr Devisen aufgewandt werden als für dunkle, ohne daß der deutsche Raucher davon einen Vorteil hat. Wer gesund rauchen will und Ein historisches Ereignis ööLt steeßle «u Btil! Die TaI -des füktees M .die iekusktkl 4es Volkes etlülll: bers wird hervorgehoben, daß . . „ leichter und sicherer zu handhaben sind. Auch im Interesse des Tierschutzes ist diese Maßnahme sehr zu begrüßen. — Am vergangenen Sonntag fand die Konfirmation fn der hiesigen Kirche statt. Es wurden 8 Knaben und 9 Mädchen eingesegnet im wahrscheinlich bald Schule machen wird: sie haben die seitherigen Joche, die den Zugtieren auf der Stirn befestigt werden und dadurch der Kuh Be- Kummete ersetzt, Vom „leichten" und „schweren" Tabak Was der Zigarrenraucher wissen und bedenken sollte. Don H. Aschenbrenner, Referenten bei der Fachgruppe Tabak - WGE hältnismäßig hoher Betrag (15 400 Mk.) bezahlt. Das Anwesen ging in den Besitz des angrenzenden Nachbars Erwin L ö b r i ch über. < Birklar, 4. April. Die Freiwillige Feuerwehr Birklar hielt dieser Tage ihre Jahreshauptversammlung bei Gastwirt Düringer ab. Wehrleiter Seibert begrüßte die vollzählig erschienenen Kameraden. Der stellvertretende Wehr- führer Wolf gab sodann einen ausführlichen Rückblick über die Entwicklung der Wehr von der Gründungszeit bis zur Gegenwart. Ferner berichtete er über die Tätigkeit der Wehr im letzten Jahre. Es wurden 9 Hebungen abgehalten. Außer- dem hatte die Wehr im Ernstfälle beim Brand in Muschenheirn einzugreifen. Kamerad Wilhelm M ü l- l e r erstattete den Kassenbericht, der in Ordnung befunden wurde. 12 verdiente Feuerwehrmänner wurden zu Oberfeuerwehrmännern ernannt. oo Müschen heim, 5. April. Die hiesige Spar- und Darlehenskasse hielt dieser Tage ihre Generalversammlung ab. Direktor Karl Becker V. erstattete den Geschäftsbericht, Rechner H. Katt gab die Jahresrechnung bekannt. Die Kaffe hatte einen großen Aufschwung erfahren. Der Umsatz steigerte sich von 340 000 Mark auf 522 000 Mark. Die Spareinlagen hatten einen großen Zuwachs zu verzeichnen. Der Bestand an flüssigen Mitteln ist ersteulich groß. Die Kasse er* freut sich allen Vertrauens der Mitglieder. csd Langsdorf, 6. April. Seit dem gegen« wärtigen Frühjahr sind etliche Bauersleute zu einer bemerkenswerten Neuerung übergegangen, die durch Heiz grübe — soll in Kürze nach Klärung der Planung Beschluß gefaßt werden. $ Steinbach, 7. April. Frau Dorothea Haas Witwe, geb. Keil, kann am heutigen Donnerstag, 7. April, in guter Gesundheit ihren 7 5. Geburts- t a g feiern. Sie lebt itn Hause ihres Sohnes, des Fuhrmannes Ludwig Haas II. Ihr verstorbener Ehegatte Friedrich Karl Haas, gestorben 1935, war der letzte Qelmüller von Steinbach, im Weltkriege eine vielbegehrte Person. — Ferner kann am 8. April Herr Adam Müller in guter Gesundheit seinen 7 4. Geburtstag feiern. wg. Großen-Buseck, 7. April. Am heutigen Donnerstag, 7. April, begeht der hiesige Einwohner Christoph Krämer, wohnhaft Schloßstraße, sein 25jähriges Dienstjubiläum als Beamter unserer Gemeinde. Am 7. April 1913 trat er als Flurschütz in den Dienst der Gemeinde ein. Später wurde er als Friedhofs- und Faselwärter der Gemeinde bestimmt. Den Dienst als FcMwärter versah er zehn Jahre lang, während er als Friedhofswärter heute noch tätig'ist. Im Jahre 1928 legte er den Dienst als Faselwärter nieder, dafür bekam er den Nachtwächterposten, so daß er heute Nachtwächter und Friedhofswärter ist. Der Jubilar hat sich während seiner Dienstzeit bqs volle Vertrauen der Gemeinde erworben und erfreut sich im Orte größter Beliebtheit. A Großen-Linden, 4. April. Zur Zeit wird eine unserer neuen Ortsstraßen, die Ludwig st r a ß e, bis zur Obergasse verlängert und ausgebaut, wodurch das sog. „Backhausgäßchen" verschwindet. Die Arbeiten werden durch den Unternehmer Bausch aus Krofdorf ausgeführt. — Demnächst soll auch hier mit dem Bau eines neuen Heimes für d i e HI. begonnen werden, so daß es noch im Laufe des Jahres bezogen werden kann. Es wird auf der „Heide" am großen Sportplatz errichtet, von wo man nach mehreren Seiten einen prachtvollen Ausblick in die rad des Anhängers erfaßt und unter den Wagen gerissen. Die Verletzungen waren tödlich. 3m Waschfeste» tödlich verbrüht. LPd. Lauterbach/ 6. April. Einen schrecklichen Tod fand im Kreisort Singers bad) das fünfjährige Söhnchen des Arbeiters Kraft. Als die Mutter, die mit Waschen beschäftigt war, die Waschküche einmal verlassen hatte, kletterte der Kleine durch ein Fenster in den Raum und stürzte dabei in den mit heißer Brühe gefüllten W a s ch k e s s e l. Das Kind wurde am ganzen Körper vrbrüht und starb nach einigen Stunden. Landkreis Gieren = Albach , 6. April. Gestern, fand in der Kirche zu Albach eine Besprechung zwischen den Vertretern der Gemeinde, der Kirche und dem Denkmalpfleger Pros. Dr. Gruber (Darmstadt) und dem Baurat des Hochbauamtes Gießen wegen der für dieses Jahr geplanten Erneuerung unsrer Kirche statt. Dem vorliegenden Plan für die Erneuerung wurde zugestimmt, auf Anraten des Denkmalpflegers jedoch die Erneuerung der Kirchenheizung als Vorbedingung einer Renovation des Kircheninneren angenommen, lieber die Art der geplanten Neuanlage der Kirchenheizung — elektrisch oder Beisein einer großen Gemeinde. Kreis Alsfeld. —.— Homberg, 5. April. Aus Anlaß der Besetzung der NS.-Gemeindeschwesternstation Homberg mit der Gemeindeschwester Wilhelmine Blä-- s e r fcknd am Freitagabend im großen Saale des „Frankfurter Hofes" eine Feier statt. Kreisamtsleiter Pauly ergriff das Wort zur Begrüßung der zahlreich Erschienenen, insbesondere der Frauenschaft, und dankte allen Stellen der Partei und der Gemeindeverwaltung, durch deren Bemühungen es endlich gelungen sei, in Homberg eine NS.-Ge- meindeschwesternstation zu errichten. Dr. Brill 'ging im besonderen auf die Aufgabe der Gemeindeschwester näher ein, die er an Hand der von ihm als Arzt gemachten Erfahrungen klar umriß. Eine NS.-Schwester sei konfessionell nicht gebunden, sie unterstehe nur der Partei. Die besonderen Aufgaben sowie das Ziel jeglicher Tätigkeit einer solchen Schwester wurden in längeren, sachlichen Ausführungen umrissen von der Gauoberin der NS.<- Schwesternschast Köhler, die die Gemeindeschwester einführte. 'Drtsgruppenleiter Damm gab feiner Freude darüber Ausdruck, daß es gelungen fei, eine NS.-Schwester zu bekommen und bat, ihr stets freundlich entgegenzukommen und sie bei ihrer Arbeit zu unterstützen. absetzen zu können, setzte man eine geschickte und lebhafte Propaganda dafür ein. Inwieweit daran die Plantagenbesitzer und der Tabakhandel beteiligt waren, ist jetzt schwer festzuftellen. Jedenfalls hatte die Propaganda den Erfolg, daß nunmehr die hellen Farben und das Sandblatt Trumpf wurden. Dabei kam den interessierten Stellen die durchaus falsche Laienansicht zugute, daß je heller die Farbe um so leichter der Tabak sein müsse. Wie Herr Aschenbrenner sehr richtig ausführt, kann man im großen Durchschnitt sogar das Gegenteil annehmen, nämlich, daß die reichlich von der Sonne beschienenen, daher dunkleren Blätter weniger Nikotin enthalten als die nicht voll ausgereiften Sandblätter. Jedenfalls aber ist die Neigung zur Bevorzugung ber1 Zigarren mit Hellem Deckblatt zu einer Modekrankheit ausgeartet, die zu einer völlig unbegründeten preislichen Ueber- beroertung der Hellen Farben geführt hat. Bei unserer jetzigen Devisenlage ist es durchaus erwünscht, daß die breiten Verbraucherkreise über ihren Irrtum aufgeklärt werden, damit nicht die deutschen Fabrikanten weiterhin gezwungen werden, die teuren, Hellen Deckblätter, die vornehmlich den holländischen Kolonien entstammen, zu beziehen und dafür unverhältnismäßig hohe Devi- senbeträge auszugeben. Sie könnten für die gleichen Beträge erheblich mehr an Menge solches Deckblatt kaufen, das bei mindestens aleich gutem Geschmack und größerer Leichtigkeit nicht die teuren Modefarben aufweist. Es dürfte noch interessieren, daß es der Reichsanstalt für Tabaksorschung, durch deren vorbildliches Wirken die Güte des deutschen Tabakanbaus in den letzten Jahrzehnten, ganz außerordentlich gehoben worden ist, gelungen ist, natürliche nikotinarme und nikotinfreie Tabake zu züchten. Diese werden in ständig wachsendem Umfange angebaut. Allerdings ist es noch nicht gelungen, deutsche Tabake zu erzeugen, die für das Deckblatt in nennenswertem Maße verwendbar sind. Aber wie Herr Aschenbrenner richtig schreibt, besteht ja der Hauptinhalt der Zigarren aus der Einlage nebst Umblatt. Der Nikotingehalt des dünnen Deckblattes ist so gering, daß bei nikotinfreiem Deck- und Umblatt- Tabäk in der Praxis von „nikotinfreien" Zigarren gesprochen werden kann. Damit können also auch die Wünsche derjenigen Raucher erfüllt werden, die, meist aus gesundheitlichen Gründen, nikotinfreie, also leichte Zigarren rauchen sollen. Landschaft hat. # Allendorf (Lah n), 4. Ppril Die hiesige schäft hielt bei Gasttbirt Jahreshauptversammlung ab. Hierzu stellt uns der Geschäftsführer der Bezirks- gruppe Hessen-Unterfranken der Fachuntergruppe Zigarrenindustrie, Oberstleutnant a. D. W e g e l i, Gießen, den folgenden Ueberblick über die historische Entwicklung der für die Zigarrenindustrie besonders wichtigen Frage der hellen und Sandblatt- Deckblatt-Tabake zur Verfügung: Etwa bis zur Jahrhundertwende wurde dem Umstand, ob das Deckblatt der Zigarren hell oder dunkel war, kein besonderer Wert beigelegt. Im allgemeinen aber herrschten die tiefbraunen Farben des ausgereiften Tabakblattes vor. Auch die edelsten Erzeugnisse von Havanna, die sogenannten Importen, wiesen überwiegend dunkelbraunes Deckblatt auf. Helles Deckblatt war damals nicht Mode, und sowohl der Handel, wie die Verbraucher, zogen die tiefbraunen Farben vor. Die Farbe ist nun aber in erster Linie von der Ausgereiftheit der Blätter abhängig, und diese von dem Grad der Sonnenbestrahlung. Demnach sind im allgemeinen die der Sonnenbestrahlung stärker ausgesetzten obe-. ren Blätter der Tabakpflanzen besser aus- gereift und dunkler als die unteren. Die letzteren waren damals infolge der durchaus zutreffenden Beurteilung durch die Fachleute über die durchschnittlich bessere Beschaffenheit der oberen Blätter schwer verkäuflich und erzielten geringere Preise. Eine besondere Rolle spielen die „S a n b b l ä 11 e r". Diese Bezeichnung hat mit der dem Sande ähnlichen Farbe, wie manche Laien annehmen, nichts zu tun. Vielmehr handelt es sich um solche unteren Blätter, die vom Sande der vielfach vulkanischen Böden in den Tropen, der durch den Wind oder durch tropische Regen immer wieder gegen sie geschleudert wird, gewissermaßen abgeschliffen werden. Sie erhalten dadurch eine kahle Farbe, ein flaumiges, körniges Aussehen, das in früheren Zeiten durchaus nicht als Vorzug galt. Um nun die Hellen ...... und besonders das Sandblatt vorteilhaft Vogelsberg-Landschaft unter Naturschutz. Lpd. Schotten, 6. April. Das Kreisamt Schotten als untere Naturschutzbehörde hat mehrere vielbesuchte und landschaftlich schöne Naturdenkmäler und Landschaften im Kreis Schotten unter die Bestimmungen des Naturschutzes gestellt. Es handelt sich um den Alteburgskopf mit seinen Felsgruppen und Einzelfelsen, um die Nuß- ollen zwischen Alteburgskopf und ©algenberg mit ihren Hecken, um ' den Galgenberg mit seinen Wacholdersträuchen und Hecken und Bäumen und um das Niddaufer (Altebach) in Schotten zwischen der Brücke an der Post und der Brücke nach dem Friedhof. fünfjähriges Mädchen in einen Lastzug gelaufen und überfahren. LPD. Büdingen, 6. April. In O b e r - Widder s h e i m rannte ein fünfjähriges Mädchen des Arbeiters Albert Schmolte aus dem Hofe auf die Straße, um seinen Ball z u holen. Im gleichen Augenblick fuhr ein Lastzug mit Anhänger vorbei. Das Kind wurde von dem Hinter- Ueber die Frage, wodurch eine Zigarre, Zigarette oder eine Pfeife Tabak leicht oder schwer wirkt, und woran die e Eigenschaften erkenntlich find, sind die Ansichten verbreitet, die aber nur Dein Dank an den Führer: Dein Ja am HO. April. * HÄ ' ftnm'i8'1’ S®»’Ä °7°, Ö r h Di-H tJ? N-ch . ”»*7 unh iäS ■.ft« ^fbch-n- Ur^ den Un, UIÄL ,n7au eines gönnen wer. feS b-Z°g-n „ °m «io. LW. MH. 'Oück m die ?ie hiesige )ei ^mlung ab. V. blühte Wer Post Meuten n ürganqatio» poen im Mit. IeJn der beut- adichaftsführer ’nem S°Igän. Jühre die ucden für ihr» i dem Ehren, nden Gründer Jakob Hahn a mit je einem eftrigen Sonn« ine Törlach Wundheit ihren betagte Frau Zeit regen An« 'eis arbeitet sie urde die hol. ; f-hitler°Ttraße jofreite, zu der wurde ein oer« Mk.) bezahlt. 5 angrenzenden : Freiwillige ?fer Tage ihre oirt Düringer W vollE ■tretenbe Fehr« Ehrlichen ML- jehr von bet Ferner berity ehr im letzten ehalten. Außer« beim Brand in Wilhelm Müler in Ordnung uerwehrmänner ernannt. 1. Die hiefige je hielt dieser Direktor Karl bericht, Rechner । bekannt. Die wung erfahren. 1000 Mark auf । hatten einen )(r Bestand an , Die Kasse er« Mitglieder. >it dem gegen' irsleute zu einer raegangen, w wird: sie haben ugtieren auf d- ch d-1 M 8 " immete er[e6, ■rbe. N««6 >( *»* b“Ä ^Maßnahme leh^ Nn‘»’rf § ,Sir*e fiutt- m eingeW1*,m Au- Au's »» &•;* •tä «s Ä sachllch^r < ®s eilt' ®“ jduu?'.1! 616 Vbat, * nundi'b Nr.82 Drittes Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen)Donnerstag, 7. April 1938 Aus der Stadt Gießen. Freut Euch des Lebens! Das Wort „Man soll die Feste feiern, wie sie fallen!" gilt auch für die Gedenktage. So sei gerade zu dieser Zeit des Dichters Johann Martin Usteri gedacht, der am 12k April vor 175 Jahren in Zürich geboren wurde und dem wir das Geschenk des vielgesungenen Liedes von der Lebensfreude zu verdanken haben. Ein Geschenk, das viel größer ist, als wir gemeinhin ahnen, weil es immer wieder Trübsalbläser gibt, die nichts von der Freude und vom Glück dieses Lebens wissen wollen. Warum eigentlich nicht? Nur, weil das Leben in seinem Ablauf auch Schmerzen und Trauer birgt? Weil es Arbeit und Mühe macht? Und uns Pflichten auferlegt? Sind das wirklich Gründe, um Trübsal zu blasen? Um zu seufzen? Welchen Weg sollen wir einschlagen? Sollen wir, um uns entscheiden zu können, die Philosophie zu Hilfe rufen? Das ist oftmals ein gefährlich Ding, weil wir durch die Philosophie nur allzu leicht in einen Wald von Begriffen geraten, aus deren Dickicht wir nicht wieder herausfinden können. Da ist es schon gescheiter, wir gehen in den richtigen, in den grünen Wald, dessen geheimnisvolles Rauschen uns umgibt. Oder wir steigen auf die Berge, um die Schönheiten der Welt vor uns ausgebreitet zu sehen. Oder wir fahren an das Meer, um uns in den weißen Sand zu werfen, in den blauen Himmel zu schauen, und so abermals gewahr zu werden, wie der Schöpfer dieser Welt alles getan hat, um unser Herz mit heller Freude zu erfüllen. Doch wir brauchen gar nicht einmal in den Wald, auf die Berge, an das Meer zu gehen. Wenn wir das Lächeln eines Kindes in der Wiege, das Glück einer Mutter sehen, auch dann steigt heiße Lebensfreude in uns auf! Denn Mutter und Kind, sie beide sind Träger unseres ewigen Volkes, das nun wieder frei, groß und mächtig wurde, ja noch größer und mächtiger wurde, seitdem uraltes deutsches Land wieder in das Reich zurückgefunden hat. So brauchen wir also nur den Umkreis des Werktages und Alltags zu betrachten, um das Glück und die Freude zu spüren, in der wir leben. Wem aber dies alles noch nicht überzeugend genug ist, der frage die Zehntausende, die Hunderttausende, die Millionen, denen durch das neuerstandene Reich, durch die aufgerufene Volksgemeinschaft an Leib und Seele geholfen wurde. Oder jene Zehn- tausepde und Hunderttausende, denen durch das Werk des Führers die Schönheiten unserer Heimat und gar die Schönheiten fremder Länder erschlossen wurden; oder jene, die in das Reich der Kunst eingeführt wurden! „Gewiß", wird man rufen, „letzt ist es wieder eine Freude zu leben! Jetzt, wo wir den Führer haben!" Demnach scheint es also so, als ob die Lebensfreude eng mit dem Werk de^. Führers zusammenhinge? Nun, es scheint nicht nur so, es ist so! Erinnern wir uns doch der Worte, die der Führer jüngst beim Stapellauf des Urlauberschiffes „Robert Ley" ausgesprochen hat: „Wir wollen dem ganzen deutschen Volke die Schönheit des deutschen Lebens, der deutschen Landschaft, der deutschen Kultur erschließen!" Und etwas später: „Die Verwirklichung (dieses Wollens) kann allerdings nur gelingen in der Erkenntnis, daß dieses Leben im gesamten nur schöner werden kann durch die gemeinsame Arbeitsleistung aller!" Indem aber der Führer diese Worte aussprach, hat mit einem kräftigen Hieb den gordischen Knoten durchschlagen, der sich aus der Vielzahl verwirrender Weltanschauungen geknüpft hatte. Und wir erkennen: Wir sind auf der Welt, um glücklich zu sein! Aber wir müssen uns dieses Glück durch gemeinsame Arbeitsleistung selbst schaffen! Vorüber sind also alle bangen Fragen, welchen Weg, wir einschlagen sollen. Hell liegt der Weg, den wir zu be- schreiten haben, vor uns. Es ist der Weg des Führers, über welchen Weg die Worte des vor 175 Jahren geborenen Dichters Johann Martin Usteri geschrieben stehen: Freut Euch des Lebens! Der Tag des Groß-DeuWen Reiches in Gießen. Für den Tag des Großdeutschen Reiches am Samstag, 9. April 1938, gelten für die Kreishauptstadt folgende Anordnungen: Etwa von 15 Uhr ab fahren die Gliederungen der Bewegungen auf Lastwagen durch die Stadt. Das Jungvolk und die Hitler-Jugend veranstalten Propagandamärsche. Zur gleichen Zeit finden auf den Plätzen der Stadt Standkonzerte statt. Es spielen: 1. Die Kreiskapelle von 15 dis 16 Uhr auf dem Kreuzplah und von 16 bis 17 Uhr am Selterstor. 2. Die Kapelle der Standarte 116 von 16 bis bis 17 Uhr auf dem kreuzplah und von 17 bis 18 Uhr am Selterstor. 3. Das Rlusikkorps des Jnf.-Rgts. 116 von 17 bis 18 Uhr auf dem Kreuplah. Um 19 Uhr marschieren sämtliche Gliederungen und angeschlosfenen Verbände der Partei zur Ueber- tragung der Führerrede aus Wien auf den Oswalds- garten. An dem dort ftattfindenden Appell nehmen außer diesen Organisationen sämtliche Vereine und Verbände, sowie die Gießener Betriebe geschlossen teil Eine besondere Aufforderung zur Teilnahme ergeht nicht mehr. Es entspricht der Bedeutung des Tages, daß auch die gesamte übrige Bevölkerung an dieser Feierstunde teilnimmt. Die technische Durchführung des Aufmarsches liegt in den Händen der SA. Den Anordnungen der für den Ordnungsdienst eingeteilten SA.-Führer und SA.-Wänner ist daher unbedingt Folge zu leisten. Den Absperrdienst versieht die Schuhstaffel. Der Aufmarsch muß um 19.30 Uhr beendet sein. Die Vereine und Verbände müssen daher so frühzeitig an ihren Vereinslokalen antreten, daß die Mehrzahl derselben schon gegen 19.15 Uhr auf dem Oswaldsgarten angelangt ist. Die Betriebssichrer werden gebeten, für das rechtzeitige Eintreffen ihrer Gefolgschaften zu sorgen. Um 19.35 Uhr erfolgt auf das Kommando des Kreisleiters die hisfnng der Flagge, die auf dem Oswaldsgarten ausgestellt ist. Bis zur Uebertragung der Führerrede, bie um 20 Uhr beginnt, wechseln Darbietungen der Musik- züge mit Gesangsvorträgen der vereinigten Gießener Gesangvereine ab. Nachdem der Führer geendet hat, wird das Niederländische Dankgebet gesungen. Die Bewohner der ganzen Stadt und insbesondere die der den Oswaldsgarten umsäumenden Häuser werden aufgefordert, festlich zu illuminieren. Für die Politischen Leiter gilt folgendes: Der Kreisstab, die Kreiskapelle und die Politischen Leiter der vier Gießener Ortsgruppen flehen um 18.45 Uhr vor der Kreisleitung in der Lony- ftraße angetreten und marschieren von dort auf den Kundgebungsplah. Die Fahnen find sämtlich mitzuführen. Kreisleitung Wetterau der NSDAP. Hitler-Jugend Bann 116 Gießen. Vetr.: Einsatz der Hitler-Zugend am 9. und 10. April 1938. Wie bereits mit Schreiben vom 25. März 1938 bekanntgegeben, steht.die Hitler-Jugend des Bannes 116 den Ortsgruppen zum Einsatz für die Wahlpropaganda zur Verfügung. Nach der Anordnung des Stabsführers hat sich die Hitler-Jugend auf Anforderung auch den Ortswaltungen der NSV. zur Verfügung zu stellen. Die Gefolgschaftsführer und Führer der Sondereinheiten haben sich sofort wegen des Einsatzes der Hitler-Jugend am 9. und 10. April mit den für sie zuständigen Ortsgruppen in Verbindung zu setzen. GießenerSchausenffergeschmülktsiirdenio.Apnl Immer mehr tritt in den Straßen unserer Stadt auch äußerlich der Tag der Volksabstimmung in Erscheinung. Seit Tagen erinnern die über Straßen und Gassen gespannten Spruchbänder an die Pflicht aller Volksgenossen für den 10. April; seit Tagen leuchten von vielen Plakattafeln und Häuserfronten Plakate in allen Farben mit eindringlichen Aufrufen, sich der Bedeutung der Volksabstimmung bewußt zu sein. Nunmehr sind auch viele Gießener Ladengeschäfte dazu übergegangen, einzustimmen in die Wahlpropaganda und ihren Beitrag zur großen Sache zu leisten. Auf einem Gang durch die Stadt kann man überall beobachten, daß sich die Gießener Geschäftswelt mit außerordentlicher Liebe der Sache gewidmet und die Schaufenster in einprägsamer Art für den Zweck der Wahlpropaganda gestaltet hat. Die meisten Grschäfte stellten ein ganzes Schaufenster zur Verfügung, auch da, wo die Zahl der Schaufenster gering ist und dadurch der Kaufmann auf die Werbewirkung seiner Waren im Schaufenster verzichten muß. Es ist interessant und sehr erfreulich festzustellen, daß die Gestaltung der Schaufenster in sehr verschiedenartiger Weise erfolgte und eine Fülle der Ideen beweist. In der großen Linie befleißigte man sich aller Einfachheit und erzielte damit die stärkste Wirkung. Naturgemäß findet man überall in den Schaufenstern ein Bild des Führers, und auch hier kann man eine erfreuliche Feststellung machen: man sieht eine überraschende Fülle der verschiedenartigsten Bildnisse des Führers, vorn einfachen Kupfertiefdruck bis zum Original-Oelgemälde. Vielfach werden die Führerbildnisse in schlichten, zum Teil auch in sehr repräsentablen Rahmen gezeigt. Als schönes Mittel zum Schmuck der Schaufenster hat man ferner ausdauernde Grünpflanzen verwandt, aber auch blühende Pflanzen geben dem Mittelpunkt der Schaufenster, dem Bild oder der Büste' des Führers, eine glückliche Umgebung. Fast überall, findet man auch die Parole oiefes Wahlkampfes in schöner Schrift und in mannigfacher Anordnung wiedergegeben. In manchen Schaufenstern ist des Führers als Einigers des Reiches dadurch gedacht worden, daß eine Landkarte von Großdeutschland beigegeben wurde. In mehreren Schaufenstern wurde Großdeutschland aus geeignetem Material plastisch herausgearbeitet. Eine Reihe von Geschäftsinhabern ist noch damit beschäftigt, ihre Schaufenster in ähnlicher Weise auszustatten, so daß man in den beiden nächsten Tagen noch manchen deutlischen Beweis dafür erkennen wird, daß sich die Geschäftswelt geschlossen und opferbereit hinter die Sache unseres Führers und damit in den Dienst unserer Volksgemeinschaft stellt. ____________ Bornotizen. Tageskalender für Donnerstag. Stadttheater: 20 bis 22 Uhr „Die Jahreszeiten". — Gloria-Palast, Seltersweg: „Verklungene Melodie". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Der Biberpelz". — Zirkus Althoff um 20.15 Uhr auf Oswaldsgarten. Haydn: „Die Jahreszeiten". Heute um 20 Uhr findet das fünfte Konzert des großen Städtischen Orchesters in Verbindung mit dem Konzertverein statt. Das Konzert bringt Haydn: „Die Jahreszeiten", Oratorium für Chor, Soli und Orchester. — Die Leitung hat Prof. Stefan Temesvary. — Als Solisten wurden verpflichtet: Helene Fahrni, Leipzig; Erich Meyer-Stephan, Frankfurt, und Anton Knoll, Frankfurt. Ausführende: der akademische Gesangverein, der Sänger-. kränz Gießen, das Friedberger Doppelquartett, der Friedberger Frauenchor und das Städtische Orchester. Das Konzert findet außer Miete statt. Don der Universität Gießen. Von der Pressestelle der Ludwigs-Universität Gie< ßen wird mitgeteilt: Der Reichs- und preußische Minister für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung hat Professor Dr. Friedrich Bernhard in Gießen beauftragt, für das Sommersemester 1938 die Vertretung des durch die Berufung von Professor Dr. A. W. Fischer nach Kiel frei gewordenen Lehrstuhls für peifligen^d \Jet- t klein* Chirurgie zu übernehmen. Gleichzeitig wurde Professor Dr. Bernhard mit der Vertretung des Direktors der Chirurgischen Klinik während dieser Zeit beauftragt. Weiter übertrug der Reichserziehungsminister dem Dozenten Dr. Otto Friedrich Bollno w von der Universität Göttingen die Vertretung des durch den Weggang von Professor Dr. Gerhard Pfah- l e r nach Göttingen freigewordenen Lehrstuhl für Psychologie und Pädagogik für das Sommersemester 1938. Der ordentliche Professor Lic. Vogelsang wurde zum Dekan der Theologischen Fakultät der Universität Gießen ernannt. Das Amt des Prodekans in der gleichen Fakultät wurde dem ordentlichen Professor Dr. Haenchen übertragen. Anzeigepflicht für Motorbetriebe. Jeder Gewerbetreibende, in dessen-Werkstatt oder Betrieb ein durch elementare Kraft (Dampf, Wind, Wasser, Gas, Elektrizität usw.) bewegtes Triebwerk in gleichviel welchem Umfange zur Verwendung kommt, hat die Aufstellung und Inbetriebnahme innerhalb acht Tagen nach deren Beginn der Ortspolizeibehörde anzuzeigen. Zuwiderhandlungen werden bestraft. Zögerabend im April. Der übliche Jägerabend wies auch im April wieder einen ausgezeichneten Besuch auf. Im Mittelpunkt stand ein Vortrag des Professors Dr. Zentgraf über das Thema: „Was der Jäger vom Wilde nicht weiß." Er zeigte an Hand zahlreicher Beispiele aus dem Leben unserer bekanntesten Wildarten, wie Hase, Reh, Hirsch, Rebhuhn, und Auerhahn, wie es in dem Leben dieser Tiere noch eine ganze Zahl von Fragen für den Jäger gibt, die bis heute nicht eindeutig gelöst sind, oder wie wissenschaftliche, gründliche Forschung manche als unumstößlich betrachtete Jägermeinung als falsch hat erkennen lassen. Sein Wunsch ging dahin, daß jeder Jäger sich zugleich als ein Forscher auf diesem Gebiete betrachten möge und mithelfen möge, indem er seine Beobachtungen nicht für sich behält, sondern weitergibt und nachprüfen läßt. Die mit großem Beifall aufgenommenen hochinteressanten Ausführungen, die vielen Jägern viel Neues brachten, wurden durch Mitteilungen des Kreisjägermeisters Nicolaus, Oberforftmeisters Scheel und Stabsjägermeisters Holzel er, gänzt. Der Kreisjägermeister gab ferner bekannt, daß die Trophäenschau der Kreise Gießen und Friedberg gemeinsam am Sonntag, 8. Mai, in Abenteuer in Paris. Vornan von Hans Hirthammer. Copyright by Verlag Oskar Meister, Werdau i. Sa. 28. Fortsetzung. (Nachdruck verboten!) 28. Als Gerda Bosch zu sich kam, muhte sie die erschreckende Feststellung machen, daß.sie an Händen und Füßen gefesselt war. Zu allem Ueberstuß war sie auch noch auf dem Stuhl festgebunden, auf dem sie saß. Ihr ganzer Körper schmerzte sie Sie war allein, und zwar schien dieser Raum das Schlafzimmer ihres Peinigers zu fein; denn an der einen Wand stand ein breites Bett, noch zerwühlt von der vorigen Nacht. Gegenüber befand sich ein breiter Wäsche- und Kleiderschrank. Und unmittelbar vor ihr, der Fensterseite gegenüber, war die Frisiertoilette, die eigentlich besser in ein Damenboudoir gepaßt hätte. Es war ein schönes Stück mit einem großen, in der Querachse drehbaren Spiegel, der an beiden Seiten von niedrigen, mit einer Glasplatte belegten Schränkchen flankiert war Auf diesen Schränkchen standen mehrere Flakons, geschliffene Dosen und ähnliche der weiblichen Schönheitspflege dienende Gegenstände. Wenn ihre Lage nicht alles andere eher als belustigend gewesen wäre, hätte sie über diese Beweise einer kindischen Eitelkeit hellauf lachen müssen. Wahrhaftig, es schien, daß der alte Narr sich schminkte und puderte! Sie saß so, daß sie sich voll im Spiegel sehen konnte, der Alte schien es mit Absicht so eingerichtet zu haben. f f . Gerda scheute sich fast, den Blick zu heben, so entsetzlich sah sie aus. Das Haar stand ihr wirr um den Kopf, das Gesicht war von Schrammen und blauen Flecken entstellt, und ihre Kleidung ah, sie durfte gar nicht daran denken. Geradezu teuflisch war dieser Einfall mit dem Spiegel. Sich selbst so sehen zu müssen, den eigenen Augen diesen schmachvollen Anblick bieten zu müssen. t . .. Gerda suchte ihre Blicke abzulenken und wandte den Kopf. Auf dem Nachttisch neben dem Bett stand eine Weckuhr. Ihre Zeiger standen auf elf Uhr. Sie war also mehrere Stunden besinnungslos gewesen. Wie hatte man sich bloß so tolpisch überrumpeln lassen können! , . Und was mochte aus Willy geworden sein? Die Sorge um ihn quälte sie am meisten. Auch er war in die Hände dieser Schurken geraten; denn wie wäre Claudius sonst in den Besitz ihres Bildes gekommen? Wenn sie nur diesen Spiegel in Trümmer schlagen könnte, der ihr immer wieder das Zerrbild ihrer Gestalt zeigte! Oder wenn sie wenigstens die Möglichkeit hätte, ihm eine andere Richtung zu geben! Sie versuchte ihre Füße zu bewegen, aber die waren fachmännisch an den Stuhl gebunden. Die Fesseln schmerzten sie bis zur Unerträglichkeit. Nun versuchte sie, mitsamt dem Stuhl näher an den Spiegel heranzurücken, und es gelang ihr unter heftigen Anstrengungen. Wenn sie jetzt mit dem Stuhl wippte, mußte es möglich sein, gegen den unteren Rand des Spiegels zu stoßen und ihn auf diese Art schief zu stellen und sich so von dem eigenen Anblick zu befreien. Auch dieser Versuch glückte ihr. Der Spiegel pendelte nach hinten — aber er kehrte wieder in seine irrsprüngliche Lage zurück. Verzweifelt probierte sie es noch einmal und legte ihre ganze Kraft in den stoßenden Fuß. Der Spiegel pendelte diesmal mehrere Male hin und her — und kam wiederum in der Senkrechten zur Ruhe. Ein dritter Versuch hatte den gleichen Erfolg; aber dabei fiel Gerda ein merkwürdiger Umstand auf, und ihr Herz begann plötzlich heftig zu klopfen. Die helle Lampe, die »in der Mitte des Zimmers von der Decke herabhing, warf ihren Lichtstrahl in den Spiegel, und so oft nun Gerda den Spiegel bewegte, zuckte ein heller Schein über das gegenüberliegende Fenster hin. Dieser in regelmäßigem Rhythmus am Fenster aufflammende und wieder verlöschende Lichtschein mußte doch von der Straße aus sichtbar sein und erregte vielleicht die Aufmerksamkeit eines Vorübergehenden ... Vielleicht kam jemand auf den Gedanken, daß hinter diesem Fenster etwas nicht in Ordnung war ... Vielleicht gab ein guter Gott diesem Jemand den Einfall, die Polizei zu verständigen?... , Es war die einzige Möglichkeit. Denn was nützte es schon, wenn sie'um Hilfe rief? Claudius hatte ihr angedeutet, daß der übrige Teil des Hauses unbewohnt sei, und sie zweifelte nicht, daß er in diesem Punkte die Wahrheit sprach. Die Straße war sehr abgelegen, kein Verkehrsmittel verband sie mit der Innenstadt — wem würde es einfallen, sich hier eine Wohnung zu mieten? Aus dem gleichen Grunde war allerdings auch die Wahrscheinlichkeit nicht sehr groß, daß in so später Stunde noch jemand des Weges kam. Daß er ferner die Lichtzeichen bemerkte — und daß er sie endlich für bedeutsam genug hielt, um seinen Hang zur Bequemlichkeit zu überwinden und etwas zu unternehmen. Sie mußte sich auf ihr gutes Glück verlassen. Und so setzte Gerda Bosch ihre merkwürdige Tätigkeit fort. Ohne Unterlaß stieß sie mit dem Fuß gegen den Spiegel, ließ ihn auspendeln und setzte ihn von neuem in Bewegung. So ging es eine ganze Zeit. Ihr Fuß, im Spiel seiner Muskeln durch die Fesseln gehemmt, begann zu schmerzen. Doch Gerda biß die Zähne zusammen, fest entschlossen, so lange fortzufahren, bis sich der Erfolg einstellen würde. Es ging ja nicht nur um sie allein, es ging auch um Willy, und um die Aufdeckung des Verbrechens. Wenn die Polizei nur erst einmal diesen Claudius gefaßt hatte, dann würde sie ihm doch vielleicht sein Geheimnis entlocken. Man würde nach dem Verbleib von Willy Ruland forschen und das geheimnisvolle Knäuel der Geschehnisse entwirren können. Der Spiegel kam nicht mehr zur Ruhe. Aber auf einmal ging die Tür auf. Claudius stand auf der Schwelle. „Was machen Sie denn da? Sind Sie übergeschnappt?" Gerda hielt erschreckt ein, ohne den Kopf nach ihm umzudrehen. Mit angstvoll pochenhem Herzen horchte sie auf seine näherkommenden Schritte. „Hören Sie nicht? Ich möchte wissen, was dieser Unfug hier bedeuten soll!" „Tun Sie doch nicht so!" rief sie gequält. Zum Glück schien er den Sinn ihrer Handlung nicht erfaßt zu haben. „Der Spiegel — oh, Sie wissen ganz genau, daß Sie mich damit am besten quälen konnten. — Ich will mein Spiegelbild nicht mehr sehen!" „Ach so!" Iqchte Claudius auf, während er, hinter ihrem Rücken! stehend, sie durch den Spiegel anblickte. „Sie schauen ziemlich mitgenommen aus, ich gebe es zu. Aber es ist Ihre eigene Schuld, wenn ich Sie etwas unsanft behandeln mußte. Es bestand nicht der geringste Anlaß, gleich tätlich gegen mich vorzugehen." „Ach, was Sie sagen! Und warum haben Sie mich hierhergelockt? Warum halten Sie mich hier fest?" „Das wissen Sie bereits! Ich möchte von Ihnen erfahren, was es mit diesem Heinz Stadler für eine Bewandtnis hat. Daß Sie's selbst nicht wissen, glaube ich nicht. Mit einem wildfremden Menschen wohnt man nicht im Hotel zusammen. Also — sprechen Sie endlich! Geben Sie doch endlich zu, daß er ein Kriminalbeamter ist, der Sie und Ihren Bräutigam bei der Suche nach den gestohlenen Juwelen unterstützen sollte!" Vielleicht ist es so! Was weiß ich? Vielleicht ist er der Polizeipräsident von Berlin in höchsteigener Person! — Ich flehe Sie an, Herr Claudius, neh- men Sie den Spiegel weg! Quälen Sie mich doch nicht fol" Sie wußte ganz genau, daß er ihr nun den Willen erst recht nicht tun würde, und auf diese Weigerung kam es ihr ja gerade an. Claudius ließ sich irre machen. Er legte die Hände auf ihre Schultern und betrachtete ihr Bild durch den Spiegel mit großer Aufmerksamkeit. „Sie sind doch ein ganz hübsches Mädchen! Ich jedenfalls kann mich gar nicht mehr an Ihnen fatt- fehen. Es müßte hübsch sein, immer so was Junges im Hause zu haben!" Gerda erblaßte. Sie erschauerte vor der neuen Gefahr? die sie bedrohte. „Lassen Sie mich los!" schrie sie, von Ekel ge«. schüttelt. Er beugte feinen Kops zu ihr nieder. „Wilde kleine Katze, es will dir nicht behagen, wie, daß ich dir das Kratzen und Beißen ausgetrieben habe? Jetzt hilft dir alles nichts mehr, fetzt mußt du schon stillehalten." Sie fühlte seinen heißen Atem an den Wangen, aber in dem Augenblick, als er sie küssen wollte, warf sie mit aller Kraft den Kops herum und traf ihn so heftig, daß seine Nase zu bluten begann. Dieser neue Mißerfolg steigerte feine Wut ins Maßlose. Ohne sich um seine Verletzung zu kümmern, stürzte er sich mit einem heiseren Aufschrei auf sie. Gerda begann hemmungslos zu schreien, zu brüllen, in einer fast tierischen Angst vor dem, was nun geschehen würde. Er wollte ihr den Mund zuhalten, jedoch sie biß ihn so heftig in die Hand, daß er sie mit einem Schmerzensschrei wieder wegzog. Gerade in diesem Augenblick aber pochte es brau« ßen heftig gegen die Tür. Claudius fuhr hoch, horchte einen Augenblick fassungslos auf das dröhnende Pochen, dann aber, als Gerda mit verdoppeltem Stimmenaufwand wei, terfchrie, preßte er, von Angst gepeitscht, seine Finger um ihre Kehle. Ihre Schreie erstickten in einem gurgelnden Laut. Sie vernahm noch das harte Geräusch zersplit« ternden Holzes, dann schwanden ihr die Sinne. (Fortsetzung folgt.) Neues aus dem Gommerfahrplan der Reichsbahn. Täglich 45 schnelle Züge im Bahnhof Gießen, dazu zahlreiche perfonenzüge. -Viele Sonder« züge zur Ferien-Reisezeit. - Oer „Fliegende Hamburger" fährt im 400km-Tempo durch. Gießen um 17.19 Uhr an, nach Frankfurt a. M. ab um 17.31 Uhr. Neu ist eine Personenzugverbindung mit dem PZ 723 von Frankfurt a. M., dort ab 18.54 Uhr, in Gießen an 20.35 Uhr; als PZ 736 in Gießen ab 21.50 Uhr nach Frankfurt a. M., dort an 23.22 Uhr. Der Personenzug PZ718, der bisher um 5.33 Uhr ab Gießen nach Frankfurt a. M. fuhr, wird ab 15. Mai bereits von N i ed e r w algem aus nach Frankfurt a. M. verkehren; ab Niederwalgern 5.00 Uhr, an Gießen 5.22 Uhr, ab 5.28 Uhr nach Frankfurt a. M. Auf der Strecke Fulda —Gießen wird der Personenzug PZ 580, ab Alsfeld 4.56 Uhr, an Gießen 6.16 Uhr, vom 15. Mai ab als neue Werktagsverbindung PZ 1679 nach Dillenburg weitergeführt, und zwar ab Gießen 6.22 Uhr, an Dillenburg 7.57 Uhr. Auf der Strecke Gießen —Fulda wird der Personenzug PZ 553, der jetzt um 8.38 Uhr in Gießen abfahrt und um 10.57 Uhr in Fulda ankommt, vom 15. Mai ab bereits um 8.00 Uhr in Gießen abfahren und um 10.33 Uhr in Fulda eintreffen. Dadurch wird in Fulda mit größerem Zeitraum für den Uebergang der Anschluß an den Vormittags-O-Zug D 3 Frankfurt a. M.—Leipzig— Berlin erreicht. Für Reisende, die von Frmikfurt am Main her die frühe Vormittaasverbindung Gießen—Alsfeld benutzen wollen, wird in Gießen der Anschluß durch den um 7.51 Uhr hier ankommenden D 273 von Frankfurt a. M. an den Personenzug 553 nach Alsfeld hergestellt. B. einen herzlichen Empfang, sondern darüber hinaus unvergeßliche Urlaubstage zu schenken. Kreisamtsleitung der NSV. Wetterau, Gießen. 40 000 österreichische Kinder bei deutschen Pflegeeltern. Berlin, 4.April. (DNB.) Außer den bisher gemeldeten 45 Sonderzügen werden noch weitere 35 Transporte mit österreichischen Kindern bis zum 10. April im alten Reichsgebiet eintreffen. Die Kinder fahren nach Ravensburg, Balingen, Stuttgart, Ulm, Heilbronn, Schwäbisch-Hall, Horb, Mannheim, Köln-Deutz, Bonn Hameln, Hannover, Münster, Harzburg, Bielefeld, Landau (Saarpfalz), Saarbrücken und Grünstadt. Somit werden sich bis zum 10. April bereits über 40 000 österreichische Kinder bei deutschen Pflegeeltern befinden. Oie ersten Sendboten ans dem deutschen Oesterreich! Oer Empfang unserer Fliegertruppe. Nationalsozialistisches Lugendrecht. Zusammenarbeit der Justiz mit der Hitler-Jugend. gerhorstes durch den Bauleiter der Luftwaffe, Pg. Eichholz, an die in Parade-Au fstellung stehende Truppe mit gleichzeitiger Überreichung des Schlüssels zum Haupttor an den Kommandeur, Oberstleutnant L a ck n e r , stattfindet. Diese Feier, zu der sich auch die Gäste vom Trieb aus nach dem Fliegerhorst begeben, beginnt um 12.30 Uhr vor dem Haupttor des Fliegerhorstes. Nach der Uebergabe findet der Einmarsch der Truppe in ihr neues Heim und zugleich die Ablösung der bisherigen ---Wache durch die Wache der Flieger mit Vergatterung statt. Freitagabend 20 Uhr veranstaltet die Stadt Gießen zu Ehren der Fliegertruppe einen Begrüßungsabend in der Dolkshalle. Oberbürgermeister Ritter wird bei dieser Feier die Truppe in den Mauern unserer Stadt herzlich willkommen heißen. Militärmusik, mancherlei gesellige Unterhaltung und Tanz werden die weiteren Abendstunden aussüllen. Die gesamte Bevölkerung ist zu dieser Veranstaltung herzlich eingeladen. Gießen stattfindet und daß deswegen der Jäger- abend im Mai ausfällt. Das Schießen wird am 14. Mai mit einem Kugelschießen eröffnet. Das Gedenken der Zöger galt vor allem auch der großen geschichtlichen Ereignisse unserer Tage. Für einen so mit Volk und Heimat verwurzelten Mann wie den deutschen Jäger gibt es am 10. April nur ein „3a"! Erweiterung des Bahnhofes Gießen. Eine Erweiterung des Gießener Bahnhofes in der Richtung nach Norden zu wird im Laufe dieses Sommers in Angriff genommen werden. Der Grunderwerb dafür wird zur Zeit durchgeführt. Die endgültige landespolizeiliche Prüfung des Bauprojektes findet in nächster Zeit statt. Notraut Nichter in Gießen. Am heutigen Donnerstagnachmittag trifft die Filmschauspielerin Rotraut Richter in Gießen ein, um hier im Lichtspielhaus Bahnhofstraße von 18 Uhr ab den Aufführungen des Films „Der Biberpelz" nach der Diebskomödie von Gerhart Hauptmann beizuwohnen. 3n diesem Film wirkt Rotraut Richter in der Rolle der Adelheid als Mutter Wolffens Jüngste mit. Weitere Hauptkräfte dieses Films sind Ida Wüst als Mutter Wolffen, Albert Florath als Schiffer Wulkow, Heinrich George als Wehrhahn. Rotraut R ich ter wird nach jeder Filmvorführung das Publikum begrüßen und einen kurzen Sketsch aufführen, ferner wird sie Autogrammjägern Gelegenheit zur Erfüllung ihres Wunsches geben. Gastspiel Zirkus Althoff. Der Zirkus Franz Althoff gibt gegenwärtig auf Oswaldsgarten ein Gastspiel. Gestern vormittag traf er hier ein und wurde im Lause des Tages mit der für jeden zeitgemäßen Zirkus notmenbigen Fixigkeit und Präzision aufgebaut, so daß schon am Abend die erste Vorstellung stattsinden konnte. Das Programm brachte für drei Stunden angenehme und vielseitige Unterhaltung. Mit Freude wurde von den vielen Zuschauern, die den Raum des Zeltes bis auf den letzten Platz besetzt hielten, das ausgezeichnete und wohlaepflegte Pferdematerial in den verschiedenen Vorführungen beobachtet. Bewundernswerte Tiere wurden von den Reitern und Reiterinnen der hohen Schule gezeigt, die ihre Tiere in allen Gangarten und auch in Tanzschritten vorführten. Nicht weniger bewundert wurden die braven schweren Pferde, auf deren Rücken die gewagtesten Kunststücke der artistischen Reiterei vollführt wurden. Ein mexikanischer und ein indianischer Reitakt brachte sensationelle Reitkunst auf feurigen Pferden, in in scharfem Galopp in der Manege' kreisten, während die Reiter auf- und absprangen, sich unter dem Leib der Pferde mitschleifen ließen und die tollsten Reiterspiele zeigten. Die entzückenden und gelehrigen Ponnys, die mehrfach aufzutreten hatten, machten ihren Lehrmeistern alle Ehre. Interessante Dressurspielereien mit Hunden und Assen gab es zu sehen, die es in ihren Reitkunststücken auf dem Rücken der Ponnys fast mit ihren menschlichen Partnern ausnahmen. Eine Fülle der lustigsten und unterhaltsamsten Szenen brachte die Vorführung dreier schöner Elefanten, deren einer gar vorgab, rechnen und schreiben zu können und dies auch unter allgemeinem Beifall eindeutig bewies. Die Balance- kunststücke, die der mächtigste der Dickhäuter vollführte, erregten allgemeines Staunen. Der Dompteur des Unternehmens führte vier prächtige Berberlöwen vor, mit denen er sehr kameradschaftlich umging, indem er sie von der humoristifchen Seite nahm, so daß es viel zu lachen gab. Einen großen Teil des Programms nahmen dann die Darbietungen hoher artistischer Kunst ein. Großartige Balancesensationen nahmen ebenso sehr die Aufmerksamkeit in Anspruch, wie der Sprung aus der Zirkuskuppel und jene halb humoristisch, halb ernste Trapez-Vorführung, die von vier Kameraden, zu einem besonders großen Erfolg gestaltet wurde. Darbietungen an der hohen Fußleiter und dem Perch ergänzten die Vorführungen der artistischen Kunst in glücklicher Weise. Drei junge Akrobatinnen von erstaunlicher Gelenkigkeit und Kraft sicherten sich ebenfalls lebhaften Beifall. Immer wieder drängte sich dabei den Zuschauern das Bewußtsein auf, daß die Künstler nur mit unerhörtem Fleiß uüd in ständigem harten Training die außerordentlichen Leistungen erzielen können. Und wohl jedermann war sich dessen gewiß, daß das, was sich hier in Minuten in der Manege abspielte, in zeitraubender Arbeit geübt und immer wieder geübt worden ist. Die Elowns und die Auguste füllten die Pausen mit ihren originellen Scherzen und mit manchen Szenen aus, die man wohl schon kennt, aber immer wieder gerne belacht. (Siebener TBodjenmarttpreife. * Gießen, 7. April. Auf dem heutigen Wochen- msrkt kosteten: Deutsche feine Molkereibutter, % kg 1,57 Mark, feine Molker^butter 1,52, Markenbutter 1,55 bis 1,60 Mark, Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 5 bis 10, Eier, deutsche, vollfrisch, Klasse S 13, Klasse A 12%, Klasse B 12, Klasse C 11%, Klasse D 10%, Wirsing, % kg 15 bis 18, Weißkraut 10 bis 12, Rotkraut 14 bis 15, gelbe Rüben und Karotten 10 bis 12, rote Rüben 10 bis 12, Spinat 10 bis 15, Unterkohlrabi 8, Feldsalat, Vio 8 bis 10, Tomaten % kg 40 bis 50, Zwiebeln 15 bis 18, Meerrettich 35 bis 50, Schwarzwurzeln 20 bis 35, Kartoffeln, % kg 5 Pf., 5 kg 44 Pf., 50 kg 3,30 bis 3,90 Mark, Aepfel, % kg 12 bis 35 Pf., Blumenkohl, das Stück 30 bis 50, Salat 8 bis 30, Lauch 5 bis 12, Sellerie 10 bis 30, Rettich 5 bis 15, Radieschen, das Bündel 12 bis 15 Pf. ** Dienstjubiläumbeider Stadt Gießen. Das Presseamt des Oberbürgermeisters teilt mit: Am 3. April konnte der Verwaltungs-Sekretär Ludwig W e i n a n d't auf eine 40jährige Dienstzeit bei der Stadt Gießen zurückblicken. Ebenso konnte am 4. April der Stadtrechner Wilhelm Rothamel sein 40jähriges Dienstjubiläum feiern. Am heutigen Tage kann der Büroangestellte Heinrich Gelsebach auf eine ununterbrochene Dienstzeit von 25 Jahren bei der Stadtkasse zurückblicken. ** Goldene Hochzeit. Am heutigen Donnerstag, 7. April, können der Privatmann Lorenz Gosfelmeyer und Frau Katharine, geb. Huck, Krofdorf er Straße 9 wohnhaft, in guter Gesundheit das Fest der Goldenen Hochzeit begehen. ** Zulassung von Zivilanwärtern für den gehobenen mittleren Justiz- d i e n st. Zum Vorbereitungsdienst für den gehobenen mittleren Justizdienst (Justizinspektorlaufbahn) können im Oberlandesgerichtsbezirk Darmstadt einige Zivilanwärter alsbald zugelassen werden. Gesuche um Zulassung sind binnen 2 Wochen bei dem Herrn Oberlandesgerichtspräsidenten in Darmstadt einzureichen. Die Voraussetzungen für die Zulassung und die den Gesuchen beizufügenden Bewerbungsunterlagen sind bei den Amtsgerichten zu erfahren. Der Sommerfahrplan der Reichsbahn, der für die Zeit vom 15. Mai bis 1. Oktober 1938 gültig ist, bringt dem Bahnhof Gießen insgesamt täglich 45 schnellfahrende Z ü a e (FD--, O-, Eil- und Beschleunigte Personenzüge), außerdem noch eine große Anzahl Personenzüge, daneben elbstverständlich den außerordentlich starken Güter- zugverkehr unseres wichtigen Bahnknotenpunktes. Ferner kommen für die Feiertage und für die Ferienwochen zahlreiche Ferien- und andere Sonderzüge (Urlauber- und KdF.-Züge, weiterhin Ver- waltungssonderzüge) hinzu. Man kann schon an Hand dieser kurzen Andeutungen erkennen, daß die Eisenbahner des Bahnhofs Gießen, von den ober- ten leitenden Männern der einzelnen Dienststellen bis zu dem letzten ihrer Mitarbeiter, auch im kommenden Sommer wieder eine sehr große Aufgabe mit entsprechend schwerer Verantwortung zu erfüllen haben. Im einzelnen ist über die neu in den Verkehr eingestellten dzw. über Steuerungen in dem Plan der bisher schon verkehrenden Züge folgendes zu agen: Neu erscheint im Sommerfahrplan das Zugpaar D 273 und D 274, das auf der Strecke Frankfurt a. M. —Berlin und umgekehrt den Bahnhof Gießen passiert; D 273 kommt um 7.51 Uhr von Frankfurt hier an und fährt um 7.54 Uhr nach Berlin weiter, D 274 trifft um 22.24 Uhr von Berlin in Gießen ein und fährt um 22.27 Uhr nach Frankfurt a. M. ab. FDT 77 und FDT 78 (der „FliegendeHam- bürge r") kommen im Verkehr Karlsruhe — Hamburg und umgekehrt gegen 9 Uhr bzw. 23 Uhr ohne Halt im Bahnhof Gießen durch. Dieses Schnelltriebwagenpaar durchfährt die 20 0 Kilometer lange Strecke Frankfurt a. 9)1.— Kassel in 2 Stunden; der Vormittagszug ährt um 8.12 Uhr in Frankfurt a. M. ab und trifft, ohne Halt unterwegs, um 10.18 Uhr in Kassel ein; der Abendzug fährt um 21.28 Uhr in Kassel ab und kommt, ohne Halt unterwegs, um 23.40 Uhr in Frankfurt a. M. an. Vergleicht man die Fahrzeit dieser Schnelltriebwagen mit der Länge der Strecke, so kann man sich leicht ausrechnen, daß diese „Fliegenden Hamburger" mit einer Stunden - Durchschnittsgeschwindigkeit von etwa 120 Kilometer sahren, wenn sie unter Berücksichtigung einer gewissen Verminderung der Geschwindigkeit in den Kurven und bei ansteigendem Gelände eine Strecke wie Frankfurt a. M.—Kassel in rund 2 Stunden zurücklegen. Im Hinblick auf diese große Reisegeschwindigkeit ist es denn auch verständlich, daß für die Zeit des Durchfahrens dieser Züge durch die Stationen besondere Sicherheitsmaßnahmen für das Publikum auf den Bahnsteigen durchgeführt werden, d. h. daß wegen des großen Luftdruckes beim Dorbei- braufen dieser Züge alle Menschen sich mindestens einige Meter vom Rande des Bahnsteigs entfernt zu halten haben. Wer von den Gießenern sich das Schauspiel des mit etwa 100 Kilometer Stunden- geschwindiakeit den Bahnhof Gießen durchfahrenden Zuges ansehen will, nimmt am besten auf der Klinikbrücke Aufstellung, da er von dort aus die weiteste Uebersicht über dieStrecke hat. Der genaue Termin, an dem diese Züge zum ersten Male verkehren, steht heute noch nicht fest. Neu ist das D-Zug-Paar 73/74 Frankfurt am Main —Hamburg. D 73 kommt um 9.19 Uhr von Frankfurt in Gießen an und fährt um 9.22 Uhr in Richtung Hamburg weiter, D 74 trifft von dort um 21.03 Uhr in Gießen ein und fährt um 21.06 Uhr in Richtung Frankfurt a. M. ab. Zu beachten ist hier folgendes: Nach dem bisherigen Fahrplan hatte dieses Zugpaar auch Kurswagen von Frankfurt nach Berlin, die in Kreiensen von dem Hamburger Zugteil getrennt und in einem anderen Zuglauf nach Berlin gebracht wurden; umgekehrt war es so, daß der Hamburger Zugteil in Kreiensen die Berliner Wagen aufnahm und über Kassel—Gießen nach Frankfurt a. M. brachte. In dem neuen Plan ist für beide Strecken je ein selbständiger Zugverkehr eingerichtet dergestalt, daß der Reiseverkehr nach dzw. von Berlin am Morgen und am Abend von den — vorerwähnten — Zügen D 273 und D 274 versehen wird, während der Reiseverkehr nach bzw. von Hamburg nur auf die Züge D 73 und D 74 entfällt. Neu ist weiterhin das Zugpaar D 385 und D 386 Basel — Frankfurt a. M. — Ha mb urg und umgekehrt; D 385 kommt von Frankfurt um 13.06 Uhr in Gießen an und fährt 13.08 Uhr nach Hamburg weiter, D 386 trifft von Hamburg um 17.25 Uhr in Gießen ein und setzt um 17.26 Uhr feine Fahrt in Richtung Frankfurt a. M. fort. Geänd. ert gegenüber dem bisherigen Plan hat sich beim D 186, der aus Richtung Kassel um 14.29 Uhr in Gießen antommt und um 14.33 Uhr in Richtung Frankfurt a. M. weiterfährt, der Kurs der Wagen; dieser Zug wird nach dem neuen Sommerfahrplan nur noch zwischen Hamburg/Bre- men — Frankfurt a. M. — Stuttgart — Friedrichshafen und umgekehrt verkehren, die bisherigen Berliner Wagen aber nicht mehr führen. Der Gegenzug D 185, der gegenwärtig um 15.43 Uhr aus Frankfurt in Gießen ankommt und 15.46 Uhr in Richtung Kassel weiterfährt, wird künftig um 15.50 Uhr in Gießen ankommen und 15.53 Uhr nach Kassel—Hamburg weiterfahren. Neu ist — anstelle der bei dem vorerwähnten O-Zug-Paar 185/186 ausfallenden Berliner Wagen — eine Zugverbindung, die durch das Zugpaar D 177 und D 178 Basel — Frankfurt a. M. — Berlin gestellt wird; D 177 kommt vom 15. Mai ab von Frankfurt um 15.41 Uhr in Gießen an und fährt um 15.45 Uhr in Richtung Kassel— Berlin weiter, D 178 trifft von Berlin um 14.44 Uhr in Gießen ein und setzt seine Fahrt um 14.47 Uhr in Richtung Frankfurt a. M. — Basel fort. Geändert ist der Plan des Eilzuges E 72 Hamburg — Frankfurt a. M. Dieser Zug kommt gegenwärtig um 19.36 Uhr aus Richtung Kassel in Gießen an und fährt um 19.42 Uhr nach Frankfurt a. M. weiter; ab 15. Mai verkehrt dieser Zug erheblich früher, nämlich in Gießen 18.26 Uhr an, in Gießen ab. um 18.30 Uhr nach Frankfurt a. M. Unverändert bleibt sein Gegenzug E 71, der um 11.14 Uhr in Gießen ankommt und um 11.18 Uhr in Richtung Kassel seine Reise fortsetzt. Als Ersatz für den Abendzug E 72 nach Frankfurt a. M. wird der Eilzug E 372 auf der Strecke Fulda — Gießen, der gegenwärtig um 18.16 Uhr in Gießen ankommt und um 18.18 Uhr nach Frankfurt a. M. weiterfährt, ab 15. Mai nach seiner Ankunft um 18.16 Uhr in Gießen zunächst hier lie= gen bleiben und als neue Abend-Schnellverbindung E 374 ab Gießen 19.43 Uhr ab- ahren und um 20.48 Uhr in Frankfurt a. M. eintreffen. Verändert ist im Sommerfahrplan der Kurs des Eilzuges E 79 Frankfurt a. 9)1. —Kassel. Dieser Zug trifft gegenwärtig von Frankfurt a. M. um 21.02 Uhr in Gießen ein und fährt um 21.07 Uhr nach Kassel weiter; ab 15. Mai wird er um 21.14 Uhr in Gießen ankommen und um 21.17 Uhr eine Fahrt nach Kassel fortsetzen. Neu ist ein Personenzug an den Samstagen vor Sonn- und Feiertagen auf der Strecke Gießen — Frankfurt a. M. Dieser Personenzug PZ 768 fährt mit beschleunigter Fahrzeit um 14.09 von Gießen nach Frankfurt ab. Von dort fährt er schon nach ganz kurzer Zeit beschleunigt nach Gießen zurück. Der Personenzug PZ 717, der bisher von Frankfurt a. M. kommend täglich um 14.05 Uhr in Gießen eintrifft, wird ab 15. Mai als neue Zugverbindung nach Marburg weiterge- führt; er fährt um 14.12 Uhr nach Marburg ab. Der PZ 794 Kassel — Frankfurt a. M. fährt ab 15. Mai in einem neuen Plan; er kommt um 16.28 Uhr in Gießen an und fährt um 16.38 Uhr nach Frankfurt a. M. weiter. Dafür kommt der gegenwärtig verkehrende Lokalzug PZ 722, in Gießen ab 16.40 Uhr, in Frankfurt a. M. an 18.19 Uhr, künftig in Fortfall. Als Ersatz dafür kommt der PZ 722 Marburg — Frankfurt a. M., in Heute, Donnerstag, um 14.52 Uhr, treffen auf dem Bahnhof in Gießen, von Frankfurt kom- menb, 12 8 Kinder aus Oe st erreich ein, um in Gießen und Umgebung einen vierwöchigen Erholungsurlaub zu verleben. Die Partei und ihre Gliederungen sowie die Spitzen der Behörden werden ihnen auf dem Bahnhof in Gießen einen würdigen Empfang bereiten. Die Pflegeeltern, die sich dankenswerter Weise bereitgefunden haben, eines dieser Kinder, für die vorgesehene Zeit bei sich aufzunehmen, werden ersucht, hier gleichfalls anwesend zu sein, um ihre Pflegekinder mitnehmen zu können. Wir sind sicher, daß alle Beoölkerungskreise dazu beitragen werden, unseren kleinen Gästen nicht nur Am morgigen Freitag wird — wie von uns am Dienstag bereits mitgeteilt — der feierliche Empfang unserer Fliegertruppe in ihrer neuen Garnison Gießen stattfinden. Der Einmarsch in die Stadt erfolgt vormittags 9.3 0 Uhr. Die Fliegertruppe wird dazu mit der Spitze im Wernerwall durch die Schottstraße Aufstellung nehmen. Don dort wird der Einmarsch unter Vorantritt der Flieger- musik über Wernerwall, Dammstraße, Lindenplatz, Kirchenplatz, Marktplatz, Mäusburg, Kreuzplatz, Seltersweg, Hindenburgwall, Ludwigsplatz, Kaiserallee zum Trieb erfolgen. Ab 11.30 Uhr findet auf dem Trieb in Gegenwart des Kommandierenden Generals die feierliche Begrüßung der in Parade-Aufstellung stehenden Fliegertruppe unter Führung ihres Kommandeurs, Oberstleutnant Lackner, statt. Im Anschluß an die militärische Feier auf dem Trieb rückt die Truppe zu ihrem Fliegerhorst ab, wo die feierliche Uebergabe des F1 ie - Die Rechtspflege beschreitet im Staate Adolf Hitlers immer neue Wege, um Recht und Völks- empfinden in Einklang zu bringen und die Gesetze und ihre Handhabung an dem überragenden Gedanken des Dienstes an der Volksgemeinschaft aus- zurichten. Auf einem der wichtigsten Rechtsgebiete ist es zu großen Werken der Gesetzgebung noch nicht gekommen: Auf dem Gebiete des Jugendrechts. Jedoch find wertvolle Vorarbeiten bereits geleistet, und vor allem die Praxis der Gerichte und der Jugendämter hat dem kommenden Jugend- recht bereits die Bahnen geebnet. Von besonderer Bedeutung ist es, daß die NSV. ihre reichen Kräfte, Mittel und Erfahrungen in den Dienst der Jugend gestellt, und daß die HI. die Mitarbeit mit Gericht und Staatsanwaltschaft, Jugendamt und NSV. längst aufgenommen hat. Um die Zusammenarbeit der Gerichte und der Staatsanwaltschaft mit den Jugendämtern, der NSV. und der HI. zu vertiefen, sind am Sitze der Landgerichte Arbeitsgemeinschaften ins Leben gerufen worden. Die jugendrechtliche Arbeitsgemeinschaft beim Landgericht Gießen hielt gestern ihre erste Tagung ab. Der Landgerichtspräsident konnte Vertreter der NSV., der HI., des Landesjugendamts, des Kreis- jugendamts Gießen, des (Stabtjugenbamts Gießen, den Oberstaatsanwalt und mehrere Jugendrichter und Staatsanwälte, Dormundschafts- und Arbeitsrichter und Rechtspfleger begrüßen. Nack)üem er Zusammensetzung und Zweck der Arbeitsgemeinschaft dargelegt hatte, einigte man sich in angeregter Aussprache über die Arbeitsweise und das Programm der nächsten Zusammenkünfte. Als Einleitung für die Tätigkeit der Arbeitsgemeinschaft hielt Landgerichtspräsident Thüre dann einen zusammenfasfenden Dortrag über die neuen Aufgaben im Jugendrecht. Er ging aus von den beiden Tatsachen, daß wir in der Jugend den kostbarsten Besitz des deutschen Volkes, nämlich die Verkörperung des völkischen Erbgutes, den Träger der Zukunft der deutschen Volksgemeinschaft sehen und daß der Jugendliche kein „kleiner Erwachseiler" ist, sondern nach seiner Eigenart seine besonderen Aufgaben in der Volksgemeinschaft hat und deshalb einer nur auf ihn zugeschnittenen besonderen Gesetzgebung unterstellt werden muß. Aus den verschiedenen Gebieten des Juaendrechts (insbesondere Strafrecht, Arbeitsrecht, Vormundschaftsrecht, Fürsorgerecht, Zioilprozeß, Organisationsrecht) wurde dann gezeigt, wie die nationalsozialistische Rechtsauffassung, nach der nicht das Interesse des Jugendlichen im Vordergründe steht, sondern das der Volksgemeinschaft, das gesamte Jugendrecht in Fluß gebracht hat. Es ist vorgesehen, die Ergebnisse der Behaiidlung von Fragen, die für die Oesfentlichkeit von besonderem Interesse sind, der Presse zur Verfügung zu stellen. Rundfunkprogramm Freilag, 8. Mptil 6 Uhr: Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. 7: Nachrich- ten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Froher Klang zur Werk- paufe. 9.40: Mutter turnt und spielt mit dem Kind: Es regnet, und der Kuckuck wird naß. 10.30: Rings um die deutschen Boxmeisterschaften. 12: Mittagskonzert. 13: Nachrichten. 13.15: Mittagskonzert. 14: Nachrichten. 14.10: Das Stündchen nach Tisch ... 15.30: Ostland — Schickfalsland: Deutschland kämpft für Europa. 15.45: Feierabend am Straßenrand. 16: Nachmittagskonzert. Das Mikrophon unterwegs. 18: Zeitgeschehen. 18.30: Der fröhliche Lautsprecher. 18.45: Weltpolitischer Monatsbericht. 19: Nachrichten. 19.10: Dem Opernfreund. 20: Schneider Wibhel. Von Hans Müller-Schlösser. 21: Konzert. 22: Nachrichten. 22.20: Deutsche Boxmeisterschaften in Frankfurt a. M.: Qualifikation für den Endkampf. 22.30: Nachtmusik. Samstag, 9. April. 6 Uhr: Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. 7: Nachrich' ten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Froher Klang zur Werk- pause. 9.30: Gaunachrichten. 9.40: Deutschland — Kinderland. 11.40: Unser Dorf wird schöner ... 13: , Von Wien: Reichssendung. - ■ 1Q33 - * V 9JL-$port D.S. Sportler, stimmt mit einem feeuDigen. ist Wirtschaft Ein erfreuliches Stichwort, — Frankfurt ben KomimMur, niet. Diese Feier, i Trieb aus nach t um 12.30 Uhr Horstes. Nach der der Truppe in ihr Ablösung der bis« he der Flieger mit Üef die Aadt Eie- > einen Legru- kshalle. Ober. >i dieser Feier die Stadt herzlich will- mych-rl-i g-M 3ie weiteren Aoeno- Ieoöllerung ist Fladen. sportwart Eugen Krarnb (Köln). Wesentlich die von ihm vorgeschlagene Umgestaltung des Mannschaftskampfes um das historische Völ - s u n g e n h o r n, der vorn Ausschuß zugestimmt wurde. Um diesen hochwertigen Leistungskamp ; seiner Bedeutung entsprechend mehr zu einem Höhepunkt festlichen Erlebens werden zu lassen, wird er nicht mehr, wie seither, am Samstagnachmittag, sondern am Hauptfesttag burchyeführt. Die Sechser- Mannschaften erledigen vormittags im Rahmen, der Mehrkämpfe in der Männerklasse I die Hebungen 100-Meter-Lauf, Weitsprung und Kugelstoßen, und treten am Mittag zu den weiteren Hebungen des Völsungenkampfes an: Steinstoßen, Hochsprung und 5X 100-Meter-Pendelstaffel. Oer neue Mercedes-Benz-Uennwagen Am Sonntag werden beim Großen Preis von Pau zum ersten Male die neuen Mercedes-Benz- Rennwagen eingesetzt, die nach der jetzt gültigen Formel gebaut wurden. Immer mehr sickern daher einige technische Einzelheiten der Neukonstruktion durch. Die äußere Form des Wagens ist bis auf einige Kleinigkeiten die gleiche geblieben, während der nach der Formel konstruierte Motor völlig neu ist. Nach reichlichen Ueberlegungen bauten die Untertürkheimer Werke einen 3-Liter-Kompressor-Motor mit zwölf Zylindern. Für den neuen Wagen, der ein Gesamtgewicht von 850 Kilogramm auf weist, sind folgende Einzelangaben kennzeichnend: Motor: 3000 ccm Zylinderinhalt, 12 Zylinder, Kompressor, Leichtmetall-Gehäuse, Mercedes- Benz-Vergaser, Bosch-Magnet-Zünder. Fahrgestell: Oval-Rohrrahmen, Vorderachse mit Schwungarmen und Schraubenfedern, Hinterachse ohne Spuränderung mit Stabfedern, Einzelradlenkung, Cinscheiben -Trockenkupplung, Oeldruck- dremse. Karosserie : Metall-Karosserie, einsitzig, windschnittig, nur mit Schnappverschlüssen mit Fahrgestell verbunden. Weltrekorde, die keine waren ... Nicht alle guten Leistungen, die uns von Amerika als Weltrekorde gekabelt werden, halten einer sorgfältigen Nachprüfung stand. Erst in den letzten Tagen haben Jack Kasley und Ralph Flair a g a n (USA.) Zeiten geschwommen, die von Amerika als Weltrekorde verbreitet wurden, die aber, wie sich später herausstellte, nur Weltbestleistungen und keine Rekorde waren. Jack Kasley erreichte in Detroit über 100 Meter Brust die phantastische. Zeit von 1:08,6 — aber auf einer 25-Vard-Bahn. Die FINA erkennt über 100 Meter aber nur solche Leistungen als Europa- und Weltrekorde an, die mindestens auf einer 25-Meter-Bahn geschwommen wurden. Nicht anders erging es Ralph Flanagan, der auf der 20-Yard-Bahn des Biltmove-Bades in Coral Gables (Miami) über 400 Yard 4:11,3, über 440 Yard und 400 Meter Kraul 4:37 und über 500 Meter 5:56,5 Minuten schwamm, alles Zeiten, die besser sind als die augenblicklichen Weltrekorde, aber nicht auf der vom Internationalen Schwimm-Verband geforderten Bahnlänge erreicht wurden. grainm riL 7. N-chrich' EsS ; Sf Md 1fr und feiner Währungsfestigkeit, das keinerlei Retusche bedarf, um sich drinnen wie draußen sehen lassen zu können. Höchstens wäre vielleicht noch hinzuzufügen, daß dieses Bllanzbild der deutschen Sparkassen auch eine Art Spiegelbild der Abstimmungszettel vom 10. April ist, weil uns dünkt, daß auf jedem Markstück, bas in die Sparkasse wanderte, ein unsichtbares „Ia" steht, bas »von dem Vertrauen des deutschen Volkes zu seinem Füh- Die Wettkampfübungen der Dreikämpfe in den einzelnen Klassen der Männer, Frauen und der Jugend halten sich im wesentlichen an die Aus- SReibungen des Vorjahres. Auch für die weiteren tannschaftskämpfe (Jahnschild, Emanuel-Schmuck- Schild, Jugendstaffel, Brunhildisstaffel) gelten die früheren Bestimmungen. war still. Farben-Bonds wurden mit 130 (130,13) gefragt. Jranffurter Getreidebörse. Frankfurt a. M., 6. April. Es notierten (Getreide je Tonne, alles übrige je 100 Kilogramm) in ' Mark: Weizen W13 210, W16 213, W19 217, W20 219; Roggen R 12 192, R 15 195, R 18 199, R 19 201, Großhandelspreise der Mühlen der genannten Preisgebiete. Futtergerste —, Futterhafer —. Weizenmehl Type 812 W 13 29,50, W 16 29,60, W 19 29,60, W 20 29,95; Roggenmehl Type 1150 R 12 22,45, R 15 22,80, N 18 23,30, R 19 23,50 . plus 0,50 Mark Frachtausgleich. Weizenfuttermehl 13,60. Weizenkleie W13 10,75, W16 10,90, W 19 11,10, W20 11,20; Roggenkleie R 12 9,95, R15 10,15, R 18 10,40, R19 10,50, Mühlenfestpreise ab Mühlenstation. Sojaschrot —, Palmkuchen —, Erdnußkuchen —, Treber getr. 14,00, Höchstpreis ab Erzeugerstation, Trockenschnitzel —, Heu lose 5,50, do. drahtgepreßt —, Weizen- und Roggenstroh drahtgepreßt 3,30, do. gebündelt 3,00, Erzeugerhöchstpreise frei Erzeugerverladestation. Tendenz: ruhig. Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 7. April. (Dorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Dorauftrieb: 1003 Rinder (164 Ochsen, 152 Bullen, 511 Kühe, 176 Färsen), 675 Kälber, 40 Hämmel, 25 Schafe, 300 Schweine. Es kosteten: Rinder: Ochsen 30 bis 45 Mark, Bullen 34 bis 43, Kühe 18 bis 43, Färsen (Kalbinnen) 25 bis 44, Kälber 37 bis 65, Hämmel 35 bis 52, Schafe 25 bis 42, Schweine 49,50 bis 56,50 Mark. — Marktverlauf: Rinder, Kalber, Schweine zugeteilt, Hämmel und Schafe mittelmäßig. Verlegung der Viehmärkle. Fwd. In F r an k f u r t a. M. fallen die Märkte am Donnerstag, 14., und Dienstag, 19. April, aus. Dafür wird ein Markt für sämtliche Viehgattungen (Großvieh, Schweine, Kälber und Schafe) in der Osterwoche am Dienstag, 12. April, festgesetzt. In der Woche nach Ostern finden Märkte am Mittwoch, 20. April, für Schweine, Kälber und Schafe und am Donnerstag, 21. April, für sämtliche Viehgattungen statt. Anlieferungs- und Marktzeiten sind die gleichen wie bisher. Büchertisch. — Steäerinspektor Dr. rer. pol. W. Sinzig unter Mitwirkung von Landrat i. R. Hanns Roettgen: Die Gewerbe st euer. Was jeder davon wissen muß. Kurze Einführung in das Gewerksteuergesetz vom 1. Dezember 1936. — Dr. Werner Spohr: Der E i g e n t u m s v o r - behalt. Was Verkäufer und Käufer davon wissen muß. — Heinz Leder, Dipl.-Hdl.: Gesetz und Werbung. Insbesondere Gesetz über Wirtschaftswerbung. Ein Ratgeber zu deutschgesinnter Werbung. Verlag W. Stollfuß, Bonn. — Eckart Klein: Rundfunk-Taschen- buch für jedermann. Kart. 2,80 NM. I. F. Lehmanns Verlag, München, 1937. — (604.) — Was ist eine Welle, wie pflanzt sie sich fort? Wie erklärt sich die Tätigkeit einer „Röhre", wie geht bas Fernsehen vor sich? — Welcher Radiohörer hat nicht schon eine verständliche Beantwortung dieser und anderer Fragen gesucht! Das Rundfunk- Taschenbuch für jedermann, von einem erfahrenen Fachmann herausgegeben, kommt dem Bedürfnis aller entgegen, die sich in klarer, auch dem technisch nicht vorgebildeten Laien in leichtverständlicher Form über die Fragen des Rundfunks unterrichten wollen. Der Verfasser versteht es, in lebendiger und unterhaltender Weise über tausend Dinge zu berichten, gibt verständliche Darstellungen der technischen : Vorgänge, wertvolle Winke zur Verbesserung des : Empfangs und zur Abhilfe von Störungen, An- , regungen für den Bastler, Tabellen und Verzeich- i niste. Auch Anekdoten und humorvolle Begeben- : heiten aus dem Rundfunkleben weiß er zu erzählen. > 114 vorzügliche Abbildungen und erläuternde Zeich- : nungen ergänzen den reichen Inhalt. Es kommt nicht häufig vor, daß uns das Ausland einen Gefallen tut. Und wenn es, wie soeben, der Fall ist, dann können wir sicher sein, daß es nicht um unserer schönen deutschen Augen willen geschieht. Gleichwohl wollen wir aber die Gelegenheit beim Schopfe nehmen und uns des Stichwortes bemächtigen, daß die angesehene englische Wirtschaftszeitschrift „E c o n o m i st" uns in erfreulicher Weise für den Abstimmungstag des 10. April guraunt. In ihrer neuesten Nummer erklärt, diese Zeitschrift nämlich, daß das Bilanzbild der Sparkassen eines Landes das beste Spiegelbild für den jeweiligen Vermögensstand wie auch für die Güte und Festigkeit der Währung dieses Landes sei. Daß die englische Zeitschrift hierbei einen hämischen Blick über den Kanal zur Stadt mit dem Eiffelturm wirft, mag gewissermaßen nur in Klammern wiedergegeben sein. Uns Deutsche interessiert jedenfalls das Wort vom Bilanzbild der Sparkassen als Spiegelbild des Volksvermögens und der Wäh- rungsfeftigkeit, und wenn diese wirtschaftliche Weisheit auch nicht ganz jungen Datums ist, so hat fie.------- ------m .v • Tt . . - boch den Vorteil, „von weit her zu sein", was deut- cm Spiegelbild vom Vermogensstand Deutschlands Der Feldbergfest-Ausschuß, in dessen Händen die Vorbereitung und Durchführung der Feldbergfeste liegt, hielt unter dem Vorsitz des Vereinsführers Hugo Pfaff (Frankfurt a. M.) eine wichtige Sitzung ab. Der Geschäftsbericht und die Rechnungsablage über das Geschäftsjahr 1937/38 wurden genehmigt. Aus den Berichten über das 84. Feldbergfest am 19. und 20. Juni 1937 sei hervorgehoben, daß sich an den Mehrkämpfen in den einzelnen Wettkampfklassen insgesamt 1448 Turner und Sportler beteiligt haben. Die 1075 Sieger verteilen sich auf 196 Vereine. Oben an stehen der Gau Südwest mit 794 und der (Bau Hessen mit 269 Siegern. Von den Vereinen des Gaues Hessen weisen die .meisten Sieger auf: Tgm. Bad Homburg 24; Tgm Usingen, Mtv. Kronberg je 16; Jahngemeinde Oder-Ursel 14; Tuspo. Butzbach 13; M t o. Gießen 12. Das 85. Feldbergfest wird am 2. und 3. Juli dieses Jähres auf der Taunushöhe durchgeführt, lieber den Aufbau der Wettkampffolge berichtet der Oberturnwart des Feldbergfeft-Ausschustes, Gau- Frankfurt a. M., 6. April. Die Börse lag im ganzen weiterhin sehr still. Der Auftragseingang hatte wieder nur kleinsten Umfang. Verschiedentlich erfolgten auf dem ermäßigten etanb kleine Käufe, doch waren anderseits auch weitere Abgaben zu erledigen. Die (Brunbftimmung war etwas freundlicher, hingegen entwickelten sich die Kurse erneut uneinheitlich, wobei die durchschnittlichen Veränderungen etwa 0,50 bis 1 v. H. betrugen. Einige Sonderbewegungen vollzogen sich am Aktienmarkt ohne größeren Umsatz. Fest waren Conti Gummi mit 223,13 (220,75). Demag mit 155,25 bis 156 (154,25) und Metallgesellschaft mit 141,75 (140,65), anderseits gingen am Montanmarkt Rheinstahl etwas stärker zurück auf 146,50 (148,25). Bis 0,50 v. H. niedriger eröffneten IG. Farben, Rheinmetall, Aschaffenburger Zellstoff, Gesfürel, Westdeutsche Kaufhof und Ablerwerke Kleyer, BMW. unb AEG. verloren je 0,75 v. H., wogegen Hoesch, Ilse Genuß, RWE. unb Lahmeyer bis 0,50 v. H. höher lagen. Unoeränbert blieben Reichsbank, Daimler unb Berger Tiefbau. Am variablen Renten markt bröckelten Reichsaltbesitz auf 132,90 (133) ab. Im Freiverkehr hatten ^ommunal-Umschulbung mit unverändert 96,20, ferner 4 v. H. Rentenbank-Ablösung mit 94,75 und Städte-Altbesitz mit 137,40 einiges Geschäft. Arn Pfandbriefrnarkt wurden die meisten Goldpfandbriefe mangels Angebot gestrichen. Liauidations- werte waren wenig verändert. Ebenso zeigten Stabtanleihen unb Kommunal-Obstgationen die gestrigen Kurse. Industrie-Obligationen unterlagen leichten Schwankungen. Auch im Verlaufe blieb das Geschäft überaus klein, und die Kursentwicklung war weiter unregelmäßig. Metallgesellschaft erhöhten sich auf 143,50 nach 141,75, Berger Tiefbau auf 156,75 nach 156,50, AG. für Verkehr auf 138 bis 139,50 nach 137,25 unb Rheinstahl erholten sich auf 147,25 nach 146,50. Aschaffenburger Zellstoff verloren 0,25 v. H. nach 142,50. Die später festgestellten Kurse kamen mit Po durch L> hort ’'u ff1 .5.33 °b 5.28 i, in Ä** 1"! »m! -W J’°n frmtfw nt Qn den Per. B. scheu Gemütern besonders zu imponieren pflegt. Indem wir nunmehr also das Stichwort aufnehmen, blättern wir in unserer Zeitung wenige Tage Frankfurt a. M. Berlin Frankfurt a. M. Berlin Schluß- kurs Schlußk. Abend- börse Schluß- hirs Schlußk Mittag- börse Schluß- kurs Schlußk. Abendbörse Schlußkurs Schlußk. Mittag- 6örfe_ Datum 5-4. 6-4. 5.4. 6-4. Dalum 5.4. 64. 5-4. 64. 6% Deutsche Reichsanleihe v. 1927 4% Deutsche ReichSanl. von 1934 47-% Deutsche Reichsschatzanwei- 102 99,5 99,75 101,1 100,8 100,2 133 100 101,25 100 100 99,75 139,13 100 101,3 101,7 111,2 137,25 76 131,5 198,75 116,75 126,5 118,5 101,9 99,5 99,75 101 100,8 100,1 132,9 100 101,25 99,75 139 100 100 101,35 101,5 111,2 139,25 1 z 131,65 198 129 116.9 126,75 118,5 102 99,5 99,75 103,6 101 100,9 100 132,9 100 100 139,25 101,65 111,4 137,75 75,65 76,25 131,75 198,5 129,25 116,75 126,5 118,5 101,9 99,5 99,75 103,75 101 100,9 100 133 100 100 100 139,13 , 101,75 111,4 139 75,75 76,9 131,75 197,75 129,25 116,9 126,5 118,5 Accumulatoren-Fabrik....... 14 Aschaffenburg Zellstoff........6 Bemberg.............>.....0 Bekula.....................8 143 146,25 161,5 120,25 172 222 147 142,75 250 176 125 145,5 159,75 141 150,25 148,5 48,75 114,5 163,25 146.5 109 121,13 126,9 116,65 140,65 129,75 148,25 125 154,5 184 217,5 110.9 105 108,5 150,25 142,25 146,13 161,5 120 171,5 222,75 149 142,5 250 178 145,75 159,5 141 150 148,75 48,75 114,25 164,25 147 109 121,25 127,4 116,9 143,5 232,5 147,25 125,25 154,75 167,5 184,5 208 217,75 110.65 104,5 151 244,5 143 146,5 162 120 222 147 122,25 143,25 124,65 145,5 159,9 141,25 150,5 147 49,13 172 114,65 164 163 146,75 109 121,5 159 127 116,75 151,75 140,75 112,9 232,5 148,75 125,5 153,75 184,75 98,25 , 206 2*17,5 111,65 104.9 108,75 151 27 243 142,5 146.75 162 120 223 150 122,25 142,25 178 124.75 146 159,5 142 150,5 148,75 48.75 174 114,65 164,9 146 121,5 160.5 128 117 144 115,5 232,73 129.25 147,5 125,25 156,25 167,5 184,5 98,25 207,75 217,75 110.5 104 108,75 151 27,13 iya% Deutsche Reichsschatzanweisungen von 1935, 11. Folge ... 4Vj% Deutsche Reichsschatzanwei- sungen von 1936, III. Folge .. 67i% Doung-Anleihe von 1930 .. 47i% Hexische Bolksstaat von 1929 47i% Deutsche Reichspostschatz von 1934 I...................... Buderus Eisen...............5 Cement Heidelberg...........7 Cement Karlstadt............6 Conti (Summt.............. 12 Daimler Motoren..........6 7i Dessauer GaS...............4 Deutsche Erdöl..............b Deutsche Golk» und Silber .... 9 Deutiwe Linoleum..........10 Elektrische Lieferungen........6 Elektrische Licht und Kraft.....7 F. ®. Farben-Jndusttie.......7 Felten & Guilleaume.........6 Gesfürel.................... 7 Tb. Goldschmidt............. 6 Gritzner Maschinen...........O Haroener................. 8 7i 47i% Deutschs Reichsbahnschatz hnn 1936 1................. Oberhessen Provinz-Anleihe mit Auslos.-Rechten.... 1........ 4Yi% Hess. Landesbk. Darmstadl Goidvie. R- 12.............. 5%% Hess. Landes-Hyp.-Bank 47i% Preus;. Landespsdbr.-Anst. Goldvse. R. 19.............. Hoeich Eisen...............3 7i Philipp Holzmann...........8 Ilse Bergbau................6 Ilse Genüsse................6 Kalt Aschersleben............4 Klöcknerwerke .............47i KokSwerke und Chemische Fabrik 7 Lahmeyer..................6 47i% Preuß. Gold-Komm. R. 20 47i% Darmstädter Komm.-Lan- Deutsche Komm.-Sammel-Anleihe Auslos.-Rechte I.............. 47i% Franks. Hyp. Goldpfe. R. 15 47i% Franks. Hyp. Gold-Komm. £bL 2 3.................. Dwnnesmann.............47z Mansfelder Bergbau......... 7 Metallgesellschast.............6 67i% Franks. Hyp. Liquidation 67i% Rheinische Hyp. Liquidation Orenstein & Koppel..........o Rheinische Braunkohle.......12 Rheinische Elektro............6 Rbeinstahlwerke..............6 Rheinisch-Westfälische Elektro .. 6 Rütgerswerke ...............7 Salzdetfurth Kali...... 6 Schuckert L Co...............7 Schultheis Patzenhofer........4 Siemens & Halske...........9 Süddeutsche Zucker.......... 10 Bereinigte Stahlwerke......47i Westdeutsche Kaufhof.........O Westeregeln Alkali............4 Zellstoff Waldhos............6 Steuergutschein-Verrechnungskurs A.G. für Verkehrswesen .... 6% Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0 Hamburg-Amerika Paket......O Norddeutscher Lloyd..........O Deutsche Reichsbahn Dorz.-Akt. 7 Berliner Handelsgesellschaft . 6)4 Commerz- und Privat-Bank ... 6 Deutsche Diskonto............ 5 Dresdner Bank..............* 5. April 8-April Amtliche Notierung Geld | Briet Amtliche Notierung Geld | Bries 5.April 6.April Amtliche Notierung Amtliche Notierung Geld Bries Geld Briet Japan.................... 0,721 0,723 0,721 0,723 Jugoslawien.............. 5,694 5,706 5,694 5,706 OSlo ................... 62,17 62,29 62,17 62,29 Wien..................... —— —— — Lissabon.................. 11,235 11,255 11,235 11-,255 Stockholm ................ 63,75 63,87 63,75 63.87 Schweiz.................. 57,17 57,29 57,13 57,25 Spanien.................. —— — —— Prag..................... 8,691 8,709 8,691 8,709 Budapest................. -T— —— —— —• Neuyock.................. 2,491 2,495 2,493 2,491 U IW -KÄ L - 'A; WM Z| «LW wmmer- wvssjen m oL litl 6°l,rb^ iS"w*?g 5Somit ift«" ji «Ä Bien beM " w*1* »Senken taW. r»S' jik TeAehwer a I'Lel ist aut 1) Worden. AAdu iKenen bie *1( x stehen boit w L LorenM, btt b n- N. Die 3 S«. kamen 1820 in Konkurs. Das Haus geriet wieder später wurde das Anwesen vom bayrischen Staat in einen verwahrlosten Zustand, und so sah es angekauft und umgebaut. Hauff, dessen Phantasie durch den unheimlichen I --------- Abschied von Gendarmerie-Major Goede neue Dienststelle nach Gumbinnen in Ostpreußen versetzt worden ist. Gendarmerieobermeister Schuhmacher hielt aus diesem Anlaß eine kurze Ansprache, in der er besonders hervorhob, daß Major Goede sich stets nicht nur als ein gerechter Vorsteher im Dienst, sondern auch als ein guter Kamerad erwiesen habe, der sich rasch die Herzen seiner Wachtmeister zu erringen wußte. Als sichtbaren Ausdruck der herzlichen Verbundenheit und der Wertschätzung überreichte Gendarmerieobermeister Schuhmacher dem scheidenden Kameraden eine schöne Erinnerungsgabe mit eingraoierter Widmung. Major Goed e sprach anschließend in herzlichen Für sämtliche in der Stadt Gießen und im kreis Gießen wohnenden österreichischen Stimmberechtigten ist als Abstimmungsranm für die Volksabstimmung und die Wahl zum Großdeutschen Reichstag am 10. April 1938 der Abstimmungsraum des 16. Abstimmungsbezirks im Regierungsgebaude (Kreisamt), Landgraf-Philipp-Plah 3, Sitzungssaal, bestimmt worden. Alle übrigen Abstimmungsbezirke dagegen dürfen Stimmen von österreichischen Stimmberechtigten nicht entgegennehmen; sie müssen vielmehr diese an den 16. Abstimmungsbezirk verweisen. Die österreichischen Stimmberechtigten werden gebeten, selbst mit darauf zu achten, daß sie nur mit grünen Stimmzetteln abstimmen. Gießen, den 7. April 1938. Der Oberbürgermeister: Ritter. lAf CODE DRUCKSACHEN W Cn DC Brühl. Gießen Ist vom ersten Tage an im jungen Haushalt wichtig. Gut werden Sie darin beraten im bekannten Fachgeschäft HB J. B. Häuser Gießen, a.Oswaldsgarten (Parkplatz) Fernruf Nr. 2145-2146 Schöne Oster- und Konfirmations- KiAisl abzugeben, oiees Harnmslratze 5. nach der berühmten Diebeskomödie 2304A von Gerhart Hauptmann Das große Volksstück mit Humor undHerz In den Hauptrollen: Heinrich George Ida Wüst Rotraut Richter Sabine Peters niiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiHiiiiiiHiHiiiiiiiiiiiiiiiiiimmiiiiiiiiii = Heute Donnerstag ist (Rotraut (Richter | = in allen Vorstellungen = persönlich anwesend = Bühnenauftritt — Autogramme | iiiiimiiiiiiiiiiiiiiimiiiiiiiiiiiiiiiiiimiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiimiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiH Beiprogramm und Ton-Woche Täglich 4, 6, 8.30 Uhr — Sonntags 3, 5.30, 8.30 Uhr Da strahlen die Kleinen und freuen sich die Großen, denn Ostern wird erst schön, wenn sie in neuer Kleidung gehen, von Damen-Mäntel Kostüme, Complets Röcke, Blusen Herren-Mäntel aus Gabardine, Sport, Popeline sowie Gummistoffen Herren-Anzüge für Straße, Sport und Reise Kombinationen, einzelne Sakkos aus Leinen, Lüster und Sportstoffen .....und für die Kleinen die beliebte Sepp'l-Kleidung I BWnoö 200 ccm, gebr., aber gut erhalt., zu kauf, gesucht. 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