nt r^aße 21 Wew 0493 lndet in Gießen ie Männer der haften statt. Er gaben bringen, rtzenbom, über: mann Lic. zur . Nach gemeiner durch einen >e Predigt hält. rMännerarbeit 795D nbttobmann. HmÄ 38. um IbUbt Braugasse 7a ibit mW« c. Zellen. fite willkommen. / nstoffß in« m Schluß Kaul ilen w'r lingen mehr lilähllvgs-mld lvcr' r e i von ibmbrend.Vor- l d'. Volle. Aul- f.,Kovllchmen ifung$3M-50 ferhaus Zmg MäusbMS ifi Nr.Zl Erster Blaff 188. Zahrgang Montag, 7.5ebruar 1938 Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Prüft und Verlag: vrühlsche Univerfitätrdruckerei «.Lange in Sieften. Schristleitvng und Seschästsftelle: Schulftratze ? Annahme oon Anzeigen für öie Mittagsnummer bis 8' .,Uhr des Vormittags Grundpreise für > mm hohe für Anzeigen oon 22 mm Breite 7 Rpf., für lcft« anzeigen oon 70 m ni 'Breite 50Rpf..Platzvorschrist nach oorl) Dereinbq 25“ p mehr. Ermäßigte Grundpreise: Stellen:, Vereins-, gemein« nützige Anzeigen sowie einspaltige Eelegenheitsonzet- gen 5 Npf., Familienanzeigen, Bäder-, Unterrichts- u. behördliche AnzeigenbRpf. Mengenabschlüsse Staffel B Lrschemt rüglich, außer Sonntags und Feiertags Betlagen: Die Illustrierte Gieizener Familienblätter Heimat tm Bild Die Scholle Monair.Bezugrpreir: Mit 4 Beilagen RM. 1.95 Ohne Illustrierte , 1.80 Iustellgebichr e -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge Höherer Gewalt üernsprechanschlüffe unter Sammelnummer 225' Anschrift für DraHtnach- richten. Anzeiger Gießen Postscheckkonto: Zranksurt am Main 11688 Oer ZüHrerstaai. Nun Hat sich wohl auch im Auslande die Auflegung 9^ d-e sehr zum Unterschied von Deutschland selbst sich zum Wochenende so gesteigert hatte, daß in dieser Hinsicht wirklich nichts mehr zu leisten war. Das Wochenende hat denn auch die Losung gebracht, eine Lösung, die den folgerichtigen Aufbau der Nation bringt, im Sinne straffer Zusammenfassung des Staates in einer Handln der Hand des Führers. Diese folgerichtige Lösung sichert Deutschland eine Regierung, deren reibungsloser Gang an sich schon dafür sorgt, daß an keiner Stelle Kräfte unnütz vergeudet werden, daß alles vielmehr darauf abgestellt ist, das für das Wohl des Reiches und des Volkes Beste zu leisten. Es ist bei der politischen Entwicklung in Deutschland klar und einfach zu erkennen, daß ’ es d e r Führer ist, der die Entscheidung trifft, der aber bei dieser Entscheidung von Mitarbeitern beraten sein will, die jeder für sein Gebiet das hoch st e Maß von Sachkenntnis und Erfahrung mitbringen. Wenn die öffentliche Meinung im Auslande in der sinnvollen Ausgestaltung des Führerstaates ein höchst bedeutsames Ereignis sieht, so hat sie durchaus Recht. Der Bau der Dritten Reiches steht so fest gegründet, daß sich organisch alles einfügt, was durch den Aufbau und Ausbau zum Führerstaat bedingt ist. , Wer den Neubau des Reiches aus nächster Nähe miterleben durfte und die Entwicklung zur inneren und äußeren Konsolidierung des neuen Staates aufmerksam verfolgte, mußt sich schon seit der Verkündung des zweiten Vierjahresplanes auf dem Nürnberger Kongreß 1936 sagen, daß Anzeichen eines wahrhaft modernen Umbaues der Reichsleitung Vorlagen und sich ständig mehrten. In diesem Sinne war schon der Wechsel im Reichswirtschaftsministerium mit dem Stichwort „Konzentration" hinreichend gekennzeichnet; denn auch jene Kabinettsumbildung vom November war, wenn sie auch nur teilweise erfolgte, doch genau wie der zweite Dierjahresplan ein Wegweiser zu wesentlich größeren Reformen. Wir haben hier vom Umbau der „Reichsleitung" gesprochen. Tatsächlich handelt es sich bei den Maßnahmen des 4. Februar weder um einen Kabinettswechsel noch um eine Kabinettsumbildung noch um einen Ministeraustausch oder dergleichen. Vielmehr gehen diese Maßnahmen selbst über die umfangreichsten solcher Kabinettsbildungen, wie sie etwa in anderen Ländern Üblich sind, weit hinaus. Die Erlasse des Führers vom 4. Februar bringen nun nach den Vorarbeiten für den zweiten Vierjahresplan und nach dem 27. November insofern eine völlig neue Staatslenkung, als der enge Rahmen des bisherigen Reichskabinetts gesprengt und das entscheidende Schwergewicht der Reichsleitung unter dem Gesichtspunkt der äußersten nationalpolitischen Stärkung vor allem in drei neuen Gremien verlegt wird: in den Geheimen Kabinettsrat, der unter feinem Präsidenten Reichsminister Freiherrn von Neurath (sozusagen als Stabschef) gewissermaßen der außenpolitische Stab des Führers und Reichskanzlers ist, genau so, wie das neugeschaffene Oberkommando der Wehrmacht der Stab des Obersten Befehlshabers der deutschen Wehrmacht ist; ferner in das sog. „Große Wirtschaftsministerin m", das durch Uebernahme eines großen Teiles des Stabes für den Vierjahresplan sowie durch die Hinzuziehung einiger besonders ausgewählter hoher Militärs erweitert ist. In diesem „Großen Wirt- schastsminifterium" ist der neue Reichswirtschafts- minifter Funk Sachwalter des Beauftragten für den Vierjahresplan, Generalfeldmarschall Göring, der seinerseits der besonders eingesetzte Sachwalter des Führers für den großen Aufgabenkreis des Vierjahresplans ist. Diese Maßnahmen werden ergänzt von einer durchgreifenden Umbildung in einer großen Anzahl von hohen Kommanbostellen der Wehrmacht, die nunmehr ohne Zwischenschaltung eines Reichskriegsministers dem Obersten Befehlshaber der gesamten Wehrmacht direkt unterstellt ist. Sämtliche Reichsbehörden, Kommandostellen usw. sind nunmehr restlos auf die oberste Spitze des Staates ausgerichtet. Die Personalunion zwischen Staatsoberhaupt, Führer der NSDAP., Führer des deutschen Volkes, Reichskanzler und Obersten Befehlshaber ist nunmehr vollkommen. Will man die Maßnahmen vom 4. Februar in einen Ausdruck zusammenfassen, so nennt man sie -vielleicht am besten „Kräfteoermehrung durch Konzentration", wie es der Reichspressechef Dr Dietrich einmal formuliert hat. Entscheidend an ge« samten Vorgang ist die Fähigkeit der N^DAsZ., alle Kräfte der Nation zusammenzufassen iinö im Hinblick auf das Deutschland der Zukunft geschlos en Da einzufetzen, wo die für die Gegenwart und |Ur Die nähere Zukunft wichtigsten Aufgaben es vor allem erfordern. Ein völlig neuer Staat, aufge- baut auf einer völlig neuen Idee und einer völlig neuen Weltanschauung, wird naturgemäß nach einer qewisfen Anlaufzeit, die wir in dem nun verstoß e- men ersten Jahrfünft hinter uns haben, auch eine meue, feinem Wesen gemäße Staatslenkung an die Stelle der bisher üblichen setzen, die in diesen xlähren den Rohbau aufgeführt hatte und nun durch eine ausgesprochen moderne Organisation abgelost tnirb. Zum ersten Male in der deutschen Geschichte jinb nunmehr sämtliche politischen, wirtschaftlichen militärischen, kulturellen, geistigen, überhaupt aue Kräfte der Nation aus das einzige Ziel Der friedlichen Stärkung des Reiches nach innen >und außen hingewandt. Dieser neue Staat und oie neu organisierten Gremien ferner Leitung erhalten in der bis in die Spitze straff burchorgamsierten Wehrmacht zusammen mit der Partei ein Ruckgral umb ein inneres Gerüst, wie es im bisherigen 21 liauf der deutschen Geschicke in solcher Vollkommen- Die Zusammenfassung der Krasse. Größte Beachtung der Entschlüsse des Führers in aller Welt. pariser Verachtungen. Paris, 6. Febr. (DNB.) Die Beschlüsse des Führers vorn 4. Februar bilden das Hauptthema der Pariser Presse. Viele Spalten der Sonntagszeitungen sind mit Betrachtungen angefüllt, es fehlt nicht an Versuchen, die deutschen Ereignisse für dringliche Mahnungen zur inneren französischen Einigkeit auszuwerten. Es gibt aber auch Stimmen, die auf die Zusam - mengehörigfeit von Partei und Armee Hinweisen, wie etwa der „Petit Parisien", der darauf hinweist, daß die Entscheidungen des Führers die innere Gemeinschaft des Nationalsozialismus und der Armee in einer gesteigerten Kraft frönen und die Absichten des Nationalsozialismus mit der beruhigenden Dynamit einer neuen, kühnep und verjüngten Diplomatie erfülle. Das „Journal" weist darauf hin, daß durch die Ernennung von Ribbentrops die Partei sich nun auch des Außenministeriums bemächtigt habe, Ribbentrops Berufung zum Außenminister stelle auch ein entschiedenes Dementi für alle diejenigen dar, die bereits verkünden zu können glaubten, daß die Achse Berlin—Rom schwerstens erschüttert fei. „Le Jour" hebt hervor, es sei verfrüht, aus diesem Ereignis oon diplomatischem Standpunkt aus Schlußfolgerungen zu ziehen. So viel stehe aber fest, daß die Partei entschlossen sei, den Kampf gegen den Kommunismus bis zum Aeußer - ft en fortzufetzen. Gleichzeitig fei man aber allgemeinen Verhandlungen für eine europäische Regelung viel günstiger gesonnen. Die Ernennung von Ribbentrops zum Außenminister sei in dieser Hinsicht bezeichnend. Das „Echo de Paris" spricht von dem Aufstieg des „integralen Nationalsozialismus". Reichskanzler Hitler konzentriere in feiner Person alle Machtbefugnisse. Das „Oeuvre" schreibt, alle Kommandohebel in Deutschland seien jetzt in den Händen des Nationalsozialismus. Das Scho in Warschau. Warschau, 6. Febr. (DNB.) Die Blätter stehen ganz im Zeichen der jüngsten Ereignisse in Deutschland. Sie bringen ihre Berichte im großen und ganzen in ruhiger Sprache. Das Hauptorgan der nationaldemokratischen Nationalpartei „Dziennik N a r o d o w y" schreibt: Aus allen Vorgängen stehe die eine Tatsache fest, daß der Reichskanzler an die Spitze der Armee getreten sei. Man könne aus dieser Tatsache die natürliche und logische Folgerung ziehen, daß die politische Macht in Deutschland über d i e militärische gestellt sei. Darüber brauche man sich nicht zu wundern. In jedem Ordnungsstaat, der aus den Erfahrungen von Jahrhunderten Nutzen zieht, müsse es so sein und sollte es so fein. Denn die Armee sei ein Mittel der nationalen Politik und nicht die Politik ein Mittel der Armee. Die Polnische Telegraphenagentur schreibt: Das entscheidende und charakteristische Moment aller Entschlüsse und Verfügungen sei der persönliche Willedes Führers. Er habe entschieden und alle wichtigsten Fragen mit einem einzigen Schlag gelöst. Die Entscheidungen seien nicht als Beschlüsse des Kabinetts, sondern als Erlasse, des Reichskanzlers verfügt worden. Sie bewiesen deutlich, daß die Macht des Reichskanzlers als Führer des Volkes heute unbeschränkt sei und daß die Partei heute eine noch größere Vollzugsgewalt auf den wesentlichsten Gebieten des staatlichen Lebens im Dritten Reich in der Armee und in der Außenpolitik erhalten habe. Durch die Berufung des Botschafters v. Ribbentrop auf den Posten des Reichsaußenministers stehe eines der ältesten Parteimitglieder, das zu der nächsten Umgebung des Reichskanzlers gehöre, an der Spitze dieses Ressorts, wodurch die Garantie einer Führung der Außenpolitik im engsten Einvernehmen mit dem Kanzler gegeben fei. Mhige Veurtchiun in Hokand Amsterdam, 6. Febr. (DNB.) Die holländische Presse legt in der Beurteilung der jüngsten Gescheh- Tokio, 7. Febr. (DNB. Funkspruch.) Die vom Führer urjb Reichskanzler erlassenen Verfügungen vom 4. Februar finden in Japan volles D e^ - ft ä nb n i s. „Tokio Asahi Schimbun" bezeichnet die Konzentration aller politischen, militärischen und wirtschaftlichen Kräfte des Reiches in der Hand des Führers als einen sowohl innen- als auch außenpolitisch sehr bedeutsamen Vorgang. Das Blatt erklärt, daß in der Ernennung Ribbentrops zum Reichsaußenminister eine Stärkung des Antikominternpaktes erblickt werden könne. Die aus französischen und englischen Quellen stammenden Falschmeldungen über Deutschland seien allzu bald als solche entlarvt worden, und mit dieser Entlarvung fei das ganze System der methodischen Verbreitung übertriebener und unwahrer Gerüchte gerichtet worden. Rom, 6. Febr. (DNB.) Die Umbildung der Reichsregierung und die straffe militärische Zusammenfassung im nationalsozialistischen Staat wird oon der italienischen Presse mit größtem Interesse und voller Zustimmung als ein einschneidendes geschichtliches Ereignis gewürdigt. Dabei wird auf die starke Beachtung biefer Maßnahmen im Auslanbe hingewiesen. Das Auslanb habe rasch einsehen müssen, baß entgegen anberslautenben Gerüchten eine weitere Konsolibierung von Partei und Staat im Dritten Reich und zugleich eine weitere Festigung der Achse Rom — Berlin erfolgt sei. Die Enttäuschung darüber, so heißt es in einer Pariser Meldung der halbamtlichen „Voce d'Italia", sei in der französischen Hauptstadt ziemlich deutlich zu erkennen. In London dagegen habe man, wie „M essa - g e r o" berichtet, sehr wohl erkannt, daß die Beschlüsse des Führers eine Verstärkung aller in der Achse Rom—Berlin zusammenfallenden Direktiven niffe in Deutschland im allgemeinen eine ruh Beurteilung an den Tag. So spricht der „Tele> graaf" die Auffassung aus, daß öie bisherige Linie ber heutigen Außenpolitik auch in Zukunft beibehalten werbe. Der Führer habe sich mit einem Kreis von Männern umgeben, die fein volles Vertrauen genießen; Männer, die nicht nur überzeugte Nationalsozialisten seien, sondern die auch, jeder auf seinem Gebiet, Beweise ihres großen Könnens erbracht hätten. — Die deutsche Außenpolitik werde künftig mehr denn je den Stempel des Willens des Führers tragen. Die Entscheidungen des Führers nennt der „Nieuwe Rotterdamsche Courant" einen einzigartigen Vorgang in ber Geschichte bes nationalsozialistischen Deutschlands. Der Führer habe feine Maßnahmen nach reichlicher Ueberlegung getroffen. Am richtigsten lasse sich die Neuordnung mit dem Wort „Konzentration ber Kräfte" 1 zusammenfafsen und charakterisieren. Die „Pomiuri Schimbun" meint, wenn Sowjet« rußlanb ober Frankreich bie weitere Ausrichtung bes Reiches auf ben Nationalsozialismus vielleicht auch nicht erfreut habe, so habe Japan boch allen Grunb, biefe Machtkonzentration in Deutschlanb z u begrüßen. — „Hochi Schimbun" betont, baß der Nattonalsozialismus seine Grundlage noch gestärkt verankert habe und daß damit die Voraussetzungen für das Gedeihen des Reiches erweitert worden seien. — Auch alle anderen Blätter bringen ausführliche Berichte aus Berlin und versichern in ihren Kommentaren, daß die zu erwartende Vertiefung der Freundschaft zwischen Deutschland, Japan und Man- dschukuo in Tokio eine uneingeschränkte Bereitschaft finde. uyd der antikommunistischen Front bedeuten. Die weitere Festigung bes gesamten nationalsozialistischen Regimes habe natürlich anbererfeits bie berufsmäßigen Schreier gegen bie autoritären Staaten alarmiert. Doch könne man bis jetzt in London nicht bie Beobachtung machen, baß man sich oon ben tenbenziosen Vermutungen ber bolschewistenfreundlichen Presse zu den in Berlin eingetretenen Veränderungen beeinflussen lassen wolle. „Messa- gero" stellt fest, daß genau bas Gegenteil oon bem eingetreten sei, was die gewerbsmäßigen Gerüchtemacher angekündigt hätten. Mit ben Entscheibungen bes Führers werbe eine gewaltige Verstärkung ber einheitlichen Leitung ber beutschen Nation unb ihrer gesamten Wehrmacht bewirkt, wie es nur auf Grunb fester und harmonischer Direktiven erfolgen könne, bie roieberum nur von einem einheitlichen Kommanbo, von einer einzigen verantwortlichen ! höchsten Stelle ausgehen könnten. Die Entscheidung Volles Verständnis in Japan. Nie Doraussehunqen für das Gedeihen des Reiches noch erweitert. 7----- „Verstärkung der antikommunistischen Front." heit noch nicht dagewesen ist. Dabei ist als besonders bedeutungsvoll anzusehen die Tatsache, daß diese beiden wichtigsten Organisationen ber großen Volkserziehung, Partei unb Wehrmacht, sich aufs innigste burdjbringen und in ihrer Zusammenarbeit eine schlechthin ideale Schule bes beutschen Volkes sind. Wahrhaft' große Revolutionen haben immer b i e af tieften jungen Kräfte auf bie verantwortlichen Posten gestellt, junge Kräfte, bie naturgemäß für bie vorbringlichen Aufgaben befonbers aufgeschlossen sinb. Es ist nur logisch, baß sich bar- aus auch eine umfangreiche Verjüngung bes Offizierskorps besonders in ben oberen Stellen ergibt. Schließlich barf man nicht vergessen, baß biefe vergangenen fünf Jahre mit benz Neubau bes Heeres, mit ber Wieberrringung ber Wehrhohett, mit ber Wieberbesetzung der Rheinlandgarmsonen unb mit ber wirkungsvollen Vertretung deutscher Wehrinteressen im Auslanbe bie Arbeitskraft vieler verantwortlicher Männer in hohen Dienststellen bes Heeres ganz außergewöhnlich beansprucht haben. Als Ganzes gesehen stellt sich bie heutige Reichsleitung als ein riesiges Kraftwerk bar, in bem unter ber Führung eines genialen Staatsmannes alle Fähigkeiten, alle Leistungen Deutschlands zusammen- gefaßt werden, natürlich nicht wie hier und da von böswilligen Stimmen bes Auslandes geujift wird zu irgendwelchen imperialistischen Zwecken, sondern einzig und allein zur äußersten Jntenvi- fierung des weiteren friedlichen Ausbaues im neuen Reich. Wenn dabei wehrwirtschaftliche Fragen starker als früher hervortreten, so ist das eine Entwickelung, bie nicht von ber grundsätzlichen beutsthen Friedenspolitik, fonbern von gewissen Kräften bes Auzlanbes verursacht würbe. K. Tagung des Reichskabinetts. Berlin. 5.Febr. (DNB.) Das Reichska- bineff trat heule abend zu einer Sitzung zusam- men und nahm einen Bericht des Führers und Reichskanzlers über öie politische Lage entgegen. Das Reichskabinett gab seiner tiefen Befriedigung Ausdruck über die durch die jüngsten Entscheidungen des Führers erfolgte Konzentration und Stärkung der politischen, militärischen und wirtschaftlichen Kräfte des Reiches. Telegrammwechfel zwischen Duce unddemKuhrer. Rom, 5. Febr. (DNB.) Anläßlich der Uebernahme des Oberbefehlsüberbie Wehrmacht bes Reiches hatberDucevnbenFüh- rer folgenbes Telegramm gerichtet: „In meiner Eigenschaft als Minister ber italienischen Wehrmacht sowie persönlich möchte ich Eurer Exzellenz meine Freube unb bie bes italienischen Volkes anläßlich ber Uebernahme bes unmittelbaren Oberbefehls.über bie gesamte Wehrmacht bes Reiches durch Eure Exzellenz ausdrücken. Ich betrachte dieses Ereignis als geeignet, die Kameradschaft zwischen unseren Streitkräften und unseren Regimen zu verstärken. Mit den freundschaftlichsten Grüßen Mussolini." Der Duce hat ferner Generalfeldmarschall G ö - ring, Reichsaußenminifter von Ribbentrop und Reichsminister Freiherrn von Neurath telegraphisch feine Glückwünsche zukommen lassen. Der Führer und Reichskanzler hat an Mussolini folgendes A n t w o r 11 e l e g r r a m m gerichtet: „Eurer Exzellenz banke ich herzlich für bas mir anläßlich ber Uebernahme des Oberbefehls über bie Wehrmacht bes Reichs in ihrem Telegramm 3um Ausbruck gebrachte freundschaftliche Gedenken. Ich werde es auch in Zukunft als meine Aufgabe ansehen, diepolitischenundweltanschau- l i ch e n'B eziehungen.bie zwischen Deutschland und Italien jetzt schon bestehen, noch weiter zu festigen, um damit der Erhaltung des Friedens und ber Kultur ber Welt zu bienen. Indem ich Ihre Grüße in aufrichtigster Freundschaft erwidere, verbleibe ich Eurer Exzellenz stets ergebener Adolf Hitler." Glückwünsche des Stellvertreters des Führers. Berlin, 5. Febr. (DNB.) Der Stellvertreter des Führers, Reichsminister Rudolf Heß, hat an Generalfeldmarschall Göring und an ben neuernannten Oberbefehlshaber bes Heeres, Generaloberst von Brauchitsch, folgenbe Telegramme gefanbt: Generalfelbmarschall Göring — Berlin. In aufrichtiger Freube über Ihre Erhebung in ben höchsten Rang, ben ein Solbas erreichen kann, unb zugleich mit Stolz darauf, baß mit Ihnen ein alter Nationalsozialist zum Generalfelbmarschall ber Armee bes neuen Reiches ernannt würbe, beglückwünsche ich Sie herzlich. In alter Kampfgemeinschaft. Heil Hitler! Ihr Rudolf Heß. Generaloberst von Brauchitsch — Berlin. Zu Ihrer (Ernennung zum Oberbefehlshaber bes Heeres unb zu Ihrer Beförberung zum Generaloberst übermittele ich Ihnen meine herzlichen Glückwünsche. Daß--es Ihnen vergönnt fein möge, in steter Gesundheit und voller Arbeitskraft bie großen Aufgaben zu läsen, vor bie Sie b^s hohe, verantwortungsvolle Amt stellt, in welches der Führer Sie berief, ist meine aufrichtige Hoffnung. Heil Hitler! Rudolf Heß. Außerdem sprach ber Stellvertreter des Führers bem neuernannten Reichsaußenminifter Pg. Joachim von Ribbentrop persönlich bie herzlichsten Glückwünsche zu der Berufung in bas neue hohe Amt aus. u Z L t- n et. he r • en n, •uf i - 'ch nb en t- *n, en rb oie on ich en, id- im mb ?Ue um liebes es- ü r eilt erg ien 'ch- au« hen er rbe ärz 933 jcn. ier- hen jrt , Ar- Sb« um nen. i tigt, ben arze reif« iats« j be« .ffen i m »llen ' sie ;i An« nach lers, fest- fön« [ iben : aber roße Mke« ittag n t s rftabt lajor »ber- will- ihre rzen Inter die iben, . über der * renö n. f'ü n - orps die ein Tauben :ehr- n e r Es- Oie neuen Männer -es 4. Februar General Kettel v Der aus zum von ein- V Veneratteutnant Ä der Generalleutnant Ritter von Schobert, Kommandierender General des VII. Armeekorps General der Artillerie Professor Dr. Becker- Chef des Heeres-Waffenamtes. Wilhelm Keitel, wurde am 22 September 1882 in Helmscherode bei Gandersheim (Oberharz) als Sohn eines Gutsbesitzers geboren. 1901 trat er als Fahnenjunker in das Feldartillerieregiment 46 in Wolfenbüttel ein, in welchem er 1902 zum Leutnant befördert wurde. Nach der Kommandierung zum Militärreitinstitut in Hannover wurde er 1908 Regimentsadjutant und 1910 Oberleutnant. Als Hauptmann seines Regiments rückte er 1914 ins Feld. Während des Krieges fand er verschiedentlich im Generalstab Verwendung. Nach dem Kriege war er zunächst Lehrer an der Kaoallerieschule, von der er 1922 in das Artillerieregiment 6 versetzt wurde. Er übernahm die 7. Batterie in Wolfenbüttel und wurde 1923 Major. Nach seiner Verwendung in der Heeresorganisationsabteilung des Reichswehrministeriums kam Keitel 1927 als Abteilungskommandeur nach Minden in das Artillerieregiment 6 zurück. Nach der Beförderung zum Oberstleutnant wurde er 1929 in das Reichswehrministerium versetzt als Leiter der Heeresorganisationsabteilung. 1931 wurde er Oberst und am 1. April 1934 Generalmajor und Jnfanterieführer VI in Bremen. Als Nachfolger Generals v Reichenau wurde er am 1. Oktober 1935 Chef des Wehrmachtsamtes im -Reichskriegsministerium. In dieser Stellung wurde Keitel am 1. Januar 1936 Generalleutnant und am 1. August v. I. General der Artillerie. Generaloberst v.Vrauchttfch. Der zum Oberbefehlshaberdes Heeres unter Beförderung zum Generaloberst ernannte General Walter von Brauchitfch wurde am 4. Oktober 1881 in Berlin geboren. Er wurde am 22. März 1900 als Leutnant im Garde-Grenadier- Joachim von Ribbentrop. Der neue Reichsaußenmini ft er Joachim von Ribbentrop, der als Botschafter des Führers in besonderer Mission bereits eine große Rolle in der Leitung der deutschen Außenpolitik gespielt hat, wurde am 13. April 1893 in Wesel als Sohn eines Offiziers geboren. Den Weltkrieg machte Ribbentrop als Kriegsfreiwilliger mit. 1915 wurde er zum Leutnant befördert.' Nach seiner Verabschiedung widmete er sich der kaufmännischen Lauf- Vater ist der bekannte Artilleriegeneral und Val- listiker. Walter von Reichenau trat in das 1. Garde- Feldartillerie-Regiment ein, wo er 1903 zum Leutnant befördert wurde. Bei Kriegsausbruch gehörte er der Kriegsakademie an. Er wurde später in verschiedenen Generalstabsstellungen verwendet Er trat schon früh durch sportliche'Neigungen hervor und gehörte zu den ersten Offizieren, die sich den modernen Leibesübungen zuwandten. Er ist Inhaber der Rettungsmedaille am Bande. Nach dem Kriege war er u. a. Chef der Maschinengewehrkompanie eines Infanterieregiments, sodann als Major. im Generalstab der 3. Division in Berlin später Kommandeur der 5. Nachrichtenabteilung in Cannstatt. Als Oberstleutnant wurde er Ches des Stabes der 1. Division in Königsberg. 1932 erhielt Reichenau die Beförderung zum Oberst. Als solcher wurde er nach der Machtübernahme in die Stellung des Chefs des Ministeramtes in das Reichs- Wehrmachtsakademie in Berlin ernannten rals der Infanterie Adam ernannt. Generalleutnant von Schwedler, Kommandierender General des IV. Armeekorps in Dresden. kriegsminifterium berufen und am 18. Januar 1934 zum Generalmajor befördert. Reichenau wurde nach den Herbstübungen 1935 zum Kommandierenden General des VII. Armeekorps in München als Nach, bahn. Seine wiederholten Auslandsreisen und die Sprachkenntnisse, über die er verfügte, brachten ihn frühzeitig in Beziehung zu politischen Persönlichkeiten. Seit 1920 verheiratet mit einer Tochter des bekannten Sektfadrikanten Henkell, wurde er 1925 von Fräulein Gertrud von Ribbentrop, die einer im Jahr 1884 geadelten Linie seiner Familie entstammt, adoptiert. Obschon die Tätigkeit Ribbentrops für die nationalsozialistische Bewegung vor 1933 öffentlich kaum in die Erscheinung getreten ist, war sie sehr bedeutsam. Gerade' in den Tagen vor der Machtergreifung war das Haus Ribbentrop in Berlin- Dahlem ein Mittelpunkt der politischen Besprechungen. Nach der Machtergreifung erwarb er sich als einer der ersten außenpolitischen Mitarbeiter des Führers große Verdienste. Er wurde 1933 in den Reichstag berufen und im April 1934 zum Sonderbeauftragten für Abrüstungsfragen ernannt. 1935 wurde er vom Führer als außerordentlicher und bevollmächtigter Botschafter bestellt. Er führte in dieser Eigenschaft die deutsche Delegation zu den Flottenverhandlungen mit England und vertrat im Februar 1936 Deutschland bei der Genfer Liga, wo er den deutschen Standpunkt in der Rheinland frage darlegte. Am 31. März 1936 überreichte er der englischen Regierung den Friedensplan des Führers. Im August desselben Jahres wurde er Botschafter in London. Besonders hervorstechend waren in seiner weiteren Tätigkeit der Abschluß des Antikominternpaktes mit Japan sowie die Erweiterung desselben durch den Hinzutritt Italiens. Staatssekretär Brinkmann. Der als Staatssekretär in das Reichswirtschaftsministerium berufene Rudolf Brinkmann war bis - her Mitglied des Direktoriums der Reichsbank und schon seit vielen Jahren ein steter Vorkämpfer gegen die internationale Goldpolitik und das finanzielle Versklavungssystem. Er wurde am 28. August 1893 geboren und studierte Staatswissenschaften und Nationalökonomie. Von der Universität rückte er im August 1914 als Felü- artillerist ein, wurde aber 1916 infolge schwerer Verwundungen kriegsdienstuntauglich. Nach seinem bald darauf erfolgten Eintritt in die Reichsbank wurde er Leiter des Revisionsbüros und kam dann als Hilfsarbeiter in das Direktorium des Notenbankinstituts. Bevor er Direktor der Reichsbanknebenstelle in Aschaffenburg wurde, gehörte er dem Vorstand der Hamburger Reichsbankfiliale an. 1933 wurde er Direktor im Direktorium der Deutschen Golddiskontbank, 1934 berief ihn Dr. Schacht zum Generalreferenten im Reichswirtschaftsministerium. Nach dem Mitte 1937 erfolgten Ausscheiden dem Ministerium erfolgte seine Ernennung Mitglied des Direktoriums der Reichsbank. Regiment Nr. 3 eingestellt, auf seinen Wunsch aber noch vor Ablauf eines Jahres in das 3. Garde- Feldartillerie-Regiment versetzt. Nachdem er dort 1909 zum Oberleutnant befördert und bald darauf zum Großen Generalstab kommandiert worden war, erfolgte seine Beförderung zum Hauptmann am 18. Dezember 1913. Als Generalstabsoffizier war er sodann an der Front und wurde 1918 zum Major befördert. Nach dem Kriege kam er in die Reichswehr, wurde dort 1923 Oberstleutnant und zunächst in der Heeresausbildungsalsteilung des Reichswehrministeriums, später als Abteilungskommandeur im 6. Artillerie-Regiment verwendet. Als Oberst war er zunächst Chef des Stabes der 6. Division und dann Abteilungsleiter im Reichswehrministerium. 1931 wurde er zum Generalmajor befördert und 1932 Inspekteur der Artillerie. Anfang Februar 1933 übernahm er als Nachfolger Blombergs die erste Division. Mit der Neueinrichtung oon Armeekorps erfolgte im September 1935 die Ernennung zum Kommandierenden General des I. Armeekorps unter gleichzeitiger Beförderung zum General der Artillerie. Am 1. April 1937 wurde er dann Oberbefehlshaber des neugeschaffenen Gruppenkommandos 4 (Leipzig). General von Reichenau. Der als Nachfolger des Generalobersten von Brauchitfch zum Oberbefehlshaber der Gruppe 4 in Leipzig ernannte bisherige Kommandierende General des VII. Armeekorps in München Walter vo n Reichenau wurde am 8. Oktober 1884 in Karlsruhe i. B. geboren. Sein ^Qlmalor Loder Ees im Reich Genera! i||el'nrie„rnannle wurde «ÄS . 3utn Chef des Oberkommandos d e r W e h r m a ch t ernannte General der Artillerie, folger des zum Kommandeur der neugeschaffenen Gene, Generalleutnant Busch, Kommandierender General des VIII. Armeekorps in Breslau. General List. Der zum Oberbefehlshaber bei Gruppe 2 in Kassel ernannte bisherige Kom> mandierende General des IV. Armeekorps, Wil' ? e 1<2?- wurde am 14. Mai 1880 zu Oberkirch- berg (Württemberg) geboren. Nach dem Besuch des des Führers mache die Kriegsorganisation Deutschlands, mache Deutschland selbst stärker. Der „Popolo d'Jtalia" spricht von einer Vereinheitlichung des Kommandos und erklärt: Die Energien seien zusammengefaßt, die Straße vor- gezeichnet, ein neuer und kräftiger Antrieb sei dem Marsch des neuen Deutschlands gegeben worden. Um die Gestalt des Führers, der das Volk auf dem Marsch der Befreiung angeführt habe, schare sich ein organischer, harmonischer und einheitlicher Generalstab. Die Neuerungen seien das Werk eines weitblickenden politischen Führers. Junge, bereits erprobte Kräfte seien zur Leitung der öffentlichen Angelegenheiten berufen worden. Die nationalsozialistische Revolution, die Kraft der deutschen Wiedergeburt, festige und vergrößere ihre Macht. All dieses lasse die lächerlichen Hoffnungen des Antifaschismus, der von Träumereien, Irrealitäten und falschen Prophezeiungen lebe, zusammenbrechen, während die machtvolle Linie des neuen Europas aufstrebe. — Der „Corriere della Sera" schreibt, durch hie logische „Wacheablösung" wollte der Führer des nationalsozialistischen Deutschlands den einheitlichen und totalitären Charakter seines Regimes verstärkt zum Ausdruck bringen, womit er die begeisterte Zustimmung des italienischen Volkes finde. In der heutigen Lage Europas sei es Aufgabe der jungen Völker, sich so zu organisieren, daß sie jedem Versuch einer Bedrückung, einer Erdrosselung widerstehen und sich mit der ganzen Eigenart ihres nationalen Geistes behaupten können. Die „G a z z e 11 a del Popolo" stellt fest, daß die gewaltige Macht des Nationalsozialismus noch weiter an Festigkeit gewonnen habe. „Als Italiener und Faschisten können wir uns nur darüber freuen und die besten Aussichten für die gemeinsame Sache der Achse Rom—Berlin ableiten." Namen wie Göring, von Ribbentrop und Neurath könnten diesen Eindruck nur noch verstärken. Göring fei als hochgestellter Mitarbeiter des Führers zu noch größeren Aufgaben auf dem Gebiete der nationalen Verteidigung berufen worden. Von Ribbentrop habe- im unmittelbaren Auftrag des Führers immer wachsam und treu seinem Lande schon so manchen wertvollen Dienst erwiesen. Die Berufung von Neuraths zum Präsidenten des Geheimen Kabinettsrats zeige, wie sehr _ber Führer seinen Rat und seine Erfahrung schätze. „Mit nicht geringerer Sympathie und Dankbarkeit", so schließt das Blatt, „wollen wir uns auf das Werk des Herrn von H a f f e 11 besinnen, der in Italien eine sehr nützliche und erfolgreiche Mission erfüllt hat. Sie läßt eine tiefe Spur in den deutsch-italienischen Beziehungen zurück." Wiener preffestimmen. Gymnasiums in München trat er 1898 beim 1. barje- rischen Pionierbataillon als Fahnenjunker ein, in welchem er 1900 zum Leutnant und 1908 zum Oberleutnant befördert wurde. Nach einer Kommandierung zur Kriegsakademie erhielt er 1913 die Beförderung zum Hauptmann. Im Krieg erfolgte feine Verwendung in verschiedenen Stellen des General- stades. Er wurde als Major in die Reichswehr übernommen. Am 1. April 1923 wurde er Korn- manbeur des 3. Bataillons des 19. bayerischen Infanterieregiments. in Kempten, das er bis zum yek >>" y Lhei HVr Flakart'l ^a ,? 1883 geb«» jjert 3m MMru Am Hauptmann .Ministmum Der ,L war er Mac ? Mde dann an , Eeneralstab der Merieregiment u Miesührers VII Ä würbe er Ober ab des Gruppen-Ki .1. Dezember 1931 ) Generalmajor ta1 "iie Lustwaffe imt Merie. In dieser (5 übernommen. * ÄS n Schobert, VII. Ameekorps großer Erfolg! Ministerpräsident 0Öring als Schirmherr der Kvnst. ^eichswehrmmisterium als Leiter der Heeresaus- jMungsabteclung versetzt wurde. Nachdem er am ^.Februar 1930 zum Kommandeur der Jnfanterie- Der italienische Regierungschef empfing den Reichsbeamtenführer Hermann R e e f zur Entgegennahme der künstlerisch ausgeführten Urkunde über die von der deutschen Beamtenschaft für italienische Beamte gestifteten 10 0 Studienfreiplätze an deutschen Verwaltungsakademien. Mussolini zeigte sich an den deutschen Beamten- Organisationsverhältnissen sowie an den deutschen Verwaltungsakademien lebhaft interessiert. Im 78. Lebensjahr ist in München General her Infanterie a. D. Dr. h. c. Maximilian Graf Montgelas gestorben. Im Anschluß an eine ehrenvolle militärische Laufbahn — im Weltkrieg rückte' er als Generalleutnant und Kommandeur der 4. Bayerischen Division ins Feld — widmete er sich nach dem Kriege der Erforschung der Kriegsursachen. Glanzvoller preffeball 1938. In den mit erlesenem Geschick hergerichteten Festsälen des Berliner Zoo vereinigten sich nahezu alle führenden Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens mit den Männern der Feder zum Presse - ball 19 38. Im Marmorsaal begrüßte der Leiter des Reichsoerbandes der deutschen Presse, SA.-Ober- itoebler, IV. Armeekorps schule in Dresden ernannt wurde, wurde er am !^ouember 1930 Generalmajor und am 1. Oktober 1932 Generalleutnant. Mit dem 1. Oktober 1933 er zum Kommandierenden General des IV. Armeekorps in Dresden ernannt. General der Flakartillerie Rüdel. Der im Zuge der Neugliederung im Bereich der Luftwaffe zum Chef der Luftwehr ernannte General der Flakartillerie Rüdel wurde am 15. November 1883 geboren. 1904 wurde er Leutnant 'm 3. Feldartillerieregiment in München und später zur Militärtechnischen Akademie in Berlin kom- herbst 1924 führte. Wahrend dieser Zeit wurde er zuin Oberstleutnant befördert. Er kam dann wieder ■ n den Generalstab nach München, von wo er am Zwischen krank und gesund gibt es einen Zustand der Schwäche und Erschöpfung, der keine rechte Lebensfreude aufkommen läßt. Appetitlosigkeit, blasses Aussehen und Ermüdbarkeit sind die deutlichen Merkmale. Erwachsene und Kinder sollten bei diesen Erscheinungen Biofetrin nehmen, welches eine vorzügliche Wirkung auf den Allgemeinzustand hat. Bioferrin enthält sämtliche Nährstoffe des Blutes. Es ist in allen Apotheken zu haben. XeTX /a \ BAYER) \ E / XR V Generalleutnant Kühl, Generalinspekteur der Luftwaffe. von 200 Mark nicht übersteigen, bleibt die Be- wertüngsfreiheit ohne Rücksicht auf den Zeitpunkt der Bestellung bestehen. Bon besonderer grundsätzlicher Bedeutung ist der rassische Ausbau unseres Steuerrechts. Steuervergünstigungen, die für Kinder bestehen, finden keine Anwendung mehr au f K i n • der, die Juden im Sinne der Nürnberger G e fetze sind. Es wird also insbesondere für Kinder, die Juden sind, Kinderermäßigungen nicht mehr g währt. Dies gilt nicht Nur für die Einkommensteuer, sondern analog auch für die Lohnsteuer. Ferner ist eine Erneueruna der Vorauszahlungen erfolgt. Die Aenderung der Vorauszahlungshöhe bei der Einkommensteuer ist von nun an nicht mehr abhängig von der Aenderung des Einkommens, sondern von der Aenderung der Einkommen st euer. Diese Regelung hat sich als zweckmäßiger erwiesen, weil sich ja die Steuer auch ändern kann, ohne daß das Einkommen sich ändert, insbesondere durch Familienzuwachs. Endlich sei noch die soziale Besteuerung der niedrigsten Löhne hervorgehoben, die durch eine Anpassung an die unterste Stufe der Einkommensteuertabelle erreicht wird. Bisher betrug die unterste Lohnstufe der Lohnsteuertabelle 80,08 Mark bis 91 Mark Monatslohn, sie beträgt jetzt „mehr als 84,50 b i s 91 M a r k", so daß nunmehr der mönatliche Arbeitslohn bis 84,50 Mart «löhn st euer frei ist. manbiert. Im Weltkrieg wurde er am 8. November 1914 zum Hauptmann befördert und im bayerischen Kriegsministerium verwandt. Nach Beendigung des Krieges war er zunächst im Reichswehrministerium -ätig, wurde dann am 1. April 1923 als Major in Jen Generalstab der 7. Division versetzt, dann im '.Artillerieregiment und anschließend im Stab des llrtilleriesührers VII verwandt. Am 1. Februar .929 wurde er Oberstleutnant und kam in den fetal) des Gruppen-Kommandos 2 in Kassel, wo er :m 1. Dezember 1931 zum Oberst befördert wurde, llls Generalmajor kam er dann im Dezember 1935 m die Luftwaffe und wurde Inspekteur der Flük- crtUIerie. In dieser Stellung wurde er am 1. April 1936 zum Generalleutnant befördert. 189« (k Aenderung des Einkommensteuergesetzes Berücksichtigung der veränderten Wirtschastöverhältniffe. Raffenpoliüsche Maßnahmen. Nachfolger des abgestürzten Generalleutnants Wever wurde er dann am 12. Juni 1936 Chef des Generalstabes der Luftwaffe. Am 1. Juni 1937 wurde er unter Beförderung zum General der Flieger anstelle des Generals der Flieger Wachenfeld zum Kommandierenden General und Befehlshaber im Luftkreis III in Dresden ernannt. General Felmy. Der zum Kommandierenden General und B e - fehl s h a b er der Luftwaffengruppe 2 kn Braunschweig ernannte General der Flieger Hellmuth Felmy wurde im Jahre 1904 Leut- Hauptmann. Im Felde wurde er als Flieger und in Generalstabsstellen verwandt. Nach dem Kriege war er im Generalstab der 5. Division und dann in der Heeresabteilung des Reichswehrministeriums. Als Major mit Patent vom 1. Januar 1927 kam er zum Stab des Infanterie-Führers V. Am 1. Februar 1931 kam er als Oberstleutnant in das Reichswehrministerium zurück und wurde dann Chef des Stabes der Inspektion der Waffenschulen. Am 1. Oktober 1933 zum Oberst befördert, wurde er Kommandeur des Jnfant.-Regts. 17 in Braunschweig. Im September 1935 wurde er vertretungsweise Befehlshaber im Luftkreis V. General Sperrte. Der General der Flieger, Hugo Sperrte, bisher Kommandierender General und Befehlshaber im Lustkreis 5, der zum Kommandierenden General und Befehlshaber der Luft- waffen-Gruppe 3 (Süd) in München Honolulu stationierte, aus 15 Langstrecken-Bombenflugzeugen bestehende Geschwader nach der bisher noch unbefestigten Insel Guam zu senden. Das Geschwader soll dort vorläufig mindestens ein Jahr bleiben. Nach der Gewährung der vollen Unabhängigkeit an die Philippinen würde somit die 1728 Meilen östlich von Manila gelegene Insel Guam der westlichste amerikanische Vorposten im Stillen Ozean sein. Guam, die Hauptinsel der Marianen, war bis 1898 spanisch und seitdem amerikanische Marinestation, sie zählt 20 000 Einwohner. Japan kautkeme43üü0-Tonnen-Schiffe Tokio wünscht Lösung der Flottenfrage nach dem Prinzip der Nichtbedrohung. Tokio, 7. Febr. (DNB. Funkspruch.) Nach einer Erklärung des Sprechers des' japanischen Außenamtes sieht Japan in der Flottenfrage das Grundprinzip der Rüstungsbegrenzung in der Tatsache der Nichtbedrohung und des Nichtangriffes. Japan fei bereit, von diesem Standpunkt aus jeden Vorschlag zu erwägen. Entgegen den vielfachen ausländischen Meldungen, nach denen Japan den Bau von größeren Schlachtschiffen beabsichtige, liege gegenwärtig fein Plan zum Bau von Schlachtschiffen von 4 3 000 Tonnen vor. Das japanische Volk habe vielmehr den Eindruck, daß andere Seemächte bereits mit der Ausrüstung begonnen haben, nachdem England sein Bauprogramm mit einem riesigen Kostenaufwand 1937 eröffnet habe. Desgleichen habe Amerika dem Kongreß einen Bauplan vorgelegt, der u m 2 0 v. H. höher sei als die im Dreimächte-Vertrag festgelegte Begrenzung. Falls der Kongreß dem vorgelegten Plan zustimme, müsse man annehmen, daß die Vereinigten Staaten der britischen Initiative in der Seeaufrüstung folgen werden. Abschließend erklärte der Sprecher, daß er im Hinblick auf aruppenführer Hauptmann a. D. Weiß, die Ehrengäste: Reichsminister, Reichsleiter, Staatsekretäre und Gauleiter, Diplomaten, Vertreter der Wehrmacht, der Wirtschaft, Wissenschaft und der Schönen Künste, beinahe alle bekannten Künstlerinnen und Künstler von Bühne und Film. Den Auftakt zu dem Reigen der Darbietungen gab Georg Alexander mit einem humorvoll-sinnigen Die Vegrenzung der Schlachlschiff-Tonnage Englisch-amerikanische Anfrage in Tokio. hat ein Gesetz zur Aenderung des Einkommen- i teuergesetzes verabschiedet, das mehrere wesentliche i llenderungen bringt. Zunächst erfolgt eine Ein- chränkung d e s K i r ch e n st e u e r a b z u g e s : vom einkommensteuerpflichtigen Einkommen. Während bisher die Kirchensteuern unbeschränkt abgesetzt werden konnten, darf der Abzug nunmehr 2 o. H. 1 des Gesamtbetrages d e r Einkünfte (nach Ausgleich mit Verlusten) nichtmehrüber- teigen. Diese Aenderung ist erfolgt, weil gewisse Kirchengemeinden besonders erhöhte Kirchensteuern erhoben und den Ertrag für ihre kirchlichen W o h l f ah r t s e i n r i ch tun g e n verwendeten, so daß nach der alten Regelung gewissermaßen das Reich diesen Aufwand tragen mußte. Weiter ist hervorzuheben die Wiedereinführung des Verlu st vor träges. Als ein Aequivalent für die schon längere Zeit angekündigte Beseitigung der Bewertungsfreiheit bei kurzlebigen Gütern des Anlagevermögens wird es buchführenden Land- und Forstwirten sowie Gewerbetreibenden, die Bücher nach den Vorschriften des Handelsgesetzes führen, gestattet, wiederum die in den beiden vorangegangenen Wirtschaftsjahren entstandenen Verluste abzusetzen, wie es bis 1934 schon der Fall war. Während aber alle übrigen Neuerungen bereits bei der Veranlagung für das Kalenderjahr 1937 anzuwenden sind, wird der Verlustvortrag erst- ,alig bei der Veranlagung für das Kalenderjahr 1938 ermöglicht. Für Wirtschaftsgüter des Anlage-1 vermögens, deren Anschaffung die Herstellungskosten I nant im Infanterie-Regiment 61 in Thorn, wurde dann ......... - Generalmajor Bodenschatz, Chef des Ministeramtes im Reichsluftfahrtminlsterium. General Kesselring. Der zum kommandierenden General und Befehlshaber der Luftwaffengruppe 1 in Berlin ernannte General der F^ger A l b e rt Kesselring wurde 1885 geboren 1906 murte er Leutnant im Bayerischen Fuß-Artillerie- Regk.2 in Metz. Im Kriege wurde er Hauptmann und stand [giir besonderen Verwendung des Generalkommanoos Der deutsche Geschäftsträger in London Dr. DW-MUMZ ' 9!MU Vn VH8// Vni andren* e "tfdjen R-ichsand-hön-i-n^-l-amtlicher ^rteVut eTe i(Uns' zum Ausdruck. . London, 5. Febr. (DNB.) In London wird amtlich mitgeteilt, daß der englische und amerikanische Botschafter in Tokio „Vorstellungen" in der Frage der Begrenzung der Tonnage der Schlachtschiffe auf 35 000 Tonnen erhoben haben. Die beiden Botschafter haben gleichlautende Noten der Regierungen überreicht. In der Note, die der britische Botschafter in Tokio überreicht hat, erinnert England zunächst daran, daß es durch den Flottenvertrag von 1936 am Bau von Grohkampfschiffen mit mehr als 35 000 Tonnen gehindert werde Doch gebe der Vertrag das Recht einer Abweichung, wenn eine nicht gebundene Macht Bauten ausführe, die über die Dertragsgrenzen hinausgehen. Die britische Regierung erachte es als notwendig, von den Abänderungsklauseln Gebrauchzumachen, wenn die japanische Regierung vor dem 1. Januar 1943 em Schiff auf Stapel lege, das nicht mit den Begrenzungen übereinstimme, ohne die britische Regierung vorher zu unterrichten. Die britische Note verlangt eine Antwort bis spätestens 20. Februar. Sollte bis dahin keine aber eine unbefriedigende Antwort ein- gegangen sein, so werde die britische Regierung gezwungen sein anzunehmen, „daß die japanische Regierung entweder Schiffe baut oder erwirbt oder den Bau von Schiffen genehmigt hat, die nicht den erwähnten Begrenzungen entsprechen". Die britische Regierung wäre daher gezwungen, m Konsultation mit den anderen Flottenmächten ihre v o l l e H a n d- lungsfreiheit wieder zurückzunehmen. Falls jedoch Japan bereits Schiffe im Bau habe die den Vertragsbegrenzungen nicht entsprechen, so schlagt England Besprechungen vor falls die japanische Regierung zu einer gewissen Begrenzung für die Zukunft bereit fei. Eine solche Beratung müßte mit dem 1. April abgeschlossen fein. Neuer Flugzeug-Stützpunkt der USA. im Stillen Ozean. Honolulu, 6. Febr. (DNB.) Das Mariniemini- sterium der Vereinigten Staaten beabsichtigt, das in ernannt wurde, trat als gebürtiger Württemberger als Fahnenjunker in das Württemberglsche Infanterie-Regiment 126 in Straßburg i. E. cm. Seit Herbst 1913 zur Kriegsakademie kommandiert, wurde Sperrte bei Kriegsausbruch als Oberleutnant und Flugzeugbeobachter zunächst zur Feldfliegerabteilung 4 versetzt. Im Herbst 1914 zum Hauptmann befördert, übernahm er ein Jahr spater die Führung der Feldfliegerabteilung 42. Nach Wiederherstellung von einem Absturz übernahm Sperrte im Sommer 1916 wieder die Führung der Feldfliegerabteilung 60 und dann der Fliegeradteilung (A) 249. Nach vorübergehender Versetzung zum Armeeoberkommando der VII. Armee als @ruppen= führer der Flieger und einem Kommando als Kommandeur der Beobachterschule Köln wurde Sperrte Kommandeur der Flieger der'VII. Armee Auch nach dem Kriege blieb Sperrte seiner Waffe treu. 1926 wurde er in die Heeresorganisationsabteilung des Reichswehrministeriums berufen. Dann kehrte er als Frontoffizier zur Infanterie zuruck, übernahm 1929 als Kommandeur das III. Bataillon des Infanterie-Regiments 14, tarn 1931 als Oberleutnant zum Stabe'des Infanterie-Regiments 8 nach Frankfurt a. d. O., dessen Kommandeur er wurde, nachdem er 1933 zum Oberst befördert worden war. Von dort aus erfolgte im Oktober Weber tritt Sperrles zur neu geschaffenen Luftwaffe, wo er mit 1. Oktober des gleichen Jahres unter-Be or- derung zum Generalmajor Befehlshaber im Luftkreis 5 in München wurde. Im April 1937 wurde er Generalleutnant und Kommandierender General im Luftkreis, am 1. November 1937 General der Flieger. Kleine politische Nachrichten. Ministerialdirektor z. D. Dr. W°-sü°ng P ° h - >st i> ?;?, ’j.K'M »W* Dr Sch-che °°m Preußstch-n Fmonzmm.stenum Prolog. Prinz Karneval zog mit seiner Drinzen- garöc und seinen Gästen in den Marmorsaal ein. In bunten Reihen folgten das Staatsopernballett, die Scala-Girls und zahlreiche Stars von Buhne Und Film. Tänzerische Glanzleistungen von La Jana und Paal Roschberg, der Geschwister Höpfner, der italienischen Tricktänzer Al und Val R e n o sowie die Tanzparodien von Iva K 1t- chell lösten Beifallsstürme aus. Eine besondere Note erhielt der Ball durch den Einsatz der Fernsehtechnik. Zum erstenmal wurde der Versuch gemacht, in geschlossenen Räumen die künstlerischen Darbietungen auf der Bühne des Marmorsaales in den Kaisersaal ferntechnisch zu übertragen. Dieser Versuch ist voll gelungen. Die deutsche Fernsehtechnik hat damit den Beweis erbracht, daß sie in der Welt an erster Stelle steht. Der Presseball 1938 war • Ministerpräsident Generalfeldmarschall G ö r i n g eröffnete in der Preußischen Akademie der Künste die unter seiner Schirmherrschaft stehende Ausstel- lung der Werke von Frau Paraskewe Beres» Eine und Professor Werner P einer. Reichser- ziehungsminister R u st nahm die Eröffnung zum Anlaß für einige grundsätzliche Bemerkungen über die nationalsozialistische Auffassung vom künstlerischen Schaffen. Ministerpräsident Göring legte in seiner Ansprache ein starkes Bekenntnis zu den Werken der beiden Künstler ab. Er sei ergriffen gewesen von der Schönheit ihrer Bilder und habe sich verpflichtet gefühlt, diese Schönheit auch der breiten Oefsentlichkeit zugänglich zu machen. Der Ministerpräsident teilte mit, daß er Prof. Peiner die Leitung der „Hermann-Göring-Meisterschule" übertragen habe und erklärte abschließend: „Ich weiß, daß die deutschen Künstler und Künstlerinnen sich heute wieder glücklich fühlen. Sie werden vom ganzen Volke geachtet, und wir alle sind ^ebenso glücklich, wieder große Künstler, Maler, Bildhauer und Architekten zu besitzen. Es ist eine innere Verpflichtung der führenden Männer, dem Führer zu folgen, der sich fast läglich einsetzt für die deutsche Kunst und für den deutschen Künstler. Das hat auch Niich bewogen, diese Ausstellung unter meinen Schutz zu nehmen und den beiden Künstlern meinen Dank abzustatten für das Wunderbare und Schöne, das sie uns gegeben haben." Mit diesen Worten erklärte der Ministerpräsident die „Ausstellung zweier wahrer Künstler" für eröffnet. 3 Sichel III. bayrischen Armeekorps. Nach dem Dir er Batteriechef im bayrischen 7. Artlllene°Reg. urb stand später bei der Heeresausblldungsabt lung des Reichswehrministerlums Am 1525 wurde er Major im Stab der fteeresleitung Jrb kam dann ins Wehramt Am 1. Februar - nirbe er Oberstleutnant im Heerespersonalamt mw öirbe darauf Abteilungskommandeur nn 4 - Miment in Dresden. Am 1. Oktober 1932 er-folgte ene Beförderung zum Oberst. Er war ’ 'er Organisierung der Fliegerei tätig und * | Hi Generalmajor in die Fliegertruppe wo er Eyes I Derwaltungsamts im Reichsluftfa) - Um wurde. In dieser Stellung rourbe er am i.April 1936 Generalleutnant der Luftwaffe. ishaber W inte bishenge^.^ die Vorschläge der britischen und amerikanischen Negierung in ihren Noten vom 5. Februar von weiteren Kommentaren absehen wolle. Aus japanischen Marinekreisen verlautet, daß das Vorgehen der genannten drei Mächte deshalb zu bedauern sei, da es offensichtlich nur beabsichtige. Bauzeit für den Kanal etwa 10 Jahre beanspruchen. Der demokratische Abgeordnete Eduard Jzac- Kalifornien hat bereits eine Vorlage für den Ka nalbau eingebracht. Nach seinen Berechnungen würden sich die Kosten für den Bau auf 300 Million nen Dollar (also 750 Millionen Reichsmark) stellen. angebliche japanische Geheimrüstungen als Vorwand für die eigene Aufrüstung zu nehmen. Kreise des Außenministeriums betonen, daß Japän an keiner! ei Verträge gebunden und deshalb auch nicht verpflichtet fei, die Vor- Äaijonaispanjfcher Durchbruch an der Temel-Front. von wo aus die Bolschewisten die wichtige Verbin- Sinne vorschlagen, daß der Grundsatz „Kein Angriff und keine Bedrohung" der Verwirklichung entgegengeführt werden könne. Auf Fälle werde Japan nicht bereit sein, Vorschläge zuerkennen, die praktisch eine Wiederholung Tatbestände darstellten, die zur Kündigung Washingtoner Vertrages führten. Der na- Unseren im Ab- dungswege -von Saragossa und Teruel bedrohten, umgangen und der Gegner nach Osten abgedrängt. Aus gefundenen Dokumenten geht hervor, daß die Bolschewisten in den letzten Tagen drei Divisionen Verstärkung an die Alfambra- Front geworfen, somit also alle verfügbaren Reserven vergeblich eingesetzt hatten. Unsere Truppen drangen in einer Tiefe von zehn Kilometer vor. Der Feind hatte große Verluste, bei dem Angriff einer unserer Formationen allein über tausend Tote. Der nationalspamsche Kriegsberichterstatter meldet ergänzend: Nach Artillerievorbereitung gingen Tanks und Infanterie zum Angriff zwischen Selada und Valle Alfambra vor. Nachdem der Gegner in den ersten Stunden starken Widerstand geleistet hatte, mußte er sich am alle ander des dahin geklärt, daß Japan volle Handlungsfreiheit habe und sich deshalb auch nicht einem Druck dritter Mächte unterwerfen werde. Japan halte seine bisherigen Vorschläge auf gleichmäßige ober st e Tonnagegrenze aufrecht, es lehne jedoch jede unterschiedliche Behandlung im Flottenbau ab. Der Schritt der drei Botschafter wird als befremdend San S e b a st i a n , 6. Febr. (DNB.) tional-spanische Heeresbericht meldet: Truppen gelang es, die feindliche Front schlage der drei Mächte anzunehmen oder eine befristete Antwort zu erteilen. Trotzdem werde Japan antworten, um die durch die Aufrüstung der drei Mächte veränderte internationale schnitt von Alfambra (nördlich von Teruel) an Lage eindeutig klarzulegen. Die gesamte japanische verschiedenen Punkten zu durchstoßen, nachdem Presse bespricht eingehend die Weltlage. Diese sei bcr Widerstand der Bolschewisten gebrochen war. durch die Kündigung des Washingtoner Vertrages -- - - — • • bezeichnet, weil Japan schon auf der Londoner > Nachmittag fluchtartig zurückziehen und seine Flottenkonferenz 1936 Vorschläge gemacht habe, die Stellungen aufgeben. Insgesamt wurden 16 Dörfer unter der Voraussetzung der Gleich- sowie 40 seit Kriegsausbruch von den Roten besetzte b e r e ch t i g u n g eine positive Abrüstung an- und stark befestigte Stellungen erobert. Durch diese geregt hätten. Wahrscheinlich werde Japan, so wird Operation sind die P a l o'm e r a - B e r g e, weiter erklärt, von neuem eine Abrüstung in dem roo QU5 die Bolschewisten die wichtige V Baut Amerika einen Aicaragua-Kana!? „Die notwendige Ergänzung zum Panama-Kanal." Die Stärke des Feindes wurde auf 60 000 Mann geschätzt, wovon fast ein Drittel gefangen genommen oder verwundet wurde oder zu den Nationalen überlief. Nationale Kavallerie drang weiter vor und besetzte P e r a l e s zehn Kilometer von Alfambra entfernt. Am Sonntag versuchten die Bolschewisten einen Gegenangriff. Die Franco-Truppen ließen Washington, 7. Febr. (DNB. Funkspruch.) Das Flottenbauprogramm sowie die Erklärungen des amerikanischen Flottenchefs, daß die Kriegsflotte der Vereinigten Staaten nicht in der Lage fei, die Küsten des Atlantischen und des Stillen Ozeans gleichzeitig zu verteidigen, haben, wie „Associated Preß" meldet, das Interesse für den Bau des Nicaragua-Kanals stark erhöht. Offiziere der Armee und der Marine haben geäußert, daß der Nicaragua-Kanal als Ergänzung zum Panamakanal durchaus notwendig sei, um eine rasche Verlegung der amerikanischen Kriegsflotte von einem Ozean in den anderen durchführen zu können. Ferner sprachen auch Gründe wirtschaftlicher Art für die Durchführung des Baues. Der Vorsitzende der Kommission, die von dem Kongreß vor einiger Zeit ermächtigt wurde, die Frage dieses Kanalbaues zu prüfen, erklärte, daß der Bau die Sicherheit der Vereinigten Staaten wesentlich erhöhen werde. Der Bau werde bei einer Länge von 184 Meilen rund 722 Millionen Dollar (also rund 1,7 Milliarden Reichsmark) kosten. Nach seinen Schätzungen dürften die Vorverhandlungen etwa 5 Jahre, die reine die Roten zunächst herankommen und schlugen sie dann vernichtend. Beim Nachstoß in drei verschiedenen Richtungen konnten die Nationalen zahlreiche Dörfer besetzen. Bei der Verfolgung der in regelloser Flucht durch das Alfambra-Tal zurückflutenden Bolschewiften-Haufen, an der sich erstmalig und mit starkem Erfolg auch die von General Mo- nasterio befehligte nationalspanische Kavallerie beteiligte, wurden wiederum 600 Gefangene gemacht. Unter den mehr als 3000 Bolschewisten, die während der letzten Tage ergriffen worden sind, befinden sich zahlreiche Oberhäuptlinge und politische Funktionäre. Aus aller Welt. Italienische Skudienkommission in Frankfurt. Eine italienische Studienkammission unter Führung von Comm. Amigare de Ambris, die sich auf einer Deutschlandreife befindet, traf zum Besuch der Gaubetriebsgemeinschaft Eisen und Metall in Frankfurt ein. Gauleiter Reichsstatthalter Sprenger hieß die Gäste willkommen. Bei der großen Geistesverwandtschaft zwischen der Faschistischen Partei und der NSDAP, sei es selbstverständlich, daß wir versuchen, uns immer näher kennen zu lernen und von einander zu lernen, so solle das allezeit bleiben. Der Gauleiter schloß mit einem Gruß an den König von Italien und an den Duce. Commendatore de Ambris dankte für die große Sympathie, die ihnen die deutschen Kameraden bei ihren Besuchen in den verschiedenen Städten entgegengebracht haben. Im Anschluß an den Empfang besichtigten die Gäste einen Großbetrieb. .Gynäkologen-Tagung in Frankfurt. Die Mittelrheinische Gefells chu ft für Geburtshilfe und Gynäkologie veranstaltet in Frankfurt ihre 100. wistenschaftliche Sitzung. Der Vorsitzende, Professor Seitz, gab einen Rückblick auf die Tätigkeit der Gesellschaft in den 35 Jahren ihres Bestehens. Zu Ehrenmitgliedern wurden ernannt: Geheimrat Kehrer (Marburg), Professor August Mayer (Tübingen) und Professor Dr. von B o t h (Kassel). Das erste Referat vor Dr. Anselmino (Elberfeld) beschäftigte sich mit der hormonalen Steuerung der Brustdrüsentätigkeit. Professor Dr. von Jaschke (Gießen) behandelte die Bekämpfung der Stillschwierigkeiten. Er ging davon aus, daß das Selbst- stillen der beste Schutz für den Säugling gegen alle Gefahren fei. In einer Zeit, in der von Partei und Staat die Geburtenfreudigkeit in jeder Weife gefördert.werde, fei es Pflicht des Arztes, alles zu tun, um die Aufzucht des jungen Lebens sicherzustellen. Dazu gehöre in erster Linie das Selbst- stillen. In vielen Fällen könnten die Schwierigkeiten durch eine richtige Behandlung behoben werden. Voraussetzung für eine richtige Milchbehandlung sei eine drei- bis viermalige tägliche Entleerung der Brust, lieber die kinderärztlichen Gesichtspunkte bei der Durchführung der Stillung sprach Professor de Rudder (Frankfurt). Auch er betonte die Notwendigkeit des Selbststillens für das Kind und empfahl, bei Mangel an genügender Milch nach Möglichkeit keine Zusatznahrung zu geben, sondern das Kind mehrmals anzulegen. Neuer Direktor der Hebammenlehranftalk und Frauenklinik in Mainz. NSG. Der Reichsstatthalter in Hessen hat nach der Ruhestandsoersetzung des seitherigen Direktors der Hebammenlehranstalt und Frauenklinik in Mainz, Prof. Dr. Wehefritz aus Göttingen mit der Leitung der Klinik beauftragt Prof. Dr. Wshe- fritz war seither erster Oberarzt der Universitäts- frauenklinik in Göttingen. Auch an der Organisation der Krebsbekämpfung war Prof. Wehefritz in seiner seitherigen Stellung mit Erfolg beteiligt. Buntes Allerlei. Kleine Stere - große Leistung. Um die wahren Athleten auf dieser Welt ausfindig zu machen, müssen wir in das Jnsektenreich hinabsteigen. Der Maikäfer zum Beispiel kann neunhundertmal fein eigenes Gewicht heben. Auf menschliche Verhältnisse übertragen würde das bedeuten, daß ein Mann gegen 1500 Zentner heben könnte! Aber auch andere Insekten, die Bienen, die Ameisen zum Beispiel erreichen ähnliche Rekordleistungen. In bezug auf andere körperliche Fähigkeiten, wie etwa gewisse Sinnesempfindungen, ist der Mensch dem Tier gegenüber noch weiter benachteiligt. Ein winziges Stückchen Futter, das wir kaum wahrnehmen würden, wenn es dicht vor unseren Füßen liegt, erspähen viele Vögel aus Hunderten von Meter Entfernung. Das Chamäleon kann sogar seine beiden Augen unabhängig voneinander be« wegen und nach zwei verschiedenen Richtungen zugleich blicken. Noch verschwenderischer ist die Spinne von der Natur ausgeftattet worden, denn die. mej. ften Arten haben acht Augen, um, wenn sie re. ’ gungslos in der Mitte ihres Netzes fitzt, die ah. nungslos heranschwirrende Beute schon von weitem beobachten zu können. Wir können mit Recht stolz auf die gewaltigen Bauwerke, die menschliche Kunst aufgetürmt hat. ; Und doch find auch die höchsten Gebäude nur winzig gegen einen Ameisenhaufen. Im Verhältnis zur eigenen Größe ist ein Termitenhaufen etwa fünfzig, mal so groß wie der höchste Neuyorker Wolken, kratzer. Aber auch die schnellsten Flugzeuge scheinen | langsam, wenn wir an manche Vögel denken. Die Mauerschwalbe zum. Beispiel fliegt mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 350 Kilometer in der Stunde. EinGerrä devonKonrcdMhinLondoi, Die nicht sehr reiche Abteilung der deutschen’ ;j Kunst in der Londoner Nationalgalerie hat eine wertvolle Bereicherung erfahren durch eine 43 :45 Zentimeter messende Darstellung des hl. Johannes auf Patmos von dem oberdeutschen Maler Kon- rat) Witz, der in der ersten Hälfte des 15.Jahr- . Hunderts lebte. Das Bild ist der Galerie aus dem Nachlaß von W. B. Chambertin vermacht worden, j Zwei neue Leihgaben, ein hervorragendes Selbst- > bildnis von Degas aus feinen jungen Jahren und eine Darstellung der Jungfrau im Tempel ;i von Giovanni di Paolo von 1540, erregen j gleichfalls besonderes Interesse. Wetterbericht Das zentraleuropäische Hochdruckgebiet hat sich verstärkt und seinen Einflußbereich noch erweitert. In unserem Gebiet konnte sich heitere Witterung ; nur in kleineren Teilbezirken durchsetzen, so daß überwiegend mit Nebel bzw. mit Hochnebel gerechnet werden muß. Mit der lebhaften östlichen Strömung kann aber eine größere Ausdehnung der Wetterbesserung erwartet werden. Aussichten für Dienstag: Neigung zu j Nebel und Hochnebelbildung nachlassend, vielfach ' heiteres Weiter, nachts leichter Frost, mittags mild, meist östliche Winde. Aussichten für Mittwoch: Im wesent- I liehen freundliches Wetter. Lufttemperaturen am 6. Februar:, mittags 2,2 I Grad Celsius, abends 1,4 Grad; am 7. Februar: “ morgens 1,4 Grad. Maximum 4,5 Grad, Minimum ? heute nacht 0,9 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 6. Februar: abends 3,2 Grad; am 7. Fe- $ bruar: morgens 2,7 Grad Celsius. Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum- schein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt bet Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. I. 38: 11 000. Druck und Verlag: Brühlfche Nniverfitätsdruckerei R. Lange, K -G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzeloerkaufs- preis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig. Nach einem arbeitsreichen Leben verschied am Samstag, 5. Februar, nachmittags 4’/2 Uhr, nach langem, mit großer Geduld ertragenem schweren Leiden meine geliebte Frau, unsere treusorgende, gute Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwester, Schwägerin u. Tante Frau Emma Henkel, geb. Schäfer im 65. Lebensjahre. Im Namen der tiefbetrübten Hinterbliebenen: Heinrich Henkel, Metzgermeister. Gießen (Seltersweg 61 I), den 7. Februar 1938. Die Trauerfeierlichkeit findet am Mittwoch, dem 9. Februar, nachmittags 2 Uhr, in der Kapelle des Neuen Friedhofes statt. _______________________________________________________________________________________803» Nutz(wert)holzversteigerzi ng Donnerstag, den 10. Februar 1938, wird in den Forstorten Steinrütsche, Raubschloß, Mittelberg, Hölzchen und Langeseif des Stadtwaldes nachstehendes Wertholz versteigert: 807D Eiche-Abschnitte, Güteklasse A: 2. Kl. 1 Stück = 0,31, 3. Kl. 10 Stück = 7,96, 4. Kl. 4 Stück = 5,2 fm. kieferN'Abschnitte, Güteklasse A: Kl. 2b 2 Stück = 0,90, Kl. 3a 40 Stück = 22,35, Kl. 3b 34 Stück = 23,24, Kl. 4a 10 Stück = 11,61 fm. kiefern- Sfämme, Güteklasse B: Kl. 2a 1 Stück = 0,81, Kl. 2b 22 Stück 20,34, Kl. 3a 36 Stück = 39,15, Kl. 3b 7 Stück = 10,12, Kl. 4a 1 Stück = 2,26 fm. Fichte- Abschnitte, Güteklasse A: Kl. 2b 1 Stück = 0,29, Kl. 3a 4 Stück = 3,20, Kl. 4a 1 Stück = 1,26 fm. Sämtliches Wertholz wird vorgezeigt. Zusammenkunft vormittags 10.30 Uhr am Schwimntbad. Nähere Auskunft erteilen Revierförster Ritter und die unterzeichnete Stelle. Grünberg (Hessen), den 5. Februar 1938. Der Bürgermeister. I. V.: Alba ch. Sehr gut erhalt, toewip zu verkaufen. «545 Steinstrasiel2»l Vornehm I Geschmackvoll I Persönlich I Diese wesentlichen Eigenschaften der guten Familien- Drucksache bietet Ihnen In zahlreichen neuzeitlichen Ausführungsarten und Papieren zu mäßigen Preisen Brühl'sche Druckerei. Schulstr. 7, Ruf 2251 Wir suchen an allen Plätzen zum Ausbau unserer Organisation Hauptvertreier die die Befähigung besitzen, Berficherungen (alle Sparren) abzuschließen, wobei auch Verträge mit Industrie, Handels- und Gewerbekreisen zur Verfügung stehen. Die Werbung wird durch Sachbearbeiter unterstützt. Bei Eignung sind feste Bezüge, sowie die Ueber- tragung des Inkassos vorgesehen. 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Velgier-Stulsolsien od. zweijähriger Olöenöurger Wollam zu verkaufen. 8orv Brückmann, Birklar bei Lich 0542 Für die uns beim Heimgange unseres lieben Entschlafenen erwiesene Teilnahme sowie für die Kranz- und Blumenspenden sprechen wir hiermit unseren innigsten Dank aus. Im Namen aller Hinterbliebenen: Adolphine Bernhardt. Klein-Linden, im Februar 1938. * Möbelhaus KOOS Ab Montag, den 7. Februar 1938: Total-Ausverkauf die günstige Gelegenheit zum billigsten Möbeleinkauf J98A Verkauf nur Marktstraße 8 — 1. Stock Kein Laden! E c: '5®sis । E tr» ~ :C ..e £ 2 3 C ! 3.'- £ ~ ll ic< 3 Z u e d ZV ~ Q N c Z le Schwung in den Saal kam. \ (Aufnahmen: Neuner, Gießener Anzeiger) Lause des Sommers Fahrten in die Grenzmark durchführen. Eine Kameradin aus ber Kurmark sprach über ihre Heimat unb bie Aufgaben ber Grenzmark. Appell der Amtswalterinnen in Gießen Zum ersten Male versammelten sich bie Amts- roalterinnen ber vier Gießener Ortsgruppen unb ber nächsten Umgebung. (Wieseck, Annerob unb Heuchelheim) zu einer Tagung im Cafe Leib Frau Wrebe begrüßte bie Frauen unb erklärte bann, baß es sich als notroenbig erwiesen hat, von Zeit zu Zeit alle Amtswalterinnen einzuberufen, um in persönlicher Fühlungnahme sie in ihrer nationalsozialistischen Haltung zu festigen und ihnen zu zeigen, wie wertvoll die Mitarbeit jeber einzelnen Block- und Zellenfrauenleiterin sei. Sie ermahnte bie Frauen, über ber wichtigen Kleinarbeit niemals bie große Linie unserer Aufgabe zu vergessen unb bie Arbeit aufzubauen auf Vertrauen unb Kameradschaft. Gerabe ber Blockfrauenleiterin ich Gelegenheit gegeben, in ben zu betreuenden Familien aufflärenb unb festigen!) zu wirken, aber mehr als alle Worte kann hier nur bas Beispiel Morgens und erst recht abends Chlorodont ■ gruppe, beren Leiterin sich auf ihrem Gebiet immer mehr oeroollftänbigen müsse. Die neugegründete Kreisbücherei werbe bazu beitragen, baß auch bie Amtswalterinnen burch bas Lesen neuzeitlicher Bücher sich weiterbilben können. Zum Schluß ber Tagung kam noch bie Kreiskassenverwalterin Fräulein Rosenschon mit bem schwierigen Thema ber kassentechnischen Fragen zu Wort. Sie hob hervor, baß alle Ausgaben ber Frauenschaft burch bie Kassenverwaltung laufen müssen, ebenso bie An- unb Ummelbungen ber Mit- glieber mit der damit verbundenen Beitragsberechnung. Gemeinsamer Gesang beschloß die eindrucksvolle Tagung. F. K. Tatkräftiges Einsatz für das WHW. Am Samstagnachmittag und -abend sowie am gestrigen Sonntag standen die Männer ber SA. unb ff, bes NSKK. unb bes NSFK. im Dienste bes Winterhilfswerks. Mit bekannter unb schon oft bewährter Einsatzfreubigkeit erfüllten sie ihre Aufgabe. Die schönen Solbaten-Abzeichen fanben allenthalben willige Abnehmer; sowohl beim Vorsprechen ber Sammler in ben Wohnungen, als auch beim Anbieten in ben Straßen würben bie Abzeichen ber praktischen Hilfeleistung für unsere bebrängten Volksgenossen gerne gekauft. Der Musikzug ber SA.- Standarte 116 unter Leitung bes Musikzugführers Sturmführer Herrmann biente ber Sammlung ebenfalls roieber in ausgezeichneter Weise burch ein Platzkonzert, bas er am Samstagnachmittag am Selterstor zur Freube ber Hunberte von Straßenpassanten unb zur Steigerung ber Spenbefreubig- keit gab. Für ihren verkaufsfreubigen Eifer und bamit für ihre gute Förderung ber Arbeit bes WHW. verdienen alle Sammler nicht nur ben Dank berjenigen Volksgenossen, benen ber Ertrag ber Sammlung zugute kommt, sonbern auch bie Anerkennung unserer Volksgemeinschaft überhaupt. lieber 20 000 Abzeichen würben in Gießen verkauft. Der Ertrag belief sich auf runb 4500 Mark. Gießener Konzertverein. Violinkonzert Maria Nentz. Als Maria Neuß vor nunmehr drei Jahren in Gießen zum ersten Male musizierte, erschien ber Eindruck ihres Spieles in ber Wohlabgewogenheit der bebingenben Faktoren ausgeglichen unb frei von jeglichem Rest ungelöster Problematik. Das Bilb, bas man biesmal von ber Geigerin haben konnte, war ausgeprägter unb eindringlicher in ben Konturen, aber bie innere Gleichgewichtslage zwischen musikalisch-instrumentaler Begabung unb musikalisch-geistiger Gestaltungsfähigkeit ist genau so ungetrübt geblieben, eine beutliche Bestätigung für bas innere Gleichmaß zwischen ber körperlich bebingten technischen Entwicklung unb bem musikalischen Wachsen. . „ Heute erscheint bie Künstlerin gereifter, geschlossener, in ihrer einbringenben Darstellungsfähigkeit vertiefter. Es kann hier befonbers betont werben, daß diese Entwicklung sie nicht von den Bedingungen, die ihr die Natur als musizierender Frau gab, obgewichen ist. Sie ist nicht über die Grenzen ihres eigenen Wesens hinausgegangen, nicht einmal bie Ansätze zu einer Vermännlichung ihres Spieles wären zu erkennen. In ihrem Gestalten fmbet sie die verläßlichste Stütze in ihrem weiblichen Einfühlungsvermögen. . __ . e, Jhr zum größten Ausmaß fähiger Ton wirkt nie überdimensional, weil er in vollem Emklang mit den grundlegenden Bedingungen ftel)t. .2>a.run19ll)t or sich in ursprünglicher Unmittelbarfeit, im Gesetz feines Wachsens ben jeweiligen Ansprüchen bes Werkes nachkornrnenb, stets babei getragen von innerer Wärme unb seelisch funbierter Empfmbungs- ^Diesem tonlichen Fundament entsprechend, bat die Weiterbildung der Griffbrcttechnik wie auch die Bogenführung vollauf Schritt gehalten. Wie spielend sie virtuose Höchstmaßleistungen bewältigt, das lieh ganz besonders die eine Zugabe (F- 1 c 5 ' „Perpetuum mobile") überzeugend erkennen mit ihrem spritzigen Stakkato und der Unbegrenztheit im Steigern der Geschwindigkeit. Es hieße ungerecht sein, wollte man nicht gleichzeitig ihren Partner am Klavier nennen: Gras Heinrich W e s d e h l e n. Ein Pianist mit einer organisch entwickelten Anschlagskultur, die jeber dynamischen Anforderung gewachsen ist und Die Farbigkeit des Klanges vielseitig zu beleben vermag. Die Abrundung bes Technischen ist bei ihm eine Selbstverständlichkeit und läßt damit alle Kräfte, bie an ber Darstellung bes Werkes teilhaben, um so freier unb ungehinberter entfalten. Wohl seit langem konnte man hier in Gießen nicht ein solches aufeinanber Eingestelltsein bei konzertierenben Künstlern feststellen. Das war nicht nur ein Zusammen-Musizieren in üblichem Sinne, sonbern eine geistige Gemeinschaft im Teilhaben an bem Werk, wo jeber mit bem ihm Zustehenden biente unb nicht nur jeweils ben Mitwirkenben achtete, sonbern aus seinem Anteil für bie Durchgestaltung ber eigenen Aufgabe innere Belebung unb Ausrichtung gewann. Es war nicht nur ein Eingehen aufeinanber, sonbern ein Hineinhorchen unb ein gegenseitiges Sich-Adlauschen. Nirgends ergab sich ein einseitiges Vordrängen, nicht nur ein Zusammenfinden, sonbern stets ein im Werk be- grünbetes Wollen, Können unb Müssen. Drei Hauptwerke beherrschten bie Dortragsfolge, zwischen benen als Ruhepunkte unb als Momente der Entspannung die klanggeborene Kantadilität im Largo von Veracini unb bie abgestufte dyna- mische Gruppierung im geigerischen Durchleben von I. H. Fioccos Allegro sich einschalteten. Beethovens Sonate in G-dur N r. 3 würbe aus ber Freube am Zusammenspiel -beiher Instrumente gestaltet, in bem feinen Sich-Adlösen bes thematischen Anteils im Allegro assai unb her Gewichtigkeit in ber kurzen Durchführung bieses Satzes. Das Menuetto war in seiner graziösen Haltung mit Sinnigkeit für ben wechselnben Trager bes melobischen Gedankens ein gegenseitiges Geben unb Nehmen in klanglicher organischer Ausstim- mung. Das Ronbo würbe in feiner leichten Beschwingtheit nicht in ber sonst oft zu hortznben Weise im Tempo übersteigert; bie werkgemaßen Einhaltepunkte fanben hier ebenso ihre Beachtung wie bie reiche Zahl ber Einzelzüge feiner klanglicher Durchgestaltung, bie bem Thema im Verfolg der Rondoförm reizvolle wechselnde Beleuchtung 0aSie Fantasie op. 59 von Franz Schubert, die dem böhmischen Geiger Slavik bestimmt war, hatte infolge seiner Ausmaße bei her Erstaufführung 1828' nicht völlige Anerkennung gefunben. Welcher Auswirkung sie heute fähig ist, das bestätigte die Wiedergabe burch bie beiben Künstler in her inneren Gespanntheit ber Einleitung unb ihrem gegensätzlichen Anteil beiher Instrumente. Das sich 'anschließenbe Allegretto, bas in seiner thematischen Grunblegung wie auch bas Schluß- allegro ber Wesensart Slaviks folgt, war reizvoll in bem Wechselspiel her Instrumente, voll Temperament und pointierter Akzentuierung. Die folgenden Variationen über Schuberts Lied „Sei mir gegrüßt" waren ein lyrisches Sich-Ergehen in feinstem gesanglichen Nachgeben; bie einzelnen Abfolgen spürten im gegenseitigen Anteil ber feinsten Regung nach, bei Meisterung ber Schwierigkeiten ben musikalischen Aufbau in klarer Durchsichtigkeit, ausgeglichener Klanglichkeit unb geweitetem Gefühlserleben ausbreitenb. Di^ Wieberkehr bes Einleitungsthemas vor Eintritt bes Finales würbe hier zu beftimmenber Bebingung bes Ganzen. Die Reminiszenz bes Variationsthemas vyr ber Coba im 'Finale war klanglich verinnerlicht; glanzvoll die Ausstrahlung des Schlusses. Das ganze Werk war durch die musikalische Vertiefung zu einem besonderen Höhepunkt der Veranstaltung geworden. Daß die Sonate von Cäsar Franck (1886) auf dem Programm erschien, obwohl wir sie erst im Vorjahre gelegentlid) einer andern Veranstaltung zu hören bekamen, wird man dennoch den Konzertgebenden zu banken wissen. Wenn auch Cesar Franck (1822—1890) in Paris feine Wirkungsstätte fanb, so ist er gerabe dort zu einem Hüter klassischer Formprinzipien geworden im Gegensatz zu der von Berlioz vertretenen Pro- grammusik und dem sich später anbahnenden Impressionismus. Die Einflüsse der Pariser Umwelt und die Zeitströmungen haben wohl Einfluß auf seine musikalische Gestaltung gehabt, aber die Art seines Musik-Erlebens zeigt doch Verwandtschaft nach Deutsd)land hin; denn Cesar Franck kann, soweit es jetzt feststeht, durchaus als Grenzlanddeutscher gewertet werden; seine Mutter stammte aus Aachen, sein Vater aus der belgischen Grenzzone. Die Sonate wurde von beiden Wiedergebenden mit starkem musikalischem Impuls erfaßt unb rnu- sikantisch klanglich-schwelgerisch burchlebt. Das erwies bie gefühlgebunbene Linienführung des Allegretto in seiner innerlichen Gliederung unb in hohem Aufwallen unb Drängen des Allegro mit feinen leibenschaftlichen Höhepunkten. Die Fantasia recitativo würbe in ihrer Gefangsepiföde befonbers ausbrucksstark, unb bas Finale mit feinen Feinheiten her Kanonführung her beiben Solostimmen würbe in feiner strengen Binbung in plastischer Klarheit burchgesührt unb gipfelte in ber klanglichen Apotheose ber Coba. Aeußerst starker Beifall bankte ben Konzertgebern. Maria Neuß machte ben Hörern bas Scheiben befonbers schwer burch ihre Zugaben von Suk, Ries unb Beethoven (Romanze in G-dur). Dr. Hermann Hering. Klage eines Flohzirkusbesitzers. Vor einer schwierigen Rechtsfrage stehen bie Richter von Debreczin. Ein Flohbänbiger hat eine Klage gegen seinen Hauswirt wegen moralischer unb materieller Schädigung eingereicht, weil er ihm seinen Zirkus vernichtet und ihn baburch um bie Frucht langjähriger Bemühungen gebracht hat. Der Wirt erklärte vor Gericht, er habe nicht bie geringste Schulb an bem Vorfall. Er habe sich bar- auf beschränkt, ha eine Reihe von Beschwerben seiner Mieter oorlag, eine gründliche Reinigung vornehmen zu lassen, und diese habe sich natürlich auch auf bas Zimmer bes Flohbänbigers erstreckt. Es scheine- nun, baß bas Dienstmäbchen, bas bie Reinigung vornehmen sollte, seine Sache besonders gut machen «wollte unb einen Zerstäuber mit einer infeftentötenben Flüssigkeit üerroenbete, ohne jeboch baran zu henken, nachher roieber bas Fenster zu öffnen unb bie Zimmer zu entlüften. So kam es, baß später, als ber Flohbänbiger feine wertvollen Tierchen aus ben Schachteln, in benen er sie hielt, herausholte, um mit ihnen zu proben, bie winzigen Zirkuskünstler in wenigen Augenblicken tot zu Bo- ben sanken. Der arme Flohbänbiger versuchte zunächst in seinem Schrecken, seine Schauspieler roieber zu beleben, bie unbeweglich zwischen ben kleinen Kärtchen, Röhren unb ben anberen Geräten lagen, mit benen sie ihre Kunststücke ausführten, aber alle Mühe war umsonst. Nun geriet her Mann in Wut, unb bem Hausbesitzer hätte es schlecht gehen können, wenn er in biesem Augenblick zur Stelle gewesen wäre. Nur auf bas gute Zurehen einiger Freunhe ließ er sich bestimmen, sich nicht selber sein Recht zu schaffen, sonbern zum Richter zu gehen unb einen beträchtlichen Schabenersatz zu forbern. Hocksckulnackkichien. Professor Dr. Wilhelm Ule, ber entpflichtete Drbinarius für Geographie an ber Universität R o - stock, feiert am 8. Februar fein go Iben es Doktorjubiläum. Professor Ule, ‘ am 9. Mai 1861 in Holle (Saale) geboren, habilitierte sich als Privatbozent an ber Universität Gießen und hielt in dieser Eigenschaft auch Vorlesungen in Marburg; 1907 wurde er als ao. Professor nach Rostock berufen, wo er 1919 Ordinarius wurde unb bis zu feiner Emeritierung 1933 lehrte. Ille arbeitete befonbers auf dem Gebiet ber Gewäsierkunbe. Reisen führten ihn nach Afrika, Palästina unb Vor- berinbien. Sein „Grundriß ber allgemeinen Erb- tunbe" erschien 1931 in 3. Auflage. 1 i- le L l. ! :t* et. he r - en ■Ihn, ■nf : i - ich nd en . i b ii en, Ä oie , ion ich en, :nb- um ind ette um ts- )es 'i!es- 'ü r eilt jerg ien "h- 3U- 'M er rhe )en rt. Jr- lb, Am "en. gh «n -Ze jck, is- be« en m -J-en We • In« i ich 1t- in- >en )er >ße > ts idt Hör J er» ill» )re ien ter bie 'en. Der ‘)er . nd •in - ps die Ain J tuen fer- e r (Sin schöne!- Abend bei benJ3l.3/1l6 Gießen Mitte. Zum gestrigen Sonntag hatten die Jungmädels der Ortsgruppe Gießen-Mitte die Eltern der Jungmädels zu einem Gemeinschaftsabend in die Turnhalle am Oswaldsgarten eingeladen. Die Gruppenführerin der Jungmädels, Gertrud Hochstätter, begrüßte die zahlreich Erschienenen, wünschte einen frohen Abend im Kreise der Jungmädels, und sprach dann kurz aus der Arbeit der Jungmüdels. Im Mittelpunkt des Abends stand ein buntes Programm, genannt Sendefolge, und es brachte viele Darbietungen vom Morgenlied und Morgenspruch angefangen bis zur Unterhaltung zur guten Nacht. Mit einer luftigen Frühgymnastikstunde nahm die „Sendung" ihren Anfang. Bei dem „Frühkonzert", das die Singgruppe der Jungmädels unter Leitung von Anneliese Ritsert ausführte, hörte man Lieder und ein schönes Ziehharmonikakonzert. Ansager am „Rundfunksender" war Gertrud H och- stätter. Die Nachrichten des Drahtlosen Dienstes" gaben Gertrud Hochstätter und Anneliese Ritsert durch. Interessante „Lokalnachrichten", wie Altstadtsanierung zur Schaffung eines neuen Heimes, Wasserstand der Lahn und Wieseck, Schneebericht vom Eulenkopf und die übliche Glückwunschecke konnten übertragen und gehört werden. Es folgte der Jugendfunk, der Aufklärung brachte über die Aufnahme in die Jungmädelgruppe. Nach der Sendung „Hausfrau hör zu!", bei der über die heutigen Jungmädels berichtet wurde, folgte das „Mittagskonzert". Ein Blockflötenkreis unter Leitung von Irmgard Will ich und die Singgruppe der Jungmädels bestritte» diesen Programmpunkt. Im „Kinderfunk" konnte man Schattenspiele von Max und Moritz bewundern, die einfach zusammengestellt und sehr nett gebracht wurden. Zwischendurch kamen auch „Sondermeldungen" durch, die lebhaften Beifall fanden. Im „Nachmittagskonzert" spielte wieder die Ziehharmonikagruppe, und der Singkreis brachte Lieder. Ein „Hörspiel", betitelt „Dir Stummen sterben nicht aus", schloß sich an. Zum Schluß der „Sendefolge" kam nach „Unterhaltung zur guten Nacht."' Reicher Beifall belohnte das lustige und kurzweilige Sendeprogramm. Rasch vergingen die Stunden, und in üblicher Weise wurde der wohlgelun- gene Elternabend geschlossen. In einer Ecke der Tunhalle war eine Ausstellung aufgestellt, die Arbeiten und Basteleien der Jungmädels zeigte. Generalversammlung der Lokomotivführer-Sänger. Der Lokomotivführer-Gesangverein Gießen hielt am gestrigen Sonntagnachmittag im „Bayerischen Hof" feine diesjährige Generalversammlung ab, die einen guten Besuch aufwies. Vereinsführer Karl gedachte nach den Begrüßungsworten zunächst des im vergangenen Jahre verstorbenen Sangesbruders Sauer, dessen Andenken in üblicher Weise geehrt wurde. Im weiteren Verlause seiner Ansprache teilte er mit, daß auch' im abgelaufenen Jahre der Besuch der Uebungs- stunden ein guter gewesen sei, trotz des schweren und unregelmäßigen Dienstes der Mitglieder. Wie schwer ostknals me Opfer waren, die der Sänger bringe, könne er am besten verstehen^ denn nicht selten komme es vor, daß ein Sangesbruder von einer über 500-Kilometer-Fahrt heimkomme und dennoch feine Singstunde besuche. Dies sei ihm Beweis dasür, mit welcher Liebe und Innigkeit die Sangesbrüder mit dem deutschen Lied verbunden seien. Er gab der Hoffnung Ausdruck, daß dieser Sängergeist auch im kommenden Vereinsjahr richtunggebend, sein möge zum Wohle des deutschen Liedes. Sodann verlas Schriftführer R e e h den Vereinsbericht, aus dem besonders hervorzuheben ist, daß sich der Verein im Jahre 1937 sechzehnmal in den Dienst der Allgemeinheit stellte und dabei gute Erfolge erzielen konnte. Hierauf gab der Vereinsführer den Rechenschaftsbericht über die Arbeit des geschäftsführenden Vorstandes und besprach die Arbeiten, die dem Verein für das bevorstehende große Gaufängerfest 1938 zufallen. Rechnungsführer Müln legte Rechenschaftsbericht über die Kassenführung ab, nach deren Prüfung durch die Sangesbrüder Erle und G o r r ihm Entlastung erteilt wurde. Nach den Satzungen des Vereins sind alle zwei Jahre neue Kassenprüfer zu wählen; hierzu wurden die Sangesbrüder Erle und I ü n g st bestimmt. Der seitherige Vereinsführer Karl wurde einstimmig wiedergewählt, der den geschäftsführenden Der Kameradschaftsbuird deutscher Polizeibeamten, Ortsgruppe Gießen, veranstaltete am Samstag im „Burghof" einen Schulung?- und Kamercrdfchafts- abend, zu dem sich alle dienstfreien Beamten der Gießener Polizei mit ihren Angehörigen zahlreich eingefunden hatten. Eine Kapelle, bestehend aus Polizeibeamten, leitete die Veranstaltung mit flotter Musik ein. Orts» gruppenwart Pg. Lösch begrüßte die Kameraden und ihre Angehörigen mit herzlichen Worten. Sein besonderer Gruß galt den Kameraden der Partei, der ff, sowie dem Redner des Abends, ff-Sturm- bannführer Schwalm. Nach dem gemeinsamen Lied.„Volk ans Gewehr" sprach ff-Sturmbannführer Schwalm über „Weltanschauung und Politik". Der Redner betonte zuerst, daß Polizei und ff Zusammenarbeiten und Zusammenleben müssen zum Schutz des Deutschen Reiches und der nationalsozialistischen Weltanschauung. Diese Weltanschauung fei das Gesetz unseres Lebens, ff und Polizei sollen nationalsozialistisch geschult werden und stets eintreten für das deutsche Volk nach den Befehlen unseres Führers. Sie sollen eine starke Stütze sein und weiter arbeiten und kämpfen für das deutsche Volk, ff und Polizei haben den festen Glauben an den Führer, und sie wollen die Aufgaben, die vom Reichsführer ff und Chef der deutschen Polizei gestellt werden, stets in treuer Pflichterfüllung für das deutsche Volk wahrnehmen. Sie wollen den Willen zum Nationalsozialismus durch ihren Einsatz für den deutschen Staat Adolf Hitlers beweisen, zur Sicherung des ewigen Lebens des deutschen Volkes. Ortsgruppenwart Pg. Lösch dankte sodann dem Redner für seinen lehrreichen Vortrag. Anschließend sprach der Kommandeur der Gießener Schutzpolizei und stellv. Polizeidirektor Major Koch, als Vorsitzender des Polizei-Sportvereins Gießen, über die Auf Einladung des Laüdschaftsbundes Volkstum und Heimat hatte sich am gestrigen Sonntag eine stattliche Zahl von Freunden der Heimat im Geologischen Institut zusarnmengefunden. Ortsringleiter Dr. Michel erkannte in seinen Begrüßungsworten dankbar an, daß die erdgeschichtliche Heimatsammlung nicht nur dem Fachgelehrten, sondern auch jedem Volksgenossen unentgeltlich zugänglich sei. Denn gerade das Wissen vom Boden der Heimat fei besonders dazu angetan, das Band zwischen Volk und Scholle enger zu knüpfen. Der Assistent des Geologischen Instituts, Dr. Jessen, bot zunächst in einem einführenden Vortrag im Hörsaal die notwendigen Grundlagen zum Verständnis der Ausstellung. Ausgehend von einem auf der Tafel ausgezeichneten Schema führte er in das Werden und Vergehen der Gesteine ein. Durch Verwitterung bildet sich der lockere Boden. Dieser wird durch Wasser oder Wind verlagert und bildet zunächst Sande und Tone, die sich spater zu Schichtgesteinen (Sandsteine, Tonschiefer usw.) verfestigen. Diese wieder erleiden Verlagerungen durch Verwerfungen und Faltungen und werden dabei in größerer Tiefe durch Druck und Hitze in kristalline Schiefer verwandelt. Vorstand in der seicherigen Besetzung wieder berief. Die Tagesordnung wurde in rascher Weise ab- gewickelt, so daß schon in kurzer Zeit zu dem anschließenden Kameradschastsabend übergegangen werden konnte, in .dessen Verlauf der Frohsinn zur Geltung kam. Sangesbruder Ude, der den heiteren Teil übernommen hatte, sorgte in bester Weise dafür, daß alle Besucher einige frohe Stunden in echter Kameradschaft verlebten. Körperschulung der Polizei. Er erwähnte, daß im Juli v. I. der Polizei-Sportverein Gießen gegründet wurde. Dieser Sportverein soll eine Pflegestätte deutscher Mannestugenden im nationalsozialistischen Sinne sein und soll neben der unerläßlichen Breitenarbeit den sportlichen Wettkampf, die Erreichung von Höchstleistungen, insbesondere im Mannnes- sport, erstreben. Major Koch betonte weiter, daß besonderer Wert gelegt werde auf gute kameradschaftliche Zusammenarbeit mit den Vereinen des Deutschen Reichsbundes für Leibesübungen, mit den Sportorganisationen der Gliederungen der Partei, insbesondere mit der Sportgemeinschaft der ff, und auf die würdige Vertretung der Ordnungspolizei bei sportlichen Wettkämpfen und Veranstaltungen. Bereits im August 1937 nahm der Polizei-Sportverein am Hoherodskopf-Bergfest mit 10 Teilnehmern teil, wovon alle einen schönen Sieg nach Hause bringen konnten. Major,K o ch überreichte dann jedem Sieger eine Ehrenurkunde. Es waren folgende Sieger: Altersklasse 30 bis 40 Jahre: 7. Sieger Polizei- Büroassistent Weißmantel; 19. Sieger Kanzlist Reitz; 3Q. Sieger Oberleutnant g al ter und Polizei-Hptw. Mecky. Altersklasse 40 bis 50 I.: 4. Sieger Pol.-Hptw. Rink; 10. Sieger Pol.-Hptw. Raab; 19. Sieger Pol.-Hptw. Dauth; 20. Sieger Pol.- Obermeister Zimmer; 22. Sieger Pol.- Hptw. Bock; 29. Sieger Pol.-Obermeister Peter- mann. Ferner konnte die Abteilung für Kegeln aus den Wettkämpfen gegen die Vereine Kegelklub „Humor" und Kegelkub „Rechtebauer" als Sieger hervorgehen. Ortsgruppenwart Pg. Lösch schloß dann den offiziellen Teil des Abends mit dem Sieg-Heil auf den Führer. Die Kameraden der ff und Polizei saßen anschließend mit ihren Angehörigen noch einige Stunden in echt kameradschaftlicher Weise frohgestimmt beisammen. Dann erläuterte Dr. Jessen an Hand der Geologischen Heimatkarte die erdgeschichtliche Entwicklung der Heimat. Alte vulkanische Gesteine bauen zusammen mit-den durch sie veränderten Schichtgesteinen den nördlichen Odenwald auf. Taunus und Rheinisches Schiefergebirge bestehen aus Meeresablagerungen und vulkanischen Gesteinen des Altertums der Erde, die nach ihrer Ablagerung auf- gefaltet wurden. Aus Schichten des Mittelalters der Erde (hauptsächlich Buntsandstein, daneben Muschelkalk und Keuper) besteht die Umgebung des Vogelbergs im Norden, Osten und Süden. In den Meeren der älteren Neuzeit der Erde gelangten die versteinerungsreichen Sande, Tone und Kalke in Rheinhessen zum Absatz, während in der Umgebung Gießens versteinerungsarme Sande und Tone abgelagert wurden. Darüber liegt die Basaltlava des Do- gelsberges. In der Wetterau blieb der während der Eiszeit entstandene Löß erhalten. Odenwald, Rheinhessen, Taunus und Rheinisches Schiefergebirge, Vogelsberg und Wetterau sind durch den unterschiedlichen Gesteinsaufbau bedingte Einheiten des Heimatraumes. Jede von ihnen hat ihr eigenes Landschaftsbild, ihre eigenen nutzbaren Gesteine, ihren eigenen Boden, ja sogar ihren eigenen Menschenschlag. So vertieft das Wissen um die erdgeschichtliche Entwicklung, das die Heimatschausammlung durch die Schaustellung der Gesteine, ihrer Verwertung und ihres Bodens vermitteln will, das Verstehen unserer Heimat und damit unsere Liebe zu ihr. Beim Rundgang durch die Ausstellung teilten sich die zahlreichen Hörer in zwei Gruppen, die unter Führung von Prof. Dr. Hummel und Dr. Jessen mit großem Interesse die reichhaltige Schau heimatlicher Gesteins- und Bodenproben mit Tier- und Pflanzenresten als Zeugen vergangener Jahrmillionen bewunderten. Die vorgeschichtliche Abteilung mit den Stein- und Knochengeräten des Eiszeitmenschen bei Treis an der Lumda bildete den Abschluß der äußerst lehrreichen Führung. Die Besichtigung der Heimatschau kann jedem Volksgenossen, besonders auch den Schulen, empfohlen werden. Sie ist Mittwochs von 15 bis 18 Uhr geöffnet. Dritter Kurs des Roten Kreuzes für den BDM. beendet. NSG. In Bad Salzhausen fand der dritte Jnter- natskurs des Roten Kreuzes, der in Zusammenarbeit mit dem BDM.-Obergau durchgeführt wurde, feinen Abschluß. Fünfzehn Mädel legten ihre Prüfung ab; ein Teil davon hat sich bereits für den Schwestern- beruf entschieden. Im Laufe des Januars haben bereits 45 Mädel in Bad Salzhausen ihre Prüfung als Helferinnen abgelegt. Sie werden künftig zweimal monatlich im Roten Kreuz Dienst tun und den BDM.-Einheiten als Unfalldienst-Mädel (UD.-Mädel) zur Verfügung stehen. Weitere Kurse werden in den nächsten Monaten folgen. Kneipp-Kurbad Gießen eröffnet. Im Rahmen einer Feier wurde am Samstag* nachmittag im Saale des Katholischen Vereinshaus die Einwechung des Kneipp-Kurbades Gießen begangen. Zahlreiche Mitglieder und Freunde der Kneippbewegung fanden sich dazu ein und wurden vom Leiter der Gruppe Gießen, Herrn Wagner, herzlich begrüßt. Er wies darauf hin, daß das neue Kneipp-Kurbad im Dienste der körperlichen und seelischen Gesundung für unsere Volksgemeinschaft stehen solle. Dem St. Josephs-Krankenhaus (Katholisches Schwesternhaus) sagte er für die Einrichtung des Bades herzlichen Dank. Anschließend sprach Dr. Rohrbach (Kassel- Wilhelm sh öhe) über die Art und das Wesen der Kneippschen Heilverfahren. Er wies einleitend darauf hin, daß sich der Mensch unserer Zeit allzu sehr den günstigen Reizwirkungen der Natur, den Einflüssen der Sonne, des Lichtes, des Wassers usw. entzogen habe. Die Kneippbewegung sei bemüht, diese Verbindung des Menschen mit den Kräften der Natur wiederherzustellen und ihre energiespendende Wirkung dem Menschen und seiner Gesundheit dienstbar zu machen. Wünschenswert fei es immer noch und zu jeder Zeit gewesen, daß die Behandlung nach der Kneippschen Heilbewegung in Händen des erfahrenen Arztes liege. Aerztliches Denken und Empfinden müsse die Anwendung bestimmen. Mit billigen und natürlichen Methoden solle die Gesundung erreicht werden. Das Medikament sei nur Notbehelf Man sei sich aber auch in der Kneippschen Bewegung darüber klar, daß eine einseitige Inanspruchnahme der Kurmethoden nicht gewollt sei. Die Kneippschen Kurmethoden seien wissenschaftlich durchforscht und anerkannt. Abschließend beglückwünschte er die Stadt Gießen zu der Neueinrichtung eines Kneippkurbades. Dem Vortragenden dankte herzlicher Beifall. Im Anschluß daran wurden die Einrichtungen des nahegelegenen Kneipp-Kurbades besichtigt. Die Kurbad-Einrichtungen wurden nach den Grundsätzen und Erfordernissen der Kneippschen Heilbewegung geschaffen und gestatten im Sinne dieser Bewegung eine sachgemäße Behandlung. Das Kneipp- Kurbad Gießen wird unter die Leitung eines Arztes gestellt. Drei Schwestern werden für den Dienst in diesem Kurbad in Bad Wörrishosen ausgevildet. Für^das Kurbad wurden auch mehrere Krankenzimmer mit insgesamt neun Betten vorbildlich eingerichtet. Kameradschasts- und Schulungsabend der Gießener Polizei. Me erdgeschichtliche HeimMausammlung ein Vand zwischen Volk nnd Scholle. Eine lehrreiche Führung des Landschastsbundes Volkstum und Heimat. Die Mädchen aus der Burgflraße. Roman von Hilde R. Lest. 10. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) Viereck beschloß, mitzulachen, wo es was zu lachen gab. Fürs erste lachte er auf Vorschuß. Er lachte so laut, daß die Nachtigall im Klostergarten mitten im schönsten Schlagen steckenblieb und aus dem Jas- minbusch die Amsel zeternd hochflatterte. Es war nämlich schon späte Nacht, und Viereck hatte das ganz vergessen, weil er gar so vieje Gedanken wälzte, obwohl er sich fest vorgenommen hatte, dies nicht zu tun. Er stand auf und schüttelte den Tau vom Anzug. Als er aber den Gartenpfad hinabschritt, redete ihn eine Stimme aus dem Dunkeln an, und er schrak ordentlich zusammen. Denn diese Stimme gehörte Carla Lenz. Ihm war, als hätte sie ihn bei seinen Gedanken belauscht. Sie hatte aber nur fein lautes Lachen gehört, und das ärgerte sie mehr, als Vierecks Gedanken sie wohl geärgert hätten. Denn das war ein unbekümmertes, sorgloses Lachen, gelacht von einem, dem alles, was um ihn vorgeht, so recht himmlisch wurst ist, also auch ein Mädel, das ein paar Schritte abseits auf einer Bank sitzt und sich vielleicht einsam fühlt... „Wie kann man so herzlos in diese wundervolle Nacht hineinlachen?" hörte er sie sagen. Viereck wandte sich nach der Richtung, aus der die Stimme kam, aber er sah im Schatten der Büsche nur Finsternis wie eine schwarze Wand. So streckte er also die Hände vor sich hin und tappte in die Dunkelheit hinein, bis er in einen Haarschopf griff und ein rundes, warmes Etwas in Händen hielt, das untrüglich ein Mädchenkopf war. Einen Augenblick nur durchzuckte ihn der Wille, festzuhalten, was sich diesmal nicht mit hochmütigen Blicken wehren konnte, dann erinnerte er sich des Neckteufels, ließ los und setzte sich neben Carla auf die Bank. „Verzeihen Sie die Handgreiflichkeit", sagte er, „sie dient nur der Orientierung. Hoffentlich habe ich nichts beschädigt." „Sie haben die Stimmung dieses Abends beschädigt", sagte Carla, „man lacht nicht, wenn die Nachtigall schlägt." „Ich wußte nicht, daß Sie hier sind, und für mich schlägt keine Nachtigall. Nachtigallen schlagen nur für romantische junge Mädchen. Sind Sie eines? Das wäre mir neu." „Ihnen ist alles neu, was Sie nicht mit Händen fassen können." „Hm", meinte Viereck, „ich glaube. Sie tun mir unrecht. Wenn ich so ein Tölpel wäre, würde ich festhalten, was ich nun einmal mit Händen fassen konnte." „Tun das nur Tölpel?" Viereck lauschte dem Klang ihrer Stimme, er wollte ergründen, was sich darin verbarg. Er hätte nur den Arm auszustrecken brauchen, um Gewißheit zu haben, aber er fürchtete ihren Spott. „Ich weiß es nicht", sagte er vorsichtig, „ich habe meinen Verstand nie um solche Dinge bemüht. Man verläßt sich darin besser auf sein Gefühl. Sagt es: Pack zu! dann packe ich zu, dann lasse ich aber auch nicht mehr los. Sagt es aber: Vorsicht, Falle! schön, bann kann ich mich beherrschen." „Was habt ihr's.bequem, ihr Männer, ober wie bequem meint ihr es zu haben!" sagte Carla. „Darin seib ihr alle gleich. Ihr wollt alle nur die Hand ausstrecken. Jl)r wollt euch nicht ein bißchen bemühen. Ihr kennt nur schwarz oder weiß, ja ober nein." „Ich kenne einen", sagte Viereck lachenb, „ber bemüht sich. Bemüht sich so redlich, daß unsereins sich verkriechen muß." „Sie meinen den Professor. Sie irren sich. Er bemüht sich gar nicht. Er kennt erst recht nur ja ober nein. Er hat mir heute schon einen Heiratsantrag gemacht, als hätte ich auf ihn gewartet." Viereck pfiff burch bie Zähne. „Würben Sie ja sagen, wenn er sich mehr bemüht hätte ? Nicht bar- an zu benfen. Man ist für einanber bestimmt ober man ist es nicht. Man versteht sich ober man versteht sich nicht. Also ist alles Mühen vergeblich. Das Mühen ber Männer macht den Frauen mitunter Spaß, bas gebe ich zu. Aber es kann ihre Ent- scheibung' nicht beeinflussen." „Woher wissen Sie", fragte Carla brohend, „daß ich nicht ja gesagt habe?" Viereck lachte hell auf, unb bas Echo hallte von ber Klostermauer wiber. Im Dorfe begannen die Hunbe zu bellen. „Können Sie sich nicht beherrschen?" zischte Carla. „Was denkt er von uns, wenn er uns hört?" „Was so ein Bücherwurm von einem hübschen Möbel denkt, werde ich nie ergründen können, vermutlich nichts Richtiges, sonst täte er ihm keinen Antrag machen. Ich habe mir nur die Situation vorgestellt: Sie hätten ja gesagt und er hätte Ihnen einen gelehrten, kunsthistorischen Kuß auf die Stirn gehaucht. Verzeihen Sie, liebes graulev. Carla, das ist zu schon, da bleibt kein Auge trocken!" „Barbar!" sagte Carla, konnte aber , ihr Lachen auch nicht verbeißen. „Also hab ich doch recht gehabt, also haben Sie nicht ja gejagt. Wir wollen also wieder Frieden schließen!" Er suchte ihre Hand. „Frieden?" sagte Carla gedehnt, „hatten wir denn Krieg? Ich denke, zu beidem gehört mehr als die paar Worte, die wir miteinander gesprochen haben." Sie verbarg ihre Hand hinter dem Rücken. „Also immer die gleiche Tour", sagte Viereck ärgerlich, „man hat sich zu wenig um Sie bemüht. Der Professor zu wenig, ich zu wenig. Man hat zu wenig die Augäpfel gerollt und zu wenig Worte gemacht..." „Seien Sie doch nicht so ungerecht"- bat Carla, „ich denke, Sie wollten Frieden schließen." „Ja, zum Donnerwetter, ja!" sagte Viereck. Er hielt jetzt ihre Hand, die sich nicht mehr wehrte, und zog diese Hand langsam zu sich heran. Carla ließ es willenlos geschehen. Er beugte sich plötzlich herab und preßte die Hände an seine Lippen. Carla stand auf und entzog ihm langsam ihre Hand. Sie stürmte nicht davon, sie stand ruhig unb nahe vor ihm und sagte nur drei Worte: „Aber Herr Viereck...!" Er konnte ihr Gesicht nicht sehen, er fühlte nur ihren Blick auf sich ruhen, in dem der Neckteufel sein Wesen trieb. Da hatte er sich wieder in der Gewalt. Auch er erhob sich, stand breitbeinig vor ihr upb konnte nun ohne Scheu nach ihren Armen greifen, sie festhalten unb sagen: „Sie sehen, Fräulein Carla, auch ein Barbar lernt die Bemühungen, wenn sie ihm auch nicht zu Gesicht stehen. Aber der Barbar geht jetzt doch lieber zu Pater Eosander, es ist möglich, daß dieser fromme Mann noch eine Pulle Roten in Bereitschaft hält. Ich wünsche Ihnen deshalb einen guten Schlaf!" Carla hörte bie Schritte, bie sich entfernten, das Zuschlägen ber Gartentür. Die Schritte verloren sich, sie kehrten nicht zurück. Als sie zum Hause ging, rieb sie sich bie Oberarme unb bachte baran, daß sie morgen lange Aermel tragen müßte — der blauen Flecke wegen. VIII. Bei Justizrats gab es eine Auseinanbersetzung. Währenb aber zu einer Auseinanbersetzung in ber Regel zwei Parteien gehören, kam hier nur eine zu Wart. Der Justizrat hatte in seiner langen, einstmals sehr bekannten unb erträgnisreichen Anwaltpraxis genug ftreitenbe Menschen gesehen, um zu wissen, baß Reben Silber, Schweigen aber Golb ist. In bie Praxis seiner Ehe übertragen, bedeutete das bie stillschweigende Unterwerfung unter bie Rebseligkeit ber Justizrätin. Er opferte ber Ruhe unb Beschaulichkeit feines gesicherten Lebensabends gern den Ruhm, Wortführer in den eigenen vier Wänden zu sein. Nun waren zwei Tage vergangen, seit bie Justizrätin von ihrem Ausflug in bie Burgstraße heimgekehrt war, er sah ihre geschäftige Unruhe unb suhlte, daß sie nur des zündenden Funkens harrte, um explodieren zu können. So vermied er es bedachtsam, den Namen seines Sohnes zu nennen, denn nur das Zerwürfnis mit ihrem Einzigen konnte ber Anlaß jener Erregung jein, die man im justizrätlichen Familienkreis mit den Worten „sie hat ihre Zustände" bezeichnete. Am Abend des dritten Tages aber waren „ihre Zustände" so weit gediehen, daß die Explosion durch Selbstentzündung erfolgen mußte. Der Justizrat saß, bas schwarze Seidenkäppchen auf dem Kopf, bie Füße in Kamel-, Haarschuhen, bie lange Pfeife wie zur Abwehr vor sich hingestreckt, im Lehnstuhl vor dem Kamin unb harrte ber Dinge, bie da kommen sollten. Er war fest entschlossen, auch biesmal zu — schweigen. Die Explosion ber „Zustänbe" begann mit ber Feststellung, baß man Walter eigentlich unrecht getan habe. „Hm", sagte ber Justizrat. Die Justizrätin nahm das als sträfliche Opposition hin. „Ich wußte es immer", sagte sie, „deine Strenge wird das Kind aus dem Hause treiben!" Der Justizrat nahm bie Pfeife aus dem Mund unb wies damit wiber feine Brust, wobei er bie Augenbrauen hochzog. Die Justizrätin las daraus: „Ich?" „Ja, bu!" fauchte sie, „nur du. Wer denn sonst als er fei von ganz unb gar unzeitgemäßem Stan- desbünkel besessen. Wer benn sonst behandle einen fünfundzwanzigjährigen Sohn wie einen Tertianer. Wer benn sonst habe ein Mädchen als Schwiegertochter abgelehnt, ohne es zu kennen, ohne es überhaupt gesehen zu haben? Wer benn sonst habe Walter, bas Kind, vor bie Entscheidung gestellt, sich entroeber dem väterlichen Willen zu beugen aber aus bem Hause zu gehen? Wer? Wer? Wer?" Dem Justizrat versagte die Zeichensprache, er öffnete jetzt tatsächlich ben Mund unb fiel aus ber Rolle. Er sagte allen Ernstes: „Ich habe überhaupt kein Wort geredet." (Fortsetzung folgt.) S.AJport Caracciolas Rekorde anerkannt. Die Rekordkommission des internationalen Automobilsportoerbandes hat die von C a r a c c i o l a auf M e r c e d e s - B e n z am 28. Jcmuär auf der Frankfurter Reichsautobohn aufgestellten Rekorde als internationale Rekorde der Klasse B (5000—8000 ccm) offiziell anerkannt. Erfolgreiche Krastfahrzeug-Winterprüfung. Ein herrlicher Wintermorgen lag über dem Ost- crzgebirge, als die Teilnehmer der Kraftfahrzeua- Winterprüfung den zweiten Tag der Zuverlossia- keitsfahrt in Angriff nahmen. Warm schien die Sonne. Noch 269 Fahrer, davon 150 strafpunktfreie stellten sich zur Startprüfung. Als sie beendet war' war die Zahl der Strafpunktlosen auf 148 verringert. Ohne sonderliche Schwierigkeiten fuhren die Personenwagen im Sonnenschein durch die prächtige Schneelandschaft, und selbst die gefürchtete Abfahrt nach der Ladenmühle hatte ihre Schrecken verloren Auch die Krafträder und Lastwagen fanden bessere Stratzenverhältnisse vor. Korpsführer Hühnlein war den ganzen Vormittag mit seiner Begleitung auf der Strecke, um die Fahrer an verschiedenen Stellen zu beobachten. 259 Preisträger im Ziel. Mit 322 Fahrzeugen war man ausgezogen, um sich an der Kraftfahrzeug-Winterprüfung 1938 zu beteiligen. Auf der Langstreckenfahrt bis Altenberg im Erzaebirge, auf der unterwegs Kontrollorte zum Punktesammeln angefahren wurden, gab es die ersten 10 Ausfälle. Noch mehr wurde gesiebt auf der ersten Tagesstrecke der Zuverlässigkeitsfahrt im Erzgebirge. 53 Fahrzeuge schieden aus, 259 erreichten öas Ziel und diese alle konnten ausgezeichnet werden. 160 Gold-, 76 Silber- und 23 Eiserne Medail- pn wurden an Einzelfahrer vergeben. 29 Mannschaften erhielten den Preis des Führers des deutschen Kraitfohrsports mit goldenem Ehrenschild, 14 Mannschaften mit silbernem und vier Mannschaften mit eisernem Schild. Am besten schnitten die Seitenwagen ab, die alle durchhielten. Am Sonntag nahm Korpsführer Hühnlein die Siegerehrung vor. Abschluß derWiniersportkämpfederHZ. Gebiet Franken stellt die besten Geländeläufer. Bei den Reichswintersportkümpfen der HI. wurde am Samstag der Geländelauf in zwei Klassen entschieden. Ueberraschend liefen die in der Mittelgebirgsgruppe startenden Jungen des Gebietes Franken mit 32:23 Minuten über die 6 Kilometer die Tagesbestzeit heraus. In der Hochgebirgsgruppe siegte das Gebiet Hochland mit 34:20 und in der Flachlandgruppe behielt Pommern mit 44:08 die Oberhand. Berliner f)3. Eishockey-Weister. In Anwesenheit des Reichsjugendführers und des Reichssportführers wurden am Sonntag die letzten Eishockeyspiele der Wintersportwoche der HI. vor 5000 Zuschauern im Olympia-Eisstadion von Garmisch-Partenkirchen abgewickelt. In einem schönen Kampf besiegte die HI.-Mannschaft von Berlin Franken mit 2:1 (0:0, 0:0, 2:1) und wurde damit deutscher Jugend-Eishockey-Meister. Das Endspiel des Jungvolks sah Oberbayern über Schwaben 2:0 erfolgreich. f)3. springt über 50 Weier. Der Schlußtag der Winlersportkämpfe der HI. brachte in Garmisch-Partenkirchen bei herrlichstem Wetter noch einmal von jedem etwas. Sehr gute Leistungen sah man von den Hitlerjungen beim Sprunglauf auf der kleinen Olympiaschanze, wo die 50-Meter-Marke mehrfach überschritten wurde. Sehr gut fanden sich auch die Pimpfe in ihrem Torlaus mit der Strecke am Gudiberg ab. Deutschland-Schweiz nur 1:1. Ueberraschender Ausgang des Kölner Länderspiels. Der deutsche Fußballsport eröffnete die Reihe seiner internationalen Prüfungen, die ihm 1938, im Jahr der dritten Weltmeisterschaft, bevorstehen, nicht verheißungsvoll, denn im 21. Ländertreffen gegen die Schweiz, das am Sonntag vor 80 000 Besuchern im Kölner Stadion abgewickelt wurde, gelang der deutschen Nationalelf nur ein 1:1. Dem Fußballkampf war im Köln-Müngersdorfer Stadion ein prächtiger Rahmen beschieden. Es gab helles und warmes Wetter, das von den 80 000 Menschen auf den weiten Rängen recht angenehm empfunden wurde. Die Mannschaften wurden beim Einlaufen stürmisch begrüßt. Folgende Vertretungen standen sich gegenüber: Deutschland: Iürissen; Janes, Münzenberg; Kupfer, Sold, Gellesch; Lehner, Urban, Siffling, Szepan, Striebinger. Schweiz: Huber; Lehmann, Minelli; Lört- scher, Vernati, Springer; G. Aebi, Walacek, Amado, Wagner, Bickel. Beiderseits begann man den Kampf ohne Lampenfieber. Die Eidgenossen überraschten durch ein vorzügliches Stellungsspiel und die offensive Spielweise ihres Mittelläufers Vernati. Die Vorstöße beider Sturmreihen wurden sicher gestoppt, erst nach sechs Minuten gab es den ersten Torschuß durch Lehner. Das Zusammenspiel in den deutschen Reihen kam nicht recht irt Fluß. Immerhin war eine leichte Ueberlegenheit Deutschlands festzustellen, aber den krönenden Torschuß vermißte man. Die deutsche Abwehr arbeitete ruhig und sicher. Die Schweizer Fünferreihe beschränkte sich, auf schnelle, aber gefährliche Vorstöße. Münzenberg griff wiederholt rettend ein, auch Janes hielt seinen Flügel vorzüglich. In der 36. Minute fiel überraschend das Führungstor für die Schweiz. Eine hohe Flanke Bickels landete auf der linken Seite, Aebi schlug den Ball sofort wieder zur Mitte, wo es ein Gewühl gab, aus dem heraus schließlich Aebi den Ball angelte und ihn in das von Iürissen verlassene Tor beförderte. In den letzten Minuten vor der Pause wurde noch einmal das fehlerhafte, wenig zusammenhängende deutsche Stürmerspiel offenbar. Die erste Halbzeit schloß mit einer keineswegs unverdienten l:0-Führung der Schweiz. Die Gäste zeigten das einfachere und zweckmäßigere Spiel. 1:1 beim Schlußpfiff. Die zweite Halbzeit wurde mit stürmischen deutschen Angriffen eingeleitet. Die Schweizer blieben aber nichts schuldig, wenn auch ihre Vorstöße nicht so zahlreich waren. Nach fünf Minuten gab es die erste Ecke für Deutschland, die nichts einbrachte. Durch ungenaues Zuspiel im deutschen Sturm wurde viel verdorben. Dos Spiel gewann an Schnelligkeit und verlegte sich immer mehr in die Schweizer Hälfte. Aber im deutschen Sturm klappte es einfach nicht. Dann endlich fiel der längst fällige Ausgleich. Lehner gab eine feine Flanke und Szepan brachte einen wundervollen und unhaltbaren Schuß an. Nun mußte auch noch der Sieg erkämpft werden, so klar und eindeutig beherrschte Deutschland das Spiel. Aber die Schweizer kämpften mit letzter Hingabe und ihre Verteidiger Minelli und Lehmann fuhren immer wieder rettend dazwischen. Deutschland schraubte die Eckenzahl auf fünf, sechs und sieben, es ging „hoch" her vor dem Schweizer Tor, doch der entscheidende Treffer stellte sich nicht mehr ein. Schiedsrichter Rudd (England) leitete korrekt. Fußball her heimischen Mannschaften. Ergebnisse der Bezirksklasse Gießen. Lollar—Wehlar 0:3 Buhbach—Steinberg 3:1 Burg—Bissenberg 1:2 Naunheim—Sinn 2:2. Die Lollarer konnten ihre Leistung vom Vorspiel nicht wiederholen und mußten dem Sportverein Wetzlar Sieg und Punkte überlassen. Ganz so glatt, wie es das Resultat besagt, kamen die Gäste allerdings nicht zu dem Erfolg. Die Teutonen aus Steinberg erlebten in Butzbach eine nicht angenehme Überraschung, da sich die Platzbesitzer für die Dorspielniederla-ge Revanche holten. Burg.mußte sich dagegen auch diesmal den Bissenbergern beugen. Der ausgeglichene Verlauf sah die Gäste am Schluß mit etwas Glück als Sieger. Sinn konnte sich in Naunheim nicht durchsetzen. Durch den Punktverlust sind die Aussichten, mit entscheidend in die Führung einzugreifen, vorerst aufgeschoben. Lollar I — Wehlar I 0:3 (0:1). Einen flotten und bis zur letzten Minute spannenden Kampf lieferten sich die beiden Mannschaften. Die Lollarer Elf war gezwungen, mit drei Mann Ersatz anzutreten. Trotzdem sich die Ersatzleute verhältnismäßig gut einfügten, wurde die Schlagkraft der Mannschaft dadurch doch etwas gemindert. Die Gäste waren nicht sehr überlegen. Während des ganzen Spiels waren die» Lollarer mit einer Begeisterung bei der Sache, die eigentlich Erfolge hätte bringen müssen. Dem Spielverlauf nach wäre ein Unentschieden am Platze gewesen. Das Spiel wurde hort durchgeführt. Pünktlich standen sich unter Leitung von Schmidt (Dillenburg) folgende Mannschaften gegenüber: Wetzlar: Dormann; Zielberg, Fischer; Teiske, Dittlapp, Kotlar; Fischer, Blech I, Fischer, Kratz, Blech II. Lollar: Ziegler K.; Hörstel, Geißler; Sommer, Ziegler A., Römer; Klein, Rudolf, Gerlach, Ziegler W., Naumann. „ r. Sofort nach Anstoß griffen die Gäste forsch an. Durch unfreiwillige Ballabgabe des Halblinken Stürmers in die verkehrte Richtung kamen die Gäste zu ihrem ersten Angriff. Die aufmert|ame Verteidigung griff aber ein und der abgegebene Fernschuß konnte Tormann Ziegler meistern. Nun diktierten die Lollarer mit einer erstaunlichen Energie das Spielgeschehen. Fast nur in des Gegners Hälfte spielend, sahen sich die Wetzlarer gezwungen, mehrere Spiele in die Verteidigung zurückzuziehen. So wurden die bestgemeinten Angriffe immer wieder zunichte gemacht und der Lollarer Sturm kam nie richtig zum Zug und mußte sich daher nur mit einigen gefährlichen Lattenschüssen begnügen. Erst kurz vor Halbzeit konnten sich die Gäste etwas mehr befreien. Nach einem Durchbruch des linken Flügels flankte Blech II auf den rechten Flügel, wo der freistehende Fischer den Ball in vollem Lauf ins Netz sandte. Lollar drängte jetzt mächtig aber'vergeblich auf Ausgleich. Nach dem Wechsel hoffte man nun bei den Lol- larern auf etwas mehr Glück. Es blieb aber aus! Wieder waren es die Gäste, die wenige Minuten nach Wiederbeginn, eine Lücke in der Verteidigung ausnützend, zu ihrem zweiten Treffer kamen. Trotz Aufbietung aller Kräfte der Platzbesitzer blieb ihnen doch jeglicher Erfolg versagt. Der Drang der Lollarer ließ allmählich nach und schon holten die Gäste wieder zu einem Gegenangriff aus. Dem Schiedsrichter unterlief hier ein Fehler, indem, er das einwandfreie Abseits nicht pfiff, nachdem Blech I, hinter der Lollarer Verteidigung stehend, den zugespielten Ball zum 3:0 einsandte. Die Platzelf wurde dann noch eine Viertelstunde vor Schluß dadurch geschwächt, daß Hörstel wegen einer alten Knieverletzung ausscheiden mußte. Buhbach — Steinberg 3:1 (1:1). Was nur wenige erwartet hatten, ist eingetroffen. Die Teutonen mußten sich in Butzbach geschlagen bekennen. Man muß allerdings berücksichtigen, daß drei der besten Spieler fehlten. Teutonia trat mit Happel, Jung, Fett, Schmandt, Hederich (13/116), Bürger, Haas, Bernhardt (7/116), Schmidt (7/116), Fischer und Buß an. Sofort nach Anstoß übernahm Butzbach das Kommando, verschärfte das Tempo immer mehr, um das Spiel sofort zu entscheiden. Eine große Chance für Steinberg vergab Bernhardt freistehend zwei Meter vor dem Tor. Allmählich kam auch System in den Steinberger Angriff. In der 35. Minute erzielte Butzbach im Anschluß .an einen Eckball das Führungstor. Die Teutonen ließen sich jedoch nicht entmutigen. Sieben Minuten vor dem Halbzeitpfiff gelang noch der Ausgleich durch Fischer, der eine Flanke von rechts schön verwandelte. Sofort nach Wieheranpfiff drängte Steinberg auf die Entscheidung. Aber die schönsten Angriffe erreichten nicht ihr Ziel. Auf der anderen Seite versuchte Butzbach mit allen Mitteln die Entscheidung herbeizuführen. Sie waren auch die Glücklicheren. Einen groben Fehler der Steinberger Deckung nutzte der Butzbacher Halbrechte erfolgreich aus. Das bedeutete den Sieg für Butzbach. Wenige Minuten danach sandte der Rechtsaußen zum drittenmal ein. Zwei Minuten vor Schluß hatte es Haas in der Hand, das Resultat zu verbessern, aber sein Schuß wurde abgestoppt. Dem Spielverlauf nach gewann Butzbach verdient. 1900 I — 2. Komp. 116 1:1. Die Spieloereinigung 1900, oerbandsspielfrei, trug am gestrigen Sonntag ein Freundschaftsspiel gegen die 2. Kompanie des JR. 116 auf eigenem Platze aus. Die Spielvereinigung mußte sich mit einem mageren Unentschieden von 1:1 Toren zufrieden geben. Die Soldaten erwiesen sich als überaus eifrige Gegner. Ueber den Verlauf des Kampfes berichten wir noch. Fußbatt-Ergebnisse der Gauliga-Mannschasten. Gau Hessen: SC. 03 Kassel — Germania Fulda 2:2; Borussia Fulda — SpV. Kassel 0:0; FC. Hanau 93 — Kewa Wachenbuchen 2:1; Hessen Bad Hersfeld — VfB. Friedberg 3:2. GauSüdwest: Wormatia Worms — Eintracht Frankfurt 2:0; FSV. Frankfurt — Borussia Neunkirchen 3:1; SV. Wiesbaden — Kickers Offenbach 0:0; FK. 03 Pirmasens — 1. FC. Kaiserslautern 2:1. Handball im Kreis VIII Gießen. B e z i r k s k l a s f e: Niedergirmes — Mto. Gießen kampflos für Mto.; 1900 Gießen — Hörnsheim 5:3; Lützellinden — Heuchelheim 15:2 (6:1); Münchholzhausen — VfL. Marburg 10:4 abgebrochen (4:3). Kreisklafse: Mtv. Gießen II — MSV. Barbara Gießen 5:9 (2:4); Hausen — Lich 11:3 (3:2). Jugendklasse: Niedergirmes — Katzenfurt kampflos für Katzenfurt; Mtv. Gießen — Heuchelheim, Heuchelheim nicht angetreten; Dornholzhausen gegen Garbenheim 13:8 (6:3). ©auliga Hessen: SpV. Kassel — To. Kirchbauna 12:6; Tuspo. Bettenhausen — Tuspo. 86/09 Kassel 7:5; MSV. Hanau — Tv. Wetzlar 7:10; Kurhessen Kassel — Hessen-Preußen Kassel 6:7. Die Deutschen Ski-Meisterschaften. Christi Eranz und Helmut Lantschner groß in Fahrt. Der Abfahrtslauf. Die Kämpfe um die deutschen Ski-Meisterschaften begannen am Samstag im Schwarzwald mit den Titelkämpfen im Abfahrtslauf. Die Titel fielen an unsere Olympiasiegerin Christel Cranz (Freiburg) und Helmut Lantschner (Freiburg), die in beiden Läufen jeweils die besten Zeiten erzielten. Herrlicher Sonnenschein lag über dem Schwarzwaldstädtchen Neustadt, als am frühen Vormittag die rund 100 Teilnehmer antraten. Die auf der Westseite des Feldbergs angelegte Strecke weift bis zu ihrem Endpunkt am Zastler-Loch einen Höhenunterschied von 385 Meter auf. Die Länge der Strecke war 1800 Meter. Die schwierigsten Punkte der durch breite Waldschneisen führenden Strecke waren zwei Steilhänge, viel zu schaffen machten den Bewerbern aber auch kurz vor Schluß eine Bodenwelle und ein steiler Zielschuh hart am Rande eines Baches. Bei den Frauen machte Christel Cranz den Anfang. Sie fuhr auf/der ihr nicht unbekannten Strecke mit größter Sicherheit und ihre 2;09,4 Minuten im ersten Gang wurden von keiner Mitbewerberin auch nur annähernd erreicht. Ohne Sturz, aber wesentlich langsamer, tarnen auch Lisa Resch und Käthe Grasegger über die Strecke. Alle übrigen mußten teilweise mehrere Rutschpartien einlegen. Im zweiten Lauf war Christel Cranz mit 2:15,2 Minuten wiederum die weitaus Schnellste und mit einer Gesamtzeit von 4:24,6 Minuten kam sie zu einem überlegenen Sieg vor Lisa Resch und Küthe Grasegger. Wesentlich härter war der Kampf bei den Wirtschaft. Rhein-Mainische Börse. Uneinheitlich. Frankfurt a. M., 5. Febr. Die bedeutsamen politischen Maßnahmen, wie sie die Konzentration der politischen, militärischen und wirtschaftlichen Strafte Deutschlands darstellen, wurden an der Börse stark beachtet. Das Geschäft kam zunächst nur zögernd in Gang, konnte aber im Verlaufe gegenüber den Vortragen eine leichte Belebung aufroelfen. Neben weiteren Liquidationsverkäufen von Privatbankfirmen erfolgten auch seitens der Kundschaft einige Anlagekäufe. Die Kurse am Aktienmarkt entwickelten sich uneinheitlich, wobei die Schwankungen jedoch kaum 1 v. H. überschritten. Eine Ausnahme bildeten indessen Harpener Bergbau, die auf etwa 167 (172) heruntergingen, nachdem bereits am gestrigen Berliner Schluß ein Rückgang bis auf 168,50 emge-- treten war. Fest lagen andererseits Aschaffenburger Zellstoff mit 142,25 (140). Am Montanmarkt gingen Hoesch, Rheinstahl und Verein. Stahl bis 0,50 v. H. zurück, wogegen Buderus 0,75 v. H. erholt waren auf 123,25. Von Maschinenaktien büßten Rheinmetall 1,40 v. H. ein auf 142,40, Daimler verloren 1 v. H. auf 141,50, während Moenus auf eine größere Kauforder von unv. 130,75 auf 131,50 anzogen, Adlerwerke unv. 118,75. Elektroaktien lagen vorwiegend etwas leichter, besonders Gej- fürel mit 145 (146), dagegen AEG. mit 117,50 behauptet, ebenso RWE. mit 127,13. IG.-Farben gingen um 0,65 v. H. auf 160,13 zurück, ferner ermäßigten sich Bemberg auf 139 (140), Reichsbank auf 210 (210,50), Holzmann und Zellstoff Waldhof um je 0,25 v. H. Höher lagen Westdeutsche Kaufhof mit 60,75 (60,25). Arn Rentenmarkt war das Geschäft infolge des herrschenden Materialmangels klein. Reichsaltbesitz 10 Pf. höher mit 130,30, Kornrnunal-Urnschul» düng unv. 95,30. Reichsbahn-VA. unv. 129,90. Goldpfandbriefe wurden zum Teil gestrichen, teilweise repartiert, Franks. Pfandbriefbank bei unv. 100 mit 10 v. H. Stadtanleihen, Liquidationspfandbriefe und Kommunal-Obligationen lagen fast unverändert, auch Staatspapiere wichen nur wenig ab, während Industrie-Anleihen die üblichen Schwankungen aufwiesen. Kommunal-UmschUldung gingen später auf 95,25 nach 95,30 zurück. Der Verlauf brachte an den Aktienmärkten nur noch wenig Veränderungen, die Umsätze li-'ßen wesentlich nach, und das Schlußgeschäft kam früh zum Erliegen. Leicht ermäßigt waren AEG. mit 117,25 nach 117,50 und Verein. Stahl mit 412,13 nach 112,40. Don den später feslgestellten Kursen wurden Harpener mit 166,75 (172), Demag mit 145 (146,75), Südd. Zucker mit 208 (209), andererseits Akkumulatoren mit 225,50 (224,50) und Rheag mit 129,75 (129) notiert. Von Großbankaktien bröckelten Deutsche Bank weiter ab auf 126,50. Im Freiverkehr hatten Bürbach Kali mit 67,50 bis 68,50 und Dingler Maschinen mit 87,50 bis 88,50 größeres Geschäft, höher waren ferner Schuh Berneis mit 76,50, Ufa mit 70,50 dagegen Katz & Klumpp mit 108,50 (109) etwas niedriger. Tagesgeld unverändert 2,50 v. H. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Zistern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 4 o H., Lombardzinsfuß 5 v. H. Frankfurt a. M. Berlin Frankfurt a. M. Berlin Schluß- kurs Schluß?. Abend- börse Schluß- kurs Schluß! Mittag- böcse Schluß- kurs Schluß!. Abend- börse Schluß- kutS Schluß!. Mittag- börse Damm 4-2. 5.2. 4-2- 5.2. Datum 4-2. ' 5.2. 4.2. 5-2. 5% Deutsche Reichsanleihe v. 1927 4% Deutsche Reichsanl. von 1934 4i/2% Deutschs Reichsschatzanwei- 101,7 99,5 99,65 99 108,25 100,5 100,3 100 130,2 137,75 100 102 100 99,5 99,25 136,4 100 99,5 102,25 102,25 111,4 135,25 81,25 82 129,9 210,5 122,13 126,75 114,25 101,7 99,3 99,65 99 108,13 101,25 100,3 100 130,3 137,75 100 102 100 99,5 99,25 136,9 99,5 102,25 102,2 111,4 134,5 81 82 129,9 210 122,13 126,5 114,25 101,7 99,3 99,65 99 108,5 100 130,4 \ - 100 100 99,5 136,65 100 102,25 111,6 135,25 137,5 81 129,25 210 135,75 122,13 126,75 114,25 101,7 99,3 99,65 109 100,7 99,9 130,25 100 136,5 100 102,13 134,65 81,5 129,75 209 135,75 122,13 126,5 114,25 Aceumulatoren-Fabrik.......14 Aschaffenburg Zellstoff........6 Bemberg...................O Bekula.....................8 BuderuS Eisen............... 5 dement Heidelberg...........7 dement Karlstadt............6 Conti Gummi.............. 12 Daimler Motoren..........6'/, Dessauer Gas ............... 4 Deutsche Erdöl..............5 Deutsche Gold- und Silber .... 9 Deutsche Linoleum..........10 Elektrische Lieferungen........6 Elektrische Licht und Kraft..... 7 I. G. Farben-Jndustrie.......7 Felten & Guilleaume.........6 Gesfürel.................... 7 Th. Goldschmidt.............6 Gritzner Maschinen........... O Harvener.................8% Hoesch Eilen............... 3% Philivv Holzmann...........8 Ilse Bergbau................6 Ilse Genüsse................6 Kali Aschersleben............ 4 .Klöcknerwerke ............. 4y2 Kokswerke und Chemische Fabrik 7 Lahmeyer..................6 Mainkraft...................4 Mannesmann.............4 ’ 2 Mansselder Bergbau......... 7 Metatlgesellfchast.............6 Orenstein & Koppel..........O Rheinische Braunkohle.......12 Rheinische Elektro............6 Rheinstahlwerke..............6 Rbeinisch-Westfälische Elektro .. fl Rütgerswerke ...............7 Salzdetfurth Kalt............6 Schuckerl L Co...............7 Schultheis Patzenhofer........4 Siemens L Halske...........9 Süddeutsche Zucker......... 10 Bereinigte Stahlwerke......4y, Westdeutsche Kaufhof.........O Westeregeln Alkali............4 Zellstoff Waldhof............6 Olavi Minen...............0,6 140 140 168,75 122,5 165 193,25 142,5 140,5 254 167 129,5 141,75 160,75 137,25 146 141,5 50,5 114,25 160,5 134,5 118,5 121 95,75 114,5 157 147,5 230,5 129 140,75 127 151,5 176 209 112,5 60,25 110,5 148,25 29 225,5 142,25 139 168,5 123,25 164,75 192,75 140,5 139,5 254 166,75 129,25 111,5 159,9 137 144 140,9 50,4 166,75 113,75 160,25 134 111,25 118,75 121 95,5 114,65 157,75 147 230,5 130,25 140,25 127,13 149 175,5 208 112,13 60,75 110,75 148,25 222 140,5 140 168,75 122,5 193 142 122 140,5 166,75 129,75 141,65 160,75 138,13 145,9 141,5 50,75 168,5 114,4 161 162,5 134,9 110,13 118,5 157,75 121 114,65 158 108,25 230,25 129 141 126,9 151,4 176 95,9 209,75 209 112,5 60,13 110,25 148 29 226 141,25 138,25 169,25 122,75 — 192 141,13 121,65 138,13 166,75 130 140,75 159,75 137,5 143,25 140,75 50 166,25 114 160,5 160,75 134 110,75 118,5 156,25 121,25 113,9 158 146 108,5 230 130,5 139 126,5 146,75 170 175,75 95,65 210,5 209 112,4 60 110,25 148 29 *y2% Deutsche Reichsschatzanwei- sungen von 1935, II. Folge ... iyt% Deutsche Reich-schatzanwel- sungen von 1936, III. Folge .. 5y2% Young Anleihe von 1930 .. 4%% Hesiische Bollsstaat von 1929 4y2% Deutsche Reichspostschah von 1934 I...................... 4y2% Deutsche Reichsbahnschatz Oberhessen Provinz-Anleihe mit Auslos.-Rec'iten.............. 4y.% Hess. L andeSbk. Darmstadl Goldpfe. R. 12.............. 5yz% Hess. Landes-Ht)p.-Banl er >ße n - ps Die nn en )r- e r 5f‘ Mannern. Auch hier lief -er Sieger, Helmut Lantschner, gleich zu Beginn. Er schoß mit vorbildlicher Skiführung über den Hang und schaffte 1:52,0 Minuten. Bombensicher stand auch Harro Cranz den letzten Schuß und mit 1:42,8 kam er dicht an Lantschner heran. Toni Bader, Hans Kernser, Hans Pfnür, Josef Gantner u. a. m. stürzten. Eine gute Fahrt hatte Roman Wörndle, der sich mit 1:45,0 Minuten auf den dritten Platz setzte Der zweite Gang änderte an dieser Reihenfolge nichts mehr. Tcr Torlanf. Der zweite Tag der deutschen Skimeisterschaften im Schwarzwald brachte den zweiten Wettbewerb der alpinen Kombination, den Torlauf. Die Sieger der Abfahrtsläufe, Helmut Lantschner und Christel Cranz, wurden auch überlegene Torlaufsieger und damit Gewinner der alpinen Kombination. „Heli" und „Christel" sicherten sich also zusammen je drei Meistertitel. Die Strecke war mäßig steil, wies 31 Tore auf und stellte an die Teilnehmer nicht allzu große Anforderungen. Bei den Männern war Helmut Lantschner in beiden Durchgängen mit 55,1 und 56,8 Sekunden der weitaus schnellste Läufer. Toni Bader und Josef Pertsch, die Torlaufsieger von Garmisch-Partenkirchen, kamen mit 7 und 8 Sekunden Abstand auf den zweiten und dritten Platz und bewiesen damit erneut ihr großes Können. Bei den Frauen war natürlich Christel Cranz ihren drei Mitbewerberinnen klar überlegen. Mit 62,3 und 64,5 war sie durchweg zwei Sekunden schneller als Käthe Grasegger. Mit Abstand folgte Lisa Resch, die aber Zweite in der Kombination wurde, auf dem dritten Platz vor Hildesuse Gärtner. schäft in der Kaiserstraße vorgefahren und hatten nach Zertrümmerung der Schaufensterscheiben für insgesamt 6000 Mark Pelze und Photoapparate geraubt. Auch in diesen drei Fällen haben die Täter ein Auto, und zwar einen schweren Auto-Union- Waaen, benutzt. Aus dem Schaufenster eines Geschäfts in der Friedensstraße haben sie einen wertvollen Hermelinumhang erbeutet.. In einem Radiogeschäft in der Schäfergasse wurde ein Radioapparat gestohlen. Die wertvollste Beute machten die Verbrecher in der Schillerstraße, wo sie vier Photoapparate entwendeten. Der Gesamtschaden beläuft sich auf über 3000 Mark. Die Täter haben in allen Fällen vor den Geschäftshäusern angehalten, den Motor laufen lassen und unter dem Schutz dieses Geräusches die Fensterscheiben mit großer Gewalt eingeschlagen. Die zunächst liegenden Ausstellungsstücke nahmen dann die Täter an sich. Aus der engeren Heimat. 600 Wettkampfleiter des Berufs- Wettkampfes wurden geschult. NSG. Am gestrigen Sonntag fand in der „Börse" in Frankfurt eine Arbeitstagung von 60 0 Kreis- und Ortswettkampfleitern des B e r u f s w e t t k a m p f e s aller schaffenden Deutschen statt, die aus den Kreisen Groß-Frankfurt, Alsfeld-Lauterbach, Büdingen- Schotten, Gelnhausen, Hanau, Schlüchtern, Wetterau, Offenbach und Main-Taunus zusammengezogen waren. Zur gleichen Zeit fand in Darm- st a d t für den südlichen Teil des Gaues eine gleiche Arbeitstagung statt. Die Tagung in Frankfurt wurde mit einer kurzen Feierstunde von HI. und Werkschar eingeleitet, auf der Hauptbannführer Lindenburger und Gauberufswalter Stein sprachen. Rach dieser festlichen Eröffnung begann die eigentliche Arbeitstagung, auf der Gauberufswalter Stein, der Gaubeauftragte für den Verufswettkampf im Gau Hessen-Nassau, die allgemeinen organisatorischen Fragen der Durchführung des Wettkampfes behandelte. Nachdem er den ehrenamtlichen Wettkampfleitern den Dank der Reichsführung für die gute Vorarbeit abgestattet hatte, führte er aus, daß von allen Teilnehmern am Berufswettkampf aller schaffenden Deutschen Haltung und Leistung erwartet werden. Die Teilnehmer am Wettkampf würden von den Wettkampfleitern Betreuung und Förderung erwarten. Der Sinn der Wettkampfleiterschulung sei, die einheitliche Ausrichtung aller Arbeiten des NBWK. sicherzustellen. Im Verlaufe der Tagung wurden deshalb die Fragen der Vorbereitung, Durchführung, Bewertung' und Auswertung eingehend besprochen. Gauberufswalter Stein betonte, daß es die Aufgabe des Berufs- wettkampfes sei, an dem aus dem Gau Hessen- Nassau allein 107 000 Volksgenossen und Volksge- nossinen teilnehmen, die Besten zur Führung zu berufen. Sinn und Ziel würden nur durch' die Partei bestimmt, die auch allein Einfluß auf die Gestaltung der Dinge nehme. Im Verlaufe seiner Ausführungen gab er weiter ein Bild von der Entwicklung des RBWK. der Jugend zum Wettkampf aller Schaffenden Deutschen. Anschließend behandelte Pg. Pohl von der Reichsdienststelle den sozialpolitischen Sinn des Wettkampfes. Am Nachmittag wurde die Arbeitstagung mit Einzelschulungen der Gauwettkampfleiter fortgesetzt, die über die Besonderheiten ihrer Wettkampfgruppen sprachen. Ilugzeugmodellbauabende in Alsfeld. Der Sturm 6/7 5 Gießen des NS.- Fliege r k o r p s , Einheit Alsfeld, veranstaltet in den nächsten Wochen jeden Dienstag und Freitag M o - d e l l b a u a b e n d e für die Hitler-Jugend und das Jungvolk in der alten Stadtschule in Alsfeld. Teilnehmerlisten liegen bei der HI., dem Jungvolk und den Schulen offen. Im Hinblick auf den großen erzieherischen Wert dieser Bauabende und insbesondere wegen des regen Interesses, das die Jugend dem Flugzeugmodellbau entgegenbringt, werden die Eltern gebeten, ihre Jungen an den Modellbauabenden teilnehmen zu lassen. Zur Berichtigung einer vor kurzem in die Oeffentlichkeit gebrachten Mitteilung wird festgestellt, daß das Segelfliegerlager Nieder-Ofleiden nicht aufgehoben, sondern als Wochenendschulungslager für den Sturm vorgesehen ist. Wieder drei Gchaufenstereinbrüche in Frankfurt. Die Diebe fuhren mit dem Auto vor und raubten für 3000 Mark Daren. LPD. Frankfurt a. M., 5. Febr. In der Nacht zum Samstag kurz nach 3 Uhr sind in der Frankfurter Innenstadt kurz hintereinander d r e i S ch a u- fenstereinbrüche ausgeführt worden. Bekanntlich waren erst vor wenigen Tagen drei Burschen mit einem Auto nachts vor einem Pelzwarengeschäft in der Goethestraße und einem Photoge- Landkreis Gießen. wg. Großen-Buseck, 6. Febr. Gestern feierten der Maurer und Landwirt Christoph Harbach und Ehefrau Margarete, geb. Pfeifer, in guter geistiger und körperlicher Frische das Fest der goldenen Hochzeit. 00 Beuern, 7. Febr. Am morgigen Dienstag, 8. Februar, begeht der Landwirt Heinrich Christoph B e l l o f f in geistiger und körperlicher Frische seinen 8 0. Geburtstag. Der alte Herr beteiligt sich täglich noch an allen Arbeiten im Hofe und im Stalle, ferner nimmt er an dem Geschehen unserer Zeit regen Anteil. y. Daubringen, 5. Febr. Gestern abend fand die ordentliche Generalversammlung des Vereins Kinderfreund und Krankenpflege Daubringen bei Gastwirt A. Erb statt. Der seitherige Vorsitzende des Vereins, Dekan i. R. Gußmann (Gießen), eröffnete die sehr stark besuchte Versammlung und erstattete den Jahresbericht für 1937. Hieraus ist von öligem einem Interesse zu erwähnen: Es wurde Dank ausgesprochen für großzügige Unterstützung der Gemeinde, der Reichsbahndirektion Frankfurt a. M., der örtlichen evangelischen kirchl. Frauenhilfe und den Buderus- schen Eisenwerken, sowie den vielen ungenannten Gebern, die den Haushalt mit Naturalien unterstützten und damit die Vereinskasse erleichterten. Schwesternwechsel fand nicht statt. Die Gemeindekrankenschwester tätigte 24 Nachtwachen und über 5000 Krankenbesuche. Beiden Schwestern wurde für ihre Treue und Opferwilligkeit herzlichst gedankt. Der Bericht schloß mit dem Wunsche, daß der Verein auch fernerhin zum Segen der Gemeinde wirken möge. Die vorgeprüfte Rechnung wurde von Rechner Braun vorgetragen. Sie gab ein gediegenes Bild von der Festigkeit des Vereins und einen Kassenüberschuß. Ihm wurde warmer, gebührender Dank von dem Vorsitzenden ausgesprochen. Zum Punkt „Verschiedenes" beantragte Dr. Ruding, daß „Wahlen" auf die Tagesordnung gefetzt würde. Nachdem dieser Antrag von der Versammlung angenommen war, wurde nach den Satzungen Bürgermeister Deines erster Vorsitzender und Pfarrer Metzler (Kirchberg) zweiter Vorsitzender. Der seitherige Vorsitzende und Gründer des Vereins und der Anstalt wurde auf Antrag Jahres einstimmig zum Ehrenvorsitzenden ernannt Mit der übligen Führerehrung wurde sodann die Versammlung geschlossen. # Allertshausen, 6. Febr. Die älteste Frau unseres Dorfes, die Witwe Katharina Hormann, konnte gestern ihren 8 6. Geburtstag begehen. Die alte Frau betätigt sich noch in unermüdlicher Arbeit für ihre Angehörigen. + Saasen, 4. Febr. Die Gemeindegruppe des Reichsluftschutzbundes Grünberg zeigte hier im Saale „Zum goldenen Löwen" den Film „Volk in Gefahr". Gemeindegruppenführer Kohlbach (Grünberg) gab zu den einzelnen Bildern nähere Erläuterungen. Der Film machte die Teilnehmer des Abends mit der Arbeit, den Zwecken und Zielen des Reichslustschutzbundes vertraut. cv> Eberftadt, 4. Febr. Im Hauptschen Saale zu Arnsburg fand die B r e n n h o l z v e r st e i g e. r u n g aus dem Graf zu Solms Laubachschen Forstrevier Arnsburg statt. Zahlreiche Kaufliebhaber fanden sich dazu ein. Es wurden 330 Raummeter Scheitholz, 380 Raummeter Knüppel und 340 Raummeter Stamm- und Astreiser versteigert. Es wurden folgende Preise erzielt: Buchenscheite 10 bis 11,50 Mark, Eichenscheite 6 Mark, Buchenknüppel 8 bis 9 Mark, Eichenknüppel 4,50 Mark, Buchenftammreiser 1 Mark, Eichenstammreiser 0,90 Mark, Buchenastreifer 0,70 Mark je Raummeter. — Mu schenheim, 4. Februar. Dieser Tage konnte der zweite Ausbildungskursus des Reichsluftschutzbundes zu Ende geführt werden. Zwei Drittel der Einwohnerschaft sind bereits geschult. Die Hausfeuerwehren und die Laienhelferinnen sin- gut organisiert. - S t e i n h e i m , 4. Febr. Bei Mitglied Willy Stoll fand dieser Tage die Hauptversammlung des Ob st- und Gartenbauverems statt. Lehrer Sommer sprach zunächst über die Obsternre des Jahres 1937 und machte auf einige Fehler aufmerksam, die noch bet der Behandlung des Obstes gemacht worden waren. Eindringlich warnte er vor einem zu frühen Pflücken des Obstes. Rechner Ens k e l erstattete den Kassenbericht, der in Ordnung befunden wurde. Sodann wurde die neue Reichs- Schädlingsbekämpfungsverordnung zur Kenntnis geben. Anschließend hielt der Vereinsführer einen Vortrags über das Thema „Schädlingsbekämpfung und Vogelschutz". Der Redner wies die Notwendigkeit einer intensiven Schädlingsbekämpfung und einer großzügigen Vogelschutzaktion nach. Lehrreiche Zeichnungen und Aufsätze, die in der Schule bearbeitet worden waren, ergänzten die Ausführungen. Es wurde beschlossen, demnächst eine größere Anzahl neuer Nistkasten anzuschaffen. Der restliche Bestand ungespritzter Bäume soll noch behandelt werden. Eine örtliche Kommission wird sich demnächst vom Stande der Säuberungsaktion und der Auslichtungsarbeiten in den Obstgärten an Ort und , Stelle überzeugen. Im weiteren Verlaufe der Versammlung wurde noch beschlossen, einen Ausflug nach Geisenheim zu unternehmen. Kreis Alsfeld. ch Deckenbach, 6. Febr. Der Landwirt Wilh. Paulus konnte heute im Kreise seiner drei Kinder und vier Enkel seinen 7 5. Geburtstag begehen. .. noch ist es Zeit, Ihren Vorteil im Schlußverkauf zu suchen! Hier noch einige besonders günstige Beispiele unserer Leistungsfähigkeit im Winter-Schluß-Verkauf: ■ —J| ■ , , Desgleichen zweireihig, Lodenjoppen aisüeberjoppe einreihig, warm gefüttert zu tragen RM. 8.95, 11.25 RM. 9.80 Ferner finden Sie in WINTERMÄNTELN für Herren LJ ä c Ä n Gute, tragfähige Zwirnhosen nuocn RM. 3.95, 4.75, 7.25 warme Tirteyhosen AnZUghOSGHz.T.auchf.Kombination RM. 6.85,7.25 geeignet RM. 6.60, 8.90,11.75 INH: WILHELM HORN UND SOHN 4 Kreuzplatz 15 304 a und Knaben noch einige weit unter Preis gesetzte Stücke. — Ein Besuch wird Sie hiervon überzeugen Heute Montag Erstaufführung H MARTHA EGGERTH PAUL HÖRBIGER Ml LUCIE ENGLISCH FRITZ VAN DONGEN THEO LINGEN HANS MOSER Spielleitung: CARL LAMAC Giessen I / 7 7 - Ml H-’ Ein Film zwischen Lachen und Weinen, Liebe und Sehnsucht. Musik und Humor. Martha Eggerth bezaubert durch ihr übersprudelndes Temperament! Dazu das Terzett: Hörbiger, Moser, Lingen. Im Beiprogramm heute zum letztenmal: SCHMELING - BEN FOORD der neue Boxkampf-Film. 799d Ufa,-Ton-Wo ehe! - Täglich 4, 6, 8.30, Sonntag 8, 5.30, 8.30. rwanssvevstelsevuns Dienstaa, 8. Febr., nackm. 2 Uhr sollen i.Versteigerungslok.Neuen- weg 28 bzw. an Ort u. Stelle (Be- kanntg. in ob. Lokal) zwangsw. gen. sof.Barzahl. versteig, werd.: Haus-, Laden- und Büromöbel, 60 Flaschen Wein, 2 Registrierkassen, 3 Schreibmaschin., 1 Vervielfältigungsapparat, eine Curo- Sonne, 1 Nähmaschine, 2 Spiegel, 3 Teppiche, 1 Uhr, 1 Gasherd, eine Schausenstereinricht., Anzugstoffe. Bestimmt wird versteigert: Ein Personenwagen (Brennabor) nur noch zum Ausschlacht, verwendbar. Schavnranu 809D Gerichtsvollzieher in Gießen Wiesenstrabe 2, Telefon 3108. We, Mer und 800 V WWe stehen zum Verkauf am Mittwoch, 9. Februar undDonnerötag.IO.Februar 1938 in Wetzlar am Taubenstein bei BleöD?rniettuagS'6eiioifenf(6aft iiir den Stets MM. 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