Nr. 285 Erstes Blatt 188. Jahrgang Dienstag, 6. Dezember 1938 Erscheint täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte (Lietzener Familienblätter Heimat im Bild • Die Scholle Monatr-Vezugspreir: Mit 4 Beilagen RM.1.95 Ohne Illustrierte , 1.80 Zustellgebühr. . „ -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt zemsprechanschMffe unterSammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Gieße« Postscheckkonto: Frankfurt am Main 11686 Eichener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: vrühlsche Univerfitätsdruckerei R. Lange in Sieben. 5christlettung und Geschäftsstelle: Schulfttatze 7 Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8'/,Uhr des Vormittags Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Text- anzeigen von 70 m m Breite 50 Rpf.,Platzvorschrift nach vorh.Dereinbg.25°/o mehr. Ermäßigte Grundpreise: Stellen-, Vereins-, gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Rpf., Familienanzei- gen, Bäder-, Unterrichts- u. behördlicheAnzeigen6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B Was geht in Rumänien vor? Eigener Bericht des Gießener Anzeigers. AnüilaSienische Demonstrationen in Tunis und auf Korsika Leben dieser in der zielbe- wäre, eine große Rolle in dem politischen Rumäniens spielen würde. Der Unwille Menge fand ein schlagkräftiges Instrument entschloffenen, zu allem bereiten und sehr wußten Gruppe der Eisernen Garde. Rom, 6.Dez. (DRV.) Die Agentur Stefan i meldet empörende antlitalieuische Kundgebungen in Tunis und in einigen Städten auf der Insel Korsika, die — in einigen $ allen unter Beteiligung städtischer Behörden — durch den von jüdisch-marxistischen Blättern aufgehehten Mob veranstaltet wurden. Die roten Radaubrüder zogen vor italienische Büros und Niederlassungen und sogar vor die Konsulate und warfen hier die Scheiben ein. Italiener, die dem randalierenden Haufen begegneten, wurden angegriffen und verletzt. Die französische Polizei aber befleißigte sich dabei einer bemerkenswerten Zurückhaltung. Sogar ein französischer Minister hat sich in einem Telegramm offen auf die Seite des bolschewistischen Janhagels gestellt. Neber die Zwischenfälle in Tunis am Sonntag berichtet das italienische Büro im einzelnen: Zahlreiche Zwischenfälle begannen mit einer Kundgebung französischer Kreise, die von den Behörden als illegal erklärt worden war. Gewalttätigkeiten und Angriffe des umstürzlerischen Mobs, der vou einer preffekam- pagne aufgereizt wurde, ließ man ungestraft geschehen. Vormittags haben kleine Gruppen von Demonstranten, vorwiegend Juden, das Zentrum von Tunis unter italienfeindlichen Rufen durchzogen und dabei mit einem Steinhagel die Schaufenster der italienischen Buchhandlung, des italienischen Reisebüros, der Schiffahrtsgesellschaft Tirrenia, des Anzeigenbüros der italienischen Zeitung Union und der Zeitung selbst zertrümmert. ohne daß der im voraus aufgeslellte umfassende Ordnungsdienst wirksam eingegriffen hätte. Zu Tätlichkeiten kam es gegen einzelne Italiener und Persönlichkeiten der Kolonie, die verwundet worden sind. Die muselmanische Bevölkerung hat sich den antiitalienischen Kundgebungen vollkommen ferngehalten. Die Italiener, lebhaft empört über die feigen Provokationen und Gewalttätigkeiten, sind in lebhafter Erregung, beobachten ober beispielhafte Disziplin. Die italienischen Konsularbehörden haben bei der Gene- ralrefidenz Frankreichs energifchprotestiert. Polizeistreifen durchziehen die Straßen und besonders das italienische viertel. Ueber gleichartige empörende Zwischenfälle in Korsika verbreitet Stefani folgende Meldung aus Paris: In Ajaccio hat gestern eine Kundgebung stattgefunden, an.der die städtischen Behörden teilgenommen haben. Die Demonstranten durchzogen die Stadt. Im Anschluß wurde eine Dazu schreibt der Deutsche Dien st: Als in Paris ein Judenlümmel den deutschen Diplomaten vom Rach in der deutschen Botschaft niederschoß, ergriff berechtigte Empörung und Erbitterung das ganze deutsche Volk, dem in diesem Augenblick klar wurde, daß hier das Werkzeug Alljudas den tödlichen Schluß gelöst hatte. Klirrend gingen die Scheiben einiger jüdischer Läden in Trümmer als beredte Warnung an alle, die er anging. Keinem einzigen Juden in Deutschland wurde aber auch nur ein Haar gekrümmt. Ob dieser unblutigen Kundgebung setzte ein E n t r ü - stungssturm im demokratischen Blätterwald ein, wie wir ihn lange nicht mehr erlebt hatten. Die Befehlshaber der jüdischen 'Zeitungskonzerne in London und Reuyork kommandierten ihre Schreiberlinge zur äußersten Entfaltung und hektoliterweise wurde Unrat verspritzt. An die „heiligsten Gefühle der Menschheit" appellierten diese Heuchler, obwohl doch keinem Juden ein Leid angetan ward, Demokratie und Liberalismus wurden mobilisiert und all die alten verlogenen Schlagwörte, die Juda als Maske gebraucht. Jetzt wurden wieder Fensterscheiben zertrümmert. Und viel mehr! Roter Mob, von jüdischen und „antifaschistischen" Gazetten aufgereizt, zog in Tunis und einigen Städten Korsikas vor italienische Konsulate und Reisebüros, zerschlug die Scheiben, demolierte die Einrichtungen, randalierte in der unflätigsten Weise ließ ungezügelt seine niedrigen Leidenschaften austoben. Italiener, die dem wüsten Haufen in den Weg kamen, wurden angefallen, be- schimpft, verletzt und verfolgt. Die französische Polizei ließ das alles geschehen ohne ernfthaften Versuch, dem Pöbel entgegenzutreten — als wäre eine Verbesserung der Beziehungen zu der Achsenmacht Italien das Letzte, „prolestenlschließung" verlesen. Rach deren Verlesung sollte sich der Zug auflösen. Stattdessen begaben sich die Demonstranten, ohne daß polizei- sperren energisch eingegriffen hätten, vor das italienische Konsulat und veranstalteten dort eine lärmende Kundgebung. Ls wurden auch Steine gegen die Fassade des Konsulatsgebäudes geschleudert. Zahlreiche Fensterscheiden sind zertrümmert worden. Auch in Bastia hatten sich am Sonntag zahlreiche Demonstranten auf dem Theaterplah versammelt, wo heftige Reden gehalten wurden. Es wurde ein Telegramm des Marlnemlni- fters Lampinchi verlesen, der sich mit den Demonstranten solidarisch erklärte. Anschließend zogen die Demonstranten durch die Straßen der Stadt. Die Geschäfte sind geschlossen worden. nun darauf, diese Zentrale ausfindig zu machen. Auf den Vorsitzenden des Czernowitzer Militärgerichts Oberslleutnant C r i st e s c u wurde Mon- tagngchmittag ein Anschlag verübt. Als der Oberstleutnant das Gerichtsgebäude verließ, traten ihm zwei Männer im Hausflur entgegen und gaben vier Schüsse auf ihn ab. Er wurde durch einen Schuß an der Schulter leicht verletzt. Während ein Attentäter entkam, wurde der andere festgenommen. Ein Gymnasialschüler namens Leonid Lu tut o- v i c i soll bei seiner Festnahme versucht haben, eine Pistole und ein Bajonett wegzuwerfen, die er bei sich trua. Bei der Vernehmung gab er an, daß der zweite Attentäter ein gewisser Eugen R a h i n t r i u sei, der im September 1938 wegen Betätigung f ü r d i e Eiserne Garde von allen Schulen des Landes ausgeschlossen worden war. Die beiden hätten, so soll der Verhaftete erklärt haben, erst am Montagfrüh vom „Todesba- taillon" den Befehl erhalten, Oberstleutnant Cristescu zu erschießen. Sie seien jedoch schon seit einiger Zeit im Pistolenschießen unterrichtet worden. Bei zahlreichen Schülern des Gymnasiums, bei dem der Verhaftete die oberste Klasse besuchte, wurden Haussuchungen vorgenommen. Eine Anzahl Schüler wurde verhaftet. Das Czernowitzer Militärgericht hat in letzter Zeit viele Mitglieder der Eisernen Garde abgeurteilt. Oberstleutnant Cristescu hatte vor drei Wochen bereits einen Brief erhalten, der vom „Todesbataillon" stammte und mit den Worten „Terror gegen Terror" unterzeichnet war. „Das nationale Gericht", hieß es in dem Brief, „hat seine (Cristescus) Vergehen untersucht und ihn zum Tode verurteilt! Das Land leidet unter der Peitsche. Die Elite der Nation kommt. Wir gehen zum Angriff über." E. P. Budapest. Ein klares Bild über die Lage in Rumänien zu erhalten, ist schon rein technisch schwierig. Die außerordentlich strenge Zensur läßt weder die Nachrichten über die dem Regime unliebsamen Ereignisse noch Berichte über die Stimmung in den verschiedenen Kreisen Rumäniens durchschlüpfen. Dennoch ist der Verkehr zwischen Ungarn und seinem östlichen Nachbarn rege genug, um einen einigermaßen zuverlässigen Üeberblick über die Lage und die zu erwartende Entwicklung in Rumänien erhalten zu können. Erleichtert wird dies zu einem gewissen Grade durch eine neue Weisung der Regierung an die Zensur, der Presse Veröffentlichungen über die erfolgte Ahndung von Terrorakten zu gestatten. Dadurch erhält man zuverlässige Kenntnis von der unterirdischen Tätigkeit der so oft tot gewähnten, aber immer wieder auflebenden Eisernen Garde. Das Bild, das man sich in Budapest von dem inneren Kampf der letzten Wochen in Rumänien macht, ist folgendes: Es stehen sich zwei Fronten gegenüber: Auf der einen Seite die Regierung mit dem militärischen und verwaltungstechnischen Apparat, auf der anderen Seite die ungeheure Menge der Unzufriedenen und eine der größten Parteien des Landes, die Agrarpartei Manius, die auch heute, wenn sie nicht mit Gewalt unterdrückt Das Volk hat gesprochen! Am 3. und 4. Dezember hat das deutsche Volk zwei Schlachten geschlagen, die beide mit einem überwältigenden Siege geendet haben. Der Tag der Nationalen Solidarität, die große freiwillige Straßensammlung, die von den führenden Männern der Partei und des Staates alljährlich übernommen wird, ergab über 15 Millionen Mark, beinahe doppelt soviel wie im Vorjahre. Damit hat das deutsche Volk durch eine Art „sozialer Volksabstimmung" in einer unvergleichlichen Weise seine Gefolgschaft zum Nationalsozialismus und zum Aufbauwerk des Dritten Reiches bekundet. Die Reichstagsergänzungswahl im Sude- t e n l a n d e ist zu einem Siegesfest ohnegleichen geworden, bei dem sich 98,9 v. H. aller Stimmberechtigten zum Führer Adolf Hiller und zum Groß- deutschen Reiche bekannt haben. Die „Geburtsurkunde Großdeutschland", von der der Führer in seiner Reichenberger Rede sprach, konnte fürwahr nicht glanzvoller und überzeugender geschrieben werden. Sonderbar ist das Verhalten der ausländischen Presse. Das großartige Ergebnis des Tages der Nationalen Solidarität wird von ihr bisher nur Nebenbei erwähnt, wenn nicht gar totgeschwiegen. An der Reichstagsergänzungswahl kann man im Auslande nicht gut vorbeigehen, man gibt sich aber den Anschein, als hätte man nichts anderes erwartet als diesen Erfolg. So liegen die Dinge aber durchaus nicht. Man muß sich einmal gegenwärtig halten, welche Flut von Lügen und Verdächtigungen hn deutschfeindlichen und im jüdischen Teil der Auslandspresse über die innerdeutschen Verhältnisse ausgegossen wurde. Dort hat man der Welt jahrelang klarmachen wollen, daß das deutsche Volk unter einer brutalen Diktatur seufzen müsse und daß es sich danach sehne, die „Segnungen" der westlichen Demokratien so bald wie möglich wieder zu erfahren. Nach den Behauptungen dieser Lügenblätter soll in Deutschland die Hungersnot entweder bevorstehen oder schon hereingebrochen sein, mindestens sei die allge- me-ine Verarmung in vollem Gange. Als Oesterreich seine Rückkehr ins Reich artgetreten hatte, wurden die tollsten Lügen über die angebliche Mißstimmung der Bevölkerung in Umlauf gestesetzt. Nicht viel Codreanu in Verbindung bringt, wobei es gleichgültig ist, ob gesagt wird, daß er vorher von dem Plan gewußt ober ihn erst nachträglich gebilligt habe. „Terror gegen Terror." Attentat auf den Vorsitzenden eines Militärgerichts. B u k a r e ft, 5. Dez. (Europapreß.) „Curentul" berichtet interessante Einzelheiten über die Erschießung der drei weiteren Mitglieder der Eisernen Garde. Man habe in der Wohnung des Rechtsanwalts Fagadaru Waffen und Munition gefunden. Man habe den Rechtsanwatt der Absicht bezichtigt, öftenlliche Anlagen in Klausenburg in die Luft zu sprengen. Fagadaru fei denunziert worden, aber geflohen. In Czernowitz sei er dann verhaftet worden und habe ein Geständnis abgelegt. Dabei habe er eilte Reihe von Mitverschworenen angegeben. Darunter hätten sich auch die mit ihm zusammen auf der Flucht erschossenen Petru Andrei und Bicu Anania befunden. Auf dem Wege nach Buza, wo ein Lokaltermin ftattfinben sollte, seien die drei Gefangenen bei einem angeblichen Befreiungsversuch erschossen worden. Zwischen den Angreifern und den Sicherheitsbeamten, die den Gefangenen- transport begleiteten, sei ein Feuergefecht entstanden, in dessen Verlauf mehrere Angreifer verwundet, die drei Häftlinge aber erschossen worden seien. Wie „Curentul" weiter meldet, sei man durch die Untersuchung zu der Ueberzeugung gelangt, daß im Lande immer noch eine Terroristenzentrale tätig sei. Die Bemühungen der Behörden richteten sich was Frankreich, gebrauchen könnte. Sogar ein aktiver französischer Minister macht diese Ausschreitungen zu seiner Sache, erklärt sich mit den Inspiratoren dieses Rummels solidarisch! Aber kein Wort der Entrüstung ist diesmal zu vernehmen in der „internationalen Presse"! Man schweigt, denn es sind ja nur italienische Fensterscheiben! Wo bleibt Gerechtigkeitssinn und Objektivität dieser demokratischen Apostel? Wo bleibt das so oft beschworene „Wettgewissen"? Sellist über den Ozean, wo man so schnell bei der Hand war, die „öffentliche Meinung" zu alarmieren und mit heuchlerischem Augenauftchlag über die „gewalttätigen Deutschen" zeterte, ist alles still geblieben. Gewiß! 6 Jahre haben uns zur Genüge gezeigt, was es mit diesen Phrasen auf sich hat. Für Gewatttaten gegen „Faschisten" und „Nazis" besteht kein Interesse! Entrüstet ist man nur, wenn Juda auf den Fuß getreten wird! Aber die Herren in Frankreich, die diese neuen Ausschreitungen inspiriert haben, und ihre Gesinnungsgenossen in den übrigen Demokratien sollen sich merken: Die Achse steht unerschütterlich fest gegen alle Intrigen und Manöver! Man würde eine beträchtliche Enttäuschung erleben, wollte man das nicht immer in Rechnung stellen! Oaladier fährt nach Korsika und Tunis. Paris, 5. Dez. (Europapreß.) Ministerpräsident D a l a d i e r hat am Montagnachmittag amtlich mitteilen lassen, daß er während der parlamentsferien im Januar nächsten Jahres eine Reise nach Korsika und Tunis unternehmen werde. Matrosen der Kriegsmarine auf französischen Passagierdampfern. P a r i s , 6. Dez. (Europapreß.) In der Nacht zum Dienstag wurden von Cherbourg aus 259 für Spezialzwecke ausgebildete Matrosen der französischen Kriegsmarine nach Le Havre gebracht. Sie sollen die Bedienung der Maschinenanlage des Personendampfers „Paris" Übernehmen, dessen Personal sich noch immer im Ausstand befindet. Der Dampfer wird am Dienstagvormittag in See gehen und zunächst Cherbourg anlaufen, wo die Passagiere erst an Bord genommen werden, statt, wie ursprünglich vorgesehen, in Le Havre. Ein Teil des unter'Militärgesetz gestellten Personals des Dampfers war am Montagabend an Bord gebracht worden, um die allgemeinen Dienste zu versehen. Der Stteik der Dorfarbeiter von B o u l o g n e ist zu Ende gegangen. Der vom staatlichen Schlichter Cot gefällte Schiedsspruch ist von den Arbeitern angenommen worden. Der Kampf zwischen Regierung und Eiserner Garde geht weiter Billigte der König den Mord an Codreanu? Dieses Instrument konnte durch den Zugriff der Regierung im Frühjahr und die in diesem Zusammenhang erfolgte Einkerkerung des Kapitäns Codreanu nur vorübergehend gelähmt, nicht aber ausgelöfcht werden. Nachdem die Eiserne Garde die ersten neun Monate des Jahres zu stiller, aber unermüdlicher Vorbereitung für einen neuen Vorstoß verwendet hatte, schlug sie gerade währenddes Aufenthaltes des Königs im Aus lande los. Das Regime dürfte des Zweikampfes mit Codreanu überdrüssig geworden sein. Dieser Zweikampf, der die tiefen sozialen und nationalen Gegensätze aufgewühlt hatte,war es, dem die Gewehrschüsse auf der Straße zwischen Bukarest und Jillava ein Ziel gesetzt hatten. Die Eiserne Garde war aber ein Instrument der Millionen von unzufrieidenen Rumänen und nicht nur einer einzelnen Fuhrerpersön- lichkeit oder Gruppe. Es ist somit klar, daß die Be- feitigung des Führers und seines Stabes, mag sie noch so radikal erfolgt sein, die wirklichen Kraftquellen der Bewegung nicht treffen konnte. Wenn man bedenkt, daß schließlich auch das Heer und die Bearntenschaft irn Volke wurzeln, dieses Volk aber höchst unzufrieden ist, will es dem unvoreingenommenen Beobachter erscheinen, daß der Kampf, der der Regierung und ihrem Anhang noch bevorsteht, ein ungleicher sein wird. Nach dem Erblassen des unmittelbaren ersten Eindrucks bildet sich um das Andenken des erschaffenen Volksfübrers die Märtyrer-Legende, und manchmal ist ein Märtyrer ein stärkerer Führer als ein lebender es zu fein vermag. Der Mord an Codreanu wird von der A u s - lanbspr ef f e noch immer höchst unterschiedlich behandelt. Jene Blätter, die das „Weltgewisfen" repräsentieren, stellen sich taub und stumm. Sie glauben, ihre Arbeit mit der Veröffentlich der amtlichen Bukarester Meldung über den Tod Codrea- nus getan zu haben. Es bleibt bann jene Presse, die es verstanden hat, sich von dem Einfluß Alljudas freizuhalten und die noch Wert auf ein selbständiges Urteil legt. In ihr finden wir auch Telegramme aus Bukarest, die erkennen lassen, daß dort absolut keine Ruhe, Zufriedenheit, Sicherheit und Ordnung herrscht. Schmucklos wird feftgeftellt, daß man in Bukarest in höchstem Maße nervös geworden ist, well die Anhänger Codreanus gar nicht daran denken, die Waffen zu strecken. Daß dem so ist, hat sogar das Bukarester Judenblatt „Le Moment" bestätigt, das von der Beschlagnahme erheblicher Mengen Flugblätter und Munition berichtete. Auch andere als antifaschistisch bekannte Blätter geben zu, daß man er ft am Anfang einer Entwicklung stehe, deren Ende sich noch nicht erkennen lasse. Die freie Auslandspresse erhebt nun unausgesetzt die Frage nach den Drahtziehern des Mordes an Codreanu. Abgesehen von äußerst kriti- schen Bemerkungen über die „unübertreffliche Schießkunst" der rumänischen Polizei taucht auch die Frage auf, wer den Mordbefehl unterzeichnet hat. Die einen zeigen auf den Innenminister, die anderen, die etwas besser hinter die Kulissen blicken und die auch die Macht des Judentums in Rumänien richtig einzuschätzen wissen, lassen den Namen der Madame Lupescu fallen. Diese „Dame" ist Judin und Favoritin des Königs. Ihr Haß auf Codreanu war sprichwörtlich. Das „Nationale Dagdlad" in Amsterdam schreibt, es scheine, daß König Carol unter dem Einfluß her jüdischen Madame Lupescu die Maßnahmen gegen die rumänischen Freiheitskämpfer billigte, «ine Feststellung, die den König mit dem Tode von Französische Behörden dulden empörende Ausschreitungen gegen italienische Konsulate und Reisebüros. anders wurde jetzt im Auslande behauvtet, die Stimmung im Sudetenlande sei erheblich umgeschlagen und die kleine tschechische Minderheit befinde sich in der schlimmsten Lage. Das deutsche Volk hat sich um die Lügenmärchen ausländischer Kriegshetzer wenig gekümmert. Es freut sich seiner Arbeit, seiner Ordnung und seines neuen staatlichen Aufstiegs. Als es auch jetzt wieder zum Tag der Nationalen Solidarität aufgerufen wurde, ist es in selbstverständlicher prächtiger Bereitschaft gefolgt. Niemand hat es dazu gezwungen, die Straßen zu passieren, wo die Män- ner und Frauen mit den Sammelbüchsen standen, niemand hat kontrollieren können, wie groß oder wie klein die Spende des einzelnen war. Wenn ausländische Pressevertreter das Straßenbild in deutschen Städten gesehen haben, so werden sie nicht bezweifeln können, daß dieser Tag einem Volksfest glich. Die führenden Männer der Partei und des Staates mären, umdrängt von den endlosen Scharen freiwilliger Spender, sie wurden mit besonderem Jubel begrüßt, als sie in die Arbeiterviertel des Berliner Nordens und Ostens kamen, um auch hier die Fülle kleiner und kleinster Beträge zu empfangen, die ein Beweis der Dankbarkeit des arbeitenden Volkes an seine Staatssührung sein sollte. Die Frage ist nicht überflüssig, in welchen der „demokratischen" Staaten eine solche Verbundenheit von Volk und Führung möglich wäre. Welcher Minister in solchen Ländern könnte sich inmitten einer Volksmenge an eine Straßenecke stellen und von allen Passanten einen freiwilligen Beitrag fordern? Diese Frage stellen, heißt sie verneinen. Wie ganz anders ist dieses dort und in Deutschland. Man hätte nur gewünscht, daß viele ausländische Arbeiter sich von seiner Wirkung hätten überzeugen können. Unter der Herrschaft einer sogenannten „Demokratie" haben 3,5 Millionen deutsche Menschen zwanzig Jahre unter einem fremden Staat leben müssen, der eine Mißgeburt der Friedensdiktate gewesen ist. Bis zuletzt hat es im Auslande Stimmen gegeben, die der Welt klarmachen wollten, daß die Sudetendeutschen sich unter der tschechischen Regierung ganz wohl gesuhlt haben und keine Sehnsucht danach hätten, sich unter das Hakenkreuzbanner zu stellen. Die ganze Anschlußbewegung sei nichts anderes als eine Agitation der Nazis, von der die weitesten Teile der Bevölkerung nichts wissen wollten. — Wenn davon auch nur ein Wörtchen wahr gewesen wäre, so hätte sich das bei der geheimen Abstimmung ergeben müssen. Das sudetendeutsche Volk hat mit lachendem Gesicht und mit seinem Stimmzettel diese Unterstellungen zurückgewiesen. So wie beim Einmarsch der deutschen Truppen durch das ganze Land von Asch bis Znaim. von Eger bis Troppau ein einziger Jubelschrei brauste, so haben sich am Sonntag Städte und Dörfer des deutschen Sudetenlandes in festlicher Stimmung zum Werke der Befreiung und Einigung bekannt, vom heißen Dank erfüllt zu ihrem Führer Mols Hitler. Viele Landgemeinden wählten au hundert Prozent und einstimmig die nationalsozialistische Liste, aber auch bedeutende Städte sind zu verzeichnen, in denen fern einziger Stimmzettel mit Nein abgegeben wurde. Das Gesamtergebnis von 98,9 v. H. spricht deutlicher als alle Worte. Auch die große Mehrheit der im Lande vereinzelt wohnenden Wähler tschechischen Volkstums hat ihr Vertrauen zum neuen Deutschland bekundet. Der größte Anteil der etwa 27 000 Nein-Stimmen ist in den' tschechischen Dörfern zu finden, die in Mähnsch-Schle-, sien in den Bezirken von Troppau, Hohenstadt' Neu-Titichein vorhanden sind und dort im geschlossenen Siedlungsgürtel die deutschen Bezirke von ihrem Mutterlande trennen sollten. Aber auch diese abweichenden Sttmmen haben in keinem Fall zehn v. H. des Ergebnisses in ihrem Kreise erreicht, im ganzen Sudetenland aber nur 1,10 v. H. aller Stimmen. Das ist ein Ergebnis, das in feiner demokrattschen Wucht und Größe die Abstimmung Oesterreichs wiederholt und den Beweis liefert, daß jeder Deutsche unmittelbar sich dem Führer verbunden weiß und aus vollstem Herzen seiner Staatsführung zustimmt, die Deutschlands Träume der Vergangenheit erfüllte, die alle Deutschen zu einem Großdeutschland, zu einem stählernen Block zusammenschweißte, gegen den die Demokratien uneins, zersplittert und in ihren Bestrebungen sich verhalten wie ein Sandkorn gegenüber einer gewaltigen ehernen Geschlossenheit. Diese Antworten der deutschen Nation sind nach dem alten deutschen Wort erfolgt: „Schau um dich und hau um dich!" Wir haben erlebt, wie unter dem Einfluß von All-Juda die Meinung der Völker gegen uns in der gemeinsten Weise aufgehetzt worden ist. Well wir das Judentum von den nationalen deutschen Interessen entfernen und well wir die jüdischen Mordtaten streng gesetzlich in Wahrung unserer Souveränität, über die niemand anders bestimmt als wir selbst, mit gerechten Repressalien beantworteten, sind die Klageweiber von Dan bis Berseba, von Neuyork bis London in Bewegung geraten und haben über Deutschland „Racha" geschrien. Die internationale jüdische Presse, die jüdischen Geldmächte, die von ihr direkt abhängigen politischen Faktoren sind zu einem Generalangriff gegen alles Deutsche geschnitten, sie haben versucht, eine Trennung Zwischen der deutschen Staatsführung und dem deutschen Volke nach dem berühmten englischen Dwster zu konstruieren. Nichts ist falscher als diese Konstruktion. Wir kennen die Weise und wir kennen die Verfasser, wir haben immer wieder die Fabel vom „tiefen, geduldigen, tugendhaften Deutschland" vernommen, das passiv alles dulden müsse und werde, während alle Völker, vornehmlich die Briten, aktiv würden und diese Aktivität als ihr gutes Recht hinstellten, während eine deutsche Aktivität geradezu verbrecherisch wäre und den erhabenen Zielen der Weltdemokratien und des Genfer Vereins widerspräche. Noch im Juli 1920 forderte Churchill nicht Gerechtigkeit für die deutsche Nation, sondern stellte an sie das Ansinnen, „durch einen erhabenen Aufwand an Fleiß, Nüchternheit, Festigkeit, Selbstverleugnung und Mut einen Deich friedlicher, gesetzlicher, ausharrender Kraft zu bilden", wobei an die Selbstverleugnung der deutschen Nation Ansprüche gestellt wurden, die übermenschlich sind. Auch heute findet man noch diese Tugend bei anderen selbstverständlich. Aber Großdeutschland hat gezeigt, daß gerade die Tiefe seiner Tugend und seine Kraft angewendet werden muß, um das eigene Wesen unbeeinflußt von ftemden und jüdischen Phrasen in der Welt zu behaupten. Großdeutschland bekannte sich zu der gewaltigen Idee und den erhabenen Taten seines Führers, und daß diese die Befreiung vom Mischen Ungeist voraussetzten, entspricht durchaus dem einheittichen Willen des großen deutschen Volkes. D. S. Die Gudeienwahl. DieZahl derReichstagssitzc um 41 vermehrt Berlin, 5. Dez. (DNB.) Die Zusatzwahl zum Großdeutschen Reichstag hat nach den vorläufi- gen amtlichen Errechnungen im Sudetenland,AltreichundOe st erreich folgendes Ergebnis: Wahlberechtigte, 2 532 863 Gesamtzahl der abgegebenen Stimmen 2 497 604 Ja-Stimmen 2 464 681 Nein-Stimmen 27 427 Ungültige Stimmen 5 496 Das bedeutet, daß die Prozentziffern mit 98,90 Ja-Stimmen und 1,10 Nein-Stimmen die gleichen geblieben sind gegenüber den vorherigen Zählungen. DieZahlderReichstags- fitze vermehrt sich durch diese Ergänzungswahl um 41. Gudeiendeuifcher Dank an den Führer. Berlin, 5. Dez. (DNB.) Die freudige Begeisterung, mit der sich das Sudetendeutschtum zum Führer bekennt, fand ihren Niederschlag in einer Fülle von Telegrammen an den Führer, in denen am Tag der sudetendeutschen Wahl das Gefühl der Dankbarkeit und Treue in tief empfundenen, oft rührenden Worten Ausdruck fand. In der großen Zahl dieser Telegramme finden sich auch solche von Sudetendeutschen, die fern der S) eint a t den Wunsch hatten, den Führer außer dem freudig aögegebenen Ja-Zettel ihr Treuebekenntnis darzubringen. So lautet ein Telegramm: „Die Sudetendeutschen aus Paris stimmten in der Grenzstadt Saarbrücken mit 100 v. H. Ja. Sie grüßen in dankbarer Treue ihren Führer. Lcmdes- gruppe Frankreich." Aus Triest ging dem Führer folgendes Telegramm zu: „Mit einstimmigem Ja danken 158 Sudetendeutsche der Provinzen Triest, Goerz, Pola, Udine an Bord des Hapag-Damp- fers „Havenstein" dem Befteier ihrer Heimat." In gleicher Weise wird das dankbare Treugelöbnis in einer weiteren Anzahl von Telegrammen laut, die die Sudetendeutschen im Ausland dem Führer sandten, mögen sie nun in Holland, in Ru - mänien oder in der Türkei ihren Aufenthalt haben. Noch viel größer ist die Zahl der Telegramme, die von Volksgenossen aus dem befreiten Sudetengau beim Führer einliefen. Oie Arbeit der GPLl. in Frankreich. Oie Entführung des Generals von Miller vor dem pariser Schwurgericht. Eigener Bericht des Gießener Anzeigers. E. F. Paris, 6. Dezember. Am Montag begann vor dem Pariser Schwur- gepicht die erste Verhandlung des Strafprozesses gegen Nadia Vinikowa. Das ist die unter dem Künstlernamen „Plewitzkaja" bekannte Frau des russischen Generals Skoblin, der am 22. September 1937 den Führer der in Frankreich in der Emigration lebenden früheren national- russischen Frontkämpfer, General von Miller, entführte und diesen aller Wahrscheinlichkeit nach der GPU. in die Hände gespielt hat. Im Januar 1930 war der Vorgänger des Generals von Miller, der erste Präsident des national- russischen Frontkämpferoerbandes, General Kutie- p o f s, auf ebenfalls geheimnisvolle Weife verschwunden. Man nimmt an, daß er nachts an Bord eines an der französischen Küste im Aermelkanal vor Anker liegenden Sowjetdampfers verschleppt wurde. Ueber die Entführung des Generals Kutie- poff, der am hellichten Tage in Paris in einem Taxi verschleppt wurde, hat man heute noch keinerlei Anhaltspunkte. Im Fall Miller aber hält die Staatsanwaltschaft in der Person der unter der Anklage der Mittäterschaft an der Entführung von Millers stehenden Plewitzkaia vielleicht doch den Schlüssel in den Händen zur Aufdeckung des Entführungskomplottes, dessen eigentliche Urheber hinter den sowjetrussischen Grenzpfählen zu suchen sind. Die Methode ist in beiden Fällen dieselbe, Gene- rat Kutieposf wird unter dem Vorwande einer wichtigen Besprechung in ein Taxi gelockt und bleibt fett diesem Augenblick für immer verschwunden. Miller begibt sich auf Veranlassung seines Kameraden" Skoblin zu einem Stelldichein irn Passyviertel und kehrt nicht wieder zurück. Spuren der Entführung werden in betben Fällen so sorgfältig verwischt, daß der Gedanke an das Eingreifen einer internationalen „Geheim- organisation" durchaus nahe liegt. Die beiden Generale waren zarentreue Männer, Leiter einer bedeutenden nationalrussischen Organisation und daher den Komintern ein besonderer Dom tm Auge. Miller hatte am Tage der Entführung einem Kameraden in einer dunklen Vorahnuna einen Bries hinterlassen, in dem sich das Stell- dichein mit Skoblin bestätigt fand und worin Miller die Befürchtung eines ihm gestellten Hinterhaltes ausfprach. Auch in den Tagebuchnotizen der Plewitzkaia, die diese bei ihrer Verhaftung vernichten wollte, ist von Zeit und Ort des Stelldicheins die Rede. Die Plewitzkaja spielte im Leben Skoblins, ihres dritten Mannes, eine fatale Rolls. Sie hatte den früheren Zarengeneral, der, nachdem er auf weißrussischer Seite gegen die Roten gekämpft hatte, plötzlich Tuchfühlung mit den Kommunisten nahm, zu Beginn der Revolution in Sowjetrußland kennengelernt und war auch später in Paris seine Vertraute und Ratgeberin in „politischen" Missionen gewesen. Jetzt hebt sich im Pariser Schwurgericht der Vorhang über den ersten Akt eines Dramas, dessen eigentliche Drahtzieher bestimmt nicht zu fassen fein werden. Man glaubt, daß General Skoblin sich gegenwärtig in Sowjetrußland aufhält. Die Polizei ist überzeugt, daß die Plewitzkaja von der Entführung Millers und wahrscheinlich auch von der Kutiepoffs sehr viel weiß: aber man hat wenig Hoffnung, daß die Angeklagte sich zu sensationellen Enthüllungen herbeilassen wird. Etwa fünfzig Zeugen sind geladen, darunter auch der ehemalige sozialistische Innenminister Marx D o r m o y, der jedoch der Vorladung nicht gefolgt ijL Frau von Miller ist als Privatklägerin zu dem Prozeß erschienen, der etwa acht Tage dauern wird. Man erwartet, daß im Verlaufe des Prozesses wichtige Enthüllungen über die Tätigkeit der GPU. in Frankreich gemacht werden. Die Verhandlung am Montag beschränkte sich auf die Vernehmung der Angeklagten, die natürlich alles rundweg ableugnete. Fest steht bereits, daß d i e Alibis, die sie während der Voruntersuchung angegeben hat, falsch sind. Heute Unterzeichnung in Paris. Oie deutsch-französische Erklärung. MSenirovS Meise. Berlin. 5. Dez. (DAV.) Ans Einladung der französischen Regierung begab sich der Reichsminister des Auswärtigen v. Ribbentrop am Montag um 21.25 Uhr mit dem Rordexpreß zu einem kurzen Aufenthalt nach Paris, um dort — wie bereits gemeldet — eine die deutsch-französischen Beziehungen betreffende gemeinsame Erklärung zu unterzeichnen. Der Reichsminister des Auswärtigen v. Ribbentrop ist begleitet von einigen Herren des Auswärtigen Amtes und den Herren seines persönlichen Stabes. Zur Verabschiedung des Reichsaußenministers hatten sich u.a. auf dem Bahnhof Friedrichstraße eln- gefunden vom Auswärtigen Amt Staatssekretär Keppler, Unterstaatssekretär Woermann, sowie der Leiter der Dienststelle Ribbentrop, Obergruppenführer Lorenz. Von der französischen Botschaft waren der Botschaftsrat Graf Mont- bas und der ehemalige französische handelsmarine- mlnister Llbel, der zu einem kurzen Aufenthalt in Deutschland wellt, erschienen. Das pariser Programm. E. F. Paris, 5. Dezember. Vor der Ankunft des Reichsaußenministers von Ribbenttop findet am Dienstagoormittag unter Vorsitz des Präsidenten der Republik, Lebrun, im Ely sie-Palast ein Ministerrat statt, der den deutsch-französischen Beziehungen und damit der gesamteuropäischen Lage gewidmet sein wird. Die Sitzung wird jedoch nur sehr kurz fein, da Außenminister Bonnet sich zum Empfang des Reichsaußenministers an den Invaliden-B cchnhof begeben wird. Am Dienstagmittag wird Ministerpräsident Daladier zu Ehren des deutschen Gastes ein Frühstück geben; »um 15.30 Uhr findet dann im historischen Uhrensaal des Außenministeriums die feierliche Unterzeichnung der deutsch- französischen Erklärung statt. Um 18.15 Uhr ist ein Empsan g der deutschen imb französischen Presse im Quai d'Orsay vorgesehen, anschließend merken Erklärungen über den Rundfunk die Bedeutung der Unterzeichnung der deutsch-französischen Erklärung erläutern. Abends wird Außenminister Bonnet zu Ehren des deutschen Gastes ein Diner im Quai d'Orsay geben. — Für den Mittwoch sind ein Frühstück, das das Comits France-Allemagne geben wird, und ein Diner in der Deutschen Botschaft, das der Reichsaußenminister für feine französischen Gastgeber geben wird, vorgesehen. Der französische Botschafter in Berlin, Coulondre, ist bereits am Montagvormittag in Paris eingetroffen. ♦ In diplomatischen Kreisen erklärt man, ursprünglich sei beabsichtigt gewesen, daß sich entweder der französische Außenminister Bonnet zur Unterzeichnung dieser gemeinsamen Erklärung nach Deutschland begeben werde oder aber der Reichsaußenminister von Ribbentrop nach Paris komme. Als der neue französische Botschafter Coulondre am 21. November sein Be- glaubigungsschreiden dem Führer überreichte, habe er den Vorschlag seiner Regierung unterbreitet, daß der Reichsauhenminister nach Paris komme. Am 23. November habe der französische Ministerrat e i n ft i m m i g die deutsch-französische Erklärung gutgeheißen. Die englische Regierung sei stets auf dem laufenden gehalten worden und habe diese Erklärung gefördert. Ein Spechte. Von Karl Scherer. In dem Wiesental, durch das sich wie eine Silber- schlänge ein Bächlein windet, liegt ein kleines Dorf mit fchindelgedeckten Dächern. Die grünen, von drei Seiten herabschauenden Hügel schützen die wenigen Häuser gegen Sturm und Unwetter. Der Wald der Hügellehnen ist nicht alt. Weiße Birken und graustämmige Föhren steigen die Rücken hinauf, darunter stehen buschige Aspen und Machandelbäume mit schwarzen Quackelbeeren. Aus der grünen Wildnis ragt eine Stieleiche über alle Wivfel hinaus; der Förster schätzt ihr Alter auf mehr als zwei Jahrhunderte. Nun muß sie der Zeit ihren Zoll zahlen: am Mark des massigen Stammes frißt die Rotfäule; bis über Mannshöhe hat sich der meterdicke Schaft in eine Höhle verwandelt, zu der die Kinder flüchten, wen sie beim Beerensuchen das Gewitter Überrascht. Weiter oben klaffen Spalte und Risse, einige der knorrigen Dürräste sind heraus« gebrochen; in einem der schwarzen Löcher herbergt Rotbäckchen, der Grünspecht, und wer mit offenen Augen den Wald durchstreift, erkennt schon aus den Spänen und Splittern am Fuß des Stammes: da hat der „Zimmermann" gewirkt, der alle Kanten der rauhen Höhlung glatthobelt und poliert. Der Grünspecht ist einer unserer farbenschönsten Waldvogel. Den Namen gab iym das feine Grün, das Rücken und Schwingen deckt; meist ein kräftiges Oliv-, nicht selten auch ein tiefes Smaragdgrün von starker Leuchtkraft. Das Männchen trägt einen hochrot leuchtenden Wangenfleck, der prächtig absticht gegen das schwarze Gesicht und das grüne Kleid. Gerade steckt er das Köpfchen zum Baumfenster hinaus und hält nach allen Seiten Umschau; denn schon einmal hätte ihn hier fast der Marder erwischt, der flink und lautlos am Stamm heraufhuschte, um die Winkel des morschen Baumes nach Eichkatzen zu durchstöbern, und auch vor dem Taubenstößer und dem Sperber muß man sich hüten. Doch es ist alles still, und im Wellenflug schießt der Höhlenbewohner mit durchdringendem ,Kliah, Kliäh" durch die Wipfel der Höhe zu, wo die Birken an hohe rotbraune Fichten grenzen. Dort ist sein Revier. Unter der fpliffigen Rinde der alten Bäume niftet der Borkenkäfer und der Splinttäfer, und auch die zahlreiche Sippe des schwarzen Rüsselkäfers, der die Nadelholztriebe zernagt und dessen Larve die Wurzeln anfrißt, ist hier in Menge zu finden. Ruckweise rutscht der Baumläufer an einer alten Rottanne hinauf, die scharfen Nägel der Klet- terfüße geben sicheren Halt. Mit heißem Eifer zer- trommelt der meißelförmige Schnabel die Borke. In schrägen Schraubenlinien geht die Fahrt rund um den Stamm, immer höher hinauf. Bald bedecken Rindensplitter den Boden rings um den Fuß der Fichte, denn der Specht ist ein gewissenhafter Arbeiter — der ganze Schaft, Ast vor Ast, wird abgeklopft. Er weiß genau, wo er einschlagen muß, um eine Käferbrut bloßzulegen. Dann hämmert der stahlharte Schnabel in so rascher Folge gegen Borke und Holz, als ob ein Motor liefe. Die Ernte ist meist nur spärlich, der große Vogel aber braucht Diel, um satt zu werden. Darum fliegt er von Baum zu Baum und Überall findet er etwas: eine Nonne, die Puppe eines Kiefernspanners, die Raupe eines Eichenwicklers, die Eier einer Holzwespe. ♦ Unter den Randbäumen des weiten Fichtenbestandes, dicht am Wege, hat die Große Waldameise sich angesiedelt. Aus Tannennadeln und kleinsten Reisern regellos geschichtet, erhebt sich ein fußhoher Hausen, auf dem es von fleißigen Arbeitern kribbelt und wimmelt. Die einen schleppen Holzstückchen, andere füttern die kleinen weißen Puppen und tragen sie in die Sonne, andere holen Fichtennadeln zum Nestbau herbei; alle aber sind von Sonnenaufgang bis -niedergang in Bewegung. Zwischen den Bäumen fliegt ein großer Vogel umher. „Torrr, Torrr", hallt es durch den stillen Wald, die Borke wirbelt in Stücken herab, denn wo der dunkle Gast mit seinen wuchtigen Schnabelhieben anklopft, wird ihm aufgetan. Schwarz wie die Kohle ist sein Gefieder, den Scheitel krönt eine blutrote Haube. Jetzt hat er den Ameisenhaufen entdeckt, lüstern beschaut er von einem niedrigen Ast das krause Gewimmel, dann läßt er sich fallen, hüpft herzu, und schon fährt die lange Zunge in den Haufen hinein, wo er am dichtesten ift An dem speichelfeuchten Muskel haftet ein Dutzend der winzigen Kerbtiere. Die Zunge schnellt zurück und speichert die Beute im Kropfe auf, dann zuckt sie wieder vor, und das Spiel wie- 'dexholt sich, bis der Kehlsack gefüllt ist. Nun fliegt der Schwarze zum Nistbaum, wo die Spechtfrau auf den vier weißen Eiern sitzt, die ganze Ladung wird ausgeleert und von dem hungrigen Weibchen gierig verschlungen. Der Schwarzspecht ist der „Waldgeist", der in Sage und Ueberlieferung eine Rolle spielt. Sein tiefschwarzes Kleid mit der feuerroten Kappe gibt ihm etwas Geheimnisvolles. Thor, dem Beschützer des Ackerbaues, flog er im Zucken der Blitze und im Nollen des Donners voran, wenn der Gott in dunklen Gewitterwolken über die Erde fuhr und die Saaten mit befruchtendem Regen erfrischte; in Finnland ist er noch heute der „Regenbringer". Wenn er, der sonst in walddunkler Einsamkeit lebt, unversehens bei einer menschlichen Behausung auf» taucht, kündigt er den Tod an; im Märchen hütet er die Springwurz und verborgene Schätze. Das Laub ist vergilbt, Schlangenmoos und Wurmfarn sind verdorrt, welke Blätter bedecken den Boden. Aus dem Wald kommt ein farbenfroher Vogel durch den herbstlichen Sonnenglanz in die Obstgarten der Bauern geflogen und untersucht mit klopfenden Schlägen Apfel- und Kirfchbäume — der Buntspecht, der wie der Stieglitz die ganze Farbenpalette des Schöpfers zeigt. Sein Geschäft versteht er: wenn er oben heftig gepocht hat, rutscht er flink um den armdicken Ast, um auf der Unterseite die flüchtenden Schädlinge auszupicken. Doch er ist nicht allein, ein Schwarm kleiner Vögel folgt ihm von Baum zu Baum, Kleiber und Goldhähnchen, Meisen und Baumläufer. Was will das kleine Volk bei dem großen Herrn, der sie gutmütig duldet? Sie leben von den Brosamen, die von dessen Tische fallen, und halten fleißig Nachlese. So geht es Herbst und Winter hindurch. Wenn aber die erste Amsel flötet und die Schlüsselblumen treiben, kehrt er aus den Obstpflanzungen der Dörfer zu den alten Buchen und Tannen zurück, und die Wälder hallen wider von der raftlofen Arbeit der großen Sippe der Spechte. Hochschulnachrichten. Professor Dr. Heinrich Harmjanz, Ordinarius kür Volkskunde und Volksforschung an der Universität Königsberg, ist in gleicher Diensteigen- schast an die Universität Frankfurt berufen worden» Rätselraten, ein einträglicher Beruf. In den Vereinigten Staaten gibt es einen Beruf, den man in keinem anderen Lande in der Welt kennt, den des Rätselraters, der sehr gut davon lebt Sehr viele amerikanische Firmen schreiben zu Reklamezwecken regelmäßig Wettbewerbe aus, bei denen eine Anzahl Kreuzworträtsel, Rebus oder Scharaden gelost werden müssen und für die richtige Losung ein Preis ausgesetzt wird. Nur die Wettbewerbe, die mit großen Preisen ausgestattet werden, haben einen Einfluß auf den Verkauf, so daß die Unternehmungen, die sich dieses Mittels bedienen, außerordentlich große Summen dafür auf- i wenden müssen. Oft genug sind die Kosten solcher | Wettbewerbe größer als der Nutzen, den die Firmen durch die Vergrößerung ihres Umsatzes haben, aber ■ in der überwiegenden Zahl der Falle ergibt sich doch ein leichter Vorteil. Wenn dieser Weg einmal beschritten ist, dann ist die Firma gezwungen, dabei 'zu bleiben, weil sonst die Konkurrenten auf dem Markt erscheinen und ihn fortnehmen würden. Das Publikum verfolgt mit großer Aufmerksamkeit alle Ankündigungen von Wettbewerben. Meist sind die gestellten Aufgaben jedoch sehr schwierig, so daß es bald die Geduld verliert ober falsche Lösungen findet oder auch irgendeine der sehr komplizier» ten Regeln für die Teilnahme nicht berücksichtigt, so daß es die Anwartschaft auf einen Preis verliert. Dagegen gibt es Rätsellöser, die daraus einen Beruf gemacht haben und deren Zahl man auf 40 000 schätzt, die alle Regeln von Grund aus kennen, ganze Archive für die Lösungen zu ihrer Verfügung haben und sich so auch in Fällen zurechtfinden, in denen es zwei verschiedene Losungen gibt; sie kennen auch die von den Mitgliedern der Preisgerichte bevorzugten Rätsel. So gelingt es ihnen natürlich, den größten Teil der Preise zu erobern, die sehr verschiedenartig sind, bald in großen Geldsummen bestehen, bald ein Luxusautomobil vergeben, manchmal aber auch nur eine Zahnbürste stiften. Diese berufsmäßigen Rätsellöser haben ihre eigene Zeitschrift und ihren Klub, in dem sie ihre Erfahrungen und Kenntnisse austauschen. Man schätzt, daß sie im Durchschnitt 5000 Dollar im Jahre bei diesem Geschäft verdienen, aber die geschicktesten unter ihnen sollen sogar auf 20 000 Dollar kommen. Hauptmerkmal für den Charakter der deutsch-französischen Besprechungen sei die von beiden Seiten festgestellte Aufrichtigkeit. Nichts habe diese Verhandlungen durchkreuzt. Die Erklärung werde eine um so größere Bedeutung haben, als sie das feierliche Versprechen enthält, daß keine Grenzänderung oorgenommen werden soll. Bei dem Dienstag und Mittwoch geplanten Mei- nungsaustausch handele es sich um einen allgemeinen politischen Rundblick. Die Minister würden alle im Vordergrund des Interesses stehenden Fragen anschneiden. Der dem Quai d' Orsay nahestehende „Petit Partsien" schreibt: Hum ersten Male seit dem Kriege gingen Frankreich und Deutschland eine zweiseitige und neue Verpflichtung ein. Zum ersten Male seit dem Abschluß des Friedensoertrages komme ein Reichsminister nach Paris, um einen Pakt zwischen den beiden Ländern abzuschließen. Das Konsultationsversprechen in Streitfällen sei sehr erfreulich, es bedeute, daß jede Meinungsverschiedenheit zunächst und zwangsläufig einer Prüfung zwischen den beiden Parteien unterzogen werde. Eine solche Einrichtung schließe zwar die Möglichkeit eines Krieges nicht ganz aus, aber sie würde doch in beträchtlichem Maße verringert werden. Ein Pakt dieser Art sei natürlich nur in dem Maße von Wert, als er von dem guten Willen beider Länder getragen werde. Es handele sich bei der Erklärung vor allem um einen Ausgangspunkt, der eine Aera vertrauensvoller Beziehungen zwischen dem Reich und Frankreich eröffnen solle. Um der Wierderversöhnung mehr Ansehen zu verschaffen, entsende der Führer einer seiner getreuesten Mitarbeiter nach Paris. Diese Höflichkeitsgeste müsse in gehöriger Weise geschätzt werden. „Exoelsior" erklärt, sobald man zugebe, daß alle noch so großen Schwierigkeiten zwischen zwei Völkern gelöst werden können, ohne daß sie sich schlagen, gehe man der schrecklichen Alternative des Tötens oder des Getötetwerdens aus dem Wege. Diejenigen, die in dem Besuch von Ribbentrops nur einen Sieg des Nationalsozialismus über die Demokratien erblicken wollten, seien vom Parteigeist geblendet. Deutschland habe ebenso seine Einrichtungen wie Frankreich und beide stünden nicht zur Debatte. Wohl könnten sich zwei Nachbarn, die die gleichen Ideen vertreten, sehr gut verständigen. Demgegenüber genüge es zu einer Verständigung aber nicht, daß zwei Völker nur das gleiche Regime haben. Die ungehörigen Redensarten und die Mißachtung der in> ternationalen Höflichkeit hätten viele dazu beigetragen, in Europa eine ungenießbare Atmosphäre des Mißtrauens und des Hasses zu säen. Herr v. Ribbentrop sei ein höflicher Mensch; man könne also allein damit schon ein gutes Werk vollbringen, wenn man d e n guten Ton in den Beziehungen zwischen Frankreich und Deutschland wiederherstelle. Oer Führer beim Heer in Sudeten-Schlesien. Grulich. 5. Dez. (DHB.) Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht weilte heute im sudetendeutschen Gebiet, um an Truppenübungen des Heeres in Sudetenfchlefien teilzunehmen. 3n feiner Begleitung befanden sich tt a. der Oberbefehlshaber des Heeres, Generaloberst v. B r a u ch i t f ch, der Chef des Oberkommandos der Wehrmacht, Generaloberst Keitel, ferner von der Luftwaffe u. a. Generaloberst Wilch. Der Führer wurde von der fudetendeut- fchen Bevölkerung überall begeistert begrüßt und mit stürmischem Jubel empfangen. Das Einheitssparkaffenbuch kommt! Breslau, 5. Dez. (DNB.) Auf dem schlesischen Sparkassentag sprach der Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giro-Verbandes, Ministerialdirektor Dr. Heintze, über die Ausdehnung der Post- parkasse auf das ganze Reich. Die Postspar- taffe werde den gleichen Kündigungs- und Rück- zahlungsbestimmungen unterliegen wie der übrige Sparverkehr und ebenfalls zu einer gesonderten Anlegung der von ihr gesammelten Ersparnisse verpflichtet sein. Wenn die Postsparkasse ihre Postspareinlagen mit einem Zinssatz ausstatten werde, der grundsätzlich um */« v. H. unter dem sonst für Spareinlagen mit gesetzlicher Kündigungsfrist allgemein gültigen Satz liege, so sei damit die Einordnung der Postsparkaffen in das allgemein für Kreditinstitute verbindliche Zinsabkommen gewährleistet. Wenn auch die Sparkassen mit dem bisher Erreichten — ihnen sind über 18 Milliarden Reichsmark Spareinlagen anvertraut, die aus 38 Millionen Sparkonten des alten Reichsgebietes verwaltet werden — zufrieden fein könnten, so würden sie als ersten Schritt für den freizügigen Sparverkehr ein einheitliches Sparkassenbuch schaffen. Sämtliche deutschen Sparkassen seien bereit, Auszahlungen bei Vorlegung dieses Buches zu leisten. Die Guthaben im Freizügigkeitsverkehr der Sparkassen würden ebenso wie bei der Postsparkasse mit 2V« v. H. verzinst. Postsport und Vostschutz. Stettin, 5. Dez. (DNB.) Reichspostminister Ohneforge beschäftigte sich auf der Post- und Telegraphenwiffenschaftlichen Woche mit Postsport und Postschutz. Die ersten Anfänge des Poftsportes reichen bis 1924 zurück. Anfang '^933 verfugte die Gefolgschaft der Reichspost bereits über 105 Post- sportvereine mit etwa 30 000 aktiven Mitgliedern. Nach dem Umbruch wurde die Zentralstelle der deutschen Postsportvereine ins Leben gerufen. Sie hat in jedem Gau des Deutschen Reichsbundes für Leibesübungen „Postsportleiter" eingesetzt, die die lebendige Fühlung zwischen Post-Sportgemeinschaften und Zentralstelle sichern. An 530 Orten bestehen heute Post-Sportgemeinschaften in Form von Vereinen oder von Post-Sportgruppen. In diesen betätigen sich etwa Hunderttausend von Kameraden als aktive Sportler. In den Post- sportgemeinschaften werden fast alle Sportarten gepflegt, auch die Ausbildung der Beamten des G s l d z u stell-, Bahnpost- und Sicherungsdienstes in der Kunst der Selbstverteidigung. Dem Postsport stehen 95 Spielfelder, 17 Sporthallen, 313 Schießbahnen für Kleinkaliberschießen, 25 Heime für den Wassersport, 125 Tennisplätze, fünf Schi- und Wanderheime, neun Sportheime und drei Schwimmbäder zur Verfügung. Da die für sportliche Zwecke jährlich bereitgestellten Haushaltsmittel nicht ausreichen, wird planmäßige Entjudung Der deutschen Wirtschaft. Verordnung über den Einsatz jüdischen Vermögens. — Grundstückserwerb für Juden verboten. — Oepotzwang für Wertpapiere. - Amtliche Verkaufsstellen für Edelmetalle und Gchmuckfachen aus jüdischem Besitz. Berlin, 5.Dez. (DNB.) Der Reichswirtschaftsminister hat im Einvernehmen mit den beteiligten Rsichsministern eine Verordnung über den Ein* satz des jüdischen Vermögens erlassen, die die gesetzliche Grundlage für die Ge samten tj u d u n g der deutschen Wirtschaft, des deutschen Grundbesitzes und sonstiger wichtiger Bestandteile des Volksvermögens enthält. Die Verordnung enthält die Ermächtigung der höheren Verwaltungsbehörden einem Juden die Veräußerung oder Abwicklung seines gewerblichen Betriebes oder die Veräußerung seines Grundbesitzes und sonstiger Vermögensteile aufzugeben. Für die einstweilige Fortführung und Abwicklung eines jüdischen Betriebes oder die Verwaltung jüdischen Grund- und sonstigen Vermögens können Treuhänder eingesetzt werden, die an Stelle des Juden die Entjudung oder Abwicklung durchführen können. Insbesondere, wenn der jüdische Eigentümer der Aufforderung zur Veräußerung oder Abwicklung nicht nachkommt ober abwesend ist. Juden können in Zukunft Grundstücke und Rechte an Grundstücken im Deutschen Reich nicht mehr erwerben. Für jede Grundstücks- veräußerung durch einen Juden besteht Genehmigungspflicht. Es kann dabei eine Geldleistung des Erwerbers zu Gunsten des Reiches festgesetzt werden. Die Genehmigungspflicht war insbesondere beim städtischen Grundbesitz notwendig geworden, um dem verderblichen Treiben verantwortungsloser Spekulationsgewinnler entgegenzutreten. Juden deutscher Staatsangehörigkeit und staatenlose Juden haben ihre gesamten Aktien, Kuxe, festverzinslichen Werte und ähnlichen Wertpapiere binnen einer Woche nach Inkrafttreten der |Verordnung in ein Depot bei einer Devisenbank einzuliefern. Diese Depots sind als jüdisch zu ^kennzeichnen. Verfügungen über sie oder Aus- I lisferungen von Wertpapieren bedürfen der Geneh- I migung des Reichswirtschaftsministers. Ferner wird den Juden deutscher Staatsangehörigkeit und staatenlosen Juden verboten, Gegenstände aus Gold, Platin oder Silber sowie Edelsteine und Perlen zu erwerben, zu verpfänden oder freihändig zu veräußern. Der Erwerb solcher Gegenstände aus jüdischem Besitz ist nur noch durch besondere amtliche Verkaufsstellen gestattet. Die gleichen Vorschriften gelten auch für Schmuck- und Kunst- gegenstände anderer Art, soweit der Preis im Einzelfall 1000 Reichsmark übersteigt. Gegen Verfügungen auf Grund dieser Verordnung ist binnen zwei Wochen die Möglichkeit der Beschwerde an den Reichswirtschaftsminister,' bei land- und forstwirtschaftlichen Vermögen an den Reichsernährungsminister bzw. den Reichsforstmeister gegeben, deren Entscheidungen endgültig sind. Die Verordnung über den Einsatz des jüdischen Vermögens schafft die gesetzlichen Voraussetzungen zu einer geordneten und planmäßigen Entjudung der deutschen Wirtschaft. Ihre wesentliche Bedeutung liegt darin, daß sie es den Behörden ermöglicht, auch zwangsweise Entjudungen durchzutühren,oievolkswirtschaftlich notwendig sind. Wie weit und zu welchem Zeitpunkt die Behörden von dieser Befugnis Gebrauch machen, regeln die zuständigen Reichsminister durch entsprechende Anweisungen an ihre Behörden. Für die Entjudung der gewerblichen Wirtschaft bleiben die bisherigen Vor- fchrrften bezüglich der Genehmigung von Ueber- nahmeverträgen und das Genehmigungsverfahren grundsätzlich bejtehen. Es wird in der Verordnung lediglich klargestellt, daß auch hier die staallichen Genehmigungen unter Auflagen ergehen können und daß diese Auflage in der Festsetzung einer Geldleistung des Erwerbers an das Reich bestehen kann. Darüber hinaus greift die neue Verordnung überall dort an, wo das bisherige freiwillige Verfahren nicht zum Ziele geführt hat oder nicht zum Ziel führt. Partei und Wirtschaft. NSG. Auf einer Z usammeukunft des Führerkorps der Partei und ihrer Gliederungen, zu der am Wonlagnachmittag auch Vertreter der Wirtschaft hinzugezogen wurden, behandelte Gauleiter und Reichs- slalthalter Sprenger in richtungweisenden Ausführungen wirtschaftspolitische Fragen unter besonderer Berücksichtigung des Judenproblems und der Gesamtwirlschaflslage. Die Darlegungen zeigten die besonderen Probleme und Aufgabenstellungen des Wirtschaflsseklors auf, deren Lösungen folgerichtiger Weise durch die Partei in Angriff genommen werden. Die Tagung, die am Montagvormittag im Adolf-Hltler-Haus begann und nachmittags im Aerztehaus ihre Fortsetzung fand, stand im Zeichen der konsequenten nationalsozialistischen Wirtschaftsführung und deren Ziel, die Erhaltung der wirtschaftlichen Freiheit unseres Reiches. jeden Postneubau die Schaffung von Kamerad- schaftsräumen, von Sporthallen und Sportplätzen einbezogen. Der P o st s ch u tz würbe 1933 eingerichtet, um die wertvollen Anlagen und Einrichtungen der Reichspost durch ausgebildetes Personal zu schützen. In allen Orten mit größeren Aemtern wurden unter dem Grundfatz der Freiwilligkeit Einheiten und Amtsführer aufgestellt. Zur Vorbereitung auf die Ausgaben des Postschutzes war es notwendig, die Teilnehmer nicht nur mit der Waffe auszubilden, sondern auch sportlich zu stählen und ihnen in Ge- meinschastslagern den Geist der Kameradschaft nationalsozialistischer Prägung zu vermitteln. Oeuischer Volksrat für die Karpalho-llkraine gebildet. Chu st, 4. Dez. (Europapreß.) Unter Mitwirkung des deutschen Staatssekretärs bei der slowakischen Regierung, Karmasin, wurde ein Deutscher V o lksrat für d i e Karpa- tho-Ukraine gebildet. In allen deutschen Siedlungen wurden Ortsleiter ernannt Ferner wurde ein freiwilliger Schutzdienst ins Leben gerufen. Zu seinem Stellvertreter für die Karpatho-Ukraine hat Karmasin den Ingenieur O l d o f r e d i ernannt, der vom Ministerpräsidenten V o l o s i n zum Unterstaatssekretär ernannt wurde, polen verweigert deutschen Gelehrten da« Einreisevisum. Kattowitz, 5. Sej. (DNB.) Br. Bernatzki, der auf dem Gebiet der Völkerkunde international anerkannte deutsche Wissenschaftler, hatte die Ab- ficht, in Polen vor Mitgliedern und Gasten des deutschen Kulturverbandes Vorrräge zu hallen, und zwar über einen in Hinterindien neu entdeckten Zwergenstamm. Diese Absicht hat nicht verwirklicht werden können, da es weder Dr. Bernatzki, noch dem deutschen Kulturverband in Polen, selbst nicht nach monatelangen Bemühungen, gelungen ist, ein polnisches Einreisevisum für diese Vortragsreise zu beschaffen. Dr. Bernatzki mußte schließlich über die bereits vereinbarten Termine anderweitig verfügen und die Vorträge m Polen abfagen. Kleine politische Nachrichten. Der Führer und Reichskanzler übermittelte dem Generalfeldmarschall von Mackensen, Falkenwalde bei Stettin, anläßlich seines 8 9. Geburtstages telegraphisch seine herzlichsten Glückwünsche. Reichsminister des Innern Dr. Frick hat Ober» generalarst a. D. Professor Dr. von Kern zu seinem 9 0. Geburtstag folgendes Glückwunschtelegramm gesandt: „Dem in Krieg und Frieden bewahrten Arzt und Obergeneralarzt des früheren deutschen Heeres, der sich um die Erziehung und Förderung des ärztlichen Nachwuchses hochverdient gemacht hat, spreche ich zum 90. Geburtstag meine Glückwünsche aus. Wegen hervorragender Leistungen bei dem Kus*» bau der Luftverteidigungszone West ist mit dem 1. Oktober 1938 bei den Offizieren des Beurlaubtenstandes der Luftwaffe angestellt worden als Major der Reserve der Leutnant der Reserve a. D. Dr. T o d t, Generalinspekteur für das deutsche Straßenwesen. Das Focks-Wulf-Flugzeug „Eonbor" D-ACON ist am Montag um 21.32 Uhr MEZ. in Tokio zum Rückflug gestartet. Das Flugzeug befindet sich auf dem Wege nach Manila. Die Entfernung bis zu diesem Zwischenlandeplatz beträgt etwa 3100 Kilometer. ♦ Der Zustand des Papstes soll sich, wie „Re- gime Fascista" berichtet, wieder so weit verschlech- tert haben, daß in seiner Umgebung lebhafte Besorgnisse entstanden sind. Die Aerzte hätten erneut Anzeichen von Erschöpfung und Störungen des Blutkreislaufs festgestellt. « Infolge eines Reitunfalles wird es dem Herzog von Gloucester nicht möglich fein, an den Beisetzungsfeierlichkeiten der Königin von Norwegen teilzunehmen. An feiner Stelle begibt sich aus diesem Grunde sein Bruder, derHerzogvon Kent, nach Oslo. Reiche Goldfunde in Abessinien. Mailand, 28.Nvv. (Turvpapreß.) Im Rahmen der italienischen Autarkiebestrebungen verdienen die Goldfunde in Abessinien besondere Beachtung. In den abessinischen Goldwä'schereien von Jubdo wird dieses Jahr mit einer Goldausbeute von insgesamt 120 Kilogramm gerechnet, womit der Landesbedarf ungefähr gedeckt ist. Mit der Inbetriebnahme mooemer Maschinen hofft man 1939 die Goldgewinnung auf 180 bis 200 Kilogramm zu steigern. Die Bergwerksgesellschaft Sapie hat in Wollega die Anschwemmung von 30 Millionen Quadratmeter goldhaltigen Saiü) fest- gestellt, aus dem 3000 Kilogramm Gold gewonnen werden kann, ferner im Beni Schangul erstklassige Goldadern, die 800 000 Tonnen goldhaltigen Quarz umfassen. Bis jetzt wurden 219 Stollen errichtet und • 1134 Bohrungen vorgenommen, um Goldadern fteizulegen. Der Goldgehalt des Quarz schwankt zwischen 12 und 1350 Gramm auf die Tonne. Man berechnet, daß aus diesen Lagern 9600 Kilogramm Gold gewonnen werden kann. Zugleich suchen die Gesellschaften von den Prioatgold- wäschereien der Eingeborenen möglichst viel Gold zu erwerben, das sonst nach dem Sudan verkauft wird. Kunst und Wissenschast. Kreislaufforschertagung 1939. Die Deutsche Gesellschaft für Kreislaufforschung hält am 25. und 26. März 1939 im Kerckhoff-Jnstitut zu Bad-Nauheim ihre Jahrestagung ab. Den Vorsitz hat Professor Dr. E. Edens (Düsseldorf) übernommen. Das Hauptthema des ersten Tages ist: „Elektrokardiogramm". Hauptreferenten: Elmqui st - Petersen, Lund: Methodik; E. Schütz, Münster: Der monophasische Aktionsstrom; A. Weber, Bad-Nauheim: Elektrokardiogramm und Myokardschädigung. Das Thema des zweiten Tages lautet: „Therapie der Herzinsuffizienz". Hauptreserenten: Ph. Sroemf er, München: Physiologische Grundlagen; H. Gremels, Marburg: Pharmakologie; F. Dolhard, Frank- furt: Klinik. Diese alljährlich in Bad-Nauheim statt- findenden Tagungen, bei denen über den Stand der Kreislaufforschung berichtet wird, werden von mehreren hundert Kreislaufforschern und Aerzten aus Deutschland und dem Auslände bejuchL. Oer pfähl im Fleisch. Oie politische Herrschaft der ,/Horde". IL Deutschlands Zusammenbruch Ende 1918 war Judas Triumph. Am 27. Dezember 1918 erklärte der unabhängig-sozialdemokratische Abgeordnete Cohn im „Vorwärts" mit frecher Stirn: „Meiner Tätigkeit als Nechtsbeistand der russischen Botschaft in Berlin werde ich mich mit Genugtuung erinnern. Bedarf es also umständlicher Erklärung und Begründung, daß ich die Geldmittel, die mir die russischen Parteifreunde durch den Genossen Jofie für Die Zwecke der deutschen Revolution zur Verfügung stellten, gern angenommen habe? ..." Nein, einer Begründung bedurfte es nicht! Die blutigen Aufstände in Berlin und in Mitteldeutschland, am Niederrhein und an der Wasserkante, die unter der Führung des Spartakus aufflammten und Deutschland auf Jahre hindurch im Bürgerkrieg verzehrten, waren Begründung genug. Die ersten ^Regierungen des November- staates von 1918 waren überwiegend von Juden durchsetzt. Dem „Rat der Volksbeauftragten" gehörten an leitender Stelle Haase und Lands- o e r g an, dazu kam noch ein halbes Dutzend Staatssekretäre, mit,P r e u ß und W u r m. Die ersten parlamentarischen Regierungen der Republik waren nicht anders beschaffen. Zu den schon genannten Juden traten noch Gothein, Dernburg, Rathenau und H i I f e r b i n g. Das politische Leben des Reiches während der Revolution und während der roten Herrschaft wurde ausschließ- l i ch von Juden bestimmt. Alles andere galt als „reaktionär". Selbst das sozialdemokratische Blatt in Frankfurt schrieb damals: „Der vielfache Millionär Paul Cassirer hat einen eleganten Klub gegründet, in dem der elegant gekleidete Teil der Berliner Unabhängigen sich ein Stelldichein gibt. Dort ist ein Raum, dessen luxuriöser Sttl der Geist von Eaffirers graziöser Gattin, der unvergleichlichen Schauspielerin Tilla Durieux beherrscht. In der Bellevuestraße hat der Klub Cassirer eine ganze Etage gemietet, in der jüngst verabredet wurde, wer die neue Revolutionsregierung übernehmen solle. Im Klub Cassirer, von dem gewöhnliche Proleten so ferngehalten werden wie ein Komposthaufen vom Speisezimmer des Königs von England, verkehren Herr Dr. B r e i t f ch e i d, Dr. H i l f e r d i n g und H. v. G e r l a ch ..." Kein Wunder, daß das deutsche Volk in Not und Elend versinken mußte, wenn dieses Gesindel sich anmaßte, hinter den Kulissen Revolutionsschieber zu spielen. Als Folge der Mißwirtschaft und der Zerstörung der Produktionsmittel mußte, im Bunde mit den Maßnahmen der Kriegsgegner, die Inflation mit rasender Schnelligkeit über Deutschland hereinbrechen. Dabei verdienten die jüdischen Geldhändler wieder Riesensummen. Geldwechsel- stellen und Goldankauftläden beherrschten in Berlin das Straßenbild. Als nach der Annahme des Dawes-Planes fremde Anleihen ins Land flössen, brach für die gleichen Geschäftemacher eine andere Zeit an. Jetzt gab es Provisionen zu schaufeln, wenn irgendein Betrieb Geld suchte, um (eine heruntergenürtschafteten Anlagen zu modernisieren. Das war die Zeit, in der das Schlagwort umging „Die Wirtschaft ist das Schicksal". Wie im Reiche, so in den Ländern. Preußen „erfreute" sich lange Zeit des jüdischen Ministerpräsidenten Hirsch, der hier auf dem Stuhle Bismarcks faß! Den Ton und die Richtung gab der rothaarige Heilmann an. Die Preffepolittk dieses Landes wurde gemacht von den Zionisten G o s - l a r und Hirschfeld, die ihre aus Steuergeldern wohlgefüllten Fonds der jüdischen Clique und ihren Helfern willig zur Verfügung stellten. In Bayern hatte sich der Galizier Eisner blutigen Ruhm erworben. Levine-Nissen, Toller und andere Verbrecher führten sein Werk weiter. Die Ermordung der Geiseln der Thaliagesellschaft in München ist eine ihrer größten Schandtaten gewesen. Da es sich aber um Mitglieder einer völkisch eingestellten Vereinigung handelte, die hier brutal niedergeknallt wurde, so hat das Weltjudentum dagegen nicht das geringste einzuwenden gehabt. In Sachsen waren die Gradnauer, Fleiß- n e r und Lipinski die Nutznießer des Novemberverbrechens von 1918. Der geistig minderwertige Marxist Z e i g n e r ging 1923 als Ministerpräsident ein offenes Bündnis mit den Moskauern ein und machte den Kommunisten B r a n d l e r zum Chef der Staatskanzlei. Die Reichswehr mußte mit Waffengewalt eingreifen, um Sachsen und Thüringen vom Terror zu befreien. Im Reichstag aber stürzte die Reichsregierung, die es gewagt hatte, gegen den roten Aufmarsch einzuschreiten! Die jüdischen Drahtzieher der marxistischen Parteien waren dabei von dem heißen Bestreben geleitet, jeden Versuch der Neuaufrichtung der Staatsautorität zu vereiteln. In Vaden gaben die jüdischen Advokaten Haas und M a r u m den Ton an, der letztere war Justizminister, der niemals vergessen konnte, daß er als Einjähriger keine Karriere gemacht hatte und deshalb zu den Sozialdemokraten ging. Diese Reihe ter politischen Schieber aus der Zeit des Zerfalls unteres Vaterlandes ließe sich noch endlos fortsetzen. Die roten Parteien waren nichts anderes als e.ne Iudenfchutztruppe. Die Namen der Hertz, Erifptcn. Löwenstein, Moses, Rosenfeld, Bernhard, Stampfer, Koenen u. a. m. bleiben für alle Zeiten in trauriger Erinnerung. Diese Gesellschaft hat den letzten Rahm von den Töpfen des deutschen Volkes adgstchäpft. Das Parlament war nichts als ihre Schacherbude. Die „Horde" hatte so gehäuft, daß sich das Vermögen der Juden von 4 Milliarden Mark im Jahre 1914 auf 8 Milliarden Mark im Jahre 1938 vermehrt hatte. Jeder Jude hat in Deutschland im Durchschnitt 4V2wal so viel Besitz als der Arier. In Bayern haben 42 090 'Juden einen Besitz von 700 Millionen Mark (nach den eigenen Angaben), in Frankfurt a. M. meldeten 7200 Israeliten nicht weniger als 439 Millionen Mark Vermögen an. Das deutsche Volk hat das alles erkannt und daraus d:e Lehren gezogen. Wer in aller Welt könnte ihm das verdenken? uiiiiiiiniiiiiiiiiiiiriiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiimiiiiiiiniHiiiiiiiiiimiiiiiinmiiiiiiiiiiiiiiiiimimiiiiiiiiiiiiiimiiime Sie heilen städt: Apotheke. 7960 V Gießen, Marktstraße 4-8 7889 A 49ä0 KOHLER L HAUS DER GUTEN QUALITÄTEN ■mein Stadttheater UP Parfüm epi e ; destz 19.30-22.45 11. Mittwoch« Miete I 15—17.30 Uhr Ansverkanlt! Frau Holle Märchen von W. Osterspey. Gut erhaltenes Klavier zu verkauf. [05420 Wieseck Grabensttatze8I. Anzus. ab 18 Uhr Zum letzten Mal! Dichter und Bauer Operette von Franz von Supp£. Preise: UM. 0.90—8.50. Krampf, Lahme, Husten, Steifbeinigkeit durch M. Brockmanns bewährtes Sfteosa« N Der Erfolg wirb Sie überraschen! K-Origmal-Dose 125 Ä. Zu baden in allen Apstheken, jedoch oestimmt in Gießen: peUkan- Apoth. Gr Linden: Linden-Apoth. Krofdorft Apotb. Lollar: Apoth. Hungen: Hahn'scheHof-Apotreke. Affenheim: Apotheke. Alten» Denken Sie auch an unsere große Auswahl in Strabenanzüge Hodi zeitsanzüge Gesebscbahskleidung Knabenkleidung Mollige Hausjacken Lederjacken Lodenfrey-Kleidung Stutzer (halblg. Mäntel schon ab 21.50) usw. KlerneAnzeigen Ml Gießener Anzeiger werben von Tausenden beachtet und gelesen Ein Mantel ganz sportlich mit dem modernen Rücken, Vordersattel und Ringsgurt, aus sportlichen Stoffen, Fischgrat und Karos, imprägniert. Es gibt natürlich derartige auch schon für Rn. 39.50 und auch noch bessere für: Rn. 55.00 68.00 74,00 und viele Hunderte andere - bis zu den feinsten Modell« stücken und Marken-Mänteln. Seifen-Kerzen Sp ez/algeschäft Mäusbung 8 Hier ein Beispiel aus der schier unerschöpfl.Fülle vorteilhafter Angebote: Gießen, Seltersweg 17 Das große Spezialhaus Eigene Maßschneiderei für Anzüge und Uniformen! 7893 A Vermietungen"] Geräumige 3^111 Kliniknähe sofort gesucht. Schr.Angeb unt. 05428 a.d.G.A. 1,2 Liter flpei- £Mne gut erhalten, verkauft günstig im Auftrag [05419 E. Aßmann Uuto-HEDOtatur Hitlerwall 7. Von Erdteil zu Erdteil - ein Gpazierflug Zum Fluge des Focke-Wulf „ßonbot" nach dem Fernen Osten. Wandlungen der DerkehrSlustfahrt. Pelzwaren Pelz-Reparaturen billig. 5609° M. Liebler Kreuzplatz 2. 11/40 PS Chnsier- Lielerwafien in gut. Zustand, zuAelassen und versteuert, sofort für 220 Mk. zu verkaufen. 05421 H. Kalbfleisch Butzbach Guldengasse 31. Hämorrhoiden sind lästig! Verlangen Sie portofrei Gratisprobe AN UVA LI N Anuvalinfabrik Berlin SW 61 /A253 Arbeiisvergebung. Für die Neubauten am Kirchenplatz sollen auf der Grundlage der Reichsverdingungsordnung die Ar» beiten: 7896D 1. für die Bewässerungsanlagen, 2. „ „ Entwässerungsanlagen, 3. „ „ Gasleitungsanlagen in öffentlicher Ausschreibung vergeben werden. Die verschlossenen Angebote sind bis zum Dienstag, 13. Dezember 1938, vormittags 10 Uhr» auf dem Stadtbauamt einzureichen. Die Ausschreibungsunterlagen sind bei dem Architekten Baurat Schuhmacher, Roonstraße 31, abzuholen. Die Oeffnung der Angebote erfolgt in Gegenwart der erschienenen Bieter. Gießen, den 5. Dezember 1938. Stadtbauamt: G r a v e r t. 20—22 Uhr: Erstaufführung Spanische Nacht Heitere Oper von Bodart. Preise: 787«D RM. 1.20—4.— Das Großverkehrsflugzeug Focke - Wulf „Conüor" hat, wie eingehend berichtet, seinen Fernflug nach Tokio fahrplanmäßig durchgeführt. Es wird jetzt im ostasiatischen Raum eine Reche Fernflüge durchführen und um die Mitte Dezember nach Deutschland zurück- fliegen. Pionierarbeit wird immer Opfer fordern, aber es sind Opfer, die nicht verzweifeln lassen, noch einige Stagnation einleiten, sondern nur den Rücken stärken und dem Willen zum Fortschritt neue Wege eröffnen. Wenn vor wenigen Tagen die Ju 90 in Bathurst den bedauerlichen Unfall erlitt, so konnte dieser Schicksalsschlag in keiner Beziehung den zweiten großen Flugplan beeinflussen, den die deutsche Verkehrsluftfahrt vorbereitet hatte, den Ostasien- F l u g des „C 0 n d 0 r" der Focke-Wülf-Werke. Der „Condor" ist fahrplanmäßig gestartet, er hat auf die Minute genau seine Zeiten innegehalten und führt nunmehr im ostasiatischen Landgebiet weitere Fernflüge aus. Die Welt hat währenddessen Gelegenheit, deutsche Tatkraft und deutsche Facharbeit zu bewundern, aber wir können mit Stolz sagen, daß unser Flugzeugbau als Präzisionsarbeit und nach dem Grundsatz der höchstmöglichen Sicherheit ausgerichtet in der Welt führend ist. Und gerade hier muß im Zusammenhang mit dem Unfall in Bathurst gesagt werden, daß dieser in keiner Beziehung auf konstruktionsmäßiae oder fahrlässige Ursachen zurückzuführen ist, fordern, ohne dem Untersuchungsergebnis vorweggreifen zu wollen, eine Verkettung unglücklicher Zufälle darftellt. Wenn die deutsche Luftfahrt in den letzten Monaten mit Fernflügen größerer Verkehrsmaschinen hervor- getreten ist — der „Condor" hat bekannllich schon den Atlantik nach beiden Richtungen im Rekordflug überkreuzt — so will die deutsche Luftfahrt damit das Problem des Weitfluges und insbesondere des kommenden erdumspannenden Luft- Mahnung. Die Beiträge für den Monat Aovember 1938 der- enigen Arbeitgeber, die die Beiträge nach dem wirklichen Arbeitsverdienst berechnen und Beitragsnachweisungen einreichen, können noch bis zum 10. Dezember 1938 ohne Kosten bezahlt werden. Nach Abkauf dieser Frist erfolgt Kostenberechnung und Zwangsbeitreibung. 7891D Allgemeine Ortskrankenkasse für Stadt- und Landkreis Gießen. Kanarienroller unter dem Weihnachtsbaum ist ein schönes Festgeschenk im Preis von 8 Mk. an Giebener Zoo, Gießen _______Seltersweg 4h 7860a dienstes einer Lösung näher bringen. Die Zukunft der Luftfahrt beruht nicht in der DerbtrLmrg zwischen einzelnen Großstädten oder in der Dichte des nationalen Luftnetzes, sondern verkehrstechnisch gesehen - in dem transkontinentalen Flugnetz, das von Erdteilzu Erdteil reicht. Entfernungen vön 10 000 oder 20 000 Kilometer, die immerhin einen guten Tell des Erdumfanges darstellen, werden für dieses transkontinentale Flugnetz „Spazier- flüge" bedeuten, wie sie heute ein Flug innerhalb der Grenzen des Deutschen Reiches darftellt. Der „Condor" besitzt mit seinen 26 Fluggästen und der großen Menge von Post und Fracht eine Reisegeschwindigkeit von rund 400 Kilometerstunden, er kann auf einmal also ohne Zwischenlandung mit seinen 26 Fahrgästen 2000 Kilometer weit fliegen. Die Maschine ist in der Lage, im Zeitraum von fünf Stunden sämtliche europäischen Hauptstädte zu erreichen. Diese Tatsache läßt schon erkennen, daß eine Maschine von derartigem Leistungsvermögen und gleichzeitig hoher Beförderungsmöglichkeit für den europäischen Luftverkehr schon nicht mehr wirtschaftlich genug ist, weil sie im Laufe eines Flugtages weit größere Entfernungen als die Kleinigkeit" der europäischen Hauptstädte erledigen kann. Sie kann ohne Schwierigkeiten nach Nordamerika, nach Indien oder nach Südafrika flieaen. Wir haben in dem „Condor^ den ausge|prochenen Typ des transkontinentalen Groß- raumf luazeuge s vor uns. Mit den großen Typen der Junkers-Werke gehört sie zu den ersten Repräsentanten einer neuen Luftverkehrsepoche, für die Zeiten und Weiten im Sinne der Größe unseres Erdballs nichts besonderes mehr darstellen. Es muh ferner darauf hingewiesen werden, daß diese neuen deutschen Großraumflugzeuge die komfortabelsten Maschinen sind, die es zur Zeit in der Well gibt, sie stehen nicht nur technisch in der ersten Front, sondern auch raumtechnisch in der Innenausstattung, in der Bedienung und den Unterhaltungsmöglichkeiten der Passagiere sind alle Wünsche erfüllt, die „Tas Li . Wenn eine Lere ;*iiie 75jähch pW feiern kann f S* geleistet hu ÄMet des O 5 Ar9’ 2enn LD'-w-g "Men -m er J w Loufs" alle lästig.Haare Leberstecken Pickel, Sommer- wross. usw entf. u.Gar.lltr immer Frau B. Gulden seit 1935 Fr. w. Henkel Svrechffund.jetzt Mittwochs.61eßeü Am aiegelpfad 32, 9- 8V2Uhr durchg. | Verschiedenes"! Wer macht Abitur- Ex ternist? zw. Ergänzung. Schrift!. Angeb. unter 05422 an den Gieß. Ans. «lelltlfite VM WsW (Gleichstrom) wegen Umstellg. billig abzugeben. 7898D Marburger Straße 24. Räociier-ipparal wenig gebraucht, Neuwert 80 Mk., für 40 Mk. zu verkaufen. [05423 Wintermantel für mittl. Figur bill.zu verkaufen Kavlanefgasse 5 | Kaufgesuche"! GraiDmophon (kein Kofferapp.) wird mit Platten zu kauf, gesucht. Schr. Angeb. mit Preisangabe u. 05425 and.Gieß. Anzeiger erbet. Empfehlungen! Beschenke q Seifen, Parfüms u. Toilettenartikel kauft man Kap’ansgasse 29 bei laraMolk ^Qrel.im d S d ?'»W?9er ? ntQQe ? 9creid J (e Mon- W Wetterbericht Der Durchzug einer kräftig entwickellen Störungs- front brachte auch unseren^ Gebiet vom Montag zum Dienstag verbreitete und meist auch ergiebige Regenfälle. Das unbeständige Wetter bleibt auch weiterhin erhalten, doch wird es bei wechselhafter Bewölkung auch zu vorübergehenden Aufheiterungen kommen. Vorhersage für Mittwoch: Stellenweise Frühnebel, sonst häufig aufhellernd, meist trocken, nachts frisch, mittags mild, Winde aus südlichen Richtungen. Späterhin wieder aufkommende Un- bestänüiakell. Vorhersage für Donnerstag: Unbeständig, aber auch häufig aufheiternd. Lufttemperaturen am 5. Dezember: mittags 2,4 Grad Celsius, abends 3,3 Grad: am 6. Dezember: morgens 3 Wad. Maximum 3,3 Grad, Minimum heute nacht 3 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 5. Dezember: abends 3,8 Grad: am 6. Dezember: morgens 3,5 Grad. — Niederschläge 7,6 mm. Mnlersporlnachrichlen. R h ö n. Wasserkuppe: neblig, 0 Grad, Gesamtschneehöhe 11 cm, Neuschnee 5 cm, Pappschnee, keine Sportmöglichkeit. Schwarzwald. Feldberg: Nebel, —3 Grad, Gesamtschnehöhe über 20 cm. In den Hochlagen gute Sportmöglichkeit. ' Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum- schein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange: für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. XL 38: 10718. Druck und Verlag: Vrühlsche Universitätsdruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM.» 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzeloerkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig. Spricht man von Weihnachts-Geschenken, denkt man wie immer an nisten oder sind als Klein- und Mittelraumflugzeuas für den innerstaatlichen Verkehr der einzelnen Erd« teile bestimmt. TL Kaffeemühle Das wäre auch ein Geschenk für die Hausfrau. Preiswert bei Häuser I Gießen Oswaldsgart (Parkplatz) [^a Fernruf Nr. 2145-2146 der anspruchsvolle Wellreisende von heule an die Luftfahrt stellt. Nicht umsonst ha) gerade die Focke- Wülf „Condor" den Beinamen „das fliegende Hotel" erhalten. Die Tatsache, daß diese Maschine die bekannten Anschnallgurte an den Flugsitzen nicht hat, beweist, wie ruhig und sicher der Luftriese dahinrast. Auch ist zu bemerken, daß dieses Flug- zeug, da es mit vier Motoren ausgerüstet ist, selbst bei großen Motordefekten unbekümmert weiterfliegen kann und niemals zu einer Notlandung gezwungen ist. Die erreichbaren Flughöhen geben die Gewähr dafür, daß die Maschine auch hohe Berggipfel, wie ste bei einem Transkontinent- fing beispielsweise nach Asien einkalkuliert. werden müssen, ohne Schwierigkellen überfliegt. Bei dem Ostasienflug des „Condor" handelt es sich nicht,' wie schon betont, um einen Rekordflug, sondern um eine eindeutige Demonstration der Leistung des heutigen Flugzeugbaues. Deutschland hat mit dem „Condor" eine Flugzeugtype eingesetzt, die in ähnlicher Form auch andere Länder, beispielsweise die Vereinigten Staaten, konstruieren, doch wir verbinden mit dem Flug nicht Nur'die äußere fliegerische und damit verkehrsflugmäßige Leistung, sondern auch eine Zuverlässigkeitsprüfung der Gesamtausrüstung der Maschine. Ein solcher Beweis der absoluten Zuverlässigkeit der Konstruktion ergibt sich aber nicht nach ein oder zwei Fernflügen, sondern erst aus den gesammelten Erfahrungen einer Reche von Fernslügen unter den verschiedensten Bedingungen, namentlich in klimatischer Beziehung. Unangebracht ist ein Vergleich der deutschen Leistung mit früheren Flügen amerikanischer Piloten, zum Beispiel mll dem bekannten Schnellflug von Hughes um die Erde. Die meisten Fernflüge dieser Art wurden mll Sportmaschinen durchgeführt, zumindest aher mit Apparaten, die für den kommenden Erdluftdienst als Maschinen geringen Fassungsvermögens nicht in Frage kommen. Es ist klar, daß für den Transkontinentoerkehr nur Konstruktionen verwendbar sind, die Höchstgeschwindigkeiten und großen Radius mit möglichst hoher Zahl von Passagieren verbinden. In dieser Beziehung sind die großen Junkers-Maschinen, die. bekanntlich 40 Personen fassen, der Typ FW 200 „Condor" und vielleicht einige der amerikanischen Clippers aussichtsreich. alle anderen Flugzeuatypen der ©egen» I wart entsprechen entweder nur sportlichen Bedsirf-1 ftflP’ rth 1111 ; . > M3? WS HS ttichl'ch mit allerlei^ ß«-schenk- Ösen®«» Ken bi Gf man ihnen >-! nach dem M Llbenen Seil hem L;t allerlei Gaben 5 Rute zu strafen. J M der Kleinen die I ringen an diesen 1 I ri Sprüchen wird -Knsburg in Wür 7, Vorabend: heiliger was'dein । Ich will ' St. Maus I Und manchmal t' Micher mit Aepsel -mdeachteten Ecken wird erzächtt, dach - einem Esel gerittei m machen, tun di Schüssel, die sie r oder vor das Bett u Der Witlaus ift. Regenten M er (tfoeigenl) uni un ruderen wieder hält char umringt, fcim 'eine Gescheute selbs weiches Laten vern vielfach von lärm Denn er lärmend gernjiel oder Peitsc lebensseindlichen M Dieser Nikolaustc mssermaßen allerle -En. ist uns aller Weihnachtsriiste ^lius dem Him AKen, wollen wir Äern gebührend [Steltenangebote Keine zenmniee In Urschrift iDnoem nur abidiriften Dem 50e werbungsichreibeu bet legen - Lichtbilder unD8eroetbunaäunta> ^geu mühen 3ur Bei» meibung von Serlaften aut der Rücheite Kamen und ‘Jhritbrtft bei Bewert'ers txaaenl Ordentl., kräftig. WW für 8/orher mit Aepfeln und Nüssen an, die er an lnbeachteten Ecken versteckt. In einigen Landschaften wird erzählt, daß er auf einem Schimmel oder auf tinem Esel geritten komme, und um sich ihn geneigt m machen, tun die Kinder Heu oder Hafer in ihre Schüssel, die sie vor die Tür, vor den Schornstein [>ber vor das Bett gestellt haben. Der Niklaus ist ein launischer Gesell; in manchen Kegenden läßt er sich nie sehen und gibt stillschweigend und unerkannt seine Gaben aus, in anberert wieder hält er, von einer großen Kinder- stchar umringt, seinen festlichen Upizug und teilt seine Geschenke selbst aus. Er tritt dann oft, in ein weißes Laken vermummt, mit weißem Bart auf, vielfach von lärmenden Schreckgestalten begleitet. Wenn er lärmend mit Schellengeläut und Klingel- «zerassel oder Peitschenknallen erscheint, will er die lebensfeindlichen Mächte des Hauses verjagen. Dieser Nikolaustag, als dessen Wahrzeichen gewissermaßen allerlei Gebildgebäck und Lebkuchen gelten, ist uns allen ein lieber Begriff in der Zeit her Weihnachtsrüste. Weil wir die Erinnerung an ihn aus dem Himmel der Kindheit nicht missen möchten, wollen wir ihn auch weiterhin mit unseren Kindern gebührend feiern. O. Iubiläumskorizert des Gängerkranzes. „Das Lied von der Glocke." Wenn eine Vereinigung zur Pflege des Chorgesanges die 75jährige Wiederkehr ihres Gründungstages feiern kann, so ist damit ihre Lebensfähigkeit und Wirkungsberechtigung erwiesen. Kann man an diesem Tage zugleich aber auch Rückschau halten auf das, was der Verein in dieser langen Zeitspanne geleistet hat durch seinen Einsatz für das Sondergebiet des Oratoriums, so wird dieser Tag ein Ehrentag. Denn der „S ä n g e r k r a n z" Gießen hat in den vergangenen Jahrzehnten durch seine Aufführungen großer Chorwerke von Händel, Haydn, Robert Schumann, Gads bewiesen, daß ehrlicher Begeisterung und gründlichem Wollen der Erfolg nicht versagt bleibt. Ja, der „Sängerkranz" ist in den vergangenen Jahren zu einem nicht wegzuleugnenden Faktor des Gießener Musiklebens geworden durch die Pflege der chorischen Werke, indem er das Chorprogramm des Akademischen Gesangvereins wertvoll ergänzte. Es konnte vor einigen Jahren gelegentlich des 25jährigen Dirigenten - Jzchiläums von Albert Kasten an dieser Stelle besonders hervorgehoben werden, welche unermüdlich schaffende, verantwortungsbewußte, musikalische Führerpersönlichkeit dem Verein vorsteht. Das verdient auch am heutigen Tage aufs neue besonders herausgestellt zu werden; denn für den Hochstand der Leistungen eines Chores ist der Dirigent ebenso Bedingung wie die Gefolgschaftswilligkeit seiner Sänger. Es ist für das Gießener Musikleben eine besonders erfreuliche Erscheinung, daß bei aller Anerkennung berechtigter Eigenziele jeder Vereinigung sich dennoch alle Kräfte zur großen Gernein- schaftsleiftung zusammenfinden. Die,Lahreszeiten"- Aufführung im vergangenen Frühjahr war das sichtbare Zeichen dafür. ' Und wenn die Kräfte, denen der „Sängerkranz" die Hand zur gemeinsamen Arbeit gereicht hatte, jetzt michalfen, seinem Ehrentage die zukommende Geltung und Bedeutung ZU sichern, so ist das die schönste Bestätigung für bie Ausrichtung im Gießener Chorleben, die angesichts des großen Zieles willige Bereitschaft zum Anteil am Werke beweist. Die diesmalige Zusammenfassung der Kräfte galt der Vertonung von Schillers „Glocke" von Max Bruch. Der Komponist, dessen 100. Geburtstag in diesem Jahre gefeiert werden konnte, hat besondere Verdienste um das weltliche Oratorium erworben; ein stark ins Volkstümliche weisender Zug hat seinem Werk eine weite Verbreitung gewährleistet. Der Text von Schillers „Glocke", ein Allgemeingut des deutschen Volkes, stellt mit der Fülle seines Gedankengehaltes den Musiker vor ein besonderes Problem. Max Bruch wählt vornehmlich die Momente aus, die ihn zur musikalischen Entfaltung besonders anregen und ihm für die musikalische Ausschöpfung ergibig erscheinen. Das Orchester wird zum Träger eines kräftigen Farbenkolorits; mit sachkundiger Hand (Bruch war lange Jahre Vorsteher der Meisterklasse für Komposition an der Hochschule Berlin) und wirkungssicher vermag er die musikalische Situation aufzuschließen. Ziehen wir die Entstehungszeit dieses Werkes in Betracht (1878), so wird gerade die Kenntnis dieses Zeitalters den Schlüssel für Max Bruchs Stil ergeben. Die Aufführung unter Albert K a st e n ließ die Klangpracht des Orchesters ebenso wie die feine zeichnerische Illustration mit Plastik und anschaulicher Gestalt lebendig werden, bei schöner Wahrung des klanglichen Gleichmaßes, das sei besonders betont, angesichts der starken Bevorzugung von Posaunen und Tuba in der Instrumentation. So schuf das Orchester den klanglichen Untergrund für die Solisten und für den Chor. Das Eingangsmotto („Vivos voco ...“) wurde zum Symbol in feiner sakralen Haltung und gemessenen Schönheit des Klanges im Widerspiel der Bläser. Die großen Chorgruppen zeigten eine füllige Rundung des .Klanges in schönem Ausgleich und feiner dynamischen Durchbildung. Willig folgte der Klangkörper den Angaben seines Führers; besonders find die Soprane hervorzuheben mit ihrer ergiebigen dynamisch fein beherrschten Höhe. Don ganz besonderer Schönheit aber entfaltete sich der „Tauf"-Chor und der Liebeschor. In feiner Austonung fand die Feuersbrunst durch den Chor ihren Ausklang. Im zweiten Teil des Oratoriums wurden der Ordnungschor und die Schluß-Apotheose zu prunkendem Chorerleben. Das, was der Chor in geschlossener Gesamtstimmung zusammenfaßte, wuchs aus dem lebendigen Anteil der Solisten hervor, deren Part teils szenisch durch den Komponisten gefaßt ist und sich so arios ausströmen kann, teils mit der plastischen Durchbildung des deklamatorischen Akzentes das tönende Wort in seiner tiefen Bedeutung nahebringt. Der verantwortliche Leiter hatte mit glücklicher Hand eine Auswahl getroffen,, die den Anforderungen des Werkes an sich, wie auch seinem musikalischen Durch- gestaltungswillen in jeder Hinsicht entsprach. Das zeigte sich besonders in der Ausgeglichenheit der Ensemblesätze („O zarte Sehnsucht" und im Schlußteil des Werkes). Da, wo Chor und Solisten mit- einandergingen, hoben sich die Solostimmen mit schönem Glanze hervor, besonders der bis irt die höchsten Lagen hinein äußerst weiche und dennoch sehr ergiebige Sopran Sophie Hoepsels (Frankfurt a. M). Mit gewinnender Anmut mischte sich ihre Stimme der idyllischen Szene der Brautglocke. In besonderer Wärme bei ausgeglichenem Klange, aber auch mit starken dramatischen Akzenten erklang der- Alt von Gertrud Kranz (Ludwigs- Hafen), mit gefühlsbetonter Trauerklage der Begräbnisszene und dramatischer Intensität der Aufruhrverkündung. Anton Knoll (Tenor), Frankfurt a. M., verlieh dem jugendlich stürmenden Drängen des Jünglings warme Töne. Seine dramatischen Einwürfe waren von sieghaftem Akzent, wenngleich die Anforderungen der Partie stellenweise die Grenzen seiner stimmlichen Mittel berührten. Im Ensemble hielt er sich mit schön quellender Linie hervor. Gustav Bley (Gießen) war für den vorgesehenen auswärtigen Solisten eingesprungen. Als Träger der Meistersprüche ließ er das Menschliche besonders eindringlich heraustreten und in der Beherrschung der reichen Skala seiner stimmlichen Ausdrucksmöglichkeiten gewann gerade fein Part besonderes Gewicht durch die Schönheit des Klanges und die Fähigkeit bewußter musikalischer Einfügung. So wurde die Wiedergabe des Werkes berechtigterweise zu einer Festaufftihrung des „Sängerkranzes", der in diesem Ausmaße sich über seine bisherigen trefflichen Leistungen stellte. Darum war der reiche Beifall begründeter Dank der ergriffenen Zuhörer. Dr. Hermann Hering. „Maja zwischen zwei Ehen." Lichtspielhaus. Wieder einmal das Enoch-Arden-Motiv, die alte Geschichte vom totgesagten Heimkehrer; aber das Schwergewicht der Entscheidung liegt diesmal weniger bei diesem, auch nicht bei der zum zweiten Male verheirateten Frau zwischen den beiden Männern (in welchem Falle das Gesetz gegen den ersten entscheidet) — sondern bei dem Kinde: der Kampf geht im Grunde allein um den Sohn aus erster Ehe, den der heimgekehrte Vater zu sich zu nehmen wünscht, und den die Mutter und der Stiefvater nicht hergeben wollen. Es ist ein erbitterter, ein zermürbender und nahezu hoffnungslofer Kannst; ganz zuletzt, als man schon nicht mehr an ein halbwegs gutes Ende zu glauben wagt, spricht das ftellung der Dienstag-Miete statt. Anfang 20 Uhr Cnde 22 Uhr. Vortrag im Alpenverein. Im Zweigverein Gießen-Oberhesfen des Deutschen Alpenvereins findet am morgigen Mittwochabend ein Lichtbildervortrag von Dr. Herzog, München, über „Beobachtungen eines Bergsteigers und Bergjägers" statt. MvievkilBrMWniil Achtung! kesielwärlerlehrgang! Die Hessische Dampfkessel-Inspektion in Darmstadt führt in Zusammenarbeit mit der Deutschen Arbeits-' front in Gießen demnächst wieder einen Kesselwärter-», lehrgang zur Vorbereitung auf die Kesfelwänerprü< fung durch. Der Lehrgang umfaßt 60 Stunden und kostet 30 RM. Nach erfolgreicher Prüfung wird das Zeugnis „Staatlich geprüfter Kesselwärter" ausge-^ stellt. 7897D Anmeldungen sind sofort an die Deutsche Arbeitsfront, Kreiswaltung Wetterau, Abt. für Berufserziehung und Betriebsführung, Gießen, Schanzens straße 18, mit genauer Personalangabe zu richten. Ortsgruppe Gießen-Mitte. Am Dienstag, 6.12., findet, 20.30 Uhr, im „Burghof" ein Schulungsabend für die Politischen Leiter, Warte, Walter, Frauenschaftsmitglieder, sowie die Führer der HI. und BDM. statt. Es spricht Kreisschulungsleiter Pq. Michel. Das Erscheinen ist Pflicht! Hitler-Zugend Bann 116. Stamm 1/116. Am kommenden Donnerstag, 8.12., spricht in decs Aula der Universität ein Stoßtruppredner des Reiches zur Jugend. Es nehmen daran von jeder Gesolgschast 50 Kameraden teil. Die befohlenen Einheiten werden vom Gefolgschastsführer geführt. Anzug ist HI.-Winter-Dienstanzug. Die Plätze müssen um 20.10 Uhr eingenommen sein, ZM-Untergau 116 Gießen. Die JM.-Gruppe 4/116 Gießen-Ost tritt am Diens-z, tag, 6. 12., um 14.15 Uhr am Ludwigsplatz zur Spielzeug- und Kinderwäschesammlung an. Die Mädel, die einen Handwagen zur Verfügung stellen, sorgen dafür, daß dieser ordentlich geschmückt ist. BDM.-!lntergau 116 Gießen. VD2U.-Werkgruppe IV. Der Dienst für die Dienstag-Werkschar fällt heute aus und findet dafür am Freitag, 9.12., 20.15 Uhr irt der Alicenschule, Steinstraße, statt. Großartige Ergebnisse vom Tag der nationalen Solidarität. Aus einer Uebersicht über die Sammelerfolge am Tag der nationalen Solidarität im Gau Hessen- Nassau tragen wir, in Ergänzung unserer gestrigen Mitteilung über das Gesamtergebnis des Gaues und über das Ergebnis des Kreises Wetterau, noch die Sammelerfolge in den Kreisen unseres engeren Heimatgebietes nach. Es wurden gesammelt im Kreis Alsfeld-Lauterbach 11693,95 NM., Büdingen 10 900 RM., Wetzlar 24 444,71 RM. Unser Kreis Wetterau mit feinem (gestern von uns schon gemeldeten) Ergebnis von 34 228,53 RM. steht im ganzen Gaugebiet an dritter Stelle; vor ihm stehen nur Mainz mit 65 466,40 RM. und Frankfurt a. M. mit 148 375 RM. Wiesbaden mit 33 000 RM. folgt erst hinter unserem Kreis. Die diesjährigen Weihnachtsfeiern. NSG. Da das deutsche Weihnachtsfest in erster Linie ein Fest der Familie ist, besteht die sinnvollste Kind selbst ahnungslos das entscheidende Wort, dem auch der Vater sich fügt, indem er geht, ohne weiter auf seinem Anspruch zu beharren. Als Vorlage für das Drehbuch von Fritz Kirchhoff gibt das Programmheft an: Stoff von Helmuth Brand is und Otto Linnekogel nach Motiven des gleichnamigen Romans von Günther Hocheisen; es ist nach diesen Angaben für den Betrachter schwierig, sich über den geistigen Anteil der Bearbeiter an dem, was als endgültige Form auf der Leinwand erscheint, Klarheit zu verschaffen. Kirchhoff, der auch Regie führte, bemühte sich spürbar um Dämpfung und Vermeidung jeder geräuschvollen Sensa- hon, um einen Kammerspielton, der zweifellos dem delikaten Thema am ehesten gerecht zu werden oer^ mochte. Allerdings wird eben dieser halblaute Kammerspielstil durch den hastigen Bildwechsel und häufige Ueberblenbung meist kurzer Szenen naturgemäß beeinträchtigt. Uebrigens hat man die Berliner Philharmoniker eingesetzt, um dem Spiel eine (überaus kultivierte) musikalische Untermalung und Begleitung zu verschaffen; daß diese Musik im Grunde mit dem Problem nichts zu tun hat, wird niemandem verborgen bleiben. Und die Frage, ob ein solcher Stofs überhaupt gerade für eine filmische Gestaltung geeignet sei, möchten wir unbeantwortet lassen. Der schauspielerisch intensivste Eindruck geht von Peter Petersen aus, der den heimkehrenden Vater darstellt, und zwar im ganzen auf der Linie seiner früheren großen Rollen, mit: einer vollkommen glaubwürdigen, hartnäckigen, aber jederzeit beherrschten Anspannung des Willens auf das eine Ziel. Maja ist Lil D a g o d e r : ein schö-« nes, sparsam bewegtes Bild. Schoen hals, bet* uns kürzlich hier in Gießen von dieser neuen Rolle- erzählte, spielt mit nobeln Mitteln den zweitem Mann, den Stiefvater, innerlich w'e äußerlich dasc' feinfühlig empfundene Gegenbild Petersens; übri^/ gens musiziert er so hingegeben, daß es ein Genuß' ist. ihm zuzuhören. Die gefährliche Kinderrolle int Zentrum des Konfliktes bewältigt der kleine Peten Dann mit entwaffnender Unbesonnenheit. Vom wohlabgestimmten Ensemble sind Mario Kop-« p e n b ö f c r , Mnrieluise Claudius, Winter* st e i n und vor ollem Hilde Körber zu nennen* deren darstellerische Vielseitigkeit und geschmeidige Einfühlungsgabe man an der an sich belanglosen Nebenrolle einer (Thanfonfänaerin wieder einmal feststellen muß. — (Märkische-Panorama-Schneider.)i * Im Beiprogramm: die neue Tobis-Wochenschan* ein Kulturfilm „Sttoßen der Zukunft" und e::?j Kulturfilm „Tierpflege im Zoo" mit Icbenbigci» und instruktiven Aufnahmen. Hans Thyriotk Lahresschluß bei den Gießener Imkern dieser Bouerntag ab gesagt LanÄeSbccuernführer Dr. W kein erstellte mit n 49 Fortsetzung (Nachdruck verboten!, werden mußte, wird a g n e r am Sonntag, Grünkohl 10 bis 12, Rosenkohl 15 bis 28, Feldsalat, Vio 8 bis 10, Tomaten, % kg 50, Zwiebeln 12 bis 15, Meerrettich 30 bis 55, Schwarzwurzeln 25 bis 40, Kartoffeln, % kg 4 Pf., 5 kg 40 Pf., 50 kg 3 bis 3,50 Mark, Aepfel, % kg 32 bis 45 Pf., Nüsse 48 bis 60 Pf., junge Hähne 1 bis 1,20 Mark, Suppenhühner 90 Pf. bis 1 Mark, Gänse 1,10 bis 1,20 Mark, Blumenkohl, das Stück 20 bis 50 Pf., Salat 5 bis 6, Endivien 5 bis 10, Oberkohlrabi 5 bis 10, Lauch 5 bis 10, Sellerie 10 bis 40, Rettich 5 bis 20, Radieschen, das Bündel 8 bis 12 Pf. ** Verkehrsunfall. In der Gemarkung Schiffenberg, kurz hinter der Bahnüberführung auf der Landstraße Gießen—Watzenborn-Steinberg, kam ein Personenauto aus Gießen am Samstag, anscheinend infolge starken Bremsens, ins Rutschen. Dabei wurde der aus seinem Fahrrad von der Arbeit heimwärts radelnde Arbeiter WUHelm Schmidt aus Watzenborn-Steinberg von dem Kraftwagen gestreift. Der bedauernswerte Mann stürzte und mußte mit einem Schädelbruch und einer Quetschung in die Chirurgische Klinik in Gie- Was ist heute los? kinderwäfche- unb Spiel- zeugsammluug der J2JL für bas WHw. —- Heute kommen Zungmädel zu Luch, denkt daran! Abrador wäfchl Hände rillenfauber chmckung. Land # Mainzlak, Singel von hier Wgleit seinen 80. litten. VWatzenbori AKraft dur Volkshall ^jäibenb. 2a- AM 6 Uhr: Morgenlied, Morgenspruch. Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. 7: Nachrichten. 840: Gymnastik. 8.30: Froher Klang zur Werkpause. 9.30: Gaunach-- richten. 9.40: Kleine Ratschläge für Küche und Haus. 10: Schulfunk: Der Thomaskantor. Ein Hörspiel. 11.45: Ruf ins Land. 12: Werkskonzert 13: Nach- MUMM WWW Roman von Kurt Riemann Copyright by Verlag Oskar Meister, Werdau L Sa M Beifall. ^Leihgestern "tag konnte c *. der Landwirt ^Nunhbeitbe* Ä^uppe Leihg rte zu einem Ä schalt „3um B,hes3nf.Ns. ft' und $011 fpenie w?* mache, Sa* Ä Stt- ♦ o;”5 gut besuo ui Kirch- L ?0?3, k Men h SXtihM werd M sSÄ1 Ausdauer, Zähigkeit und Pflichterfüllung unter allen Umständen. Die Soldaten des E.»Bataillons hätten vollauf ihre Pflicht getan. Das erkenne er an. Sie seien alle ausgebildet worden wie die aktive Truppe selbst. Nun stünden sie da als wehrhafte Männer, aus die man sich im Ernstfälle verlassen könne. Oberst H e r r l e i n schloß mit den Worten, daß die Kameraden stolz darauf sein könnten, in so großer Zeit ihrer Dienstpflicht genügt zu haben in einer Zeit, in der der Führer Großdeutschland schuf. Mit dem Gedenken an den Führer und mit den Hymnen der Nation fand der Appell seinen Abschluß. Artilleristen-Karneradschast 1895 Gießen. Am Samstag versammelten sich wiederum zahlreiche alte Artilleristen der Artilleristen-Kamerad- schaft 1895 Gießen mit einer Anzahl Kameraden der Gießener Artillerie-Abteilung im Kamerad- schastsheim hessischer Hof" zum monatlichen Kameradschaftsabend. Der Kameradschaftssichrer konnte zunächst die erfreuliche Mitteilung machen, daß in der letzten Zeit zahlreiche Anmeldungen ehemaliger Artilleristen älterer und jüngerer Jahrgänge bei der Kameradschaft erfolgt sind, dabei auch eine Anzahl Reservisten des vor kurzem entlassenen Jahrgangs. Die Kameradschaft erwartet weitere Beitritte von Waffe nkameraden, do sie noch der Eingliederung in den NS.-Reichskriegerbund die alleinige Sammelstelle aller ehemaligen Artilleristen ist, im übrigen auch bisher schon ihr ganzes Wirken im Sinne des kameradschaftlichen Zusammenschlusses der alten und der jungen „schwarzen Kragen" praktisch unter Beweis gestellt hat. Von dieser Grundlage aus pflegt die Gießener Artilleristen-Kameradschaft von jeher auch gute Beziehungen zu den Waffenkamerod- schaften in den Nachbarstädten, die von dort her in kameradschaftlicher Weise erwidert werden. Der weitere Verlauf des Abends galt vor allem einer Besprechung über die Ausgestaltung der diesjährigen Weihnachtsfeier, für die ein kleiner Kreis von Kameraden alle erforderlichen Vorbereitungen treffen soll. Der Kameradschaftsführer begrüßte ferner den zum ersten Male im Kreise der Gießener alten Artilleristen weilenden neuen Leiter der Kameradschaft der Unteroffizier-Vereinigung der III. Abteilung Artillerie-Regiment 9 in Gießen, Oberwachtmeister Steuersünder mit 13800 RM. Geldstrafe belegt. LPD. Mainz, 3. Dez. Der Schiffsartikelhändler Georg Schopp aus Mainz wurde vom Finanzamt Mainz-Innenstadt wegen fortgesetzter Steuerhinterziehungen mit einer Geldstrafe von insgesamt 13800 Mark bestraft. Rmrvfunkprogramm Mittwoch, 7. Dezember. Tresor ist erbrochen — nein — regelrecht aufgeschlossen, die Pläne sind fort." Da haben wir's! denkt Karajan. Der Kommissar pfeift ,Lätütata!" durch die Zähne. „Und wo — wo ist Fräulein Westner?" stammelt der Pförtner. „Was ist mit Fräulein Westner?" schnellt Karajan vor. ,Lluto —war doch hier —mit Herrn Wernicke — alle beide — im Labor —" „Karola war hier? Mann, sprechen Sie doch!" Karajan schüttelt den halb Bewußtlosen, daß ihm die Arme schlottern „Ja — ja — war hier —" stammelt er noch. Dann sinkt er zurück und schnarcht. »Karola?" Mit entsetzten Augen sieht Karajan von einem zum andern. .Karola —?" 5n langen Sätzen hinauf ins Labor. Der Kommissar dicht hinter ihm. Wernicke liegt und schläft und ist nicht zu erwecken. „Nicht vor drei, vier ' Stunden!" meint der Kommissar. Aber wir wollen uns hier nicht aushalten. Das tun unsere Leute schon. Werden mal die Straße nach Neugersdorf abfahren." „Die Pläne sind längst weg." „Tut nichts. Ich fahre. Kommen Sie mit, Doktor Karajan?" „Und Karola? Verstehen Sie doch, meine Bram ist hier gewesen und nun verschwunden —!" sie nicht zu Hause friedlich schlafen?" ,Lch habe eben angerufen. Ist nicht da. Sie ist mit ihrem Wagen gekommen, und nun scheint sie verschwunden. Herrgott, wenn sie die Lumpen etwa — ich komme, Herr Kommissar." Schon heult der kleine Wagen, Karajan, der KomnAsar zwei Beamte Darin. Der Kommissar fährt selbst. Wie der Teufel. „Werden die Tankstellen, wenigstens die größeren fragen." ä D Erste Tankstelle: nein, feinen solchen Wagen in den letzten Stunden. Zweite, dritte, vierte Tankstelle: das gleiche negative Ergebnis verlieren Zeit, Herr Kommissar! Kostbare Zell! drangt Karajan. Aber Kommissar Raeck weiß schon, was er tut. An der nächsten Tankstelle hat er Gevnßhell. Der redselige Alte erzählt m aller Ausführlichkeit: eine Dame, eine hübsche Dame und ein Herr neben ihr — die Dame hat am Steuer gesessen und ein roter Sportwagen sei es gewesen — hui — wie der Teufel seien sie losgebrauft! „Wir haben eine Spur", knurrt Raeck. „Ihre Leister, der als Nachfolger von Wachtmeister Nie- denthal, welcher im Hinblick auf anderweitige starke Inanspruchnahme dieses Ehrenamt niedergelegt hat, an die Spitze der Unteroffizier-Vereinigung berufen wurde. Oberwachtmeister Leister brachte im Anschluß cm seine Dankesworte den guten Vorsatz zum Ausdruck, ebenso wie sein Amtsvorgänger stets auf die Pflege guter kameradschaftlicher Beziehungen zu den alten Artilleristen bedacht zu sein, um dadurch i)je bereits bestehenden Bande noch weller zu stärken und zu vertiefen. Im übrigen brachte der Abend nach einigen kleinen internen Angelegenheiten noch frohgestimmte kameradschaftliche Unterhaltung. Gießener Dochenmarktpreije. * Gießen, 6. Dez. Auf dem heutigen Wochen- markt kosteten: Markenbutter, V» kg 1,60 Mark, Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 4 bis 9, Wirsing, % kg 8 bis 9, Weißkraut 5 bis 7, Rotkraut 8 bis 9, gelbe Rüben und Karotten 8 bis 10, rote Rüben 9 bis 10, Spinat 15, Unterkohlrabi 6 bis 10, 11. Dezember, von 11 bis 11.30 Uhr, vom Reichssender Frankfurt aus sprechen. Er wird die grundlsgenden Erkenntnisse und Richtlinien des diesjährigen Reichsbauerntages und ihre Auswirkung für Hefsen-Nasiau seinen Hörern vermitteln und vor allem zu dem Problem der Landflucht eindeutig Stellung nehmen. Abschiedsappell bei E.-Bataillon. Auf dem Trieb fand gestern vormittag ein Abschiedsappell für die Soldaten des E.-Bataillons statt. In offenem Viereck waren die Mannschaften angetreten. Der Regimentskommandeur, Oberst H e r r l e i n, nahm zunächst die Meldung des Bataillonskommandeurs, Major Frecherrn von K i 11 l i tz , entgegen und schrllt dann unter den Klängen des Präsentier- inarsches die Front ab. Hierauf hielt Oberst H e r r l e i n eine Ansprache, mit der er die Soldaten des E.-Bataillons verabschiedete. Er erinnerte daran, wie die Kameraden ihre milllärische Ausbildung ersichren in einer Zeit, da dunkle Wolken am politischen Himmel standen, da sudetendeutsche Brüder und Schwestern unter Willkür und Terror einer fremden Macht lebten. In dieser Zeit seien sie einberufen worden durch den Führer, rasch mußten sie Abschied nehmen von Haus und Hof, von Frau und Kind, um die deutsche Wehrmacht zu verstärken, um Reserve für das aktive Heer zu sein. Deshalb sei es auch notwendig gewesen, die Soldaten vor schwere Aufgaben zu stellen. Es habe der ganze Einsatz verlangt werden müssen. Es haben alle Pflichttreue eingesetzt werden müssen, um das rasch zu lernen, was erlernt werden mußte. Manche Anstrengung habe es auszuhallen gegolten, aber Soldatendienst sei nun einmal schwerer Dienst! Soldatendienst solle erziehen zu Wm; zwischen de M^nmister 3 । bie ®hu!wünfäe be i Bewegung. Sine ÜJojfiffnpeKe trogen die Feier und von Wachs dienen, das zur Förderung der deutschen Wirtschaft gebraucht wird. Nach einem von der kleinen Margot Badenbender vorgetragenen Vorspruch gab es eine Ueberraschung für die Kleinen, zu denen der Nikolaus kam, der 50 Kindern der Mitglieder eine Freude bereitete. Eine freie Verlosung brachte für jedes Mitglied ein praktisches Geschenk, das zur Anregung und Förderung der Arbell dienen soll. Der Vorsitzer der Landesfachgruppe, S e y d e l (Eltville), dankte den Jmkerfrauen für den Besuch der Versammlung und für ihr Interesse an der 3mf er arbeit des Mannes. Er sprach den Wunsch aus, daß sie auch ferner dem Manne helfen und tüchtige Imkerinnen seien, denn davon hänge der Erfolg des Ausitiegs der Bienenzucht ab. Ortefachgruppenleiter Bodenbender unterstrich diese Ausführungen mit dem Hinweis darauf, daß Großdeutschland sich um Honig und Wachs nicht zu sorgen brauche, wenn alle Frauen chren Männern mllhelfen würden, die gesteckten Ziele zu erreichen: denn von der Mitarbeit hange nicht nur der Wohlstand des Imkers, fonbem auch die Förderung der Bienenzucht ab. Zum Schluß forderten S e y d e l und Bodenbender zur Teilnahme an dem Sonderzug zur 5. Reichskleintierschau in Leipzig auf, und Bodenbender dankte noch allen Imkern für die Honig- spende für das WHW. zu Gunsten der sudetendeutschen Kinder. Bei dem anschließenden geselligen Tell erfreute Lehrer Runk mit humorvollen Ndundartvorträgen, wofür er reichen Beifall erntete. I •** nd pSchi ®it,e Wz ltid, trocken 5,00 bis 5,20, Wiesenhcu, gut, gesund, trocken 6,00 bis Großer Brand in Schotten. • Schotten, 6.Dez. (Drahtbericht des Gieße» ^r Anzeigers.) Am heutigen Dienstagfrüh gegen i Uhr brach in der Wotlwaren- und Tuch- iobrlk Schütz & 2Beiö, an der Rennstrecke «ch Rudingshain dicht vor der Ltadtgrenze gele- Feuer aus. das leider großen Umfang an- uahm. Die Flammen ergriffen das große Lager- tans, den Maschlneuraum und die Vü- otäumc. Die Schottener Feuerwehr war mit )er Motorspritze rasch zur Stelle. Dem tatkräftigen »ad umsichtigen wirken der Feuerwehr gelang es. »en Brand auf seinen Herd zu beschränken. Leider iinfr aber die betroffenen Gebäude und Räume sämtlich ausgebrannt und die m Lagerhaus befindlichen Stoffe, sowie die Linrichtungsgegenstände der Büroräume tan verheerenden Element zum Opfer gefallen. i der letzten 25 Jahre . . jormetfters Harnisch Äs eine erfolgreiche gefchWert wurde. Der dreizehn i' im Weltkriege gefallenen Sangesbrüder wurde in Mlicher Weise gedacht. Chormeister Harnisch ourde zum Ehrenchormeister der „Germania" er- irannt und ihm mit dem Diplom ein Ehrengeschenk überreicht. Frau Harnisch erhielt einen Blumenkorb jum Zeichen der Dankbarkeit der Sänger. Mit dem ' Lhor „Gott grüße dich" und dem Gedenken an den Mrer Großdeutschlands schloß die Rede des Ver- .msleiters. Sängerkreisführer Müller (Gießen) beglück, vünschte hierauf den Jübilar Harnisch und öürbtgte ihn als Chormeister, der schon über 40 5ahre im Dienste steht. Dann überreichte er den* Jereinsleiter Schneider die Ehrennadel für .'Zjährige Tätigkeit im Vorstand der „Germania". Als Vertreter des Bruderoereins „Eintracht", i Steinbach, überbrachte dessen Lereinsleiter, Friedrich Walb, die Grüße und Glückwünsche den bei- ien Jubllareir und betonte das vorbildlich gute Ver- sSltms zwischen den beiden Vereinen. ! Bürgermeister Rink (Steinbach) übermittelte -ie Glückwünsche der Gemeinde Steinbach und der iÄewegung. Eine Musikkapelle verschönte mit chren Darbie- tmgen die Feier und fand verdienten Beifall. Der Äerein erfreute mit immer neuen Liedern die Fest- rerfammlung. Landkreis Gießen. # Mainzlak, 5. Dez. Landwirt Wilhelm öingel von hier feierte am Sonntag bei guter Rüstigkeit seinen 8 0. Geburtstag. Wir gratulieren. Kreisklaffenergebniffe des Sonntags. 1. Kreisklasse: SA.-Kampfgemeinschaft — Großen-Linden 0:7. 2. fireisttaffe: Ettingshausen — Göbelnrod (Ges.-Sp.) 2:1 Londorf — Krofdorf 2:3 Staufenberg — SA. II 1:3 (abgebrochen). Der Spielsonntag brachte außer einigen Heber- raschungen auch einen Spielabbruch. Die SA. hatte gegen den Tabellenführer wenig zu bestellen, dazu kam noch, daß die Mannschaft nicht vollzählig antreten konnte, außerdem mußte der Torwart das Spielfeld verlassen, so daß die Niederlage auch in Weser Höhe in Ordnung geht. — Nur knapp und auch noch mit viel Glück konnte sich Ettingshausen nach einem wenig überzeugenden Kampf gegenüber Göbelnrod behaupten. — Die Niederlage des Tabellenführers Londorf gegen Krofdorf kommt über- rafchend. Der Schiedsrichter war ausgeblieben, dafür sprang Schiedsrichter Pieh vom Platzverein ein. Die Gäste waren glückliche Sieger. —Nach Heraus- stetzung von drei Spielern sah sich der Schiedsrichter, als er tällich angegriffen wurde, gezwungen, das Spiel in Staufenberg abzubrechen. — Sie Reserve von Großen-Linden hatte die Spieler nicht beisammen und verzichtete kampflos auf Spiel und Punkte. Spiele um die Bannmeisterschast. Gruppe I: HI. Klein-Linden — HI. la 1900: HI. VfB.-R. — HI. Heuchelheim. Gruppe II: HI. Allendorf — HI. Ib 1900; HÄ- Teutonia Watzenborn-Steinberg — HI. Tv. Großen-Linden. Gruppe III: HI. Treis — HI. Ila 1900; HZ. SV. Lollar — HI. Londorf. Gruppe IV: HI. VfB.-R. II — HI. Garbenteich; HÄ. Lich — HI. Steinbach. Gruppe V: HI. Größen-Buseck — HI. Göbelnrod; HÄ. Oppenrod — HF. Saasen. Gruppe VI: HI. Queckborn — HZ. Ettingshausen; HI. Ober-Bessingen — HI. Laubach. Gruppe VII: HI. Wölfersheim — HI. Hungen; HÄ. Utphe — HF Inheiden. Gruppe VIII: HI. Nieder-Ohmen — HI. Homberg; HI. Grünberg spielfrei. Gießener Baskelball-Mannschast beim Turnier in Frankfurt. Jakobi fertiggeftellte Rechnung vom Rech- nungsjahr 1 9 3 7 durchberaten und gutgehei- fcen. Äm ersten Test der Rechnung, der den Betrieb Sn J?etru9 die Gesamteinnahme abgerundet 112 448 Mark. Darunter find folgende Posten be- ^us Grundstücken wurden erlöst 6365 Mark (alle Beträge sind auf volle Mark abgerundet). Aus Waldungen wurden 45 290 Mark erzielt. An Gewerbesteuern wurden 3886 Mark erhoben, an Grundsteuern 15 561 Mark. Demgegen- uder erforderte der Betrieb an Ausgaben insgesamt 111911 Mark. Der Wald erforderte 24 388 Mark Aufwendungen; bie allgemeine Verwaltung kostete 10 277 Mark; für Straßenbau wurden 3646 Mark ausgeworfen; für landwirtschaftliche Zwecke wurden 13 935 Mark benötigt; an Steuern waren 8853 Mark zu entrichten; für die geplante Errichtung von Uebungsstättenbauten (HJ.-Heim und Gemeindesaal) wurden 15 000 Mark bereitgestellt. Aus der zweiten Abteilung der Rechnung, für das Vermögen, geht hervor, daß im abgelaufenen Rechnungsjahr an den Wasserleitunasschulden weitere 10 000 Mark getilgt wurden, so Daß nunmehr nur noch 17 000 Mark Passivschulden zu verzinsen und ZU tilgen find. Ein Gesamtüberblick über die Rechnung liefert den Beweis, daß die wirtschaftliche und finanzielle Lage unsrer Gemeinde ohne Einschränkung gut zu nennen ist und den Schluß auf eine verantwortungsbewußte Führung der Gemeinde zuläßt. △ Lauter, 5. Dez. Heute, 5. Dezember, feierte Johann Groß feinen 75. Geburtstag. Der alte Herr ist feit dem Jahre 1900 als Totengräber und seit 1910 als Schuldiener in unserer Gemeinde tätig. Wir wünschen ihm noch einen schönen, langen Lebensabend. Olympische Spiele 1940. Die Mindestleistungen für die Leichlakhletikkämpfe. Der schwedische Generalsekretär der IAAF., Bo Ekelund, hat für die Ausscheidung der Bewerber an den Olympischen Leichtathletikkämpfen 1940 in Helsinki dem Internationalen Verband Vorschläge für die zu fordernden Mindestleistungen gemacht. Die Teilnehmer am Hochsprung haben in zwei Gruppen auf verschiedenen Anlagen eine Mindesthöhe von 1,85 Meter zu bewältigen. Die qualifizierten Bewerber springen dann gemeinsam au' einer neuen Anlage bis zur Entscheidung. In der gleichen Weise werden der Weitsprung und der Dreisprung abgewickelt. Verlangt werden 7,20 Meter Weitsprung und 14,50 Meter für den Drei- sprung. Die Qualifikationsmarken für das Speerwerfen find 65 Meter, für das Hammerwerfen 50 Meter und für das Diskuswerfen 46 Meter. Die Ausscheidungskämpfe finden jeweils am Vormittag statt und werden im Kugelstoßen, für das die Grenze noch nicht feststeht, in mindestens drei verschiedenen Wurfringen durchgeführt. Eine Ausnahme macht , der Stabhochsprung, der auf zwei Tage verteilt ist; die Mindesthöhe beträgt hier vier Meter. Um einen einheitlichen Start über 200 und 400 Meter zu gewährleisten, werden im kommenden Sommer besondere Versuche angestellt. Um zu vermeiden, daß die dem Starter entfernter hockenden Läufer auf den Außenbahnen den Knall der Startpistole, wenn, auch nur um Sekundenbruchteile, später vernehmen, wird erprobt, den Startschuß durch Lautsprecher zu übertragen. Eine Neueinteilung im 0R£. geplant? ihr Programm um einige schöne Tänze bereichert, die viel Beifall fanden. Ansprechendes Können derrieten die Nachwuchskräfte von Hamburg und Berlin. Der Eishockeykampf endete mit einem klaren Sieg von Rot-Weiß Berlin über den Hamburger Schlittschuhläuferverein mit 5:0 (2:0, 0:0, 3:0). Sporturlau- im Winter. NSG. Jetzt wird es Zeit, die Vorbereitungen für den Winterurlaub zu treffen. Nicht mehr lange dauert es, und es bieten sich wieder bie herrlichen Möglichkeiten zum Schisport. Da heißt es heute schon, bie Sportgeräte zu rüsten, bie Schier und die Schlitten in Ordnung zu bringen und bie Anmeldung zur Urlaubsfahrt nicht zu vergessen. Die NS.-Gemeinschaft „Kraft burch Freube" bietet wieder günstige Möglichkeiten zu Wintererholungsfahrten. Bad Tölz, der Schwarzwald, bas Allgäu, bie Defterreichifcben Alpen, bie Bayerischen Alpen, das kleine Walsertal, Tirol und Ruhpolding sind die Ziele. Gesunde Winterluft schafft Erholung, Sport neue Kraft. Für bie Schisportler bietet sich dabei Gelegenheit, sich weiter zu vervollkommnen und in den Schilehrgängen Neues hinzuzulernen. Wirlschafi. Mein-Mainische Börse. Mittagsbörse schwächer. Frankfurt a. M., 5. Dez. Entgegen den vorbörslichen Erwartungen eröffnete die amtliche Börse am Aktienmarkt in schwächerer Haltung und brachte überwiegend durchschnittliche Rückgänge von 1 v. H. Die Kundschaft.fehlte mit Käufen fast völlig, so daß her Berufshandel, der am vergangenen Wochenende einige Meinungskäufe getätigt hatte. Zu Abgaben schritt, die bei der herrschenden Zurückhaltung auf die Kurse drückten. Von Montanwerten gaben Buderus auf 108 bis 107,75 (109), Hoesch auf 110 (111,50), Mannesmann auf 107,75 (108,75), Rheinstahl auf 131,75 (132,75) und Verein. Qiaty auf 105,75 (106,75) nach. In der chemischen Gruppe betrugen bie Rückgänge ebenfalls bis 1 v.H., IG- Farben jedoch besser behauptet mit 148 (148,50). Aon Maschinenaktien lagen Daimler 1 v. H., Rhein- metall 0,75 v. H. und Junghans 1,50 v. H. niedriger, hingegen kamen Ablerwerke 1,40 v.H. höher an mit 105,40. Elektropapiere lagen still, AEG. mit 116,50 behauptet, Lechwerke 100,50 (100) und Mainkraft weiter gefragt mit 95,75 (95) und wieder repartiert. Sonst notierten u. a. Reichsbank mit 191 (192), Conti Gummi mit 208,50 bis 208 (209), Westdeutsche Kaufhof mit 104,13 (105,50) und Ce- ment Heidelberg mit 148 (147,50). Am Rentenmarkt blieb das Geschäft sehr still. Reichsaltbesitz tarnen nach der Ziehung mit 128,90 (129,80), also unter Berücksichtigung des Auslosungsabschlags behauptet zur Notiz. Reichs- bahn-VA. 0,40 v. H. schwächer mit 124,13. Im Freiverkehr gingen Gemeinde-Umschuldung mit 92,15 (92,20) um. Der Pfandbriefmarkt lag behauptet, auch Industrie-Obligationen waren größtenteils unverändert. Stadtanleihen notierten unregelmäßig; 4,50 v. H. Hanau 96,50 (97), 4,50 v. H. Pforzheim 97 (97,50), anderseits 1928er Mainz 96,25 (96). Auch in der zweiten Börsenstunde blieb die Tendenz schwächer, vielfach ergaben sich nochmals Rückgänge von 0,50 bis 1 v. H. Das Geschäft stockte dabei fast völlig. Reichsbank 190 nach 191, Rheinstahl 130,50 nach 131,75, Verein. Stahl 105 nach 105,75, Deutsche Erdöl 120,50 nach 121,90, Demag 145 nach 145,75, Bemberg 137 nach 138, JG.-Farben 147 nach 148, Westdeutsche Kaufhof 103,50 nach 104,13 usw. Die später notierten Papiere lagen bis zu 1 v. H. niedriger, etwas höher aber Solzbetfuickh mit 135 (133), Südd. Zucker mit 205 (204), Ilse Genuß mit 131 (130), MAN. mit 138 (137,50). Der Freiverkehr lag bei gehaltenen Kursen geschäftslos. Verein. Fränk. Schuh 1 v.H. schwächer mit 83 bis 85, Ufa mit 83,50 (84) gingen ebenfalls etwas zurück. Tagesgeld unv. 2,25 v. H. Abendbörse schwächer. Bei völliger Zurückhaltung erfuhren bie Kurse am Aktienmarkt vorwiegend weitere Rückgänge bis zu 1 v. H., wobei es sich aber fast ausnahmslos um nominelle Angleichungen an den schwachen Berliner Schluß handelte. Am Montanmarkt ermäßigten sich Buderus um 2,25 v. H. auf 105,25, Mannesmann unb Hoesch gaben je 1 v. H. nach auf 106,50 bzw. 109 unb Rheinstahl bröckelten 0,50 v. H. ab auf 130, wogegen Verein. Stähl 0,25 v. H. höher lagen mit 105,25. Ermäßigungen traten ferner bei Bemberg auf 136 (137), Licht und Kraft auf 131,50 (132,25), bei Gesfürel auf 128 (128,50), bei Junghans auf 98,75 (99) und bei Rheinmetall auf 131 (131,75) ein. IG. Farben konnten sich bei mäßigen Umsätzen nfit 147 behaupten, BMW. zogen 0,50 v. H. an auf 144,50. Sonst notierten u. a. unverändert: MAN. 138, Demag 145, Deutsche Erböl 120,50, Scheide- anstalt 195, Deutsche Linoleum 148, Metallgesell- djaft 116,25, Moenus 123. Renten lagen gescyäfts- los. 4,50 v. H. Stadt Mainz von 28 gingen 0,25 v. H. Zurück auf 96. 6 v.H. IG.-Farben notierten unoer« ändert 117,75. Im Freiverkehr nannte man Kom- munal-Umschuldung mit unverändert 92,15. Dürfe am Veihnachksheiligabend geschloffen. Fwd. Die Frankfurter Wertpapierbörse ist für jeden Verkehr am Samstag, 24. Dezember (Weih- nachtsheiligabend) geschlossen. Damit paßt sie sich bem Beschluß der Berliner Börse an. Eine Lieferung von Wertpapieren findet entsprechend den Börsenbebingungen an diesem Tage auch nicht statt. V Watzenborn-Steinberg, 4. Dez. Die TtS®. ,Kraft durch Freude" veranstallete in i>er hiesigen Volkshalle einen schönen Untermal« :ungsabend. Das Gau-Variete gab eine Vorstellung, in der bie Künstler mit großstädtischer Larietökunst aufwarteten. Die Darbietungen fanden Xarfen Beifall. <£ Leihgestern, 5. Dez. Seinen 82. Geburtstag konnte am gestrigen Sonntag, 4. De- iember, der Landwirt Johannes Heß XXL in gu= |l?r Gesundheit begehen. — Am Samstagabend hatte i iie Ortsgruppe Aihgestern der NSG. ,Krast durch Freude" zu einem Militärkonzert im Saale ter Wirtschaft „Zum Löwen" eingeladen. Die Kapelle des Inf.-RAs. 116 unter Leitung von Stabsmusikmeister Krieg fand mit ihren Märschen, Kuvertüren und Potpourris dankbare Zuhörer, die reichen Beifall spendeten, so daß die Kapelle mehrere Zugaben machen mußte. An diesem Abend würbe auch eine Sammlung zum Tage der natio- ralen Solidarität voraenommen unb bas Ergebnis i!er Tagessammlung in der Ortsgruppe mit 1175 TM. bekanntgegeben. Tanz schloß sich an bas Kon- an, das gut besucht war. * Lang. Göns, 6. Dez. Am heutigen Dienstag, 6. Dezember, begeht Frau Katharina Elisabetha ^rtz, Hunbstatenstraße 56 wohnhaft, in körper- l'cher und geistiger Frische ihren 7 5. Geburtstag. Der Jubilarin unseren herzlichen Glückwunsch. s Lang-Göns, 5. Dez. Der Platz vor unserer Kirche, der an bem Hauptverkehrsweg liegt, hat in kiesen Tagen als Abschluß eine Ligusterhecke rrhalten. Mit dieser Anlage wurde ein weiterer bchritt zur Verschönerung des Dorfes getan. (D Lich, 5. Dez. Seit einigen Wochen find euch in den hiesigen Walbern die Holzarbeiter Wber bei ihrer schweren Arbeit. Während im letz, «n Jahre in dem rund 900 Hektar betragenden -Laldbestand der Stabt etwa 11100 Festmeter Nutz- Ptb Brennholz zmn Einschlag kamen, wird wohl N diesem Winter diese Menge nicht ganz erreicht werben, was wohl in der Hauptsache in bem Man- an Arbeitskräfte^ begründet sein dürfte. Aller Voraussicht nach werben rund 5200 Festmeter Nutz- ' old unb runb 3500 Festmeter Brennholz geschlagen □erben, wozu etwa 48 Holzarbeiter benötigt wer- •en, von denen aber erst 15 Holzhauer, meistens Mtnere Landwirte aus den benachbarten Ortschaf- trn, verpflicktet werden konnten. Auch in den Wäl- itrn der Solms-Llchschen Verwaltung (rund 2070 jwnar), die sich auf bie Gemarkungen Lich, Hohen- Irlms und Höringhausen verteilen, sind Mitte No- ient&er die Fällungen begonnen worden. Auch hier ^ird man unter Dem Rekordeinschlag bes letzten ••obres (runb 13 000 Festmeter) bleiben. Den hier ^uffretenben Mangel an Arbeitskräften hofft man » Verpflichtung von dreißig Kleinbauers bes jogen Vogelsberges, bie durch einen Omnibus täg« 1*2 $r€n Arbeitsplatz gebracht werden müssen, reyeben zu können. Langsdorf, 5. Dez. Von unseren Ge- lemoeraten würbe die von dem Gemeinderechner Handball: rttünzenberg — Södel 14:10. Auf dem Platz in Münzenberg fand das fällige Derbandsspiel der Kreisklasse, Münzendera gegen Södel, statt. Was niemand erwartete, wurde Tatsache. Münzenberg, das mit seiner Elf dem seither,- gen Verlaus der Runde nach bald an letzter Stelle der Tabelle stand und nun mit jugendlichem Ersatz antreten muhte, gewann gegen den Tabellenführer Södel 14:10 (6:6). Södel kam während des ganzen Spieles nicht in Schwung. Paarlauf-Triumphe überall! Der zweite Eissporttag im Nürnberger Eisstadion wurde von der NSG. „Kraft durch Freude" ausge- taltet und brachte wieder einen großen Publikums- ersolg. Höhepunkt der Veranstaltung war das Paarlaufen der Geschwister Pausin, die mit ihrer meisterlichen Kür alle begeisterten. Auch bas Tanz- paarStöhr-Hackl fand großen Beifall. Im Eishockey besiegte die HG. Nürnberg den Münchener Eislaufverein überraschend glatt 4:2 (1:0, 2:2, 1:0). Auf der Kunsteisbahn in Hamburg feierten vor 8000 Zuschauern die Weltmeister Maxi Herber und Ernst Baier wahre Triumphe. Sie haben Kreis Alsfeld. —.— Homberg (Ohm), 5. Dez. An der jüngsten Wanderung bes Wander Vereins Homberg beteiligten sich 30 Mitglieder. Die Wanderung führte rund um Homberg, und zwar über Neuhaus, Richtung Bleidenrod, nach Wäldershausen und bann in das Ohmtal. Nach 21/2ftündigem Marsch machte man im „Hessischen Hof" Rast. Vereinsführer A l» l e n d ö r f e r gab einen Rückblick auf das abgelau» fene Wanderjahr. Monatlich wurde je eine Wanderung unternommen, an der sich durchschnittlich 25 Mitglieder beteiligten. Mitglied Becker gedachte dankbar derjenigen Mitglieder, die sich um die Erneuerung der Wegezeichen verdient machten. — In außerordentlicher körperlicher unb geistiger Frische konnte bieser Tage Bahnmeister i.R. Georg Erbe seinen 81. Geburtstag feiern. Er ist zweiter Vereinsführer unb Schriftführer im Wanderverein unb nimmt noch regelmäßig an allen Wanderungen teil. Auch an den Markierungsarbeiten und an Der Ausbesserung von Wegestrecken beteiligt er sich. Noch bis vor kurzer Zeit wirkte er als Kontrolleur beim hiesigen Spar- und Vorschußoerein. — Die NSD.-Schwester der Station Homberg, Wilhelmine Bleser, die seit bem 1.April 1938 in Homberg, Gontershausen, Haarhausen, Ober- unb Nieder-Ofleiden tätig war, wurde in den Gau Magdeburg-Anhalt als Operationsschwester berufen. Menthalben sieht man sie ungern scheiben. Ihre Nachfolgerin ist die NSV.-Schwester Mathilde Neuzerling. Sie wurde bereits durch Frau Oberin Köhler in ihren Dienst eingeführt. Eine Gießener Basketball-Mannschaft beteiligt'fid) demnächst an einem großen Basketball-Turnier, das im Rahmen eines Hallen-Handballturniers im Hippodrom zu Frankfurt a.M. ftattfinbet. An dem Turnier find eine Mannschaft aus Mainz, eine Mannschaft bes Sportvereins Wiesbaden und die SA.-Kampfspielgemeinschaft Frankfurt a. M. beteiligt. Gauobmann Mohr hot für dieses Turnier folgende Mannschaft (und Auswechselspieler) genannt: Berkenhoff, Leutheuser, Haas, Dr. Pfeffer, Mohr, Möll, Luh, Rau, Luft unb Häuser. Man wird erwarten dürfen, daß die Gießener Mannschaft auch bei diesem Turnier mit einigen schönen Spielen aus- warten wird, nachdem sie sich in den letzten Kämpfen gegen Marburg und die SA. von Frankfurt a.M. überlegen siegreich behauptete. Das ursprünglich für Gießen vorgesehene nationale Basketball-Turnier muß, wie wir hören, leider ausfallen, da die Mannschaft von Kreuznach abge- agt hatte und ein Turnier mit nur zwei auswärtigen Mannschaften nicht angängig erscheint. Srels Bübingen. O‘ Nidda, 5. Dez. In folgenden Orten erbrachte bie Spende am „Tag Der nationalen Solidarität" ein glänzendes Ergebnis: Nidda 610 Mark, Geiß-Nibda 74,90 Mark, Unter-Schmit- ten 116,05 Mark, Wallernhausen 118,70 Mark, Eichelsborf 54,10 Mark, Ulfa 173,15 Mark; im ganzen 1146,90 Mark. Nachdem die Ostmark und das Subetenland in das Großdeutsche Reich eingegliedert sind, wurden auch die praktischen Aufgabengebiete bes Deutschen Reichsbundes für Leibesübungen erweitert. Es wurde die Frage brennend, das Reichsgebiet nach sportorganisatorischen Gesichtspunkten neu einzuteilen. lieber das Problem hat die Reichssportführung mit den DNL.-Gauführern auch bereits Besprechungen in Berlin abgehalten. In erster Linie ist daran gedacht, die' räumlich großen Gebiete der Gaue Bayern und Mitte so aufzuteilen, daß noch zwei weitere Gaue entstehen. Es würde bann künftig also 20 Gaue geben. Mitbestimmenb für diesen Pion ist, den Vereinen in den beiden genannten Gauen bie langen Reisewege im Spielverkehr zu ersparen. Weiterhin sollen München als Hauptstadt der Be- megung und Nürnberg als Stadt der Reichsparteitage ihrer Bedeutung gemäß die sportlichen Hauptplätze neuer Gaue werden. Hierzu teilt die Reichssportführung mit, daß mit Rücksicht auf den Spielverkehr eine derartige Neueinteilung durchaus wünschenswert erscheint. Heffens Fußballelf gegen Rayern. Die hessische Fußball-Gaumannschaft, die am 18. Dezember in Kassel (Kurhessen-Platz) den Reichs- bundpokal-Vorrundenkampf gegen die Vertretung Bayerns auszutragen hat, würbe bereits aufgestellt. Man finbet in der Elf durchweg bewährte Spieler wie Sonnreiü, Lippert, Wlllfuhr, Strasser, Markert, Jordan und Kleim. Ein „Neuling" ist August Möbs vom VfB. Friedberg, der nach einer achtjährigen Betätigung bei der Frankfurter Eintracht wieder zu feinem Heimatklub zurückgekehrt ist und bank feiner großen Erfahrung zweifellos ein Gewinn für die Hessen-Elf bedeutet Daß bie schuß- gewaltigen Stürmer bes SC. 03 Kassel den Vorzug vor den Hersfeldern erhielten, verwundert nach der schweren Schlappe des Spitzenreiters am letzten Sonntag in Kassel weiter nicht. Die hessische Gauels steht wie folgt: Sonn rein (FE. Hanau 93); Horn (SE. 03 Kassel), Lippert (Gießen 1900); Willführ (FC. Hanau 93), E i s e n r e i ch (VfB. Friedberg), Strasser (Borussia Fulba); Markert (SC. 03 Kassel), Mobs (VfB. Friedberg), Bock, Jordan, Kleim (olle SC. 03 Kassel). Beachtliches Ergebnis der Fußball-Opfersp ele. Die Fußball-Opferspiele, die am Buß- unb Bettag durchgeführt wurden, habxn, wie Kreisfachamtsleiter Hugo Henkel mitteilt, ein erfreuliches finanzielles Ergebnis gehabt. Insgesamt konnten vom Fachamt Fußball im Kreis 8 (Lahn-Dill) 632,98 Mark zugunsten des Winterhilfswerkes abgeführt werden. Der Kreis Gießen ist dabei mit 315,57 Mark, der Kreis Wetzlar mit 172,17 Mark unb der Kreis Dill mit 145,24 Mark beteiligt. lückhänülrr MnanMl Steuer, ldstrafe h uni Hai heilen mn lafltn. . i holt M ist besser! ist." > find eti habe über- cd Sie ns genW Kranken M-ofts >u decken. \ - das ligung - auf W uns Mig. Und nein fg sollte W ihn reH lies äü taub «’• }[a । und hau.« n Hörspiel 13: M hten. 14*' derbuch K M WK- >art: M nftalt 1K Wütivofr ler Zü'll-- toTbmanb. 'm Ms» ilbenb. 22: ad: Hanna 24 bis 2: = Steinbach, 5. Dez. Am gestrigen Sonntag 'eierte der Gesangverein „Germania" iin besonderes Jubiläum. Vor 25 Jahren übernahm SLHormeister Harnisch (Watzenborn) das Diri° jentenamt der „Germania". Zu Ehren bes Jubilars - jatte der Verein feine Mitglieder mit Angehörigen Einzel, inb einige Gäste zu einer Feier im Saale des »Ersuchen I Zereinswirtes Paulus Gecharb im „Ritter" ein- U/rgnis. geladen. eine» , In dem festlich geschmückten Saale eröffnete der die 3erein den Abenb mit einem Chor: „Gruß Gott". M später Der Vereinsleiter, Georg Jakob Schneider, IMe eines dielt hierauf die Festrede, in der die Ehrengäste be« trotz prü&t und die Vereinsgeschichte der letzten 25 Jahre !n werden enter der Stabführung des Chormeisters H a r n i sch oühread die Maschinen im Maschinenhaus schwer beschädigt wurden. Der Schaden ist ie ftjL0, tzhr groß. Die Ursache des Brandunglücks ist bis MUMiMmMMM 7715 A Selters weg 26 Gegründet 1798 kleid besonders zu empfehlen p. m Webe-Spitze, 85 cm breit, in weiß, für Braut- groschen (10 Rvf.) zu entrichten. kleider besonders gern gekauft p. m | Photo-Kino Kreuzplatz 9 50 Mitwirkende. 800 Kostüme. Besuchen Sie unsere Weihnachtsscnaul (Aufnahme: Neuner, Gießener Anzeiger.) Mehr Freude an der Natur durch Vermühler-Bücher! 1.20 1.45 1.85 1.95 Webe-Spitze, 90 cm breit, in modernen kleid- EIE samen Nachmittags- und Abendfarben .... p. m Ö* lu Kunstseiden-Spitze, 93 cm breit, eine hoch- E Ort elegante Spitze für vornehme Abendkleider p. m U«OU Alle freuen sich Geräteturner- Lehrgang in Heuchelheim bringt Bernard & Sohn ein Sonder* angebot ausgesucht schöner K’Seiden-Stoffe, Spitzen und Tülle Am vergangenen Sonntag fand in Heuchelheim — mir berichteten bereits ausführlich darüber — ein Lehrgang für Geräteturner statt, an dem sich die 40 Besten des Gaues beteiligten. Unser Bild zeigt den Gaumännerturnmart Becker inmitten einiger der beteiligten jungen Geräteturner, auf die sich der Gau bei kommenden Kämpfen stützen mird. Vorverkauf: KdF. - Dienststelle, Seltersweg 60, und Kino-Kasse. Numerierte Plätze. 79040 Kinderschutzgitter 7894D Mit dem Paddelboot in den Stromschnellen des Kolorado. Ein wagemutiges Unternehmen, das schon vielen amerikanischen Sportsleuten das Leben gekostet hat, ist jetzt drei jungen Franzosen geglückt: die Be- do« Geschenk, das der ganzen Familie Gewinn bringt Generalvertrieb: Baums & Mig Gießen Bahnhofstr. 26 Ruf 3700. 6941a Reiseartikel und Lederwaren 1.95 2.95 2.98 3.95 lieber Naturschutz und Naturkunde umerri,»,'"Sit sich am besten mit den allgemeinverständlichen Büchern des Hugo Bermühler Verlages, Derlin- Lichterfelde. Bitte verlangen Sie noch heule von Ihrem Gießener Buchhändler das ausführlich«- bebilderte Werbeblatt „ssreunde der Natur sind Freunde guter Bücher» MMWmmill Zweig Gießen — Oberhessen lllll IIIIII Hill HIHI Hill III111111111111111 tlll IIIIIIIIIIIIII Mittwoch, den 7. Dezember 1938 20 Uhr, im Kunstwissenschaftlichen Institut, Ludwigstratze 34 MkMklMlW Des SM öl. AW. Men Beobachtungen einer Bergsteigers und Bergjagers. Der Eintritt ist für Mitglieder, Angehörige und eingeführte Gäste frei, jedoch ist der übliche Sport- Kohlen Koks 61igD Briketts Eiform Happel&Co. Kl.Mühlgasse 4u.6 Ruf 3925 rammt und mit ihrem Bug ein breites Loch bis unter die Wasserlinie gerissen. Da im Augenblick des Zusammenstoßes gerade die Wache gewechselt wurde, war glücklicherweise die ganze Besatzung des schwedischen Schiffes wach. Sie wurde von der „Sleip- ner" übernommen. Das gesunkene Schiff behindert die enge, aber stark befahrene Passage beträchtlich. Tleuschnee in den deutschen Gebirgen. Infolge des zur Zeit in den höheren Gebirgslagen des Deutschen Reiches niedergegangenen Neufchneefalles ist der Verkehr teilweise behindert. In Kärnten ist die Großglockner-Hochalpenstraße von Ferleiten bis Heiligenblut unpassierbar. Auf der Tauernstraße von Trieben nach Hohen- tauern sowie auf der Straße im oberen Lechtal von Steeg bis"Warth ist der Verkehr bis auf weiteres unmöglich. Auf den übrigen Straßen im Alpengebiet wird der Verkehr durch Glatteis und Kunstseiden-Tüll, 100 cm breit, eine schöne, weiche Kleiderware, in vielen neuart. Färb., p. m Matt-Crfepe, 92 cm breit, zweite Wahl, in fast allen Farben, für Kleider und Blusen......p. m Mattlass6, 90 cm breit, eleganter Artikel für schöne Blusen zu festlichen Gelegenheiten, p. m Taft-Jacquard, 92 cm br., in vielen modernen Farben u. bes. weicher, schmiegsamer Ware, p. m Pointill6-Fa^onn6. 92 cm breit, eine Kleiderqualität, die wir zum Weihnachtsverkauf besonders preiswert herausgebracht haben......p. m Taft-Jacquard ä jour, 92 cm breit, das festliche Gewebe, in vielen, schönen Pastellfarb., p. m Taft-Satin, 90 cm breit, für das schöne Abend- was werden Sie Ihren Kindern schenken? EtwasWertvolies? Etwas, das den Spieltrieb unbewußt zu ernst.Auffassung lenkt, etwas, das Ihre -a. Kinder mit offenenAugen X? durch die schöne Welt 1 gehen läßt und jahrelang tägl. neue Freude bringt: Ein PholoapDarat! * Er braucht nicht teuer zu , sein, um was zu leisten! O a Für Mk. 5.-, 15.-, 30.-, W A 49.50 usw., in jeder Preis H H läge finden Sie wertvolle M D Apparate bei 7905a M zwingung der aus der „Lederstrumpf"- Lektüre h kannten, gefürchteten Stromschnellen Kolorado im Paddelboot Die Paddler, 'j! junges Ehepaar namens C o l m o n t und Fahrtkamerad d e S e y n sind sehr erschöpft oä wohlbehalten in Salt Lake City eingetroffen, Jn< sich von den Strapazen ihrer ununterbrochen^ Fahrt in den Stromschnellen zu erholen. 1 Unglück an einem Bahnübergang bei Amiens. ' In der Nähe von Amiens wurde ein Ueberla^ Autobus an einem ungeschützten Bahnübergcn, von einem Güterzug erfaßt und döUi? zerstört. Die Lokomotive des Zuges stürzte um, nr,) der Zug entgleiste. Von den Insassen des Autobus^ wurden drei Personen getötet, während 10 sonen schwer und eine größere Anzahl leicht d e r< letzt wurden. Wiener Spielzeugschaditel am 7. Dezember 1938, 20 Uhr, Im G1LOR1A-PA1LAST Mies fürs Jferxl Ein sensationelles 6-tägiges Gastspiel der NS.«Gern. „K raft durch Freude", Kreisdienststelle Gießen. Briefkasten der Tievaktion. (Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.) h. L. in A. Grundsätzlich steht jedem unfa schränkt lohnsteuerpflichtigen Arbeitnehmer minderjährige Kinder, die zu seinem Haushalt hören, Kinderermäßigung zu, auch bann, wenn Lis Kinder eigene Einkünfte beziehen. Zum Haushelt des Arbeitnehmers gehören minderjährige Kinder dann, wenn sie bei einheitlicher Wirtschaftsführung unter Leitung des Arbeitnehmers desien Wohnung teilen oder sich mit seiner Einwilligung außerhalb seiner Wohnung nicht zu Erwerbszwecken, fonbern Zu Zwecken der Erziehung ober Ausbilbung im In- ober Ausland aufhal'ten. Befänbe sich Q^e Tochter in ber Hauswirtschaft zur Ausbilbung gegen Lehr- ober Schulgelb außerhalb Ihres Haushalte;, bann müßte sie noch auf Ihrer Steuerkarte vsi. merkt werben. Im vorliegenben Falle ist sie abtr außerhalb Ihres Haushaltes zu Erwerbszweck^ als Hausgehilfin in einem anderen Orte in Siel« lung, infolgebessen barf sie nicht mehr auf Ihm Steuerkarte vermerkt werben, da Ihnen in dieseist Falle keine Kinderermäßigung mehr zusteht. 6,20, Kleeheu, gut gesund, trocken 7,00 bis 7,50, Luzerneheu, gut, gesund, trocken 7,50 bis 7,80, Weizenstroh, bmdfaoengepreßt ober gebünbelt 2,80, Roggenstroh, dinbsabengepreßt ober gebünbelt 3,00, Hafer- unb Gerstestroh^ binbfabengepreßt ober gebünbelt 2,60 bis 2,70 Erzeugerpreis ab Erzeuger- Verlabestation. Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 6. Dez. (Vorbericht.) Um 10 Uhr mar folgenbe Marktlage: Vorauftrieb: 535 Kälber, 396 Hämmel, 204 Schafe, 2475 Schrneine. Es kosteten: Kälber 35 bis 65 Mark, Hämmel 30 bis 52, Schafe 20 bis 42, Schweine 50 bis 59 Mark. Marktverlauf: Kälber unb Schweine zugeteilt; Schafe unb Hämmel lebhaft. Aus aller Welt. Zwei Gchiffsunfälle im dichten Nebel. Der Frachtbampfer „La Plata" der Hamburg- Süd stieß auf der Fahrt von Antwerpen nach Südamerika im Nebel mit dem griechischen Dampfer „Akti" zusammen. Der griechische Dampfer wurde dabei so schwer beschädigt, daß er sank. Die „La Plata" erhielt ebenfalls ein Leck. 15 Mann der „Akti" wurden vom Dampfer „La Plata" gerettet unb an Borb genommen, währenb 16 Mann unb eine Frau vermißt werben. Raum I ber „La Plata" ist zu einem Drittel voll Wasser gelaufen. Der Dampfer befinbet sich in Begleitung zweier Schleppbampfer auf ber Fahrt nach Brest. Unter der deutschen Besatzung ist niemand zu Schaben gekommen. * In bem dichten Nebel, der am Sonntag über einem großen Teil Dänemarks lagerte, ereignete sich am Ausgang bes Oeresunbs in bte Ostsee ein Schiffsunglück. Der bänische Dampfer „Sleip- ner", ber. mit Passagieren unb Stückgut von Danzig nach Kopenhagen unterwegs war, stieß in b'er ■ Drogben-Rinne von ber Einfahrt in ben Kopen- 1 Hagener Hafen mit bem schwebischen Dampfer „Ar- i temis" zusammen. Die „Artemis" sank in fünf 1 Minuten. Die „Sleipner" hatte Mittelschiffs ge- 5 Gebr.lmheuser am Markt das Fachgeschäft für Damen- und Mädchenkleidung — Hüte _ 7892A Giefaen, Plockstr. 14-16 790SA teilweise durch Spurrinnen erschwert. Schneeketten sind überall erforderlich. Im übrigen ist der Verkehr unbehindert. Torpedo im Fischnetz. Im Fischereihafen von Gdingen gab es eine Sensation. Ein Fischer hatte in der Ostsee sein Netz zum Fang ausgeworfen. Als er es einziehen wollte, fühlt er, daß sich etwas sehr Schweres im Netz befinden müsse. Er fuhr, das Netz hnter sich her ziehend, in den Hasen zurück. Im Netz lag zu allgemeinem Erstaunen ein alter IVa Tonnen schwerer Torpedo, ber noch aus bem Weltkrieg stammen dürfte. Warum nicht mal was Praktisches Ziehen Sie ruhig auch Unterwäsche bei der Gabenwahl in Betracht! Wir führen wirklich nette, feine Ausführungen, welche sich auf dem Weihnachtstisch sehen lassen können und bestimmt willkommen sind — ebenso schön wie äußerst preiswert sehe sich diese Angebote an: Plüsch-Hänger Länge 42 RM. 8.50 4- 0.85 p. Gr. Kamelhaar-Mäntelchen Länge 45 RM. 14.50 + 1.50 p. Gr. Flausch-Hänger mit Krimmerrolle Länge 45 RM. 10.65 4- 1.15 p. Gr. Kinder-Mäntel in Velour, weinrot, bleu, marine, mit hübscher Pelzrolle Länge 60 RM. 20.25 4- 1.50 p.Gr. Kinder-Mäntel in Flausch mit Krimmerrolle Länge 60 RM. 13.85 4- 1.35 p.Gr. Kamelhaar-u.Sportmäntel in vielen Qualitäten und Formen sind willkommene, praktische Weihnachtsgeschenke. Sie finden bei mir eine große Auswahl Geschenkartikel dieser Art in allen Preislagen. Ich bitte um gefl. Besichtigung meines reichhaltigen Lagers Spezialabteilung fürWintersport- geräte Schneeschuhe, Ski-Stöcke und sämtliches Zubehör Qualitätsmarken in allen Preislagen. n79D Berthold Kühne Stoffspezialhaus Bernard Sohn Kindersessel Tische • Puppenwagen aus dem Korb Warenhaus Benkel, Gieöeu.Sonnenstr.is gegründet 1876 78oid Ruf 3967 Brotschneiden Ist leichter mit der Brotschneidemaschine. Einschönes Geschenk! 1J. B. Häuser Gießen, a. Oswaldsqarten (Parkplatz) Fernruf Nr. 2145—2148 Spezialhaus Frdr.Teipel 16 MARKT 16 _________ ___ _____________7895A W '° r 10 x-ris iernfw«5’1 fitflöt“' Der deut (top. unl Georges 1938 im Au 1. Die t der ziel n* in । Jri dasm £änt 2. Leid Zrc die end 3. Veid zieh! in ein na 5u Ur bie (ojo Uusgi Paris ar Mn hin/ ' |U kann W W fii« m-h! SÄ? Ui! ber @ h°^Vbei! QHno, yvOrmen ftohieni, e,nbe feÄg Ltzs '•»ei Am Dienstag Außenministerium Minister von Ribi ber Vertrag unt hingen zwischen eine neue 0 Vetrachtung Ich ausgesetzt, L man nicht ui Mischen Bert Ereignis von his ?’e beiden Länder [!>re gegensk [,eren, so ver ,as ieit dreihur ,m. fitnterg und 2 selben Auge Huf auf eine \ Pvlitik, in der d L.en zufaüei ttWigen Widerst .Heber die Ein w? leute vollzo viele Mrers, daß W habe, (