Nr. 234 Erstes Blatt 188. Jahrgang Donnerstag, b. Oktober 1938 krlchetni täglich, äuget Sonntags und Feiertag» Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblatter Heimat im Bild - Die Scholle Monalr-Bezugspreis: Mit 4 Beilagen RM.l.95 Ohne Illusttierte e 1.80 Zustellgebühr e -LS Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer (Bemalt Zernsprechanschlüffe unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Sietzen Postscheckkonto: Frankfurt am Main 11686 Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhefsen Druck »nd Verlag: vrühlsche Univerfiläts-ruckerei K. Lange in Sietzen. Schristleiiung und Geschästsftelle: Schulstrahr 7 Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8' /.Uhrdes Dormittag» Grundpreise für 1 mm Höhe für Anzeigen von 22 mm Brette 7 Npf.. für Textanzeigen oon70mm Breite 50Rpf..Platzoorschrist nach vorh Vereinbg. 25"/, mehr. ErmStzigte Grundpreise: Stellen-, Derems», gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Npf., Familienanzeigen, Bäder-, Unterrichts» iu behördliche AnzeigenLNpf. Mengenabschlüsse Staffel B Llnser Opfer sei der Dank für das Glück dieses Lahres. Der Führer eröffnet das erste Winterhilfswerk Großdeuisthlands. Ausland lebenden Deutschen haben für das Winterhilfswerk 1937/38 fast 3 Millionen Reichsmark geopfert, das bedeutet eine Erhöhung um 14,78 d. $). gegenüber dem Vorjahre. Die Wiedervereinigung Oesterreichs mit dem Reich stellte uns kurz vor Gewaltige Kundgebung im Sportpalast. Berlin, 5.Okt. (DNB.) In einer gewaltigen Kundgebung im Berliner Sportpalast eröffnete der Führer am Mittwochabend das, Winterhilfswerk des deutschen Volkes, das erste im neuen Großdeutschland. Die riesige Halle zeigt sich im würdigen Festfchmuck. Ränge und Brüstungen find 'mit Fahnentuch und frischem Grün verkleidet. Die Stirnwand hinter dem Rednerpodium und den Plätzen der Ehrengäste wird von einer blendend angeftrahl- ten, halbrund gestalteten Wand aus rotem Tuch und jungem Tannengrün beherrscht, von der in monumentalen Silberlettern die Inschrift leuchtet: „Winterhilfswerk 1938/39 Großdeutschlands." Darüber spannen sich 14 lang herabwallende Hakenkreuzbanner. Von der gegenüberliegenden Wand grüßt mahnend das Spruchband „Ein Volk hilft sich selbst." Inzwischen versammeln sich die Ehrengäste, neben fast allen Reichsmimstern das Führer- korps der Partei, die hohe Generalität und die sonstigen führenden Persönlichkeiten des Staates, der Behörden und der Wirtschaft. Kurz vor 20 Uhr hallen schneidige Kommandos durch das gewaltige Oval der Verfammlungsstätte: „Standarten und Fahnen hoch!" Schmetternd setzt der Badenweiler Marsch ein, und unter feinen Klängen marschieren die Banner der Bewegung ein. Und dann kündet von draußen brausender Jubel das Eintreffen des Führers. Er betritt den Saal. Die Hände fliegen empor, die Menschen stehen auf, rufen und winken. Kaum hat der Führer Platz genommen, da tönt die Halle wider von begeisterten Sprech- chören „Führer, wir danken dir, Führer, wir danken dir". Die Massen kennen kein Aufhören, bis sich schließlich der Führer erhebt und mit glücklich leuchtendem Antlitz nach allen Seiten dankt. Dann betritt Reichsminister Gauleiter Dr. Goebbels das Rednerpodium, um seinen Rechenschaftsbericht über die Leistungen der vergangenen Winterhilfswerke abzulegen. Dr. Goebbels führte, fast nach jedem Satz von stürmischer Zustimmung unterbrochen, u. a. folgendes aus: Dr. Goebbels spricht. „Mein Führer! Sie kommen soeben aus dem sudetendeutschen Gebiet zurück. Sie haben das befreite deutsche Volk dort begrüßt, und wir sind am Rundfunk Zeuge dieses historischen Vorganges gewesen. Unsere Herzen sind mit Ihnen auf die Reise gegangen, um so mehr, als wir in den vergangenen Wochen und Monaten auf das innigste Anteil genommen haben an Ihren Lasten, an Ihrer Verantwortung und an Ihren Sorgen. Sie wissen, mein Führer, daß in diesen Wochen und Monaten das ganze deutsche Volk hinter Ihnen gestanden hat. Wenn es im Lande noch irgendwo Kritiker gab, so sind sie in den letzten Wochen zu Ihren glühendsten Bewunderern geworden. Das Wort, daß zum erstenmal im Kampf um Oesterreich im Lande aufflammte, das ist nun Wirklichkeit: Ein Volk, ein Reich, ein Führer. Wie groß muß eine politische Idee sein, die solche Wunder vollbringt! Man könnte vielleicht auf den Gedanken kommen, daß das Winterhilfswerk mit all diesen Dingen nichts zu tun hatte. Und trotzdem steht es mit den politischen Vorgängen in innigstem Zusammenhang, denn das Winterhilfswerk ist der Tat gewordene Sozialismus der nationalsozialistischen Bewegung. Hinter den Kanonen unserer Wehrmacht sind die Gulaschkanonen unseres WHW. sowohl in Oesterreich als auch im Sudetenland eingezogen (begeisterte Zustimmung). Die großzügige volkssorgerische Arbeit, die wir nicht nur in Oesterreich, sondern auch im Sudetenland sofort haben einsetzen lassen, ist Zeugnis dafür, rote ernst es uns um den Sozialismus unserer Bewegung. und unseres Reiches zu tun ist. Wenn wir auf die vergangenen 5 Äahre unserer Winterhilfs- arbeit zurückblicken, so können wir das mit stolzer Befriedigung tun. „Ich komme nun zu dem Rechenschaftsbericht des WHW. für das Berichtsjahr 1937/38. Die Gesamtleistung dieses Winterhilfswerks 1937/38 beträgt 417 169 177,11 Reichsmark, das find übet672nillionen mehr, als das erste Winterhilfswerk im Jahre 1933/34 erbrachte, und immer noch fast 9 Millionen Reichsmark mehr als das vorjährige Winter- httfswerk, also das von 1936/37, ergab. Damit beträgt der Gesamtertrag sämtlicher bisher durchgeführten Winterhilsswerke fast zwei Milliarden Reichsmark. Allein für Nahrungs - und Genußmittel wu'den im Rahmen des Winterhilfswerks 1937/38 etwa 120 Millionen Reichsmark aufgewandt. In den Sachleistungen sind dabei rund 5% Millionen Doppelzentner Kartoffeln enthalten. Das ist eine Menge, mit der man das gesamte Olympia- Stadion von feinen Grundmauern bis zu seiner höchsten Umrandung vollständig zuschütten könnte. Die ganze Millionenstadt Berlin hätte ein Jahr nötig, um diese gewaltige Kartoffelmenge zu verzehren. An sonstigen Lebensrnitteln wurden fast 1 Million Doppelzentner verteilt. Für Kohlen, Holz und Torf für Heizungszwecke wurden rund 47 Millionen Reichsmark ausgegeben. Das entspricht einer Kohlenmenge von 17^ Millionen Doppelzentnern. Wollte man diese Menge gesammelt abtransportieren, so wären dazu rund 2300 Eisenbahngüterzüge erforderlich. Wenn diese Zugreihe an uns vorbeiführe, so müßten wir fast 10 Tage vor der geschlossenen Schranke warten, bis dieser Transport vorübergerollt wäre. Insgesamt hat die Reichsbahn an Sachgütern des Winterhilfs-' werks die gewaltige Menge von 22>2 Millionen Doppelzentnern frachtfrei befördert. Dazu waren 3000 Güterzüge notwendig. Die gesamte Menge, die die Reichsbahn bisher in den Winterhilfswerken 1933 bis 1938 frachtfrei befördert hat, beträgt sogar 138 Millionen Doppelzentner. Um diese Menge auf einmal zu transportieren, würde man das IVzfache des gesamten Güterwagenparks von Großdeutschland benötigen. Für Bekleidung hat das Winterhilfswerk 1937/38 67% Millionen Reichsmark ausgewandt, für Gutscheine und sonstige Leistungen weitere 40 Millionen. In Haushaltsgegenständen und sonstigen Sachspenden wurden mehr als 14% Millionen Reichsmark angelegt. Was diese Zahlen bedeuten, kommt uns erst richtig zum Bewußtsein, wenn wir uns vorstellen, daß allein an Mänteln, Anzügen, Kleidern und Wäschestücken mehr als 6 Millionen Stück verausgabt wurden, daß mehr als 3,3 Millionen Paar Schuhe, mehr als 200 000 Stück Betten, Matratzen, Möbel, Hausgeräte und über 430 000 Stück Decken und Bettwäsche an bedürftige Volksgenossen ausgegeben wurden. Für Theater, Konzerte und Kinos konnten 3137178 Karten kostenlos zur Verfügung gestellt werden. Die Zahl der B ü ch e r, Musik-Instrumente, Spielsachen, Weihnachtsbäume, Liebesgaben und Weihnachtspakete, die verteilt werden konnten, beträgt 3 093 767 Stück. In den einzigartigen Feiern unserer Volksweihnacht konnten fast 3 Millionen Kinder unserer ärmsten Volksgenossen beschert werden. Dem Deutschen Roten Kreuz, dem Deutschen Frauenwerk und den Verbänden und Organisationen der Wohlfahrtspflege wurden aus Winterhilfswerksmitteln nicht weniger als 17 Millionen Reichsmark zur Verfügung gestellt. Dem H i 1 f s w e r k „M u t- tcr und Kind" konnten sogar 78V2 Millionen Reichsmark zugesteuert werden. Für das Tuberkulose-Hilfswerk wurden 3 Millionen Reichsmark, für die Durchführung der Schulzahnpflege 2,5 Millionen Reichsmark aufgewandt. Am Winterhilfswerk mlfgedrbtifd und damit den besonderen Dank der Ration verdient haben sich 1 030 228 Partei- und Volksgenossen. Von ihnen war nur der geringfügige hundertsah von 0,97 v. f). gegen Gehalt oder Entschädigung tätig. $0 konnten die Unkosten des Winterhilfswerks auf den niedrigen Stand von nur 1,91 v. h. der Gesamtsumme gehalten werden. Erfreulicherweise sinkt von Jahr zu Jahr die Zahl der Volksgenossen, die einer Betreuung durch das Winterhilfswerk bedürfen. Im Winterhilfswerk 1933/34 fielen auf 1000 Einwohner 253 Betreute. Don Jahr zu Jahr wurden es weniger. 1934/35 waren es noch 211, 1935/36 194, 1936/37 161 und im WHW. 1937/38 kamen nur noch 134 Betreute auf je 1000 Einwohner. Der Tag der Rationalen Solidarität 1937 hat 2 422 655,93 Reichsmark mehr erbracht als der entsprechende Tag des Vorjahres, d. h. also 42,79 v. H. mehr. Auch die Eintopf spenden haben wiederum zugenommen, und zwar gegenüber dem Vorjahr um 1004 502,38 Reichsmark. Bei den Reichsstraßensammlungen wurden in dem verflossenen Winterhilfswerk über 30 Millionen Reichsmark erzielt. Für die Gebefreudigkeit der deutschen Volksgenossen zeugen ferner 116 141 976 verkaufte Abzeichen. Die Massenaufttäge für diese Abzeichen gingen auch diesmal in Notstandsgebiete und in die typischen Gebiete der» Heimarbeit. Die tm Abschluß des vorigen Dinlerhilfswerkes vor riesige neue Aufgaben. Aber auch sie wurden gelöst. Allein in Oesterreich wurden lediglich in den Wonaten von Wär; bis Wai 1938 für Leistungen verschiedenster Art 76,5 Willionen Reichsmark aufgewandt. Hier wurden Spenden an Nahrungsmitteln und Kleidung im Werte von ipehr als 25 Millionen Reichsmark verteilt. Gutscheine wurden für mehr als 7 Millionen Reichsmark ausgegeben. Für Spei- fungert wurden fast 6 Millionen Reichsmark angewandt. Für die Land- ustd Heimverschickung kranker und pflegebedürftiger Kinder konnten fast 17 Millionen Reichsmark hergegeben werden, für Mütteroerschickung, für Adalf-Hitler-Freiplatz-Spenden, sowie für die Betreuung ehemaliger illegaler Kämpfer wurde die Summe von 6 Millionen Reichsmark freigemacht. Der Wohnungshilfe, der Schwangeren» und Säuglingsfürsorge, der Einrichtung von Heimen, Hilfs- und Beratungsstellen, sowie Sonder- maßnahmen im Rahmen des Hilfswerkes „Mutter und Kind" kamen mehr als 10 Millionen Reichsmark zugute, wobei das vorbildliche Tuberkulose-Hilfswerk der NSV. in erheblichem Umfang in Erscheinung trat. Für Einzelleistungen verschiedenster Art endlich wurden weitere 3V2 Millionen Reichsmark aufgewandt. Auch hier wieder kann ich die erfreuliche Feststellung machen, daß die Un- ko st e n auf außerordentlich niedrigem Stand gehalten werden konnten, denn nur etwa IV« v. H. der gesamten aufgewandten Summe wurden von Unkosten verzehrt. Vor ganz neue Aufgaben stellt uns nun neben der Ostmark das heimgekehrte 5 u - detenland. hier haben allein im Altreich die Sonderaktionen der RSV. bisher schon werte von mehr als 10 Willionen Reichsmark eingebracht, und das Winterhilfswerk hat soeben weitere 45 Willionen Reichsmark für das Sudetenland bereit- die Organisierung des Transportwesens, der Ver- von 142 000. Görlitz, 6. Okt. (DRV. Funkfpruch.) Fahrt in den Gebletsabschnitt II detenlandes berührte der Sonderzug des Auf der des Su- Führers Berlin, 6. Okt. (DNB. Funkspruch.) Das Ober- kommando der Wehrmacht gibt bekannt: Es gibt viele, die das gar nicht verstehen, die sich vielleicht einbilden, daß das so sein muß. Dor allem sind das jene, die selbst nicht die starke Kraft des Merzens besitzen, um solche Probleme 3U bewältigen. Sie können nicht ermessen, daß die Kraft. d>e uns binbungen, der Verpflegung der Bevölkerung usw. stellt. Wie das Deutsche Rachrichten-Büro dazu von unterrichteter Sette erfährt, schließt die Linie, frie die deutsche Armee nunmehr zwischen dem 7. und 10. Oktober zu besehe^ haben wird, unter anderem folgende sudetendeutsche Gebiete ein: Das sogenannte Kuhländchen mit Reutitschein, Troppau, hultschin (während Wührisch-Ostrau außerhalb dieser Linie bleibt), den gesamten Schön- hengstgau mit Währisch-Trübau und Zwiltau, den We st Hang des Adlergebirges mit Rokilnih und Gießhübel, das Vraunauer Ländchen, den Streifen südlich des Riesengebirges mit Trautenau, Gablonz und Reichenberg, Böh- misch-Leipa, Leitmerih, Lobosih, das kohlen- gebiet von Dux und Brüx, das Saazer Hopfenland, bäs Gebiet westlich von Pilsen (ohne jeboch bie Stabt Pilsen selbst) unb bie Stadt Vischofleinitz. Südöstlich von dem im tschechischen Besitz verbleibenden laus gehören zu der in den nächsten Tagen von deutschen Truppen zu besehenden Zone die folgenden Städte: Bergreichenstein, Winterberg, Prachatih, Böhmisch-Kromau. Oestlich ©ragen wirb bie alte Reichsgrenze im Gau Rieder - bonau erreicht. Rörblich vom Gau Rieberbon a u fallen in bas für bie beutfche Besetzung bestimmte Gebiet Reubistrih, bie Stabt Znaim, bie Stabt Währisch-Kromau, Auspih, Rikolsburg unb Cunbenburg. Von beutschen Truppen wirb enblich auch am Ostranb bes Rieberbonaugaues ber Ort Engerau auf bem siiblichen Donauufer gegenüber Preßburg besetz! werben. Veainn der Besetzung des Gedietsadschnittes IV Deutsche Truppen unter Führung bes Generalobersten von Rundstedt haben am 6.10., 8 Uhr, die ehemalige deutsch-tschecho-slowakische Grenze i n Oberschlesien zwischen Landeck und L e 0 b s ch ü tz überschritten unb mit der B e s e tz u n g bes Gebiets ab schnittes IV begonnen. Die Truppen bes Generals ber Artillerie v. Reichenau haben am 5.10. bie Besetzung bes Gebietsabschnittes III b e e n b e t. Gleichzeitig finb weitere Teile ber Luftwaffe in bie subetenbeutschen Gebiete eingerückt. Der Führer wiederauf derFahrl ms Sudelenland. Die weitere Besetzung des vorwiegend deutschen Siedlungsgebiets Festlegung durch die Internationale Kommission. Berlin, 5. Okt. (DRB.) Die Internationale Kommission hat in ihrer Sitzung am Wiltwoch bie vorwiegenb beutschbesiebelten Gebiete f e st g e st e l l t, bie bie beutsche Armee cnt- sprechenb ben Bestimmungen ber Wünchener Vereinbarung zwischen bem 7. bis 10. Oktober zu besehen haben wirb. Sie hat ihrer militärischen llnterkommission ben Auftrag gegeben, bie weiteren Etappen für bie Besetzung festzulegen. Die Kommission hat ferner ben Eisen- bahnverwaltungen bes Reiches unb ber Tschecho-Slowakei empfohlen, sofort unmittelbare Fühlung aufzunehmen, um auf Grunb gegenseitiger Vereinbarung bie Lösung ber Probleme zu erleichtern, bie für gewisse Gegenden am Donnerstag um 8.13 Ahr Görlih, wo sich auf ben Bahnsteigen, obwohl bie Ankunft des Führers nicht öffentlich bekanntgemacht worben war, neben ben Spitzen von Partei unb Stabt eine unübersehbare Menschenmenge elngefunben hatte, bie ben Führer begeistert begrüßte. Der Führer zeigte sich wiederholt am Fenster feines Wagens unb bankte für bie zahlreichen Beweise ber Liebe unb Verehrung. Wenige Winulen vor 8.30 Ahr setzte ber Sonberzug bie Fahrt nach Löbau fort. Großdeutschland Hilst den Gndetendentschen. Umfangreiche Sofortrnatznahrnen des Winterhilfswerks. Berlin, 5. Okt. (DNB.) Don ben Sofortrnaß- nafymen, die das Winterhilfswerk zur Behebung der ersten Not im fudetendeutfchen Gebiet durchführt, geben die nachfolgenden Zahlen eine ungefähre Porft»llung. Zur Betreuung der Bevölkerung find allein 17 3 Feldküchen und der Hilfszug Bayern eingesetzt. An Lebensgestellt.- „Das, meine Volksgenossen, ist zwar nur ein nüchterner Zahlenoericht, aber welch eine U n • summe von Arbeit und Leistung verbirgt sich in diesen Zahlen! Mit Stolz können wir behaupten, daß das Winterhilfswerk die größte soziale Organisation ber Welt ist. Die Männer unb Frauen, die hier vor Ihnen sitzen, finb Vertreter jener fast V/2 Millionen Helfer im ßanbe, bie Tag für Tag im Dienste bes WHW. und der nationalsozialistischen Volkswohlfahrt tätig sind. Sie wollen in Ihrem Auftrage, mein Führer, Sozialisten der Tat sein. Geben Sie uns nun Ziel unb W eg für bie kommende Arbeit. Der Appell des Führers. Meine Deutschen! Volksgenossen und Volksgenossinnen! Als ich vor sechs Jahren die Führung des Reiches übernahm, erklärte einer unserer sogenannten Staatsmänner von damals: „Jetzt hat dieser Mann den entscheidenden Schritt getan. Bisher war er populär, denn er stand in der Opposition. Jetzt muß er regieren, und wir werden sehen, wie seine Popularität in sechs ober acht Wochen aus* sehen wird!" Nun sind seitdem nicht sechs Wochen, sondern fast sechs Jahre vergangen, unb ich glaube, biefe sechs Jahre sind mit die entsch eiben d st e n für bie beutsche Geschichte gewesen. Das Charakteristischste biefer Zeit ist babei bie Tatsache ber unerhörten Geschlossenheit bes beutschen Volkes. Was ich auch in diesen sechs Jahren erreichen konnte, es gelang mir nur, weil hinter mir bas ganze deutsche Volk st a n d. (Stürmischer Beifall.) Die Probleme, die uns gestellt waren, konnte ein einzelner allein nicht meistern. Nur wenn einer im Namen des ganzen deutschen Volkes reden unb, wenn notroenbig, auch hanbeln konnte, dann wap mit diesen Fragen fertig zu werden. Wir haben das vielleicht am stärksten in den hinter uns liegenden Wonaten, Wochen und Tagen erlebt. Ich habe mir am 28. Wai ein großes Ziel gesetzt. Es war damals ein schwerer Entschluß. Ich habe an feine Verwirklichung geglaubt, und konnte nur daran glauben, weil ich wußte: hinter mir steht das ganze deutsche Volk und es ist bereit zu jedem Einsatz! (Jubelnde Zustimmungskundgebungen.) Diese Geschlossenheit ist die Folge einer organisierten neuen deutschen Gemeinschaft. Sie ist das, was wir Rationalfozialisien unter d"m B-ariff Volksgemeinschaft verstehen. Ohne diese deutsche Volksgemeinschaft wären alle die Ausgaben nicht zu meistern gewesen, die in den letzten Iahren und auch in den letzten Wochen ihre Lösung erfahren haben. mittel n verschiedenster Art wird sofort bie gewaltige Menge von 5 760 000 Kilogramm verteilt, außerdem allein an Kartoffeln 180 000 Kilogramm. An Bekleidungsstücken werden zunächst folgende Mengen ins Notstandsgebiet gesandt: Anzüge unb Anzugteile für Männer 511 730, Unterwäsche für Männer 708 000, Socken und Schuhe je 384 000, Bekleidungsstücke für Frauen 609 000, Unterwäsche für Frauen 1 226 000, Schuhe unb^ie tuimvn man nmenen, vn juub. w Strümpfe 857 000, Bekleidungsstücke für Knaben alles bas möglich gemacht hat. ausschließlich b i e 379 014, Strümpfe und Schuhe für Knaben 292 028, Kraft der beutschenVolksgemeinschaft Bekleidungsstücke für Mädchen 172 500, Unterwäsche ist, die hinter mir steht, auf die ich mich berufen für Mädchen 301000, Strümpfe unb Schuhe je kann und von ber ich weiß, daß sie mich auch ------ in den schlimmsten Tagen nicht ver« Mr ' 'L x-v ..v ;.; 'z "7 - • • *»3F E '' ■. Mit deutschen Truppen im Gudetenland Dr. Benesch zurückgetreten weist. Ich glaube, wir haben so viel Glück in diesem Jahre erfahren, daß wir alle die Pflicht haben, diesem Glück freiwillig nufer Opfer zu bringen! (Händeklatschen und Heilrufe.) Mit diesem Opfer zeigen wir uns auch der Vorsehung gegenüber dankbar, daß sie unser Volk vor tiefem Leid bewahrt und Millionen von Deutschen in diesem Jahre die grüßte Freude ihres Lebens gegeben hat! Namenloser Jubel schlägt dem Führer entgegen.. Immer wieder erneuern sich die Heldigungen, auch noch, als der Führer bereits die Halle verlaßen hat. Erster Eintopfsonntag am 9. Oktober Berlin, 5. Okt. (DNB.) Der 9. Oktober w' d in diesem Jahre zum erstenmal wieder die ganze deutsche Nation um ben'(Eintopf versammeln In diesem Jahre gerade gilt es besonders, den Millionen Volksgenossen Hilfe zu bringen, die nach langen Jahren der Trennung und der Unterdrückung, der Not und des Elends z u r ü ck g e k e h r t sind in die deutsche Volksgemeinschaft. Der harte und erfolgreiche Kampf der Ostmark- und Sudetendeutschen wird allen Volksgenossen Ansporn und Mahnung sein, ihnen durch ihr kleines Opfer am Eintopfsonntag Hilfe zu bringen und sie vor Hunger und Kälte zu beschützen. Der Reichswirtschaftsminister Funk traf, begleitet von seiner Gattin i n I st a n b u l ein. Auf dem Bahnhof erwies eine Ehrenkompanie der Polizei die Ehrenbezeigungen. Vertreter des Wirtschaftsministeriums und des Außenamtes begrüßten den Gast. Nach einer Kranzniederlegung auf dem deutschen Heldenfriedhof wird die Weiterfahrt nach Ankara in einem türkischen Salonwagen angetreten. Prag, 5. Okt. (Europapreß.) Der Präsident der Tschecho-Slowakischen Republik, Dr. Eduard B e - n e s ch , hat am Mittwochnochmittag s e i n e n R ü ck- tritt bekanntgegeben. Der Rücktritt wurde im tschechischen Rundfunk der Oefsentlichkeit mitgeteilt. Zunächst wurde das Rücktrittslchreiben des Staatspräsidenten verlesen. Um 19 Uhr hielt dann Dr. Benesch eine Abschiedsrede, die auf sämlliche tschechischen Rundfunksender übertragen wurde. Er erklärte eingangs, daß er die Absicht gehabt habe, sofort nach der Münchener Entscheidung zurückzutreten. Er habe diesen Entschluß jedoch etwas hinausgeschoben, um vorher eine f e st e r e Regierung sicherzu stellen. Benesch betonte dann, daß das ganze europäische Gleichgewichts- system, das nach dem Kriege aufgebaut wurde, seit einigen Jahren immer schwächer geworden sei und sich in den letzten drei Jahren grundlegend geändert habe. Er glaube, daß es unter diesen Umständen gut sei, daß die Entwicklung zu einer neuen europäischen Zusammenarbeit nicht durch seine Person gestört werde. Die Tschecho-Slowakei muffe in der Lage sein, sich ruhig und ungestört den neuen Verhältnissen anzu passen. Dies bedeute, der alten Freunde nicht zu entsagen und um sich herum neue Freunde zu gewinnen. Die gefährlichen Streitigkeiten mit den Nachbarn würden verschwinden, und der neue tschechische National st aat werde seine nationale Kultur vertiefen und stärken können. Zum Schluß forderte Benesch die tfcherhif*» Bevölkerung zur Ruhe und Einigkeit auf und dankte der Armee für ihren Einsatz. An den tschecho-slowa- kischen Ministerpräsidenten General Sirovy richtete Benesch ein Schreiben ähnlichen Inhalts. „Eine neue Evoche" Der Widerhall in Warschau. Ueberall^ wo die deutschen Truppen das sudetendeutsche Gebiet besetzten, erringen sie bte Bewunderung der Bevölkerung durch ihr diszipliniertes Auftreten. Aber auch die Soldaten fühlen sich selbst recht wohl bei unseren Sudetendeutschen. — (Scherl-Bilderdienst-M.) die Dörfer bis auf das Letzte ausgeplündert. Es gibt keine Rauchwaren, keine Butter, kein Fleisch, keine Wurst, einfach nichts außer Kartoffeln, Brot und etwas Obst. Aber selbst von diesem Wenigen boten sie den Soldaten noch an. In allen Ortschaften und Dörfern läuteten die Glocken. Triumphpforten waren ausgebaut, Böllerschüsse krachten. Don den Feldern kamen die Bauern herbeigelaufen, die Hütejungen trieben chr Vieh an die Straße, die Schwammerlweiblein verloren bald chre Körbe, so eilig liefen sie aus den Wäldern an die Straße, die unsere Truppen zogen. In Luck machte das Bataillon Halt, um die Quartiere zu beziehen, die Grenzlinie der Zone III ist erreicht. Sofort sind die Soldaten von der ganzen Bevölkerung umringt. Selbst aus den Ortschaften, die jenseits dieser Grenzlinie liegen, kamen Männer herbei, um unseren Soldaten einen Gruß zu entbieten. Ihre Freude war unbeschreiblich; einer von ihnen umarmte ein über das andere Mal den Kommandeur, jedem der Offizieire und Soldaten schüttelten die Menschen bewegt die Hände, um ihnen dafür zu danken, daß sie endlich gekommen sind, sie zu erlösen. getragen haben, flössen ausschließlich den Tschechen zu. Die deutschen Bauern waren nicht einmal imstande, sich das Notwendigste zu kaufen. Die Freude dieser Menschen über chre endliche Erlösung ist herzbewegend. Männer, die gewiß in langen Jahren durch schwerstes Leid gehärtet und abgestumpft sind, standen mit tränennassen Augen an der Straße. Wenn man sie fragt, wie es ihnen gegangen sei, wenden sie sich ab, um ihre Rührung zu verbergen. Sprechen können sie nicht. Frauen in einer Kleidung, der man ansah, daß sie viele Jahre getragen worden war, standen mit gefalteten Hän- den, Gebete sprechend, an den Straßen. „Veraelt's Gott" murmelten sie ein über das andere Mal. Hier blieben selbst die Kinder, die sonst in der frohen Stunde alle Bitterkeit nun endgüllig ver- gangener Zetten vergessen hatten, zuerst noch wortlos vor unseren braven Feldgrauen stehen, sie mit großen Augen musternd. Aber rasch hatten unsere Soldaten bte Herzen ber Kinder gewonnen. Bei einer Pause nehmen sie bie Kinder mit auf chre Fahrzeuge, setzten ihnen Stahlhelme auf, gaben ihnen Butterbrote und Schokoliche, und nur schwer rissen sich die Kleinen wieder von den Soldaten los. Die Tschechen haben noch in den letzten Tagen Warschau, 6. Okt. (DNB. Funkspr.) Benesch habe mit seinem Rücktritt, so schreibt „Expreß Po- ranny", die Konsequenzen aus dem Bankrott seines Systems gezogen. Innenpolitisch habe er seinerzeit Die Einverleibung nichttschechischer Gebiete entgegen den Willen ihrer Bewohner in den tschecho-slowakischen Staat erreicht, um den Volksgruppen die Diktatur der Tschechen der Stützung auf die Genfer Liga, auf Pakte und die Hilfe von fremder Seite geführt. Benesch habe aus der Tschecho-Slowakei eine Avantgarde des Bolschewismus in Mitteleuropa gemacht. Die tiefen Aenderungen des tschecho-slowakischen Staates würden durch den Rücktrtt Benesch' symbolisiert. Er kündige eine neue Epoche in den polnisch-tschechischen Beziehungen, die nach der endaültigen Erledigung ber Nationalitäten in der Tscyecho-Slowakei beginnen könnte. Ein Bericht der Agentur ATE. aus Prag stellt fest, daß dieser beschleunigte Rücktritt Beneschs a u f das Drängen der jüngeren Generation und der Armee zurückzuführen ist. Aus der Rundfunkerklärung des Generals Sirovy gehe gleichzeitig hervor, daß die neue Regierung die Rekonstruktion des Staates und feiner Außenpolitik als vordringlichste Aufgabe betrachte. Pariser Abgesang. Paris, 6. Okt. (DNB. Funkspruch.) Das Haupt- augenmerk der Pariser Morgenprefse richtet sich auf den Rücktritt Beneschs. Im „Jour" heißt es, Benesch habe sich gegen die Vernunft vergangen, aber ttotzdem bleibe er ein großer Bürger. (?!) „Petit Parisien" trauert: Benesch sei eine der felsenfestesten Stützen und einer der glänzend st enPropagandi st enderGen- f e r Liga gewesen. „Jouxnal" sagt, Benesch Bestreben, mit seinem Rücktritt zu warten, um den Deutschen nicht vorzeitig die Freude über einen solchen letzten Sieg zu gewähren, habe aufgegeben werden müssen. Benesch habe das Spiel verloren und dafür zahle er jetzt. Er sei aber jung genug, um anRevanche zu denken, vorausgesetzt, daß er zu warten und zu verstehen wissen werbe. „Petit Journal" erklärt, bie Demission Beneschs bedeute bas Verschwinden des letzten der Begründer der Wilsonschen Wett aus der internationalen polittschen Aera. Wenn man Benesch einen Vorwurf machen könne, so den, daß er sich „ber Gefahr seiner eigenen Polittk nicht bewußt" gewesen sei. „Figaro" führt den Rücktritt Beneschs auf Kreise der Armee zurück. Einer von deren Gründen sei die neue Haltung Moskaus. Die Sowjets hätten Luditz, 5.Oktober. (DNB.) Don einem kleinen Ort von Karlsbad aus haben wir am Mittwochmorgen mit ber Spitze unserer Truppen den V o r - marsch in das Re st gebiet derZone III, die auf der Linie Katharinenberg über Radonitz Luditz nach Waldmünchen verläuft, angetreten. Wie beim Einzug, so war auch zum Abschied das ganze Dorf, jung und alt, in den frühen Morgenstunden erschienen. Ein Ziehharmonikaspieler spielte „Muß i denn, muß i denn, zum Städtlein hinaus", und grüßend und winfenb wurden die liebgewordenen wartiergäste verabschiedet. Mit wehender Standarte setzte sich die Kolonne in Marsch auf das landschaftlich so überaus reiz- volle Egertal, das im schönsten Herbstsonnenschein zu unseren Füßen lag. Im Süden von Karlsbad passierten wir die Egertalsperre. Ein romantisches Bild, die laubwaldbcstandenen Höhen im Herbstschmuck, die rotbedeckten Häuser der Dörfchen und die wetten Felder. Von der Panoramastraße bietet sich dem Auge ein bezaubernder Blick auf die Freundschastshöhe und das Kurhaus Imperial. Heber Espenter, von dem aus die Funkstation Karlsbad zu sehen ist, nähern wir uns der Straße Karlsbad—Eger. Auf hohem Berghügel grüßt die alte Engelburgruine herüber. Dor Solmuß haben die Tschechen Straßensperren errichtet aus gestohlenen Bauernwagen, gefällten Bäumen und Spreng- blöcken. neben der Straffe sieht man StacheDraht- hindernisse und Maschinengewchrstellungen. An einem Abhang sind starke Stellungen angelegt. Die Einwohner versichern uns, daß sie von Frauen und Mädchen gebaut werden mußten, well alle Männer ins Reichsgebiet geflüchtet waren. Mit uns ziehen die Kieger. Einer von chnen geht im Tiefenflug herunter und wirft eine Mel- Dung ab. Die Hülse entwickelt eine starke Rauchfahne, der Flieger hat vorzüglich getroffen, die Hülse ist unmittelbar neben der Sttaße ins Fett» gefallen. Die Meldung ist für den Kommandeur unseres Bataillons bestimmt, der sie in wenigen Minuten in Händen hat. Im engeren Karlsbader Bezirk bieten die Dörfer noch einen erträglichen Anblick. Man sieht, daß die deutschen Bauern allen Fleiß daran gesetzt haben, ihre Anwesen in Stand zu halten. Je mehr wir uns aber von der Reichsgrenze entfernen, um so tr o ft I o f e r werden bie Bilder. Bewußt hat die tschecho-slowakische Regierung die sudeten- deutschen Dörfer verkommen lassen. Die Straffen sind mit tiefen Löchern übersät. Ohne geländegängige Wagen ist hier an ein Weiterkommen überhaupt nicht zu denken. Nicht einen Heller hat dieser Staat für seine steuerzahlenden deutschen Bürger übrig gehabt. Die Sammlungen, die für die Notstandsgebiete, zu denen auch die Deutschen beiher schon im sicheren Hafen des Reiches leben durste. Ein kleines Opfer wird nur von jedem einzelnen gefordert. Ich erwarte aber, daß jeder einzelne sein Opfer nach seinem Können bestimmt, und laß der Reichtum hier mit glänzendem Beispiel vorangeht! Es muff unser Stolz sein, in kürzester Zeitdie Notrestlos zu beseitigen! (Jubelnde Zustimmung.)4»2ch will in wenigen Jahren in diesem Lande kein rachitisches Kind mehr schen! (Stürmischer Beifall.) Mit unserer ganzen Energie werden mir uns die Pflege und die Hebung dieser deutschen Volksgenossen angelegen sein lassen. Die Nation kann diese Opfer leicht erbringen. Jeder Bürger, jeder Volksgenosse, der sein Scherslein hier beträgt, soll nicht vergessen, daß das Opfer derjenigen, die von ihm diese Spende fordern, viel größer ist. M e h r als den Spendern muß ich jenen danken, die es auf sich nehmen, Spender zu mahnen. (Brausende Zustimmung.) Unser Dank gebührt all den Männern und Frauen, die in unserem Winlerhilfswerk die größte soziale Einrichtung organisierten, die es auf der Welt gibt, von oben angefangen bis herunter zu denen, die in dieser gewaltigen Organisation als Helfer und Helferinnen tätig sind! Jeder, der sein Opfer gibt, soll dessen eingedenk frin, daß er nur einmal sein kleines Opfer gibt, während der andere sich tage- und wochenlang für dieses Opfer eiuseht. (Brausender Beifall.) Wir alle wollen dabei ermessen, was wir dieser dea?. schen Volksgemeinschaft, dieser Gemeinschaft gegenseitiger Opferwllligkeil zu verdanken haben. Sie hat es nur ermöglicht, ein brennendes Problem schliefflich ohne Kamps zu lösen. Was fsir Opfer würde der Kampf gefordert haben! Lernen wir doch aus der Vergangenheit! Erinnern wir uns doch dessen, daß Deutschland einst zerbrach, weil diese Gemeinschaft nicht vorhanden war, — dann erst wird es uns klar werden, daß ü b e r h a u p t k e i n Opfer für diese Gemeinschaft zu groß fein kann. (Ungeheure Begeisterung.) In dieser Gemeinschaft, in der sich die stärkste Kraft der Nation ausprägt, sehe ich auch den stärksten Garant en des Friedens. Solange das deutsche Volk der Welt gegenüber als eine solche Gemeinschaft in Erscheinung tritt, wird es niemand wagen, unserem Volke leichtfertig die Fehde zu erklären. Sie werden alle dann erkennen, daß sie es hier nicht mit einem Mann zu tun haben, sondern mit einer machtvollen großen Nation. » In der Geschichte unseres Volkes wird das Jahr 1938 ein großes, unvergleichliches, stolzes Jahr sein. (Minutenlange Kundgebungen der Freude.) In diesem Jahre sind die letzten schändlichen Seiten aus dem Schicksalsbuch, das uns einst in Versailles zu- gedacht mar, herausgerifsen worden. (Neue gewaltige Ovationen.) Spätere Geschichtsschreiber werden feststellen, daß die deutsche Nation wieder zurückgefunden hat zum Stande einer ehrenhaften großen Nation, daß unsere Geschichte wieder eine würdige Geschichte geworden ist.» In diesem Jahre aber, so glaube ich, muß auch die größte soziale Hilfsorganisation ähnliche Ergebnisse aufweisen. Ich erwarte, baff das Winterhilfswerk 1938 der geschichtlichen Gröffe dieses Jahres entspricht! (Jubelnde Heilrufe.) Es muff der Ehrgeiz aller sein, zu einem solchen monumentalen Erfolg beizukragen, um auch damit zu bekunden, baff für uns bas Wort ber Volksgemeinschaft kein leerer Dahn IfL Wir wissen, baff alles menschliche Walten zu feinem letzten Gelingen bes Segens d er Vorsehung bebarf. Allein wir wissen auch, baff biese Vorsehung nur bem ihre Zustimmung gibt, der sich ihrer würdig er- Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda! hat folgende Sonntage des Winters 19 3 8 / 3 9 als Eintopfsonntage festgesetzt: 9. Oktober, 13. November, 11. Dezember, 8. Januar, 12. Februar, 12. März. f Kleine politische Nachrichten. Die Deutsche Evangelische Kirche hat ^lgendes Telegramm an den Führer und R . ch s k'a n z l e r gerichtet: „Mit dem ganzen deutschen Volk dankt die Deutsche Evangelische Kirche dem Führer .unb Reichskanzler für die mettgeschichtliche Tal de: 'Befreiung der deutschen Brüder irr. Sudetenland unter Wahrung des Friedens. Sie grüfft den Führer in unmandelbarer Treue und erfleht den Segen des allmächtigen Gottes auch fernerhin für Führer, Volk und Reich. Präsident Dr. Werner." lassen würde. (Erneut stürmischer Beifall.) Ich habe in diesen letzten Monaten und Wochen sicherlich eine große außenpolitische Hilfe gehabt und schon in meiner letzen Rede in dieser Halle bem Manne gebankt, ber als treuer großer Freunb hinter Deutschland getreten war: Benito Mussolini! (Minutenlange Ovationen und stürmisches ! Händeklatschen.) Er hat bie ganze Kraft nicht nur i seines eigenen Ingeniums, fonbem ber hinter ihm i stehenden Macht in bie Waagschale einer i gerechten Lösung geworfen. Ich muff auch ! den beiden anderen groffen Staats- I männern danken, die in letzter Minute die hi- ! ft arische Stunde erkannten, sich bereit < erklärten, für bie Lösung eines ber brennendsten i Probleme Europas einzutreteu und bie es mir ba- । durch ermöglichten, auch meinerseits bie Hand zu ! einer Verständigung zu bieten. (Lebhafte Zustim- mung.) Allein, über all bem fliegt mein Dank bem 1 beutschen Volke zu! Ls hat mich in diesen - langen Monaten nie verlassen. Es hat ! mit ernster Entschlossenheit all die Maßnahmen getragen, bie nolwenbig waren, um bie gerechten Ansprüche des Reiches burchzusehev. Es wirb ein Ruhmestitel unseres Volkes bleiben, baff es in einer Zeit, in ber hunderltausende 3ur Arbeit, anbere hunberttausenbe unserer Männer unter bie Waffen gerufen worben sinb, baff in bieser selben Zeit in j Deutschland nicht ein Angstkauf stattfanb, nicht ein Mann zur Sparkasse ging, nicht eine Frau zweifelte, sondern baff bie ganze Ration sich als eine einzige geschlossene Gemeinschaft erwies. Ich muff es offen aussprechen: Ich bin stolz auf mein deutsches Volk! Ich hoffe, baff schon in wenigen Tagen das sudelendeutsche Problem endgültig gelöst sein wird. Bis zum 10. Oktober werden wir alle deutschen Gebiete besetzt haben, die uns gehörten! (Minutenlange Hellrufe.) Damit wird eine der schwersten Krisen Europas beendet sein, und wir a l l enicht nur in Deutschland, sondern darüber hinaus, können uns dann in diesem Jahre zum erstenmal wirklich freuen auf das Weihnachtsfest. Es soll für uns alle ein wahres Fest des Friedens werden. (Unbeschreiblicher Jubel der Massen, die dem Führer langanhaltende Ovationen bereiten.) Um so wichtiger aber ist es in dieser Zeit, nun erst recht für unsere deutsche Volksgemeinschaft zu sorgen, für sie zu ringen, für sie zu werben und für sie zu opfern! Denn auch das Gluck wird den Menschen nicht geschenkt, schwer müßen sie es sich erringen! Wir sind auch nicht durch einen Zufall zu dieser unserer Volksgemeinschaft gekommen. Sie ist mühselig aufgebaut worden, erst in den Reihen der nationalsozialistischen Partei, und von ihren Reihen ausgehend, hat sie die ganze deutsche Nation erobert. Diese deutsche Volksgemeinschaft ist wirklich praktisch angewandter Sozia- l i s m u s und damit Nationalsozialismus im höchsten Sinne des Wortes. I e d e r ist hier verpflichtet, feinen Anteil zu tragen. Heber uns allen aber steht das Gebot: Niemand in der Welt wird uns helfen, außer wirhelfenunsselbst. (Stürmische Zustimmung.) Dieses Programm der Selbsthilfe ist ein ebenso stolzes wie männliches Programm. Es ift ein anderes als das meiner Vorgänger, die fortgesetzt in der Welt Herumriefen, um herumzubetteln, bald in Versailles und bann in Genf und bann in Lausanne oder sonstwo bei irgendwelchen Konferenzen. Es ist schon stolzer, daß wir Deutsche heute entschlossen unsere Probleme s e l b st lösen und uns auch selbst helfen! Wir müßen dabei erkennen, wie unendlich viele unserer Volksgenoßen namenlosen, unbekannten Menschen, wir zu Dank verpflichtet sind. Diele Hunderttausende deutscher Arbeiter sind in ben letzten Monaten plötzlich aus ihren Berufen heraus- gerißen worden. Eines Tages hieß es: „Du mußt jetzt dein Köfferchen packen, denn du mufft nach dem Weste n!" Dort zog nun eine Riesenarmee von Arbeitern auf, bie eine Mauer aus B e - ton und Stahl errichtete, um uns alle, um ganz Deutschland zu schützen. Sie haben Frauen und Kinder zürücklaßen müßen, sie mufften ihren bisherigen Arbeitsplatz verlassen, sie mufften eine neue, oft viel schwerere Arbeit wählen, sie mufften in Massen- quartieren viele, viele Unbeauemlid)feiten des Lebens in Kauf nehmen. Gewiß, wir haben versucht, ihnen das alles erträglich zu gestalten, aber trotzdem: Dir find ihnen allen zu Dank verpflichtet, ihnen und allen den hundert- taufeuben, bie bann elnrückten in unsere Kasernen unb auf die Truppenübungsplätze. Und wir find zu Dank verpflichtet all den Frauen, die ihre Männer und Söhne ziehen lassen mufften. Dir danken all denen, die uns Opfer bringen, die gänzlich unbekannt sind, namenlose arbeitende deutsche Menschen. Jetzt aber sind wir dank all dieser Qpfer Zeugen einer gro - ff en geschichtlichen Wende geworden! In diesem Augenblick müssen wir auch jener gedenken, die 20 Jahre lang in einer scheinbar aussichtslosen Lage fanatisch au Deutschland glaubten und von ihrem Deutschtum niemals abließen. Ls ist ja so leicht, hier im Herzen des Reiches sein Deutschtum zu bekennen. Aber es ist unsagbar schwer, angesichts einer fortgesetzten Verfolgung sich trotzdem nicht von diesem Deutschtum abbringen zu lassen und ihm fanatisch treu zu bleiben, als käme die Erlösung schon am nächsten Tage. Jetzt aber ist diese Stunde der Erlösung gekommen. Ich selbst habe jetzt ben ersten Blick in biese Gebiete getan. Unb was mich dort erschütterte, waren zwei Eindrücke: Oft habe ich ben Jubel und bie Begeisterung ber Freude kennengelernt. Hier aber habe ich zum ersten Male die Freude ber Tränen bei Hunderttausenben von Menschen gesehen. Und zweitens sah ich eine grauenhafte Not. Wenn in England ein Duff Eooper oder ein Mr. Eden sagt, ben Tschechen sei Unrecht geschehen — dann sollten diese Männer nur einmal sehen, was sich dort in Wirklichkeit zugetragen hat. Wie kann man so bie Wahrheit verdrehen! (Die Massen brechen in Pfuirufe aus.) Ich habe hier ganze Dörfer unterernährt, ganze Städte heruntergekommen gesehen! Meine Volksgenossen! Sie haben jetzt eine große Ehrenpflicht zu erfüllen. Wir müssen diese Menschen in den Kreis unserer Volks- gemeinschast aufnehmen und ihnen helfen. Jetzt tut Hllfe not! Das ist ber kleine Dank, ben nun ber Deutsche abstatten kann, der bis- um ueu lovuöuiupptH uie .uiu.ui.ui uu wissen lassen, daß sie. wenn bie Tschechen chre Be- aufzuzwingen Außenpolitisch habe Benesch sechzehn festtgungen aufgeben würden, für eine militärische Jahre lang eine Politik ber Fiktionen, eine Politik sUnterstützung nicht mehr in Frage kommen. egelung des f p a-Iom. Die außerordentliche Sitzungsperiode wurde md mit der Rati- darauf geschloffen. italienischen Teilnahme an der Rez winden gehabt. ir alle wollen helfen 4.90 5.75 7.90 5.90 6.90 515 Eih|tein5 10.90 18.90 3200 Pullover-Spenzer Blusen .Venus*.. Garantie-Punkt 2r Tobak edelster Orientauslesei Die Anbaugebiete der für die Eckstein N'-S verwendeten Orienttabake zählen zu den besten der Weib ie btt Mtn Dl) Sie sedis? Nein - Idi sagte 31! Landesverrat mit dem Tode gesühnt. Die Justizpresse stelle beim Volksgerichtshof teilt mit: Der am 13. Juli 1938 vom Volksgerichtshof wegen Landesverrats in Tateinheit mitderVorbereltungeineshoch- verräterischen Unternehmens zum Tod« und zu dauerndem Ehrverlust verurteilte 27jährige Wilhelm Sommerfeld aus Berlin ist hingerichtet worden. Der Verurteilte hat sich nach der nationalsozialistischen Machtergreifung in nationale Verbände eingeschlichen, um dort in kommunistischem Sinne zersetzend zu wirken. Später ist er von einem Gesinnungsgenossen dem ausländischen Spionagedienst zugeführt worden. Für diesen hat er sich dann fast anderthalb Jahre gegen Entgelt betätigt und zahlreiche, sich gegen die deutsche Wehrmacht richtende Ausspähungsaufträge ausgeführt. Kein Wunder, wenn man die neuen schönen Formen sieht! iinmiiiiiiiiiniiiiiiiiiiiiiiiiiiiiininiiininnnniiiniiiuiuniiiiiin lichten. kirche hat, i)rer unb anjen beut' Kirche bem zrfchvLAHr ftiebens. Sie reue unb er* > auch ferner* Präsident Dr. begleitet von dem Bahnhof ei die Ehren- sminifteriums ft Nach einer jeldensriedhof n einem tür- Propagandit Winters b 9. Oktober, mr, 12. Fe* lieber Naturschutz und Naturkunde mit den allgemeinverständlichen Büchern des Hugo Drrmühler Derlages. Derlin- ßichterfelbe. Ditte verlangen Sie noch heute von Ihrem Gießener Buchhändler dos ausführliche bebilderte Werbeblatt „Freunde der Natur sind Freunde guter Bücher, di«. H an. 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So ist es schließlich kein Wunder, wenn dieses Sudetenland den höchsten Prozentsatz an Selbstmorden in Europa aufzuweisen hatte! In beiden Gebieten aber, in Oesterreich wie im Sudetenland, legen die notleidenden Beoölkerungs- teile nicht etwa die Hände in den Schoß und überlassen nun der bewährten NSV. alles übrige, sondern sie haben mit einer Energie und einem neuen Lebensmut, den man nach so langen Jahren der Unterdrückung bewundern muß, vom ersten Tag der Befreiung an selbst energisch mit zugepackt, um nun in froher Dankbarkeit, das Ihrige am Wiederaufbau beizutragen. Jedes warme Kleidungsstück, jeden Zentner Kohlen, jeden Sack Kartoffeln, der im Rahmen des Winterhilfswerks 1938/39 nun in diese beiden Gebiete geht, haben sich ihre notleidenden Beoölkerungsteile schon allein durch das verdient, was sie um ihres Deutschtums willen in den Jahren ihrer Unterdrückung auf sich genommen haben. Wir hier im Reich, wir sind ja nicht nur Zeugen „Oeuvre" erklärt, Frankreich verliere mit Benesch einen unvergleichlichen Verbündeten, der am 7. März noch folgende Botschaft an den Quai d'Orsay gesandt habe: „Für Sie mache ich mobil, ohne auf meine Kollegen von der Kleinen Entente zu warten!" Immer und überall, in Genf und anderweitig, habe Benesch Frankreich gesagt: „Ich will gar nicht wissen, ob Sie Recht oder Unrecht haben, ich gede meine Zustimmung, um auf Ihrer Seite zu bleiben." Das Echo in London. „Eine unvermeidliche Folge." 2 o n d o n, 6. Ott. (DNB. Funkspruch.) Der Ruck- tritt des tschechischen Staatspräsidenten Benesch wird von der Londoner Morgenpresse mit großer Antell- nahme an dem Schicksal des Mitbegründers des tfchecho-slowakischen Staates, im übrigen ober nut der Feststellung verzeichnet daß nach der Entwick- lung der letzten Woche der Rücktritt Beneschs eine unvermeidliche Folge sei. So stellt die „Times" fest, daß Benesch zu sehr identisch mit der Tschecho-Slowakei von Versailles gewesen sei, um sich in einen wirklich repräsentativen Führer der Tschecho-Slowakei der Zukunft zu verwandeln. Be- neschs Abtritt in diesem Augenblick werde sicherlich eine Klärung mit Deutschland, Ungarn, Polen und den Slowaken innerhalb der Republik leichter machen. Sirovys Regierungsprogramm. „Freundschaftliches Verhältnis zu den Nachbarstaaten." Prag, 6. Okt. (DNB. Funkspruch.) Der Dor- sitzende der neuen tschecho-slowakifchen Regierung, General S i r o v y , las ebenfalls am Mittwoch- abend im Rundfunk eine Regierungserklärung vor, in der vor allem die Notwendigkeit eines völligen Umbaues des Staates betont wurde. In außenpolitischer Beziehung werde der neue Staat danach streben, ein f r e u n d s ch a f t- liches Verhältnis zu allen, besonders zuden Nachbarstaaten, herzustellen. Im Innern werde die Regierung für eine neue zweckmäßige Organisation der öffentlichen Verwaltung Sorge tragen, die sich auf alle schöpferischen Kräfte des Landes stützen könne. Diese Organisation werde im Geiste einer breiten Dezentralisation verwirklicht werden, die auf der Zusammenarbeit der zentralen Selbstverwaltung mit den autonomen Landesorganen beruhen werde. Fortschritte in den italienisch-englischen Verhandlungen. SPEZIALHAUS Frdr.Teipel 16 Markt 16 Mitten in drängenden Staatsgeschäften und mitten in der Besichtigungsreise durch die bisher besetzten Sudetengebiete ist der Führer aestern nach Berlin geeilt, um zur Eröffnung des Wmter- HUfswerkes 1938/39 persönlich zu sprechen. Rem äußerlich betrachtet, setzt er damit zwar nur die schone Tradition der bisherigen fünf Wmterhllfs- werke fort, bei denen er ja stets die besondere Dlotwendigkeit dieser Aktion auch in einem wiederaufblühenden Reich begründete. Aber die schnelle Reise nach Berlin unterstreicht deullich den gestei- gerten Wert, den unser Führer gerade dem Hilfswerk dieses Winters mit vollem Recht beilegt. Die Gründe ergeben sich vor allem aus den beiden größten politischen Ereignissen dieses Jahres, der Wiederangliederung Oesterreichs und der Befreiung des Sudetenlandes. Mit diesen beiden Taten hat der Führer jene 10 Millionen Deutscher an den früheren Reichsgrenzen ms Mutterland zurückgeführt, von denen er zuletzt noch in der großen Regierungserklärung vom 20. Februar im Reichstag sprach. Auch die einheitlichste Bewegung der Welt, wie sie die NSDAP, darstellt oder die leistungsfähigste Organisation, wie die Nationalsozialistische Volkswohlfahrt oder der opferwilligste Einsatz, wie ihn das deutsche Volk im Winterhilfswerk zu bestätigen - in ein paar Monaten wie im Fall soziale Verelendung beseitigen, die der Wiedererstattung unseres Reiches, sondern wir sind alle ausnahmslos auch Nutznießer alles dessen, was der nationalsozialistische Staat in diesen fünf« einhalb Jahren für die deutsche Volksgemeinschaft schuf. Und je weiter wir uns zeitlich von den Jahren vor der nationalsozialistischen Machtergreifung entfernen, um so mehr neigen wir vielleicht dazu, das Frühere zu vergessen und alle Segnungen des neuen Reiches zu einer Gewohnheit werden zu lassen. Es ist Zeit, sich wieder einmal daran zu erinnern, wie schwer das heutige Deutschland durch den Führer und seine Getreuen erkämpft wurde, und es ist Zeit, sich gerade bei dem Gedanken an die notleidenden österreichischen und sudetendeutschen Brüder daran zu erinnern, daß es überhaupt kein Opfer ist, wenn Menschen in sicherer Stellung und mit ausreichendem Einkommen einen Beitrag für das WHW. geben, der in keinem Verhältnis zu dem steht, was sie für reine Genußmittel, für Vergnügungen, Unterhaltung unbedenklich ausgeben. Das Opfer aber — der Führer hat es uns oft genug gesagt — ist es gerade, das den Wert unserer Spenden für das WHW. ausmacht, erst dann also, wenn wir uns selbst einen gewohnheitsmäßigen Genuß zugunsten unserer notleidenden Brüder in Oesterreich, im Sudetenland und nicht zu vergessen auch noch hier bei uns im Altreich versagen, erst dann darf man von einem Opfer sprechen. Das deutsche Volk hat sich bisher noch in jedem der ver- aangenen fünf Winter selbst übertroffen. Noch immer ist das Winterhilfswerk der schönste Ausdruck des Begriffes der Volksgemeinschaft gewesen, und diese Volksgemeinschaft hat ja selbst auch das denkbar größte Interesse daran, daß es so schnell wie möglich im ganzen Großdeutschen Reich niemanden mehr gibt, für den Hunger, Kälte und Arbeitslosigkeit noch etwas anderes sind als eine Erinnerung! B. R. Damen Strickkleidung wird immer beliebter Die Pariser Morgenpresse nimmt das Ergebnis der außerordentlichen Parlamentssitzung im allgemeinen mit Zufriedenheit auf. „Petit Pari- ften" bringt ungefähr das Resums dessen, was die Mehrzahl der Pariser Morgenblätter schreibt. Es heißt dort u.a.: Der „Pilot" Daladier wird jetzt, unterstützt von seinen Kollegen, so handeln können, wie es die Franzosen wünschen. Seit seiner Rückkehr aus München hat Daladier die öffentliche Meinung auf seiner Seite. Auf seiner Seite steht auch, und daran wird niemand zweifeln können, die gewaltige Mehrheit des Parlaments, die die Haltung des Ministerpräsidenten gutgeheißen hat. Daladier ist der Herr der Stunde. Er kann und er muß Frankreich wieder in Ordnung bringen, um anschließend zu dem allenthalben erwarteten Ziel zu gelangen: Wiederaufbau Europas im Hinblick auf eine Sicherung des Friedens auf einer festen und dauerhaften Grundlage. Seit dem grauenhaften Drama 1914 bis 1918 hat sich in Frankreich noch niemals ein Staatsmann in einer solchen Lage befunden wie jetzt Daladier. Niemals allerdings hat ein Regierungschef auch eine solche Anhäufung von Schwierigkeiten in innen- wie außenpolitischer Hinsicht seit der Unterzeichnung der Friedensverträge zu über- nischen Bürgerkrieges 1il_ fizierung des englisch-italienischen Abkommens befaßt. Die Verhandlungen werden fortgesetzt. Es bestehe kein Zweifel, so heißt es, daß die freundschaftliche Atmosphäre, die durch die Münchener Diermächtevereinbarung geschaffen sei, eine große Erleichterung "für die Verhandlungen bedeute. Die französische Regierung nehme an den Verhandlungen vorläufig nicht tell, werde jedoch über den Fortgang der Besprechungen auf dem laufenden gehalten. Es sei möglich, daß die Verhandlungen bereits in nächster Zeit zu einer Einigung führen würden. In den letzten Unterredungen zwischen Graf Ciano und Lord Perch seien jedenfalls bedeutende Fortschritte zu verzeichnen, so daß die Lage optimistisch beurteilt werden könnte. Daladier derHerrderGtunde. Seit München die öffentliche Meinung auf seiner Seite. Paris, 6. Okt. (DNB. Funkspruch.) Die s r a n - zösische Kammer ist am Mittwochabend nach Mitteilung von dem Schluß der außerordentlichen Parlamentssitzung bis zum November v e r t a a t. Der Senat nahm das Ermächtigungsgesetz für die Regierung Daladier mit 286 gegen vier Stimmen I eeossotuiscHt »iueiitiT*nu"e I Sonntag, den V. Oktober 1938, ab 15 Uhr: FÜW durch die Anlagen des Krematoriums in Bleien Freunde und Mitglieder unserer Bewegung sind hierzu eingeladen. Teilnahme kostenlos GroBfleutsthe Feuerbestattung v.v.a.o. Bezlrkslnspektton Sfiddeutsdiland, Frankfurt am Main Auskunft und Aufnahme in GIESSEN: Geschäftsstelle Dammstraße 30, Fernruf 2380 04509 London, 5. Ott (DNB.) Wie von unterrichteter Seite mitgeteilt wird, haben die zwischen dem italienischen Außenminister Graf Ciano und dem britischen Botschafter in Rom, Lord Perth, weiß, kann nicht v geführten Verhandlungen sich mit der Frage der > Oesterreich eine so Japanische Erfolge vor Hankau. Schanghai, 5. Okt. (Europapreß.) Nach den letzten von den Fronten vorliegenden Meldungen Haden die Japaner weitere Erfolge bei ihrem Lor- marsch auf Hankau zu verzeichnen. 15 0 Kilometer östlich von Hankau, am Südufer des oberen Jangtse, konnten mehrere Kolonnen japanischer Marinesoldaten gelandet werden. Diesen gelang es dann, die Chinesen vernichtend zu schlagen. Die Operationen der Japaner wurden durch Kriegsschiffe unterstützt. Wie weiter bekannt wird, konnten die Japaner in den letzten 24 Stunden zwei weitere Fluß-Sperren überwinden. Die Stadt Loki, etwa hundert Kilometer südöstlich von Hankau gelegen, ist am Mittwochabend in die Hände der Japaner gefallen. Loki, eine Stadt 50 Kilometer südöstlich der Kiukiang- Nantschang-Bahn, beherrscht mehrere Verkehrslinien, so daß sie strategisch bedeutsam ist. Die südöstlichen Zugänge nach -ankau werden von Loki aus besetzt. Der japanische Vormarsch kam so überraschend, daß die chinesischen Verstärkungen nicht mehr rechtzeitig am Kampfplatz eintreffen konnten. Die japanische Luftwaffe hatte etwa 10 000 chinesische Soldaten, die auf der Landstraße nach Yungsiu in Marsch waren, mit Bomben belegt und unter Maschinengewehrfeuer genommen. Kunst und Wissenschaft. Die Gaukullunvoche verschoben. NSG. Die Gaukulturwoche, die im Gau Hessen- Nassau unter dem Leitwort „R a s s e u n d Kultur" am 22. bis 29. Oktober stattfinden sollte, wird im Hinblick auf die gewaltigen geschichtlichen Ereignisse, auf die der Blick des gesamten deutschen Volkes auch in den nächsten Wochen gerichtet ist, verschoben. Der neue Termin wird noch be- tanntgegeben. Arbeitstagungen des Dotta-Kongresses. Der 8. Volta-Kongreß hat in Rom mit seinen Arbeitstagungen begonnen. Der Präsident des Kongresses, O r e st a n o , gab seinem Bedauern darüber Ausdruck, daß eine Reihe angemeldeter Teilnehmer — darunter Professor Leo grobe- nius — durch den Tod abberufen worden seien. Zunächst wurde unter dem Vorsitz des ehemaligen Gouverneurs von Tanganjika und Britifch-Nigeria, Sir Donald Cameron, über „Die gegenwärtige Orientierung der Afrika-Forschung" beraten. — In der zweiten Sitzung beschäftigte sich der Kongreß unter dem Vorsitz des Professors Cittard mit dem Thema „Das lateinische Afrika", worüber vor allem Louis Bertrand von.der französischen Akademie sprach. Anschließend daran wurde die Frage der Siedlungsmöglichkeit für Europäer und der Siedlungsgebiete in Afrika erörtert. Dabei machte sich Professor Erich J b st von der Universi- tät Breslau zum Sprecher der deutschen Kolonisierungsbestrebungen, indem er die Forderung vertrat, daß auf dem schwarzen Kontinent den Völkern mit großen Bevölkerungsüberschüssen der notwendige Raum gewährt werden müsse. Der Direktor des Instituts für Tropenkrankheiten in Hamburg, Prof. Peter Müh lens, schloß die Aussprache mit Betrachtungen über die Akklimatisierung der Weißen in tropischen Zonen.__________________________ Kameradschaft der Schaffenden. Betriebsführer der Musterbetriebe helfen mit im Leistungskampf der Betriebe. Berlin, 5.Okt. (DNB.) Der Leiter der Deutschen Arbeitsfront Dr. Robert Ley erließ an alle Betriebsführer, die im Rahmen des Leiftungs- k a m p f e s der deutschen Betriebe eine Auszeichnung erhielten, folgenden Aufruf: „164 000 Betriebe haben zum zweiten „L e i- stungskampf der deutschen Betriebe" ihre Meldung vollzogen. 164 000 bejahren die Notwendigkeit eines beschleunigten sozialen Vormarsches im Interesse der Höchststeigerung der Arbeitsleistung unserer Schaffenden. Das Resultat der Höchstleistung birgt wiederum in sich die Erhöhung des Lebensstandards unserer Menschen. Die Deutsche Arbeitsfront hat in diesem zweiten Leistungskampf eine ungeheure Aufgabe zu erfüllen. Nicht nur beurteilend, sondern mit Rat und Tat will sie den Betrieben zur Seite stehen, und zweckmäßigste, für alle gesundeste und für die Wirtschaft erfolgreichste Arbeitsordnung zu schaffen. Ihr alle werdet die gewaltige Bedeutung dieses Schaffens erkennen. Ich appelliere daher an Euch, Betriebsführer, die Ihr vom Führer als „Nationalsozialistischer Musterbetrieb" ausgezeichnet wurdet, die Ihr das Leistungsabzeichen oder das Gaudiplom erhalten habt, die Deutsche Arbeitsfront bei diesem Schaffen durch Euren persönlichen Einsatz zu unter st ütze n. Es genügt nicht die Tatsache, daß Ihr Eure eigenen Betriebe mustergültig gemacht habt, Ihr müßt, wie es sich für eine wirkliche Volksgemeinschaft gehört, Euere Erfahrungen, Euer Wissen und Können in Fragen der Menschenführung und der Betriebsgestaltung auch allen anderen, die durch ihre Teilnahme am Leistungskampf sich bereiterklärten, in diesem Sinne mitzumarschieren, vermitteln. Die Gauobmänner der Deutschen Arbeitsfront werden Euch auffordern, mit den Männern der Deutschen Arbeitsfront zur Erfüllung dieser Aufgaben in die Betriebe zu gehen. Ihr seid die besten Fachmänner, und so wird Euer Rat entscheidend mit dazu beitragen, den sozialen und wirtschaftlichen Vormarsch, dessen Notwendigkeit der Generalfeldmarschall Pg. Göring auf der 6. Tagung der Deutschen Arbeitsfront in Nürnberg klar herausstellte, zu beschleunigen. Nicht als Konkurrenten zu anderen fachlich gleichgearteten Betrieben setze ich Euch ein, Ihr sollt, um von vornherein jede falsche Meinung auszuschalten, nicht in die fachlichgleichgearteten Betriebe gehen, sondern in Betriebe, die mit Eurem Wirtschaftsauftrag nichts zu tun haben. Das Wesen der Betriebsgemeinschaft ist für alle Betriebe dasselbe. Und so könnt Ihr in jedem Betrieb bester Ratgeber sein. Der Führer und die Partei haben Euch geehrt. Ihr müßt allen anderen voranmarschieren. Daher, Betriebsführer, helft mit!" * Zu diesem Aufruf schreibt die DAF.: Es ist ein Zeichen kameradschaftlicher Verbundenheit der Schaffenden nicht nur im Kreise der eigenen Betriebsgemeinschast, sondern auch darüber hinaus, daß der Reichsorganisationsleiter schon heute deutsche Betriebsführer auffordern kann, ihre Erfahrungen und Kenntnisse anderen Betriebsgemeinschaften uneigennützig zur Verfügung zu stellen. Mit diesem Aufruf des Reichsorganisationsleiters werden die im Leistungskampf ausgezeichneten Betriebe mit besonderen Aufgaben ein gereiht in das Amtswalterkorps der Deutschen Arbeitsfront. Der Gedanke einer wirklichen Selbstverantwortung, den die DAF. seit Beginn ihrer Arbeit zielstrebig gegangen ist, erhält damit eine weitere Abrundung. Aus aller Wett. Hinrichtung eines Mörders. Wie die Justizpressestelle mitteilt, ist der 1909 in Rathenow geborene Paul Polte hingerichtet worden, der vorn Schwurgericht in Berlin wegen Mordes zum Tode uitb zum Verlust der hürger- lichen Ehrenrechte auf Lebenszeit verurteilt worden ist. Polte, ein brutaler und gewissenloser Hochstapler, hat die Hausangestellte Alma Garbe in Spandau-Hakenfelde heimtückisch ermordet, um die Entdeckung des an ihr begangenen Heiratsbetruges zu verhindern und sich zugleich in den Besitz ihrer Lebensversicherungssumme zu setzen. Hilfeleistung in Seenot Das Motor-Rettungsboot „Hindenburg" der Station Borkum der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger konnte in einer der letzten Nächte zur H i l f e I e i ft u n g in Seenot erfolgreich eingesetzt werden. Beim Lotsenversetzen von dem Lotsendampfer wurde vor Borkum bei schwerem Wetter das Versetzboot mit zwei Lotsen abgetrieben und geriet in schwere Gefahr. Das Motor-Rettungsboot „Hindenburg" konnte den beiden abgetriebenen Lotsen in ihrer schwierigen Lage erfolgreich Beistand leisten und sie an Bord nehmen. Eine Hilfeleistung durch den Lotsendampfer selbst war im Bereich der Untiefen nicht möglich. Sechs mecklenburgische Bauernhöfe eingeäfcherl. In der Scheune des Bauern Karl Moltmann in Muchow in Mecklenburg brach Feuer aus, das infolge des starken Südweststurmes schnell um sich griff und insgesamt 17 Gebäude in Asche legte. Sechs Bauernhöfe wurden ein Raub der Flammen. Riesige Mengen an Korn, Stroh und Heu sowie alle landwirtschaftlichen Maschinen wurden durch das Feuer vernichtet. Als Entstehungsursache wird böswillige Brandstiftung angenommen, ^luf die Ermittlung des bzw. der Brandstifter hat der Oberstaatsanwalt eine Belohnung von 1000 RM. ausgesetzt. Verheerende Feuersbrunst in einer mainfränkischen Gemeinde. Zum zweiten Male innerhalb weniger Jahre wurde die Gemeinde Oberleinach (Mainfranken) von einem schweren Brand heimgesucht. Aus noch unbekannter Ursache brach in der Scheune des Landwirts Amrhein Feuer aus, das sich rasck ausbreitete und auf ßwei Wohnhäuser mit Scheunen sowie auf eine weitere Scheune mit Nebengebäuden ausdehnte. Die Lö charbeiten waren durch die schwierige Wasserbescha fung — Oberleinach besitzt keine Wasserleitung — ehr behindert. Trotzdem gelang es den Feuerwehren, den Brand auf seinen Herd zu beschränken. Dem Feuer sind vier Wohnhäuser und ebenso viele Scheunen und Stallungen zum Opfer gefallen. Einslurzunglück in Lodz. In der ausschließlich von Juden bewohnten Altstadt in Lodz trug sich ein schweres Einsturz» unglück zu, das durch die Fahrlässigkeit- eines jüdischen Hausbesitzers verursacht wurde. Ein Stra» . ßenauflauf hatte zehn Personen auf den Balkon eines Hauses gelockt, der plötzlich in die Tiefe stürzte. Zwei Personen waren auf der Stelle tot. Die übrigen acht Personen wurden schwer verletzt. Wie die Untersuchung ergab, waren die Träger des Balkons vollständig durchgerostet. Der Besitzer des Hauses hatte sich-um die seit längerer Zeit von der Baupolizei angeordnete Instandsetzung des schadhaften Balkons gedrückt. Er wurde zusammen mit dem Hausverwalter sofort verhaftet und wird seine Fahrlässigkeit vor Gericht zu verantworten haben. Drei Frauen bei einem Autounglück getötet. Etwa acht Kilometer vor dem Ostseebad Kolberg fuhr auf der Köslin—Kolberger Chaussee ein aus Stolp kommender Kraftwagen mit einem aus Kolberg kommenden Kraftwagen zusammen. Bei dem in voller Fahrt erfolgenden Zusammenprall wurden die drei Insassen des Steiper Wagens, sämtlich Frauen, getötet. Wetterbericht Der vor Norwegen liegende Sturmwirbel verlagert sich unter langsamer Auffüllung nach ostwärts. Demgemäß läßt sein Einfluß auf die Witterung Deutschlands nach. Doch ist bei anhaltender West- ftrömung bzw. der Zufuhr feuchter Meeresluft noch kein beständiges Wetter zu erwarten. Vorhersage für Freitag: Veränderlich mit häufiger Aufheiterung und nur vereinzelten Niederschlägen. Winde aus West. Vorhersage für Samstag: Häufig auf- geheitert, doch immer noch unbeständig. Lufttemperaturen am 5. Oktober: mittags 12,8 Grad Celsius, abends 10,8 Grad; am 6. Oktober: morgens 8,1 Grad. Maximum 13,9 Grad, Minimum heute nacht 7,z Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 5. Oktober: abends 11,2 Grad; am 6. Oktober: morgens 9,2 Grad. — Sonnenscheindauer 2,4 Stunden. Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum- schein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. AnzeiFenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. IX. 38: 9143, Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei R Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM.- 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzeloerkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig. drum ein Versuch: Beßebte Sorte ragSOpt Marke Kaffeekanne rag 59 m. Kaffeekanne extra rag70 Pt end weitere ronbgllctu Mbdumgee. 3 % Rabat! to Harlan Baue gut •••• mit Abermann Gebrauchter gut erhaltener Personenkraftwagen 30 PS, 50000 km gelaufen, abzugeben. Schr.Angeb.unt 04504 a.d.G.A. Wegen Heizungsanlage mehrere Oefen mit Rohr preiswert zu verkaufen. 04505 Goelhestr. 65 I. 10 50 Wanderer- Limovsine (viertürig) steuerfrei, zu verkaufen. 04508 Asterweg 7. Gut erhaltenes Herrenfotoil sowie ein Tisch und eine Schulbank Umstände halber preiswert zu verkauf. 04512 Gr. Steinweg 17 Einspaltige Kleinanzeigen werden zum ermäßigten Grundpreis von 5 Pf. für die Millimeterzelle veröffentlicht Am Mittwoch, dem 5. Oktober 1938, wurde durch ein Herzleiden 6356° I Gießen 6364D SSL Gesucht infolge Versetzung 4-Zimmer- ,»«. 47z W 5 Simmel K 1A r.Snv 1 11 .. . .. Nähe 15. 10.oberl.ll. fronen tun, iMi mol an (toxi verfchmutzteu Sachen anstzroüieren. Bei Müllers liegt der Fall jetzt klar! Nicht, daß Herr Müller seine Arbeitsanzüge weniger schmutzig macht als sonst, nein - nur Frau Müller hat jetzt eine neue und praktischere Methode, die Sachen zu säubern. Sie nimmt jetzt, wie es so viele Handwerker- Was iMi leistet, muß man selbst ein» arbeiten. Bänninger G.m.b.H | Vermietungen"! 3-Zimmer-WoliD. mit Bad im Neubau Schlesische Straße alsbald zu vermieten. Näheres durch Architekt Nicolaus Anderlas7r>v JohanneskircheS möglichst sofort. Schriftliche Angebote unt. 04475 an den Gießener Anzeiger erbeten. Der Führer der SA.-Gruppe Hessen Beckerle, Obergruppenführer. Wer macht mit? Bekannt. 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Die Familienforschung umschließe die Familien, und @rb- statistik und ein umfangreiches und lückenloses Material, das jeder Kritik standhalten muß. Sehr wich- ttg für die menschliche Erbforschung sei die Zwillingsmethode. In ihr habe man ein Instrument in der Hand, das das Experiment weitgehend ersetzt. Prof. Luxemburger meinte, die Aufgabe des Erb- forschers sei heute mehr denn je sehr verant- jedoch, da die Wirkungsweise dieser Behandlung unverständlich bleibt, die Nachkontrolle dieser Ergebnisse in anderen Kliniken gefordert. Leichs, München, konnte bei vielen orthopädischen Krankheiten den Vttamin-O-Stoffwechsel mit Ausblicken für die Therapie klarlegen. Im Anschluß an dieses Hauptchema, das eine einheitliche Front der Orthopäden auf dem Gebiet der Vitamine erbrachte, folgten freie Vorträge. Schede (Leipzig) sprach über die Ergebnisse ber Skoliosenbekämpfung an der Orthopädisten Klinik Leipzig auf Grund 15jähriger Erfahrung. Da bekanntermaßen die Sofortbehandlung der Wirbelsäulenverkrümmung häufig den besten Erfolg hat, wird diese aufs neue verlangt. Man dürfe es nicht Prof. Ullman n (Hamburg) brachte weitere Er- gebnisje der Röntgenstammbaumforschung auf Grund sehr exakter und zahlreicher Untersuchungen am knöchernen Pfannendach des Hüftgelenks. Die Schlußsitzung am Mittwochvormittag begann mit dem Referat von Dr. I d e l b e r g e r (München) über die Ergebnisse der Zwillingsforschung bei angeborenen Klumpfußen. An Hand einer großen Anzahl von Untersuchungen an eineiigen Zwillingen tonnte er überzeugend die Erblichkeit des angeborenen Klumpfußes nachweisen. Er warnt dechalb vor der Auffassung, der Klumpfuß würde durch äußere Umstände, also nicht erblich bedingt sein. Der Klump- fuß sei auf Grund seiner Zwillingsforschung em einfach rezessives Erbleiden. _r„ Das eigentliche Hauptthema der Schlußsitzung, „Vitamine und Hormone" wurde von Pro- fesior D i r s ch e r l (Frankfurt a. M.) in theoretisch- wissenschaftlicher, von Dr. Sell (Gießens in klinisch- praktischer Art vorgetragen. prof. Dirscherl, Frankfurt a. M., trug in verständlicher Form die wifsenschaftlichen Grundlagen und die Voraussetzungen für dieses sehr umfangreiche und akute Problem vor. Die Wichtig- kett der Produkte der inneren Drüsen und auch tie der Vitamine in der Beurteilung krankhafter Zustände wurde beleuchtet. Die Hormone sind vom menschlichen Körper selbst bildbare, durch die Lymph- unb Dlutbahn an ihren Wirkungsort gelangende Stoffe. Der menschliche Körper sei nicht imstande, Lttamine selbst zu bilden. Er ist auf deren Zufuhr durch die Nahrung angewiesen. Daß die Wirkung der Hormone und der Vitamine zum Teil dieselbe ist bzw. diese Wirkstoffe untereinander entgegengesetzte Wirkungen aufweisen, ist bekannt. Dr. Sell, Gießen, hat seit längerer Zett über die Wirksamkeit der Vitamine bei bestimmten orthopädischen Krankheiten gearbeitet. Er konnte dabei fesfftellen, daß eine Reihe von Vitaminen (Vitamin A und B 1) keinen Erfolg, auch bei zum Teil über Jahre hinausgehender Darreichung hatte. Dies betrifft insonderheit Krankheiten des Wachstumsallers. Dem Vitamin B 1 hatte man große Bedeutung für die Behandlung mannigfaltiger orthopädischer Krankhetten bei- gemessen. An einem umfangreichen Untersuchungs- Material konnte diese Wirkung nur in sehr seltenen Ausnahmefällen bestättgt werden. Für das Vitamin C und D sind die ausgezeichneten Wirkungen nachgewiesen worden. Das Vitamin C, das in der Zittone enthalten ist, sprach in außerordentlich günstigem Sinne bei chronischen Infektionskrankheiten, besonders der Knochen und Gelenke, an. Für dieses Vitamin ist weiterhin die günsttge Wirkung auf die Stimmungslage, den Appetit, auf den allgemeinen seelischen und körperlichen Zustand ber Kranken nach- gewiesen worden. Das andere rachitische Vitamm D ist seit Jahren als ausgezeichnetes Heilmittel bekannt. Der Vortragende zog die negative Konsequenz für Klinik und Praxis, mit Ausnahme für die Vitamine C und D. Die Beibehaltung der atibe» währten Behandlungsmethoden und nicht ihr Ersatz bzw. Unterstützung durch die kostspieligen Vitamine wird gefordert. von Sovel, Babelsberg, Kannst du Wml,S»re? Roman von Hedda Lindner. Copyright by Carl Duncker Verlag, Berlin W 35. (Schluß.) „Ich habe sie sehr geliebt — immer — seit ich denken kann — sie und den Jungen." „So hat auch Baron Gerald seine Frau geliebt, die Ihr Verrat getrennt hat", entgegnete Fiedler streng. Evers hob den Kopf und sah chn an. „Ach, die, die war doch nichts wert", antwortete er verächtlich. „Dafür kann mir Baron Gerald höchstens dankbar fein. Einmal wären chm die Augen ja doch auf« gegangen. Und jetzt will sie sich an den Jungen heranmachen — aber da hätte ich schon aufgepaßt/ Unwillkürlich ballte er tie Faust, und den Kriminal- rat überlief es ein wenig, als er daran dachte, daß er unfreiwillig wohl auch der Retter der schönen Carola war. „Aber Dera, Vera war anders", fuhr Evers fort mit einer seltsam monotonen Stimme, als ob er irgendwo aus den vergilbten Blättern einer alten Chronik vorlesen würde. Und doch sckien es gleichzeittg eine Erleichterung für ihn zu fein, nun, da alles verloren mar, einmal, ein einziges Mal sprechen zu dürfen. „Vera war' nicht exzen- irisch, wie die Leute sagen, sie h neuartige Auf« Entstehung von übe). Ein neu« igdieses Krank. Verzicht auf die bisherige Einbeziehung der Reichsstraße Bruchsal—Schwetzingen jetzt bei Kilometer 2,7 nach dem Start den sogenannten „Radbuckel" durchstach und bereits hier die Strecke in einer sanft- geschwungenen Linkskurve in nordöstlicher Richtung weiterführte. 18 000 Kubikmeter Erde mußten be* weat werden, um diese neue Kurve, die 150 Meter Radius, 8 Prozent Überhöhung und eine Fahrbahnbreite von 9 Meter aufheist, sowie eine an ihrem Außenrand sich hinziehende Naturtribüne für fast 2000 Zuschauer zu erstellen. Dem Verlauf de» „Hardtbachgrabens" folgend geht diese „Radbuckel- Kurve" in eine noch weiter geschwungene Flachkurve mit 1500 Meter Radius und 1 Prozent Ueberhähung über, die dann nach weiteren 2 Kilometer am Oftersheimer Weg schließlich wieder in die alte Streckenführung einmündet. Auch hier sind Standplätze für einige tausend Besucher errichtet. Mit dieser Streckenkürzung ging Hand in Hand rer öes (M‘ ng gelitten, vgäbifäen @e« mi), bantte wdäL Sel> nb die Wissen- ne aufgeworfen i Tiehen, ges wurde ab- >opädischen Äli- 5 von Professor nahm durchge- Derben sich mi emeinsam statt- atschen Tagung Oie ersten vier Einiöpse. Oie Speisekarte der Gaststätten am kommenden Eintopfsonntag Die heimischen Geräteturner werden Mitte November zu einem Ausscheidungsturnen in Sinn zusammenkommen, dessen Ergebnis für die Feststellung der Vertretung des Kreises Lahn-Dill zu,einem Kreis-Dergleichsturnen.das in Bad Ems stattfindet, ausschlaggebend sein wird. Das Ausscheidungsturnen verlangt Hebungen an den Geräten und außerdem einen Zwölfkampf. Am Kreis-Dergleichsturnen in Bad Ems nehmen Kreis 11 (Friedberg), Kreis 9 (Lahn-Taunus) und Kreis 8 (Lahn-Dill) -teil. Wir kommen auf die Begegnungen zu gegebener Zeit zurück. Earocriola startet in England. ■ dieser gt. "heilen ben en bj laj. bQ5 eine bem Gebiet lAs Der Derwaltungsrat hat die chm gesetzlich vorgeschriebenen Prüfungen durchgeführt. Beanstandjungen haben sich hierbei nicht ergeben. Die Gewinn- und Verlustrechnung schließt mit einem Reingewinn von 3301,84 Mark ab, welcher der gesetzlichen Sicherheitsrücklage zuge- führt wurde. Die Derwaltungsratsmiiglieder Karl Reitz (Zn- Herden) und Bürgermeister Kratz (Wohttback) haben infolge Erreichung der Altersgrenze ihr Amt freiwillig niedergelegt. Den beiden Verwaltungsratsmitgliedern sprach Direktor Lindenmeyer nochmals für die von ihnen geleistete langjährige treue Mitarbeit den Dank der Kassenverwaltung aus. An chre Stelle wurden durch die Mitgliederversammlung Ortsgruppenleiter Hrch. Braun (Laubach) und Bürgermeister Metzger (Röthges) bestimmt. Zum Schlüsse wies Direktor Lindenmeyer noch darauf hin, daß sich der Geschäftsverkehr auch im Jahre 1938 erheblich gesteigert bat Die Spareinlagen haben bereits eine weitere Zunahme erfahren, was die Hoffnung erwecken darf, daß auch das neue Geschäftsjahr eine gute Weiterentwicklung bringen wird. Mit dem Sieg-Heil auf den Führer wurde die Mitgliederversammlung geschlossen. Landkreis Gießen. # Dau bringen, 5. Oft. Luftschutzschulungs- leiter Dr. Mittermeier aus Staufenberg hiE hier im Saale von Erb einen Vortrag über das Verhalten bei Fliegerangrifien usw. Der Saal war sehr gut besetzt. Besonders zahlreich waren auch die Frauen und Mädchen erschienen. + Grünberg, 5. Oft. Der hiesige Bahnbeamte Hermann Nebhut konnte dieser Tage auf eine 4 0jährige Tätigkeit bei der Bahm zurückblicken. Stets war er am hiesigen Bahnhof beschäftigt, wo er heute noch als Oberweichensteller im Stellwerk seinen Dienst versieht. — Von den durch den „Feierabendring Grünberg" vorgesehenen vier Gastspielen der Rhein-Mainischen Landesbühne im Laufe des Winters fand am Mittwochabend die erste Vorstellung statt. Sie brachte das Shakespearesche Lustspiel „Viel Lärm um nichts." cT Weickartshain, 5.Oft. Mit dem Inkrafttreten des Winterfahrplans 1938/39 der Reichsbahn werden ab Bahnstation Weickartshain Sonntagsrückfahrkarten nach folgenden Stationen ausgegeben: Frankfurt a. M. über Friedberg, Friedberg über Hungen, Gießen über Hungen, Gießen über Mücke, Grünberg, Laubach, Hungen und Mücke. Guter Erfolg der Heilpflonzen- fammlung im Gau Hessen-Nassau. Lpd. Frankfurt a. M., 5. Oktober. Erstmals wurde in diesem Sommer im Gau Hessen- Nassau eine großzügige Sammlung von Heilpflanzen durchgeführt, die von der Reichsarbeitsgemeinschaft für Zeilpslanzenkunde und Heilpflanzenbeschaffung München, Gau-Abteilung Hes- fen-Nasiau, in die Wege geleitet worden war. Die Pflanzen sind jetzt in Säcken, großen Tüten oder Kartons der Gausammelstelle in H ö ch st zugeleitet worden, und täglich treffen noch weitere Sendungen dort ein. Etwa 2500 Kilo Heilpflanzen verschiedenster Art, die im ganze Hause einen eigenartigen Geruch verbreiten, lagern bereits hier. Sie werden durch Fachleute auf Echtheit und Qualität geprüft, sortiert und gewogen, um dann den Apo- thekeu und der Industrie zugeleitet zu werden. «'uddeutschland nach Gießen gekommen waren, legten zum Abschluß die Meisterprüfung ab. Unter ihnen befand sich Frl. Franziska P l e tz e r aus Trostberg (Oberbayern), die die Meisterprüfung mit der Note „Gut" bestand. Es ist wohl ein seltener Fall, daß das Schuhmachechandwerk von einer Frau praktisch ausgeübt und bis zu jener Vollkommen- beit entwickelt wird, die heute bei der Meisterprü- fung gefordert werden muß. Frl. Pletzer hat ihre Lehrzeit in der väterlichen Werkstatt zugebracht, die Gesellenprüfung abgelegt und übernimmt nach dem Tode ihres Vaters und dem Verlust eines jüngeren Bruders durch einen Unfall nunmehr das elterliche ZdR. In wenigen Tagen ist wieder Eintopf- sonn tag, der erste in diesem Winterhalbjahr. Und nicht nur die Hausfrauen werden an diesem Tage — einer liebgewordenen Tradition folgend — ihrer Famllie einen schmackhaften Eintopf vor- setzen, fonbern auch die über 200 000 Gaststättenbetriebe im Großdeutschen Reiche werden an jedem zweiten Sonntag im Monat vier nahrhafte und wohlschmeckende Eintopfgerichte zubereiten. Wie bereits im vergangenen Jahre, werden auch im Winterhalbjahr 1938/39 zwei Gerichte reichseinheitlich festgesetzt, und durch die Wirtschaftsgruvpe Gaststätten- und Beherbergungsgewerbe und Den Reichsnährstand betanntgegeben. Als reichseinheitliche Eintopfgerichte finden jetzt im Oktober zwei besonders wertvolle landwirtschaftliche Erzeugnisse Verwendung. Nachdem in den Hauptanbaugebieten der neue Weißkohl in großen Mengen geerntet worden ist, kann es nur selbstverständlich fein, daß bei dem ersten Eintopfsonntag auch ein Weißkohlgericht zubereitet wird. Als erstes Gericht aber soll „Erbsensuppe mit Einlage" genannt werden. Jeder von uns hat in deutschen Gaststätten soll. Der jetzige Museumsleiter Dr. Hermann Roth, Nachfolger Des leider zu früh verstorbenen Professors Dr. Gg. Blecher, konnte zunächst sechs Säle Herrichten. Er ist bereits bestens bekannt durch die Ausgrabungen des Drusus- und des Germaniens- Kastells in der alten Reichsburg Friedberg feit 1936, durch die der deutschen Frühgeschichte wert- volle neue Aufschlüsse möglich wurden. Saal 1 deH^Hetterau-Museums enthält die vor- und fruhge^Mtliche (— römische) Abteilung. Saal 2 ist den fränkischen Bodenfunden und dem Mittelalter vorbehalten. Saal 3 kündet den Ruhm des zünftigen Handwerkes. — Dann stehen wir im # tiUtt bmchM hat er nie ge- Drohe — uno ck er versinm 1 i«n, w«m N _ ich dachte lie fyW * ' i Zweigen. SW zusaMengefühn ittf, 1-B O-r°-r- ’ I**1 ' u« und nach Ws t tr»L »en für ei D«# im ^S! r» $ 3‘“ 10, Sellerie 10 bis 35, Rettich 5 bis 15, Radieschen, das Bündel 8 bis 15 Pf. ♦ ** Auslosung der Gießener Marfan l e i h e. Die Ziehung der Auslosungsrechte für das Jahr 1938 findet am Donnerstag, 20. Oktober, im Stadthaus Bergstraße statt. ** Führung durch das Krematorium. Die Großdeutsche Feuerbestattung veranstattet am kommenden Sonntag, 15 Uhr, für Freunde und Mitglieder eine Führung durch die Anlagen des Krematoriums Gießen. ' _ ** Fräulein Schuhmachermeister. Die Schuhmacher-Fachschule Gießen schloß dieser Tage ihr 29. Semester. Die Schüler, die vorwiegend aus 4. in einer reizenden Wetterauer Bauernstube. Dev nächste Raum gilt der Flachsbearbeitung, die noch vor 100 Jahren eine große Rolle in unserer enge« ren Heimat spielte. Riffel, Breche, Schwingblock, Hechel, Spinnrad, Haspel, Winde, Spulrad, Scher« leiter, Scherrahmen und Webstuhl sind vollzählig oertreten. Und nun folgt 5. die Abteilung „Wehe und Waffen" vom 16. Jahrhundert bis zum Welt« kriege. Der Saal 6 mit den wundervollen Oelgemäl« den der Burggrafen von Friedberg, sowie fünf prächtigen Ansichten der Reichsburg und der Freien Reichsstadt (1514 bis 1565) Friedberg und ein ge« wattiges Modell der Burg bilden den vorläufigen Höhepunkt der schönen und vorbildlichen Ausstel« lung. Sobald weitere Säle frei werden, sollen dil zur Zeit noch magazinierten großen Bestände nach und nach den Ring schließen. Gleichzeitig mit der Eröffnung des Wetterau-Mu« seums veranstaltet das Stadtarchiv nebst Bibliothek eine Schau kostbarer Werk« zur Waffen-, Uniform- und Truppen-Geschichte, deren Relchhattigkeit ebenfalls die Bedeutung von Friedberg auf kulturellem Gebiet eindrucksvoll be« leuchtet. Es gibt wohl kaum eine andere Kleinstadt, die über eine so vielseitige und gediegene Heimat« kundliche Bibliothek verfügt, eine Tatsache, die dem Namm von Friedberg weithin Ehre macht. (Ha) Nach den bangen Wochen zwischen Krieg der Heimkehr des Subeten- ) e r g den Herbstmarkt 1938 mit besonderer "Freude. Er wird am 8. Oktober um 10.30 Uhr durch Bürgermeister Vieth eingeleitet mit der traditionellen Hissung der Alt-Relchsstädti- schen Fahne auf dem freien Platz vor dem Amts- gericht. Dann erfolgt um 12 Uhr die Wiedereröffnung des Wetterau-Museums, Haag- straße 16, das in feiner schlichten Schönheit nicht nur Zeuanis ablegt von dem Geist, der die Wetterauer Kreisstadt beseelt, sondern auch ein stolzes Denkmal der Heimatpflege im Dritten Reich fein papieren angelegt werden. Die vorgeschriebenen Liquiditätsreseroen sind vorhanden. Die fälligen Darlehenszinsen sind im abgelaufenen Jahre noch pünktlicher als seither gezahlt morgen, was ein deutlicher Beweis für die finanzielle Besserung der allgemeinen Lage ist. erhielt. Der neue „Hockenheim-Rina^. Europas schnellste Skrahenrennstrecke wettcr verbessert. Die in der Zeit schlimmsten deutschen Niedergangs zum Zweck Der Arbeitsbeschaffung im Jahre 1931/32 von der Stadtverwaltung Hockenheim (Baden) geschaffene Rundsttecke für motorsportliche Geschwindigkeitswettbewerbe, Der ,Hockenheim-Ring", seit seiner Feuertaufe im Mai 1932 der schnellste Stra- ßenkurs Europas, ist während der letzten sechs Mo- nate einem grundlegenden Um- und Ausbau unterzogen worden, wofür auch das Land Baden erhebliche Mittel zur Verfügung stellte. Das Hauptmerkmal dieser neuen Strecken-Umge- staltung ist die Verkürzung der Rundenlänge von ehemals 12 auf nunmehr 7,725 Kilometer. Diese Rundenabkürzung, die künftige Rennen für die Zuschauer bedeutend spannender als bisher gestalten wird, wurde dadurch erreicht, daß man unter die Verbesserung der gesamten Fahrbahn. Zum größten Teil in griffigem Teerbeton ausgeführt, wurde sie nun durchgehend von 5,5 auf 7,5 Meter und in den Kurven und am Start und Zielplatz sogar auf 9 Meter verbreitert. So ift nun endlich auch die Möglichkeit gegeben» auf dem' neugestalteten ,chockenheim-Ring" neben Motorradrennen auch Wettbewerbe für Sport- und Rennwagen durchzuführen. Bereits am 16. Oktober wird Hockenheim beim Schlußlauf um die Deutsche Kraftradmeisterschaft fein erstes Sportwagenrennen erleben. Und daß bei diesem letzten Meisterschaftslauf der absolute Rundenrekord des Vorjahres von 157 km/st gleich um ein ganz beträchtliches Stück emporfchnellen wird, das ist kaum zweifelhaft. Geschwindigkeiten von rund 175 km/st sind auf der neuen Strecke durchaus möglich. Weiterhin besitzt nun die deutsche Automobil- und Motorrad-Industrie zugleich eine neue Dersuchs- strecke für die Erprobung ihrer Neukonstruktionen auf reine Geschwindigkeitsleistung, eine Versuchs- bahn, die jederzejt und für jede Dauer in Anspruch genommen werden kann, weil sie keine öffentlichen Hauptverkehrsstraßen benützt. 5. Hockeyländerkampf Deutschland — Dänemark. Die erste internationale Kraftprobe der deutschen Hockeyspieler in der neuen Spielzeit steigt am kommenden Sonntag in Hamburg mit dem fünften Länderkampf gegen Dänemark. In den vier vorcmsgs« gangenen deutsch-dänischen Begegnungen gab es jedesmal hohe deutsche Siege, ganz gleich, ob in Deutschland ober in Dänemark gespielt wurde. 1928 siegte Deutschland in Kopenhagen mit 5:2, ein Jahr später gab es ein 5:0 und 1930 sogar ein 6:0. Nach sechsjähriger Pause trafen sich die beiden Länder bann erst mieber beim Berliner Olympiaturnier 1936, wo wieberum ein 6:0-Sieg erkämpft würbe. Man barf gespannt fein, ob bie bänischen Hockeyspieler in ben beiben letzten Jahren Fortschritte gemacht haben, und ob sie in bet Lage sein werden, ein günstiges Ergebnis zu erzielen. Deuffchland hat diesmal eine Mannschaft aufgeboten, in der man einige altbewährte Kräfte, wie Weiß, Keller, Mehlitz usw., vermißt. Aber da man ja auch im Fachamt Hockey auf lange Sicht arbeitet, muß man es durchaus begrüßen, wenn der Stamm der Nationalspieler durch Heranziehung talentierter Nachwuchskräfte erweitert wird. Die Els, wie sie in Hamburg steht, ist stark genug, um die Dänen eindeutig zu schlagen. Ein Sportgesetz in der Türkei. Die feste Absicht der türkischen Regierung, auch den Sport der Türkei unter ihre Fittiche zu nehmen, hat jetzt zu einer gesetzgeberischen Maßnahme geführt, in der man unschwer das deutsche Beispiel erkennt. Dem neuen Gesetz zufolge wird der Sport in Der Türkei unter die Aufsicht des Staates gestellt, der einen Obersten Sportsführer beruft und chm sämlliche Obliegenheiten der Leibesübungen überträgt. Dem Sportsührer zur Seite , steht ein beratender Ausschuß, der sich aus Mit« gliedern Des bisherigen Alltürkischen Sportverbandes zusammensetzen Dürfte. Man rechnet damit, baß in Kürze Vorschriften über eine tellweise Sport« pflicht erlassen werden. Bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang die Tatsache, daß sich der neue Sportführer des Betriebssportes annehmen wird. Alle Betriebe, die über eine Gefolgschaft von mdjr als 500 Mitgliedern verfügen, werden anae- halten werden, Sportplätze anzulegen. Ein großer Teil dieser Maßnahmen ist auf die beratende Tätigkeit Dr. Carl Diems zurückzuführen, der nach ben Olympischen Spielen 1936 den türkischen Sport» führen» hilfreich zur Sette stand. schon einmal dieses Gericht verlangt, weil wir von Mutters Tisch her wissen, wie nahrhaft und schmackhaft dieses Essen ift Der zweite Eintopf ist Wei tz- ko h l mit Rindfleisch. Auch diese „Nummer zwei" wird viele Verehrer finden, zumal besonders die versprochene Rindfleischbeilage verlockend ist. Das dritte Eintopfgericht ist, wie schon im letzten Jahre, das beliebte und auf vielerlei Art herzustellende Fischgericht. Der vierte und letzte „Eintopf" ist wieder der „Gemüsetopf nach W a hl", der als landsmannschaftliches Gericht unter Verwendung der in den einzelnen Gebieten des Reiches besonders reichlich vorhandenen und durch die Landesbauernschaften betamitgegebenen Gemüsesorten zuzubereiten ist. Je nach ben Er- zeugungsbebingungSl, Der Wetterlage und den Gewohnheiten in den einzelnen Reichsgebieten ist das eine oder andere Erzeugnis besonders reichlich am Markt. Die Gaststätten sind durch ihre Berufsorganisation mit den Landesbauernschaften in ständiger Verbindung und werden bestrebt sein, am ersten Eintopfsonntag wieder Meisterproben deutscher Kochkunst abzmegen. Auszeichnung für die Gießener Ruder-Gesellschast 1872. Dem Vereinsführer der Gießener Ruder-Gesellschaft ging dieser Tage eine besondere Ehrung in Form eines Diploms, unterzeichnet vom Reichssportführer von Tschammer und Osten zu, bas dem Verein als Anerkennung für Opferbereitschaft übermittelt wurde. Die Urkunde hat folgenden Wortlaut: „Der Reichssportführer. Berlin-Charlottenburg 9, ben 30. 6.1938. An bie Rudergesellschaft Gießen , z. H. b. Vereinsführers Arthur Scharmann. In bantbarer Anerkennung ber Opferbereitschaft Ihrer Vereinskameraben für unsere verletzten Sportler unb Sportlerinnen überreiche ich Ihnen hiermit ben von mir gestifteten „Ehrensockel" zu Ihrer Olympia-Sammelglocke mit meiner Wibrnung. Ich grüße Sie in herzlicher Kamerabschaft mit Hell Hiller! Gez.: von Tschammer, Reichssportführer." Heimische Turner vor harten Kämpfen Die nächsten Wochen werben für unsere heimischen Geräteturner, insbesondere für die Kreisriege, einige Wettkampfbegegnungen bringen, die die Turner unserer engeren Heimat (aus Gießen, aus Wieseck, Großen-Linden usw.) zu Höchstleistungen herausforbern werden. Schöffmann (Wieseck) wird am fommenben Sonntag an einem Ausscheidungs- kämpf in Kassel teilnehmen, bei bem darüber ent- schieben wirb, welche Mannschaft Den Gau Hessen bei Dem am 23. Oktober in Der Westfalenhalle in Dortmund zum Austrag kommenDen ©autampf Hessen —Baden —Westfalen zu vertreten haben wird. Schöffmann, der sich gegenwärtig in bester Form befindet, dürfte sicherlich der Gaumannschaft eingereiht werden. Neben Schöffmann ist noch Bausch (Limburg) zu Dem Ausscherdungskampf aufgerufen. Die übrigen Turner Der Gaumannschaft werDen sich voraussichtlich aus Kasseler Vereinen rekrutieren. Kasiel verfügt gegenwärtig über eine stattliche Anzahl Spitzenturner. In Diesem Zusammenhang wirb es interessieren, daß Heinrich Herbert vom Turnverein 18 4 6 Gießen, der gegenwärtig in Bielefeld weilt, für den Turnverein Bielefeld in der Riege des Gaues Westfalen starten wird. d. Bdjotten, 5-Dtt Die alte, sehr wertvolle mal im Rennen eingesetzt zu Orgel in unserer Stadt kirche wurde in: An Der Besetzung Der A - - Den letzten Wochen einer gründlichen Renovierung nichts geändert. Wie vorgesehen, starten Tazio N u • unterzogen. Holzwürmer hatten sich eingefressen. Die noIari, Rudolf Hasse, H. P. Muller und Durch sachgemäße BehanDlung Der einzelnen Holz- Kautz. Bigalke macht die Reise ^s teile abgetötet mürbem Die Orgel wirb neu ge- stimmt und hergerichtet; sie bilDet in ihrer kunstvollen Barockform ein sehr wertvolles Schmuckstück unserer Kirche. § Laudach, 6. Oft. Dieser Tage wurde von Den Ratsherren Der Stadt Laubach der Haushaltsplan für bas Rechnungs- fahr 1938 beraten unb einstimmig genehmigt. Der Voranschlag schließt mit insgesamt 238 877 Mk. (1937: 155 842 Mark) in Einnahme unb Ausgabe ad. Hiervon entfallen auf Den Betrieb 214 672 Mark (1937: 154 326 Mk.), auf das Vermögen 24 204 Mk. (1937: 1615 Mark). Die Einnahme- erhöhung und anderseits die Lastenvermehrung finÖ< durch den neuen Mnanzausgleich zwischen Reich, Staat und Gemeinden bedingt. Auf die einzelnen Rubriken vertellen sich die Beträge für 1938 wie folgt (E = Einnahme, A r= Ausgabe): Abteilung: Für ben Betrieb: Rech- nungsreft aus voriger Rechnung E 5515,71 Mark, A 1500 Mark; Gebäude E 6130.35, A 2200; Grund- stücke E 3314,90, A 1600; Waldungen E 86 491,44, A 34 903,40; Jagden, Fischerei E 1312; Schäferei, Weiden E 1272, A 2000; Messen unb Märkte E 100, A 120; Viehwaage E 200, A 160; Wasserversorgung E 24 225, A 41 900; Ziegelei E 850; Schwimmbad E 800, A 2700; Allgemeine Verwaltung E 1409,29, A 19 700; Oeffentliche Sicherheit A 1725; Öffentliche Gesundheitspflege unb Wohlfahrtseinrichtunaen E 97,60, A 3905; Abbeckereiwesen A 10; Feuerlösch- wesen A 1206; Armenpflege E 1000, A 11 300; Schulen E 56,25, A 15 860,50; Evangelische Kirche E 7,18, A 3246,80; Friebhof E 590, A 920; Straßen E 254,20, A 10 000; Kanäle E 4200; Landwirt- schcrftszwecke E 6126,86, A 7300; Grenzverhältnisse A 350; Oeffentliche Anlagen, Denkmäler A 300; Bäche, Gräben A 600; Ruhe geh alle, Soziale Für- sorge E 2000, A 5130; Steuern, Abgaben A 32 681; Sondersteuern E 13180, A 300; Anteile an Reichssteuern E 7122; Festlichkeiten A 2000; Reservefonds A 4299.08: Mobiliarerneuerungssonds E 15,03, A 215,03; Kapitalzinsen E 100, A 2063,78- Schul- dentilgung A 3070,72; Aeltere Kriegsschulden A 306,03; Gemeindeumlagen E 48 000 Mark, A 1100 Mark. Abteilung: Für das Vermögen: Waldungen E 23 898,60 Mark, A 23 898,60 Mark; Schulden E 306,03 Mark, A 306,03 Mark. Bezirkssparkaffe Laubach. 00 Laubach, 5. Oft. Im Saale des „Schützen- Hof" fand die ordenüiche Mitgliederversammlung der Bezirkssparkasse statt. Der Vorsitzende des Sermaltungsrates, Oberamts* richter Dr. Schmitt, begrüßte zunächst die Vertreter der Garantiegemeinden; besonderen Gruß entbot er dem Vertreter der Landeskommunalbank- Girozerrtrale für Hessen in Darmstadt Direktor Seipp. Anschließend trug Direktor Lindenmeyer den Bericht über das 105. Geschäftsjahr dieser öffent- lich-rechllichen Kredttanstatt vor. Die forffchreitende Wirffchaftsbelebung, so führte er u. a. aus, hat Den Geschäftsgang im Berichtsjahr günstig beeinffußt. Dies zeigt sich befonbers in Der Erhöhung desWe- famtumsatzes, der sich im abgelaufenen Jahre um 1841 332 Mark auf 11 865 028,20 Mark erhöht hat. Der Umsatz im Jahre 1932 betrug (zum Vergleich) nur 4 473 310 Mark. Die Umsätze haben sich somit seit der Machtübernahme durch den Führer um mehr als das Doppelle erhöht. Die Spapeinlagen haben um 71 551,26Mark zu genommen. Während im Jahre 1936 eine Einnahme von 346 511,04 erreicht wurde, betragen die Einzahlungen im Jahre 1937 379 771,70 Mark. Das Kleinsparwesen, sowie die Schul- s p a r k a s s e n zeigen ebenfalls ein erfreuliches Ergebnis. Die Einlagen betrugen hier 4798 Mark. Die von ber Bezirkssparkasse seit Jahren ausgegebenen Ge schenksparbücher für Neugebo- rene haben ben Sparsinn geförberf unb sich als ein gutes Werbemittel bewährt. Die Umsätze im Spargiro- und Konto-Korrent- Verkehr haben sich gegenüber deon Vorjahre ebenfalls erhöht, und zwar um 665 450,77 Mark. Der am Jahresende nachgewiesene Bestand von 236 331,33 Mark ist ebenfalls höher als im Vorjahre. Die günstige Entwicklung des Spareinlagengeschäfts, sowie der Darlehensrückzahlungen, besonders durch die Gemeinden, ermöglichten es, sämlliche beantragten Kredite, soweit die notwendige Sicherheit vorhanden war, zur Auszahlung zu bringen. Da die zur Ausleihung vorhandenen Mittel weit größer waren als die beantragten Darlehen, konnte der überfchießeiLe Betrag in mündelsicheren Wert- Ehrung für freue Dienste. In einer schlichten, erhebenden Feier fand gestern im Sitzungssaale des Amtsgerichtsgebäudes in Anwesenheit sämtlicher Gefolgschaftsmitglieder durch den Amtsgerichtsdirektor Dr. Mickel die lieber» reichung des Treudienstehrenzeichens für 40= bzw. 25jährige treue Dienste an 24 Beamte und Angestellte des Amtsgerichts Gießen statt. Es wurden ausgezeichnet für 40jährige Tätigkeit: Amtsgerichtsrat Jäckel, Amtsgerichtsrat Schmidt, Iustizoberinspektor Klaus, Iustizoberinspektor Ritter, Iustizinspektor Bauer: für 25jährige Tätigkeit: Amtsgerichtsrat Drücket, Amtsgerichtsrat Schudt, Iustizoberinfpektor Derch, Iustizoberinspektor Dapver, die Justizinspektoren Dickle, ©paar, Keppler, Bischoff, Wagner; Gerichtsvollzieher Bittorf, Gerichtsvollzieher Moll, die Justiz- Oberassistenten Magnus, Boller, Größer, Henkelmann, Hettche, Iustiz-Oberwachtmeister Hahn, Justizangestellter Jung. ., v. . Unter den letzteren befindet sich Amtsgenchtsdirek- for Dr. Mickel selbst. Wirtschaft. Rhein -Mainifche Börse. Mllagsbörse freundlich. Frankfurt a. M., 5. Oft. An der Börse bestand zuversichtliche Stimmung, die nicht zuletzt durch den Abstimmungserfolg Daladiers in der französischen Kammer unterstützt wurde. Es lagen einige Kaufaufträge vor, auch der Berufshandel schritt wieder zu kleinen Anschaffungen, so daß der Aktienmarkt eine durchaus freundliche Haltung aufwies. Das Geschäft blieb jedoch klein und es dürfte sich vorläufig kaum nennenswert beleben, da der Kapitalmarkt zunächst ganz unter dem Einfluß der Vorbereitung auf die neue Reichsanleihe steht. Die ersten Kurse setzten um durchschnittlich 1 bis 1,50 v. H. höher ein und im Verlaufe ergaben sich vielfach weitere kleine Erhöhungen. Don Mon- tanroerten notierten Buderus mit 111 (HO), Hoesch mit 111,50 (110,75), Mannesmann mit 109,40 (107,75), Rheinstahl mit 140,50 (139,25) und Vereinigte Stahl mit 102 (101). Arn Elektromarkt waren AEG. mit 116 (113,25) und Siemens mit 201,75^199,50) sowie RWE. mit 122,25 (120,50) stärker erhöht. JG.-Farben befestigten sich nach 153 anfangs auf 153,50 bis 154 (150,50). Sonst kamen noch Reichsbank mit 183,75 (182,50), Daimler mit 134,50 (132,50), Westdeutsche Kaufhof mit 97,13 (96,50), Conti Gummi mit 208 (207), Adlerwerke mit 109,50 (109) und Rheinmetall mit 128,25 (127,50) zur Notiz. Auch am Rentenmarkt erhielt sich leichte Nachfrage. Beachtet blieben insbesondere Liquida- tionspfandbreife, etwas ruhiger lagen Industrie- Obligationen. Von den variablen Werten besserten sich Reichsaltbesitz auf 130,60 (130,40) und Reichs- bahn-DA. auf 125,40 (125,25). Im Freiverkehr lagen Kommunal-Umschuldung mit 94 (94,05) nicht ganz behauptet, ebenso späte Schuldbücher mit 97,90 (98), 4 v. H. Rentenbank-Ablösung mit 91,50 (91,65) und Städte-Attbesitzanleihen mit 135,50 (153,75). Bei Goldpfandbriefen wg. der Rückfluß unwesentlich, auch in den KonsolMerungsanleihen kam nur wenig Angebot heraus. Liquidationspfandbriefe notierten meist noch 0,13 dis 0,25 v. H. höher, ebenso zeigten Stadtanleihen z. T. Besserungen bis 0,25 v. H. Industrie-Obligationen unterlagen Schwankungen bis etwa 0,50 v. H. In der zweiten Börsenstunde blieb die Haltung freundlich bis fest, und auf nahezu allen Märkten stellten sich nochmals Besserungen um 0,50 bis 1 vom Hundert ein. Auch die anfangs etwa 1 v. H. niedriger liegenden Papiere waren erholt. U. a. notierten: Daimler 135,75 nach 134,50, AEG. 117,50 nach 116, Licht und Kraft 139,25 nach 138.___________ Abendbörse weiter freundlich. An der Abendbörse erhielt sich weitere Kaufneigung der Kundschaft und der Kulisse und die Umsätze waren verhältnismäßig lebhaft. An den Aktienmärkten traten meist neue Besserungeni von 0,50 bis 1 o. H. ein; sie stellten allerdings viel-I fach Anpassungen an Berlin dar, doch wurde auch dieser Stand vereinzelt um 1 v. H. überschritten. Gesfürel mit 139,50 (138) und Metallgesellschaft mit 128,25 (127) hatten die auffälligsten Erhöhungen. Je 1 v. H. gewannen Bemoerg mit 137,50 bis 138, Scheideanstalt mit 218, Eßlinger Maschinen mit 105, DDM. mit 170 und 0,75 v. H. höher kamen Westdeutsche Kaufhof mit 98,50 und Rheinmetall-Borsig mit 129,50 an. Montanwerte lagen voll behauptet, Mannesmann (HO), Verein. Stahl (102,75) und Hoesch (112,75) zogen bis 0,40 v. H. an, nur Rheinstahl 0,25 v. H. ermäßigt auf 140,50. Leichte Gewinne verbuchten u. a. Adlerwerke mit HO (109,50), AEG. mit 117,75 (117,50), Demag mit 144,75 (144,25), RWE. mit 122,50 (122,25), Verkehrswesen mit 126,25 (126) und Hapag mit 70,50 (70). Neben JG.-Farben mit 154 lagen u. a. Licht & Kraft mit 139,25, BMW. mit 146, Deutsche Erdöl mit 130,50, MAN. mit 132 und Junghans mit 105,75 behauptet. Von Bankaktien gewannen Commerzbank erneut 0,13 v. H. auf 110,25. Renten lagen dagegen still bei gut gehaltenen Kursen. Reichsaltbesitz 130,75, Reichsbahn-VA. 125,50, 6proz. JG.-Farben 123 und im Freiverkehr Kommunal-Umschuldung mit 94. 5,5proz. ©üdd. Boden Liquid, notierten nach Pause 0,40 v. H. höher mit 101,40. Frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. M., 5. Oft. Es notierten (Getreide je Tonne, alles übrige je 100 kg) in RM.: Weizen W 9 200, W 11 202, W 12 203, W 13 204, W 16 207, W 18 209, W 19 2H, W 20 213; Roggen RH 185, R12 186, R 14 188ffR15 189, R 16 191, R17 192, R18 193, R19 195 Großhandelspreise der Mühlen der gekannten Preisgebiete. Futter- gtrfte —, Futterhafer —. Weizenmehl, Type 812, W 13 29,25, W16 29,25, W 18 29,25, W 19 29,25, W 20 (Kreis Alzey) 29,25, W 20 (Kreis Worms) 29,60, zuzüglich 0,50 RM. Frachtausgleich. Die Preise für Weizenmehl, Type 812, mit Beimischung von Maisbackmehl sind 30 Rpf. niedriger als die Notierungen. Roggenmehl, Type 997, R12 22,45, R15 22,80, R16 22,95, R18 23,30, R19 23,50, zuzüglich 0,50 RM. Fracht-Ausgleich. Weizenfutter- mehl 13,60. Weizenkleie W13 10,75, W16 10,90, W18 11,00, W19 11,10, W 20 11,20 Muhlenfest- preis ab Mühlenstation. Roggenfuttermehl R19 12,50, Roaqenoollkleie R 19 11,00. Roggenkleie R 12 9,95, R 15 10,15, R 16 10,25, R 18 10,40, R 19 10,50 Mühlenfestpreis ab Mühlenstation. Treber —, Wiesenheu mit Besatz (bis ein Drittel) 5,00, Wiesenheu mit unerheblichem Besatz (bis etwa ein Zehntel) 5,80 bis 6,00, Kleeheu, gut, gesund, trocken 7,00 bis 7,50 .Wejzenstroh 2,80, Roggenstroh 2,90 bis 3,00, Hafer- und Gerstenstroh 2,40 bis 2,50 Erzeugerpreis ab Erzeuger-Verladestation. Tendenz: ruhig. Schweineniarkt in Schollen. h Schotten, 5. Ott. Zum heutigen Schw ei n e- markt waren nur zirka 120 Ferkel und Einlegschweine aufgetrieben. Preise: für 6 bis 7 Wochen alte Ferkel 20 bis 25 Mark. 8 bis 10 Wochen alte Ferkel 28 bis 30 Mark, 10 bis 12 Wochen alte Ferkel 31 bis 35 Mark. Einleger 45 bis 50 Mark. Der Markt wurde geräupit. Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 6. Oft. (Vorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb: 932 Rinder (161 Ochsen, 104 Bullen, 439 Kühe, 228 Färsen), 257 Kälber, 141 Härnrnel, 177 Schafe und 85 Schweine. Es kosteten: Ochsen 35 bis 45 Mark, Bullen 37 bis 43, Kühe 20 bis 43, Färsen 28 bis 44, Kälber 35 bis 65, Härnrnel 32 bis 52, Schafe 20 bis 42, Schweine 50 bis 57 Mark. — Marktverkauf: Rinder, Kälber und Schweine zugeteilt; Härnrnel und Schafe mittelmäßig. nd-- rb rand Gießen, im Oktober 1936. 04514 \J$X tvuur GLORlfl AIILEK Machen Sie eine Probefahrt! Ferner: 6354A TRUMPF JUNIOR ADLER 2,5 LTR. LIEBESBRIEFE AUS DEM ENGADIN ADLER 2 LTR. Für die anläßlich meines 70. Geburtstags dargebrachten Glückwünsche und Aufmerksamkeiten danke ich herzlichst ' Ludwig Haus. Wenn Sie einen ADLER fahren - erleben Sie eine vollkommenere Art des Automobils Bei programm und Ufa-Ton-Wochenschau Seltersweg Ab heute Donnerstag bis einschl. Sonntag den 9. 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