8WWZWML ■ ' rx^'Ä 8****** *8*vw :. ■ Samstag, b./8onntag,7. August 1938 188. Jahrgang IT. 182 Erstes Blatt tr)d)etni täglich. außer Sonntags und Feiertags plagen: Die Illustriert, gcetzener Familienblätter Heimat im Bild - Die Scholl. MonatS'vezugsprets: 4 Beilagen RM.1.95 C3ne Illustrierte , 1.80 Mellgebühr , -.25 Jad) bei Nichterscheinen Kn einzelnen Nummern gfolge höherer Gewalt Zernsprechanschlüfie gier Sammelnummer 2251 z-ischnft für Drahtnach» schien: Anzeiger Sieben Postscheckkonto: panlfurl am matn 11686 Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer vis8' /.Uhr des Vormittags Grundpreise für l mm Höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Text- anzeigen von 70mm Breite 50Nps.,Platzvorschrifi nach oorh. ‘Berembg.250/o mehr. Lrmähtgte Grundpreise: Stellen--, Vereins», gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Rpf., Familienanzei» gen, Bäder-, Unterrichts» u. behördliche AnzeigenSRpf. Mengenabschlüsse Staffel B Eichener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen vru» und Verlag: vrShlsche Universttätsdruckerei «.Lange in Stehen. Schriftleitung und Geschäftsstelle: Schulstratze 7 Gute Bilanz sie kaum einer 'besonderen Erläuterung be- daß An der Spitze aller europäischen Rundfunkländer 5 9 2 P h 3 c c g 6 o S 9 S » 8 9 fr S 9 ** fr 9 dürfen. ir . , , Die Sender des Deutschen Rundfunks haben zur Feit ihre Höchstleistung erreicht. Sie sind durchschnittlich 21 Stunden täglich in Betrieb, und zwar meistens von 5 bzw. 6 Uhr morgens bis 3 Uhr nachts. Der Großeinsatz des Deutschen Rundfunks hat sich im Berichtsjahr zweimal als notwendig und zweckmäßig erwiesen: beim Besuch des italie- Jn meiner Rede zur Eröffnung der Großen Deutschen Rundfunkausstellung 1935 Hobe ich den Rundfunkdieachte Großmach t genannt Diese Charakterisierung hat sich in der Folgezeit, besonders bei uns in Deutschland, als durchschlagend und richtig erwiesen. In der Tat ist der Rundfunk eines der modernsten Mittel der Bolksfuhrung; er ist aus dem Leben unserer Nation und darüber hinaus aus dem Zusammenleben der Völker über« ! Haupt nicht mehr wegzudenken. Diese ausschlaggebende Bedeutung des Rundfunks für die Volksgestaltung ist zuerst von uns Nationalsozialisten erfaßt worden. Der Rundfunk ist em charakteristischer Ausdruck des 20. Jahrhundert, em technisches Mirakel, das noch in seinen Anfängen steht und das weiter zu entwickeln und zu höchster Vollendung emporzuführen, eine unserer besonderen Geaenwartsaufgaben ist. Er greift jetzt schon auf das tiefste in das gesamte Volksleben ein. Sein Einfluß auf die öffentliche Meinung und Bildung ist ungeheuer und kaum abmeßbar. Und dabei ist seine Bedeutung Koch ständig tm Steigen begriffen. Es bedarf deshalb auch keiner besonderen Betonung, daß der Rundfunk n i d) t Privatinteressen dienen darf. Er verlangt gebieterisch nach der Führung durch den Staat selbst. In seiner weiten Ausstrahlung auf die breiten Millionenmassen liegt schon die Begründung dafür, daß der Rundfunk dem ganzen Volke gchören muß. Es ist keine intellektualistische Spie- Ilerei und geht keineswegs nur die sogenannten Schichten von Besitz und Bildung an. Er muß Ausdruck der Zeit und ihres Denkens fein. Niemals dürfen die für den Rundfunk Verantwortlichen sich dazu verleiten lassen, ihn zu einem Experimentierfeld für ästhetische Versuche herabzuwurdigen. Weil er sich an die breiten Massen wendet, darum muß er auch aufs tiefste mit den breiten Massen m feiner Tendenz und in feiner Auswirkung ver- nischen Regierungschefs Muffolim m Deutschland und beim Anschluß Oesterreichs an das Reich und gelegentlich der Wahl zum ersten Großdeutschen Reichstag. Dieser zweimalige Großeinsatz hatte m den breiten Hörermassen eine Durchschlagskraft ohnegleichen. Er hat damit auch einen unvorstellbaren Erfolg erzielt! Wie stark sich dieser Erfolg rein zahlenmäßig auswirkt, das mögen einige nähere Erläuterungen bestätigen. Berlin, 5.Aug. (DNB.) Der Schirmherr des Deutschen Rundfunks, Reichsminister Dr. Goebbels, eröffnete am Freitagvormittag die Große Deutsche Rundfunkausstellung 1938, die größte bisher erlebte Leistungsschau auf dem Gebiete des Rundfunks. Der Eröffnungsfeier in dem herrlichen Ehrenraum der Masurenhalle wohnten viele Vertreter des Diplomatischen Korps, zahl- ! reiche führende Persönlichkeiten aus Staat und Bewegung, Wehrmacht, Kunst, Kultur und Wirtschaft, namentlich der Rundfunkindustrie, bei. Nach feierlichem musikalischen Auftakt begrüßte der Oberbürgermeister und Stadtpräsident Dr. Li^ p e r t die Teilnehmer der Feierstunde. Dann sprach nach der Uraufführung der festlichen Hymne „Brich auf du großes Licht" Reichsminister Dr. Goebbels: von je 2,30 RM. abgetragen werden. Dabei wird es unsere besondere Sorge sein, durch gross; ügigeErmäßigung derRund- funkgebühren auf eine Reichsmark im INonat für diejenigen Volksgenoffen, die nicht unter die Gebührenbefreiung fallen, aber auch nicht in der Lage sind, 2 Reichsmark im 2Honat zu zahlen, die letzten Hindernisse zur Popularisierung des Rundfunks zu beseitigen. Der Volksempfänger wird weiter produziert. Er ist auch in diesem Jahre wieder technisch verbessert worden. Durch ein ansprechenderes Gehäuse, einen elektrodynamischen Lautsprecher und eine beleuchtete Skala ist er zur Zeit bei einem Preise von 65 Mark der billigste und beste Ein- Ereifer auf dem Empfängermarkt. Daneben gehen die vielfältigen Bemühungen um die Schaffung eines leistungsfähigen Autoempfängers zum -Ps z--Z -C öS Deutschland steht heute mit 9,5 Millionen Rundfunkteilnehmern allein im Altreich a n der Spitze aller europäischen Rund- f un klän der. Die Zunahme vom 1. Juli 1937 bis zum 1. Juli dieses Jahres beträgt 1 267156 Teilnehmer. Wir haben hier also seit dem Vorjahre eine Steigerung von rund 15 v. h. ZU verzeichnen, obwohl wir der Rundfunk- sältigungsgrenze immer näher gerückt sind. Auch der Rückgang durch sommerliche Teil- nehmerabmeldungen ist gerade im letzten Jahre erstaunlich gesunken. Gegenüber 237 000 Teilnehmern in den Monaten April bis Juni im vergangenen Jahre hatten sich in diesem Jahr nur 81000 Teilnehmer vorübergehend abgemeldet. Die Gesamtzunahme der Rundfunkteilnehmer in Deutschland seil 1 933 ist gewaltig. Sie beträgt 5 445 334 Teilnehmer insgesamt. Die haushaltsdichte im Reichsdurchschnitt verzeichnet nach dem Stande vom 1. Mai 1938 54,62 v. h. Zum Verständnis für diese Entwicklung sei auf die wahrhaft großzügige Propaganda verwiesen, die wir in den vergangenen fünf Jahren für den Deutschen Rundfunk eingesetzt haben. Die Deutsche Rundfunkausstellung 1937 hatte in zehn Tagen eine Besucherziffer von 315 000. Dazu kommen noch in den einzelnen Städten des Reiches örtliche Rund- funtausftellungen mit bis zu 100 000 Besuchern. Solche Ausstellungen wurden in Hamburg, Passau, Breslau, Frankfurt a. d. O., Königsberg, Kom, Frankfurt a. M. und Saarbrücken von der Reichs- rundfunkkammer veranstaltet. °AVo - An Opfer des Krieges, Opfer der Arbeit, alte Kämpfer, Blinde und Kinderreiche wurden durch die nach mir benannte Rundfunkspende Rundfunkapparate leihweise ausgegeben. Nach dem Anschluß Oesterreichs an das Reich habe ich veranlaßt das 17 500 Empfangsgeräte im Werte von 850 000 RM. an bedürftige Volksgenossen in Oesterreich verteilt wurden. Von besonderer Bedeutung für die Ausbreitung des Rundfunks war die generelle Herabsetzung der Preise für die Empfangsgeräte und insbesondere die Konstruktion eines von uns vorgeschlagenen Volksempfängers VE 3 0 1, der in Millionenmassen auf den Markt gebracht wurde und die Popularität des Deutschen Rundfunks eigentlich erst im ganzen Volk? durchgesetzt hat. Vom 1. Juni 1937 bis 1. Juni 1938 konnten mir wiederum entgegen allen pessimistischen Voraussagen 581824 Volksempfänger absetzen. Dieser Absatz lag damit 58 v. H. höher als im V o r- fahre. Es gelang uns, den Preis für den Volksempfänger von 76. auf 59 Mark herabzusetzen und einen verbesserten Volksempfänger zum Preise von 65 RM. herauszubringen. Wenn bei Einführung des Volksempfängers ' behauptet wurde, daß fein Verkauf den Vertrieb höherwertiger Apparate nachteilig beeinflussen würde, so hat sich diese Proph^ zeiung, wie wir erwartet hatten, als gänzlich falsch herausgestellt. Im vergangenen Jahre wurden 1 255 490 Markenempfänger abgesetzt, und das bet einer Gesamtzahl der bisher verkauften Volksempfänger von rund 3 Millionen. Dazu kommt noch, daß vom 1. Juli 1937 bis 1. Juni 1938 156 844 Empfangsgeräte aller Art tm Werte von 10 623 000 Reichsmark exportiert werden konnten. jtun sind wir daran gegangen, durch Schaffung des „Deutschen kleinem pfängers 1938“ dem Rundfunk die letzten Millionenzahlen neuer Teilnehmer zu gewinnen. Dieser „Deutsche Kleinempfänger“ ist ein Allstromgerät, das zum Preise von 35 RM. verkauft wird. Die Gesamtjahresproduktion ist auf 700 000 „Deutscher Kleinempfänger 1938“ festgelegt worden. Vis zum Ende dieses Monats werden allein 100 000 Geräte für die Auslieferung an den handel bereitstehen. Es ist 4 dabei unsere Sorge gewesen, durch eine großzügige Teilzahlungsfinanzierung den „Deutschen Kleinempfänger“ auch für die unbemittelten Volksschichten erschwinglich zu machen. Die Anzahlung beträgt 5 Reichsmark, der Rest kann In 15 Raten Der „Deutsche Mmempsänger 1938" 22? 5 Z. <9 * 5 tyer- "» D 3 U1 ü S k Iß: r-yCP** S Derf!ebt sich von selbst. , h An den nächsten Wochen werden wieder Dausen von deutschen Volksgenossen aus allen Gauenin aaj Merlin fahren, um die Fortschritte der Rundfunk- lechnik kennenzulernen. Sie werden sich davon uv - Uqen, daß auch auf diesem großen Gebiet eine Leistung vollbracht wird, die im Sinne des Führers dazu bestimmt ist, alle Zweige des ö e u t • l$en Lebens auf einen H ö ch st st a n o zu iuhren. Ob es sich um den Rundfunk oder um den Volkswagen, um den Film oder um das Thea- !er> um die Wohnungsfürsorge oder um die Fletzen J*s schaffenden Deutschen handelt, stets soll das höchste Maß der Schönheit und die beste Leistung lhren Wert bezeichnen, bunden sein. . ,.,. Es gibt in unserer Zeit keinen unpolitischen Rundfunk mehr. Auch der Rundfunk dient dem Volke. Das Volk aber ist politisch, es denkt politisch, und es wird zum politischen Handeln erzogen. Eine andere Frage allerdings ist es, ob es wirksam und zweckmäßig ist, ihn mit rem poli- ! tischen Darbietungen zu überlasten. Diese Frage kann keinesfalls bejaht werden, und wir haben deshalb rechtzeitig dafür gesorgt, daß der Rundfunk zwar bei den ganz großen politischen Fragen unserer Zeit auf das stärkste eingesetzt, daß er dagegen im allgemeinen um so mehr von rein politischen Darbietungen entlastet wird. Es ist auch eine müßige Frage, ob der Rundfunk Kunst im höchsten Sinne bieten könne und müsse. Er wendet sich an die breiten Millionenmassen unseres Volkes, und er muß deshalb, will er volks- erbunben bleiben, sich auch dem Geschmack und Der Deutsche Rundfunk ist Sache des Volkes Neue große Leistungen in der Ausgestaltung des deutschen Rundfunkwesens. Diese Zahlen zeigen aber auch, daß der Zeit- funtt näherrückt, wo fast die letzte Familie Ingber eines Rundfunkapparates ist. Dazu hat zwe - sllos der Volksempfänger entscheidend bei- fragen, denn er bot für erschwingliches Geld einen tuten und leistungsfähigen Apparat. In Zusammenarbeit mit der Industrie ist es fogar gelungen icn Preis dieses Volksempfängers von 76 aus !Z RM. herabzusetzen. Der Erfolg bestand darin, !vß zu der Millionenserie der vergangenen Zeit im -tzten Jahre noch einmal 581 000 Apparate verkauft OcTTl au iiuiiuituviiiiuyvii vzvt -----— -- , fen unseres Volkes anpassen. Es ist damit nicht gesagt, daß es nicht möglich wäre,- höchste und o o l l e nde t st e Kunst im JR und fu n k dar zubieten Das darf aber nicht die tägliche Hebung sein. Hohe und vollendete Kunst muß beizeiten abgelöst werden durch Unterhaltung: denn auf Ent- fpannung kann unser Volk gerade in dieser großen und ernsten Zeit mehr denn je Anspruch erheben. Nach die en Leitgedanken haben wir uns in unserer Rundfunkarbeit seit 1933 ausgerichtet Wir haben nicht einem vermeintlichen Massengeschmack gehuldigt, indem wir uns auf ein moghmit anspruchsloses Niveau stellten Wir haben im Gegenteil versucht, den Geschmack der breiten Massen Zu kultivieren, zu vergeistigen und zu veredeln. Wir sind in dieser Beziehung konsequent unseren Weg gegangen und haben gerade deshalb unsere großen Erfolge errungen. Als wir im Jahre 1933 m.t diesen programmatischen Forderungen vor die Oeffentlichkeit traten I mürben vielfach Einwände dagegen oorgebrach^ Auf der einen Seite erklärte man, der Geschmack ber breiten Massen lasse sich nicht verebeln; auf der anderen Seite hielt man uns vor, daß der Runo- sunk durch Hebung seines Niveaus gerade die breiten Hörermassen verlieren würde, die für unsere Rundfunkarbeit wichtig, ja geradezu unentbehrlich ^DZenn mir heute auf eine über fünf jährige ; c ‘.. Arbeit des n ati onalsozia . ; f * e n Rundfunks zurückblicken können, ln finb^ie Erfolge, bie wir in biefer relativ kurzen Änne . .U« tonnte^ Überzeugend^ S. to'flesen ünjere Arbeit vorgebrachten Einwande, ^«eäT 2. ="£5^0 3 D E S 2, , , l s faßte in feiner gestrigen Rebe dieses Streben ir dem Wort zusammen, daß der Rundfunk gute Lutsche Hausmannskost geboten hat. In keinem Lande der Welt ist mit gleicher Ener- 1 daran gearbeitet worden. Die wunderbare Er- fibung bes Rundfunks in kürzester Zeit zum G e - - ff« ’ „ 3-5 Dr. Goebbels bejichligl die Große Deutsche Rundfunkausstellung. snn(h her Eröffnungsfeier unternahm Dr. Goebbels einen Rundgang durch die interessante Sckau ^ier^W man den Meister vor dem neuen Deutschen Kleinempfänger, dem leistungs- fiEigen^Netzanschlußgeräl für RM. 35.-. Link- der Präsident der Reich-rundsunkknmmer. 198 61)0» Dr. Kriegt er. — (Scherl-Bilderdienst-M.) . - - < d < <* * WÄ w V1' werben konnten. , , , , Run hat Reichsminister Dr. Goebbels als der Schirmherr der 15. Deutschen Rundfunkausstellung! mitaeteilt daß ein ..Deutscher Kleinerns)- änger'19 3 8"'geschaffen wird, ein Allstromgerät 505 zum Preise von 35.— RM. verkauft wird Damit (beginnt der Sturm auf die letzten Volksgenossen, die wielleicht aus finanziellen Gründen, noch nicht in b :Öage waren, einen Empfänger zu erwerben. 4). ! Bezugsbedingungen find fo bequem und Künftig, nvie nur möglich. Bei einer Anzahlung von 5 M. lkann der Rest in 15 Raten zu je 2,30 RM^ qe- n v e n ulclucll, ........ ttilgt werden. Die Jahreserzeugung ist au^ 700 . ^^^ghmevermögen der breiten Milllonenmas- iStück festgesetzt worden, von denen allein bis Lnee sRnfFoe nnnnüpn. Es ist damit nicht ge- d. M. 100 000 in den Handel gebracht werd-n. Darüber hinaus !°ll für mind-rb-mütelt- Batts- genossen eine Ermäßigung der Rundfunkgebühr af 1 RM. im Monat erfolgen. Diese Vergünstigung wird für solche Rundfunkhörer gelten, die mcht unter die bekannte Gebührenbefreiung fallen, denen • aber ein MonatAeitrag von 2 RM. schwer trag- ‘bar ist. , Der Rundfunk, der eine Dolksfache 'wurde, empfindet die Ehrenpflicht, auf allen Ge- 1 bieten beispielgebend zu wirken, die er durch seine 'Arbeit erfaßt. Daher hat Reichsminister Dr Goeb-! dels in seiner Rede eine S t i f t u n g verkündet - jur hervorragende wissenschaftliche oder prak ch ß^iftungen aus der Tätigkeit der Technik ode Wirtschaft des Rundfunks bestimmt ist. Darüber hmaus sind Stiftungen und Unterstützungen zur lo- Men Sicherung der Rundfunkfchaffenden geplant. Daß die weitere Entwicklung des Fern je o - "undfunks mit allen Kräften gefördert wirb, 'S 'S Z- >■ 'S 'S 2* * 9 •o p d Weingut d e s Volkes zu machen, wie es in |5»utschland geschehen ist. Die Rundfunkallsstellun- °!ii, bie seit fünf Jahren auf breitester Grunblage aifgebaut würben, haben sich als ein befonbersl virkungsvolles Mittel ber Propaganba für den Rundfunk erwiesen. Es will etwas bedeuten, daß I Ve 15. Ausstellung dieser Art, die gegenwärtig in Berlin stattfindet, eine Bodenfläche von 60 000 qkm ennimmt, wovon allein ein Fünftel dem neuen I coßen Problem des Fernseh-Rundfunks gewidmet r., an dessen Lösung in Deutschland mit immer c-ößerem Erfolg gearbeitet wird. ' Wenn in den Jahren der Systemzeit mancher l olksgenosse den Rundfunk wohl zu schätzen wußte, 6er abseits stand, weil er keine Lust hatte, die l eklomationen marxistischer oder jüdischer Sprecher mznhören, so ist im Staate Adolf Hitlers hier em gewaltiger Umschwung eingetreten. D as Volk Qt feine Freude an „feinem R u n b - unk. Er zählt.im Reiche 9,5 Millionen Hörer nb hat letzten Jahr allein 1,26 Millionen neu ge- | sonnen. Gegenwärtig beträgt im Altreuch bie Dichte Ises Rundfunks 54,62 v. H. aller Haushaltungen während in Oesterreich erst eine Dichte von >5 i H. erreicht ist. Diese Ziffer kennzeichnet den Ab- I janb und wird ein Ansporn fein, auch in der Oft- r art mit gleicher Zielstrebigkeit dafür 5» arbeiten, iiß bald in jedem Haufe ein Rundfunkgerät anzu- Ev 2 3, ~ Ul'*!» e2 = ®3 C® 3S3 2 ■ i ■'< Volkssührungsmilrumeni allerersten Ranges ! aus sind Schnelligkeit und Gründlichkeit die Voraussetzungen für die Durchschlagskraft der Sendung. Wie bisher, hat der Rundfunk die Pflicht, vor allem bei politischen Großkämpfen mit stärkstem Einsatz sich den nationalen Zielen unserer Zeit zur Verfügung zu halten. Wichtigste Voraussetzung für seine Durchschlagskraft ist, daß er sich in keiner Sendung an einzelne Volks- oder Standes- gruppen wendet. Der Rundfunk gehört dem Volke und muß deshalb auch immer das Volk in seiner Gesamtheit ansprechen. Würde er ovn diesem Grundsatz abweichen, so wäre die unvermeidliche Folge seine allmähliche Atomisierung und damit eine unaufhaltsam schwindende Durchschlagskraft im Volke selbst Führers gewesen. 3n unzähligen glücklichen und sorgenvollen Stunden stand er neben ihm. Er ist in der Tat sein Sprachrohr zum Volke gewesen. Heber die Aetherwellen hinweg hat seine Stimme die ganze Ration angesprochen. In seiner Hand ist er ein Volksführung s- instrument allerer st en Ranges geworden. Unzählige technische Begabungen haben dazu die Voraussetzungen geschaffen. So grüßen wir-denn auch in dieser Stunde über die Aetherwellen den Führer als den Träger Unser nächstes Ziel heißt: Dir wollen das stärkste Rundfunk l^rnd der Welt werden! Die Voraussetzungen zur Erreichung dieses Zieles sind vorhanden; alle Möglichkeiten sind gegeben, um es in kurzer Zeit zu erreichen. Allerdings bedarf es dazu erhöhter Arbeit auf dem Gebiete der Technik, der Propaganda, der Organisation und vor allem der praktischen Programmgestaltung. Der Rundfunk ist feit dem 30. Januar 1933 ein treuer Diener der Politik des suchen, Die Industrie im Mittelpunkt. Wenn auch die Rundfunkausstellungen am Berliner Funkturm über chre Bedeutung, die sie früher als reine Industriemessen hatten, längst weit hinausgewachsen und zu wahren Wunderschauen für das ganze Volk geworden sind, so bedeutet das nicht, daß sich die Rundfunkindustrie hat zurückdrängen lassen. Im Gegensatz zum vergange- Äom Führer empfangen. Berchtesgaden, 5. Aug. (DNB.) Der F u y ' rer empfing am Freitag im Berghof auf dem Obersalzberg bei Berchtesgaden den zur Zeit rnsc einer britischen Frontkämpserabord' n u n g in Deutschland weilenden General Sir Jan Hamilton. nen Jahr, wo die Industrie nur eine Halle füllte, ist sie diesmal aus mehrere Hallenzüge verteilt und stellt schon räumlich einen Schwerpunkt der Rundfunkausstellung dar. Wieder haben die deutschen Firmen ein Jahr lang emsig gearbeitet, um in den friedlichen Konkurrenzkampf zu treten, der das Rundfunkjahr 1938/39 eröffnet. Es mag der Allgemeinheit noch nicht recht bekannt fein, daß die gesamte deutsche Rundfunkindustrie ihren jährlichen Produktionsplan nach den Rundfunkausstellungen orientiert und daß ein guter Start auf der Rundfunkausstellung einen guten Verlauf des nachfolgenden Geschäftsjahres garantiert. Vielfach resultieren die Gesamtumsätze bis zu 90 v. H. Die „Schau der Vollkommenheit". Ein Rundgang durch die elf großen Hallen. Auf der Rundfunkausstellung wird dieser neue Deutsche Kleinempfänger gezeigt, der nur 35.— RM. kostet. Er ist eine Gemeinschaftsarbeit aller Firmen der Rundfunkindustrie und gewährleistet durch ein neuartiges Röhrensystem einen ausgezeichneten Empfang des Ortssenders. (Scherl-Bilderdienft-M.) den Abschlüssen, die auf Grund der Rundfunkausstellung getätigt wurden. Dem Laien werden auf seinem Gang durch die besonders repräsentative Jnüustrieschau der diesmaligen Rundfunkausstellung vor allem zwei Dinge klar: daß ihn die Industrie in seinem Verlangen nach Neuigkeiten, Verbesserungen' und Verschönerungen auch diesmal nicht im Stich gelassen hat und daß andererseits jeder einzelne Volksgenosse das Seme dazu geben muß, damit sein Verlangen in dieser Richtung auch in den kommenden Jahren erfüllt werden kann. Zum erstenmal ist auf der Rundfunkausstellqng auch die ostmärkische R u n d f u n k i n d'u- ft r i e vertreten, und zwar stellen die fünf ostmärkischen Rundfunkfirmen in einer Gemeinschaftsschau den hohen Stand des ostmärkischen Rundfunkgerätebaus unter Beweis. Die österreichische Rundfunkindustrie stand vor der Aufgabe, Radioapparate zu schaffen, die auch unter den besonders ungünstigen Verhältnissen, zum Beispiel in den Alpentälern, einen einwandfreien Fernempfang sicherten. Sie mußten also auf besonders hohe Enlp- fangsleistung und Trennschärfe abzielen. Außerdem verlangten die österreichischen Käufer der Schusch- nigg-Zeit — eine ungemein bezeichnende Tatsache — Apparate,'die die Sender des nationalsozialistischen Deutschlands auch unter schwierigen Empfangsverhältnissen sicher und einwandfrei brach- ten. Der Superhet hat in Oesterreich daher schon sehr früh seinen Siegeszug angetretfen, und auf der diesjährigen Rundfunkausstellung zeigen die fünf österreichischen Firmen nur fünf Typen Sie stellen keinerlei Geradeaus-Empfänger mehr her. Gespräch mit KdF.-Schiffen aus See. In der schmalen Halle 4b erwartet den Ausstel- lungsbesucher ein besonderes funkisches Ereignis: Hier darf er, sofern er sich als Mitglied der Deutschen Arbeitsfront ausweist, ein Gespräch mit einem Freund oder Bekannten führen, der sich gerade m einem KdF.-Schiff auf hoher See befindet. Die praktische Betriebsrundfunkarbeit der Deutschen Arbeitsfront ist auch im vergangenen Jahre weiter fortgeschritten. Der Arbeitsfrontempfänger „D A F. 1011" steht heute schon in fast 10 000 deutschen Betrieben und sorgt während der Werkpausen für gute Laune und Entspannung. Vcm der Rundfunkabteilung der Deutschen Arbeitsfront wurden allein im vergangenen Jahr Uebertragungs- anlagen bearbeitet, deren gesamte Lautsprecherleistung ungefähr der Leistung von 10 000 Volksempfängern entsprechen würde. . h nach b« \üW ^nächst durchs rö?n muß, auf 4 Das verhällni- Itufenö 3tal im an die Bete Sesamlleben 'kkhällnis a iid ivlrd. L N tot pfeif | liq, 6.2lug. (1 | ■-"« Lord R i v'.lilautbarun ^Usident Dr IJ Ma fuchter [f.wfaon im tz O 8efud) zu Ml unb deM H Äunciman mit ' 3efpie6)ur “ Runciman ur "deichen ' M Mfanben, $as Sekretariat ch einer Meldun [05 am 5. August PW&rö Ri M im j)otel 2 p ch, den Borsit F*i Partei, l&neralfefretär rrtl Br. 3t0 »^nächsten V'1 oos die allgc l! öojialb( hn soll. l;’Wieber de tejart . M Runcinra -^r des Stc xj eine nai ^.'egten sie ÄMorb CM. '»ä? d" «'"Gl K."> K M Qrbe yr Zersetzung ur || genügen die voir .jMdten'strengen k starken, stolzen Bewußtseins. Wi ■:?rmayone W । man heute miebt [tung keinen besor it Mn als solche. tr?5. Die in Klien Einbau in den neuen „Kraft-durch-Freude"-Volks- wagen. Alles das sind Maßnahmen, die darauf abzielen, dem Deutschen Rundfunk im Lande auch den letzten Teilnehmer zu gewinnen. Zur Sicherung eines störungsfreien Rundfunkempfanges sind eine ganze Reihe von Vorkehrungen ' im Gange. Es ist in absehbarer Zeit mit einem Verbot für das Inverkehrbringen ft ö » rentier Geräte zu rechnen. Anlagen störungsfreier Gemeinschaftsantennen werden von uns auf das weitestgehende gefördert. In Zukunft wird wohl kaum noch ein Neubau in Deutschland ohne Anlage einer Gemeinschaftsantenne errichtet werden. Alle Sorgen um die rein materiellen Vorausfetzungen für die Ausbreitung des Deutschen Rundfunks werden schon durch feine großartigen kulturellen Leistungen gerechtfertigt. Ich erwähne in diesem Zusammenhang nur die Sendungen des Bruckner-Zyklus und der Bach-Kantaten, die erfolgreiche Zusammenarbeit mit der NS.-Gemein- schaft „Kraft durch Freude", z. B. die „Montage" des Reichssenders Breslau, -die Sendereihe des Reichssenders Köln: „Wir schlagen eine Brücke" und die Wunschkonzerte zum Besten des Winterhilfswerks mit einem Rekorderlös des Reichssenders Königsberg von nahezu 150 000 Mark. Stiftung eines Rundfunkpreises. Die Forderung nach erstklassigen Künstlern vor tiem Mikrophon ist allgemein. Ich habe mich immer auf das.schärfste dagegen gewandt, den Rundfunk als Tummelplatz für Mittelmäßigkeiten mißbrauchen zu lassen. Er ist auch keinesfalls eine Versorgungsanftalt für verbrauchte künstlerische Kräfte. Gerade weil der Rundfunk sich an das ganze Volk wendet, ist für ihn das Beste eben gut genug. So wurden denn auch im letzten Jahr 16 Prozent mehr Mittel an freie Mitarbeiter zur Auszahlung gebracht als im Vorjahre. Besonders am Herzen gelegen ist uns die Nachwuchs- fchulung für den Deutschen Rundfunk. Sie wurde bisher durch besondere rundfunkwifsenschaftliche Institute an einzelnen Universitäten betrieben. Es fchweben Erwägungen, diese Maßnahmen in einer neu z u errichtenden Rundfunkakademie zulamm Hm all diesen Bestrebungen neuen Ansporn zu geben, habe ich mich zur Stiftung eines Rundfunkpreifes entschlossen, der erstmalig auf der Großen Deutschen Rundfunkausstellung 1939 in höhe von 10 000 Rlark zur Verteilung kommen soll für hervorragende wissenschaftliche oder praktische Leistungen aus der Rundfunktätigkeit, feiner Technik oder feiner Wirtschaft. Zur sozialen Sicherung der Rundfunkschaffenden ist geplant, folgende Einrichtungen zu treffen: 1. eine Unterftützungskaffe für unverschuldet in Not geratene Mitarbeiter des Rundfunks; 2. eine Altersversorgung im Rahmen der für alle Reichskulturkammermitglieder geplanten einheitlichen Altersversorgung; 3. eine Sterbekaffe; 4. der Abschluß eines Vertragswertes zwischen der Reichskulturkammer und der Deutschen Arbeitsfront, das die Rundfunkschaffenden m den Genuß aller KdF.-Vergünstigungen fetzen soll. Die Eingliederung Oesterreichs :n das Reich hat den Deutschen Rundfunk vor besondere Aufgaben gestellt. Vorerst muß versucht werden, im deutschen Oesterreich eine Erhöhung der Haushaltsdichte zu erreichen, die ■ bisher nur 35,2 Prozent gegenüber 54,62 Prozent im Altreich beträgt. Die Ausmerzung aller destruktiven und jüdischen Elemente im österreichischen Rundfunk ist bereits vollzogen worden. Der Einbau der österreichischen Sender und die Durchführung landsmannschaftlich bedingter Sendungen im Rahmen des gesamtdeutschen Rundfunkprogramms ist eine Frage der nächsten Zeit. Fernseh -Rundfunk ab 1. Oktober Auf der diesjährigen Rundfunkausstellung ist in feiner großartigen Schau in einer besonderen Halle der Fernsehrundfunk zum erstenmal sichtbar in die Erscheinung getreten. Das neue deutsche System arbeitet mit 441 Zeilen. Es beseitigt den ftörentien Bildflimmer und genügt damit er« höhten Ansprüchen in bezug a u f Klarheit und Äontrafte. Die Programmgestaltung für den Fernsehsender ist entsprechend unserer organisatorischen Gliederung der Reichsrundfunkgesellschaft übertragen worden. Ed wird in Zukunft in umfangreicherem Maße möglich fein, an den großen Ereignissen der Nation nicht nur durch den Hörrundsunk, sondern auch durch den Seh» r u n d f u n k teilzunehmen. Die Fernseh-Runtifunkindustrie zeigt auf dieser Ausstellung zum ersten Male Fernseh-Empfangsgeräte zum Preise von rund 800 Mark. Es ist zu wünschen, daß es in absehbarer Zett möglich sein wird, durch die Fertigstellung weiterer Fernsehsender und durch die Ausgabe eines Volks- g e r ä t e s auch den Fernsehrundfunk in d i e breiten Massen hineinzutragen. Jedenfalls erbringt schon diese Ausstellung den Beweis für den hohen Stand der Entwicklung des Fernsehrundfunks und feiner Industrie in Deutschland. Der Herr Reichspostminisier Hal sich mit meinem Einverständnis entschlossen, mit Wirkung vorn 1. Oktober ab den Ferns eh- Rundfunkernpfang für die Allgemeinheit freizugeben. Es fall dafür vorerst keine besondere Gebühr über die bisherige Rundfunkgebühr von 2 INark monatlich hinaus erhoben werden. Aus diesen wenigen Angaben und Zahlen ist ohne weiteres zu ersehen, wie stark unsere Rundfunkarbeit auf die breiten Massen eingestellt gewesen ist und von wie großen Erfolgen sie gerade deshalb auch begleitet war. Das Programm des Deutschen Rundfunks hat nach meinen Richtlinien klar und konsequent eine mittlere Tendenz eingehalten. Wir haben uns peinlichst bemüht, Öen Rundfunk von ästhetischen und intellektualistischen Spielereien fernzuhaltey, anderseits aber auch jede starre, Eigenart verwischende Nivellierung des deutschen Rundfunkprogramms zu vermeiden. Ich kann dabei, entgegen vielfachen kritischen Ausstellungen, darauf verweisen, daß der Deutsche Rundfunk im vergangenen Jahre 69,3 v. H. Musik, 9,9 v. H. Literatur und Dorträge, 5,6 v. H. Zeitfunk, 8,8 v. H. Nachrichten und 6,4 v. H. 93er» Mit der „15. Großen Deutschen Rund- unkausstellung Berlin 1 938" öffnet die größte Rundfunkausstellung, die jemals in Deutschland oder anderswo stattgefunden hat, ihre Pforten. In elf großen Hallen am Kaiserdamm auf einer Gesamtfläche von 60 000. Quadratmeter umfaßt sie 9000 Quadratmeter mehr als die Schau des Jahres 1937. Es gibt kaum andere ständig wie- derkehrende. Ausstellungen am Funkturm, deren Wachstum in so steter und steiler Kurve erfolgt ist. War doch die erste Deutsche Rundfunkausstellung vor 15 Jahren im Berliner Sportpalast ein 23er« kaufssammelserium von Geräten, die sämtlich noch das Zeichen des „In-den-Kinderjchuhen-Steckens" an sich trugen, während die Rundfunkausstellung 1938 eine Schau der V o l k o m m e n h e i t ist. Das Wunder des Fernsehens. Die Halle 2, in der die riesige Schau „Dos deutsche Fernsehen" untergebracht ist, stellte die Architekturen vor eine besonder schwierige Aufgabe; denn es galt hier, in erster Linie 'abgeschlossene Jnnenräume größten Ausmaßes zu schaffen, die fast alle verdunkelt sein sollten. Unti diese Anforderungen gerade für eine Halle, in der von morgens bis abends mit Massenandrang gerechnet werden muß! Die Aufgabe war schwierig — aber die Lösung ist gefunden worden. In der Mitte be; Halle erheben sich Großbildräume, die Fernsehbilder zum erstenmal bis zu Ausmaßen von 10X10 Meter geben. Der größte dieser Fernseh-Groß- bildräume saßt über tausend Menschen. In den Vormittagsstunden sendet das in der gleichen Holle befindliche Ausstellungsstudio täglich ein buntes Programm, das sich zusammensetzt aus Gesprächen, Darbietungen der Spielschar der Hitler-Jugend, aus Plaudereien mit Kindern und aus Vorstellungen von Sängern, Artisten und Instrumentalisten. Nachmittags und abends geht in tiem Ausstellungsstudio eine Revue unter tiem Titel „Endstation Berlin" in Szene, an der viele bekannte Schauspieler und Schauspielerinnen mitwirken. Rund 800 Zuschauer haben hier die Möglichkeit, nicht nur eine flotte Berliner Revue aus der Nähe zu erleben, sondern zu studieren, unter welchen technischen Voraussetzungen eine solche Fernsehsendung „steigen" kann. Auf der rings um die Halle 2 laufenden Galerie werden dem Ausstellungsbesucher unter dem Leitgedanken „5 Iahre nationalsozialisti- sches R u n d fu n k s ch a ffe n" die Leistungen des Deutschen Rundfunks durch Zeichnungen, Ku> i, Statistiken, kartographische Darstellunaen, bewegliche Anschauungstafeln und Modelle vor Augen geführt. Ein paar Zahlen aus dem vergangenen Rundfunk- fahr: Es fanden insgesamt rund 160 000 Sendungen statt mit über 830 000 Mitwirkenden. Bemerkenswert ist, daß von den 76 000 Sendestunden der zwölf Sender 53 000 originelle Programme der einzelnen Sender waren, das find rund 70 v, H. Während sich auf der vergangenen Funkausftel- lung die einzelnen Reichssender durch eigene Sendungen vorstellten, tun sie es in diesem Jahre aus „stillere", darum aber nicht weniger eindringliche Weise. Jedem Reichssender ist eine Koje zugeteilt, in der er in Bild und Text seine besonderen Merkmale aufzeigt. Den größten Raum hat der Deutsche Kurzwellensender bekommen. Welchen Erfolg die ständig wachsende Sendestundenzahl des Kurzwellensenders hat, zeigt eine Koje, in der eine Auswahl der Geschenke aufgestapelt ist, die der Kurzwellensender als Dank für seine Rundfunkarbeit von deutschen Hörern, aber auch von Ausländern aus der ganzen Welt erhalten hat. Da liegen Geweihe, Schlangenhäute, Schwerter, Tücher, Speere — alles, was die fremde Welt draußen an besonderen Andenken zu schenken hat, hat sie dem Kurzwellensender nach Berlin geschickt. HJ.-Zette auf dem Freigelände. In dem kleinen Stück Freigelände vor der Aus- stellungshalle II stehen eine ganze Reihe von Zelten der Hitler-Jugend..Wie auch in den Jahren zuvor hat die Hitler-Jugend die diesjährige Rundfunk' ausstellung erneut zum Anlaß genommen, an den Sendungen, die in der Ausstellung und im Zusom- ni^rhang mit der Ausstellung stattfinden, teilzuneh' men, um so dem großen Publikum den Leistungsstand der Programmarbeit der Hitler» Jugend zu zeigen. Einige der besten Rundfunk» spielscharen sind nach Berlin gekommen. Im Funkturmgarten werden u. a. die neuestem Rundfunkgeräte im Auto zu sehen sein- Von der Internationalen Handwerksausstellung sind die Räume der internationalen Konditorei stehengeblieben und in die „Konditorei am Funkturm" verwandelt worden, in der täglich vorn frühen Mittag an die verschiedensten Rundfunksendungen adge- hasien werden. Die riesige Halle I macht auch die diesjährig« Funkausstellung mit, allerdings nur abends, dafür ist sie dann aber auch länger geöffnet als die anderen Hallen. Aus der Halle ist ein riesiges Theater geworden, in betn Abend für Abend weit über 4500 Menschen das lustige F u n k s p i e l „W eile 1838 bis 1938" sehen werden. Im ersten Teil dieses Spiels wird man erleben, wie es gewesen märe, wenn ... ja wenn es schon vor 100 Jahren Rundfunk gegeben .hätte. Im zweiten Teil wird dann um? geschaltet auf das Jahr 1938. tflflb.L DlP l L^-resU.u 1 öiel s« ■'^r ifrage ■ ! Ä - °»r ° J‘ Benn -'^Probleme vorc unseres staatlichen Bewußtseins und den Gestalter unserer völkischen Einheit. Wir verbinden damit den D a n k an das ganze Volk, dem der Deutsche Rund- 1 funk auch im vergangenen Jahre ein treuer Freund und ständiger Begleiter gewesen ist. Besondere An- ertennung gebührt den vielen Dienststellen von Partei und Staat, die sich der hohen Aufgabe der Vervollkommnung und Verbreiterung des Deutschen Rundfunks so oft und so selbstlos zur Verfügung gestellt haben. Ich nenne hier an erster Stelle die Deutsche Reichspost und den Herrn Reichspost. Minister, deren Ingenieuren und Erfindern es vor allem zu verdanken ist, daß die technische Höhe des Deutschen Rundfunks heute in der ganzen Welt unerreicht dasteht. In einem günstigen Stadium treten wir zur Großen Deutschen Rundfunkausstellung 1938 zu. fammen. Wir haben Erfolge erreicht, wie wir sie uns am Anfang selbst in unseren kühnsten Traumen nicht vorstellen konnten. Die letzten großen Ziele könyen genommen werden, wenn mir auf diesen Erfolgen nicht ausruhen, sondern mutig und unbeirrt auf dem einmal eingeschlagenen Wege weiterschreiten. Es ist unser Wunsch und Wille, daß d a s g a n z e deutsche Volk Rundfunkhörer werde. In diesem Sinne erkläre ich die Große Deutsche Rundfunkausstellung 1938 für eröffnet. Darauf nahm Reichsminister Dr. Goebbels eine erste Besichtigung dieser weitaus größten Leistungsschau auf dem Gebiete des Rundfunks vor. Slick in den Senderaum. Ein Rundgang durch die Schau zeigt den hohen Stand und die schnelle Entwicklung der deut- chen Rundfunkindustrie. Der Besucher wird beim Betreten der Schau durch die Ehrenhalle mitten in das Geschehen hineingeführt: Er befindet sich i n tiem Sentiesaal eines der deutschen Reichssen- tierl Unmittelbar vor ihm baut sich das Podium einer Sendebühne auf, auf der es durchaus „funkecht" zugeht — das heißt: es wird regelrecht gesendet. Das Publikum darf den Sendungen beiwohnen, so lange es ihm beliebt, aber es darf noch mehr — es darf erfahren, was aus den Tönen und Stimmen wird, die die Mikrophone auf dem Podium schlucken. Man braucht nur ein paar Schritte weiterzugehen: an die Sendebühne fügt sich der Regieraum und weiter der Verstärker- raum. Aus dem Regieraum eilt die Sendung — in ihren Tönen, Stimmen und Geräuschen fix und ertig gemischt — in der Leitung weiter nach dem Verstärkerraum,. der Herzkammer des technischen Rundfunkbetriebes. Wie wir wissen, ereignet sich nicht jede Sendung, die wir hören, im gleichen Augenblick, wenn wir sie hören, sondern sie wird von Schallplatten übertragen. Wo und wie diese Platten ge- chnitten werden, sieht man im Wachsaufnahmeraum. Selbstverständlich werden alle bedeutenden historischen Sendungen, voran die großen politischen Sendungen, auf Wachs genommen. Diese Wachsplatten werden bann matriziert, und die Matrizen werden dem Schallarchiv der Reichs Rundfunk-Gesellschaft zugeführt. In diesem Archiv sind alle denkwürdigen Sendungen, die der Deutsche Rundfunk seit sieben, acht Jahren veranstaltet hat, aüfbewahrt. Heber 200 000 Matritzen stapeln sich heute in diesem Archiv. Wenn ein Sender dieses ganze Schallarchiv einmal senden wollte, brauchte er dazu über 30 Jahre. Das „Funkhaus auf dem Rücken" könnte man den Hebertragungswagen nennen. Jeds rollende Rundfunkhaus, mit -tiem u. a. die Echo-Aufnahmen der einzelnen Sender durchgeführt werden. Wir haben den Weg der Sendung verfolgt von der Sendebühne bis zum Verstärkerraum des Funkhauses, und verfolgen sie nun weiter, wie sie per Kabel das Funkhaus verläßt in Richtung: Deut- s ch e Reichspost. Das gesamte deutsche Runti- unkleitungsnetz der Reichspost, bestehend aus be- onbers hochwertigen Kabeln, verfügt über eine Lei- tungslänge von etwa 12 000 Kilometer und verbindet alle deutschen Rundfunksender miteinander. Zur Erläuterung für den Besucher ist gewissermaßen das Verstärkeramt des Berliner Fernamtes in die Ausstellungshalle verlegt worden. Das Publikum sieht das Amt in voller Tätigkeit. Im letzten Teil der Masurenballe, die das „Wunder der Sendung" beherbergt, ist ein. regelrechtes Drahtfunknetz errichtet. Im Rund- funkverstarkeramt der Reichspost stehen in einem Drahtfunksendergestell drei Kleinstsender von etwa 16 Mikrowatt Leistung, die je eine Sendung über» nehmen und auf ihrer Trägerwelle über eine gemeinsame Leitung zum Fernsprecheramt tragen Auch ein solches Wähleramt in Betriebsfähigkeit für 50 Teilnehmer hat die Reichspost aufgebaut und völlig „naturgetreu" eingerichtet. Die drei auf einer Leitung nebeneinander laufenden Drahtfunkfendun- : gen werden hier auf die vom Ortsamt ausgehenden ! Fernsprechanschlußleitungen übertragen. Die leib • nehmer regulieren einfach einen Schalter, der in i ihrer Wohnung an der Wand über dem Empfänger ■ angebracht ist, und schon haben sie eine der drei 1 Sendungen „drin". Gefällt ihnen die eine nicht, i können sie sich unter den beiden anderen aus« haben, so ist das von den einzelnen Sendern viel- ach dahin mißverstanden worden, übermäßig viel Tanz» und reine Hnterhaltungsmusik zu senden So war das allerdings von mir nicht gemeint. Ich habe deshalb die zuständigen Instanzen angewiesen, das deutsche Rundfunkprogramm insofern umzu- tellen, als es jetzt auch in größerem U m = ange als bisher ernste und hochwertige Musik senden soll. Das wird vor allem zum Ausdruck kommen in der Hebertragung reprä- entatioer deutscher Sinfoniekonzerte und Opernaufführungen. Vor allem der Deutschlandsentier soll in dieser Beziehung ein Spiegelbild deutschen künstlerischen, geistigen und politischen Lebens sein. Die Zeitaktualität muß besonders gepflegt werden. Hier schiedenes gesandt hat. Wir haben dem deutschen Volke damit wahre Hausmannskost geboten. Wenn wir in den vergangenen Auseinandersetzungen über das deutsche Rundfunkprogramm den Aufgaben der Entspannung und Hnterhaltung besonderen Wert beigemeffen jline /, * und " m und ^f die »Bd--« in He »II« aJiHW einer jllllinen M-' - h t a t a ft r o ] ju vermeiden .Mvpäischen, ni Aelhiopien darf kein Mexiko werden Zernseh-G^I ) Menschen. 3ni i der gleichen ft Saboteure der italienischen Poiinr, oie ~ ^'nlution ergebe. Diener fremder Interessen, die gewissenlosesten Der- der faschistischen Nevolut g Besprechungen bei Lor- Runciman uuiic jcgi d------.? ; i, dieses System wieder abzuschwachen und sich reu Äur lyuiue yuucu iuun>-, u—", y)eqcnuui uhu^ch o** , .7 , s. ' Macht zweiten Ranges werde". Wenn die Milsion man üon jjcn dem Außenamt nahestehenden Krei- Runcimans, fo schließt di- „Prawda" ihre mch- daß Japan im großen und ganzen gelaunten Ausführungen, das Ziel habe, „die Vorschlägen Litwinow-Finkelsteins 5 ust ' m - Kapitulation der Tschecho-Slowakei vor dem deut- men könne, da sie sich mit der lapamschen Am- schen Faschismus zu erreichen", so bedeute die Er- jQ||ung ,n wesentlichen Punkten deckten, wie z^ V. füllung dieser Mission zugleich die Kapitulation Einstellung der Feindseligkeiten, ^oumung luuuiiy । J etnfnen . .har nrnndsrikl'.cben An- Tleue Komintern-llmtnebe in China. mb ganz einverstanden mit der politischen i ^fttemper'atllren am 5. August: mittaas 34 Grad kommunistischen Partei Chinas und ihrem ' b b 20.4 Grad; am 6. August: morgens Lächerliche tschechische Schikane. Sesamtleben des Staates diesem lerhältnis angepatzt werden mutz : n d wird. täglich ein bn-? etzt aus 6efM r Hitler-Jugend,» Englands und Frankreichs, die voll ernstester Folgen sein werde sowohl für die Westmächte selbst wie für den europäischen Frieden. die Einstellung der Feindseligkeiten, dreRäumung der umstrittenen Zone und d^r grundsätzlichen Anerkennung des Hunschun-Dertrages als Basis für die diplomatischen Verhandlungen. derber des öffentlichen Lebens immer Juden gewesen seien, und sie es sind, die auch heute noch alles tun, um Italien zu verleumden. Linie der l^,.-r-- - - . - ■ . Zusammengehen mit der Regierung Tschiangkai. scheks Als feierlicher Beschluß der Komintern wird die „Notwendigkeit und Unerläßlichkeit einer umfassenden Unterstützung Chinas von feiten der internationalen Gewerkschaftsbewegung ausgesprochen. Die Mitglieder der Komintern werden angewiesen, diese „umfassende Unterstützung mit ollen Mitteln zu organisieren. Es heißt in diesem Beschluß, daß dies durch politische, moralr- sche und materielle Hilfeleistung für China und durch Erhöhung aller Schwierigkeiten und Hindernisse für Japan zu geschehen habe. Demzufolge gibt der Vollzugsausschuß in seinem Beschluß eine ganze Reihe von Anweisungen an die einzelnen Sektionen der Komintern. ts Besprechungen k,. H Runciman und den Vertretern der Sude- Im d - u t 1 ch - n Partei, die am Donnerstag- nd stattfanden, werden am Samstag fortgesetzt. 5as Sekretariat der Mission Lord Runcimans hat einer Meldung des tschechoslowakischen Pretz- ir os am 5. August folgendes Kommunique heraus- etzen- Lord Runciman empfing heute um Uhr im Hotel Alcron den Abgeordneten von kfch, den Vorsitzenden der deutschen sozialdemo- !r tischen Partei, ferner'den Abgeordneten Taub, hi Generalsekretär dieser Partei und den Sekretär di7 Partei Dr. R o h w a l d , die zusagten, zu Begin der nächsten Woche ein Memorandum zu über- ttchen, das die allgemeinen Ansichten der Deut- l,en Sozialdemokratischen Partei Niemand wird dem faschistischen Staat dieses Recht abstreiten wollen, noch weniger aber die I u- d e n, die — wie feierlich aus dem jüngsten Manifest der Rabbiner Italiens hervorgeht — jederzeit und überall die Apostel der unbeschränktesten, unduldsamsten und unbarmherzigsten und, von einem gewissen Standpunkt aus gesehen, bewundernswerten Rassenlehre gewesen sind. Sie haben sich immer als Angehörige eines anderen Blutes und einer anderen Raffe betrachtet, sich selbst zum „auserwählten Volk" proklamiert und immer Beweise ihrer rassischen Solidarität über alle Grenzen hinweg gegeben. In die- Qus Vorstellga Ij trumentaliften. Q m Ausstellung^'« ndstation Berlin'u M ke Schauspielers« tunb 800 Zuschnun D icht nur eine flotte zu erleben, sondern nischen AorausseM' Reichlich spät. Paris, 6. Aug. (DNB. Funkspruch.) Die französische Regierung hat jetzt die Ueberfliegung des französisch-spanischen Grenzge- b i e t e s bei Perthus für sämtliche französische und sernsehens. 'sige Schau „r, ^gebracht ist, siL ‘der schwierige er Linie 'abgesft maßes zu schch ten. Und diese & le, in der von me rang gerechnet t» Mierig - aber». 3n der Mitte k iume, die Ferchl smaßen von 10,<1 Hauptschriftleiter vr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum- schein. Verantwortlich für Politik und für die Bi der: Dr Fr. W. Lange (in Urlaub), i.D.: Ernst Blum- schein: für Feuilleton: Dr. Hans Thynot; für den übrigen Test: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck (in Urlaub). Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: i.V. Hans Thein. D.A. VII. 38: 9034 Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerel R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig. sem Zusammenhang wollen wir nicht von der m den letzten 20 Jahren des europäischen Lebens historisch nachgewiesenen Gleichartigkeit zwischen Judentum Bolschewismus und Freimaurerei reden. Kem Zweifel also, schließt die Stellungnahme daß das Klima reif für ein italienisches Rassebe- wuhtsein ist und man keinerlei Zweifel hegen kann, dah es durch die zistammenwirkende und entschlossene Aktion aller Organe des Regimes geistiges Gut unseres Volkes, Hauptgrundlage unseres Staates und Element der Sicherheit für unser Imperium werden wird." . Moskau, 5. Aug. (DNB.) Heber die Mission Runcimans in Prag äußert sich am steitag die Sowjetpresse erstmalig in C-v. Wn Kommentar der „P rawd a", in dem -"Zufriedenheit und Erbitterung Moskaus über diesen Versuch einer » । - , tschecho-slowakischen Frage deutlichen Nieder-j staatliche daraufhin der Stadtgemeinde nach am gleiten Tag- einen schriftlichen Bescheid zu m dem dl° ch>!° fung der Fahne der Sudetendeutschen untersagt wurde. Auf dem Wege zu Verhandlungen? Prag, 6. Aug. (DNB.) Das Sekretariat der Insnon des Lord Runciman hat am Freitag flgritde Verlautbarung ausgegeben: Tokio 5. Aug. (Ostasiendienst des DNB.) Hier vorliegende Nachrichten über die Stellungnahme Moskaus zu den japanischen Vorschlägen^ besagen, daß Litwinow - Finkelstejn eine fried- l i ch e L ö s u n q des Zwischenfalls für möglich halt, sofern die im Schangseng-Abschnitt noch verbliebenen japanischen Truppen zurückgenommen werden und der sogenannte H u n s ch u n - V e r t r a g über die Festlegung der früheren russisch-chinesischen Grenze von Japan anerkannt wird. Unter grundsätzlicher Aufrechterhaltung der durch Text und Kartenmaterial dieses Vertrages erkennbaren allgemeinen Grenzziehung sei Moskau bereit, über einige der heutigen Lage anzupajfen.de Modifikationen zu verhandeln, um eine einwandfreie Auslegung des Textes zu erreichen. Gemischte Grenzkommissionen, deren Einsetzung Moskau schon früher zugestimmt hat, sollen ferner besondere Bestimmungen für den beiderseitigen Grenzschutz ausarbeiten, damit in Zukunft Zwischenfälle vermieden werden. Obwohl erst morgen die offizielle Stellungnahme Tokios zu den Besprechungen zwischen S ch i g e - m i t s u und Litwinow-Finkelstein und den Gegenvorschlägen Moskaus zu erwarten ist, hort '«I n treuer ^lonbeh sZr 6rfinbS*| ti*“"9" 5»! 1 e,n9eid)!agi;,l h°rer werbe I Sn ä* 2r-, Soebbi'l weitaus qröt-'. 'esRundfuK Tschechischer „Derständiqunqswill^. Krag, 5. Aug. (DNB.) Wie der Derständi- gungswille der Tschechen gegenüber den Dolksgrup- pen aussieht, zeigt das Verhalten des „Ausschusses der tschecho-slowakischen Jugend" in Prag gegenüber der sudetendeutschen Jugendgemeinschaft, die mit ihren 250 000 Mitgliedern die stärkste Jugendorganisation im tschecho-slowakischen Staate überhaupt darstellt. Der Ausschuß hat den Sudetendeut- ichen in brüsker Form die Teilnahme g n dem W e l t j u g e n d k o n g r e ß 1 93 8 in Ne u - york im Rahmen der tschecho-slowakischen Abordnung untersagt. Auf Grund dieses Vorfalles hat die sudetendeutsche Jugendgemeinschaft die bisher Mitglied des Ausschusses war, dem Ausschuß mitgeteilt, daß eine weitere 3ufammen arbeit auf Grund dieses Vorfalles nicht mehr möglich fei. Der Verband habe klar zu erkennen gegeben, daß ihm an einer loyalen Zusammenarbeit mit den Deutschen nichts gelegen sei. Es -st bezeichnend, daß ebenso wie die sudetendeutsche Volksgruppe auch die übrigen Volksgruppen m der Delegation nicht vertreten sind. Moskau, 5. Aug. (DNB.) Das Organ der Moskauer Komintern „Kommunist Jtscheskis International" veröffentlicht in seiner Ausgabe vom Freitag einen Beschluß des Präsidiums des Vollzugsausschusses der Komintern, der sich mit dem Krieg in China beschäftigt. Der Dollzugsaus- schuß der kommunistischen Internationale erklärt sich voll und ganz einverstanden mit der politischen V.’ . . ____■ er-1 j___m(Tk'.yinc nnh thfsm Das, Organ der faschistischen Gewerkschaften „3 t Lavoro Fascista" legt ebenfalls den Ton auf die Feststellung, daß niemand die Absicht habe, die 44 000 Juden Italiens zu verfolgen, aber es nicht gerechtfertigt, daß die Juden im wirtschaftlichen und kulturellen Leben der Nation ein Gewicht besäßen, das in kein er Weise ihrer zahlenmäßigen <51 a r t e e ” 16 sprech e. Es handele sich also um eine Maßnahme des inneren Gleichgewichts und der ausgleichenden Gerechtigkeit, die sich ohne weiteres aus der Logik Som, 5. Aug. (DNB.) Die hochoffiziöse „J n- mazione Diplomatien" veröffentlicht ILp zur Rafsenfrage eine bedeutsame 'Lie, in der es u. a. heißt: I -in verantwortlichen Kreisen Roms wird daraus gewiesen, daß viele ausländische Auslegungen 8«»i! Schlußfolgerungen über das italienische wj, He pro bl em auf eine oberflächliche Beherr- rJq der Frage und in einigen Fällen auf einen ll&r schlechten Glauben zurückgehen. In Wirk- iz'eit geht die Rassenlehre auf das Jahr 1919 IJiJicf, wie man dies dokurnentarifch nachweisen 'Mussolini erklärte ausdrücklich im fRo- DCrber 1921 — wir wiederholen 1921 — auf dem kiRom abgehaltenen Parteikongreß: „Ich will, daß dt'Faschismus sich um das Rassepro- ||l‘ m kümmert. Die Faschisten müssen sich um hQi Wohl der Rassen kümmern, mit der man Ge- fAfite macht." Wenn das Problem einige Jahre in L Schwebe geblieben ist, so nur deshalb, weil n° schlag findet. Die Entsendung Lord Runcimans, so chreibt das Blatt, habe natürlich den Zwecks den Druck auf die tschecho-slowakische Regierung werter zu verstärken. Nachdem sich' während der Perrode stärksten Spannung im Mai dieses Jahres „das hanbenfein eines aktiven und effektiven Systems — ■ ^'cherheit" herausgestellt habe, nboner Regierung alles darauf Italiens Rassenlehre und das Iudenproblem Grundfähliche Erklärungen im (Sprachrohr des Außenministeriums. wahren in SÄu* t,ie51° rmmen, -6 8* ellung unv .<)./1 VJ befi«" >-n ;u bitorei iS*--: nfld eoffnet als j S ausländische Apparate Stzrtzöte«. Eine Ausnahme hiervon bilden lediglich die Flugzeuge der französischen Gesellschaft Air France und die der foroiet- spanischen Luftfahrtgesellschaft. Die beiden Gesell- chaften sind jedoch angewiesen, dem Generalquartier für die französische Luftverteidigung in Perpignan die Abflugzeiten ihrer Apparate von Perthus, Barcelona und Toulouse sowie die wahrscheinliche Ueberfliegungszeit mitzuteilen, damit die Flak-Batterien anaeroiefen werden können, das Feuer nicht zu eröffnen. Duff Looper in Kiel. Kiel, 5. Aug. (DNB.) Der Erste Lord der englischen Admiralitätt Duff Cooper ist am Freitag- nachmittag um 16 Uhr in Kiel-Holtenau aus der Admiratätsjacht „Enchantreß" eingetroffen, wo er oon dem Festungskommandanten Konteradmiral M e w i s und dem englischen Marineattachee Trou- bridge begrüßt wurde. Die britische Jacht feuerte bei ihrer Ankunft Salut, der von deutscher Seite erwidert wurde. Duff Cooper wird bis Sonntag vormittag in Kiel bleiben. Aus aller Welt. Ein 3ahr Königin-Elena-Klinik. Auf einem Baugelände entdeckte man mehrere vorrömische und 'frührömische Br and grab er mit wertvollen Funden. Von be|onberer Reichhaltigkeit ist das Grab einer vornehmen Germanin, das etwa 2000 Jahre alt ist. Auf der Verbrennungsstatte wurden siebzehn guterhaltene Tongefaße verschiedenster Form geborgen, hufeisenförmig um die Stätte herum aufgestellt und Wegzehrung enthaltend. Auch fand man daneben reiche Beigaben aus Bronze, Glas, Eisen, u. a. einen wertvollen Armring mit eisernen Messer, Beschlagteile von Truhe und Kästchen usw. Die bemalten Gefäße stammen aus gallischen Werkstätten. Triumphzug für den „Ozeanflieger aus Versehen. Ganz Neuyork und Umgebung standen am Freitag völlig unter dem Eindruck des überaus stürmischen. Empfanges, der dem „O z e a n f lieg e r aus Versehen" bei seiner Rückkehr aus Irland zuteil geworden ist. Die Presse widmet Carriaane mehrseitige Schilderungen und sogar ganzseitige Bilder. Don der Begeisterung und Ausgelassenheit der Neuyorker geben Angaben des Sttaßenreini- gungsamtes ein anschauliches Bild. Danach brauchten die Arbeiter dieses städtischen Amtes mehrere Stunden, um die Straßen von den Pasnerschmtzeln zu säubern, die während der Tnumphfahrt Carn- aanes zum Rathaus aus den Fenstern der Wolken- kraßer des unteren Brodway geworfen wurden. Das Gewicht der Papierfchnitzel wurde wie hei allen besonderen Anlässen genau registriert: Earn- gane hat es auf etwa 1900 Tonnen gebracht gegen- über Lindbergh mit „nur 1750 lonnem Carriaane hat übrigens infolge des Ansturmes der ausgelassenen Neuyorker auf Miien Kraftwagen eine Verletzung an der Brust erlitten, die das weitere für ihn vorgesehene Empfangsprogramm unterbrochen hat, da er für mehrere Stunden das Bett aufsuchen muhte. Wetterbericht R o m, 5. Aug. (Europapreß.) Die Mitteilung der vom Außenministerium herausgegebenen „Infor- mazione ^Diplomatien" über die italienische Rassenlehre und Rassenpolitik wird von allen Abendblättern in großer Aufmachung veröffentlicht und meist in längeren Aufsätzen erläutert. „ Das halbamtliche „G i o r n a I e b ' Ital r a bringt Auszüge aus den Reden Mussolinis, die fünf Spalten füllen und den Nachweis erbringen, daß der Duce schon seit dem Jahre 1917, also schon während des Weltkrieges, von der „italienischen Rasse" gesprochen hat. Es handele sich also, so schreibt Gay da, der Herausgeber des Blattes, dazu, keineswegs erst um eineJmprovi- s i e r u n g in letzter Stunde und noch weniger um eine Nachahmung ausländischer Strömungen, sondern um „ein die Gedanken Mussolinis und die absichtliche Entwicklung seiner gesamten nationalen Politik beherrschendes Licht". Das faschistische Regime werde, nachdem es bereits für eine Steigerung der Bevölkerung Sorge getragen habe, die Zusammensetzung der 44 Millionen Italiener, die die Grundlage der geistigen Einheit und körperlichen Unverfälschtheit der Rasse bilden, ständig überwachen. Italien habe in seinen Ueberfeegebteten und vor allem in I t a l i e n i s ch - O st a fr l k a eine zivilisatorische Ausgabe. Man werde sich hüten, m 2?ethiopien ein neues Mexiko mit einer unruhigen Mischlingsbevölkerung großzuziehen Es werde das eigene Land nicht den aus Deutschland emigrierten Juden, der durch die internationale jüdische Plutokratie und den Zionismus geschaffenen neuen Diaspora öffnen. Die Einwanderung der Israeliten aus Mitteleuropa und aus Palästina würde geradezu ein Attentat auf Die Einheit und Reinheit der Rasse darstel- len und sich zum Schaden Italiens in einer Verminderung seiner Macht auswirken. Niemals dürfe man die Tatsache vergessen, daß die hinterlistigsten Saboteure der italienischen Politik, die gefährlichsten Die „Tribuna" greift ans der Mitteilung der , Jnformazione Diplomatica" vor allem diejenigen Stellen Heraus, die sich gegen angeblich bevorstehende „Religionsverfolgunaen wenden. Die Verteidigung der Rasse, so schreibt das Blatt, habe mit religiösen ob e r g e i st ig en Fragen nichts zu tun. Die „Tribuna erinnert weiter daran, daß in der letzten Zeit immer mehr Länder sich gegen die Aufnahme von Juden sperrten. Jede Nation sehe sich eben immer mehr ',in die Notwendigkeit versetzt, die eigene Rasse gegen b i e herumwanderndenJuden mit ihrer gefährlichen politischen Tendenz zu schützen. Italien sehe die Rein- w feiner3 Ralfe, die her Grund und die Sorbe- dinqunq feiner Macht fei, im gegenwärtigen Augen- blick feiner Gefchichte mehr denn je als einen täte- gorischen Imperativ an. Während bie bärtigen und parasitären Massen der Juden sich ausregten und lamentierten, könne Italien antworten, daß Rass en- Politik in diesem Falle lediglich bedeute, die Beziehungen - nämlich die feit Jahrhunderten aufrechterhaltene Trennung zwischen Iuden u nd Italienern»- wieder m die richtigen Bahnen zu lenken. ■ titydlten soll. . Wie die „Prager Abendzeitung meldet, besuchten d° vier Mtglieder der Delegation -der Sudeten- Putschen Partei, die am Donnerstagnach- tiittag Lord Runciman ausgesucht hatten, am Abend Le Mitglieder des Stabes Lord Runcimans und hat» -n mit ihnen eine nahezu 5 Stunden währende Un- ~rl)altung, die bis 2 Uhr nachts dauerte. Bel dieser ; Gelegenheit legten sie Mr. S t o p f o r d den Stand- ’iinft der SDP. zum Gesamtkomplex der nationalen "nagen in der Tschecho-Slowakei dar. Sie erläuterten 'isbefonbere ihr Memorandum vom 7. Ium und Karlsbader Forderungen vom 24. April. Cs ntspann sich eine lebhafte Debatte, an der alle | -ei englischen Herren und die vier Sudetendeutjchen ^'Inahmen. Lord Runciman wird von den Herren 'Ines Stabes über den Inhalt der nächtlichen Be- -rechungen unterrichtet werden. ..... JBon gut unterrichteter Seite erfahrt die Prager ;3of)emia"^!Die Begegnung zwischen dem Mim- -rpräfibenten Dr. Hodza und dem Außenminister $ r o f t a einerseits und Lord R u n c i m a n anderseits trug noch förmlichen Charak - ‘er. Der Termin der ersten sachlichen Besprechung dem britischen Staatsmann ist noch nicht end- ^tig festgesetzt. Sie wird frühestens am imchsten nenstag erfolgen. Am Samstag wird nach eng- lcher Sitte die Arbeit ruhen, Ministerpräsident Dr. odza hat bereits Freitagnachmtttag ^ra9 Dere ünm, Lord Runciman Dürfte einer Einladung '"lge leisten, die vom Grafen Dietrichstein an ihn Wngen ist und die ihn über das Wochenende aus Mvß Nikolsburg in Mähren führen soll. Lord '•Heimans Mitarbeiter hatte Freitagnachmittag ^gere Besprechungen mit der englischen Ge- °ndtschaft. Moskau hehl. 19 7 Grad. Maximum 34,4 Grad, Minimum heute nacht 18,5 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 5. August: abends 27,6 Grad; am 6. August: morgens 23 Grad. — Niederschläge 0,5 mm. — Sonnenscheindauer 10,8 Stunden._________________ _ Nach der starken Erhitzung des tMtlanbes, het der am Freitag die Temperaturen in WeMutsch- land bis 34 Grad anstiegen, kam es am Nachmittag zu einem schwachen Vorstoß etwas kühlerer Luftmassen, die besonders nach Westdeutschland kräftige Gewitter brachten. Im Südwesten kam es wiederum- nur zu örtlichen Gewittern. Die ausgegliwene tuib druckverteilung läßt eine wesentliche Aenderung Des bestehenden Wetters yoch immer nicht erwarten. Vorhersage für Sonntag: Heiter bis wolkig, meist örtliche Gewitter, schwul, verander- liehe Winde. __ ... . Vorhersage für Montag: Wolkig und etwas kühler, nicht beständig ..... lvsgewähtte Beamte. Wir werden im Laufe let Zett aus einer vitalen Notwendigkeit her- 7us nach Libyien und nach Ostafrika HHHonen Menschen entsenden. Um bie katastrophale Plage derMisch- juge zu vermeiden, d. h. die Schaffung einer n)>er europäischen, noch afrikanischen Bastardrasfe, bp zur Zersetzung und zur Auflösung aufwiegeln tii), genügen die vom Faschismus verkündeten und lu:«wandten-strengen Gesetze nicht. Es bedarf auch eies starken, stolzen, klaren, jederzeit wachsamen R.'sebewußtseins. Wie in einer früheren Note der sormazione Diplomatica" klar gesagt war und Di man heute wiederholt, hat die faschistische Re- gjL- ung keinen besonderen Verfolgungsplan gegen )ik Juden als solche. Es handelt sich um etma§ an- be:-s. Die in Italien selbst lebenden Juden belaufen sich nach der jüdischen Statistik, die jedoch durch eine demnächst durchzuführende Zählung kontrolliert neben muß, auf 44 000. Das Verhältnis wäre also ein Jude auf !o u s e n d Italiener. Ls ist klar, daß von mnandieVeteiligungder Judenam Aus Anlaß Des einjährigen Bestehens der K o n i g i n - E l e n a - K l i n i k in Kassel, Deren Schirmherrin Die Königin von Italien ist, wurde an Die Königin Elena folgendes Danktelegramm gesandt: „Ihrer Majestät, der hohen Schirmhernn der Klinik, gestatten sich zum Jahrestag der Gründung der Königin-Elena-Klinik Die Rekonvaleszenten Den aufi-ichtigsten Dank zu übermitteln. — Die Königin hat wie folgt geantwortet: „Für Das reundliche Gedenken herzlichsten Dank. Wunsche den Kranken Gesundheit und weitgehende Heil- erfolge. C^ena. Leichenfund im Vahnlunnel. Im Eisenbahntunnel bei Niederschelden auf Der Bahnlinie Betzdorf — Siegen wurde die Leiche eines in den 20er Jahren stehenden Mannes gefunden, Der vom Zuge überfahren worden war. Neben der Leiche lag ein Tesching, das abgeschossen worden war, die Kugel jedoch noch im Lauf stecken hatte. Die Ermittlungen ergaben, daß es sich um einen Ziegeleiarbeiter aus Niederschelden handelt. Der verheiratet uijb Vater zweier Kinder 'st. Man nimmt an, daß Der Mann in Der Absicht, sich das Leben zu nehmen, den Tunnel anfgesucht hat, um sich dort zu erschießen. Da dieses Vorhaben wegen des Versagens nicht glückte, hat er sich bann vor Den Zug geworfen. Um die Schachmeisterschaft von Großdeutfchland. In Bad Oeynhausen wurde mit der 13. Runde das letzte Fünftel des Turniers um die Schachmei- fterschaftvonGroßdeutfchland begonnen. Der Stand nach der 13. Runde: Eliskases 11 Punkte, Kieninger 10, Michel 9%, K o ch und Richter je 7K, Engels und Kohler je 7, Becker, Herrmann und R e l l st a b je 6/?, Kranki 5%, Reinhardt, Eifi.nger und Schmitt je 4^. Dr. Weil 3 und Nowarra 2 Punkte.' Wertvolle Gräberfunde bei Bad Kreuznach. ] Jteiaen" tann. 2 laufenben Salene ler unter hem Seit» jnalf^iolifti1 bie ßeiftunaen des hnungen, lunaen, dewe^' )or W" 9e’f' maenen RunW ö MW tmirtenben. W- X) Sevdestunden Nt Programme der ein* । rund 70 d. h nrgenen FunkauP- er durch eigene in diesem W v, weniger eindnB [ eine Koie * ine besonderen^ n Raum sender WjJ chsende Sendest^ zeigt eine w ke ausgestapelt k für se'ne aber auch erhalten H , Schwerter, w geschickt- Draq, 6. Aug. (DNB.) Wie aus St. Joa- - off? A i m -,b‘rimer^9;b^nS„embe®el nTüMlen S.aa^fahne tz°§7aund Außenminist-r -U verftärken. Nachdem.si-i^währ-^ 2- Ärofta suchten am Freitagvormittag Lord der stärksten Spannung im Mai dieses mnciman in? Hotä Alcron auf, um feinen Vorhandensein eines aktiven und effekt ka ä’S.'ä!; «-•* «X» ft s Ä Berufstätige Dame sucht KAU EBBE DRUCKSACHEN VW EL rv D KZ Brühl. Gießen Von der Reise zurück 03594 Tätigkeit, Ansprüche an [Stellenangebote Zu verkausen gesucht. 5168D | Vermietungen! ' . . nur an ruh. Miet. Geräumiges Landhaus Küche, Gar- . 5 Kamm., ten u Für Karteiführung u. Korrespondenz tütfit. 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Es sollte Äeln, sondern 1 .',Lage gestattete *r. Für einen g Sirs an Zeit, M Ain wenigsten toi Stellung sprechen lause, Siimpse oi Me forderlich i solcher natürliche; voll auswirken. War schon die für eine Adweh aud) ihre Bese Divisionen stan ten Fronisirche fionen dahinter weiter rückwärt- waren die Grab bei einigen Reg rjrf und betruc I Regiment 400 G I bei öen nie auf I gebauten Gr Siir, hatten an Sitzen, teilweise -i’in Ruhezeite -'wichen Divis M in einem -.uen als do Stellung 7^ an ruhig- •Würjtig. : | eigentlich n I venveMl I ’Wung war ger I Gesichts der A I «n knapped 'j I tonnte. Jur M I nicht annähernd I Lankabwehr, d ^M sich ni ^Nifterun Z"eter ist fll WQft weise E Männer C! mären t seines best beroe, L d-r 6(, ffitenieiieii wir d u blefer L öirt). tzr; Ks -i Steuer Mr fett’* '^nb^r Jo Aachläffe von z atro v. S. erhalten Sibel wieberhollen Auf« nahmen einer Onicia* Gebrauchter Wäscheschrank z. kaufengesucht. Schriftl. Angeb. unter 5177V an den Gieh. Anz. 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Erbainmg-Ml 9.45, Predigt 20.30. - Dienst^ 9. 8., Bibel- u. Gebetstde. 20.3; Bavtistengemeinde, Gartenstr. 1 7. 8. Predigt 20.15. — 10. 8., Bibelstde. 20.15. . Neuavostolische ('iemcinöti Giehen, Händelstr. 1» Edsrstr. 1 S.7.8.G.9u.l5.-M.10.8.T.20^ GonntagSdienstfürAerzd Arzt: Dr. med. Geyer, Se- tersweg 73. . . . Zahnarzt (nur in dringens Fällen): Dr. Adam, Liebigstr. 1 b./7.August 1958 Gießener Anzeiger lGeneral-Anzeiger für Oberhessen) Ur. 182 Zweiter Blatt ldet bei fstra6e 65 D633 eioi t nk iM geb. ) an Anz. ’Ä 8nb 'Die neuen Optiker am Bahnhof Lieferant auch Ihrer Krankenkasse! Bahnhof Hofe Kein>:' Teleph- >r; Ml D Modelle^ sind damuß * ren. D ' bindlick führung Leyer und Schwert. Von Wilhelm Schäfer. Es war ein junger Dichter in Wien, Karl Theodor Körner geheißen, fast noch ein Fant, aber in feiner Kindheit hatte Schiller, der Freund seines Vaters in Dresden, dem Knaben die Locken gestreichelt. Wie nun die Wolken in Deutschland zu wehen begannen, daraus sich das Ungewitter über Napoleon ballte, ließ Theodor Körner die schöne Braut und den jungen Ruhm in Wien hinter sich, zu den preußischen Waffen zu eilen, obwohl er em sächsischer Untertan war. Die schwarze Freischar der Lützower Jager und Reiter nahm ihn mit den anderen Junglmgen auf, die nicht zur Armee konnten, und ihre Elgenlust suchten, das Vaterland zu befreien. Sie führten den kleinen Krieg zwischen den Kanonen der Großen und hätten nut ihren Waffen allein dem Korsen kaum Schaden getan; aber der Ruhm der schwarzen Freifchar umflatterte den Mächtigen, wie die Raben den Bussard. Und der fast noch ein Fant war und em Full- Horn leichter Gedichte, fang der Schar seine Lieder, darin die Jünglingsluft am reiten, klirren und siegen brauste; Darin sich der Frieden wegwars m den Krieg und der Tand in den Tod; darin das Schwert der Zweck der Hand wurde und die Kugel ihre Tücke verlor. Bei Kitzen verwundet und, kaum gesund, schon wieder im Feld, sank Theodor Körner bei Gadebusch zu früh in den Tod, mehr als die herrliche Hoffnung des Sieges zu erleben; und die Freunde begruben ihn da unter der Eiche. Aber die Lieder blieben und wurden nach Frankreich hinein gesungen: Leyer und Schwert hieß das kleine Buch, darin sie gesammelt standen, den Namen des Dichters in alle deutschen Herzen zu tragen. Denn nun war die Wendung geschehen: nicht mehr geworbene Söldner hatten den Krieg geführt; das Volk war aufgestanden, die Landwehr hatte den Sieg über die fremden Bedrücker errungen. Nach einem Jahrtausend war das Schwertrecht des freien Mannes wieder zur Geltung gekommen, unb Theodor Körner hatte dem alten Schwertrecht die neuen Lieder gesungen. Hochschulnachrichten. Ihren 6 0. Geburtstag begehen in diesen Tagen Professor Dr. Ernst Rodenwaldt, Dr* dinarius für Hygiene an der Universität Heidel» berg und Professor Dr. Willy Ruh land, Ordinarius für Botanik an der Universität Leipzig. voll auswirken. War schon die dürftige Einrichtung der Stellung für eine Abwehrschlacht denkbar ungeeignet, so war auch ihre Besetzung dafür viel zu schwach. Zehn Divisionen standen in größtenteils übermäßig breiten Frontstreifen in vorderer Linie, nur zwei Divisionen dahinter .als Eingreifdivisionen, eine noch weiter rückwärts als Armeereferoe. Ueberaus gering waren die Grabenstärken der Bataillone; sie gingen bei einigen Regimentern bis auf 150 Gewehre zurück und betrugen im Höchstfälle bei nur einem Regiment 400 Gewehre. Dauernde blutige Verluste bei den nie aufhörenden Kämpfen in den schlecht ausgebauten Gräben, dazu Grippe, Typhus und Ruhr, hatten an der Kraft der fast durchweg feit Wochen, teilweise aber schon feit Monaten, mit nur kurzen Ruhezeiten, im Angriff oder in Stellung befindlichen Divisionen gezehrt. Die 2. Armee bezeichnete in einem Bericht vom 3. August nur zwei Divisionen als voll kampfkräftig, fünf als kampffähig im Stellungskrieg, drei als nur zur Verteidigung an ruhiger Front befähigt, drei als ab- löfungsbedürftig. Demnach waren für einen Großkampf eigentlich nur die beiden erstgenannten Divisionen verwendbar. Bezüglich der Artillerie-Ausstattung war gewiß alles geschehen, was die DHL. angesichts der Ansprüche der anderen Fronten bei den knappeb Mitteln des deutfchen Heeres tun konnte. Zur Abwehr eines Großangriffs reichte sie nicht annähernd aus. Ganz unzureichend war die Tankabwehr, da die Ausstattung der Armeen mit Wollte die OHL. den deutschen Waffen den Sieg bringen, so konnte sie nur so handeln, wie sie es tat, indem sie die kampfkräftigen Truppen und die größten Mengen an Kampfmitteln zu Angriffen an strategisch aussichtsreichen Frontteilen zusammenzog Der Gegner, die 4. englische Armee, und, dem Südteil der 2. Armee gegenüber, Teile der französischen 1. Armee, hatte zu dem Angriff 15 Infanterie-Divisionen und ein Kavallerie-Korps zu drei Kavallerie-Divisionen zusammengezogen; die Divisionen waren alfa der Zahl nach nur zu etwa 50 v. H. den deutschen überlegen. Weit größer aber war die Ueberlegenheit jeder einzelnen Division an Kämpfern und Kampfmitteln. Man kann wohl danach die Ueberlegenheit des Gegners an Kampfkraft auf etwa das Doppelte schätzen, und zwar an bestens ausgeruhten, verpflegten und ausgerüsteten Kämpfern. Dazu kam eine mehrfache Ueberlegenheit an Artillerie und, wie schon erwähnt, an Luftstreitkräften. Die gefährlichste Angriffswaffe des Feindes, der wir nichts gegenüberstellen konnten, waren aber deren Stellungen nicht benötigten Angriffswellen der Infanterie und bespannte Batterien folgen, dem tiefen Einbruch der Kampfwagen den erforderlichen Nachdruck geben und bas gewonnene Gelände be=> etzen. Für den Durchbruch wurden drei Angriffsziele feftgelegt, die im großen und gan- zen folgendes bezweckten: * 1. Ziel: Wegnahme der deutschen Vorfeld- tellung, der Hauptkampfstellung und der nächft- gelegenen Batterien; 2. Ziel: Wegnahme der gesamten tm Hintergelände stehenden Artillerie; . 3. Ziel: Inbesitznahme des für Eingreisdioi- fionen und sonstige Reserven in Frage kommenden Geländes. v Das weiteste Ziel lag in der Mitte und auf dem rechten Flügel der Angriffsfront, etwa 9 Kilometer hinter den vordersten deutschen Linien; dem linken Flügel nördlich der Somme waren kürzere Ziele gesteckt. Nach Erreichen des 1. und 2. Zieles sollten kurze Halte zum Ordnen der Verbände, Nachziehen der bespannten Batterien und für die ergänzende Befehlserteilung zur Fortsetzung des Angriffs eingelegt werden, lieber das 3. Ziel hinaus hatte nur das Kavallerie-Korps gegen die deutschen rückwärtigen Verbindungen vorzugehen. Zu einer Ausnutzung des erwarteten Erfolges durch die Angriffstruppen in operativem Sinne, wozu erheblich weitere Ziele hätten gesteckt werden müssen, die Die Anariffstruppen durch Aufrollen nach der Seite m die Flanken und den Rücken der Anschlußfronten geführt hätten, hatte sich die englisch-französische Führung nicht entschlossen. Hätte sie es getan, so wäre zweifellos das Unheil auf deutscher Seite weit größer gewesen. Die Herstellung einer widerstandsfähigen Front zwischen Arras und der Oise wäre in Frage gestellt worden. In geradezu verhängnisvoller Weise hatte sich auch der Wettergott am Angrisjstage auf die Seite der Alliierten gestellt. Es herrschte am frühen Morgen des 8. August auf der ganzen Angriffsfront cm jo dichter Nebel, daß dem Verteidiger Sicht nur auf wenige Meter gestattet war. Dadurch fiel nicht nur jedes beobachtete Artilleriefeuer, besonders gegen Kampfwagen, aus, sondern auch die Nahverteidigung durch Gewehr- und MG.-Feuer und Handgranatenwurf war fast völlig ausgeschaltet. Als am 8. August, um 5.20 Uhr, schlagartig em gewaltiger Feuerüberfall der feindlichen Artillerie losbrach, hatten die deutschen Truppen kaum die Zeit, sich fertig zu machen und die Gräben zu besetzen. Da tauchten schon im Nebel auf wenige Schritte Entfernung Massen feindlicher Infanterie, begleitet von „Englische und ftanzöfische Angriffe zwischen < Ancre- und Aore-Bach. Der Feind ist in unsere । Stellungen eingedrungen." So lautete der deutsche i Heeresbericht vom 8. August 1918. Für jeden, der die deutschen Heeresberichte zu lesen verstand, bedeutete dieser Wortlaut in seiner schonungslosen Offenheit, daß es sich dieses^ Mal nicht um einen einfachen Einbruch des Gegners in die vorderen deutschen Stellungen handelte, wie wir ihn in den ersten Tagen der Abwehrschlacht an der Somme 1916, bei Arras und in Flandern 1917, als fast selbstverständliches Ergebnis eines auf mehrtägiges Trommelfeuer folgenden Großangriffs erlebt hatten. Es war vielmehr klar, daß es sich um eine schwere, ja d i e schwer sie Niederlage deutscher Truppen an der Westfront handelte. Was war geschehen, und wie kam es dazu? Zwischen Albert an der Ancre und etwa 2 Kilometer nordwestlich Contoire an der Avre verlief die Front der deutschen 2. Armee, der am weitesten nach Westen vorspringende Bogen der Westfront. Die Stellungen waren nach dem Auslauf der „Großen Schlacht in Frankreich" im Frühjahr 1918 und nach vielen mit wechselndem Erfolg daran anschließenden Örtlichen Kampfhandlungen da entstanden, wo sich die deutschen Angriffe festgelaufen hatten ober Einbrüche des Feindes erfolgt waren. Keineswegs also handelte es sich um ein nach günstigen Verteidigungsverhältnissen ausgesuchtes Stellungssystem, noch weniger um gut ausgebaute, mit allen Mitteln der Abwehr ausgerüstete Stellungen. Weder gab es starke Hindernisse noch schußsichere Unterstände. Don leidlich ausgebauten rückwärtigen Stellungen konnte keine Rede sein, sie standen nur auf dem Papier. Es sollte sich ja um keine Dauerstellung handeln, sondern um eine solche, aus der, wenn es die Lage gestattete, erneut zum Angriff vorzübrechen war. Für einen gründlichen Ausbau hatte es überdies an Zeit, Mitteln und Arbeitskräften gefehlt. Am wenigsten konnte man von einer „tanksicheren" Stellung sprechen, für die breite und tiefe Wasserläufe, Sümpfe oder dichte Waldungen als Hinder- n'iffe erforderlich gewesen wären. Gerade das Fehlen solcher natürlichen Hindernisse sollte sich Verhängnis- Lieber das Heiraten x > und das Glück. ] Don Peter Lamm. Nachdruck verboten! 1 Es läßt sich nicht leugnen, daß die so wünschenswerte Begeisterung für das Heiraten bei den Frauen verbreiteter ist als bei den Männern. Dies ist eine wahrhaft weife Einrichtung der Natur. Wenn nämlich die Männer ebenso für das Heiraten eingenommen wären wie die Frauen, bedürfte die Vorsehung keines besonderen Mittels, die Männer zum Heiraten.zu bewegen. Aber gerade das Mittel, mit dem der Widerstand der Männer überwunden wird, ist eines der Elemente des Daseins, die uns die Plackerei hienieden schmackhafter zu machen geeignet sind. Loben wir daher den Widerstand der Manner gegen das Heiraten, der die Liebe erforderlich macht, mit der dieser Widerstand am leichtesten überwunden wird. Männer denken gern über das Prahlern der Ehe nach. Es ist eine hübsche Beschäftigung, deren wahrhaft philosophischer Wert daraus erhellt, daß Die Frauen diese Zeit dazu benutzen, die Monogramme in die Aussteuer zu sticken. Gleichwohl ginge man fehl, wenn man das Nachdenken über das Problem der Ehe für eine nutzlose Beschäftigung hielte. Freilich gehört ein wenig Mut dazu. Die brillanten Anmerkungen, die Schopenhauer in seinem Xranai über die Weiber zu dieser Sache gemacht hat tun einem jeden wohl. Aber es ist der bare Bluff, am Biertisch mit dergleichen um sich zu t$rnc’Pe(n-9?5 muß gefordert werden, daß einer, der sich oieje Anmerkungen zu eigen machen will, sie zuerst einmal seiner Praut vorliest. Dann wird sich schnell Herausstellen, daß diese Anmerkungen nur für wenige Leser bestimmt sind. Und übrigens ist das Ergebnis, zu dem Schopenhauer kommt, nachdem er Die europäische Ehe in Vrund und Boden verdammt hat, hauptsächlich das, daß er uns die chinesische Ehe empsiehlt. Mit diesem Ratschlag waren wir gar nicht schlecht dran, wenn wir nur Chinesen wären. Aber so schnell läßt sich das dreizehnte Jahrhundert nicht vergessen. Die Kirchenväter haben ebenso gründlich über bie Ehe nachgedacht wie der Philosoph vom Schaumainkai. Sie find zu dem Ergebnis gekommen, sie eines Gelübdes für wert zu erachten. Man mutz eine Weisheit bewundern, die es verstanden hat, einer Sache, die die Alltäglichkeit selber ist, jene dem Glück abzugeben, dann hätten sie sich nicht darauf zu beschränken brauchen, un^ zu versichern, daß es Glück nicht gebe, und daß es also keinen Sinn habe, darnach zu streben. Dann hätten sie uns versichern können, daß es glückliche Augenblicke gibt, und dann hätten sie sich bemühen'müssen, uns anzuweisen, nach welchen glücklichen Augenblicken zu streben wir uns zur Aufgabe machen sollen. Die von Schopenhauer so geschätztes Chinesen haben viele Philosophien hervorgebracht, die sich mit diesen Banalitäten eingehend beschäftigt haben. Lin Putang in seinem neuen Buch berichtet uns von den dreiunddreißig glücklichen Augenblicken im Leben des Chin Shengt'au, eines berühmten chinesischen Schriftstellers aus dem 17. Jahrhundert. Er zeichnete diese dreiunddreißig glücklichen Augenblicke auf, als er durch einen Regen zehn Tage lang mit einem Freund zusammen in einem Tempel aufgehalten wurde. Es finden sich darunter folgende drei Fragen, von Denen jede beweist, daß Die Würbe einer Sache niemals von Der Sache abhängt, sondern allein von Dem Menschen, Der sie tut oder betrachtet. „ _ „Mit einem scharfen Messer an einem Sommer- na'chmittag auf einem großen dunkelroten Teller in eine hellgrüne Wassermelone schneiden — ist das vielleicht nicht Glück?" „Ganz zufällig in einer Kiste einen handschriftlichen Brief von einem alten Freund finden — ist das vielleicht nicht Glück?" Ein Fenster öffnen und eine Wespe aus dem Zimmer lassen — ist das vielleicht nicht Gluck?" Sollten die Mädchen, während sie die Monogramme sticken, naiv genug sein. Daß sie gar nicht „ach Dem Glück Der Ehe streben, sondern nach dem glücklichen Augenblick des Heiratens? Lola jedenfalls schien uns das zu beweisen. Als sie am Sonntag aus der Kirche trat, war sie Die strahlenbe Königin eines glücklichen Augenblicks, ein wahrhaft bezaubernder Anblick. Genußvoll schluchzten die alte Magd, die Köchin, Die alte Kinderfrau in ihre Freudentränentüchlein, und auch Der Chronist gesteht, Daß er nicht umhin konnte, gerührt zu sein, währenD er Den Sachverhalt auf Der Manschette notierte. Sofern Der geneigte Leser mit Dem Chronisten hinsichtlich seiner Anschauung über Das Glück übereinstimmt, sei er hiermit submissest gebeten, seinen ’ Glückwunsch mit Dem Des Chronisten zu vereinigen. ■ Der strahlenDen Königin eines glücklichen Augenblicks Glück wünschen zu Dürfen — ist Das vielleicht nicht Glück? einem einigermaßen brauchbaren 13 - mm -Tank- abwehr-MG. in Den ersten Anfängen steckte, eigem- liche Tankabwehrgeschütze überhaupt noch nicht konstruiert waren, die Tankabwehr durch Arttllerie vielmehr einzelnen hierfür besonders eingebauten Feldkanonen übertragen werden mußte. Ebenso dürftig war die Ausstattung der 2. Armee mit Luft- ftreitträften und Flak-Artillerie. Jedenfalls beherrschte der Feind die Luft vollkommen. Ich habe diese Ausführungen für notwendig gehalten, da sie wesentlich zur Erklärung der Kata- trdphe dienen. Keineswegs sollen sie einen Vorwurf gegen die OHL. bedeuten. Diese hatte alles getan, was in ihren Kräften stand, um auch die nicht im augenblicklichen Brennpunkt der Kampfhandlungen stehenden Armeen so kampfkräftig wie möglich zu erhalten. Aber das mit Dem Eintreffen Der Amerikaner von Woche zu Woche steigende Mißverhältnis Der Deutschen Kräfte zu Den.feindlichen an Menschen und besonders auch an Material konnte sie nicht ausgleichen; das ging über unsere Kraft. iche üM* 9jl> ^Ab-nd°"K entl- DM I Dauer zu geben, aus Der allein sie ihre WürDe i beziehen kann. 1 Natürlich ist noch niemals einer Durch Liebe glyck- < lief) geworden. Aber mancher, Der aus Liebe ge- 1 heiratet hat, ist durch Die Ehe glücklich geroorDen. 1 Die meisten Leute freilich, die geheiratet haben, werden, wenn man sie fragt, behaupten, daß sie , durch die Ehe nicht glücklicher geworden sind. Die Soziologen Des menschlichen Geschlechtes hören gewöhnlich an dieser Stelle zu fragen auf und sagen, je nachdem: „Aha!" oder „Na also!" Aber an dieser Stelle sollten sie zu fragen am fangen, und wenn sie die solchermaßen unglücklich Verheirateten fragten, was sie Derrn unter Gluck sich eigentlich vorstellten, würden sie bald herausfinden, daß diese Leute vom Glück entweder eine vollständig schwachsinnige ober gar keine Vorstellung haben. .. . Das ist allerdings nicht allein die Schuld oiejer bedauernswerten Leute. Die ganze abendländische Philosophie leidet an einer gewissen Arroganz, Die sie verhindert, sich mit banalen Dingen zu beschäftigen, während es doch gerade ihre Aufgabe ist, Den banalen Dingen WürDe zu geben. Der Chronist hat sich oft über Die liebenswurDi- gen Herren gefreut. Die bei Der Besprechung feiner Bücher Darauf hinzuweisen beliebten, Daß Das, was derselbe Sonntags in Die Zeitungen schreibe, auch Philosophie sei, obgleich er sich nur mit kleinen Dingen beschäftige. Aber bei Dem Chronisten ist dieses „obgleich" Die reinste Arroganz insofern, als er Der Meinung ist, Daß ein sehr viel feineres Ohr dazu gehört, bie Stimme der Schöpfung im Gezwitscher eines Spatzen als im Gedonner Des Niagarafalls zu hören. • Ein dreibändiges Werk über die Wahrheit zu schreiben, verschafft hohe Ehre, selbst wenn es nur die halbe Wahrheit ist. Drei kleine Wahrheiten herauszufinden, gilt schier gar nichts,. Dabei ist der Unterschied derselbe wie der zwischen einem, Der eine großartige Theorie entwickelt, wie allen Seuten geholfen werden könne, unD einem, Der hmgeht und einem braven Manne, Der Hunger hat, eine warme Mahlzeit v-rschasst. Daß es Wahrheiten gebt .st sicher. Ob es aber sv etwas wie Die Wahrheit gibL ist {ebenfalls höchst zweifelhaft. Daß es bas G uck nicht gibt, ist sicher. Daß es... Parbleu! Das Gluck hat keinen Plural! Welche Überraschung! Darüber : allein ließe sich ein breibänbiges Werk schreiben, : das zu schreiben Der Chronist freilich sich hüten wnb. - Wir können also nur soviel sagen, Daß es sicher , ist baß es glückliche Augenblicke gibt. Wenn bie Philosophen menschenfreundlich genug ' gewesen wären, sich mit so etwas Banalem wie die Tanks, von Denen in der Schlucht fast 500 eingesetzt wurden. . Für den Angriff hatte Der Gegner ein schon bei dem Einbruch am 18. Juli zwischen der Aisne und Marne erprobtes neuartiges Verfahren angeorbnet. Keine Artillerie-Vorbereitung, sondern schlagartiger Artillerie-Feuerüberfall, mit leichten Kalibern auf die vorberen Linien, mit schweren unb schwersten auf rückwärtige Stellungen, Batterien, Befehlsstellen, Anmarschwege unb Unterkünfte. Nach wenigen Minuten Trommelfeuer, bei bem auch von Nebelgeschossen reichlich Gebrauch zu machen war, Einsetzen b er Feuerwalze unb gleichzeitig Beginn b e s S tu r m e s ber von zahlreichen Tanks begleiteten Infanterie. Nach Erlebi- gung ber Besatzung Der vorberen Stellungen sollten bie Tanks tief in bas Hintergelänbe vorftoßen, Batterien unb Stäbe vernichten, Reserven bas Vorkommen erschweren. Möglichst bichtauf hinter Den Kampfwagen sollten Die zum Aufräumen ber vor- Von der korrekten Anpassung einer Brille hängt gutes Sehen ab. Jede auch die einfachste Brille wird nach Maß gefertigt und ist dennoch im Preis nicht teurer bei GELLER V erkauf S8tell.:_ sw.66.C.Selbel,r_ rhoH, Kreuzplah : Karl Schult u n. Laubach: Drog. Karl IM rmteffltben chtes Leb ireotur in Wasser, sch und Halm irl Otto Barten, timen aus btmßttah mit erläuternden «angaben unbaiufiK ). Mit einem (Belehr'n )etgener, UniverflE. ingt erstaunlich ene Linzrlk^- chen Leben... 'N. Aus der Freude rfc oerhioHes naturgelt geworden, das hermo : Liebe auch jum tieirk erwecken. T ebunboi to- langen Sie fcopeil« -bilderten fflerbeW- ich ist durch jede Schilling zu beziehen! -nnühwS-rli Mid)ferfelte nes 188 .M- zsucht. der [03530 Der schwarze 8. August 1918 Von Erhard Wegeli, Oberstleutnant a. O. Ibert P6 rönne Foucaucourt Marcelcavt ■Harbonnieres 'hauIn es ßosibre< Tanks und erstickten weiteren Widerstand. So fiel in kürzester Zeit fast auf der ganzen Front die Hauptwiderstandslinie in die Hand des Feindes, dem fttzt auch der Weg in die Batteriestellungen offen stand. Che die Batterien in dem Nebel ahnten, was vorne geschehen war, wurden sie, ohne einen Schuß abgeben zu können, überrumpelt und vom Feinde genommen. So hatte der Gegner fast auf der Gesamtfront sein erstes Angriffsziel im Handumdrehen erreicht und konnte sich nach kurzer Pause dem zweiten Ziele zuwenden. Wenn sich nun auch in den Vormittagsstunden der Nebel hob und der Artillerie im Hintergelände die Feueraufnahme gestattete, so waren doch die meisten Beobachtungsstellen in Feindes Hand und damit eine planmäßige Bekämpfung des Angriffes ausgeschaltet. Auch waren im Zwischengelände nur einzelne Bereitschafts- und Ruhebataillone vorhanden, die zwar hier und da örtlichen Widerstand, z. T. bis zur völligen Vernichtung leisteten. Aber sie sielen, wenn sie nicht rechtzeitig auswichen, der Umfassung der in den breiten unbesetzten Lücken vorgegangenen feindlichen Massen zum Opfer. So gelang es dem Gegner in den Vormittagsstunden, auf dem größten Teil der Kampffront auch sein zweites Ziel zu erreichen und damit die Masse der deutschen Artillerie zu überrennen. Nur am rechten Flügel nördlich der Somme war es durch rechtzeitiges Eingreifen von Reserven möglich gewesen, einen Teil der Artillerie zu retten und ein weiteres Vordringen des Gegners einzudämmen. Bis die Eingreifdivisionen alarmiert, versammelt und in Marsch gesetzt werden konnten, vergingen bei der für die höheren Stäbe völlig ungeklärten Lage kostbare Stunden. Sie konnten auch bei ihrer geringen Zahl die Lage nicht durch Gegenangriff wiederherstellen, sondern bestenfalls einem gänzlichen Durchbruch kurzen Aufenthalt bereiten. Es gelang ihnen, in den Nachmittags- und Abendstunden eine ganz dünne, sehr lückenhafte Widerstandslinie herzustellen und dem englischen Kavallerie-Korps den Durchbruch gegen die rückwärtigen Verkündungen zu verwehren. An großen Stellen der Angriffsfront konnte aber der Gegner sein drittes Angriffsziel erreichen. Nur auf beiden Flügeln blieb der Angriff vor dem äußerst schwachen, aber von tatkräftigen Führern fest organisierten Widerstand tapferer Truppen liegen. Als der Abend des 8. August hereinbrach, war die schwerste Niederlage des deutschen Heeres seit Kriegsbeginn zur Tatsache geworden. Die Verluste der 2. Armee an diesem Unglückstage waren auf etwa 700 Offiziere und 27 000 Mann zu' schätzen. An 400 Geschütze und ungeheure Mengen von Maschinengewehren, Minenwerfern und sonstigem Kriegsmaterial waren in Feindeshand gefallen. Wenn es auch in den nächsten Tagen gelang, durch Heranführung frischer Kräfte einen Durchbruch des Feindes und ein Auftollen der Anschlußftonten zu Gerade, als wir vor uns die weißen Kämme einer nicht mehr zu überwindenden Schnelle quer über den Strom laufen sahen — genau wie an- gesagt, drei Viertelstunden nach Abfahrt — arbeitete ich unser Steuermann vom rechten auf das linke Ifer hinüber und legte am Fuß zerbrochenen, teilen Feldgetrümmers in einer Art von Naturhafen an — dicht unter einer Spitze, um die das in steilem, schäumenden Schwall mit lautem Brauen herumschoß. Nun ging es an eine etwas fchwie- ige Kletterei. Die Felsen waren vom Hochwasser glatt geschliffen, daß man nur barfuß oder aus den biteben die Reichweiten. Bei einer Nachtübung innerhalb der Helgoländer- Bucht erhielt ich den Befehl, dem Flottillen-Führer- boot „8 125", das nur wenige Seemeilen von uns entfernt stehen konnte, Meldung von dem Zusammenstoß zweier Nachbarboote zu erstatten. Trotz allen Fluchens unseres Halbslottillen-Chefs gelang es dem in seiner engen und heißen F.-T.-Bude furchtbar schwitzenden F.-T.-Heizer erst Verbindung zu bekommen, nachdem wir bei Helligkeit schon längst neben „8 125" festgemacht hatten, um mündlich zu berichten. Ich hatte vergessen, die Abgabe des Funkspruches rückgängig zu machen. Glückstrahlend kam nach einiger Zeit der F.-T- Heizer auf die Brücke geeilt, ohne in seiner freudigen Erregung das längsseit liegende Flottillenboot zu bemerken: „Herr Oberleutnant, jetzt werde ich ,8125' gleich kriegen, weit kann'er nicht mehr ab sein, gehört hab ich ihn schon!" In dieser urkomischen Situation konnte ich es mir nicht versagen, von dem Brückenkleid des nebenan liegenden Bootes eine Rettungsboje mit der leuchtenden Aufschrift: „S. M Tpdbt. 8 125" abzunehmen, und diese ihm mit den Worten um den Hals zu hängen: „Da hast du ihn, nun halt ihn aber gut fest!" Der strenge H.-Chef, der diese Szene leider beobachtet hatte, warf uns nun einen bösen Blick zu, wobei er in seinen Bart brummte: „Ihr beiden könnt euch mit eurer ganzen F.-T.-Bude begraben lassen!" F.-T. auf der Flotte bis 1914. Mit Riesenschritten vollzog sich die weitere Entwicklung der F.-T. auf unserer Flotte. Im Jahre 1908 fanden die ersten Reichweiten-Versuche mit der Reichspost statt. Selbst im Atlantischen Ozean (tun* verhüten, so zeigten doch die niederschmetternden Erfahrungen dieses Tages, daß die Kraft des deutschen Heeres in bedenklicher Weise erschöpft und an größere Angriffe, die allein eine günstige Wendung der Gesamtlage hätten bringen können, nicht mehr zu denken war. Das deutsche Heer auf der Westfront mußte auf Abwehr g e st e l l t werden, und die Initiative ging auf den Gegner über. Damit war aber die Möglichkeit ded Endsieges entschwunden, und es konnte sich nur noch darum handeln, durch hinhaltenden Widerstand und allmähliches Ausweichen in die als besonders stark und an den meisten Stellen tanksicher erachtete Ant- w e r p e n - M a a s - L i n i e den Feind zu ermüden und zu einem leidlichen Frieden zu kommen. Hätte die Heimatfront in den nächsten Wochen und Monatey nicht versagt, so wäre wohl dieses bescheidene Ziel angesichts der zunehmenden Kriegsmüdigkeit der Franzosen und Engländer zu erreichen gewesen. Fragen wir uns zum Schluß, ob der schwarze 8. August auf ein Versagen der Führung oder der Truppe zurückzuführen war, so ist es nicht leicht, hierüber ein gerechtes Urteil abzugeben. Die Führung traf der Angriff nicht ganz unerwartet, vielmehr lagen wiederholte Meldungen der Stellungsdivisionen über Tankgeräusche hinter der feindlichen Front vor, auch hatte ein Flieger die Ansammlung von etwa 100 Tanks gegenüber einem Teil der Stellung berichtet. Anderseits hatten Gefangene nichts über einen bevorstehenden Angriff ausgesagt. Jedenfalls konnte die 2. Armee nichts Bestimmtes über die Ausdehnung, noch weniger über den Zeitpunkt eines etwa zu erwartenden Angriffs wissen. Es ist müßig, darüber zu urteilen, vb sie durch näheres Heranschieben der Eingreifdivisionen und der Armeereserve den Einbruch früher hätte ab- riegeln und wenigstens den größeren Teil der Artillerie retten können. Das durch den Nebel begünstigte Ueberrennen der vorderen Stellung hätte sie sicher nicht verhindern können. Ob die Truppe so versagt hat, daß man ihr die Hauptschuld an dem Unglück zuschieben darf, ist zum mindesten zweifelhaft. Daß die übermäßig schwache Besatzung der vorderen Stellungen und das Fehlen genügender Bereitschaften dahinter dem Feinde das Vorkommen erleichtert hat, ist unbestreitbar. Das deutsche Heer von 1918 hatte nur noch einen mehr milizartigen Charakter, das feste Gefüge eines Frontheeres war durch den Ausfall der besten kriegserfahrenen Unterführer und Frontkämpfer verloren gegangen. Gewiß haben auch einzelne Truppenteile, insbesondere der junge Ersatz, der in der Heimat moralisch verseucht war, weniger Widerstand geleistet, als von ihnen trotz der Ungunst der Verhältnisse erwartet werden konnte. Es ist auch leider erwiesen, daß Drückeberger, die sich hinter der Front unerlaubt herumtrieben, die anrückenden Reserven mit dem Ruf „Streikbrecher" empfingen. Solche traurigen Vorfälle können aber nicht verallgemeinert werden. Es hat sich in den nächsten Wochen bei den schweren und entsagungsvollen Rückzugskämpfen gezeigt, was die hungrigen, entkräfteten und abgerissenen deutschen Truppen gegen eine erdrückende Ueberlegenheit an Menschen und Material noch leisten konnten. Das Gesamtbild des deutschen Heeres von 1914 bis 1918 als des besten aller Zeiten und Völker wird auch durch den schwarzen 8. August nicht verdunkelt. den unsere Schiffe von jetzt ob mit der Heimat in sicherer F.-T.-Verbindung. Lange Jahre wurde die F.-T. in der Hochseeflotte nur für den inneren Dienst und zur Ausbildung des Personals verwandt. Befehle für Formatwnsande- rungen und Gefechtssignale wurden noch nicht mit F.-T. gegeben, da man durch leicht mögliche Irrtümer hierbei Gefahrquellen vermutete. In der letzten Zeit vor dem Krieg war die F.-T. aber auch für diese Zwecke voll frontreif. In glänzendster Weise bestand sie ihre Feuerprobe in der Skagerrak-Schlacht, als Admiral Scheer im schwersten feindlichen Feuer die ganze Schlachtlinie schneller, als durch optische Signale möglich, dreimal durch F.-T. in wenigen Minuten herumwarf. F.-T. auf U-Booten im Weltkrieg. Bei Kriegsausbruch langte die F.-T.-Reichweite auf U-Booten knapp von Helgoland bis Wilhelmshaven. Häufig fiel sie bürd) Zerschlagen der Antennen bei Schlechtwetter, oder nach Tauchfahrten auf großen Tiefen ganz aus. Im Herbst 1914 standen die vor der flandrischen Küste operierenden U-Boote, noch in keiner Verbindung mit der Flotte, oder einer F.-T.-Station der Westfront. In der ersten Hälfte des Jahres 1915 blieben unsere U-Boote im Atlantischen Ozean noch außer F.-T.-Verbindung mit der Heimat oft wochenlang auf Station So war es immerhin möglich, daß langst Waffenstillstand abgeschlossen fein konnte, ohne daß die U-Boote dieses erfuhren und deshalb ruhig weiter Krieg führten. Bald waren aber auch die Reichweiten der U-Bote wesentlich erhöht. Von 1916 ab standen alle U-Boote bereits im Mittelmeer und im nördlichen Eismeer, sowie sogar an der Ostküste Amerikas in Verbindung mit deutschen F.-T.- Stationen. .Getauchte U-Boote konnten natürlich keine F.-T.- Nachrichten empfangen. Auch mußte mit gelegentlichen Störungen immer noch gerechnet werden. So versenkte „11=23.50" unter Oberleutnant z. S. K u - Wir können uns heute kaum noch vorstellen, daß l ein großes, seegehendes Schiff, besonders ein Kriegs- \ schiff ohne Funken-Telegraphie (F.-T.) auf dem Meer ' fährt. 1 Die Zeit liegt aber noch gar nicht allzu lange zu- i rück, in der jedes Schiff, sobald es aus Sicht von i Land kam, von allen Nachrichten über die Gescheh- i nisse in der Welt abgeschnitten wurde. Unsere Aus- । landskreuzer blieben oft wochenlang ohne Postoer- i bindung oder sonstigen Nachrichtenempfang. So war cs immerhin möglich, daß sich inzwischen die politische Lage mit anderen Staaten nicht nur zugespitzt hatte, sondern bei Anlaufen eines Hafens bereite Kriegszustand herrschte. Unsere Kriegsschiffskommandanten hatten daher damals Befehl, jeden Abend vor Anbruch der Dunkelheit für alle Fälle Vorbereitungen für „Klar-Schiff zum Gefecht!" zu treffen. Der „Dienst an Bord", unsere „Marine-Bibel", besagte: „Wenn ein auswärts befindliches Schiff lange ohne Nachricht über politische Zustande ge vesen ist, hat der Kommandant bei Annäherung an t in fremdes Fort, ein fremdes Kriegs- ober ein sonst verdächtiges Schiff sein Schiff gefechtsbereit zu machen, habet aber jedes äußere Zeichen dieser Bereitschaft aus bas Sorgfältigste zu verbergen." Dieser Fall kam für uns noch im Jahre 1900 einmal praktisch in Frage. Bei politischer Spannung mit England während des Burenkrieges erhielten nür, mit S. M. S. „Charlotte" vor Korfu liegend, am 17. Dezember 1900 vom Admiralstab das Telegramm: „Sofort zur Hilfeleistung nach Malaga gehen!" Da kein Grund angegeben war, glaubten mir, in Malaga weitere Befehle empfangen zu sollen. Als wir am 22. Dezember die Hafeneinfahrt von Malaga gefechtsbereit ansteuerten, entdeckten wir im Scheinwerferlicht ein englisches Linienschiff. War etwa schon Krieg mit England ausgebrochen? Bald teilten uns die Engländer von einem zu uns gesandten Boot den Grund ihrer Anwesenheit und unserer Entsendung mit. Das Schulschiff „Gneisenau" war am 12. Dezember auf den Felsen der Außenmole von Malaga gescheitert. Als erste waren englische Kriegsschiffe zur Hilfeleistung von Gibraltar entsandt worden, die mir nun ablösten. In. dem Landtelegramm an uns hatte man Worte sparen wollen, da man in Berlin glaubte, daß wir im Mittelmeer schon von dem Untergang der „Gneisenau" gehört haben müßten. — Hätten wir damals schon F. T. an Bord gehabt, so wäre die ganze Aufregung, aus der heraus bei etwa gesteigerter Nervosität leicht schwere Komplikationen entstehen konnten, vermeidbar gewesen. Unsere Flotte 1900 noch ohne F.-T. Im Jahre 1900 waren erst einige Versuchsschiffe mit F. T. ausgerüstet. Als der Kaiser nach der am 20. Juni 1900 erfolgten Ermordung unseres Gesandten in Peking, Frhr. v. Ketteler, die Mobilmachung der vier Linienschiffe der „Brandenburg- Klasse: und des Kleinen Kreuzers „Heia" zur Fahrt nach Öftesten anordnete, konnte den in der westlichen Ostsee übenden Schiffen dieser.Befehl erst nach tage* teäigem Suchen von nachgesandten Torpedobooten übermittelt werden. 1905 noch zu geringe Reichweiten. Als unsere gesamte „aktive Schlachtflotte" im Sommer 1905 zum Besuch der englischen Flotte nach Souchampton entsaydt war, überbrachte der Marine- Sttümpfen Halt gewinnen konnte, aber wir kamen alle glücklich in ine Höhe, an der Inschrift vorbei, deren Züge, offenbar vor kurzem, weiß nachgezogen worden sind, um sie leichter erkennbar zu machen. Unter chr find bas Wappen von Portugal unb die Namen von Diego Cao und zwölf seiner Gefährten eingegraben, daneben drei Kreuze, wahrscheinlich zum Gedächtnis dreier Verstorbener. Moderne Be- ucher haben sich in der Rinde einiger Baobabs verewigt, die zwischen den Felsen wachsen. Hat man ich erst nach oben gearbeitet, so findet man auf einigen natürlichen Felsstufen einen ganz behaglichen Sitz. Alle fteuten wir uns des wirklich inter- effanten, nicht alltäglichen Erlebnisses. Natürlich wurde auch eifrig photographiert. Mir scheint schwer begreiflich wie die brei Karavellen Diego Cao's, die doch nur mit Segeln, bewegt wurden, die Gewalt des Stromes, die uw erem starken Motor schwer zu schaffen machte iberwunden haben und bis an diese Stelle gelangt: ein sollten. Die Inschrift sagt aber ausdrücklich- Hierher kamen die Schiffe. Einmal hinter der Felsspitze, hätten sie in ruhigem Wasser oertaut werden können, aber wie sie heraufbringen? Treideln vom Ufer aus ist durch das zerklüftete Fels- gelände ausgeschlossen. Vielleicht führte der Kongo» ausnahmsweise niedriges Wasser und die Strömung war etwas gemäßigter, vielleicht legte ein starker stromaufwärtswehender Wind doppelten Druck >" die Segel... aber wozu so viel nachdenken, es steh! da: Aqui cheyarem! — und die alten Pol" tuaiesen waren Seefahrer, die schon etwas konnten- Auch die rückwärtige Felskletterei ging glücklich) vonftatten. Unser Boot wurde wieder in den wirbelnden Strom hinausgesteuert, und in einer Viertelstunde schossen wir zum Pier von Matadi hinunter. Am Bahnhof grüßten wir noch einmal nach deutlich bas Bilb Stanleys. Seine harten Züg< mochten benen des alten Diego Cao ähneln! wird der „Chaudron" (Kessel) durchfahren, in dem der um eine Biegung hereinschießende, in unheimlichen Wirbeln umhergetriebene Strom fast 200 Meter tief ist. Gleich nach der Biegung erblickt man am linken, nördlichen Ufer, auf stell ansteigendem felsigen Gelände, die Häuser von Matadi. Hier ist der Kongo schon auf 500 Meter Breite zusammengepreßt und 90 Meter tief. Weiter können die Schiffe wegen der reißend zunehmenden Stromgeschwindigkeit nicht hinaufgehen. Zwischen Matadi und Leopoldville zwängt sich der Kongo, in engen Schluchten donnernd und stürzend, durch die Gebirgsschwelle hindurch. Diese vollkommen unbefahrbare Strecke wird durch eine 400 Kilometer lange Eisenbahn umgangen. Don Leopoldville bis Stanleyville ist er dann wieder 1500 Kilometer weit bequem schiffbar, und große Flotten von Fracht- und Pyssagierdarnp- fern verkehren auf ihm. Gegenüber dem Bahnhof von Matadi sieht man in eine Quadermauer eine Reihe von bronzenen Reliefs eingelassen: in der Mitte die Gestalt Stanleys, rechts und links Szenen aus seiner zweijährigen Durchquerung Afrikas, auf der er den Lauf des Kongo entdeckte. Darüber steht die Inschrift: 18. August 1877 — das Datum, an dem Stanley mit dem Rest feiner erschöpften Mannschaft nach unendlichen Mühsalen Matadi erreichte und von den wenigen Weißen, die sich wegen des Handels mit den Eingeborenen dort niedergelassen . yatten, staunend begrüßt wurde. Oberhalb von Matadi war damals alles eine terra incognita. Stanley? aus dem Innern kommend, erschien wie vom Himmel gefallen; man begriff nicht, wie er sich an den Katarakten — er nannte sie die Livingstonefälle — hatte herunterarbeiten können. Sie hatten auch Opfer genug verlangt! Hier in Matadi hörten wir, es gebe auf einem Felsen noch etwas weiter aufwärts am linken Ufer eine erst 1890 aufgefunbene Inschrift, bie Diego Cao, der 1482 die Mündung des Kongo entdeckte, wahrscheinlich auf einer zweiten Fahrt einige Jahre später hatte einmeißeln lassen: „Aqui cheyarem os nacres de esclarando Rey Don Joambo de Portugal"— „hierher kamen die Schiffe des erlauchten Königs Don Johanns II. von Portugal". Durch die Liebenswürdigkeit des französischen Konsuls in Matadi, Mr. Clementz, erhielten wir heute früh ein Stahlboot mit starkem Motor, um bis zur Felsinschrift vorzustoßen. Unser Kapitän unb ein Mitpassagier, ein junger Franzose, Mr. Prevost, waren mit non der Partie. Bald wurde bie Fahrt auf der reißenden Stromstrecke oberhalb Matadi, immerfort durch vorwärtsstürzenbe^ kurze Wellen Färbung. Die Strömung ist so stark, baß unser Schiff von Bananapoint an ber Münbung, wo ber Lotse an Bord kommt, für die 72 Seemeilen bis Matadi einen ganzen Tag brauchte. Anfaqas sind die von Mangroven und Sumpfpalmen gesäumten Ufer lach und liegen so weit auseinander, baß man in einen Meerbusen einzufahren glaubt, nicht in einen Fluß. Allmählich zeigt sich in ber Ferne, noch im Morgendunst verschwimmend, hohes Land. Dann ieht man grasbedeckte Berghänge sich zum Strom herabsenken unb bas Bett ber immer rascher ein- herströmenden Wassermasse begrenzen, und mit der Annäherung an den ersten Flußhafen, Borna, wo vor der Erhebung Leopoldvilles zur Hauptstadt die Verwaltung des ganzen Kongogebietes ihren ...... bie g ^graphische Tatsache baß ber Kongo in seinem SB r>s L j Das 'zweit ii Kanute f'nL Zetit an - Mtthe'ns m Mich •SÄf 5* > ,jr coa ainore w*, ""6 *« »d-nk-n Wie das La» w Nhe'N R B die grauen !Dln, sind ß w zu uns WN und ß*e «o gäbe es k nähme man jfl Rheinland- Ni mehr denn •m alle Deuts' aieit hinaus üt Deutschland such Worte. Zugleich ber deutschen S den Zauber der hier Schwarm bet Kraft ist, Atur und im leit des W Schaubaren hi SMMl 2 Wer auf d karle nach bei sie nicht. Viel hing bekannt; ganz besonders nen inhalt- ur mens. Sonst n tllir Zeit zu ! idjen der Os in, als Derb | :-li Halbinsel ] 'rhnb eine für Nter breite Hvn früh- o Sit*. E"°ch w Qmiien <* ®aren Sami tzs e8kn die Äff” Mtn Tch, -ii-k s 6ta: Äba5 So , eitler ei £ Kleid | lange Slörocfm» Wanderfahrten Stockheim — Glaubecg — Bleichenbach — Büdingen. den Dauer der | Wanderung 4'/r Stunden. ollen. stummt sein. Geschichten aus aller Welt sich auch die Fischländer nach einem Kein Glück gcrin Dinka Das Land Tirol ist reich an schönen Baudenk- : malern. Ich denke hier vor allem an die Kirchen : von Schwaz, Hall und an einige Bürgerhäuser in Innsbruck, an das Schloß Amras u. a. Aber am meisten hat es mich immer wieder hingezogen zu den eigentlichen Tiroler Bauernhäusern. Sie sind in ihrem geschlossenen volkstümlichen Stil so schön und wirken so künstlerisch, daß ich immer wieder stehen bleiben und staunen mußte. Das breite überstehende Dach, darunter die kleinen, manchmal thit Stäben versehenen, Fenster, die schön geschnitzten Dachränder und bann die Balkone, die das Haus rings umsäumen, all das wirkt malerisch und einladend, schmiegt sich schön der ganzen Gebirgswelt an und zeugt non dem hohen in- sich gefestigten Kunstsinn der Tiroler Handwerker und Bauern. Welch köstliche Schätze aber ein solches alte Bauernhaus im Innern birgt, das sah ich in dem Volkskunst museum in Innsbruck, wo 22 vollständige Originalstuben eingebaut sind. Es handelt sich hier nicht um Nachahmungen, sondern um echte Tiroler Bauernstuben, die man aus dem Ziller-, Puster- oder Inntal herbeischaffte. Es wird wenig Museen geben, die solche Kunstwerke in dieser Fülle bieten. Tagelang könnte man hier urn- herwandeln und würde immer wieder neue Schönheiten entdecken. Die Wände, die Decken, der Fußboden, alles ist aus Holz. Besonders die Decken zeigen mit ihren Schnitzereien eine Mannigfaltigkeit, daß man staunt. Ringsum die Wände, mit eingebauten Bänken, sind ebenfalls verziert. Dazwischen stehen nun die schönen Kachelöfen und die alten traulichen Bauernmöbel. Die Decken sind in kleine Felder abgeteilt, und dann haben die Bauernkünstler ihrer Phantasie freien Spielraum gelassen. In ganz wenig Fällen sind die Hölzer gebeizt worden. Im allgemeinen ließ man das Holz so, wie es die Natur schuf. Oelfarbe verwandte man ganz selten. Neben den Decken sind besonders die Täfelungen an den Wänden reich verziert. In den Ecken stehen die Truhen. Hier haben von jeher die Holzschnitzer ihre große Kunst gezeigt. Und tqas wir in dem Innsbrucker Museum an^ schönen Truhen sehen, das kann man kaum beschreiben.^Besonders die Truhen aus dem 16. und 17. Jahrhundert mit ihren eingelegten Arbeiten und herrlichen Schnitzereien erwecken immer wieder unsere Fronhausen — hassenhausen — Allendorf — Climbach — Großen-Buseck. kleines Krankenhaus, dessen Pflegerinnen katholische Krankenschwestern sind. Als die Oberin den Kranken untersucht und seinen Zustand sehr ernst gefunden. hatte, entschloß sie sich, das Bein über dem Knie zu amputieren, da dies das einzige Mittel war, sein Leben zu retten. Von zwei Priestern unterstützt, führte sie selbst die Operation aus. Der Indianer befindet sich bereits auf dem Wege der Besserung. Die Oberin, die das Krankenhaus schon seit Jahren leitet, hat als Pflegerin in kanadischen Krankenhäusern reiche Erfahrungen gesammelt, die jetzt den armen Indianern zugute kommen.D'.e Eingeborenen-Stämme bringen ihr daher die höchste Verehrung entgegen und nennen sie allgemein den „Weißen Engel des Nordens". C. K. Paris. Die Feier des 14. Juli wird der kleinen französischen Gemeinde Montgeron vielleicht teuer zu stehen kommen. Auch in diesem Ort wurde die Erinnerung an den Sturm auf die Bastille mit Musik und Feuerwerk gefeiert. Dabei platzte aber ein Feuerwerkskörxer nicht in der vorgesehenen Weise, sondern verspritzte Stücke nach allen Seiten, von denen eines die Nase der Mme. Susanne Drohet, der jungen und hübschen Frau eines Arztes, traf. Die Wunde heilte zwar schnell, aber auf dem reizenden Vorsprung ihres hübschen Gesichtes blieb eine kleine Narbtz in Gestalt eines Winkels zurück, der nach Ansicht der Dame ihr bis dahin so völlig fehlerfreies Gesicht schwer beeinträchtigte. So ging ie hin und verklagte den Stadtrat, der das Fest veranstaltet hatte,' auf einen Schadenersatz von 250 000 Francs, was ihr angesichts des Verlustes ihrer einwandfreien Schönheit noch eine bescheidene Forderung zu sein schien. Der Stadtrat dagegen hält die Summe für übertrieben, und so jat das Gericht 'eine Kommission von ästhetischen Sachverständigen gerufen, die den Schaben gerecht feststellen Der „Weiße Engel des Nordens". C. K. Montrea l. Bewunderung. Daß die Bauernhäuser nicht nur schön, sondern auch praktisch eingerichtet sind, das konnte ich wäh- Ein energischer Herr. AS. Rom. Bor lauter Höflichkeit... AS. Liverpool. Mister Eumella ist ein höflicher Mann, und dieser Umstand hat ihn gerettet, aber einer alten Dame von 73 Jahren das Leben gekostet. Mister Eumella traf auf einer belebten Geschäftsstraße von Liverpool die 73 Jahre alte Frau Somers. Als höflicher Mann wich er aus, um ihr Platz zu machen. Die alte Dame ging, feine Höflichkeit mit einem kurzen Nicken anerkennend, vorüber, und da war das Unglück auch schon geschehen. Im gleichen Augenblick nämlich hatte der Sturm einen Flaggenmast vom Dach des Hauses gerissen, vor dem die beiden sich befanden. Flaggenmast und abgerissene Dachziegel stürzten auf die Straße, und ein paar noch durch Mörtel zusammengehaltene Steine stürzten auf die Stelle, die der höfliche Herr soeben frei gemacht hatte, und traf die alte Frau, die auf der Stelle tot zusammenbrach. Kostspieliges Feuerwerk. Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten! Dürfen die Buschmänner mit vergifteten Pfeilen schießen? C. K. Kap ft a b t. Pech in der Liebe. AS. Belgrad, hatte die junge bulgarische Operysän- Koleva mit ihren Heiratskanbibuten. lie weißen nden Schnelle e — genau wie'' Abfahrt - artai chten auf das Ai Fuß zerbrochm t Art von Mi' spitze, um dir mit lautem Srau« i eine etwas W- >n vom hochvWi ur barfuß oder auf Deutschland, an welchem unser großer Gärtner sichl- bar con amore gearbeitet hat, sind die Ufer des Rheins... Das ist eine Gegend wie ein Dichtertraum, und die üppigste Phantasie kann nichts schöneres erdenken". Bettina von Arnim-Brentano nannte das Land am Rhein „den Garten des Vaterlandes", und er ist es für uns Heutige erst redji. Der Rhein ist seit Jahrtausenden Schicksalsstrom, und die grauen Ruinen, die sich in seinen Wellen spiegeln, sind Erinnerungsmale der Geschichte und. sprechen zu unseren Herzen ebenso stark wie die Sagen und Lieder, die hier ihre Heimat haben. Wo gäbe es größeren Genuß für das Auge, woher nähme man reichere Erinnerungen mit als aus dem Rheinland? Es ist das Ferienland, zu dem seit mehr denn hundert Jahren der Zug des Herzens alle Deutschen zieht. Aber sein Ruhm klang weit hinaus über die Grenzen. Für alle, die Deutschland suchen, ist das Rheinland die festliche Pforte. Zugleich aber entbietet es den tiefsten Gruß der deutschen Seele, denn es bewahrt wie ehedem den Zauber der Romantik, die nichts mit sentimen- taler Schwärmerei zu tun hat, sondern ein Strom der Kraft ist, die ihre Quellen im Begreifen der Natur und im Wissen um die große Geschicklichkeit des Landes, über die malerische Pracht des Schaubaren hinaus, hat. K. H. B. Tierleben Südafrikas wenig Abbruch." Er brückte die Hoffnung aus, daß es der Kommission gelingen möge, den Steinzeit-Menschen ein besonderes Reservat-Gebiet zu erwirken, in dem sie leben und jagen können, wie sie es in den letzten 16 000 Jahren unverändert getan haben. Die streikenden Geishas. v C.K. Tokio. Wie aus Tokio berichtet wird, ist in einem Teehaus ein Streik der Geishas ausgebrochen, der schon eine Reihe von Tagen anhält. Die Mädchen haben den Streik erklärt, um gegen die niedrige Bezahlung zu protestieren. Sie fordern einen Anteil von , 50 v. H. auf die Einnahmen des Hauses. Zunächst vollzog sich der Streik ziemlich friedlich, er nahm bann aber gewaltsamere Formen an, indem die Mädchen den Hausherrn aus dem Hause jagten unb ihn schwer bedrohten, falls er zurückkommen sollte, ohne die Streitfrage zu ihren Gunsten entschieden zu haben. Die Polizei hat eine Vermittlung versucht, hat aber vorläufig kein Ergebnis erzielen können. Die Mädchen sind durchaus enb schlossen, den Kriegszustand aufrechtzuerhalten und von. keine ihrer Forderungen abzugehen. Die Geishas der anderen Teehäufer haben gedroht, den Streik ihrer Kolleginnen zu unterstützen, falls nicht in aller Kürze eine Einigung zustande kommt, der ihre Wünsche voll berücksichtigt. ULUU11 UV II l|l, VU C L UUUJ UM 11 JVluU.’ w iMUlvwwvi , v v 1 . v v ' •) 1 ’ ' » . . hier einen Hofen gehabt haben soll. An der schmal-! Meeresweite und unbegrenzte Himmeisserne, die sten Stelle des Fischlandes konnte man früher auch! ihr eigen sind. noch ein Störtebeckers Deep, und in Ahrenshoop1 — Sommertage aus dem Fischland Von Hermann Mbnch. Vom Bahnhof Fronhausen überschreiten wir Bahnkörper und gehen durch das jenseits der Lahn liegende Bellnhausen, unterwegs schöne Blicke auf Schloß Friedelhausen, den Altenberg, auf das Marburger Schloß, Spiegelsluft und den Rimberg genießend. Rote Striche geben uns das Geleite. Hinter Bellnhausen nimmt uns für ein großes Stück der Wald auf. Mehrere Markierungen überquerend, gelangen mir nach geraumer Zeit nach dem ansehnlichen Städtchen Llllendorf im schönen Lumda- tal. Von hier führen uns nunmehr rote Punkte aufwärts nach dem hochliegenden Climbach. Auf diesem Wege bieten sich prächtige Rückblicke in das Tal, auf Allendorf, Winnen, Nordeck mit seiner Burg, den Leidenhoser Kopf unb Totenberg. Unser Zeichen bringt uns über bic Treiser Heide mit wiederum hübschen Fernblicken, später durch Wald, den Hohe Berg überschreitend, nach unserem Endziel Großen-Buseck. Wanderzeit etwa fünf Stunden. Sie setzte sich in den Kopf, einen jugoslawischen Ehegatten zu nehmen. Deshalb kam sie nach Belgrad und gab in verschiedenen jugoslawischen Zeitungen eine Heiratsanzeige auf. Sie erhielt über 180 Heiratsanträge. Am besten gefiel ihr der Heirnts- ontrag eines jungen Studenten aus der kroatischen Stadt Vinkovze. Es entstand ein Briefwechsel unb bic beiden vereinbarten ben Hochzeitstag. Am festgesetzten Tag kam bie junge Sängerin nach Din- kovze und wurde vom Bräutigam erwartet. Er begleitete sie bis zur Kirche, wo die Trauung ftätt« finden sollte ufib entschuldigte sich, daß er sie für einen Augenblick verlassen müsse. Dann verfchwand er und kam nicht mehr zurück. Die Braut, bie Zeu- gen unb der Geistliche warteten eine Stunbe und gingen bann schließlich auseinanber. Die Sängerin reifte sofort nach Bulgarien zurück und erklärte, baß sie doch lieber einen Bulgaren heiraten wolle. „In Polen brummt ein wilder Bär .. AS. Warschau. In bem Urwalb von Bialowieca waren hn Früh* fahr acht Bären ausgesetzt worben, die vorher längere Zeit in Gefangenschaft lebten. In ihrer Gefangenschaft hatten sich die Bären so sehr an Menschen gewöhnt, baß sie jetzt des öfteren das Bedürfnis zeigen, Besuche in ben an ben Urwald grenzenden Dörfern abzustatten. Dabei hatten sie aber einige Bauern und einen Heger angefallen und verletzt. In ben letzten Tagen stattete ein Bär dem Städtchen Bialowieca einen Besuch ab. Nachdem er auf ber Polizeistubc erschienen war und niemand angetroffen hatte, begab er sich in das Gebäude ber Eisenbahnstation, wo sein Erscheinen eine Panik unter ben Passagieren hervorrief. Er ließ sich b' h Schreie unb Steinwürfe nicht einfchüchtern Hinb trollte nach genauer Besichtigung des Bahn* i Hofes wieder in den Urwald zurück. Seen der Eifel, des Bergischen Landes unb bes Niederrheins Tage erholsamer Feriensreuben. Obgleich bas Rheinlanb so reichlich mit allen Einrichtungen bes Verkehrs bebacht ist, ist das natürliche Landschaftsbild kaum irgenbmo angetastet. Wir empfinden heute noch basfelbe, was Heinrich von Kleist im Jahre 1801 in einem Brief aus Paris ausbrüefte: „Doch ber schönste Lanbstrich von itts L'W ■ w *1 „ 6 Vl I U oanierj». sSl «ÄÄFM beute? X te"pw Mi huf6t( d'-im Sttejm lim”9 und S,> “ al)«n, unb, ie,!'9 °°r Untiei. -n tn biefem ®Qr M-rwchi.ZA auf See — ,F.T.< Meer — i wär!" Wer auf der heutigen mecklenburgischen Land- < karte nach der „heiligen Insel' sucht, findet , sie nicht. Viel leichter wird er mit ihr in ber Dich- ; hing bekannt: benn sie ist oft besungen worben unb j ganz besonbers von Lely Kemp in in einem schä- ] nen inhalt- und bilderreichen Buche gleichen Na- .j mens. Sonst müßte er schon eine Landkarte aus ; alter Zeit zu Rate ziehen. Dann fände er zwi- , schen der Ostsee und dem Saaler Bodden, als Verbindungsglied zwischen der oommer- 1 schen Halbinsel D a r ß und dem mecklenburgischen , Festland eine fünf Kilometer lange und ein bis zwei Kilometer breite Landenge, die man dazumal noch von früh- ober gar germanisch-vorgeschichtlicher Zeit her — bie „Heilige Insel" genannt hat. Früher war dieses Fleckchen Erde wirklich noch Insel; denn damals standen im Norden unb Süben von ihm die Wasser ber Recknitz mit dem Meere in Derbm- bung. Aber obwohl später die Ausflusse veriand^ ten unb bie ßanbenge sich zusammenschloß, hat sich die „heilige Insel", bie heute als das Fischland bekannt ist, einen inselartigen Charakter bewahrt. Offene Meeresweite, unbegrenzte Himmelsferne, das sind die Hauptmerkmale dieser von der Natur in großen Linien gezeichneten Landschaft. Mußten sie nicht in den Bewohnern des Fischlandes den Drang nach der Weite der Welt Hervorrufen? Es kann nicht wundernehmen, daß die meiften männlichen Bewohner auf das Meer fuhren urfb ott erst nach Jähren in bie Heimat zurückkehrten. Unb doch reicht bie Geschichte ber heiligen Insel an das Reich bts Wunders. Denn im vergangenen Jahrhundert noch besaß das Fischland bei ungefähr 2000 Einwohnern 132 Segelschiffe von 1000 bis 1300 Raummetern. 132 Schiffe, mit denen die Fischlander auf bas Meer fuhren, eine deutsche Wikingerkuste! Unb wie bie Wikinger bes Norbens, so blieben auch viele Fischlänber braufeen auf bem Meek... Es ist selbstverstänblich, bafe ein solcher Volksschlag seine Eigenarten hat; schon die Vornamen, die auf bem Fischland heimisch finb, verraten bas, wie Olde, Tite, Clawefe, Chim, Tomes unb T-wes. Es gab noch vor wenigen Jahrzehnten unter ben Schifferfamilien nur wenige, die nicht miteinander verwandt waren, und infolgedessen in jedem Dorf nur einige Familiennamen, bie aber um so häufiger vorkamen. Deshalb nannte man biejenigen, bie ein Schiff besaßen, meist nach bem Namen ihres Schiffes. Und es besaßen ja so viele von ihnen ein Schiff. Wenn ein Schiffersohn eine Schiffertochter freite, legten bie Eltern und Verwandten zusammen und verschafften dem jungen Paar em Schi l- Blieb der Schiffer auf dem Meere, dann wurde ein Trauergottesbienft mit Glockengeläute für ihn vrtanstaltet. Starb er zu Hause, bann gab 'hm das ganze Dorf bas letzte Geleit, bie Frauen unb Mädchen in einer einheitlichen Tracht, bie aus einem schwarzen Kleib beftanb unb aus einem großen weißen Tuch, bas weit über bas Kleid fiel, über den Kopf geschlagen und unter dem Kinn zusammen- gebunben mürbe, so baß wie bei einer Nonne nur das Gesicht freiblieb Eine heitere Geschichte berichten italienische Blöt- ter aus Voghera. Der 49jährige Kaufmann Domenico Covini erfuhr, daß einige Nachbarn über seine Gattin Klatschgeschichten verbreiteten, in denen ihre unb damit auch seine Ehre nicht gerade gut wegkamen. Kurz entschlossen begab Domenico sich in eine Kneipe, in der er bie Verleurnber „zur Rede" stellte. Mit dem Erfolg, daß er elf seiner Gegner kampfunfähig auf bem Schlachtfeld zurückließ, als er nach verrichteter „Arbeit" frohgemut ben Heimweg antrat. Einige ber männlichen Klatschbasen mußten sich im nächsten Krankenhaus oerbinben lassen. Seitdem soll bie üble Nachrebe plötzlich ver- llv'v unb y * i. W'Jk* SW SxZK gewaltigen Titz gen die Englands ite aber das fc iden Stellen wui? e aus dem Dffenn i uhigere Wasser i iübergesteuert, ic Wirbel, in dagegen das renb meines Aufenthaltes in Tirol feftftellen. Ich wohnte längere Zeit in einem alten Haufe in der Nähe bes Achensees. Besonbers ber Balkon, ber um bas ganze Haus führt, hatte es mir angetan. Man konnte hier Schatten ober Sonne, je nach Bebürfnis, genießen. Das Frühstück nimmt man auf bem Balkon ein, unb ein Morgen auf einem sonnenbeschienenen Tiroler Balkon, vor uns frische Milch unb Butter, neben Kakao und duftendem Kaffee, im Tale bas Rauschen bes Gebirgswassers, hoch broben aber bie glänzenben, weithin leuchtenden Kalkspitzen ber Bergriesen, bas gehört schon zum schönsten, was wir erleben können. Die meisten Bäuerinnen haben außerdem auf bem Balkon neben ihren Vorräten an getrocknetem Obst, Gewürzkräutern usw. ihre Blumentöpfe mit Hänge- nelken und Begonien stehen. Schönere Begonien sah ich nicht, als bie in Tirol. Unter bem breiten Dach, bas meistens mit Steinen beschwert ist, sind alle lanbwirtschaftlichen Räume untergebracht. Man kann von ber Küche in ben Stall gehen, von ber oberen Stube in bie Scheuer. Die Stallungen liegen unter der Scheuer. Die Häuser auf ebenem Land haben einen besonderen, erhöhten Zufahrtsweg in die hohe Scheuer. Die an einem Abhang dagegen nicht. Vorn Holzboden der Scheuer aus find Klappen angebracht, durch die das Futter dem Vieh in die Raufe geworfen wird. Hier können bic Kühe tatsächlich sagen: „Alles Gute kommt von oben!" Die neuen Häuser in Tirol werben aus Steinen unb Zement erbaut und bann von oben Isis unten mit Holz umfleibet. Auch bie Dachkcmdeln finb aus Holz. Nirgenbs sieht man so viel aufgestapelte Bret- tervorräte wie in Tirol, überall summen bie Sägen in ben Holzwerken. Am Dachrcmb, am Balkon, sogar an ben Fensterrahmen, überall werden Verzierungen, von weitem wie große Eiszapfen aussehend, angebracht. Es tut unferm Auge immer weh, wenn sich bann — was auch vorkommt — mitten unter diesen wunderschönen Häusern ein sogenanntes modernes, protziges Gebäude hoch erhebt und die ganze Gegend verschandelt. Dann wandern wir lieber dahin, wo die alten Tiroler Häuser noch heute von ben Bergen grüßen, ins Tal des Inn unb seine ; Seitentäler. Wenn auch bie malerischen Gebirgstrachten bei ben Einwohnern vielfach verschwunben i finb, so bleiben boch bic Wahrzeichen bes alten bäuerlichen Kunstsinns, bie Tiroler Bauernhäuser. e aber mir tof? I -r Inschrift * I weiß nachgeW' I ennbar zu nWjl ölf feiner ®*l tilge, mW» »e einiger 8* >n wachsen, hat k- ' jo findet man* einen ganz 7 n, des wirklich i ** ert. . s*-% de» # kW icht f"K Str* -i-ht l‘9L jrf - WSenX -I "’Ä aM - und w )e w>ed r id, NNd f v**tst* X* Mit Sonntagskarte Bübingen fahren wir nach Stockheim. Vom Ausgang bes Ortes geht es in | kräftigem Anstieg hinauf zum Glauberg, bessen Gipfel wir bei einem hohen, steilen Ringwall, bem noch ein nichtiger Wall vorgelagert ist, erreichen. Wir besichtigen die durch mehrjährige Ausgrabungen freigelcgten Teile ber ehemaligen gewaltigen Burganlage ebenso wie. bie hierbei gemachten Funde aus allen Zeitaltern, bie sachgemäß in einem Museum untergebracht finb. Ein Gang über ben mit zahllosen Königskerzen beftanbenen Komm bes Berges erschließt uns eine weite umfassende Rundschau. Wir verlassen den Berg auf ber Ostfeite unb gehen hinab nach Bleichenbach, das mit feinen vielen Fachwerkbauten und den gut gepflegten Straßen sich vorteilhaft ausnimmt. Von hier steigen wir zu dem bewaldeten „Betten" empor, wo wir nach einiger Zeit blaue liegende Kreuze antreffen, bie uns durch das reizvoll gelegene Dudenrod über Berg unb Tal nach unserem Endziel Bübingen, bem hessischen Rothenburg, bringen. T----- Tiroler VamiAirser Von ph. Hofmann. I Wahl, an den heißen Tagen in ber Ostsee ober irn I soll bieser Seeräuber sogar eine Brücke ms 'JJteer e 01/11 vlllölll) ZtOviniUnP* Bobben Kühlung zu suchen. gebaut haben. Es ist lohnend, von dem Kirchturm Zelten, . ... . .. I Von Ribnitz mit dem Clarenkloster, dem das in Wustrow einen Blick über bie heilige r n i i Hi r> n vniint»«; utlh hp<ö r. “ r - « ! , , < > n< < . < I m-,................s Aimmoititornp hin l tihoklori SU? fonoritinon rnHinfti'ho Die Frage, ob die Buschmänner, bic Stcinze-.t- Gingeborenen Südafrikas, bei ihrer Jagd vergiftete Pfeile benutzen dürfen, ist in letzter Zeit für bie Regierung Südafrikas Gegenstand lebhafter (Eij- uns Asqiaji frewueo. vrt'erungen gewesen Die Buschmänner hoben sich »ä ääs MS Ms» s sä Solöt ouf d,° Vorzug- d-- 8'f*an6e5 ertaltum d-r asrikanisch-n Fauna und Mora be- e.S.'7„ «a s: >" Ä' z.s e5ni’inbwenf(,d’0n 3n,h= Un nieder, der in den betroffenen Hellen Maria hatte ihr Wort gegeben, und so mußte sie seinen Wunsch erfüllen. Und seit damals hat der Mohn sein Krönlein. Nachher freilich fing er an, sich darüber zu ärgern, daß die Gäste nicht im Sommer gekommen waren und er es zu seinem roten Schürzchen erhalten hätte, damit er völlig einem König gliche. Und in seinem Aerger wurde er immer gelber und blasser, wovon auch das Krönlein seine Farbe und seinen Glanz verlor. Die heiligen Wanderer setzten ihre Reise fort, und eine Weile ging sie günstig vonstatten. Allein die Häscher schwärmten überall im Lande umher und waren ihnen bald auf den Fersen. Und es kam dahin, daß sie ihnen abermals ausgeliefert schienen, weit und breit kein Versteck wahrnehmen konnten und abermals große Angst auszustehen hatten. Da gewahrte aber die heilige Jungfrau eine Bohnen- schote. „Die wird uns verbergen!" sagte sie froh, und wirklich zogen sie ein in die Schote, in die Gesellschaft der noch ganz jungen, unfertigen Bohnen, die behaglich in ihren glatten BeUchen lagen. Allein rechts und links ging die Schote nicht recht zu, und es bestand die Gefahr, daß die Häscher ste doch in ihrem Versteck erspähten. Da nahm hie heilige Jungfrau flugs ihr Nähzeug zur Hand und nähte sie auf beiden Seiten zusammen, so daß es hübsch dunkel und behaglich wurde in dem länglichen Raum. Die Knechte des Herodes beachteten denn auch die Schote nicht weiter, zogen vorüber, und als hie Luft wieher rein war, konnte sich auch das heilige Paar wieder auf seinen Weg machen. Maria aber fragte, wie sie her braven Schote den gewährten Schutz entgelten könnte. „Oh, ich bitte um nichts", sagte die Schote bescheiden, „aber wie hu mich rechts und links zugeschlossen hast, das taugt mir für meine kleinen Bohnen. Wenn du gestattest, so mochte ich die Faden Legende. Äon Max Mett. Als die heilige Maria mit dem Jesuskinde und dem Nährvater Joseph nach Aegypten floh, geschah es, daß die Kriegsknechte, die König Herodes zu ihrer Verfolgung ausgesandt hatte, ihnen schon ganz nahe kamen und es dem heiligen Joseph schon nicht mehr möglich dünkte, ihrem Dräuen zu entrinnen, zumal er weit und breit weder eine Hohle noch eines hohlen Baumes ansichtig wurde, sich dann zs verbergen. Da stand am Wegende ein langer Stengel mit einem hocherhobenen grünen Mohnhaupte darauf. Und da Maria die Pftanze gewahr wurde, redete sie sie an und sprach: „Wir haben nirgend eine Zuflucht, uns vor unfern Widersachern zu retten; verbirg hu uns in hem Hohlraum heiner Frucht. „Das will ich wohl tun", errpiherte her Mohn, „wenn ihr auch gewillt unh imstande seid, die Herberge, die ich euch biete, zu bezahlen. Jedes Bettelpack kann ich nicht aufnehmen; denn ich bin vornehm unh so gut wie ein König, ihr solltet nur im Sommer mein leuchtenhes Gewanh gesehen haben." „Was hir gefällt von hen Habseligkeiten, hie wir mit uns führen", antwortete die heilige Maria, „soll dein sein, wenn wir die Gefahr nur gut überstehen." , , . „ „Daran wird kein Mangel sein, tretet nur ein , sagte her Mohn, „ich teil! inzwischen schon, nachhenken, was ich von euch verlangen werde. Uno so zogen die heiligen Wanderer in die kleine hustende Brutkammer ein, an deren gewölbten Wanden die Tausende von winzigen Körnchen in hohen Regalen ihre Reife abwarteten. Die Hascher kamen heran; sie hatten die Verfolgten, die ste schon erreicht glaubten, mit einmal aus den Augen verloren und waren nicht wenig verdrießlich darüber. Aber es half ihnen nichts, auf den Mohnkopf konnten sie keinen Verdacht haben, und so verloren sie sich allmählich, und das heilige Paar konnte daran denken, aus seinem Zufluchtsort hervorzugehen und die Reife fortzusetzen. Vorher aber fragte die Gottesmutter noch ihren Wirt, was sie ihm schuldig wären. Dem hatte nun das Kronlein, das er auf Mariens Haupt wahrgenommen, sehr in die Augen gestochen^und er sagte: „Der Dienst, den ich euch erwiesen, ist kein kleiner gewesen, und so kommt ihm auch kein geringer Lohn zu. Gib mir das Kronlein, das du auf „hem Haupte trägst, es wird mir gewiß gut stehen." Dornotizen. Tageskalender für Samstag. Gloria-Palast (Seltersweg): „Eine Frau kommt in die Tropen"; Spätvorstellung, 22.45 Uhr: „Das Geheimnis her Marneschlacht 1914" unh „Volk an der Front". — Gießener Rabfahrer-Vereinigung: 20.30 Uhr, Begrüßungsabenb im „Burghof". — 31. Ruber-Regatta auf her Lahn: 9.30 Uhr Vorrennen; 16 Uhr Beginn her Rennen; 20 Uhr Begrüßungsabenb im unteren Bootshaus her GRG. 1877 e. 23. Tageskalender für Sonntag. Gloria-Palast (Seltersweg): „Eine Frau kommt in die Tropen"; Frühvorstellung 11.10 Uhr: „Das Geheimnis der Marneschlacht 1914" und „Volk an der Front". — Gießener Radfahrer-Vereinigung: 6 Uhr: Start zur Meisterschaft; 12 Uhr: Ziel her Meisterschaft; 15 Uhr im „Schützenhaus" Sieger- Ehrung, Konzert unh Tanz. — 31. Ruber-Regatta Essig,aure Tonerde. Wenn jemand auf eine Quetschung oder eine Wunde einen feuchten Verband legt, was nimmt er dazu? In mindestens 90 von 100 Fällen mehr oder weniger verdünnte, essigsaure Tonerde, öie ist im Volke bas Mittel zu „Umschlägen". In hen meisten Fällen geht es auch gut; die Wunde heilt, sagen wir, trotz der essigsauren Tonerde. Aber es geht nicht in allen Fällen gut. In der Deutschen Mcdi- ziniichen Wochenschrift berichtet Dr. St als aus der Gießener Chirurg i s ch e n Kll ni k zur Warnung über mehrere Fälle, in denen der Verband mit essigsaurer Tonerde zu schweren, ausgedehnten Verätzungen der Haut mit nachfolgenden Eiterungen und langwierigem Krankheitsverlaus geführt hat. Er ist nicht der erste Warner. Es ist beobachtet worden, daß Finger und Zehen durch essigsaure Tonerde ganz absterben können und entfernt werden müssen. Leider sind die Schäden Diel zu wenig bekannt. Der Ruf der essigsauren Tonerde ist so alt und so fest, daß er nicht leicht erschüttert werden kann. Das Sonderbare ist habet, daß er vollkommen undegriMdet ist. Der feuchte Verband ist gut, aber die essigsaure Tonerbe nutzt gar nichts dabei. Eine desinfizierende Kraft hat sie bei gehöriger Verdünnung nicht. Je konzentrierter sie aber angewandt wird, um so mehr steigert sich ihre Aetzwirkung. Dazu kommt noch etwas anderes. Der feuchte Verband soll die Wundabsonderung aufsaugen, damit sie sich nicht in der Wunde staut. Wenn der Verband mit essigsaurer Tonerde aber trocken wird, nimmt er keine Feuchtigkeit mehr an Diese Eigenschaft der essigsauren Tonerde verwertet man ja, um Gewebe regendicht zu machen. Man tut also gut, das Mittel, das nutzlos ist, Dabei leicht gefährlich werden kann, aus der Hausapotheke ober dem Verbandkasten herauszunehmen und nicht ,ich habe die 1 weiter zu Wundverbänben zu verwenden. -an- Cinheitsform für Elekiriziiäisiarife 3 Opferbereite Beamtenschaft des Gaues Hessen L; NSG. Die Gauwaltung des Reichsbundes der ent- ■ 11* । Ah ernähen V. Vif- ! 4' ' Dienst der Volksgemeinschaft gestellt. ‘ .1 '• Unfälle auf dem Lande. aus Gau über im den ihren Jahresbericht für das Jahr 1937 vor, wir nachstehende aufschlußreiche Einzelheiten nehmen. Der Mitgliederstand des RDB. hat sich im Hessen-Nassau auf die stattliche Zahl von Hofstraße erhebliche Verletzungen an beiden Knien. — Der 26 Jahre alte Arbeiter Hans Hohl, Asterweg, kam mit einer Flasche in der Hand zu Fall und erlitt Sehnen- und Schnittverletzungen der linken Hand. — Der 23jährige Arbeiter Hans K ö • nig, Mühlstraße, zog sich durch kochendes Wasser Verbrennungen zweiten Grades an beiden Unterarmen zu. — Ein Ingenieur aus der Frankfurter Straße wurde von einem Insekt gestochen und mußte mit einer schweren Infektion am linken Arm in ärztliche Behandlung gebracht werden. Sämtliche Verunglückte wurden in die Chirurgische Klinik eingeliefert. LPD. Mainz, 5. Aug. In der Nacht zum Freitag erhielt bei einer Schießerei in der Altstadt ein auf Urlaub weilender junger Mann einen Schuß, ' v Ä 3m Kranebenfalls bereits erschienene erste Ausführungsverordnung läßt zunächst den Zeitpunkt, bis zu welchem die Umstellung erfolgen muß, offen. Jedoch müssen die größeren Elektrizitätsversorger wenigstens den landwirtschaftlichen Tarif bis zum 1. I a - 60 000 Mitgliedern erhöht. Die Zunahme beträgt über 4000. Rund 1600 politische Leiter des Amtes für Beamte und RDB.-Walter haben die weltanschauliche, fachliche und organisatorische Betreuung der RDB.-Mitglieder übernommen. Eine beredte Sprache der nationalsozialistischen Opferbereitschaft der Beamtenschaft unseres Gaues sprechen die Zahlen von den Beiträgen zum Winterhilfswerk. 756 000 Mark führte der RDB. an das WHW. ab. Außerdem wurden noch 133 000 Mark während der Zeit des Winterhilfswerkes fijr andere Spenden gegeben. 98,5 v. H. der Beamtenschaft gehören der NSV. an. Insgesamt haben die Beamten des Gaues Hessen-Nassau an Geldbeiträgen für WHW., NSV. und sonstigen Spenden 1610103 Mark aufgebracht. bis 12%, Tauben 50 bis 60 Pf., junge Hähne, % kg 1,10 bis 1,15 Mark, Suppenhühner —,90 bis 1,05, Enten 1,20 Mark, Wirsing, grün 10 bis 12 Pf., Weißkraut 10, Rotkraut 12 bis 15, gelbe Rüben 15, rote Rüben 10 bis 12, Spinat 20, Römischkohl 8 bis 12, Bohnen, grün 18 bis 25, gelb 20 bis 25, Erbsen 20 bis 30, Tomaten 25 bis 40, Zwiebeln 10 bis 14, Rhabarber 10 bis 15, Pilze 45 bis 55, Kartoffeln, alte, 5, 5 kg 45, neue 6 bis 7, 5 kg 60 Pf., 50 kg 4,80 bis 6.— Mark, Falläpfel, % kg 10 bis 15, ! Pfirsiche 45 bis 60, Himbeeren 50 bis 55, Brombeeren 50 bis 60, Stachelbeeren 40 bis 45, Johannis- Leeren 35 bis 40, Blumenkohl, das Stück 10 bis 40, Salat 8 bis 12, Salatgurken 10 bis 50, Einmachgurken 2 bis 10, Endivien 15, Rettich 5 bis 15, Radieschen, das Bündel 8 bis 12 Pf. ** Unfälle. Durch einen schweren Sturz vom Motorrad erlitt ein 30jähriger Mann aus der Bahnküchen (Wehrmacht, Reichsarbeitsdienst, Krankenhäuser, Strafanstalten) erfaßt. Ganz gleich, wo auch der Abfall entsteht: das EHW. weiß ihn sich nutzbar zu machen. In den Metzgereien wird jetzt auch die Sammlung der bisher nicht verwerteten Fett- und Talg- grieben und aller sonstigen Abfälle eingerichtet, wie bisher schon die Schlachthofabfälle abgenommen wurden, um daraus ein wertvolles, hocheiweiß- haltiges Kraftfutter zu gewinnen. Abfälle, die im Betrieb von Molkereien, Brenne» reien, Brauereien usw. anfallen, sind ebenfalls eilt begehrtes Mastfutter und werden dort den Mästereien des EHW. zugeführt, wo sie nicht zur Vieh» Haltung ausgenutzt wurden. Da das Ernährungshilfswerk auf gemeinnütziger Kühne Herzoperation gelungen. An Lähmungsdarmverfckluß gestorben. Folgen einer Schießerei. Landkreis Gießen. § Lollar, 5. Aug. Unsere Gemeindeverwaltung ist bestrebt, das Ortsbild zu verschönern. So ist nun auch das unschöne Wiegehäuschen an der Ecke Adols-Hitler-Straße - Alte Bahnhofstraße verschwunden. Eine neue Gemeindewaage mit einem Anbau an die Wirtschaft Dolkmann ist an seine Stelle getreten, wodurch das Straßenbild wesentlich gehoben wurde. — Auch hier besteht die Absicht, eine Ersatzfeckerwehr zu schaffen, wie dies bereits an andern Orten geschehen ist. * Lang-Göns, 6. Aug. Am heutigen Tag kann unser Mitbürger, Feldschütze im Ruhestand Anton Konrad Dem sein 70. Lebensjahr vollenden. Abgesehen von einem Augenleiden, erfreut sich der hochbetagte Mann noch voller geisti- 1 ger und körperlicher Rüstigkeit. Wir beglückwünschen! nuar 1 9 3 9 eingeführt haben. Wenn auch die neue Tarifordnung für die landwirtschaftlichen Betriebe keine grundsätzliche Preissenkung vorschreibt» so ist doch zu erwarten, daß bei der Tarif- schlage möglichst fahren. Aber nicht nur in ihrer Opferbereitschaft zeigte die Beamtenschaft des Gaues ihre nationalsozialistische Haltung. 23 000 Beamte, über ein Drittel der Gesamtmitglieder des Reichsbundes, stehen als Aktivisten der Bewegung im Dienste des Führers, in der Partei oder ihren Gliederungen. Diese starke Beteiligung ist ein Beweis, daß die Erziehungsarbeit des Amtes für Beamte und des RDB. von Erfolg' gekrönt war. Die Kinder der Beamten gehören fast lOOprozentig der HI. und dem BDM. an. Dem Reichsluftschutzbund, dem Reichskolonial- * bund und dem VDA. gehören fast 80 v. H. der hessen-nassauischen ^Beamten an. Ebenfalls ist die Beteiligung an den Veranstaltungen der NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" sehr rege. x Besonders hervorzuheben ist die soziale Fürsorge des RDB., die in dem Kindererholungswerk, der Erholungsfürsorge, der Notfallunterstützung, der Sterbegeldeinrichtung und dem Tbc.-Hilfswerk, das im Laufe des Berichtsjahres 404 Fälle behandelte, besteht. 652 000 Mark flössen an Barunterstützun- gen und Sterbegeldern den Mitgliedern des Reichsbundes im Jahre 1937 zu. guten Zustand. Im Lause des Nachmittags erwies sich jedoch eine zweite Operation, und zwar eine Bauchoperation, als notwendig. Dabei zeigte ich, daß ein Lähmungsdarmverschluß eingetreten mar, der operativ nicht behoben werden konnte. Der Patient ist diesen Erscheinungen des Lähmungsdarmverschlusses am Nachmittag erlegen, lieber die Ursache des Lähmungsdarmverschlusses muß die Obduktion Aufschluß geben. Betrunkene Krasttvagenlenker am Steuer. Führerscheine entzogen. Lpd. Mainz, 5. Aug. Der 29jährige Johann Rabiega aus Mainz-Gonsenheim steuerte, trotzdem er betrunken war, ein Auto. Auf dem Aliceplatz rannte er gegen das Absperrgeländer für Fußgänger. Der Wagen wurde so schwer beschädigt, daß er abgeschleppt werden mußte. Rabiega wurde, zur Blutentnahme nach dem Krankenhaus gebracht. Die Untersuchung des Blutes ergab einwandfrei Trunkenheit des Fahrers. Auf Grund der verschärften Bestimmungen des Reichsführers ff und Chefs der deutschen Polizei wurde Rabiega sofort dem Richter vorgeführt, der ihn in eine Geldstrafe von 105 Mark, evtl, fünf Wochen Haft nahm. Außerdem wurde ihm der Führerschein entzogen. Lpd. Frankfurt a. M., 5. Aug. Dem Alsted Fischer, Frankfurt a. M., Kriegkstraße 49, ist wegen Trunkenheit am Steuer der Führerschein entzogen worden. 3n 100 Minuten von Frankfurt nach Berlin. LPD. Frankfurt a. M., 5. Aug. Am Freitagmittag traf auf dem Flughafen Rhein-Main zum ersten Male die jetzt im Streckenverkehr Berlin— Frankfurt eingesetzte Focke-Wulf 200 Typ Condor ein. Das Großflugzeug, das den Namen „Westfalen" trägt, war um 11.34 Uhr in Berlin gestartet und Punkt 13.10 Uhr auf dem Frankfurter Flughafen gelandet. Die Maschine bietet Raum für 26, Passagiere und wurde von Flugkapitän Helm gesteuert. Täglich um 17.35 Uhr startet dieses viermotorige Großflugzeug wieder nach Berlin, wo die Landung bereits um 19.10 Uhr fiattfinbet. Durch den Einsatz dieser schnellen Maschine ist es möglich, in Berlin noch den Abendanschluß an Flugzeuge nach Danzig und Königsberg zu erhalten. „Schinnerhannes" auf der Freilichtbühne bei Eschbach. * Eschbach, 5. Aug. An den nächsten Sonntagen gelangt auf der Freilichtbühne an den Eschbacher Klippen das Heimatspiel „Schinnerhannes" in letzten Vorstellungen zur Aufführung. Die Aufführungen werden von der NSG. „Kraft durch Freude" durchgeführt. Grundlage arbeitet und die in seinem Betrieb erzielten Ueberschüsse bestimmungsgemäß dem Hilf-' werk „Mutter und Kind" zuführt, werden die durch die Mitarbeit aller Volksgenossen EHW. geschaffenen Werte restlos wieder in Das Ernährungshilfswerk -er NSV. 52 eigene Mästereien im Sau Hessen-Nassau. — Jährlich im Sau rund 25000 Schweine durch das EHW. gemästet. iv T wenig Abnehmer evtl. Erhöhungen er- Die AmstelllW ZdR. Seit Jahren erheben die Elektrizitäts- Verbraucher, insbesondere die Landwirtschaft, Forderungen und Wünsche auf Senkung u nd Vereinheitlichung der Elektrizitäts- tari f e. Nicht zuletzt auf Grund dieser Bedürfnisse der Abnehmerschaft hat sich der Reichskommissar für die Preisbildung mit dem vordringlichen Tarifproblem beschäftigt. Hierbei stellte sich bald heraus, daß zunächst vor allem die vielen vorhandenen Tarif formen auf eine Norm gebracht werden müßten, um überhaupt zu einer klaren Vergleichbarkeit der Tarifhöhe in den einzelnen Dersorgungs- gebieten za gelangen. Dieser erste Schritt ist nunmehr durch die schon seit langem erwartete „Tarifordnung f ü r elektrische Energie" getan. Die Tarifordnung, die lediglich für K l e i n a b n e h m e r gilt, verpflichtet jedes Elektrizitätswerk, Ueberlandwerk, jede Elektrizitätsgenossenschaft, Stadt ober Gemeinde — soweit letztere Energieversorgung treiben —, für die verschiedenen Kleinabnehmergruppen je einen Tarif in der neuen Einheitssorm einzuführen und anzubieten. Die vier Abnehmergruppen .finb: Haushaltabnehmer, gewerbliche Lichtabnehmer, gewerbliche Kraftabnehmer und landwirtschaftliche Abnehmer. Die Einheitstarifform ift -ber Grundpreistarif. Ein Grundpreistarif ist ein Tarif, der aus zwei Bestandteilen besteht, nämlich einem Grundpreis, ber unabhängig von ber Menge ber ab= genommenen elektrischen Arbeit nach bestimmten Bezugsgrößen berechnet wirb, unb einem A r - beitspreis, ber für jebe angenommene Kilo- roattftunbe erhoben wird. Die Tariforbnung legt bar üb er hinaus auch fest, nach welchen Merkmalen ber Grunbpreis für die verschiedenen Abnehmergruppen zu berechnen ist, nämlich für Haushaltsabnehmer: die Anzahl der zum Haushalt gehörigen Räume (auch derjenigen ohne elektrische Anlage, jedoch außer bestimmten im einzelnen angeführten Nebenräumen), für gewerbliche Abnehmer: der An- UHL Seltersweg Nr. 67 adiO Telephon Nr. 3170 eparaturen i89?d deutschen Beamten (RDB.) legte in diesen Tagen " dem Umstellung gleichzeitig gewisse P r e i s a b - eickkalkuliert werden, damit immer nur Futterwagen, annähernd 100 Wiegeanlagen und Tausenden landwirtschaftlichen Geräten notwendig. Das Bauhandwerk zog in stärkstem Maße davon Nutzen, die Schweinezüchtereien haben durch bis Lieferung von Läufer- unb Einlegeschweinen einen erheblichen Austrieb erfahren. Gemäß seinem Auftrag auf Erfassung unb Verwertung aller Küchen- unb Nahrungsmittelabfälle beschränkt sich bas EHW. durchaus nicht nur auf bie Sammlung der in den Haushaltungen entstehenden Abfälle, sondern es werden alle bisher ungenutzten Abfälle jaus Gaststätten unb Groß- Der 13jährige Schüler Werner Latsch Daubringen zog sich burch einen unglücklichen Sturz einen Bruch bes linken Unterarmes zu. — Mit einer schweren Infektion, bte von einem Insektenstich herrührte, mußte die 25jährige Marlene Zöller von Grünberg in ärztliche Behandlung nach Gießen gebracht werden. — Der Werkmeister Heinrich Mohr aus Klein-Linden, erlitt, als er mit seinem Motorrad auf dem Heimweg war und in Gießen die Kaiserallee hinabfuhr, einen Unfall. Ein Hund lief ihm in das Motorrad, so daß Mohr zu Fall kam. Mit einem Bruch des linken Armes und mit Gesichtsverletzungen mußte ber Verunglückte in bie Klinik gebracht werben. Sämtliche Verunglückte wurden in die Chirurgische Klinik gebracht. beim ElektriziMwett Gießen. Vorarbeiten im Gange. — Vielleicht auch Preissenkung. Entsprechssnd dieser Anordnung werden auch beim Elektrizitätswerk Gießen fristgemäß bie neuen Tarife für bas Absatzgebiet auf dem ßanbe zur Einführung kommen. Wie überall, wird es sich auch hier künftig um eine Grund gebühr und eine Arbeit s gebühr handeln. Die Vorarbeiten für diese Tariferneuerung sind beim Städtischen Elektrizitätswerk bereits ausgenommen worden. Voraussichtlich wird man im Laufe des Spätherbstes mit der Veröffentlichung der neuen Tarife rechnen können. Mit dieser Neuerung ber Tarifgestaltung wirb vielleicht auch eine Senkung bes Strom- preis.es für den landwirtschaftlichen Strombezug verbunden sein, über deren Ausmaß bei dem heutigen Stand der Vorarbeiten natürlich noch nichts gesagt werden kann. ZdR. Der Gau Hessen-Nassau war einer der ersten Gaue, der die Einrichtung des ErnährungsHilfswerkes in Angriff nahm, und er steht auch heute noch mit seinen Erfolgen mit an erster Stelle. Nachdem das EHW. im Februar 1937 zunächst versuchsweise in Darmstadt eingerichtet worden war, wurden bereits im Juni 1937 im Gau Hessen-Nassau 650 Schweine gemästet. Behelfsweise hatte man zunächst mit gepachteten Stallungen den ^Betrieb ausgenommen. Heute, nur ein Jahr später, kann bas EHW. im Gau Hessen- Nassau schon 52 eigene Mästereien auf- weisen. Zwölf Neubauten, acht Teilneubauten unb 32 Umbauten sprechen eine berebte Sprache von ber Leistung, bie in unserem Gau vollbracht würbe. Es finb runb 10 000 Quadratmeter Bodenfläche mit Mästereianlagen überbaut worden. Es werden z. Z. rund 60 000 Kilogramm Küchenabfälle je Tag gesammelt, verfüttert und gegebenenfalls, einsiliert, die augenblicklich eine zusätzliche Erzeugung von 2500 Kilogramm Schweinefleisch je Tag erbringen. Erst Anfang August ist eine weitere Mästerei für 1000 Schweine in Frankfurt a. M.- Niederrad in Betrieb genommen worden. Wenn man bedenkt, daß diese Wahlen erst einen Anfang darstellen, so kann man sich heute schon, bei gleich- bleibender Entwicklung, eine Vorstellung von der großen Bedeutung des EHW. für bie Nahrungsfreiheit bes deutschen Volkes machen. Man rechnet bamit, baß jährlich im Gau Hessen- Nassau insgesamt 25 000 Schweine burch bas EHW. g e m ä ft et werben, wozu eine Ackerbaufläche von 2400 Hektar benötigt würbe. Der wirtschaftliche Einfluß bes EHW. ist, abgesehen von ber Verwertung ber Küchenabfälle unb ber Erzeugung von Fleisch und Fett, auch auf anderen Gebieten von großer Bedeutung. Es wurden beispielsweise in unserem Gau 52 größere unb kleinere Dämpfanlagen errichtet. Es war die Beschaffung von Zehntausenben von EHW.- Sammeleimern, Hunberten von Transport- unb 3W u $on 6igi;&«* Mp '.Nribin erl es, ^SQitwn ^ehen il'"" ÄnrA'U dc l? die iOrH'prud) Ql V H»be S, Bi?011."; Ui. 'Mnff der j 'ääk! Blum«" “ ffiegräit»"-; >- *ern (.x „ he' M gibt uns -d-r mb über 800 üul lert von über 1£- alle Bluten (90 e eingeführt! Men also unser । jungen unb SpaZik ^ mindesten- für y Tage, an denen L »n mit Kamille •fr! Aber bie Kamme, IB jb auch am meisten W «Erkaltungen, W Düngen, Zahnschmerze Heilpflanze, bie bra oi gibt es noch gar Diel Igtiben warten, bis sie a ts ne Auswahl sei besh auf jedem Wege, rrrni der Wegerich, hm, vermischt mit Biei Bteffe unb beste Anbei iWneben steht das hu mir andj oft im ® M bes ganzen Jahre bei Nasenbluten, it Verbauung gar zu Kennen wir nicht aui ratter djen? Am fallen. Ein Tee aus i bei hautausfchlägi erchen, die Urahne beliebt bei Bluttest auch an ben Wegi n im Altertum n len biefer in gstrantljeiten tut i vorMche fc/i •olunben findet bst ■ra kr Schafgarbe ill Wegwar! , ^'wlin der hausa| toi unb Wurzeln. Md regt der Weg, R unb kräftigt. 11 ben Gräben, die milbe Pfefferm' Dn von weitem ftri Jieir die zacken, i Arn md („gen d »en Borrat haben. Les Magenschnmn Während für die Berechnung der Grundpreise nur die Bezugsgrößen vorgeschrieben sind, ihre Höhe aber den einzelnen Elektrizitätsversorgern billigerweise überlassen werden mußte, sind für den Arbeitskreis bestimmte H ö ch st s ä tz e vorgeschrieben, nämlich 8 Pf./kivhi und 15 Ps./kwU. Es handelt sich also für jede Abnehmergruppe um zwei Grundpreistarife, einen mit 8 Pf./kwtt und einen höheren Grundpreis, und einen anderen mit 15 Pf./kwtt und einen niedrigeren Grundpreis. In diesen Grundpreistarifen muß das ©efamtentgelt für die Versorgung enthalten sein, so daß also zusätzliche Gebühren, wie z. B. Verrechnungspreise (früher Zählergebühr genannt), nicht mehr erhoben werden dürfen. Lediglich für Klein st abnehmer und solche mit geringer Ausnutzung ihrer Anlagen ist noch ein weiterer Tarif bereitzuhalten, mit einem noch höheren Arbeitspreis und einem noch niedrigeren Grundpreis. Letzterer ist praktisch gleichbedeutend mit einem gewöhnlichen Zählertarif und zusätzlich erhobenem Verrechnungspreis. Wie man sieht, bringt die neue Tarifordnung eine Reihe einschneidender Bestimmungen für die Elektrizitätsversorgungs-Unternehmungen, sie schafft aber auch in vielen Punkten der Tarif frage Klarheit und wird sicherlich zu einer schnellen Vereinheitlichung der Tarifformen führen. Wenn auch neben den nunmehr vorgeschriebenen Einheitstarifformen einige Zeit noch andere Tarifformen bestehen bleiben werden, so ist doch zu hoffen, daß mit der Zeit alle Kleinabnehmer langsam zu den Einheitstarifen übergehen, d. h. gleichsam in diese hineinwachsen. ber quer durch das Herz ging. kenhgUs versuchten die Aerzte, durch D der Schußöffnungen am Herz das Leben des Schwerverletzten zu retten. Die Herzosteration ist auch an sich gelungen. Bei örtlicher Betäubung wurde zuerst die Einschuß- und dann die weit größere Ausschußstelle vernäht. Der Erfolg wurde alsbald sichtbar. Sobald die Ausschußöffnung geschlossen war, bekam das Herz wieder einen- rhythmischen Gang. Schon nach zwei Stunden war der Patient wieder bei vollem Bewußtsein und in einem verhältnismäßig w MiheiC 'iMoSe! fit t e’ Nh^Aiuii auf der Lahn: 8.15 Uhr Vorrennen; 14.30 Uhr Beginn der Rennen; Preisverteilung findet nach Schluß der Regatta auf dem Bootshausplatz statt. — Kriegerkameradschaft 1874 Gießen / NS. Reichskriegerbund (Kyffhäuser e. 23.): 15 Uhr .Karlsruhe", Sommerfest. »fliegender Hamburger" ab 10. August täglich. Ohne hall durch den Bahnhof sieben. LPD. Die im Kursbuch und Aushangfahrplan , vom 15. Mai 1938 mit dem Vermerk: „Verkehrt von einem noch bekanntzugebendeck Tage an" ent- I haltenen Schnelltriebwagen rDT 77/78 zwischen Karlsruhe und Hamburg über Heidelberg, Darmstadt, Frankfurt, Kassel verkehren nunmehr vom 10. August 1 9 3 8 ab regelmäßig. Auf ber Fahrt «nach Hamburg (am Vormittag) passiert ber Schnelltriebwagen um 8.53 Uhr unseren Bahnhof, auf der Fahrt von Hamburg nach Frankfurt (in ben Abenbstunben) fährt ber „Fliegende Hamburger" um 22.57 Uhr durch Gießen. Schienenverlegung der Straßenbahn in der Kaiserallee. Im Zusammenhang mit ber Umgestaltung ber unteren Kaiserallee vorn Lubwigsplatz bis zur Moltke- strafe wirb m ben nächsten Tagen mit ber Verlegung bes Straßenbahngleises begonnen, sobald bie Bäume auf ber rechten Straßenseite (von ber Stadtmitte aus gesehen) gefallen unb bie Vorgärten verschwunden finb. Das Gleis wirb auf bem Stück vom Lubwigsplatz bis zur Ecke Nahrungsberg so weit nach rechts gerückt, baß es in Zukunft unge-' führ auf bem Gelänbe bes bisherigen Bürgersteiges verläuft. Das wirb eine Verlegung um etwa 1,60 Meter bebeuten. Das neue Straßenbilb wirb sich dann so barbieten, baß vor ben Häusern ber Bürgersteig, neben bem Bürgersteig ein Rabfahrerweg, neben bem Rabfahrerweg bie Straßenbahn unb neben ber Straßenbahn bie Fahrbahn für ben übrigen Verkehr verlaufen wirb. Mit ber Gleisverlegung wirb Anfang der nächsten Woche begonnen werben können. Der Verkehr auf biesern Abschnitt ber Straßenbahn wirb währenb ber Dauer ber Gleisverlegung burch Omnibusse aufrechterhalten. Das Geheimnis derMarneschlacht 1914 In einer SpätabenboorfteUung im Gloria-Palast hatte man gestern Gelegenheit, einen interessanten Tatsachenbericht zu hören, ber zur Aufklärung über das Geheimnis ber Marneschlacht 1914 für viele ehemalige Feldsolbccken, bie bamals mit babei waren, aufschlußreich gewesen sein mag. An Hand zahlreicher Skizzen und eines umfangreichen, meist authentischen Materials, gab ber Rebner, Schriftsteller E. Kunde, zunächst einen Ueberblick über den beispiellosen Vormarsch ber beutschen Truppen in Belgien unb Norbsrankreich in ben Augusttagen 1914, er schilderte in Einzelheiten ben triumphalen Vorstoß ber Armee Kluck und ben Sieg, ber damals an ber Marne auf breiter Linie erfochten würbe unb zu einem großen Erfolge hätte ausgewertet werben können, wenn nicht eben eine Reihe von-Umständen diese Auswertung verhindert hätte. In eingehender Weise beschäftigte sich der Redner dann mit der Person des Bevollmächtigten der Obersten Heeresleitur^g, Oberstleutnant H e n t s ch , ber in völlig falscher Beurteilung ber Lage einen Rückzug auf breiter Front veranlaßte und so bie beutsche Armee um bie Früchte ihres großen Sieges gebracht habe. An Hand von Aussprüchen der damals kommandierenden Generäle ließ der Redner besonders erkennen, welche Tragik über ber Marneschlacht 1914 herrschte und der Krieg in seiner weiteren Form dadurch bestimmt wurde. Zahlreiche Bilder veranschaulichten das gesprochene Wort und führten in jene große Zeit zurück, in der Deutschland gegen eine Welt von Feinden stand. Ein Tonfilm, „Volk an der Front", brachte eine Fülle dokumentarischer Bilder, die während des Weltkrieges aufgenommen wurden und unmittelbare Zeugnisse des heldischen Ringens deutscher Soldaten darstellten. Den Abschluß bildete ein Film, der in die Gegenwart führte, die junge deutsche Wehrmacht zeigte unb die Aufbauarbeit der Partei und ihrer Gliederungen charakterisierte. Schützt die Tiere gegen Hitze! Stelle jedes Arbeitstier, wo es irgend möglich ist, während der Ruhepausen, beim Auf- und Abladen, beim Warten usw. in den Schatten. Auch von den Milch- und M a ft t i e r e n soll man die große Hitze möglichst abzuwenden trachten; sie ist ihnen schädlich. Haltet die Ställe lustig und kühl. Schickt an heißen Tagen die Tiere nur morgens früh und spät nachmittags auf die Weide Die Schweinehöfe müssen schattig sein. Sucht auch den Kettenhund vor Sonnenglut zu schützen. Steht das Hundehaus nicht im Schatten, so kettet den Hund an anderer schattiger Stelle an, ober verlängert bie Kette, damit er in ben Schatten gelangen kann. Stubenvögel bringt nie in ben Sonnen- branb; alle Singvögel im Freien suchen ben Schatten auf. Auch Goldfische, Aquariumtiere usw. setzt nicht den glühenben Sonnenstrahlen aus. Das Tier leibet unter ber Sonnenglut ebenso wie der Mensch. Auch in ber Vernachlässigung eines Tieres in Haltung, Pflege ober Unterbringung ist nach ben Vorschriften bes Reichs-Tierschutzgesetzes eine strafbare Tierquälerei zu erblicken. Gießener IBochenmarftpreiie * Gießen, 6. Aug. Auf bem heutigen Wochenmarkt kosteten: Feine Molkereibutter, % kg 1,52 Mark, Markenbutter 1,55 bis 1,60 Mark, Matte 20 bi& 25 Pf., Käse, bas Stück 4 bis 9, Eier, beutsche, Klasse S 13, Klasse A 12%, Klasse B 12, Klasse C 11%, Klasse D 10%, auslänbische 12, Enteneier 11% schlußwert ober bie beanspruchte bzw. gestellte Lei-1 Nach Durchführung ber Tarifumstellung und der ftung ober bie Raumgröße (letztere eingeteilt in drei dadurch erzielten Vergleichbarkeit wird man an die . Benutz-ungsklassen), für landwirtschaftliche Abneh-, Beeinflussung ber Preishöhe, insbesondere bie „Bremer: außer dem Anschlußwert ober ber beanspruch-; chung ber Preisspitzen" Herangehen können. Die ten bzw. bestellten Leistung die landwirtschaftlich ge- »honfnir« htrdu prWvonono prftn Aiishihninnfinor. nutzte Fläche in Hektar (jedoch außer Waldungen, Gewässern, Oedland, Heide, Almen, Wege usw.). laungskraft ver- Kieselsäure. Das Buntes Allerlei und Rumpf emporgetrieben werden kann, (o daß es die und Marmelade sind. Wenn man einmal einen ei - Oberfläche des Eises erreicht, nachdem dieses mit ^geborenen Jungen, mit nichts als einer Halskette ufer auf den europäischen Kontinent verschob, hatte man Fort- Fürsorge werk, der !ung, der werk, das ehandelte, eMun- 5 Reichs- Nock und Hose. Don Sigismund v. Radecki. eßen. auch Nr. 67 r. 3170 18970 hilft immer der angenehm schmeckende Pfefferminztee. Der Geschmack ist so gewürzig, daß viele Leute zum chinesischen Tee ein paar getrocknete Minzenblätter zufügen. Auch bei unseren Haustieren können wir die getrockneten Pfefferminzblätter zu jeder Zeit gebrauchen. Der Tee hilft Katzen, Hunden und Hühnern, wenn einmal ihre inneren Organe in Unordnung geraten sind. Weniger bekannt ist der kleine Odermennig. Er wächst auch auf dem trockensten Boden. Seine langen' Wurzeln schickt er tief in die Erde. Die Blüten sind gelb, und die ganze Pflanze ist haario. Ein Tee von den Blättern des Odermennigs hilft Der bekannte deutsche Sportsegler Kapttan S ch N m. bad) startete am Freitag von Hamburg aus wieder zu einer Alleinfahrt über den Ozean. Hier sieht man Kapitän Schlimbach vor seinem neuen Boot „Störte- becker IV". Das Ziel ist die Insel Trinidad an der Notdküste Südamerikas. — (Scherl-Bilderdienst-M.) Emanzipation. , , . f Und drittens tritt die Hose als Maske auf, als Hosenrolle. Das Weibliche schimmert durch den Kon- traft der Manneshülle um so sieghafter hindurch. Vorläufig wenigstens. Hier nun, bei der Verkleidung, zeigen Rock und Hose die seltsamsten Eigenschaften. Frauen m Hosen verlieren nichts von ihrem Weibtum, sondern setzen es in kokette Anführungszeichen. Und nun muß leider gesagt werden, daß dieser erotische Reiz der weiblichen Hosenrolle immer mehr abnimmt! Daß Frauen Hosen tragen, wirkt solange reizvoll, als sie für gewöhnlich keine Hosen tragen. Sollte der Betrachter also in dem weltgeschicht. Problem der —------ setzen. Doch schon war eine neue Kultur im den, die das Geistige so tief im M—sch— u wie keine zuvor — und wieder wurde die Hose im wesentlichen; , zurückgedrängt. Und dabei war diese religiöse Kul-1 ^tandesunterschiede aus. V u n , ... , . .< •<.....ii 1 nto hör nrnrt | V Iivm H V .V -----i, x oder eines Sports) — und ist daher in gewissem Sinne passiv geworden. Sie verändert sich nicht von sich selbst aus. Sie verzichtet auf Standes-, Geschlechts- und Schmuckunterschiede, denn vor der Arbeit sind alle gleich — wie es einst alle vor der Kapitän (Schlimbach segelt wieder allein über den Ozean. bindung mit der Außenwelt stets gesichert; das Unterseeboot wird mit einem. Türmchen versehen sein, das verlängert und viele Meter aus dem Heilpflanzen an Giraßengräben und Eifenbahndämmen. jlc-ft und kräftigt. $n den Gräben, die Wasser fuhren, finden wir bi. wilde Pfefferminze. Wer kennt sie Nicht?. 6c. on von weitem strömt ihr Duft zu uns. Wir Micken die zarten, weichen Stengel mit allen Wittern und sorgen dafür, daß wir davon einen wcsßen Vorrat haben. Das Jahr ist lang. Wie oft eilt es Magenschmerzen, Darmerkrankungen. Da lu$ beim wen 3ur Cinr sich auch und eine 'eiten für n Elektri- Aoraub- bstes mit i)nen fön. ^0 wird Strom- tlidjen nn Austen natür- k i°ft zeigte 'lsozialistj. drittel der n als Ak> ührers, in iefe starke ehungsar. iDB. van amten gern BDM. hskolonial' D.j). der !ls ist die NS.-Ge- Ameisen als Leckerb ffen. Wenn auch der Fleiß und die Klugheit der Ameise uns schon in alten Fabeln als Vorbild hingestellt wird, so hat der.Mensch dock) gegen diese Tiere eine nicht ganz unberechtigte Abneigung, denn sie können ihn arg plagen, und zwar besonders die großen tropischen Vertreter dieser Tiergattung. Doch findet man in manchen Gegenden für die Unannehmlichkeiten, die man durch die Ameisen erleidet, eine Entschädigung, da sie als Leckerbissen gesucht werden. Dies ist z. V. mit der fliegenden Ameise im Uganda-Gebiet der Fall. „Man findet hier", erzählte ein Reisender, „beständig große rote Ameisenhaufen, die durch ein grobes Dach aus den Stielen des Elefantengrases abgeschlossen sind. An nebligen Tagen in gewissen Jahreszeiten .fliegen die Ameisen ou5‘. Dann rennt alles herbei, Männer und Frauen, Knaben und Mädchen. Manche breiten ihre Kleidungsstücke über das Dach und fangen so die Ameisen zu Hunderten; andere fassen sie mit den Händen und stecken sie sofort in den Mund. Selbst die Hühner beteiligen sich an dieser Jagd. Man reißt den Tieren die Flügel aus und verspeist sie dann roh. Wohl- chmeckender aber sind sie, wenn sie gekocht sind, dann gelten sie als größter Leckerbissen, und ich kann ver- ichern, daß sie ein vortrefflicher Ersatz für Homg und Marmelade sind. Wenn man einmal einen ein- $ein Zweifel, wir stehen im Zeichen des Mtts der Hose. Die erste Bresche ins männliche , icsenmonopol schlug das Fahrrad — triumphre- ietib strampelten die ersten weiblichen Pumphosen iurch die europäische Öffentlichkeit. Dann kam die 'bvjamahose, dann die Reithose. Die nächste große Ütade ritt der Schneider Poiret mit dem Hosen- uck von 1912. Sie wurde abgeschlagen; das waren i rn.r die Vorboten des nahenden Sturmes. Denn um 1920 setzte die Generaloffensioe der Hose gegen dm Rock ein: zu der Pyjamahose, der Reithose ge- ftllten sich allmählich die Schihose, die Strandhose, dr Trainingsanzug, die Tennishose, die Negligees — und heute'erleben wir den erneuten Ver- M), den Hosenrock auf unseren Trottoirs einzu- kirgern. Selbstverständlich 'st der Bürgersteig der strate- Siche Schlüsselpunkt der Stellung. Keine Frau ris- liirt es, auf dem Bürgersteig zu rauchen — wie- iwhl sie's im danebenstehenden Auto ruhig tut. Sine Frau riskiert es, im Trainingsanzug über | §>n Bürgersteig zu gehen — wiewohl sie im selben ^oiningsanzug ruhig das Trottoir entlangradelt, frft beim Hosenrock geht es ums Ganze: well er Beginn Anspruch auf Trottoirfähigkeit macht. Ist die fortschreitende Derhosung zu begrüßen 't-r zu bedauern? Suchen wir sie vor allem erst 1 mal zu verstehen. Die Natur hält es ja mit den Hosen; wie aber hält es die Kultur l.iot ihnen, wie mit der Kleidung überhauvt? Die Repräsentationskleidung ist geistig, und dar- ! ttti herrscht in ihr der Rock vor. Denn der Rock Müllt; er unterstreicht die Körpersenkrechte und ’ ont das Geistige. Der Richtertalar, die Soutane, ?- Krönungsmantel — sie alle wollen das Geistige lr Menschen ausdrücken. 3n der Antike herrscht der Rock vor. Hosen galten | ür entwürdigend, verweichlichend, barbarisch das nicht allein wegen des wärmeren Klimas »difer Mittelmeerkultur. Denn für die Antike war lk^-idung hauptsächlich Repräsentationskleidung. |i* er sie war zugleich eine Kultur der Nacktheit: Iff^-ider verhüllten — wie unser Bademantel. Der I-Lierschied der Kleidung der Geschlechter war so Illing, daß der heutige Dolksmund eine ausgegra- k'Ne Statue La Fanciulla („Das Mädchen") nen- ||’1*'1 konnte, während sich nachher herausstellte, daß zk'- ein Standbild des Apollo war. Als sich der Kulturjchwerpunkt vom Mittelmeer» lagen unb notwendig, aste davon durch die -inen einen I und Ver. nittelabsalle [)t nur am unqen entaste bisher and Groß' bei Erkältungen, ist auch besonders gut zum Gurgeln bei Mandelentzündung. Außerdem wird er als Zusatz zu Fußbädern benutzt. Die Heilwirkung des Odermennigs kommt in der Hauptsache von seinem hohen Gehalt an Kieselsäure. Ebenfalls auf ganz trockenem Boden gedeiht der hohe Rainfarn. Er wird über einen Meter hoch und ist leicht zu erkennen. Seine Blütendolden sind goldgelb. Der Rainfarn ist bekannt als ein gutes Mittel gegen Würmer, auch bei Blasen- und Nierenleiden findet er Anwendung. Ebenso wird die dornige Hauhechel, die an den Wegrändern blüht (rosarot, Schmetterlingsblütler), bei Nieren- und Blasenleiden angewandt. Die Wurzeln und Blätter werden gesammelt. Verwechseln darf man die dornige Hauhechel (sie hat abstehende Dornen und wächst ziemlich aufrecht) nicht mit der kriechenden Hauhechel. Neben der echten Kamille gibt es ja auch die sogenannte Hundskamille, die aber als Heilpflanze nicht brauchbar ist. Aber diese Kamille hat viel größere Blüten, und außerdem fehlt ihr Der Rock hatte sich zu einem Erotischen gewan- i beit und war, so oder so, Gegensatz zum Körper geworden. Und nun sehen wir die Glocke des weib- lichen Rockes sich im Laufe der Jahrzehnte bald zum Reifrock aufblähen, und bald wieder zusammenschrumpfen — stets aber ist es eine erotische, frauenselige Zeit, die die weitesten Reisrocke aufw'eist: die Deläsques- und Don-Juan-Zsit in Spanien, die Pompadour-Zeit in Frankreich, endlich die Zeit der Kaiserin Eugenie. Jene Jahrhunderte, wo die Tendenz erotischer Unterscheidung in der Kleidung vorherrschte — selbstverständlich lebte die der praktischen Zweck- Mäßigkeit daneben fort — sie brachen mit der fran- -ö fisch en Revolution zusammen. Es entstand unsere heutige Männerkleidung, die „Sanskulotte, wie der aromatische Geruch, der die echte Kamille aus- zeichnet und sie sicher erkennen läßt. Ein lästiges Unkraut auf dest Aeckern ist der Erdrauch. Aber als Heilpflanze sammeln wir diese unscheinbaren Kräuter und heben sie auf. Fast jeder Llutreinigungstee enthält Erdrauch. Außerdem hilft ein Erdrauchtee bei Hämorrhoiden. Er ist' leicht an seinen graugrünen Blättern und rosa Blüten zu erkennen. Die Blätter sind stark gefiedert. Ein weiteres lästiges Unkraut ist der Acker- s ch a ch t e l h a l m. Er wird auch Zinnkraut genannt, weil man früher kupferne und zinnerne Gefäße damit reinigte. Die Reinigungskraft verdankt er seinem hohen Gehalt an Kieselsäure. Das Vieh verschmäht den Schachtelhalm. Eine Tee vom Saft des Schachtelhalmes wirkt bei Blasen- und t Kranke"' wo am die SanM - und Tal 3erid)teL” abaenoinlne" hocheiwe'ß' -en, Brenne fr * l W&H nffefl II” s*> w ww f v 3 LV U l vlv y)v 1 * v v u " * * I ' ’ - .. eine Epoche, wo der Unterschied zwischen ÜRann | Denn die hundertfünszig Jahre seit der franzo- und Frau (den man beileibe nicht als etwas Un- suchen Revolution waren die gewaltigste Arbells- veränderliches auffassen darf) sich außerordentlich epoche, die die Weltgeschichte bis jetzt gekannt hat. steigerte. Dennoch trug diese Zeit der Reiter, der. Was ist nun das Charakteristische dieser Ten- Ritter über den Hosen des Kettenpanzers den Rock benz der Werkkleidung? Sie paßt sich nicht allem — das geistliche Gewand, welches zugleich das der bem Körper, sondern auch dem Werk an, mit dem Engel 'unb der Seligen war. , \ dieser Körper beschäftigt ist. Sie drückt nicht eine Dann kam der Zusammenbruch, der innere wie geistige und erotische Tendenz aus, sondern b:o lieber äußere: die Gegenpäpste und der schwarze Tod. sonderen Bedingungen einer Tätigkeit (einer Arbeit die Pest. Das entscheidende Jahr ist etwa 1350. - - — Und nun sehen wir, wie mit der Erschütterung des religiösen Grundgedankens sich die andere Klei- dungstendenz, die der erotischen Unterscheidung, mehr und mehr durchsetzt: die Hose dem Manne, der Rock der Frau. Das ist etwas Neuartiges — die Hose wird zum erstenmal in der Geschichte Bestandteil der Kulturkleidung! Vergleicht man das hemdartige Gewand Walthers von der Vogelweide oder einer byzantinischen Kaiserin mit den Kleidermoden, wie sie etwa der jüngere Holbein ausgezeichnet hat, so fällt jetzt geradezu die Betonung des Körperlichen auf. Der Rock ist genau das Gegenteil von dem geworden, was er früher war: im Hochmittelalter das Gemeinsame, den Unterschied verhüllende, w'rd er jetzt zum Symbol der Weiblichkeit. Und zwar vor allem durch das Mieder, welches den sollenden Faltenfluß stauend einengt, um den Menschen in ein Oben und Unten zu teilen. He- -1» btt «MU, le*e. Sit ln95Der: ' ^doh 7°h bu men V. n9 DDL -r.Tarif. C>5Qb: mer nilr n9«n er. Idee waren. . ri Während also die Frauenkleidung einstweilen noch erotisch betont blieb, begann die Männermode bereits die eigentümliche Passivität der Werk- kleidung aufzuweisen. Und heute, in der Zeit nach dem Weltkriege, sehen wir ein Fortschreiten der Werkkleidung (d. h. der Hose) — wir scheinen uns einer Epoche zu nähern, wo man säst nur noch Hosen tragen wird. Ein Nochmedagewesenes in der Geschichte der Kulturmenschheit. Schon heute lassen sich an dieser beginnenden Verhosung der Frauenkleidung verschiedene Motive unterscheiden. Erstens gibt es den äußeren Zwang von Arbeit, Sport und Technik. Dis Sennerin auf der Hochalm, die Sportlerin, die Pilotin müssen Hosen tragen. Zweitens aber vermischt sich mit diesem äußeren Zwang der innere Drang nach Nierenleiden. Wer kennt nicht den duftenden Thymian? (Quendel.) Am sonnigen Wegrand wächst er in Mengen. Wir gebrauchen ihn in der Hausapotheke. Bei Rheumatismus, Keuchhusten, Erkältungen, auch bei Geschwüren tut er gute Dienste. Das sind nur ein paar von den vielen Heilkräutern, die uns unsere heimische Pflanzenwelt darbietet. Die allbekannten Holunderblüten, Anden- blüten usw. haben wir noch gar nicht einmal erwähnt. Die hier genannten Unkräuter wachsen fast alle an Wegrändern, Eisenbahndämmen und auf solchem Oedland, das wir immer betreten können. Aber mit dem Ausreißen allein ist es nicht getan. Die gesammelten Pflanzen müssen ordentlich ausgelegt und getrocknet werden. (Nicht in der Sonne!) Dann erjt sind sie für unsere Zwecke brauchbar. Sie roeroen in leichten Gazesäckchen oder auch in Gläsern, auf denen wir außen den Namen anbringen, aufbewahrt. Im allgemeinen können wir rechnen, daß wir von den gesammelten Blättern und Blüten nach dem Trocknen etwa ein Fünftel bis ein Viertel der frischen Pflanzen als Trockenware erhalten. H—. Mit dem Unterseeboot zum Nordpol. Der Polarforscher Hubert W i l k i n s hat sich in Helsingfors aufgehalten und dort neue Erklärungen über seinen Plan, mit dem Unterseeboot gurrt Nordpol vorzudringen, gegeben. „Wenn olles nach meinen Berechnungen geht", sagte er, „so werde ich im nächsten Frühling mit meinem neuen Unterseeboot auf dem Wege zum Polarkreis sein. Die Finanzierung des Unternehmens ist schon weit gediehen, es fehlen nur noch 5000 Pfund von den 20 000, die erforderlich sind. Das Unterseeboot ist auf einer englischen Werst bereits im Bau. Es erhält eine Länge von 22,80 Meter und wird am Bug und am Heck mit Spezialpropellern ausgerüstet. Der Rumpf, der 3,25 Meter Durchmesser hat, besteht aus 2,5 Zentimeter dicken Stahlplatten; der englische Admiralstab hat mit einem Modell eines solchen Tauchbootes bereits erfolgreiche Versuche gemacht. Die Abfahrt wird von einem nördlichen Hofen Norwegens erfolgen, von wo ich unter dem Polareise nach der Barrowspitze in Alaska fahren werde. Der Nordpol ist heute von einer Reihe meteorologischer Stationen umgeben, die aber nur mit Grönland, Franz-Joseph-Land und Sibirien in Verbindung stehen, während bei Alaska keine derartige Station vorhanden ist; deshalb will ich mit meinem Unterseeboot dos fehlende Glied in dieser Kette bilden, indem ich als Operationsbasis einen Punkt zwischen dem 80. und 90. Breitengrad nehme. Wsnn eine meteorologische Station auf dem Polareis errichtet wird, so ändert sie ständig ihre Lage, wenn das Eis sich in Bewegung setzt, und die wissenschaftlichen Beobachtungen verlieren ihren Wert. Ein Unterseeboot kann dagegen ohne Schwierigkeit dauernd an der selben Stelle gehalten werden. Da ich im Laufe meiner langen Polarfahrten festgestellt habe, daß die Eisdecke an keiner. Stelle , die Dicke von 3 Meter überschreitet, ist die Der- Oie Giraffe auf der Wanderschaft. Ganz England war dieser Tage in Aufregung wegen der Giraffe „George", Die vom Clifton- . Zoo in England noch dem schottischen Natronol-Zoo in Corstorphine überführt werden sollte. Unterwegs stieß der Transport auf die größten Schwierigkeiten, weil— alle Straßenübergänge für George zu niedrig waren. Nach vielen vergeblichen Bemühungen, an denen das ganze Land belustigt teilnahm, wurde schließlich der einzige Ausweg gewählt, die Girafie z u S ch i f f nach Schottland zu bringen. Dos Ereig- , nis weckt die Erinnerung an eine der ersten Giraffen, die in Europa gesehen wurde, deren Transport damals jedenfalls noch mehr Kopfzerbrechen mochte als jetzt der von „(seorge". Die Giraffe war im Jahre 1827 dem König Karl X. von Frankreich von einem östlichen Potentaten zum Geschenk gemacht worden. Das vielbestaunte Tier kam zu Schiff in Marseille an, aber nun erhob sich die Frage, auf welche Weise man es nach Paris ober vielmehr nach St. Cloud, wo der Hof residierte, bringen sollte. Die damaligen Gefährte waren nicht für die Ausmaße einer Giraffe berechnet. Es wurde zuerst vorgeschla^ gen, einen besonderen Wagen für sie zu bauen, doch die Schwierigkeiten erschienen doch zu groß, und nach langem Hin und Her wurde beschlossen, daß die Giraffe zu Fuß gehen sollte. Die Entfernung beträgt 800 Kilometer. Dafür brauchte die Giraffe vier Wochen. Tausende von Marseillern begleiteten sie bis Salon de Provence, wo sie von Einwohnern dieser Stadt ersetzt wurden, und so fort, den ganzen Weg bis nach- St. Cloud. Eine Kompanie Soldaten bildeten die Bedeckung. Eine Herde von Ziegen wan- derte mit, um den Milchbedarf der exotischen Kusine zu decken. In jeder Stadt von einiger Bedeutung hielten die Behörden Begrüßungsansprachen, und mancher „Ehrentrunk" wurde gereicht. Noch heute findet der Reisende längs der ganzen Straße Paris—Marseille zahlreiche „Caf6s de la Girafe , die zu Ehren des denkwürdigen Tages so genannt wurden, an dem vor mehr als hundert Jahren die Giraffenkarawane hier vorüberzog. Hilfe von Elektrizität geschmolzen ist. Die drahtlose Station an Bord wird es uns auch ermöglichen, wenn es nötig ist, die Absendung von Flugzeugen für Vorräte und Werkzeuge aus Alaska anzufordern. Die Expedition wird wahrscheinlich drei Jahre dauern. Sieben Mann werden an ihr teilnehmen, zwei Ingenieure, zwei Wissenschaftler, zwei Pilote unb ein Funker. Ich selbst werbe solange wie möglich an Borb bleiben, aber ich benke baran, von Zeit zu Zeit meine Mitarbeiter zu wechseln. Daß mein Versuch überall bas größte Interesse erweckt, zeigt die Tatsache, daß 4700 Mäner unb 600 Frauen aus allen Teilen ber Welt mir ihre Dienste ange- boten haben, um an bem großen Unternehmen sich zu beteiligen. / betreibet, hoch oben auf einem solchen Ameisenhaufen gesehen hat, wie er mit behaglichem Schmatzen ein Göttermahl hält, bann bentt man besser von Den Ameisen, als es ber Europäer gewöhnlich tut." Oer neue Frauenfilm. Die amerikanischen Filmhersteller, bie mit ihren Kassenberichten unzufrieben finb, haben festgestellt, baß bie Frauen nicht mehr so zahlreich wie früher in bie Kinos kommen, und da diese es sind, die gewöhnlich den Erfolg eines Films machen, zerbrechen sie sich den Kopf, wie sie das Interesse der rauen wieder stärker wachrufen können. Mit den alten Liebesgeschichten geht es anscheinend nicht mehr. In einer Sitzung einer großen Filmgesellschaft, in der diese Frage besprochen wurde, machte nun ein längerer Teilnehmer den Vorschlag, man sollte H e Id in - nen irn Leben, die sich auf irgendeinem Gebiet höhere Ziele gesteckt haben, zuFilmheldinnen machen, ohne natürlich die sentimentale Seite ganz zu vernachlässigen. Der Gedanke kblug ein, man wird jetzt bei einer Reihe von Filmgesellschaften Filme dieser Art sehen. Als erster soll em tfilm auf dem Markt erscheinen, in dem Myrna L o Y eine außerordentlich verwegene und tüchtige Fliegerin sein wird, während Clark Gable als Kmo- operateur ihren romantischen Begleiter darstellt. Die Warners werden Kay Francis als Hochbega te Aerztin vorführen, und Aerztinnen werden auch m drei anderen Filmen erscheinen. Die Columbia bereitet einen Film vor, in bem eine Rechtsanwältin bie große Rolle spielt; sie wirb von Gloria Stuart bargestellt. Eine Rechtsanwältin wird auch die Heldin eines Films bei der Paramount sein, die die Rolle Patrick übertragen hat. Schließlich wird Barbara Stanwyck in einem Film „Die verrückte Mr^. Montan" als eine höchst gerissene Detektivin auftreten, die es mit jedem Sherlock Holmes aufnehmen kann. _________________________ z Sprcchjtunven ver './teoerknon. 11 30 bis 12.30 Uhr 16 bis 17 Uhr Samstagnoch- m'ttaa getchlnffen__ Venn in bcn ersten Frühlingstagen bie Schnee- Söfdjen läuten, bie Veilchen schüchtern hervor- ssmen unb Gänseblümchen am Wegranbe blühen, diren wir auf unb freuen uns ber kommenden £j;c. Jedes einzelne Blümchen entzückt uns, und >je Kinder bringen kleine Sträußchen nach Hause. Da-n aber sanken Blumen und Gräser unter dem cjiiitt der unbarmherzigen Sensen oder Maschinen. ffir)l sproßt wieder junges Grün gar kräftig aus [jrr Boden, wohl blühen wieder die Blumen, aber W Hauptpracht ist zu Ende. ;nb doch gibt es noch gar viele schöne Plätzchen nln' blühenden Blumen und Sträuchern. Das sind ^schmalen Wegränder, die keine Sichel berührte, sind steinige Eisenbahndämme, Straßengräben uni sogenannte Oedländereien. Auf dem armen ßarbe blühten die Ginsterbüsche, die wilden. Kirsch- hoimchen, Holunder unb Weißborn. Nun aber im finr>fommer leuchten bie roilben Lupinen, die stolzen xg igskerzen, der Rainfarn und viele andere Binnen. Unzählige sind es, und darunter ist man- bescheidene Pflänzchen, das nicht nur durch |eif2 Blüte erfreut, sondern das auch als Heil- pilmfle willkommen ist. Der Verbrauch von Heil- piicnzen ist groß. Wenn wir z. B. lesen, baß in Oe.tschlanb von Linbenblüten, Brombeer- und Airbeerblättern nahezu je eine halbe Million Ugramm jährlich in den Apotheken und Droge- ne- umgesetzt werden, bann können mir ermessen, wehe Schätze uns bie Natur schenkt. Eine andere Wellung gibt uns aber auch zu denken: Der Ver- ’ bruch von getrockneten Kamillenblüten beträgt in Di.tschland über 800 000 Kilogramm. Das stellt eirn Wert von über 1,5 Millionen Mark dar. Aber .. mtezu alle Blüten (90 v. H.) werden aus dem Aillande eingeführt! . Sir müssen also unsere Augen öffnen und auf Wanderungen und Spaziergängen bie Heilpflanzen ■ faimeln, mindestens für den eigenen Bedarf. Es fowen Tage, an denen wir froh find, wenn wir eir Säckchen mit Kamillen in der Vorratskammer^ Haien. Aber die Kamille, die wohl am bekanntesten ist und auch am meisten bei Krankheiten verwandt md (Erkältungen, Husten, Kopfweh, Augenent,- Innungen, Zahnschmerzen usw.), ist nicht bie' ein- ( |if Heilpflanze, bie braufeen am Wegranbe steht. IM gibt es noch gar viele anbere, die still und be- Mden warten, bis sie abgeholt werden. Eine ganz keine Auswahl sei deshalb hier angeführt. f fast auf jedem Wege, auch auf dem trockensten, ochst der Wegerich. Ein Tee von seinen Blät- F les, vermischt mit Bienenhonig, ist wohl das be- liettefte unb beste ßinberungsmittel bei Keuchhusten. | Üoneben steht bas Hirtentäschel, ein Unkraut, . da- wir auch oft im Garten finden. Es blüht wäh- rtnb des ganzen Jahres. Bei inneren Krankheiten, j och bei Nasenbluten, tut es gute Dienste. Wenn I die Verdauung gar zu lebhaft ist, hilft es bremsen. Lennen wir nicht auch das kleine, wilde Stiefmütterchen? Am Ackerrande steht es in Missen. Ein Tee aus seinen dreifarbigen Blüten Hilt bei Hautausschlägen. Außerdem ist das Stief- Mtterchen, die Urahne der schönen Gartenblumen, s,h: beliebt bei Blutreinigungskuren. Ueberall sehen vi, auch an den Wegrändern die Schafgarbe, tzqon im Altertum wurden die festen weißen [lliten dieser Pflanze geschätzt. Bei allen Er- Dirngskrankheiten tut ein Lee von Schafgarben- Hiten vorzügliche Dienste. Auch bei Geschwüren, »ftnen Wunden findet die Schafgarbe Verwendung. Sieben der Schafgarbe leuchten die hellblauen Men der Wegwarte. Die gesamte Pflanze lörnen wir in der Hausapotheke gebrauchen, Blätter, Men und Wurzeln. (Zichorienkaffee!) Nach einer Flinkheit regt der Wegwartetee neuen Appetit an, — um ■ ■ — t? —. -unrii 11 -in ■ i ----- -- ----- ----- _ • - •* xä l sä’? awrrsssÄ? s s l * tw?« ä -«u ’ Siebe auf. Es begann bie britte | Röcfe unb bie Manner Häsin 'ragen. Am alter- tur bes Hochmittelalters zugleich weit erotischer als'Tendenz, bie der praktischen 6cr | Denn^tnir Menschen"leben davon, datz unsere ®c- die Antike es war.fite Zeit, der Minne^also Wirkkleidung, mehr und mehr ,°°rzudr.ngen^^^^ ^"zusammengesaßt,nicht -bet zerstört werben. VETTER MOBEI MW OPEL-Super6 Unverbindl. Probefahrten 1. August 1933 -Q3534 5155A Ihre Verlobung geben bekannt KücktUr 5167 V Reiskirchen 5171D Ihre Verlobung geben bekannt BtaunfElsEtflilsnet Ausschank gelangt das gute Ihring-Melchior-Bier. 5158D J191D Tanz im Freien und im Saal! Erstklassige Musik! Lollar, den 6. August 1938 5195D 5180D ^'e Sriefaus 5196V dann wenden Sie sich vertrauensvoll an Mitglied der Elektro-Gemeinschaft Marianne Vogel Or. 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Fortsetzung. steigenden Gisela Mertens erkannte^ Sie sah da- Nuy. ^N"m?chcy zur Sacye führten, um derentwillen wir das Lager aufsuchten. Erachteten wir e$ doch als Aufgabe, unseren Leiern auch einmal einen Einblick in em Lager des weiblichen Arbeltsdienjtes zu vermitteln, das das einzige Lager dieser Art in voerhessen ist. Da liegt zunächst ein Rundgang durch das Lager selvft sehr nahe. Ein ehemaliges Försteryaus i|t für die Maiden berettgestellt worden. Biel Räume sind darin enthalten, und in jedem könnte man pch für jegliche Dauer wohlfühlen. Alles atmet Ordnung, Sauberkeit und — wenn auch keinen Luxus, |o doa) ftuliur! Eine besondere und feine Kultur! Schlichte Möbel aus Eichenholz find da, hübsche niedrige Stühle, anheimelnde Wohnecken in den Aufenthalis- raumen, einfache Decken auf den Tischen, Blumen überall, Bildschmuck, so gewählt, daß auch der empfindsamste Aesthet seine Billigung nicht versagen könnte. Mit besonderer Freude sahen wir dabei gute Drucke Dürerscher Aquarelle und Stiche. Ein gutes Radiogerät für Gemeinschaftsempsang fehlt auch nicht. Nach schwerer bäuerlicher Arbeit finden also die Maiden ein schönes „zu Hause" vor. Der Schlafsaal befindet sich etwas abseits. Eine Reichsbaracke ist dafür erstellt worden. Blitzsauber auch hier alles! Ueberall peinliche Ordnung! Die Fenster blitzblank! Man wird es von Mädchen ja auch nicht anders er- weniger feine Arbeit gibt. So hat man bei einem Besuch bei den Maiden allenthalben den Eindruck, daß sie fest in ihren derben Schuhen stehen, die sie zur Arbeit tragen, und festen Schritt halten in den braunen Halbjchuhen, die zur Uniform gehören. 47 Mädchen sind im Lager vereinigt. Sie sind (so erzählt uns die Lagerleiterin bei der eingangs erwähnten Taffe Kaffee und dem selbstgebackenen Käsekuchen) aus den verschiedensten Teilen des Reiches, aus Wien und Salzburg, aus- dem Grenzgebiet bei Luxemburg, aus Großstädten am Rhein, aus Frankfurt a. M., aus Darmstadt usw. Aus der nächsten Umgebung ist kein Mädchen im Lager, denn es ist bewußte Absicht, die Mädchen einen anderen Le- Bewunderung erregte. Und Gisela begann dem Schicksal dankbar zu sein, das es so gut mit ihr gemeint hatte. Nach dem Unterricht fügte es sich, daß Lotte Iaeckel ihre Begleitung anbot. Als die beiden Mädchen nebeneinander durch die nächtliche Straße dahinschritten, beganp Lotte Deckel unvermittelt von ihrem Leben zu erzählen. „Du sollst nicht glauben, daß ich schlecht bin!" sagte sie. „Was bleibt einem denn anders übrig? Ich dachte auch zuerst, daß er mich einmal heiraten würde, träumte von einem netten Heim, von Kindern und so! — Bis er mir dann später erzählte, daß er bereits verheiratet sei. Damals machte er noch Andeutungen, als ob er sich scheiden lassen würde, aber davon ist jetzt nicht mehr die Rede. Ich habe mich abgefunden — aber manchmal ist mir zumute, daß ich am liebsten mit allein Schluß machen möchte. Er hat mich gern, ich weiß es, er ist so rührend für mich besorgt, und wenn ich ausgelernt habe, will er mir eiy Geschäft einrichten helfen. Und dann wird er sich zurückziehen, wird meiner überdrüssig sein. — Was bleibt einem dann? Nun, man wird sich einen anderen Freund suchen, .... . . ------ r-:“, preisgegeben, Die Arbeit auf der Wiese und im Getreidefeld ist zwar ungewohnt, aber der gute Wille hilft. Als Gisela dem Schuleintritt zuschritt, vertrat ihr Lotte Iaeckel den Weg. Ihr Gesteht verzog sich zu einem anerkennenden Lächeln. „Gisela, Liebste, ich glaubte meinen Augen nicht trauen zu dürfen! Du bist also doch endlich klug geworden? — Ich hätte es dir offen gestanden gar nicht zugetraut. Hat er Geld? — dumme Frage, was? — bei dem Wagen! Ich möchte es dir ^wünschen, denn das find entschieden die nettesten." Gisela sagte lachend: „Der Herr, den du gesehen hast, ist mein Verlobter. Vielleicht labe ich dich zur Hochzeit ein." Der kleinen Iaeckel verschlug es fast den Atem. „Dein — Verlobter! O! Da bist du allerdings zu ve- neiden!" ™ Zum erstenmal empfand Gisela den Wandel ihres Lebens in seiner ganzen Bedeutung. Sie war bisher von Lotte Iaeckel, die immer in hübschen Kleidern ging, kaum beachtet worden, während nun plötzlich das Gegenteil eintrat. Sie war emporgestiegen, weit überragte sie die Kameradinnen, der schmale Ring an - ihrem Finger war das Zeichen einer großen Würde, einer Macht, die Neid und aüsgestiegen war und sich nun mit bemerkenswer-I ter 'Herzlichkeit von Gisela verabschiedete. I Innendienst: Kartoffelschälen für das Abendessen im Lager. Nicht überall, aber im Vogelsbergort Ulrichstein und in dessen nächster Umgebung weiß man es seit mehreren Jahren ganz genau: die Mädchen mit dem kornblumenblauen Kleid und mit dem roten Kopftuch sind vom Arbeitsdienst! Seit etwa drei Jahren — so lange besteht das Lager des weiblichen Arbeitsdienstes in Ulrichstein — gehören die Mädchen m dieser bunten Tracht von einfachem Schnitt zum Bild des Ortes und auch zur Landschaft, denn immer wieder und fast zu jeder Jahreszeit begegnet man den Arbeitsmaiden auch auf dem Felde, besonders jetzt, wo dort oben die Ernte des Getreides anhebt, wie man sie auch überall dabei sah, als Heu gemacht wurde. Wo das tägliche Arbeitsmaß für die Bäuerin zu groß ist, wo zu wenig Hände im Bauernhof sind, da wird in Ulrichstein auch eine Arbeitsmaid zu finden sein, die als zur Familie gehörig betrachtet wird, und in die Familie hineinwächst. Für den Zeitraum eines halben Jahres! Täglich um 9 Uhr morgens tritt die Arbeitsmaid an, arbeitet überall mit, wo ihre Kräfte und ihr Geschick zur Mitarbeit aus- reichen, sie ist zur Mahlzeit im Bauernhaus und kommt um 4 Uhr nachmittags wieder ins Lager. Die Mädchen sind im Dorfe gern gesehen und als Helferinnen geschätzt. Wieviele Sorge nehmen sie doch der bäuerlichen Hausfrau z. B. um die Kinder ab, wie sehr weiß der Bauer zwei Hände mehr zu schätzen in der Zeit der Ernte, auch dann, wenn diese Hände nicht ganz so kraftvoll und hart .sind, wie die seinen..... warten dürfen! Wir hören, daß bie Mädchen gerne da sind, die Gemeinschaft bewußt erleben und schätzen, Pflichten willig übernehmen und erfüllen, Kameradschaft üben, die erzieherisch wirkt, gegenseitig Rücksicht nehmen und doch bei allem Ernst von Arbeit und Pflicht immer auch Zeit finden zu Scherz und fröhlichem Lachen. Wir sahen selten so viele Mädchen mit fröhlichen Gesichtern beieinander als dort in Ulrichstein. Wir sahen sie zufrieden und glücklich bei der Arbeit im bäuerlichen Haus und auf dem Felde und einige beim Innendienst im Lager, beim Kochen, Waschen, Putzen, bei der Arbeit im eigenen Gemüsegarten, beim Fensterputzen usw.! Und der Gesamteindruck ist der einer zutiefst empfundenen sinnvollen Aufgabe! Ist der männliche Arbeitsdienst mit seinem Dienst an der Erde eine Schule der Nation für den jungen Mann, so ist der weibliche Arbeitsdienst die Schule der Maiden für Haus und Hof und für spätere ureigenste Bestimmungen. Wie gut für die Mädchen aus der Stadt, daß sie auch die Arbeit der bäuerlichen Hausfrau kennenlernen! Unschwer zu sehen, wie wertvoll diese Arbeit im Lagerinnendienst, wie auch im Bauernhof, für die einzelnen sein mag. Liegt es doch heutzutage in der Natur der Sache, daß manches Mädchen durch berufliche Inanspruchnahme im Büro, im Laboratorium, in Betrieben auf den verschiedensten Arbeitsgebieten, der Hau-ihaltarbeit mehr oder weniger entfremdet wird. Hier ist also der Arbeitsdienst für die Mädchen eine Schule, deren Bedeutung nicht unterschätzt werden darf. Die Mädchen lernen insbesondere auf dem Bauernhof tüchtig zugreifen und Wir nahmen es uns diesmal also vor, das Arbeitsdienstlager der Maiden in Ulrichstein zu befu- „Nun, meine Damen, wir werden sehen, was sich tun läßt. — Ah, sehen Sie, da wartet ja schon mein Wagen!" Sie waren aus llem Haus getreten, und Weitzstoy wies auf einen olivgrünen Wagen, der an der Bordschwelle stand. Gisela bekam einen heftigen Schreck, denn sie kannte den Wagen mir zu gut. Schon hatte auch Walter sie gesehen. „Hallo, Gisela!" begrüßte er sie, während er aus dem Auto sprang und auf sie zueilte. „Das ist eine nette Ueberraschung, wie?" Weißfloh blickte auf Fräulein Hinterhuber, Fraulein Hinterhuber blickte auf Weißfloh. Dann verabschiedeten sie sich mit einem luftigen, kaum vernehmbaren Gruß von Gisela und gingen ihrer Von der Heftigkeit seines Bekenntnisses ergriffen, tastete sie nach seiner Hand. „Ich will versuchen, mich deiner Liehe wert zu erweisen. Setze nur den Tag der Trauung fest, ich nehme ihn an." Radegast stieß einen unterdrückten Iubelschrei aus. Und es dauerte eine Weile, bis Gisela Zeit fand, sich von seinen Küssen zu erholen. Als der Wagen vor der Schule hielt, kam gerade Lotte Iaeckel des Weges, jene junge Dame, die ihren Freund für sich sorgen liefe. Sie blieb vor Staunen stehen, als sie in der Aus- Zwei hinter Gisela. Vornan von Hans Hirthammer. Urheberrechtschutz Verlag Oskar Meister, Werdau/Sa. Manche Arbeit mit den Kindern wird der Bauersfrau abgenommen. / Hin und wieder kommt die Gruppenführerin aus Fulda, die Bezirksführerin aus Wiesbaden, um nach dem Rechten zu sehen, der Arzt kommt von Berufs wegen, da er die Maiden gesundheitlich im Auge zu als sonst! Was hast du? Ist es denn ein so schlimmes Verbrechen, daß ich dich abgeholt habe? — Ich hatte Sehnsucht nach dir, ich wollte dich sehen, wollte dir die Hand drücken! — Und außerdem wollte ich dir noch sagen, daß ich bereits eine Wohnung für dich ausgesucht habe. — Schade, daß bu keine Zeit hast, ich hätte sie dir gern $ ?,(Eine — Wohnung hast du? — O Gott!" „Ein entzückendes Nest, Gisela! Wenn erst die Möbel da sind und alles hübsch hergerichtet i|t, wirst du begeistert sein." „Ach, Walter, du stürzt dich in solche Ausgaben — ich werde dich noch arm machen!" „Na, und wenn schon!" sagte er übermütig. „Was macht es aus? — Hast du schon getünbigt?' „Nein, noch nicht, ich — es war noch keine Gelegenheit dazu!" Schieb es nur nicht zu lange hinaus! Je eher du hier loskommst, desto besser! Wie ich dirschon gestern andeutete, ist es mein innigster Wunsch, daß wir so bald wie möglich heiraten." Gisela verbarg istre Bestürzung. Der Gedanke, daß sie Walter Radegast heiraten sollte hatte immer noch etwas Erschreckendes für sie. Ob sich das jemals verlieren würde? Ob sie an der Seite dieses Mannes das Glück finden würde? Ich will dich' natürlich nicht drängen!" fuhr Radegast fort, als er ihr Zögern bemerkte. „Aber — schau Gisela, ich kann dir nur immer wieder sagen, daß ich dich über alles lieb habe daß ich mich nach dem Augenblick sehne, da du meine jrau fein wirst. Dann erst werde >ch das Recht haben, dich so zu verwöhnen, wie ich es gern Maiden im Arbeitsdienstlager Ulrichstein Blaues Kleid und rotes Kopftuch. - Helferin in Haus und Feld. Aber — er liebte sie doch, er schien sie wirklich "^Gisela" Mertens hob die Schultern urtb blickte zu Herrn Weißfloh hinüber. Nachdenklich musterte sie sein blasses Gesicht, seine über den Schreibtisch gebeugte Gestalt. t _ ra.e , . Äks Herr Weißfloh merkte, daß er von Gisela beobachtet wurde, überzog ein verlegenes und beglücktes Lächeln seine Miene. Er nickte ihr aus- munternb zu, als wollte er sie darüber trösten, daß nun Montag sei und eine lange Arbeitswoche wieder ihren Anfang genommen habe. . Auch Herr Weißfloh liebte sie. Gisela versuchte sich oorzustrilen, was geschähe, wenn Herr Weitzstoy plötzlich zu Reichtum gelangte. Oh, er wurde bestimmt nicht zögern, ebenso zu handeln wie Radegast. Vielleicht würde er es sogar noch> schone, machen. Vielleicht würde er weniger mit seinem (Selbe als mit seinem Herzen um ste werben. Herr Hasselschwert, .der ein Diktat für fee fette beraubte fee der Möglichkeit, ihren Grübeleien weiter nachzuhängen. s Als dann die Arbeit -dieses Tages getan und der Feierabend herangerückt war, oerhefe Gisela mit ihren beiden Arbeitskameraden das Büro. Fräulein Hinterhuber bemängelte beim Hwaus- gehen wie gewöhnlich das Fehlen eines Fay - ftuhls. Herr Weißfloh machte feine gewohnte scherzhafte Bemerkung, indem er versprach, für Abhilfe zu sorgen, wenn er demnächst Herrn Hasselschwertv Teilhaber würde. - ., ... Das war sein Traum. Und obgleich er wußte, daß sich solche phantastischen Träume nie verwirklichen würden, lebte er davon, schöpfte er darau feine Freude, sein Glück. , „Es wird dann auch sofort meine Sorge sein, Naß Ihre Gehälter, meine Damen, besser den Leistungen angepaßt werden. Wie wurden Sie über eine zwanzigprozentige Zulage denken' „O ja, Herr Weißfloh, wenn Sie sich dazu entschließen könnten--!" ,, Herrn Weißflohs Miene atmete Wohlwollen. Auch bei der Wäsche greift die Arbeitsmaid tüchtig zu. (Aufnahmen s6j: Neuner, Gießener Anzeiger.) benskreis und andere Landschaft erleben zu lassen, als jene, die ihnen als eigene Heimat vertraut ist. Der Tagesablauf ist immer der gleiche Er bringt morgens die Flaggenhiffung und den Frühsport den Gang in Gruppen in das Dorf, die Arbeit im Bauernhof oder im Feld, die Rückkehr ins Lager am Nachmittag, Ruhepause und Abendbrot, Beschäftigung mit Nähen, Sticken und-Stricken, zweimal in der Woche ernsten oder heiteren Gemeinschaftsabend (ausschließlich gestaltet aus eigenem Kreise) und dann die Ruhe im Lager, die allerdings ost spat emtrirt, denn man hat sich von Bett zu Bett immer noch einmal etwas zu erzählen. — . . So bildet die Lagergemeinschaft einen m sich geschlossenen Lebenskreis, der nach innen und nach außen wirkt. Die braungraue Uniform, das blaue Arbeitskleid und das rote Kopftuch, nicht zuletzt aber auch das entzückende Festkleid, das sich die Maiden selbst geschaffen haben (ein Kleid aus hellblauem Seidenleinen von fraulichem Schnitt, geschmückt mit buntgesticktem Gürtel, in dessen Ornamenten wir bäuerliche Motive aus dem Schlitzerland und aus der Schwalm entdecken) — das alles eint die Maiden äußerlich, wie sie innerlich die Gemeinsamkeit der Pflichten bindet. . v f Ungern verließen wir das Lager, in dem so üiel gesundes und unbeschwertes Leben herrscht, abseits lauter Tage, fern aller Verlockung oder Gefahr, em Leben, bas für jede, die in dieser Gemeinschaft cm halbes Jahr vexbringt, einen Lichtstrahl der Erinnerung bedeuten wird, wenn die Zukunft fee an anderen Platz und andere Aufgaben stellt. Schön wäre es, wenn man die Arbeitsmaiden wiedersähe, beim Hoherodskopf-Bergsest, dem sie eine Zierde fern könnten, wenn sie alle kommen in ihren lichtblauen Kleidern und so mithelfen, das Fest der Volksgemeinschaft unserer Heimat zu verschonen. — N. RZege. Gisela starrte den beiden betreten nach, und für einen Augenblick sah es nicht anders aus als wollte sie Walter mitsamt seinem Auto stehen lassen und hinter den Kameraden herlaufen. „Du scheinst von meiner Anwesenheit nicht begeistert zu sein. Und ich wollte dir doch eine besondere Freude machen!" Er sagte es so bekümmert, daß sie sich Vorwürfe machte. „Verzeih, ich — ich war nicht darauf gefaßt. — Es ist mir zu unangenehm, daß die beiden — —■ Radegast wurde ärgerlich. „Du bift komisch.. Ick) werde doch als dein Verlobter schließlich das Recht haben, dich abzuholen. Ich nehme an, daß du die große'Neuigkeit bereits verkündet hast!" „Ich habe noch nichts davon gesagt. Warum bist du eigentlich hergekommen? Du weißt doch, daß ich heute'Unterricht habe!" „Ist das so schwer zu erraten? erwiderte er und schob sie in den Wagen. „Sage dem Chauffeur, wohin er dich bringen soll!" Gisela nannte die Adresse der Kunstgewerbeschule, und sofort fetzte sich der Wagen m Bewegung. Ich habe noch ein paar Uederraschungen für dich!" lächelte Radegast und zog ein kleines, perlgraues Etui aus der Tasche. „Hler, mein -Ber- iobungsgeschenk!" Er öffnete das Etm »iid zog den schmalen, goldenen Reifen über Giselas ginger. „Freust du dich?" r . ~ Gisela blickte nachdenklich auf den Ring. „Dock) sagte sie. „Natürlich freue ich mich. Sie duldete, daß er sie küßte. . Als er sie wieder losließ, war m feinen Auge-n eine Helle Angst. „Du bist heute so — anders (ra’l behalten hat — das ist aber auch so ungefähr alles, was dem Lager an „Besuch" wiederfährt. Da die junge Lagerleiterin die Freundlichkeit selbst chE »Mist I«lt«n CTbeitMn. ^^en"sich'äu^nichUenn es auch einmal eine Otf.Bodinei Jiwerden dei limmelbildung. uch im Winlei Für 12 oben. -FkMW. rschenr ,Garteo.Ter^| ZNerfS gffl -kvolleW Sie bei uns d ru.E# Werkstä«6 lauer öl6*/ :RUN MODO- SonFeonoscj ASIEN Miduvoy-Ina lonolvlv AFRIKA AUSTRALIEN SOD- AAAERIKA -Qradti KafkyKo , , , Honolulu /oke-lM 9J.Jpori Rundfunkprogramm in Gießen radsportlich vor irischast geglichen. Abendbörse still. klappte, hat der Verband keine ----------- tige Meisterschaft im Straßenrennen nach dort zu behauptet, Mainzer 0,25 o. H. niedriger mit 98jj Industrie-Obligationen unterlagen Schwankungen bis etwa 0,25 o. H. Dekosama I verloren 0,25 v. H. auf 138,13 und im Freioerkehr fielen Kommunal« Umschuldung weiter zurück auf 94,35 (94,50). Von unnotierten Werten ermäßigten sich Dingler auf 85,50 bis 86,50 (87) Katz ft Klumpp auf 96 (97), Rastatter Waggon auf 49 bis 50 (50). Tagesgeld war zu 2,25 v. H. unverändert und ausvergeben. Und aus allen Gegenden des Reiches, aus Osten, Westen, Süden und Norden kommen die Spitzenfahrer nach Gießen. Man kann mit ruhigem Gewissen sagen, daß noch nie ein solches Klassefeld zu einer deutschen Meisterschaft beisammen weilte. Fahrer und Vereine sind sparsam mit dem Geld geworden. Daher hat man auch nur diejenigen geschickt, die wirklich mit einer Chance in den Die Abendborse verlief mangels Anregungen sehr still. An den Aktienmärkten war die Haltung im ganzen wenig verändert. Vereinzelte Abweichungen, allerdings meist nach unten, betrugen kaum mehr als 0,25 bis 0,50 v. H. Am Montanmarkt notierten u. a. Ilse Genuß 133, Mannesmann 104,75, Stahl- vorein 100,75, Rheinstahl 130,75, Hoesch 108 (108,25), Deutsche Erdöl 120,50 (121). Don Mn- schinenwerten blieben Adler mit 105 und Jung- Hans mit 108,50 behauptet, Rheinmetall bröckelten 0.25 v. H. ab auf 125. Die Farben-Aktie ging bet kleinstem Umsatz auf 147,50 (147,75) zurück, auch Scheideanstalt 0,25 v. S). ermäßigt auf 204,25 und Bemberg um 0,50 v. 5). auf 125,50. Der Elektromarkt lag ruhig, Gesfürel 129, Schuckert 162,50, Bekula 150, Licht & Kraft 131 (131,13). Don Einzel- werten ger-annen AG. für Verkehr 1 v. auf 117,50 und Holzmann 0,50 v. H. auf 142. Der Rentenmarkt war nahezu geschäftslos. Etwas Umsatz hatten 5,50 v. H. Meininger. Liquid, zu 101,2.-) (101,13). Forben-Bonds notierten nominell unver- ändert 119,65 und Kommunal-Umschuldung bewertete man mit unverändert 94,35. IHonfag, 8. August. 5 Uhr: Frühmusik. 5.45: Ruf ins Land. 6: Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Bäderkonzert. 9.30: Nur Kassel: Nachrickiten. 9.40: Kleine Ratschläge für Küche und Haus. 9.50: Vom richtigen Schenken! Eine kleine Plauderei von Ruth Geede. 11.45: Volk und Wirtschaft. Der Arbeitsplatzwechsel. 12: Schloßkonzert. Der bekannte deutsche Flieger Hans Bertram beendete am Donnerstagabend mit der Landung auf dem Berliner Flughafen seine Weltumfliegung, die nur mit den fahr planmäßigen Maschinen der internationalen Luftfahrtlinien ausgefuhrt wurde und deren Zerlauf unsere Karte zeigt. 39 350 Kilometer wurden dabei in 20 Tagen, 21 Stunden und 35 Minuten zurückqeleqt und somit der Beweis erbracht, daß heute bereits ein Rundflug um die Croe an Hand des Kursbuches möglich ist. — (Scherl-Bilderdienst-M.) Warum Straßen -Meisterschaft in Gießen? Das Großereignis im deutschen Straßensport steht nun dicht vor der Tü». In vielen Großstädten fragt man sich: Wie kommt denn die Meisterschaft nach Gießen? Das hat seine Ursache darin, daß man in Gießen schon immer ein offenes Herz für den Radsport gehabt hat. Man war schon gleich bei der Hand, als die ersten Röder erschienen. Der Wandersport wurde stets gepflegt, doch gerade Gießen war es, das im Hessischen den Kampfsport besonders hegte. So kam man in Gießen sogar zu einer Radrennbahn. Als diese einging, veranstaltete man Straßenrennen. Daraus ergab sich, daß auch Rennfahrer von Ruf Gießen überall einen Namen im Radrennsport machten August Deibel, der Sieger von „Rund um Frankfurt", und heute wieder Wilhelm Neumann, sie waren es, die zu außer- letzten Jahre reichlich von Pech verfolgt waren, endlich der Iubiläumssieg. Für den Ersten Senior-Einer (um den Lahnpokal) sollte man dem Gießener Friedel Iödt gegen seine zwei anderen Konkurrenten vom Mainzer RV. und dem Sieger aus Rennen 3 einen Sieg herausrechnen können. Der Zweite Iungmann-Dierer wird vom Frankfurter NC. Griesheim, Mainzer RV. und RV. Wetzlar 1919 bestritten. Hier dürften die Wetzlar in Front zu erwarten fein. Wiederum ein in seinem Ausgang nicht abzu- sehenhes Rennen bedeutet der Fünfte Senior- Vierer, für den nicht weniger denn sechs Boote gemeldet sind. Einen spannenden Kampf darf man ferner im Dritten Senior-Achter erwarten, der vom Kitzinger RV., Offenbacher RV., Limburger RCl, Offenbacher RG. „Undine" und RCl. „Germania" Köln bestritten wird. Hier dürfte die Entscheidung zwischen Offenbacher RV. 1874 und Limburger Ruderklub 1907 zu erwarten sein. Den Abschluß des großen Regatta-Tages wird das Rennen um den Großen Achter bilden. Gemeldet ist zunächst nur Renngemeinschaft Rüsselsheim. Als Gegner kommt her Sieger aus Rennen 12 hin» zu, der voraussichtlich „Germania" Köln heißen wird. Die Kölner sollten dann auch dieses letzte Rennen für sich entscheiden können. Wenn das Wetter der 31. Gießener Regatta günstig ist, sollten die diesjährigen beiden Regattatage ein schöner sportlicher Erfolg werden. Zwar hat es bisher bei Gießener Regatten immer und traditionell geregnet, es könnte aber, einiges Glück vorausgesetzt. und nach den bisherigen Wetteraussichten ZU schließen, doch auch einmal anders kommen. Sicherlich werden sich viele Freunde des schönen Rudersportes einfinden, zudem in den vergangenen Jahren der Rudersport so wenig zu zeigen Gelegenheit hatte. Der Gießener Rudergesellschaft wäre für diese Regatta ein ideeller Erfolg zu wünschen. Hoffentlich schneiden auch unsere Gießener Vereine mit einigen ersten Siegen ab, die um so mehr zu würdigen wären als es beiden Vereinen nicht leicht gefallen sein dürfte, gute Mannschaften auf das Was- : ser zu bringen. Sonntag, 7. August. 6 Uhr: Hafenkonzert. 8.10: Evangelische Morgen- feier. 8.50: Weltliche Orgelmusik. 9.10: Starker als jede Lehre ist die Stimme unseres Blutes. 9.30: Chorgesang. 10: Mein Herz sei fröhlich und schaue auf und um (Gorch Fock). 10.30: Ewiges Deutschland. 11.10: Lebenswege deutscher Künstler (II). Hörfolge mit Musik. 12: Musik am Mittag. 13: Deutsche Amateur-Straßenmeister- schäften der Radfahrer in Gießen. 13.15: Musik am Mittag (Fortsetzung). 14: Kmder- stunde. Kasperle in der Zeitung. 14.30: Meister der Kinoorgel. 14.45: Volkstum und Heimat. „Dorfkäuze und Schnurrpfeifer". Eine luftige Hörfolge. 15.30: Großer Preis von Europa für Krafträder. Hörberichte vom Sachsenring. Das Rennen der schweren Klasse. Deutsche Meisterschaft im 10- und 50-Kilometer-Gehen in Erfurt. Nacyrnittagskonzert. 18: Und nach der Rundfunkausstellung ? Ein Mikrophonbummel durch die Reichshauptstadt. 19: „Nur |o!" Frohsinn am Abend. 19.30: Sportspiegel des Sonntags. Internationale Ruderregatta der Wörthersee-Sportfeste. 20.10: Allerlei Spuk und allerlei Scherze. 22: Nachrichten. 22.15: Sportbericht. 22.30: Zu Tanz und Unterhaltung. 24 bis 3: Nachtmusik. Hhem-Moinische Börse. Mittagsbörse uneinheitlich. Frankfurt a. M., 5. Aug. Die Börse schien an den Aktienmärkten zunächst weiter beruhigt zu sein, zumal einige kleine Käufe Vorlagen, während andererseits Abgaben srur vereinzelt erfolgten. Bei teilweise lebhafteren Umsätzen zeigten die ersten Notierungen überwiegend etwas höhere Kurse um etwa 0,50 bis 1 v. H., doch war die Entwicklung schon von vornherein uneinheitlich und im Verlaufe neigte die Haltung wieder eher zur Schwäche, da wieder Angebot auftrat. Bemerkenswerte Erholungen erfuhren Reichsbank mit + 1,25 v. H. auf 183,90, Hoefch mit +1,50 auf 108,25, Daimler mit + 1,50 v. H. auf 128,25 und Aschaffenburger Zellstoff mit +1,25 v. H. auf 111,75. Andererseits gingen Licht ft Kraft auf 131,13 (132,25), RWE. auf 118,50 (119,40), Demag auf 137,13 (138), Rheinstahl auf 131,75 (132,50) zurück. Nach Pause und Minus-Ankündigungen notierten Eß- linger Maschinen mit 97 (103). IG. Farben gaben nach unverändert 148,40 auf 148 bis 147,75 nach, ferner Mannesmann auf 105,25 nach 105,75 (105.50), Verein. Stahl auf 101,50 nach 101,90 (102) ufw. Am Rentenmarkt überwog ebenfalls etwas Angebot, das aber verhältnismäßig leicht und ohne nennenswerten Kursdruck aufgenommen wurde. Reichsallbesitz 130 (130,25), Reichsbahn-VA. 122,25 (122,40), 4 v. H. Rentenbank-Absösung 92,65 (92,90). Vorliegendes Angebot in Goldpfandbriefen fand zu unveränderten Kursen Aufnahme. Liquidationspfandbriefe lagen z. T. 0,13 v. H. höher, aber Rhein. Liquid 101 (101,20). Stadtanleihen blieben AmalelinlleWschast im Emerflrelkensahren Rahmen -Wettbewerbe im Saalsport. 31. Gießener Ruder-Regatta Die Rennen des Sonntags. Rennen eine Chance, den lanq erwarteten 100. Sieg des Vereins zu erringen. Hoffentlich gelingt den Ruderern der Haffia, die in mancher Regatta der vom Donnerstag noch nicht zurück gekehrt waren und daher am Freitag in die Ereignisse nicht em= greifen konnten. Die Tagesbestleistung vollbrachte Kurt Schmidt (NSFK.-Gruppe Südwest), der mit 172 Kilometer nach Hüsten in Westfalen flog. Kassel (95 Kilometer) erreichten folgende Wettbewerbs-Teilnehmer: Bräutigam (N^FK.-Gruppe Dresden), Beck (NSFK.-Gruppe Württemberg), van Husen (NSFK.-Gruppe Breslau), Treuter (N>vFK.° Gruppe Mitte) und Oblt. Flachow fkl (Merseburg). Mit dem „Fliegenden Dreieck" kam der Kölner Pilot Blech nach 80 Kilometer Fluglinie '^Reichsmmister der Luftfahrt Generalfeldmarschall Göring und Staatssekretär General der tfheger Milch haben wertvolle Ehrenpreise für die „19. Rhön" gestiftet. Segelflugzeug-Anfall im Gewitter. Bei einem Gewitter, das über das Fuldaer Land zog, geriet ein Segelflugzeug in der Nähe des Schlosses Adolsseck in eine Windhose, so daß hie beiden Tragflächen zerbrachen. Der Flugzeugführer hatte die Geistesgegenwart, mit dem Fallschirm ab- zuspringen. Jetzt Höhenrekord im Doppelsitzer! Bei der Nachprüfung der Barogramme der Teilnehmer am 19. Rhön-Wettbewerb stellte sich heraus, daß Romeis-Schillinger (NSFK.-Gruppe München) am Donnerstag in ihrem Doppelsitzer „Kranich" bei ihrem Streckenflug nach Westfalen eine Höhe von 5570 Meter über dem Meeresspiegel und eine Startüberhöhung von 4510 Meter erreicht hatten. Das bedeutet einen neuen Internationalen Rekord, nachdem erst tags zuvor der Stettiner Werner Fick im Einsitzer einen Internationalen Rekord mit 6500 Meter über dem Meeresspiegel aufgestellt hatte. Die Kämpfe des Sonntags auf der idyllischen ! Lahnstrecke zwischen „Felsen" und Klinkelscher Muhle , werden am Sonntagnachmittag zunächst mit einem ' Achter-Rennen eingeleitet. Der Lahn-Achter 1 gelangt als Dritter Senior-Achter zum Austrag. I Limburger RCl., Wetzlarer RCl. und die beiden Gießener Vereine gehen ins Nennen. Hier könnte der Mannschaft der GRG. ein Sieg beschieden fein. Im Senior-Zweier mit Steuermann sollte es ein schönes Rennen geben. Liegen doch die Meister von 1937 und Sieger vom Turn- und Sportfest in Breslau M e l ch i n g - M e y e r von der Heyde vom Hannoverschen Ruderklub zusammen mit der Mannschaft des Hornberger RCl. „Germania" (Niederrhein) am Start. Dem Deut» scheu Meisterpaar des Vorjahres sollte der Sieg nicht zu nehmen sein. Im er ft en Junior-Vierer sind her Mainzer RV. und her Frankfurter RCl. 1884 auf der Strecke. Die Mainzer haben die besseren Aussichten. Den Junior-Einer bestreiten vier Skuller. Klotz vom Steeler RV. hat in Guyer von „Saar" Saarbrücken den schärfsten Konkurrenten. Im Dritten Senior-Vierer, für den fünf Boote am Start sein werden (Offenbach, Wetzlar, Köln, Frankfurt und Kitzingen), sind sehr ausgeglichene Mannschaften im Rennen. Wer den Sieger stellen wird, ist kaum vorauszusagen. Im Er st en Vierer, bei dem es um den Wanderpreis her Stabt Gießen geht, sollten sich Frankfurter RG Oberrad und „Germania" Köln einen harten Kampf liefern. Ob dabei „Saar" Saar- brücken mithalten kann, ist fraglich. Das Adolf-Fischer-Gedächtnisren- nen wird nur von zwei Booten bestritten, und Zwar liegen Wetzlarer RCl. und Limburger RCl. im Rennen. Hier haben die Wetzlarer von 1880 die Siegeschancen. Für den Dritten Junior-Vierer haben vier Vereine (Frankfurt-Griesheim, Frankfurt Oberrad, Wassersportverein Beuel und Kitzinger RV. gemeldet. Die Entscheidung dürfte zwischen Beuel und Kitzingen zu erwarten fein. Im Dierten Senior-Vierer, für den der Gießener Ruderklub „Hassia", der Frankfurter Ruderklub 1884 und Kitzinger RV. Meldungen abgegeben haben, wird man ein Auge auf die Mannschaft her lAjeßener haben müssen, die mit der Mannschaft Zirkler, Hartmetz. Weder, Lotz und Noll starten wird. Für die „Hassia" besteht in diesem großen Kampf ziehen. Die deutsche Radsportwelt blickt am Sonntag nach Gießen. Zur Ausschmückung der Veranstaltung um die „Deutsche Amateur - Straßenmeisterschaft mürben von dem Veranstalter eine Reihe saalsportlicher Konkurrenzen ausgeschrieben. Zahlreiche Meldungen sind eingegangen, und zwar sind die einzelnen Konkurrenzen wie folgt besetzt: Im Zweier - Radball, Klasse A/B starten die Mannschaften: Lucan-Becker, RC. Adler Hanau: Schnabel - Oßmald, RV. 1900 Wieseck; Schäfer-Wacker, RV. 1900 Wieseck; Nolte-Hagner, RV. Wetzlar, und Stommel-Baum, RV. Gießen. Im Zweier-Jugendradball gehen folgende Mannschaften an den Start: Vogel-Götz, RV. 1900 Wieseck; Hosmann-Loth, RV. 1900 Wieseck; Hagner-Engel, RV. Wetzlar; Burk-Bender, RV. Krofdorf; Müller-Heyer, RV. Krofdorf, und Haeßler-Bender, RV. Krofdorf. Im Einer-Iugendkun st fahren sind die bekannten Kunstfahrer der Radfahrer-Vereinigung Wetzlar, Hagner, Engel und Schmidt, vertreten. Während das Kunstfahren sowie die Radballspiele her Klasse A/B erst am Nachmittag der Veranstaltung ausgetragen werden, finden die Spiele der Jugend bereits am Vormittag während des Rennens vor der Volkshalle statt, um den Zuschauern in der Zeit, da sich die Fahrer auf der Strecke befinden, etwas zu bieten. Auch zu den Saalsportwettbewerben sind die Meldungen zahlreich ein- gdaufen, so daß mit schönen Kämpfen zu rechnen ist. »nnman bei 5ii?r ®«ff - Sw NdjeS.en Par "‘’Weien nUn$ bes N berichten ^sehe Nen E wird. 2 , Nli#e; MS M BÄ WZ ISft. die et 1,1 I uOTfoi tsch gewöhnlichen Erfolgen kamen. Und da alles, was sich ging, ausgezeichnet ine Bedenken, die wich- 13: Nachrichten. 13.15: Schloßkonzert. 14: Nachrichten. 14.15: Musikalische Kurzweil. 15: Für unsere Kinder. Jetzt basteln wir ... 16: Nachmittagskon- zert. — Das Mikrophon unterwegs. — 17.30: Werksingen. 18: Zeitgeschehen im Rundfunk. 18.30: Der fröhliche Lautsprecher. 19: Dem Opernfreund. J 20: Nachrichten. 20.15: Der rote Faden. Das politisch-moralische Brettl des Reichssenders Saarbrücken. Unangenehmes mit angenehmer Musik. 21: Tanzmusik. 22: Nachrichten. 22.15: Kamerad, wo bist du? 22.35: Nacht- und Tanzmusik. 24 bis 3: Nachtkonzert. Dienstag. 9. August. 5 Uhr: Frühmusik. 5.45: Ruf ins Land. 6: Mor- lieb, Morgenspruch, Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Bäderkon- zert. 9.40: Kleine Ratschläge für Küche und Haus. 11.45: Neue Wege im Weinbau. 12: Mittagskonzert. 13: Nachrichten. 13.15: Mittagskonzert. ,14: Nach- richten. 14.10: O holde Frau Musica. 15: Kleines Konzert. Sonaten für Bratsche und Klavier 16: Nachmittagskonzert. — Das Mikrophon unterwegs. — 18: ... und jetzt ist Feierabend. Fahrt mit dem Globus-Expreß. Lieder und Chansons. 19: Kleines Virtuosenkonzert. 19.30: Lieder finden den Weg zu den Sternen. Ein abendliches Singen und Musizieren der Jugend. 20: Nachrichten. 20.15: Original- Kompositionen für kleines Orchester. 21.30: Deutsche Lieder aus neuerer Zeit. 22: Nachrichten. 22.15: Nachrichten aus dem Sendebezirk. 22.30: Politische Zeitungsschau. 22.45: Vom B. B. C., London: Blasmusik aus England. 23.15: Unterhaltung und Tanz. 24 bis 3: Nachtmusik. 3um drittenmal Hans Gtuck. Deutscher Sieg im Ca-Xurbie-Bergrennen. Auch das diesjährige La-Turbie-Berg^ennen an der Riviera endete mit einem deutschen Sieg. Hans Stuck steuerte eit^ Vorjahres-Modell der Auto- Union und gewann auf diesem Wagen das schwere Rennen bereits zum dritten Male hintereinander. Bei der riesigen Hitze (40 Grad) waren die Asphaltstraßen aufgeweicht. Trotzdem unterbot Stuck mit feiner Zeit von 3:30 Minuten den von ihm selbst gehaltenen Vorjahresrekord um 1,6 Sekunden. Mit dieser Tagesbestzeit wurde er Klassensieger bei den Rennwagen. Ihm am nächsten kam der Franzose Rens Dreyfuß auf einem Delahaye, der 3:47 Minuten benötigte. Wesentlich langsamer fuhren die Alfa Romeo, von denen Raymond Sommer auf dem Zwölszylinder-Formelwagen mit 3:50 Minuten noch die schnellste Zeit herausholte, während Pinta c u d a auf einem älteren Modell auf 3:52 kam. Bei den Sportwagen gab es einen BMW.-Sieg in der 2-Liter.Klasse, der von $ e i n e m a n n in 4:19,4 Minuten gewonnen wurde; an zweiter Stelle lag sein Markengesährte Prittel (4:34). In der 1,5-Liter-Klasse siegt mit dem Garmisch-Parten- kirchener Dr. Werneck ebenfalls ein BMW.- Fahrer (4:31,8). Flaute in der Rhön. ftur geringe Flugmöglichkeiten am Freitag. Nach den segelfliegerischen Hochleistungen, die die bisherigen Wettbewerbstage der „19. Rhön" gebracht hatten, flaute der Betrieb am Freitag auf der Wasserkuppe ab. Wohl hielt das hochsommerliche Wetter weiter an, aber die meteorologischen Verhältnisse waren doch wesentlich schlechter als an den Vortagen. So versäumten auch diejenigen Piloten nicht viel, die von ihren großen Ueberlandflügen -M Kl«|tri MW ^Ämmelnumwer? 6-e! -»r kitU ^.mögliche I"B ülzumErstu Irager „D e m o t , der 3o«nahft zeichnet hat, ZU Amtssitzes des tl esch, gezahlt n den tschechischen mgeworsen wird r habe durch er, e mit den Sudi q immer neuer 2 rn seien, die t| ungsstellung hmei zischen Mimsterpi tlich zu den Agrar r und erklärt, tsch ner seien von eine en deshalb so lau! Es märe verseh! u erhebliche Bede ,Prager Beg ingsoerschied int. Ebenso beton echischen Taktiker ■ edenheilen sehr < hnung einsteller nbar daraus hii umps gegen na (en Ausg in dieser Taktik die Bildung ein biit dem Anspruch a Hjchen Unterhändler lind daß sich ihre Zu Volk nicht verantwo fand wird der weil len, daß fidj feine 1 Regierung" finbe l . ^rbeit ^eiteren. jj. ift Sdjwinb W Nw will — ein 1 । :ii:iutlichkeit auf 1 'N, die der Frid -Nn und die eim Npon Volks 16 versprechen b i n i W stehen auf di nfnt einer Zivilpar "f ^ase; ich weiß di mit dieser Ausrede fi Wt Hund ' $r«9.7,äug. r "La9e (eit Einjehm t'mons in $rag 6 » »enig Wh Blätter w 777 "-4 beeni "ö "ach Beendiquna ;-Mur Berichterstaf^ .senden Wall ' nh°n begeb, Oer erste „Wettflug nach dem Kursbuch" OZEAN STILLE* OZEAN 1-StELAND ™6AMOA HDSCHJ^