m. 105 Erstes Blatt 188. Jahrgang 5reltag,b.MaNy38 8r)d)etnt täq Md), nutzer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild - Die Scholle MonatrBezugrpreir: Mit 4 Beilagen RM.1.95 Ohne illustrierte # 1.80 Zustellgebühr . -.25 Auch bet Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Kernsprechanfchlüffe unter Sammelnummer 225) Anschrift für Drahtnachrichten. Anzeiger Liehen Postscheckkonto: Srantfurt am Main 11688 Eichener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen vruck und Verlag: vrühlsche UniDerfttatsörutterci R. Lange in Gießen. Schristlettvng und Geschäftsstelle: Schulstraße 7 Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis8'/,Uhr des Vormittags Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm «Breite 7 Rpf.. für Text, anzeigen von70mm Breite 50 Rps „Platzvorschrist nach vorh. Dereinbg.25"/, mehr. Grmähigte Grundpreise: Stellen-, Vereins-, gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Rps., Familienanzeigen, Bäder-, Unterrichts- u. behördliche Anzeigen 6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B Glänzen t> verlauseneMannemanöver vor dem Führer Hervorragende Leistungen der italienischen Kriegsflotte im Gols von Neapel. >:• Pompeji POM II Po j RAI HAOS ISCHIA w NUÖVO> capt dell'ovo ;STa? IMARiTTiM PZfl.OEC Pl£8KOroi Der Führer besteigt in Neapel zusammen mit dem König von Italien und Kaiser von Aethiopien die Motorbarkasse, die sie zum Admiralsschiff „Conte di Cavour" hinüberbrachte. Hinter dem Führer Kronprinz Umberto, Fürst von Piemont. — (Bildtelegramm — Scherl-M.) (Scherl-Bilderdienst-M.) VöKL mit ihren Geschützen auf der gegen» Seite aufgefahren ist. Die Wagen- bann um das Schloß herum am vorbei in den Hafen Municip io Artillerie, d-ie überliegenden kolonne biegt Castel Nuovo ein. Stellvertreter des Führers, Rudolf Heß, und der Generalsekretär der Faschistischen Partei, Starace, die Minister Dr. Goebbels und Alflen, Reichssührer^ Himmler und Staatssekretär Buffarini-Guidi auf der „Cavour" ein. Im Augenblick des Betretens des Flaggschiffes erweisen alle auf den anderen im Hafen liegenden Kriegsschiffe in Parädeaufstellung angetretenen Besatzungen die Ehrenbezeigung. Kurz daraus wird der Befehl erteilt, die Anker zu lichten, und das ganze Geschwader beginnt mit den Manö- vern, um den Hafen zu verlassen. Unmittelbar vor dem Hafen teilen sich die Schiffe in zwei Linien und schaffen so zu beiden Seiten der auslaufenden „Cavour" zwei mächtige Begleitketten, während in der Luft ein Geschwader der italienischen Marineflugzeuge unter dem blauen Himmel des Südens dahindonnert. Ueberaus eindrucksvoll war dieser Auftakt zu den großen Flottenmanövern im Tyrrhenischen Meer, die dem Führer die Größe, Stärke und Schlagkraft der italienischen Kriegsflotte zeigen sollen. Ueberblick über die Stadt und den Golf von Neapel mit einem Ausschnitt des Stadtplans, der die Bauwerke und Straßen zeigt, die in den Berichten über den Führerbejuch genannt werden. — (Scherl-Bilderdienst-M.) —— Heue Waffen und neue Taktik. Eindrucksvolle Episoden aus dem großen Seemanöver. Neapel, 5. Mai. (Europapreß.) Das, was dem Führer an diesem strahlend schönen Tage zwischen Capri und Ischia von der italienischen Flotte vorgeführt wurde, war weit mehr als eine Parade, war ein Manöver großen Stils, das noch dadurch seine besondere Note erhielt, daß man hier die neuesten Vervollkommnungen der jüngsten Waffen aller Kriegsmarinen im Einsatz sehen konnte. Eines haben diese Manöver wieder bestätigt: Wenn die Sage geht, daß das von der Marine getragene blaue Gewand auf die Tracht der altrömischen Seeleute zurückgeht, so steckt ein tiefer Kern von Wahrheit in dieser Sage. Italiens Marine hat gezeigt, daß sie großartige Seeleute heranzubilden versteht. Linienschiffe und Kreuzer kamen unzweifelhaft in ihren Fahrmanövern und den Schießübungen auf das ferngelenkte Zielschiff „San Marco" voll zur Geltung; das aber, worüber selbst erfahrene Jubelnder Empfang in Reavel. Neapel, 5. Mai. (DNB.) Nach Abschreiten der vor dem Bahnhof aufgestellten Gliederungen nehmen her Führer und der König im Wagen Platz, um sich zur Flottenparade zu begeben; im zweiten Wagen folgen b e j Kronprinz unb Außenminister von Ribbentrop, im brüten Wagen Rubolf Heß mit Graf Ciano, in ben weiteren Wagen Dr. Goebbels unb die weiteren Begleiter bes Führers unb bie führenben italienischen Männer bes Staates unb ber Partei. Neapel bereitet bem Führer einen granbiosen Empfang. Die Fahrt vom Bahnhof Mergellina zum Hafen Municipio führt schon nach einigen hundert Metern auf eine ber schönsten Straßen Neapels, die Riviera bi Chiaja, mit bem Blick auf die herrliche Bucht, auf bas Meer, ben Vesuv unb die Halbinsel von Sorrent. Dieser prächtige Ausblick, ber schon Virgil unb Horaz begeisterte, begleitet ben Führer vorbei an dem auf einer ins Meer vorgeschobenen schmalen Landzunge liegenden Castell dell'Ovo. Dann schwenken die Wagen nach links ab, um auf die von architektonischen Meisterleistungen umrahmte Piazza del Plebiscito zu gelangen. Von hier aus haben die neapolitanischen Faschisten am 24. Oktober 1922 ihren Marsch auf Rom angetreten. Das Prachtstück dieses Platzes ist der herrliche, von Fontana erbaute Königs- pala st. Gegenüber liegt ber Runbbau ber Franz- Paul-Kirche, bie bem römischen Pantheon nachgebaut ist. Zu beiben Seiten säumen bie Paläste des Präfekten unb bes Militärkommanbanten ben Platz. Zwischen ben Kolonnaben, bie sich von ber Kirche zu den Palästen hinziehen, sind Fahnen des Reiches und Italiens gespannt. Von den Brüstungen der Balkone leuchtet auf dem Savoyablau der Tücher das Wappen Italiens. Aus ben Fenstern hängen kostbare Gobelins. Unb alles ist von herrlichstem Sonnenschein übergos- s e n. Sobald die Motorradeskorte bas Nahen bes Führers ankünbigt, rauschen die „Evviva!"-Rufe unb bas Hänbeklatschen auf. Die Massen, die sich überall in tiefen Gliedern hinter ber Absperrung flauen, schwenken bie Fähnchen unb werben nicht müde, „Heil!" zu rufen. Vor dem Königsfchloß präsentiert bie Ehrenwache ber Kavallerie und der ZmHasen. In der herrlich leuchtenden Pracht des Südens und unter dem tiefblauen südlichen Himmel liegt nach einem trüben Morgen der Molo Beverello da, über dem sich stolz der Vesuv mit seiner Rauchfahne erhebt. Ernst und stolz ragt bas mächtige Mauerwerk bes Macchio Angionini auf, ber Alpenburg der Anjous. Ihr gegenüber flankieren sechs mächtige Steinsäulen, auf denen riesige Adler ihre Schwingen breiten, den Eingang zum Hafenplatz. Den wuchtigen Hintergrund des festlichen Platzes auf ber Langseite hübet ber mit Terrassen überzogene Hügel des Monte San Martino, auf dem das Castel Sant' Elmo thront. Im Hafen hat zur Ehrenbezeugung für den Führer bas I. Geschwaber, bestehend aus ben Panzerschiffen „Cavour" und „Cesare", aus den schweren Kreuzern bes Typs Fiume", ben leichten Kreuzern des Typs „Garibaldi", den neuesten Ueber-Zerstörern des Typs „Orioni" und den Torpedobooten „Freccia" und „Folgore", Paradeaufstellung genommen. Weiter befindet sich im Hasen eine Flottille d e r modernen Torpedoboote des Typs „Aldebran", vom Kundschafter „De Rocco" geführt, ferner eine Flottille der modern st en Schnellboote und zur Vervollständigung des Bildes die Schulschiffe „Colombo Und „Despucci". Rechts vom Eingang zum Hafen- platz'von der Burg ber Anjous haben ein Infanteriebataillon, eine Abteilung Marinesoldaten und die Offiziere der in Neapel stationierten Truppenteile Aufstellung genommen. Links stehen in dichten Gliederungen die Studenten der Universität Neapel. Lebhaft begrüßt erscheinen auch die Amtswalter und Mitglieder der Auslandsorganisattvn der NSDAP, in ihren braunen Uniformen. An Sord des „Eavonr". Die italienische Flotte grüßt den Führer. Von ben Straßen her fünben bie begeisterten Rufe ber neapolitanischen Gruppen ber „Söhne und Töchter ber Wölfin", bieses jüngsten ber faschistischen Iugenbverbänbe, bas Nahen ber Wagenkolonne. An dem Molo Beverello fährt ber Führer unb Reichskanzler in Begleitung bes Königs unb Kaisers in feinem Wagen zuerst bie Front ber Ehre n - ormationen ab. Beibe begeben sich bann mit ihrer Begleitung aufeinMotorboot, während bie Geschütze sämtlicher im Hafen üegenben Kriegsschiffe bem Führer bes deutschen Volkes dendröh - nenben Salut entbieten. Nach kurzer Fahrt legt bas Motorboot am Panzerschiff „Cavour" an, wo Abolf Hitler mit bem Kaiser unb König unb bem Prinzen von Piemont an Borb geht. Auf bem Schiss erwartet Mussolini, ber schon am frühen Morgen in Neapel eingetroffen war, ben Führer, ben er herzlich begrüßte. Mit bem Führer schifften sich Minister von Ribbentrop und Graf Ciano, der VESUV ELLAMAPE Annunziata W'>;; M N * z-z«?*«- z Marinefachleute und Seeoffiziere staunten, waren die Hebungen der neuen Waffen. Diese M o t o r s ch n e l l b o o t e, die mit einer Geschwindigkeit van beinahe 50 Knoten einen von großartigem Schneid getragenen Scheinangriff gegen die Linienschiffe fuhren, welche Ähnlichkeit hatten sie noch mit ihren Vorgängern aus der Zeit des Weltkrieges, denen die deutschen Flugzeuge der See- flugstation Borkum mit ihren Maschinengewehren gegen Ende des Krieges ein so überlegenes Treffen in der Nordsee lieferten? Und war nicht das Unterseeboot wie das Kampfflugzeug während des Krieges eine Einzelwaffe gewesen, bei ber jedes Schiff auf sich stand, wo der Begriff des Verbandes höchstens eine manöoermäßige Bedeutung hatte? Gerade die, die selber Erfahrungen mit U- Baoten hatten, hielten den Atem an, als bie 90 Unterseeboote in geschlossenen Ver - bänben auf einen Befehl untertauchten und ihre Fahrt unter Wasser fortsetzten. Die Minuten behüten sich in beängstigender Weise — und dann, als der Befehl zum Wiederauftauchen gegeben worden war, famen sämtliche 90 Boote wieder an d i e Oberfläche, jedes an feinem Platz in der Formation, ein geradezu unwahrscheinliches Beispiel von taktischer Disziplin und Führerfähigkeit der U-Boots-Kommandanten. Die Luftwaffe greift ein. Der Abschluß der Vormittagsmanöver leitete bereits mit der Vernebelung des Zielschiffes San Marco durch eine Flugzeugstaffel zu den Ma- növern der Marineluftwaffe über, die das Programm des Nachmittags bildeten. Trotz auf- kommender Bewölkung wickelte sich jede einzelne Phase einwandfrei ab, jede Uebung wurde durchgeführt, alles klappte. Vier Verbände von Wasserflugzeugen fuhren Angriffe gegen die Flotte, die sich mit den Kampfflugzeugen, die von Bord ausstiegen, gegen den in großer Höhe durchgeführten Eingriff zur Wehr setzten. Gleichzeitig wurden die Decks ber Schiffe burch Kampfflugzeuge ber Angreiferformationen im Tief-Flug angegriffen, die bie Decks mit ihrem Maschinengewehrfeuer abstrichen. Die erste ber drei Großveranstaltungen, mit denen die italienische Wehrmacht den Führer unb Reichskanzler ehren will, brachte Bilder von unerhörter Schönheit und großem technischen Können und übermittelten einen hervorragenden Einblick in bie ausgezeichnete Schulung unb Ausbildung der Marine, zeigten aber auch die echt kameradschaftliche Zusammenarbeit zwischen ben Mannschaften unb ihren Offizieren, mit ber allein solche Leistungen wie sie heute bem Führer gezeigt werben konnten, erzielt werden können. Der Führer, der auf dem Admiralschiff „Cavour" den Hebungen mit dem lebhaftesten Interesse gefolgt war, und sich bald mit dem König und bald mit dem Duce, bald mit den Herren aus ihrem Gefolge unterhalten hatte, trat auf ben Duce zu, um seiner ganzen Bewunderung für bie italienische Flotte Ausdruck zu geben. Im (Befolge des Führers konnte man nur eine einzige Stimme ber Bewunberung unb ber Begeisterung für bie Flotte hören, bie ber Faschismus in kaum anderthalb Jahrzehnten nach völlig modernen Grundsätzen der Flottenmacht unb Großmacht Italien geschenkt hat. Wieder an Land. Als nach bem Abschluß der Manöver bie gesamte Flotte von 200 Einheiten wie» ber an ber Küste vor Anker ging, ein Manöver, bas in seiner Präzision ebenfalls bas Herz des Seemannes erfreute, war ein wirklich großartiges Programm abgewickelt worben. Währenb Die Schiffe nochmals einen Ehrensalut von 21 Schuß feuerten, fuhr bie „Cavour", mit bem Führer an Borb, bie Front ber verankerten Schiffe ab, auf benen bie Mannschaften zur Parabe angetreten waren. Führer unb Duce nahmen noch an Borb der „Cavour" voneinander Abschied. Dor der Molo Beverello verließ der Führer mit dem König unb Kaiser und dem (Befolge das Panzerschiff „Cavour". Sie bestiegen ein Motorboot. Die Fahrt zur Mole ging an dem an einer Landungsbrücke festliegenden italienischen R i e f e n b a m p f e r „R e x" vorbei, auf bem Tausende von Menschen bem Führer unb dem König und Kaiser begeisterte Kundgebungen darbrachten Auf der Mole nahmen der Führer und der König und Kaiser Platz in einem Kraftwagen, mit dem sie langsam bie Front bes Ehrenbataillons abfuhren. Währenddessen entboten bie auf bem Meere ankernden Schiffe der italienischen Kriegsflotte ihrem Gast noch einmal durch Salutschüsse einen Gruß. Gleichzeitig kreuzten Geschwader der Marineflugzeuge über dem Hafen. Kurze Zeit nach ber Abfahrt des Führers verließ auch der Duce das Panzerschiff „Cavour" und begab sich an Land, wo ihm ebenfalls stürmische Ovationen dargebracht wurden. (Geburt eines Töchterchens des Aeichsministers Dr. Goebbels. N e a p e 1,5. Mai. (DNB.) Während ber Einfahrt in ben Hafen ging auf bem „Cavour" auf funkentelegraphischem Wege bie freubige Nachricht von ber Geburt eines Töchterchens bes Reichsministers Dr. Goebbels ein. Der Führer sprach bem Minister sofort feine herzlichsten Glückwünsche aus. Auch bie übrigen führenben Persönlichkeiten beiber Nationen schlossen sich diesen Wünschen von Herzen an. Neapels Bevölkerung huldigt -em Führer. Eine einzigartige Volkskundgebung vor dem Königsschloß. Neapel, 5. Mai. (DNB.) Die herrliche Piazza Plebiscito, auf der sich im Oktober 1860 das damals bourbonische Neapel und die umliegenden südlichen Provinzen für die Einheit Italiens erklärten, und die Kolonnaden, die Dächer, Säulen und Fenster waren mit Fahnen geschmückt Auf dem Dach des Schlosses, das in feiner herrlichen Architektur ein Juwel an sich ist und ohne schmückende Zutaten geblieben war, wurde kurz vor der Ankunft des Führers und des Kaisers und Königs neben der Trikolore mit der königlichen Krone die Standarte des Führers gehißt, was einen Sturm der Freude und Begeisterung und Ovationen auslöste. Hinter der faschistischen Miliz, die nur den Ausfahrtsweg in geringer Breite freihielt, wogte ein ungeheueres brodelndes Menschenmeer in beängstigender Fülle, eine einzige lebende Menschenmauer, vie ihre farbigen Akzente durch die Uniformen der faschistischen Formationen, die bunten Baretts der Studenten, das Schwarz-Weiß der jungen Italienerinnen und endlich durch die Trachten der Landbevölkerung der Provinz erhielt. Unmittelbar vor der Front des Schlosses standen zwei Fahrradkompanien der Avantguardisten. In den Nebenstraßen hielten die Carabinieri mit ihren prachtvollen Paradeuniformen mit den roten Federbüschen die Absperrung aufrecht. In vorderster Front vor dem Schloß hatten die Aoantguar- di st en der Stadt Neapel mit ihren rot- goloenen Halstüchern die besten Plätze inne, hinter ihnen standen 2 0 0 0 Studenten mit den großen Schuten, den sogenannten Beretto Goliardico, in Rot die Mediziner, in Schwarz die Ingenieure, in Grün die Kunstbeflissenen und so in allen Farben der Barette. Hinter ihnen dann Jungfaschisten, mehr als 50 000 Faschisten-Balilla, Avantguardisti, Jungfaschistinnen, junge Italienerinnen, Faschistinnen, olle mit ihren Standarten und Fahnen. Es folgten mit den Schildern ihrer Betriebe 160 000 Arbeiter der Stirn und der Faust, Mitglieder der italienischen Arbeiterorganisationen. Zwischen den beiden prächtigen Reiterstandbildern in der Platzmilte standen erhöht auf großer rotausgeschlagener Tribüne 1000 Trompeter und 500 Trommler. Bor ihnen steht ein Chor aus 1500 Jungitalienerinnen in ihren weißen Blusen. Der gewaltige Menschenblock gleicht einem riesenhaften, vielfarbigen Teppich. Kurz vor 18.30 Uhr hallen Kommandos über den Platz. Die Banner gehen hoch. Die 1000 Trompeten blasen das Deutschland- und das Horst-Wessel- Lied und dann den Königsmarfch und die Giv- vinezza. Die Motorradeskorte halt vor dem Palast. Dann fahren unter einem ohrenbetäubendem Sturm der taktmäßigen „A-noi"-Rufe der Führer und der König und Kaiser auf die Piazza Plebiscito, nach allen. Seiten dankend, durch das prachtvolle Tor in den Palast ein. Dann flammen unter {guten Freudenrufen die Scheinwerfer auf beiden Seiten des Platzes auf. Die Kolonnaden die sich zum Portal des Franz-voa-Paula-Domes hinziehen, werden angestrahlt, das Gold der römischen Adler funkelt. Es gleißen die Liktorenbündel von den schwarzen faschistischen Fahnen. Wieder spielen die Trompeten das Deutschland- und Horst- Wessel-Lied. Dann singt eine prächtige Stimme neapolitanische Volkslieder, die von der Schönheit des Meeres künden. In das Lied von der Rückkehr des siegreichen Legionärs aus Afrika fällt die ganze Menge ein. Erneutes Händeklatschen und Rufe. In die Straße vor dem Schloß rücken alle dienstfreien Offiziere, die in Neapel und Umgebung in Garnison liegen, das Führerkorps der faschistischen Formationen sowie die Auslands- Organisation der NSDAP., Landesgruppe Italien, mit ihrer Fahne ein. Die Balkontüren tuen sich auf. Ein einziger Schrei „A-noi" dröhnt durch die Luft. Diener breiten einen Teppich über die Balkon- brüstung. Im gleichen Augenblick wirbeln die Trommeln, schmettern die Fanfaren, und nun — wenige Minuten vor 20 Uhr — betritt der Führer zusammen mit dem König und Kaiser und gefolgt vom Kronzrinzen, den Reichsministern, den hohen italienischen Würdenträgern und den Behörden Negpels den Balkon. Das Spielen der nationalen Lieder geht trotz der tausend Trompeten unter in dem donnernden, tosenden und jauchzenden Schreien der Freude und Begeisterung, in den Rufen „Hitler! Hitler!" und in dem Händeklatschen. Die faschistischen Formationen heben ihre Waffen, ihre Fahnen und Standarten, schwenken Tücher, deutsche, italienische und faschistische Fähnchen, eine ungeheuer auf- und abschwellende Brandung. Nur vereinzelt können sich silberhelle Trompetentöne durch dieses Gebrause hindurchstehlen. So geht es Minuten und Minuten. Die nationalen Lieder beider Länder werden wieder gespielt. Eine unbeschreibliche nächtliche Szene im Spiel der Lichter und Farben, die Freude der Hunderttausende. Erst nach etwa zehn Minuten verlassen der Führer und der König und Kaiser mit ihrer Begleitung wieder den Balkon. Gala-Vorstellung im Theater San Larlo. Festlicher Abschluß -es Tages in Neapel. Seine Königliche Hoheit der Kronprinz von Italien gab dann au Ehren des Führers im Palazzo Reale eine Abendtafel, an der Seine Majestät der König und Kaiser mit den Mitgliedern des Königshauses und führende Persönlichkeiten des faschistischen Italien sowie die den Führer begleitenden Reichsminister, Reichsleiterund Staatssekretäre teilnahmen. Eine Galavorstellung im Staatstheater San Carlo brachte den festlichen Abschluß des Tages. Das Theater, das im Schmuck von vielen hundert gelben Rosen prangte, war von einer festlich gestimmten Menge erfüllt, in der man nicht nur die führenden Persönlichkeiten des faschistischen Italien, sondern auch die vornehmsten Vertreter der Gesellschaft von Rom und Neapel sah. Die Buntheit der vielen ita- lienischen und deutschen Uniformen wurde ergänzt durch den Glanz der Toiletten der Damen. Als Adolf Hitler an der Seite des Königs und Kaisers Victor Emanuel und gefolgt vom Kronprinzen Umberto, Fürsten von Piemont in der Königsloge erschien, wurde er mit st ü r m.i s ch e n Kundgebungen begrüßt. Mit ihm waren u. a. auch die Reichsminister von Ribbentrop, Heß und Dr. Goebbels und die italienischen Minister Graf Ciano, Starace und Alsieri erschienen. Die deut- schen und italienischen Nationalhymnen, die den festlichen Auftakt einleiteten, wurden von den Italienern mit stürmischem Händeklatschen, von den deutschen Gästen mit der erhobenen Rechten angehört. Dann begann eine glanzvolle Aufführung der „Aid a", von Giuseppe Verdi. Eine Besetzung, wie sie nur Italien, das Land der schönen und großen Stimmen, zustande bringen kann, erhöhte den Genuß dieser Aufführung. Im Mittelpunkt stand Cina Cigna, deren wundervolle Stimme zu den schönsten der Welt gezählt werden kann. Giovanna Pederzini, Francesco Merli und Benvenuto Franci, die berühmten Mitglieder der königlichen Oper in Rom, waren die Träger der Hauptrollen in dieser Galavorstellung, in der jede Rolle mit einem Meister der Stimme besetzt war. Auch die herrlichen Bühnenbilder und die vorbildlichen Leistungen des Orchesters machten den stärksten Eindruck. Nach dem zweiten Akt verließ der Führer, noch einmal von Den Anwesenden umjubelt, die Vorstellung, um durch ein dichtes Spalier von Menschen durch die Straßen Neapels zum Bahnhof zu fahren. Abschied von Aeapel. Noch einmal umbrausen begeisterte Huldigungen den Führer. Don der gleichen mitreißenden Herzlichkeit wie der Ablauf dieses Tages war auch der Abschied, den die Neapolitaner dem Führer bereiteten. Die herrliche Ausschmückung der Stadt, die von flutenden Lichtern angestrahlte Flotte im Hafen, die Scheinwerferspiele der Kriegsmarine, die reichen Lichteffekte am Bahnhof, die zahlreichen kleinen und großen Transparente, die vielen Tausende von Illuminationslampen, das alles gab zusammen mit Den frischen und duftenden Blumen der feiernden Stadt ein völlig verändertes Gesicht. Wieder säumten die Hunderttausende die Straßen, sangen ihre hübschen neapolitanischen Volkslieder oder die Kampflieder der faschistischen Bewegung brachten unentwegt Evviva-Rufe auf den Gast des Königs und Kaisers, auf diesen selbst, auf den Duce und Deutschland aus, vereinigten sich zu Sprechchören und gaben ihren Empfindungen noch ^einmal aus vollem Herzen Ausdruck. Bei feinem Eintreffen auf dem mit ungezählten Taufenden übersäten großen Bahnhofsvorplatz nah- men die Häldigungen ähnliche Stürme an, wie auf dem Platz vor dem königlichen Palast. Dem Führer gaben Der König und Kaiser, Der Kronprinz und alle führenden hohen italienischen Würdenträger das Geleit. Aus Dem Bahnsteig war eine Ehrenkompanie der neapolitanischen Mlitärschule mit Fahne und Musikkorps angetreten, Deren Front Der Führer mit dem König und Kaiser und dem Kronprinzen abschritt. Dann verabschiedete sich der Führer durch einen Händedruck vom König und Kaiser, vom Kronprinzen und den Marschällen und bestieg den Sonderzug, der, während die Musikkapelle der Militärschule die Hymnen beider Länder spielte, langsam Die festliche $alle verließ. Starker Eindruck in London. Die große Flottenschau eine Glanzleistung. London, 6. Mai. (Europapreß.) Das Interesse Der englischen Öffentlichkeit an Dem Führerbesuch in Italien hält weiter an. Die Berichte der Sonderkorrespondenten sind am Freitag besonders ausführlich gehalten, Da die große Flottenschau bei Neapel die englische Bevölkerung besonders in- tereffiert. In den Berichten fehlt es nicht an 93er- gleichen mit der K r ö n u n g s f ch a u von Spithead, bei der etwa 160 Einheiten vertreten waren. „Für Adolf Hitler hat Mussolini 200 Schiffe aufgebracht", das ist der Vergleich, den man am Freitag in fast jedem englischen Blatt wörtlich oder zwischen Den teilen lesen kann. Die Pressevertreter der englischen eefahrernation müssen zugeben, daß Die Leistungsfähigkeit Der italienischen Flotte herv o rra gend ist. Ward Price, Der Sonderberichterstatter der „Daily Mail", betont mit Nachdruck, die Manöver der Unterseeboote seien Glanzleistungen ge- wesen. „In einer einzigen Minute", so heißt es in dem Bericht von Ward Price, „verschwanden die 86 Unterseeboote unter der Wasseroberfläche. Man konnte nicht feststellen, daß nun 500 Torpedorohre bereit waren, stark genug, um eine ganze Flotte in Die Luft fliegen zu lassen." Aufstockung der Tieichsanleihe Berlin, 5. Mai. (DNB.) Die in Großdeutschland aufgelegte und am 4. d. M. geschlossene Zeichnung auf die 4'/rprozentigen auslösbaren Schatzanweisungen des Deutschen Reiches von 1938, zweite Folge, hat ergeben, daß der vom Reichsanleihekon- jorhum übernommene Betrag von 750 Millionen Reichsmark erheblich überzeichnet worden ist. Um die Zeichner, die mit einer vollen Zu- t e i l u n g gerechnet und Dies überwiegend bereits bei Der Zeichnung zum Ausdruck gebracht haben, befriedigen zu können, ist das Reichsanleihekonsortium an das Reich wegen nachträglicher lieber» ( a f f u n-g des Mehrbetrages herangetreten. Das Reich hat, um den dringenden Anforderungen zu entsprechen, Dem Reichsanleihekonsortium weitere 450 Millionen Reicksmark gleichartiger Schatzanweisungen überlassen, so daß der durch das Anleihekonsortium untergebrachte Betrag sich nunmehr auf 1200 Millionen Reichsmark beläuft. Hiernach kann im allgemeinen mit einer vollen Zuteilung der Zeichnungen gerechnet werden. Einschließlich der bereits vorweg fest übernommenen Anleihebeträge von 250 Millionen Reichsmark beläuft sich der Gesamtbetrag dieser Reichsanleiheemission auf 1,450 Milliarden Reichsmark. Gründung der Neichswerke .Hermann Göring- in Linz. Berlin. 5, M-n. (DNB.) Am 4. Mai 1938 rour- Den in Linz Die Reichswerke Aktiengesellschaft für Erzbergbau und Eisenhütten .Hermann Göring", Linz mit einem Kapital von 5 Millionen Reichsmark durch Die ,Hermann-Göring"-Werke des alten Reiches gegründet. In den Aufsichtsrat wurden Vertreter des Reiches und Der Vereinigten Stahlwerke gewählt. Zum Vorsitzenden des Vorstandes wird Paul P l e i g e r bestellt werden. Die Hütte wird öirlich von Linz im Winkel von Donau und Traun errichtet werde«. _______ U 1 miii) "..ZN k i Sonderstempel der italienischen Post zum Staatsbesuch. Diese Stempel zeigen die Symbole Deutschlands und Italiens sowie die Inschrift „Führer und Dux". — (Scherl-Bilderdienst-M.) # „Der Tag -er großen para-e". Oer Führer wieder in Nom. — Oer Ausmarsch zur Truppenschau. Rom, 6. Mai. (DNB. Funkspruch.) Morgens um 9.05 Minuten lief der Sonderzug Des Führers in dem Bahnhof Termini ein. Von der Bevölkerung wiederum jubelnd begrüßt, trafen der Führer und Mussolini kurz nach 9.15 Uhr im Q ui r i n a I ein. Zugleich mit ihnen die Reichsminister und Reichsleiter in Begleitung der Minister Graf Ciano und Alfieri. Kurze Zeit darauf verließ der Duce wieder den Quirinal. Rom wartet nun auf Die große Parade. Die Sonne, die geftern einem Regenhimmel über Rom weichen mutzte, macht heute alle Anstrengungen, um Die Wolkendecke zu durchbrechen. In kurzem Hervorblinzeln zaubert sie immer neue Farbwirkungen auf die festlich geschmückten und von Menschenmassen erfüllten Straßen und Plätze. Wie- der ist Rom ja seit Stunden auf den Beinen, um die Fahrt des Führers zur Parade und den Ausmarsch der Truppen mitzuerleben. Der Kommandant Des Armeekorps in Rom, General Siciliani, wird heute seinem König und Kaiser, dem Führer und Duce alle Waffengattungen der italienischen Landstreitkräfte vorführen, zu denen nicht nur die Armee und die faschistische Miliz, sondern auch die Iugendoerbände zählen. Am Nachmittag veranstaltet der Gouverneur von Rom einen Empfang i m Capitol, und Den Abend des Tages beschließt eine Volksfestveranstaltung auf dem Piazza bi Siena, an der nicht weniger als 15 000 Angehörige der faschistischen Organisation Der Freizeitgestaltung teilnehmen werden. Die Fahrt zur Parade. Um 9.30 Uhr verläßt der Führer in Begleitung des Königs und Kaisers, der kurz zuvor im Königsschloß angekommen war, den Quirinal,. um zur großen Truppenparade zu fahren. Reicksminister Rudolf Heß zusammen mit dem Parteisekretär Minister Starace und die Minister Dr. Goebbels und Alfieri, sowie Reichsführer Himmler und Reichsminister Dr. Frank haben kurz zuvor den Quirinal verlassen. FEX Den Führer und den König begleiten im erster Wagen die Außenminister von Ribbentrop und Graf Ciano. Wenige Minuten später verläßt D i e Königin und Kaiserin das Schloß, um sich zur Parade zu begeben. Es folgten die Prinzen & alkalifrei das neuartige Sunlicht-Feinwaschmittel und Prinzessinnen des italienischen Königshauses. Der Führer ist zusammen mit dem König und Kaiser um 10.15 Uhr auf Der Ehrentribüne eingetroffen, wo er zysammen mit Dem italienischen Herrscherpaar und dem Duce, den Mitgliedern des Königshauses und den deutschen und italienischen Ministern, Reichsleitern und Staatssekretären Der großen Militärparade beiwohnen wird. fF*S**Ä1 M Farben^ der Sun- Ris'*o w®5 osd^e' e for- verschob; v/orm ° t $ • la'Vr* bW'9"-c tn^h'6SUr«. • • -jj. *,rkf*40LiterFe‘ pfen" 9 äs® nu9.tel 1"" *" FEX ' Das Admiralsschiff „Conie di Cavour" in Flaggengala. — (Scherl-Bilderdienst-M.) jg Einigung des deutschen Altherrentums. Die waffenstudentischen Altherren- Verbände in der NS.-StudentenkamPfhilfe aufgegangen. Berlin, 5.Mai. (DJIB.) Ml einem Aufruf der Führer der waffenstudenlischen AUHerrenver- bänbe und einer Anerkennung des Stellvertreters des Führers hat die (Einigung des Deutschen Alt- Herrentums der deutschen Studenten ihren Abschluß gefunden. Nachdem durch Reichsstudentenführer Dr. Scheel Die (Einigung des Deutschen Altherren- tums erfolgt ist. hat, wie die RSS. meldet. Der Stellvertreter des Führers, Reichsminisier Rudolf Heß, folgende Anordnung erlassen: 1. Die Altherrenverbände der ehemaligen waffenstudentischen verbände haben sich in Erkenntnis der großen geschichtlichen Zeit freiwillig aufge- l ö st und ihre MeberfÜfjrung in Die R S. - Studentenkampfhilfe befchloffen. 2. Der teilet der 7tS. - Stndenleakampfhilfe, Gauleiter und Staatsminister Adolf TDagner, hat mich nach dieser vollzogenen Einigung des Altherrentums gebeten, die Führung des deutschen Studententums und Altherrentums in eine Hand zu legen. Ich danke dem Parteigenossen Adolf Wagner für seine Mitarbeit in den Iahren der (Einigung des deutschen Alt-Akademikers und entlaste ihn von seinem Amt als Leiter der RS.- Studentenkampfhilfe. 3. Ich ernenne den Reichsstudentenführer Pg. Dr. G. A. Scheel zum Führer Ire 5 TXS.- Altherrenbundes der deutschen Studenten". 4. Zur Beratung in allen Altherrenfragen stehl dem Reichsstudentenführer ein „Führungs- kreis des RS.-Altherrenbundes der deutschen Studenten" zur Seite. Die Berufung der Mitglle- der des Führungskreises nimmt der Reichsstudentenführer in feiner Eigenschaft als Führer des NS.- Altherrenbundes der deutschen Studenten mit meiner Genehmigung vor. 5. Die RS.- Studentenkampfhilfe führ! in Zukunft die Bezeichnung ,.NS.-Altherrenbund Del deutschen Studenten", O«e Kleine Entente zur politischen Lage. Eine sehr zurückhaltende Echlußverlautbaruna. Bukarest, 5. Mai. (Europapreß.) Nach der Konferenz der Außenminister der Kleinen Entente wurde ein ausführlicher Schlußbericht veröffentlicht, in dem mitgeteilt wird, daß die drei Außenminister zu der einstimmigen Folgerung gelangt sind, ihre Bemühungen zur Mitarbeit an dem Werke der Verständigung und der Befriedung fortzusetzen. Das englisch-italienische Abkommen sei als ein wichtiges Element für die Sicherung und Aufrechterhaltung des Friedens zu betrachten. Der Ständige Rat hat ferner eingehend die Beziehungen der Staaten der Kleinen Entente zu Ungarn geprüft und hält seinen Wunsch aufrecht, die in Gang befindlichen Verhandlungen fortzusetzen, die die Aufrechterhaltung eines auf der Grundlage der Verständigung und des Vertrauens aufgebauten Systems im Donauraum bezwecken. Die Mächte der Kleinen Entente betonen erneut ihre Loyalität zum Völkerbund und wünschen an der Verwirklichung der Idee der internatio- nalen Zusammenarbeit mitzuarbeiten ent» sprechend den in den Genfer Satzungen niedergelegten Grundgedanken. Der Ständige Rat prüfte mit größtem Interesse die auf dem Gebiete der Donauschiffahrt geschaffene neue Lage. Es wurde vollkommene Einmütigkeit darüber erzielt, daß der Ständige Rat die Zusammenarbeit aller Staaten aus dem Gebiete des Donauverkehrs für notwendig erachtet. Es müßten daher geignete Mittel gesucht, werden, diese Zusammenarbeit sowohl vom moralischen, als auch vom technischen und materiellen1 Gesichtspunkt zu sichern. Die drei Außenminister haben mit Befriedigung festgestellt, daßderWirt- sckastsrat des Kleinen Verbandes eine außerordentlich schöpferische Zusammenarbeit entfaltet. Die drei Außenminister sind entschlossen, diese Zu» lammenarbeit fortzusetzen und alle Maßnah. ™en ’n Kraft zu setzen, die geeignet sind, die Wirtschaftsbeziehungen der Verbandsmächte untereinander zu verstärken. Mißvergnügen in Paris. Paris. 8. Mai. aus og, Dezember 1937 i p - - So gut schmeckt die „Astra", daß man kaum glauben will, wie leicht sie ist« Das tst das Geheimnis der „Astra": ihre genußschenkende und doch leichte Eigenart ist natürlich gewachsen und nicht chemisch erzielt; sie ist durch die natürliche Leichtigkeit besonders aromatischer Tabakblätter bedingt. Dies sind meist die feinsten Blätter einer Tabakpflanze. Aber deshalb ist noch lange nicht jedes feine Blatt auch für die „Astra" geeignet. Hier zeigt sich die Meisterschaft der Tabak- Auswahl und Mischkunst. Auf der ganzen Welt lebt sie nur noch im Hause Kyriazi in der dritten Generation als Familienüberlieferung. Seit Jahrzehnten haben sich Erfahrung und Wissen um den Einkauf und das Mischen edler Cigaretten-Tabake von dem Vater auf den Sohn vererbt. — Heute wie immer ist es der Träger des Firmennamens selbst, der mit seinem Können dafür bürgt, daß die „Astra", unabhängig von wechselnden Ernten und Jahrgängen, immer die gleiche bleibt: Reich an Aroma — Arm an Nikotin MIT UND OHNE MUNDSTÜCK . •. und welcher Fall sind Sie? oas in Izel JIUUJI JUIII u- ' , r strahlung, teilweise bis zu Bodenfrost^lnlaß ^ab^ tfxtilh aus GRAP Ludwigsplatz-Drogerie, Photohaus filnria-Palast und Liditsmelhaus 3118D 02156 liefert Brühl'sche Druckerei Heute | Samstag । IMota. ASSE mit Wohnküche Somme^oflefl !lWl/«i»»IMUUUUlINIIII»M»UU»«IIII»MIUI»»»»l! MWWS UMWM Stadttheater it G R A urtö Bad, abge- schloss. VorplaK, zum 1.6. od.1.7. gesucht.Schr.An- geb. unt. 02151 andenGieß.Anz. G R A Komödie von ■■■■■»■■ Charl.Rißmann. Spielleitung: H. Schultze-Griesheim. Preise: RM. 0.60—3.00. Tüchtiges Servier- Fräulein auch etwas Hausarbeit,für sofort gesucht. Göths s Garten c Wetzlar. Slanöoriaöenö am Samstag, dem 7. Bai, 20.15 Uhr im Burghof. Vollzähliges Erschein. erwünscht Staudortleiter. Das Haus der guten Qualitäten Marktstraße 4-8 Flaschen 1.75, 3.30, 4.20 Drog. Bornemann, Bahnhofstr.17 Auf Wunsch Probeft. gratis. 3109/ Mittwoch, den 4. Mai 1938, entschlief plötzlich und unerwartet infolge eines Herzschlages in Stiftung Tannenhof bei Lüttringhausen mein Heber Sohn, unser lieber Bruder, Schwager und Onkel Junger DUU.-Ingenieur sucht gut möbliertes Zimmer mit Zentralheizung mögt. Nähe Universität. Schriftliche Angebote mit Preis unter 3101D an den Gießen. Anzeiger erbeten.' I,, . . , I Besichtig. Sie bitte die neue Send. “SB u’ Unsere liebe Mutter Clothilde Schirmer, geb. Ohly ist heute nach langem, schwerem Leiden im Alter von fast 76 Jahren von uns gegangen. Für die Hinterbliebenen: Dr. Wolfgang Schirmer und Geschwister. Gießen (Marburger Straße 15), den 5. Mai 1938. Die Beerdigung findet am Montag, dem 9. Mai, um 14 Uhr, von der Kapelle des Neuen Friedhofs aus statt ____________ 3104 In! Ur. 105 Zweiter Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) Zreitag.0. Mai 1038 sZahreAS.-soikswohlsahr« Der Tag des deutschen Handwerks. G»run9i>er5tei<6«fiegerimSan6»erfeni>eMampfün»6r6ffnungi>erSMueflenungin$ranffurf NSG. Am 3. Mai jährte sich zum fünften Male der Tag, daß die NS.-Volkswohlfahrt auf Anordnung des Führers gegründet wurde. Heute, nach einem halben Jahrzehnt feit der Schaffung dieser wahrhaft sozialistischen Organisation, ist Gelegenheit geboten, einen Rückblick zu tun und die erfolgreiche Arbeit im Gau Hessen-Nassau aufzuzeigen. Die NS.-Volkswohlfahrt ist zu der Einrichtung geworden, die nach dem Ausspruch des Führers das soziale Gewissen der Par- t e i darstellt und mithslst, die proklamatischen Forderungen der Partei in die Tat umzusetzen. Was in dieser verhältnismäßig kurzen Zeitspanne geleistet wurde, wird nur demjenigen ganz vorstellbar, dex sich noch erinnert, welches Erbe die nationalsozialistische Bewegung seinerzeit nach 14 Jahren der Systemherrschaft übernommen hatte. Der Zerfall von Staat, Kultur und Wirtschaft war in Deutschland bis zum Zusammenbruch vorgeschritten. Die damaligen Machthaber sahen ratlos, wie die Massen der Erwerbslosen und Notleidenden in die Hände des Kommunismus getrieben wurden, ohne daß sie Mittel und Wege fanden, dev^heispiellofen Not zu steuern und den Verlockungen Moskaus Besseres entgegenstellen zu können. Das Ziel der nattonalsozialistischen Weltanschauung war eine alle Gegensätze überbrückende Volksgemeinschaft. Um dieses zu erreichen, war es notwendig, vor allem eine grundlegende Wandlung in der Äuffassung über die soziale Frage zu schaffen. Jahrhundertelang glaubte man sich damit begnügen zu können, durch mildtätige Gaben für die Aermsten das Gewissen von der Verpflichtung diesen gegenüber zu befreien. So setzte eine neue Gesinnung und Haltung mit der entsprechenden Erziehungsarbeit ein, die gleichzeitig vor die praktische Lösung der brennendsten Betreuungsmaßnahmen und Hilfeleistungen gestellt wurde. Viele tausend Helfer, die selber nichts weiter zur Verfügung stellen konnten, als ihre durch die wirtschaftliche Notlage brachliegende Arbeitskraft, begannen in hingebender Bereitschaft, dem Willen und Wollen der nattonalsozialistischen Idee Form und Gestalt zu geben. In unermüdlicher Arbeit wurden die Organisation der NSV. und des WHW. wahrhaft aus dem Boden gestampft. Glaube und Einsatz vollbrachten das Werk, auf daß das Wort des Führers wahr wurde: „In diesem Staat soll und darf keiner hungern und friere n". Der Welt größtes soziales Hilfswerk wurde im breiten Volke verankert und zeigte, wie man aus der Idee und dem Programm einer Partei die Wirklichkeit schaffen kann. Hand in Hand mit den Anstrengungen auf allen Gebieten der Arbeitsbeschaffung gingen dann in den folgenden Jahren die Maßnahmen der NS.-Volkswohlfahrt darayf hinaus, das soziale Elend nicht nur zu lindern, sondern es an der Wurzel anzufassen und durch vielfältige vorsorgliche Maßnahmen die Voraussetzungen für neue Notstände zu beseitigen. Auch im Öau Hessen-Nassau regten sich alle Hände von Anfang an. Mit nie ermüdender Tatkraft wurde alles daran gesetzt, NSV. und WHW. zu einer wirkungsvollen Einrichtung der Partei werden zu lassen. Gerade in unserem Gau lagen die Verhältnisse besonders schwierig, da die Zahl der Erwerbslosen ungeheuerlich groß war. Viele Wirtschaftszweige und große Industrieunternehmen lagen infolge der allgemeinen wirtschaftlichen Not darnieder, unzählige Fabriken hatten ihre Tore geschlossen. Für eine kaum übersehbare Anzahl von Volksgenossen lag die Zukunft völlig im Ungewissen. Der Bestand tausender Familien war durch die jahrelange Not gefährdet, und es mußte alles daran gesetzt werden, um das Vertrauen in die Zukunft unseres Volkes bei den Volksgenossen rbiÄer zu stärken. Die Aufgabe war gestellt. Mit der immer bereiten Unterstützung des Gauleiters Sprenger wurde die Nationalsozialistische Volkswohlfahrt zu der festen Organisation, die heute ihr Schaffen und Wirken dem letzten Volksgenossen beweist. Als eines der wichtigsten Arbeitsgebiete der NS.-Volkswohlfahrt wurde das Hilfswerk Mutter und Kind mit seinen verschiedenartigsten Untergliederungen eingerichtet. Heime mußten geschaffen werden, um kinderreichen und durch die Not schwer in Mitleidenschaft gezogenen Müttern Erholung bieten zu können. Eine besondere Stellung nimmt darunter das Mütter- und Säuglingsheim in Lindenfels em, in dem funge Mütter mit ihren Kindern einige Wochen Erholung finden. Kindergärten mußten eingerichtet werden, um schon unseren Kleinsten eine Betreuung im nationalsozialistischen Sinne zuteil werden zu lassen. Es galt insbesondere E r n t e - finbergärten zu schaffen, um der Landbevölkerung, die bald unter dem Mangel an geeigneten Arbeitskräften zu leiden hatte, Erleichterung zu bieten. Die Mithilfe an der Beseitigung wirtschaftlicher Nöte, die den Leebnswillen und die Gesundheit der erbgesunden Familien beeinflußten, wurde nötig. Hierzu gehört die wirtschaftliche Hilfe, die A r b e i t s p l a tz h i l f e und die Wohnungshilfe. Besonderes Augenmerk wurde auch auf die Betreuung werdender Mütter und Wöchnerinnen gelegt, wobei die Hilfe für die ledigen Mütter in gleicher Weise durchaeführt wurde. Weitere Aufmerksamkeit galt der Jugenderholungspflege, die durch die NSV. Ausmaße angenommen hat, wie sie kein anderes Land der Welt verzeichnen kann. Zehntausende Kinder wurden durch die Kinderlandverschickung in andere deutsche Gaue verschickt aber aus anderen Gauen im Gau Hessen-Nassau untergebracht. Mehreren tausend Kindern wurde in eigens von der NS.-Volkswohlfahrt «ngerichte- ten Heimen Erholung geboten. Auch für körper- l i ch behinderte Kinder wurden Einrichtungen geschaffen, in denen sie in mehrwöchentlichen Kursen zu vollwerttgen leistungsfähigen Volksgenossen herangebildet wurden. Das bekannteste Heim ist Rimdidim im Odenwald. In den Rahmen des Erholungswerkes wurde auch die Hitler-Freiplatzspende eingegliedert. Jährlich wird durch sie einigen tausend Partei- und verdienten Volksgenossen Gelegenheit zur Erholung gegeben. Die nationalsozialistische Jugendhilfe begann ihre Arbeit, Adoptionen werden vermittelt und besonders befähigte Kinder gefördert. Die N S. - S ch w e st e r n s ch a f t sowie der der NSV. angegliederte Reichsbund der Freien Schwestern und Pflegerinnen haben tm Gau Hessen-Nassau eine segensreiche Tättgkeit Der „Tag des Deutschen Handwerks" hat am Donnerstagnachmittag mit der Eröffnung der Reichsausstellung„Handwerker-Wett- k a m p f 1 9 3 8" und der Ehrung der Reichssieger des Handwerker-Wettkampfes feinen Anfang genommen. Die Stadt des deutschen Handwerks, Frankfurt a. M., hat zu Ehren der deutschen Handwerker, die zu Tausenden aus allen Gauen des Reichs eingetroffen sind, ein festliches Kleid angelegt. Don hohen Masten wehen in langen Bahnen die Fahnen des Dritten Reiches. Einen besonders schönen Schmuck hat die Front des Hauptbahnhofs erhalten. Die fast ganz von Tannengrün verdeckte Fassade ziert ein riesiges Hakenkreuz, umgeben von den Zeichen des Handwerks und gefrönt von vier vergoldeten Adlern. Auch die Festhalle, in der die Kundgebungen stattfinden, hat eine würdige Ausschmückung erfahren. Am Donnerstagmittag tarnen hundert österreichische Handwerksführer in Frankfurt a. M. an. Sie wurden vom Leiter des deutschen Handwerks in der DAF., Paul Walter, in der Stadt des deutschen Handwerks herzlich willkommen geheißen. Um 16 Uhr wurde im Bachsaal des Hauses der Moden auf dem Festhallengelände die Reichsausstellung „Handwerker-Wettkampf 1938" eröffnet. Zu der Feierltunde hatten sich die führenden Männer des deutschen Handwerks, an ihrer Spitze der Leiter des deutschen Handwerks in der DAF, Paul Walter, und der kommissarische Reichshandwerksmeister, Ferdinand Schramm, ferner Hauptdienstleiter Staatsrat Schmeer, Leiter der Hauptabteilung III des Reichs- und Preußischen Wirtschaftsministeriums, der stellv. Gauleiter Linder, Staatssekretär Reiner als Vertreter der Hessischen Landesregierung, Gauobmann der DAF Willi Becker, Landesbauernführer Dr. Wagner, der Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt, Staatsrat Dr. Krebs, und viele weitere Ehrengäste eingefunden. Nach einer musikalischen Darbietung des Rhein- Mainifchen Landessinfonieorchesters meldete der Leiter des Handwerker-Wettkampfes Pg. Schäfer dem Staatsrat Schmeer als Vertreter des Reichs- organisattonsleiters Dr. Ley die Beendigung des Handwerker-Wettkampfes 1938. Er machte dann nähere Angaben über die Durchführung des Wettkampfes und teilte mit, daß der Sonderpreis des Ministerpräsidenten Generalfeldmarschalls G ö - ring dem Jnstrumentaloptiker Max Schulze in Berlin-Steglitz zuerkannt worden sei. Dann überreichte Staatsrat Schmeer den 67 Reichssiegern die Ehrenplakette. Vier Reichssieger hat der Gau Hessen - Nassau gestellt: Schmiedemeister E b e r l i n g aus Gückingen (Unterfahrt) mit einem Dränagepflüg, Uhrmachergeselle Walter Meitzler, D a r m st a d t mit einer elektrischen Mutteruhr mit Pendelantrieb, Augenoptikermeister Fritz Salon, Frankfurt a. M. mit einer Glasbrille, Farben- photographenmeister Hermann Harz, Höchst mit einem Farbenphoto in Lederfassung. Die drei Reichssieger, die bereits im vorigen Jahr Reichssieger im Meisterwettkampf waren und auch diesmal mit den höchsten Ehrentitel errungen haben, sind: Rahmenglasermeister Kurt Georg Wagner, Zwickau; Ofensetzermeister Hans Hammer, Ludwigshafen; Kraftfahrzeughandwerkermeister Paul Jbold, Berlin-Adlershof. Der Betrieb, dessen Meister, Hans Kessenich, im vorigen Jahr Reichssieger im Meisterwettkampf war, hat in diesem Jahr in der Leistungsklasse „Betriebe" den Reichssiegertitel errungen. Staatsrat Schmeer machte dann Ausführungen über den Sinn der Handwerkerwettkämpfe. Die Wettkämpfe sollten dazu dienen, die Leistung zu steigern, denn das Handwerk solle Qualitätsarbeit liefern. Nur dann könnte das Publikum wieder an das Handwerk herangebracht werden. Jede einzelne andere Handwerker müsse seinen Ehrgeiz darein setzen, an der Leistungssteigerung mitzuwirken. Dazu sei es nötig, daß die alljährlich stattfindenden Handwerker-Wettkämpfe eine im» mer größere Beteiligung fänden, bis sich schließlich das gesamte deutsche Handwerk daran beteilige. Staatsrat Schmeer dankte allen Wett- kampfteilnehmern und forderte sie auf, sich auch beim nächsten Wettkampf einzusetzen und damit zu zeigen, daß das Handwerk nur eine einheitliche Marschroute hat, daß das Handwerk über alle organisatorischen und kleinlichen Fragen hinweg nur in einer Richtung marschiert, in der Richtung, die der Führer bestimmt hat. Die Führerehrung, die nationalen Lieder und ein Rundgang durch die Ausstellung, über die wir im einzelnen gestern schon berichtet haben, beschlossen die Feierstunde. Leistungssteigerung und Qualitätsarbeit. Staatsrat Schmeer auf der ersten Arbeitstagung. Die zweite Veranstaltung war eine Tagung der Geschäftsführer und Referenten des Reichsstandes des Deutschen Handwerks, die vom Gauobmann der DAF. und Landeshandwerksmeister Magunia (Königsberg) eröffnet wurde. Staatsrat Schmeer betonte, daß nach den Jahren der Uneinigkeit im Handwerk ein Basis gefunden worden sei, auf der praktische Arbeit geleistet werden könne. Beide handwerklichen Organisationen hätten so große und für Handwerk und Volk bedeutende Aufgaben zu lösen, daß sie ihr Ziel nur erreichen könnten, wenn sie in enger Gemeinschaft an die Probleme herangingen. tDabei habe sich die Organisation des Handwerks in der gewerblichen Wirtschaft darüber klar zu sein, daß ihre Aufgabe auf dem wirtschaftlichen und nur a u f dem wirtschaftlichen Gebiet läge, während der handwerklichen Organisation in der Deutschen Arbeitsfront die Menschenführung im Handwerk obliege. Sie habe -die Handwerker als Menschen zu erfassen und an die Partei heranzuführen. Es lag im Wesen der Entwicklung, daß da und dort von der gewerblichen Wirtschaft und der Deutschen Arbeitsfront dasselbe getan wurde. Während aber die Partei die Gemeinschaft predigte, versuchte man, teilweise auch im Handwerk, einen berufsständischen Aufbau herbeizuführen. Dies war auf dem Sektor Handwerk die tiefere Ursache der Zwistigkeiten des letzten Jahres. Wenn auch gerade beim Handwerk aus vielerlei Gründen eine klare Trennung der Aufgaben der Menschenführung und der Wirtschaftsführung schwer ist, so ist *fie jedoch möglich, wenn auf allen Seiten Der gute Wille vorhanden ist. Die wirtschaftliche Betreuung des Handwerks ist nur dann auf dem richtigen Wege, wenn sie zum Ziel die Leistungssteigerung in all feinen Berufszweigen hat. Man soll von dem Gedanken abgehen, als sei die Industrie ein Gegner des Handwerks. Man soll dafür lieber alle Mittel ausnützen, die geeignet sind, die Qualitätsarbeit im Handwerk zu höchster Blüte zu führen und die Lehrlingsausbildung zu fördern. Dann aber soll das Handwerk auch daran denken, daß es den Kontakt mit den Verbrauchern wiedergewinnt, der in der Zeit des Niedergangs des Handwerks verloren gegangen war. Einer Ueberfetzung des Handwerks muß man vorbeugen. Die heutige Zeit verträgt es nicht, Menschen zu haben, die nicht voll beschäftigt sind. Man muß sich auch um die Rationalisierung im Handwerk kümmern, man muß dem Handwerk auch die Maschine dienstbar machen. Dies alles sind Aufgaben der gewerblichen Wirtschaft, während die Verpflichtung der Deutschen Arbeitsfront darin besteht, das Handwerk in die Volksgemeinschaft hineinzuführen, dem Handwerk die Kulturgüter dieser Gemeinschaft zu vermitteln, ihn gesund zu erhalten für seinen Beruf und das Volk. Der beste Handwerker müsse gut genug fein, feine Berufskameraden draußen zu führen, und der beste Geschäftsführer sei gerade gut genug, um für ein nationalsozialistisch ausgerichtetes Handwerk zu arbeiten. Der 4. Februar, der d i e Einheitsfront im Handwerk gebracht habe, möge rfchtunggebend für die gesamte Arbeit für das Handwerk sein. Dies könne aber nur eine Gemeinschaftsarbeit fein, die jedem, der nationalsozialistisch denke, zu allererst am Herzen zu liegen habe. presse und Handwerk. Am Donnerstagabend fand im Kaisersaal des Romers ein Empfang der Presse durch den Leiter Des Deutschen Handwerks in der Deutschen Arbeitsfront Pgul Walter und den kommissarischen Reichshandwerksmeister Schramm statt. Oberbürgermeister Staatsrat Dr. Krebs wies darauf hin, daß der vierte „Tag des Deutschen Handwerks" im Zeichen zweier Ereignisse von besonderer Bedeutung stehe, nämlich der Schaffung der Einheitsfront des Handwerks und der Schaffung des Großdeutschen Reichs durch die geniale Tat des Führers. Mit besonderer Genugtuung dürfe er feststellen, daß das Handwerk sich wieder auf feine schöpferische Kraft und sein Volkstum besonnen habe. Die Stadt des Deutschen Handwerks sei nicht gewillt, auf ihren Lorbeeren auszuruhen, sondern ihrem Namen „Stadt des Deutschen Handwerks" durch besondere Leistungen Ehre zu machen. Der kommissarische Reichs - Handwerksmeister Schramm erfanrtte mit besonderem Danke an, wie liebevoll sich die deutsche Presse für das Handwerk eingesetzt habe. Presse und Handwerk arbeiteten gleichsam an einem großen Werk. Der Leiter des Deutschen Handwerks in der DAF., Paul Walter, unterstrich die guten Beziehungen zwischen Handwerk und Presse. Besonders seit der Machtübernahme hätte das Handwerk ein außerordentliches Verständnis bei der deutschen Presse gefunden. Die Handwerkstagungen hätten ein bestimmtes Gesicht bekommen. Die diesmalige Frankfurter Tagung trage mehr einen fachlichen Charakter, während die Masse der Handwerker diesmal nach Berlin zur großen Internationalen Ausstellung gehe. Im nächsten Jahre werde dafür die Frankfurter Tagung wieder eine besondere Ausgestaltung erfahren. entfaltet. Die NS.-Schwestern finden hauptsächlich in der Gemeindepflege Verwendung, während die Freien Schwestern in Krankenhäusern ihren Dienst tun. Ein Mutterhaus der NS.-Schwesternschast wurde in Darmstadt geschaffen, andere Krankenanstalten mit NS.-Schwestern und Schwestern des Reichsbundes besetzt. Durch das Ernährungshilfwerk hat die NSV. auch ihren Beitrag zum Vierjah.resplan erfüllt. Mit der Sammlung von Küchenabfällen und deren zweckmäßige Verwertung in Schweinemastanlagen sorgt die NS.-Volkswohlfahrt heute schon im Gau Hessen-Nassau in 46 größeren und kleineren Mästereien für die zusätzliche Erzeugung von täglich 3000 Kilogramm Schweinefleisch. Die Sammlung von rund 60 000 Kilogramm Küchenabfällen pro Tag im Gau Hessen-Nassau ersetzt jetzt schon eine Ackerbaufläche von rund 3000 Morgen. Dies ist der Grund und Boden von etwa 100 Erbhöfen. Jeder Volksgenosse weiß heute, was das Winterhilfswerk und die NS.-Volkswohlfahrt uns bedeuten. Sie stehen verankert im Herzen des ganzen Volkes und sind aus dem Leben unseres Volkes nicht mehr wegzudenken. So stellt die Bilanz von fünf Jahren NSV.-Arbeit auch im Gau Hessen-Nassau einen stolzen Rechenschaftsbericht dar. Wir können aber nicht nur das in fünf 'Jahren Geschaffene zeigen, sondern wir können wahrlich mit dem Erreichten auch mehr als zufrieden sein. Wir können es täglich um uns erleben, daß das Ziel einer echten Volksgemeinschaft ihre schönste Verwirklichung gefunden hat, von der der Schöpfer des Hilfswerks Mutter und Kind, Reichsminister Dr. Goebbels, einmal gesagt hat: „Das ist wirklich das größte Wunder unseres sozialistischen und propagandistt- schen Handelns. Wir haben die- die wir besaßen, nicht verloren, und die, die unsere Gegner waren, dazu gewonnen! Und doch werden wir nicht müde werden. Der Einsatz gilt neuen und verpflichtenden Aufgaben. Wir gehen in die nächsten fünf Jahre der NSV.-Arbeit mit der Parole und der Losung unseres nationalsozialistischen Kampfes: Deutschland. ' Konrad Henlein. Zum 40. Geburtstag des Führers des Sudetendeutscktums. Am 6. Mai begeht der Führer der Sudetendeutschen, Konrad Henlein, seinen vierzigsten Geburtstag. An diesem Tage wird das geeinte Sudetendeutschtum mit besonderer Dankbarkeit des Mannes gedenken, dem es gelang, eine ohnmächtig zersplitterte Volksgruppe, die'sich wehrlos einem deutschfeindlichen Gegner ausgeliefert sah, zu einem Faktor von europäischer Bedeutung zu machen. Konrad Henlein wurde in Maffersdorf bei Reichenberg in Nordböhmen geboren, wo seine Eltern noch heute leben. Don der Schulbank weg zog Konrad Henlein wie Tausende seiner Altersgenossen in den Krieg. Als Angehöriger des Infanterie-Regiments Nr. 27, Graz, nahm er an den schweren Kämpfen an der Südfront teil, wurde zum Fähnrich befördert und ausgezeichnet, geriet verwundet 1917 in Kriegsgefangenschaft und kehrte im Herbst 1919 in seine schwer geprüfte Heimat zuruck. Er wurde Turnlehrer der größten Erziehungs- Organisation des Sudetendeutschtums, des völkischen Deutschen Turnverbandes. 1927 gründete er die Deutsche Turnschule in Asch, die zur mannschaftlichen Erziehungsstätte des Sudetendeutschtums überhaupt wurde. Bald darauf wurde Konrad Henlein Führer des gesamten su- d e t e n d e u t s ch e n Turnverbandes, den er auf eine neue mannschaftliche Grundlage stellte. Das große Turnfest in Saaz (Sommer 1933) zeigte sichtbar den Erfolg seiner jahrelangen Erziehungarbeit. t Nach der Zerschlagung der sudetendeutschen nationalsozialistischen Arbeiterpartei, in deren Folgx Tausende junge Sudetendeutsche in die tschechischen Kerker geworfen wurden, rief das völkische Sudetendeutschtum nach Konrad Henlein. Es trat die Forderung an ihn heran, nunmehr auch die politische Führung seiner Heimat zu übernehmen. Am 1. Oktober 1933 erließ er von der alten deutschen Stadt Eger aus den denkwürdigen Aufruf zur Sammlung aller politischen Kräfte in der Sudetendeutschen Heimatfront. Sein politisches Führertalent trat in der äußerst schwierigen Zeit bis zur Parlamentswahl im Mai 1935 klar zu läge. Es gelang ihm, alle Klippen der immer wieder drohenden Auflösung zu umschiffen. Die Sudetendeutsche Partei ging mit l11* Millionen Stimmen, als die stärkste Partei des tschechischen Staates überhaupt, aus den Wahlenhervor. Das Sudetendeutschtum bietet seither der Welt ein Bild beispielloser Einigkeit. Die Welt konnte und kann sich der Verantwortung für diesen unter dem Unsegen der Unfriedensverträge leidenden Teil Europas nicht weiter entziehen. Konrad Henlein erfreut sich an feinem 40. Geburtstag nicht nur der Sympathien des gesamten Deutschtums, es werden ihm auch alle jene Glück wünschen, die Sinn für Frieden, Gerechtigkeit und wahre Jöölferorönung haben, rt. Die Stadt A s ch im westlichen Zipfel Böhmens feierte bereits am Donnerstag den 40. Geburtstaa (Scherl-Bilderdienst-M.) ihres Mitbürgers Konrad Henlein. Mit Liebe und Hingabe war jedes Haus und jedes Fenster geschmückt worden. Tannengrün zierte jede Hausfront. Diele taufend Wimpel flatterten, dazu überall die großen leuchtenden Fahnen der Sudetendeutschen Partei. Mit Einbrechen des Abends leuchteten Tausende und aber Tausende von Lichtern in den Fenstern auf. Drei Sonderzüge hatten aus dem ganzen Egerland, vor allem aus Eger und Karlsbad, die Volksgenossen nach Asch gebracht, die Konrad Henlein ihre Wünsche barbringen wollten. Auf dem Marktplatz wurde der Feftzug zusammengestellt. Abgeordneter Wollner marschierte mit den Bezirksleitern an der Spitze. Die Teilnehmer folgten in den bunten Trachten des Egerlandes und der Stadt Asch. Vor dem Hause Konrad Henleins spielten sich Szenen höchster Begeisterung ab. Konrad Henlein stand am Fenster und grüße die Massen, die in ihrem Bekenntnis zum deutschen Volkstum mit ihm eins sind. Der jugoslawische Minister für Körperertüchtigung, Dr. Miletitsch, der als Gast des Reichsjugendführers eine Deutschlandreise unternahm und einen eindrucksvollen Einblick in das Leben der Hansestadt Hamburg und die Einrichtungen der Hitler-Jugend erhielt, ist über München nach Jugoslawien zurückgekehrt. einem Aus der engeren Heimat eines Moncrts erschöpft. ZuchtbolkversteigerungderEchaszüchiermAlsseld Das des Umbrers, der Raffaels Lehrer wurde. fetzendes Märchenspiel, das große Im Rahmen dieser Veranstaltung meindepflegeverein seine lung. Es interessierte, daß die hielt der G e • Hauptversamm« Finanzlage der daß die Diako- wertvolle Preise ausgegeben. Für das beste Tier der Schau erhielt der Züchter Otto Rinn (Utphe) die Bronzene Medaille des Reichsoerbandes Deut» scher Schafzüchter. Die der Wertklasse I zu geteilten Tiere erhielten auch die 1. Preise, während die Tiere der II. und III. Wertmasse die 2. und 3. Preise bzw. Anerkennungen erhielten. Zu der Versteigerung am Donnerstagvor» mittag waren viele Züchter, vor allem aus den nassauischen und den oberhessischen Kreisen erschienen. Der Landesverbandsvorsitzende Philipp Schuster begrüßte die Züchter und gab bekannt, daß nicht mehr Lammdöcke, sondern natürlich ausgewachsene Jährlingsböcke mit guten Anlagen und Leistungen zur Versteigerung zugelassen werden, die allen Bestimmungen entsprechen und angekört sein müssen. Weiterhin wies er auf das ausgezeichnete Zuchtmaterial hin. weltabgeschiedene Rest Klein-Wustrow und beginnt hier sofort nach alter Weise zu „arbeiten". Aus der vielfältigen Ueberschneidung der Beziehungen, die er dort anknüpft, entwickelt sich die romanhafte Handlung, die den Inhalt ausmacht, die fleinbür» gerliche Welt der märkischen Provinz aufdeckt und in gefährliche Schwingungen versetzt. Die Verdienste des Drehbuches und der Regieführung (Herbert S e l p i n) liegen, wie uns scheint, nicht nur in der sehr geschickten und romanhaft spannenden Füh- ____g der Fabel, sondern in den durch die Ro- manerftndung überall durchschimmernden einfachen der Osterwoche fand . , , , den Geburtstag des Führers geziemend zu Dazu gibt es die Bavaria-Wochenschau und einen Kulturfilm mit Bildern aus Rumänien. Hans Thyriot Mr bauen das funöamtnt des einigen veußfchland t Rebelte mW dis Mitglied der MD.! Die vom Tierzuchtbeamten Büxler (Gießen) vorgenommene Versteigerung nahm einen schlepp penden Verlauf, da das Angebot größer als die Nachfrage war. Es verblieb großer Ueberftanb. Das beste Tier der Schau wurde nicht ausgeboten, weil es für die Zucht zurückbehalten wurde. Die Preisverleilung. Die Bronzene Medaille des Reichsverbandes Deutscher Schafzüchter, Berlin, und den la-Preis erhielt Bock Nr. 89 und den Ic-Preis und Den- Ehrenpreis bes Landesverbandes der Schafzüchter in Hessen-Nassau der Bock Nr. 87, die dem Züchter Otto Rinn (Utphe) gehören. Für die beste Woll- leistung wurden die Stammherden (Böcke 89, 87 und 148) bes Züchters Otto Rinn (Utphe) mit dem la-Preis und dem Ehrenpreis der Reichswollverwertung, die der Fürstlichen Gutsverwaltung in Lich gehörigen Böcke Nr. 78, 59 und 60 mit dem Ic-Preis und dem Ehrenpreis des Landesverbandes der Schafzüchter in Hessen-Nassau ausgezeichnet. In der I. Preisklasse erhielten die Böcke bes Züchters Otto Rinn (Utphe) folgende Preise: 1b, Id, 1k (Nr. 86, 148 und 73); die der Fürstlichen Gutsverwaltung Lich einen le-Preis für den Bock Nr. 78. In der II. Preisklasse erhielten die Tiere der Züchter: Otto Rinn (Utphe) die. Preise: 2d, 2e, 2g, 2i, 2j, 2k und 21 für Nr. 90, 72, 103, 160, 102, 162 und 71; bas Lehr- und Versuchsgut Selgenhof den 2a- und den 2n-Preis für die Nr. 114 und 100; Heinrich Wicke (Rudlos) die Preise 2b, 2c, 2k und 2m auf die Nr. 107, 55, 92 und 75; die Fürstliche Gutsverwaltung in Lich den 2h-Preis auf den Bock Nr. 58. Das war in Urbino, für dessen wissenschaftlich gebildeten Herzog er die höfisch-allegorischen Gemälde der Galerien zu Berlin und London entwarf, auch sie von fremder Hand, in der trüben Skala spanischen Farbgeschmacks ausgeführt. In den vereinzelten Fällen, wo wir den Künstler selbst am Werke spüren, zeigt er auch als Kolorist eine eigene, neue Welt von Schönheit. Seine Farben sind toniger als die der Florentiner Quattrocentisten und strahlender als die der Umbrer, noch unberührt vorn herbstlichen Reif bes 16. Jahrhunderts, in wunderbar harmonischen Akkorden gebunden. Warum überließ er seine Werke meist untauglichen Händen? War fein Tätigkeitsfeld so groß? Wieso ist es bann nicht mehr auf uns gekommen? Hochschulnachnchten. Die Deutsche Akademie der Naturforscher in Halle hat Professor Dr. Wilhelm Filchner in Anerkennung seiner führenden Arbeiten auf dem Gebiet bis Erdmagnetismus zu ihrem Mitglied gewählt. Professor Dr. phil. Andreas Rumpf, der seit 1928 den Lehrstuhl für Archäologie an der Universität Köln innebat. ist auf die Dauer von fünf Iah» ren zum Mitgliede der Zentraldirektion des Archäologischen Instituts des Deutschen Reiches in Rom ernannt worden. Professor Rumpf, der schon als Assistent an diesem Institut tätig gewesen war, hat mit Professor Wiegand an den Milet-Ausgrabungen teilgenommen und lehrte früher in Leip- ä Der ordentliche Professor Dr. jur. Hermann Haemmerle von der Handelshochschule x 5 • nigsberg wird einem Ruf an die Universität Innsbruck Folge leisten und dort den Lehr- stichl für Wirtjchaftsrecht übernehmen. Schwestemstation befriedigend ist, _ „ nisse, die uns seit 22 Jahren dient, im Berichtsjahr über 5000 Besuche zu machen hatte und in mehr als der Hälfte aller Familien zu pflegen hatte. — Erwähnen wir bann noch, daß bas „Deutsche Haus zum 1. M a i deutsche Menschen in großer Zahl sah, die sich ihres Lebens freuten, so ist die lange Reihe der frohen und ernsten Veranstaltungen binnen „Heiratsschwindler." Lichtspielhaus. Wir brachten vor einiger Zeit einen Bericht über die Entstehung dieses Films, von dem große Teile auf einem kleinen märkischen Bahnhof gedreht wurden; manche werden sich gewiß auch bes Romans „Die rote Mütze" von Gertrud von Brock- Dorff entsinnen: das Drehbuch von Dr^ Fritz Wendhausen weicht, was den Kern der Fabel angeht, nur in unwesentlichen Zügen von der literarischen Vorlage ab. Der Stoff war zweifellos für beide Darstellungsformen möglich und geeignet; vielleicht deutet sich in der Aenderung des Titels die Wandlung vom Roman zum Film an: die seelischen Beziehungen der Handelnden waren dort naturgemäß ausführlicher vertieft und begründet; der Film, in seiner ebenfalls naturgemäßen Verkürzung, erreicht da nut seinen Mitteln, wie wir glauben, das Möglichste, wirkt aber auch in eben dieser Konzentration dramatisch aktiver; der Ablauf vollzieht sich schneller und gegen Ende hin Schlag auf Schlag. Was den Reiz der Fabel ausmacht, ist indessen wohl nicht so sehr das an sich wesentliche Element bes reinen Kriminalstückes, auch nicht nur bie Liebesgeschichten, bie sich darin abspielen, sondern bie Verknüpfung von beiben und, mehr noch, die Verflechtung menschlicher Beziehungen und Schicksale auf engstem Raume, im nüchternen und alltäglichen Umkreise einer belanglosen Bahnstation, an der man vorbeifährt, ohne zu bedenken, daß sich da Romane und Tragikomödien ebenso gut oder so schlecht abspielen können wie an den meist sehr viel ansehnlicheren und großartigeren Schauplätzen, welche der Film und der Roman dafür zu bevorzugen pflegen. Ein Mann wird noch Verbüßung feiner Strafe wegen Heiratsschwindels und anderer Delikte aus dem Gefängnis entlaßen und nimmt alsbald fein altes Leben wieder auf, gelanat, einer falschen Spur folgend, in das begehen. Den Sonntag darauf hatte unser Vorschuß- und Kreditoerein zu seiner 66. ordentlichen Generalversammlung eingeladen. Aus den Verhandlungen sei folgendes mitgeteilt: Die Aktiva belief sich im Jahre 1937 auf 449 091,56 Mark, die Passiva auf 446 837,75 Mark. Die Spareinlagen seit dem Ende der Inflation haben eine Höhe von 351 680,32 Mark erreicht. Die Geschäftslage unseres Geldinstituts, die ein ziemlich zutreffendes Spiegel- bild der Finanzlage des Dorfes bietet, ist nicht überwältigend zu nennen, aber durchaus befriedigend. Der Reingewinn wurde nach Abzug einer geringfügigen Dividende zur Hälfte der Betriebsrücklage, zur Hälfte dem Reservefonds zugeführt. Die aus- scheidenden Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates wurden einstimmig wiedergewählt. — Waren bei dieser Tagung nur Männer zugegen gewesen, so bot derselbe Saal wenige Tage später ein ganz anderes Bild: Abgesehen von wenigen Kirchenvorstehern waren Frauen in großer Zahl vereinigt: die Evangelische Frauenhilfe und der Evangelische Mädchenkranz, bie ihre Schlußfeier hielten. Der Jahresbericht wußte von gutem Wachstum zu melden. Die jungen Mädchen boten ihren Müttern ein in bie Rokokozeit Der- - Freube erregte. Schusterjungen,pumpemilleluMeipzigerlerchen Allerlei leckere Backwerk-Spezialitäten. Maler der Neuzeit. Wohl hatten im 14. und 15. Jahrhundert schon Meister wie Giotto, Fra Angelico, Botticelli und Perugino in Rom gewirkt. Sie alle setzten eine geweihte Kerze mehr auf den großen Opferaltar, ohne indes zu verkörpern, was aus der eigensten Natur der Stadt zur Geburt drängte. Jene Florentiner vertraten eine hochentwickelte Kunstanschauung, aber ihr kristallklares Schönheitsbild war in Rom nicht minber fremd als Die naive Empfindsamkeit die jugendlich blühenden Gestalten jener Engel chren sinnlichen Zauber aus, aber wir sehen in ihnen vor allem Träger einer fast stürmischen inneren Bewe- gung, die mit Phantasie in den Raum hinausgreift und ihn mit Hilfe wissenschaftlicher Erkenntnisse untertan macht. So vermittelt ein anderer Rest des Tribunafreskos, der im Treppenhause des Quiri- nals bewahrte „Auffahrende Christus", einen vorher unbekannten Eindruck von der Herrschaft des Geistes über den Raum. In dem erwähnten Bilde vom Hofe Sixtus' IV. ist bie Dynamik ganz in einer unheimlichen Ruhe gespeichert. Menschen von einer Krastgeladenheit, wie sie einander auf enger Lebensbühne auszu- .fchließen pflegen, sind hier fast gedrängt versammelt. Menschen, gesund am Leibe, ja von einer gewissen animalischen Dumpfheit, dabei voll rücksichtslosen Willens, der feinere Empfindungen nicht ausschließt. Heldentum und reale Beobachtung, wie sie den niederländischen Zeitgenossen eignete, einen sich in Melozzos Schöpfergeist, der nicht nur Apostelköpfe voll apokalyptischer Schau, sondern ebenso schwache Kinder des Augenblicks bildete, deren Glanz mit dem Tagesgestirn erlosch. gewählt. Der Ortsbauernführer bestätigte den neu zusammengesetzten Vorstand und empfahl, durch gute züchterische Arbeit der Erzeugungsschlacht zu dienen. 4- Gründ erg, 5. Mui. Bei der Betriebsfeier der Spinnerei und Weberei Heinrich Sch m i bt I. am 1. Mai konnten für 25jährige Betriebszugehörigkeit unb treue Dienste geehrt werden: Werkmeister Hermann Gerhardt, Weber Heinrich Kloß und Spulerin Elise D e u ck e r. Langsdorf, 5. Mai. Unsere Gemeinde entbehrt bisher noch eines hinreichend geräumigen F e ft f a a I e s , in dem öffentliche Veranstaltungen aller Art stattfinden könnten. Dieser Mangel, dessen Beseitigung eine der Aufgaben für bie Zukunft ist, hat sich in ben letzten Wochen Deutlich gezeigt, Prillken kennen, kleine in heißem Schmalz gebackene Teigringe, bie mit Zucker und Zimt be- streut sind. Die alte Universitätsstadt Göttingen wartet mit ihrem Göttinger Speckkuchen auf, einem feberfpulbünn ausgewalkten Brotteig, der mit dickem saurem Rahm übergossen, in einem Gemeng von feingeschnittenem, geräuchertem Speck, Zwiebeln und Kümmel gewälzt und mit feingeschnittenen Aepfeln bestreut ist. In Frankfurt kann man sich an dem auch schon nach anderen Städten übergesiedelten Frankfurter Kranz laben. In Nürnberg locken die bekannten Nürnberger Lebkuchen, die zur Weihnachtszeit als Busserl, Springerle und unter noch anderen Namen in ganz Deutschland zu haben sind. In Süddeutschland stößt man vielfach auf bie Hippen, ein zu Rollen gebogenes Kleinbackwerk. Schnait in Württemberg, der Geburtsort des Komponisten S i l ch e r, stellte bie Schnaiter Wibele, ein Kleinbackwerk, her, während in Freiburg i. Br. die Freiburger Brezeln das Licht der Welt erblicken, die erst bei einem Glase Bier den in ihre Knusprigkeit eingeschlossenen herrlichen Geschmack zeigen. HermannUlbrich-Hannibal. Don $oi 11 nach Dom. 3um 500 Geburtstage des Melozzo da SorÜ Es gibt Wege, bie feine Lanbkarten verzeichnen, weil sie so vielfach verschlungen sind, baß ihre graphische Darstellung auf unüberwindliche Schwierigkeiten stößt, Pfade, die so selten beschritten wer- den, daß sie jedesmal neu zu entdecken sind. Ein solcher Weg führt von Fortt, der Provinzstadt in den italienischen Marken, nach dem ewigen Rom. In der Heimat des Duce erblickte vor 500 Jahren schon einmal ein genialer Sohn Italiens das Licht des Südens. Auch er ging als Künstler diesen Weg und wurde der erste, dem Wesen nach römische Deutsche Wissenschaft hat vor mehr als einem halben Jahrhundert Persönlichkeit und Schaffen Melozzos, soviel überhaupt möglich, der Dämmerung entrißen- In einer großartigen Monographie stellte August S ch m a r s o w den Forlivesen in das Rom seiner Tage unb trug behutsam bas Mosaik ber Werke zu einer Gesamtvorstellung zusammen, an der sich bis heute mrr Unwesentliches geändert hat. Doch das beste Buch konnte nicht alle Rätsel um den fast legendären Meister aufhellen. Nach wie vor erahnen wir seine Größe aus Bruchstücken und Spiegelungen, glauben wir sie mehr als daß wir sie kennen, aber glauben im Sinne einer un» rung zweifelbaren Ueberzeugung. Wilhelm Loeck. Imane Wenn in ber nächsten Zeit ber große Reisestrom einsetzt, werden die vielen, die Neues in ber Welt kennenlernen wollen, schon auf den Bahnhöfen Gelegenheit haben, mit den Backwerk-Spezialitäten Bekanntschaft zu machen, an denen Deutschland so reich ist und die bas Reisen verschönen. _ Zwei norddeutschen Hafenstädten, Lübeck und Königsberg, haben die Marzipanbäcker Weltruf verschafft. In den traditionellen mit naturgetreu nachgemachten Früchten verzierten Torten erneuern sie mit der Mischung von feingemahlenen Mandeln und Zucker ihre Beliebtheit bei den süßen Menschen von Jahr zu Jahr. Die Lübecker Marzipanbäcker wissen nicht nur das alte Wahrzeichen ihrer Stadt, die runden Türme des Holstentores, in süßer Aufmachung auf den Torten zu zeigen, sondern sie verstehen es auch, daraus süße Plastiken herzustellen. Der bekannte pommersche Eisenbahnknotenpunkt Pasewalk, die Stadt, in der Adolf Hitler als Verwundeter läge und wo er beschloß, Politiker zu werden, wetteifert in dem Spritzkuchen mit der märkischen Stadt Eberswalde. Welcher der beiden Sorten der Vorzug zu geben ist, ist nicht zu sagen, aber immerhin dürfte der Eberswalder Spritzkuchen einen älteren Namen haben. Berlin ist nicht nur der Sitz der Regierung, sondern auch die Heimat der Berliner Schusterjungen, die jeden Morgen zu Tausenden und aber Tausenden die Backöfen verlassen, um sich als Salzkuchen auf dem Frühstückstisch einzufinden. Für die Vesperzeit liefert Berlin bie Berliner Pfannkuchen, bie keine dunkle, sondern nur eine gelbbraune Farbe hoben dürfen und ganz frisch gegessen werden müssen, um die leckere Zunge mit ihrer hohen Qualität ganz beglücken zu können. Salzwedel in der Altmark hat mit seinem Salzwedeler Baumkuchen soviel Ehre eingelegt, daß jetzt schon in allen anderen deutschen Stabten Salzwedeler Baumkuchen gebacken wirb. In Norddeutschland preisen ferner die beiden Städte Bremen und Celle Backwerksspezialitäten an, unb zwar Bremen feine Bremer Klöben, auch Staben genannt, einen sehr rosinenreichen Kuchen in halbmondförmigen Stücken, und die alte Heidestadt Celle bie Celler Kringel, bie zum großen Teil aus klein gehackten, hartgekochten Eiern befteben und mit Zucker und Eiweiß überzogen sind. Westfalen präsentiert sich uns als das Land des Pumpernickels. Während einer Hungersnot um bas Jahr 1400 wurde dieses Brot zuerst in Osnabrück gebacken, und ber Turm in dieser Stabt, in dem ber erste Pumpernickelbackofen stand, heißt heute noch ber Pernickel. Im Osnabrückschen und im Münsterlanb wird auch heute noch ber Pumpernickel am meisten gebacken, und zwar in großen, zumeist viereckigen, bis dreißig Kilogramm schweren Laiben. Der Teig bes Pumpernickels muß 16 bis 20 Stunden gären unb ebenso lange backen. Die alte Kaiserstadt Aachen preist als ihre Spezialität die Aachener Printen an, ein weihnachtliches Kleingebäck, bas man in Aachen schon seit bem Jahre 1688 bäckt. Der eigenartige Name , wirb von ber englischen Uebersetzung des Wortes „drucken" — print — abgeleitet, nach welchem sich zur Zeit Gutenbergs auch die ersten Druckereien „Prentereien" nannten. Die Printen werden zwar nicht gedruckt, aber ihr Teig wird in Holzförmchen gedrückt. Wie sehr sie zur Weihnachtszeit geschätzt sind, geht Daraus hervor, daß sie in ganz modernen Vorrichtungen fabrikmäßig gebacken werden, wo allein eine Teigmaschine fünfundzwanzigtausend Printen ergibt. Aus ber Reihe ber mitteldeutschen Städte kommt Liegnitz, die alte Piastenstadt, mit ben nicht explodierenden Liegnitzer B o m b e n-hervor. Das ist ein manbel- unb rosinenreicher Honigkuchen, ber die Form eines Mohrenkopfes hat und zuweilen auch mit Schokolade übergossen ist. Leipzig lockt mit seinen Leipziger Lerchen. Das waren in früheren Zeiten unsere richtigen Singvogel, die in reichlicher Butter und mit gestoßenen WachoMr- beeren gebraten wurden, seit 1860 aber Gott sei Dank von ber Speisekarte verschwunden sind, da ber Tierschutzverein schon lange gegen ben Genuß * Alsfeld, 5. Mai. Nachdem die Zentral- Schafbockversteigerung in Gießen aus seucyenpoli- zeilichen Gründen abgesagt werden mußte, führte der Landesverband der Schafzüchter in Hessen-Nassau hier in der Viehhalle eine Zuchtbock-Versteigerung durch. Zur Versteigerung waren 118 Jährlinge des Deutschen schwarzköpfigen Fleischschafes aus oberhessischen Zuchten angemelbet. Bereits am Mittwochnachmittag fand bie Schau und die Richtung der Böcke statt. Außer ber Einteilung in Wertklaßen wurden zusätzlich verschiedene Landkreis Gießen. # Daubringen, 5.Mai. Die NSG. »Kraft durch Freude" veranstaltete hier einen schönen Liederabend. Die Odenwälder Kinderspielschar Erlenbach gab im Saale „Zum blauen Hecht" ein Konzert. Der Leiter der Spielschar, Lehrer Jo se pH, der früher in Daubringen tätig war, ließ bie Kinder schöne deutsche Volkslieder zu Gehör bringen. Darbietungen mit Der Hand- und Mundharmonika schufen schöne Abwechslung. Die Veranstaltung war sehr gut besucht. Die Kinder ernteten reichen Beifall. # Mainzlar, 5. Mai. In ben Didier- werken fanb eine Feier besonderer Art statt. 13 Jubilare der Arbeit, bie auf .eine 25- jährige Tätigkeit im Werk zurückblicken konnten, wurden geehrt. Der große Aufenthaltsraum war aus diesem Anlaß prächtig geschmückt worden. Die Belegschaft nahm fast vollzählig an ber Feier teil. Nach Dem Einbringen Der Fahnen unD Dem Einmarsch Der Werkschar eröffnete ber Betriebsführer den Appell. Werkscharführer Reeh sprach Den Tagesspruch, Dann übermittelte ber Direktor Schroth in kurzer Ansprache den Jubilaren herzliche Glückwünsche; gleichzeitig wurde jedem ein ansehnliches Geschenk überreicht. Außerdem wurden die Jubilare Karl Dietz, Georg Bauer, Wilhelm Pfeiffer, Ludwig Pfeiffer II., Heinrich Vogel V., Johann Auer, Heinrich Kehr, sämtlich aus Mainzlar; Robert Will, Ernst Pfeiffer, Ph. Schneider aus Treis a. d. Lda.; Louis Pfeiffer, Staufenberg, und Emil P i m p e l, Allendorf a. d. Lda., noch mit Ehrenurkunden bedacht. <£ Beuern, 5. Mai. Im Saale von Dietrich fand gestern eine Filmvorführung statt, in der umfassend Die Milchgewinnung, wie sie vorbild- lich geschehen soll, gezeigt mürbe. In interessanten Bildern rourDen Das Leben und Treiben auf dem Bauernhof, bas vorschriftsmäßige Melken (Das sog. Faustmelken), Die Euterbehandlung,. bie Kannenreinigung usw. gezeigt. Der Leiter ber Molkerei Geilshausen sprach anschließend über die Fettgehaltsbestimmung und empfahl im Interesse Des Fettgehalts Der Milch das gründliche Ausmelken. Ortsbauernführer Hermann ermahnte, das Gesehene und Das Gehörte in Die Praxis zu übernehmen. — Der hiesige Ziegenzuchtverein hielt seine Generalversammlung in der Wirtschaft von Nagel ab. Im Wesentlichen beschäftigte man sich mit der Zusammensetzung Des Vorstandes, da Der 'bisherige Vorstand aus Alters» unb Gesundheitsrücksichten von seinen Pflichten entbunden zu werden wünschte. Zum ersten Vereinsführer wurde Johann W i ß n e r, zu feinem Stellvertreter Otto Seng, zum Kassenwart Karl Stein, zum Schriftführer Karl Pötz und zu Beisitzern Karl Kaspar Sommerlab und Johann Karl Funk als für bie verfchiebensten Anläße nur ber nicht übermäßige Saal bes „Deutschen Hauses" zur Verfügung stand. Zunächst Diente er Versammlungen unD SunDgebungen der Wahlzeit. Dann lud Die hiesige junge Musikergruppe zu einem Dorf- gemeinschaftsabenD ein, Der mit bühnenmäßigen unb dekoratorischen Darbietungen und ----Tanz für bas junge Volk angefüllt war. In terwoche fanb Die @emeinbe sich hier ein, um dieser Singvögel kämpfte. Die Leipziger wollten aber ihre Leipziger Lerchen als Spezialität behalten und liefern statt der Singvögel heute unter dieser Bezeichnung ein makronenähnliches von Blätterteig umschlossenes Backwerk. Dresden lenkt die Aufmerksamkeit auf feine weit bekannten Dresdner Stollen, und Meißen ist durch Den Meißener Fummel bekannt, helfen aufgeblähten Blätterteig man in angeheitertem Zu- tanb in Scheiben schneiden soll, um zu beweisen, Daß man nüchtern ist. In Halle lernt man das frühere Nationalgeback, Die Hallesche Wecke, kennen, ein aus zwei Wecken gebildetes kleines Brot, das man mit Butter bestrichen und mit Zucker unb Zimt bestreut genießt. Die Herrnhuter Kolonie ©nab au bei Magdeburg preist sich mit ben kleinen Gnadauer Brezeln an, ein Mürbegebäck, bas sich lange frisch erhält und in Mitteldeutschland auf vielen Bahnhöfen in spitzen Tüten verkauft wirb. In Braunschweig lernt man Die Braunschweiger Rom Michelangelos, Berninis und Caravaggios, das seiner Inkarnation erst in ben folgenden Jahrhunderten entgegen ging, verlangte zugleich nach leibhafteren Formen und stärkerer Begeisterung. Zu diesem Ideal erhob sich Melozzo da Forti. Die Werke Dieses einsamen Propheten laßen sich an Den HänDen herzählen. Ja, vollständig unD als ausschließliches Werk feiner Hand ist — genau genommen — nur ein einziges auf uns gekommen, das sich heute in Der vatikanischen Pinakothek befindet und Den Rovere-Papst Sixtus IV. im Kreise feiner Nepoten. von einer massiven Hallenarchitektur umgehen, Darstellt. Die übrigen erhaltenen Arbeiten sind in wenig vorteilhaftem Zustand, als Fragmente oder in der Ausführung anderer Hände überliefert. Trohdem ist uns Melozzo Da Fortt ein Begriff; vielleicht kein so stets gegenwärtiger wie Raffael ober Correagio, aber Doch ein fester Besitz unteres kulturellen Bewußtseins. Dieser Besitz mag teilweise ein Erbe aus der Zett Der Großmütter fein, in Deren BilDunasschatz die aus der Tribuna von SS Apostoli geretteten „Musizierenden Engel" einen Platz einnahmen. Er ist aber in höherem Maße ein Ergebnis unserer eigenen Entwicklung. Wir stehen heute anDers zu Dem Schüler des Piero della Francesca und Künder eines neuen dynamischen Ideals. Auch auf unsere Augen Üben Lebenswirklichkeiten, in Der Sicherheit Der Milieu- schilDerung und schließlich in einer überaus treffen- ben Menschenbarstellung. Harald Paulsen gibt hier eine hoffnungslos entgleiste Existenz, die psychologisch ausgezeichnet ersaßt ist: einen Hochstapler und Erpresser, ber bei aller Berechnung und Gefühlskälte weniger brutal als geschmeibig wirkt, mit einer empfinblichen Witterung für menschliche Schwächen begabt, aus denen er Vorteile zu schlagen hofft. Dann sieht man ein wunderbar abgestimmtes Quartett weiblicher Charaktere: Die Körber, über Deren schauspielerische WenDigkeit unD Einfühlungskraft man immer wieDer staunen muß, in Der ungemein sicher empfunDenen Figur eines alternDen MäDchens, bas bem Schwindler rettungslos verfallen unb ausgeliefert ist; Viktoria von B a 11 a s t o , sehr einfach und echt tm Gefühl, im Schwanken zwischen großem Glück und entsetzlicher Angst; Die Benkboff als leckere junge Witwe mit einem leichten Stich; unD Elisabeth Flicken- schilDt, in einer Hintergrunbrolle von großer Eindringlichkeit. Herr v. W i n t c r ft e i n , in seiner festen, ruhigen Männlichkeit, und der junge Kurt Waitzmann, Der vor kurzem in „Urlaub auf Ehrenwort" auftauchte, runDen Das sehenswert einheitliche unD abgetönte Ensemble. — (Tobis.) Nr. 105 Drittes Blatt Gietzener Anzeiger (General-Anzeiger für ©berufen) Freitag, 6. IRai 1938 Aus der Stadt Gießen. Oer Blick ins Grüne. „3a", sagte die Zimmervermietenn freundlich, während sie den Fensterflügel weit öffnete, „und hier haben Sie den Blick ins Grüne. Ist er nicht herrlich?" Ich bin ein höflicher Mann, und deshalb nickte ich zu dieser Rede, obwohl ich nicht viel Herrliches an der Aussicht entdecken konnte. Das Gärtchen hinter dem Haus präsentierte sich vielmehr recht trostlos, wie Gärten in der unwirtlichen Jayreszeit eben aussehen. Denn das Gespräch fand im Winter statt, und daß ich schließlich das Zimmer nahm, hatte mit dem Garten so wenig zu tun, wie Mit der Laterne, die abends vor dem Hause brannte. Mit dem Blick aus dem Fenster habe ich mich dann auch eine ganze Weile nicht beschäftigt. Ich öffnete das Fenster der Lust und nicht der Aussicht wegen. Und da der Frühling in diesem Jahre recht üble Manieren zeigte, bestand zunächst auch keinerlei Anlaß dazu. Bis dann Plötzlich eines Tages die Tatsache unumstößlich feststand, daß es hinter dem Hause zu grünen ayfing. An einem frühen Morgen machte ich diese Wahrnehmung und fand sie immerhin bemerkenswert. So bemerkenswert jedenfalls, daß ich abends wieder hinschaute und mich für die Anzahl der Bäume im Garten zu interessieren begann. Seit diesem Zeitpunkt hat es mir der Blick ins Grüne wahrhaftig angetan. Ich preise mich glücklich, daß ich diesen Vorzug genieße und bin der Zimmervermieterin nachträglich dankbar für ihren Hinweis der mir damals nebensächlich erschien. Das Haus, in dem ich wohne, ist eines jener Mtstsgebäude inmitten der Stadt, wie sie um die Jahrhundertwende gebaut wurden. Aber in diesem Häusergewirr hat sich jenes Fleckchen Erde behauptet, das in diesen Tagen einen köstlichen Anblick gewährt. Einige Kirschbäume wachsen da, ein alter Apfelbaum erhebt sich in der Mitte, zwei üppige Fliederbüsche postieren sich vor dem Eingang zu einer kleinen Laube, und längs des niedrigen Zaunes ranken ^ich Beerensträucher ohne Zahl. Die paar sauber geharkten Wege umgrenzen einige Rabatten, auf denen Blumen und Rhabarberblätter gedeihen, während nach dem Hause zu ein saftiges Rasenstück läuft. Im ganzen gewiß nicht viel, aber daß es in diesem Gärtchen grünt und blüht, das macht seinen bezaubernden Reiz aus. So oft" ich auch hinausschaue, immer kommt mir dieses schöne Bild blühender Erde entgegen, das zwischen den Häuserreihen ein rührendes Dasein führt. Wir alle tragen irgendwie eine Sehnsucht nach der unverfälschten Natur, nach Wiesen und Feldern der freien Landschaft, nach dem Rauschen der Wälder mit uns herum. Und zweifellos ist es diese Sehnsucht, die uns so empfänglich macht für einen Mick ins Grüne. Deshalb ist es ein Glück für alle, die aus der. Enge ihrer Stadtwohnung in diesen Tagen hinausblicken können in das grünende Wunder eines Gartens, und fei er auch noch so klein. H. W Sch. Vorrwtizen Tageskalender für Freitag. Stadttheater: 20 bis 22.30 Uhr.„Versprich mir nichts". — Gloria-Palast, Seltersweg: „Olympia, Fest der Schönheit". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Heiratsschwindler". — Oberhessischer Kunstverein, Turmhaus am Brand: 17 bis 18 Uhr Ausstellung. Stadttheater Gießen. Heute abend findet die Erstaufführung der neuen Komödie „Versprich mir nichts" von Charlotte Riß- mann statt. Spielleitung Hermann Schultze-Griesheim, Bühnenbilder Karl Löffler. Die Vorstellung findet gleichzeitig als 30. Vorstellung der Freitag- Miete statt. Anfang 20 Uhr, Ende 22.30 Uhr. Uraufführung „Der Ritter" verschoben. Aus dem Stadttheaterbüro wird uns geschrieben: Infolge plötzlicher Erkrankung ist die für 8. Mai angesetzte Uraufführung „Der Ritter" von Georg Basner auf Sonntag, 15. Mai, verschoben worden. Das Ringen um das SA.-Sportabzeichen erhält die Wehrkraft. NSG. Der Bestand eines Volkes hängt in erster Linie davon ab, in welchem Maße es ficy wehrhaft erhält. Die schicksalsreiche deutsche Geschichte hat bewiesen, daß immer dann ein Tiefstand der Nation zu verzeichnen war, wenn soldatische Tugenden verkannt ober sogar mißachtet wurden. Standen aber Männer an der Spitze dieses Volkes, die soldatisch dachten und ihr Volk in diesem Geiste erzogen, dann war zwangsläufig die äußere und innere Freiheit des deutschen Volkes die Folge. Es waren immer Zeiten der äußersten Not, in denen das Neue und Starke erwachte und immer waren es der Ueberfluß und das behagliche und sorglose Leben, die zum Verfall führten. Von dem Geist eines Großen Friedrich blieb nach seinem Tode nur die Form, und sie mußte zerfallen, weil ihr der Inhalt fehlte. Mit den deutschen Befreiungskriegen gegen den Korsen erwachte wiederum die große Sehnsucht im deutschen Volke, um erneut kurze Zeit später von einem monarchistischen Staatssystem erdrückt zu werden. Auf und ab ging das Schicksal des deutschen Volkes. Heute aber hat uns die Vorsehung einen Führer geschenkt, der in weiser Voraussicht dieser Dinge nicht nur das deutsche Volk zur Freiheit geführt hat, sondern darüber hinaus alles daran fetzt, dem deutschen Volke diese Freiheit zu erhalten und zu festigen. Das Ziel heißt heute nicht mehr Gleichberechtigung anderen Völkern gegenüber, sondern einen Vorsprung von Jahrhunderten zu schaffen für den ewigen Bestand dieses Volkes. Aus dieser Geschichtserkenntnis heraus schuf der Führer zur geistigen und körperlichen Wehrhaftmachung des deutschen Volkes das SA.-Sportabzeichen und bestimmte zum Träger -dieses Abzeichens die SA. Nach dem Willen des Führers, der ein widerstandsfähiges und starkes Geschlecht für seine Ziele verlangt, wird der wehrhafte und wehrwillige deutsche Volksgenosse nun neben seiner Dienstzeit bei der Wehrmacht durch die harte Schule der SA. gehen. In SA.-Sportab- zeichen-Gemeinschaften, die unter Führung von SA.-Führern stehen, bekommt der Volksgenosse, der bereit ist durch seinen persönlichen Einsatz der Gemeinschaft ein Opfer zu bringen, das Wissen und Können und die Haltung anerzogen, die ihn körperlich wehrhaft erhält und charakterlich und weltanschaulich festigt. Die Ausbildungs- und Prüfungszeit in der SA.-Sportabzeichen-Gemeinschaft allein genügt aber insofern nicht den Zielen des Führers, weil die einmal erworbenen Eigenschaften nur allzu leicht durch das tägliche Leben auf die Dauer verloren gehen. Um zu erreichen, daß die Wehrtüchtigkeit des deutschen Volkes bis in das hohe Alter erhalten bleibt, hat der Oberste SA.-Führer seinen Stabschef ermächtigt, alljährlich bestimmte Wiederholungsübungen für den Träger des SA.-Sportabzeichens festzulegen. Um den Wert dieser Wiederholungsübungen für die Wehrkraft des deutschen Volkes besonders zu betonen, hat der Führer weiter das Leistungsbuch für das SA.-Sportabzeichen zu einer Urkunde erhoben, die Aufschluß gibt über die körperliche Leistungsfähigkeit und charakterlich weltanschauliche Haltung des SA.-Sportabzeichen-Tragers. Das SA.-Sportabzeichen muß also von seinem Träger durch diese Wiederholungsübungen jährlich immer wieder erneut erworben werden. Der Termin für diese Wiederholungsübungen wird jeweils vom Stabschef durch Presse, Rundfunk und Anschlag bekanntgegeben, so daß bei Nichtbeachtung dieser Uebung das SA.-Sportabzeichen dem Träger durch die SA. mit Recht entzogen wird. Regelmäßige Streifen der SA. werden weiterhin dafür sorgen, daß nur derjenige Volksgenosse Träger dieses Abzeichens bleibt, der durch feinen wiederholten Einsatz sich das Recht zum Tragen des SA.-Sportabzeichens erworben hat und dies durch die Urkunde jederzeit beweisen kann. Die Wiederholungsübungen selbst stellen nur jeweils einen Ausschnitt aus der Leistungsprüfung für den Erwerb des SA.-Sportabzeichens dar, fo daß tatsächlich jeder SA.-Sportabzeichenbesitzer sich diesen Uebungen unterziehen kann, ohne Gefahr zu laufen, daß ihm das Abzeichen wieder entzogen wird. Das SA.-Sportabzeichen verpflichtet aber feinen Träger nicht nur zur Ableistung der bestimmten Wiederholungsübungen, sondern darüber hinaus selbstverständlich auch zu einer nationalsozialistischen Grundsätzen entsprechenden sittlichen Lebensführung. Wer also gegen nationalsozialistische Grundsätze verstößt, hat gleichzeitig mit dem Verlust des SA.-Sportabzeichens und der Urkunde zü rechnen. Durch diesen Erziehungsauftrag der SA., der sich mit seinen Forderungen an den kämpferisch-gesunden Teil des deutschen Volkes wendet, wird eine Aus« gäbe gelöst werden, die für die Zukunft Deutschlands mitbestimmend ist. Der SA.-Sportabzeichen« träger ist der sichtbare Ausdruck für die Wehrbereit« schäft und Wehrkraft der Nation und wird das Wort „Reserve hat Ruh" für die Zukunft in Deutschland unmöglich machen. Nicht die Ruhe, sondern der Kampf und das Opfer bestimmen das Schicksal eines Volkes. Die SA. wird ober mit dem SA.-Sportabzeichen dafür Sorge tragen, daß dieses Schicksal durch starke und gläubige Männer in Deutschland für alle Zukunft gesichert ist! SA.-SporiabzeichenWer! l.Wiederho!ungsübung am 8. Mai! Am 8. Mai wird die 1. Wiederholungsübung, bestehend aus einem 15-Kilometer-Marsch ohne Gepäck, mit einer Aufgabe aus der Gruppe III durchgeführt. Es haben daran teilzunehmen: Alle SA.-Sport- abzeichenträger, sofern sie nicht der Wehrmacht, RAD., NSKK. und ff angehören. (Falls das 40. Lebensjahr überschritten ist, wird die Teilnahme freigestellt.) Unentschuldigtes Fehlen zieht Entzug des SA.- Sportabzeichens nach sich. Entschuldigungen sind nur Krankheit und unverschiebbare Arbeit. Diese sind mit Belegen, d.h. ärztliches Attest bzw. Bescheinigung des Betriebsführers, an die zuständige SA.-Dienftstelle bis zum 8. Mai einzureichen. Am 8. Mai ist mitzubringen: Leifttmgsbuch, Besitzzeugnis, 50 Pfennig für Urkunde bzw. Einzcch- lungsbescheimgung. Es haben anzutreten um 7.15 Uhr am 8. Mai alle in Frage kommenden SA.-Sport- abzeichenträger. Standort Gießen (mit Wiefeck, Heuchelheim und Klein-Linden) im Hofe der Standarte 116 (Marschgruppe I, Führer Sthptf. Bender). Sturmgebiet 12/116, 13/116, 44/116 und 45/116 in Großen - Linden, Hof Neue Schule (Marschgruppe II, Führer Sturmführer Nopora). Sturmgebiet 21/116, 23/116 und 26/116 in Lich, Marktplatz (Marschgruppe III, Führer Sturmführer Erb). Sturmgebiet 22/116 und 25/116 in Hungen an der Turnhalle (Marschgruppe IV, Führer Sturmführer Koch). Sturmgebiet 24/116 in Laubach, Marktplatz (Marschgruppe V, Führer Obertruppführer Haas). Sturmgebiet 3/116 und 6/116 in Grünberg, Marktplatz (Marschgruppe VI, Führer Obersturm- sichrer D a p p e r ). Sturmgebiet 4/116, 7/116 und 15/116 in Bersrod, Adolf-Hitler-Platz (Marschgruppe VII Führer Sturmführer Heintz). Sturmgebiet 5/116 und 1/116 (5/116 soweit im Sturmgebiet 1'116) in Allendorf a. d. Lda., Marktstraße (Marschgruppe' VIII, Führer Sturmbannführer Faulstich ). Sturmgebiet 2/116 und 5/116 (5/116 soweit im Sturmgebiet 2/116 in. Lollar am Postamt (Marschgruppe IX, Führer Obersturmf. Spehrer). Gießener Studenten als Reichsbeste im Reichsberufswettkamp?. Im dritten Reichsberufswettkampf der Deutschen Studenten hat Gießen in aller Stille einen großen Sieg errungen. Die volkswirtschaftliche Fachschaft wurde mit ihrer Wettkampfarbeit in der Sparte „Nationalsozialistische Wirtschaftspolitik" als Reichs beste ausgezeichnet. Für unsere Ludwigs-Universität ein schöner und in seiner Art erstmaliger Erfolg. Denn es bezeugt den vorwärtsdrängenden Geist, der an unserer Universität herrscht, daß diese Reichsbestleistung mit einer Problernstellung erreicht wurde, an der sich die Besten die Köpfe zerbrachen, bis der Führer selbst sie für alle Zeiten löste. Das Thema der volkswirtschaftlichen Fachschaftsarbeit lautete nämlich: „Untersuchungen über die Ausbaumöglichkeiten der deutsch- österreichischen Wirtschaftsbeziehungen auf Grund einer Fachfchaftsfahrt nach Oesterreich im Sornrner- femefter 1937". Die Fachschaft hatte nach dieser Fahrt, über die wir vor bald einem Jahr berichteten, beschlossen, ihre unmittelbaren Eindrücke, die dank der Förderung der hessischen Landesregierung durch eine weitere' Studienfahrt des Mannschaftsführers ergänzt werden konnte, in einer Gemeinschaftsarbeit für den Neichsberufswettkampf zu verwerten. In guter Kameradschaft gingen nun im Wintersemester am Institut für 'Wirtschaftswissenschaft der österreichische Mannschaftsführer Dr. Oskar Gelt n e k und zwölf altreichsdeutsche Studenten an die „Untersuchungen" heran, aus denen schließlich zwei stattliche Bände von 360 Seiten mit zahlreichen Lichtbildern, Diagrammen und Statistiken wurden. Durch die einzigartige geschichtliche Entwicklung der letzten acht Wochen haben die darin u. a. enthaltenen Vorschläge zur Ausgestaltung der deutsch- österreichischen Wirtschaftsbeziehungen heute nur theoretisches Interesse. Die umfangreichen Vorarbeiten, mit denen diese Vorschläge unterbaut wurden, haben dagegen auch heute noch praktischen Wert; ja mehr denn je interessieren gerade heute die Vergleiche der österreichischen Wirtschaft mit der alt- reichsdeutschen. Ebenso ist es für die gegenwärtige wirtschaftliche Eingliederung Oesterreichs unerläßlich, die vorhergegangene Entwicklung des Handels-, Fracht- und Reiseverkehrs zwischen dem Altreich und Oesterreich zu kennen. Die Schilderung des Bemü- Wenns draussen schöner wird warum nicht auch drinnen Hausfrau^, denkt darum früh genug an fam MU PROSPEKT 61 DURCH BALATUM-WERKE . NEUSS Fäden hin und her. Zfioman von Ledda Westenberger. Copyright by Carl Duncker Verlag, Berlin W 35. 15 Fortsetzung. (Nachdruck verboten!) 12. Tante Martha blinkert vergeblich, und eineKatze läuft über i)en Weg. Monika und Walter Lenzsch haben gerade aufgehört, zu spielen, da schlägt draußen auf der Diele die große Standuhr dröhnend elf, und zugleich klingelt nebenan im Zimmer die Biedermeieruhr ihre elf raschen Schläge herunter. Von weither mischt sich der tönende Baß der Kirchenuhr dazwischen. Tante Martha legt das S-trickzeug zusammen und sagt halblaut: „So, Kinder. Schlafenszeit." Aber während Walter Lenzsch gehorsam seine Geige einpackt, zieht Monika noch einmal neue Noten hervor und beginnt leise ein Notturno von Chopin. Und niemand wendet etwas ein, nicht einmal der Vater, der sonst am energischsten darauf pocht, daß Punkt elf Uhr zu Bett gegangen wird. Tante Martha schaut den Doktor Hammerbacher erwartungsvoll an: Nanu, fährt er nicht dazwischen? Nimmt er nicht Monika einfach die Noten weg, wie schon so oft, wenn Monika ihren Kops durchsetzen wollte? Nein, fein Gedanke! Weiß der liebe Himmel, wo der Doktor Hammerbacher in dieser Minute seine Gedanken hat! Er fitzt da, in feinem altgewohnten Klub fessel, hat die lange Pfeife im Mund und starrt geistesabwesend die Zimmerdecke an. Ja, fast könnte man meinen, Monikas leises Klavierspiel sei ihm nicht unlieb. Oder tut er sich vielleicht um des Besuches willen auch mit dem Zubettgehen Zwang an? Tante Martba betrachtet den Schwager forschend und besorgt: Wo er sich heute schon so viel Zwang hat antun müssen, der Arme! Noch immer läuft er in richtigen Lederstiefeln umher, noch immer hat er seinen grauen Rock nicht mit dem flauschigen Hausrock vertauscht; noch immer hat er die Weste nicht aufgeknöpft, wie er es sonst beim abendlichen Bier immer tut. Und deck Abendschoppen im Rathauskeller hat er auslassen müssen! Auf die Bridgepartie nach dem Kaffee hat er auch verzichtet. Ach, der Gute, der Arme! Aber lange jedoch kann das nicht fo weitergehen. Ganz plötzlich wird es ihm zu bunt werden, und dann Gnade Gott der ganzen Familie und dem ahnungslosen Besuch! Aber warum eigentlich, warum tut er sich denn solchen Zwang an? Dies junge Fräulein Montwill wird wohl verstehen, daß ein alter Herr so eine gewisse Bequemlichkeit braucht. Was ist denn auch dabei? Es hielt sich doch alles in Grenzen, und andere Männer — Tante Martha weiß das genau — andere Männer treiben es piel schlimmer. Die ziehen zu Hause sogar den Kragen aus und laufen im Schlafrock umher; jawohl, vom Herrn Tierarzt weiß es Tante Martha sogar ganz genau. Ach, vielleicht könnte man doch mal die Sprache darauf bringen, fo beim Hinaufgehen ober beim Gutenachtsagen oben im Gang. Mit einem geschickten Wort läßt sich vielleicht der Bann brechen, und der gute Gottfried kann morgen wieder ganz in der alten Behaglichkeit leben. Aber schau nur, schau, was für ein merkwürdiges Gesicht der Doktor jetzt macht! Was für nachdenkliche Augen er hat, und wie sonderbar er jetzt zu Fräulein Montwill hinübersieht, hinter deren Sessel sich Lenzsch aufgebaut hat! Ach, dieser Lenzsch, er hat eine alberne Art, mit Fräulein Montwill zu reden. Warum macht er solche Fischaugen dazu? Und warum legt er den Kopf so sentimental schief? Und diese schreckliche Vertraulichkeit, wie er sich jetzt zu Fräulein Montwill hinunterbeugt, um ihr etwas zuzuflüstern. Tut man das überhaupt? Flüstert man, wenn andere anwesend sind? Aha, aha, auch dem guten Gottfried scheint das nicht zu passen. Wenn er solche Augen macht wie jetzt eben, dann hat's geschellt, dann steht das Barometer auf S-turm. O weh, und wo er dem Lenzsch schon sowieso nicht so sehr grün ist! Aber apronos, grün-sein — es kann nicht zutreffen, daß Gottfried den Lenzsch aus väterlicher Eifersucht nicht mag. Denn das muß man dem Lenzsch lassen: Monika gegenüber benimmt er sich tadellos, tadellos und absolut zurückhaltend. Hingegen hat er dieser Marga Montwill gegenüber, wie gesagt, eine Art... Weiter kommt Tante Martha mit ihren Gedanken nicht. Denn in diesem Augenblick hört Momka mitten im Spiel auf, dreht ihren Klaoierstuhl in der Richtung, in der Marga sitzt, und sagt — mit einem flüchtigen Blick über Lenzsch hin, der immer noch bei Marga steht — etwas heiser: „Ich glaube, es ist längst elf vorbei. Wollen wir nicht schlafen gehen?" „O ja, es ist lange elf vorbei", bestätigt Tante Martha und wickelt zum Zeichen ihrer Entschlossenheit ihr S-trickzeug noch fester zusammen. Aber rote sie bann nach einem kleinen zögernben Abwarten aufftcht und, ihr S-trickzeug unter dem Arm, zum Tisch hinttitt und die Gläser so ein klein bißchen zusammenrückt und den einen Aschenbecher in den anderen leert, um dann den zweiten im Kohlen- taften auszuschütten, kurzum, wie sie Miene macht, tätlich ihre Aufbruchsabsichten zu beweisen — da sieht sie in lauter abweisende Gesichter. Der Doktor auf feinem Stuhl zieht nur die Stirn ein wenig zusammen und rührt sich im übrigen nicht im geringsten. Lenzsch schaut auf die Uhr und wiegt den Kopf, als wolle er sagen: Gott, elf — das ist ja noch gar keine Zeit. . Und Marga Montwill — Ja, in Marga Montwills Gesicht vermeint Tante Martha sogar so etwas wie verstecktes Staunen zu lesen: Gibt es denn das, daß man um elf Uhr schlafen geht? , Und selbst Monika, die doch eben noch höchstpersönlich den Wunsch ausgesprochen hat, schlafen zu gehen, dreht jetzt ihren Stuhl wieder dem Flügel zu, neigt den Kopf zu dem jungen Doktor- hin, der inzwischen wieder zu chr getreten ist, und greift dabei erneut mit ihren hübschen Händen in die Tasten. Tante Martha ist ratlos, wirklich ratlos. Soll ich vielleicht allein gehen? Will man vielleicht — daß — ist sie vielleicht nicht erwünscht? Wollen diese vier jungen Leute — ach so, nein, das kann nicht sein, denn wenn es darum ginge, die Jugend unter sich zu lassen, so müßte doch auch Gottfried ausstehen und gehen. Ich werde ihm mal zublinkern, denkt Tante Martha. Aber siehe da, der Doktor blinkert nur fröhlich zurück und rührt sich noch immer nicht. Tante Martha fängt leise an zu kochen: Ja, soll sie vielleicht noch drei S-tunden hier s-tehen und darauf warten, daß die anderen auch aufbrechen? Da dehnt sich plötzlich Marga Montwill behaglich in ihrem Sessel und schaut lächelnd reihum und sagt versonnen: „Jetzt müßte man noch "in Viertelstündchen laufen. So durch ein paar Gassen, bis zum Marktplatz. Es ist doch Vollmond heute. Hat jemand Lust, mitzug^hen?" Eine kurz-' Stille entsteht. Monika setzt im Spiel ab, Tante Martha läßt beide Hände auf den Tisch sinken. „Ich", sagt dann laut der Doktor Hammerbacher und steht auch schon auf, um die Pfeife beifeite- zulegen. „Ich auch", sagt Lenzsch und will rasch die Noten zusammmschieben, die auf dem Flüael umherliegen, während Monika ihre Hände nr - auf die Tasten fallen läßt, aus ih'-em Notturni cn’ wilde Rbav- sodie macht und so laut fpielt, daß der Doktor Hammerbacher ganz dicht an Lenzsch herantreten muß, um ihm klarzumachen, daß der liebe Kollege sich, danke schön, nicht weiter um Fräulein Mont- will zu bemühen braucht. Er selber, Hammerbacher, wird selbstverständlich Fräulein Marga auf ihrem kurzen Gang begleiten! „Aber ich ginge doch sehr gern noch ein Stück", wendet Lenzsch ein, „und Sie, verehrter Herr Doktor, sind doch gewohnt, um elf Uhr schlafen zu gehen, und wir möchten Sie doch nicht gerne ftö..." Aber Doktor Hammerbacher zerklopft dem jungen Kollegen buchstäblich das letzte Wort auf der Schulter und dreht ihn energisch zum Flügel hin und lacht dröhnend. Papperlapapp, von wegen Gewohnheit, um elf schlafen zu gehen, woher weiß er das so genau, der Herr Kollege? Uebrigens tut hier jeder, was ihm Spaß macht, und dem jungen Doktor macht das Musizieren Spaß, jawohl, keine Widerrede. Und jetzt wird frisch weitermusiziert, Monika, mein Kind, liebe noch mal das Haydn- Konzert mit dem Doktor. Uebung macht den Meister, und so ganz hat's vorhin noch nicht geklappt. Wie? Ach wo, Quatsch mit Tunke, von wegen Nachbars stören. Unsere Nachbars sind nette Leute, und der Garten liegt dazwischen; die hören also bestimmt nichts. So, jetzt kein langes Gerede mehr! Noch mal raus mit der Geige, verehrter junger Kollege! Und du, Tante Marthchen, steh nicht so dumm herum. Geh schlafen, wenn du müde bist. Hier tut jeder, was er will, jawohl, jeder, was er will! Und unter den Klängen des rhapsodisch gespielten Notturnos geleitet der Doktor Hammerbacher das Fräulein Montwill zur Tür hinaus und Hilst ihr galant in den Mantel und pfeift dem Hund und kriecht selbst in den Paletot und hat es auf einmal furchtbar eilig, zur Tür hinauszukommen. Aber an der Tür steht Tante Martha und hebt klagend die kleinen Händchen. „Aber, Gottfried, ich vers-teh' dich wirklich nicht! Ich will schlafen gehen, und die beiden jungen Leute da brinnen sollen sich selbst überlassen bleiben? Aber, Gottfried! Seit wann hast du fo eine lasche Eins-tellung zur Moral, lieber Gottfried. Ich bin ja auch nicht prüde, aber nachts um zwölf Uhr zwei junge Leute sich selbst überlassen, in einem Zimmer, wo die Läden herunter sind und niemand sonst Nahe? Nein, Gottfried? Und wenn ijj mir S-täbchen in die Augen schieben müßte, bjmit ich wach bleibe — ich bleibe wach!" Und nach einem* tiefes Atemholen, flüsternd: ..Und wo dir der Dokthr Lenzsch sowieso nicht sympathisch ist, da wirst ihn doch nicht ausge- "echnet mit deiner einzigen Tochter allein lassen, Gottfriedl" i (Fortsetzung folgt) PALMOLIVE < Abendsprechflunde beim Arbeitsamt Gießen Diamantene Hochzeit. mann reuen. Zelle Zelle Zelle Zell« Zell« Zelle Zelle Zell« Vekonomierat Carl 5) o f f m a n n und Frau Mar- garete, geb. Wolff, Löberstraße 21 wohnhaft, können am morgigen Samstag, 7. Mai, das Fest der Diamantenen Hochzeit begehen. Als jahrzehntelanger Pächter des im Besitz des Fürsten Solms- Braunfels beglichen Gutes Hof-Gill bei Lich, insbesondere aber durch sein hervorragendes und na- -- ' ‘ '-----bahn- Meister, Meisterinnen, Gesellen und Lehrlinge! Einmal im Jahre treffen sich die Führer des Handwerks zu Tagungen in der Stabt des Handwerks, Frankfurt a. 7N„ um Rechenschaft über die geleistete Arbeit des vergangenen Jahres abzu- legen und für das kommende neue Aufgaben in Empfang zu nehmen. Reben diesen Arbeitstagungen findet am Sonntag, 8. Mai, 11 Uhr, in der Festhalle zu Frankfurt a.2IL eine Großkundgebung des deutschen Handwerks statt, woran sich das gesamte Handwerk beteiligt. Es sprechen: Gauleiter Pg. Sprenger, Reichswirtschaftsminister Pg. Funk, Reichsorganisationsleiter Pg. Dr. Ley. Um allen Handwerkern die Teilnahme an dieser Kundgebung zu ermöglichen, lauft am Sonntag, 8. Mai, ein Sonderzug der RS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude", die nähere Einzelheiten unter „Parteiamtliche Bekanntmachungen" veröffentlicht. Deutsche Handwerker, beweist eure Verbundenheit als gastgebender Gau allen Kameraden, die aus ganz Deutschland kommen, durch Teilnahme f am Reichshandwerkertag. Auf nach Frankfurt a. 2TL in die Stabt des deutschen Handwerks! Kahemeier Kreisobmann Aufruf zum »Tag des deutschen Handwerks" Der Amtsleiter des Arbeitsamtes Gießen teilt uns ^Der immer stärker werbende Mangel an Fachkräften zwingt dazu, bi« noch vorhandenen Arbeitskräfte restlos einzusetzen und den bereits in Arbeit bestüblichen Volksgenossen Gelegenheit zu geben — soweit sie bis jetzt noch außerberuflrch beschäftigt sind __ sich um den Einsatz in die von ihnen erlernten Berufe zu bewerben. , . . Beim Arbeitsamt Gießen ist ab 1. Mm jeden Mittwoch von 18 Uhr bis 20 Uhr eine Abendsprechstunde für diejenigen Dolksgenof- karten geführt und neben diesen Karten immer noch Speisen verabreicht würden, für die/ Preisverzeichnisse nicht vorhanden seien. Um eine ordnungsmäßige Ueberwachung der Preise zu gewährleisten, hat nun die Wirtschaftsgruppe „Gaststätten- und Beherbergungsgewerbe" im Auftrage des Reichs- kommissars sämtliche Gaststättenbetriebe angewiesen, dort, wo die Speisen sichtbar ausgestellt sind, sie mit Preisen zu zeichnen und im übrigen für sämtliche Speisen, soweit sie auf einer Speisekarte nicht aufgeführt sind, ein Preisverzeichnis an gut sichtbarer Stelle anzubringen. Jede Speisekarte muß mit einem Datum versehen sein. geführt. Für einen stärkeren Verzehr von Marmelade spricht ferner, oaß sie nicht allein als Brotaufstrich mundet, sondern darüber hinaus auch ganz besonders für Süßspeisen, Backwaren usw. verwendet werden kann. Jetzt ist es an dem Verbraucher, zuzugreifen. Arbeitsjubiläum. Am heutigen Freitag, 6. Mai, kann der Generatorheizer Georg R o t h aus Gießen in der Tempereiabteilung der Firma Bänninger G.m.b.H., Gießen, auf eine 25« jährig« Tätigkeit zurückblicken. Um 8 Uhr verfam- mellen sich die Leiter der Firma und die Arbeitskameraden an dem festlich geschmückten Arbeitsplatz Des Jubilars zu einer schlichten Feier. Hierbei wurden Herrn Roth durch den Detriebsführer, Herrn Carl Bänninger, besonderer Dank und Anerkennung für die in 25 Jahren geleisteten treuen Dienste ausgesprochen. Außerdem brachten ihm noch fünf Vertreter der Gefolgschaft in schönen und herzlich gehaltenen Worten Glückwünsche zum Ausdruck. Dem Jubilar wurden sowohl von der Firma als auch von der Gefolgschaft zum Andenken an diesen Jubeltag wertvolle Geschenke überreicht. ♦♦ Pakete nach dem Lande Oesterreich. Pakete aus dem alten Reichsgebiet nach dem Lande Oesterreich müssen, da die Zollgrenze zwischen dem bisherigen Reichsgebiet und dem Lande Oesterreich noch nicht aufgehoben ist, mit Auslands Paketkarten eingeliefert werden. Nach wie vor ist ebenso die Beifügung -von Zollinhaltserklärungen, statistischen Anmeldescheinen und u. 11. anderen Begleitpapieren (Rechnungen) erforderlich, jedoch nicht mehr von Exportvaluta-Erklärungen. ♦♦ Der erweiterte F r ü h j a h r s f a h r- plan der Köln-Düsseldorfer Rheindampfschiffahrt beginnt am Sonntag, 8. Mai. Cr bringt ab Mainz täglich oter Abfahrten, an Sonn- und einzelnen Werktagen werden dazu noch weitere Fahrten ausgeführt, so daß bereits jetzt die Möglichkeit zu zahlreichen kürzeren und längeren Fahrten auf dem Rhein besteht. Kleine Strafkammer Gießen. IlS.-Gemeinschast „Kraft durch Freude-. Ornnibusfahrt zum Vlütenfest in Auerbach an der Bergstraße. Am Sonntag, 15. Mai, führen wir die vorstehende Omnibusfahrt durch. Teilnehmerpreis einschließlich Mittagessen 6,80 RIN. 3068V Kartenverkauf: „KdF."-Kartenverkaufsstelle Gießen, Seltersweg 60. Ruf 2141. Theatervorstellung. kdF.-INiete Gruppe II. Große Miete, 16. Vorstellung. Samstag, 7. Mai 1938, 20 Uhr: „Die Weiber von R e d d i h", Lustspiel in sieben Bildern von Forster. Einzelkarten zum Preise von —,90 und 1,— Reichsmark sind noch in bet Kartenverkausssielle Gießen, Seltersweg 60, erhältlich. 3075V NSDAP., Gießen-Nord. Di« Zellenbesprechungen für den Monat Mai 1938 finden am Montag, 9. Mai, um 20.30 Uhr, wie folgt statt: Zelle 1 im Restaurant „Frankfurter Hof", Lindenschätzung dargebracht. Äürgerquartiere für alte 116er. Oberbürgermeister Ritter und der Kommandeur des Infanterie-Regiments 116, Oberst Herr- lein, wenden sich heute mit einem Aufruf an die Gießener Bevölkerung, di« aufgefordert wird, zur Unterbringung der zum Regimentstag des Infanterie-Regiments 116 vom 18. bis 20. Juni^ nach Gießen kommenden ehemaligen 116 er Bürger- quartiere bereitzuftellen. Die Volksgenossen werden in den nächsten Tagen von Angehörigen des Regiments aufgesucht, um die Gewährung von Bürger- quartieren mitteilen zu können. Die Bitt« des Oberbürgermeisters und des Regimentskommandeurs sei allen Volksgenossen zur Erfüllung bringend empfohlen. I. Gießener Studententag. Nach der Neuordnung des deutschen Studenten- tums durch den Reichsstudentenführer Dr. Gustav Adolf Scheel begeht die Gießener Studentenschaft vom 27. bis 29. Mai ihren 1. Studententag. Es ist geplant, ihn in Zukunft alljährlich statt- finden zu lassen. Die Kameradschaften des NSDStB. sowie die ehemaligen Korporationen werden ihre Stiftungsfeste und Wiedersehensfeiern von jetzt ab immer während des Gießener Studententages abhalten. In der Festfolge ist u. a. vorgesehen: Freitag, 2 7. Mai: 15 Uhr, Sportwettkämpfe und Wettkämpfe zwischen den einzelnen Kameradschaften; 20.30 Uhr, Begrüßung der AH.-Vorsitzenden mit ihren Obmännern im Studentenhaus. Samstag, 2 8. Mai: 11 Uhr, Gefallenenehrung, anschließend Festakt in der Aula. 15 Uhr, Vortrag in der Aula: „Wissenschaft im Dienste des Nationalsozialismus: Der Reichsberufswettkampf" mit Ehrung der Gießener Siegermannschaften aus hem s. RDWK. 20.30 Uhr, Kameradschaftsabende der Altherren- schäften und der Kameradschaften auf den einzelnen Häusern. Sonntag, 2 9. Mai: 11 Uhr, Vorführung des neuen studentischen Fechtens. 19 Uhr, Der I. H. St. aus Ockstadt hatte im März 1936 Holz gesteigert. Er verkaufte dieses Holz weiter, bevor er es bezahlt und sich die notwendigen Abfuhrscheine beschafft hatte. Auch gab er dem Käufer außerdem noch einen Holzstapel an, der ihm gleichfalls nicht gehörte. Da der Angeklagte noch nicht Eigentümer des von ihm gesteigerten Holzes geworden war, er dem Käufer damit auch kein Eigentum verschaffen konnte, verurteilte ihn das Amtsgericht auf Anzeige des Käufers hin wegen Betruges zu einer Gefängnisstrafe von 8 Monaten. Gegen dieses Urteil legte er Berufung ein. Di« Klein« Strafkammer änderte das vorinstanzliche Urteil ab und verurteilte den Angeklagten zu einer Gefängnis ft rafe von 4 Monaten. Der F. W. aus Kaichen war an der Reichsautobahn beschäftigt und benutzte, um an die Arbeitsstelle zu fahren, stets ein altgekauftes Motorrad. Als bei diesem die Batterie völlig unbrauchbar geworden war, montierte er von dem Motorrad eines Arbeitskameraden die Batterie ab und setzte sie in sein Motorrad ein. Das Amtsgericht Butzbach verurteilte W. wegen Diebstahls zu einer Gefängnisstrafe von 6 Monaten. Gegen dieses Urteil legte W. Berufung ein. In der Hauptverhandlung vor der Kleinen. Strafkammer behauptete der Angeklagte anfänglich, er habe sich die Batterie nicht zueignen, sondern sie nur für kurze Zeit verwenden wollen, nämlich nur bis er sich für sein Motorrad eine neue gekauft hätte. Diese Behauptung wurde durch die Tatsache widerlegt, daß der Angeklagte die abmontierte Batterie ihrem Eigentümer nicht zurückgegeben hatte. Arn Schluß der Verhandlung gab der Angeklagte feine Straftat zu. Unter strafmildernder Berücksichtigung dieses Geständnisses und unter Berücksichtigung der Tatsache, daß durch den Diebstahl nur geringer Schaden entstanden war, hob die Kleine Strafkammer das Urteil des Amtsgerichts Butzbach auf und verurteilte den Angeklagten zu einer Gefängnisstrafe von 2 Monaten. Ein Mainzer unter den Todesopfern des schweren Flugzeugunglücks am Apennin. Mainz, 5. Mai. (Lpd.) Bei dem schweren Flugzeugunglück am Apennin fand leider auch ein Mainzer, Oberregierungsrat Kriminal- rat Grötzner, den Tod. Er wurde auf dem Flug nach Rom im Alter von erst 39 Jahren aus dem Leben gerissen. Mit noch nicht 16 Jahren meldete sich Grötzner 1914 als Kriegsfreiwilliger und kehrte mit hohen Auszeichnungen aus dem Weltkrieg als Offizier zurück. Nachdem er noch als Freiwilliger । an den Spartokus-AbVehrkämpfen teilgenommen , hatte, begann er 1919 in Mainz feine Laufbahn als Polizeibeamter, di« ihn 1934 nach auswärts : führte. Bei feinen Kameraden der Polizei und der : — er war ff-Obersturmführer — erfreute er । sich großer Beliebtheit. Die Beisetzung findet in Mainz statt. Anschaulich war auch die Ueberstcht über den Zustrom der Ausländer zum Rhein, der, wenn auch nicht stetig und gleichmäßig, so doch immer wieder gut und erfreulich ist. Insbesondere die Pariser Weltausstellung hat dem Rhein einen lebhaften Fremdenzusttom aus dem Ausland gebracht. Gegenwärtig wiro eine lebhafte Auslandswerbung durchgeführt, die schon im Laufe des Winters einsetzte und im Erfolg nicht auf sich warten lassen wird. Wenn auch der Verkehr aus den reichsdeutschen Gebieten in der jüngsten Zeit etwas nachgelassen hat, weil viele Reiselustige Oesterreich sehen wollen, so wird der Rhein als deutscher Schicksalsftrom doch immer wieder seine Anziehungskraft beweisen. Zum Schluß wurde noch Kenntnis davon gegeben, daß sich gegenwärtig ein Schiff im Bau befindet, das für den Expreß-Verkehr eingesetzt und in feiner Form und Ausgestaltung eine Meisterleistung der deutschen Technik, eine Großtat deutscher Werkmannsarbeit darstellen wird. Mit großer Aufmerksamkeit verfolgten die Teilnehmer der kurzen Rheinfahrt die Darlegungen des Leiters der Köln-Düsseldorfer Dampfschiffahrt. Die Fahrt führte von Mainz aus rheinabwärts bis nach Geisenheim und nach Mainz zurück. Die Fahrt brachte bei dem herrlichen Wetter einige Stunden beschaulicher Betrachtung der herrlichen Landschaft des Rheins. Laßt jetzt die Bienenvölker nicht verhungern? Lpd. Nicht in allen Gegenden Deutschlands ist jetzt schon reichlich Tracht vorhanden. Die Bienen aber haben di« Wintervorräte nahezu aufgezehrt und werden jetzt, wenn der Imker nicht ein greift, vom Hungertod bedroht. Das darf nicht fein! Die Imker haben in diesem Jahr wieder jeder, minde- stens ein Volk mehr aufzustellen, d. h. im kommenden Herbst soll rund ein« Viertelmillion Bienenvölker mehr in Deutschland vorhanden sein. Das ist jedoch nur möglich, wenn nicht jetzt noch Tausende von Bienenvölkern an Nahrungsmangel zugrunde gehen, die dann im Laufe des Sommers erst wieder ersetzt werden müssen. Gerade in den letzten Tagen ist viel von dem Futter, das im Winter nicht verbraucht wurde, von den Bienen aufgezehrt und in Brut umgesetzt worden. Die Zellen der Waben sind leer geworden! Jetzt heißt es deshalb für den Imker: Aufgepaßt! Kein Volk, das den Winter gut überstanden hat, darf jetzt noch an Nahrungsmangel eingehen! Jeder Imker fei sich seiner Pflicht bewußt! mentlich aus dem Gebiete der Schwoinezu. brechendes Wirken, ift Oekonomierat Hof weit über die Grenzen unserer enteren hessischen Heimat hinaus bekannt geworben. U. a. hat er chon vor langen Jahren als alter Mitarbeiter von Max Eyth die große Max Eych-Medaille als äuße- res Zeichen der Anerkennung für feine Verdienste um die Förderung der deutschen Landwirtschaft erhalten, im Mai 1936 wurde er in Frankfurt an- läßlich der Eröffnung der Reichsnährstands-Aus- tellung durch den Reichsbauernfuhrer, Reichsmim- ter Darr6 durch die Ueberreichung eines Bildes )es Führers geehrt. Wie fein starkes Interesse stets allen Fragen der Landwirtschaft und deren bestmöglicher Förderung galt, so war er auch immer ein eifriger Jäger, der sich gerne Dem Weidwerk widmete. In Gießen, wo das Jubelpaar seinen Lebensabend verbringt, und weithin beim Landvolk in unserer engeren Heimat tonn sich Oekonomierat Hoffmann großer Wertschätzung er- Marmelade, das Nahrungsmittel aus Obst und Zucker. Mit dem stärkeren Einsetzen des Frühlings macht sich alle Jahre wieder der Wunsch nach einer Abkehr von der fetthaltigeren Winterkost geltend. Dies gilt insbesondere für die Brotaufstrichmittel. An Stelle von Schmalz, Margarine und Butter verlangt der Magen jetzt nach etwas anderem. Jede Hausfrau weiß, daß nunmehr die Marmelade einen ständigen Platz auf dem Frühstückstisch erhalten muß. Dank der Maßnahmen des Reichsnährstandes steht uns gute Marmelade reichlich und besonders preiswert zur Verfügung. Verbilligte Marmelade wird, je nach Sorte, zu 32 bis 45 Rpf. je % kg abgegeben, während ohne die Verbilligungsaktion eine Ware von der Güte der verbilligten Marme- ladenerzeuaniste etwa 50 bis 55 Rpf. je % kg kosten würde. Strenge Herstellungsoorschriften bürgen dafür, daß diese verbilligte Marmelade ein hochwertiges Produkt der deutschen Ernährungswirtschaft dar- ftetlt So ist z. B. eine Mindesteinwaage an Edel- früchten vorgeschrieben. Jeder Zusatz von Karotten, Rüben usw. ist gesetzlich untersagt. Die Verbilligung erfolgt also nicht, wie man vielleicht vermuten könnte, auf Kosten der Qualität; diese Maßnahme wird vielmehr vermittels des Einsatzes von Reichsmitteln aus ernährungspolitischen Gründen durch- Volksfest in den Räumen des Gesellschaftsvereins (Klub), Sonnenftraße. Hausfrau, gib acht! Es gibt immer noch Hausfrauen und auch Haus- angefteUte, die sich an der Tur etwas ausschwatzen lassen, di« einen Kauf abschließen oder einen größeren Gegenstand bestellen, den sie im Augenblick gar nicht nötig haben. Da werden Versicherunaen abgeschlossen, Ratenzahlungen für Haushaltssachen versprochen, Sparbüchsen auf Lebenszeit gemietet mit der Verpflichtung, monatlich ein« bestimmt« Sparsumme einzuzahlen, «s werden Bestellungen, ja sogar Kaufurkunden unterschrieben, ohne genau? Kenntnis des Inhalts. Aus Mitleid, aus Mangel an Überlegung oder weil die Frau nicht „Nein" sagen kann, werden Zeitschriften abonniert, deren Bezug meistens auf ein Jahr festgelegt ist, was die Hausfrau oft Übersicht. Hinterher gibt es unangenehme Ueberraschungen unt) Auseinandersetzungen mit dem Manne, der sich dagegen sträubt, Ausgaben zu decken, die seine Kaufkraft übersteigen. Die Hausfrau hat es sich dann selbst zuzuschreiben, wenn aus diesen unüberlegten Einkäufen mit viel- leicht jahrelanger Ratenzahlung Verwicklungen oder gar Prozesse entstehen, di« der Familie Kummer und Aerger bereiten und viel Geld losten. Darum: Vor Der Unterschrift alles genau prüfen unb_Men! Meinfahrt mit weißen Schiffen. Die Köln-Düsseldorfer Dampfschiffahrt hatte für Den gestrigen Donnerstag die Vertreter der Presse des Ryein-Maingebietes und der am Reiseverkehr besonders interessierten Männer zu einer kurzen Rheinfahrt eingeladen, in Deren Rahmen von berufener Seit« in kurzen, aber aufschlußreichen Ausführungen über Den Fremdenverkehr im Rhein- Maingebiet gesprochen wurde. Insbesondere wurde auch das Fahrtenprogramm Der Dampfschiffahrts- gesellschast erörtert und gleichzeitig auch Die Maßnahmen besprochen, Di« zu einer Steigerung des Fremdenzustromes zum Rhein führen sollen. hens Des internationalen Finanzkapitals, die völkische Wirtschaftseinheit mit allen Mitteln zu verhindern, bietet reiches Anschauungsmaterial für dessen Kampfmethoden. Jedoch auch in die Zukunft weist die Wettkampfarbeit, die nach einigen Nachtschichten gerade an dem Tag abgeschlossen wurde, an Dem der damalige österreichische Bundeskanzler in Berchtesgaden war. Denn unbekümmert um staatliche Grenzen untersuchte die Mannschaft schon damals die Bedeutung Des großdeutschen Handelsverkehres mit Südosteuropa und mit der Tschechoslowakei. Am Schluß der Arbeit aber steht Das Wort des Führers, das uns für alle Zeiten Gesetz ist: „G l e i- che s Blut gehört in ein gemeinsames R e i ch." O. Studenten des Gaues Hessen-Nassau stellen zwei Reichsieger. NSG. Im dritten Reichsberufswettkampf Der deutschen Studenten gingen drei Wettkampfmann, schäften des Gaues Hessen-Nassau als Sieger hervor, zwei davon wurden Reichsbeste. Reichsbeste wurden Die Mannschaft des Adolf-Hitler-Polytechnikums in Friedberg, Die sich Das Thema: „HJ.-Heim für Ufingen" gewählt hatte, und Die Mannschaft Der 23 o U s- wirtschaftlichen Fachschaft Der ßuD wigs-Universität, Gießen, Die Das Thema „Untersuchungen über Die Ausbaumöglichkeiten Der deutsch-österreichischen Wirtschaftsbeziehungen auf Grund einer Fachschaftsfahrt nach Oesterreich im Sommersemester 1937" behandelt hatte. Als Oau» fiege r ging aus Dem Reichsberufswettkampf Die Mannschaft der U n i v e r s i t ä t G i e ß e n mit dem Thema „Bodenuntersuchung und Düngungsoersuch in Der Gemarkung Reinhardshain zum Zwecke Der Ertragssteigerung" hervor. strotze 5. Zelle 10 in Gastwirtschaft „Zur Puloermühle", Rod- Heimer Sttotze 11. Sämtliche politische Leiter, Amtswalter bzw. Amts- walterinnen Der DAF., NSV. unD NS.-Frauen- fchaft haben an Diesen Besprechungen teilzunehmen und werden ersucht, pünktlich um 20.30 Uhr in ihrem zuständigen Lokal anwesend zu sein. BDM.- u.ZM.-Untergau 116, Gießen. Soweit Die Mädel- und JM.-Führerinnen ab- kömntlich sind, können sie am Freitag um 17.30 Uhr zur Filmvorführung Des 2. Teils Des Olympiafilms gehen. Karten sind an Der Kasse zu ermäßigten Preisen zu haben. Vetr. Feierstunde „Der Ritter". Die Morgenfeier Der Hitler-Jugend am 8. Mai muß auf Sonntag, 15. Mai, verschoben werden. Di« ausgegebenen Karten behalten ihre GültigkeiL NG.-Frauenschast Gießen-Nord. Die österreichischen Kinder verlebten als Gäste Der NS.-Frauenfchaft Gießen-Nord einen fröhlichen Nachmittag auf der Karlsruhe. Obgleich das Wetter wenig einladend war, hatten sich die Kinder Doch alle erwartungsvoll eingefunden. Unter Leitung Der Amtswalterinnen der Frauenschaft unD_ betreut von Der JugenDgruppe ging es unter fröhlichem Singen hinaus auf Die Karlsruhe. Dort im schön gewärmten Saal, an festlich gedeckten Tischen gab es Kaffee und Kuchen für Die kleinen Gäste. Dann wurden Spiele vorgenommen, und es folgte ein Wettlauf mit Verteilung von kleinen Gewinnen. Zum Schluß wurde ein Postkartengruß an Die Eltern geschickt. F. K. Preisverzeichnis in allen Gaststätten. Fwd. Wie Der Reichskommissar für Die Preisbildung mitteilt, stoße Die Ueberwachung Der Prei e in Gast- und Schankwirtschaften auf Schwierigkeiten, weil nicht in allen Gaststättenbetrieben Speise- fen eingerichtet worden, Die in Arbeit stehen oder Die aus anderen Gründen tagsüber verhindert sinD, sich Rat und Auskunft zu holen. Insbesondere tonnen z. Zt. noch berufsfremd Beschäftige oder solche Arbeiter, Die aus zwingenden Gründen Die Arbeitsstelle wechseln müssen, sich als arbeitssuchenD melden und mit Den zuständigen Fachoermittlern über Die Möglichkeit eines anDerweitigen Einsatzes sprechen. Gleichzeitig ist Den Betriebsführern Gelegenheit gegeben — soweit sie tagsüber verhindert sind, sich mit Dem Arbeitsamt in VerbinDung zu setzen — von dieser Einrichtung Gebrauch zu machen. 75 Jahre alt. Am heutigen Freitag, 6. Mai, kann Der kn (Sieben und Umgegend bestens bekannte Privatier Albert Rahnefeld, Schanzenstraße 2, in bester Frische seinen 75. Geburtstag begehen. Herr Rahnefeld, Der aus Theisten bei Zeitz gebürtig ist, kam in Den 90er Jahren Des vorigen Jahrhun- derts in die Gegend von Gießen. Er war zunächst in Der Brauerei Jhring in Lich tätig. Im Jahr« 1897 übersiedelte er nach Gießen, wo «r die Gastwirtschaft „Sächsischer Hof" (früher ,Zwölf Apo- tel") übernahm. Diese Gaststätte gab er im Jahre 1899 auf und übernahm dafür den „Pfälzer Hof" in Der Schanzenstraße, Den er als Eigentümer bis zum Jahre 1935 selbst führte. Im Hinblick a^f sein Alter verpachtete er Diese Gaststätte im Jahre 1935 und zog sich in Den RuhestanD zurück. In Der Dr- aanisation Der Gastwirte wirkte Herr Rahnefeld alle Zeit eifrig mit, er war auch eine zeit- lang im Vorstand und als Vorsitzender Der Organi- sation tätig. In weiten Beoölkerungskreifen in Stadt und Land wird Dem Jubilar hohe Wertgaste 2. 2 im Restaurant „Zum Aquarium", Wall- torstratze 5. 8 im Restaurant ,Lum Gambrinus", Wetzsteingasse 10. 4 im Restaurant „Zum Waldschlößchen", Horst-Wessel-Wall 64. 5 in Gastwirtschaft „Nohl", EDerstraße 6. 6 in Gastwirtscha t „Stephan", Steinstr. 74. 7 in Gastwirtschaft „Stadt Marburg", Marburger Straße 23. 8 in Gastwirtschaft „Becker", Wiesecker Weg 44. 9 in Gastwirtschaft „Bönsri", (Babelsberger- SEIFE GfcRGoj, MWWWWWWWWWWWU^WW^^4iÜ2 »nWW Schmierstoff i|jij■■j■jjj|aj||■j■|■|||||^l||^JRp^H^^®^■■|||^M^^^Ä^|^Ä■^^^)r dürchOoppel-Losungsverfahren TIENG E SELLSCHA FT HAMBURG DEUTSCHE VACUUM O EL A K i i______ Oester. ' zebiet nach .Zollgrenze und dem n ist, mit cken. Nach . Zollinholts» ■ i und u. 11. forderlich, ärungen. irsfahr« Rhein« tag, 8. Mai. n, an Sonn« aoch weitere Sie Möglich- ’tn Fahrten gen Frei. 'rgNoth er Firma eine 25- ■ versam- Arbeits- Atteits- k. hierbei ebsführer, Dani unb -ien treuen n ihm noch i und Herz, i Ausdruck. Firma als l an diesen 11 * l6 ■n Mir, ?“»» hast dar, an Edel. Karotten, ^'lliguna permutm ^önahme n Reichs« en durch, ltarmelade 'ptaufstrich ln3 beson. verwendet wcher, zu. »i'eßen. Rar; W iol$ weiter, ndigen Ab- - dem Kau- in, der ihm eklagte noch erten Holzes t auch kein lte ihn das • hin Mgen m 8 Mona- ung em. Sie irinftanzliche ten zu einer iten- Reichsauto« die Arberts« s Motorrad, rauchbar ge« Motorrad ib und setzte icht Butzbach incr Gesang- 5 Urteil legte »andluna vor ! der Ange- Batterie NW it penoenden in Motorrad itung wurde . Angeklagte ntümer mch Derhaudlu^ Unter M Gestundwllch te, daß W 0- u*‘£ K--N 'SsitUto 5“. 8«t In Stelle M btt Safran ^'gen Standes sonders ^meiode )t«epf6rn Apennin. -m EA XS» e$s 'ÄS °Ksr auswaA nach . der «Ä t jiinfl 1 SJixfpoTi ein- Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a BL Holland Italien« Neues für den Büchertisch Wirtschaft 619 (416). Notiert wurden je 50 Kilogramm bendgewicht in RM.: Ochsen a) 43 bis 45 (43 0,725 5,706 62,46 11,29 64,05 57,22 8,669 2,491 34 (34). Kühe a) 41 39 (35 bis 30), c) 27 Le- bis bis bis bis bis 0,723 5,694 62,34 11,27 63,93 57,03 8,651 2,487 0,723 5,694 62,34 11,27 63,93 57,10 8,651 2,487 0,725 5,706 62,46 11,29 64,05 57,15 8,669 2,491 meist nur Mindestumfang, der größte Teil der Kurie war nominell. Etwas höher lagen u. a. Bemberg mit 149 (148,50), Bekula mit 163,50 (163), Conti- Gummi mit 207 (206,50), Gesfürel mit 149 (148,50), Metallgesellschaft mit 137,25 (136,65) und Rhem- metall Mit 147,25 (147), während Adlerwerke auf 121,75 (122), Demag auf 155,50 (155,75), Rhein- stahl auf 145,50 (146), Deutsche Erdöl auf 144,50 (144,75), Deutsche Linoleum auf 176,50 (177) ad- bröckelten. Fast unverändert waren neben IG. Far- den mit 158,90 Mannesmann mit 115,50, Verein. Stahl mit 110,65, Hapag mit 78,50, ferner Hoesch mit 114,50, MAN. mit 138, Moenus mit 136,50, a) 43 bis 44 (42 bis 44), b) 38 bis 40 (38 bis 40), c) 34 bis 35 (34 bis 35), d) 28 (28). Kälber a) 63 Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 4 v. H., Lombardzinsfuß 5 v. H. bis 65 (63 bis 65), b) 53 bis 59 (55 bis 59), c) 43 bis 50 (43 bis 50), d) 36 bis 40 (36 bis 40). Hümmel b2) 50 bis 52 (50), c) 42 bis 45 (43 bis 45), d) 36 (36 bis 40). Schafe a) 34 bis 42 (34 bis 42). Schweine a) 56,50 (56,50), bl) z55,50 (55,50), b2) 54,50 (54,50), d) 52,50 (52,50), d) 49,50 (49,50). Sauen gl) 53,50 (53,50). Marktoerlauf: Rinder, Kälber und Schweine zugeteilt, Hämmel und Schafe mittelmäßig. Fleischgroßmarkt: Angebot: 277 (250) Viertel Rindfleisch, 132 (135) ganze Kälber, 10 (27) ganze Hämmel, 119 (64) halbe Schweine, 20 (30) Kleinvieh. Notiert wurden je 50 Kilogramm in RM.: Ochsenfleisch a) 80, b) 69, c) 61. Bullen, fleisch a) 77, b) 66, c) 58. Kuhfleisch a) 77, b) 65, c) 54. Färsensleisch a) 80, b) 69. Kalbfleisch I 81 bis 95, II 70 bis 80. Hammelfleisch b) 76 bis 90, b) 65 bis 75. Schweinefleisch b) 73. Fettwaren: Roher Speck unter 7 Zentimeter 78, Flomen 80 RM. Marktverlauf: lebhaft. findet eine besonders ausführliche Behandlung nach feinen kulturpolitischen, künstlerischen und technischen Möglichkeiten. Große, durch umfangreiche Bildfolgen unterstützte Rahmenartikel finden sich unter den Stichwörtern „Frankreich" und „Französische Kultur". Das Stichwort „Germanien" bietet eine ausführliche Stammesgeschichte und politische Geschichte unserer Vorfahren. Diese Beispiele mögen genügen, um die vielgestaltige Reichhaltigkeit dieses Bandes zu charakterisieren. — Damit liegen von der neuen Auflage die Bände I bis IV und der Atlasband (XII) vor. — M i t klugen Händen das Beite verwenden. Ein sparsames Kochbuch für Anspruchsvolle. Don Isolde B e d a l l. 64 Seiten. Kart. 1,60 RM. Fränckhsche Verlagshandlung, Stuttgart. — (114.) — Heimatgerichte. Eine Rezept-Sammlung von Sondergerichten aus allen Gauen in 9 Einzelbändchen. Herausgegeben von Isolde Beda l l. Kart. 80 Pf. (Doppelnummer 1,60 RM.) Fränckhsche Verlagshandlung, Stuttgart. — (115.) — Das „sparsame Kochbuch für Anspruchsvolle" bringt 150 neue oder wenig bekannte — übrigens genau erprobte — Rezepte (natürlich auch für „Eintopfgerichte") als Vorschläge und Anregungen, wie man den Wunsch nach gutem und gesundem Essen mit den Forderungen, die die Zeit ei die Hausfrau stellt, in Einklang bringen kann und soll. Isolde Bedall kennt sich aus in Rezepten eigener Art. Ihr verdanken wir auch die Rezeptsammlungen der Reche „Heimatgerichte". Die Leibspeisen aller deutschen Gaue und ihrer Nachbarn sind mit genauen Angaben für die richtige Zubereitung gesammelt in neun Einzelbändchen, die die Spezial- gerichte von der Waterkant und aus Wien, von Ostdeutschland, von Saar, Rhein und Ruhr, von Berlin und von Bayern, vom Neckar, aus Sachsen und von der Schweiz bringen. Der Verlag hat alle Bändchen zusammen mit dem neuen Spar-Kochbuch auch in einer Kassette vereinigt, die 6,50 RM. kostet. 45), b) 39 bis 41 (39 bis 41), c) 35 bis 36 (35 35), d) 27 bis 28 (—). Bullen a) 41 bis 43 (41 43), b) 38 bis 39 (39), c) —...... 43 (40 bis 43), b) 35 bis 33 (29 bis 33), d) 16 bis 25 (18 bis 25). Färsen Abendbörse wenig verändert. An der Abendbörse herrschte ausgesprochene Zu- rückhaltung, sowohl seitens der Kundschaft, als auch der Berufskreise. Bei nicht unfreundlicher Grundtendenz erfuhren die wenigen notierten Papiere des Aktienmarktes nur kleide Abweichungen um Bruchteile eines Prozentes. Die Umsätze hatten Mindestumfang, der größte Teil der Kurse inell. Etwas höher lagen u. a. Bemberg DDM. ntit 137,50, Berger mit 158 und Scheideanstalt mit 248,25. Bankaktien kamen wie mittags zur Notiz. Der Rentenmarkt war gelchästslos. Farven-Bonds waren 0,13 v. H. unter dem Mittags- ftanö mit 131 gefragt. Kommunal-Umfchuldung hörte man mit unverändert 96,20. Frankfurter SchlachtviehMarkt. Frankfurt a. M., 5. Mai. Auftrieb: Rinder 1064 (gegen 986 am 28. April), darunter 199 (192) Ochsen, 164 (168) Bullen, 541 (468) Kühe, 160 (158) Färsen. Kälber 394 (366), Schafe 35 (25), Schweine Wie in London wird es auch in Berlin vier Einladungskämpfe geben, an denen auf englischer Seite beteiligt sind: Federgewicht: H. Butler, (Standard ABC.); Leichtgewicht: T. C. McGrath (Melingrifsith BC.); Mittelgewicht: G. P. Do ung (Polytechnik BC.); Schwergewicht: A. Porter (Colchester Borough Police). Das Fachamt Boxen wird nichts unversucht lassen, seinen 54. Länderkampf zu einem eindrucksvollen Siege zu gestalten, zumal diese drei internationalen Prüfungen dieses Jahres bisher nur Unentschieden mit Schweden und Finnland und eine allerdings unverdiente 6:10-Niederlage im Länderkampf mit Polen brachten. Runge, Vogt, Baumgarten, Campe, Nürnberg und Wilke dürften nach ihren Leistungen bereits einen Platz in der deutschen Auswahl haben, die in 25 000 Zuschauern einen starken Rückhalt find-n wird. Beginn des Wiesbadener Tennisturniers. Das Internationale Tennisturnier in Wiesbaden erfreut sich getreu feiner Tradition einer ausgezeichneten Besetzung. Wieder waren die besten Spieler und Spielerinnen aus dem Reich der Einladung des Wiesbadener THC. gefolgt, und auch die ausländische Beteiligung ist zufriedenstellend. Der Franzose Brugnon, der sich angemeldet hatte, blieb zuhause, dagegen ist die japanische Davispokalmannschaft vollzählig zur Stelle, und auch die Inder sind nach hem Länderkampf im Nerotal geblieben. Bedauert wird das Fehlen einiger unserer talentierten Nachwuchsspieler. Dem ersten Tumiertag war herrlichstes Wetter beschieden, und so konnten die Vorgefechte im Männer- und Fraueneinzel glatt unter Dach und Fach gebracht werden. Die ersten Kämpfe standen im Zeichen der Favoriten, die sich fast auf der ganzen Linie durchsetzen. Sehr gute Leistungen sah man von dem Japaner Nakano, dem Inder Singh und unserem Spitzenspieler Heinrich Henkel. Auch Georg von Metaxa kam eine Runde weiter, war aber nicht frei von Unsicherheit. Bei den Frauen sind Paula K ä p p e l (Berlin) und Rost Kraus (Wien) bereits ausgeschieden. Training zum Hamburger Stadtparkrennen. Durch die starken Startfelder bedingt, zog sich das erste Training zum Hamburger Stadtpartrennen bis in die Abendstunden hin. Bei prächtigem Wetter waren zahlreiche Besucher gekommen. In den frühen Morgenstunden schon wurde Bernd Rosemeyers Rundenrekord auf der stark verbesserten Strecke unterboten. Mit der 250er-DKW. erreichte Meister Kluge 123,9 ,km/st und war damit etwas besser als Bernd Rasemeyer vor vier Jahren mit der Halbliter-Maschine. Die schnellste Runde des Tages fuhr der Eilenriedesieger Meier (DKW.) mtt 136,1 km/st. In der 350er-Klasse lag NSU. durch Meister Fleischmann in Front mit 124,3 km/st vor dem Engländer Mellors. Die DKW. war noch nicht „fertig", Wünsche kam nur auf 120,6 km/st. lieber- raschend kam, daß nur Fleischmann in dieser Klasse besser war als die Vieüelliter-Maschinen. Kurze Sportnotizen. Zum Dauerrudern „Querdurch Frankfurt", das am 15. Mai durchgeführt wird, haben 15 Untermain-Dereine 36 Vierer und 6 Achter gemeldet. Am Staffel lauf „Potsdam — Berlin" am 15. Mai beteiligen sich 143 Mannschaften mit 6140 Läufern. Am Hauptlauf über 25 Kilometer nehmen allein 69 Mannschaften zu je 50 Läufern teil. 25 Auswahlmannschaften der Reichsbahn-Schützen aus dem ganzen Reich treffen sich zu einem Reichsvergleichsschießen am 7. und 8. Mai auf den Ständen der Karlsruher Schützen-Gesellschaft. Den Wanderpreis verteidigt Karlsruhe. VorletzterKampstagderGruppenspiele. Deutsche Juhball-Meislerschast 1938. Wenn alles gut geht und die Favoriten nicht gerade angesichts des nahen Ziels versagen, dann be- kommt der Hamburger Sportverein, der sich als Sieger, der Gaugruppe 1 bereits die Teilnahme an der Vorschlußrunde der deutschen Fußballmeisterschaft gesichert hat, am Sonntag Gesellschaft. In der Gaugruppe 2 muß der VfR. Mannheim sein Rückspiel gegen Dessau 05 in Dessau siegreich gestalten, um feinen großen Triumph über den deutschen Meister Schalke 04 zu einem vollständigen zu machen, und in der Gaugruppe 3 benötigt Fortuna Düsseldorf auch noch zwei Punkte, d. h., also einen Sieg über den VfB. Stuttgart am Sonntag in Stuttgart, um die Meisterschaft ziemlich sicher zu haben. Im Falle einer Fortuna-Niederlage käme es zu Verwicklungen, da der Sachsenmeister BC. Hartha ja nur zwei Verlustpunkte mehr hat. Die Entscheidung in dieser Gruppe würde dann erst am letzten Spieltag fallen und vielleicht müßte sogar das Torverhältnis entscheiden. In der Gaugruppe 4 enblid) hat der 1. FC. Nürnberg erst noch die schwere Hanauer Hürde zu nehmen, ehe er Öen mit 8:0 Punkten und einem guten Torverhältnis führenden Niedersachsenmeister Hannover 96 zum entscheidenden Kampf fordern kann. Büßt der „Club" in Hanau auch nur einen Punkt ein, ban ist Hannover Meister, vorausgesetzt, daß die 96er auch zuhause geaen Aachen gewinnen. Auf jeden Fall steht ein ereignisreicher Kampftag bevor, der im einzelnen folgende Kämpfe bringen wird: Gaugruppel: in Frankfurt: Eintracht Frankfurt — Yorck Insterburg. Gaugruppe 2: in Dessau: SV. Dessau gegen VfR. Mannheim; in Schalke: FC. Schalke 04 gegen Berliner SV. 92. Gaugruppe 3: in Stuttgart: VfB. Stuttgart gegen Fortuna Düsseldorf; in Gleiwitz: Dorw. Ras. Gleiwitz — BC. Hartha. Gauyruppe 4: in Hanau: FC. Hanau gegen 1. FC. Nürnberg; in Hannover: Hannover 96 gegen Alemannia Aachen. Aufstiegspiele zur Bezirksklasse. Aßlar — Burgsolms. Ein Lokalkampf. Beim Vorspiel konnte Burgsolms als Platzvesitzer knapp und mit Glück gewinnen. Bei diesem Spiel dürfte das Resultat umgekehrt für Aßlar lauten. Dillenburg — Lich. Rhein-Mainische Börse. rNillagsbörse sehr still. Frankfurt a. M., 5. Mai. Das Börsen- geschäft hielt sich auch heute auf allen Gebieten in überaus engen Grenzen.' Die Zurückhaltung dauerte unverändert an. Man wartet ab, mit welchem Betrag die gestern abgeschlossene Reichsanleihe-Zeich- nung aufgestockt werden wird. Bei den Zeichnungsstellen lagen auch heute noch Anttäge vor. Am Aktienmarkt lag zu den ersten Rotte- rungen verhältnißmäßig viel Angebot vor, bas aber ebenso verhältnismäßig leicht aufgenommen wurde. Allerdings zeigten die Kurse größtenteils um 0,50 bis 1 v. H. nach unten. Niedriger waren hauptfäck- lich Maschinenwerte, wie Demag mit 155,75 (156,50), Rheinmetall mit 147 (147,50), ferner von Auto- afften BMW. mit 161,25 (162) und Daimler mit 151 (151,50), anderseits zogen Moenus-Maschinen weiter an auf 136,50 (136), und Adlerwerke gewannen 0,25 v. H. auf 122. Von chemischen Aktien blieben Farbenindustrie mit 158,50 bis 158,75 (158,90) behauptet, anderseits verloren Rütaers- werke 1,13 v. H. auf 156,90. Montanpapiere brök- kelten zumeist bis 0,25 v. H. ab. Im einzelnen gin- gen Conti-Gummi auf 206,50 (208,50), Westdeutsche Kaufhof mit 107,25 (108), Zellstoff Waldhof auf 145,50 (146) zurück. r Am Rentenmarkt herrschte ausgesprochene Geschäftsstille. Für Gbld Pfandbriefe setzte sich die Nachftage fort. Hess. Landesbank Gold wurden um 0,25 v. H. erhöht auf 100,25, sonst erfolgten bei un- veränderten Notierungen weiterhin scharfe Zuteilungen. Liguidattonspfandbriefe waren gehalten. Im übrigen lag der Einheitsrentenmarkt sehr ruhig In dem von Professor Dr. Fritze Klute (Gießen) herausgegebenen,^)andbuchdergeographi- schen Wissenschaft" (Akademische Verlagsgesellschaft Achenaion Potsdam) liegt jetzt der Teil „Afrika" abgeschlossen vor. Verfasser des 515 Seiten starken Quartbandes sind der Herausgeber selbst, Dr. Leo Wittschell (Königsberg i. Pr.) und Dr. Alfred Kaufmann (Gießen). In der von aller wissenschaftlichen Sachlichkeit getragenen, dabei überaus lebendigen und fesselnden Darstellung der drei Gelehrten wird der Erdteil in seiner Eigenart und seinen tausendfältigen Beziehungen zu der übrigen Welt lebendig. Alles, was mit dem Begriff Afrika zusammenhängt, ist in dieses Werk gebannt, das für jeden tätig in feiner Zeit wirkenden Menschen von größter Bedeutung ist. In klarer Gliederung sind über Afrika als Erdteil die einzelnen landschaftlichen Großräume und Länder behandelt. Von der jeweiligen Entdeckungsgeschichte bis zu der heutigen geographischen und politischen Lage finbet jede erdkundliche Tatsache ihre Darstellung. Besonders auch für die genaue Kenntnis der deutschen Kolonien ist das Buch von Wert. Farbtafeln von Künfllerhand, 453 Photographien und graphische Darstellungen ergeben ein aufschlußreiches Anschauungsmaterial. Das Register mit statistischen Heber« sichten über den Gesamtkontinent und die einzelnen Gebiete und Länder beschließt das modernste wissenschaftliche Werk über Afrika. — Meyers Lexikon. 8. gänzlich neu bearbeitete Auflage in 12 Bänden Band IV (Fernsprecher — Gleichen) in Prachtband 20 Mark, in Kunsthalbleder 15 Mark. Verlag Bibliographisches Institut AG., Leipzia. — (75) — Dieser Band zeich- net sich wiederum durch seine ausgewogene Vielfalt aus. Die geisteswissenschaftlichen Probleme sind mit der gleichen Sorgfalt wie die naturwifsenschaft- lichen berücksichtigt. Unter den Buchstaben F und G findet sich eine Fülle von wichtigen und interessanten Artikeln und Bildfolgen. So arbeitet ein Aufsatz „Führergrundsatz" das Grundgesetz der national- sozialistischen Weltanschauung heraus. Der Film und unverändert. Von den variablen Werten bröf« fetten Reichsckltbesitz auf 133,40 (133,65) und Reichs- bahwDA. auf 130 (130,13) ab, ebenso im Fretver- kehr Kommunal - Umschuldung auf 96,20 (96,25). Im Verlaufe stockte das Geschäft fast vollkommen, so daß weitere Notierungen kaum mehr erfolgten. Äse Genuß glichen einen einprozenftgen Anfangs- verlust mit 138,50 wieder aus, IG. Farben erhöhten sich unter Schwankungen auf 159 nach 158,50. Von später notierten Papieren fliegen am Elektromarkt Felten um 1,50 v. H. auf 141,50, im übrigen hielten sich die Schwankungen bei 0,50 bis 1 v. H. Im Freiverkehr galten Dingler unverändert 97,50, Growag 91 (92) und Ufa-Film 69,25 (70,50). Tagesgeld unverändert 2,50 p. H. stellen. Siniaieur-Boxländerkampf England—Deutschland. Zur großen Ueberraschung aller haben die Engländer bereits jetzt ihre Mannschaft für den zwei- ten Amateur-Boxländerkarnpf gegen Deutschland aufgestellt. Dieser Kampf wird sicherlich bas Großereignis des deutschen Amateur-Boxsports während der Sommermonate. Kein würdigerer Rahmen konnte gefunden werden als die Dietrich-Eckart- Bühne auf dem Reichssportfeld, wo dieser Freundschaftskampf zwischen zwei der stärksten Boxsport- Nationen am 2. Juli als Freiluftveranstaltung zur Durchführung kommt. Unter Führung von H. W. Mallin will der englische Boxverband folgende Staffel nach Berlin entsenden (vom Fliegengewicht aufwärts): A. Russe! (Northern Counttes ABA.), I. Pot- finger (Cardiff Gas BC.), C. Gallie (Cardiff Gas BC.), H. Groves (Devas Institute), C. Webster (St. Pancras BC.), A. E. Harrington (Victoria BC.), A. Brown (Catford), G. Preston (Battersea BC.). Buenos alte» . Brüssel....... Rio be Janeiro Bolen........ Kopenhagen... Danzig....... London....... Die Sicher müssen nach Dillenburg. Wenn auch Dillenburg gegen VfB. Gießen auf eigenem Platze hoch unterlag, so ist das als Zufall zu werten. Jedenfalls dürfen die Licher es nicht leicht nehmen und müssen sich von Anfang an auf Erfolg ““ Icwan...... Jugoslawien OSlo ..... Eien....... Lissabon.... Stockholm .. Schweiz.... Svaniea.... Prag,.,.... Budaveü... Neuyork.... • Frankfurt a. M. | Berlin Frankfurt a. M Berlin Schlußkurs Schlußk. Abend- börse Schluß- kurs Schluß! Mtttag- börse Schluß- fürs Schlußk Abend börle Schluß, kurs Schluß!. Minag. börse Dawm 4-5. 5.5. 5.5. Tamm 4.5. | 5.5. 4.5. j 55. 6% Deutsche Reichsanleihe v. 192< 4% Deutsche Reichsanl. von 1931 4y.% Deutsche Reichsschatzanwei- 102 99,3 99,75 103,4 101 100,2 99,9 133,65 137,9 100 101 100 100 99,75 138,9 100 101 101,13 111,35 138,5 130,13 198 128,4 116,25 120,75 113,75 102 99,3 99,75 103,5 101 100,5 100 133,4 100,25 101 100 100 99,75 138,9 100 100 101 101,5 111,35 138 78,5 130 198,25 128 116,25 120,75 113,9 102 99,3 103,75 101 100,75 99,9 133,5 100 100 139 100 101,25 111,5 138 78,75 80,25 130,13 198,25 128,75 116,25 120,75 113,75 102 99,3 99,75 104 100,75 100,7 99,9 133,4 100,25 100 100 139 101,13 111,5 137,75 134 78,75 79,9 130 198,25 128,5 116,25 120,75 113,9 Äccumulatoren-Fabrik....... 14 Aschaffenburg Zellstoff........6 Bemberg...................0 Bekula.....................? 245,75 । 135 149,5 163 121 159 208,5 151,5 145,5 248.5 176 124 143,5 158,65 140 148,75 147,65 49,4 114,75 166 138,5 122,4 96,75 115,65 138,75 232 Ji 147 125 158 110,65 108 108,5 146 26,25 135,25 149 163,5 121,5 159 207 144,5 248,25 176,5 124 143,65 158,9 141,5 149 49,75 114,5 165 138,75 122,4 96,75 115,5 137,25 233 127,75 145,5 125 156,9 217,5 110,65 107,25 108 145,5 26,3 246,75 136 149 163 120,65 208,5 151,5 125 145,25 176 143,5 158,9 140 148,5 148 49,75 167,5 114,75 166 157 138 109 122,5 161,5 135,75 116,13 148,5 138,5 116,5 231,5 147 125 157,75 164 185 103 213 217,5 110,9 107,5 108,75 146,5 26.13 247 136 149 163,9 207,25 151 126,25 144,5 176 124 143,5 159,25 141,75 149 147 50,13 168,5 114,25 164,5 157,5 139 108 122,65 160,75 135,25 115,65 137,4 116,25 233 128,25 145 125 157,25 184,75 103,13 212.75 217,75 110,5 106,9 108 146,75 26,13 *y.% Deutsche Reichsschahanwei fangen von 1935, II. ftolge ... 4y?% Deutsche Reichsschatzanweifangen von 1936, III. Folge .. t>Vi% Doung-Anleihe von 1930 .. 4Yi% Hessische Bolksstaat von 1929 4Yt% Deutsche Reichspostschatz von 1934 I...................... Buderus Eisen...............5 Cement Heidelberg........... 8 Conti Gummi.............. 14 Daimler Motoren.......... 6% Dessauer Gas ............... 6 Deutsche Erdöl.............. 6 Deutsche Gold- und Silber .... 9 Deupche Linoleum.......... 10 Elektrische Lieferungen........6 Elektrische Licht und Kraft.....7 g. G. Farben-Jndustrie.......7 Felten & Guilleaume.........6 Gesfürel....................7 Th. Goldschmidt.............7 Gritzner Maschinen........... 0 Harpener................. 4’/2 Hoesch Eisen................. 5 Philipp Holzmann...........8 Ilse Bergbau................ 7 Ilse Genüsse................• 7 Kalt Aschersleben............4 Klöcknerwerke ............... 6 Kokswerke und Chemische Fabrik 7 Lahmeyer..................6 Mainkraft...................4 Mannesmann............... 5 Mansfelder Bergbau......... 7 Metallgesellschaft.............6 Orenstein & Kopvel..........0 Rheinische Braunkohle.......12 Rheinische Elektro............6 Rhetnstahlwerke..............6 Rbetnisch-Mestfalische Elektro .. 6 Rütgerswerke ...............7 Salzdetfurth Kall............6 Schuckcrt L Co...............7 Schultheis Patzenhofer........4 Siemens L Halske.......... 10 Süddeutsche Zucker.......... 10 Bereinigte Stahlwerke........ 6 Westdeutsche Kaufhof.........0 Westeregeln Alkali............4 Zellstoff Waldhof............7 Otavi Minen..............0,66 4Vi% Deutsche Reichsbahnschatz ReichSanleihe-Altbesitz.......... Oberhessen ' Provinz-Anlethe mit AuSIos.-Rechten.............. 4y,% Hess. Landesbk. Darmstadi 5%% Hess. LandeS.HyP.-Ban! Liqu. Goldpse............... 4Y»% Preuß^ Landespfdbr.-Anst Goldpse. R. 19.............. 4%% Preuß. Gold-Komm. R. 20 4y.% Darmstädter Komm.-Lam vesbankR. 6................ Deutsche Komm.-Sammel-Anleihe 4y,% Franks. Hyp. Goldpse. R. 15 4y,% Franks. Hyp. Gold-Komm. Obl. 2 3.................... 5%% Franks. Hyp. Liquidation 5y2% Rheinische Hyp. Liquidation Gpldpfe..................... Steueräutschetn-BerrechnungSkurs A.G. für Verkehrswesen .... 6% Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0 Hamburg-Amerika Paket......0 Norddeutscher Lloyd..........0 Deutsche Reichsbahn Borz.-Mt. ' Reichsbank................. 12 Berliner Handelsgesellschaft . «y, Commerz- und Privat-Bank... 6 Dresdner Bank.............. 6 4-Mai 5.Mai Amtliche Notierung Geld | Bne Amtliche Notierung Geld ! Brie i 4.Mai 8 Mat Amlliche Notierung Amlliche Notierung Geld Bries Geld Bries 0,651 0,655 0,651 0,655 41,88 41,96 41,90 41,98 0,145 0,147 0,145 0,147 47.00 47,10 47,00 47,10 55,38 55,50 55,38 55,50 47,00 47,10 47,00 47,10 12,405 12,435 12,405 12,435 5,49 5,50 5,49 5,50 7,343 7,357 6,933 6,947 138,32 138,6 138,44 138,72 13,09 13,11 13,09 13,11 •(tedjMtk&nSiÄ*: unsere 40jährige Pionierarbeit — mit dem alleinigen Ziel, beste Schmiermittel herzustellen — kommt Ihnen zugute 1 Vom * deutet! We*MH$e4t. KfMctiiMqHÄAt Be*H«Kd£AMitq M LmH I':=H2ZZ 4 ä 1/ e Sä 2 u €p2u«‘ ö 5 •- E ; 6> r T = A :C 3Ä "2 t-euy *5": J» 3 C C ' E >D 4» E 5 1 ^•t3; s» 2) *«; *Q^. eP)'9^_®2 e:$ * E u~S3> o^Soe-' 3 « 21 Z E£'° » < ta^u t 3 m «* E^ S> Ea5 ° £ 5tc® - —»fr v> a ~ 9> •*» c E/r w IC U o" e •- ,0. 3 E Sevfteigevuns. Montag, 9.Mai, vünktl. und bestimmt 12Uhr versteigere ich im Hofe der Veterinttrkliniken, Frankfurter Straße 94> gegen sofortige Barzahlung und Abnahme, meistbietend eine "°*'S-'SL Fuchsstute Besichtigung in der Chirurgischen Veterinärklinik gestattet. ' JE. Älltboff, gerichtl. beeidigter Taxator f. d. Landgerichtsbezirk der Provinz Oberhessen u. Versteigerer f. d. Kreise Gießen, Lauterbach und Schotten. Mahnung. Die Beiträge für den Monat März 1938 derjenigen Arbeitgeber, die die Beiträge selbst nach dem roirf- lichen Arbeitsverdienst berechnen und die Beitragsnachweisungen elnreichen, können noch bis zum 10. INai 1938 ohne Kosten bezahlt werden. Nach Ablauf dieser Frist erfolgt Kostenberechnung und Zwangsbeitreibung. 3119D Allgemeine Ortskrankenkasse für Stadt- und Landkreis Gießen in Gießen. Gabardine-Mäntel 36.- 48.- 64.- 79.- Popeline-Mäntel 24.50 38.- Sommer Gießen, Bahnhofstraße 14 Das Haus, das jeden anzieht 3124A liesr$^Sk°nwitl sind nötig: ILK-