Dienstag,5. Juli |938 188. Jahrgang Nr. 154 Erstes vlatt krschetnr tü glich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblatter Heimat im Bild • Die Scholle Monals'vezugspreir: Mit 4 Beilagen RM.1.95 Ohne Illustrierte • 1.80 Zustellgebühr . . , - 25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewali zernfprechanschlüffe unter Lammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Sietzen Postscheckkonto: Srantfurt am Main 11686 Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer vis 8'/.Uhr des Dormittags Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Textanzeigen von 70mm Breite 50 Rpf.,Platzvorschrift nach vorh.Dereinbg.25"/v mehr. Ermäßigte Grundpreise: Stellen-, Vereins., gemeinnützige Anzeigen sowie ein- i spalüge Gelegenheitsanzeigen 5 Rpf., Familienanzeigen, B äd er-, Unterrichts- u. behördliche Anzeigen 6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: vrSHIsche UniverfitStrdruckerei «.Lange In Stehen. Schristleitung und SeschSstsftelle: Schnlstrah« 1 mit diel-n gigantischen Projekten verbunden ist. Di- w— " 7'^^^^Esisch-agYPtischen biU Vielmehr bestehe die Absicht, neue weitere landwirtschaftliche Erschließung mcht nur Durch den s g ^ben '^ellu q im Sudan festigungswerke zu errichten namentück Aegyptens, sondern auch der oberen Nlllander Gegensatz wwbdie, englftch^vl u g ber Grenze von Liechtenstein, ^ängt ausschließlich ab von der Fortentwicklung des 1 endgültig ungiarw gq weiter Ferne. , .. Durch das Nilwasser-Agreement von 1929 hat die ägyptische Regierung entscheidenden Einfluß auf die Nilregulierung und alle damit zusammenhängenden Pläne und Bauten bekommen, nicht nur im Sudan, sondern in allen Ländern, die morgen in das Nilbewässerungsschema einbezogen werden können, also in Abessinien, Uganda und im Belgische Kongo. Rom hat dieses Agreement, zu dem em der Negus seine Unterschrift gab, anerkannt. Damit aber ist eine Einflußnahme gegeben, die weit ms Gebiet wirtschaftlicher Beziehungen spürbar wird. Denn mit den Nilregulierungsarbeiten und Dammbauten sind meist umfangreiche Meliorationsarbeiten, Straßenbauten und manche anderen wirtschaftlich belebenden Faktoren verbunden. Auch wenn diese neue Dammbauten im ostafrikanischen Seengebiet noch nicht in der gegenwärtigen Planperwoe des ägyptischen Ministeriums für öffentliche Arbeiten liegen, so kann doch kein Zweifel bestehen, daß die wirtschaftliche Entwicklung Aegyptens und der Länder am Oberen Nil auf Gedeih und Derderb ßenzügen unübersehbare Menschenmengen angesammell, um Zeuge dieses Riesenfeuers zu sein, dein ihr hab und Gut zum Opfer fiel. Bis 1 Uhr war es den Wehren noch nicht einmal gelungen, den Brand völlig einzukreisen und eine weitere Ausdehnung des Feuers zu verhindern. Die Bevölkerung wurde von einer wahren Panik ergriffen. Selbst aus Häusern, die sich in einer beträchtlichen Entfernung vom Brandherd befanden, versuchten die Bewohner, ihren Besitz und verschiedene Möbelstücke auf die Straße und von da in die entlegeren Stadtteile zu bringen. Erst nach 2 Uhr waren die Löscharbeiten der Feuerwehr soweit gediehen, daß einer weiteren Ausbreitung vorgebeugt werden konnte. Menschenleben sind den Flammen nicht zum Opfer gefallen: doch mußten zahlreiche Personen mit zum Teil sehr schweren Rauchvergiftungen in verschiedene Krankenhäuser eingeliefert werden. Der Sachschaden ist sehr beträchtlich, lieber die Lnt- stehungsursache des Riesenbrandes ist noch nichts Paris, 5. Juli. (DRV. Funkspruch.) Kurz vor Mitternacht brach in der in Boulogne bei Paris gelegenen französischen Fabrik von Theaterkulissen ein Feuer aus, das sich mit riesiger Geschwindigkeit ansbreitete. Schon nach kaum 20 Minuten standen die mehrere hundert Quadratmeter großen Arbeitsräume der Fabrik in Hellen Flammen. Da unmittelbare Gefahr bestand, daß die Flammen auf die angrenzenden Häuserblocks mit Hunderten von Arbeiterwohnungen Übergriffen, wurde sogleich höchster Alarm gegeben. Sämtliche Löfchzüge aus Paris sowie aus den westlichen und südwestlichen Vorstädten erschienen an Ort und Stelle. Obwohl die Feuerwehr mit 30 Rohren die Flammen bekämpfte, dehnte sich das Feuer doch noch weiter aus. Gegen ein Uhr standen zahlreiche Häuser und fünf große Gebäude mit Arbeiterwonungen in Flammen. Der ganze Stadtteil mußte polizeilich geräumt werden. Hunderte von Arbeiterfamilien konnten nur Bewässerungssystems durch die Dammbauten, bei deren Auftragserteilung Aegypten das entscheidende Wort zu reden hat. Dieser durch das Bewässerungssystem gegebenen Einheit der Nillande wird eine Hypothek auferlegt durch die politischen Gegebenheiten. Bis zur Jahrhurchertwende etwa existierte auch im Politi- chen ein dominierend einheitlicher Wille. Das aethio- üsche Kaiserreich fügte sich dem politischen Macht- pruch Aegyptens in Fragen der Nilquellen weitgehend, und der Sudan unterstand der ägyptischen Herrschaft. Durch den Aufstand des Mahdi wurde 1884 die politische Zersplitterung eingeleitet. Der in diesem Aufstand verloren gegangene Sudan konnte nur mit englischer Hilfe 1899 wiedererrungen werden, und durch diese Hilfeleistung legitimierte England feinen Sudananspruch. Es legte Hand aus das Land südlich von Wadi-Halfa, das wertvolle Bindeglied der englischen Kap-Kairo-Lime. Im Jahre 1924, nach der Ermordung des Sirdar, schien es, als ob England Aegypten vollends aus dem Sudan ausschalten wollte. Die ägyptische Armee wurde vertrieben, die ägyptische Verwaltung des Landes verwiesen. hawais. - Wie ein Roman klingt die Geschichte dieses kühnen Mannes, der in einem kleinen Dörfchen in Hannover geboren war und 1846 nach Amerika auswanderte. 1856 kam er nach San Franzisko. Zuerst erwarb er ein kleines Kolomalwarenlädchen, 1865 wurde er Teilhaber an einer Zuckerraffinerie. 1878 kam er' nach hawai, das sich in einem Zustand schneller wirtschaftlicher Entwicklung befand und Tausende von Chinesen und Japanern aus Asien importierte. Eine gewaltige Zuckerindustrie war hier im Entstehen. Spreckels versuchte, von der hawaischen Regierung Wasserrechte für geplante Zuckerplantagen auf der Insel Maui zu bekommen, aber vergebens. Da suchte Claus Spreckels den König Kalakaua selber auf und — so erzählt die Geschichte — verweilte im Königspalast bis spät nach Mitternacht. Um 2 Uhr nachts verließen eingeborene Läufer das Herrscherhaus, die das Kabinett des Königs zum Rücktritt aufforderten. Eine neue Regierung wurde gebildet. Die dem deutschen Pionier die Wasserrechte auf Maui für 30 Jahre .gewährte. Bald entstand Spreckels- Dille auf der Insel Maui. Alles, was Spreckels anfing, verwandelte sich in Gold. Bald hatte er seine eigene Schisfahrtslinie, die Oceanic Steamship Line, seine eigene Bank und Agenturen auf dem Festland. Innerhalb von 15 Jahren kontrollierte Claus Spreckels fast die gesamte Zuckerausfuhr Honolulus. Dann baute er feine berühmte Villa an der King Street in Honolulu. Seine eigenen Schiffe brachten Zedern und Mahagoniholz aus dem Orient, seltene Kunst- gegenstände, Teppiche, Vasen und Möbel aus Europa, „Spreckels Castle" war die Bewunderung und der Neid aller Hawaianer, der Mittelpunkt des gesellschaftlichen, kulturellen und — politischen Lebens Honolulus. Mächtiger und mächtiger wurde Claus Spreckels. Seinen Freunden war er em treuer Kamerad, aber gegen seine Feinde war er unerbittlich und. rücksichtslos. Es gab eine Zeit, wo der Einfluß dieses un- gekrönten Königs den des Königs Kalakaua überschattete. — Aber fein Erfolg und seine Macht waren den angelsächsischen Kreisen Honolulus ein Dom im Auge. Es war ihnen un- Kein Fortschritt in Prag. Noch immer nicht das Nationalitätenstatut vollständig bekannt. oft und anderorts, in der Rolle des Vermittlers. Sowohl der ägyptische Imperialismus, wie der sudanesische Nationalismus (wenn man von chm schon sprechen darf), bedürfen der Bestätigung durch England, wollen sie Boden gegeneinander gewinnen, und suchen Anlehnung an England, um die eigenen Wünsche durchzufetzen. Da einerseits trotz der ägyptischen Rechte, die durch das Nilwasseragreement garantiert sind, technische Experten Englands bei den Damm- und Regulierungsbauten das entscheidende Wort sprechen, anderseits aber England un Sudan die politische Schlüsselstellung besitzt, wird es offenbar, wie stark die Stellung Londons an dieser Nordstrecke der Kap—Kairo-Linie ist, und wie sehr die „Einheit der Nillande" garantiert wird durch die politische Planung Englands. Die VesestiglWen der Schweiz. Iber Nilländer aufs neue proklamiert. Wie steht es in Wirklichkeit um diese „Einheit ' der Nilländer"? Die Einheit der Nilländer offen- bart sich eindringlich in dem gewaltigen Wasser- , regulierungssystem, dem dieser bedeutendste 1 Strom des Schwarzen Erdteils von den Quellen bis zum Meer unterworfen ist. Wer heute im weißen Expreßzug von Alexandrien durch das Ni^ delta nach Kairo fährt, oder weiter gen Süden nach Luxor und Affuan, oder gar nach Ueberrombung der großen Sandbarriere bis Khartum, der vergißt gar zu leicht, daß er durch eine einzige, große B e - wäfferüngsoafe fährt. Und daß hier fein grünes Hälmchen wachsen würde, wenn nicht ein bis ins kleinste organisiertes Bewässerungssystem das nötige Naß spendete. Dieses Bewässerungssystem aber — feit nunmehr fast einem Jahrhundert auf- und ausgebaut — ist eine Einheit in Projektion und Durchführung von der Quelle des Nils bis zur Mündung. Und es schlingt ein unlösbares Band um alle Nilländer vom Strande des Mittelmeeres bis zum Viktoria- und Tanafee. . Dieses Bewässerungssystem, das noch lange nicht vollendet ist, soll feiner Projektion entsprechend tm Sudan und in Aegypten während der Flutzeit des Nils insgesamt 15 Milliarden Kubikmeter Wasser speichern, mit denen dann während der wasserarmen Zeit das Land bewässert werden kann. Von den 15 Milliarden aufzuspeichemden Wassers entfallen heute nach zweimaliger Staudammerhohung (55 Meter hoch), 5,5 Milliarden Kubikmeter Wasser auf den Staudamm bei Affuan. Aus den Staudamm bei Sennar am Blauen Nil eine Milliarde Kubikmeter, und auf den soeben vollendeten Staudamm von Gebe! Aulia am Weißen Nil insgesamt 2 Milliarden Kubikmeter. Mit diesen drei Dämmen sind also alljährlich 8,5 Milliarden Kubikmeter gespeicherten Wassers zur Verfügung. Das Projekt der Nilregulierung und Wasserspeicherung sieht weitere Staudämme am Albertsee und am Tanasee vor, also im Quellgebiet des Nils, hinter denen nach Vollendung weitere vier Milliarden Kubikmeter Wasser gespeichert werden können, während der fehlende Rest von 2,5 Milliarden später aus dem Viktoriasee und aus dem linken Nebenfluß des Weißen Nils, dem Bahr el Gazal, gespeichert werden sollen. Diese Projekte liegen allerdings noch in Riesenbrand in Paris. Die größte französische Theaterkuliffenfabrik in Flammen.- Einsatz der gesamten pariser Feuerwehr. — Ein ganzer Stadtteil von der Polizei geräumt. Genf, 4. Juli. (Europapreß.) Einern Vertreter der „Tribüne de Gensve" hat der schweizerische Generalstubschef, Oberst L a b h a r t, interessante Mitteilungen über die schweizerischen Befestigungen gemacht. Das Gerippe dieser Befestigungen, so erklärte der Oberst, bestehe in kleinenSperrforts-^- fo z B. im Gebiet Sainte-Croix—Vallorbe, aN der französischen Grenze zwischen Neuenburger und Genfer See, sowie zwischen Basel und dem Bodensee — mit ausreichender Panzerung gegen schwere Feldartillerie und Fliegerbomben, die zur Beherrschung der „Einfallwege" einzeln oder in die Breite und Tiefe gestaffelt errichtet und durch noch kleinere Werke in den Zwischenräumen bzw. durch Tank- barrif oben (z. B. mehrere Meter tief in die Landstraßen versenkte Eisenbahnschienen) ergänzt werden sollen. Als Besatzung seien bisher zehn ständige Grenz schutzkompamen gebildet worden, die mit Hilfe eines Alarmnetzes durch Militär aus der nächsten Umgegend verstärkt werden könnten, und die aus sich jeweils ablösenden Freiwilligen mit zwölfmonatiger Dienstzeit bestehen. Die Ausführung der Befestigungsarbeiten, einschließlich der Panzerung und des Gasschutzes, erfolge durch Privatfirmen. Anderseits hätten die großen Befestt- gungswerke bei St. Maurice an der Rhone, südöstlich des Genfer Sees, und am Gotthardpaß ihre wehrpolitische Bedeutüng noch keineswegs etnge- büßt. Vielmehr bestehe die Absicht, neue große Befestigungswerke zu errichten, namentlich bei Sar- Einheit der Aittänder. Don unserem <3. K.-Korrespondenien. Kairo, im Juist 1938. Im Anschluß an das fiingst in Rom zwischen Graf Ciano und Lord Perch unterzeichnete englisch-italienische Agreement waren italienisch-ägyptische und anglo-ägyptischütalienische Dechandlungen in Aussicht gestellt über Grenzfragen im Sudan und Nilwasserfragen. Diese Vechand- hmgen sind einstweilen vertagt worden. Sie sollen erst nach Abschluß der französisch-italienischen Gespräche ausgenommen werden. Im Zusammenhang mit den geplanten Besprechungen und Verhandlungen ist in ägyptischen Zeitungen und auch in einer Interpellation in der ägyptischen Kammer zu wiederholten Malen die These von der „Einheit der N i 11 ä n d e r " herausgestellt und als ägyptischer Standpunkt deklariert worden. Dabei hat man Aussprüche Lord Kitcheners zitiert, die dieser während des Feldzuges gegen den Mahdi 1899 dem deutsch-amerikanischen Journalisten Ruppert R e ck i n g gegenüber machte und die dieser in seinen Erinnerungen ausgezeichnet hat. Kitchener sagte damals: „Niemals hat Aegypten feine Ansprüche auf den oberen Nil aufgegeben, auch nicht zu jener Zeit, als es nach dem Falle von Khartum feftftanb, daß der Khedive ohne britische Hilfe den Sudan nicht mehr zurückerobern konnte. Ägypten kann keinen Tropfen Nilwasser entbehren. Und das Quell- aebiet des Nils, oder doch die Kontrolle der Nil- tnaffer, gehört in die Hände Aegyptens..." Auch als Aegypten nach der Ermordung des Sirdar, des britischen Oberbeschlshabers im Sudan, durch die Engländer aus dem Sudan verwiesen wurde, hat es feinen Anspruch nicht aufgegeben, es hat ihn in den Dechandlungen zum englisch-ägyptischen Vertrag vom Jahre 1936 zu wiederholten Malen herausgestellt und erklärt, daß auch dieser Vertrag, der Aegypten die Freiheit gab, die Sudanfrage in keiner Weise befriedigend gelöst habe, und daß der Anspruch Aegyptens immer und unabänderlich bestehe. Und in Bestätigung dieser Haltung wird nun in diesen Tagen, da man darangeht, Mit Rom die Rechte im Quellgebiet des Blauen Nils abzustecken, wieder die immer nertretene These von der Einheit Charaktereigenschaften verbunden mit Fleiß, Mut und Klugheit. Nur durch die Güte und Großzügigkeit August Dreiers wurde dieses Verbindungshaus der ehemaligen Studenten des St. Louis College ermöglicht. Das St. Louis College in Honolulu wurde 1883 gegründet und hat heute 47 Dozenten und 1500 Studenten. — Obwohl Dreier schon 30 Jahre tot ist, ermöglichte seine Stiftung den Erwerb und die Eröffnung des herrlichen Klubhauses in einer der schönsten Villengegenden Honolulus. August Dreier wurde 1841 in Gronau (Westfalen) geboren. Er lernte in der Heimat das Schmiedehandwerk und kam 1875 über Amerika nach hawai. Es war ihm nicht schwer, Anstellung zu finden, bald arbeitete er auf der Lihue Zucker- plantage als Mechaniker. Da er tüchtig und fleißig war, kam er schnell vorwärts, konnte sich üM Geld sparen, und es dauerte nicht lange, da war er Besitzer der Eleele Zuckerplantage auf der Insel Kauai, die er nach wenigen Jahren Aufbauarbeit für 350 000 Dollar verkaufte, um in die ha- roaiian Electric Company, Honolulu, einzutreten. Damit begann feine industrielle Laufbahn in Honolulu, und bald war Dreier einer der angesehensten und einflußreichsten Männer der Inselgruppe. Obwohl er kaum englisch lesen konnte, kaufte er sich täglich die Zeitungen und ließ sich von seinem Kutscher die Tagesnachrichten vorlesen, so daß er abends in seinem Klub mit den Amerikanern diskutieren konnte. Er starb als 67jähriger auf einer Deutschlandreise am 19. Mai 1908 in Bremerhaven und wurde in Honolulu beerdigt. Sein Name wird durch das Dreier Manor mit der Geschichte Honolulus verbunden bleiben. In derselben Sonderausgabe des Honolulu Star Bulletin wird auch eines anderen deutschen Pioniers gedacht, eines Mannes, dessen Namen nicht nur in hawai, sondern auch an der pazifischen Küste des amerikanischen Festlandes wohlbekannt ist: Claus Spreckels, des Zuckerkönigs von hawai, dessen ehemaliger Wohnsitz es war, der mit Hilfe der Dreier-Stiftung von der Universität gekauft und in das Dreier Manor umgewandelt wurde. Claus Spreckels war ebenso wie Dreier ein armer deutscher Auswanderer und wurde um , die Jahrhundertwende einer der mächtigsten Männer hawais, die treibende Kraft hinter dem Thron der hawaischen Könige. Honolulu Star Bulletin spricht von ihm als dem ungekrönten Herrscher Deutsche Pioniere im ßfiilen Ozean. Von unserem H. W.-Ämchterstatter. Nachdruck verboten! Los Angeles, im Juni 1938. Dor einigen Tagen erschien auf den hawaiischen Inseln im Stillen Ozean die führende Tageszeitung Honolulus das „Honolulu Star Bulletin" mit einer Sonderausgabe, die auf der ersten Seite ein großes Bild des in Honolulu verstorbenen deutschen Pioniers August Dreier brachte und in dicker Ueberschrift: „Das Dreier-Haus, ein Stolz der Gemeinde!" — Aus Anlaß des 55jährigen Bestehens des St. Louis College auf hawai, einer Privathoch- chule, wprde mit einem von August Dreier gestif- eten Fonds das Verbindungshaus „Dreier Manor" ü r Die ehemaligen Studenten der Universität eröffnet. Neben dem Bild Dreiers hieß es in fettgedruckten Buchstaben: August Dreier war einer der großen Pioniere hawais. Sein Leben war die Verkörperung edelster gerade ihr nacktes Leben retten. Trotz der umfassenden polizeilichen Absperrungs- bekannt, maßnahmen hatten sich auf den umliegenden Stra- Der Vorstoß Italiens im aethiopischen Kcns^reich und die hissung der italienischen Fahne im Bezirk des Tana-Sees hat dann im Blauen Mgebiet eine politische Einflußnahme Aegyptens endgültig aus- aeschaltet. Im Sudan selbst wurde Aegypten durch den anglo-ägyptischen Unabhängigkeitsverttag wieder zugelassen, obschon England seinen hohetts- anspruch aufrecht erhielt. Aber hier hatte sich inzwischen viel verändert. Denn dem Losungswort: Der Sudan den Sudanesen" folgend, hat England am Oberen Nil, dort wo es früher eine ägyptische Verwaltung gab, eine sudanesi s ch e Verwaltung aufgebaut, die nur unmerklich und kaum spürbar von wenigen Engländern kontrolliert und dirigiert wird und ein wirksames Bollwerk gegen eine übermäßige politische Enfluhnahme Aegyptens im Sudan darstellt. Denn die -sudane- sen, die unter englischer Führung einen gewissen Einfluß auf Die Verwaltung ihres eigenen Landes gewonnen haben, find keineswegs geneigt nun, nach Wiederanerkennung der ägyptischen Sudanrechte durch London, diese im vergangenen Jahrzehnt gewonnene Position wieder aufzugeben. daß er erst nach der offiziellen Stellungnahme der Regierung zu den Vorschlägen der SDP. und nach Vorlage des vollständigen Rationatitätenstatuts hierzu Stellung nehmen könne. Auch Slowaken und Ruthenen bei Hodza. Prag, 4.Juli. (DNB.) Ministerpräsident hodza empfing eine Abordnung der Slowakischen Volkspartei. Gegenstand der Aussprache war Die Ausweitung der Kompetenz der slowakischen Landesvertretung und die Frage eines Landesschulrates für die Slowakei, sowie die Anwendung der Novelle zum Sprachengesetz auf Die Sprachenoerhältnisse in der Slowakei. Vorher hatte der Ministerpräsident den Gouverneur der Karpatho-Ukraine Konstantin h r a b a r und den Dizegouoerneur und Landpräsi- denten der Karpatho-Ukraine Dr. M e z n i k zu einer Aussprache über die Frage der Durchführung der weiteren Etappen der karpatho-ukrainischen Autonomie empfangen. Wie die „Prager Presse" berichtet, gedenkt der Ministerpräsident, die Verhandlungen über Die Nationalitätenfrage am Dienstag fortzusetzen. Prag, 4. Juli. (DRV.) Das Presseamt der Sudetendeutschen Partei teilt mit: Am 4. Juli erstattete in Lger die Abordnung der SDP. Konrad Henlein eingehenden Bericht über den Stand der Gespräche mit der Regierung. In diesem Bericht wurde Konrad Henlein vorgetragen, daß die Regierung nach wiederholtem Drängen nur einen Teil des Rationalitäten st atuts übergeben habe, und daß die Hebergabe des Hauptteiles nach der Zusage des Ministerpräsidenten Dr. hodza erst in dieser Woche erfolgen werde. Weiter teilte die Delegation mit, daß die vom, 2Hi- nisterpräsidenten Dr. hodza bereits am 15. Iuni b. I. zugesagte Stellungnahme der Regierung zu den Vorschlägen der SDP. noch nicht erfolgt ist. Schließlich wurde auf die Worte des INinisterpra- sidenten Dr. hodza hingewiesen, es werde in der formalen Behandlung der Rationalitätenfrage, also insbesondere in der parlamentarischen Behandlung nichts ohne Einvernehmen mit der SDP. erfolgen. Konrad Henlein erteilte der Delegation weitere Richtlinien und stellte abschließend fest, erträglich, daß ein Deutscher solch unechtsten Einfluß auf diesen blühenden Inseln ausüben sollte. Durch Vermittlung der britischen Regierung machten sie dem König Kalakaua ein Anleihe- angebot, und es gelang ihnen tatsächlich, durch Intrigen die langjährige Freundschaft zwischen Spreckels und dem hawaiischen König zu brechen. Nachdem mehrmals Todesdrohungen in sein Haus gesandt worden waren, entschloß sich Spreckels, bitter enttäuscht, die Inseln zu verlassen und nach Kalifornien zurückzukehren, wo er sich der Verwaltung seiner weiten Besitzungen widmete. Leider haben die in Kalifornien lebenden Söhne nicht die Bedeutung erreicht wie Spreckels senior, sie sind nicht aus demselben Holz geschnitzt wie ihr bedeutender Vater. Lange hat in Honolulu die zweistöckige weiße Villa mit den luftigen Veranden und dem stolzen Turm leergestanden. Keine rauschenden Feste und wichtige polittsche Besprechungen belebten die eleganten Raume, bis jetzt durch die Dreie r - S t i f t u n g neues Leben in den renovierten luxuriösen Räumen entsteht und sich die Studenten des St. Louis College und ihre Alten Herren zu froher Kameradschaft zusammenfinden. Die berühmte Villa des deutschen Multimillionärs Claus Spreckels hat den Namen eines anderen deutschen Pioniers erhalten ..Dreier Manor", und ganz Honolulu ist heute stolz auf seine großen deutschen Söhne. . Der deutsche Einfluß war von jeher groß m Honolulu. Auf der Hauptinsel Oahu gibt es eine August- Ahrens-Schule, eine Isenbergstraße, ein Hofschlager-Building: der Direktor einer der ältesten und größten Zuckerplantagen ist ein geborener Deutscher namens Bob Fricke, der aus Vienenburg am Harz stammt, und vor dem Kriege gehörte fast die ganze Insel Kauai der Bremer Firma Hackfeld, die 1894 bei der Gründung der Hawaiischen Republik eine große Rolle gespielt haben soll. So vernimmt der weltreisende Deutsche immer wieder, daß weit draußen in fernen Ländern deutsche Pioniere bahnbrechend gewirkt und auf fremder Erde kulturbringend aufbauend gearbeitet haben. Und wenn diese unersetzbare Kulturarbeit, die von unseren Landsleuten geleistet worden ist, dann von den Ausländern anerkannt und gewürdigt wird, wie im Fall August Dreier auf Honolulu, dann erfüllt es auch uns mit berechtigtem Stolz. schäfte im vorigen Jahre und der geplanten r i e - sigen Ausgaben für wirtschaftliche Wiederaufbauzwecke wird in Kreisen des Schatzamtes mit etwa 3 Milliarden Defizit für das laufende Haushaltsjahr gerechnet. Die Staatsschuld betrug Ende Juni 37,165 Milliarden Dollar und nahm mithin um 740 Millionen Dollar zu. Die gesamten Einnahmen der Regierung im letzten Jahre betrugen 6242 Millionen Dollar, was einer Zunahme um 948 Millionen Dollar gleichkommt. Bei den Gesamtausgaben von 7701 Millionen Dollar ergab sich eine Abnahme von 300 Millionen Dollar gegenüber dem Vorjahre. Der türkisch-französische Freundschasisvertrag. Paris, 4. Juli. (DNB.) Havas berichtet aus Ankara, daß vom türkischen Außenminister und dem französischen Botschafter der französisch-türkische Freundschaftsvertrag paraphiert worden ist. Der Paraphierung wohnte auch der diplomatische Vertreter Syriens in Ankara bei. In Artikel 1 verpflichten sich Frankreich und die Türkei, keine po- litischen und wirtschaftlichen Verpflichtungen emzu- gehen oder in eine Konvention einzutreten, die gegen den anderen Vertragspartner gerichtet sei. Artikel 2 bestimmt, daß im Falle eines Angriffes aus einen von beiden Partnern durch eine dritte Macht der andere Partner weder Hilfe noch Beistand irgendwelcher Art dem oder den Angreifern leisten werde. In Artikel 3 bekräftigen die beiden Mächte ihre Verbundenheit an der Aufrechterhaltung des allgemeinen Friedens und an der Aufrechter- Haltung der Sicherheit im östlichen M i t t e l m e e r. Sie verpflichten sich, im Falle der Bedrohung dieser Sicherheit sich ins Einvernehmen ,u setzen. Die übrigen Bestimmungen sehen die Bei- behaltung der Schiedsgerichtsbarkeit vor, ferner ruft der Vertrag die Verpflichtungen der beiden Länder aus dem Genfer Pakt in Erinnerung. Die Gültigkeitsdauer des Vertrages ist auf zehn Jahr» festgesetzt worden. Sein Inkrafttreten soll vom Austausch der Ratifizierungsurkunden an gelten. Die französisch-türkische Zusammenarbeit im Sandschak wird am Dienstagvormittag beginnen. Frankreich besetzt die Paracel-Inseln Kanton Fränz CAMBODJA Saigon 31 ft TR» Englands Kreditpolitik aus dem Balkan Sow» TOMKIN^ 'Wanoi Italien wird nicht hungern Mussolini eröffnet die Erntearbeiten in Aprilia. x iiZHaiphong CPfliucht Ja. >• tvon Paris, 4. Juli. (Europapreß.) Die franzostsche Presse bringt die Nachricht von der Besetzung der Paracel-Inseln durch Frankreich, die der südchinesischen Küste in der Nähe der Insel Heinan vorgelagert sind. Es handelt sich um eine Anzahl Korallenriffe, deren Lagunen sich als Landeplätze für Wasserflug, zeuge eignen. Bisher waren die Inseln nicht dauernd bewohnt. Am Quai d'Orsay wird die Besetzung dieser Inselgruppe bestätigt. Man fügt hinzu, es handle sich nicht um eine Besetzung im Die „Times" schreibt, daß die Schaffung eines neutralen Hafens in Rotspanien der beste Rat sei, der bisher zum Schutze der Interessen des legitimen Seehandels mit Spanien gegeben worden sei. Aber man müsse sich darüber klar sein, daß Barcelona wahrscheinlich einen anderen Hafen dem vag Almeria kor-ich- und auch eiuM weite sau jetspanien in Frankreich eintreffenden Nachrichten sprechen davon, daß die Welle der Entmutigung im Lager der spanischen Bolschewisten ein bisher nicht bekanntes Ausmaß erreicht hat. In der Bevölkerung beginne sich immer stärker der Umstand auszuwirken, daß von den Negrin-Leuten ausgegebene Siegesmeldungen durch die bitteren Tatsachen berichtigt werden. Zuletzt sei von der roten Führung erklärt worden, die elektrischen Kraftwerke am Segro, die Barcelona mit Licht und Strom versorgen sollen, würden bald wieder erobert werden, der Fall der Stadt Tremp stehe unmittelbar bevor. Bis heute beherrschten aber tatsächlich die nationalen Trugen das rechts Segrs-Ujar, _ IAINAN uäm- /tanh • s r Sucht S# <• Franco schlägt Aeutralisierimg Almerias vor > Noch keine britische Stellungnahme. gekommen, aber er liege vielleicht in nicht weiter Ferne. Welle der Entmutigung in Sowjetspanien. Paris, 4.Juli. (Europapreß.) Alle aus geleitet, weder den Sieg dieser ober jener Seite zu sichern, sondern die Feindseligkeiten sobald wie möglich zu beenden. Dieser Augenblick fei noch nicht allzu werde das für fein Leben nötige Brot haben. Aber selbst wenn es an diesem Brot gefehlt hätte, so hätte sich das italienische Volk niemals — er wiederhole: niemals! — dazu hergegeben, bei den sogenannten großen Demo-Pluto- kratien irgendeine Hilfe zu suchen. Die Berechnungen der Antifaschisten seien fehlgeschlagen. Auf diese Feinde Italiens wolle er aber heute das italienische Volk besonders Hinweisen, damit es sich an sie zur gegebenen Zett- und unter allen Umständen im Frieden wie im Kriege erinnere. In der glühenden Mittagssonne machte sich der Duce dann an die Arbeit. Er legte Rock und Krawatte ab, zog das Hemd aus und arbeitete etwa eine Viertelstunde lang an der Dreschmaschine, während ihm die Bevölkerung begeisterte Kundgebungen bereitete. Von Aprilia begab sich Mussolini zu den anderen Ortschaften in den urbar gemachten Pon- tinischen Sümpfen, wo er ebenfalls die ersten Handgriffe bei der Eröffnung des Getreidedrusches vornahm. Anknüpfend an diese Worte des Duce schreibt das „Giornale d'Jtalia", die französisch-englischen Spekulationen auf den Hunger des italienischen Volkes seien z u s a m m e n g e b r o- ch e n. Aber das italienische Volk werde dies niemals vergessen können. Es werde dies vielmehr zum Anlaß einer neuen Steigerung feines Stolzes, seiner Unnachgiebigkeit in der internationalen Politik und seiner bewaffneten Bereitschaft nehmen, in einer mit Kriegsgefahren geladenen Atmosphäre, wie sie die falschen Friedenshüter haßerfüllt geschaffen hätten. Rom, 4.Juli. (Europapreß) Wie alljährlich in den Tagen der Getreideernte, begab sich auch in diesem Jahr Mussolini in das Gebiet der urbar gemachten Pontinischen Sümpfe, um dort das erste Getreide zu dreschen. In Begleitung der Minister Starace und Alfieri, sowie zahlreicher Verbandssekretäre der Faschistischen Partei, die in Rom an den sportlichen Wettbewerben teil genommen hatten, erschien Mussolini am Montagmittag in einem Bauernhaus der neugegründeten Gemeinde Aprilia. Unter dem stürmischen Jubel der Landarbeiter stieg er sofort auf die Dreschmaschine und hielt vor deren Ingangsetzung eine kurze Ansprache. Mit der Abwicklung ter Ernte ge sch äste breche die Spekulation jener Front zusammen, die aus dem Abschaum aller Völker gebildet werde. Man wollte auf den Hunger des italienischen Volkes und aufeineMißerntespekulieren. Er könne aber heute von der Dreschmaschine herunter, wo er sich anschicke, das Getreide der jahrhundertelang verwahrlosten und nur durch den Heldenmut und den Willen des Faschismus für die Landwirtschaft erschlossenen pontinischen Gebiete auszudreschen, vor aller Welt erklären, daß die diesjährige Ernte qualitativ besser sei als die vorjährige und quantitativ nur wenig hinter ihr zurückstehe. Dabei sei das letzte Wort noch nicht gespro- chen. Italien könne ruhig ter Zukunft entgegen- sehen. Der knappe Boden Italiens, der von den durch und durch faschistischen Bauern Italiens mit soviel Glaube und Sorgfalt bearbeitet werde, habe ihnen die schönste, aber auch die wohlverdiente lieber- raschung bereitet: Das italienische Volk eigentlichen Sinne des Wortes. Inseln unterstünden, wie behauptet wird, der französischen Souveränität, obwohl diese ftüher von China bestritten worden fei. Die Entsendung einer französischen Flottlle nach den Inseln wird mit der Aufrechterhaltung der „Sicherheit der Fischer" begründet. Die Blätter Heden hervor, die Paracel- Inseln seien zu Beginn des 19. Jahrhunderts für das Kaiserreich Annam in Besitz genommen worden. Die japanischen Hinweise, Frankreich habe chinesisches Gebiet besetzt, seien also unbegründet. Die französische Presse hält an der amtlichen Verlautbarung fest, wonach die Besetzung der Inseln zum Schutze der Wetterstation und der Leuchtfeuer erfolgt sei. Die englische Regierung ist von. der französischen Regierung über die Besetzung der Inselgruppe verständigt worden. Wie in der französischen Note betont wird, hätten die Inseln einen großen strategischen Wert und stellten in den Händen einer anderen Macht eine Bedrohung Hainans und der französischen Interessen aus Hainan dar. Nach einer Meldung aus Tokio ist die Besetzung der Inseln von einer Abteilung anamitt s ch e r Polizeisoldaten durchgeführt worden. Etwa zwanzig Japane r, die sich auf den Inseln befanden, wurten unbehelligt gelassen. In japanischen Regierungskreisen wird jedoch betont, daß die Inseln China gehörten und Frankreich kein Recht darauf habe. Die durch die Besetzung entstandene Lage wird, wie betont wird, von der japanischen Regierung mit Besorgnis betrachtet. Nach Angaben der japanischen Presse soll Frankreich seine Kolonialtruppen in Jn- dochina in letzter Zeit bedeutend verstärkt haben; sie werden jetzt auf etwa 45 000 Mann geschätzt. Im übrigen wurde in Tokio angebeutet, von Japan sei zur Zeit nicht beabsichtigt, die Insel Hainan zu besetzen. Dieser Plan könnte aber nach einer möglichen japanischen Kriegserklärung an China geändert werden. Man könne dann auf „französische Einflußsphären" auf der Insel Hainan keine Rücksicht nehmen. Japanischer Vormarsch am Jangtse. Die Stadt Hukau besetzt. Schanghai, 5. Juli. (DNB. Funkspruch. Oft- afiendienst.) Arn Montag um 17 Uhr besetzten tne japanischen Truppen in Zusammenarbeit mit dec Marine die Stadt Hukau am Jangtse, 250 Kilometer unterhalb von Hankau am Eingang zum Poyang-See, der damit in den japanischen Machtbereich gefallen ist. Man erwartet, daß gleichlaufend mit dem Dorrücken auf dem Jangtse Operationen zur Besetzung der Stadt Nantchang und der westwärts führenden Bahn mit dem Ziel T s ch a n g» t s ch a ein geleitet werden. Die Operationen, die zur Besetzung Hukaus führten, begannen nach japanischen Mitteilungen anschließend an die Eroberung Ankings am 14. Juni mit dem Vorstoß der japanischen Marine jangtfeaufroärts, wodurch die Landung japanischer Truppen auf dem Südufer des Flusses am 22. Juni in der Nähe von Siangkau ermöglicht wurde. Der Besetzung dieser Stadt am 24. Juni folgte zwei Tage später die Einnahme von M a t a n g s h i e n. M Am 29.Juni wurde Pengtsch genommen. Regenwetter, aufgeweichte Straßen und erbitterter chinesischer Widerstand verzögerten den weiteren Vormarsch, so daß die Einnahme der strategisch wichtigsten Stadt Hukau erst am 4. Juli möglich wurde. Gleichzeitig mit dem Vorgehen der Truppen durchbrachen japanische Minen-Räum-Verbände chinesische Flußsperren, wobei 256 Minen fortgeräumt wurden. Am 29. Juni wurde die Matang- S ch i f f f p e r r e erreicht, die in der Zeit von IV, Stunden durchbrochen wurde. Dadurch war größeren Schiffseinheiten der Weg den Jangtse aufwärts geöffnet, die darauf mit ihren Geschützen chinesische Landbatterien Niederkämpfen konnten. Ehinesische Flugplätze hei Nantschang bombardiert. Schanghai, 5. Juli. (Europapreß.) Mehr als fünfzig japanische Bombenflugzeuge unterzogen die in der Kiangsi-Provinz gelegene Stadt Nautsch a n g am Montag einem heftigen Bombardement, das sich in erster Linie gegen bie chinesischen Militär f lugplätz e außerhalb der Stabt richtete. Nach dem japanischen Heeresbericht sollen dabei 51 Flugzeuge zum Teil in ber Lust, zum Teil auf bem Boden zerstört worden sein. Es habe sich um englische, amerikanische und sowjet- russische Flugzeugtypen gehandelt. Die Verluste ter Japaner werden mit nur einem abgeschossenen japanischen Flugzeug angegeben. Von chinesischer Seite ist noch kein Bericht ausgegeben worden, doch scheinen sich die großen Verluste ber chinesischen Luftwaffe zu bewahrheiten. Mord in der Internationalen Niederlassung von Schanghai. Schanghai, 4.Juli. (Europapreß.) Im Speisesaal eines chinesischen Hotels im Gebiet ber Internationalen Niederlassung würbe ein Chinese, als er gerate sein Essen einnehmen wollte, erschossen. Der Mörder konnte unerkannt 'entkommen, nachdem er bie Pistole weggeworfen hatte. Die Persönlichkeit bes erwarteten Chinesen konnte noch nicht mit Sicherheit festgestellt werben. Das Attentat dürfte ein Glied in ber Kette ber Ueberfälle barstellen, die sich gerabe in ben letzten Tagen gehäuft haben und gegen japanfreundlich etnge- stellte Chinesen verübt würben. Man nimmt an, daß bie Anschläge von einer chinesischen Geheimorganisation in bie Wege geleitet worben sinb. neutralen Hafen in Katalonien forbem werbe. Ebenso würben sich Meinungsverschieben- beiten über bie Warenkategorien ergeben, bie man in biefe neutralen Häsen einführen bürste. Die Po- littk ber britischen Regierung fei von bem Wunsche London, 4. Juli. (DNB.) Im Unterhaus I würbe über bie Antwort GeneralFrancosj in ber Bombenabwurffrage von Schatzkanzler Sir John Simon erklärt, bie Prüfung ber Note Francos sei noch nicht beenbet. Franco bleibe babei, daß Häfep rechtmäßig als militärische Ziele anzusehen seien, und stellte entschieben in Abrede, baß absichtlich britische Schiffe als Angriffsziele gewählt worben seien. Die Antwort enthalte Vorschläge, einen bestimmtenHafen festzulegen, unb zwar Almeria, ber künftig von Luftangriffen verschont bliebe. Franco verlange allerdings angemessene Garan - t i en hinsichtlich ber Waren, bie in biefen Hasen verbracht werden. Er sei weiter bereit, über Vor- schlüge zu verhandeln, bie für bie Zukunft neue Regeln ber Kriegführung einsühren. Die britische Regierung habe ben in Frage kommenben Schiffahrtsgesellschaften von diesen Vorschlägen Kenntnis gegeben. Sie werbe bie Ansicht ber Schifffahrt berücksichtigen. London, 4. Juli. (Europapreß.) Mit ter Mog-I lichtest von englischen Krebsten an verschiedene süb- osteuropäische Staaten beschäftigt sich ein Teil der englischen Presse, nachdem „Sunbay Times" einen solchen Plan bereits umrissen hatte. Dabei wird bie Einsetzung eines Regierungs-Ausschusses zur Untersuchung ber Möglichkeiten solcher Finanzbeihilfen betätigt. „News Chronicle" gibt zu, baß (Englanb sich von Abmachungen dieser Art keine wirtschaftlichen Vorteile verspricht unb solche Krebste einer Unterstützung dieser Läuter durch Englaub gleichkommen. Der Vorschlag roerbe auch in Fin anzkrei sen keine Billigung erfahren, wenn nicht die englische Regierung bie volle Garantie dieser Anleihe übernehmen werbe, benn die Gewährung finanzieller Beihilfen würde nicht etwa einer wirtschaftlichen, sondern ausschließlich einer politischen Unterstützung gleichkommen. Abschließend wendet sich das Blatt in scharfen Worten gegen ben Plan und verweist auf bie Geschichte ber letzten bimtert Jahre, bie nur zu beutlich gezeigt habe, baß die für „polittsche Anleihen" bereitgeftellten Gelber -fast alle aift das V e r l u st k o n t o Englands gebucht werden müßten. Der englische Rüstungskredit für die Türkei. London, 4. Juli. (Europapreß.) Das englisch- türkische Abkommen über einen Rüstuugskredit von 6 Millionen Pfund (rund 75 Millionen RM.) wurde vom Unterhaus in zweiter Lesung angenommen. Der Rüstungskredit stellt einen Teil bes englisch- türkischen Kreditabkommens über 16 Millionen Pfund (rund 200 Millionen RM.) dar, von denen 10 Millionen Pfund von dem Kreditausschuß für den Überseehandel garantiert worden sind und deren Rückzahlung bis 1950 zu erfolgen hat. Der Rüstungskredit von sechs Millionen Pfund, zusätzlich der Zinsen, ist nach zwanzig Halb fahre sraten rückzahlbar, von denen die erste 1951 fällig wirb. Zur Begründung der Vorlage führte Schatz- fanglet Stt Jdhn Simon aus, die Devisenlage der Türkei sei zur Zeit nicht günstig, und bie türkische Regierung wäre daher nicht imstande, chre Ankäufe in England aus eigenen Devisenbeständen zu finanzieren. Nichtstestoweniger sei die türkische Finanzlage gesund. Sobald die Durchführung des türkischen WirtschastsProgramms größere Fortschritte gemacht haben werde, dürfe man hoffen, daß die Türkei in der Lage sein werde, ihre Verpflichtungen an England abzutragen. Es sei nicht zu befurchten, daß die Versorgung ber Türkei mit Kriegsmaterial die englische Aufrüstung in irgendeiner Weise beeinträchtigen könnte, zumal auch bie Wehrministerien ihre Zustimmung zu den Avmachunaen mit der Türkei gegeben hätten. Die Freundschaft zwischen England unb der Türkei beruhe auf einer festen unb gesunden Grundlage. Beide Länder hätten nur ein Ziel: die Erhaltung des Friedens. Ihre Freundschaft sei gegen keine dritte Macht gerichtet. — Der Arbetterabgeordnete Dalton er- klärte, seine Fraktion begrüße das Abkommen, da England damit zur Bewaffnung der Türkei beitrage. Neue jüdische Terrorwette in Palästina. Jerusalem, 4.Juli. (Europapreß.) Eine neue jüdische Terrorwelle forderte am Montagvormsttag in Jerusalem, Jaffa unb Haifa neun Totesopfer; 13 Personen mürben schwer verletzt. Sämtliche Opfer ber Terrorwelle waren Araber. In Jerusalem würbe von jüdischer Sette M Bombe auf sine arabische Autobus-Haltestelle geworfen; hierbei würben brei Araber getötet unb sieben verwunbet. In ber Nähe bes amerikanischen Konsulats in Jerusalem würbe ein Araber erschossen unb ein zweiter verwundet. Zwei weitere Araber würben in einem jüdischen Viertel überfallen unb ermorbet. Jrn Zentrum von Jaffa würben sechs Araber angeschossen; von biefen mürben zwei schmer nerrounbet An ber Grenze zmischen Jaffa unb Tel Aviv mürben zmei Araber, bie in einer Eisengießerei beschäftigt mären, ermorbet unb ein testier oermunbet. Auch über bas Grenzgebiet zmischen ber arabischen Stabt Jaffa unb ber Mischen Stabt Tel Aviv würbe ber kleine Belage- rungszustanb verhängt. Kritik an Chamberlains Agrarpolitik. Die Arbeitslosigkeit wächst wieder. Lonbon, 5. Mi. (DNB. Funkspruch.) Der geheime Ausschuß konservativer Untechausmitglieder befaßte sich mit dem Teil ber Rede Chamberlains, in bem sich ber Premier gegen die Politik gewandt hatte, in England schon in Friedenszeiten Vorsorge für den Anbau von Getreide zu treffen, um bie Insel im Falle eines Krieges in feiner Nahrungsmittelversorgung nicht von ben Dominien und Kolonien sowie ,Dom ausländischen Getreidemarkt ab- hängia zu machen. Der Ministerpräsident hatte bie Auffassung vertreten, daß die Kriegs- unb Handelsflotte in ber sicheren Herstellung ber Verbindungen zwischen den außerenglischen Märkten genügend Sicherheit für die Nahrungsmittelversorgung Dar- stelle. Nach einer lebhaften Debatte forderte eine Reihe von Abgeordneten, daß das Kabinett alles nur denkbare tun wollte, um bie englische Lanbwirtschaft zu förbern. Chamberlain soll bereits morgen konservative Abgeorbnete aus ausgesprochen lanbwirtschaftlichen Gebieten empfangen. Der „Daily Expreß", der sich immer für eine Unterstützung ber englischen Lanbwirtschaft einsetzt, chreibt, in politischen Fragen vertrete Chamberlain die Mehrheit ber Nation; aber er verliere sowohl im innerenglischen wie in Wirtschaftsfragen erheblich an Anhang. Ein Jahr sei er erst im Amt, unb roieber erhebe bas Ungeheuer der A r - beitslosigkete sein Haupt. In diesen zwölf Monaten sei bie Arbeitslosenziffer um 382 000 gestiegen unb belaufe sich heute roieber auf 1 778 000. Chamberlain habe keinen Plan zur Bevölkerung bes leeren Empire zur Entvölkerung ber überlabenen Stäbte unb zur Hebung der Kolonialgebiete gehabt. Den Agrarkritikern Chamberlains hält die „Times" entgegen, baß es unklug sein würde, die englische Lanbwirtschaft heute schon auf Kriegs- b a s i s zu stellen. „Daily Herald" stellt fest, baß bie Erwerbslosigkeit im Juli 1,83 Millionen erreicht habe unb baß man in biefem Winter trotz ber Aufrüstung roieber mit 2 Millionen Arbeitslosen roerbe rechnen müssen. Oas Milliarden-Dcfizit der Vereinigten Staaten. Washington, 4. Juli. (DNB.) Die Regierung ber Vereinigten Staaten hat am 30. Juni das abgelaufene Rechnungsjahr mit einem Defizit von 1459 gegen 2707 Millionen Dollar im Vorjahre abgeschlossen. Das diesjährige Defiztt ist bas kleinste seit a ch t Jahren, übersteigt jeboch bie Schätzung des Präsidenten Roosevelt in seiner Budget- botschast im letzten Januar um 370 Millionen Dollar. Angesichts des Rückganges da« Gs* Fcochincmima > ,BaT* //®^Chinal f Reichliche Getreidevorräte sowohl bie dem im Haushalt meistgebrauchten Obstgeliermtttel Flüssig: Normalflasche Tortosa. Moskau rüstet im fernen Osten. Warschau, 5. Juli. (DNB. Funkspruch.) „Ga- zetta Polska" veröffentlicht eine Meldung, in der auf Militärtransporte hingewiesen wird, die aus allen Teilen der Sowjetunion nach dem Fernen Osten gingen. Die kriegerischen Vorbereitungen der roten Armee nähmen dort ein fieberhaftes Tempo an. Auch in der Mongolei wurden Truppen zusamipengezogen. Die dort stationierten mongolischen Truppen würden durch s o w j e tru s s i sch e S p e z i a l a b t e i - langen verstärkt. Unter den Truppen, die jetzt im Fernen Osten stünden, befänden sich auch Abteilungen aus der Ukraine. Eisenbahnelektrifizierung in Italien. Rom, 4. Juli. (Europapreß.) Das Elektrifizie- runqsprogramm der italienischen Staatsbahnen macht große Fortschritte. Am 28. Oktober d. I, dem Erinnerungstag an den Marsch auf Rom, werden zwei große Linien dem elektrischen Verkehr übergeben werden: die Linie Mailand —» Bo- I O/Q n a — Ancona und die Linie Rom — L i - vorno — Pisa, wodurch weitere 177 Kilometer italienischer Eisenbahnen elektrifiziert sein werden. Das gesamte elektrische Eisenbahnnetz Italiens wird damit eine Ausdehnung von über 5100 Kilometer erhalten. Durch Einführung weiterer Stromlinienzüge und Schnelltriebwagen wird der Verkehr eine weitere Beschleunigung erfahren. Mit einem Aufwand von 150 Millionen Lire (rd. 20 Mill. RM.) wird eine neue Eisenbahnlinie inRom angelegt werden, die das Gelände für die Weltausstellung 1942 mit dem Zentrum Roms verbinden soll. erkundet werden kann. Das ist rm Hinblick aus oen geplanten ganzjährigen Luftpostverkehr zwischen Europa und den Vereinigten Staaten besonders wichtig. Wann dieser Dienst ausgenommen werden kann, steht noch nicht fest. Die diesjährige Versuchs, reihe soll jedoch zeigen, daß die technischen Voraussetzungen gegeben sind, den Plan- verkehr mit Postflucszeugen zu eröffnen und damit eine wirkliche Schnellverbindung über den Nord- beiOpekia ist die Sicherheit, mit der alle Marmeladen bestimmt gelingen. Millionen Hausfrauen wissen das seit Jahren aus eigener Erfahrung und sind restlos begeistert, weil die Opekta- Mdrmeladen so vollkommen und so unübertreff- Kameradschast der ehemaligen Kriegsfreiwilligen. Mailand, 4. Juli. (DNB.) Den Höhepunkt des Treffens der Kriegsfreiwilligen in A o st a, an dem über 4000 Frontkämpfer teilnahmen, bildete eine von dem Präsidenten des italienischen Verbandes, dem Abgeordneten Cosel- schi, verlesene Erklärung, in der die italienischen Kriegsfreiwilligen ihren ehemaligen Kameraden von der Gegenseite Grüße aufrichtigster Kameradschaft zum Ausdruck brachten und ihnen Bewunderung für ihre Tapferkeit aussprechen. Weiter heißt es in der Erklärung noch, die lateinische, Solidarität sei bewußt von denen gebrochen worden, die sich mit der Barbarei verbündeten und die spanische Nation der Moskauer Zwangsherr sch aft ausliefern wollten. Geistige und aktive Solidarität könne nur gegenüber jenen Völkern bestehen, die sich achten und ohne Hintergedanken in dieser entscheidenden Phase der Geschichte Europas und der Welt für die Ordnung, Freiheit und Zivilisation gegen Anarchie, Unterdrückung und Barbarei zusammen geschart hätten. lieh im Geschmack sind. Das ist es ja auch» worauf es ankommt und deshalb bereiten die Hausfrauen nach wie vor bequem und mühelos Marmeladen und Gelees in 10 Minuten mit sam und unaufschiebbar sind, werden von dem Beauftragten für den Vierjahresplan bezeichnet. Betriebe, die solche Aufgaben durchzuführen haben, müssen die hierfür benötigten Arbeitskräfte, soweit diese nicht schon vom Arbeitsamt gestellt werden können, auf einem von den Arbeitsämtern erhältlichen Formblatt beim Landesarbeitsamt anfordern. Soweit auch das Landesarbeitsamt den Bedarf an Arbeitskräften nicht auf dem sonst üblichen Vermittlungswege decken kann, veranlaßt es, daß die benötigten Kräfte verpflichtet werden. Die Verpflichtung erfolgt durch das Arbeitsamt in einem in der Anordnung geregelten Verfahren. ... Nach der Verordnung des Beauftragten jur den Vierjahresplan kann jeder deutsche Statatsange- hörige verpflichtet werden. Die Durchführungsanordnung bestimmt hierzu, daß in e r st e r Linie ledige Personen verpflichtet werden sollen. Ferner trifft die Anordnung Vorsorge, daß der Verpflichtete durch die Verpflichtung wirtschaftlich nicht schlechter ge st eilt werden soll als bisher und daß seine Arbeitskraft auf der neuen Arbeitsstelle so zweckvoll wie m o g = li eingesetzt wird. Wieweit von der Verpflich- tung von Arbeitskräften Gebrauch gemacht werden muß, hängt in erster Linie vvn Art und Umfang der durchzuführenden Aufgaben ab. Die Anordnung trifft weiter nähere Bestimmung über die Sicherung des alten Arbeitsplatzes und der Dienst- oder Werkwohnung, die der Verpflichtete etwa inne hat. Ferner bestmimt die Anordnung, daß die Kosten der erstmaligen Anreise zum Dienstort das Arbeitsamt, die Kosten der Rückreise nach Beendigung der Verpflichtung der Betriebsführer zu tragen hat, bei dem die Dienste zu leisten sind. Dienstpflichtigen mit eigenem fiaus-- halt kann vom Arbeitsamt auf Antrag eine angemessene Trennungsbeihilfe gewährt werden. Fachanwätte für Gieuerrecht. Staatssekretär Reinhardt eröffnete die Rcichsfinanzschule Berlin. Oie Sicherstellung des Krästebedarfs für Aufgaben von besonderer staats- politischer Bedeutung. Zu der vom Beauftragten für den Dierjahres- plan, Ministerpräsident Generalfeldmarschall Göring erlassenen, am 1. Juli 1938 in Kraft getretenen Verordnung zur Sicher st ellung des Kräftebedarfs für Aufgaben von besonderer staatspolitischer Bedeutung ' vom 22. Juni 1938 hat der Präsident der Reichs- anstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung unter dem 29. Juni 1938 eine Durch- führungsanordnung erlassen, die im Deutschen Reichsanzeiger Nr. 149 vom 30. Juni 1938 verkündet ist. Die Aufgaben, die besonders bedeut- nung „Rechtsanwalt" die Sonderbezeichnung „Fachanwalt für Steuerrecht" führen, sofern sie vom zuständigen Oberfinanzpräsidenten in die Liste der „Fachanwälte für Steuerrecht" eingetragen sind. Dazu müssen sie ein Zeugnis der Reichssinanzschule Berlin darüber beibringen, daß sie mit dem Wesen der Steuern und mit den Vorschriften der Steuergesetze vertraut sind und die Buchführung und das Bilanzwesen sowie die praktischen Auswirkungen und Beziehungen von Buchführung und Bilanz zum Steuerrecht beherrschen. Das Zeugnis der Reichsfinanzschule Berlin kann nur dadurch erlangt werden, daß der Rechtsanwalt an einem mindestens einmonatigem Lehrgang der Schule teilnimmt. Die nationalpolitifchen Erziehungsanflalten. ReichsministerRustüberAufgabenundZiele Ahrenshoop, 4. Juli. (DNB.) Bei einem Besuch des Zeltlagers von zwölf nationalpolitischen Erziehungsanstalten in Ahrenshoop auf dem Darsz, wo gegen 3000 Erzieher-Jungmannen aus dem ganzen Reich untergebracht find, erinnerte Reichsminister Rust an die Begründung der ersten drei Anstalten am Geburtstag des Führers im Jahre 1983. Die drei ehemaligen Kadettenanstalten P l ö n, Potsdam und Köslin wurden für die nationalpolitische Schulung umgestaltet. Es sollte auf ihnen der totale Mensch gepflegt werden ohne eine einseitige geistige Ausbildung. Unter verstärkter Berücksichtigung der körperlichen Ausbildung und der Stärkung des Gemeinschaftssinnes lehne sich der Lehrplan an die sämtlicher übrigen hohen Schulen an. Der Minister umriß dann kurz die zur Zeit im Reiche bestehenden 14 Anstalten und teilte mit, daß in diesem Jcrhre in Preußen vier Anstalten neu gebaut würden, und zwar werde Potsdam durch Einschaltung einer Oberstufe zu einer vollen Anstalt ausgebaut. Weiter werde die Nationalpolitische Erziehungsanstalt „S ch a r n - hör st" am Steinhuder Meer, eine neue Anstalt bei Hirsch berg und eine bei Trier Trocken: Beutel für 4 kg Marmelade zÄ5f 65 Beutel für 2 kg Marmelade z48< 34 atlantik zu schaffen. Aus aller Wett. Suzanne Lenglen gestorben. Paris, 4. Juli. (Europapreß.) Die größte französische Tennisspielerin, Suzanne Lenglen, ist am Montagmorgen im Alter von 39 Jahren gestorben. Sie war vor etwa 14 Tagen an Leukämie erkrankt. In den letzten drei Tagen hatte sich chr Zustand plötzlich verschlechtert. Auch drei Blutübertragungen hatten ihr keine Rettung mehr bringen können. Der Tod von Suzanne Lenglen hat in allen französischen Sportkreisen schmerzliches Bedauern ausgelöst. Ihrs Laufbahn als Tennismeisterin war einzigartig. Schon im Jahre 1914 hatte sie als 15jährige die Weltmeisterschaft in St. Cloud errungen und seitdem hat sie zahlreiche Siege davongetragen, u. a. die internationalen Meisterschaften von Wimbledon 1919 bis 1923 sowie 1925, außerdem etwa hundert Siege an der Riviera. In den Gemischten-Doppel- Spielen hatte sie die besten französischen Spieler uls Partner, darunter Cochet, Borotra u. a. Im Jahre 1926 wurde Suzanne Lenglen Berufsspielerin und machte eine glänzende Tournee durch die Vereinigten Staaten- Todesstrafe für die Lütticher Giftmörderin beantragt. In dem Prozeß gegen die mehrfache Giftmörderin Witwe Becker beantragte der Generalstaatsanwalt vor dem Lütticher Geschworenengericht die Todesstrafe. Der Generalstaatsanwalt gab zu, daß eine Reihe von Tatbeständen nicht geklärt worden fei. Dor allem habe sich nicht feststellen lassen, wer die Witwe Becker in dem Gebrauch des gefährlichen, von ihr verwandten Gifts unterrichtet habe. Die Schuld der Becker stehe jedoch außer Frage, zumal seit ihrer Verhaftung sich weitere Giftmorde nicht mehr ereignet hätten. 90-Jahrfeier des „Deutschen Hauses" in Mexiko. Das „Deutsche Haus", nach dem 1842 gegründeten Deutschen Gesangverein der älteste deutsche Verein Mexikos, beging bn Beisein des deutschen Gesandten, des Landesgruppenleiters und zahlreicher mexikanischer Gäste sein 90jähriges Jubiläum. Der Präsident des Vereins, Carl Stein, gab einen Rückblick über die Geschichte des Deutschen Hauses, die gleichzeitig eine Geschichte der deutschen Kolonie in Mexiko war. Der deutsche Gesandte Frhr. Rudi von Cothenberg, sowie Landesgruppenleiter Wirtz bezeichneten das „Deutsche Haus" als einen Hort deutschen Geistes und deutschen Gemütes. Die Mit- gliederzahl des Vereins, die bei der Gründung 39 bet trug, ist heute auf über 600 angewachsen. Lin englischer passagierdampfer gescheitert. Der von Montteal (Kanada) nach London unterwegs befindliche englische Passagierdampfer „As- c a n i a" ist mit 360 Fahrgästen und einer für die Bank von England bestimmten G o l d - ladung im Werte von 1,5 Millionen ; Dollar an Bord in der Gegend von Big Island, 275 Kilometer nordöstlich von Quebec, gescheitert. In ; das geschädigte Vorschiff drangen große Wasser- , massen ein, doch kann der Dampfer durch die Tätigkeit der Pumpen über Wasser gehalten werden. Zur In den Krankenhäusern von Barcelona lägen 2000 Schwerverletzte. Die 30. sowjetspanische Division, die aus extremen Mitgliedern der sowjetspanischen Gewerkschaften zusammengesetzt sei, habe ebenso wie die übrigen sowjetspanischen Verbände keine Wendung in der Kriegsführung gebracht. Die nationalen Erfolge haben einen erneuten Notschrei der roten Machthaber über den Sender Valencia an die Bevölkerung der Ostküste verursacht. Die Sage Valencias, so'sagte der bolschewistische Sprecher, sei „äußerst kritisch", es bestünde Gefahr, daß die Stadt an die Nationalen verloren gehe Auch die Verbindungen Madrids mit dem Süden seien äußerst gefährdet. Oer nationalspanische Heeresbericht. Salamanca, 5.Juli. (DNB. Funkspruch.) Wie der nationale spanische Heeresbericht meldet, wurden an der Teruel-Front die Operationen fortgesetzt Die nationalen Truppen drangen weitere sieben Kilometer vor und fügten dem Feinde schwere Verluste zu. An der C a st e l l o n - F r o n t im Ad- Abschnitt Tales eroberten die Truppen Garcia Va- linos die Ortschaft Benitandua, erreichten das Ufer des Flusses Veo und besetzten alle im Norden des Espadangedirges liegenden Höhenzüge. Im Abschnitt Bechi wurde die Ortschaft Arkana besetzt. In der Nähe der Küste wurden diePuntal- Höhen e r ft ü r m t, wo die Roten über 500 Tote und 400 Verwundete zurückließen. Die Beute an Kriegsmaterial ist außerordentlich groß. Bei den letzten Kämpfen wurden zwei rote Brigaden vollständig aufgerieben. Die national- spanischen Flieger bombardierten die Kasernen in Oer Aufbau der DA!?, in der Ostmark. Wien, 4. Juli. (DNB.) Der Aufbau der Deutschen Arbeitsfront in der Ostmark, der von Reichs- kommissar Bürckel in die Hände von Pg. Hupfauer gelegt wurde, geht mit Riesenschritten voran. Seit dem Besuch Dr. Leys in den österreichischen Betrieben und seit der Eröffnung der ersten DAF.-Dienst- stellen haben sich bereits 7 88 00 0 österreichische Arbeiter in die gemeinsame Front eingereiht. Dabei haben in mehr als 13 7 0 0 Betrieben die Arbeitskameraden vollzählig ihre Mitgliedschaft zur Deutschen Arbeitsfront erklärt. Wieder planmäßige Lusthansa-Nordailantik-^lüge. erstehen. Herodot habe uns die Erziehungsgrundsatze der arischen Perser überliefert: Reiten, Bogenschießen und die Wahrheit sagen. Wenn wir „Reiten und Bogenschießen" richtig verstünden, dann bedeute es: Mutig sein, die Augen aufmachen und scharf beobachten. In den Worten „Wahrheit sagen" liege aber eine anständige Moral eines arischen Volkes. Erziehen heiße,'Charakter bilden, die Grunb- tuqenden üben, die niemals in der Welt entbehrlich seien. „Als wir", so betonte Minister Rust, „vor einem halben Menschenalter mit dem Führer antraten, hat uns jene ablehnende Richtung, die nur den Geist und nicht den Körper gelten lassen wollte, den Vorwurf gemacht, daß die Form unseres Kampfes unwürdig fei, weil wir auf die Straße gegangen sind und die anderen, die uns schlugen, auch geschlagen haben. In dieser Stunde enthüllte sich der Selbstbetrug von der alleinigen Beherrschung der Welt durch den kultivierten Geist: Die Faust gehört dazu. Der Führer wollte nicht nur den qeiftigen Arbeiter in der Führung des Volkes haben, sondern die Kraft haben, die nur zustande kommt, wenn Geist und Faust Zusammenwirken." Die Nationalpolitischen Erziehungsanstalten hatten die Jungmannen aus der Einseitigkeit ihres Lebens herausgebracht. Er habe diese Anstalten aber nicht gegründet, um gewisse Besonderheiten des Sportes durchzuführen, sondern um bedingungslose Nationalsozialisten zu erziehen.________________________ Hand" etwa 500 000 Tonnen höher als 1937 sind. Jrn Vorjahr hatten wir trotz anfänglich wenig günstigen Wetters eine Rekordernte an Kartoffeln: allein an eingesäuerten Kartoffeln standen Ende Mai noch reichlich 4,6 Millionen Tonnen ober 1,2 Millionen Tonnen mehr als im Vorjahr zur Verfügung. Anders als im Vorjahr ist die Ernte an Brotgetreide auf der nördlichen Halbkugel fehr aussichtsreich mit Ausnahme von England, Frankreich und Italien, welche Länder eine ungewöhnliche Dürre während des Winters zu erdulden hatten, worauf die starken Fröste im Frühjahr auch nicht gerade fördernd auf das Wachstum einwirkten. Aber vor allem die Vereinigten Staaten und Kanada kommen mit Meldungen von Rekordernten, die bereits derartig auf den Weltmarktpreis drücken, daß neuerdings die Ernteschätzungen „heruntergerechnet" werden, um keine Panik des Ueberflusses entstehen zu lassen. Sehr gut wird ferner die ungarische und rumänische Ernte beurteilt, während in Südslawien die Anbauflächen etwas zurückgegangen sind und das Land außerdem alle seine Vorräte aus dem Vorjahr restlos abgestoßen hat. Die Länder, die Getreide kaufen, haben also die Auswahl, besonders da Frankreich trotz seiner recht schlechten Ernte an sich immer noch Ueberschußland ist. Als starke Käufer werden nur England, das infolge seiner Vorräte aber auch keine Eile hat, und Italien auftreten. Für den Fall, daß die Weltmarktpreise, wie es nicht ausgeschlossen ist, trotz der sehr lebhaften Bemühungen in Washington zum Schutze der amerikanischen Landwirtschaft weiter zurückgehen sollten so wird natürlich die deutsche Landwirtschaft nicht berührt, da das heutige Preissystem gerade darauf aufgebaut ist, daß der Bauer mit einem beständigen Preis rechnen darf. Berlin, 4. Juli. (DNB.) Staatssekretär im Reichsfinanzministerium, Reinhardt, eröffnete die Reichsfinanzschule in Berlin. Zweck der Schule ist die Durchführung von Lehrgängen für Rechtsanwälte, die in die Lifte für Fachanwälte für Steuerrecht eingetragen zu werden wünschen. Staatssekretär Reinhardt führte dabei aus: §107 Absatz 3 der Reichsabgabenordnung gemäß gibt es zwei Gruppen von Personen, die ohne weiteres befugt sind, geschäftsmäßig RatundHilfe inSteuerfachenzu erteilen und als Bevollmächtigte und Beistände von Steuerpflichtigen vor den Finanzbehörden aufzutreten: dieRechtsanwälteundNotareund die Personen, die durch einen Oberfinanzpräsidenten als „Steuerberater" ausdrücklich zugelassen worden sind. Prozeßagenten, öffentlich bestellte Wirtschaftsprüfer, vereidigte Bücherrevisoren usw. können die allgemeine Befugnis, als Bevollmächtigte und Beistände von Steuerpflichtigen von den Finanzbehörden aufzutreten, nur durch ausdrückliche Zulassung als Steuerberater erlangen. Der Reichsminister der Finanzen und der Reichsminister der Justiz haben Richtlinien über eine besondere Fachanwaltschaft für Steuerrecht erlassen. Danach dürfen diejenigen Rechtsanwälte, die nach außen auch als Rechtswahrer auf dem Gebiet des Steuerrechts aufzutreten wünschen, nach Erfüllung bestimmter Bedingungen neben der Bezeich- Die verspätete Roggenblüte ist tn den meisten Teilen Deutschlands schon beendet, und die Wintergerste wartet in ihrem satten reifenden Gelb auf die Sense. Da ist es nun höchst zeitgemäß, daß das Statistische Reichsamt die Ergebnisse einer E r - Hebung über d i e Getreide - und Mehlvorräte veröffentlicht, die am 31. Mai durchgeführt wurde. Die Frage ist ja von erheblichem Interesse: Mit welchen Vorräten an Getreide gehen wir in das nächste Erntejahr hinein? Das Ver- fütterungsoerbot für Brotgetreide hat sich, wie — unter Vorwegnahme der Zahlen — schon eingangs gesagt werden kann, sehr günstig ausgewirkt.' Die vorhandenen Vorräte sind naturgemäß vor allem in den letzten Monaten des Erntejahres bei der „zweiten Hand" zusammengefaßt. Die Landwirtschaft hat in den Betriebspausen während der Frühjahrsbestellung Restlieferungen noch durchgeführt, obwohl ihre Hauptlieferungen wohl schon mit Winters Ausgang erledigt waren. In ihren Händen ist im wesentlichen nur noch der Eigenbedarf für die menschliche Ernährung. Gegenüber dem Vorjahr lagern bei der Landwirtschaft und der „zweiten Hand" (Handel, Mühlen, Bäckereien, Nahrungsmittelfabriken usw.) 500000 Tonnen an Roggen und 650 000 Tonnen an Weizen mehr als im Vorjahr, so daß die gesamten , Vorräte an Brotgetreide in diesem Jahre um reichlich 1,1 Millionen Tonnen höher waren als zur selben Zeit des Vorjahres. An Futterqetreide verfügt die Landwirtschaft über 1,15 Millionen Tonnen vder um 200 000 Tonnen mehr als im Vorjahr, wobei zu berücksichtigen ist, daß, wie ein Blick auf unsere Wiesen und Weiden zeigt, die Grünfütterung bereits eingesetzt hat. Auch die industriellen Betriebe sind mit Hafer und Gerste so reichlich versorgt, daß die Gesamtvorräte bei Landwirtschaft und „zweiter Mit Genehmigung der amerikanischen und betf portugiesischen Regierung wird die Deutsche Lufthansa von Mitte Juli bis Ende Oktober aus der Strecke Lissabon — Hör t-a — Neuyork wiederum versuchsweise einen planmäßigen Luftverkehr über den Nordatlantik durchführen, der wöchentlich je einmal in beiden Richtungen betrieben werden wird. Bei den Flüge.n werden die mit vier Junkers-Schweröl-Motoren ausgerüsteten Hochseeflugzeuge des Musters HA 139 von Blohm & Voß Verwendung finden, die im Laufe der letzten Monate weiter verbessert wurdem Der Start dieser Flugzeuge in Horta und in Neuyork erfolgt von den Flugstützpunkt te n „Schwabenland" und „Friesen - land", die sich zur Zeit auf der Anfahrt zu ihren Stationen befinden. Nachdem die Deutsche Luft- Hansa schon 1936 als erste Luftverkehrsgesellschaft der Welt acht planmäßige Verkehrsflüge auf dieser schwierigsten Strecke ohne jeden Zwischenfall durchgeführt hatte, denen 1937 sechzehn planmäßige Flüge folgten, sind für dieses Jahr 28 Ozeanüber- querungen in Aussicht genommen. Die Festsetzung der Termine wurde so vorgenommen, daß " *' gute als auch die schlechte Jahreszeit •rben kann. Das ist im Hinblick auf den en Wetterbericht FÜR ARBEITSBESCHAFFUNG Wittelsberg im 75. Lebensjahr. 03102 4539D DerVorstandderVerbrauchergenossenschaft Gießen e.G.m.b.H. 4526A Anuvalinfabrik Berlin SW 61 / A 253 Straft im Text Vermählungs-Anzeigen ' D.nklle»ha Rvnrlrc Muskelschmerzen Gießen Kreuzplatz Herbin-Stodin Nur so können Sie Ihre Zeltungs* anzoigen durch zeltgemäOe, gepflegte Karola Bremer, geb. Göttlich Stephan Boßhammer Elisabeth Göttlich, geb. Bierau Heinrich Bremer und vier Enkelkinder. Lollar, Wetzlar, 5. Juli 1938. Die Beerdigung findet Mittwoch, 6. Juli, nachm. y25 Uhr in Lollar statt Deutschlands jüngstes Freilichtmuseum. Der Reichsbund für Deutsche Vorgeschichte hat in diesen Tagen auf der Mettncku bei R a - dolfszell am Bodensee ein neues Freilichtmuseum fertiggestellt. Zum ersten Mal wird hier die Entwicklung unseres europäischen Wohnbaues von der primitiven Fischerhütte dex mittleren Steinzeit zum Bauernhof der jungsteinzeitlichen Hochkultur in völlig vorbildgetreuen Holzbauten dargestellt. „Guslaf-Griindgens-Produktion" der Terra. Zwischen Gustaf Gründgens und der Terra- Filmkunst, G. m.b.H., wurde ein Vertrag geschlossen, der eine ausschließliche Filmtätigkeit des Kunst-- lers im Rahmen einer der Terra für diesen Zweck angegliederten „Gustaf-Gründgens-Produktion" vorsieht. Innerhalb dieser Produktion ist Gründgens Gelegenheit gegeben, seine filmkünstlerischen Pläne als Regisseur, Darsteller oder künstlerischer Ober- leiter zu verwirklichen. Der erste Film dieser Pro- ff.Ctfflberf Webet Magdeburg M l^&Jenn durch übertriebenen Frohsinn in der Wein- oder Bierlaune von gestern sich heute durch unerträgliche Katerschmerzen ein bitteres Weh bemerkbar macht, dann kaufen Sie in der Apotheke Herbin -Stodin-Tabletten, und nehmen Sie sofort eine Tablette, welche genügt, Kopfschmerzen, Rheuma - und Nervenschmerzen erfolgreich zu bekämpfen. Merken Sie sich aber den Namen: “ Herbin-Stodin11 genau, es ist Ihr Vorteil! Gießen, Marburger Straße 67 den 6. Juli 1938 In tiefer Trauer: Johanna Holland Elisabeth Boßhammer, geb. Göttlich Adolf Göttlich Glück Im Unglück. Ein mit sechs Personen besetzter Kraftwagen geriet beim Ausweichen vor einem entgegenkommenden Lastwagen auf der Straße nach Dezzo bei Bergamo in Oberitalien zu weit an den Straßenrand. Der Boden gab infolge der Regengüsse der letzten Tage nach, und der Wagen stürzte etwa 100 Meter tief ab. Wie durch ein Wunder blieben sämtliche Insassen, ein Ehepaar mit vier Kindern, vollkommen unverletzt. Ein Kohlenflöz in Mähren verschüttet. In Wadwanitz im Kohlenrevier von Mährisch- Ostrau wurden gestern früh zwei heftige Erdstöße verspürt. Im Ludwig-Schacht war em Teil eines Flözes verschüttet worden. Von 86 Bergleuten, die zur Zeit in diesem Schacht arbeiteten, konnten 72 nach dem ersten Einsturz.den Förderschacht erreichen und ausfahren. Den Rettungsmannschaften gelang es, fünf Verschüttete z u retten. Drei Bergleute konnten noch nicht geborgen werden. Es besteht keine Hoffnung, daß sie noch am Leben sind. Drei rumänische Pulverlager in die Luft geflogen. In dem 15 Kilometer von Bukarest entfernt gelegenen Fort Afumati explodierte durch Selbstentzündung ein Pulvermagazin, wodurch zwei benachbarte Magazine in Brand gerieten. Alle drei Magazine brannten vollständig nieder. Die Explosion' war auch in Bukarest vernehmbar. Die gesamte Feuerwehr der Hauptstadt wurde alarmiert. Menschenleben kamen nicht zu Schaden. 40 Grad im Schatten in Bulgarien. Heber ganz Bulgarien lagert seit Tagen eine ungewöhnliche Hitzewelle, die von den Meteorologen als tropisch bezeichnet wird. Am Sonntag wurden in der nordbulgarischen Donaustadt Rustchuc 40 Grad Celsius im Schatten, in Vidin 39 Grad und in Sofia 36 Grad gemessen. In den letzten Tagen sind der großen Hitze, die noch weiter anhält, zwölf Menschen zum Opfer gefallen. Der Kampf um den Nanga parbat. Arn Samstag flog das F l u g z e u g d e r d e u t - scheu Himalaja-Expedition bei günstigem Wetter zum vierten Male zum Ranga Parbat und warf bei Lager IV (6200 Meter) zwölf Lasten mit Benzin, Ausrüstung und frischen Lebensrnitteln duktion wird nach Fontanes Roman ffl Brie st" hergeftellt. Das Drehbuch schrieben Dr. Georg C. Klaren und Dr. Eckart von Raso. Die Hauptrollen sind mit Marianne Hoppe, Carl Ludwig Diehl, Paul Hartmann, Max Gülstorf, Käthe Haack und Paul Bildt besetzt. Für die Gesamtausstattung wurde Traugott M u l - I e r, für die Musik Mark Lothar von Gustaf Ihre Verlobung beehren sich anzuzeigen Anna Hemer Adolf Dönges Wellensittich gelb - grün entflogen. Geg.Bel. abzugeben, osioe Schäfer Roonstraße 3 I. Einkochapparale^hjchtpressen itZubehör kaufen Sie gut ap wert' BORRMANNl Gießen, Neustadt 5, Ruf Nr. 4165 24 kristallklare Eiswürfel gefrieren In der Elslade des Bosch- Kühlschrankes. Reich bebildertes Heft kostenlos bei BIJ.B. Häuser s Gießen, a.Oswaldsgarten - (Parkplatz) Fernruf Nr. 2145—2146 ab. Da infolge des Neuschnees die Verbindung mit dem unteren Lager behindert war, war die Versorgung aus der Lust eine besonders wirksame Unterstützung der Bergsteiger durch das Flugzeug. Kunst und Wissenschaft. Deutsches haydn-Fest in Bad Ems. Mittwoch, 6.Fulil938,mitt.2Uhr, versteigere ich dahierNeuenweg- Verkaufsl.Harttnetz - bzw. an Ort mStelle (Bekanntg. imVerkaufs- lokal) zwangsweise gegen bar: Haus- und Büromöbel aller Art, Näh- u. 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Kurverwaltung Bad Ems veranstaltet '(grünbgens verpflichtet, an sechs Abenden im Juli ein Haydn-Fest. Ste setzt damit den im Vorjahre bereits beschrittenen Weg fort, ihre Hörer der klassischen deutschen Musik zurückzugewinnen. Das Protektorat hat Generalmusikdirektor Prof. Dr. Stein, Direktor der Staatl. Hochschule für Musik in Berlin, übernommen, der auch ein Sinfonie-Konzert als Gastdirigent leitet. Ein Vortrag über die deutsche Sendung Haydns von dem Hamburger Musikhistoriker Dr. H. I. Therstappen bildet die Einleitung des Festes. Den Kammermusikabend bestreitet das Dresdener Fritzsche-Quartett. Für das Chorwerk „Die Jahreszeiten" wurde bet Oxforder Bach-Chor gewonnen. Arthur C r a n m e r , einer der- bedeutendsten englischen Oratoriensänger, wird als Solist mitwirken. Am letzten Abend gelangt die Oper „Der Apotheker" zur Aufführung. Dieser Versuch, eine Haydnsche Oper in dem reizenden kleinen Theater in Bad Ems zu Gehör zu bringen, wird einen würdigen Abschluß des Festes bilden. 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Kl.Mühlgasse 4u.6 Ruf 3925 Entladung des Dampfers wurden hundert Dockarbeiter entsandt. Die Fahrgäste konnten in Sicherheit gebracht werden. Sie fetzen zum größten Teil ihre Fahrt nach England auf dem kanadischen Dampfer „Montelare" sowie auf der „Queen Mary" fort. Man hofft, den Dampfer „Ascania" abschleppen zu können. Rekordfahrt einer englischen Lokomotive. Auf einer Probefahrt zwischen Grantham und Peterborough erreichte eine neue Lokomotive der London and Rorth Eastern-Eisenbahn- gesellschaft die bisher höchste Geschwindigkeit, die eine englische Lokomottve je erreicht hat. Die Maschine, die einen Stromlinienzug von sieben Wagen und Tender zog, brachte es auf eine Stundengeschwindigkeit von 125 Meilen (200 Kilometer). Diese Geschwindigkeit wurde allerdings nur auf einer kurzen Strecke aufrechterhalten. Der Weltrekord für dampfgetriebene Lokomotiven wird von den Vereinigten Staaten mit 127 Stunden-Meilen (rund 210 Kilometer) in Anspruch genommen. Der bisher vom Coronation-Expreß gehaltene englische Rekord betrug 114 Meilen (182 Kilometer). 300 Todesopfer an einem amerikanischen Wochenend. Das durch den Nationalfeiertag verlängerte Wochenende hat in den ganzen Vereinigtem Staaten einen riesigen Verkehr gezeitigt, bei dem sich auch wieder zahlreiche Unfälle ereigneten. Bisher sind über 300 Todesopfer gemeldet. Von diesen wurden etwa 2 0 0 Personen bei Autounfällen getötet, 80 ertranken beim Baden in den Flüssen, und eine große Zahl Personen ist beim Abbrennen von Feuerwerk verletzt worden. Vater, INutler und ein Sohn bei einem INotorradunglück getötet. Zwischen den Orten Eich öfe deren Namen du in der Schnelligkeit des Lorüberfahrens nicht lesen kannst, an dir vorbei, le länger du fährst, desto mehr Bahnhöfe und Bahn- höfchen liegen hinter dir. Mitunter besteht der Bahnhof nur aus einem Fachwerkschuppen, einem Schild mit dem Stationsnamen und einem niedrigen Gitter das die Bahnhofsgrenze mehr andeutet als ab- qrenzt. And da fällt dir plötzlichem, weil du — gottlob! — an nichts anderes zu denken hast: wieviel Bahnhöfe gibt es wohl im Deutschen Reich? Du überdenkst schnell, wieviel Zehntausende von Städten und Dörfern es gibt und meinst, es müsse nun auch Zehntausende von Bahnhöfen geben, zumal manche Mittelstadt, bestimmt aber jede Großstadt, mehrere Bahnhöfe hat. Aber dann fällt dir ein, daß die Mehrzahl der Städte, Marktflecken und Dörfer abseits der Dahngleise liegen und daß es also keine Zehntausende von Bahnhöfen geben kann. Wieviel sind es nun genau? Beschränken wir uns auf das Gebiet der Deutschen Reichsbahn ohne den 'österreichischen Teil. Ein Blick in die letzte Statistik sagt uns, daß es 8-536 Bahnhöfe gibt. Mehr nicht? Nein, denn statistisch gesehen, ist nicht alles ein Bahnhof", wo ein Eisenbahnzug oder ein Triebwagen anhält und Reisende ein- und aussteigen. Wenn es aber kein Bahnhof ist, was ist es dann? Etwa ein Haltepunkt? Richtig! Und solcher ^Haltepunkte" der Reichsbahn gibt es 2322. Aber bann aibt es noch etwas Kleineres als Haltepunkte. Es jsind dies die 1512 „Haltestellen" der Reichsbahn, an Lenen sich der Verkehr allerdings weit gemächlicher abspielt als auf dem Bahnhof, von dem aus du dem Häusermeer deines Wohnsitzes entflohen bist. Im- »nerhin erstaunlich: die Zahl der (insgesamt) 3834 Haltepunkte und Haltestellen macht fast soviel aus Wie die Hälfte der „eigentlichen" Bahnhöfe. Diese Bahnhöfe sind aber auch nicht alle gleich aroß und bedeutend. So unterteilt man sie in 702 Bahnhme erster Klasse, 1190 Bahnhöfe zweiter Klasse, 3187 Bahnhöfe dritter Klasse und 3457 Bahnhöfe vierter Klasse. Also auch bei den Bahnhöfen, die dich während deiner Reise ins Ferienland ansehen, gibt es Schwurgericht Gießen MMWWMWml Das * Gautagung her Deutschen Stenographenschasl Kommunalpolttische Tagung in Alsseld schienepen die Tagung in der üblichen Weise. Empfindliche Geldstrafen für Steuerhinter^iefier. fälle zu vergüten. Jeder Bauer und Landwirt müsse in seinem eigensten Interesse Mitwirken an der fahrer in 17 und gegen sonstige Fahrzeugführer in 2 Fällen ausgesprochen. Vom Segen der Reichslotterie für Arbeitsbeschaffung. im vergangenen Jahre zur Fl , gen Bestehens des Gleiberg-Dereins Tausende von Volksgenossen in den Mauern der alten Burg vereinigte, wird nach einem rafeif',,rnt „ t i Prüfungen innerhalb der '! Örtsoereine, Kreisverbände und des Gauverbandes haben beim Reichsleistungsschreiben 4580 Stenographen von den untersten Abteilungen bis zur höchsten Geschwindigkeit von 380 Silben ihr Kön- Heuchelheim, 2. Juli. Durch einen Unfall war es dieser Tage der Ortsabteilungsleiterin des Reichsnährstandes, Frau Lina Kröck, nicht möglich, ihrer Arbeit auf den Wiesen beim Heumachen nach, zukommen. Aus diesem Grunde stellten sich nun ob« wechselnd zu verschiedenen Stunden des Tages Mit« glieder der NS.-Frauenschaft zur Verfügung und halfen der verunglückten Frau das Heu heimbrrngen. So geschah durch diese Kameradschaft der Tat der Verunglückten ein wertvoller Dienst. ch A l l e n d o r f (Lahn), 4. Juli. Bei einem hiesigen Einwohner wurde in einer der letzten Nächte der Hühnerstall von einem Marder vder einem Wiesel ausgesucht. Man hatte vergessen, des Abends den Stall zu schließen, und so kam es, daß man am nächsten Morgen nur noch zwei Hühner, die sich in einem Schlupfwinkel verstecken konnten, luvend auffand. — Am Freitag wurde das Bett des Mühlgrabens von Schilf und Schlamm gereinigt. Dieser Tag ist für die Ortsjungen schon von feher ein Freudentag gewesen, denn an diesem Tag ist der Jugend gestattet, sich die noch vorhandenen Fische zu fangen. Mit Körben und Säckchen ausgerüstet sah man die Jugend beim Fischfang I & Sintern«5 6tl Aus -en Gießener Gen'chtssälen Mit Ama Copyright by 19. Fortsetzung. Dttenrieü) |ag Ehang nerbor beide Hande uni rein, durch das d°-Stz-md.r Sl« »fit, di,« d-« jinnerr Oe5 meberraufd) ”lll(r SDluflt ti "ot ich. mi ■ ,b“ -Tre st „fr bit »fr und tö *fr« "Ich ho fr» ®an friMi! ie5 &n Kilt! tzrü, W K W & t gö vund ^lr % ««h'n ein gen ber Angeklagten hin und betonte, daß im Interesse einer geordneten Rechtspflege den Angeklagten durch harte Strafen die nötige Achtung vor dem Gesetz beigebracht werden müßte. Allerdings stand in dem vorliegenden Verfahren sämtlichen Angeklagten der sog. Eidesnotstand zur Seite, da sie sich durch eine wahrheitsgetreue Aussage damals selbst der Verleunidung bezichtigt hätten. In einem derartigen Fall müssen kraft gesetzlicher Bestimmung die Strafen nach den Grundsätzen des Versuchs ermäßigt werden. Er beantragte gegen die A. B. eine Gefängnisstrgfe von 1 Jahr, gegen K. F. wegen Meineids in zwei Fällen eine Gesamtgefängnisstrafe von 1 Jahr 6 Monaten und gegen die Mutter wegen fahrlässigen Falscheids 2 Monate Gefängnis. Hierbei ging er davon aus, daß die Mutter infolge ihres Alters und ihrer verminderten Zurechnungsfähigkeit die Vorgänge durcheinander geworfen habe, so daß der Vorsatz entfiele. Nach langer Beratung kam das Gericht zu folgendem Urteil: Die l Angeklagte A. B. wird wegen Meineides zu 1 I a h r Gefängnis, ^er Angeklagte F. ^weAen^Mein- ch A l s f e bb, 4. Juli. In der vergangenen Woche hielt die Kreisabteilung Alsfeld des Deutschen Ge- meindetätzes unter Vorsitz des Kreisobmanns, Bür- oermeister Dr. D ö l s i n g (Alsfeld), wiederum eine Arbeitstagung ab, bei der alle Gemeinden des des Rundgangs. + Grünberg, 4. Juli. Am Samstag und Sonntag weilte der Sturmbann I der 83. ^-Standarte Gießen in unserer Stadt. Am Samstagabend sand in der Turnhalle geselliges Beisammensein mit Manöverdall statt. Bürgermeister Krämer be- grüßte die Gäste, während der Führer des Sturmbanns 1/83, -Untersturmführer S t a st n y - H a i n, den Dank für die freundliche Aufnahme aussprach. Der Sonntagmorgen brachte für den Sturmbann Antreten im Schwimmbad. Am Nachmittag folate ein Marsch durch die Stadt, an dem auch die Gliederungen der Partei teilnahmen. Bei der cm- ! schließenden Kundgebung auf dem Marktplatz sprach wetteifern. Ä gfs. Leihgestern, 2. Juli. Der Frauen- ch a f t s a b e n d vor den Ferien brachte in bunter Folge Lichtbilder aus allen Gebieten des Deutschen Frauenwerks. Frau Buß begrüßte die Frauen und übernahm die Erläuterung der Filme. Sehr lehrreich war da zunächst der Bildstreifen: Altstosf/Rohstoff, der das Sammeln von Altpapier, Altmetall, Luknpen und dergleichen zeigte und die Verwendung in einem neuen Verarbeitungsprozeß erklärte. Vom Grenz- land/Ausland erzählten die Bilder aus dem Memel- gebiet und aus Ostpreußen. Lebhaftes Interesse fand auch der neueste Film, der das Haus der Reichs- rauenführung in Berlin zeigte. Den Schluß bildete der Film „Artgemäße deutsche Kleidung", der die Modelle der Kleiderschau des Deutschen Frauenwerks wiedergibt. Gemeinsamer Gesang beendete den Abend. Am Mittwoch wurden die Vorführungen in Großen-Linden wiederholt. 8 Lang-Göns, 3. Juli. Unsere Mitbürgerin Marie Stoll Wwe., Niederhofenstraße, kann am 5. Juli in körperlicher und geistiger Frische ihren 8 0. Geburtstag feiern. Wir wünschen Glück! - Lich, 4. Juli. Am 1. Juli verließ nach 21jähriger gesegneter Tätigkeit in Lich Schwester Lina, die Leiterin unserer Kleinkinderschule, unsere Stadt, um in das Mutterhaus zurückzukehren. Sie war im Elisabethenstift als Kindergärtnerin ausgebildet worden, war dann auf den verschiedensten Stationen in Darmstadt, Roßdorf, Auerbach u. a. tätig und wurde zuletzt nach hier versetzt. Sie hat es während ihrer langjährigen Wirksamkeit durch ihr freundliches und zuvorkommendes Wesen verstanden, nicht nur die Herzen der Kleinen, sondern auch die der Großen zu gewinnen. Heber 2000 Kinder sind im Lauf der Jahre von ihr betreut worden. Mit herzlichem Dank denken'viele Eltern an diese Arbeit zurück. co Eberstadt, 4. Juli. Hier ereignete sich dieser Tage ein Unfall. Ein Motorradfahrer kam mit seiner Maschine ins Rutschen und stürzte so unglücklich, daß er sich, anscheinend durch seim Brille, verschiedene Schnittwunden im Gesicht sowie Prellungen und Hautabschürfungen zuzog. co Eberstadt, 3. Juli. Die hiesige Volksschule machte vergangene Woche mit ihrem Lehrer, Herrn Reuhl, eine Wanderung in den Taunus. Der Weg führte über Butzbach auf den „Schren- zer" und den „Hausberg" über Espa und Hoch- weise! wi/der in die Heimat. — Am Samstag fand hier unter Leitung von Dr. Becker von der landwirtschaftlichen Schule und Wirtschastsberatungs- stelle Gießen ein Gemarkungsrundgang statt. Hierbei verstand es der Redner vortrefflich, den Bauern und Landwirten an den einzelnen Aeckern und Pflanzen die verschiedensten Krankheiten und Schädlinge zu zeigen und ihre Bekämpfung zu erläutern. Dr. Becker behandelte eingehend den Kartoffelbau und zeigte deutlich die Vorteile der richtigen Sorten- und Saatgutauswahl. Weiter wurde ein mit 7 Sorten angebauter Weizenversuch besichtigt. Die zahlreichen Teilnehmer folgten den lehrreichen Ausführungen mit größtem Interesse und stellten immer wieder Fragen. Am Schlüsse dankte Ortsbauernführer Pg. G ö r l a ch dem Leiter Staatsanwalt verzichtete gleichfalls auf Einlegung eines Rechtsmittels, so daß das Urteil sofort rechtskräftig wurde. Amtsgericht Gießen Gestern hatte sich der H. G. aus Offenbach a. M. wegen Diebstahls im Rückfalle und Hehlerei zu verantworten. Der Angeklagte war im vorigen Jahre hier am Flughafen beschäftigt. Mitte Juli machte er mit einem Kumpanen, der bereits wegen der gleichen Angelegenheit rechtskräftig abgeurteilt ist, eine Bierreise durch Wieseck. Dabei ließen sie m einer Wirtschaft in einem unbewachten Augenblick zwei Schirme mitgehen. In einem anderen Lokal benutzten sie gleichfalls die Abwesenheit des Wirtes, um eine Flasche Schnaps sowie Zigarren und Zi- qaretten zu stehlen. Sie hatten dabei noch die Frechheit, das Diebesgut in der gleichen Wirtschaft am Gästetisch in aller Gemütsruhe zu verzehren. Der Angeklagte war restlos aeständig und gab zu feiner Entschuldigung an, er sei damals total betrunken gewesen. Mit Rücksicht auf das Geständnis owie die Geringfügigkeit der entwendeten Gegenstände billigte ihm das Gericht noch einmal mildernde Umstände zu — und erkannte auf eine Gefängnisstrafe von 2 Monaten. Die Untersuchungshaft wurde in Höhe von zehn Tagen angerechnet. * Die K. M. aus Köln hatte wegen fortgesetzten Betrugs und Diebstahls einen Strafbefehl über «fünf Wochen Gefängnis erhalten. Auf ihren Einspruch hin 'kam. die Sache gestern zur Hauptverhandlung. Die erst 21jährige Angeklagte war im Januar d. I. ihren Eltern in Köln durchgebrannt, um ihren hier bei der Wehrmacht dienenden Freund zu besuchen. Obwohl sie bei ihrer Ankunft in Gießen ganze drei Reichsmark bei sich hatte, mietete sie sich in verschiedenen Gaststätten und auch in Prioathausern ein Abgesehen davon, daß sie natürlich zur Bezahlung der Miete keine Mittel hatte, besaß sie noch obendrein die Dreistigkeit, ihre Wirtsleute zu bestehlen. So ließ sie in einem Fall einen Geldbetrag von RM. 20.— mitgehen, während sie an einem anderen Platze Kleidungsstücke entwendete. Auf Grund der Hauptverhandlung kam das Gericht zu der Heberzeugung, daß die Angeklagte weniger aus verbrecherischem Hang, sondern in erster Linie in bodenlosem Leichtsinn gehandelt habe, und stellte daher das Verfahren auf Grund der Amnestie vom 20. April 1938 ein, da eine geringere Gefängnisstrafe als ein Monat zu' erwarten war. rungsaktion im Kreise Alsfeld. In erfreulicher Weise sei festzustellen, daß schon manches besser ge» worden sei. Er empfahl den Bürgermeistern dringend, sich dieser Angelegenheit tatkräftig anzunehmen. Kreisdirektor Dr. Schönhals machte alsdann noch allgemein beachtenswerte Ausführungen über die Preisbildung und Preisüberwachung. Er wies insbesondere darauf hin, daß die Preisstoppoerordnung auch für bestehende Miet- und Pachtverhältnisse gelte. Etwaige Beanstandungen seien der Gendarmerie zu meiben. Unter Mitteilungen gaben die Sachbearbeiter des Kreisamts eine Anzahl allgemeiner Verfügungen in den einzelnen Verwaltungsgebieten bekannt. Der Kreisobmann machte Mitteilungen über die Altersgrenze der gemeindlichen Ehrenbeamten. Der Kreisobmann schloß mit Dankesworten an die Er- **VHC.-Wanderung-insMühlbachtal. Für seine Juniwgnderung am Sonntag hatte sich der --------„o—o .... . DHC. Gießen das schönste Seitental der Lahn, das! Kreises vertreten waren. Als erstes Referat behau- Mühlbachtal, erkoren. Der Frühzug brachte die beite Stadtsekretär Weber (Alsfeld) das neue nahezu 50 Teilnehmer nach der lieblichen Stadt Personenstandsgesetz, das am 1. Juli 1938 in Kraft Nassau, wo die Wanderung begann. Heber Berg- getreten ist. Der Referent gab zunächst einen Heber» Nassau mit hübschem Rundblick auf den mit der blick über die hauptsächlichsten Aenderungen gegen- Ruine Nassau gekrönten Burgberg ging es nun in über dem seitherigen Personenstandsrecht. Der das reizende Tal. An einem großen Zeltlager der Grundgedanke des neuen Gesetzes sei, die Eintra- HJ. vorüber, bald einen schmalen Fußpfad am gungen über Geburt, Eheschließung und Tod mög- Bache, der einige Male überschritten wurde, entlang, lichst eng miteinander zu verbinden und sie zu bald in schwindelnder Höhe über dem Tale gehend, einem lebensnahen Spiegelbild der Familienent- genoß man herrliche Ausblicke auf das vielgewundene wicklung und der Familienzusammenhänge zu ge- Tal, auf steile Berghänge, bewaldete Höhen und saf- statten. Hierdurch werde der rassekundlichen For- tige Wiesengründe. Vach einer Erholungspause in schung der Weg geebnet. Der Gesetzgeber habe be» der idyllisch gelegenen Schulmuhle, einer Oelmühle, wußt davon Abstand genommen, das Standesamt deren Einrichtung und Betrieb den Teilnehmern be- zum Sippenamt auszubauen, weil die Aufgaben reitwillig gezeigt wurde, ging es über den Schilde- des Standesbeamten hauptsächlich beurkundender köpf, einen Felskegel, der einen entzückenden Rund- Natur sind, während dem Sippenbeamten die Ausblick bietet, zur Mittagsrast nach dem hochgelegenen Wertung dieser Beurkundung überlassen wird. Es Städtchen Singhofen an der verkehrsreichen Bäder- sei nunmehr Aufgabe des neuen Gesetzes, die seit- straße. Den Beschluß der genußreichen Wanderung herigen Bestimmungen, soweit sie sich bewährt bildete der Weg durch das wildromantische Dörsbach-1 haben, mit den neuen, seit der Machtübernahme oder Jammertal mit schroffen gewaltigen, oft feltfam im Jahre 1933 zum Durchbruch gekommenen Ge- geformten Felspartien, am lustig plätschernden Bach I danken, zu einer in sich geschlossenen Einheit zu entlang über tien Klosterberg mit reizvollem Blick in verbinden und die heroorgetretenen Mängel zu be» das Lahntal zum herrlich gelegenen Kloster Arnstein, fettigen. Die deutsche Personenstandsgesetzgebung dessen schöne Kirche besichtigt wurde. NSch kurzer werde in allen Ländern als mustergültig angesehen. Rast in der am Fuße des Klosters ausgangs des Im zweiten Teil seines Vortrags behandelte als- Tales gelegenen Arnsteiner Mühle erfolgte von dann Stadtsekretär Weber die Führung der neuen Obernhof aus die Heimfahrt. Personenstandsbücher, die an bie Stelle *■* D i e Arbeitsgemeinschaft ehe- der seitherigen Personenstandsregister treten, maliger Landwirtschaftsschüler und Der Referent gab an Hand von Mustereintragun- -schülerinnen Gießen unternahm dieser Tage einen gen für die einzelnen Bücher eine praktische Unter» Autobusausflug, an dem sich 80 Mitglieder bet ei» Weisung über die Abfassung und den Wortlaut der Erst in den Abendstunden konnte ermittelt werden, Verhütungsvorschriften müßten noch besser beachtet daß die freiheitsliebenden Tiere zum Hofgut Frie- werden. Es fei besser, Unfälle zu verhüten, als Un- delhausen gehörten und somit schon einen tüchtigen |' " Marsch hinter sich hatten, j ligten. Die Fahrt führte auf der Reichsautobahn bis einzelnen Einträge. Darmstadt, dann die Bergstraße entlang bis Heidel- Für das zweite Referat der Tagung war die berg. Hier besichtigte man die Sehenswürdigkeiten, landwirtschaftliche Unfallverhütung Nach einer längeren Rast, während der die ehe- u n d die U n f a l l v e r s i ch e r u n g das Thema, maligen Schüler ihre Erinnerungen an die Schul- Hierüber sprach der Leiter der land- und forstwirt- zeit au^tauschten, begab man sich wieder auf den I schaftlichen Berufsgenossenschaft in Hessen, Freiherr Heimweg. von Löw (Darmstadt). Der Referent ging in fei» ** Herrenlose Rinder e i n g e f a n g e n. I nen Ausführungen von der Feststellung aus, knß Gestern wurden unweit der Wellersburg einige Rin- die landwirtschaftliche Unfallverhütung in ber Be- der gesehen und eingefangen, über deren Herkunft I völkerung immer noch sehr vernachlässigt werde. Die und Besitzer man geraume Zeit im Unklaren blieb, von den Berufsgenossenschaften erlassenen Unfall- Unfallverhütung dutch genaue Beachtung der Unfall- Verhütungsvorschriften. Bei dem großen Mangel an Arbeitskräften in der Landwirtschaft bedeute der Ausfall der Arbeitskraft des landwirtschaftlichen Betriebsführers auf längere Zeit infolge eines Um falles eine schwere Schädigung Frhr. von Löw erläuterte alsdann die hauptsächlichsten Hnfallge- fahrengebiete in der Landwirtschaft. Es wurde darauf aufmerksam gemacht, daß Betriebsunternehmer in Schadensfällen, welche durch Nichtbeachtung der bestehenden Unfallverhütungsvorschriften entstehen, von der Berufsgenossenschaft in Höhe der von dieser gemachten Aufwendungen ersatzpflichtig gemacht werden können. Der Referent bat um tatkräftige Unterstützung der erörterten Bestrebungen durch die Bürgermeister. Bei der A u s s p r a ch e Ji b er laufen beiß er« waltungsangelegenheiten gab Kreisdirektor Dr. Schönhals (Alsfeld) einen Heber» blick über den Stand der Do r f verschöne- nen bewiesen. Beim Meisterschaftsschreiben für Mit- teleuropa in Budapest ging u. a. auch Hans Fischer (Darmstadt) als Sieger hervor. Im M a - schinen - Leistungsschreiben haben in den brei Klassen (Anfänger-, Praktiker- und Meisterklasse) 1189 Bewerber ihre Prüfung abaelegt. Die Geschäfts st enographen - Prüfung haben bei den 13 Industrie- und Handelskammern im Gaugebiet 521 aegen 502 im Vorjahr bestanden.« Staatlich geprüfte Kurzschriftlehrer gibt es jetzt 125, außerdem fünf geprüfte Schreibmaschinenlehrer. Zum Deutschen Stenographentag in Hamburg Mitte August fahren von Frankfurt aus zwei Sonderzüge mit 1600 Teilnehmern. Nach der Erstattung des Jahresberichts wurden alle Fragen des Unterrichts und der Fortbildung behandelt. Handelsstudienrat Mar weid (Darmstadt) sprach über die erfolgversprechendste Art der Ausbildung der Unterrichtsleiter in den Ortsvereinen, ebenso gab Martin (Wiesbaden) seine Erfahrungen darüber bekannt. Der Gouobmann für Schreibmaschinen, S p e h n k u ch , (Offenbach), behandelte den Schreibmaschinenunterricht. Heber die Jahresrechnung für 1937 und den Haushaltsplan 1938 erstattete der Gauschatzmeister Engelhardt (Mainz) einen befriedigenden Bericht. OieTs« 1.onSenew«'o General | VSf mW” freimütige" < !! 1918 erzählt, mir mit 6 iichen, hat ‘ jtanb, das 1 Literatur n hat. 1 Lm 4. Ault schlacht bei Macht -n ferne] Suiblungen des. ttologifd) ein Weidender Wahrend naM El? keinerlei E Hauptquartier n Barn 4. Juli 191£ Eümmanbeur bei Mert ber laut« > wäre bie grohe i General Luden ! «Tag des deutsche . Krieges") wohl 5 Die Ziele bei 2 l|i/r/d Vaire-Walö i non, deren Befehl Möglichkeit berat sollte. Um Whei beschlossen, so a viel Tanks ' war eine neue sang 1911 M wurde. Dah Er Infanterie, d. ' einen Frontabs eingesetzt werbe stellung erfe 1 Feld- und 302 sollte feine Artil Artillerie-Feuers, ’ ; sollte um Z Uhr Gestern wurde bas Verfahren gegen die A. B., deren Mutter und den K. F., sämtlich aus Lißberg, ... , • »wegen Meineids zu Ende geführt. Die Angeklagten Spotfamf der 7tS(5- „Kraft durch jreuoe . ^aften bekanntlich in einem Beleidigungsprozey, Tia»- Qof*fntMpHfs$urhi5 wird vom Donnerstag! Heu ein Arzt gegen zwei andere Lißberger Einwoh- au? Mittwoch verlegt und findet das erste Mal am n-r angestrengt hatte der. W°hrh°^ zuwider unter Das Gleiberafest ftndet nicht flfoff. tet. Diese Verleumdung, die, wie einwandfrei fest- gestellt wurde, völlig zu Unrecht erhoben mar, bil- Gleiberafest, das insbesondere öete damals den Gegenstand des Beleidigungsver- re zur Feier des hundertjahn- ?ahreng. Obwohl die Angeklagten hartnäckig bis „ nrtn Lum Schluß leugneten, wurde durch die sehr um» ern der alten Burg ver- kqngreiche Beweisaufnahme eindeutig festgestellt, daß i Entschluß des Gleiberg- Gerücht von den Angeklagten feinen Ausgang Vereins in diesem Jahre nicht stattsinden. Man hat genommen hatte. sich zu dieser Maßnahme deshalb entschlossen, weil $er Vertreter der Anklagebehörde mies in seinen gegenwärtig eine solche Fülle von Veranstaltungen Ausführungen auf die Verwerflichkeit der Handlun- (nicht nur in Gießen, sondern auch in der Hmge- ' : Cl~' bung) stattfindet, die es geraten erscheinen läßt, das Gleibergfest in diesem Jahre nicht zu feiern. Ursprünglich war es für Sonntag, 17. Juli, vorgesehen. Ein wesentlicher Grund für die Absage des Festes mar die Tatsache, daß am gleichen Tage in Rodheim ein großes Turnfest stattfindet, an depi die Turner der ganzen Umgebung teilnehmen werden. Welche Freude, heute durch Deutschland zu fahren! Kein Schornstein ist mehr zu sehen, der nicht raucht. Ueberall auf dem Lande erfreut wieder die altgewohnte Sauberkeit und Ordnung und, in welcher Richtung wir uns auch bewegen, sehen mir Neues. Gigantische Straßen mit gewaltigen Kunstbauten entstehen allerorts, die kleinen einst unansehnlichen Landsträßchen aber sind zu vorzüglichen staubfreien Verkehrsadern geworden. Wir nähern uns den Städten. Ein Baufieber hat die Vororte, - - is öer Angeklagte F. wegen Mein- ergrist-n. wir stvhen au, mafrSefi"eu^to?5,'c ete in zwei Fällen zu insgefami 1 Johr 2 Mo- Industrieviertel. 3m Innern der Stadt- uberichrei- naten verurteilt; die Mutter wurde t-n wir breite neue Brucken, ub°r d>° em verviel. Autzerdem wurde den beiden Ber- sachter Krastwagenverkehr brandet. U-berall sind die I bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer Straßen zu eng geworden Hacke und Kran r£?“"lc" Lon je drei Jahren aberkannt. Di- Untersuchungs- Häuserreihen fort, um dem neuen Leben Luft zu rouröe nicht angerechnet, da sie bis zuletzt ge« schaffen. Die größten ftadte Deutschlands erhalten h hatten^Bezüglich der Mutter mar das Ge- em neues Gesicht. Unfere Hafen, unsere Werften, Ansicht, daß diese möglicherrneise ihre da- einst verödet, sind wieder voll froher Bewegung. mQlige Aussage subjektiv für wahr gehalten habe, df-' ALbefchasfu^g f°he°n'Biel°°Iah?-Zurücks B°id° Angeklagten nahmen das Urteil an. Der war den einzelnen in Arbeit zu bringen ihre Aufgabe, und immer 'weiter vervielfältigt wuchs ihr , Sinn. Sie kann manchen Verdienst am deutschen i Aufbau für sich in Anspruch nehmen und ebenso die ~ ~ 4 m Volksgenossen, die als Losverkäufer ihr geholfen LPD. F r a n k f u r t a. M., 4. Juli. Der Gguverhaben. Denn bie Reichslo11erien für Ar- band Hessen der Deutschen Stenvaraphenschaft hielt beitsbeschaffung waren wichtige Mitarbeiter am Sonntag in Frankfurt eine Dertreteroersamm- am großen Werk, und ihr Aufgabengebiet ist mit lung ab. Gauoerbandsoertreter Werner (Darm» der Größe der Leistungen nur gewachsen. Auch jetzt stadt) begrüßte die Teilnehmer. Nach dem vom wieder werben die braunen Glücksmänner um Gro- Geschäftsführer Krapp (Darmstadt) erstatteten schen für den deutschen Aufbau und teilen bei Herei- Jahresbericht erhöhte sich im Jahre 1937 der Mit- chertem Gewinnplan wieder bei fofortigem Gewinn- gliederbestand von 16 343 Mitgliedern in 124 23er» enttckeid ihre willkommenen Gaben aus. 1 einen auf 18 627 und stieg nach einer Zwischenzäh- m lung zum 1. Juli 1938 auf 19 100 Mitglieder in Gießener Wochenmarrtpreife. 125 Vereinen. * Gießen 5 Juli Auf dem heutigen Wochen- Die Häuser der kurzschrisi, gemeinsam mit markt kosteten: feine Molkereibutter, % kg 1,52-Mk., der DAF. betrieben, verzeichneten tn 155 Lehr- Markenbutter 1,55 bis 1,60 Mk., Matte 20 bis 25 Pf., gängen in Kurzschrift und INaschinenschreiben Käse, das Stück 4 bis 8, Eier, deutsche, Klasse 8 13, insgesamt 3661 Teilnehmer, die eigenen Lehr- Klasse A 12/-, Klasse B 12, Klasse C 11'/., Klasse v gänge der Stenographenschafi in 4390 Lehr- 10%, Enteneier :.2, gängen 54166 Teilnehmer, zusammen also in Z.i-ÄÄSS'Si'äSÄ «... «• 40 Zwiebeln 15 bis 20, das Bündel 10 bis 15, g r a p h e n p r u f un g e n. Außer insgesamt 7282 Rhabarber, % kg 12 bis 15, Kartofeln, alte, Vi kg b e ft a n b e n e n Prufun g e n innerhalb der 5 Pf, 5 kg 44, 50 kg 3,30 bis 3,90 Mk., neue,' Q™ kg 9 bis 10 Pf., Pfirsiche 50 bis 60, Himbeeren 50, Aepfel, ausländische, 60 bis 65, Kirschen 70, Stachelbeeren 25 bis 35, Johannisbeeren 35 bis 45, Erdbeeren 45 bis 50 Pf., Hähne 1,10 bis 1,15 Mk., Suppenhühner 90 Pf. bis 1,05 Mk., Blumenkohl, das Stück 10 bi$ 70, Salat 5 bis 10, Salatgurken 30 bis 50, Einmachgurken 8 bis 20, Oberkohlradi 5 bis 10, Suppengrün, das Bündel 5, Rettich 5 bis 15, das Bündel 20, Radieschen, das Bündel 5 bis 10 Pf. Aus der engeren Heimat. Unfälle auf dem Lande. Der 66 Jahre alte Landwirt Heinrich Konradk aus Lauter stürzte beim Heuholen vom Wagen ab und erlitt einen Bruch des linken Armes. — Belm Wälzen von Baumstämmen kam der 23 Jahre alte Arbeiter Heinrich Weisel von Birklar mit einem Arm unter einen ber Stämme und mußte eben« falls mit einer Bruchverletzung in ärztliche Behang lung gebracht werden. — Der Landwirt Heinrich K ö n i g von Ober-Kleen erlitt durch einen ungluck« lichen Sturz einen Hnterschenkelbruch. -7 Mit einem schweren Hnterkieferbruch mußte der 24iahnge Wer« ner H e d d e r i ch aus Wetzlar in ärztliche Behänd« lung gebracht werden. Er war mit dem Motorrad unweit von Dutenhofen gestürzt. .Sämtliche Verunglückten wurden in die Chirurgische Kttrnk nach Gießen gebracht. 3m Dienst schwer;» Schaden gekommen Den Verletzungen erlegen. * Altenkirchen (Kreis Wetzlar), 5 Juli. .2« der Nacht zum Sonntag wollte der hiesige ^Nacht« Wächter Gelzenleuchter einen jungen Mann, der betrunken war und randalierte, zur Ruhe mahnen. Der Betrunkene griff, anscheinend erbost über diese Ermahnung, den Nachtwächter an und schlug ihn mit einem Stück Eisen aufben Kops Der Nachtwächter erlitt habet eine Wunde, an ber sich bald darauf Blutvergiftungserschemun« gen zeiaten Der bedauernswerte Mann mutzte tri )ie Chirurgische Klinik nach Gießen gebracht werden und ist gestern den Folaen der Verletzung und der eingetretenen Blutvergiftung erlegen. Landkreis Gießen. Lpd. Büdingen, 4. Juli. Das Finanzamt Büdingen hat den Fischhändler Konrad Nos III. in Wolf wegen fortgesetzter Hmsatzsteuer-, Einkommen- und Bermögenssteuerhinterziehung mit einer Geldstrafe von insgesamt 52 000 Mark belegt. —- Der Bäcker und Händler Isidor F e l s e n t h a l in Bindsachsen, jetzt in Frankfurt a. M., Herder-. - 9-----r> , . . ■ / strahe 39 wurde wegen fortgesetzter Einkommen- K''eisletter Backhaus. Außerdem sprachen noch steuerhinterziehung in eine Geldstrafe von 1000,---Hntersturmführer Stastny-Haiu urü> Orts- Mark genommen. igruppenletter Schutz. ! X Q «u e 3 IC H n ö U re -rr i-Ö re r man den Gondelteil des neuesten Luftschcsfes. - daß man am ®ei Hühner, die sich ecken tonnten, lrveZ Hirbc das Lett des 1 Schlamm gereinigt. t u L mgen Hon von jeher flacht ... . > in an dichm Tag isihcndlungen des Krieges zäl ^e ^^vorhandenenl '' " Um -dieselbe Stunde saß Frau Mizzi ^mbrust-r miMDrem Neffen gar nicht we.t °°m Grabnent ftrnt in einem Weinrestaurant, das sie b->°n°-rs b“K'£ blaß weg Don hier! Mürgen spannen wir hundert Pf-rdekräste ein und fahren fort. ü en wir ran tiges" Interesse." S'Hu* Eisen Ach alles Mache. Frau Armbruster! Wirklich. "'S s’.ää;»-.>-s sl Zynismus nichts das kannst du auch nicht leug nen; es war etwas daran. Der Kellner trug die Suppe auf. Leugne ich gar Nicht, Frau Armbruster. Ganz V’ Qmeife[ es war etwas daran. Man wurde dL-t^inn-rt - ich weiß nur nicht rn wen °°D-r Prokurist-- hatte seine Pasteten gespeist « asMVÄa-s "Ä« W» 6««« »'»" -» hin. Was bedeutete das? Was fällt dir ein, Fritz? Was heißt das? iaate es dir ja. Daß man direkt erinnert •x unh Hofr n ckt weiß an wen und was. w>rd - U"d bloß Nicht, eBn[t 2Bcm ;d) & wüßte Es geht mir schon den ganzen Abend dau. ernd im Kops herum." .. „Soll das heißen — Fritz — (Fortsetzung folgt!) titünaf lande. lhymei. JS «6 te**- h« ?'7‘.5Un5 »öd rab^ajt der Tat der "enst. sremswä bä* ,“-S schein nach ist das Achte noch me!lnAnns Thomas: Percy auf Abwe- gen Roman. Preis broschiert 3,80 Mark; ^inen 5 Mark. Deutscher Verlag, Berlim Der Oelmagn t cinxn Barcival Brown aus London ist pioy lich verschwunden. Brows Tochter Jane versucht ein Attentat gegen den Reporter Mac Wüster, aeaen ihren „Daddy-- geschrieben hat Der Schuß ?riiit aber nur den zufällig über dem Arm Hangenden Frack Zwischen beiden entwickelt sich em t)um°p ooll-lrockener Flirt. Brown ist '"^E^Ne Duval gelandet, er gefallt der charmanter> War-ell- Duvall ää* »’vfe srfi1 Ä.f äb-a^S ans äSä *ä“ä Zellunaem Brown kehrt nach London zuruck -ll- Läre nichts gewesen. Ein amü anter Roman für den "£elnz^SchmidN°7 Die deutsche KWKZELM was««« erleichtern dem gedienten Soldaten der neuen Wehrmacht eine Erinnerung an seine Dienstzeit bedeuten und gleichzeitig seinen Gesichtskreis über d eigene Waffe hinaus westen. . — Dr. Ernst Gerhard 2 a c o b . D ie d e u l lcken Kolonien einst und letzt. Mit Kar tenfkizzen und zahlreichen Tabellen. Kartoniert 135 Pf. Philipp Reclam jun., Derlag^Leipzig^^^ General Fuller, nach dem Kriege geschworener Feind der Versailler Poetik, hat in zwei bemerkenswerten Buchern. „Tanks im Weltkrieg" und „Erinnerungen eines freimütigen Soldaten" die G e s ch i ch te d er britischen Tankwaffe von 1914 bis 1918 erzählt. Sein nachstehender Bericht, den wir mit besonderer Erlaubnis veröffentlichen, hat ein Kriegsereignis zum ^eiy stand, das in der bisherigen Weltkriegs. Literatur noch keine Beachtung gefunden wa'-unverbesserlich!" Frau Armbruster siiiiste die Arme auf den Tisch und begann zu elfen. Ä »S S",S. “Ä"£ Ich gebe das Rennen nicht auf. "arÄM ä'ä Dingen, li-ßHHHäsir^erl-n und lachte I bam - sie spürte wohl, wie unruhig er war, w- ein inneres Fieber sich in^iesem Lachen und Sch r. 3en Luft machte. Was ging m lhr vor? pwtzn^ 3egte sie, mit einem blitzschnellen Entschluß, ihre Hand auf die seine und sagte: D^hi-lt^si-mit seinen beiden chanden fest und sah sie an, mit einem Blick, der ganz ernst war und >en sie nie vergaß. „Ruhe? Indir, Renata. t»=, llnb da sie es mit einem kleinen, glücklichen La che^n um den Mund duldete schlug seine Stimme um und eine Ausgelassenheit überflutete ihn, die Ottenrieth saß in seiner Loge, halb hinter dem Vorhang verborgen. Er stützte den blaßen ^apf Leide Hande und hielt die Augen bedeckt, um alles rein durch dos Menschengewühl des Saales und das Glitzern der Lichter nicht abgelenkt, zu gemeß . Die Musik dle aus dem Orchester emporstrom - und von den zinnernen Pfeifen der großen Orgel wi der niederrauschte, .klang geheimnisvoll zusamm n mit der Musik in eitlem Herzen. Er ah den weile See vor sich, wie er ihn so oft aus semem Fenster ™ hör Tre snade“ zu San Ambrogio g^hen, ,er sah die Sonne aus lichtem M°rgengewolk her- worgehen und königlich über den ll eben en Sp.-gel , wandeln und hörte die Sphärenmusik, die ch °n^s wattigen Gang begleitete. Und ak, banr Bie schenstimme des Cello ihre bebende F 8 *) ries in da- klingend- s'n«°nd° Licht da hob er de Kopf aus den chanden und sah Renata an ,°>n°r Seite an. Und sie fühlte seinen Bück, der einer stummen Frage überladen war und I-Ntt- °,° Stirn - und fühlt- >m 6-rz-n m t, was °°n oer Orgel her eine ander« Stimm« zur Antwort g Da tastete er sich nach ihrer Hand und str-lch-It I . einmal nur und leise. Es wurde ein großer Erfolg, wie schon nach dem stark applaudierten ersten Satz vorauszus-h,-n g- wesen war. Das Publikum raste vtt-nri-th mutz Renata allein lassen und sich aus dem Podium >m mer wieder der besessen klatschenden M-ng-^^z-ch°n. Er sah, ins Licht blinzelnd, zu der Loge hmub-r, wo Renata an der Brüstung lehnte. Und er sah ben Mizzi Armbruster, die aus aller Kraft lhr ' schiqen Handflächen zusammenpatschte, und n ivd°n N-fs-n und Prokuristen, der das gl-ich° °t. ,Klatsche, Fritz!" b-sahl Frau ^^ust^ „Klatsche! Alle ßeute# sollen wissen, daß wir es o Konkurrenz gönnen!" „Die Klatschsucht ist ein weitverbreitetes Laster frönen wir ihr!Und er klatschte sich die Hanoe wund — vor Wut mnb Haß. Zwanzig Minuten später saß 'Ottemleth wst R ' ------- nata in einer kleinen Weinstube nahe am abe meinst Er lachte und scherzte, wie ste ihn noch nie gelten, « bestEe eine sinnverwirrenoe Menge von schonen ty l(i hier ereignete sR ' SÄ'" KÄch«n TJrdj (Ml S >!**** Äte Loche mti 1 re ei aas1:»»»? ¥ « ÄS'?»-SttÄ»™ BÄÄS 25pfündige und 58 112psündlge B ° m b-v aus diese -aide und versorgten die australischen Masch.nsn gewehrschützen mit 114 000 Schuß G-w-hrmumtion durch Abwürfe mittels Fallschirm. -lnsa-samt waren 60 Kampstanks und 4 Pr°°i°nttanks b-t-iligll Di- -rst-x-n w°> ren auf -iner Linie von einem> Kilometer im Rucken der angreifenden In,anter,- 01{f9efte“‘' “nob teren schleppten eine Proviantlast von 500 Rentner KMTS '•nun, __ eßen. ,fm ^4 IMi 1918 wurde die denkwürdige Schlacht b e i H a m e l geschlagen...Obwohl diese Chlacht in keiner Hinsicht zu den größeren^Kampfs hcnblungen des Krieges zahlte, war ste doch p s Y ^alogisch eine entscheidende, und Zwar ent en und Säckchen aus« s» e i d e n d e r als die von G am b . a . v - - • । - -- • . Sebieten des Deulschen L,mmandeur der Britischen 4. Armee, vond«n grüßte die Frauen und x ert der Tanks, und ohne diese Ueberzeumi g r Filme. Sehr lehrreich ^re die große Schlacht am 8. August 1918 ( ch «iten: WW ßvneral Ludendorfss Worten "d-r ^warze )ier, Altmetall, Lickpen 2nq des deutschen Heeres m der Geschichte oteies Verwendung in einem Krieges") wohl kaum geschlagen mord - b ertlirte. $om Srenj. Di- Ziele des Angriffs waren chamel, der yam«^ Uber ms bem M,mü lad Vaire-Wald und das H°h°ng°l°^e d !bM»2nimß-s°t. C,n, deren Besetzung den Feind d" Beobachw g da; haus d-r Reichs noqlichkeit berauben und d,e unsere pervepern I„. Den Schloß bilbett Lute. Um größere Verluste zu aermelden w o ch-Kl.idong--, d-r di, ^.schlossen, so wenig D-otsch-nFEW-ih «rel Tanks wie m:° g li ch emzu etz:°n ^n^ D-s-ng b-ind-i- bei rar ein- neue Idee, "dwohl ste br seil . Vww - «esL t Unier. » Menktie. s- .V1.® ®n“?„“fl"‘si>är'"w»t OTomel« -rh°s-n,tr°ß-, tarnt an , nen SrontabMm ttmm (? q u f. geistiger Frische i m imgesetzt werden ,sollen v e ÜDn 326 i-ld.'Ä Ä««n W«. Dem Angrifs verließ ^ch 2stah g Artillerievorbereitung vo Ä e * wÄetnnb d°s Arliller.ei ..... ^ Ä,ok-hr-n. 6b vllte um Z Uhr -rossnet werden^----------- Kindergärtnerin aus- ■--------- ~~ ” SZUMMMMRAlM SÄ: l abgefeuert, eine I T^dienmateriaT^u? deutsch^ Kolonialforderung Vergleich zu früheren Schlachten. zuiammengefaßtz Rach einem histori- e oajtuu, uu.. Hamel steht Nicht mir als uberlich^ zusamr ^9 \£merbung des deutschen Beispiel einer vollkommen en Schlacht scheu ^ua i Kolonien im einzelnen da, sondern sie bildet auch die 1 /s behandelt. Den Verhältnissen unter deutscher Schutz, unaufhörlichen Forderungen des Generös l^l e s P Me dem Weltkrieg wird der Zustand 3 S6 «■ £U 1 Januar un" Mitt- März 1918 ^««6U«* » gSTÄ,,"»!>• A-rteitobtafc. mit d-m U a - •' ”1 f * - • • •1 • ‘ ”* S£d,?Ä y. —»—==«=?= feine Schlacht an der Lys und keine dritte ^lachU an der Aisne stattgefunden hätte, daß ferner die Moral unserer Armeen, die durch die passwe Defensive untergraben war, von Angriff zu Angr^s gestiegen und^ die der feindlichen Armeen getunten "°Jn°d°7Nacht vom 2. zum 3 Juli l°mm°lt-n sich I die Tanks in den Dörfern von chamelet^und 5ouiUm), unh um 10.30 Uhr abends ruckten sie zu ihrer Aufmarschlinie vor. Am Angriffstag wurden die Motoren um 2.59 Uhr nachts angeworfen ui.d . um 3 02 Uhr rückten sie bis zur Infanterie vor. 1 e Angriff war auf 3.10 Uhr angesetzt. Die Infam terie wurde bald eingeholt und ^.^en menten S? Ä '‘‘-I» *« H“ ass; mit: 124 Rollen Stache^raht 300 kurzen und 130 langen Schraubenpslockchen, 45 Tafeln Wei^ ech, 150 leichten Minenwerfergranaten, 10 000 Schutz Gewehrmunition und 100 Gallonnen Trinkm ß Inoffiziell wurden auch mehrere. Flaschen Whisky 9C$ieerqCringen Verluste sind sehr auf|d)lu6= wohl sie bereits ,eit An- reust Die Austtaller -1^672^^^^; Tank-Korps v°rg°Ichl°§°n wundete Von ° Sammelpunkten zu. 1 Zck, und di- fünf, die kampfunfähig gemacht wor- den waren, wurden m der^ Nacht vom zum 1 Wie denn? Du willst noch einmal die Derb in- äs SÄ-» Ü»“ÄS mene Zeugin ist. „Seid ihr nun ganz auseinander, Kinder. Ja, ich muß mich wohl damit abfmden , klagte er" Er hat sich ihrer bemächtigt ... ich weiß Nrcht wie." Wären wir noch im Mittelalter, so konnte man an Liebestränke glauben, „Das tut mir leid für dich, mein ^nge .Fch habe immer gehofft, es würde was drau^ werden, weu du^o -in- Frau g-rad- brauchtest. War -m pracht- völles Madel. Aber fürs G-I-Ha t sit -s m ll -cht besser so Denn wenn sie wirklich eng mit ihm Mert ist - und es hah ja fast den Anschein, well sie beide so ganz allein in der Loge sh^en , s'£ s'V'ss -ff - und ihr. Paß aus, sie wird UNS noch eines Tages nützlich sein. Laß mich nur mach-n. Bitte schön! Mach du, was du willst, Frau Armbruster. Aber laß mich aus dem Spiel. Verstehe. Verstehe vollkommen Man hat auch also, ich nehme die Sache selber in die Hand. Fritz schüttelte den Kopf. Willst du dich denn wirklich darauf Anlassen? Ich werde nicht müde werden, abzuraten. „Was heißt das, lieber Prokurist? Erfolg ist Büchertisch. m. «W j V-Aog. Berlin. - (171) - H°n- Ä ” M mit jeder Bestimmung so,ort vertraut zu- öieTankWachtvonHamelvor20Lahr-n^^s^s--^"^ heiraten will, und dem Bauernknecht Ol-, der das Mädchen, das ihn immer aufs neue abweist, am ' ■ einer Fastnacht auf °me ung-wohnUch-un .r f .e-G-x .Uv iS,»ISN ’)\siiien aui- SJi.-'fpOTt Länderkampf der Leichtathleten. Wie es zum deutschen Siege kam. Die deutschen Leichtathleten bewiesen am vergangenen Sonntag im Länderkampf gegen Frankreich wieder einmal ihre große Klasse. (Wir berichteten gestern kurz darüber!) Nachstehend eine kurze Uebersicht über den Kampfoerlauf: Eingeleitet wurde der Länderkampf mit dem 10 0 - Meter - Lauf, der den ersten Doppel- crfolg für Deutschland brachte; Scheuring und Kersch verwiesen die beiden Franzosen auf die Plätze. Auch der nachfolgende 8 0 0 - M e t e r - Wettbewerb sah unsere Vertreter in Front. Harbig gewann in der sehr guten Zeit von 1:54,4 vor dem Wiener Eichberger, der mit 1:54,8 nur knapp geschlagen blieb, lieber 2 00 Meter gab es ebenfalls einen deutschen Endkampf, den Neckermann (22,3) gegen Hornberger (22,4) gewann. Prächtig war 6er Wurf unseres Olympiasiegers im Speerwerfen, Gerhard Stock, mit 69,08 Meter; der Berliner Buesse schleuderte den Speer 64,50 Meter, womit der beste Franzose um fast zehn Meter überboten wurde. Brust an Brust kämpften Wegner und Kumpmann im 110- Meter-Hürdenlauf vor dem Ziel. Für beide Läufer wurden 14,6 Sekunden gestoppt, doch hatte Wegner seinen Landsmann um Zentimeter abge- sangen. Der gute französische Mittelstreckler Normand konnte von dem Freiburger Stadler im 15 0 0» M e ter - Lauf erst auf den letzten Metern niedergerungen werden; Böttcher eroberte mit einer Energieleistung noch den dritten Platz. Im Hoch - Sprung kamen Weinkötz und Martens zunächst gemeinsam über 1,90 Meter; der Kölner siegte dann mit 1,95 Meter. Im Stabhochsprung kam der Franzose Ramadier mit 4 Meter zum einzigen französischen Sieg. Groß war die Ueberlegenheit der Deutschen auch im Kugel st oßen; überraschend wurde Wöllke (15,67 Meter) hier von dem Münchner Lampert (15,69 Meter) um 2 Zentimeter überboten. Den 2. Platz belegte Lampert im Diskuswerfen hinter dem Weltrekordmann Schröder, der die Scheibe 47,62 Meter weit schleuderte, lieber 5 0 0 0 Meter waren die Franzosen unseren Vertretern nur auf der ersten Hälfte der Strecke ebenbürtig; dann lösten sich Syring und Ostdrtag von ihren Gegnern und siegten mit Abstand. Die 80 0 Meter brachten einen scharfen Kampf zwischen Linnhoff und dem Franzosen Joye, den der Deutsche in 48,8 mit 2/io Sekunden zu seinen Gunsten entschied. Eine sichere Sache für Lang und Leichum war der W e i t s p r u n g , doch kam auch der beste Franzose noch über die 7-Meter-Grenze. Ganz sicher hatten die Deutschen die 4X100 - Meter-Staffel in 41,6; dagegen lieferten die Franzosen über 4 X 400 Meter einen harten Kampf, den erst unser Schlußmann Robens für die Deutschen entschied. Sieg der deutschen Fechterinnen gegen Dänemark. Anläßlich der Jubiläumsfeierlichkeiten des Offenbacher Turnvereins und des Offenbacher Fechtklubs wurde am Samstagabend in der Turnhalle des Turno. Offenbach ein internationaler Florettkampf zwischen den deutschen und dänischen Fechterinnen abgewickelt. Die deutschen Vertreterinnen gewannen den Kampf mit 9 Siegen und 57 erhaltenen Treffern gegen 7 Siege und 64 erhaltene Treffer der Däninnen. Damit ist es den deutschen Frauen gelungen, die im Februar v. I. in Kopenhagen erlittene knappe Niederlage wettzumachen. Fernfahrt München - Mailand. Ein deutscher Sieg. Der zweite Länderkampf unserer Amateur-Straßenfahrer gegen Italien anläßlich der Fernfahrt München—Mailand brachte den ersten Sieg der deutschen Mannschaft, die damit den Ehrenpreis des Duce eroberte. In der Einzelwertung wurde das Rennen erst in der letzten Sekunde für uns verloren. Der Schweinfurter Heller wurde im Sport eingeschlossen und konnte so nur den sechsten Platz belegen, so daß der italienische Etappensieger B e n e d e t t i mit ihm punktgleich werden konnte und dank seiner besseren Placierung den Ehrenpreis des Führers und Reichskanzlers gewann. Die Deutschen Heller, Richter und Jrrgang kamen in gleicher Zeit mit dem Sieger auf die nächsten Plätze. Iahrkunst beim Bad-NauheimerTurnier Während die Marathon-Fahrt noch im Gange ist, deren Kämpfe mit großer Spannung erwartet werden, beginnen bereits am Samstag die übrigen Fahrwettbewerbe des Turniers. Die in diesen Wettbewerben für Ein-, Zwei-, Mehrspänner und Tandems beteiligten Gespanne stellen mit das beste Material dar, das in Deutschland zu finden ist. Allein zwei Sechserzüge, ein Fünferzug, drei Viererzüge sind gemeldet. Dazu kommen mehrere Tandems, 1*5 Zweispänner und 16 Einspänner. E. Koch (Siegen) ist mit seinen in fünf Marathon-Fahrten nach Aachen siegreichen Pferden wieder dabei. Erstmals zeigt sich in Bad-Nauheim die Heeres-Nach- schubschule Hannover mit den berühmten Gespannen: Medea, Nenner, Quast, Quitzow, Quendel und Pair. Auch die sehr hübschen Schimmel und Rappen der Fahrabteilung 24 Hannover, gefahren von Major von Reitzenstein und Major Zimmermann v. Siefart, werden antreten. Selbstverständlich fehlen die herrlichen Gespanne der benachbarten.Regimenter nicht. Die Bewerber aus Privatbesitz werden auch diesmal sich durchzusetzen verstehen. So sind Phil. Heß (Dortelweil), R. Eifer (Muschenheim), L. Nungesser (Pfungstadt) und vor allem C. Brückmann (Groß^Karben), dessen kapitale Hilde seit Jahren in ihrer Klasse nicht zu schlagen war, erneut gegen die große Gegnerschaft auf dem Plan. Mit der Marathon-Fahrt des IX. Armeekorps und diesen Gespannprüfungen bietet das Bad-Nauheimer Turnier eine umfassende Schau moderner Fahrkunst, dazu aber einen Aufmarsch leistungsfähigster Wagenpferde. „<9>rofoer preis von Nürnberg s Ruhmbedeckt kehrte Georg Meier, der Sieger des Großen Preises von Belgien, zurück und startete in Nürnberg beim Großen Motorradpreis zu seinem ersten Rennen. Es wurde der dritte Sieg seiner noch nicht einjährigen Laufbahn. Mit 140 st/km schraubte er den Rekord auf der neuen Bahn sehr hoch. Im strömenden Regen wurden die ersten Läufe durchgeführt. Erst zum Schluß kam die Sonne durch,' so daß die 6,5 km lange Rundstrecke trocken wurde. Vor 16 000 Zuschauern zeigte Meier sem großes Können auf der Halblitermaschine der BMW. Von der ersten Runde an lag er in Front und erzielte in der letzten mit 145,8 st/km auch die schnellste Runde. Den zweiten Platz belegte fein Stallgefährte Krauß (München) vor dem Autounion-Fabrikfahrer Bungerz. — Harte Kümpfe gab es in den beiden kleinen Klassen. Die DKW.- Privatfahrer G a b l e n z (Karlsruhe) und Lottes (Marburg) beherrschten Die 250er Klasse; Gablenz war der Schnellere. In der 350 ccm-Klasse war Winkler auf Autounion-DKW. nicht zu schlagen. Sein gefährlichster Gegner war sein Kamerad Wünsche (Chemnitz). FaustboN im Gau Hessen. Auf dem Wege zur Gaumeisterschaft. Die ersten Faustballrunden in den Kreisen des Gaues Hessen sind vorüber; sie haben allenthalben eine Sichtung der Kräfte gebracht. In den meisten Fällen tonnten- sich die führenden Mannschaften des Vorjahres wieder an die Spitze fetzen. Es verdient besonderer Erwähnung, daß der verdiente Faust- ballpionier und mehrmalige Gaumeister Tv. 184 6 Gießen, in diesem Jahre wieder bei der Sache ist und sehr wahrscheinlich ein ernstes Wort bei der Entscheidung im Gau mitreden wird. Vor den Gauendspielen um die Gaumeisterschaft, die am 7. August in einem noch zu bestimmenden Ort des Nvrdbezirks stattfinden, werden in den Kreisgruppenspielen die Kreisgruppeu-Besten ermittelt, die allein für die Teilnahme an den Gau- fpielen in Frage kommen. Die Kreisgruppe Friedberg-Hanau machte nun den Anfang in Friedberg mit dem Ergebnis, daß die Tgm. Friedberg als Kreisgruppensieger der Männerklasfe I für die Teilnahme an der Gau- meisterschaft berechtigt wurde. Ihre ebenbürtigen Gegner, der vorjährige Gaumeister Licht-Luft Hanau und die spielstarke Tgm. Bad Homburg blieben dabei auf der Strecke und kommen in diesem Jahre leider nicht in die Entscheidung. In der Männer klasse II siegte Tgm. Bad Homburg über Licht-Luft Hanau 40:29 (21:15), in der Männerklasse III Tgm. Bad Homburg vor Polizei Hanau 40:26 (21:14). Bei den Frauen wurde Tgm. Friedberg kampflos Kreisgruppensieger. Leichtathletik der Gp.-Vg. 1900. Mittelstreckler in Frankfurt a. IN. siegreich. Bei den I. Nationalen Wettkämpfen des Fußball- sportvereins Frankfurt a. M. am vergangenen Sonntag war die Spielvereinigung 1900 durch ihre Mittelstreckler vertreten. Die 1900er rechtfertigten t>a/s in sie gesetzte Vertrauen vollkommen und war- 4:3 für Hannover! So fiel die Entscheids! 3 Sechs Minuten vor Ablauf des abermals verlängerten Wiederhvlungstreffens im Berliner Olympia-Stadion konnte Hannover 96 das siegbringende vierte Tor einbringen und damit die Deutsche Meisterschaft gewinnen. Unser Bild zeigt diesen dramatischen Augenblick. K l v d hatte bereits den Ball in den Händen, ließ ihn jedoch fallen, und E. Meng schoß an ihm vorbei ins Tor. Rechts: Reichsminister R u st bei der Siegerehrung seiner hannoverschen Landsleute, die sich freudestrahlend um den Siegerkranz geschart hatten. — (Schirner-Scherl-M.) teten mit ausgezeichneten Leistungen auf. Nachstehend dis Ergebnisse: 800 Meter Klasse II: 1. Peters (Gießen 1900), 2:03,0 Min.; 2. Rönnebeck (Polizei Frankfurt), 2:05 Min.; 3. Hadwieger (Darmstadt 98), 2:05 Min. Peteks war weitaus bester Mann des Feldes und lief sein Rennen unangefochten nach Hause. 1500 Meter Klasse I: 1. Wiest (DRL. Darmstadt), 4:14,5 «Min.; 2. Kleemann (Gießen 1900), 4:21,9 Min.; 3. Michaelis (Eintracht Frankfurt), 4:22 Min. Der 1900er, der bereits ein Rennen hinter sich hatte, kam auf dieser Strecke nicht so gut zur Geltung wie sonst. Peters lief als Vierter irr-4:22,2 Minuten ein. 3 0 0 0 Meter Klaffe II: 1. Kleemann (Gießen 1900), 9:13,8 Min.; 2. Bratenaeier (FV. Sprendlingen), 9:18 Min.; 3. Schubert (Darmstadt 98), 9:18 Min. Eine ganz vorzügliche Leistung von Kleemann, der damit bewies, daß er wieder stark im Kommen ist. 10 0 0 Meter Jugend A: 1. Puhlmann (Fußballsportverein Frankfurt), 2:45,2 Minuten; 2. Deibel (Gießen 1900), 2:45,2 Min. (Brustbreite); 3. Sann (Turngemeinde Frastkenthal), 2:46,6 Min. Auch der talentierte Deibel stellte sein Können unter Beweis. Die Zeit von 2:45,2 Minuten war bis dahin in der Spielvereinigungs-Jugend noch nicht erzielt worden. Leichtathletikmeistei-schassen des Sportkreises Gießen. Am kommenden Sonntag bringt der Sportkreis Gießen, der die polittschen Kreise Alsfeld, Gießen, Wetzlar und Dillenburg umfaßt, seine leichtathle- ttschen Kreismeisterschaften zum Austtag. Es wird in einer Männer- und einer Fr au en kl affe gestartet. Die Ausschreibung sieht vor: Männer: 100-, 200-, 400-, 800-, 1500- und 5000-Meter-Lauf, Hoch-, Weit-, Drei- und Stabhochsprung, Kugelstoßen, Diskus-, Speer- und Hammerwerfen. Ferner 4X100-, 4X400- und 4X1500- Meter-Staffeln. Frauen: 100- und 200-Meter-Lauf, Hoch- und Weitsprung, Kugelstoßen, Diskus- und SpeenverfH Ferner eine 4X 100-Meter-Stasfel. Kämpferischer Wille besiegte die englischen Boxer. Zz- J Der zweite deutsch-englische Amateur-Boxländerkampf brachte einen 10:6-Sieg der Deutschen, deren Angriffsfreudigkeit sich erfolgreich gegen die ausgezeichnete englische Technik durchsetzte. Unser Bild zeigt eine Szene Des überraschendsten Kampfes des Tages, bei dem Europameister H. Nürnberg (links) den englischen Leichtgewichtler P o w e l l in der ersten Runde k. o. schlug. — (Scherl-M.) Wirtschaft. W20 219, Roggen R12 180 (letzte Notierung 187), R15 183 (190), R 18 187 (194), R 19 189 (196) Bhein-Mainifche Börse. Mittagsbörse nicht ganz einheitlich. Frankfurt a. M., 4. Juli. Zum Wochenanfang kam das Geschäft nur langsam in Gang, da sich keine besondere Unternehmungslust zeigte, wie auch die Aufträge von außenher wider Erwarten klein blieben. Soweit hin und wieder aus den bekannten Quellen etwas Material herauskam, wurde es verhältnismäßig glatt und ohne größere Kursverände- rung ausgenommen, da andererseits kleiner Anlagebedarf vorhanden war. Am Aktie nm ar Lt war die Entwicklung nicht ganz einheitlich, doch vorwiegend freundlich. Die durchschnittlichen Abweichungen lagen bei 0,50 bis 1 v. H. Größere Umsätze, wie sie beispielsweise im Samstagsverkehr z. T. vorlagen, erfolgten kaum. Montanwerke lagen voll behauptet, Verein. Stahl 109 (108,75), Mannesmann 0,13 v. H. ermäßigt auf 115,50. Von Maschinenwerten stiegen Eßlinger auf 107 (106) und Daimler auf 138,50 (138), hingegen Moenus 130,50 (131). Elektropapiere schwankten bis 0,40 v. H. Don den chemischen Papieren blieben Farbenindustrie gehalten mit 156,90 (157), Goldschmidt nach Pause 137 (136). Bemerkenswerte Aen- derungen verzeichneten u. a. Feldmühle Papier mit 136,75 (134,50), andererseits Deutsche Linoleum 160 (161,25) und Nordd. Lloyd nach Pause mit 76 (77,40). Am Rentenmarkt blieb das Interesse für die Altbesitzanleihe des Reiches wach, bei größeren Umsätzen infolge von Anlagekäufen aus dem Zinstermin erreichte sie den Stand von 132,50 (132,40). Kommunal-Umschuldung waren etwas angeboten und niedriaer mit 95,80 bis 95,85 (95,92^). Reichs- schatzanweisungen bei kleinen Umsätzen wenig verändert. Sehr ruhig blieben Pfandbriefe bei unveränderten Notierungen. Stadtanleihen wiesen leichte Abweichungen auf. Von^Jndustrie-Obligationen büßten Farben-Bonbs 1 0. H. auf 125 ein. Für die Reichsaltbesitzanleihe verblieb auch späterhin etwas Nachfrage. Die zweite Börsenstunde lag sehr ruhig, so daß das Schlußgeschäft unter leicht schwankenden Kursen von etwa 0,25 bis 0,50 0. H. sehr bald zum Erliegen kam. Die später notierten Papiere zeiaten im wesentlichen die anfangs erwähnten Abweichungen, darüber hinaus waren Scheideanstalt bei kleinstem Angebot 4 v. H. niedriger mit 236, dagegen Cement Heidelberg bei einigem Bedarf fest mit 152,50 bis 153,25 (151,50). Von Einheitswerten fliegen Deutsche Ueberfeebanf auf 113 (111). Der Freiverkehr war sehr still und fast ohne Veränderung. Rastatter Waggon 53,50 (53), Elsass. Bad. Wolle 84 bis 85 (86). Tagesgeld ermäßigt auf 2,50 (2,75) v. H. Abendbörfe still. Nach Dem stillen Geschäft im Mittagsverkehr wies auch Die Abendbörfe nur schleppendes Geschäft auf, da Aufträge kaum Vorlagen. Wenn sich auch ein freunDlicher Grundton erhielt, so wurden die Kurse doch vielfach leicht herabgesetzt. So fielen u. a. IG. Farben auf 156,25 (156,75), Bemberg auf 141 (141,50), ferner bröckelten je 0,25 v. H. gb Moenus auf 130, Deutsche Erdöl auf 133,25, Daimler auf 138,25. Montanwerte konnten sich zumeist behaupten, Buderus 117,25, Mannesmann 115,13 (115,25), Rheinstahl 142,75 (142,65), Verein. Stahl 108,90 (108,75), Otavi Minen 25,40 (25,50), Hoesch 0,25 v. H. leichter mit 115. Deutsche Linoleum glichen ihren Mittagsrückgang voll aus auf 161,50 (160), außerdem waren Licht und Kraft 0,50 v. H. höher gefragt mit 141,50 und Reichsbank um 0,25 v. H. mit 198,25. Im Angebot blieben MAN. mit 134 und AG. für Verkehr mit 137,50. Am Rentenmarkt waren Reichsbahn-VA. 0,13 v. H. höher zu 124,50 angeboten, Farben-Bonbs wurden zu dem 1 v. H. niedrigeren Mittagskurs gefragt mit 125. Kommu- nal-Umfchuldung nannte man mit 95,85 behauptet. frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. M., 4. Juli. Am Getreidegroßmarkt wurde hauptsächlich die neue Getreidemarktordnung erörtert, zumal (Betreibe alter Ernte nicht umgesetzt wurde. Der Abruf für Weizenmehl hat nach der Preisermäßigung wieder stärker eingesetzt, auch für Die neue Roggenmehltype 997 war großes Kaufinteresse ^festzustellen. Don Futtermitteln finD bespnDers Mühlenabsälle sehr gesucht, im übrigen war genügend Angebot vorhanden. Am Rauhfutter- markt blieb Heu und Stroh gefragt. Heu aus neuer Ernte war erst vereinzelt angeboten. Es notierten ((Betreibe je Tonne, alles übrige je 100 Kilogramm) in RM.: Weizen W13 210, W 16 213, W 19 217, Großhanbelspreife ber Mühlen ber genannten Preis- gebiete. Futtergerfte —, Futtelchafer —. Weizenmehl Type 812 W 13 29.10, (29.50), W 16 29.20 (29.60), W 19 29.20 (29.60), W 20 29.55 (29.95), Roggenmehl Type 997 R12 22.45, R 15 22.80, R 16 22.95, R 18 23.30, R 19 23.50, für Type 1150 ergibt sich ein Abschlag von 0,50 RM. Weizenfuttermehl 13.60. Weizenkleie W13 10.75, W16 10.90, W 18 11.00, W 19-11.10, W 20 11.20, Roggen- kleie R 12 9.95, R 15 10.15, R 16 10.25, R 18 10.40, R 19 10.50 Mühlenfestpreise ab Mühlenskatton. Soyaschrot —, Palmkuchen —, Erbnußkuchen —, Treber —, Trockenschnitzel —> Heu —, Stroh gestrichen. Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 5. Juli. (Vorbericht.) Um 10 Uhr war folgenbe Marktlage: Vorauftribb: 768 Kälber, 69 Hämmel, 27 Schafe, 2934 Schweine. Es kosteten Kälber 35 bis 65 Mark, Hämmel 35 bis 48, Schafe 25 bis 42, Schweine 50 bis 57 Mark. — Marktoerlauf: Kälber unb Schweine zugeteilt, Schafe und Hämmel mittelmäßig. jRunbfunfprogramm Dienstag, 5. Juli. 12: Mittagskonzert. 13: Nachrichten. 13.15: Mittagskonzert. 14: Nachrichten. 14.10: Das Stündchen nach Tisch ... 15 Kleines Konzert. 16: Nachmittagskonzert. Dazwischen: Das Mikrophon unterwegs. 18: Zeitgeschehen. 18.30: Alles still in süßer Ruh'. 19: Nachrichten. 19.15: Volk singt, spielt unb plaubert: Unter ber Linbe. 20: Allerhanb Kreuzköpf. Heitere Plaube- reien. 20.30: Frohe Fahrt in ben Hochwalb. 22: Nachrichten. 22.20: Politische Zeitungsschau. 22.35: Unterhaltung unb Tanz. 24 bis 3: Nachtmusik. Mittwoch, 6. Juli. 5 Uhr: Frühmusik. 5.45: Ruf ins Land. 6: Morgenlieb. Morgenspruch. Gymnastik. 6.30: Frühton- zert. 8.10: Gymnastik. 8.30: Froher Klang zur Werk- paufe. 9.30: Gaunachrichten. 9.40: Kleine Ratschläge für Küche unb Haus. 10: Schulfunk: Die Meistersinger von Nürnberg. Ein Querschnitt. 10.30: Werks- konzert. 11.45: Volk und Wirtschaft: Die zusätzliche Gefolgschaftsversorgung. 12: Mittagskonzert. 13: Nachrichten. 13.15: Mittagskonzert. 14: Nachrichten. 14.10: Heitere Welt Der Bühne. 15: BilDerbuch Der Woche. 15.15: Rasse unD Kunst. 16: Nachmittagskonzert. 17 bis 17.10: Das Mikrophon unterwegs. 18: Zeitgeschehen. 18.30: Der fröhliche Lautsprecher. 18.45: FliegenDes Deutschland. 19: Nachrichten. 19.15: Plitsch-Platsch — Plitsch-Platsch, huch, wie ist Das Wasser naß. 20: Militärkonzert. Klänge für Heeres- musik. 21.15: O, wie schön ist Deine Welt! LieDer und Klaviermusik Der Romantik. 22: Nachrichten. 22.15: In Erwartung Der Deutschen Schwimmeisterschaften DarmstaDt, unD „RunD um Schotten". 22.30: Bunte Musik. 24 bis 3: Nachtmusik. Briefkasten der Redaktion. (Rechtsgutachten finD ohne VerbinDlichkeit 1 Der Schriftleitung.) £>. k., 0. Eheleute können über ihr gesamtes beiderseitiges Vermögen Durch ein eigenhanDiges gemeinschaftliches Testament, welches von Anfang bis Ende selbst geschrieben und von jedem Der Erblasser Datiert unb unterschrieben werben muß, letztwillig verfügen. Eine Zuziehung von Zeugen, eine ortsgerichtliche Beglaubigung ober eine Hinterlegung bei Gericht ist zur Gültigkeit bes eigenhändigen Testaments roeber gesetzlich vorgeschrieben noch überhaupt vorgesehen. Eine Anfechtung des Testaments ist nur aus Den gesetzlich festgelegten GrünDen möglich. Besteht Die Gefahr, Daß Die KinDer aus Der Ehe Der Erblasser Den im eigenhändigen, gemeinschaftlichen Testament nie- Dergelegten letzten Willen ihrer Eltern nicht anerkennen werben, wirb zweckmäßig eine Bestimmung bes Inhalts, baß Diejenigen, Die sich gegen Den letzten Willen Der Erblasser auflehnen, auf Pflichtteil gefetzt werben, ausgenommen. Der Pflichtteil beträgt Die Hälfte Des gesetzlichen Erdteils, gleichgültig, ob ber Erblasser in erster"oDer zweiter Ehe verheiratet war. Sprechstunden der Redaktion. 11 30 bis 12.30 Uhr, 16 bis 17 Uhr. Samstagnack» mittag geschloffen. . .»g! °nl M Die ktilE rtfllf 3ss 0 nnultrie 0hn-2'ichr b-g nnterd^ *4 jon unterem ' A-hdni-k, < S»nl Sei M «*? [anü um di-!-« 2?”6' „.-ter lan! Ml und Kor bis in emge 2er Künstler, einzufangen v schen Weiß der sch Tuschkasten di dieser W der des Sude, zisik, d'e Gl ar lustigenR°u Ionen, die Mi ben der Fru Weiß des Sc Küpser und Q Santiag die moderne bet gesamter erinnert an ten. 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