Nr. W4 Erstes Blatt 188. Jahrgang Donnerstag, 5. M1958 fcrld)etni tügllch. außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustriert» ©teßenei Familienblättei Heimat im Bild Die Scholle Monats-Vezugspretr: Mit 4 'Beilagen RM.1.95 Ohne illustrierte . 180 Zustellgebühr . -25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt §ernsprechanschlüfie unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnach». richten Anzeiger Stehen poftscheittonto: fironffuri am Main 11688 Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: vrühlsche Universttätrdruckerei R. Lange in Sieben. Zchristleitung und GeschSstrftelle: Zchulftraße 7 Annahme von Anzeigen für die MittagsnumVner vis 8'/,Uhr des Vormittags Grundpreise für \ mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Text« anzeigen von 70mm Breite 50Rpf.,Platzoorschrift nach vorh. 93ereinbg.25°/0 mehr. 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Schon während des Abefsinienfeldzuges hat die italienische Kriegsflotte eine bedeutende Rolle gespielt. Sie war die unersetzliche Hilfskraft der Armee; mit bewundernswerter Zuverlässigkeit leitete sie Truppentransport und Ausschiffung. Sofort, nachdem der Beschluß des Feldzuges gefaßt war, erhielten die Reedereien Italiens die Weisung, 90 Schiffe auf Kriegsfuß zu bringen, und zwar innerhalb eines Monats. In aller Eile wurden 130 Ausschiffungsflöße gebaut, 93 Handelsschiffe wurden für den Truppen- und Materialtransport zurechtgemacht mit einem Gesamtinhalt von 725 171 Tonnen. 34 Schiffe wurden für Luftfahrtzwecke bereit- gestellt und 27 weitere für besondere Aufgaben Alle diese Schiffe gehörten der Handelsflotte an, wurden jedoch samt und sonders Offizieren der Königlichen Marine unterstellt und erhielten eine Teilbemannung von der Kriegsflotte. Im Mai 1935 übernahm diese dann die Leitung des Hafens von Masfaua, in dem sie ein Oberkommando errichtete. Bei der Ausführung der Ausschiffungen, für die ihr nur die eigenen Schiffe zur Verfügung standen, gab es freilich Verzögerungen in den Plänen des Kolonialministeriums. Besonders verdienstlich war die Ausübung des radio- telegraphischen Dienstes. Der Verkehr von Erythrea und Somaliland mit Italien stieg im Dezember 1935 auf beinahe 12 Millionen Worte. Die italienische Flotte unterhielt in Ostafrika insgesamt 50 Rund- funksendestellen und richtete zwei Langwellensender ein, in Asmara und Mogadisco. Dagegen wurden eigentliche Kriegsschiffe nur in bescheidenem Umfange ausgeschickt. Nur im Roten Meer wurde ein kleines Geschwader stationiert, bestehend aus zwei alten Kreuzern, drei Begleitschiffen, zwei Torpedobootszerstörern, drei Torpedobooten, vier Unterseebooten sowie einigen Hilfsschiffen. Trotz aller Opfer, die der abessinische Feldzug dem Lande auferlegte, verlangsamte die italienische Marine kaum das Tempo ihrer Neubauten. Am 1 September 1935 zählte sie über eine halbe Million Tonnen, von denen 417 000 die Altersgrenze noch nicht erreicht hatten. Sie haste zu Anfang des Jahres 131 600 Tonnen auf Kiel gelegt. Annähernd 26000 Tonnen stellte sie in Dienst: 3 leichte Kreuzer, „Duca d'Aosta", „Raimondo Montecuccoli" und „Muzio Attendolo", 2 Torpedoboote, 1 Unterseebootjäger, 5 Unterseeboote, ein Motorwachtschiff. Außerdem legte sie auf Stapel: zwei neue Torpedoboote und zehn Unterseeboote; zwei alte Linienschiffe, den „Conte di Cavour" und den „Giulio Cesare", ließ sie neu vanzern; sie verwandelte den alten Kreuzer ,,San Marco" in ein Zielicheibenboot, das mit Hertzschen Wellen geleitet werden kann Den Hafenarbeiten wurde besondere Sorgfalt gewidmet: Masfaua wurde neu hergerichtet mit Anlegeplätzen, Speichern, Gleisanlagen; Tripolis wurde ausaebaggert, so daß jetzt Schiffe bis zu 9,5 Meter Tiefgang hier anlegen können. Tobruk, nahe der ägyptischen Grenze wur-e vervollkommnet; bedeutende Verbesserungen auf den Inseln des Dodekanes vorgenommen, namentlich auf der Insel Seros in dem ausgezeichneten natürlichen Hafen Porto Lago. Nicht weniger tätig verlief das Jahr 1936 Der Haushaltsplan stieg auf 1600 Millionen Lire, 305 Millionen mehr als der des Vorjahres. Diese Summen kamen hauptsächlich der Entwickluna von Stiik- punkten, wie P a n t e l l e r i a /die Insel Elba und Massaua, und dem Beginn der Arbeiten für den Hafen Assab in Abessinien zugute. Vorgesehen ist für diesen Hafen die Anlage einer schützenden Außenmole von 900 Meter Länge, parallel mit der Küste und 700 Meter von ihr entfernt. Die Anlegestellen sollen zwei große Dämme ein- begreifen, 110 Meter breit und 300 Meter lang, die gleichzeitig sechs Dampfern die Landung ermöglichen, ein Straßennetz, eine Ausrüstung mit elektrischen Kränen nach dem neuesten Modell. Die Arbeiten, die sich auf vier Jahre verteilen sollen, erfordern einen Aufwand von 80 Millionen Lire. Ein drittes großes Werftbecken wurde in Neapel geschaffen von 400 Meter Lcinae und 13 Meter Tiefe, das auch die größten Schiffe aufnehmen kann. Die Umgestaltung des „Cavour" und des „Cesare" wurde so gut wie vollendet, eine Reihe neuer Torpedoboote eingeleitet durch den Stapellauf des „Alfredo Oriani" von 1675 Tonnen und 39 Knoten bei einem Wirkunasradius von 5000 Meilen, versehen mit vier 120-Millirneter-Gefchützen. 10 Torpedoboote von 615 Tonnen der Klasse Sp'ca im Jahre 1935 bestellt, wurden mächtig gefördert. Dabei erlitt die Unterseebootpolitik der italienischen Marine keine Einbuße: im Oktober wurde das letzte der 9 Ö-Boote von 1360 Tonnen mit je zwei 120- Millimeter-Geschützen und je acht Torpedorohren vom Stapel gelassen. Der Bau der U - Boote von der „Abesfinien"°Klasse wurde beschleunigt: 8 Stück Heute Flotienparade vor -em Führer. Der Führer in Neapel. — Italiens Kriegsmarine zeigt moderne Geemanöver. Der Führer hat Rom verlassen. HerzlicheBerabschiedung auf demBahnhof. Rom, 4. Mai. (DRV.) kurz nach 22.30 Uhr hat der Führer vom festlich geschmückten Vahnhof di Termini aus nach überaus herzlichem Abschied vom italienischen Regierungschef die italienische Hauptstadt im Zuge verlassen, um sich nach R e a p e l zu begeben. Die riesige Halle der Stazione di Termini war mit leuchtenden roten Decken ausgelegt, die sich breit bis zum Sonderzuge des Führers erstreckten. Riesige Hakenkreuzfahnen und Trikoloren hingen von der gewölbten Decke des Bahnhofes herab. Viele Hunderte von Fahnen schmückten neben roten mit Goldbändern eingefaßten Tüchern die langgestreckten Gänge. Riesige Blumengebinde verzierten mit ihrer ganzen Farbenpracht die Eingangstore. Rechts vom Eingang hatte eine Ehrenkompanie des italienischen Heeres Aufstellung genommen, kurz vor dem Eintreffen des Führers leuchteten mächtige Scheinwerfer, die dem schon so wundervollen Bild der herrlich geschmückten Halle einen magischen Glanz verliehen. Trompetenklänge vom Bahnhofsvorplatz verkündeten gegen 22.30 Uhr das Rahen des Führers. An der Seite des Duce, aefolat von den mit ihm in Rom weilenden deutschen Ministern und den Mitgliedern der italienischen Regierung betrat Adolf Hitler die Halle, schritt die Front der Ehrenkompanie ab, während die Musikkapelle die deutschen und italienischen Hymnen spielte und verabschiedete sich mit herzlichen Händedrücken vom Duce. Unter den klängen des Deutschlandliedes und lebhaft begrüßt von den am Bahnsteig zurückbleibenden Persönlichkeiten, denen der Führer zuwinkte, verließ dann der Zug furt nach 22.30 Uhr den Vahnhof. Als der Duce das Bahnhofsgebäude verließ, wurden ihm stürmische Ovationen dargebrachk. Die Lehrt nach Neapel Im Sonderzug des Führers, 5. Mai. (DNB Funkspruch) Als der Sonderzug des Führers um 8 Uhr früh in C a m p o I e o n e, wo der Zug während der Nacht abgestellt war, feine Fahrt fortfetzte, leuchtete die strahlende Sonne des Südens über der römischen Campagna. Ein verheißungsvoller Auftakt für die große Flottenparade des faschistischen Jmptziums zu Ehren des Führers. Schon sehr bald sind wir Zeugen der schöpferischen Kraft des Faschismus Wir fahren durch Littoria, der aus, dem Boden gestampften Stadt inmitten der ehemaligen Pontinifchen Sümpfe. In dem Namen Littoria, ebenso wie in der Stadt selbst, ist das Wesen des Faschismus enthalten. Ungeheuer ist in dieser vom Faschismus geborenen Stadt der Jubel der Bevölkerung. Die Siedler und Bauern, die hier durch bä? Tatkraft des Duce eine neue Heimat in ihrem neuen Land erhalten haben, grüßen den Führer bei der Durchfahrt mit stürmischer Begeisterung und brausendem Jubel. Der Führer steht am Fenster seines Zuges. Seine Blicke schweifen über das weite Land, das der Faschismus für die Erzeugungsschlacht Italiens im Frieden erobert hat, über neue Gewölbe und Werke, die sich als Zeugen der Tatkraft des faschistischen Imperiums über den grünen Feldern erheben. Mit erhobener Rechten dankt er den Angehörigen der faschistischen Formationen und der Ju- Fast die gesamte italienische Flotte ist im Hafen von Neapel zur großen Parade vor dem Führer und dem Duce versammelt. Unser Bild zeigt einen Blick über einen Teil der großen Kriegsschiffe im Hafen von Neapel. — (Scherl-Bilderdienst-M.) gend, den Männern und den Frauen des italienischen Landvolkes, den Bauern und Soldaten, die dieses schöne Land wieder fruchtbar und nutzooll gemacht haben. 3n Reavel emgetroffen. Reapel, 5. Mai. (DRV. Funkspruch.) Pünktlich zur festgesetzten Zeit, zehn Minuten nach zehn Uhr, rollte der Sonderzug des Führers unter den klängen des Deutschlandliedes in die halle. Zunächst ging der König auf den Führer und Reichskanzler zu, um ihn mit Handschlag willkommen zu heißen. Dann trat der Kronprinz zum Führer, um ihn zu begrüßen. Letzte Vorberejkungkn in Aeapel. Neapel, 4. Mai. (DNB.) Nun schlägt bald die Stunde, da der Führer seinen Einzug in Neapel hält, um den großen Seernanöoern beizuwohnen, an denen f a ft bie gesamte Flotte Italiens teilnimmt. Die Stabt fiebert dem Augenblick entgegen, in dem auch sie zeigen kann, was zäher und entschlossener Aufbauwille zu leisten vermag. Das einstige Schlagwort vom dolce farniente ist längst Lügen gestraft, seitdem der Faschismus auch hier gründlichen Wandel geschaffen hat. In Neapel wird dem Führer durch die reich und sinnvoll geschmückten Straßen die gleiche Begeisterung entgegenbranden, die das besondere Merkmal dieses leidenschaftlichen Volkes zu allen Zeiten war und ist. An diese Begeisterungsfähigkeit appellierte einst Garibaldi, als er die Fahne der Einigung seinem Volke vorantrug und von dieser fanatischen Inbrunst an die große Idee waren die Hunderttausende beseelt, die Mussolini kurz vor seinem Marsch auf Rom zur Heerschau nach Neapel beordert hatte. Mag Rom der Nerv Italiens sein, weiland die wirtschaftliche Schlagader — den Herzschlag des italienischen Volkes spürt man am stärksten in Neapel. In diesem Selbstbewußtsein, das frei von jeder gekünstelten Pose ist, hat sich Neapel auf den historischen 5. M n vorbereitet und legt nun letzte Hand an. Haushohe Pylonen mit den Symbolen des Nationalsozialismus und Faschismus sind errichtet worden. Unzählige Balkone in allen Straßen und Gassen tragen Flaggenschmuck. Riesige Transparente spannen sich von Giebel zu Giebel mit Willkommenssprüchen. In allen Winkeln klopft und hämmert es noch. Dazu hört man die Tak e italienischer Volkslieder. Faschistisches Jungvolk und Mädchenabteilungen in weißen Blusen und schwarzen Röcken durchziehen die Straßen und probieren die Aufmärsche zum Schloß, wo der Führer wohnen wird. Jubel vor dem Quiriuol. Als der Führer mit dem König und Kaiser am Abend feiner Ankunft im Quirinal angekommen war, drängten sich vor dem Palast die vielen Taufende, die mit nichtendenwollenden Rufen den Führer zu sehen wünschten. (Scherl-Bilderdienst — H. Hoffmann-M.) liefen im letzten Vierteljahr von 1937 vom Stapel: „Adua", „Axum", „Aradam", „Macalle" „Alagi", „Dessie", „Dagabur", „Gondar". Das Jahr 1937 bedeutet für Italien eine Periode großartigster Flottenentwicklung und Flottenorganisation. Mit dem 1. Juli dieses Jahres besaß die italienische'Marine eine Gesamttonnage von 559 244 Tonnen: 408 756 im Dienst — davon 360 203 Tonnen unter und 48 533 über der Altersgrenze — und 150 448 Tonnen im Bau. Die Zahl der neuen oder erneuerten Schiffe im Dienst umfaßte vier Linienschiffe der Klasse „A" (90 354 Tonnen) 7 Kreuzer der Klasse „A" (70 000 Tonnen), 10 der Klasse „B" (58 740 Tonnen), 73 leichte Uebersee- Schiffe (Torpedobootszerstörer und Torpedoboote, 77 692 > Tonnen), und schließlich 76 Unterseeboote (58 407 Tonnen). Im April 1937 wurden dafür 1 857 890 000 Lire, 250 Millionen mehr als im Vorjahre, bewilligt, und 248 weitere Millionen Lire im Juli. „Die an einer einzigen Front geführten Kriege", so erklärte vor der Abstimmung der Unterstaatssekretär Admiral Cavagnan, „gehören der Vergangenheit an. Im» Mittelländischen Meer ebenso wie auf den großes Ozeanen werden die Entscheidungen der Zukunft fallen. Deshalb muß unsere Marine eine ozeanische Marine sein." Die Hafenarbeiten nahmen im abgelaufenen Jahr ihren Fortgang. In strategischer Beziehung sind am wichtigsten die neuerdings auf dem Inselchen Pante l l e r i a unternommenen, fast in der Mitte gelegen der Meerenge zwischen Sizilien und der nordaftikanischen Küste, auf der Strecke, die notwendigerweise die vom westlichen nach dem ösllichen Mittelmeer fahrenden Schiffe passieren müssen. Die Insel, vulkanischen Ursprungs, ist nur 45 Quadratmeilen groß, ihre höchste Erhebung, der „Große Berg", erreicht 830 Meter. Ihr steiles Ufer mit seinen hohen Klippen ist von Natur verteidigt; einer oder zwei Ankerplätze können durch moderne Batterien leicht beschützt werden. Die Bucht, in deren Hintergrund sich der kleine Hafen Pantellena befindet, wird für Schifte mit großem Tiefgang erst nach umfangreichen Baggerarbeiten zugänglich sein. Die Nachbarinsel Linosa liegt 67 Meilen südöstlich von Pantelleria und nur 70 Meilen westlich von Malta; 24 Meilen südwestlich von Linosa liegt Lampedusa mit guten Ankerplätzen. Diese Inselgruppe könnte im Kriegsfälle eine gefährliche U - Bootstation abgeben. Ein Gesetz vom 6. Mai 1937 hat das lleberfüegen der Insel als eines Flugstützpunktes verboten, ein anderes einen Betrag von 18 Millionen Lire für dringende und außerordentliche Arbeiten zur Verfügung gestellt. Anderseits wird an den lybischen Häfen, die einem Sonderkommando der Marine unterstellt sind, eifrig gearbeitet. Die Insel Dumeirah im Roten Meer und der Küstenstreisen gegenüber der Straße von Bab - el - Mandeb sollen in nächster Zeit befestigt werden. Das größte Aufsehen jedoch haben die Groß- k a m p f s ch i f s e erregt. Die Umgestaltung der beiden Panzerschiffe von 21 500 Tonnen, des „Conte di Cavour" und des „Giulio Cesare", beide 1911 erbaut, ist vollkommen gelungen: ihre Maschinen leisten jetzt statt 30 000 Pferdekräften 75 000, die Geschwindigkeit ist von 22 auf 27 Knoten erhöht worden. Den mittleren dreifachen Geschützturm hat man ersetzt durch zwei Katapulte und vier Wasserflugzeuge. Die übrigen Türme hat man an Stelle der 305-Millimeter-Geschütze mit 10 330-Millimeter- Geschützen ausgerüstet, deren Zielwinkel vergrößert wurde. Dazu kommt'die Flak-Artillerie mit 12 120- und 8100-Millimeter-Geschützen; Deck und Seitenpanzerung wurden verstärkt gegen Luft- und Torpedoangriffe, der Schiffsrumpf um 12 Meter verlängert. Damit ist die Tonnage von 21500 auf 23 600 Tonnen erhöht worden. Die beiden anderen älteren Panzerschiffe „Andrea Doria" und „Caio Duilio" von 1913 sind noch im Umbau begriffen. Die vier größten, von je 35 000 Tonnen, sind die 1935 auf Kiel gelegten „Vittorio Veneto" und „Littorio", die, durch den Abessin'enkrieg etwas verspätet, am 19.^Juli und 24. August des vergangenen Jahres vom Stapel gelaufen sind. Sie tragen in drei dreifachen Geschütztürmen 9 Riesengeschütze von 381 Millimeter Kaliber. Zwei weitere Großkampfschiffe dieses Typs sind bereits in Auftrag gegeben. t M H * f IMS ** ’ <1 1 ■ V MW 1 M.. ■ P 1 V *.- N • «. Der Führer ehrt die toten Helden Italiens Der Führer überreichte betn zunehmen.' Blick und die den Führer begleitenden Reichs- Reichsleiter und Staatssekretäre teilnah- lichkeiten Minister, men. des mit die und fest gestalten. Diese Freundschaft ist heute und wird in Zukunft sein ein Werkzeug im Dien sie des europäischen Friedens, für den die Reichsregierung und unsere Regierung fo vertrauensvoll Zusammenarbeiten. Aus der Begeisterung, die Ihren Weg von der italienischen Grenze bis Rom begrüßt hat, und aus dem Empfang, den unsere Hauptstadt Ihnen bei Ihrer Ankunft hier bereitet hat, haben Sie ermessen können, wie tief eingewurzelt die Gefühle sind, die Italien für Ihre Person und für Ihr Vaterland hegt. düng wiedergegeben hat. Zahlreich und tief sind die Verwandtschaften Geistes und des Werkes, die das neue Italien dem neuen Deutschland verbinden und die Freundschaft zwischen den beiden Völkern tief Der Führer in Begleitung des Duce am Grabmal des Unbekannten Soldaten, um hier einen Kranz zu Ehren der Gefallenen niederzulegen. Offiziere des Heeres und der Kriegsmarine trugen den riesigen Lorbeerkranz die Stufen empor. (Scherl-Bilderdienst — h. Hoffmann-M.) Rom, 4. Mai. (DRB.) Am M ittwochabend gab Seine Majestät der König und Kaiser im Quirinal eine Abendtafel zu Ehren seines Gastes, des Führers und Reichskanzlers, an der neben dem Duce und den Mitgliedern des italienischen Königshauses die höchsten italienischen Persön- Duce ferner ein künstlerisch ausgestattetes Vild- werk „M u f f o (i n i in Deutschland", das die schönsten Aufnahmen der unvergeßlichen Tage des Duce-Vesuches in Deutschland enthält. Ferner überreichte der Führer dem Duce eine Kopie des Olympiafilms „Fest der Völker — Fest der Rationen!" Heber den Besuch des Führers im Palazzo Venezia berichtet Stefani, daß diese Unterredung anderthalb Stunden dauerte. Inzwischen sei es den anwesenden Ministern möglich gewesen, über die Fragen, die ihre Arbeitsbereiche betreffen, im Rahmen der Freundschaft zwischen den beiden Ländern lange und nützliche Besprechungen zu führen. Um 13.18 Uhr verließ der Führer mit seiner Begleitung den Palazzo Venezia, um in den Quirinal zurückzukehren. Euer Majestät haben selbst von den tiefen Bindungen gesprochen, die das neue Italien mit dem neuen Deutschland vereinen. Die überwältigende Aufnahme, die ich in diesem Lande gefunden habe, ist ein Beweis dafür, daß es das faschistische Italien fühlt, im pationalfozialistifchen Deutschland einen aufrichtigen und unerschütterlichen Freund zu haben. Diese gegenseitige Freundschaft ist nicht nur eine Gewähr für die Sicherheit der beiden Völker, fie bleibt auch eine st a r k e Bürgschaft für den allgemeinen Frieden. In diesem Geist erhebe ich mein Glas und trinke auf die Gesundheit Eurer Königlichen und Kaiserlichen Majestät, auf die Gesundheit Ihrer Majestät der Königin und Kaiserin, und des hohen Königlichen Hauses, sowie auf das Gedeihen und das Glück der großen italienischen Ration." Der Duce stattete dem Führer tm Quirinal einen offiziellen Besuch ob. (Bildtelegramnh Presse-JlLustrationen-hoffmann-M.) Die deutsch-italienische Freundschaft ein Werkzeug im Dienst -es europäischen Friedens Die Trinksprüche der Staatsoberhäupter bei der Abendtafel im Quirinal. Seme MjeW der König und Kaiser richtete folgende Ansprache an den Führer: „Führer! Es gereicht uns zur besonderen Freude, Ihnen, sehr geschätzter Gast, das aufrichtigste und herzlichste Willkommen zu entbieten. In Ihrer Person begrüßt Italien das Haupt der großen befreundeten Ration, den Führer, der Deutschland seine Größe und seine kulturelle Sen- Wir wissen, daß diese Gefühle vom deutschen Volke voll erwidert werden. Für dieses Volk, das Europa so große Beiträge seiner Kultur und seines 'Schaffens gegeben hat, und das Sie mit fester Hand einer ruhmreichen Zukunft entgegenführen, sprechen wir unsere lebhaftesten Wünsche aus. Wir erheben das Glas auf Ihre Gesundheit, auf den Erfolg Ihres Werkes, auf das Gedeihen und das Glück der großen deutschen Ration." Der Führer antwortete: „Euer Majestät! Für den mir soeben zuteil gewordenen überaus herzlichen Willkommensgruß bitte ich, meinen tiefgefühlten Dank entgegennehmen zu wollen. Die freundschaftlichen Worte Eurer Majestät geben eine Erklärung für die mir zum Ausdruck gebrachte Sympathie, aus der heraus das i t a l i e - Nische Volk mir auf meiner Reise durch Italien und in Rom selbst einen so über Hielt. 3: bündel, beer ge Fahni gruppe . und Spi Halle" sf wegung. auf den Parieige nach be: gefommi trftenma fid)t au 2 Um 18 her Du ' täte, Ciai Mch $ trop und läßt sich feiler bei lange h sich imn °?ni tieft hie Deut pationalfi können ii jeder W eröffnet lanbe. deutschem des Lek Führer jüngsten lanbsdeu 'm Nan Frauen jrntanter Auslanbi heute bu: rechte "alsoz auf d- dem FU hohen S! werben der Ml Valilla.,: vormil'la Wasseng.' ■ und der hörigen ‘ finb, die ganzen w uniform 1 des Flug! Zeitlos Teilnehme Kurz m Stab vor der Fü bünbels, race ] rungen ? stehen Die ihren l>" gewaltige eim* stattlichen L W W* belegte Italiens Jugend vor dem Führer. Avantguardisten und Iungfaschisten aller Gattungen zeigen ihren Geist und ihr Können in prächtigen Vorführungen. Auf dem Flughafen Francesco Baracca im Süden der Stadt huldigt die italienische Jugend dem Führer und zeigt den deutschen Gasten den hohen Stand ihrer Erziehung. Die Grundzüge dazu werden bereits bei der Organisation der „Söhne der Wölfin", den sechs, bis achtjährigen, und der Balilla, den acht-- bis vierzehnjährigen, gelegt. Die vormilitärische Ausbildung in den verschiedenen Waffengattungen beginnt bei den vierzehn- bis siebzehnjährigen Avantguardisten und achtzehn- bis einundzwanzigjährigen Jungfaschisten, die in der stattlichen Zahl von 50 000 mit 2500 Offizieren auch t)ie Träger der heutigen Darbietungen sind. Für den Führer ist eine mit einem dicken roten Teppich belegte Rampe errichtet worden. Bor dieser Trihüne ist der Kommandoturm errichtet, von dem aus der Kommandeur der italienischen Jugend des Liktorenbündels, kurz GIL. genannt, Parteisekretär St a - race mit dem Bizekommandanten Bruno Mussolini, berfi Sohn des Duce, die Vorführungen leiteten wird. Vor dem Kommandoturm stehen die Feldzeichen der Jungfuschilten und Avantguardisten und hinter ihnen 125 Fanfarenchors mit ihren silbernen funkelnden 4000 Trompeten. Ein gewaltiger quadratischer Block, hinter dem die Schüler der Akademie für die faschistische Erziehung und der faschistischen Schulen, darunter die Angehörigen der berühmten Farnesina, aufmarschiert sind, die einmal das Führerkorps der Partei ergänzen sollen. Ein libysches Bataillon in Khaki- uniform steht am Fuß der Rampe. Zur Rechten des Flughafens liegt das riesenhafte römische Zeltlager, das in 14 000 Zelten die 52 500 Teilnehmer ausgenommen hat. Kurz nach 16 Uhr reitet Starace mit seinem Stab vor die Front. Gegen 16.30 Uhr erschienen der Führer und'der Duce in der Fahnen- stkaße. Nach Abschreiten der Front des libyschen Bataillons begrüßt der' Führer die Marschälle und betritt dann die Rampe. Als der Führer und der Duce dort sichtbar werden, empfängt sie ohrenbetäubende Begrüßung und Händeklatschen, in das sich die taktmäßigen „Hitler!- — Hitler!- — Duce!- — Duce!"- Rufe mischen. Das Vorführungsfeld belebt sich von allen Seiten nun plötzlich mit den Formationen bei Jungfaschisten. Maschinengewehrschützen rücken in geschlossener Linie in Stellung, Batterien mit Maultierbespannung fahren auf unb protzen ab. Die Maschinengewehre knattern, bie Artillerie feuert Salven unb Streufeuer. So rasch wie sie gekommen sinb, rücken sie auch wieber ab, um ben K av alle r i st e n das Mittelfelb zu überlassen, wo ein Sprunggarten mit verschiedenen Hindernissen angelegt ist. Neben her guten reiterlichen Durchbildung zeigen die Vorführungen ein hervorragend gepflegtes Pferdematerial. 'Im nächsten Felde exerzieren berittene Abteilungen schwadronsweise in I den verschiedenen Gangarten. Unter brausendem Beifall verlassen sie dann in gestrecktem Galopp das Feld. Mit verwegenen Fahrkünsten warten die Motorradfahrer auf, die in sausender Fahrt, auf dem Sattel stehend, den faschistischen Gruß entbieten. Zu gleicher Zeit rollen im Hintergrund des Feldes, mit je 2 Mann besetzt, leichte Kampfwagen vorüber, die beim Ausrücken zusammen mit drei Motorradkompanien vor dem Führer und dem Duce defilieren. Zu gleicher Zeit zeigen in der Luft die Jungpiloten in Motor-und Segelflugzeugen ihre Künste, während die Marinejugend am Mast ihr Können im Setzen und Reffen der Segel und dem Signalisieren vorführt, das aus der gegenüberliegenden Seite von Nachrichtentrupps mit Spiegelmorsen beantwortet wird. Den zweiten Teil der Vorsührungen bestritten 31 Kohorten der Avantguardisten, also die 14- bis 18jährigen, die in drei gewaltigen Gliedern fast über die gesamte Breite des Feldes einmarschieren und dann mit einer bewunderungswürdigen Präzision exerzieren. Der Führer spendete ihren Vorführungen lebhaften Beifall. Den 'wohlgelungenen Abschluß bilden Bewegungen der 50000 Jungfaschisten und Avantguardisten in geschlossener Ordnung, die mit Ehrenbezeugungen für den Führer und den Duce abschließen. Als Abschluß intonieren die 4000 Trompeter die deutschen und italienischen Nationallieder. Mit dem Gruß an den Führer sind die Vorführungen beendet. Den Avantguardisten und Jungfaschisten sind einige Minuten freigegeben zur Huldigung für den Führer und den Duce. Die Musketiere heben ihre kleinen Gewehre und feuern Einzelschüsse ab. In der Mitte ihrer breiten Front werden eine Hakenkreuzflagge und kleine italienische Fähnchen entfaltet. Die Marinejugend stülpt ihre weißen Mützen auf die Gewehre und schwenkt sie. Die Musiker heben ihre silbernen Instrumente. Die Träger der Feldzeichen schwingen diese in über- schäumender Begeisterung und zur Ehrung in die Luft. Das ganze Feld gleicht einem wogenden Ünd heftig bewegten Meere. Taktmäßig ertönen dazu die Rufe „Hitler! Hitler! Duce? Duce!" Minutenlang schaut der Führer auf die Jugend des faschi- sttschen Italiens, eine Jugend, die bewiesen hat, daß sie vom faschistischen Geist erfüllt die Zukunft des Imperiums m festen Händen halten wird. Unter Stürmen des Jubels verlassen dann der Führer unb der Duce bie Stätte bieses eindrucksvollen Schauspiels. Führer und Duce bei den Italiendeuifchen. Eine denkwürdige Feierstunde des Auslandsdeutschtums in der Constantinsbasttika. Mittwoch nachmittag kamen der Führer und der Duce zu den Ausländsdeutschen. Ick der C o n st a n- t i n - B a s i l i k a , auf halbem Wege zwischen Kolosseum und Nationaldenkmal, waren mehr als 6000 deutsche Volks- und Parteigenossen versammelt. In dem mit ben Hoheitszeichen, dem Liktoren- bündel, ben Abzeichen ber AO. unb goldenem Lorbeer geschmückten Halbrund der Apsis hatten die Fahnen aller Ortsgruppen der Landesgruppe Italien Aufstellung genommen. Der Musik- iinb Spielmannszug der SA.-Standarte „Feldherrn- halle" spielte die Marsch- und Kampflieder der Bewegung. Höchste unb freubigste Erwartung war auf ben Gesichtern der mehr als 6000 Volks- unb Parteigenossen, von denen die meisten von weither nach der' Hauptstadt des faschistischen Imperiums gekommen waren, um in ihrer Mehrzahl zum erstenmal in ihrem Leben den Führer von Angesicht zu Angesicht zu sehen. Um 18.10 Uhr erscheinen der Führer und der Duce. In ihrem Gefolge die Minister Sta- race, Eiano, Alfierj, der Stellvertreter des Führers Rudolf Heß unb bie Reichsminister von Ribbentrop unb Dr. Goebbels. Am Eingang zur Basilika läßt sich der Führer jeden der 25 Ortsgruppenleiter der Landesgruppe Italien vorstellen. Minutenlange Heil!-Rufe, Jubel unb Begeisterung brechen sich immer wieber Bahn. Gauleiter Bohle, eröffnet die Kundgebung. Sein Dank gilt dem Gast- lanbe. Er nennt diesen Tag für alle auslandsdeutschen Männer und Frauen den stolzesten Tag des Lebens. „Zum ersten Male", erklärt er, zum Führer gewandt, „kann ich als Gauleiter Ihres jüngsten Gaues, als Ihr Hoheitsträger der Ausländsdeutschen, Sie, mein Führer, fern ber Heimat im Namen ber a uslanbsdeutschen Männer unb Frauen begrüßen. Wir sinb hier heute die Repräsentanten ber Gesamtheit ber nationalsozialistischen Auslandsbeutschen. Diese Auslandsbeutschen wollen heute burch mich ihrem Führer sagen, baß sie aufrechte Deutsche unb überzeugte Ratio- nalsozialisten sind und bis zum letzten Atemzuge bleiben werden." Dann gibt Gauleiter Bohle dem tiefen Dank an das Gastland Ausdruck, daß die Deutschen hier als Nationalsozialisten sich in nationalsozialistischer Gemeinschaft zusammenfinden können unb baß ihnen das faschistische Italien in jeder Weise entgegenkommt. Die jüngste Volksabstimmung sei ein beredtes Zeugnis für bie Treue ber Auslanbsdeutschen zum nationalsozialistischen Reich und zum Führer. Unter stürmischem Beifall schließt Gauleiter Bohle mit dem Ruf: „Heil unb Sieg! Adolf Hitler!" Voller Begeisterung fingen die Teilnehmer der Kundgebung das herrliche Lied der Landesgruppe Italien: „Wir Kameraden von draußen marschieren in eisernem Schritt, und unserer Fahne Rauschen zieht Deutschland mit". Auch ber Landesgruppenleiter ber AO. ber NSDAP. Ettel gibt ber großen Freude Ausdruck, daß für die Jtaliendeutschen heute bie Stunbe ber Erfüllung ihres sehnlichsten Wunsches gekommen sei und sie heute sagen dürfen: „Der Führer ist bei uns unb wir bei ihm!" Der Führer spricht. Dann betritt der Führer selbst die Rednertribüne. Wieder setzt ein Begeisterungssturm ein, an dem sich vor allem die deutschen Jungen und Mädel beteiligen. Sichtlich ergriffen spricht der Führer zum erstenmal im Ausland vor auslandsdeutschen Volks- und Parteigenossen. „Parteigenossen und Parteigenossinnen! Meine deutschen Volksgenossen! Meine Jugend! Es sind für mich StundentieffterErgrif- fenheit, die ich hier erleben kann. Ich freue mich besonders, daß ich euch, meine deutschen Volksgenossen, in dieser ehrwürdigsten Stadt der Menschheit begrüßen darf. Ich möchte euch an diesem Tage meinen Dank aussprechen für euere treue Hingabe, die ihr nicht nur dem Reich an sich, sondern gerade dem heutigen Reich erwiesen habt, das wir geschaffen haben, und das unsere Charakterzüge trägt, Züge, die sehr verwandt sind ben Charaktereigenschaften unb Tugenben eueres Gastlanbes. Ich möchte euch besonbers bafür danken, daß ihr euch- vor wenigen Wochen so eindringlich zu diefemneuenDeutschland bekannt habt. Ich habe es nicht anders von euch erwartet. Denn ein Reichsbürger, der einen starken Charakter besitzt, kann nichts anderes fein als Nationalsozialist? Ich habe sonst keine Gelegenheit, den deutschen Reichsbürgern in der übrigen Welt den Dank für diese ihre Gesinnung zum Ausdruck zu bringen, und ich bin glücklich, es in dieser Stunde tun zu können. Viele von euch erleben die Freude, von Zeil zu Zeil in das neue Deutschland zurückzukehren, es mit eigenen Augen zu sehen und seine Fortschritte verfolgen zu können. Vielen von euch aber ist dieses nicht vergönnt. Sie können nur aus der Ferne diese Heimat erschauen, können von ihr lesen oder sie in Bildern sehen. Allein der Zauber dieser Heimat wird sie nicht ver- lassen, und die Kraft dieser nationalsozialistischen Weltanschauung wird sie niemals freigeben. 3m Gegenteil, je ferner sie der Heimat sind, um so glühender hängen sie an ihr, und um so treuer bekennen sie sich zu jener Weltanschauung, die aus ihrer einst so gedruckten, geschmähten und so verachteten Heimat wieder ein Reich von Ehre und von Ansehen — weil von Charakter gemacht hat! Ihr, bie ihr bas Glück habt, in biesern Lande zu leben, findet hier so viele verwandte Züge, daß ihr leichter als alle anberwi Auslanbbeutschen bas Wesen unb ben Sinn bes heutigen Reickes verstehen könnt. Ihr lebt selbst hier in einem Staat, ber bie al eichen Jbeale unb Tugenben verherrlicht, bie auch uns teuer unb wert sinb. Ich bin zu euch gekommen, um euch dies tn wenigen Worten zu sagen, um 'euch zu ermahnen, eine Volksgemeinschaft im Kleinen hier in der Fremde zu sein, so wie es die ganze deutsche Nation in der Heimat ist, eine Volksgemeinschaft der /gegenseitigen Hilfe unb Unterstützung? Seib überzeugt, baß jedes Opfer, bas ein Deutscher an irgenbeinem Platz für seine Volksgenossen bringt, ein Opfer für die gesamte Volksgemeinschaft ist, "unb baß jebes solche Opfer gleich gewogen unb gewertet wirb. Ihr — bas weiß ich — habt Deutfchlanb nie vergessen ' Deutschland freut sich darüber unb vergißt auch euch nicht. Wir sorgen uns um euch, unb ich bin glücklich, dies in einem Lanbe sagen zu können, bäs uns bie Erfüllung biefer Sorge leicht macht. Wir sorgen uns um euch, weil wir ber Ueberzeu- gung sinb, baß die Banbe biefer Volksgemeinschaft sich niemals unb nirgenbs lösen! Wir wollen nun besten gebenken, was euch in dieser Stunde erfüllt: Unsere teuere Heimat, unser teures Deutsches Reich — Sieg-Heil!" Unter einer neuen Welle der Freude und Begeisterung stimmen bie Kunbgebungsteilnehmer in bie Schlußworte bes Führers ein: Die beutschen und bie italienischen Nationalhymnen bilben ben Abschluß ber einzigartigen Kunbgebung. Unter den Klängen bes Babenweiler Marsches unb neuen Freubenkunbgebungen verlassen ber Führer unb ber Duce bie Constantin-Basilika. Gudetendeulsche Abgeordnete bei Hodscha. Kommunistische Provokateure. Prag, 4. Mai. (DNB.) Das Presseamt ber Subetenbeutschen Partei teilt mit: In Vollzug bes Auftrages des Politischen Ausschusses ber Hauptleitung ber Subetenbeutschen Partei sprachen bie Hauptleiter Abgeorbneter Ernst K u n b t unb Ad- georbneter Ingenieur Künzel beim Minister- präjibenten Dr. Hodscha vor, um ihn über bie Auffassung ber SDP. zu bestimmten Vorgängen der letzten Tage zu unterrichten unb barauf bezügliche konkrete Forberungen ber SDP. zu unterbreiten. * Kommuni st ische Provokateure machten in ber Nacht zum 5. Mai ben heimtückischen Versuch, bie Subetenbeutsche Partei burch eine Denkmalsschändung zu verbächtigen unb zu belasten. Wie bas Tschechoslowakische Preßbüro meldet, ist in ber Nacht zum Mittwoch bas Masaryk- Denkmal in Mährisch - Schöneberg beschädigt worben, inbem ber Statue bas Kinn abgeschlagen unb auf bem Sockel bes Denkmals mit roter Farbe ein Hakenkreuz gemalt würbe. Die Polizei, bie bas Hakenkreuz sofort wieber entfernte, hat umfangreiche Nachforschungen nach ben Tätern eingeleitet. Die Subetenbeutsche Partei hat schon wieberholt auf bas schänbliche Treiben derartiger kommunistischer Provokateure hingewiesen. Die Westmächte raten zum Entgegenkommen. Prag, 4. Mai. (DNB.) In unterrichteten Kreisen verlautet, baß ber tschechoslowakische Gesandte in Paris, O s u s k y , mit Ratschlägen ber Westmächte in Prag eingetroffen sei. Diese Ratschläge bezögen sich vor allem barauf, ben subetenbeutschen Forderungen bis zu jener Grenze entgegenzukommen, bie bie Integrität unb Unabhängigkeit bes Staates barstelle. Prag sei vor allem geraten worben, bie ablehnenbe Haltung gegenüber beh Karlsbader Forberungen Henleins zu milbern. Hierbei werbe besonbers auf bie staatsmänniiche Sprache Henleins bei ben Feiern am 1 Mai hin= gewiesen. In ber Sprachenfrage sei gesetzliche Festlegung ber Gleichberechtigungber deutschen neben der tschechischen und slowakischen Sprache für das ganze Staatsgebiet angeraten worden. Fetner werde Abschaffung der Mißstände auf dem Gebiete des Schulwesens empfohlen. Auch auf politischem unb wirtschaftlichem Gebiet sollen Zuge- stänbnisse angeraten worden sein. 100 neue Flugzeugqeschwader in England? London, 5. Mai. (DNB.- Funkspruch.) Der Luftkorrespondent bes „News Chronicle" will erfahren haben, baß bie englische Regierung bem Parlament ein erweitertes Luftaufrü - stungsprogramm vorlegen werbe. Die Zahl ber sofort einsatzfähigen Flugzeuge solle auf 3 0 0 0 erhöht und etwa 100 Geschwader neu geschaffen werden. Um diese vergrößerte Luftwaffe beherbergen zu können, solle die Zahl ber Militärflugplätze auf etwa 150 erhöht werben. Nebenher solle ein großer Werbefelbzug durchgeführt werben, um bie notwendigen Mannschaften anzuwerben. Kleine politische Nachrichten. Am Freitag, dem 6. Mai, berichten alle Reichssenber in ber Zeit von 16 bis 18 Uhr laufend über die Truppenparade in Rom. Der Reichssenber Berlin bringt als Rahmenprogramm ein Unterhaltungskonzert. ♦ Die Technische Hochschule Berlin hat auf Antrag ber Fakultät für Bauwesen ben Erbauer ber oberitalienischen Autostraße, Senator Piero Puricelli aus Mailanb, bie akabemische Würbe eines Dr. - Ing e. h. verliehen in Anerkennung seines die Grenze seines Vaterlandes überschreitenden Verdienstes im Straßenbau, insbesondere auf dem Gebiete des Kraftfahrstraßenwesens. ♦ Der Verwaltungsrat des Unternehmens „Rei ch s- auto bahnen" genehmigte den Geschäftsbericht und die Bilanz für das Jahr 1937. Der Geschäftsbericht wird in der nächsten Woche veröffentlicht. Im Bahnhof „Ostiense" wurde der Führer von Mussolini sowie bem König und Kaiser mit großer Herzlichkeit begrüßt; rechts Außenminister von Ribbentrop, links Gras Ciano, im Hintergrund der Ches des Protokolls von Bülow-Schwante. — (Scherl-M.) WM- • s.T: : WW Vir de> wir inm't wit lM tes auch übenound ten durl die Zu Nöten hek das Sch'° in der eit Wt un W ■ Wtschlan! LS 3i. »,r, vech-h-n l uit oerfte di-I-s f”e ilißendki ftroms «* 1161 Bell'f8; der Faust I Atemlos, ei der flirt <" Asenbahnei fer und die dem giganl _ für wei mehr für \ Um bann t zeug in d ,Aedes Ichliehlich i meinfchait ..Daß u das fle und, w noch fe Das if’ scheu so scheu Sü Fruchtlai Führer: UndJ ter, die schlossen, liens Sl Kunst. D Die W vor viele Woche erfolgen. Hersteller: Thompson -Werke G. m. b. H„ Düsseldorf Gut erhaltener OTDD Verschiedenes | 3098 A ■ Heute .....—Wl Eintritt 50 Rvf. 307 ?D Z°°ftKcll° des Sugo Dermühlsr Verlag mi.-t.,.. r • Stadttheater Donnerstag, 5. Mai M8 Nr.M Zweites Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) LlnflerblichesLtalien... Von Dr. Franz Lüdtke Wir deutschen Menschen des Dritten Reiches, die wir inmitten einer geryaltigen geschichtlichen Dynamik leben, spüren die Kraftströme ringenden Geistes auch dort, wo andere Völker den Niederbruch überwunden haben und zu neuem Aufbruch schreiten durften. Wir spüren sie besser, tiefer als jene, die zu satt sind, um Faust aus seinen inneren Nöten heraus begreifen zu können. Seltsam, wie das Schicksal das deutsche und das italienische Volk in der gleichen Epoche zur Vollendung ihrer Einheit, Freiheit und Größe berief! Einer Epoche, die nun drei Vierteile eines Jahrhunderts umspannt: von Cavour und Bismarck bis Benito Mussolini und Adolf Hitler, vom Risorgimento und einem in Deutschland gipfelnden Preußentum bis Faschw und Hakenkreuz, bis zu dem neuen Imperium und dem Großdeutschen Reich. Ja, wir verstehen den Geist dieses Italien. Wir verstehen sein Schaffen, seinen Aufbau, seine Wehr; wie verstehen die Menschen, deren Inbrunst nur dieses eine kennt und will: Italien! In einem hinreißenden Gedicht, das mit der Wucht eines Bsrg- stroms alle Schranken des Versmaßes sprengt, läßt der in Venedig lebende Dichter Adriano Belli alle Werkleute, alle Arbeiter der Stirn und der Faust sich mit ihrer Arbeit zu Italien bekennen. Atemlos, enthusiastisch vereinen sie sich, der Bauer, der Hirt, der Philosoph, der Arzt, der Maurer, der Eisenbahner, der Musiker, der Bergmann, der Dichter und die unzählbaren anderen; vereinen sich in dem gigantischen Wollen und Bekennen: „Arbeit — für wen?" „Ich etwa für mich?" „Niemand mehr für sich!" „Du für mich.." „Du für mich!" Um dann gemeinsam hinauszujauchzen: „Das Werkzeug in der Faust für unsere Mutter Italien!" „Jedes Werkzeug zu deinem Befehl, Italien!" Bis schließlich die einzelnen Stimmen im Chor der Gemeinschaft untergehen: „Daß uns für dich, für dich, Italien, in der Brust das Herz bedrängt ein jeder Liebespulsschlag und, wenn von uns für dich dann einer hinsinkt, noch seine brechenden Augen Freude füllt!" Das ist der Geist Italiens, den wir Deutschen so gut verstehen; der Geist, der die Pontini- schen Sümpfe trocknet und aus Fieberöde faustisch Fruchtland schafft. Der Geist, den bei uns der Führer von neuem erweckte Und Italiens Seele? — Die deutschen Dichter, die Künstler, die Forscher haben sie uns erschlossen, in tausend Büchern, tausend Bildern. Italiens Seele lebt in seiner Landschaft, in seiner Kunst. Die Augen öffnen sich und dürfen trinken . Die Wege, die ich als Dichter wie als Historiker vor vielen Jahren durch Italien wandern durfte, wanderte ich heute wieder, und wieder spürte ich die Seele Italiens. Gefährte ward mir ein Buch, das nicht mir allein, nein, uns allen von einem geschenkt wurde, der jahraus, jahrab mit seiner Kamera das' Land der Wunder durchstreifte, dessen Augen den „goldenen Ueberfluß" tranken und der, aus dem Schatz seiner Bilder, das Schönste ausbreitet, so daß wir mit genießen und Italiens Seele miterleben dürfen: „Italien. Landschaft und Baukun st." Don Kurt Hielscher (Leipzig, F. A. Brockhaus, 1938; Größe 17X24 cm, 240 ganzseitige Bilder in Kupfertiefdruck, 6,80 RM). Und nun blättern, nein, nun fahren wir... Dom Hochgebirge der Alpen, eisgekrönt und wol- kenumwettert, geht unsere Fahrt bis zu den gesegneten Hängen Siziliens. In südlicher Farbigkeit leuchten die oberitalienischen Seen, doch vom Theater in Taormina blicken wir hinaus in die unav- sehbaren Weiten des Mittelmeeres. Wie träumend gleitet eine Gondel unter der Seufzerbrücke Venedigs, steile Berggassen führen zu mehrtausendjährigen Städtchen' empor, fröhlich sind auf uns die Augen der Menschen gerichtet, auf uns, die wir wandern, Italiens Seele zu suchen. Und da sind die großen Stationen des Weges, den unser Führer Adolf Hitler gewählt! Der Zauber des hügelumsäumten Florenz umfängt auch uns: Paläste, Brücken, Statuen, Säulen, Loggien, der Dom... Namen klingen auf, Cellini, Michelangelo, Dante... Dann: Rom! Nun pilgere ich wieder, wie einst so oft, durch die Laubgänge des Pincio und schaue, von jener riesigen Palme aus, vor mir die ewige Stadt! Ich steige die Marmortreppe, die „spanische", empor. St. Peters Kühle umhüllt mich, ich verliere mich in der Unermeßlich- keit des Kollosseums. Man denkt zurück: da war das nordische Rom, die feste Burgstadt uns blutsverwandter Krieger und Bauern, patrizischer Geschlechter, stark genug, eine Welt zu unterwerfen! Da war das adlige Gesetz eines Staates, der höher ragen sollte als irgendein Staat der Geschichte? Das Rom der Imperatoren. Dann das Rom der Kirche — der Kampf zwischen Kaisertum und Papsttum! Wirrnis, Fremdherrschaft — dann der glorreiche Aufstieg, Befreiung, endlich das Rom des Duce, das neue Imperium! — Ruinen sind nicht Ruinen mehr; aus ihnen, die von Vergangenem künden, steigt der Geist der Gegenwart und prägt die Form der Zukunft... Wir blättern weiter in unserm Buch — weiter geht die Fahrt. Via Appia, Campagna, Frascati, Tivoli, Pinien, Zypressen, Springbrunnen, Gärten, Türme im Apenningebirg, alte Kastelle ... Aber wo der Fieberatem der Sümpfe das Leben erstickte, grüßen die Bauten neuer Städte, die aus dem Willen des Duce geworden: Littoria, Sabaudia ... Und nun: Neapel! Der Golf, die Inseln, der Vesuo-mit dem rauchenden Krater, der gespenstigen Lava, die klassischen Straßen und Häuser des wiedererstandenen Pompeji, Sorrent, Amalfi — soviel Namen, soviel Zauber, und im Licht wie im Halbdunkel der Tönungen immer ein Stück der Seele Italiens, die soviel gelitten, soviel geträumt, soviel gejubelt hat! Völker zogen hier ihre Straße, mit Schwertschlag und Lärm, aber die Seele Italiens, die vorzeitlich-nordischen Ursprung mit südlicher Schönheit einte, blieb unsterblich. Wir grüßen' diese uns verwandte Seele, die wir so lieben, und wir grüßen den Geist, der in Mussolinis faustischer Tat dieser Seele wieder Heimat gab: ein großes und stolzes Reich. Immer noch klingen die „Versi" des Dichters Adriano Belli in mir. Ist es der Dichter, der hier spricht, da er Abschied nimmt? „Ich weiß nicht, mein Lieber — euer Ton, ob fremden Ohren gleichen Klang er schenkt? Doch fremdes Äug', ihr meine Lieder, schaut hier Blut, o, Blut, dasaus dem Herzen, aus dem Herzen strömt.. Spricht hier der Dichter? Oder — spricht Italien? Ja, sein Blut, seine Seele strömt, und wir fühlen das Herz dieses Landes, dem wir danken dürfen, für soviel Schönheit der Landschaft, der Kunst, für soviel Kraft verwandten Menschentums für sov-.el Licht und Freude, deren Zeuge auch das Buch ist, das wir eben durchblätterten. Ein Wunsch nur Jur das Künftige: mögen Deutschland und Italien immer als Freunde' schreiten, immerdar gemeinsam durch die Geschichte! Austaki zum „Tag des deutschen Handwerks". 60000 Handwerker im Wettkampf. — Reichsausstellung handwerklichen Könnens in Frankfurt. Die im Rahmen des „Tag des Deutschen Handwerks" in Frankfurt a. M. durchgeführte Reichsausstellung „Hpndwerkerwettkampf 1938" bietet ein imposantes Bild handwerklichen Schaffens. Wie der Leiter des Handwerksrwettkampfes Pg. Schäfer bei einer Vorbesichtigung mitteilte, beteiligten sich am Handwerkerwettkampf in diesem Jahre 28 000 Meister, 23 000 Gesellen und 7000 Betriebsgemeinschaften. Das sind rund 60 000 Handwerker, die sich freiwillig meldeten und die ifgabe hatten, aus eigener schöpferischer Jnitii. -oe ein Werkstück zu gestalten und technisch zu vollenden. Heber die Kreis- und Gauausscheidungen gelangten zur R e i ch s a u s s ch e i d u n g in Frankfurt am Main insgesamt 3000 Arbeiten. Bei der Bewertung der Siegerarbeiten waren sowohl fachliche wie weltanschauliche Richtlinien maßgebend. Auf Grund der so vorgenommenen Bewertung wurden in der Reichsausscheidung ermittelt: 67 Aechesieger 222 zweite Preisträger und 307 dritte Preisträger. Von den Reichssiegern entfallen auf die einzelnen Wettkampfgru'ppen 1. Bau mit 14 Berufsgruppen 9 Reichssieger 2. Holz mit 12 Berufsgruppen 10 „ 3. Metall mit 12 Berufsgruppen 10 „ 4. Spezial mjt 13 Berufsgruppen 13 „ 5. Bekleidung mit 9 Berufsgruppen 18 „ 6. Sattler mit 4 Berufsgruppen 2 ?. Nahrung mit 3 Berufsgruppen 5 „ Von den 67 ermittelten Reichssiegern gehören 33 der Leistungsklasse A Meister, 26 der Leistungsklasse B Gesellen und 8 der Leistungsklasse C Betriebe an. Es ist bemerkenswert, daß 4 Reichs- sieger, die bereits im vorigen Jahr Reichssieger im Meisterwettkampf waren, auch diesmal den höchsten Ehrentitel errungen haben. Die ÄetchLausstklluna mit den Arbeiten der Sieger und Preisträger aus dem „Handwerkerwettkampf 1938" ist das Spiegelbild eines nationalsozialistischen und handwerklichen Idealismus; denn die zum Wettkampf angetreten waren, taten es nicht um materieller Vorteile willen, sondern für das Ideal der Arbeit. Das ist der Sinn des Wettkampfes gewesen, der dazu beitragen soll, daß das deutsche Handwerk'wieder jenen Platz im deutschen Volk einnimmt, den es als wesentlicher Mitträger und -gestalter deutscher Kultur einnehmen muß. Unter den vielen Hunderten von Ausstellungsstücken interessieren natürlich in erster ßifiie jene Arbeiten, die den Wettkampfteilnehmern den Ehrentitel Reichssieger eingebracht haben. Neben praktischen Aufgaben und Vorschlägen mußten bei verschiedenen Berufen auch Zeichnungen angefertigt werden, wie z.- B. bei den T a p e z i.e - rern. Auch die Ofensetzer hatten theoretische Aufgaben zu lösen. Hier galt es einen Ofen herzustellen, bei dessen Anfertigung möglich wenig Eisen gebraucht wurde, der aber doch den größten Heiz- effekt besitzt. Die qualitativ besten Arbeiten lieferten die Schuhmacher. Das Leistungsnioeau der Wettkampfgruppe Bekleidungsgewerbe ist überhaupt sehr hoch. Bei den Steinmetzen gefällt eine Erinnerungstafel aus deutschem Werkstein, der in unserer deutschen Heimat gegraben und zugehauen wurde. Schrift und Ornament sind tech- Roms Feststraßen. Die Heldenehrung im Pantheon. l i * \ 'S Eine der festlich geschmückten und illuminierten Straßen Roms. (Sämtliche Bilder Scherl-Bilderdienst, Berlin.) Oie Kundgebung der Jugend. Die Anfahrt des Führers und des Duce vor dem Pantheon, vor dem das Grenadierregiment Sardinien, das älteste Regiment Italiens, angetreten ist. $ k i ii . % l N 5 'MHI N* ♦ V M*' V.# •• "WM* * -';X£/A 7 *WR >z *X- ■'I ■ ; ” -<■ .-> • .... ° Wunsch- tanbreife. Roman. 250 Seiten Geh.- 2,4° Mark, Leinen 3,50 Mark. Verlag Scherl, Berlin SW 68. 1938. — (46) — Voll Sehnsucht nach Dem großen Glück unD Den Abenteuern in fernen Landen ist baj> männliche Herz des Herrn Winfried Kleinschmidt von Beruf Prokurist einer Möbelfabrik. Folglich reift Leben in sich, „und fein Kom anders. ■ " Da stand Der Mann in der Tür und es war noch früh. Er fetzte sich an den Tisch und sah ihr zu. Um ihretwillen war er gekommen, das wußte Junnka. Hoyer als am Brauttag schlug ihr Herz. „Setz' dich her, Jurinka", sagte er und nannte sie zum erstenmal mit ihrem Namen, „setz dich zu mir her ..." und sie ließ, was sie hielt, aus ihren Händen und folgte ihm. Mathias war Ackermann, das heißt, er war schon als ein solcher auf die Welt gekommen. Nicht, weil fein Vater ein Bauernhaus und einen Acker, Feld und Vieh hatte, sondern weil sein Ackersinn auf den jungen Mathias übergekommen war, so daß er als Kind keine größere Freude hgtte, als in Mutters Garten Samen in die hungrige Früh- jahrserde zu streuen und die schwarze, wohlriechende Krume in den kleinen Händen zu halten. Frühzeitig half er dem Vater bei der Arbeit. Er ging an der Seine hinter dem Pftug und trieb das Pferd mit hüh und hott und sah dabei die Schar in Öen Acker fassen und ihn aufbrechen. Er sah das Korn aus seines Vaters Händen laufen, sah Das Wunder des Brotes wachsen und werden und suchte, kaum ein Jüngling, Gott nicht hinter den ' weißen Wolken, sondern tief in Der ErDe, woher alles.Leben zu kommen schien. Als Der Vater sterben mußte, gab er seinem Sohne Haus und Acker und alles, was er sonst noch hinterließ. „Mach es recht, Mathias", sagte er und starb. Mahias war über dreißig Jahre alt. und als die Schwestern verheiratet und aus dem Haus waren, nahm er sich ein Weid, Das etwas anzufassen verstand. , r-, —- ----- - .■ . Es war ihm nicht schwer gefallen, eine solche zu ihr ins Herz. Gerade tra Mathias wieder aus dem finden, denn Mathias war groß und breit, war Haus und sah die Frau so stehen, mitten in seinem rechtschaffen und in guten Verhältnissen. Er war Acker. Ganz langsam ging er und sah auf Die fein schöner Mann, seine Züge roaten Derb. Seine § Frau. Er hatte gut gewählt sie stand wie ein Hände waren außergewöhnlich groß, aber Jurinka meinte, als sie seine Frau wurde, daß man in solchen Händen wohl behütet sein könne. An ihrem Namen hatte Mathias zuerst viel auszysetzen gehabt, denn eigentlich hieß sie Julia. Doch weil sie von Kind an sich immer nur Jurinka rufen gehört nisch und formal gut gelöst. Weiter fällt auf ein 1 feit eines Gesellen. Einen besonderen Anzlehun^s- neuartiger Hufbeschlag aus Leichtmetall und punkt der Ausstellung bildet das in einer Vitrine ein Lager schle über metall zum Ausspritzen vor der Ehrenhalle ausgestellte „G1) r e n b u cb Der Pleuellager an Kraftfahrzeugen, das eine Er- des deutschen Handwerks . In dieses etwa fparnis um ein Drittel gegenüber den bisherigen V- Zentner sihwere ^Duch werden vo^ letzt ob^ all- Arbeitsvorgänaen bringt sowie ein neuartiger Dränagepflug für die Entwässerungsgraben von Wiesen. Ein Meister der Farbenphoto- g r a p h i e zeigt eine Porträtaufnahme, Die von einem gemalten BilD nicht zu unterscheiDen ist. Interessant ist auch ein ® l a s g i 11 e r zur Beugung Des Lichtes für Spektroskope. Mit diesem Glasgitter ist der Wissenschaft Die Möglichkeit gegeben, Die Grundstoffe der Materie auf spektralanalyti- schein Wege zu besttmmen. Der Meister hat es verstanden, einen Millimeter auf 1000 Teilstriche zu zerlegen! Von Dem Erfindergeist dieses Meisters zeugen bisher 30 Gebrauchsmusterschutze und 20 Patente in vielen Ländern. Auf Grund seiner diesjährigen Arbeit wird er eine besondere Auszeichnung noch von Generalfeldmarschall Göring erhalten. In Der Abteilung Der SattlerhanD- roerfer hat ein Meister zum ersten Male Den erfolgreichen Versuch unternommen, ein PferDe- kummet aus synthetischen Lederwerkst o f f e n herzustellen. Bewundernswert ist auch eine Pferdeleine aus deutschem Leder. Bei den Holzhandwerfern begeisterten ein aus deutschem Nußbaum hergestellter Bücherschranf, eine Truhe, ein gedrechselter Blumenständer und eine aus Tanne und Ahorn gearbeitete klangvolle Violine. Eine Universal-Schraubstock-Bohr- Vorrichtung soll bei Arbeiten Verwendung finden, die ohne Anriß und Körner sicher gebohrt werden können. Bei Den Kunstschmieden wurde besonders die gute und schöne Formgebung bei Leichtmetallen prämiiert.« Ein zweiarmiger Kerzenleuchter zeigt in dieser Hinsicht die Fertig- Nr. M Drittes Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberheffen)Donnerstag, 5. Mai M8 Zwei Oberheffen als Reichssieger beim Führer. zu beweisen und damit d-arzutun, daß sie das Reichs- siegerabzeichen auch für die Zukunft mit Recht trat gen dürfen. Frohe Heimkehr nach ereignisreichen Tagen. Reichsleistungsschreiben auf der Schreibmaschine. r Nach einer Reihe von erlebnisreichen Tagen sind am gestrigen Mittwoch unsere beiden oberhessischen Reichssieger im Reichsberufswettkampf von Berlin heimgekehrt. Wie wir schon kurz berichteten, wurden der 19jährige Hans Bauftian in Schotten in der Fachgruppe Molkerei und der etwa- 25jährige Martin Kaiser aus Ober-Widdersheim in der Fachgruppe „Steine und Erden" Reichssieger. Da beide mit hervorragenden Punktzahlen abschnitten, wurden sie am 1. Mai zusammen mit 130 weiteren Siegern aus dem ganzen Reich dem Füchrer oorge- st ellt. Gestern, kamen sie nun zurück. Wir unterhielten uns mit ihnen darüber, was ihnen die großen Tage *bon Hamburg und Berlin alles gebracht hatten. Bei Hans Bauflian. Hans Bauftian, den jungen Molkereigehilfen, trafen wir bei seinem Reichsfachjchaftsleiter Grieb in Gießen an. Bauftian ist ein frischer Schar- ■ MN' -O Hans Bauftian (Schotten), Reichssieger in der Fachschaft Molkerei. (Aufnahmen 12]: Neuner, Gießener Anzeiger.) führer der Hitler-Jugend. Sein Vater ist der Molkereiverwalter Robert Bauftian in der Molkerei Hoherodskopf in Schotten. Hans Bauftian hat aber nicht im Betrieb des Vaters gelernt, sondern in Eschwege. Seit einiger Zeit ist er in Schotten tätig. Schon im Kreiswettbewerb und im Gauwett- üewerb vermochte er — wie er selbst sagt, dank seines eifrigen Studiums in der Fachliteratur und feiner guten Ausbildung an Maschinen und im Laboratorium — den Anforderungen ohne weiteres gerecht zu werden. In Hamburg wurde nun, so erzählt er weiter, außerordentlich viel verlangt. Er mußte sich als sehr universell erweisen. Nicht nur, daß eine Fülle von sehr speziellen fachlichen Fragen gestellt wurden, er mußte auch in verwandten Gebieten Bescheid wissen. So wurde vor allem auch das Wissen um die Beseitigung von Schäden an Maschinen und Leitungen verlangt, außerdem mußte er zeigen, daß er weiß, was er zu tun hat, wenn einmal der Elektromotor nicht funktioniert. Und ständig standen drei „ausgekochte" Fachleute hinter ihm, die unbewegten Gesichtes seine Antworten entgegennahmen, ohne ihn wissen zu lassen, ob er gut ober schlecht geantwortet hatte. Drei Stunden lang gab es in der praktischen und theoretischen Prüfung zu tun. Gegen 36 Mitwettbewerber hatte er sich zu behaupten. Aber der große Wurf gelang ihm! Der 19jährige vermochte in seinem Wissen und Können selbst über 40jährige zu übertreffen In der weltanschaulichen Prüfung schnitt er nicht weniger gut ab, und im sportlichen Leistungskampf erzielte er 90 Punkte mehr, als er zu erzielen überhaupt nötig hatte, um Reichssieger zu werden. Begeistert erzählt er von dem Empfang bei dem Führer in Berlin. Gestern um die Mittagsstunde holte ihn fein Vater von Gießen im Kraftwagen ab. In Schotten wurde dem jungen Reichssieger ein ehrender Empfang bereitet. Bei Martin Kaiser im Steinbruch. Auch Martin Kaiser, der junge Steinhauer, stand noch ganz im Banne seiner großen Erlebnisse der jüngsten Tage. Wir fanden ihn im Basalt- Werk Ober-Widdersheim bei Nidda in der Steinrichterhalle und am Arbeitsplatz seines Vaters, dem er von Hamburg und Berlin erzählte. Heute morgen wird er wieder an seinem Arbeitsplatz in der Steinrichterhalle neben seinem Vater sitzen. Dann begleiteten wir den Reichssieger in der Gruppe „Steine und Erden" durch den Betrieb in den Steinbruch. Ueberall wurde er oqn seinen Arbeitskameraden herzlich begrüßt, alle kamen sie herbei, um ihm die Hand zu . schütteln und ihn zu beglückwünschen. Ihnen allen leuchtete die Freude darüber aus den Augen, daß es einem aus ihrem Werke gelungen war, diesen großen Erfolg zu erringen. Martin Kaiser hatte die Möglichkeit, seine unmittelbar praktische Prüfung unter strenger Bewertung seiner Arbeit im Basaltwerk von Nickel in Ober-Widdersheim abzulegen, da es zu umständlich gewesen wäre, einen Viertel-Kubikmeter des Basaltmaterials nach Hamburg zu schaffen. Die theoretische, die weltanschauliche und die sportliche Prüfung hatte er in Hamburg abzulegen. Im theoretischen Teil der Prüfung hatte er ein sicheres Allgemeinwissen über den Bau der Erde und über die Entstehungsgeschichte der verschiedenartigen Gesteine zu beweisen. Auch manche Rechenaufgabe galt es zu losen. Don der Preisverteilung erzählte er ein interessantes Zwischenspiel. Der Preisverteilunq wurde, als viele Namen verlesen wurden, sein Name zunächst nicht genannt. Er glaubte schon, resignieren zu müssen. Auf einmal hieß es dann, daß nun die Namen derer verlesen werden sollten, die dem Führer vorge stellt würden. Da fiel nun auch sein Name —! Aber: der Vortragende brach plötzlich ab. So als schiene er sich geirrt zu haben. Seine Kameraden wollten ihn schon nach vorne schubsen. Er ging aber nicht! Denn er wollte genauer wissen, ob er es auch wirklich sei. Bald stellte sich heraus, daß der Preisverteiler. nur deshalb im Fluß der Namenverlesung abgebrochen hatte, weil man neben ihm mit der Verteilung der Ehrenzeichen nicht rasch genug nachkommen konnte. Dann aber fuhr der Redner fort, und da hieß es denn: „Martin Kaiser, Steine und Erden, Ober-Widdersheim, Oberhessen ..." Also — er war es doch! Seine Kameraden rissen ihm fast die Arme aus. Auch er erzählte seinen Arbeitskameraden und uns von der herrlichen Helgoland-Fahrt, von der Hafenrundfahrt in Hamburg, von den Empfängen in Berlin, von dem Händedruck und dem Blick des Führers, der eine halbstündige Ansprache eigens für die Reichssieger hielt. Martin Kaiser (Ober-Widdersheim) wird vom Betriebsobmann beglückwünscht. > - Heute sind beide, Hans Bauftian und Martin Kaiser, wieder im alltäglichen Dienst. Beide ließen sie wissen, daß der Erfolg für sie keinen Anspruch auf Selbstzufriedenheit bedeute, sondern eine ständige Mahnung daran, diese Leistung immer neu Nach dem erfolgreichen Abschluß des 1 Reichsleistungsschreibens in Deutjcher Kurzschrift Ende des vergangenen Jahres ruft die Deutsche Arbeitsfront, unter Mitwirkung der Deutschen Stenographenschaft, erneut alle Volksgenossen, denen dis Schreibmaschine tägliches Handwerkszeug geworden ist, zum 1. Reichsleistungsschreiben auf dek Schreibmaschine auf. Für den Gau Hessen-Nassau wird der Wettkampf am Sonntag, 8. Mai, durchgeführt. Jeder Volksgenosse und jede Volksgenossin, ob Anfänger, Durchschnitts- oder Spitzenschreiber, ob Tipper oder Blindschreiber, ist zur kostenlosen Teilnahme berechtigt. Für jede brauchbare Leistung wird wieder eine Leistungsbescheinigung ausgestellt; außerdem werden Gau- und Reichspreise ausgesetzt. In dem ^Wettbewerb werden folgende zwei Aufgaben gestellt: a) 10 Minuten Äbschreiben eines Drucktextes, b) formgerechtes Darstellen eines Briefes nach Drucktext. Anmeldung und Auskunft: DAF.-Kreiswaltung Wetterau, Abteilung für Berufserziehung und Betriebsführung, Gießen. Schriftliche Anmeldungen können auf einer Postkarte vorgenommen werden und müssen genaue Anschrift, Alter, Beruf und Mitteilung, ob zum Wettschreiben eigene Schreibmaschine mitgebracht werden kann, enthalten. Das Wettschreiben wird in allen Orten der Kreise Wetterau und Alsfeld/Lauterbach durchgeführt, sofern genügend Wettschreiber und Maschinen zusammenkommen oder die letzteren ander- | roeitig zur Verfügung stehen. Aus der Stadt Gießen. Verwandlungskünstler Salzhering. ZdR. In den letzten Wochen ist uns der Hering immer wieder ins Gedächtnis gerufen worden; denn man hatte ihn in den hinter uns liegenden Jahren zu sehr vernachlässigt. Der Grund dafür ist nicht etwa darin zu suchen, daß der deutsche Salzhering hinsichtlich seiner Güte nicht alle Erwartungen erfüllt, nein, die Qualität des deutschen Salzherings stand und steht außer jedem Zweifel. Unglück des Herings war feine Preiswürdigkeit. Als „Fleisch des kleinen Mannes" war er in „Verruf" gekommen; denn man .glaubte ja geradezu auch durch die Einteilung der Kochkunst in einfache, bürgerliche und feine Küche eine Art „Klassenkampf" des Kochtopfes führen zu müssen. Durch die Einrichtung des Eintopfgerichtes ist in Deutschland die Volksgemeinschaft der Küche wieder hergestellt worden. Dadurch hat man auch erreicht, daß so manches gute alte Gericht, das früher nicht mehr als „standesgemäß" galt, wieder zu - Ehren kam. Dazu gehört auch der Salzhering. Aber noch etwas anderes hat bewirkt, daß man ihm wieder in der Küche und auf dem Speisezettel den Platz einräumt, der ihm seines Wohlgeschmacks und seines hoben Nährwertes wegen zukommt, nämlich die schier unerschöpfliche Möglichkeit, ihn in seiner Zubereitungsart zu verändern. Welches andere Nahrungsmittel läßt sich in über 30 verschiedenen Zubereitungsarten auf den Tisch bringen? Das kann man kaum mit irgend einer unserer Fleischsorten fertigbringen. Dor allem ist erfreulich, daß auch das warme Heringsgericht wieder aus der Vergessenheit hervorgeholt worden ist. Man soll nämlich durchaus nicht glauben, daß die warmen Heringsgerichte, wie sie zum Beispiel das neue Rezeptheft „Salzhering einmal anders" der Reichsfischwerbung zur Nachahmung empfiehlt, so unerhört neu sind. Nein, warme Heringsgerichte haben ihre Tradition. Da gibt es ein jetzt allerdings schon rechttseltenes Kochbuch mit dem schönen Titel: „Wie man in Berlin zur Zeit der Königin Luise kochte", das auch insofern kulturhistorisch und literarisch bemerkenswert ist, als es von der Urgroßmutter des märkischen Dichters Theodor Fontane, Frau Auguste Wilhelmine Friederike Charlotte Fontane, geb. Werner, verfaßt worden ist. In diesem altberliner Kochbuch findet man bereits ein recht schmackhaftes warmes Heringsgericht mit Kartoffeln. Es soll nachstehend (mit einigen geringen zeitgemäßen Aenderungen) Platz finden: „Die' Kartoffeln werden geschält, in Scheiben geschnitten, sodann in einen Topf, wo sie gewöhnlich kochen, getan und gesalzen. Wenn sie gut gar, wird das Wasser rein abgegossen und recht fein gerührt. Nun hat man in ein wenig Fett fein- Srischer, reiner gründliche; schonende Reinigung, verhindert den Ansatz von Zahnstein. Sro/Je Tube 40 T/., kleine Tube 25 T?f. gehackte Zwiebel getan und läßt sie gelblich braten, welche man dazu gießet. Alsdann nimmt man eine Mehlspeisenform (mir haben heute eine feuerfeste Form), schmieret sie mit Fett aus und macht die erlie Lage von Kartoffeln, dann kommt eine Lage Speck, welcher recht mürbe gekocht und in feine Scheiben geschnitten sein muß. Wenn es nun lagenweise eingelegt worden ist, macht man es oben glatt und gießt ein wenig Sahne (wir nehmen Dosenmilch) mit einem Lössel darüber und tut immer, als will man die Kartoffeln ein wenig heben, und läßt sie gelblich backen. Will man es recht fein haben, nimmt man einen Hering, läßt ihn wässern und schneidet ihn in feine längliche Stücke, diese legt man auf ein Blatt Papier gegeneinander, tut sie" in einen flachen Tiegel und läßt sie mit mit einem Stückchen Butter anbraten. Alsdann legt man die Heringsstreifen darüber." Man braucht also nur in alten Kochbüchern nach- zuftöbern und die Gerichte mit den Erfordernissen Fäden hin und her. Vornan von Hedda Westenberger. Copyright by Carl Duncker Verlag, Berlin W 35. 14. Fortsetzung. (Nachdruck verboten!) Marga, tja, wo wird die stecken? In welchem gottverlassenen Gasthaus wird die sitzen? Aber vielleicht, wer weiß, vielleicht sitzt sie äußerst mondän in irgendeinem mondänen Hotel in Dresden. Auch fo was könnte ihr mal einfallen. Na, wenn sie das getan hat, wenn sie in ein großes Hotel gegangen ist, dann wird sie ja auch bestimmt nicht allein fitzen. Marga Montwill sitzt nie allein; die zieht die Männer an wie das Licht die Motten, obgleich sie es manchmal gar nicht will. Aber es ist so. Ja. Leider ... Hach, das verfluchte Radio! Mal leiser stellen. Man kann ja gar nicht nachdenken ... Oder — soll man's vielleicht lieber lauter stellen und das Nachdenken über Marga Montwill fein lassen? ■ . Joseph Breda hockt noch unschlüssig vor dem Radioapparat und bummelt durch den Aether öa läutet das Telephon. Erschrocken schaut Breda auf die Uhr: Wer kann denn das sein? Jetzt, halb zehn? Er dreht das Radio ab und horcht und rührt sich nicht. Das Telephon läutet hartnäckig weiter. Dann schießt's ihm plötzlich durch den Kopf: So laut »schellt's nur, wenn es sich um ein Ferngespräch handelt. Ferngespräch! Um diese Zeit? Das ist Marga Montwill! Und mit einem Satz ist er am Apparat. Eine singende Stimme meldet ein Gespräch aus Eigelstein in Thüringen. Gespräch für Herrn Joseph Breda, Berlin. Eigelstein in Thüringen? Nie gehört. Na, wenn schon. Halloo? Haaallloooo? Der Apparat sing. Joseph Breda sitzt auf der Schreibtischkante und drückt die Zigarette so heftig auf der Schale des Tintenfasses aus, daß er sich die ganze Fingerspitze mit verbrennt Teufel ... Hallo? Und heiß ist es hier. Daß er'das vorher noch nicht gemerkt hat! Vorsichtig zieht er sich den Rock aus. Hallloooo! Haaaaaallo! O je! Und die Nase müßte er sich noch rasch putzen — man spricht dann deutlicher. Aber natürlich hat er fein Taschentuch in der Tasche. . Hallo! Hallo-hallo! Da endlich! Jawohl, hier Breda, Berlin. Marga? Hallo, Marga? Na, altes Mädchen, wie geht's denn draußen in der Fremde? Gut? Das freut einen denn ja auch, das ist recht. Ja, mir geht's auch gut, ausgezeichnet sogar. Wie? Nein, ich bin allein. Ich sitze hier in "meiner Bude und hab's mir saugemütlich gemacht. Ja, sapgemütlich, hab' ich gesagt. Wie? O natürlich, wunderbar hab' ich gegessen, direkt gespeist — gespeist, jawohl! Und jetzt bin ich schon bei der ... bei der dritten Flasche, ja. Wie? Du, noch mal, bitte! Das Letzte hab' ich nicht verstanden. Wie war das?" „Ich bleibe ’n bißchen länger aus, als ich' dachte', wiederholt Margas Stimme. „Hast du verstanden, Jupp? Aber da es dir so gut geht, kann ich es ja mit gutem Gewissen tun. Meinst du nicht auch? „Na ja", sagt Joseph Breda, und er hört deutlich, wie durch die Drähte eine sehr feine leise und zärtliche Melodie mitkommt, als ob jemand in der Nähe von Marga Klavier spiele oder auch Geige oder beides. Wo sie denn eigentlich stecke, ruft er darum plötzlich in verstärktem Ton, was sie denn ausgerechnet in Eigelstein mache, ob es da so nett sei. Und dann noch lauter: „Und die Musik? Wer macht denn da in deiner Nähe so raffinierte Musik? Ist das Radio?" Da lacht Marga Montwill am anderen Ende der Leitung leise auf, und Breda wird es noch wärmer bei diesem Lachen. Am liebsten zöge er sich noch rasch den Kragen aus, aber der ist am Hemd fest- genäht; das hat man davon, wenn man sportliche Kleidung trägt, jawohl. ’ Nein, lacht Marga Montwill, das fei fein Radio, sondern im Nebenzimmer säße eine hübsche junge Dame und eine alte Jugendliebe von ihr nicht von der jungen Dame, sondern von ihr selber, von Marga, ja — und die beiden spielen jetzt gerade die „Gartenszene" aus dem „Faust". „Kannst du s hören, Jupp? Paß mal auf, hör mal..." Aber Joseph Breda pfeift auf die Gartenszene; Breda will wissen, wieso Marga zu diesem jungen Mädchen und zu ihrer Jugendliebe kommt. Jugendliebe, hm — ein blödes Wort eigentlich. „Tja", ruft Marga, „das ist eine ulkige Geschichte, aber zu lang fürs Telephon, lieber Jupp. Die erzähl' ich dir mal, wenn ich wieder nach Haufe komme. Ader vorläufig, wie gesagt, bleibe ich noch hier, bei Hammerbachers, bei Ham mer — bad) — chers in Eigelstein, und es ist entzückend. Wie ein Traum ist's, Jupp. Wirklich. So idyllisch und so reizende Menschen und die ganze Atmosphäre — ich wußte ja gar nicht, daß es das noch gibt... Aber du bist ja so still, Jupp! Was ist denn? Hallo! Bist du noch da?" ^Ja, Jupp ist noch da. Ob also die Jugendliebe Hammerbacher heißt? Nein, sondern die Jugendliebe... Nun hört Joseph Breda doch alles durch das Telephon. Wie Marga zu Hammerbachers geraten ist, wie fabelhaft gut ihr der rauhbautzige Doktor Hammerbacher gefällt, der übrigens viel jünger ist, als sie sich gedacht hatte, viiiel jünger... und wie sie dann zu allem Uebersluß auch noch auf Walter Lenzsch gestoßen ist, und daß sie nun alle miteinander ein entzückendes Wochenende verbringen wollen und Marga vielleicht, vielleicht sogar noch länger bleibt. Vorausgesetzt natürlich, daß Jupp in Berlin allein fertig wird. „Ja, ja, ich werde schon fertig", brummt Breda und hat eine steile Falte zwischen den Brauen. Verdammt noch mal, Walter Lenzsch — den Namen kennt er doch, mit einem dieses Namens war Marga doch mal verlobt! Und ausgerechnet mit dem trifft sie nun wieder zusammen, verdammt noch mal. Uebrigens scheint in diesem Hause Hammerbacher gar feine Frau mehr zu sein. Ist das nun nötig, daß sich Marga ausgerechnet in so ein — so ein Männernest setzt? Und — schickt sich das? Schließlich sagt sie ja selbst, daß der Doftor viel jünger ist, als sie angenommen hat. Gott, ist das heiß hier in der Bude... Indessen hat Marga Montwill vergnügt weitergeschwatzt: von dem gemütlichen Kaffee und dem Spaziergang, und wie süß das Eigelstein ist, und daß Tapsy sich inzwischen mit des Doktors Seppi angefreundet hat. „Auch das noch!" sagt Breda. „Wie, bitte?" fragt Marga zurück. „Wie, bitte?" „Auch das noch!" brüllt Breda und fügt dann nach einem tiefen Schnaufer dazu: „Ich meine nur, das scheint ja in diesem Eigelstein eine ganze Der- brüderungsszene gewesen zu fein." „Ja, wirklich. Und ich muß sagen, ich war lange nicht mehr so glücklich!" ruft Marga, und ihre Stimme — liegt das nun am Draht oder nicht? — ihre Stimme klingt wirklich äußerst beschwingt. Breda hätte größte Lust, einzuhängen. Hat man das nötig, sich so anpöbeln zu lassen? Wo man hier ganz allein sitzt? Und warum sitzt man hier allein? Weil man sein Herz auf ganz alberne Weise an diese Marga Montwill, an diese unberechenbare Person gehängt hat. Hach, wie könnte man sich heute abend amüsieren und unterhalten, hätte man nicht Marga zuliebe darauf verzichtet! Hach, wie hätten sich die Leute darum griffen, mit einem zusammen zu fein! Und was war alles los in Berlin! Hach! „Na schön", sagt Breda grob und macht sein bösestes Gesicht, „na schön, also dann sei weiter recht glücklich, und falls du dich mit dem Alten etwa verlobst, schick mir ’ne Depesche. Und sonst.. Der Draht singt; es ist auf einmal merkwürdig still auf der anderen Seite. -„Marga! Hallo!" schreit Breda und springt vom Schreibtisch und stellt sich breitbeinig auf, die Faust in die Tasche gestopft: „Hallo! Marga, bist du noch da?" „Hallo, das Amt, sprechen Sie noch, mein Herr?" „Jawoll", brüllt Breda und zerrt die Faust aus der Tasche und schlägt dröhnend auf den Tisch, „jawohl, Himmeldonnerwetter, ich spreche noch. Sie hören doch, daß ich noch spreche!" Und er lauscht atemlps. Und will schon abhängen. Da ist plötzlich wieder Margas Stimme da, aber sehr leise, sehr langsam, sehr gelassen. So spricht Marga Montwill, wenn sie über irgend etwas betroffen ist; Breda weiß es genau.* „Ja, ich bin noch da, guter Jupp", sagt Marga, „aber ich glaube, wir hängen jetzt ab. Und wenn im Geschäft etwas los ist, Jupp, meine Adresse und Telephonnummer kriegst du morgen auf einer Postkarte. Aber ich hoffe, du kommst eine Weile ohne mich aus. Und alles Gute inzwischen, lieber Jupp, und amüsiere dich gut und grüß Mama. jtll|o, Jupp.. " „Also, Marga..." „Gute Nacht, Jupp!" „Gute Nacht, Marga — gute Nacht." So. Schluß. Der Hörer fällt knackend auf tue Gabel. Der Rocr kann wieder angezogen werden. Und her mit den Zigaretten. Und angedreht das Radio. Egal, was, egal, welche Station, nur ’n bißchen Krach muß sein, Militärmusik oder Kabarett oder Schrumm- tatta, ganz wurscht. Und noch eine neue Pulle her und schrumm auf den Sessel gehauen die ganze lärme Latte und wieder die Beine ins Zimmer. Hach, rutscht mir doch alle den Buckel lang, alle! „Ich Esel! Ich dreihöckriger Esel!" sagt Breda dann plötzlich laut und voll tiefster Uederzeugung. Und niemand widerspricht ihm. Und zehn Minuten später steht er auf der Straße. Es muß ja nicht unbedingt Marga Montwill sein, mit der man den Samstagabend verbringt, nicht wahr? (Fortsetzung folgt.) Umgestaltung des Kirchen- und Lmdenploßes 1 tag. 12. Juni, findet vormittags" Vie Hauptversamm- Es geht um Deutschlands Wälder! Giehener wochenmarktpreife. von BEMM Ser ein Fremrd des Waldes — Rauche Licht in ihm! haben. Viele Industrien könnten nicht in immer steigendem Maße Arbeiter beschäftigen, wenn ihnen die Erträgnisse einheimischer Wälder nicht die notwendigen Rohstoffe liefern würden. So spendet der deutsche Wald nicht nur Erholung, sondern auch Brot für ungezählte Volksgenossen, und es ist eine selbstverständliche Pflicht, alles zu vermeiden, was ihn bei der Erfüllung feiner Aufgaben hindern könnte. Deshalb ergeht auch fetzt mit Beginn der wärmeren Jahreszeit und dem Einsetzen des Ausflugverkehrs wieder die Warnung ab alle: Schützt unsere deutschen Wälder vor schwerer Gefahr, vermeidet alles, was ihnen Schaden bringen könnte, und denkt vor allem an das Rauchverbot in Forsten und Schonungen. tauchen und Zeueranmachen im Wald verboten. — Wer sich im Wald erholen will, ist zur Rücksicht verpflichtet! NS.-Gememschafl „firaft durch Freude". Omuibusfahrl zum Blüfenfeff in Auerbach an der Bergstraße. Am Sonntag. 15. Mai, führen wir die vorstehende Omnibusfahrt durch. Teilnehmerpreis einschließlich Mittagessen 6.80 RBL 3068D Kartenverkauf: ..KdF."-Kartenverkaufsstelle Gießen, Seltersweg 00. Ruf 2141. Theatervorstellung. Konzert Erna Sack verschoben. Born Konzertverein wird uns mitgeteilt: Das vom Konzertverein geplante Konzert der Kammersängerin Erna Sack kann infolge Umänderung anderer Verpflichtungen mit der Usa im Mai leider nicht stattfinden. Die Sängerin hofft jedoch, das Konzert bestimmt im Herbst nachholen zu können. Wir haben gegenwärtig einen Holzbedarf 60 bis 70 Millionen Feftmeter im Jahre, und zwar werden 25 Millionen für Brennholz. 18 bis 22 Millionen für Bauholz. 5 bis 6 Millionen für Grubenholz/ die gleiche Menge für Zelluloseher- stellung, 2 bis 3 Millionen für Schleifholz und 1,5 bis 3,5 Millionen Festmeter für Eisenbahnschwellen. Telegraphenmasten usw. benötigt. Sonnendurchmesser, der bei einer Oberflächentemperatur von 4300 Grad die hundertfache Leuchtkraft der Sonne besitzt. Links vom Bootes folgt der schöne Halbkreis der nördlichen Krone und das ausgedehnte Sternblld des Herkules. An einem klaren, mondlosen Abend suchen wir uns in dem nördlichen Sternoiereck des Herkules den berühmten. mit freiem Auge sichtbaren K ug elsie r n> Haufen auf, wobei uns ein Fernglas gute Dienste leistet. Etwa 100 000 Sonnen, darunter 500 Giganten, sind zu einem kugelförmigen Sternsystem von 150 Lichtjahren Durchmesser vereinigt, von uns durch die unvorstellbare (Entfernung von 35 000 Lichtjahren getrennt. Als das Licht diese Sterne verließ, herrschte in Europa die Eiszeit!. Rechts vom Bootes folgen die unscheinbaren Bilder Haar der Berenike und Jagdhunde, dann der Große Löwe, in dem Regulus und Denebola die auffallendsten Gestirne sind. Rechts unter der Jungfrau mit der strahlenden Spika bemerken mir das Viereck des Raben, den Becher und die lange Sternreihe der Hydra. < Am .Nordhimmel ist links von der Wega der kreuzförmige Schwan mit Deneb heraufgekommen. Den Großen Bären finden wir jetzt nahe dem Zenit, während sich um den Hirnmelspbl die Bilder Drache. Kleiner Bär. Kepheus. Kassiopeia und Perseus gruppieren. Als ein leuchtendes lateinisches W steht die Kassiopeia genau im Norden. Der Mond zeigt im Mai folgende Lichtgestalten: erstes Vierte am 6.. Vollmond am 14., letztes Viertel am 22., Neumond am 29. Mai. Am 14. Mai ereignet sich eine totale Mondfi n - ft e r n i s , die aber nur in Amerika, im Atlanti- chen und Stillen Ozean sichtbar ist. Auch die totale Sonnenfinsternis vorn 29. Mai bleibt bei uns unsichtbar, da der Schattenkegel des Mondes die Erde nur im Gebiet des Südallantifchen O,zeans NS.-Beratung sagt schon, daß diese Parteistelle nicht richten, sondern beraten, d H. aus- klären, schlichten, ausgleichen, versöhnen und helfen will im Sinne einer richtig verstandenen Volks- aemeinschaft. Die Berater und Helfer sind Manner, die durch ihre ganze Persönlichkeit und chre Stellung im öffentlichen Leben, durch chre Erfahrung und Leistung und durch ihren unerschütterlichen Glauben an die Sendung des deutschen Volkes und seines Führers jedem Volksgenoffen die sichere Gewähr bieten, daß dieser bei ihnen Verständnis findet und eine ehrliche und richtige Antwort auf alle Fragen bekommt, die chn bedrücken. Die ganze. Arbeit der NS.-Berater ist ehrenarnttich. Juristisch schwierige Fälle können nfcht vom NS.-Berater ent- chieden werden. Sie verlangen eine juristische Beratung. Es wäre sinnlos, wenn hier Streitfragen in der Industrie und Wirtschaft behandelt werden sollten. Betreut werden vielmehr die Volksgenossen, die im täglichen Lebenskämpfe Schwierigkeiten haben. Denn diese Schwierigkeiten können oft durch einen wohlgemeinten Rat und durch die helfende Hand der Volksgemeinschaft beseitigt werden. Die nationalsozialistische Bewegung hat auf diese Weise gerade den bedrängten Volksgenoffen chre helfende Hand geboten. Es ist nun Sache der Volksgenossen, diese helfende Hand zu ergreifen. Die NS.-Beratung, die durch den Gauleiter geschaffen wurde und unter der umsichtigen Führung des Gauamtsleiters Bickendorf steht, ist ein neues Bekenntnis zum Sozialismus der Tat. Es erfüllt sich hier das Führerwort. ,chaß die Volksgemeinschaft nicht ein leerer Begriff, sondern daß sie wirklich etwas Lebendiges ist." Wer. ‘ NSG. Der Gauleiter hat auf dem Führerappell am 16. Januar die Marschrichtung der Partei für das Jahr 1938 angegeben. Dabei wies er mit be- sonderem Nachdruck auf eine Einrichtung hm, die er dasOhrderPattei" nannte. Das Bild ist eindringlich und seine Bedeutung verpflichtet. Wie das Ohr im Organismus des menschlichen Körpers eine lebensnotwendige Funktion zu erfüllen hat, so ist es auch mit dem lebendigen Organismus der Partei. In chr werden die stärksten und ursprünglichsten Kräfte des Volkes lebendig, und sie hat auch Ibas beste Verständnis und das fernste Ohr für Die. Sorgen und Nöte des Volkes, dem sie mit bedingungslosem Einsatz dient. Es versteht sich deshalb von selbst, daß die Partei jederzeit gern allen denen ihr Ohr leiht, die sich vertrauensvoll an sie wenden. Wie oft kommt es vor, haß im Kampfe des Alltags Wieder steigt die Sonne höher in ihrem Tages- lauf, und röieber erwacht in jedem deutschen Menschen der uralte Wandertrieb, der in den langen Wintermongten schlummerte — ein Erbteil ferner Vergangenheit, überkommen von unseren Ahnen, die in jenen Zeiten lebten, als noch weite, tiefe Wälder Germaniens Fluren bedeckten. — Wenn du nun deinen Schritt in den Wald lenkst, um dich von des Werktages Last und Mühe zu entspannen, lohnst du ihm dann auch seine Gasfi freundschast? Bist du verantwortungsbewußt genug, um nicht an jenem bösen Wort mit schuld zu sein, daß „der Mensch der größte Feind des WaLes" ist? — Bitter ist dieses Wort, aber bitterer seine Wahrheit: denn noch heute werden alljährlich durch Böswilligkeit und Fahrlässigkeit Tausende von Hektar Wald vernichtet. Rund 75 v. H. aller Waldbrände haben in der Unachtsamkeit ihre Ursache, 16 v. H. der Brande entstehen durch böswillige Brandstiftung und nur 9 v. H. sind bei Funkenflug und Blitzschlag unvermeidbar. Darum: Rüst dich das Wunder deutscher Wälder und trittst du aus frokstr Wanderung in den grünen Waldesdom, so übe Selbstzucht! Em achtlos weggeworfenes, glimknendes -Streichholz, ein Tabaksunken haben schon oft das feindliche Element entfesselt. Sei ein Freund unseres deutschen Waldes — er dankt es dir tausendfach! Hell leuchtet der Abendstern Oer gestirnte Himmel im Mai. Bon Dr. Erwin Koffinna chre Oberfläche, sondern ein gleichmäßiges, blendend helles Wolkenmeer, wie es sich Dem Beschauer zu- weilen von hohen Berggipfeln oder aus dem ftlug» zeug bietet. Aus Der großen Helligkeit Der Venus folgt, Dafc'Die Wolkendecke rund 60 v. H. des auffallenden Sonnenlichtes zurückstrahlt. Die Frage Der Umdrehungsdauer Des Planeten ist noch durchaus ungeklärt. Eine Abplattung wie bei Jupiter und Saturn hat sich nicht Nachweisen lassen, ebensowenig Passatströmungen, wie sie auf 40 3< » Scho biläu' Ui ** bann uA bei dem S rvirkte e erfreut suh Oie 7lG.-Beratungsfielle »Das Ohr der Partei." luna tm Kurhaus, Besichtigung Der Sehenswürdigkeiten uti ^iuut. । geieuei umu mm u«. • Nachmittags wird sich ein Festzug durch die Stra- Paragraphen des Gesetzbuches beurteilt. Der Name ßen Der Stadt bewegen. Hierauf soll eine öffentliche Kundgebung folgen. Mit Volksfest wird die Tagung ihren Abschluß finden. frohen Feier vereint. ** Weitere Förderung Kriegs - beschädigter bei -Der Deutschen Reichspost. Nach einem Erlaß des Reichspostministers wird die Förderung der Kriegsbeschädigten bei der Deutschen Neichspost tortgesetzt. Vollbeschäftigte kriegsbeschädigte Postfacharbeiter, die am 1. April '1938 eine Postdienstzeit von sechs Jahren und mehr ab geleistet hatten, werden ohne Rücksicht auf das Lebensalter am 1. Juni 1938 oder später in das Beamtenoerhältnis berufen. Soweit die Beteiligten am Tage ihrer Annahme zu Beamten eine außerplanmäßige Dienstzeit von fünf Jahren abgeleistet haben, sind sie zu Hilfspost- schafftiern anzunehmen oder als Postboten planmäßig anzustellen. Die in Frage kommenden Postfacharbeiter müssen nach Führung, Leistungen und Charaktereigenschaften zum Beamten geeignet und deutschen oder artverwandten Blutes sein. Falls sie verheiratet sind, müssen sie einen Ehegatten deutschen oder artverwandten Blutes haben. Ihr rückhaltloses (Eintreten für den nationalsozialistischen Staat muß gewährleistet sein. ♦* Ihren schweren Verletzungen erlegen. Vor einigen Tagen ereignete sich, wie wir berichteten, in der Nahe der Karlsruhe ein schwerer Verkehrsunfall dadurch, daß ein Kraftwagen aus Frankfurt a. M. beim Ausweichen vor einem plötzlich von seiner Fahrtrichtung abschwenkenden Fuhrwerk auf Das regennasse Fahrbahnbankett geriet und gagen einen Baum fuhr. Bel dem heftigen Anprall wurde von den Jnsaffen des Kraftwagens eine Frau aus Frankfurt n. M. so schwer verletzt, daß sie der Chirurgischen Klinik zugeführt werden mußte. Hier ist die Verunglückte, eine Frau von Soosten aus Frankfurt a. M., gestern an ihren schweren Verletzungen gestorben. Rundfunkprogramm Jreitag. 6. Mal. 5 Uhr: Frühmusik. 5.45: Ruf ins Land. 6: Gymnastik. 6.30: Frühkoruert. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Froher Klang zur Werkpause. 9.40: Mutter turnt unb spielt mit dem Kind: Maikäfer flieg... 10: Schulfunk. Arbeiter der Tiefe. 10.30: Turnen, Sport und Spiel in der Schule. Dtinifterialrat Dr. Usadel spricht über die Neu- ordnung. 12: Werkskonzert. 13: Nachrichten. 1315: Mittagskonzert. 14: Nachrichten. 14.10: ... und die Freude soll leben! 15: Kleines Konzert. Kompositionen von Else Hebermehl-Ehlert. 15.30: Die Hypothek des Todes. 15.45: Kameradin an Der Grenze. 16: Nachmittagskonzert. 18: Zeitgeschehen. 18.30: Der fröhliche Lautsprecher. 19: Nachrichten. 19.10: Unterhaltungskonzert. 20: Rettermusik. 21: Der Große Kurfürst. Hörspiel zu seinem 250. Todestag. 22: Nachrichten. 22.30: Tanz bis Mitternacht. 24 bis 1: Nachtmusik. . Der zg-. •?» jfft? Lu,w -w । 3innetnb ren iehen Am 8. Mai wandert Venus dicht nördlich an Mars vorüber, wobei sich die beiden Gestirne scheinbar sehr nahe kommen. In Wirkfichkett betragt 2och die Entfernung der Venus 230 Millionen Die des Mars 360 Millionen Kilometer. Wahrend Mars sich immer mehr von der Erde entfernt, verringert such Der Abstand der Venus im Lause Des Monats auf 210 Millionen Kilometer. Jupiter ist am Morgenhimmel sichtbar, wo er zwe^ bis drei Stunden vor Sonnenaufgang erlernt Sem Ab- stand beträgt um Die Mitte Des Monats 760 Mil- linnen Kilometer, Die Der Lichtstrahl in 42 Minuten zurücklegt. Eine Stunde nach Jupiter kommt im Osten auch Der Saturn herauf, der sich im Stern- bild der Fische bewegt. Der abendliche Fixsternhimmel zeigt schon Das sommerliche Bild. Ein geübter Beobachter wird zwar an Den ersten Abenden Des Mostctts bei klarer Luft in Der Abenddämmerung noch Den Sinus flimmern sehen. Im übrigen aber finden mir gegen 22 Uhr von den Winterstembildern nur noch Bro- kyon im Kleinen Hund und die Zwillinge Kastor und Pollur. Rechts davon sehen wir die hellgelbe Kapella im Fuhrmann. In Dem Maße, wie sich Kapella Dem nordwestlichen Horizont nähert steigt im Osten die herrliche blauweiß' strahlende Weg a in Der Leier empor. Wega ist Der hellste Festem Des Sommerhimmels. 26 Jahre muß Das Licht Der Wega wandern, bis es Die Erde erreicht. Nach unseren gegenwärtigen Kenntnissen von Der Entwicklung der Sterne befirrDet sich Wega in einem früheren Stadium wie die Sonne, aber in demselben wie Sirius. Spektrum, Farbe und Oberflächen- tempercstur beider Sterne sind nahezu die gleichen, nämlich die eines in hellster Weißglut strahlenden Wasserstoffsterns. Wega ist doppett so groß wie die Sonne und sendet 51 mal soviel Licht aus. Die Temperatur ihrer strahlenden Oberfläche betragt 11 600 Grad, die der Sonne nur 5900 Grad. Hoch am Südhimmel finden wir den tief gelb en Arktus im Bootes, ein Riesenstern von 20fachem Bor Der Stadtkirche werden Die jetzigen Ecken beiderseits des Haupteingangs mit Grünpflanzung versehen und damtt auf Die gleiche Hohe Der Eingangsstufen gebracht. Ferner ist auf dem Kirchen- platz vom „Einhorn" her als Verkehrsinsel eine Verlängerung Des verbreiterten Bürgersteiges in Richtung nach Der Ecke Des Hauses Loos vorgesehen vor Dem Der Bürgersteig in Richtung Kirchenplatz ebenfalls verbrettert werden wird. Auf dem Lindenplatz wird gleichfalls eine längere und Drei Meter breite Verkehrsinsel erstehen, Deren Achse im Gegensatz zu Der jetzigen Vekehrsirflel, entsprechend dem neugestalteten Lstraßenzug, etwas anders gelegt werden wird. . Die Gleist Der Straßenbahn werden m ihrer Lage ebenfalls eine Aenderung erfahren. Das gesamte Strahenbild wird so umgestaltet werden, daß es bei erheblich größeren räumlichen Ausmaßen in der Breite in gerader Lime zu Der Ecke Walltor führen wird und dadurch die Möglich- kett einer durchaus flüssigen und sicheren Verkehrs- abwicklung bietet. Heute abend Wiederholung des Lustspielerfolges „Ein Glas Wasser" nach Scribe von Otto Stockhausen. Spielleitung Hans Geißler, Buhnenbttd Karl Löffler. Die Intendanz macht noch einmal Darauf aufmerksam, daß diese Vorstellung Die 29. Vorstellung Der Dienstag-Miete ist! Anfang 20, Ende 22 Uhr. ♦ Gießen, 5. Mai. Auf Dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Deutsche feine Molkereibutter,kg 1,57 Mark, feine Molkereibutter 1,52, Markenbutter 1,55 bis L60 Mark, Matte 20 bis 25 Pf-, Käst, das $er Aald jff &ie Lunge der Städte — eine Stück 5 bis 10, Eier, Deutsche, vollfrisch. Klaffe S 13, riesigen Ausmaßes, nehmen doch die Wal- Klaffe A 12^, Klaffe B 12, Klasse C WAjttafieD L n ungefähr ein Viertel der gesamten Bodenlos, Wirsing, kg 15 bis 18 (gelb), 20 bis 22 c^che unseres Vaterlandes ein. Er ist aber nicht (grün), Weißkraut 14 bis 15, Rotkraut 18, gelbe nur Erholungsstätte für Millionen stadtmuder Ruben und Karotten 12 bis 15, rote Rüben 10 bis Volksgenossen, Me aus der Unrast chres Alltags- 12 Spinat 10 bis 15, Römischkohl 15, Spargel 50 Pf ^bens in die Stille und den Frieden der Natur bis 1 Mark, Unterkohlrabi 8 Pf., Feldsalat, flüchten, der deutsche Wald ist zugleich auch eines Tomaten, % kg 40 bis 45, Zwiebeln 20 bis 22, wertvollsten Volksgüter, das mit schätzungs- ' Meerrettich 40 bis 50, Schwarzwurzeln 20 bis 35, 19 Milliarden Mark ein Achtel des gesamten Rhabarber 18 bis 20, Kartoffeln, alte, kg 5 Pf. deutschen Volksoermögens Darstellt. 5 k<7 44 Pf., 50 kg 3<30 bis 3,90 Mark, neue, % kg xQUfelIb und aber tausend deutsche Männer und 20 %f-, Aepsel 15 bis 40, amerikanische Aepfel 60, Frauen finden in der Forstwirtschaft als Förster, Hähne 1 bis 1,10 Mark. Suppenhühner 1,05 Mark, Holzfäller und in den Kulturen ihr tägliches Brot. Blumenkohl, das Stück 30 bis 50 Pf., Salat 10 bis u^ber cinc halbe Milliarde Mark an Lohn und 30, Salatgurken 50 bis 70, Oberkohlrabi 20 bis 25, Gehältern werden für Arbeit in Der Forstwirtschaft Lauch 5 bis 12, Sellerie 10 bis 30, Rettich 10 bis 20, alljährlich ausgezahlt. Darüber hinaus spendet der das Bündel 30, Radieschen, das Bündel 10 bis ^z^d Unzähligen einen zusätzlichen Verdienst, in- 15 Pf. dem er ihnen freigebig seine Schätze an Beeren, * Pilzen und Leseholz überläßt. Zu diesen Tausenden- ** Arbeitsjubiläum. Zur Feier des 40- üon Volksgenossen, die ihr tägliches Brot unmittel- jährigsn Arbeitsjubiläums des Arbeitskameraden bar au5 foem Walde selber beziehen, gesellt sich die Wilhelm Seng bei der Firma Inder thal Der- ÜOn 3U Jahr wachsende Schar der Arbeiter sammelte sich am gestrigen Mittwoch die Betriebs- und Angestellten, Die bei der Verarbeitung Des gefolgschaft mit ihrem Betriebsführer an Der Spitze RMtofses Holz chren Lebensunterhatt gefunden um Den Jubilar. Herr Jnderthal ehrte Dabei1 - - — *- “ ----- den Jubilar mit herzlichen Worten Der Anerkennung für feine langjährige treue Mitarbeit, wünschte ihm weiteres Wirken in voller Frische und überreichte ihm als äußeres Zeichen der Anerkennung ein Jubiläumsgeschenk. Die ArbeitskameraDen brachten Dem Jubilar gleichfalls ihre Ehrung dar. An- schließend blieb man noch bei einer schlichten. streift. Amtsgericht Gießen. Der B. P. fuhr mit seinem Kleinkraftrad den Riegelpfad in Richtung Aulweg und stieß an der Edelstraße mit einem Personenkraftwagen zusammen. Schul!) an Dem Unfall' roar P., Der, obwohl es sich bei Dem RiegelpfaD und Der Ebelstraße um zwei gleichwertige Straßen handelt, das- Vorfahrtsrecht Des von rechts kommenDen Personenkraftwagens nicht beachtete. Er erhiett deshalb einen Strafbefehl über 20 RM, gegen den er Einspruch einlegte. Auch die Hauptverhandlung vor Dem Amtsgericht Gießen ergab, daß Der Angeklagte sich nicht so verhalten hatte, daß er keinen anderen schädigte, oder mehr als nach den Umständen unmittelbar erforderlich behinderte oder beläftigtc. Es blieb daher bei Der im Strafbefehl ausgesprochenen Geldstrafe von 20 RM. Iahpraddieb kommt ins Znckthans. LPD. Hanau, 4. Mai. Kürzlich versuchte in Ojfenbach ein Mann ein Fahrrad zu verkaufen, Das er zuvor in Hanau gestohlen hatte. Es handette sich um Den mehrfach vorbestraften, zuletzt wegen Diebstahls im Rückfall mtt zwei Jahren Gefängnis bedachten 37 Jahre alten Friedrich Kalbfleisch aus Gambach bei Gießen. Das Schöffengericht in Hanau verurtellte den Fahrrad- dieb zu zwei Jahren Zuchthaus und Drei Jahren Ehrverlust. Tödlicher Sturz vom Fuhrwerk. LPD. Marburg, 4. Mai. Der 56 Jahre alte Bauer Wilhelm Hahn aus Niederwalgern, der sich mtt feinem Fuhrwerk von Marburg auf dem Heimweg befand, verunglückte dadurch, daß die Pferde vor einem Auto scheuten und durchgingen. Hahn fiel so unglücklich vom Wagen, daß er mit einem schweren Sch ä b e I « bruch und inneren Verletzungen in die Chirurgische Klinik in Marburg eingeliesert werden mußte. Hier erlag er bald darauf seinen schweren Verletzungen. Drei weitere Insassen des Wagens kamen glücklicherweise mtt Dem Schrecken davon. jene H Gießet » Geboren rfieu die ößl ■ LE u ti) LeM stieg milerle Frellüe.nM k besorg verstorbene und mü st> benstnmps in gesicherte Leuchen em ihr durch ' sie im W Dasein trotz- -en ffolgen gang des & rer Freude und NN der Aren Leber ihres ältester digen Anteil Wünsche beg 10 3« -- Lich tonn der ty der Qrtsgei am Sonnti läum bet regung de S'ndet > 8 abgt zu Solms zur erste 70 Zahre Frieden u land und Der Festb Den der 0 nachmittag geben. Es eine schlich anschließen wegen Pl< ladenen Gc Kreirz«Drc Darmstadt Kafseestunt lichen Dar umahmt s Spor- * Wiese schutzvere Ntmrt Kl jammlung o reoisor hc Derdandes Die vers die übliche Shervl , värtse 15 Sitzun und 34 83 würde öei 75035 M Sparbüchei Da der noch nicht einen müni Sie Ne oi Emögensi Kapital ihr $ es mögi Prozent Zj Don 5 gen, nach ^mgewinn diesem "ende ausw FS Ät ÄF» übet M leigt d-r Än- ÄS Gießen, Settersweg 60, erhättttch. 3075D , durch eine vernünftige Aussprache ÄAtiHWirtmmlntm Unruhe, Streit und Haß aus der Welt zu schassen! HaUp'.VersaMMlUNtt oes öon ^eser Erkenntnis ausgehend hat die Partei Der Voaelsberger YSH-ir-Tlub (S.fi.E.) häll seine die N S. - B - r a t u n g s ft e I (e n in fajt aUen 57 fiauvtversammlung am 11. und 12. Ium in Bad größeren Ortsgruppen unseres ^aues geschasfen Die Mbel a^ Fü? den Samstag. ILSuni, ist nach fln der verhältnismäßig -nrzen Ze.t chrrs «sts einer Beiratssitzung am Nachmittag ein Begru- schon, eine umfangreiche und segenspendende Arbett ßungsabend im Kurhaussaal vorgesehen. Arn Sonn- geleistet hab^i. tag, 12. Juni, findet vormittags'die Hauptversamm- Die Ns.-Beratun^sstelle hat nichts zu tun n -t Jung im Kurhaussaal statt. Anschließend folgt eine einem junstochen Büro, Das uon Besichtiaung der Sehenswürdigkeiten der Stadt, geleitet wird und das die vorgebrachten Bereits im April hat sich Venus, unser ^Nachbarplanet, aus dem Strahlungsbereich Der Sonne entfernt und ist wieder am Westhimmel als Abend st ern sichtbar geword'en. Im Mai und während der folgenden Sommermonate strahlt Venus mit allmählich immer Heller werdendem Licht und geht zwei Stunden nach der Sfonne unter. Jyr machtvoller, magischer Glanz, der von keinem anderen Stern auch nur annähernd erreicht wird, hat es den Dichtern aller Zetten angetan. Homer -----,------- ~ t _• und Richard Wagner preisen den Abendstern als Juptter so deutlich in Encheinung tretew Der tta- schönsten und lieblichsten aller Sterne. lienische Astronom SchiaparM nahm daher m Den Venus ist der einzige Stern, dessen Licht einen ( neunziger Jahren an, daß Venus ?er Sonne stets deutlich erkennbaren Schatten wirft. Im Mai über- j dieselbe Seite zukehre. Dem widerlpricht aber Die trifft Venus selbst die hellfunkelnde Kapella 25mal s ziemlich gleichmäßige Wärmeverteilung die die an Lichtfülle. Kein großer Planet kommt ber drDe । neueren Temperaturmessungen ergeben haben. Ver- so nahe wie Venus. Trotzdem wissen wir nur sehr; mutlich ist Die Achse des Planeten stark gegen Die wenig von der Beschaffenhett dieses nächsten Nach-, Bahnebene geneigt und beträgt die Rotattonsdauer barn der Erde, da der Planet von einer undurch-1 einige Tage. dringlichen Wolkenhülle umgeben ist. Richten wir | Anfang Mai können wir in unmittelbarer Jiabe das Fernrohr auf Die Venus, sehen wir niemals 1 Der Venus Den vierzigmal lichtjchwächeren Mars der neuzeillichen Küchenführung in Einklang zu bringen. Immer, ob man neue oder alte Gerichte erproben mag, wird man feststellen, daß der gute Salzhering geradezu ein Tausendsassa und Ver-1 $ ^^en Donnerstagfrüh wurde im Rahmen wabif«^ ' mit d°r Umg-st°l-ung tcn aufzuweisen hat. G.E.D. des Kirchenplatzes und des Linden- Platzes begonnen. Wegen dieser Arbeiten hat xsortwnsen. kie Palizeidirektton die erforderliche Str aßen- Tageskalender für Donnerstag. f p e r r u n g angeordnet. Danach sind die Wall- Stadtthvater: 20 bis 22.30 Uhr: Ein Glas Was- Kratze von der Zozelsgasse bis zum Lindenplatz fet- Tsi8nsta8>®liete) - <_^m-PPlätzen eine Verbreiterung Der Bürgerster g e vor. Aus der engeren Heimat Wirtschaft 35- 0,09, 99,75 99.75 159 158,65 141 ! 140 148,5 I 147,65 100 114,75 , 114,75 138.5 96,75 158,5 ] 157,75 120,75 113.75 Veollenmark» Berlin — $ranffurt a. 2R. Buenos Aires 100 100 139 100 139 100 101,9 i 99.3 I 130.13 198 128.4 116,25 120,75 113.75 100,6 99,9 133.75 103.75 101 100.75 99,9 133.5 211 218 110,4 108,75 109 146 26 110,65 108 108,5 146 26,25 232,5 147 125 158 134,5 135.75 115,75 116,13 0,723 5,694 62,34 11,27 63,93 57,10 8,651 3,487 208,5 .151,5 125 145,25 176 143,5 158,9 140 148,5 148 49,75 167,5 164 185 103 213 217.5 110.9 107.5 108.75 146,5 26.13 166 157 138 109 122,5 161,5 0,725 5,706 62.46 11,29 64.05 57/22 8,669 3,491 103,4 101 100,5 100 : 133,75 100 101 i 100 100 99,75 139.13 100 100 101,25 101,13 111,35 138,25 78,75 130,13 197,75 116,13 120.75 113.65 103.4 101 “100.2 99.9 133,65 137,9 100 101 100 100 99,75 138.9 100 101 101,13 111,35 138,5 101,25 111,5 138 78,75 80,25 130,13 198,25 100 100 49.4 114,75 166 138,5 122,4 208,5 151,5 145,5 248,5 176 124 143.5 165 185 103.13 213 218 110.4 108,75 109,5 146,5 26,13 be- Die 0,725 5,706 62,46 11,29 64,05 57,27 8,669 3,491 er« der ge- Die 99.75 ' 99.8 i 103,75 ! Mein-Mainische Sörfc. AMlagsbörje: Wenig verändert. 101,4 111,5 1389 132.5 78.5 80 130,13 197.5 148.5 138,5 1165 231 ^5 147 125 0,723 5,694 62J4 11,27 63,93 57J5 8,651 2,487 128.9 : 128,75 120,75 ' 116,25 113,65 120,75 164,75 ; 138 । 109,75 122.4 161,75 I 231 I 147.5 i 124 157 164.4 ! 139,5 116.75 | 231 128,25 I 147,4 : 124,25 124 I 143,5 ! Lahmeyer ................ Matnkrafl Mannesmann Manskelder Bergbau Metallgesellschaft........... Crenftcin & Kopvel........ Rheinische Braunkohle...... Rheinische Elektro.......... Rheinstahlwerke............ Rbeinisch-WestsLüsche Eleltw Rütgersweck ............. Salzdetfurth Kall.......... Schuckerr L Co..... ....... Schultheis Patzenhos«...... Siemens & Qalile......... Süddeutsche Zucker......... Bereinigte Stahlwerke...... Westdeutsche Kaufhof Westeregeln Mali....... Zellstoff Waldhof.......... Ltavi Minen.............. .. o . 12 .. 6 .. 6 .. 6 .. 7 .. 6 .. 7 .. A . 10 . 10 .. 6 .. 0 .. 4 .. 7 0,65 6 133,75 4 97 Brüssel....... Rio de Janeiro Loten........ Kopenhagen... Danzig...... London belsingfor».... -Barto........ Holland ..... Jtfljfen....... längere Ausführungen, die für alle Kameraden von Interesse waren. Loschmeister Ludwig G e i ß l e r V. sprach über die Behandlung der Schlauche. Anschließend sprach Ortsgruppenleiler P e t r a s ch mahnende Worte zu den Kameraden. Mit Ehrung des Führers wurde die Versammlung 206.9 151,75 ! 124,9 145 176,25 ' 123,5 143,5 i 158,75 I 141 । 149.4 | 148,5 i 49.5 167,5 । 114.5 I 165: Rundfunkprogramm Samstag. 7. Zitat 5 Uhr: Frühmusik. 5.45: Nus ins Land. 6: nastik. 6.30: Frühkonzert. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Froher Klang zur Werkpanse. 9.30: Nur Frankfurt: Gaunachrichten. 9.40: Völkische Ewigkeit. 9.50: Altes Brauchtum um den Monat Mai. 10: Schulfunk. Friedensglocken am Rhein. 11.40: Volk und Wirtschaft. Gesetzlicher Schutz beim Teilzahlungskauf. 12: Mittagskonzert. 13: Nachrichten. 13.15: Mittagskonzert (Fortsetzung). 14: Nachrichten. 14.10: Trotz Fußangeln — nicht reingetreten! Mixed pickles! 15: Bilderbuch der Woche. 15.30: Das Lieben bringt groß Freud. 16: Bunte Melodien. 18: Zeitgeschehen. 18.30: Der ftöh- liche Lautsprecher. 18.50: Sportschau des Tages und für den Sonntag. 19: Nachrichten. 19.10: Blasmusik. 20: Liebe im Mai. Von junger Liebe und Freud. 22: Nachrichten. 22.30: Wir tanzen in den Sonntag. 24 bis 1: Rhythmus der Freude. Kurszettel der Berliner und Zrankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 4 v. H., Lombardzinsfuß 5 v.H. Fwd. Oberhessische Bank AG. Friedberg wieder 4 v.H. Dividende. Das Institut verteilt für das Geschäftsjahr 1937 eine Dividende von 4 v.H. auf 155 000 Mark Grundkapital. Die Spareinlagen betrugen 0,68 Millionen Mark, sonstige Gläubiger 0,26 Millionen Mark. Das gesamte Grundkapital 0,2 Millionen Mark. Ander- feite Kasse usw. 0,097, Wechselbestand 0,36 und Forderungen 0,47, kurzfällige Forderungen C,An, sowie Wertpapiere 0,069 Millionen Mark. 101,91 99,3 । Frankfurt a. M., 4. Mai. An der Börse stand weiterhin nur wenig Unternehmungslust Kundschaft blieb weiterhin mit der Anleihebezeich- nung beschäftigt, wodurch die Kulisse in ihrer Zurückhaltung verharrte. Abgaben wurden heute kaum beobachtet, so daß der Aktienmarkt bei freundlicher; Grundstimmung mir wenig veränderte Kurse zeigte. Die Umsätze bewegten sich allgemein in engsten Grenzen. Von Maschinenaktien traten Demag mit 157 (156) und Moenus mit 136 (135,50) etwas hervor, Rheinmetall konnten sich nur knapp behaupten mit 147,25 (147,65). Autoaktien lagen nahezu unverändert, Daimler 0,25 v. H. leichter. Montanpapiere zogen um Prozentbruchteile an, Verein. Stahl 0,13 v. H. niedriger mit 110,25. Bon chemischen Werten bröckelten Sck-eideanstalt und Metallgesellschaft je 0,50 v. H. ab, hingegen waren IG.-Färben 0,25 v. H. hoher mit 159,25. Elektroaktien lagen nahezu geschäftslos. Im einzelnen notierten Reichsbank mit 198,50 (197,50), Conti Gummi mit 208,50 (203.75), dagegen Zellstoff Aschaffenburg mit 135 (136) und DDM. mit unv. 5 115,5 i 115,65 7 - 6 139,25 । 138,75 stahl mit zirka 146,50 (147,50). IG-Farben gingen auf 158,50 nach 159,25 zurück. Don später notierten Werten ermäßigten sich Deutsche Linoleum auf 176 (177,75), Westdeutsche Kaufhof auf 108 (108,75) und Zement Heidelberg auf 159 (160), wahrend Hanfwerke Füssen weiter gesucht wurden und 2 v. H. anzogen auf 145. Grohbankaktien waren weiter er- ^Der Freiverkehr hatte nur kleines Geschäft Man nannte Dingler mit 97,50 (97), Franks. Masch. Pokorny (FMA.) mit 176,50 (175), etwas schwächer Elsaff, Bad. Wolle mit 87 (88) und Verein. Fränk. Schuh mit 83 nach zuletzt 85. Tagesgeld unv. 2,50 d. f). Adendbörse still und behauptet. Nach dem stillen Mittagsverkehr ergaben sich auch an der Abendbörse keine nennenswerten Geschäftsmöglichkeiten, da der Auftragseingang aus dem Bankenpublikum klein blieb. Die Kulisse verharrte weiter in Zurückhaltung. Die Aktienkurse kamen mit nur ganz geringen Abweichungen zur Der 36 Jahre alte Landwirt Karl Philipp XI. in Watzenborn-Steinberg erlitt bei der Arbeit an der Bandsäae eine starke Verletzung an der linken Hand, die feine Ueberführung in Die Chirurgische Klinik erforderlich machte. — Der 28 Jahre alte Schmied Wilhelm M ü hl e r in Allertshaufen stürzte so unglücklich, daß er mit einem Unterschenkelbruch nach Gießen in die Klinik gebracht werden mußte. — Auf dem Wege zur Arbeit stürzte der 21 Jahre alte Friedrich Philip» aus Weitershain mit seinem Motorrad so unglücklich, daß er mit einem ... Armbruch in die Klinik kam. — Bei der Arbeit im Steinbruch wurde der Arbeiter Hermann Zinnkann aus Ober-Osteiden von einem schweren Stein so heftig auf Die Hand getroffen, daß er mit einem Bruch Der Hand Die Klinik in Gießen aufsuchen mußte. Landkreis Gießen △ Lollar, 3. Mai. Auf Veranlassung der NSG. „ Krast durch Freude" veranstaltete Niedrigste Insolvenzziffer. Fwd. Die Insolvenzen haben im April wieder einen erheblichen Rückgang aufzuweisen; sie erreichten die bisher niedrigste Monatsziffer. Es wurden 174 Konkurse und Vergleichsverfahren eröffnet, gegen 214 im März. Hiervon waren 149 Konkurse und 25 Vergleichsverfahren. Anträge auf Eröffnung von Vergleichsverfahren wurden tm April 29 gestellt, gegen 51 im Vormonat. Der seit 1933 von Jahr zu Jahr erfolgte Rückgang Der Insolvenzen finDet auch in Diesem Jahre eine unentwegte Fortsetzung, Denn im ersten Jahresdrittel 1938 sind durchschnitlich zirka 25 v. H. weniger Jnsolvenzfälle zu verzeichnen, als in Der gleichen Zeit des Vorjahres. An Den im April eröffneten Konkursen und Vergleichsverfahren sind beteiligt 3 Aktiengesellschaften, 5 Gesellschaften m. b. H. unb 3 Kommanditgesellschaften. Don den 149 Konkursen sind 53 Nachlaß- unb 14 Anschlußkonkurse. Anderseits gelangten im April 203 Konkurse zur Aufhebung bezw. Einstellung, davon 29 durch Zwangsvergleich und 26 mangels Masse. Vergleichsverfahren gelangten 17 zur Aufhebung. schlossen. grfs. Alle ndors (Lumda), 3. Mai. RS.-Frauenschaf t hatte am Nationalen Feiertag des deutschen Volkes die Alten Der Gemeinde zu einem festlichen Beisammensein geladen. Der Ortsgeistliche, Pfarrer Andres, hielt eine Ansprache. Vorträge von Gedichten, Musik und Volkstänze, ausgeführt von Der Oberklasse und den Jungmädels, brachten ftöhliche Unterhaltung. Nach einer Pause, in der die Gäste mit Kaffee und Kuchen bewirtet wurden, sprach Schulungsleiter Strack über die Bedeutung Des Tages unb schloß Die Feier mit Dem Gruß an Den Führer. -/- Lich, 4. Mai. Dieser Tage konnten in unserer StaDt mehrere Ehepaare Silberhochzeit feiern. So am 24. April Die Eheleute Karl Weisel und Frau Lina, geb. Meyer, am 3. Mai Christian Vater und Frau Anna Katharine, geb. Fischer, am 4. Mai Karl Schiefe rftein und Frau Ottilie, geb. Weiß. — Gestern vollendete Bäcker- -mekster Ludwig I h r i n g fein 60. Lebensjahr. Von den verschiedensten Seiten, besonders aus Den Kreisen Des Handwerks, in Dem Der Gefeierte eine führende Stellung einnimmt, wurden Dem Jubilar besondere Ehrungen zuteil. Bäckermeister Ihring war lange Jahre Beigeordneter der Stadt Lich und hat sich um seine Vaterstadt große Verdienste erworben. Auch im evangelischen Kirchenvorstand ist er als tätiges Mitglied oertreten. Kreis Wetzlar. Q] Dutenhofen, 2. Mai. Die hiesige Kriegerkameradschaft Dielt in Der Gastwirtschaft „Zum Adler" ihre Jahreshauptversammlung ab. Die Kameraden, auch die Ehrenmitglieder, nahmen fast vollzählig teil; für die Ehrenmitglieder war eine besonders feslliche Tafel hergerichtet. An der Versammlung nahm auch Der Mitbegründer der Kameradschaft, Johannes A g e I (Nr. 42) teil, Der seit über 60 Jahren Der Kameradschaft angehört; er steht im 86. Lebensjahre. Kameradschastsfichrer Weber gedachte, nach Der Begrüßung Der verstorbenen Kameraden, deren Andenken in würdiger Weise geehrt wurde. Sodann kam er auf Die jüngsten großen Ereignisse in unserem Daterlande zu sprechen und würdigte auch den Entschluß Des Führers über die Neu^ftaltung des Kriegerbundes. Hierauf wurde der Geschäftsbericht erstattet, der eine rege Tätigkeit innerhalb Der Kameradschaft erkennen ließ. Der Mttgliederstand betrug Anfang Des Jahres 1937 117 Mitglieder, zwei Kameraden schieden durch Austritt, zwei durch den Tod aus Den Reihen. Neun Kameraden traten neu ein. Am Schluß Des Berichtsjahres zählte Die Kameradschaft 122 Mitglieder. Sodann wurde über die eigenen und über besuchte auswärtige Veranstaltungen berichtet. Kamerad Gengnagel sprach über das Schießwesen und gab neue Anordnungen bekannt. 18 Kameraden konnten das bronzene Schießabzeichen erringen. 88 Kameraden, Die sich an Der Fertigstellung des Schießstandes betetliaten, sagte er herzlichen Dank. Kassenwart Loh erstattete Den Kassenbericht, Der geprüft unD in Ordnung befunden wurde. Dem Rechner wurde Entlastung zuteil. Kmeradschaftssührer Weber sprach allen Mitarbeitern herzlichen Dank aus. Dem Fechtwart Bender wurde ein besonderer Dankesbrief überreicht. Für langjährige Mitgliedschaft wurden hie Kameraden Johannes Agel, Georg Gümbel und Heinrich Hofmann mit dem Bilde des Bundesführers ausgezeichnet. Im weiteren Verlaufe Der Versammlung wurde Kamerad K. Loh zum stellv. Schriftwart und Kamerad K. Walter zum Presse- und Propagandawart ernannt Am Reichs- triegertag 1938 in' Kassel werden mehrere Kameraden teilnehmen. Zum Kreisappell in Münchholzhausen tritt die Kameradschaft geschlossen an. Nachdem noch einige interne Angelegenheiten erledigt worden waren, sand Die Versammlung ihren Abschluß. • 173,50. Am Rentenmarkt blieben Reichsanleihe- Altbositz auf hem erhöhten Stand von 133.75 behauptet, Kommunal-Umschuldung bewegten sich bet 96,25 (96,20). Die Zeichnungsstellen beruhten auch am letzten Zeichnungstag von einem lebhaften Fortgang des Anleihegeschäftes. GoldpfanDbriefe wurden mangels Angebot überwiegend gestrichen. Li- auidat'wnspfanDbriefe lagen» unoerärthert, nur Franks. Hyp. 0,25 v.H. niedriger mit 101. Stadt- anleihen notierten teilweise mäßig höher, Industrie- Obligationen waren kaum verändert. Von variablen Anleihen lagen Altbesitzanleihe später etwa 0,13 v. H. niedriger, Reichsbahn-VA. weiter angeboten und 0,25 v. H. schwächer mit 129,90. An Den Aktienmärkten war das Geschäft auch im Verlause überaus klein, ebenso blieben die VeränDerungen gering. Etwas höher gefragt waren einzelne Montenwerte, so u. a. Verein. Stahl mit 110,65 nach 110,25, angeboten waren aber Rhein- die Alten-Busecker Bauernspielschar gemeinsam mit Der Wißmarer Volkstanzgruppe vor kurzem hier einen Volksgemeinschaftsabend. Der Saal her „Linde" war bis auf den letzten Platz besetzt, und viele Volksgenossen mußten wieder umkehren. Ein Musikstück leitete den Abend ein. Hierauf eröffnete her Ortswart von KdF. hie Veranstaltung. Anschließend sprach Der Leiter Der Bauernsvielschär über die Ausgaben, Die Diese sich gestellt yat. Das von chr gespielte Heimatstück sand starken Beifall. Hierauf zeigte die Wißmarer Volkstanzgruppe einige alte Volkstänze, Die ebenfalls mit großem Beifall aufgenommen wurden. * Lollar, 4. Mai. Im Lokal von Otto Nuhn and Die diesjährige Jahreshauptversammlung Der Freiwilligen Feuerwehr Lollar statt. Die zahlreich erschienenen Kameraden sowie Ortsgruppenleiter P e t r a s ch, Bürgermeister Böhm und Kreisfeuerwehrführer Bouffier wurden bei Eröffnung her Versammlung durch Hauptbrand- meifter Schelm begrüßt. Der verstorbenen Kameraden vom vergangenen Jahre (Ehrenmitglied Heinrich Schwalm und aktives Mitglied August Rudolph) sowie Der Gefallenen des Weltkrieges und Der Bewegung wurde gedacht. Die reichhaltige Tagesordnung fand glatte Erledigung. Kreisfeuerwehrführer Bouffier begrüßte Die Wehr tm Namen des Kreisverbandes unb machte Dann zu Solms-Lich, geb. Prinzessin Marie zu Büdingen, zur ersten Vorsitzenden gewählt. Während her 70 Jahre seines Bestehens hat Der Verein im Frieden und im Kriege im Dienst für Volk, Vaterland und Heimatstadt in größtem Segen gewirkt. . Der Festbericht „70 Jahre Aliceftauenverein Lich", den her Geschäftsführer des Vereins am Sonntag- nachmittag erstattet, wird Darüber nähere Auskunft geben. Es findet am Sonntagnachmittag tm Schloß eine schlichte Feierstunde statt, Der sich ein Festkaffee anschließen wird. Zu beiden Veranstaltungen haben wegen Platzmangel nur Mitglieder und die geladenen Gäste Der Partei, der StaDt und her Rotem Kreuz - Organisation von Gießen, Großen-Buseck, Darmstadt uyd Lich Zutritt. Der Festakt und Die Kaffeestunde werden von musikalischen und gesanglichen Darbietungen hiesiger Frauen und Mädchen umrahmt sein. Spar- und Dorschußverein Wieseek. * W i e f e ck , 3. Mai. Der Spar« und Vor - schußverein e. G. m. b. H., Wieseck hielt bei Gastwirt Karl Erb seine diesjährige Generaloer- fammlung ab, in welcher her Vorsitzende den Ober- reoisor Hartmann, Gießen, als Vertreter Des Verbandes begrüßen konnte. Die verstorbenen neun Mitglieder wurden auf die übliche Art geehrt. Aus dem Geschäftsbericht ging hervor, daß auch im Jahre 1937 Die starke Aufwärtsentwicklung Der Kasse angehalten hat. In 15 Sitzungen wurden 32 Kreditgesuche bearbeitet und 34 830 Mark hierfür bewilligt. Insgesamt wurde der Wiesecker Wirtschaft der Betrag von 75 035 Mark zur Verfügung gestellt. An neuen Sparbüchern wurden 113 Stuck ausgegeben. Da Der schriftliche Revisionsbericht vom Verband noch nicht vorlag, gab Oberrevisor Hartmann einen mündlichen Bericht. Daraus ging hervor, Daß die Kasse ordnungsgemäß geführt wird, sich in bester Vermögenslage befindet und daß sie ohne ftcmdes Kapital ihre sämtlichen Geschäfte tätigt. Dadurch ist es möglich, daß bei einer Vergütung von 3,5 Prozent Zinsen für Spareinlagen und Erhebung von 5 Prozent Zinsen für Hypotheken und Darlehen, nach Bestreitung her Verwaltungskosten, ein Reingewinn in Höhe von 1026,95 Mark verblieb. Von Diesem Reingewinn wurden 4 Prozent Dioi- dende ausgeschüttet, 25 Mark Dem NSV.-Kindergarten zugeführt. Der Rest Den Reserven überwiesen. Als großer Erfolg sind Die Umschreibungen Der Aufwertungsspareinlagen auf Spareinlagen zu verbuchen. Von Den aufgerufenen und zur Umschreibung vorgelegten Aufwertungssparbüchern wurde im ganzen der Betrag von 683 Mark getünbigt, jedoch über 1000 Mark Neueinlagen Dabei getätigt. Hier zeigt sich Das große Vertrauen, Das man der Kasse entgegenbringt. Auch die Aufwertungs- darlehem-werden ab 1. Januar 1938 als Darlehen geführt. Das ausscheidende Vorstandsmitglied Lotz und das ausscheidende Aufsichtsratsmitgiied Leib mürben einstimmig wiehergewählt. Die aus Anlaß des 75jährigen Bestehens vorgesehene Feier findet am 28. Mai bei Mitglied Heinrich Weller, Wellersburg, statt. Nachdem Oberrevisor Hartmann noch einen Vortrag über aktuelle Fragen im ländlichen Kredit- genössenschaftswesen gehalten hatte, schloß^der Vor- sitzei^e Die Versammlung mit „Sieg-Heil!" auf Den Führer. Unfälle auf dem Lande. börse 4.5- 102 99,3 Schlu«. futi 35. 40 Jahre im Verwaltungsdienst * Schotten, 4. Mai. Der Bürovorsteher Des KrLisarntes Schotten, Verwallungsinfpektor Mül- 1 e r konnte am 1. Mai sein 40 jähriges D i e nst- I u b i l ä u m begehen. Er trat am 1. Mai 1898 bei dem Kreisamt Schotten als Lehrling ein und war Dann u. a. vom April 1920 bis Oktober 1921 auch bei Dem Kreisamt Gießen beschäftigt. Im übrigen wirkte er beim Kreisamt in Schotten. Der Jubilar erfreut sich weithin großer Wertschätzung. 87 Jahre alt. △ Lich, 5. Mai. Nächsten Freitag tritt Frl. Helene W a g ner, eine langjährige Bezieherin Des Gießener Anzeigers, in chr 8 7. Lebensjahr. Geboren am 6. Mai 1852 hat sie als junges Mädchen Die deutschen Bruderkämpfe Der Jahre 1864 und 1866, wie auch Den siegreichen Krieg von 1870 und Deutschlands Einigung und glanzvollen Aufstieg miterlebt. In Der eignen Familie sah sie viel Freude, mußte aber auch manches Leid tragen helfen, besonders nachdem ihre vor einigen Jahren verstorbene ältere Schwester früh Witwe geworden und mit fünf unversorgten Kindern allein dem Lebenskampf gegenüberstand. Sie alle, die sich heute in gesicherten Verhältnissen befinden, danken Tante Lenchen ein gut Tell chrer Erziehung und zeigen es ihr durch aufrichtige Hochschätzung. Jahrelang war sie im Schloß beschäftigt und hat Dem Kampf ums Dafein trotzig die Stirn geboten. Schwer hat sie an den Folgen Des Weltkrieges und an hem Niedergang des Vaterlandes getragen. Mit um so größerer Freude nimmt sie nun an seinem Aufblühen und an her Entwicklung zur Volksgemeinschaft teil. Ihren Lebensabend verbringt sie in Der Familie ihres ältesten Neffen. Die ganze Stadt nimmt freudigen Anteil an ihrem Ehrentag. Unsere herzlichen Wünsche begleiten sie in ihr neues Lebensjahr. 70 Jahre Alicefraueuverein Lich. — Lich, 4. Mai. Wie bereits kurz berichtet, kann her hiesige 211 i c e f ra u e nn e r e in (jetzt in her Ortsgemeinfchaft des Deutschen Roten Kreuzes) am Sonntag, 8. Mai, sein 70jähriges Jubiläum begehen. Er wurde im Jahr 1868 auf Anregung Des Prinzen Ferdinand zu Solms-Lich/ge* gründet. In Der ersten Sitzung, die am 25. Mai 1868 abgehalten wurde, wurde Fürstin Hermann Schluß! Mittag büne 4-5. 102 99.3 Notiz unb .lagen bet freundlicher Grundstlmmnng im allgemeinen behauptet. Mäßig höher waren Rheinstahl mit 147 (146,50), BMW. mit 162 (161,75), Deutsche Erdöl mit 145,50 (145,25), Licht und Kraft mit 143,50 (143) und Holz mann mit 16h (165,50). Anderseits bröckelten Scheideanstalt auf 248,50 (249), Reichsbank auf 198 (198,50), Mannesmann auf 115,65 (115,90), Berger auf 15850 (158,75) und Gesfürel auf 148,75 (149,50) ab, Behauptet blieben u. a. IG -Farben mit 158,65, Verein. Stahl mit 110,65, Adlerwerke mit 121,75, Demag mit 156,50, Bemberg mit 149,50, Moenus mit 136, Hoesch mit 114,75 und VDM. mit 173,50. Von Bankaktien kamen Berl. Handelsgesellschaft nach Pause mit 128,40 (128,65) zur Notiz. Frankfurter Pferdemarkt. Frankfurt a. M., 5. Mai. Der .Auftrieb wm Frankfurter Pferdemarkt war gering, es standen nur rund 200 Pferde 3um Verkauf. Die Preise bewegten sich für schwere Zugpferde belgischer Rasse zwischen 1600 bis 1700 Mark, Zugtiere Hunsrücker, auch ermelänher Schlages 1300 bis 1500, mittel- schwere Arbeitspferde 700 bis 1000, leichtere und ältere Tiere 500 bis 700 Mark je nach Beschaffenheit. Das Angebot in Schlachtpferden entsprach nicht der Nachftage. Für erste Qualität wurden 32 bis 33 Mark, unb für zweite Qualität 26 bis 28 Mark je 50 Kilogramm Schlachtgewicht bezahlt. Nächster Pferdemarkt am 14. Juni. Jranffurter Getreidebörse Frankfurt a. M., 4. Mai. Es notierten (Getreide je Tonne, alles übrige je 100 Kilogramm) in RM.: Weizen W 13 210, W 16 213, W 19 217, W 20 219, Roggen R12 190, R15 193, R 18 197, R19 199 Großhandelspreise der Mühlen der genannten Preisgebiete. Fuftergerste —, Futterhafer —. Weizenmehl Type 812 W 13 29.50, W 16 29.60, W19 29.60, W20 29.95, Roggenmehl Type 1150 R 12 22.45, R15 22.80, R18 23.30, R 19 23.50 plus 0,50 RM. Fracht-Ausgleich. Weizenfiittermehl 13.60. Weizenkleie W13 10.75, W16 10.90, W 19 11.10, W20 11.20, Roggenkleie R 12 9.95, R15 10.15, R18 10.40, R 19 10.50 Mühlenfestpreise ab Mühlenstation. Soyaschrot —, Palmkuchen —, Erd- nußtuchen—. Treber getr. 14.00 Höchstpreis ab Er- zeugerstation, Trockenschnitzel —, Heu, lose 5.50, drahtgepreßt —, Weizen- und Roggenstroh, draht- gepreßt 3.30, gebündelt 3.00 Erzeugerhöchstpreis frei Erzeugerverlaoestation. Zrankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 5. Mai. (Vorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb: 1064 Rinder (199 Ochsen, 164 Bullen, 541 Kühe, 160 Färsen), 394 Kälber, 27 Hämmel, 8 Schafe, 618 Schweine. Es kosteten: Rinder: Ochsen 35 bis 45 Mark, Bullen 34 bis 43, Kühe 18 bis 43, Färsen (Kalbinnen) 34 bis 44, Kälber 35 bis 65, Hämmel 35 bis 50, Schafe 34 bis 42, Schweine 49,50 bis 56,50 Mark. — Marktverlauf: Kälber unb Schweine zugeteilt, Hämmel und Schafe mittelmäßig. Zupollawte» Oslo Eten Listabon.... Stockholm .. Schweiz.... Spanien.... $raa Budapest... Neuert..., gement f-ctPelberg ....... 8 160 ! Conti (Stimmt. ............. 14 206,75 । Daimler Motoren.......... 6*4 151.75, Dessauer Ga« 6 Deutsche iLrdöl.............. 6 145 । Deutsche Gold, und Silber .... S 249-5 i Deutsche Linoleum.......... 10 1 77,75 ’ Elektrische Lieferungen 6 Elektrische Licht und Kraft 7 I. G. Farben-Jndustrie.......7 gelten L Guilleaume.........6 , • • 11O - Kefsürel............. 7 149.75 148,75 Th. Goldschmidt............. 7 *"* ” Gritzner Maschinen o Harvener................. 454 Hoesch Esten 5 Philwv Holzmaim 8 Ilse Bergbau................ 7 Ilse Genüsse 7 Sali Aschersleben 4 Klöckiierwerke .............._• 5 121,75 Kokswerke unb Ebe mische Fabrik 7 — Saturn 5% Deutsche Reich^anleibe v. 192 < 4% Deutsche ReichSanl. von 1934 4%% Deutsche Meichsichatzomvei' sangen von 1935 .......... 4-y2% Deutsche ReichSschatzauwei hingen von 1935, II. Folge .. Deutsche Reichsichatzanwei jungen von 1936, III. Folge .. 5%% Doung Änleihe von 1930 .. 4yt% Hessische Bolkästaot von 1929 4’/a% Deutsche Reichspostschatz von 1931 L..................... iy2% Deutsche Reichsbahnschatz von 1936 I.......... ....... Retchsauleihe-Mtbesitz......... Lberbessen Provinz-Anleihe mfa Ausloj.-Rechten.............. V/t% Hess. LandeSbk. Darmstad Goldpfe. Ä. 12........ • • 5y,% Hess. LandeS-Hyv Bant Liou. Goldvse............... iy2% Preub. Lanvespfdbr.^AnL choldvfe. flt 19.............. 4¥t% Preuß. Gold-Somm. SL - 4'/t% Tarmstäoter Somm.-Lan Deebanf 9L 6............... Deutsche Lomm.-Sammel-Anleihe AuLlos.-Rechte l.............. 4¥t% Franks. Hnp. Goldvse. R. 15 4Vi% FranH- Hyp. Gold-Komm £6L 2 3.................fr- 5*4% Franks. Hyp. Liouidation Goldpfe..................... b¥i°/o Rheinische Hyp. Liquidation Goldpfe Steuerautschein-BerrechnungNkur. LG. für Verkehrswesen .. . 6^ Hamburg.Südam. Dampfschiff <- Hamhurg-Amerika Paket ' Norddeutscher Llovd L Deutsche Reichsbahit Vor;.-Akt. ' Reichsbaak...... ........ 1 Berliner Handeleaesellichaft . 6 Vi Commerz- und Pcivar-Bank ... 6 Deutsche Diskonto............ 6 Dresdner Bank.............. 5 Frankfurt a. M. Berlin Schluß- kurs Schluß!. Abende börie Schluß- kurS Schluß!. Mittag, dürfe Daium 35. 4.5. 3.5. | 4.5. Äccumulalocen-Fabrik....... 14 Aschaffenburg Zellstoff........6 Bemberg..................O Bekula.......2'.............8 Buderus Esten...............5 136 149,5 163,5 121,5 245,75 135 149,5 163 121 136 149,75 163,25 121,75 246,75 136 149 163 120.65 3 .Mai 4 .Mai Amtliche Notierung Geld i Brtei Aktrtliche Notierung Geld l Briet 0,651 41.90 0,145 47,00 55,38 47,00 12,405 5,49 7,532 138,46 13,03 0,655 41,98 0,147 47,10 55,50 47,10 12,435 5,50 7,548 138,74 13,11 0,651 41.88 0,145 47-00 55,38 47,00 12,405 5,49 7,343 138,32 13,03 0,655 41,96 0,147 47,10 55,50 47,10 12,435 5,50 7.357 138,6 13,11 3Maj 4 .Mai Amtliche Notierung («old ! Brie, Amtliche Dotierung Geld I Bries *} «E ?' - > ?,< i WM W^> : . i# • •’ IW> \ / > ;. - ^-e bas fft das ist ar. 1056,1 td^L'irt f** er. 301 Btilfl9e"‘ «atnifi® S^^ZO.D" b"7,.s«°s" ®°;ÄnS 5*«. *h für D« Mk-«L 3n der herrlii und unter dem nach einem trübe über dem sich sto, erhebt. Ernst unwert des Macch der Anjous. Ihr M Steinsäulen, Zwingen breite Den wuchtigen j ® kr Songfeif. J»«m 5uge[ be. ™ Mtrf Sant' »5m h-I-n hQ Ntrbasl. @ &WWen W»eren Streu," hl festem Äun«t,n "5,ei ?fe boote des % ÄÄFä LK--°ns 5 k«eDte6et ten (S?TC"W aaltet uÄf [ b" ^4* r 5,11 N ? "’lieniji Jofe bt}?, SttQ Töchter h nc9°Wt ÄS*» °"zl°r in Ieo«r lln'm Ole = rmati„9cn » hrer ».L10 n e r bie ®e(Ätun9 ’s Slot" ?°h »» C01 d-w a^°°< Sji h^Y^ea MM Jüiä um o . S® Außemimster vo Wagen Rudolf!}( weiteren Wagen - ren Begleiter des liemschen Mnnei Neapel bereitet k fang. Die FM Hafen Mumclp'o Metern auf ein, die Riviera die herrliche ®ui die Halbinsel vc blick, der schon gleitet den Füh Meer vorgeschob> Castell dell'Ovo. links ab, um au leistungen umral ru gelangen. Dc fchen Faschisten auf Rom angetr, ist der herrliche, palast. Gegenü Paul-Kirche, die gebaut ist. Zu b des Präfekten ut Platz. Zwischen 1 Kirche zu den Pc Reiches und Jtal gen der Balkone Tücher das Mij hängen kostbare herrlichstem s e n. Sobald die Führers anfünbit Md das Hände kla überall In liefen stauen, schwenken müde, „heil'." z, präsentiert die E Artillerie, die mi überliegenden S kolonne biegt d Castel Nuovo di ein. 0J.Jpori SONNTAG, DEN 8. MAI 1938: 3091D Bei wesentlich schönerem Wetter als am Vortage und gutem Besuch wurde am Mittwoch auf den Plätzen des Wiesbadener THC. der Tennis-Länder- Das Sommer-Semester 1938 stellt die^Sportler der Gießener Studentenschaft vor große Aufgaben. Im Brennpunkt des Interesses stehen die Spiele Jahreshauptversammlung des Gchützenvereins Gießen. Dieser Tage fand die Jahres-Hauptverfarnmlllngj des Schützenoereins Gießen statt. Aus dem Tätig« keitsbericht des Vereinsführers war eine erfreuliche Weiterentwicklung des Vereins zu ersehen. Die Schießstände wurdep von einer großen Anzahl von schießsporttreibenden Verbänden und Vereinen, der deutschen Jägerschaft, vor allem aber von den aktiven Schützen des Vereins benutzt. Auf den Ständen wurden die Unterkreis-, Kr^is- und Gaumeister, schäften ausgetragen. Das Gruppen- und das Volks- schießen brachte eine gute Beteiligung. Die Rech- nunqsablage ergab einen befriedigenden Stand der Kaffe; dis finanzielle Lage des Vereins ist gut. Aus dem Bericht des Schießwartes ging hervor, daß die lieber Naturschutz und Naturkunde KL'-« mit den allgemeinverständlichen Büchern des Hugo Bermühler Verlages, Derl.n- Lickterfelde. Bitte verlangen Sie noch heute von Ihrem tö,ebener Buchhändler das ausführliche bebilderte Werbcblatt „Freunde der Natur sind Freunde guter Bucher Scharfes Vorgehen wegen Preistreiberei. Lpd. Frankfurt a. M., 3. Mai. Der Landes. Produktenhändler Erwin Lechner in der Großmarkthalle hat die augenblickliche Zwiebelknappheit ousgenutzt, um sich einen unverhältnismäßig hoyen. Gewinn zu verschaffen. Seine Handelsoerdi»nst- spanne war um 50 o. S). überschritten; hierdurch hat er auf die folgenden Handelsstufen preis* treibend gewirkt. Unter Verletzung der marktregelnden Anordnungen des Reichsnährstandes hat er veranlaßt, daß sieben Zentner Zwiebeln, anstatt m kleinen Mengen an den Kleinhandel zu kommen, einem Straßenhändler auf einmal zugeleitet wurden und von diesem wiederum zu einem Ueberpreis unter Verkoppelung mit anderen Waren abgesetzt wurden. Lechner ist festgenommen und sein Betrieb polizeilich geschlossen worden. Gegen den Straßenhändler wurde eine empfindliche Ordnungsstrafe festgesetzt. Führer-Sportabzeichen der HI. Der Jugendführer des Deutschen Reiches/ Baldur von Schirach, hat ein Führer-Sportabzeichen der Hitler-Jugend gestiftet, um die Leistungsfähigkeit der HJ.-Führerfchaft Zu kennzeichnen. Das Führer-Sportabzeichen wird in dem im Vorjahre erstmalig durchgeführten Zehnkampf vergeben, wenn in der Stufe Ä 7500 und in der Stufe B 6500 Punkte erreicht werden. Das Abzeichen wird jeweils für eine Dauer von fünf Jahren verliehen. Deutscher Sieg zum Abschluß des Reitturniers in Nom. Der Schlußtag des 13. Internationalen Reitturniers in Rom brachte den letzten Höhepunkt der großen Veranstaltung und der deutschen Mannschaft einen vielbejubelten Sieg. Unter 22 Teilnehmern blieben im Kampf um den Königspreis nur zwei fehlerfrei und Goldammer unter Rittrn. K. Haffe wiederholte in der Tagesbestzeit den Vorjahressieg von Alchimist mit Oblt. Brinckmann. Bereits am Vormittag war der Preis vom Lido entschieden worden, der den weniger erfolgreich gewesenen Pferden vorbehalten blieb. Bei dem gleichfalls über 19 Sprünge gehenden Wettbewerb blieb in Gruppe I Wotansbruder unter Oblt. Brinckmann erfolgreich,' in Gruppe II siegte Torno (Kpt. Lombardo, Italien) und in Gruppe IH triumphierte Jreland's Own unter dem irischen Kapitän Aherne. 29 Nennwagen in Tripolis. Mir den Großen Preis von Tripolis, der am 15. Mai auf der Mellaha-Strecke über 524 Kilo- ■ meter (40 Runden) entschieden wird, sind 29 Meldungen eingegangen. Unter den 13 großen Formelwagen befinden sich als deutsche Vertreter die Mercedes-Benz' des Vorjahrssiegers Lang, des Europameisters Caracciola und Manfred von Brauchitschs. Ihre Gegner sind zwei Kompressorwagen von Maserati mit V a r z i und Trossi, drei kompressorlose Delahaye mit Sem Sieger von Pau und Cork, Ren6 Dreyfuß, Co'motti und Schell, ein Kompressor-Bugatti mit Wi mille und die drei Alfa Romeo mit Kompressor von Dr. Farina, Biondetti, Siena, ferner noch ein Alfa Romeo von Sommer. Das Feld wird vervollständigt durch 16 Maserati der 1,5 Liter-Klasse. Tennis-Länderkampf Deutschland —Indien 4:2. Teilnehmerpreis RM.1.50 Abfahrt gegen 8 Uhr - Rückfahrt ab Frankfurt am Main gegen 20 Uhr Kartenverkauf „Kraft durch Freude" Seltersweg 60 Bereichsmeister spielen dann auf den deutschen Hochschulmeisterschaften, die dieses Jahr in Mannheim am 24. und 25. Juni zum Austrag kommen, um den höchsten Titel. Am kommenden Mittwoch wird die Handball- ; Mannschaft in einem Trainingsspiel einer Schuler- auswahlmannschaft gegenübertreten; die Studentenschaft nennt für dieses Spiel folgende Namen: Mayer; Krausch, Bork^ Ringt, Sturm, Bmdmg; Götzelt, Watz, Schmidt, Seipp und Winter. Es wird viel davon abhängen, wie sich die neuen Spieler Binding und Schmidt in das Mannschaftsbild einfügen. ' . Am Samstag folgt die Fußballmannschaft der Studenten einer Einladung des Turn- und Sportvereins Ehringshausen zu einem Freundschaftsspiel. Sie wird dazu in folgender Aufstellung antreten: Schmidt; Oehlemann, Becker; Weyer, Pontam, Folger; Lengfelder, Lenz, Hanfland, Krehmer, Jäger. Das Spiel dürfte mit einem knappen Siege der Studenten enden; auch hier ist natu^ich entscheidend, wie sich die Neiden, Vchrnidt und Krehmer, in die Mannschaft finden. z . Bei den^ deutschen Studentenmeisterschaften wird die hiesige Studentenschaft aussichtsreich durch Luh im Kugelstoßen und durch die 4X100-Meter-Staffel (Luh, Pitzen, Möll, Mayer) vertreten sein. Zum ersten Male wird dieses Jahr in Mannheim den Kameradschaften Gelegenheit gegeben, durch sportliche Wettkämpfe in Erscheinung zu treten. Es werden ausgetragen eine Meisterschaft im Sechskampf (100 Meter, 3000 Meter, Weitsprung, Keulenweit- wurf. Schwimmen, Schießen) und in einer nchwe- denstaffel. Wer in diesen Kämpfen Gießen vertreten wird, wird aus dem lokalen Wettkampf der Kameradschaften hervorgehen. Gau-Ausscheidungskämpse der Turner in Heuchelheim. Die Ausscheidungskämpfe der Geräte-Mehr- kämpfe der Männer und Frauen der Kreise 7 (Marburg), 8 (Gießen), 9 (Limburg), 10 (Westerwald), 11 (Friedberg) und 12 (Hanau) finden am Sonntag, 8. Mai, in Heuchelheim statt. Bei den Männern werden ausgetragen der Zwölf-Kampf (Meister- klasse), Zwölf-Kamps Jahrgang 19 und alter und Zwölf-Kamps der Aelteren, Zehn-Kampf und Neun- Kampf in drei Altersstufen. Die Gerätemehrkampfe der Frauen werden ausgetragen im Zehn-, Acht-, Sieben- und Sechs-Kampf. Es werden am Sonntag . aus sechs Turnkreisen die besten Geräteturner und Turnerinnen in Heuchelheim ihre Kräfte messen. Die Gerütekämpfe beginnen morgens um 9 Uhr in der Turnhalle, während die volkstümlichen Kämpfe auf dem Sportplatz in Heuchelheim ausgetragen werden Aus den Meldungen (es haben sich ungefähr 300 Turnerinnen und Turner zu den Ausscheidungskämpfen gemeldet) ist zu schließen, daß ein spannender Kampf zu erwarten ist. Anschließend an die Ausscheidungskämpfe werden Proben der allgemei- ' nen Freiübungen und der Kugelgymnastik (Gauvor- i führung) für Breslau stattfinden. Alle Turner und • Turnerinen, die bei dem Deutschen Turn» und - Sportfest in Breslau die Wettkämpfe mitmachen = wollen, müssen sich den Ausscheidungskämpfen um » terziehen. ___________________ gebnis wurde leider nichts, nachdem Hans Redl bereits am ersten Tage geschlagen worden war. Auch der zweite Wiener, Georg von Met ara mußte einen Punkt abgeben. Er wurde am Mittwoch von Y. Singh 6:3 6:4 besiegt. Damit hatten die Inder auf 2:2 qleichgezogen! Aber Henner Henkel bezwang Ghaus Mohammed in überlegenem Stile 6:1 6:2, und im Doppel siegten Redl- D o h n a l 8:6 6:3 über Alam-Brooke, so daß das Endergebnis 4:2 für Deutschland lautete. Zwei grobdeutsche Mannschaften spielen in Düsseldorf. Im Rahmen des Divisions-Sportfestes in Düsseldorf sollte am kommenden Sonntag ein Fußballspiel zwischen einer deutschen Auswahlmannschaft und einer Wiener Elf stattfinden. Die verantwortlichen Männer haben sich nun aber entschlossen, zwei großdeutsche Auswahlmannschaften, in denen lediglich die an den Endspielen um die Deutsche Fußballmeisterschaft beteiligten Spitzenspieler fehlen, gegeneinander spielen zu lassen. Demnach werden sich im „Rheinstadion"- folgende 22 Spieler gegenüberstehen: Schwarz-weiße Elf: Jakob (Jahn Regensburg); Welsch (Borussia Neunkirchen), Müsch (SSV. Troisdorf); Kupfer (1. FC. 05 Schweinfurt), Goldbrunner (Bayern München), Kitzinger (1. FC. 05 Schweinfurt); Lehner (Schw. Augsburg), Stroh, Jerusalem, Neumer (alle Ostmark Wien), Pesser (Rapid Wien). Grün-weiße Elf: Rastl (Rapid Wien); Schmaus (Vienna Wien), Sold (FV. Saarbrücken); Joksch, Mock (beide Ostmark); Skoumal (Rapid Wien); Fath (Wormatia), Binder (Rapid Wien), Lenz (Bor. Dortmund), Gauchei (TuS. Neuendf.), Hahnemann (Admira Wien). Es wurden also insgesamt 11 deutschösterreichische Spieler aufgeboten. Besonders gespannt darf man sein, welche Wirkung der Sturm der „schwarzweißen" Elf, der auf dem Papier einen vielversprechenden Eindruck macht, zu erzielen vermag. Er wird schon gut spielen müssen, wenn es zu einigen Toren gegen die vorzüglich zusammengestellte Abwehr der „grün-weißen" Mannschaft reichen soll. Zweifellos wird das Treffen recht wertvolle Aufschlüsse geben und die Aufstellungen der Mannschaften gegen England und Aston Villa sehr erleichtern. Sport der Gießener Studenten im Sommer-Semester 1938. Keine volkegemeinschofl HZ 4g ohne totgemeinfdioft ftflmpfe ole mitglieO in der NSV.! aktiven Schützen, insbesondere die Kampfschützen, wieder ' glänzend abgefeimten hatten. Sämtliche Kreis-Meisterschaften im Einzel- und Mannschafts- kampf in allen Waffen und Entfernungen, soweit solche ausgetragen wurden, wurden gewonnen. Ebenso wurden die Mannschaftskämpfe beim Kreis* fest in Dillenburg und beim Jubiläumsschießen in Marburg, sowie eine Anzahl guter Einzelpreise gewonnen. Bei den Gaumeisterfchaften wurden gute Plätze belegt. Eine ganze Anzahl große goldene, silberne und bronzene Meisterschaftsnadeln wurde geschossen. Der Bericht des Hauswartes brachte ebenfalls ein befriedigendes Ergebnis. In diesem Jahre feiert der Verein sein 6 0 jäh * riges Bestehen. Es ist ein Jubiläumsschießen vorgesehen, das gleichzeitig mit dem Volksschießen stattfinden soll. Ebenfo soll eine Familienfeier im Herbst, gelegentlich des Gründungstages, stattfinden. Der Besuch des Reichssportfestes in Breslau mit den Kampfschützen wurde beschlossen. kampf zwischen Deutschland und Indien fortgesetzt der Handballmannschaft, des Gaumeisters des Gaues un7b°ond-? Wiederum gab es zwei Einzel- und Siidmest. Sie steht um 27. Mm hier dem Gau,.eger ein Doppelspiel. Unter den Zuschauern befand sich des Gaues Koblenz-Tner und am 2. Juni der Umwieder der Reichssportführer, der den Kämpfen von versitüt Marburg im Kamps um die Bereichs- Beginn an beiwohnte. Aus dem erhofften 6:0-Er- Tm Geschäfts-Drucksachen Briefblätter Briefumschläge bei Brühl. Schulstraße 7 Geschäfts karten LICHTSPIELHAUS . s a^fürdie ist ein« f^e fängU* a-derKr^hOlL-K^' ‘ / den. «P<^LEXIN man letJC . ^jSerden* k»nn /ohren J Wie gut Du aussiehst! Anzüge und Mäntel von Köhler haben jene vornehme Note, die den Träger so angenehm herausheben und ihn selbstsicher machen. Und dabei ist Köhler gar nicht einmal teuer I — 48.- 56.- 68.- 74.- sind Hauptpreislagen für sehr ordentliche Stücke. - 88.-, 106.-, 118.- sind Preise für Modellstücke oder solche, die aus unseren Maß-Stoffen angefertigt sind S KOHLER Die gewissenhaften Fachleute Eigene Zivil- und Uniform-Maß-Schneiderei 3084A Heute Donnerstag Erstaufführung Ein spannender Kriminalfilm n.d. Roman der Berl.Ill.Ztg. »Die rote Mütze« Regie: Herbert Selpin In den Hauptrollen: Harald Paulsen * Hilde Körber ♦ Viktoria von Ballasko ♦ Fita Benkhoff * Elisab. Flickensdrildt Hier sind die Schicksale einiger Menschen, die an einer kleinen Bahnstation leben, zu einer Handlung verflochten, die sich mit fesselnden Bildern in 48 Stunden abrollt und mit überzeugender Echtheit dem Leben nachgestaltet ist Beiprogramm und Ton-Woche 3079A Täglich 4, 6 und 8.30 Uhr - Sonntags 3, 5.30 und 8.30 Uhr