Nr.80 ErstesBlatt 188. Jahrgang Dienstag, 5. April 1938 Erfd)etni täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild - Die Scholle Monatr-Bezugspreir: Mit 4 Beilagen RM.1.95 Ohne Illusttierte . 1.80 Zustellgebühr , -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Hernfprechanschlüffe unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Sieben Postscheckkonto: Zrantfurt am Main 11686 Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: Srühlsche UniversitStsdruckerel 8. Lange in Sietzen. Schriftlettvng und SeschSftrftelle: Schulftratze 7 Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer vis 8'/,Uhr des Vormittags Srundpreife für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf.. für Ie$t« anzeigen von70mm Brette 50 Rpf.,Platzoorschrift nach vorh. Vereinbg.25"/, mehr. ermäßigte Grundpreise: Stellen-, Vereins«, gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Rpf., Familienanzeigen, Bäder«, Unterrichts- u. behördliche Anzeigen6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B ,/Tag des Großdeutschen Reiches." Millionenaufmarsch des ganzen deutschen Volkes zum letzten GeneralappeU am Gamstag dem 9. April. — Der Führer spricht von Wien zur deutschen Nation. — Das deutsche Volk bestätigt die historische Tat des Führers. Kärntens Treueschwur. Unendlicher Jubel um den Führer in Klagenfurt. Klagenfurt, 4. April. cn 67.660.180,-9t 9Ji6uf800000 £oie ausgtspiell. Sich«» Sie sich rechljeilig ein Los! Noch scheint eS ihnen wie ein Traum, daß all das viele Geld nun ihnen gehören soll. Und doch ist es kühle, nüchterne Wahrheit: ihr Los der Preußisch-Süddeutschen StaatSlotterie hat eilten der Haupttreffer gewonnen! Ein Achtellos war -S, das nur 3,-RM >e Klaffe kostete «ud d»S jetzt all« Wüakche «fülle» wird! Wer wollte aa Auf diese Nummern fiel daö Große LoS von 2 Hiottctl Mark: «m 14. März 1935 am 11. September 1935 am 13. März 1936 am 11. September 1936 am 15. März 1937 am 10. September 1937 am 14. März 1938 . •. Jetzt machen wir erst eine Weltreise... sind einkommenfteuerfrei! Sie erhalten den amtlichen Gewinnplan und Originallose, soweit vorrätig, bei allen . Staatlichen Lotterie-Einnahmen. Anschriften erfahren \ Sie auf Wunsch direkt von der Vreußisch-Süddeutschen I Staatslotterie, Berlin WZ), Diktoriastraße 29. Der Präsident der pr/2ßisch-Süddeutschen StaatSlotterie // au au au au au auf 2x1000000 2 200000 2 500000 10 100000 2x 300000 12 50000 Außerdem 2 Gewinne zu je 75.000, — NM und 342968 weitere Gewinne im Gesamtbeträge von 61.9l0.180, — NM. AlleGewinne Auch Sie können gewinnen! Spielen Sie mit! /<$• solchen Möglichkeiten Vorbeigehen! Die neueLotterie beginnt am 22. April mit der Ziehung zur 1. Klaffe. A Wieder werden in 5 Klaffen 343000 ©ewinnc Aus aller Welt. Wirbelsturm in Oberllalien fordert sechs Todesopfer. Ein orkanartiger Sturm fegte in der letzten Nacht über Norditalien und die obere Adria hinweg. Un» weit der Po-Mündung wurde ein Schleppzug, bestehend aus fünf mit Kohlen beladenen Kähnen, bei der Ausfahrt in das offene Meer von dem Wirbelsturm erfaßt. Der Versuch zur Rückkehr nach Chiog- gia scheiterte. In wenigen Minuten drückte der Wind so viel Wasser in die Kähne, daß sie sanken. Von den 15 Mann der Besatzung des Schleppzuges kamen sechs ums Leben. Vier schwedische Touristen im Schneesturm umgekommeu. Das seit einigen Tagen in den Bergen der schwedischen Provinz Järntland herrschende Unwetter forderte vier Menschenleben. Eine fünfköpfige Touristengruppe geriet, nur etwa eine Viertelstunde von der Schutzhütte entfernt, in einen furchtbaren Schneesturm, dem drei Frauen und ein Mann z u m Opfer fielen. Der fünfte Tourist konnte halb erfroren von der Bergungsmannschaft gerettet werden. Heidelberg bekommt einen neuen Bahnhof. Im Verlaufe einer Veranstaltung, die sich an die Einweihung der Karlsruher Rheinbrücke anschloß, teilte Reichsverkeyrsminister Dr. Dorp müll er unter lebhaftem Beifall mit, daß sich die Reichsbahn entschlossen habe, den seit langem geplanten Neubau des Heidelberger Hauptpersonenbahnhofes jetzt in ihr Bauprogramm aufzunehmen. Der Bau soll in etwa vier Jahren vollendet sein. Eichendorff-Preis 1938 für Herbert Lysarz. Der Eichendorff-Preis 1938 wurde an den bekannten Germanisten der Prager Deutschen Universität Professor Dr. Herbert C y s a r z verliehen. — Cysarz ist 1896 in Oderberg in Schlesien geboren; er wurde 1926 Professor in Wien und erhielt zwei Jahre später einen Ruf nach Prag. Von seinen Arbeiten seien hervorgehoben Literaturgeschichte als Geisteswissenschaft", „Geistesgeschichte des Weltkrieges", „Goethe und das geschichtliche Weltbild", „Schiller" und „Deutscher Barock in der Lyrik". Weiterbericht Die über Mitteleuropa lagernde Kaltluft beginnt sich unter dem Einfluß der Sonneneinstrahlung langsam zu erwärmen. Außerdem werden vom Westen her über England und Nordfrankreich wieder mildere Luftwaffen zusließen und die Kaltluft weiter ostwärts verdrängen. Leichte Störungen, die vom Atlantik heranziehen, werden sich im wesentlichen nur in Mittel- und Norddeutschland auswirken. Aussichten für Mittwoch: Wolkig, zeitweise aufheiternd, besonders im Norden des Bezirks leichte Regenfälle, bei westlichen Winden fortschreitende Milderung. Lufttemperaturen am 4. April: mittags 7,9 Grad Celsius, abends 5,6 Grad; am 5. April: morgens 3,4 Grad. 'Maximum 9,4 Grad, Minimum heute nacht 1 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 4. April: abends 7,3 Grad; am 5. April: morgens 4,9 Grad Celsius. — Niederschläge 0,1 mm. — Sonnenscheindauer 8,6 Stunden. Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. III./38: 10 355. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugs- preis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufs- preis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 Havresabschtutz Ä der Vezwksspavkafse Gietzen in Gietzen /Obevhetzerr VaMva Aktiva RM. RM. RM. 23085414,52 80053,28 3559535,60 6811628,27 800306,— 3513064,58 28051440,34 50370,— 50825L88 7085576,87 535560,— 9960379,40 1143887,12 162335,19 RM. RM. 1 1153271,88 693167,60 58786,02 22606,59 1860,— Summe der Aktiva 28051440,34 1981,68 4328700,45 Ter Vorsitzende: gez. Ritter. Gießen, den 3.Februar 1938. 51,20 Summe | 1253887,50 Summe 1 1253887,50 (S.) U/EDRE DRUCKSACHEN VV cn DC Brühl. Gießen Sctäiimi&er dladen Heute I Donnerstag DA in bester Lage für 1. Juli oder später gesucht J. Rickersche Univ.-Budihandlung, Hindenburgwall 5 2253D Orchester. 2050D SMi Stadttheater LOBA-WACHS u. LOBA-BEIZE 353712,79 9606666,61 4598955,92 485753,05 90503,55 38602,01 72000,92 7270,68 2745,69 868309,97 275577,15 47224,90 18179,06 Keine sfr. Diät erforderlich. Prosp. kostenl Schneider, Karlsruhe E28, Oouglasstr 15 115613,40 152000,— bei Ludwig Haas 22««ä Gießen P/ockstr. 7 Gießen Beachten Sie bitte die Auslagen ! 8577,80 247,85 21944,49 Der Svarkassenleiter: gez. Dr. Hovfenmüller. Die klugen Frauen hört man loben-. Nimm Dir 212405,87 9234,08 79817,82 Gießen, den 20: Januar 1938. 225SQ 20.00-22 OOUhi Außer Miete' Fünftes Konzert des großen Städt. Orchesters 129105,56 237,05 3899301,01 79730,— 8000,— 41230,02 62000,— 18179,06 9,42 59284,02 Leitg.: Prof. Stefan Temesvary. Preise: 1.00—3.00 RM. RM. .16373055,11 , 6712359,41 für den Boden Es macht die Putzorbeit bequem, die Wohnung mollig, angenehm. Gchweinemarkt in Niederwalgern Mittwoch den 6. Avril 1938 Der Bürgermeister - Bötb. Ter Verwaltungsrat hat die vorstehende Bilanz nebst Gewinn- und Verlustrechnung in seiner heutigen Sitzung festgestellt und genehmigt. 8. Hypotheken-, Grund- und Rentenschulden a) auf landwirtschaftliche Grundstücke ...., b) auf sonstige lstädtische) Grundstücke----- 26644950,12 3559535,60 5. Eigene Wertpapiere . * a) Anleihen und Schatzanweisungen des Reichs..... b) Anleihen u. Schatzanweisungen des eigenen Landes c) Anleihen u. Schatzanweisungen der sonstigen Lander d) Schuldverschreibungen des Umschuldungsverbandes deutscher Gemeinden..................... e) Sonstige kommunale Wertpapiere f) Sonstige Wertpapiere ........................ 1 Barreserve * a) Kassenbestand (deutsche und aus ländischeZahlungs- b) Guthaben auf Reichsbankg'irö- u. Postscheckkönto .. 2. Fällige Zins- und Tividendenscheine 3. Schecks (Nostroguthaben) Darunter RM. 1550000,—auf Liauiditätskonten b) Längerfristige Guthaben bei der eigenen Grro- Der Reichsstatthalter in Hessen (Landesregierung) Abteilung III (Innere Verwaltung- Im Auftrag: gez. Weiffenbach. . Ausgaben für Zinsen it. gegebenenfalls Kre- 7. Reserven nach § 11 KWG a) gesetzliche Sicherheitsrücklage b) gesetzliche Kursrücklage.................. c) sonstige (freie) Rücklagen nach § 11 KWG. . 8. Sonstige Reserven 9. Rückstellungen ............... 10. Sonstige Passiva 11. Posten, die der Rechnungsabgrenzung dienen 12. Gewinn . Baue gut.... mit Abermann 1. Einnahmen aus Zinsen ii. gegebenenfalls Kre- ditvrovifionen 2. Einnahmen aus sonstig. Provisionen, Gebühren u. dgl. 3. Erträge aus Beteiligungen 4. Kursgewinne a) effektive b) buchmäßige 5. Rückgriff auf die Rücklagen a) Sicherheitsrücklage.. b) Kursrücklage 6 Sonstige Erträge davon RM. 6332,22 Grundstückserträge 7. Sonstige Zuwendungen zentrale ..................' • 7. Schuldner a) Kreditinstitute • ••••• darunter die eigene Girozentrale RM. 1092616,02 , . b) öffentlich-rechtliche Körperschaften .. c) andere Schuldner.................. Pariere« oder Helle Werkstatt im Zentrum gesucht. Schriftl. Angeb. u. 01640 an d. Gieß. Anz. EISU^BeitenÄHÄn Nur gute Qualität Tausende freiw. Anerkennungen. Verkauf tm alle. KataL fLEisenmobeUabtikStiil/ Hl 3944,— 1080,20 2841,30 317,80 IW: Die Jahreszeiten Oratorium für Chor, Soli und 1055163,56 733464,20 1035969,50 Landwirtstocht., hübsch, mit Vermög.,sucht Herrn kennen zu lernen zwecks Heirat. Onenherzitze Zuschriften mitBild unter 01629 an den Gieß. Anz. 10204,17 59284,02 51,20 10693,87 ditvrovisionen a) Svareinlagenzinsen . b) Zinsen für Giroeinlagen und Depositen c) Zinsen u.Provisionen für aufgenommene Gelder d) sonstige Zinsen 2. Ausgaben für sonstige Provisionen u. dgl.... 3. Verwaltungskosten a) persönliche 1. Gehälter u. Löhne 2. soziale Abgaben .. b) sächliche (ohne 4) ... 4. Grundstücksaufwand a) Unterhaltungskosten. b) Versicherungen c) Grundstückssteuern .. 5. Steuern (ohne 4c) a) Körverschaftssteuer.. b) Vermögensteuer.... c) Gewerbesteuer d) Sonstige Steuern... 6. Abschreibungen auf a) Gebäude, Grundstücke u.Betriebsaussmttung b) Hrwotheken........ c) Sonst. Forderungen 7. Kursverluste a) effektive........... b) buchmäßige........ 8. Abführung an dieKurs- rücklage ............. 9. SonstigeAufwendungen 10. Gewinn............. 90000,— 1 — 7592,34 108236,78 Ff Drula Bleichwachs heißt das Mittet, das auch Ihre 13. Grundstücke und Gebäude a) dem eigenen Geschäftsbetrieb dienende b) sonstige..................... 14. Betriebs- und Geschäftsausstattung 15. Sonstige Aktiva..............x........... 16. Posten, die der Rechnungsabgrenzung dienen 17. Verlust . 89996,— 4,— Tafel-Bestecke 90 Gr. Silberauflage, in bester Qualität liefert Fabrik direkt an Private. Sehr preiswert! 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Nach pflichtmäßiger Prüfung auf Grund der Schriften, Bücher und sonstigen Unterlagen des Betriebs sowie der erteilten Aufklärungen und Nachweise ist festgestellt worden, daß die Buchführung und der Jahresabschluß den gesetzlichen Vorschriften und den einschlägigen Bestimmungen entsprechen, und daß int übrigen auch die wirtschaftlichen Verhältnisse des Betriebs wesentliche Beanstandungen nicht ergeben habest. Gießen, den 2. Februar 1938. Hessischer Sparkassen- und Giroverband Prüfungsstelle: Der Revisionsdirektor: gez. Mach old. Ter Oberrevisor: gez. Kitzinger. Nr. III 28619 Der vorstehende Jahresabschluß 1937 (Bilanz nebst Gewinn- und Verlustrechnung) wird hiermit genehmigt und dem Verwaltungsrat, Vorstand und Direktor die gesetzliche Entlastung ertellt. Darmstadt, den 12. März 1938. x hartnäckigen 1 1 — bb) bei sonstigen Stellen 100,— 100,— b) Einlagen deutscher Kreditinstitute ... —,— ~'~ c) sonstige Gläubiger 3559435,60 3559435,60 Von der Summe b) + c) entfallen auf aa) jederzeit fällige Gelder 2144016,12 bb) feste Gelder und Gelder auf Kündigung 1415419,48 3. Verpflichtungen aus der Annahme gezogener und der Ausstellung eigener Wechsel (Akzepte und Solawechsel), soweit sie sich im Umlauf befinden .................................. 4. Langfristige Anleihen 5. Hypotheken-, Grund- und Rentenschulden 6. Durchlaufende Kredite außerdem RM. 17065,04 Entschuldungsdarlehen (nur vor der Linie). Summe der Passiva 13. Verbindlichkeiten aus Bürgschatten, Wechsel- und Scheckbürgschaften sowie aus Garantreverträgen (§ 261 b des Handelsgesetzbuches) 14. Jndossamentsverbindlichkeiten aus wetterbegebenen Wechseln. 15. In den Passiven sind enthalten: , , t , . - , „. , a) Verbindlichkeiten gegenüber dem Gewäbrverband (emschlteßuch der Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und weiterbegebenen Wechseln) ........ b) Gesnmtverpflichtungen nach § 11 Abs. 1 KWG. (Passiva 1, 2 und 3)............................ c) Gesmntverpflichtungen nach § 16 KWG. (Passiva 2 und 3) ... 16. Gesamtes haftendes Eigenkapital nach § 11 Abs. 2 KWG. a) tatsächlich vorhandenes Eigenkapital (bei nicht öffentlichen Sparkassen: Passiva 7 abzüglich des aus freien Rücklagen zu deckenden Reinverlustes Aktiva 17) ....................... b) Zuschlag auf Grund der Haftung des Gewährverbandes tagsüber fofort gesucht. 2263D Bahn 'Qfstr. 68 H. Verlobungs-Anzeigen bei Brühl. Schulstr.7 [Stellengesuche] Tüchtige (WB mit guten Zeugnissen sucht zum 15. April LtsOang im Haushalt. Schr.Angeb.unt. 01628 a.d. Gieß. Anzeiger erbet. Verkäufe WKW 13/50-W- CM.-LiM. 4-5sitz., steuerfr., sehr gut erhalt., billig zu verkauf. Medebach Marb. Str. 22. DKW. 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Schulstr.7 Nr.8K Srodtes Blatt Gießener Anzeiqer (General-Anzeiger für Oberhessen) Dienstag, 5.2Ipril 1938 Neue Reichsanleihe Über 13ntlliari>e Reichsmark Zeichnungsfrist vom l». April bis 4. Mai. Berlin, 4. April. (DNB.) Zur Fortführung der von der Reichsregierung übernommenen Aufgaben begibt das Deutsche Reich eine Milliarde NM. 4'/2prozentige auslosbare Reich s- schatzanmeifungen von 1938, II. Folge. Die Schatzanweisungen werden spätestens in 20 Jahren fällig. Je ein Sechstel des gesamten Betrages der Schatzanweisungen wird zum 1. April der Jahre 1953 bis 1958 nach vorangegangener Verlosung zum Nennwert zurückgezahlt werden, so daß die durchschnittliche Laufzeit sich auf 17 Jahre errechnet. Das Reich behält sich jedoch die Kündigung aller Schatzanweisungen dieser Folge oder von Teilen der Schatzanweisungen dieser Folge nach Ablauf von fünf Jahren vor. Der Zinslauf beginnt am 1. April 1938. Von dem Gesamtbetrag dieser Emission sind b;reits25OMillionenRM. fest gezeich- n ? t worden. Die verbleibenden 750 Millionen-RM. werden durch das unter Führung der Reichsbank sichende Anleihekonsortium, das durch Aufnahme österreichischer Geldinstitute erweitert worden ist zum Kurse von 98% d. 5). zur öffentlichen Zechnung in der Zeit vom 19. April bis 4. Mai 19i8 aufgelegt. )ie Einzahlungen durch die Zeichner auf die zugeteilten Schatzanweisungen verteilen sich auf die Zeit vom 13. Mai bis 24. Juni 1938, und zwar sin> 4 0 v. H. am 13. Mai und je 20 v. H. am 27Mai, 10. Juni und 24. Juni 1938 zu entrichten. Frihere Zahlungen sind zulässig. Die neuen Reichs- fchtzanweisungen sind m ü n d e l s.i che r. Ihre St.cke sind bei der Reichsbank lombardfähig. Dic Schatzanweisungen können auf Antrag in das Reichsschuldbuch eingetragen ' roerben; einZahingehender Antrag kann sofort bei der Zeich- nmg gestellt werden. Die Reitungsiai des „Wilhelm Gustloff". Einholung derausAfrika heimkehrenden KdF.-Flotte. Ai B o r d des „W i l h e l m G u st l o f f", 4. Aril. (DNB.) lieber die bereits gemeldete Ret- t u rg s a k t i o n des „Wilhelm Gustloff", der dem in Seenot geratenen englischen Dampfer „P e g a - zur Hilfe eilte, berichtete ein- an Bord des KdF- Schiffes befindlicher Sonderberichterstatter nähre Einzelheiten: Kapitän Lübbe ließ zunächst ein tuberboot klar machen. Jeboch ber hohe See- ganNnachte es unmöglich, an ben Englänber heran- zukoimen. Darauf würbe ein Motorboot unter Führng bes zweiten Offiziers ausgesetzt, bas ben mit mem Leck treibenben Dampfer erreichte. Die „Pegway" hatte starke Schlagseite nach Backborb. Das ilotorboot übernahm bie ganze Besatzung: 18 Matrsen und ben Kapitän. Der Bergungsbampfer, der in „Pegaway" abschleppen wollte, sah bald darai keine Möglichkeit mehr, sich des Schiffes an- zunelnen. Es war bereits untergegangen, lieber ihre lufnahme an Bord des „Wilhelm Gustloff" habet sich die Engländer sehr zufrieden geäußet Bor allem waren sie erfreut über die ihnen zugeresenen Kabinen, die sie zuerst für Kabinen 1. Klce hielten, da ihnen^der Zweck und die Aufgabe )es KdF.-Schiffes unbekannt waren. Dem Kapiin des „Wilhelm Gustloff" sind von einigen in de Nähe kreuzenden englischen Schiffen Glück- wünse zu dem mutigen Einsatz der Rettungs- mamchaft zugefUnkt worden. Sicen Meilen südwestlich vom Terschelling- Feuechiff fand am Montag die feierliche Begrüßungier von der Tripolisfahrt heimkehrenden b F. -Flotte, bestehend aus den Schiffen „Der deutsche", „Sierra Cordoba" und „Oceana", durch das neue KdF.-Schiff „Wilhelm Gustloff" statt. )ie Begegnung von rund 4000 deutschen Arbeitern und Arbeiterinnen auf hoher See war ein unvergeßliches Erlebnis Die mehr als 1000 Urlauber an Bord des „Wilhelm Gustloff" hatten eine wenn auch teilweise stürmische, so doch herrliche Fahrt hinter sich, als nach der aufregenden Rettung ber englischen Matrosen bie Begegnung mit ber aus dem Mittelmeer zurückkehrenben KbF.-Flotte erfolgte. Die heimkehrenben KbF.-Schiffe hatten ebenso wie ber „Wilhelm Gustloff" über bie Toppen geflaggt. Mit lautem Sirenengeheul würben sie vom „Wilhelm Gustloff" begrüßt, ber Hakenkreuzflaggen in bie Luft geschossen unb bas Signal „Gute Reise" gesetzt hatte. Hüben unb brüben setzte ein begeistertes Winken unb Sieg-Heil-Rufen ein. Der „Wilhelm Gustloff" setzte sich an bie Spitze der stolzen Heimfahrt ber 4000 beutschen Arbeiter, bie in Afrika, im Mittelmeer unb auf ber Norbsee unvergeßlich schöne Tage erlebten unb babei ben Gebauten ber nationalsozialistischen Volksgemeinschaft tiefinnerst empfunben haben. Sie finb bie glücklichsten Arbeiter ber Welt, glücklich geworben burch bas soziale Aufbauwerk Abolf Hitlers unb seines Mitarbeiters Dr. Robert Ley. Die Reichsbahn vergibt für 45 Mill onen Schilling Aufträge an dieösterre.chifche Lnoustrie Wien, 4. April. (DNB.) Nach Mitteilung ber Abwicklungsstelle Oesterreich bes Reichsverkehrs- mlnisteriums wirb bie Deutsche Reichsbahn zur Wieberbelebung ber österreichischen Wirtschaft sofort Aufträge in Höhe von 45 Millionen Schilling an bie Fahrzeuginbu- ft r i e in Wien unb in Graz vergeben. Allein die Waggonfabrik in Graz wirb in ber Lage sein, zur Ausführung bieser Aufträge etwa 6 0 0 A r - beiter neu e i n z u st e l l e n. Außerbem wirb bie Deutsche Reichsbahn für bie Fahrzeugpflege 1 6 0 0 Arbeiter neu in ihren eigenen Betrieb ein ft eilen können. Ein Bauwerk -es Führers. Seit ber Machtübernahme würben über 600 Brücken für Straßen erneuert unb über 3400 Straßenbrücken erbaut. Dieses ist nur ein Bruchteil bes heimischen Aufbauwerkes des Führers. Bekenne Dich zu ihm und seinem Werk am 10. April mit Deinem Ja! | Hessen-Nassaus Landwirtschaft im Ausstieg NSG. 1 019 000 Hektar Land vor der Z w a n g 5 • Versteigerung! Das war der Stand vor der Machtübernahme. — Schon 14 Tage nach der, Uebernahme der Macht durch ben Nationalsozialis« mus mürbe bie Verorbnung erlassen, bie bie Zwangsvollstreckungen oerhinberte. Damit war ber Anfang zur Neuformung unb Rettung bes Bauerntums gegeben. Allein aus ber Erkenntnis, daß bas gefunbe Bauerntum bie Grunblage bes Volkes unb Staates ist, konnte bie Rettung kommen. Das Bauerntum würbe als ber lebenserneuernbe Blutquell ber Nation eine tragenbe Säule der Dolkskraft im beutschen Aufbauwerk. Am 1. Oktober 1936 waren runb 700 000 Betriebe mit 45 v. H. ber lanb- unb forstwirtschaftlich genutzten Fläche a l s Erbhöfe eingetragen. Daburch würbe ber Kern ber deutschen Landwirtschaft für immer den Einflüssen ber Bobenspekulation entzogen. Im Rahmen des Gesamtaufbaues der Landwirtschaft hat die Landesbauernschaft Hessen-Nassau die Brotgetreideemte während der letzten drei Jahre von 229 253 auf 318 313 Tonnen, die Gesamtbuttererzeugung von 8340 auf 11300 Tonnen und den Schweinebestand von 188 355 auf 217 253 ge- steigert. Eine wichtige Maßnahme auf dem Gebiet der Erzeugungsschlacht im Gau Hesfen-Nassau ist die Sicherung der wirtschaftseigenen Futter e r z e u g u n g. Sie wurde durch Einführung des Zry^ifchenfruchtbaues unb die Errichtung von zweckentsprechenden Einsäuerungsanlagen erweitert. Die Grünfuttergärbehälter sind seit 1933 um das Fünffache gestiegen. In fast keinem Dorf Hessen-Nassaus fehlt heute der Kar- toffeleinfäuerungssehälter. Es gibt heute bereits 13 9 Dämpfkolonnen, während in 1934 davon erst zwei vorhanden waren. Ohne Verminderung der Getreideanbaufläche wurden der Hackfruchtbau verstärkt unb die Kartoffelerträge durch den Anbau, leistungsfähiger Futterkartoffeln erhöht. Da die Futtergrundlage die Voraussetzung für die Viehhaltung ist, wurde bei dem Rasseverteilungsplan auf die wirtschaftseigene Futtergrundlage in zweckmäßiger Form Rücksicht genommen. Die durchschnittliche' Leistung der ganzjährigen kontrollierten Kühe wurde innerhalb der letzten drei Jahre bei Milch um 100 Kilogramm und bei Fett um 6,44 Kilogramm je Kuh unb Jahr gesteigert. Die Anbaufläche von Flachs wurde seit 1933 von 16 auf 1200 Hektar gesteigert, also 75fach vermehrt. Der Gau Hessen-Nassau besitzt in Stockheim die modernste Flachsröste Europas, die die von 32 000 Anbauern anfallende Menge Strohflachs in drei Monaten abnebmen kann. Außer dieser außerordentlichen Steigerung der landwirtschaftlichen Produktion hat der Gau Hessen-Nassau durch seine vorbildliche Arbeit in ber Landeskult u.r das Bauerntum weiter festigen unb stärken können. Kleine politische Nachrichten. Korpsführer Hühnlein und der Generalinspektor für das Straßenwesen, Dr. Todt, weilten in den Steyrwerken. Dabei wies Korpsführer Hühnlein darauf hin, baß bereits jetzt burch bie ben Steyrwerken gegebenen Aufträge über 1000 Arbeiter hätten neu eingestellt werben können, benen noch weitere Taufende folgen würben. Generalinspektor Dr. Tobt teilte mit, baß bereits am nächsten Donnerstag der erste Spatenstich für die Reichsautobahn von Salzburg nach Wien bei Salzburg getan werde. * Nach der Verordnung über bie Einführung sozialrechtlicher Vorschriften im ßanbe Oesterreich vom 26. März 1938 wirb für bas Lanb Oesterreich ein Reichstreuhänder ber Arbeit mit dem Sitz in Wien bestellt. Der Reichsarbeitsminister hat den Reichsstatthalter in Oesterreich vorläufig mit ber Wahrung ber Geschäfte bes Reichstreuhänders beauftragt. „Wir haben es damals geschafft." Männer aus dem Kerker — Männer an der Arbeit. 2>n unserem aus eine Äeutschlandreise entsandten Sonderberichterstatter Heinz Otto. Friebrichshafen, im April 1938. Itri liegt hinter uns. Der Kraftwagen rollt auf ber ein erst fertig geworbenen Reichsftraße zum Arlbei Doch der Wettergott hat uns einen Strich durch ifere Rechnung gemacht. Der Arlbergpaß ist tief vschneit. Der Föhn, der über die Berge heult, ringt Lawinengefahr, so daß wir in St. Antonen Wagen verladen müssen, um durch den zehn Someter langen Tunnel mit der Eisenbahn nach Ingen zu fahren. Dann geht es weiter nach Brengz durch die mondhelle Nacht. Wirommen in Bregenz gerade zurecht, um tn eim SA.-Lokal zusammen mit ben Vorarlberger S-Männern bie Uebertragung ber Rebe von Dr. Ebbels aus Wien zu hören. Nachher sitzen wir ch stunbenlang zusammen. Diese Männer Haden > viel zu erzählen, baß eine Nacht gar nicht ausreii. um ihnen zuzuhören. Aus ber Zeit ber Konzerationslager, aus ber Zeit ber Illegalität unb bl Kampfes erzählen sie, unb nicht einer ist unter nen, ber nicht im Kerker ober im Lager gefefferiätte. Der Kreisleiter faß zwei Jahre in Wöllervrf, anbere Kameraben faßen im Kaiser- Steinbö), in ben Gefängnissen in Innsbruck unb Wien. „Abeieldst im Lager haben wir unsere Arbeit niter fortgeführt", so erzählt einer ber Karaben, „wir hatten im Lager Kaiser- Steindr» eine straffe Organisation, so als ob wir draußemnsere Stürme unb Standarten weiter geÄihrt itten nur eben, baß wir hinter Stachel- droht sah. Selbst eine Fahne hatten mir, bie auch eines schm Tages auf unsere Baracke aufgezogen würbe. 2 einer Konservenbüchse, in ber angeblich Pflaumeimpott war, haben wir bie Fahne ins Lagi schmuggeln können. Die Wachmänner haben scke Gesichter gemacht, als eines Morgens auf der iracke 18 bie Hakenkreuzfahne flatterte. Einmal ben wir sogar einen kleinen Rabioappa- rat mit 'pfhörern in einer großen Homgbuchse ins Lagechaffen können." Die K'erabschast in unserem Lager war so vorbildlich d selbst die Wachmannschaften unter Dem Eindruck ferer Disziplin und Kameradschaft standen. Als ir damals in den Hungerstreik traten, um enülicherauszukSmmen, und über 200 Same» raben* auf Bahren hinausgetragen werben mußten, um ins Spital eingeliefert zu werben, ba haben 30 Männer von ber Bewachung sich zur Abrüstung gemelbet unb ihre Posten zur Verfügung gestellt. Sie sehen, es gab auch auf ber anberen Seite an- ftänbige Kerle, welche bie Schinberei nicht mit- machen wollten." „Wir haben es bamals geschafft, herauszukom- men. Allerbings waren bie meisten von uns halb wieber eingesperrt. Manch einer barunter sogar lebenslänglich. Aber selbst solche Urteile haben wir hingenommen, ohne mit ber Wimper zu zucken, benn wir wußten ja, baß ber Führer uns nicht vergessen würbe. Lebenslänglich, baran haben wir nie' geglaubt, im Höchstfälle ,regierungslänglich', so haben mir damals gesagt." Jeder zehnte Mann im Kreise Bregenz mar eingesperrt, selbst Frauen und Kinder wurden nicht verschont von der Verfolgung, und doch hat man heute schon, kaum zwei Wochen nach dem Umschwung, diese Zeit fast vergessen. Als ich am anderen Vormittag auf der Geschäftsstelle der Kreisleitung sitze, da bin ich nicht unter rachedurstigen Landsknechten, sondern unter Männern, die mit ungebrochenem Einsatz an dem friedlichen Aufbau des neuen Landes Oesterreich arbeiten. Es ist ein ständiges Kommen und Gehen. In dem Treppenhaus, in den Warteräumen sitzen Arbeiterfrauen, bie voll Vertrauen zur Partei gekommen finb, um ihre Sorgen unb Nöte vorzubringen. Nach Möglichkeit wirb auch jebem ber ba kommt, geholfen. Es ist falsch, zu glauben, baß bie vielen Männer unb Frauen Oesterreichs, bie sich früher nicht zum Nationalsozialismus bekannten, unb bie heute offen ihr Bekenntnis zum Führer ablegen, bies lebiglich aus Zweckmäßigkeit täten. Die letzten Tage, in benen ungehinbert bie Nachrichten aus bem Reich nach Oesterreich hineinkommen konnten, haben biefen Menschen bie Augen geöffnet. Sie haben erkannt, baß man sie jahrelang belogen unb betrogen hat. Wenn sie sich heute zum Dritten Reich bekennen, so ist bas ehrlich unb in voller Ueberzeugung. Jetzt, ba bie Grenzen verschrvunben finb unb sich jeder ungehinbert selbst überzeugen kann von bem, was im Dritten Reich an Aufbauarbeit geleistet wurde, gibt es keine Zweifel mehr. Man weiß, baß jetzt auch Oesterreich in ben großen Arbeitsprozeß, ber Deutschland völlig umgewandelt hat, mit einbezvgen ist. * Gerade an dieser Südwestecke des Deutschen Reiches ist der Gegensatz zwischen bem Zustanb bes ehemaligen Oesterreich unb bem beutschen Reichsgebiet besvnbers augenfällig. Wenn man, von Bregenz fommenb, über bie alte Lanbesgrenze am Bo- benfee entlang über Linbau nach Friebrichshafen fährt, so sieht man fast alle hunbert Meter bie Zeichen bes Aufbaues: Ueberall neue Sieblungen unb Häuser. In ben Fabriken wirb gearbeitet. Es gibt kein Werk, bas nicht voll beschäftigt wäre. Besvnbers im Kreis Friebrichshafen zeigt sich ein wirtschaftliches Leben, bas alle Vorstellungen übertrifft. Allein bie Einwohnerzahl ber Stabt Friebrichshafen stieg von 13 200 im Jahre 1932 auf 23 300 im Jahre 1937. Sieblungen entstauben rings um bie Stabt, so bas Zeppelinborf, bie Dorniersieblung, Löwental, Reute unb Meckebeuren, um nur bie wichtigsten zu nennen. Auch ber Frembenzu- ft r o m nach Friebrichshafen hat alle Erwartungen übertroffen. In ben Jahren vor 1933, ba bie allgemeine Wirtschaftslage im Reich bas Reisen kaum möglich machte, war kaum ein Frembenverkehr zu verzeichnen. Im Jahr 1937 bagegen besuchten 1,7 Millionen Touristen unb Reisenbe Friebrichshafen. Es ist verstänblich, baß sich ein so großer Zustrom von Fremben auf bie ganze Wirtschaftslage ber Stabt ausgewirkt hat. Die Absatzmöglichkeiten, bie bie württembergischen Bauern in ben letzten Jahren gefunben haben, haben es möglich gemacht, baß heute faft jeber Bauer bieses Gaues seinen eigenen Kraftwagen fährt. Die Gesamtzahl ber Kraftwagen in biefem Gebiet hat sich infolge ber bie Motorisierung anfurbelnben Maßnahmen bes Führers mehr als verdreifacht, bas sei nur am Raube bemerkt. * Dor ben Toren ber Stabt Friebrichshafen erheben sich bie beiden mächtigen Hallen der Lu ft- schiff wer ft. Hier steht die Wiege des deutschen Luftschiffbaues. Schon am Eingang des Werkes hört man das Dröhnen der Niethämmer aus den Sveuglerwerkstätteu, die zur Luftschiffwerft gehören. Ein Werkmeister, der schon über 25 Jahre hier auf der Werft arbeitet, führt mich stolz in die große Montagehalle, in der das jüngste Luftschiff LZ 13 0 seiner Vollendung entgegengebt. Es ist ein überwältigender Anblick, den ber Besucher hat, wenn er durch eine der kleinen Seiten- türen in die riesige, über 200 Meter lange und über 50 Meter hohe Halle tritt, in der das teilweise schon überspannte Gerippe des JLZ 130 wie ein ur- weltliches Ungetüm liegt. Die vielen Arbeiter unb Handwerker, bie an seiner Vollenbung arbeiten, verlieren sich völlig in bem Gewirr von Drähten unb Streben, so baß man zunächst annimmt, baß kein Mensch in ber riesigen Halle arbeite, unb boch sinb es nahezu 200 Männer, bie hier schaffen. „Ich habe hier schon unter bem Grafen Zeppelin an bem ersten Luftschiff, bas von ihm konstruiert war, mitgebaut, unb seitdem bin ich ununterbrochen auf ber Werft", so berichtet mein Führer. „Die meisten von meinen Arbeitskameraden hier sinb schon Jahre babei. Viele so wie ich über 25 Jahre. Wir haben immer ganz gut zu tun gehabt, aber es war boch kein sehr befriebigenbes Gefühl, oa man ja niemals wußte, ob bas Schiff, an dem wir gerade bauten, nicht bas Letzte sein würbe. Wer hat bamals schon vor 1933 bei uns ein Luftschiff bestellen können? Heute ist bas anbers. Die großzügige Aufbauarbeit auf bem Gebiet bes beutschen Weltverkehrs, wie sie im Dritten Reich geleistet würbe, gibt uns bie Zuversicht, baß wir auf Jahre hinaus Weiterarbeiten können." Der Werkmeister führt mich unter bem langen Rumpf hinburch bis zum Heck bes Schiffes. Dort oben arbeiten in schwinbelnber Höhe auf langen Leitern zwei Männer an ber Verspannung. „Die beiben ba oben", so erklärte ber Werkmeister, „sind gelernte Schneider, aber die müssen schon etwas mehr können, als mit gekreuzten Beinen auf dem Tisch sitzen, die müssen beinahe Artisten sein, wenn sie ba oben in 30 Meter Höhe bie Verspannung befestigen. Das sinb eben auch befonbeje Schneider." Aus den Worten dieses Mannes und seiner Arbeitskameraden spricht immer wieder ber Stolz jebes einzelnen, Mitarbeiter an bem großen Werk zu sein. Keiner von ihnen fühlt sich nur als Hanblanger ober Hilfsarbeiter, wenn er es auch bem äußeren Anschein nach ist: benn jeber von bie- sen Männern weiß, baß vielleicht gerabe an seinem Stück Arbeit, bas er an bem großen Werk tut, an bem Teil ber Verspannung, an bem Niet ober an ber Schraube, bie er einzieht, bas Leben ber ganzen Luftschiffbesatzung hängen kann. Auch ber kleinste Fehler, ber hier bei ber Montage gemacht wirb, kann sich furchtbar auswirken. Das weiß jebermann, unb deshalb kommen keine Fehler vor. Denn jeder einzelne fühlt sich verantwortlich für das Gesamtwert. — Unb bieses Gefühl ber Verantwortlichkeit ist zugleich ein Gefühl ber 23erbunbenhoA bem Volke gegenüber, für besten Größe unb Ruhm auch dieses Werk geschaffen wird.,. Natur. Wirtschaft Frankfurt a. M. 4.4. Dalum 4-4. 2.4. 4.4. 99,8 115 100 Kokswerke und Chemische Fabrik 7 139,4 183,5 Retchrbank 12 151,5 151,5 26.7 I 26,75 Devisenmarkt Berlin — Jrantfurl a. Hl. 102,1 99,5 Schlub- kurS 144 148 163 121,25 101,65 111,4 138 75,75 76,75 131,9 245 143,5 148 164 120,75 172 222 148,75 143,75 250,5 175 125 145,65 159,75 140,5 149,65 148 147,5 109 121,5 125,75 116,75 140,5 232 149 126,25 154,5 183 0,723 5,706 62,27 11,25 63,84 57,23 8,709 2,496 143,5 147 164 121 172 Ji 222,5 148,5 144 250 175,13 145,5 160,75 141,25 149,75 149,5 48,75 172,5 115 163 146,5 108,75 121,75 126 117 140,25 232 148,5 126,13 217,75 111,5 101,75 108,75 0,723 5,706 62,29 11,255 63,87 57^26 8,709 2,496 0,721 5,694 62,15 11,23 63,72 57,11 8,691 2,492 218 111,65 100,25 109,25 222,5 147,75 122,75 144 176,25 124,65 161,25 142 150,4 149,5 49,18 173 115 163,25 162 146,5 108,75 122 159.75 127 117,_ 140,25 113,25 231,75 130 148,5 125,75 155 184 98,65 206,4 217,75 111,25 101,9 108,75 151,25 26,75 200 129,4 116,75 126,75 118,5 Schluß!. Mittag» börse mit Ab- Schlußk. Abend- börie 103,75 101 100,9 100,1 133 14 . 6 . 0 8 . 5 .. 7 6 12 6 Vs . 4 . B ,. 9 10 ,./6 7 . 7 6 .. 7 . 6 0 ey, sy, .. 8 >. 6 .. 6 .. 4 4y, ver- rvir der 0,721 5,694 62,17 11.235 63,75 57,14 8,691 2,492 Japan Jugoslawien C«lo ..... ölen Lissabon.... Studbolm .. Schweiz.... Spanten.... Prag...... Budapest... Neuyork.... Lahmeyer ................ Mainkraft Mannesmann Mansselder Bergbau Metallgeiellschaft........... Crenitein & Koppel ...... Rheinische Braunkohle...... Rheinische Elektro Rhcinltahlwcrke............ Rheintsch-Westsälische Elektro RütgerSwcrke ............. Salzdetfurth Kalt.......... Schlickert & Co............. Schultheis Patzenhofer...... Siemens L Halske..... Süddeutsche Zucker......... Bereinigte Stahlwerke Westdeutsche Kaushos....... Westeregeln Alkalt.....••••< Zellstoff Waldhof.......... Olavi Minen.............. 4-April Atttlickie Notierung W I Bries . ii 4 4K 7 .. 6 ,. 0 . 12 .. 6 .. 6 .. 6 .. 7 .. 6 7 ,. 4 .. e . 10 4y» .. 0 .. 4 .. 6 . 0,6 Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. . Reichsbankdiskont 4 v. H., Lombardzinsfuß 5 v. H. Das größte Kunstwerk der Natur Die seltsame .Stufenleiter" des Sehens. Don Dr. H. Woltereck. Berliner Handelsgesellschaft . Commerz- und Privat-Bant ... 6 Deutsche Diskonto..... ......6 Dresdner Bank.............. 4 Accumulatoren-Fabrik.... Aichafscnburg Zellstoff.... Bemberg.............. Bekula Buderus Eilen.......... Gement Heidelberg....... Cement Karlstadt ....... Conti Kum int........... Daimler Motoren Dessauer Gas........4.. Deutsche Erdöl...... Deutsche Gold- und Silber Deutsche Linoleum....... Elektrische Lieferungen.... Elektrische Licht und Kraft. I. G. Farben-Jndustrie ... Hellen & Guilleaume Geöfürel................ Th. Goldschmidt......... Gritzner Ptaschtnen Haroener............... Hoesch Eilen Philipp Hvlzmanu Ilse Bergbau............ Ilse Genüsse............ Kalt Aschersleben Klöcknerwerke ........... 222 148,9 122,9 143,75 175,4 • 125 145,75; 160 140,9 149,75 148,73 49,13 173 115 163,5 162,5 147,5 109 121,5 159,25 126,4 117 153.25 140,5 114 231 131 148,75 126,9 154,75 166 99,4 207,5 21t,75 111,25 100,75 109 151,5 26.5 A.G. für Verkehrswesen .... Oft Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0 Hamburg-Amerika Paket......0 Norddeutscher Lloyd..........0 Deutsche Reichsbahn Borz.-Akt. 7 Mein-Mainische Börse. Miltagsbürse freundlich. Frankfurt a. M., 4. April. Die Börse hatte überaus ruhigen Wochenbeginn. Obwohl eine Reihe sehr günstiger Abschlüsse vorlag, ging von ihnen kaum eine Anregung auf die Geschäftstätigkeit aus. Der Auftragseingang aus dem Publikum war sehr klein und nur auf einzelne Spezialwerte beschränkt. Bei fester Grundtendenz ergaben sich an den Aktienmärkten vorwiegend Erhöhungen bis 1 v. S). Etwas regere Umsätze hatten am Chemiemarkt IG. Farben mit 160,75 (159,75), fest lagen Goldschmidt mit 149,25 (148), dagegen bröckelten Scheideanstalt auf 250 (250,50) ab. Maschinen- und Motorenwerke lagen sehr ruhig, schwächer Rheinmetall mit 142,75 (143,75), Demag unverändert 154,75, BMW. unverändert 159,50, Adlerwerke vom Abschluß nur wenig berührt mit 123,50 (123). Am überlegen, daß es die Nähe und die Ferne gleich scharf abbildet. Diese Eigenschaft der Augenlinse, die Krümmung ihrer Vorderfläche in Sekundenschnelle je nach den „optischen Bedürfnissen" ändern zu können, ist ein Vorzug der elastischen, lebenden Substanz vor der starren Glaslinse, der alle die kleinen Nachteile, von denen wir sprachen, bei weitem aufwiegt. Wie das Auge gebaut ist. Vor kurzem hat sich ein weiterer Beweis für die allen technischen Konstruktionen weit überlegene „Güte" unseres Auges ergeben — und dieser Beweis betrifft die vielleicht imponierendste von den wunderbaren Eigenschaften dieses Meisterwerks der Natur. Die Physiker und die Physiologen haben nämlich festgestellt, daß unser Auge gam nach den physikalischen Gesetzen des Lichtstrahls „konstruiert' ist. Vor wenigen Jahrzehnten hat der große deutsche Physiker Geheimrat Planck die Theorie ausgestellt, daß die Lichtstrahlen aus kleinsten Energie- teilchen bestehen, die wie winzige Wurfgeschosse unser Auge treffen. Die Gelehrten haben nun ausgerechnet, wieviel solche „Lichtquanten", wie Das Auge in der Bauchhaut. Wenn wir also das „Fabrikationsgeheimnis" des Augen nicht zu lösen vermögen und es wohl nie lösen werden, so können wir doch wenigstens die Natur bei einigen ihrer „Herstellungsverfahren" beobachten. Die moderne Biologie kann uns da vieles sagen. Sie kennt eine ganze Stufenleiter des Auges von den sogenannten Augenflecken über die verschiedenen Formen der lichtempfindenden, aber nicht Bilder entwerfenden Sehorgane niederer Tiere bis zum Linsenauge des Menschen — dem edelsten Organ des höchstentwickelten Bewohners dieser Erde. Als wenn die Natur mit verschiedenen Lösungen hätte experimentieren wollen, die sie immer wieder durch andere, noch bessere ersetzte, so finden mir alle überhaupt nur denkbaren Formen eines lichtempfindlichen Organs im Tierreich vertreten. Da gibt es primitive Einzeller, deren Augen nur den Lichteinfall als solchen verzeichnen, da sind Augen, die nach dem Camera- obsciira-Prinzip ohne Linse arbeiten und immerhin schon in einigen Fällen bildmäßige Eindrücke erzeugen. Dann wieder versucht es die Natur mit einem ungeheuer komplizierten Gebilde: dem aus zahllosen Linsen zusammengesetzten Insekten- äuge. Durch Versuche und sogar photographische Aufnahmen der letzten Zeit hat man nachgewiesen, daß diese allzu vielen Linsen der Jnsektenaugen nur ein ausgesprochen unscharfes Bild erzeugen, das allerdings für die Bedürfnisse dieser Tiere völlig genügt. Auch sonst ist speziell die Linsenbildung im Tierreich in den verschiedensten Formen verbreitet, wir finden sie selbst bei Würmern und anderen niederen Lebewesen, wir finden sie manchmal an den merkwürdigsten Stellen, wie auf dem Rücken oder am Bauch der Tiere. Eine neue und recht seltsame Tatsache gehört hierher: es ist die erst kürzlich gelungene Feststellung, daß man bei Embryonen gewisser Amphibien, die normalerweise die beiden üblichen Augen am Kopfe besitzen, durch entsprechende „Operationen" Augenlinsen an allen möglichen Stellen des Körpers künstlich Hervorrufen kann. Man pflanzte bei diesen Experimenten ein entsprechendes Stück der zukünftigen Augenanlaqe unter die Haut des Embryos — ja, es ist Professor Holts re ter so- gar gelungen, eine Linsenbildung in der Bauchhaut eines Molches zu erreichen, indem er das abgetötete Leber- oder Herzgewebe eines Salamanderembryos dorthin verpflanzte! Die Natur kann also die embryonale Haut eines solchen Tieres zur Bildung einer Augenanlage auch an ganz „falschen" Stellen bringen, wenn ein entsprechender Reiz einwirkt — gewiß eine höchst seltsame und interessante Tatsache, die einen Beweis dafür liefert, wie fundamental die Idee des Sehens in der lebendigen Substanz verankert ist. Ist die Kamera überlegen? das die Physiker nennen, wohl nötig sind, um gerade noch die Sinneszellen der Netzhaut zu erregen. Sie entdeckten, daß ein Lichtquant bereits die Lichtempfindung hervorzurufen vermag — das ist also die „theoretische Gipfelleistung", da es ja eine geringere Lichtmenge als ein Lichtquant nicht geben kann. Diese neu entdeckte Tatsache ist von weit- tragender Bedeutung: sie zeigt uns nämlich, daß unser Organismus in einer geradezu fabelhaften Weise in die gesamte belebte und unbelebte Natur eingeordnet ist. Das Auge scheint gewissermaßen nach einem höheren Plane den physikalischen Eigenschaften des Lichtes von vornherein angepaßt zu sein: die Netzhaut ist direkt für die einzelnen Lichtquanten eingerichtet und hätte gar nicht zweckmäßiger und empfindlicher gebaut werden können. Je tiefer die moderne Wissenschaft in die Geheimnisse des Baues und der Funktionen unseres Auges eindringt, desto größer wird ihre Bewunderung vor dieser unnachahmlichen Leistung der Natur. Und in der Tat gibt es ja kein Organ, das an Bedeutung dem Auge gleichgestellt werden könnte. In Bildern sehen, in Bildern erleben und behalten wir die Welt, hundertmal wichtiger als Hören, Riechen und Schmecken ist für das Erfassen aller Dinge, die uns umgeben, das Auge. So ist es wirklich berechtigt, dieses mit fast absoluter Vollkommenheit „konstruierte", mit der Großhirnrinde und damit dem Sitz aller seelisch-geistigen Empfindungen — bundene Organ als das zu bezeichnen, was eingangs sagten: als das größte Kunstwerk AG.Buderussche Eisenwerke, Wehlar. Fwd. Die Aufsichtsratssitzung der AG. Bude- rus'sche Eisenwerke in Wetzlar am 4. April genehmigte den Jahresabschluß für das Geschäftsjahr 1937. Nach gegenüber dem Vorjahr um 788 000 Reichsmark erhöhten Abschreibungen von insgesamt 2 721000 RM., einer Zuweisung zur Unter» stützungsrücklage von 250 000 RM. (0,3 Mill. RM.) uni) zur Rücklage für Werkserneuerung von 1 Million RM. (i. V. 0,5 neue Dierjahresplanrücklage), verbleibt ein Reingewinn von 1223 502 RM., aus welchem die Verteilung einer Dividende von wieder 5 v. H. (auf das Grundkapital von 26 Mill. W.) der am 25. Mai 1938 stattfindenden Hauptversamm- 24. 245,5 144 147,25 164 121,25 lung vorgeschlagen werden soll. Wenn die Verwaltung sich entschlossen hat, bei reichlich bemessenen Abschreibungen bei dem vor- jährigen Dividendensatz zu bleibön, so war hierfür maßgebend, daß der Gesellschaft in den nächsten Jahren aus ihrer Mitarbeit am Vierjahresplan er- hedliche Aufgaben bevorstehen. Diese werden sich in erster Linie auf weitere Untersuchungen in ihren Eisensteinfeldern, sowie den Ausbau ihrer Gruben erstrecken. Sodann ist die Modernisierung und Erweiterung ihrer beiden Hochofenwerke Oberscheld bei Dillenburg und Sophienhütte bei, Wetzlar notwendig geworden. Die Erhaltung der Leistungsfähigkeit der Gießereien, sowie deren teilweise Umstellung auf andere Erzeugnisse erfordern ebenfalls entsprechend hohe Investierungen. Mit der Durchführung dieses umfangreichen Programms ist be- reite begonnen. Es wird sich auf eine Reihe von Jahren erstrecken. Die für die ersten Bauabschnitte benötigten Mittel stehen bereit. Die Beschäftigung im ersten Vierteljahr 1938 bewegte sich ungefähr im Rahmen des Vorjahres. Der vorliegende Auftragsbestand reicht für mehrere Monate. Adam Opel AG , Rüsselsheim. Fwd. Die Adam Opel AG. in Rüsselsheim berichtet über ein erfolgreiches Geschäftsjahr 1937. Die Automobilindustrie insgesamt nahm an dem unaufhaltsamen Fortschritt der 1933 eingeleiteten Aufwärtsbewegung der deutschen Industrie teil und steigerte ihre Erzeugung um H v. H. im letzten Jahre. Die Opel-Erzeugung verzeichnet eine Steigerung um 7,8 v. H. auf 130 267 Kraftwagen, wobei das noch im Aufbau begriffene Werk Brandenburg mit 21,6 v. H. (17 337 Wagen) beteiligt war, wahrend Rüsselsheim auf 112 930 Wagen kam und damit die Erzeugung um 5,9 v. H. erhöhte. Der In- landsverkauf hat zwar einen Rückgang um 9 v. H. erfahren, doch ist der Jnlandsumsatz infolge der steigenden Aufnahmefähigkeit des Marktes für mittlere Preisklassenwagen insgesamt höher gewesen. Anderseits stieg der Verkauf im Ausland für Opel- roagen um 107,6 v. H. . Die Erfolgsrechnung zeigt einen Bruttoertrag von 113,29 (125,49) Mill. RM., daneben Zins- eingänge 4,05 (3,99), ao. Erträge 4,54 (6,0). Anderseits erforderten Löhne -und Gehälter 61,89 (50,86), soziale Abgaben 4,51 (3,90), Besitzsteuern vermindert 9,96 (11,71) und so Aufwendungen für Jubiläum und Sonderabschreibungen auf Materialbestände von 5,65. Rach 30,29 Abschreibungen für Anlagen verbleibt einschl. 1,81 (2,17) Vortrag ein Gewinn von 11,38 (22,11), woraus die HV. am 5. Mai eine Dividende von 8 (6) v. H., die Zuweisung von 6,3 Mill. RM. an die Rücklagen und den Vortrag von 300 000 RM. entgegennehmen soll. Für neue Anlagen wurden 26 (33) Mill. RM. verausgabt und damit seit der Machtübernahme für 101 gegen 40 Mill. RM. in dem Jahrfünft davor. Im ersten Vierteljahr 1938 waren beide Werke (Rüsselsheim und Brandenburg) voll beschäftigt: es liegen für die nächsten 6 Monate noch für die Vollbeschäftigung Aufträge aus dem In. und Auslande vor. Die Ausfuhr lag in den ersten drei Monaten um 77 v. H. höher, als in der gleichen Dorsahres- zeit. Das Verhältnis des Exports zum Inlands- absatz, das auf 34,2 (15,0) v. H. sich entwickelte, hat , sich inzwischen auf 49,5 v. H. erhöht. Infolge der , Wirtschaftsgesundung und der Einkommenskräfti- ; gung erhöhte sich die Quote der Barverkäufe von , Kraftwagen im letzten Jahre sehr beachtlich, gleichzeitig blieb das Kreditgeschäft weiterhin gesund. (199,50) ein. Am Rentenmarkt waren Altbesitz bei kleinem Bedarf etwas höher mit 133,13 (132,90). Kommunal-Umschuldung zunächst unverändert 96,30, im Verlaufe aber auf 96,20 rückläufig. Am Pfandbriefmarkt verblieb Nachfrage, wobei Goldpfand- tirie e weiterhin rationiert wurden, Liquidations- roer e lagen mäßig höher. Stadtanleihen notierten zumeist unverändert. Industrie-Obligationen lagen uneinheitlich bei kleinen Veränderungen. Die Aktienmärkte lagen auch im Verlaufe sehr still, die Kurse entwickelten sich weiterhin etwas uneinheitlich, doch blieb ein fester Grundton erhalten. Verhältnismäßig lebhaft blieben IG. Farben mit 161 bis 160,75 bis 161 nach 160,75, AEG. etwas höher mit 120,50 nach 120,13, ebenso Hoesch ntit 115,50 nach 115, dagegen Verein. Stahl 111,50 nach 111,75. Die später notierten Werte zeigten Abweichungen bis zu 1 v. H. nach beiden Seiten, Holzmann verloren gegen die Einheitsnotiz 2,25 v. H. auf 162,75. Von Bankaktien waren Dresdner weiter erhöht auf 118,50 (118), während Commerzbank und Deutsche Bank je 0,25 v. H. abbröckelten auf 116,75 bzw. 126,75. Abendbörfe still. Die Abendbörse war farblo's und verzeichnete auf allen Gebieten nur sehr kleines Geschäft. Der größte Teil der notierten Kurse lag gegen den Mittags- schluß unverändert: soweit Abweichungen eintraten, gingen sie kaum über 0,25 bis 0,50 v. H. hinaus. Nur Gesfürel ermäßigten sich um 1,13 v. H. auf 149,75 etwas stärker. Die Auflegung der neuen Reichsanleihe stößt angesichts der sehr flüssigen Geldlage auf einen günstigen Zeitpunkt, so daß ihr schon jetzt ein voller Erfolg beschieden. werden kann. ©dilufiL Abend- börie 4-4. Wenn man unser Auge mit der Optik eines erst- klassigen Photoapparates vergleicht, dann scheinen dessen Linsen — Triumph der Technik! — in der Tat besser zu sein, als das natürliche Linsensystem des Auges. So ist die Rundung der Horn- .haut keineswegs so exakt wie die einer Präzisionslinse, feinste Trübungen und Stäubchen werden fast in jedem Auge gesunden — alles Dinge, die in einem guten optischen System niemals Vorkommen. Oder ein anderer „Fehler": Wenn wir am Abend svazierengehen, dann erscheinen uns bekanntlich alle Lichter von weitem als strahlende Sterne mit unregelmäßigen Strahlenbündeln, obwohl diese Lampen ihr Licht ja durchaus gleichmäßig verteilen. Das erklärt sich aus der unregelmäßigen Lichtbrechung an der Oberfläche unseres.stets feuchten Auges, die sich erst bann störend bemerkbar macht, wenn sehr viel Licht auf einen sehr kleinen Teil Gründonnerstag und ftarfamsfag keine Abendbörfe. Fwd. Am Samstag vor Ostern, 16. Avril, bleiben die Börsenräume für jeden Verkehr geschlossen. An diesem Tage findet eine Lieferung nicht statt. Desgleichen fällt die Abendbörse am Donnerstag vor Ostern (Gründonnerstag), 14. April, aus. Frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. M., 4. April. Es notierten (Getreide je Tonne, alles übrige je 100 Kilogramm) in Reichsmark: Weizen W13 210 (am 30. März 211), W16 213 (214), W 19 217 (218), W20 219 (220); Roggen R 12 192 (193), R15 195 (196), R 18 199 (200), R 19 201 (202) Großhandelspreise der Mühlen der genannten Preisgebiete. Futtergerste, Futterhafer nicht notiert. Weizenmehl, Type» 812, W 13 29,50, W 16 29,60, W 19 29,60, W 20 29,95; Roggenmehl, Type 1150, R12 22,45, R15 22,80, R18 23,30, R19 23,50, plus 0,50 RM. Frachtausgleich. Weizenfuttermehl 13,60. Weizen- kleie W13 10,75, W16 10,90, W19 11,10, W20 11,20; Roggenkleie R 12 9,95, R 15 10,15, R 18 10,40, R19 10,50, Mühlenfestpreise ab Mühlen- ftation. Sojaschrot, Palmkuchen, Erdnußkuchesi, Treber getr., 14, Höchstpreis ab Erzeugerstation; Trockenschnitzel nicht notiert; Heu, lose, 5,50, dasselbe, drahtgepreßt, nicht notiert; Weizen- und Roggenstroh, drahtgepreßt, 3,30, gebündelt 3, Erzeugerhöchstpreis frei Erzeugerverladestation. Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 5. April. (Vorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Dorauftrieb: 635 Kälber, 17 Hümmel, 32 Schafe, 3360 Schweine. Es kosteten: Kälber 40 bis 65 Mark, Hämmel 35 bis 50, Schafe 25 bis 42, Schweine 49,50 bis 56,50 Mark. Marktverlauf: Kälber Und Schweine zugeteilt, Hämmel und Schafe lebhaft. Mehr stärkereiche Kartoffeln! Bauern und Landwirte, denkt bei der Frühjahrsbestellung daran, daß im Kartoffelanbau unbebjigt eine größere Umstellung auf stärkereiche Kartoffelsorten erfolgen muß. Baut daher an Stelle stärkearmer mehr stärkereiche Sorten! Denkt ferner daran, daß nach Jahren hoher Kartoffelernten im nächsten Jahre Abbauerscheinuitzen auf den Feldern zu beobachten sind. Da unsere Kartoffelernten unbedingt auf der erreichten Höhe gehalten werden müssen, ist nach der Rekordernte des vorigen Jahres ein Pflanzgutwechsel mehr denn je dringend notwendig. Darum bestellt bei euren Verteilern umgehend neues Pflanzgut! Genügende Mengen an Hochzucht und anerkannter Saatrvare, insbesondere der stärkereichen Sorten, sind noch vorhanden. Rundfunkprogramm Mittwoch, 6. April. 6 Uhr: Canzone. Morgenspruch. Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Musik am Morgen. 9.30: Gaunachrichten. 9.40: Kleine Ratschläge für Küche und Haus. 9.50: Schluß mit der Landflucht. 11.40: Volk und Wirtschaft. Was versteht man unter Musterbetrieb? 12: Aus den Leitzwerken, Wetzlar: Werkskonzert. 13: Nachrichten. .13.15: Mittagskonzert. 14: Nachrichten. 14.10: Eviva! (Schallplatten.) 15: Kleine Kammermusik. 15.30: Pimpfe in der Juchhe. Manuskript: Hans Roeper. 16: Nachmittagskonzert. 18: Zeitgeschehen. 18.30: Der fröhliche Lautsprecher. (Schallplatten.) 18.45: Fliegendes Deutschland. 19: Nachrichten. 19.10: Unser singendes, klingendes Frankfurt. 20.55: Umschaltung. 21: Stunde der jungen Nation: Das Lieben bringt groß Freud. Chöre der deutschen Jugend. 21.30: Die linden Lüfte sind erwacht... 22: Nachrichten.'22.30: Tanz- und Unterhaltungsmusik. 24 bis 1: Nachtkonzert. Szenen aus der Oper „Mona Lisa" von Max , von Schillings. dieser Oberfläche fällt. In diesem Falle treten die an sich geringen Fehler unseres Sehorgans so stark hervor, daß sie die Richtigkeit des Bildes tatsächlich beeinträchtigen. Wir könnten diese „Fe h 1 e r li ft eZ/ des Auges noch weiter verlängern, könnten von den optifthen Täuschungen oder von „falschem" Sehen rascher Bewegungen (Kino!) sprechen -1- aber unsere Beispiele mögen genügen. Ist aber nun wirklich die menschliche Technik der Natur voraus? Gerade die modernste Forschung hat festgestellt, daß dies keineswegs der Fall ist, ja daß unser Auge unendlich viel mehr leistet als die beste und teuerste Kamera der Welt. Erstens sehen wir plastisch und farbig, ferner ist das Auge der photographischen Linse dadurch weit Die moderne Wissenschaft kennt nur wenige Gebilde des menschlichen Körpers so gut wie unser Auge, in dem wir zweifellos das größte Kunstwerk erblicken müssen, das die Natur überhaupt geschaffen hat. Trotzdem werden auch jetzt noch immer neue Entdeckungen an diesem Organ gemacht, trotz- dem bleiben viele Rätsel noch ungelöst. Ueber einige besonders interessante Forschungsergebnisse auf diesem Gebiet berichtet der nachstehende Artikel. Eines der noch ungelösten Rätsel um das Auge betrifft die Frage, wie dieses wichtigste Organ aller höheren Lebewesen überhaupt entstanden ist. Hat es sich im Laufe der Entwicklung „von selbst" gebildet, war vielleicht einstmals in den grauen Anfangstagen des Lebens auf der Erde ein glücklicher Zufall für die erste Bildung eines lichtempfänglichen Organs entscheidend? „Mathematik des Wunders." Der bekannte Gelehrte Professor Bleuler hat sich die erhebliche Mühe gemacht, diese Frage nach den Regeln der Wahrscheinlichkeitsrechnung zu beantworten. Er hat mit aller nur wünschenswerten Genauigkeit ausgerechnet, wie groß die Wahrscheinlichkeit Dafür ist, daß sich zu irgendeinem Zeitpunkt die verschiedenen Teilorgane des Wirbeltierauges durch Zufall so kombinieren, daß ein funktionsfähiges Sehorgan entsteht. Das (Ergebnis dieser „Mathematik des Wunders" wollen wir lieber nicht hinschreiben — Bleuler stellte nämlich fest, daß sich diese Wahrscheinlichkeit wie 1 zu einer Zahl mit mindestens vierzig Nullen verhält! (Eine Billion, die uns immerhin von der Inflationszeit her noch ein Begriff ist, hat nur 12 Nullten.) Dieses recht interessante Rechenexempel beweist also, daß bei der Bildung des Auges der Zufall nicht im Spiele gewesen fein kann. „Erklären" läßt sich das Entstehen des Auges überhaupt nicht, und wir müssen es als eines Der vielen rätselvollen Wunder hinnehmen. an denen auch für die modernste Wissenschaft die Welt Des Lebens so ungeheuer reich ist. Berlin Kcüluü- h.ri6 Wittag. börie ---- Datum 5% Deutsche Retchöcmleihe v. 1927 4% Deutsche Reichsanl. von 1934 1/2% Deutsche Reichsschatzanwet- sungen von 1935 ........... < y2% Deutsche Reichsschahanwet- jungen von 1935, II. Folge ... < y2% Deutsche Reichsschatzanweisungen von 1936, III. Folge .. 6y2% TJoung Anleihe von 1930 .. < y2% Hesitsche Bolküstaat von 1929 . „Kraft durch Freude". Ab heule werden unsere Dienstags-Schwimmslun- den im Gießener Volksbad bis zum Herbst eingestelll. Die Schwimmstunden Freitags, von 20.30 bis 21.30 und 21.30 bis 22.30 Uhr, werden weiter durch- geführt. 2254D Drei neue Mädeldienstlager eröffnet. NSG. Am Dienstag kann der BDM.-Obergau 13 drei neue Landdienstlager eröffnen. Es sind dies: Bernsburg im Kreis Alsfeld, Frau-Rom- bad) und Rimbach im Schlitzer Land. Zum 15. des Monats werden weitere drei Lager fertiggestellt: Nieder-Olm in Rheinhessen, Budenheim und Thalhof bei Jugenheim an der Bergstraße. Damit ist der Einsatz des BDM.-Obergaues auf acht Lager erhöht, denen im Laufe der nächsten Wochen weitere folgen werden. WHW. Ortsführunq Gießen-Süd. Kohlenabrechnung. Die Kohlenhändler werden hiermit aufgefordert, die in Zahlung genommenen Kohlengutscheine der Serie F am Dienstag, 5. April, 19.30 Uhr, auf der Geschäftsstelle, Crednerstraße 24, einzureichen. Später eingereichte Kohlengutscheine werden nicht mehr angenommen. Sieger des Sauentscheids im Handwerkerwettkampf. NSG. Nachdem am Sonntag in Frankfurt der Gauentscheid im Handwerkerwettkampf für das Friseur-Handwerk als letzter durchgeführt worden ist, gibt die Deutsche Arbeitsfront nunmehr die Sieger des Gauentscheids im Handwerkerwettkamps bekannt. In den verschiedenen Handwerksberufen wurden aus Oberhessen.die nachstehend genannten jungen Männer Gausieger: Ludwig V ö l z i n g , Gießen, Sattler, Klasse A; lauer Hertel, Gießen, Schuhmacher Klasse B. Frühlingsstürme verursachen Schäden. LPD. Die schweren Stürme, die am Sonntag, teilweise auch noch am Montag, mit 8 bis 12 Sekundenmeter Geschwindigkeit über Südwestdeutschland brausten, haben vielfach erheblichen Schaden angerichtet. Am heftigsten wütete der Sturm in her Wetterau und in Oberhessen. Dort wurden in den Dörfern Dächer abgedeckt, Gartenzäune eingedrückt und Obstbäume umgelegt. Die Fußgänger aus den Landstraßen hatten oft Mühe, dem Sturm Widerstand zu leisten, und mitunter wurden Kraftwagen durch die plötzlich mit ungeheurer Kraft auftreten- ben Böen aus der Fahrtrichtung gedrängt. In den Wäldern, insbesondere im östlichen Taunus zwischen Bad-Nauheim und Butzbach, gab es erheblichen Windbruch. In der Umgebung von Frankfurt haben die Obstbäume stellenweise unter dem Sturm gelitten, denn junge Triebe und Blütenzweige wurden abgerissen. Zerbrochene Fensterscheiben und heruntergestürzte Fahnenstangen waren die weitere Folge des eisigen Frühlingssturmes. Oberstleutnant L a ck n e r. — (Aufnahme: Privat.) Am kommenden Freitag, 8. April, um 1130 Uhr, findet auf dem Trieb die feierliche Begrüßung der in ihrem neuen Standort Hießen eingetroffenen Fliegertruppe statt. Die Begrüßung wird in Gegenwart des Kommandierenden Generals erfolgen und mit einem Parademarsch abschließen. Die Fliegertruppe steht unter dem Kommando des Oberstleutnants L a ck n e r. Oberstleutnant L a ck- n e r ist Ostpreuße, wo er am 5. Februar 1891 in Insterburg geboren wurde. Am 1. Juni 1910 wurde er Leutnant im Grenadier-Regiment Kronprinz (1. Ostpreußisches Nr. 1) in Königsberg i. Pr. Mit diesem Regiment rückte er am 1. August 1914 ins Feld. In der Schlacht bei Gumbinnen wurde er durch Brustschuß so schwer verwundet, daß er in der Folge nicht mehr tauglich zum Infanterie-Dienst war und auf feine Bitte zur Fliegertruppe kommandiert wurde. Nach kurzer Ausbildung wurde er im März 1915 als Beobachter zur Feldflieger-Abteilung 11 (Frankreich) versetzt. Bis Kriegsschluß kämpfte er in der Fliegertruppe, hauptsächlich an der Westfront, u. a. als Führer einer- Schlachtstaffel und einer Schlachtstaffelgruppe. Im März 1919 trat er zum Grenadier-Regiment 1, dem späteren Infanterie-Regiment 1, zurück. Bis 31. Mai 1922 diente er in der Reichswehr, zuletzt als Hauptmann und Regiments-Adjutant des Jnf.-Reg. 1. Nach seinem Ausscheiden aus der Reichswehr war er im Wirtschaftsleben tätig, später tat er Dienst im Reichswehrministerium. In den Heeresdienst zurückgekehrt, kam er dann in das Reichsluftfahrtministerium, wurde am 1. Februar 1934 zum Major, am 1. Januar 1936 zum Oberstleutnant befördert. Seit 1. September 1937 ist er Kommandeur der nunmehr hier in Garnison stehenden Fliegertruppe. Oie Abstimmungsbezirke und Abstimmungsräume am 10 April. Der Oberbürgermeister (Wahlamt) gibt heute die Einteilung der Stimmbezirke und die Abstimmungsräume für die Volksabstimmung und Wahl zum Großdeutfchen Reichstag am 10. April für den Be- reich der Stadt Gießen mit Gemarkung Schiffenberg und Herrnwald bekannt. Auf diese wichtige Bekanntmachung seien unsere Leser besonders hingewiesen. die Möl Plätzen der Oschehnisse umzugehen. Der Flughafen in der Wüst, die Verlassenheit unter sengender Sonne, das l'wühl in den Broadways Neuyorks, die luxuriöse lmgebung im Berliner Haus, das Krankenzimm eines Kindes, das Nachtlokal, der Ozeandampfer- das alles gab den stets anregenden Rahmen ir Irrtum und Leidenschaft m der Liebe zweier enschen. Brigitte Hovey als liebendes und enttäuschtes Mädchen als n ein krankes Kind bangende Mutter und als pfhttreue Frau hatte eine reiche Skala d°rst°ll«ri,ch-n!lusdrucks^u bemetfen um ihrer Rolle Gerecht werden. Sie gab die Barbara Lorenz mit aroV Innigkeit. Willy Birgel hatte seinerseits keinleichte Ausgabe darim den souvera- nen Busineß ^nn und den leidenschaftlich Verliebten zu verk'gen. Karl Raddatz, Druder des Generaldirektoi verkörperte überzeugend den Konflikt, in den erUM Bruder und zu Barbara gerat. „Verklungene Melodie." Gloria-Palast. Der net Film im Gloria-Palast bringt eine Liebesgeschhte von bestrickendem Reiz, einer großen Vielfalt de Ereignisse und einer Dramatik, die in einzelnen izenen fast an Sensation grenzt. Der Schauplatz )er Handlung ist wieder einmal jene Welt, in" hr der allmächtige Generaldirektor die tragende Rlle hat, eine Welt, die vielen als das Ziel der Ansche erscheinen könnte, wenn es nicht auch in ihrlnvollkommenheiten gäbe, und Grenzen des Lebensückes, das mit Geld allein nicht zu begründen ist Der Generaldirektor, der den Flug über die- Aste trotz eines nahenden Sandsturmes wagt und n Mädchen nach Berlin bringen will, mit ihr in lot gerät, weil der Flug nicht gelingt, beschwört d Liebe seiner Gefährtin heraus. Aber er glaubt, 's er wieder in der gewohnten Umgebung ist, hr die Erfüllung versagen zu müssen, weil er sichlls ein Mann des Geschäftes, des unbändigen Lbenshungers und der stetigen Abwechslung filt, weil er glaubt, sie nicht an sich binden zu dürn. Da verläßt sie in der Stunde der harten Erkeitnis, daß sie nichts zu hoffen hat, das Haus. Als er sie nach Jahren in Neuyork sehr zusälligwiedersieht, als Frau eines anderen Mannes, alMutter eines Kindes, nun in heftiger Liebe zu ih entbrennt und sie in feinen Kreis reißen will, >a hält sie das Pflichtgefühl zuruck, ihm zu folge , e . Die Handng gab ber Regie (Io uj an ff g) " —"glicht«, fast verschwenberisch mit ben Schauder Oschehnisse umzugehen. Der Flughafen die seine Liebe nicht erwidern kann. Hans Brausewetter stellte geschickt den etwas übereifrigen Journalisten dar. Die Regie nützte alle gegebenen Möglichkeiten aus. Man konnte sogar auf das glückliche Ende verzichten. Straff zusammengefaßt war alles, was bei weniger Geschicklichkeit leicht hätte breit werden können. Die Photographie war, wie man es bei einem Ufa-Film kaum anders erwartet, untadelig in der Technik und in den Bildwirkungen. Die Musik allerdings trat mehr in den Hintergrund, als man es vielleicht nach dem Titel vermutet hatte. Im Beiprogramm sah man einen außerordentlich eindrucksvollen Film, der in Bilddokumenten die Zeiten vor der Machtergreifung durch den Führer und die Jahre des nationalsozialistischen Aufbaues- schilderte. Die Wochenschau stand ganz im Zeichen der österreichischen Ereignisse. In vielen Bildern erlebte man die Freude der österreichischen Bevölkerung über die Vereinigung mit dem Reich. H. L. Neuner. Oer Bub aus Vorarlberg. Don Werner (Schumann. Ich stelle vor: Rudi, acht Jahre alt, Zweitältester unter fünf Kindern eines Sennen in den Vorarlberger Alpen, schmal, mager und barfüßig. Im Winter besucht er in Au die Gemeindeschule. Im Frühjahr aber, wenn die Stürme toben und der Schnee droben noch lange nicht zu schmelzen beginnt, zieht seine Mutter mit den Kindern hinauf in die Berge. Der Vater, der in Au noch einen kleinen Gasthof hat, den in den Sommermonaten sein Bruder weiterführt, sieht bis Juni zweimal in der Woche nach dem Rechten und brin.gt Lebensmittel. Spielend transportiert er einen gehörigen Sack voll auf steilen Pfaden 1800 Meter bis zur Hütte, die die Schneehäupter der Bergriesen wie regungslose Wächter der Urwelt umringen. Die Bergsteiger, die zuweilen hier Haltmachen und ein Glas frischer, unabgekochter Kuhmilch trinken, freuen sich des fast unirdiscb schönen Sonnen- auf- und -Unterganges, der Menschenferne und Gottesstille, der gelben Alpenaurikel und des blauen Enzians. Die Kinder des Sennen jedoch haben für derlei Dinge keine Zeit. Sie haben die Herden zu hüten, die Kühe und Ziegen zu melken, die Ställe zu säubern und Holz für den Herd zu hacken. Dies alles tat auch Rudi, obwohl er schwächlicher als seine Geschwister schien. Lautlos trabten seine braunen, schmutzigen Jungenbeine hinter der ge- mächlich über die Alm ziehenden Kuhherde. Wenn er sprach, waren es die Namen zurückbleibender oder sich entfernender Kühe, die er zurückholte und ihnen dabei eins hinten aufklatschte. Sie gingen dahin wie in einer Wolke von hellem und dunklem Glockengetön: der kleine Bub hinter den schweren, starken Tieren. Kein Laut war in der Luft, und das emsige Leben der Täler hallte nicht bis hierher. So sah ich ihm einmal zu und hatte, weiß Gott, meinen Spaß an dem kuriosen Mißverhältnis zwischen der unscheinbaren Jungengestalt und den wuchtigen Leibern der Kühe, als ihn die Mittagsglocke der Mutter zum Essen heimrief. Im Trab ging es der Hütte zu, und da die Wiesen sich senkten, geriet die Herde, die Rudi mit einem Stock vor sich hertrieb, bald in einen immer jagenberen Galopp. Es war ein schöner Anblick, wie sie so mit dumpfem Hufgetrommel durch den Mittag stürmten. Aber Rudi war den hintersten Tieren gefährlich nahe; und im nächsten Augenblick war es auch schon geschehen: von einem Huf mitten ins Gesicht getroffen, flog der Junge, sich überschlagend, wie ein Ball durch die Luft und blieb regungslos' liegen, während die Herde zügellos weitergaloppierte. Mich trennten etwa hundert Meter von dem bewußtlosen Kinde. Doch noch ehe ich es erreichte, um ihm die erste Hilfe zu bringen, fah ich mit Staunen, wie es sich langsam und torkelnd erhob, wie trunken ein paar Schritte vorwärts tat, sich bückte, ein Grasbüschel rupfte und damit, als fei ihm nur von ungefähr ein kleiner Schmutzspritzer ins Gesicht geraten, sich das Blut von Stirn, Nase und Wangen wischte. Rudi schrie nicht. Er rief nicht nach seiner Mutter. Kein Laut kam über seine zerschundenen, noch immer heftig blutenden Lippen. Rudi! Rudi! rief ich und hoffte ihn einzuholen, um ihn wenigstens zur Hütte zurückführen zu können. Aber er sah sich nicht einmal um. Vielleicht dröhnte es so in seinem kleinen Schädel, daß er mich nicht hörte. Und das Wunderbare — wie soll ich es anders nennen? — das Wunderbare geschah, daß dieser schmale, abgemagerte Hirtenbub, den eben mit voller Wucht der Hinterhuf einer galoppierenden Kuh ins Gesicht gestoßen und erheblich verletzt hatte, sich schon wieder in Bewegung setzte und seinen Aus- reißern nachlief, die er denn wahrhaftig noch vor dem Stall einholte. Wie ein geschlagener, kleiner Gott war er aufgestanden, heroisch, ohne es zu wissen, tapfer, ohne dafür Lob ernten zu wollen: Kind der Berge! Sein Atem flog, seine Wunden bluteten, in seinem Kopfe hämmerte und rauschte es wild — er aber tat schweigend feine Hirtenpflicht. Die Kühe zu hüten, sie wieder in den Stall zurückzubringen, dies war seine Pflicht. Dann ging er zu seiner Mutter in die Küche, um sich säubern und einen Verband anlegen zu lassen. Tränen perlten in feinen Augen, weil er heute dem Vater nicht wie sonst entgegen- springen konnte. Darum meinte Rudi ... Bilanz eines Schauspielers Den Aufzeichnungen des englischen Schauspielers Palmer ist u. a. die folgende merkwürdige Bilanz zu entnehmen: „Dem Theater gehörte ich 45 Jahre lang an. Aufgetreten bin ich 9991mal in 1112 verschiedenen Stücken und 1876 verschiedenen Rollen. Verlobt wurde ich dabei 2827 und verheiratet 887mal. 1731 liebe Kinder hatte ich, nämlich 1421 Töchter und 310 Söhne. Erbschaften fielen mir 231 zu und das große Los gewann ich 37mal. Bankerott mußte ich 89mal machen, mit mir anvertrauten Kaffen durchbrennen 119mal, andere Spitzbübereien wie Testa- ments- und Wechselfälschungen usw. verüben ober baran teilnehmen SOlmal. Berufliche Küsse mußte ich 12 831 geben unb genau eben so viele empfangen. 468 Mordtaten oerschiebener Art mußte ich begehen. 31mal mußte ich mich ertränken, aber nur 17mal brauchte ich mich aufzuhängen. In Ohn- macht sank ich 132mal, blinb war ich nur 3mal, taub 19, stumm 16, taubstumm lOmaL Gesegnet würbe ich 464, verflucht 571mal Kaiser war ich 118mal, Sultan 4, Gespenst, guter ober böser Geist 241, Richter, Anwalt, Arzt, Bürgermeister, Lehrer 302mal, Künstler 226, Akrobat 14, Kaufmann und sonstiger Gewerbetreibender 1888, Bauer, Förster, Jäger 741, Offizier 929, Soldat und Matrose 333, Fischer 15, Bettler 118, geheimnisvoller Unbekannter 75, Henker 24, Kerkermeister 39, Folterknecht 17mal. 177mal wurde ich vergiftet, 211 mal erstochen, 532mal erschossen, eingekerkert wurde ich 1714, hingerichtet 155, überhaupt gewaltsam aus der Welt geschafft 1095maL Natürlichen Todes, nämlich an Altersschwäche, starb ich auf der Bühne nur 9mal." P. H. Hochschulnachrichten. Der Reichs- und preußische Minister für Wissenschaft, Erziehuna und Volksbildung hat dem Dr. phil. habil. Kurt Scharlau von der Univer- sftät Marburg die Dozentur für das Fach der Geographie verliehen. Die Jagd im April tegen nun seine (Nachdruck verboten!) 26. Fortsetzung. willen: (Sodtomg WM Aus- hrung Mitgliederversammlung des Obst- und Gartenbauvereins. gefallen. Aber erst dann, wenn es jeder Jäger für eine selbstverständliche Pflicht hält, eine selbstlose Arbeit zu fördern und mitzutun an einem Werke, das berufen ist, das Jagen zu veredeln und bebeu- tende wirtschaftliche Werte vor dem Verderb zu bewahren, ist das Ziel erreicht. Noch immer gilt der alte Weidspruch: „Ein Jäger mit schlechtem Hund, ein halber Jäger — ein Jäger ohne Hund, überhaupt kein Jäger." Hubertus. Abenteuer in Paris. Roman von Hans Hirthammer. Copyright by Verlag Oskar Meister, Werdau i. Sa. ' Dem Vereinsdiener Hartmann, der 74 Jahre geworden ist und sein Amt aufgegeben hat, wurde für seine treuen und korrekten Dienste Dank und Anerkennung ausgesprochen. Für s! ' Verdienste um den Verein wurde er zum (hren- Mitglied ernannt und mit einem Chrengachenk Dinge sich in seinem Revier entwickelt haben und entwickeln werden. Diese Fragen stehen eben in unseren Revieren im Vordergründe. Hahnenbalz im morgendlichen Bergwald oder im weiten Moor ist unseren Jagden leider fremd. Höchstens kann es noch der „Vogel mit dem langen Gesicht" fein, der den Jäger hinauslockt. Und auch er hat in diesem Jahre recht enttäuscht. Erst in den letzten Tagen des März scheint der Schnepfenzug lebhafter geworden zu sein. Gleich der Waldschnepfe hat noch die Ringeltaube bis zur Monatsmitte Schußzeit. Sonst aber gilt alles Jagen nur dem vierbeinigen und dem geflügelten Raubzeug. Sobald die Felder wieder mehr Deckung bieten, schleicht die Katze im Abenddämmern aus dem Dorf yinaus auf Wild- und Vogeljagd. Der streunende Hund zehntel das Jungwild. Ihnen muß der Jäger ein unversöhnlicher Gegner sein. (Extern und Krähen bauen und brüten. Jetzt heißt es, sie kurz halten und damit Jungwild und Gelege bewahren vor den Schnäbeln dieser gefährlichen Räuber. Ihnen gleichzuachten an Gefährlichkeit ist das Wiesel, das zu bekämpfen, mehr als seither, Hegerpflicht ist. Von seiner Häufigkeit haben zu viele Jäger keine Ahnung, weil sie es kaum zu Gesicht bekommen. Denken wir dabei nur daran, daß in einem „Wo ist Willy? Sagen Sie mir um Himmels willen: wo ist mein Verlobter?" Sie stand dicht vor ihm, die kleinen Fäuste zu seiner Brust erhoben, und blickte ihn fragend an. Gerda zögerte. „Könnten Sie meinem Verlobten nicht sagen, daß er herunterkommen soll? Ich... möchte das Haus lieber nicht betreten!" Claudius setzte die Miene eines tiefgekränkten Mannes auf. „Aber mein Fräulein! Ist das Ihr Ernst? Da freue ich mich nun, daß ich Herrn Rulands Auftrag so schön erledigt habe, bereite chon im Geiste eine festliche Wiedersehensseier vor — und jetzt wollen Sie mir alles verderben?" Gerda mochte einsehen, daß chr Verlangen eine Ungezogenheit gegen Claudius war. In dem Betreben, das Geschehene wieder gutzumachen und )on der Sehnsucht nach ihrem Verlobten getrieben, zog sie ihn zur Haustür. Sie war verschlossen, und Gerda mußte warten, bis (Haubius den Schlüssel herausgeholt und aufgesperrt hatte. Drinnen schloß er sorgfältig wieder ab. Wenn es wirklich eine Falle ist, dann sitze ich jetzt drin, dachte Gerda und suchte die Finsternis vor ihr zu durchdringen. Es gab keine Treppenbeleuchtung, man mußte sich im Dunkeln nach oben tappen. Gerda zählte die Treppen und fühlte sich beengt von der dumpfen, ftitfigen Luft, die, je höher sie kamen, desto Unerträglicher wurde. Und bann brach es in einer jähen Erkenntnis über sie herein: Alles, was der Mann mir erzählt hat, ist Lüge. Ich bin hierhergelockt worden zu wer weiß welchem Zwecke. Willy müßte mich doch mit größter Ungeduld erwarten. Er müßte doch längst, als er die Haustür gehen hörte, auf der Treppe erschienen und mir entgegengeeilt fein!... Das Merkwürdige aber war, daß diese Erkenntnis gleichsam nur ihr Inneres erhellte, ohne vorerst chre Handlungen zu beeinflussen. Sie stand im Dunkeln neben Claudius und wartete, bis er die Flurtür aufgeschlossen hatte. „Ich habe ihm beim Weggehen geraten, sich ein bißchen hinzulegen. Wahrscheinlich schläft er gerade wie ein Murmeltier, der Ahnungslose!" Gerda betrat die Wohnung, machte einige Schritte, blieb aber bann stehen, als ihre tastenben Hände auf ein Hindernis stießen. „Warum schließen Sie so ängstlich cck?" fragte sie beklommen, da sie Claudius am Schloß hantieren hörte. „Ich bin es so gewöhnt, und es erhöht die Behaglichkeit einer Wohnung, wenn man sie durch zuverlässige Türschlösser gegen die Außenwelt gesichert weiß? Die ungewohnt warmen Märztage haben überall in Wald und Feld ein Blühen und Sprießen anheben lassen, bas Sackten unb Wiesen in sattem Grün erscheinen läßt. Das freut den Jäger, denn nun weiß er die Märzhasen schon sicherer geborgen, und sein Wild findet überall Aesung unb ist gesund. Das Letztere besonbers zu betonen, erscheint not» wenbig gegenüber geradezu unsinnigen Gerüchten über Wildverluste, die aus irgendwelchen trüben Quellen flössen und bei chnen pflichtaemäßen Nachprüfung durch die zuständigen Stellen gerade das Gegenteil ergaben. Während sonst alljährlich im März und April aus dem Jäger wohlbekannten Gründen ein Ansteigen der Fallwildziffern auftritt, halten sich sogar in diesem Jahre diese Zahlen ganz außerordentlich niedrig, so daß unseren Wildbahnen hoffentlich die Verluste erspart bleiben, die sie im Frühjahr des vorigen Jahres z. T. erlitten. Der Weidmann hat gerade zur Zeit besonders viel Möglichkeiten, fein Wild zu beobachten. Denn die Verpflichtung, es zu zählen, zwinat ihn, oft draußen zu fein. Diese Wildbestandsausnahme gehört mit zu feinen verantwortungsvollsten Aufgaben. Denn sie bildet die Grundlage des Abschuß- planes. Eine übertriebene Angabe bedeutet, da )er Abschuß erfüllt werben soll, u. U. eine Gefahr ür den ganzen Bestand, während eine zu geringe Bestanbsangabe den ©efamtintereffen der Jagd zu- wiberläuft. Denn daraus ergeben sich Schwierigkeiten mit Land- und Forstwirtschaft, mit deren Interessen der Wildstand ja in Einklang gebracht werden muß. Es kann daher die Mahnung nur immer wiederholt werden, bei der Bestandsaufnahme so gründlich wie möglich zu verfahren, damit man feine Angaben später wirklich „nach bestem Wissen und Gewissen" machen kann. Mit der Bestandsaufnahme verbunden ist für den Jagdausübungsberechtigten die Aufstellung eines Abschuß- planes, den er bis zum 20. April an feinen Kreissäge rmeister eingereicht haben muß. Dieser Plan scheint manchen Jägern noch erhebliche Schwierigkeiten zu bereiten. Einige Hinweise sind daher vielleicht am Platze. Wenn ein Jagdbezirk einen Wild- stand hat, der mit seiner Größe und seiner Boben- tultur in Einklang steht, dann soll dieser weder größer noch kleiner werden. Daraus ergibt sich, daß also der Gesamtabschuß gleich dem Zuwachs des Jahres fein muß. Wie hoch dieser sein wird, wäre an Hand der Wildzählung zu berechnen. Die Auffassungen über die Höhe Des Zuwachses sind nicht einheitlich; hinzu kommt, daß in manchen Jahren erhebliche Kitzverluste eintreten. Erinnert sei nur an bas Jahr 1937 mit seiner frühen Heuernte und den damit verbundenen hohen Verlusten durch Ver- Mit einem geschickten kleinen Trick hatte sie sich ttotz der Umklammerung seiner beiden ‘ Daumen bemächtigt unb nach außen zurückgebogen. Schon im nächsten Augenblicke waren ihre Hände frei. „So'n verfluchtes Biest!" schrie Claudius mehr bestürzt als wütend. Er erkannte, daß sie mit ihren kleinen Jin-Jitsu-Künsten ihm überlegen war. Man durste es also gar nicht so weit kommen lassen, baß sie Gelegenheit hatte, diese Künste zu gebrauchen. Er stürzte sich unvermittelt mit der ganzen Wucht feines Körpers auf sie. Sie schwankte, vermochte sich aber in der letzten Sekunde vor dem Hinfallen zu bewahren unb erroiberte nun ihrerseits den Angriff. Es war ein sonderbarer und, wie. man glauben mochte, für Gerda Bosch aussichtsloser Kampf. Der mächtige Körper des Mannes drohte sie zu erdrücken, unb seine berben, schweren Fäuste gingen nicht gerabe sanft mit ihr um. Aber Gerda wehrte sich tapfer ihrer Haut, landete immer wieder einen wohlgezielten Trester auf feinem Gesicht und konnte vor allem verhindern, baß er seinen Browning aus der Tasche zog. Einmal gelang es ihm, sie zu umschlingen und auf diese Weise ihre Bewegungen zu hemmen. Da stieß sie mit dem Knie nach ihm, verbiß sich in seinen Arm. Schon war er nahe daran, den Kampf aufzugeben, denn in seinen Eingeweiden bohrte ein quälender Schmerz, verursacht durch Gerdas unentwegt zustoßendes Knie. Seine ganze Kraft aufbietend, warf er sie endlich in einem sprunghaften Vordrängen auf das Sofa. Sie merkte in der Hitze des Gefechtes $ur flicht, baß ihr Kleib aufgerissen war, so daß ihr Aussehen dem eines halbwilden Zigeunerkindes immer ähnlicher würbe. Die rechte Schulter war entblößt, der linke Ellenbogen guckte spitz unb vorwitzig in bie Welt, unb auch bie Strümpfe konnten durch keine Stopfkunst mehr gerettet werden. In dem Augenblick, als ihr Körper auf das Sofa niederkrachte, fühlte sie einen grauenvollen, krallenden Schmerz quer durch den Schädel fluten. Sie war im Auffallen mit dem Hinterkopf gegen die hölzerne Lehne geprellt. Damit war der Kampf entschieden, denn Claudius nützte die paar Sekunden ihrer ^Benommenheit. „So 'n verfluchtes Biest!" sagte er noch einmal, als er sich wenige Minuten später aufschnaubend eine Zigarette cm zündete. mähen. Man darf vielleicht damit rechnen, der Wahrheit am nächsten zu kommen, wenn man auf 100 Stück gezähltes weibliches Rehwild einen Zuwachs von 50 Kitzen rechnet Nach diesem Verhältnis wäre aus dem Wildstand am 20. April der vermutliche Bestand am 1. Juni, also dem Tage des Abschußbeginnes, zu errechnen. Aus dieser berechneten Zahl muß sich der Gesamtabschuß aufbauen. Es kommt aber nicht nur auf die zahlenmäßige Regelung an, sondern auch auf die Überwachung des Zahlenverhältnisses der Geschlechter zueinander. An- aeftrebt wird im Jagdgau Hessen ein Gescklechtsver- hältnis von 1:1,5, d. h. auf zwei Böcke sollen drei Ricken kommen. Der Zuwachs an Kitzen verteilt sich auf beide Geschlechter etwa wie 1:1. Wenn man sich diese Zahlen als Berechnungsgrundlage nimmt, wird man zu einem Verhältnis unb einem Abschuß- plan kommen, der den wahren Verhältnissen am nächsten kommt. Es darf nicht Vorkommen, daß heute noch Abschußpläne eingereicht werden, wie das anfangs geschah, in denen ein fast radikaler Bockabschuß beantragt wurde. Es empfiehlt sich, in dem Abschußplanformblatt unter Ziffer I zunächst einzutragen: Ergebnis der Zählung, und dann setzt man darunter: Voraussichtlicher Bestand am 1. Juni 1938, in den man den gesamten Kitzzuwachs einsetzt. Auf dieser letzten Zusammenstellung baut man den Abschußvorschlag unter Ziffer II auf. Man erspart dem Kreisjägermeifter damit eine Menge Arbeit, da er ja diese Berechnungen doch anstellt, und man kommt dann auch zu einem Abschußantrag, der vielfach kaum noch einer Abänderung bedarf. Vor allem aber zwingt sich der Jäger damit dazu, sich selbst einmal Rechenschaft zu geben, wie denn die gewiesen. ! Nachdem der Vereinsführer noch einmal auf dis praktischen Erfahrungen beim Beschneiden vor Pfirsichbäumen wegen der noch jetzt einlaufenben Fragen hingewiesen hatte, gab er eine Fülle von erfolgverbürgenden Winken für den Gemüsebar. Aus seinen Ausführungen waren besonders praktische Erfahrungen für eine vielseitige Ausnützung der Gartenfläche und doppelten Erntemöglichkeiten sowie die der Erttagssteigerung unb Qualitätsverbesserung zu entnehmen. Abschließend wurde die Frage des Abschusses der Sperlinge, Drosseln und Stare besprochen, die bie größten Schädlinge des Obst- und Gartenbaues find. Der DereiNsführer ersuchte wiederholt die Kleingärtner, durch regelmäßige Aufzeichnungen über den durch diese Vögel verursachten Schaden den Behörden mit Zahlen an die Hand zu gehen. Vorerst besteht nur die Möglichkeit des Spatzenabschusses. Kleine Strafkammer Gießen. Der G. V. aus Gießen war von dem hiesigen Amtsgericht wegen fortgesetzten Diebstahls in Tateinheit mit Betrug zu einer Gesamtgefängnis ft r a f e von 1 Jahr verurteilt worden. Der bereits mehrfach vorbestrafte Angeklagte hatte auf einem Handkarren mehrere nahtlose Muffenrohre von einer staatlichen Baustelle weggefahren und sie, nachdem sie kurze Zeit bei ihm gelagert hatten, an einen Dritten gegen die allgemein übliche Bezahlung zur Weiterverarbeitung verkauft. Nach Entdeckung des Diebstahls mußte der Käufer bie Rohre • bis auf einen kleinen Teil, den er schon weiteroer« arbeitet hatte, wieder an die Baustelle herausgeben. Da der Angeklagte in der Berufungsverhanblung neue Tatsachen vorbrachte, die seine Schuld geringer erscheinen ließen, wurde er unter Zubilligung mil» bernber Umftänbe zu einer Gefängnis st rase von 9 Monaten verurteilt. ! Neuer Relior der Universität Gießen. Von der Pressestelle der Universität Gießen wird mitgeteilt: Der Herr Reichs- und preußische Minister für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung hat den ordentlichen Professor Dr. Gustav Baader auf seinen Antrag mit Ende März 1938 von dem Amt des Rektors der Ludwigs-Universität entbunden und ihm gleichzeittg für seine Mitarbeit seinen Dank ausgesprochen. Mit Wirkung vom 1. April 1938 ab hat der Herr Minister den ordentlichen Professor für Hygiene, Dr. Adolf Seifer, zum Rektor der Ludwigs-Universität © i e 6 e n ernannt ♦ Dr. Adolf Seifer wurde am 26. April 1891 in Würzburg geboren, besuchte das humanistische Gymnasium zu München und Freising und erhielt 1910 in München das Reifezeugnis. Im Wintersemester 1910 begann er in München bas Studium der Medizin unb bestand dort im Februar 1913 die ärztliche^ Vorprüfung. Im Sommer 1913 genügte er seiner Dienstpflicht mit der Waffe beim bayer. Jnfanterie-Leib-Regiment. Das Weiterstudium in München wurde im August 1914 durch den Kriegsdienst unterbrochen unb mit Beurlaubung aus dem Felde für bas Wintersemester 1917/18 in Marburg durch Ablegung der Staatsprüfung beendet. Während des Krieges stand Professor Seifer als Arzt im Felde, vorwiegend im Verbände der 1. bayerischen Infanterie-Division. Nach dem Kriege war er zunächst 2V2 Jahre als praktischer Arzt tätig, wurde dann Assistent am Hygienischen Institut München und bestand im Oktober 1923 bie Prüfung für den ärztlichen Staatsdienst in Bayern. 1923/26 versah er den Posten eines Bakteriologen an der Biologischen Versuchsanstalt in München, 1926 übernahm er eine Assistentenstelle am Hygienischen Institut der Universität Halle unb habilitierte sich bort am 1. Juni 1927 für bas Lehrgebiet ber Hygiene. Anschliehenb war er Assistent am Hygienischen Institut in München unb würbe 1933 zum nichtbeamteten ao. Professor ernannt. Mit Wirkung vom 1. Mai 1935 erfolgte feine Ernennung zum orbentlichen Professor in der Medizinischen Fakultät der Universität Gießen und zum Direktor des Hygienischen Jnstttuts. Ende Mai 1937 Übernahm er das Dekanat der Medizinischen Fakultät. Dr. Seifer war Assistent von Max von Gruber «und Demoll in München, Paul Schmidt in Halle und Kißkalt in München. Gießener Dochenmarktpreife. ♦ Gieß en, 5. April. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Deutsche feine Molkereibutter, % kg 1,57 Mark, feine Molkereibutter 1,52, Markenbutter 1,55 bis 1,60 Mark, Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 5 bis 10, Eier, deutsche, Klasse S 13, Klasse A 12%, Klasse B 12, Klasse C 11%, Klasse D 10%, Wirsing, % kg 15 bis 18, Weißkraut 10 bis 12, Rotkraut 14 bis 15, gelbe Rüben und Karotten 10 bis 12, rote Rüben 10 bis 12, Spinat 10 bis 15, Unterkohlrabi 8, Feldsalat, V10 8 bis 10, Tomaten 40 bis 50, Zwiebeln 15 bis 18, Meerrettich 35 bis 50, Schwarzwurzeln 20 bis 35, Kartoffeln, % kg 5 Pf., 5 kg 44 Pf., 50 kg 3,30 bis 3,90 Mark, Aepfel, % kg 12 bis 35 Pf., Suppenhühner 90 Pf. bis 1,06 Mark, Blumenkohl, das Stück 30 bis 50 Pf., Salat 10 bis 30, Endivien 8 bis 12, Lauch 5 bis 12, Sellerie 10 bis 35, Rettich 5 bis 15. Claudius lächelte zurückhaltend. „Was das betrifft — man läßt sich sehr oft vom ersten Eindruck täuschen, und dann entpuppen sich die bravsten Biedermänner als ausgekochte Schurken. Man kann nicht mißttauisch genug sein." „Dann hätte ich auch Ihnen nicht so leichtsinnig trauen dürfen. Wer weiß, ob Sie mich nicht in eine Falle locken!" „Aber mein liebes Fräulein!" Seine Stimme klang fo ehrlich entrüstet, daß ihr jäh aufflackernder Verdacht sich wieder legte. Sie schwieg und blickte eine Weile auf den bunten Film der abendlichen Straßen. Immer wieder war sie gefesselt von dem unvergleichlichen Zauber dieser Stadt, deren lebensftoher, beschwingter Puls- schlag so verschieden war von der nüchternen Hast des Berliner Lebens. „Sie sind Deutscher, nicht wahr? — Leben Sie aus beruflichen Gründen in Paris?" „Ganz richtig, Fräulein Bosch, aus — hm — beruflichen Gründen. Ich — äh — schreibe nämlich für Zeitungen. Stimmungsberichte vom Pariser Leben und derlei Sachen." Endlich bog der Wagen in die Rue Faubourg ein, ganz draußen am Rande der Stadt. Es war eine zum Teil noch unbebaute Sttaße, von wenig Lampen beleuchtet. Die eine Seite der Sttaße wurde von ländlichen Siedlungen eingenommen, aus den Fenstern von Wohnlauben quoll das trübe Licht von Petroleumlampen. Der Wagen hielt vor einem vereinzelt stehenden hohen Mietshause, das in der Vorausschau späterer Entwicklung von einem unternehmungslustigen Bauherrn errichtet sein mochte. „Hier wohnen Sie?" fragte Gerda, als sie aus- Jeftiegen war, und wieder wollten ihr Zweifel ommen. Daß ein Reporter sich ausgerechnet diese verlassene Gegend zum Wohnen aussuchte, erschien ihr sonderbar. „So, da wären wir! Kommen Sie, wir müssen noch ein paar Treppen steigen. Herr Ruland wird uns schon sehnsüchtig erwarten." Er nahm das Madcyen väterlich am Arm, Jagdbezirk in der Umgebung von Gießen in einem Wasserlauf im Laufe eines Jahres 60 Großwiesel mit Hilfe von Kastenfallen gefangen wurden. Damals stieg in diesem Revier die Niederwildstrecke von Jahr zu Jahr, ihxe heutige Höhe ift'^jiangete old) gründlicher Bekämpfung der Jagdfeinde nur ein Schatten von dem, was dies Revier noch vor wenigen Jahren der Volkswirtschaft lieferte! Noch ist es Zeit, daran zu denken, daß der Deckungsmantel daneben die Haupturfache des Rückganges unserer Niederjagden ist. Es ist nicht uninteressant, daß heüte schon in vielen Teilen von Deutschland neben anderen Stellen der Reichsnähr- tand dazu aufruft, Hecken zu schützen und Hecken zu schaffen! Erst wurden sie mit einer Beharrlichkeit, die einer besseren Sache wert gewesen wäre, vernichtet, und heute erkennt man, daß unsere Altvordern, die sie einst pflanzten oder stehen ließen, gar nicht so Dumm waren. Denn in der Tat find die Einwirkungen auf die Bodenfeuchtigkeit, die Bodenkohlensäure, die Schädlingsbekämpfung durch Heckenbrüter und andere Tiere so beträchtlich, daß man heute wieder nach Hecken ruft, wo man sie einst rodete und sengte. Hier sollte sich der Jäger aktiv einsckalten und mithelfen und mitraten. Es gilt, Bestehendes zu erhalten und Neues zu schaffen. Es ist seitens des Landesjägermeisters beabsichtigt, in besonderer Weise die Hebung des Fasanen- bestcmdes zu fördern, denn seine Bedeutung ist jagdlich wie als Schädlingsbekämpfer gleich groß. Dies wird aber in deckungslosen Feldmarken nie gelingen. Ader auch nicht jede Hecke sagt ihm zu. Durch Einbringen von beerentragenten Sträuchern ist es leicht, sie für den Fasan und manche Vogelart besonders anziehend und wohnlich zu gestalten. Wie groß die Wohnungsnot draußen in unseren Fluren ist, bewies ein nur 800 Quadratmeter großes Vogelschutzgehölz der Gemeinde Wieseck, das diese vor einigen Jahren zusammen mit den Jagdpächtern anlegte. In ihm haben im letzten Jahre nicht weniger als 40 Dogelpaare ihre Jungen groß gezogen. Daß daneben Fasan, Huhn und Hase immer dort anzutteffen sind, ist selbstverständlich. Wer es fertig bringt, fein Revier mit der Zeit mit einem Netz von Hecken und Büschen zu überziehen, die dort ihren Platz haben, wo sonst doch nichts wächst, der leistet eine Arbeit, die in gleicher Weise den Interessen der Jagd, des Vogelschutzes, der Landwirtschaft und des'Naturschutzes dient. Möchte diese Ueberlegung in recht viel heimischen Revieren zu Taten führen! Der April ist der rechte Monat, um den Hund, vor allem den jungen, auf Paarhühner zu führen und im Verhalten vor Federwild sicher zu machen. Durch die oberhessischen Jagdkreise geht zur Zeit eine große Werbung zu gemeinsamer Zusammenarbeit aller Jäger im Rahmen des „Jagdgebrauchshundevereins für Oberhessen" für den deutschen Gebrauchshund, den vielseitigen, tteuesten und unentbehrlichen Gesellen des weidgerechten Jägers. Der Gedanke ist bei der grünen Farbe ebenso wie im Kreise der Jagdpächter usw. auf fruchtbaren Boden ** Dienstjubiläum. Am 1. April waren es 25 Jahre, daß das Gefolgfchaftsmitglied Kari Kühn als Pfleger bei d^r Landes-Heil- und Pflegeanstalt Gießen eingetreten ist. Der Betriebsführer Direttor Dr. Schneider beglückwünschte den Jubilar zu seinem Ehrentage namens der ganzen Gefolgschaft und sprach ihm Dank und Anerkennung für seine treue Dienstzeit aus. ♦♦ Beim Auf springen auf d e n sah- rendenZug verunglückt. Ein etwa 60 Jahre alter Mann von hier wollte dieser Tage im hiesigen Bahnhof auf den bereits fahrenden Zug aufspringen. Dies mißlang ihm jedoch, und er kam zu Fall. Mit Schädelverletzungen, Prellungen und Abschürfungen mußte er in die Chirurgische Klinik gebracht werden. Er gab nicht gleich eihe Antwort, sondern begegnete stumm ihrem Blick. Dieser dunkle, drohende, ein wenig spöttische Blick sagte ihr alles. „Vielleicht hat er gerade — —" Aber er kam nicht weiter, denn plötzlich trommelten Gerdas Fäuste gegen feine Brust, daß es nur so dröhnte. „Decken Sie dock endlich die Karten auf! Geben Sie doch endlich Jyre Gemeinheit zu!" „3d) — wieso — was haben Sie denn?" Gleichzeitig faßte er nach ihren schlagenden Händen und hielt sie mit einem fast gewalttätigen Griffe fest. Gerda schrie vor, Schmerz auf, aber gleich darauf war sie ganz ruhig und begann ihre Möglichkeiten abzufchätzen. Sie traute sich die Kraft zu, es mit dem Alten aufzunehmen. Schließlich hatte man ja feine Feuerprobe schon bestanden. Die Hauptsache war, daß er nicht dazu kam, sie mit einer Waffe zu bedrohen. „Was ist mit meinem Verlobten geschehen? Woher haben Sie die Photographie?" „Bilden Sie sich wirklich ein, darauf eine Antwort zu bekommen? Ich werde mit Ihnen genau so wenig Federlefens machen wie mit ihm." Er ließ nun die Maske vollends fallen und zeigte sich zum ersten Male ganz in seiner wirklichen Gestalt, in der Gestalt des brutalen, rücksichtslosen Gewaltmenschen. „Dann muß ich versuchen, Sie zur Antwort zu zwingen." / Claudius wollte gerade höhnisch auflachen, doch statt dessen verzog sich sein Gesicht ju einer von jähem Schmerz verzerrten Grimasse Gerda schwieg und lauschte angestrengt, ob nicht irgendein Geräusch ihr von Willys Anwesenheit Kunde geben wollte. Nein, nichts! Nur eine Uhr tickte irgendwo. „So, nun kommen Sie herein und machen Sie ich's bequem!" Claudius hatte eine Tür geöffnet und das Licht angeknipst. Gerda sah ein mit alten Möbeln bestelltes, mäßig großes Zimmer, dessen Mitte von einem ovalen Tisch beherrscht wurde. Die eine Wand war von einem breiten Sofa mit geblümter Polsterung fast vollständig ausgefüllt. An der gegenüberliegenden Ecke stand ein Schreibtisch, auf dessen verschrammter Platte die Reste einer frugalen Mahlzeit standen. In der Mitgliederversammlung des Obst- und Gartenbauvereins am Sonntag im Hotel „Hopfeld" konnte der Vereinsführer Junker einen Aufstieg des Interesses am Obst- und Gartenbau feststellen. Dieser Aufstieg wirkt sich nicht nur in der Zunahme der Mitglieder des Vereins aus, der in wenigen Monaten um 72 auf 247 Mitglieder an- gewachsen ist, sondern er zeigt sich auch durch die rege Teilnahme an den Besichtigungen und den Vorttägen und nicht zuletzt an einem anwachsenden Austausch der praktischen Erfahrungen. Durch die Beratungen und den Austausch der praktische» Er- ahrungen soll eine bessere Ausnützung der Gtzrien- läche erfolgen. Mit Bedauern mußte der Vortragende feststellen, daß es auch in Gießen noch Gärten gibt, die brach und verwahrlost bleiben, obwohl ihre Erträge mehrköpfigen Familien den Jahresbedarf an Gemüse stellen körnten. Wir alle gehören dem Führer ausgezeichnet. Weiterhin sprach der Vereinsführer noch vtn der günfttgen Gelegenheit der Gartenbeschaffung n der Gagf ah-Siedlung. Für den Sommer ist en weder eine Besichtigung einer Obstbauanlage ober eii flug vorgesehen. Auf die getrennte Geschäftsf 1, des Obstbau-Bezirksverbandes und des Obsi. und Gartenbauvereins Gießen wurde besonders hin- bebeu! be. Ht i)unb über; rtus. vn der 1 n der 'nweder eii Aus. Sprung bs- und -r hin- - uj die >a Psir- i fragen n erfolg. QL Aus pMfche Mg der 'sen so. iliätsver. >ude die . filn und ' fuge des nisführer cy regel- ee Vögel - Men an de Mog- ■r nun Sqeben 2enfte lr feine tyren. 9 Sitzung zusammen, wies in dieser Besprechung zunächst auf den tieferen Sinn der Dorfverschönerungsaktion hin und zeigte in großen Zügen die !Wege auf, die beschritten werden müßten, um den aus diesem Arbeitsgebiet sich erwachsenden Auf- aaben gerecht zu werden. Um eine wirksame Durch- ührung zu erzielen, bildete der Bürgermeister ver- chiedene Ausschüsse mit jeweils einem Vor- itzenden und einem Stab von vier bis fünf Mitarbeitern. Es wurden folgende Arbeitsausschüsse mit den entsprechenden Vorsitzenden ernannt: Feld ■unb Wald: Theodor Schlag;' Gärten: Altbürgermeister Happel; besondere Anlagen rund Plätze: Pfarrer Steiner; das innere -Dorf: Philipp Schardt III; sportliche Anlagen: Heinrich Müller III. Zum Schluß der ^Sitzung gab Rektor i. R. Müller noch einige »riertvolle Anregungen. Don einem Zug überfahren und getötet. Auf der Bahnstrecke Gießen—Fulda, in der Nähe kde.r Station Ehringshausen, wurde der 28 V'ghre alte Arbeiter Otto H o f aus Ehringshausen »gegen 20.15 Uhr von einem Güterzug er» sfaßt, überfahren und auf der Stelle »getötet. Der bedauernswerte junge Mann war .an der Unfallstelle, die an einem Kreuzungspunkt Iber Reichsautobahn liegt, bei Bauarbeiten der !Reichsautobahn beschäftigt und hatte sich unmittel- 'bar vor dem Zuge aus seinem geschützten Standplatz -innerhalb des Baugerüstes schnell aus den Bahnkörper begeben, um dort noch etwas zu holen. 'Dabei wurde er von der Lokomotive erfaßt. Der 'Verunglückte hinterläßt Frau und Kind. Feuer im Hofgut. * Büdingen, 4. April. In einem Wirtschaftsgebäude des Hofgutes Luifen- !luft bei Usenborn entstand durch einen drei- ,zehnjährigen Jungen, der mit Streich- Hölzern spielte, wobei das brennende 'Schwefelstückchen in das Stroh fiel, ein Brand, idem das Wirtschaftsgebäude und die darin »geborgenen Heu- und Strohvorräte voll- 'ständig zum Opfer fielen. Die Löscharbeiten waren durch Wassermangel sehr erschwert. Der 'Brandschaden wird auf etwa 20 000 Mark geschätzt. Landkreis Gießen. Z Steinbach, 5. April. Am heutigen Dienstag, 5. April, feiert Frl. Margaretha Haas ihren i8 3 Geburtstag. Der Gesundheitszustand der Volks- 'genossin, die im Hause ihres 80jährigen Bruders -Philipp Haas V. lebt, ist verhältnismäßig günstig, wenn sie auch unter Altersbeschwerden zu leiden !hat. ____________ * ME * SM \ * ■< //■ ■ W . ' < Leichtathletik-Mannschastskämpfe der HI. Unseren Hitlerjungen ist in der Leichtathletik in diesem Jahr eine weitere Aufgabe gestellt worden: Wurden im vergangenen Jahr erstmalig die Deutschen Jugendmeisterschaften zur Ermittlung der Höchstleistungen durchgeführt, so gelten die Mann- chaftskämpse der HI. der Festigung der Kamerad- chaft und des gemeinsamen Einsatzes. Sämtliche HJ.-Mannschaften der Vereine des DRL. sowie HJ.- Leichtathletik-Mannschaften der Orte können sich beteiligen. Ihre Einteilung erfolgt je nach Größe der Vereine in vier Klassen. Für die Jahrgänge 1922/23 ergeht gleichfalls in vier Klassen eine Sonderauschreibung mit etwas erleichterten Bedingungen. Teilnahmeberechtigt sind alle Hitlerjungen, die nach dem 1. September 1919 geboren sind. Die Mannschaftskämpfe in den Gebieten und Bannen müssen in der Zeit vom 1. Mai 1938 bis 1. Oktober 1938 abgewickelt werden. In der Gruppe A werden die besten Mannschaften im Bann, Gebiet und Reich festgestellt, in den Gruppen B, C und D gibt es dagegen nur Gruppensieger. Der Endkampf der Jugendmannschaftskämpfe findet in Freiburg i. Br. am 24. und 25. September statt. Frau Franke Doppels,egerin. Der vierte Abend des Berliner Reitturniers war in der Hauptsache den Amazonen und der Jugend gewidmet. Im Mittelpunkt des Abends stand das zur Vielseitigkeitsprüfung der Amateure gehörende leichte Springen. Unter 24 Bewerbern blieben sechs fehlerlos, von denen Ursula Krasselt auf Peterle mit 42,2 Sek. die beste Zeit erreichte und den sieggewohnten ff-Hauptstuf. Günther Temme auf Am- neris um 1,2 Sek. schlug. Die endgültige Entscheidung fällt jedoch erst in der Dressurprüfung. Die Jugend entledigte sich ihrer Aufgabe im Springen zum Teil sehr gut. Es gab Fehn fehlerlose Ritte, aber auch noch mehr Bewerber, die den Parcour nicht beendeten. Im Stechen siegte der Hitlerjunge Jochen Günther auf „Fürst". Nur geringe Abstände von je zwei Zehntelsekunden trennten ,Lreon" (Thiedemann) und „Prinzessin" (Schwarz) auf den nächsten Plätzen. Die beiden reinen Amazonen-Wettbewerbe endeten mit einem Doppelsiege von Frau Franke. Auf Sultan erhielt die Altmeisterin die goldene Schleife in der Eignungsprüfung und auf Natascha siegte sie auch in der Dressurprüfung. ff-Hauptsturmführer Günter Temme gewann beim Reit- und Fahrturnier in der Deutschlandhalle auf Nordland den „Großen Preis der nationalsozialistischen Erhebung". — (Scherl-Bilderdienst-M.) Brandenburgische Geländefahrt in Sturm und Regen. Rund 350 Fahrzeuge starteten am Sonntag in Berlin zur Brandenburgischen Geländefahrt. Die Strecke führte über 504 Kilometer um die Mark bis Mecklenburg und wieder zurück nach Berlin. Zunächst wurden 90 Kilometer auf der Reichsautobahn zurückgelegt, dann ging es ins Gelände. Wald- und Feldwege, Sand, Morastlöcher und Steilfahrten wechselten miteinander ab. Die Strecke an sich war nicht übertrieben schwer, aber durch den starken Regen, die heftigen Sturmböen und Hagel wurden erhöhte Anforderungen gestellt. Wie schwer die Prüfung durch diese ungünstigen Witterungsverhältnisse geworden war, zeigt nicht zuletzt die Auswertung der Ergebnisse. So kam bei den Krafträdern der Beste erst 1% Stunden nach seiner Sollzeit ans Ziel, auch bei den Wagen wird es nach der Ausschreibung nur einige eiserne Medaillen geben. Aus diesem Grunde wird die NSKK.-Motorgruppe Berlin einen anderen Weg beschreiten, um die besten Fahrer auszuzeichnen. Leider ereigrteten sich auch zwei Unfälle mit tödlichem Ausgang. Im schweren Hagelschlag geriet ein Kraftrad mit Seitenwagen auf der Reichsautobahn aus der Richtung und fuhr auf einen haltenden Lastwagen auf. Dabei verunglückte der Beifahrer tödlich. Auf schwerer Geländestrecke überschlug sich ein Kraftwagen nach einem Reifendefekt. Der Beifahrer zog sich beim Sturz tödliche Verletzungen zu. Sechs Plaketten und ein Ehrenschild in Silber. Die so ungünstigen Witterungsverhältnisse bei der Brandenburgischen Geländefahrt wirkten sich entsprechend auf das Ergebnis aus. Weder bei den Einzelfahrern noch bei den Mannschaften konnte auch nur eine einzige Auszeichnung in Gold vergeben werden. Die Krafträder gingen sogar völlig leer aus. Bei den Wagen wurden sechs Silber- und 22 Bronze-Plaketten für Einzelfahrer und ein Silberschild und fünf Bronzeschilde für Mannschaften verliehen. Von den 350 gestarteten Teilnehmern erreichten 95 im Wagen und 32 auf dem Kraftrad das Ziel. Korpsführer Hühnlein wurde der Vorschlag unterbreitet, für alle noch am Ziel ankommenden Fahrer eine Anerkennungsplakette zu schaffen Die sechs Silberplaketten erhielten: ff-Oberscharführer Fiedler (Stoewer), ff-Stuf. P. Sch weder (Ford), ff-Standf. Prinz von Hessen (Mercedes-Benz), NSKK.-Of. P. Emminger (Mercedes-Benz), NSKK.-Truppf. W. B r i e m (Mercedes- Benz), Ofw. H. Schildmann (Mercedes-Benz). Den Silber-Ehrenschild erhielt die Mercedes-Benz- Mannschaft Rauch, Brendel und Kling. Wieder Großglockner-Rennen! Künftig „Großer Bergpreis von Deutschland". Im überfüllten Saal des Wiener Konzerthauses sprach am Sonntagnachmittag der Führer des deutschen Kraftfahrsports Korpsfuhrer Hühülei n. Er kündigte an, daß sofort nach der Wahl im nördlichen und südlichen Oesterreich je eine Motorsport- schule errichtet werde. Das Großglockner-Rennen wird künftig als der „Große Bergpreis von Deutschland" ausgefahren, der bisher auf der Schauins- land-Strecke im Schwarzwald entschieden wurde. Die Tiroler Bergwelt wird noch in diesem Jahr eine der größten internationalen motorsportlichen Veranstaltungen sehen, die Langstreckenfahrt Berlin—Rom, die über Innsbruck fuhrt. In seiner Rede wies der Korpsführer darauf hin, daß die NSKK.-Motorgruppe Oesterreich kein neues Gebilde fei, sondern bereits auf eine stolze Tradition zurückblicken könne. Jene Feuertaufe ist noch in bester Erinnerung, als die Wiener Motorstaffel zur Zeit des Wiener Gauparteitages Ende September 1932 den damaligen Reichstagspräsidenten Hermann Göring abholte und bei Wien beschaffen wurde. Oesterreichs Berufsspieler im ÖR£. Internationaler Spielverkehr in Wien wie zuvor. Während der Pause des Fußball-Länderspiels zwischen Oesterreich und Deutschland in Wien hielt der Reichssportführer von Tschammer und Osten vor den Zehntausenden eine Ansprache, in der er seiner Freude über das Ergebnis seiner Reise durch das herrliche österreichische Land Ausdruck verlieh. Er hat die Ueberzeugung gewonnen, daß die kameradschaftliche Zusammenarbeit aller Sportler für die große Nation felsenfest steht und die Erfolge nicht ausbleiben können. Die Begeisterung in ganz Oesterreich ist groß, und voll Zufriedenheit kann der Reichssportführer dem Führer seinen Bericht erstatten. Die Eingliederung wird in aller Ruhe vor sich gehen. Zuerst aber muß praktische soziale Hilfe geschaffen werden. Die tüchtigen Berufsfußballer werden Beschäftigungen zugeführt und so dem DRL. erhalten. Der Reichssportführer versprach, auch dafür zu sorgen, daß in Wien dtzr internationale Spielverkehr weiter wie bisher durchgeführt wird. Oie nächsten Gruppenspiele zur Fußball-Meisterschast. Wegen der großen Spielausfälle am 3. und 10. April hat sich das Reichsfachamt Fußball ent- schloffen, am Karfreitag und Ostermontag insgesamt zehn Gruppenspiele zur deutschen Fußball-Meisterschaft durchzuführen. Am stärksten betroffen von dieser Regelung sind der deutsche Meister Schalke 04, der Stettiner SC., Hanau 93, Alemannia Aachen und der HSV., die innerhalb von vier Tagen je zwei Spiele austragen müssen. Der Spielplan lautet: Karfreitag (15.April): Gruppe I: Yorck Insterburg — Hamburger SV. (in Königsberg), Stettiner SC. — Eintracht Frankfurt (Stettin); Gruppe II: Dessau 05 — Schalke 04 (Halle); Gruppe III: BC. Hartha — Fortuna Düsseldorf (Chemnitz), Dorw. Rasensp. Gleiwitz — VfB. Stuttgart (Gleiwitz); Gruppe IV: Hanau 93 — Alemannia Aachen (Hanau). Ostermontag (18. April): Gruppe I: Stettiner SC. — Hamb. SV. (Stettin); Gruppe II: Schalke 04 — DfR. Mannheim (Gelsenkirchen); Gruppe IV: Alemannia Aachen — 1. FC. Nürnberg (Aachen), Hanau 93 — Hannover 96 (Kassel). Waldtaufmeisterschast der HI. Unterband IV und V/254 Nidda. Am Sonntag fand in Nidda die Waldlaufmeister- schaft der Unterbanne IV und V/254 statt. Der Tag wurde durch eine Morgenfeier eingeleitet, bei der der Adjutant des Bannführers, Karl Schäfer, sprach. 45 Wettkämpfer waren angetreten, um in den drei ausgeschriebenen Strecken als Mannschaftsund Einzelkämpfer um den Sieg zu streiten. Trotz der ungünstigen Witterung wurden gute Zeiten erzielt. In der Gruppe I (Jahrgang 1920/21 — 3000 Meter) wurde die Gef. 17 (Nidda) Mann- schaftssieger. Die besten Einzelläufer find: 1. Weber, Helmut (Gef. 17), 9:31,5; 2. Ecksturm, Adolf (Gef. 18), 9:39,8; 3. Hölzinger, Helmut (Gef. 18), 10:06,2. In der Gruppe II (Jahrgang 1922/23 — 2000 Meter) wurde ebenfalls die Mannschaft der Gef. 17 (Nidda) Mannschaftssieger. Einzelfieger: 1. Müller, Adolf (Gef. 17), 7:24,9; 2. Röder, Hermann (Gef. 17), 7:25,2; 3. Roth, Walter (Gef. 17), 7:28,4. In der Gruppe III (Jahrgang 1924 und jünger — 1000 Meter) wurde die Mannschaft des Fähnleins 26 Mannschaftssieger. Einzelsieger: 1. Trapp (Fhl. 26) 3:26,6; 2. Nies (Fhl. 24) 3:27; 3. Bingel (Fhl. 26) 3:31,8. Mit einer kurzen Siegerehrung fand die zweite sportliche Veranstaltung des Bannes 254 in diesem Jahre ihren Abschluß. August Tiedtke wieder Billardmeister. Die Deutsche Billardmeisterschaft im Dreibandenspiel wurde am Sonntag in Magdeburg abgeschlossen. Der Düsseldorfer August Tiedtke verteidigte seine Meisterschaft erfolgreich. Nach den letzten Rundenspielen am Sonntag stand Tiedtke mit Ber- risch (Essen) punktgleich. Den Stichkampf entschied Tiedtke mit 50:42 bei 65 Aufnahmen zu feinen Gunsten. In diesem Spiel machte Berrisch eine Höchstserie von elf Bällen, die gleichbedeutend mit dem deutschen Rekord ist. NeuerWeltrekordüberilvvMeterBrust Bei einem Schwimmfest des Detroiter Athletik- Clubs wartete der Amerikaner Jack Kasley mit einem neuen Weltrekord im 100-Meter-Brustschwim- men auf. Er verbesserte die bisherige Bestleistung seines Landsmannes John Higgins von 1:10 auf 1:08,6 Min. Kasley ist auch Inhaber der Weltrekorde über 200 Yards und 200 Meter. Neue Amerika-Rekord? erzielten Tom Haynie über 150 Yards Lagenschwimmen in 1:34,7 und Halina Tomska über 75 Yards Kraul in 43,4 Sek. Oauerrudern „Quer durch Amsterdam". Auf der Arnstel bei Amsterdam wurde am Sonntag ein Langstreckenrudern über 8 Kilometer durch- ge'führt. Der Wettbewerb ging bei sehr windigem Wetter vor sich, war aber trotzdem sehr gut besucht. Aber nicht nur die Böen machten den Booten sehr viel zu schaffen, sondern noch mehr die überaus kurvenreiche Strecke. Während im Vorjahre die RG. Wiking Berlin siegreich geblieben war, konnte sich diesmal der deutsche Vertreter, die Renngemeinschaft Etuf/Krupp Essen, nicht ganz so erfolgreich behaupten. Immerhin belegten die Kruppstädter in diesem schwierigen Rennen hinter „Nereus" Amsterdam (35:27 Min.) und „Laga" Delft 35:40,5) mit einer Zeit von 35:42,4 Minuten den dritten Platz. Insgesamt waren elf Achtermannschaften im Wettbewerb. Sdiuhhaus Edmund Darre,Gieren sM8 MF Ab 1. April d. 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Die Abstimmungsraume befinden sich: für Abstimmungsbezirk 1 im Schuchaus Kirchstraße 16 (früher Gewerbehaus), Saal 9, Erdgeschoß, Fernspr. Nr. 2916; „ 2 in der Schillerschule, Schillerstraße 8, Saal 6, Haupteingang, links, Fernspr. Nr. 2244 über Feuerwache; 3 im Schulhaus Kirchstraße 16 (früher Gewerbehaus), Saal 5, Erdgeschoß — Fernspr.Nr. 2916; „ „ 4 in der Schillerschule, Schillerstraße 8, Turnhalle — Fernspr. Nr. 2244 über Feuerwache; „ „ 5 in der Pestalozzischule (Stadtknabenschule), Wernerwall 18 — Lehrerzimmer — Fernspr. Nr. 2244 über Feuerwache; . „ „ 6 in d. Goetheschule, Horst-Wessel-Wall 43, Turnhalle, Fernsprecher Nr. 2244 über Feuerwache; „ 7 im Liebigbau, Liebigstr. 16, Saal Nr. 20, I. St. links (Eing. Hauptportal), Fernspr. Nr. 2912; „ u 8 im Liebigbau, Liebigstr. 16,1. St. rechts, Saal 2 (Eing. Hauptportal) — Fernsprecher Nr. 2912; „ „ 9 im Liebigbau, Liebigstraße 16 — I. St. rechts, Saal 3 (Eing. Hauptportal) — Fernsprecher Nr. 2912; „ „ 10 in der Langemarckschule (früher Realgymnasium), Ludwigstraße 11 — Turnhalle — Fernsprecher Nr. 3082.; „ M 11 im Stadthaus, Bergstraße 20 (früher Steins Garten), Zimmer Nr. 6 — Fernsprecher Nr. 2851—2853; „ 12 im Gymnasium, Hindenburgwall 6, Turnhalle, Eingang Bismarckstraße — Fernspr. Nr. 4054; 13 in der Justus-von-Liebig-Schule (früher Oberrealschule), Stephanstraße 12, Schulsaal Nr. 8, Erdgeschoß — Fernsprecher Nr. 3112; „ „ 14 in der Gastwirtschaft „Zur Städt Lich", Licher Straße 59 — Saal — Eingang von der Gartenseite — Fernsprecher Nr. 3279; 15 im Justizgebäude, Hitlerwall 15, Eingang von der Südseite, Erdgeschoß Nr. 18 (Strafkammersaal) — Fernsprecher Nr. 3857; 16 im Regierungsgebäude, Landgraf - Philipp- Platz 3 — Sitzungssaal — Fernspr. Nr. 2951; i) siehe Anmerkung „ „ 17 im Stadthaus, Gartenstraße 2 (Altes Bürger- . meistereigebäude), I. St., Zimmer Nr. 16 — Fernsprecher Nr. 2858; „ w 18 im Stadthaus, Gartenstraße 2 (Altes Bürgermeistereigebäude), Erdgeschoß, Zimmer Nr. 7 — Fernsprecher Nr. 2858. 2240C T) Oesterreichische Stimmberechtigte können nur im Abstimmungsbezirk 16 (Regierungsgebäude, Landgraf-Philipp-Platz 3, Sitzungssaal), der als alleiniger Abstimmungsraum zugelassen ist, abstimmen.