Nr.Ztt Erstes Blati Samstag, 5./$onntag, 6. Abruar 1938 <88. Jahrgang Heß- und und des und macht- ernannt. Des Führers Dank an Blomberg und Fritsch. Die Erlasse des Führers und Reichskanzlers vom 4 Februar wollen als ein Ganzes genommen werden Sie werden ergänzt durch die gleichzeitig bekannt gewordene Reorganisation des Reichswirtschaftsmini st er iu ms die der Beauftragte des Führers für den Vieriahresplan, der oeben zum Generalfeldmarschall ernannte Ministerpräsident Göring, durchgefuhrt hat In seiner neuen straff durchorganisierten und auf die Qie[e des Vierjahresplans ausgerichteten Form wird das Reichswirtschaftsministerium in der Hand des neuen Ministers Walter Funk ein einsatzbereites und schlagkräftiges Instrument der Politik des ^Führers im nativ nalwirtjchafllichen Sektor (ein. Generaloberst Göring zum Generalseldmarschall ernannt. Berlin, 4. Febr. (DJtB.) Der Führer und Reichskanzler Hal den Oberbefehlshaber der Luft- waffe Generaloberst Göring zum Generalfeldmarschall ernannt. Generaloberst v. Vrauchitsch Oberbefehlshaber des Heeres. Vertin, 4. Febr. (DRV.) Der Führer und Reichskanzler hat General der Artillerie v on Vrauchitsch, Oberbefehlshaber der Gruppe IV, 311m Oberbefehlshaber des Heeres unter gleichzeitiger Beförderung zum Generaloberst ernannt. General Keitel Lhes des Oberkommandos der Wehrmacht. Berlin, 4.Febr. (DRV.) Der Führer und Reichskanzler hat folgenden Erlaß über die Führung der Wehrmacht herausgegeben: „Die Befehlsgewalt über die gesamte Wehrmacht übe ich von seht an unmittelbar persönlich aus. Das bisherige Wehrmachtsamt im Reichskriegsministerium tritt mit seinen Ausgaben als „Oberkommando der Wehrmacht" und als mein militärischer Stab unmittelbar unter meinen Befehl. An der Spitze des Stabes des Oberkommandos der Wehrmacht steht der bisherige Ches des Wehrmachtsamtes als „Lhes des Oberkommandos der Wehrmacht". Er ist im Range den Reichsministern gleichgestellt. Das Oberkommando der Wehrmacht nimmt zugleich die Geschäfte des Reichskriegsmini st eriums wahr, der Lhes des Oberkommandos der Wehrmacht übt in meinem Auftrage die bisher dem Reichskriegsminister zustehenden Befugnisse aus. Dem Oberkommando der Wehrmacht obliegt im Frieden nach meinen Weisungen die einheitliche Vorbereitung der Reichsverteidigung aus allen Gebieten. Berlin, den 4. Februar 1938. Der Führer und Reichskanzler. Gez.: A d o 1 s h i 11 e r. Der Reichsminister und Lhes der Reichskanzlei. Gez.: Dr. Lammers. Der Lhes des Oberkommandos der Wehrmacht. Gez.: Keitel. Berlin, 4. Febr. (DNB.) Der Führer Reichskanzler hat den Botschafter in London von Ribbentrop unter Abberufung aus feinem bis- herigen Ami zum Reichsminister des Aeuheren ernannt. Gleichzeitig hat der Führer und Reichskanzler die Botschafter v 0 n h a f s e l l in Rom,v 0 nDirksen in Tokio und von Papen in Wien von ihren Aemtern abberufen und zur Disposition ge- Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8'/,Uhr des Vormittags Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf.. für Textanzeigen von 70mm Breite 50 Rps.,Platzvorschrift nach vorh Dereinbg.25°/<, mehr. Ermähtgle Grundpreise: Stellen-., Vereins», gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Rpf.,Familienanzei- gen, Bäder-, Unterrichts- u. behördliche Anzeigen 6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B Bildung eines Geheimen Kabinettsrais Zteichsminister Freiherr von Neurath zum Präsidenten ernannt. Einberufung des Reichstages zum 20. Februar 1938 Berlin, 4. Febr. (DRB.) Der Deutsche Reichstag ist auf Sonntag, den 20. Februar, nach Berlin einberufen. Auf der Tagesordnung steht: Abgabe einer Erklärung der Reichsregierung. Außenpolitisches Revirement. Botschafter von Ribbentrop Reichsautzenminister. — Abberufung der Botschafter in Rom, Tokio, London und Wien. Berlin, 4. Febr. (DRV.) Der Führer Hal folgenden Erlaß über die Errichtung eines Geheimen Kabinettsrates herausgegeben: „Zu meiner Beratung in der Führung der Außenpolitik fetze ich einen Geheimen Kabine 11 s r a t ein. 3d) ernenne zum Präsidenten des Geheimen Kabinettsrates den Reichsminisier Freiherrn von Reurath. Ich berufe ats Mitglieder in den Geheimen Kabinettsrat: den Reichsminister des Auswärtigen Joachim von Ribbentrop, den preußischen Ministerpräsident, Reichsminister der Luftfahrt und Oberbefehlshaber der Luftwaffe Generalfeldmarschgll Hermann Göring, den Stellvertreter des Führers Reichsminister Rudolf Heß, den Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda Dr. Joseph Goebbels, den Reichsminister und Lhef der Reichskanzlei Dr. Hans-Heinrich Lammers, den Oberbefehlshaber des Heeres Generaloberst Walther von Vrauchitsch, den Oberbefehlshaber der Kriegsmarine Generaladmiral Dr. h. c. Erich Raeder, den Lhef des Oberkommandos der Wehrmacht General der Artillerie Wilhelm Keitel. Die laufenden Geschäfte des Geheimen Kabinettsrates führt der Reichsminister und Lhef der Reichs- kanzlei. Berlin, den 4. Februar (938. Der Führer und Reichskanzler: gez. Adolf Hitler. Der Reichsminisier und Lhef der Reichskanzlei: gez. Dr. Lammers.^ Schärfste Zusammenfassung. Der Führer und Reichskanzler übernimmt den Oberbefehl über die gefamteWehrmachi Stärkste Konzentration aller polit»schen, militärischen und wirtschaftlichen Kräfte in der Hand des Obersten Führers. rungen stelle. Ich will nunmehr nach der Vollendung des fünften Jahres des Wiederaufbaues unseres Volkes und seiner Wehrmacht Ihrem abermals v 0 r g e t r a g e n e n Ansuchen entsprechen. Mögen Sie durch dle vor Ihnen liegende Zeit der Schonung jene Erholung finden, auf die Sie mehr als viele andere Menschen Anspruch erheben können. Am 30. Januar 1933 haben Sie, Herr General- feldmarschall, als erster Offizier des neuen Reiches den Treueid zur nationalsozra- listischen Staatsführung vor mir abgelegt. Fünf Jahre lang haben Sie ihn unerschütterlich gehalten. In diesem Zeitraum vollzog sich die einzigartigste Militär i-fche Reorganisation, die die deutsche Geschichte kennt. Mit diesem Werke wird aber auch JhrName geschichtlich für alle Zeiten verbunden sein. Für mich und für das deutsche Volk versichere ich Ihnen auch in dieser Stunde erneut den Ausdruck tiefbewegter Dankbarkeit."' ' An den aus seiner Stellung als Oberbefehlshaber des Heeres scheidenden Generaloberst Freiherrn von Fritsch richtete der Führer und Reichskanzler folgendes Schreiben: „Mit Rücksicht auf Ihre angegriffene Gesundheit haben Sie sich gezwungen gesehen, mich um die Enthebung von Ihrer Dienststellung zu bitten. Nachdem ein erst kürzlich stattgehabter Aufenthalt im Süden nicht die erhoffte Wirkung fand, habe ich mich entschlossen, Ihrem Ersuchen nunmehr Folge zu geben. Ich nehme den Anlaß Ihres Scheidens aus der aktiven Wehrmacht wahr, um in tiefer Dankbarkeit Ihre hervorragendenLei st ungen imDienit^ des Wiederaufbaues des Heeres zu würdigen. Denn mit dieser Erneuerung und Wiedererstarkung des deutschen Heeres in der Zeit vom März 1935 bis Februar 1938 wird Ihr Name für immer geschichtlich verbunden fein." Der Führer und Reichskanzler hat angeordnet, daß die Reichsminister, die kein Ministerium verwalten und die — nach einer früheren Hebung — zu Reichsministern „ohne Geschäftsbereich" ernannt worden sind, in Zukunft unter Fortlas s u n a d i e s e s Z u s a tz e s nur die Bezeichnung „Reichsminisier" führen. Der Zusatz „ohne Ge- chäftsbereich" ist nach Ansicht des Führers und Reichskanzlers unnötig und auch nicht zutreffend. Auch diese Reichsminister haben als Berater des Führers und Reichskanzler innerhalb der Reichsregierung bestimmte wichtige Aufgaben zu erfüllen, so besonders der Stellvertreter des Führers, Reichsminister Rudolf b e h r l i ch geworden. Wenn ich Sie daher unter Entbindung von den laufenden Ge° ch ä f t e n des Reichsaußenministeriums zum Präsidenten des Geheimen Kabinettsrates ernenne, so geschieht es, um mir auch in Zukunft einen Ratgeber an der Höchte» Spitze de s Reiches zu schalten, der mir in fünf schwersten Jahren in loyaler Treue zur Seite gestanden war. Ihnen dafür heute zu danken, ist mir ein tiefstes Herzensbedürfnis." Keine Reichsminister „ohne Geschäftsbereich" mehr. Metzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Oru* und Verlag: vrühlsche UniverfitSttdruckerel «.Lange In Stehen. Schriftleitung nnd SeschSftrftelle: Schulftrahe 7 Berlin, 4. Aebr. (DJIB.) Der Führer Reichskanzler ha« den bisherigen Lhes des wehr- Machtsamtes ffieneral der Artillerie »eitel jum „Lhef des Oberkommandos der weyr Lrlchetnl täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild Die Scholle Monatr-Bezugspreis: Mit 4 Beilagen RM. 1.95 Ohne Illustrierte , 1.80 Zustellgebühr , -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Zernsprechanschlüffe unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten Anzeiger Gießen postscheckfonto: granffurt am Main 11686 Berlin, 4. Febr. (DNB.) Der Führer Reichskanzler hat an Generalseldmarschall von Blomberg folgendes Schreiben gerichtet: „Seit der im Jahre 1936 vollzogenen Wiederherstellung der vollen deutschen Souveränität in militärischer und territorialer Hinsicht haben Sie mich öfters gebeten, von einem Dienste entlastet zu werden, der an Ihre Gesundheit schwerste Anforde- Noch mehr in die Augen springen die Veränderungen, die der Führer und Reichskanzler nach dem Ausscheiden des bisherigen Reichskriegsministers, Generalseldmarschall von Blomberg, in der Leitung der Wehrmacht angeordnet hat. Die Uebernahme des Oberbefehls über die gesamte Wehrmacht durch den Führer und Reichskanzler persönlich, der als seinen militärischen Stab das bisherige Wehrmachtsamt im Reichskriegsministe- rium unter General Keitel als „Chef des Oberkommandos der Wehrmacht" an feine Seite berufen hat, wird in höchstem Maße die einheitliche Vorbereitung der Landesverteidigung auf allen Gebieten gewährleisten. Die dritte Maßnahme liegt in der Führung der deutschen Außenpolitik. Die Berufung des durch vielfache wichtige Sonderaufträge des Führers als Mann seines besonderen Vertrauens bereits herausgehobenen bisherigen Botschafters in London von Ribbentrop zum Reichsminister des Auswärtigen kommt nicht überraschend, nachdem Freiherr von Neurath, den der Führer soeben aus Anlaß der Vollendung des 65. Lebensjahres und des 40jährigen Dienstjubiläums besonders geehrt hat, erneut den Wunsch . nach Entlastung ausgesprochen hatte. NeMaths außerordentliche außenpolitische Erfahrung bleibt jedoch der Führung des Reichs erhalten. Die unter feinem Vorsitz vollzogene Bildung eines Geheimen Kabinettsrates, dem neb^n den Ministern, deren Rat für die Leitung der Außenpolitik schwer entbehrt werden kann, auch die Oberbefehlshaber der Wehrmachtsteile angeyören werden, soll auch auf dem Gebiet der Außenpolitik jene Zusammenfassung aller Kräfte sicherstellen, wie sie für Landesverteidigung und Wirtschaft durch die schon genannten Maßnahmen gewährleistet worden ist. So sind alle diese hoch bedeutsamen Erlasse des Führers und Reichskanzlers von dem Willen diktiert, nach Vollendung des fünften Jahres des Wiederaufbaues der deutschen Volkskraft an der Schwelle eines neuen Abschnitts alle für die Erhaltung und Stärkung der deutschen Lebensenergien wesentlichen und Deutschlands wiedergewonnene Weltmachtstellung sichernden Kräfte in eine organische Verbindung miteinander zu bringen und in der Hand der nationalsozialistischen Staatsführung, die in der Person des Führers und Reichskanzlers sich vereinigt, zufammenzufassen. Die hervorragenden Leistungen, die sowohl der bisherige Reichskriegsminister Generalseldmarschall v. B l o m- b e r g als auch der ebenfalls auf sein Ersuchen ausscheidende Oberbefehlshaber des Heeres Freiherr v. Fritsch im Dienst des Wiederaufbaues der Wehrmacht vollbracht haben, haben in den herzlich gehaltenen Abschiedsschreiben des Führers dessen wärmste Anerkennung gefunden. Der Führer hat mit Recht festgestellt, daß beider Namen mit der Wiederwehrhaftniachung unseres Volkes für immer verbunden bleiben werden. L. stellt. entlaffung Heuratö«. Entbindung von den laufenden Geschäften des Reichsautzenministeriums. Berlin 4. F-br. (DNB.) Der Führer und Reick^kanzler Hai den Reichsmm.ster F re, her r n non Neurath von seinem Amt als Jteiajs- Minister des Auswärtigen entbunden und zu- 5 wt. M Freiherr , von Neurath ftübrer hat' ihn^zum^Präsidenten des n-ug-bildeten SSBsää« F* »:'» r-s* „planmäßige und organische Entwicklung." Berliner Pressestimmen zu den Erlassen des Führers. Berlin, 5. Febr. (DNB.) Die Entscheidungen des Führers, erklärt der „Völkische Beobachter" u. a., werden einen Markstein in der Geschichte der nationalsozialistischen Staatsführung bilden. Denn sie sind aus dem sich stets gleichbleibenden Geiste der Parteü geboren und stellen daher die konsequente Fortentwicklung des Weges dar, den der Führer in dem Augenblick betrat, als er am 30. Januar 1Z33 die Regierungsbildung übernahm. Die Maßnahmen, die heute auf den Gebieten der Wehrmacht, der Außenpolitik und der Wirtschaft in Kraft treten, sind nicht zufälliger Natur, sondern- der sichtbare Ausdruck einer planmäßigen und organischen Entwicklung. Denn sie dienen nach Form und Inhalt einerzielbewußten Stärkung aller nationalen Energien durch ihre kraftvoll st eKonzentration. Es wird in zunehmendem Maße deutlich, daß das Führungsprinzip des nationalsozialistischen Staates sowohl in seinem politischen wie seinem militärischen Charakter auf eine einzige gemeinsame Kraftquelle zurückgeht. Die natürliche Folge der Neuorganisation der Wehrmacht und der damit verbundenen personellen Veränderungen wird eine Neubelebung der deutschen Armee mit dem Geiste der Parte, sein, und umgekehrt: die Partei wird sich für die Arbeit und für die Moral der deutschen Wehrmacht noch mehr verantwortlich fühlen. Die Ernennung des Oberbefehlshabers der Luftwaffe, Hermann Göring, zum Generalfeldmarschall wird aus diesem Grunde in allen Kreisen der, Partei einen besonders begeisterten Widerhall finden. Die Ernennung des treuen Mitkämpfers des Führers bedeutet eine symbolische Handlung. Hermann Göring ist der Typ jenes politischen Soldaten, den die nationalsozialistische Seroegung hervorgebracht und geprägt hat. Nach dem Führer hat sich in ihm die Vermählung des soldatischen,Geistes der nationalsozialistischen Bewegung mit ihrem politischen Willen am sichtbarsten geäußert. Und damit die Erkenntnis, daß der Nationalsozialist ebenso Soldat sein, wie der Soldat zum Nationalsozialisten werden muß, wenn das große nationalpolitische Ziel erreicht werden soll. Die Anordnung des Führers zum Ausbau und zur Verstärkung der Wehrwirtschaft weisen die gleiche Richtung. Es zeigen sich hier Entwicklungslinien, die zweifellos noch gar nicht abgeschlossen, sondern erst im Laufe der Zeit ihre Vollendung erfahren werden. Die gleichzeitige B l l d u-n g eines Geheimen Kabinettsrat liefert uns den Beweis für den unerschütterlichen Willen des Führers, in der Zusammenfassung der stärksten Energien des deutschen Volkes alle Möglichkeiten auszuschöpfen. Die „Deutsche Allgemeine Zeitung" betont vor allem, daß die personelle Ernennung an entscheidenden Posten eine Verjüngung oringe. Der Nationalsozialismus fühlt sich als eine junge Bewegung, und wenn bei gewissen Persönlichkeiten der Wunsch besteht, von der aktiven Bühne abzutreten, stehen heute noch mehr als vielleicht 1933 eingearbeitete und geschulte jüngere Kräfte zur Verfügung, die diA verantwortungsvollen Aufgaben ihrer Vorgänger, mit denen sie zum Teil jahrelang zusammengearbeitet haben, wie zum Beispiel Ribbentrop mit Neurath, ohne Schwierigkeiten üh^rnehmen können. Stärkste Zusammenfassung aller Kräfte! Unter dieser Forderung, so schreibt der „BerlinerLo- kal anzeig er" u a., läßt sich von vornherein programmatisch festlegen, welche Bedeutung und welchen Sinn die Umgruppierung in den längsten Organen der Reichsführung hat. In der Entwicklung des Reiches bedeutet dieser gestrige Tag keinen Wendepunkt, sondern eine Staustufe der Kräfte für eine neue Etappe in dem gewaltigen Ringen Deutschlands um seine Macht, seine Sicherung und leine fortdauernde Freiheit. Wie immer bei den Taten des Führers, die für das Geschick eines 67-Millionen-Volkes einschneidend wichtig und bedeutungsvoll sind, überkommt uns ein Gefühl der Freude und des Stolzes, eine Befriedigung, daß alles so klar ist und kraftvoll, überlegt und doch nirgends im Kleinlichen tastend, vor- wärtsweisend und doch nirgends die Fäden zerstörend, die auch unsere Zeit wie die Zukunft an den Wuchs Deutschlands in den Jahrhunderten bisher knüpften. So ist es auch heute, und es wird keinen geben, der nicht mit persönlichster Anteilnahme die Dokumente liest, die das Datum des 4. Februar 1938 tragen und der nicht ganz unmittelbar empfindet, wie nach dieser Aufbauung der Kräfte und nach der Wegweisung mit neuen starken Impulsen der Marsch fortgesetzt werden kann — für Deutschland! Die „Berliner Börsen-Zeitung" würdigt tue Bedeutung des Tages u. a. mit folgenden Feststellungen: Mit den heutigen Veröffentlichungen über die Personalveränderungen in leitenden Stellungen des Staates erhält das deutsche Volk Kenntnis von Beschlüssen des Führers, die zwar von weittragender Bedeutung, die aber ein natürlicher Vorgang in der Entwicklung des Nationalsozialismus, in der Geschichte des Dritten Reiches sind. Betrachtet man die vorgenommenen Veränderungen sowohl in Bezug auf die einzelnen Personen als auch in organisatorischer Beziehung, so erkennt man den leitenden Gedanken, der hier greifbaren Ausdruck gefunden hat: Kräfte sind zusammengefaßt. Bereiche sind vereinheitlicht junges Blut ist neu zugeführt worden. In politischer, wirtscha'tlicher und 'militärischer Beziehung sind alle Kräfte in noch nicht dagewesener Form und allen Augen sicht- bar konzentriert worden. Es ist sicher, daß die Entscheidungen des Führers und Reichskanzlers in der Welt starke Beachtung finden werden. Wir möchten, daß diese Beachtung auf der Grundlage realpolitischer Erkenntnis -erfolgt, einer Erkenntnis also, die nicht auf Kombinationen beruht, sondern die den einfachen Tatsachen und dem klaren Vorgang gerecht wird. Wir erkennen an der Art der Durchführung dieses großen Entwurfes, so sagt das „Berliner Tageblatt" u. a., die zielklare und stetige Weiterführung und Beschleunigung des Ve'rschmsl- zungsprozesses zwischen der von ihren bisherigen Führern und Gestaltern in bewunderungswürdiger, schätzenswerter Arbeit aufgebauten Wehrmacht und der Bewegung, den beiden entscheidenden Machtfaktoren des Reichs, deren Führung nun ohne jede Zwischenschaltung in der Hand des Führers liegt, unterstützt und mit allen erfaßbaren Kräften unmittelbar gefördert durch die wirtschaftliche Konzentration, deren Zeugen wir gleichfalls gegenwärtig sind. neubesetzt werden müssen; besonders auf dem Gebiete der Politik rufen immer wieder große, wichtige und verantwortungsvolle Aufgaben nach Persönlichkeiten, die sie meistern sollen. Gerade in der wirtschaftspolitischen Führung brau- chen wir solche Männer. Es ist eine große Ausgabe, die unser Parteigenosse Funk am heutigen Tage übernimmt. Wenn wir uns auch nur schweren Herzens in dieser Stunde von ihm verabschieden, so erfüllt uns noch alle ein Gefühl des Stolzes darüber, daß der Mann, der nun die deutsche Wirtschaft führen soll, aus unserem Kreis hervorgegangen ist. Reichsminister Funk gedachte noch einmal der vielen entscheidenden Stunden, in denen es ihm im Propagandaministerium vergönnt war, tatkräftig mitzuwirken an der Verwirklichung der weitschauen- ben Pläne des Führers. Er fügte hinzu: Wenn man zurückdenkt, was hier alles in diesen fünf Jahren von Ihnen, Parteigenosse Dr. Goebbels, und Ihren Mitarbeitern geleistet worden ist, dann muß man zu der Ueberzeugung kommen: Es ist etwas ganz Einzigartiges hier aufgebaut worden. Die geistige Kraft der Nation zu sammeln und zu führen, das Ohr am Pulsschlag des Volkes zu haben, das war und ist die große Aufgabe dieses Ministeriums, und sie wurde hier in einzigartiger Weise gelöst. Reichsminister Dr. Goebbels wandte sich nun den beiden neuen Staatssekretären des Ministeriums zu: Sie, Parteigenosse Hanke — mit diesen Worten wandte sich Dr. Goebbels an seinen langjährigen Mitarbeiter —, haben sich im Gau Berlin und in unserem Ministerium von der Picke heraufgearbeitet. Ihre Mitarbeiter und jetzigen Untergebenen wissen, daß Sie auch in Zukunft als Vorgesetzter das bleiben werden, was Sie immer waren, der Kamerad Ihrer Mitarbeiter. — Sie, lieber Parteigenosse Dr. Dietrich, kennen wir seit vielen Jahren gemeinsamer Arbeit, nicht nur als Mitarbeiter des Führers, sondern als Kameraden und Freunde. Wenn Sie nun das große und komplizierte Gebiet der Preisgestaltung in eine sichere und feste Hand nehmen, *o können Sie davon überzeugt fein, daß alle Ihre Mitarbeiter Ihnen gern und willig ihre Arbeitskraft und ihre Disziplin zur Verfügung stellen werden. Dr. Goebbels wies darauf hin, daß die Mitarbeiter des Propagandaministeriums erstens jung und zweitens fast alle aus der Parteiarbeit heroörgegangen feien. Der Nationalsozialismus sei in diesem Hause d i e Luft zum Leben geworden. Daher freue es ihn, daß in diesem Kreis zwei neue Staatssekretäre treten, die beide Träger des Goldenen Ehrenzeichens und aus der Partei hervorgegangen feien ■ Die Reorganisation des ReichwirWastsmimslenums personalveränverungen im Heer Staatssekretär Brinkmann. Reichsminister Funk hat das Reichs wirtschastsministerium übernommen. Berlin, 4. Febr. (DNB.) Reichswirtschaftsminister Funk hat die Geschäfte des Reichs- und Preußischen Wirtschaftsmini st e. riums übernommen. Die Einführung des neuen Reichswirtschaftsminifters durch den Beauftragten für den Vierjahresplan, Dhinifterpräsi- dent Generalfeldmarschall Göring, wird am kommenden Dienstagmittag erfolgen. Stülpnagel, Kommandeur der 30. Division, zum Oberquartiermeister 2 im Generalstabe des Heeres; die Generalmajore: Guderian, Kommandeur der 2. Panzer-Division, zum Kommandierenden General des Kommandos der Panzertruppen, von Lewinski, genannt von Manstein, Oberquartiermeister 1 im Generalstabe des Heeres, zum Kommandeur der 18. Division, Schmantes, Kommandeur der Heeresdienststelle IV, zum Kommandeur der 19. Division, Veiel, Kommandeur der 2. Schützen-Brigade, zum Kommandeur der 2. Panzerdivision, SBr'emer, Artillerie-Kommandeur III, ZUM Kommandeur der 34. Division, Graf von Brockdorf-Ahl^feldt, Kommandeur des Infanterie-Regiments 8, zum Kommandeur der 23. Division, Lemelfen, Kommandeur der Kriegsschule Dresden, zum Kommandeur der 29. Division, Ritter von Speck, Artillerie- Kommandeur 17, zum Kommandeur der 33. Division, von Kortzfleisch, Landwehrkommandeur Allenstein, zum Kommandeur der 1. Division, von Briesen, Kommandeur des JR. 69, zum Kommandeur der 30. Division, Brand, Kommandeur der Artillerie-Schule, zum Inspekteur der Kriegsschulen, von Arnim, Kommandeur des JR. 68, zum Kommandeur der Heeresdienststelle IV; die Obersten: Behlendorff, Abteilungschef im Oberkommando des Heeres, zum Artillerie-Kom- mandeur 31, Keitel. Abteilungschef im General- ftab des Heeres, zum Chef des Heeres-Perfonal- amtes, W o s ch, beim Stabe des JR. 8, zum Kommandeur dieses Regiments, Fischer, beim Stabe JR. 69, zum Kommandeur dieses Regiments; Schwartz, im Oberkommando des Heeres, zum Abteilungschef im Oberkommando des Heeres (P. 1), Brabänder, Kommandeur des 2. Bataillons JR. 57, zum Kommandeur des JR. 68, von Greiffenberg des Generalstabes an der Wehrmachtsakademie, zum Abteilungschef im Generalstabe des Heeres (4. Abtlg.), den Oberstleutnant Michelmann, im Oberkommando des Heeres, zum Abteilungschef des Heeres (P.4). Es werden versetzt: die Generalleutnante: Hoth, Kommandeur der 18. Division, zu den Offizieren zur Verfügung des Oberbefehlshabers des Heeres, von Diebahn, Kommandeur der 34. Division, in das Oberkommando der Wehrmacht (WA.), der Oberst: Kuntz en, des Generalstabes, Abteilungschef im Oberkommando des Heeres, zu den Olki- zieren zur Verfügung des Oberbefehlshabers des Heeres.. für deutsche Roh- und Werkstoffe beim Beauftragten für den Dierjahresplan); zum Leiter der Hauptabteilung II der Generalmajor des Heeres von Hanneken (bisher Generalbevollmächtigter für Eisen- und Stahlbewirtschaftung beim Beauftragten für den Vierjahresplan); zum Leiter der Hauptabteilung III der Staatsrat Schmeer (bisher Leiter der Zentralstelle für den Dierjahresplan in der Deutschen Arbeitsfront), unter Ernennung zum Ministerialdirektor; zum Leiter der Hauptabteilung IV der Präsident z. P. Lange (bisher Abteilungsleiter im Amt für deutsche Roh- und Werkstoffe), unter Ernennung zum Ministerialdirektor; zum Leiter der Hauptabteilung V der Major a. D. von Iagwitz (bisheriger Leiter der Geschäftsgruppe für Außenhandelsgeschäfte beim Beauftragten für den Dierjahresplan) unter Ernennung zum Ministerialdirektor, zum Leiter der Reichsstelle für Wirtschaftsausbau der Major des Generalstabes Dr.-Jng. Czima- t i s, zum Präsidenten der Reichsstelle für Boden- sorschung (im Range eines Staatssekretärs) Ingenieur Keppler (bisher Generalsachverständiger für deutsche Roh- und Werkstoffe beim Beauftragten für den Dierjahresplan). zum Ministerialdirektor zur besonderen Verwendung beim Beauftragten für den Vierjahresplan der Ministerialdirektor Wohltat; Zum Leiter der Abteilung 1 der Hauptabteilung I der Ministerialrat Michel unter Ernennung zum Ministerialdirigenten; zum Leiter der Abteilung 2 der Hauptabteilung I der Ministerialdirigent Rülberg; zum Leiter der Abteilung 3 der Hauptabteilung I der Ministerialrat Mulert unter Ernennung zum Ministerialdirigenten; zum Leiter.der Abteilung 4 der Hauptabteilung! der Ministerialdirigent von Heemskerck (bisher im Amt für deutsche Roh- und Werkstoffe); zum Kommissarischen Leiter der Abteilung 1 der Hauptabteilung II der Bergrat G a b e l (bisher im Amt für deutsche Roh- und Werkstoffe) unter Ernennung zum Ministerialrat; zum Leiter der Abteilung 3 der Hauptabteilung II der Ministerialrat Warncke unter Ernennung zum Ministerialdirigenten; zum Kommissarischen Leiter der Abteilung 1 der Hauptabteilung III der Ministerialrat Gottschick unter Ernennung zum Ministerialdirigenten; zum Leiter der Abteilung 2 der Hauptabteilung III Dr. Eberhard Köhler, bisher in der Zentralstelle für den Dierjahresplan bei der Deutschen Arbeitsfront, unter Ernennung zum Ministerialrat; zum Leiter der Abteilung 1 der Hauptabteilung V der Ministerialdirigent Spitta; zum Leiter der Abteilung 2 der Hauptabteilung V der Ministerialrat Landwehr unter Ernennung zum Ministerialdirigenten; zum Leiter der Abteilung 3 der Hauptabteilung V der Ministerialrat Dr. Schlotterer (bisher in der Geschäftsgruppe für Außenhandelsgeschäfte beim Beauftragten für den Dierjahresplan) unter Ernennung zum Ministerialdirigenten; zum Generalreferenten des Staatssekretärs des Reichs- und preußischen Wirtschaftsministeriums der Präsident der Industrie- und Handelskammer für die Niederlaufitz Kehrl (bisher im Amt für deutsche Roh- und Werkstoffe); zum Reichskommissar bei der Berliner Börse der Ministerialrat Köhler; zum Ministerialrat der Oberregierungsrat beim Reichskommissar für das Kreditwesen Wolf; zum Oberregierungsrat der Regierungsrat Martini; zum Leiter der Abteilung 1 der Reichsstelle für Wirtschaftsausbau Dr. Krauch (bisher im Amt für deutsche Roh- und Werkstoffe); zum Leiter der Abteilung 2 der Reichsstelle für Wirtschaftsausbau der Major Dr.-Jng. Geist (bisher Amt für deutsche Roh- und Werkstoffe): -um Pce1jerej.eMten te Mchs- und MMchen Aus dem aktiven Wehrdienst scheiden mit dem 28. Februar d. I. aus: Ritter von fieeb, General der Artillerie und Oberbefehlshaber der Gruppe 2 unter Verleihung des Charakters a l s Generaloberst sowie unter Verleihung des Rechtes zum Tragen der Uniform des A.-R. 7; Lutz, General der Panzertruppen und Kommandierender General des Kommandos der Panzertruppen unter Verleihung des Rechtes zum Tragen der Uniform des Panzer-Regiments 1; von Kleist, General der Kavallerie und Kommandierender General des VIII. Armeekorps unter Verleihung des Rechtes zum Tragen der Uniform des Kavallerie- Regiments 8; Freiherr Kreß von Kressen- stein, General der Kavallerie und Kommandierender General des XII Armeekorps unter Verleihung des Rechts zum Tragen der Uniform des Kavallerie-Regiments 6; von Po grell, General der Kavallerie und Inspekteur der Kavallerie; Liese, General der Infanterie und Chef des Heereswaffenamtes, diese beiden unter Verleihung des Rechtes zum Tragen ihrer bisherigen Uniform; von Niebelfchütz, Generalleutnant und Inspekteur der Kriegsschule unter Verleihung des Charakters als General der Infanterie sowie unter Verleihung des Rechtes zum Tragen seiner bisherigen Uniform., Ernennungen. Berlin, 4. Febr. (DNB.) Der Führer und Reichskanzler hat ernannt: den General der Infanterie L i ft, Kommandierender General des IV. Armeekorps zum Oberbefehlshaber der Gruppe 2; die Generale der Artillerie: Professor Dr. phil. h. c. Dr.-Jng. Becker, Leiter des Prüfwesens des Heereswaffenamts, zum Chef des Heereswaffenamtes; von Reichenau, Kommandierender General des VII Armeekorps, zum Oberbefehlshaber der Gruppe 4; die Generalleutnante: von Goßler, Kommandeur der 19. Division, zum Inspekteur der Kavallerie, von Wietersheim, Kommandeur der 29. Division, zum Kommandierenden General des Korpskommandos 14, Schroth, Kommandeur der 1. Division, zum Kommandierenden General des XII. Armeekorps, von Schwedler, Chef des Heeres-Personalamts, zum Kommandierenden General des IV. Armeekorps, Ritter von Schobert, Kommandeur der 33. Division, zum Kommandierenden General des VII Armeekorps, Busch, Kommandeur der 23 Division, zum Kom- mandiekeMti ßteneroj to VUL AlMttLrlL-i vvn Wirtschaftsministers der Regierungsrat Rechende r g (bisher Referent in der Pressestelle des Beauftragten für den Vierjahresplan). In den einstweiligen Ruhestand werden versetzt: Der Oberbergamtmann Schlatt mann und die Ministerialdirektoren im Reichs- und preußischen Wirtschaftsministerium Wienbeck und Pohl. Abschied vom propaqandaministenum. Berlin, 4. Febr. (DNB.) Der Reichsminister für Volksaufkläruna und Propaganda, Dr. Goebbels, nahm im Festsaal feines Ministeriums die Verabschiedung des bisherigen Staatssekretärs und jetzigen Reichswirtschaftsminifters Funk und die Einführung der neuen Staatssekretäre, Reichspresse- chef Dr. Dietrich und Hanke, vor. Dr. Goebbels richtete an Reichswirtschaftsminister Funk herzliche Worte des Abschieds, wobei er der jahrelangen vorbildlichen Zusammenarbeit gedachte. Der Minister sagte: Ich kann mich nur sehr schwer an den Gedanken gewöhnen, daß Parteigenosse Funk aus unserem Kreise geschieden ist, und ich kann im Augenblick nichts Besseres zum Abschied mit auf den Weg geben, als den Ausdruck der Ueberzeugung, daß er zu jenen Menschen gehört, die für uns kastm zu ersetzen sind. Es ist nun einmal so im politischen Leben, daß Stellen frei werden und Stellen wieder zum Staatssekretär für Sonderallss- gaben der bisherige Staatssekretär des Reichsund preußischen - Wirtschaftsministeriums Posse; zum Ministerialdirektor für Sonderausgaben beim Staatssekretär Posse der bisherige Ministerialdirektor Sarnow; zum Leiter der Hauptabteilung I der General major der Luftwaffe Löb (bisher Chef des Amtes Berlin, 4. Febr. (DNB.) Auf Grund der Vollmacht, die der Führer und Reichskanzler dem Beauftragten für den Vierjahresplan, Ministerpräsident Generalfeldmarschall Göring zur Neuorganisation des Reichs- und Preußischen Wirtschaftsministeriums am 26. November 1937 gegeben hat, tritt folgende Neuordnung ein: ’ ’♦ Der Geschäftsbereich des Reichs- und Preußischen Wirtschaftsministeriums wird in fünf Hauptabteilungen eingeteilt, zu denen die Zentralabteilung tritt. Hauptabteilung I (Jndustrieabteilung: Deutsche ^ioh- und Werkstoffe), hierzu gehört: 1. Abteilung (Allgemeine Fragen: Planung); 2. Abteilung (I n d u st r i e l l e F a ch r e f e r a t e); 3. Abteilung (Chemie); 4.Abteilung (Mineralöl- wirtschaft). Hauptabteilung II (Bergbau, Eisen, Energiewirtschaft), hierzu gehört: 1. Abteilung (Bergbau); 2. Abteilung (Eise n); 3. Abteilung (Energie). Hauptabteilung III (Wirtschaftsordnung, Handel, Handwerk), hierzu gehört: 1. Abteilung (Wirtschaftsorganisation); 2. Abteilung (G e - werbepolizei). Hauptabteilung IV (Geld und Kreditwe - s e n). Hauptabteilung V (Außenhandel, Devisen, Export), hierzu gehört: 1. Abteilung (Länderreferate); 2. Abteilung (Devisenbewirtschaftung); 3. Abteilung (Export). Dem Reichs- und Preußischen Wirtschaftsministerium werden ferner unterstellt: I. D i e Reichs stelle für Wirtschaftsausbau (Forschung, Planung, Durchführung des Vierjahresplanes), hierzu gehört: 1. Abteilung (Forschung und Entwicklung); 2. Abteilung (Planung und Durchführung). II. Die Reichsstelle' für Boden- forschung (Zusammenfassung der bisherigen geologischen Landesanstalten). III. Der Reichskommissar für Altmaterialverwertung. Personalveränderungen. In Verfolg dieser Neuorganisation finden fol- .gende personelle Ernennungen und Veränderungen statt. Es werden ernannt: Zum Staatssekretär des Reichs- und preußischen Wirtschaftsministeriums das Mitglied des Reichsbankdirektoriums Brinrmann; (fm»r 6 Ls .«fer* Ss SuP ÄS »■ "Ärft K-»ng 1« Smoniieren»1 unter gk'^'L Fliege'', ZUM sehlshaber der »[leger Sperr "Ferner werde Mbefbrde Kommandeur de »ont Bilbao, 4 stammende briti der Höhe v zeugen, die au (einerlei S worden. Fischer sollen die zw Kontrollbeamte gerettet Hal Ministerium" d daß der Darnps zeuge versenkt den Dampfer gesamt fünf 5 sich gegen Besatzung ist wahrend die um 11 U wurde. Die „2 Stellungen k e habt, eine To läßt. Wahren Quelle die g heit angeblii Abzeichen Flugzeuge er teilung der b. tont, haft irget föentifijierung nid)t mitge SnWell Lch national^ Än Salam pörung über de daraus hin, da nationalen Dru: Durchbruch an und Valenc gung herrsche «ine Karte W die natil Welt auf 6er Murcia hinc Front notgelan] ^eder instandc Akennungszeich diese Flugzeuge uotronalspl Lu.begehen Legierung und U gelegt wu 'Uh langsam zw Wähnt habe, =.1.S ■"Ä Sä nal= Bettti Die ifalh Aschen; überreichte BZ tieitalWe wrlr»n.® "’Nlift'j Ltmorganisation im Bereich derLuflwaffe Vom Volksschüler zum Studenten ) u Reichs» SNeichr> den Be- am kom« der neu wird. der Mndeur et. he •b n int) ?Ue um r • cks» des es» ü r eilt den । lehr» ner Es- Kunst und Wissenschaft. Jürgen Fehling als Filmregisseur bei der lobte. Jürgen Fehling, der hervorragende Spiel» (eiter der Berliner Staatstheater, wurde von der Tobis-Filmkunst GmbH, als Regisseur gewonnen. Er wird mehrere große Filme inszenieren, deren erster im Laufe des kommenden Sommers begon» 30. Division, .mlftabe des Der Bundesführer der japanischen nationalen Organisation Dai-Nippon Seigi Dan (Bund der Gerechtigkeit), Sizo Sakai, hat dem Führer und Reichskanzler zum Zeichen der Verehrung, die dieser große Bund dem Führer und Deutschland entgegenbringt, eine altjapanische Samurai-Rüstung aus dem 16. Jahr» hundert als Ehrengabe überreicht. ____________ v Wetterbericht Britischer Frachtdampfer von bolschewistischen Bombern versenkt u n - orps die ein ,frru» NSG. Die nationalsozialistische Bewegung hat die Forderung aufgestellt, daß jedem fähigen jungen Deutschen ohne Rücksicht auf die wirtschaftliche Kraft 1 einer Eltern der Zugang zur höchsten Bildungstätte der Nation zu ermöglichen sei. Diese Forderung zu verwirklichen, hat sich die Studeutenfüh- rung zu ihrer Hauptaufgabe gemacht. Student sein, darf heute keine Geldfrage, sondern nur noch eine Leistungsfrage sein. Der Reichsstudentenführer hat soeben Richtlinien über die Vorstudienausbilduna herausgegeben, durch die erreicht werden soll, daß jedem begabten, politisch einwandfreien und körperlich ge- 'unden Volksgenossen der Weg zu Deutschlands hohen Schulen offen steht. In die Dorstudienausbil- dung kann jeder deutsche Volksgenosse ausgenommen werden. Aus allen Berufen unseres Volkes werden die tüchtigsten Söhne ausgelesen und über die Hochschule der Bewegung und dem Staat als wertvolle Mitarbeiter zur Verfügung gestellt. Voraussetzung für die Aufnahme in die VSA. ist: Ueberdurchschnittliche geistige Begabung, hervorragende charakterliche Haltung, politische und weltanschauliche Bewährung in den Gliederungen der NSDAP, und körperliche Gesundheit und Leistungs- ähigkeit. Als Altersgrenze wurden 18 bis 24 Jahre estgesetzt. . Die Dorstudienausbildung wird zunächst i n Heidelberg und Königsberg in einem 1 ^jährigen Lehrgang durchgeführt. Die Finanzie- en n, uf i« ich nd en t- m, en rb ne on ich en, ib» im Wohnung und ihre Einrichtung zer» st ö r t e. Die beiden Verunglückten sind furchtbar zugerichtet worden. Die Höllenmaschine war i n Form eines Bücherpaketes gehalten und so eingestellt, daß sie beim O e f f n e n d e s Paketes explodieren mußte. Der Inhalt des Sprengkörpers enthielt nach Meinung der Sach- v rständigen s ch ä r f st e E x p l o s i v st o f f e, so daß es fast verwunderlich erscheint, daß nicht das ganze Haus zerstört worden ist. Die Polizei verhaftete einige Personen, deren Namen jedoch im Interesse 'Untersuchung noch geheim gehalten werden. »rt. Ar- Ab- um ; nen. Iltigt, , den ^rze i;erf« als» f be- djen . t m \ dien ' sie • An- 1 nach l ers, ! fest- :■ fön» •’ iben aber : toße * T«. $ Vt. . brau, ^zobe. n tag f Üer. ben' s° e Dirt. )r9e9Qn. t. ölke» z'ittag nts Ip'tabt I lajor )ber» will» { ihre -rzen Inter bie iben, . über ber ' renb ■'!’.’n. erg ien )ch- au» hen er rbe ärz 933 ien. ier» hen nlN im ns Ä 'I*' bann (Es i[( worden ZU zu be dieses i'garliger üch nun Uären Zanke wdelr an 1 W im ’on der Mitarbeiter ° auch in den, was 'tarbeiter. 'ch, ken-' x Arbeit, nbern als das große Altung ’o können Mitarbei- kroft und rbcn. Dr. "beiter des > zweitens 'gen seien, in diesem *en. Daher ue Staats». Goldenen w 8 »Aw11* M tl 1 In Singapur, wo zur Zeit große Manöver stattfinden, wurde ein japanisches Haus von der britischen Sonderpolizei durchsucht. Zwei Japaner wurden verhaftet und ein Bündel Dokumente beschlagnahmt. Die Maßnahme soll nicht mit den Manövern in Verbindung stehen. Ungarischer Staatsbesuch in polen. Budapest, 4. Februar. (DNB.) Reichsverweser von Horthy begibt sich mit seiner Gemahlin zu einem mehrtägigen Staatsbesuch nach Polen. In Begleitung des Reichsverwesers befinden sich Außenminister von Kanya sowie die Chefs der Zivilund Militärkanzlei des Reichsverwesers. Die erste Etappe der Reife führt nach Krakau, wo der Reichsverweser vom polnischen Staatspräsidenten und dem Marschall Nydz-Smigly begrüßt werden wird. Die Reise des Reichsverwesers wird von dem Bewußtsein der engen Freundschaft zwischen beiden Völkern getragen. Die Presse schildert die verschiedenen geschichtlichen Erinnerungen, die Ungarn und Polen seit dem frühesten Mittelalter miteinander verbinden. Staatsstreich in Kanton. Das Kriegsrecht verhängt. Sperre auf dem Perlflutz. London, 4. Febr. (DNB.) Nach Reutermeldungen ist in Kanton ein Staats ft r e i cf) ver- übt worden, der die Loslösung von der Hcmkau- Regierung und die Bildung einer unabhängigen Regierung zum Ziele haben soll. Man führt diese Entwicklung auf Anhänger des Generals Schanfchi - fang zurück, der im Sommer 1936 gegen Tfchiangkaischek rebelliert hatte. Ein britischer Dampfer berichtet, man habe fünf j a - panische Kriegsschiffe die Mündung des Perl-Flusses, der Kanton mit dem Meere verbindet, ansteuern sehen." Die chinesischen Behörden sollen in der vergangenen Nacht über Kanton d e'n Kriegszustand verhängt haben mit der Erklärung, daß ein japanischer Angriff in Südchina bevorstehe. Alle ausländischen Schiffe seien angewiesen worben, den Hafen zu verlassen. Obwohl die Telephonleitungen zwischen Hongkong und Kanton gesperrt waren, gelang es dem Berichterstatter des Deutschen Nachrichtenbüros, mit dem deutschen Konsulat in Kanton in Verbindung zu treten, während gerade ein schwerer japanischer Fliegerangriff auf Kanton, besonders auf die Vorstadt Saitschuen, erfolgte. Ueber Kanton ist, wie bestätigt wurde, tatsächlich Kriegsrecht verhängt worden. Jeglicher Autoverkehr, außer mit Sonderausweisen, ist untersagt. Fahrzeuge, die dennoch verkehren, werden überall angehalten und durchsucht. In der Stadt herrscht Panikstimmung und Spionenfurcht. Leute, die von Kanton kommend in Hcmkau eintrafen, berichteten, daß der Perl-Fluß durch Versenkung von mit Beton beladenen Schiffen völlig gesperrt sei. Hierdurch seien fünf ausländische Kanonenboote sowie mehrere ausländische Dampfer auf dem Strom e i n g e s ch l o s s e n. Auch die telephonischen und telegraphischen Verbindungen zwischen Kanton und Hankau sollen außer Betrieb sein. „ßarfconife" - ein neuer Brennstoff für die französische Krastfahrt. Paris, 4. Febr. (DNB.) Der Kammerausschuß für Krastverkehrsfragen nahm zur Frage der Brenn staffeln fuhr nach Frankreich eine Entschließung an. Fankreich, so wird darin gesagt, habe ein lebenswichtiges Interesse daran, so schnell und soweit wie nur möglich die aus dem Ausland eingeführten Brennstoffe, die die französische Handelsbilanz [tart belasten, durch jr. anzojijche Kommandeur dielenden Ge- uppen, ü°n Oberquartier- 5 zum Kam« sttes, M Komman. iknandeur ber r der 2. M' mrnanW1*' Graf von gramm. Man könne nicht erwarten, daß dieses ungeheure Rüstungsprogramm — bei weit em das größte, das Großbritannien jemals in Friedenszeiten begonnen habe — ohne gewisse Verzögerungen und Schwierigkeiten durchgeführt werde. Die Anfangsschwierigkeiten seien nunmehr über w u nden. Die drei Wehrminister und ihre Stäbe ließen in ihren Bemühungen nicht nach. Dem Verteidigungsminister und den mitarbeitenden Industriezweigen sprach der Ministerpräsident feine Anerkennung aus. Chamberlain versicherte, daß die Regierung ständig nach einem Ausweg suche, das dauernde Wettrüsten zu durchbrechen. Großbritannien hoffe, durch freimütige Erörterungen mit anderen Staaten ein Aushilfsmittel zu finden, um so einen Beitrag zur Sache des Friedens zu leisten. Oer bolschewistische Anschlag in Sofia. Drohungen der GPU. wahrgemacht. Sofia, 4. Febr. (DNB.) Wie der antibolschewistische Schriftsteller Iwan Solonewitjch, gegen den, wie wir bereits gemeldet haben, ein Anschlag mit einer Höllenmaschine verübt wurde, dem feine Frau und sein Sekretär zum Opfer fielen, äußerte, ist ihm schon vor einiget Zeit in Paris angedroht worden, daß er früher oder später ermordet werden würde — der Anschlag sei ein Versuch zur Ausführung dieses Pia- nes gewesen — wir führen eine antibolschewistische Propagandaaktion, so fügte fein Sohn Georg hinzu, „und sind daher überzeugt, daß wir einem Anschlag unserer Gegner zum Opfer gefallen sind". Die bulgarischen Blätter bringen ausführliche Schilderungen über die verheerende Wirkung der Explosion, die mehrere Zimmerwände eindrückte, eine Betondecke durchschlug und die gesamte «heilt Con bon, 5. Febr. (DRV.) Am Freitagnachmit- taq überreichte der italienische Botschafter in London Außenminister Eden die Antwort seiner Regierung auf die britische Anregung gewisser INah- nahmen gemäß dem Ryoner Abkommen zur Verhinderung von U-Boot-Angrifsen auf Kauffahrteischiffe im IN i t el m e e r. Die italienische Antwort hat folgender' Wortlaut: „Die italienische Regierung ist mit den Maßnahmen e i n v e r st a n d e n , die die britische Regierung in der der britischen Flottenpatrouille itn westlichen INittelmeer vorbehaltenen Zone zu ergreijen geben». Die italienische Regierung beabs.chtigl. gleiche Maßnahmen in der der ilalien chen Floltenpalrouille übertragenen Zone zu ergreifen. Oer nationaffpaniiche Heeresbericht. Salamanca,5. gebt. (DNB. Funkspruch.) Der nationale Heeresbericht meldet: In dem Wschni t (Urania d e Torrehermosa wurde der femo liche W i d e r st a n M eb rod) en Die sehen Stellungen im Gamara-Gebirge sowie d e Berge Miron, Montano, der Frauenhugel und Mar e Minqo wurden besetzt. Der Gegner erlitt starke Verluste. Unter den Toten fand man auch einen jowjetrussischen Offizier. Zahlreiches Kriegsmaterial ^orfter, zum Generalmajor: der Amtschef im Reichsluftfahrtministerium Oberst Ritter von G r e i m. Ferner werden ernannt: der Generalleutnant Klepke, Inspekteur ber Aufklärungs- tlieger und des Luftbildwesens, zum General der Luftwaffe beim Oberbefehlshaber des Heeres unter Belassung in feiner bisherigen Dienststellung: der Generalmajor Ouade an Der Luftkriegsakademie 3um Kommandeur der Höheren Luftwaffenschule: der Oberst Martini, Abteilungschef im Reichsluftfahrtministerium (Generalstab der Luftwaffe), zum Chef des Nachrichten-Verbindungswesens: der Oberstleutnant Jeschonnek, Abteilungschef im Generalstab der Luftwaffe, zum Chef des Führungsstabes im Generalstab der Luftwaffe: der Oberstleutnant Kammhuber, Abteilungschef im Generalstab der Luftwaffe, zum Chef des Organi- sattonsstabes im Generalstab der Luftwaffe; der Oberstleutnant Hoffman von Waldau, Abteilungschef im Generalstab der Luftwaffe, zum Chef des Ausbildungsstabes im Generalstab der Luftwaffe. Es scheiden aus: der General der Flieger Wachenfeld, bisher General der Luftwaffe beim Oberbefehlshaber des Heeres; der General der Flieger Halm, bisher Kommandierender General und Befehlshaber im Luftkreis 4; der General der Flieger K a u p i s ch , bisher Kommandierender General und Befehlshaber im Luftkreis 2; der Generalleutnant Wilberg, bisher Kommandeur der Höheren Luftwaffenschule; der Generalleutnant K a r l e w s k i, bisher bei den Offizieren z. b. D. des Reichsmimsters der Luftfahrt; der charakteri» fierte Generalleutnant Niehoff, bisher bei den Offizieren z. b. D. des Reichsministers der Luftfahrt. Erzeugnisse zu ersetzen. Besonderes Augen» merk fei auf die Brenn st offgewinnung aus Holz zu richten. Eine befriedigende Lösung des Brennstoffproblems verspreche das „Carbo- n i t e " zu bringen, das bei zahlreichen Versuchen standgehalten habe. In geeigneten Gemeinden Orankreichs müßten unverzüglich „C a r b o n i t e"» abriken errichtet werden. Der neue Brennstoff müsse dann sobald wie- möglich allen Händlern und Industriellen zur Verfügung gestellt werden, schließlich müsse dann die Verwendung des „Car- bonite" f ü r sämtliche Kraftfahrzeuge der französischen Armee angeordnet werden. Kleine politische Nachrichten. Reichsminister Freiherr von Neurath hat aus Anlaß feines 65. Geburtstages eine solche Fülle von Glückwünschen erhalten, daß es ihm leider unmöglich ist, jedem einzelnen seinen Dank besonders zu übermitteln. Er bittet daher, allen, die seiner freundlich gedacht haben, auf diesem Wege herzlich danken zu dürfen. Bilbao, 4. Febr. (DNB.) Das aus Glasgow stammende britische Frachtschiff „ A l c i r a " ist a u f der Höhe von Barcelona von zwei Flugzeugen, die aus Richtung Barcelona kamen und keinerlei Kennzeichen trugen, versenkt worden. Fischerboote, die sich in der Nähe befanden, sollen die zwanzigköpfige Besatzung und einen Kontrollbeamten des Nichteinmischungsausschusses gerettet haben. Das sogenannte „Verteidigungs- mittisterium" der spanischen Bolschewisten behauptet, daß der Dampfer durch zwei nationalspanische Flugzeuge versenkt worden sei. Die Maschinen hätten den Dampfer zweimal überflogen und dabei insgesamt fünf Bomben abgeworfen. Der Vorfall soll sich gegen 9 Uhr abgespielt haben. Die Besatzung ist in Barcelona noch nicht eingetroffen, während die sowjetspamsche Erklärung bereits um 11 Uhr in Paris ausgegeben wurde. Die „Alcira" hatte nach den bisherigen Feststellungen keine Funkanlage an Bord gehabt, eine Tatsache, die interessante Rückschlüsse zuläßt. Während nach Berichten aus sowjetspanischer Quelle die gerettete Mannschaft trotz der Dunkelheit angeblich deutlich nationalspanische Abzeichen an den Flügeln der angreifenden Flugzeuge erkannt haben soll, wird in der Mitteilung der britischen Admiralität ausdrücklich betont, daß irgend welche Erkennungszeichen, die zur Identifizierung der Flugzeuge führen konnten, nicht mitgeteilt worden sind. Entrüsteter Protest in Salamanca Schändlicher Mißbrauch nationalspanischer Erkennungszeichen. In Salamanca herrscht außerordentliche Empörung über den neuen Bombenangriff. Man weist darauf hin, daß nach dem Wiedervordringen der nationalen Truppen bei Teruel und dem siegreichen Durchbruch an der Südfront in Barcelona und Dalenciaerneutgrößte Entmutigung herrsche und man dort jetzt alles au eine Karte zu setzen beginne. Schon einmal habe die nationalspanische Regierung die ganze Welt auf den rotspanischen Flugzeugstutzpunkt Murcia hingewiesen, wo sich hinter der roten Front notgelandete nationalspanische Flugzeuge, die wieder instandgesetzt worden sind, mit nationalen Erkennungszeichen befinden. Im vorigen Jahr se.ien diese Flugzeuge fast täglich aufgestiegen, um u nie r nationalspanischer Flagg e D e rb rechen , u begehen, die bann der nationalspanischen 'Regierung und ihren Streitkräften in der Welt zur Last gelegt wurden. Das bessere Verhältnis, das sich langsam zwischen London und Salamanca an- gebahnt habe, sei ohne Zweifel sowohl gewissen Kreisen in London als auch der rotspanischen Regierung ein Dorn im Auge, und so unternehme man neuerdings wiederum alles, um dieses Ver- hältnis zu vergiften. Die Flugzeuge von Murcia seien mehrfach aufgestiegen, um ungefahrdet unter falscher Flagge offene Städte im national- spanischen Hinterland zu bombardieren und Frauen und Kinder zu morden und um internationale Verwicklungen herbeizuführen. Oie italienische Regierung mit den britischen Maßnahmen einverstanden. Freilich kann man den so plötzlich auftretenden Wunsch aus England nicht ohne einige notwendige Erinnerungen betrachten. Wir wollen hier einmal ganz davon absehen, daß England für seinen eigenen Hausgebrauch den Gedanken der Humanisierung moderner Kriegskampfmittel bisher noch nicht einmal ernstlich erörtert, geschweige denn in die Praxis umgesetzt hat. Ferner pflegen seit einiger Zeit solche Wünsche aus England immer gerade dann zu kommen, wenn es den bolschewistischen Protektionskindern der demokratischen Staaten im spanischen Sowjetkrieg wieder einmal besonders schlecht geht. Vor allem aber muß darauf hingewiesen werden, daß die englische Anregung im Grunde weder aus England stammt noch eine Anregung ist, sondern daß sie ein originaldeutscher Gedanke ist, der bis in die Zeit der Genfer Skandalkomödie von der sog. „Vorbereitenden Abrüstungskonferenz" (1926 bis 1932) zurückreicht. Dieser Gedanke der Abschaffung des Bombenabwurfs ist aber erst in feine entscheidende Form, nämlich in die Gestalt einer großen außenpolitischen Aktion gebracht worden durch die Rede des Führers vom 21. Mai 19 35, die u. a. „schrittweise" Abschaffung und Verfemung von Kampfmitteln und Kampfmethoden, die ihrem innersten Wesen nach im Widerspruch stehen zur bereits geltenden Genfer Konvention des „Roten Kreuzes", in Punkt 9 vorschlägt und ein „Verbot des Ab werfens von Gas-, Brand - und Sprengbomben außerhalb einer wirklichen Kampfzone" fordert. Die damaligen deutschen Vorschläge erhärtet durch den deutschen Luftpaktentwurf vom 29 5 35 wurden damals von den Weststaaten zu den Akten gelegt. So wenig wir angesichts der westeuropäischen Kriegslieferungen nach Rotspanien heute an eine Bereitwilligkeit der Weststaaten glauben, so dringend wäre die V e r w i r k l i ch u n g des Vorschlages Adolf Hitlers von 1935 zu befürworten. Englands Aufrüstung. London, 5. Febr. (DNB. Funkspruch.) Verteidigungsminister In s k ip sprach vor seinen Wah- (em über die englischen Lustschutzmaßnahmen. Augenblicklich verhandle man mit den Ortsbehorden über die Uebertragung des Luftschutzes, aber sonst sei auf diesem Gebiet nicht viel m England getan worden. Zur allgemeinen Aufrüstung verweise er seine Wähler darauf, daß jeher am Frieden Interessierte sich davor hüten olle, tue Regierung oder den Außenminister zu kritisieren. Man. dürfe nicht den Eindruck erwecken, daß die Regierung nicht die Volksmeinung öatftelle. Eine starke und ae einte Nation sei ebenso wie eine wieder aufgerichtete Nation augenblicklich von größter Wich- tigkeit. -- Zum Problem der V e rh utung eine r Bombardierung von Zivilbevölkerung erklärte Jnskip, die britische Regierung glaube, daß man es erfolgversprechend erörtern ^Premierminister Chamberlain behandelte in Birmingham das neue Aufrustungspro.» Im Rahmen notwendig gewordener Umorgani- fationen im Bereich dxr Luftwaffe werden im Reichsluftfahrtmini st erium folgende Stellen neu geschaffen: I. der Chef der Luftwehr, II. der G e n e r a l i n s p e k t e u r der Luftwaffe, IH. der Chef des M i n i ft e r a m t e s. Ferner werden unter Zusammenfassung mehrerer ' Luftkreiskommandos die Luftwaffen-Gruppen 1 bis 3 gebildet. Luftwaffengruppe 1 (Ost) in Berlin, Lujtwaffengruppe 2 (West) in Braunschweig Luftwaffengruppe 3 (Süd) in München. An der Spitze jeder Gruppe steht ein Kommandierender General und Befehlshaber der Lustwaffengruppe. Im Zuge dieser Neugliederung stehen folgende personelle Veränderungen: Es werden ernannt: zum Chef der Luftwehr: General der Flakartillerie Rüdel, zum Generalinspekteur: Generalmajor Kühl unter gleichzeitiger Beförderung zum Generalleutnant, zum Chef des Ministeramtes: Oberst B o d e n s ch a tz unter gleichzeitiger Beförderung zum Generalmajor, zum Kommandierenden General und Befehlshaber der Luftwaffen- aruppe 1: General der Flieger Kesselring, zum Kommandierenden General und Befehlshaber der Luftwaffengruppe 2: Generalleutnant Felmy unter gleichzeitiger Beförderung zum General der Flieger, zum Kommandierenden General und Befehlshaber der Luftwaffengruppe 3: General der Flieger Sperrte. Ferner werden mit Wirkung vom 1. Februar 1938 befördert: zum Generalmajor: der Höhere Kommandeur der Lehrtruppen der Luftwaffe Oberst Im Bereich des festländischen Hochdruckgebietes hat sich auch für uns weitere Besserung eingestellt, die in den Niederungen vor allem in den Morgenstunden durch Nebel- oder Hochnebelbildung verdeckt ist. Die Berge zeigen dagegen heiteres Wetter, das sjch mindestens überwiegend auch dem Flachland mitteilen wird. Im ganzen wird der Wetteroerlauf wesentlich freundlicher sein als bisher. Aussichten für Sonntag: Morgens stellenweise neblig bis bewölkt, trocken, Nachtfrostgefahr, mittags milde, leichte südöstliche Winde. Aussichten für Montag: Im ganzen freundlicherer Wetteroerlauf. Wintersport-Wetterbericht. Schwarzwald (Feldberg): Wetterlage heiter, Temperatur —4 Grad, Gesamtschneehöhe 160 cm, Pulverschnee, Ski sehr gut. In unseren Nachbargebirgen bestehen keine Schneesportmöglichkeiten. Das Wetter bleibt überwiegend heiter, so daß vor allem an den Südhän- gen Schneeschmelze eintritt. Sonst sind nennenswerte Aenderungen unwahrscheinlich. Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum» schein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigen» leiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. I. 38: 11 000. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei R. Lange, K -G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugs» preis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufs» preis 10 Pf. und Samstags 15 Pf.,, mit der Illustrierten 5 Pf. rnehr^ Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vorn 1. September 1937 gültig. wurde erbeutet. An der Granada-Front ist ein feindlicher Angriffsversuch vereitelt worden. Im 2ll>schnitt Lecinena erfolgte eine Ausrichtung der vorderen Linie. Humanisierung desLufikriegs. Der britische Botschafter in Berlin, Sir Neville Henderson, trifft von ausführlichen Londoner Besprechungen wieder an seinem Amtssitz ein. Man darf annehmen, daß er gewisse, Anregungen aus London mitbringt, die im Zusammenhang mit der letzten Unterhausrede des englischen Außenministers Eden stehen.^.Es handelt sich um den Gedanken einer sog. H um anifierung (Milderung) des Kampfes mit Fliegerbomben, Eden hatte dazu die im englischen Parlament mit Beifall aufgenommene Bemerkung gemacht, man könne bei dieser Anregung auf die Sympathie -des Führers und der Reichsregierung rechnen. Man kann dem grundsätzlichen Gedanken einer Humanisierung, ja wenn irgend möglich einer allgemeingültigen, d. h. völkerrechtlichen Verfemung des Bombenabwurfs nur zustimmen. Gerade der verbrecherische Mißbrauch der Fliegerbombe gegenüber offenen Städten durch die Roten im spanischen Krieg zeigt ja immer wieder, in welcher Weise vor allem der Bolschewismus und die ihm nahestehenden Kräfte von diesem furchtbaren Kampfmittel im Falle eines europäischen Krieges Gebrauch machen würden. Der in London ausgesprochene Gedanke und der nach Berlin übermittelte entsprechende Vorschlag Englands, wird daher von der Reichsregierung mit der Aufmerksamkeit geprüft werden, die der Ernst und der Umfang des Problems verdienen. mQnbeur 7 Mülle"-' “Q3 Diol' sS ;£*» S-? r' 'S * -B »(ü) 5 Bat .2- T««« 551. % - S-L5 rung erfolgt durch das Reichsftudentenwerk, das bei völliger Mittellosigkeit der Bewerber die Gesamt- kosten für die Vorstudienausbilduna und auch für das anschließende Studium übernimmt. Nach einjähriger Ausbildung unterzieht sich der Angehörige der VSA. einer Zwischenprüfung, nach deren Bestehen eine Zulassung als Gasthörer der Hochschule erfolgen kann. Nach l^jähriger Ausbildung erfolgt danach eine Abschlußprüfung, zur Zeit im Rahmen der Begabtenprüfung. Diese berechtigt zum Studium an allen deutschen Hochschulen. Eine persönliche Bewerbung für die Vorstudienausbildung ist grundsätzlich ausaeschlossen. Die Reichsftudentenführuna will diese Ausbildung nur Menfchen zu kommen lassen, die sich in der n a • tionalsozialistis chen Bewegung be- währt und dort ausgezeichnet haben. (Eine Aufnahme in die VSA. ist nur auf Vorschlag der NSDAP., ihrer Gliederungen: HI., SA., ff, NSKK. und NSFK., der angeschlossenen Verbände: DAF., Werkscharen, RAD. und der Wehrmacht möglich. Don diesen Organisationen können b i s zum 1. Mai 1 938 Vorschläge an d-i e Reichsstudentenführung eingereicht werden. Ueber die notwendigen Unterlagen erteilt die Gaustudentenführung Hessen-Nassau Frankfurt am Main, Gutleutstraße 8/14, Auskunft. Als Studien- beginn wurde der 1. November eines jeden Jahres festgesetzt. Ludwig Geiger. 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Einsichtige Männer in London reden bereits davon, das englische Mittelmeergeschwader überhaupt aus dem lateinischen Meer zurückzuzie- hen, etwa nach Gibraltar im Westen und nach Port Said, Haifa oder gar bis nach Aden und Mombasa. Man tröstet sich dann wohl mit der Betrachtung, daß dank der Beschleunigung des modernen Verkehrs der Atlantische Ozean in dem Smne wie zur Zeit des Römischen Weltreiches das Mittelländische, ein Binnenmeer geworden sei Der Engländer ist Realpolitiker. Er bleibt'nicht bei der theoretischen Erwägung stehen, sondern zieht sogleich die Nutzanwendung. Schon während des Weltkrieges als die Unterseebootwaffe gerade im Mittelmeer der englischen Schiffahrt schweren Schaden zusugte, wurden Stimmen laut, die der U m leit u ng des gesamten Schiffsverkehrs nach Indien und Australien um dasKap derGuten Hoffnung herum das Wort redeten. Man nannte die Anhänger dieser Theorie die „Neue K a p s ch u l e Man glaubte sie schon vergessen als die Gründung des italienischen Imperiums ihr neue Nahrung gab. Die Tatsache, daß damit 60 Jahre Entwicklung des Weltverkehrs — die Zeit feit der Eröffnung des Suezkanals — einfach aus- geloscht würden, schreckt den Engländer, der als echter Imperialist in riesigen Raumen zu denken gewohnt, weniger als man bei uns vermuten sollte. Schon einmal stand man in Westeuropa vor einem ähnlichen Problem: das war vor einem halben Jahrtausend, als die Türken mit der Eroberung des byzantinischen Reiches den Landweg nach dem Orient versperrten. Damgls suchten und fanden die Portugiesen den Seeweg nach Indien um die Südspitze Afrikas herum. Sie waren kühne Pfadfinder, aber unfähig' zur Gründung eines dauerhaften Kolonialreiches. Erst die Holländer begriffen um die Mitte des 17. Jahrhunderts die Notwendigkeit, das Kap- land zu einem festen Flottenstützpunkt zu machen. Vergeblich bemühten sich die Engländer, ihnen diesen wichtigen Punkt zu entreißen. Erst die Seeschlacht von Trafalgar entriß den Franzosen, die inzwischen die „Batavische Republik" aufgesogen hatten, die Kapkolonie: mit Ceylon ging im Jahre 1814 Kapstadt endgültig an die Krone Englands über. Von hier aus konnten die Briten ihren afrikanischen Kolonialbesitz mehr und mehr abrunden, mit dem sie schon 1713 den Anfang gemacht hatten. Wenn sie dann von 1871 ab ihre Aufmerksamkeit auf den Suezkanal richteten, in Massen in dessen Verwaltung eindrangen und sich die Herrschaft in Aegypten sicherten.' so hat sich dieser Eifer aus leicht begreiflichen Gründen neuerdings abgekühlt und der Besinnung auf den alten Seeweg nach Indien Platz gemacht. Auf den ersten Blick scheinen der Umweg und die dadurch bedingten Mehrkosten gewaltig. Für A u st r a l i e n ist der Unterschied nicht gar so beträchtlich: von Freemantle nach London braucht man um das Kap anstatt der 11 000 Seemeilen des Weges durch den Suezkanal 11 900, wohl aber von Colombo auf Ceylon nahezu das Doppelte: anstatt 6700 nicht weniger als 10 500. Die Verstärkung der Tonnage im Indischen Ozean würde nur auf Kosten der übrigen Schiffahrtslinien ermöglicht werden können. Ohnehin ist die englische Handelsflotte stark zurückgegangen: sie betrug zu Anfang des Jahrhunderts, von Segelschiffen abgesehen, mehr als die Hälfte der Welttonnage. 1914 waren es nur noch 41,6, 1936 gar nur noch 26,8 v. H. der Welttonnage. Da heißt es natürlich haushalten. Aber der Handelsverkehr durch den Suezkanal ist ja gar nicht so wichtig, wie allgemein angenommen wird — er beträgt noch nicht 10 v. H. des britischen Gesamtverkehrs. Liese knappen 10 v. H. ließen sich auch um das Kap herumleiten, meinen die Anhänger der „Neuen Kap- schule". Indessen geht es hier noch um etwas ganz anderes als um wirtschaftliche Dinge. Wenn der jüngere Pitt die Kapkolonie sozusagen mit Nägeln und Klauen gegen den Zugriff Napoleons verteidigte, geschah dies aus der Erkenntnis ihrer ungeheuren militärischen Bedeutung hera-is. Niemand hat dies besser begriffen als der südafrikanische Verteidigungsminister P i r o w , der zu Beginn des Jahres 1936 eine Reihe bedeutsamer Artikel in der Johannesburger Presse inspirierte. Darin war der Plan einer weißen südafrikanischen Zivilisation entwickelt, die den ganzen afrikanischen Erdteil südlich vom Aequator umfassen sollte, mit der Südafrikanischen Union als Mittelpunkt. Er dachte sich eine Art Bundesstaat, der sich auf em neues Verteidigungssystem stützen sollte. Vor allem richtete er sein Augenmerk auf die militärische Ertüchtigung der Jugend, die bisher in dieser Beziehung sehr viel Wünsche unerfüllt gelassen hatte. Die Union ist in militärischer Beziehung günstig dran. Dom Innern Afrikas können nicht mehr als 400 bis 500 Panzerwagen gegen sie in Stellung gebracht werden, die mit der entsprechenden Begleitmannschaft höchstens 100 000 Mann betragen dürften. Noch leichter würde sich die Verteidigung der Küste gestalten. Vor allem würde es sich um Luftangriffe a u f Kapstadt handeln, denen man dadurch begegnen könnte, daß man die Robbeninsel stark befestigte und mit 380-Millimeter- Kanonen versähe, ebenso die Befestigungen von Duiker-Point. Ferner wäre der Haupthandelshafen der Union, Durban, zu schützen, und zwar durch zwei Jagdgeschwader und die neuesten Flak- Geschütze von 233 und 152 Millimeter. Für den Küstenschutz sind vorgesehen bewegliche Batterien, Minenwerfer, Wasserflugzeuqpatrouillen, U-Boot- Netze und Scheinwerfer. Eine besonders bewegliche Truppe von 50 000 Mann und eine zweite zur Abwehr von Panzerwagen soll neu aufgestellt werden. Die Fliegertruppe, die als unbedingt notwendig angesehen wird, darf nicht weniger als 300 Flugzeuge umfassen. Von 1943 ab würde sich das Heer der Südafrikanischen Union auf 94 000 Mann des ersten Aufgebots und 800 Flugzeuge und 100 000 Mann des zweiten Aufgebots belaufen. Bereits sind 100 Flugzeuge des Typs Hawker Hartebeest von der englischen Regierung erworben worden. 1000 Piloten und 3000 bis 5000 Flugzeugmechaniker fordert der „Fünfjahresplan" an. Damit hängt die Entwicklung der einheimischen Rüstungsindustrie zusammen. Schon jetzt produziert die „South African Iran and Steel Industrial Corporation" jährlich 250 000 Tonnen Rohstahl. Hinzu kommt ein „War Supplies Board", der für die möglichst rasche Jndustralisierung des Landes zu sorgen hat. Die Häfen Bathurst, Freetown, Lagos, Baira, Mombasa und Port Louis sind in besseren Stand gesetzt worden: neue Luftfahrtlinien sollen den Verkehr mit den übrigen Punkten des Empire verdoppeln. Bis nach Indien, Arabien und Ceylon sollen diese Verbindungen durchgeführt werden. Man sieht, die Union weiß, was die Uhr geschlagen hat. Die Verwirklichung des südafrikanischen Fünfjahresplanes bildet ein ungemein wichtiges Glied im Rüstungsplan des britischen Weltreiches. Allerdings unter der Voraussetzung, daß die Union sich im Ernstfälle bedingungslos dem Mutterlande zur Verfügung stellt. Auf der Reichspressekonferenz in Kapstadt am 5. Februar 1935 hat derselbe Pirow, der die Seele des großartigen Verteidigungsplanes ist, erklärt: „Die Regierung der Union ist nicht gewillt, an einem großen Per- teidigungsplane des Imperiums teilzunehmen", und weiter noch und deutlicher: „Die Aufgabe der britischen Flotte ist es nicht, uns zu beschützen, sondern die britischen Schiffe und den britischen Handel zu verteidigen." Das,sagte der Minister des Landes, in dem zum ersten Male die Idee der „Dominions", das heißt der unabhängigenSchutz- gebicte des Empire, aufgetaucht ist. Nie Aussichten der akademischen Berufe. Von Dr. Hans Hartmann. Taufende von Abiturienten verlassen in den nächsten Wochen ihre Schule. Bei vielen wird es noch einige bange Augenblicke geben. Die erste größere Prüfung in ihrem Leben zwingt sie, ihre Spannkraft aufs höchste zu steigern, und mit stillem Neide blicken sie auf diejenigen, die diese Prüfung als etwas Selbstverständliches, nicht weiter Anregendes erledigen. Aber es ist vielleicht ganz gut, wenn es unseren Abiturienten nicht allzuleicht fällt. Ist doch diese erste Prüfung ein Prüf st ein für später, denn die meisten werden noch manchesmal Stunden erleben, wo derartige Höchstleistungen von ihnen gefordert werden. Nur wenige sind es, die als Kaufleute in das Geschäft des Vaters oder Onkels eintreten, denen der Lebensweg auf diese oder andere Weise schon bereitet ist. Die große Mehrzahl derer, die nun zunächst einmal befreit aufatmen (wenn sie auch bald mit Wehmut an die „schöne" Schulzeit zurückdenken werden), weiß, daß nun er st der harte Kampf des Lebens beginnt. Der Leistungsfähig sein, vorankommen, mehr verdienen dazu braucht man gutes Sehen! Oder die tadellos angepaßte Brille von '(ÄPR7D Optiker a.Bahnhof Uvllvl Lieferant auch Ihrer Krankenkasse, Vater kann wohl noch einige Jahre zum Studium beitragen, manche besonders Tüchtige wagen den Kampf ums akademische Studium auf eigene Faust — aber wohin soll der Weg gehen? Es ist die große Stunde der Wahl, die jetzt über viele Tausende junger Menschen kommt. Auch hier wieder scheiden sich die Geister, und die Charakterunterschiede beginnen wirksam zu werden. Mancher weiß schon seit Jahren, wohin ihn die Neigung treibt. Ja, Neigung wäre bei vielen ein zu schwacher Ausdruck. Man darf da von Leidenschaft reden, mit der mancher Mensch sagt: „Nur di e ser Beruf kommt in Frage: der erfüllt mein ganzes Leben und Denken. Da weiß ich, daß ich glücklich werden kann." Dabei werden wir ebenso häufig die Beobachtung machen, daß es sich um den gleichen Beruf handelt, wie ihn der Vater hatte, oder einen völlig davon verschiedenen. Nicht jedem aber ist die Entscheidung so leicht gemacht. Diele, vielleicht die meisten, ringen mit sich selbst und mit ihren Angehörigen, die ihnen natürlich in wohlmeinender Absicht zu- oder abraten Da sind zunächst hie „freien Berufe" die auf viele Menschen einen eigentümlichen Reiz ausüben. Maler, Komponisten, Schriftsteller, Schauspieler werden — das könnte schon locken. Und es ist doch sicher gut, wenn in diesen Berufen Menschen tätig sind, die eine gründliche geistige Ausbildung, eine systematische Schulung des Urteils genossen haben, wie sie die höhere Schule ohne Zweifel mit sich bringt. Aber wie sind die Aussichten? Sind diese Berufe nicht überfüllt — gerade weil sich so viele, Berufene und Unberufene dazu drängen? Ganz gewiß sind auch solche dabei, die nicht ihr ganzes Leben lang morgens mit dem Wecker aufstehen wollen, sondern sich ihren Tag nach eigenem Gutdünken einzuteilen wünschen. Dabei wirkt viel falsche romantische Vorstellung mit. Bei einem Filmschauspieler oder einem Presseberichterstatter z. B. dürfte es ungemein schwer sein, sich den Tag einzuteilen wie man will. Da kann ein Zuspätkommen von ein paar Minuten das einzelne Engagement und im Wiederholungsfälle die Stellung kosten Die Frage, wie die Aussichten in den freien Berufen stehen, ist sehr schwer zu beantworten Es aibt nämlich darüber keine Statistik Die großen Verbände der Reichskulturkammer, also die der Presse, der bildenden Kunst, des Films, der Musik, Tänzerinnen einst und jetzt. Von La Argentina Der Bühnentanz — Ballett und Solotanz — ist heute nicht mehr eine Angelegenheit ,der Welt, in der man sich nicht langweilt". Die Bemühungen der verantwortlichen Stellen, den Bühnentanz mehr und mehr m das Gebiet der reinen Kunst hinaufzuheben, schuf eine grundlegend neue und ernste Einstellung auch bei den Zuschauern. Wie eine weltbekannte Tänzerin selbst über ihren Beruf urteilte, lesen wir in dem Beitrag der vor zwei Jahren verstorbenen, mit einem hohen spanischen Orden ausgezeichneten Tänzerin La Argentina. Tänzerin — das war früher der Inbegriff einer leichtsinnigen Frau, die ein sündiges Leben in Freuden genoß und mit Männern spielte. Heute ist der Beruf einer Tänzerin ein ganz anderer geworden. Das Motto der Tanzkünstlerin von heute ist: Arbeit, Arbeit und Arbeit. Was mein eigenes Leben betrifft, so verdanke auch ich meine Ausbildung einer harten und aufopfernden Arbeit. Ich tanze feit dem Alter von fünf Jahren. 2(ls ich drei Jahre alte war, schenkte mir mein Vater, der zusammen mit meiner Mutter in der Hofoper von Madrid tanzte, ein paar kleine Elfenbeinkastagnetten Von diesem Augenblick an kann ich mir mein Leben ohne Kastagnetten überhaupt nicht mehr vorstellen. Ich bin mit diesem Instrument verwachsen Es ist ein Teil meines Ichs geworden. Als ich kaum fünf Jahre alt war, ließ mein Vater mich bei einer Feftoorstellung in der Oper in Vertretung einer kindlichen Tänzerin einen chilenischen Tanz vorführen. Ich erntete einen stürmischen Erfolg — den ersten in meinem Leben, und ich erinnere mich noch heute an das Winken mit Taschentüchern. Das spanische Publikum psiegt nämlich seinen Beifall auf diese Art kund zu tun Dann kam ich in das königliche Ballett von Madrid und war mit neun Jahren das, was man dort eine Tänzerin nennt. Ich arbeitete und konnte bald die schwierige Technik vollständig beherrschen. Das klassische Ballett gab mir aber keine Besrie- hiqunq. Ich fühlte mich von der spanischen Tanzkunst, wie sie sich im Volke dokumentiert, stark an qezoqen. Ich hatte mir die schwierige Aufgaoe gestellt, den spanischen Volkstanz, der bis dahin nur als Unterhaltungskunst auf Varietebühnen betrautet wurde auf das Niveau der anderen großen Künlle zu bringen und es galt vor allem, eine vollkommene Beherrschung des Körpers zu erreichen. Ich fing an, spanische Volkstänze zu studieren, sie technisch und stilistisch zu verbessern und $u verfeinern, — eine Riefenaufgabe, von der sich der Außenstehende keinen Begriff machen kann. Ich hatte schwere Kämpfe zu bestehen. Denn weder das Publikum meiner Heimat noch die Kritik, noch auch mein Vater hatten Verständnis für das Ziel, das ich mir gesteckt hatte. Diese scheinbar unüberwindlichen Hindernisse ließen aber meine Energie keineswegs erschlaffen. Mit 18 Jahren verließ ich mein Vaterland zum erstenmal und trat eine internationale Tournee an. Ich hoffe, daß mein Tanz mit Kastagnettenbegleitung dem Publikum den echtesten Eindruck der spanischen Seele vermittelte. Ich habe die Tänze aller Länder, die seit jeher unter spanischem Einfluß stehen, Mexiko, Cuba, Philippinen, eingehend studiert. In diesen Tänzen ist jedes kleine Schrittchen von tiefster Bedeutung. Jede Bewegung bat ihre Berechtigung. Aber nicht genua damit. Auch der Volkstanz muß vor allem den Menschen offenbaren, und deshalb versuche ich, in allen meinen Tänzen die verschiedensten Seiten der menschlichen Seele zu ergründen. Man kann in der Tanzkunst nur dann einen hohen Grad von Vollkommenheit erreichen, wenn man ihr sein ganzes Leben widmet Ich habe die Pawlowa vergöttert und schätze sie als eine ber größten Persönlichkeiten in meinem Fach. Der Tod dieser großen Sängerin war für mich eine echte Trauer Tagelang habe ich über den Äer ust d n bei dem Heimgang der Pawlowa die Kunst erlitten hat, bitterlich geweint. . ,,__. Die moderne Tänzerin muß eine allgemeine Kulturbitdung haben. Ich persönlich 'nter-fßere mich für Bilder Architektur und überhaupt alle bildenden Künste. Dao Leben der Tänzerin ist en b-brung^ reich und mein Leben ist höchst bürgerlich. Ich kenne das sogenannte Nachtleben nicht, gehe früh zu Bett, halte mich streng an mein Tagesprogramm^ Meine Mahlzeiten sind rationiert Ich esse sehr wenig Fleisch und ernähre mich fast ausschließlich von Obst und Gemüse. Wenn ich ausspannen will, ^Wl-'aanz^andXwar das Leben non T-inzerin- ne^ di^ früher in der Geschichte «neu Weltruf hatten Liebschaften mit Königen. nächtliche Ent- fübrungen Duelle. Selbstmorde unzählige Liebesabenteuer. ein Leben zuerst in Manz und dann m tiefstem Elend wie romantisch das alles klingt und wie das heute fremd anmutet! Jungen Tänzerinnen di/ etwas werden wollen, kann ich nur einen Rat aeben- Arbeiten, trainieren, sich ein hohes, kunstle- Äel ieken fick auf Entbehrungen getagt X3"» und nor keinen Ent- täufdjungen zurückschrecken. Bildnis eines englischen Flibustiers. 3n Worten gemalt von Anton Schnack. Unter dem flammenden, farbigen Stich, in den sich an den Ecken stecknadelgroße Stockflecke gefetzt haben, steht: Johan Morgan gebooren in be Prooincie van Walles in Engelandt Generaal van de Roooers op Jamaica. Nehmt öen' Hut oder die Mütze ab, wenn ihr das Bild seht: denn es ist über alles Maß wild und unbarmherzig. Morgan hat schwarzes Haar, das in der Mitte gescheitelt ist und in einem üppigen dichten Bogen bis auf die Schulter fällt. Sein Gesicht ist grausam, erbittert und drohend. Er hat eine kräftige Nase, der der Porträtist einen rötlichen Schein auf der Spitze gegeben hat. Der General liebte den Rum aus Jamaica und den Palmwein aus Guadeloupe. Unter der zusammengekniffenen Stirn drohen zwei schräge schielende Augen, wie sie der gefangene Tiger hinter den Gitterstäben eines herumziehenden, billigen Zirkusses macht. Morgans Lippen find dünn und ganz zugeschloffen. Ein paar kleine schwarze Ziegenhaare hängen am Kinn, und ein schmaler, gezwirbelter Schurrbart ringelt sich um Oberlippe und Nasenspitze. Der General ist bleich wie ein gemarterter Heiliger. Er sieht heimtückisch und leberleidend aus. Er hat einen entblößten Säbel in der rechten Hand, die Spitze der Waffe ragt fingerlang über seinen schwarzgefetteten Kopf. Morgan' hat ein blutrotes Wams an, das am Halse mit einer Schleife gebunden ist. Ueber der Brust ist es offen: ein weißes Hemd quillt heraus und sieht aus wie junger Vogelflaum. Er fyat es aus einer Kaufmannstruhe genommen, die in dem spanischen Städtchen La Villa de los Cayos in einem Zimmer voll Tabaksduft stand. Sein rechter Arm, der den metallblanken eäbel zur Abwehr schwingt, ist dick und fest und gleicht einer Baumwurzel, die sich drohend aus dem Erdboden streckt. Hinter ihm wälzt sich eine riesige schwarze und braune Rauchwolke in den Himmel. Der feucht- blaue, westindische Himmel ist von dieser Wolkenwalze überzogen. Die Seeräuberflotte jagt mit hohen Masten und schießenden Breitseiten in die kakaobraune Hafenbucht. Sie hat die spanischen Wachtschiffe und die ausladenden Kaufmannsqaleo- nen beim Morgenanbruch überfallen, mit Enterhaken gerammt und in den Grund gebohrt. Das schreiendblaue Meer ist voller Schiffstrümmer: Balken schwimmen umher, an denen ertrinksnde Spanier hängen, umgekippte Boote treiben gleich harpunierten Walfischbäuchen auf dem Wellenscheitel. Mastspitzen starren aus der aufgewühlten Flut, Kisten und Warenballen liegen herausgeschleudert auf dem Strand Der grüne Jnselstrand ist von einer fleischfarbenen Feuersbrunst versengt, die Kokosnüsse in den hohen Palmenwipfeln knallen vor Hitze auseinander und vertröpseln dampfend ihre weiße, süße Milch. Aus jedem Stroh- und Holzdach der spanischen Faktorei schlagen rote, sengende Flammen. Der Turm der Kirche, worin der heilige Sebastian mit pfeildurchspicktem Leib steht und die lächelnde Madonna als Schutzpatronin der Insel thront, ist eine lodernde Feuerfackel, deren Zunge durch das schwarze, schwere Rauchgewölk bis in den Himmel Gottes sticht. Zwischen den brennenden Hütten und Lagerhäusern ist das Ende der Welt angebrochen. Der mitkämpfende Maler läßt Blutbäche zum blumenblauen Meere herniederrinnen. Mit großen Hellebarden stechen die Seeräuber in Ziehende Menschenhaufen ein. Johan Morgan aber freut sich, daß in den Edelsteinen, die er als Knöpfe am Wams trägt, sich das Feuer mit sprühendem Glitzern spiegelt. 3etffd>riffen. — Im Februarheft der Monatsschrift „D e r Naturforscher (Hugo Bermühler Verlag, Berlin-Lichterfelde) berichtet Professor Dr. Ernst Lehmann über den Schwarzrost und die Berberitzenfrage. Weitere wichtige Aufsätze heißen „Deutsches Leinöl — deutsches Linnen" von Dr. H. Wolter, „Warum Vollkornbrot?" von Dr. med. A. Stimpfl, „Der Bau und die Bildung der Perlen" mit zahlreichen mikroskopischen Aufnahmen von Dr. E. Kessel, Gießen, „Die Brutbiologie der deutschen Greifckogel" mit ausgezeichneten Bildern von Dr. Brüll, ,Meues zur Biologie der weiblichen Keimdrüsenhormone" mit mikroskopischen Aufnahmen von Dr. med. Erich Fels. „Vorn seltenen Kiang" in den Steppen Hochtibets veröffentlicht der Zoologe Dr. E. Schäfer, der in Kürze zu einer neuen Asienexpedition aufbrechen wird, eine spannende Darstellung und ausgezeichnete Bilder über seine Begegnungen mit diesem Tier. Kleine Beiträge aus allen Gebieten der Naturwissenschaften, Forschungsberichte, Anregungen zur Naturbeobachtung (über biologische Beobachtungen am Scharbockskraut), die Bücherschau, die Liste der Neuerscheinungen und die immer sehr beliebte Preisfrage beschließen das wertvolle und anregende Heft. Obergauführerin Clementine zu Castell. Drei Eil ges zur Technik gegeben. England sichert seine Kronkolonie Hongkong t u n g. I. Dichtung und Volk. Wilhelm zum neuen Deutschland aus^eichnet Dort schlägt in diesem Jahre die Mehrzahl der Abiturienten die neration der Zukunft, gehört der 3m städtischen diesen Tagen di, Sullivan, die bi war. Eines Tai aus. Helen Sui telephonierte'eir und konnte so Immerhin käme Dutzend andere Als Miß Sulli geborgen wurde wunden davonc trotz mehrerer T Verbrennung stc Ein t Am 11. Febri sinders Thoma- Staate Neuyor von dem man r sein wie die Pr um eine gewa eine Erinnerun stellen soll, mit besserungen dii soll als eine $ solche ewige Lc Landsitz Edisor neu Erfinder-! brannte in de men des herb Winters ohne mal im Menl> 40 Meter hoä höhe von 4 werden für d der Glühbirn Lampen, die eigentliche Ei wo eine noc einen Knops l Park zu echt 6ine Pleyer : I m böhmischen Wind. Aus dem Roman „Der Puchner". — Will Vesper: R e f, der Seefahrer. Aus dem Roman „Das harte Geschlecht". — Emil Strauß. Von Fremde und Heimat. Auswahl aus den Werken des Dichters. — Erwin Wittstock : D i e Bergschüler von Kockelburg. Aus: „Die Freundschaft von Kockelburg". — Heinrich ZillichZ Siebenbürgische Jugend im Weltkrieg. Aus dem Roman „Zwischen Grenzen und Zeiten . — Der Preis der Bändchen schwankt zwischen 60 und 80 Pf. — Erich Valentin: Richard Wagner. Sinndeutung von Zeit und Werk. Mit einem Bild. Gehestet 2,70, Ballonleinen 4 Mark. Verlag Gustav Bosse, Regensburg. — (487) — Aus der Geisteshaltung unserer Zeit heraus zeigt Valentin, wie Wagners Persönlichkeit an den Nöten und Erschütterungen ihres Jahrhunderts vom glühenden Revolutionär zum großen deutschen Reformator wurde, der uns die Wege zur deutschen Wiedergeburt mit bereitet hat. Heute lösen wir die Probleme, um die einst dieser Einzelne, Weitschauende rang. Darum spricht erst heute sein künstlerisches Werk ganz zu seinem Volk. Daß sich ihm die volle Bedeutung dieses als Mensch, als Künstler, als Politiker gleich großen Deutschen erschließe, dazu ist diese kleine Schrift der beste Führer. — W i r wandern und singen! Liederbuch der NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude". Herausgeber: Die Deutsche Arbeitsfront Zentraloerlag der NSDAP., Franz Eher Nachf., München. Ausnahme-Preis 30 Pfennig. — (428) — „Wandern und Singen sind zu allen Zeiten wertvolle Güter des deutschen Volkes gewesen und bestens geeignet, dem schaffenden Menschen Freude und Erholung zu vermitteln..." So heißt es im Vorwort von Dr. Ley, und ein Blick in Anordnung und Inhaltsverzeichnis läßt erkennen, daß das Büchlein seinen Zweck vortrefflich erfüllen und dem schaffenden Volksgenossen bei allen Gelegenheiten ein guter iinb zuverlässiger Begleiter sein wird, ein rechter Führer zu Freude, Erholung und Erhebung. Nach der Eroberung Nankings durch die Japaner haben die Engländer ihre Kronkolonie Hongkong in Verteidigungszustand versetzt. Man sieht hier eine schwere englische Küsten- Batterie in der Nähe des Hafens von Hongkong bei Schießübungen. (Scherl-Bilderdienst-M.) Die Lenkung des Arbeitseinsatzes. Cin Gespräch mit dem Präsidenten der Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung Or. Syrup. Büchertisch. — Im Verlag Albert Langen/Georg Müller, München, erscheint seit einigen Jahren eine Schriftenreihe unter dem Titel „Die deutsche Folge": Dichtung der Gegenwart in Schulausgaben. (Eine Auswahl aus dem reichsdeutschen und auslandsdeutschen Schrifttum unserer Zeit. — 443). Uns liegen bisher vor: „Lob der Sprache". Beiträge von Paul Alverdes, R. G. Binding, P. Dörfler, P. Ernst, H. Johst, E. G. Kolbenheyer, W. Schäfer, W. v. Scholz, I. Seidel, I. Weinheber. — Hans Grimm: Von der deutschen Not. Aus dem Roman „Volk ohne Raum". — E. G. Kolbenheyer: Grundfragen der Dich- fürdieErntehilfe die Beurlaubten aus der Wehrmacht und Industrie, aus der Studentenschaft, aus der Partei, ihren Gliederungen und Verbänden. Wieder wird die NSV. durch Einrichtung und Unterhaltung von Erntekindergärten für das Freiwerden bäuerlicher weiblicher Arbeitskräfte sorgen. Daß auch in diesem Jahre der männliche Arbeitsdienst wie im Vorjahre eingesetzt werden wird, steht fest. So wenden wir viele Mittel an, um einer Not zu steuern, die durchaus nicht allein saisonmäßig bedingt ist; denn nicht nur für die Erntehilfe brauchen wir Vermehrung der arbeitenden Kräfte, sondern vor allem für die landwirtschaftliche Bestell- und Pflegearbeit während des ganzen ländlichen Arbeitsjahres. Eine geplante Maßnahme tritt dabei immer mehr in den Vordergrund: ein Pflichtjahr für die weiblichen Arbeitskräfte bis zum 25. Lebensjahre. Es könnte in der Form verwirk- lickt werden, daß kein Mädel bis zum 25. Lebensjahre eine Arbeit in irgend einem Zweige der Wirtschaft annehmen darf, bevor es nicht nachweisen kann, daß es mindestens ein Jahr lang in einem landwirtschaftlichen, hauswirtschastlichen oder pflegerischen Beruf tätig gewesen ist. Die Menschenverknappung hat auch auf die w i s- senschaftlichen Berufe übergegriffen. Während noch vor einer Reihe von Jahren in den akademischen und wissenschaftlichen Berufen immer wieder der Schrei nach dem „numerus clausus" laut wurde, liegen heute die Verhältnisse umgekehrt. Allenthalben eröffnet sich die Notwendigkeit, in d»m einzelnen Berufskreisen fachlich durchgeb'l- beten Nachwuchs heranzuziehen. Je intensiver die Technik an die Erzeugung und Verarbeitung der neuen heimischen Rohstoffe yerangeht, um so deutlicher macht sich der Mangel an technisch- wissenschaftlichen Arbeitskräften bemerkbar. N ü r n b e r g, 4. Febr. (DNB.) Die zur B e a u f tragten für das B D M. -Werk „Glaube und Schönheit" ernannte Obergauführerin Clementine z u Castell stammt aus dem Steigerwald. Sie begann ihre politische Tätigkeit' als BDM.-Führerin in Remlingen bei Würzburg. Später wurde sie Führerin eines Bezirks und übernahm im Oktober 1933 den damaligen Gau Unterfranken. Nach der Neuorganisation wurde ihr die Führung des Obergaues Franken übertragen. In ihrer politischen Arbeit als Obergauführerin maß Clementine zu Castell der praktischen Betätigung der Mädel besondere Bedeutung bei, weshalb sie vom Reichsjugendführer mit der wichtigen Aufgabe der Ausgestaltung des BDM.-Werkes „Glaube und Schorn heit" beauftragt wurde. ich besonders Hinweisen, weil sie z. T. bei der Wirtschaft liegen, die den älteren Arbeitskräften leider fast immer etwas mißtrauisch gegenübersteht. Es gehört ein gutentwickeltes soziales Taktgefühl dazu, dem, der lange beschäftigungslos gewesen ist, d i e Eingewöhnung in die wiedergefundene Arbeit zu erleichtern und mit sozialem Wohlwollen über Minder- und Fehlleistungen der ersten Arbeitswochen hinwegzusehen, zumal man an dem guten Willen der Neueingestellten in der Regel nicht zu zweifeln braucht. Anderseits ergeben sich Schwierigkeiten von feiten der Unterzubringenden. Zum Teil können sie die ihnen gebotene Chance eines bescheidenen Arbeitsplatzes nicht überblicken, hegen Erwartungen und stellen Forderungen, die nicht erfüllt werden können. Manche haben durch Krieg und Inflation ihre geregelte Berufsausbildung nicht zu Ende führen können. In allen solchen Fällen haben unsere Dienststellen die Aufgabe, vermittelnd und ausgleichend einzugreifen. Für die Beurteilung der ganzen Frage ist aber eines besonders wichtig^ Wir haben nicht nur in einzelnen und bestimmten Gruppen der Wirtschaft augenblicklich eine Verknappung an Menschen, sondern ganz allgemein, hier mehr, dort weniger, macht sich diese Verknappung spürbar. Nun haben wir in den nächsten 10 Jahren infolge der Geburtenausfälle der Krisenzeit einen Ausfall von etwa 1% Millionen j u - gendlicher Arbeitskräfte zu erwarten, ein „Menschenengpaß" in der Wirtschaft, der schwieriger zu überwinden ist als der Devisen- und Rohstoffengpaß Allein aus dieser Tatsache ergibt sich, daß eine kluge Betriebspolitik einen -vernünftigen und rechtzeitigen Einsatz der älteren Arbeitskräfte verlangt. Durch die Verhältnisse wird also in absehbarer Zeit die Wirtschaft zu den Maßnahmen gezwungen werden, deren rechtzeitige Anwendung ganz im Sinne unserer Bestrebungen liegt." Eine der größten Schwierigkeiten und darum eine der vordringlichsten Ausgaben in der Durchführung des Vierjahresplanes ist die Menschenbeschaffung für die Landwirtschaft. Das ist augenblicklich unsere größte Aufgabe. Der verstärkte Einsatz der ausländischen Arbeitskräfte — im Jahre 1938 hoffen wir auf etwa 100 000 zusätzlicher Arbeitskräfte aus dem Ausland zu kommen — ist nur eine in einer ganzen Reihe von Vorkehrungen, mit denen wir dieser größten aller Schwierigkeiten Herr zu werden hoffen. Für das Jahr 1938 werden wir durch die E i n z e l - L a n d h i l f e, die verfügbare jugendliche Arbeitskräfte unter 25 Jahren der Landwirtschaft zur Verfügung stellt, wieder etwa 40 000 Landhelfer mobil machen. Die Gruppen-Landhilfe der HI. wird ihr Kontingent von 12 000 voraussichtlich auf 20 000 erhöhen. Aus dem weiblichen Arbeits- dienst erwarten wir etwa 25 000; etwa 12 500 werden von den inländischen landwirtschastlichen Wanderarbeitern gestellt. Dazu kommen erläßliche Voraussetzung für einen tüchtigen Techniker: Gutes fachliches Können, schöpferische Begabung und ein hohes Maß von Berufsidealismus. Durch die Hilfe von Meistern der Technik verschaffe sich die deutsche Wirtschaft die Rohstoffe der Wirtschaft, zu deren Gewinnung zu anderen Zeiten und von anderen Völkern blutige Kriege unternommen worden seien. Deutschland brauche geniale Forscher, kühne ErobererundzäheKämpfer, diezu ihrem Beruf ein reiches Maß schöpferischer Kraft zu ergänzen hätten durch gründliches und fleißiges Studium. „Wer Mut zum Leben hat, Willen zum Schaffen und die Energie, sich durch fleißiges Lernen höchstes Können zu verschaffen", so schloß Dr. Todt, „den ruft die Technik. Die Technik verspricht Aufgaben in einem Umfang, wie sie seit Jahrhunderten nicht gestellt worden sind, und verspricht jedem, der diese Ausgaben löst, den verdienten Lohn seiner Arbeit. Unsere Generation hat die Aufgabe, die Adolf Hitler der deutschen Technik gestellt hat, angefangen. An der nachfolgenden Generation liegt es, das Begonnene zu vollenden und die weiteren noch größeren Aufgaben, die der Führer noch stellen wird, in Angriff zu nehmen und durchzuführen." Vorher hatte in einem Zwiegespräch mit dem Reichsschulungswalter des NS.-Bundes Deutscher Technik, Emil Maier, Direktor Professor Messerschmitt von den Bayerischen Flugzeugwerken hen jugendlichen Hörern ein Bild seines We- »tu h , ®ir» £s? ö üb «' hi, Bur &S er 3 k »* njfiDiiüunfl »rbinlung, «M Sulfit im ->lM Vieren, und i' -M als gute Anehmer, und ßMehr rühme Mhrschernlich k Ein (eud Jßor einigen 3 ^ersicherungsqesi e>ne Kiste mit j versicherte diese ' LPfund i sich hin u anderen auf. Dj Qe' Mdmnt langte die Auss »nFeuersch^ laut semeg $er "formell im s Ä d°bei" S'tit ÄS»; 7-d- £°6'm T „u® den et &n6°n erlebte Blut 84n6enhiani,c 'N den U.^ue ?en, Bot®0« liege ie,ne $ deren höheren Schulen auch). Das wird und muß ein Grund für die übrigen fein, falls nicht eine ganz ausgesprochene Neigung sie zum Offiziersberuf drängt, einen der anderen für den nationalen Aufbau ebenso wichtigen Berufe zu erwählen. Es läge nicht im Interesse der Nation, wenn etwa der Offiziersberus überfüllt würde und dann lange quälende Wartezeiten in der Beförderung entstehen würden, aber dafür die Männer fehlen, die über der Volksgesundheit oder dem wirtschaftlich-technischen Aufbau zu wachen haben Ein einiges starkes Deutschland — das ist das Ziel. Jugenh, die Technik ruft dich/ Berlin, 4. Febr. (DNB.) Führende Per- önlichkeiten der deutschen Technik prachen am Freitagvormittag über alle deutschen Sender zu den deutschen Jungen, die vor der Wahl ihres Berufes stehen. Die Sendung, die in allen Schulen des Reiches im Ge- meinfchaftsempfang gehört wurde, stand unter dem Leitwort „Jugend, die Technik ruft dich!" Der Leiter des Hauptamtes für Technik, Generalinspektor ür das deutsche Straßenwesen Dr. Todt, mahnte die deutsche Jugend, nicht zu vergessen, daß der ungeheure Aufschwung seit der Machtübernahme durch Adolf Hitler nur einen ersten Anfang darstelle. Bei dem gigantischen Aufbauwerk werde die Technik weiterhin größte Aufgaben zu meistern haben. Ob ihre Bewältigung gelinge, werde davon abhängen, daß ein Technikernachwuchs vorhanden sei, der den Aufgaben gewachsen sei. „Der Technik gehört die Zukunft", erklärte Dr. Todt, „und Ihr, die G e - zählest ja ihre Mitglieder unabhängig von ihrer akademischen Bildung. Mit Recht; denn zugegeben, daß der Dirigent oder der Maler, der aus der Universität oder der Akademie seine fachlich^ und allgemeine Bildung in ernstem Studium vertieft hat, eine für unsere Kultur sehr wünschenswerte Er- sckeinung ist, für die geniale Leistung ist dieses Studium häufig keine Vorbedingung. Und auf die geniale Leistung kommt es ja in erster Linie an Vor ihr verschwindet die Frage, ob einer den Doktor in Musik- oder Kunstgeschichte gemacht hat. Gerade darum aber läßt sich mit statistischen Zahlen nichts vorausberechnen. Kein Mensch kann heute voraussagen, ob in fünf ober zehn Jahren eher ein lieber« fluß an Dirigenten oder Baumeistern sein wird. Wer sich zu einem solchen Beruf gedrängt fühlt, wem er innerste Herzenssache ist, der muß es eben „wage n". Das Leben als Ganzes ist ja ein Wagnis. Und nirgendwo tritt das so oftentsichtlich zutage, als da, wo sich jemand dazu entschließt, einen freien Beruf zu ergreifen. Gewiß — in vielem ist es heute leichter als früher. Der nationalsozialistische Staat fühlt grundsätzlich die Verantwortung, auch die Menschen in den freien Berufen zu tragen und zu fördern, ia vielleicht sogar ihnen eine gewisse Lebenssicherheit zu gewähren — wenn sie etwas leisten und nicht als Ballast der Volksgemeinschaft mitgeschleppt werden müssen. Aber das ist es ja eben: wer weiß das im Augenblick der Entscheidung genau? So darf man also im letzten Grunde nur raten: wo sich jemand wirklich zu einem freien,Beruf gedrängt fühlt, da mag er ihn ergreifen. Erkennt er, daß er doch nicht fähig dazu ist, so mag er so bald wie möglich einen der Berufe ergreifen, deren Weg in festere Formen gespannt ist und wo auch der durchschnittlich Begabte am rechten Ort und in der rechten Begrenzung seiner Aufgabe etwas Förderliches für das Dolks- ganze zu leisten vermag. Das find also die Berufe des Juristen (oder wie man jetzt inhaltsvoller sagt, des Rechtswahrers), des Dolkswirtschaftlers, des Lehrers, des Arztes, des Technikers, des Forschers, des Pfarrers. Es gibt eine Anzahl junger Menschen, die nach bestandenem Abitur zwischen zweien oder mehreren dieser Berufe wählen müssen. Das braucht durchaus kein Zeichen innerer Unscklüssigkelt oder gar Haltlosigkeit zu sein. Wie mancher wollte erst Pfarrer werden und wurde dann ein tüchtiger Naturwissenschaftler. Wie mancher wollte Arzt werden, erkannte dann aber doch, daß er sich mehr zur Technik hingezogen fühlte, und er wurde em tüchtiger Baumeister. Wie aber soll man die Entscheidung treffen? Im ganzen ist es doch nicht wünschenswert, daß man einige Jahre des Studiums auf eine Sackgasse verwendet, die nicht zum Ziele eines Lebensberufes führt. Und heute, wo durch Arbeitsdienst und Militärdienst wertvolle Jahre als Opfer, wenn auch freudiges Opfer der Nation gebracht werden, da heißt es vor allem, solche „Fehlinvestitionen" an Kraft, Zeit und Geld möglichst zu vermeiden. Es gibt also zahllose Fälle, wo die Entscheidung im Familienkreise j e nach den Aussichten getroffen wird, die die einzelnen Berufe bieten. Wie steht es mit diesen Aussichten? Es gibt für manche der genannten Berufe Stati- tiken. Sie besagen, daß in einem ober zwei ober ünf ober zehn Jahren in bem betreffenden Beruf o und so viele Stellen frei sein werden. Es spielt dabei nicht nur der natürliche Abgang durch Pensionierung oder durch Tod eine Rolle, sondern auch kulturpolitische Gesichtspunkte sind zu beachten. Die Bauten des Führers werden ohne Zweifel eine Anzahl Stellen schaffen, ebenso wie es der Vierjahresplan schon getan hat und noch tun wird. In der Technik werden dauernd „Zweige" ab geb aut und neue ins Leben gerufen. Auch die Arierfrage spielt mit hinein Wenn einmal die Generation der nichtarischen Kriegsteilnehmer nicht mehr sein wird, müssen, da es da keinen Nachwuchs gibt, Stellen frei werden Und das fällt da, wo der Prozentsatz der nichtarischen Berufstätigen noch erheblich ist wie bei Rechtsanwälten und Aerzten, ohne Zweifel stark ins Gewicht. Dadurch steigen, rein rechnerisch gesehen, bei diesen Berufen die Aussichten, und mancher wird sich dadurch gerade zu einem dieser Berufe entschließen. Nun aber hat es mit der statistischen Vorausbe- M für' S’ =r[t WltS6 I, ? &mi Stunts , feiner ß Um Hu» d- Mi rechnung in den genannten Berufen, die wir einmal gegenüber den „freien" als die „festen" bezeichnen wollen, eine eigentümliche Bewandtnis. Diejenigen, die sich fachlich seit Jahren in diese Frage eingearbeitet haben, haben so häufig erlebt, daß die Wirklichkeit anders sprach als die beste Statistik, daß sie den Bann der reinen Zahl gebrochen hat. Sie kommen in einigen Fällen, z. B. beim Rechtswahrerberuf ober auch beim Lehramt, zu der Auffassung: zwar „muß" es in wenigen Jahren eine starke „Ueberfüllung" geben, wenn man die Zahlen allein sprechen läßt; aber wir glauben nicht daran und raten sogar dazu, gerade solche Berufe zu ergreifen, wenn die innere Neigung dazu besteht. Das scheint zunächst ein recht merkwürdiger Zu- ständ zu sein. Und doch ist er gar nicht so merkwürdig. Man muß, um ihn zu verstehen, freilich einen Blick für den tieferen Gehalt und die wesentlichen Gesetze unseres Zeitgeschehens haben. Unsere Zeit fügt sich nicht mehr so wie früher den üblichen Gesetzen und einfachen Vorausberechnungen. Es „geschieht" in ihr zu viel. Alles ist in Bewegung und Wandlung. Plötzlich springen hier ober dort neue Kräfte, neue Möglichkeiten, neue Forderungen nach Einsatz auf. Das Leben ist also auch auf dem Gebiete der festen Berufe, nicht nur auf dem der freien, mehr als früher Wag - n i s geworden. Der satte bürgerliche Sicherheitsstandpunkt (den wir doch schon früher so gerne als „französisch" ablehnten, aber selbst häufig genug einnahmen!) ist ins Wanken geraten. Was ist nun das praktische Ergebnis dieser Untersuchungen der berufenen Stellen? Ganz einfach dies, daß unsere jungen Abiturienten sich nicht mehr der Diktatur der statistischen Zahlen beugen sollen. Und das scheint uns auch, vom Gesamtleben des Volkes aus betrachtet, eine sehr wichtige Wandlung. Habt Selbstvertrauen, so möchten wir ihnen zurufen! Fragt euch in stillen Stunden, besinnt euch, beratet euch mit Eltern und Geschwistern, Freunden, was ihr werden sollt. Vertraut eurer inneren Stimme mehr als der Zahl! Handelt dabei freilich nicht ins Blinde und Blaue hinein. Wenn sich euch ein praktischer Weg eröffnet, dann geht der Spur nach Dabei wollen wir immer den Blick aufs große Ganze festhalten und an unserem Teile dafür wirken. daß die Volksgemeinschaft ein wahrer Organismus bleibt und nicht eine Massen-„Flucht" in gewisse Berufe einsetzt. Ein Beispiel: am Tegeler See bei Berlin gibt es die bekannte Sch ul farm Scharfenberg, die sich durch eine sehr förderliche Verbindung von Landverbundenheit, wissenschaftlicher Betätigung und bewußtem Bekenntnis / Bei der Durchführung des Vierjahresplanes ist eine Reihe neuer Probleme aufgetaucht, die sich aus dem immer fühlbarer werdenden Industrie-Facharbeitermangel und der zunehmenden Verknappung an landwirtschaftlichen A r - beitsfräften ergeben. Im engsten Zusammenhang damit' steht die Frage des Arbeitseinsatzes der über vierzig Ja h re alten Angestellten. Dr. Syrup, der Präsident der Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung, gewährte unserem Big.-Mitarbeiter eine Aussprache, in der er über die vordringlichen Aufgaben der Reichsanstalt bedeutsame Mitteilungen machte. Schon im Jahre 1934, nachdem eine Verordnung vom 10.8.34 der Reichsanstalt das alleinige Recht über die Verteilung der Arbeitskräfte in 7)er deutschen Wirtschaft gegeben hatte, habe ich in der 93er« teilungsanordnung vom 20.8.34 aus sozialpolitischen Erwägungen heraus eine Reihe von Bestimmungen erlassen, die den Arbeitseinsatz der über Vierzigjährigen fördern sollten. Diesem Zwecke diente die Anordnung über den A r - beitsplatzaustausch durch die von jugendlichen Arbeitern und Angestellten besetzte Arbeitsplätze für die Aelteren freigemacht wurden/ ebenso wie die Bestimmung, daß Jugendliche unter 25 Jahren ohne Genehmigung der Arbeitsämter nicht eingestellt werden dürften. Eine dritte Bestimmung, die einen an die Betriebe zu zahlenden Leistungsausgleich von monatlich 50 RM. für die Einstellung älterer Angestellter vorsah, ist bezeichnenderweise praktisch nicht in die Erscheinung getreten: die deutsche Wirtschaft hat sich nicht dazu entschließen können, für die Erfüllung einer selbstverständlichen sozialen Pflicht einen Gegenwert entgegenzunehmen. Die 5. Anordnung des Ministerpräsidenten Göring hat uns weitgehende Vollmachten gegeben, mit denen wir unter Umständen die Einstellung der über 40 Jahre alten Angestellten erzwingen könnten. Wir haben aber nur in verhältnismäßig wenigen Fällen Zwangsauflagen machen müssen; meist sind wir durch persönliche Fühlungnahme mit den Betriebsleitern auf güt- l ich em Wege zum Ziele gekommen. Allerdings muß ich zugeben, daß ich von der Wirtschaft in diesem Punkte auf eine größere Bereitwilligkeit gerechnet hatte, auch die Behörden haben sie teilweise vermissen lassen. Wenn trotzdem von unserer Seite eine Ausdehnung möglicher Zwangsmaßnahmen vermieden wurde, so geschah es einmal, weil wir nach der Unterbringung von etwa 45 000 älteren Angestellten seit dem Jnkraftttreten der 5. Anordnung die Schwierigkeiten, die sich der Einreihung der restlichen 21OÖO entgegenstellen, klar erkannt haben, zweitens, weil meiner Ueberzeugung nach in ibfehbarer Zeit die Entwicklung der deutschen Wirt- Technik!" Eigenschaften bezeichnete Dr. Todt als uni- Voraussetzung für einen tüchtigen Tech» .......... ... —............. - .> f haft dieses Problem von selbst lösen wird Offiziersiaufbahn ein (wie übrigens an an» 1 Auf einige der erwähnten Schwierigkeiten möchte „Steinljäger- “Urquell mb ;lle um u n» 1 orps die ein * Lauben I iehr- l n e r Es- )rt Ar- Ad- um nen. tiflt den 1 "ze fad. ats- ;! be- * «ssen , i m »llen sie jAn- nach ers, fest- fön- j iben aber roße L ,s.hlke- 'ttag nts stabt ajor 'ber- will- chre rzen .nter die ' den, i'über der i renb n. erg ien ' ich' au- hen er rde v ärz »; 933 ien. ier- hen S»60 ,ubten aus !r Stilbenten- 'gen und Der. j Einrichtung ?ergarten lcher Arbeit;, m Äahre der im Dorjahre wenden mir rn, die durch, st: denn nicht DermehrunF altem für die b VMf ichen Arbeits/ rt dabei immer chtjahr für- fte bis zum Form verwirk- m 25. Lebens- leige der Wirt- lcht nachweisen lang in einem ien oder pflege- ,r $CQuf, ."Tlaube '9Qufül)rerin L °us dem ^atiM. Ve! Diirz. unb Q1'ßen @QU J0r9ani|afi0n bergauez '!chen Arbeit e Zu Castell er Mädel °°M Reichs. °e ber Aus. : unb Schön- h auf die w i f* egriffen. Wh> m in ben ata» -rufen imm:r •rus clausus" e umgekehrt, ligteit, 'm b»n urchgeb'l-- . intensiver erarbeitunq bet )t, um so beut- n technilch- jlräften be- /Oeorg ®iM ren eine edjnf' t^eW; ausgaben. (Eme und auslands- - 443). Uns prache". inbing, P D°ch tolbenbeper, W. i Weinheber. - utschen Rot. E. E. UH! ■ -J. r en der M* _ Wilhel"' Und. Aus dem melper: ^eb ■ S o n 3r „sie '"und E nr» S°-L at Dalenf"' /^Relorma^l S*-‘? “SÄ-S , erslyl'ev a e n • . - w rb i.'Ks he u^J; r| „B rtd Ufd, * ,Ö»* Geschichten aus aller Welt Max und Moritzwinken über die Straße. (Allanttc-M.) ihre Ansprüche. Für ein Volk von der Ausdehnung des deutschen war sein schöner unb reicher Kolonialbesitz, den es vor dem Kriege sein eigen nennen konnte, immer noch bescheiden. Auch diesen der Dolkszahl noch längst nicht entsprechenden Besitz hat man dem Reich nicht -gönnen wollen. Einen offenen Raub scheuten die sogenannten Sieger von Versailles, sie wandten die Form des verschleierten Diebstahls durch die Erfindung der Mandate an. Wenn das deutsche Volk heute mit verstärktem Nachdruck seinen Anspruch auf Rückgabe der ihm widerrechtlich vorenthaltenen Kolonien anmeldet, so findet es in der Unterstützung dutch Italien einen starken moralischen Halt. Italien, bei der Verteilung nach dem Weltkriege von seinen Verbündeten offensichtlich betrogen, hat sich, ohne viel zu fragen, seinen Anteil an der Welt s e l b st geholt und durch den Gewinn von Abessinien ein neues römisches Imperium geschaffen. Seine Stimme ist die einer erprobten Kolonialmacht. Deutschland weiß, daß das Recht auf seiner Seite ist, und es darf in der Hilfe Italiens eine bedeutsame Verstärkung seiner Einfluß von seiner Seite groß werden ließ, die man heute als die endgültige ansehen der letzten Stunde vor der Verteilung der die man heute als die endgültige ansehen meldeten Deutschland und Italien leichtes wäre, ganz allein ein halbes Lamm zu verzehren. Merkwürdig ist dabei, daß Kollias trotz seiner Dicke sehr beweglich und ein glänzender London, Januar 1938. Während Herr Eden in Genf einen neuen Versuch machte, von der Liga der Nationen, in der nur noch zwei der großen Mächte vertreten sind, für eine bessere Zukunft zu retten, was noch zu retten ist, während in London geheime Verhandlungen zwischen England und Amerika geführt werden mit dem Ziel einer Aufhebung der 35 OOO-Tonnen-Klausel des Londoner Flottenvertrages, während die Beratungen mit Irland sich in den Sand technischer Kommissions- befprerfumgen verlaufen, kurzum: während die große Politik auf hohen Touren weiterläuft, der womöglich der Bericht des ehemaligen belgischen Ministerpräsidenten van Zeeland einen neuen Antrieb verleihen kann, hat der Durchschnittsengländer Muße und Zeit genug, sich darüber klar zu werden, wie er sich eigentlich das weitere Schicksal seines Landes denkt. Das Nachdenken freilich nimmt ihm, ob er will oder nicht, zum größten Teil die Presse ab. Nicht, daß er ihr Wort für Wort Glauben schenkte, dennoch kann er es nicht hindern, daß ihn Zeitungen und Rundfunk am Gängelbande führen, um so' mehr, als es das Bestreben der großen Massenblätter ist, auf den Ton des Mannes auf der Straße einzugehen und dem gerecht zu werden, was er sich wünscht und was der Inhalt sei- das ist noch nicht das gewünschte Kolonisationsgebiet, das Streben Japans ist weiter südlich gerichtet. Und wenn heute die japanischen Truppen ihren Vormarsch in ^China erfolgreich fortsetzen, so ist auch der dort zu erwartende Machtzuwachs kein Ausgleich für den Landhunger des volkreichen Mutterlandes. In China schiebt sich die japanische Politik zweckbewußt zwischen den politischen Ausdehnungsdrang der Moskauer Internationale unb die Geschäftsspe^ulation der englischen und ame-s rikanischen Firmen. Japan konnte in Wahrung feiner dringendsten Interessen nicht länger Zusehen, wie China ein Spielball zur Aufteilung in Ausbeutungszonen fremder Mächte wurde. Es wollte aber auch nicht teilnahmslos eine Entwicklung zu- lasien, die China vielleicht unter starker Hand ohne jeden Welt, In Welt, will. Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten! Gipfel der Sauberkeit. (H. T.) Mukden. Wer einmal Gelegenheit haben sollte, in der manbschurischen Großstadt Mukden — bekannt aus dem russisch-japanischen Kriege — spazieren zu gehen, der wird dort die überraschende Beobachtung machen können, daß man den Mukdener Kutsch- und anderen Pferden „hintendran" einen kleinen Ledereimer gebunden hat. Infolgedessen fällt in diese Eier all das hinein, was die Pferdchen sonst gewohnheitsgemäß auf die Straße fallen lassen. Laien, die zum erstenmal nach Mukden kommen, sind entzückt über diese sinnreiche Einrichtung, die nicht nur den Straßenkehrer überflüssig macht, sondern die Dunggewinnung rationell gestaltet, und sie preisen diese neue Erfindung als „Gipfelpunkt der Sauberkeit" und meinen, daß man eigentlich auch in anderen Ländern ... Gemach! Auch hier trügt der Schein, wie so oft im Leben ... ursprünglich waren das nämlich gar keine „Aepfel"-Eimer, sondern Wassereimer, und zwar aus Leder, die die Stadtverwaltung für die Feuerwehr bestellt hatte. Dä diese Eimer aber aus irgendwelchen Gründen nicht den vereinbarten Lieferungsbedingungen entsprachen — auch in Fernost wird oft und gern geschoben — wurden die Eimer nicht abgenommen und von Rechts wegen hätte nun die Firma selbst auf diesen Eimerchen sitzen bleiben müssen. Dazu hatte sie natürlich keine Lust und sie setzte sich daher kurzerhand mit einer anderen Abteilung der Stadtverwaltung — voraussichtlich der für „Hygiene" — in Verbindung, hielt dem zuständigen Dezernenten einen langen Vortrag über die Vorzüge ber Sauberkeit im allgemeinen und die ber Straßen im besonderen, und siehe da: die schlechten Wassereimer fanden als gute Pferdeäpfel-Eimer doch noch ihren Abnehmer, und die Mukdener Pferdchen dürfen sich nunmehr rühmen, an der Spitze der Hygiene zu marschieren. Obwohl ihnen der Zweck dieser Hebung wahrscheinlich kaum einleuchten wird. Ein leuchtendes Edison-Denkmal. (th) Neuyork. Am 11. Februar, am Geburtstag des großen Erfinders Thomas Cdifon, soll im Menlo-Park im Staate Neuyork ein Denkmal eingeweiht werden, von dem man behauptet, es werde ebenso dauerhaft sein wie die Pyramiden Aegyptens. Es handelt sich um eine gewaltige Glühbirne, die gewissermaßen eine Erinnerung an das erste elektrische Licht dar- DasWilhelm-Busch-MuseuminHanno- v e r hat ein schmiedeeisernes Aushangschild erhalten, das Max und Moritz auf dem Dache von Witwe Boltes Haus zeigt. Das Schild wurde von Schmiede- meister Wilhelm Schumann geschaffen und stellt em Stück hannoverschen Kunsthandwerks bar. OerOrang in dieWeiie. Von Or. Wolsganq Kraus. Während die Gedanken ber Menschen leicht im Fluge den Raum zu überwinden vermögen, stoßen ich hart die in Wirkung umgesetzten Taten. Der Erdball ist verteilt. War schon, seit es eine Ge- chichte gibt, die kriegerische Auseinandersetzung die ursprünglichste Form des Streites um Macht oder Land, so erhebt sich heute ihre Drohung verstärkt über jede Frage einer Gebietsausdehnung. Vielfach sind die Gründe, von dentzn Völker in die Weite getrieben wurden Selten war es reiner Eroberungsdrang und Beutesucht, meistens gab die Sehnsucht nach Boden zur Siedlung den entscheidenden Anstoß. Voran schritt oft der Forschergeist als Triebkraft und Dorbereiter kommender Entwicklungen. Noch heute spricht man mit Bewunderung vom Geist der W i k i n g e r. Wenn auch der kühne Schwung ihres heldischen Sinnes in Kampf und Sieg den Stoff zur Verherrlichung durch das Lieb erkennen ließ, so war es doch nicht der Urgrund ihrer weiten Fahrten über alle Meere. Denn karg war der Felsboden ihrer nordischen Heimat, wenig bot er an Nahrung, und rauh und unw'rt- I'ch war das Klima. Die Eroberer, die aus dem Norden kamen, waren nicht Zerstörer, sie vernichteten nicht die Werte, die sie unter milderer Sonne vorfanden, sondern sie kamen als Kulturträger und Bereiter neuer Saat. Dom Wikingergeist ist ein Samenkorn auch in die Seele des englischen Volkes gefallen. Als Kolonialpionier ist der Engländer über den stellen soll, mit dem Edison nach verschiedenen Verbesserungen die Welt beschenkte. Diese Glühbirne soll als eine Art „ewiges Licht" brennen. Eine solche ewige Lampe wurde übrigens schon auf dem Landsitz (Ebifons im Jahre 1929 bei seinem goldenen Erfinder-Jubiläum entzündet. Diese Lampe brannte in ber Hitze des Sommers, in den Stürmen des Herbstes und in den kalten Monaten des Winters ohne jede Unterbrechung. Das neue Denkmal im Menlo-Park wirb aus Stahl unb Zement 40 Meter hoch aufgeführt. Die Glühbirne soll eine Höhe von 4 Metern haben. 1200 Fässer Zement werden für bas Denkmal verbraucht. Im Innern der Glühbirne brennen übrigens 12 verschiedene Lampen, die ein einheitliches Licht geben. Die eigentliche Einweihung erfolgt von Neuyork aus, wo eine noch nicht bestimmte Persönlichkeit auf einen Knopf drücken soll, um bas Licht im Menlo- Park zu entzünden. Eine tapfere Telephonistin. (thj Neuyork. Im städtischen Hospital von Jersey City starb in diesen Tagen die 26 Jahre alte Telephonistin Helen Sullivan, die bis vor kurzem im Plaza-Hotel tätig war. Eines Tages brach in dem Hotel ein Brand aus. Helen Sullivan blieb auf ihrem Poften und telephonierte^ein Zimmer nach dem anderen durch und konnte so vielen Menschen das Leben retten. Immerhin kamen noch zwei Gäste ums Leben. Ein Dutzend anderer erlitt schwere Brandverlehungen. Als Miß Sullivan schließlich von der Feuerwehr geborgen wurde, hatte sie schon so schwere Brandwunden davongetragen, daß sie im Krankenhaus trotz mehrerer Bluttransfusionen an den Folgen der Verbrennung starb. Ein verrückter Rechtsstreit. । (—) London. Vor einigen Wochen erschien bei einer Londoner Versicherungsgesellschaft ein seltsamer Mann, der eine Kiste mit Zigarren unter dem Arm trug. Er versicherte diese Kiste mit Zigarren auf eine Summe von 10 Pfund Sterling. Dann ging er nach Hause, fetae sich hin und rauchte eine Zigarre nach der anderen auf. Die Asche sammelte er, um sie bann der Versicherungsgesellschaft vorzulegen. Er verlangte die Auszahlung von 10 Pfund Sterling wegen Feuerschadens. Er bezog sich auf den Wortlaut seines Versicherungsvertrages. Danach wäre er formell im Recht gewesen. Aber er hatte eines nicht dabei bedacht: die Versicherungsgesellschaft lehnte die Zahlung ab unb erstattete gegen ihn Anzeige wegen Brandstiftung, da er doch die Zigarren in Brand gesetzt habe. Der Prozeß ist zu un- gunften des Brandstifters ausgegangen. Ader er wurde in der ganzen Versicherungsbranche mit großem Interesse verfolgt. Schließlich handelte es sich um den ersten Prozeß dieser Art, den man m London erlebte. Blut für die kranke Mutter. (ptk) Kopenhagen. Ein Aufruf von besonderer Art im Nachrichtenbienst des dänischen Staatsrundfunks hat am letzten Wochenende wohl alle Hörer dieser Sendung in Middelfart auf Fünen tief bewegt. Der Fischer Christian Lillelund aus Baaring-Wiek ließ durch Rundspruch seinen Sohn Strandberg, der auf Fang in den Kleinen Belt ausgefahren war, bitten, so schnell wie möglich nach Middelfart zuruckzukoM- men, wo seine Mutter im Hospital bedenklich krank liege. Ein Blutsturz, den sie erlitten hatte schien eine Blutübertragung dringend notwendig zu machen; ein erster Versuch mit einer Tochter, die sich für diese Transfusion sofort zur Verfügung gestellt hatte, mißglückte. So hatte sich der Mann in seiner Not an den Nachrichtendienst des Staatsrundfunks um Hilfe gewandt, damit auf dem Wege feiner Sendungen der Sohn, der vor der Insel Aarö fischte, vielleicht erreicht werden konnte. Cr wußte wohl, daß an Bord feines Bootes kein Rundfunkgerät war, aber er hoffte auf die Mog lichkeit, daß andere Fischer, die in der Nahe waren, die Mitteilung hören und weitergeben wurden. Der Ruf hatte auch den gewünschten Erfolg: schon eine Stunde nach der Sendung kam die Nachricht nach Middelfart, daß Fischer Strandberg Lillelund sich auf die Heimfahrt gemacht habe Als er im Ho spital erschien, konnten ihm die Aerzte die erfreuliche Mitteilung machen, daß eine unmittelbare Le- Wie lebt John Dull zu Hause? Von unserem tbg.-Äerichierstaiter. ganzen Erdball gewandert und hat in allen seinen Teilen großen Gebieten den Stempel seines Wesens aufgedrückt. So hat sich in feiner Politik die Kühnheit des Eroberers mit der nüchternen Berechnung des Geschäftsmannes gepaart. Unb auch die Sehnsucht nach Boden sprach in dem Volke. mit, das feinen von Gebirgen ohnehin eingeengten Lebensraum noch durch den immer mehr um sich greifenden Großgrundbesitz mit westen Parks unb Wiesen verkürzt sah. Das einzige Koloniälgebiet, in welchem England einen großen Rückschlag erlitt, bas der Vereinigten Staaten von Nordamerika, bietet trotzdem ein Beispiel zielbewußter und erfolgreicher Siedlungsarbeit: denn auch die frühere Arttunft der Holländer und der starke Zustrom der Deutschen konnten es nicht verhindern, daß Nord» amerita englisch wurde. Anders gerichtet ist der Ausbreitungsdrang ber Vereinigten Staaten als Erben englischen Sinnes. Bei ihnen herrscht die kühle kaufmännische Kalkulation vor. Spielraum aller Lebenskräfte ist auf ihrem eigenen Boden zur Genüge vorhanden, an Rohstoffen herrscht fein Mangel, so bleibt als Ansporn allein ein Wirtschaftsimperialismus, der von den Finanzgewaltigen b* Börse gelenkt wirb. Das alte Spanien hat in ähnlicher Weise ferne Hand über die See gestreckt. Nur war es in Madrid, und ähnlich in Lissabon, die Könixjsmacht, die ihrem Kronschatz neues Gold aus eroberten Ländern zuführen wollte. Kolonisation und Siedlung traten diesen Motiven gegenüber ganz in den Hintergrund. So seltsam es klingen mag, auch bas russische Volk, das seinen Weg ber Ausbehmmg ostwärts nahm, war trotz der riesigen Landstriche, über die es verfügte, ein Volk ohne Raum. Die Versklavung der leibeigenen Bauern und ihre gewaltsame Einpressung in die starre Form der aufgeblähten Latifundienwirtschaft mit ihren Riesengütern beraubte die große Masse des Volkes jeder Bewegungsfreiheit und Ausdehnungsmöglichkeit. So zogen große Scharen von russischen Bauern, als die Fessel der Leibeigenschaft gefallen war, weiter in den Osten und schufen damit durch die Urbarmachung Sibiriens den Grund zu dem gewaltigen Weltreich, das bis an den Stillen Ozean griff. Wenn der Grundsatz der Raumnot auf ein Volk anzuwenden ist, dann ist es im besonderen Maße das japanische. Japan hat in der verhältnismäßig kurzen Frist von rund 70 Jahren, die seinen Aufstieg vom mittelalterlichen Feudalstaat zur modernen Großmacht umfassen, kein Ventil für seine Volksvermehrung finden können. Eine planmäßige Auswanderung wurde ihm dadurch unmöglich gemacht. Erst in der jüngsten Zeit haben die Japaner auf das asiatische Festland übergegr.ffen und sich in Korea und dann in Mandschukuo Land vor den Toren ihrer Inselwelt gesichert. Aber auch bensgefahr für feine Mutter nicht mehr bestehe, und oaß eine Übertragung seines Blutes auch wohl nicht mehr notwendig fein würde. Der Film, der im Meerwaffer lag. nr BD. Paris. ^m 16. September 1936 scheiterte das Expeditions- schlff des verdienstvollen französischen Forschers Dr. Charcot in der Nähe von Island. 39 Expeditions- mitglieber fanden den Tod. Vor einigen Monaten wurden im Sand des Ufers, der regelmäßig bei tflut überspült wurde, einige Filme der Expedition gefunden. Ein französischer Kriegsverletzter, der in ber Filmindustrie tätig ist und als besonders gewissenhafter Arbeiter gilt, wurde mit der Entwicklung der Filme beauftragt. Er wässerte die Filme einige Stunden lang mit fließendem Wasser, um Öen feinen Sand und auch die Salzkristalle aus der Bromsilberschicht zu entfernen. Und tatsächlich stellte sich heraus, daß das rote Schutzpapier und die Filmrollen auch gegen Sand und Meerwasser stand- gehalten hatte. Die Filme sind jetzt in einfem Pariser Kino gelaufen. Es waren natürlich keine Paradefilme. Insbesondere die Ränder waren angegriffen, aber es gab doch klare Bilder von der Küste und auch von dem Leben und Treiben einiger der umgekommenen Besatzungsmitglieder. Othello int Schuhgeschäft. K. Mailand. „Ich bin der Vampir!" Mit diesen Worten trat der Kunde in den Schuhladen einer eleganten Geschäftsstraße in Mailand. Es war ein gutgekleideter, würdig aussehender Herr reiferen Alters. Der Inhaber des Schuhladens näherte sich ihm erstaunt: „Womit kann ich Ihnen dienen, mein Herr?^ Aber der Herr, der in höchstem Zustand des Zornes zu fein schien, schrie wieder: „Ja, ich bin der Vampir. Sie sollen mich kennen lernen!" Und damit fing er an, mit feinem Spazierstock wild um sich zu schlagen. Die große Scheibe des Schaufensters brach klirrend in Stücke, die schönen Damestschuhe flogen umher, die Verkäuferinnen flüchteten panikartig. Wütend drang der Labenbesitzer auf den Fremden ein, um sein Eigentum zu verteidigen. Schreie. Straßenauf- lauf. Polizei. Die beiden Streitenden wurden gemeinsam auf die Wache gebracht. Hier wurde fest- seiner Dick gestellt, daß der „Vampir" ein reicher und ange- Tänzer ist. sehener Kaufmann in Mailand war. | Frau für die Zeit des Kinobesuches niemanden hat, um auf das Kind aufzupassen. Einmal hat sie das Kind mitgenommen; es hat aber dort so gemeint, daß sie es niemals wieder tun wird. Das Wochenende wird meist zu Hause verbracht. Gegen 19 Uhr geht unser Durchschnittsengländer am Sonntag in jein Stammlokal und trinkt dort ein Glas Bier, aber nie mehr. Auch sein Rauchbedarf ist gering; zehn Zigaretten für sechs Pence müssen ausreichen. Und der Sport? Die großen Fußballwettspiele werden natürlich besucht; aber außer Radeln und Schwimmen selbst kein Sport getrieben. Wie ist es nun um die Freizeit bestellt? Aus Umfragen ließ sich ersehen, daß die Gestaltung der Freizeit stark abhängig ist von der 'wöchentlichen Arbeitszeit. Arbeiter und Angestellte mit der 45- Stunden-Woche finden zur Erholung und zur Weiterbildung viel mehr Zeit als die. Die 50 Stunden und länger arbeiten müssen. Am längsten arbeiten die Hausfrauen, und zwar im Durchschnitt 72 Stunden die Woche; manche sogar über 100 Stunden. Rundfunk und Lesen nehmen den Hauptbestandteil der Freizeit ein, hauptsächlich für diejenigen, die länger als 45 Stunden in der Woche arbeiten. Außerordentlich gering ist die Zahl derjenigen, die selbst Sport treiben. Der Hauptbestandteil fällt für die Freizeit außerhalb des Hauses auf Gartenarbeit und Spazierengehen. Man hat auch einen großen Unterschied festgestellt zwischen dem Büroangestellten und dem Ladenangestellten. Der Ladenangestellte ist ein größerer Spaziergänger, während der Büro- angestellte sehr oft bemüht ist, sich in Abendschulen weiterzubilden. Die fleißigsten Leute finden sich bei der Marine. Von 30 Freistunden benutzen sie 8 Stunden zum Lesen. Anders sieht es bei der Armee aus. Die Soldaten begnügen sich mit drei Stunden und benutzen die restlichen 5 Stunden zum Tanzen. Ein Leser schließlich — und damit wollen wir unseren Besuch bei dem „Durchschnittsengländer" beenden — hat der Redaktion seines Blattes mitgeteilt, daß er 2 Stunden seiner Freizeit dazu zu benutzen pflegt, „um ernsthaft nach einer Frau zu suchen". nes Lebens ist. Eines dieser Massenblätter hat nun in Öen vergangenen Wochen seine Reporter öurch London geschickt mit dem Auftrag, den„Durchschmtts- e n q l ä n d e r" zu entdecken, und ein anderes Blatt hat durch Umfrage bei der Leserschaft festzustellen versucht, was der Engländer mit seiner Freizeit anfängt. Beide Umfragen sind auch für die große Politik, wenn man so sagen darf, nicht ohne Interesse. Denn sie bestätigen noch einmal, daß selbst das politische Gespräch im Leben des Durchschnittsengländers eine verhältnismäßig geringe Rolle spielt und daß der, der Öen Engländer so nehmen will wie er ist, ihn bei anderen Seiten seines Wesens packen muß. Wie ist nun der Durchschnittsenglander beschaffen? Um mit der Politik anzufangen so hat das große Massenblatt Großbritanniens festgestellt, daß er sowohl bei den Wahlen zum Parlament wie bei örtlichen Wahlen konservativ w a ) l1. Seine Lebensauffassung geht dahin, weder über den allgemeinen Durchschnitt herauszuragen, noch unter ihn zu fallen. Auf diefe Durchschnittlich k eit ist er fogar ganz besonders stolz. W.e nun gestaltet sich das tägliche Leben unseres Durch- sckinittsenaländers sagen wir eines A n g e st eil - t^n bei einer Funkstation des Luftfahrtministeriums. Gegen 7 Uhr Pfte9t er aufzus e , das Feuer entweder im wirklichen ober am Gas- Kamin anzumachen, Tee aufzusetzen und davon seiner^ Frau eine Tasse ans Bett zu bringen. Er felbft brät sich ein paar Eier oder Speck Kurz vor 8 Uhr lebt er sich auf sein Fahrrad und radelt zu seinem Büro Von 8 bis 11.30 Uhr wird durch- gearbeitet. Dann folgt ein 1-ichtes ß^Wuck wieder mit einer Tasse Tee und einigen Käsebroten. Don 14 bis 17 Uhr läuft dann die Arbeit im Büro weiter. 18 Uhr findet sich unser Freund wieder ® Hause zun?Abendbrot ein. Pünktlich gegen 22.30 Uh- ww in- Bett S°m- Fr°u steht eine non 311 9 13 Pfund 11 Schilling. 9 Pence) -- Zirka 4s"- RM..nZ!7u machen. Ein Anzug zum Preise 57 =‘.SÄSÄ- j eibft aibt er das notige Geld zur Führung des h nnt sie ihm das und m diesem J^aUe gibt er iyr ° IhJ1hrtxii Das Haus, in dem unser Durch- schnittsengiander lebt, hat, Ambach- di° ^uE^besuchen. Mehr -I- « ^a- präcf,tiflc5 U Be ist aber aü-tdaru7 schwierig, weil die' „Dieser Mann betrügt mich mit meiner Frau", schrie er erregt ber Polizei entgegen. „Hier habe ich ben Beweis." Unb er schwenkte einen Brief in ben Hänben. „Hier, lesen Sie selbst, was ich vor- gefunben habe, als ich zwei Tage vor bem erwarteten Zeitpunkt nach Hause zurückkehrte: ,Da in biesem Augenblick kein Vampir ba ist, kommen Sie bitte zu mir, unb wir wollen sehen, was sich machen läßtt." Kaum hatte ber Schuhlabenbesitzer biese Worte gehört, als er in schallenbes Gelächter ausbrach. Er lachte so sehr, baß er lange Zeit nicht sprechen konnte. Enblich erklärte er: „Vampir nennen wir in ber Schuhbranche ein Fell, bas augenblicklich große Mode ist. Die Gattin dieses Herrn, die er so ungerecht beschuldigt, hat zu mir keine anderen Beziehungen als die der Kundin zum Lieferanten. Kürzlich hat sie bei mir ein Paar Schuhe ,au5 Vampir^ bestellt. Da mir Vampir gerade ausgegangen war, da habe ich sie schriftlich gebeten, zu mir zu kommen unb sich ein anberes Muster auszusuchen." Der beruhigte Ehemann mußte ben Schaden zahlen. Zwei Stunden später aber speisten er, feine Frau unb ber Besitzer bes Ladens friedlich zusammen in einem großen Restaurant. Ter dicke Mann in Sparta. C.K. Athen. In Sparta traf dieser Tage ein Mann ein, ber ben Rus hat, ber bieffte Mann Griechenlanbs zu sein. Herr Kollias wiegt nicht weniger als 160 Kilogramm; man kann sich vorstellen, welches Aufsehen er in ber Stabt erregte, bie im Altertum stolz bar- auf war, eine sehr einfache Lebenshaltung zu haben, unb beffen Einwohner noch heute bie Erinnerung an Lykurg, ben Erfinber ber schwarzen Suppe, bewahren. Ganz besonberes Vergnügen aber machte es ben heutigen Spartanern, als bieser Gewichts- reforbmann ihnen eine Probe von ber unglaublichen Fassungskraft seines Magens ablegte. Er aß an einem Tage 2,5 Kilogramm Fleisch, 1,5 Kilogramm Fisch, 2,5 Kilogramm Brot unb 2 Kilogramm Früchte; bazu trank er vier Flaschen Wein. Als man ihn befragte, wieviel er benn täglich an Speisen zu sich nähme, antwortete er, er pflege zu essen, ohne vorher bie Speiseschüsseln abzuwiegen, aber bas könne er schon sagen, baß es ihm ein Politik erblicken. Die Bresche in der Front der Mißgunst ist geschlagen. Das größte Volk ohne JRauin, das sich mit curopäischem^Boden begnügen muß, will nicht länger seine Söhne in fremde Länder ziehen lassen, es braucht Spielraum für sich und seine Kinder so nötig wie die Luft zum Atmen. Aus aller Welt. Ein Jubiläum -es Fahrrades. In den Monat Februar fällt ein Jubiläumstag in der Geschichte des Fahrrades. Vor 120 Jahren, im Februar 1818, hatte der damalige Forstmeister, Frecherr Drais von Sauerbronn für die von ihm erfundene Laufmaschine, aus der sich später das Velociped und dann das Fahrrad entwickelt hat, ein Erfindungspatent auf zehn Jab.re erhalten. Am 28. Januar 1818 war dem Erfinder der Maschine der Titel eines Professors der Mechanik verliehen worden. Fr.eiherr von Drais hatte mit seinen Erfindungen, wie mancher andere Erfinder, nicht viel Glück. Sie kostete ihm sein Vermögen. Drais lebte lange Jahre in Mannheim und verbrachte seine letzten Lebensjahre in Karlsruhe. Er wurde dort 1851 zu Grabe gebracht. In Karlsruhe ist auch zu seinem Gedächtnis von den Radfahrvereinen Karlsruhes ein Denkmal errichtet worden. 73. Wanderversammlung der Bienenwirte. Die 737Wanderverfammlungder Biene n w i r t e deutscher Zunge, die in Verbindung mit der Reichskleintierschau abgesagt war, wird vom 7. bis 9. August in Leipzig stattfinden. An der Tagesordnung wird nichts Wesentliches geändert werden. Der Hauptberatungsgegenstand wird der Wald in allen seinen Beziehungen zur Bienenzucht sein. Auch allgemein imkerische und volkswirtschaftliche Fragen und die Seuchenbekämpfung, die ganz Mitteleuropa angehen, werden behandelt werden. Neun Todesopfer eines Explosionsunglücks bei Kapstadt. Im Sprengstoffwerk von Somerset-West bei Kapstadt ereignete sich aus bisher ungeklärten Gründen eine Explosion. Neun Angehörige des Werkes wurden getötet und zahlreiche andere verletzt. Die genaue Zahl der Opfer ist noch nicht bekannt. Standortverlegung der Kavallerie-Schule. Die seit 70 Jahren in Hannover ansässige Kavallerie-Schule wird in absehbarer Zeit ihr neues Heim nördlich von Potsdam bei Krampnitz an der Wegegabel, die nach Kladow und Marquardt führt, beziehen. Dort, am Rande des Döbe- ritzer Truppenübungsplatzes, inmitten eines idealen, wohl der ganzen deutschen Reiterwelt bekannten Geländes, ist innerhalb von noch nicht Jahresfrist der Neubau der neuen Unterkunft in Gestalt eines umfangreichen Gebäudekomplexes emporgewachsen. Hannover wird ungern den weltberühmten Angehörigen verlieren. Da aber durch das zunehmende Wachstum der Stadt und ihrer Vororte wenig Gelände mehr gegeben ist, das in wünschenswertem Maße eine reiterliche Ausnutzung gewährleistet, so ist diese Verlegung notwendig geworden. Ausbau des Karlsruher Armee-Museums. Der Ausbau des Armee-Museums in Karlsruhe, das in jüngster Zeit wieder wertvolle Neuzugänge verzeichnet, schreitet so gut voran, daß man hofft, den zweiten Teil, die Weltkriegsabteilung, am Heldengedenktag der Oeffentlichkeit zugänglich machen zu können. Im Laufe des Sommers soll auch die Reithalle zum Ehrenraum und zur Fahnenhalle umgebaut werden. Ts besteht Aussicht, daß dieses Denkmal ebenfalls im Herbst vollendet sein wird Erdrutsch bedroht ein oberitalienisches Dorf. Im Tal des Wildbaches Bobbio in Oberitalien, wo seit 1936 mehrere Ortschaften durch eine ständige Bodenbewegung bedroht sind, ist das Gestein nach einer längeren Pause wieder ins Rutschen gekommen. 54 Häuser mit 253 Bewohnern von Cadi Sopra sind durch das langsame, aber unaufhaltsame Vordringen der Erdmassen gefährdet und mußten vorsichtshalber geräumt werden. Oie Narrenkappe. Splitter und Sparren vom Redaktionstisch Der Autor. Eines Tages fand die Uraufführung der „Kameliendame" in Paris statt. Der Autor, Dumas der Jüngere, sah mit großer Sorge der Aufführung entgegen, denn er glaubte nicht recht an einen Erfolg. Aber er hatte sich getäuscht. Das Stück wurde mit großem Beifall ausgenommen. Dumas war glücklich: aber noch glücklicher war sein Vater, Dumas der Aeltere. Er nahm die Glückwünsche über die Leistung seines Sohnes mit großer Freude entgegen. Ein Bekannter sagte mißtrauisch: „Meister, mir scheint, Sie sind an dem großen Erfolg mitbeteiligt." Dumas der Aeltere erwiderte gutgelaunt: „Das bin ich auch, der Erfolg geht sogar ganz allein auf mein Konto." „Ach was, dann ist also das Stück überhaupt von Ihnen?" „Das Stück nicht", meinte Dumas lächelnd, aber der Autor." Der alte Drängel und die Ahnenbilder. Zu der Zeit, als der alte Wrangel noch Kommandierender General in Stettin war, ließ er den dortigen Maler M o st zu sich kommen und beauftragte ihn, für den Speisesaal des Hauses einige Ahnen des Geschlechts Wrangel zu malen. Der Maler dankte für den Auftrag und erkundigte sich, ob der General nicht vielleicht einige kleine Porträts seiner Vorfahren besitze, die sich als Vorlage verwenden ließen. „Das ist nicht nötig", meinte Wrangel kurz, „machen Sie nur einige Aehnlichkeit mit mich und ziehen Sie se vorschriftsmäßig an. Persönlich Hot se ja doch niemand gekannt!" Die Notbremse. Der Expreß rast donnernd durch die Nacht, dem Norden zu. Plötzlich beginnen die Bremsen zu knirschen und der Zug kommt zum Stehen. Fenster werden heruntergelassen und besorgte Gesichter kommen zum Vorschein. Der Zugführer leuchtet die einzelnen Wagen und Abteile ab und fragt, wer die Notbremse gezogen habe. Schließlich kommt er auch an ein Abteil, in welchem eine alte Dame sitzt, die ihn gütig anlächelt. „Ich danke Ihnen", sagt sie, „aber den Zug Hätten Sie deshalb nicht anzuhalten brauchen. Ich wünsche lediglich eine gute Tasse Tee mit zwei Stückchen Zucker!" MÖBEL DAS GROSSE LAGERGESCHÄFT MIT DEN NIEDEREN PREISEN GIESSEN WIESENSTRASSE 6 VETTER 7 31A ___ Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden meines lieben Vaters, des früheren Schneidermeisters ■ Wilhelm Stumpf sage ich allen meinen innigsten Dank. Besonders herzlich möchte ich Herrn Pfarrer Weckerling und Herrn Landgerichtsrat Trümpert von der Kriegerkameradschaft 1874 für die trostreichen Worte am Grabe meines lieben Verstorbenen danken. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Frau Anna Pflug. Wwe. Gießen (Am Nahrungsberg 37), den 3. Februar 1938. __0508 iiiiiiiiiiiiiiiimiiiiiiiiiiiiiimiiiiiimiiiiiiiiiiiiiiiii Ein Quell der Freude für den Naturfreund Velauschtes Leben Kleine Kreatur in Wasser, Busch und Halm Don Karl Otto Bartels. 164 Naturaufnahmen aus dem Leben der niederen Tierwelt mit erläuternden Bildunterschriften, Namensangaben und ausführlichem Text (62 Seiten). Mit einem Geleitwort von Professor Dr. Deegener, Universität Berlin. Dieses Werk bringt erstaunlich vielseitige und trefflich gelungene Einzelbilder und Bildfol» gen aus dem reichen Leben der zahllosen kleineren Lebewesen. 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Oktober 1937 (Reichsgesetzblatt I S. 1143) wird mit Zustimmung des Reichs- und Preußischen Ministers für Ernährung und Landwirtschaft hiermit verordnet: § 1. Zur Bekämpfung von Blattsaugern, Schildläusen und anderen Obstbaumschädlingen während der Winterruhe sind die Eigentümer und Nutzungsberechtigten von Obstbäumen oder Obststräuchern verpflichtet, alle Obstbäume und Obststräucher während der Winterruhe mit Obstbaumkarbolineum oder Teeröl-Emulsion (Baumspritzmitteln), die den Normen der Biologischen Reichsanstalt für Land- und Forstwirtschaft entsprechen, sachgemäß zu bespritzen. § 2. (1) Die Ueberwachung der angeordneten Maßnahmen obliegt neben der Ortspolizei dem Pflanzenschutzamt und dessen Beauftragten-, ihren Weisungen über die Art der Durchführung der angeordneten Maßnahmen ist Folge zu leisten. (2) Kommen die in § 1 genannten Personen den ihnen obliegenden Verpflichtungen trotz besonderer Aufforderung' durch die Ortspokizeibehörde, das Pflanzenschutzamt oder dessen Beauftragte nicht nach, so können diese die Bekämpfungsmaßnahmen auf Kosten der Verpflichteten selbst vornehmen oder vornehmen lassen. § 3. Das Pflanzenschutzamt oder dessen Beauftragte können auf Antrag des Ortsbauernführers für Gemarkungen, in denen eine Winterspritzung nicht erforderlich erscheint, Befreiung von der Verpflichtung des § 1 dieser Verordnung erteilen. Der Antrag ist bis spätestens zum 15. Februar 1938 bei dem Beauftragten des Pflanzenschutzamtes zu stellen. § 4. Wer den Vorschriften dieser Verordnung zuwiderhandelt, wird nach § 13 des Gesetzes zum Schutze der landwirtschaftlichen Kulturpflanzen bestraft. § 5. Die Verordnung tritt am Tage ihrer Verkündung in Kraft. Sie tritt mit dem Ablauf des 30. April 1938 außer Kraft. Darmstadt, den 24. Januar 1938- Der Reichsstatthalter in Hessen — Landesregierung. I. V.: Reiner. Ausschnitt aus Nr. 8 des Reichsanzeigers vom 11. Januar 1938. Richtlinien zur Schädlingsbekämpfung im Obstbau. Bei der Durchführung der im § 1 Absatz 1 Nrn. 1 bis 4 der Verordnung zur Schädlingsbekämpfung im Obstbau vom 29. Oktober 1937 (Reichsgesetzblatt I S. 1143) angeordneten Bekämpfungsmaßnahmen sind folgende Richtlinien zu beachten: 1. Abgestorbene und im Absterben begriffene (abgängige) Obstbäume und -sträucher (§ 1 Absatz 1 Nr. 1) müssen bis zum 1. März jeden Jahres beseitigt werden, soweit nicht auf Grund des § 3 durch Vorschriften des Landes ein früherer Zeitpunkt bestimmt worden ist. Als im Absterben begriffen sind in der Regel solche Obstbäume und -sträucher anzusehen, deren Stamm oder Aeste ungefähr zu einem Drittel abgestorben sind, sowie Steinobstbäume, die unter starkem Gummifluß leiden. Nach der gesetzlichen Vorschrift sind ferner solche Obstbäume und -sträucher zu beseitigen, die von Krankheiten so stark befallen sind, daß Bekämpfungsmaßnahmen nicht mehr zweckmäßig sind. Die Entscheidung hierüber hängt von dem Ausbreitungsgrad und der Gefährlichkeit der Krankheiten oder des Schädlings ab. Eine Verpflichtung zur Beseitigung der Obstbäume wird in der Regel bestehen, wenn große Stammwunden vorhanden sind. Die Beseitgung abgestorbener, absterbender oder stark befallener Obstbäume und -sträucher ist von den Verpflichteten ohne besondere Weisung des Pflanzenschutzamtes oder der Ortspolizeibehörde durchzuführen. Bestehen Zweifel über die Zweckmäßigkeit der Notwendigkeit der in den vorstehenden Absätzen 1 bis 3 genannten Maßnahmen, so soll sich der Verpflichtete vom Pflanzenschutzamt oder dessen Beauftragten (z. B. Bezirksstellen für Pflanzenschutz) beraten lassen. Die Weisungen des Pflanzenschutzamtes oder seiner Beauftragten über die Art der Durchführung der Bekämpfungsmahnahmen sind vom Verpflichteten zu befolgen. Obstbäume oder -sträucher, die beseitigt werden müssen, sind aus dem Boden zu nehmen und, soweit sie nicht an Ort und Stelle verbrannt werden, von dem Obstgrundstück zu entfernen. Zur Vermeidung der Verschleppung von Krankheiten und Schädlingen soll das Holz möglichst bald verbrannt werden. 2. Bei der Auslichtung von Obstbäumen und -sträu- chern sowie bei der Entfernung von dürren, absterbenden Aesten und Astteilen, Misteln und Kirschenhexenbesen (§ 1 Absatz 1 Nr. 2) sind spitzendürre Triebe bis in das gesunde Holz zurückzuschneiden. Das krebsige Geäst ist ebenfalls abzu- schneiden; Krebs an Stämmen und dicken Aesten ist auszumeißeln. Die von Misten besetzten Aeste sind unterhalb des Buschansatzes der Mistel abzuschneiden. Blutlauskrebsige Zweige sowie alle mit Blutläusen behafteten entbehrlichen Pflanzenteile sind in derselben Weise zu entfernen. Die Trieb- spitzen der Stachelbeersträucher müssen zur Verhütung des Auftretens des amerikanischen Stächel- beermeltaues abgeschnitten werden; die von dieser Krankheit stark befallenen Stachelbeersträucher sollen ganz entfernt werden. Alle abgeschnittenen Aeste und alle entfernten sonstigen Teile sind sorgfältig zu sammeln und zu verbrennen. Die an Stämmen und Aesten entstehenden größeren Wunden sind mit Baumwachs oder säurefreiem Baumteer zu verschließen. 3. Zur Säuberung der Obstbäume und--sträucher von Moosen, Flechten und alter Borke (§ 1 Absatz 1 Nr. 2) sind die Stämme und Aeste sorgfältig abzukratzen und so glatt zu machen, daß die Schlupfwinkel der Schädlinge beseitigt werden. Die dabei an Apfelbäumen freigelegten Blutlausansiedlungen sind mit grobem Pinsel mit Leinöl oder mit einem anderen von der • Biologischen Reichsanstalt für Land- und Forstwirtschaft anerkannten Blutlausmittel gründlich zu bestreichen oder zu bespritzen. Sind zahlreiche Wurzelblutläuse vorhanden, so müssen die Wurzeln oberflächlich freigelegt und mit Kalk oder Tobakstaub bestreut oder mit einem von der Biologischen Reichsanstalt für Land- und Forstwirtschaft anerkannten Spritzmittel gegen Blutläuse überbraust werden. 4. Außer den an den Zweigen hängengebliebenen eingetrockneten Früchten (Fruchtmumien) und den Raupennestern (§ 1 Absatz 1 Nr. 3) sind auch Eigelege zu entfernen. Zweige, an denen die Eierringe des Ringelspinners vorhanden sind, müssen abgeschnitten werden. Die an der Baumrinde haftenden feuerschwammähnlichen Eigelege des Schwammspinners sind abzukratzen oder mit Petroleum zu tränken. Die auf diese Weise von den Obstbäumen und -sträuchern entfernten Teile sind sorgfältig zu sammeln und zu verbrennen. 5. Die Entfernung von Obstbäumen mit übermäßig hohen Baumkronen (§ 1 Absatz 1 Nr. 4) hat zur Voraussetzung, daß die Durchführung der in der Verordnung vom 29. Oktober 1937 angeordneten Bekämpfungsmaßnahmen wegen der Höhe der Baumkronen nicht mehr möglich ist. Bei der Prüfung dieser Voraussetzung ist für Gebiete mit Erwerbsobstbau ein strengerer Maßstab anzulegen, weil für sie die Schädlingsbekämpfung weit- tragende Bedeutung hat und das Unterlassen der angeordneten Bekämpfungsmaßnahme zu einer Gefährdung des gesamten Obstanbaugebietes führen kann. In Gebieten, in denen Erwerbsobstbau nicht betrieben wird, und in denen die Ausbreitung der Schädlinge und Krankheiten von Natur aus weniger begünstigt ist, kann von einer Entfernung von Obstbäumen auch mit übermäßig hohen Baumkronen abgesehen werden, wenn der Erfolg der angeordneten Schädlingsbekämpfung dadurch nicht beeinträchtigt wird, oder wenn Gründe des Naturschutzes für die Erhaltung solcher landschaftlich hervorragender Obstbäume sprechest. Durchweg ist davon auszugehen, daß Kirschbäume, deren Höhe 10 Meter übersteigt, übermäßig hoch sind. Die Weisungen des Pflanzenschutzamtes oder seiner Beauftragten über die Notwendigkeit der Beseitigung übermäßig hoher Obstbäume sind maßgebend. Die ordnungsgemäß nach der Verordnung und den Richtlinien durchgeführten Maßnahmen zur Schädlingsbekämpfung im Obstbau werden vorbeugend ein Auftreten der Schädlinge und Krankheiten verhindern und die Vernichtung auftretender Schädlinge und Krankheiten bewirken; sie werden neben einer sorgfältigen Pflege der Obstbäume den deutschen Obstbau auch im Interesse des Erzeugers leistungsfähig machen. 7450 Berlin, den 6. Januar 1938. Der Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft. __________________I. A.: (Unterschrift)._______________ Bekanntmachung. Betr.: Beschaffung von Uniformen für das Fahrpersonal der Straßenbahn. Für das Fahrpersonal der Straßenbahn in Gießen soll der Bedarf an: 754A Einheilshofen, Sommerröcken, Winterröcken, Wintermänteln für das Rj. 1938 unter Zugrundelegung der RVO. und der besonderen Bedingungen der unterzeick)neten Verwaltungen öffentlich vergeben werden. Zugelassen sind nur Uniformschneider und selbständige Schneidermeister. Die Angebotsunterlagen sind auf Zimmer Nr. 2 des Verwaltungsgebäudes der Städtischen Betriebe, Abteilung EW., Hammstraße 35, während der Dienststunden erhältlich. Die Angebote sind bis zum 21. d. M., vormittags 12 Uhr, verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen, bei der unterzeichneten Verwaltung abzugeben. Die Eröffnung der Angebote erfolgt zu der vorgenannten Zeit im Beisein etwa erschienener Interessenten. Freie Auswahl des Lieferers bzw. der Lieferer behalten wir uns vor. Gießen, den 3. Februar 1938. Städtische Betriebe Gießen. Direktion. örennWMWe -er StsöfSletze«. A. Mittwoch, den 9. Februar 1938, 9% Uhr beginnend, aus den Abteilungen 83a und 84b des Stadtwaldes, Försterei Rödgen und hochwart: Scheiter: Buche 2 rm. Knüppel: Buche 132 rm, Hainbuche 3 rm. Reiser: Buche 2. Kl. = 501 rm, Buche 2. Kl. = 3655 Wellen. Zusammenkunft: 12. Schneise — Mittelschneise. B. Freitag, den 11. Februar 1938, 9% Uhr beginnend, aus den Abteilungen 80a und 82 des Stadtwaldes, Försterei Rödgen und hochwart: Scheiter: Buche 97,4 rm, Eiche 5,3 rm. Knüppel: Buche 49,8 rm, Eiche 4,0 rm, Buchen- anbruch 7,2 rm. Reiser: Buche 2. Kl. = 8140 Wellen, 3. Kl. = 2210 Wellen, Buche 3. Kl. = 41 rm. Stöcke: Buche 33,7 rm. Zusammenkunft: Licher Straße — 11. Schneise. Gießen, den 4. Februar 1938. 764A Der Oberbürgermeister. I. V.: Nicolaus. Nutz- und Brennholz-Verkauf der Fürstlichen Oberfärsierei Hohensolms. Donnerstag, 17. Februar, werden im Schererschen Saal zu Biebsr das Brennholz und mehrere hundert Fichte-Derb- und Reisstangen aus den Distrikten Jsselscheid und Helfholz verkauft. Näheres in der Samstag, den 12.d.M., erscheinenden Zeitung. (7500 Nr.30 Drittes Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen) 5./6.$ebruar|938 allem daraus an, F. G. so kann Aufgabe findet. man darauf hoffen, daß diese neue große der NSV. eine befriedigende Lösung Dienstag, 8. Februar, Anfang 20, Ende 22.30 Uhr, Uraufführung in Anwesenheit der Verfasserin „Verzicht", Schauspiel in drei Akten von Ilse Zander. Spielleitung Walter Schmidt a. G. Dienstag- Miete, 19. Vorstellung. Mittwoch, 9. Februar, Anfang 19.30, Ende 22 Uhr, „Verzicht", Schauspiel von Ilse Zander, Mittwoch-Miete, 19. Vorstellung. Freitag, 11. Februar, Anfang 20, Ende 22.45 Uhr, Erstaufführung „Clivia", Operette in 3 Akten von Nico Dostal. Musikalische Leitung Heinz Markwardt, Spielleitung Karl-Ludwig Lindt. Freitag- Miete, 19. Vorstellung. Samstag, 12. Februar, Anfang 20, Ende 22.15 Uhr, KdF.-Miete, Gruppe II (9. Vorstellung) zum letzten Mal „Die Geisha", Operette von Jones. Musikalische Leitung Heinz Markwardt, Spielleitung Karl-Ludwig Lindt. Freier Kartenverkauf zu Tagespreisen. Sonntag, 13. Februar, Anfang 19 Uhr, Ende 21.45 Uhr, zum letzten Mal „Martha", romantisch- komische Oper von Friedrich von Flotow. Musikalische Leitung Heinz Markwardt, Spielleitung Wolfgang Kühne. Außer Miete. WHW. und 7!EV. bei der Aufbauarbeit Anerkennenswerte Opferfreudigkeit. - Wichtige Aufgaben der Sommerarbeit. Spenden allein nicht getan, sondern es kommt vor jeder Volksgenosse Maria Neuß (Berlin) spielt im Violinkonzert des Gießener Konzert-Vereins. — (Aufnahme: Archiv.) Gemeinden als solche in besonderer Weise dadurch mit beitragen müssen, daß sie bei der jetzt im Gange besindlichen Aufstellung der Gemeindehaushalte entsprechende B e i h i l - f e n entweder als einmalige oder als laufende Zuwendungen der Gemeinden an die NSV. vorsehen. Wenn die Gemeinden auf diese Weise an der Erfüllung der nächsten dringenden Aufgabe der NSV. zur Schaffung von NSV.-KindergärMy und NSV.- Schwesternstationen in tatkräftiger Weise mitarbeiten, wozu der bevorstehende Beginn des neuen Haushaltsjahres den guten Ausgangspunkt bildet. bauen. Maschinengewehr an Maschinengewehr lauerte schon auf der Böschung. Ihr Feuer begann zu rasseln. Aber die Husaren hielt es nicht auf. Da sahen sie auch noch im Scheine aufsteigender Leuchtkugeln ihren jungen Oberst fallen. Ein Schrei der Wut ging durch die ungarischen Schwadronen. In entfesselter Urkraft warfen sie sich in das Feuer der immer zorniger aufbellenden Maschinengewehre. Im ersten Anlauf, nur mit Kolben und Fäusten, nahmen die Neuner-Husaren die vom Preobra- schenskischen Leibgarderegiment besetzte Moratka- Höhe. Was nicht gewichen war oder sich ergeben hatte, lag, von den Husarenkarabinern erschlagen, im blutroten Schnee. Eine Stunde noch wogte das erbitterte Handgemenge. Als die Sonne düster und rot über Limonowa aufstieg, war die Moratka zurückerobert. Sie blieb es auch, obgleich wieder Sturmwelle auf Sturmwelle gegen die Höhe brandete. Sie blieb es so lange, bis die Karpathenarmee heran war und dem russischen Heer m Flanke und Rücken siel. Durch diesen Husarensturm war die zwölftägige Schlacht glorreich für die Oesterreicher entschieden, diese Schlacht, die zusammen mit Hindenburgs siegreichem Vorstoß über Lodz die russische Dampfwalze endgültig zum Stehen brachte. Kleines Reiseabenteuer eines Dichters. Auf die Frage nach einem bezeichnenden Erlebnis aus der letzten Zeit berichtete der Dichter Karl Heinrich Waggerl, dessen Roman „Das Jahr des Herrn" vor einiger Zeit in den FamilienFlät- tern erschien, von einem hübschen Reiseabenteuer. Er fuhr zu einer Veranstaltung irgendwo im Reich, und in seinem Abteil saß' ihm ein BDM.-Mädel gegenüber, in einen Roman von Waggerl vertieft. Es ergab sich die Möglichkeit, ein Gespräch anzuknüpfen, und bald war man in einer heißen Diskussion über Waggerls Roman, auf den der Dichter — einmal sein eigenes Kind verleugnend — weidlich schimpfte. Aber alle Beredsamkeit half ihm nichts und so viel Gründe er gegen sein eigenes Werk anführte, sie fielen bei seiner Leserin, die ihn natürlich nicht persönlich kannte, auf unfruchtbaren Boden. Fast gab es einen kleinen Streit, und der Dichter hatte Mühe, das Mädel §u versöhnen, weil er vielleicht allzu hart und ablehnend gegen sich selbst und sein Werk gewesen war. Als Waggerl dann eine Zeitlang allein im Abteil saß, benutzte er die Abwesenheit seiner Verteidigerin, um seinen Namen in das Buch zu schreiben. Eine Zeitlang „ging es gut", aber dann schlug die Reisegefährtin doch wie von ungefähr das Buch aus und erkannte Aus der Stadt Gießen. Der Ausscheller. Eine Erinnerung aus einem Dorfe Oberheffens. Der Polizeidiener Christian war krank geworden. Zu. seinem Dienstobliegenheiten gehörte auch das Ausschellen der behördlichen Bekanntmachungen. Leider konnte er — man schrieb damals das Jahr 1845 — weder lesen, noch schreiben und, so es etwas zu verkünden galt, las ihm deshalb die in beiden Wissenschaften besser bewanderte Sofie, sein eheliches Weib, den Text eines obrigkeitlichen Erlasses so lange im häuslichen Kämmerlein vor — oft ein Dutzendmal —, bis ihn der polizergewaltige Christian endlich auswendig wußte Die KranklM hatte ihm böse zugesetzt-, vielleicht hatte sogar sein Kopf gelitten. Kaum hatte er nun, so gut es eben ging, seinen Dienst wieder angetreten, so schickte der Revterförster den Auftrag, die nächste Holzversteigerung bekanntzugeben: Für Buchenknüppel, Fichtenstammholz und was sonst der Wchld diesmal in der Holzernte geliefert hatte. Sofie las vor. Christian sprach nach. Aber es wollte nicht recht gehen Wie gesagt: Die „Köppigkeit" hatte in den Tagen der Krankheit gelitten. Immer wieder wurde die Bekanntmachung oorgesagt und nachgesagt Es ist aber auch notwendig, daß neben den Gemeinden jeder einzelne Volksgenosse seine Kraft für die Aufgaben der NSV. Nach bestem Können mit einsetzt. Dazu gehört vor allem, daß jeder Volksgenosse die Mitgliedschaft der NSV. erwirbt. Zwar ist im Kreise Wetterau die Zahl der Mitglieder der NSV. im Verlaufe der bisherigen Wintermonate von rund 20 000 auf rund 25 000 gestiegen. Wenn man sich aber vor Augen hält, daß der Kreis Wetterau ohne Vilbel, das zum Frankfurter Bezirk zählt, rund 193 000 Einwohner und rund 49 300 Haushaltungen hat, so wird wohl jedermann klar sein, daß noch viele Volksgenossen — ungefähr 50 v. H. — noch nicht in den Reihen der NSV. als Mitglieder stehen, obwohl sie ja zwar als Spender sich für diese Aufgaben mit einsetzen werden. Jedoch ist es mit dem Die roten Teufel. Von Alfons v Czibulka Das schöne Ungarland mit seinen geborenen Reitern ist die Urheimat des Husaren. Um die Mitte des 15. Jahrhunderts nämlich wurde Ungarns Reiterei in der Weise ausgestellt, daß je zwanzig Gutsherren einen Reiter samt Roß 'und Ausrüstung für den königlichen Heerbann zu stellen hatten. Dieser Reiter wurde nach dem ungarischen Wort „husz für „zwanzig" — Husar genannt So sind die Ungarreiter in ihrem verschnürten Attila Urbild und Muster für die Husaren aller Heere geworden. Das sind sie auch im Weltkriege geblieben, m dem Ungarns Husaren, „die roten Teufel", wie die Russen sie wegen ihrer roten Hosen nannten, sogar eine große Schlacht entschieden haben. So unglaublich das (Aid) klingt. Das war in dem gewaltigen Ringen um Limanowa, bei dem sich im Dezember 1914 zwischen der Festung Krakau und den Karpathen durch fast vierzehn Tage die 4. österreichisch-ungarische Armee in gewaltigem Kampfe gegenuber- Nach wenigen Tagen hatten die Oesterreicher, deren Divisionen kaum noch 2000 bis 3000 Mann zählten, alle ihre Reserven aufgebraucht. Die Russen aber rückten mit aller Macht gegen Limanowa, um ihnen in Flanke und Rücken zu kommen. Es war die letzte deutsche ^er österreichische Armee, die noch vor Schlesien und Breslau stand. Wehr- los wäre deutsches Land offen vor den russischen ^Das letzte^Bollwerk, das nun zum Schlüsselpunkt der großen Schlacht geworden war, war die tief- verschneite Moratka-Höhe. U"6arische Husaren erhielten den Befehl, diese Hohe zu besetzen, v5wei schwache Landsturm-Bataillone sollten ihnenhelfen. Gegen die Höhe aber, die gleichsam die Straße nach Deutschland verriegelte, marschierte und siurmte bald ein ganzes russisches Armeekorps, darunter das berühmte' Preobraschenskische ßeibflarbereflimerit. Dennoch erhielten die Husaren den gemeinen Befehl -u halten, bis auf den letzten Mann. Es kam darauf an, die Russen so lange °bZUwehren eine aus den Karpathen anruckende österreichische Armee im Rücken des Feindes stand. Der russische Angriff begann: ein ganzes ^rrnee korps gegen 600 abgesessene Reiter unk mcht 1000 Mann überalterter Landsturmmfanteristem In Aehn zwölf Sturmwellen hintereinander kamen die Russen^ heran. Heldenhaft wehrten sich die Dreimal wurden die Russen abgeschlagen, och der folgenden Nacht, nachdem kaum einer der 5)u 2)er heutige Samstag und der morgige Sonntag stehen wiederum im Zeichen der Opfer- spende unserer Volksgemeinschaft für das Winterhilfswerk. Nach den bisherigen Erfahrungen dürfen wir in der Stadt Gie- ßen und im Kreise Wetterau die Gewißheit haben, daß auch diese Sammlung wieder zu einem vollen Erfolg werden wird Die 60 000 Soldatenaozeichen, die von den Männern der SA., der jj, des NSKK. unb des NSFK allen Volksgenossen zum Kause angeboten werden dürften sehr schnell ihre Abnehmer finden. Bei dieser Gelegenheit sei daran erinnert, daß nicht nur die Spenden aus den Straßensammlungen in der Stadt Gießen und im Kreise Wetterau bisher ein sehr erfreuliches Ausmaß gezeigt Haven, sondern auch die Opferspenden von Lohn und Gehalt eine sehr günstige Entwicklung auf- weisen und in den letzten Monaten einen bedeutend höheren Ertrag als im Jahre vorher brachten. In dieser Steigerung kommt die erfreuliche Tatsache zum Ausdruck, daß immer mehr Volksgenossen wieder in Arbeit und Brot gekommen sind und nun ebenfalls die Möglichkeit besitzen, ihre Beihilfe zum WHW. zu leisten. Nicht ganz in der gleichen Weise haben sich bisher die freien Spenden der Wirtschaft für das WHW. entwickelt. Zwar'ist zu einem Teile auch hier das Spenden-Aufkommen sehr ansehnlich, zu einem anderen Teil aber entspricht es noch nicht ganz dem Ausmaß, das man im Hinblick auf die wirtschaftliche Entwicklung erwarten durfte. Wenn man sich erinnert, daß an dem wirtschaftlichen Aufschwung alle Teile in weitem Ausmaß beteiligt sind, von der Industrie b.is zu den Kreisen des selbständigen Handwerks, und der Landwirtschaft, so darf man auch der Hoffnung Ausdruck geben, daß aus allen diesen selbständigen Wirtschaftskreisen die Spendenhilfe für das WHW. künftighin sich in so ansehnlichem Maße entwickeln wird, wie es den Leistungsmöglichkeiten und den Erfordernissen entspricht. Die Taten des WHW. sind ja so groß und so umfassend, daß sie den Einsatz aller Hilfsmöglichkeiten erforderlich machen und auch durch ihr Werk in sich rechtfertigen. Zwar ist infolge der überall günstigen Wirtschaftsentwicklung der Kreis der Hilfsbedürftigen an sich erfreulicherweise kleiner geworden. Dafür find aber auf der anderen Seite neue große und vordringliche Aufgaben der NS. - Volkswohlfahrt entstanden, die für den gesunden Aufbau unserer Volkskraft so wichtig sind, daß sie ebenfalls die Mobilisierung aller Hilfskräfte erfordern. Hier stehen für den Kreis W etter a u in den kommenden Sommermonaten vor allem die Einrichtung von NSV. - Kindergär- t e n und NSD.-Schwesternstationen möglichst in allen Landorten unseres Kreisgebietes als dringendste Ausgabe im Vordergrund. Bis jetzt sind hier erst 11 NSV.-Kindergärten und 5 NSV.- Schwesternstationen vorhanden. Diese beiden Zahlen allein zeigen schon, welch großes Stück Arbeit nach dieser Richtung hin im Laufe des kommenden Sommers von der NSV.-Kreisamtsleitung Wetterau zu leisten ist. Zu der gedeihlichen Lösung dieser vordringlichen Aufgaben werden vor allem die Die Schreckensfahrt mit dem Iaauor. Vier Tage in der Hölle könnten nicht schlimmer sein als ihr Erlebnis auf der Fahrt, versicherte die Mannschaft des englischen Frachtdampfers „Lobos", der von Buenos Aires in Liverpool eintraf. Man hatte unter allerhand Waren fiir England auch einen prächtigen Jaguar geladen, der in Peru gefangen worden war, und der, obwohl er sich sehr ungebärdig benahm und drohend brüllte, bald der Liebling der Matrosen wurde. Als das Schiff nach ruhiger Ueberfahrt noch fünf Tage von Liverpool entfernt war, ging am Morgen ein Offizier mit einem mächtigen Stück Fleisch zum Käfig und — stieß einen Schreckensruf aus: der Jaguar hatte die Gitterstäbe durchbrochen und war verschwunden. Auf einer Nußschale inmitten des unendlichen Ozeans mit einem Jaguar zusammen eingesperrt • zu sein, ist eine aufregende Lage. Die Mannschaft des „Lobos" fand keine Ruhe mehr, niemand schlief mehr in der Nacht, und unter größten Vorsichtsmaßnahmen suchte man nach dem geheimnisvoll verschwundenen Tier, aber es war nirgends zu finden. Man dachte schon daran, daß es über Bord gesprungen sei. Mitten in der Nacht wachte ein Heizer plötzlich auf und sah im Dunkeln die grünen Augen leuchten: der Jaguar stand vor ihm. Er sprang auf und schrie so laut vor Schrecken, während er davon stürzte, daß auch der Jaguar von der Panik befallen zu sein schien und in entgegengesetzter Richtung davonlies. Von da ab war die Mannschaft ständig auf der Flucht vor dem bösartigen Tier, das überall auf dem Schiff herumstrich und Jagd auf die Menschen machte, die er erblickte. Alle Luken mußten geschlossen werden, und auf Deck zu gehen, schien denen, die dort zu tun hatten, eine Art Todesurteil zu sein. Schließlich gelang es der Mannschaft aber doch, den Jaguar im Vorschiff einzukreisen. Man brachte den wiedergestellten Käfig heran, nachdem man ein großes Stück Fleisch als Lockspeise hineingehängt hatte. Eine Zeitlang schien es, als ob der Jaguar das frische Fleisch der Männer vorziehen wollte, gegen die er sich immer wieder fauchend wandte, aber dann trieb ihn der Hunger doch dazu, das bereitliegende Stück zu nehmen, und als er den Käfig wieder betrat, rasselte das Verschlußgitter herunter, und er war wieder eingefangen. Bornotizen. Tageskalender für Samstag. Stadttheater: 20 bis 22.30 Uhr, „Die Geisha". — Gloria - Palast (Seltersweg): „La Habanera". — Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): „Ritter ohne Furcht und Tadel". — Reichstreubund: Standortabend um 20.15 Uhr. — Kneipp-'Bewegung Gießen: 16 Uhr, im Katholischen Vereinshaus, Eröffnungsfeier des neuen Kneipp-Kurbades Gießen. — Oberhessischer Kunstverein, Turmhaus am Brand: Frankfurter Künstler der Gegenwart, 17 bis 18 Uhr. — GRG.: 20.30 Uhr, im Hotel Prinz Carl. Tageskalender fiir Sonntag: StaDttheater: 19 bis 21.15 Uhr, „Die Geisha". — Gloria - Palast (Seltersweg): „La Habanera", 11 Uhr, „Schmeling — Ben Foord". — Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): „Ritter ohne Furcht und Tadel". — Gießener Konzertoerein: 17 Uhr, in der Universitäts-Aula, Solistenkonzert Maria Neuß. — Lokomotivführer - Gesangverein: 16 Uhr, Generalversammlung, um 18 Uhr, kameradschaftlicher Abend im Bayerischen Hos. — Elternabend der JM.- Gruppe 3/116. um 20 Uhr, in der Turnhalle am Oswaldsgarten. — Oberhessischer Kunstverein, Turmhaus am Brand: Frankfurter Künstler der Gegenwart, 11 bis 13 Uhr. — L.-B. Volkstum und Heimat: 11 Uhr, im Geologischen Institut (Braugasse 7), Führung durch die erdgeschichtliche Heimat- schau und Vortrag von Herrn Dr. Jessen. Stadttheaier Gießen. Aus dem Stadttheaterbüro wird uns geschrieben: Heute abend findet eine Wiederholung der Operette „Die Geisha" von S. Jones statt. Musikalische Zur festbestimmten Stunde begab sich Christian auf die Ortsstraße, schwang die Schelle und begann mit den Worten: „Es wird hiermit bekanntgemacht, daß ..." Das Blatt Papier, auf dem der von ihm nicht entzifferbare Text stand, hielt er dicht vor die Nase, als ob er so die klein geschriebenen Buchstaben besser lesen könne. So kamen zwei auswendig gelernte Zeilen zur Kenntnis der Zuhörer, die teils auf der Ortsstraße standen, «teils aus den kleinen Haussenstern lugten. Da begann Christian zu stottern. Verzweiflungsvoll schwang er die Ortsschelle und begann von neuem — der arme Kopf —: „Es wird hiermit bekanntgemacht" und dann ries er noch: „Häi stitt e wink Krauseliches, ich glaab — es fein Reiser", um sodann fluchtartig nach Hause zu eilen Sofie hieß ihn ein über das andermal einen Olwel, steckte ihn von neuem ins Bett, ergriff die Ortsglocke und spielte von diesem Tage an selbst den Ausscheller bis an ihr seliges Ende. ~ die Einzelmitgliedschaft der NSV. erwirbt, um dadurch das Fundament dieser gemeinnützigen Organisation noch breiter und noch tiefer als bisher gestalten zu helfen. Innerhalb unseres Gaues steht unser Kreis Wetterau der NSV. hinsichtlich der Haushaltungszahl an 5. und hinsichtlich der Mitgliederzahl an 6 Stelle. Diese Reihenfolge kann und muß eine erhebliche Verbesserung erfahren allein dadurch, daß alle. Volksgenossen in Stadt und Land Mitglied der NSV. werden. Die Mitglkederwerbung der NSV. ist gegenwärtig noch im Gange, und man kann nur wünschen, daß sie bei allen Volksgenossen die erfreuliche Tat auslöst, nämlich Mitglied der NSV. zu werden. Als weitere nächste dringende Aufgabe hat unsere Kreisamtsleitung der NSV. die Kinderland- verschickung und die Schaffung von Hitler- Freiplatz-Spenden für die Hitler-Urlauber während der kommenden Sommermonate zu organisieren. Es ist selbstverständlich, daß auch für diese Aufgabe nicht nur der volle Einsatz aller helfenden Arbeitskräfte erforderlich ist, sondern außerdem ansehnliche Geldmittel aufzuwenden sind. In letzterer Hinsicht kann namentlich wieder durch die Erwerbung der Mitgliedschaft geholfen werden. So darf man denn dem Wunsche und der Hoffnung Ausdruck geben, daß auch im Hinblick auf diese Teilgebiete der großen Gesamtaufgaben der NSV. alle Volksgenossen Mitglied werden und damit zugleich aktive Kämpfer und Wegbereiter für das Hilfs- und Aufbauwerk der NSV. B. Leitung.Heinz Markwardt, Spielleitung Karl Ludwig Lindt. Einstudierung der Chöre Heinz Markwardt, Tänze Irmgard Zenner. Bühnenbilder Karl Löffler. Die Vorstellung findet gleichzeitig für die KdF.-Miete, Gruppe I (9. Vorstellung), statt. Anfang 20, Ende 22.30 Uhr. Sonntag, 6. Februar, 19 Uhr, Wiederholung der großen Erfolgsoperette „Die Geisha" von Jones. Musikalische Leitung Heinz Markwardt, Spielleitung Karl-Ludwig Lindt, Tänze Irmgard Zenner. Die' Vorstellung findet außer Miete statt. Ende 21.15 Uhr. saren noch lebte, brachen sie ein. Die Moratka war in russischer Hand. . e Da kam die Rettung auf husansche Art. w Eben, als der letzte Russensturm auf die Hohe begonnen hatte, trabte gegen drei Uhr morgens unter dem Schutze der Nacht das 9. Husaren- reqiment nach Limanowa hinein. Nack) einem berühmten ungarischen Reitergeneral im Siebenjährigen Kriege führte es den Namen Nadasdy- Husaren. Sein Kommandant, der junge Oberst Othmar Muhr, war erst zwei Tage zuvor mit Einsatzmannschaften aus dem Hinterlande gekommen Erst seit 48 Stunden führte er das Regiment. Er hatte den Befehl, die Husarenschwadronen auf den Höhen vor Limanowa abzulösen. Kaum trabte das Regiment aus Limanowa heraus, hatte es schon Verlust durch Weitschüsse. Deutlich hörte man das Toben des Handgemenges von der bedrängten Höhe. Oberst Muhr schickte Patroull- len aus. Nach kurzer Zeit kam em Melderei er zurück: „Die Moratka ist von den Russen besetzt! Das Lärmen des Handgemenges war verstummt Oberst Muhr wußte, was die Hohe bedeutete. Er ließ das Regiment entwickeln, galoppierte an. Verwundert sahen die Offiziere ausi Wollte der Oberst in stockdunkler Nacht die von Dutzenden von Maschinengewehren besetzte Hohe attackieren? Im tiefen Schnee, lautlos galoppierte das Regiment Nur die Pallasche klirrten leise, und da und dort war dßs Schnauben von Pferden .Horen. Dorne sah man jetzt durch Schneetreiben Nebel und Nacht das Aufblitzen einzelner Schüsse, das fahlgrune Licht der Leuchtkugeln Da ließ Oberst Muhr absitzen und Karabiner ergreifen Von Mund zu Mund ging leise der Befehl: „Schwarmlinie! - Vorrücken auf die Höhe vor uns. Von Nacht und Schneeflocken verschleiert, stapften die Neuner-Husaren, die wohl nur vom Hörensagen wußten, was ein Infanteriesturm ist, gegen den Höhenzug. Noch waren sie nicht bemerkt worden Nur einzelne verlorene Schüsse Zischten ihnen um'die Ohren. Da war man heran. Auf hundert Schritt wuchs die steile Hohe iAaitenhaft aus Buschwerk und Schneefeld^ Oberst Muhr hob den Reiterpallasch. Weithin schallte sein Ruf: „Vorwärts, Nadasdy-Husaren!" Die Trompeten gellen. Der Sturmruf klingt auf Seiner mittleren^.Schwadron weit voraus, stürzt dxr ,unge Ob^st die Hohe hinauf. Seine Husaren ihm nach. Hlftaren haben keine Bajonette. Doch die Neuner fod)t ba5 nicht an. Die Kolben schwingend, Ärzten sich die sechs Srhmabronen — 900 Mann — auf die Russen. ^E^n stählerner Hagel, empfing si^ Eben hatten die Russen begonnen, die eroberte Stellung umzu- PROSPEKT 61 DURCH BALATUM-WERKE • NEUSS Landschaflsbund Volkslum und Heimat. Arn morgigen ©onntagoormittag unternimmt der LDH., Ortsring Gießen, eine Führung durch die erdgeschichtliche Heimatschau, die Professor Dr. Hummel im Geologischen Institut aufgebaut hat. Dr. Jessen hält einen einführenden Dortrag. Die Ausstellung gibt einen eingehenden und dabei allgemein verständlichen Einblick in den Aufbau des Bodens unserer engeren Heimat. VrahmsFeier. Das Musikwissenschaftliche Seminar der Universität veranstaltet am kommenden Dienstagabend im großen Hörsaal eine Brahms-Feier, zu der jedermann freien Eintritt hat. Maskenball der Spielvereinigung 1900. Am heutigen Samstagabend veranstaltet, die Spielvereinigung 1900 in den karnevalistisch geschmückten Räumen des Cafe Leib ihren Maskenball. Zwei Tanzkapellen konzertieren. Der Masken- . ball soll wieder einmal alle Freunde des Sportes und der Spieloereinigung zu einigen Stunden heiteren Frohsinns vereinigen. U. a. soll auch die Bezirksmeisterschaft zwischen 1900, Sinn und Wetzlar herausgewürfelt werden. so, mit wem sie zusammen reiste. Da rief sie: „Ach, wie entsetzlich falsch Sie sind!" Nein, beteuerte sie, das hätte man wirklich nicht annehmen können, daß der Dichter so „falsch" sei. Aber es gab doch noch eine herzliche Versöhnung. Sehen Sie «ich Ihre Fußböden einmal ganz kritisch an! Wenn Sie teststeilen, daß die Böden nicht mehr gut aussehen und 9 WljaMmn den preiswerten^ und dauerhaften 'Bodenbelag unserer außerdem viel Arbeit machen, dann verlegen. Iungmädelgruppe 3/116 sende! heitere Funkfolge. Die Turnhalle am Oswaldsgarten wird am morgigen Sonntag zu einer Rundfunksendestation ausgestattet sein. Jungmädel veranstalten einen bunten und heiteren Abend, zu dem alle Eltern eingeladen sind. Die Jungmädel werden aus ihrer Arbeit erzählen, werden Spiele aufführen, singen und musizieren und damit sicherlich gut zu unterhalten wissen. Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde. Am kommenden Donnerstag, 10. Februar, veranstaltet die Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde ihren nächsten Vortragsabend in der Aula des Gymnasiums. Professor Dr. Wegner (Frankfurt am Main) spricht über das Thema: „Durch Jnner- bolivien uns Hochperu". WHW., Ortsgruppe Gießen-Nord. Beir.: Kohlenabrechnung. ' Die Kohlenhändler werden aufgefordert, die in Zahlung genommenen Kohlengutscheine (Serie D) bis spätestens SaMstag, 5. Februar, abends 8.30 Uhr, auf der Geschäftsstelle, Walltorstraße 38, ein-' zureichen. Später eingehende Gutscheine können nicht mehr angenommen werden. Hitler-Jugend Bann 116 Gießen. Belt.: Führertagung des Vannes am 6. Februar. Es wivd hiermit nochmals darauf aufmerksam gemacht, daß die gesamte Führerschaft des Vannes 116 am kommenden Sonntag, 6. Februar, um 7.30 Uhr, an der Dienststelle des Bannes 116 anzutreten hat. Die Fragen für die Aussprache sind schriftlich einzureichen. GA.-Platzmusik für das WHW. Am heutigen Samstag von 16 bis 17 Uhr gibt der Musikzug der SA.-Standarte 116 unter Leitung des Musikzugführers, Sturmführer Herrmann, ein Platzkonzert am Selterstor. Das Konzert, bei dem der Musikzug wiederum mit seinen bekannten hervorragenden Leistungen eine gute Unterhaltung 'bieten wird, soll allen Volksgenossem eine weitere Anregung sein, bei der heutigen Sammlung der SA., hh, des NSKK. und des NSFK. für das Winterhilfswerk nach besten Kräften in die Sammelbüchsen zu spenden. Man darf hoffen und wünschen, daß die Sammlung bei allen Volksgenossen stärkste Unterstützung findet. Führertagung des Bannes 116. Am morgigen Sonntag, 6. Februar, findet als Auftakt zur Sommerarbeit eine Führertagung des Bannes 116 in der Aula des Gymnasiums statt. Die Führertagung beginnt um 8 Uhr. Es sprechen zur Führerschaft des Bannes 116 der Kreisleiter Backhaus, sowie der Führer der SA.- Brigade 147, Brigadeführer Schwarz. Im Anschluß an diese Führertagung finden Sondertagungen der Gefolgschafts- und Fähnleingeldverwalter und Gefolgschaftssozialwarte statt. KameradschastSabend des Lustgaukommandos. Das Luftgaukommando XII in Gießen veranstaltete am gestrigen Freitagabend im Standort- Offizier-Heim seinen zweiten Kameradfchaftsabend dieses Winters. Der Kommandeur im Luftgau XII, Generalmajor Willich, konnte eine große Anzahl von Gästen aus allen Teilen des Luftgaus willkommen heißen, darunter auch als Vertreter der Hessischen Landesregierung Staatssekretär Reiner (Darmstadt) und den Präsidenten der Wirtschaftskammer Rhein-Main, Professor Dr. L u e r (Frankfurt a. M.). Der Redner des Abends, Ministerialrat' Dr. L ö f k e n vom Reichsluftfahrtministerium, gab dann in ungemein fesselnden Ausführungen einen Ueberblick über den ganzen Fragenkomplex, der mit der Sicherung von Industrie und Wirtschaft im Rahmen des allgemeinen Luftschutzes zusammenhängt. Das nationale Interesse erfordert es, daß Industrieanlagen richtig in den Raum eingepaßt werden und dabei auch Gesichtspunkte der Wehrwirtschaft gebührende Berücksichtigung finden. Die Wahl des richtigen Standorts hat aber auch eine ungemein wichtige sozial-hygienische Bedeutung. Es bedarf kaum besonderer Betonung, daß die immer wieder anzustrebende Auflockerung der Betriebe in hohem Maße dazu dienen kann, die Arbeitskraft der Gefolgschaft zu schalten und die Arbeitsfreudigkeit zu erhöhen, denn was könnte besser unter das Motto „Schönheit der Arbeit" gestellt werden, als die Unterbrechung der Werkstätten durch Grünflächen, die dem Auge Ruhe und Ausspannung bieten, und aufgelockerte Wohnsiedelungen, die den Betriebsangehörigen in den Arbeitspausen wirkliche Erholung gewähren. Der Vortragende hob die Notwendigkeit hervor, bei diesen Raumplanungen auf eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit von Behörden, Gemeindeverwaltungen und Wirtschaftsführern immer wieder hinzuwirken, um auch in diesem wichtigen Sektor dem Willen des Führers entsprechen zu können, alles einzusetzen zur Sicherung des Friedens für die Arbeit unseres deutschen Volkes. Der interessante Vortrag wurde wirkungsvoll unterstützt durch instruktive Lichtbilder und Filme. General Will ich sprach in herzlichen Worten dem Vortragenden den Dank der Versammelten für seine Aufschlußreichen Ausführungen aus, an die der General in seinem Schlußwort noch einige bedeutsame Anregungen anknüpfte. Zwanglose Geselligkeit hielt dann die Teilnehmer des Kameradschaftsabends noch lange in angeregtem Gedankenaustausch beisammen. Die Arbeitsdienstführer der Gruppe 223 Gäste der Stadt. Am gestrigen Aeitagoormittag nahm die A r - beitstagung der Gruppe 223 d e s R e i ch s a r b e i t s d i e n st e s, über deren Auftakt wir gestern bereits berichteten, im Studentenhaus ihren Anfang. Referate aus der Verwaltung und aus der Praxis des Arbeitsdienstes wurden gehalten und verschiedene Themen mit einer Aussprache behandelt. In der Mittagspause erfreute der Musikzug der Gruppe die Tagungsteilnehmer und die Studenten des Studentenhauses mit einem Konzert. Am frühen Nachmittag unternahmen die Ar- beitspienftfuhrer in den Omnibussen der Stadt eine Rundfahrt durch Gießen und lernten dabei das Kliniksoiertel, Universität, Kasernen und die Sehenswürdigkeiten von Gießen kennen. Nach der Rundfahrt ging es zum Schiffenberg, wo die Ta- gungsteilnehmer bei Kaffee und Kuchen Gäste der Stadt waren, Auch hier spielte der Musikzug zur Unterhaltung. Im Auftrage des Oberbürgermeisters überbrachte Beigeordneter Nicolaus die Grüße Postamt Gießen-Ost. Am vorigen Samstag haben wir in unserem Aufsatz „Baulücken in Gießen" u. a. die Errichtung eines Postamts Gießen-Ost kurz empfohlen. Dieser Hinweis hat bei den Volksgenossen im Ost- oiertel starken Widerhall gefunden, tin vielen Äußerungen konnten wir volld Zustimmung und die Anerkennung der Notwendigkeit dieser Erweiterung unseres Postdienstes feststellen. Wer sich den jetzigen Sachverhalt richtig vergegenwärtigt, kann sich eben nur zustimmend zu diesem Vorschläge verhalten. Betrachten wir einmal kurz die gegenwärtigen Verhältnisse. In den letzten Jahren ist der Zug der Neubautätigkeit besonders stark nach dem Ostviertel ge- aanaen, in jener Gegend, beiderseits der großen Ausfallstraßen ^siach Osten zu, ist ein völlig neuer Stadtteil entstanden. Zu den zahlreichen neuen Wohnhausstraßen kommen noch die Kasernenbauten hinzu. Andauernd wächst dieser Stadtteil weiter in die Landschaft hinaus. Man denke nur an den fortgesetzten Ausbau im Ostrnarkenoiertel und im Eichgärtengebiet. Weitere Bauprojekte werden dort in naher Zeit zur Durchführung kommen. Aber ganz abgesehen von diesen künftigen Möglichkeiten steht nach einwandfreien Ermittlungen heute schon fest, daß im östlichen Stadtteil rund 8000 Volksgenossen als Interessenten eines Postamts Gießen-Ost in Betracht fonimen. Das ist eine Zahl, die gleichbedeutend ist mit einer sehr ansehnlichen Kleinstadt. Und da muß man schon sagen: was unseren kleinen Nachbarstädten mit erheblich geringerer Einwohnerzahl recht ist, muß man diesem großen Ostbettrk unserer Stadt Gießen als billig zuerkennen. Besonders eindringlich wird dieser Gedanke denen sein, die bei den jetzigen Gießener Postverhältnissen etwa zur Auflieferung eines Paketes den weiten Weg vom Ostmarkenviertel bis 0ur Stadtpost oder gar bis zum Hauptpostgebäude in der Nachbarschaft des Bahnhofes zurücklegen müssen. Der Einwand, daß die Zustellautos des Paketdienstes ja auch Paket-Annahmestellen sind, kann nicht in allen Fällen als stichhaltig angesehen werden. Häufig dürften wohl Pakete nicht gerade ift dem Augenblick fertig gepackt sein, in dem das Postauto vor der Tür erscheint, ganz abgesehen davon, daß ja der Zeitpunkt der Ankunft eines Paketautos nicht an allen Tagen gleich ist und wohl auch niemand die Zeit verfügbar hat, lauernd und aufpassend lange am Fenster dem Paketauto entgegenzusehen. Neben der Paketbeförderung gibt es aber auch noch mancherlei andere Angelegenheiten des Publikumsverkehrs mit der Post, die den Besuch an den Postschaltern zur Notwendigkeit machen. Und immer wieder müssen jetzt in derartigen Fällen die Volksgenossen auch aus dem Ost- viertel entweder bis zur Stadtpost oder sogar, nach 18 Uhr, bis zum Hauptpostamt wandern. Dieser weite Weg ist schon manchem jungen Menschen keine besondere Freude, für alte Leute aber ist er geradezu eine Strapaze. Wer all diese Dinge und Unzweckmäßigkeiten durchdenkt, wird sicherlich mit uns der Meinung sein, daß eine Aenderung dieses Zustandes geboten ist. Die Aussichten für die Errichtung eines Postamts Gießen-Ost und damit für die Beseitigung der bis- heriaen Mängel auf postalischem Gebiet erscheinen günstig. Wir sind überzeugt, daß der Oberbürgermeister als Vertreter der Stadt alle Möglichkeiten nutzen wird, um den Weg zur Schaffung dieser öffentlichen Dienststelle zu ebnen. Wir glauben auch annehmen zu dürfen, daß die Reichspostverwaltung die dringende Notwendigkeit für diese Erweiterung ihrer Gießener Dienststellen anerkennen wird und dementsprechend zu handeln bereit sein dürfte. Vielleicht wäre es noch im Laufe des kommenden Spätsommers oder Herbstes möglich, dem neuen Postamt Gießen-Ost das ganze Stadtgebiet etwa östlich vom Ludwigsplatz zur Betreuung zuzuweisen und damit einen guten Dienst im Interesse der Volksgemeinschaft, aber auch zur Erleichterung des Post- vetriebs zu leisten. B. Aus den Gießener Gerichtssälen. Kleine Girafkammer Gießen. Der H. O. aus Gießen hatte vom Amtsgericht wegen falscher Anschuldigung eine Gefängnis- strafe von 2 Monaten erhalten. Hiergegen legte er Berufung ein, hie gestern vor der Kleinen Strafkammer verhandelt wurde. Der Angeklagte hatte vor einiger Zeit in einem anonymen Schreiben behauptet, daß ein Bekannter bei der Waffenmeisterei der Wehrmacht Werkzeuge gestohlen bzw. seine alten gegen neue umgetauscht habe. In der gestrigen Hauptverhandlung brachte der Angeklagte zu seiner Entlastung vor, er habe diese Behauptung von einer ihm bekannten Frau gehört, die ihm auch versichert habe, sie könne dies vor Gericht beschwö- ren. Abgesehen davon, daß die Beweisaufnahme die Schutzbehauptung des Angeklagten in keiner Weife stützen konnte, hätte der Angeklagte die Pflicht gehabt, sich selbst erst von der Richtigkeit seiner Anschuldigung zu überzeugen. Daß der Angeklagte selbst nicht recht an seine Beschuldigungen glaubte, geht schon daraus hervor, daß er nicht den Mut hatte, seinen Namen unter die Anzeige zu setzen. Im übrigen konnte einwandfrei festgest'ellt werden, daß die Anschuldigungen des Angeklagten jeder Grundlage entbehrten. Die Kammer kam demnach zur Zurückweisung der Berufung. Sodann wurde gegen den W. D. aus Birklar wegen fahrlässiger Körperverletzung und Uebertretung der Reichsstraßenverkehrsordnung verhandelt. Wegen dieses Deliktes war der Angeklagte durch Urteil des Amtsgerichts zu einer Gefängnisstrafe von drei Monaten verurteilt worden. Auf seine Berufung hatte sich nunmehr die Kleine Strafkammer mit der Angelegenheit zu befassen. Der Angeklagte hatte im Juli v. I. mit seinem Motorrad und seinem Freund als Soziusfahrer eine Spazierfahrt von Lich nach Großen-Bufeck unternommen. Um dorthin zu gelangen, mußte er von der Kreisstraße nach links einbiegen. Als sich der Angeklagte gerade in der Kurve befand, fuhr ein hinter ihnen herfahrender Personenkraftwagen, der mit 4 Personen besetzt war, ihnen in die Flanke. Der Wagen riß einen Chausseestein ab, überschlug sich zweimal und fiel dann die Böschung herunter. Infolge des Unfalls wurden die Wageninsassen sämtlich, teilweise recht erheblich verletzt. Dem Angeklagten wurde zum Vorwurf gemacht, die Veränderung seiner Fahrtrichtung nicht angezeigt zu haben, so daß der nachfolgende Kraftwagen, der sich gerade zum Ueber- holen anschickte, die Straße für frei halten mußte. In der gestrigen Hauptverhandlung behauptete der Angeklagte, ebenso wie in der ersten Instanz, er habe den linken Arm vorschriftsmäßig herausgestreckt. Sein Beifahrer konnte darüber nichts aussagen, da er sich im fraglichen Zeitpunkt nach dem Personenwagen umgesehen hatte. Er bekundete lediglich, daß er, als er wieder in die Fahrtrichtung blickte, noch gesehen habe, daß der Angeklagte seinen linken Arm wieder an die Lenkstange zurückbrachte. Im Gegensatz hierzu haben die Insassen des Wagens einen Richtungsanzeiger nicht wahrgenommen. Auf Grund der Beweisaufnahme kam das Gericht zu der Ueberzeugung, daß der Angeklagte die Veränderung seiner Fahrtrichtung wahrscheinlich überhaupt nicht, auf alle Fälle jedoch nicht genügend erkenntlich zum Ausdruck gebracht hat. Das Gericht billigte dem Angeklagten mildernde Umstände zu und verurteilte ihn zu einem Monat Gefängnis. * Der A. Sch. und der R. B. waren durch Urteil des Amtsgerichts Friedberg wegen Jagdvergehens in eine Gefängnisstrafe von j e 1 Monat genommen worden. Gegen dieses Urteil legten beide Berufung ein, die gestern vor der Kleinen Strafkammer verhandelt wurde. Die Angeklagten sind gemeinsame Jagdpächter eines Distrikts im Kreise Friedberg. Gelegentlich der Ausübung der Jagd schossen sie dicht an der Grenze chres Bezirks einen Hasen an, der aber über die Grenze wechselte. Trotzdem verfolgten ihn die Angeklagten über ihren Bezirk hinaus und stocherten sogar mit einer Stange nach dem Tier, als es in das Kanalrohr der nahegelegenen Straße flüchtete. Eine Woche später wiederholte sich der gleiche Vorfall, nur mit dem Unterschied, daß diesmal der Hase ausgerechnet in das Maisfeld des Jagdaufsehers des benachbarten Bezirks flüchtete. Dabei richteten die beiden es so ein, daß der Hase wieder in ihr Revier zurückkommen mußte. Obwohl die Angeklagten dies bestritten, bekundete ein Zeuge, daß sie bei dem Betreten des benachbarten Bezirks ihre Flinten mit sich führten. Auch die andere Einlassung der Angeklagten, daß durch ihren Vorgänger, und zwar auch mit Wirkung für sie, Wildfolge mit den benachbarten Jaad- grundstücken vereinbart worden sei, wurde durch die Beweisaufnahme widerlegt. Die Kammer kam daher ebenfalls zur Bejahung der Schulüfrage, hielt jedoch im Gegensatz zu ^dem Gericht erster Instanz mit Rücksicht auf das unweidmännische Verhalten der Angeklagten eine höhere Strafe für angebracht und erkannte auf eine Gefängnisstrafe von je 3 Monaten. Amtsgericht Gießen. Der O. I. aus Königsberg (Kr. Wetzlar) hatte wegen Übertretung der Reichsstraßenverkehrsordnung einen Strafbefehl über 30 Mark erhalten. Auf seinen Einspruch kam die Sache gestern zur Haupt- verhandlung. Der Angeklagte fuhr im September vorigen Jahres auf dem Hitterwall mit einem Lastkraftwagen. Dabei überholte er einen parkenden Personenkraftwagen in dem Augenblick, als von der Gegenseite ebenfalls ein Lastkraftwagen, der noch dazu einen anderen abschleppte, herannahte, Um einen Zusammenstoß zu vermeiden, mußte dieser abstoppen. Dadurch kam der angehängte Wagen, der mit dem vorderen* nur durch ein Seil verbunden war, ins Schlingern und prallte gegen eine Mauer. In der gestrigen Hauptverhandlung behauptete der Angeklagte zur Begründung seines Einspruchs, der entgegenkommende Wagen sei noch so weit weg gewesen, daß er noch bequem dazwischen durch habe fahren können. Die umfangreiche Beweisaufnahme und ein Augenschein ergaben jedoch einwandfrei das Gegenteil. Mit Rücksicht darauf, daß der Angeklagte auch noch falsche Angqben über den Standpunkt des Personenwagens machte, erhöhte das Gericht die Strafe von 30 auf 40 Mark. der Stadt und gab feiner Freude darüber Ausdruck, daß er den Gästen den Schiffenberg zeigen könne. Er erzählte aus der Geschichte und der Vergangenheit des alten Klosters und machte die Gäste mit der Umgebung des Schiffenbergs vertraut. Arbeitsführer Zirnpel dankte der Stadt für die Einladung und für die schöne Rundfahrt: seinen Männern gefalle es in Gießen ausgezeichnet. Nach dem Abendessen wohnten die Arbeitsdienstführer der Gruppe 223 .im Stadtcheater der Oper „Enoch Arden" bei. Material für die Gaugeschichte gesucht! NSG. Der letzte Aufruf hat in allen Kreisen der Bevölkerung lebhaften Widerhall gefunden. Manch wertvolles Andenken aus der Kampfzeit ist zur Verfügung gestellt worden, trotzdem fehlt aber immer noch manches Dokument. Es ergeht daher erneut an alle Besitzer von Büchern, Broschüren, Photos, Flugblättern, Zeitungen, Wahlplakaten, Karikaturen usw. aus der Kampfzeit die Bitte, diese zwecks Festlegung der Gaugeschichte zur Der- lugung zu stellen. Bei wichtigen persönlichen Gedenkstücken wird um leihweise Überlassung gebeten. Persönliche Abgabe oder Einsendung geschieht an das Gaupresseamt Hessen-Nassau, Frankfurt a. M., Gutleutstraße 8/14, Sachbearbeiter Paul Bierwirth. MaryWigmanimStadttheaterGießen. Die Intendanz des Stadttheaters hat die berühmte Tänzerin Mary W i g m a n für ein einmaliges Gastspiel am Donnerstag, 17. Februars verpflichtet. Dieses interessante Tanzgastspiel findet äußer Miete statt. Gießener Dochenmarktpreile * Gießen, 5. Fbr. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Deutsche feine Molkereibutter, % kg 1,57 Mark, feine Molkereibutter 1,52, Markenbutter 1,55 bis 1,60 Mark, Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 5 bis 10, deutsche vollfr. Eier A 12%, D 10%, ausländ. Kühlhauseier 12, Tauben 50 bis 60 Pf., Suppenhühner, % kg 1— bis 1,25 Mark, Gänse —.90 bis 1.— Mark, Wirsing 10 bis 15 Pf., Weißkraut 9 bis 10, Rotkraut 12 bis 15, Gelberüben und Karotten 10 bis 12, rote Rüben 10 bis 12, Spinat 15 bis 18. Unterkohlrabi 6 bis 8, Grüükohl 15, Rosenkohl 25 bis 28, Feldsalat, ‘/io 9 bis 10, To- maten, % kg 25 bis 40, Zwiebeln 9 bis 10, Meer- rettid) 30 bis 60, Schwarzwurzeln 25 bis 40, Kartoffeln 5, 5 kg 42 Pf., 50 kg 3,25 bis 3,75 Mark, Aepfel, % kg 12 bis 25 Pf., Blumenkohl, das Stück 45 bis 55, Salat 25 bis 30, Endivien 10 bis 25, Lauch 5 bis 8, Rettich 5 bis 15, Sellexie 10 bis 35. „Auf den Spuren unbekannter Völker in Sinfermbien'. Der Goethebund und der Kaufmännische Verein veranstalteten in Verbindung mit der Volksbildungsstätte der NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" gestern in der Neuen Aula der Unversität wiederum einen überaus interessanten Vortragsabend. Der Forscher Dr. Hugo Adolf Bernatzik berichtete über die Ergebnisse' einer Reise nach Hinterindien, über die Forschungen nach unbekannten Völkern in Urwald, Dschungel und Archipel. Der Redner berichtete zunächst von einem Volke, das in kleinen Gemeinschaften, schwer auffindbar, versteckt, in dem Siam westlich vorgelagerten Archipel seine Heimat hat, in kleinen zweckmäßigen Hausbooten wohnt und sich zum größten Teil vom Fischfang ernährt. Das Volk der Mokem, um das es sich hier handelt, befinde sich, so erzählte der Redner auf außerordentlich niedriger Kulturstufe und habe mancherlei seltsame Gewohnheit. Interessant war es zu hören, daß an einem Tage die Männer, am anderen die Frauen auf Nahrungssuche ausgehen und dann die Männer die Kinder beaufsichtigen müssen. Ferner war es interessant zu hören, daß die Männer dieses Volkes die Fische mit der unter Wasser geschleuderten harpunartigen Lanze erlegen. In weiteren Dar- Dem Auge das Beste! Lassen Sie sich beraten von I L? Optiker'JUaglBMS dem Optiker Ihres Vertrauens / Seltersweg 33 / Kassenlieferant legungen ging der Redner der rassischen Herkunft dieses Volkes nach und kennzeichnete die primittven Formen religiösen Bewußtseins. Der Redner wandte sich dann jenem eigentümlichen, im Aussterben begriffenen Volke zu, das in den Urwäldern Siams lebt, nie auf die Bergkämme geht, aber auch nie an die Bachläufe, und bisher kaum von einem,Europäer gesehen worden ist. Der Redner charakterisierte den Kulturzustand dieses Volkes, indem er darauf hinwies, daß ein deutsches 6jähriges Kind dem erwachsenen Menschen dieses Volkes in geistiger Hinsicht haushoch überlegen fei. Er schilderte, ferner die Lebensgewohnheiten dieses stets von Tigern bedrohten, von Nachbarstämmen zähe verfolgten Volkes, das als ein Volk von Nomaden nie länger denn vier Tage unter einem primitiv gezimmerten Laubdach lebt und weiter- wandert, wenn dieses Laubdach dürre geworden ist. Der Vortragende ging auch hier der rassischen Herkunft nach, zeigte in vielen Bildern ihre rührend primitive Lebenshaltung und zeichnete so das Schicksal eines Volkes, das sich in letzten Resten erhalten hat, aus Bereichen kommt, die sich ewig dem Wissen der Menschen entziehen werden, und das spurlos vergehen wird, denn keinerlei Kulturgüter existieren^ von diesem Volke und ihr kärgliches Handwerkszeug fällt spurlos wieder dem Urwald anheim. Schließlich wandte sich der Redner noch zwei hackfruchtbauenden Völkern, den Mekao und den Aka, zu und ließ in vielen Einzelheiten erkennen, wie diese halbnomadisierenden Völker sich auf einer erheblich höheren Kulturstufe befinden, wie die Mo- kems und die Pitons. Der Redner führte in Wort und Bild in die Dörfer dieser beiden Völker, gab eingehende Schilderungen über ihre religiösen Vorstellungen, über ihre Arbeit in den Reisfeldern*Und ihren harten Kampf gegen die übermächtige Natur des Urwaldes. Zahlreiche Lichtbilder gestatteten neben dem gesprochenen Worte einen Einblick in eine Welt, in der das Leben ferne jeglicher Zivilisation hart erkämpft wird. Dem Vortragenden wurde anhaltender Beifall zuteil. Was essen wir am nächsten Eintopfsonntag? NSG. Für das Gaststättengewerbe sind für den Eintopfsonntag am 13. Februar folgende Gerichte vereinbart worden: 1. Graupensuppe mit Rindfleisch: 2. Grünkohl mit Wurst oder gefüllter Weißkohl: 3. Fischgericht; 4. Kohlrüben oder Wirsing mit Hammelfleisch. ♦ ,** Stadttheater - Personalien. Das Büro des Stadttheaters teilt uns mit: Folgende Mitglieder des Stadttheaters Gießen wurden von anderen Bühnen des Reiches verpflichtet: Elfriede Grell als I. Operettensängerin an das Stadttheater Bremerhaven, Hildegard Jachnow als I. dramatische Altistin an die Städtischen Bühnen Elberfeld-Barmen, Helga Retschy als jugendliche Salondame und Sentimentale an das Stadttheater Bremerhaven, Karl-Ludwig Lindt als 1. Bonvivant an das Stadttheater Koblenz, Rudolf Himberg als II. Baß an die Volksoper Berlin. ** Reifeprüfungen an d e r Langern a r ck - S ch u 1 e (Realgymnasium). Am 2., 3. und 4. Februar unterzogen sich die drei Primen der Anstalt der Reifeprüfung, die von 51 Schülern bestanden wurde. Den Vorsitz führte am zweiten Tage Oberschulrat Dr. Leip von der Landesregierung in Darmstadt, am 1. und 3. Tage der Letter der Schule, Oberstudiendirektor Angel b'e r g e r. ** D i e Beschaffung von Straßenbahner-Uniformen will die Direktton der städtischen Straßenbahn vergeben. Zu den Lieferungen sind nur Uniformschneider und selbständige Schneidermeister zugelassen. ** Zur Schädlingsbekämpfung im 0 b ft b a u veröffentlicht bie Stadtverwaltung heute eine Verordnung des Reichsministers für Ernährung und Landwirtschaft, die der sorgsamsten Beachtung aller Interessenten empfohlen fei. ** Brennholzverkäufe läßt die Stadtverwaltung am Mittwoch und Freitag nächster Woche in verschiedenen Revieren des Stadtwaldes vornehmen. ** Unfall bei der Arbeit. Der bei einer hiesigen Holzfirma beschäftigte Lagerarbeiter I. H. Burk aus Garbenteich erlitt dieser Tage einen schweren Unfall. Ein einachsiger Autoanhänger kippte um, und^die ganze Last stürzte auf Burk nieder. Der bedauernswerte Mann brach beide Unterschenkel, außerdem zog er sich an Brust und Becken schwere Quetschungen zu. Er mußte durch die Sanitätskolonne vom Deutschen Roten Kreuz in die Chirurgische Klinik gebracht werden. NSG. Urlaubsansprüche nicht verfallen lassen. Mit dem 1.April endet für viele Arbeitskameraden das Urlaubsjahr. Es gilt daher, daran zu denken, die Urlaubsansprüche nicht verfallen zu lassen, die für die Erhaltung der Arbeitskraft im Interesse des Einzelnen und des Betriebes von Wichtigkeit sind. Erholungsmöglichkeiten gibt es auch im Winter. Die Urlaubsfahrten der NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" führen in die Röhn, zum Larner Winkel, nach Allgäu-Pfronten, nach Oberammergau, nach Reit im Win-kel und ins Walfertal. Laßt euch die Winterfreuden nicht entgehen! Volkswirtschaftliche Zeitfragen ) 3 leit sie lohns bei der LohnM«. ü v. H, mb ?Ue um r ° its- des cs« ü r ellt ■t- n erg ien ich- au- hen er rde ärz 933 |CH. ier« hen in, en rb aie on ich en, id- im halten. v . Frage: Hat auch der Außenhandel im Em- satz für die neuen Werkstoffe besondere Aufgaben zu erfüllen? , m Antwort: Die bei der Umstellung unserer Pro- Frage kommen. Er kann damit auch eine zusätzliche Entlastung in unserer Außenhandelsbilanz bewirken Die Reichsfachgruppe „Der deutsche Groß- und Einzelhandel" bemüht sich deshalb vor allem um eine entsprechende Schulung seiner Kaufleute. Im ganzen Reichsgebiet führt er eine große Zahl von außenhandels- und exporttechnischen Wochen durch. Auch die Reichßgußenhandels- und Kaufmannsschule in Hamburg wird zur weltanschaulichen, wirtschaftspolitischen und sachlichen Schulung des Nachwuchses eingesetzt. In Zusammenarbeit mit dem Amt für Berufserziehung und Betriebsführung werden wirtschaft stündliche Studienfahrten ins Ausland organisiert. Zur Bervollkommnung der Sprachkenntnisse werden in den Gauen und Kreisen fremdsprachliche Arbeitsgemeinschaften geschaffen. Um darüber hinaus jedem tüchtigen Jungkaufmann praktische Exportschulung zu bieten, 'werden mit verschiedenen Ländern Austauschabkommen getroffen. Das erste dieser Art, das ich mit dem italienischen Präsidenten der Confederazione del Commercio geschlossen habe, wird bereits 60 junge Deutsche als Groß- und Einzelhändler sowie als Kellner und Köche für ein ganzes oder halbes Jahr nach Italien bringen. Die gleiche Anzahl italienischer Arbeitskameraden werden nach Deutschland kommen. Frage: Wie steht es mit der Schulung der Ein- Holz besichtigt, begutachtet, aufmißt und den Verkauf veranlaßt. Die Forstbeamten des Reichsnährstandes sind wohl am besten in der Lage, die zumeist sehr unterschiedliche Qualität des Holzes eini- gerrnaßen richtig zu beurteilen und eine für Käufer und Verkäufer angemessene Preisbildung herbeizuführen. Sie verfügen infolge ihrer ausgedehnten Holzvermittlungstätigkeit in den Prioatwaldun- gen über die nötigen Beziehungen zum Holzhandel und der Holzindustrie. Natürlich ist es für die Forstbeamten nicht möglich, jedem einzelnen Stamm nachzuspüren. Eine ohne größere Umstände und Kosten zu bewerkstelligende Sammellagerung dürfte Voraussetzung für eine zweckentsprechende und für den einzelnen gewinnbringende Holzverwertung sein. Es soll kurz zusammengestellt werden, was bei Fällung und Verwertung derartigen Wertholzes besonders zu beachten ist. Die Fällzeit der oben genannten Bäume ist am besten die Zeit der Saftruhe, also November bis Februar. Späterhin besteht die Gefahr der Verstockung infolge Pilzbefalles, wodurch das Holz entwertet wird. Es empfiehlt sich, nach Heberschreiten dieser Frist mit der Fällung bis zum kommenden Winter zu warten, sofern keine unbedingte Notwendigkeit für die Beseitigung vorliegt. Gefällte Stämme müssen luftig, trocken und schattig gelagert werden, damit sie nicht verstocken oder durch Trockenrisse entwerten. Am besten werden die Bäume nicht mittels Sägeschnitt am Erdboden gefällt, sondern gerodet. Einmal wird dadurch der zur weiteren Bodenbearbeitung oft lästige Stock entfernt, zum andern aber ergibt gerade das Stammende und die starken Wurzeln hochwertiges und daher besonders für Drechslerwaren und Furnierherstellung gesuchtes Maserholz. Auch die Nutzholzausbeute läßt sich durch diese kleine Mehrarbeit bedeutend erhöhen. Gesunde Stämme ab 20 Zentimeter Zopfdurchmesser sind möglichst lang auszuhalten, jedoch werden auch schon Abschnitte von 80 Zentimeter aufwärts, zum Beispiel zur Herstellung von Stuhlbeinen, angekauft. Knüppel- oder Spaltholz von gesund gehauenen Stammabfchnitten wird ebenfalls gern für Drechslerwaren und kunstgewerbliche Handarbeiten übernommen, wobei an Länge und Geradwuchsigkeit keine hohen Anforderungen gestellt werden. Xle ..„k » » Träaer deutscher Volkskultur, Antwort: Die bei der Umstellung unsrer Pro- ^a^Äann? murbe ^ Unsere Arbeit zielt darauf duktionswirtschast im Vierjahresplan oft geäußerte zuruckgedrangt wurde uniere a ' Befürchtung, daß unser Außenhandel darunter lei- hin, daß m u t e Beschäftigung finden. Dieser den würde, hat sich nicht bewahrheitet. Im Gegen- lernte Kaufleu e ^e,ai r« « . .. ber ki( bi€ Erfolge unserer Produktionswirtschaft auf ssÄ’BÄft «■«*; rsrwsrsss rers haben, ' ra. «hinbon 'wnÄ?n mi Fraae kommen. Er kann damit auch eine zusätzliche et. he r - en m, uf i ■ >ch nd en den ; rehr- ner Claus dem Handel herauszuziehen, sofern . den heute gestellten Anforderungen nicht entsprechen. Sowohl der Einzelhandel mit etwa zwei Mil-, lionen Beschäftigten als auch der ambulante Handel enthalten noch eine Arbeitsreserve für den Arbeitseinsatz in den Zweigen der Produktionswirtschaft. Frage: Welche Aufgaben haben die einzelnen fünf Fachgrupp en des Handels? Antwort: Zunächst der Großhandel. Aus Gründen der Warenknappheit sowie der Verringerung der Handelsspanne glaubt man vielfach den Großhandel ausschalten zu können. Bei der vielseitigen Verflechtung und unterschiedlichen Betriebs- ftruftur unferer Wirtschaft ist aber der Großhandel sowohl als Mittler zwischen Erzeuger und Einzelhandel als auch als Lieferant der Industriebetriebe gar nicht z u entbehren. Wer könnte z. B. die Lagerhaltung übernehmen und für die Verteilung der neuen Roh- und Werkstoffe besser werben als der Großhandel. Es müßte also ein Ersatz organisiert werden. Ein gesunder Wettbewerb wird Verteuerung verhindern, das Preisgefüge sichern und das reale Einkommen des deutschen Volkes er- jrt i Ar. Ad- um nen. , ’tigt, , den > arze i reck» gts« ;'! be- «Men , i m • >llen sie - An- ' nach 1 'ers, fest- fön« j iden aber ' rofjc Einkommen bzw. die Einkommensteuer für das ganze Kalenderjahr 1937 zugrunde zu legen. Die Jahreswehrsteuerschuld für 1937 wird aber mit Rücksicht darauf, daß die Wehrsteuer erst am 1. September 1937 eingeführt wurde, nur z u V12 festgesetzt. Angenommen, ein lediger Wehrsteuerpslich- tiger hat für 1937 2000 Mark als Einkommen zu versteuern: die Einkommensteuer beläuft sich hierfür auf 256 Mark. Die jährliche Wehrsteuer würde bei Zugrundelegung der Einkommensteuer 50 v. H. = 128 Mark betragen (die Wehrmindeststeuer mit 5 v. H. des Einkommens nur 100 Mark). Die Wehrsteuer für die Zeit vom 1. September bis 31. Dezember 1937 stellt sich auf Vie von 128 Mark = 42,66 Mark. Ist die endgültige Entscheidung über die Nichteinberufung zur zweijährigen aktiven Dienstpflicht erst in der Zeit vom 1. September bis zum 31. Dezember 1937 erfolgt, so beginnt die Wehrsteuerpflicht mit dem Anfang des Monats, der auf diese Entscheidung folgt. In diesem Falle wird als Jahreswehrsteuer nur der Teilbetrag festgesetzt, der dem Verhältnis der Zahl der Monate, in denen die Steuerpflicht bestand, zu 12 entspricht: so beträgt die Wehrsteuer 1937 bei Entscheidung im November 1937 V12 der Iahressteuer. Gegen den (schriftlichen) Wehrsteuerbescheid sind nacheinander Einspruch, Berufung (gegebenenfalls auch Sprungberufung) und Rechtsbeschwerde unter den sonstigen Voraussetzungen gegeben. stelle zu unterhalten. Frage: Warum wurde der Handel von den anderen kaufmännischen Berufen in den übrigen Zweigen der Wirtschaft getrennt, und welche oeson- deren dringlichen Aufgaben hat er. , Antwort: Dem Handel fallen innerhalb unse.er Wirtschaft besondere Aufgaben zu, die von denen der Industrie und anderer Wirtschastszweige gründ- verschieden sind. Ein fester Ausbildungsweg der Berufsausübung fehlte hier früher, und so wurde der Handel (vor allem in der Krisenzeit) em Zufluchts- gebiet von Berufsfremden. Die wachsenden Großbetriebe, Einheitspreisgeschäfte, Warenhäuser u w. bewirkten daß das solide Fachgeschäft, dl- beste AusbUbungsMte unseres kaujinanmschsn Fällung und Verwertung des Obstbaumholzes VonForfkasseffor Neumann. AastonalsoziaWsche Mnschensührung im deuischen Handel. Sin Gespräch mit dem Leiter des deutschen Handels in der mens an Stelle der Einkommensteuer eine höhere Wehrsteuer, so ist das Einkommen maßgebend. Der Umfang des Einkommens richtet sich ebenfalls nach den Einkommensteuer-Vorschriften, auch wenn keine Veranlagung zur Einkommensteuer stattfindet. Bei Wehrsteuerpflichtigen, die ohne Dienstverhältnis im Haushalt eines anderen voll oder zum Teil eine Arbeitskraft ersetzen, wird ein jährliches Einkommen von 500 Mark angesetzt: daneben bleiben sonstige Einkünfte (z. B. aus Spareinlagen) bis 500 Mark außer Betracht: sind sie höher als 500 Mark, fo sind lediglich diese Einkünfte maßgebend. Der Wehrsteuerberechnung für die Ze'.l vom 1. September bis 31. Dezember 1937 ist das 20 Mark Wehrsteuer vbzuführen. Aehnlich ist die Rechtslage bei Entlassung aus dem aktiven Wehrdienst vor Ableistung der zwei- iähriaen Dienstpflicht. Als verkürzt wehrst e/e r p f l i ch t i g gelten hiernach Wehrpflichtige, die, nachdem sie m i n d e st e n s 9 M 0 n a te aktiven Wehrdienst (als solcher gilt auch der Dienst bei der Landespolizei oder ---Verfugungstruppe) geleiste haben, ohne daß eine anerkannte, im Wehrdienst erlittene Dienstbeschädigung vorliegt, entlassen worden sind. Diese Wehrsteuerpflichtigen haben die nach den erhöhten Sätzen (50 d. 8). der Einkommen' steuer) zu berechnende Wehrsteuer für die Monate Aentrichten, die an der vollen 24 Monate dauernden Dienjheit fehlen: eine weitere Wehrsteuerpflicht nach den einfachen Sätzen scheidet aus. Eberiso Haden Reserveoffiziers an w a r te r, nach kurzfristiger Ausbildung noch ein volles Jayr attoen Wehrdienst geleistet Huben °°n bmi Sesmn des Kalendermunals an, das auf die 25eenoia 0 des einjährigen aktiven Wehrinens es ftlgt, k«n- Wehrsteuer mehr zu entncht-n. Sind Wehrste / Äepr f ? i ch anerkannt-, im aktiven W-hrdienst^rl.tt-n- Dienfd b-lchädigung narliegt, -n lasten w°rden sa wi^ d>- abgeleistete Dienstzeit auf das erste. Jahr der y steuerpflicht abgerechnet; im übrigen bleiben s beträgt in d-n beiden X 3abr?n der WeMeuerpslicht R v.H.^er m t J^rantagung zur Einkommensteuer (erhöhte Wehrsteuer). In den nächsten Jahren stellt sie sich aus 6 v. H. der Einkommensteuer, mindestens 5 v. T. oes Arbeitslohns bei der Lohnsteuer, 6 v. T. des Einkommens bei Veranlagung zur Einkommensteuer (einfache Wehrsteuer). Bei Wehrsteuerpflichtigen, denen Kinderermäßigung für mindestens zwei Kinder zusteht, beträgt sie bereits vom 1. Januar 1938 an stets nur die Sätze der einfachen Wehrsteuer. Die Berechnung der Wehrsteuer erfolgt hiernach grundsätzlich nachderveranlag- ten Einkommensteuer. Bei Ermäßigung der Einkommensteuer wegen besonderer wirtschaftlicher Belastung (z. B. Krankheit) oder wegen außerordentlicher Einkünfte (z. B. Abfindungen) wird von dem ermäßigten Steuerbetrage ausgegangen. Ergibt sich bei Zugrundelegung oes Einkorn- laguna, wenn die endgültige Entscheidung über Die Nichteinberufung bis zum 31. Dezember 1937 noch nicht getroffen war, ober wenn der an sich Wehrpflichtige von der Entrichtung der Wehrsteuer befreit ist. Eine endgültige Entscheidung über die Nichteinberufung liegt insbesondere nicht vor, wenn der Betreffende bis zu einem nach dem 31. Dezember 1937 liegenden Zeitpunkt zurückgestellt worden oder wenn er für eine bestimmte Frist, die nach dem 31. Dezember 1937 endet, von der Erfüllung der Wehrpflicht ausgeschlossen ist. Die Wehrsteuerpflicht entfällt auch bei Wehrpflichtigen, die vor dem 16. März 1935 auf Grund freiwilliger Verpflichtung Wehrdienst geleistet haben, und zwar beim Heer (Landespolizei, -Dersügungstruppe) oder Luftwaffe mindestens 9 Monate, bei der Kriegsmarine mindestens 7 Monate. Ferner sind befreit Wehrpflichtige, die nach dem 16. März 1935 eingezogen, spätestens am 31. Dezember 1936 entlassen worden sind und bei Heer und Luftwaffe mindestens 18 Monate, bei der Kriegsmarine mindestens 9 Monate aktiven Wehrdienst getan haben. Ist der Wehrpflichtige bei Ausübung der A r - beitsdien st pflicht, des freiwilligen Arbeitsdienstes ober des zweijährigen Wehrdienstes auf Grund von der Versorgungsbehörde anerkannter Dienstbeschädigung untauglich geworden, so ist damit ein besonderer Steuerbefreiungsgrund gegeben. Don der Wehrsteuerpflicht befreit sind außerdem Volksgenossen, die im Kampf um die nationale Erhebung eine Körperverletzung erlitten haben und auf Grund des Gesetzes über die Versorgung der Kämpfer für die nationale Erhebung vom 27. Februar 1934 versorgungsberechtigt sind. Voraussetzung ist, daß die Nichteinberufung zur zweijährigen Wehrdienstpflicht auf der erlittenen Verletzung beruht, jedoch ohne Rücksicht auf einen Rechtsanspruch. Auf Verlangen des Finanzamts ist durch Vorlage des Wehrpasses, des Ausschließungs- scheine s oder des vorläufigen Musterungsausweises der Nachweis zu erbringen, bah die Voraussetzungen für den Fortfall der Veranlagung gegeben sind. Gewöhnliche Schriftstücke oder Bescheinigungen des zuständigen Wehrbezirkskommandos, in denen die für die Wehrsteuerpflicht öffentlichen Angaben enthalten sind, genügen gleichfalls. Wird ein Wehrsteuerpflichtiger zwar nicht zur Ableistung des zweijährigen aktiven Wehrdienstes einberufen, aber zur Teilnahme an einer langer als 14 Tage dauernden militäris chen Hebung oder kurzfristigen Ausbildung herangezogen, so ruht die Wehrsteuerpflich t. Der Steuerpflichtige wird in diesem Jahr zur Wehrsteuer nur mit einem Betrage herangezogen, der sich ergibt, wenn die Jahreswehrsteuerschuld m dem Verhältnis herabgesetzt wird, in dem die Zahl der Kalendertage der kurzfristigen Ausbildungszeit zu 360 steht. Beispiel: Ein unverheirateter Wehr- steuerpflichtiger ist vom 1. September bis 31 Dezember 1937 40 Tage zu einer militarif^en Hebung eingezogen gewesen. Bei einem Einkommen im Jahre 1937 von 1500 Mark hätte er eine Einkommensteuer von 125 Mark und eine Wehrmindest- fteuer (6 v. H. des Einkommens) von 30 Mark (/12 der Iahreswehrsteuerschuld, siehe unten!) zu entrichten. Die Wehrsteuer mindert sich ledoch um /3 Obbornhofen, 2. Febr. Der hiesige G e s a n g v e r e i n „Fr o h s i n n" hielt in der Wirtschaft „Zur Schule" seine Generalversammlung und einen Familienabend ab. Vereinsführer Theodor Kammer erstattete den Jahresbericht und erinnerte besonders an das erfolgreiche Wertungssingen, das vom Verein ausgerichtet wurde. Den Sängörn dankte er für fleißigen Singstundenbesuch. Sieben Sangesbrüder, die oei keiner Singstunde I fehlten, wurden mit einer Ehrennadel bedacht; es waren dies die Kameraden Theodor Kammer, Heinrich Ruppe l X., Heinrich Kämmerer, Hugo Hahn, Willy Kämmerer, Adolf Groß und Otto B o m m e r s h e i m. Rechner R u p p e l erstattete den Jahresbericht, der in Ordnung befunden wurde. Es wurde beschlossen, in diesem Jahre ein auswärtiges Sängerfest zu besuchen. — Die Holzhauerarbeit en im hiesigen Gemeindewald sind beendet. Ein Teil der Holzhauer wird im benachbarten Wald von Bettenhausen weiter beschäftigt. Kreis Friedberg. > Münzenberg, 2. Februar. Hier fand im ■ Gasthaus „Zum Löwen" eine Kundgebung der Partei statt. Das Lied „Volk ans Gewehr" leitete dcn Abend ein. Jungvolk, Hitler-Jugend, SA., Jungmädchen und BDM. erinnerten in Liedern, Gedichten und im gesprochenen Wort an den Weg unseres Volkes von 1918 bis 1933. Sodann sprach Kreisleiter Backhaus, ausgehend von den rassischen Eigenschaften des deutschen Volkes, über die Pflichten jedes einzelnen dem Aufbauwerk des Führers gegenüber, er rechnete aber auch mit den Miesmachern und Meckerern ab. Die nahezu zwei- UHL Sehersweg Nr. 67 Hj adiO Telephon Nr. 3170 H eparaturen ,89,L H einhalbstündigkn Ausführungen des Kreisleiters fanden starken Beifall. — Die Schulen von Münzenberg, Griedel, Kirch-Gons und Pohl-Gons fanden sich dieser Tage mit ihren Mannschaften zu einem Gerätewettkampf in der Butzbacher Turnhalle ein. Sowohl bei den Knaben, als bei den Mädchen konnte die Müntzenderger Jugend siegreich sein. Bei den Knaben kamen in weiterer Reihenfolge die Schulen Griedel, Pohl-Gons und Kirch- Gons. Bei den Mädchen nahm Pohl-Gons die zweite Stelle ein. Die bei diesem Geräteturnen gezeigten Leistungen waren erfreulich gut. Kreis Schotten. )—( Ruppertsburg, 4. Febr. Unser Dorf hatte von hundert Jahren 570 Einwohner. In der Zeit von 1830 bis 1850 wanderten etwa 140 Personen nach Polen und Amerika aus. Trotzdem hat Ruppertsburg heute rund 700 Einwohner. Auch das abgelaufene Jahr brachte wieder eine Zunahme, stehen doch einer Geburtenzahl von 19 nur 5 Sterbefälle gegenüber. Auch eine starke Heiratslust machte sich bemerkbar; es wurden 13 Paare getraut, eine Zahl, die hier bisher noch kaum erreicht wurde. Aus -en preußischen Aachbargebieien. Kreis Dehlar. O Krofdorf, 28. Jan. Zu dem Standesamt Krofdorf gehören die Orte Krofdorf-Gleiberg, Vetzberg und Kinzenbach. Im Jahre 1937 wurden dort folgende Eintragungen vorgenommen: Geburten: Krofdorf-Gleiberg 37, Vetzberg 11, Kinzenbach 12. Sterbefälle: Krofdorf-Gleiberg 27, Vetzberg 4, Kinzenbach 11. Insgesamt, fanden 34 Eheschließungen statt. — Ende dieses Monats blickt die hiesige Bezugs- und Absatzgenossen- schaft„der frühere Landwirtschaftliche Konfum- verein, auf ihr 50jähriges Bestehen zurück. —/Kürzlich stürzte durch einen Sturmwind ein Schämst e i n vom Dach des .früheren Amts-Bürger- meiftereigebäuöes in der (Bleiberger Straße, glücklicherweise ohne Personen zu verletzen. Zur Zeit ist die Wiederherstellungsarbeit im Gange, die sich auch auf die Ausbesserung der übrigen Kamine erstreckt. D Krofdorf-Gleiberg, 2. Febr. Einen gewiß nicht oft vorkommenden Zufall für einen ländlichen Ort bedeutet die Tatsache, daß das Jahr 1937 in Krofdorf-Gleiberg nicht weniger als vier tief im Dorfleben verwurzelten Vereinen Anlaß zum Gedenken ihres Gründungstages gab. Den Reigen.der Jubiläen eröffnete als ältester Verein der Gleibergverein mit feiner großen, noch in bester Erinnerung stehenden Feier im Juni 1937. Auf eine 95jährige Sängertradition blickte der Gesangverein „Germania" zurück. Der Turnverein verzeichnete sein' 50jähriges Bestehen, und zuletzt konnte die am 30. Dezember 1887 gegründete Landwirtschaftliche Bezugs- und Absatzgenossenschaft ebenfalls auf 50 Jahre Lebensdauer Rückschau halten. Die Geschichte aller vier Vereine beweist, daß, aus dem Dorfleben gewachsen, jeder in seiner Eigenart Ersprießliches geleistet hat, das, zusammen genommen, den Geist der Dorfgemeinschaft in jeglicher Hinsicht förderte. _L W i ß mar, 2. Febr. Der hiesige Turnverein vereinigte seine Mitglieder zur Hauptversammlung im Saale von Wolf. Vereinsfühter Hermann gedachte zunächst der im vergangenen Jahre verstorbenen Mitglieder und erstattete dann dep Jahresbericht, dem zu entnehmen war, daß der Verein in allen Abteilungen einen Aufstieg zu verzeichnen hatte. An den Veranstaltungen des RfL. beteiligte sich der Verein jeweils mit gutem Erfolg. Der Leiter der Fußballabteilung S ch a r f konnte auf einen steten erfolgreichen Spielbetrieb der Fußballmannschaft Hinweisen, desgleichen der Leiter der Handballabteilung K. Reinhard. Beide Mannschaften führen die Tabelle ihrer Klasse an. Der Vereinsführer reate die Ausstellung von Jugendmannschaften an. Kamerad Klinke! erstattete den Kassenbericht, der 1562,22 Mark Einnahmen und >421,49 Mark, Ausgaben verzeichnete. Die Kasse wurde in Ordnung befunden. Dietwart W. Todt sprach anschließend über die volkspolitische Bedeutung der Leibesübungen. Eingehend wurde dann über die Beteiligung am Deutschen Turn- und Sportfest gesprochen, an dem der Verein mit zehn Kameraden beteiligt sein wird. Sodann schritt man zu den Wahlen. Der stellvertretende Dereinsführer W. Todt beglückwünschte ,zunächst den Vereinsführer zur Erringung „bes Goldenen Reichssportabzeichens. Einstimmig wurde der bisherige Vereinsfühter wiedergewählt. Seihe Mitarbeiter verblieben in ihren Aemtern. Für 25- jährige Mitgliedschaft wurden die Kameraden W. Schäfer, H. S p e ie r, K. Speier, $)■ Kronenberger, H. Kümmel, W. Rupp und W. Leib mit der silbernen Ehrennadel ausgezeichnet. — Der Hüttenarbeiter Ludwig Fied - I e r von hier kam in seiner Wohnung unglücklich zu Fall und erlitt eine Gehirnerschütterung. chFrankenbach,3. Febr. Die zweitälteste Einwohnerin unserer Gemeinde, die Witwe Elisabethe C l o o s , konnte am heutigen Donnerstag, 3. Februar, ihren 8 0. Geburtstag feiern. *c b e r f l e e n , 2. Febr. Bei außerordent- uch starker Beteiligung veranstaltete die hiesige Kriegerkameradschaft in der Volkshalle einen Konzertabend, der in seinem musikalischen Teil vom Musikkorps des II. Bataillons Jnf.-Regt. 36 (Butzbach) bestritten wurde. Die Leitung lag in Händen von Feldwebel Baumann. Kamerad Braun begrüßte die zahlreichen Teilnehmer, insbesondere das Musikkorps, im Namen der Kameraden der alten Armee. Sodann wartete das Musikkorps mit einer Reihe ausgezeichneter musikalischer Darbietungen auf; es brachte Märsche, gute Musik aus Operetten, sowie Konzert- und Charakterstücke zu Gehör. Die Zuhörer dankten mit anhaltendem Beifall, fo daß sich die Kapelle immer wieder zu Zugaben entschließen mußte. Zu Ehren der ältesten Kameraden spielte die Musik das Lied „Ich schieß' den Hirsch im wilden Forst" und bereitete damit besondere Freude. Ein Fylo- phon-^olo von Unteroffizier Gor n er wurde ebenfalls sehr beifällig aufgenommen. Im Verlaufe des Abends, dessen Reinertrag zu gleichen Teilen für das Winterhilfswerk und für die Deutsche Kriegsgräberfürsorge bestimmt war, sprach Kamerad Braun über die Deutsche Kriegsgräberfür- sorge und forderte auf, daß jedermann dazu beitragen möge, die Gräber unserer gefallenen Helden würdig ausgestalten zu können. Sodann wurde der Gefallenen gedacht. Zum Abschluß des Konzerts dankte Kamerad Braun der Kapelle für ihre hervorragenden Darbietungen und den zahlreichen Zuhörern für ihre Aufmerksamkeit. Kameradschaftlich blieb man dann noch geraume Zeit beisammen. Rundfunkprogramm Sonnlag, 6. Februar. 6 Uhr: Hafenkonzert vorn Flugzeug-Stützpunkt der „Westfalen", Bremer Freihafen. 8.15: Gymnastik. 8.30: Christliche Morgenfeier. 9: Kleiner Bauernkalender. 9.15: Chorgesang. 9.45: Herz im Blut. 10: Habe den Mut, zu bewundern und ehrfürchtig zu sein. Aus den Gesetzen der Deutschen Studentenschaft. 10.30: Ewiges Deutschland. 11.15: Wintermärchen. Eine Hörfolge. 11.50: Unser Kalenderbild: Februar. 12: Musik am Mittag. 14: Für unsere Kinder: Kasperle setzt seinen lustigen Reisebericht fort. 14.30: Uns gehört der Sonntag! Ein Reigen sorgloser Melodien. 15.15: Gregor der Knecht. Hörfolge um ein Bauernleben. 16: Damenfitjung des Mainzer Kar- nevalvereins. 17: Deutsche und Wehrmachts-Skimeisterschaften 1938. Der Torlauf im Skistadion Neustadt. 17.30: Damensitzung des Mainzer Kar- nevalvereins (Fortsetzung). 18: Schwankende Gestal- ten. Heitere Erscheinungen im menschlichen Leben. 19: Nachrichten. 19.10: Heimat und Volkstum. Bergmannsgesang. 19.40: Fußball-Länderspiel Deutschland — Schweiz. Schluß der 2. Halbzeit. 19.W: Sportspiegel des Sonntags. 20: Großes Konzert. 22: Nachrichten. 22.15: Deutsche unb Wehrmachts-Ski- meifterschaften^938. 2. Dag: Torlauf. 22.30: Sportbericht. 22.40: Wir bitten zum Tanz. 24 bis 2: Nachtmusik. Zttonlag, 7. Februar. 6 Uhr: Morgenspruch. Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 10: Schulfunk: Der Arme und der Reiche. Ein Spiel von Erika Geldern. 10.30: Froher Klang zur Werkpause. 11.40: Hausfrau, hör zu! 11.55: Der Glücksmann. 12: Schloßkonzert. 13: Nachrichten. 13.15: Schloßkonzert. 14: Nachrichten. 14.10: Alles für euch — und's — WHW. Wunschkonzert zugunsten des Winterhilfs- wertes. 15: Volk und Wirtschaft: Wann liegt ein Betriebsunfall vor? 15.15: Für unsere Kinder: Jetzt basteln wir ... 15.45: Sport der Jugend. Wenn in den Bergen der Schnee liegt. 16: Ferdinand Ries. Zum 100. Geburtstag des rheinischen Komponisten. 16.30: Nachmittagskonzert. 18: Zeitgeschehen. 18.15: Der fröhliche Lautsprecher (Schallplatten). 18.30: Deutsche und Wehrmachts-Skimeisterschaften 1938: Bericht vom 50=km=Dauerlauf. 18.45: Deutschland baut auf. Neue Aufgaben des Winterhilfswerkes. 19: Nachrichten. 19.15: Stuttgart spielt auf. Heitere Feierabendmusik. 21: Franz Peter Kürten über die Mund- artdichtung. 21.15: Kammermusik. 22: Nachrichten. ttr. 30 vierter Blatt_________________ Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen)_________________5./6.§ebrnar 1938 u "" MWU *____ 1 „ 5 DM» ^DW ’/l * i-A " % z ff Gute Stall gesundes Vieh! Utphe: Der Schafstall mit seinen zweckmäßigen Futterraufen. Der neue Schweinestall im Tierzuchtinstitut Oberer Hardthof. herstellen lassen. Diese bessere Stallverhältnisfe Stallungen für die Läuferschweine im Hofgut Utphe. Buchten und Auslauf für die Zuchtsauen im Hofgut (Nachdruck verboten.) 9. Fortsetzung. den fragt, tieferen Ursachen aus denen heraus gesorgt werden kann. Es darf nicht erwartet Fenster der Räume für Menschen einen Abstand von mindestens 2,50 Meter von den neuen Stallöffnungen haben und keine erheblichen gesundheitlichen Bedenken entgegenstehen. Der Einspruch des Nachbarn oder die Verweigerung seiner Zustimmung schließt die Genehmigung nicht aus, wenn ihm die Duldung der mit der Anbringung der Oeffnungen verbundenen Nachteile zugemutet werden kann. Unter Umständen wird die Genehmigung allerdings wieder rückgängig gemacht. Wird sie aber erteilt, so dürfen auf dem Nachbargrundstück bauliche Anlagen in einem geringeren Abstand als 2,50 Meter von der Grenze nicht errichtet werden. Enthält das auf dem Nachbargrundstück zu erstellende Gebäude Aufenthaltsräume für Menschen, so kann ein größerer Abstand von 2,50 Meter verlangt werden, um gesundheitliche Bedenken auszuschsießen. Diese Anordnung mag vielen verhältnismäßig unwichtig erscheinen. Wer die Verhältnisse in den engen Dörfern und Kleinstädten aber kennt, der weiß, daß hierdurch ein Streit geschlichtet wird, der die Gemüter der Beteiligten recht oft erregt hat. Vor allem aber bringt sie die Voraussetzung, daß Utphe: In weitläufigen Ställen steht gesundes Großvieh. (Aufnahmen: [4] Neuner, Gießener Anzeiger, [1] Bracht.) Verhältnisse naturgemäß um einiges anders. Da, wo Milchkühe in größerer Zahl gehalten werden, wo die Milchwirtschaft die Rentabilität des Betriebes sichern helfen muß, ist die Frage der Stallha.cung von ausschlaggebender Bedeutung. Es ist interessant für jeden, der für landwirtschaftliche Dinge Auge und Ohr hat, einmal die Stallanlagen eines gut geleiteten größern Hofgutes zu betrachten. Wir nahmen Gelegenheit, uns einmal im Hofgut Utphe (Besitzer: Otto Rinn I.) umzusehen. In außerordentlich hohen, weiträumigen Ställen stehen dort nicht weniger denn 12 schwere Arbeitspferde, denen ihre Leistungsfähigkeit und die gute Pflege von den kraftvollen Gliedern und dem glänzenden Fell abzusehen ist. In geräumigen Boxen sind die Schweine untergebracht. Für die jungen Schweine sind große holzumgitterte Boxen da, in denen sie sich nach Herzenslust tumcheln können. Da wird kein Kümmerer mitgeschleppt, der für den ganzen Ferkelbestand eine Gefahr sein könnte. Für die Muttersauen sind wieder besondere Unterbringungsmöglichkeiten geschaffen. Von den Schweineställen aus sind unmittelbar die Ausläufe zu erreichen. Selbstverständlich läßt man den Kühen nicht weniger Sorgfalt angedeihen, als den Schweinen. Auch für das Rindvieh sind weiträumige Ställe da, nicht zu warm, nicht zu kalt. Die Kälber werden von den Kühen völlig getrennt gehalten, und zwar in einem besonderen Stall, der in eine stattliche Anzahl hölzerner Laufgitter unterteilt ist. Die Fütterung der Kälber mit Muttermilch geschieht in immer genau bemessenen Portionen aus dem peinlich sauberen Eimer. Prachtvolle, mächtige Mastochsen sind in wieder einem anderen Stallteil zu bewundern. Eine vorbildliche Unterbringung haben im Hofgut Utphe auch die zahlreichen Schafe gesunden. In dem großen Raume, der ihnen zur Verfügung .Leistungsfähiges Vieh gehört in einen gesunden Stall." So sagte der Reichsbauernführer bei der Paroleausgabe zum diesjährigen Abschnitt zur Erzeugungsschlacht. Damit wies er auf ein Gebiet in der Landwirtschaft hin, in dem noch vieles im Argen liegt, auf die licht- und luftarmen Ställe, in denen das Vieh noch vielfach gehalten wird. Das Vieh braucht aber ebenso wie der Mensch viel Licht und viel Luft, wenn es gedeihen und hohe Leistungen hervorbringen soll, ja sogar noch mehr< Denn viele Tiere verbringen den größten Teil ihres Lebens in den Ställen, während der Mensch doch einen großen Teil seiner Freizeit in frischer Luft verbringt. Wie schnell z. B. die Luft m den Ställen verschlechtert werden kann, beweist die Tatsache, daß die Kohlensäureerzeugung von einem Stück Großvieh 160 Liter in der Stunde beträgt. Außerdem wird die Stall- kuft durch Wasserdämpfe, durch Riechstoffe, durch Staub u. ä dauernd verschlechtert. In unzweckmäßigen Bauten kann dies sogar so weit führen, daß die Tiere erkranken und schließlich sterben. Der vorzeitige Tod eines großen Teiles der Ferkel dürfte hier feine mittelbare Ursache finden. „Mehr Licht und Luft in die Ställe" ist daher eine Forderung, die nicht nur im Interesse unserer Tiere, sondern darüber in dem unserer Volksernährung sobald als möglich erfüllt werden muß. Dies haben Landwirtschaft und Bauhandwerk in den letzten Jahren auch mehr und mehr erkannt. Die neuen Stallbauten beweisen dies ebenso wie Stallumbauten, die gerade zu dem Zwecke, mehr Licht und Luft in die Ställe hereinzulassen, durchgeführt wurden und noch durchgeführt werden. In engen Dörfern, teilweise auch in den auch in diesen Fällen, in denen eine verstärkte Licht- und Luftzufuhr für die Tiere gerade besonders wichtig ist, jetzt fist fr“:“: Oie Mädchen ans der Burgflraße Roman von Hilde K Lest. diese Enge der Verhältnisse entstanden ist, so wjrd man bei einigem Nachdenken zu dem Ergebnis kommen, daß es in vielen Fällen die Erbteilungen waren, die ständigdenGrundbesitzund die Ackernahrung schmälerten. Große Bauernhöfe sind in unseren Dörfern durchaus nicht dos Uebliche, sondern in den meisten Dörfern wird das Erscheinungsbild vom kleinbäuerlichen Besitz bestimmt. Es gibt manches Dorf in unserer Heimat, das keinen Erbhof zu verzeichnen hat, da die volle Ackernahrung nicht gegeben ist. Sicherlich ist dem Kleinbauern die Unterbringung seiner Hausund Nutztiere nicht gleich- Wer die Art kennt, in der sich in vielen Dörfern unserer Heimat die Häuser und Häuschen auf kleinem Raume dicht zusammendrängen, kann sich davon überzeugen, daß schon die Lebensbedingungen mancher Menschen — was Luft und Licht anbelangt — nicht sonderlich günstig sein können. In vielen Winkeln stehen die Gebäudeteile zueinander, beengen sich gegenseitig, machen sich Licht und Luft streitig, wenige und kleine Fenster teilen die Mauerflächen auf. Unter solchen Umständen kann es nicht anders sein, daß auch das Tier häufig viel von dem entbehren muß, was ihm dienlich wäre. Wenn man nach Genehmigung soll nur dann erteilt werden, wenn auch das Nachbargrundstück landwirtschaftlichen Zwecken dient, die werden, daß in unseren oberhessischen Dörfern der mustergültige Stall ausgerechnet in den kleinsten Hofieiten zu finden wäre. gültig. Er sieht sich aber in den meisten Fällen außerstande, die Verhältnisse grundlegend ändern zu können. Der enge Raum weist ihn in die Grenzen, ganz abgesehen von der Kostenfrage für einen Stallneubau oder einen großzügigen Umbau. Es steht aber anderseits außer Frage, daß auch durch geringfügig erscheinende Arbeiten doch wertvolle Verbesserungen oorgenommen werden könnten. Oftmals würde es ein Lüftungsschacht im Stalle tun, oder die Vergrößerung eines Fensters. In größeren landwirtschaftlichen Betrieben, in den Hofgütern, liegen die Kleinstädten, traten diesen Bestrebungen aber Widerstände entgegen, die zu beseitigen nicht immer im Bereiche des Bauern oder Landwirts lagen. Diese sind nun durch eine Verordnung über die Belichtung und Belüftung von tztallup- gen landwirtschaftlicher Betriebe zum Teil beiseite geräumt. Danach kann die Baupolizeibehörde (Baugenehmigungsbehörde) für bestehende Stallungen die Erlaubnis erteilen, daß die für eine ausreichende Belichtung und Belüftung erforderlichen Oeffnungen auch in den Umfassungswänden angebracht werden, die an oder in der Nähe der Nachbargrenze stehen, vorausgesetzt, daß sie sich nicht anderweitig zuzwingen und glücklich leuchten zu sehen. Sie wandte sich triumphierend an ihren Sohn. * „Das kommt davon, wenn man ohne seine Mutter handelt! Nun, du sollst sehen, daß deine Mutter dir nicht hindernd im Wege steht. Ganz im Gegenteil: sie wird dir helfen. Du sollst dein Mädel haben! „Aber das liegt doch alles nicht an uns. Und überhaupt..." sagte der Sohn verzweifelt. „Du irrst!" rief die Mutter, und ihre Stimme hatte wieder den Befehlston der geborenen von Plittwitz, „jetzt liegt alles an mir!" VII. Für Karl Viereck verlief die Fahn durch Städtchen, Dörfer und Klöster des deutschen Südens schöner als er sie sich vorgestellt hatte. Er war bis dahin der Meinung gewesen, Kunst sei etwas, womit man ihn „jagen" könne. Bei dieser Meinung wäre es freilich auch geblieben, wenn er der kunst- beflissenen Tätigkeit des Professor Mollwltz und seiner Assistentin, des Fräulein cand. phil. Carla Lenz hätte obliegen müssen. Hatte der Wagen, von Vierecks kundiger Hand über Holzwege, 'Wasserrinnsale und Lehmgehänge geführt auf solch verschlungenen Pfaden etwa ein entlegenes Klofterkirchlein des südlichen Schwarzwalds erreicht, so fanden die beiden Passagiere gar nicht die Zeit, die romantische Lage dieses Kirchleins, seinen windschiefen Glockenturm, die vielhundertjährigen Rosenftöcke im alten Kirchgarten zu bewundern. Mollwitz stürzte sich mit einer Eilfertigkeit, die man dem Schweden gar nicht zugetraut hätte, ins Kircheninnere, hinter den Altar, in modrige Katakomben, in Anbauten, die langst als Hühnerstall dienten und für Mollwltz doch ungeheure Schätze zu bergen schienen. Ja, Carla mußte ihm auf gefährlichen Pfaden auf den Kirchboden folgen und die entsetzliche Angst überwinden, die alle Frauen befällt, wenn sie im Dunkeln mit dem Kopf an hängende, schlafende Fledermäuse stoßen und dem aufgeschreckten Nachttier klagende Pieps- laute entlocken. Dann kratzte Mollwitz wohl den jahrhundertealten Taubenmist von einer alten Säule ober einem außer Dienst befindlichen fieiligen, er fertigte im Licht der Taschenlampen Zeichnungen an ober bie Blitzlichter künbeten den in Ehren und ohne Störung ergrauten Fledermausgroßoätern so „Gewiß", sagte Lisbeth und fugte hinzu: „Herzlichen Glückwunsch zu Ihrem Entschluß, gnädige Frau!" Dann eilte sie in langen Schritten auf die Straße, in Furcht, sie könnte vielleicht Zeugin einer Familienszene werden. Als die Justizrätin in des Assessors Zimmer trat, sanken sie sich wortlos in die Arme. Sie hatten es beide nicht gelernt, Gefühle in Worten auszudrucken und es schickte sich Ewhl auch nicht. Aber Mutter und Sohn bleiben allemal Mutter und Sohn, mögen falsche Erziehungsgrundsätze auch an beiden ge- ünbigt haben. Tränen standen m ihren Augen, erst nach langer Zeit brach die Mutter das schwelgen. ,Vater weiß noch nichts", sagte sie und wie zur Entschuldigung: „Du weißt, Vater ist so eigen... Dann ließ sie ihre Blicke durch den kleinen Raum schweifen und zum Fenster hinaus, auf die Z.nnen be5 Schlosses, worauf die eonne grüngoldene b'^KSentNch ist °s doch recht hübsch hier, " sagte «„"prftaunt sie hatte sich die B-Haulrmg des verlorenen Sohnes offenbar schrecklich HM ihr Blick auf den gedeckten staneen|n) vev Lors und auf den Napfkuchen, das Werk non Mutter Lenzens Händen, das den Raum mit f hch nd en r en I rb sie on ich en, im mb j ;ll- um | r- its- des jes« ü r ellt ;; erg ien i 'ch- au» ' ,! hen er । rbe ürz t j 933 ien. L ier« ! hen >rt. , Ar. ■ Ad. . um nen. f tigt, , den 1 arze । reif» Lats« be» ' 'ffen , i m !j >llen 1 nach ers, fest- fön« i iben ' aber ! roße älke. ittag nts iftabt lajor »ber« will« ihre tstzen Inter bie :ben, , über der - renb n. pii n» i orps die ein Dauben iehr- n e r steht, können die Tiere sogar springen soviel fie wollen. Gegenwärtig erscheinen die Schafe der Herde des Hofgutes Utphe recht fchmalleibig. Sie find vor kurzem geschoren worden. Was hier vom Hofgut Utphe gesagt ist, hat sicherlich auch für manchen anderen größeren landwirtschaftlichen Betrieb in unserer Heimat Geltung. Da sind das gut geleitete Fürstliche Hofgut Lich, die Hofgüter Kolnhausen bei Lich, Friedelhausen, Heibertshausen, Winnerod, Hof-Güll, Neuhof bei Leihgestern und da ist schließlich auch das Tier^ucht- institut Oberer Hardthof (Umversität Gießen), in denen überall. der Stallhaltung großzügige Aufmerksamkeit gewidmet wird. Für das Tierzucht- institut Oberer Hardthof wurde vor einiger Zeit ein vorbildlicher Schweinestall gebaut, der seines- aleichen wohl nur noch im Stall des Ernährungs- yilfswerkes am Gleiberger Weg hat. In allen diesen größeren Betrieben ist die Tierhaltung nicht denkbar ohne die Weide, ohne den Auslauf, lieber die Bedeutung der Weide braucht an dieser Stelle kaum etwas gesagt zu werden. Erfreulich ist es, daß man in vielen Gemeinden unserer Heimat dazu übergeganaen ist, in enger Zusammenarbeit der Dorfgemeinschaft I u n g v i e h- weiden zu schaffen, die allen Tierhaltern zugute kommen. Für den Bauern und Landwirt gilt es, neben den vielen Aufgaben, denen er sich zu widmen hat, in höherem völkischem Interesse auch der Stallhaltung seiner Nutztiere alle Aufmerksamkeit zuzuwenden. Jeder Bauer sollte bemüht sein, für die Verhältnisse in den Ställen seiner Hofreite auf Verbesserungen zu sinnen und sie tatkräftig durchzuführen. Der Lohn — höherer Ertrag — wird nicht ausbleiben, auch wenn die Vorteile nicht sofort offensichtlich zutage treten. N. §JL-'Svort General von Reichenau IOK.-Mitglieb. Nach dem Ausscheiden von Exz. Lewald aus dem Internationalen Olympischen Komitee (IOK.) wurde jetzt auf brieflichem Wege General von Reichenau (Oberkommandierender der Gruppe IV) als dritter deutscher Vertreter vom Präsidenten des IOK. bestätigt. Bei der Anfang Mai in Kairo stattfindenden Tagung des IOK. wird Deutschland durch das Vorstandsmitglied des Vollzugsausschusses Dr. Ritter von Halt, Herzog Adolf Friedrich von Mecklenburg und General von Reichenau vertteten sein. Die Zuverläffigkeitsfahrt der Krastfahrzeug-Winterprüfung. Am Freitagmorgen wurde in Altenberg die Zü- verlässigkeitsfahrt zur Kraftfahrzeug - Winterprüfung in Angriff genommen. Die Krafträder und Lastkraftwagen wurden über die Nordoststrecke geschickt, während die Personenkraftwagen die Südwest-Strecke zu erledigen hatten. Arn Samstag werden dann die beiden Strecken für die einzelnen Gruppen entsprechend gewechselt. Die Schwierigkeiten des ersten Teiles der Zuverlässigkeitsprüfung lagen weniger in der Eigenart des Geländes als in der Beschaffenheit der Straßen, die teilweise schneefrei waren, dann aber wieder ohne Schneeketten einfach nicht besahen werden konnten^ Dazu kam, daß der dichte Nebel nur eine Sicht von 100 Meter gestattete und so außerordentlich vorsichtig gefahren werden mußte. Die hierbei entstandenen Zeitverluste konnten auch später, als in den tieferen Lagen bessere Sicht herrschte, durch „Aufürehen" nicht' mehr aufgeholt werden, da hier die Sollzeit ohnehin schon sehr knapp bemessen war. So gab es für viele Teilnehmer Strafpunkte und auch Ausfälle waren nicht zu vermeiden, wenn auch der größte Teil der Maschinen ordnungsgemäß das Ziel erreichte. Besonders zeitraubend war das Auf- und Abmontieren der Schneeketten zumal die Zeit bei allen Fahrern mehr als knapp war. Bei den Personenkraftwagen schieden die Mannschaften der NSKK.-Motorgruppe Hessen und Berlin sowie der Reichspost aus. Von den Motorradfahrern ist der Ausfall der HJ.-Mannschaft des Gebietes Berlin zu melden und der bekannte Rennfahrer Fleischmann (NSU.) zog sich zwei Strafpunkte zu. Die deutschen und Wehrmacht- Gkimeisterschasten eröffnet. Die deutschen und Wehrrnacht-Skirneisterschaften 1938 wurden am Freitagnachmittag auf dem mit frischem Tannengrün, Girlanden und Fahnen reich geschmückten Marktplatz von Neustadt im Schwarzwald eröffnet. Unter den Klängen des Musikzuges vom JR. Freiburg wurden die Flaggen des Reiches, der Wehrmacht und des Reichsbundes für Leibesübungen an den Masten gehißt. Anschließend eröffnete Reichsfachamtsleiter Gustav Rae - ther mit dem „Sieg Heil!" auf den Führer und Reichskanzler die Titelkämpfe und mit den Liedern der Nation klang die kurze, aber würdige Feier aus. Deutsche Amaleur-Straßeumeisterschast 1938 wird in Gießen dnrchgesnhrt. Der Gießener Radfahrerverein von 18 8 5 hatte es vor kurzer Zeit unternommen, sich bei der Leitung des Deutschen Radfahrerverbandes um die Durchführung der Deutschen Amateurstraßenmeisterschaft zu bemühen. Die Bemühungen waren von Erfolg begleitet. Dem Verein wurde die Durchführung der Deutschen Amateur-Straßen- meisterschaft übertragen! Für den Gießener Radfahrerverein von 1885 bedeutet diese Zusage eine große und lobende Anerkennung seiner bisherigen eifrigen radsportlichen Tätigkeit, gleichzeitig aber auch einen Ausdruck des Vertrauens. Zum ersten- mal wird ein Rennen dieser Art nicht von der Großstadt ausgerichtet. Die vorjährige Meisterschaft wurde in Düsseldorf ausgetragen. Das große und entscheidende Rennen um die Ehre des Deutschen Straßenmeisters wird am 7. August 19 3 8 gestartet werden. Es wird über 233 Kilometer führen. Die ganze deutsche Sonderklasse ist am Start zu erwarten. Zahlreiche Freunde des Radsportes werden aus allen Teilen des Reiches nach Gießen kommen. Es ist zu erwarten, daßchie Austragung der Deutschen Amateur-Straßenmeisterschaft ein sportliches Ereignis ersten Ranges werden wird. Die Vorarbeiten für die große Veranstaltung sind bereits im Gange. Der Radfahrerverein von 1885, der durch alle feine bisherigen Veranstaltungen bewiesen hat, daß er imstande ist,, große Rennen völlig einwandfrei durchzuführen, wird alles tun, um dieses Sportereignis zu einem großen ideellen Erfolg werden zu lassen. Die Gesamtleitung des Rennens liegt in August Deibels bewährten Händen. Ihm stehen viele treue Mitarbeiter zur Seite. Die Strecke für das große Rennen liegt bereits fest. Es wird die gleiche Strecke gefahren, wie im Vorjahre zum „Großen Straßenpreis von Gießen". Die Strecke führt von Gießen über Reiskirchen — Grünberg — Beltershain — Geilshausen — Oden- Hausen — Kesselbach — Allendorf (Lumda) — Treis (Lumda) — Mainzlar — Staufenberg — Lollar — Gießen. Die Runde ist viermal zu fahren. * Der Gießener Raidfahrerverein von 1883 hat für das Jahr 1938 ferner folgende Veranstaltungen vorgesehen: 8. Mai: 1. Bahnradrennen; 22. Mai: Bezirksrennen über 50 Kilometer; 26. Juni: Großer Straßenpreis von Gießen; 28. August: 2. Bahnradrennen. Die Spiele der Iußball-Vezirksklaffe Gießen. Butzbach — Steinberg Burg — Bisfenberg Naunheim — Sinn Lollar — Wetzlar Nach der Pause vom 30. Januar werden die Spiele in der Bezirksklasse am Sonntag wieder in vollem Umfange fortgesetzt. Der Gang der Teutonen nach Butzbach dürfte sich etwas schwieriger gestalten, denn nachdem die Butzbacher den überraschenden Sieg gegen Wetzlar errungen haben, hat sich ihr Selbstvertrauen wieder stark entwickelt. Bissenberg hat in Burg seinen Vorspielsieg zu verteidigen. Inwieweit dies möglich ist, bleibt abzuwarten, da beide Mannschaften in ihrer Spielstärke nachgelassen haben. Die schwerste Aufgabe hat der BC. Sinn in Naunheim vor sich. Geht den ©Innern im Falle einer Niederlage der dritte Tabellenplatz auch nicht verloren, die Hoffnungen auf mehr — und es sind nicht wenige, die man sich in Sinn macht — dürften damit endgültig vorbei sein. Lollar empfängt den Sportverein Wetzlar, den sie beim Vorspiel bald an den Rand einer Niederlage gebracht hatten. Lollar I — Wetzlar I. Die Lollarer haben am morgigen Sonntag den zweiten Tabellenführer Sportverein 05 Wetzlar zu Gast. Anfangs der Spielserie konnten die Gäste alle Begegnungen mit einem Sieg für sich abschließen. Nachdem 1900 Gießen ihren Siegeslauf unterbunden hatte, kam in die Reihen der Domstädter eine Unsicherheit, von der sie anscheinend immer noch nicht ganz befreit sind. So mußten sie schon verschiedene Male die Punkte einbüßen. Das dürfte den Gästen gerade den Ansporn geben, um gegen ihren morgigen Gegner wieder mit vollen Segeln aufzufahren. Dagegen besteht im Lager der Lollarer wenig Hoffnung auf einen befriedigenden Ausgang. Außer gegen Steindorf war es den Lollarern trotz mehrfacher Gelegenheit, selbst auf eigenem Platze noch nicht gelungen, wieder einen Sieg an ihre Farben zu bringen. Trotzdem die Lollarer Els im Vorspiel, spielerisch gesehen, zu ihrer schönsten Leistung aufgelaufen war, mußte sie, allerdings in der zweiten Halbzeit nur mit 10 Mann spielend, eine 5:3-Niederlage hinnehmen. Wenn die Platzbesitzer sich wieder zu der damaligen Form aufschwingen können und sich die gleiche Spielweise aneignen, so werden sie den Gästen doch einigen Widerstand zu leisten wissen. Die Els wird voraussichtlich in der Aufstellung wie gegen Bissenberg das Spiel bestreiten. Lollar Jgd. — VfL. 60 Marburg Jgd. Obige Jugendmannschaften stehen sich in einem Freundschaftsspiel gegenüber. Watzenborn-Steinberg I — Butzbach I. Morgen bestreitet die erste Els der Teutonen bas erste Spiel feit dem Großkampf gegen 1900. Es bleibt abzuwarten, wie sich die lange Pause auf die Spieler ausgewirkt hat. Butzbach galt bis vor kurzem noch als Abstiegskandidat, aber der überraschende Sieg über Wetzlar läßt aufhorchen. Durch Neuerwerbungen von Soldaten hat ..die Mannschaft an Schlagkraft erheblich gewonnen. In den seitherigen Kämpfen siegte meistens Steinberg. Das Vorspiel gewannen die Teutonen nur knapp mit 3:2. Butzbach will nun unter allen Umständen gewinnen, um erstens der Abstiegsgefahr zu, entrinnen und zweitens die im Vorspiel erlittene Niederlage wettmachen. Ob bas natürlich gelingt, bleibt abzuwarten. Steinberg hat seine Spielstärke erheblich verbessert. Wenn bie Steinberger komplett antreten können unb mit Leistungen wie gegen Wetzlar und 1900 aufwarten, bann bürste ein schöner Kampf zu erwarten sein. Alle übrigen Mannschaften finb spielfrei. 1900 — 2./3R. 116. Die Blau-Weißen benutzen den spielfreien Sonntag zu einem Spiel gegen die Mannschaft der 2. Kompanie des Infanterie-Regiments 116. Damit unternimmt die 2. Kompanie als erste den Versuch, mit einer Kompanie-Mannschaft an die Öffentlichkeit zu treten, nachdem es bisher Mannschaften der einzelnen Bataillone, des Regiments ober bes Stanborts waren, die mit 1900 Spielabschlüsse tätigten. Die Annahme, daß dies vielleicht ein Wagnis der „Zweiten" sein könnte, trifft nicht aanz zu. Denn wer über Spieler wie Horn (03 Kassel), Schultheis (Wachenbuchen), Pankok, Lippert, Hormel, Möller (alle 1900), Rüger (Langenselbold) usw. verfügt, ist in der Lage, ein Gebilde zustande zu bringen, das entsprechendes Können verbürgt. Die Blau-Weißen, die vorgenannte Spieler ersetzen, treten mit Rahn, Zeiler, Löbsack, Erhard, Quick, Lehrmund, Schellhaas, Bergmann, Koch, Sack, Heuser an. Nach dem Ausfall des Spieles gegen Butzbach bietet sich damit gleichzeitig eine Gelegenheit, die Umbesetzung in der Läuferreihe unb Die Eingliederung Sacks im Sturm einer nochmaligen Prüfung zu unterziehen, denn am nächsten Sonntag im Spiel gegen Wetzlar dürfte es mit dem Probieren zu spät sein. , Fußball der Kreisklaffen. 1. Preisklasse. Großen-Buseck 1. — SA. -Kampfgemein s ch a f t Gießen 1. Beim Vorspiel verloren die Großen-Busecker knapp. Auf eigenem Platze werden sie sich wohl bie Punkte nicht nehmen lassen. Heuchelheim — R o d h e i m. Die Spiele zwischen Heuchelheim und Rodheim waren von jeher spannend, man rechnet mit einem Siege der Platzbesitzer. Klein-Linden — Wieset Mit 3:1 Toren konnten bie Wiesecker bas Vorspiel für sich entscheiden. Auch dieses Mal werden sich bie Wiesecker anstrengen und bie Punkte mit nach Hause nehmen. VfB.-Reichsbahn Gießen 1. — Alten- B u s e ck. Das Spiel sollten die VfB.er gewinnen, zumal auf eigenem Platze VfB. -Reichsbahn Gießen 2. — Garbenteich 1. Wenn die VfB.er bas Vorspiel in Garbenteich knapp verlieren mußten, so werden sie auf eigenem Platze den Garbenteichern keine Punkte hergeben. 2. krelsklasse. Oppenrod — Geilshausen. Das Vorspiel wies viele Tore auf beiden Seiten auf: 8:4 für Geilshausen! Den Gästen rogre ein Sieg auf fremdem Platze zuzutrauen. Göbelnrod — Lehnheim. Die Göbelnroder werden sich anstrengen, um nicht wieder, wie beim Vorspiel, bie Punkte hergeben zu müssen. Treis — Grünberg. Die Treiser werden den Grünbergern kaum Punkte ablassen. VfB.-R. Gießen 3. — Allendorf. Die VfB.er werden ohne weiteres das Spiel für sich entscheiden. Saubringen 1. — Heuchelheim 2. Die Heuchelheimer werden in Daubringen nichts zu bestellen haben, da das Vorspiel in Heuchelheim schon 4:0 für Saubringen gewonnen wurde. Wißmar- 1. — SA.-Kampfgemeinschaf t Gießen 2. Sie Wißmarei' sind als gute Mannschaft bekannt, und die SA.-Mannschaft wird sich in Wißmar keine Punkte holen können. Am kommenden Sonntag beginnen in den Kreisklassen die ersten Spiele um den Tschammer-Pokal. Im politischen Kreise Gießen ist das einzige Tressen: Steinbach — Sportfreunde Wetzlar. Sie Sportfreunde Wetzlar sind als spielstarke Mannschaft bekannt, und die Steinbacher werden sich sehr an« strengen müssen, wenn sie nicht gleich am ersten Sonntag ausscheiden wollen. VfV.-R. I — Tv. Alten-Vuseck I. Zum Rückspiel wird auf dem Waldsportplatz bie Elf aus Alten-Buseck erwartet. Im Vorspiel konnten bie Grünweißen gegen eine geschwächte Platzelf einen Sieg erringen. Sie Gäste haben aber inzwischen ihre alte Mannschaft roieber zur Stelle unb haben sich ben zweiten Tabellenplatz gesichert. Sii Mannschaft ist sehr schußfreubig und an allen Punkten gut besetzt. Sie Platzherren, bie zwar schon Meister ihrer Gruppe geworben sind, haben sich bas Ziel gesteckt, bie Serie ungeschlagen zu beenden; bas sollte ihnen auch gelingen. Vordem Spiel ber ersten Mannschaft tritt bie Reserve auf ben Plan. Gegner ist bie Elf von Garbenteich, bie es seinerzeit fertigbrachte, bie Grün- weißen erstmalig zu schlagen. Aus biefem Grunbe hat bie Elf bes VfB.-R. nichts zu verschenken, benn bei einem Punktverlust wäre bie. Meisterschaft verloren. ' Sie dritte Elf erwartet zum Freundschaftsspiel die Turner aus Allepdorf. Sen Gästen, bie lange ausgesetzt haben, fehlt noch Erfahrung. Aus biefem Grunbe ist man geneigt, den Grünweißen einen Sieg zuzutrauen. Großen-Buseck I — SA.-Kampfgemeinschaft I. In Großen-Buseck wird es am fommenben Sonntag zu einem spannenden Kampf zwischen obigen Mannschaften kommen. Im Vorspiel in Gießen war bie SA. glücklicher Sieger. 3:2 lautete bas Ergebnis. In Großen-Buseck werben die Einheimischen sehr um den Sieg bemüht sein. Sa die Gastgeber mit kompletter Mannschaft antreten, wird es der SA. schwerfallen, ein günstiges Ergebnis zu erzielen. Ein Unentschieden wäre schon ein Erfolg für die SA. Wißmar I — SA II. In Wißmar hat die zweite Mannschaft der SA. eine Vorspielniederlage wettzumachen. Ob es ihr gelingt, ist fraglich. Ein knapper Sieg ber Wiß- marer ist zu erwarten. Klein-Linden I — Wieseck I. Am Sonntag empfängt Klein-LindeN die Mannschaft von Wieseck zum fälligen Verbanbsspiel. Sas Vorspiel konnte Wieseck gewinnen. Wenn sich aber Klein-Linben anstrengt, ist es nicht unmöglich, baß die Punkte ihm zufallen. 1. Jgd. Klein-Linden — 1. Jgd. Großen-Linden 1.8 (1:5). Am verflossenen Sonntag wurde an Stelle bes ursprünglich angesetzten Verbandsspieles mit dem Gruppenmeister Großen-Linden ein Freundschaftsspiel ausgetragen. Sank ihrer körperlichen lieber« legenheit konnten die Gäste einen hohen Sieg erringen. ' Die Reichs-MnierspoMlnpfe der HI I m M M M WM ■J Sie Hitler-Jugend führte jetzt ihre Reichswintersportkämpfe in Garmisch-Partenkirchen durch. Sie beste deutsche Jugend steht hier im Wettkampf des weißen Sports. (Presse-Bild-Zentrale-M.) Am Freitagmorgen wurden die Reichs-Winter- sportkämpfe der HI. mit dem Torlauf des B S M. auf dem Hang neben dem Olympia-Skistadion in Garmisch - Partenkirchen fortgesetzt. 56 Mädel fanden sich unter Führung der Münchnerin Lisl Hoferer am Gudiberg ein. Mit 58 Sekunden erzielte die Münchenerin die Tagesbestzeit unb auch ber Endsieg war ihr nicht zu nehmen, obgleich sie im zweiten Lauf um 7 Sekunden langsamer war. Mit Ausnahme von zwei Vertikaltoren war bie Strecke nicht allzu schwer. Ser am Morgen bebeckte Himmel hellte sich gegen Mittag auf, als mit dem Springen der HI. in zwei Klassen auf der Kleinen Olympiaschanze begonnen wurde. Unter den insgesamt 65 Teilnehmern gab es ganz ausgezeichnete Sprungläufer, wurden doch von einigen Hitlerjungen Weiten erzielt, die nahe an bie Leistungen ber Senioren herankamen. Auf ben ersten Platz kamen Matthias Ostler (Hochland) unb Walter Koch (Bayrische Ostmark) mit Sprüngen von je zweimal 46 Meter. Eiskunstläufen des BD2N. beendet. Sie Wintersonne ließ das Werdenfelser Land im schönsten Licht erstrahlen, als am Nachmittag in Anwesenheit bes Reichsjugenbführers und bes Reichssportführers die Entscheidung im Kunstlaufen bes BSM. im Olympia-Eisstadion fiel. Sie 34 Mädel liefen durchweg prächtig und kämpften wie die Alten um die Gunst der Punktrichter und rund 3000 Zuschauer. Sie an ber Spitze ber Wertung stehenden Bewerberinnen wiesen ein gut aufgebautes Programm auf. Ser Sieg fiel an die sehr gut laufende Ruth Stettner (Franken), bie flottes Tempo zeigte unb alle Schwierigkeiten, bie sie bewältigen konnte, in bie Zweiminuten-Kür aufgenommen hatte. Sie beste Haltung war bei der zweiten Preisträgerin, der Münchenerin Lucie Merz, zu bewundern. Der Torlaus der HI. Zu gleicher Zeit wurde auf dem Gudiberg ber Torlauf ber H I. in ben Klassen 1 unb 2 durch- geführt. Es war im wesentlichen die gleiche Strecke, wie sie am Vormittag vom BSM. benutzt worden war, nur ber Schwierigkeitsgrad an verschiedenen Stellen würbe erhöhte In beiden Klassen setzten sich bie gleichen Läufer burch, bie am Donnerstag bereits im Abfahrtslauf tonangebend waren. So siegte in Klasse 1 Ernst Lang (Hochland), ber für beide Läufe 1:19,5 Min. betätigte, während in Klasse 2 Martin Ostier (Hochland) mit 1:37,3 bie beste Zeit herausfuhr. Kunst und Wissenschaft. Frühjahrsneuerscheinungen bes Verlages Eotta. Ser Verlag Cotta in Suttgart kündigt folgende Neuerscheinungen an: „Sie Sichter der Deut» s ch e n", 1. Folge. Eine neuartige Reihe von Biographien großer deutscher Sichter der Vergangenheit, geschaffen von führenden Sichtern der Gegenwart. Sie Reihe wird unter Mitwirkung der Deutschen Akademie in München herausgegeben und bringt zunächst: Hermann Claudius, „Matthias Claudius ; Friedrich Griese, „Fritz Reuter"; Robert Hohlbaum, „Grillparzer"; Edgar Maaß, „Lessing"; Josef Magnus Wehner, „Hebbel". — Zwei Nooellen- bände: Hans Leip, „Begegnung zur Nacht", Geschichten von Küsten und Häfen mit Federzeichnungen des Verfassers, und zum 50. Geburtstag von Alfons von Czibulka einen Novellenband mit Federzeichnungen von Fritz Busse. „Meister Firnholzer", ein Roman ber Münchner Dichterin Mar--» Zierer-Steinmüller. — Der wissenschaftliche Verlag bringt ben neuen Band von Johannes Hallers großem Werk „Das Papsttum": „Die Vollendung"; ferner eine bis zur Gegenwart geführte „Kurze deutsche Musikgeschichte" von Hans Joachim Mojer. Die Sonderstellung des Deutschen Winterhilsswerks. Don unserer Berliner Schristleiiung. Wenn es uns Deutschen auch begreiflich erscheint, daß man im Ausland, das die ungeheuren Erfolge der bisherigen Winterhilfswerke noch gut lm Gedächtnis hat, aufmerksam verfolgt, so wird umgekehrt vielleicht mancher Deutscher fragen ob denn das Ausland diesem deutschen Wohlfahrtswerk wirklich nichts Gleichartiges an die Seite zu stellen hat? Vielleicht, so wird mancher bei sich denken, wissen wir Deutsche gar nicht, daß es in einem, wenn auch weit entfernten Lande der Erde eine Art Winterhilfswerk gibt, das dem -deutschen ähnelt? Darauf ist zu antworten, daß es in keinem Leit' der Welt eine Wohlfahrtseinrichtung gibt, die irgendwie dem deutschen Winterhilfswerk gleicht. Hartnäckige Frager werden dennoch einwenden wollen: Woher wissen wir Deutschen so genau, daß dies nicht der Fall ift‘> Smü wir so eingehend über die Wohlfahrtseinrich- tungen der Welt unterrichtet? Wir sind es ! Wer auch nur ein einziges Mal einen kurzen Besuch im „W o h l f a h r t s h a u s" das in Berlin gegenüber dem Schloß Monbijou in der Oranienburger Straße (nahe dem Bahnhof Börse) gelegen ist, gemacht hat, der wird alsbald erfahren haben, daß es weder in der alten noch in der neuen Welt einen Staat gibt, der so gut über alle Vorgänge auf dem Gebiet der Wohlfahrt unterrichtet ist wie eben der deutsche. In diesem Haus der Wohlfahrt nämlich hat die Hauptstelle „Forschung und Archiv" des Hauptamts für Volkswohlfahrt in der Reichsleitung der NSDAP ihren Sitz. Und dieses Archiv — das kann ohne Ueber- treibung gesagt werden — ist allwissend. In diesem Archiv, das seit dem Jahre 1935 besteht, und von dem Hauptschriftleiter W. Reher geleitet wird, aibt nicht nur eine reichhaltige, lückenlose Bücherei Auskunft über alle Wohlfahrtseinrichtungen der Erde (und ihre verwandten Gebiete), sondern auch ein Archiv von über 500 Fachzeitschriften und über zwei Millionen Zeitungsausschnitten. ho??1! ,u^Q^nb und wie weit in die Derganaen- ^rdiiD ld,Cnb Unb ^gleich griffbereit dteses ber^O-^hrrpi?1 £UVm deines Beispiel. Als bei RückbljO/Ä le^r. Berlins im August d. I. auch" ein k xUbeJ~ bie Berliner Wohlfahrtspflege feit Bestehen der Stadt erscheinen sollte, bedurfte es nur ?rif!ex in ben -zuständigen" Kartei- mif hi» ^Rblr T^el der zahlreichen Bücher, die sich wUbn . ®erhner Wohlfahrtspflege beziehen, ab- b "ur ®enigcr weiterer Griffe, um diese „ uchler aus dem Bestände der Bücherei zur Durch- sicht bereit zu legen. Dabei nahmen, wie der Augenschein lehrte, die Karteikarten der Berliner Wohlfahrtspflege trotz ihres großen Umfanges nur einen kleinen Teil der Archivkäften ein, da diese Kasten auch die Karteikarten des übrigen Deutschland enthalten! In ganz ähnlicher Weise unterrichtet das Archiv über die Wohlfahrtseinrichtungen des Auslan- b es, fei es der Gegenwart, fei es der Vergangenheit. Welchen wissenschaftlichen, volkswirtschaftlichen und politischen Wert die Hauptstelle „Forschung und Archiv der NSV. besitzt, ist heute noch gar nicht abzuschätzen, da wir — übrigens als einziger Kulturstaat der Welt — erst am Beginn der Wissenschaft „Volkswohlfahrt" stehen. Das eine aber er- gibt sich für jeden Besucher dieser Forschungsstelle ohne weiteres, daß es seine Richtigkeit mit der Behauptung hat, daß es keinen Staat in der Welt gibt, der eine ähnliche Volkswohlfahrtsarbeit in Angriff genommen hat oder gar schon besitzt, die dem deutschen Winterhilfswerk auch nur zu einem bescheidenen Teil gleicht. Wüßten wir also nicht bereits, daß überhaupt erst nationalsozialistische Welt- anschauung, nationalsozialistischer Tatwille und nationalsozialistische Opferbereitschaft fähig waren, dieses Wunderwerk oolklicher Wohlfahrtshilfe erstehen zu lassen, so würde uns Forschung und Archiv der deutschen Volkswohlfahrt klipp und klar beweisen, daß das deutsche Winterhilfswerk in der Tat eine S o n d e r st e l l u n g in der Welt einnimmt, auf die wir Deutsche mit Recht stolz sein dürfen. Sprechstunden der Redaktion. 11.30 bis 12.30 Uhr, 16 bis 17 Uhr. Samstognach» mittag geschloffen. Was ist jetzt im Vogelschutz zu tun? Don Or. Joachim Steinbacher. Noch ist der Winter nicht überwunden. Trotz mancher verregneter oder frühlingshaft schöner Tage müssen wir noch mit Frost und Schnee rechnen. Darüber täuschen uns weder die Hellen Rufe der Meisen und Grünfinken, die Gesänge der Amseln und Stare, noch die saftoollen Knospen der Bäume und Sträucher hinweg. Das müssen wir unstm Hinblick auf die Dogelschutzarbeit vor Augen halten, die jetzt in der Zeit zwischen Winter und Frühling doppelte Aufmerksamkeit erfordert und nach zwei Richtungen hin zu wirken hat; für die Gegenwart und Zukunst. Zunächst die Gegenwart. Es ist klar, daß wir bei frühlingsmähigem Wetter die W i n t e r f ü t t e- r u n g nicht mehr versorgen, ob wir uns noch so sehr an das bunte Leben und Treiben, das dort herrschte, gewöhnt und uns daran erfreut haben. Denn gerade die Vögel, denen wir damit vor allem helfen wollen, die Meisen usw., gehen dann lieber zur Naturnahrung zurück. Dagegen werden sich die unerwünschten Sperlinge, die übermäßig häufigen Grünfinken und in Gärten oft so lästigen Amseln diese Gelegenheit zum Schmarotzen nicht entgehen lassen. Damit schädigt man sich also selbst. Denn der Schaden dieser Vögel in Gärten und Parks überwiegt ihren Nutzen bei weitem. Anderseits heißt es aber, gerade jetzt den Zeitpunkt nicht verpaffen," wenn plötzlich eintretender Frost und Schneefall alle natürlichen Nahrungsquellen versiegen lassen. Dann muß sofort wieder mit der Fütterung begonnen werden, soll die Hilfe nicht zu' spät kommen. Und dann vor allem keine Abfälle füttern, sondern Abfall- fett und Körner jeder Art (Hanf, Rüb- samen, Mohn, Sonnenblumenkerne usw.), und zwar an k a tz e n s i ch e r e n Plätzen. Die Katzen haben bekanntlich gerade ihre „hohe Zeit", wie ihre nächtlichen Konzerte überall beweisen. Sie streichen deshalb mehr als sonst umher, und vor ihnen gilt es die Vögel besonders zu schützen. Das Gesetz schreibt bekanntlich lebendiges Abliefern jeder gefangenen fremden Katze an den Eigentümer oder die Polizei vor. Also nicht übereilt und eigenmächtig handeln, und auch eine Katze nicht für ihre Natur und die mangelnde Aufsicht ihres Besitzers verantwortlich machen. Nun einige Worte über die Sorge für die Zukunft. Es ist jetzt die beste Zeit, um künstliche Nistgelegenheiten zu schaffen, Nistkästen oder Vruthöhlen überall dort anzubringen, wo es an natürlichen Hohlräumen fehlt. Das wird in den meisten Gärten und Parks der Fall sein, wo hohle Bäume oder verfaulte Aeste längst nicht den Anforderungen der vielen Höhlen- oder Halbhöhlenbrüter unter unseren Vögeln (alle Meisen, Rotschwänze, Fliegenschnäpper, Stare usw.) genügen. Das häufige Brüten in Briefkästen, Dachrinnen und alten ^Pumpenröhren legt davon Zeugnis ab. Die bekanntesten und wohl auch die besten Nisthöhlen sind die von Freiherrn von Berlepsch den Spechthöhlen nachgebildeten. Aber so anspruchsvoll sind die Vögel gar nicht; einfache eckige Kästen mit Flach- oder Spitzdach tun es auch und werden mitunter sogar — des größeren Raumes wegen — bevorzugt. Keinesfalls lege man Nist- material in d i e Kästen, manche Arien lieben das nicht. Am besten richtet man das Einflugloch nach Osten. Unbedingt muß der Kasten gerade oder etwas vornübergeneigt angebracht sein, damit es nicht hineinregnet. Daß er außerdem nicht wackeln darf, ist selbstverständlich. Hängt man die Nistkästen jetzt auf, so können sich die späteren Bewohner schon daran gewöhnen, sie in Besitz nehmen und in kalten Nächten darin schlafen. Freilich achte man darauf, daß keine unerwünschten Gäste, Sperlinge, Wespen und Hornissen, Einzug halten. Deshalb ist es gut, wenn das Dach oder eine Wand leicht abzunehmen sind, das erleichtert auch später die Kontrolle. Einer solchen müssen wir jetzt unbedingt die schon vorhandenen Kästen vom Vorjahr unterziehen, sie reinigen, wenn nötig ausbessern oder durch neue ersetzen. Wichtig ist auch das Entfernen der alten Nester in Büschen und Hecken, die jetzt noch sichtbar sind. Sie werden doch nicht mehr benutzt und nehmen nur die günstigsten Nistplätze fort. Durch zweckmäßigen Schnitt der Bäume und Sträucher fördere man zudem möglichst die Wirbel- und Quirlbildungen, die gern als Unterlage für Nester benutzt werden. Alle diese Arbeiten gehören zu den ersten im Garten überhaupt. Sie sollten nicht vernachlässigt werden. Wenn dann noch dafür gesorgt wird, daß bei Anstrich- oder Ausbesserungsarbeiten unter den Dächern Leisten für Schwalbennester, in Mauern kleine Hohlräume mit 3 bis 4 Zentimeter großen Dehnungen für Rotschwänze nicht vergessen werden, dann haben wir alles für den Schutz der Vögel zwischen Winter und Frühling igetan. Wirtschaft. Rhein-Mainische Börse. AUtlagsbörse weiter schwacher. Frankfurt a. M., 4. Febr. Da sich die Liqui- dationsoerkäufe am Aktienmarkt fortsetzten, denen nur mäßige Aufnahmeneigung gegenüber« stand, gestaltete sich die Börse auch heute etwas schwächer. Die Kundschaft zeigte nur für einzelne Papiere am Einheitsmarkt etwas Interesse, während sie dem Großverkehr kaum Beachtung zollte. Auf fast allen Marktgebieten ergaben sich bei sehr kleinen Umsätzen durchschnittliche Rückgänge von 0,50 bis 1 v H. Am Montanmarkt bröckelten die Kurse um 0,25 bis 0,50 v. H. ab, stärker gedrückt waren aber Deutsche Erdöl mit etwa 140,50 (142,50). Bon Maschinenaktien gingen Moenus nach ihrem kürzlichen Anstieg weiter zurück auf 131 (132), wahrend Motorenwerte behauptet blieben, Daimler allerdings 142,50 (143); BMW. 152, Adler 118,75 Chemische Aktien konnten sich behaupten, so JG.-Farben mit 160,50, Scherdeanstalte mit 253,50 (253) und Metallgesellschaft mit 147,50 (147,75). Am Ele tromarkt gingen AEG. auf 116,75 (117,50), Schlickert auf 176 (177), Geffürel auf 146,75 (147,25) zuruck, RWE. gehalten mit 127,25 bis 127 (127). einzelnen letzten Reichsbank mit 210,50 (211), Feldmuhle Papier mit 135,50 (136), BDM. mit um). 174 und Bemberg mit 140,13 (140) ein. . Der Rentenmarkt war unverändert sreuno- lich, das Geschäft blieb aber still. Fest lagen weiterhin Kommunal-Umschuldung mit 95,25 bis 95 30 Reichsaltbesitz etwa behauptet mit 130,20 (130,25), Reichsbahn-VA. 0,25 v. H. fester mit 129,90 Goldpfandbriefe wurden wieder stark repartiert, grants. Hyp. mit 15 v. H., Franks. Pfandbriefbank und Rhein. Hyp. mit je 30 v. H. Liquidationspfand- briefe und Stadtanleihen zeigten Schwankungen von 0,13 bis 0,25 v. H., ebensoviel wichen Industrie- Obligationen ab, während Kommunal-Obligationen unverändert blieben. Im Verlaufe war die Haltung widerstandsfähiger, Erholungen traten aber kaum ein, ebenso blieb die Umfatztätigkeit überaus klein. Die später notierten Werte kamen überwiegend bis 1 v. H. schwächer zum Kurs und waren größtenteils nominell. Darüber hinaus gingen Rheinstahl auf 140,65 (142), Felten auf 137,25 (138,50), Rheag nach Pause auf 129 (130,75) und Deutsche Erdöl auf 140,2h. (142,50) zurück. Schwach lagen Harpener Bergbau mit etwa 172 bis 170 (174). Von Großbankaktien stellten sich Deutsche Bank auf 126,75 (127), aber Commerzbank 0,13 v. H. höher mit 122,13. Im Freiverkehr hatten Dingler Maschinen größeres Geschäft mit 86,50 bis 87,50 (86,25), auch Elsäss Badische Wolle fester mit 86,25 bis 86,50 (85,50), ferner blieben Frankfurter Maschinenbau- Anstalt zu 160 und höher gesucht. Tagesgeld uno. 2,50 v. H. Abendbörse behauptet. An der Ab^ndbörse bestand auf Basis der letzten Mittaaskurse verschiedentlich etwas Kaufinteresse, vornehmlich seitens der Kulisse, während die Kundschaft in ihrer Zurückhaltung verharrte. Bei wenig veränderten, zumeist aber leicht gebesserten Kursen kam es nur zu sehr kleinen Umsätzen m einigen Werten des Montanmarktes, ferner in AEG. und JG.-Farben. Auf den übrigen Marktgebieten hielt die Geschäftsstille an, wie auch die Notierungen überwiegend nominell erfolgten. 3m Freiverkehr erhielt sich Nachfrage für Dingler Maschinen zu 87,65, ebenso waren Rastatter Waggon zu 56,50 gesucht. In Renten sanden kaum Umsätze statt. De- kosama Altbesitz wurden 0,40 v. H. höher notiert mit 136,40, Kommunal-Umschuldung stellten sich auf uno. 95,25 und 4 v. H. Rentenbank-Ablösung auf uno. 94,20 bis 94,25. Am Einheitsmarkt wurden Haid & Neu 1 v. H. höher notiert mit 104 bei 50 o. H. Zuteilung. Im Großverkehr notierten u. a.: Mannesmann 114,50 (114,25), Rheinstahl 140,75 (140,65), Verein. Stahl 112,50, Buderus 122,50, Deutsche Erdöl 140,50 (140,25), AEG. 117,50 (117,75), Adlerwerke 118,75, MAN. 129,50 (129), Conti Gummi 193,25 (193,75), Scheideanstalt 254, Lickt und Kraft 141,75 (142), JG.-Farben 160,75, Geffürel 146 (146,75), Holzmann 160,50 (160,75), Moenus 130,75 (131), Schlickert 176, Hapag 81,25, Commerzbank 122,13, Deutsche Bank 126,75, Dresdner Bank 114,25. Rundfunkprogramm Dienstag, 8. Februar. 6 Uhr: Morgenlied. Morgenspruch. Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. 8.10: Gymnastik. 10: Schulfunk: Dithmarschen. Mit Gedichten und Liedern von Groth, Micheelsen, Tenne. 10.30: Musik zur Werkpause. 11.40: Hausfrau, hör zu! 11.50: Was ist Adel? 12: Mittagskonzert. 13: Nachrichten. 13.15: Mittagskonzert. 14: Nachrichten. 14.10: O holde Frau Musika! 15: Das Dorf der Schneider: Schornsheim. 15.15: Vom Wünschen. Ein Zwiegespräch. 15.30: Lotte geht ins Umschulungslager. 15.45: Das Volk erzählt. 16: Nachmittagskonzert. 18: Zeitgeschehen. 18.30: Der fröhliche Lautsprecher (Schallplatten). 19: Nachrichten. 19.10: Fahr mit mir in die Ferne. Eine Weltreise in Wunsch-, Traum-, Klang- und Tanzbildern. 21: Zwei Kilogramm. Heitere Erzählung vom Will), von Scholz. 21.10: Kleine Abendmusik. 22: Nachrichten. 22.30: Spätmusik. 24 bis 2: Nachtmusik. Briefkasten der Redaktion. (Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.)" E. V. in G. Zur Übertragung des Eigentums an einem Grundstück ist die Einigung des Berechtigten und des anbereen Teils über den Eintritt der Rechtsänderung und die Eintragung der Rechtsänderung in das Grundbuch erforderlich. Die Eintragung erfolgt nach einem diesbezüglichen Antrag beim zuständigen Amtsgericht. Bei der Eintragung kann sich Ihr Vater ein Einsitzrecht eintragen lassen. Die Kosten der Umschreibung betragen bei dem von Ihnen angegebenen Einheitswert etwa 160 Mark. Gewöhnlich ist aber der Derkaufswert höher als der Einheitswert, so daß sich die Kosten dementsprechend erhöhen -würden. Beim Uebergang eines Grundstücks vom Vater auf die Kinder entsteht keine Grunderwerbsteuer. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt oefchlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 4 v H.. Lombardzinsfuß 5 o. H Frankfurt a. M. Berlin Schluß» kurs Schluß?. Abend- börse Schluß» kurs Schluß! Mittagbörse Damm 3.2. 4.2. 3-2. 42. 5% Deutsche Reichsanleihe v. 1927 101,7 101,7 101,75 101,7 4% Deutsche Neichöanl. von 1934 99,55 99,5 99,4 99,3 iYi.% Deutsche Neichsschatzanwei- jungen von 1935 ............ — — — — 4Vr°/o Deutsche Neichsschatzanwet- sungen von 1935, II. Folge ... 99,65 99,65 99,65 99,65 4%% Deutsche Reichsschatzanwei- sungen von 1936, III. Folge .. 99 99 — 99 5%% Doung Anleihe von 1930 .. 108,4 108,25 108 108,5 iy2% Hessische Volksstaat von 1929 100,75 100,5 100,75 — 4V2% Deutsche Reichspostschatz von 1934 I...................... 100,5 100,3 100,6 _ W2% Deutsche Reichsbahnschatz von 1936 1.................. 100 100 100 100 Reichsanleihe-Altbesih.......... 130,25 130,2 130,25 130,4 Lberhessen Provinz-Anleihe mit Auslos.»Rechten.............. 137,75 137,75 _ 4ya% Hess. Landesbk. Darmstad! Goldpfe. R. 12.............. 100 100 100 100 f>y2% Hess. Landes-Hyp.-Bank Liqu. Goldpfe............... — 102 — — V/2% Preuß. Landespfdbr.-Anst. Goldpfe. R. 19.............. 100 100 100 100 4*4% Preutz. Gold-Komm. R. 20 99,5 99,5 99,5 99,5 4*/r% Darmstädter Komm.-Lan- deöbank R. 6................ 99,25 99,25 _ — Deutsche Kvmm.-Sammel-Anleihe Auslos.-Rechte I.............. 135,65 136,4 136,25 136,65 4yz% Franks. Hyp. Goldpfe. R. 15 100 100 100 100 % Rheinische Hyp. Liquidation Goldpfe..................... 102,25 102,25 102,25 102,25 Steuergutschein» Verrechnungskurs 111,4 111,4 111,6 111,6 A.G. für Verkehrswesen .... 6y> 135,13 135,25 135,65 135,25 Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0 —— — 138,23 137,5 Hamburg-Amerika Paket......0 81 81,25 81,25 ■ 81 Norddeutscher Lloyd..........0 82 82 82,25 — Deutsche Reichsbahn Vorz.-Akt. 7 129,65 129,9 129,75 129,25 Reichsbank................ 12 211 I 210,5 210,5 210 Berliner Handelsgesellschaft . cyt — - 135,75 135,75 Commerz» und Privat-Bank ... b 122 1 122,13 122 122,13 Deutsche Diskonto........... 5 127 ; 126,75 127 126,75 Dresdner Bank..............4 114,25 I 114,25 114,25 114,25 Frankfurt a. M. Berlin Schlußkurs Schluß?. Abendbörse Schlußkurs SchlußL 9Jtittag- börse Dalum 3-2- 4.2. 3-2- 4 2. Accuitzulatoren-Fabrik...... 14 224,5 — 223 222 Alchasscnburg Zellstoff...... .. 6 140,75 140 141,4 140,5 Bemberg................. .. 0 140 140 140,25 140 Bekula................... .. 8 168,5 168,75 169,13 168,75 Buderus Eilen............. .. 6 123 122,5 123,5 122,5 Gement Heidelberg......... .. 7 165,75 165 — —E Gement Karlstadt.......... .. 6 —— —— — —— Qonti Gummi............. . 12 194,25 193,25 194,25 193 Daimler Motoren.......... ey, 142,75 142,5 143 142 Dessauer Gas ............. .. 4 —— — 122,13 122 Deutsche Erdöl ............ .. 5 142,5 140,5 141,25 140,5 Deutsche Gold» und Silber .. .. 9 253 254 —— — Deutsche Linoleum......... . 10 167 167 166 166,75 Elektrische Lieferungen...... .. 6 129,5 129,5 130 129,75 Elektrische Licht und Kraft... .. 7 144 141,75 144 141,65 I. K. Farben-Jndusttie..... .. 7 160,5 160,75 160,65 160,75 Felten & Guilleaume....... .. 6 138,5 137,25 138,5 138,13 Kessürel.................. .. 7 147,25 146 147,25 145,9 Th. Goldschmidt........... .. 6 141,25 141,5 141,25 141,5 Griyner Maschinen......... .. 0 50 50,5 50,25 50,75 Harvener ................. 8*/? 174 —- 174,5 168,5 Hoesch Eisen............... sy. 114,5 114,25 114,75 114,4 Pbilivp Holzmann......... .. 8 161 160,5 161,25 161 Ilse Bergbau.............. .. 6 — —- —— 162,5 Ilse Genüsse.............. Kali Aschersleben.......... .. 6 134,5 134,5 134,9 134,9 .. 4 111,4 — 111,75 110,13 Klöcknerwerke ............. 4N 118,75 118,5 119 118,5 Kokswerke und Chemische Fabrik 7 — — 158 157,75 Lahmeyer ................ .. 6 121 121 121,25 121 Mainkraft................. .. 4 95,5 95,75 •— —— Mannesmann............. VA 114,75 114,5 114,65 114,65 Mansselder Bergbau....... .. 7 157 158 158 Metallgesellschaft........... .. 6 147,75 147,5 — —— Lrenltein & Koppel........ .. 0 — —- 199,5 108,25 Rheinische Braunkohle...... . 12 230,5 230,5 230,5 230,25 Rheinische Elektro.......... .. 6 129 129,13 129 Rheinstahlwerke............ .. 6 142 140,75 141,4 141 Rheinisch-Westfälische Elektro .. 6 127 127 126,4 126,9 RütgerSwerke ............. .. 7 153 151,5 152 151,4 Salzdetfurth Kali.......... .. 6 170 170 — Schuckert & Go............. .. 7 177 176 177 176 Cchupheis Patzenhofer...... .. 4 95,75 95,9 Sieniens & Halske......... .. 8 — 212,25 209,75 Süddeutsche Zucker......... . 10 209 209 209 209 Bereinigte Stahlwerke...... VA 112,75 112,5 112,75 112,5 Westdeutsche Kaufhof....... .. 0 60,5 60,25 60,25 60,13 Westeregeln Alkali.......... .. 4 111,25 110,5 110,9 110,25 Zellstoff Waldhof......... .. 6 148 148,25 147,75 148 Ltavi Minen.............. . 0,6 29,25 29 29,13 29 Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. HL Buenos 'Aires Brüste!................... üiio de Janeiro Voten.................... Kopenhagen Danzig................... London HelsingforS................ Paris.................... Holland Ztalten ............ 3. Februar -.Februar AmN'M, \)(v ’prnnfl ■innii'dte Not» >ona Geld Brief Geld Brief 0,683 0,687 0,658 0,662 41,94 92,02 41,97 42,05 0,140 0,142 0,140 0,142 47,00 47,10 47,00 47,10 55,38 55,50 55,40 55,52 47,00 47,10 47,00 47,10 12,405 12,435 12,41 12,44 5,485 5,495 5,485 5,495 8,112 8,128 8,122 8,138 138,34 138,62 138,41 138,69 13,09 13,11 13,09 13,11 Japan Jugoslawien €310 . .............. Wien..................... Lissabon Stockholm Schweiz Spanien............. Prag..................... Budapest Neuyork 3.Februar 4-Februar Amtliche No-'-'nmg Amci'che Notierung Geld Brief Geld | Brief 0,723 0,725 0,723 0,725 5,694 5,706 5,694 5,706 62,35 62,47 62,37 62,49 48,95 49,05 48,95 49,05 11,29 11,27 11,29 11,27 63,94 64,06 63,92 64,09 57,41 57,53 57,47 57,59 14,49 14,51 14,49 14,51 8,711 8,729 8,711 8,729 2,477 2,481 2,476 2,480 Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinden. Sonntag, den 6. Februar. Gießen. Stadttirche. 9.30 Uhr: Pfr. Becker; 11: Kinderkirche für die Marlusgerneinde; 18: Propst Knodt. — Zohanneskirche. 9.30: Pfr. Bechtolsheirner; 11: Kinderkirche für die Lukasgerneinde; 11: Kinderkirche für die Johannesgerneinde in der Krippe; 17: Pfr. Ausfeld; Beichte und hl. Abendmahl für die Jo- hannesgemeinde; 20: Bibelbesprechstunde im Johan- nesfaal; Psr. Bechtolsheirner. — Kapelle des Allen Friedhofs. 9.30: Gottesdienst; 11: Kinderkirche für die Luthergemeinde. — pelruskapelle, Wetzlarer Weg Nr. 59. 9.30: Studienrat Dr. Unverzagt. — Wieseck. 9.45: Kandidat Selzer; 11: Kinderkirche. — Kirchberg. 10: Gottesdienst; 13.30: Kindergottesdienst. — Lollar. 13: Gottesdienst; 14: Kindergottesdienst. — Daubrin- gen. 10: Gottesdienst; 11: Kindergottesdienst. — Heuchelheim. 10: Hauptgottesdienst; 11: Kindergottesdienst (1. Abt.); 13: Kindergottesdienst (2. Abt.).— Klein-Linden. 10.45: Kindergottesdienst; 13.30: Hauptgottesdienst. — Watzenborn-Steinberg. 10.30: Kindergottesdienst; 13: Psr. Launhardt (Holzheim); 17: Liturgische Feier. — Garbenteich. 13: Gottesdienst. — Hausen. 10: Gottesdienst; 19.30: Kirchenmusikalische Feierstunde anläßlich des 10jährigen Bestehens des Ev. Frauenchors. — Albach. 9.30: Gottesdienst und Christenlehre. — Steinbach. 10.30: Gottesdienst. — Langsdorf. 11: Hauptgottesdienst. — Bettenhausen. 9.30: Hauptgottesdienst. — Hungen. 10: Gottesdienst; 11: Kindergottesdienst. Evangelische Sladlmission, Löberstraße 14. Sonntag, 6. Februar. 8.30 Uhr: Morgenandacht; 13.30: Sonntagsschule; 15: Mitgliederstunde; 16: Jungfrauenstunde; 20.15: Gottesdienstlicher Posaunenabend. — Mittwoch, 9. Februar. 20.30: Missionslicht- bilberoortrag. Montag, den 7. Februar. Lollar. 20.15 Uhr: Bibelstunde. Donnerstag, den 10. Februar. Gießen. Zohannesfaal. 20 Uhr: Bibelstunde; Pfr. Ausseid. Christliche Gemeinde, Zu den Mühlen 2. Sonntag, 6. Februar. 9.45 Uhr: Erbauungsstunde; 11: Sonn- tagsschule. — Dienstag, 8. Februar. 20.30: Bibel- und Gebetstunde. Gemeinschaft innerhalb der Kirche (Landeskirch- tiche Gemeinschaft), Gutenbergstraße 9. Sonntag, 6. Februar.20.30 Uhr: Evanaelisationsstunde. — Mittwoch, 9. Februar. 20.30: Bibelstunde. — Donnerstag, 10. Februar. 20.30: Jugendbundstunde. Buno freikirchlicher Christen, Gemeinde Gießen, Großer Steinweg 4. Sonntag, den 6. Februar. 11.30 Uhr: Sonntagsschule; 20.15: Bibelstunde. — Mittwoch, 9. Februar. 20.15: Bibel- und Gebetstunde. Baptisten-Gemeinde, Gartenstraße 13. Sonntag, 6. Februar. 11 Uhr: Kindergottesdienst; 20.15: Predigt. — Mittwoch, 9. Februar. 20.15: Bibelstunde. Neuaposlolifche Gemeinden Hetzen, Händelstraße 1, Ederstraße 13. Sonntag, 6. Februar. 9.30 und 16 Uhr: Gottesdienst. — Mittwoch, 9. Februar. 20.30: Gottesdienst. katholische Gemeinden. Samstag, den 5. Februar. Gießen. 16.30 und 19.30 Uhr: Beichtgelegenheit. Sonntag, den 6. Februar. Gießen. 6.30 Uhr: Beichtgelegenheit; 7: hl. Messe; Kommunion der Männer; 8: Austeilung der hl. Kommunion; 9: Hochamt und Predigt; 10.15: Militärgottesdienst; 11.15: hl. Messe und Predigt; 17.30: Andacht. — Echzell. 10.30: Hochamt und Predigt. — Grünberg. 9.45: Hochamt und Predigt. — Hungen. 17.30: Vortrag und Andacht. — Laubach. 10: Hochamt und Predigt. — Lich. 7.30: Hochamt und Predigt; 20: Vortrag und Andacht. — Nidda. 8.15: Hochamt und Predigt. — Schollen. 10.30: Hochamt und Predigt. Dienstag, den 8. Februar. Gießen. 20.30 Uhr: Bibelstunde in der Herz-Jesu- Kapelle. Mittwoch, den 9. Februar. Hungen. 7.30 Uhr: hl. Messe. Oeffenlllcher Sonntagsdienst. Polizei: Telefon 2751, nur in dringende« Notfällen Telefon 01. Feuerwache: Telefon 2244/45, Notruf Zelt* fon 02. Hauptpostamt: Beschränkter Schalterdienst 8 bis 21 Uhr. Stadtpostamt: Für Schließfachabholer 1 bis 13 Uhr. Sanitätskolonne: Telefon 2500. Aerzllicher Sonntagsdienst. Frau Dr. med. Marx, Bleichstraße 10. schiedenen Farben per Meter per Stoffspezialhaus Bernard & Sohn Gießen, Plockstraße 14-16 749 A Zhre Verlobung geben bekannt Gießen, den 6. Februar 1936 Ederstraße 21 Neustadt 13 0469 VtmmfelsetUsner Wir haben uns verlobt Gießen, den 6. Februar 1938 Steinstraße 21 Bleichstraße 48 0493 7. Februar 0516 Gießen Fernsprecher 3851 Lindenplatz po°' Gäste willkommen. Eintritt frei. 751D Mitglied der Elektro-Oemeinschaft Viebbandlung 746 Dbei Brühl, Gießen Gardinen W billig 797 A empfehlen wir Partien Westen 1.00 und 0.50 ■ 769 A u. a. m. Kreuzplatz 15 Sil $183C'J7 Anzüge Mantel 16.50 24.00 32.00 24.00 32.00 48.00 Doris Grau Otto Günther Erika Diesel Fritz Völzmg MschchiileMslhe bleichen-leicht mi> schonend macht es Elektro Leuchten- Radio Anmeldungen für das neue Schuljahr und Auskünfte jederzeit im Schulgebäude, Gießen, Goethestr» 32. Ruf 2486. Winterschluß Verkauf Ein- u. halbjährige Handelsfachklasse Schulgeld RM. 19.- keine Nebengebühren. 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Nachmittags 2 Nhr spricht Pfarrer Gontrum, Watzenborn, über: „Der Mann und seine Bibel", 3 Uhr Landesobmann Lic. zur Rieden über: '„Der Mann und seine Gemeinde". Rach gemeinsamem Kaffeetrinken wird die Tagung um 6 Uhr durch einen Gottesdienst abgeschlossen, in dem Probst Knodt die Predigt hält. Von der Tagung wird eine wesentliche Förderung der Männerarbeit in Oberhessen erwartet. 795D Lic. zur Nieden, Landesobmann. Marburger Straße Nr. 38 Ecke Bückingstraße Heinrich Nau, Schohmachenneisler Ihren Vogel aus dem Gießener Zoo, Seltersweg 6. «e» Hauplpreiskalalog 1938 ist erschienen und steht Interessenten kostenlos zur Verfügung 767d Samenhaus Hesemann bei Ludwig Haas Gießen. P/ockstr. 7 Gießen Beachten Sie bitte die Auslagen! Nachlässe von 3 bis 20 v. ff. erhalten Sie bei wiederholten Veröffentlichungen einer Anzeige: Gesellschall fürErd-u. Völkerkunde Donnerstag, den 10. Februar abends 8.15, Aula des Gymnasiums Lichtbildervortrag: Pro! 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