Donnerstag, 4-Anglist 1938 188. Jahrgang Nr. 180 Erstes Statt geschaffen wird. Um Lord Runciman einen deutlichen Anschauungsunterricht zu geben über das, was die Tschechen von ihm erwarten, oder was sie von seiner Mission wirklich denken, sind am 3. August vormittags drei tschechische Militärflugzeuge aufgestiegen, um über Glatz und Umgebung zu kreisen. Die tschechischen Piloten können sich nicht gut darauf ausreden, sie hätten sich verflogen, denn es war klare Sicht, ganz abgesehen davon, daß die tschechische Militärfliegerei darüber unterrichtet ist, wo sich die Grenze befindet. Es ist auch nicht ein tschechischer Flieger allein unterwegs gewesen, es sind drei Flugzeuge einwandfrei Glah, 3. Aug. (DNB.) Am Mittwochvormittag in der Zeil zwischen 10.15 Uhr und 10.30 Uhr erschienen zwei tschecho - slowakische Doppeldecker kleineren Formals über der 20 Kilometer von der lschecho-slowakischen Grenze entfernt liegenden Stadt Glah und zogen in z. I. nur 100 Meter höhe etwa fünf Minuten lang ihre Kreise über der Stadt. Die tschecho - slowakischen Hoheitszeichen waren einwandfrei zu erkennen. Es war des weiteren deutlich zu sehen, wie weit sich die Beobachter aus den Apparaten herausbeugten, ohne Zweifel, um photographische Aufnahmen von der deutschen Stadt zu machen. Weiter wurde festgestellt, daß die beiden tschechoslowakischen Doppeldecker nach Erledigung ihrer Aufgaben über Glah zunächst in Richtung über Bad Landeck — Landesgrenze flogen, dann aber nicht von dort in die Tschecho-Slowakei zurückkehrlen, sondern auf reichsdeutschem Gebiet noch ungefähr 30 bis 40 Kilometer an der Grenze entlang flogen, bis sie über Mittelwalde hinaus beim Grenzdörfchen Bobischau in Richtung Gruhlich in die Tschecho-Slowakei zurückkehrten. Ein dritter tschecho-slowakischer Doppeldecker, der gleichfalls zusammen mit den beiden bereits genannten Doppeldeckern bei Reichenslein die Grenze überflog, kehrte unterwegs wieder um, während die beiden anderen Flugzeuge nach Glah weiter- beobachtet worden bei einer Tätigkeit, die mit Ausspähung sehr viel Aehnlichkeit hat. Offenbar ist es den Tschechen doch mcht ganz geheuer, denn fällt es Lord Runciman em, sich einmal die aktenmäßigen Belege über Ursprung und # Entwicklung des sudetendeutschen Problems, wie überhaupt des Volksgruppenproblems in der Tschecho-Slowakei zu beschaffen, so wird er bestimmt auf die honigsüßen Redensarten und Versprechungen stoßen, die der derzeitige Staatspräsident B e n e s ch seinerzeit den Sudetendeutschen schriftlich und mündlich gegeben hat. An diese Versprechungen und Zusagen muß die Prager Regierung immer wieder erinnert werden, bis die Versprechungen erfüllt sind, denn diese Versprechungen sind der wirkliche Ausgangspunkt des sudetendeutschen Problems. Die Sudetendeutschen haben ihre Forderung auf Gewährung der nationalen Autonomie nicht aus dem hohlen Faß geschöpft, sondern sie können sich darauf berufen, daß in Versailles von den tschechischen Staatsschöpfern darüber verhandelt worden ist, und zwar nicht nur ^verhandelt, denn es sind bestimmte Zusagen gemacht worden, an die sich heute freilich die tschechischen Staatsschöpfer nicht mehr gern erinnern. Weil aber die Gefahr besteht, daß Runciman auf diese Dinge stößt, halten es die tschechischen Drahtzieher wohl für zweckmäßig, wieder einmal an der Grenze Lärm zu machen. Sie haben einige Hebung darin, zumal die tschechische Presse es mit schlauem Lächeln immer als Heldentat zu bezeichnen pflegt, wenn einem tschechischen Flieger mal die Maschine durchgeht. Merkwürdigerweise immer in Richtung auf und über die deutsche Grenze. Das . sieht tatsächlich nicht danach aus, als ob die Tschechen Lord Runciman die Zeit und die Muße gönnen wollen, den Dingen auf den Grund zu gehen, denn was könnte sonst die Aufgabe des prominenten Engländers sein als die, in Prag daran zu erinnern, ■ daß es weder dem völkerrechtlichen, noch dem euro- ■ päischen Sittenkodex entspricht, Verpflichtungen ern- > zugehen und auf sich zu nehmen, die dann nachher t nicht erfüllt und sogar schroff abgelehnt werden. MrtschastsverjlänbWitg. Jetzt sind die deutsch-französischen Wirtschaftsverträge unterzeichnet, nachdem bereits am 20. Juni die Verhandlungen über den reinen Waren- und Wirtschaftsverkehr in Paris abgeschlossen wurden. Die Einigung über die ö st e r r e i ch i s ch e n Schulden war einigermaßen schwierig, zumal die Franzosen anfangs nicht das Vorbild der Verhandlungen Großdeutschlands mit England in der gleichen Angelegenheit anerkennen wollten. Danach ist eine Angleichung an diesen Vorläufer erreicht worden. Bei aller Wahrung des deutschen Standpunktes, daß eine rechtliche Anerkennung der politischen Anleihen Altösterreichs nicht gegeben sei, werden, wie im Falle des englischen Gläubigers, die Heberschüsse aus dem deutsch-französischen Handel dazu benutzt, um die österreichischen Privatschulden auch in Frankreich abzudecken. Es werden ferner die Zinsen für die Altreichsverpflichtungen um V- v. H. von 3V2 auf 3 v. H. gesenkt. Für die Dawes- und Younganleihe wird der Zinssatz ebenfalls ermäßigt, und zwar für die Dawesanleihe um 2 v. H. von 7 v. H. auf 5 v. H., Für die Younganleihe von 5V2 v. H. auf ebenfalls 5 v. H., während die Engländer nach dem Abkommen für die Younganleihe nur 4V2 v. H. erhalten. Die Franzosen begründeten ihre Forderungen damit, daß sie hauptsächlich Stucke der Younganleihe hätten, dann aber durch die verschiedenen Frank-Entwertungen schon immer schlechter abgeschnitten hätten, als die Briten. Der eingesparte Ertrag dient zur Vornahme von Tilgungen, und die Devisenspitze der Reichsbank wird davon kaum berührt. Bei der Dawesanleihe tritt die Amortisation sofort, in Kraft, bei der Younganleihe aber erst nach zwei Jahren. Annahme oon Anzeigen für öie Mittagsnummer bis 8' /.Uhr des Vormittags Grundpreise für 1 mm Höhe für Anzeigen oon 22 mm Breite 7 Rpf.. für Text- anzeigen oon70mm Breite 50 Rpf..Platzvorschrift nach vorh. Dereinbg.25°/, mehr. Crmäfctgte Grundpreise: Stellen-, Vereins., gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Rpf.,Familienanzei- gen, Bäder-, Hnterrichts- u. behördliche AnzeigenKRpf. Mengenabschlüsse Staffel B Handelsministerium, Herve Alphand, gab als Leiter der französischen Delegation anläßlich der Unterzeichnung der neuen deutsch-französischen Wirtschaftsvereinbarungen dem Berliner Vertreter der „Rational-Zeitung" (Essen) folgende Erklärung: „Nach zweimonatiger Verhandlungsdauer haben Deutschland und Frankreich ein neues Wirtschaftsabkommen unterzeichnet. Die französische Delegation beglückwünscht sich zu diesem positiven Ergebnis, welches dem guten Willen und dem Geist der Verständigungsbereitschaft beider Seiten zu verdanken ist. Es ist ihr ein Vergnügen, hierin ein günstiges Anzeichen für die Entwicklung der Beziehungen der beiden Länder und eine Etappe auf dem Wege zu einem wirklichen Frieden in dem heute allzu verwirrten Europa zu sehen. Die Aufgabe war nicht leicht: Besonders schwierige und zahlreiche Probleme ergaben sich für die Regelung der wirtschaftlichen und finanziellen Beziehungen zwischen einem Land, wie Deutschland, eine Devisenbewirtschaftung durchgeführt und auf der anderen Seite einem Lande, wie Frankreich, mit freiem Devisenverkehr. Fortgesetzte Anstrengungen und gegenseitiger Derständigungswille waren notwendig, um schließlich diese Vereinbarungen zustande zu bringen, die zur Hnterschrift unseren beiden Regierungen vorgelegt wurden. Es konnte eine vollständige Lösung d e r wirtschaftlichen Fragen gefunden werden, die beide Völker berühren, vornehmlich in den Fragen der Bezahlung und des Transfers der ehemaligen österreichischen Anleihen. Das heute getroffene Abkommen kann indessen nur dann voll zur Wirkung kommen, wenn die Hm- stände uns günstig sind, insbesondere bann, wenn Die tschechische Begleitmusik für Runciman. Anschauungsunterricht für alle Welt. krfchetn, tflflltd), außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild • Die Scholle monat$‘Be$ugspreis: Mit 4 Beilagen RM.1.95 Ohne Illustrierte . 1.80 Zustellgebühr . , -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Zernfprechanschlüste unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Siehrn poftschecklonto: gronlfurt am Main 11688 die Spanne zwischen den französischen und deutschen Preisen, die sich aus den augenblicklichen Währungsunterschieden ergibt, keinen hinderlichen Einfluß auf das volle Funktionieren der Abmachungen ausübt. Wir wünschen, daß dieses Abkommen die harmonische Entwicklung unseres gegenseitigen Handelsverkehrs erleichtert, daß es auch auf die B e - Ziehung en auf andere n G e b i e 16 n einen günstigen Einfluß ausüben möge, und damit zu einer Gesundung der politischen Atmosphäre zwischen den beiden Ländern beiträgt. „Größte Wichtigkeit/ Die Annäherung auf allen Gebieten wird nur begünstigt. Paris, 3. Aug. (DNB.) Der Minister für Handel und Industrie, G e n t i n, gab am Mittwochabend der Presse aus Anlaß der Unterzeichnung der französisch - deutschen Handels- und Finanzabmachungen bedeutsame Erklärungen ab. „Ich messe", so erklärte der Minister, ,cher neuen lieber- einfunft größte Wichtigkeit bei, nicht etwa, weil diese Abmachungen den einen Hnterzeichner mehr als den anderen begünstigen, sondern, weil sie für beide bestimmte Vorteile barbieten und weil ihre Durchführung die Annäherung Frank- reichs und Deutschlands auf allen Gebieten nur begünstigen können." Nachdem sie ihre Aufgaben erfüllt hatten, gingen die Flieger sofort wieder etwas in die Hohe und erreichten beim Heberfliegen der Glatzer Grenze etwa 200 Meter von der Erdoberfläche. Beim Heberfliegen von Rengersdorf und Bobisfchau in der Nähe von Mittelwalde hatten die Flieger wieder eine Hohe von 500 bis 600 Meter. Die obenftehend verzeichneten Hmftände sprechen einwandfrei dafür, daß es sich bei dieser tschechischen Grenzverletzung wiederum um eine planmäßige Aktion handelt. Sollte man in Prag jetzt zu der Version greifen, daß es sich um ein „Versehen' handele, so wäre das im übrigen für diesen Fall gegenstandslos, weil am Mittwochvormittag in der ganzen Grafschaft Glatz sonnigesundklares Wetter geherrscht hat, so daß von einem „Ver - fliegen nicht die Rede sein kann. Noch während die Flugzeuge über der Stadt kreuzten, sammelten sich überall in den Straßen erregte Gruppen, die diese neuerliche „Bravourleistung" tschechischer Piloten diskutierten. Tausende oon Teilnehmern des Deutschen Turn- und Sportfestes, die sich im Anschluß an dieses große Fest gegenwärtig auch in der Grafschaft Glatz aufhalten, darunter Angehörige aller deutschen Stämme und auch auslandsdeutsche Volksgenossen, haben dabei mit eigenen Augen sehen können, auf welche Weise von tschechischer Seite immer wieder Unruhe Neue Grenzverletzung durch ischechische Flieger Photoaufnahmen aus 100 Meter Höhe über Glatz und Umgegend. tischen, die Sudetendeutschen hätten sich in den letzten 20 Jahren in der Tschecho-Slowakei wohlgefuhlt, ihre Wünsche nach Aenderung der bestehenden Lage sei ihnen von außen her eingeredet worden. Wir dürfen gewiß annehmen, daß sich Lord Runciman durch diese plumpen Lügen nicht das wahre Licht verdunkeln läßt. Tatsächlich liegen die Dinge so, daß die S u d e t e n d e u t s ch e n , die sich nach dem Verfall der Donaumonarchie sofort zu nationaldeutschen Gemeinwesen zusammengeschlossen halsen, mit Gewalt und ohne Befragung in den neugegründeten t s ch echischen Staat hineingezwungen wurden. Die Pariser Friedenskonferenz hat leider dieses selbstherrliche Verfahren der Tschechen gebilligt, allerdings unter dem Eindruck weitgehender Versprechungen Dr. Beneschs, die dann nicht eingefallen wurden. Auch die Zusagen i m M i n - derheitenvertrag, der vor Hnterzeichnung der Diktate von Versailles und Saint-Germain unter der Bürgschaft Englands und Frankreichs zu- standekam, haben die Tschechen nicht e i n g e l o st. Damit ist der Ausgangspunkt für die Aufgabe Lord Runcimans in Prag gegeben. Er wird sich selbst Berlin, 6. Aug. (DNB.) „Brandstifter am Wer k", so überschreibt der „Völkische Beobachter" seinen Kommentar zu der neuen Herausforderung des Reiches durch tschechische Flieger. „Es wird", so heißt es darin, „in Prag mit einer Leichtfertigkeit sondergleichen mit dem Frieden Europas gespielt. Unter allen Umständen wollen die Tschechen in ihrem hussitischen Zerstörungswahn Zwischenfälle heraufbeschwören, die Ereignisse von nicht abzusehender Tragweite provozieren sollen. Dieses Spiel mildem Feuer ist angesichts der gegebenen Lage von einer beispiellosen Gewissenlosigkeit. In einem Augenblick, da Deutschland zu erkennen gegeben hat, daß es eine'friedliche Losung der tschecho-slowaki- schen Frage wünscht, da ein britischer Berater nach Prag kommt, um ein klares Bild der Zustände in der Tschecho-Slowakei zu gewinnen, wagen es kriegshetzerische Desperados, zu einer Aktion überzugehen, die neue Verwicklungen schaffen und die Besprechungen in Prag unter den Druck einer gefährlichen Kriegsslimmung setzen soll. Es entspricht dieser Haltung, wenn Ische- I chische Blätter die dreiste Geschichlsfälschung auf- Diese gesamten Schuldenabmachungen beruhen auf dem Warenverkehr, der ja erst die zum. Transfer erforderlichen Devisen bringen muß. Der flogen. . }{x österreichische Handel mit Frankreich betrug nur ein Die Grenzverletzung, die heu e Zwei tschechische Zehntel des Handels des Altreichs mit unserem Jagdflugzeuge begingen, hat bei der Bevölkerung Nachbarn, aber zwischen Wien und Paris bestand des Glotzer Berglandes größte (Empörung au - bis jetzt ein völlig anderes Zahlungssystem, näm- gelöst. Heber den Vorfall werden noch fol ge lieh der Barlransfer. Künftighin wird dieses Sy- Einzelheiten bekannt: Das Austauchen ^Fliaer Item durch das zwischen dem Altreich und Frank- die kurz vor 10.30 Uhr in etwa 300 ^ter Hoye reich bestehende ersetzt, Oesterreich also einbezogen, über der Gucke bei Reichenslem m das deutsche Fenier wurden die Kontingente der Ge - Reichsgebiet aenroart angepaßt, unter weitgehender Be- der ganzen Stadt Glatz das ihr erstes grotzes Ziel rücksichtiaung der bisherigen Kontingente Oester- war bemerkt und neNolgb "kiese reicks Die besonderen Zollvergünstigungen, die Hnler den gewagtesten Kurven in ziemlicher Tiefe Kreich"bishergenoß, Zurden'beLe'halt'en.' stvaen die beiden^Maschrnen ihre Ziele an, die sie SÄS. ~ beizubehalten, wobei selbstverständlich nicht tegisch wichtig erscheinende Punkte, wie insbe- die tatsächliche Ausfuhr, sondern, kontingentsmäßig sondere auch die Bahnhofsanlagen, aufs Korn gesprochen, die Ausfuhrmöglichkeil erhallen wurde. I genommen wurden. Ferner wurde eine besonders wichtige Frage zur fonnte weiter beobachtet werden, daß sich die Zufriedenheit der Deutschen entschieden. Die^fran- c^ger jn der Luft miteinander durch zösische Industrie bezog K ok s hauptsächlich °u5 §iqna[e oerftänbigten, um tur3 barauf — offen« Deutschland und lieferte dafür Elfe n er z e. 3n= b nachdem sie sich im Eieren waren, daß sie ihre folge des Rückganges der franzosychen Erzeugung Aufgabe gelöst hatten — in einem höllischen Tempo, hatten die Koksbezüge Frankreichs nachgelassen, bQ5 teilweise mit 250 Kilometer, teilweise mit 30Q und wie die französische Ausfuhr nach Deutschland l mß^r ^ometer geschätzt wird, über die rückläufig war, so auch umgekehrt! Durch eine @r DOn hmrasten, aber auch hier noch Sondervereinbarung wurde vor sechs Monaten seit- . Qenuq ÖQc. tschechischen Hoheitszeichen klar gesetzt, daß die d e u t s ch e n (E r 3 b ezu 9 e aus erfannt werden konnten. Frankreich trotz der nachlassenden .französischen Welche fdürfen Kurven die Flieger gerissen haben, Kokseinfuhr in voller Hohe getätigt werben um ^re Aufnahmen freie Blickfelder 3U bekom- tonnten. Diese Regelung ist nun für weitere fea)5 men, gei)t daraus hervor, daß selbst die auf den Monate verlängert worden, so daß wir also oberen Tragflächen angebrachten Kreise mit den auf weiteren (Er3be3ug in der vorgesehenen Hohe ^ar & en sr0 t, Weiß, Blau von der Erde rechnen können. Schließlich wurden die „Anschluß- aU5 gesehen werden konnten. «gelungen" auch auf Oesterreichs Handel mit dem poiogravhifchen Aufnahmen erfolgten aus Mandatsgebiet Synen ausgedehnt. . einet fiöhe oon etwa 150 Meter. Teilweise »Äsal t’o’mmens^cht »kokchkn. und gingen^ Flugzeuge |ogar bi. aus 100 Me-er 5maru. a schon deshalb nichh weil wir von herab, wobei die Gcschw.ndigkeil gegenüber Oesterreich einen Handel mit Frankreich übernom- dem An- und Abflug wesentlich gemindert war. men haben, -der zu der Verschuldung Oesterreichs ___। an Frankreich in keinem Verhältnis stand. Wir —------------------------ — mußten also eine finanzielle Belastung durch den ß|ne (ücfenlofe Devisenbewirtschaftung Rücksicht zu Wiederanschluß Oesterreichs auf uns nehmen die nej)men hatte, gegenüber einem Lande wie Frankteilweise durch unseren bisherigen Handelsüberschuh mit freiem Devisenverkehr. mit Frankreich abgebeeft wird, so baß für eine Neu- £.a5 auf beiben Seiten beslehenbe aufrichtige Be- regelung des Reiseverkehrs noch keine Möglichkeit streben, durch den'Geist der D e r st ä n d i g u n g s- gegeben ist. bereit(d)aft gu einem positiven Ergebnis der Die Verhandlungen haben aber gezeigt, daß schwierigen Verhandlungen zu kommen, ermöglichte Deutschland und Frankreich in beiderseitigem Ein- e5, trotz der augenblicklichen Währungsunlerschiede, vernehmen alle die teilweise sehr schwierigen Fra- ' einem beide Teile befriedigenden gen der Schulden- und Wirlschaflsverhällnlsse u e & e r e i n f o m m e n zu gelangen. Der gesamte überwunden haben, die noch vor wenigen lagen grügentomple£, und zwar sowohl der Waren- und der Pariser Presse Alarmrufe entlockten. rt. Zahlungsverkehr, wie die Fragen der Bezahlung m kuni) des Transfers der ehemaligen österreichischen viea des VerüaNdlÜUNaWMllK Anleihen, nunmehr durch vertragliche Verem- I barungen geregelt, so daß mit sofortiger Wirkung Staatssekretär Brinckmann erklärt. die deutsch-französischen Abmachungen IN Kraft _ . s n„£.y treten Das Verhandlungsergebnis zeugt von dem Berlin, 3. Aug. (DNB.) Anläßlich der Unter- A^Mgen guten Willen und verspricht auch für Zeichnung der neuen deutsch-französischen Wirt- Zukunft eine weitere Ausdehnung der schaslsoereinbarungen gab der Staatssekretär im deutsch-französischen Handelsbeziehungen unb einen Reichswirtschaftsministerium Brinckmann ^m Einfluß zur frieblichen 23 er« Berliner Vertreter ber französischen Havas-Agenlur . b e r politischen Beziehungen folgenbe Erklärung ab: hoiher Länber. „Die seil Anfang Juni in Paris geführten beutsch- befriebiaenbe Abschluß des Abkommens hat französischen Wirlschaftsverhandlungen hatten zu- , <7 beim Dorliegen scheinbar unüber- nachst zur Paraphierung mehrerer Abkommen ge- $ j3 b[i(kcr Gegensätze ber Erfolg nicht versagt bleibt, fuhrt, die in erster Linie die Eingliederung des vornherein bei den Verhandlungspartnern Waren- und Zahlungsverkehrs mit Oesterreich . des Verständigungswillens herrscht." w die deutsch-französischen Wirtschaslsabmachungen oer wei, i bezweckten. Sie konnten, wie ursprünglich beab- 1DU1Ü1Ö. stchtigt war, trotz des gegenseitigen Versländigungs-1 //7 5a^nn?en6a6ies™tfS *71 ber^bteilu^ für ^Mooerträge im fr°nMfch°n Eichener Anzeiger General-Anzeiger für Gberhefsen 0ru6 unb Verlag: vriihlsche Universitätsbruckerei «.Lange In Siehrn. Lchriftleitung unb Geschäftsstelle: Schnlstrahe 7 lovay3 Wangching Wadiwostok Tatzekow Yenki Kö€I Holung 3 । * W den nur entsprechende Kredite gewährt. r " K Hunischun Passtet ■ Tung Der ner« Nikolsk-. Ussurijskij Spanien gehörte bis zu dem aufwühlenden Ereignis des Konfliktes von 1936/38 zu den Ländern, die noch an der Scheide zwischen feudaler Gesell- chafts- und Wirtschaftsverfassung und moderner Technik standen. Gerade in einer solchen lieber- gangszeit sind die sozialen Mängel ost kraß ausgebildet. Aber es fehlen die Antriebe und Kräfte, um sie zu überwinden, weil eben noch keine Klarheit besteht, wohin das Land steuert. Auf der einen Seite bestanden in der Landwirtschaft Zustände fort, wie sie sich vor Jahrzehnten und Jahrhunderten herausgebildet haben; auf der anderen Seite war es häufig ein volksfremder Kolonial oder Raubkapitalismus, der das Land nur deshalb zum Schauplatz feiner Wirksamkeit genommen hat, weil er billige Arbeitskräfte vorfand, oder weil er die Verdienstspanne ausnützen wollte, die durch die Zollgesetzgebung geschaffen worden war. In solchen Uebergangszeiten war es sehr häufig der Krieg oder — im Frieden — das militärische Bedürfnis nach ausreichender Selbstversorgung, das über diesen Hänge- und Schwebezustand hinausgeführt hat. In Deutschland wirkten die napoleonischen Kriege und später die Einigungskriege unter Bismarck in ähnlicher Weise. Und immer gingen auch vom Heere starke soziale Interessen aus, seit jenem preußischen General von Horn, der im Jahre 1828 das Ergebnis der Musterungen in' Schlesien dahin zusammenfaßte, -daß die Rekruten aus dem Arbeiterstande vielfach die nötigen körperlichen Voraussetzungen für den Militärdienst vermissen tärischen Operationen stark gelitten haben, hegt man für Tschengtschau ernste Befürchtungen. Am Jangtse haben die Chinesen Deiche d e s Nordufers durchstochen, und zwar in dem Gebiet, das Kiukiang gegenüber liegt. Die Wasser des Jangtse überströmten sofort das weite Gelände und drangen bis Hwangmei heran. Durch diese Maßnahmen der Chinesen dürfte der japanische Vormarsch schwieriger wer- Die Karte zeigt das Unruhegebiet bei Huntschun-Schanfeng. Auf der Karte erkennt man die koreanischen Bezirke, in denen neben mehreren Dörfern auch die Grenzstadt Keiko von sowjet- russischer Artillerie sowie Fliegern bombardiert wurde. — (Zeichnung Kurzhauer — Scherl-M.) Ostseefahrt des britischen Marineministers. London, 4. Aug. (DNB. Funkspruch.) Erste Lord der Admiralität Duff Cooper z ließ am Mittwochabend an Bord der Admirolitäts- jacht „Enchantreß" Portsmouth, um sich auf eine Ostseefahrt zu begeben. Duff Cooper trifft morgen in Kiel ein. Anschließend wird er Danzig, Helsinki und Kopenhagen besuchen. ließen. . Der Konflikt in Spanien hat genau so gewirkt und vielleicht um so nachhaltiger, als die Ausrüstung des Heeres recht unvollkommen und zum Teil wohl auch kümmerlich gewesen ist. Es mußten also Fehler gut gemacht werden. Und wenn Fehler gut gemacht werden, dann wird eben „reformiert", und bann entsteht jene geistige und gefühlsmäßige Einstellung, aus der die Probleme klarer und schärfer gesehen werden, als wenn Parteipolitiker um die Gunst des Wählers werben und nur ein Kompromiß suchen, bei dem sie sich „nicht vergeben". Niemals hätte Franco eine so nachhaltige und allgemeine Unterstützung in der spanischen Bevölkerung gefunden, wenn er nicht an die sozialen Probleme herangegangen wäre. Seine Agrarpolitik läuft auf die Schaffung eines gesunden bäuerlichen Besitz st andes hinaus. Sie hebt sich dadurch auf das Merklichste von der bisherigen landwirtschaftlichen Betriebsform ab, bei der Besitzer riesiger Ländereien — also Latifundien- besitzer und nicht bloß Großgrundbesitzer in unserem Sinne — den Boden zunächst an einen Generalpächter verpachteten, der wieder Unterpächter unterhielt, von denen jeder endlich so und so viele Land- orbeiterkolonnen beschäftigte. Das Ergebnis dieses grausamen sozialen Spiels war, daß unterhalb einer wenig zahlreichen Klasse von Bodenrentnern ein Heer von Landarbeitern tätig war, die gar nicht au dem ßanbe, lebten, sondern in Dörfern und Städten ober Stäbtchen. Unb um bas Unheil voll zu machen, waren biese Dörfer unb Stäbte noch aus den Zeiten des mittelalterlichen Kampfes gegen die Mauren vielfach Wehrdörfer und Wehrstädte, deren dicke Mauern wie ein Symbol der Trennung des Landarbeiters vom Land wirken. Italiens Webrproarannn Erhöhung der Schlagkraft. den. Luftschlacht südlich von Hankau. Hankau, 3. August. (Ostasiendienst des DNB.) Südlich von Hankau kam es heute zwischen 20 japanischen Bombern, die von 50 Jagdflugzeugen Ruhige Lage bei Schangseng. Japan wartet die Wirkung seiner Proteste in Moskau ab. Metaxas. Zwei Jahre bolschewistenfreies Griechenland. Zer-, 4 Qafe, Taipirtgchwdrt • 0 Wangpapotze kV* " Hucshaapis Franco-Spanien im inneren Ausbau Der soziale Lebensantrieb. schwere Verluste gekostet; er hat über 300 Tote auf dem Schlachtfeld zurückgelassen. Don den nationalen Truppen wurden außerdem hundert Gefangene ge. macht. 3m Kampfabschnitt an den Quellen des Guada« lamar wurde ein feindlicher Angriff durch die nationale Kavallerie zurückgeschlagen. Der Gegner ließ auch auf diesem Kampfplatz zahlreiche Tote ^Am Dienstag hatte die nationale Luftwaffe mili- tärische Ziele in den Bahnhöfen von Hospitalet und Tarragona mit Bomben belegt. Die Kriegsmaterialfabrik von Paitrosot wurde gleichfalls mit Bomben belegt und in Brand gesetzt. b w Sä! 5" ‘»rf1 8 n 1*111 n Hier war auch der Punkt gegeben, wo die Sozialpolitik in die allgemeine Wirtschaftspolitik umschlug. Selbstverständlich wurden die Unterstützungen großzügig und gern gewährt, aber I Rom, 3. Aug. (DNB.) In mehreren Besptt" doch nur solange, bis die Menschen in den befreiten chungen, die unter dem Vorsitz des Duce mtbi Gebieten wieder in Brot und Arbeit gebracht mer«|im Beisein des Finanzministers sowie des General- den konnten. Die Bedürfnisse der Armee sorgten stab^chefs für Heer und Luftwaffe stattfanden, wurde schon dafür, daß die Kessel bald wieder unter Dampf ein zusätzliches Programm zur Erhöhung her gesetzt wurden und die Kamine zu rauchen began» Schlagkraft ber italienischen Wehr - nen. Spezialisten mürben herangezogen, um bie ent» macht beschlossen. sprechenden Industrien in Gang zu drin- Unter ber Ueberschrift „Die Richtlinien bes Dvc« gen oder überhaupt neu aufzubauen. Diele „Rote" I für eine weitere Aufrüstung der italienischen Wehr« hatten sich verdrückt. Ihre Arbeitsplätze kann- macht" erklärt „Tribuna", diese Erhöhung bet ten nun von arbeitslos geworbenen Menschen an* I Schlagkraft werde nicht nur ben Erfordernissen bet genommen werden. Der Außenhanbel mußte schließ* Verteidigung entsprechen, sondern auch mit bet lich weiter gehen, um die Einfuhren bezahlen zu strategischen Richtlinien übereinstimmen, die in be? können. Darum würben bie Bergwerke wieder in Formel „rasche Entscheidung" ihren Aus- Gang gesetzt. Das bedeutete Wiederherstellung berhjru(f fänben. Zur Zeit sei man mit der Prüfuni Verkehrswege, und die dadurch entstehenden Auf- von Maßnahmen beschäftigt, die den Infanterie' gaben waren oft so umfangreich, daß auf Kriegs- Divisionen eine größere Beweglichkeit gestatteten, gefangene zurückgegriffen werden mußte. und die Manöver des römischen Armeekorps wär« Das wichtigste aber ist, daß der blutige Konflikt ben in dieser Hinsicht wertvolle Aufschlüsse geben, alle ft a r r e n Verhältnisse lockerte, die Schon jetzt könne man klar erkennen, baß die u«' geweckte Widerstandskraft in schaffenden Willen um- lienische Wehrmacht alle jene Eigenschaften besitze, setzte und ein wahres nationales Erwachen deren sie zur Lösung ihrer Ausgabe bedürfe. Dtt erzwang, das bie Menschen aus ihrer Gleichgültig- Maßnahmen des Duce feien dazu bestimmt, bie keit herausriß unb in das tägliche Leben hinein- militärische Stärke Italiens, die bei stieß Dr. Ho. sichersten Schutz des Imperiums unb der fasch' Oie Kämpfe im Ebro-Gebiet. blIlcte' no* ÄEngland und Italien. Als im Juli 1936 die Bolschewisten in Spa. nien die Früchte ihrer Umtriebe pflücken zu können glaubten, war ihnen an ber Ostecke des Mittelländischen Meeres, in Griechenland, anschei* nend ein gleicher Triumph beschieden. Der Paria» Imentarismus hatte versagt, die Regierung war ! machtlos, ein Streik jagte den anderen. Die Kommunisten rüsteten zum letzten Schlage, um durch Ausrufung des Generalstreiks in Saloniki auch den Griechen das Schicksal Spaniens zu bereiten. Da löste in der Nacht zum 4. August 1936 Joannis Metaxas, ein bewährter General und Monarchist, das Parlament auf, verordnete das Stand- recht, erklärte den Kommunismus für außerhalb der Gesetze stehend und errichtete eine autori« liäre Regierung. Seine weiteren Maßnahmen ■ I zielten darauf hin, eine einheitliche und wehrfähige Nation zu schaffen. Vor allem gelang es ihm, die I griechischen Besitzlosen sowie bie kleinasiatischen Flüchtlinge mit dem Staate auszuföhnen und sie I dem Kommunismus zu entreißen. Metaxas, ber aefahr bebroht. Die durch die Schneeschmelze an- Retter Griechenlands, wurde der Erneuerer des gestiegenen Fluten des Gelben Flusses haben den Hellenentums. . Raum oberhalb von Tschengtschau, dem Kreuzungs- Joannis M e t a x a s, der im Jahre 1871 auf der punkt der Lunghai-Bahn mit der Peking—Hankau- Insel Kephaloma als Sohn einer angesehenen, ur- Bahn erreicht. Da dort die Deiche infolge der mili- alten Familie geboren ist, gehört ^u jenen grie- tärischen Operationen stark gelitten haben, hegt man chischen Generalstabsoffizieren, Die Die Kriegs- 1 ’ akademie in Berlin besucht und sich eine Vorliebe für die deutsche Kultur und Dichtkunst bewahrt hoben. Seine Rolle in ben Wirren, die das alte Griechenland zerrissen, ist die eines aufrechten, un» antastbaren unb befähigten Monarchisten gewesen. Er unterzeichnete am 26. Oktober 1912 das Proto» kvll, bas Saloniki ben Griechen gewann, er lehnte als militärischer Berater König Konstantins während des Weltkrieges die von ber Entente vorge- schlagene Eroberung der Dardanellen durch die griechische Armee ab unb bewies dadurch seinen militärischen Weitblick. Im Juni 1917 landete die Entente in dem durch eine Blockade ausgehunger» ten Griechenland Truppen und besetzte Athen. Sie , verlangte die Verbannung des Königs und ber kö» begleitet waren, und einem chinesischen Geschwader niglichen Familie, griechischer Staatsmänner unb 311 einer schweren Luftschlacht. Aus beiden Offiziere, und wies auch Metaxas als ententefeinb* Seiten sind erhebliche Verluste zu verzeichnen, die lich aus . , , ' J,, Aber 1920 kehrte Metaxas zurück und wandte sich im einzelnen noch nicht festftehen. gegen das Abenteuer des kleinasiatischen Feldzuges Am Mittwochvormittag griffen 18 japarttfdje gegen die Türken. Die Revolution von 1922 war Bomber Hankau selbst an und ivarsen Bomben das Werk von Venizelos, gegen den Metaras auf den Flugplatz. einen zähen Kampf führte. Sechs Minister des Kö» l nigs wurden hingerichtet, ber König mußte außer Landes gehen. Der Kreter Denizelos war ber Günstling ber Entente, ber Freimaurer und Bol» schewiften. Fast allein stand Metaxas gegen diese unterirdischen Mächte, die Griechenland in Verwirrung stürzten. Venizelos putschte im Jahre 1933, » . •• rn r, _ . < «als er General Plastiras vorschob, am 1.März Franco ging zunächst, schon'N ben ersten Wochen er ^ch eine Hanbvoll politisch» einer ©taotsfubrun^ an Die bc® * euH reoDlutionärer Militärs wieber zur Macht zu kom- [ung ^eran. Für die Jnbustriearbeiterschaft w Uber General Kondylis warf mit Me- ben Arbeiterwohnhauser gebaut. Das 6eutf4 den Aufruhr nieber. Am 10. Oktober 1935 D.orbilb regte zur Errichtung eines Winter-1„ nQd) G.^chenlanb zurück, -r? - Somm- Professor Demerdzis übernahm die Ministerpräsi» ift m Nativnalspanlen h i kJ) 9 * ; dentschaft, aber bas Land blieb voll Unruhe. Im lVnJcn LrSbeh«rnn^^ic Verlo/auna der Parlament stritten die Gruppen. Der Bolschewis- 8ni^^nt-rbl^ebenen bellte ein Massenproblem mU5 im Bunde mit den Anhängern Venizelos' zer> da ^u d^en Kr^ieaerhinterbliebenen auch die Personen rüttete Handel und Gewerbe, das Wirtschaftsleben gere^iK^murbe^n/berenGrnä^rer^om roten Terror ftarb im gemordet worden roar. Ein besonderes Hilsswerk ^er Kbmq Me10 x 0 s mit dem hoEkN Posten, wurde eingerichtet für die Verpflegung der Be> Im August kmn es zur Entscheidung Metoros red oölterunq in den neu eroberten Gebieten, die in- J0*.6 dus Land gestattete das Verhältnis der Ao folge der schlechten Lebensmittelversorgung in Rot- beiter und Bauern zur Regierung neu, merzte du panien stets regelrecht ausgehungert waren. D-b-i uralte Parte,ungssucht der Griechen aus, kurzum, ergab sich die Notwendigkeit, eine Unterscheidung Wus Disziplin, Ruhe und Drtmunn ®er Boll»o zu treffen zwischen der Bevölkerung, die überhaupt wwmus bat emen Sstitzpunkt un Mittelmeer end- nichts hatte, also arm in der vollsten Bedeutung M->t,g verloren. Der Wiederaufbau der gr>ech,l»e»i des Wortes war, und jenen Spaniern, denen die PaU"u ist untrennbar nut einem Namen verknüpft. Roten alles abgeknöpft hatten, was Geld und Metaxas^ An diefer Tatfache hat auch der soeben: Geldeswert hatte, die aber noch irgendeinen Besitz. °uf der Insel Kreta, der fieirnat des ewigen 3ntn- z. B ein Haus, retteten. Die Arbeiterbevölkerung «unten Vemzelvs, niedergeschlagene Putsch einiger wurde unterstützt, bis die Fabriken wieder in Sang unbelehrbarer Vemzelisten nichts zu andern ver- kamen; ben gelblosen, aber besitzenben Kreisen wur-1 mocht. rt. Tokio, 3. August. (Ostasienbienst des DNB.) Die Lage bei Schangfeng ist jetzt ruhiger geworben, da bie gegen bie japanischen Stellungen angesetzten Sowjettruppen sich auf ihre Ausgangsstellungen zurückzuziehen scheinen. In politischen unb militärischen Kreisen Tokios beurteilt man dieses Problem nach wie vor ernst, wozu auch bie Stimmen aus Dem Auslanbe beigetragen haben mögen, die zum großen Teil bie Möglichkeit ernster Verwicklungen erwägen. Man glaubt hier weiterhin, baß Japan militärisch nichts unternehmen werbe, was ben Zwischenfall verschärfen könne, unb lediglich mit bem Einsatz entsprechender Wehrmittel auf bie Sicherung der Grenze bedacht sei. Gleichzeitig erklärt man aber, baß selbstverstänblich genügenb Kräfte bereitgestellt seien, um etwa weitergehende Absichten Der Sowjets unmöglich zu machen. Zunächst erwartet man in Tokio, baß die von Manbschukuo unb Japan in Moskau unternommenen Schritte zuminbest darüber Klarheit bringen werben, welche Absichten und Beweggründe hinter ber sowjetrussischen Provokation stehen. Chinesen durchstechen die Deiche des Jangtse. Schanghai, 3.Aug. (Ostasienbienst des DNB.) China ist von einer neuen Hochwasser- davon überzeugen können, in welcher Gesinnung die Tschechen die Besprechungen beginnen: im Zeichen verschärfter Feindseligkeit gegenüber ihren Volksgruppen unb einer Provokationspolitik gegenüber Dem Reich, die mit einem Zynismus ohnegleichen vorwärtsgetrieben wird unb von der wahnwitzigen Vorstellung ausgeht, baß Europa keine andere Aufgabe hätte, als sich auf dem Altar tschechischen Größenwahns opfern zu lassen." „Prags Anschauungsunterricht" überschreibt das „Berliner Tageblatt" feinen Kommentar und führt bann aus: Die Tatsache, baß tschechische Flieger ben Augedlick bes Eintreffens Lord Runcl- mans in Prag benutzen, um mit einer alle bisherigen llebergriffe übertrumpfenden Verletzung beutfchen Hoheitsgebietes bem englischen Mittelsmann unb zugleich aller Welt zu verstehen zu geben, wie wenig ben tschechischen Militärs an einer frieblichen Lösung ber tschechischen Frage gelegen ist. rechtfertigt bie ernstesten Besorgnisse. Lord Run'ciman hat selbst in ber ersten Stunde seines Aufenthaltes in ber Tfchecho-Slowakei einen sehr eindrucksvollen Anschauungsunterricht von ber Wirklichkeit erhalten, bie er, wie Chamberlain im Unterhaus versicherte, zu hüten entschlossen ist. Mit Schärfe weist auch ber „Berliner Loka l a n z e i g e r" bie neue Provokation zurück. Es ist gerabe so, so führt das Blatt aus, als wollten bie Tschechen nicht nur vor uns, fonbern vor ber ganzen Welt plakatieren: W i r pfeifen auf bie Vermittlungsversuche, wir legen aar feinen Wert barauf, baß bie Spannung mit Deutsch„- lanb beseitigt wirb, wir machen, was wir wollen." Die „Germania" verweist besonbers auf bie Zusicherung Kroftas, nach ber sich tfchecho-flo- wakifche Militärflugzeuge 5 Kilometer von ber Grenze entfernt aufzuhalten haben, um Grenzzwischenfälle zu oermeiben. Das Blatt fährt bann fort: Sollte biese Zusicherung bei den zuständigen Kommanbostellen — wie anzunehmen — mittlerweile in Vergessenheit geraten fein, so dürfte sich ihre sofortige nachbrückliche Wieberholung wohl bringenb empfehlen. Im übrigen gestatten wir uns, an bie Verantwortlichen der Prager Burg bie Frage zu richten, ob diese neuerliche Grenzverletzung als die Begleitmusik zu bem Empfang Lord Runcimans in Prag gebucht ist. Runciman über seine Mission. „Freund aller und Feind von niemand." Prag, 3. Aug. (DNB.) Lord Runciman unb Gattin sind am Mittwochnachmittag in Prag eingetroffen, wo sie u. a. von dem englischen Gesandten in Prag, Newton, unb bem Chef des diplomatischen Protokolls empfangen mürben. An dem 611 voi OÄ-eiter W Aschen & X Tatsache ysl die ^e KM » f5#«" y®« xv * Spionage i London. 3-^ A berichtet nb L-Vkeu f* von einem De ^ün6h"£ ft'Ä ijjiebene Lander itn einen Betrac Jart, an- Walke' ^Kopien bas y Lord Runciman. — (Associüted-Preß-M.) ber Begrüßung nahmen als Vertreter ber Subeten- beutschen Partei die Adgeorbneten Kunbt unb Dr. Sebekovsky teil. Auch bie in- unb ausländische Presse war stark vertreten. Lorb Runciman empfing abends die in» unb auslänbischen Pressevertreter. Eingangs stellte Lorb Runciman fest, baß er um bie Übertragung dieser Aufgabe nicht ersucht habe. Zwei Parteien haben mich gebeten, sagte Lord Runciman, diese Ausgabe zu übernehmen, unb mir mitgeteilt, baß sie sich freuen würben, wenn ich bem Wunsche nachkäme. Ich danke ber tschecho-slowakischen Regierung sowie ben subetendeutschen Führern unb ben tschechischen Vertretern für ihr herzliches Willkommen. Ich habe 40 Jahre Erfahrung in ber Politik unb weiß, daß der Frieden nur auf der Basis des gegenseitigen Vertrauens hergestellt werden kann. I ch komme als Freund aller unb Feind von niemand. Ich weiß auch, daß es viele Schwierigkeiten zu lösen gibt. Manche dieser Schwierigkeiten werden mir wohl noch näher erklärt werden, unb ich hoffe, daß manche davon bereinigt werben können. Lorb Runciman sagte, er sei überzeugt, baß, wenn guter Wille vorhanben sei, auch die Hoffnung auf erfolgreiche Zusammenarbeit bestehe. Er betonte, daß dazu vor allem die Presse beitragen könne, ber er von Zeit zu Zeit Mitteilungen machen zu können glaube. Einen großen Pressedienst werde er aus technischen Gründen nicht aufziehen können. Am Schluß seiner kurzen Ausführungen bat Lorb Runciman. heute keine Fragen an ihn zu richten, weil er sie vorläufig noch nicht beantworten könnte. Gudetendeutsche Abgeordnete bei Hodza. Prag, 3. Aug. (DNB.) Wie das Presseamt ber Subetendeutschen Partei mitteilt, empfing Ministerpräsident Hodza heute die Abgeordneten der SDP. Kundt unb Resche. Der Ministerpräsident überreichte dabei die Antwort über die ihm vom Abgeordneten Kundt gestellten fünf Fragen. Im übrigen erstreckte sich bie Aussprache auf ben weiteren Fortgang ber Fühlungnahme zwischen ber Regierung unb der SDP. Der neu DasR Berlin, 3. imunminifter Dr Linderung 1 soeben ergangen, dem Finanzbedal Besserung der dem Gedanken, c zenimNahnm heii dachellen. Lemnsahung d gung der dr besonderen Tie unternehmunge ber wirb bie 1 hoben und jugi Äiersteuer (teuer, deren t)i etwa den gleie bähe Steuern. Mderftatti heuer an öii Damit wird e Wchstellung bi triebe unfernomr fytlung der 2 Ä lkonzessionsg Wunder wer A)v. h. vom Gemeinden i !a iMck auf ^iurd) neue Lier jahrespl eine ft ä d iir am Austvn Mschufts» Lender sind he öeifunaen ana Aasvnd-tzesetz hächsigrenze s oern erreicht etwas gelüstet, öeugsteuer ^a^eranteils neue Trundsät l^on seit bem rt ™iril je6, die Entsch Ausschreibui Ausschati am; &■ a ^>erzu Don 9Ub Nacht zum Donnerstag ausgegebenen Heeresbericht: Nnlerreduna Chamberlains mit Halifax. Der Mißerfolg ber feinblichen Truppen im ' r x ,, . Ebrogebiet hat am Mittwoch angehalten. Die ßonbon, 4. Aug. (Europapreß.) Eine Unter- Kennzeichen einer sowjetspanischen Nie- rebung bes englischen Ministerpräfibenten C h am» ber Tage werben immer beutlicher. Die Verluste berlain, ber gestern für kurze Zeit in Lonoon bes Feinbes finb unberechenbar. Ein neuer Kampf weilte, mit Außenminister Lorb Halifax gaiu im Bezirk nördlich von Fayon hat dem Gegner iwie die „Times" zu berichten weih, tn erster HL s*? Ni RUSS uasdo/no TZanazvoft w yfamaf Igvo^öndskt Ä V- ^freies nügt es, m i t unterzeichnet. KnWn q'SSTbi$t Wub«n fo m.rb «rmutet. daß sie »orgeln Aus aller Welt Oie japanischen Zugendführ« am Grabe Hindenburgs. Äir Oer neue 3inan}oueglei<6 Las Reichsgesetz ergangen. gegangen sein muß. Mexiko lehnt ab. Ausschaltung jüdischer Aerzte Bestallungen erlöschen am 30. September 1938. nichtig sein. ..... Das Gesetz gilt nicht für Erbfälle, die sich bereits vor seinem Inkrafttreten ereignet haben. Alte Erbfälle können also nicht unter Berufung auf dieses Gesetz wieder aufgerollt werden. Dagegen kommen die Formerleichterungen auch den bereits vorher errichteten Testamenten zugute, wenn der Erblasser erst nach dem Inkrafttreten des Gesetzes stirbt. Das Gesetz tritt sofort in Kraft und gilt (von einigen unwesentlichen Bestimmungen abgesehen) nach einer Uebergangszeit von drei Monaten auch im Lande Oesterreich. Am Dienstag, dem vierten Todestag Hindenburgs, besuchten die japanischen Jugendführer, die seit mehreren Wochen durch Deutschland reisen, das Reichs- Präsentiermarsch der Deutschen Polizei. Nach einer Anordnung des Reichsführers ff und Chefs der Deutschen Polizei ist der Marsch „Schutz und Trutz" für Mufikchor und Spielmannszug von Wilhelm Schierhorn zum Präsentier- marsch der Deutschen Polizei bestimmt worden. Gewaltiger Kraftverkehr zum Breslauer Turn- und Sportfest. Die Eröffnungsfeier und die Endkämpfe des Deutschen Turn - und Sportfestes 1938 in Breslau waren durch die Anziehungskraft des Führerbesuches am vergangenen Sonntag der Anlaß zu einer gewaltigen Verkehrs st eigerung auf den nach Breslau führenden Reichsftraßen und der schlesischen Reichsautobahn, die vor kurzem durch die Eröffnung der Teilstrecke Sagan—Forst eine wesentliche Verlängerung erfahren hat. Reichs- autobahn und Reichsftraßen, auf denen in der Nähe Breslaus zu Beginn und am Ende des Turnfestes jeweils von Samstagmittag bis Montag der Verkehr gezählt wurde, hatten eine Gesamtbelastung von rund 75 000 Kraftfahrzeugen aufzuweisen, von denen auf die Reichsautobahn 15 000 und die Reichsstraßen durchschnittlich je 10 000 Fahrzeuge entfallen. Dies bedeutet eine Steigerung um 300 bis 500 "v. S). der üblichen Verkehrsbelastung. Internationaler Bäderkongreh Deutschland 1938. Der 1937 in Budapest gegründete „3 n t e r nationale Bäderverband" wird seine erste große Tagung vom 22. bis 27. September in Berlin und Bad-Nauheim abhalten. Der Internationale Bäderverband hat sich zur Aufgabe gestellt, einheitliche Grundsätze für die Arbeit der Bäderwissen- schaft und Bäderwirtschaft zu schaffen und schwebende Probleme des Bäderwesens zu klaren. Anschließend an die Sitzungen des Internationalen Bäderverbandes folgt in dem Staatsbad Nauheim die Arbeitstagung des Internationalen Bäderkongresses, die mit dem Zweiten Deutschen Badertag des Reichsfremdenoerkehrsoerbandes verbunden ist. Das Programm sieht Sitzungen der fünf Fachgruppen vor, in denen international anerkannte Fachleute über aktuelle Themen sprechen werden. Außer- dem wird in Bad-Nauheim eine Ausstellung moderner Bädertechnik und eine Ausstellung des internationalen Werbematerials der Bäder gezeigt. n- Der ßL?-1 "Ä'i «iS ö uno j. landet. In Lissabon erreicht er den Anschluß an den europäischen Planverkehr. Mit seinem Eintreffen in Berlin ist am Donnerstag um 22.05 Uhr zu rechnen. Erinnerungsstätten für Pilsudski. In Lodz wird die Wohnung, in der Marschall Pilsudski um die Jahrhundertwende gewohnt und die revolutionäre Zeitung „Robotnik" („Der Arbeiter") geleitet hat, neuerdings wieder so eingerichtet, wie sie zu jener Zeit aussah. An Stelle der nicht mehr vorhandenen Druckmaschine wurde in London ein Modell des gleichen Systems „Boston" bestellt, das jetzt in Lodz eingetroffen ist. Die Rekonstruktion führt der damalige Mitarbeiter Pilsud- skis, der spätere Minister Kazimir R o z n o w s k i, durch. Der Aufbau des Wohnhauses, in dem sich Pilsudski im Weltkriege aufhielt, im Belvederepark steht kurz vor der Vollendung. Verwalkungsbeamle der Ordnungspolizei werden uniformiert. Der Reichsführer ff und Chef der Deutschen Polizei hat durch einen Erlaß die Uniformierung auf die Verwaltungsbeamten der Ordnungspolizei ausgedehnt. Es handelt sich in der Hauptsache um die Wirtschaftsverwaltungs- beamten, die die Sachgebiete Bekleidung, Verpflegung und Unterkunft bearbeiten, um das Wachtmeisterpersonal und einige andere Beamtengruppen. Die Verwaltungsbeamten der Ordnungspolizei tragen die Uniform der Schutzpolizei, jedoch tritt an die Stelle des hellgrünen Abzeichentuches hellgraues Tuch. Die Nebenfarbe für Achselstücke ich hochrot. Die Besätze und die Vorstöße an Hosen für höhere Verwaltungsbeamte der Obersten Dienstbehörde sind, wie bei den Polizeioffizieren, aus dunkelgrünem Abzeichentuch. EZ SÄ«" ’l*™ in S»tl| ÄS a"H Me bes Bij. S"d, anfit,l .-Negierung Sen- «t s N°ge. um W Ml°hiti aud) i 3U bereiten. % l 1936 3oann.i ^eral und K>, dnete das CtaH 15 für äußert 5 eine autori. eren MaßnahU e und wehrfähig ■lQn9 es ihm, bi ie kleinasiatifcht» Löhnen und st 'n. Metaxas, bc r Erneuerer b» ahre 1871 aus bc ' angesehenen, et zu jenen grib die die Krie-b sich eine $otli?h )ichtkunst beE rren, die das ob les ausrechten, ui> larchisten gemein ' 1912 das gemann, er Ich. Konstantins m: ler Entente vor mellen durch I i ies dadurch fer I i 1917 landete" I (fable ausgehunp besetzte Athen. fci innige und der li1 Staatsmänner unb 15 als ententefeich iick und wandte sich siatischen Mjuge; ion von 1922 war egen ben Was fflinifter bes König mußte außer i tzelns war bet laurer unb BoV irae gegen biest tianb in Derwir- 'm Jahre M M am ßandvoN pohtil»1 -ui Macht zu km s warf mit M' m 10. Oktober M Ariechenland zum , die Ministers b voll Unruhe. 5» ”n Der gern «5 ffiirM#* i( 1936. b-»- .m bödifW » ibuna. VerMmr d- > m **" a®e; U im ML hat «u* „V .t x»$ ewiaen J Psi» )rnai'umtti' Hans Bertram, der zur Zeit auf den planmäßigen Strecken des Luftverkehrs als Fluggast einen Flug um die Welt durchführt, hat auf der Nordatlantik-Versuchsstrecke der Deutschen Lufthansa mit dem unter Führung von Flugkapitän Engel stehenden Atlantikflugzeug „Nordwind" Horta auf den Azoren erreicht. Bertram, der von Horta am Mittwoch um 12.20 Uhr MEZ. mit der „Nordwind" startete, ist nach einer Flugzeit von etwa 6V- Stunden im Lissaboner Hafen ge- Berlin, 3. Aug. (DNB.) Das von Reichs- innenminifter Dr. Frick angekündigte Gesetz zur Aenderung des Finanzausgleichs ist soeben ergangen. Es schafft einen Ausgleich zwischen dem Finanzbedarf des Reiches und der wesentlichen Besserung der Gemeindefinanzen, ausgehend von dem Gedanken, daß die öffentlichen Sinan« zen im Rahmen des Finanzausgleichs eine Einheit darstellen. Gleichzeitig wird das Ziel einer Vereinfachung des Steuersystems durch Beseitigung der doppelten Bier st euer und der besonderen Stellung der öffentlichen Dersorgungs- Unternehmungen verfolgt. Mit Wirkung ab 1. Oktober roirb die bisherige Gemeinde-Biersteuer aufgehoben und zugunsten des Reiches mit der Reichs- Bier st euer vereinigt. Die künftige Reichs-Biersteuer, deren höhere Sätze noch nicht feststehen, soll Das Testament kann ebenso wie bisher vor einem Richter oder Notar errichtet werden. Bisher war auch für dieses Testament die Orts- und Zeitangabe Wesenserfordernis. Das neue Gesetz schwächt dies dahin ab, daß das Fehlen der Ortsangabe die Gültigkeit nicht berührt, und daß die etwa fehlende Zeitangabe durch das Datum auf dem Testamentsumschlag ersetzt werden kann; das Testament ist ferner nicht nur deshalb ungültig, weil die Angabe über den Tag der Errichtung unrichtig ist. Die Niederschrift über die Errichtung des Testaments muß dem Erblasser vorgelesen, von ihm genehmigt und eigenhändig unterschrieben werden; daneben war bisher vorgeschrieben, daß der Notar in der Niederschrift feststellen mußte, daß die Vorlesung, Genehmigung und Unterzeichnung ftattge- funb en hatte. Fehlte dieser Vermerk, so war das Testament nichtig. Nach dem neuen Gesetz ist das Fehlen des Vermerks unwesentlich. Hat der Erblasser die Niederschrift eigenhändig un- Für das gemeinschaftliche eigenhändige Testament war bisher vorgeschrieben, daß der mitwirkende Ehegatte ausdrücklich die Erklärung niederzuschreiben hatte, daß das Testament des anderen auch als sein eigenes gelten solle. An dieser Vorschrift sind viele gemeinschaftliche eigenhändige Testamente gescheitert. Nach dem neuen Gesetz genügt es, daß der eine Ehegatte die von dem anderen niedergeschriebene gemeinschaftliche Erklärung Mexiko-Stadt, 4.Aug. (DNB.) Die mexika- Nische Antwort auf die Note der Regierung der Vereinigten Staaten vom 21. Juli, in der diese wegen der Entschädigung des enteigneten ani ert ■ | konischen Landbesitzes ein Schiedsgerichtsverfahren beantragt hatte, wurde am Mittwochmorgen dem Botschafter der Vereinigten Staaten, Jo- sephus Daniels, überreicht. Die mexikanische Note lehnt die Forderungen der Vereinigten Staaten rundweg ab, schlägt jedoch vor, die Regierung der Vereinigten Staaten solle einen Vertreter bestimmen, der mit einem Vertreter Mexi' Jo.S innerhalb kurzer Zeit den Wert des enteigneten ^gentums abschätzen, sowie die Zahlungsweise der Entschädigung festlegen solle. greiflicherweise sind hierbei nicht selten Formfehler unterlaufen, welche die Nichtigkeit des Testaments zur Folge hatten. Um den Volksgenossen die hiermit verbundenen Unzuträglichkeiten zu ersparen, bestimmt das neue Gesetz, daß Formfehler, die dem Bürgermeister bei der Abfassung der Niederschrift Über die Testamentserrichtung unterlaufen, grundsätzlich unschädlich sind, so lange mit Sicherheit anzunehmen ist, daß das Nottestament eine zuverlässige Wiedergabe der Erklärung des Erblassers enchält. Wer sich in so naher Todesgefahr befindet, daß auch die Errichtung eines Testaments vor dem Bürgermeister nicht mehr möglich ist, kann ein Testament durch Erklärung vor drei Zeugen errichten; die Zeugen müssen hierüber eine Niederschrift fertigen, die vom Erblasser zu unterzeichnen ist. Dieses Drei - Zeugen - Testament kommt namentlich bei alpinen Unfällen in Frage, ist also vorwiegend für das Land Oesterreich von Bedeutung, wo es bereits bisher eine entsprechende Testamentsform gegeben hat. Durch das Gesetz wird die Testamentserrichtung wesentlich erleichtert. Das Gesetz trifft gleichzeitig Vorsorge, damit diese Erleichterung nicht etwa von einem böswilligen Erblasser mißbraucht werde. Nach dem Gesetz ist eine Verfügung von Todes wegen nichtig, soweit sie in einer dem gesunden Volksempfinden gröblich widersprechenden Weise gegen die Rücksichten verstößt, die ein verantwortungsbewußter Erblasser gegen Familie und Volksgemeinschaft zu nehmen hat. Hierdurch sollen z. B. folgende Fälle erfaßt werden: Eine die Familie benachteiligende Zuwendung an eine Person, mit der der Erblasser in unsittlichen Beziehungen gestanden hat; die sachlich nicht gerechtfertigte Zuwendung von Familien-Erinnerungsstücken, Fami- lienschmuck u. dgl. an Fremde; die Zuwendung von irgendwelchen Werten an eine staatsfeindliche Organisation; Einsetzung eines Juden zum Erben eines deutschblütigen Erblassers unter Uebergehung naher arischer fßermartbter. Nichtig ist eine Verfügung von Todes wegen ferner, soweit ein anderer den Erblasser durch Ausnutzung seiner Todesnot zu ihrer Errichtung bestimmt hat. In der Begründung des Gesetzes heißt es hierzu: Es ist vorgekommen, daß Religionsdiener in Verkennung ihrer wahren Pflichten auf eine Erblasser am Sterbebett unter Ausnutzung der Angst des Sterbenden vor Bestrafung im Jenseits emge- wirkt haben, um eine Zuwendung zugunsten ihnen nahestehender Einrichtungen zu erlangen; ein solches Verhalten kann nicht gebilligt werden. Eine Verfügung von Todes wegen, die auf diese Weise zu- standegekommen ist, soll nach dem neuen Gesetz Sormenflrenge im Tesiarnenisrechi gemildert Wesentliche Vereinfachungen durch ein neues Gesetz. Der vom Rundfunk- und Kulturamt der Reichsjugendführung im diesjährigen Weimarer Lager bekanntgegebene Entschluß, zur Erneuerung des deutschen gesellschaftlichen Leb en 5 zielbewußt beizutragen, zeitigt jetzt eine erfreuliche Frucht. Die HI. benutzt die Große Rundsunkaus- stellung Berlin 1938 zu einer positiven Ausemander- , - । setzung mit dem Begriff „T a uz sch Jag e r . Hier- egehabten berichtet der Reichsjugend-Pressedienst u. a.: Hauswirt ^nn es sich darum handelt, dem Schlager und ------1 der Tanzmusik entgegenzutreten, wie fie heute als ' recht unwürdige Errungenschaft der Neuzeit das aesellige Leben unseres musikalisch so reichen Volkes bestimmen, so darf man nicht in der Theorie verharren Die berufene Generation baw ist die Jugend. „Laßt doch der Jugend ihren Lauf heißt ein altes schönes Tanzlied, das demnächst im Mittelpunkt einer beifpielgeberrben Veranstaltung stehen wird, welche die HI. im Rahmen der Rund- iunkausstellung im Berliner Furkhaus durchfuhrt. Es ist die „Stunde der jungen Nation am 10. August von 20 bis 22 Uhr (über alle deutschen Sender). Drei junge Komponisten der HI. erhielten >den Auftrag, das Lied, das ein einprägsames und lebendiges musikalisches Motiv enthalt, in ber verschiedensten Form musikalisch zu bearbeiten. Wir werden es in Liebvariationen, als Walzervariatio. nen als konzertante Musik unb als Ian3muftf hören Das Ergebnis ist eine mit ben I Mitteln unserer Zeit, aber aus der unerschöpflichen Siedler in Zentralaustralien haben dieser Tage, wie bereits gemeldet, beim Abstecken der Viehweiden eines Gutes die Gebeine des seit 90 Jahren verschollenen deutschen Australien-Forschers Ludwig Le ich Hardt und seiner Begleiter aufgefunden. Die letzte Ausreise des wagemutigen Forschers er- folgte im Dezember 1847, als Leichhardt Australien von Osten nach Westen durchqueren wollte. Von ! dieser 10 000 Kilometer langen Reise durch die inner- australische Steppe ist Leichhardt nicht mehr zuruckgekehrt. — (Scherl-Bilderdienst-M.) Ein neuartiger Versuch der 63. hl-glr^ r S>i' di- U giftig e % »» Al«"’’ >chen durch Deutschland reifen, das Reichsehrenmal Tannenberg. Am Grabe des toten Feld- Herrn legten sie einen Kranz nieder (unser Bild). (Scherl-Bilderdienst-M.) beide Steuern. Das Gesetz beseitigt weiter die und von ihm genehmigt ist. Rückerstattung der Körperschafts. Ist zu besorgen, daß der Erblasser früher sterben steuer an die öffentlichen Versorgungsbetriebe, würde, als die Errichtung eines Testaments vor Damit wird ein weiterer Schritt zur völligen dem Richter oder Notar möglich ist, so kann er das Gleichstellung der öffentlichen und privaten Be- Testament vor dem Bürgermeister der Getriebe unternommen. Weitere Maßnahmen, wie die meinde, in der er sich aufhalt, errichten Der Regelung ber Abzugsfähigkeit von Weaeadgaben Bürgermeister hat bei ber Errichtung dieses N o t. unb Konzessionsgebühren, finb in Vorbereitung. Die testaments, das übrigens nach brei Monaten Grün derwerbs st euer wird künftig in Höhe seine Gültigkeit verliert, die Vorschriften über das von 3 v. H. vom Reiche in Anspruch genommen, notarielle Testament" entsprechend anzuwenden. Ve- Den Gemeinden verbleibt der Zuschlag von 2 v. H. Im Hinblick auf die Mehruusaaben, die den Landern durch neue Aufgaben besonders im Rahm^i des Dierjahresplanes entstanden sind, wird gleichzeitig eine stärkere Beteiligung der San, pSrfTan*“ Ums:letzte Spur eines deutschen Forschers. Länder sind heute im wesentlichen auf diese Ueber- sp*- ■ Weisungen angewiesen, deren Höhe aber durch das I < Plafond-Gesetz von 1936 begrenzt war. Da die Höchstgrenze schon im vorigen Jahr von den San- dem erreicht war, wird die Plasond-Decke jetzt I Jr* etwas gelüftet. Auf dem Gebiet der Kraft fahr- r M j zeugsteuer erfolgt eine geringe Kürzung des Länderanteils. Für die Verteilung sind für 1939 1 neue Grundsätze zu erwarten. Daß die Wohl-I MWM ) f ahrtsbilf e an die Gemeinden vom Reiche l ; EM M WWW?^ schon seit dem 1. April 1937 nicht mehr gewährt W MM wird, wirb jetzt auch gesetzlich festgelegt. Schließlich I r wirb bie Entschädigung der Gemeindebehörden für die Ausschreibung der Steuerkarten aufgehoben. I Berlin, 3. Aug. (DNB.) Die Subenfra^e wirb in Deutschland auf gesetzlichem Wege schrittweise aber zielbewußt ihrer Sösung entgegengeführt. Brachte das Reichsbürgergesetz und die Zweite Der- orönung hierzu eine Bereinigung des öffentlichen Lebens von Juden durch die restlose Entfernung aller jüdischen Träger eines öffentlichen Amtes, so ziell eine soeben verkündete Vierte Verordnung zum Reichsbürgergesetz auf eine Fernhaltung der Juden vom deutschen Dolkskörper auf einem besonders wichtigen Gebiet ab: bie Ausschalt u n g ber 3ub e n aus der A e r zteschäft. Mit dem! 30. September 1938 erlöschen die Bestallungen der jüdischen Aerzte. In Deutschland wird von nun an kein jüdischer Arzt mehr einen deutsch- blütigen Menschen behandeln durfea. Der jüdische Arzt, dessen Approbation erloschen rsr, darf auch nicht durch Aufnahme einer Tatiakelt als Heilpraktiker versuchen, das Gesetz zu umgehen. Im übrigen enthält die Verordnung Vorschriften über Lösung von Dienstverhältnissen, Kündigung von Wohnungen usw. Wichtig ist, daß die Kündigung von bisher von jüdischen Aerzten inner-' Wohnungen ober Pxaxisräumen vom oder bem jüdischen Mieter bis zum 15. 21 u g u |i 19 3 8 ausgesprochen unb bem Vertragspartner zu- Berlin, 3. Aug. (DNB.) Die Vorschriften des BGB. über die Errichtung von Testamenlen unb Erbverträgen haben sich nicht in allen Teilen bewährt. Bei ihrer Anwenbung hat sich gezeigt, baß man bamals bie an bie Form zu stellenden An- orberungen sowohl beim eigenhänbigen, wie beim öffentlichen Testament unb beim Nottestament überspannt hat. Für das soeben von ber Reichsregierung beschlossene Gesetz über bie Errichtung von Testamenten unb Er b u ertrüge n wirb biete Formenstrenge weitgehendst gemildert. Beim eigenhänbigen Testament war es bisher Wesenserforbernis, baß ber Erblasser bie Angaben über ben Ort unb bie Zeit ber Errichtung bes Testaments eigenhänbig niederschreiben mußte; infolgebessen war z. B. ein eigenhändiges Testament schon beshalb ungültig, weil ber Ort ber Errichtung vorgedruckt unb Dicht handschriftlich angegeben war. Nach bem neuen Gesetz sind beim eigenhändigen Testament Orts- und Zeitangabe zwar erwünscht, aber nicht m e h r Gültigkeitserfordernis; der Gültigkeit des Testaments steht es also nicht entgegen, wenn bie Orts- ober Zeitangabe nicht hanbschriftlich angegeben ist, ober überhaupt ganz fehlt. Dolksmelobik geschaffene neue Tanzmusik. Die Hörer der deutschen Sender sind aufgefordert, sich dieses Beispiel einer neuen Tanzmusik anzuhören und sich ihr Urteil darüber zu bilden. König Faruk Erenmitglied der Deutschen Iägerschaft. Reichsjägermeister Generalfeldmarschall Göring hat König Faruk von Aegypten die Ehrenmit- gliedschast des Reichsbundes deutsche Jägerschaft verliehen. Der deutsche Gesandte in Kairo, Freiherr von Ow-Wachendorf, überreichte König Faruk bei einer Privat-Audienz im Schloß Montazah bie prächtig ausgeführte Bunbesehrenurkunde, bie Anstecknadel und das Hutabzeichen bes Reichsbunbes. IBeltflieger Hans Bertram heute abend in Berlin erwartet. Linie den englisch-italienischen Beziehungen, über die der englische Botschafter in Nom, Sord Perth, kurz vorher dem Außenminister Sord Halifax Bericht erstattet hatte. Lord sßerti) verbringt in England einen längeren Urlaub unb dürfte dem Außenminister erneut die Wünsche Italiens nach einer buttrigen Inkraftsetzung des Ostervertrages von Rom übermittelt Huben. Wie bas Blatt weiter meldet, ist jedoch in der Haltung ber englischen Regierung keine Aenderung eingetreten. Man sehe sich, so füat das Blutt hinzu, hier vor die Tatsuche gestellt, duß die Entwicklung der letzten Wochen die Doruussetzungen für dus Jnkraft- treten des Vertruges — die Regelung ber fpu- mschen Fruge — nicht gefördert habe. Diese Tat- fache, schließt die „Dimes", werbe in London allgemein bedauert. Man sche jedoch nicht, was da- gegen zu tun sei, außer einer Beschleunigung der Durchführung des Freiwilligen Abtransportes in Spanien. Ministerpräsident Chamberlain hat am Mittwochabend London verlassen, um sich nach Schottland in bie Ferien zu begeben. (Spionage in London für Moskau. London, 3. Aug. (DNB.) Die Londoner Abendpresse berichtet über einen Sp io nageprozeß, ber am Mittwoch in ßonbon begonnen hat. Em ehemaliger Inspekteur der Vickers Armstrong-Werke namens Robinson Walker steht unter der Anklage, sich von einem Beamten der Werke zwei Blaupausen von Zündungen für Flugzeuge gegen Bezahlung verschafft zu Huben, um sie nuch Moskau zu senden. Walker, der erklärt haben soll, daß er für drei verschiedene Länder Spionagedienste leistete, bot den Beamten der Vickers Armstrong-Werke für bie Kopien einen Betrag von 10 Schilling, etwa 6 bis 12 Mark, an. Walker würbe verhaftet als er mit ben Kopien das Haus des Vickers-Beamten verließ. Deutsche Wanderer tagen in Stuttgart. Der 47. Deutsche Wandertag findet vom 19. bis 22. August in Stuttgart, ber StcHt ber Auslandsbeutschen, statt. Hier tagen am 19. August ber Führerrat, am 20. August die Wegemeister, Wanderwarte unb .Dietwarte unb Verbandsvertre- ter. Die Mitgliederversammlung ber Deutschen Ge- birgs- unb Wanbervereine ist für ben 21. August angesetzt. An geselligen Veranstalttungen sind zu erwähnen ein Begrüßungsabend in der Stadthalle unb ein Empfang der Vorstände aller Verbände durch Oberbürgermeister Dr. Strölin. Am 21 August findet eine öffentliche Kundgebung mit einem Aufmarsch statt. Nach der Tagung fuhren Wanderungen und Fahrten die Teilnehmer durch die schönsten Teile des Schwabenlandes. Ein Landesverräter hingerichtet. Die Justizpressestelle Berlin teilt mit: Heute ist ber vom Reichskriegsgericht wegen Lanbesver- rate zum Tode verurteilte Wilhelm K a s ch e l aus Dresden, geboren am 4. September 1915 in Lewin, Kreis Glatz, hingerichtet worden. Kaschel ist, getrieben von Geldgier, ganz aus freien Stucken mit einem ausländischen Nachrichtendienst in Verbindung getreten unb hat es unternommen, wichtige militärische Geheimnisse zu verraten; er hat sich nicht gescheut, sich bei ber Ausführung seines lanbesver- räterischen Unternehmens eines jungen Mäbchens als Mittelsperson zu bebienen. Sein verbrecherischer Wille war derart groß, daß der Tod die einzige gerechte Sühne für seine treu- und ehrlose Tat sein konnte. hohe Zuchthausstrafen für jüische Devifenverdrecher. Das Sondergericht Braunschweig verhandelte gegen die Mitinhaber der Firma A. I. Rothschild» Söhne in Stadtoldendorf, bie Auslandsguthaben zwar pro forma ihrer holländischen Tochtergesellschaft „Airos" überschrieben hatten, bis 1936 jedoch über die Guthaben verfügten, ohne sie der Devisenstelle anzugeben bzw. der Reichsbank zum Kauf an- zubieten ober die erforderliche Genehmiaung einzu- holen. Das Gericht erkannte die Angeklagten S ch ö n b e ck , K ü n st 1 e r, M a tz d o r f und W o l f, die bis auf Künstler Juden sind, des Verbrechens gegen die Devisenbestimmungen und des Verbre- SCHADEN FÜLLGRABE Tagesordnung ' bis 8 Uhr LJf. Baüer, $011; II. ^.uimen 'M| Ä$' M^.1 »ä HM im gro! V®5 Bad oehc X e^rbQr i ^Nützlichem "Mieren be Spielen, 'Co M 9emib & Caffr Sä Ä eines ru ,L,. h;e „aufg Se'blt ° „ost ie WjaSÄf!? :llt- hl Jlenfi1)^ mit d ir U f15 ' «.er onst Äen Parforce-T 'Ä iit Seekr^ ^n^'eMenschle «'L!, °nd der o »bere,l5„ S - «or -m P Gehren-Strecke ..rrqezangen, 1° D diese vam t' wlfame Strecke Ainenstraße W Wehren - Mer gerade i Wa im debirgi Glaswand gepre 'M 9*.°9h -Feier auswärts Bgrecht geführte Anblicke aus, w> ,-Marts zu fahre' Lui einer zwecken Innen spitzen Wmt Leier weit au, ö binaufschiebt. B°n |ie bann den Zug das genau über Ganze also eine u W „Fahrerei", 1 rolltommen aussck TruppenverMdi Vom hiifszug: Spitzkehren deut! 5d)ultafet mit K heben fie sich schc der himmelhohen lammt der neu Tilgung, daß öiej ftategische Zweck T?nben ist. Man cs |ei diese neue I «iltr als eine Ar I tod) einen „Moi laibmi die Watet ■’inboii heranschle, I "in Linie auch Z U^ii Monaten I -'-«kn" Eisenbl f W schaffen f I ^Kigen Eifer I Sinne leijtu I Aren, aus bei I ,W bas ^et) I ^ert, durch ein I "seht werden, u I Aih viel Wasser I Doch das sind I sch einen Platz I tämpsi, der ein [ Städtchen erreic [ Troßen Mauer M-7° Äft,lp’re< Liieret." Ä; hÄ 'N, ">s i Äl Rd y Jlnter M tzD AK NernNe s Sflt 5 «ürl kff N ?>er Das ist Herr Mertens beim Frühstück auf dem Balkon seiner Pension im SonnentaL So was Gemütliches .. . l Das macht vielleicht nur, weil der Gießener Anzeiger auch dabei ist; den hat er sich ja nachschicken lassen ... Mächen Sie’s ebenso: Geben Sie, bitte, drei Tage vor der Abreise ihre Ferienanschrift in der Geschäftsstelle des Gießener Anzeigers an. Sie können sich die Zeitung auch postlagernd schicken lassen, wenn Sie noch nicht wissen, wo Sie wohnen. Eine in Lederwaren nnd Reiseartikeln bewanderte, durchaus perfekte Verkäuferin per bald gesucht. Bildangebote mit Zeugnissen und Gehaltsansprüchen unt. 5119D an den Gieß. Anzeig. im füllt, die Kühlung suchten. Heute starb plötzlich und unerwartet unser langjähriger Mitarbeiter Neuhof, den 3. August 1938. 5120V Erfrischung Zuverlässiges selbständiges im 78. Lebensjahre. Ltr.-Fl. 75 1/i Fl. 1.30 03529 50 g 55, 65, 80 S L F-Tee erfrischend und anregend 5109A 30/ D.haH ausgenommen /o nauau einige Artikel I Im fillfeoirh .Mutter und Kind" ftcM di» NSV. mit 22280 Hilfe- und Berotunoeflillin den Müttern in aller leelischer und matertetterNotzurSelte. Der Betrieb verliert mit ihm eine seiner besten Kräfte. Dem Verstorbenen wird allezeit ein ehrendes Gedenken bewahrt bleiben. Werbe-Drucksachen liefert Brühl'sche Druckerei ohne Glas Ltr.-Fl. 40 ,?/i H. 60 Wiesede, Schweinfurt, Krofdorf, den 3. August 1938. Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Georg Faatz Familie Ferdinand Drescher Familie Adolf Schmidt Nachlässe von r btt 20 v. S. erhalten Ele bei wiederholten Aufnahmen einer Anreiz Betriebsführer und Gefolgschaft des Gutsbetriebes Neuhof. Einspaltige Kleinanzeigen werden rum er« mäßigten Grund» preis von 5 Pf. für die Millimeter» teile veröSentlilbt Nach Tagen sommerlicher Hitze, die die Temperatur in dem Häusermeer der Reichshauptstadt bei unerträglicher Schwüle auf über 30 Grad aufsteigen ließ, kam es in den späten Nachmittagsstunden des Mittwoch zu weitverbreiteten W ä r m e gewittern, die bei der Ausdehnung des Groß- Berliner Bezirks in den verschiedenen Gebieten sehr unterschiedliche Auswirkungen hatten. Während es in einzelnen Gegenden nur geringfügige Regenfälle gab, traten vor allem in den westlichen Bezirken, bei ungewöhnlich heftigen Entladungen wolkenbruchartige Niederschläge auf. An verschiedenen Stellen schlug der Blitz in die Masten und Leitungen der Straßenbahn ein, wobei zum Teil mehrstündige Verkehrsstörungen eintraten. In Schöneberg stürzte eine 50 Meter lange Garagenmauer infolge eines Blitzschlages ein. Die Fahrbahnen standen vielfach bis über die Bordschwellen unter Wasser, weil die Regenabflüsse die gewaltigen Wassermassen, die in kürzester Jett niedergingen, nicht entfernt aufnehmen konnten. An einzelnen Stellen ging das Wasser den Kraftwagen bis zu den Achsen. Es traten auch Hagel sch läge von einer selten erlebten Heftigkeit auf. Die Hagelstücke richteten in den Gärten große Verwüstungen an. Bäume wurden entwurzelt, Fensterscheiben zerstört und viele Keller überschwemmt. Die Feuerwehr hatte ununterbrochen mit der Beseitigung der schweren Störungen zu tun. Eine wesentliche Abkühlung ist nach den Gewittern nicht eingetreten, und man rechnet mit bereits in den vollem Gange Schlesien und 70 Stunden. Die Trauerfeier findet am Freitag, dem 5. August, um 14.45 Uhr, auf dem Neuen Friedhof in Gießen statt Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum« schein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange (in Urlaub), i. V.: Ernst Blumschein; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hacks Beck (in Urlaub). Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: i. V. Hans Thein. D. A. VI. 38: 9035. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzeloerkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierte/! 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig. Heute nacht 1% Uhr entschlief nach kurzem Leiden unser lieber Vater, Schwiegervater, Großvater, Urgroßvater, Bruder und Schwager Ludwig Drescher, Straßenwart i. R. Aepfelwein....... Apfelsaft........ naturrein, alkoholfrei Apfelsaft......... naturrein, alkoholfrei Traubensaft....... Kain» Zeugnisse in Urschrift lonbern nur Zeugnis, obfehriften Dem Be- werbungSIchreiben bet. legens - Lichtbilder undBewerdungsunrer. tgen müflen iut Vermeidung oon Berichten aus der fliudfeite -J?» men und Lnschrilt de» SetDctteti tragen i 7m ftllsswerk .Mutter und Kind" gab 61t NSV. in Ihren Neimen 27? 820 Müttern Erholung und neue Kraft. Bei diesem Werk kannst auch Du mithelsen durch Deinen hJ miiglitDbeilrao |ur NSV. Ruthenen und Polen in diesem Staat möglich? Was verbindet oder trennt diese Völker in ethnographischer, konfessioneller, bevölkerungspolitischer, wirtschaftlicher und kultureller Hinsicht? Ein genauer Kenner des Landes und seiner Völker gibt auf streng wissenschaftlicher Grundlage, gestützt auf zahlreiche, in der übrigen Welt unbekannte slawische Quellen, eine fesselnde Darstellung der Verhältnisse und damit einen Beitrag zur Klärung der Probleme dieses künstlichen Staates. Jreundl., sauber. Mädchen mit Kochkenntn. für ruhig. 2-Per- sonen - Haushalt gesucht. Zu erfr. i.Gieß.Anz. 03526 naturrein, alkoholfrei Deutscher Wermut.... Ltr.-Fl. 90 mit Sprudel besonders erfrischend Vllbeler Wasser......Flasche 20 einer Fortdauer des sommerlichen Hochdruckwetters. x Schweres Unwetter über Irland. Heber Mittelirland ging nach langen Hitzetagen ein schwerer Sturm nieder. Vier Stunden lang tobte ein heftiges Unwetter, wie man es in Irland feit langem nicht mehr erlebt hat. Zahlreiche Häuser wurden vom Blitz getroffen. Opfer an Menschenleben sind bisher nicht bekannt geworden. Die Telephonverbindungen mit der Hauptstadt Dublin waren unterbrochen. Zahlreiche Todesopfer der Hitzewelle in USA. Franz Sickora Brennmeister. Seit zehn Tagen lastet über Neuyork und ganzen Osten der Vereinigten Staaten eine Hitzewelle, die wegen des starken Feuchtigkeitsgehaltes der Luft fast unerträglich geworden ist. Am Mittwoch stieg das Thermometer auf die seit vielen Jahren höchste Temperatur von 51,5 Grad Celsius. Infolge Hitzschlages waren zahlreiche Todesfälle zu verzeichnen. Die öffentlichen Notstandsarbeiten in Neuyork und Umgebung wurden eingestellt. Die Hausdächer, Parks und Strandplätze waren von vielen hunderttausend Menschen Über- Winde wehen. Es besteht große Wahrscheinlichkeit dafür, daß der Witterungsumschlag nicht plötzlich, sondern allmählich vor sich geht, doch wird er voraussichtlich ..... ersten Tagen der nächsten Woche in fein. — Gesamtsonnenscheindauer in Ostpreußen merftenorts größer als Verkäufe W6 (z. Z. Garten) in d. Schlageter- anlage, 841 qm je 5 RM., sofort zu verkaufen. Näh. A. Becker, Keplerstraße 9 TeL 3804. 6n3D Sommerhitze ...von Berlin bis Neuyork Gewitter über der Beichshaupistadt. Magnet-Puddingpulver Mandel- u. Vanillegeschmack, Btl. 6 Schokoladegeschmack .....Btl. 8 Mandel-Grieß-Pudding Pak. 10 sprechende Ergänzung in der Umwelt zu suchen, zum Innen das Außen zu stellen, das einzelne Leden als Teil des Lebensganzen zu sehen, das Gesamtgebiet der Frage „Lebewesen und Umwelt" mit all ihren Beziehungen in Kürze allgemein verständlich darzustellen, ist die Absicht dieser Schrift. — Dr. Wilhelm Czermak: In deinem Lager war Oesterreich. Die österreichischungarische Armee, wie man sie nicht kennt. Preis 2 Mark. Verlag Wilh. Gottl. Korn, Breslau. — (216) — Wilhelm Czermak, ehemaliger k. u. k. Hauptmann, gibt in dieser Schrift eine sachliche Darstellung des Werdens der ehemaligen österreichisch-ungarischen Armee. In großen Umrissen stellt er die geschichtliche Entwicklung dar und zeigt, in welchem Maße man die Armee für Fehler verantwortlich machen wollte, die in Wirklichkeit in dem innerpolitischen Aufbau der ehemaligen Donaumonarchie lagen. So lehrt diese Schrift mit neuen Augen die Leistungen der Oesterreicher im Weltkrieg anzusehen, wenn man erfährt, unter welch ungünstigen Bedingungen sie 1914 ins Feld ziehen mußten. Man lernt ihre großen Lehrmeister kennen und bekommt Einblick in die Kämpfe Zwischen Armeeführung und Verwaltung, die sich so hemmend auf das Ganze auswirkten. Ebenso wird das Problem des Völkergemisches dargestellt, das sich ebenso hemmend einer einheitlichen Führung entgegenstellte. Czermak stellt seine Schrift bewußt in den Dienst der Aufklärung. Heute, da unsere Waffenbrüder aus dem Weltkrieg iw den Verband der deutschen Wehrmacht eingetreten sind, ist für Witterungsvorhersage für die Zeit vom 4. bis 13. August. Herausgegeben von der Forschungsstelle für langfristige Witterungsoorhersagen des Reichs- Wetterdienstes in Bad Homburg v. d. H. In den nächsten Tagen überwiegend heiteres, in den Nachmittagsstunden bewölktes Wetter, warm bis sehr warm, schwache Winde, im großen und ganzen noch trocken, jedoch in zunehmendem Maße Auftreten von örtlichen Gewittern. Besonders starke Neigung zu Gewittern in den Ostalpen, im vayeri- jchen und österreichischen Alpenvorland, sowie in den deutschen Mittelgebirgen. Mit einer weiteren Steigerung der Gewittertätigkeit, die stellenweise mit Unwettern, d. h. starken Regen- oder Hagelsällen verknüpft sein wird, tritt ein Witterungsumschlag ein, in dessen Folge kühlere, bewölkte und wechselhafte Witterung mit kräftigeren Niederschlägen Herr- schen wird. Besonders im Küstengebiet der Nordsee und westlichen Ostsee werden dann zeitweise frische Betten und Möbel aller Art billig zu verkauf. Gießen Bisrnarckstraße Nr. 38 p. 03531 Wetterbericht Die Großwetterlage hat sich noch kaum verändert. Doch führte die anhaltende Erwärmung des Festlandes bereits am Mittwoch im gesamten deutschen Mittelgebirge zu verbreiteten Gewittern. Unter dem Einfluß kleiner Störungskerne über Frankreich wird die Gewittertätigkeit zunehmen und auch auf Westdeutschland übergreifen. Vorhersage für Freitag: Meist heiter, nachmittags örtliche Gewitter, nxirm und schwül, schwache Winde. Vorhersage für Samstag: Fortdauer des warmen, jedoch nicht ganz störungsfreien Wetters. Lufttemperaturen am 3. August: mittags 29,9 Grad Celsius, abends 19,9 Grad; am 4. August: morgens 19,4 Grad. Maximum 31,9 Grad, Minimum heute nacht 16,5 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 3. August: abends 25,2 Grad; am 4. August: morgens 26,6 Grad. — Niederschläge 4,0 mm. — Sonnenscheindauer 8,3 Stunden. Vorurteile kein Platz mehr. Daß diese sachlich aufgeklärt werden, ist das Verdienst dieser Arbeit. — Dr. Robert Nowak: Der künstliche Staat. Ost-Probleme der Tschecho-Slowakei. Mit einem Geleitwort von Professor Dr. Karl Haushofer. Mit 12 Karten. In Ganzleinen 6,80 Mark, kartoniert 5,80 Mark. Gerhard Stalling Verlag, Oldenburg i.O.-Berlin. — (224) — Das Nationalitätenproblem der östlichen Tschecho-Slowakei — für den Frieden Europas nicht minder wichtig als die sudetendeutsche Frage — wird hier von allen Gesichtspunkten aus erschöpfend behandelt. Ist ein Zusammenleben von Tschechen, Slowaken, Ungarn, u.al.läst.Haarew. nitrb.bieöonmit angew.,einz.sich. Metl). unt. Gar. imm.m.d.Wurz. schmerzl.ennernt Frau B. Gulden, seit 1935 Fr.W. Henkel Sprechstd. jeden Freitag,Gießen, Am Biegelpfad 32 9-6'/-Uhr durchg. A HILF5VERK KM Büchertisch. — Dr. Heinrich Frieling: Sehens« kreise. Umwelt und Innenwelt d e r Tiere und des Menschen. Mit 25 Abbildungen im Text. Geheftet 1,10 RM., in Leinen gebunden 1,80 RM. Kosmos, Gesellschaft der Naturfreunde / Franckh'sche Verlagshandlung, Stuttgart. —(214)— Denkt man an die Bodenbakterien, die ebenso wie der Regenwurm daran arbeiten, daß sich Pflanzen auf dem einst kärglichen Untergrund ansiedeln können, und daß diese Pflanzen wieder durch ihr absterbendes Laub den Boden düngen, sieht man, wie dieses Laub wieder dem Regenwurm zur Nahrung dient usw., so erschließt sich uns das Sinnvolle und Planmäßige eines Lebens- freifes ohne weiteres. Zum Organismus die ent- Parterre- Wohnung (7 Zimmer) zum 1. Oktober zu vermiet. 0340s Hiudeuburg- __wall 14 1. Große Helle Werte« ca. 200 qm, evtl, mit Büro und Lager, Schiffen- berger Weg 24 sofort zu verm. Nah. A. Becker, Keplerstraße 9 Tel. 3804. 5123V Familiendrucksachen Verlobungsanzeigen VermShlungsanzelgen Himbeer-Sirup garantiert rein...........500 g 75 1/1 Flasche (900 g Inhalt).....1.65 V, Flasche (430 g Inhalt).......90 Schraubflasche (250 g Inhalt) .. 50 chens gegen das Volksverratsgesetz schuldig und verurteilte sie zu Zuchthaus st r a f e n von einem Jahr fünf Monaten bis zu vier Jahren und zu Geldstrafen von 75 000 Mark bis 300 000 Mark. Außerdem wurden ihnen die bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von drei bis fünf Jahren aberkannt. Wertvoller Waldbefland vernichtet. In der Nähe der Gemeinde Lorup im Kreise AscheNdorf-Hümmling in Hannover entstand auf dem Gelände der Reichsumsiedlungsgesellschaft ein Waldbrand, der ziemlich stark um sich griff. Es gelang nach mehrstündiger Arbeit, den Brand einzudämmen und seine weitere Ausdehnung unmöglich zu machen. Trotzdem sind schätzungsweise etwa 500 Morgen Kiefernwald verbrannt. Voraussichtlich ist auch der wertvolle Wildbestand dieses Kiefernwaldes den Flammen zum Opfer gefallen. Die Ursache des Brandes ist noch ungeklärt. keine jüdischen Kinos mehr in Bromberg. In Bromberg wurde von der arischen Bevölkerung ein Boykott der jüdischen Lichtspieltheater durchgeführt. Die Aktion hatte vollen Erfolg; nunmehr ist auch das letzte jüdische Kino in die Hände eines Polen übergegangen. Bromberg wies bei der letzten Volkszählung 3000 jüdische Einwohner oder etwas mehr als 2 v. H. der Gesamtbevölkerung auf. Jüdischer Rauschgiftschmuggel in Palästina. Die Vermutung, daß die „Geschäftsbeziehungen" der jüdischen Rauschgifthändlerbande von Paris und Neuyork auch nach Palästina reichen, wird jetzt durch das Ergebnis von Nachforschungen der Jerusalemer Polizei bestätigt. Dieser gelang es, über 80 der von der jüdischen Bande für den Rauschgiftschmuggel benutzten Bibeln und Gebetbücher zu beschlagnahmen. Jedes dieser Bücher enthielt Rauschgift im Werte bis 100 Pfund. Der Schmuggel der Juden spannte sich demnach, wie vorausgesehen wurde, über drei Erdteile. Zu dem Rauschaift- schmuggel unter Leitung des Rabbiners Leiser wird aus Jerusalem gemeldet, daß dort eine Reihe von Juden verhaftet werden konnten, die Angaben über die Herkunft des Rauschgiftes machten. Eine neue Sendung Gebetbücher konnte beschlagnahmt werden, in denen Rauschgifte versteckt waren. Zu der Person des Juden ßeifer wird noch bekannt, daß er in Jerusalem wohnte und sich dort angeblich mit Jmmobiliengeschäften befaßte. | Vermietungen"! Schöne T-Zimm.-Wohnung mit Bad und Balkon, Bis- marckstraße zum 1. Oft. 1938 zu vermiet. UeeiD Näh.: A. Becker, Kevlerstraße 9, Telephon 3804. Sonnige 6-Zimmer-Woh«. mit Bad, Balkon u. Zubehör, freie Lage, Ecke Wer- nerwall, Aster- weg, zum 1. 10. zu vermiet. 5112V Näh. Ä. Becker, Keplerftraße 9 gesucht. 5121V Jobs. Müller Frankf^Str. 60. Ordentliches Mädchen sofort gesucht. 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Empfehlungen, tingent der Fahrgäste, unter denen sich die wenigen Vorrecht der begüterten Stände. In Wiesbaden „Promenaden" in Ems und Lauchstedt zeigen uns ~ l. . cvx r. V... utr nioff»irhi nm hpnfhchfien den llntcricbieö Zwilchen Wilhelm Lange. 's: Ernst Bluitz ib für die Bilden B.: Ernst Blum Lhyriot; für bir ieigenleiter: Hai? r ben Inhalt bt 1.38:9035. Drui ruckerei R. Lange, Bezugspreis M ihr, mit ber Ku- spreis 10 Pf. und rtyi 5 Pf. mehr. „ September 1937 Mittelpunkt des Interesses ist natürlich der Foreigner: auf das genaueste wird man verhört und untersucht, und besonders mißtrauisch wird der Photoapparat betrachtet. Denn bisher hat erst ein einziger Europäer diese Strecke befahren, und der wurde festgenommen, weil er zufällig die Ecke einer Holzbaracke photographiert hatte, in der vielleicht und unter Umständen einmal Munition aufgestapelt werden könnte. Aber endlich ist auch diese Zollprozedur vorüber, um genau drei Schritte weiter von neuem zu beginnen. Denn hier haben sich die neuen Zollbeamten der neuen autonomen Nordchina-Regierung in ganz neuen Uniformen aufgebaut, und mit dem Feuereifer der Neulinge suchen sie nun nach all den Dingen, deren Einfuhr die autonome Regierung verboten hat. Und das ist auch wieder eine ganze Menge, denn über Einnahmen verfügt diese neue Regierung noch nicht, infolgedessen hat sie so ziemlich auf alles und jedes Zölle gelegt, worüber der „besondere Handel" — unter diesem Schlagwort reiste bisher amtlich und statistisch die zollfrei geschmuggelte, illegale japanische Einfuhr — gar nicht hinein. , v. Daß diese Große Mauer tatsächlich durch die Jahrhunderte und Jahrtausende die Grenze zwischen zwei Welten war, läßt sich mühelos im aufgeschlagenen Buche der Natur ablesen: nördlich der Mauer die öde, braune, baumlose, felsige, dünn bevölkerte mandschurische Mondlandschaft, unmittelbar südlich der Mauer: der blühende Garten Eden! Ueppigste Vegetation, reiche Dörfer, gepflegte Garten und Felder. — Einöde und Paradies getrennt durch einen 12 Meter breiten Mauerwall aus totem Gestein! Kein Wunder, wenn die „nordöstlichen Barbaren" immer wieder versucht haben, ins Land der reichen, fleißigen chinesischen Dauern einzuvielleicht am deutlichsten den Unterschied zwischen einem kleinen deutschen Kurort unserer Tage und den berühmten Bädern von ehemals. Auch hier wie so oft würden wir, in die angeblich so geruhsame gute alte Zeit versetzt, uns schleunigst wieder in unsere Gegenwart zurückwünschen. WM MW* werden M * mäW Gründ- yeeis von 5 Pf. faWflimtttft teile cerööentliÄt Wangen." „ .. ,, Der junge Mann scch erstaunt auf die hübsche Abergläubige, der ihre Sommersprossen allerliebst zu Gesicht standen. Er bot ihr seinen Arm und führte sie fort von dem Ort, an dem sie ihre Sommersprossen los werden wollte, er dafür seine Ruhe verloren hatte. Denn — um es kurz^zu sagen — in den nächsten Tagen schon fand die Verlobung des jungen Paares statt. Ob die Sommerprossen wirklich verschwanden, sagt der alte Bericht über dieses eigentümliche Attentat nicht, aber daß in diesem Falle die „Sympathie" eine erfreuliche Wirkung hatte, wird man nicht bestreiten können. * Eine schöne Schauspielerin verlor eines Tages eine kostbare Brosche. Sie wollte den Vorfall nicht veröffentlichen und fügte sich in ihren Verlust. Da erhielt sie nach einigen Tagen einen Brief folgenden Inhalts: „Hochgeehrtes Fräulein! Ich habe die Ehre, Ihnen mitzuteilen, daß ich weiß, wo sich Ihre Brosche befindet. Gern würde ich sie Ihnen aus- händigen. Eine Geldbelohnung verlange ich nicht; denn ich halte es für niedrig, von einer Dame, die ich liebe, Geld anzunehmen; anderseits wäre es von mir eine Dummheit, wollte ich Ihnen den verlorenen Gegenstand ohne jegliche Belohnung zurückerstatten. In Anbetracht meiner grenzenlosen Liebe zu Ihnen verlange ich für die Brosche einen Kuß. Morgen, abends um 8 Uhr, werde ich* Sie an der Ecke beim Kurgarten erwarten und, wenn Sie mir nicht die verlangte Belohnung verweigern, Ihnen Ihre Brosche zurückgeben. Einer von Ihren Anbetern. Die Sache war der Schauspielerin etwas peinlich, und sie wußte nicht, wozu sie sich entschließen sollte. Da kam ihr das Kammermädchen zu Hilse, das sich erbot, für den kurzen Augenblick die Rolle ihrer Herrin zu spielen. Sie verkleidete sich al,o möglichst gut, verhüllte das Gesicht mit einem Schleier, so daß nur der Mund zu sehen war, und begab sich zum Stelldichein. Kaum war sie am bestimmten Ort angelangt, bemerkte sie einen Herrn, der auf sie zutrat. „Einverstanden?" fragte er kurz. „Einverstanden!" lautete die Antwort. Im nächsten Augenblick hatte das Mädchen einen herzhaften Kuß auf den Lippen. „Bitte, hier ist auch das Versprochene", sagte der junge Mann liebenswürdig und reichte ihr einen in Papier.gewickelten Gegenstand. „Nur", fügte er hinzu, Dieses Ding ist ebenso falsch wie der Kuß, denn Die sind das Kammermädchen und nicht das Fräulein! Sprach's und verschwand. — Im Papier lag ein Stückchen Holz. Hochschulnachrichien. .500 0]® " ,1.65 ...... 90 Inh* 80 } $itnA | Professor Dr. Franz T r i e b s , der em. ord. Pro- fessor für Kirchenrecht in Berlin, feiert am 4 August sein goldenes Doktorjubllaum. Der Jubilar, 1864 in Glogau geboren, promovierte. 1888 in Münster. 1902 habilitierte er sich an der Universität Breslau, wurde dort 1905 sio. Professor 1908 Konsistorialrat und 1910 Oroinarius; seit 1930 ist er emiritiert. Ein Handbuch des kanonischen Ehe- rechts in Vergleichung mit dem deutschen staatlichen Eherecht stammt von ihm, ebenso wie ein Handbuch des Eherechts (4 Bände, 1925 bis 1932). schen der Mandschurei und dem eigentlichen China bildet. Vielmehr genauer: zwischen der autonomen Mandschurei und dem autonomen Nordchina-Gebiet. Infolge der militärischen Ereignisse bilden zwar beide Gebiete heute bereits eine Art Einheit, aber die Grenze wird doch — von der Großen Mauer ganz abgesehen — von einer nicht minder dickeren „Mauer" von Zollbeamten deutlich genug markiert. Zuerst kommen die mandschurischen Zöllner und kontrollieren das Gepäck mit einer Genauigkeit und Emsigkeit, wie sie nicht einmal an den Grenzen der nach dem Weltkriege neugegründeten Staaten in Europa gehandhabt wurde, denn auch in der Mandschurei sind viele Dinge infolge des Krieges knapp geworden — jeder Kasten und jede Kiste wird aufgebrochen, jede Schachtel durchwühlt, alle Betten, die die Chinesen nach biblischer Reisesitte zusammengerollt auf dem Rücken tragen, müssen aufgewickelt werden, und immer höher türmt sich die Schmuggelware. iver R ®aCfcBÜ.’ 8 ing^ hat noch mehr Freunde. Da ist zum Beispiel Senta, Oie bunte Kuh, die so viel Milch gibt. Und dann ist auch noch Peter da. Peter ist ein würdevoller Ziegenbock, der immer ein wenig grüblerisch aussieht. Er hat einen Bart wie ein ganz alter Mann. Unlustig gleitet Ursels Blick wieder zum Brief. Draußen ist es wirklich viel schöner als hier drinnen. Sie taucht die Feder ein und sieht nach, ob sie sauber ist. Ja, sie ist ganz sauber. Aber Ursel Worum kam Grete so blaß von Der See? ®eii fc vergaß, ihre Haut mit Nivea ein« zureiben. Nivea mindert die Gefahr des Sonnenbrandes und fördert die natürliche Bräunung. putzt sie zur Vorsicht nochmal ab. Dabei fällt ihr was ein. „Ich trinke viel Milch", schreibt ste, „und Onkel nimmt mich auch mal mit aufs Feld. Dann fahren wir in einem Wagen, wo zwei Kühe davor sind. Im Garten stehen auch Apfelbäume, aber die Aepfel sind noch ganz grün." Jetzt stockt der Gedankenfluß wieder, und Ursels Blick geht abermals zum Fenster. Eigentlich ist der Brief nun lang genug, und weil jetzt wieder der Jocki kräht, schreibt sie nur noch: „Ich freue mich, daß noch Ferien sind. Herzliche Grüße Eure Ursel." Was für eine Leistung! Der Brief ist ferttg. Ursel trägt ihn stolz zur Tante, und dann stürmt ste hinaus. Die Tante sieht ihr lächelnd nach, und mit demselben verständnisinnigen Lächeln wird der Brief z. B. stand ein Badehaus den Unbemittelten zur Verfügung. Solche Kurgäste bewohnten zu mehreren ein Zimmer oder teilten sogar das Bett mit einem anderen Reisenden. Auf einem alten Holzschnitt sieht man, wie außerhalb eines Bades eine ganze Ansiedlung von Zetten, Hütten und Baracken entstanden ist, in denen die mittellosen Kranken untergebracht sind, in Schubkarren werden die Gebrechlichen ins Bad gefahren; dazwischen haben fliegende Händler ihre Buden aufgetan und bieten Eßwaren feil. — Badeärzte aber gab es noch nicht überall. Wer in der Zeit des Dreißigjährigen Krieges das kleine Bad Grießbach in Baden aussuchte, der mußte nach Straßburg hinüber, um von dortigen Medizinern Rezepte und Badeordnung zu holen. Da diese Gegend von den Schrecken des Krieges noch nicht berührt worden, so diente auch dieser Ort ebensowohl der Zerstreuung durch Spiel, Tanz und Unterhaltung als der Kur. Daß die in alten Schilderungen immer wieber» kehrenden „Spaziergänge" anspruchsvollere Gaste nicht gerade entzückten, beweist ein Bericht der Markgräfin Wilhelmine, der Lieblingsschwester Friedrichs des Großen, die in Ems weilte. „Em sehr unangenehmer Ort", meint sie, „von Bergen umgeben, ohne Bäume und Grün, allein das Haus, in dem wir wohnten, war schön und bequem. Zuweilen gingen wir spazieren oder zappelten vielmehr im Schmutz herum. Der Spaziergang besteht in einer Lindenallee, die längs des Flusses gepflanzt ist- man war niemals einsam. Schweine und andere Haustiere waren uns treue Gesellschafter, so daß man sie bei jedem Gange mit dem Stock fortjagen neränbert niing des Fe i. ^deutsche» ^rn- Unter dein lber Frankreich fi und auch aus [ ' Meist heiter,I 'Ni und schwül, k Qg: Fortdauer ungsfreien Wei. ittags 29,9 @rab luguft: morgens Minimum heule n in 10 cm Tiefe am 4. August: äge 4,0 mm. - Selbst die „aufgewärmte Leiche" — so nennt i man in Fernost jene uralten Autobusse, die ■ geschäftstüchtige „Bastler" aus den Trümmern noch älterer ausrangierter Autos zusammenflicken und auf die Menschheit loslassen — schnauft erleichtert i auf, als sie mit dampfendem Motor und zitternden Flanken, aber sonst wohlbehalten nach dieser wahnwitzigen Parforce-Talfahrt im kühlen Grunde gelandet ist. Seekrank und vollkommen benommen klettern die Menschlein aus der fahrbaren Sardinenbüchse heraus und stürmen den hier wartenden Hilfszug, der von Kupeika — wo diese neue Jehol-Peking-Bahn die „Große Mauer schneidet — entgegengeschickt worden ist. Denn es ließ sich tatsächlich nicht länger verheimlichen: Die neue Bahn war bereits — allerdings durch höhere @e= malt — vor ein paar Tagen gleich an mehreren Stellen zerstört worden: auf der berühmten Spitzkehren-Strecke" waren große Gesteinsmassen niedergegangen, so daß die „aufgewärmte Leiche" gerade diese vom technischen Standpunkt besonders bedeutsame Strecke aus der halsbrecherischen Serpentinenstraße hatte umgehen müssen. Spitzkehren" — eigenartigerweise bevorzugen die Japaner gerade diese Art der Eisenbahnlinien- sührung im Gebirge mit Vorliebe: eng an die steile Gebirgswand gepreßt, keucht die jeweilige Bahn im technisch größtmöglichsten Steigungswinkel em paar Kilometer aufwärts und „ruht" sich dann auf einem waagrecht geführten, toten Stichgleis ein paar Augenblicke aus, worauf die Maschine von hier aus rückwärts zu fahren beginnt und den Zug keuchend tauf einer zweiten Steilrampe, die mit der ersten einen spitzen Winkel bildet, wieder ein paar Kilo- •meter weit auf die nächst höhere Ruheplattform i hinaufschiebt. Von dieser Plattform aus schleppt sie dann den Zug auf das dritte tote Haltegleis, Das genau über dem ersten liegt ufw. — das Ganze also eine ungeheure mühsame und umständliche „Fahrerei", die die Verwendung langer Züge vollkommen ausschließt und damit auch planmäßige- , Truppenverschiebungen unmöglich macht. Vom Hilfszug im kühlen Grunde sind diese Jehol- Spitzkehren deutlich zu erkennen: wie eine auf der Schultafel mit Kreide eingezeichnete Zick-Zack-Linie heben sie sich scharf vom blauschwarzen Hintergrund der himmelhohen Gebirgswand ab und immer mehr kommt der neutrale Beobachter zu der Ueber- zeugung, daß diese „strategische" Bahn zunächst für strategische Zwecke überhaupt nicht zu verwenden ist. Man gewinnt vielmehr den Eindruck, als sei diese neue Jehol-Peking-Bahn zunächst nichts weiter als eine Art „K n ü p p e l d a m m", den man durch einen „Morast" gelegt hat, um auf diesem Notbau die Materialien für den eigentlichen Straßenbau heranschleppen zu können. Das dürfte in erster Linie auch Zweck und Aufgabe dieser in sechs kurzen Monaten flüchtig „hingeworfenen oder „verlegten" E.>nbahn sein: sie soll die Voraussetzungen schaffen für den Bau einer wirklich lei- I stungsfähigen Eisenbahn, denn um sie im militärischen Sinne leistungsfähig zu machen, musten die Spitzkehren, auf denen jetzt ein kleines Zwei-Wagen- Züqlein das Jehol-Gebirgsmasstv mühsam überklettert durch einen ober mehrere lange Tunnels ersetzt werben, und ehe diese fertig werden, wird noch viel Wasser ins Gelbe Meer laufen... Doch das sind spätere Sorgen — rasch hat man sich einen Platz im überfüllten Kupeiku-Zuge erkämpft, der eine Stunde später das gleichnamige Städtchen erreicht, das, unmittelbar am, Fuße der I Großen Mauer gelegen, heute die Grenze zwi- Badereisen in aller Zeit. Don Liane von Gentzkow. Tagesordnung für Badegäste: „Des Margens von 7 bis 8 Uhr sollen sich sämtliche Badgaste mit ihrem Frühstück im großen Saal einfinden. Die, so mcht in das Bad gehen, sollen sich wahrend 9 bis 10 Uhr still, ehrbar und bescheiden auffuhren und mit etwas Nützlichem beschäftigen. 10 bis 12 Uhr ist zum Spazieren bey schönem Wetter, und bey Regen zum Spielen, -Conversieren und unschuldigen Belustigungen gewidmete 12 bis 1 Uhr Mittagessen, 1 bis 2 Uhr Casfee, 5 bis 8 Uhr Spaziergang vor die ganze Gesellschaft, 8 bis 9 Uhr Nachtessen. Don 9 bis 11 Uhr wäre der Tag mit einem- Ehren- tänzlein oder einer anderen angemessenen Ergog- -lichkeit zu beschließen... Während des Badens soll man sich eines ruhigen Benehmens befleißigen, so löblich sonst auch an und für sich das Singen geistlicher Lieder ist, weil die anderen alsdann nicht mit einander sprechen können oder es ste sonj Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten! V. Am Ziel. Peking, im Juli 1938. Aus neuen Wegen nach dem neuen Peking Von unserem H.Tr.-Berichtersiatier. ^elle w I " 8.oÄ SS: ^bveile frijfy ? Nur, U i°ubern G Wmbauer jn rt5 größer q15 m einen eigentümlichen Spazierweg wählte sich Lotte Schiller, die aus Lauchstedt an Schiller schreibt, daß sich dicht an ihrem Saus baseinem -rjschler gehörte, eine Wiese befand, und daß ste daselbst einen einsamen Weg bevorzuge, der ganz unbesucht sei, weil dort Gerippe und Knochen von Tieren hingeworfen würden! — Uebrigens gehört Lauchstedt zu den ersten Bädern, in denen Tbea^r- aufführungen den alten Zeitvertreib des Glücksspieles zu verdrängen begannen. Mit dem „Komfort" war es eben auch um 1800 noch schlecht bestellt, selbst in so atten angesehenen Kurorten wie Wiesbaden. Verdrießlich berichtet darüber Frau von Stein, die im Mai 1789 im Gasthof 3um Adler abstieg, wo sich eine Heilquelle befand. Die Bäder seien wenig einladend, aber ^ behielte wenigstens jeder seine eigene Wanne. Den Ort fand sie ärmlich/auf schlecht gepflasterten Straßen gelangte man zur Promenade, die wenig besucht sei. Jin Bade las sie Märchen, die im eaal des Gastes ein alter Mann für ein paar Kreuzer auslieh. Diese „Leihbibliothek" in einem Weltbad, dte erfreut ist. . ... Sichtlich „erleichtert" verfrachten sich mit säuerlichen Gesichtern die merklich dünner gewordenen Chinesen — unglaublich, was ein Chinese unter seinem langen, weiten Jschang alles verpacken kann — in dem neuen Zuge, der ebenfalls nur aus zwei Wagen besteht und der täglich einmal zwischen Kupeiku und Peking hin und her pendelt. Dieses Kupeiku - ein kleines sauberes Städtchen — ist in den alten Zeiten eine wichtige Grenzfestung gewesen: es liegt mitten in einem kleinen Talkessel, in den von beiden Seiten, von den hohen Bergen herab, die „Große Mauer" hineinschießt. Diese^einst zum Schutz gegen die „nordöstlichen Barbaren" angelegte, unübersteigbare Riesenmauer hat die neue Eisenbahn mühelos „durchstoßen" — langsam, fast ein wenig feierlich, rollt der kleine Zug durch die breite Lücke in das eigentliche, ewige, uralte China Mitreisenden Japaner als ausgesprochene „Minder- i heit" recht unbehaglich zu fühlen scheinen. Sie ge- > hören zumeist jener Klasse von betriebsamen Kleinhändlern an, die heute zu Hunderten und Tausenden Nordchina und die besetzten Gebiete überschwemmen, um überall Laden und Lädchen, Buden und Büdchen einzurichten, von denen aus der Strom der spottbilligen japanischen Massenwaren in das weite China hineingeleitet werden soll. So wie die Dinge heute Liegen, braucht dieser Kleinkaufmann, der sich überall einzunisten versucht, im Zeichen des verschärften Guerilla-Krieges natürlich militärischen Schutz, aber üierkwürdigerweise ist auch auf dieser Fahrt von Kupeiku nach Peking längs der Bahn nicht ein einziger Wachsoldat zu entdecken. Fühlen sich die Japaner in diesen nördlichen, vom eigentlichen Kriegsschauplatz wett abgelegenen Gebieten wirklich so sicher oder brauchen sie tatsächlich jeden Mann an der Front? Oder schützen sie nur die wirklich für die Armee lebenswichtigen Bahnen, wie die großen Nordsüdoerbindungen von Peking nach Hankau und von Tientsin nach Nanking, die trotzdem alle Augenblicke, und zwar immer für mehrere Tage unterbrochen sind, weil die geschickt operierenden Guerillaabteilungen oft Hunderte von Metern Oberbaues einfach abmontieren? Angenehm ist jedenfalls so eine Bahnfahrt auch im Etappengebiet nicht: einmal schleicht der Zug nur mit Trambahn-Geschwindigkeit dahin, und das Gefühl, jeden Augenblick aus irgendeinem Busch oder Wäldchen beschossen werden zu können, trägt erst recht nicht zur Steigerung der Reisesreudiakett bei. Unerhört fruchtbar ist dieses Gebiet nördlich Pekings. Feld reiht sich an Feld und Garten an Garten, auf der Landstraße lebhafter Verkehr: Kamelkarawanen, Autobusse, Taxis, Rikschas, schwitzende Kulis, die ungeschlachtene Schiebkarren vor sich herschieben, aus denen dicke Frauen mit । drei und mehr Kindern hocken und sich behaglich unter dem großen Sonnenschirm die „Gegend" besehen, aber sonst nirgends ein - '"x I nichts, was an Krieg erinnert. Denn die @uerma: - ! Formationen stecken in den unzugänglichen Bergen, > Fabrikmarke fuhrt... „Und vergiß nur nicht zu schreiben , waren Muttis letzte Worte gewesen, ehe der Zug aus der Halle fuhr. „Ja, ich schreibe, Mutti", hatte Ursel eifrig gerufen und dabei immerfort mit dem Taschentuch gewinkt. Aber dann war der Zug schon aus dem Bahnhof heraus, und es gab immer wieder etwas Neues zu sehen. Wundervoll war die ganze Reise und wundervoll die Ankunft bei den Verwandten auf dem Lande. Im vorigen Jahre hatte Ursel bereits ihre Ferien hier verlebt, und nun konnte sie ein herrliches Wiedersehen feiern. Gab es etwas Schöneres? Doch nun sitzt Ursel in Tantes Stube und schreibt einen Brief. Es ist gar nicht so leicht, einen Brief zu schreiben, wahrhaftig nicht. Deshalb hat Ursel zunächst auch nur eine Karte geschickt. Es war eine hübsche Ansicht darauf, und zu Hause haben sie sich gefreut. Aber Mutti will etwas mehr wissen, was Ursel treibt, und wie es überhaupt aussieht. Ursel seufzt, sie will ja gern Muttis Wunsch erfüllen, wenn es nur nicht so schwer wäre. Schließlich taucht sie energisch den Federhalter ins Tintenfaß. „Liebe Mutti und lieber Vati!" So, das steht groß und deutlich lesbar auf dem Bogen, der Anfang ist gemacht. „Hier ist es sehr schön, und es gefällt mir gut bei Onkel und Tante." Ursel stutzt den Kopf nachdenklich auf den Arm. Ihr Blick wandert zum Fenster. Das Fenster steht offen und von drnußen bringt die warme Luft herein. Jetzt läßt Jocki, der Hahn, sein kriegerisches Krähen vernehmen. Ursel ist ganz Ohr, Jocki hat sie in ihr Merkwürdige Geschichte mit zwei Küssen. Don Adolf 7ieß. Das geschah in alter Zeit, als man noch -allenthalben an Wundermittel und ihre unfehlbare Wirkung glaubte, als man noch auf die „Sympathien schwur. Da ging ein junaer Mann in einem Park, in dem ein kleiner Bach floß, spazieren. Eine Dame begegnete ihm, die einen Schleier dicht vor das Gesicht gezogen hatte und in den Händen einen welken Zweig trug. Aengstlich forschend betrachtete sie ihn, und als sie dicht an ihn herangekommen war, breitete sie plötzlich die Arme aus, warf den Zweig hinter sich und schloß den jungen Mann m ihre Arme. Zwei Küsse brannten auf seinen Wangen. Noch ehe er sich von feiner Überraschung und seinem frohen Erstaunen — die Dame war jung und hübsch — erholt hatte, stammelte die sonderbare Attentäterin unter Schluchzen: „Denken Sie von mir was Sie wollen, aber ich konnte nicht anders. Damit wollte sie rasch entfliehen, aber der junge Mann hielt sie fest, zog ihr die Hände vom Gesicht, sah in ihre tränenüberströmten Augen, und, indem er sie zu beruhigen suchte, fragte er, durch welchen himmlischen Zufall er zu diesem Glück gekommen sei. Da zog die immer noch Schluchzende ein kleines Buch aus der Tasche, deutete mit dem Finger auf eine Stelle, und der junge Mann las: „Unfehlbares Mittel gegen Sommersprossen. Gehe an einem Vormittag an einem Wasser entlang, trage dabei, ohne ein Wort zu sprechen, einen welken Zweig in den Händen, und den ersten jungen Mann, der dir ent- qeqenkomrnt und dessen Aeußeres dir woh gefallt, küsse, den Zweig hinter dich werfend, auf beide incommotrieret." v m So hatten sich die Gäste des Bades Neu-Schauen- burg bei Basel im 18. Jahrhundert zu benehmen Man sieht, es ging nicht allzu aufregend zu, t tz des „Ehrentänzleins", aber für die Gesundheit war solche Badeordnung gewiß ganz zuträglich. Unsere Altvordern haben seit dem späteren Mitte - alter, als Badereisen immer allgemeiner w"?oen, einen solchen Aufenthalt häufig auch nur 3um Zw des Vergnügens genommen, und namentlich oie Frauen sahen eine Badereise als ihr gutes Recht an. Man badete in alter Zeit sehr ungeniert n großen Bassins, Männer, Frauen und Kinder zusammen, Musikanten sorgten für Unterhaltung, un die Badenden nahmen auf schwimmenden -bischen Essen und Trinken zu sich. Erst spät im 17. Iah - hundert ist eine allgemeine Trennung der ive- schlechter durchgeführt. .. . . Im Jahre 1566 erschien bereits in Frankfurt em „Badenfahrtbüchlein", das den erholungsbedürftigen Reisenden riet, wohin sie zu gehen hätten um allerlei „Leibbeschwerden" loszuwerden. Der Mai, aver auch der Herbst, wurden am liebsten zu K^ren benutzt, die Gäste stiegen in Badehäusern, den Bvr- Qängern der Kurhotels, ab, brachten Lebensmittel Vorräte mit und bereiteten ihre Mahlzeiten auch wohl selbst. Der Konkurrenzkampf der damaligen Hotelbesitzer scheint manchmal etwas leidenfchasl- liche Formen angenommen zu haben, denn im 17. Jahrhundert mußte den Badewirten das erscheinen vor den Toren Wiesbadens verboten werden, wo sie sich gegenseitig die neu ankommenden Gäste wegfingen. Der Gebrauch der Bäder war keineswegs em die sich schwarzblau am Horizont abheben, und von denen aus sie ihre raschen Vorstöße in die Ebene machen. Gewiegte Burschen, die jeden Weg und Steg kennen und die einfach nicht zu fassen sind. Allerdings: wirklich große Erfolge haben sie bisher noch nicht erringen können. Nun, diesmal geht die Fahrt auf neuen Wegen, nach dem neuen Peking ohne weitere Zwischenfälle zu Ende: dichter werden die Siedlungen, der dünne Fluß der Menschen auf der Landstraße wird zum Strom, Pagoden, Tempel und steinerne Gedenk- bogen tauchen auf und werden immer zahlreicher, und grat) als sich die Sonne zum Untergang anschickt, erreicht das Züglein die grauen Mauerkolosse der ewigen Stadt. Das-Volk im Waaen beginnt zu packen, und aufseufzend hält die Maschine im Hauptbahnhof Peking an. Noch etwas benommen von der langen Reise wandert man durch die verschiedenen Polizeisperren, denn in ihrer Art war diese kleine Reise doch ein Erlebnis: noch vor einem Menschenalter ließ sich die letzte Kaiserin von Peking aus in der Sänfte nach dem fernen Jehol tragen, und noch vor wenigen Jahren unter» Hedin eine regelrechte Expedl - !r alten Tempelstadt — heute legt t i o n nach der alten Tempelstadt — heute legt man die gleiche Reise, wenn auch etwas unbequem, in einem läge mit der Eisenbah n zurück, und über ein kleines wird man mit dem Schnellzug zum Weekend nach dem gleichen Jehol brausen können. Vorausgesetzt, daß — ja richtig! Die Hauptsache! Der Knalleffekt oder die Schlußpointe dieser kleinen Reise: Als man am andern Morgen im Hotel die Morgenzeitung aufschlua, konnte man dort eine kleine, unscheinbare Notiz lesen, die trocken und sachlich vermeldete, daß es einer Bandi- tenabteilung gelungen sei, die große neue H o l z b r ü ck e der Eisenbahnstrecke Peking—Jehol bei Kupeiku in Brand zu stecken! Verbindung mit Jehol bis auf weiteres unterbrochen! „Wieder ne ut- mal Schwein gehabt!" sagt der Chronist und steckte n Soldat und sich eine chinesische Zigarette an, die allen Ernstes .Pirat" heißt und einen ebensolchen Piraten als N ohne Gl»' Ltr.-Fl'40 FL6° ...Ltr.-f” ’vi.,JO ...Ltr.-F''90 lris heiO . Flasch® XDmM (Gtsldißhairtl • u.alMHaarew ' nnrd.dlevoA Eew.,eE •Weib, unt-w imm.m-d.Wull schmerzl.enmul i Frau B.6ulde> ■ seit 1935 Fr.W.Ht» , ^orech>td..lk°7 \ Freitag,GlU Am Riegelpf*“,8 \ 9.6'/MdurlK bredjÄ HMD das Haupts- Herz Mn Aft ein ^bscher Hahn und trägt finnent der Fabraäste, unter denen sich die wenigen einen prachtvoll schillernden Schwanz. Aber Ursel „Ins Land der Franken fahren..." HZ.-Führer des AanneS 416 in die Fränkische Schweiz gestartet. Heute morgen hatten sich, marschmäßig ausgerüstet, vor dem Bahnhof etwa 100 Führer und Führeranwärter des Bannes 116 der Hitler-Jugend eingefunden, um eine schöne Sommerfahrt anzutreten. Ursprünglich war eine Nordmarkfahrt vorgesehen, die aber aus verschiedenen Gründen abgesetzt werden mußte. Dafür werden die HJ.-Führer und Anwärter eine andere Landschaft kennenlernen, die ihnen bestimmt auch viel Schönes bieten wird. Mit einem fahrplanmäßigen Zug fuhren die Jungen um 9 Uhr von Gießen ab, mit dem nächsten Ziel Bamberg. Der ganze morgige Tag wird dann dem Aufenthalt in Bamberg gewidmet sein, vor allem aber der Besichtigung der mancherlei Sehenswürdigkeiten, die die Stadt zu bieten hat. Dann wird noch ein kleines Stück mit der Bahn gefahren, voraussichtlich bis Forchheim, und dann wird eine zehntägige Wanderung beginnen, die die Gießener HI. mit den schönsten Teilen der Fränkischen Schweiz vertraut machen wird. Die Wanderung wird das Wiesental hinaufführen, in die engen Juratäler, an die Felstürme der Fränkischen Schweiz und in die herrlichen Tropfsteinhöhlen, in denen Stalaktiten und Stalagmiten wie Orgelpfeifen erklingen, wenn man sie mit einem Schlüssel leicht anschlägt. Täglich sollen etwa 15 bis 20 Kilometer marschiert werden, und zwar so, daß die einzelnen Fahrtgruppen schon um die Mittagszeit auf dem Platz fein werden, auf dem die Zelte aufgeschlagen werden sollen. Die Teilnehmer an dieser Fahrt werden sich dabei in allem als selbständig zu erweisen haben. Es muß abgekocht werden, es gilt in den Zelten zu übernachten, denn Verpflegung und Unterbringung sollen ohne fremde Hilfe geschehen. Es ist zu erwarten, daß auch die Hitler- Jugendführerschast, so wie die Kameraden, die an den Hessen-Nassau-Fahrten teilnahmen, mit reichen Erlebnissen zurückkehren — zurückkehren aus einer Landschaft, der Viktor von Scheffel eines seiner schönsten Lieder gewidmet hat. lieber der Fahrt der Hitler-Jugend des Bannes 116 steht das Wort: „Wir woll'n zur schönen Sommerszeit Ins Land der Franken fahren —" Zusammenschluß der Mich- und Fellwirtschafi. Einheitliche Versorgung gewährleistet. ZdR. In diesen Tagen ist im Reichsgesetzblatt eine Verordnung des Reichsministers für Ernährung und Landwirtschaft über den Zusammenschluß der deutschen Milch- und Fettwirtschaft veröffentlicht worden. Die Hauptvereinigung der deutschen Milch- und Fettwirtschaft tritt mit Wirkung ab 1. Oktober 1938 an Stelle der Hauptoereinigung der deutschen Milchwirtschaft. Entsprechend dem erweiterten Mitgliederkreis, zu dem alle Betriebe, die sich mit der Erzeugung, der Be- und Verarbeitung, sowie der Verteilung von Milch, Deien und Fetten befassen, zählen, ist auch der Aufgabenkreis der neuen Hauptvereinigung bestimmt. Innerhalb der Erzeugnisse, die der Ernährung des deutschen Volkes dienen, nehmen die Ernährungsfette und -öle eine entscheidende Rolle ein. Butter, Schmolz, Margarine, Speiseöl usw. sind neben dem täglichen Brot ernährungswichtige Fak- toren und damit Erzeugnisse, die für die Gesamtheit der deutschen Verbraucherschaft bestimmt sind und eine einheitliche Bewirtschaftung notwendig machen. Zwar unterlagen die genannten Ernährungsfette und -öle bislang schon verschiedenen nährständischen Marktorganisationen, doch waren diese nach den jeweiligen Ausgangsprodukten aus- gerichtet und ließen in ihrer Vielgestaltigkeit eine zusommenfassende Bewirtschaftung nicht zu. Die neue Verordnung, die die alleinige Zuständigkeit der Hauptvereinigung der deutschen Milch- und Fettwirtschaft bestimmt, beseitigt diesen Mangel und schafft die Grundlagen für eine verantwortliche Regelung der Erzeugung und des Absatzes der Ernäh- rungsfette und -öle. Wie bei den meisten Hauptvereinigungen, sind auch bei der Hauptvereinigung der deutschen Milch- pnd Fettwirtschast Milchwirtschaftsverbände gebildet worden, denen die örtliche Durchführung der marktordnerischen Aufgaben nach Weisung der Hauptvereinigung obliegt. Daß diese notwendige einheitliche Bewirtschaftung an das Aufgabengebiet der bisherigen Hauptvereinigung der deutschen Milchwirtschaft angegliedert wurde, ist der großen Bedeutung, die das Milcherzeugnis Butter innerhalb der Fettoerforgung einnimmt, zuzuschreiben. Die neue Houptvereinigung hat damit die Vollmachten, alle Ernährungsfette und - öle zentral und einheitlich zu erfassen und ebenso einheitliche Dersorgungs- maßnahmen zu treffen. Während nach der bisherigen Regelung die Versorgungsanweisungen für Butter, Schmalz, Margarine, Speiseöl usw. selbständig und meist unabhängig voneinander durchgeführt wurden, ist es künftighin möglich, die Fettversorgung innerhalb der verschiedenen Ernährungsfette und -öle abzustimmen. Damit sind in weitgehendem Maße die Grundlagen für eine gerechte Versorgung nach gemeinwirtschaftlichen Grundsätzen geschaffen. Die Berücksichtigung der örtlich, art- und mengenmäßig unterschiedlichen Fett- und Oelversorgungsbedürfnisse ist dadurch erleichtert, ebenso eine vernünftige Lagerhaltung und eine planvolle Dorratspolitik. Zwar hat sich die Eigenversorgung ort Ernährungsfetten und -ölen in den letzten Jahren wesentlich verbessert, sie erreicht aber noch nicht den Fett- und Oelbedarf, so daß nach wie vor ein maßvoller Fett- und Oel- verbrauch angestrebt werden muß. Gerade die zentrale Erfasiung und Verwertung ist am besten geeignet, eine gleichmäßige und damit gerechte Versorgung zu gewährleisten und Versorgungsschwie- rigkeiten vorzubeugen. von den Empfängern zu Hause immer wieder gelesen werden. Es ist ja ein echter Ferienbrief. 1 H. W. Sch. Es fuhr woanders hin ... Prüfend fährt der alte Waldarbeiter mit dem Daumen über die Schneide der Axt. Mit einem Topf voll Wasser stiefelt er auf den Hof, gießt die Flüssigkeit in den Holzkasten des Schleifsteins, dreht die Kurbel und schärft seine Axt auf dem herumwirbelnden Sandstein. Dann macht er sich auf den Weg. „Pu ha!" — der Holzhacker wischt sich die tropfende Stirn — „das Frühstück wäre verdient." Be- haglich setzt er sich im Schatten auf einen Baumstumpf nieder. Da hört er ein Krachen und Schreien von der nahen Landstraße her, läuft eilig dem Lärm nach und sieht — das Herz bleibt ihm fast stehen — ein umgestürztes, brennendes Auto neben einem ongefplitterten Baum. Ein Mann liegt jenseits des Grabens im Acker und stöhnt. Der Holzhauer springt hinüber: „Was getan?" — Der Fremde richtet sich behutsam auf und tastet seine Glieder ab: „Scheint alles heil zu fein." Dann starrt er auf das brennende Auto. Der Holzhauer wagt kaum zu fragen: „Wer — was ist denn da noch drin?" Der Fremde macht ein schmerzliches Gesicht: „Meine Musterkoffer!" Jetzt atmet der Waldarbeiter erleichtert auf. „Aha, Reiferer. Haben Sie aber noch Glück gehabt! Wie kam's denn?" „Weiß der Teufel. Der Wagen fuhr woanders hin, als ich ihn steuerte, und als ich bremsen wollte, blieb er nicht stehen. Ich wollte den alten Kasten schon immer mal nachsehen." Der Holzhauer staunt: „Ja, tun Sie das denn nicht jeden Morgen, ehe Sie losfahren?" „Mann, dazu habe ich keine Zeit!" „Na, aber die wichtigsten Teile doch! Steuer, Bremse, Räder, ob da was locker ist oder so: das tue ich ja mit meinem Werkzeug sogar, und da hängen keine Menschenleben von ab!" Muß sich ein ausgebildeter Autofahrer von einem alten Manne so beschämen lassen? Wir wollen hoffen, daß das nach dem aufrüttelnden Appell, den Dr. Goebbels vor kurzem über den Rundfunk an alle Verkehrsteilnehmer gerichtet hot, nicht mehr nötig sein wird. H. M. (RAS.) Vornotizen. Tageskalender für Donnerstag. Glorio-Palast (Seltersweg): „Eine Frau kommt in die Tropen". Kurzes Gewitter über Gießen und Umgebung. Ein Mann vom Vllh erschlagen. Nach Tagen einer geradezu tropischen Hitze — auch gestern herrschten wieder 32 Grad Celsius im Schatten — brachte der gestrige Mittwochnachmittag endlich ein lang ersehntes Gewitter und Regen, der allerdings nur kurz und nicht sehr ausgiebig war. Immerhin, man war auch für das Wenige dankbar! Das kurze Gewitter konnte auch keine vollkommene Abkühlung bringen. Die heißen Straßen waren rasch wieder trocken. Leider hat das Gewitter, das nur wenige Blitzschläge brachte, ein Menschenleben zum Opfer gefordert. Der Bauleiter F r e ck m a n n , der an der Reichsautobahn beschäftigt war, wurde unweit von Rein Hards Hain vom Blitz getroffen und auf der Stelle getötet. Ein Arbeiter, der in einiger (Entfernung neben ihm ging, wurde vom ßuftbrurf des Blitzschlages zu Boden geworfen, erlitt aber keinerlei Schaden. Freckmann hinterläßt eine junge Frau und' ein erst vier Monate altes Kind. Blitzschlag in eine Transformatorenffation am Professoreneck. Das Gewitter brachte für die Einwohnerschaft von Gießen-Ost eine besondere Uederraschung. Ein Blitz schlug in eine Transformatorenstation am Professoreneck ein und richtete an den technischen Einrichtungen so erheblichen Schaden an, daß das Elektrizitätswerk zu umfangreichen Reparaturarbeiten schreiten mußte. Bis gegen 21.45 Uhr herrschte im östlichen Stadtteil völlige Finsternis, so daß man sich in den Häusern mit behelfsmäßigen Lichtquellen, wie Kerzen und Petroleum, zufriedengeben mußte. Dank des energischen Einsatzes der Techniker des E.-Werkes gelang es dann durch Kurzschaltung die Stromzuführung für das Oftoiertel wieder endgültig zu sichern. Gegen 21.45 Uhr brannte das Licht in den Häusern und auf den Straßen wieder. Tamilieniaq Jmmel. Der gut besuchte Familientag des Verbandes „Jmmel vom Rhein" nahm in Worms einen harmonischen Verlauf. Der Leiter, Lehrer Jmmel (Gießen), hielt einen Vortrag über den zeitgemä- I ßen Zweck des Familienverbandes im nationalen, sozialen und völkischen Staat und unterstrich die Verpflichtung der anwesenden Jugend in diesem Sinne. Eine Anzahl umfangreicher Forschunaser- gebnisse über blutsverwandte Familien: Lott, Christmann, v. d. Mühlen und Philippi wurden zur Einsicht vorgelegt. Die wiederholte Verwandtschaft der Familien Jmmel-Berges in Leiselheim und Deg- heim über die Sippen Weißheimer, Lott, Martenstein und Loos begegnete besonderem Interesse durch den in seltener Höhe eingetretenen Ahnenverlust. Vetter Heinrich Jmmel, Schloßgartendirektor in Oldenburg, berichtete in Kürze übv. seine von seinen Kindern ermöglichte längere Reise nuch Afrika und die Teilnahme seines Sohnes Dr med. Reinhard Jmmel an einer Forschungsreise nach Finnland. Er fand Worte herzlichen Dankes und aller Anerkennung der großen Mühewaltung des Farnllienleiters. Der nächste Familientag wird in Westhofen (Rhein- Hessen) stattsinden. Gietzener Docheumarktpreife. * Gießen, 4. Aug. Auf dem heutigen Wochen- markt kosteten: Feine Molkereibutter, % kg 1,52 Mark, Markenbutter 1,55 bis 1,60 Mark, Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 4 bis 9, Eier, deutsche, Klasse S 13, Klasse A 12%, Klasse B 12, Klasse C 11%, Klasse D 10%, ausländische 12, Enteneier 11% bis 12% Pf., junge Hähne, % kg 1,10 bis 1,15 Mark, Suppenhühner —,90 bis 1,05 Mark, Wirsing, grün, 10 bis 12 Pf., Weißkraut 10, Rotkraut 12 bis 15, gelbe Rüben 15, rote Rüben 10 bis 12, Spinat 20, Römischkohl 8 bis 12, Bohnen, grün 18 bis 20, gelb 18 bis 25, Erbsen 18 bis 25, Tomaten 25 bis 45, Zwiebeln 10 bis 14, Rhabarber 10 bis 15, Pilze 45 bis 55, Kartoffeln, alte 5, 5 kg 45 Pf., 50 kg 3,30 bis 3,90 Mark, neue 4,80 bis 6— Mark, 5 kg 60 Pf., % kg 6 bis 7, Pfirsiche 45 bis 60, Himbeeren 50 bis 55, Brombeeren 50, Birnen 55, Stachelbeeren 35 dis 50, Johannisbeeren 35 bis 40, Blumenkohl, Stück 10 bis 50, Salat 8 bis 12, Salatgurken 20 bis 50, Einmachgurken 2 dis 5, Rettich 5 bis 15, Radieschen, das Bündel 5 bis 10 Pf. ♦ ** Verbreiterung der unteren Kai- serallee in vollem Gange. Die Arbeiten zur Verbreiterung der unteren Kaiserallee sind in vollem Gange. Dieser Straßenteil bietet gegenwärtig ein Bild wie nie zuvor. Kahl ragen die Stämme zahlreicher Bäume zum Himmel. Die Fronten der Häuser an der rechten Straßenseite, die bisher fast verborgen hinter den Blätterkronen der Bäume waren, treten nun deullicher in Erscheinung. Leider ist schon jetzt zu erkennen, daß die untere Kaiserallee durch die Entfernung der Bäume sehr viel nüchterner aussehen wird als bisher. Mit dieser Tatsache wird man sich aber abfinden müssen. Tatkräftig wird gegenwärtig auch an der Beseitigung der Vorgärten gearbeitet. Mit Brecheisen, Picke und Schaufel werden die Pfeiler, die bisher die Gartenzäune hielten, aus der Erde gewuchtet. Mit Schneidbrenner geht man den Eisenpfeilern zu Leibe. Büsche und kleinere Bäume in den Vorgärten sind gefallen: die Beete fmb *feine Beete mehr. Der große Garten vor dem evangelischen Pfarrhaus hat sein Aussehen erhebttch verändert. Zahlreiche der bekannten rot-weißen Stangen, die der Vermessung dienen, stecken in der Erde, und sie lassen in ihrer Anordnung schon erkennen, wie dott Straße und Bürgersteig verlaufen werden. *♦ Unfall. In der oberen Frankfurter Straße ereignete sich durch Unbedachtsamkeit ein Unfall. Der achtjährige Sohn des Studienrats Paul aus Weilburg saß im Kraftwagen feines Vaters und spielte dabei am Verschluß der Wagentür. Dahei öffnete sich die Tür und der Knabe fiel heraus. Das Kind erlitt bei dem Sturz aus dem fahrenden Wagen eine schwere Gehirnerschütterung sowie Weichteilverletzungen im Gesicht. Der Knabe wurde sofort in die Chirurgische Klinik gebracht. Rundfunkprogramm Freitag, 5. August. 5 Uhr: Frühmusik. 5.45: Ruf ins Land. 6: Gym- nastik. 6.30: Frühkonzer^. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Bäderkonzert. 9.30: Nur Freiburg: Nachrichten. 9.40: Mutter turnt und spielt mit dem Kind. 10.30: Tag der Jugend. 12: Mittagskonzert. 13: Nachrichten. 13.15: Mittagskonzert. 14: Nach- richten. 14.10: O holde Frau Musica. 15: Kleines Konzert. Kompositionen von Hans Fleischer. 16: Nachmittagskonzert. Das Mikrophon unterwegs. 18: Zeitgeschehen. 18.30: Der fröhliche Lautsprecher. 19.10: Soldaten —Kameraden. Eine Gemeinschaftssendung von HI. und Wehrmacht mit Jugend- und Soldatenchören. 20: Nachrichten. 20.15: Herzschlag der Ostmark: „Die grüne Mark": Dichtung und Musik mit Beiträgen von Dichtern und Schriftstellern der Steiermark. 21: Serenaden im Hofe der Residenz. 22: Nachrichten. 22.15: Schlußtage der nationalen Wettbewerbe unserer Segelflieger auf der Rhön. 22.30: Unterhaltung und Tanz. 24 bis 3: Nachtmusik. Zwei hinter Gisela. ZRonum von Hans Hirthammer. Urheberrechtschutz Verlag Oskar Meister, Werdau/Sa. 16 Fortsetzung (Nachdruck verboten!) „Schade, daß du mich gestört hast, Toni!" rief sie lachend, und streckte ihm die Hand hin. „Ich war eben dabei, ihm den Rest zu geben." „Im Ernst?" stotterte Toni Kindlmann. Er dachte daran, daß er die Absicht hatte, diese Heli zu heiraten, und er sah ein schreckliches Los voraus. Indessen war auch Peter wieder auf die Beine gekommen. „Dummes Geschwätz! Noch eine Minute und sie hätte um Gnade gewinselt!" „Ha, ha!" höhnte Heli, aber als Peter Anstalten zu einem neuen Angriff traf, machte sie sich schleunigst aus dem Staube und verschwand in der Küche. „Warum habt ihr euch denn gezankt?" wollte Toni wissen. „Gezankt!" lachte Peter, während er seine Haare in Ordnung brachte. „Wir haben doch nur Dummheiten gemacht. Das treiben wir immer so, schon feit wir uns kennen. Es ist eine gute Methode, den Körper geschmeidig zu erhalten." „So, so?" meinte Toni wenig begeistert. „Wird Heli diese Gymnastikübungen auch — hm — in Zukunft berbehalten?" „Warum nicht? — Es ging übrigens damit los, daß das Balg sich weigerte, mir die Adresse von diesem Mädel zu sagen." „Ach, von der Gisela Mertens?" „Wie? Du weißt--? Das ist ja eine nette Verschwörung! — Wie sagtest du? Den Namen muß ich doch schon gehört haben?" Toni lachte über das ganze Gesicht. „Natürlich! Heli erzählte mir, wie ahnungslos du sie am Donnerstag nach ihrer Freundin gefragt hättest. Heli war von Fräulein Mertens, deiner geheimnisvollen Schönen, an jenem Abend eingeladen worden." „Bei den Göttern! Habt ihr beide es denn dar- auf abgesehen, mich verrückt zu machen? — Eine tolle Sache! Möchte wissen, was ihr euch um das Mädel zu kümmern habt!" Er ^stürmte aus dem Zimmer und kam gleich darauf wieder zurück, Heli am Arm hinter sich her- ziehend. „So, nun heraus mit der Sprache! Was geht hier hinter meinem Rücken vor?" „Laß mich erst einmal los, Grobian! — Das ist der Dank dafür, daß man sich deinetwegen ab müht, daß man sich eigens photographieren läßt, um den Photographen mitteilsam zu machen, daß man sich die Beine müde läuft, bis man das Mädel endlich gefunden hat, daß man die tollsten Lügenmärchen erfindet, um einen Vorwand zur Anknüpfung der Bekanntschaft zu haben. — Ah, ich hätte nicht gedacht, daß es in unserer Familie solche Menschen geben könnte. Der schlechte Charakter irgend eines dunklen Ahnherrn scheint in dir wieder zum Durchbruch gekommen zu sein." „Nun gebt doch endlich Ruhe!" flehte Tom Kindlmann, dem es vor allem darum zu tun war, den gewohnten Kaffee zu erhalten. „Du bist schon auch recht boshaft, Heli! Verrate dem armen Jungen doch endlich deine Geheimnisse!" „Er läßt mich ja nicht dazu kommen. Ich hätte ihm sonst schon längst gesagt, daß Fräulein Mertens am Dienstag zu uns kommen wird." Peter sank auf den nächsten Stuhl, als habe ihn der Schlag gerührt. 18. Mit den Gefühlen eines Siegers eilte Walter Radegast am Morgen des Montags zu Frau Malick. Das Mädchen führte ihn ins Musikzimmer. „Möchten Sie bitte einen Augenblick warten! Die gnädige Frau hat gerade Besuch." „So früh schon? Wer ist es denn? Wird es lanae dauern?" „Bestimmt nicht, Herr Radegast! Irgendein Schuldner, der um Zahlungsaufschub bittet! Er scheint ein rabiater Bursche zu.sein. Hören Sie, wie er schreit! Frau Malick wird ihn wohl gleich hinauswerfen, sie kann solche ungebildeten Leute nicht vertragen." Als das Mädchen hinausgegangen war, näherte sich Walter Radegast neugierig der Tür zu Frau Malicks Empfangszimmer, wo die erregte Auseinandersetzung immer lebhaftere Formen annahm. Soweit er durch die geschloffene Tür dem Gespräch folgen konnte, handelte es sich um die Nück- ^hlung eines Darlehens. Der Mann schien in Schwierigkeiten zu sein, während Frau Dorothea auf pünktliche Innehaltung des Termins bestand. „Wollen Sie mich denn zugrunde richten, verflucht nochmal? Was haben Sie denn davon?" „Ich habe Ihnen oft genug wiederholt, daß ich mein Geld brauche. Auch ich muß meinen Der- pflichtungen pünktlich nachkommen. Wären Sie früher gekommen, dann hätte sich die Sache vielleicht einrichten lassen! Aber jetzt! Es tut mir leid, sehen Sie zu, wie Sie das Geld deschaften!" „Wüßte nicht wie! So nehmen Sie doch Vernunft an! In drei Monaten kann ich Ihnen das Geld auf den Tisch legen." „Nichts zu machen, lieber Herr Holz! Ich will Ihnen ausnahmsweise noch drei Tage Frist geben. Haben Sie bis dahin nicht bezahlt, dann werde ich vollstrecken lassen." „Ist das Ihr letztes Wort? Sie wissen, daß dies meinen Untergang bedeutet! Denken Sie doch um Himmelswillen an meine Frau und meine Kinder!" „Ich habe Ihnen nichts weiter zu sagen." „Blutsaugerin!" Walter Radegast erschrak über den tierischen Aufschrei, mit dem dieser Ausruf hervorgestoßen wurde. Im nächsten Augenblick vernahm er ein polterndes Geräusch, als sei ein Stuhl umgeworfen oder in die Ecke geschleudert worden. Dann folgte ein schrilles Gekreische. Anscheinend hatte der Mann in seiner Verzweiflung alle Beherrschung verloren und eine drohende Haltung gegen Frau Malick eingenommen. Radegast überlegte noch,, ob er eingreifen sollte, da ertönte aus dem Nebenzimmer ein erstickter Hilferuf. Radegast riß die Tür auf und sah zu seinem Entsetzen, daß Frau Malick am Boden lag und von den pressenden Fingern eines breitschultrigen Mannes gewürgt wurde. Er stürzte sich auf den Wahnsinnigen und riß ihn zurück. „Sind Sie verrückt geworden?" brüllte er ihn an. Der Mann kam sofort zur Vernunft. Mit entsetzten Augen starte er zuerst zu Radegast, dann Frau Malick an, die sich erhoben hatte und atemringend in einen Sessel sank. „Das — das habe ich nicht gewollt!" stöhnte Holz, griff nach feinem Hut und stürzte aus dem Zimmer. „So ein Kerl!" kreischte Frau Malick. Ihre Stimme gewann allmählich an Kraft und Festigkeit. Auch das Mädchen war, von dem Lärm auf« geschreckt, herbeigestürzt und bemühte sich in ängstlicher Ergebenheit um ihre Herrin. Dieser schien es unangenehm zu fein, daß die Angestellte Zeugin des ihr zugefügten Schimpfes geworden war. Sie gab ihr einen unfreundlichen Wink, sie mit Herrn Radegast allein zu lassen. „Es ist entsetzlich!" begann fie, nachdem sie sich mit einem Glas Wermut gestärkt hatte. „Nicht einmal seines Lebens ist man mehr sicher. — Hoffentlich kommt deine Sache bald zum Klappen. Ich werde mehr als froh fein, wenn ich von Berlin nichts mehr höre und sehe." Radegast, der längst auf das Stichwort aewartet hatte, legte sogleich mit feinen Neuigkeiten los. „Du ! kannst mir gratulieren, liebe Dorothea. Ich habe mich vorgestern abend mit Fräulein Mertens verlobt." „Wirklich? Wenigstens ein Lichtblick! Nun sieh aber zu, baß du den kleinen Schmetterling bald vollständig in dein Netz bekommst. Habt ihr den Heiratstermin schon festgelegt?" „Immer sachte, liebste Dorothea! Du hast mir selbst geraten, die Angelegenheit nicht zu überstürzen. Ich glaube, das beweist genug meine Fähigkeiten, daß es schon beim zweiten Beisammensein zur Verlobung kam." „Gewiß, gewiß, mein Lieber! Aber sicher hast du sie erst, wenn fie deine Frau ist, so oder so. Es wäre gut, wenn dies geschähe, bevor die Bombe platzt. Hast du Nachrichten aus Breslau?" „Die besten, die ich mir wünschen kann. Sie waren der Anlaß, daß ich die Verlobung beschleunigte." „Sehr gut? — Ah, dieses Scheusal!" Sie befühlte vorsichtig ihren Hals. „Wenn du nicht rechtzeitig eingegriffen hättest — ich glaube, die Bestte hätte mich ermordet! — Ist es nicht entsetzlich?" „Du hättest den armen Teufel nicht bis zum äußersten treiben sollen. Eure Unterhaltung war nämlich laut genug, daß ich sie im Musikzimmer verfolgen konnte. Der Mann kam doch sicher nicht mit der Absicht, sich an dir zu vergreifen!" „Wie, du verteidigst diesen Verbrecher noch? — Anzeigen werde ich ihn. Ins Zuchthaus gehört er, dieser Lump! Sieh doch bloß!" Sie schob den Morgenrock zurück und zeigte ihm mit der Miene einer Märtyrerin die blauen Flecken an den Schultern, wo Holz sie gepackt hatte, als er sie zu Boden warf. Er wagte es, sich durch einen scheuen Blick von den Tatsachen zu überzeugen. „Allerdings, sehr behutsam scheint er dich nicht üngesaßt zu haben. Aber du wirst doch deswegen nicht so unvorsichtig fein und die Sache zur Anzeige bringen? Ich müßte als Zeuge erscheinen — und es würde da allerlei ans Licht gezerrt werden, was wir besser im Dunklen lassen. Ich bin jedenfalls nicht darauf versessen, büß dadurch meine Pläne gefähroet, wenn nicht zunichte gemacht werden." „Aber — ich kann doch diese Gewatttat, diesen Mordversuch nicht auf sich beruhen lassen! Das wäre ja--" „Warum nicht! Eine Geste der Menschlichkeit, die den Mann veranlassen wird, sich aufs äußerste anzustrengen, um seinen Verpflichtungen nachkommen zu können. Da du einen Zeugen hast, wird er sich nicht im Unklaren sein, was ihm im Fall einer Anzeige drohen würde." (Fortsetzung folgt!) N auf1 Aue tni Sistige S fc Lvd. Marbu lreisdorses Brai '.Mnenschachtes f aiige holMe, ' -Msainmell ha! | Brunnenmeifter | Schacht hinab. 2 ' Sase, die sich bas Bewußtsein wollten und e wurden ebens sofortige hilfsm. wieder an die gelang, die beid un, tonnte be der lob W Ser Gemeir i litt dieser Ta als er sich n schlissigen 6tn erlitt schwere ' durch verursach riß und der A Die Ehesrau M aus Mainzlar s unglücklich ab, l außerdem noch die Sanitätsbe iMmswerte D Handlung geb vchlen Augenb Änchen des : SsS Ä» t wffin’ un» sS*1 WS- •« linde md - Mit 15 W hin entschtnsi^ „Land bring, tklebungsversuche Etz Zweihunde ttuh in bie I ttneff im gnt Um/tanben bit Mm müssen. ?“ Not. Hellen Renn E'".e große ode jywg fom wffmann, K Meyer i XMerfäi ein. U-Haft ger kommen s, B und Sch J>nen do die b. fcbie Wl ’S« Ä Sr« tsss, ’Ä T'eße SW?* \ um ^Qe herfcij} i Wan,Nrn S>i Sh Aus der engeren Heimat Kreis Friedberg. eine neue deutsche Bestleistung aufgestellt. Wirtschaft Der 19. Rhün-Segelflug-Wettbewerb ist unverändert von schönstem sommerlichen Wetter und damit guten Aufwind-Verhältnissen begünstigt. Auch Deutscher Segelflieger über Johannesburg. Der Deutsche Hermann Winter segelte mit seinem motorlosen Flugzeug über den Wolkenkratzern von Johannesburg und erreichte dabei eme Hohe von 7000 Fuß (2133 m). Er stellte mit seiner Mi- nimoa" einen südafrikanischen Segelflug-Hohen- rekord auf. Deutsche Höhenflug-Veflleiflung bei der is.Mön Fast 6000 Meter Höhe erreicht. schließlich ein Unterschied, ob sich die Wettschwimm. Mannschaft aus der Jugend einer Stadt mit 40 000 oder aus einer Stadt mit 500 000 Einwohnern rekrutiert. ... War es den Gießener Schwimmern schon nicht vergönnt, in den Staffeln erfolgreich zu sein, so brachte ihnen doch wenigstens eines der beiden ausgetragenen Wasserballspiele einen verdienten Sieg. Für das Spiel, das einen sehr dramatischen Verlauf nahm, traten folgende Mannschaften an: Gießen: Kling', Keiner, Ortwein; Albold; Haibach, Werner, Herbert. Hannover: Schulenburg; Gröne, Bade; Burmester; Eymes, Rolf, Kater. Unsere einheimischen Wasserballspieler zeigten sich in diesem Kampf von der ersten Minute an überlegen, hatten aber in ihren Aktionen zunächst wenig Glück. Schüsse darüber und daneben, wie auch an die Latte, verhinderten zunächst jeden Erfolg, bis es endlich Albold gelang, den ersten Treffer anzu- bringen. Mit 1:0 Toren wurden die Seiten gewechselt. Rach der Pause nahm das Spiel immer lebhaftere Formen an, der Schiedsrichter hatte es aber durch feine exakten Entscheidungen immer in der Hand. Die Gäste holten ein Tor auf, und geraume Zeit blieb es bei dem 1:1. Aber immer wieder drängten die Gießener, und ihr Eifer, ihr geschicktes Kombinationsspiel fand schließlich den verdienten Erfolg. Werner vermochte unhaltbar einen Schuß anzubringen, der den knappen Sieg von 2:1 sicherstellte. Wesentlich härter verlief ein Spiel der zweiten Jugendmannschaften, das die Gießener mit 1:2 verloren. Der Abend vereinigte die Schwimmer zu einigen kameradschaftlichen Stunden im Cafe Amend. 'nt!J = n $«i,| !«■ Sie Artels 1« »I W tagen iM m hlnnnel. ’ten StraßechiM tot ÄrtroiJ sicher in frll erkennen, doh bi' ^ung der DininS u als bisher. K ; ' ubfinden müfjeil h °n der Beseih * I»? ?^cheil!k. Pfeiler, die bishx} f Erde gewuchlvI u Eijenpfeilern x» me in den ' find ♦feine Ber) i dem evangelisch« | cheblich veränd^ D ißen Stangen, b J der Erde, unb [ B erkennen, wie btr 1 en werden. frankfurter Sti^r iMkeit ein Unf£ f’ enrats Paul t feines Vaters ir Wagentür. Sc. Knabe fiel hem ms dem fahrend rschütterung so»! Der Knabe nnnti gebracht. Schwimmwettkamps Gießen-Hannover Iugend-Staffelkämpfe. - Wasserballspiele. SJt.-'fport Gin Slict in die Siarteriifie. Wer gewinnt das Trikot des Deutschen Straßenmeisters? »teile. BjM*, Cm üK »»ten 25 * NuinenlH °la 9»fen 20 5 bis 15, £ ramm f. 5 Haiti). 6: GyM' | d)ten. 8.10: Sym- I Dlur ffreüiiw I b spielt mit 1| Mtatzblv^ni. 1 ixert 14*. M« fiea. 15: seines. ns Fleischer. 16: | )yhvn unterwegs. A yiiche Lautsprechel. I ine Temeinscha^ I ä mit Jugend-m 20.15: herzsM j rt"; « i ern und SchuM | naben im SW * I 15: Schicht I It und lünz. 24 ■ der Begrüßung und der schwimmerischen Kameradschaft aus. Der Vertreter der Gäste hob insbesondere die überaus gastfreundliche Aufnahme hervor, die seine Schwimmer besonders beeindruckt habe. Dann wurden in kurzen Abständen die Staffeln gestartet Zunächst ging es über 100,200 und 100 Meter Brust. Don den Gießenern verlor zunächst Keiner einige Meter, Ortwein holte aus der 200-Meter-Strecke in zähem Kampfe etwas au, Götz vermochte aber die knappe Differenz nicht zu halten, vielmehr verlor er an Raum und mußte den Hannoveraner Schlußmann mit etwa 8Meter Vorsprung anschlagen lasten. _1- Hannover (Großmann, Bade, Schulenburg), 6:17^7 Knuten, 2. Gießener Schwimmverein, 6:27,8 Minuten. Einen sehr spannenden Kampf gab es dann über 4X100 Meter Kraul. Hier waren die Gießener fast ebenbürtig, und aus den ersten D^nen gab es nur ganz knappen Vorlprung für die Gaste. ■2. r s.__Metern fiel die Ent- Um den Eiano-Pokal. Die deutschen Rennwagen in Italien. Schon 14 Tage nach dem „Großen Preis von Deutschland" auf dem Nürburgring entbrennt der Kampf zwischen den schnellsten Rennwagen der Welt erneut. Am Sonntag steht in Livorno (Italien) das Rennen um den Ciano-Pokal zur Ent- cheiduna, bei dem Deutschland durch drei von C a - racciolä,v. Brauchitsch und Lang gesteuerte Mercedes - Benz - Wagen vertreten sein wird. Auto-Union ist nicht beteiligt; die Sachsen starten aber acht Tage später mit drei Wagen beim Acerbo-Pokal-Rennen in Pescara. In Livorno hat es Mercedes mit je zwei Delahaye (Dreyfus und Comotti), Alfa Romeo (Wimille und Dr. Fa- rina) und Maserati (Trossi und Darzi) zu tun Alfa Romeo und Maserati werden der deutschen Streitmacht ihre neuesten Modelle entgegenstellen und versuchen, den Siegeszug der deutschen Wagen zu unterbrechen. Im vergangenen Jahre feierten tue deutschen Fahrer beim Großen Preis von Italien in Livorno einen riesigen Triumph: Caraccwlo (Mercedes) siegte und die Plätze belegten mit Lang, Rosemeyer, Seaman und Muller vier weitere deutsche Fahrer und Wagen. _ Sportlicher Wettkampf der HZ. In Obbornhofen fand ein Treffen der Hitler- Jugend statt, das dem sportlichen Wettkampf gewidmet war, und das die Fähnlein 28/116 (Garndach, Münzenberg und Trais-Münzen- berg) und 29/116 zusammenführte. Dabei wurde so- wohl die Haltbng der Einheiten als auch das gemeinschaftliche Singen ebenso gewertet wie die sportlichen Leistungen der Jungen. Bei den Handball- und Völkerball-Wettkämpfen konnte das Fähnlein 28/116 den Sieg an sich bringen. Auch bei der Schlußbewertung stand fest, daß das Fähnlein 28/116 gesiegt hatte. das hat man doch noch nicht erlebt. Meurer, Matysiak, Szitnik, Gehricke, Kochan und Hensel sind es, die diese weite Reise nicht scheuen. Unter Nr. 32 steht Sztrakati aus Wien! Er soll der beste Straßenfahrer der Ostmark sein! Dresden und Erfurt sind ebenfalls vertreten. Hannover fen- dent Lache, Hardege, Nowakowski, Alpermissen und Wolter. Wie nicht anders zu erwarten war, kommt Chemnitz mit großem Aufgebot. Hackebeil, Kühn, Pister, Siegel, Bronold, Reichel, Richter, Riemann und Mende werden ein Wort mitzureden haben. Frankfurt stellt Bär, die beiden Eichhorst, Linnemann, Mang, Mäß, Karner und Kohl. Wie schon so oft, liegen die besten Aussichten hauptsächlich bei den Schweinfurtern. Dömling, Balling, Müllerklein, Schramm, Langmann, Bartowski, Brunner, Schenk, Heller, Seufert und Schmidt sind bekannt und gefürchtet. Aber auch Altmeister Wastl Krückl kommt mit einer kleinen Schar aus München. Und dann ist noch Wilhelm Neumann da, der Verteidiger der Gießener Farben. Einmal war er ganz groß, dan ließ er etwas nach, aber m dieser Saison hat er glänzende Rennen gefahren. überlassen. Zett: 1. Hannover (Burmester, Eymes, Bartels, Rokahr), 4:47,3 Minuten; 2. Gießen (Hofmann, Haibach, Herbert, Albold), 4:55,3 Minuten. Die' Lagenstaffel ging, wie es nach den (Kreis Alsfeld) in eine Mähmaschine und erlitt Ersten beiden Kämpfen wohl kaumanbers zu erschwere Schnittoerletzungen an den Armen. warten mar, ebenfalls die -Mastersr-unde . r verlor schon der erste Schwimmer, Amend, über Landkreis Gießen. iqq Sjfteter Rücken erheblich Raum, Drtmem holte dann über 200 Meter Brust die Differenz fast vollständig wieder auf und schwamm dabei übrigens 14 Sekunden besser als bei den 200 Metern der Bruststaffel, so daß der Hannoveraner nur mit einem knappen Dorspruna anschlagen konnte. Albold verlor über 100 Meter Kraul gegen seinen Gegner wieder einige Meter, so daß auch hier der Sieg eindeutig an die Gäste ging. Zeit: 1. Hannover (Rokahr, Bade, Burmester), 5:54 Minuten; 2. Gießener Schwimmverein (Amend, Ortwein, Albold), entsprechender Höhe weiterzugeben. Wenn auch der Verbraucher in diesem Jahr mit höheren Preisen als im Borjahr rechnen muß, so ist doch dafür Sorge getragen, daß die geringe Ernte nicht allein zu Lasten des Verbrauchers aeht. . Infolge der Witterungsverhältnisse des Frühjahrs hat sich die Gemüseernte dieses Mal etwas verzögert. Billiges Sommergemüse wird darum erst pater als gewöhnlich auf dem Markt sein. Die reichliche Ernte läßt aber eine ausreichende Versorgung mit Gemüse, teilweise sogar zu niedrigeren Preisen als im Vorjahr, erwarten. Unveränderte Butterversorgung. Fwd. In Kreisen der Kleinverteiler und Der- braucher ist zum Teil die Ansicht verbreitet, daß die derzeitigen für die Butterversorgung gültigen Bestimmungen aufgehoben werden. Dies trifft nicht zu Nach wie vor gelten die Anordnungen Nr. 9 vom 17. November 1936 und Nr. 22 vom 9. Dezember 1937, wonach die Molkereien und Großverteiler die Kleinverteiler mit höchstens 85 v. H. der im Oktober 1936 bewilligten Butterabgabenmengen zu beliefern haben. Diese Bestimmungen sind nach wie vor zu beachten. Dasselbe gilt für das Kundenlistensystem. Mein-Mainische Börse. Mittagsbörse: Aktien schwach. Frankfurt a. M., 3. Aug. Das Angebot zeigte stellenweise eine weitere Zunahme, so daß die Börse am A ktienmar kt schwach blieb. Die Aufnahmeneigung wurde noch geringer, lediglich vorliegende Limite glichen die Märkte einigermaßen autz. Die Umsätze waren z. T. etwas größer als gestern. Jnx, Verlaufe stockte das Geschäft jedoch saft vollkommen^ und die ersten Kurse, die durchschnittlich 0,50 bis 1,50 niedriger lagen, waren Brief. Bei einzelnen Werten war der Kursdruck empfindlicher. So büßten Deutsche Erdöl 3,50 v. H. auf 118,50, Metallgesellschaft 3 v. H. auf 121, AG. für Verkehr 2,25 v. H. auf 116,25, Buderus 2 v. H. auf 106,50 und Daimler 1,75 v.H. auf 126 ein. IG. Farben verloren bei größerem Angebot 1,13 v.H. auf 148,50, Scheideanstalt —2 v. H. auf 210. Am Montanmarkt gingen Rheinstahl auf 137 (138,50), Verein. Stahl auf 100 (100,40), Mannesmann auf Aber auch die Zielstrecken-Segelflieger kamen zu ihrem Recht. Die Landepunkte waren fast die gleichen wie an den beiden voraufgegangenen Tagen. In Trier (254 km) landeten B e ck (NSFK.-Gruppe Württemberg) und die beiden Hannoveraner Muller und Boy. Nach Köln gelangten nut 221 km der Dresdener Kühnold, E. G. Haase (Berlin) und von Treuberg (München). Mit 237 km Flugstrecke kam der Spitzenreiter Kurt Schmidt (Südwest) nach Bühl in Baden. Diele Wettbewerbsteilnehmer landeten wieder in Darmstadt. Wiesbaden und Gießen. Ebenso wurde wieder eine Reihe von mittelrheinischen Städten erreicht, so setzte der Düsseldorfer Heidrich nach 196 km bei Siegburg auf und Gierlich (Württemberg) ging bei Koblenz (170 km) nieder. Wuppertal (208 km) flog der Breslauer Steinig an. Vier Piloten tarnen nach Kaiserslautern oder seine Umgebung: Peters (Mitte), Späte (Darmstadt), Kraft (Württemberg) und Loose (Ostland). Der Darmstädter Opitz führte gleich zwei Zielstteckenflüge an etnem Tage durch. Nachdem er morgens nach Gelnhausen geflogen war, landete er nachmittags nach 134 km noch in Limburg an der Lahn. Der Kampf um die Führung spitzt sich mehr und mehr zu. Noch immer liegt Kurt Schmidt (NSFK.-Gruppe Südwest) mit 2595,7 Punkten m Front. Ader der Darmstädter Wolfgang Späte hat gut ausgcholt unb hat jetzt 2569,4 Punkte, Treuter (NSFK.-Gruppe Mitte) -st auf 2420 Punkte gekommen, und der Dresdener Bräutigam liegt mit 2190 Punkten an vierter Stelle. 5:59,7 Minuten. Die 8X50-Meter-Kraulstaffel brachte den Gießener Schwimmern auch keine Freude. Mit fast dem gleichen Abstand, wie in den vorausgegangenen -- -- - '"-"^t an. Eine mutige Lebensretterin. Lpd. Alsfeld, 3. Aug. Beim Beerensuchen im Walde in der Nähe von Romrod geriet ein neun Jahre alter Junge in ein Sumps- gelände und versank. Die in der Nähe weilende 15 Jahre alte Else Jung aus Zell sprang kurz entschlossen dem Jungen in das Wasser nach und konnte den bereits Dewußttasen wieder an Land bringen. Die sofort angestellten Wieder- belebungsverfuche hatten Erfolg. Giftige Gase im Brunnenschacht brachten den Tod. Lpd. Marburg, 3. Aug. In der Nähe des Kreisdorfes Bracht wurden bei der Anlage eines Brunnenschachtes Sprengungen vorgenommen. Um einige Holzstücke, die sich in der Tiefe im Wasser angesammelt hatten, zu entfernen, ließ sich der Brunnenmeister Hornung aus Karlsruhe in den Schacht hinab. Infolge Einatmens giftiger Gase, die sich dort gesammelt hatten, verlor er das Bewußtsein. Zwei Arbeiter, die ihm helfen wollten und nacheinander ein stiegen, wurden ebenfalls besinnungslos. Durch sosortige Hilfsmaßnahmen wurden die drei Männer wieder an die Oberfläche befördert. Während es gelang, die beiden Arbeiter wieder zu sich zu bringen, konnte bei dem Brunnenmeister nur noch der Tod fest gestellt werden. Unfälle auf dem Lande. Die Müllerfche Badeanstalt war gestern abend der Schauplatz für einen spannenden Schwimrn- wettkampf. Gäste aus Hannover, in der Hauptsache Jugendliche, waren im Laufe des gestrigen Tages in Gießen eingetroffen, herzlich ausgenommen worden, um am Abend mit den Jugendlichen des Gießener Schwimmvereins einmal die Kräfte zu menen. Die Hannoveraner, die sich gegenwärtig auf einer Wettkampfreife befinden, die sie von Kassel über Gießen nach Heidelberg und nach Nürnberg fuhrt, zeigten sich von ihrer besten Seite. Die Gießener hatten, trotz eifrigsten Einsatzes insbesondere in den Staffeln, nicht allzuviel zu bestellen. Nichtsdestoweniger verliefen die Wettkämpfe sehr spannend, und die zahlreichen Zuschauer, die die Schwimmbahn säumten, folgten begeistert Den harten Begegnungen. An Anfeuerungsrufen fehlte es nicht, so daß die Wettkämpfer zu äußersten Leistungen herausgefordert wurden. Dor dem Beginn des Wettkampfes lauschten Vereinsführer Lang vom Gießener Schwimmverein und der Jugendleiter der Gäste herzliche Worte unternahm der hiesige Gesangverein „Eintra einen Ausflug nach Frankfurt und Darmstadt, erste Aufenchalt galt der Besichtigung des Weltflug. Hafens Rhein-Main und dem Luftschiff „Graf Zeppelin". Dann wurden die Sehenswürdigkeiten der Landeshauptstadt eingehend bestchttgt. Nach einer Mittagspause ging es wieder zurück zum Welt- fhigl)afen. Dort war man Zeuge des großen Jnter- nationalen Flugtages. Mit reichen Eindrücken kehr- ten die Mitglieder des Vereins zurück. — Am Sonntag geigte die Gaufilmftelle im Saale des Gasthauses „Zum Löwen" den Tonfilm „Das Schloß in Flandern" vor. kreis Alsfeld —.— Homberg, 1. Aug. Die NSG. „Kraft durch Freude" veranstaltete am Sonntagabend vor der Stadthalle F r e i l i ch t s p i e l e und brachte dabei „Der Widerspenstigen Zähmung" von Shakespeare. Der Aufführung wohnten nahezu 800 Zuhörer bei, die reichlich Beifall spendeten. — Dem hiesigen Derkehrsverein ist es gelungen, durch eine Eingabe an die Oberpostdirekttvn vom 1. August ab täglich eine zweite Bestellung durch die Post zu erreichen. ,ulein N-rM-111 Ach«! Ml Schmetterling I iS «* ,6rk| ■r' w Sie b# iu verg^ > 9 #(iP M sche^ V It I« “3j) r.W" Heuchelheimer Turner auf der Schneekoppe. ♦ Heuchelheim, 3. Aug. Die Teilnahme am Deutschen Turn- und Sportfest in Breslau nahmen, wie uns berichtet wird, elf Turner des To. Heuchel- heim zur Gelegenheit, auch das schlesische Bergland kennenzulednen. Sie machten deshalb einen größeren Ausflug mit dem Ziel der Schneekoppe (Riesengebirge). Die Fahrt führte von Breslau über Bolkenhain und Krummhübel nach Brückenberg. Von dort aus wurde nach fünfstündigem, anstrengendem Aufftieg über die Schlingelbaude, Prinz- Heinrich-Baude und das Schlesierhaus der Gipfel der Schneekoppe erreicht. Ein überwälttgender Rundblick lohnte den Heuchelheimer Turnern die Mühen des Aufstiegs. Der Rückweg führte über die Hampelbaude und die Schlingelbaude wieder nach Brückenberg zurück. Der Omnibus brachte unsere Oberhessen dann wieder in die Feststadt. schwammen, war die Differenz unnötig groß ge- worden. Zeit: 1. Hannover, 4:20,1 Minuten; 2. Gießener Schwimmverein, 4:27,6 Minuten. Auffällig war, daß die Jugendlichen von „Wasser- freunde 98" Hannover im Sttl jeweils um einiges besser waren, als die Gießener. Daraus in erster Linie dürften die eindeutigen Erfolge der Gäste zurückzuführen sein. Für unsere Gießener Schwimmer mag das Ergebnis dieses Wettkampfes ein Ansporn sein, durch eifriges Training an die Leistungen heranzukommen, wie sie die Gäste zeigten. Immerhin darf man sagen, daß sich die Gießener Jugendlichen recht achtungsvoll geschlagen haben, denn es ist Zweihundert Rennfahrerbeine treten Sonntag früh in die Pedale. Sie gehören Fahrern an, die schnell im Endspurt sind und denen, die unter allen Umständen die Entscheidung schon an den Bergen suchen müssen. Letztere werden der Meisterschaft die große Note geben und sie zu einem würdigen schnellen Rennen machen. An ihnen liegt es, ob eine große oder kleine Gruppe am Ziel ankommt. Irrgang kommt mit seinen Berliner Landsleuten Hoffmann, Böhm, Rosenberg, Schmidt, Peter, Lepke, Meyer und Markloff. Berlin hat die Mannschaftsmeisterschaft am Samstag in Breslau gewonnen! Sollte einer der ihren auch die Einer-Strecken- ineisterschaft gewinnen können? Von der Dornstadt Köln kommen so gute Leute wie Schmidt, Breuer, Felder und Schlosser. Sogar aus Bremen und Lübeck kommen von der Wasserkante Kalkus, Schnee- molff und die beiden Hardts. Aus bergiger Gegend kommen die Württemberger Plappert, Weiner und Weifchedel. Es sind Fahrer, die Zähigkeit am Berge und Schnelligkeit im Spurt besitzen. Sollte einer aus dem Schwabenland die Meisterkrone erringen Der Gemeinderechner Berck von Steinheim erlitt dieser Tage einen schweren Unfall. Er kam, als er sich mit einem Fuhrwerk auf einer ab» schlissigen Straße unterwegs befand zu Fall und ertttt schwere Verletzungen. Der Unfall wurde dadurch verursacht, daß an der Deichsel die Haltekette riß und der Wagen in scharfes Tempo geriet. — Die Ehefrau Margarethe des Arbeiters Pfeiffer aus Mainzlar stürzte dieser Tage in der Scheune so unalücklich ab, daß sie einen Wirb elf äulenbruch und außerdem noch innere Verletzungen erlitt. Durch die Sanitätsbereiffchaft Gießen mußte die bedauernswerte Verunglückte nach Gießen in ärztliche Behandlung gebracht werden. — In einem unbe- wachten Augenblick geriet das zweieinhalbjahrige Söhnchen des Heizers Oestreich aus Kirtorf Sag” Daß °b°r sogar °°N Tilsit kommen.! tional.riko. schmucken können! Aktien-Zuckersabrif „IBefterau" Friedberg. Fwd Diese einzige süddeutsche Bauernzucker- fabrit weist für das am 30. Juni ab gelaufene Geschäftsjahr 1937/38 einen Rohüberschuß von 684 000 (772 000 bei gleichzeitig 225 000 für übrige Aufwendungen Mark) aus. Personalaufwendungen ftiegen auf 326 000 (260 000) Mark, Steuern auf 128 000 (71 000 Mark Besitzsteuern), sonstige Steuern und Abgaben werden neu mit 193 000 Mark ausgewiesen Nach 57 400 (78 700) Mark Anlageabschreibungen verbleiben einschl. Dorttag 40 231 (41 091) Mark Reingewinn, woraus wieder 8 v. H. Dividende verteilt und 232 (1091) Mark neu vorgetragen werden. Verarbeitet wurden 558 000 (381000 bzw. 321 000 Doppelzentner in Den beiden Vorjahren) Doppelzentner Rüben. Auf Zucker verarbeitet wurden davon 504 000 (330 000) Doppelzentner, der Rest auf vollwertige Zuckerschnitzel. An Zucker wurden 79 000 (45 000) Doppelzentner Ersterzeugnis und 10 000 (7000) Doppelzentner Nacherzeugnis gewonnen An Zuckergehalt der Ernteerträge wurden 1817 (16,72) v. H. feftgeftettt. Die durchschnittliche Tagesverarbeitung betrug 9770 (9837) Doppelzentner. Der Rübenpreis blieb unverändert, erstmals wurden sämtliche anfallenden Schnitzel in Form von Trocken- oder Melassetrockenfchnitzeln oder Naß- schnitzeln an die Rübenanbauer kostenlos zurückge- qeben Auf Die auf Zucker verarbeiteten Ruben konnten 6,50 (4,50) v. H. Trockenschnitzel oder die entsprechende Menge anDerer Schnitzel zurück gegeben werben. Durch Die höhere Rückgabe von Gratisschnitzeln wurden zusätzlich 16,4 Pf. je Doppel- zentner Rüben in Form von Schnitzeln ausgeschut- tet, was an sich einen höheren Gesamtrübenpreis gegen das Vorjahr bedeutet. Erzeugerhöchstpreise für Obst Ueberlandsegelflügen. Der Berliner Segelflieger: äcci» , Günther Lemm von Der NSFK.-Gruppe Berlm- + Münzenberg, 2. Aug. Mit 60 Personen Kurmark startete zu einem Hohen-Segelflug, der " 3 - - ch 1" ihn aus nahezu 6000 Meter Höhe brachte. Mit einer- Der I Startüberhöhung von 4980 Meter rourDe gleichzeitig Ausreichende Versorgung mit Gemüse gesichert. Fn)d. Der geringe Ernteanfall bei Den meisten öbftarten hat zu einer Erhöhung Der Preise geführt. Um aber den Verbraucher vor ungerechtfertigten Ueberteuerungen zu schützen und ihm auch bet geringen Ernten einen noch tragbaren Preis zu fiebern, hat Der Reichskommissar für die Preisbil- Snenb^®rn6®oSngI bi^hi°r®urch «ntretenben Preisermäßigungen in!rück. Am Ekktrom°rkt logen *6. A Lollar, 3. Aug. Nachdem vor etwa vierzehn Tagen die ganze Gemarkung unter Einsatz der Ortsbauernschaft, der Grundstückseigentümer und der vier oberen Klassen der Schulen nach dem Kartoffelkäfer abgesucht worden ist, sand auf Anordnung der Büraermeisterei nun eine zweite Absuchung der Kartoffeläcker durch Die E'gen- tümer statt. Glücklicherweise konnte auch diesmal der gefährliche Schädling m unserer Gemarkung nicht feftgeftettt werden. Die Suchaktion sott alle 14 Tage wiederholt werden. — Die langanhaltende Trockenheit macht sich besonders in den höher gelegenen Ortsteilen recht unangenehm durch Wafer m a n g e l bemerkbar. Da unser Ort in den letz- tii ...... _ v v ten Jahren stark gewachsen ist, ist die Wasferversor-schlugen auch hier die Gäste zuerst gung unzureichend. — Das hiesige I u n g d o 11, | $a einige Gießener aber immer wieder Der- das vor einigen Tagen von Der Nassau-Fahrt zu- “....... .... rückgekehrt ist, hat eine zweite Fahrt in Den Harz angetteten. 40 Hitlerjungen, die sich auf Fahrt befinden, bezogen hier Quartier. «4 Odenhausen, 3. Aug. Gestern, gegen 23 Uhr, konnten einige Einwohner unserer Gemeinde am westlichen Nachthimmel ein wunderbares Schauspiel beobachten. Eine außerordentlich große Sternschnuppe ging nieder, die gleich einem Kometen einen leuchtenden Schweis hinter sich Herzog, der sich in Funkengarben auflöste. + Grünberg, 3. Aug. Am Mittwoch, kurz nach 17 Uhr, landete nördlich von Grünberg ein Segelflugzeug. Nach Aussagen der beiden Flieger waren sie gegen 16 Uhr von der Wasserkuppe zu einem Zielflug nach Bonn gestartet. Infolge zu geringen Aufwindes mußten sie hier landen. Kurz vor 20 Uhr erschien ein Motorflugzeug von Der Wusferkuppe, das den Segler ins Schlepptau nahm, um ibn wieder zurückzubringen. s. Lang-Göns, 4. Aug. Am 6. August kann unsere Mitbürgerin, Frau Christine Becker Wwe., geb. Strötter, Pinggasse, ihr 80. Lebensjahr „ —----------------..-----<, r . ~ , • vollenden. Frau Becker ist körperlich und geiftig nod) Qm Mittwoch kam es zu großen Zielstrecken, und - von großer Frische. Unseren herzlichen Glückwunsch! ......... - - „.rir. ■ N Für hohe Ansprüche GLORIA-PALAST 5116V geschlossen. 5114V Gießen. GLORIfi 5124 A ■ Heute Donnerstag: Erstaufführung Nur mA noch - - 5108V 5115V Ein neuer Terra-Film mit: 5110 A Infolge der neuen Dienststundeneinteilung muß die poliklinische und Prioat-Sprechstunde Mittwoch nachmittags ausfallen. Samstag vormittag findet ebenfalls keine Sprechstunde statt. Die Verwaltung ist Mittwoch und Samstag nachmittags ab ^2 Uhr Hilde Krüger * Hilde Körber Waldemar Leitgeb * Volker von Collande » Maria Koppenhöfer Otto Wernicke * Albert Florath Spielleitung: Harald Paulsen Eine lebendige Fülle der Ereignisse gibt diesem Film das Tempo und das Mitreißende. Ausgezeichnete Darsteller tragen das Ganze zu nachhaltiger Wirkung Beiprogramm und Ufa-Ton-Woche Täglich 4.00. 6.00, 8.30 Uhr Sonntags 3.00,5.30,8.30 Uhr "t, Ihre gewissenhaften Bekleidungs - F achleute I 5117 A 3Tage 4.-6. August Vom Trinken und vom großen Durst. Eis, Bier oder heißen Tee? - Was ist eigentlich Durst? - Fruchtsäste enthalten Vitamine. - Oer Hihschlag. - 12 Liter Wasser am Tag. Don Or. H. JRebmonn. Baue gut.... mit Abermaitn Einspaltige Kleinanzeigen werden zum ermäßigten Grundpreis von 5 Pf. für die Millimeterzeile veröffentlicht Praxis geschlossen bis 22. August 5111 Das Haus der guten Qualitäten Gießen, Marktstraße 4-8 Die Contax mit Metallschlitzverschluß von 1/2bis i l250Sek.,gekup- pelt. Entferngs.- Messer.ganz aus Leichtm. 27S.-X bis 695- J4 Erich Lohr staatl. gepr. Dentist r. Photo - Kino Kreuzplatz 9 hilft im Winter sparen! Wie schön ist es, wenn Sie dann Obst und Gemüse auf Vorrat haben. Wichtig sind aber gute, verschlußfeste Gläser. Diese, wie auch den Einkoch-Apparat bekommen Sie preiswert bei J. B. Häuser, Gießen am Oswaldsgarten (Parkplatz), Fernruf 2145-46 Seidensto«e° MünhläoCQ von3bi8 20v*H* erhalten Sie bei wieder* NdLniduuU holten Veröffentlichungen einer Anzeigei Wasch' stotten Vls‘ra-MUt9e85oiieO TraWasd>krepP8 Seltene maturur- Kunden von den Halligen und vom Wattenmeer enthält die Neuerscheinung, die alle Naturfreunde und Dogelliebhaber mit Begeisterung lesen und schauen werden: linier MelWMlll u. 5eef©roalben Beobachtungen und Natururkunden au» d. Dogelwelt d. deutschen Nordseeküste. — Don (Eugen Schuhmacher Insgesamt 104 Seiten mit 92 Bildern nach wundervollen Naturaufnahmen. In Leinen gebunden RM. 3.90. Bestellungen nimmt jede Buchhandlung entgegen. Verlangen Sie bitte das ausführliche Werbeblatt. Hugo Bermühler Verlag Berlin. Lichterfelde Tie! es b'e Karlsbadc Maus abu Meit durch V'e genießj 5n9 Saran Datier SW«« Äebie KL k We* «h? ;01. Kr K Sie! .r-S nannten Aa r Ils das größte zelitändigungI r tung, die unter S die angel Ä letzten D-er fliolgte, haben chcbe in em' ygen das Sud Während sie Sen Sprach^' Viten im Men Spra^ Mten, und jtte eroberten, du Gründung gesamte fudeter beitsbereich. Sofort nach falteten die J eine fieberhaft Wchifchen - .Modni vyb m ftaatliche lange M hu schalten nnd zähltet dentfi tust zehntau' lichen und ö die Enteignu und Bildunc sührung der die dem Sud ■@runb und Deutschtum fd tlsten Jahren Republik sind der Jednota z Aber auch i M-Funktioni den Berater d illtn Aemtern billigen Dien) mie ihre Ähe tsched tichn Geblk Senatoren Id altio tä' utas“. Es \\\ alle geplante genaneftens ihre Taltlt f- in Änsflcht llletzlernng,' len, durch d ^fchechisieru bare Gestalt Auch die J cho-Ziowalei I Sudetendeut I | ch'sqen Gren I gelehnt. Erst I PQLRST Giessen. lfhUIEDGIESSEN iRUrlLLlisX1" Von der Reise zurück Hans MaDüelsdorff Dentist Seltersweg 541 (Gloria-Palast) Ich habe Durst! — Draußen brüten 30 Schattengrade, nach Celsius gemessen. Die Kinder haben hitzefrei — ich nicht! Ausgerechnet vor meinem Schreibfischfenster hängt dos Thermometer. Der Wetterbericht sagt Gewitter an. Und ich habe das Gefühl, langsam auszutrocknen. Eine illustrierte Zeitschrift liegt vor mir, in der — wie jahreszeitgemäß — von einer Expedition nach Spitzbergen berichtet wird. Unendlich dehnen sich die Flächen des Inlandeises. Dorthin wünschen sich meine dörrenden Schleimhäute. Schafft mir Kühlung! Irgendwo regt sich nun doch der Verstand gegen die revoltierenden Sinne. Ich beschließe etwas zu trinken und mir dayn streng wissenschaftlich über meinen Zustand Klarheit zu verschaffen. Was soll man trinken? Was trinke ich nur? — Eis! flüsterte eine Erinnerung an die erste Schulzeit. — Eine „Molle" meint ein Versucher aus dem Nebenzimmer, der sich gerade vom Laufjungen einen handlichen Mahkrug hat holen lassen. Ich wühle in meinem hitzegeschwächten Gedächtnis: Was trinken denn eigentlich die Polarfahrer im ewigen Eis? Und ich erinnere mich, in einem Expeditionsbericht gelesen zu haben, daß es den sicheren Tod bedeutet, wenn man kein Petroleum mehr hat, um im Primuskocher, dem treuen Freund aller Arktisforscher, sich den Schnee zu heißem Wasser zu schmelzen. Also mit Eis ist das solch eine Sache — es kühlt, aber es scheint nicht zu löschen. Jetzt habe ich den roten Faden: tonnman den Dur st loschen?— kaum, denn sonst könnten Frühschoppen in heißer Zeit nie die Ausdehnung angenommen haben, die frühere Studentengenerationen dazu für nötig hielten. — Heißen Tee — nur heißen Tee, ohne Zucker mit etwas Zitrone, das hat mir einmal ein Tropenfreund empfohlen! Ich bin zwar etwas mißtrauisch, wahrscheinlich hat der Ratgeber keinen Gaskühlschrank gehabt und trank dann lieber heiß als lauwarm. Aber ich habe gerade dieses Durstgetränk noch nicht versucht. Man muß gründlich fein — also doch heißen Tee. Oie „trockene Kehle'". Die medizinische Forschung sagt darüber „Die gewöhnliche Auffassung, daß die .trockene Kehle< die Durstempfindung verursacht, ist falsch. Wohl kommt das Gefühl von Trockenheit im Munde beim Durst vor, stellt aber nicht das Wesen der Durstempfindung dar. Denn diese kann bei befeuchtetster Mundschleimhaut weiter bestehen." Da haben wir's, bei „befeuchtetster Mundschleimhaut". Ich werfe einen mitleidigen Seitenblick auf meinen Kameraden von nebenan, der gerade das zweite Vier zur Be- feuchtung der Mundschleimhaut ansetzt. Er schwelgt beglückt in Feuchtigkeit und ahnt nicht, daß sein Durst bleiben wird. — „Es kann der Durst nicht von der Wasserverarmung des Körpers allein kommen", lese ich weiter, „denn es gibt Zustände, bei denen der Körper abnorm wasserreich ist und doch qualvoller Durst weiter besteht. Das Durstgefühl kommt vielmehr von einer Vermehrung d e s Salz- g e h a l t s i m B l u t, der wieder auf das sogenannte Zwischenhirn wirkt. Die Erregungen, die von diesem Organ ausgehen, bewirken Zusammenziehungen der Speiseröhre, durch die die Durstempfindung in der Tiefe des Schlundkopfes zustande kommt." — Das leuchtet ohne weiteres ein, der ständige Wasserverlust durch Schweiß und Verdauung steigt natürlich bei großer Hitze erheblich an und ohne das Durstgefühl würden wir aar nicht wissen, wann wir wieder trinken müssen. Also muß Durst sein! — Man stelle fid) einmal vor, was passieren kann, wenn die Abkühlung, die uns die Verdunstung des Schweißes auf der Haut bringt, nicht mit der Erwärmung durch die hohe Außentemperatur der Luft Schritt hält. Wir werden zu heiß, und es droht der H i tz f ch l a g. Bei schwerer körperlicher Anstrengung, besonders bei langen Märschen, bei denen man auf Durst nicht achtet, tritt diese gefährliche Folge der Sommerhitze manchmal ein. 12 Liter pro Tag! Inzwischen hat mein lieber Kamerad im Kampf mit dem Hitzschlag den dritten Krug an den Mund gesetzt, da kommt endlich mein Tee. Also herunter damit, damit der natürliche Hitzeausgleich erfolgen kann. Ich verstehe nun: da es gar nicht auf die Schleimhäute allein ankommt, deshalb ist es wohl kein Vorzug, wenn wir unserem Gaumen Flüssigkeit von 8 Grad statt von 50 Grad Wärme anbieten, auf das Schwitzen und die Abkühlung der Haut kommt es vornehmlich an und das bewirkt der Tee offenbar besser. Außerdem sorgt die Zitrone noch für Zuführung von Vitamin C, jenen Wirkstoff in Früchten und frischem Gemüse, dessen Fehlen die berüchtigte Frühjahrsmüdigkeit zur Folge hat. Während ich noch über die möglichen Wirkungen meines Tees nachsinne, fühle ich mich schon bedeutend weniger durstig und ich überlege, was eigentlich die Bewohner der heißen Zonen gegen den Durst tun. Die Wüstenbeduinen trinken bekanntlich Mokka, also ein heißes Getränk, außerdem findet man in allen Städten Kleinasiens die bekannten Limonaden Verkäufer. Also Hitze gegen Hitze und im übrigen vitaminhaltige Fruchtsäfte, das scheint Gardinen SpadbausSardlT V,andna“ und E1^ ratio^Stoiie° DeU°ra Ä Äh*1’ Sen-"’ M °° K; ig$ MA? matt mit 108 bis 107,50 (109,75), im übrigen er. gaben sich Einbußen bis zu 1 v. H. Maschinenwerte schwächten sich bis* 0,75 v. H. ab, ferner setzten Reichsbank, Westdeutsche Kaushvs, Berger Tiefbau bis 0,50 v. H. und Conti Gummi 1 v. H. niedriger ein. Gut behauptet lagen Bemberg mit 124,50. Abendbörse knapp gehalten. Die Abendbörse nahm einen stillen Verlauf und zeigte im Vergleich zu den Berliner Schlußkursen nur knapp gehaltene Notierungen, hingegen stellten sich gegen den hiesigen Mittagsschluß verschiedentlich mäßige Erholungen ein. Etwas höher lagen Mannesmann mit 104 (103,50), Bemberg mit 124 (123,75), Demag mit 136,50 (136), Deutsche Erdöl mit 119,50 (118,50), andererseits bröckelten IG. Farben auf 148,25 (148,50), Rheinmetall auf 124,75 (125) und Licht und Kraft auf 130,75 (131,50) ab, Holzmann gewannen gegen den Einheitskurs 0,50 v. H. auf 140 (variabel zuletzt 144), lagen aber gegen Berlin 1,75 v. H. schwächer. Unverändert gelangten Rheinstahl mit 137, Adlerwerke mit 105, Scheideanstalt mit 210, Gesfürel mit 129,50, Jung- hans mit 108, Metallgesellschaft mit 122 und RWE. mit 119,65 zur Notiz, ebenso Großbant- oktien, während Effektenbank 0,25 v. H. verloren auf 84,75, ferner Schuh-Herz 0,50 v. H. auf 120,50. Am Rentenmarkt blieben die Kurse behauptet, Reichsaltbesitz 130,30, Farben-Bonds 119,65, 5 v. H. Mühlheimer Berg 100,90, sowie im Freiverkehr Kommunal-Umschuldung mit 94,55. Frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. M., 3. Aug. Es notierten (Getreide je Tonne, alles übrige je 100 kg) in RM.: Weizen W 9 196, W 11 198, W 12 199, W 13 200, W 16 203, W 18 205, W 19 207, W 20 209; Roggen R 11 181, R 12 182, R 14 184, R 15 185 R 16 187, R 17 188, R 18 189, R 19 191 Großhandelspreise der Mühlen der genannten Preisgebiete. Futtergerste, Futterhafer nicht notiert. Weizenmehl, Type 812, W 13 29,10, W 16 29,20, W 18 —, W 19 29,20, W 20 29,55; Roggenmehl, Type 997, R 12 22,45, R 15 22,80, R 16 22,95, R 18 23,30, R 19 23,50 plus 0,50 RM. Frachtausgleich. Weizenfuttermehl 13,60. Weizenkleie W 13 10,75, W 16 10,90, W 18 11,00, W 19 11,10, W 20 11,20; Roggenkleie R 12 9,95, R 15 10,15, R 16 10,25, R 18 10,40, R 19 10,50, Mühlenfestpreise ab Mühlenstation. Treber nicht notiert, Wiesenheu mit Besatz (bis zu einem Drittel) 5,40, dasselbe mit Besatz (bis etwa ein Zehntel) 6,40, dasselbe (draht- gepreßt) 0,40 RM. mehr. Weizen- und Roggenstroh nicht notiert. Tendenz: ruhig. Frankfurter Schlachtviehmarkf. Frankfurt a. M., 4. Aug. (Vorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb: 785 Rinder (darunter 185 Ochsen, 116 Bullen, 339 Kühe, 145 Färsen), 487 Kälber, 10 Härnrnel, 19 Schafe, 226 Schweine. Es kosteten: Rinder: Ochsen 36 bis 45 Mark, Bullen 34 bis 43, Kühe 20 bis 43, Färsen 35 bis 44, Kälber 35 bis 65, Härnrnel 35 bis 50, Schafe 25 bis 38, Schweine 53 bis 60 Mark. — Marktverkauf: Rinder, Kälber, Schweine zugeteilt; Härnrnel und Schafe mittelmäßig.__________________ große Ueberraschungen in unserem Sommer-SchluB-Verkauf Sie wissen ja aus unserer „notwendigen Aufklärung zum Sommer-Schluß-Verkauf , warum wir jetzt unsere guten Bekleidungsstücke für Herren u. Knaben so stark verbilligt hergeb. müss. Herren-Sport-Anzüge Helle Fresko- u. Flanell-Anzüge Reise- nnd Allnetter Hüntel I einen Htteke und -Hosen Leichte Feld- n. Jagd-Kleidung Passende einzelne Hosen 3 große Sondervorstellungen Ä6.Ä 2245 Spätvorstellung Sonntag. 7. Ansnst 11" Ff ÜhVOrStC11UHg Zu dieser Früh -Vorstellung haben Jugendliche Zutritt I Der allerorts größtes Aufsehen erregende u. völlig neu bearbeitete Tatsachenbericht in Wort und Bild d. Schriftstellers W. Kunde Das Geheimnis derMarneschlacht1914 Die größte Tragödie des deutschen Volkes.) Die deutsche Schicksalsscblacht und ihre dunklen Hintergründe. Warum sind wir aus dem Sieg in den Rückzug geführt worden ? Warum hat Deutschland den Krieg verloren? Von größt. Interesse für jeden Frontkämpfer, aber auch für alle deutschen Volksgenossen. ALS EINLEITUNG Volk an der Front Der neue große Weltkriegsfilm mit den packenden Originalaufnahmen von der Front - wie sie wirklichwar- u.a. Die Schüsse von Serajewo — Ostpreußen verwüstet — Die Schlacht bei Tannenberg — Unsere Armeen vor Paris — Der Stellungskrieg — Fliegerkämpfe — Die Skagerrakschlacht — U-Boothelden — Eine Welt voller Feinde „Wenn Tausend einen Mann erschlagen, Das ist nicht Ruhm, das ist nicht Ehr’, Drum heißen wird’s in späteren Tagen, Gesiegt hat doch das deutsche Heer.“ 5118 A Original-Marke Lodenfrey-Sportanzüge und Mäntel. Echt lederne Tracntenhosen und Janker. Wanderhosen aus imit. Wildleder. Leinen, weiße Leinen-Tisch- u. Tanzjacken. Einzelne Sport-Sakkos u. Hosen zum Kombinieren usw., jetzt im S.-S.-V. so billig, daß es sich lohnt, sogar zusätzlich zu kaufen „Juwelette**-, ,.Straffalaine“-Sakkos und Leinen-Shorts wieder vorrätig! nach der jahrtausendealten Erfahrung von Menschen» die nicht nur wie ein paar Wochen, sondern tagaus» tagein mit der Hitze zu kämpfen haben, das beste Mittel gegen den Durst zu sein. Und dann kommt mir ein Bericht einer Saharaexpedition in den Sinn, darin hieß es, daß die Wärme der Luft bis auf über 50 Grad anstieg. Der Wasseroerlust war so ungeheuer, daß einzelne Expeditionsteilnehmer bis zu 12 Liter Wasser am Tag tranken. Ich rechne: 12 Liter das sind 24 Halbe oder 48 normale Gläser Bier! — Mein Gott, ich sehe im Geist meinen durstigen Kameraden in der Sahara. Aber das scheint mir doch eine Durstvision zu sein, also noch ein weiteres Glas heißen Tee! Gelder für den Lustschutz veruntreut. Lpd. Worms a. Rh., 3. Aug. Wer Gelder stiehlt oder veruntreut, die dem Schutz der Allgemeinheit oder dem Wohl der Volksgemeinschaft dienen sol- len, hat eine besonders harte Strafe zu gewärtigen. Das wurde einem vor dem Bezirksschöffengericht angeklagten ehemaligen Untergruppenführer des Reichsluftschutzbundes vom Staatsanwalt gesagt. Der Angeklagte hatte, wie üblich; von den Blockwarten die Beitragsgelder ge- holt, die diese in den einzelnen Haushaltungen erhoben hatten. Anstatt das Geld nun an den zuständigen Reoiergruppenführer abzuliefern, behielt der Angeklagte den Betrag von etwa 228 Mark für sich und lieferte die Abrechnungszettel nicht ab. Für diese Straftaten (Untreue, Unterschlagung und Urkundenunterdrückung) verlangte der Staatsanwalt eine viereinhalbmonatige Gefängnisstrafe und 300 Mark Geldstrafe. Das Gericht beurteilte die bisherige Straflosigkeit des Angeklag« ten und seine echte Reue als strafmildernd und erkannte auf eine Gefängnisstrafe von sechs Wochen und 100 Mark Geld st rase. Personenzug fährt auf haltenden Güterzug auf. 5 Personen schwer-, 25 leichtverletzt. Lpd. Mainz, 3. Aug. Die Reichsbahndirektion teilt mit: Am Mittwoch früh um 6.32 Uhr stieß der von Bingerbrück kommende Personenzug 2402 auf dem Bahnhof Waldböckelheim der Strecke BÄ> Kreuznach—Staudernheim auf einen haltenden Güterzug auf. Es wurden fünf Personen schwer- und etwa 25 Personen leicht verletzt. Die Ursache ist noch nicht festgestellt. Für die bei dem Unfall schwer- verletzten fünf Personen, die mit Kraftwagen sofort in das Krankenhaus in Bad Kreuznach eingeliefert wurden, besteht keine Lebensgefahr. Der Hilfsdienst der Reichsbahn und ärztliche Hilfe waren sofort zur Stelle. Um 10 Uhr war ein Gleis wieder befahrbar; der Verkehr wurde bis dahin durch Omnibusse auftechterhalten._________________ Sprechstunden der Redaktion. 11.30 bis 12.30 Uhr, 16 bis 17 Uhr. Samstagnache mittag geschloffen. Orthopädische Klinik der Ludwigs-Universität Gießen. Die Büroräume des Reichsbahn-Verkehrsamts befinden sich jetzt Frankfurter Straße 24, Erdgeschoß. Reichsbahn-Verkehrsamt w ■ I WWW **"***U>