'Ml V’ > J 1Ä v r U-. -U 'M.,W t: MW 4 \.x / /** l,.Äz. I * .. H'"äl5* l~,#^ H M MMwoch,3.Augustl938 188. Jahrgang Nr. 179 Erstes Blatt Neue Ziele die Einleitung des Unte die durch die Luftflotte F jiciuiaiuiiAiciz» 1 ...............i--- - . . ferner das Büro des Stabschefs der SA., die eim, 45 Punkte. ll-Turnier. Vereins (Biegen, i von 36 Mann ■nier teilnahm, ’n Gegner und I g recht tapfer. | 2SD. Stargard, ' t zu sehr aus- ' lern sie noch bei : klagen. 3n der ; n einem Wen i tung [ianb, den ) unh wrbient a gegen eine efe mit 1T.YI am Turnier istre hessischen Sauen zurück- i Wie ein guter Hausvater, der sich auf Reisen begibt, hat der britische Ministerpräsident eine Reihe von Maßnahmen getroffen, die ihn vor lieber- raschungen in feiner Urlaubszeit sichern soll. So erscheint es äußerlich. Mag man nun an die E^ B e r l i n , 2. Aug. (DNB.) Am Dienstag wurde Neuerung der Entente cordiale gelegentlich Qbßr ^em Erweiterungsbau der Reichs- des englischen Königsbesuchs in Pans denken ober fan3lei in Berlin die Richtkrone ausgenommen, die Einleitung des Untersuchungsverfahrens über Sic ^ront öes neuen Bauwerkes erstreckt sich an die durch die Luftflotte Francos versenkten eng-öcr Rordseite der Voßstraße in einer Länge von lischen Schiffe in den rotspanischen Hafen oder an 420 Meter. In strenger unb hoheitsvoller Lime die Entsendung Lorb R u n c i m a n 5 nad) .•prjig» qüebert sich der Erweiterungsbau, der von General- ber am Mittwoch dort eintreffen soll, oder schließlich ßauinfpeftor Prof. Speer entworfen wurde, in an den bevorstehenden Besuch des Generalstabschefs Krej Der an das Eckgebäude des Wilhelms- der französischen Luftflotte Guillem in in I p[.a|»es angren^enbe Flügel wirb bie ^räfibialtan^lei, Deutschland. In Wahrheit müssen diese Maßnahmen, öiß Kanzlei des Führers und die Wehrmachts- wenn sie mehr sein sollen als Ablenkungsmanöver, Q^jutantur des Führers aufnehmen. Der Mittel- als die Anfänge einer neuen Politik teiI ber Bau, in dem später alle offiziellen Emp- gebeutet werben, und es ist nicht anzunehmen, daß fänge des Staatsoberhauptes stattfinden werden. Er sich nach der Ruhepause, die sich das friedlose rtebt in unmittelbarer Verbindung mit einem Ehren- Europa gegönnt hat, wieder sorglos m altgewohnte >..... - "-k Bahnen zurückschwenken ließe. Europa strebt neuen Zielen zu, weil es muß Es beginnt müde zu werden, das Weltgeschehen unter dem Gesichtspunkt veralteter kraftloser Schlagworte zu betrachten. Die „Vertrage , die 1919 von den großen Demokratien gemacht wurden, sind einseitige Willensakte geblieben, trotz der zahlreichen Versuche, die besiegten Partner durch Druck, Ueberrebung ober durch Ablenkung ouf andere Probleme daran zu gewöhnen. Das geschah in einer sträflichen Unterschätzung ^5 nationalen v ----------- , - - Selbst- und Ehrgefühls, dessen Wiedererwachen ber sich bis zur Hermann-Gonng-Straße ausschließlich mit einer Flut von Schmähungen und beunt, wird der Reichskanzlei gehören. Der Neubau Verdächtigungen von den Nutznießern der Vertrage bß^ Reichskanzlei umfaßt in Zukunft die drei Kanz- begrüßt wurde. Sie zogen sich auf die billige Formel Ieien um ben Führer, nämlich die Reichskanzlei vom „Ausdehnungsdrang der Diktaturen" zuruck ^hef Reichsminister Dr. Lammers), Die Kanzlei und fanden doch das Gegenstück dazu m ihren Führers der NSDAP. (Chef Re.chsleiter saturierten Imperien, die nichts anderes sind als Bouhler), die Präsidialkanzlei des Führers und Expansionen in der Vergangenheit, die sich zu Reichskanzlers (Chef Staatsminister Dr. Meißner», stabilisieren, ja fast zu versteinern beginnen. L iet ius> -- Stab^che^ d»- Deutschland hat wiederum erkennen lassen, daß es Mjutantur des Führers und Reichskanzlers unb kriegerische Eroberungen nicht wünscht, daß es aber gewisse nationale Forderungen hat, die erfüllt werden müssen, weil davon Leben und Ehre der Nation I abhängen. Damit ist der Absprung in eine neue Konzeption gegeben. Wann die eigentliche Aussprache beginnen wird, wann die ehemaligen Alliier- in von sich aus d-n ersten Schritt zu einer Revision Europas tun werden, ist vielleicht im Augenblick I noch nicht so wichtig, wie ihre Erkenntnis, daß die Pflicht zu dieser Revision ihnen obliegt, daß sie nicht länaer zusehen dürfen, rvie ihnen der ängstlich gehütete Status quo unter den Händen dahir.chmilzt unter dem Feuer der Dynamik, die die erwachenden Nationen als wichtigsten Faktor m die Entwicklung des politischen Geschehens ^eingetragen haben, unb sich bamit begnügen hmzunehmen und zu protestieren, wo im Zuge natürlicher Veränderungen I diese Revisionen sich ohne chr Zutun vollziehen. I Der ehemalige Ministerpräsident Flandm, von dem die Volksfront behauptet daß er der heimliche Außenminister Frankreichs sei, hat den Mut gehabt, auszusprechen, Frankreich und England müßten sich gemeinsam mit Deutschland verständigen, um nicht in einem allgemeinen Bankrott gemeinsam unterzugehen. Er hat damit der jetzt in Paris aufgefrischten ^utente corckmle neue Aufgaben für Europa zugewlesen, Aufgaben, I die aus der Tatsache sich ergeben, daß Deutschland heute die größte Macht Europas geworden ist und ebenso wie Frankreich das Recht für sich rn An- sprach nimmt, an sich selbst zu denken, al o mch^ gehindert werden kann, europäische Aufgaben nach seinem Sinne zu erfüllen. Die,- Aufgaben siegen in Mittel- und S ü d o st e u r o p a. Das deutsche System ist unanfechtbar. Die wirtschaftliche Durchdringung des Donau- und Balkanraumes be- W auf der Erfahrung, daß der Warenaustausch zwischen dem Reich und diesen Ländern die natur-1 lichsten Voraussetzungen findet. ~ , Die deutsche Exportindustne ist auf ihre Bedürf- 5^U| nisse eingestellt, und gleichzeitig findet Deutschland be5 hier Rohstoffquellen, deren Erschließung und Be- Nutzung im ausgesprochenen Interesse der deutschen Volkswirtschaft liegen. Hierdurch hat ^ bereits in kurzer Zeit ein Zustand der Krisenfestigkeit her- ausgebildet, der durch die Rückgliederung Oesterreichs an das Reich nicht etwa erschüttert, sondern noch verstärkt wurde, und der auch die Storungsversuche mit politisch gefärbten Krediten abzuweisen vermochte. Die Kürze der Zeit, in der die deutsche Regierung die durch den Anschluß notwendig g - morbene Neufassung der Handeslvertrage un v Dach unb Fach gebracht hat, gibt eine aufschlußreiche Illustrierung von der Raturlichkeit gegenseitiger wirtschaftlicher Ergänzungen zwischen Deuftcy- land und dem Südosten. Davon wird auch Frankreich Kenntnis nehmen müssen, wenn es aus öem Zustande der ewigen Verneinung und der gefuyiv- mäßigen Gegnerschaft herauskommen will, in bie e die marxistischen Kampfparolen zum Kreuzzug gege die Diktaturen hineingehetzt haben. In dieses neue Bild fügt sich die heutige Umstellung der Tschecho-Slowakei schlecht em. Lord Runciman wird, wenn er in Pragseme Ausgabe übernommen haben wird, bald feststellen, oay hier keine neue gegenwärtige Krise vorliegt, sonbern daß zur Herstellung eines wirklich befriebigenoen unb den Versprechungen von 1919 entsprechenben Zustanbes Fehler Hinwegzuräumen sinb, die von der Geburt dieses Staates her datieren und stcy in der Tat durch ein paar Kunstkn'ffe durch Hinhalten und Uebertünchen, durch Scheinkonzesslonen und den Anschein von Versohnlichkett nicht mehr verbergen lassen. Es hat keinen Sinn — stad auch Deutschland würde durch falsche Nachgiebigkeit sich mitschuldig machen —, das Problem nicht v o n Grund auf anzupacken. Eine zwanzigjährige ronunq -volle. Di- Welk ist klein geworden gleichzeitig aber b nn a e n zu den Sud - t e nd e u ts ch - u mög. ist das Ansehen Europas IN den übrigen Erdteilen SkWSsjÄ SSrSFÄÄ STÄi'ttlS ZS» m ruption der Bürokratie und Polizei die merkwu^ t digerweise bis zum heutigen Tage fast rein tschechisch c sind obwohl die Tschechen noch nicht die Halste der l Bevölkerung bilden. Es ist deshalb nicht zu be- c greifen, wie es unter diesen psychologischen und 1 stimmungsmäßigen Voraussetzungen möglich sein , ollte ein tschechisch-deutsches Verwaltungskondo- ( Minium als Ersatz für eine Selbstverwaltung zu schaffen und aufrechtzuerhalten. Es fehlt. das Ver- . trauen auf der einen und der gute Wille auf der - anderen Seite. Dieser hätte sich sonst in freimütigen : und rückhaltlosen Angeboten der Prager Regierung - dokumentieren müssen. Es liegt auch im Auteresse dieses Staates selbst, daß er aus dem Zustande zwischen Krieg unb Frieben herausgerissen wirb und daß eine reinliche Scheidung dessen erfolgt das sich nicht vereinigen läßt. Aber gerade dieser unklare Zustand wird heute noch von Prag erstrebt, deshalb beginnt auch schon bas Kesseltreiben gegen die Tätigkeit bes englischen Mittlers, dessen Tätigkeit Kl^- heit bringen sollte, damit der Weg für wirkliche Lösungen frei wird. Es ist fast nutzlos, zu fragen, ob England sich durch diesen Schritt, der sein staatliches Prestige mit den Entscheidungen eines „Privatmannes belastet, stärker an europäischen Dingen interessieren 1 Giehener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Drudt unb Verlag: vrühlsche Univerfitätsbruckerei «.Lange in Gießen. Lchristleitung nnb Seschästrftelle: Schulftratze 7 Deutsch-französischer Wirtschaftsvertrag. Zusatzabkommen unterzeichnet. Berlin, 2. Aug. (DNB.) Nach Ablauf des ersten Jahres des deutsch-französischen Wirtschaftsvertrages Dom 10. Juli 1937 wurde heute im Aus- [ wärtigen Amt ein Zusatzvertrag zu dem deutsch - französischen Abkommen über den Warenverkehr und über die Zahlungen aus dem Warenverkehr vom Staatssekretär des Auswärtigen Amtes, Freiherr v. Weiszäcker, und dem französischen Botschafter in Berlin, Exzellenz Franaois Poncet, sowie den beiderseitigen Verhandlungsführern unterzeichnet. Es handelt sich um einen Vertrag über die E i n- nliederung des österreichisch-franzö- fischen Warenverkehrs in die deutsch-französischen Wirtschaftsbeziehungen und insbesondere die Einbeziehung Oesterreichs in das deutsch-französische Zahlungsabkommen, sowie um eine Anzahl Kontingents- und Einzelfragen des deutsch-französischen Vertrages vom vorigen Jahr, die am 20. Juli dieses Jahres in Paris paraphiert worden sind. Inzwischen sind die Verhandlungen auch auf das Gebiet der österreichischen Schulden und Bundesanleihen, soweit Frankreich in Frage steht, ausgedehnt und zu diesem Zwecke seit Anfang voriger Woche nach Berlin verlegt worden. Nachdem nunmehr auch dieses Gebiet unter ausdrücklicher Wah- runa des bekannten deutschen Rechtsstandpunktes zwischen Deutschland und Frankreich geregelt Und insbesondere die Ueberschreibung der erforderlichen Beträge im Rahmen des deutsch-französischen Warenaustausches unter Einschluß des Landes Oesterreich sichergestellt ist, tritt nunmehr das gesamte Vertragswert Anfang August 1938 in Kraft. Nichard-Wagner-Forschungsstätte. vom Führer errichtet. B erlin, 2. Aug. (DNB.) Der Führer und Reichskanzler hat am 22. Mai 1938, dem Tage der 125. Wiederkehr des Geburtstages Richard Wagners, durch nachstehenden Erlaß die Errichtung einer Richard-Wagner Forschungsstätte in Bayreuth angeordnet und mit der Durchführung dieses Erlasses den Reichsminister und Chef der Reichskanzlei Dr. Lammers beauftragt: „Erlaß über die Errichtung einer Richard- Wagner-Forschungsstätte. Am 125. Geburtstag Richard Wagners ordne ich an, daß zur Erforschung seines Lebens und feines Werkes eine Richard - Wagner-Forschungsstatte in Bayreuch zu errichten ist. Die Ausführungen dieses Erlasses Überträge ich Vach meinen näheren Weisungen dem Reichsmmister und Chef der Reichskanzlei. Bayreuch, den 22. Mai 1938. Der Führer und Reichskanzler Adolf Hitler. Der Reichsminister und Chef der Reichskanzlei Dr. Lämmer s." In Durchführung dieses Erlasses ist in Bayreuch die Richard-Wagner-Forschungsstätte errichtet und die Leitung der Forschungsstätte dem Stadtbiblio- chekar der Stadt Bayreuch, Archivar des Hauses Wahnfried, Dr. Otto Strobel, übertragen worden. Kränze am Garge Hindenburgs. Der Führer gedenkt des großen Feldmarschalls. Berlin, 2. Aug. (DNB.) Am heutigen Todestag des verewigten Reichspräsidenten und General- felvmarschalls von Hindenburg legte im Auftrag des Führers und Obersten Befehlshabers der Wehrmacht der Generalleutnant Bock als Vertreter des Kommandierenden Generals des I.Armeekorps einen Kranz am Sarge des F e l d m a r s ch a l l s in der Gruft des Reichsehrenmals Tannenberg nieder. Die Ehrenwache am Denkmal war aus diesem Anlaß als Offizierswache verstärkt worden. Ferner ließ Staatsminister Dr. Meißner im Namen der Präsidialkanzlei und ihrer Gefolgschaft am Sarge Hindenburgs einen Kranz niederlegen. Dank an Breslau. „Echte deutsche Gastfreundschaft." Berlin, 2. Aug. (DNB.) Der Reichsfport- führe.r hat folgenden Dankaufruf an die Breslauer und Schlesier erlassen: „Breslauer! Schlesier! Mit einem großen Erfolg für die Sache der Leibesübungen wie auch für das deutsche Volkstum in aller Welt ist das 16. Deutsche Turn- und Sportfest zu Ende gegangen. Monatelange Vorbereitungen haben damit ihren verdienten Lohn gefunden. Ihr Breslauer und ihr Schlesier habt euch in beispielhafter Geschlossenheit für die Durchführung des Festes eingesetzt. Im Zusammenwirken aller Stellen der Partei, ihrer Gliederungen und angeschlossenen Verbände ist die gewalttae Welle der Erkenntnis der Wichtigkeit und Gröhe dieses Festes erzeugt worden. Durch weitschauende Maßnahmen aller staatlichen und kommunalen Behörden ist das Höchstmaß von sachlicher Unterstützung und organisatorischer Sicherheit erreicht und dadurch ein reibungsloser Ablauf der gewaltigen Kundgebung gesichert worden. Das Beste aber, ein offenes Herz und echte deutsche Gastfreundschaft, haben mit den Breslauern das ganze schlesische Volk zum Gelingen beigesteuert. Begeisterung, Opferwillen und treue selbstlose Mitarbeit aller Stellen machen es mir schwer, die richtigen Worte des Dankes zu finden. Allein ein jeder, der am Erfolg der Veranstaltung mitgewirkt hat, soll als tiefsten Dank das Bewußtsein in sich tragen, an einem Bekenntnis zu Volk und Führer mitgewirkt zu haben, das noch lange in der Erinnerung aller Teilnehmer nachleuchten unö für die Leibesübungen wie für das deutsche Volk innerhalb und außerhalb der Grenzen des Reiches machtvoll weiterwirken wird. Mein Dank an euch, Breslauer, Schlesier, kommt aus tiefttem Herzen. von Tschammer und Osten, Reichssportführer." Dank der sudetendeutschen Turner. Berlin, 2. Aug. (DNB.) Konrad Henlein hat an den Reichssportführer von Tschammer und Osten nachstehendes Telegramm gesandt: „Das Sudetendeutschtum ist Ihnen als Gestalter und Führer des großen Volksdeutschen Turnfestes zu größtem Dank verpflichtet. Die 30 000 sudetendeutschen Turner sagen Ihnen durch mich ihren herzlichsten Dank für das tiefe Erlebnis, das sie in ihre Heimat mitnehmen." Neue Fühlung zwischen Paris und Rom? Rätselraten um Blondels Besuch in Paris. Paris, 3. Aug. (DNB.) Der französische Geschäftsträger in Rom, Blondel, ist am Diens- tagoormittag in Paris zu einem 48ftünbigen Aufenthalt eingetroffen, bti dem er mit Außenminister Bonnet und den verschiedenen Dienststellen des Quai d'Orsey in Fühlung treten wird. Blondel reifte in Begleitung des englischen Botschafters in Rom. Lord Perth, der sich zu einem Ferienaufenthalt nach England begibt. Die Ankunft Blondels wird von der Pariser Presse stark beachtet. Wenn die Blätter auch betonen. daß es sich nut' um einen kurzen privaten Aufenthalt in Paris handele, wobei er allerdings mit Außenminister Bonnet Zusammentreffen wird, spricht beispielsweise der „Paris m i d i" von einem unvorhergesehenen diplomatischen Rendezvous. Blondel werde mit Bonnet nützliche Besprechungen haben, die ihnen gestatten würden, die Möglichkeiten für eine demnächstige Wiederaufnahme der feit langer Zeit unterbrochenen Fühlung zwischen Paris und Rom zu untersuchen. Die „Liberty" schreibt, es sei bekannt, daß die Botschafter jedes Jahr, wenn sie nach Frankreich kommen, um ihre Ferien zu verbringen, dem Außenminifter mündlich Bericht erstatten. Blondel, der dieses Jahr keine Ferien nehme, ! habe die Reise au dem Zweck unternommen, um .seinen Jahresbericht vorzulegen. Unter diesen Umständen dürfe die Unterhaltung Blondel-Bonnet keinen besonderen Charakter tragen. Man hält in Paris eine längere Abwesenheit des Geschäftsträgers von Rom in Anbetracht der Tatsache, daß Frankreich zur Zeit in Italien nicht durch einen Botschafter vertreten ist, für nicht wünschenswert. Trotz aller Rückschläge hat man auf französischer Seite die Hoffnung nicht aufgegeben, daß die französisch-italienischen Verhandlungen in absehbarer Zeit wäeder in Gang kommen könnten. Es wird angenommen, daß Blondel dem französischen Außenminister in dieser Richtung gewisse Hinweise geben kann. Englands (Sorgen in Palästina. Ein (Seitenhieb gegen Frankreich. London, 3. Aug. (DNB. Funkspruch.) Die „Time s" befaßt sich heute in einem ausführlichen Bericht aus Jerusalem mit der Lage in Palästina. Gleichzeitig nimmt das Blatt die Abreise der vor drei Monaten nach Palästina entsandten Kommission zur Ueberprüfung des bekannten Peel- Teilungsplanes zum Anlaß, um sich auch im Leitartikel mit Palästina zu befassen. Die „Times" teilte dabei fest, daß die Lage weiterhin ziemlich unbefriedigend sei und daß in absehbarer Zeit kaum mit einer wesentlichen Aenderung gerechnet werden könne. Das Blatt kann nicht umhin, auch die Juden mitverantwortlich für den Stand der Dinge in Palästina zu machen. Die Tatsache, daß die „jüdische Disziplin, die mehr als zwei Jahre lang in so ehrbarer Weise beibehalten" worden sei, jetzt Anzeichen des Ermattens zur Schau trage, müsse die Besorgnisse der britische.» Regierung erhöhen. Die Araber aber seien entschlossen, den Kamps fortzusetzen. Es frage sich, ob irgend etwas getan werden könne, um in absehbarer Zukunft die Ruhe in Palästina wiederherzu- stellen. Die „Times" schlägt insbesondere die Entwaffnung der Bevölkerung, sowie diplomatische Methoden vor, die aber nicht näher Umrissen werden. Abschließend wird an Frankreich ein Seitenhieb ausgeteilt. Es sei zu hoffen, daß die britische Diplomatie auch weiterhin die französische Regierung daraus aufmerksam machen werde, wie erstaunlich es sei, daß ein britisches Mandatsgebiet sich mit einem Stacheldrahtverhau umgeben müsse zur Verteidigung aus dem Libanon und Syrien, die bekanntlich unter französischem Mandat stünden, sowie gegen die aufrührerische Tätigkeit des Muftt von Jerusalem aus dem Libanon. Die Befürchtungen der französischen Be- Hörden, daß die Entfernung des Muftt den Fanatismus der Mohammedaner entfachen würde, erscheine nicht gerade überzeugend, nachdem sich jetzt die arabischen Nationalisten von Syrien dem faif accompli der kirchlichen Kontrolle des Sandschak glatt unterworfen hätten. kische Hauptstadt begeben, wohin der amerikanische Gesandte San, der gegenwärtig einen Ferien-' aufenthalt in Polen verbringe, zurückkommen werde. Es ist bisher noch nicht gewiß, ob auch zwi- schen Lord R u n c i m a n und den beiden amerika- nischen Diplomaten ein Meinungsaustausch statt- finden wird, doch hält man dies in Paris für nicht ausgeschlossen. Oie neue italienische Kammer Der Entwurf von Mussolini genehmigt. Rom, 2. Aug. (Europapreß.) Der von M u s s o - l i n i genehmigte Kommissionsentwurf zur Bitdung der neuen Kammer der Faschi und der Korporationen wird dem Großrat des Faschismus in der am 1. Oktober beginnenden Session zur end- gültigen Annahme unterbreitet werden. Der Entwurf kann noch einige Abänderungen Erfahren, wird jedoch in den Grundzügen unverändert bleiben und den seinerzeit von Mussolini aufgestellten und vom Großrat des Faschismus genehmigten Richt- Pinien entsprechen. Die Umbildung der gesetzgebenden Versammlung ist von revolutionärer Tragweite: sie entspricht der natürlichen Entwicklung der neuen italienischen Der- fassung auf korporativer Grundlage. Die neue Kammer wird aus Vertretern des Faschistischen Partei- rates und des Nattonalrates der Korporationen zusammengesetzt sein. Der Faschistische Parteirat besteht aus dem Sekretär, der zugleich Minister ist, aus dem Direktorium, den Inspektoren und den Derbandssekretären der Provinzen. Der Nationalrat der Korporationen umfaßt 825 Mitglieder, von denen ein Teil in die neue Kammer einziehen wird, während die anderen ihre Tätigkeit als technische Berater der Korporationen fortsetzen werden. Die Auswahl der Mitglieder der neuen Kammer wird ausschließlich auf Grund der Zugehörigkeit zur Partei oder zum Korporationsrat erfolgen. Wer diese Funktionen in der Partei oder in den Korporationen einbüßt, verliert damit automatisch das Abgeordnetenmandat. Der Wechsel der Abgeordneten erfolgt nicht durch Wahl, sondern auf Grund ihrer Funktionen in der Partei und in den Korporationen und somit auf Grund politischer oder persönlicher Erwägungen. Die neue gesetzgebende Versammlung wird auch eine neue innere Ordnung und Arbeitsverteilung erhalten, damit die Kammer sich nicht mit allen Einzelheiten der verschiedenen Gesetzentwürfe und Verordnungen befassen muß, sondern rein technische Fragen unb Entwürfe bearbeiten kann. Italiens Jugendorganisationen. Runtiman heute in Prag. Die tschechischen Quertreiber unverändert am Werk. London, 2.Aug. (DNB.) Lord Runcirnan hat am Dienstagnachmittag um 2 Uhr von London aus feine Reife nach Prag angetreten. Kurz vor feiner Abreise äußerte er sich, wie Europapreß berichtet, einem Pressevertreter gegenüber zuversichtlich über die Aussichten seiner Aufgabe. Darüber befragt, wie er feinen neuen Aufgaben entgegensetze, antwortete er: „Wenn man eine derartige Aufgabe übernimmt, muß man g u - ter Dinge und optimistisch sein, sonst kommt man nicht weiter." Ferner stellte er fest, daß er über die Dauer seines Aufenthalts in der Tfchecho-Slowakei noch nichts aussagen könne. Er beabsichtige jedenfalls, alle Gebiete der Tfchecho- Slowakei aufzusuchen, insbesondere die sudetendeut- cben Randgebiete, in denen die Unterschiede zwi- chen den sudetendeutschen und der Prager Meinungen besonders ausgeprägt seien. Die Mitarbeiter Lord Runcimans, Ashton- Gwaikin und Stopford, sind am Dienstagmittag auf dem Flugplatz Ruzyne in Prag eingetroffen, wo sie vom ersten Legationssekretär der britischen Gesandtschaft, Troutbeck, und vom britt- chen Konsul Henderson, der seit einiger Zeit schon als Beobachter in der Tschecho-Slowakei weilt, begrüßt wurden. Auf dem Flugplatz hatten sich auch zahlreiche ausländische Pressevertreter eingefunden. Hodza unterrichtet den französischen Gesandten. Prag, 2. Aug. (Europapreß.) Ministerpräsident Dr. Hodza empfing den französischen Gesandten Delacroix, den er über den Verlauf der letzten nationalitätenrechtlichen Besprechungen unterrichtete. Prags „sonderbares Konzert" Prag, 2.Aug. (DNB.) Zur Reise Lord Runcimans nach Prag hebt die römische Presse die recht „eigenartige" Begrüßung hervor, die dem englischen Staatsmann von feiten. ber Tschechen zuteil, werde. Man könne, wie der Prager Vertreter der „Agenzia Stefani" erklärt, sich nicht eines peinlichen Eindrucks wegen des sonderbaren Konzerts erwehren, mit dem einige tschecho-slo- wakische Regierungsblätter die ö f f e n t l i ch e Meinung ihres Landes auf die Vermittlungsversuche von Chamberlains Vertrauensmann vorbereitet haben. Die übereinftlmmenben Aeußerungen Prager Minister deuten, wie der Korrespondent ironisch bemerkt, nicht gerade das Vorhandensein eines übermäßigen Derständigungswillens an. Bedenklich erscheint aber vor allem das neuerliche methodische Umsichgreifen von Zwischenfällen, deren Opfer die Sudetendeutschen seien. Und der Überschrift „Versteifung in der Haltung der Prager Regierung" stellt der Prager Vertreter des „Giornale d'Jtalia" fest, daß am Vorabend der Ankunft Runcimans in Prag der Standpunkt der beiden Parteien unversöhnlicher tzenn je erscheine, und unterstreicht den Gegensatz zwischen der ruhigen Haltung der Sudetendeutschen und den Aeußerungen verantwortlicher Mitglieder der tschechischen Regierung, die nicht von ungefähr den großtürkischen Ton angeschlagen hätten. Hodza bejaht. „Briefe, die ihn nicht erreichten." Prag, 2.Aug. (Europapreß.) Ministerpräsident Hodza hat den Brief, den der Abgeordnete der Sudetendeutschen Partei Kundt an ihn gerichtet hatte, beantwortet. Er hat die in diesem Brief gestellten Fragen bejaht, nämlich ob die Regierung an den Grundsätzen der nationalen Regelung und den Grundsätzen des Sprachenrechts weiter festhält, die der Sudetendeutschen Partei am 30. Juni übergeben wurden. Weiter bejahte Hodza die Frage, ob die der Sudetendeutschen Partei am 28. Juli übergebenen Gesetzentwürfe, endgültig seien, und sckließlich, ob die in den bisherigen Gesprächen in Aussicht genommenen Absichten über die Fortführung der Verhandlungen weiterhin aufrechterhalten bleiben. Hierzu wird von sudetendeutscher Seite erhärt: Das Tschecho-Slowakische Preßbüro meldet am 2. August, Ministerpräsident Dr. Hodza habe dem Abgeordneten Kundt, dem Führer der SDP.-Delegation, bei der Fühlungnahme über das Nationalitätenstatut der Regierung auf seine öffentlichen Anfragen, ob nun die der Sudetendeutschen Partei mitgeteilten Nattonalitätenvorlagen der Regierung aufrechterhalten bleiben und die geplanten Verhandlungen endlich beginnen werden, eine bejahende Antwort erteilt. Wie wir hierzu aus ganz verläßlicher Quelle erfahren, ist Abgeordneter Kundt eine Antwort des Ministerpräsidenten nicht zu- gekommen. Die Antwort ist vielmehr für morgen vormittag zugesagt, für welche Zeit bekanntlich Die SDP.-Delegation zu einer neuen Aussprache zu Ministerpräsident Dr. Hodza geladen wurde. Kurze Abgevrdnetensi'tzung. Prag, 2. Aug. (DNB.) Das ischecho-slo- wakische Abgeordnetenhaus, das mit Rücksicht auf die Gemeindewahlen seit dem 10. Mai nicht getagt hat, hielt heute nachmittag in Anwesenheit einiger Regierungsmitglieder eine kurze Sitzung ab. Das Haus war hauptsächlich zu dem Zwecke einberufen, um das von der Regierung dem Hause vargelegte Material zu administrativen Fragen den zuständigen Ausschüssen zuzuweisen. Es handelte sich dabei um das Straßengesetz, Unterhaltungsbeiträge für die Angehörigen der eingerückten Reservisten, Regelung der Lehrergehälter, Zuschläge für die Aufnahme in den Bürgerschuldienst, das Filmabkommen mit den USA. und ein OdsÜiefe- rungsabfommen mit Jugoslawien. Die Sitzung hatte also einen ausgesprochen formellen Charakter und nahm nur 23 Minuten in Anspruch. Dennoch war sie von allen im Abgeordnetenhaus vertretenen Parteien ungemein stark besucht. Das erklärt sich in der Hauptsache daraus, daß alle parlamentarischen Fraktionen den Sitzungstermin dazu benutzten, um Fraktionssitzungen über den Stand der politischen Lage, insbesondere hinsichtlich der Regelung der von der Regierung unternommenen Schritte in der Nationalitätenfrage zu unterrichten. Das Haus vertagte sich hierauf auf unbestimmte Zeit. Nach der Sitzung des Abgeordnetenhauses trat der mit der Entscheid ung politischer Fragen betraute Ministerausschuß zu einer Beratung zusammen, in der technische Richtlinien für die Verhandlungen mit den Volksgruppen ausgestellt würden. pariser Hoffnungen. Paris, 3. Aug. (Europapreß.) Die Londoner Berichterstatter der Pariser Blätter unterstreichen am Mittwochvormittag den Umstand, daß man der Abreise Lord Runcimans auf englischer Seite eine ganz inoffizielle Note gegeben l-abe. Weder Vertreter des Foreign Office, noch der tschecho-slowakischen Gesandtschaft in London seien auf dem Bahnhof erschienen. Man hofft in Pariser politischen Kreisen, die Aufnahme der Dermittlunqstätigkeit Lord Runcimans, der am Mittwochnachmittag in Prag ein» trifft, möge schon bald von Erfolg begleitet fein. Der „Jour" erklärt jedoch, der englische Politiker selbst sei der Ansicht, sein Aufenchalt in der tschechoslowakischen Hauptstadt werde wahrscheinlich zwei bis drei Monate dauern. Große Bedeutung mißt man in diesem Zusammenhang in Paris auch der Konferenz bei, die der amerikanische Botschafter in Ber- 1 i n und der amerikanische Gesandte in Prag wegen der tschecho-slowakischen Frage miteinander in Prag haben werden. Der Berliner Botschafter Wilson werde sich in die tjchecho-jlowa- Rom, 2. Aug. (DNB.) Parteisekretär Minister S t a r a c e konnte dem Duce melden, daß jetzt ins- aefamt 4 230 029 Frauen und Mädchen den salchi- sttschen weiblichen Kampfbünden und Organisationea angehören. Außerdem machte Starace davon Mitteilung, daß die in der Jugend des Liktorenbündels zusammengefaßten Kräfte gegenüber dem Vorjahre eine Steigerung um 392 744 Mitglieder erfahren haben. Japan wartet in Ruhe ab. Neue Proteste in Moskau. Tokio, 3. Aug. (DNB. Funkspruch.) Der Sprecher des japanischen Außenamts teilte mit, daß der Botschaftsrat der japanischen Botschaft in Mos- kau am 1. August beim sowjetrussischen Außen- kommissar wegen der unberechtigten Angriffe der sowjetrussischen Truppen im Schangfeng-Abschnitt schärfsten P r o t e st eingelegt habe. Er habe weiter sofortige Maß- nahmen Moskaus zur Einstellung derartiger Uebergrif f e gefordert. Aus den Protest sei bisher noch keine Antwort erfolgt Weiter erklärte der Sprecher, daß am 3. August ein erneuter Protest nach Moskau übermittelt werde wegen der Grenzverletzungen durch sowjet- russische Bombenflugzeuge seit dem 1. August. Der Sprecher des japanischen Außenamtes wurde über die Haltung Japans gegenüber den Uebergriffen der sowjetrufsischen Truppen, insbesondere gegenüber den fortgesetzten Luftangriffen auf koreanische Städte, befragt. Hierzu erklärte der Sprecher, daß I a p a n die Haltung und das weitere Vorgehen der sowjetrussischen Truppen aufmerksam und ruhig verfolge. Japan gebe die Hoffnung nicht auf, durch diplomatische Mittel zu einer friedlichen Lösung zu kommen. Alles hänge jedoch von der Haltung der Sowjetrussen ab. Der japanische Sprecher brachte zum Ausdruck, daß man in einigen Tagen weiter sehen könne, welche Beweggründe für das aggressive Verhalten der Sowjets vorlägen. Man könne dann zu weiteren Entschließungen kommen. Bisher hätte es jedenfalls den Anschein, als ob die sowjetrussischen Aktionen im Schangfeng-Abschnitt eigenmächtige Handlungen des örtlichen Abschnittkommandeurs seien. Sowjetflieger bombardieren koreanische Kreisstadt. Tokio, 2. Aug. (Dftafienbienft des DNB.) Die die koreanische Armee meldet, überflog am Dienstag um 18 Uhr ein Sowjetgeschwader die koreanische Grenze und bewarf die Kreisstadt K o j o, etwa 5 Kilometer nördlich von Schangfeng, mit Bomben. Neue Angriffe abgewiesen. Tokio, 3. Aug. (DNB. Funkspr. Oftafienbienft) Ueber die gestrigen Kämpfe imSchangfeng- Abschnitt wird gemeldet, daß um 15 Uhr etwa vier Bataillone Sowjetinfanterie unter dem Schutz von 30 Tanks und 25 Begleitfliegern die japanischen Stellungen bei Chavtsopri nördlich von Schangfeng angriffen. Als der Angreifer noch 200 Meter vor den japanischen Stellungen war, machten die japanischen Truppen einen Gegenangriff und warfen die Sowjettruppen zurück. Gegen 20 Uhr wurde die Höhenstellung auf dem Südflügel des Schangfeng-Abschnitts erneut von Sowjetinfanterie angegriffen. Der Angriff blieb im Feuer stecken. Kirchenbesuch für Ausländer in Sowjetrußland verboten. Moskau, 2. Aug. (Europapreß.) Das Jnnen- fommiffariat der Sowjetunion hat verfügt, daß Ausländer, die sich in der Sowjetunion aufhalten, Kirchen nicht besuchen dürfen. Die Uebertretung des Verbotes wird mit Ausweisung geahndet. Aus Moskau und Leningrad find aus diesem Anlaß bereits Ausländer ausgewiesen worden. -------- ilben nn! >nr nichj ^aNer ^ehyijgj ! ri»^ I ■ääS 1 rrZ L»1ZI »<3 9. ^'Sten 5$ . . I °"! ?nch! bti I M'Wtn $, I S«"tu. Sa» I ^Men M I ..^rporationt! 1 ^E-_Purteii4t $ Minister» °ren und bj & National ^tglieder, w ^ziehen wirb, * als technisch, n werden. A Kammer wirt gehörigkeit jllr erfolgen. D« m den Sorpo. wtamatisch bas erWgeordnetu us Grund ihm 1 Korporationen der persönlicher lung wird auch lrbeitsverteilunz nicht mit allen etzentwürse und n rein technisch, kann. sativum. ekretär Minisin m, daß seht in-, lchen den solch ) Organisatione. ace davon M LiktorenbündÄ r dem Lorjühn glieder erfahren luheab. Mau. ■wf).) Ser 6pre- te mit, N bet nft in $os* Wen tfußen* ,'gten An- ItWtn n Protest > tilge Madig derarti- rf den Protest erfolgt. Weiter ttuguft ein er- Ermittelt wem urd) le ige leit de« lhenamtes wurde gegenüber^ Truppen, b en Lustangn^ >erzu erklärte* । und dasweitc jpen aufme^ Japan gebe » fttS f,r.s Äs e sowjetrE •H eigenmach°k Ja*"-*1 .arbiere« SZ Ä’ii Schangse"S' ietviese»- 1Pr.0ft«G , um 15leri.i»' «** ’Ä en. D* I-!. DM > M M v z >/$ fr*»*■-< •• . -'M ' V- . x *v zu lokalisieren. Hervorragen- Rettungs- und Löscharbeiten Aus aller Welt des Letzte Spuren einer verschollenen deutschen Australien-Expedition. Durch einen grausigen Fund in der australischen Wüste scheint nunmehr nach 90 Jahren das Schicksal des berühmten deutschen Australlenforschers Leichhardt aufgeklärt worden zu sein. Im sudaustralischen Parlament zu Adelaide wurde be- kanntaegeben, daß in der Simpson-Wüste nordöstlich von Mount Dare, etwa 30 Meilen vom Finke- Fluß, a ch t S k e l e t t e w e i ß e r M ä n n e r auf- aefunden wurden, von denen angenommen wird, »aß es die Ueberreste der im Jahre 1848 verschollenen Expedition des deutschen Australieniorschers v e r u n g l ü ck t e bei einem Aufstiegsversuch auf die Aiguille noire, einem der schwierigsten Klettergebiete in diesem Gebirge. Vor dem Aufstieg banden sich alle fünf an ein einziges Seil in der Annahme, daß auf diese Weise auch die weniger geübten Teilnehmer der Gruppe den Aufstieg meistern konnten. Nachdem sie erst wenige Meter geklettert waren, verlor der Vorletzte der Seilschaft durch ein niedergehendes Felsstück, das ihn getroffen hatte, den Halt und ft ü r z t e ab. Er riß seine vier Kameraden, die sich nicht gesichert hatten, mit. Vier von ihnen kamen mit V e r l e tz u n g e n davon, der fünfte, der an der Spitze geklettert war, blieb tot auf dem Gletscher liegen. — Bei einer Truppenübung von Alpinis im Gebiete des 2400 Meter hohen Monte Cimone in den Karnischen Alpen stürzte ein Offizsersaspirant über eine 50 Meter hohe Wand tödlich ab. ♦ Bei einer Besteigung des Kleingtockner sind, wie der „Völkische Beobachter" meldet, vier Münchener Bergsteiger an einer stark vereisten Wand a b g e- st ü r z t. Zwei von ihnen wurden leicht, die beiden anderen schwer verletzt. Bei den Verletzten Han- beit es sich tim den 28jährigen Kurt G e i ß l e r , den 28jährigen Alfred Gerber, den 22jährigen Kunst- gewerb'ler Max Lagrange und den 25jährigen Referendar Fritz W a c z e l. 3m Kamps um den öilbersattel am Itanga Parbat. Eine Gruppe von fünf Bergsteigern aus dem Ferien-Feldlager von Ugot am Fuße des Mont Blanc Vorn Lager VI hat die Nanga-Parbat- Mannschaft mehrere Vorstöße gegen den Silbe r s a t t e l unternommen, die aber infolge des anhaltend schlechten Wetters und insbesondere infolge des sehr starken Windes ihr Ziel nicht erreichten. Am 27. Juli gingen die Bergsteiger daher in das Haupt- lager hinab, um sich dort zu erholen und sich für einen neuen Angriff vorzubereiten, zu dem am 30. Juli bereits die erste Abteilung wieder aufgestiegen ist. Mm die Großdeutfche Schachmeisterschaft. geleitet. Verheerender Scheunenbrand in Obersranken. Don einem verheerenden Schadenfeuer wurde das Gut der Heil- und Pflegeanstalt Kutzen- berg bei Ebensfeld in Oberfranken heimgesucht. In der 100 Meter langen und 14 Meter tiefen Scheune, die in ihrem Unterteil sämtliche Vieh-, Schweine- und Schafftälle beherbergt, brach aus noch nicht geklärter Ursache Feuer aus. Das ganze Gebäude brannte bis auf dke Grundmauern nieder. Das Vieh konnte gerettet werden. Insgesamt fielen dem Feuer 100 Fuhren Heu, 400 Zentner Gerstenstroh eine große Menge alter Futtervorrate und die landwirtschaftlichen Maschinen und Geräte zum Opfer. Paris, 3. Auq. (DNB. Funkspruch.) Zu den Schmuggeleien und Betrügereien des Großrabbiners der Juden von Brooklyn, Isaak Leiser, werden jetzt Einzelheiten bekannt, wie er sein Opium und Heroin in Bibeln und Talmutbüchern mit doppeltem Boden schmuggelte. 81 solcher Bibeln und Talmutoucher, die zu 'Schmuggelzwecken mißbraucht wurden, konnten entdeckt werden. Man/ schätzt den Wert des auf diese Weise geschmuggelten Rauschgiftes auf mehrere Millionen Pfund Sterling. In einer Meldung aus Jerusalem wird die Vermutung ausgesprochen, daß sich dort eine internationale Schmugglerbande j ü r Rauschg if te getätigt als deren Oberhaupt ebenfalls der 1 udifche Oberrabbiner aus Neuyork-Brooklyn ange- sehen wird. Die Untersuchung wird fortgesetzt. Der Tod in den Bergen. Franco-Spanien im inneren Ausbau Der werdende (Staat. Finnischer Besuch in Berlin. Berlin, 2. Aua. (DNB.) Die anläßlich der Eröffnung des deutsch-sinmschen Luftverkehrs auf der Strecke Berlin—Helsingfors in der Reichshaupt- stadt weilende finnische Delegat ton war am Montagabend unter Führung von Derkehrsmimster Sa lo v a ara Und Innenminister Dr. Ke k können Gast des Reichsministers der Luftfahrt, Generalfeldmarschall G ö r i n g , im Heim des Aeroklubs in Rangsdorf. Außerdem nahmen der finnische Gesandte in Berlin, Exzellenz Wuori- ma a, sowie Vertreter des Auswärtigen Amtes, des Innenministeriums, des Propagandamimste- riums und der Deutschen Lufthansa an dem kameradschaftlichen Zusammensein teil. In den Ansprachen von Verkehrsminister Salovaara und des Chefs des Allgemeinen Luftamtes tm Reichs- luftfahrtministerium, Ministerialdirektor Fr s ch, tianq in gleicher Weise der aufrichtige Wunsch zu einem weiteren Ausbau der 3yfa,"^ menarbeit in der deutsch-finnischen Handelsluftfahrt wider. .. .. ... Am Dienstagoormittag besuchten die finnischen Gäste den Neubau des Berliner Zentralflughafens Tempelhof und des Reichsluftfahrtrniniftenurns und äußerten lebhaft ihre uneingeschränkte Bewunderung für die großzügigen und vorbildlichen Anlagen und Baue. Vor dem Start der Delegation zum Rückflug nach Helsingfors gab der ^unische Gesandte am Dienstagmittag einer Empfang. Auch hier wurde erneut der Wunsch zu einem fruchtbringenden Erfahrungsaustausch und emem freundschaftlichen Zusammenwirken im Luftverkehr ve- Pünktlich 14.10 Uhr startete das planmäßige Streckenflugzeug in Tempelhof, um die finnischen Gäste in ihre Heimat zurückzubringen. Trauerfeier für die verunglückten Bergleute in Merkers. Der Reichsminister der Luftfahrt und Oberbefehlshaber der Luftwaffe GeneralfeldrnarfchaU Göring hat dem Flugkapitän B l a n ke n bür g folgendes Telegramm zugehen lassen: Mit Stolz und Freude habe ich die Meldung von Ihrem 100. Transozeanflug entgegengenommen. Durch diese Leistung haben Sie erwiesen, daß die Deutsche Lufthansa in vorbildlicher und mustergültiger Weste den Transozeandienst aufgebaut, planmäßig Durajqe-- fübrt und zu einer von der gesamten Algerischen Welt anerkannten Höhe entwickelt hat. Ich spreche Ihnen für Ihre hierbei bewiesene persönliche Tatkraft und Einsatzbereitschaft meine vollste Anerkennung aus. — Generalfeldmarschall Goring hat ferner Flugkapitän Blankenburg sein Bild mit eigenhändiger Unterschrift übermittelt. Grotzeuer in der Ahön. Ein furchtbarer Brand suchte das Rhönstädtchen Fladungen heim. Acht Wohnhäuser und acht Scheunen sowie Nebengebäude dem Feuer zum Opfer, das sich mit rasender Schnelligkeit aus- qebreitet hatte. An den in den Scheunen lagernden aroßen Heuvorräten fand das Feuer reiche Nahrung Die Bekämpfung des Brandes gestaltete sich ind. t , Der 1813 in Trebatsch an der Oberspree geborene Ludwig Leichhardt hat sich um die Erforschung des fünften Erdteils aroße Verdienste erworben. 1841 hatte er im Osten Australiens seine erste erfolgreiche Expedition durchgeführt. Die erste Durchqu.'rung des damals noch völlig unerforschten Nordostens von Australien gelang Leichhardt in den Jahren 1844 bis 1845. Er erforschte als erster dis dortigen Küstengebiete. Nach fehlgeschlagenen Versuchen, den ganzen Erdteil in ostwestlicher Richtung zu durch- queren, ist er mit seinen Getreuen im Jahre 1848, als er von Queensland nach Perth an der Oft- küste aufgebrochen war, verschollen. Es hieß damals, feine Expedition sei von Eingeborenen überfallen und die Teilnehmer ermordet worden. Der jetzige Fund enträtselt das Schicksal des beuh (eben Forschers, und der Fundort stellt ihm zugleich das ehrenvolle Zeugnis alls. bereits die Hälfte des damals vorgenommenen Weges zurückgelegt zu hoben. Die bis in die letzte Zeit hinein eifrig betriebenen Nachforschungen nach der Leichhardt- Exvedition dürsten jetzt ihren Abschluß gefunden haben. Rabbiner Isaak Leiser das Haupt einer Weltschmugglerbande? Merkers (Rhön), 2. Aug. (DNB.) Auf dem Kalischacht „Kaiseroda" ruhte am Dienstag Die Arbeit. Es galt Abschied zu nehmen von elf Arbeitskameraden, die in der Nacht zum Sonntag den Bergmannstod fanden. Mit den Leiv- tragenben waren vereint die führenden Manner der Bewegung und des Staates, mit ihnen Reichsorganisationsleiter Dr. Ley, Gauleiter uno Reichsstatthalter S a u ck e l und Ministerpräsident Marsch! er. Nach den Worten des Betriebsob- mannes nahm Dr. Ley das Wort zur Trauerrede. ,Lch habe euch elf toten deutschen Bergarbeitern . so begann er bewegt, „den Gruß des Führers zu überbringen, den Gruß des Volkes und der Pa^l^^' den Gruß aller schaffenden Deutschen Diese Manschen sind in einem großen heiligen Dienst gefallen. Ihr Leidtragenden seid nicht mehr allein, der Fuy- Gowjeispanische Angriffe an der Ebrofront abgewiesen. Bilbao, 3. Aug. (DNB.) Der Kampf an der Ebrofront dauert fort. Nationale Flieger und Artillerie brachten in starkem Einsatz dem Gegner hohe Verluste bei. Die A n g r i s f e d e r S o w i et- spanier wurden gänzlich a b g e w i e s e n. Zahlreiche feindliche Stellungen konnten erobert werden. Ueberläufer sagten aus, daß Entmutigung und Verzweiflung in den bolschewistischen Reihen herrschten In den späten Nachmiftagsstunden des Dienstag ließen die Angriffe stark nach, vermutlich infolge Mangels an Munition, da der Nachschub durch die nationalen Tiefluftangriffe fortgesetzt gestört wurde. \ elf Ministern heute fünf gleichzeitig Mitglieder des Nationalrates find. Regierung und Partei haben ihre gemeinsame Spitze in Franco selbst, der heute der Staatschef Nationalspaniens ist. Erst nach der Zusammenfassung aller ausbaufähigen Kräfte in der neuspanischen Staatspartei ging Franco daran, aus der „Junta Tecnica" ein Ministerium zu machen, also den provisorischen Notbehelf in einen dauernden und wohl gegliederten Apparat umzuwandeln. Die in der Staatspartei zusammengefaßten geschichllich und landsmannschaftlich gewordenen Gruppen wurden bei ber Bildung des neuen Ministeriums berücksichtigt. Für die alten Streit-Erinnerungen gab es. angesichts der drängenden Fülle unmittelbarer Aufgaben und der harten Pflicht zur Bewährung in schwierigen Umständen wenig Raum und Zeit. Die frühere spanische Verwaltung war nicht besonders wirksam gewesen und stand den großen sozialen Aufgaben ziemlich hilflos gegenüber. Aber woran die meisten Ausländer nicht gedacht haben und nicht denken, das ist der ganz wesentliche Umstand, daß der Krieg Spanien in zwei Hälften zerlegt hatte: Die Zentralstellen waren in dem roten Madrid, die nachgeordneten unteren Verwaltungsstellen mußten sich plötzlich mit eigenen Mitteln in schwierigen Situationen behelfen; alle Banken und alle Ve'rkehrsanstalten waren in ähnlicher Weise zerrissen, und die Fülle der daraus entspringenden Schwierigkeiten ist leicht einzusehen. Der Krieg hat die damit gegebenen Problemstellungen allerdings auch vereinfacht: Denn nun, da an jeden einzelnen Bürger die Frage von Sein und Nichtsein ; herantrat, erhöhte sich die Bereitwilligkeit zur Mit- ■ arbeit, und manche Frage, die in normalen Zeiten > zu stürmischen Auseinandersetzungen geführt hätte, - wurde verhältnismäßig nebensächlich. In personeller - Hinsicht wirkte der Krieg-wie ein Sieb: Junge, unbelastete und frische Kräfte setzten sich durch, die alten Parteihelden verschwanden von selbst ober mußten unter dem Druck der allgemeinen Unzufriedenheit ihren Abschied nehmen. Gerade von französischer Seite wird diese Verjüngung und erhöhte Wirkungskraft des nationalspanischen Staatsapparates heute, mit einem Anflug von etwas neidvoller Bewunderung, häufig genug anerkannt. Französische Besucher Nationalspaniens, die die Schäden der eingewurzelten parteipolitischen Korruption im parlamentarischen Frankreich kennen, verzeichnen mit Erstaunen die Tatsache, daß im Laufe zweier kurzer, allerdings auch blutiger Jahre, aus dem passiven, gleichgültigen und höchstens auf das eigene Interesse bedachten Spanier ein Staatsbürger wird, der an seinem Staat mitarbeitet und dem der Staat darum auch zu einem persönlichen Besitz geworden ist — eben durch Arbeit, nicht durch Worte oder gar durch Parteistreit. rer trägt euere Sorge, ber Führer trägt eueren Schmerz, das ganze Volk fühlt mit euch/ Die bergpolizeilichen Untersuchungen über die Ur- ache des Unglücks konnten im wesentlichen abge-- chlossen werden. Die Untersuchungen ergaben, daß irgendein Verschulden nicht vorliegt, sondern daß der beklagenswerte Tod von elf bewährten Arbeitskameraden durch Naturgewalten verursacht wurde, )ie leider im Bergbau immer wieder Opfer erfordern. Klugkapitän Blankenburgs 100. Ozeanflug. Mit ber ßanbung des Lufthansa-Postflugzeuges „Nordmark" am Sonntagabend in Neuyork vollendete Flugkapitän Joachim Blankenburg feinen 10 0. Ozeans lug. Mit dieser Leistung teht Blankenburg an erster Stelle in .der Welt; zuvor hat kein Ozeanflieger eine derartige Anzahl von Ozeanflügen erreichen können. B^u^enburg, ein geborener Berliner, der seinen Wohnsitz in Bremen hat, unternahm 1930 von Bord des Lloyd- Dampfers „Europa" ,au5 feinen ersten Schleuderflug im Lufthanfa-Postdienst nach Neuyork 1934 führte er den ersten planmäßigen Sudatlantik- Postflug nach Brasilien aus. 1936 konnte er mit Direktor Freiherr von Gablenz zusammen den ersten durchgehenden Nordatlantikflug mit emem Verkehrsflugboot nach Neuyork aussühren. Blankenburg hat im Laufe seiner Tätigkeit vielt über eine Viertelmillion Kilometer quer über den Atlantischen Ozean geflogen. Große Waldbrände in Frankreich. Die auch in Frankreich herrschende außergewöhn- liche Hitze hat eine Reihe großer Waldbrände zur Folge gehabt. Aus Nantes an der Loiremun- dung wird gemeldet, daß dort ein Waldbrand mehrere hundert Hektar Wald vernichtet hat. Drei Dörfer kamen dadurch in größte Gefahr. Das Dorf Tillon war schon vollkommen von den Flammen umgeben und konnte nur durch angestrengteste Tätigkeit der ganzen Bevölkerung vor dem Untergang gerettet werden. — In Paris wurden am Dienstag bis zu 3 6 Grad im Schatten gemeßen. Badeunglück an der französischen Attankikküste. Ein schweres Badeunglück ereignete sich in einem kleinen Strandbad in der Nähe von St. Mar. tin auf der Insel Re an - ber atlantischen Küste Frankreichs. Zwanzig Kinder einer Ferienkolonie waren bei Ebbe dabei, unter der Aufsicht einer Lehrerin ein Meerbad zu nehmen, als sieben Mäd- chen die sich zu weit in das Meer hinausgewagt hatten, plötzlich in tiefes Wasser gerieten. Die Lehrerin eilte den Kindern sofort zu Hilfe. Es gelang ihr auch, eines der Kinder zu retten. Bei ihren weiteren Bemühungen wurde sie jedoch, ebenso wie die übrigen sechs Kinder, ein Opfer der Wellen. Internationaler Kongreß der Anthropologen und Ethnologen in Kopenhagen. Der zweite Internationale Kongreß der Anthrologen und Ethnologen wurde in Anwesenheit seines Schutzherrn, Komg Christian X. von Dänemark, in der Kopenhagener Universität eröffnet. Im Namen Dänemarks und der dänischen Staatsregierung richtete Außenmini. außerordentlich schwierig, da anfänglich Wassermangel herrschte. Die Feuerwehr mußte sich darauf beschränken, den Brand 3u lokalisieren. Hervorragenden Anteil an den Rettungs- und Löscharbeiten haben die Arbeitsdienstmänner aus vier benachbarten Lagern. Ihnen ist es auch zu verdanken, daß chließlich der Wassermangel behoben werden konnte; ie errichteten ein Stauwehr in einem Bach, so daß di» Motorspritzen eingesetzt werden konnten. Der gesamte Viehbestand mit Ausnahme einiger Schweine wurde gerettet; dagegen konnte von den Brandgeschädigten meist nur die notwendigste Habe geborgen werden. Eine Reihe weiterer'Hauser wurde durch Feuer und Wasser schwer beschädigt. Das Großfeuer ist, wie die polizeilichen Ermittlungen ergaben; durch ein Kind verursacht worden. Dieses Kind war von seiner Mutter in den Keller geschickt worden, dessen Eingang sich m der Scheune befand. Dor dem Keller zündete das Kind ein Streichholz an und warf es, noch glimmend, in die Futtervorräte, die kurz darauf m Flammen aufgingen. Der durch den Brand ungerichtete Schaden ist außerordentlich groß. Außer zahlreichem Hausgerät, Kleidern, Wäsche und Schuhen fielen dem Feuer über 100 Fuhren Heu zum Opfer. Der Gemeindediener Baumgart verlor seine ganze Habe. Hilfsmaßnahmen für die Brandgeschädigten wurden noch am Dienstag em« Neues auf der Funkausslellung. Der Bedienungskomfort an den neuen Rundfunkempfängern die m Mem W R erften- mal auf ber Runbfunkausstellung gezeigt werden, ist eins der markantesten Merkmale der Großen Rundfunkausstellung. So z.B. zeigt dieser Apparat eine Tastatur, auf der leber sich acht verschiedene Sender abstimmen kann, die dann Mit Hilfe eines gebauten kleinen Elektromotors durch einen einfachen Druck den gewünschten Sender im Lautsprecher erklinge lassen. — (Scherl-Bilderdienst-M.) jpanien absticht. . , Die »Zunta Tecnica" war em Notbehelf. Nach den militärischen En'olgen im Süden und Norden, später auch im Osten des Landes, mußte zunächst eine klarere Scheidung zwischen militärischen und zivilen Zuständigkeiten erfolgen. Gleichzeitig drängte sich das wesentliche Problem Spaniens zur Losung heran: Nämlich, eine enge Verbindung zwischen Regierung und Volk zu schassen. Die Regierung war durch Jahrhunderte em reiner Behördenapparat gewesen, zu einem Teil wenig wirksam, zu einem anderen Teil auch korrupt. Die Aemter wurden als Dersorgungsstellen der Partei-Cliquen mißbraucht. Es kam also entscheidend darauf an, eine enge Verbindung zwischen Bevölkerung und Behördenapparat herzustellen, und diese Aufgabe übernahm die spanische Einheitspartei, die Franco tm April 1937 ins Leben rief- Diese einheitliche Staatspartei vereinigte die geschichtlich und landsmannschaftlich gewordenen Gruppen der Falangen, Requetes und Carlisten, was nicht ganz ohne Reibungen ab ging, aber schließlich zu einem glücklichen Ende ge.uhrl wurde. Die Notwendigkeiten des Krieges machten es Franco verhältnismäßig leicht, die von altersher bestehenden Gegensätze mit dem Hinweis zu ube^ brücken, daß zunächst gesiegt und auch nach dem Siege einträchtig z u s a m m e n g e ar« beitet werden müsse. Der Arbeitsausschuß der Nationalpartei ist durch Personalunion weitgehend mit der Staatsverwaltung verbunden, so daß von Im Schachturnier um die Mei st erschaff von Großdeutschland wurde in Bad Oeynhausen die zehnte Runde gespielt. Die an der Spitze liegenden Meister konnten sich durchweg erfolgreich behaupten. Stand nach der zehnten Runde: Eliskases 8% Punkte, Kieninger 7% Punkte, Koch 6V$, H e r r m a n n 6, K r a n k i und Richter je 5^, Becker, Engels und Kohler je 5, Rollstab 4%, Reinhardt und Schmidt je 8%, W e i l 3, Eisinger 2V-, N o • warra 1% Punkte. Wilkens beteiligt sich an Ellworths Südpol- Expedition. Wie ein Amsterdamer Blatt meldet, hat Sir Hubert Wilkens mitgeteilt, daß er sich an die von Lincoln E l l s w o r t h organisierte Südpol- Expedition anschliehen wird. Britischer Flugzeugkonstrukteur tödlich verunglückt. Hauptmann F. S. B a r n w e l, der Konstrukteur des bekannten Bristol-Kampfflugzeuges sowie des Bristol-Blenheim-Bombers, stürzte in der Nahe des Bristoler Flughafens mit seinem Flugzeug auf eine Landstraße und fam ums Leben. ..Darnwel hatte das Bristolflugzeug gebaut, das für Großbritannien den Höhenweltrekord errang. Auck das Flugzeug, mit dem er adstürzte, war nach feinen eigenen Angaben gebaut worden. Alle, auch sichtlich voreingenommene Befucher < Spaniens stimmen darin überein, daß die Lebens- verhältniffe der bürgerlichen Bevölkerung in dem Nationalfpanien Francos unendlich । besser sind als in Rotspanien, daß unmittelbar hinter der Front schon wieder Handel und Wandel aufleben, daß die Züge regelmäßig verkehren, daß der Außenhandel weitergeht und daß die Motorisierung im Personen- und Güterverkehr merkliche Fortschritte macht. Wirtschaftlich besonders interessierte Beobachter verzeichnen vor allem auch den Tatbestand, daß die n a t i o n a l s p a n i s ch e Währung unendlich besser steht als die rotspanische, obwohl die Machthaber von Valencia und Barcelona das Gold der Bank von Frankreich und das „beschlagnahmte", tatsächlich geraubte Eigentum vieler Privatpersonen zur Der-, fügung hatten. Als Franco vor reichlich zwei Jahren den bolschewistischen Anschlag abwehrte, mußte er einen qanz neuen Derwaltungsapparat schaffen. Zunächst wurde eine ,Hunta Tecnica^ bestellt, also eine Art Militärausschuß, der sich mit den Angelegenheiten hinter der Front beschäftigte. Franco gewann zahlreiche Beamte und Techniker für seine neue Verwaltung, und der Erfahrung dieser Männer gelang es, mitten in den Kriegswirren das allgemeine Leben in Gang zu halten, ja sogar der Wirtschaft neue Impulse zu geben. Schon an dieser Stelle muß auf den wichtigsten Punkt, wenigstens im Vorbeigehen, hingewiesen werden: Daß es nämlich zunächst darauf ankam, in dem zerrütteten Lande Vertrauen zu gewinnen und insbesondere die tiefen sozialen G e g e n - fätze zu überbrücken. Sieben Zehntel allen Grundbesitzes befinden sich in der Hand der Kirche und des Adels; da den Pächtern die Aussicht eröffnet wurde, in absehbarer Zeit und durch erschwingliche Leistungen Eigentümer zu werden, wurde das agrarsoziale Problem so wirksam gelost, daß von diesem GesahrSnpunkt nicht nur keine weiteren Störungen ausgingen, sondern daß Natto- nalspanien durch feine glänzende Leb en s- mittelüerforgung auf das fcharfite von Rot- Neuyork, 1. 2lug. (DNB.) Der deutsche Flie-1 und begnügte mich sonst mit kurzen Ruhepausen im ;r 6ans Bertram, der als erster Weltreisender Hotel. — Lachend erzählte Bertram, daß er S Wetterbericht Neuyork. Auf dieser Etappe schlief ich wie in der yiCUUUll. 44U| UlC|Cl Vä/iuppc UJH in vv«. ----------• ' s. n nf ersten^^asä^m^^e^^euts^e^^ufthansa^an^ord^^ra^Celsius^abend^2^Grad^ln^Au^usn Verlobte . । ;v Mannheim 5037D [Stellenangebote] | Verkäufe"" ■ i; Bernsfeld, Nieder-Ohmen, den 2. August 1938. Die Beerdigung findet Donnerstag,den 4. August, nach m. 4 Uhr statt 03523 Ein kleiner Ausschnitt aus unserem Wie W I Ab Donnerstag KKaessltaM Gebt, feelbatb Gießen, Seltersweg 20 5093 A Leuchen Dörr Karl Hardt lin. mit der lich Wir Sachen für hessen-nassauisches Gebiet einen tüchtigen und erfahrenen Voile, 95 cm breit, schöne Blumenmuster .......................... Kunstseide, 70 cm breit, in mod. Ausmusterung.................... Seidenleinen, 70 cm breit in schönen Drucken, la Qualitäten......... Wollmussellne, 80 cm breit, bedruckt, in großer Auswahl.......... Vlstra-Musseline, 80 cm breit, in vielen Musterungen................ 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August 1938 ger Hans Bertram, der als erster Weltreisender ausschließlich auf fahrplanmäßigen Flugzeugen um die Erde fliegt und heute abend an Bord des deutschen Flugbootes „Nordwind" Neuyork zum Weiterflug nach den Azoren verläßt, schilderte dem Neuyorker Vertreter des Deutschen Nachrichtenbüros ausführlich den bisherigen Verlauf des „W e l t f l u g e s auf die Minute" seit dem Start in Berlin am 15. Juli. Bertram, der bewei- Beamten Sie bitte unsere Ausladen Krenznlatz 1 und 15 5M0A 200er Standard 350er Standard billig zu verkaufen. 5103D W. Balser Gießen Tammstraße 8 Telefon 3597. Heber Naturschutz und Naturkunde mit den allgemeinverständlichen Büchern des Hugo Bermühler «Berlage*, «Berlin« Lichterfelde. Bitte verlangen Sie noch heute von Ihrem Gießener Buchhändler das ausführliche bebilderte Werbeblati „Freunde der Statur sind Freunde guter Bücher* H San unterscheidet z W ne Verschulde ■ Scheidung wegen I Me neu. 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Mk. 1.70 sen will, daß die Entwicklung des internationalen Luftoerkehrswesens bereits so weit ist, daß auch ein Flug um die Welt pünktlich durchgeführt werden kann, legte bisher zwölf eigentliche Flugtage zurück und verbrachte zwischendurch vier Tage an Land. Nach seiner Ankunft in Neuyork berichtete er: Die Lufthansa-Maschine „Boelcke" beförderte mich über die erste Strecke nach Bagdad, von wo ich in einem Flugzeug der Air France nach einem Aufenthalt von 4 Stunden 10 Minuten nach Kara ch i in Indien weiterflog, weil das nächste Ziel der deutschen Maschine Teheran war. In Karachi erlaubte eine Rast von sechs Stunden einen kurzen Schlaf. Schon am dritten Tag landete ich mit der gleichen Maschine in Kalkutta, wo ich sieben Stunden bis zum Start nach Bangkok warten mußte. Hier verließ ich das französische Flugzeug, mit dessen Mannschaft ich mich bereits angefreundet hatte. Ich finde, daß Flieger, ganz gleich welcher Nation, immer Kameraden sind, wo sie sich auch treffen. Am nächsten Morgen bestieg ich eine Maschine der Imperial Airways zum Weiterflug nach Hongkong, wo der erste längere Aufenthalt vorgesehen war. lieber dem Pazifik herrschte gerade ein Taifun, so daß der „Clipper" der Panamerican Airways mit dem Aufstieg warten mußte, was mich aber nicht weiter störte, da ich diese Verzögerung schon von vornherein mit einkalkuliert hatte. Endlich ging es dann in der riesigen amerikanischen Maschine weiter über die endlose Wasserwüste des Pazifik nach genau fahrplanmäßigen Zwischenlandungen in Guam (der südlichsten und größten Insel des Ma- rianen-Archipels), Wak-Jsland, Midway-Jsland und Honolulu bis nach San Franzisko. Am Goldenen Tor bestieg ich schon nach zwei Stunden die Maschine der United Airlines nach beim Flug über den Pazifik in einem Buch über Magalhaes' historische Weltreise tm Mittelalter die Schilderung gefunden habe, nach der Magalhaes für die Reise von der spanischen Küste nach Guam 540 Tage brauchte. ch schaffte die Strecke in sechs Tage n." Das wichtigste im internationalen Flugverkehr ist, so erklärte Bertram abschließend, daß die Fahrpläne genau eingehalten werden. Hätte ich auf der Strecke Berlin—Bagdad nur wenige Stunden Verspätung gehabt, dann hätte ich das Flugzeug nach Karachi nicht mehr erreicht und eine ganze Woche warten müssen. Heute klappt aber im zwischenstaatlichen Flugverkehr bereits alles tadellos: Der Flughafen in Bangkok ist fetzt genau so modern, wie der in Tempelhof oder Newark, er besitzt z. B. alle Vorrichtungen, um auch Landungen bei Nacht und Nebel zu ermöglichen. Bereits im Jahre 1936 versuchten drei amerikanische Berichterstatter, in planmäßigen Flugzeugen um die Welt zu fliegen. Sie benutzten dabei aber auch andere Transportmittel wie Eisenbahn, Dampfschiffe und Sonderflugzeuge, um die Anschlüsse an fahrplanmäßige Verkehrsflugzeuge abzukürzen, lieber den Atlantik fuhren alle drei mit dem Zeppe- Der schnellste von diesen dreien war Ekins 18 Tagen, 14 Stundens Hans Bertram ist erste, der zu dem Flug um die Welt ausschließ- reguläre Luftverkehrslinien benutzt. In der Wertungsreihenfolge führt immer noch Kurt Schmidt (NSFK.-Gruppe 16 Karlsruhe), der auf unserem Bilde im Gespräch mit Flugkapitän Hanna R e i t s ch zu sehen ist. Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange (in Urlaub), i. V.: Ernst Blumschein; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck (in Urlaub). Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: i. V. Hans Thein. D. A. VI. 38 : 9035. Druck und Verlag: Brühlfche Univerfitätsdruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig. fier Dr. Munch Bearüßungsworte an die rund 650 Teilnehmer. 38 Lhnder aller Erdteile haben Abordnungen entsandt. An der Spitze der deutschen Abordnung steht Professor Eugen Fischer (Ber- lin). Im Mittelpunkt der Eröffnungsfeier stand em Dortrag des Präsidenten des Kongresses, Thomas Thomseü, über die dänische Archäologie und über die Geschichte der von ihm geleiteten ethnographischen Sammlungen Dänemarks. Die Führer der verschiedenen Länderabordnungen überbrachten die Grüße ihrer Heimat; für Deutschland sprach Professor Fischer. Die Zahl der Dorträge ist auf 170 festgesetzt. Slaalsarchlvdireklor Dr. knetsch f. Dr. phil. Carl Knetsch, Direktor des Kurhessischen Staatsarchivs, ist im Alter von 64 Jahren in Marburg gestorben. Mit Knetsch, der seit 33 Jahren am Marburger Archiv tätig war, starb der wohl beste Kenner der gesamten hessischen Familiengeschichte. Sein literarisches Hauptwerk „Das Haus Brabant" wurde zum Standardwerk der hessischen Geschichtsforschung. Auch die Familie Goethe gehört zu den Geschlechtern, deren Entwicklung der verstorbene Gelehrte ausgezeichnet hat. 670 Tote und Verwundete im Juli. Jerusalem, 3. Aug. (DNB.) Die Unruhebilanz des letzten Monats ist sehr aufschlußreich. Als Opfer der fortgesetzten Zusammenstöße und Terrorhandlungen — wobei besonders an die furchtbare Wirkung der Bombenwürfe jüdischer Terroristen in Haifa und Jerusalem erinnert sei — waren im Juli insgesamt 670 lote unb Verwundete zu verzeichnen. Nicht weniger als 148 Araber und 60 Juden wurden getötet. Die Zahl der Verwundeten beträgt auf arabischer Seite 256, auf jüdischer 201. Inzwischen werden bereits wieder neue lieber* griffe gemeldet. So wurde am Damaskustor in Jerusalem ein arabischer. Polizeisergeant von unbekannten Tätern schwer verletzt. Aus Haifa kommen Meldungen über zwei neue Bombenwürfe, wobei es drei Verwundete gab. Aus H e - b r o n wird ein Angriff von Freischärlern auf das Regierungsgebäude gemeldet. Nach dem Eintreffen von Polizei zogen sich die Angreifer zurück. An vielen anderen Stellen des Landes kam es weiterhin zu Schießereien und anderen Zwischenfällen. Ein bei dem gestrigen Feuergefecht an der Straße nach Nablus schwerverletzter Soldat ist gestorben. Weiter wird gemeldet, daß auf der Eisenbahnstrecke . Lydda—Haifa ein Güterzug infolge Sabotage entgleiste. Auf der Strecke Jaffa—Lydda geriet ein Güterzug auf eine Mine. Schaden wurde bei her Explosion nicht angeridjte^^ »Gegen graue Haare« der bewährte 4374V Haarfarbe-Wiederhersteller Flasche 1.74 Jt, extra stark 2.40^ Droff. Winterhoff, Kreuzplatz 10, Parf. Muhl. Bahnhofstraße 56. Donnerstag, 4. August, verkaufe ich im Neuenweg 28, (Eingang durch d.Hof), folgendes: siosD Schreibtische mit u. ohne Aufsatz, 3 Sofas, gut erhalt.,Tische, Stühle, Metallbett mit Auflegkeil, Wasch- u. Nachttische, 1 flämische Bauernstube, Vitrinen, Kleiderschränke, 1 Medikamenten-Schrank, Oesen, Federbetten, Bettkeile, Büfetts, 1 Eisschrank, Sessel, 1 Küche (komplett), u. v. a. Verkauf bestimmt. L. Hartmefz, Neuenweg 18 I. Wäschemangel (Alexanderwerk) fahrbar, Preis: RM. 25- abzu- geben. Zu erfr. un Gieß.Anzerg. Briefumschläge bei Brühl, OleBen vor M viele Federbetten ■O1 und S- Vjen« als sj, Minen - 'E^ung n V Mr de- Ä ieid ka \Mn Sn öerl Ä, db Ms T1 r W ; j!1 $e(Jen jJ0 bum ld)n H vSnrk Die großzügige das Wetter ganz Europas beherrschende Hochdruckwetterlage zeigt nur geringe Aenderung. Doch kam es bereits habet am Dienstag in Mitteldeutschland zu stärkerer Gewittertätigkeit. Begünstigt durch leichten Lustdruckfall und weitere stärkere Erwärmung über dem Festland, wird sich die Gewittertätigkeit nach Westdeutschland ausdehnen. Eine grundlegende Aenderung des herrschenden Sommerwetters ist damit aber nicht verbunden. Vorhersage für Donnerstag: Meist heiter, später örtliche Gewitterstörungen. Warm und schwül, schwache Winde. Vorhersage für Freitag: Warm und schwül mit Gewitterstörungen. Lufttemperaturen am 2. August: mittags 29,9 • ~ ---n mor= liwn gesucht. 6o97d Otto Georg Seltersweg 36 [Stellengesuche) Tüchtiger Kn late möchte sich verändern. Schriftliche Angeb. unt. 03520 an d.Gien. 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Aeme Sommerprattllen. ° 7 FnnchI° D°b-<1 betm s-mü-ekoch-n einige «eine Kniffe zu b-ach. uuc,n U..1 v ■ r .. Xi« Xnfitr (nrnsn hn6 PC. fpinpn nallen Ke- geiaUen. Grasflecke 'n weißer W-fche oerfchwin- zwar ^ Waschen gründlich. ' l feuchtet und sie an der Luft trocknen läßt. Auch! w i-1 Flecke vom farbigen Kies der Tennisplätze ver-1 Di oo 1 Mtr^ , jetzt sehr Unsere Ernährung im August. Manche Erwartungen, die sich in jedem Jahr an die Obst- und Gemüse ernte knüpfen, wurden durch den kalten und unfreundlichen Frühling dieses Jahres nicht erfüllt. Das Einsetzen von Schneefällen während der Blütezeit hat in einigen Teilen des Reiches Schäden verursacht, die sich heute in geringeren Ernteergebnissen auswirken. Durch die Einfuhr ausländischer Gartenbauerzeugnisse können jedoch die Bedarfslücken gefüllt werden. Trotzdem kommen wir nun mit dem August in einen Monat, in dem fast ausschließlich deutsches Obst und Gemüse auf den Markt kommen. In wachsendem Maße werden deutsche Aepfel und Birnen, auch Pflaumen und Preiselbeeren von der Hausfrau verlangt werden. Da jedoch ausreichende Mengen infolge der knappen Ernte nicht immer zur Verfügung stehen werden, sei auf eine Frucht hingewiesen, die im August ganz besondere Beachtung verdient, nämlich die Tomate. Wir können mit einer ausgezeichneten großen Tomatenernte rechnen, die noch durch die aus handelspolitischen Gründen erfolgende Tomateneinfuhr verstärkt sein wird. Da die Tomate auch preislich besonders günstig gestellt sein wird, macht die kluge Hausfrau sicher gern von der guten Gelegenheit Gebrauch, diese köstliche Frucht besonders zu bevorzugen. Neben der Tomate stehen besonders auch Gurken und Blumenkohl reichlich zur Verfügung. Außerdem werden im Laufe des Monats ebenfalls andere Kohlarten wie Frühweißkohl, und Rotkohl stärker angeboten werden. Die Versorgung mit Karot- ten und Erbsen wird in ollen Teilen des Reiches zur Bedarfsdeckung reichen. Neben den insge- samt gesehen stark anfallenden Gemüsearten werden im August wieder mit dem Einsetzen der Fischsaison die 'grünen Heringe und die daraus hergestellten Erzeugnisse den Markt beherrschen. Als Abwechslung wird die Hausfrau die Bückinge und Marinaden' gern begrüßen, da Seefische nicht so reichlich wie in den letzten Monaten angelandet werden. Beim Fleisch ist die Dersorgungslage unverändert geblieben. Es empfiehlt sich auch weiterhin, dem Rindfleisch vor dem Schweinefleisch den Vorzug zu geben. Der Hausfrau wird also die Aufstellung des Küchenzettels im August keine Schwierigkeiten machen, besonders, da wie stets eine Reihe von wertvollen Nahrungsgütern vorhanden ist, bei denen zum Teil sogar ein Mehrverbrauch dringend erwünscht ist. Es sei nur an dieGrau - pen, den Sago und die Haferflocken gedacht und nicht zuletzt an die zahlreichen M i l ch - speisen, die sich aus Buttermilch, Quarg und entrahmter Milch Herstellen lassen. Besonders der Quarg wird auch im August neben der Marmelade als kühler Brotaufstrich beliebt sein, und beides steht reichlich zur Verfügung. Auch die vielen Käsesorten, die im August wieder reichlich an- geboten werden, wie Harzer, Mainzer, Ziegelfase oder Limburger werden dafür sorgen, daß die von der Hausfrau gewünschte Vielseitigkeit des Speisezettels vorhanden ist. Nach wie vor ist es aber erforderlich, dich'. sich die Hausfrau bei der Verwendung von Fetten- aller Art und von Eiern weife Beschränkung auferleqt, was ihr um so leichter fallen wird, als die Fülle der angebotenen Gartenerzeugnisse nichts zu wünschen übrig läßt. Ch. Taschen usw. einen Fettfleck gegeben, ist man meist recht unglücklich. Doch gibt es auch hier Hilfe: man legt auf den Fleck eine mehrfache Lage weißes Löschpapier, gießt Benzin darauf (am offenen Fenster, nicht in der Nähe des Herdes oder einer brennenden Zigarette!) läßt das Ganze trocknen — der Fleck wird verschwunden fein. Wildlederhand- fdiube und Wildlederschuhe bedürfen sorgfältiger Pflege wenn sie ihr gutes Aussehen behalten iollen. Wildlederhandschuhe werden wie neu, wenn man 'cht so leicht erwärmen und Schlaflosigkeit und« Iwpfschmerzen vorbeugen. 1 imgen war. Wie man sich zudeckt, so schläst man. Mrmeladensveisen billig und einfach. Marmeladenrollen: 1 Ei rührt man mit 80 Gramm Zucker schaumig, mischt dazu 250 Gramm gekochte, geriebene, erkaltete Kartoffeln, ebensoviel Mehl, 1 Backpulver, etwas Zitronenschale und rollt den Teig halbkleinfingerdick aus. Nun wird der Teig entweder im Ganzen, oder in entsprechend kleinere Stücke geschnitten, mit gemischter Marmelade bestrichen; den ganzen Teig oder die Stücke rollt man dann ein und drückt die Enden jeweils gut zusammen, damit nichts auslaufen kann. Hierauf setzt man die Rollen in eine gefettete Backform, bestreicht sie mit zerlassenem Fett und bäckt sie bei guter Hitze 30 bis 40 Minuten. Dann werden sie gleich nut Puderzucker bestreut und mit einer Marmeladen- oder Fruchtsaftsoße angerichtet. Brotkuchen mit Marmelade: Wer selbst Brot bäckt, wie das auf dem Lande häufig der Fall ist, nimmt von diesem Teig; andernfalls bereitet man sich einen einfachen Hefeteig von Roggenmehl, rollt diesen fingerdick aus, bestreicht ihn reichlich mit Marmelade, streut gehackte Nüsse dar- auf, rollt den Teig ein, drückt die Enden fest an und läßt ihn aufgehen. Dann setzt man ihn auf ein leicht gefettetes Blech, bestreicht ihn mit etwas Fett und bäckt ihn bei mittlerer Hitze im Ofen. Nach dem Backen bestreicht man den Kuchen erst mit Milch oder Wasser und streut dann schnell etwas Zimtzucker darüber.' ! 6. Juli 1938 ist ein neues Eherecht belassen worden, das am 1. August 1938 in Kraft iHr Die Ehe, die jetzt vom Standesbeamten im Jonen des Reiches geschloffen wird, ist kein Ver- trc' mehr, sondern Sache der Volksge- M n s ch a f t. Die Treuepflicht ist die Grundlage Srir jeden Ehe als kleinster Keimzelle des Staates. Di> Ehe soll ein Hort des deutschen Blutes sein, der 1 immer noch ! e 16 Karls- | Gespräch mit sehen ist. ' ilhelm Lange. '-Ernst Blum. ) für die Bilder: 3-: Ernst Blum, hyriot; für den -igenleiter: Han; ■ den Inhalt der .38:9035. Druck uckerei R. Lange, ezugspreis RR hr, mit der M. -preis 10 Pf. und üen 5 Pf. mehr. September 1937 Del der Anschaffung von Steppdecken fällt gewöhnlich die Wahl zwischen buntbezogenen und un- i ^ogenen Decken schwer. Dazu läßt sich nur eins JQ^n: die bunten Steppdecken sind zwar schön —, unpraktisch. Einmal, weil sie nach kurzem Ge- । ‘* uuQtiutlll UU5 uuiuvfc w r r * *aen (man kann es gewöhnlich nicht selbst machen) sengrotz /«ch kostspielig ist.' Die un' --- Feiner Brotauflauf: 450 Gramm in Scheiben geschnittenes Weiß- oder Helles Schwarzbrot (Reste dazu verwenden!) befeuchtet man mit gesüßter Milch ober auch Fruchtsaft, gibt einige Tropfen Rum daran und läßt es eine Weile stehen. Dann legt man eine gefettete Backschüssel mit Brot aus, gibt darauf eine Lage dicke Marmelade, am besten gemischte — man kann sie auch mit etwas Wein anrühren — streut gehackte Nüsse ober Rosinen bazwischen, gibt mieber eine Lage Brot unb verfährt so weiter, bis bie Form gefüllt ist. Die letzte Lage muß Brot sein. Dann verrührt man 1 bis zwei Eier mit wenig Milch unb Zucker, gibt ein wenig Nelkenpulver unb Zimt baran, gießt dies über bas Eingefüllte unb bäckt alles bei guter Hitze im Rohre etwa 30 Minuten. Gefüllte Klößchen: Don 250 Gramm pas- siertem Topfen mit gleichviel gekochten, geriebenen Kartoffeln unb so viel als nötig Mehl, ober auch nur Mehl, 1 bis 2 Eiern, Salz, Zucker nach Bebarf, bereitet man einen festen, gut formbaren Teig. Daraus macht man eigroße Klößchen, füllt in jebes einen Löffel biete Marmelabe, breht bie Klößchen bann in feine Brösel unb bäckt sie in gefetteter Backschüssel im Rohre, wobei man sie öfters um- schüttelt, bamit sie auf jeber Seite etwas Farbe bekommen. Sie werben mit Zucker und Zimt oeftreut angerichet. Man kann auch noch Kompott oder eine Fruchtsoße dazu geben. erem iiiaol . Das Beste für die heiße Jahreszeit sind Stepp- lrcken zum Zudecken. Im Sommer genügen Saum- ] ülKUK uv.» --- — ---. j .. . dolldecken. Man wird aber praktisch diese 'ommer- schwinden bei dieser Behandlung. Weiße Wen 1 nö >che Umstellung dazu benutzen, sich möglichst weit- jm ganzen oft noch frisch, nur em ""Zitzer sles <-henb von dem ungesunden Federbett zu enfrpoh-, trübt ihr Aussehen. Durch em eichtes Reiben mit sn. Man kaust sich besser eine gleichwollene Schlaf- Sandpapier kann man ihn meist entfernen Hat es «cke, bie auch für ben Winter ausreicht. Es gibt «der gar auf hellfarbigen Schuhen, Handschuhen iht r.r. . . « «(m oinorr p t f t \ P rf OeoebeN. IH MNN I f Jtan unterscheidet zweitens Ehescheidungsgrunde one Verschulden eines Ehegatten. Außer Scheidung wegen Geisteskrankheit sind diese 0-inbe neu. Zunächst wird die Scheidung wegen ® steskrankheit jetzt auch möglich sein, wenn bie E: rankung noch nicht brei Jahre besteht, sie kann )<; ntragt werben, fobalb bie Geisteskrankheit auf- cerreten ist. Auch kann bie Scheibung z. B. bet onteefenben ober etelerregenben schweren Erkran- tur gen verlangt werben, die wie die Geisteskrankheit tire wirkliche Gemeinschaft der Ehegatten aus» Meßen. Neu ist es, daß künftig die Scheidung auch Wglich ist, wenn die Ehe durch das Verhalten eines kiögatten zerrüttet ist, ohne daß er hierfür im nor- m:1en Sinne verantwortlich gemacht werden kann. L>nn ein Ehegatte dem anderen infolge seiner front» brten Veranlagung z. B. wegen Hysterie oder eines luftigen pathologischen Zustandes das Leben zur h lle macht, so tann dieser die Scheidung verlan- jin, obwohl von einem Verschulden nicht bie Rebe ' |di tann. Auch vorzeitige Unfruchtbarteit des einen Quegatten ist jetzt Scheidungsgrund. Unfruchlbar- (j ist insbesondere dann fein Scheidungsgrund. irnn aus der Ehe bereits eLbaesunbe Nachfommen \ rnorgegangen finb ober bie Ehegatten ein gemein- chastliches angenommenes Kinb haben. Der wich- * Fortschritt, ben bas Gesetz bezüglich der Ehe- (Deibunq bringt, ist bie Einführuno bes fogenannten .Zerrüttungsgrunbsatzes". Mit Rücksicht auf völlig zrstörte Ehen, in denen die Ebeaatten häufig jahre- Ing ohne Aussicht auf eine Wiedervereinigung ge» h nnt voneinander leben unb die aus fernem Der bireits erwähnten Grünbe geschieben werden kon- nn, ist vorgesehen, daß jeder Ebeaatte die Sch"i- ■ bina verlangen fann, wenn bie häusliche Gem-un- »aft mit be'm anberen seit brei Jahren aufaehoben [in Die Aenberung gegenüber bem bisherigen sü'chtszustanb besteht barin, baß nicht mehr nnbe» hingt einem Ehegatten ein Verschulden an der ehe- üt>en Zerrüttung nachgewiesen werden muß em | B weis, der in zahllosen Fällen einfach nicht zu sein; langes Liegen im Wasser laugt die besten Stoffe aus. Zugefetzt wird es am besten in fachendem Wasser, bann aber muß bie Flamme klein- leschraubt werben, damit es nicht überfocht unb so oer Gefchmacksstoffe beraubt wirb. Das Salz füge man erst etwa fünf Minuten vor bem Garwerben bei. Kocht bas Salz länger mit, gibt es bem Gemüse eine gewisse Härte. Welf geworbene Rabie s ch e n werben roieber frisch, wenn man sie einige Zeit in faltes Natronwasser legt. Abgeschnittene grüne Petersilie wasche man mit warmem, statt mit foltern Wasser; sie behält so ein ftärteres Aroma. Sie läßt sich auch längere Zeit gut frisch halten, wenn man sie fein gehockt in einem zugebeckten irbenen Töpfchen aufbewahrt. Fleisch, bas einen unangenehmen Geruch angenommen hat, ohne jeboch verborben zu sein, wasche man in foltern Wasser, bas man burch einige Körnchen übermanganfoures Kali rosa gefärbt hat. Nachspülen! Seefische verlieren ihren Meer- wassergeruch, wenn man sie noch bem Ausnehmen ■ Waschen mit etwas Essig bespritzt unb mit Salz Wten bie Gefahr des Erfüllens im Sommer viel, Wiestn mmme Bibern sieht sie weniger ™&er, weil man leicht darunter schwitzt und sich, 2£berl e5 gibt fIeine Praktiken, bas beschabigte Schlaf abbeckt. ../Stück roieber inftanb zu setzen. Aus bunten Klei- Auch fiebernbe Kranke dürfen im Sommer nicht bern fann man solche Flecke oft durch Auswaschen mter Federbetten liegen. Die Ansicht, daß man ne lauwarmem Seifenwasser herausbekommen; c-ich im Sommer besonders warm einpacken muffe, au(b schwaches Salmiakwasser ober Spiritus sind 2 irrig. Vielmehr fann übermäßige Bettwarme Felser; vor all:..; aber Rotzes Unbehagen verschaffen unb, wenn bas ^erz roirb ber Fleck mit einer schwachen Lösung biefes tes Kranken schwach ist, oft sogar sehr schaden. betupft unb später mit lauem Wasser aus- muß bann auch bas Federfopffissen gegen ein --en> Z**”' «oßhaar- ober Seegraskissen vertauschen, Die fid) ben durch Kochen in Seifenlauge. Grasflecke in ........ " *" weißen Leinenschuhen beseitigt man, indem man I bie Schuhe mit heißem Salmiakwasser grünblich an- ivN. , Klem-Lmden Salb) am 1. 8. Sofier mit Derlzeug stehengebüAen. EüiitteRmgaoe ^geg. Belohnung. Uss« iwSS strugw. teunbe guter ben fann, schlagen wir heute vor. Das besonbers einfache Kleib linfs mit bem Bubikragen unb ben halblangen Aermeln hat einen M i e b e r r 0 cf, ber in vier etwas glockigen Bahnen geschnitten ist. Die Bluse wirb am Halse wie der Rock in der Taille durch Heine Perlmulter- fnöpse geschlossen, ein schmaler Gürtel (eben- Mk 0.45 Mtr. Mk. v 1Ik 0.M Mtr. Mk' v **°! _ 0.95 120 Die heißen Tage werden unerträglich, wenn man cid) bes Ngchts vor Hitze nicht schlafen kann. Es erbt immer noch viele Menschen, bie auch bann von titn dicken Federbetten nicht lassen, bie lieber unter Kopfschmerzen unb Schlaflosigkeit, manchmal/ogar .ebetfein leiben, als sich von ben gewohnten ^eder- wrgen zu trennen —, meist aus Furcht, sie konn- s-n eine Umstellung nicht vertragen. In Wirklich- $it ist aber qerabe beim Schlafen unter Feber- Die Hausfrau und das neue Eherecht. las Deutsche Frauenroerf, Gaustelle I k-ien-Nassau, Abteilung Volkswirtschaft-Haus- i Schaft, Frankfurt a. M., schreibt: rauch ihr bestechenbes Aussehen verloren haben sie m einer Wch-^uge von ( \ ug(munb Ab- und Waschen mit etwas Essig bespritzt und mit Salz L »eil außerbem bas Reinigen bunter Stepp- 5 reibt) 3n Spül- bestreut. Harten Käse hält man auch- an heißen «tfen (man fann es gewöhnlich nicht selbst machen) sengroß Soba burchfnetet ch re- bt). v durch Umwickeln mit einem m Essig- ^lich kostspielig ift9 Die unbezogenen Decken ba- wasser mit etwas mehr Salmmk ausfpu , roa fer angefeuchteten Tuch. D. S. *w - «■ — man sie gut selbst waschen. Alle biese naturfarbenen Trikotbecken mit einer Füllung aus reiner Schafwolle, aus Reißwolle ober Watte werben zum Reinigen in enthärtetem Wasser eingeweicht. Am nächsten Morgen erneuert man bas Weichwasser, das jetzt aus einer milben Sel- senlösung mit etwas Salmiakgeist besteht. Noch einigen Stunben beginnt bann bas eigentliche Waschen mit Seifenflocken unb Salmiakgeist. Die Decken werben in dieser Lösung gut gedrückt, be- r.vr ..—, --------mn roegt, aber nicht gerieben. Nach mehrmaligem Spu-1 einander gelegt und zusammengesteppl^ werben wo^. len werben bie Decken in saugfähige Tücher gerollt bei immer im Adstanb von etwa fünf ^^meter ober über mit sauberen Tüchern' bebeckte Leitern burchgesteppt wirb. Diese De^m die zum Gebrauch veleat bamit von ollen Seiten Luft herankommt. auch noch in einen Bezug gesteckt werben, sind sehr Äis^z'um enbgüHigen Trocknen müssen bie Decken luftburchlässig, halten aber trotzbem im Sommer ® Ehe s°ll ein Wesw«,^» 3 8 £nbet und gerabe gezogen wer- genügend warm. L B‘ Äi4iÄb !d°n. bamit bie 3ü(Iung wieder ioefer wird, -er ?er Grundsatz der Tr euep flicht wirkt sich auii auf bie Bestimmungen bes Ehescheibungsrechts J Ab 1. August 1938 gelten folgende Schei- dmgs gründe, unb zwar einheitlich für bas aoue Gebiet bes Großbeutschen Reiches: Zunächst merscheibel man Scheibungsgründe aus Beschul- xtcdq !°Lde^fN°rE7"b?7ch^^ VORSCHLÄGE UNSERES MODEZEICHNERS ^.Weiterhin kommen in Betracht sonstige schwere §»verfehlungen ober ehrloses ober unsittlichss Berten eines Ehegatten, wenn baburch bie Ehe zer- ntet worben ist. Auch biese Bestimmung ist nicht m unb entspricht ber früheren Bestimmung bes $ü68 unferes Bürgerlichen Gesetzbuches. Dazu tritt L neuer Scheibungsgrunb bie Verweigerung 1 r Fortpflanzung burch einen Ehegatten. H Scheidung ist dann möglich, wenn sich der eine (hatte ohne triftigen Grund beharrlich weigert, Nchkommenfchaft zu erzeugen ober zu empfangen Er wenn er rechtswibrig Mittel zur Derhinberung ■Bc Geburt anwenbet ober anroenben läßt. unseres Gummibedarfs unter eigener Flagge ... Großbritannien kontrolliert mehr als 77 o. 5). des Dem Abzugsschach entronnen. 6 6 3 3 2 2 einen Gutes Zusammenspiel. der mir 3 Schach-Ecke Bearbeitet von K. Helling Es stellte sich heraus^ daß nicht nur das Vorhandensein geeigneter Böden in günstiger Verkehrslage, sondern vor allem ein unbegrenztes Angebot biuiger und williger massenhafter Arbeitskräfte die plantagenmäßige Erzeugung von Kautschuk im mittleren Osten begünstigte. Das brachte es mit sich, daß mit der schwunghaften Entfaltung japanischer Macht im westlichen Pazifik der Gummiversorgung Amerikas und Europas überhaupt eine Gefahr erwuchs, die den britisch-amerikanischen Gegensatz mehr und mehr in den Hintergrund drängte. Firestone hatte seinen ursprünglichen Plan, auf den Philippinen Gummibäume zu pflanzen, wofür an und für sich alle Voraussetzungen gegeben waren, gerade deswegen aufgeben müssen, weil die politischen Spannungen im Pazifik entsprechende Kapitalanlagen großen Stils nicht geraten erscheinen ließen, solange die Washingtoner Regierung die Neigung bekundete, sich von ihren vorgeschobensten Machtstellungen in der fernöstlichen Gefahrenzone zurückzuziehen. Andererseits sorgte die wachsende Abhängigkeit Englands von der Freundschaft Amerikas nunmehr von selbst dafür, daß es den Bogen seiner Gummi- Monopolpolitik nicht Überspannen konnte. Der Gummikrieg wurde auf der anderen Seite des Atlantik abgeblasen. tors hätte sich zu einer Lebensfrage für jedes empor- strebende industrialisierte Land entwickelt müssen, wenn nicht, wie in anderen Fällen, die deutsche Wissenschaft beizeiten die erlösende Formel für die Befreiung von dieser Standortgebundenheit gefunden hätte. Darin beruht die ungeheure, bisher viel zu wenig beachtete wehrpolitische Bedeutung des Kunststoffes „Buna" nicht nur für Deutschland, sondern für alle rohstoff- ll r m e n Länder; liegt es doch auf der Hand, daß ein Land um so leichter von Kautschukverfor- gungsstellen abgesperrt werden kann, je weniger es an der Kontrolle über andere wichtige Rohstoffe beteiligt ist. In langjähriger mühseliger Forschungsarbeit gelang es der I. G. Farbenindustrie, das in seinen Anfangsstadien schon vor dem Kriege entwickelte Verfahren zur Gewinnung von „künstlichem" Kautschuk so zu vervollkommnen, daß heute aus Kohle und Kalk unbegrenzte Mengen eines dem Naturkautschuk sogar überlegenen Materials gewonnen werden können. Es handelt sich keineswegs um einen „Ersatz" im üblichen Sinne, sondern erstens um die chemische Wiederholung desselben Vorganges, aus dem die Natur im Gummibaum Kautschuk-Moleküle hervorgehen läßt, und zweitens um eine solche Lenkung und Abwandlung dieses Vorganges, daß verschiedene Sorten von Kunststoffen entstehen, die gerade diejenigen Eigenschaften in höchstem Grade aufweisen, die bestimmten Zwecken liebevollen Wlick auf Egon, der ihr glücklicherweise den Rücken zudrehte. Zu allem Ueberfluß ergriff der Treulose nun auch noch ihre Partei, und — während ich wie ein Berserker rudernd dem Strande zustrebte— schimpften sie gemeinsam über mich. „Na wartet!" dachte ich und ruderte stillschweigend. Schon lag der Steg beinahe in Greifnähe, da geschah es. Ein heftiger Windstoß brachte prasselnden Regen. 2m Nu war die Hanniballe voll Wasser. Renate und das Kielschwein strampel- zum Beispiel liefert, wie die praktische (Erprobung bei der Wehrmacht ergab, einen Reifen, bei bent die Abreibefestigkeit durchschnittlich um 30 v.h höher ist als beim Reifen aus Naturkautschuk. Wie die synthetische Herstellung von Werkstoffe, überhaupt, so ist das Verfahren zur (Beroinnun-t von „Buna" ebenso friedenfördernd wie viele Natur ftoffe, im besonderen Natur-Kautschuk, friebenge- fährdend. Es wäre lächerlich, behaupten zu wvllml daß sich aus dem deutschen Verfahren zur Gewi«, nung von wasch-, licht- und wetterechten Teerfard stoffen oder aus dem,ebenfalls deutschen Kunstgnsi Stickstoff aus der Luft zu gewinnen oder aus andren epochemachenden Leistungen der deutschen chv mischen Wissenschaft und Industrie polittsche Span, nungen von der Art des Kampfes um Petroleum^ quellen oder Kautschuk-Plantagen hätten entwickele können. Kunststoffe sind Bahnbrecher dauerhafter Weltfriedens, in jedem Einzelfalle als solche um ft wirksamer, je mehr sie rohstoffarme Länder instand, setzen, einem von den Herren natürlicher Rohstoff Monopole über sie verhängten Belagerungszustanl zu trotzen. flasche mit dem Kaffee. Ruhmbedeckt kehrten wir ins Bootshaus zurück. Und tränten Grog in der Die abgebildete Stellung kam vor in einer freien Partie zwischen W. Hafemann (Weiß) und N. N. (Schwarz). Weiß hat einen ^urm und einen Läufer weniger, aber die schwarzen Figuren sind teils unentwickelt, teils vom Königsflügel getrennt, während die Gefährliche Namen. Dor einigen Wochen ist der bekannte Berlirei Professor der Rechte Geheimer Iustizrat Dr. Ruivft Stammler im Atter von 82 Jahren gestört» Aus diesem Anlaß berichtet die „Deutsche Zukunft' folgende kleine Anekdote. Der Jurist Meister n« gestorben. Bei der Beerdigung gab ber Geistlihc noch einmal einen Ueberblick über sein Geben uni pries seine Fähigkeiten. Und als er mit eroberet Stimme ausrief: „Wahrlich, der Entschlafene M Und über ihm - langen, noch Pe. mi im August 1 Lippen mit der 2 schießen, und ch. Gerade als Sirius und Dian ü Briefträger uni für Rehkeule k tck mar die Hilal , --3 kam mir | E; hatte unt iahen muh "h, sah ich, ® Wonnen fy gefülltem M Wie rief: „M M „Wie die $ .* ®« nämiich W er ber ,$ei chor mit. Eines Tages geschah es, daß er während Predigt einfchlummerte. Sein Nachbar sah es uni versetzte ihm einen Rippenstoß. Unsanft aus seinen Träumen geweckt, ließ Stimmgewaltige nicht den Choral erschallen, fo bem bröhnte in die Kirche hinein: „Einsteigen n*i Oos, Baden, Rastatt, Heidelberg, Mannheim!" seinem Namen alle Ehre gemacht: er war e । Meister!", wandte sich Joseph Kohler an dolf Stammler, der neben ihm stand, und V® u._: „Na, den Pfarrer nehmen w j b e i d e uns" besser nicht bei unserer Beerdigung M hängt an mein' An zuru Heundes verdau Siu schießen, £ L zu Gesallen g tmb hatte, als jtabenb in hm -nhochwalb nah «n ber Weibgeh A verlockender He das „piu" ft!;. Und die S stachen. Und do halbes bas Angstg jllte, daß hier eil pebrungen sei und itr Pistole geschos daraus zu antworte verstohlener Blick o dreißig Mnuien \ was ist das? Dor 1 es da heran, rot man möchte mein hing aus. Schon 1 einen 6iijrilt, dan /rriß das Herz Zwei Welten. Don Joseph Baur. Die Welt eines amerikanischen Dollarkönigs und die eines empfindsamen deutschen Dichters aus ber Zeit ber Romantik sinb gewiß himmelweit oon- einanber entfernt. Unb boch können auch biese Ge- genftänbe sich berühren — was bie folgende Anekdote beweisen mag. Der weltbekannte Milliardär I. D. Rockefeller, der beinahe hundert Jahre alt geworden wäre, lebte in feinen letzten Tagen nach einem weise geregelten Tagesplan. Besonders bemerkenswert daran war, daß sich der harte, nüchterne Geschäftsmann regelmäßig vor dem Schlafengehen einige lyrische Gedichte vorlesen ließ. Er verfolgte damit bewußt den gesundheitlichen Zweck einer heilsamen seelischen Entspannung, uno er nahm diesen letzten Punkt seiner Tagesordnung durchaus wichtig. Der sonst so Sparsame bezahlte dafür sogar eine besondere Kraft. Miß Frey, einer gebürtigen Deutschen, war die Ausgabe zugefallen, die Gedichte für „John D." zu sprechen« dienen, der Naturkautschuk aber nicht ober nur in unzureichendem Maße besitzt. Schon der Naturkautschuk konnte ja nur mit Hilfe ber modernen Chemie in einen für die moderne Technik geeigneten Rohstoff verwandelt werden. Erst burch „Vulkanisation" hört Naturkautschuk auf, schon bei geringer Kälte hart, bei mäßiger Erwärmung fiebrig zu werden. Bei Gewinnung des synthetischen Kautschuks macht sich bie chemische Industrie unabhängig von einem Ausgangsmaterial, bas nur in bestimmten, eng begrenzten Gegenben unter befonberen politischen Bebingungen und in einem Klima, das für weiße Menschen kaum erträglich ist, gewonnen werden kann. Aus Grund der in langwierigen Versuchen gemachten Erfahrungen läßt sich dabei heute durchweg ein Weichgummi gewinnen, das Naturgummi an Alterungsbeständigkeit, Abreibefestigkeit, Wärmebeständiakeit unb in noch manch anderen Beziehungen überlegen ist. Dabei läßt sich die Methode der Gewinnung so ab- wandeln, daß verschiedene Sorten daraus heroor- gehen, je nach der besonderen Beanspruchung, denen bestimmte Eigenschaften genügen sollen. Buna N Weltertrages... Eine Steigerung um 1 v. H. des Preises für Rohgummi kostet Die amerikanischen Verbraucher 8 bis 9 Millionen Dollar jährlich..." Firestone bereiste Mittelamerika und die Philippinen, um zu untersuchen, ob sich hier oder dort unter günstigen Bedingungen Gummiplantagen anlegen ließen. Schließlich erwarb er 400 000 Hektar in Liberia und begann bprt Gummibäume bra- ilianischer Herkunft anzupflanzen. Ford erwarb eine große Konzession für denselben Zweck a m Tapajoz, einem rechten Nebenfluß des Amazonas, in Brasilien. Beide lyaben jedoch an der Abhängigkeit der Union von der Versorgung durch die Plantagen im mittleren Osten so gut wie nichts ändern können. ten. Da schlug sie um. Wir sahen im Wasser. Kissen und Ruder, Rollsitz und Thermosflasche schwammen um uns herum. Kalt war es nicht und tief auch nicht, aber reichlich naß von unten und von oben, denn das Gewitter entlud sich nun direkt über unseren Häuptern. Wir sammelten auf, was wir erhaschen konnten, ich zog die beleidigte Hanniballe am Kiel hinter mir her, Egon trua bie Ruder, Renate bie Thermosflasche mit bem Kaffee. Ruhmbedeckt kehrten wir wenbbar. 1 Bis zur Jahrhundertwenbe kam fast aller Roh- kautschuk, ber auf bem Weltmarkt gehanbelt wurde, - aus Brasilien. Dann begannen die auf Ceylon und in Malaya von den Engländern mit „gestohlenem" Gummisamen entwickelten Plantagen sich bezahlt zu machen. Dennoch konnte noch 1913, also unmittelbar vor Kriegsbeginn, der brasilianische Wildkautschuk dem britisch- ui\b nieder- ländisch-indischen Plantagenkautschuk auf dem Weltmärkte das Gleichgewicht halten. Die Kriegswirtschaft legte ihr Gewicht zugunsten des Plantagen- kautschuk in die Waagschale. Die Erzeugung in Britisch- und Niederländisch-Jndien verdoppette sich in einem Jahre, diejenige des Amazonasgebiets sank gleichzeitig um die Hälfte, ohne sich von diesem Sturz zu erholen. Kurz nach Kriegsende hatte sich ber Weltbebarf verfünffacht unb mürbe bis auf 1 o. H. von ben Plantagen bes mittleren Ostens geberft. Hätte Brasilien burch rechtzeitigen Uebergang zur planmäßigen Erzeugung fein Wettmonopol behaupten können, so wäre bieses prakttsch ein solches des nordamerikanischen Finanzkapitals geworden. Die plötzliche Verlagerung des Schwerpunktes ber Welterzeugung nach bem mittleren Osten brachte es mit sich, baß bie nordamerikanische Union wahrend bes Krieges kaum ein Pfunb Kautschuk ohne schriftliche Genehmigung ber britischen Regierung einführen konnte. Daraus ergab sich nach Friedensschluß für England die Möglichkeit, seine Kriegsschuld gegenüber der Union großenteils auf amerikanische Gummiverbraucher abzuwälzen, indem ein britisch-holländischer Erzeugerring durch ein von der Londoner Regierung nachdrücklich gefördertes „Restriktionsverfahren" ben sogenannten „Stephenson- Plan", die Preise künstlich hochschraubte. Die nordamerikanische Union, die sich bald rühmen konnte, 85 v. H. der Automobile der Wett zu besitzen und drei Viertel der gesamten Gummierzeugung auf der Erde zu verbrauchen, vier Fünftel davon für Reifen, sah ihr gesamtes Wirtschaftsleben in eine verhängnisvolle Abhängigkeit von einem britischen Handelsmonopol geraten, Ford, der Autokönia, und Firestone, der Hauptreifen- fabritant, stachelten den Präsidenten Harding und später Hoover dazu an, gegen den britisch-holländischen Händlerring einen „® ummitri eg" zu führen, bei dem man einerseits die Auswirkungen des Monopols durch ökonomischen Verbrauch und Vergeltungsmaßnahmen abzuschwächen, und andererseits weitgesteckte Ziele für eine Erzeugung in eigener Regie zu verfolgen suchte. Firestone schilderte in einem Buche die allmählich entstandene Situation wie folgt: „Personenwagen und Lastkraftwagen veränderten die Grundlagen jeder Geschäftsart in diesem Lande. Man nehme unsere Kraftwagen fort, und ich weiß nicht, was geschehen würde. Wir könnten uns schneller davon erholen, wenn New City unb alle großen Stäbte an ber atlantischen Küste in bie Luft gesprengt würben, als vom Verluste bes Gummis. Dieser Stoff ist nicht so wichtig für anbere Nationen; benn bas Leben keiner anberen Nation ist so abhängig von Automobilen wie bas unsrige. Wir erzeugen nur einen kleinen Bruchteil von 1 v. H- Gummi-Krieg und Buna-Iriede. Don Otto Eorbach. Der große Krieg, bei bem 08.-Amerika auf feiten Englands unb seiner Verbünbeten ben Ausschlag gab, weil es bie Welt für eine in Dollar unb Pfund ausbrücfbare Demokratie „sicher machen" wollte, hinterließ auf ber anderen Seite bes großen Teiches ben bitteren Nachgeschmack, baß man inzwischen unversehens in eine verhängnisvolle Abhängigkeit von einem britischen „Gummi- Monopol" hineingeschlibdert war. Die Kriegskonjunktur hatte in Der Union im befonberen zwei große Jnbustrien zu voller Entfaltung gebracht: die Autoindustrie und die Reifenindustrie. Autos ohne Reifen sind nutzlos. Der Rohstoff für Reifen ist Kautschuk. Kautschuk, von den Indianern schon vor der Entdeckung Amerikas jahrhundertelang zur Herstellung allerhand nützlicher Dinge, wie Bälle, Schuhe, Kleidet, verwendet, wurde erst um 1840 durch Vulkanisation, Verbindung mit Schwefel bei starker Erhitzung, für bie moderne Technik ver- tÄtSlh N Wenn nun schon bie angelsächsischen Mächte ihre vereinigte weltpolitische Spannkraft aufbieten mußten, um ber Gefahr einer japanischen Kontrolle über asiatische Erzeugungsstätten für Kautschuk unb beren Versorgung mit billigen Arbeitskräften die Stirn zu bieten, so mußte bie Kautschukversorgung erst recht für Länder zu einem brennenden Problem werben, bie an ber Kontrolle über tropische Gummi- wälber überhaupt keinen Anteil hatten. Gummibäume wachsen unb gedeihen nurintropischen Tiefländern, unb auch da im allgemeinen nur in großer Nähe des Aequators. Eine solche enge Begrenzung der Bezugsquellen macht biefen Rohstoff noch viel geeigneter als Petroleum, immer neue und größere Kriegsgefahren heraufzubeschwören. Der Kampf um bie Herrschaft über schmalen Gürtel zu beiben Seiten bes Aequa- ätte sich zu einer Lebensfrage für jebes empor Lösung der Schachaufgabe „CEin Blitz aus heilerem Himmel". Weiß (Jaxtheirner): Kgl, Db3, Tcl, Tbl, Lb!, Lf4, Se5, Ba2, b2, b4, f2, g2, H3 (13). Schway (Stöber): Kg8, Db6, Tc8, Te8, ßb5, Lf6, Sf8, Bak^ b5, e6, f7, g7, H6 (13). Weiß gewinnt. 1. Seö—d7! (Damit soll ber Sf8 von bem Schuj i des Feldes H7 weggelenkt werden. — Schlecht wär, dagegen der vorher eingeschaltete Turmtausch, bi nach 1. TclXc8 Te8Xc8. 2. Se5—d7, Db6-w ber Lf6 noch einmal von ber Dame gebetft ist.) 1.... Sf8Xb7. (Zieht die schwarze Dame nach b8, \ erfolgt Turmtausch und Sd7Xf6ft-, auf anbm Damenzüge schlägt der weiße Springer sofort ns f6.) 2. TclXc8, Te8Xc8. 3. Dd3-H7ft-, Kg8-ft 4. DH7—H8ft-, Kf8—e7. 5. DH8Xc8 ... Der Qual- tätsgewinn ist in dieser Stellung entscheidend, ta Weiß außerdem Lf4—c7 droht. Lösung der Schachaufgabe „Unglückliche königsslellimg'. E. H o l m. Weiß: Ke5, Tg3, Bf2, H6 (4). Schwan: KH4, Tc8, Bc4, f7 (4). — Weiß gewinnt. 1. H6—H7 (droht Tg8). 1.....Tc8—H8 (ober 1. Ic5+. 2. Kf4, TH5. 3. Tgl usw., bzw. 1. ..., f6- 2. Kf6, TH8. 3. Kg7 usw.). 2. Tg3—g8! TH8XH!. 3. Tg8—gl, TH7—H6 (TH54-. 4. Kf4). 4. Ke5-^ unb Weiß gewinnt, da Schwarz wegen der Drofjurj Thl matt seinen Turm verliert. Ueberraschend iß daß ber H-Bauer geopfert werben muß, um ben Sih zu erzwingen. Oie Narrenkappe. Macht der Gewohnheit. In dem kleinen badischen Ort Appenweier le6tt vor Jahren ein Bahnhofsportier, dessen gewalchc Stimme in weitem Umkreis berühmt war. Zugleich wirkte dieser Mann als Bassist im Kirchen- N A in linsen 3o Arif,gn uni .^?,oyreuther ft t*5 im 3nf|r vc k1 ^enn bie Ä habe, ■-<- öie von :<7S Musik Ä, aus b( KnmbBeLl Änftmer ÄS Urx ß-K S'ii" bl«tn K'Ld.« H Liters Äj Halle, einen nach dem artbern ... Am letzten Samstaa habe ich Renate wieder angerufen, ob sie mit aufs Wasser will. „Nein, danke", sagte sie am Telephon, „ich mache mit Egon eine Autofahrt!" zentimetergenaue Regelung verlangte. Der Start war eine Katastrophe. Die Leute standen da und lachten. Renate stieg nämlich zuerst ein, unb als sie drin war, plätscherte die Hanniballe lustig durch einen kleinen Windstoß mit ihr davon, well Egon das Seil losgelassen hatte. Ich stand da und hiett die Ruder in der Hand. Renate schrie, ich krempelte meine Trainingshosen auf und plantschte in bem seichten Wasser hinterher, um sie roieber an den Steg zu hieven. Dann verstaute Egon sich als Kielschwein. Er schimpfte und brummte dabei, denn Holz und Schienbein gerieten mehrmals in heftige Berührung. Endlich saß er. Nun schlüpfte ich auf meinen Rollsitz und wollte mich in die Riemen legen. Wollte... aber die Ruder lagen in freundlicher Ruhe auf dem Steg. „Egon, du mußt an Land steuern!" rief ich verzweifelt. ,Kunststück, wenn wir nicht vorwärts- kommen", antwortete er. Renate lachte, daß ihr die Tränen, herunterliefen. Ich fühlte mich verflicht, „blöde Gans" zu flüstern, unterließ es aber in Hinblick auf die Platzverhältnisie unb beschloß, alle Diskussionen bis zur ßanbung aufzusparen. Ein fteunblich grinfenber Mann reichte uns enb- lich die Ruder zu, und nachdem ich sie unter heftigen Schaukelbewegungen in den Auslegern befestigt hatte, kamen wir aus dem unmittelbaren Bereich der erheiterten Zuschauer. Ich schwitzte vor Aufregung. Am Horizont ballten sich dunkle Wolken zusammen. Kaum hatten wir bie Mitte des Sees erreicht, merkte ich, bah was Boot überbelastet war. „Wieviel wiegst du eigentlich, Egon?" rief ich dem Kielschwein zu. „Auf keinen Fall mehr als du", gab er zurück. Das Boot schwankte gefährlich, als er ben Kopf brehte. „Das ist eben zuviel für die Hanniballe ..." — „Wir kehren um", bestimmte Renate, „es kommt ein Gewitter." Sie hatte recht, benn die dunklen Wolken kamen beträchttich näher. Schon kräuselten sich bie Wellen mit kleinen Schaumkämmen unb schlugen roarnenb gegen die Planken. Ich ruderte und rollte wie irrsinnig, aber sehr schnell kamen wir nicht vom Fleck. Zu allem liebel verhedderte sich die Steuerleine mit Renatens Fuß. „Ich hab's ja gleich gesagt!" meinte sie wütend. Wir mußten das Steuer aushaken. Huiii — fegte der Wind über ben See. Schwapp — kam eine Welle über Borb unb auf Renatens Stranbhose. „Well wir eben zu tief im Wasser liegen", jchimpfte sie unb warf einen nicht gerade Die abgebilbete Stellung kam vor in einer Partie zwischen Keres (Weiß) unb bem bisher noch nicht sehr bekannten jugenblichen Finnen K a i l a (Schwarz) bei der baltischen Studenten-Schach-Olyrn- piabe zu Dorpat. Schwarz ist am Zuge. Weiß hat zuletzt mit bem Springer auf f7 geschlagen unb broht nun allerlei gefährliche Abzugsschachs. Dem Führer ber schwarzen Steine gelang es jeboch, burch ein- hübsche Zugfolge ben weißen Angriff abzuschlagen unb entscheibenbes Materialübergewicht zu behalten. Wie setzt Schwarz fort? wickelt, teils vom Königsflügel getrennt, wahrenb bie dolf Stamm weißen Kräfte sinnvoll zufammenwirken. Wie fetzt fierte ihm zu: Weiß am stärksten fort?__'b - -h- hf Das war aber — wie Miß Frey, die heute «li Sprecherin bei Filmsynchronisierungen tätig ist, betont — nicht so ganz einfach. Nicht nur, daß ! Gebichte aus allen ßiteraturen ber Welt in guter klaren Englisch unaufbringlich zum Dortrag bring?' mußte: sie hatte auch bie Qual ber Wahl. John i wünschte nur Freubiges und Erhebendes zu fyöritr chwermütige ober auch zu tiefsinnige GedicD mußten peinlichst nermieben werden — bas »f langte nebenbei auch ber Hausarzt. Eine reine beslyrik kam nicht in Betracht. John D. mar fr* ftanbe, etwa unruhigen Schlaf auf ein von M Frey schlecht gewähltes Gebicht zurückzuführen. 2« Dame hatte also ihre Sorgen. Mit bem amerikanischen Dichter Walt WhitsE konnte sie sich gut helfen; seine urwüchsigen ; hörte Rockefeller gern. Auch bie ßyrik des aM Chinesen ßitaipe gefiel ihm gut. Don den deutsch- erwies sich vor allem Goethe als verwendbar.-.^ nau allerdings, mit feinen melancholischen Baltas wäre Gift für John D. gewesen. Aber auch bei r'-1 derlin. Miß Freys ßieblingsdichter, fand sie 5 ihrem ßeidwesen kaum Geeignetes. Schließlich sie doch einmal, jene reifen, abgeklärten Stropw* oorzulesen, die Hölderlin kurz vor seiner Umn tung geschrieben hat: ,Lu wissen wenig, aber der Freude viel ist Sterblichen gegeben. Warum, o schöne Sonne, genügt mir nickt, du Blüte meiner Blüten, am Maitag dich zu nennen? Weiß ich Höhers denn? O daß ich lieber wäre wie Kinder sind! Daß ich, wie Nachtigallen, ein sorglos von meiner Wonne sänge!" j John D. hörte mit unbewegtem Gesicht zu schien zufrieden. Ja, ausnahmsweise fragte er Itrfl» nach dem Schöpfer des Gedichtes. Miß Frey } richtete darüber kurz. Das tragische L Dichters verschwieg sie wohlweislich. Befriedigt - gab sich John D. zur Ruhe. Aber nach etwa eir halben Stunde ließ er die erschrockene Miß mie. rufen. Er wollte bas Gedicht noch einmal Öd» Ein wenig bang kam Miß Frey seinem nach. John D. lauschte nachdenklich. Dann wuni^ er zum zweitenmal freundlich gute Nacht. Man weiß nicht, wie John D. in dieser Nachi ^ schlafen hat. Tags darauf mar er jedenfalls tn Verfassung. Er stiftete an diesem Tag eine CT Summe zur Errichtung eines Kinderheims Philadelphia. Fräulein Frey Zweifelt nicht dar» daß dies nur auf das Hölderlinsche Gedicht za^ zuführen war. te”! M Obsten, lnft .Lir 2reh nach. «Än ' m Flieders, d §des o Lock 4' X Iickunc Ä Tsenn » K S-h«" , 8ii «9le i"»:* D die aus der 1 Das Kielschwein. Eine lustige Äootsgeschichie von E. Triggert Nur der allerblutigste Laie kann bei diesem Wort erschrecken und sich in feiner Wohlanständigkeit gestört fühlen; allen Wassersporttern aber und denen, die es werden wollen, ist er geläufig und vertraut. Wir wollen ihn nichtsdestotrotz genauer erklären: Ein Kielschwein ist jegliche Person männlichen oder weiblichen Geschlechts, die in ein seiner Platzzahl nach vollbesetztes Boot miteingeschoben wird und ihren Unterkörper im Hohlraum hinter der Boots- spitze am Kiel verstauen muß, weil das in einem vollbesetzten Boot eben der einzige Platz ist, auf bem man sie unterbringen kann. Er ist nicht sehr begehrt... Arn vorletzten Samstag rief mein Freund Egon mich im Büro an. Vorauszuschicken ist, daß ich stolzer Bootsbesitzer bin, „Einer mit", wie der Fachausdruck lautet, das heißt ein schnittiges Ruderboot für zwei Personen. „Fährst du morgen raus?" fragte Egon, „unb kann ich mit?" — „Schon zu spät, mein Lieber", mußte ich bebauern, „ich habe Renate eingeladen." Egon stöhnte vor Jammer, daß bie ßeitung erzitterte. Mein Bebauern wuchs. „Meinetwegen kannst du mit als Kielschwein", lenkte ich ein. Denn Egon hat ein Kleinauto, und ich wollte ihn nicht vergrämen. Ich spürte förmlich durch den Draht, wie sein Gesicht sich aufheiterte. „Klar, mach ichl" brüllte er und hängte ein. ♦ Wir trafen uns alle am Bootshaus. Meine Freundin Renate war nicht sehr entzückt, ,daß wir zu britt starten wollten. „Das wirb boch viel zu eng", nörgelte sie, „wo lasse ich benn da meine Beine?" Die betörend schlank unb schon sind. Ich konnte chren Kummer verstehen. „Wichtiger ist eigenllich, wo ich bie meinigen lasse", bemerkte mein Freund Egon und betrachtete zweifelnd mein schnittiges Rennboot, das auf den schönen Namen Hannibal hört. Renate meinte seinerzeit, Bootsnamen müßten immer weiblich sein, aber ausnahmsweise gab sie nach, obwohl sie seit der Bootstaufe grundsätzlich nur von ber Hanniballe rebet unb bamit ihren Dickkopf beweist. Enblich waren wir über bie Platzoerteilung im klaren, was einige Zeit dauerte, da jeder eine 8 8 M 5 abedefgh 8 7 6 6 4 8 2 1 'S a b 8 7 6 5 4 2 1 3 Ä ■ || M > 5 ■ J ▲ i «k* zxXI Ä. In einem Bucyenauyolz mit einzelnen ^icyren- )|tld ößf Cj^lrtOt VjlCltßtle horsten sollte ein Dreistangenbock wechseln. Im VVW v Frühjahr war er gesehen worden und dann spurlos ianutzt, um den Bock herauszulocken aus dem $) plb oder der Dickung, nennt man diese ganze Blattjagd. Von Ernst Hölzel. ! iuch die „Blattzeit". Sie ist eine der schönsten und f aadlich interessantesten Zeiten im ganzen Iagdjahr, voran auch die um diese Zeit meist besonders blutgierigen Schnaken nichts zu ändern vermögen. Wenn der Jäger vor der Wand seines Aller- leiligsten sitzt, an der seine Böcke hängen, und seine ilugen Hinweggleiten läßt über all die Stangen, Serien und Rosen, die dem Laien höchstens wegen ihrer Verschiedenheit auffallen, dann werden die Träger dieser Gehörne wieder lebendig und erzählen hm die Geschichte von damals, als er diesen und -neu Bock jagte und schließlich auch streckte. Kurz mb einfach sind viele Geschichten, aber am spannendsten und erinnerungsreichsten sind doch meist ;erade die aus der Blattzeit. verschwunden. Die Blattzeit ging zu Ende, es war am 17. August, als ich, mehr zufällig, in jene Gegend kam. Da fiel mir die Mär vom Dreistanger ein. Wozu hat man sein Handwerkszeug in der Tasche? Rasch ist der Jagdstuhl aufgeklappt, eine Buche gibt Deckung und — alten Böcken der Blattzeit muß man etwas bieten. Schon gellt das Angstgeschrei durch den stillen Waldesdom. Da wird unter dem nächsten Fichtenhorst etwas Rotes hoch und zieht schnurstracks auf mich los. Er ist's! Rur keine Dummheit jetzt. Er sucht, findet nichts und will wieder dorchin, woher er gekommen ist, da kommt er mir breit, und im Feuer wirft es ihn Gestern um die Mittagszeit kamen — wir berichteten bereits darüber — die heimischen Teilnehmer des Kreises 8 (Lahn-Dill) in ihrem Sonderzug von Breslau zurück. Der Marsch durch die Stadt erregte freudiges Aufsehen, denn die Marschkolonne, der die Fahnen des Reichsbundes für Leibesübungen und die alten Fahnen der Vereine vorausgetra- gen wurden, bot ein buntes Bild. Reichsbund-Kreisführer Dr. Schäfer hielt eine kurze Ansprache, rief Ereignisse und Erlebnisse von Breslau noch einmal in die Erinnerung zurück, sprach davon, wie es gar nicht möglich sei, alle die ungeheuer starken Eindrücke sofort und ganz sich zu eigen zu machen, weil es ja nicht nur Sportliches und Kämpferisches zu sehen und zu erleben gegeben habe. In eindeutiger Weise sei allen bewußt geworden, daß das deutsche Volk ein Volk der Leibesübungen geworden sei und auf dem beschrittenen Wege einer lichten Zukunft entgegengehe. Diejenigen, die dabei mit dem Kranz als Sieger- auszeichnung zurückkehren konnten, dürften stolz sein auf diese Ehre. Von allen denen, die sich auszeich- Schlaf- und Ausgehröcken das berühmte blausamtne Barett und den Arbeitsrock, auch jenen seidenen Frack, den der Meister bei diesem Konzert trug. Oder man verfolgt die Manuskripte und und Erstdrucke des Dichters Wagner, der sich die Texte der Opern und Musikdramen ausnahmslos selber schrieb, zurück bis zu jenem Jugenddrama „Leubald und Adelaide", in dem sich das Shakespeare-Erlebnis des Leipziger Musikstudenten austobte und schließlich zweiundvierzig Personen als Leichen aus der Bühne versammelte. Während der rein gefühlsmäßig betrachtende Besucher durch die Stimmung der Gedenkräume angeregt wird, im Glasenapp-Zimmer die Arbeitslust des Gelehrten schwingt, im Raume Ludwig II. die fürstliche Vornehmheit des Königs empfindet, der — nach des Dichters Rat — mit dem Sänger ging, und an anderer Stelle die Schreib- und Waschtische, die Eheringe, Haare und Schreibfederi^ Wagners, seinen großen Arbeitssessel, den er sich bauen ließ, und das Sofa wiederfindet, auf dem er im Palazzo Vendramin sein Leben aushauchte, ist dem Gelehrten hier eine Forschungsstätte erschlossen, die durch Stiftungen immer weiter ausgebaut wird und heute schon neben vielen kostbaren Originalhandschriften Wagners die größte Büchersammlung des Wagner-Schrifttums mit 3000 Bänden in 21 Sprachen umfaßt, zu der sogar die Gelehrten aus Amerika herüberpilgern. Kultur, wo gern Rehwild steht. Kaum ist der erste Ton heraus, da wird ein Stück hoch. Glas! Ricke! Doch halt, da ist ja auch der Kavalier. Und was für einer! Ganz kurze fchwarze Stangen hat er, der typische Abschußbock. Mit allerlei Konzert bringe ich das sehr einige Paar schließlich dahin, daß ich den Bock einigermaßen frei habe. Im Schuß hatte ich die Empfindung, daß der Bock sich bewegte. Aber er zeichnete und sprang offenbar recht krank in die Schonung ab. Auch die Ricke entschwand mir. Wo der Bock zuletzt in der Schonung gestanden hatte, schwankten noch ein paar Distelköpfe. Aha, er macht sein Testament! Drüben in der Hütte liegt der junge Rauhbart. Der soll auch seine Freude haben. Bis ich zurück bin, wird der Bock verendet sein, und es gibt eine nette Totsuche für den jungen Hund. Alljährlich, wenn der Juli ins Land gekommen ist, dmmt die Unruhe in unser Rehwild, die seine hohe -eit einleitet. lief den Windfang über der Erde, üd)t der Bock auf der Fährte einer Ricke nach [ncr Liebsten, mit sehnsuchtsvollem Fiepen ruft ias Schmalreh nach dem Bräutigam, keuchend und iepend geht die Jagd durch Wald und Feld, wenn !>r Bock feine Ricke treibt. Und weil der Jäger ilit Hilfe eines geeigneten Blattes, etwa der Buche Oer des Flieders, diese Töne nachahmt und dazu ~ ” dem Hafer- yanze Zeit che SönigsslelliL gewinnt. ,Tc8-h8 (ober 1 im., bzw. 1. !. Ta3-g8! W 4. Kf4). 4. 'S wegen der K ert. Ueberraschek len miß, um dn Hochschulnachrichten. Professor Dr. Leo Weißgerber, Ordinarius für indogermanische Sprachwissenschaft an der Universität Rostock, wurde in gleicher Eigenschaft an die Universität Marburg berufen. Der nb. ao. Professor Dr. Carl Moncorps an der Universität M ü n st e r ist zum ordentlichen Professor für Dermatologie in Münster ernannt worden. Professor Dr. Oswald K r o h , Ordinarius für Er- ziehungswisfenschaft an der Universität Tübingen, hat einen Rus an die Universität München erhalten: Professor Kroh hat den Ruf angenommen und wird als Nachfolger des verstorbenen Aloys Fischer den Münchener Lehrstuhl für Pädagogik und Psychologie übernehmen. Professor Dr. Johannes Rothe, Ordinarius für Kulturtechnik an der Universität Königsberg, ist von den amtlichen Verpflichtungen entbunden worden. Professor Dr. Friedrich Percival (Stegmann van Dritzwald, Ordinarius für Tierzucht an der Universität I e n a, ist kurz vor der Vollendung des 70. Lebensjahres gestorben. Aufgabe Himmel". ?3' Tcl, Xbl i \ H3 (13). $>5< Lf6, (5|8j tmnnt . bj8 von dem & < -Schlechl r Ee lurntiauf* Ce5-d7, M ime gedeckt ist.) i Same nach M 'Xsdauf ai Springer fofori 2bH?+, $Xc8 ... Der ung entscheidet Wir hatten uns verstanden. Eine ganz vertrackte Geschichte erlebte ich im vorigen Jahre. Ich saß auf eiper Leiter an einer 3m Schmuck des Siegerkranzes. Abschlußfeier der Breslau-Zahrer auf dem Landgraf-Philipp-Platz Eine hochwillkommene Ergänzung und Vertiefung des Theatererlebnisses findet aber Der Besucher der Festspiele. Ihre Geschichte ist ausgebreitet in zahlreichen Bildern, Entwürfen und beleuchteten Modellaufbauten früherer, besonders der ersten Bayreuther Inszenierungen. Die Versenkung in die Entwicklung von Gewand und Szenerie gehört zweifellos zu den reizvollsten Studien, die auch der künstlerisch empfindende Laie hier treiben kann. Sieht man in der vergleichenden Darstellung etwa eines Walküre-Aktes in Abständen von je zwanzig Jahren von der ersten Gestaltung durch Julius Hoffmann über Brückner auch 1896 noch ausschließlich mit gemalten Kulissen und Soffitten arbeitende Bühnenbilder bis zu der ersten plastischen Ausformung der Felspartien von Friedrich Kranich d. Ae. (1906), dann lassen sich, ähnlich wie beim Vergleich der heutigen Szenerien mit den Uraufführungsmodellen Ioukowskis für den Parsifal oder den ersten Meistersinger-Entwürfen der Brüder Brückner, die sämtlich im Original vorhanden sind, nachdenkliche Betrachtungen darüber anstellen, wie, trotz aller peinlich genauen Vorschriften des Dichterkomponisten, die Szenenkunst vom Geschmackswandel der Zeit we-1 h(h ,°ki W 'S™ Q«Pten >*ni M Srhd*r Mi * Q9erunhtSl Um so verdienstlicher ist zes, daß eine berufene ( Jüngerin des großen Bayreuthers an anderer Stelle ' der Stadt dem Gast der Spiele auch die Begegnung ! mit dem Menschen Wagner erschlossen hat. Es ist ' die Richard-Wagner-Gedenkstätte, die । in einem Seitenflügel des Neuen Schlosses unter- ! gebracht ist und mit städtischer Hilfe sich in ein- , einhalb Jahrzehnten zu einem schönen und bedeut- amen Kulturdenkmal entwickelt hat. Helena Walern, die von dem ersten Wagner-Biographen Carl Friedrich Glvsenapp erzogen wurde und jahrelang seine Gehilfin war, hat den Nachlaß des Gelehrten — zahlreiche wertvolle Handschriften und eine umfassende Wagner-Bibliothek —• 1919 vor dem Zugriff der Bolschewisten aus Riga gerettet und nach zähem Ringen in ihrer neuen Heimat Bayreuth als Grundstock der heutigen Richard- Wagner-Gedenkstätte im Jahre 1924 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Neunundzwanzig Räume umfassen die Sammlungen jetzt, und Tausende gehen jährlich durch die ftimmungsDoUen Sale, denen die Persönlichkeit der Gründerin besondere Eigenart verliehen hat. Es handelt sich nicht um ein „Museum" im üblichen Sinne, in dem nur wissenschaftliche Genauigkeit und Vollständigkeit das Zepter führen. Museum und Archiv, Weihestätte und volkstümliche Ausstellung sind zu einer Einheit gefügt, die jeden Besucher anspricht und dem schlichten, kunstempfänglichen Handarbeiter nicht weniger sagt als dem Forscher. Der biographische Teil führt in eindrucksvoller Zusammenstellung d i e (Stationen Des W a g - nerschen Lebens vor Augen. Ein feines Gefühl für den Lebenswert von Bildern, Dokumenten und Erinnerungsgegenständen hat die Lebens- und Werklinien des wachsenden Menschen Wagner nachgezeichnet und mit bezeichnenden geschichtlichen und künstlerischen Zeugnissen seiner Umwelt fonfrontiert und verschmolzen. Kein Katalog zwingt den Besucher zu dem trocfenen Nummernspiel des Nach- schlaqens: das lebendige Wort der führenden Leiterin oder ihres wissenschaftlichen Gehilfen erschließt den Gästen die Bedeutung der Gegenstände. Da sieht man beispielsweise die .Partitur der IX Symphonie Beethovens, die der fünfzehnjährige Richard Wagner aus Begeisterung abschrieb, nach- dem ihn die erste erschütternde Begegnung mit Dem , Titanenwerk.mehrere Tage buchstäblich in Fieber , versetzte, und später begegnet man dem Programm > der Grundsteinlegung für das Bayreuther Festspiel- i haus, bei der die denkwürdige Aufführung derselben - IX. Symphonie im Markgräflichen Opernhaus unter ■ Wagners Leitung erklang; unter den persönlichen Erinnerungsgegenständen sieht man zwischen den sentlich mitbestimmt wird — trotz aller Ansprüche erstarrter Pietätsdogmatiker. Denn was diese frühen Gestaltungen von den heutigen Meisterwerken auf der Bayreuther Fest- pielbühne unterscheidet, ist nicht die Technik und die Materialgesetzlichkeit allein. Im wirren Gestrüpp der alten Nibelungenfelsen, im rein malerisch aus der Makartzeit empfundenen Zaubergarten Joukowskis, der für die Bewegung der Darsteller kaum Platz ließ, im üppigen Detail eines meiningerhaften Burghofes für den zweiten Lohengrin-Akt ist eben ein anderer Geist am Werke als in den nicht weniger poetischen, aber auf Weite, Monumentalität und Raumgefühl gestellten Bildern eines Emil Pree- t o r i u 5 , in dessen Szenerien die „Auffassung" einer verwandelten Gegenwart vom Wesentlichsten im zeitüberdauernden Werke Richard Wagners ihren reinsten Niederschlag gefunden hat. So schließt sich an dieser Stätte des Gedenkens für den Genius Richard Wagners die Erinnerung an den Menschen mit der Vertiefung des Werkerlebnisses in ausstellungsmäßig vorbildlicher Weife zusammen und leitet auch den nur Neugierigen immer wieder zur Einsicht in das überpersönliche Vermächtnis des Meisters von Bayreuth. Und über ihm hängt einer, der hat weder gute Stangen, noch Perlen, noch ist er gut vereckt. Es war im August 1931, und es wollte nicht recht klappen mit der Blatterei. Was sprang, war nicht zum Schießen, und was zum Schießen war, sprang micht. Gerade als ich wieder hinaus will, um Hubertus und Diana aufs neue zu versuchen, kommt "her Briefträger und meldet Besuch an, dessen Vorliebe für Rehkeule bekannt war. „Schieß nur einen Vock" war die Mahnung der besorgten Hausfrau. Und nun kam mir der, den ich schon wiederholt begnadigt hatte und der in der Zwischenzeit viel gerauft haben muß. Erst als er auf der roten Decke lag, sah ich, daß er alle Ende abgekämpft hatte. Gewonnen hat er dadurch nicht, und als ich mit gefülltem Rucksack nach Hause kam und die i Familie rief: „Wie ist er?", brauchte ich nur zu j lagen: ,Wie die Verfassung des Deutschen Reiches. Cs war nämlich am 11. August 1931, und seitdem heißt er der „Verfassungsbock". neten, erwarte er als Kreisführer, daß sie ihr Können und ihre Fähigkeiten, den jüngeren Kameraden zur Förderung zur Verfügung stellten, um auch die Nachkommenden zu diesen Leistungen heranzufuh- ren. Gießen dürfe stolz darauf sein, daß so viele Turner und Sportler mit dem Eichenkranz geschmückt zurückkehren konnten. Der Kreis 8 habe in Ehren bestanden gegenüber allen anderen Kreisen des Reiches. Diese'Tatsache erfülle mit Genugtuung. Mit der Aufforderung, mitzuarbeiten auch in der Zukunft, schloß Kreisführer Dr. Schäfer seine Ausführungen— Kreisleiter Backhaus warf in einer kurzen Ansprache zunächst einen Blick zurück auf die lange Zeit der Vorbereitung in den Vereinen für dieses Fest, an die eifrige Uebungs- arbeit, auf die Vorbereitung für die Wettkampfe. Nun aber seien die großen Tage vorüber und für die kommenden Monate würden die Teilnehmer an diesem Feste sich noch oft der einzigartigen Tage erinnern. Der Kreisleiter erinnerte dann seinerseits an das große volksdeutsche Erlebnis, daß allen den Auf Wagners Spuren in Bayreuth. Von unserem Sonderberichterstatter Johannes Jacobi. „Tristan und Isolde", die Neuinszenierung im Bayreuther Festspielhaus zur Ehrung seines Schöpfers im Jahre des 125. Geburtstages Richard Wagners, „P a r f i f a l", das Weihespiel, und die vier Glieder des Nibelungen-Ringes haben wieder Tausende von Kunstfreunden nach Bayreuth gerufen. Wenn die Festspiele am 20. August ihr Ende erreicht haben, werden es Zehntausende gewesen sein, die von dem Zauber angerührt worden finb, der aus Musik und Dichtung, aus Gesang und Darstellung, aus der Verschmelzung von Malerei, Architektur und Bewegungsspiel das deutsche Wunder ies Gesamtkunstwerks geschaffen hat. Während die Werke des Meisters eine in die Tiefe der Nation und in die Weite der Welt reichende Gemeinde zusammenschließen, erhebt sich unter den Besuchern der Festspiele immer wieder die Frage nach den Zeugnissen des Menschen Wagner, nach den Dokumenten seines Lebens, seines Ringens und Werdens. Es ist keine unerlaubte Neugier, die hier nach Privatem forscht. Es ist vielmehr die.Ergriffenheit von Geist und Werk, die zu den Statten strebt, die durch das Erdendasein eines Großen geweiht sind. Jeder Besucher Weimars wird — ahn- lid), wie Hebbel im Schiller-Haus vor der kargen Bettstatt stand, auf der der Geist die Gebrechen des Leibes bezwang — mit Ehrfurcht durch die Räume Weiten, in denen ein Goethe gelebt, geliebt und gelitten hat. In Bayreuth dagegen ist der persönliche Lebens- oezirk des Meisters nicht ohne weiteres zugänglich. Eewiß kann man im Garten Wahnfrieds die mächtige Granitplatte auf dem efeuumwachsenen Hügel lehen, in dem Richard Wagner an der Seite Cosimas richt. Das Grab auf eigenem Grund, in dessen Arust der Meister schon zu seinen Lebzeiten prüfend hineinstieg, ist mit seiner schönen Heckenumfriedung unter schattenden Laubbäumen ein Ort der Andacht, an dem sich wohl jeder Teilnehmer der Festspiele ZU innerer Sammlung einmal einfindet. Aber das Haus selber, die Villa „Wahn fried", wird von den Enkeln und ihrer Mutter bewohnt, und die Arbeits- und Wohnräume des Meisters, das noch keineswegs erschlossene kostbare Archiv und die große Bücherei offnen sich nur dem Gast der Familie oder zu stiller Zeit dem Wagner-Forscher. Unsere heimischen Fahnenschwingerinnen mit den neuen Fahnen, die die Stadt Gießen eigens für das Turn- und Sportfest in Breslau anschaffte. Im Vordergrund sieh man den Reichsbundkreisführer Dr. Schäfer. Neben ihm Erika Röhrnig, die mit ihrem dritten Platz im Dreikampf der Frauen das beste Ergebnis mitbrachte. — (Aufn. |?h Neuner, Gieß. Anz.) Festteilnehmern beschieden worden war und sprach von der unverbrüchlichen Verbundenheit aller derer, die deutscher Zunge sind, jener Verbundenheit, die gerade den Teilnehmern am Fest in Breslau sinnfällig bewußt geworden sein mag. Aber auch den Auslanddeutschen mag stark und neu klar geworden sein, daß ein 75-Millionen-Dolk von Brüdern hinter ihnen steht. Die heimischen Turner und Sportler hätten nun auch Gelegenheit gehabt, ihre Leistungen mit Denen der Kameraden der anderen Gaue messen zu können. Zahlreiche Siege seien mit nach Hause gebracht worden und sie alle, die den Eichenkranz tragen, dürften sich dessen bewußt sein, daß sich die Einwohnerschaft unserer Stadt herzlich Darüber freue, daß so viele Siege von unseren heimischen Turnern und Sportlern errungen wurden. Abschließend gab Kreisleiter Backhaus Der Hoffnung Aus- Drucf, Daß es gelingen möge, Diese Leistungen auch weiterhin zu steigern. Mit einem Gedenken Des Führers unD Den Liedern Der Nation wurde die Feier, Der zahlreiche Volksgenossen beiwohnten, geschlossen. An Der Feier nahmen übrigens auch Die Turner unD Sportler aus Wieseck unD aus Heuchelheim in stattlicher 21n- zahl teil. Dann rourDen Die Fahnen eingerollt unD man begab sich auf Den Heimweg. — Besonders gefielen die prächtigen Fahnen in den Stadtfarben von Gießen, gezielt mit dem Gießener Wappen, die von Turnerinnen getragen und für den Zweck des Festes in Breslau eigens von der Stadt Gießen beschafft worden waren. Heimische Vereine imponierten bei den Gondervorführnngen. Außer der ^Beteiligung an den verschiedenen Wettkampfarten zeigten unsere heimischen Vereine in « Breslau auch Die mit großer Sorgfalt vorbereiteten Sondervorführungen. So gab der Tv. 1846 Gießen Ausschnitte aus seinem Uebungsbetrieb. Acht Turner zeigten ihr Können am Längspferd. Unter ihnen befand sich auch der 70 Jahre alte Turner Th. Daubel, der durch seinen Einsatz nicht zuletzt zu dem Erfolg seiner Riege beitrug. Vier Turnerinnen des Vereins warteten ferner mit Hebungen mit dem Medizinball auf. Das Urteil der Kampfrichter lautete: „Gut geleiteter Verein — der Uebungsftoff war entsprechend Dem Alter der Teilnehmer richtig gewählt". Von Den LanDvereinen unserer näheren Umgebung zeigten Der Turnverein Wie.seck mit 10 Turnern ausgezeichnet durchgearbeitete Hebungen im Bodenturnen und erhielt dafür die Auszeichnung „Sehr g u t". Eine Wertung „Sehr au t" erzielte auch der Turnverein Großen- Linden, der ebenfalls mit feiner Vorführung im Bodenturnen Den denkbar besten Eindruck hinterließ. »kappe. «ohnheil. Ort Appenweier kl fier, dessen gelte? | ; berühmt war. s Bassist im Ml daß er während 1 Mchdar fä es irt ’n geweift, tiefe d« nai erfaßen, /onj n: „Einsteigen I, MmüM' | nen. • bekannte Derlei Mizrat Dr. A» K Jahren OTorlj t „Deutsche >1 na gab der MsM über sein Leben H als er mit *1 der Entschlaf 1 macht: er war! seph Kohl" ?n ihm Md. Pfarrer nehiM ■ Unserer Wer^I isierungen Ä. | ,d). D Erhebendes rj chl°! °üiLÄ dicht zuruaz^ i 19 f nprnjei^’.. | lurj -b-r d» , em enüat u iDnn ,4mW ’ ,‘SSÄ •ptyi tb'ti KJ1 tiA «•M*1 In einem Buchenaltholz mit einzelnen Fichten- um. Ein ganz alter Bock, der viel Fveude machte. - - ..... - - '' * ~ Auch meine Frau freute sich, denn alte Kriegskameraden pflegen im August sich einjufteUen, und da sollte Der Rücken ein befonDerer Leckerbissen für die Freunde sein. Seitdem ich diesen Bock gegessen habe, glaube ich nur noch bedingt an die Zahnalterslehre. Denn dem Rücken nach war er mindestens doppelt so alt, als sein vollkommen abgeschliffenes Gebiß verriet. Der eine der Gäste war Jäger. Ihm legte ich, als die „Arbeit" zu Ende ging, einen Unterkieferast wortlos neben Den Teller. Mit einem Augurenlächeln gab er ihn mir zurück. Da hängt an meiner Wand ein „ganz alter Herr", der schon stark zurückgesetzt hatte. Der Güte eines 3agbfreunDes verDanke ich ihn, Der mich einluD, Den Lock zu schießen, Dem er vergeblich im fünften Jahre zu Gefallen ging. Wir wußten, wo er seinen NnstanD hatte, als wir uns an einem schwülen AugustabenD in Himbeerbüsche „einschoben", Die im WuchenhochwalD nahe seiner Dickung ftanDen. Zart begann Der Weidgeselle zu fiepen, nichts regte sich, schon verlockenDer für einen solch alten Rehbock mochte Das „piu" klingen, Das nun folgte. Auch nidjts. UnD Die Schnaken summten unD surrten unD stachen. UnD Dann schrillte Durch Die Stille Des JßalDes Das Angstgeschrei, Das Dem Bock erzählen feilte, Daß hier ein anDerer in sein Revier ein- jeDrungen sei unD eine Schöne treibe. Wie aus !»er Pistole geschossen, so pflegen manche Böcke darauf zu antworten. Auch hier blieb alles still. Ein »erstohlener Blick auf Die ArmbanDuhr zeigt gerabe dreißig Minuten seit Dem ersten Fieplaut — Doch tDas ist Das? Vorsichtig, Schritt um Schritt schleicht es Da heran, rot Die Decke, grau Das Haupt, unD pman möchte meinen, er nutze jeden Baum als Dek- i fung aus. Schon längst ist die Büchse gestochen, noch I einen Schritt, Dann ist Das Blatt frei. Das Geschoß | zerriß Das Herz Des Freiers im roten Frack. Him- (Nachdruck verboten!) 15. Fortsetzung. „Dunkel ist iermute ich recht, du alles verzichten? Bedurfte es eines Stuhl beiseite. Seine „Schade um dein junges Peter riß Mund und Augen auf. mir, Weib, der Rede Sinn! Vermute .. Tagung des Getreidewirlschastsverbandes in Gießen liebte? — Du lieber Himmel, warum da gleich auf yimmlisch kichere!" Er schob bem Miene wurde tragisch«. Leben!" murmelte er. nahm hinter der Lehne Deckung. „Du, vergiß nichl, daß ich staatlich geprüfte Sportlehrerin bin. 3» fürchte, du wirst nachher Mühe haben, deine Kno ■ chen zusammenzulesen!" „Hoho, daß ich nicht Zwei hinter Gisela. Vornan von Hans Hirthammer. Urheberrechtschutz'Derlag Oskar Meister, Werdau/Sa. trotz der günstigen Dersorgungslage das Derfütte- rungsverbot beioehalten wird. Dafür erhält der Bauer wieder Mais und sonstige Futtermittel. Fernerhin wurde mit Rücksicht auf das Frachtgefälle der Festpreis für Roggen und Weizen in den Kreisen Friedberg und Büdingen den Festpreisen im Einzugsgebiet Frankfurt-Worms-Mannheim angepaßt, damit der Getreideabfluß ein normaler wird und die Mühlen in diesem Gebiete sich besser versorgen können. Die Anordnung, daß Getreide nur für die Brotversorgung, ausgenommen für Saatgutzwecke, sofern es anerkannt und zugelassen ist, verwendet werden darf, bleibt unverändert bestehen. Es wurde weiterhin darauf hingewiesen, daß für Futtermittel im Bereich des Getreidewirtschaftsverbandes die vier Versorgungsämter Gießen, Frankfurt a. M., Mainz und Darmstadt, und zwar stets das zunächst gelegene zuerst, anzudienen sind. Hinsichtlich der Preise für I n d u st r i e g e r st e sind Aenderungen und für die Lieferung von B r a u g e r st e Erleichterungen eingetreten. Nur die Einlagerung der Industrie- und Braugerste bedarf nach wie vor der Genehmigung des Wirtschaftsverbandes, damit verhindert werden kann, daß die Ware für den Erzeuger auf Lager genommen wird. Auf dem Mehlmarkt wird die Wiedereinführung einer alten Type dazu führen, daß die Ausmahlung nicht mehr so stark erfolgt, und daß es neben gutem Roggenbrot auch Kleie geben wird. Nachdem noch einige Aenderungen im Verkehr mit den Müllern aufgezeigt wurden und die Fragen der Beimischung, des Schlußjcheinzwanges, der Kennzeichnung der Mühlenabfalle, der Verteilerkarten und der Preisregelungen klargestellt waren, hob Geschäftsführer Petsch die neuen Bestimmungen über die Höchstpreise für Hülsenfrüchte und die neue Regelung für Heu und Stroh hervor. Auch auf dem Gebiete der Mischfutterherstelluna ist eine Bereinigung im Interesse der Volkswirtschaft er- Aus der engeren Heimat. 400 KdJ.-Ürlauber in Schotten. a Schotten,2. Aug. Gestern vormittag trafen über 400 KdF.-Urlauber, ausschließlich Betriebs- angehörige der Firma Opel (Rüssesheim) in Auto- bussen zu einem zehntägigen Erholungsurlaub hier ein. Am Rathaus wurden sie vom Bürgermeister begrüßt, rasch waren die Quartierscheine ausge- geben und die Quartiere bezogen. In den verschie- denen Gaschäusern der Stadt werden die Mahlzeiten eingenommen. Mittags fand unter sachkundiger Führung ein Rundgang durch Stadt, Kirche, Rathaus, Schloß usw. statt. Abends fand sich alles im Festsaal der Turnhalle zur Begrüßung ein. Nach flotten Musikstücken und Liedervorträgen des Man- nerchors begrüßte Ortsgruppenleiter Zeschky im Auftrag der Partei die Gäste, worauf Bürgermeister Menge! in launigen Worten den Willkommgruß der Stadt entbot. Kreisleiter Görner war er- schienen, hieß die Gäste für die Kreisleitung will- kommen und wies auf die tiefe Bedeutung dieser KdF.-Fahrten hin. Bei frohen Liedern, Vorträgen, Musik und Tanz war bald die rechte Fühlung zwi- schen den Gästen und der Schottener Bevölkerung hergestellt. Zunächst finden kleinere Ausflüge in die nähere Umgebung statt. Morgen ist eine Wanderung zum Taufstein und zum Hoherodskopf. Wei- tere Unterhaltungen, Konzert, Tanz, Kaffee im Kur- Haus, italienische Nacht usw. sind geplant. Die Gäste fühlen sich in unserem Vogelsberg sehr wohl. Die Firma hat zur Kräftigung ihrer Betriebsangehöri- aen jedem einzelnen pro Tag einen Liter Milch ge- spendet, der hier ausgegeben wird. Landkreis Gießen. * Alten-Buseck, 3. Aug. Am morgigen Donnerstäg kann unsere Einwohnerin, Wwe Elisa, bethe Riegel, ihren 78. Geburtstag begehen. Die hochbetagte Frau ist eine der ältesten Einwoh. nerinnen unseres Ortes. Leider verstarb im Februar dieses Jahres ihr Mann, mit dem sie im nächste, Jahre das Fest der Goldenen Hochzeit hätte feiern können. = Steinbach, 2. Aug. Am Sonntag fand hier die Beerdigung des SA.-Scharführers Wilhelm I ö ft statt. Der Verstorbene war in Steinbach ver. heiratet und in Gießen in der Universitätsklinik für Nasen-, Ohren- und Halskranke als Pfleger befchäf. tigt. Die Partei und ihre Gliederungen gaben dem kurz vor Vollendung feines 28. Lebensjahres nach langem Leiden verstorbenen Kameraden das Ehren, geleite. Auf dem Friedhof sprach nach dem Pfarrer, der den Verstorbenen als treuen und lieben Men. schen schilderte, Standartenführer Lutter. Kranz, niederlegungen erfolgten von dem Sturmführer . Panzer, zu dessen Sturm 21/116 der Verstorbene gehört hatte, von einem Vertreter der Verwaltung der Kliniken, von dem Mitglied der Betriebsgemein, schäft Schmidt (Steinbach), dem Vertreter des Fuß. ballsportvereins Steinbach und von dem Ortsgrup» venleiter Bürgermeister Rink (Steinbach). ■ Sie ' nahmen mit herzlichen Worten Abschied von dem ; vorbildlichen SA.-Mann, Parteigenossen, Kollegen. Bestellungen für den Dollswagen. NSG. Wie die Gaudienststelle der NS.-Gemem- schaft „Kraft durch Freude" mitteilt, können Bestellungen und Anfragen auf Volkswagen erst von Anfang nächster Woche bei den Kreisdienststellen der NS.-Gemeinschaft' „Kraft durch Freude" getätigt werden, da bis dahin sämtliche Unterlagen vorliegen. Erleichterungen für Führeranwärterinnen im Reichsarbeitsdienst. DNB. Der Reichsarbeitsführer gibt in einem Erlaß Sonderbestimmungen für die Ausbildung und Laufbahn älterer Führeranwärterinnen bekannt. Danach wird für Führeranwärterinnen mit ab- geschloffener Berufsausbildung oder zweijähriger Am gestrigen Dienstag hielt der Getreidewirtschaftsverband Frankfurt a. M. für die mit der Verteilung des Getreides und der Futtermittel beauftragten Groß- und Kleinhändler, Mühlenbesitzer, Genossenschaften u. a. der oberhessischen Kreise und des Kreises Wetzlar eine Tagung ab. Der Vorsitzende des Getreidewirtschaftsverbandes, Raabe (Frankfurt a. M.), der hierzu die Vertreter der Kreisbauernschaften, der Kreisämter und der Fachorganisationen begrüßen konnte, hob die Bedeutung der Marktverordnungen hervor, die sich gerade im letzten Jahre außerordentlich gut bewährt haben. Nachdem nun die Versorgung des Volkes mit Brotgetreide eine sehr gute geworden ist, konnten für das Wirtschaftsjahr 1938/39 einige Erleichterungen geschaffen werden, die eine geschmeidigere Handhabung der bestehenden Richtlinien zulassen. Im Interesse der Volksgemeinschaft ist jedoch die straffe Handhabung der Marktordnung unerläßlich, damit der Gesundungsprozeß der Volkswirtschaft gefördert und die Auslandseinfuhr zurückgedrängt werden. Der Geschäftsführer des Getreidewirtschaftsverbandes, Petsch (Frankfurt a. M.), ging dann in einem ausführlichen Vortrag auf die Ausführungsbestimmungen zur Getreide- Marktverordnung für 1938/39 ein. Er unterstrich noch einmal die strikte Berücksichtigung der durch diese Marktverordnung he;ausgebildeten Grundsätze, an denen sich auch für das kommende Wirtschaftsjahr nicht viel geändert hat, weil sie im Interesse der Stabilität der Wirtschaft auf eine längere Dauer vorausbestimmt sind. Aus solchen Erwägungen heraus sind auch die Erzeugerfestpreise für Brot- und Futtergetreide unverändert gebtie- den. Lediglich für Hafer ist eine kleine Erhöhung vorgenommen worden. In der Getreidewirtschaft sind die Maßnahmen, die einige Erleichterungen herbeiführen werden, diktiert non, der Derforgungs- grundlage. Die Versorgungsgrundlage hat sich erheblich verlagert. Nachdem die Versorgung ausreichend erfolgt, zielen die neuen Maßnahmen darauf hin, die Vorratswlrtschafl auszudehnen und noch mehr als bisher Deutschland von der Auslandrein- fuhr frei zu machen. Während die Versorgungsgrundlage des voriaen Getreidewirtschaftsjahres es erforderlich machte, daß der Erzeuger das Getreide möglichst schnell auf den Markt brachte, braucht nun in diesem Jahre, nachdem die Lage ausgeglichen ist und wir mit sehr reichlichen Vorräten in das neue Wirtschaftsjahr hineingehen, eine solche Vorsorge nicht getroffen zu werden. Die Verhältnisse machen im Gegenteil die Rückkehr zu normalen Zuständen notwendig. Die Getreidernte muß auf einen möglichst großen Zwischenraum des Jahres verteilt werden, damit eine Lagerung möglich wird und alle Lagerungsverhältnisse ausgenützt werden können. Der Vortragende ging dann auf die einzelnen Bestimmungen ein, die sich auf die Vermittlung des Getreides, die Preisgestaltung und alle damit verbundenen organisatorischen Fragen beziehen. Wesentlich dabei war u. a. der Hinweis darauf, daß folgt. Abschließend führte Geschäftsführer Petsch aus, daß das Ziel der möglichst reichhaltigen Referven- bildung und reichen Vorratshaltung auch die Vorsorge für ausreichenden Lagerraum erforderlich mache. Da es an geeignetem Laaerraum mit der nötigen Durchlüftung und den modernen Erfordernissen fehlt, werden auf Antrag für den Neubau von Getreidesilos und Speicher erhebliche Aostenzuschüsse gewährt. Besonders an die Mühlen geht das Ersuchen, eine Ueberlegung dahingehend anzustellen, ob für sie nicht eine Neuerrichtung oder Erweiterung in Frage kommen könnte. Nach einem Appell an alle Verteiler und Mühlenbesitzer zur Fortsetzung der Zusammenarbeit in der bisher bewährten Weise zur Erreichung der von der Führung gewünschten Ziele und zur Fortsetzung der Bestrebungen für eine Nahrungsfreiheit des deutschen Volkes, wurde eine Aussprache herbeigeführt, in der eine Reihe von praktischen Erfahrungen ausgetauscht und zahlreiche Wünsche angebracht wurden. Mit dem Treugruß an den Führer schloß der Vorsitzende Raabe die mehrstündige Versammlung Nundfunkprogramm Donnerstag, 4. August. 5 Uhr: Frührnusik. 5.45: Ruf ins Land. 6: Gym-- nastik. 6.30: Frühkonzert. 7: Nachrichten. 8.10. Gymnastik. 8.30: Bäderkonzert. 9.40: Kleine Rat« schlage für Küche und Haus. 11.45: Rechtshilfe für alle. 12: Mittagskonzert. 13: Nachrichten. 13.15: Mittagskonzert. 14: Nachrichten. 14.15: Musikalisch« Kurzweil. 15: Für unsere Kinder. 16: Doppelkonzert:. 18: Zeitgeschehen. 18.30: Der fröhliche Lautsprecher. 19: Segelflieger auf der Wasserkuppe. 19.10: Klanx der Landschaft. Das Lahntal. Hörfolge. 20: Nachrichten. 20.15: Unser singendes, klingendes Frank- furf. 22: Nachrichten. 22.20: Unsere Kolonien. Raum ohne Volk. 22.30: Volks- und Unterhaltungsmusik. 24 bis 3: Nachtmusik. warst schon dort?" „Äo!" „Und du bringst es fertig, Schändliche, davon zu schweigen?" „Ja!" lachte Heli. „Oh, hätt ich dich nicht geboren! Zu spät merke ich nun, daß ich eine Schlange an meinem Busen nährte — Sprich schon endlich, Heli, Liebste, Teuerste! Hast du die Adresse?" „Ja!" „Heli, ich beschwöre dich, treib mich nicht zum Aeußersten. Du weißt nicht, wessen ein Verzweifelter fähig ist!" „Oooh! Willst du mich ermorden?" „Gib mir die Adresse!" „Nu gerade nicht! Ich wollte schon lange mal sehen, wie sich ein Tobsüchtiger benimmt!" „Gib mir sofort die Adresse!" Heli lächelte herausfordernd. Da war es mit feiner Geduld zu Ende. Er legte den Mantel, den er bereits angezogen hatte, ab, dann zog er feine Jacke aus, krempelte die Aermel hoch und ging mit schweren drohenden Schritten auf die Schwester zu. „Die Adresse!" Heli machte, daß sie vom Sessel hochkam und Anhaltspunkte hat. Laß du doch deme Weisheit leuchten, wenn du schon so klug daherredest!" „Gern!" lächelte Heli. „Da du endlich so großmütig bist, mich aufzufordern, will ich deinem überlegenen Scharfsinn ein bißchen auf die Beine helfen. Warum hast du dich eigentlich noch nicht an den Photographen gewendet?" Peter machte kein sehr geistreiches Gesicht. „An welchen Photographen?" „Mein Gott, sowas von Beschränktheit! An den Photographen, der das Bild hergestellt hat, das du Tag und Nacht bei dir trägft!" „Heli! Klügste aller Jungfrauen, eile zu mir, daß ich dich umarme!" „Idiot!" sagte sie nüchtern, ohne seiner Einladung Folge zu leisten. „Du siehst also ein, daß dies eher ein Weg märe, die Adresse der jungen Dame zu erfahren, als wenn du darauf wartest, bis eine gütige Fee sie dir im Traum offenbart?" Peter gestand zerknirscht, daß er es einsehe; er begann sich sogleich zum Ausgehen fertigzumachen. „Du kannst dir den weiten Weg ersparen. Der geschäftstüchtige Weißbart würde dich bloß verführen, dich photographieren zu lassen — genau wie er mich verführt hat." und Menschen. * ANendorf (Lahn), 3. August. Unserer gestrigen Notiz über Ludwig Volk III. ist richtigstellend nachzrttragen, daß er seinen 7 5., nicht 73. Geburtstag feiern konnte. „Wundervoll, ich erwarte dich dann im Fruh- stückszimmer. Ader — hör mal, Gisela, reich mir doch das Kleid heraus! Ich werde es dem Zimmermädchen zum Plätten geben. Ich vermute, daß es etwas aus der Form geraten ist." Sie staunte nicht wenig, daß er an diesen Umstand gedacht hatte. „Einen Augenblick!" rief sie zuruck, war mit ein paar Sprüngen am Bett und schlüpfte in den Schlafanzug. Als sie ihm das Kleid durch den schmalgeöffneten Türspalt hinauslangte, ergriff er für einen Augenblick die Hand und drückte sie. „Einen schönen guten Morgen!" hörte sie ihn sagen, und dann fühlte sie, wie er ihr etwas in die Hände drückte. Es war ein prächtiger Blumenstrauß. Bevor sie ein Wort des Dankes sprechen konnte, hatte er die Tür geschlossen. Gisela stellte die Blumen in eine Vase und rückte sie zurecht. Bestand eigentlich ein Grund, auf ihn böse zu fein? Benahm er sich nicht vielmehr in jeder Beziehung musterhaft? Er hatte sie gestern nach Hause gebracht, ohne sich die günstige Gelegenheit zunutze zu machen. Er hatte ihr ein Glas Wasser bereitgestellt und hatte ihr die Schuhe ausgezogen. Und nun eben wieder! Hätte er als ihr Verlobter nicht das Recht für sich in Anspruch nehmen können, zu ihr hereinzukommen? Hätte er, da er ihr die Blumen brachte, nicht einen begründeten Vorwand gehabt? Sie dachte an den einzigen schüchternen Kuß, den er ihr gestern auf dem Heimweg gegeben hatte, sie dachte an die Selbstlosigkeit seiner Liebe — die Unaufdringlichkeit seiner Werbung — und sie fing an, sich ihrer abweisenden Schroffheit zu schämen. Bot ihr dieser Mann nicht alles, was sie sich nur wünschen konnte? Warum sträubte sie sich eigentlich? Jede andere in ihrer Lage würde mit beiden Händen ^gegriffen haben. Weil sie nichts für ihn fühlte, weil sie ihn nicht Gesagt — getan. Ich hole den Hund und gehe zur Leiter zurück, um von dort mich wieder auf den Anschuß einzuweisen. Da steht unter der Leiter ein Bock, ein anderer, der offenbar sich einmal nach dem Grund des Fiepens erkundigen wollte. Er ' nimmt kaum Notiz von uns, sondern zieht in die Kultur, um im gleichen Augenblick wie ein Gummi- I ball herauszufliegen. Und dahinter mein totgeglaub- ter Bock — mit einer merkwürdig hellen Stelle am Rücken. Rasch fiepe ich ihn an. Donnerwetter, fährt er herum, sucht nach dem neuen Störer seiner Liebe und — da wirft es ihn ins hohe Gras. Das Weiße aber war ein reiner Wildbretschuß, der den Bock nicht gehindert hatte, mit seiner Liebsten wieder anzubandeln und auch einen Nebenbuhler auf den Schwung zu bringen. Und nun zum Schluß noch ein Bock, der an eines Freundes Wand hängt, der mir aber mehr Freude gemacht hat, als wenn ich chn selbst geschossen hätte. Wir wußten einen .Korkenzieher", der ging dort, wo hohe Kiefern und Laubholz, unterwachsen von einer Wildnis von Farnkraut, Brombeer u. ä. und ein Fichtenstangenholz älteren Datums aneinanderstießen. Auf der Grenze zwischen beiden stand eine Leiter, der Bock konnte in dem „Urwald", er konnte auch in den Fichten stehen. Ich wollte ihn blatten, der Freund sollte ihn schießen. Die Front aber war für uns beide gerade umgekehrt, und ich sah nur etwas, wenn ich auf der Leiter saß. Und nun kam der Kriegsplan. Ich turnte hinauf, er klappte unten seinen Stuhl auf, und ich ließ von oben eine Kordel, wie sie in jeden Rucksack gehört, herunter, die uns beide verband. Zupfte (oberhessisch: zappelte) ich daran, so hieß das: „Ganze Abteilung kehrt, der Feipd kommt von hinten!" Zupfte er, so hieß es: „Laß schweigen alle Flöten, der Feind kommt mir gerade recht von vorn!"' Und nun ging’s los. Der „Herr" war zu Hause, und zwar im „Urwald". Aber er ist mißtrauisch und umschlägt uns trotz aller Schalmeien. Alarm! Feind im Rücken! Aber die Bodenbeobachtung sieht ihn nicht. Fort ist er im Fichtenholz. Aho nun fällt er mir in den Rücken, der Schlau- berger. Wieder zupfe ich: »Kehrt! Feind kommt von vorne!" Aber auch das war nichts. Er ward nicht gesehen. Da auf einmal stand er wieder da, wo ich ihn zuerst gesehen hatte. Er hatte uns innerhalb von vielleicht 15 Minuten vollkommen Umschlagen. Also das ganze Programm noch einmal. Zunächst kurze drahtlose Verständigung, und dann locken wieder die verheißungsvollen Liebestöne. Wieder setzt der Umgehungsmarsch ein, aber dieses Mal war die Geländeausnutzung nicht so meisterhaft wie vorher, und wie er wieder in den Fichten verschwinden will, spricht die Mauser. Der Schütze kann den Schuß nicht beobachten, ich W den Bock mit krummem Rücken abgehen. Auf dem Anschuß liegt dunkler Schweiß mit grüne, Spritzern. Krankwerden lassen! Nach einer Stunde führt uns der Drahthaar zum verendeten Bock. Als er aufgebrochen wurde, stand ich dabei und wedelte mit sämtlichen Taschentüchern und kam mir vor wie der Sklave mit dem Pfauenfächer am Throne des Sultans. Es geht halt nichts über eine Jagd mit ordentlich Schnaken! Dornotizen. Tageskalender für Mittwoch. Gloria-Palast (Seltersweg): ,Lm siebenten mel". Hitler-Jugend Bann 116. L-Stelle. Berufsarbeit eine Probedienstzeit als Gehilfin eingeführt. Die Länge dieser Probedienstzeit richtet sich nach Alter und Vorbildung der Fuhreranwarte- rin; bei 20- bis 23jährigen beträgt sie beispielsweise sechs Monate, davon drei Monate Mitarbeit im Lager, anschließend drei Monate Lehrgang. Nach erwiesener Eignung erfolgt die sofortige Einsetzung als planmäßige Gehilfin, Lagerführerin oder Sachbearbeiterin. Für die 23- bis 35jährigen Führeranwarterinnen führt der Erlaß besondere Erleichterungen ein. Er bestimmt nämlich eine 90prozentige Gehaltszahlung schon während der Ableistung der Probedienstzeit im Lager, so daß auch bereits länger in einer Be- rufsarbeit stehenden Frauen die Möglichkeit einer Mitarbeit im Reichsarbeitsdienst für die weibliche Jugend gegeben ist. Am 6. und 7. August findet in Gießen ein Grundschullehrgang für Vereinsjugendwarte und Gefolgschaftssportwarte statt. Der Lehrgang ist Dienst für alle Gefolgschaftssportwarte und die Vereinsjugend- warte, die der HI. angehören. Für die übrigen Iu- gendwarte ist der Besuch des Lehrgangs selbstverständliche Pflicht. Der Lehrgang beginnt am (Samstag, 6.8., um 18 Uhr, auf dem Universitätssportplatz und endet am Sonntag, 7.8., gegen 12 Uhr. Uebernachten in der Jugendherberge. Fahrtverbil- ligungsscheine (50 v.H. Fahrpreisermäßigung) können beim Bann 116, Gießen, Bahnhofstraße, ange- forbert werden. Mitzubringen ist: Sportzeug, Verpflegung, Schlaftack und Badezeug._______________ jauchzenden Gefühles, um einem Mann gut zu sein, von oem man sich geliebt, um seiner selbst willen geliebt wußte? Sollte sie vielleicht warten, bis der einzige kam? Man mußte vernünftig fein und an das Ziel denken, das sich nun so mühelos erreichen ließ. Man mußte an Hasselschwert denken und an den Triumph, wenn man ihm morgen die Stellung kündigte. Gisela Mertens frisierte sich sorgfältig, und als das Zimmermädchen das frisch geplättete Kleid brachte, zog sie es lächelnd an, steckte sich eine von Radegasts Blumen in den Ausschnitt und ging hinunter..— Nach dem Frühstück fuhr man aufs Geratewohl in den blauen Sonntag hinein. Radegast hatte allen Grund, sich über die. Fort- schritte seiner Werbung zu freuen. Er war von Gisela entzückt, von ihrem Uebermut, von ihrem fröhlichen Geplauder. Und als er sie in den Armen hielt, während der Wagen durch die einbrechende Nacht nach Berlin jagte, als sie mit geschlossenen Augen seine Küsse hinnahm, da wußte er, daß das Spiel gewonnen war. Er glaubte es wenigstens zu wissen. 17. Es war ein Jammer mit Peter Stoll. Heli hätte es nie für möglich gehalten, daß man sich so an ein Traumbild verlieren konnte. „Wenn du sie gesehen hättest", verteidigte er sich, „würdest du dich nicht mehr über mich lustig machen, sondern mir helfen, wie du es versprochen hast." Heli unterzog den Strumpf, den sie eben gestopft hatte, einer letzten Prüfung. „Ich lache dich weder aus, noch verweigere ich dir meine Hilfe. Ich möchte nur nicht, daß du wegen dieser Geschichte den Kopf verlierst. Denn dazu bist du wohl schon zu alt." „Wer spricht von Kopf verlieren?" grollte Peter. „Ich habe ihn nie besser in Ordnung gehabt." „Eine sehr leichtsinnige Behauptung: Wie soll man es sonst nennen, wenn du dir stundenlang am Bahnhof Zoo die Beine austrittst, wenn du halbe Tage wie ein Irrsinniger in der Stadt herumläufst, wenn du wie ein Detektiv hinter diesem Radegast her bist und ähnlichen Unfug treibst. Wenn du deinen Kopf in Ordnung hättest, würdest du erst einmal überlegen und dann planmäßig vorgehen." „Ha, ha, planmäßig vorgehen!" höhnte Peter und schwang voll Ingrimm einen Glaskolben, dessen Inhalt die erwartete Reaktion verweigerte. „Planmäßig vorgehen! Wenn man nicht die geringsten Und dann ging es los. Zuerst befand sich Peter im Vorteil, da es ihm gelang, durch ein blitzschnelles Zugreifen ihrem Angriff zuvorzukommen und sie so von Anfang o in die Verteidigung zu drängen. Er hatte sie nmt beiden Armen umklammert und versuchte, indem er sie hochhob, sie zu Fall zu bringen. Heli aber kam wieder auf die Beine und mad)l? ihrerseits gewaltige Anstrengungen, um sich aus dsl Fessel seiner Umschlingung zu befreien. Eine ganze Zeitlang schienen die beiden wie erstarrt, mit aneinander gepreßten Körpern, einiii die keuchenden Atemzüge zeugten von der Heftigkeit des Kampfes. Auf einmal kam Leben in dies Bild. Heli w^ es gelungen, sich frei zu machen, und nun ging str zum Angriff über. Sie zerrte seinen rechten Am mit einem geschickten Griff nach rückwärts, um als er, dem jähen Schmerz nachgebend, sich um* drehte, hatte sie ihn da, wo sie ihn haben wollte. Den Arm loslassend, schlang sie beide Arme un seinen Hals, während sie gleichzeitig sich mit dem ganzen Gewicht ihres Körpers an ihn hängte. Peter, der auf dieses Manöver nicht gefaßt war, verlor das Gleichgewicht und knickte zu Boden. Er versuchte wieder hochzukommen, aber D» war nicht so einfältig, ihren Vorteil wieder prW* zugeben. Sie kniete sich auf seine Brust und preß!« ihm die Schultern auf den Teppich nieder. „Nun, mein Knäblein?" triumphierte sie., Peter rollte grimmig die Augen, tat, als wer" er mit seinen Kräften zu Ende wäre, schnellte dann aber plötzlich seitwärts, — Heli ging n-m einem schrillen Schrei über Bord, und nun wälzten sich beide am Boden, daß der Staub nur lf wirbelte. ' ? „Hilfe! Mord! Mord!" schrie plötzlich jema-D von der Tür her. . Im Nu war Heli auf den Beinen, sie motr“ ahnen, daß sie kein übermäßig salonfähiges Au;' sehen bot. Sie fuhr sich mit der Zunge über W Lippen, schob ihren Rock zurecht, der sich beoeni- lich verschoben hatte, schielte nach einem Ho"' büschel, der ihr vor der Nase hing und blies aus dem Gesicht. (Fortsetzung folgt!) H 6^ 6U •eä !*„*>» Itr^na nor seil, zu «n N ben und •SÄ” L °°-> * «uiiitn 1)«*’ Angabe faj 3 nicht so recht >n 7Ä.-Standc labere tuaüin. D>e bie SA.-Stonba holte derBriga Ich wenige M treffet fiel. M vor erstaunlich, ler, frühere Fu mfwarteten. e Moment zu st Feite auch jwn Zum Abschluß der SA.-Stand reicht. In 14 2 beiden Mannsci Ötufidiei £ui internet in Aortryl ii Thomsen schine in her Preis. Aus fing, im 3m Verlaus Agchlug-Wet giinftigt durch gesteigert wer Wgsserie j. Hnbrnotor* । Sislbeutschlanb.' M Späte di ^iftabt mit Krgau, bei d M Dffenbi '-ler 3Utt)o (M. Darm sireckenKtzen, nach Mamchi tagten ine Li ®tuppe N Wüte), Kr uti dem D nach 256 Kil Karlsruhe । »erbs-Ieilnt . §ür bie 3 Wiw.-Sfre( l*wri)itl * Rennst, »jenen gQ1) > Rndsp Mi. J ®tunberq S noch (? ^hr Erst-. CF B *° bak «Ku 1 hc Ä ÄS w 5$: > JJf H suhlt ez jte ü, VezirkSsOöffengericht Gießen §J.-fport Alsa Thomsen Von der Wasserkuppe nach Freiburg i. Vr Weitere Spitzenleistungen der Mön-Segelflieger. einen 7 5., nicht il Wirffchast Kurze Sportnotizen. tritt am daß mal Zum Davispokal - Jnterzonenfinale fahren drei, deutsche Spieler nach Amerika: Henner Henkel, Georg von Metaxa und Rolf ©opfert. In Begleitung des Mannschaftsführers F. C. Uhl tritt unsere Vertretung am kommenden Freitag von Bremerhaven aus mit dem Lloyddampfer „Europa" die Ueberfahrt nach Amerika an, wo in den Tagen Gestern hotte' sich der A. B. aus Bad-Nauheim vor dem Schöffengericht wegen Betrugs und schwerer Urkundenfälschung zu verantworten. Der Angeklagte, der als Reisender für eine Koblenzer Firma in der hiesigen Gegen tätig war, hatte in Friedberg Im internationalen Luftrennen „Königin Astrid" in Korttyk in Belgien errang Standartenführer Preis. Außerdem wurde er Sieger im Stern- Japan, die noch einen Entscheidungskamps IN Der fing, im Handicup-Rennen und bei der > Amerikazone auszutragen haben. Beimischung von Maiübackmehl zum Weizenmehl. Das Fußballspiel wurde über reguläre Spielzeit, also über IV2 Stunden, durchge^ührt und von beiden Mannschaften durchgehalten. Bei der drückenden Hitze, die gestern bis in die Abendstunden herrschte, will das etwas bedeuten? Das Spiel selbst nahm einen unterhaltsamen und abwechslungsreichen Verlauf. Die Mannschaft der Brigade kam zunächst und in der ersten Halbzeit nicht so recht ins Spiel und mußte die Mannschaft der SA.-Standarte mit 3:0 in Führung gehen lassen. In der zweiten Spielhälste änderte sich die Si- tuatam. Die Brigade kam in Fahrt, und nachdem die SA.-Standarte ein weiteres Tor erzielen konnte, holte der Brigadestab Tor um Tor auf, bis schließlich wenige Minuten vor Schluß der Ausgleichstreffer fiel. Mit 4:4 Toren endete das Spiel. Es war erstaunlich, zu sehen, wie eine Reihe der Spieler, frühere Fußballspieler, mit sauberer Balltechnik 'aufwarteten. So gab es manches schöne Kampfmoment zu sehen, wenngleich auf der anderen Seite auch zwingende Chancen ausgelassen wurden. Zum Abschluß wurde der Kampfspielgemeinschaft der SA.-Standarte 116 ein neuer Fußball überreicht. In 14 Tagen soll ein zweites Spiel zwischen beiden Mannschaften stattfinden. Deutscher Sieg im internationalen Lustrennen in Belgien. Stab SA.-Brigade-Stab SA.- Standarte 116 4:4. Gestern abend gab es auf dem Universitätssport- platz ein nicht alltägliches Fußballspiel zu sehen. Zwar war es keine Begegnung von Fußballspielern, die mit Passion diesem Sport huldigen, keine Begegnung von Mannschaften, die um Gauligaoder um Gruppen-Meisterschaften zu kämpfen den Ehrgeiz haben — vielmehr handelte es sich um zwei Mannschaften, die sich aus ganz anderen Beweggründen auf dem grünen Rasen trafen. Um zu ihrem Teil, zu eigenem Nutzen, zu eigener Betätigung auf dem Gebiete der Leibesübung beizutra- gen, trafen sich Mannschaften, die sich aus dem Stab der Brigade 147 und dem Stab der SA.- Standarte 116 zusammensetzten. Gleichzeitig sollte den Kameraden in den Stürmen ein Beispiel geben und gezeigt werden, daß man sich selbst in vorgeschrittenem Alter aktiv sportlich betätigen und dabei einen durchaus guten Eindruck machen kann. 4. Runde 10-45 11.05 11.20 11.38 11.43 11.46 11.52 12.00 12.05 12.20 Völlig betrunken am Steuer. Lpd. Fr ankfurt a. M., 2. Aua. Dop dem Der- kehrsrichter stand ein 32jähriger Angeklagter, der im Mai mit dem Auto seines Bruders in Begleitung zweier Freunde eine Schwarzfahrt unternommen hatte. Nach dem Besuch verschiedener Wirtschaften wurde auf der Heimfahrt ein tolles Tempo angeschlagen. Der total betrunkene Fahrer landete schließlich mit dem Wagen an einem Baum: alle drei Insassen wurden verletzt. In der Verhandlung kam zur Sprache, daß die Versicherungsgesellschaft für den Schaden nicht aufkommt, da es sich um eine Schwarzfahrt handelt. Urteil: 6 Monate G e« fängnis bei sofortiger Inhaftnahme. Tödlicher Derkehrsunfall in Weilburg. Lpd. Weilburg, 2. Aug. Ein mit Heizkörpern beladener Lastzug raste aus bisher noch nicht ermittelten Gründen die steile Limburger Straße abwärts, der Fahrer bog geistesgegenwärtig in eine weniger steil abfallende Seitenstraße ein, verfehlte in deren weiteren Verlauf jedoch eine Kurve und fuhr gegen eine Gartenmauer, die zer- trümmert wurde. Der Führersitz des Wagens wurde zufammengedrückt und der Fahrer getötet. Dem Beifahrer geschah nichts. Der Anhänger hatte sich in den Lastwagen hineingebohrt, so daß die beiden Wagen völlig zerstört wurden. Omniibuö stürzt in den Straßengraben gramm iguft ns ßflnb. 6: Sym- lkochrichten.- 8.VV. ),40: W ,5: W-W tad)x\d)ten W 14.15: Mhlali!» 16- DoyMonzekl iw tuppt 19.10: m Hörfolge. 20: M • klingendes st'ere Kolonien.^ UnterhaltungsM einen Fall, der ihnen nicht nachgewiesen werden Hautab^ konnte, so daß insoweit Freispruch mangels Beweises ' D?rmittQQ. I Hlich 1% I •tsl iSl S"> ««. k l ,trQ9en de? J| orner *11 Atkuh'nqb^l •d y eine W| 7' ?QHee imft,, geplant. f9 W toofji, j ■oetriebsangefe. Liter »jJJ en. ■ nwrp "enn, Wwe U lr stagbeq^ r besten CiL erstarb im Febr, em sie im nätfafi ochzeit hätte feie ^im Sonntag \t larfiihrers Ml^ r in Steinbach« nioerfitätsElinit $ als Pfleger bejfr Jrungen gaben b • Lebensjcchres r- netaben bas Ehio I nach dem PM n unb lieben Ur : Lutter. Srt bem SturmfüJ:: 116 der Derstoil: ter der Verwch der BetriebsW Vertreter bes f I von bem Ortsx I k (Steinbach).'» . Abschieb von r. s eigenossen, SoHsl rück AG. für Verkehr auf 119,25 (120), Conti Gummi auf 204 (205), Westdeutsche Kaufhof auf 92,50 (94), Moenus Masch. auf 124 (125), Adlerwerke auf 104,25 (105) und Berger auf 141,75 (142,50). Der Rentenmarkt lag zum Teil ebenfalls chwächer, da auch hier etwas Material herauskam. Kommunal-Umfchuldung 94,60 (94,70), ferner gingen 4,5prozentige im Freiverkehr gehandelte Industrie- Anleihen etwas zurück. Etwas höher gefragt wurden 4 v. H. Rentenbank-Abl. mit 92,65 bis 92,90 (92,50). Goldpfandbriefe blieben behauptet, ebenso Liquidationswerte und die meisten,Stadtanleihen. Im übrigen war das Rentengeschäft gering. Von den variablen Papieren fielen Altbesitzanleihe auf 130 (130,40) und Reichsbahn-VA. auf 122,75 (123). In der zweiten Börsenstunde war die Haltung auf dem ermäßigten Stand etwa behauptet. Unter leichten Schwankungen stellten sich vereinzelt geringprozentige Erholungen ein, doch blieb das Ge- chäft auf allen Märkten sehr klein. Scheideanstalt kamen schließlich mit 212 (216) zur Notiz, im übrigen zeigten die später notierten Werte Rück- gänge von 0,50 bis 1,50 v. H., Bemberg — 1,75 0. H. auf 124,25. Der Einheitsmarkt lag gleichfalls schwächer. Großbankwerte gingen bis 0,50 v. H. zurück, Dürrwerke Ratingen Taxe 110 (l. K. 115). Abendbörse ruhig. Lpd. Frankfurt a. M., 2. Aug. Auf der Autoumgehungsstraße bei Sossenheim rannten ein Reiseomnibus und ein Personenkraftwagen so heftig zusammen, daß der Omnibus an den Straßen- graben gedrückt wurde, die Böschung hinabstürzte und mit den Rädern nach oben schwer beschädigt liegen blieb. Das Personenauto wurde ebenfalls so schwer beschädigt, daß es abgeschleppt werden mußte. Ein Teil der Omnibusinsassen und die Fahrer wurden verletzt; sie erlitten jedoch | nur ungefährliche Schnittwunden, Prellungen und 1 Hautabschürfungen. Die Abendbörse nahm einen stillen Verlauf und hatte am Aktienmarkt keine ganz einheitliche Kursentwicklung, doch traten im allgemeinen nur gering- prozentige Veränderungen meist nomineller Art ein. Größtenteils handelte es sich um Angleichungen an den Berliner Schlußstand. Von Maschinen- bzw. Motorenaktien gingen BMW. 1 v. H. zurück auf 142,50, Daiyiler um 0,75 v. H. auf 127,75, Rheinmetall auf 125,75 (126,25), Junghans auf 108,50 (109), während Moenus mit 124, Adlerwerke mit 105 und Demag mit 137,50 unverändert notierten. Am Montanmarkt bröckelten Verein. Stahl auf 100,40 (100,75), Hoesch auf 106,75 (107) ab, Mannesmann mit 104,65 (104,75), Rheinstahl mit 138,50 und Deutsche Erdöl mit 122 blieben behauptet. IG. Farben besserten ihren Stand um 0,13 v. H. auf 149,65, Metallgesellschaft unverändert 124. Don Elektrizitätswerten erhöhten sich RWE. bei einigen Umsätzen auf 120,13 (119,50), ferner Licht & Kraft auf 133 (132), hingegen Schlickert 161,75 (162), ©esfürel unverändert 130,50. AG. für Verkehrswesen gaben auf 118,50 (119,25) nach. Der Renten- markt lag wiederum geschästslos, Farben-Bonds wurden um 0,25 v. H. zurückgesetzt auf 120,13, Kommunal-Umfchuldung nannte man mit 94,65 fast unverändert. Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 2. Aug. Auftrieb: Kälber 715 (gegen 821 am 26. Juli), Hämmel und Schafe 109 (120), Schweine 3981 (3957). Notiert wurden je 50 kg Lebendgewicht in RM.: Kälber a) 62 bis 65 (62 bis 65), b) 54 bis 59 (55. bis 59), c) 44 bis 50 (43 bis 50), d) 34 bis 40 (35 bis 40). Hämmel b2) 46 (46 bis 48), c) 42 bis 45 (42 bis 45), d) 32 bis 41 (36 bis 40); Schafe a) 38 bis 40 (39 bis 42), b) 34 bis 36 (33 bis 38), c) 25 bis 30 (26 bis 32). Schweine a) 60 (60), bl) o9 (59), b2) 58 (58), c) 56 (56), d) 53 (53); Sauen gl) 57 (57). Marktverlauf: Kälber und Schweine zugeteilt, Hämmel und Schafe mittelmäßig. Für die Deutsche Amateur-Straßenmeisterschaft k im Einer-Streckenfohren hat die GießenerR a d- 1 sahrervereinigung wieder einmal mehr die t ideale Rennstrecke bestimmt,- die schon in den ver- ( gangenen Jahren wiederholt der Schauplatz groß- 1 artiger Radsportkämpfe geworden ist. Die Strecke । führt in ihren wesentlichen Punkten von Gießen nach Grünberg, über Londorf — Staufenbera und Lollar nach Gießen zurück. Diese Streckenführung darf in mehr als einer Hinsicht glücklich genannt werden. Erstens führt die Rennstrecke durch die reizvollste Landschaft unserer Heimat, durch Die Rabenau, die für die Fahrer reiche Abwechslung bietet, fo daß kaum Langeweile aufkommen wird. Zweitens hat Die Strecke den Vorzug, fast ausschließlich über gute Straßen zu führen. Von Gießen nach Grünberg ist die Straße geradezu ideal, in Grünberg gibt es eine schwierige Kurve m einem noch nicht voll ausgebauten Straßenabschnitt, bald aber und hinter Grünberg kommen die Fahrer wieder auf eine vorbildliche Asphaltstrecke, Die ihnen gestattet, Tempo vorzulegen. Zwischen B etter s- hain und Geilshausen nimmt die Fahrer ein herrlicher und kühler Wald auf, gleichzeitig gibt es hier einiges Gefälle, so daß gute Zeit gefahren werden kann. Dann führt die Strecke wieder flacher weiter, über Kefselbach und Land 0 r f, heran an Allendorf, wo den Fahrern eine Schwierlg- feit in der schlechten Ortsdurchfahrt begegnet. Auch in Treis haben sich die Fahrer auf holperiger Straße schwer durchzukänzpfen, und wenn Dann auch wieder gute Straßenverhältnisse bis kurz vor Staufenberg herrschen, ist auf Der Steigung Staufenberg wieder schwerer zu fahren. Auch Das Stück zwischen Staufenberg und Lollar, das ziemlich staubig ist, wird den Fahrern zu machen. Dann aber führt Die Strecke auf Der Straße erster Ordnung von Lollar nach Gießen. An Steigungen fehlt es in Der Strecke auch nicht. Da geht es auf Der Grünberger Straße, im Wiesen- gründ vom Militär-Schwimmbad ab, steil aufwärts, Dafür gibt es Dann bei Oppenrod eine rasche Abfahrt zum Ausruhen. Vor Grünberg erwartet die Fahrer eine Steigung, die sie allerdings, Da Gefalle vorausgeht, mit einigem Schwung nehmen können, Frankfurt a. M., 2. Aug. Die Börse ver- harrte mangels Anregungen weiter in stärkster Zurückhaltung und war am Aktienmarkt vorwiegend bis 1 v. H. schwächer, da sich dem etwas größeren Angebot keine Aufnahmebereitschaft ent- gegenstellte. Bei der Enge der Märkte kam es auch vielfach zu stärkeren Rückgängen. Später beobachtete man von Bankseite etwas Aufnahme, eine durchgreifende Erholung trat aber nicht em. Scheideanstalt erschienen mit Minus-Zeichen und wurden 4 0. H. niedriger angenommen mit 212. Stärker gedrückt waren 'ferner Aschaffenburger Zellstoff mit 112,50 (115,50), Daimler Motoren mit 128,50 (131), Allgemeine Lokal und Kraft mit 138,65 (141), Verein Deutsche Metall mit 162 (164) und am Elektromarkt AEG. mit 109,75 bis 109,25 (111,50) und RWE. mit 119,65 bis 119 (121). Don Berg- werkswerten büßten Buderus 1,65 v. H., Hoesch 1 v H. ein, Mannesmann 0,25 v. H. höher mit 105, Verein. Stahl 100,75 (101), Deutsche Erdöl 122,13 bis 122 (123). IG. Farben blieben mit 149,75 (150) verhältnismäßig behauptet, ebenso Rütgerswercke mit 141 (141,50), ferner Geffürel mit 131 bis 130,50 (130 50), BMW. mit 143,50 (143,25) und Reichs- bank mit 184 (184,50). Sonst gingen u. a._ noch zu- erfolgte. Im übrigen erkannte das Gericht mit Rücksicht auf Den starken verbrecherischen Willen, Den Die beiden Angeklagten an den Tag gelegt haben, aus ganz exemplarische Strafen, um ihnen die Luft an derartigen Dingen auszutreiben. Das Urteil lautete gegen K. wegen gemeinschaftlicher schwerer Urkundenfälschung in zwei Fällen, eines gemeinschaftlichen Diebstahls, einer Unterschlagung, vierfacher unbefugter Benutzung von Fahrzeugen, sotvie eines weiteren Diebstahls auf eine Gesamtgefängnis st r a f e von neun Monaten. Sch., der noch nicht vorbestraft ift, und einen Diebstahl we- niger begangen hat, wurde wegen der gleichen Delikte zu einer Gesamtgefängnis st rafe von sechs Monaten verurteilt. Die Untersuchungs- haft wurde bei K. in der Höhe von einem Monat zwei Wochen und bei Sch. in. Höhe von zwei Wochen angerechnet. Sch. wurde auf freien Fuß gesetzt, während der Haftbefehl gegen den K. aufrechterhalten wurde. In der Urteilsbegründung verwarnte der Vorsitzende die beiden noch einmal auf das schärfste und gab ihnen insbesondere zu verstehen, ‘ " sie nur infolge ihrer Jugendlichkeit noch einem Zuchthaus vorbeigekommen seien. Amerikas Schwimmannschaft „ 5. August von Neuyork aus mit der „Bremen" ihre Europareise an, die am 20. und 21. August nut dem Erdteilkampf Europa—Amerika m Berlin ihren Höhepunkt hat. In die Mannschaft wurden auch Die Weltrekordmänner Fick unD ^lanagan em- gereiht, Dagegen mußte Kiefer eine Absage erteilen. hinter Grünberg gilt es wieder eine Anhöhe zu nehmen, und schließlich wird Die Höhe vor Staufenberg Den Fahrern zu schaffen machen. Möglich, daß Staufenberg Der „Berg Der Entscheidung" wird. Insgesamt ist zu sagen, daß die Steigungen auf dieser Strecke durchaus tragbar sind und Die Fahrer vor keine allzu schweren Aufgaben gestellt sind. Schwer wird die Strecke nur Dann, wenn auch am Sonntag solches Wetter herrscht, wie es bisher Der Fall war. Dann wird es ungezählte Schweißtropfen und manches Pfund Verlust am „Lebendgewicht" geben. Den Kämpfen um die Deutsche Amateur-Straßen- meifterschaft im Einer-Streckenfahren wird auf der 55 Kilometer langen Runde Das starke Interesse Der Bevölkerung begegnen, Die schon immer die Rennen mit großer Aufmerksamkeit verfolgt hat. Um Der Einwohnerschaft der Dörfer und Städtchen an der Strecke einen Ueberblick über Die Zeiten zu geben, zu denen voraussichtlich und ungefähr Die Fahrer Die Ortschaften passieren werden, sei nachstehende Aufstellung wiedergegeben: KL „DU,--E ;e haben, deine" ° ttV, a sie. iflit 1 6"6‘ fteli ftl* lts, "ynb flijj Jjf sÄ lit Z der ff Wertung der Pünktlichkeit, da es Thomsen gelungen war, mit seiner Maschine auf die Se- ... , künde genau zu landen. Der deutsche Sieg wurde I in einer Kolonialwarenhandlung einen Elcmercn gegen eine starke ausländische Konkurrenz erfochten. Auftrag über 8 Mark entgegengenommen. Um sich An Dem Rennen waren außer Belgien Deutschland, eine höhere Provision zu verschaffen, setzte er aus Italien, Frankreich, England, Schweiz unb Luxem- dem Bestellzettel neue Posten ein, jo dciß ö,c bura beteiligt. Gesamtsumme auf 20 Mark erhöhte. Seme Au - ” , ” traqqeberin merkte aber Die Manipulationen recht- Deutsche Rennwagen in Italien. 3eiljg, fo daß die Provision nicht zur Auszahlung Di- beiden b-d-ut-ndst°n a“,0”°biI”n^n p*”; 6=^=^^ tzaupto^an^^r^ga^d-^Än^klagt^ ticns, am 7. August um den C > ano . P ° I ° I m Sachverhalt im wesentlichen zu. behauptet- Livorno unb eine Woche spater um Den c e r b c>- aber, bie|e Fälschung nur vorgenommen zu haben, stnD m diesem Jahr zahlen- ber Fx^dberger Händlerin die Versandspesen zu mäßig nur schwach besetzt. In Livornostartenneben bei dem größeren Auftrag di-se dllein Den Drei Mercedes-Benz-Wagen mit Garacciola, dq^ . Lieferfirma getragen werden müßten. Ab- Lang und von Brauc^tsch je zwei Delahaye (Drey- - davon, daß diese Einlassung für die Straf- fus Comottl), Alfa Romeo (Wimille Dr. Farma) 6^^.^ D^ne ■ Bedeutung ift, wurde sie ihm und Maserati. Belmonde fahrt einen alten Alfa Ro- . L» ubj Immerhin ließ es das Ge- meo, während Teagno m einem alteren Maferatt-1 > mit Rücksicht auf die wirtschaftliche Notlage des Modell das Rennen aufnehmen will. In Pescara setzt ^^goklagten, sowie die Gerinafügigkeit des Gegen- Mercedes-Benz vier Wagen em. Den vierten steuert 9^ einer ziemlich milden Strafe bewenden jjlx und erkannte auf eine Gefängnisstrafe von lunqe Engländer Seaman. Auto-Union fommt \,> . nrf.-n mit Nuvolari, Müller und Hass e. Auch 1 ch Wochen. Im Verlauf Der ersten zehn läge des 19. Rhön- Segelflug-Wettbewerbes konnten Die Leistungen, be- günftigt durch gute Witterungsverhältniffe, ständig gesteigert werden. Auch am Dienstag wurde die Erfolgsserie fortgesetzt. Mit „Sonnenbenzin" und „Windmotor" ging es wieder nach Süd- und Südwestdeutschland. Die Tagesbestleistung erzielte Wolfgang Späte vom Deutschen Forschungsinstitut in Darmstadt mit einem Segelflug nach Freiburg im Breisgau, bei Dem er 318 Kilometer zurücklegte. Nach Offenburg in Baden gelangten mit 270 Kilometer Ruth ard (DDL. Stuttgart) und Flinsch (DDL. Darmstadt). Unter den zahlreichen Zielstreckenflügen, die am Dienstag zum größten Teil nach Mannheim und Darmstadt-Griesheim führten, ragten Die Leistungen von Kurt Sch m idt (NSFK.- ©ruppe Südwest), Treuter (NSFK. - Gruppe Mitte), Kraft (NSFK. - Gruppe Württemberg) upb Dem Doppelsitzer Ruhl-Llacer hervor, die > S p a t e Weizenmehl ohne jede> Beimischung in (NSFK. - Gruppe Dmmstadt) mit 2111,8 P. vor Verkehr gelangt, jeglicher Grundlage. Die Bräutigam (NSFK.-Gruppe Dresden) mit 2063,8^ouptversammlung weist noch einmal ausdrücklich P.' Opitz (NSFK.-Gruppe Hessen-Westmark) mtt P ? 'für ©etreidewirtschaftsjahr 1938/39 1970,6 P. und Ludwig Hofmann (NSFK.-Gruppe ^^gende Anordnung vom 1. Juli 1938 Ab- I Berlin) mit 1810,4 Punkten. Bei den Doppelfttzern Z g hin. Danach Dürfen alle Mühlen, V.aoav. SnArAAMcTriMMpr. mtt 11R1 Punkten lind lirns 7 ___ m :.... Die beiden Delahaye sollen wieder Dabei sein. Zu- 2)ie nächste Verhandlung, ebenfalls wegen Be- . gesagt würben weiter drei neue Maserati und zwei fr rid)tßte |id) gegen Den 21. E. aus Bergheim , Alfa Romeo. bei Büdingen. Der Angeklagte war in Den Jahren . Ultr ? 3 fdtttßtt 1933 bis 1937 in Büdingen nebenberuflich tätig, JIW Zd Zlttienraner »amen versäumte es jedoch, diesen Verdienst Dem Arbeits- itt 3retncrbot)ctt an. amt zu melden, so daß Die Reichsanftalt um rund 1 800 Mark geschädigt wurde. Der Angeklagte war Mit dem Schnelldampfer „Europa" kamen am ^stlos geständig unb begründete seine Handlungs- Dienstag insgesamt 22 amerikanische Leichtathleten me^e ebenfalls mit wirtschaftlicher Notlage. Das unter Führung Des Managers und Delegierten Der lautete wegen fortgesetzten Bettugs auf Drei 212121., Emmett !Br unfon, in Bremerhaven an- MDI D n a t e Gefängnis. Bei den Amerikanern fehlte neben McCluskey auch M. Allerbee. Die 22 Mann traten sofort Die Reise Sobann hatten sich Der W. K. unb Der K. Sch., nach Hamburg an, wo sie am Donnerstag an emem . QU5 Ließen, zwei saubere Früchtchen, Die Leichtathletik-Sportfest teilnehmen. 21m 13. unDi 14. bQ5 ^fmünbige Alter haben, wegen Dieb- August bestreiten Dann Die Amerikaner, verstärkt (g unb |*merer Urkundenfälschung, sowie un- durch ihre bereits in Europa weilenden Kameraden, .1 er Benutzung von Motorrädern zu verant- den Landerkampf gegen Deutschland in Berlin. Lorten. Die beiden Angeklagten, von Denen der H /ÄÄnffor? erstere sogar schon zweimal einschläglich vorbestraft JpCniCI/ v. vJlOtOgd Uno (yOPTCn }|t' bQfferi Gefallen am Motorradfahren gefunden fahren nach Boston. unb benutzten jede Gelegenheit, sich abends auf Park' yaiyrcu uuuj । pläfeen, vor Gaststätten, Kinos usw. Motorräder anzueignen, mit denen sie Spritztouren nach Fulda, Wetzlar unb in die nähere Umgebung unternahmen. Nach ihrer Rückkehr ließen sie Dann Die Maschine einfach irgendwo stehen. Nachdem dies eine Weile gut gegangen war, tarnen sie auf den Gedanken, sich enbgültig eine Maschine zu stehlen. Sie führten bie- x Velaren errang öianoanenfugrer ine ueoetiuyn nuuj aniauu uu, ivu w»> ^“p*-** । fen Vorsatz auch aus, nahmen Die Maschine mit in Thomsen auf einer Taifun-Messerschmitt-Ma-1vom 18. bis 20. August in Boston gespielt wird, den Schisfenberger Wald, wo sie m ra fimerter f chine in Der G e sa m t w e r t u n g Den ersten Gegner unserer Mannschaft ist Australien oder Weise Die Kennummer abanDerten. Dasselbe Ma- -- —- - v — - - ..... । »>:- —t* rtMWAAthiiwAcfnmnf m I növer wieDerholten sie noch einmal. Nach einer gewissen Zeit, als etwas ©ras über Die Dinge gewachsen mar, besaßen sie sogar Die Dreistigkeit, die Maschine bei einer hiesigen Motorradhandlung unterzustellen. Der Angeklagte K. hat Darüber hinaus allein noch ein weiteres Motorrad gestohlen. Die Angeklagten waren beide geständig bis auf 1. Runde 2. Runde 3. Runde Gießen 6.00 7.35 910 Reiskirchen 6.20 7.55 9.30 Grünberg 6.35 8.10 9.45 ^Feilshausen 6.53 8.28 10.03 Londorf 6.58 8.33 10.08 21llendorf 7.01 8.36 10.11 Treis 7.07 8.42 10.17 Mainzlar 7.15 8.50 10.25 Lollar 7.20 8.55 10.30 Gießen (55 km) .ktkliä Ruf 2464 Seltersweg 44 Gießen, Bahnhofstr. 49, Rnf 3941 StofkSpezialhaus Bernard & Sohn Wolkenbruch lm Sonnental? Gießen, Plodcstraße 14-16 5095A 5092 A Donnerstag, Freitag, Samstag das Beste . . . im Sommer-Schiufo-Verkauf auf Extratischen ausgelegt Auch die Preise sind nur noch Reste des wirklichen Wertes.— Ab 4. August Kommt auch mal vor. Aber Herr Mertens macht sich nichts mehr draus. In einer halben Stunde kommt der Briefträger und bringt ihm den Gießener Anzeiger. Damit kann er sich zunächst bis Mittag beschäftigen. Und dann scheint sicher die Sonne wieder. Machen Sie’s ebenso: lassen Sie sich den Gießener Anzeiger in den Urlaub nachschicken, kostet nicht die Welt. Geben Sie bitte Ihre Ferienanschrift drei Tage vor der Abreise in der Geschäftsstelle an. Sie können sich die Zeitung auch postlagernd schicken lassen, wenn Sie noch nicht wissen, wo Sie wohnen. Geschättsdrucksachen Rechnungen Briefblatter Briefumschläge Postkarten Geschäfts karten bei Brühl. Schulstr. 7 MKtz« an Rai« K«O DMNMUKV-DAO« die schnellen, bewährten Rechenmaschinen — die zuverlässigen Helfer auch bei schwierigen Rechenarbeiten. Sie erhalten ausführliche Prospekte, Angebote und unverbindliche Vorführung durch Mercedes - Generalvertretung: Franz Vogt 6 Co. Schreib-, Rechen- und Buchungsmaschinen Gießen - Vokohaus Donnerstag, Freitag, Samstag! Die drei Restetage bilden den Höhepunkt in unserem Som mer-Schluß-Verkauf. Wir haben alle schönen Reste zusammengetragen und auf Extra tisch en übersichtlich ausgebreitet, damit Sie nach Herzenslust wühlen und wählen können. Greifen Sie zu — bei unseren Resten hat die Billigkeit das Wort! Pilze möglichst rasch verbrauchen! Lpd. Frankfurt a. M., 2. Aug. Am Montag erkrankten zwei Mitglieder einer Höchster Familie plötzlich an Vergiftungserscheinungen, nachdem sie vorher ein Pilzg'ericht gegessen hatten. Es handelte sich um Pilze, die von den Erkrankten selbst gesucht worden waren, doch keineswegs um giftige Pilze. Die Pilze müssen vielmehr dadurch ungenießbar und gifthaltig geworden sein, daß sie schon am Samstagmorgen im Wald geholt wurden und m unzweckmäßiger Weise, also ung^putzt und ungekühlt, bis zürn Montagmittag aufbewahrt waren. Durch geeignete Gegenmittel ist im Befinden oer Erkrankten inzwischen eine Besserung eingetreten, so daß Lebensgefahr nicht mehr be* steh t. Der Vorfall gibt Veranlassung, darauf hm- zuweisen, Pilze nach dem Sammeln sofort z u putzen und, wenn sie nicht bald gegessen werden, entweder in gekochtem Zustand oder an einem geeigneten Ort aufzubewahren, da sie besonders unter dem Einfluß der Hitze leicht ungenießbar und gefährlich werden können. Kreis Schotten. )—( Ruppertsburg, 1. Aug. Unsere vereinigte Feuerwehr wurde dieser Tage durch Kreisfeuerwehrführer Rausch aus Schotten zur Probe alarmiert und hatte einen Brandangriff auf die abseits und erhöht gelegene Försterwohnung durchzuführen. Der Brandangriff nahm einen befriedigenden Verlauf. Das Gerätehaus unserer Feuerwehr, das sich seit geraumer Zeit als zu klein erweist, wird im Auftrag der Gemeinde erheblich erweitert. — Zur Zeit sieht man in unserer Gemarkung mehrere Aecker mi t Mo hn bepflanzt. Die großen weißen und roten Blüten bilden eine hübsche Zierde des Feldes. Die Samen des Mohnes liefern vorzügliches Speiseöl. In unserer Gemarkung wird auch viel Flachs und Raps angebaut. Zur Blütezeit tragen diese Pflanzen dazu bei, das Land- fchaftsbild ungemein farbenprächtig zu gestalten. Ungetreuer Werbeleiter vor Gericht. Auch für die Konkurrenz tätig gewesen. LPD. Frankfurt a. M., 2. August. Bei einer Firma, die ein Kindernährmittel vertreibt, war als Werbeleiter der in den vierziger Jahren stehende vorbestrafte Waldemar Schuhmacher tätig. Er hatte sich bald über alles, was bei der Firma technisch und büromäßig vorging, orientiert. Er genoß das größte Vertrauen und arbeitete einen großangelegten Werbeplan aus. Eines Tages entdeckt eine Kontoristin ein Blaupausepapier des Werbeleiters, das sie stutzig macht, urfb übergibt es dem Betriebsführer. Der Inhalt des Blattes ließ keinen Zweifel, daß der Werbeleiter sich auf dem Gebiet der Werkspionage betätigte. Sch. kam unter Beobachtung und wurde eines Tages verhaftet, nachdem durch die Beschlagnahmung einer Korrespondenz bei einer Stuttgarter Firma der gleichen Branche es völlig klar geworden war, daß sich der Werbeleiter zum Verrat von Betriebsgeheimnissen hergegeben hatte. Das Stuttgarter Unternehmen war von ihm genau über den bevorstehenden Werbeplan orientiert worden, ja, Sch. hatte sogar schon einen Gegenfeldzug eingeleitet, indem er einen Prospekt für Stuttgart ausarbeitete, der geschickt abgefaßt war und der Frankfurter Firma erheblichen Abbruch tun konnte. Gegen Sch. kam es zu einer Anklage wegen Untreue und Vergehens gegen § 17 des Gesetzes zur Bekämpfung des unlauteren Wettbewerbs, gegen den Inhaber des Stuttgarter Unternehmens wegen Anstiftung zur Untreue und unlauteren Wettbewerbs. Letzterer hatte sich zwar nicht an den Angeklagten Sch. gewandt, sondern dieser vielmehr an ihn, aber der Stuttgarter Kaufmann hatte sich auf die Sache eingelassen und Sch. eine monatliche Vergütung in Aussicht gestellt. Auch war nach der aufgefundenen Korrespondenz vorgesehen, daß Sch. einen leitenden Posten in d e m Stuttgarter Unternehmen bekommen sollte. Der Mitangeklagte hatte u. a. von Sch. eine Liste der Apotheken und Drogerien erbeten, die von dem Frankfurter Unternehmen beliefert wurden. Raest Bergschenke Herrliche Lage a. Bergwerkswald Groß.schattig. Garten.Terrassen rw^ < W T Neuzeitliche lAI f Kristallglas- H 1- Leuchtdiele Mittwoch, Samstag, Sonntag 20 Uhr Das Sch offengeft'chk tzerurkeltte Sch. z« zwei Jahren Gefängnis und 500 RM. Geldstrafe und den Mitangeklagten an Stelle einer verwirkten Gefängnisstrafe von zwei Monaten zu 2000 RM. Geldstrafe und zu weiteren 1000 RM. Geldstrafe. Das Gericht stellte fest, daß Sch. in ganz ungeheuerlicher Weise die Treuepflicht als Gefolgschaftsmitglied verletzt habe. Geistige Arbeit „wird gemessen" Interessante Versuchsergebnisse. CÄBUNOWACK Sri Donnerstag, den 4. Aug., nnchm. 2 Uhr, versteigere ich an Ort und Stelle (Bekanntgabe erfolgt nn Bersteigerungslokal Neuenweg 28 dabier), zwangsweise gegenBar- zahlung: emp 1 Personenwagen, 1 Motorrad, Chaiselongues, Sofas, Diwans, Sessel, 1 Korbgarnitur, Büfetts, Rauchtische, Divlomatschreib- tische, Schreibmaschinen, Klaviere, 1 Handharmonika, Grammo- vbon m. Platten, 1 Ladentheke, 1 Registrierkasse, 1 Nähmaschine, WaschkompressorenMantelkessel, Kaffeekannen und andere Haushaltungsgegenstände. Bestimmt: 2 Küchenschranke, 1 Küchentisch, 2 Küchenstühle. uwll Gerichtsvollzieher in Gießen Ludwigstr. 331 Telefon 3239 Schon vor längerer Zeit hat man erkannt und durch Versuche bestätigt, daß geistige Arbeit mit Ermüdungserscheinungen des Körpers verbunden ist. Zum Nachweis dieser Tatsache benutzte man einige Apparate, die im wesentlichen das Nachlassen der Muskelkraft nach längerer geistiger Anstrengung zeigen sollten. Bei praktischen Versuchen für Schuloerhältnisse wurde besonders ein einfaches Hilfsmittel verwendet, das man als Ergographen bezeichnet. Bei diesem wird die Muskelkraft eines Fingers, meistens des Mittelfingers, durch die Spannung einer starken Feder ober eines Kautschukriemens gemessen. Natürlich zeigte sich, daß das körperliche Befinden des Menschen auf das Höchstmaß der Arbeitsleistung des Fingers einen erheblichen Einfluß hat. Aber das Nachlassen der Leistung trat nicht nur bei rein körperlicher Ermüdung hervor, sondern auch nach längerer geistiger Arbeit. Man sollte denken, daß bei der Anstrengung des Gehirns die Muskeln der Hand Ruhe haben und deshalb in ihrer Leistung nicht beeinträchtigt werden. Aber das Gegenteil ist der Fall. Die Versuche zeigten auch eine Grad- abstusunq, je nachdem bei gleicher Zeitdauer die geistige Arbeit leichter oder schwerer war. Schon damals haben Lehrer, die die Unterrichtsverteilung eines Schultages auf psychologischer Grundlage aufbauen wollten, beobachten können, daß auch nach Messungen mit den Ergographen einige Fächer den Schüler mehr anstrengen als andere, und daraus die richtige Folgerung gezogen, daß die Fächer adwechfeln müssen. Ferner wurde eine Erfahrung bestätigt, die auch die Praxis schon gebracht hatte, daß schwere Unterrichtsstunden in längerer Reihe den Turnunterricht ungünstig beeinflussen können, wenn ihm nicht eine längere Ruhepause vorangeht. Nun haben kürzlich zwei amerikanische Unioer- fitätsprofefforen den Nachweis der körperlichen Ermüdung nach geistiger Arbeit auf eine andere Art zu führen versucht, die ein noch tieferes Eindringen in das ganze Problem zu versprechen scheint. Sie benutzten den Umstand, daß durch unsere Muskeln elektrische Ströme gehen, die allerdings nur schwach sind, aber doch meßbare Unterschiede zeigen. Die Versuchsperson, ein Student, saß ruhig auf einem Stuhl. Elektroden wurden an einzelne Körperteile, besonders an Arm und Bein, gelegt; sie führten die Muskelströme durch feine Drähte zu einem sehr r'esultaten zeigt, In welchem Maß geistige Arbeit bei den verschiedenen Menschen den Kräftevorrat beansprucht. Wenn jetzt in Deutschland die höhere Schule in kürzester Zeit ihr Ziel erreichen soll, so ist die Auslese der für geistige Arbeit recht geeigneten Schüler zu einer dringenderen Aufgabe geworden; sie liegt im Sinne einer Höchstleistung auf allen Gebieten. TI. Modehaus #