*' I Nr.l Erste? Blaff Lrfchemi iäg Md), außer Sonntags* und ßcurtags Beflogen Die 3Duftrierte ©ienenei Familienblätter Heimat im Bild Die öchplle monati-Besugsprets: Mit 4 ‘Beilagen RM 1.95 Ohne Illustrierte e f 80 Zustellgebühr „ -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer ffietnab üernsprechanschlUst« unter Sammelnummer 225 Anschrift für Drahtnach ^richten Anzeiger Siesten Postscheckkonto: firanffnrt am Main 11686 188. Jahrgang Montag, 5. Januar M8 Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen ruck und Verlag: vrühlsche Univerftfatrdruckerel R.Lange in Gießen. Schrlftleitung und Geschäftsstelle: Zchulstraße 7 Annahme oon Anzeigen für die Miltagsnummer vis8'/,Uhr des Vormittag« Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen oon 22 mm Breite 7 Nps., für le^t* anzeigen von 70 mm Breite bl)Rpf.,Plahvorschrist nach vorh Dereinbg 25"/„ mehr. Lrmästigte Grundpreise: Stellen«, Vereins», gemeinnützige Anzeigen sowie ein- ipaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Rpf.,Familienanzei- gen, Bäder», Uuterrichts. u. behördliche Anzeigen KNpf. Mengenabschlüsse Staffel Ö Eidgenössische Wehrbereilschafi. Von unserem Or. S.-Berichterstatter Zürich, Dezember 1937. Wenn man die wichtigsten Ereignisse des abge» lausenen Jahres für die Schweiz auf einen gemeinsamen Nenner bringen will, dann wird die Sicherstellung der geistigen, militärischen und wirtschaftlichen W e h r b e r e i t s ch a f t des Landes an erster Stelle genannt werden muffen. Der politische Charakter des Staates — liberal-demokratisches Regime und Neutralität als oberster Grundsatz der Außenpolitik — bestimmt dabei eindeutig Inhalt und Form der Maßnahmen. Auf innenpolitischem Gebiete ist vor allem hervorzuheben, daß die A b - wehrbeweguna gegen den Bolschewismus weitere Fortschritte gemacht hat. Die west- schweizerischen Kantone Neuenburg und Genf haben die kommunistische Partei und ihre Nebenorganisationen verboten; Ende Januar 1938 findet im Kanton Waadt eine Bolksabstimmung über ein Volksbegehren statt, das sich gegen die „Vereinigungen der Kommunistischen Internationale" pichtet. Auch der deutschsprachige Landesteil will nun dem welsch-schweizerischen Beispiel folgen: Im Kanton Zürich ist eine kantonale Gesetzesinitiative über das Verbot der kommunistischen Partei und ihrer Nebenorganisationen zustandegekommen; der Schwyzer Kantonsrat stimmte einem „Gesetz Über das Verbot der kommunistischen und anderer staatsgefährlichen Organisationen" zu Wie die heutige Eidgenossenschaft aus dem „Ewigen Bund" der Länder Uri, Schwyz und Unterwalden' vom Jahre 1291 hervorgegangen ift, fo bringt die kürzlich oon Vertretern sämtlicher nationalen Parteien und vaterländischen Verbänden der drei Urfantone gegründete „U r s ch w e i z e - tische Aktion gegen den Kommunis- m u s" zum Ausdruck, daß die Waldftätte als Träger der altschweizerischen Ueberlieferung junr Vorkämpfer gegen die bolschewistische Gefahr berufen ist. Die Vertreter der Waldftätte sehen in einem in die Bundesverfassung aufgenommenen und oon der Staatsgewalt energisch durchgeführten Verbot der kommunistischen Bewegung die erfolgversprechende Maßnahme, um die weitere Zer- fetzungsarbeit Moskaus innerhalb des Schweizer Volkes zu verhindern. Immer mehr werden Stimmen im Volke laut, die eine überkantonale, eidgenössische Gesetzesgebung zur Bekämpfung des Bolschewismus verlangen Allerdings enthüllt das Schicksal des Staatsschutz^esetzes, das immer noch parlamentarische Kommissionen beschäfkiat, die lähmende Unentschlossenheit und Schwäche des liberaldemokratischen Systems, wenn es gilt, den Entscheidungskampf kompromißlos zu Ende zu führen. Neutralität in der großen weltanschaulichen Auseinandersetzung mit -dem Kommunismus gibt es nicht. Fraglich ist nur, ob der Ahwehrkamvf auf ine Dauer lediglich als eine rein innerpolitische Angelegenheit betrachtet werden kann. Die Schweiz lehnt es nach wie vor ab, mit Moskau offizielle diplomatische Beziehunben aufzünehmen, will aber andererseits dem antikommunistischen Pakt, der kürzlich auch von Italien unterzeichnet wurde, fernbleiben. Nach eidgenöffischer Auffassung würde die Beteiligung der außenpolitischen Neutralität des Landes wioerfprechen Immer mehr gewinnen auch Bestrebungen an Gewicht und Bedeutung zur altüberlieferten, uneingeschränkten Neutralität zurückzukehren und damit die politische Unabhängigkeit und Handlungsfreiheit in vollem Umfange wiederherzustellen. Als Mitglied der Genfer Entente hat die Schweiz jedoch Verpflichtungen übernommen, die zum mindesten auf dem Gebiet der wirtschaftlichen Sühnemaßnahmen wirksam werden können. Die Erfahrungen aus dem abessinischen Kriege aber lehrten, daß die „differenzierte", d. h die Unterscheidung zwischen militärischer und wirtschaftlicher Neutralität nicht länger aufrecht erhalten werden kann. In Zukunft wird die Eidgenossenschaft völlig souverän über die Anwendung des Neutralltätsprinzips entlcheiden, auch dann, wenn eä sich um wirtschaftliche Sanktionen handelt. Es ist kaum damit zu rechnen, daß die Schweiz künftig an derartigen Sühnemaßnahmen ohne weiteres teilnimmt Das Bekenntnis zur Neutralität schließt nicht eine zahlenmäßig achtunggebietende und modern ausgerüstete Wehrmacht aus, ja, setzt sie geradezu voraus. (Bewaffnete Neutralität.) So gilt beispielsweise für den Ausbau des aktiven und passiven Luftschutzes der Grundsatz: Kein Flugzeug einer kriegführenden Macht soll ungehindert schweizerisches Hoheitsgebiet überfliegen und sich im Luftraum eines Landes orientieren können, das etwa auf gründlich vorbereitete Verdunkelungsmaßnahmen u. a. m. verzichtet. Derartige Maßnahmen find auch dann anzuwenden, wenn das Land selbst nicht an einem Kriege teilnimmt, zum Schutze der eigenen Mobilmachung und als Dauerzustand zur Ab- wehr möglicher Grenzverletzungen Der passive Luft- schütz ist huf der allgemeinen Luftschutzpflicht der Zivilbevölkerung aufgebaut Während aber im Jahre 1937 die Aufgaben der neuen Luftschutzorganisation fast restlos verwirklicht worden sind, hält der Ausbau der ^Luftwaffe nicht und noch weniger der Fliegerabwehr» (Flab-) Artillerie mit dieser Entwicklung Schritt Auf Grund der neuen, am 1 Januar 1938 in Kraft tretende^ Truppenordnung werden drei Fliegerregimenter gebildet mit insgesamt 21 Fliegerkompanien Der zunächst angestrebte Bestand an jederzeit einsatzfähigen Flugzeugen dürfte gegen 300 Maschinen betragen. Geplant ist ferner die Aufstellung von 100 Flab- Artilleriebatterien aber auch hier ist man über das Stadium der Versuche noch nicht hinausgekommen Nach der neuen Truppenordnung besteht die Schweizer Armee aus drei Armeekorps mit Der neue Kurs in Rumänien. Goga erneuert das Treuebekenntnis zur Krone. — Nie Minderheiten. — Zurückdrängung des jüdischen Einflusses und Rettung des Bauernstandes. — Die außenpolitische Linie. B u k a r e st, 2. Januar. (DNB.) In Gegenwart des Kronprinzen Michael und hoher staatlicher und militärischer Würdenträger überbrachte Ministerpräsident Goga dem König die Glückwünsche der Regierung bei einem Neujahrsempfang im königlichen Schloß. Der Ministerpräsident legte ein Treuebekenntnis zum König stthron ab, den er als die höchste Garantie des Bestehens des rumänischen Staates bezeichnete. Der König führte aus, daß er glücklich fei über die Entschlossenheit der Regierung, m ihrer Arbeit unbeirrbar oorwärtszuschreiten, ausgerichtet auf den Geist der Gegenwart. Diese Richtlinien betonten das Lebensrecht des rumänischen Volkes, wie es durch die Gestaltung seiner Geschichte für immer aufgezeigt sei Ministerpräsident Goga hielt im Rundfunk eine Ansprache, in der er darauf hinwies, daß die nationale Idee alle Herzen erfaßt und eine Welle des Protestes gegen das lieber» wuchern der fremden Eindringlinge sich erhoben habe. Drei ideologische Grundsätze leiteten die Regierung, der Glaube an die geistige Wiedergeburt des Rumänentums . in der christlichen Kirche, an das Königtum und an die Vorrechte der Nation, die den Staat bilde. Ihre Aufgabe fei, den inneren Frieden und eine ureigene Kultur zu schaffen, nicht aus eigensüchtigen Gründen,, sondern als Ergänzung der gesamten Menschheitsaufgaben. Die Ziele würden stufenweise und methodisch verwirklicht. Die Regierung denke nicht daran, gegen die Minderheiten, die sich in Gedanken und Tat dem rumänischen Staat einfügen, vorzugehen Gerechtigkeit für die Minderheiten werde herrschen. Er selbst habe aus eigener Anschauung ihre Fragen genau kennengelernt. Weiterhin müsse das Ausland die Regierung nicht anders sehen, als sie tatsächlich sei, sie sei nur der Ausdruck des natürlichen Strebens des Rumänentums nach Frieden und Mrbeit. Der Minister erwähnte das Verbot der jüdischen Zeitungen und kündigte an, daß die Schanklizenzen in den Dörfern den Juden entzogen werden und rumänischen.Kriegsinvaliden zugeteilt werden. Die Einbürgerungen der Semiten während der Nachkriegszeit werden überprüft werden. Bei den fremden ^Unternehmungen werden Regierungskommiffare eingesetzt werden. Die Unternehmungen werden roma- nisiert werden. Das alles sei aber nur ein Vorspiel für die weiteren Verfügungen, die in erster Reihe die Erleichterung des Ledens für tie Bauernschaft bringen sollen. Die Preisspanne zwischen industriellen und landwirtschaftlichen Erzeugnissen sei zu hoch. Die Kartelle und Trusts müssen gezwungen werden, die Dinge, die der Bauer zu seinem täglichen Bedarf braucht, zu verbilligen. In erster Linie werden verbilligt Salz, Petroleum, Zucker und Tabak, sowie die Eisenbahnfahrt in der dritten Klasse. Außerdem werden umfangreiche Mittel für den Straßenbau zur Verfügung gestellt werden Der „Unioerful" veröffentlicht eine Unterredung mit dem Ministerpräsidenten. Goga erklärte, daß die Juden die wichtigsten Zweige der heimischen Industrie, und zwar die Eisen-, Gruben- und Petroleumindustrie an sich gerissen hätten. In Rumänien lebten bei einem Bevölkerung von 18 Millionen IV- Millionen Juden. Er habe die Absicht, nach dem Grundsatz „Rumänien den Rumänen!" alle bisher von Juden besetzten Aemter in rumänische Hände übergehen zu lassen. „Wir werden uns in erster Linie in der Art wie die sogenannten faschistischen Staaten organisieren, obgleich wir keinerlei Verbindungen mit diesen Staaten haben. Ich beabsichtige, die nationale Revolution durch friedliche Mittel durchzuführen und unserem Volke ein neues Leben zu geben " Die Hauptcharakteristik der Außenpolitik der neuen Regierung werde eine engere Freundschaft z u England fein; ebenso hoffe er, neue diplomatische und Handelsbeziehungen zu verwirklichen. „Namentlich wünsche ich, möglichst bald Verhandlungen über einen Handelsvertrag mit Deutschländ zu beginnen." Die Beziehungen z u Frankreich würden im Geiste der überlieferten rumänischen Politik fortgeführt. Die innere Politik Rumäniens werde nicht zur Folge haben, daß die Freundschaft zu den autoritären Staaten anders als zu anderen Staaten fein werde. „Ich hoffe, daß wir auf Grund der gegenwärtigen Verbindungen zu einer A n- näherung zu diesen beiden Staaten gelangen." Die ersten Inden emigriert. Oesterreich verweigert die Einreise. Wien, 2. Jan. (DNB.) An der österreichischen Grenze ist am Sonntag eine e r ft e Gruppe von Juden, öiez aus Rumänien emigrierten, eingetroffen. Die österreichischen Grenzbehörden haben den Juden die Einreise verweigert. Die „Wiener Neuesten Nachrichten" teilen unter der Schlagzeilen-Ueberschrift „Schutz vor den Ostjuden" mit, daß ein neues g r e m = dengesetz in Vorbereitung sei, dessen wesentliche Bestimmungen dahin gehen * sollen, daß fremde Staatsbürger, die ihren Aufenthalt In Oesterreich über eine bestimmte Zeit hinaus ausdehnen, eine Aufenthaltsbewilligung benötigen. Auch die „Reichspost" unterstreicht in einem Artikel mit dem Titel „Jedem das Seine" die Notwendigkeit, rechtzeitig die drohende ostjüdische Zuwanderung zu unterbinden. Ringvherum hätten sich große Staaten, sogar eine Großmacht wie Frankreich, unter human klingenden Redensarten gegen allzu reichlichen Zustrom von Emigranten aus anderen Staaten abgesperrt. Das kleine Oesterreich, in dem noch immer viele Tausende sehnsüchtig auf Beschäftigung warten, sei bei aller Gastlichkeit einfach nicht in der Lage, allen, die von anderen weit größeren und reicheren Staaten ausgewiesen wurden, seine Pforten zu öffnen und Betätigungsfeld zu bieten. Musiolmi an find und bleiben die Voraussetzungen für jeden großen Erfolg. Wenn auch die Heimbeschaffungsaktion der Hitler- Jugend noch nicht abgeschlossen ist und gerade im kommenden Jahr große Ausgaben baulicher Art zu lösen sind, soll doch das Jahr 1938 seine besondere Parole erhalten. An der Schwelle des neuen Jahres begrüßen wir die vielen jungen Kameraden und Kameradinnen aus dem Ausland, die als unsere Gäste im deutsch-französischen, deutsch-belgischen, deutsch- englischen und vielen anderen HJ.-Skilagern zusammen sind. Rund'200 000 ausländische Jugendliche haben während des vergangenen Jahres das nationalsozialistische Deutschland und die erzieherischen Einrichtungen der Hitler-Jugend besucht. Im kommenden Jahr wird die Arbeit der Hitler-Jugend dem großen Ziel dienen, zwischen deutscher und fremder Jugend neue Brücken zu schlagen. Die Jugend der Völker soll sich untereinander kennenlernen, nicht um die fremde Art nachzuahmen, sondern um zu einem gerechten gegenseitigen Verständnis des fremden Volkstums zu gelangen. Dieses gegenseitige Verständnis allein kann die Grundlage für eine Zusammenarbeit der großen Jugendorganisationen her Gegenwart bilden. Kameradinnen und Kameraden! Wir wollen diesen Gedanken im kommenden Jahr verwirklichen und gemeinsam alles daran setzen, um ihm einen gewaltigen Erfolg au erkämpfen. Wir handeln dabei im Sinne unseres geliebten Führers, dessen wir auch im neuen Jahr würdig werden wollen. So erkläre ich das Jahr 1938 für die Jugend des Deutschen Reiches zum .Jahr der Derftändi. g u n g‘. \ Baldur von Schi rach." 6in Geschenk Baldur von Schirachs an die HI.-Kührerschast. Berlin, 1. Jan. Zum Jahresende hat der Jugendführer des Deutschen Reiches, Baldur von Schirach, wie der Reichs-Jugend-Pressedienst mitteilt, seinem Führerkorps eine künstlerisch gestaltete Mappe mit den Aquarellen Adolf Hitlers aus dem Weltkrieg überreichen lassen. Dieses wertvolle Geschenk des Reichsjugendführers bringt einmal die Verbundenheit der HI. mit dem Leben und Schaffen des Führers erneut zum Ausdruck und ist zum anderen ein Zeichen für die Bedeutung, die der Kunst in der Arbeit der nationalsozialistischen Jugend zugewiesen wird. Oer Aufschwung Danzigs. Danzig geht als selbständiger Staat seinen eigenen Weg. Danzig, ?. Jan. (DNB.) Am Morgen des Neujahrstages fand im Danziger Regierungsgebäude ein feierlicher Empfang der in Danzig beglaubigten Vertreter fremder Mächte statt. Senatspräsident Greiser empfing die Besuche des Genfer Kommissars Professor Burckhardt, des Diplomatischen Vertreters der Republik Polen/ Ministers C h o d a ck i, des Präsidenten des Hafenausschusses, Dr. Nederbragt, und des Konsularkorps, für das der lettische Generalkonsul Bierznieks als Doyen die besten Wünsche für die Freie Stadt Danzig aussprach. Senatspräsident Greiser betonte, daß der Wille der europäischen Regierungen, Gegensätze auszugleichen, wesentlich dazu beigetragen habe, die Ausdehnung gewisser Brandherde zu verhindern. Das wiedererstarkte Deutsche Reich hat einen wesentlichen Anteil daran. A.uch unser deutscher Staat Danzig hat im vergangenen Jahre alles darangesetzt, innerlich zu erstarken und Parteigegen- sätze aufzuheben, um seine innere und äußere Politik mehr als je zielbewußt durchsetzen zu können und so seinen Teil zu der friedlichen Entwicklung in Europa beizutragen. Die einheitliche Linie des Nationalsozialismus auch in der Wirtschaftspolitik hat es ermöglicht, die Arbeitslosigkeit in Danzig mit Erfolg zu bekämpfen und das Wirtschaftsleben zu heben; selbst auf den Werften herrscht wieder rege? Leben. Ordnung und Ruhe' im Innern hat es mir auch möglich gemacht, eine ruhige Außenpolitik zu führen; nicht nur mit Deutschland, das uns wesens- und kulturverwandt und in allen Beziehungen Lehrmeister ist, sondern auch mit unserem Nachbarlande Polen waren unsere Beziehungen die besten. Erfreulicherweise hat auch Genf aufgehört, sich mit inneren Danziger Fragen zu beschäftigen, und es hat eingesehen, daß ein selbständiger Staat seinen eigenen Weg gehen muß und auf die Dauer nicht am Gängelbande außenstehender Mächte geführt werden kann. Neujahrsausrufe an die" & ehrmacht. Berlin, 1. Jan. (DNB.) An die deutsche Wehrmacht sind anläßlich des Jahreswechsels folgende Aufrufe gerichtet worden: Soldaten! 'Jür die in selbstloser, hingebender pflichttreue geleistete Arbeit des vergangenen Jahres spreche ich Euch meinen Dank und meine Anerkennung aus. In der Gewißheit, daß die Wehrmacht auch in Zukunft ihre pflicht tun wird, übermittle ich Euch allen meine Glückwünsche zum Jahreswechsel. Berlin, den 31. Dezember 1937. Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht. Adolf Hitler. An die Wehrmacht! Ein weiteres Jahr erfolgreicher Arbeit am Aufbau der neuen Wehrmacht liegt hinter uns. Mit stolzer Genugtuung haben wir in den Wehrmachts- manövern unsere Einsatzbereitschaft bewiesen. Unerschütterliches Vertrauen zum. Führer und die Liebe zu Volk und Vaterland werden uns auch 1938 Ansporn zu freudiger Pflichterfüllung sein. Berlin, den. 31. Dezember 1937. / Der Reichskriegsminister und Oberbefehlshaber der Wehrmacht. * von Blomberg, Generalfeldmarschall. An das Heer! In zielbewußter Arbeit haben Führung und Truppe im vergangenen Jahr den Aufbau des Heeres gefördert. Wir wollen auch im neuen Jahr unsere Pflicht erfüllen. Der Oberbefehlshaber des Heeres. Freiherr von Fritsch. An die Kriegsmarine! Die Aufbauarbeit der Kriegsmarine wurde im Jahre 1937 tatkräftig weitergeführt. Die Seestreitkräfte in den spanischen Gewässern bewiesen ihre Einsatzbereitschaft. Verantwortungsbewußt und mit freudiger Hingabe werden wir auch im neuen Jahr unsere Pflicht tun. Der Oberbefehlshaber der Kriegsmarine. R a e d e r, Generaladmiral Dr. h. c. An die Luftwaffe! Kameraden! Das Jahr 1937 war ein Jahr der Arbeit an dem inneren Aufbau unserer Luftwaffe. Ich danke Euch für Euere Opferbereitschaft, Eueren Fleiß und Euere Treue, durch die das Ziel, das uns gesetzt war, erreicht worden ist. Das Jahr 1938 wird neue Anforderungen an uns alle stellen. Wir werden sie erfüllen in Glaube und Hingabe an den Führer, unser Volk und unser Vaterland. Der Reichsminister der Luftfahrt und Oberbefehlshaber der Luftwaffe. Göring. Temel durch nationalspamschr Truppen enlsetzt. Salamanca, 3. Jan. (DNB.) Am Freitagabend meldete der nationalspanische Heeresbericht: Die nationalen Truppen haben den roten Gürtel um Teruel gesprengt und sind i n d i e Stadt eingezogen. Der Gegner wurde in glänzendem Kampf vernichtet. Der Einmarsch der siegreichen Kameraden in Teruel löste in der Stadt unbeschreibliche Begeisterung aus. Der Entsatz Teruels durch die nationalen Truppen ging von drei Seiten zugleich vonstatten unter dem Befehl der Generale, Aranda, Mujica und Valera. Die Luftwaffe konnte infolge des Nebels nicht eingreifen. Truppen des Generals Valera faßten nachmittags im Süden von Teruel bei La Muela Fuß. Zur gleichen Zeit machten die nationalen Verteidiger des nördlichen Teils von Teruel einen Ausfall, und nachmittags stellten die einzelnen nationalen Abteilungen in Teruel die Verbindung untereinander her. Der rote „General" Pallas wurde mitsamt seinem Stabe von den nationalen Derstärkungsstreitkräften g e - fanaen genommen. Eine ganze Division der Bolschewisten wurde von den nationalspanischen Truppen vollkommen e i n g e s ch l o s s e n. Die roten Horden versuchten noch in letzter Stunde einen Gegenangriff auf Teruel, der aber kläglich scheiterte. Der Entscheidungskampf spielte sich bei« einer Kälcke von 7 bis 11 Grad ab. Ein großer Teil der gefangenen Bolschewisten war halb verhungert und erfroren, so daß bei vielen Arme und Beine amputiert werden mußten. Der nationale Heeresbericht vom Sonntag meldet, daß die nationalen Truppen den Feind auf dem Abschnitt Teruel weiter verfolgt hätten. Auf dem rechten Flügel im Abschnitt Villastar konnten mehrere Gegenangriffe vereitelt wer- den, während der linke Flügel die Verfolgung s o r t s e tz t e und den letzten feindlichen Widerstand brechen konnte. Drei ausländische Journalisten von sowjelspanischer Granate getötet. Salamanca, 2. Jan. (DNB.) An der Teruel - F r o n t explodierte in der Nähe der nationalen Stellungen bei Caude eine von sowjetspani- scher Seite kommende Granate unmittelbar neben einem von ausländischen Jour- nalisten besetzten Kraftwagen. Dabei wurde ein nordamerikanischer Iourna - l i st auf der Stelle getötet. Der Korrespondent der Reuter-Agentur wurde schwer verletzt und starb bald daraus, ebenso der Berichterstatter des amerikanischen Nachrichtendienstes Associated Preß, der Vertreter der „Time s" wurde leicht verletzt. Die Beisetzung der ausländischen Pressevertreter sand am 2. Januar in Saragossa statt. Umorganisation im britischen Außenamt. Vanfittart diplomatischer Hauptberater des Außenministers Eden. London, 31. Dez. (DNB.) Arn Freitagabend wurde der bisherige ständige Unterstaatssekretär im britischen Außenamt Sir Robert Vansit - t a r t zum diplomatischen Hauptbera- t e r des britischen Außenmini st ers ernannt. Sir Alexander Montagu George Cado- g a n , der bisherige stellvertretende Unterstaatssekretär im britischen Lsußenamt wurde zum st ä n d i - gen Unter ft aatsfefretär im britischen Auhenamt an Stelle Sir Robert Vansittarts ernannt. Als diplomatischer Hauptberater des Außenministers untersteht Sir Robert Vanfittart dem Außenminister direkt und ist diesem direkt verantwortlich. Die Neuschaffung dieses Postens hat, wie Preß Association meldet, Außenminister Eden mit Premierminister Neville Chamberlain hauptsächlich der gespannten internationalen Lage wegen und zur Entlastung des Personals des Außenamtes vorgenommen. Sir Robert Vanfittart wird dem Außenminister über alle bedeutenderen Fragen der Außenpolitik, die ihm zur Bearbeitung überwiesen werden, zu beraten haben. Er wird den Außenminister, sei es in England selbst oder im Auslande, vertreten, sofern der Außenminister dies im Einzelfalle wünscht. Sir Robert Vanfittart ist 56 Jahre alt und gehört seit 1902 dem britischen und diplomatischen Dienst an. Seit 1929 bekleidete er das Amt eines ständigen Unterstaatssekretärs im britischen Außenamt. Sein Nachfolger auf 'dem Posten eines ständigen Unterstaatssekretärs Sir Alexander Cado - g ä n war feit 1936 stellvertretender Unterstaats- jekretär im britischen Außenamt. Er gehört seit 30 Jahren dem diplomatischen Dienst an. Von 1933 bis 1935 war er Großbritanniens bevollmächtigter Minister in Peking und seit 1935 ,bis zur Uebernahme des Postens als stellvertretender Unterstaatssekretär britischer Botschafter in Peking. Sir Alexander Cadogan wird als Autorität in allen Fragen, die China angehen, angesehen. Die Meinung ter preffe. Die „Times" bemerkt, es sei bekannt, daß dem Außenminister heute Lasten aufgebürdet fetal, die die physische Kraft eines Mannes fast überstiegen. Ein neues Tempo sei in die auswärtigen Angelegenheiten eingezogen. Zeit und Erfahrung würden notwendig sein, um die Beziehungen des diplomatischen Beraters ^u seinem politischen Chef auf der einen Seite und zu dem Stab des Auhen- amtes auf der anderen genauer zu gestalten. Noch nie habe die Außenpolitik für die Einwohner Großbritanniens so viel bedeutet wie jetzt. Die Wiederaufrüstung allein, mit der die Ernennung wohl direkt im Zusammenhang stehe, sei ein ausreichender Beweis für ihre UeberzeUgungs- traft. — Der „Daily Telegraph" deutet an, daß es zu den Hauptaufgaben des diplomatischen Beraters gehören werde, vor allem an folgenden Beratungen teilzunehmen: Beratungen des Ausschusses für Reichsverteidigung, Beratungen zwischen Außenamt und anderen Ressorts, wie Ko- lonialministerium^ Dominion-Ministerium, Handels, und Schatzamt. — „Daily Herald" erklärt, die Ernennung Sir Roberts sei das Vorspiel für eine Reorganisation des gesamten Außenamtes und der diplomatischen Maschinerie. Es sei mit reftl. 20% und Preußische Staatsbank (S e e h a n d l u n g). Reichsbank. 1. Der Zeichnungspreis betragt 20% 20% 24. 2. 1938 8. 3. 1938 Berliner Handels-Gesellschaft. Commerz- und Privat- Bank Aktiengesellschaft. Deutsche Bank. Deutsche Landesbankenzentrale Aktiengesellschaft. zuzüglich 4%% Stückzinsen vom 1.1.1938 (einschl.) bis zum Zahlungstage , Bank der Deutschen Arbeit / A. G. S. Bleichröder. Delbrück Schickler & Co. UHU „ /O II II II » •» bei derjenigen Stelle, welche die Zeichnungen entgegengenommen hat, zu erfoglen. Teilzahlungen und Vollzahlung vor diesen Terminen sind zulässig; von den Zeichnungsstellen fest zugesagte Beträge können auch schon vom ersten Zeichnungstage ab beglichen werden. Bed>Teilzahlungen werden im allgemeinen nur durch 100 teilbare Nennbeträge abgerechnet. Die Zahlung braucht erst geleistet zu werden, wenn die Summe der fällig gewordenen Teilbeträge wenigstens einen Nennbetrag von NM. 100,— ergibt. Au; Wunsch der Zeichner werden jedoch auch geringereN e nnbetrüge als RM. 100,— abgerechnet werden. . Die Zeichner erhalten zunächst nichtübertragbare Kassenquittungen, gegen deren Rückgabe später die Stücke durch die Zeichnungsstellen ausgegeben werden. 5. Die Lieferung der 41/, % Reichsschatzanweisungen von 1938, Erste Folge, erfolgtrtalb* möglichst. Im Januar 1938. Berlin, Altona, Bochum, Braunschweig, Bremen, Breslau, Chewnitz, Dresden, Düsseldorf, Frankfurt (Main), Halle (Saale), Hamburg, Karlsruhe (Baden), Köln, Leipzig, München, Oldenburg i. O., Schwerin (Mekl.), Stuttgart, Weimar. Von den vorstehend bezeichneten RM1000000000,— 41/2°/o auflösbaren Schatzanweisungen von 1938, Erste Folge, sind RM 250000000,— bereits fest gezeichnet worden. RM. 750 000 000,- 4!4°/° auslosbare Schatzanweisungen des Deutschen Reichs von 1938, Erste Folge, werden hiermit im Auftrage des Reichs durch das unterzeichnete Konsortium zur öffentlichen Zeichnung unter den nachfolgenden Bedingungen aufgelegt. geichnungsbedingungen Deutsche Girozentrale. — Deutsche Kommünalbank —. . . Deutsche Zentralgenossenschaftskaste. Dresdner Bank. I. Dreyfus L Co. Gebr. Arnhold. Hardy & Co. Mendelssohn & Co. Gesellschaft mit beschränkter Haftung. ™ ... r , , Reichs-Kredit-Gesellschaft Westholsteimsche Bank. Westfalenbank Aktiengesellschaft. Gesellschaft. Braunschweigische Staatsbank Norddeutsche Ärebitbant (Leihhausanstalt). Aktiengesellschaft. Eichborn & Co. E. Heimann. Bayer & Hemze. Sächsische Bank. Sächsische Staatsbank. C. G. Trinkaus. Gebrüder Betymann. Deutsche Effecten- und Wechsel-Bank. Frankfurter Bank. B. Metzler seel. Sohn & Co. Hallescher Bankverein Vereinsbank in Hamburg. von Kulisch, Kaemps & Co. - — — - - Kommanditgesellschaft auf Aktien. I. H. Stein. H. Aufhäuser. Bayerische Staatsbank. Merck, Finck & &o. Staatliche Kreditanstalt Oldenburg (Staatsbank). Württembergische Bank. 19V 98%% unter Verrechnung von Stüfeinfen (siehe Ziffer 4). Tie Börfennmfadsteuer trägt der M. M. Warburg & Co. Badische Bank. SaL Oppenheim jr. & Cie. Allgemeine Deutsche Credit-Anstalt. Bayerische Hypotheken- und Wechsel-Bank. ' Bayerische Vereinsbank. Oldenburgische Landesbank (Spar- u. Leihbank) A.-G. Mecklenburgische Depositen- und Wechselbank. Thüringische Staatshank. Zeichner. ... / 2. Zeichnungen werden in der Zeit vom 3. bis 18. Januar 1938 bei den in der Anlage zu diesem Angebot genannten Banken, Bankfirmen und deren deutschen Zweigniederlassungen während der üblichen Geschäftsstunden entgegengenpmmen- 40% in der Zeit bis zum 26. 1. 1938 10. 2. 1938 RVlWWM Zur Fortführung der von der Reichsregierung übernommenen Aufgaben begibt das Deutsche Reich RM. 1000000000,- 4y2% auslosbare Schatzanweisungen von 1938, Erste Folge. Die Schatzanweisungen lauten über RM 100, 500, 1000, 5000,, 10000 und 20000. Sie sind vom 1. Januar 1938 ab mit 4*/, % jährlich verzinslich. Die Zinsen werden halbjährlich am 2. Januar und 1. Juli j. I. gezahlt, erstmalig am 1. Juli 1938. Die Schatzanweisungen dieser Folge werden mit je 1/6 zur Rückzahlung zum 2. Januar der Jahre 1951 bis 1956 ausgelost; die Rückzahlung erfolgt zum Nennwert. Die Auslosungen finden in dem vor dem Rückzahlungstag endenden Vierteljahr statt. Sie werden in der Weise bewirkt, daß zur Rückzahlung zum 2. Januar der Jahre 1951, 1952, 1954, 1955 je 17, zur Rückzahlung zum 2. Januar der Jahre 1953 Und 1956 je 16 bet Endziffernpaare 00 bis 99 gezogen werden. Als ausgelost gelten aus jedem Wertabschnitt alle Schatzanweisungen, deren Nummer in den beiden letzten Stellen (Zehner und Einer) eines der gezogenen Ziffernpaare hat. Diese werden im Deutschen Reichsanzeiger bekanntgemacht. Die Kündigung aller Schatzanweisungen dieser Folge ober von Teilen ber Schatzanweisungen bieser Folge zu einem früheren Zeitpunkt, jedoch nicht vor bem 2. Januar 1943, bleibt Vorbehalten. . Auf Antrag können bie gezeichneten Schatzanweisungen in das Reichsschulbbuch eingetragen Die neuen Schatzanweisungen bes Deutschen Reichs sind gemäß § 1807 BGB. mündelsicher. Sie können nach Erscheinen im Lombarbverkehr ber Reichsbank beliehen werbenunb sind auch im Lombarbverkehr bei ber Preußischen Staatsbank (Seehanblung) als Deckung zWelassen. Die Einführung ber 4V2 % Reichsschatzanweisungen von 1938, Erste Folge, an ben beutschen Börsen wirb alsbalb nach ihrem Erscheinen veranlaßt werben. m fliisliiü We MM öes WWll W5 M1938, W M, rückzahlbar zum Nennwert in den Jahren 1951-1956 Die Zeichnung kann durch Vermittlung aller übrigen Banke«, Bankiers, Spar- und Girokassen und Kreditgenossenschaften bei den Zeichnungsstellen vorgenommen werden. Früherer Schluß bes Zeichnungsgeschäfts bleibt Vorbehalten. 3. Die Zuteilung erfolgt baldmöglichst nach Ablauf ber Zeichnungsfrist und bleibt dem Ermessen ber Zeichnungsstellen überlassen. Anmelbungen auf bestimmte Stücke können insoweit berücksichtigt werben, als bies mit bem Interesse der übrigen Abnehmer verträglich erscheint. Ein Anspruch auf Zuteilung kann aus etwa vorzeitig eingezahlten Beträgen nur hergeleitet werben, soweit durch bie Zeichnungsstellen bie Berücksichtigung ber gezeichneten Beträge fest zugesagt worben ist. 4. Die Bezahlung ber zugeteilten Schatzanweisungen hat spätestens i loser Stille auf. Gießener Konzertverein Ihre Vermahlung beehren sich anzuzeigen im Alter von 17 Jahren. 6D ing halbe Preise. ID Lang-Göns, den 3, fanuar 1938. Fällen: 2C 20D 2. 8928 D 3. sage ich im Namen der trauernden Hinterbliebenen herzlichen Dank Dr. Guido Möser. 4. Gießen (Zu den Mühlen 12). den 3 Januar 1938 01 Stadttheaterßießen 11D 8827 V Deine« 1 alter Küchenherd. 12D Rphflrmann Gerichtsvoll'z. in Gießen Oblldl UldUII Wiesenstr. 2. Tel. 3108 und zum Bauen NERVENSTÄHLEND, BLUTERNEUERND! 14. Dienstag Miele Zum letzten Mal Trauerspiel von Hebbel Dienstag 20—23 Uhr Die Beerdigung findet am Dienstag, dem 4. Januar, nachmittags ,1% Uhr vom Trauerhause aus statt den 1. Preise RM.0.60 bis 3.—. Die trauernden Hinterbliebenen: Willi Ebel Katharine Ebel, geb Rompf Willi Luh Irene Luh, geb Ebel Johannes Rompf XV. amt ouszuüben, um die Politik der Regierung zu ändern. Das Unterhaus werde jedenfalls eine ein- Fabrikniederlag.: C. Seibel, Frankfurter Str., 0. Winterhof!. Kreuzplatz 9/10. Herrn. Elges, Seltersweg 66. Grünberg: Karl Schott u. sämtliche Filialen. Laubach: Solms-LaubacherDrog. Karl Klein. Pittsburgh Pa. 6107. Stanton Ave E. (5. USA. Silvester 1937 wandfreie Erklärung erwarten dürfen. — „Sunday Times" erklärt, der Wechsel im Außenamt sei auf sachliche Gründe zurückzuführen. Der neue Posten für Vansittart entspreche einem Bedürfnis der Regierung. Sein Hauptzweck werde erfüllt sein, wenn -sein Inhaber die Probleme der britischen Diplomatie durchdenken könne", ohne durch die Verwaltung abgelenkt zu werden! — „Observer", erklärt: Man wolle hoffen, daß der Wechsel der Organisation auch einen Wechsel der Poti- .t i k ankündige. Die britische Außenpolitik habe die offensichtliche Wahrheit erkannt, daß es keine Besserung in den internationalen Beziehungen geben könne als durch ein englisch-deutsches Abkommen. Der „))cmay-ZUm" in LIGA Agitation für weitere Flottenrüstungen. R e u y o r k, 30 Dez. (DNB.) Unter außerordentlich starkem Andrang des Publikums wurde in allen amerikanischen Lichtspielhäusern der Film über die Versenkung des Kanonenbootes „P a n a y" auf dem Jangtsekiang zum ersten Male aufgeführt. Im „Grand Central Theater Reu- york" ging der Aufführung ein Filmstreifen mit einer Ansprache des Bundessenators R y e voraus, in der dieser für die Räumung Chinas durch d.i e Amerikaner eintrat und in ein- dringlicheit Worten vor einer Einmischung der Vereinigten Staaten in Konflikte dritter Mächte warnte. Wenn Amerika sich nur um seine eigenen Angelegenheiten kümmern würde, wäre es em Leichtes, Zwischenfälle und dadurch die Gefahr einer Verwicklung Amerikas in fremde Kriege zu vermeiden. Der Filmstreifen des „Panay"-Zwischen- Berichtigung von Schreibfehlern oder offenbaren Unrichtigkeiten; Aenderung des Familienstandes (z. B. Heirat, Geburt eines Kindes); Berücksichtigung volljähriger Kinder bis zu 25 Jahren, die auf Kosten des Steuerpflichtigen für einen Beruf ausgebildet werden. Den in der Ausbildung befindlichen volljährigen Kindern stehen die volljährigen Kinder gleich, die sich als Arbeitsdienstpflichtige oder Arbeitsdienstfreiwillige (bis zum außerplanmäßigen Truppführer einschließlich) beim Arbeitsdienst oder in der Aus- bildumg bei der Wehrmacht befinden, solange sie das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. In der Ausbildung bei der Wehrmacht befinden sich Fahnenjunker bis zum Oberfähnrich einschließlich und die anderen Wehrmachtsangehörigen bis zum Gefreiten einschließlich. Wenn der Steuerpflichtige das 55. Lebensjahr noch nicht vollendet hat und verwitwet ooer geschieden ist und aus seiner früheren Ehe ein Kind hervorgegangen ist, das auf der Steuerkarte nicht vermerkt ist, weil es z. B. erwachsen oder verstorben ist, kann auf Antrag bescheinigt werden, daß er für die Berechnung der Lohnsteuer als kinderlos verheiratet gilt. Zur Berichtigung sind außer der Steuerkarte 1938 die erforderlichen Urkunden und Belege mit vorzulegen. Wochen-Uebertdcht: Montag, 3. Jan., 20-22.15 Uhr Einmaliges Gastspiel DorotheaWieck,Berlin in Liebe in Dur und tloll. Dienstag, 4. Jan., 20-23.00 Uhr Zum letzten Mal: Demetrius. Mittwoch, 5. Jan., 15-18.30 Uhr Zntn letzten Mal: Schneewittchen. Mittwoch, 5. Jan., 19.30-22.15 Die Geisha Freitag, 7. Jan., 20-22.15 Uhr Die tote Tante u. andere Begebenheiten Samstag, 8. Januar, 20-22 Uhr Zum letzt. Mal: Ich liebe dich Sonntag, 9. Januar, 19-22 Uhr Eine Nacht in Vendlg. Erich Burger und Frau Änne, geb. Hall Werke von Bach, Chopin, Liszt Eintrittskarten: RM. 1. — , 1.50, 225 und 3.— bei Ernst Challier und abends an der Kasse Studentenkarten 80 Pf. im Kollegiengebäude und im Studentenwerk. Kraft durch Freude Theater- Für die beim Heimgang unseres lieben Entschlafenen erwiesene Teilnahme und für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrers unseren herzlichen Dank. Die trauernden Hinterbliebenen: Berthold Goß und Kinder Gießen, den 3. Januar 193& Die Schwlmmslunden beginnen wieder am Donnerstag, dem 6. Januar, öon20l/2-211 .u. Montag, den 10. Ian., 18-19 Ubr, für Mädchen und (Shtaben mit. 10 Jahr. )u.v.19-20 Uhr für Knaben. DerödirolmmroorL Zwangsversteigerung Dienstag, den 4. Januar 1938, nachm, 2 Ubr. sollen im Versteigerungslokal Neuenweg 28, bzw. an Ort u. Stelle (Bekanntg. in ob. Lokal) Zwangsweise geg. sor.Barrablung versteig, werden: Haus-, Laden- u. Büromöbel aller Art. 2 Cisschranke. 5 Cefen, 2Herde. 3 Spiegel, 5 Bücher, 3 Schreibmaschinen, 2 Registrierkass., 1 Bohner, lStaubsaug.,1 Klavier 1 Mantel, 1 Vulkanisiermasch., 1 Schau- fenstereinricht., 1 Schaubeckalbum, 1 elektr. Motor, 1 Tevvich, 1 Photo- avvarat, 1 Standuhr, 1 Nähmasch., Anzugsstoffe. Wahrscheinlich bestimmt wird versteigert: 1 Schreibmaschine. Bestimmt werden versteigert: 16 Blumenständer, 1 Ladentheke mit Pult, 1 Bank mit 2 Stühlen, 1 Sviegelgarnitur f. Schaufenster, 1 halbrunder Tisch, 1 Ausziehtisch, Im neuen Jahr gefunö bleiben! Die Doppel» herz-Kur beginnen! DOPPELHERZ Habe mich in Großen-Buseck Kaiserstraße 37. als prakt. Arzt mit Geburtshilfe niedergelassen Dr. med. Richard Croon iMikng. Bad, Balkon und Zubehör, Wil- yelmstraße 41 I, zum 1. April zu vermieten. pm1d Näh.: A. Becker, Kevlerftraße 9. Telefon 3804. Schöne 6-Zim. Woh. im und im 2. Stock, mit Bad, Beranda, Zen- tralbeiz., Mansarde und reichlichem Zubehör zum 1. Avril 1-38 in meinem Haufe zu vermieten. Anzusehen vormittags von 10 bis 12 Uhr. 887kD Dr. Reinewald Franks. Str. 10. Bekanntmachung. Die Zustellung der Steuerkarten 1938, die diesmal durch die Post erfolgte, ist beendet. Soweit Steuerpflichtige Steuerkarten nicht erhalten haben, wollen sie die Ausfertigung im Stadthaus, Bergstraße 20, Zimmer Jlr. 17, beantragen. Dortselbst erfolgt auch auf Antrag des Steuerpflichtigen die Aenderung der Eintragung auf der Steuerkarte, und zwar in folgen- Für die Beweise herzlicher Teilnahme zum Hinscheiden unseres lieben Entschlafenen, des Herrn Friedrich Kinkel Lokomotivführer i. R. 2000 Hark auf 1. Hypothek sofort zu verleihen. Schrift!. Angebote u. 8D an den Gießener Anzeiger erbet. Nunhläoco von3bis20*■H-erhaltenSiebelwm»- lldulllduuu holten Veröffentlichungen einer Anzeigei Gestern abend um 6.45 Uhr verschied nach längerem Leiden unsere herzensgute Tochter, meine Hebe Schwester und Schwägerin Irmgard Luise Ebel Schöne 5-Zimmer-Wolm. wegzugshalber zu vermieten. Horn ioD Bleichstraße 1^ | Verkäufe | Ein großer und ein mittelgroßer Eisschrank eine Büsetfaus- sab-Bitrine und ein ^letfrbtoolf zu verkauf Babnbofgast- statten Gießen. bekannt, daß das Amt nicht zufriedenstellend ar-! salles schildert alle Etappen der Bombardierung beite, und Sir Robert werde nunmehr Zeit haben, und des Unterganges des Kanonenbootes bis zur diese Frage zu studieren — „News Chronicle" Ankunft der Ueberlebenden und Verwundeten in schreibt: Wenn seine Ernennung mit einem Wech- Schanghai. Auch dieser Film zeigte weder ein on- s e l der Außenpolitik der Regierung zusammen- greifendes Flugzeug, noch die Pinasse. von der aus, hänge, werde das Land wissen wollen, was für ein nach amerikanischer Darstellung das Kanonenboot Wechsel das sei und warum er erfolge. Es habe chit Maschinengewehren beschossen worden sein soll kürzlich Gerüchte über Intrigen von Privatpersonen Der gesprochene Filmtext schloß mit einem Hingegeben mit dem Zweck, einen Druck auf das Außen- weis auf die Notwendigkeit erhöhter u ~ ..... v ’ Wehrbereitschaft sowie einer weiteren Flo Neuausrüstung der Vereinigten Staaten. Das Publikum nahm den „Panay"-Film in laut- Zurück Dr. Schliemann An der Johanneskirche 2 Frauenarzt Sprechstunde: von 9 — 11 und von 2 — 4 Uhr 90 Kaier gelb, entlaufen. Geg. Belohnung abzugeben 4d Hessenstraße 16. Die Eintragung über die Wehrsteuerpflicht auf der Steuerkarte stellt einen formlosen Steuer- «Bescheid i. S. von § 212 der Reichsabgabeordnung dar. Gegen diesen Steuerbescheid steht dem Steuerpflichtigen das Einspruchsrecht zu. Die Einspruchsfrist beträgt 1 Monat und beginnt mit dem Tage der Zustellung der Steuerkarte. Auf der Steuerkarte sind auf der 4. Seite die Bestimmungen über dke Höhe hM Bürgersteuer usw. angegeben. 7Nit der SufteUun^ber Steuerkarte gilt die Bürgersteuer als angefordert. Soweit Anspruch auf Befreiung von der Bürgersteuer besteht, sind Einsprüche im Stadthaus, Bergstraße 20, Zimmer Nr. 14, vorzubringen. Es wird noch darauf hingewiesen, daß in Verlust geratene Steuerkarten nur gegen Zahlung von 1,— B21L ersetzt werden. Gießen, den 3. Januar 1938. Der Oberbürgermeister: Witter. Umbildung des chinesischen Kabinetts. Tschiangkaischek auf die militärische Leitung beschränkt. H a n k a u, 2. Jan. (DNB.) Am Neujahrstage wurde folgende Umbildung der chinesischen Regierung bekanntgegeben: Tschiangkaischek wird vom Amte des Präsidenten des Reichsvollzugsamtes auf seinen eigenen Antrag entbunden; er wird ausschließlich die militärische Leitung bchalten. Der bisherige' Finanzminister Dr. K u n g übernimmt das Reichsvollzugsamt und den Posten eines Ministerpräsidenten. Der bisherige Generalsekretär des Reichsvollzugsamtes General Tschangtschun wird dessen Vizepräsident. Das Finanzministerium wird in ein Wirtschaftsministerium mit Ongwenhao als Minister umgebildet. Die Verkehrs- und Eisenbahnministerien werden zusammengelegt. Der bisherige Eisenbahnminister Tschankinagan Übernimmt die Leitung, während der bisherige Verkehrsminister General P u f e i p e n g als Generalquartiermeister fungieren wird. Nach Eingliederung der Arbeitsgebiete der Kuomintang in den Wirkungsbereich des Reichsmilitärrates übernimmt der bisherige Parteileiter T f ch e n l i f u das Amt des Unterrichtsministers. Pas Marineministerium wird dem Kriegsministerium unterstellt. Hessens jüngstes Dorf. Die neue Gemeinde „Zeppelinheim". NSG. Am Freitag, dem 31. Dezember 1937, wurde im Büro des Reichsstatthalters in Hessen, Kapitän von Schiller als Bürgermeister der neuen Gemeinde Z e p p e l i n h e i m , die mit dem 1. Januar ,1938 ihre Selbständigkeit erhält, vereidigt. Die neue Gemeinde Zeppelinheim, die zum Kreis Offenbach gehört, entstand mit der Schaffung des Flug- und Luftschiffhafens Rhein- Main in seiner unmittelbaren Nähe als eine Siedlung für die Angehörigen der DeutschenZep- pelin - Reederei. Maßgebend für die Auswahl des Platzes war, daß das Personal der Luftschiffe mit Rücksicht auf den anstrengenden Dienst und die kurzen Ruhepausen möglichst in der Nähe des Luftschiffhafens und fernab vom Lärm der Großstadt und der großen Verkehrsstraßen angesiedelt werden sollte.. Im Anschluß an die Siedlung der Deutschen Zeppelin-Reederei wird in Kürze eine weitere Siedlung für Angehörige der Deutschen Lufthansa sowie für Z o l l - und P o st b e a m t e , die im Lufthafen tätig sind, erstellt werden. Darüber hinaus sind für später weitere Bauten in dieser neuen hessischen Gemeinde^ geplant. Das Gelände der Gemeinde, das 1040 Hektar umfaßt, liegt ausschließlich im hessischen Staatswald und setzt sich aus Teilen der Gemarkungen Mitteldick, Kelsterbach und Gundwald zusammen. Außerdem umfaßt es den hessischen — das heißt den weitaus größten — Teil des Flug- und Luftschiffhafens Rhein- Main. Die Gemeinde, die bis jetzt aus 78 Häusern mit 92 Wohnungen und etwa 250 Personen besteht, soll in den zukünftigen Bauabschnitten auf 4000 bis 5000 Einwohner vergrößert werden. «leine politische Nachrichten Mit dem 1. Januar ist das im Verlag El. Wittich erscheinende „Darmstädter Tagblatt" in den 200. Jahrgang eingetreten. Der Jubiläumstag ist der 1. Oktober 1938. Dr. Goebbels traf mit^ seiner Familie zu einem mehrtägigen Besuch bei seiner Mutter in seiner Heimatstadt Rheydt etm [ Vermietungen | Geräumige 7-Zimmerwohnuno Bad, Balkon und Zubehör,Alicen- straße 33 p zum 1. April zu vermieten h942D Näh.. A. Becker, Kevlerstratze 9. Telefon 3804. Sprechst: 12 — 1% Uhr Praxisbeginn.- 3. Jan.'1938 6—7 Uhr Tel : Großen - Buseck 94 Zu allen Krankenkassen zugelassen Sonntag, den 9. Januar 1938. 17 Uhr, Universitäts-Aula / Viertes Konzert Klavierabend Claudio Arrak Keine Blähungen mehr ,.Wohldorfer"Blähungs- und Berdauungsvulver frei von Chemikal., nicht abführend.Vorzüglich b. Gefühl d. Völle, Auf- stoßen, Herzklovf., Kopfschmerz nur in Orig.-Packung RM. 1.50 Kneipp-Kräuterhaus Jung 13V Gießen in der Mäusburg Heute 20-22.15 Uhr Einmaliges Gastspiel Dorothea Wieck mit Berliner Ensemble in Liebe in Dur und Moll Lustspiel von Teichs-Johnson^ Preise: RM. 0.50 bis 3.- ________________________________7D Wetterbericht. 1 Das sehr stabile Hoch über England beherrscht weiterhin die Großwetterlage, die an seiner Südseite hingeführten Luftmassen haben ganz Mitteleuropa Überflutet. Da außerdem auch ganz Deutschland und der größte Teil von Frankreich eine geschlossene Schneedecke besitzen, ist mit einer weiteren Verschärfung des Frostes zu rechnen. Nachts können Temperaturen bis —10 Grad erreicht werden. Wesentliche Neuschneefälle sind nicht zu erwarten. Aussichten für Dienstag: Weiterhin Frost, Temperatur nachts zwischen 5 und 10 Grad minus. Sonst wolkig bis heiter, ohne wesentliche Schneefälle. Lufttemperaturen am 2. Januar: mittags —0,3 Grad Celsius^ abends —2,6 Grad; am 3> Januar morgens —0,5 Grad. Marimum —0,3 Grad, Minimum heute nacht —4,2 Grab. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 2. Januar: abends —0,9 Grad; am 3. Januar: morgens —0,6 Grad. — Sonnenscheindauer 0,4 Stunden. Lvinlerfport-Ivetterdienst. Vogelsberg. Herchenhainer Höhe: Heiter, Pulverschnee; Ski und Rodel sehr gut. Rhön. Wasserkuppe: Nebel, — 11 Grad, 70 Zentimeter Gesamtschnee, 1 Zentimeter Neuschnee, Pulverschnee; Ski und Rodel sehr gpt. Schwarzwald. Feldberg: Heiter, —12 Grad, 35 Zentimeter Gesamtschneehvhe, Pulverschnee; Ski und Rodel gut. Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. XI. 37: 10 780. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 . gültig. 1« Hühner I.-B.0.1846 • 1 Sahn (Rhodelcinder) zu pertaufen. d3 Steinstraße 41. [Stellenangebote Hausmädchen kinderlieb und pflichttreu inrub- Haushalt gesucht, Antritt sofort. Schriftliche Angebote unter 3D an den Gießener Anzeiger erbet. Name mit allen Büroarbeit. vertraut, auch in Stenogr. u. Mafch.-Schr., lumt Stellung sofort. Schriftl. 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