DUH 1 d . i? »r i. .:ä.. >: ' ,** . Nr. 205 Erstes Blatt 188. Jahrgang Zreltag, 2. September 1058 Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberheffen Druck und Verlag: vrühlsche Univerfilätsvruckerei R. Lange in Gießen. Schristleitung und Geschäftsstelle: Zchulftratze 7 tr|d)etnt rügltch. außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild Die Scholl- Monats-Bezugsprets: Mit 4 Beilagen RM. 1.95 Ohne Jllusttierte . 1.80 Zustellgebühr . -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Zernfprechanschlüffe unter Sammelnummer 225) Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Gietzev Postscheckkonto: Frankfurt am Main 11686 Annahme von Anzeigen ffli die Mittagsnummer vis 8'/.UHr des Vormittags Grundpreise für 1 mm Höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rps., für Testanzeigen von 70mm Brette 60 Rpf.'Platzvorschrist nach vorh. 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Unter den Gästen bemerkte man u. a. den polnischen Botschafter in Berlin, Exz. L i p s k i, Staatssekretär Woermann vom Auswärtigen Amt, Ministerialdirektor Dr. Engel vom Reichsarbeitsminrsterium, FGeneral- majör von Tippelskirch vom Oberkommando der Wehrmacht, Bürgermeister Steeg als Vertretet des Oberbürgermeisters und Stadtpräsidenten Dr. Lippert, Reichskriegerführer General Reinhard, Reichskriegsopferführer Oberlindober, sowie den Oberbürgermeister der Stadt Magdeburg, Dr. M a r k m a n n. Herzog von Coburg hielt an die polnischen Frontkämpfer eine Ansprache, in der er eingangs seiner Freude darüber Ausdruck gab, die polnischen Gäste unter Führung ihres Generals I a n u f z k i e- w i c z begrüßen zu können. Gleichzeitig bedauerte Herzog von Coburg, daß der Präsident der polnischen Frontkämpfer, General Dr. Gnrecki, aus gesundheitlichen Gründen an dieser Deutschlandfahrt nicht teilnehmen könne. Besonders dankte er dem polnischen Kameraden Smogorzewski für seine fortgesetzte Arbeit und sprach s eine Genugtuung darüber aus, bestätigen zu können, daß die deutschen Kameraden, die kürzlich unter Führung des Reichskriegsopferführers Oberlindober in Polen waren, mit ganz außerordentlichen Eindrücken zurückgekommen feien. Es erfülle den ehemaligen Frontsoldaten mit Stolz, daß es zwei Frontsoldaten waren, der unvergeßliche Marschall Josef Pil- s u d s k i und unser Führer Adolf Hitler, die eine Verständigung zwischen den beiden Nationen herbeiführten. Gerade aus der Tatsache dieser Verständigung sei eine vertrauensvolle Zusammenarbeit auf weite Sicht entstanden. Hierauf erwiderte der Führer der polnischen Frontkämpferabordnung, Hauptkommandant und Brigadegeneral Januskiewicz, indem er u. a. unterstrich, daß die kameradschaftlichen Beziehungen nicht neu seien. Wenn man nun nach Deutschland komme, so tue man nichts anderes, als nur die schon bestehenden Bande enger und fester zu knüpfen. Man empfinde um so größere Freude, daß die polnischen Frontkämpfer sich nunmehr von den unbe st reitbaren Lei st ungen und dem Aufbauwillen des Dritten Reiches überzeugen könnten. füllung finde. Ebenso wie man in der Kampfzeit zusammengekommen sei, versammele man sich jetzt alljährlich hier mit der auslandsdeutschen Jugend. Der Redner wandte sich dann an die auslandsdeutsche Jugend selbst, die nach dieser einzig schönen Stadt gekommen sei. Viele von ihnen würden staunend die Offenbarungen des neuen schöpferischen Gei st es auf allen Gebieten erleben. Noch fehle ihnen der Maßstab, um das Wunder, was sich hier vollzogen habe, ganz fassen zu können. „Ls ist", so fuhr der Reichsjugendführer fort, „unsereyi Volke vom Schicksal nichts geschenkt worden. Alles, was ihr hier' seht, ist das Ergebnis eines unermüdlichen Fleißes und unermüdlicher Arbeit. Der Kampf des 21 a- lionalfozialismus fei euch ein Gleichnis, das auch in eurem persönlichen Dasein Gültigkeit hat. 2Nan braucht zum Leben nichts anderes als ein tapferes herz und einen starken Glauben, wie auch die Teilmodell des Deutschen Stadions in Nürnberg. . In dem romantischen Hirschbachtal bei Oberklausen in Oberfranken sind leilmolOICni I 9er zehnte Aeichsparteilag. Nur noch eine kurze Zeitspanne trennt uns von der Stunde, die das feierliche Einläuten des Zehn- ten Reichsparteitages bringt. Wieder werden, wie alljährlich, die vollen Töne der Glocken der Nürnberger Gotteshäuser über die Mauern und Zinnen hinweg ins Land hinausklingen, werden verkünden, daß der Führer die Frankenstadt betreten hat und daß nunmehr das große Treffen der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei, damit auch jener Abschnitt der politischen Arbeit dieser Bewegung beginnt, um den sich die Ereignisse gruppieren, und der wiederum richtungweisend für die Meisterung aller künftigen Aufgaben und Schwierigkeiten ist. * 6000 Mann warey es, die zum ersten Parteitag im Januar 1923 in München antraten, 600000 Männer und Frauen der Bewegung werden sich in diesem Jahre in der schönen Frankenstadt treffen. Welch ein Unterschied zwischen damals und heute! Welche Kämpfe, Anstrengungen und Opfer liegen aber auch zwischen dem Einst und dem Jetzt. Und welche Erfolge haben die Jahre gebracht, die seit dem Entstehen der nationalsozialistischen Bewegung, die wir dem Manne verdanken, zu dem jeder von uns voller Verehrung aufblickt, ins Land gegangen sind! Es ist ein Ding der Unmöglichkeit, mit raschen Strichen ein Bild des Kampfes Adolf Hitlers um sein deutsches Vaterland und der Verwirklichung seiner politischen Ideale zu zeichnen. Aber dieser Kampf ist noch lange nicht abgeschlossen, er wird auch niemals ein Ende finden. Denn rang der Führer einst um fein Volk, so setzt er heute stündlich und täglich feine ganze Kraft, sein Denken und Streben, fein Sinnen und Trachten und feine politische Geschicklichkeit f ü r fein Volk ein, an dessen Spitze er getreten ist und das hinter ihm steht wie ein gewaltiger, fest geschlossener Heerhaufen hinter seinem Herzog. Dieser Kampf kann niemals zu Ende gehen, weil unser Volk nicht mehr daran denkt, sich in sein Schicksal zu fügen und den Weg zu gehen, den alle Völker bisher gingen, die sich selbst aufgaben. Nein, Deutschland lebt, es will leben und will sich weiter entwickeln. Und dieser Lebenswille stellt es täglich vor neue Aufgaben, die zu lösen der Führer täglich wieder als fein erstes und vornehmstes Ziel bestimmt. Wenn wir jetzt auf dem Zehnten Reichsparteitag vor den Führer treten, wenn dieser im Kreise seiner unübersehbaren Gefolgschaft erscheint, dann ist das die erneute Bestätigung und Unterstreichung der Schicksalsgemeinschaft von Führung und Volk, von Volk und Führung. Zwischen beiden gibt es keinen Unterschied, beide kennen nur die gleichen Ziele, beide bilden die kraftvolle Gemeinschaft, die allein das Fundament ist, auf dem die Probleme des Daseins einer Nation gelöst werden können, gleichgültig wie sie beschaffen und welcher Art sie find. So ist Nürnberg immer wieder das Sinnbild der nationalsozialistischen Gemeinschaft unseres Volkes, das Sinnbild der einigen und geschlossenen Nation. Was Einigkeit zu leisten vermag, das haben uns die Jahre seit der Machtübernahme durch den Führer gelehrt. Wo wären wir, hätte nicht Adolf Hitler die Führung von Volk und Staat bedingungslos übernommen und ebenso bedingungslos auch durchgeführt. Nur auf diese Weise konnte das Trennende über Bord geworfen und durch das Einigende ersetzt werden. Mit dem Verzicht auf das Trennende kam die Ueberwindung der Arbeitslosigkeit, die Wehrhaftmachung der Nations die Wiederherstellung der Hoheitsrechte im gesamten Reichsgebiet, kam schließlich auch der Wiederanschluß Oesterreichs an das Reich. Wie ein Magnet wirkte das geeinte deutsche Volk des alten Reiches auf unsere österreichischen Brüder und Schwestern. Dieser magnetischen Kraft ist es zu danken, daß drüben schließlich alle künstlich errichteten Dämme eingeriffen wurden und das Deutschtum »bis zur ungarischen Grenze hinunter wieder zu einem Staatsvolk wurde. Im Zeichen dieser Einigung wird auch der Zehnte Nürnberger Reichsparteitag stehen, auf dem zahllose Männer und Frauen der Ostmark erscheinen werden, um auch auf der größten Veranstaltung der nationalsozialistischen Bewegung zu zeigen, daß das Blut gesiegt hat. Wir grüßen die Brüder und Schwestern der Ostmark, wir heißen sie in der Stadt der Reichsparteitage herzlich willkommen. Aber den schönsten Willkomm wird ihnen d e r Mann entbieten, dessen hoher politischer Gabe sie es zu verdanken haben, daß die Fesseln klirrend zu Boden fielen. Ihm bat die Nation den Beinamen Einiger aller Deutschen" gegeben. Lufisperre über Aiirnbera. Sieg durch die Krast des Glaubens . Baldur von Gchirach an die auslandsdeutsche Lugend. ReichsWendsiihrer Valdur von Schirach betonte in seiner Ansprache einleitend, daß im blick einer solchen Jugend seine Arbeit ihre in Berlin eingetroffenen polnischen Front- J^ä ms? feraborbnung gab der Präsident der Frontkämpferverbände, Vereinigung deutscher NSKK.-Obergruppensührer General der Infanterie Herzog von Coburg, heute abend hn „Hotel polnische Frontkämpfer in Berlin „Vertrauensvolle Zusammenarbeit auf weite Sicht." Stuttgart, 1. Sept. (DNB.) Der Tag der auslandsdeutschen Jugend auf der VI. Reichstagung der Ausländsdeutschen fand am Donnerstagabend feinen machtvollen Abschluß mit einer großen Kundgebung in der Stuttgarter Stadthalle. Im Mittelpunkt der Kundgebung stand eine Rede des Reichsjugendführers Baldur von Schirach, der auf der vorjährigen Reichstagung der Ausländsdeutschen zum erstenmal in Stuttgart zur auslandsdeutschen Jugend gesprochen hatte und der auch in diesem Jahre wieder gekommen war, um den auslandsdeutschen Jungen und Mädeln die Grundgedanken der nationalsozialistischen Jugenderziehung vor Augen zu führen. Die Beteiligung der auslandsdeutschen Jugend ist gegenüber dem Vorjahr noch stärker geworden, und auch bei den übrigen Tagungsteilnehmern und der Stuttgarter Elternschaft fand der Besuch des Reichsjugendführers freudigen Widerhall. Kein Wunder, daß die Halle wiederum brechend voll war. Die Taufende bereiteten dem Reichsjugendführer einen begeisterten Empfang, als er in Begleitung' von Gauleiter Bohle und Gauleiter Reichsstatthalter Murr die Halle betrat. Mit dem Liede „Unter der Fahne schreiten wir" »»marschierten die Fahnen in den reichgeschmückten Saal. Sauleiter Bohle widmete dem Reichsjugendführer herzliche Worte der Begrüßung, die von der Jugend mit minutenlangen Beifallsstürmen aufgenommen wurden. Der Tag der auslandsdeutschen Jugend sei bereits ein fester Bestandteil der Auslandsdeutschen-Tagungen geworden und werde es,auch in aller Zukunft bleiben. Die Arbeit am Auslandsdeutschtum könne nur nalionalsozialisiische Bewegung nur mit der Kraft des Glaubens gesiegt hat." Zum Schluß ging der Redner auf die frühere Zersplitterung in der deutschen Jugend ein. Die nationalsozialistische Jugendbewegung habe dafür gekämpft, daß an die Stelle der einstigen vielen Jugendorganisationen proletarischer, bürgerlicher und konfessioneller Art eine einzige deutsche Jugend trat. „Diese Jugend erziehen wir", so betonte der Reichsjugendführer unter dem brausenden Beifall der Massen, „für Adolf Hitler und fassen sie zusammen unter der Fahne, die heute über allen Menschen deutschen Blutes weht." Das brausend aufgenommene Sieg-Heil und die Lieder der Nation waren das Gelöbnis der Jugend, sich als die kommende Generation allezeit für die Ziele des Führers einzusetzen. HZ.-Führer-Tagung in Stuttgart Im Zeichen der Auslandsdeutschen. Stuttgart, 1. Sept. (DNB.) Der 7. Tag der auslandsdeutschen Heerschau in Stuttgart, der im Zeichen der auslandsdeutschen Jugend stand, wurde eingeleitet mit einer HI. -Führertag u n g , die in Anwesenheit des Reichsjugendführers Baldur v. Schirach und des Führers des Gebietes 20 der HI., Gebietsführer Sund ermann, im Weißen Saal des neuen Schlaffes stattfand. Nach der Eröffnung durch Oberbannführer M ö g- ling richtete Stabsamtsleiter ^-Oberführer Ruhberg das Wort an die Teilnehmer der Tagung, die Jid) aus Hoheitsträgern, Amtsleitern der AO., Landesjugendführern und Landeskreis-Jugendfüh- rem mit ihrqn BDM.-Referentinnen zusammensetzte. Eine der wichtigsten Aufgaben der AO. nach dem Nürnberg, 1. Sept. (DNB.) Anläßlich des Reichsparteitages 1 9 3 8 ist durch Polizeiverordnung des Luftamtes Nürnberg der Luftraum über dem Stadtgebiet und der Umgebung von Nürnberg innerhalb der Linie Pegnitz — Lauterhofen — Neumarkt — Freystadt — Pleinfeld — Gunzenhausen — Wicklesgreuth — Unternbibert — Neustadt/Aisch — Hächstadt — Forchheim — Pottenstein — Pegnitz vom 4. September, 6 Uhr, bis einschließlich 13. September, 20 Uhr, für alle Luftfahrzeuge gesperrt. Zuwiderhandlungen sind strafbar. Für Regierungsflugzeuge und für dell Fluglinienverkehr gilt Sonderreglung. Das Luftsperrgebiet wird durch Flugzeuge luft- polizeilich überwacht. Unberechtigt einfliegende Flugzeuge werden durch rote Signalschüsse von den Ueberwachungsflugzeugen aus zur Landung aufgefordert. Sie haben sodann sofort auf dem Derkehrs- flughafen Nürnberg zu landen, hierzu hat sich das erfolgreich fein, wenn die Zukunft in starken Händen liege, nämlich-in den Händen einer nationalsozialistischen Auslandsjuge n d. Gauleiter Bohle richtete dann an die Eltern im Ausland besondere Gruß- und Dankesworte. Die Arbeit an der Auslandsjugend und an den Auslandseltern fei die Kameradschaft, die die Auslands- Umbruch fei u. a. die sofortige Zusammenfassung der deutschen Jugend im Auslande gewesen. Heute sei es so, daß, wo auch immer im Auslande und auf den Schiffen die Fahne der Partei weht, auch die Wimpel der HI. und des BDM. flattern. Wir wissen, warum wir uns in besonderem Maße um unsere deutsche Jugend kümmern, denn das, was wir heute aufbauen, ist für sie und durch sie für Jahrhunderte und ewige Zeiten bestimmt. Interessante Ausführungen, besonders über die Schulung des Führernachwuchses, machte dann Hauptbannführer Stadler. Er berichtete über die bei den Auslandslagern der auslandsdeutschen HI. im Jahre 1935 gemachten Erfahrungen. Es wurde die wichtige Erkenntnis gewonnen, daß es nicht nur darauf ankommt, zu solchen Lagern nicht nur möglichst viele Teilnehmer nach Deutschland zu bekommen, sondern aus ihnen eine Führerschicht auszuwählen, die der im Auslande harrenden Aufgabe gerecht zu werden vermag. In enger Verbindung und gemeinsamer Arbeit mit der AO. der NSDAP, soll der Aufbau dieser Führerschicht vollzogen werden, damit der Führertypus entsteht, der sowohl draußen, wie im Reichsgebiet g e - radesteht. Ganz besondere Sorgfalt wende die Reichsjugendführung den deutschen Jungarbeitern im Auslande und den Seefahrern zu. Hauptbannführer Stadler verpflichtete zum Schluß die HI. im Auslande, das gemeinsame Werk des Reichsjugendführers Baldur von Schirach und des Leiters der AO. Gauleiter Bohle mit allen Mitteln und vollem Einsatz zu unterstützen. Die Führertagung, an die sich eine gemeinsame Besichtigung des Musterlagers der HI. im Rosensteinpark anschloß, klang mit dem Lied der HI. aus. zur Landung aufgeforderte Flugzeug neben das Ueberwachungsflugzeug zu fetzen und diesem in der gewiesenen Richtung zu folgen. Wird die Landungsaufforderung nicht befolgt, so wird von der Waffe Gebrauch gemacht. 400 Zungfaschisten-Führer kommen nach Nürnberg. Rom. 1. Sept. (DNB.) Parteisekretär Mnister Starace hat eine Abordnung von 1 0 0 Jung- faschisten-Führern empfangen, die sich auf Einladung der Hitler-Jugend am Freitag zur Teilnahme am Reichsparteitag nach Nürnberg begeben. Sie werden im Auftrage des Parteisekretärs der HI. den Gruß ihrer italienischen Kameraden überbringen. Konrad Henlein beim Führer. Prag, 1. Sept. (DNB.) Nach einer Mitteilung des Presseamtes der Sudetendeutschen Partei ist Konrad Henlein nach Berchtesgaden abgereift, um dem Führer und Reichskanzler einen Besuch abzustatten. Haupttagung des Martin-Luther-Bundes. Reutlingen, 1. Sept. (DNB.) Am Donnerstag eröffnete der Martin-Luther-Bund in Reutlingen feine 55. Haupttagung mit einer Sitzung des Bundesrates. Diese Haupttagung konnte mit einem Treffen aller aus Sowjetrußland nach Deutschland entkommenen deutsch-evangelischen Pfarrer und Pfarrerswitwen verbunden werden. Zum erstenmal sind auf dieser Tagung auch Pfarrer aus der deutschen Ostmark in größerer Zahl vertreten. Hat Prag noch Entschlußfreiheit? japa- eme der markantesten politischen Persönlichkeiten Vie Deutsch-japanische Freundschaft. Japanische preffemänner lernen das neue Deutschland kennen. Bevölkerungspolitische Maßnahmen. Rom, 1. Sept. (DRB.) Der italienische Ministerrat hat am Donnerstag außer den einschneidenden Bestimmungen über die Ausweisung sämtlicher ausländischer Juden auch neue Maßnah- men auf dem Gebiet der Bevölkerungspolitik und der Rasse getroffen. Im Innenministerium wird danach ein beratendes Organ für Bevölkerungspolitik und Raffe ins Leben gerufen, um Gutachten über allgemeine Fragen auf diesen Gebieten abzugeben. Weiterhin wird das Innenministerium dem Hilfswerk „Mutter und Kind" erhöhte Unterstützung und Förderung zuteil werden lassen. Aehnlichen Zielen dient die auf Vorschlag Mussolinis getroffene Maßnahme, wonach in Zukunft bei Beförderungen von Staatsbeamten der Familienstand berücksichtigt wird. Danach werden zu höheren Stellen in Zukunft nur noch verheiratete Anwärter zugelassen. Ledige Staatsbeamte über 30 Jahre, oder ledige Staatsangestellte über 26 Jahre werden nicht mehr befördert. Schließlich gab der Ministerrat auf Vorschlag des Außenministers einigen Handelsverträgen seine Zustimmung, sowie dem zwischen Italien und Deutschland am 9. Juni abgeschlossenen Abkommen über eine gegenseitige verwaltungstechnische und rechtliche Unterstützung in Steuerfragen. die notwendigen Abwehrmaßnahmen gegen die Juden zusammenfassen soll. Ferner ist der Landwirtschaftsminister beauftragt worden, fünfhundert jüdischen Einwandererfamilien, die Land zu kaufen beabsichtigten, einen a b Ich l äg i g e n Bescheid zu erteilen. Gleichzeitig wurde den jüdischen Antragsstellern die Einreiseerlaubnis ver- weigert. Kein Raum für zugewanderte Juden Italienischer Ministerrat bestimmt: Nach dem 1. Januar 1919 eingewanderte Juden müssen das Imperium verlassen. Ehrung des Reichslustschuhbundes Anordnung des Generalfeldmarschalls Göring. ihrer Spitze der Präsident des Reichsoerbandes der deutschen Presse, SA.-Obergruppenführer Wilhelm Weiß. Im Namen des Reichsministers für Dolksaui- klärung und Propaganda und des Reichspressechefs Dr. Dietrich begrüßte Ministerialrat Professor Or. Dömer in herzlichen Worten die japanischen Gäste. Er hob hervor, daß die Reise der japanischen Berufskameraden ihren ganz besonderen Charakter dadurch erhalte, daß die Repräsentanten des Zeitungswesens eines befreundeten Landes den Weg über zwei Ozeane nicht gescheut haben, um jenes neue Deutschland mit eigenen Augen kennenzulernen, von dem sie bis dahin nur eine geistige Vorstellung haben konnten. Sie würden auf ihrer vierwöchigen Reise durch Deutschland das deutsche Volt in seinem Kampf um die politische, wirtschaftliche, kulturelle und soziale Wieder- aeburt an den Plätzen seiner Arbeit tennen- lernen; vor allem aber auf dem Reichspartei, tag werde chnen offenbar werden, wie ein einst seelisch und moralisch niedergedrücktes Volk durch eines Führers starke Hand zu sich selbst und seinen edelsten Werten zurückgefunden habe. Berlin, 1. Sept. (DNB.) Seit über fünf Iah- ren sind mehr als 600 000 Amtsträger des Reichs- luftschutzbundes uneigennützig bemüht, den Selbstschutz der Bevölkerung für den Fall von Luftangriffen sicherzustellen. Mit ihrer durchweg ehrenamt- lichen Tätigkeit, die gewaltige Erfolge erbracht hat, haben sie einen wesentlichen Beitrag zur Lustschutzbereitschaft und damit zur Widerstandskraft des deutschen Volkes geleistet. Damit haben sie aber auch ihre nationalsozialistische Gesinnung und Einsatzbereitschaft vor aller Welt belegt. Um die enge Verbundenheit der Arbeit des RLB. mit der nationalsozialistischen Weltanschauung auch äußerlich zmn Ausdruck zu bringen, hat der Reichsminister der Luftfahrt und Oberbefehlshaber der Luftwaffe, Generalfeldmarschall Göring, in Anerkennung der Arbeit der Amtsträgerschaft verfügt, daß zur Dienstkleidung des RLB. die nationalsozialistische Kampfbinde zu tragen ist. Diejenigen RLB.-Amtsträger, die Parteigenossen sind, tragen in Zukunft auf dem Binder ^as Parteiabzeichen. Weiterhin führt der RLB. in Ihm erwiderte der Delegationsführer der Nischen Pressevertreter, Reichstagsabgeordneter Takeshi Azuma, Ausländer und vor allem keine Juden wollten, er» klärt das Blatt schließlich, daß man jetzt mit der Revision und der Ausweisung der in den letzten Jahren zugeströmten Juden anfange. Vor allem trete dabei die Tendenz einer Befreiung und Säuberung der Rasse und der Nation in Erscheinung. Die italienische Norm entspreche der Gerechtigkeit und einem nationalen Bedürfnis. Es handele sich um eine konstruktive Bestimmung, weil sie darauf abzielt, den Willen und die Arbeit der Italiener von allen Kräften zu befreien, die sie zersetzen, erniedrigen und ihren Aufstieg verzögern könnten. England fürchtet für sich Rückwirkungen London, 1. Sept. (Europapreß.) Die Maßnahmen der italienischen Regierung gegen die Juden werden von den englischen Abendblättern ausführ- lich und unter großen Ueberschriften wiedergegeben. Mehrere Zeitungen geben dabei der Befürchtung Ausdruck, daß die aus Italien und den ita- lienischen Besitzungen ausgewiesentn Juden versuchen werden, England zu erreichen und damit die unerwünschte jüdische Einwanderung zu verstärken. Uruguay will sie auch nicht haben. Montevideo, 2. Sept. (DNB. Funkspruch.) Jetzt beginnen auch die südamerikanischen Staaten Maßnahmen gegen die Gefahr wachsender Überfremdung durch die Zuwanderung jüdischer Elemente zu treffen. So wurde im letzten Kabinettsrat der Regierung von Uruguay vom Staatspräsidenten, General B a l d o - mir, die Frage der Einschränkung der ®a n d e r u n g, zum Schutze der einheimischen Wirtschaft aufgeworfen. Es wurde ein oesonderer Ausschuß, dem verschiedene Minister angehören, mit der Ausarbeitung eines Gesetzes beauftragt, das Obersalzberg, sowie alle Bilder, die irgendwie mit dem Führer in Zusammenhang stehen. Der Erlaß sieht Strafen von 10 bis zu 5000 Tschechenkronen, oder Arreststrafen von zwei Stunden bis zu 14 Tagen vor. Begründet wird die Anordnung damit, daß die „Ruhe und Ordnung gestört werden könnte". Es ist in diesem Zusammenhang recht bezeichnend, daß in tschechischen und marxistischen Buchhandlungen häufig Bilder von Stalin zu sehen sind. Gegen irreführende Gerüchte. Offener Brief an die „Times". Prag, Sept. (DNB.) Die Abgeordneten Karl Hermann Frank und Ernst K u n d t sandten heute einen offenen Brief an das englische Blatt „The Time s", dn dem sie gegen Gerüchte, jDie durch den Nachrichtendienst dieses Blattes verbreitet werden, Stellung nehmen. In dem Schreiben heißt es: „Unter der Bezeichnung „The Times-Nach- richtendienst" bringt das „Prager Tagblatt" vam 1. September unter der Überschrift „Gewisse Entspannung" einen Bericht Über den Stand der inner- politischen Verhandlungen in der Tschecho-Slowakei, in dem sich unter anderem auch folgender Absatz befindet: „Kundt gehört, wie hier gesagt wird, ebenso wie Henlein zu der vorsichtigen Gruppe der Partei. Diese wünscht Autonomie und volle Gleichberechtigung im Staate für alle Deutschen, ift aber geneigt, auch ein Kompromiß zu überprüfen. Auf der anderen Seite stehen die Extremisten, deren Tätigkeit in dem von Dr. Frank und Dr. Köllner unterzeichneten Aufruf vom letzten Freitag zum Ausdruck kommt. Diese be- stehen auf der Erfüllung jeglicher Forderungen einschließlich jener, die von der tschecho-slowa- kischen Regierung als staatszerstörend abgelehnt worden sind." „Wir halten uns verpflichtet", so heißt es in dem offenen Brief weiter, darauf hinzuweifen, daß der- >artige Gerüchte und Nachrichten in Prag von gewissen deutschfeindlichen politischen Kreisen systematisch kolportiert und in die Presse lanciert werden, offenbar mit der doppelten Absicht, teils Verwirrung und Unsicherheit in die geschlossene Front des geeinten Sudetend^utschtums zu tragen, teils hohe politische Kreise des In- und Auslandes dahingehend i r r e z u f ü h r e n , als ob es innerhalb der Führung der Partei zwei Gruppen gebe, tue eine grundsätzlich gegensätzliche Politik ver- folgen. Sitzung des politischen Ausschusses der SDP. Prag i. Sept. (DNB., Wie di- Pr-ffeahtei. lang der Sudetendeutschen Partei mitteilt, sand am Donners agnachmitlag in Prag unter dem Vorsitz des St-lloer^eters Konrad Henleins, des Adaeord- neten K.H. Frank, eine zweistündige Sitzung des politischen Ausschusses der Haupt- SDP. statt. Es wurde die poli- ÄS enc?cn£ erobert und die notwendigen 2lL?aItun9 und die Arbeits- m x? "ilt der Führung der Gespräche und mit .Regierungsstellen und der Smi JeX “Urha8,en Sele9ati0n proteft gegen tschechischen Willkürakt. Ir n n n n b e n *rafcn am Donnerstag in n*PnP9r ? ' um bei den zuständigen staat- flreflrf)en' daß die vom mährisch- chlestschen Landesschulrat verweigerte Umschu- tun g der Kinder in deutsche Schulen dieser Stadt erfolgen kann. Sie zogen nicht nur °7^l'ch non Amt zu Amt, um zu^Ä-n, dog die Maßnahmen des Landesschulrats zurückgezogen bi? .^bereits vo^enoQe'ne EiH?e7 bung m die deutschen Schulen nicht anerkannt hat)? den^ Eintritt ben Kindern auch Ö Schulgebäude, in denen die Ein- vorgenommen worden waren. Nur stere r? der Bevölkerung konnten ern- n x6 vermieden werden. Abgeordneter C i ch h o l z und der neugewählte Bürgermeister von Troppau, Dr. K u d l i ch , haben bei den zustän- de^Rebördon ^ntralftetten gegen dieses Vorgehen Der Behörden Einspruch erhoben. Lord iRuttfimon bei Benesch. . Pr a g , 1. Sept. (DNB.) Lord R u n c i m a n stat- n^f?hPUnLDOr-^lt QsS bem tschecho-slowakischen Staats- prafihenten Dr. Benesch einen Besuch ab. Die Unterhaftmrg dauexLk über üüderHM .Stugbevs Die Juden sind bestürzt. Mailand, 1. Sept. (Europapreß.) Die vom Ministerrat beschlossene Ausweisung aller ausländischen Juden hat unter der jüdischen Vereinigung große Bestürzung hervorgerufen, die die Einwanderung fremder Juden, besonders aus Deutschland, Oesterreich und Polen in den letzten Jahren mit reichlichen Mitteln unterstützt hatte. Gefährliche Fremdkörper müssen verschwinden. Gesundung für die nationale Wirtschaft. Rom, 1. Sept. (DNB.) Der Ministerratsbeschluß der Ausweisung aller nach dem 1. Ia- nun r 1919 nach Italien gekommenen ausländischen Juden, selbst wenn sie inzwischen die italienische Staatsangehörigkeit erlangt Haden, wird von der gesamten römischen Presse als die einschneidenste innerpolitische Maßnahme in riesigen Schlagzeilen verkündet. In den ersten kurzen Kommentaren wird dabei vor allem auf die Notwendigkeit hingewiesen, Italien von dem jüdischen Einfluß und besonders von dem der ausländischen Juden in wirtschaftlicher, wie in geistiger Hinsicht frei zu machen. Der Direktor des „Giornale d'Jtalia" schreibt, die Beschlüsse des Ministerrats entsprächen der Notwendigkeit, die Rasse sowohl durch das Rassenbewußtsein, als auch durch eine anerkannte richtige Staatskontrolle zu schützen. Die ausländischen Juden, bei denen es sich um politische oder rassische Emigranten fremder Lander handelt, stellten, wie das halbamtliche Blatt betont, einen gefährlichen Fremdkörper i n der italienischen Nation und eine durch die großzügige italienische Gesetzgebung begünstigte unlautere Konkurrenz für die italienische Bevölkerung dar. Die italienische Rasse werde nun von doppelt fremden Elementen befreit und der nationalen Wirtschaft jene Freiheit und gesunde Entwicklung gewährleistet, die nicht auf Spekulation und unsauberer Geschäftemacherei, sondern auf der $ arten täglichen Arbeit beruhe. Nach einem Hinweis Darauf, daß das entschlossene faschistische Vorgehen, Italien von ausländischen Juden zu befreien, num me^ em a llg emeines Prinzip eines großen teils der europäischen Kultur st a a t e n zu werden beginne, ba sie keine Berlin, 2. Sept. (DNB.) Die als Gäste der Reichsregierung für vier Wochen nach Deutschland geladenen fünfzehn japanischen Pressevertreter sind am Donnerstagnachmittag Mit dem „Fliegenden Hamburger" in Berlin ein- getroffen. Auf dem Lehrter Bahnhof wurden sie von Regierungsrat Dr. Hesse von der Abteilung Ausland der Presseabteilung der Reichsregierung herzlich begrüßt. Auch der japanische Botschafter in Berkin, Exzellenz Togo, hatte es sich nicht nehmen lassen, seine Landsleute beim Betreten des Bodens der Reichshauptstadt willkommen zu heißen. Unter der IStöpfigen Abordnung, der sich noch einige japanische Pressevertreter in Deutschland, unter ihnen auch der Vertreter des japanischen Nachrichten- Büros Domei in Berkin, Abachi, angeschlossen haben, befinden sich namhafte Vertreter aller größeren japanischen Zeitungen. Leiter der Abordnung ist das Ehrenmitglied des japanischen Zeitungsvereins Herr Takeshi Azuma, dessen Sohn als Professor an der juristischen Fakultät der Universität Tokio seinen Landsleuten Mit allen Erläuterungen zur Seite steht. Der Sohn des Leiters der Abordnung, Professor Azuma, und der Dolmetscher bei der deutschen Botschaft in Tokio, Tfunashima, erzählten alsbald nach Der Ankunft ihren deutschen Pressekollegen von den bisherigen Eindrücken auf deutschem Baden. Sie versicherten namens ihrer sämtlichen Kameraden, daß schon die herzliche und freundliche Aufnahme, in Bremen und in Hamburg sie tief bewegt hat und daß sie mit Spannung den mannigfaltigen Erlebnissen entgegensetzen, die ihnen die Reise kreuz und quer durch das neue Deutschland zu bieten verspricht. Der Leiter Der Abteilung Ausland der Presse- Abteilung Der Reichsregierung im Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda, Ministerialrat Professor Dr. Börner, hatte zu einem Abend- empfang im „Karserhos" geloben. Unter den Anwesenden sah man u. a. den japanischen Botschafter Exzellenz Togo Mit den Herren der Botschaft. Vom Auswärttgen Amt waren u. a. erschienen der stellv. Leiter der Presseabteilung des Auswärtigen Amtes, Geheimrat Wolf, Generalkonsul Walter und Legationsrat Graf Strachwitz. Ferner waren anwesend Ministerialrat Stephan und Oberregierungsrat Brauweiler vom Reichs- minifterium für Volksaufklärung und PropagaMia sowie namhafte Vertreter der deutschen Presse, an Japans. Er gab der Ueberzeugung Ausdruck, daß der j a p a n i sch e Geist viele Berührungspunkte mit dem Des nationalsozialistischen Deutschlands habe und daß diese ich harmonisch vereinigten in der Freundschaft ) e r beiden Völker, Die u. a. in dem deutsch- apanischen Antikominternabkommen zum Ausdruck gelange. Nach einem Hinweis auf die Ursachen des gegenwärtigen japanisch - chinesischen Konfliktes und die Mission Japans im Fernen Osten sprach er den lebhaften Wunsch aus, daß das deutsche Volk Die Beweggründe Japans in diesem Konflikt richtig verstehen lerne. In herzlichen Worten übermittelte er zum Schluß seiner Ausführungen dem befreundeten deutschen Volk Grüße der japanischen Presse. Eine Tatsache und eine Frage ergeben sich aus per gegenwärtigen Lage im Fall Tschechei. Es ist festzustellen, daß der außergewöhnliche Aufwand an britischer Betriebssamkeit einschließlich der Kabinettssitzung in Prag ohne bemerkenswerten Eindruck und ohne praktische Wirkung geblieben ist. An dieser Tatsache ändert weder die neue anderthalbstün- Dige Unterredung Lord Runcimans mit Dr. Renesch etwas, noch die Fortsetzung jener Gerüchte, nach Denen am heutigen Freitag etwas Näheres über Den angeblichen neuen Vorschlag Der tschechischen Regierung bekannt werden soll. Die Frage, die sich gerade nach Den Vorfällen Der letzten 48 Stunden geradezu aufDrängt, lautet: ob und wieweit die tschechische Regierung noch als verhandlungsfähig im staatsrechtlich bindenden Sinne zu betrachten ist. Wir haben diese Frage hier bereits nach den serienweisen Grenzverletzungen aufgeworfen, als die Versicherungen und Beteuerungen Der Prager Regierung sich als genau so wertlos herausstellten, wie ihre Dementis. Jetzt stellt sich die Frage aber schlechthin zwingend, nachdem bekannt geworden ist, daß im Aufsichtsbereich der tschechischen Regierung von Nachgeordneten Organen geschossen, geschlagen, gestochen, mißhandelt und schikaniert wird, als wenn es nicht eine Prager Regierung, sondern Hunderte von völlig selbständigen kleinen Regierungen in Gestalt der tschechischen Behörden und öffentlichen Organe gibt. Es ist dabei gleichgültig, ob man Den planmäßigen I e r r or im Innern des Landes, oder solche ernsten Vorfälle, wie die wiederholten schweren Beschimpfungen des deutschen Heeres durch ein tschechisches Winkelblatt, oder die neue Schie- ßerei über Die Grenze ins Auge faßt. Wiederholt haben ja auch uniformierte tschechische Rowdies bei ihren Ausschreitungen bezeichnende Aeußerungen des Inhalts getan, die Staatspolizei hätte dem Militär überhaupt nichts zu sagen und umgekehrt. Jedenfalls gibt es nur zwei Möglichkei - t e n: entweder hat die tschechische Regierung gar nicht die Absicht und den Willen, gegen das politische Banditentum in den Reihen ihrer Anhänger vorzugehen, ober sie hat die Möglichkeit dazu bereits verloren. 3% Monate haben genug Belastungsmaterial aufgehäuft, um diese beiden Möglichkeiten, sowie die Frage nach der Verhandlungsfähigkeit Der Prager Regierung zu schmälern. Zu diesem Belastungsmaterial wären Dann freilich auch Tatsachen zu rechnen wie die, daß das untschechische tschechische Staatswesen unter entscheidender Mitwirkung seines früheren Außenministers und heutigen Staatspräsidenten in völlige Abhängigkeit von Sowjetrußland bzw. Dem Moskauer Paktsystem geraten ift, daß die Wahl des gleichen Staatspräsidenten durch die von Moskau befohlene Beteiligung der tschechischen Kommunisten zugunsten Dr. B e n e s ch s entschieden wurde und daß dieses unnatürliche Staatsgebilde heute von bolschewi- stischen Funktionären in geradezu erschreckender Weife durchsetzt ist, wie die unlängst erschienene Broschüre von Karl Vietz „Verrat an Europa" mit erdrückendem Beweismaterial darlegt. Gras Welczek bei Sonnet „Vertrauensvolle Aussprache." Paris, 1. Sept. (DNB.) Der deutsche Botschafter Graf Welczek wurde am Donnerstagvormittag von Dem französischen Außenminister Georges Bonnet empfangen. Wie aus gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen verlautet, hat es sich bei Der Besprechung zwischen Außenminister Bonnet und dem deutschen Botschafter in Paris, Graf Welczek, um eine vertrauensvolle Aussprache gehandelt, in Deren Verlauf Der Außenminister Bonnet Den deutschen Botschafter bat, dem Führer und Reichskanzler seinen Dank für Den herzlichen Empfang Des Generalstabschefs Der französischen Luftwaffe, General Vuillemin, in Deutschland zum Ausdruck zu bringen und Der Hoffnung Ausdruck gab, daß die Probleme in Mitteleuropa bald einer gütlichen Regelung entgegengehen möchten. Blinder Haß der Tschechen. Hitler-Bilder verboten. Stalin-Bilder frei. n ®l.°?3. 1. Sept. (DNB.) Di- Staats- f e t m Gablonz hat mit sofortiger Wirksam- k-it für das gesamte Gebiet der Gablonzer Polizei, n'n'n A ” 5 b°'°n. Bild er und Kar le n von Adolf Hitler und Den führenden Män- 1 nern Deutschlands a u s 3 u ft c 11 e n , ebenso Bild- werte mit Dem Bilde. Des Fuhxexs und Karten vom Zukunft ein eigenes Hoheitsabzeichen, das auf Dem linken Unterarm Der Dienstkleidung und an Der Mütze getragen wird. Aus Den gleichen Beweggründen hat Generalfeldmarschall Göring für Den RLB. Die Einführung einer neuen Fahne verfügt, Die — an Stelle der bisherigen blauen Grundfarbe — auf rotem Tuch das Abzeichen des RLB. trägt, das in Zukunft nicht mehr die Buchstaben RLB., vielmehr lediglich Das quergeftellte Hakenkreuz auf Dem silbernen Gardestern zeigt. . . Die Uebernafyme- Der neuen und Die Einziehung Der alten Fahne wirk» in feierlicher Form erfolgen. Mit Der Einführung Der neuen Zeichen roirD — nach Den Worten von Generalfeldmarschall Goring — gleichsam Der Abschluß Der ersten erfolgreichen Aufbauarbeit Des Reichsluftschutzbundes gekennzeichnet. Unter Den neuen Symbolen, Die sich Der Reichsluftschutzbund durch mühevolle Tätigkeit verdient hat, wird er die ihm gestellte Aufgabe, Das deutsche Volk luftschutzbereit zu machen, mit erhöhter Kraft werter fort führen. Rom, 1. Sept. (DNB.) Unter Vorsitz Des Duce fanD am Donnerstag die erste ordentliche Herbst- taguna des italienischen Ministerrates statt, die sich eingehend mit der Rassen- und Iudenfrage beschäftigte und grundlegende Beschlüsse faßte. Danach sind auf Vorschlag Mussolinis in seiner Eigenschaft als Innenminister folgende Maßnahmen beschlossen worden: „Die Stellung Der Ausländer jüdischer SRaffe, die sich nach dem Weltkrieg, und zwar v 0 m 1. Januar 1919 a b, in Italien, Libyen «und Den Besitzungen im Aegäischen Meer niedergelassen haben — einschließlich Der wenigen, die in Jer Zwischenzeit die italienische Staatsangehörig- kett erlangt haben — wird wie folgt geregelt: Artikel I. Vom Tage Der Veröffentlichung dieses Gesehes- vekretes an ist es jüdischen Ausländern verboten, in Italien, Libyen und in Den Be- sttzungen im Aegäischen Meer je st en Wohnsitz zunehmen. 1 0 Artikel II. Ws Juden gelten im Rahmen dieses Gesetzes, wer von jüdischen Eltern, die beide der jüdischen Rasse angehören, abstammt, auch wenn er sich zu einer von der jüdischen verschiedenen Religion be- Tennt. Artikel III. Die Zuerkennung der i ta l i e n i sch e n St a a t s- rißt eit, Die nach dem 1. Januar 1919 an jüdische Ausländer erteilt wurde, gilt in jeder Hw sicht als aufgehoben. Artikel IV. »ie ausläitbcr jüdischer Rosse, die am Tage der Veröffentlichung dieses Gesetzes sich in Italien, r-idy-n oder den Besitzungen im Aegäischen Meer oufhalten und erst nach dem 1. Januar 1919 sich dort niedergelassen haben, müssen das Gebiet A/-!" ns Libyens oder der Besitzungen im ^»°'1ch°n M-er innerhalb von sechs Monaten nach der Veröffentlichung diefes Gesetzes ver off em -Wiesbaden,d'? mcht^dieser Verordnung innerhalb Preise: für 57 bis 58, 62) x150 Polizeiverordnuna, auch gl. u. i) 56, g2 u^enb£r vorgesehenen Gesetzesstrafen, lieget Otzie^r°eise^ ^'^errM der sich ,m übrigen jeweiligen Schlach^^ngstechnischen Maßnahmen a) 57 bis 58, bl?.ad) zweieinhalbstundiger Sitzung 53 bis 54, d-f) 5"ag vertagt. 1 Million Tonnen Getreide mehr. (künftiger Abschluß des Getreidewirtschastsjahres. ZdR. Dom Reichsnährstand werden für den 31. Juli jedes Jahres keine Dorratsmeldungen über die landwirtschaftlichen Bestände bekanntgegeben, da diese erfahrungsgemäß zu dieser Zeit nur noch sehr gering sind, so daß sie für die Marktversorgung keine Rolle mehr spielen. Sie reichen aber — das trifft auch in diesem Jahre zu — für die Deckung des Eigenbedarfs der Landwirtschaft bis, zur Ver- foraung aus der neuen Ernte aus, und zwar beim Hafer noch bis weit in den September hinein, bis die Derfütterung von neuem Hafer ohne Bedenken möglich ist. Entscheidend für die Beurteilung der Versor- gungsLage sind zu diesem Zeitpunkt allein die Lagerbestände in der zweiten Hand, deren Höhe soeben vom Statistischen Reichsamt bekanntgegeben wurde. Wegen der nicht mehr nennenswerten Anlieferungen der Landwirtschaft im Verlaufe des Monats Juli mußte der laufende Vermahlungsbedarf fast ausschließlich aus den Lagerbeständen befriedigt werden, "wobei die eigenen Bestände der Mühlen in erster Linie in Frage kamen. Erwartungsgemäß sind daher die Lagerbestände beim Weizen und beim Roggen in der zweiten Hand im Juli etwa in Höhe des laufenden Dermahlungsbedarfes zurückgegangen. Um so erfreulicher ist es, festzustellen, daß sie trotzdem noch ganz erheblich über den vorjährigen Mengen liegen. Beim Roggen ermittelte das Statistische Reichsamt am 31 Juli 1938 in den Lägern der Mühlen und Verteiler noch rund 970 000 Tonnen, das sind fnst 500 000 Tonnen mehr als vor einem Jahre. Beim Weizen ergab sich eine Bestandsziffer in den Mühlen und Lagerhäusern von rund 640 000 Tonnen, das find rund 220 000 Tonnen mehr als vor einem Jahre. Insgesamt gingen also die verfügbaren Weizen- und Roggenmengen in der zweiten Hand um etwa 700 00 0 Tonnen über die vorjährigen hinaus Auch bei der Gerste ergibt die Erhebung des Statistischen Reichsamtes über die Lagerbestände der zweiten Hand mit einem Gesamtvorrat von- noch rund 325 000 Tonnen einen Mehrbestand von rund 190 000 Tonnen und beim Hafer mit einem Vorrat von rund 175 000 Tonnen ein Mehr gegenüber dem Vorjahre von rund 90 000 Tonnen. Auch hier ist also eine erhebliche Verbesserung gegenüber dem Vorjahre festzustellen. Insgesamt waren also am 31. Juli rund eine Million Tonnen Getreide mehr als vor einem Jahre verfügbar. In diesem Jahre steht mit Sicherheit eine erheblich größere Ernte als im Vorjahre zu erwarten, wenn sich auch zu diesem Zeitpunkt zahlenmäßige Angaben über den Ausfall der Ernte noch nicht machen lassen. Jedenfalls ist die Versorgung mit Getreide für das Wirtschaftsjahr 1938/39 auf Grund der erheblich größeren Anfangsbestände und auf Grund der größeren Ernte allen Schwierigkeiten enthoben. Ein neues deutsches Transozean-Klugzeug DO 26 .Seeadler", die jüngste Schöpfung unseres Flugzeugbaus. Auf dem Müggelsee bei Berlin wasserte am Donnerstag ein neues deutsches Transozean- Flugzeug, das von den Dornier-Werken in Friedrichshafen gebaute Flugboot „Do 26". Das Flugboot ist als Katapult-Flugzeug entwickelt worden, doch ift es imstande, auch ohne Katapultstart mit vier Fluggästen und Post auf der.Südatlantik-Strecke eingesetzt zu werden. Die größte Reichweite des Flugzeuges beträgt 9000 Kilometer. Das Flugzeug besitzt seitliche Stabilitäts-Schwimmer, bte wie ein Fahrgestell bei einem Landflug- zeua in die Tragflächen nach dem Start eingezogen werden. Bei den Vorführungen über dem Müggelsee erzielte das Flugboot eine Stundengeschwindig- keit von 335 Kilometer. * Im deutschen Flugzeugbau herrscht eine Emsigkeit sondergleichen. Immer wieder werden wir durch verbesserte Typen überrascht und jedesmal müssen wir feststellen, daß ein neuer Stand der Entwicklung erreicht ist, der zu den besten Hoffnungen für die Zukunft berechtigt. „Do 26" ist die jüngste Schöpfung unseres Flugzeugbaus, ein Dornier- Flugboot, das zur Zeit auf dem Müggelsee bei Berlin liegt und hier Dorführungsflüge durchführt. Es gehört bereits der Deutschen Lufthansa, die diefe schnittige Maschine für ihren Nordatlantikdienst erworben hat. Ein paar Zahlen vom Flugzeug: Spannweite 30 Meter, Länge 24,50 Meter, Höhe 6,85 Meter, Höchstgeschwindigkeit 335 Kilometer in der Stunde, Reisegeschwindigkeit 310 Kilometer und größter Flugbereich 9000 Kilometer. Aus- oestattet ist der „Seeadler", so heißt die neue Maschine mit ihren gelben Tragflächen, mit vier Junkers-Motoren. Sie sind so angeordnet, daß je zwei Motoren hintereinander stehen. Selbstverständlich ist bei der Formgebung darauf geachtet, daß die Luft möglichst keine Widerstände findet Der Rumpf gleicht einem stattlichen, zugedeckten Motorboot. Er ist so geräumig, daß er 80 000 Flugpost- Briefe aufnehmen kann, daneben natürlich die Brennstoffmenge, die für eine Ozeanüberquerung erforderlich ist. Besondere Kraftstoffbehälter sind nicht vorhanden, hier bildet die Bootshülle den Speicher. Neu ist das teilweise einziehbare Schwimmwerk. Für die Besatzung sind selbstverständlich alle Bequemlichkeiten geschaffen worden. Insgesamt dürfen wir feststellen, daß mit diesem, zunächst nur für Postzwecke bestimmten Flugzeug eine Maschine geschaffen worden ist, die die Propbe- zeiung nicht unbegründet erscheinen läßt, daß Die Maschinen der nächsten Serie schon für den Pas - sagierdienst im Atlantikverkehr eingesetzt werden können. Fluggäste innerhalb von Stunden über den Nordatlantik zu bringen, ist- ja das große Ziel aller Kräfte, die sich um den Bau einer tragfähigen Luftbrücke zwischen den beiden Kontinenten bemühen. Wir dürfen voller Stolz feststellen, daß wir bei diesem Brückenbau bisher gut vorwärts gekommen sind, schneller und besser als andere Staaten. Wenn man den „Seeadler" im Fluge beobachtet, kann man die Deutsche Lufthansa zu dieser Neuerwerbung nur beglückwünschen. „Do 26" zeigte sich beim Start und beim Niedergehen auf dem Müggelsee ebenso von der besten Seite wie beim steilen Aufstieg, bei scharfen Kurven und beim Flug mit zwei Motoren. Mit diesem Flugzeug kann ohne Zwischenlandung die Strecke Lissabon—Neuyork, das sind 5600 Kilometer, zu- rückgelegt werden. Dann bleibt immer noch eine stattliche Reserve an Reichweite. Sicherheit, Festigkeit, Schnelligkeit und aerodynamische Güte sind auch in diesem Flugboot vereinigt, das nun hinausfliegen wird, um Der Menschheit zu dienen, aber auch von der überragenden Bedeutung des deutschen Flugzeugbaus und feiner Träger Zeugnis abzu- lege'n. Bü. Neuer Ministerrat in Paris. Innenpolitik im Vordergrund. Paris, 2. Sept. (Europapreß.) Bereits drei Tage nach dem letzten Ministerrat findet am Frei- tagoormittag im Elysöe-Palast ein neuer M i- n i fte r r a t statt. Nach den Ankündigungen der französischen Presse wird Außenminister Bonnet auch diesmal das Wort ergreifen, um einen lieber» blick über die außenpolitische Entwicklung der letzten Tage zu geben. Im Mittelpunkt der Beratungen wird aber die innerpolitische Lage stehen. Dabei stehen zwei Fragen im Vordergrund: die finanzielle Lage und die Situation des Schatzamtes sowie die notwendigen Maßnahmen zur Wahrung der R e g i e r u n g s a u t o r i t ä t, besonders im Hafenarbeiterstreik von Marseille. Bei den Beratungen wird nach dem Willen des Ministerpräsidenten von einer Abwertung des Franken und von der Einrichtung einer Währungskontrolle nicht die Rede sein. Es ist nicht ausgeschlossen, daß die Regierung den Marseiller Hafenarbeiterstreik zum Anlaß nehmen wird, um den Gewerkschaften, die eine täglich größere Agitation entfalten, zu zeigen, daß sie gewillt ist, sich durchzusetzen. In der Pariser Presse kommt die Meinung zum Ausdruck, der Hafenarbeiterstreik, der nun über 50 Tage dauere, dürfe sich nicht zum Nachteil der französischen Wirtschaft verewigen. Der neue Brotpreisaufschlag in Frankreich wird nun doch höher ausfallen als zunächst angenommen worden war, und zwar wird die Erhöhung nicht 10, sondern 20 Centimes für das Kilogramm Brot betragen. Derkehröstreik in Lille. Paris, 2. Sept. (DNB. Funkspruch.) Das Per- sonal der städtischen Straßenbahn von Lille hat am Donnerstagabend beschlossen, unverzüglich in den Streik zu treten. Der Streik, der mit dem heutigen Freitag einsetzt, ist auf Lohnforderungen und Entlassungen zurückzuführen. Der naiionalfpanische Heeresbericht. Salamanca, 2. Sept. (Europapreß.) Das nationalspanische Hauptquartier erklärt in dem in der Nacht zum Freitag herausgegebenen Heeresbericht: Im Kampfabschnitt von Sueras an der Castellon- Front wurde am Mittwoch ein feindlicher Angriff in den Abendstunden mit schweren Verlusten für den Gegner zurückgeschlagen. Im Kampfabschnitt von Aldeanueva de Barbarroya haben die nationalen Truppen am Donnerstag eine Berichtigung ihrer Vorpostenstellungen vorgenommen. An der Estremadura- Front hat der Feind am Donnerstag einige nationale Stellungen angegriffen. Die Angriffe wurden überall zurückgeschlagen und die feindlichen Einheiten dabei durch Verluste geschwächt. Von den nationalen Truppen wurden 452 Gefangene und am Mittwoch zwei Tanks, sowie zwei Straßenpanzerwagen unbrauchbar gemacht. Die nach Ausgabe des Heeresberichts vom Mittwoch eingetroffenen Meldungen besagen, daß an den Fronten von Estremadura und Castellon am Mittwoch insgesamt neun bolschewistische Flugzeuge abgeschossen wurden. Am Donnerstag erfolgte dann der Abschuß von zwei weiteren feindlichen Flugzeugen. Die nationale Fliegerei hat mehrere militärische Ziele in den Häfen von Selva und Aguillas mit Bomben belegt. Nach den Meldungen der französischen Kriegsberichterstatter waren auch am Donnerstag die Kämpfe an der Estremadura-Front erbittert Die sowjetspanischen Milizen versuchten mit allen Mitteln, die Gefahren, die dem Gebiet der Quecffilber gruben von Almaden durch das nationale Dorrücken drohen, zu beseitigen. Rückwandererheim in Stuttgart. Stuttgart, 1. Sept. (DNB.) Auf einer der schönsten Höhen von Stuttgart wird einmal der stolze Bau des Rückivandererheimes der A O. entstanden sein und davon zeugen, in welch großzügiger Weise das nationalsozialistische Deutschland für das Wohl seiner Ausländsdeutschen Sorge trägt. Gauleiter Bohle nahm am Donnerstagnachmittag in Gegenwart der Hoheitsträger der AO., von Vertretern der Partei und des Staates, sowie von zahlreichen weiteren namhaften Persönlichkelten auf beim Baugelände, das mit den Fahnen des Dritten Reiches und der Stadt der Auslandsdeut^ schen geschmückt war, die Grund sie i n l e g u n g vor. In seiner Begrüßungsansprache wies Oberbürgermeister Dr Str öl in darauf hin, daß die Stadtverwaltung seit dem Tage, da der Führer und Reichskanzler der Stadt Stuttgart den Namen „Stadt der Ausländsdeutschen" gegeben hat, die Beziehungen zwischen den Deutschen in aller Welt planmäßig ausgebaut und gepflegt habe. — Anschließend dankte der Leiter des Rückwandereramtes der AO., Gauamtsleiter Andersen, dem Oberbürgermeister für seine träftige Mithilfe an dem Bauplan des Rückwandererheimes Nach Verlesung der Urkunde und ihrer Vermauerung durch zwei Maurerpoliere nahm Gauleiter Bohle mit drei Hammerschlägen und nachstehenden Worten die Grundsteinlegung vor: ,Lum Gedenken an den Führer — für die Größe des deutschen Volkes — zum Wohle der Ausländsdeutschen." -- W- - W/ I' M ■ I, ij ■ SW K ) MD Wzr - W [ !’■ D M v, ',y- /<,, ■ MW