Dienstag, 2. August M8 188. Jahrgang yr. 178 Erstes Matt Bekenntnis -gen-n Grenzen unSbernEch machen. zu wahren und zu schützen. Mit diesen Eindrücken Wieder Ma- Dorjahr ge- [ Ka Cha und durch, die eine eichten und, un« Zeitvorgabe, dir r der Klasse A, flog aus b?r 219 km/st her« allerdings Pilot mit 318 km'sl lte sich den Siel eralmajor (Ernt iod) 319,5 km'; ieger des Tage, zögerung infoir nen müssen, st leit noch um ß lnehmer an fern n VorfühniW die aus sechs absprongen und ngten. Unb wah> 'brannte, btflann tätnrnaffen, bet 1 Meister, fUq - (Scherl-K> L °ch seiner hei, -trecke bei Ain, nleistung über. • daß die 5000) ' n erften Segel« Düsseldorf aus. fridjetni rügltch, nutzer Sonntags unb Feiertags Beilogen: Die Illustrierte Gies;euer Familienblätter Heimat im Bild • Die Scholle MonatL'vezugspreis: Mit 4 Beilagen RM. 1.95 Ohne Illustrierte , 1.80 Zustellgebühr . -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Zernsprechanschlüffe unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnach» richten: Anzeiger Giehea postschecktonto: Zranifurt am Main 11686 Die Welt im Aether. Zur 15. Großen Deutschen Rundfunkausstellung. Die Gparakiion für den Volkswagen. Dr. Ley verkündet die Bedingungen. — Fünf Mark wöchentlich die Mindest-Sparrate Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8*/.UHr des Vormittag» Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rps., für Text- anzeigen von 70 mm Breite bORpf.,Platzvorschrist nach vorh.Dereinbg.25°/, mehr. Ermätzigte Grundpreise: Stellen-, Vereins-, gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Rpf.,Familienanzei- gen, Bäder-,Unterrichts-u. behördlicheAnzeigen6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B gesetzt. 3. Die Anmeldung zur Sparaktion des Volkswagens geschieht bei allen Dienst- stellen der Deutschen Arbeitsfront und „Kraft durch Freude", bei denen weitere Einzelheiten zu erfahren sind. Die Betriebe können Sammelbestellungen aufgeben. Möge damit ein Werk starten, dessen Ausmaße wir heute erst ahnen, von dem wir aber wissen, es das deutsche Volk in seiner Entwicklung einen weiteren gewaltigen Schritt nach vorne bringt. Jedem schaffenden Deutschen seinen Volkswagen, das sei unser Ziel. Wir wollen und werden es erreichen. Helft alle mit! Das fei unser Dank a n den Führer. Der Nationalsozialismus ist gewohnt, seinen An- ..... ;en bald die Tat folgen zu lassen. Dr. Jei) hat daher in seiner großen Rede in Leverkusen die Sparaktion für den Volkswagen „Kraft durch Freude" eingeleitet und den 1. August als ihren Beginn festgesetzt. Noch in diesem Jahre wird der erste Bauabschnitt des Werkes in Fallersleben vollendet, der für eine Jahresproduktion von 450 OOO Wagen berechnet ist. Ende 1939 wird die erste Serie des Volkswagens das Werk verlassen. Der Kostenpunkt beträgt 990 Mark, dafür wird em l leistungsfähiger Wagen hergestellt, der für eine Familie von vier bis fünf Kindern ausreicht. Wer vom 1. August an jede Woche regelmäßig mindestens 5 Mark einzahlt, erwirbt sich das Anrecht auf den Erwerb des Volkswagens. Die Zeitspanne der Sparaktion für den einzelnen Volkswagen wirb festgesetzt, sobald der Besinn der Produktion erfolgen kann. Zuständig sind die Dienststellen der Deutschen Arbeitsfront und der NS.-Gemelnschaft Kraft durch Freude". Erforderlich ift selbstverständlich eine regelmäßige Ratenzahlung. Damit wird die Voraussetzung geschaffen, in einer verhältnismäßig kurzen Frist ein Werk zu vollbringen das allen deutschen Volksgenossen ohne Unterschied des Standes oder des Vermögens zugute kommen wird. Deutschland wird dann auf dem Gebiete des Straft’ wagenverkehrs an der Spitze aller Kulturvölker $$ßie im vorigen W b-imD-utfch-n Sänger, bundesfejt in der gleichen Stadt, jo war auch l-tzt wieder das Erscheinen des F u h ers 4m der Vorbeimarsch der glänzend dH'Mmerten Massen vor ihm der Höhepunkt und der Abschluß des glanz vollen Festes^Dort aus dem Sch b von dem einst König Friedrich Wilhettns .,Ausruf an mein Volk" erging, entwickelte sich em über- wältigendes Bild der Geschlossenheit und der ^uch tigm Straft unserer Nation unter suhlendem! Himmel und im Glanz der Fahnen Reiches. Turner und Turnerinnen aus allen Gauen deutscher Zunge und fast allen Staaten der Erde jubelten dem Führer des neuen Deutschlands m freudiger Begeisterung entgegen. Als aber d e Mädchengruppen der Sudetendeutschen Durch dichte Sperrkette brachen, um m lelbe^chaftlichem Ausdruck ihres Glücksgefühles dem Führer der deutschen Nation zu huldigen, da umbrandete da tiefe Gefühl des Volkes den Mann, der vor 24 Jahren als einfacher Soldat freiwillig zu den F H nen des Reiches eilte, der nach dem Zusammenbruch in einem beispiellosen Ringen die Seele des -Koltes gewann und dem es — wie keinem Zuvor g - lungen ist, die deutsche Kraft neu zu gestalten uno in einen starken Händen zu vereinigen. Ircue, Lieb- und Leidenschaft, das waren dl-che- wegenden Kräfte der großen Breslauer Tage. Uni Volk, wo immer es Wurzel schlug, bleibt treu ver- bunben bem Heimatboben der Väter unb der graf? Kultur, die alle Deutschen als einigendes Bano allen Menschen deutscher Zunge, es sieht un neuen Großdeutschen Reich das Symbol der eigenen Vergangenheit und den Garanten neuer Groh^ Dieses Volk ist mit Leidenschaft entschloffen, das Erbe der marschieren. Das Auto für alle. Köln, 1. 2IU8. gehoben daß dieses Deutschtum von friedlichen Zielen erfüllt ist, daß es sich aber m feiner G^re unb in seinen Rechten gegen jehen Angriff 3U verteidigen weiß. Konrad Henlein hat im Namen aller Deutschen, die von jenseits der Grenzen und der Meere nach B^slau gekommen waren, ausgeführt: Ihr Ausländsdeutschen gebet demi Staate was des Staates ist, und dem Volke, was des glücklichen Begleitumständen kann es die Erfindung Rundfunk verdanken, daß sie heute in der ärmsten Hütte zu finden ist. Auf die vielseitigen, seder Geschmacksrichtung etwas bietenden Programms glich- ketten ist es zurückzuführen, wenn Rundfunkhoren nicht nur in Deutschland, sondern in allen Kulturländern zur Selbstverständlichkeit geworden ist. Es ist begreiflich, daß eine Erfindung wie der Rundfunk, dessen Reich der weite Aether ist und dessen Wellen überall empfangen werden können eine überaus wichtige Rolle in der Erziehung und Leitung einer Nation spielen kann. Darum hat eine der ersten Arbeiten der nationalsozialistischen Staats- führuna 1933 darin bestanden, den Relchsrundfunk siir^die^ innerdeutschen 'wie aud, für die W-ltmter- essen auszubauen, eine Aufgabe, die heute im Zuge des technischen Fortschritts und parallel den Anstrengungen anderer Nationen zielbewußt wette geführt wird. Außerdem ist der deutsche Rundfunk hn Gegensatz zur vergangenen Systemzeit und den deute noch liberalistisch regierten Landern ausschließlich auf die nationalpolitischen Belange des geeinten Großdeutschen Reiches und im Unterhaltungsprogramm auf die Weltanschauung des Nationalsozia- Il'5ie5 deutschen R u n d f u n ka u s st e Hu ngen mären von je her in erster Linie technische Schauen, das heißt, sie verkörperten den lewei- ttqen radiotechnischen Fortschritt, der im Laufe des -Wahres eingetreten war. Auch dre Ausstellung 193 steht wieder im Zeichen dieses Fortschritts und einer Reihe Ueberraschungen auf dem Rundfunk verwandten Gebieten. Dieser stete Fortschritt deutsche Rundfunkwesen ist ein charakteristisches Zeichen für den Ideenreichtum unserer Konstrukteme. Es m - im einzelnen Kleinigkeiten, vielleicht auch nur Spielereien sein, die in der Ausstattung und Kon- struktion neuer Apparate zutage treten, m der Gesamtheit stellen aber diese zahlreichen Neuerungen, Verschönerungen und Originalitäten den Begriff des ununterbrochenen technischen Aufstiegs dar. Es ist bezeichnend für den Wert und die Wirkung dieser Vervollkommnungen, daß gerade die mit allerlei Spezialitäten versehenen Apparate im Ausland am meisten gefragt sind. Der deutsche Techniker hat auf dem Gebiete des Rundfunkapparatebaues eine Überaus glückliche Hand für eine Art Kundendienst, der in automatischen Tonreglern, in der Einstellung und nicht zuletzt in der äußeren Aufmachung Triumphe feiert. Wenn es sich hierbei auch um Konstruktionen handelt, die als Luxusausführungen einige hundert Mark kosten, so hat andernteils die Industrie m außerordentlich reichhaltiger und guter Ausführung auch billige Apparate herausgebracht, die sämtliche technischen Fortschritte enthalten und doch ledern Volksgenossen den Erwerb gestatten. Wir sagten schon, daß die diesiahnge Ausstellung einige Ueberraschungen bringt, die auf einem dem Rundfunk verwandten Gebiet, dem Fe rn je h en , liegen. Das F-rnf-h-n ift im letzten Jahr m aller Stille weiterentwickelt worden. Es bereitet sich au* mählich das Fernsehsendernetz vor und damit auch die apparatemäßige Entwicklung der Fernsehempfänger. Man will schon m absehbarer Zett Apparate zu einem allgemein erschwinglichen reis auf den Markt bringen, die zunächst in den umlie« genden Städten der Fernsehsender Berlin, Brocken und Großer Feldberg erworben werden können. Damit startet ein neues technisches Wunder, über heften Ausmaße für die Zukunft man sich heute noch keine rechten Vorstellungen machen kann. Siche- aber ist die Zeit nicht mehr fern, datz M wmi Ion unterer Rundfunkapparate auch das Bild gefeilt. Die Große Deutsche Rundfunk-Ausstellung wird also neben der technischen Vervollkommnung der Rund- funkapparate-Schau die Fernsehtechnik zeigen. Wenn man gerade in diesem Jahre mit der Aus- fteUung das Treffen jener Rundfunkhor-r aus allen deutschen Gauen verbindet, die 1923 b l s Ill^v schon Abonnenten wurden, so kann man an= nehmen, daß jene ältesten Rundfunkhorer angesichts des neuen Wunders auch leerste n F e r n - ; seh-Abonnenten werden Der Begriff Rund- : fünf ist heute, nach 25 Jahren Existenz, eine Selbst- - Verständlichkeit, das Wunder Fernsehen, e^n Traum : der Menschheit, klopft an die Tur. Unerschöpflich ist : der Erftndergeist unseres technischen Zeitalters. nationalsozialistischen Wollens hingestellt. Im ersten Jahre der Macht erteilte der Führer bereite konkrete Aufträge, begutachtete vorgelegte Konstruktionen, gab selbst Anregungen, besorgte die finanziellen Mittel, mit einem Wort, der Führer lebte und arbeitete tätig mit diesem, seinem Lieblingsgedanken. Und nun ist der Volkswagen wirklich da. Der geniale Konstrukteur und Erfinder Dr. Porsche hat das technische Wunder vollbracht, und der Führer hat alsdann die Deutsche Arbeitsfront nut ber getarnten Durchführung — Produktion, Vertrieb, Der- icherung, Garagen usw. — beauftragt; dadurch ift nun das Preis wund er erreicht, das ein richtiges Automobil für 990 Mark bem Volke gegeben werben kann. Der Volkswagen ist mit einer Dauergeschwinbigkeit von 100 Kilometer pro Stunbe autobahnfest unb verbraucht 6 Liter Benzin für biefe Strecke. Der Motor ist luftgekühlt, unb ber Volkswagen hat, bas durfte feine schönste Eigenschaft sein, für eine ganze Familie mit vier bis fünf Kindern Platz. Der Volkswagen steigt- sehr gut. Ohne Unterbrechung wurde der Großglockner mit einer Fahrtge- chwindigkeit von 36 Kilometer fpielend genommen. Der Volkswagen wird seit 114 Jahren in 30 Exemplaren erprobt. Alle 30 Wagen haben mehr als 100 OOO Kilometer ohne nennenswerte Reparaturen durchgehalten. Am 1. August beginnt die große Spar- aUion für den Volkswagen „Kraft durch Freude", hiermit verkünde ich fotgendeBe- dingungen, unter denen sich der Schaffende ein Automobil kaufen kann: 1. Jeder Deutsche ohne Unterschied der Klasse, des Standes und des Besitzes kann Käufer des Volkswagens werden. 2. Die niedrigste Sparrate einschl. Versicherung beträgt pro Woche 5 Work. Die regelmäßige Einhaltung dieser Sparrate garantiert nach einer noch festzusehenben Zeit den Erwerb eines Volkswagens. Diese Zeitspanne wird bei Beginn der Produktion feff- $m Herbst 1923 wurden von Berlin aus die regelmäßigen Programme eröffnet, ein 3ahr dar auf gab es bereits einige hunberttausend amtlich 9 ' melbete unb wahrscheinlich mehrere h""^, schwarze" Hörer. Um Runbfunk Horen zu können, mußte man natürlich einen Apparat besitzen. Die schnell aufblühenbe Runbfunkinbustrie ber zwan- üaer Jahre war burch bie konstruktive Einfachhe t be^s Apparates, der ben Empfang ermöglichte be- I aünftiat Sie muhte mit preiswerten, für bie Allge- meinheit erschwinglichen ^Bastler Markt erscheinen, bci e5. jubauen. Die MtfpieUgere Seite d» ^stndung be- ftartb in ben Sendern, aber auch biefe xmien rage würbe baburch unmaßgeblich, daß man m ebem Sender Millionen von Hörern erfassen und die Gebühren sowohl bie Kosten ber Senber Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhefsen vrnck unb Verlag: vrSHIsche Universttälrbruckerei «.Lange te giefcew. §christiett«ig unb «eschSstsftell«: Lchuistratze 7 maß nach ber Errichtung bes Reichsbunbes für Leibesübungen hat bewiesen, baß bie straffe Zu- ' sammenfassung ber Turn- und Sportvereine unter nationalsozialistischer Führung zu glänzenden Leistungen befähigt. Ebenso klar hat sich die Tatsache I ergeben, baß ber alte Geist bes Turnvaters I a h n ber über ein halbes Jahrhunbert in ben großen Deutschen Turnfesten ehrenvoll vertreten würbe, auch in . ber neuen Organisation bie tragenbe Kraft geblieben ist. Der Reichssportführer hat es irnnzer wieder betont, baß die Vereine bes Reichsbunbes nicht dazu ba feien, Spitzenleistungen herauszuholen, bie für einige wenige Sportler einen kurzen Ruhm be-1 beuten, fonbern baß es entscheibenb darauf ankomme, Br eit en arbeit zu leisten unb damit eine hohe Durchschnittsleistung der Mannschaft zu erzielen. Daß dabei im edlen Wettstreit auch die Sonderleistung ihr verdientes l Recht findet, versteht sich von selbst. Der schlichte [ Eichenkranz bleibt aber der Lohn, für jede treue I | Arbeit und das Ziel jedes echten Turners und | Sportlers. Die Tage in Breslau haben gezeigt, daß { der Gedanke der Leibesübungen tief m das deutsche I Volksleben eingedrungen ist und sie lassen uns hosi fen, daß damit eine Jugend heranwachst, die auch im Zeitalter der Technik ihre Freude an körperlicher Kraft, an Sport und Wanderung, an weiblicher , Anmut und Schönheit und am Gesänge deutscher ,e am Samstag ' is Sprinflspow h", ber bereit’ J n Mbgtr | eur ber iv-w1 ■ Hermann Fege' I otg feiern. st beendet. nurbe im omeler Ml«» äwei SE | >r Stiibalpe M j ^^ieberalpe I ?eil ME I iiJViwS I en. jtipenpl-k-^ i ben an^lr. V I. , 'S**, 160 5*r offen. Ä«» K-Ä ??? 5 In 160 Sonderzügen sind über 200 000 Turner unb Sportler aus Breslau abgereift, um voll tiefer Eindrücke wieder ihre Heimat zu erreichen. Diefe Zahl allein deutet ben gewaltigen Umfang ber Breslauer Festtage an, zeigt aber auch bie Probleme, die in der Veranstaltung derartiger Kund-. gedungen umschlossen sind. Die Kunst der Orgom- wn°'Ain^ jation und die Leistungsfähigkeit unseres Verkehrs- mefens waren auch hier auf eine starke Probe ge-1 _ stellt, die glänzend gelöst worden ist. Das Deutsche Turn- und Sportfest 193 8, die erste Veranstaltung von diesem Aus- es will." Die erste Serie dieses Volkswagens werde voraussichtlich bereits Ende nächsten Jahres die Fabrik verlassen. Nach ihrer Fertigstellung werde die Doks- waaenfabrik nicht nur die größte Automobilfabrik, andern die größte Fabrik der W e l t überhaupt sein. Während Ford eine Produktion von einer Million Wagen im Jahre habe, wurde die Volkswagenfabrik jährlich Wi Millionen Wagen Herstellen können. . Das Unternehmen werde gleichzeittg auch in sozialer Hinsicht eine Must-rfabrik darstellen. In Stein gebaut und tn Eisen gegossen wurden hier alle die Gedanken ber Berufserzlehung unb des Siedlungswesens, ber Dolksgesunbhett und der Schönheit der Arbeit, unter deren Zeichen einmal die ganze deutsche Wirtschaft stehen soll. „Diese Dolkswagenfabrik wird ein großesOl y m p t a der Arbeit werden, gekrönt von einer 2l k r o- polis d-r Fr-Ud-. d-r Schönheit. 2111 die Gedanken. die wir als richtig erkannt und die wir im Leistungswettkampf der deutschen Betriebe verkünden werden hier in die Tat umgesetzt. Muster- qültige Lehrwerkstätten «erden hier der deutschen Wirtschaft eine Auslese der Tüchtigsten zur Verfügung stellen, auf völlig neuen Wegen wird bie Volksgesunbheit geforbert werben, unb in architektonischer Schönheit ""b mustergültiger Anlage wirb bie Dolkswagen-Stabt Fallersleben zu einer Sieblung gestaltet werben, in ber der Gei t von ,Kraft burch Freube" zu Hause seinroirb. Der Volkswagen ist bas ureigenste Werk des Führers. Schon in ber Kampfzeit hat sich ber Führer mit diesem Gedanken beschäftigt. Und nach der Machtübernahme hat der Führer ledes Jahr bei ber Eröffnung ber Automobil-Ausstellung , den Bau des Volkswagens als ein Hochziel unseres poMk der Nadelstiche. Wer die seit langen Jahren immer wieder periodisch zwischen Japan und der Sowjetunion ausbrechenden Streitigkeiten in der Dreiländerecke Korea — Mandschukuo — Sowjetunion aufmerksam verfolgt hat und vor allem auch den zähen und stillen Kampf, der sich zwischen den sowjetrussischen Machthabern und den japanischen Konzessionären auf Nordsachalin abspielt, muß zu dem Schluß kommen, daß hier ein System waltet, das von den Sowjets bewußt darauf angelegt wird, keine klaren Verhältnisse zwischen Japan Und der Sowjetunion zu schaffen. Es ist die Politik der Nadelstiche, der Schaffung immer neuer Reibungsflächen, die im Falle der mandschurischen Grenzstadt Huntfchun zu einem groben und provozierenden Uebergriff wurde, im Falle Nordsachalin jedoch die Taktik verfolgte, den japanischen Konzessionären durch passive Resistenz, Bedrückung und Hinauszögerung aller angebotenen Verhandlungen die vertraglich garantierte Arbeit unmöglich zu machen. Mit welcher Folgerichtigkeit die Sowjets ihr System verfolgen, geht mit eindeutiger Klarheit aus zwei Feststellungen hervor, die in diesen Tagen das japanische Außenamt traf. Die eine stellt ein Resume der Verhandlungen dar, die zwischen Japan und der Sowjetunion über die Grenzstreitigkeiten in jenem Wetterwinkel an der mandschurischen Grenze stattgefunden oder vielmehr nicht stattgefunden haben. Denn seit dem Jahr 1932, als die japanische Regierung zum erstenmal die Bildung einer Kommission vorschlug, die aus Vertretern Japans, Mandschukuos und Sowjetrußlands zusammengesetzt sein sollte und die Aufgabe hatte, durch klare Grenzfestsetzungen jegliche Zwischenfälle zu vermeiden, haben die Sowjets es immer wieder verstanden, einer solchen Entscheidung auszuweichen. Sie verschanzten sich dabei hinter der Behauptung, daß die Grenze vom Khanka-See bis zum Tumen-Fluß — also über eine Entfernung von rund 650 Kilometer — durch den chinesisch-russischen Vertrag festgelegt worden sei. Die japanische Regierung wies mehrmals darauf hin, daß die Grenzziehung keineswegs klar fei und daß eine nochmalige Demarkation von äußerster Bedeutung für die Verhinderung der oft blutigen Grenzzwischenfälle sei. Am 16. Juli 1935 legte die japanische Regierung erneut ihre Zeichnungen und Pläne vor, die zwischen Mandschukuo und Sowjetrußland die strittigen Grenz- fraoen beseitigen sollten; aber wieder verstanden es die Sowjets auszuweichen. Für ihre Politik der Herausforderung, der steten Beunruhigung des Nachbarn, der Provokation kam ihnen die Meinungsverschiedenheit über jene Grenzgebiete sehr gelegen. Wo Klarheit herrscht, können keine Zwischenfälle eintreten, es sei denn, daß bewußte Böswilligkeit im Spiele ist. Vor dieser Böswilligkeit schrecken die Sowjets natürlich nicht zurück, auch dann nicht, wenn Verträge und Abmachungen bestehen, die beiden Partnern gewisse Rechte und Pflichten auferlegen. Als Beweis dafür mögen jene Ausführungen gelten, die der Sprecher des japanischen Außenamts in diesen Tagen über die Zustände auf Nord- sachalin machte. Es muß vorausgeschickt werden, daß zwischen dem Volkskommissar für hie sowjetrussische Schwerindustrie und dem japanischen Admiral Sakondschi als Präsidenten der japanischen Petroleum-Gesellschaft auf Sachalin Ende vergangenen Jahres ein Zusatzabkommen zum Vertrage aus dem Jahre 1925 getroffen wurde, der den Japanern das Recht gibt, die Petroleum- und Kohlevorkommen in dem zu Sowjetrußland gehörenden nördlichen Teil der Insel auf weitere fünf Jahre auszubeuten. Trotz dieses unantastbaren Rechtszustandes sah sich der Sprecher des Außenamtes genötigt, auf die stetigen Schikanen, Unterdrückungen und Vertragsverletzungen der Sowjets hinzuweisen, die bereits jetzt wieder Verhandlungen in Moskau und Alexandrowsk notwendig machten. Da in Nordsachalin nur während der kurzen Sommermonate gearbeit werden kann, liegt natürlich bewußte Absicht der Sowjets darin, daß gerade jetzt die Fälle der Bedrückung und des passiven Widerstandes zunehmen. Außerdem versteht es der sowjetrussische Chef für die Schwerindustrie, der für die Verhandlungen verantwortlich ist, den Unterredungen mit den Vertretern der japanischen Konzessionäre durch „Abwesenheit" oder „Krankheit" auszuweichen, so daß jetzt bereits zwei wertvolle Arbeitsmonate vergangen find, in denen die Japaner ihre Arbeiten erheblich einschränken mußten. Der Sprecher des Außenamtes betonte weiter, daß die Sowjets sich entgegen ihrer vertraglichen Pflicht weigern, den japanischen Konzessionären Arbeitskräfte zu stellen, so daß der japanische Konzern der North-Saghalin Mining Company infolge der ständigen Schikanen bereits genötigt war, die Arbeit in den Kohlenschächten e i n z u st e l l e n. Die Sowjetregierung entfernte nämlich kurzerhand das Bahngleis zu den Kohlengruben in Donei, ohne das Ergebnis von DerharMungen abzuwarten. Weiter weigerte sich die Sowjetregierung, den Bau einer Röhrenleitung unter See zu genehmigen, der für den Transport von Oel aus Catangury notwendig ift, so daß die dortigen besonders reichhaltigen Oelvorkvmmen zur Zeit brachliegen. Das alles hat die japanische Regierung zu einem erneuten Protest veranlaßt, der aber bei der Haltung der Sowjets kaum an der Sachlage etwas ändern dürfte. Das Vorgehen der Sowjets bei Huntfchun und auf Nordsachalin hänat natürlich aufs engste mit den politischen Entwicklungen im Fernen Osten zusammen. Huntfchun ift ein bedeutender Handelsort für den Transitverkehr, der von den Sowjets besetzte Berg Tschang-Kug-Feng beherrscht das vorliegende mandschurische und koreanische Gelände und das Tal- und Mündungsgebiet des Grenzflusses Tumen bis zum koreanischen Hafen Rafchin. Da Huntfchun zudem nur 45 Kilometer von der tief in das Land einschneidenden P o ß j e t- b u ch t entfernt ist, diese aber wegen ihrer Lage in naher Beziehung zu dem Hauptftützpunkt der sowjetrussischen Flotte, W l a d i w o st o k, steht und für die Verteidigung des südrusfifchen Küstengebietes äußerst wertvoll ist, sind die Zusammenhänge hier ohne weiteres klar. Aehnlich liegen die Vechältnisse auf Sachalin. Die Oelausbeute betrug in den letzten Jahren etwa 250 000 Tonnen, von denen die Japaner allein zwei Drittel für sich verwerten. Wenn die Konzession der Japaner auf weitere fünf Jahre verlängert wurde, so tat man das auf feiten der Sowjets lediglich, um nicht offen mit Japan zu brechen. Da jedoch der eigene Oelbedarf der Fernostarmee Marschall Blüchers ständig steigt und viele hunderttausend Fässer Treibstoff aus den Vereinigten Staaten ständig eingeführt werden mußten, außerdem der Transport des Bakuöls zu kostspielig und langwieria ist, so ist auch hier unschwer das politische Ziel der Sowjetunion zu erkennen. Als der Vertrag des Jahres 1925 verlängert wurde, hoffte die Sowjetregierung zudem, eine Erschwerung der eigenen Ölversorgung in Kauf nehmen zu können, wenn es durch das Entgegenkommen gelingen würde, die Gegensätze und Spannungen zwischen Japan und Großbritannien weiter zu verschärfen. Denn Japan konnte die Oelförderung auf Nord- Sachalin nur auf Kosten der großen amerikanischen und brittschen Gesellschaften steigern, die nicht un- bettächttiche Verluste erlitten und sich aus diesem Gebiet so gut wle ganz zurückgezogen haben. Wenn man jetzt also mit allen Mitteln versucht, die japanische Produktion zu verhindern und ihr Schwierigkeiten auf Schwierigkeiten in den Weg legt, so ist unschwer zu ersehen, daß dahinter politische Absichten stehen, die sich durch den japanischchinesischen Konflikt ergeben. Sowjetrußland liegt auf der Lauer und benutzt die Polittk der Herausforderung, um das Vorfeld des Gegners zu sondieren. D. S. Der Grenzkonflikt im Fernen Osten. Gowjetrussische Lustangriffe über koreanischem Gebiet. Tokio, 1. Aug. (DNB.) Von der Presseabteilung des koreanischen Hauptquartiers in Keijo wird gemeldet, daß etwa acht Sowjetflugzeuge am Mvn- tagrnittaa die Truppen in der v o r d e r st e n japanischen Linie mit Bomben und MG.-Feuer belegte, ohne ihnen jedoch Schaden zuzufügen. Um 14.30 Uhr überflogen sowjetrussische schwere Bomber in geschlossener Formation die Grenze am Unterlauf des Turnen-Flusses; sie flogen dann weiter über koreanisches Gebiet und bombardierten die E i sie n b a h n l i n i e bei Kinsojyo südlich von Kogi. Später wurde die Brücke bei Keijo bombardiert, doch wurde auch bei diesen Angriffen kein ernstlicher Schaden angerichtet. Fünf sowjet- russische Flugzeuge wurden von den Japanern a b- geschossen. Das Hauptquartier in Keijo meldet ferner, daß bei den Luftangriffen an sowjetrussischen Verlusten 3 7 Tote festgestellt wurden, die nach Uniform und Abzeichen dem GPU. - Grenzschutz verschiedener Formationen angehören. Im japanischen üuftverteidigungsabschnitt VI wurde für die Provinz F u k u ck a in Nord-Kyuschu ab Mitternacht erhöhte Alarmbereitschaft durch Verdunkelung angeordnet. Fukucka ist ein wichtiges Zentrum der japanischen Industrie. Die von den Japanern zurückgeworfenen Sowjettruppen haben sich nach zweimaligen Gegenstößen auf eine Höhenstellung östlich des Tschanghie-Sees, der unmittelbar hinter der russischen Grenze liegt, zurückgezogen. Die nunmehr von den Japanern wieder, genommenen Höhen bei Schangfeng waren von den sowjetrussischen Grenztruppen mit Infanterie- und Artilleriestellungen versehen. Die neuen Stellungen östlich und westlich des Tschanghie-Sees sind etwa 3 Kilometer voneinander entfernt. Eine vom Kriegsministerium herausgegebene Skizze über die Frontlage bei Schangfeng verzeichnet sowohl die Grenzlinie, wie sie auf den sowjettussischen Generalstabskarten eingezeichnet ist, wie auch die Grenzlinie gemäß dem Huntschun-Dertrag. Daraus ist klar ersichtlich, daß beide Linien östlich derHöhenvonSchangfeng liegen, daß also die japanische Abwehraktion einwandfrei a u f mandschurischem Gebiet erfolgt ist. Die Auffassung in Tokio. Tokio, 1. Aug. (Europapreß.) Mit welchem Ernst man in Japan die Lage verfolgt, beweist die unerwartete Rückkehr des japanischen Generalstabschefs, Prinz Kanin, nach Tokio, das er erst vor kurzer Zeit verlassen hatte, um auf dem Lande einen kurzen Urlaub zu verbringen^ Nach Eintreffen der Meldungen über die Grenzzwischenfälle in Mandschukuo und über neue sowjetrussische Trup- penzusammenziehungen an der Grenze wurden Ministerpräsident Fürst Konoe, Kriegsminister General Jtagaki und Prinz Kanin vom Kaiser in Audienz empfangen und berichteten ihm ausführlich über die neue Lage. Ein Regierungsvertreter stellt fest, es hänge von der sowjettussischen Haltung ab, ob sich die neuen Grenzzwischenfälle zu einem größeren Konflikt entwickelten oder nicht. Jedenfalls müsse man Geduld haben, wenn man mit den Sowjetrusftn verhandeln wolle. Die japanische Generalität trat unter dem Vorsitz des Kriegsministers im Kriegsministerium zusammen und entschied, vorläufig alles zu vermeiden, was die Lage verschärfen könnte. Man sei aber vorbereitet und entschlossen, weiteren Provokationen der Sowjets entgegenzutreten. Man nimmt an, daß die Sowjets mit den Luftangriffen eine Demonstration gegen die Wiedereinnahme Tschangsengs durch die Japaner beabsichttgten. Von Moskau verbreitete Nachrichten, daß sowjetrussische Flieger Charbin und die koreanischen Hafenplätze Setschin und Raschin angegriffen hätten, werden in Tokio entschieden dementiert. Dabei wird jedoch angedeutet, daß sowjetrussische Flugzeuge tatsächlich bereits nach den genannten Städten unterwegs waren, aber angesichts des Schicksals der bei Tschangfeng abgeschossenen fünf Maschinen wieder umkehrten. Bestättgt wird, daß während der Nacht in der Provinz Fukuoka in Südwest- Japan Verdunkelungsmaßnahmen durchgeführt werden. In anderen Teilen Japans sind als Vorsichtsmaßnahmen gegen Luftangriffe die Horch- posten besetzt worden. Truppentransporte nach den dem Festlande gegenüber gelegenen Häfen sind im Gange. Abgefehen von der scharfen Verurteilung der sowjettussischen Herausforderungen legt sich die Presse große Zurückhaltung auf. Ueber die voraussichtliche weitere Entwicklung werden keine Mutmaßungen angestellt. Die allgemeine Auffassung geht vorläufig jedoch dahin, daß es gelingen wird, einen Krieg zu vermeiden. Japan zieht Truppen zusammen. Paris, 2. Aug. (DNB. Funkspruch.) Die Pariser Frühpresse meldet aus Tientsin, daß seit vier Tagen 20000 Mann japanischer Truppen aus Nordchina und Schansi durch Tientsin nach der Mandschurei abgezweigt worden seien. Des weiteren sollen zahlreiche Truppentransporte in 2) a i r e n eingetroffen sein. Nach einer Meldung aus Schanghai soll eine starke Abteilung von K o m- munisten verachten Armee in Mandschukuo eingetroffen sein und im Begriffe stehen, die Ortschaften und Dörfer gegen die Japaner aufzuwiegeln. Die Kommunisten hätten sogar einige Kilometer von Jehol entfernt zwei japanische Flugzeuge abgeschossen. Man hält es in Paris für möglich, daß der Generalstad der Roten Armee im Fernen Osten Maßnahmen ergreife, um die von der japanischen Armee besetzten Hügel wieder zu rückzuerobern. Die Höhen hätten für beide Teile eine außerordentliche strategische Bedeutung, da sie die gesamte Dossiet-Bucht beherrschten. Schangfeng erneut von sowjetrussischen Bombern angegriffen. Tokio, 2. Aug. (DJtB. Funkspruch.) Das japanische kriegsministerium teilt einen neuen Grenz- zwifchenfall mit. Am Dienstag früh haben danach 15 Sowjetflugzeuge die Grenze überflogen und Schangfeng bombardiert. Auf neuen Wegen nach dem neuen Peking. Von unterem H. Tr.-Äerichtersiattti. Der Fahrtenbericht unseres mandschurischen Korrespondenten hat seit dem 2. Juli durch Ausbleiben der Briefpost aus dem Fernen Osten eine unliebsame Unterbrechung erfahren, so daß wir erst heute in der Lage sind, den vierten Reisebericht zu veröffentlichen. IV. Haupibahlihos Iehol. Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten! I e h o l, im Juli 1938. Nach fast 20stünüiger Fahrt ist der Personenzug Mukden—Jehol endlich im — man muß das gesperrt schreiben! — „Hauptbahnhof Jehol" eingelaufen. Denn dieses Jehol — doch das lese man lieber in dem gleichnamigen Buche von Sven Hedin nach, dessen Forscherherz sich bei dem Worte „Hauptbahnhof Jehol" wahrscheinlich schmerzhaft krampfen wird. Seine Reise nach Jehol war damals noch eine Expedition, heute wird man am Zuge von einem weißgekleideten chinesischen Kellner des „Bahnhofs-Restaurant Jehol" erwartet, der sich in fließendem Englisch und mit einer ebenso flüssigen Perbeugung danach erkundigt, ob man der an gemeldete For eigner sei. Angemeldet hat man sich zwar nicht, immerhin: dieser Diensteifer des japanischen „Jntelligence-Service- Bureau" ist lobenswert, weil er das den Japanern Nützliche mit dem für die Fremden Angenehme vorbildlich verbindet. Die Tatsache, daß es einen Bahnhof in dieser Tempekstadt Jehol gibt, deren Besuch eine Reise nach Tibet erspart, will einem zunächst noch gar nicht in den Sinn und vielleicht haben auch die Japaner das gleiche dumpf gefühlt: denn sie haben hier keinen modernen Steinbaukasten aus Eisen, Glas und Beton hingesetzt, sondern auf den „genius huius loci" Rücksicht genommen und hier ein Bahnhofsgebäude im Stile eines altchinesischen Tempels errichtet. Mit geschwungenen Dächern, gelbglasierten Ziegeln, Dachreitern und Drachenornamenten — ein Gebäude, das im Schein der unzähligen grellen Bogenlampen fast wie eine Theaterdekoration in einem chinesischen Feen-Spiel wirkt. Mit den blauschwarzen, zackigen schweigenden Bergen als Kulissen im Hintergründe .Dieser Eindruck wird durch 20 chinesische Hotelportiers aus der nahegelegenen, eigentlichen Stadt Jehol nur noch verstärkt: von japanischen Gendarmen säuberlich ausgerichtet, bilden sie am Ausgang Spalier, jeder hält ein kleines Bambusstöckchen in der Hand, an dem ein brennender Lampion baumelt, dessen schwarze rätselhafte Schriftzeichen die Namen der chinesischen und japanischen Herbergen vermelden. Phantastisch gekleidete Burschen, die an Statisten irgendeines Zauberspiels erinnern Vor dem Bahnhof weiter hin ein paar Autobusse, dle im Zwielicht an Saurier erinnern, ein Dutzend Taxen, japanische Pferdeburschen mit den Reitpferden für einen ebenfalls frisch eingetroffenen Stab, eine Unzahl Riesen- Schildkröten in Gestalt vorsintflutlicher Droschken und das ganze bunte Gewimmel wie unter zusammengefaßtem Scheinwerferlicht messerscharf her- ausgeschnitten aus dem Nachtdunkel einer riesenhaften Bühne. Aber gerade deswegen verzichtet man gern auf einen an sich verlockenden Nachtbummel, weil man eben nicht weiß, was auf japanisch „Halt — Werda?" heißt und auch die chinesischen Guerilla-Krieger sich erfahrungsgemäß auf lange Debatten nicht einzulassen pflegen. Rasches Abendessen im Bahnhofsrestaurant, das genau so eingerichtet ift, wie alle Bahnhofs-Restaurants der Südmanschurischen Eisenbahn, mögen sie hoch oben am Amur, an der sibirischen Grenze oder eben in der Einsamkeit Jehols liegen. Sogar die Speisefolge und Speisekarte ist die gleiche wie auf all den unzähligen Stationen dieser heute wohl größten Eisenbahn-Direktion des Fernen Ostens und wer einmal eine abgegessen hat, kennt alle anderen auch. Drei saubere, europäisch eingerichtete Gastzimmer besitzt dieser Bahnhof und der Ueber- nachtungspreis von zwei Reichsmark ist im Hinblick auf das Gebotene als außergewöhnlich billig zu bezeichnen. Man schläft hier gut und fest nach langer Fahrt und am andern Morgen um sechs Uhr weckt der Boy und überreicht die Fahrkarte Jehol— Peking für jene 220 Kilometer lange Strecke, die von den Japanern in sechs Monaten fertiggestellt worden ist, und die d a s „Z w e i t e L o ch" i n b i e Große Mauer gebrochen hat. Denn das erste heißt Na n kau, wo die Eisenbahn Tientsin— Peking—Kalgan—Suyuan durch die Große Mauer hindurch und hinein in das Land der ehemaligen ..Nordwestlichen Barbaren" führt, das heute n - nere Mongolei" genannt wird. An diesem „Nankau-Paß" haben sich im Herbst des vergangenen Jahres die erbittertsten Kämpfe zwischen den angreifenden Japanern und den hier die Große Mauer verteidigenden Truppen der 29. chinesischen Armee abgespielt und der militärische Durchbruch der Japaner war hier genau so schwierig wie der eisenbahntechnische Einbruch durch die gleiche Mauer im Zuge der neuen Jehol— Peking-Bahn. 220 Kilometer lang ist diese neue Bahnlinie, die in sechs Monaten in aller Heimlichkeit und Stille fertiggestellt worden ist. 14 Tunnel mußten gebohrt und sechs große „Spitzkehren" zur Ueberwindung jenes großen Gebirgsmassivs angelegt werden, das — mit der Großen Mauer auf dem Rücken — das eigentliche Nordchina gegen die Jehol-Provinz bzw. gegen" die Mandschurei ab-- grenzt. Zahllose Schluchten mußten mit Erddanv men überwunden und edensoviele schmale Bergrücken durchstochen werden — das Ganze eine un- erhörte technische Leistung, die näher sich anzusehen, auch eine weit längere Reise als die von Dairen über Mukden nach Jehol gelohnt haben würde ... Der täglich einmal von Jehol nach Peking abgehende Zug besteht aus einer Maschine und einem Waggon 2. und 3. Klasse. Das ist überraschender, weise alles! Daraus darf man auf alle Fälle schließen, — und das ist sehr wichttg! — daß diese neue Bahn bis auf weiteres noch nicht für ' Truppentransporte oder gar größere Truppenver- schiebungen in Frage kommt, eine Vermutung, die auf der Reise nur allzubald ihre Bestätigung findet. Denn die Geschwindigkeit des neuen Jehol-Peking- Expreß beträgt allerhöchstens 10 bis 15 Kilometer in der Stunde, und manchmal schwanken die Wagen so erheblich hin und her, daß man das Gefühl hat, auf leichtbewegter See zu gondeln. Grund und Ursache sind bald geklärt: Der Bau ift so schnell erfolgt, daß sich die im Winter fertiggestellten Anschüttungen jeder Art unter dem Einfluß des Früh. jahr-Tauwetters an sehr vielen Stellen erheblich gesenkt haben, so daß man heute bis zur Großen Mauer bei Kupeiku eigentlich durch ein ununterbrochenes Spalier von Kulis fährt, die hier zu Tausenden als Sttecken-Ausbesferungs-Arbeiter an- gesetzt sind. Sie flechten überall aus starkem Draht wurstähnliche Schläuche von zwei dis drei Meter Länge und einem Halden Meter Durchmesser, — Drahtrollen, die mit Steinen gefüllt, dicht nebeneinander auf die Böschungen gelegt und hier ver. ankert werden. Ein ideales Befestigungsmittel, das Zement und Kalk erspart und ttotzdem den Sturzbächen ausgezeichneten Widerstand leistet. Aber auch sonst tritt das Behelfsmäßige der neuen Strecke überall klar in Erscheinung: alle Brücken durchweg aus ftischgeschlagenem Holz erbaut, auch die verschiedenen Stationen sind zunächst noch nichts weiter als saubere Bretterbuden, die von Hunderten von neugierigen Chinesen umlagert sind. Sie haben in dieser gottverlassenen und abgelegenen Gegend vielleicht zum ersten Male in ihrem Leben eine Eisenbahn gesehen, denn die Kinder laufen schreiend vor Begeisterung neben dem langsam fahrenden Zuge her, aus den Feldern flüchten entsetzt die schwarzen Schweine, vor den kleinen Straßenkarren bäumen sich die Pferde senkrecht in die Höhe, und selbst die chinesischen Esel, denen sonst nichts in der Wett zu imponieren pflegt, hatten erstarrt in ihrem emsigen Trott inne, lassen ihre Ohren zu unwahrscheinlicher Länge emporschießen und bekommen Augen so groß wie Untertassen. Aber größer noch als das Staunen der Tiere scheint die Freude der Landbevölkerung zu sein, und die chinesischen Bauern, die mit Kind und Kegel den Wagen 3.Klasie füllen, haben sich alle — der Bedeutung des Ereig- nisses bewußt — ganz besonders fein gemacht. Sie fahren sichtlich „stolz" mit dieser neuen Bahn, deren Anlage den Japanern ganz' unzweifelhaft in diesem weltabgeschiedenen Gebiete gewisse Sympathien eingebracht hat, und vielleicht ist auch aus diesem Grunde von einer Streckenbewachung nicht das geringste zu bemerken. Keine Pattouillen, keine Posten an den Brücken, keine Bahnhofswachen — Nichts! Und wenn die chinesischen Freischärler wirklich „wollten", konnten sie unbemerkt den ganzen Oberbau auf langer Strecke einfach wegtragen und in den nächsten Abgrund merfen. An so einem Abgrund entlang keucht das Bähn- chen gerade und arbeitet sich mühsam in ein grandioses Gebirgsmassiv hinein, um ganz urplötzlich mit einem unvermittelten Ruck stehen zu bleiben. Zehn Minuten — zwanzig Minuten — eine halbe Stunde vergeht. Eine leichte Unruhe beginnt Platz zu greifen — allgemeine Frage: „Was ift los?" Keiner weiß es, plötzlich erscheint der Schaffner und fordert die ehrenwerten Gäste auf, b i e Wagen zu räumen. „So so! — also doch!" — Aber augenscheinlich war die Strecke schon seit mehreren Tagen nicht mehr brauchbar, denn auf der einige hundert Meter entfernten Landstraße erscheinen plötzlich zwei Autobusse, in denen jetzt der gesamte lebende und tote Inhalt des ganzen Eisenbahnzuges verftachtet wird. Und zwar in einer Form, die alle bekannten Oelsardinenvergleiche insofern unmöglich macht, als das Gedränge in den beiden „aufgeroärmten Leichen" (so nennt man in Fernost uralte Autos, die irgendein geschäststüchttger Unternehmer aus 20 unbrauchbar gewordenen Wagen zusammengeflickt hat) überhaupt keine Der- gleichsniöglichkeiten zuläßt. Als ich als Schluß-Last von zwei riesigen Scham tung-Kulis durchs enge niedrige Türchen ins Innere gestemmt werde, stand vor mir eine nette kleine Japanerin, die — naturalia non sunt turpia — ihr Kind vorher getränkt und in der Eile des Umzugs und der drangvoll fürchterlichen Enge des Vehikels ihr Gewand nicht hatte schließen können. Die Tatsache, daß ich plötzlich trotz verzweifelter Gegenwehr mit dem Gesicht an ihren mütterlichen Busen zu ruhen kam, kennzeichnet die Enge des Raums wohl am besten, in dem man überdies nur in der Kniebeuge stehen konnte. Aber die Heiterkeit war allgemein, und am meisten schien sich die junge Mutter über den unerwarteten „Zuwachs" zu freuen. Aber das Lachen verging, der engverpackten Menfchenmasse nur allzubald: Tut! Tut! machte der llchauffeur und raste plötzlich mit jener Unbekümmertheit davon, die für die Chauffeure Asiens, die an Stelle der Nerven Stricke besitzen, so charak« teristtsch ist. Auf dem Wege zur Paßhöhe ging es noch einigermaßen, aber dann — oben an gekommen — Gas gegeben und — haste nich gesehen — im 40-Kilometer-Tempo immer hart am Abgrund entlang die Serpentinen mit den haarscharfen Kurven hinab ins 2000 Meter tiefe Tal, daß sogar die Frauen vor Angst mit dem Kreischen aufhörten. Manchmal stand der Wagen in der Kurve auf zwei Rädern, aber der Chauffeur mit eisernem Gesicht, die erloschene Zigarette im Mundwinkel, nahm eine Kehre nach der anderen mit einer Gewandtheit und Sicherheit, die ihm auf der Avus die goldene Medaille eingebracht haben würde. Ueber- und untereinander saßen, hockten, standen, kauerten und lagen die Menschen in diesem Karren, eine einzige kompakte Masse aus Koffern und Soldaten, Frauen und Kisten, Kindern und Säcken, und diese fompafte Masse machte, an die Wände geleimt, jede Schwankung des Wagens bis 45 Grad mit, und mehr als einmal sah es aus, als ob die „aufgewärmte Leiche koppheister und sich hundertmal überschlagend im Abgrund landen würde, wo qualmender Rauch he Anwesenheit eines Hilfszuges verriet. Iapanfeinvliche Verschwörung in Schanghai. Schanghai. l.SIug. » Je ?'« , S(?'9s Sh?ei SrAt ,:olfsgr Wuti Oer deutsche Kestspiel-Sommer VomAivei-Mnn-VeiriebzumWeltuniemehmen 75 Zähre Bayer-Werke Leverkusen. Bulgariens Wehrfreiheit Bulgarien feiert Sofia, e Zukunft zu l e g a 11 f i e r e n. ^es Staates i -eoelungen" find darüber hinaus wit beion Volkes. Sorgfalt gewählt, um die bevorzugte Stellung I derer Sorgfalt gewählt, Kräftespiels barn. Salzburg von selber. Aus der Überschneidung des nordischen und südländischen Kulturkreises ist Mozarts Werk gewachsen. Warum sollte es nicht besonders in den Tagen der engsten kulturellen Zusammenarbeit der beiden befreundeten Nationen eine deutsch-italienische Spielgemeinschaft in der italienischen Originalsprache zum Erklingen bringen'. So sangen deutsche Sängerinnen die weiblichen und italienische Sänger die männlichen Hauptrollen in der Festaufführung von „Figaros Hochzeit". Mari« C e b o t a r i sang die Gräfin, Esther R e t h y die Susanne, Marta R o h s den Ch-erubin, Ezio Pinza den Figaro, Mariano Stab>ile den Grafen Aimaviva. Auch die Nebenrollen waren gemischt besetzt. Zusammenschluß der deutschen Milch- und Jettwirtschast. Berlin, I.Aug. (DNB.) Im Reichsgesetzblatt wird eine Verordnung des Reichsministers für Ernährung und Landwirtschaft über den Zusammenschluß der deutschen Milch- und Fettwirtschaft veröffentlicht. Durch diese Verordnung wird eine wesentliche Lücke in der Organisation der landwirtschaftlichen Marktordnung ausgefüllt. Alle Betriebe, die sich mit der Erzeugung, der Be- und Verarbeitung sowie der Verteilung von Milch, Oelen und Fetten befassen, werden zu der H a u p t v e r e i n i - gung der deutschen Milch- und Fettwirt s ch ä f t und zu Milch- und F e 1 t w i r t - schaftsverbänden zusammengeschlossen. Während zur Zeit bei der Bewirtschaftung der Ernährungsfette verschiedene Stellen zuständig sind und sich aus der Vielheit der Zuständigkeiten Reibungen ergeben können, wird mit dem Inkrafttreten der .Verordnung nunmehr allein die Haupt Vereinigung zuständig sein. Sie tritt zugleich an die Stelle der Hauptoereinigung der deutschen Milchwirtschaft. Die Verordnung tritt am 1. Oktober 1938 in Kraft. Sie gilt zunächst nicht für das Land Oesterreich. Zwei Aenlschristen der Sudeiendeuischeo Partei. Aus aller Wett. Heißer Dankfeiertag in England. Wie alljährlich begann England die Hauptferien- saison am 1. August mit einem Bankfeiertag. Die bereits seit Tagen über dem Znselreich lagernde Hitzewelle hatte große Massen von Reise- und Wanderlustigen auf die Beine gebracht, um den Feiertag, soweit der Geldbeutel nicht für einen kleinen Sprung über den Kanal reichte, an der englischen Küste zuzubringen. Die Zü'ge waren mit Menschen vollgepfropft. Auf den Landstraßen reihte sich Wagen an Wagen. Obschon die Imperial Airways sämtliche verfügbaren Flugzeuge eingesetzt hatte, war auch hier seit Tagen kein Platz mehr zu bekommen. London selbst war trotz dieses Dranges ins Freie keineswegs menschenleer. Eines der beliebtesten Ziele war neben dem Zoo der große Ver- gnügungspark im Norden Londons, Hampstead, wo in einer waldigeü Umgebung alles, was maft an Rummelplatzvergnügen kennt, vertreten war. Wie jedes Jahr, haben der Bankfeiertag und das vorangegangene Wochenende zahlreiche Unglücksfälle im 'Gefolge gehabt. Die Zahl der Verletzten in Südengland beträgt nach den vorliegenden An- gaben etwa 60. Bei einem Unfall in der Grafschaft Essex wurden elf Personen verletzt. Ein Mann wurde getötet. An der Südküste fanden mehrere Personen durch Ertrinken und Herzschlag d e n T o d. Ein vierzehnjähriger Junge ertrank an der Südküste vor den Augen zahlreicher Badegäste; die Leiche wurde erst nach Stunden an Land gespült. Grohfeuer in einer Revaler Sperrholzfabrik. Ein G r o ß f e u e r wütete in der über die Grenzen Estlands hinaus bekannten Sperrholziabrik der Luther AG. in Reval, einer der größten Sperrholz- fafriken Europas, die hauptsächlich für den Export arbeitet. Das Feuer entstand im Sperrholz-Trocken- raum und griff mit großer Geschwindigkeit um sich. Als die Feuerwehr an der Brandstelle eintraf, war an diesem Gebäude nichts mehr zu retten, und sie mußte sich auf eine Einkreisung des Brandherdes beschränken. Nach siebenstündiger Arbeit gelang es, des Feuers Herr zu werden. Wertvolle Maschinen und eine größere Menge halbfertigen Sperrholzes sind verbrannt. Der Schaden wird auf 150 000 bis 200 000 Mark geschätzt. Mit dem Neuaufbau des Gebäudes, mit dessen Vernichtung etwa 250 Arbeiter brotlos geworden sind, wird unverzüglich begonnen. Sieben lote durch Blitzschlag. Ein schweres Unwetter suchte das Wilnagebiet heim. In verschiedenen Kreisen wurden durch Blitzschlag sieben Personen getötet und 17 Wohnhäuser ' und Wirtschaftsgebäude in Brand gesetzt. Bergtod in den Alpen. ,,Götterdämmerung"inVHreuth wertes zum Erlebnis werden ließ. Durfte sich der Dirigent Titjen auf die trefflich einstudierten Chöre von Friedrich Jung und auf die sorgsame musikalische Vorbereitung der Solisten durch Karl Kittel stützen, so fanden der Regisseur, Tietjen und der Bühnenbildner erprobte Helfer in Paul Eberhardt, der die Bühnentechnik zum spielenden Einsatz brachte, und in Kurt Palm, der für die Ausführung der Kostüme verantwortlich zeichnete. Der Dank für die „Rinq"-Aufführung bekundete sich in der Begeisterung der Zuhörer D. K. K. Deutsch-italienischer „Figaro^ in Salzburg. Die Frage nach der Berechtigung einer italienischen Mozart-Aufführung beantwortet sich in AK 'chtiai Prags Nationalitätenslatut will bestehendes Unrecht verew gen die Regierung von Groß-Schanghai anzuzetteln und mit den chinesischen Freischärlern gemeinsame Sache zu machen. So soll den Japanern bekannt geworden sein, daß die verhafteten Polizelbeamten einen Plan zur Besetzung von Putung entworfen hatten, die am 13.August, dem Jahrestag der Schanghai-Kämpfe, erfolgen sollte und bei denen die chinesischen Freischärler Mitwirken sollten. Es heißt auch, daß in der Wohnung des Polizeichefs ein größeres Waffenlager gefunden wurde. Heftige Kämpfe am Nordufer des Jangtse. Schanghai, 1.Aug. (DNB.) Aus dem Nord- ufer des Jangtse kam es im Berggelandevon T a i h u zu schweren Kämpfen, da hier die Chmesen zur Gegenoffensive übergegangen waren. Nach mehrtägigen Versuchen gelang es, nach japanischen Angaben, die chinesische Offensive zum Stehen zu bringen und den Vormarsch jangtseaufwarts wieder aufzunehmen. Sie eroberten die von den chinesischen Trupppen inzwischen wieder besetzt gewesene Stadt Susung nach heftigem Straßen- unb Häuserkampf und erkämpften den Aufgang zur Straße in Richtung H w a n g m e i, von wo aus eine gute Landstraße nach S) an t au führt. löBige der neu« 9,: alle iBriifc P, erbaut, aui “chst noch ni£ ! D°n hunderter find. Sie Haber legenen Gegeni em Leben ein; laufen schmeiß Liam fahrende, »ten entsetzt ft n Stratzenkariee 1 die höhe, uni nst nichts in dei •rftarrt in ihren ren zu unwahr und bekonmee der größer m- die Freude bei chinesischen Wagen 3. K!ch ihing des Eretz ein gemacht. & uen Bahn, dein schäft m dieser Sympathien eit. mch Ms diese- hung nicht de | Patrouillen, kein l hnhofswachen - '« Freischärler wiest eckt den ganzen j I wegtragen uni ; ieucht das Jähn- slawien und Italien. Wir begrüßen es, daß auf dem Wege der Verständigung die militärische Gleichberechtigung Bulgariens wieder hergestellt wurde. Die Südoststaaten sahen also ein, daß es besser fei, die Knebelbestimmungen fallen zu lassen, anstatt sie weiter auf dem Papier zu belassen. Denn mit der Z->it wurde ihr Wert immer geringer, wie za eines Tages stets das von selbst einzutreten pflegt, was unnatürlichen Ursprungs ist und auf Gewalt beruht. Wir sehen in dem Akt des Balkanbundes den verheißungsvollen Auftakt eines fruchtbaren politischen L....... zwischen Bulgarien und seinen Nach- 5. Die Vorrangstellung des tschechischen! Volkes und seiner Sprache im Staate und die mittelbare und unmittelbare Förderung seines Ausdehnungsdranges, oft mit Mitteln der Entnationalisierung. 6. Die Führung der Politik des Staates unter Mißachtung der nationalen Verbundenheit der Volksgruppen mit ihren Muttervölkern. Wenn daher der Staat zur Erfüllung seiner übernationalen Aufgaben befähigt sein oll, dann müßten feine Organe und Einrichtungen lieser Zielsetzung entsprechend u ra g e ft a 11 e t werden. Von maßgeblicher Stelle sei wiederholt zugegeben worden, daß der Grundsatz der Gleichheit unter nationalen Gesichtspunkten in der Tschechoslowakei verletzt worden sei. Die bisherigen Gleichheitsgarantien seien also kein Hindernis für die ständige nationale Benachteiligung gewesen, aus der der heutige friedlose Zustand des tschecho-slowa- kischen Staates als europäisches Problem entstanden fei. Aus dieser Tatsache habe jedoch die Regierung nach der vorliegenden Fassung des Nationalitätenstatuts keine Schlußfolgerungen gezogen, um eine wirksame Garantie des Gleichheitsgrundsatzes vorzuschlagen. Der Entwurf des neuen Sprachengesetzes enthalte bis auf einige Aenderungen nichts anderes als das bisherige Sprachengesetz zuzüglich einiger Bestimmungen der bisherigen Durchführungsverordnungen, die sich äußerst nachteilig für die nicht- tschechischen und nicht-slowakischen Volksgruppen ausgewirkt haben. Ein Entwurf, der angeblich die Gleichberechtigung der Völker und Volksgruppen mit herbeiführen solle, in Wirklichkeit aber eine krasse Sprachenrechtsoerkürzung zur Folge habe, könne nicht als Beweis zur Herstellung des Friedens bezeichnet werden. Verhandlungen im tschechischen Regirrungslager Der italienische Spielleiter Guido S a l o i n i sorgte für südliche Spielfreudigkeit und Gelöstheit; der Dirigent Hans Knappertsbusch für deutsche Innigkeit und Gefühlstiefe, feo kam eine im Musikalischen und Darstellerischen gleich vorzügliche Aufführung voll Anmut und Grazie zustande, die stärksten Veisall fand. Das Orchester der Wiener Philharmoniker, der Chor der Wiener Staatsoper und Profesor Rollers schöne Bühnenbilder trugen das ihre zum Erfolg der Aufführung bei. — Während der Vorstellung ging über der Stadt ein schweres Gewitter nieder, Regenrauschen und fernes Donnergrollen mischten sich in die Klänge des Orchesters. Für Sekunden erlosch auf der Bühne ebenso wie in der ganzen Stadt das Licht. Die Darsteller ließen sich jedoch in ihrem Spiel ebenso wenig beirren, wie das Publikum in seinem Kunstgenuß. D. K. K. Prag 1. Aug. (Guropa prefc.) Die von Konrad Henlein zur Führung der Gespräche und ' lungen von der tschecho-slowakijchen ^e9ier“Il.9 , die nationalitätenrechtliche Vorlage beauft ? Abgeordneten der Sudetendeutschen Partei Kundt, Peters und Rosche, sowie Dr.Se- bekowsky und Dr. Schicketanz haben in Zwei Denkschriften der Oeffentlichkeit das Material borg g\, das ihnen von der R e g i e r u n g am öC^um übergeben wurde. Sie haben dieses Mat den geltenden Dorsch rifte n^ gegen übe g - stellt, um die nunmehr nachprüfbare 5tftftellung 3 treffen, daß die bisherigen Vorschläge der Regierung keineswegs eine bemerkenswerte formale, g schweige denn eine sachliche Verbesseren g der bisherigen Rechtsstellung der nicht-tschechischen Vo - ker und Volksgruppen darstellen. Vielmehr ist d Versuch zu erkennen, die auf einigen Gebieten vis- her einseitig zugunsten der tschechischen Bevölkerung gehandhabte Praxis fetzt unter dem Titel einer neuen Rechtsordnung auch für die Zukunft zu legalisieren. ^der „Neurei 1. Aug. (DNB.) Ministerpräsident Kiossejwanoff traf wieder in Sofia ein. Sämtliche Kabinettsmitglieder, die Vertreter der Balkanstaaten, der Generalität und eine Zahlreiche Menschenmenge bereiteten ihm einen jubelnden Empfang. Die Hauptstadt hat reichen Flaggen- schmuck angelegt. Die Presse hebt den Geist der Zusammenarbeit hervor, der das Zugeständnis der Gleichberechtigung an Bulgarien ermöglichte. Die Blätter erinnern dabei auch an den Kampf Deutschlands gegen di- Fnedensdiktat^ Deutschland habe zuerst die Fesseln der Vertrage gesprengt und damit gleichzeitig für sämtliche unterdrückten Staaten den Kamps um die Wiederwehr- P r a g, 2. Aug. (DNB.) Dem 20gliedrigen Ausschuß der Koalitionsparteien wurden heute, wie das Tschecho-Slowakische Pressebüro meldet, eingehende Informationen über den Stand der Innen- und Außenpolitik gegeben. Das Expose über die innere Lage und ihre internationalen Konsequenzen er- lattete Ministerpräsident Dr. H o d z a, das außenpolitische Referat Außenminister Dr. Krofta eo= wohl Hodza als auch 6er Allhennumster beant- warteten eine Reihe von Fragen. Die amtliche Mit- teilung fährt dann fort: „In allen ftauptre eratm unb in allen Debattereben wurde der Wille der Regierung unb ber Mehrheitsparteien zum Ausdruck gebracht, ben bevorstehenden Parlamentsarbeiten unb vorbereitenden politischen Verhandlungen allen Fleiß unb alle Sorgfalt zuzuwenden und alle Fragen, die des Parlamentes harren, zu regeln Die Regierung wirb um die Annäherung der Standpunkte ber Regierungs- unb der Oppositionsparteien bemüht fein unb erstreben, daß in allen Fragen unter Beachtung ber Interessen ber Integrität, der Autorität und ber internationalen Position der Republik ein Einvernehmen erzielt werde. Die Sitzung der Koalition betonte auch die Bedeutung der Sendung Lord Run c i m ans, in ber sie eine Kunbgebung bes guten Willens Englands erblicke, zur Regelung des nationalen Verhältnisses in der Republik und zur Konsolidierung in Mitteleuropa beizutragen. Deutschland darf stdlz darauf sein, daß die Begründer seiner bedeutendsten Jndustriewerke im kleinsten begonnen haben unb durch die Zähigkeit ihrer Arbeit, durch den Einsatz ihrer ganzen Person, durch ihren unermüdlichen Fleiß, aber auch durch ihren kaufmännischen Weitblick unb durch ihr soziales Empfinben den Grundstein legten zu jenen Unternehmungen, die sich den Weltmarkt eroberten unb aus der deutschen Volkswirtschaft heute nicht mehr wegzudenken wären. Ihre wirtschaftliche Energie wurde zum Segen der Mensch- ber seit 1918 in die nicht-tschechischen Gebiete hineingeschobenen tschechischen Volks- teile zu fidjern, obwohl der eigentliche Sinn des ganzen gesetzgeberischen Werkes doch die Gewährleistung einer besseren Rechtsordnung für bie bisher benachteiligten nicht-tschechischen Volker und Volksgruppen sein sollte. Dieser Gegenüberstellung schließen die Bevollmächtigten der Sudetenbeutschen Partei eine Kritik bes bisher vorgelegten Materials an. Sie gipfelt ber Feststellung, daß biefe Vorschläge als em neuer- Heber V-rfuch aufzufafsen find, einen u n r e * juftanb zu verlängern. Die KritikJteilt weiter fest: Den nationalen Frieben haben bisher gestört: 1. Die rücksichtslose A u s n ü tz u n g d es Me h r- beitsvrinzips im Parlament burch bas tschechische Volk zu rein tschechischen Machtzwecken 2. Die Ausübung ber Regierungsge walt im Sinne ber Herstellung eines tschechischen Nationalstaates. 3. Die Besetzung sämtlicher staatlicher Machtstellungen burch Angehörige des tsche anlagen, eine Anzahl irdener Töpfe bildete die Apparatur —, und wenn man heute aus der Vogelschau einen Blick auf die gewaltigen Anlagen bes Leverkusener Werkes tut, bann erkennt man, was Initiative, Mut unb Zähigkeit für ben Aufbau einer gefunden Wirtschaft bedeuten. Die Begründer der Firma hatten allerdings die bessere Zukunft nicht mehr erlebt. Aber die Söhne beider führten bas Werk im gleichen Sinne fort. Im Jahre 1884, an seinem 23. Geburtstage, wurde als junger Chemiker Karl Duisberg eingestellt, ber sich mit Feuereifer an die Arbeit machte unb innerhalb von vierzehn Monaten nicht Weniger als fünf Erfindungen anmeldete. Er war aber nicht nur Chemiker, er war auch Kaufmann und vor allem der geborene Organisator. Auf seine Veranlassung wurde auch die Produktion der synthetischen Heilmittel ausgenommen. Unb als bie Farbenfabriken auf die ersten 25 Jahre ihres Bestehens zurückblicken konnten, beschäftigten sie rund 1000 Arbeiter unb Hanbwerker. Balb würben bie Anlagen in Elberfeld zu klein. Deshalb wurden die Anlagen nach und nach an den Rhein verlegt, wo Leverkusen entstand. Bis zum Jahre 1913 war die Zahl der in Leverkusen beschäftigten Arbeiter und Angestellten auf 8000 gestiegen — heute sind es 11000 Arbeiter unb annähernd 4000 Angestellte und Beamte. Leverkusen gilt heute m ber ganzen Welt als Musterstätte ber chemischen Industrie. Ihre Produkte gelten nicht nur auch dem Ausland gegenüber als unerreicht, man weiß auch, daß in ben Laboratorien immer im 'Sinne der Be- । gründen dieser Werke daran gearbeitet wird, neue : Geheimnisse der Natur zu enthüllen und sie der Zur letzten Vorstellung im ersten Zyklus der Bayreuther Festspiele, zur „Götter- öämmerun g", waren ber Führer und Reichs- minifter Dr. Goebbels wieder nach Bayreuth gekommen. Sie wurden bei der An- und Abfahrt stürmisch begrüßt. Als ber Führer neben Frau Winifred Wagner Platz genommen hatte, begann das letzte große Drama ber Nibelungen-Tetralogie. Es mar bie Aufgabe und bie Leistung von Max Lorenz, das schuldlos-schuldige Unterliegen des Götterlieblings Siegfried bis zum Sturz unter Hagens Speer erschütternd zu gestalten. Mit ekstatisä)er Besessenheit des darstellerischen Einsatzes unb einem durch keine Ermübung getrübten Helbentenor riß er das Haus in seinen Bann. Marta Fuchs, stimmlich strahlend wie am Tage zuvor, ließ mit zwingender Kunst die Brünhilde aufwachsen zu ihrer aus Weltnot und Untergang befreienden Tat selbstlosen Opferns. In der Rolle Hagens erreichte Ludwig Hoffmann den Höhepunkt seiner diesjährigen Festspielleistungen. — Aus dem Kreise ber kleineren Rollen ragt Margarete Klose bebeutsam hervor, bie ber Waltrauten-Erzählung beschwörenbe Einbringlichkeit gab und als erste Norne auch im szenischen Vorspiel mit Rut Berglund und Elfriede M a r h e r r dominierte. Mit den beiden letzteren vereinte sich Hilde S ch e p p a n zu dem stimmlich makellosen Terzett ber Rheintöchter. Den Giebichungen - Geschwistern Gunther unb Gutrune liehen Jaro Prohaska unb Kaethe Heibersbach nicht nur ihre schönen Stimmen, sie gaben ben Gestalten auch ein klar umrissenes Profil. Die Namen Heinz Tietjen unb P r e e- torius (Bühnenbilb unb Trachten) erinnerten am letzten Abenb noch einmal an bie großartige Gesamtleistung dieser „Ring"-Aufführung, die von beiden Künstlern ihre szenische und musikalische Prägung erhalten hat. Besonders stark war diesmal der Anteil von Tietjen, der seine vorbildliche und um manche Einzelzüge vertiefte Regie noch um die musikalische Leitung des ganzen „Ring" erweitert hatte und wie in ber „Götterdämmerung", so auch an ben übrigen Abenden einer anspruchsvollen Gemeinde von Wagner-Freunden und -Kennern aus aller Welt die Idee des Gesamt-Kunst- Salzburger Festspiele im Rundfunk. Der Deutschlandsender wird in einer Reihe von Uebertragungen seine Hörer einen großen Teil der diesjährigen Salzburger Fe st spie le mit erleben lassen. So wird Mozarts „Don Giovanni" am 3. August um 19 Uhr übernommen. Unter Leitung von Generalmusikdirektor Professor Karl- Böhm wirken u. a. Elisabeth Rethberg, Hilde K o n e tz n i und Maria Gebotari mit. Am 7. August, 11 Uhr, überträgt der Deutschlandsender aus dem Mozarteum ein Orchesterkonzert mit Werken von Haydn und Mozart. Gs spielen die Wiener Philharmoniker unter Leitung von Professor Dr. Gdwin Fischer. „Figaros Hochzeit" von Mozart kommt unter Leitung von Generalmusikdirektor Hans Knappertsbusch mit Maria Gebotari, Gszter Rethy, Gjio Pinza und Mariano Stabile am 11. August, 19 Uhr, zur Aufführung. Arn 14. August, 11 Uhr, wird Bachs „Kunst der Fuge" zu Gehör gebracht. Arn 20. August, 19 Uhr, folgt eine Übertragung des „F i d elio" Unter Leitung von Generalmusikdirektor Knappertsbusch wirken Gertrud R ü n g c r, Luise H e 11 e t s g r u b e r, Helge Ros- waenge, Paul Schäffler, Josef v. Mano- warda, Richard Sali ab a und Karl Disu11i mit. Die Reihe der Uebertragungen wird am 28. August, 11 Uhr, mit der Uebernahme eines Orcbester- konzerts unter Leitung von Staatsrat Dr. Wilhelm Furtwängler beschlossen. 7 - eine faße - beginnt Tßas ift los?" Schasiim M ir )ch'." - Ader seit mehreren auf der einige ; aße erscheinen | denen W 6er s ganzen wp* mar in einer ^vergleiche inso- jedränge in m o nennt man in geschiM^ bar g«?or6e" Haupt ferne w i riesigen, ktx Türchen ms mir eine 0 non sunt W m d-r Ichließm MW* Tofj °-rz-°L 2 mitte* et di« W * S«Ä» f) »iliii# rsß - Kurve -mA tlrfee’ fntW’ Mert-f «" w sAsr sLZ [tritt- sH Eine Gruppe von fünf Bergsteigern aus dem Ferienzeltlager von Uget am Fuße des Montblanc verunglückte bei einem Aufstiegsversuch aus die Aiguille noire, einen ber schwierigsten Kletterberge bes Gebietes. Vor bem Aufstieg banden sich alle fünf an ein einziges Sei 1 m ber Annahme, daß auf diese Weise auch die mernger geübten Teilnehmer der Gruppe den Aufstieg meistern könnten. Nachdem sie erst wenige Meter geklettert hatten, verlor der Vorletzte der Seil- gruppe durch ein niedergehendes Felsstuck, das ihn getroffen hatte, den Halt unb stürzte ad Er riß feine vier Kameraden, die sich nicht gesichert hatten, mit. Vier van ihnen kamen mit Verletzungen da- Will °N bis s n 'M t- die hier h N°it» l cN«" Stfr ^ei Mr ^Kneifer, 2 1 d'cht nebt» Lü? ',et W[' ^ngsinittel, d-. den 6tto chifchen Volkes. 4 Der Mißbrauch ber S) o f)« 11 sgem alt in jeber Form zugunsten bes heit. Zu diesen Werken gehören auch die Leverkusener Anlagen der IG. Farben, die am 1. August auf ihr 75jähriges Bestehen zurückblicken konnten. Zwei Männer waren ihre Begründer: Friedrich D a y e r, der Kaufmann, und Johann Friedrich Weskott, der Färbermeister. Aus bescheidenen wirtschaftlichen Verhältnissen hervor — und durch eine harte Schule der Arbeit hindurch- gegangen — betrieben sie in den 60er Jahren für sich ihre kleinen Unternehmen: der eine, Friedrich Bayer, handelte mit Farbstoffen unb Hilfsprobukten für bie Färberei, ber andere, Weskott, machte selbst eine kleine Färberei " Sie waren gut mitein- anber befreunbet un e in E1 berfelb ansässig. Durch bie ei, Erfolge der Teerfarbenherstellung in Frankreich unb Lonbon angeregt, entschlossen sie sich, gemeinsam auf diesem ©ebiet sich zu betätigen. Unter ber Firma Friebrich Bayer & Go. begrünbeten sie eine offene Handelsgesellschaft, die am 1. August 1863 ihren Betrieb aufnahm. Wenn man heute nachliest, auf welch Zwischen dem griechischen Ministerpräsidenten Metaxas, ber gegenwärtig auch der geschasts- siihrenbe Präsident ber Balkan - E n t e n t e iSüdslawien, Rumänien, Griechenlanb unb Turkey ist, unb dem bulgarischen Ministerpräsidenten Kjosseiwanoff sand in Saloniki eine Begegnung statt. Auf ihr verzichtete Metaxas im. Warnen der Mächte der Balkan-Entente auf die militarifchen Bestimmungen des Vertrages von Reuilly. Diest sahen vor, daß Bulgarien nur ein Heer von 20 M0 Mann unterhalten durfte, wozu noch eine starke ßanbjägerei von 10 000 Mann kam, Bulgarien hat seinerseits seine Zustimniung gegeben, daß entgegen den bisherigen Bestimmungen der Friebensvertrage das türkische unb griechische Thrakien befestigt werben können; außerbem sind bei dieser Gelegenheit gegenseitige N i ch t a n gris f sv e r p s l i ch - tun gen eingegangen worden. Der Bulgarien auf- erleqte Friedensverttag von Neuilly steht in einer Linie mit bem Friebensvertrag von Versailles (gegen Deutschlanb), von St. Germam (gegen das ehemalige Oesterreich) unb von Tnanon (gegen Ungarn); ber entsprechend Vertrag von Seores (gegen bie Türkei) kam infolge des Unabhangigkeits- kgmpfes von Mustafa Kemal nicht zur Ausführung und wurde 1923 durch den Vertrag von Lausanne abgelöft. Bulgarien hat in der bis jetzt andauernden Zeit der Rüstungsbeschränkung, die auch schwere Geschütze unb Flugzeuge verbot, fruhzeitta die Ar- ÄW «ung Heilung sreundschastlicher Beziehungen zu Sud- Ihre Verlobung geben bekannt Stephanstraße 53 Marktplatz 22 im 68. Lebensjahre. Gießen, den 2. August 1938 03505 5078D I |Stellenangebote] vom Lande sucht Rodheim a.d.Bieber( Schmittermühle), den 1. August 1938. ESSJfDrula Bleichwachs FK]| heißt das Mittel, das auch Ihre an per sofort gesucht. Mlh. 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Der Fünfte, der an der Spitze des Gletschers war, blieb tot auf dem Gletscher liegen. — Bei einer Truppenübung von Alpini im Gebiete des 2400 Meter hohen Monte Simone stürzte ein Offizier über eine 50 Meter hohe Wand tödlich ab. Ellsworth will Oelvorkommen in der Antarktis Die Beerdigung findet Mittwoch, den 3. August, nachm. i/23 Uhr statt. — Von Beileidsbesuchen bitte abzusehen. _________ 5088V | Vermietungen | Wohnung von 5 Zimmern zum 1. Oktober evtLl.Sevtemb. zuverm.l.Stock, Etagenheizung, Bad, geschlossene Veranda,IMan- sardenzimm., gr. Keller, Südvier- tel, N. d. Bahnhofs. An frag.mit Anlchr. u. 5081D an ü. Metz. Anz. Möbliertes Wohn u.Schlatzim. mit 2 Betten u. Küchenbenutz.la. 2Einzelzimm.)in Gietzen od.Umg. für 2-3 Monate per sof. zu miet, gesucht. Schriftliche Angeb. unt. 03504 a.d.G.A. von Clermont-Ferrand, wo ein Soldat ertrunken ist, und in Bordeaux, wo ein Mann beim Baden ein Opfer der Wellen wurde. Schwere Ueberschwemmungen in Japan. Aus den Gebieten um Kobe und Osaka werden neue Ueberschwemmungen infolge an- dauernder Wolkenbrüche gemeldet. Durch einen Dammbruch am Sumiyofhi-Fluß in der Nähe von Kobe wurden 2000 Häuser überflutet und mehrere Brücken fortgeschwemmt. Der Eisenbahnverkehr ist unterbrochen. Da die Flüsse noch im Steigen begriffen sind, muß mit weiterer Zunahme des Hochwassers gerechnet werden. 1900 Brieftauben flogen von Budapest nach dem Mein-Main-Gebiet. 820 Kilometer in knapp zwölf Stunden. Lpd. Frankfurt a. M., 1. Aug. Arn Wochenende fand der diesjährige Nationalflug t)er ^Brieftauben vorn Rhein-Main - Gebiet statt. Bei diesem Preisfliegen konkurrierten die Reisevereinigungen von Frankfurt a. M., Darmstadt. Mainz, Worms, Hanau und dem Kinzigtal. 1900 der besten und erfolgreichsten Tauben starteten frühmorgens in Budapest und hatten eine Strecke von etwa 820 Kilometer bis zu ihrem Heimatschlag zurückzulegen. Die schnellste Taube (sie stammt aus Darmstadt) durchflog diese längste Preisflugstrecke des Jahres in 113/< Stunden. Die nachfolgenden Tauben fielen drei Stunden später im Schlag ein. 36 Millionen Sparkassenbücher. Mit gutem Grund kann man sagen, daß im Durchschnitt auf jede deutsche Familie mindestens ein Sparkassenbuch entfällt. Etwa 36 Millionen Sparkonten verwalten die deutschen öffentlichen Sparkassen. Hiervon sind allein 28 Millionen Stück seit 1924, dem Zeitpunkt der Währungserneuerung, angelegt worden, der Rest entfällt auf sogenannte Aufwertungssparbücher. Einen Beweis für die weite Verbreitung des Sparens gerade auch in den wirtschaftlich schwächeren Dolkskreisen bildet die Größengliederung der Sparbücher. Auf Sparkassenbücher bis zu 20 Mark entfallen nämlich über zwei Fünftel aller Sparguthaben und rund zwei Drittel auf Oer Briefträger kommt Er bringt jeden Morgen Post aus Gießen. - Jeden Morgen? . . . 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Ellsworth begibt sich dieser Tage auf dem Luftwege nach Südafrika, wo er seine Mitarbeiter für die Expedition — 17 Personen — erwartet. Das Ziel der Expedition ist Enderby- Land, wo Ellsworth auf Grund seiner bisherigen Forschungen große Oelvorkommen vermutet. — Die Expedition wird auch Flugzeuge mit sich führen. Verwegener RaubÜberfaU auf eine Tteutjocfer Bank. Ein verwegener Raubüberfall wurde auf eine Neuyorker Bank verübt. Vier Banditen drangen um die Mittagszeit, als die Bankportiers beim Essen waren, mit vorgehaltenem Revolver in das Gebäude ein, zwangen den Kassierer, das in der Kasse befindliche Geld in Höhe von über 50 000 Dollar (etwa 125000 Reichsmark) herauszugeben und ergriffen daraufhin unerkannt die Flucht. Zwei Todesopfer eines Grubenunglücks. Auf der Zeche „Heinrich" in Effen-Ueberruhr ereignete sich aus noch nicht geklärter Ursache eine Schlagwetterentzündung. Bier Bergknappen erlitten leichte Verbrennungen. Zwei Hauer, die in unmittelbarer Nähe der Unfallstelle arbeiteten, wurden nach überaus schwierigen Rettungsarbeiten t0t geborgen. Mehrere Todesopfer der Hitzewelle in Frankreich. Die Hitzewelle hat in Frankreich mehrere Todesfälle durch Ertrinken verursacht. In Alenin im Departement Oran kenterten drei junge Menschen mit ihrem Kahn und versanken in den Fluten. In Algier wurden mehrere Badende durch eine plötzliche Flutwelle überrascht; drei von ihnen wurden ins Meer gerissen und ertranken. Weitere Unfälle beim Baden haben sich ereignet in der Nähe ™jÄ;Betten»Htten Nur gute Qualität Tausende freiw. Anerkennungen. Verkauf an aIle.Katal.fr EisenmöbellalirikSuhl/Th. Mittwoch, 3.Aug., mittags 2Uhr, versteigere ich dahier, Neuenweg (beiHartmetz) bzw.anOrtn.Stelle (Bekanntgabe i. Berstergerungs- lokal) zwangsweise gegen bar: Haus-, Laden- u. Büromöbel, Näh- u. Schreibmasch., Radios, Kassenschränke, Klaviere, Staubsauger, 1 Post. Mäntel, Kostüme u. 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Aus der Stadt Gießen auf Himmel hingen!" Dazu paht Spruch: „Mariä Himmelfaher Der Tipperary-Marsch. tomuKeriuiuucii । my o*-* ---- ■ ° ,;r. seine Kameraden, bald sang das ganze englische fnnn ni»r 5iihr- Iona unermüdlich die en Keyr- icine jiuinctuuih, f Heer, sang vier Jahre lang unermüdlich diesen Kehr- •RoW. i kleinen Blatt zu sehen, das auf geheimnisvolle und 1 nie zu begreifende Weise Tiefe und Weite bekommen , hat. Nicht nur die Nähe, Hermann und ich auf der - chönen breiten Straße: auch der weite und flache , Wiesengrund ist da, durch den, weidenumstanden, , der Bach fließt. Auch die sanft ansteigenden Berge, , halb baumbewachsen, halb kahl, auch das Häupt- chen, nackte Basaltkuppe über dem Wald, ein still- ; liegender Steinbruch und Wahrzeichen des Dorfes. Schön ist das alles. Mich selbst in der Mitte des Weges mag ich nicht ansehen, aber Hermann macht gerade eine große Handbewegung, und darum ist ein Arm verwackelt. Ich weiß noch, was er sagte, denn darüber verging mir die Seekrankheit und der Mut kam mir wieder. Die Leute da (verächtlich), die da alle ringsum in den Pensionen wohnten, die könnten ihm nur leid tun. Leid tun? Wieso? Ja natürlich, sagte Hermann, den schließlich könnten ie doch nicht alle in der Mühle wohnen, nicht wahr? In der Mühle wohnen, nein, das konnten sie nicht, denn da wohnten wir. Der Mond ist aufgegangen... Gern würde ich noch des längeren und breitern erzählen, wie wir in der Mühle ankamen unt/r mancherlei Streitereien zwischen Hermann und Dorothea und vielen fruchtlosen Versuchen „seinerseits", seine Geldbörse auch noch in dem Lederetui unterzubringen, in dem eben Dorothea den Apparat verstaute; wie ich den Müllersleuten vorgestellt und von ihnen nachrichtenhungrig ausgefragt wurde, wie ich sie selbst und Hermann und Dorotheas Zimmer im ersten Stock des Mühlenhauses bewundern mußte; wie wir dann rasch mit viel Lachen und wenig Geschirr den kleinen Tisch deckten und danach um so langsamer,und ausgiebiger Pellkartoffeln und Butter, Salat und Buttermilch aßen und tranken... Aber Dorotheens zweites Photo ist so wunderlich, so ungewöhnlich, daß ich nicht vergessen darf, es zu erwähnen. Es wäre bloß so ein Experiment, schrieb damals hie Photographin in ihrem Brief. Mich erinnert es an den Kaspar aus unserm Kinderkalender, der ganz allein eine große Reise machte, und der eines Nachts, als er sich verlaufen hatte, im Wald auf einem Baum schlafen mußte. Da war in dem Buch an Stelle eines Bildes ein schwarzgetünchtes Rechteck zu sehen, und daneben stand: Dies ist die kohlpechrabenschwarze Nacht, die Kaspar im. Walde hat zugebracht. — Kohlpechrabenschwarz ist die Nacht auf dem kleinen Photo nicht, sondern grau wie Nebelschwaden vor dunkelndem Himmel. Aber wenn man es genau ansieht, zeichnen sich blaß und wie schemenhaft Bergräder hinein, Wiesenstreifen und ein bleicher Fleck am Himmel. Es war noch nicht dunkel, als wir abends die Mühle verließen, um spazierenzugehen, darum mag sich Dorothea den Apparat umgehängt haben. Es muß ebenso unbemerkt geschehen sein, wie sie ihn später aufstellte, denn Hermann und ich merkten nichts davon, und nur das Bild ist der Beweis, daß sie irgendwann die „Strahlenfalle" geöffnet hat. Wir wollten ganz früh zu Bett gehen, um am Sonntag recht munter zu sein; aber als es langsam dämmerte und dann der Mond aufging, weich glänzend am milden Himmel, vergaßen wir alle Vorsätze und stiegen langsam bergan, auf das : Häuptchen zu. Vorsichtig mußten wir gehen, denn ; der Weg war uneben von Wurzeln und herabge- > rollten Steinen, und als wir auf der Wiese, noch weit unterhalb des Steinbruchs, rasteten, waren schon die Sterne da, und der Wald wurde dunkel. Sollten wir, sollten wir nicht? Doch, wir wollten sehen, wie das Land von oben und im Mondlicht aussähe, und wir stiegen munter weiter. Erst untersuchten wir die Rückseite des Steinbruchs, der ja einmal ein ganzer Berg gewesen war, hörten zu. wie die Bäume im leisen Nachtwind sich bewegten, dann kletterten wir vorsichtig über die Bruchsteine bis an den Rand der Plattform, aus der die Basaltkuppe sich erhob. Wir suchten breite und bequeme Steine aus und setzten uns nieder. Hermann legte sich auf den Rücken und benannte die Sternbilder, wir fragten ihn dies und das, nach dem Polarstern und der Milchstraße, die vor dem Mond nicht zu sehen war. Wir waren wieder still und horchten auf die Steinchen, die sich lösten und fielen, wir spürten den Wind, der vor uns heraufstrich und von den Waldhängen noch die Wärme des Tages mit sich brachte. Und mit einemmal, wie der Mond schon hoch über dem Wald stand und weithin das ganze Land Berg an Berg sich in seinem Licht dehnte, farblos grausilbern und doch lebendig, hob sich aus den Wiesen unten am Flüßchen etwas Weißes; ganz sacht krochen zarte Nebel vom Wasser her über die Wiesen. Im Dorf waren alle Lichter erloschen. Mit einmal fing Dorothea ganz leise zu summen an, und ich summte eine zweite Stimme zu der ihren, und Hermann brummte im Liegen ganz still einen tiefen Baß. Den Text des Liedes brauchten wir nicht, denn wir kannten ihn alle, viele schöne Strophen, und es lag ja auch alles vor uns ausgebreitet, was darinsteht. Aber Dorothea hat, obwohl zur Erinnerung und zur Rechtfertigung ihres Photos, doch etwas auf wett darüber hinaus fortpflanzen. Auch ^ Deutschland hat man dem Werk dieses nationalen Künstlers immer stärkere Achtung entgegengebracht. So weit mTueute in gewisser Hinsicht °°n der Techmk und dem Themenkreis uns entfernt haben, die sich für ' Gchnsborough aus seiner Zeit und Umwelt er- Dies find die beiden Bildchen, die mir lieber sind als jene zahlreichen des andern Sommers. Weit bin ich davon entfernt, einem schlechten Handwerk das Wort zu reden (auch Dorothea machte heute keine „Experimente" mehr). Aber auf jenen Bildern sitzt jeweils vor der schönsten Landschaft eine Gruppe von Menschen, wie sie sich damals zu- sammenfand, immer dieselbe Gruppe. Einmal so, einmal so geordnet, die einen sitzend, die andern kniend, und mir ist es, wenn ich sie betrachte, nicht möglich, mich der Tage und Stunden zu erinnern, in denen sie ausgenommen wurden, noch an den Ablauf dieser Wochen. In diesen beiden andern Photos jedoch ist alles beschlossen, was den Zauber jener Sommerwoche ausmachte: ein beglückender Auftakt, eine Folge von Tagen unter einem gütigen Himmel. So blau war der Himmel dieser Tage, der nächtliche so tief und gestirnt, so glühend durchzog einen jeden die Sonne, daß wir nur so in die Tage hinein- und hinauslebten, kamen und gingen, wie es uns gefiel, ohne daß jemand unsre Zeit einteilte, in einer Sommerfreiheit, die ihre Ordnung nach unferm Wohlgefallen empfing. — Das alles scheinen die beiden Bildchen zu bergen, denn darauf kommt es wohl an, daß man d i e „Konstellation" des Lebens und der Menschen festhält, die besonders, in der ein Vorher und ein Nachher beschlossen ist. Sie sind dann beim Ansehen wie jene kleinen trockenen japanischen Blumen aus knittrigem | Papier, die man ins Wasser wirft. von Etta > Manche Menschen sind der Ansicht, daß der, der photographiere, mehr vom Leben habe als der, der es nicht tut. Andre wieder glauben, daß der, der photographiere, nichts vom Leben habe, da er immer nur mit den Augen der Kamera, nicht aber mit feinen eignen sähe. Wie so oft, mag auch hier die Wahrheit in der Mitte liegen. Ich war einmal vier Wochen lang in einem wunderschönen Gebirgsort, wo ich viele Menschen traf und kennenlernte, darunter so viele leidenschaftliche Photographen, daß ich aus diesen vier Wochen vierzig Aufnahmen besitze. Aus dem vergangenen Sommer, aus einer Woche dieses Sommers, habe ich zwei; von ihnen ist eine verwackelt, auf der andern ist nichts drauf. Trotzdem find mir diese beiden Ausnahmen und besonders die letztere kostbarer als die vierzig guten und scharfen Bilder von damals, und an diesem Unterschied begriff ich das „Geheimnis" des Photographierens. Sv steht auf der Rückseite des einen. Die Gäste, das bin ich, und im Hintergrund steht noch der große gelbe Postomnibus, in dem ich gekommen bin, und den Hermann, als er mich sah, den Walfisch nannte, weil er mich aus seinem Bauch aus« gefpi-uft hatte wie der Walfisch den Ionas. Denn anders kann der Fisch den Propheten nicht durch die Meere geschleudert haben, als mich der Gelbe über die Berge und die vielen Kehren zwischen Linz und R. und als ich eben beschloß, alle Haltung aufzugeben, hielt er mit einem Ruck, und Hermann und Dorothea standen davor. Hermann wischt schnell noch den Bierschaum von den Lippen (denn der Omnibus hatte Verspätung gehabt), ergriff mein Gepäck und mich selbst; Dorothea schloß mich in ihre Arme und wollte meine Meinung über Bier an heißen Tagen wissen. Dann drückte sie mir ein Pfund Butter 'in den einen, Hermann in den andern Arm und sagte feierlich, jetzt müsse sie zuerst meine Ankunft dokumentarisch festlegen und außerdem probieren, ob ihr Apparat auch im Gehen photographiere. Schwache Einwände meinerseits von wegen Seekrankheit und grüner Farbe; kurzes Gelächter und höhnische Anmerkungen Hermanns wegen der Qualitäten des Apparates; und doch hat Dorothea recht behalten. Denn es ist alles auf dem Beide Bildchen stammen von Dorothea, unsrer Freundin Dorothea. Da sie zu Hermann gehört, nennt jeher sie beide gern und beziehungsreich Hermann und Dorothea, und dies, daß ihrer beider Namen an das klassische Paar erinnern und daß niemand in dieser Erinnerung etwas Widersinniges findet, sagt mehr über sie selbst und ihr Wesen aus, als eine lange Beschreibung es könnte. Mit Hermann und Dorothea also wohnte ich eine Ferienwoche lang in einem kleinen Dorf im Westerwald, genauer gesagt in der Mühle dieses Dorfes. Denn es gab viele Häuser im Dorf, aber nur eine einzige Mühle, und sie lag abseits da an einem Bach und Weg, der hinter der Mühle gleich in das schönste und sanfteste Wiesental führt und von da hinauf in die waldigen Berge. Dorothea gehört zu den Menschen, die nicht in feder Lebenslage knipsen, was Hermann mit der Tatsache in Zusammenhang zu bringen pflegte, daß sie ihren Apparat schonen müsse. Er hatte sie fast fünf Mark gekostet. Aber Dorothea ließ nichts auf ihren Apparat kommen. Sie trug ihn gern am Riemen über der Schulter, trug ihn immer selbst und duldete nicht, daß Hermann, wie er gern getan hätte, auf unfern Wanderungen feine Zigarren in ihm aufbewahrte. Aber sie ließ auch nicht viel auf ihre Filme kommen, und so konnte es geschehen, daß ich als Ausbeute unsrer Streifzüge nur zwei Bildchen von ihr geschickt bekam. Einzug der Gäste. „Laurentius steht bei dem Landmann in Gnaden, weil nun die Gewitter nicht mehr schaden." Der Vers kann aber auch deshalb entstanden fein, weil die Gewitterneigung dann abnimmt. Wie ja überhaupt der Sommer ganz allmählich zum Abschied rüstet. In Schwaben sagt man drum: „Dr Auguscht isch d'r Dagfresser (Tagfresser)." Der schwäbische Weingutsbesitzer erhofft zumal vom 15. August, das ist Mariä Himmelfahrt, Sonnensegen für feine Rebstöcke. Denn der ist besonders wohltätig an diesem Tage, meint man. Hingegen heißt es: „Wenn es an Mariä Himmelfahrt regnet, so wird der Wein nicht gut, und wenn die Trauben oben am ---f **:*""*"'" MmH HiMMf 4A? SPARTE T\ FÜR HAUS SPORT-SONNE -.23, -.45. -90 die gleiche Hitze, die den Bekenner Laurentius zum Märtyrer und Heiligen machte, wünscht der Reb- bauer sich: „Glüht an St. Lorenz Sonnenschein, gibt es allerbesten Wein." Weil der Kornschnitt an diesem Tage oft beendet und das Getreide eingebracht ist, sagt man: Thomas Gainsborough. Zum 150. Todestag des englischen Malers am 2. August. Die Entwicklungsgeschichte unserer Kultur und unserer Kunst vollzieht sich nicht in einer Geraden, sondern in Kurven. Würde man etwa die bildende Kunst als einen Messer der schwankenden Kulturbedürfnisse nehmen, so würde man immer wieder Zeiten und abwechselnd auch Zonen feststellen, in denen die Landschaft, das Bildnis, die Historie oder ein anderer der Hauptgegenstände malerischen und bildnerischen Ausdrucksüermögens souverän in den Vordergrund tritt, um dann wieder anderem Platz zu machen. Die englische Landschaftsmalerei weist im 18. und zu Beginn des 19. Jahrhunderts eine derartige für die ganze Entwicklung dieses Genr-s entscheidende Etappe auf. In ihr steht vor allem Thomas Gainsborough an hervorragender Stelle, obgleich er, was fein Hauptgebiet und die Hauptzahl feiner Gemälde betrifft, eigentlich Bild- nismaler war und neben Reynold s gier in feiner Zeit den größten Zuspruch fand. Aber mit seiner Loslösung von der Barocktradition, der Aufhellung der Atmosphäre, der ganzen Erfafsung des Typischen einer Landschaft, beginnt er bereits ben Weg, der dann bei John Constable alle Vorbedingungen erfüllt, die wir im 19. Jahrhundert im französischen Impressionismus nicht mehr vec ■ einzelnen, sondern als Stilrichtung erkennen. Nichts ist vielleicht in dieser Hinsicht so bezeichnend für den Landschafter Gainsborough wie jene Worte, die der junge John Constable — bamais Schüler der Londoner Kunstakademie ., Tages bei einem Landaufenthalt in Ipswich nie- derschrieb: „Ich bilde mir ein, ich sähe Gainsborough in jeder Hecke und in jedem hohlen -ocmm . Tatsächlich gab es vor Constable kaum einen englischen Maler, der das Wesenhafte, den besonderen Typus der englischen Landschaft koloristisch |o ZU treffen vermochte wie Gainsborugh. Bilder wie fein „Blick auf Suffolk" oder seine berühmte „Tränke" (in der National Gallery in London) offenbaren die intimen Reize des englischen Landschaftscharakters in einer Weife, daß allein darum die Bedeutung Gainsboroughs weit über fein eigenes Land hinaus vorbildlich wurde. Dieser Zug, aus der Mannigfaltigkeit immer wieder das Typische herauszuholen, zeigt sich aber auch auf jenem anderen Gebiet, das nicht wie die Landschaftsmalerei in England jetzt erst sich entfaltete, sondern auch in der bereits durch Reynolds und andere zu hoher Qualität geführten Bildnismalerei Den Namen des ehemaligen Fischhändlers I u d g e her soeben im Alter von 60 Jahren in einem LcmKner Krankenhaus gestorben ist, kennt heute in Deutschland kein Mensch. Das Sieb aber, das er gedichtet und komponiert hat: „I t ’ s a 1 o n g way to Tipperary“, von dem wissen wir alle, daß es im Weltkrieg das Lied der englischen Soldaten gewesen und als solches unsterblich berühmt geworden ist. Die Entwicklung des Liedes vom sehr harmlosen Schlager zu dem englischen Knegslied ist außerordentlich interessant. Als der Londoner Verleger im Kriege das vielgesungene Lied unter bem Xitel herausgab: „Der Marschhymnus ber Schlachtfelder Europas, das unsterbliche: Es ist em langer Weg nach Tipperary...", da druckte er nur einen neuen Titel auf alte Exemplare eines Schlagers, die chon eine ganze Weile bei ihm lagen. Das ßieb i|t zwei Jahre vor dem Kriege entstanden, fein Inhalt ist der unkriegerischste, den man sich nur vorstellen kann Es drückt einen der üblichen englischen Scherze über den Provinzialismus des Iren aus: der nach London verschlagene Ire Paddy hat Sehnsucht nach seiner ländlichen Heimat und nach seiner dort zuruckgelassenen Dolly und klagt daß der Weg zu ihr 4o lang sei. In der zweiten Strophe schreibt Paddy an Dolly und bittet sie, es ihm sofort mit3uteilen falb ber Brief nicht ankäme, m ber britten bittet Dolly Padby, gleich heimzukommen, ba ein anberer Bewerber ihr hart zusetze. Entsprechenb bem Text ist die Melodie, von einer Banalität, die sich mit nichts über den Durchschnitt erhebt. Nur der Kehrreim hat einen kräftigen, einfachen Marschrhythmus Dieser Rhythmus war es zweifellos, dem das Lied ferne beispiellose Volkstümlichkeit verdankt. Irgendein Tommy im ed)ü8engraben fing an ZU fingen, bald fangen alle .in** *5* S#- 8 Wochen alb oerfauft «sis 5trm.ÄM 68 (200 ccm) litis abzugev; zalltoritr.48 lerkitatt). wgg Empfehlungen] Kohlen Koks yuD Briketts Eiform HappelSß Kl.MühlgasseW Ruf 3925 [yerschiejsg Zweier VaddelW evtl, mit ZÄ FainiWjjS. SSStf* Deutschböhmen sagt man. Eier, die an diesem Tage gelegt werden, sind besonders frisch und haltbar. Man soll an Mariä Himmelfahrt auch Weizen Öre« schen; und die Hausfrau, die jetzt Kleider und Wollsachen lüftet — es ist eben ein „segensreicher Tag" — hat nichts von den verhaßten Motten zu fürchten. W. L. Dornotizen. Tageskalender für Dienstag. Eloria-Palast (Seltersweg): „Im siebenten Himmel." Hessische Landesforstverwaltung und Winterhilfswerk. LPD. Zur tatkräftigen Unterstützung des Winterhilfswerks waren die hessischen Forstämter durch die Forstabteilung der Landesregierung angewiesen worden, wie in den vorhergehenden Jahren auch im letzten Winter der Belieferung von bedürftigen Volksgenossen erhöhte Aufmerksamkeit zu widmen. Zufolge dieser Anordnung wurden aus den hessischen Staats- und Gemeinoewaldungen gegen mäßiges Entgelt und im Wege der Selbstwerbung insgesamt 35 610 Raummeter Brennholz an rund 9300 minderbemittelte, erwerbslose, kinderreiche und bedürftige kriegsbeschädigte Volksgenossen abgegeben. Während die Menge des abgegebenen Brennholzes um etwa 500 Raummeter abgenommen hat, ist die Zahl der belieferten bedürftigen Volksgenossen im Vergleich zum Vorjahr um rund 2500 gesunken. Gießener Wochenmarktpreise. * Gießen, 2. Aug. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Feine Molkereibutter, % kg, 1,52 Mark, Markenbutter 1,55 bis 1,60 Mark, Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück, 4 bis 9, Eier, deutsche, Klasse S 13, Klasse A 12%, Klasse ö 12, Klasse C 11%, Klasse D 10%, ausländische 12, Enteneier 11% bis 12% Pf., junge Hähne, % kg 1,10 bis 1,15 Mk., Suppenhühner —,90 bis 1,05 Mark, Wirsing, grün, 10 bis 12 Pf., Weißkraut 10, Rotkraut 12 bis 15, gelbe Rüben 15, rote Rüben 10 bis 12, Spinat 20, Römischkohl 8 bis 12, Bohnen, grün 18 bis 20, gelb 20 bis 25, Erbsen 18 bis 25, Tomaten 25 bis 45, Zwiebeln 10 bis 14, Rhabarber 10 bis 15, Pilze 45 bis 55, Kartoffeln, alte 5, 5 kg 45 Pf., 50 kg 3,30 bis 3,90 Mark, neue 4,80 bis 6,00 Mark, 5 kg 60 Pf., % kg 6 bis 7, Pfirsiche 45 bis 60, Himbeeren 50 bis 55, Brombeeren 50, Stachelbeeren 35 bis 50, Johannisbeeren 35 bis 40, Blumenkohl, das Stück, 10 bis 50, Salat 5 bis 10, Salatgurken 20 bis 50, Einmachgurken 2 bis 5, Rettich 5 bis 15, Radieschen, das Bündel 5 bis 10 Pf. ** Reichsbahnpersonalie. Reichsbahninspektor Karl Luh, stellv. Vorstand des Bahnhofs Gießen, wurde zum Reichsbahnoberinspektor befördert. Reichsbahnoberinspektor Luh, ein geborener Klein-Lindener, war früher schon auf dem Bahnhof Gießen tätig, dann u. a. eine Reihe von Jahren Vorstand des Bahnhofs in Alsfeld. Seit einigen Jahren tut er wieder Dienst im Gießener Bahnhof, wo er an wichtiger, leitender Stelle wirkt. ** Verkehrssünder. Die Polizei schritt in der Zeit vom 21. bis 28. Juli ein: gegen Kraftfahrer mit 12 Anzeigen und 11 Verwarnungen und Belehrungen: gegen Radfahrer mit 2 Anzeigen und 6 Verwarnungen und Belehrungen: gegen Fußgänger mit 1 Verwarnung und Belehrung. ** Städtische Bücherei. Im Juli war die Bücherei drei Wochen geschlossen. Deshalb sind in diesem Monat nur 513 Bände ausgeliehen worden. Davon kamen auf: Zeitschriften 3, Gedichte und Dramen 2. Erzählende Literatur 328, Jugendschriften 59, Länder- und Völkerkunde 34, Kulturgeschichte 5, Geschichte und Biographien 46, Kunstgeschichte 1, Naturwissenschaft und Technologie 19, Heer- und Seewesen 4, Haus- und Landwirtschaft 2, Gesundheitslehre 2, Religion und Philosophie 2, Staatswissenschaft 6 Bände. Nach auswärts kamen 23 Bände. ** Unfall beim Baden. Ein junger Monn aus dem Wetzlarer Weg, der beim Baden aus einer Höhe von mehreren Meter ins Wasser sprang, fiel dabei so unglücklich auf die Wasserfläche auf, daß er innere Verletzungen, mutmaßlich an der Milz, erlitt. Der Verunglückte mußte sofort der Chirurgischen Klinik zugeführt werden. BOM.-Mädel auf großer Fahrt. NSG. Nun stehen nach monatelanger Vorbereitung die Fahrtengruppen des BDM.-Obergaues nicht nur auf dem Papier, sondern auch unmittelbar vor der Erfüllung aller Mühen und Erwartungen. Heute fahren bereits acht Fahrtengruppen nach der Nordmark: am 3. August 15 Gruppen nach Thüringen und in den Harz: am 4. August acht Gruppen nach der Grenzmark: die letzten 16 Gruppen verlassen Frankfurt am 5. August in Richtung Bayerische Ostmark. Was sie dort auf ihren Wegen an landschaftlicher Schönheit und Erleben des Volkstums finden und mitnehmen, das mögen sie später selbst berichten. Wir wollen uns die Fahrtenpläne und ihre Vorbereitung einmal ansehen und daraus die Sorgfalt sehen, mit welcher jeder einzelne Fahrtenweg aus- aesucht und gesichert wurde. Im Herbst vergangenen Jahres schon wurden die Fäden zu den Zielgebieten gesponnen: die verantwortliche Abteilungsleiterin hat die Fahrtenziele selbst besucht und die besten Wege und Verbindungen, die schönsten Punkte ausgesucht und festgelegt. Nicht nur die Kameradinnen der berührten Standorte werden verständigt: Aerzte werden festgestellt, Quartiere und Verpflegung geregelt, bedeutende Firmen oder wichtige Heim-Industrien um Besichtigungsmöglichkeit gebeten. Auch Ueberanftrengungen durch zu lange Wanderstrecken sind vermieden: jede Entfernung ist genau berechnet und der Tagesplan entsprechend angelegt. Eine große Übersichtstafel zeigt genau an, wo Die einzelnen Fahrtengruppen täglich sind, wo ein Öffentliches Singen, oder ein Dorfgemeinschaftsabend statt- sindet, wo Erntehilfe oder eine Besichtigung möglich ist. Jeder Fahrtengruppe ist eine vorher geschulte Fahrtenführerin und ein Mädel vom Gesundheitsdienst beigegeben. Ader auch die Teilnehmerinnen selbst sind in Heimabenden und Vorträgen auf ihre Fahrten vorbereitet worden und bringen bereits viel Wissen um das Wesentliche des besuchten Landes mit. So werden sie es auch mit anderen Augen sehen und wirklich bereichert erleben. Außer diesen zentral festgelegten und betreuten Großfahrten führen die einzelnen Untergaue Sonderfahrten durch, die jedoch dem Obergau gemeldet und von dort begutachtet werden müssen. So ist in jedem Falle -ine Gewähr gegeben, daß die Teilnehmerinnen einer Großfahrt nicht nur ein schönes Ferienerlebnis haben und in froher Gemeinschaft sich das deutsche Land erwandern, sondern daß sie auch in jeder Weise betreut sind und das persönliche Erlebnis getragen ist von dem Willen: Deutschland kennenzulernen: um es immer mehr lieben zu lernen! Der Sternhimmel im August. Von Or. Erwin Kossinna. Die Zeit der hellen Nächte ist vorüber. In der früher einsetzenden Dunkelheit leuchten an klaren Abenden die Fixsterne als mehr oder minder glänzende Lichtpunkte auf samtnem Grunde. Sie alle aber werden weit überstrahlt vom majestätischen Jupiter, dem größten aller Planeten, der im August in die günstigste Stellung zur Erde gelangt. Mit Recht beezichnet man ihn als den Riesen unter den Planeten, denn seine Masse ist zweieinhalbmal so groß als die aller übrigen Planeten zusammen. Schon im Juli konnten wir diesen auffallend hellen Stern während der späten Abendstunden tief im Südosten beobachten. Anfang August geht Jupiter um 21 Uhr, Ende des Monats bereits um 18 Uhr, also mit Beginn der Abenddämmerung, auf und leuchtet während der ganzen Nacht am Südhimmel. Allerdings steigt der Planet auf feiner Himmelsbahn nicht sehr hoch empor, da er 13 Grad südlich des Himmelsäquators steht und ungefähr dieselbe scheinbare Bahn beschreibt, wie die Sonne um Mitte Februar. Am 21. August tritt Jupiter in den Gegenschein oder in die Opposition zur Sonne. Von der Erde aus betrachtet, findet sich der Planet dann genau gegenüber der Sonne. Es ist für die Beobachtung Die günstigste Zeit, denn der Abstand erreicht mit 600 Millionen Kilometer den kleinsten Wert, und die volle Jupiterscheibe erscheint von der Sonne beleuchtet. Zugleich erreicht die Helligkeit des Planeten ihren Höhepunkt. Jupiter ist dann 2V» Größenklassen heller als Wega, das heißt zehnmal so hell wie dieser glänzendste Fixstern des Nordhimmels. Da Jupiter in diesem Jahre der Erde besonders nahe kommt, weil er sich nämlich auf seiner elliptischen Bahn in Sonnennähe, die Erde aber in Sonnenferne befindet, so wird er von allen Stern- freunden mit großer Aufmerksamkeit betrachtet werden. Schon ein kleines Fernrohr zeigt die starke Abplattung des Pl. .eien an seinen Polen und die auffallenden hellen und dunklen Streifen beiderseits des Jupiteräquators, die sämtlich parallel zu diesem verlaufen. Sowohl die Abplattung, als auch die Streifenbildung lassen auf rasche Rotation schließen. In der Tat dreht sich der gewaltige Ball in 9 Stunden 55 Minuten um feine Achse, wie aus der Beobachtung von Flecken auf der Jupiter- oberfläche hervorgeht. Ein solcher Fleck wandert in weniger als 5 Stunden über die ganze Scheibe: und zwar am Aequator mit einer Geschwindigkeit von 12 Kilometer in der Sekunde. Wie auf der Sonne rotieren die äquatornahen Gegenden etwas rascher als die polnahen, nämlich bereits in 9 Stunden 50 Minuten. Wir sehen also nicht auf eine feste Oberfläche, sondern auf eine Wolkenschicht in der Atmosphäre des Jupiters. Don hohem Reiz ist die Beobachtung der vier großen Jupiter- monde. Im Fernrohr sieht man bei jedem Umlauf die Monde vor der Jupiterscheibe vorüberziehen, begleitet von dem kreisrunden Schatten, den sie auf der Oberfläche des Planeten erzeugen. Auch ein gutes Fernglas zeigt die Monde als winzige Lichtpunkte'beiderseits der in ausgesprochen gelber Farbe leuchtenden Planeterrscheibe. Eine Stunde nach Jupiter erscheint im Osten der Saturn, der sich gegenwärtig im Sternbild der Fische bewegt. Seine Entfernung beträgt Anfang August 1340 Millionen Kilometer. Saturn ist also mehr als doppelt so weit entfernt wie Jupiter, und da Saturn auch kleiner ist, beträgt feine scheinbare Helligkeit nur etwa ein Zwanzigstel der des Jupiters. Die Sichtbarkeitsdauer der Venus, die nach Sonnenuntergang als Abendstern im Westen steht, verkürzt sich im August auf eine Stunde. Wenden wir uns nun dem abendlichen Fixsternhimmel zu, so finden wir gegen 22 Uhr das prächtige Sternbild des- Schwans, das Kreuz des Nordens, nahe dem Zenit. Der Name Cygnus (Schwan) findet sich bereits bei den Griechen des Altertums, die in dem Sternbild einen großen, vom Zenit nach dem Horizont herabfliegenden Vogel mit kurzem Schwanz, breit ausladenden Flügeln und langem Hals sahen. D e n e d, der hellste Stern, bezeichnet den Schwanz, Albireo im Süden den Kopf des Schwans. Eine der hellsten Sternwolken der Milchstraße erstreckt sich in der Richtung des Schwans, die Cygnuswolke. Am Westrande der Milchstraße strahlt Die bläulich-weiße W e g a in der Leier, deren Form durch vier in einem Rhombus angeordnete Sterne angedeutet wird. Auch der Name dieses Sternbilds ist griechischen Ursprungs. Folgen wir der nach Süden sich in zwei Arme gabelnden Milchstraße, so treffen wir auf den Adler mit dem hellen Stern Atair, der unter den Sternen erster Größe einer der nächsten ist. Sein weißes Licht ist 16 Jahre unterwegs, bis es unser Auge erreicht. Die Entfernung Atairs beträgt 150 Billionen Kilometer: er ist also von der Erde eine Million mal so weit entfernt als die Sonne, von der uns 150 Millionen Kilometer trennen. Atair ist mit einer Oberflächentemperatur von 8600 Grad erheblich heißer als die Sonne (5900 Grad) und strahlt etwa zehnmal so viel Licht aus. Am östlichen Rande der Milchstraße erregt das kleine Sternbild des Delphin unsere Aufmerksamkeit. Dann gleitet der Blick hinüber zu den großen Sternfiguren am Osthimmel, dem Wassermann, Pegasus und der Andromeda. Unter dem Quadrat des Pegasus bezeichnet eine Reihe schwacher Sterne das Bild der Fische, in denen gegenwärtig der Saturn sich aufhält. Auf dem hellen Grunde der Milchstraße zeichnen sich Kepheus, Kassiopeia und Perseus ab, während tief im Norden die Kapella im Fuhrmann als hellster Stern funkelt. Am Nordwesthimmel fesselt das prächtige Sternbild des Himmelswagens im Großen Bären den Blick. Der Wagen rollt rückwärts um den Nordpol. Seine Deichsel weist auf Arkturus im Bootes, der schon ziemlich tief im Westen steht. Den Raum zwischen Arkturus, Wega und dem süd- westlichen Horizont nehmen Herkules, Nördliche Krone, Schlange und Schlangenträger ein. Diese Bilder bestehen vorwiegend aus schwächeren Sternen. Mit Hilfe eines Fernglases suchen wir uns an einem klaren, mondscheinlosen Abend den berühmten K u g e l st e r n h a u f e n im Herkules auf. Wir finden diesen matt schimmernden Lichtfleck an der rechten Seite des Vierecks, das von den vier nörd- lichften hellen Sternen des Herkules gebildet wird und auf der Verbindungslinie Wega—Arkturus liegt. Etwa 50 000 bis 100 000 Sonnen sind in dem Kugelsternhaufen vereinigt und senden uns aus der unvorstellbaren Entfernung von 35 000 Lichtjahren ihr Licht zu. Der Mond zeigt im August folgende Lichtge- ftalten: erstes Viertel am 3., Vollmond am 11., letztes Viertel am 18., Neumond am 25. August. Die Beobachtung der Per seid en, der aus dem Perseus ausstrahlenden Sternschnuppen, um den 10. bis 12. August wird durch den Pollmond etwas beeinträchtigt. Amtsgericht Gießen. Gestern hatte sich der A. Z. aus Dillingen vor dem Amtsgericht wegen Betrugs in zwei Fällen zu verantworten. Der Angeklagte, der bereits einschlä- gig vorbestraft ist, hatte sich vor einiger Zeit bei einem Fahrradhändler in Watzenborn-Stfnberg ein Fahrrad zum Preise von 75.— RM. gekauft. Ec zahlte auf diese Summe 22.— RM. an und versprach, den Rest in Wochenraten von 5.— RM. abzutragen. Der Verkäufer behielt sich dafür das Eigentum an dem Rad bis zur völligen Zahlung des Kauf- Preises vor. Am nächsten Tage begab sich der Angeklagte mit dem neuen Rade nach Großen-Buseck und ließ von einem dortigen Händler eine Dynamomaschine an dem Rad anbringen. Dabei versprach er Zahlung des Kaufpreises in Höhe von 10.— RM. für den nächsten Tag. Abgesehen davon, daß der Angeklagte in keinem der beiden Fälle auch nur einen Pfennig bezahlte, besaß er auch noch die Dreistigkeit, die beiden Gegenstände noch am gleichen Tage gegen ein altes Fahrrad einzutauschen, wobei er sich ein Aufgeld von 13— RM. geben ließ. In der gestrigen Hauptverhandlung war der Angeklagte im wesentlichen geständig. Zu feiner Entschuldigung gab er an, sich in wirtschaftlicher Notlage befunden zu haben. Das Urteil lautete, unter Einbeziehung einer vor kurzem durch das Schöffengericht erkannten Strafe von 2 Monaten Gefängnis, auf eine G e- famtgefängnisftrafe von 2 Monaten und 2 Wochen. Schöne Steingartenterraffe vor dem Hoherodskopf-Klubhaus. Die Klubhäuser auf dem Hoherodskopf haben in ihrem Aeußeren eine weitere Verschönerung erfahren. In den vergangenen Wochen wurde durch einen Gärtner aus Rudingshain im Auftrag des Vogelsberger Höhen-Clubs vor dem Klubhaus ein (Steingarten angelegt, der sich sehr schön ausnimmt. Der Garten zieht sich als Schmuckstreifen in großem Halbkreis um das Klubhaus (nach der Talseite Breungeshain zu) und ist durch die Verwendung vieler und verschiedenartiger bunter Blumengewächse, durch Ziersträucher und durch niedrige Nadelhölzer abwechslungsreich gestaltet worden. Leider muß mitgeteilt werden, daß es.sich als notwendig erwiesen hat, diesen Steingarten mit einem Drahtzaun zu umgeben, denn es haben sich Besucher des Hoherodskopfs so verständnislos erwiesen, daß sie versuchten, den Garten seiner schmückenden Blumen zu berauben. Durch den Zaun, der um den Steingarten gelegt werden mußte, hat die Anlage in ihrem Gesamteindruck leider eine Einbuße erfahren. Fracht an die Gee. Von per (Schwenzen. Ich hatte es meiner Frau schon ausgangs des Winters gesagt, und es bestand die tiefste Uederein- ftimmung in dem Punkte: in diesem Sommer muß ich nun endlich ein berühmtes Werk schreiben. Dazu braucht man Sammlung und Zeit und noch einmal Sammlung und Zeit. „Gut", meinte meine Frau in ihrer Herzensgüte, „dann fährst du an die See, und ich bleibe hier." Ich protestierte, was sollte ich an der See? Ich würde baden, ohne einen einzigen Gedanken in der Sonne liegen und nichts schreiben. „Gut", meinte meine Frau in ihrem einzigartigen Einfühlungsvermögen, „bann fahre ich, und du bleibst hier." „Topp", sagte ich. Aber da hatte unsere Hündin noch keine Junge! Aber bann, kurz vor der Ferienzeit, bekam sie sieben lebendige Junge. Sie säugte sie mustergültig, aber diese süßen, weichschnäuzigen Viecher fraßen vom ersten Tage an, nämlich meine Zeit! Das Wunder des Lebens, das Tier als Erzieher, Geschwisterliede und Haß —, alles bas waren Themen, bie zu studieren ich viel Zeit hatte unb haben mußte, da ich den größten Teil dieser Wochen mit bem Aufwischtuch neben bem Hundekorb verbrachte... Ich machte meiner Frau klar, daß sie nicht reifen könne. Ich wollte ja keinen Hunderoman schreiben! ,.Die Hunde fahren mit!" erklärte sie. Ich mußte sofort die Fahrkartenabteilung anrufen, die mir prompt mitteilte, jeder Hund, gleich welchen noch so zarten Alters, koste eine halbe Fahrkarte! Ich sank zusammen. Nicht so meine in ihrer Umsicht nicht zu unterschätzende Frau. „Ruse die Frachtabteilung an!" Jawohl, so wäre es zu machen. Hunde in den Korb verpacken, mit Leinwand ein« nähen, zum Spott-Taris als Expreßgut befördern! Na also, alles in Ordnung, das Werk mit allen Kapiteln gesichert! Die jungen Tierchen würden in der würzigen Seeluft munter ins Kraut schießen, man wird sie dort hernach in gute Hände geben können, ja, sie wird die Stammbäume mitnehmen und sie auf der Promenade als echte Ostseehunde verkaufen, keinen Pfennig wird mich diese Reise kosten... Von dem Plan, die Hunde im Korb zu verpacken, kam meine Frau bald ab. Ihre Schneiderin hatte nor dem Kriege einmal einen Wurs Katzen aus 2Ulen|tein erhalten, unb bie eigens zu diesem Zweck üerferfiate Kiste mit wasserdichtem Boden und Lustlöcherdeckel stand noch auf dem Boden, nicht einmal um Verpackungsmaterial brauchte man sich zu kümmern! Am Abend vor der Abreise, nach Ladenschluß, kam meine Frau von der Schneiderin mit bem Patentkäfig angeschleppt. Von Konstruktion durchaus sinnreich, war sein Rauminhalt gerade ausreichend, drei von den sieben Hündchen aufzunehmen. Ich sagte, Frauen hätten kein Augenmaß, gäbe aber zu, der Esel, der das hätte wissen mögen, sei ich. Meine Frau nahm mich in Schutz. Ich sei fein Esel, sondern bie Hündchen seien gerade in der letzten Nacht auffallend gewachsen. Nur keinen Streit. Wo haben wir Leinwand? Morgen früh um acht Uhr geht der Zug/ Die Kiste, nein der Korb, muß eine halbe Stunde vor Abgang des Zuges aufgeliefert werden. Nur keine uiMützige und unwürdige Haft. Erft wollte sie mir mal zeigen, wo alles stehe, aufschreiben, was ich nicht vergessen dürfe, wen ich anrufen müsse und mir einige Winke unb Ratschläge erteilen, wie ich mich vor lästigen Besuchern zu schützen habe und liebenswürdigen Einladungen geschickt aus dem Wege gehen könne, was alles ja noch weit vor der Frage der eigentlichen Begabung die Hauptvoraussetzungen jeder größeren schriftstellerischen Arbeit seien. So teilte* meine in ihrer Voraussicht nicht zu unterschätzende Frau die mir alsbald reichlich zur Verfügung stehende Zeit aufs beste ein. Dann ging ich daran, die kleinen Hunde in ihren Korb einzunähen. Wissen Sie, was eine Korbnadel ist? Eine Korbnadel ist eine derbe, stark gebogene Nadel, mit der man mühelos durch bie Windungen des Geflechts stoßen und bie Nabelspitze leichttich von unten nach oben ober umgekehrt durch bie Sein« wanb stoßen kann. Diese Nabel hatten wir nicht. Mit einer Nähnadel aber kann man — wie ich es tat — drei Stunden in der Nacht verzweifelt herumstochern, sie immer und immer wieder in seine zitternden Finger stoßen, um im Morgengrauen völlig erschöpft zusammenzusinken. Und das konnte ich auch! Ich hätte jetzt vielleicht meiner Frau Vorwürfe gemacht — aber sie war auch nicht besser dran. Meine sämtlichen Akten und Bücher lagen im Zimmer, nicht aber ohne daß meine unermüdliche Frau bie verkramten Stammbäume ber Dackelettern doch noch gefunden hätte! Es biteben uns zwei Stunden Schlaf. Nicht zweieineviertel — diese letzte Viertelstunde eben war zu viel. Wir hetzten, meine Frau nun die Hündin an der Leine, ich mit dem Riesenkorb mit sieben quäkenden Welpen, zum Autobus. Wir tarnen mit pünktlicher Verspätung an. Meine Frau löste die Karten für sich und die Hündin, ich quälte mich an der Expreßgutaufgabe mit Formularen und Zetteln ab, bis der Zug fort war. Dann ging ich in den Speisesaal, ließ mir eine Kanne lauwarme Milch nebst einer Untertasse geben, entlieh von der Toilettenfrau eine Schere, öffnete bie Leinwand ein wenig unb fütterte auf der Bahngutschranke die sieben lieben Kleinen. Wahrlich, der Deutsche ist tierlieb? Die Gepäckträger, die Beamten der Frachtabteilung, die Toilettenfrau unb viele anbere, denen einzeln zu danken mir der Raum hier verbietet, standen mitfühlend um mich herum und sahen diesem rührenden Schauspiel zu. Dann zeigte sich wieder einmal die Ueberlegenheit der Beamten gegenüber dem Dichter: der diensttuende Beamte reichte mir ungefragt eine Korbnadel! Noch einen Blick in die holde Kinderstube vor ihrer endgültigen Vernähung: sie schlummerten bereits, von warmer, sanfter Kuh- milch satt, sie ahnten nicht, daß jetzt das gute Herz der Hundemutter viele Kilometer von hier um sie bangte! Mit Handschlag gelobte mir die ganze Expreßgutabteilung, die Hütchen prompt und behutsam wie den eigenen Augapfel zum nächsten Zug zu rollen. Ich ging. Zu Hause lag ein Telegramm: „sende dir meine schwester ilse Donnerstag gastweise acht tage besonderer gründ walter." Mein Buch, mein nie geschriebenes und nie zu schreibendes gebliebtes Buch, was wird aus dir? Ich bin der ärmste aller Hunde, und nicht einmal ein Korb, nicht eine Kiste, mich zu verkriechen! Und dabei bin ich wehrlos, denn Walter hatte mir einmal in den Bergen das Leben gerettet — nun, er läßt es sich bezahlen ... So gegen achtzehn Uhr klingelt es. Es war Ilse. Ich erstarrte — neben ihr stand eine kleine Kiste mit Lustlochdeckel. „Ja, weißt du", sagte sie, „ich muß den Sommer hier fein. Von wegen Film und so... Und Walter sagt, er müsse endlich Ruhe haben, um bas große Bild zu malen, wovon er schon seit Jahren rebet ... unb ins Hotel kann ich doch mit den Katzen nicht . .. und Walter sagt, du wärst so tierlieb... Im übrigen laßt dich Walter herzlich grüßen und meint, du sollst nicht so gräßlich faul sein und endlich einmal was Ordentliches schreiben." „Ja, Ilse", sagte ich, „bring die Katzen hier her- ein. Ich bin sehr tierlieb. Wenn ich mein Lebtag nichts mehr schreibe, ist das nicht meine Schuld. Mach dir's bequem. Ich komme gegen Abend wieder. Ich muß mich erst mal sammeln. Ich gehe etwas in den Zoo... Gloria-Palast: ,3m siebenten Himmel". Mit diesem Film bringt der Gloria-Palast eine ebenso originelle wie bittersüße Liebesgeschichte, bie allerdings ernster verläuft, als es bem Titel nach zu vermuten wäre. Man wirb im Geiste in eine etwas fremde Umgebung geführt, nach Frankreich, nach Paris, Montmartre, unb in eine berüchtigte Gaffe. Zeit: 1914. In dieser berüchtigten Gasse wächst glaubhaft die reine Liebe Chicos (der sich für einen „fast bedeutenden" Menschen hält und mindestens ein sehr anständiger Kerl ist) zu ber kleinen Diane aus dem verrufenen Weinlokal, zu jenem Mädchen, das sich ein reines Herz bewahrt hat, sich aber vom Glück verstoßen fühlt. Nun: beide gewinnen sich lieb, ihre Liebe überdauert den Krieg, der sie hart auseinanderreißt in bem Augenblick, ba sie zu heiraten gebenfen. Chico kommt aber wieder zurück, weil Diane zuversichtlich glaubt, daß er wrüdtommt, und der Film gibt ihr recht, obwohl alle seine Kameraden behaupten, daß er gefallen sei. Diese schlichte Handlung ist recht hübsch ausgesponnen worden. Mit Vergnügen folgt man Chicos trotziger Philosophie, seinen Gutmütigkeiten, die sich so lakonisch äußern: man freut sich über Dianes liebenswürdige Bescheidenheit, folgt mit steigender Spannung den verschlungenen Pfaden der Liebe unb läßt sich gerne einwiegen in bas gläubige Vertrauen Dianes, daß Chico roiebertommt. Diane — bas ist Simone Simon — bringt für ihre Rolle bas liebliche Gesichtchen mit und gefällt mit ihrer feinen Fürsorge für Chico. Sie gefällt überhaupt, wenn auch ihre schauspielerische Kraft nicht allzu viele Formen des Ausdrucks hat. James Stewart als Chico macht besonders durch die herbe Art, in die er seine Neigung .zu Diane kleidet, Eindruck. Er ist sympathisch auf Öen ersten Blick. Eine starke eigene Note gab Victor Kilian bem Straßenkehrer Gobin, Chicos Kollegen, unb Mady Christians gefällt als feine Frau. Gale S 0 n - bergaarb läßt als „zweifelhafte Person" an Einöeutigkeit nichts zu wünschen übrig. Regie führt Henry King. Schade, daß bie Umgebung, in ber sich bie reizvolle Liebesgeschichte abspielt, manchmal etwas kulissenhaft wirkt, auch bie Photographie war in manchen Bildern nicht ohne Härte. Das Ganze — ein Fox-Film — unterhielt für eine Stunde ausgezeichnet. Heinrich Ludwig Neuner. Wirtschaft Georg Philipp (Soit AG./ Gießen. Aus -er engeren Heimat Er- der (Nachdruck verboten!) 14. Fortsetzung. zu schluchzen. 16. Am von Mein-Mainische Börse. INitlagsbörse abbröckelnd. hörten. r •• Auf dem Bahnsteig, kurz nach dem verspäteten Eintreffen des Zuges um 10.40 Uhr, herrschte im Nu ein quicklebendiges Treiben. Jedermann holte seine Tröffe Maui, erobstopf tere ÄerM- nen ®od/en ingshain iw bs vvr btw fort, der K zieht srch als eis um ba« zu) und nb verschieden- ch Ziersträucher zwechslungsreich eilt werden, da? t diesen Stein' i'umgeben, W ibstopfs I- * chten, den M' berauben. W ten gelegt M' [ GesamteinM tun!" Gisela hob den Kopf, den sie während seiner Worte betroffen gesenkt hatte. „Sie haben nur nuyl weh getan, Herr Radegast! Im Gegenteil, Sre beschenken mich so reich. Sie machen mich so glücklich, ich — ich werde immer in Ihrer Schuld stehen. „Reden Sie doch nicht solchen Unsinn, liebes Fräulein Mertens. Niemals dürfen Sie sich in meiner Schuld fühlen. Ich selber habe doch meine Freude, wenn ich Sie glücklich und froh sehe! — Aber da kommt unser Essen! Wir wollen es uns schmecken lassen." Spater, als die Teller und Schüsseln geleert waren, nach 107 und Verein. Stahl auf 101,13, nach 101,90, ferner bröckelten IG.-Farben auf 150,13 nach 150,50 ab, während Westdeutsche Kaufhof 0,25 v. $). anzogen auf 94. Die später festgestellten Kurse lagen zumeist 0,50 bis 0,75 v. 5). schwächer, Bemberg ver. loren 2 o. ch. auf 126,50, hingegen Rheinstahl 141 (140,25), AG. für Verkehr 121 (120,50). Abendbörse weiter schwächer. An der Abendbörse setzten sich am Aktienmarkt die Abschwächungen fort, und zwar ergaben sich zumeist in Anpassung an den Berliner Schluß Rückgänge von 0,50 bis 1 v. ch. Während Kaufaufträge kaum vorlagen, bestand weiterhin Neigung zu Abgaben, die auf nur schwache Aufnahme stießen. Die Umsätze waren überaus klein. Am stärksten ermäßigt waren Demag mit 138 (139,50) und am Montanmarkt Mannesmann mit 104,75 (106,13). Von letzteren gingen noch choesch auf 108 (108,25), Rheinstahl auf 139,50 (140), Deutsche Erdöl auf 123 (123,40) zurück, während Verein. Stahl mit 101 (101,13) fast behauptet blieben. Je 1 v. ch. schwächer notierten Adlerwerke mit 105, Daimler mit 131, Gesfürel mit 130,50, Rheinmetall mit 126,50 und AG. für Verkehr mit 120. IG.-Farben konnten sich mit 150 (150,13) behaupten, Scheideanstalt bröckelten auf 216 (216,50) ab, ferner gingen MAN. auf 124 (124,50), Bemberg auf 126 (126,50), Iunghans auf 110 (110,50), Reichsbank auf 184,50 (184,75) und Metallgesellschaft auf 125 (125,25) zuruck. Großbankaktien notierten unverändert. Renten lagen geschäftslos, Farben-Bonds waren zum M t- tagskurs von 120,25 gefragt. Autozusammenstoßes erlitt die 43jährige Frau che- lene Vollmann aus Lollar schwere Prellungen an der linken Seite und an einem Oberarm. Die Verunglückte, die mit ihrem Kraftwagen nach Bad- Nauheim fahren wollte, stieß in Klein-Linden mit einem Wagen aus der Schweiz zusammen. — Mit schweren Schulter- und chandgelenk-Verletzungen mußte der Motorradfahrer Hugo ©ernannt aus Königstein im Taunus in ärztliche Behandlung gebracht werden. Der Verunglückte war in einer Kurve in Nieder-Ohrnen schwer zu Fall gekommen. Sämtliche Verunglückte mußten nach Gießen in die Chirurgische Klinik gebracht werden. Landkreis Gießen. und habe zu meiner Freude feststellen dürfen, daß Sie keineswegs darauf aus find, meine Neigung zu Ihrem Vorteil auszunutzen. Ich mochte fast meine Hand dafür ins Feuer legen, daß wir sehr glücklich miteinander werden würden. Glauben Sie nicht auch?" . ., . Gisela blickte ihn an, mit großen, forschenden Augen. Es war etwas in diesem Blick, das Radegast betroffen und unsicher machte. „3d? — weiß es nicht", sagte sie leise. „Glücklich werden! Sehr glücklich werden! .Wären Sie denn nicht froh", fuhr er beinahe heftig fort, „von diesem Büro fortzukommen? — Gleich am Montag müssen Sie kündigen. Auch Ihr Zimmer' — Wir werden eine entzückende Wohnung suchen, ein kleines Himmelreich, wo Sie ganz allein das Zepter führen, während ich meine jetzige Unterkunft beibehalte, bis wir verheiratet sind. Sie werden frei und unabhängig sein, Sie werden |id) ganz Ihren Neigungen widmen können. — Freuen Sie sich denn nicht?" Da senkte Gisela Mertens ihren Kopf und begann em quiaieoenmuey ....... Heber den Verlauf dieser kurzen Feier, die bei Gepäckstücke aus den Netzen, suchte seine Siebensachen Redaktionsschluß noch nicht begonnen hatte, werden zusammen, trug mit besonderer Liebe die Erinne-1 wir morgen berichten. Nachdem er noch ein Glas mit Wasser bereit- gestellt, einen Fensterflügel geöffnet und die Vorhänge zugezogen hatte, schaltete er -bas Licht aus und verließ das Zimmer. Es blieb ihm nichts anderes übrig, als von außen abzuschließen. Gisela Mertens erwachte vom Läuten der sonntäglichen Kirchenglocken, deren vielstimmiger Klang durch das offene Fenster ins Zimmer drang und ■ es mit einem festlichen Zauber erfüllte. Mit großer Bestürzung stellte Gisela fest, daß sie noch in den Kleidern war, und nun tauchten die Bilder der Nacht spukhaft aus der Tiefe des Der- gessenseins empor. Von brennender Scham gefoltert, sprang sie aus dem Bett und trat an das Waschbecken. Ein dumpfer Schmerz bohrte in ihrem Schädel. Sie tauchte den Schwamm in das kalte Wasser und führte ihn ein ums andere Mal um ihr brennendes Gesicht. Das tat gut. Nun streifte Gisela ihr Kleid ab, das sie tm Schlaf ganz verknittert hatte. Sie schüttelte den Kopf. Wie hatte man sich nur so gehen lassen tonnen? . , ,, Plötzlich fiel ihr ein, daß sie ja jetzt verlobt war. Richtig verlobt? Stimmte denn das auch wirklich! Mit Herrn Radegast verlobt? . Jo. sie erinnerte sich ganz deutlich seines feierlichen und etwas komischen Gesichtes, mit der er die vollzogene Tatsache festgestellt hatte. Aber — nein, das hatte sie nicht gewollt. Wie schamlos er sie übertölpelt hatte? Sie würde es ihm sagen, sobald sie ihn traf. Man mußte es ruck- gängig machen. Gisela zog sich aus, betrat das Badezimmer und drehte die Brause auf. Mit tiefen Atemzügen genoß sie die Erquickung des eiskalten Wasserstrahles, der ihren brennenden, glühenden Körper kühlte und alles wegspülte, was sie bedrückte. Als sie sich gerade trocken schrubbte, hörte sie, wie draußen ein Schlüssel ins Schloß gesteckt und umgedreht wurde. £ Sie preßte in jähem Schreck das Frottierhandtuch an sich, aber ihre Angst war unbegründet. Herr Radegast klopfte ganz sittsam und wartete, bis sie eine Antwort gab. ..Sie können jetzt nicht herein? rief sie verstört. „Oh, ich wollte nur sehen, ob du schon munter : bist. Wie ist das Befinden? Ist es ein sehr böser Kater?" ' „Nein!" sagte sie, ohne ihr Handtuch loszulassen.^ (Fortsetzung folgt!) Frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. M., 1. Aug. Es notierten (Getreide je Tonne, alles übrige je 100 Kilogramm) in Mark: Weizen W 9 196 (am 27. 7. 193), W 11 198 (195) W 12 199 (196), W 13 200 (197), W 16 203 (200), W 18 205 (202), W 19 207 (204), W 20 209 (206), Roggen R 11 181 (179), R 12 182 (180 , R 14 184 (182), R 15 185 (183), R 16 187 (185), R 17 188 (186), R 18 189 (187), R 19 191 (189), Weizenmehl Type 812 W 13 29,10, W 16 29,20, W 19 29,20, W 20 29,55, Roggenmehl Type 997 R 12 22,45, R 15 22,80, R 16 22,95, R 18 23,30, R 19 23,50 plus 0,50 Mark Frachtausgleich, Weizenfuttermehl 13,60, Weizenkleie W 13 10,75, W 16 10 90 W 18 11,00, W19 11,10, W 20 11,20, Roggen- fiele R 12 9,95, R 15 10,15, R 16 10,25, R 18 10.40, R 19 10,50 Mühlenfestpreise ab Mühlenstation, Wie- senheu (bis % Besatz) 5,40. Wiesenheu (bis ’/m Besatz) 6,40, Wiesenheu drahtgepreßt 0,40 Mark mehr, Erzeugerhöchstpreis ab Erzeuger-Verladestation. Frankfurter Schlachtviehmarkt. Fr a nkfur t a. M., 2. Aug. (Vorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb: 713 Kälber, 61 Hümmel, 48 Schafe, 4100 Schweine. Es kosteten: Kälber 35 bis 65 Mark, Hämmel. 35 bis 45, Schafe 25 bis 42, Schweine 53 bis 60 Mark .— Marktverlauf: Kälber und Schweine zugeteilt, Hämmel und Schafe mittelmäßig. Nieder-Walgern (Kr. Marburg), 1. Aug. Samstagnachmittag ereignete sich in der Nähe Nieder-Weimar an einer schwierigen Stelle der Landstraße ein schwerer Derkehrsunfall, bei dem leider ein Einwohner von hier tödlich Vermittlungen sind im Gange. Unfälle auf dem Lande. Zwei hinter Gisela. Vornan von Hans Hirchammer. Urheberrechtschutz Verlag Oskar Meister, Werdau/Sa. Mit schweren inneren Verletzungen mußte 44 Jahre alte Händler Otto Wehn aus Großen- Linden in ärztliche Behandlung gebracht werden. Der bedauernswerte Mann war mit seinem Motorrad gegen ein Auto gerannt. — Infolge eines letzt wurde und ein anderer schwere Verletzungen davontrug. Auf der Kreuzung der Herborner Straße bet Nieder-Weimar durch den auf dem Motorrad von Marburg kommenden Schreinermeister Nickel von hier, dessen Geselle auf dem Soziussitz des Motorrades mitfuhr, wurden die beiden Motorradler von einem plötzlich im scharfen Tempo vor ihnen auftauchenden Lastauto erfaßt und überfahren. Schreinermeister Nickel wurde dabei so schwer verletzt, daß er einige Stunden nach seiner Einlieferung in das Krankenhaus verstarb. Der Geselle liegt mit einem Bein-, einem Arm- und einem Schlüsselbeinbri'ch in ernstem Zustand im Krankenhaus darnieder. Die behördlichen Cr- Fwd. Diese Tabakfabrik beziffert ihren Iahres- ertrag für 1937 mit 818 000 Mark, zu dem 24 564 Mark außerordentliche Erträge kommen. Personalaufwendungen erforderten 464 000 Mark, Zinsen 22 000 Mark, Steuern 26 000 Mark und alle übrigen Aufwendungen 261000 Mark. Nach 26 444 Mark Abschreibungen wird der Gewinn mit 41 542 Mark angegeben, um den sich der Verlustvortrag von 194165 Mark auf 152 623 Mark vermindert. Bei 700 000 Mark Grundkapital und 70 000 Mark aef. Rücklage erscheinen andere Rücklagen mit 117 000 Mark und Wertberichtigungen mit 14 000 Mark Die Verbindlichkeiten betragen 537 000 Mark, hierunter Warenschulden 62 000 Mark, Konzernschulden 37 000, Wechsel 253 000, Bankschulden 82 000 Mark und sonstige 94 000 Mark. Auf der anderen Seite beträgt das Anlagevermögen 496 000 Mark und das Umlaufsvermögen 805 000 Mark. Unter letzterem stellen sich Vorräte auf 472 000 Mark, Außenstände auf 275 000 Mark, Wertpapiere auf 23 000 Mark und flüssige Mittel auf 33 000 Mark. Der AR. besteht aus Irene Gail (Vorsitzer), Raimund Wag en sch ein, sowie RA. I. Friedrich Zimmer, sämtlich in Gießen. Von einem Personenauto angefahren Der Fahrer ergriff die Flucht. * Grünberg, 1. Aug. In der letzten Nacht führ ein Personenauto in der Nähe der sog. Alsfelder Brücke, das von Grünberg her in Richtung Mücke passierte, einen Fußgänger an, der von dem Kraftwagen die an dieser Stelle hohe Straßenböschung herabgeschleudert wurde und allerlei Verletzungen davontrug. Der Autofahrer schaltete sofort nach dem Vorfall alle Lichter seines Wagens aus und raste etwa 200 Meter weit ohne jegliche Beleuchtung davon. Dann schaltete er die Lampen wieder ein und setzte seine Flucht In scharfem Tempo^ort. Die Ermittelungen sind im Gange, und es dürfte zu hoffen sein, daß der verantwortungslose Fahrer zur Rechenschaft gezogen werden kann. Auf der Motorradfahrt tödlich verunglückt. Lin Schwerverletzter. Gießener Breslau-Jahrer wieder zurück! Festabglanz noch auf allen Gesichtern! - Schöne Schlußfeier. Frankfurt a. M., l.Aug. Die Börse entbehrte weiterhin jeglicher Anregung, insbesondere blieb der Auftragseingang überaus gering, lediglich einige Limite wurden erneuert. Anderseits erfolgten über, wiegend wieder kleine Abgaben, so daß an den A k- tienmär tten zumeist Abbröckelungen von 0a0 bis 1 v. H. im Durchschnitt eintraten. Darüber hinaus ermäßigten sich Scheideanstalt: aus, 216,50 (218), Aschaffenburger Zellstoff auf 115,50 (116,75), Adlerwerke Kleyer auf 106 (107,50) und Deutsche Erdöl auf 123,40 (125). Von Montanwerken bröckelten Klöckner 0,40, Mannesmann und.Laurahütte je 0,50 und Verein. Stahl 0,65 v. H. ab, hingegen lagen Hoesch 0,25 v. H. höher und Buderus unverändert. Maschinenaktien gingen bis 0,75 v. H. zurück, auch Elektropapiere schwächten sich um ebensoviel ab. Don Einzelwerten verloren Reichsbank und Westdeutsche Kaufhof je 0,75 v. H. IG.-Farben ermäßigten sich auf 150,50 (15075). Am Rentenmarkt ergaben sich gleichfalls leichte Rückgänge, wobei sich die Umsätze in engsten Grenzen hatten. Reichsaltbesitz 0,13 v. H. gebessert auf 130,40, dagegen Reichsbahn-DA. 0,25 v. H. niedriger mit 123. Kommunal-Umschuldung blieben mit 94 70 behauptet. Liquidationspfandbriefe schwankten bis 0,20 v. H., Goldpfandbriefe und Stadtanleihen notierten unverändert. Industrie-Obligationen lagen sehr ruhig bei kaum veränderten Kursen. Im Verlaufe bröckelten die Aktienkurse vorwiegend weiter etwas ab, die Umsätze blieben eng begrenzt. Von Montanwerten ermäßigten sich Hoesch auf 108,25 nach 109,40, Mannesmann auf 106,13 rungszeichen aus Breslau und die Geschenke, die er den Angehörigen als Entschädigung für das Nicht-dabei-sein-können mitgebracht hatte. Am Bahnhof hatte sich eine große Menschenmenge zum Empfang eingefunden. Eine Musikkapelle, zusammengestellt aus Angehörigen des Musikkorps der SA.-Standarte 116 und der Kreiskapelle des Kreises Wetterau, stand am Bahnhof bereit, um sich den Turnern und Sportlern mit flotter Marschmusik beim Ach, Unsinn! Der Montag war noch so fern. Herr Rodegast hatte recht. Man durfte sich die jchone Gegenwart nicht mit unnützen Gedanken verderben Radegast stellte mit Behagen festz daß Gyelas Stimmung sich zusehends lockerte. 2hr Temperament, ihre Jugend, eine angeborene Fröhlichkeit, ihr wirkliches Wesen kam zum Durchbruch. Bei der zweiten Flasche war sie so wett, bafc fie ihm ihr Herz ausschüttete Ein junges LebM oss - barte sich ihm, das nach Gluck hungerte,, aber auch nach Arbeit, nach jener Arbeit, von der es erfüllt Radegast wußte, daß er es nun wagen durste ihre Hände in die feinen zu nehmen und von fernen m-ch-n, Sräulein sela, ich mochte, daß Sie meine Frau merben habe bisher mit Absicht nicht davon gesprochen, denn ich wollte Ihnen Zeit lassen, mich kennenzu- Icrnen. Aber jetzt scheint mir ber Augenblick gekommen. baß mir wie zwei Kameraden uns u diese Dinge unterhalten, bcnn auch ich babS ja nun genügend beobachten und studieren können Ben. Gillingen vor! 3®ei Fällen wl Breits einschljj. niZer Zeit bei '-Steinberg ein t gekauft. Er ■ an und ven 5- RM. ob. isür das Eigen, llung des Kauf, ib sich der An. Großen-Luseck eine Dynamo. bei versprach er )on 10— M m, daß der An- auch nur einen ch die Dreist^ ff gleichen Taor n, wobei er sich ieß. In der ge> Angeklagte in, schuldigung gs ge befunden zi Beziehung einer richt erkannten auf eine Ge« 2 Monaten Auch Gisela Mertens befand sich in einer beschwingten Stimmung. Sie hatte der Versuchung nicht widerstehen können, ein Bad zu nehmen uno hatte sich der weisen Erkenntnis nicht verschließen können, daß es immerhin eine sehr angenehme Sache sein mußte, die Frau eines wohlhabenden Mannes ^Radegast fühlte sofort, daß die kühle Zurückhaltung, mit ber sich Gisela bisher umgeben hatte, von ihr gewichen war. Sie erwiderte weniger gezwungen sein Lachen, sie duldete bereitwilliger den Druck seiner Hände. . . Als sie im Speiseraum Platz genommen und m gemeinsamer Beratung ihre Wahl getroffen hatten, blickte ihn Gisela an. „Sie sind heute anders als am Mittwoch, nicht mehr so steif." Radegast lachte über das ganze Gesicht, „toor Finden Sie? — Und wissen Sie auch, wer daran schuld ist, Fräulein Mertens?" Sie hatte ihm way- rend der Fahrt doch ihren Namen genannt, ahnungslos darüber, daß er ihn schon wußte. „Ach, ich kenne mich ja selbst nicht mehr. Ordentlich jung haben Sie mich gemacht, ein ganz anderer Mensch bin ich gern - den. — Sie sollten mich vorher gekannt haben! Mißmutig, verärgert, ein richtiger alter Junggeselle. Glauben Sie, es wäre mir jemals im Traum eingefallen, eine solche Reise zu unternehmen, blotz zum Vergnügen? Um Gotteswillen, fragen Sie meinen Chauffeur. — Aber jetzt glaube ich wieder an das Leben, an die Jugend, jetzt hat meine Arbeit einen Inhalt, mein Vermögen einen Sinn bekommen. Oh, verzeihen Sie mir, ich wollte Ihnen nicht weh machte Radegast den Vorschlag, den festlichen Tag in einer Weinstube würdig zu beschließen. „Morgen abend sind wir schon wieder auf der Heimreise und wir können doch nicht Frankfurt verlassen, ohne einen Wein probiert zu haben!" „Nein, das können wir nicht! stimmte Gisela übermütig zu. • . Der Kellner gab ihm eine Adresse, und sie fanden in einer engen Seitengasse einen romantischen alten Weinkeller, dessen Gewölbe von Tabakrauch geschwärzt und vom Widerhall unzähliger —rmklieder geheiligt war. ,r , , . Auf einet mit bunten Lederpolstern belegten Eckbank ließen sie sich nieder und bestellten eine Flasche des edlen Saftes, den die fränkische Sonne hatte ^Nach dem ersten Zutrunk wurde Gisela plötzlich schweigsam. r, , . , „Was ist Ihnen?" fragte Radegast besorgt. „Ach, nichts!" ... . ... „Hören Sie, Fräulein Mertens, Sie dürfen sich diese schöne Stunde nicht verderben lassen. H?ben Sie Angst vor einem bösen Kater? Doch wohl nicht. So toll wollen wir es nicht treiben." Daran hatte Gisela nicht gedacht, sondern es war ihr eingefallen, wie es sein wurde wenn sie am Montag wieder an der Schreibmaschine saß und wieder Herrn Hasselschwerts Wutanfallenl ausgeliefert war. Doppelt schwer, doppelt trostlos wurde sich die Pflicht des Alltags wieder auf ihre Schultern ■Äff, Qb? Anill | ft Li;! *« s nun berti|)m. w an bet notb, gebilbct mirb n H m bem Uns qu« 30 LichtjW 9* Lchtz. nonb am n 25. August Ö£r aus dem M um ben oUmonb etmas wachsen und der Kochraum in der alten Schule zu eng geworden ist, werden zur Zeit verschiedene Aenderungen vorgenommen. Auch ein elektrischer Herd wurde angeschafft. Nach den Sommerferien kann der Unterricht im neuhergerichteten Saal stattfinden. • . ,r _ - Lich, 1.Aug. Der gestrige heiße Sommertag brachte unserem Waldschwimmbad Rekord- zisfern des Besuchs, wie sie wohl seit der Einweihung des Bades noch nicht erreicht wurden. Bereits in den frühen Morgenstunden setzte reges Badeleben ein; die Zahl der ankommenden und parkenden Wagen, Kraft- und Fahrräder wurde immer größer, von allen Seiten strömten die Gäjte dem erfrischenden Wasser des Sees zu. — Die Bürgermeisterei hat die Landwirte erneut angewiesen, ihr Augenmerk auf das etwaige Auftreten des K a r - toffelkäfers zu richten. In jeder Woche sollen die mit Kartoffeln bepflanzten Aecker genau nachgesehen werden. — Die Bautätigkeit war auch in diesem Sommer sehr rege. In der Ringstraße wird ein Wohnhaus fertig und eins neu erstellt, ebenso in der Langgasse, auch in der Mengesstraße ttnd< 'S«; ■ L di! Kerl tfl) u ;ico « $!*•• cht $$ iW-m im* fid) oav y i W W 1 Ml # to- J unö/.fl, 5 sy H-H ohne. Ä $ Nach den überreichen Tagen des Erlebnisses in ber schlesischen Hauptstadt Breslau, nach vielen Kämpfen, nach festlichen Höhepunkten, nach dem Vorbeimarsch am Führer, der sie alle stark beeindruckt hat, kehrten heute vormittag, etwas müde zwar, aber noch mit einem Schimmer und Abglanz der Festfreude von Breslau auf den Gesichtern, unsere heimischen Turnerinnen und Turner, Sportlerinnen und Sportler in ihre Heimat zurück. So wie sich diejenigen, die zum Abschied am Bahnhof waren, einiger Gefühle des Neides nicht erwehren konnten, so war es heute auch zum Empfang der Heimkehrer. Sonnverbrannt von den heißen Tagen in der Feststadt, von dem stundenlangen Sitzen auf den Zuschauertribünen auf den verschiedenen Kampsstätten, von der eigenen aktiven Beteiligung noch ganz erfüllt, kamen sie zurück, und auch die im Eisenbahnzug verbrachte Nacht konnte nicht die nachhallende Festfreude unserer Breslaufahrer dämpfen. Lange werden sie von den Erlebnissen zehren und ihren Angehörigen in vielen Einzelheiten zu erzählen wissen, was sie olles sahen und Einzug in die Stadt voranzustellen. Die (Sieger und Siegerinnen trugen ihre schlichten und doch so ehrenvollen Eichenkränze als äußeres 'Zeichen ihres Sieges in dem großen Wettkampf auf dem Kopfe. Die neuen Fahnen wurden entrollt und bereicherten das interessante Bild des Empfangs und der Aufstellung des Zuges der Turner und Sportler in schöner Weise. Endlich gegen 11 Uhr war es soweit, daß der Einmarsch in die Stadt erfolgen konnte. Der Marsch ging durch die obere Bahnhofstraße bis zum Hotel Schütz, weiter über den Horst-Wessel-Wall zum Selterstor, den Seltersweg herunter, über den Kreuzplatz, durch die Sonnenstraße und den Brandplatz zum Langraf-Philipp-Platz, wo die kurze Schlußfeier stattfand. < Daubringen, 1. Aug. Der Gesangverein Dau bringen veranstaltete am Sonntag ein Waldfest, zu dem sich die Mitglieder zahlreich einfanden. Einige Sänger hatten 100 Liter Apfelwein bereitet, die zur allgemeinen Freude kostenlos zum Ausschank tarnen. Veremsfuhrer Fuchs hielt eine Begrüßungsansprache. Der Verlauf des Festes brachte Darbietungen des Männer-, des Frauen- und des gemischten Chores, die dankbar ausgenommen wurden. < Beuern, 1. Aug. Kreisfeuerwehrführer Bouffier, Gießen, nahm eine Inspektion der hiesigen Pflichtfeuerwehr vor. Die Wehr trat hierzu vollzählig an. Der Kreisfeuerwehrfuhrer umriß in kurzen Worten die Aufgaben, die der Wehr gestellt sind. Die Pflichtfeuerwehr zeigte sodann Fußexerzieren und Uebungen an den Geräten, die zur vollen Zufriedenheit ausfielen. Nachdem die Wehr beim jüngsten Brand in Beuern ihre Schlagfertigkeit bewiesen hatte, konnte auf einen Brandangriff verzichtet werden. Kreisfeuerwehrfubrcr Bouffier dankte den Kameraden für ihre Leistungen und' dem Bürgermeister für die gute Vor- orqe zur Unterbringung der Geräte. # Allendorf (Lahn), 1. Aug. Der hiesige Schäfer Rinkert rettete einen 12jährigen Jungen, der sich, ohne des Schwimmens kundig zu sein, in tiefes. Wasser begeben hatte. Durch das energische Zugreifen des Schäfers kam der Knabe ohne jeglichen Schaden davon. — Unser Einwohner Ludwig Wolf VIII., der sich in den vergangenen Jahren um die Baumbestände in unserer Gemeinde verdient gemacht hat, kon-ite gestern seinen 7 3. Geburts- t0s9 ßanV® öns, 1. Aug. Da die Zahl der ; Fortbildung sschülerinnen hier stark ge- „Schoon ist die Iuhugend, sie kommt — nicht — mehr! Ja ja, sie kommt nicht mehr — — — Dussingsa gans falsch!" schrie Gijela und machte mit der freien Hand schleudernde Armbewegungen. „Ich singe gar nicht falsch! Ganz richtig singe ich. Dagegen du, du singst wie so ein Uhm weißt du. 5)ast du mal einen Uhu'fingen hören? Ubu9" stammelte Gisela verblüfft. Dann kam ihr' die Erleuchtung. „Du bist ein Uhu?" lachte sie. Nach dieser scharfsinnigen Auseinandersetzung wurde der gemeinsame Gesang von der schonen Jugend fortgesetzt und fo oft wiederholt, bis man vor dem Hotel angelangt roar. Sinn Sie — sinn Sie auch ein Uhu? fragte Gisela mit ernsthafter Wißbegier den Pförtner, der sie ins Haus ließ. . , , r < - Der Mann lächelte diskret, konnte aber anscheinend dieses schwierige Problem nicht entscheiden. Er fiihrte das Paar zum Lift. Oben wurde Gisela von einer jähen Sch lästig- feit befallen. Radegast nahm ihre Handtasche, holte den Zimmerschlüssel heraus und brachte sie m ihr 3l@0ria wankte zur Couch, sank hin — und weg Ein/ Weile blickte Radegast uncuttschlofsen auf die Schlafende. Dann streifte er ihr die Schuhe ab, hob sie mit beiden Armen hoch und schleppte sie ins Bett. unbrin der Butzbacher Straße gehen zwei Häuser ihrer Vollendung entgegen. )( Bellersheim, 1. Aug. Gestern fand hier eine Bezirksverfammlung des Kreisverban- des Gießen der eDan.gel. Frauenhilfen statt. Etwa 700 Mitglieder auswärtiger Vereine hatten der Einladung Folge geleistet. Im Feftgottesdienst predigte Pfarrer Köhler (Darmstadt). Nach einer Kaffeepause, in der die Gäste in den Häusern unserer Gemeinde verpflegt wurden, begann die Nachversammlung. Der Ortsgeistliche begrüßte die Teilnehmerinnen, Frau Becker, Gießen, überbrachte Grüße der Gießener Gesamtgemeinde. Dann hielt Frau Stork, Birkenau, einen Vortrag über das Thema: „Ewigkeit, in die Zeit leucht« hell hinein". Mit Lied und Dankeswort von Pfarrer G e r i ch , Bellersheim, wurde die Tagung geschloffen. Sprechstunden der Redaktion. 11.30 dis 12.30 Uhr, 16 bis 17 Uhr. Samstagnach- mittag geschloffen. 9J.4pori HeimischeErsolgebeidenVreslauerMhrkämpsen liste aus: TUänner: Mannschaftsplakette. ten teilne'hmen, geht es nicht so sehr um sportliche i Segelflug-Welttrewerb. Höchstleistungen, sondern vielmehr um Disziplin und 124 dis 3: Nachtmusik. erhielt d e n e Am heutigen Dienstagvormittag kehrten nun die Breslau-Fahrer aus unserem heimischen Kreis 8 (Lahn-Dill) wieder aus der Feststadt heim. Alle tragen sie das große Erlebnis in sich, das lange in ihnen nachklingen wird. Dieses große Erlebnis kann auch nicht dadurch beeinträchtigt werden, daß es unseren heimischen Turnern und Sportlern nicht gelang, in der Konkurrenz der vielen Tausende erste Siege zu erringen. Daß aber zahlreiche Turner und Sportler, Turnerinnen und Sportlerinnen unserer Heimat hochachtbare Plätze belegen konnten, das weist der nachfolgende Auszug aus der Ergebnis- lich ausgenommen. Bei dem Viertagemarsch, an dem alljährlich die Jugendorganisationen zahlreicher europäischer Staa- dorf bei Neustadt a. d. Weinstraße flog Peter (DDL. Berlin), und N i e l a n d (Westfalen) kam bis 10 Kilometer vor Trier. Der jüngste Wettbewerbs- Teilnehmer, Graf von Treuberg (München), hatte mit 230 Kilometer Baden-Baden erreicht. Weitere Piloten kamen nach Frankfurt, Wiesbaden und vielen anderen Orten Südwestdeutschlands. In der Wertung liegt — mit Einschluß des zweiten Wettbewerbs-Sonntags — Kurt Schmidt (NSFK.-Gruppe Südwest) mit 1994,5 Punkten vorn, gefolgt von dem Darmstädter Wolfgang Späte mit 1871,1 Punkten, Treuter (NSFK.-Gruppe Mitte) mit 1800 pnd Bräutigam (Dresden) mit 1792 Punkten. 100 Motorräder auf dem Sachsenring. Rund hundert Meldungen sind für den großen Motorrad-Preis von Europa, das bedeutendste Motorrad-Rennen der Welt, am kommenden Sonntag auf dem durch Umbau gewaltig verbesserten Sach, senring bei Hohenstein-Ernstthal eingegangen. Die besten Fahrer Europas werden sich hier auf den schnellsten Maschinen einen Kampf liefern wie noch nie. „ Am stärksten besetzt ist die 350er Klasse mit 47 Fahrern, 28 sind in der Halbliterklasft startberechtigt und 23 bei den Kleinen" bis 250 ccm. Bei den Halbliter-Maschinen kommt es zu dem mit Spannung erwarteten Duell unserer BMW.-Kompressor von Meier, Krauß und Schneeweiß mit den englischen Norton von Frith und Daniell. Nicht min- der spannend dürfte der Kampf der 350-ccm-Klasse werden wo aus Deutschland wiederum DKW. (Winkler, Wünsche, Hamelehle) und NSU. (Fleisch- mann, Bodmer, Hentze) die Rivalen sind. Fast aus- schließlich auf DKW. wird das Rennen der 250er Maschinen gefahren. Kluge, Petruschke und Pungerz bilden eine starke Front. Terttonia Steinberg — 1900 Gießen 2:2 (1:2). Die zahlreichen Zuschauer, die am Sonntag den Sportplatz an der Neumühle umsäumten, mögen vielleicht etwas enttäuscht das Spielgeschehen beobachtet haben. Wenn man jedoch bedenkt, daß beide Vereine nur eine zweite Garnitur ins Feld stellten, so ist dies weiter nicht verwunderlich, zumal sich auch noch das heiße Wetter lähmend auswirkte. Nur einige Spieler spielten mit vollem Einsatz. Bei den Gästen war es vor allem Koch, der durch Jfine ausgefeilte Technik die Steinberger Hintermannschaft manchmal in Verlegenheit brachte. Beide Tore wurden von ihm eingeleitet. Bei den Teutonen versuchte es immer wieder Schmidt mit Alleingängen, da er keine Unterstützung in seinen Nebenleuten fand. Viel erreichen konnte er aber auch nicht. Eine feine Belohnung seiner mühevollen Arbeit war das Ausgleichstor in der letzten Minute. Als Schiedsrichter amtierte Decker, Garbenteich. Nach Anpfiff diktierte Steinberg das Spielgeschehen, ohne jedoch die Gäste-Derteidigung zu überrumpeln, bis es Burger in der 12. Minute gelang. Zwei „Amerikaner-Sportfeste" genehmigt. Die Reichssportführung hat bisher erst zwei der so zahlreich beantragten „Amerikaner Sportfeste" genehmigt. Die Amerikaner werden nach ihrer Ankunft in Deutschland am 4. August zunächst in Hamburg an den Start gehen und dann am 7. August in Dortmund starten. Es ist aber sicher anzunehmen, daß die Amerikaner nach dem Länderkampf gegen Deutschland am 13. und 14. August in Berlin noch in zahlreichen anderen deutschen Städten kämpfen werden. Bier britische Rekorde! Im Londoner White-City-Stadion wurde am Montag, dem englischen „Bankfeiertag", ein internationales Leichtathletikfest durchgeführt, zu dem 17 Nationen (!) ihre Spitzenkönner entsandt hatten. Das Fest, an dem deutsche Athleten nicht teilnehmen konnten, da sie ja in Breslau gerade um die Meistertitel hatten kämpfen müssen, wurde so zu einer Art Vorprobe zu den Europameisterschaften. Aber nicht nur Europas Elite war vertreten, sondern auch ein Teil der U8A.-Streitmacht, die am 13. und 14. August in Berlin den Länderkampf gegen Deutschland bestreiten wird. Bei dieser hervorragenden Besetzung konnten natürlich Glanzleistungen nicht ausbleiben. Die hervorragendsten Ergebnisse waren vier neue britische Rekorde durch Brown (England) über 440 y mit 47,6 Sekunden, durch Wooderson (England) über 880y mit 1:50,9 Minuten, durch Patterson (USA.) über 440-y-Hürden mit 53,0 Sekunden und durch Darszeghi (Ungarn) im Speerwerfen mit 72,34 Meter. Speerwürfe über die 70-Meter-Marke hatte man bisher in England noch nicht gesehen; diesmal überwarf sie nicht nur der siegende Ungar Varszeghi, sondern auch der Este Isaak mit 71,09 Meter. „Internationaler Diertagemarsch." Auszeichnung für die f)3. In Nimwegen wurde in der vergangenen Woche der „Internationale Diertagemarsch" durchgefichrt, der alljährlich vom „Niederländischen Bund für Körpererziehung" im Verein mit dem holländischen Heer veranstaltet wird. Als Vertreter Deutschlands nahmen in diesem Jahr 40 Hitler-jungen des Gebiets Ruhr-Niederrhein an der Veranstaltung teil. Die deutsche Marschgruppe, die an der Grenze von dem Marschordner Kpt. B r e u n e f e empfangen wurde unö mit den anderen Teilnehmern in einem Zeltlager bei Nimwegen untergebracht war, wurde von der holländischen Bevölkerung überaus freund- Journalistischer Nachwuchs meldet sich bei dem Gaupresseamt. NSG. Die Reichspressestelle der NSDAP, veröffentlicht folgenden Hinweis: Der nächste vom Reichsverband der Deutschen Presse vorgesehene Einstellungstermin für Schriftleiter in Ausbildung bei Tageszeitungen ist der 1. Oktober d. I. Junge Nationalsozialisten, die Liebe zum Journalismus und die erforderlichen wissensmäßigen Voraussetzungen (möglichst durch Reifezeugnis nachgewiesen) für den verantwortungsvollen Beruf des Schriftleiters besitzen, melden sich beim Gaupresseamt der NSDAP., Gau Hessen-Nassau, Frankfurt a. M., Gutleutstraße 8—12. Dessen Nachwuchshauptstelle gibt ihnen Auskunft in allen Presse-Nachwuchsfragen und unterstützt geeignete Bewerber bei der Suche nach einer Ausbildungsstelle in einer Tageszeitung. CRunhfunfprogramm Mittwoch, 3. August: Der 9. Wettbewerbstag der „19. Rhön" brachte eine weitere Steigerung, obwohl am Montag die Windverhältnisse gänzlich verändert waren. Starke Nordost-Winde zwangen zu einer Verlegung der Startstelle nach dem Nordhang der Wasserkuppe. Die ersten Startversuche endeten mit Tallandungen in der Nähe der Wasserkuppe. Aber gegen Mittag setzte stärkerer Wind ein, und bald hatten die Wettbewerbs-Teilnehmer ihre Segelflugzeuge in die Höhe gesteuert und zogen nach Westdeutschland über den Horizont davon. Die Landemeldungen tarnen dann auch fast ausschließlich aus West- oder Südwestdeutschland an. In überraschend großer Zahl wurden Zielstreckenflüge durchgeführt. Der Flugplatz Saarbrücken wurde nach 256 Kilometer Luftlinie von dem Doppelsitzer Döbler-Deeg (Nürnberg) und den Einsitzern Treuter (NSFK.-Gruppe Mitte), F l i n s ch (Darmstadt) und Oblt. F l a ch o w s k i (Merseburg) erreicht. Bis in das Saargebiet kam mit 232 Kilometer noch der Schlesier von Husen. Sieben Als Auszeichnung wurden der deutschen Marschabordnung die Bundeskreuze des niederländischen Bundes für Körpererziehung überreicht. Für ihre hervorragende Leistung "" die deutsche Gruppe außerdem die Gol« Vor sportlichen Großereignissen in Gießen Oer kommende Sonntag ein Großkampftag. Großartige Zielstreckenfliige bei der „19. Rhön" Landungen bei Saarbrücken, Trier usw. einen feinen 16-Meter-Schuß in das Netz zu jagen. Weiterhin spielten die Teutonen überlegen und man hoffte schon auf einen eindeutigen Sieg. Doch es kam anders. Allmählich erzwang 1900 ein offenes Feldspiel und bei den Platzbesitzern machten sich bedenkliche Schwächen in der Abwehr bemerkbar. Koch und Krämer spielten sich manchmal fein durch, doch vorerst reichte es zu Erfolgen noch nicht. Bis dann Ko- ziok einen schweren Deckungsfehler des Steinberger Verteidigers Jung ausnutzte und zum Ausgleich einsandte. Angefeuert durch diesen Erfolg erkämpften sich die Gäste eine leichte Ueberlegenheit und in der 35. Minute setzte Koch den Ball zum zweitenmal in die Maschen. Mit diesem Ergebnis ging man in die Pause. Nach dem Wechsel das gleiche lustlose SM! Zwar versuchte 1900 durch schnelle Vorstöße den Sieg sicher zu stellen, alle Bemühungen scheiterten jedoch an der jetzt besser spielenden Steinberger Hintermannschaft. In der letzten Viertelstunde versuchten es die Teutonen noch einmal mit allen Mitteln, doch es schien schon vergebens, da auch noch Burger vorübergehend wegen Verletzung ausscheiden mußte. Bis es dann Schmidt gelang, in der letzten Minute noch gleichzuziehen! Rundfunk wird Ausschnitte aus dem Rennen übertragen, und die Tonfilm-Woche wird dabei fein. Die Volkshalle wird in großem Festschmuck prangen. Durch die Zusammenarbeit mit der NSKK.- St and arte 147 und der SA.-Standarte 116 wird es dank des verständnisvollen Entgegenkommens der Standartenführer möglich fein, die Zuschauer laufend über den Stand der Fahrt zu unterrichten. Zu diesem Zweck wird der SA.-Nachrichtensturm ein großes Fernsprechnetz legen und die Durchgabe der Berichte von den einzelnen Strecken übernehmen, die durch eine große Lautsprecheranlage vor der Volkshalle die Zuschauer stets auf dem laufenden halten werden. Das NSKK. übernimmt die Absperrung der Strecke, und die motorisierte Gendarmerie wird wieder für die freie Durchfahrt sorgen. Damit ist die technische Durchführung in jeder Hinsicht gesichert. Zur Unterhaltung der,. Zuschauer werden vor der Volkshalle radsportliche Veranstaltungen stattfinden. Eine Sternwanderfahrt des Bezirks Gießen ist ebenfalls vorgesehen. Die Siegerverkündigung erfolgt im Rahmen eines Gartenfestes, bei dem Saalsport-Konkurrenzen aus- getragen werden. Durch das Entgegenkommen des Oberbürgermeisters Ritter und des Sportdezernenten der Stadt, Bürgermeister Professor Dr. Hamm, sowie mit Unterstützung des Fremdenverkehrsamtes der Stadt werden den Teilnehmern aus dem Reiche, die in großer Anzahl in Gießen erwartet werden, einige erlebnisreiche Stunden bereitet werden können. Hannovers Iugendschwimmer in Gießen. Die Vereinsführung des Gießener Schwimmvereins hat nichts unversucht gelassen, um einen Start der Jugend des Deutschen Wasserballmeisters, „Wasserfreunde Hannover" in Gießen zu ermöglichen. 20 Jugendliche werden im Laufe des Mittwoch in Gießen eintreffen, um im Rahmen eines Abend schwimmfest es einen Kampf der besten Jugendlichen von Hannover und Gießen auszutragen. Staffeln in Brust und Kraul sowie eine Lagenstaffel werden das Schwimmprogramm sein. Der Höhepunkt der Veranstaltung wird ein Wasserballspiel der beiden Jugendmannschaften fein. Die Hannoveraner, die durch die Schule ihrer großen Kameraden, den Nationalspielern der Wasserfreunde Hannover eine beachtliche Spielstärke besitzen, werden den Gießener Hitlerjungen den größten Einsatz abverlangen. Hoffentlich zeigt auch das Gießener Publikum ein bißchen Interesse für den „nassen Sport". Nachstehend die zur Durchführung gelangenden Wettkämpfe: Bruststaffel: 100, 200, 100 Meter: Keiner, Ortwein, Götz. Das Abschneiden dieser Staffel liegt an der Leistung der beiden 100-Meter-Leute. Wenn Ortwein in guter Form ist, dürfte die Sache nicht ganz aussichtslos sein. Kraul staffel : 4X100 Meter: Hoffmann, Haibach, Zimmer, Albold. Die Staffel ist durch die Gleichmäßigkeit der vier Schwimmer besser als die Bruststaffel. Lagen st affel: 100 Meter Rücken (Amend), 200 Meter Brust (Ortwein), 100 Meter Kraul (Albold). Hier liegt es insbesondere am Können von Amend, der bisher kein geregeltes Training gehabt hatte. Kraulstaffel 10X50 Meter. Wasserball : Hier spielt die Mannschaft Kling; Ortwein, Keiner; Albold; Haibach, Zimmer, Amend. Der neue Torwart ist zuverlässig. Die Verteidigung ist ein durch viele Kämpfe erprobter Mannschaftsteil. Der Verbinder und der Sturm haben erst wenig in dieser Einteilung gespielt, und man muß deshalb abwarten, wie sich die Spieler untereinander verstehen. 5 Uhr: Frühmusik. 5.45: Ruf ins Land. 6: Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Bäderkonzert. 9.30: Gaunachrichten. 9.40: Kleine Ratschläge für Küche und Haus. 11.45: Volk und Wirtschaft. Wald — ein „wachsender" Reichtum. 12: Werkskonzert. 13: Nachrichten. 13.15: Mittagskonzert. 14: Nachrichten. 14.10: Das Stündchen nach Tisch. 15: Bilderbuch der Woche. 15.15: Was weißt du von „Glaube und Schönheit"? 16: Nachmittagskonzert Das Mikrophon unterroegsc 18: Zeitgeschehen. 18.30: Der fröhliche Lautsprecher. 19: Fliegendes Deutschland. Segelflieger in der Rhön. 19.15: Klingende Kurzweil. 20: Nachrichten. 20.15: Frohe Feriengruße aus Oberbayern. 22: Nachrichten. 22.15: Rhon- Segelflug-Wettbewerb. 22.30: Musik aus Wien. Wettbewerbs-Teilnehmer gelangten im Zielstreckenflug nach Trier (254 Kilometer): Haase (Berlin), sein Kamerad Ludwig Hofmann, der Dresdener Bräutigam, Opitz (Darmstadt), die beiden Hannoveraner Müller und Boy, sowie Weimer (Rheinland). > Mit einer besonders schönen Leistung wartete der Düsseldorfer Heidrich auf, dem es gelang, einen Zielstreckenflug von 241 Kilometer in seine Heimatstadt von der Wasserkuppe aus durchzuführen. Er gewann damit den Ehrenpreis der Stadt Düsseldorf und holte für seine NSFK.-Gruppe den Preis von 500 Mark, der für diesen Zielstreckenflug von der Stadt Düsseldorf ebenfalls ausgesetzt war. Nach Karlsruhe (198 Kilometer) gelangten die beiden Württemberger Kraft und Beck, Peters (Mitte) und Wolfgang Späte (Darmstadt). Kaiserslautern wurde mit einem Zielstreckenflug von Sauerbier (Schlesien) und dem Marburger Feuerrohr erreicht. Nach dem 180 Kilometer von der Wasserkuppe entfernten Flugplatz Speyer- Volkstümlicher Dreikampf Klaffe I f K. Stahlhut, Tumv. Heuchelheim, 58 Punkte; 18. A. Niemann, .SA.-Kampfgemeinschaft Gießen, 50 Punkte; 22. Grünig, SA.-Kampfgemeinschaft Gießen, K. Sack, Spvgg. 1900 Gie- ßen, 46 Punkte. —Klasse U: 14. Weiters- haus To. Großen-Linden, 52 Punkte; 19. O. Dietz' DfL. Lollar, 47 Punkte; 21. W. Z e r n b t, Tv. Wetzlar, 45 Punkte. — Klasse III b: 16. H. Möller, Tschft. Lauterbach, 54 Punkte; 25. E. Ebeling, Tv. Alsfeld, 45 Punkte. Frauen: Gemischter Achtkampf: 21. I. Hauck, Tv. 1846 Gießen, 133 Punkte; 25. H. Schmiede r, Tv. 1846 Gießen, 129 Punkte; 29. E. Fremd, Tv. Wetzlar, M. Weller, Tschft. Lauterbach, 125 Punkte; 30. L. Weiß, Tv. Großen-Linden, A. Ziegler, Ty. 1846 Gießen, 124 Punkte; 37. E. Sack, Tv. Heuchelheim, 117 Punkte; 38. E. Ruppel, Tuspo. Butzbach, A. Sack, Tv. Heuchelheim, 116 Punkte; 39. A. Weinandt, Tv. Großen-Linden, 115 Punkte; 44. Emma Emmerich, To. 1846 Gießen, 110 Punkte; 45. M. Wagner, Tv. Lang-Löns, 109 Punkte; 47. G. Kreiling, Tv. Heuchelheim, 107 Punkte. Gymnastik ° Siebenkampf : 9. Erika Schneider, To. Wetzlar, 116,5 Punkte. Gymnastik-Sechskampf: L. Fremd- Tv. Wetzlar, 103 Punkte. Volkstümlicher Dreikan^f: 3. Erika Röhmig, Mtv. Gießen, 65 Punkte; 17. Lotti Diehl, VfB. - Reichsbahn Gießen, 51 Punkte; 23. E. Reinstädt! er, Tv. Heuchelheim, 45 Punkte. MTB. Gießen im Basketball-Turnier. Die Mannschaft des Männerturnvereins Gießen, die als Vertreter des Gaues an dem von 36 Mann- schäften bestrittenen Basketballturnier teilnahm, schlug sich in Anbetracht der starken Gegner und ihrer jugendlichen Zusammensetzung recht tapfer. In der Vorrunde traf sie auf den LSV. Stargard, der seine körperliche Ueberlegenheit zu sehr ausnutzte, und dem die Gießener, nachdem sie noch bei Halbzeit 8 :6 führten, 22 :18 unterlagen. In der Trostrunde gelang es ihnen dann in einem schönen Spiel, das unter aufmerksamer Leitung stand, den Polizeisportverein Halle überzeugend und verdient 27 : 9 zu schlagen. Ein Freundschaftsspiel am Samstag gegen eine starke Breslauer Stadtmannschaft endete mit 17:17 unentschieden. Alles in allem war die Teilnahme am Turnier ein schöner Erfolg, der zeigte, daß unsere hessischen Basketballer nicht hinter anderen Gauen zuruck- stehen. 31. Gießener Regatta. Die Meldungen zur 31. Gießener Regatta sind für den veranstaltenden Verein überraschend gut ausgefallen. Damit hat sich Gießen trotz einer Pause von drei Jahren als Regatta platz behauptet. Die Meldungen zu den einzelnen Rennen mit bis zu fünf und sechs Booten sind ebenfalls gut, wenn Heidelberg und Kassel wegen zu wenig Nennungen ihre Regatten haben absagen müssen. Fehlen auch manche Vereine, die sonst ständig Besucher der Gießener Regatta waren, so treten an ihre Stelle neue, manche von Ruf und Klang. Nun noch einige Winke für die Besucher der Regatta. In jedem Rennen tragen der Bugmann und der Steuermann die Startnummer seines Bootes in Schwarz oder Rot auf weißem Grunde oder in Weiß auf schwarzem Grunde auf dem Rücken. An Hand dieser Nummer kann der Zuschauer auf dem Programm sofort feftftellen, welcher Verein und welche Mannschaft das betr. Rennen gewonnen hat. Für jedes Rennen gibt es nur einen Preis. Es gewinnt das Boot, dessen Spitze zuerst die Ziellinie passiert. Jedes Rennen wird von einem Schiedsrichter in einem Motorboot begleitet, der darauf zu achten hat, daß die einzelnen Boote sich keiner Verstöße schuldig machen, z. B. durch falsches Steuern andere Boote behindern. Der Schiedsrichter wird zunächst das schuldige Boot verwarnen, bei weiteren Verstößen vom Rennen ausschließen. Zu Beginn eines Rennens legen sich die einzelnen Boote an die Startkähne, die mit Nummern versehen sind. Liegen alle Boote an ihren Startkähnen, und die auf dem Programm angegebene Zeit ist gekommen, so gibt der Starter den Mannschaften sein Startkommando bekannt. Nach dem Kommando „Los!" gehen die Boote ab, zunächst mit erhöhter Schlagzahl, um sich möglichst gleich von Anfang an einen Vorsprung zu sichern. Vor jedem Rennen werden an der Starttafel die Nummern der startenden Vereine, und nach dem Rennen die Nummer des Siegers hochgezogen. Breslau-Sieger starken in Gießen. Für die Freunde des Rudersportes wird die kommende Regatta — so wird uns von der Gießener Rudergesellschaft gemeldet — eine besondere Freude bescheren. Es startet nämlich das Paar Melching- Müller auf der Heide (Hannover), die in Breslau die Olympiasieger 1936 auf den dritten Platz verwiesen. Als Gegner für die in Breslau so hervorragend erfolgreichen Ruderer ist die Zweiermannschaft des Hornberger Ruderklubs „Germania" vorgesehen. Man wird ein spannendes Rennen Erwarten dürfen. Gießen im Zeichen des Radsports. Die Vorbereitungen für die große radsportliche Veranstaltung, die der „Gießener Radfahrervereinigung" zur Ausrichtung übertragen wurde und zu der die bedeutendsten deutschen Amateur-Straßenfahrer in unserer Stadt erwartet werden, stehen vor dem Abschluß. Unter der tatkräftigen Förderung des Kreisfachwartes August Deibel und des Vereinsführers Erwin Hauck ist ein großes Rahmenprogramm aufgestellt worden, das sicher viele Freunde des Radsportes nach Gießen locken wird. Die Gießener Radfahrer veranstalten zu Ehren ihrer Gäste aus dem Reich einen Begrüßungsabend, an dem sich die Vertreter der Partei und der Behörden mit den Radsportlern und den Vertretern der Reichsführung der deutschen Radfahrer vereinen werden. Am Sonntag findet dann der Start zur „Deutschen Amateur-Straßenmeisterschaft im Ekner-Streckenfahren 19 3 8" statt. Hierfür sind umfangreiche Maßnahmen zur sicheren Durchführung und auch zur Unterhaltung der zahlreich erwarteten Zuschauer getroffen worden. Der Gemischter Zwölfkampf (Deutsche Meisterschaft): 12.Sieg H. Herbert, Tv. 1846 Gießen, 204 Punkte; 23. E. Schöffinann, Tv. Wieseck, 196,5 Punkte; 64. K. S ch i ck, Tv. Wetzlar, 176 Punkte; 67. A. Kreiling, To. Wieseck, 174,5 Punkte; 75. H. Vogt, Tv. 1846 Gießen, W. Warn, Tv. Wetzlar, 170,5 Punkte; 79. K. Seipp, Tv. Großen-Linden, 168,5 Punkte; 92. W. Kopf, Tv. Wetzlar, 162 Punkte. G e mis chter Zwölfkampf Klasse II: 12. Karl Reuter, Tv. 1846 Gießen, 197 Punkte; 31. A. Best, Tv. Wetzlar, 178 Punkte; 47. O. Kreiling, Tv. Wieseck, 162 Punkte. Gemischter Neunkampf Klasse Illa : 6. H. Keller, Tv. Burgsolms, 159 Punkte; 26. Hch. Römer, Tv. Wieseck, 139 Punkte; 36. H. Hofmann, Tv. Hungen, 129 Punkte. — Klasse IIIb : 22. Otto Textor, Reichsbahn-Tuspo. Marburg, 145 Punkte; 33. L. Burg, Tschft. Lauterbach, 134 Punkte. — Klasse III c: 38. H. Hamel, Tv. 1846 Gießen, 131 Punkte; 39. K. Müller, Mtv. Gießen, 130 Punkte: 49. R. Köhler, Tv. Wetzlar, 120 Punkte. Gemischter Zehnkampf: 14. W. Moos, VfL. Lollar, 171 Punkte; 29. W. Sie rau, VfL. Lollar, O. Henning, Tschft. Lauterbach, W. Straub, Tv. 1846 Gießen, 156 Punkte; 36. H. Jung, Tv. Großen-Linden, E. Velten, Tv. Großen- Linden, 149 Punkte; 38. K. Haas, Mtv. Gießen, W. Jäger, To. Wieseck, G. S p a m e r, Turn- und Gesangverein Schotten, 147 Punkte; 39. E. Beisner, Tv. Burgsolms, 146 Punkte; 41. W. Spei er, Tv. Odenhausen, 144 Punkte; 43. E. Deibel, VfL. Lollar, W. Kraft, Mtv. Gießen, 142 Punkte; 44. O. Weiß, Tv. Großen-Linden, 141 Punkte; 47. Otto Bender, Tuspo. Rodheim, Georg Rahn, Tv. Grünberg, 138 Punkte; 49. W. Grote, VfL. Lollar, W. Schneider, Tv. Odenhausen, 136 Punkte; 51. K. Hardt, Tschft. Büdingen, 134 Punkte. Zwölfka m.p f, Gerät: 51. Richard Seth, Tv. Großen-Linden, 197,5 Punkte; 63. K. B ettin, Tv. Wieseck, 191,5 Punkte. Haltung, Aussehen und körperliche Ausdauer. Täglich müssen 40 Kilometer in geschlossener Formation zurückgelegt werden. Das Zeltlager beherbergte diesmal rund 4570 Teilnehmer. Neben Holland und Deutschland waren Belgien, England, Frankreich und die Schweiz vertreten. Beim Abschluß des Wettbewerbs begrüßte Ministerpräsident Colijns die deutsche Marscheinheit persönlich und gab seiner Freude Ausdruck, daß auch die deutsche Jugend an dem Marsch teil» genommen habe.