Ur. 101 Erstes Blatt 188. Jahrgang Montag, 2. Mai 1038 Erscheint tügllch, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild - Die Scholle Monalr-Vezugspretr: Mit 4 Beilagen RM.1.95 Ohne Illustrierte , 1.80 Zustellgebühr . , -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Hernsprechanfchlüffe unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Lietzen Postscheckkonto: Frankfurt am Main 11686 Eichener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck un- Verlag: vrühlsche UniverfttStsdruckerei R. Lange in Stehen. Schrtstleitvng und Seschaflrftelle: Schulsttahe 7 Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis8'/,Uhr des Vormittags Grundvretfe für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Textanzeigen von 70mm Breits 50 Rpf.,Platzvorschrift nach vorh.Dereinbg.25°/a mehr. ErmShigte Grundpreise: Stellen-, Vereins», gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Rpf., Familienanzeigen, Bäder-, Unterrichts- u. behördliche Anzeigen 6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B Fest der deutschen Volksgemeinschaft. von Konfessionen und Ständen erlöst und zu einer Einheit zusammengefaßt. Und diese Erziehung beginnt schon bei dem einzelnen in jenem Alter, in dem er noch nicht mit Voreingenommenheiten be- L- i'-Sr Schirachs Gruß: Deutschlands Lugend grüßt den Führer 3m Olympia-Stadion kann Zu zu wir den Tag dieser Volks vollenden, wofür stritten: Deutsch- role: „Freut euch Die Worte des In euch wird und muß sich das Generationen und Jahrhunderte land! Das Lied der Hitler-Jugend, Fest des des Lebens!" Reichsjugendführers finden bei „Unser lieber Führer — Sieg-Heil!" und die Nationalhymnen beenden diese gewaltige Kundgebung der Jugend vor dem Führer. Da wir uns zu solchen Grundsätzen bekennen, meine Jungen und Mädel, kann ich euch auch in dieser Stunde ein anderes sagen: Jungens, werdet keine Musterknaben, und - Mädels, werdet keine demütigen Mucker! Ihr sollt lernen, aber ihr sollt auch leben und fröhlich sein! Es ist gut, wenn ihr in den Zensuren der Schule eine Eins erringt, aber sorgt dafür, daß ihr nicht in den Zensuren des Lebens eine Fünf erhaltet. So wie ihr treu und gehorsam seid, so müßt ihr auch selbstbewußt, kühn, tapfer und verwegen sein, nicht eine Jugend alter Tanten, sondern die Jugend des Nationalsozialismus. So bekennen auch wir als Jugend des Führers uns an diesem 1. Mai zur Palastet ist. Die Jugend ist der Baustein unseres neuen Reiches! Ihr seid Großdeutschland! Denn in euch formt sich die deutsche Volksgemeinschaft. Vor dem einen Führer steht ein Reich, vor dem einen Reich steht ein Volk, und vor dem einen Volk steht eine deutsche Jugend! Indem ich euch sehe, ist mein Glaube in deutsche Zukunft unbegrenzt und unerschütterlich! Denn ich weiß: ihr werdet alles das erfüllen, was wir von euch erhoffen! So grüße ich euch heute an diesem 1. Mai in unserem neuen großen Deutschland. Denn ihr seid unser Frühling! Mit heiterer Freude begann dieses schöne der deutschen Volksgemeinschaft in Berlin, Großdeutschen Reiches Hauptstadt. Die Stadt ist Großdeuischland unter dem Maibaum. — Der Führer sprach auf dem Staatsakt in der Ileichshauptstadt zum ganzen deutschen Volke. Meine deutschen Jungen und Mädchen!, Ihr habt das große Glück, in einer Zeit leben? deren sich die deutsche Nation einst nicht schämen brauchen wird. Ihr seid in eurer Jugend Zeugen des Aufstiegs unseres Volkes geworden, ihr habt iri euren jungen Herzen die die Entwicklung mitmachen, die ganz Deutschland in der kommenden Zeit durchlaufen wird. Wie dies zu geschehen hat, auch das sagte der Führer: nicht allein durch äußere organisatorische Maßnahmen, sondern vor allem durch die Festigung der inneren Ordnung, d. h. durch die Erziehung der Menschen, durch eine niemals aufhörende Formung und Kräftigung des völkischen Lebenswillens. Das deutsche Volk hat die Bitte Adolf Hitlers wohl vernommen und wird sie beherzigen: noch mehr als bisher wollen wir alles Trennende zwischen uns vergessen und das Gemeinsame hervorheben. Die Parole „Niemals wieder Bürgerkrieg, niemals wieder inneren Hader" soll ganz von uns Besitz ergreifen, soll uns in Fleisch und Blut übergehen. Darin liegt die große Mission, die uns Deutsche auszeichnet vor allen anderen Völkern der Erde und die uns zu Pionieren eines neuen Zeitalters macht. Als Wegbereiter müssen wir uns fühlen für alle kommenden Geschlechter, für unsere Kinder und Kindeskinder, die mit ihren jungen lebendigen Leibern gestern im olympischen Stadion symbolisch das Wort „Großdeutsch- lanü" formten. So war denn dieser 1. Mai 1938 ein neuer Anfang, aber auch ein stolzer Abschluß, denn jene Zwistigkeiten und Wirrnisse, von denen andernorts noch die Nationen heimgesucht werden wie einst das deutsche Volk, sind nun endgültig begraben. Aus der Bewährung der vergangenen fünf Jahre und aus dem heiligen Glauben an die gottgewollte Bestimmung unseres Volkes schöpfen wir die Kraft zu neuen Taten, zu neuer Arbeit, lieber unserem alltäglichen Werkplatz steht unsichtbar das Wort: Führer, wir sind bereit! D. S. eingeübtem Plan ihre Kletterwesten ausgezogen. „Großdeutschland", das Symbol dieser ersten Maikundgebung im großen Deutschen Reich — hier wurde es wahrhaft lebendige Wirklichkeit. Erst nach der Volk will mit Ihnen arbeiten am Neubau unseres Reiches, und es ist glücklich mit Ihnen, daß an diesem 1. Mai unsere deutschen Brüder und Schwestern aus Oesterreich den Nationalen Feiertag mit uns begehen." (Brausende Heil!» Rufe bekräftigen diese Worte.) Dann überbringt der Leiter der Deutschen Ar- beitsftont, Reichsorganisationsleiter Dr. Ley, dem Führer den Gruft der deutschen Schaffenden: „Mein Führer! Vor nunmehr fünf Jahren gaben Sie mir den Auftrag, die damaligen Gewerkschaften und Arbeitgeberverbände — insgesamt waren es 216 Verbände — zu übernehmen. Es war ein wilder Haufe sich widerstreitender und sich untereinander bekämpfender Organisattonen. Einer stand gegen den anderen und alle gegen die Natton, das Volk, und letzteres gegen den Arbeiter selber. Heute nun kann ich Ihnen, mein Führer, melden, daß ohne die neugewonnene Ostmark bereits über 20 Millionen, als Einzelmitglieder in die große Front der Schaffenden ein gereiht, nach Ihrem Willen marschieren und Arbeiter und Unternehmer unterschiedslos nur eine Parole kennen: Deutschland! Wir alle waren heimatlos geworden. Sie gaben uns unser Vaterland zurück! Das danken Ihnen die deutschen Arbeiter und die deutschen Unternehmer, überhaupt alle Schaffenden Deutschlands heute am Nationalen Feiertag des deutschen Volkes." Und nun betritt, allen sichtbar, der Führer die Rednertribüne. Ein Sturm der Begeisterung grüßt ihn, und Minuten vergehen, ehe er das Wprt nehmen kann. Die Aede des Führers. In seiner Rede führte der Führer aus: Meine deutschen Volksgenossen und -genossinnen! Einst war der 1. Mai in deutschen Landen e i n Festtag des Frühlings. Später wurde er zum Tag de s Kampfes und Streites. Als wir dann die Macht übernahmen, gaben wir dem deutschen Volk den 1. Mai wieder zurück und erhoben ihn zum Fe st tag der nationalen Arbeit und damit der deutschen Volksgemeinschaft. Wenn wir heute diesen Tag wieder feiern, dann trennen uns von damals fünf Jahre, eine Zeit, die lange genug ist, um zu über» prüfen, was in ihr geleistet wurde, und ob sich das erfüllt hat, was man mit Recht von einem neuen Regime erwarten durfte. Wie es im Jahre 1932 und zu Beginn des Jahres 1933 in Deutschland aussah, ist allen noch bekannt. So traurig, ja fast aussichtslos war damals d'e Situation, daß viele überhaupt an der Zukunft des deutschen Volkes verzweifelten. Unsere Gegner waren überzeugt, daß wir an der Größe dieser Aufgabe scheitern müßten. Keiner unserer bamct minutenlang aufbrausenden Heil!-Rufen Führer das Wort nehmen. Der Führer hielt dann folgende Ansprache: * Meine Jugend! Den Slick nach vorn! Der sechste Feiertag der deutschen Volkswerdung und Volksgemeinschaft im nationalsozialistischen Reich ist vorüber, ein Feiertag,' den der Führer als ein besonderes Freudenfest, aber auch als ein Fest der Grund st einlegung für Volk und Staat bezeichnete. Malte sich nicht Verwunderung auf vielen Gesichtern um uns, als wir dies Wort hörten? Glaubten wir nicht eigentlich, daß über den Fundamenten bereits der Rohbau des Reiches fertig dastünde? Nun aber gewahrten wir plötzlich wieder die Enge unseres Gesichtskreises, erkannten blitzartig, was es heißt, Führer zu sein, und welches unerhörte Glück es für jedwedes Volk bedeutet, einen Führer z u haben. Mit einem einzigen Ruck richtete Adolf Hitler unser aller Blicke nach vorn in eine visionäre Ferne, stellte er das Werk der Gegenwart, das uns schon so stolz und zuftieden gemacht hat, in den großen Zusammenhang der Völkergeschichte, in den ewig fließenden Strom der Zeiten, dessen Wirbeln nur die stärksten und mächtigsten Gestaltungen des • Menschengeistes st/ : , ' . ?■ ■■>■ G ' / < M >*JP IW»® iwi > < O-' y/;'. e.'y '$»X<; y WMWWD inel S'°w" T&S ?” Beu b* « "eilet £e 3l“Si ft bf" ?a'u« “Me 9ei( . t" " l- Licht d- lsauen Deut “fe- Jmnittl wum, eine । W. Er ftj unieres $0It Kn. Nacht We sah bi unserem Dc erstand, ein W zerbr °°nnt die t bestehen. Ew Reich tn den ii 5?? A'ch--. di vuhruna d nur dann e dann stg,x , § eschwej ^nntniz tüa £ »S>e lall, Unser Bild zeigt Rudolf Heß bei seiner Rede. — (Scherl-Bilderdienst-M.) Der Siewertreter des Mrers chon erreicht hat. So bitte ich Sie denn an diesem 1. Mai: Spüren Sie nicht dem nach, was uns vielleicht noch trennen könnte, sondern freuen Sie sich an dem, waswir schon erreicht haben! Hängen Sie ich an das, was uns schon allen gemeinsam ist! Wieder bekunden die Massen mit stürmischem Bei- wie sehr ihnen der Führer aus dem Herzen Die Goldene Fahne der DAF. für 103 nationalsozialistische Musterbetriebe. Der Stellvertreter -es Führers spricht auf -er Festsitzung -er Neichsarbeiiskammer überbrachte sodann den Betriebsführern und Be- triebsobmännern der in diesem Jahre ausgezeichneten nationalsozialistischen Musterbetriebe d i e Glückwünsche d e s Führers und dessen Dank. Er betonte, daß Glückwünsche und Dank zugleich den Arbeitskameraden der ausgezeichneten Betriebe gelten, ,chie mit ihres Geistes und ihrer Hände Arbeit die Vorbedingungen geschaffen haben für die ehrende Auszeichnung." Es sei der Sinn dieses Wettbewerbes, daß er ansporne, außerordentliche Leistungen über den Kreis der beteiligten Betriebe vorzunehmen und durch das Vorbild anzuregen und mitzureißen. Es wird die Zeit kommen, da wird in Deutschland kein größerer Betrieb mehr denkbar sein, in dem nicht das meiste von dem Selbstverständlichkeit ist, was heute nur auf einem Musterbetrieb verwirklicht wurde. Was der Nationalsozialismus geschaffen hat, sind wirkliche und sichtbare Errungenschaften. „Wir wissen", so ligen Kritiker hat wohl auch nur geahnt, daß es uns möglich sein würde, in so kurzer Zeit so Gewaltiges zu leisten. heule können wir mit Ruhe einen Vergleich ziehen zwischen Deutschland und der Umwelt. Venn wir von einem Staat in Europa absehen, den ich in diesen kommenden Tagen zu besuchen die Ehre haben werde, dann sehen wir um uns nur zu oft jene Erscheinungen, die Deutschland auch im Jahre 1932 und 1933 noch bedrückten. Sie, die uns früher so oft glaubten Vetehrungen geben zu müssen, sie, die so oft hochmütig auf uns herabblickten und uns kritisierten, sind mit ihren Problemen nicht so fertig geworden wie wir mit den unseren! heule leidet diese andere Well unter der drohenden Sorge, die die Arbeitslosigkeit von Millionen Mensen mit sich bringt — wir aber beginnen zu leiden unter Sorge nach Arbeitern. In den anderen Ländern charakterisiert der ArbeitLlose den Zustand des öffentlichen Lebens — in Deutschland ist es die Arbeit, die dem Leben ihren Stempel ausprägt. Dabei handelt es sich hier um Länder, die sich in einer besseren Lage befinden als Deutschland. Wer über alle Bodenschätze, die nur denkbar sind, verfügt, der mühte mit Leichtigkeit seinen Menschen Arbeit und Brot geben können. Dagegen müssen wir uns durch Genialität, durch Fleiß und höchste Anstrengung mühselig erkämpfen, was in anderen Ländern die Natur in reicher Fülle den Menschen schenkt. Und trotzdem, Deutschland hat seine Ausgabe gelöst, der nationalsozialistische Staat hat die Schwierigkeiten, die er antraf, überwunden! Es ist für uns eine innere Genugtuung, in anderen Ländern heute als Erkenntnis das aussprechen zu hören, was in unserem Lande seit fünf Jahren oberstes Gebot ist. Wenn wir heute von einem ausländischen Staatsmann vernehmen, daß die Arbeit allein fähig sei, mit den Sorgen über die zerrüttete Wirtschaft seines Landes fertig werden, bann können wir nur staunen über die lange Zeit, die notwendig war, um dort einer Erkenntnis zum Durchbruch zu verhelfen, die b e i uns Le» bensgesetz ist. Denn wenn wir unsere Aufgabe lösen konnten, dann nur, weil wir uns vom ersten Augenblick an von allen lebensfremden Theorien entfernt hatten und unser Dasein aufbauten auf der einfachen Erkenntnis, daß der Mensch nur das verbrauchen kann, was er selb er schafft, daß ein Volk nur das verzehren kann, was es selbst anbaut und erntet. Diese Erzeugung wird nicht durch Theorien, nicht durch Phrasen und Programme hervorgebracht, sondern durch Arbeit, durch organisierte, planmäßige, überlegende Arbeit. Das', meine Volksgenossen, war eine Erkenntnis, die wir Nationalsozialisten vom ersten Augenblick an ohne Rücksicht auf Popularität ober Unpopularität nicht nur vertraten, sondern auch praktisch durchsetzten Ich glaubte das einst xoagen zu dürfen, weil- ich mein Volk kannte. Der Deutsche will anständig leben, er liebt es nicht, in Faulheit zu verkommen. Er will schaffen und dann dafür auch sein Leben verbessern. Wenn wir heute den Standard unseres deutschen Lebens überblicken, dann werden wir alle zugeben müssen, daß diese Schaffenskraft und Schaffensfreude sich in einer gewaltigen Steigerung unserer nationalen Produktion und damit in einer Hebung unserer gesamten deutschen Volkswohlfahrt ausgewirkt hat. Die deutsche Wirtschaftspolitik, über die unsere Gegner früher so zu spötteln pflegten, beginnt sich langsam die Anerkennung der Welt zu erobern. Diese Politik einer fortgesetzten Steigerung der Produktion ist zugleich die ür hervorragende Leistungen und endlich 266 Betriebe für vorbildliche Leistung um die Berufserziehung, Gesundheitsförderung, Heimstätten und Wohnungen, „Krast durch Freude" mit dem Leistungsabzeichen ausgezeichnet werben konnten, dann zeigt das überzeugend, daß der deutsche Arbeiter der Stirn und der Faust den hohen sittlichen Wert, der in seinem Schaffen liegt, voll erkannt hat. Aus dem Leistungsbericht des mit der Durch- ührung des Leistungskampses beauftragten Reichsamtsleiters Hupfauer, der ein überwältigendes Zahlenmaterial über die von den beteiligten Betrieben aufgebrachten Leistungen auf allen Gebieten verkünden konnte, sei nur die eine Tatsache herausgehoben: Allein von den am Leistungskampf beteiligten Betrieben wurde an zusätzlichen reiwilligen sozialen Lei st ungen mehr als dreiviertel Milliarden Mark aufgebracht. Das ist eine Summe, deren ideeller Wert gar nicht abzuschätzen ist. Daß sämtliche 30 im Vorjahre zu nationalsozialistischen Musterbetrieben erklärten Betriebsgemeinschaften auch diesmal wieder die Goldenen Fahnen der DAF. empfangen konnten, ist ein weiterer Beweis dafür, daß das schaffende Deutschland mit dem Leistungskampf im Begriffe ist, aus der gesamten deutschen Will- schäft einen nationalsozialistischen Musterbetrieb zu machen. In der Staatsoper bildeten Werkscharmänner das Ehrenspalier für die Gäste der feierlichen Tagung. Auf der festlich gefchmückten Bühne, deren Hintergrund ein großes, lorbeerumkränztes goldenes Hoheitszeichen auf orangefarbenem Tuch bildete, waren die Werkscharmänner mit den Goldenen Fahnen aufmarschiert. Vor ihnen hatten die Betriebsführer und Betriebsobmänner der siegreich aus dem Leistungskampf hervorgegangenen 103 nationalsozialistischen Musterbetriebe Platz genommen. Nach Beethovens „Leonoren"-Ouvertüre, gespielt von der Staatskapelle unter der Stabführung von Staatskapellmeister Prof. Robert Heger, nahm Dr. Hustfauer das Wort zu seinem Leistungsbericht. Dr. Ley faßte bann die grundsätzlichen Erkenntnisse zusammen, die der Rechenschaftsbericht über den ersten Leistungskamps der deutschen Betriebe vermittelt. Der Bericht beweist, daß heute Einsicht und Vernunft in den Betrieben Deutschlands Einzug gehalten hat, beweist, daß Arbeiter und Unternehmer eingesehen haben, daß sie zusammengehören. (Stürmischer Beifall unterstrich diese Feststellung.) Der Bericht beweist, daß die Lebensfreude und die Lebenshosfnung an der Werkbank i wieder zu Hause sind, daß jenes furchtbare Wort, wonach Arbeit eine Last und Qual sei, für den schaffenden deutschen Menschen nicht mehr ange» Vertreter der Schaffenden Großdeutschlands als Gäste des Führers. Die Sieger des Derufswettkampfes aller Schaffenden und eine österreichische Arbeiterabordnung im Hause des Reichspräsidenten. fchafk und damit den Tag jener deutschen Arbeit, auf die wir alle so stolz sind in Stabt und Land. Einmal im Jahre wollen wir uns dessen freuen, und dazu ist dieser Feiertag geschaffen worden als Fest der deutschen Volksgemeinschaft. Deutschland — Sieg-Hell! Begeistert nehmen die Massen das Sieg-Heil auf und bereiten dem Führer minutenlange immer wieder sich erneuernde Ovationen, die sich zu einer großartigen Kundgebung der Treue, der Liebe unb des Dankes steigern. Berlin, 30. Aprll. (DNB.) Bei der feierlichen Tagung der Reichsarbeitskammer in der Staatsoper verlieh heute vormittag Rudolf Heß im Auftrage des Führers 103 vollkommen national» ozialistifchen Musterbetrieben d ie Goldene Fahne der Deutschen Arbeitsfront. 84 000 deutsche Betriebe haben sich aus freien Stücken dem Leistungskampf unterzogen, dem nach dem Willen des Führers das hohe Ziel gefetzt war, den Gedanken der B e t r i e b s ae m e i n- ■ chaft im hohen arbeitsethischen Sinn des Nationalsozialismus auf das Vollkommenste zu verwirklichen. Wenn 103 Betriebe mit der hohen Auszeichnung „Nationalsozialistischer Musterbetrieb" geehrt werden und die Goldenen Fahnen der DAF. in Empfang nehmen konnten, wenn weitere 1683 Betriebe mit dem Gau-Diplom gesprochen hat.) In fünf Jahren wird kein Volk geboren, in fünf Jahren wird auch kein Staat vollendet. Den Grundstein aber haben mir gelegt, und diese Grundsteinlegung feiern wir an diesem 1. Mai. (Mit brausenden Heil-Rusen stimmen die Massen begeistert dem Führer zu.) Unser war der Glaube, unser ist der Wille! Was zu vollenden noch übrigbleibt, es wird vollendet werden, wenn nur die Träger unseres großen Ideals mutig, zuverlässig und unbeirrbar ihren Weg gehen! heute feiern wir den Tag dieses Ideals, den Tag der deutschen Volksgemeinherzlichen und kameradschaftlichen Worten zu ihnen über den Sinn des 1. Mai und die großen Ziele, die durch den Berufswettkampf erreicht werden sollen. Mit großer Aufmerksamkeit folgten die Arbei- teroertreter der Ansprache. Begeisterte Heu-Rufe begleiteten den Führer, als er sich von den Vertretern des Volkes mit den besten Wünschen für ihren weiteren Aufenthalt in der Reichshauptstadt verabschiedete. Die Arbeiter aus allen Gauen des Reiches hatten darauf Gelegenheit, in den festlichen Räumen des Hauses des Reichspräsidenten ihre Gedanken auszutauschen über die großen Eindrücke chres Berliner Aufenthaltes. , Dor der Begrüßung erstattete der ehrenamtliche Geschäftsführer der Stiftung für Opfer der Arbeit, Ministerialrat Dr. Ziegler, im Beisein des Ehrenausschusses, Staatsrat Schuhmann und Staatsrat Dr. von Stauß, den Rechenschaftsbericht über die ersten fünf Jahre des Bestehens der Stiftung. Danach sind von den 10 Millionen Reichsmark Spenden bisher fünf Millionen zur Verteilung gelangt. Etwa 20 000 Familien wurde durch diese soziale Einrichtung über eine besonders schwierige Notlage hinweggeholfen. Der Ehrenausschuß überreichte dem Führer in einer von oberschlesischen Waisenkindern hergestellten künstlerischen Mappe tausend Dankschreiben von Volksgenossen, die durch die Stiftung betreut wurden. Berlin, 1. Mai. ((DNB.) Der Führer und Reichskanzler empfing am Nachmittag des Nationalen Feiertages des deutschen Volkes wie alle Jahre einen Teil der Sieger des Reichsberufswettkampfes aller Schaffenden, die als Ehrenabordnungen der Arbeiter der Stirn und der Faust des deutschen Volkes aus allen Teilen des Reiches zu den Maifeiern nach Berlin gekommen waren. Zum ersten Mal war bei diesem Empfang auch eine Arbeiterehrenabordnung aus österreichischen Gauen anwesend. Als der Führer jeden einzelnen mit Handschlag begrüßte und sich mit ihnen über ihre Heimat, ihre Arbeit und ihre Reiseeindrücke unterhielt, kam wiederum die enge Verbundenheit zwischen Führer und Volk zu beglückendem Ausdruck. Unverbrüchliche Treue sprach auch aus den Grüßen und Bestellungen, die die Arbeitervertreter dem Führer aus ihrer Heimat überbrachten. Genau so schlicht wie ihre Worte waren die Geschenke, die einzelne Arbeiter dem Führer überreichten, ob es nun eine Photographie aus der Heimat war oder eine Schale aus Kärntner Keramik, gefüllt mit Edelweiß und Enzian. Mit heller Stimme gaben die Jungen und Mädel strahlenden Auges die Antworten auf die Frage nach ihrem Herkunftsort oder ihrem Beruf.- Nach der Begrüßung ließ der Führer alle im Kreise um sich treten und sprach in überaus wandt werden kann; er beweist, daß der Mensch im Mittelpunkt alles Geschehens steht. Weiter stellt der Bericht klar, daß nicht etwa irgendeine Organisation wie die Deutsche Arbeitsfront das alles aufgebaut hat, sondern beweist, daß in den Menschen im Betriebe die gestaltenden Kräfte gelöst wurden und als Schöpferkraft am Werke sind. Nicht wir bauen die vorbildlichen Betriebseinrichtungen, sondern wir regen nur an, wir beraten und helfen mit. Schließlich beweist der Bericht, daß nur der Wettkampf fähig ist, den Kampfgedanken im Menschen in edelster Form zu wecken und zu erhalten. Nachdrücklich betonte Dr. Ley, daß in diesem Wettkampf der deutschen Betriebe nicht das Geld allein entscheidend ist. Gewiß gebe es Unternehmungen, die konkurrenzlos sind, die so große Mittel haben, daß sie Forderungen auf sozialem Gebiet sehr leicht er« erklärte Rudolf Heß weiter, „daß in den vergangenen Jahren über manche geradezu Entsetzen kam, als sie merkten, daß der Nationalsozialismus es nicht bei Worten bewenden läßt. Durchaus nicht nur Böswillige, sondern auch solche, die dem schaffenden Menschen eine Besserung seiner Lage durchaus gönnten, waren zutiefst überzeugt, daß die Verwirklichung der nationalsozialistischen Ziele auf sozialem Gebiet zum Zusammenbruch der Betriebe und schließlich der gesamten Wirtschaft führen müsse. Den praktischen Beweis dafür, wie unberechtigt diese Angst war, haben alle diejenigen erbracht, welche in den Betrieben die neuen Gedanken des Nationalsozialismus in die Tat umsetzten — diesen praktischen Beweis haben vor allem diejenigen erbracht, die ausgezeichnet wurden mit dem Ehrentitel „Nationalsozialistischer Musterbetrieb". EineKatastrophe ist nichteingetreten! Im Gegenteil, die Wirtschaft ist stärker denn , füllen können. Es seien daher bei der Auswahl der nationalsozialistischen Musterbetriebe nicht allein solche Unternehmungen berücksichtigt worden, die an sich, schon durch die Natur des Betriebes bedingt, peinlich sauber fein müssen, oder andere, die ganz ausgezeichnet verdienen. Im Gegenteil, die Auszeichnung konnte an Brikettfirmen oder Zementwerke verliehen werden, bei denen man früher geglaubt hätte, daß sie immer schmutzig sein müßten. Gerade in solche Betriebe, erklärte Dr. Ley, bei denen die Arbeitsbedingungen von Natur aus ungünstig und häßlich sind, muß man alle Sonne leiten, Lie ein Volk hat! (Langanhaltender Beifall.) Die Musterbetriebe, die die Auszeichnung erhalten haben, erbrachten den Beweis, daß auch in solchen Unternehmungen vorbildliche Bedingungen geschaffen werden können. Nein, dieser Staat hat seine innere Geschlossenheit all ei n durch das nationalsozialistische Glaubensbekenntnis erhalten, das von den Organisationen unserer Bewegung verkündet und getragen und durch alle Zukunft durch die Partei übermittelt und verkündet werden wird. Es gab früher Menschen, die erklärten: „Nieder mit dem Kampf, nie wieder Krieg!", und dabei liehen sie den Krieg fortgesetzt im Innern toben. Ich kenne diese Parole: Nie wieder Krieg! Sie ist auch die meine! Dazu nämlich machte ich Deutschland stark und fest und stellte es auf feine eigenen Füße! (Gewaltige Beifallsstürme danken dem Führer.) Allein, um so stark und fest zu sein, daß kein Unfriede von außen unser Volk bedrohen kann, ist es notwendig, jenen Kampf für immer auszurotten, der uns hindern würde, unsere Krast nach außen jemals in Erscheinung treten zu lassen. Nicht nur „Nie wieder Krieg!" muh die Parole heihen, sondern: Niemals wieder Bür« gejrf rieg! Niemals wieder Klafsenkampf! Niemals wieder inneren Streit und hader!" (Die Massen bekennen sich mit immer erneuter stürmischer Zustimmung zu dieser Parole.) Ich habe diesen Erkenntnissen entsprechend gehandelt, — und Sie, meine Volksgenossen sehen die Ergebnisse! In wenigen Jahren haben wir nahezu alle Fragen gelöst, die damals als kaum lösbar galten. So feiern wir heute wieder den 1. Mai, und dieses Mal als ein besonderes Freuden- f e st. Sechseinhalb Millionen Deutsche sind nun in die Grenzen unseres heiligen Reiches miteingeschlossen. Auch sie, bis in die südlichsten Teile, bis zu den Karawanken, hören in dieser Stunde zu — glücklich darüber, nun auch Teil unserer großen Gemeinschaft zu sein. Wir müssen diese neuen Glieder des Reiches nunmehr aufnehmen in unseren festen Bund. Sie sollen fühlen, daß sie in eine innvolle.Ordnung ausgenommen wurden. Sie ist unser Stolz, und mit ihr werden wir alle die Fragen in kurzer Zeit meistern, um auch dort jene Blüte herbeizufuhren, die das alte Reich sicher sie Deckung einer dadurch , stabilen Wahrung geworden. Die * deutsche Reichsmark ist ein gültiger Schein, nicht weil hinter ihr Gold und Devisen stehen, sondern weil hinter ihr eine große Nation steht, die fleißig und arbeitsam ist. (Lang anhaltende Zustimmungskundgebungen der Massen unterstreichen diese grundlegenden Satze des Führers.) Ihre Arbeit in Stadt und Land, deine Arbeit, Arbeiter in den Werkstätten und Fabriken, deine Arbeit, deutscher Bauer — sie sind die Bettung deiner Reichsmart, sie schassen die Werte, für die der einzelne dann im Austausch seine Mart hergeben tann, ohne daß sie übermorgen plötzlich nurrnehr ein Drittel von dem wert sein wird, was sie heute war. Diese deutsche Wirtschastspolitit basiert aus dem Generalarundsah nationalsozialistischer Ertennt- nisse: hilf dir selbst! So haben wir wirtschaftlich gehandelt, und so handeln wir auch politisch: Hilf dir selbst, dann wirst du auch die Hilfe des Allmächtigen erhalten. Dazu war aber auch eine Organisation der Arbeit notwendig, die jeden einzelnen zwingt, die Interessen der Gesamtheit über seine eigenen zu stellen. Hier hat der nationalsozialistische Staat rücksichtslos zugegriffen. Nur so war es uns möglich, in unserer Wirtschaft eine einheitliche Führung durchzusetzen, die als Ergebnis jene gewaltigen Leistungen zeitigte, die dem ganzen Volke zugutekommen. Allein diese Organisation der Wirtschaft würde noch nicht genügen. Die erste Voraussetzung für die Rettung der deutschen Nation war die innere Ordnung unseres Volkes, sein innerer Friede. Heute, nach fünf Jahren, ist dieser Kampf als gewonnen anzusehen. Die deutsche Nation hat ihre inneren Streitigkeiten endgültig begraben. Nicht als ob damit alle Jnteressenunterschiede verschwunden wären. Aber wir haben andere Formen des Ausgleichs gefunden als die des inneren politischen oder wirtschaftlichen Faustkampies. Für uns ist eine neue Wertung der Menschen zur Grundlage der deutschen Volksgemeinschaft geworden, eine Wertung, die von der Leistung des einzelnen für seine Volksgemein* schäft ausgeht. Unsere nationale Geschlossenheit ist das Ergebnis der Arbeit der nationalsozialistischen Bewegung, der Partei und ihrer Organisationen. Sie haben die Nation zusammen- gesaht und erzogen. Wenn heute noch jemand er- klärt, er sei sehr für die Volksgemeinschaft, aber die Partei sei ihm nicht sympathisch — dann ist das ungefähr so, als wenn jemand erklärt: „Ich bin sehr für die Freiheit und den Kampf um die Freiheit — aber die Wehrmacht lehne ich ab." Je aufgeblüht und das Dolksvermogen hat sich in nichtgeahntem Maße erhöht. Vielleicht wird da und dort entgegengehalten, der einzelne merke in seinem Lohn oder Gehalt nur wenig von der Produktionserhöhung. Jedoch: Das Schwimmbad im Betriebe, die Erholungsstätten, die Verbesserung der Arbeitsverhältnisse — sind sie nicht bereits umgesetzte Produktionser- g e b n i s s e , die dem einzelnen als Teil der Gemeinschaft seines Werkes zugute kommen? Was die Produktionssteigerung auch für den einzelnen bedeutet, das würde er erst ganz ermessen, wenn das Hauptergebnis dieser Produktionssteigerung nicht vorhanden wäre, nämlich die Waffen unserer Wehrmacht, und ein Feind unseres Volkes widerstandslos in Deutschland einmarschierte. In Deutschland wäre längst Krieg, Mord und Terror wie in anderen Teilen der Welt wenn sein Friede nicht geschützt werden würde durch seine Wehrmacht! Das Wunder des Werdens dieser neuen Wehrmacht aber war nur möglich dank der gewal- digen Arbeitsleistung, die das deutsche Volk in wenigen Jahren vollbrachte, deren höchster * usdruck unsere Armeen mit ihren Geschützen. Tai*-3, bie Flaks und Flugzeuge, die Kampfschiffe tin,er«,i Marine sind. Ich übergebe diese Fahnen im Namen des Mannes, dem die deutschen Arbeiter, dem Betriebsführer und Gefolgsmänner die große Entwicklung danken, die auch sie im Rahmen ihres Volles haben erleben dürfen. Mehr noch als die Symbole, der Arbeitsehre zeichnet sie das Bewußtsein aus, wiederum in einem Jahr der Pflichterfüllung für den Führer zugleich ein Jahr des Dankes für den Führer in schaffender Arbeit hinter sich gebracht zu haben." Nach den Liedern der Nation verließen dann die ausgezeichneten Betriebsgemeinschaften, Betriebsführer und Betriebsobmänner unter Vorantritt der Goldenen Fahnen das Haus, während sich die Teilnehmer zu ihren Ehren von den Plätzen erhoben. Don der Staatsoper aus zogen die Fahnen, geleitet von einem Marschblock der Berliner Werkscharen mit Musik- und Spielmannszug unter dem Jubel der die festlich geschmückte Straße Unter den Linden säumenden Zuschauer in das NS.-Gemein- schaftshaus .Kraft durch Freude" in der Tiergartenstraße. 26 Reichssieger aus dem Gau Heffen-Naffau. NSG. Don den 26 Reichssiegern des Gaues Hessen-Nassau wurden, wie schon gemeldet, folgende vom Führer empfangen: Erwachsene: Martin Kaiser, Pflastersteinmacher Ober- widdersheim; Hans B a u st i a n , Molker, Schotten: Lorenz Bramberger, Graphiker Zeichner, Offenbach: Martin Schm all, Segelslugzeugbauer, Griesheim a. M.; Jakob Lindenmai e r, Telegraphenbauhandwerker, Oppenheim; Emma Bosse, Hausdame, Frankfurt a. M. Weiter stellt der Gau Hessen-Nassau folgende Reichssieger: Erwachsene: Wilhelm Hofmann, Bergmann, Heckholzhausen; Walter Böni sch, Speditionsangestellter, Frankfurt a. M.; Paul Bretthauer, Holzwarenarbeiter, Frohnhausen (Dill); Kurt Späth, Chemiearbeiter, Kelsterbach a. M.; Walter Krombach, Chemiearbeiter, Neuenhain (Taunus); Joachim R o matt o w s k i, Lithograph, Offenbach; Karl Bender, Handschuhmacher, Wetzlar; Johann G l a p i a k, Mechaniker, Frankfurt a. M.; Elfriede Buchert, Näherin, Mörfelden. Jugendliche: Walter Kirchner, Klempner, Wendelsheim; Gotthold Schönwandt, Silberschmied, Nordeck über Gießen; Jakob Lang, Diamantschleifer, Dorf ■ Erbach; Hans Moritz, Schneider, Frankfurt a. M.; Erwin Weil, Lehrhauer, Wallenfels; Walter Rabe, Chemiearbeiter, Höchst a. M.; Hans Su th^i me r, Versicherungslehrling, Biebesheim; Walter Frey, Drucker, Darmstadt; Käthi Müller. Uniformnäherin, Neu-Isenburg. Zum zweiten Male Reichssieger wurden in Hessen-Nassau: Willi Gies, Lederzuschneider, Diedenbergen (Taunus); Helmuth Lorz, Elfenbeinschnitzer, Darmstadt-Arheilgen. Oie goldenenFahnen für Hessen-Nassau NSG. Am Sonntag trafen in den beiden, neu zu nationalsozialistischen Musterbetrieben ernannten Werken unseres Gaues die vom Stellvertreter des Führers im Auftrage des Führers verliehenen goldenen Fahnen ein. und zwar in Mainz die des Zementwerkes Dyckerhoff und Söhne. Mainz-Amöneburg. Sie wurde durch die Werkscharen der Betriebe des Dyckerhoff-Konzernes, die zu diesem Ehrentage im Werk Amöneburg zusammengezogen waren, feierlich abgeholt. Im Werk selbst fand eine Feierstunde statt, in der der Be- triebsführer der Hauptverwaltung den Mahnruf an die Gefolgschaft richtete, darum zu kämpfen, daß diese Fahne nie wieder niedergeholt würde und an die Betriebsführer, daß sie sorgen sollten für alle die, die für diese Fahne kämpften und im Betriebe Werte schafften. Der zweite neue Musterbetrieb unseres Gaues, die Basaltwerke Luckenbacher Ley, Luckenbach-Oberwester- w a l d, nahm am Nachmittag die goldene Fahne in die Obhut des Betriebes. Kreisleiter Fischer erinnerte daran, daß ein Betrieb, der in seinem Wesen mit dem Westerwald verbunden sei, sich in hartem Ringen zu dieser Auszeichnung emporgeschafft habe. Dann wurde jedem Gefolgschafts- Mitglied ein Anzug übergeben, um bei Aufmärschen ein einheitliches Bild zu gewährleisten. Die Feier findet am Montag seine Fortsetzung, da der Betrieb Luckenbacher Ley seiner Gefolgschaft auch noch am Montag einen freien Tag gab. Nächtlicher Ausklang im berliner Lustgarten. Seneralfeldmarschall Söring spricht noch einmal zu den Berlinern. Der Nationale Feiertag des deutschen Volkes fand in der Reichshauptstadt auch diesmal wieder seinen Ausklang mit einer Kundgebung im Lustgarten, der ein großer F a ck e l z u g vorausging. Die Tribünen im Lustgarten sind dicht besetzt. Die Leibstandarte „Adolf Hitler" marschiert in 36er- Reihen bis an die Stufen des Alten Museums. Nach einiger Zeit stehen alle Formationen des Fackelzuges. Die Fahnen marschieren aus dem großen Mittelportal des Schlosses heraus,.angestrahlt vom grellen Licht der Scheinwerfer. Wie ein silbernes Band zieht sich die lange Formation der Fahnenträger auf das Museum zu. Laute Heil-Rufe künden das Nahen des Ministerpräsidenten Göring. Der Ministerpräsident schreitet zunächst die Front der Formationen vor dem Museum ab. Als er im Scheinwerferlicht auf der Tribüne sichtbar wird, jubelt ihm die Menge von neuem zu. Dann spricht Göring. Mächtig hallt seine Stimme über die Köpfe der Tdusende von Menschen. Meine lieben deutschen Volksgenossen und -ge- nossinnen! Kameraden!, so sagt er, als heute mittag unser Führer an dieser Stelle zu uns sprach, brach durch das Gewölk die Sonne -und strahlte über uns mit ihrem warmen Frühlingslicht. Wie diese Sonnenstrahlen durch das Gewölk drangen, s o wich auch einst die Finsternis aus Deutschland. Ein Mann hatte das Licht des Glaubens entzündet, bis über allen Gauen Deutschlands das Feuer der Freiheit leuchtete. Inmitten unter uns steht der herrliche Kai- baum, eine gewaltige Fichte aus der befreiten Ostmark. Er erzählt uns symbolhaft von dem Werden unseres Volkes. Er sah das Erste Reich unter- gehen. Nacht wurde es in Deutschland. Zum zweiten Male sah dieser Baum die Sonne aufgehen über unserem Vaterlandes. Ein Zweit es R e i^ch erstand, ein Reich äußerer Kraft und Starke. Es mußte zerbrechen, denn ihm fehlte die Einheit und damit die höchste Kraft, um die letzte Probe zu bestehen. Das Z w i s ch e n r e l ch entstand, ein Reich der Zersplitterung. Es verbrannte in den lodernden Flammen des aufgehenden neuen Reiches, des Dritten, des nationalsozialistischen Reiches, des Reiches Adolf Hitlers Die Führung dieses Reiches erkannte, ein Reich kann nur dann ewigen Bestand haben, eine Nation nur dann stark sein, wenn das Volk zusammen- geschweißt ist. Erste Voraussetzung und Er- fenntnis mar: Das Fundament die es Dritten Reiches ist die Volksgemeinschaft! Es ist kein- Phrase, wenn mir sagen, das einige deutsche Land ist unüberwindlich. Die Einheit der Wehrmacht, die Einheit der Pa^ei sie w^eni die Voraussetzung, um dem Dritten Reich jene Kraft zu geben, die so stark ausstrahlt, daß jener Traum ^Wirklichkeit wurde, den die besten Deutschen hegten, seitdem das Erste Reich in Trümmer gegangen war. Die Ostmark wieder zu gewinnen und mit den Brüdern aus Oesterreich ein Reich zu gestalten. Als Symbol dieses einigen Großdeutschen Deiches steht dieser Maibaum vor uns. Wenn wir in diesen Jahren gerüstet haben, um Deutschlands Sicherheit zu garantieren, dann wissen wir auch, daß diese Sicherheit weiter gestärkt werden muß. Wir sehen, wie um uns herum die Völker rüsten, wie sie Flugzeuge aus aller Welt kaufen, Vorräte für den Krieg aufstapeln und fragen uns: Warum? Deutschland ist sich selbst genug. Deutschland will nichts, als in Sicherheit leben und arbeiten. Die Werte, die es schafft, sollen dem eigenen Volke zugute kommen. Das Ziel, alles zu tun, um die Sicher- heit der Ration zu wahren, wollen wir in dieser nächtlichen Stunde bekräftigen, wollen für alle die andern, die nicht hier sein können, aussprechen: Die Pflicht jedes Deutschen ist höchster Einsatz für sein Volk. Mit dieser Parole verbinden wir alle, die hier in nächtlicher Stunde stehen, und alle, die durch den Aether mit uns verbunden sind, jenen heißen Dank an den Führer. Ihm allein verdanken wir es, wenn heute die O st mark wieder Eck- tein des Reiches geworden ist. Er hat uns wieder den Glauben, die Zuversicht, die Freiheit und die Ehre gegeben. Aus tiefster Nacht hob Adolf Hitler sein Volk zu strahlendem Licht empor, aus Not zur Freude, aus Ohnmacht zur Kraft. Deutschland ist wieder groß. Deutschland ist wieder schön. Deutschland ist wieder einig. Ein Volk, ein Reick und ein Führer! (Stürmische Beifallskundgebungen.) Wieder hallen Kommandos über den Platz. Der große Zapfenstreich der Musikkorps der Luftwaffe beschließt die Kundgebung als würdigen Ausklang des Feiertages der deutschen Nation. Durch die Gasse der aüfmarschierten Formationen verläßt der Generalfeldmarschall den Lustgarten. Noch lange begleiten ihn die stürmischen Heilrufe der Menge. Verstärkter Lugendschutz. Ein Gesetz über Kinderarbeit und Arbeitszeit der Jugendlichen. Berlin, 1. Mai. (DNB.) Die Reichsreoierung hat ein Gesetz über Kinderarbeit und über die Arbeitszeit der Jugendlichen (Ju- gendschutzgesetz) beschlossen. Das Gesetz berücksichtigt Die Erkenntnis des nationalsozialistischen Staates, daß ein Volk nur dann zu höchsten Leistungen befähigt und berufen ist, wenn es eine an Leib und Seele gesunde Jugend hat. Gesundheit und Leistungsfähigkeit des Menschen sind in starkem Maße abhängig von seiner Beanspruchung während des Wachstums. Damit Wachstum, geisttge Entwicklung, Berufsausbildung und die Beanspruchung durch die Arbeit in Einklang gebracht werden, dehnt das neue Gesetz oen Jugendschutz auf alle in einem Lehr- oder Arbeitsverhältnis oder mit ähnlichen Dienstleistungen beschäfttgten Jugendlichen aus. Es läßt Ausnahmen nur noch für bestimmte Gewerbegruppen zu, B. für die Hauswirtschaft, die Landwirtschaft, die Luftfahrt, für die besondere Regelungen in Aussicht genommen sind. Entsprechend dem Punkte 21 des Parteiprogramms wird Kinderarbeitgrundsätzlich verboten. Nur in beschränktem Umfang wird die Beschäftigung von Kindern unter Bedingungen gestattet, die auch dem empfindlichen Organismus des Kindes einen genügenden Schutz gewähren. Durch die Heraufsetzung des Schutzalters von 16 auf 18 Jahre bleiben die Jugendlichen länger im Genüsse der besonderen Schutzvorschriften. Das bisherige Schutzalter ist nur dort beibehalten worden, wo die Jugendlichen soweit in den Erzeugungsvorgang eingeschaltet sind, daß sie zu ihrer Ausbildung und zur Aufrechterhaltung des Betriebes eng zusammen mit den Erwachsenen beschäftigt werden müssen. Die a ch t st ü n d i g e Arbeitszeit ist beibehalten worden. Sie wird aber um die Unterrichtszeit in derBerufsschule gekürzt, die in Zukunft auf die Arbeitszeit anzurechnen und als solche zu' bezahlen ist. Für Jugendliche unter 16 Jahren ist jegliche Mehrarbeit verboten. Auch Jugendliche über 16 Jahre dürfen Mehrarbeit nur bei Vor- und Abschlußarbeiten, bei Arbeitsbereit- schäft, aus dringenden Gründen des Gemeinwohls und zu ihrer Ausbildung leisten, jedoch höchstens 54 Stunden in der Woche. Nachtarbeit wird " e ' One Heich^ 3< ges Von । SS! SWmtnartig0« S.WW i Don xere^Qnt i ”;n der lQteini _^en ltalieniiche SjmC §M Ette W SB k2,! '->« HPii,' M- S:Z! Ä^ri ®2|!e dli-b 6® der sig .^dt tz s «U b« Ä eit, ber ? N e^r bold |H flenb ,<7 berus sich u£ Unter ^erfensm bitt abnü S de^'ve 3 die in l’flen erster" cn. foJWtn ki IPäter n Jte«Pe[. SL SU;81 ster Dr. ® oe SSS SSS SÄ 6. Wissenschaft 1 Lichter. Das Orcheste Leitung von ü nete die Festsch Dann trat vt an das Dortri lichen „Fruhln tragen. Die eri Fünften Sym zu der Festan kulturkommer, W und damit ZU Buch- und i Wie niemals im Zeichen eit für unser Volk, ein wirklicher Volkes ungebn wandeln könnt Beweis für die traditionsgebun Pir Nntionali anders als da auch nur noch fchichtlichen Dk auf das Bo res Leben gegangen. Der bar mit bem werden auch b Bebens- unb £ Iraaen des 6t Dolksgefan verbunden ®oll bei un anderswo, debattiert, abe wo, und der ( gute. Die vei Führer und B wältigendes 5 uoch einmal r Angliedsr war ein sponti von einer Fü der Kraft eim oarrieren hinu w^ in einem Witterungs- oortDiegenb keine Aenderung des herrschenden charakters zu erwarten. Aussichten für Dienstag: für Jugendliche grundsätzlich verboten. Die bisher in Gastwirtschaften, in Bäckereien und in Glashütten möglichen Ausnahmen sind wesentlich eingeschränkt worden. Von Samstag um 14 Uhr bis Montag um 6 Uhr dürfen Jugendliche nicht beschäftigt werden. Diese Zeit soll der körperlichen und geistigen Entspannung und der staatspolitischen Erziehung dienen. Wo die Eigenart der Betriebe eine ausnahmsweise Beschäftigung am Samstagnachmittag oder am Sonntag erforderlich macht, z. B. in offenen Verkaufsstellen und in Gast- und Schankwirtschaften, ist den Jugendlichen eine Ersatzfreizeit an einem anderen Tage oder Nachmittage zu gewähren. Jugendliche unter 16 Jahren erhalten 15 Werktage, Jugendliche über 16 Jahre zwölf Werktage Urlaub. Der Urlaub erhöht sich auf 18 Tage bei der längeren Teilnahme an einem Lager oder einer Fahrt der Hitler-Jugend. Das Gesetz tritt am 1. Januar 1939 in Kraft. Die Vorschriften über den Urlaub erhalten sofort Gültigkeit. bedeckt, immer noch einzelne Niederschläge, Temperaturen .etwas ansteigend, nordwestliche Winde. Lufttemperaturen am 1. Mai: mittags 9,9 Grad Celsius, abends 9,3 Grad: am 2. Mai: morgens 5,3 Grad. Maximum 11,3 Grad, Minimum heute nacht 4,7 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 1 Mai: abends 8,7 Grad: am 2. Mai:'morgens 7,3 Grad. — Niederschläge 2,7 mm. • Die Medaille zur Erinnerung an den 13. März 1938 ist bronzegetönt und zeigt auf der Vorderseite den Kopf des Führers mit der Umschrift „E i n Volk — Ein Reich — Ein Führer": auf der Rückseite befindet sich das Hoheitszeichen des Reiches mit dem Datum oom 13. März 1938. Die Medaille wird am dunkelrot-schwarz ge- streisten Bande auf der linken Brustseite getragen. Die Vorschläge auf Verleihung der Medaille zur Erinnerung an den 13. März 1938 werden oom Reichsminister des Innern für Angehörige der Wehrmacht vom Chef des Oberkommandos der Wehrmacht aufgestellt und mir durch den Staatsminister und Chef der Präsidialkanzlei des Führers und Reichskanzlers vorgelegt. Den Beliehenen wird ein Besitzzeugnis durch den Staatsminister und Chef der Präsidialkanzlei ausgestellt. Die Medaille zur Erinnerung an den 13. März 1938 bleibt nach dem Tode des Inhabers den Hinterbliebenen als Andenken. Für Verdienste um die Wiedervereinigung Oesterreichs Oer Führer stiftet eine Medaille zur Erinnerung an den 13. März 1938. kens um den großdeutschen Gedanken die Goethe- Medaille für Kunst und Wissenschaft verliehen. — Hermann Graedener, als Sohn eines Komponisten am 29. April 1878 in Wien geboren, schrieb u. a. den monumentalen Bauernkriegsfries „Utz Urbach" (1913) und „ Weltweihe. Ein Weg in Versen." (1921.) Wetterbericht Das Aufgleiten von Warmluftmassen, die dem Mittelmeergebiet entsteigen und über Südosteuropa zu uns gelangten, führte wieder zu beträchtlichen Niederschlägen. So wurden in den letzten 24 Stunden Regenmengen bis zu 16 Liter pro Quadratmeter in unserem Bezirk erreicht. Da im Bereich flacher Druckstörungen über Mitteleuropa die Zufuhr feuchtmilder Luftmassen anhalt, so ist noch Berlin. 1. Mai. (D71B.) Unter dem 1. Mai 1938 hat der Führer und Reichskanzler die folgende Verordnung über die Stiftung einer Medaille zur Erinnerung an den 13. März 1938 erlassen: Zum sichtbaren Ausdruck meiner Anerkennung und meines Dankes für Verdienste um die Wiedervereinigung Oesterreichs mit dem Deutschen Reich stifte ich die Medaille zur Erinnerung an den 13. März 1938. Die Einzelheiten bestimmt die Satzung. Berlin, den l.Mai 1938. Der Führer und Reichskanzler: - Adolf Hiller. Der Reichsminister des Innern: Dr. F r i ck. Die Satzung. Die Medaille zur Erinnerung an den 13. März 1938 wird an Personen verliehen, die sich um die Wiedervereinigung Oesterreichs mit dem Deutschen Reich besondere Verdienste erworben haben. Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik uftb für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. III./38: 10 355. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufs- preis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom L September 1937 gültig. Mit der Durchführung der Verordnung beauftrage ich den Reichsminister des Innern in Verbindung mit dem Staatsminister und Chef der Präsidialkanzlei. Berlin, 1. Mai 1938. Der Führer unb Reichskanzler: Adolf Hitler. Der Reichsminister des Innern: Dr. Frick. Ausschlüsse aus der DAI aufgehoben. Berlin, 30. April. (DRB.) Der Reichsorga- nisationsleiler der RSDAP. und Leiter der Deutschen Arbeitsfront, Dr. Robert L e y, hat zum 1. Mai folgende Anordnung erlassen: „Anläßlich der überwältigenden Treuekundgebung des deutschen Volkes am 10. April 1938 und der Heimkehr der deutschen Ostmark ins Reich hebe ich alle Ausschlüsse aus der Deutschen Arbeitsfront nach Maßgabe der Aus- führungsbeftimmungen auf Die Ausführungsbestimmungen werden durch den Obersten Ehren- und Disziplinarhof der DAF. erlassen. Die vom Obersten Ehren- und Disziplinarhof zu erlassenden Ausführungsbestimmungen sind in Bälde zu erwarten. Richt betroffen von dieser Maßnahme werden die Fälle sein, in denen der Ausschluß ausgesprochen wurde auf Grund schwerer gesetzlicher Strafen und vergehen gegen die Volksgemeinschaft. Allen anderen aber reicht Dr. Ley im Kamen der Millionenorganisation die Hand und gibt ihnen die Möglichkeit, sich erneut einzureihen in die Front der schaffenden Deutschen. Kunst und Wissenschaft. Hermann Graedener erhält die Goethe - Medaille. Der Führer unb Reichskanzler hat dem Dichter Hermann Graedener in Wien aus Anlaß seines 60. Geburtstages in Anerkennung seiner Verdienste um bas deutsche Schrifttum und seines Wir- Praktiziere wieder Dr. Wilhelm Klein Neuen Bäue 22 | Empfehlungen [ 02095 lA/EDDE DRUCKSACHEN VVCrtDC Brühl. Diesen KlemeAnzeigen im Gießener Anzeiger werden von Tauienden beachtet und aeleien. die wohlschmeckende Frühjahrs- Blutreinigungskur Pr.1,25,2,30, Korfl.3.10 M. Kneipp-Kräoleriians Jung Mäggburg9 Zwanssvevfieigevung Dienstag, 3. Mai 1938, nachm. 2 Ubr, sollen im-Versteigerungslokal Neuenweg 28 bzw. an Ort und Stelle (Bekanntgabe im ob. Lokal) zwangsw. gegen sofortige Barzahlung versteigert werden: Häus-, Laden- und Büromöbel aller Art, 2 Grammophone, ein Vervielfältigungsappar., 2 Eis- schr., 1 Registriert., 1 Schaubeckalbum mit Briefmarken, 1 Uhr, 2 Schreibmaschin., 1 Schneider- Nähmasch., 1 Theke, 1 Fahrrad, 1 Mörtelmischmaschine, Anzugstoff, 1 Spiegel. 3037D Bestimmt wird versteigert: 1 Klavier (schwarz poliert). tnhäPmann Gerichtsvollz., Gießen, dbUdl Uldllll, Wiesenstr. 2, Tel. 3108. bfitziger Personenwagen steuerpflichtig, gut erhalten u. fahrbereit, zu kaufen gesucht. Schriftliche Angebote unter. 3032V an den Gieß. Anzeig. WlslMWe Hfllür- MeuWfk in reichbebildcrten, leichtverständl. Werken und in verschiedenen Preislagen bieten N'ereDerlagserzeug- r.ijfe. Sie vermitteln einen tiefen Einblick in die Geheimnisse des Naturgeschehens und damit durch erweitertes Wissen er- höhteFreudeanden vielfältigen Schön- heilen der Natur. Verlangen Sie Prospekte und Probehefte her Zeitschrift v,Aus der Natur- (Der Naturforscher) Sugovermii liier verlaa Beriin-Cidmfeiöe Heute Montag Erstaufführung des II.Teils FEST DER SCHOENHEIT (Gewaltiger, erlebnisstärker noch als der I.Teil ist dieser zweite Film, der die Masse der Eindrücke Steigert Ereignisse, wie Fußball, Rudern in Grünau, Segel-Olympiade in Kiel, oder wie die Krönung der Leichtathletik, der Zehnkampf mit den großartigen Sporterscheinungen, fesseln jeden Beschauer. - Einzigartige Schwimmaufnahmen, wie sie ein Film noch nie gezeigt hat, und die ersten Aufnahmen vom Training der Sportler im Olympischen Dorf. Als grandioser Schlußakkord der Lichtdom Ober dem Stadion Täglich 8, 5.80, 8.30 Uhr. Jugend hat Zutritt. 3020A ZWEITER ^FILM^ VON DEN OLYMPISCHEN SPIELEN — BERLIN 1936 Frau Elisabeth Reuter, geb. Rühl Grofien-Buseck, Gießen, Hamburg, den 30 April 1938. 3038V Brühl'sche Druckerei. SchulstraBe 7. Anruf 2251 Lichtspielhaus Ab heute Montag Höchstpreisen zum Verkauf. 3O31D Heute gegen 14.30 Uhr entschlief sanft nach längerem, geduldig ertragenem Leiden im Alter von 53 Jahren meine liebe Frau, unsere treusorgende Mutter und Schwiegermutter, unsere gute Schwester und Schwägerin Die Beerdigung findet am Dienstag, dem 3. Mai, um 14.30 Uhr, vom Trauerhause aus statt Von Beileidsbesuchen bitten wir absehen zu wollen. Geschmackvoll Vornehm Persönlich KaufgesuchT] Küchenherd zu kauf, gesucht. Schr. Angeb. mit Preis unt. 02098 an d. Gieß. Anz. Die trauernden Hinterbliebenen: Otto Reuter Otto Reuter und Frau Ilse, geb. Weimar Marie Reuter Karl Rühl Heinrich Schmall und Frau Mathilde, geb. Rühl. Diese S wesentlichen Eigenschaften der guten Familien-Drucksache bietet Ihnen In zahlreichen neuzeitlichen Aue- führungsarten schnell und zu mäBIgen Preisen mehr als sechs Monaten, allein ober nebeneinander, zu erwarten ist. Neue Verfahren werben „So wollen wir bich einst begrüßen in unserm lieben Heimatland: Wohin du kommst, wird dir zu Füßen ein Blumenteppich ausgespannt, unb an ben Fenstern, an ben Gängen werden bie bunten Kränze hängen. Unb höher oben auf ben Türmen, da sollst du deine Fahnen sehn. Ganz fleckenlos trotz allen Stürmen werden sie hoch im Winde wehn unb werben weithin sieghaft leuchten unb manches blanke Auge feuchten. Das ganze Lanb wirb wiberhallen von unsrem namenlosen Glück — Das Deutschlandlieb wirb froh erschallen, unb jebe Miene, jeder Blick wird dir die gleiche Botschaft geben: Kärnten ist dein mit Leib unb Leben!" Und ist die Sehnsucht einer kämpfenden Jugend irgendwo in unserer Zeit tiefer und reiner zum Ausdruck gekommen als in der dichterischen „Bitte", die in diesem kleinen Band ein Knabe ausspricht: „Wenn unsre Zukunft anders kommen würde, als wir sie heut' mit jungen Augen sehen, wenn wir mit unsrer hartgefügten Bürde noch viele Jahre länger müßten gehen; stehen. Ich erkläre vor aller IDelf: Mr wollen keine Vorrechte gegenüber einem anderen Volk in der Tschechoslowakei, aber wir wollen auch nicht minderberechtigt sein! Dir wollen kein tschechisches Siedlungsgebiet erobern, aber auch unser eigenes nicht verlieren! Wir wollen keine Herrschaft über das tschechische Volk ausüben, aber auch selbst nicht von ihm beherrscht sein! Wir fordern nichts, was die Souveränität und Integrität der tschechoslowakischen Republik verletzt, nichts, was ihre £e- bensfähigkeit beeinflussen könnte, nichts, was nicht dem allgemeinen Recht der Völker auf ein selbstbestimmtes Leben in Einklang zu bringen wäre. Es gibt allerdings nicht nur eine Integrität des tschechischen Volkes und des tschechischen Staates, es gibt ebenso eine Integrität des Sudetendeutschtums und seines edlen Raumes. Wer diese Integrität verletzt — und sie wird seit 20 Iahren verletzt — der ist unser Feind! Ich habe in Karlsbad deutlich und offen gesprochen; nun h a t die Staatsführung das wort. Ich bin mir vor Gott und meinem Volk der großen Verantwortung bewußt, die auf mir ruht. Der aber eine gerechte Sache vertritt, darf selbst die höchste Verantwortung nicht scheuen! Schwere tschechische provolationen in Troppau. Ausschreitungen der tschechischen Staats Polizei gegen Sudetendeutsche. NSG. In Auerbach an her Bergstraße übergab am Samstagmittag Gauleiter Sprenger eine neue Gauschule der Partei ihrer Be- timmung, die den Namen „B e r g st r a ß e" trägt. In ihr werden in achttägigen Lehrgängen die Poli- Leiter bis zum Ortsgruppenleiter für ihre Zu dem Gesetz über Straffreiheit ist eine erste Durchführungsverordnung erlassen, in der u. a. bestimmt wirb: Der Sttaferlaß erstreckt sich auf Peben - ft r a f e n , soweit sie noch nicht oollstteckt sind, unb auf gesetzliche Nebenfolgen. Ferner auf rückstänbige Bußen, die in die Staatskasse stießen, unb auf rückstänbige Kosten, auch, wenn bie Strafe bei Inkrafttreten bes Gesetzes bereits verbüßt war. Maßregeln ber Sicherung unb Besserung sowie Einziehung, Verfallserklärung unb Unbrauchbarmachung bleiben von dem Straferlaß unb bem bedingten Straferlaß unberührt. Prag, l.Mai. (DNB.) In Troppau kam es im Zusammenhang mit Ausschreitungen von Tschechen unb Kommunisten gegen •©ubetenbeutfdje zu schweren Provokationen ber Staats- poljzei gegen Subetenbeutsche. Der Abg. Künz! berichtet, obwohl bie strikten Weisungen ber Sudetendeutschen Partei, Disziplin zu wah- ren, von ber deutschen Bevölkerung beachtet worben seien, hätte die Polizei vereint mit Kommuni st en und tschechische^ Elementes in brutaler Weise von rückwärts auf bie Bevölkerung eingeschlagen. Der Rechtsanwalt Dr. Hampel-Zottig habe gerufen: „Pfui, Schande!", worauf sechs Polizeibearnte ihn durch mehrere Hiebe zu Boden geschlagen unb lebensgefährlich verletzt hätten. Die 65jährige Mutter bes Wirtes vom „Grüner Hirsch" habe b’ttenb gerufen: „Um Gottes willen, schlagt boch den Mann nicht mehr!" Darauf habe sich bie Polizei auf bie alte Frau gestürzt unb auf fie geschlagen. Am Sonntagvormittag habe vor der Kanzlei ber Subetenbeutschen Partei bie beutfcfje Jugend promeniert, als plötzlich etwa 500 Tsche - ch e n in geschlossenem Zuge auf bie beut- sche Jugend keilförmig einbrän gten unb zu provozieren begannen. Aus ben Fenstern bes Stationskommandos sei von tschechischen Militärpersonen den tschechischen Demonstranten a u f m u fiter n b zugewinkt worden. Die Polizei sei machtlos gewesen. Im richtigen Moment hätten Ordner ber Subetenbeutschen Partei durch Zurückdrängen der Volksmenge einen Zusammenstoß, der die ernstesten Folgen hätte nach sich ziehen können, verhindert. Aussätzen geschult und einheitlich auf di- Ziele M? Nationalsozialismus ausgerichtet. ♦ Anläßlich seines 4 5. Geburtstag-- empfing der Reichsnrinister des Auswärtigen oon Ribbentrop die leitenden Beancken des Auswärtigen Amtes, den Drtsgruppenleiter der Ortsgruppe Auswärtiges Amt sowie den Betnebs- obmann des Auswärtigen Amtes. Noch der lieber, reichung einer Glückwunschadresse durch den Orts, grupp-nleit-r übermittelt- der Staatssekretär Frei. Herr von Weizsäcker bie Glückwünsche der Beamten, Angestellten und Arbeiter des ausroarh. gen Dienstes, aus die der Reichsnnmster des Aus- madigen in herzlichen Worten -rwid-de. Oh-rftleutnant von Jlf-mann wurde zum einzigen Militärattache des Deutschen Reicheinder S ch w - i z bestätigt. Früher war Generalleutnant Muss mit Sitz m Wien gleichzeitig. tun Oesterreich und die Schweiz als deutscher Militär- ottochö tätig, wobei ihm für bie Schweiz über|t- leutnant von Jlsemann besonders zugeteilt war. Generalleutnant Muff tritt nun als Generalstabsoffizier in ben Stab bes Gruppenkornmanbos 5 m Wien ein. ♦ Wie Reuter aus Moskau meldet, ist General Dibento, ber Kommandierende ber ßeningraöer Garnison, seines Amtes enthoben worden. Gleichzeitig wirb Entfernung der Generale Alksms, Beloft unb Kashirin aus ihren Kommandastellen bekannt. Sämtliche jetzt ihrer Posten en^°^r^ Generäle haben in dem Verfahren gegen Tuchar- fchewski als Richter mitgewirkt. Wie ber n a ti o n al-s p a n i s che Heeresbericht besagt, konnten die nationalen Truppen : trotz schlechten Wetters ihre vorberen Linien an ber ■ Alfambra-Front im Abschnitt Jorcas ver- - bessern und wichttge feindliche Stellungen besetzen. . An ber Cordoba-Front wurden im Abschnitt - Avejo feindliche Angriffsversuche vereitelt, wobei > bie Bolschewisten beträchtliche Verluste erlitten. Prag, 1. Mai. (DNB.) Zum erstenmal in ber subetenbeutschen Geschichte würbe ber 1. Mai eine machtvolle Kunbgebung subetenbeutschen Einheitswillens. Durch bie festlich geschmückten Straßen ber subetenbeutschen Dörfer unb Stäbte marschierten mehr als eine Million Subetenbeutscher unter ben Fahnen ber Subetenbeutschen Partei unb legten ein machtvolles Bekenntnis zu Konrab Henlein unb ben berechtigten Forberungen bes Subetenbeuffchtums ab. Konrab Henlein würbe bei einer Fahrt von Gablonz über Reichenberg nach Aussig unb Teplitz- Schönau mit unbeschreiblichem Jubel begrüßt. In Gablonz sagte Henlein in einer Massenversammlung, er sei trotz ber ablehnenden Haltung ber tschechischen Presse überzeugt, baß diese Einstellung dem wirklichen Fühlen unb Wollen des eigentlichen tschechischen Volkes nicht entspreche; er vertrete vielmehr weiterhin die Ansicht, baß bas einfache tschechische Volk, sofern es von seiner Hetzpresse unb von seinen Hetzpolitikern befreit würde, viel positiver unb vernünftiger reagieren, mürbe. Man möge boch einmal in einer offenen unb unbeeinflußten Volksahst i rn rn u n g das tschechische Volk befragen, ob es mit ben Deutschen in bauernbem Streit unb Hatz ober in Frieben unb Gerechtigkeit leben wolle. Unser Ziel ist bie volle Gleichberechtigung im Staate ! Eine solche Reuorbnung. ift auch für ben Staat selbst und für ganz Europa lebenswichtig. Von bieser Wahrheit mögen enblich auch jene Mächte Kenntnis nehmen, bie glauben, baß emelln- terstützung ber tschechischen Vorherrschaft eint Vor- aussetzung bes Friebens Europas bilbe. Im Gegenteil, Aufgabe Europas wäre es, die innere Befriebung zu beschleunigen. Wer ben Frieben Europas will,'ber steht heute hinter ben subeten- deutschen Forderungen. Wir werden uns niemals mit der Stellung einer Minderheit im Staate em» verstanden erklären, unb niemals ben Tschechen übergeordnete Herrschaftsansprüche über uns zuge- Vorjahr, viel dem Moisinqe 2DM. und d am Portal dc l’tantinnen stc tere Gesangs! über den still Liederblätter i n-mn Angehl md r°,ch cen Madels im ( übten baburc Naäonalseiertc Die Ku Regnerisch «ruhen Marge wib ber Mu ®ejen dur< bie et unil nach bele 8'nb zur K hü,-05“®5 Nm ™"e «and > fcrSM u ^3. Sie x>. E-rgrund Maren- ur drucksvolle st SS 9 °Un8 ein, bl Nei rK & h. Skifl Iqö ie her kö ü01’" männl 'N 'dach fl-. mert „" °«s. der *°u| -ZK > " n de ^rkeh^°ugr ' ’ vor tatwen Vorgänge ber Berliner Olympischen Spiele hat den Rahmen einer großen Reportage gewaltsam gesprengt unb ist zu einem Dokument höchster Filmkunst geworden. Der hinreißende Rhythmus dieses gero-altigen Sportepos verrät Geist vom Geiste unserer Zeit. In einer modernen, aber dabei disziplinierten und gründlichen Arbeit ist hier ein künstlerischer Film zustandegekommen, der alle Bewunderung verdient. Er wird deutsche Geltung in ber Welt vertreten und Zeugnis ablegen von ber Größe unseres Volkes unb unserer Zeit. Der Deutsche Buchpreis 1937/38 fand in diesem Jahre viele Bewerber. Die Auswahl unter ihnen mußte deshalb besonders schwer fallen. Schon waren mir im Begriff, ben Preis zu unterteilen ober burch bas Los entscheiden zu lassen, da erschien in diesen Tagen auf dem Buchmarkt ein dünner, schmaler Gedichtband, ber allerdings bann sofort alle meiteren Ermägungen hinfällig machte. Wie kein anderes Buch erfüllt dieses bie in ber Stiftungsurkunbe bes Buchpreises festgelegte Be- bingung, aus bem Geiste unserer Zeit heraus geschaffen in höchster künstlerischer Vollendung dem Geiste unserer Zeit lebendigsten und plastischsten Ausdruck zu geben. , Der Deutsche Buchpreis 1937/38 wurde dem Gedichtband „Das Lied der Getreuen". Verse ungenannter österreichischer Hitler-Jugend aus den Jahren der Verfolgung 1933 bis 1937, herausgegeben und eingeleitet von Baldur von Schirach, zuerkannt. Der -Gedichtband nennt keine einzelnen Verfasser, sie sind alle Vertreter einer kämpfenden Gemeinschaft. Die Verse dieses Büchleins mürben in bes Wortes mahtster Bebeutung aus hartem, dichterischem Zmang geschrieben und ent- springen stärkster nationaler Not. Sie erheben sich in einzelnen Teilen zu ergreifenden Schmerzensgesängen, zu trotzigen dichterischen Anklagen zu wilden Empörungsschreien ober zu innigsten Bekenntnissen der Heimatliebe und Dolkssehnsucht, bie tief an das Herz jebes Menschen rühren. Sie gehören mit zu den schönsten dichterischen Strophen unserer Zeit. Sie geben bem aufrnühlenben Erlebnis unserer jüngsten Vergangenheit einen so erschütternden Ausdruck, daß man sich beim Lesen manchmal ber Tränen kaum erwehren kann. Unb bas Grgrcifenbe babei ist, baß sie geschrieben wurden von jungen Menschen, bie fast noch Kinder sinb, unb boch in männlichen Worten eine Zeit besingen, beren sie würdig sein wollen. Ist es nicht, als nähme das deutsche Volk in Oesterreich selbst das Wort, wenn hier einer dieser ungenannten Jungen in Zetten tiefster nationaler Dual die Vision aufleuchten läßt, w Oesterreichs Volk einmal am Tage ber Cr lösung ben Führer empfangen wird: Wenn, gleich wie jetzt, noch oft ber Mai erblühte unb unsre Häuser keinen Festschmuck trügen, wenn, gleich wie jetzt, noch oft bie Sonne glühte, ohne baß weit ins Lanb bie Fahnen fliegen; Dann möchte ich bas eine mir erbitten: Es soll ein großes Wunber uns geschehen, bamit bie Alten, bie soviel gelitten, noch einmal unsres Führers Augen sehen. Damit sie nicht ihr Leben lasten müssen in Ungewißheit unb geheimem Zagen, damit sie ein beglücktes Siegeswissen burch ihre letzten schweren Tage tragen." Das ist nationale Dichtung großen Stils. Das preisgekrönte Gebichtbänbchen umfaßt nur 29 Proben, aber hier entscheibet nicht ber Umfang, fonbern bas Gewicht ber bichterjschen Gabe. Wir haben mit Absicht oermieben, ben Schleier ber Anonymität zu lüften. Ich kann unb will keine einzelnen Namen nennen. Der deutsche Buchpreis, der sonst in höhe von 12 000 R2N. zur Verteilung gelangt, soll deshalb auch an keinen einzelnen gegeben werden. Er wird für dieses Jahr von 1 2 0 0 0 auf 200 000 RIN. erhöht. Die Summe soll zum Bau einer großen Jugendherberge in der schönsten Gegend unseres deutschen Oesterreich dienen. (Stürmischer Beifall.) Dieses Haus wird der ganzen deutschen Jugend offenstehen und für die fernste Zukunst zeugen von der Gröhe eines Kampfes, der in der deutschen Südostmark um das Deutschtum gekämpft wurde und von der Härte und Dauer- hafttgkeit eines Geschlechts, das diesen Kampf kämpfen durfte. Gibt es für uns alle an diesem 1. Mai ein be» glücfenberes Gefühl, als zu wissen, baß mir ihn zum ersten Male im neuen großen Deutschen Reich begehen! Und sind wir nicht alle tief ergriffen von bem Bewußtsein, ben Mann mitten unter uns zu sehen, besten politisches Genie, besten Kraft unb Wille bem jahrhundertealten Traum aller $»r N S; «rSe haii«. «”rc? f#® 7“ MA • [rfjäfle I°h ' leben von Kahne, ausg Samstagnaci alle Dolksge waren. Nachdem ^swaldsgarle beitem ber < worben war, die Reihe der den Anstatt einigten R geWchasten den oorliegen einzelnen Gründen nich einen schönen steiheitsstrafe noch nicht erfolgt, so enffcheidet bie Derwaltungsbehörbe darüber, ob Straferlaß Platz greift. Verneint sie dies, so entscheidet auf Antrag bes Beschuldigten das Gericht. Gegen dessen Entscheidung findet fofortige Beschwerde statt, lieber die Einste 11 ung anhängiger Berühren enffcheidet auf Antrag ber Beteiligten >as Gericht. Gegen den Beschluß des Gerichtes inbet sofortige Beschwerde statt. War das Ver- ahren auf Privatklage eingeleitet, so werden die Kosten bes Verfahrens niedergeschlagen. Die bem Privatkläger unb bem Beschuldigten erwachsenen notwendigen Auslagen kann bas Gericht angemessen verteilen ober einem von ihnen ganz auferlegen. Das gilt nicht für den Nebenkläger. Kleine politische Nachrichten. NSG. Am 1. Mai vollendete der Landgraf Friedxich Karl von Hessen das 70. Lebensjahr. Aus diesem Anlaß übersandte ihm der Führer ein Glückwunschschreiben. nicht eingeleitet. • 3 Etne bei Inkrafttreten dieses Gesetzes rechtskräftig erkannte unb noch nicht vollstreckte Freiheitsstrafe von mehr als sechs Monaten, aber nicht mehr als einem Jahr, wirb bebingt erlassen. § 1 Absatz 1 Satz 2 gilt entsprechend Das gleiche gilt, wenn nach bem Inkrafttreten biefes Gesetzes wegen einer vor bem 1. Mai 1938 begangenen Tat rechtskräftig auf Freiheits- ober Gefamt- freiheitsstrafe von mehr als sechs Monaten, aber nicht mehr als einem Jahr erkannt wirb. Die Strafe wirb unter ber Bebingung erlösten, haß ber Täter nicht hinnen eines mit bem Inkrafttreten biefes Gesetzes beginnenben unb brei Jahre nach ber Gewährung bes bebingten Straferlasses enbenben Zeitraumes ein Verbrechen ober ein vorsätzliches Vergehen verübt. 4 Die Straffreiheit nach Nr. 1 bis 3 erstreckt sich auch auf Taten, bie nach § 330a bes Reichsstra gefetzbuches unb nach § 523 bes österreichischen Stra gesetzes ober nach Artikel VIII Abs. 1c bes österreichischen Einführungsgesetzes zu ben Verwaltungsverfahrensgesetzen (Bgbl. Nr. 273/1925) strafbar sinb, wenn bie Rauschtat aus politischen Be- roeggrünben begangen ist. 5 Ausgeschlossen von ber Straffreiheit nach Nr. 1 bis 3 sinb: , . a) Hoch- unb Lanb esverrai sowie bie ent« sprechenben Straftaten bes österreichischen ehre künstlerische Leistung ersten Stanges. Die I Wir alle find glücklich und dankbar, diesen Tag filmische Wiedergabe der sportlichen und reprasen- miterleben zu. dursem Er fei '" Wahrheit ein Feier ! 1 ~ - - - * *■ ---------- ' jag der beuffchen Nation. Unb über Taten uno Leistungen, über Aufgaben, Plänen und Zielen stehe heute unb immerbar ber Wunsch eines ganzen Volkes, ber all bem. erst Sicherung unb Erfüllung Nr. tOl Drittes Matt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) Montag, 2. Mai M8 Ein schöner Tag der Volksgemeinschaft. Der Nationalfeiertag des deutschen Volkes war auch in Gießen ein Freudentag. ö' WH M ’s 1 Ml > 1 -W 5 Augenblicksbild von der Jugendkundgebung am Vormittag. (Aufnahmen [5]: Neuner, Gießener Anzeiger.) farbige Abzeichen ihrer Innung mit. Vor der Ge- Lie Förster und Waldarbeiter als aufmerksame Zuhörer während der Kundgebung aus Oswaldsgarten. Fahnen und SA.-Standarte vor dem Rednerpult. Kreisleiter Backhaus spricht. Die Friseure mit einem schönen Berufszeichen im Festzug. da ist und daß der Frühling seinen Einzug gehalten hat. Freut Euch des Lebens! Das ist heute die Parole für unser ganzes deutsches Volk, für Arbeiter und Bauern, für Kopf- und Handarbeiter, für Stadt und Land. Wie sieht es dagegen in den sogenannten demokratischen Ländern aus, beispielsweise in England und in Frankreich? In London sind 15 000 Polizeibeamte eingesetzt, um die Ruhe und Ordnung einigermaßen aufrechtzuerhalten. Das ist die sogenannte Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit, die darin besteht, daß man sich gegenseitig die Köpfe zerschlägt. Für uns ist der 1. Mai zu einem nationalen Feiertag des ganzen Volkes geworden. Während früher Unternehmer und Arbeiter sich auf das heftigste bekämpften, marschieren sie heute zusammen mit der Wehrmacht und dem Reichsarbeitsdienst auf, und die Betriebe sitzen in kameradschaftlicher Verbundenheit zusammen, um dieses schöne Frühlingsfest miteinander zu begehen. Klassenkampf und Bruderzwist sind überholte Begriffe für uns geworden. Aber auch im übertragenen Sinne lebt Deutschland wieder in der Frühlingszeit. Wirtschaftspolitische Not, seelische Bedrückung und außenpolitische Knechtschaft sind für Deutschland überwunden, und wir können heute glücklich sein, daß unsere österreichischen Brüder, die jenseits der Grenze in Knechtschaft schmachteten, nun zu uns ins Mutterland zurückgekehrt sind und' den 1. Mai mit uns zusammen feiern können. So können wir heute alle miteinander mit Recht stolz und glücklich sein, auch in unserer schönen Stadt des Aufbaues und des wirtschaftlichen Aufstiegs. Wenn jeder von uns am heutigen Tage sich bemüht, Freude zu geben, Freude'auszustrahlen und Freude in sein Herz aufzunehmen, dann ist der Sinn des 1. Mai erfüllt. Und der Führer wird imstande fein, mit diesem Volk weiterhin seine großen Aufgaben zum Wohl des deutschen Reiches und Volkes zu erfüllen. Die Lebertraauna aus 3erlitt Anschließend folgte die Uebertragung der Feier in Berlin. Für deren starkes Erleben waren durch die ausgezeichnete Lautsprecherwiedergabe auf Oswaldsgarten alle guten Vorbedingungen erfüllt. Man konnte denn auch allenthalben bemerken, daß die große Menschenmenge mit großer Spannung den Ansprachen, ganz besonders aber der Rede des Führers, lauschte. Die gute technische Lautsprechereinrichtung des gestrigen Tages ermöglichte es auch, die Reden selbst beim Vorbeirattern der Züge einwandfrei zu hören, eine dankbar begrüßte Annehmlichkeit. Nach der Uebertragung schloß der Kreisleiter die Kundgebung in der üblichen Weise. Dann rückten die Gliederungen' der Partei und die Ehrenkompanie der Wehrmacht geschlossen ab, während sich die Betriebsgefolgschaften auf dem Platze aus ihrer Marschaemeinschaft auflösten. Die Sanitäter — und zwar die Sanitäter der SA., sowie die Männer und Frauen der Gießener Sanitätskolonne — versahen während des Marsches und bei der Hauptkundgebung (auch bei der Jugendkundgebung am Vormittag) auf Oswaldsgarten in vorbildlicher Weise wieder ihren Helferdienst und erwiesen sich dabei ihrer Aufgabe im Dienste unserer Volksgemeinschaft bestens gewachsen. Der Ausklana des Tages. In den Nachmittags- und in den Abendstunden fanden in zahlreichen Gaststätten der Stadt und der tun, um den großen Aufmarsch schnell und sicher in der geplanten Weise durchzufüyren. Ueberall klappte es ausgezeichnet, wobei auch die jf wiederum durch ihren guten Absperrdienst wertvolle Hilfe leistete. In verhältnismäßig kurzer Zeit waren die großen Marschgruppen und die außerdem erschienenen Zuschauermengen auf ihren Plätzen, so daß die Kundgebung zeitgerecht beginnen konnte. Dank der ausgezeichnet funktionierenden Lautsprecheranlage, deren Hersteller und Betreuer mit Recht alle Anerkennung verdienen, waren die Ansprachen auf allen Teilen des weiten Platzes gut verständlich. Nach der Meldung des Aufmarsches durch den Standartenführer Lutter an den Kreisleiter begann die Kundgebung mit der folgenden Anfvrache des Kreisleiters Backhaus. Meine Parteigenossen, Kameraden und Kameradinnen aus allen Betrieben, von der Wehrmacht und dem Reichsarbeitsdienst! Angesichts dieses schönen Maibaumes begrüße ich Sie alle recht herzlich. Wenn es auch bisher nicht zum Brauchtum dieser Stadt gehörte, am 1. Mai einen Maibaum aufzustellen, so glaube ich doch, daß wir diese schöne Sitte, wie wir sie in vielen Ländern unseres deutschen Vaterlandes von alters- her haben, ruhig übernehmen und weiter entwickeln können, denn wem lacht nicht das Herz beim Anblick dieser zum Himmel emporragenden Tanne aus einem Wälde unserer Stadt Gießen. Fleißige Hände städtischer Arbeiter haben sie geschmückt mit einem wundervollen Kranze und mit vielen schönen bunten Bändern. Und >wenn dann die Jugend unter diesem Baume tanzt und singt, dann sehen und fühlen wir es deutlich, daß die schöne Maienzeit Maschdisziplin einen schönen Anblick boten. Anschließend marschierten die Gefolgschaften der Privatbetriebe und zahlreicher Behördendienststellen. Besonders große Marschabteilungen stellten die Reichsbahn mit einer Anzahl uniformierter Beamten an der Spitze; die Reichspost mit ihrem uniformierten Postschutz, voran; die Universität unter Führung des Rektors Prof. Dr. Seifer und mit dem NS- Studentenbund mit seiner Fahne voraus; die Stadtverwaltung und die Städtischen Betriebe mit ihrem obersten Leiter, Oberbürgermeister Ritter, an der Spitze; das Finanzamt mit seinem Vorsteher Oberregierungsrat Schmidt voran. Einen gefälligen Anblick boten auch wieder die Männer der Forstämter und der Jagdbehörden in ihrer grünen Uniform und mit ihrem frischen Grünschmuck am Jägerhut. Mit kräftigem Gesang marschierte die Werkscharabteilung an der Spitze der großen Kolonne von Bänninger die Straßen entlang, ferner ließen <5 auch die Arbeiter und Arbeiterinnen zahlreicher weiterer Marschabteilungen an frohem Gesang zu ihrem flotten Marschtritt nicht fehlen. Der Marschweg dieser Gruppe durch Bleichstraße, Hindenburgwall und Horst-Wessel-Wall zum Oswaldsgarten war von zahlreichen Volksgenossen beiderseits die Fahrdämme besetzt. Die Kundgebung. Planmäßig zur vorgesehenen Zeit trafen die beiden Marschgruppen auf Oswaldsgarten ein. Hier war bereits eine Ehrenkompanie der drei Gießener W.e h r m a ch t st e i l e eingetroffen, die am rechten Flügel der Aufmarschfront ihren Platz bezog. Daneben war der Reichsarbeitsdienst mit seiner ganzen Abteilung aufmarschiert. Der Aufmarschleiter dieser Hauptkundgebung, Standartenführer Lutter, und seine als Helfer befohlenen SA.-Männer hatten alle Hände voll zu am Portal des Schlosses, auf denen auch die Musikantinnen standen, leitete die Dirigentin das muntere Gesangskonzert der Mädels, deren Mailieder über den stillen Platz klangen. Vorsorglich waren Liederblätter verteilt worden, um auch den erschienenen Angehörigen das Mitsingen zu erleichtern und rasch vereinten sich die Volksgenossen mit den Mädels im Gesang der Frühlingslieder und erlebten dadurch einen schönen Auftakt für den Nationalfeiertag. Die Kundgebung der Zugend. Regnerisch zog der Sonntag herauf. In den frühen Morgenstunden führten der Spielmannszug und der Musikzug der SA.-Standarte 116 das Wecken durch. Infolge des regnerischen Wetters waren die Sttaßen noch still und leer. Erst nach und nach belebten sie sich, als die Hitler-Jugend zur Kundgebung der Jugend auf den Oswaldsgarten marschierte. Vor der Festtribüne wurde rings um den buntbebänderten Mol- bäum Aufstellung genommen. Rechts von der Tribüne stand das Jungvolk, der Tribüne gegenüber der BDM. und die IM., ausi der anderen Seite die HI. Die Marine-HI. mit ihren weißen Mützen als Hintergrund für die Fahnen und Wimpel und den Fanfaren- und Spielmannszug vollendete das eindrucksvolle, schöne Bild. Helle Ianfarenklänge und- die Weisen des Spielmannszuges des Jungvolkes leiteten die Kundgebung ein, die llnterbannführer Schneider mit kurzen Worten eröffnete. Ihr steht heute, so sagte er u. a., geeint als die großdeutsche Jugend. Euch trennen keine Klassen und Interessen mehr, sondern ihr steht vereint in dem Glauben an den Führer. So können mir stolz und froh als seine Jugend den heutigen Tag begehen, und dabei wollen mir auch nicht die Brüder der Ostmark vergessen, die heute zum ersten Male mit uns diesen Tag feiern können. Wenn nachher der Führer zu uns sprechen mirb, dann beseelt uns nur das eine Gefühl und der eine Wille: Führer befiehl, mir folgen dir! Noch einmal erklangen die Weifen des Spielmannszuges. Dann setzte die Uebertragung der Ansprachen aus dem Berliner Sportstadion ein. Aufmerksam lauschte die Jugend den Reden, und als der Führer geendet hatte, vereinte Unterbannführer Schneider auch die Gießener Hitler-Jugend in dem Gruß an den Führer, dessen Namen zu tragen sie die Ehre hat. Die Polizei hatte diesmal zur Vermeidung von Störungen der Kundgebung durch den Sttaßenlärm eine umfangreiche Absperrung und Umleitung des Verkehrs vorgenommen. Dsr Nationalfeiertag des deutschen Volkes am gestrigen 1. Mai zeigte auch in Gießen wieder in eindrucksvoller Weife das gewohnte Bild der engen Gemeinschaft aller Volksgenossen und ihrer freudigen Gefolgschaft hinter unserem Führer, Adolf Hitler. Als äußere Zeichen der dankbaren Freude für den weiteren Aufstieg seit der vorjährigen Feier, den wir alle dem Führer zu verdanken haben, waren die Häuser reich mit Fahnen und mit frischem Grün, häufig in sehr schöner Gestaltung, geschmückt. In den Schaufenstern zahlreicher Geschäfte sah man auch das Bild des Führers, umgeben von frischem Grün und dem Schmuck der Fahne, ausgestellt. Ueberall konnte man bereits am Samstagnachmittag deutlich verspüren, wie sehr alle Volksgenossen auf diesen Feiertag eingestellt waren. Nachdem im Laufe des Samstagvormittag auf Oswaldsgarten als Festplatz der Maibaum von Arbeitern der Stadt schön geschmückt und ausgestellt worden war, leitete der BDM. am Samstagabend die Reihe der festlichen Veranstaltungen ein. Er gab den Auftakt mit dem M a i s i n g e n. Weiter vereinigten sich am Samstagabend manche Betriebsgefolgschaften zu Kameradschaftsabenden, die nach den vorliegenden Berichten — über die Feiern der einzelnen Betriebe können wir aus naheliegenden Gründen nicht gesondert berichten — allenthalben einen schönen Verlauf nahmen. Das Maisingen. Am Spätabend traten die B D M. - G r'u p p e n und IM. -Scharen an und marschierten mit frischen Weisen durch die Straßen. Am Bahnhof, am Selterstor und anderwärts, wo die Mädel ihre Maien- und Frühlingslieder sangen, sammelten sich groß und klein um sie herum, und mancher vorüberhastende Volksgenosse blieb stehen, um den vertrauten Wersen zu lauschen. Auf dem Brandplatz gaben sich, wie schon im Vorjahr, viele Volksgenossen ein Stelldichein, um I Die Metzger und Bäcker hatten wieder ihre weißen dem Maisingen der dort versammelten Gruppen des Arbeitskittel an, und die Friseure trugen das bunt- BDM. und der IM. zu lauschen. Von den Stufen f folgschaft des Kreisamtes, in der Kreisdirektor L o tz mitmarschierte, schritten die Gendarmeriebeamten. Dann kamen die staatlichen Betriebe des Straßenbauamtes, des Chemischen Untersuchungsamtes, die Gießener Polizei, das Arbeits- und das Gesundheitsamt u. a. Die Arbeitskameraden der Baufirma Carl Freitag führten das Symbol des ihr verliehenen Gauehrenzeichens für den Lei- stungskampf im Zuge mit. Nach den Dienststellen der Wehrmacht waren die des Luftgaues, des Hee- resbauamtes, die Gefolgschaften des Flughafens mit einer stattlichen Abteilung ihrer Werkschar und der Arbeiterunterkunft Waldeslust vertteten. Neben den Dienststellen des Land- und Amtsgerichtes waren auch die Rechtsanwälte, die Aerzte und die Gefolgschaften der Krankenhäuser sehr zahlreich aufmarschiert. In der Gruppe des Reichsnährstandes waren die Landwirtschaftsschule und die Wirtschaftsstelle einbezogen. Den Schluß bildeten die Angehörigen zahlreicher Einzelhandelsgeschäfte und Kleinbetriebe. Oie Marschgruppe II stand, mit der Spitze an her Ecke Ludwigstraße - Bleichstraße, die ganze Ludwigstraße entlang bis in den Bereich des Ludwigsplatzes und der Garten- strahe. Mit dem Spielmannszug und dem Musikzug der SA.-Standarte 116 an der Spitze trat diese Marschgruppe unter Führung des Sturmhauptführers Bender als Marschgruppenleiter mit klingendem Spiel ihren Marsch an. Nach der Musik und dem Marschleiter folgte die Fahnengruppe der SA. und des NSKK, anschließend die Ehrenstürme der SA. und des NSKK., die durch ihre ausgezeichnete Der Zestziig. Gegen 11 Uhr versammelte^ sich überall in der Stadt die Betriebsgefolgschaften, um an dem großen Festzug der Arbeiter der Sttrn und der Faust teilzunehmen. Von allen Seiten her rückten die geschlossenen Marschkolonnen, zum Teil mit Betriebsfahnen der DAF., zu den Sammelplätzen der beiden großen Marschgruppen. Mit gewohnter Pünktlichkeit trafen auch die Ehrenformattonen der Parteigliederungen an Ort und Stelle ein. Um 11.15 Uhr begann der Marsch beider Marschgruppen zum gemeinsamen Zielpunkt, dem Festplatz Oswaldsgarten. Nie Marschgruppe I hatte auf dem Landgraf-Philipp-Platz und in der Senckenbergstraße mit der Spitze am Hitler-Wall Aufstellung genommen. Pünktlich traf unter dem Kommando des Kreisausbilders Dr. Kopp die Fahnengruppe der vier Ortsgruppen und der DAF. mit der' Ehrenbereitschaft der Politischen Leiter unter Voraittritt des Spielmannszuges und der Musikkapelle der Kreisleitung Wetterau der NSDAP, ein. SA.-Sturmführer Leithäuser als Leiter der Marschgruppe und Kreisausbilder Dr. Kopp begaben sich an die Spitze des Zuges, die Fahnen wurden ausgenommen, und dann setzte sich unter klingendem Spiel die Marschgruppe I über den Hitler-Wall, die Neuen Bäue, den Neuenweg durch die Kaplansgasse zum Festplatz auf Oswaldsgarten in Bewegung. In den Straßen standen viele Volksgenossen, die die starken Marschkolonnen an sich vorüberziehen ließen. Der Ehrenbereitschaft der Politischen Leiter, in der auch der erste Gießener Kreisleiter Adam Lotz mitmarschierte, folgte eine stattliche Abordnung des Reichsarbeitsdienstes. Ihnen schlossen sich die Gefolgschaften aus Handel und Handwerk an. Aus -er Sta-i Gießen Gau- und Kreissieger imReichsberufsweMmpfly38,KreisMtterau Die Zuchthaus-Ausbrecher vor Gericht Vers: (Nachdruck verboten!) 1L Fortsetzung. Herren" oder — wie man in alemannischen Gegenden sagt — ,chie drei Aergsten", Es sind das nach dem Volksmunde dortzulande zwar „Drei Heilige, ober der Teufel trau ihnen!" Und dabei haben diese zweifelhaften Kalenderheiligen gar noch ein Weibsbild im Gefolge, das es manchmal noch Wer braucht denn im Frühling Pantoffeln? Das ist doch viel zu warm! Aber ihr seid so stupid, daß man euch das tausendmal auseinandersetzen kann, und ihr begreift's doch noch nicht!" „Mein Gott", sagt Monika ehrlich beleidigt, „das soll ein Mensch wissen, daß bei dir Anfang März schon Frühling ist. Aber schön, dann ist eben von heute ab Frühling. Ganz, wie du willst." Dann fällt die Tür hinter ihr zu, und der Doktor ist wieder allein. Glatt und frischrot leuchtet ihm sein Gesicht aus dem Spiegel entgegen. Jetzt noch rasch einen frischen Kragen und fertig. Und was die verfluchten Pantoffeln anlangt ... Ach was! Das heißt, warte mal ... benachbarten Ausflugsplätze Betriebsfeiern statt, über die mir nicht' im einzelnen berichten können, von denen aber nach den heute früh bei uns vorliegenden Informationen gesagt werden kann, daß sie überall einen schönen Verlauf genommen haben. So kann denn auch der gestrige Gießener Nationalfeiertag des deutschen Volkes nach jeder Richtung hin in der (Erinnerung aller Volksgenossen einen Ehrenplatz einnehmen. Tabakwarenverkauf in Gaststätten. Fwd. Der Wirtschaftsminister hat in einem Schreiben an die Wirtschaftsgruppe Einzelhandel bestätigt, daß der Verkauf von Tabakwaren in Trinkhallen ebenso wie in anderen Schankwirtschaften sowohl vor als auch nach der Ladenschlußzeit nur an Gäste zulässig ist. Es kommt ferner vor, daß Trinkhallen, die auch Tabakwarenverkauf als Zubehörhandri betreiben, den Ausschank von Getränken einstellen, aber den ursprünglich nur als Zubehörgeschäft betriebenen Tabakwarenverkauf weiter betreiben wollen. Der Minister stellt sich auf den Standpunkt, daß ein in einer Trinkhalle als Zubehörhandel betriebener Tabakwarenverkauf nach Aufgabe der Trinkhalle nur mit behördlicher Genehmigung nach dem Einzelhandelsschutzgesetz weitergesuhrt werden kann. will betrifft, die ist nicht so heikel. Die futtert, was man ihr vorsetzt. Die ist nämlich für ein Frauenzimmer erstaunlich vernünftig, verstehst du?" Monika hat sich langsam auf dem Absatz herumgedreht und ist auf die Tür zugegangen. Als sie schon die Klinke in der Hand hat, ruft sie der Vater plötzlich in ziemlich verändertem Ton zurück: „Du, Monika, hör' mal eben ..." „3d?" „Geh doch mal, bitte, runter ins Wohnzimmer und nimm die Pantoffeln beim Ofen weg." „Deine Pantoffeln?" „Ja, natürlich meine. Und bring sie hier 'rauf, ja? Sei so gut." Monika reißt erstaunt die blauen Augen auf: „Hier 'rauf? Uebrigens fällt mir ein — der Seppl . fchleppt sie schon seit fünf Minuten mit sich herum. Er sucht dich überall, und Tante Martha hat deiner Dame schon erzählt, wie niedlich das ist, wenn Seppl dir die Pantoffeln bringt, und daß sie sich das unbedingt ansehen soll. Laß doch Tante Marthchen den Spaß, und deine Dame hat auch so gelacht, wie sie Seppl mit den Pantoffeln gesehen hat." Doktor Gottfried Hammerbacher fuhrwerkt mit dem Handtuch in seinem Gesicht herum, als sei er damit in Juckpulver gefallen: „So. Na schön. Also bring sie nich 'rauf." Er macht eine kleine Pause, und Monika drückt erneut die Türklinke herunter, um zu gehen. Da nimmt der Doktor plötzlich das Handtuch, wirst es in hohem Bogen auf das Bett, zerrt hastig beide Hosenträger hoch und brüllt zornrot die Tochter an: Aber hab' ich euch nicht schon hundertmal erklärt, daß ich nut im Winter ötf Pantoffeln anziehe? Nach zweitägiger Verhandlung wurde am Samstagnachmittag der Angeklagte H. Hunstock aus Langula wegen Meuterei, Widerstand gegen die Staatsgewalt und drei gemeinschaftlich begangenen Einbruchsdiebstählen zu einer Gesamtzuchthausstrafe von drei Jahren verurteilt. I. Kaffitz erhielt wegen Meuterei und drei gemeinschaftlich begangenen Einbruchsdiebstählen e i n Jahr und sechs Monate Zuchthaus. Der Angeklagte O. Nagel wurde wegen der gleichen Straftaten zu einem Jahr Gefängnis verurteilt. Bei H u n st o ck und Kaffitz wurde außerdem noch die Sicherungsverwahrung angeordnet, und sie wurden unter Polizeiaufsicht gestellt. Bei Hunstock war für die Bemessung der Strafe ausschlaggebend, daß dieser — wie schon am Samstag in unfern Bericht dargelegt wurde — der geistige Urheber und der eigentliche Ausführer der strafbaren Handlungen war, während die anderen beiden ihm nur Hilfsdienste leisteten und sich seinen Anordnungen in jeder Beziehung fügen muß- Fäden hin und her. Vornan von Hedda Westenberger. Copyright by Carl Duncker Verlag, Berlins35. Das ist ein außerordentlich gutes Ergebnis. Die allgemein gute Leistung im Kreise Wetterau wird weiter dadurch bestätigt, daß bei insgesamt 5400 ausgegebenen Beteisigungsurkunden 1450 Teilnehmer die besondere Ehrenurkunde für gute Leistungen erringen konnten. Voraussetzung dabei war das Erreichen von 75 v. H. der Gesamtpunktzahl. Die Gau- und Kreissieger sind: Gottwald Schönwandt, Nordeck, Gau- und Kreis- fieger, Eisen und Metall. Heinrich Motz, Gießen, Gau- und Kreissieger, Verkehr und öffenti. Betriebe. Theodor Möbus, Reiskirchen, Gau- und Kreissieger, Verkehr und öffentL Betriebe. Albert Scheller, Ranstadt, Gau- und Kreissieger, Bergbau. Otto Altensen, Bobenhausen, Kreissieger, Nahrung und Genuß. Günter Sämann, Gießen, Kreissieger, Nahrung und Genuß. Emmi Hoffmann, Heuchelheim, Kreissieger, Nahrung und Genuß. Wilhelm Jung, Holzheim, Kreissieger, Holz, Otto Schultheiß, Grünberg, Kreissieger, Holz. Hermann Jöst, Gießen, Kreissg., Eisen u. Metall. Karl Behlen, Bad-Nauh., Kreissg., Eisen u. Metall. Wilh. Hch. Schutt, Dorheim, Kreissg., Eisen u. Met. Schreiner Willy Kramer aus Seelbach wurde . beim Absteigen von einer Maschine so unglücklich - gequetscht, daß er mit einem Beckenbruch in arzt- liebe Behandlung gebracht werden mußta — In der oberen Marburger Straße ereignete sich m der Nacht zum Samstag ein Verkehrsunsall. Der Kraftfahrer einer Dame aus Frankfurt, die von lieber- fee kam, wollte einem entgegenkommenden tfabr- zeug ausweichen, geriet aber dabei, infolge der durch den Regen schlüpfrig gewordenen Straße gegen einen Baum. Die Insassin wurde dabei schwer in Mitleidenschaft gezogen und mußte unter bem Verdacht auf innere Verletzungen in die Chirurgische Klinik gebracht werden. — Eine Hausangestellte aus der Neustadt fiel in eine große Glasscheibe und zog sich dabei eine schwere Sehnenoerletzung am Arme zu. , . , . ** Geisteskranker entwichen. In diesen Tagen ist ein bei der Arbeit im Hofe beschäftigter Geisteskranker aus der hiesigen Landes-All- und Pflegeanstalt entwichen. Der Mann, 1,76 Meter groß, 54 Jahre alt, bekleidet nut gestreifter Anstaltshose und gestreifter Arbeitsbluse und blauer Schirmmütze, ist ein harmloser Kranker, dessen Zuruck, bringung aber notwendig ist, um ihn vor Verwahrlosung zu schützen. Zweckdienliche Mitteilungen sind an die nächste Genbarmeriestation oder an das nächste Polizeiamt zu richten. Becker, o. B., 80 I., Wühelmstraße 48. 27.: Ludwig Anches, Pfarrer, 54 I., Ludwigsplatz 2; Georg Fischer, o. B., 78 I., Bahnhofstraße 69. ** Di e Hundesteuer wird von der bisherigen Berechnung für das Kalenderjahr auf das Rechnungsjahr umgestellt und künftig von den Ge- meinden für ihre eigene Rechnung erhoben. Der Oberbürgermeister veröffentlicht darüber heute eine wichtige Bekanntmachung. „Meine Dame — um mich deines geistreichen Ausdrucks zu bedienen — meine Dame war schon hier bei uns im Haus, als du überhaupt noch nicht geboren warst, verstehst du! Und außerdem weiß ich gar nicht, warum ihr so ein albernes ©etue, macht. Wenn's nötig ist, gebt ihr eben Regensburger und Frankfurter und in Gottes Namen auch noch Wiener Würstchen zusammen. Was ist denn dabei? Und wenn's dem Lenzsch nicht paßt, soll er draußen bleiben. Und was meine Da ... was Fräulein Mont- gerechnet hier diesen Walter Lenzsch zuzuführen, dem sie vor vielen, vielen Jahren regelrecht durchgebrannt ist! O je, das dumme Gesicht, das er macht! Und beim Verbeugen versinkt er so tief, daß man fein Kragenknöpfchen hinten am Hals freundlich schimmern sieht — genau wie früher. „Wie nett, Herr Doktor, daß ich Sie wiedersehe", sagt Marga Montwills tiefe Stimme, nachdem der Verblüffte aus seiner abgrundtiefen Verbeugung wiederoufgetauckt ist. Dabei ist in ihren braunen Augen ein Ausdruck, den Walter Lenzsch noch sehr gut von früher her kennt. Es war dann nie gut Kirschen essen mit Marga Montwill, und wahrscheinlich hat sich in dieser Richtung nichts geändert. Es ist also besser, sich zurückzuhalten, wenigstens vorläufig. So schlägt er denn noch mql die Hacken zusammen und drückt die Hand, die er vorher vorschriftsmäßig bis auf Fingerbreite an die Lippen geführt hat, und murmelt etwas von „entzückender lieber» raschung" und ,^anz besonderes Vergnügen" und „hoffentlich zu Hause alles wohl" und ist sehr dankbar, daß Marga ihm alles weitere abnimmt und den Hammerbacherschen Damen so ein bißchen von oben herab erklärt, daß Doktor Lenzsch mit ihr in die Tanzstunde gegangen sei und als — als Schulfreund ihres Bruders nachher noch etliche Jahre in ihrem Elternhaus verkehrt habe. Bis er dann plötzlich — jetzt streifen Margas braune Augen wieder drohend und zugleich spöttisch des Doktors Gesicht — wie vom Erdboden verschwunden war, ja, wie vom Erdboden verschwunden. Doktor Lenzsch reibt sich die Hände und wiegt sich ein wenig in den Hüften: Na, also verschwunden ... „Jawohl, jawohl, leugnen Sie nicht, lieber Doktor, auf einmal waren Sie nicht mehr aufzufinden. Wir, mein Bruder und ich, wir haben telephoniert und geschrieben und herumgefragt, aber der Stud. med. Lenzsch war weg." „Ein bißchen undankbar, Herr Lenzsch, nicht wahr?" fragt Tante Martha und denkt im stillen: Also so einer ist das! Aber nun verteidigt ihn Marga Montwill plötzlich. O nein, undankbar, das kann man nicht sagen, sondern — nun, in Berlin verschwinden die Leute eben manchmal so von der Bildfläche. Das liegt an der Großstadt, da ist nichts weiter dabei, iwS. Aber ulkig, nicht wahr? „Sehr ulkig", sagt Monika plötzlich betont und lächelt dazu auf eine sehr merkwürdige Weise. (Fortsetzung folgt.) Er geht auf Zehenspitzen aus dem Zimmer und pfeift, über das Treppengeländer gebeugt, leise nach dem Hund. Und richtig taucht unten in der Diele Seppl auf, die Pantoffeln seines Herrn treulich im Maul. „Komm, Seppl, komm schön. Bring die Pantof- fein zum Herrchen herauf. Komm ..." Seppl kommt zögernd und nicht erbaut über diese Abänderung des Programms. Aber er kommt, und sein Herr atmet auf. 10. Gin junger Mann machtein dummes Gesicht, und Marga kann sich an nichts mehr erinnern. Tante Martha sitzt mit hochroten Bäckchen auf der Stuhlkante und macht krampfhaft Konversation. Dabei jagen ihre Gedanken hin und her wie aufge- scheuchte junge Mäuse. Wie schrecklich, was hat nur Gottfried, daß er sich am Sonnabend vor Tisch rasiert? Und daß dieser Lenzsch mit so viel Der- spätung kommt! Er weiß doch, daß sonst Sonnabends punkt ein Uhr die Suppe auf hem Tisch stehen muß. Ob Frieda draußen in der Küche auch daran denkt, die Würstchen getrennt zu servieren. Man kann doch nicht Regensburger und Frank- furter ... Und Monika, warum kommt den Monika nicht herein? Sie hat noch keine drei Worte mit der fremden Dame gewechselt; sie hat ihr nur flüchtig die Hand gegeben und ist dann wieder gegangen. Eigentlich könnte man nach Tisch Kaffee servieren, ober Frieda könnte schnell ein paar „Aepfel im Schlafrock" machen, Aepfel sind ja genug da ... „Hoffentlich störe ich Sie nicht zu sehr, gnädiges Fräulein", sagt Marga vorn Fenster her, wo man sie in Tante Marthchens Lehnstuhl komplimentiert hat. Und hoffentlich stört Tapsy nicht. Er ist ja ten. Bei der Verlesung der Vorstrafenliste zeigte es sich, daß man es bei Hunstock mit einem Menschen zu tun hatte, der, einmal auf die schiefene Ebene gekommen, kein Halten mehr kennt, sondern bei jeder passenden Gelegenheit sich am Eigentum der anderen vergreist, und, wenn sich ihm Widerstände in den Weg stellen, auch zu der Waffe greift. Bei ihm handelt es sich um einen gewalttätigen Burschen, dessen Gefährlichkeit durch seine Intelligenz noch gesteigert wird. Die nicht epdenwollende Liste der seinen früheren Verurteilungen zugrunde liegenden Diebstähle, seine jetzt zur Verurteilung stehenden Straftaten und die Art seines Auftretens in der Verhandlung zeigen, daß er ein Gewohnheitsverbrecher ist, vor dem die Allgemeinheit geschützt werden muß. Selbst die noch lange dauernde Zuchthausstrafe schloß nicht aus, daß Hunstock auch nach seiner Entlassung nicht wieder das Eigentum seiner Mitmenschen verletzen würde, allein die Sicherungsverwahrung stellt einen ausreichenden Schutz der Allgemeinheit bar. Kasfitz, der im Gegensatz zu Hunstock ein gei- schlimmer treibt, als die drei frostigen Männer 1 selbst; drum wirft man — neben einer unglaublichen Fülle von anderen Versen über die „Eisheiligen"! — alle vier in einen Topf und sagt kurz und bündig: „Pankratius, Servatius, Bonifatius und Sophai geh'n selten ohne Eis vorbei." Dom Tage des Pankrattus — 12. Mai — sagt man im besonderen noch: „Wenn's Pankrazi regnet, fallen die Birnen ab, auch wenn sie mit Eisendraht an den Bäumen hingen". Von Bedeutung in der ländlichen Wettervoraussage ist dann zumal der Urbanstag, 25. Mai. Horten wir oben, daß als Tag des Bohnensäens am Rhein der erste Maientag empfohlen wird, so können wir daraus schließen, daß die folgende Bauernregel, die auf das Monatsende yinweift, in rauheren Gauen unseres Vaterlandes entstanden ist, also im Norden oder im Hochlande: „Auf Urban soll man Bohnen legen, da gedeihen sie zum Segen." Seine Hauptbedeutung aber hat Sankt Urban als „Weinheiliger". Drum will man an seinem Ehrentage Sonnenwetter, das die Rebe so nötig braucht, sehen. Man traut ihm schon zu, daß er wenigstens keinen Frost beschert und reimt zuversichtlich: „Urban bringt keinen Frost mehr her, der den Reben schädlich wär'." Was aber Sonnenschein und Regen für diesen Maientag anbetrifft, da ist man sich — aus gemischten Gefühlen heraus — nicht ganz sicher. Aber man wird sich doch sogar einen Heiligen erziehen können, nicht wahr? So steht denn in manchem deutschen, Weinberg, auf manchem Marktplatz eines Mnzerdorfes ein Bill) St. Urbani. Scheint am Urbanstag die Sonne, so bringt man ihm Blumen und andere Ehrungen dar. Regnet's aber, so wirft man die Statue in den Brunnen, da man dem Heurigen für dies Jahr nichts Gutes zutraut; in Schwaben heißtis von diesem alten Brauche: „Wenn Urban kein gut Wetter geit (gibt), so wird er in die Pfütz' geleit (gelegt^" Dornotizen. Tageskalender für Montag. Gloria-Palast, Seltersweg: ,T)lympia, Fest der Schönheit". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Groh- alarm". — Oberhessischer Kunstverein: 17 bis 18 Uhr Ausstellung im Turmhaus am Brand. Don der Universität Gießen. Von der Pressestelle der Ludwigs-Universität Gießen wird uns mitgeteilt: Der ordentliche Professor Dr. Beller ist zum Dekan der Veterinärmedizinischen Fakultät ernannt worden. • *♦7 5 Jahre alt. Frau Marie Bleden- kapp, geb. Beckel, Alicenftraße 33, vollendet am heutigen 2. Mai ihren 75 Geburtstag in voller körperlicher und geistiger Frische. ** Sterbefälle in Gießen. Es oerftar- ben: 18. April: Anna Albrecht, geb. Trettin,. o. B., 65 Jahre alt, In Löbershos 6; Elise Volz, geb. Grein, o. B., 74 I., Bahnhofstraße 8. 19.: Hans Cüsters, Kanzlrigehilfe, 32 I., Moltkestraße 20. 20.: Karl Winther, o. B., 21 I., Eichgärten 23. 21.: Karl Born, Viehhändler, 77 I., Walltorstraße 8. 24.: Margarete Schmidt, geb. Schmitt, o. B., 59 Jahre, Werrastraße 11; Karl Spannagel, Feld- wedel, 26 Jahre. 25.: Johanna Wagner, o. B., 52 Jahre, Westanlage 17. 26: Gertrud Einhäuser, geb. Paul Lieber, Wölfersheim, Kreissg., Chemie. Wilh. Weinandt, Gr.-Linden, Kreissg., Bergbau. Felix Klimowicz, Tr.-Horloff. Kreissg., Bergbau. Wilhelm Schuster, Hochelheim, Kreissieger, Banken und Versicherungen. ftebi Klaus, Butzbach, Kreissieger, Leder. Engelbert Bayer, Butzbach, Kreissieger, Leder. Wiegand Pfeil, Treis (Lda.), Krssg., Stein u. (Erbe. Erwin Jammer, Gießen, Kreissg., Stein u. (Erbe. Dina Michel, Lich, Kreissieger, Handel. Maria Maidhof, Lich. Kreissieger, Hausgehilfen. Frau Marie Müller, Bab-Nauh., Krsg., Gesundh. Hugo Daüini, Bad-Nauheim, Krsg., Gesundheit. Willi Philippi, Gießen, Kreissieger, Gesundheit. Hanna Keubel, Lich, Kreissieger, Gesundheit. Die Gau- und Kreissieger unterließen zukünftig einer besonderen Betreuung der Deutschen Arbeitsfront, da es gilt, sie als besonders befähigte und leistungsfreudige Arbeiter auf die Plätze zu stellen, wo sie der Volksgemeinschaft im verstärkten Maße dienen können. Erfreulich ist, daß bereits einige betriebe, die die Sieger gestellt haben, eine berufliche Forderung durchführten. Die vier erstgenannten Gau- und Kreissieger waren außerdem zum Reichsentscherd in Hamburg zugelassen. Wir hoffen, daß der Kreis Wetterau zum mindesten einen Reichssieger stellen wird. Mai. Maisonne ist des Städters Wonne, aber Maien- regeh bringt dem ganzen Lande Segen! Das ist so ungefähr die Quintessenz aller Maidichtung und der — damit keineswegs in vollem Einklana stehenden — Bauernregel, die der Landmann harter Erfahrung übgerungen hat. Zwar heißt es ausnahmsweise in der bäuerlichen Wetterprophetie einmal: „Mai warm und trocken, schadet weder Weizen noch Roggen"; aber meist wünscht der Landmann sich den lieblichen Mai nicht allzu sonnig und wonnig. Er hat es oft genug erfahren, daß diese alte Beobachtung stimmt: „Regen im Mai — gibt fürs ganze Jahr Brot und Heu!" Nur der Winzer wünscht sich für die Tage der Rebenblüte, die nicht selten in den Maibe^nn fällt, trockenes Wetter, damit die Fruchtbestäubung der Weinstöcke nicht gestört wird, und reimt: „Regen im Anfang des Maien tut den Reben brauen (drohen)!" Die Fruchtbarkeit des Mairegens ist ja sprichwörtlich; Kinder laufen im Mairegen umher und lassen sich den Kopf netzen, damit sie schneller wachsen, der Traum aller Kleinen, während die Großen gern „wieder Kind" würden. Und in Deutschböhmen empfiehlt man den Mädels, barfuß zu gehen im Mai, denn die Bodenfeuchte bringe in den Körper ein, so daß die Haare gut wachsen; und — abgesehen von aller städtischen Knaben- kopfrnode — welch natürliches Landmädel mochte nicht einen festen Zopf haben! Sonderbarerweise gibt es einen alten Aberglauben, der besagt, man solle kein Kind im Mai, ih der (weißen) Blütezeit, entwöhnen, sonst bekomme es frühzeitig weiße ** Aufschrift von Postsendungen nach dem Auslande. Postsendungen nach dem Auslande tragen in vielen Fällen noch unzureichende Aufschriften. Die Post empfiehlt den Absendern, die Aufschrift stets so genau und so vollständig abzufassen, daß die Sendung ohne Nachforschungen befördert und dem Empfänger ^gestellt werden kann. Die Aufschrift ist in lateinischen Buchstaben äu schreiben, wenn die Sendungen nicht nach deutschsprachigen Ländern gerichtet sind. ** Unfälle. In der Nacht zum Samstag verunglückte der hiesige Maurer Wilhelm Fuchs unweit der Ganseburg mit seinem Motorrad. Nach seiner Angabe wurde er durch ein entgegenkommendes Fahrzeug geblendet und fuhr in den Straßengraben. Fuchs erlitt dabei einen Unterschenkelbruch und mußte durch die Sanitätsbereitschaft Gießen in die Chirurgische Klinik gebracht werden. — Der onst sehr brav, aber ich fürchtt, er wird sich mit Ihrem Teckel nicht vertragen." Oh, das mache nichts, wehrt Tante Martha ab, und ihre Augen wundern sich sehr, daß die Pantoffelecke am Ofen leer ist. Sollte da etwa der remde Hund ... Oh, das mache gar nichts. Hunde eien reizende Tiere, und solange der Herr des Hauses in der Nähe fei, greife der Teckel auch feinen erbittertsten Feind nicht an. Um diese Zeit herum habe er sowieso nur Interesse für Herrchens Pantoffeln, ja. Aber du lieber Himmel, nun schlage es chon halb zwei, und man sitze noch nicht einmal! Sonst, wenn die Suppe nicht punkt eins auf dem Tisch stehe, och, dann gebe es ... Da endlich geht die Tür auf, und herein kommt Monika, gefolgt von einem jungen Mann. Sein blondes Haar steht ihm ein bißchen wirr um den Kopf, und an den Hosenröhren hängen ihm noch die Klammern; wahrscheinlich ist er mit dem Rad gekommen, und da Monika jetzt die Deckenbeleuchtung anknipst, kann man auch sehen, wie der Dreck an seinen Seinen hochgespritzt ist. Der junge Mann stürzt auf Tante Martha zu und küßt ihr demütig die Hand. Sie möge verleihen, diese entsetzliche Verspätung sei ihm wirklich sehr peinlich, aber er habe unterwegs eine Patientin getroffen, die vorgestern erst entlassen worden sei, und die noch ein paar Tage in Eigelstein Aufenthalt genommen habe. Tante Martha legt freundlich den Kopf schief: „Ach, wer roar's denn, wenn man fragen darf? Docy nicht die Schwiegertochter von Rietschels?" Nein, die sei noch immer im Sanatorium, sagt der junge Mann, die sei noch nicht so weit, o nein. Aber die junge Nichte von Friedmeiers, die sei's gewesen. Ja, die habe sich prachtvoll herausgemacht. (Eine Freude, wirklich eine Freude... „Erlauben Sie", mischt sich Monika dazwischen und tippt dem jungen Mann leise auf die Schultern, „ich möchte Sie gern mit Fräulein Montwill bekannt machen, Doktor Lenzsch." Der Doktor fährt herum, als habe ihn Monika nicht nur angetippt, sondern empfindlich gepiekt oder gekitzelt. „Wie bitte? Ja, Verzeihung, ich..." Monika zieht ihn am Aermel zu dem Fenster hinüber, vor dem Marga bisher immer noch gesessen hat. „Fräulein Montwill, darf ich vielleicht ...? Herr Doktor Lenzsch — Fräulein Mont- ; will aus Berlin." Um ein Haar wäre Marga her- ausgeplatzt. Sie freut sich schon feit fünf Minuten : auf diesen Augenblick! Da hat sich ja das Schicksal i Vahrhastig einen herrlichen Witz geleistet, ihr aus* Haare. .. Will der Landmann einen feuchten, natürlich nicht gerade unfreundlichen Mai — denn „Maienfroste sind unnütze Gäste" — sehen, so kann ihn auch das frühzeitige Froschgequake nicht erfreuen; heitzt es doch: „Wenn iw Mai die Frosche knarren, (quarren), muh man lang auf Regen harren!" Interessant für den Jägersmann ist dieser Volks- sprach, der über die Tätigkeit des Jägers hinsichtlich Pirsch und Forstvflege im Mai sich verbreitet: „Im Mai soll der Weidmann ausschlafen, aber der Forster soll die Augen nicht zu tun." Der 1. Mai ist — außer Walpurgis — Philipp und Jakob geweiht. Drum sagt man: „Ha'n Philipp uyh Jakobus Regen, so folgt ein reicher Erntefegen." Dn fast allen deutschen Gauen gilt dieser „Ist am 1. Mai Tau gefallen, bedeutet's Segen den Früchten allen!" Rheinischen Ursprungs ist der Reim: „Wer c*n ersten Mai abend setzet Bohnen, dem wird es sich reichlich lohnen!" Immerhin ist der Bauer aerobe in jenen Wochen wegen der Frostgefahr besorgt. Zusammenfassend sagt er für den 4, urtb 10. Mai: „Florian und Gordian richten oft noch Schaden an." Aber — und das weiß auch der Städter gut genug — die heikelsten Maientage sind die der Monatsmitte. Dann kommen die „Qeftr engen ftig minderwertiger Mensch ist, wurde der Straf- milderungsgrund des § 51 Abf. 2 StGB, zugebilligt. Er hat wohl die Fähigkeit, das Unerlaubte seiner strafbaren Handlungen einzusehen, aber die Fähigkeit, nach dieser Einsicht zu handeln, ist bei ihm stark vermindert. Auch bei ihm zeigt die Vorstrafenliste, daß er bei jeder Gelegenheit stiehlt und dabei selbst Dinge entwendet, die für ihn kaum einen Wert haben. Auch er ist ein Gewohnheits- oerbrecber, bei dem die Sicherungsverwahrung im Interesse der Allgemeinheit angeordnet werden mußte. Die Unterbringung in eine Heil- und Pflege- onstalt hätte hierfür nicht genügt; denn der ganze Lebenslauf von Kaffitz zeigt, daß er ein schwacher, leicht beeinflußbarer und, wohl auch durch seine geistige Beschränktheit mitoerursacht, haltloser Mensch ist. Die Unterbringung in eine Heil- und Pflegeanstalt würde daher nicht genügen, um die Oeffentlichkeit im ausreichenden Maße vor ihm zu wahren. Nagel wurden bei der Strafzumessung mildernde Umstände zugebilligt. Dabei war entschei- denü, daß Nagel nur zweimal vorbestraft ist und daß er derjenige war, der am wenigsten bei der Ausführung der Diebstähle mitgewirkt hat. an Aus der engeren Heimat be- etwos Liebe zur Sache und geläuterter, obachtung geschulter Geschmack ergänzen. diese nie ganz trocken werden. Das sind nur einige Winke. Alles übrige muß Be- Der schöne Balkon und seine pflanzen praktische Winke zu Anlage und pflege. so daß die GesamtmitgliederAahl nunmehr 188 . _ trägt. An Eigenkapital sind rund 40 000 Mark vor- Ein- Balkon ist nach der Art seiner Benutzung sowohl Außen- wie Jnnenraum. Ruht er auf Pfosten oder Säulen, die mit ihrem Mauerwerk als Sockel bis zum Erdboden reichen, dann heißt er „Alta n" und bietet die Möglichkeit, ihn vom Garten aus mit Glycinen oder ähnlichen Schlinggewächsen zu begrünen. Stellt ein Balkon die Verbindung verschiedener Räume des gleichen Stockwerks her und zieht er an einer oder mehreren Außenseiten des Hauses entlang, dann spricht man vom „Söller", wie er mit brennendroten Geranien bepflanzt, fast jedes zweite Haus im deutschen Alpengebiet ziert. Ein Erker ist ein allseitig geschlossener Balkon, dessen Blumenschmuck sich besonders an die Architektur anzupassen hat. Die „L o g g i a" (sprich Lodscha) ist ein an einer Außenseite offener Innenraum und ohne Blumen- schrnuck nicht denkbar. Auch die erhöhte, an das Haus angegliederte Terrasse, die man unter Umständen passender „Hauslaube" nennen könnte, gehört zu den Räumen, welche Blumenschmuck verlangen. Balkon, Altan, Söller, Loggia und Terrasse dienen in der guten Jahreszeit den Bewohnern während der Mahlzeiten und Feierstunden zum Aufenthalt in freier Luft. Sie stellen eine geschätzte Erweiterung des Wohnraumes Dar, deren Annchm- lickkeit durch gepflegten Blumenschmuck wesentlich erhöht werden kann. Sie sind zugleich aber aucy ein zierender Bestandteil des Wohnhauses, insonderheit seiner Fassade. Diese aber bedeutet das Gesicht eines Gebäudes. Dieses Gesicht will gepflegt fein. Ein Balkon, den die Sonne den Sommer über ohne Blumenschmuck befcheiift, ist wie ein Bild ohne Rahmen, unvollständig, und wie ein Garten, in dem keine Blupie blüht und dem alles fehlt, was schön ist und seinen Wert bedingt, der Balkon ist dann öde, kahl und unfreundlich. Befindet er sich zudem noch an der Straßenfront, allen Blicken preisgegeben, so wird er, da man ihn nicht verbergen kann, in seiner Leere zum stummen Eingeständnis für die Armut des Besitzers an Schönheitssinn oder an Mitteln für das bißchen Grün und Blumen, welches notwendig wäre, diesen Mangel abzustellen. Andererseits verdient hervor- gchoben zu werden, wie der mit Blumen begrünte Balkon den ganzen, Sommer über die Bewohner erfreuen kann, zugleich auch dem Haus und damit dem Gesamtbild der Straße zur Zierde gereicht. Nicht unerwähnt sollen die erzieherischen Werte- 'bleiben, die im Zusammenhang mit einer gewissenhaften Blumenpflege bei b-tr Heranwachsenden Jugend darin bestehen, daß sie zur Erfüllung einmal übernommener Pflichten angehalten werden können, weil die Blumen selbst es sind, welche jede Vernachlässigung rechtzeitig melden. Diese Erkenntnisse sind von hohem Wert. Sie haben bereits dazu geführt, daß schon bei der Planung eines Wohnhaus-Neubaues das Anbringen und sturmsichere Befestigen von Balkonkästen ms Auge gefaßt und nachher auch praktisch durch- gesuhrt wird. Nicht selten sind die aus Eisenbeton hergestellten Brüstungen mit geeigneten Vertiefungen versehen, in welche nur die passende Erde ein- gefüllt zu werden braucht, um die Pflanzen aufnehmen zu können. Wo das nicht der Fall ist, soll man mit Fensterkästen von 18 Zentimeter Breite und Tiefe (im lichten gemessen), bei 80 Zentimeter Länge rechnen. Sie müssen, besonders an der Straße, unbedingt sicher befestigt sein. Schon aus diesem Grunde sind einzelne Töpfe zu vermeiden. Sie sind aber auch sonst noch unpraktisch, weil sie zu wenig Erde fassen und im Sommer stark austrocknen, wodurch viel Arbeit entsteht, die bei Gebrauch von Kästen vermieden werden kann. Ihr Anstrich ist nicht nebensächlich. Wie die ganze Anordnung, hat er sich nach dem Hause zu richten. Die Farbe darf niemals auf Kosten der Blumenhanden, dieser Betrag kann als sehr, günstig bezeichnet werden. Nach dem Reoisionsbericht wurde dem Vorstand und Aufiichtsrat Entlastung erteilt. Aus dem Revisionsbericht war zu entnehmen, daß die Kassengeschäfte einwandfrei geführt wurden. Die satzungsmäßig ausscheidenden Mitglieder Magnus als Vorstandsmitglied, sowie Leun und Klotz als Auffichtsratsmitglieder wurden einstimmig wiedergewählt. Als neues Mitglied in den Vorstand wurde Wilhelm Ludwig L u h einstimmig gewählt. Bedingt durch die Steigerung der Spareinlagen wurde die Passiokreditgrenze auf 300 000 Mark erhöht. Nachdem der Rechner noch verschiedene Ausführungen über den Geschäftsbetrieb gemacht hatte, schloß der Aufsichtsratsvorsitzende den offiziellen Teil der Versammlung mit dem Gruß an den Führer. # Daubringen, 29. April. Der Spar» und Vorschuß-Verein Daubringen hielt seine Jahreshauptversammlung ab. Geschäftsbericht und Jahresrechnung ließen einen weiteren Aufstiea der Kaffe erkennen. Die Spareinlagen beliefen sich am Bilanztag auf 183 308 Mark, die Aktiven ver- zeichneten 213 430 Mark, die Passiven 212 227 Mk. Der Schule wurden für bewiesenen Sparsinn der Kinder 50 Mark zugewiesen. Mitglied Henkel wurde zum stellvertretenden Direktor und aus dem Aufiichtsrat in den Vorstand berufen. Der Anfiichtsrat wurde durch Mitglied Hermann ergänzt. — In der jüngsten Gemeinderotssitzung, wurde über die Erweiterung des Friedhofs beraten. Mit anliegenden Grundstücksbesitzern wurde bereits in Verhandlungen eingetreten. — Unser Mitbürger, Zugführer Heinrich Wagenbach und Frau Margarethe, geb. Walter, konnten dieser Tage das Fest der silbernen Hochzeit feiern. # Mainzlar, 30. April. Der Schlosser Wilhelm Pfeiffer konnte am gestrigen Freitag auf eine 25jährige Tätigkeit in den Didierwerken zurückblicken. Aus diesem Anlaß fand im Schlosserwirkung hervortreten. Schon darum vermeide man alle grellen Gegensätze. Wirklichen Genuß bietet ein solcher Balkonschmuck seiner Pflegerin jedoch nur dann, wenn die Blumen eine besondere Ueppigkeit zeigen und diese hängt zum Teil mit der Wahl der richtigen Erde zusammen. Es darf darum in dieser Hinsicht nicht am Pfennig gespart werden. Die reine Mistbeet- und Lauberde, wie man sie beim Gärtner kauft, auch die schwarze Walderde, sind unvermischt zu leicht. Die Wurzeln finden in solcher Erde nicht den festen Halt und das Wasser läuft zum großen Teil beim Begießen schnell unten wieder ab. Man soll daher außer etwas Sand, auch einen Teil alten Lehm vom Abbruch alter Gebäude, sonst Rasenerde von verwesten Rasenschollen aus guten Wiesen darunter mischen, auch genügend fest pflanzen. Als Vorratsdünger gebe man auf den Inhalt eines Kastens von der angegebenen Größe zwei Hände knapp voll Hornmehl und zwei Liter Biohum. Mehr nicht. Das genügt für das erste Wachstum vollkommen. Wenn nach der Entwicklung des Blattwerks gegen Ende Juni das Blühen einsetzt, beginnt die wöchentliche Nachdüngung mit Blumen- dünaer in flüssiger Form 2 Gramm auf den Liter Wasser. Zusätze von künstlichen Düngemitteln, besonders solche mit hochkonzentriertem Ge- halt unter die Erdmischungen sind unter allen Umständen zu vermeiden. Es gibt sonst kranke Wurzeln. Unübertreffliches Pflanzmaterial liefern die neueren Scharlachgeranien in den verschiedenen Färbungen von reinem Weiß über rosa, ziegelrot und bis zum tiesdunklen Ton des Rotweins. Auch in den Hänge- oder Efeugeranien ist die Auswahl der Farbentöne reichhaltig. Man verwendet die letzteren gern an die vordere Reihe, wo sie herabhängend, bald den Kasten decken und fetzt die aufrecht wachsenden dahinter. Die andern Hauptpflanzen für Balkonschmuck, die billiger heranzuzieh^n und zu beschaffen sind, bestehen in den einfach blühenden Petunien. Sie entwickeln bei gewöhnlicher Pflege, wenn sie volle Sonne und etwas Windschutz genießen, eine erstaunliche Fülle von Blüten. Läßt der Flor nach schlechtem, kalten Wetter etwas nach, dann braucht man nur leicht zu düngen und die wiederkehrende Sonne wird sie neu beleben. Es muß aber gesagt sein, daß in ungünstigen Sommern die Geranien sich widerstandsfähiger zeigen. Für sonnenarme Nordlagen eignen sich außer Fuchsien noch Hortensien, Efeu, grün- und buntblättrige Tradescantien und härtere Blattpflanzen des Zimmers. An Schlinggewächsen ist die blaue Glockenrebe (Cobaea scandens), Passionsblumen, Zierspargel und in größeren Gefäßen noch Edelwicken als allgemein geschätzt, zu empfehlen. Man vermeide alles, was der Architektur des Hauses widerspricht. Das ist einmal das unruhige Durcheinander, wie es die eifrigsten Liebhaber fertig bringen, die jede Schönheit nur in der Einzelpflanze sehen, um dabei die Gesamtwirknng aus den Augen zu verlieren. Dann beschränke man sich auf wenige, mit einander harmonierende Farben. Jedes Rot, das Spuren von Blau errchält, gibt mit anderem Rot, in dem Gelb enthalten ist, einen schreienden Mißton. Die beliebten blauen Petunien wirken für sich zu tot, wie überhaupt Mau der Fernwirkung entbehrt. Prächtig ist das helle Rot der Petunie Himmelsröschen, das auch vielen anderen Sorten eigen ist. An Stellen, die den Winden stark ausgesetzt sind, vermeide man die hochwüchsigen Petunien. Wer Kapuzinerkresse als Balkonschmuck verwenden möchte, belasse pon der ausgehenden Saat nur wenige Pflanzen und laste Landkreis Gießen. * W i e s e ck, 1. Mai. Der hiesige 28 Jahre alte Fuhrmann Karl Becker erlitt durch einen Sturz eine starke Beckenprellung und mußte in ärztliche Behandlung nach Gießen gebracht werden. K Steinbach, Mai. Am heutigen Tage feiert der älteste Mann unserer Gemeinde, Herr Johannes Balser L, Landwirt und früherer Pflasterer, seinen 8 2. Geburtstag bei großer geistiger und körperlicher Frische. Seme Ehefau, mit der er am 7. April 57 Jahre verheiratet war, steht im 81. Lebensjahre. — Am 3. Mai feiert Frau Marie S e r t h W w e., geb. Petri, ihren 7 5. Geburtstag. □ Großen-Linden, 29. April. Die hiesige Spar- und Darlehnskasse hielt bei Mit- glied Ernst Pirr untet Leitung des Aufsichtsratsvorsitzenden Johannes Leun IX. ihre ordentliche Ge- neralversammlung ab. Der Aufsichtsratsoorsitzende gedachte zunächst der im Geschäftsjahr 1937 verstorbenen Mitglieder. Rechner W e i ß erstattete sodann den Geschäftsbericht und die Bilanz für das Jahr 1937. Die Bilanz wies einen Reingewinn von 2819 Mark auf, der auf Vorschlag wie folgt verteilt wurde: 5% v.H. Dividende auf Geschaftsgut- haben der Genossen 680 Mark, Reservefonds 1100 Mark, Betriebsrücklage 938 Mark, Volksschule Gro- ßen-Linden 40 Mark, Kleinkinderschule Großen-Linden 30 Mark, Verein für das Deutschtum im Ausland 30 Mark. Das Winterhilfswerk wurde ebenfalls mit einem monatlichen Beitrag bedacht. Die Spareinlagen wiesen trotz der Rückzahlung von 42 624 Mark eine Steigerung von 21 350 Mark auf. Alle vertretbaren Kredite konnten bewilligt werden. Das Bankguthaben bei der Landesbauernkaste hat sich von 4000 Mark auf 12 000 Mark erhöht. Der Jahresumsatz stieg von 240 000 Mark auf 550 000 Mark. Die Einlagen der Schulsparkaste und der Kartenverkauf steigerten sich ebenfalls ganz erheblich. An neuen Sparbüchern wurden im vergangenen Geschäftsjahr 47 ausgegeben. Im gleichen Zeitraum wurden zehn neue Mitglieder aufgenommen, aufenthaltsraum ein Appell der Schlosser zur Ehrung ihres Arbeitskameraden statt. Der Betriebsführer sprach herzliche Glückwünsche aus. Werkscharführer R e e h überreichte dem Jubilar im Auftrag der Kameraden ein Geschenk. § Allendorf (Lumda), 28. April. Am Sonntag hielt der Spar- und Dorschußverein seine jährliche Generalversammlung ab. Erschienen waren 177 Mitglieder. Die Bilanz per 31. Dezember 1937 enthält u. a. an Aktiva in laufender Rechnung 127 843 Mark, Hypotheken 180 039 Mark, Schuldscheindarlehen 56 073 Mark. In Passiva: laufende Rechnung 36 048 Mark, Spareinlagen 325 240 Mark, Geschäftsguthaben 20 026 Mark, Reingewinn 791 Mark. Die Bilanz schließt beiderseitig ab mit 431465 Mark. Gesamtumsatz 1937 3913 955 Mark. Die Gewinn- und Verlustrechnung weist in Ein- nahme und Ausgabe 24 834 Mark aus. Vorstandsmitglied Ludwig Becker, welcher die Versammlung leitete, erstattete den Geschäftsbericht. Der Zugang an Mitgliedern betrug 28, der Abgang durch Tod 5 (darunter der seitherige Direktor Christoph Formhals), infolge Kündigung und Wegzug 10. Die Mitgliederzahl betrug Ende 1937: 305. Die verstorbenen Mitglieder wurden durch ein stilles Gedenken geehrt. Im vergangenen Geschäftsjahr kamen 93 neue Sparbücher zur Ausgabe. Der Kleinsparoerkehr hat sich erfreulich entwickelt. Die Verlesung des Revisionsberichtes geschah durch den Aufiichtsratsvorsitzenden Rein. Die Jahresrechnung 1937 wurde von dem Rechner D ö l l vorgetragen. Die Spareinlagen haben sich im Berichtsjahre um rund 14 000 Mark erhöht. Von den Mitgliedern wurden keine Einwendungen erhoben. Dem Vorstand wurde Entlastung erteilt. Bei den Ersatzwahlen wurde das seitherige Vorstandsmitglied Ludwig Becker als Direktor und Kaufmann Karl Reuning in den Vorstand gewählt. Oberrevisor Hartmann hielt dann einen lehrreichen Vortrag über den Stand der Kasse und über das Genossenschaftswegen. Nach dem üblichen Schluß der Versammlung folgte ein gemütliches Beisammensein. < Holzheim, 29. April. Die hiesige Landwirtschaftliche Kredit-, Bezugs- und Abfatzgenossenschaft hielt ihre Generalversammlung ab. Der Vorsitzende des Aufsichtsrates, Landwirt W. P. Jung, leime die Versammlung. Der Geschäftsbericht, von Rechner Buß erstattet, zeigte eine weitere Aufwärtsentwicklung der Kasse. Der Umsatz hat sich um eine Viertelmillion auf 1300 000 Mark erhöht. Die Einlagen stiegen um rund 20 000 Mark auf 273 000 Mark. Die Schulsparkaste und der Sparkartenoerkauf erbrachten 5115 Mark neue Einlagen. Die Ausleihungen betragen 304 000 Mark, im abgelaufenen Jahr konnten 22 000 Mark neue Ausleihungen bewilligt' werden. Von den Mitgliedern wurden für 42 600 Mark Waren bezogen, während für 37 000 Mark Getreide und Kartoffeln abgesetzt wurden. Durch die Saatgutreinigungsanlage wurden 800 Zentner Saalgetreide gereinigt und gebeizt, mit der im vorigen Jahr neu angeschafften Dämpfkolonne wurden rund 3000 Zentner Kartoffeln gedämpft. Die Mitgliederzahl beträgt jetzt 187. In der Generalversammlung waren 175 Mitglieder anwesend. Vom Reingewinn wurden 1500 Mark dem Reservefonds überwiesen. Für den zurückgetretenen Direk- tor Klotz wurde der stellvertretende Direktor Ohly gewählt, für diesen wurde zweiter Direktor B. W. Klotz, das satzungsgemäß ausscheidende Vorstandsmitglied W. A r ch wurde wiedergewählt; in den Aufsichtsrat wurde der Ortsbauernsührer Hch. Kuhl neugewählt. Bücheriisch. — Alexander von Gleichen-Ruß- wurm: „Der Wunderdokto r." Von der Heilsehnsucht der Jahrhunderte. Preis gebunden 4,80 Mark. Verlag Literarisches Institut P. Haas & Cie., Augsburg. — Der bekannte Kulturphilosoph zeigt hier eine Geschichte der Heilkunde in Wechselwirkung mit jenem Mystizismus, der Scharlatane, Goldmacher und Volksverführer aller Art hervorgebracht hat, der aber andererseits auch die Schulmedizin immer wieder anregen mußte, den Ursachen dieser geheimnisvollen Macht nachzugehen. Das mit interessanten zeitgenössischen Bildern ausgestattete . Buch gibt in einem fesselnden Streif zu g durch die Jahrhunderte anregende Einblicke in''Zusammenhänge und Wechselwirkungen zwischen Wundertätigkeit und wissenschaftlicher Forschung., L. — „Vater und Soh n." Noch 50 lustige Streiche und Abenteuer, gezeichnet von E. O. Plauen. Im Deutschen Verlag, Berlin. — (113.) — Dies ist nun schon der dritte Band mit den populären Abenteuern der Firma Vater und Sohn, und man muß die unerschöpfliche Phaiüasie des Zeichners Plauen bewundern, der das Paar erfunden hat. Es find hier wieder eine Menge der kuriosesten und lustigsten Bildergeschichten vereinigt, die sich ohne Worte von selbst erklären und großen wie kleinen Leuten eine vergnügte Stunde bereiten werden. Das Schönste daran ist vielleicht dies, daß man immer wieder spürt: der Mann, der das gemacht hat, ist nicht nur ein Zeichner, sondern auch selber ein Vater. Sicher ist er ein guter Vater seines kleinen Sohnes. hth. Wirtschaft. Rhein-Mainische Börse. Freundlich. Frankfurt a.M., 30.April. An der Wochenschlußbörse entwickelte sich nur kleines Geschäft, da sich der Auftragseingang in engen Grenzen hielt. Die Haltung war weiterhin freundlich, und am Aktienmarkt ergaben sich zumeist kleine Erhöhungen. Die feste Haltung einiger Sperrmarkwerte gab etwas Anregung. IG. Farben befestigten sich bei etwas größeren Umsätzen auf 158,25 (157,50) und Reichsbank stiegen auf 198 (197,50). Von Montanwerten erhöhten sich Verein. Stahl auf 111 (110,75) und Hoesch auf 115,25 (115), während Rheinstah lauf 147,50 (148) abbröckelten. Auto- und Maschinenaktien kamen bei kleinem Geschäft zumeist 0,25 bis 0,50 v. H. höher an. Elektroaktien lagen nicht immer voll behauptet,' Deutsch-Atlanten 122,75 (123,65), Gesfürel 150,50 (151). Im einzelnen notierten Berger Tiefbau mit 159 (158,50). Westdeutsche Kaufhof mit unverändert 109,25, Conti Gummi mit unverändert 207,75, AG. für Verkehr mit unverändert 139,25, hingegen Bemberg mit 149,75 (150,50). Von Renten gingen Reichsbahn-Vorzugsaktien 0,13 v. H. zurück auf 130,25. Am Pfandbriefmarkt wurden Goldpfandbriefe zumeist repartiert. Liquidationswerte wichen nur unbedeutend ab. Auch Stadt- und Staatsanleihen zeigten bei ruhigem Geschäft zumeist die gestrigen Kurse. Etwas niedriger die beiden Frankfurter mit 99,40 (99,75). Im Frei- oerkehr ermäßigten sich Kommunat-Umschuldung auf 96,15 (96,20), Späte Schuldbuchforderungen unverändert 99,75. Auch im Verlaufe erfuhr das Geschäft keine Ausdehnung, und die Kurse blieben größtenteils unverändert. IG. Farben waren bei verhältnismäßig lebhaftem Geschäft weiter erhöht auf 159,75 nach 158,25, während sonst kaum zweite Notierungen erfolgten. Die später notierten Werte lagen uneinheitlich. Weiter fest lagen Hanfwerke Füssen mit 140 (138,25). Von Zellstoffwerten erhöhten sich Feldmühle auf 145,50 (144,25), hingegen Aschaffenburger Zellstoff 136 (136,75). Niedriger lagen u. a. Daimler mit 152 (152,75). Im Freiverkehr waren Dingler etwas belebter mit 96,50 bis 97,50 (96), Elsass. Bad. Wolle erholten sich auf 88 bis 90 (87). Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Hohe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 4 v. H., Lombardzinsfuß 5 v. H. Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a Hl. Frankfurt a. M. Berlin Frankfurt a. M. Berlin Schluß- kurs Schlußk. Abendbörse Schlußkurs Schlußk Mittag börse Schluß- kurs Schlußk. Abend börse Schlußkurs Schluß^ Mittag, börse Darum 29.4. 30-4 29.4 30.4. Damm 29.4. 30-4 29-4 30-4. 6% Deutsche ReichSanlethe v. 1927 101,9 102 102 102 Accumulatoren-Fabrtk.......14 — — — — 4% Deutsche Reichsanl. von 1934 99,3 99,3 99,3 99,3 Aschaffenburg Zellstoff........6 136,75 136 136,5 136,25 *yi% Deutsche RetchSschatzanwet- Bemberg.................. 0 150,5 149,75 151 150 ■■■ — ~ — Tefilin R 164 164,5 164 164,75 4%% Deutsche ReichSschatzanwei f Buderus Eisen...... 5 124,5 122 120,25 122,5 fangen von 1935, 11. Folge ... 99,7 99,7 99,7 99,7 Gement Heidelberg........... 8 159,75 160 —— —— 4%% Deutsche Reichsschatzanwei Conti Gummi.............. 14 207,75 207,75 208 207,5 fangen von 1939, 111. Folge .. — — 99,75 99,75 Daimler Motoren..........6y2 152,75 152 152,25 152 5%% Doung-Anleihe von 1930 .. — 103,75 104,13 104,13 Dessauer Gas ............... 6 — — 125,75 126 4%% Hessische Volksstaat von 1929 101 101 101 — Deutsche Erdöl.............. 6 146 146 146 146,5 4yä% Deutsche Reichspostschatz von Deutsche Gold- und Silber .... 9 248,5 248,5 —— 1934 1...................... 100,6 100,6 « — 177,75 178 5 178 4%% Deutsche Reichsbahnschatz Elektrische Lieferungen........6 123,5 124 124 124 100 100 100 100 143,5 144 144 144 5 132,75 132,65 132,6 132,6 157,5 159 .75 157 65 Oberhessen Provinz-Anleihe mil Feiten & Guilleaume.........6 141,75 141,5 141,65 14b 75 AuSlos.-Rechten.............. —— — — Gesfürel....................7 151 150,5 150,75 151 4Yt% Hess. Landesbk. Darmstadt Th. Goldschmidt ............. 7 — — — 148 Goldpse. R. 12.............. 100 100 100 - Grilmer Maschinen........... 0 50,25 _ 49 5 5y,% Hess. Landes-Hyp.-Bant Harpener................. 4% 169,25 — 170 165 101 101 — Hoesch Eisen................. 5 115 115.25 114 75 4fc% Preuß. Landespfdbr.-Anst Philipp Holzmann........... 8 166,75 166,5 167 166 Goldpse. R. 19.............. 100 ioo 100 100 Ilse Bergbau................ 7 —— — 157,5 4/2% Preuß. Gold-Komm. R. 20 100 100 100 100 Ilse Genüsse................ 7 137,75 — 138 138,25 4yz% Darmstadter Komm.-Lan Kali Aschersleben............ 4 — — 110 110 99,75 99,75 ■ _ 122 F5 Deutsche Komm.-Sammel-Anleihe Kokswerke und Chemische Fabrik 7 — 161 161,25 Auslos.-Rechte I.............. 138,75 — 138,9 138,9 Lahmeyer..................6 135 135,5 135,75 135,75