Nr. 281 Erstes Blatt 188. Jahrgang Donnerstag, 1. Dezember 1938 Erscheint täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Siegener Familienblätter Heimat im Bild • Die Scholle Monats-Bezugspreis: Mit 4 Beilagen RM. 1.95 Ohne Illustrierte „ 1.80 Zustellgebühr . . „ -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Zernsprechanschlüsse unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Gießen Postscheckkonto: Sronlfurt am Main 11688 Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: vrühlsche Univerfitätrdruüerei ».Lange In Sieben. Schrlstleitung und Geschäftsstelle: Schulftratze ? Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis8^/,Uhrdes Dormittags Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Npf., für Text- anzeigen von 70 mm Breite 50 Npf.,Platzvorschrift nach vorh.Dereinbg.25"/o mehr. Ermäßigte Grundpreise: Stellen-, Vereins-, gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Npf., Familienanzeigen, Bäder-, Unterrichts- u. behördliche Anzeigen 6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B Ein Generalstreik, -er keiner war. Am Vorabend des 30. November hatte der französische Ministerpräsident die Streikhetzer als Ausführungsorgane Moskaus angeprangert und diese Streikbewegung als gegen den Frieden und gegen seine Außenpolitik gerichtet erklärt. Die Bedrängnis läßt die Franzosen oft unverhüllte Worte sagen, die sie sonst mit Rethorik umgeben. Daß die Worte des Demokraten und früheren Volksfrontmintsters Daladier ins Schwarze trafen, daß er die gesamten Machtmittel des Staates anwenden mußte, um den Anschlag der Gewerkschaften unter Moskaus Führung zu brechen, hat der Verlauf des 30. November bewiesen. Die vom Gewerkschaftspapst Johaux aufgehetzten, vom Kommunisten Thorez mit moskowitischem Haß erfüllten, von ßeon Blum im gesamtjüdischen Interesse gegen die Münchener Politik als Sturmbock benutzten Massen haben trotz 'aller Hetze zu einem guten Teil der Parole Moskaus einen Korb gegeben. Dieser Generalstreik war kein Generalstreik ... Die marxistisch-gewerkschaftliche Nebenregierung hat eine sehr ernste Niederlage erlitten. Heber die Notverordnungen Daladiers und seines sehr weit im kapitalistisch-liberalen Lager stehenden Finanz- •miniftets Reynaud entscheidet nur das Parlament. Diese Lage war von vornherein gegeben, und alle Versuche, den Willen dieses Parlaments zu beeinflussen, die Regierung ohne Parlament durch den Generalstreik zu stürzen, waren revolutionäre und ungesetzliche Akte, die zur schärfsten Abwehr aufrufen mußten. Als Clemenceau, der einst unbeschränkte Meinungs-, Versammlungsund Revolutionsfreiheit gepredigt, 1907 Ministerpräsident war, verhinderte er die marxistische Maifeier mit ihrem Reoolutionsgeschrei dadurch, daß er Paris in ein Kriegslager verwandelte genau wie Daladier am 30. November 1938. Die Methode, die streikenden Eisenbahner und sonstigen Angestellten der Verkehrsunternehmen, unter Kriegsrecht zu stellen, hat zum ersten Male der sehr linksgerichtete B r i a n d 1910 angewandt, der damit den Streik zerbrach. Clemenceaus Wort in der Kammer, die ihn wegen feiner Haltung angriff: „Jetzt stehe ich auf der anderen Seite der Barrikade", besagte eigentlich: Als Staatsmann muß ich die Mittet verwerfen, die ich als Demagoge den Massen empfahl. Das kennzeichnet die Mentalität der Demokratie, die, angegriffen, nicht anders tarnt, als sich mit gänzlich „undemokratischen" Mitteln zu verteidigen und der Gewalt der Anarchie die Macht des Ordnungsstaates entgegenzusetzen. Daß Daladier nicht auf die marxistischen Arbeiter schießen lassen wollte, ist natürlich, daß dieser Mann aus dem Volke alles tun wird, um die „autoritäre Demokratie" zu wahren, ist offenkundig, aber er wird mit den Parteien der Ordnung ganz von selbst in eine Richtung gedrängt, die sich für das konservativ gerichtete Frankreich (konservativ nicht im Parteisinne, sondern im Sinne der Erhaltung des Bestehenden) einsetzen muß. Diese g*oße politische Linie verträgt keinen Kompromiß mit dem internationalen Marxismus und Kommunismus, der von der Judäokratie Moskaus gelenkt wird. Genau so wie 1933 in Deutschland die Unsinnigkeit der These erwiesen wurde, man könne in Deutschland „nicht gegen die Sozialdemokratie regieren", so hat sich jetzt in Frankreich nach vielen Regierungen der Kuhhandelspolitik zum erstenmal erwiesen, daß gegen die „Volksfront" sogar mit nicht allzugroßer Mühe vorgegangen werden kann. Eine besondere Ironie des Schicksals will es, daß Daladier den innerpolitisch getarnten Moskauer Generalstreik-Putsch m i t derselben Verordnung vom 6. Juni 1936 niederhielt, die er, damals Verteidigungsminister im ersten Volksfrontkabinett Blum, auf Bitten dieses selben Juden Blum zu.dessen Schutz gegen die Kommunisten geschaffen hat! Dieser selbe Blum schwatzt heute gegenüber der von ihm damals erbetenen Verordnung von „Illegalität" und greift in echt jüdischem Dreh zu einem so verzweifelt-albernen Mittel, die Kammer „einzuberufen", wodurch er selbst in aller Öffentlichkeit illegal handelt! — Die eigentliche Bedeutung des Sieges her Regierung Daladier liegt, in größerem Rahmen gesehen, nicht etwa nur in der Zerschlagung des Generalstreiks. Dieser war eigentlich schon zu einer bloßen Episode her ab gesunken, als er kaum begonnen hatte. Der unbestreitbare Erfolg Daladiers liegt vielmehr darin, daß zum ersten Male seit Beginn der „Volksfront" in Frankreich, also seit dem Juni 1936, zum ersten Male eine französische Regierung ernstlich der Mitregiererei und Einmischung Moskaus die Spitze geboten hat. Daraus geht bereits hervor, daß es sich bei dem Sieg der Regierung Daladier über die von Moskau aus ferngelenkte Volksfront mit all ihren gewerkschaftlichen und kommunistischen Hilfsvölkern nicht nur um einen innerpolitischen, sondern auch um einen — mindestens ebenso bedeutsamen! — außenpolitischen Erfolg handelt. Entscheidend bleibt die Tatsache, daß eine mit allen Mitteln von Moskau gestellte Kraftprobe in Gestalt eines Angriffs gegen die Regierung mit ultimativem Charakter von dieser selben '-Regierung mit staatlichen Mitteln auf eine Weise nieber-- ge körn pst worden ist, wie sie vor der Münchener Viermächtebesprechung in Frankreich noch nicht denkbar gewesen märe. Wiederum hat Frankreich eine Lehre darüber erhalten, was es von seinem Moskauer Bundesgenossen zu erwarten hat. Anderseits hat sich die tatsächliche Machtlosigkeit der „Volksfront" 'genau fo erroiefen wie die Unfähigkeit des fowietrussifchen „Militärkolosses" in der tschechischen Krise, als es die Bündnisfahigkeit Sowjetrußlands praktisch zu Italien hatte in der Geptemberkrisis mobil gemacht. Aufschlußreiche Darlegungen des italienischen Außenministers Graf Ciano über die Vorgeschichte des Münchener Abkommens. Rom, 30. Nov. (DNB.) Außenminister Graf Ciano sprach bei der Eröffnung der Winter- tagung der italienischen Kammer im Beisein des Duce über die Entwicklung der europäischen Lage in den letzten Monaten. Graf Ciano ging zunächst auf die tschecho-slowakische Krise ein. Er habe schon am 18. Dezember 1937 dem damaligen tschecho-slowaki- schen Gesandten in Rom, Chvalkovsky, den Rat gegeben, rasch nach einer freien Verftändi - a u n g mit Berlin, Warschau und Budapest zu suchen, bevor die Tschecho-Slowakei von dem unaufhaltbaren Ablauf der Ereignisse dazu gezwungen werde. Es märe ein großer Fehler, sich auf die kollektive Sicherheit der Genfer Entente bzw. auf Freundschaften von geographisch abgelegenen Ländern zu verlassen. Nach einer Schilderung der in Europa zunehmenden Spannung hob Graf Ciano den ehrlichen und mutigen Entschluß Chamberlains hervor, der durch seine erste Deutschlandreise einen ersten Lichtschimmer brachte, mährend die verständnislose starre Haltung der Prager Regierung die Lage mehr und mehr verschärft habe. 3n diesem Augenblick habe der Duce die Haltung Italiens endgültig festgelegt und ihn. Ciano, beauftragt, sie der Berliner Regierung bekannlzugeben: „Denn der Konflikt zwischen Deutschland und der Tschechoslowakei lokalisiert wird, so wird die Haltung Italiens einer neuen Prüfung unterzogen werden. Wenn sich aber der Konflikt verallgemeinern sollte und wenn ihn die antifaschistischen Kräfte zum Vorwand nehmen sollten, um eine Koalition ideologischen Charakters gegen das nationalsozialistische Deutschland zuslandezubringen, dann würde es keine Alternative oder Zweifel mehr für Italien geben. Italien werde sich in diesem Falle seinerseits bedroht fühlen und feine Kräfte an der Seite der deutschen Kräfte aufmarschieren lassen." Dieser Entschluß sei dem italienischen Volk und der ganzen Welt vom Duce in seiner Triester Rede bekanntgegeben worden. Am 22. September habe eine zweite Unterredung zwischen dem Führer und Chamberlain in Godesberg stattgefunden. Von deutscher Seite sei der Negierung in Rom sofort mitgeteilt worden, daß Die Dinge schlecht ständen. Am folgenden Tage habe man sich in Godesberg auf einen schriftlichen Verkehr beschränkt, ein Zeichen für die ernster werdende Lage. Arn Sonntag, dem 25., habe im Zuge des Duce eine Unterredung zwischen ihm und einem Sonderbeauftragten des Führers stattgefunden, der im Flugzeug von München nach Venedig gekommen fei. Er habe ausführliche, wenn auch streng vertrauliche Mitteilungen gebracht und den Dank der Reichsregierung und des deutschen Volkes für die von Italien eingenommene Haltung erneuert. Am Montag, dem 26., fei ein neuer Hoffnungsschimmer aufgetaucht mit der Nachricht, daß Herr Wilson auf Anregung Chamberlains eine Reise nach Deutschland unternehme. Das sei jedoch nur eine flüchtige Hoffnung gewesen, und dieLagehabebegonnen, sich zu überstürzen. Da die Tschecho-Slowakei den von Deutschland festgesetzten Zeitpunkt vorn 1. Oktober nicht abgemartet habe, um ihre Ablehnung der deutschen Forderungen bekanntzugeben, habe der Führer den Termin auf den 28. September, 14 Uhr, vorverlegt. Von dieser Stunde an hatte Deutschland seine Handlungsfreiheit wieder und beabsichtigte, unverzüglich zu handeln. Die italienische Mobilmachung unter der persönlichen Leitung des Duce habe am 27. September begonnen. Da über das angebliche Ausbleiben militärischer Maßnahmen durch Italien viel geredet und diskutiert worden sei und man daraus gewisse Schlußfolgerungen habe ziehen wollen, sei es wohl angebracht, öffentlich bekanntzugeben, welcher Art und welchen Umfanges die von Italien getroffenen Maßnahmen tatsächlich gewesen seien. Ls wurden die Grenzschuhtruppen der West- fr o n t auf Kriegsstärke gebracht; die Luftabweh r in Piemont, Ligurien, und an der ganzen tyrrhennischen Küste mobilisiert; die E i n b e - Australischer Anschlag aus Kaiser-Wtthelm-Land? Verlegung der Hauptstadt des Mandatsgebiets soll Vorwand zur Vereinigung mit australischem Gebiet Neu-Guineas geben. Unter dem Vorwand, eine neue Hauptstadt für das vulkanisch gefährdete Ra bä ul auf Neuguinea wählen zu müssen, beabsichtigt die australische Regierung, das Mandatsgebiet, das Laiser-Wilhelm-Land auf Neuguinea, mit dem dortigen eigenen Gebiet Papua verwaltungsmäßig zusammenzulegen und die deutsche Kolonie einfach zu annektieren. Es handelt sich um ein Gebiet von 240 000 Quadratkilometer mit etwa 500 000 Menschen (etwa 2,1 auf einen Quadratkilometer), darunter knapp 4000 Weihe. Bekanntlich hat schon ein ähnlicher Versuch gegenüber einem deutschen Kolonialgebiet in Afrika derartige Erregung im Lande des rechtmäßigen Besitzers und solches Aufsehen in der Welt verursacht, daß der betreffende Mandatar schließlich seine Absicht offiziell dementieren muhte. Die australische Regierung geht allem Anschein nach in Uebereinstimmung mit der — amerikanischen Regierung vor, deren Imperialismus ein gebietswähiges Wiederauftreten Deutschlands im südlichen Pazisik als unbequem empfindet. Wie sich die englische Regierung zu den Plänen des australischen Dominions stellen wird, ist bisher nicht bekannt. Wie uns dazu unser Londoner G. T. - Korrespondent berichtet, handelte es sich ursprünglich lediglich um den Plan, die Hauptstadt des Mandatsgebietes Neuguinea von Rabaul nach S a 1 a u m a zu verlegen. Eine solche bloße Verlegung der Hauptstadt wäre nicht ohne Beispiel in der Geschichte Neuguineas, dessen Verwaltungszentrum schon in deutscher Zeit mehrfach gewechselt hatte. Der erste Regierungssitz der Kolonie mar Finschhasen auf Kaiser-Wilhelm-Land, roo die mit Backsteinen eingefaßten bescheidenen Gräber des ersten deutschen Landeshauptmannes und seiner Frau an die ersten Jahre der Kolonie erinnern. Beide maren, zusammen mit anderen deustchen Pio* nieren, Opfer einer Malaria-Epidemie, die nur ein paar der ersten deutschen Siedler auf Neuguinea verschonte. Diese menigen flohen, um das Jahr 1890, nach Madang, das dann zum Sitze der deutschen Kolonialverwaltung wurde. Während Finschhafen nur noch eine Missionsstation ist, ist Madang auch heute noch eine größere Siedlung, in der noch alles an die deutsche Zeit erinnert. Warum die deutsche Verwaltung Anfang des Jahrhunderts vom Festland nach K o k o p o auf Neupommern im Jnsel- archipel übersiedelte, ist heute unbekannt. Wahrscheinlich genügte der Hafen von Madang den Ansprüchen nicht mehr. Aber Kokopo, wo die Schiffe auf offener Reede ankern mußten, mar in dieser Beziehung auch kein merklicher Fortschritt, und so zog der deutsche Gouverneur schließlich, einige Jahre vor dem Kriege, nach Rabaul, in dessen großer Bucht sämtliche Kriegsflotten der Welt ankern konnten. Abe/ auch Rabaul hatte einen Nachteil: d i e Nähe tätiger Vulkane, deren Grollen Erdstöße zu Erscheinungen des täglichen Lebens machten. Die Deutschen fanden sich damit ab, und auch die Australier gewöhnten sich bald an das Beben der Erde, mie sie sich an alles gemöhnten, mas die vertriebene deutsche Verwaltung und die deutschen Siedler ihnen hinterlassen hatten. Das ging so lange, bis Anfang vorigen Jahres die Vulkane Rabaul mit .einem Aschenregen überschütteten und nach diesem Auftakt einige Monate später die Australier im wahrsten Sinne des Wortes ausschwefelten, so daß die Mandatsbehörden nunmehr gezmungen maren, sich nach einer neuen Hauptstadt umzusehen. Sie hätten nach Madang zurückkehren und an die alte deutsche Tradition anknüpfen können, aber sie hatten so lange von dieser Tradition und von deutscher Arbeit gelebt, daß sie das Bedürfms fühlten, aus Eigenem etroas aufzubauen. So wurde der (Schluß auf der 2. Seife.) erweisen galt. Es kann nicht ausbleiben, daß die Enthüllungen und Erkenntnisse dieser Tage auch in Frankreich einmal praktische Folgen haben müssen. Wir kennen die Hemmungen, die einer Neuordnung Frankreichs im Wege stehen. Diese Neuordnung bedeutet nicht nur eine vollständig umgewandelte Außenpolitik, sondern auch eine soziale und gesellschaftliche Erneuerung unter Abkehr von den marxistischen Methoden der Volksfrontrepublik Blums und der bisherigen kapita.listifch-liberalifti- GroßeplanesmdiewirlschaBche Entwicklung Rumäniens. Ward Price über eine Unterredung mit dem König. London, 1. Dez. (Luropapreh.) Der Bericht- ersialler der „Daily Mail", Ward Price, hatte eine Unterredung mit König Carol von Rumänien, in der dieser über feinen Besuch iuBerchlesgaden sagte: „Ich war sehr eingenommen von dem, was ich während der wenigen Tage in Deutschland zu sehen bekam. Als eine wirtschaftliche Macht hat dieses Land einen hohen Grad von Organisation und Leistungsfähigkeit erzielt. Seine materiellen Errungenschaften sind bedeutsam. Daß die Wirkung des wirtschaftlichen Ausdehnungsdranges dieser Natton außerhalb ihrer schen Wirtschaftspolitik, bei der die Massen lediglich Ausbeutungsvöjekte, aber nicht in den Staat und feine Wirtschaft eingegliedert waren. Nach dem Generalstreik beginnt hier ein Kampf um jeden einzelnen Franzosen, ein Kampf, der nur durch eine zielbewußte und stabile Regierung durchgeführt werden kann, wenn anders Frankreich wieder als eigenständige Nation neben den aufwärts strebenden Mächten feine Mission erfüllen soll. E. S. Grenzen spürbar werden muß, ist n a t ü r l i ch." König Carol kam dann auf die Handelsbeziehungen Rumäniens zu sprechen und erklärte, daß noch viel Raum für die Entwicklung der Außenhandelsbeziehung en und für die Anlage ausländischen Kapitals vorhanden fei. „Ich habe", sagte er, „weitreichende Pläne für die Entwicklung Rumäniens. Sie können jedoch nicht ohne Geld durchgeführt werden. Am zu Geld zu kommen, müssen wir unsere Erzeugnisse verkaufen. Wenn das eine Land sie nicht haben will, müssen wir sie eben an ein anderes Land verkaufen." Rumäniens W e i z e n ü b e r f ch u ß, der S00 000 Tonnen im Jahr beträgt, fei England zu einem günstigen Preise angeboten, aber ausgeschla- g e n worden. Ls fei, fo sagte der König, ihm versprochen worden, daß englische Sachverständige nach Rumänien zur Antersuchung der Weizenfrage kämen. Falls einige repräsentative englische Wirtschaftsvereinigungen eine Abordnung entfenden würden, wurden sie genügend lohnende Möglichkeiten vorfinden. Die Zahlungsftage werde sich von felbst auf der Grundlage des Güter- austaufches löfen. Das Attentat auf den Klausenburger Rektor. Bukarest, 29. Nov. (Europapreß.) Die Klausenburger Polizei hat wegen des Anschlags auf den Rektor der dortigen Universität am Montagabend den gesamten Straßenverkehr einstellen und alle öffentlichen Lokale sperren lassen. Rektor Ste fall escu-Goango, dessen Zustand hoffnungslos ist, erklärte, die Hintergründe der Tat seien politischer Natur. Er galt als Feind der Eisernen Garde und hatte zahlreiche Disziplinarurteile gegen politisierende Studenten gefällt. Mit Rücksicht auf die Erbitterung, die gegen ihn unter der Studentenschaft herrschte, mar er ständig von einem Detektiv begleitet. Bei dem Anschlag gegen den Rektor wurde dieser Detektiv erschosseil. Dienstag verhaftete die Polizei auf dem Klausenburger Bahnhof einen jungen Mann, bei dem verbotene Schriften und Sprengstoff gefunden wurden. Verschiedene 'Umstände Iaffen darauf schließen, daß er mit den Attentätern tn Verbindung stand. Die Täter selbst — die Polizei rechnet mit drei Personen — sind nach ihrem Anschlag in drei verschiedenen Richtungen geflohen. Einer von ihnen bestieg unmittelbar nach der Tat ein Mietauto und fuhr durch die Stadt. Er ließ in dem Auto einen Hut zurück, den Studenten der Universität als einem ihnen bekannten Medizinstudenten gehörig bezeichneten. Eine Studentin wurde verhaftet, bei der angeblich belastendes Material vorgefunden wurde und deren Bruder spurlos verschwunden ist. — Die Vorlesungen an der Klausenburger Universität ruhen bis auf weiteres König darol über seinen Besuch in Deutschland. Größte Möglichkeiten zur Entwicklung der Außenhandelsbeziehungen. r u f u n g der 2llpenkruppen zur Verstärkung der Divisionen von Luneo, Turin und Triente: Truppen einberufen, und die Armeekorps von Turin und Alessandria zu verstärken und um die Po-Armee auf drei VichHel der Kriegsstärke zu bringen; die Besatzungen der Insel pantelleria. der Inseln im Aegäischen Meer und der Insel Elba verstärkt; Reserven nach Libyen entsandt, um das dort stehende 20. und das 21. Armeekorps auf Kriegsstärke zu bringen, und schliehlich die Armeekorps von Sizilien und Sardinien verstärkt.Durch diese Maßnahme sei der Bestand des Heeres in wenigen Stunden von 250 000 a u f 5 5 0 0 0 0 Mann gebracht worden. Denn die Entwicklung der Ereignisse es notwendig gemacht hätte, wäre der Apparat der Generalmobilmachung mit derselben Ruhe und Sicherheit in Kraft getreten. Nach vorher bereits festgelegten Plänen sei die Luftwaffe in vier Luftcadres mit entsprechenden Befehlshabern und Aufgabengebieten eingeteilt worden. Außerdem habe man für die Vorbereitung und Vervollständigung der Flugplätze gesorgt. Die Marine habe begonnen gehabt, die Mannschaften der Kreuzer, Torpedoboote und Unterseeboote auf- zufüllen. Außerdem habe sie Vorkehrungen für die Versorgung ferngelegener Flotten- st ü tz p u n k t e und der etwaigen Operationszonen getroffen gehabt. Gleichzeitig habe sie ihren komplizierten Veobachtungs- und Wachdien st ausgenommen. Bei Tagesanbruch des 28. September seien 22 Linienschiffe und Kreuzer, 114 Torpedoboote, 91 Unterseeboote, 337 Minenleger und kleinere Einheiten mit insgesamt 5123 Offizieren und 84 731 Unteroffizieren und Matrosen bereit gewesen in Aktion zu treten. Die Mobilmachung habe sich in so vollkommener Ordnung und Ruhe vollzogen, daß ihr wirklicher Umfang selbst den aufmerksamsten Beobachtern entgangen sei. Der militärische Apparat Italiens, den der Duce in allen Einzelheiten in löjähriger unermüdlicher Arbeit geschaffen habe, habe in der Stunde der Gefahr einen nicht zu überbietenden Grad von Wirksamkeit gezeigt. Das ganze italienische Volk bis zum letzten Mann ohne jeden Unterschied und ohne jede Schwankung habe im September d. I. b e r e i t g e st a n - den, dem Befehl des Duce zu folgen. Das werde auch in Zukunft immer so sein. Nach der Durchführung obiger Mobilmachungsmaßnahmen habe der Duce es für notwendig gehalten, die Grundlagen b e j politischen Verständigung mit Berlin mit der größten Genauigkeit festzusetzen und die militärischen Verbindungsorgane zu schaffen. Die großen Demokratien des Westens hätten ähnliches bereits getan gehabt oder im Begriff gestanden, es zu tun. Deshalb sei für den Mittag des 29. September eine Zusammenkunft in München vereinbart worden, an "welcher der Reichsaußen- minister v. Ribbentrop, er, Graf Eiano, selbst und General Keitel sowie die italienischen Generale Pariani und Valltz teilnehmen sollten. Diese Maßnahmen seien charakteristisch für den 27. September gewesen, der in erster Linie der militärischen Vorbereitung in iedem Lande gewidmet gewesen sei. Die divlomatische Arbeit sei . unterbrochen worden, da jeder weitere Versuch nutzlos erschienen habe. Am 28. Sevkember habe sich der e n g - NscheVolschafler in Rom an den Duce Kewandk, damit er beim Führer eine nochmalige Erörteruna des Problems erwirke. Der Duce habe sich unv"rzualich und persönlich ip’f dem italienischen Vollcharter in Berlin. Attolico, verbinden lallen und ihm folgenden Auftrag gegeben: ..Ven-ben Sie sich sofort mm Führer und erklären Sie unter Vorausschickung, daß ich in federn Fall mit ihm sein werde, daß ich ihm vorschlage, den Beginn der Overationen um vi 4 r- undzwanzig Stunden zu verschieben. In der Zwischenzeit werde ich nach Mitteln und Degen für eine Lösung despro- blems suchen und sie in Vorschlag bringen." Der italienische Botschafter habe sofort den Führer ausgesucht, der aerade eine Unterredung mit dem französischen Botschafter gehabt habe, und habe von ihm die Zustimmung zum Vorschlag des Duce erhalten. Es sei kein Zweifel, daß ein ähnlicher DprWag von irgendeiner anderen Seite beim Führer auf schroff st e Ablehnung gestoßen m^re. Der Duce schickte eine zweite persönliche Botschaft an den Führer, die folgenden Inhalt hat: Danken Sie dem Führer, meine Einladung angenommen zu haben, die Mobilmachung um 24 Stünden zu verschieben. Durch eine mir von Chamberlain gesandte Bersonaldevesche, womit er mir den Schritt bei Eitler vorschlug, ist mir der Text des Briefes bekannt, den Chamberlain heute, den 28., an Hitler gerichtet hat. Dieser Brief, der vielleicht veröffentlicht wird, und wovon ich Ihnen jedenfalls den Text gebe, enthält Vorschläge, die ich für annehmbar halte, und zwar Rückkehr Chamberlains nach Berlin, um dos Problem in nicht mehr als sieben Tagen in Gegenwart der Tschechen und. wenn Hitler es wünscht, auch der Franzosen und Italiener zu lösen. Italien ist natürlich bereit, teilzunehmen. Mn überzeugt, daß Hitler diesmal ein"n Erfolg erreichen werde, den ich vom konkreten Standnunkt wie vom Standpunkt des Prestiges in der Welt grandios zu nennen nicht zögere. Um 15 Uhr televhoniert Botschafter Attolico, daß der Führer den Vorschlag annimmt, jedoch unter der grundsätzlichen Bedingung der Gegenwart des Duce als einziger Gewähr des G"linqens. Er überlasse dem Duce die Wahl, ob die Konferenz in München oder in Frankfurt a. M. stattfinden solle. Der Duce nimmt an und wählt München. Die Kon- ferenz wird für 11 Uhr vormittags des folgenden Tages festgesetzt. Um 18 Uhr fährt der Duce fort. Nie wurde eine Reise von der Welt mit ängstlicherer Sorge und mit einstimmigeren Wünschen verfolgt wie diese, obwohl schon die Teilnahme des Duce jedem die größte Sicherheit des Erfolges gegeben hätte. In Kufstein erfolgte die Begeg- 'nung mit dem Führer. Während einer langen Unterredung politisch-militärischen Charakters im Kanzlerzug wird ein Punkt festgelegt, und zwar die Notwendigkeit, u einem unmittelbaren Abschluß zu kommen und nicht zuzulassen, daß sich die Konferenz in den unsicheren Windungen der Dialektik und der Prozedur oerirrt In München sind schon die Herren Chamberlain und Daladier eingetroffen. Die Konferenz beginnt. Das übrige ist bekannt. Es lohnt sich aber, noch einmal daran zu erinnern, daß es bcr Duce war, der den Meinungsaustausch auf d en praktischen Boden führte, indem er einen Vorschlag brachte, den die deutsche Regierung schon prinzipiell angenommen hatte, und der, unter unvermeidlichen Aenderungen der Form, als endgültige Lösung angenommen wurde. Es ist ebenfalls der Duce gewesen, der die Diskussion der polnischen und ungarischen Minderheiten auf den Plan brachte und die sofortige Bildung der exekutiven Kommission vorschlug, die sich nachträglich bei der Inkraftsetzung der ÜeberelnEommen als höchst nützlich erwies. Genau ein Jahr vorher sagte der Duce aus dem Berliner INaifeld: „Der Faschismus hat seine Ethik, der er treu zu bleiben gedenkt und die auch meine persönliche Moral ist, und zwar offen und klar sprechen, und wenn man Freund ist. bis zum Lude zusammenmar- schieren." Dieses Prinzip der faschistischen Ethik ist es gewesen, das aus der Achse ein sicheres und mächtiges Instrument gemacht hat, das sein Gewicht in entscheidender Weise in der Entwicklung der Geschichte geltend macht. München bedeutet nicht nur die Lösung einer vorübergehenden Krise, sondern hat einen viel weiteren politischen Wert, den zu ermessen heute vielleicht noch zu früh ist. In München sind nicht nur Deutschlands nationale Rechte gegenüber den sudetendeutschen Provinzen wiederhergestellt worden, in München ist nicht nur das italienische Prestige E. P. Paris, 1. Dezember. Am Mittwochmittag konnte der Generalstreik in Paris wie im ganzen Lande als gescheitert betrachtet werden. Durch die von der Regierung rechtzeitig durchgeführten polizeilichen und militärischen Sicherheitsmaßnahmen sind größere Zwischenfälle vermieden worden. Dazu kam noch, daß das Wetter kalt und regnerisch war; es lockte nicht auf die Straße. Als Ministerpräsident Daladier am Mittwochmittag das Kriegsministerium verließ, erklärte er: „Die Sage i st normal, ich bin zufrieden. Das Land hat meinen Appell gehört." Besondere Genugtuung herrscht in Regie- rungskreisen darüber, daß die Beamten ihre Pflicht getan und der Generalstreikparole keine Folge geleistet haben. Innenminister S ar- rau t, der die Nacht zum Mittwoch im Innenministerium verbracht hatte, um persönlich die Maßnahmen zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung zu leiten, erklärte der Presse: „Alles geht so gut wie irgend möglich! Von keiner Seite ist uns ein Zwischenfall bekannt geworden, alle öffentlichen Dien st e funktionieren. In der Metallindustrie, in der zahlreiche Arbeitsnieder, legungen erwartet wurden, haben nur 25 v. H. der Arbeiterschaft gestreikt. Nur in der Schuhindustrie von Limoges war die Beteiligung der Streikenden etwas höher. Indessen ist auch hier kein Zwischenfall bekannt geworden." In den Pariser Werken der Metall- industrie sind am Mittwoch 70 bis 80 v. H. der Arbeiterschaft zur Arbeit, erschienen. Von den Taxi-Chauffeuren, die am Morgen nur zu etwa der Hälfte ausgefahren waren, nahmen im Laufe des Toges immer mehr Chauffeure die Arbeit wieder auf. Die Gewerkschaft der P o st beamt e n forderte am Mittwoch selbst zur Wiederaufnahme der Arbeit auf, aber ohnehin war nur ein kleiner Teil der Postbeamten nicht zum Dienst erschienen. In einer Reihe von Pariser Betrieben, u. a. in der Druckerei des „Petit Journal", des Blattes von Ober ft de la Rocque, ließ man am Mittwoch durch Gerichtsvollzieher feftfteHen, wer nicht zur Arbeit erschienen war. Das läßt darauf schließen, daß die Arbeitgeber den Kontraktbruch zu ahnden entschlossen sind. Das S t r a ß e n b i l d der Pariser Innenstadt war normal. Die Anwesenheit des Militärs bemerkte man nur an wichtigen Verkehrsknotenpunkten, wo die Schnell-Lastwagen der Militärverwaltung parkten. Dopvel- posten der Mobilgarde in Stahlhelm und mit Gewehr waren an den wichtigsten Straßenkreuzungen ausgestellt. Die Zahl der Verhaftungen in Paris hielt sich in mäßigen Grenzen. Es wurden ungefähr 500 Personen festgenommen, davon 80, weil sie Arbeitswillige an der Aufnahme der Arbeit zu hindern versucht hatten. 3n der Provinz. Bolschewistischer Putschversuch in Clermont-Ferrand. Die aus der Provinz eingetroffenen Meldungen besagen, daß es dort ebenso wie in der Hauptstadt nicht zu irgendwelchen ernsthaften Zusammenstößen gekommen ist. Einer der bemerkenswertesten Vorfälle ereignete sich in der südfranzösischen Stadt Toulouse, wo Streikposten die Schließung eines großen Warenhauses erzwangen. Eine etwa zweitausend Köpfe zählende Menschenmenge, die sich in der Hauptsache aus Arbeitern der verstaatlichten Devoitine-Fluazeuawerke zusammensetzte, sammelte sich vor dem Gebäude und fang die Internationale und die Marseillaise. Die Mobilgarde konnte sich erst nach Herbeiholung beträchtlicher Verstärkungen durchsetzen. In Clermont-Ferrand erwies sich der Ordnungsdienst als vollkommen ungenügend, der Beschluß der Leitung der großen Gummireifenfabrik Michelin, die Werkstätten zu schließen und damit Tausenden von Arbeitern die Möalichkeit zu Demonstrationen zu geben, war ein schwerer Fehler. Die Arbeiter, unter denen sich zahlreiche stadtfremde Elemente befanden, sollen die Absicht gehabt haben, sich der wichtigsten Gebäude der Stadt zu bemächtigen, um ein bolschewistisches Regime zu errichten. In den Nachmittagsstunden erfolgte der Sturm aus bas Postgebäude. Der Sicherheitsdienst wurde überrannt und das Postgebäude von den Beamten und Angestellten geräumt. — Zahlreiche Ruhestörer drangen auch in hie Kaufläden ein und zwangen die Besitzer, die Geschäfte zu schließen. Infolge des ungenügenden Ordnungsdienstes schien es. als ob Clermont-Ferrand Räuberbanden ausgeliefert sei. In den Abendstunden wurde das Devot der Ueberlandautobufse gestürmt. Unter den landfremden Elementen befanden sich zahlreiche, die nur auf die Gelegenheit zum Plündern warteten. — In den Nachtstunden trat wieder Ruhe ein. parlamentarMRückwirkunaen. In den Wandelgängen der Kammer hat der völlige i Zusammenbruch des Generalstreiks einen tiefen »Eindruck hinterlassen. In den Erörterungen kam durch das Werk des Duce und durch die Haltung des Volkes riesenhaft vergrößert worden, sondern unter dem Gesichtspunkt von München müssen auch die nachfolgenden Ereignisse in Europa betrachtet werden. Nach der direkten Regelung der tschechoslowakisch-polnischen Streitfrage blieb noch die zwischen der Tschecho-Slowakei und Ungarn offen. Nur Italien und Deutschland konnten wegen des Prestiges, das sie in Osteuropa genießen, wegen der großen Zahl der Interessen, die beide in jenen Ländern haben und wegen des identischen Willens, dort einen gerechten Frieden zu sichern, die schwere Aufgabe übernehmen, einen Schiedsspruch zu fällen, der diese Streifrage beendete. In Wien ist das von beiden Ländern der Achse im Geist voller Solidarität und voller Verständnis getan worden. Auch bei den darauf folgenden Ereignissen i n der karpalho-llkraine bestand eine absolute Identität der Gesichtspunkte, was auch immer die Presse Gegenteiliges gesagt haben mag. Italien und Deutschland sind — unter Zustimmung der Interessierten — der Welnung gewesen, daß eine Grenze, bi e vor 20 Tagen f e ff gelegt und feierlich angenommen wurde, nicht wieder zur Diskussion g e st e t t t werden könne. Die Entwicklung der europäischen Lage nach München und Wien erlaubte die Feststellung einer Aufhellung am politischen Horizont. Wir erinnern in erster Linie an das eben erfolgte Inkrafttreten des Oft er patte 5, der die die Meinung zum Ausdruck, daß der Mittwoch einen der größten Erfolge .darstelle, die Daladier bisher errungen habe. Zahlreiche Abgeordnete haben in der Nacht zum Donnerstag den Wunsch geäußert, daß Daladier nun möglichst rasch das Parlament e i n b e r u f e n solle, da er absolut sicher sein könne, nach dem Erfolg gegenüber der Straße nun auch einen parlamentarischen Erfolg zu erringen. — Erneut ging deshalb das Gerücht um, Daladier könnte sich die zweijährige Verlängerung der Legislatur-Periode sowie eine Wahlreform vom Parlament genehmigen lassen, damit der Dreijahresplan seines Finanzministers in Ruhe durchgeführt werden könne. In der Umgebung des Ministerpräsidenten zeigt man sich demgegenüber ziemlich zurückhaltend. Von der Wirtschaft wird der Zusammenbruch des Generalstreiks sehr günstig aufgenommen. Der (Fortsetzung von der 1. Seite.) australische Außenminister Hughes nach dem Mandatsgebiet entsandt, um die Lage zu prüfen. Seine Wahl fiel schließlich auf Salamaua. Wie Finschhafen und Madang liegt Salamaua an einer der hundert Buchten des Kaiser-Wilhelm- Landes. Die Bucht wird gebildet durch eine anderthalb Kilometer lange und etwa dreihundert Meter breite Landzunge, die in eine hügelige Spitze ausläuft. Zu dieser Landzunge kam lange vor dem Kriege ein Deutscher, der sich auf der hügeligen Spitze ein Haus baute, auf der flachen Landzunge seine Kokospalmen pflanzte und seine Pflanzung Salamaua. nannte. Einige Hundert dieser Kokospalmen stehen heute noch. Sie umsäumen Sala- mauas einzige Straße und stehen in den Gärten der weißen Villen, die an beiden Seiten der Straßen entstanden sind, denn aus der einstigen Pflanzung ist eine australische Villenkolonie geworden. Die Australier sind sehr stolz auf diese Schöpfung, denn bis auf die Palmen und das als Residenz des Distriktsoffiziers dienende alte Pflanzerhaus ist alles ihr ■ Werk. Es besteht aus ein paar Dutzend weißer Villen mit grünen und roten Wellblechdächern, umringt von flammenden Hybis- kusftauden und anderen "tropischen Blüten, hie aber in keiner Weise eine spezifisch australische Leistung darstellen. Außerdem gibt es ein Hotel, Zweigstellen einiger australischer Banken, eine Funkstation und ein Krankenhaus. Handel und Industrie sind vertreten durch eine Brauerei, ein Kühlhaus und mehrere Kaufhäuser en miniature, die sich vor allem durch überhöhte Preise auszeichnen. 2Iufrrbem gibt es in Salamaua eine Leuchtbake, die insofern eine historische Bedeutung hat, als sie das einzige Seezeichen ist, das die Mandatsbehörden während ihrer nahezu 25jährigen Tätigkeit in Neuguinea aufge- ftellt haben. Aber hiermit sind die Sehenswürdigkeiten noch nicht ganz erschöpft. Auf der anderen Seite der Bucht steht eine Ansammlung von Hütten, in denen eine handvoll chinesischer Kleinhändler wohnt. Auch em Eingeborenendorf gibt es, und schließlich noch einen Flugplatz, der gegenüber der Land' Zunge auf dem Festland liegt. Dieser Flugplatz ist nicht das, was man sich in Europa unter diesem Namen vorstellt, sondern einfach eine große Wiese, auf der sich nach jedem Regenfall breite Tümpel ansammeln. Ihre Zweckbestimmung ergibt sich aus ein paar Windwimpeln und einigen Wellblechschup- ven. Der Flugplatz ist Ausgangspunkt der nach Wau führenden Luftlinie, und Wau wieder ist der Mittelunkt der G o l d i n d u st r i e in den Bergen oberhalb Snlamauas. Die in den weißen Vil- len unter den Kokospalmen des vertriebenen deutschen Mlanzers wohnenden Australier leben nur von dem Gold, das aus den Höhen hinunterkommt, und non den Maschinen, Lebensmitteln und anderen Notwendiakeiten, die nach Wau gehen. Von Salamaua nach Wau führt keine Straße, und alle Ge- aenftänbe des täalichen Lebens, wie Nähnadeln, Geschirr, Autos, Maschinen müssen durch Flugzeuge nach Wau geschafft werden. Auf diesem Weg beträgt die Entfernung zwischen Salamaua und Mau knapp hundert Kilometer. Auf dem Landwege beträgt sie das Drei- ober Vierfache, denn hier liegt ein Höhenzug hinter dem anderen, und wer auf den alten Buschvfaden über Berg und Tal den Urwald zwischen Salamaua und Wau durchqueren will, braucht zwei bis drei Wochen. Daß in dem Kies alter und neuer Flußbette auf dem Hochland um Wau Schwemmaold zu finden war, wußte auch schon öte deutsche Kolo- n'ialoerroaltung, die von mehreren Expedittonen erfolgreiche Gewinnungsversuche durchführen ließ. Aber einmal waren die technischen Möglichkeiten für die planmäßige Ausbeutung dieser Goldvorkommen in jenen Tagen noch nicht vorhanden, und zum anderen ging die deutsche Verwaltung von der Voraussetzung aus, daß zuerst einmal die Stämme in dieser Gegend befriedet werden müßten und überall Ruhe und Ordnung einziehen lallte, ehe man planmößia an hie Goldgewinnung heranging. Den Australiern war die polittschen Beziehungen Italiens und Großbritan- niens auf einen Boden fester und freundschaftlicher Zusammenarbeit bringt. Die Vereinbarungen [teilen keineswegs nur eine Rückkehr zur traditionellen Freundschaft dar, sie sind vielmehr eine Gesamtheit von Vereinbarungen unter Berücksichtigung der neuen Tatsachen in Europa, im Mittelmeer und in Afrika auf der Basis der absolut moralischen, politischen und militärischen Parität die die Beziehungen zwischen den beiden Imperien regelt. Das Inkrafttreten des Osterpaktes hat einen tatsächlichen und konkreten Beitrag zur Festigung des Friedens gebildet. Diese Festigung ist und wird das hohe Ziel unserer Politik sein, und wir werden es mit jener Hartnäckigkeit und jenem Realismus und mit jener Umsicht verfolgen, die unerläßlich ist, wenn man d i e Interessen und die natürlichen Ansprüche des italienischen Volkes mit unbeugsamer Festigkeit gewährleisten will. Das Ideal eines geeinten, gerüsteten, kriegerischen Italiens, das sein Imperium erobert, das den Völkern die gerechten Grenzen zieht, das von Rom aus den Weg des Wiederaufbaues weist, hot das Leben unserer großen Männer und das Sterben unserer Helden verklärt. Dieses Ideal ist von uns übernommen und unter dem Duce zu einer ungeheuren Realität an Macht und Gerechtigkeit geworden. Nach Schluß der Sitzung marschierten die Abgeordneten zur Piazza Venezia, um dem Duce eine Huldigung zu bereiten. Mussolini dankte durch .wiederholtes Erscheinen auf dem Balkon. Franken befestigte sich durch den starken Rückstrom von Fluchtkapital weiter. Der Rundfunk verbreitete eine Nachricht, wonach der Rückstrom an Gold am Mittwoch in der Sekunde teilweise zwei Millionen Franken betragen habe (rund 130 000 Mark). Die Gelbbedürfnisse des Schatzamtes konnten mühelos befriedigt werden. Der „Jour" betont, in 24 Stunden habe der CGT.-Verband aste moralischen und materiellen Vorteile verloren, die er während 30 Monaten Volksfrontbewegung ansammeln konnte. Daladier habe den zweiten Sieg der gigantischen Partie gewonnen, die er gegen den Marxismus begonnen habe. Der erste Sieg fei die Räumung der bestreikten Fabriken gewesen. Hiermit sei die Stellung der Regierung beträchtlich gefestigt und ihr sei eine Mehrheit in der Kammer als Ersatz für die frühere Volksfrontmehrheit sicher. Befriedung der Stämme nebensächlich. Sie wollten nicht das Land entwickeln, sondern wollten nur Gold graben. Aber auch sie hätten trotz aller Rücksichtslosigkeit gegenüber den Eingeborenen nie das geschafft, was sie tatsächlich geschafft haben, wenn ihnen nicht die Entwicklung der Luftfahrt zu Hilfe gekommen wäre. Erst mit der Erschließung durch das Flugzeug und der damit bedingten regelmäßigen Transportmöglichkeit im Innern des Landes wurde die Ausbeutung der Gold- fetber in großem Maßstab vorbereitet. Kapital brauchte man dazu kaum, denn nichts bringt so schnell Gewinn, wie die Goldgräberei. Wenn die Australier heute davon reden, daß sie die Gold- Industrie entwickelt hätten, so darf man ihnen sagen, daß dazu feine besonderen Talente gehören. Das Gold von Wau und das Gold anderer, noch unentdeckter Felder ist denn auch das, was den Australiern dieses ihr Mandatsgebiet allein wertvoll macht. Unbesiedelte Räume und tropische Wälder haben sie noch zu Hause genug. Es ist jedoch vom Standpunkt der Australier aus verständlich, daß sie, durch die Natur aus Rabaul vertrieben, nunmehr die Hauptstadt ihres Mandatsgebietes dahin verlegen wollen, wo sie selbst etwas geleistet haben. Wenn einmal die Heerstraße von der Küste nach Wau, für deren Dau 150 000 Pfund ausgeworfen worden sind, fertig gestellt ist, wird man vielleicht nach Wau übersiedeln. Angesichts feiner Höhenlage hat Wau sehr viel bessere klimatische Bedingungen, als das heiße und feuchte Salamaua, und wäre auch aus strategischen Gesichtspunkten heraus eine sehr viel bessere Hauptstadt als Salamaua. Die neue Straße von Salamaua nach Wau soll, was bei ihrer Linienführung ohne weiteres möglich ist, jederzeit gesperrt werden können, und wenn auch Wau selbst immer für Flugzeuae zugänglich bleibt, so kann es auch auf diesem Weae immer nur durch eine bestimmte Lücke in den Gebirgszügen erreicht werden, und diese Lücke, die zudem häufig durch Hähennebel gesperrt wird, wäre verhältnismäßig leicht durch Flakbatterien zu schützen. Sehr wahrscheinlich werden also kaum viele Jahre vergehen, ehe die Mandatsbehörden wieder einmal eine Aenderung in der Liste der Hauptstädte vornehmen. Aber vorläufig bleibt es bei Salamaua. für dessen Ausbau zu einem Regierungssitz 350000 Pfund bewilligt worden sind, wobei man auch einige milttärlfche Anlagen einkalkuliert haben dürfte. Zwar ist die Befestigung Neuguineas durch die Mandats- beftimmungen verboten, aber die Australier haben von jeher diesen Bestimmungen keine Beachtung geschenkt und betrachten Neuguinea heute mehr denn je als ihr unveräußerliches (Eigentum. Wo'allerdings die neue Hauptstadt in Salamaua entstehen soll, bleibt noch ein Rätsel. Auf der Landzunge ist kaum Matz dafür. Zudem ist diese Landzunge, an deren beiden Setten unablässig das M^er n^gt, einem dauernden Verfallsprozeß ausgesetzt. Dazu kommt die Kümmerlichkeit der Wasserver- foroung. denn die Landzunge liegt nur wenige Meter über dem Meeresspiegel und das Brunnenwasser ist untrinkbar. so daß die Villenkolonisten einzig und all-in auf Regenwasser angewiesen sind. Augenscheinlich denkt man daran, die Regierungs- qebäube in der Nähe des Flugplatzes und des dahinter liegenden Flusses zu errichten. Dieser Fluß heißt noch heute aus der deutschen Zeit der Bayernfluß. Eine »Ungarische Raffenschuh-Partei* gegründet. Budapest, 1. Dez. (Europapreß.) Der rechts- nationale Flügel der aus der ^Regierungs» Partei ausgetretenen Gruppe hat sich unter Führung der beiden früheren Minister M i - k e c z und B o r n e m i s z a in eine eigene Partei unter dem Namen „Ungarische Rassenschutz. Partei" umgestaltet. Die neue Partei billigt bas pc-n dem Ministervräsidmten Imrsdy verkündete nationale und soziale Erneuerungsprogramm und DerZusannnenbruch des Generalstreiks in Frankreich AustralischerAuschlag auf Kaiser-MAlm-Land? tüfrb hti Parlament auf seine rascheste Durchführung dringen. Der neuen Partei haben sich bisher 16 Abgeordnete angeschlosien. Codreanu bei einem Fluchtversuch erschaffen. Der Führer der Eisernen Garde Rumäniens. B u k a r e st, 30. Nov. (Europapreß.) Am Mitt- wochvormittag wurde Zetta Codreanu, der FW) rer der'Eisernen Garde und 13 seiner ebenfalls in Hast befindlichen Anhänger von der Zu^chthauswache bei einem Fluchtversuch erschossen Die Sträflinge wollten während eines Transportes in ein anderes Zuchthaus entweichen. Der amtliche Bericht lautet: „$n der Nacht zum Mittwoch wurden Zelia C o - dreanu. der zu zehn Jahren Zuchthaus verurteilt worden war, sowie die drei Mörder des Ministerpräsidenten Duca (Nicolaje Constantinescu, Jon C a r a n i c a und Doru B e l a b a c e), die seinerzeit zu lebenslänglicher Zwangsarbeit verurteilt worden waren, und schließlich die zehn Mörder Stelescus (eines ehemaligen Führers der Eisernen Garde) aus dem Gefängnis von Ramnicul-Sarati abtransportiert, um in das Zuchthaus von Jilava bei Bukarest überfüyrt zu werden In einem Walde, 30 Kilometer von der Landstraße Ploesti—Bukarest entfernt, wurden die offenen Lastkraftwagen, auf ebenen die Sträflinge transportiert wurden, gegen 5 Uhr von unbekannten Tätern beschos. s e n. Die Veranstalter der Schießerei verschwanden unmittelbar nach Abgabe ihrer Schüsse. Die Sträflinge benutzten die im ersten Augenblick entstandene Ueberraschung. und sprangen von den offenen Wagen, um im nächtlichen Nebel ver« schwinden zu können. Die sie begleitenden Gendarmen machten nach dem gesetzlich vorgeschriebenen, aber vergeblichen Anruf von ihrer Schußwaffe Gebrauch und erschossen alle ^Sträflinge Die zuständige Militär- und Zivilstaatsan- waltschaft begab sich sofort an Ort und Stelle. Es wurde der Tod der 14 Sträflinge festgestellt und in Anwesenheit von Gerichtsärzten ein Protokoll ausgenommen. Die Nachforschungen zur Kläpung der Einzelheiten des Fluchtversuchs dauern fort. Die zuständigen Militärbehörden haben auf Vorschlag der Staatsanwaltschaft die Erlaubnis zur Beisetzung der Erschossenen erteilt. Die Beerdigung erfolgte Mittwoch früh auf dem Militärfriedhof von Jilava in Anwesenheit des Zuchthauspersonals von Jilava. In Bukarest ist eine starke Bewachung durch Polizei und Gendarmerie zu bemerken. Es herrscht eine spürbare Erregung in der Bevölkerung. Die rumänische Gendarmerie hat Mittwoch abend Befehl erhalten, mit letzter Energie und summarisch gegen alle vorzugehen, die Ge- waltakte verüben. Bei Terroristen sei auch die Aufforderung überflüssig, die nach dem Gesetz dem Schießen vorangehen muß. Es sei in solchen Fällen Stellung genommen und verbotene politische Tätigkeit ausgeübt habe. duldet. Wie amtlich mitgeteilt wird, wurde der ehemalige Kriegsmmister der Regierung Goga, General A n t o n e s c u, der zuletzt das III. Armee- rücksichtslos zu schießen, nur um seden korps befehligte, seines Amtes enthoben. Preis Ordnung und Autorität aufrechtzuerhalten. Als Begründung wird angegeben, daß er auf Von der Gendarmerie werde keine Schwäche ge- seinem Posten in unerlaubter Weise politisch Dr. Hacha zum Präsidenten der Tschecho-Slowakei gewählt. Or. Hacha hat den Führer der Tschechischen Nationalen Einheitspartei, Abgeordneten B e r a n , mit der Bildung der neuen Regierung betraut. Abgeordneter Beran hat sofort die Besprechungen ausgenommen. — Die dem Ministerpräsidium nahestehende „Narodny Listy" will allerdings wissen, Beran werde vorerst nur eine provisorische Regierung bilden. Das endgültige Kabinett werde erst nach der slowakischen Landtag s w a h l am 18. Dezember zusammengestellt werden. Der neue Staatspräsident. Prag, 30. Nov. (DNB.) Dr. Hacha, der bisherige Präsident des Obersten Verwaltungsgerichtes in Prag, wurde in der tschecho-slowakischen Nationalversammlung mit 273 Stimmen zum Präsiden- ten der Republik gewählt. Es wurden 39 leere Stimlnzettel abgegeben, die von den Kommunisten stammen. Von den 343 Parlamentariern haben an der Wahl 313 teilgenommen, davon 6 4 Slowaken. Die Slowaken haben ihre Stimmzettel Staatspräsident Hacha. — (Scherl-Bilderdienst-M.) in einer besonderen Urne abgegeben, da nach dem Autonomiegesetz der Präsident der Republik die qualifizierte Mehrheit auch der slowakischen Parlamentarier aufweisen muß. Die deutschen nationalsozialistischen Abgeordneten und Senatoren sind der Wahl f e r n g e b l i e b e n, da sie sie als eine Angelegenheit der Tschechen, Slowaken und Karpatho- Ukrainer betrachten. _ <* Der Wahlakt begann um'll Uhr. Der Sitzungssaal im Abgeordnetenhaus war festlich mit Lorbeer und Grün geschmückt. Die gesamte Zentralregierung sowie die slowakische und die karpatho-ukrainische Landesregierung hatten in den Regierungsbänken Platz genommen; in den Diplomatenlogen sah man nahezu alle Gesandten, in der Ehrenloge den Prager Kar- dinalerzbischof Dr. Kasper neben dem Generalstabschef K r e j c i. Als der Vorsitzende des Abgeordnetenhauses, Malypetr, das Ergebnis der Wahl bekanntgab, ging am Haus die Staatsflagge hoch. Die Musik spielte die Staatshymne, und die Artillerie feuerte 21 Schüsse ab. Ministerpräsident Sirovy begab sich in die Wohnung des neugewählten Präsidenten und ersuchte ihn, sich zur Eidesleistung in das Abgeordnetenhaus zu begeben. Beim Betreten des Abgeordnetenhauses wurde der neue Präsident mit großem Jubel begrüßt. Dr. Hacha leistete dann den Eid auf die Verfassung. Der Vorsitzende des Abgeordnetenhauses, Malypetr, beglückwünschte den Präsidenten und sprach die Hoffnung aus, daß der Staat unter seiner Führung und unter Mitarbeit der Landesregierungen eine bessere Zukunft haben werde. Er sagte:- „Ihr Feingefühl und Sinn für Gerechtigkeit, Ihre bewährte Unparteilichkeit und vorbildliche Achtung vor Gesetz und Recht, die Sie während Ihrer ganzen Tätigkeit beim Obersten Verwaltungsgerichtshof bewiesen haben, ist eine Garantie, daß Sie ebenso Ihr höchstes Amt in der Republik, als Oberhaupt des Einheitsstaates unserer drei slawischen Völker und seiner nationalen Minderheiten ausüben werden." Durch die dichtbesetzten Straßen fuhr dann der Präsident auf die Prager Burg. Vor dem Kraftwagen des Präsidenten ritten ein Offizier j und drei Mann mit der Standarte des Präsidenten.', In dem Wagen hatte neben dem Präsidenten. Ministerpräsident Sirovy Platz genommen. In 1 einem zweiten Wagen folgten der slowakische Mini-1 sterpräsident Dr. Tiso und der Vertreter des kar- patho-ukrainischen Ministerpräsidenten. Den Abschluß des Zuges bildete eine Abteilung Dragoner. Die am Wege versammelte Menge grüßte den neuen Präsidenten überaus herzlich. Heran bildet die neue Regieruna. Prag, 30. Nov. (Europapreß.) Die tschecho-slo- wakische Regierung des Generals Sirovy ist zurückgetreten. Der neugewählte Staatspräsident Dr. Hacha, der bisherige Präsident des obersten Verwaltungsgerichts in Prag, löst den ins Ausland gegangenen Dr. Benes ch ab, dessen Amt in der Uebergangszeit der Ministerpräsident Sirovy wahrgenommen hat. Hacha ist nach Mitteilungen tschechischer Blätter ein Mann von hohem Können. Von ihm stammen verschiedene verwaltungstechnische und staatsrechtliche Werke, die ihm eine Ehrung der Karls-Universität in Prag eintrugen. Er ist kein Stubengelehrter, sondern ein Mann des praktischen Lebens, der seit langem auch mit reichsdeutschen führenden Persönlichkeiten in lebhaftem Gedankenaustausch steht. So nimmt er regelmäßig an den Arbeiten der Akademie für deutsches Recht teil, deren Führung in den Händen des Reichsministers Dr. Frank liegt. Hacha, der fließend deutsch spricht, hat sich auch als Uebersetzer litera« rischer Werke englischen Ursprungs ausgezeichnet. Ihm wird auch nachgesagt, daß er für die schönen Künste viel Verständnis aufweist. Die Tatsache, daß er nicht abseits lebt, kein verknöcherter Bürokrat ist, sondern mit seinem Volk lebt, wird ihm auch die Erfüllung der schweren Aufgaben erleichtern, die der Neuaufbau des Staates mit sich bringt Holland sollte sich das überlegen! Das Verbot eines deutsch-holländischen Fußballspiels durch den Bürgermeister von Rotterdam ist selbst in vernünftigen holländischen Kreisen mit so peinlichem Erstaunen ausgenommen worden, daß weder der Königlich-Niederländische Fuhballbund noch maßgebliche politische Kreise bislang dazu Stellung genommen haben. Wir stellen zunächst in aller Form fest, daß es noch niemals einer deutschen Behörde eingefallen ist, einen friedlichen Sportswettkampf zu verbieten. Wir haben in Deutschland eine grundsätzlich andere Auffassung von Gastfreundschaft! Davon abgesehen, liegt der Fall in Rotterdam ganz offenkundig so, daß der dortige Bürgermeister Forderungen von jüdisch-bolschewistischer Seite nachgegeben hat. Damit hat er sich also in den Dienst dieser Kreise gegenüber einer Weltmacht gestellt, die mit Holland durchaus 11938/39 zur Mutier Natur regt sich schon im Kinde. Blumen und Baume, Haustiere, Vögel, Schmetterlinge und Käfer finden die gleiche erregte Aufmerksamkeit wie Auto, Eisenbahn uni> die lieben Mitmen chen. Warum mutz das beim Erwachsenen anders sein? — Mit drei reizenden Tier-Romanen bieten wir auch Ihnen mehr Freude an der Natur: Die Beicht ch t e e-ner Wildente Dan Werner Hagen M figrion . D i e Beschichte einer ßi u eile Don Werner Heinen Dre Beschichte eines Eisvogels Von Kurt Knaak Jeder Band mit 160 Seiten und Buch- schmuck von Erich Schröder, Berlin, in Leinen gebunden ......NM. 3,— Fragen Sie bei Ihrem Buchhändler nach Erp, Agrion und Ti-tl und lassen Sie sich bitte unser buntes Werbeblatt „Die erste grobe Liebe" geben. Hugo Bermühler Verlag Berlin-Li chlerffelde Die kleine Schreibmaschine mit den großen Vorzügen Generalvertrieb Bamns & Treihig Gießen Bahnhofstr. 26 Rill 37U(). 6941A in Leder das schönste Weibnachts- Geschenk Fr. 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Sie steht in einem sehr umfangreichen Handelsaustausch mit deutschen Hä- Focke-Wulf „Condor" in Japan begeistert empfangen. Glänzende Klugleistung soll als Iiekord angemeldet werden. deutsch-japanischen Zu sammenarbeit und der freundschaftlichen Beziehungen zwischen den Antikomintern-Mächten, daß der Flug, der unsere zwei Hauptstädte und Völker verbindet, in so glanzender Weise durchgeführt wurde. Botschaft Hermann SöringS an das japanische Volk. sehen. Landesbauernführer Dr. Wagner sagte, die Landflucht sei eine volkswirtschaftliche und eine Erziehungsfrage des Nationalsozialismus. Die Geisteshaltung des deutschen Volkes müsse eine bäuerliche sein. Was nicht so aufzufassen sei, daß man in falscher Romantik bäuerlichen Hausrat kaufe, aber nicht bereit sei, seine Kinder zum Bauern zu schicken. Der B e r u f s w e t t k a m p f werde wieder den Ausbildungsstand klarlegen und die Möglichkeit schaffen, die Sieger und Siegerinnen vielseitig zu fördern. Die vom Reichsbauernfuhrßr gegründete Förderungsgemeinschaft für die Landjugend habe hier eine großartige Wirkungsmöglichkeit. Der Berufswettkampf solle weiter ermöglichen, die Besten an den richtigen Platz zu stellen. Der hessische Bauer, der in der ganzen Welt bekannt sei, müsse auch feinen guten Ruf bestätigen. Nach der Eröffnungsfeier wurde der vorbildliche Hof des Parteigenossen Dr. Römer von dem Landesbauernführer und den Gästen besichtigt. in einer möglichst kurzen Zeit zurückzulegen, die deutschen Flieger sind zugleich Sendboten des deutschen Volkes. Sie wollen durch diese fliegerische Tat zeigen, daß auch die räumliche Entfernung zwischen den beiden befreundeten Nationen zusammengeschrumpst ist. In diesem Geiste habe ich meinen Fliegern den Auftrag gegeben, dem japanischen Volk meine aufrichtigen und guten Wünsche zu überdringen. (gez.) Hermann Göring." * Tokio, 30. Roo. (Ostasieirdienst des DNB.) Das Focke-Wulf-Flugzeug „C o n d o r" D-ACON ist um 22.30 Uhr Ortszeit (deutsche Zeit 14.30 Uhr) auf dem Flugplatz T a ch i k a w a, dem 30 Kilometer von Tokio entfernt liegenden Flughafen der Hauptstadt Japans, eingetroffen. Auf dem mit deutschen und japanischen Flaggen übersäten und durch riesige Scheinwerfer taghell erlenchteten Flugplatz, der im Westen Tokios liegt, erwartete eine riesige begeisterte Menschenmenge die Ankunft des deutschen Flugzeuges. Zur Begrüßung hatten sich Vertreter der japanischen Regierung und der Luftfahrtgesellschaften, der deutsche Botschafter Ott mit seinem Stab sowie die Vertreter der Partei und der deutschen Gemeinde eingefunden. Alle japanischen Sender übertrugen die Landung der „Condor", die bereits von der gesamten japanischen Presse in großer Aufmachung und mit zahlreichen Bildern versehen, angekündigt worden war. Die Begeisterung der japanischen Oesfentlichkeit über die Leistung der deutschen Flieger und ihre Maschine ist außerordentlich groß. Allgemein spricht man von einer einzigartigen Flugleistung in der Geschichte der Luftfahrt. Der glänzend gelungene Verfuchsflua des deutschen Großflugzeuges über eine Flugstrecke von rund 14 000 Kilometer wurde in 4672 Stunden bei einer reinen Flugzeit von nur 4 2 Stunden zurück gelegt. Die StundenÄurchschnitts- geschwindigkell betrug 330 Kilometer. Diese Leistung genügt, um je einen Flugwegrekord Berlin- Hanoi und Berlin—Tokio bei der 5eckeration A^ronautique Internationale anzumelden. Botschafter Ott betonte in seiner Ansprache: Wir nehmen es als ein gutes Omen für die Zukunft der lich zu Gunsten internationaler jüdisch-bolschewistischer Kreise zu gefährden? Man würde es Deutschland ebenfalls nicht verübeln können, wenn es auf Grund solcher Vorfälle vorziehen würde, seine Handelsschiffe andere Häfen anlaufen zu lassen, die ja im Bereich des Kanals wirklich nicht so dünn gesät sind. B- R- Das deutsche Großflugzeug „Condor" dessen Rekordflug Berlin—Neuyork—Berlin im August noch in aller Erinnerung ist, hat das Land der ausgehenden Sonne erreicht. Einen Siegesflug mochten wir diese Leistung nennen. Am Montagnachmittag stieg die schöne Ganzmetallmaschine in Berlin auf, um über den Balkan, Vorderasien, Indien und Zentralchina bereits am Mittwochnachmittag das Ziel dieses Versuchsfluges zu erreichen. Wir beglückwünschen die wackere Mannschaft, die Erbauer dieses Flugzeuges, die Konstrukteure wie die Arbeiter der Focke- Wulf-Werke, und nicht zuletzt die deutsche Luftfahrt in ihrer Gesamtheit, die wiederum aller Welt zeigt, was deutsche Flugzeugbauer und deutsche Flieger zu leisten vermögen. Jede neue Pionierleistung beweist, daß sich unsere Fliegerei nicht auf ihren Lorbeeren ausruht, daß sie unentwegt an der Arbeit ist, das den Erdball umschlingende Luftverkehrsnetz mit neuen Maschinen zu versehen, für jede neue Strecke auch das geeignete Flugzeug zu stellen. Der „Condor" hat von Montag 16 Uhr bis Mittwoch 14.30 Uhr (mitteleuropäische Zeit) 13 600 Kilometer überflogen. Was sind eigentlich 13 600 Kilometer? Die schnellsten deutschen Dampfer, die im Ostasien- dienst eingestellt find, brauchen für die Fahrt von Hamburg oder Bremen nach Japan noch immer reichlichdrei Wochen. Der „Condor" hat seine „Tour" unter Abrechnung der Tank-Pausen in etwas über 40 Stunden geschafft! Die Entfernung Berlin—Tokio ist mehr als doppelt so groß wie die Entfernung von Berlin nach Neuyork — jene Entfernung, die der „Condor" in diesem Sommer in einem Rekordflug bewältigte. Aber vielleicht ist folgender Vergleich noch anschaulicher: Die Entfernung von Berlin nach Innsbruck beträgt in der Luftlinie 600 Kilometer. Der „Condor" hatte bis zu feiner ersten Tankstation in Basra das sechsfache, bis zu feiner zweiten Tankstation in Karachi das dreieinhalbfache, bis zu feiner dritten Tankstation in Hanoi das siebenfache uyd bis zu feiner Landung in Tokio wiederum das mehr als sechsfache der Lufllinie Berlin—Innsbruck zurückzulegen! Der Bauer im Reichsberufsweitkampf NSG. Am Mittwoch fand in Erbes- Büdesheim die Eröffnung des Reichsberufswettkampfes für die Gruppe Nährstand im Gau Hessen-Nassau statt. Die Tenne eines großen Hofes, die würdig, geschmückt war, gab den äußeren Rahmen für die Feier, die von HI. und BDM. mit Musik und Lieder verschönert wurde. Gebietsführer Brandt betonte, die Jugend müsse durch eigenen Fleiß die Voraussetzungen schaffen, das deutsche Volk zu festigen. Wie die HI. erzogen werde, so würde in zehn oder zwanzig Jahren das deutsche Bauerntum ausdeutsche ginnjoö MA ßen A landes,1 tu oM Züge». Verbund Arbeit n bei w Sudeieni die * undLl Geld an Werte, ° kaufen; unteM genannt Schaffen tion, । richte Bersch froher fommt. ncn, die daten ur fere Arb > > " verbm der er nicht t lanb II unser' der mi unsere wiedei (5fürr um so die 61 riistunl Generalfeldmarschall Hermann Göring durch die Besatzung des Flugzeuges „Condor" Botschaft an das japanische Volk gerichtet, die über die Domei-Agentur verbreitet wurde. Die Botschaft hat folgenden Wortlaut: ,Zu einem Zeitpunkt, in dem das japanische und das deutsche Volk den festen Willen zum gemeinsamen Kampf gegen den bolschewisti - scheu Weltfeind erneut bekunden und als Bekräftigung dieses politischen Zieles verheißungsvolle Schritte zur Vertiefung der kullurellen Beziehungen unternehmen, startet in der Hauptstadt des Deutschen Reiches ein deutsches Flugzeug zum Flug noch Tokio. Es ist nicht fliegerischer Ehrgeiz allein, der die bewährte Besatzung anspornt, diesen Weg Wetterbericht Mit dem erneuten Eingreifen der vom Atlantik ausgehenden Wirbeltätigkeit auf unser Wetter hat dieses wieder wechselhaften und unbeständigen Charakter angenommen. Es kann auch für die Folge bei wechselnder Bewölkung und lebhafter Luftbewegung mit dem Auftreten einzelner Niederschläge, die im Gebirge teilweise als Schnee fallen, gerechnet werden. Vorhersage für Freitag: Veränderlich mit Aufheiterungen,.aber zeitweise auch bedeckt und Niederschlag. Lebhafte Winde aus südlichen bis westlichen Richtungen, Temperaturen in den Niederungen um 5 Grad. Lufttemperaturen am 30. November: mittags 2,9 Grad Celsius, abends 4,3 Grad; am 1. Dezember: morgens 5,4 Grad. Maximum 4,6 Grad, Minimum heute nacht 1 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 30. November: abends 3,7 Grad; am 1. Dezember: morgens 4,5 Grad. — Niederschläge 1,2 mm, Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum- schein. Verantwortlich für Politik und für die Bilderz Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiterr Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. X. 38: 10013. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei RLange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM.- 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig korrekte, um nicht zu sagen freunLüchaftliche Be- fen, vorwiegend auf dem Gebiet des Waren- pehungen unterhält. Nach der holländischen Ge- Umschlags. Der Reichtum Rotterdams und feine Be- meindeverfasiung verfügt der Bürgermeister auto- deutung als Wellhafen geht nicht zuletzt auf diesen nvm über die Ausübung der Polizeigewalt in sei- Handelsaustausch mit Deutschland zuruck, nein Amtsbereich. Folgiich hätte der Rotterdamer Sollte es sich Holland nicht ernsllich überlegen, ob Bürgermeister ohne weiteres die Möglichkeit gehabt, I es sich lohnt, diesen einträglichen Handelszweig ledig- das Fußballwettspiel mit seinen Polizeikräften unter f:j* *" ra-™ri™ allen Umständen gegen jüdisch-bolschewistische totö= M b f/immun hie her weis ei Welt g< daß s mit b rer T des Bo ließe, b ben mit bic jib /en, die , Horen. D etwa mr Juden v Jahrt denen f Aufstä Detjaqen. Arne daß ei Zran Je 3i m i ge. t*» Ä; Nickt s? Dchvn Küchenti gen Tac bereits ' Rchhäni trügen f japanische verschj Nts un «hing Tute l «>li !«n M »„ MN uj» Mulo, M bre über betc s!° L Wsma mnftic „Die Ql Landes '"den kö 1° wurde . Dan ir $(, " Porti, Zischt. l-J Lutz Schmidt. Else Schmidt, geb. Wald Vermählte Gießen (Mlhelmstraße 8), November 1938 05322 I.B. HÄUSER ESSEN, am Oswaldsgarten (Parkplatz) Fernruf Nummer 2145-2146 7715A Aelter.Chevaar lvens. Beamter) sucht z. 15. Dez. evtl. 1.Jan. 1939 2-3-Zitnm.-Wohn. Schriftliche Angebote u. 05323 an den Gießener Anzeiger erbet. [Stellengesuche) Mstsmer Führerfch. Kl. 3, sucht baldmögl. Stellung. Zu erfrag, in der Geschäftsstelle d. Gieß. Anz. lossss | Verschiedenes^ Schreibmalchioon- Arbeiten aller Art übernimmt l 05321 Helene Kinkel Senckenbergstr. Nr. 15 pari. Wäre das nicht wirklich ein schönes Geschenk? Jeden Tag helfen diese praktischen Maschinen der Hausfrau. Aber auch dem jungen Mädchen för die Aussteuer machen Sie damit Freude. Reibemaschine . . . RM 2,50 Brotschneidemaschine „ 8,10 Fleischhacker...... 5.95 Laufgewichtswaage. 11.40 Wandkaffeemühle . 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Schneider Wilh Schneider und Frau Klara, geb Hamel Otto Naumann und Frau Lina, geb Schneider Ernst Schneider und Frau Marie, geb. Eckhardt 12 Enkel und 1 Urenkel Die Beerdigung findet am Freitag, dem 2. Dezember,nachmittags 2 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt Die tieftrauernden Hinterbliebenen: Wilhelm Todt und Frau nebst Angehörigen. Wißmar (Kr. Wetzlar), den 1. Dezember 1938. Die Beerdigung findet am Samstag, dem 3. Dezember,'nachmittags 3 Uhr, vom Trauerhause, Langgasse 245, aus statt. Altersvereinigung 1862 — 1912 Wir bedauern den Heimgang unseres lieben Alterskollegen Wilhelm Heckeimann. Die Beerdigung findet Donnerstag, den 1. Dezember nachmittags 2% Uhr auf dem Neuen Friedhof statt. Um zahlreiche Beteiligung wird gebeten. ___________7722V Statt Karten. Am 30. November verstarb nach langem Leiden unser lieber Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel Karl Roth Straßenautseher i R. im fast vollendeten 85. Lebensjahre. Für die trauernden Hinterbliebenen: Dina Simon, geb Roth Josef Simon Margarete Scbwender, geb. Roth Karl Scbwender, Heinz Schwender als Enkel. Gießen (Steinstraße 71). Leipzig. Steinbach, den 30. November 19u8. Die Beisetzung findet am Samstag, dem 3. Dezember, vormittags 11 Uhr von der Kapelle des Neuen Friedhofes aus statt - Beileidsbesuche dankend veibeten. Gips-Dielen unter Preis räumungshalber abzugeben. 77i6D ßebr. Kahl, Frankfurt Str.159 Heute nacht entschlief sanft nach kurzem schweren Leiden unser lieber treusorgender Vater. Großvater, Urgroßvater, Schwiegervater, Bruder, Schwager und Onkel Herr Heinrich Schneider Reichsbahn-W er kstätten-Vorsteher i. R. im Alter von 78 Jahren. Gestern nachmittag, kurz nach 5 Uhr, entschlief nach langem, mit Geduld ertragenem Leiden, in der Klinik zu Gießen, unser einziger und innigstgeliebter, tapferer Sohn Erwin im Alter von 22 Jahren, auf den wir als Abiturient unsere ganze Hoffnung setzten. Prospekt kostenlos «o* lüercefles-ßeneralvertretnng: Franz Vogt & Co. Schreib-, Rechen- u. Buchungsmaschinen Gießen > Vokohans Seilersweg 44 773iD Rn! 2464 ZUM FEST! Das gutsitzende Korsett nach Anprobe (7728Ä Damen-Wäsche mit echt Plauener Spitzen KorseflmodenGrtw.BieraDS GIESSEN, Seltersweg 59 Für die uns beim Heimgang unseres lieben Entschlafenen Leonhard Schneider erwiesene Anteilnahme und für die zahlreichen Kranzspenden danken wir hiermit herzlichst. Familie Ludwig Schneider Familie Albert Langer. Gießen, den 1. Dezember 1938. _____________________________'________________05332 | Vermietungen] Nähe Bahn 1-2 möbl. Zimmer zu vermiet. 105333 Crednerftr. 18 1» | Mietgesuche] Möbl. Wohnung (2-3 Zimmer) zum 15. Dezbr. o.l.Jan. gesucht. Schrift!. Angeb. unt. 05334 a. den Gieß. Anzeiger. Nr. 281 Zweites Blatt Gietzener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhesien) Donnerstag, l. Dezember (938 Stehsischhalle einige Fischdelikatessen. Es ist sehr zierlich anzusehen, wenn so eine junge Japanerin die Fischstückchen aus den kleinen Schalen geschickt mit einem Stäbchen herausfischt. Zum Abschluß gibt es dann immer noch einen Maguro. Aber auch der rohe Fisch, den man erst richtig kennenlernen muß, um ihm Geschmack abzugewinnen, ist im japanischen Speisezettel vielfach zu finden, und tatsächlich schmeckt er ausgezeichnet — leicht gesalzen mit Ingwer gewürzt und delikat zurecht gemacht. Eine ebenso neuartige Zusammenstellung, die nur der Japaner kennt, sind die Reisgerichte mit Fisch gewürzt. Es gibt aber auch japanische Hausfrauen, die sich gar keine Arbeit machen wollen. Dann bestellt man ganz einfach beim Fischhändler ein fertig zubereitetes Fischgericht. Sauber verpackt, sehr appetitlich anzusehen, wird es ihr ins Haus geliefert. Uebrigens verwendet die Japanerin alles vom Fisch, die Flossen, die Haut und sogar die Kiemen. Nichts wird weggeworfen. Die Fischsuppe enthält alle dieze Reste — allerdings muß man eine solche Kochkünstlerin sein, wie die Japanerin. L. Die Welt am Fernsprecher. Von Joachim Voehmer. Wer sich heute mit einem Teilnehmer in einer deutschen Stadt verbinden läßt, braucht sich weder über den Verlauf der benutzten Leitungen noch über die technischen Hilfsmittel Gedanken zu machen. Die Uebermittlung seines Wunsches an das Fernsprechamt ist gleichzeitig die Erfüllung einer Sprechverbindung mit guter Verständigung. Wenn man nur wenig mehr als ein Jahrzehnt zurückdenkt, wird man sich erinnern, daß die Verständigung auch zwischen größeren Orten in vielen Fällen zu wünschen übrig ließ. Heute gehören solche Fälle zu den größten Seltenheiten, weil das deutsche Fernsprechnetz im letzten Jahrzehnt „verkabelt" wurde. Ganz Deutschland wird von einem unterirdischen Kabelnetz durchzogen. Die gute Sprechverständigung über das Fernkabelnetz wird dadurch erreicht, daß in Abständen von 50 bis 75 Kilometer Verstärker in die Leitungen eingebaut find, die die Sprechenergie, die mit der Länge der Kabel abnimmt (Dämpfung), immer wieder auffrrfchen und mit neuem Schwung dem nächsten Verstärkeramt zuleiten. Dieses Spiel wiederholt sich aus langen Sprechenstrecken oft. Spricht beispielsweise ein Teilnehmer von Berlin mit Breslau, so erfährt seine Sprache in fünf Verstärkerämtern eine Auffrischung, damit sie in Breslau vernehmbar ankommt. In d-er Kabelleitung zwischen Berlin und Basel befinden sich sogar 13 Verstärkerämter. Die Leitungen des heutigen Fernkabelbetriebes, find erst durch die Erfindung der Verstärker- röhre, die wir aus unserem Rundfunkgerät kennen, möglich geworden. Sie haben uns aber in kurzer Frist in die Lage versetzt, weit über Deutschlands Grenzen hinaus mit zahlreichen europäischen Städten in Verständigung zu treten, die vor zwei Jahrzehnten telephonisch unerreichbar waren. So erstreckt sich das europäische Fernsprechnetz, dessen Kernstück das deutsche Kabelnetz mit seiner europäischen Zentrallage bildet, von Berlin aus ebenso nach London oder Glasgow wie nach Paris oder Marseille. Im Süden erstrecken sich die Fernsprechverbindungen über Rom bis nach Palermo, im Südosten über Budapest hinaus und nach Norden ebenso nach Stockholm wie nach Oslo. Neben Deutschland verfügen in Europa besonders England, Frankreich und Italien über weitgestreckte Fernsprechkabel, dagegen ist Südosteuropa ebenso wie das europäische Rußland fast völlig ohne Fernsprechstrecken. Mit oberirdischen Leitungen läßt sich allerdings auch mit Ankara oder Moskau eine Fernsprechverbindung mit Berlin oder einer anderen deutschen Stadt Herstellen. Europa ist ein kleiner Teil der Welt. Betrachten wir andere Erdteile, so finden wir, daß die Vereinigten (Staaten und Kanada, ebenso wie Australien' oder Neuseeland über eine große Fernsprechdichte verfügen und im Verhältnis zur Einmohner- zahl mehr Fernsprechanschlüsse als Deutschland auf- weisen. Die Tatsache, daß Berlin etwa eine halbe Million Fernsprechteilnehmer besitzt, Neuyork dagegen IV2 Millionen, ist ein Beweis für die 'hohe Fernsprechdichte in der amerikanischen Riesenstadt. Die Vereinigten Staaten verfügen auch über ein ausaedehntas Fernkabelnetz. Ein Gegenstück hierzu bildet Australien, weil es überhaupt keine Fernkabellinien besitzt, obwohl der Erdteil an der Ostküste von Norden bis Süden und an der Südküste von Ost bis West von Fernsprechleitungen durchzogen ist. Auch die meisten südamcrikanischen Staaten weisen ein verhältnismäßig dichtes Fernsprechnetz auf und lassen einen Vergleich mit dem telephonisch reichlich durchsetzten Japan zu. Im Osten ist Japan das einzige Land, das über ein ausgedehntes Fernsprechkabelnetz verfügt. Man könnte erwarten, daß das Kabelnetz Nordamerikas mit dem europäischen ebenfalls durch eine Kabelleitung verbunden ist daß bellnjel'-weise zwischen Argentinien und Südafrika ein Spre-^kibel durch den Ozean verlegt Ist. Leider ist diese Möglichkeit bei dem heutigen Stande der Fernsprechkabeltechnik noch nicht gegeben. Die menschliche Sprache ist 'nämlich nur bann über lange Kabelwege verständlich, wenn sie in verhältnismäßig kurzen Abständen (75 bis 100 Kilometer) immer wieder durch Verstärker aufgefrischt wird. Da diese Verstärkerämter zum Betriebe eine elektrische Energiequelle benötigen und zur Ueberwachung zugänglich sein müssen, kann man durch die Ozeane noch keine Sprechkabel betreiben. Wohl bestehen zwischen den Kontinenten Telegraphenkabel, die Tausende von Metern unter dem Meeresspiegel liegen, sie sind aber für einen Sprechverkehr nicht verwendbar. Trotzdem sind wir in der Lage, in Hamburg, München oder Berlin den Fernsprecher in die Hand zu nehmen und uns mit Buenos Aires, Tokio, Siam? und anderen Ländern zu unterhalten. Dieses Meisterstück der Fernsprechtechnik gelingt auf drahtlosem Wege. Unser Fernsprecher wird mit einem Funksender verbunden, der in drahtloser Verbindung mit den genannten Ländern steht, Genau wie der Rundfunk die Weltmeere drahtlos überbrückt, so tragen auch die Wellen dieser Funksprechsender unsere Sprache in fremde Erdteile. Haben wir auf diesem Wege Tokio erreicht, so wird dort die Sprache von den drahtlosen Wellen abgenommen und über das vorhandene japanische Netz von Fernkabeln und oberirdischen Fernsprechlinien dem Teilnehmer zugeführt. Bei den Funksprechverbindungen, werden außer den langen Wellen auch Kurzwellen benutzt. Durch die drahtlose Welle ist also die Unvollkommenheit der Sprechkabel, nicht -ohne Verstärkerämter arbeiten zu können, behoben worden. Mehr als sechzig Länder der Welt stehen heute untereinander in Funksprechverkehr. Am zahlreichsten sind die mit den Vereinigten Staaten bestehenden internationalen Funksprechverbindungen (25). Deutschland steht mit acht außereuropäischen Ländern (einschließlich Portugal) in drahtlosem Fernsprechverkehr. Don Berlin aus sind also Fernsprechteilnehmer in Aegypten oder Brasilien ebenso leicht zu erreichen wie in Kottbus oder Pirmasens. Betrachtet man die verschiedenen Möglichkeiten des Kontinentalen Spreckverkehrs, die Ausdehnung der Frensprechnetze in überseeischen Ländern und ihre Vermaschung untereinander durch den Funksprechverkehr, so ist- fast jedes Land der Erde telephonisch erreichbar, wenn es überhaupt über Fernsprechnetze verfügt. Allerdings gibt es au di noch unendliche Gebiete der Welt, zu denen keine Fernsprechverbindung besteht. Man denke an 'ska oder Grönland, an die innerafrikanischen Wüstengebiete oder an die sibirischen Steppen. Ser deutsche Arbeiter in der deutschen Volksgemeinschaft. Oer Stellvertreter des Führers auf dem Gemeinschafisempfang fudetendeutscher Betriebe. K 0 m 0 t a u , 30. Nov. (DNB.) In der sudetendeutschen Industriestadt K 0 m 0 t a u , mit 36 000 Einwohnern, die drittgrößte des Gaues, waren am Mittwoch die werktätigen Menschen zum ersten großen Betriebsappell angetreten. Zn ihnen sprach der Stellvertreter des Führers Rudolf Heß* in einer der riesigen Werkhallen der Mannesmannwerke, gleichzeitig zu allen Schaffenden des ganzen Sudetenlandes, die zum ersten großen Gemeinschaftsempfang in allen Betrieben versammelt waren. In großen Zügen entwickelte Rudolf Heß ein Bild von der Verbundenheit des Schicksals der Nation mit der Arbeit ihrer schaffenden Volksgenossen. Er ging dabei auch auf Fragen ein, die die Schaffenden des Sudetenlandes besonders berühren. So erläuterte er die nationalsozialistische Auffassung vom Preis- und Lohnproblem und betonte, daß nicht das Geld an sich der Lohn der Arbeit sei, sondern die Werte, die der Schaffende sich mit diesem Gelde zu kaufen vermag. Der Stellvertreter des Führers unterstrich hier insbesondere die Bedeutung des sogenannten „indirekten Lohnes", der dem Schaffenden durch das Mehr an Produktion, durch die großen Gemeinschaftseinrichtungen wie „Kraft durch Freude", durch die Verschönerung der Betriebe, durch die frohere Gestaltung des Lebens zugute kommt. Hier müsse auch an die Waffen, die Kasernen, die Uniformen, die Verpflegung unserer Soldaten und all das andere gedacht werden, was unsere Arbeit schafft. „Alle Opfer aber“, so fuhr Rudolf heß fort, „die mit dem Aufbau der Wehrmacht verbunden sind, waren bedeutungslos gegenüber der endgültigen Gewißheit: Deutschland kann nicht mehr mit Füßen getreten werden; Deutschland ist frei! Die Well soll sich nie wieder über unser Recht hinwegsehen! Sie soll uns nie wieder mit Füßen treten! Sie soll uns nie wieder unsere Freiheit nehmen! And sie soll euch nie wieder von uns wegreihen! Dafür wird gesorgt! (Stürmische Begeisterung.) Dafür wird gesorgt, um so mehr, je mehr draußen die Churcb'lls, die Edens, die Loopers nach weiterer Aufrüstung schreien, damit wir wieder ihrer Gnade oder Ungnade ausgeliefert werden." Mit besonderer Spannung und begeisterter Zustimmung wurden die Ausführungen aufgenommen, die der Stellvertreter des Führers der Juden- frage widmete: „Das deutsche Volk", so erklärte Rudolf Heß, „hat durch feine Leistungen den Beweis erbracht, daß seine Rasse zu den besten der Welt gehört. Es ist im Interesse des Volkes gelegen, daß feine guten Eigenschaften nicht mit den schlechten Eigenschaften anderer Völker vermischt werden. Die Führung des Volkes würde gewissenlos handeln, wenn sie zuließe, daß seine guten Eigenschaften vermengt würden mit den Eigenschaften der jüdischen Rasse. Denn die jüdische Rasse hat nun- einmal Eigenschaften, die zu den schlechtesten der Welt gehören. Womit wäre es sonst zu erklären, daß nicht etwa nur im nationalsozialistischen Deutschland die Juden unerwünscht sind, sondern daß durch die Jahrtausende in allen Völkern, unter denen sich Juden befanden, immer wieder Aufstände gegen fie ausbrachen, um sie zu verjagen. Amerika scheint völlig vergessen zu haben, daß einer seiner bedeutendsten Prominenten, Franklin, in einer Kongreßrede warnte: „Die Juden, meine Herren, sind F r e m d st ä m- m i g e. Sie bedeuten eine dauernde Bedrohung dieses Landes. Wögen sie geboren fein, wo es auch fein mag, mögen fie noch fo viel Geschlechter bereits von Asien fort fein, fie werden nie anders werden. Ihre Ideen entsprechen nicht jenen eines Amerikaners. Selbst wenn sie durch zehn Generationen unter uns leben sollten. Line Leopard kann seine ^Flecken nicht ändern. Er, der damalige Präsident der Bereinigten Staaten, forderte den Ausschluß der Juden durch die Berfas- sungsurkunde, andernfalls würden sie in weniger als 200 Jahren das Land beherrschen und alles auffresfen. Die 200 Jahre find noch nicht vergangen. Aber mutige Amerikaner geben zu, daß die Juden schon heute daran sind, das Land zu beherrschen und alles aufzusressen. Wir haben, es in Deutschland erlebt, wie plötzlich, als es unserem Volke schlecht ging, an allen Ecken und Enden, insbesondere auf allen einträglichen Posten überall, wo geschoben werden konnte, Juden a u f t a u d) t e n , wie Juden ohne den geringsten Besitz aus dem Osten bei uns einwanderten und dann im Handumdrehen reicher, und reicher wurden. Wir haben noch in Erinnerung die Millionen-Skandale der Barmat, der Kutisker, der Sklarek. Wir haben darauf erlebt, wie sie Deutsche gegen Deutsche hetzten, wie sie Unglück über deutsche Familien brachten, während ihr Geschäft immer mehr blühte, bis endlich aud) unserem nur zu geduldigen Volk die Geduld riß. Und selbst dann war die Behandlung der Juden in Deutschland noch — weiß der Himmel — milde, verglichen mit dem, was sie uns angetan hatten. Aber gerade diese Milde mißbrauchten sie dann wieder. Sobald etwas Ruhe eingetreten war, kaum, daß der Deutsche über all der Arbeit und all den Aufgaben, die-das neue Reich ihm stellte, die Juden wieder vergaß, versuchten sie, fid) hineinzudrücken in die verlorenen Positionen. Als dann aber wieder ein deutscher Hoheitsträger im Ausland durch einen Juden niedergeknallt wurde, wobei die Hintermänner wohlweislich einen Jugendlichen als Mörder ausersahen, gegen den die Landesgesetze nur eine geringe Strafe vorsehen, d a war das Maß voll!" Da sind nun neue Folgen für das Judentum in Deutschland eingetreten. Wan sage nicht, unter diesen Juden, die betroffen wurden, sind doch fo viele, die unfchul - dig sind. Sind etwa die Araber in Palästina, deren Häuser in die Luft gesprengt werden, deren ärmliche Habe vernichtet wird, weil ein Schuß aus ihrem Dorf gefallen ist, schuldig? Will jemand behaupten, daß, als Aegypten eine schwere Geldbuße auserlegt erhielt, weit ein englischer Kommissar ermordet wurde, nur Schuldige diese Last zu kragen hatten? Waren etwa die Burenfrauen und Burenkinder, die England einst in feine fo berüchtigten Konzentrationslager 311 Tausenden und Zehntaufenden sperrte, schuldig? Rein, sie waren uufchuldlg. And fest stehl, daß w i r unschuldige Frauen und Kinder nicht hi Konzentrationslager gesperrt haben. Waren etwa alle Ve Hunderttaufende Ruffen schuldig, die ch die Tscheka hingemordet wur- den? waren etwa alle die spanischen Hlänner und Frauen, ja selbst Kinder schuldig, denen von Rotspaniern die Augen aus- gestochen, die Ohren abgeschnillen, die haut bei lebendigem Leibe abgezogen wurde, die unter den fürchterlichsten Wärtern starben? Wenn von Schuld die Rede ist — so waren es die Juden, die in Rußland wie in Spanien wie in Räteungarn die maßgebenden Führer und schlimmsten Terroristen waren. Aber über all diese Greuel hat sich das demokratische Weltgewissen nicht aufgeregt, hat auch •fein amerikanischer Präsident sich fd)audernd entrüstet. Sie haben geschwiegen, die Abgeordneten in den Parlamenten, die heute eine empörende Anfrage nach der anderen richten, wenn auch nur ein paar Juden in Deutschland in leidenschaftlicher Empörung über einen Word die Fensterscheiben eingeworfen werden. Gerade jetzt, da das Judentum völlig aus dem Wirtschaftsleben ausgeschaltet wird, ist es gut, einmal einen Blick in die Vergangenheit zu werfen, in die Jahre, da jüdische „W i r t s ch a f t s f ü h - r e r" sich Jahr um Jahr Millionen über Millionen ergaunerten und planmäßig Raubzüge betrieben, durch die viele tausend Existenzen vernichtet worden sind. Wenn wir uns mit den Korruptionsfällen der Systemzeit beschäftigen wollen, dann können wir jedoch nicht erst beim Jahre 1918 beginnen, sondern müssen etwas weiter zurückgreifen Die Vormachtstellung des Judentums im Wirtschaftsleben, die sich schon vor dem Weltkrieg verhängnisvoll onsgewirkt und zum Ruin unzähliger braver deutscher Geschäftsleute geführt hatte, zeigte so recht ihre Früchte in den Jahren van 1914 bis 1918. Die Kriegsgesellschaften, die die Bewirtschaftung der Rohstoffe, ihre Einfuhr und ihre Verwaltung, zu versehen hatten, waren geradezu eine jüdische Kolonie. Die größte unter ihnen, die Zentral-. Einkaufs-Gesellschaft, wurde von dem Juden Jacques Meyer geleitet," in der Kriegs- und Metall AG. waren unter 14 Mitgliedern im Auffichtsrat nur zwei Arier. Als 1918 bis 1919 die deutschen Fronttruppen heimkehrten, da hob eine neue Blütezeit für die jüdischen Schmarotzer an. Durch die Liquidierung der Rüstungsfabriken und den Verkauf, sprich: Verschleudern, des Heeresgutes verdienten die Juden — genannt feien hier nur die Namen Jacob Michael und Richard Kahn — Millionen über Millionen. Den Gipfelpunkt dieser „Wirtschaftspolitik" erreichte das Judentum jedoch erst in den 20er Jahren, als die Korruptionsfälle geradezu in erschreckendem Ausmaß überhand nahmen und gewissermaßen am laufenden Band führende Politiker des marxistischen Systems, Beamte usw. bestochen wurden. Wer diese Zeit wissend erlebt hat, dem sind die Namen Gebr. Sklarz, Gebr. Bar mut, Gebr. Kutisker und Michael H 0 l z m a n n , Gebr. Sklarek, Gebr. Rotter und Ludwig Kdtzenellenbogen noch in - frischer Erinne- ning. Alle, bis. aiifden letzteren, sind ostjüdische Ein- wanderer, die erst nach dem Weltkrieg oder kurz vorher aus Osteuropa nad) Deutschland gekommen waren. Greifen wir, nur in Stichworten, einige der „Taten" dieser jüdischen Schieber heraus: Die fünf Brüder Sklawz wurden gleich nach dem 9. November 1918 Lieferanten der „Ordnungs- truppen" und erwarben binnen kurzem ein Millio- nenuermögen. Durch Bestechungen verstanden fie es meisterhaft, sich die Stellen, mit denen fie zu verhandeln hatten, gefügig zu machen, so daß sie in einer Unzahl von Fällen Bezahlung für überhaupt nicht gelieferte Ware erhielten. Alle Versuche, ihnen den Prozeß zu machen, scheiterten. Nur einer von „Wir haben nun einen Riegel vorgeschoben und werden ihn nidjt wieder zurückschieben!" Rudolf Heß erinnerte an die Zeiten, in denen Juden an der Spitze der Arbeiterbewegung in Deutschland standen. Damals war das Los der Arbeiter ein unsagbar trauriges. Dieses Los hat sich erst gebessert, als der deutsche Arbeiter Adolf Hitler die Führung der Nation und damit die Führung der deutschen Arbeiterschaft übernahm; denn dieser Adolf Hitler ist aus den Reihen der Arbeiter hervorgegangen. Er ist einer der euren, deutsche Werktätige, und ich weiß, daß ihr unendlich stolz darauf seid. Er hat euch wieder eingereiht in die deutsche Volksgemeinschaft. Er hat euch zu gleichwertigen und gleichberechtigten Gliedern eurer Nation gemacht! Das deutsd)e Volk steht zu ihm, seinem einzigen Führer, in grenzenlosem Vertrauen. Und mit ihm geeint im gemeinsamen Glauben an Deutschland. Die Massen legten in minutenlangen Kundgebungen ein Treuebekenntnis der sudetendeutschen Arbeiterschaft zum Führer ab. ihnen Heinrich Sklarz, wurde im Jahr 1926 zu nur IV2 Jahren Gefängnis und 150 000 Mark Geldstrafe verurteilt. Diese Bestrafung hinderte ihn jedoch keineswegs, seine dunklen Machenschaften unter dem Schutz des damals in Preußen allmächtigen jüdischen Staatssekretärs Weismann weiter zu betreiben. Der Staatsanwalt Gutjahr, der als Ankläger in dem Prozeß aufgetreten war, wurde strafversetzt. Hand in Hand mit den Gebrüdern Sklarz arbeiteten die Gebr. Julius, Henry und David Bar- m a t. Sie lieferten Lebensrnittel für Georg Sklarz und verstanden es, binnen kurzem ebenso meisterhaft sich die Gunst der marxistischen Führer zu erwerben. Der sozialdeinokratische Reichskanzler Hermann Bauer verschaffte ihnen die Einreiseerlaubnis, der Halbjude Staatssekretär Abeg wies die Regierungspräsidenten in Osnabrück, Münster und.Düssel- dorf an, die Barmats ungehindert die Grenze passieren zu lassen, da sie der holländischen Gesandtschaft angehörten. Gegen diese falsche Unterstellung erhoben sogar die Niederlande Einspruch. Der unausbleibliche Zusammenbruch des Konzerns- brachte Verluste von etwa 70 Millionen Mark. Julius Barmat, der das Reid) allein um 38 Millionen Mark geschädigt hatte, erhielt nur elf Monate Gefängnis. Sein großer Freund und Gönner, Reichskanzler Hermann Bauer, verschwand allerdings in der Versenkung. Gewissermaßen wahre Waisenkinder ihnen gegenüber waren die Ostjuden Kutisker und Holz- mann, die die Preußische Staatsbank üm „nur" 14 Millionen erleichterten. Um so heller erstrahlte jedoch die Geschäftstüchtigkeit der drei Brüder Leo, Max und Willy Sklarek. Vorn Oberbürgermeister Berlins angefängen bis herunter zu den kleinsten Beamten gab es niemanden, der ihren Be- stechungsmanövern nicht zum Opfer gefallen wäre. Fingierte Rechnungen wurden ohne weiteres bezahlt. Die Verluste erreichten, als schließlich die ganzen Schwindelmanöver aufgedeckt wurden, geradezu phantastische Höhen. Den drei Brüdern wurde der- Prozeß hn Jahre 1933 gemacht. Die Strafen fielen, infolge des Druckes der öffentlichen Meinung, sprich: des Nationalsozialismus', schon erheblich höher aus und beliefen sich auf mehrere Jahre Zuchthaus. Ludwig Katzenellenbogen, Generaldirektor des Schultheis-Patzenhofer-Konzern, betrog durch ferne Spekulationen die Aktionäre des Konzerns um rund 30 Millionen Mark. Es war nur ein schwacher Trost für die Geschädigten, daß der berüchtigte kommunistische Spielleiter, Erwin P i s c a 10 r , der jetzt in der Sowjetunion lebt, allein 500 000 Mark aus den Mitteln des Konzerns erhalten hatte. Bleibt noch übrig der Korruptionsfall der Gebrüder Rotter, die es durch allerlei Schwindelmanöver Der» ■1 111 w 11 Der Feind im eigenen Land Oie Aasgeier des Wirtschaftslebens. Das kleine Katerfrühstück. Was die japanische Hausfrau kocht. Schon ganz früh am Morgen klopfte es an die Küchentür meiner japanischen Wirte. In den wenigen Tagen meines Tokioter Aufenthaltes hatte ich bereits gelernt, daß dies das Zeichen war: der Fischhändler ist da! Immer wieder war es ein Vergnügen für mich, ihn in seiner bunten malerischen japanischen Tracht anzusehen. Seine Ware hatte er in verschiedenen Kasten und Kästchen verstaut, die rechts und links von einer langen Bambusstange herabhingen. Gute Fische, frische Fische! In keinem Land der Welt kann man bessere Fische kaufen als in Japan. Aber auch nirgendwo gibt es so oft Fisch zu essen wie in dem Lande der aufgehenden Sonne. Mitsuko, die reizende japanische kleine Dienerin, kochte dreimal am Tage Fisch. Ob man das nicht über bekommt? Oh nein, denn die Japaner sind wahre Fischkochkünstler, und sie zaudern den Fisch in so vielerlei Gestalt als pikante Speise für alle Tagesmahlzeiten, daß man gar nicht merkt, wie oft man Fisch gegessen hat. Die geographische und wirtschaflliche Lage des Landes hat den Japaner zu dieser Vorliebe ein wenig gezwungen. Denn Japan hat keine Weide- lächen, auf denen Schafe und Rinder ihr Futter Inden können. Das Land ist arm an Wiesen, und 0 wurde der Fisch das Fleisch des Landes! Man macht das der japanischen Hausfrau jedoch leicht. Der Fischhändler bringt ihr täglich die zurecht- gemachten Fische ins Haus, ja sogar geschnitten und in Portionen eingeteilt, wie es die Hausfrau wünscht ... japanischer „Dienst am Kunden". Schon zum Frühstück gibt es meist ein Fischgericht. In kleinen, hauchdünnen Porzellanschälchen findet man einen Fischsalat vor, der auch dem Europäer das Wasser im Munde zusammenlaufen läßt. Die Fischstückchen sind in einer säuerlichen Sauce angemacht, und die weichgekochten Bambusschößlinge geben dem (Salat eine pikante Note. Sehr beliebt ist auch ein Salat aus geräuchertem Fisch. Selbst der Klippfisch wird dazu benutzt. Bei den Herren ist der „Maguro" sehr beliebt, besonders dann, wenn man einen kleinen Kater hat. Maguro ist eigentlich ein japanischer Rollmops. Er schmeckt zwar etwas milder, ist aber genau so geformt und wird säuerlich mit Gewürzen angemacht. In Japan ladet der Kavalier seine Auserwählte nicht zu einem Paar Würstchen ein, wie das in Europa üblich ist, sondern er ißt mit ihr in der Die R e i ch s a u t o b a h n b r ü ck e, die mit mehr und jeder ganze Mensch existiere nur in heit seiner Nation und damit in der Politik. Der Führungsanspruch des Nationalsozialismus gründe Elf sich, ! nämlich die gegen den SC. 03 Kassel und Hanau 93. Es ist sehr leicht möglich, daß auch die Hersfelder aus diesem Anlaß ein Kunstturnen für die Oeffent- lichkeit statt. Man wird hier Gelegenheit haben, die denn dort würden nicht nur Kanonen und Maschinen erdacht, die das Reich militärisch schützen, in diesen Studierstuben werde auch die geistige Rüstung für das große Volk betrieben. Professor Frank übergab dann der Oeffentlichkeit Kunft und Wissenschaft. 4. Jahrestag des Reichsinstituts für Geschichte des neuen Deutschlands Das Reichsinstitut für Geschichte des neuen Deutschlands begann in Berlin seine bungen hatte es Weismann verstanden, sich in den Besitz großer Geldsummen zu setzen, über die Rechenschaft abzulegen, er sich stets weigerte. sensgebieten .... Expedition zu schicken. Es ist geplant, im kommenden Jahr insbesondere Biologen und Mediziner auf eine Expedition, vielleicht nach Asien, zu entsenden. Adolph Meuer, Mitgliederrählung im DRL. Der Deutsche Reichsbund für Leibesübungen, der schon vor der Eingliederung der Gaue OstnWrk und Sudetenland die größte Sportorganisation der Welt Die in sieben Spielen unbesiegte Hersfelder hat ihre schwersten Vorrundenspiele noch vor Von" den Hanauer Mannschaften spielt der Meister immer noch die erste Rolle. Das bewies er am letzten Sonntag gegen Dunlop und wird er mit größter Wahrscheinlichkeit auch gegen Großauheim beweisen. Wenn der SpD. Kassel die Lehren aus der schweren Niederlage gegen den SC. 03 gezogen hat, dann darf man von ihm wieder eine bessere Mannschafts- Der Unfaliausschuß des Sicherheitsbeirates des Oberbergamtes Breslau trat aus Anlaß des Grubenunglücks auf dem Hans-Heinrich-Schacht zu- genug war, konnte in Norwegen bereits ein Uebungsspringen durchgeführt werden. In Pers- Die Entstehung des Kurzschlusses bedarf noch der Klärung. Staatsangehörigkeit dieses Ländchens erworben — ebenfalls eine Schuldenlast von vielen Millionen. am Sonntag aus der Reihe der unbesiegten Mannschaften gestrichen werden, denn die Leistungskurve des SC. 03 bewegt sich klar aufwärts. Fuhball der Gomioa Hessen. ST. 03 Kassel — Hessen Bad Hersfeld. FC. Hanau 1893 — VfB. Großauheim. SpV. Kassel — Kewa Wachenbuchen. VfB. Friedberg — Kurhessen Kassel. deutschen Reich die Behörden der allgemeinen Verwaltung in der unteren und — soweit solche Behörden in den einzelnen Ländern vorhanden finb — in der mittleren Stufe einheitliche Bezeichnungen. Die Reichsaulobahnbrücke über die Lahn bei Limburg. keine Verzögerung eintritt. Der Verein, d"r die Karten nicht rechtzeitig abgibt, setzt sich der Gefahr aus, gesperrt zu werden. Schauturnen und Lehrgang in Heuchelheim. 30 beste Gerälelurner des Gaues Hessen kommen. Das Gaufachamt Turnen im Gou XII (Hessen) Suck storff, Göttingen (Meteorologie), in erster war, Linie an tropischen Gewittern. Man darf diese Fälle nicht aufzählen, ohne dabei auf die Nolle eines Mannes einzugehen, der, an verantwortlicher Stelle der preußischen Staatsregierung sitzend, mit einem großen Teil dieser Schieber in steter Verbindung gestanden und sich bemüht hat, ihre Strafen so gering als möglich ausfallen zu lassen: es handelt sich um den jüdischen Staatssekretär Dr. Robert W e i s m a n n , der als Staatssekretär des Ministerpräsidenten der höchste Beamte war. Ganz abgesehen davon, daß er eine überaus anrüchige Persönlichkeit war und genau wie der Berliner Polizeioizepräsident Isidor Weiß in den Spielklubs verkehrte, hatte er es für seine besondere Aufgabe angesehen, kraft seines Einflusses die jüdischen Schieber vor dem Gericht in Schutz zu nehmen. Es sind nach der Machtübernahme eine ganze Salzburg sowie im Tauernbaus und in der Plan- verhütte Donnersbacb im Gau Steiermark unter» gebracht. Zu jedem Gemeinschaftslager gehören 20 Engländer und 20 Deutsche, so daß insgesamt 160 Mann Gelegenheit zu persönlicher Fühlungnahme in der winterlichen deutschen Hochgebirgswelt erhalten. Schon Schispringen in Norwegen. Während die Schispringen auf dem Zugspitzplatt und dem Riesengebirgskamm abgeblasen werden mußten, weil die Schneedecke nicht dicht Der „Baedeker" für Afrika w rd korrigiert Bedeutende Erfo'ge der Deutschen Dozenten-Expedition 1938. Fünf Tote bei einem Verkehrsunfall. Vor dem Fernfahrerheim Gastwirtschaft Klostermann an der StraßcGütersloh—Bielefeld fuhr 'N der Nacht ein mit fünf Personen besetzter Privatwagen auf einen parkenden Lastkraftwagen auf. Der Anprall war so stark, daß die fünf Insassen des Prioatkraftwagens — es handelte sich um junge Leute aus Gütersloh — auf der Stelle getötet wurden. Wie es zu dem Unfall kam, ist zunächst kaum erklärlich, da der parkende Lastzug vorschriftsmäßig beleuchtet war und die Sichtverhältnisse auf der Straße gut waren. Zwei löbliche Verkehrsunfälle. Als eine etwa 60 Jahre alte Frau in Mittelheim bei Bingen auf der Straße plötzlich von einem Schwächeanfall befallen mürbe und auf den Fahr- dämm stürzte, kam unglücklicherweise ein Kraft- wagen, der die Frau ü b e r f u h r. An den Folgen der Verletzungen ist die Frau kurze Zeit darauf gestorben. — Auf der Straße zwischen Erbach und Hattenheim raste ein mit vier Insassen besetzter Kraftwagen gegen einen Baum.; ein Insasse wurde auf der Stelle getötet. Amerikanisches Luxusflugzeug zerschellt. Wegen Benzinmangels mußte eine amerikanische Luxusmaschine der United Airlines bei heftigem Sturm in der Nähe der Küste auf dem Pazifik niedergehen. Dabei wurde die Maschine von dem Sturm ersaßt und gegen die Felsenklippen geworfen, so daß sie zerschellte. Das Schicksal der vier Fluggäste und der drei Besatzungsmitglieder ist ungewiß. 4. Jahrestagung. Professor Walter Frank betonte in seiner Eröffnungsansprache, Politik und Wissenschaft seien keine zu trennenden „Fächer", denn.alle echte Wissenschaft sei Sache des ganzen Menschen, leistung und auch einen Sieg über Wachenbuchen erwarten. In Friedberg wird der VfB. dem Tabellenletzten Kurhessen Kassel kaum Gelegenheit zu einem Punktgewinn bieten. Die Spitzenklasse der Ringer wird geschult. Unsere Amateürringer haben am Anfang des , neuen Wahres schwere internationale Prüfungen zu bestehen. Nach der Niederlage durch Estland in Reval geht das Fachamt Schwerathletik erneut daran, unsere besten Könner für die gestellten Aufgaben sorgfältig vorzubereiten. Diesem Zweck dienen zwei Lehrgänge, an denen jeweils die sieben besten Ringer der einzelnen Gewichtsklassen teilnehmen. Den Anfang machen in der Zeit vom 12. bis 19. Dezember in Ettlingen 28 Ringer der vier schwereren Gewichtsklassen. Die Reichsklasse im Bantam-, Feder- und Leichtgewicht führt ihren Lehrgang in der Form eines Turniers vom 11. bis 13. Januar in über die Schanze gingen. Weltmeister Asbjörn Ruud, sein Bruder Birger und Hilmar M y h r a warteten bereits mit eindrucksvollen Leistungen auf. Von den Nachwuchsspringern imponierte der 17jäh- rige Petter hugstedt, dem man eine große Zukunft prophezeit. Kurze Sportnotizen. 2)‘e r Reichssportführer hat für alle Mitglieder des Deutschen Reichsbundes für Leibesübungen ein strenges Verbot erlassen, mit ihrem Namen oder Lichtbild sich in den Dienst der Wirtschaftswerbung zu stellen. * Acht Fabrik-Mannschaften beteiligen sich im kommenden Jahre an den Industrie-Rennen der Berufsradfahrer. Insgesamt wurden 41 Straßenfahrer fest verpflichtet, darunter wieder einige neue Kräfte, die aus dem Amateurlager übergetreten sind. * N. v. Feggelen und Cor Kint. Hollands ausgezeichnete Rückenschwimmerinnen kamen bei einem Schwimmfest anläßlich des Starts ungarischer Schwimmer in Amsterdam über 100 Meter Rücken in der Weltrekordzeit von 1:12,9 Minuten in totem Rennen durchs Ziel. Die Hotelpreise stimmten durchaus nicht, und ost genug kam es vor, daß im „Baedeker" ein Urwald verzeichnet war, wo bann die Forscher eine Steppe < fanden. Aber nun wird der „Baedeker für Afrika" , der beiden genannten Autoren wenigstens für die . Gebiete, die jetzt von den Expedittonsteilnehmern : besucht worden sind, richtiggestellt. < Deutschfreundliche Eingeborene. Es gehört sicher nicht zu den Annehmlichkeiten , des Reisens, eine Strecke wie von Berlin nach , München in einem uralten schlechten Kraftwagen, ; der außerdem-^ioch viel zu schwer beladen ist, auf < Feldwegen zu fahren. Wobei dann nur zu bewun- . dern ist, daß der Wagen es überhaupt geschafft hat. ; Aber solche kleinen Reise-Abenteuer gehören zu i jeder Expedition, und lachend erzählen die Teil- , nehmer davon. Von Cuma in Portugiesisch-Angola . bis nach Luanda sind sie so im Auto gereift, das ihnen ein deutscher Pflanzer zur Verfügung gestellt hatte. Aber sie sind glücklich über diese Autofahrt, denn sie führte durch ein herrliches wildreiches Gebiet. Zwar haben die Forscher fast unbegreislicher- weise keinen Löwen gesehen, sind aber Giraffenherden begegnet, und haben die übrige reiche Fauna des afrikanischen Urwaldes tennengelernt. Alle Beamten, sowohl die englischen als auch die belgischen und portugiesischen, waren sehr zuvorkommend. Niemals wurde das Expedi- tionsgut einer Zollrevision unterworfen. Aber auch die Bevölkerung der ehemals deutschen Kolonien war begeistert über den Besuch der deutschen Wissenschaftler und erwies sich in allem als deutschfreundlich. Vielfach wurde den deutschen Dozenten von der Bevölkerung, die ja die deutsche Ordnung kennt, erklärt, daß sie weit lieber unter deutscher Ordnung leben möchte. Perlenketten aus Sachsen — das Gold des Urwaldes. Aus dem letzten Teil ihrer Reise sind die Forscher durch Gebiete gekommen, die kaum je eines Weißen Fuß brührt hat. In Kürze sei der Weo der Expedition ausgezeichnet. Am 27. Juli 1938 verließ die Expedition mit dem Dampfer „Wangoni" den Hafen von Genua und fuhr durch das sommerlich heiße Rote Meer nach Mombassa, von wo die erste Gruppe über Kenya, Nairobi sich nach Kisumu am Viktoriasee begab, die zweite Gruppe bis Daressalam weiterfuhr und sich von dort über Tabora nach Muansa am Viktoriasee auf den Weg machte. Vom Viktoriasee aus wurden von den beiden Gruppen wieder in Richtung Uganda verschiedene Wege eingeschlagen. Von Uganda begaben sich die Ex- pedittonsteilnehmer getrennt mit Kraftwagen durch das Virungavulkangebiet nach dem Kiwusee. In Goma trafen sie alle Expeditionsteilnehmer wieder. Nicht ohne Gefahr, aber doch ohne Unfall verlies die Besteigung der rund von Urwald umsäumten tätigen Vulkane Nymlagira und Niragonge, die bis zu 3500 Meter aus dem Urwaldaebiet aufragen. Längs des Kiwu- und Tanganjikasees begab sich die Expedition von Goma nach Lualaba am Oberlau des Kongo und nunmehr mit Flußdampfern au dem Kongo nach Bukama. Don hier aus fuhren sie mit der Bahn in das Innere von Por- tugiesisch-Angola. hier trafen die Forscher auf ganz primitive Volks stamme, die kein Geld kennen. Perlenketten, meist aus den sächsischen Glaswerken, die einen Wert von 8 bis 10 Pfennig haben, dienen hier, vor allem bei den weiblichen Arbeitskräften, als Zahlungsmittel. standen hatten, sieben der größten Berliner Theater Reihe von Dokumenten an die Oeffentlichkeit gekom- in ihre Hand zu bringen. Von der „Kunst", die in men, aus denen einwandfrei hervorgeht, daß dieser diesen Jahren auf diesen Bühnen geboten wurde, Staatssekretär bei höchsten Persönlichkeiten der Ju- ganz abgesehen, hinterließen sie bei ihrer Flucht nach stiz Fürsprache für diese notorischen Verbrecher ein- Liechtenstein — vorsorglich hatten sie bereits die gelegt hat. Durch eine ganze Reihe üblicher Schie- Dereinheitlichung von Behördenbezeichnungen. Berlin, 30. Nov. (DNB.) Durch eine Verordnung des Reichsministers des Innern werden für die Behörden, leitenden Beamten und Bezirke der unteren und mittleren Verwaltungsdienste der allgemeinen Verwaltung einheitliche Bezeichnungen eingeführt. Danach führen die Behörden der unteren Stufe künftig allgemein die Bezeichnung „Der L a n d r a t"; dies ist auch die Amtsbezeichnung des Behördenleiters. Ihre Verwaltungsbezirke heißen „Landkreis e". Die Negierungen in Bayern und die Kreishaupt- mannschaften in Sachsen sowie ihre Behördenleiter führen von jetzt ab ebenso wie in Preußen die auch im Sudelenland unlängst eingeführte Bezeichnung „Regierungspräsiden t". Nach Beseitigung der bisherigen Buntscheckigkeit der Behördenbezeichnungen fuhren nunmehr im gesamten Groß- Zentralafrika. Hand in Hand gingen damit die Untersuchungen von Dr. L e t t a u , dem Leipziger Geologen, der Messungen der Wärme- und Ultrarotstrahlung der Sonne sowie der Blaufärbung des Himmels unternahm. Von besonderer Wichtigkeit war die von ihm' durchgeführte Zählung der Staubteilchen und der Kondensationskerne bet Sandsturm und Steppenbrand, die letzlich die Ursache der verminderten Sonnenstrahlung sind. Von der oft angeführten Lichtfülle in den Tropen haben die deutschen Forscher im Innern des Kontinents nichts gesehen, wohl aber während der Seereisen. Dr. Orth, Heidelberg, der Botaniker, untersuchte die Stärke und Aenderung der Farbzusam- mensetzung des durch das Blätterdach tropischer Bäume einfallenden Sonnen- und Himmelslichtes in den Urwald. Interessante Studien machte Dr. als erste Frucht der vom Reichsinstitut geleisteten nationalen Geschichtswissenschaft das Werk Christoph Stedings „Das Reich und die Krankheit der europäischen Kultur". Der Redner würdigte die Persönlichkeit dieses im Alter von 35 Jahren plötzlich verstorbenen Mitgliedes des Reichsinstituts. In siebenjähriger Arbeit habe Steding ein wissenschaftliches Werk geschaffen, das durch den Umfang seiner Untersuchungen und durch seine Antworten auf die bewegenden Grundfragen der europäischen Gegenwart epochemachend wirke. Seinen Vortrag über „Bismarcks Aufstieg zur Macht" begann Prof. Frank mit einer Würdigung des kürzlich ver- ltorbenen Bismarck-Forschers und Ehrenmitglieds des Reichsinstituts, Professor Erich M a r ck s. Ausbau Schlüchterns als Hutten-Stadt. Die Stadt Schlüchtern beabsichtigt, die Gestalt Huttens noch stärker als bisher im kulturellen Leben in Erscheinung treten zu lassen. Man erwartet neue Vorschläge für die Ausgestaltung der Festspiele, die im nächsten Jahr auf zwanzig erhöht werden sollen. Die gotische Kapelle des Klotters wird zu einer Hutten-Gebächtnisstätte umgestaltet. Sie erhält ihre ursprüngliche Gestalt zurück. In der Nach dreimonatigem Aufenthalt in Afrika ist die erste „Deutsche Dozenten-Expedition 19 3 8 " mit reicher Ausbeute wieder in der Heimat eingetroffen. In Hamburg wurde sie von dem wissenschaftlichen Oberleiter der Expedition, Professor Dr. Linke, empfangen. Zum ersten Male war im Auftrage des Reichs- und Preußischen Ministeriums für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung, das auch die Mittel zur Verfügung stellte, eine wissenschaftliche Expedition nach Afrika ausgeschickt worden, an der Vertreter von fünf verschiedenen Disziplinen der Naturwissenschaft teil- nahmen. Der ganz besondere Wert dieser Expedition liegt darin, daß es sich bei fünf Teilnehmern ausschließlich um junge Hochschullehrer handelt, von denen jeder neue Forschungen auf seinem Fachgebiet getrieben hat, naturgemäß in engster Zusammenarbeit mit den übrigen Kameraden, und die darüber hinaus in die in ihr Fachgebiet fallenden wissenschaftlichen Probleme der Kolonien eingeführt wurden. Die Expedition konnte ohne jeden Zwischenfall durchgeführt werden, auch die kostbaren wissenschaftlichen Apparate, mit denen die Beobachtungen und Messungen durchgeführt wurden, sind wohlbehalten wieder im Heimathafen angekommen. Professor Dr. Gley ist noch nicht mit zurück- gekommen, er wird noch einige Wochen durch Süd- angola reifen und bas Kupferminengebiet im Kongo besuchen. Ein recht lustiges äußerliches Ergebnis der Expedition konnte von den Forschern gleich in Hamburg ausgewertet werden. Das von den Expe- ditionsterlnehmern viel benutzte Buch „Afrika" von O. Martens und O. Karstedt, das den Reifenden gewissermaßen als Baedeker diente, erwies sich an Ort und Stelle in vielen Angaben als unrichtig. Mitte des Raumes findet eine mächtige Huttenbuste 2Iu Stellung. Neben der wiederhergestellten Gruft der Familie Hutten besitzt Schlüchtern in diesem neuen Raum eine zweite Gedenkstätte. Italienische Auszeichnung für Emil Jannings. Staatsschauspieler Emil Jannings, Vorsitzender des Ausschusses für künstlerische Fragen bei der Tobis-Filmkunst G. m. b.H. wurde von dem König von Italien und Kaiser von Äthiopien für seine Verdienste um die kulturelle deutsch-italienische Zusammenarbeit mit dem Komturkreuz der italienisch e n Krone, verbunden mit dem Titel Com- mendatore, ausgezeichnet. Aus aller Welt. ofrofcentiänöler werden einer nützlichen Beschäftigung zugeführt. Steppenbrände verdunkeln die Sonne. Die wissenschaftlichen Ergebnisse der fünf Forscher sind natürlich erst zum kleinsten Teile bearbeitet. Alle fünf haben sich — das war das Gemeinsame der Arbeit — mit dem Licht und der Wirkung des Lichtes in Afrika beschäftigt. So wurden die Wirkungen des Lichtes auf Menschen, Pflanzen, Tiere untersucht, die Wasserverluste der Haut, Sonnenbrand, Sonnenstrahlung im Urwald und die Intensität der Strahlung. Dr. Büttner, Kiel, der Bioklimatologe, untersuchte die Einwirkung tropischer Wetterfaktoren auf den menschlichen Organismus. Er stellte bereits auf der Seereise seine Messungen an. So wurden von ihm die Sonnen- unb Himmelsstrahlung, besonders die Ultraviolett- strahlung gemessen und im Zusammenhang damit Erkenntnisse gewonnen über den Sonnenbrand und die Sonnenbräune. Es dürste von besonderem Interesse sein, daß die Ultraviolettstrahlung und der Sonnenbrand in Zentralafrika nicht stärker sind als im deutschen Sommer. Das ist in erster Linie auf die Lusttrübung durch Sandstürme und Steppenbrände zurückzuführen. Insbesondere die Step- penbrände vermindern die Sonnenstrahlung in ganz * Ein wahrer Sumpf hat sich vor uns aufgetan, wenn wir, Rückschau haltend, uns noch einmal vor Augen führen, was dieses jüdische Verbrechergesindel an Deutschlands Wirtschaft gesündigt hat. Wir wissen ja, daß heute noch der Jude in Deutschland 4Vsmal so reich ist wie der deutsche Volksgenosse. Wir wissen aber auch, daß dieses jüdische Vermögen nicht durch fleißige und produktive Arbeit, auf ehrliche und rechtmäßige Weise erworben wurde, daß es vielmehr durch schamlose Ausbeutung der deutschen Schaffenskraft zustande gekommen ist. Die Ausschaltung der Juden aus dem 'Wirtschaftsleben ist deshalb die einzig richtige Ant- 1 roort des deutschen Volkes. 0.8. " führt um die Jahreswende seine vierte Be- > standserhebung durch. Gewaltige Vorbereitungen waren dazu nötig uno müssen in den nächsten Tagen Der außerordentkiche Erfolg der ersten Dozenten- auch von den Vereinsleitern verlangt werden. Den Expedition 1938 und die überaus glückliche Zusam- Vereinen werden bis zum 10. Dezember die entspre- menarbeit der Vertreter der verschiedenen Wissens- chenden Vordrucke zugehen. Die Bestandserhebung gebiete hat die beteiligten Stellen veranlaßt, den umfaßt alle aktiven und passiven Mitglieder über Plan zu erwägen, die Dozenten-Expedition als eine 18 Jahre und die jugendlichen Mitglieder zwischen 15 Dauer-Einrichtung zu erhalten und jedes und 18 Jahre. Von den Wettkampfgemeinschaften Jahr junge Hochschullehrer aus verschiedenen Wis- sind nur die Mitglieder dieser Gemeinschaften, nicht und Fakultäten auf eine gemeinsame die Mitglieder der Bettiebssport-Gerneinschaften an- .. rc« ;u 'zugeben. Es liegt im Interesse der Vereine selbst, schon jetzt ihre Mitgliederlisten zu prüfen, damit bei der Abgabe der sorgfältig auszufüllenden Vordrucke also 520 Meter Länge das ganze Lahntal wenige hundert Meter oberhalb von Limbura überquert, zeigt sich nun bereits in einer Form, die erkennen läßt wie sich dieses mächtige Bauwerk in die Landschaft einfügt. Neun Pfeiler sind fertiaaestellt und durch Gerüste miteinander verbunden. An den Anhöhen rechts und links der Lahn ist der Bau der noch fehlenden vier Pfeiler im Gange. Kurzschluß als Ursache des Waldenburger Grubenunglücks. mb jeher ganxe' Mensch existiere nurftn der Ganz-! Spitzenturnerdes Gaues in drei Riegen an Pferd, 'ielt feiner Nation und damit in der Politik. Der Barren und Reck turnen zu sehen Außerdem wer- ~ " - m v, öen die besten Freiübungen gezeigt. Es werden die sich im "Felde der Wissenschaft auf die Stärke Vergebungen der Olympia-Nachwuchsturner durchge- wissenschaftlichen Leistung. Unter dem. Beifall der I turnt. Die (Bauriege setzt sich zusammen aus Turnern Zuhörer wandte sich Frank gegen die Unterschätzung Jes ganzen ^augebietes. Hauptsächlich vertreten sind der Arbeit, die in stillen Studierstuben geleistet wird. £,e Städte: Kassel, Fulda, Hanau, Limburg, Mar- Aus den deutschen Studierstuben beruhe nicht nur , bürg und -auterbach. Aus dem Kreis 8 nehmen fol- ein Stück des Weltruhmes unserer Vergangenheit, gende Turner teil: Herbert (Gießen), Schöff- sondern auch ein Stück der Macht unseres Reiches, sn a n n und B et t in (Wiefeck), Kreu ter und • ~ * — " • ß e n 3 (Sinn) und Moos (Lollar). AußerdEi wir- fc-n mit: Karl Reuter (Gießen), Sportlehrer । u , Brox (Marburg). Adolf Fink (Kassel), August loekka unweit von Kongsberg fanden sich einige der Ederspächer (Marburg) sowie Turn-und Sport- besten norwegischen Springer jin, die viele Male lehrer Wedekind (Kassel). Die Veranstaltung bedeutet für Heuchelheim ein großes turnerisches Ereignis und wird sicherlich alle Freunde des schönen Geräteturnens auf den Plan rufen. Berlin , 30.Nov. (DNB.) Nach den Althändlern, Wl4| v v., bie einer nüfclidjeren SBefdjäftigung angeführt merben । fnrnmen. An den Beratungen nahmen die Werkssollen, kommt jetzt eine andere Spielart von Drücke-1 leitung und Vertreter des Fachamts Bergbau der bergern an die Reihe, die es bisher verstanden hat, Deutschen Arbeitsfront teil. Der Ausschuß kam zu ohne eine nützliche Arbeit ihr Dasein zu fristen, die her Auffassung, daß die Unfallursache in dem sogenannten wilden Straßenhändler und Hausierer. K u r z s ch l u ß eines Schrämkabels zu suchen ist. Der Reichsführer ff und Chef der Deutschen— - - - - r ' " Polizei stellt in einem Runderlaß an die Polizeibehörden fest, daß besonders in größeren Städten auf den Straßen immer noch junge, kräftige Personen beim Handel mit Kurzwaren, Selbstbindern usw. anzutreffen sind. Meist sind diese Straßenhändler nicht im Besitz der erforderlichen Genehmigung. Die Polizeibehörden werden ersucht, die im Straßenhandel tätigen Personen verschärft z u kontrollieren und Personen, die ohne Erlaubnis das Wandergewerbe betreiben oder hausieren, den Arbeitsämtern namhaft zu machen, um sie einem zweckoollerenArbeitseinsatz zuzuführen. Berlin im Haus des Deutschen Sports durch. Deutsch-englische Schitameraoschast. Die Pflege der deutsch-englischen Schikameradschaft wird auch in diesem Winter einen schonen Ausdruck veranstaltet am 3 und 4 Bomber in hör Turnhalle ^nden. Allein in der Ostmark finden vier diesem tti Heuchelheim einen Le'hraana der x) bftten Ge-! Zwecke dienende Schilager statt. Die Lagerteilnehmer rätelurnTr 6 ™ BauesM W Arden v°m 27. Dezember bis 3um 3anu« im - - - - --- -- - Seekachaus und m der Gottschall-Almhutte im Gau Eure Dankesschuld an den Führer tragt Zhr am Tag del Aaüonalen Solidarität ab. M.281 Dritter Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) Donnerstag, l. Dezember 1938 fchehen! * ßegen spröde fairf h Allabendlich mit Nivea-Creme die Haut geschmeidig machen. Dann trotzt sie Wind und Wetter, oljne spröde zu werden. versperrt der Schnee die Ausgänge der Stadt, aber in dem kleinen Stadtpark beginnt es schon lustig zu wachsen und zu blühen. Bis tief in die Nacht sitzen die Einwohner auf den Bänken und lassen sich von der Mitternachtssonne erwärmen. Es scheint, als brauchten die Menschen überhaupt nicht zu schlafen — vor zwei Uhr morgens geht hier keiner zu Bett. Nun ist auch diese Herrlichkeit vorbei, der Winter kam ganz plötzlich in die Stadt. Gestern war es noch merkwürdig warm, und heute wirbeln schon Schneeflocken herab, fegen die Stürme über das Meer. Die lange Polarnacht senkt sich unheimlich und düster über das einsame Land. Drei Monate wird es nun ununterbrochen dunkel sein — Tag und Nacht! Ich habe einen Dampfer bestiegen und bin aus einmal sehr zufrieden. Wohlgefällig streiche ich über die Brieftasche, die mächtig angeschwollen ist. Die ersten Honorare sind darin verstaut, für kurze Zeit darf ich ein Schlemmerleben führen. Langsam versinkt die graue Eismeerstadt im Nebel. Der Abschied fällt mir gar nicht schwer. Brrr! Regen, Sturm und Schnee — da hört hier oben die Romantik auf. Ehrlich gesagt — Berlin lockt mehr! Haus Dr. med. Bachem, Frankfurt a. M., Vortrag „Geschwülste, Wucherungen". Vortrag Dr. Hans Thimotheus Kroever. Dem Goethe-Bund und Kaufmännischen greift ist es, wie man uns schreibt, gelungen, den bekannten Weimarer Kunsthistoriker Dr. Hans Thimotheus K r o e b e r für Freitag, 2. Dezember (und nicht, wie ursprünglich vorgesehen 5. Dezember), zu einem Lichtbildervortrag über das vielbesprochene Thema „Der Bamberger Reiter" nach Gießen zu verpflichten. Dr. Kroeber hat in allen Städten, in denen er diesen! Dortrag hielt, begeisterten Beifall gefunden. prof. Dr. pitzen nach Münster berufen. Der Direktor der Orthopädischen Klinik in Gießen, Professor Dr. Pitzen, hat einen Ruf auf den Lehrstuhl für Orthopädie an der Universität Münster (Wests.) und als Direktor der dortigen: Orthopädischen Klinik erhalten. Soweit bekannt geworden ist, wird Professor Dr. P i tz e n diesem Ruf Folge leisten. Wer erhält das Lustschuh-Ehrenzeichen. DNB. Durch einen Runderlaß des Reichsministers des Innern werden Richtlinien für die Verleihung des Luftschutz-Ehrenzeichens gegeben. Danach ist das Luftschutz-Ehrenzeichen in erster Linie als eine Auszeichnung für die ehrenamtlich im zivilen Luftschutz tätigen Männer und Frauen gedacht. Eine Verleihung an hauptamtlich, oder beruflich im Luftschutz tätige Personen kommt im allgemeinen nur dann in Frage, wenn es sich um erheblich über Waffen. In diesem Zusammenhang gab er seinen Hörern sehr interessante und aufschlußreiche Vergleiche über die Wirkungskraft der Großkampfschiffe und der Kampfflugzeuge, ferner über die Erfolgsaussichten der schweren Artillerie der Großkampfschiffe und der Bomben der Kampfflugzeuge^ Er beleuchtete aber auch die Kampfkraft und die verschiedenen Einsatzmöglichkeiten aller übrigen Mittel der Seekriegsführung, wobei er die markantesten Merkmale des Einsatzes und der Waffenwirkung der verschiedenen Einheiten bzw. Schiffstypen dar- leqte. Die militärischen Auswirkungen und Entwicklungsmöglichkeiten auf dem Gebiete der Seekriegsführung stellte der Vortragende dann in Beziehung zu der Politik der Staatsführungen, wobei et den Hörern deutlich erkennbar machte, in welcher Weife sich dos Auf oder Ab in der Bereitschaft der Seekriegsführung u. a. auch auf die politische Bündnisfähigkeit eines Landes auswirken kann. Durch diese weite Umrahmung des Themas erhielten die Hörer auch nach der politischen Seite hin eine willkommene Erweiterung ihrer Blickmöglichkeiten über das Gebiet der Seekriegsführung. Dem Vortragenden wurde mit lebhaftem Beifall der herzliche Dank der Hörer bekundet, den Flieger- Commodore S ü ß m a n n in kurzen Dankesworten an den Redner zum Ausdruck brachte. Spaziergang in Hammerfest. Von Rudolf Zacobs. H a m m e r f e st, im November. Die „Sörö" schaukelt dem Nordkap entgegen. Ich habe mich in eine Ecke des kleinen Lokaldampfers gedrückt und überzähle traurig meine Barschaft. Von den wenigen Kronenscheinen, die ich außer der Fahrkarte mit über die deutsche Reichsgrenze nahm, ist fast nichts mehr übriggeblieben. Die Zukunft sieht mal wieder sehr betrüblich aus. Aus der Kombüse dringt Essengeruch, doch während mir der Magen knurrt, liegen die meisten Passagiere mit leidenden Gesichtern über der Reling und denken nicht an kulinarische Genüsse. Die wohlgedeckten Tische bleiben leer — es muß etwas ge- Die Anforderungen, die in diesem Jahre an das Winterhilfswerk gestellt werden, sind größer als in den Vorjahren. Unendlich viel Not und Elend herrscht noch in den heimgekehtten Landen. Uebelste Wirtschaft der schwarzroten Systemzeit und eines 20 Jahre währenden Unrechts einer in Versailles aufgebauten Fremdherrschaft haben die alte deutsche Ostmark und das Sudetenland bis aufs Mark ausgesogen. Wir haben diese Gebiete aber nicht befreit, um sie bei uns weiter darben zu lassen, sondern um daraus ebenso blühende und gesunde Gaue wie im Altreich zu machen, um ihnen die Kraft und Stärke der deutschen Volksgemeinschaft, die echte Wesensart des nationalen Sozialismus, die die Welt als ein einzig dastehendes Wunder bestaunt, zu offenbaren. Wir alle sind Nutznießer dieser Volksgemeinschaft. Sie gibt uns Arbeit und Brot, Ruhe und Erholung! sie sichert unsere Existenz und unsere Familie, sie ist das Leben der Nation. Deshalb ist es Pflicht jedes deutschen Volksgenossen, seine Solidarität mit allen, die der Hilfe noch bedürfen, durch sein Opfer zu beweisen, so daß das Ergebnis dieses Tages die größte soziale Volksabstimmung aller Zeiten wird. „Das ist unser Krieg", rief der Führer einmal aus, „wir haben unser eigenes Ziel vor Augen, wir sind im größten Eroberungsfeldzug der^Welt- geschichte begriffen, wir erobern unser Volk!" Am Abschluß des „Tages der Nationalen Solidarität 1938" soll der Führer mit Fug und Recht behaupten können: Wir haben das Volk erobert! dem Durchschnitt liegende Leistungen- handelt. Ick diesem Falle wird zu prüfen sein, wie weit die vorgeschlagenen Personen über die Anforderungen ihrer dienstlichen Tätigkeit hinaus sich besondere Verdienste um den zivilen Luftschutz erworben haben. Grundsatz ist dabei, daß die vorgeschlagenen Personen mindestens 4 Jahre auf dem Gebiete des zivilen Luftschutzes tätig gewesen sind. Die Aufstellung der Vorschläge für dje Verleihung des Luftschutz-Ehrenzeichens wird von der Dienststelle vorgenommen, bei der die Vorgeschlagenen sich ihre Verdienste um den Luftschutz erworben.haben. Der Reichsminister des Innern ersucht, dafür Sorge zu tragen, daß die Aushändigung der Ehrenzeichen durch die örtlichen Luftschutzleiter in feierlicher Form vorgenommen wird. Vom 1. bis 10. Dezember Spielz^uatammluna der ^unamädel. NSG. Die Wäsche- und Spielzeugsammlung der Jungmädel des Gaues Hessen-Nassau ist schon zu einem festen und nicht mehr wegzudenkenden Bestandteil der Winterarbeit geworden. Jedes Jahr ziehen die Mädel in den ersten Dezembertagen durch die Straßen, trippeln von Tür zu Tür, um abzuholen, was vorsorgliche Mütter bereitgelegt haben. Alte oder überflüssig gewordene Baby-Wäsche, Bettzeug und warme Höschen, winzige Schuhe und Strümpfe, Häubchen und Umhänge, kurz all das, was der eigene kleine Zappethans nun entbehren kann, oder was von den „Großen" oder Enkelkindern her in einer vergessenen Schublade liegt, nehmen sie mit strahlendem Gesicht entgegen, um damit dey Kindern bedürftiger Eltern eine Freude zu bereiten. Gewiß, früher war es der Stolz und der Vorzug einer tüchtigen Hausfrau, alles Alte und Ausgediente aufzubewahren, um es für spätere Fälle, für Ver- Zwei gewaltige Siege hat der Führer in diesem Jahre auf dem Schlachtfeld der Politik errungen. Zweimal hat er seine Wehrmacht über die Grenzen des Altreiches marschieren lassen, um uralten deutschen Volksraum, die Ostmark und das Sudetenland, heimzuholen ins Reich. Was in blutigen Kriegen eines Jahrtausends nicht möglich war, hat der Führer in einem Jahre seines friedlichen Aufbaues vollbracht: Großdeutschland! Jetzt erwartet der Führer von seinem Volk, wie er bei der Eröffnung des Winterhilsswerkes 1938/39 ausführte, „daß das Winterhilfswerk 1938 der geschichtlichen Größe dieses Jahres entspricht". Kein Tag im Jahr ist besser geeignet, als der „Tag der Nationalen Solidarität", dem Führer zu bekunden, daß das deutsche Volk auch im Opfer eine verschworene Gemeinschaft ist, die ihresgleichen in der Welt nicht hat. . Wenn am kommenden Samstag die Minister, Reichs- und Gauleiter, alle höheren' Führer der Partei und ihrer Gliederungen, die Beamten, leitende Persönlichkeiten der Wirtschaft, Kunst und Wissenschaft, der Presse usw. zum fünften Male die Sammelbüchse in die Hand nehmen, um denen zu dienen, die aus eigener Kraft die Not noch nicht bannen können, bann, deutsches Volk, spende nicht, sondern opfere und beweise dem Führer erneut, daß sein Herzschlag auch dein Herzschlag ist! Die Leistungen des Winterhilfswerkes sind gewaltig; die Rech-enschafts- berichte der vergangenen Jahre sind die stolzesten Zeugen für die große deutsche Volksgemeinschaft, die in dem alles Leben umfassenden Winterhilfswerk ihren stärksten Ausdruck findet. Wie der Groa in die Welt kam. Es ist etwa hundert Jahre her, daß ein Admiral den Grog erfunden hat. England sandte damals den Admiral' Vernon mit einer Flotte nach Westindien, um Krieg gegen die spanischen Kolonien zu führen. Für einen Admiral sah Vernon sehr merkwürdig aus; er trug einen Rock mit langen Schößen aus einem groben Wollstoff, den man in England „Grogham" nannte; der Eindruck war so ulkig, daß ihn die Matrosen danach einfach „Grogham" nannten Dieser Admiral war der Erfinder des „Grogs"; wie das geschah, wird in „W e st e r m a n n s Monatsheften" erzählt: Die Reise über den Ozean zögerte sich durch ungünstige Winde sehr hinaus, und es trat Mangel an Nahrungsmitteln ein. Die Rationen, die auf den einzelnen entfielen, mußten verkürzt werden. Das Schlimmste ober war, daß die Matrosen auch nur noch die Hälfte des bisher gewohnten Rums erhiel- ten Der Admiral hatte befohlen, damit das Quantum dasselbe bleibe, Wasser in den Rum zu gießen. Die Mannschaft begann zu murren. Die Kapitäne der einzelnen Schiffe befürchteten Meuterxi, begaben sich zu Vernon und baten ihn, in Zukunft kein Wasser mehr in den Rum gießen zu lassen; mit der halben Ration wollten sich die Matrosen, wenn es sein müsse, einverstanden erklären, aber das gewässerte Zeug bringe sie in Wut. „Ich verstehe gar nicht, meine Herren, was Sie Hochschulnachrichten. Der ao. Professor Dr. med. Hans-Gerhard Creutzfeldt wurde zum Ordinarius an der Universität Kiel ernannt und wird dort die Psychiatrie und Neurologie vertreten. Neue Waffen und Seekriesssührung Dortrag von Vizeadmiral a. O. Or. h. c. Gross. Das Offizierkorps des Standorts Gießen eröffnete am gestrigen Mittwochabend im Offiziersheim die Vortragsreihe dieses Winters vor den Offizieren des Standorts und zahlreichen Gästen aus unserer Stadt und den Nachbarorten mit einem Vortrag, dem von vornherein größtes Interesse sicher war. Nach kurzen Grußw'orten des derzeitigen Standortältesten, Flieger-Eommodore S ü ß m a n n , an den Vortragenden und die große Zahl der Gäste sprach Bizoadmiral a.D. Dr.h. c.GrooS/Derlin über das Thema „Der Einfluß neuer Waf - .fe n auf die Seekriegsführun g". In etwa eineinhalbstündigen Darlegungen gab Vizeadmiral Groos seinen mit größter Aufmerksamkeit lauschenden Hörern einen umfassenden Ueberblicf über den weitschichtigen Stoff des Vortrages und über die verschiedensten Abschnitte der in den Mittelpunkt der Betrachtungen gerückten Waffenentwicklung. Er legte seinen Darlegungen zunächst die Erfahrungen der Seekriegsführung während des Weltkrieges und den waffenmäßigen Stand am Ende des großen Krieges zugrunde. Don dieser Grundlage ausgehend beleuchtete er die Entwicklung der einzelnen Waffeneinheiten in den wichtigsten Marinen während der folgenden Jahre, zugleich auch den damals leider sehr betrüblichen Weg unserer deutschen Kampfkräfte für den Seekrieg. Er schilderte fernerhin die verschiedenen Schiffstypen und die Erfahrungen, die man mit ihnen im und nach dem Kriege gemacht hat. Dabei rückte er u. a. auch das jüngste Kampfmittel zur See, die Fliegerei, mit in den Vordergrund der Betrachtungen und der Vergleiche hinsichtlich der Wirkungskraft der einzelnen Das Glück kommt in Gestalt des dicken Kapitäns Er will mir eine Sehenswürdigkeit erklären und bemüht sich krampfhaft, ein paar deutsche Brocken an den Mann zu bringen. Ein köstlicher Einfall geht mir da plötzlich durch den Kopf. „Lieber Herr Kapitän", sage ich wohlwollend, sprechen Sie ruhig norwegisch mit mir, denn Ähre deutsche Aussprache ist schrecklich!" ... „Ist sie das?" Der Kapitän sieht recht unglücklich drein. Ja, aber er müsse das nun einmal lernen, die Reederei verlange es so. Für den Fall, daß sich ein deutscher Tourist auf die „Sörö" verirrt. — Wenn ich vielleicht so nebenbei ein paar Sprachstunden geben wollte?" Natürlich wollte ich. Stundenlang saß ich in der verqualmten Kajüte und paukte dem Kapitän die wichtigsten Vokabeln ein. Die nächste Zeit war sehr gemütlich. Ich wechselte von der dritten in die erste Klasse und stärkte mich für die nächsten flauen Wochen. Mein Schüler machte erstaunliche Fortschritte, und schließlich waren wir auch am Ziel. Als unser Schiff in den Hafen von Hammerfest einlief, herrschte eine unnatürliche Sommerwärme. Die amerikanischen Touristen hatten sich um das Thermometer geschart und schüttelten ungläubig die Köpfe. Einige waren auch sehr erbost und beschwerten sich beim Kapitän, daß keine Walfische und Eisberge zu sehen wären, wie sie das vom Nördlichen Eismeer erwartet hatten. Einfach unerhört!! Der Kapitän lächelte nur und schob alle Verantwortung auf den Golfstrom, der an der Küste vorbeifließt und jede Hoffnung auf Treibeis und Polarabenteuer gründlich zerstört. Ja, wer sich Hammerfest als eine Art Eskimosiedlung vorstellt, nur weil es die nördlichste Zeder opfert für die Volksgemeinschaft! ' Tag der Nationalen Solidarität am 3. Dezember. wollen", erwiderte der Admiral, „ich trinke den Rum stets so, das schmeckt doch einfach köstlich!" „Köstlich?" erwiderte ein alter Kapitän, „schaurig schmeckt das Zeug!" Der Proviantmeister wurde gerufen. „Ihr habt Wasser in den Rum gegossen?" fragte Vernon. „Wie Sie es befohlen haben, Sir!" „Ja, natürlich, und die Mischung war genau so. wie ich es angegeben habe?" „Gewiß, Sir! Halb und halb!" „Und das Wasser war kochend?" „Kochend?" „Ja, selbstverständlich: Kochend!" „Nein, wir haben kaltes Wasser genommen, Sir!" „Ihr seid Schafskövfe, versteht Ihr mich? Kaltes Wasser! Solch eine Dummheit! Da versteh ich, daß die Matrosen murren. Also von heute an heißes, kochendes Wasser, halb und halb mit dem Rum vermischt, und, um den Reiz zu erhöhen, ein wenig Zucker in jeden Becher. Ihr werdet sehen, wie die Kerls den Mund nach diesem Trank schlecken werden." Der Admiral hatte recht. Es kamen keine Klagen mehr. Die Matrosen, wie jeder, der das neue Getränk versuchte, waren begeistert. Man nannte es nach des Admirals Spitznamen „Grog", und es dauerte nicht lange, da wurde der Grog das Leibgetränk der Seeleute aller Völker. Zeitschriften. — Die Alandsinseln werden in der neuesten Nummer der „I l l u st r i r t e n Zeitung Leipzig" in Bild und Wort behandelt. — Ein Bildbericht führt unter dem Titel „Eine tote Stadt in Kleinasien" nach Wan, im Osten der asiatischen Türkei. Hier wird geschildert, wie diese Stadt, die von dem Weltkrieg noch ungefähr 40 000 Einwohner hatte, heute auf einen Stand von knapp 5000 Einwohner herabgesunken ist. — Das Schloß Bürgeln am Südwestabhang des Schwarzwaldes wird in schönen Aufnahmen vorgeführt. — Ein Bildbericht von dem Reichsautobahnrasthof Magdeburger Börde zeigt, in welch umfassender Weise hier für das Wohl der Autobahnreisenden gesorgt wird. Exwähnt seien auch die Bildberichte aus Palästina sckwie eine Würdigung von Carl Zeiß, dem Begründer des Jenaer Zeiß- werks, zu seinem 50. Todestage. Aus der Stadt Gießen. Blick in den Dezember. Spät hat in diesem Jahre der Winter sein Regiment angetreten, denn auch der vergangene November brachte im ganzen Reich, mit Ausnahme der Hochlagen im Gebirge, noch fein winterliches Wetter. Vielmehr zeichneten sich Teile des November durch unerhört warme Temperaturen aus, jo daß vielfach „falscher Frühling" entstand. Wirtschaftlich gesehen war dieses milde und über die Hälfte des Monats trockene Wetter begrüßenswert, denn es konnten alle Abschlußarbeiten der Späternte und der Ernteverteilung auf die verschiedenen Landgebiete durch den Großversand ungehindert vor sich gehen, während es in manchen Jahren im November schon vorgekommen ist, daß dieser Versand wegen Frost und Schnee aus Wochen stillgelegt war. Doch nicht allgemein ist das milde und unwinterliche Wetter begrüßt worden. Die Saisonwirtschaften, die Konfektion, der Kohlenhandel und die mit dem Schneesport verbundenen Industriezweige erfuhren im November nicht den Antrieb, den ein Frühwinter ausgelöst hätte. Der Dezember muß nun allerdings den Kurs wechseln. Als Weihnachtsmonat verbindet er mit sich viele Wünsche, die mit Schnee und Eis Zusammenhängen. Die Saisonwirtschaft macht im Dezember ernste Ansprüche an den Winter und wünscht sich vor Weihnachten wenigstens eine der fälligen Frost- und Schneeperioden. Statistisch läßt sich nachweisen, daß im Laufe der ersten oder zweiten Dezemberdekade fast regelmäßig bei uns ein Abschnitt Frostwetter eintritt. Sofern diese Frostperiode in der ersten Dezemberhälfte ausbleibt, rechnet man mit ihrem Eintritt gegen Schluß des Monats. Sie besitzt bann allerdings ihre günstigen Auswirkungen auf das Weihnachtsgeschäft nicht mehr. Doch wie gesagt: meistens friert es — zumindest kurzfristig — einmal vor Weihnachten, und das genügt, um die Stimmung für die Festzeit zu heben. Die Struktur des diesjährigen Winterwetters verlief bisher in der Form des für unsere Klimazone charakteristischen Westwindwetters. Wir hatten in den letzten Wochen eine auffallende Unruhe der Atmosphäre im nordatlantisch-europäischen Raum zu verzeichnen, die in teilweise katastrophalen Unwettern ihren Ausdruck fand. Sehr augenfällig war die Verbindung dieser gesteigerten atmosphärischen Unruhe mit der starken Sonnentätigkeit. Sofern man die Großwetterlagen in periodische Abschnitte aufteilen will — sie wechseln bei uns im allgemeinen zwischen ozeanisch und kontinental beherrschten Situationen — ist es nicht ausgeschlossen, daß die langanhaltende und ausgeprägte ozeanische Periode, die den diesjährigen Herbst und den ersten Teil des Winters kennzeichnete, m nicht allzu ferner Zeit in die gegenteilige Richtung, also in einen kontinentalen, von Nord- und Ostwinden beherrschten Typ umschlägt. Damit ergibt sich für den Verlauf des Winters 1938/39 die Möglichkeit, daß er mehrere stark ausgeprägte Kälteperioden bringt. Diese Vermutung wird durch die Tatsache gestützt, daß wir in diesem Jahre feinen Frühwinter hatten, der meistens im November auftritt. Wenn nämlich Frühwinter sich einstellen, die ihrerseits bis Ende Dezember dauern fönnen, macht man sehr oft die Feststellung, daß der eigentliche Hauptwinter regnerisch und milb verläuft. Von diesen Gesichtspunkten gesehen, die allerdings in feiner Weise als bindend und feststehend zu betrachten sind, bleiben in diesem Jahre die Voraussetzungen für einen fernigen Mittwinter im Gegensatz zu den vergangenen Jahren noch offen. DOM -u.ZM-Llnterqau 416 Gießen Am Tag der Nationalen Solidarität, am 3. Dezember, sammeln alle M/JM.- und BDM.-Werk- Gruppenführerinnen unseres gesamten Untergaues. Wann und wo die Sammelbüchsen abgeholt werden können, wird noch in der Presse veröffentlicht. Dorrwiizen Tageskalender für Donnerstag. Gloria-Palast, Seltersweg: „Eine Nacht im Mai". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Tarantelle". — Naturheilverein: 20.15 Uhr im Katholischen Vereins- Stadt der Welt ist, der hat sich schwer getäuscht! Eisberge sind hier oben ebenso unbekannt wie am Aequator, selbst im Winter frieren die Häfen und Fjorde an der norwegischen Eismeerküste nicht zu. Und was die Menschen anbetrifft, so haben sie sich längst die modernsten Errungenschaften der Zivilisation zunutze gemacht. * Ich bin bereits zum viertenmal in Hammerfest und habe gute Freunde hier. Auch diesmal werde ich im Wagen abgeholt? Kaum glaublich, wieviel Autos es hier gibt, obwohl die kleine Eismeerstadt kaum mehr als dreitausend Einwohner zählt. Neuerdings verkehrt sogar ein großer Omnibus in der kleinen Stadt, denn feinem Einwohner wird es einfallen, im Zeitalter der Technik bis zur nächsten Straßenecke zu laufen. Das ist überhaupt kennzeichnend für die Bürger von Hammerfest: sie wollen auf keinen Fall hinter den anderen Städten des Erdballs Zurückbleiben! „Wir werden heute einen Rundflug machen!" überraschte mich einmal ein norwegischer Freund. „Wie, was Rundflug??" — „Selbstverständlich, ich sage gleich dem Piloten Bescheid!" Dann brausen wir über den blauen Fjord und freuen uns über die geschäftstüchtigen Hammerfester. Als Höhepunkt der Fremdenwerbung hat man sich dieses Junkers-Flugzeug gedacht, bas zuweilen Touristenflüge über dem Eismeer ausführt. Reklame und ein bißchen Attrappe muß sein, bas wissen die Nordmänner ganz genau. Sie stellen ausgestopfte Eisbären vor die Türen und werben Renntier- Lappen an, die sich gern von allen Seiten photographieren lassen. Im weiten Umkreis von Hammerfest sieht man nur öde Felswildnis. Das Land ist gänzlich nackt und ungeschützt — nur von gewaltigen Gletschern bedeckt. Ackerbau und Viehzucht sind den Bewohnern dieser hohen Breiten versagt, wer hier lebt, tut es nur des Meeres halber. * Stundenlang bin ich mit meinen Freunden durch die lange Hauptstraße gelaufen — auf und ab. Wir waren nicht die einzigen Spaziergänger, nach Feierabend trifft sich hier die ganze Stadt. Bürodamen und Arbeiterinnen aus den großen Fischfabriken — alle nach dem neuesten Modejournal gekleidet — strömen in das kleine Tonfilmkino. Bärtige Fischer und Robbenfänger verankern sich in einer Kaffeestube. Die gibt es hier in jedem zweiten Haus. Auch Hammerfest hat seinen „Stadtpark". Er laßt sich ganz bequem mit hundert Schritten umgehen, aber er ist doch eine liebliche Oase inmitten dieser trotzigen Felsen- und Gletscherwelt. Noch im Juni wandt» und Klndeskinder, wieder hervorzuholen. Acute aber, liebe Hausfrau, e5 i>ie große Volksgemeinschaft. die deine Schaße nicht entbehren kann, und sie durch ihre jüngsten Fürbitter abholen läßt. Nichts darf mehr ungenützt und tot Herumliegen, denn mit jedem noch so unscheinbaren Stück kann die Sorge anderer gemildert werden! Und wenn du dann schon am Suchen und Ueber- prüfen bist, liebe Hausfrau, dann sieh doch einmal gleich nach, ob sich auch noch altes Spielzeug findet: einfache, unzerbrechliche Dinge, die — ein bissel auf- gefrischt — dem fremden Kind noch viel Freude' bringen könnten. Der nette bunte Kasper aum Beispiel, oder Lies, die vergessene Puppe mit den lustigen Kulleraugen, Peters abgedankter Baukosten, oder das Mosaikspiel. Vielleicht ist da auch noch der Verkaufsstand von Friedel, über den sie längst hinausgewachsen ist, eine Puppenküche, oder gar ein Bauernhof — wieviel jauchzende, selige Weihnachtsfreude erwecken sie wieder, wenn sie durch die Hände der Jungmädel den Weg zur NSV. und ihren Betreuten finden! Drum, liebe Hausfrauen, vergeßt nicht: zwischen 1. und 10. Dezember kommen die Ju ngmäde l! Weihnachtsfreude in jedes Haus. NSG. Das Winterhilfswerk fuhrt, wie alljährlich, auch in diesem Jahre eine Wunschpaket-Aktion durch. Noch immer gibt es eine große Anzahl Volksgenossen, die aus irgendwelchen Gründen nicht in der Lage sind, sich und chren Familien aus eigenen Kräften eine Wechnachtsfreude zu bereiten. Unzählige AUe, Kranke usw. warten auch in diesem Jahre wieder auf ein Wunschpaket. Wenn daher in diesen Tagen überall im Gau Hessen-Nossau die Helfer des WHW. mit Wunschzetteln zu denjenigen Volksgenossen kommen, bei denen man voraussetzt, daß sie in der Lage sind, noch anderen eine Wechnachtsfreude zu bereiten, so bitten wir, die Maßnahmen der WHW.-Helfer zu unterstützen und sie ihnen durch freudige Mitarbeit leicht zu machen. Das Weihnachtsfest im Großdeutschen Vaterland soll gerade in diesem Jahre in jeder deutschen Familie schöner werden. Lugendfahrräder ohne pedolrückstrahler. Durch polizeiliche Anordnung wird festgestellt, daß Kinderfohrräder ohne Gummibereifung oder mit Vollgummireifen nicht unter die Bestimmung der Straßenverkehrsordnung fallen, nach der Fahrräder an beiden Seiten her Trettelle Rückstrahler von gelber Färbung zu führen haben. Jugendfahrräder, die sich lediglich durch chre kleine Bauart von normalen Fahrrädern unterscheiden, sind bis auf weiteres von dieser Verpflichtung befreit. Gießener Dochenmorktpreise. * Gießen, 1. Dez. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Markenbutter, Vi kg 1,60 Mark, Motte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 4 bis 9, Wirsing 9, Weißkraut 5 bis 7, Rotkraut 9, gelbe Rüben 10, rote Rüben 9 bis 10, Spinat 15 bis 18, Unterkohlrabi 6 bis 10, Grünkohl 12, Rosenkohl 15 bis 30, Feldsalat, 1/io 8 bis 10, Tomaten, % kg 45, Zwiebeln 12 bis 15, Meerrettich 30 bis 55, Schwarzwurzeln 25 bis 40, Kartoffeln, Vt kg 4 Pf., 5 kg 40 Pf., 50 kg 3 bis 3,45 Mark, Aepfel, H kg 28 bis 45 Pf., Birnen 25 bis 35, Nüsse 40 bis 65 Pf., junge Hähne 1 bis 1,20 Mark, Suppenhühner 90 Pf. bis 1 Mark, Gänse 1,10 bis 1,20 Mark, lauben, das Stück 50 bis 60 Pf., Blumenkohl 20 bis 50, Salat 5 bis 6, Endivien 5 bis 10, Lauch 5 bis 10, Sellerie 10 bis 35, Rettich 5 bis 20, Radieschen, das Bündel 8 bis 10 Pf. ** Umbau der unteren Kaiferallee abgeschlossen. Die Umbauarbeiten in der unteren Kaiserallee sind nunmehr zum Abschluß gekommen. Die neugestaltete Straße, die sich in dos Bild unserer Stadt gut einfügt und für den gesteigerten Verkehr weit bessere Verhältnisse als früher bietet, ist seit heute früh von allen Sperren befreit, so daß sich der Verkehr nunmehr wieder ungehemmt nach beiden Richtungen hin abwickeln kann. ** (Sterbefälle in Gießen. Es verstorben in Gießen: 15. Nov. Martha Loh, geb. Hoffmann, ohne Beruf, 62 Jahre alt, Licher Str. 35; 16. Nov. Karoline Dietz, geb. Dietz, ohne Beruf, 80 Jahre alt, Bahnhofstraße 106; 19. Nov. Wilhelm Karl Heck, Schreiner, 56 Jahre alt, Steinstraße 21; 20. Nov. Jakob Thiel, Oberbahnhofsvorsteher i. R., 72 Jahre alt, Frankfurter Straße 43; Charlotte Czygan, geb. Bernecker, ohne Beruf, 63 Jahre alt, Stephanstraße 15; 21. Nov. Emmy Hermine Fahler, 2 Jahre alt, Seltersweg 59; 22. Nov. Heinrich Trenker, Dreher, 70 Jahre alt, Am Riegelpfad 2; Leonhard Schneider, Lackierer und Weißbinder, 65 Jahrs all, Dammstraße 42; 25. Nov. Albert Rahnefeld, Gastwirt, 75 Jahre alt, Schanzenstr. 2; 28. Nov. Michael Schuh, Heizer, 45 Jahre all, Wetzlarer Weg 61; Bertha Sack, geb. Möser, ohne Beruf, 79 Jahre alt, Asterwea 32; Wilhelm. Heckel- mann, Metzgermeister, 76 Jahre oll, Bahnhofstraße 55/57; 29. Nov. Georg Schmidt, städt. Arbeller, 76 Jahre alt, Ebelstraße 41; 30. Nov. Karl Roch, Straßenaufseher i. R., 84 Jahre alt, Steinstraße 71; Heinrich Jakob Schneider, Reichsbahnwerkstättenoorsteher i. R., 78 Jahre alt, Crednerstraße 30. Oie Ausgaben der Lustsahrtmedizin. Mit einem interessanten Lichtbilder- und Film- Dortrag setzte das Dolksbildungswerk am gestrigen Mittwochabend seine Vorlesungsreihe im gutbesuchten Hörsaal der Medizinischen Klinik fort. Kreisreferent Dr. Heidt wies einleitend auf die weiteren Vortragsreihen des Dolksbildunaswerkes hin. Dann sprach Dr. Anthony über „Aufgaben der Luftfahrtmedizin". Er begründete zunächst die „Luftfahrtmedizin" aus der Fülle der Probleme, die sich aus dem Verhalten des Menschen bei hohen Geschwindigkeiten und in großen Höhen ergeben. Dos Fliegen an sich sei nicht gefährlich, nur müßten eben an einen Menschen, der ein Flugzeug führen wolle, besondere Anforderungen gestellt werden. Die Aufgabe der Luftfahrtmedizin fei es, diejenigen Menschen auszusuchen, die von ihren körperlichen, geistigen und charakterlichen Eigenschaften her dazu geeignet seien. Zu diesem Zwecke gebe es für die Luftfahrt eine Anzahl von Untersuchungs- stellen, die meist in Verbindung mit Universitäten bestehen und über einen Stab von Fachwissenschaft- lern verfügen. Don einem jungen Menschen, der Flieger werden wolle, müsse Charakterfestigkeit, Geistesgegenwart, Entschlossenhell, gutes Seh-, Hör- und Farbensichtvermögen usw., wie auch eine völlig gesunde Konstitution verlangt werden. Die Untersuchungen würden mit denkbar größter Sorgfalt vorgenommen und mindestens jährlich wiederholt, damit jegliche Aenderung im körperlichen Befinden festgestelll werden könne. Für die Untersuchungen werde eine speziell entwickelte Technik eingesetzt, mit deren Hilfe die kompliziertesten Prüfungen ermöglicht werden. In feinen weiteren Darlegungen beschäftigte sich der Redner mit dem Problem der Beschleunigung, d. h. der Vermehrung der Schwerkraft, wie sie in den Kurven auftrete und zu Störungen Veran- lassung sein könne. Praktisch sei es so, daß der Maschine bedeutend'mehr zugemutet werden könne, als dem Menschen. Hierauf wandte sich der Vortragende dem großen Problem der Höhenkrankheit zu, eine Sauerstoff- mangelerfrantung, wie sie von 5000 Meter Höhe ab auftreten könne, ohne daß sich der Flieger dessen bewußt sei. In speziellen und doch allgemeinverständlichen Ausführungen schilderte der Redner die mannigfachen Formen der Auswirkung dieser Höhenkrankhell und erläuterte insbesondere die Forschungsarbeit in der Unterdruckkammer, in der unter wissenschaftlicher Aufsicht der Fliegeranwärter den verschiedenartigsten Prüfungen auf sein Verhalten und seine körperlichen Funktionen untersucht werde. An Hand von Lichtbildern, von Diagrammen der Herz- und Pulstätigkeit, der Unterschiede der Sauerstoffmengen im Blute usw. gab der Vortragende einen guten Einblick in diese Materie. Zwei Filme, in einer Unterdruckskammer auf genommen, ließen deutlich erkennen, wie sich der Mensch unter veränderten Bedingungen des Luftdrucks und des Sauerstoffgehalles der Luft verhält. Der Vortrag zeigte, mit welcher Intensität sich die Wissenschaft um die Lösung dieser aktuellen Probleme im Dienste der Luftfahrt bemüht. Die Zuhörer folgten dem gesprochenen Wort und den Filmbildern mit größter Aufmerksamkeit und dankten dem Redner mit herzlichem Beifall. Verkehrserziehung im OOAC. Im Rahmen der Verkehrserziehung durch den DDAC. sprach am Dienstagabend der Syndikus dieses Clubs, Rechtsanwalt Dr. W a m f e r (Gießen), im Gesellschaftsverein über Verkehrsfragen. Der Redner betonte einleitend, daß der Richter in feinen Verhandlungen selbst bei Berufsfahrern, die feit Jahren schon einen Kraftwagen führen, sehr oft auf eine Gesetzesunkenntnis stoße. Der Kraftfahrer aber, der Schadensersatzprozesse und Strafverfahren gegen sich verhirckern wolle, habe sich eingehend besonders mit her neuen Straßenverkehrsordnung vom 13. November 1937 auseinanderzusetzen. Die Verpflichtungen des Kraftfahrers begännen schon damit, daß er fein Fahrzeug, in einem betriebssicheren Zustande erhält. Er habe sich deshalb vor §ährten über den guten Zustand seiner Bremsen urtb der Lichtanlage zu überzeugen. Trete nun der Fahrer seine Ausfahrt an, so habe er sich derart in den Verkehr einzufügen, daß er niemanden gefährde. Nahe beim Ausfahren aus der Garage auf die Straße ein Fahrzeug, so habe man sich besonders vorsichtig zu verhalten. Verschätze sich her Ausfahrende z. B. über die Geschwindigkeit und Entfernung des herannahen- den Fahrzeuges, so geschehe dies auf feine Gefahr hin. Nach der neuen Straßenverkehrsordnung fei die rechte Straßenseite einzuhalten. Auf Hauptoerkehrs- str.aßen habe der Fahrer das Dorfahrtsrecht. Dieses Recht könne der Führer ausüben, aber nicht erzwingen. Auf jeden Fall habe auch der Vorfahrtsberechtigte genau die gesetzlichen Bestimmungen ein- zuhallen, wenn er nicht den Schaden tragen wolle. Werde man überholt, so habe man sich rechts zu halten. Unzulässig sei es unter allen Umständen, im Augenblicke des Ueberholens selbst die eigene Geschwindigkeit zu erhöhen, um den anderen nicht vorbeizulassen. Bei entgegenkommenden Fahrzeugen habe her das Vorfahrsrecht, der feine Richtung beibehalte. Bei in gleicher Richtung fahrenden Fahrzeugen bestehe aber eine solche Berechtigung nicht. Biege z. B. das erste Fahrzeug in eine Seitenstraße nach links ab, fo habe der zweite Fahrer zu warten. Es genüge aber nicht, daß der erste Fahrer feinen Richtungszeiger nach links herausstellt und dann unbekümmert in dieser Richtung abbiegt Der zweite Fahrer müsse auch diese beabsichtigte Richtungsänderung bemerkt haben. Fahre er aber ganz dicht hinter dem ersten Wagen her, dann dürfe dieser nicht abbiegen, sondern er habe zunächst den zweiten Wagen vorbeizulassen. Das Ueberholen an gefährlichen Stellen sei verboten. Bei gleichwertigen Straßen habe der das Vorfahrtsrecht, der von rechts komme. Wie beim Ueberholen, so habe man bei diesem Vorfahrsrecht auf die eigene Geschwindigkeit zu achten, da wegen der Länge des Bremsweges Zusammenstöße bei zu raschem Fahren oft unvermeidlich seien. Was den Alkoholgenuß des Kraftfahrers und feine Fähigkeit zum Führen feines Fahrzeuges betrifft, so halte der Richter sich aus verkehrserziehe- rifchen und Beweisgründen nach wie vor an absolute Zahlen. Es fei deshalb hem Fahrer nicht nur unangenehm, sondern auch schwierig nachzuweisen, daß er ein solcher Trinker ist, daß er trotz des genossenen Alkohols im Stande war, fein Kraftfahrzeug zu führen. Schließlich wies her Vortragende u. a. noch auf die Verordnung vom 13.10.1938 hin, durch die die Stopftraßen emgeführt wurden. Das Hallezeichen fei unter allen Umständen, fei es bei Tage ober zur Nachtzeit, nähere sich ein anderer Verkehrstellnehmer ober nicht, zu beachten. Weiterhin erinnerte der Redner daran, baß ab 1. Januar 1939 neue Bestimmungen über Schlußlichter und Bremsvorrichtungen in Kraft treten. Reicher Beifall her interessierten Zuhörerschaft lohnte die erschöpfenden Ausführungen des Rebners. Anschließend würben noch an Hand von Beispielen Derkehrsprobleme besprochen. Aus der engeren Heimat. Kreissängertag in (Sambach. * Gambach, 30.Nov. Hier fand am Sonntag der 6. Kreissängertag bes Kreises Wet° ter au statt. Die Tagung ftanb unter Leitung des stellvertretenden Sängerkreisführers Zörb (Butzbach), der die Teilnehmer willkommen hieß. Provinzführer Wendler hielt eine Ansprache, in her er an die jüngsten großen politischen Ereignisse erinnerte und mitteilte, daß 38 000 sudetendeutsche Sänger in den DSB. überaeführt worden seien. Im Auftrag her Gauführung dankte er allen Sängern für ihre Treue. Unter Mitteilungen gab Provinzführer Wendler bekannt, daß Konzert- reifen von Vereinen in andere Gaue der Genehmigung der Gauführung bedürfen. Der nächste Bunbes- Sängertag findet im Mai 1939 in Kassel statt. Die Sängerkreisführer, Mllarbeller und Chorleiter sollen demnächst in besonderen Schulungskursen weiter ausgebildet werden. Der Tagungsleiter gelobte im Namen der Sängerschaft der Wetterau weiterhin tatkräftigen Einsatz für die Sängeribeale. Nachdem her Gesangverein .Harmonie" Gambach ein Lieb zum Vortrag gebracht und Dereinssührer N ä ck eine kurze Begrüßungsansprache gehalten hatte, erstattete Sangesbruder Zörb den Jahresbericht. Dem Bericht war zu entnehmen, daß im Kreis Wetterau eifrige fängerifche Tätigkeit und erfreuliche Leistungssteigerung der Vereine zu verzeichnen gewesen fei. Im Jahre 1938 zählte der Sängerkreis Wetterau 38 Vereine mit 1171 aktiven Sängern, 35 Sängerinnen und 1596 pafsiven Mitgliedern. Kreisfchriftiührer Karl Hofmann (Dorheim) erstattete den Bericht über die vorjährige Tagung. Kreisschatzmeister Wächtershäuser lButz- dach) wies die Kassenverhältnisfe in mustergültiger Ordnung auf. Nach Anhörung der Kassenprüfer wurde dem Kreisschatzmeister Entlastung und Dank zuteil. Kreischormeister Hachenberger (Friedberg) fvrach ausführlich über die neuen Richtlinien zur Förderyna her Chorleistungen der Vereine. Außer Wertungssingen sollen in Zukunft auch Leistungssingen durchgeführt werden. Da in Zukunft nicht mehr als 12 Vereine bei dem Wertunassingen teil« nehmen sollen, wurde innerhalb des Sängerkreises eine Gruvveneinteilung oorgenommen. Gruppe 1 singt am 23. April 1939 in Gambach, Gruppe 2 am 30. April in Steinfurth. Nachdem her örtliche Gesangverein zwei weitere Lieder voraetragen Halle, wurden verdiente Sänger geehrt K. GriebII. (Gambach) erhielt für 25jährige aktive Sängerschaft die Ehrennadel und A. Schäfer (Gambacbl für 50iährige aktive Sängerschaft aleich- falls die Ebrennnabel unb ben Ehrenbrief bes DSB. Unter Leitung von Gauchormeister Drofessor Dr. T e m e s v a ry wirb bemnächst ein Chorliterattir- Abend für die Kreisvereine in Bubbach stattfinden, der den Dereinsleitem und den Dirigenten Ratschläge und Anregungen vermitteln soll. Lahresrvcksckau des Verkehrsund Verschönerungsvereins Lich. }) Li ch, 30. Nov. Der Verkehrs - und Der« fchönerungsverein hielt im „Holländischen Hof" seine Hauptversammlung ab, die mit der Preis- verteilung des im Sommer veranstalteten Blumenschmuck-Wettbewerbes verbunden war. Nach Erledigung der geschäftlichen Fragen erstattete Lehrer Hild einen eingehenden Bericht über die im verflossenen Jahr geleistete Arbeit, die chre Krönung darin gefunden haben dürfte, daß im Laufe des Sommers über 300 Gäste zum Ferienaufenthalt, sowie weit über 3000 mehrtägige Uebernachtungen zu verzeichnen waren. Für die nächste Zell ist vor allem die schon lange geplante Errichtung eines Heimatmuseums vorgesehen. An die Abfädor wäfcht Hände rillenfauber kleine WU WWW Roman von Kurt Riemann Copyright by Verlag Oskar Heister, Werdau i.Sa 45 Fortsetzung (Nachdruck verboten!, Irene ist müde auf einen Stuhl gesunken. Ein Luftschloß, em jäh erstandenes schönes, herrliches Traumschloß ist ihr wieder eingestürzt. „Bitte... wenn ich farm? Gern!" „Sorgen Sie dafür, daß Ihr Herr Gemahl die Zukunft des Kindes sicherstellt." Langsam steht Irene wieder auf. „Ja... hat er denn bas nicht selbst geregelt?" „Er lehnt es ab, eine bescheidene Summe für das Kind zu deponieren. Sie werden begreifen, daß ich nur in einem solchen Verfahren wirkliche Sicherheit erblicken kann." „Ja, gewiß, mein Fräulein. Es ist ja schließlich auch ganz gleichgültig, wie man es macht... Hauptsache bleibt, oaß etwas geschieht. Und Doktor Meßdorff hätte... das nicht sofort und ohne Einschränkung getan?" „Er hat mich ausgelacht... und mir eine Art Trinkgelt geboten. Darum kam ich zu Ihnen. Vielleicht haben Sie mehr Einfluß auf ihn — als ich." „O Gott! Ist das überhaupt möglich?" „Ich habe lange gezweifelt, ehe ich glaubte, daß es sein Emst war. Und wenn ich nicht um bes Kindes willen müßte... glauben Sie mir, gnädige Frau, ich würde lieber ein Leben lang trockenes Brot offen als je ein Mitglied der Familie Meß- borff um einen Pfennig bitten. Er hat mir einen Wagen, Schmuck, eine Wohnungseinrichtung, Kleider, Gott weiß, was alles, schenken wollen, ich habe nie ein Stück von ihm genommen, oh, ich liebte ihn und war so töricht, zu glauben, bas sei auch bei ihm bas gleiche. Unb bann kam hie Stunbe, in der ich ihn um Hilfe bat, nicht für mich, für fein und mein Kind ... und da..." „Bitte schweigen Sie! Ich bitte Sie um alles in der Welt! Das ist ja unerträglich!" Irene hält sich die Ohren zu, preßt die Hände ^bie Schläfen, als könnte sie die Ungeheuer» t des Gedankens nicht fassen, nicht begreifen. Und bann ist es mit ihrer Fassung au Ende. Sie bricht weinend zusammen. Denn sie schämt sich — schämt sich vor diesem Mädchen, bas da so gerade und aufrecht vor ihr steht unb für bas Recht feines Kindes kämpft. „Wie erbärmlich! Wie jämmerlich unb gemein!" Langsam tritt Charlotte auf sie zu, legt schwesterlich den Arm um die schluchzende, fassungslose Frau. „Beruhigen Sie sich, gndinge Frau. Es weiß nie- man außer mir, und niemals wird jemand etwas erfahren! Das verspreche ich Ihnen! Es ist ein schwacher Trost — das weiß ich — aber vielleicht kann Sie das beruhigen." Eine Weile ist es ganz still im Raum, nur von unten aus dem Speisesaal klingt gedämpfte Musik. Man sitzt bereits zu Tisch. ,Lch gehe jetztft sagte Charlotte. „Ich will Sie nicht beorängen. Meine Anschrift lasse ich Ihnen hier auf dem Tisch liegen. Sie können mich jederzeit telephonisch dort erreichen. Es ist meine Schwester, bei der ich wohne, bas einzige Mitglied meiner Familie, bas mit mir räudigem Schaf noch etwas zu tun haben will." Still unb bescheiden will Charlotte gehen, aber da springt Irene auf unb hält sie zurück. „Nein, Sie dürfen nicht aus hem Zimmer, ehe die ärgste Schande getilgt ist." Mit fliegenden Händen zerrt sie ihr Scheckbuch aus einem Schubfach bes Schreibtisches, schreibt ihren Namen unter bas Formular, reißt es heraus unb reicht es Charlotte. „Bitte, setzen Sie hie Summe ein, die Ihnen Meßborff verweigerte. Nein, ich brauche keine Ouittuna, nichts brauche ich als ein Wort von Ihnen, daß Sie mir nicht böse sind — daß Sie die Schande vergessen wollen, die Ihnen — mein Mann antat." Lange starrte Charlotte auf das schmale Stück Papier in ihrer Hand. Dann sieht sie Irene kopfschüttelnd an. „Sie vertrauen einer Freundin viel an. Aber Sie sollen wissen, was ich haben will. Ich habe es oft genug überrechnet." Sie setzt mit schnellen Zügen die Summe ein, die sie bereits von Meßdorfs forderte. „Ist es Ihnen so recht? Ich werde bas Geld bei einem Notar hinterlegen, her es für bas.Kinb verwalten soll. Kein Pfennig banon sott für mich sein." „Ich lasse Ihnen freie Hanb in allem, Fräulein Hartmann!" nickt Irene, unb bann mit leiser Kraftanstrengung: „Unb nun bitte ich Sie herzlichst — lassen Sie mich allein! Es war hoch etwas viel für mich. Sie werden noch von mir hören." In der Tür bleibt Charlotte noch einmal stehen. „Es tut mir leib, baß ich Ihnen Kummer bereiten mußte." Ein mattes Lächeln dankt ihr. Vorsichllg zieht sie die Tür ins Schloß. Drinnen aber steht Sirene, unb alles an ihr ist wie erstorben. Bettogen — und beschämt Erniedrigt und besudelt kommt sie sich vor. Ein Ekel durchschüttelt sie. „Geld! Ekelhaftes, mibermäitiges Geld!" flüstert sie vor sich hin. „Und er hat sie ausgelacht — hat {rin Kind verraten." Dann wirft sie sich aus bas Bett, unb in verbissener Wut weint sie Zorn, Beschämung und Enttäuschung in hie Kissen. Der Mann, ben sie liebte, ist tot. Nein, viel schlimmer als bas: er ist ehrlos unb gemein geworden. — Es ist spät abends, als sie ihr Kabriolett in verbotener Geschwindigkeit durch die hellen Straßen Dresdens lenkt. * „Sie, Fräulein Westner?" In höchstem Erstaunen gibt ihr Wernicke den Weg in sein Zimmer frei. Solange er noch keine zusagende Wohnung gefunden hat, lebt seine Frau in Magdeburg mit den Kindern, und er haust hier in einem möblierten Zimmer. Er benutzt es eigentlich nur zum Schlafen. „Entschuldigen Sie bitte die Tageszeit ... ich weiß, es ist fast neun Uhr — aber ich kann nicht länger mehr warten. Es handelt sich um Karajan." „Um Karajan? Wissen Sie etwa, wo er steckt?" Er ist von der Unruhe bes Mädchens bereits an« gesteckt. Wenn es sich um Karajan dreht, bann vergißt er alles andere, sogar die einfache Höflichkeitspflicht, ihr einen Stuhl anzubieten. „Leider nicht, Wernicke. Ich weiß es genau so wenig wie Sie. Aber es ist etwas viel SchUmmeres. Ich weiß, daß er in Todesgefahr ist." „Jo — was? In Todesgefahr? Machen Sie noch solchen schauerlichen Witz, unb ich werde böse!" „Mein bitterer Ernst, Wernicke. Und nun lassen wir doch alles Gerede beiseite unb überlegen lieber! Meßborff hat gebroht, ihn nieberzuschietzen wie ein Stück Vieh." Wernicke sieht sie sprachlos an, bann setzt er sich langsam. Ihm ist alles Blut aus dem Gesicht gewichen. „Unb ba sitzen Sie hier so ruhig unb erzählen mir bas, anstatt die Kriminalpolizei zu alarmieren?" „Das ist unmöglich. Das ist ja eben bas Entsetz- liehe, baß wir nichts tun können, nichts!" Ihre Hände zerren an einem Tüchlein, das sie aus ihrer Hanbtasche genommen hat, ohne es zu wissen. „Rein gar nichts! Sowie wir uns rühren — ist Karajan ein toter Mann!" „Ich verstehe kein Wort." Atemlos, in abgerissenen Sätzen berichtet Karola. Wie sich Meßdorfs in einer Lage befindet, die ihm keinen Ausweg läßt, wie er entschlossen ist, das Aeußerste zu wagen, wie Karajans Leden eigentlich an Meßdorffs Leben hangt. Unb jetzt erzählt Ka* rola von den Plänen. Endlich schweigt sie „Ja, so ist's", fügt sie noch hinzu. Rollos sitzen sie bann unb sehen zur Erde. Wernicke flucht plötzlich los wie ein alter Roll« wagenkutscher. „Unb dieser Kerl hat alle Trümpfe in Der Hand! Wenn er sich aus seinem eigenen Leben nichts mehr machen, bann ist Karajans Leben keinen Groschen mehr wert." „Sie meinen also wirklich, Wernicke?" fragt Karol a mit entsetzten Augen, in denen flackernde Angst steht. „Natürlich. Ueberlegen Sie doch selbst! Er kann ihn nieberschießen, wo er ihn trifft. Auf dem Postamt! Dor der Haustür! Mitten auf der Straße! Eine Kleinigkeit für einen Mann, der morden will. Ein Leichtes für einen Verzweifelten, der keinen andern Ausweg sieht." „Und die Kriminalpolizei?" Kann auch nicht vom frühen Morgen bis zum späten Abend vor, neben, hinter ihm sein. Nein, Karola, bas Schlimme ist, daß Karajan selbst keine Ahnung hat und sich in acht nehmen kann. Wir müssen versuchen, den Kerl, den Meßborff, lahmzulegen, bis Karajan gewarnt ist. Es wäre doch geradezu phantastisch, wenn dieser Schweinehund auch diesmal alles einftteichen sollte, was wir geschaffen haben." Er knirscht die letzten Worte in hilfloser Wut. „Ich bin nicht ohne einen Plan gekommen, Wernicke! Wir geben ihm die — falschen Pläne. Ein, zwei Seiten neu geschrieben, fälsche Formeln — schon stimmt alles nicht mehr. So viel verstehe ich schon von der Sache, baß man eine so schwierige Analyse nicht ohne Laboratoriumsarbeit nachprü- fen farm." Wernicke läuft mit großen Schritten durchs Zimmer. „Verrückt — aber vielleicht ein Ausweg! Und wie haben Sie sich bas praktisch gedacht?" „Sie haben doch ben zweiten Schlüssel zum Tresor. Wir fertigen morgen die falschen Pläne an unb Sonnabendmittag gebe ich sie Doktor Meßborff. Es ist bie letzte Frist. Sonnabend um zwölf Uhr muß er sie haben." (Fortsetzung folgt!) Einwohnerschaft richtete der Redner die Bitte, mich im kommenden Jahr alles zu tun, um aus Lich eine Stätte der Erholung zu machen. Den Ausführungen von Bürgermeifter Gail war zu entnehm men, daß auch die Stadtverwaltung für das kommende Jahr einige größere Projekte vorgesehen hat. So soll der sogenannte „Hopfengarten" eine gärtnerische Ausgestaltung erfahren, die Ringstraße von der Bahnhofstraße brs zur Brücke wird gepflastert und mit Bürgersteigen versehen, weiter wird I die Butzbacher Straße eine neun Meter breite Fahr- bahn sowie Bürgersteige erhalten, ^ür den Postbrunnen, der leider aus verkehrstechnischen Gründen verschwinden muß ist ein Nischenbrunnen in der Gartenmauer des Krankenhauses vorgesehen. Das Waldschwimmbad wird eine Wasserrutschbahn erhalten. Die Amtsgerichtsstraße, in der sich seit einigen Jahren die Bürgermeisterei befindet, wird voraussichtlich eine Ausbesserung erfahren. Anschließend führte Lehrer S ch n i e r l e einen Farbführer vor. der den vielfarbigen Schmuck der Häuser von Lich vergegenwärtigte. Bei der Preisverteilung konnten 48 Hausbesitzer mit Preisen bedacht werden, die zum größten Teil aus Photoaust nahmen des jeweils eigenen Blumenschmuckes bestanden. Tagung des Äerlehrsvereins (Grimberg + Grünberg, 1. Dez. In der Wirtschaft von Friedrich Repp Wwe. fand eine außerordentliche Hauptversammlung des Verkehrsvereins statt. Der Vorsitzende, Bürgermeister K r a e m e r , würdigte die Verdienste des verstorbenen Ehrenvorsitzenden Christoph Schweißguth, der über ein Jahrzehnt segensreiche Arbeit für den Verein geleistet hat. Er bat dann, das Amt eines Vorsitzenden, das er mit Beginn seiner hiesigen Amtstätigkeit übernommen hatte, einem eingesessenen Grünberger, der mit den Verhältnissen besser vertraut sei, zu übertragen. Ortsgruppenleiter Schütz schlug hierzu Wagnermeister Ludwig Z i n ß e r vor, der durch seine rege Mitarbeit als Ausschußmitglied sein Interesse für den Verein bekundet habe. Dieser er- klärte sich hierzu bereit und bestimmte Buchdruckerei- besitzer Robert als Schriftführer, sowie den seitherigen Rechner, Oberpostschaffner Jakob Hofmann, auch weiterhin für dieses Amt. Bürgermeister K r a e m e r sagte noch eine Erhöhung des stÄtischen Zuschusses von 100 auf 300 Mark zu. damit der Verein seine gemeinnützigen Aufgaben leichter durchführen kann. Besonders wurde noch über die Reinhaltung der öffentlichen Plätze gesprochen und hier scharfe Durchführung gefordert. Dabei wurde darauf hingewiesen, daß die Bürgermeisterei, der zwar jetzt kein Polizeidiener zur Seite liehe, jederzeit die hiesige Polizeistation zur Verfügung habe. 7IGLB., Bezirk Gießen-Land. Nach längerer Pause fand gestern int „Burghof" in Gießen wieder eine Versammlung des NSDLB., Bez. Gießen-Land statt. Rektor Siegfried tGroßen-Linden) als Vorsitzender begrüßte die Versammelten. Nach zahlreichen geschäftlichen Mitteilungen, die von Lehrer Stumpf (Garbenteick) ^urd) Erläuterungen über die Ahnenaufstel- l u n g der Mitglieder ergänzt wurden, gab der Vorsitzende Rektor Siegfried in großen Umrissen ein Bild des Einmarsches unserer Truppen ins Sudetenland. Mit dem Treuegelöbnis zum Führer wurde die Versammlung geschlossen. Auiounfall bei Grimberg. Grünberg, 30.Nov. Am Dienstag ereig- icte sich aus der Straße Mücke—Grünberg, am Eingang zum Kammerwald, ein A u t o u n f a l l. Der Zenker des Wagens, der sich nach hinten umdrehte, cheint hierbei unachtsamerweise das Steuerrad gedreht zu haben, denn das Auto rannte gegen ?inen Baum. Dabei erlitten sowohl der Fahrer, »ls auch ein weiterer Insasse schwere Schnittwunden Jirtb Prellungen. Ihre Ueberführung in die Klinik iad) Gießen erwies sich als notwendig, da der eine »owußtlos war. Das Auto, das sehr stark beschädigt wurde, stammte aus Fulda. Er kaufte die Butter von dem »Großen Unbekannten^. Lpd. Bad Homburg, 30. Nov. Die Polizei n Bad Homburg nahm einen aus einem Nachbarort stammenden Burschen fest, der in Neu-Isenburg 120 Pfund Butter schwarz verkauft Hatte. Der Festgenommene gab an. daß er die But- ichen, aber praktischen Geräten für die Kleintier- faltung, die alle einen Kreisfachschaftszusatzpreis er- ftelten. Ebenso anregend für die Besucher war die Aelzschau. Aus der Abteilung Geflügel seien die ersten Preisträger angeführt: Preise der Landes- bauernschaft: Ernst Bender, Griedel, für Zucht- flamm Wyandotten weiß: Wilhelm E st e r, Butzbach, ’ fir rebhuhnfarbige Italiener. Reichsfachschafts- Vhrenpreise: Ester / Butzbach, für rebhuhnfarbige Italiener; Maul, Beienheim: Tauben, Hessische ' »Töpfer; Landesfachgruppen • Ehrenpreise: Gutmann, Vilbel, für Wyandotte, schwarz, und L-chutt, Dorheim, in Tauben, Hessische Kröpfer, veiß. Ehrenpreise erhielten: Günther, Bad- Nauheim, in Plymouth-Rocks, gestreift; Pier. Beckesheim, Wyandotten, schwarz; Kempf, Beien- h?im, Reichshühner, schwarz-weiß; Bender, Grie- dbl, gelbe Italiener; Spohr, Bad - Nauheim, «mgshan, weiß; Broder, Gambach, Federfüßige rwergkämxfer. Oie Jagd im Dezember. Der letzte Monat des Iagdjahres, in dem der Abschuß von Nutzwild noch eine wesentliche Rolle spielt, hat begonnen. Stand der November vor allem im Zeichen der Waldjagd, so kennzeichnen den Dezember unter unseren heimischen Verhältnissen die Feldjagden auf den Hasen. Sie drücken unserem Monat seinen besonderen Stempel auf. Die Hoffnungen der Jägerschaft auf ein gutes Hasenjahr mären recht hoch geschraubt und sind bis jetzt schmählich enttäuscht worden, ohne daß man in der Lage wäre, eine Ursache dafür klar zu erkennen. In manchen Revieren wurde ein Tiefstand der Strecken erreicht, wie er nach anderen Jahren kaum vorstellbar erschien. Dabei kann noch nicht einmal behauptet werden, daß etwa Krankheiten eine besondere Nolle spielten. Im Gegenteil werden sehr wenige eingegangene Hasen gesunden, weniger als in anderen Jahren, und auch die Untersuchungsinstitute haben nur geringe Zugänge an Material. Ein abschließendes Bild wird erst zu bekommen fein, wenn aud) die Feldtreiben vorüber sind. Denn für Wald- jagden auf Hasen war der November witterungs- mäßig so schlecht wie denkbar. Vorherrschend war weiches, warmes Wetter, bei dem Mümmelmann sich drückt und überlaufen läßt oder auch hochgemacht sehr rasch wieder Deckung sucht, also ganz anders, als wenn gefrorenes Laub unter den Sohlen der Treiber kracht. Ebensowenig ist wochenlanger Regen für solche Jagden geeignet, zumal wenn damit verbundener Laubfall den Hasen nod) aus dem Walde hinausgrault. Eine Frage, die sich nicht kurzerhand beantworten läßt, aber in der Praxis eine gewisse Stütze erfährt, ist die, ob der vermehrte Zwischenfruchtbau sich nicht ungünstig auf Wald- jagdstrecken auswirkt. Es war jedenfalls früher doch fo, daß bann, wenn draußen die Rüben als letzte Aecker mit Deckung geerntet wurden und überall gepflügt, gesät, geeggt wurde, kurz das Feld voller Unruhe steckte, der Hase zu Holz rückte. Waren Feld und Wald in verschiedener Hand, so konnte bann der Waldpächter, wenn er den Zeitpunkt richtig abpaßte, seinen Feldnachbar außerordentlich schädigen, wenn er dann trieb. Diese Zusammenhänge sind erfahrenen Jägern ja wohlbekannt. Nun scheinen die vielen gedeckten Aecker mit irgendwelcher Zwischenfrucht dem Hasen sehr zu gefallen. Denn sie bieten ihm die Deckung, die er früher vermißte, und scheinen dazu beizutragen, daß auch in der unruhigen Zeit mehr Hasen im Felde bleiben. Es ist jedenfalls ganz erstaunlich, wieoiele Hasen man an trifft, wenn man solche Aecker mit dem Hunde absucht. Auch das Verhalten eines anderen Wildes bestätigt die Berechtigung, die angedeutete Möalichkeit einmal zu beobachten, nämlich des Rebhuhnes. Es war tatsächlich möglich, wenn der Abschuß noch nicht durchgeführt war, bas Feldhuhn bis zum letzten Tage planmäßig zu besagen. Früher lagen bie Hühner ab Mitte Oktober auf dem blanken Felde und hielten nicht, heute lagen sie mit Vorliebe in Erbsen, Stoppelrüben, Ackersens usw. und „hielten wie die Klötze". Ein Fall, in dem ein Bauer beim (Erbfenmäben mitten in eine Kette mit der Sense hineinmähte und ein Huhn vermäbte, und zwar im November, ist dafür typisch. Es kann also sein, daß sich da gewisse Aenderungen anbahnen. Soweit natürlich der Hase zu Holz rückte, kehrt er erfahrungsgemäß in der Mehrzahl im Dezember in bie Feldmark zurück, wo die Sturzäcker ihm bann Ruhe sichern. Damit ist ber Zeitpunkt für Felbtreiden da. bie ja vielleicht noch manches besser erscheinen lassen als bie nicht aanz erfreulichen Waldiagden Wie sehr äußere Dinge auf bas Wilb unb über es aus den Iaaderfolg einwirken können, zeigt am besten die diesjährige Herbstsaab auf Rehwild. Das aanze Leben in unteren Laubwaldungen siebt im Zeichen der Bucheckern, z. T. auch der Eicheln. Haarwild und Federwild lassen sich in gleicker Weise den überaus reich gedeckten Tisch gefallen. Wo Mast fehlt, sucht das^Rebwild seine Aefnnq fast ausschließlich im Walde. Wer nach sonstiger Gewohnheit feinen Abschuß am Felde erfüllen will, wurde meist schwer enttäuscht. Nur Ansitz und Pirsch im hohen Holz, schwieriger als der Ansitz am Felde, verspre- chen Erfolg. Wer sich darauf nicht umzustellen vermochte, erlebte große Enttäuschungen, und ist mit seinem Abschluß noch weit im Rückstand. Wer einmal den Weidsack eines Rehes daraufhin untersucht, findet kaum ein grünes Blatt darin, aber alles ist gefüllt mit Eckern und Eicheln. Die Kröpfe von Fasanen, Ringeltauben unb Hähern weisen basfelbe Bild auf. Der Jäger freut sich dessen, denn gesund und fräf- tig mit einem gewissen Feistvorrat geht sein Wild in den Winter, ber unter Umftänben Mangel bringen kann. Zu hoffen steht ja, baß auch bann noch bas Wilb so viel unter Schnee unb im Laub finbet, baß es nicht Not zu leiben braucht. Wenn bas aber fehlen sollte, dann heißt es für den Jäger seinem Wilde helfen. Auch bann ist bie natürliche Nahrung, bie es brausten findet, immer bie beste, gesündeste unb billigste. Wo Heidekraut wächst und freigelegt werden kann und wo Weichholz gefällt werden darf, bas ja vielfach doch als „forstliches Unkraut" zu anderer Zeit geschlagen würde, ist dem Wild schon viel geholfen. Die Knospen des in der Holzhauerei anfallenden Astholzes sind genau so willkommen. Holz aus unseren Obstbäumen ist für den Hasen ein Leckerbissen, den er auch ohne Not vollkommen schält. Wer Eicheln ober Kastanien schütten kann, hat wertvolle Futtermittel zur Hand. Pferdemöhren werben von allem Wild gern genommen und haben der Dickwurzel gegenüber den Vorteil geringerer Frostempfindlichkeit. Topinamburknollen verdienen die gleiche Beachtung. Alles Wild verlangt neben ber Trockenäsung auch Grünäsung, wie z. B. Saat ober Raps sie zu geben vermögen. Hier sind z. B. Kuhkohl, Markstammkohl, auch Rosenkohl, ausgezeichnet unb werden vom Haar- wie vom Federwild gern genommen. Alle Gemüseabfälle, selbst Kartoffelschalen, können im Winter verfüttert werden. Dazu bietet man dem Federwild Körnerfutter in Form von Hinterkorn oder Heublumen. Alles dies muß so geboten werden, daß bie Fütterung sich wenig von ber gewohnten Umgebung abhebt unb vom Wild ohne Scheu genommen wirb, wobei gleichzeitig einer Vergeudung burch Verderb (Naßwerden, Fäulnis usw.) vorzubeugen ist. Im Hochwilbrevier hoben Rot- und Damwild in beiden Geschlechtern noch Schußzeit. Sauen rauschen. Sollten Schneefälle eintreten, bann ist ihre Jagd mit Nachdruck aufzunehmen. Der Rebbock hat Schonzeit, bafür steht der Jäger vor ber Ausgabe, seinen Abschuß an weiblichem Rehwild zu erfüllen. Die Jagd auf bas Rebhuhn ging zu Ende. Erhaltung ber Restketten durch den Winter hindurch muß Hegersorge fein. Der Fasan dagegen kann weiterhin besagt werden. Große Flüge Ringeltauben hat bie Buchenmast zurückgehalten. Waldschnepfen sind noch auf dem Durchzug. Ihre kleinen Verwandten, bie Su mpfs chn e pfen, liegen in nassen Wiesen, in Sumpf unb Moor. Mit einsetzender Kälte wird sich der Zuzug nordischer (Enten, ber an sich schon eingesetzt unb manchen fremden Gast auf unsere Gewässer gebracht hat, noch verstärken. Gänse pflegen um diese Zeit auch auf Saaten, in Gemüsefeldern ober auf Wiesen einzufallen. Vor allem aber tritt jetzt bas Raubwild verstärkt in den Mittelpunkt des Interesses. Denn nun ist ber Balg gut, unb Reineke macht dem Weidmann besondere Freude. Dazu kommt Schmalzmann, ber Dachs, der gegraben werden kann. Ebenso lohnt ber Iltis den'Fang. Vor allem aber haben unsere beiden Ebelpelzträger, Baum- und Steinmarder, nun Schußzeit. Wer eine Neue auszunutzen versteht, wer die Hasenguäke ober bas Mäusepfeifchen handhaben kann, wer seines Wildes Pässe und Wechsel kennt, ber darf auch im Dezember auf Weidmannsheil hoffen. Hubertus. Landkreis Gießen A Heuchelheim, 29. November. Die N S G. „Kraft durch Freude" gab gestern abend mit ihrem Gau-Variete in ber Turnhalle ein Gastspiel. Die Veranstaltung war gut besucht. Der Abend brachte eine Fülle bester großstädtischer Dariete- Kunst. Die Künstler ernteten für ihre ausgezeichneten Leistungen auf dem Gebiete des Tanzes, ber Iongleurkunft, der Motorradakrobatik und des Humors lebhaften Beifall. # Mainzlar, 30. Nov. Die NSG. „Kraft durch Freude" veranstaltete am Dienstag im Saale von Müller Theaterdarbietungen. Die Darmstädter Volkstheateraruppe gab zwei Vor- tellungen, unb zwar am Nachmittag eine für bie Kinder, die zweite am Abend. Beide Veranstaltungen waren gut besucht. H Alt en-Buseck, 28. Nov. Die Winterarbeit ber NS. -Frauenschaft beaann vor einiaen Wochen mit einem Kursus des Reichsmütterdienstes durch Schwester Dorothea Reuter. Die Abschluß- eier für diesen Kursus fand am Samstagabend im festlich geschmückten Rabenauschen Saale statt, wozu sich bie Frauen ber NS. -Frauenschaft und des Frauenwerks mit ihren Anaehöriaen in großer Zahl eingefunben hatten. Die stellv. Orts- frauenschaftsleiterin Frau Kahl begrüßte die Erschienenen unb dankte Schwester Dorothea für ihre mühevolle Arbeit. Trotz ber kurzen Ausbildungszeit hatte es Schwester Dorothea verstand-n, neben den theoretischen Belehrungen und vrakttschen Uebunaen auf allen Gebieten ber Gesundbeits- und Kranken- vsteae, die Teilnehmerinnen auch in Nation alle zia- listilches Gedankenaut eimufübren Als äußeres Zeichen des Dankes wurde der Schwester ein kleines Geschenk überreicht. Alsdann kennzeichnete Ortsgruppenfeiter Kahl die Stellung ber Frau und Mutter im Dritten Reich Hierbei hob er be- sonbers hervor, baß aerobe die Mutter als Erzieherin den größten Einfluß auf die Kinder ausübt. Nachdem bann bie Schwester nod) einmal einaehenb über bie Aufgaben unb Ziele bes Reichsmütterdienstes gesprochen hatte, dankte Ortsgruppenleiter Kahl allen Mitwirkenden unb schloß bie schlichte Feier mit bem (Bebenfen an ben Führer. Gedicht- tmrträge ber Schulkinder, Lieder der Frauenschaft und gemeinsam gesungene Volkslieder verschonten die Feier Bei Kaffee unb Kuchen unb froher Unterhaltung verlebte man bann noch einige schöne Stunden in echter Volksgemeinschaft. # Allendorf (Lahn), 29. Nov. Reichsbahn- Rangiermeister Karl H o ß b a ch und Frau Luise, geb Volk, können heute das Fest der Silbernen Hochzeit feiern. Unseren Glückwunsch — Am Donnerstag, 1. Dezember kann unter Mitbürger Ludwig Euler I., Unteraaffe, in geistiger und körperlicher Frische feinen 7 5 Geburtstag begehen. Er stand lange Jahre im Dienste ber Reichsbahn. Seine Gattin ist vor einigen Jahren gestorben Aus seiner Ehe gingen vier Söhne unb drei Töchter hervor. Ein Sohn fiel auf bem Felde der Ehre. Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag. — In einem Teil unseres Ortes fand eine ßuft- schutzübung statt, bie burch die Ortsgruvve des RLB. überwacht wurde. Die Leitung der Uebung lag in Händen von Lehrer Kümmel. Die Bevölkerung traf mit großer Sorgfalt die notwendigen Vorbereitungen. Die Uebung nahm einen befriedigenden Verlauf. — Bei der hier veranstalteten Treibjagd wurden 22 Hafen unb 2 Füchse erlegt. V Watzenborn-Steinberg, 29. Nov. Am Sonntagabend fand in ber Volkshalle ein Werbeabend für den VdA. statt. Rektor Bender sprach einleitend über Ziele unb Aufgaben des VdA. Anschließend gab Studienrat S e i- bold (G'eßen) ein anschauliches Bild vom Su- betenbeutfd)tum. An Hand von Lichtbildern zeigte er bie Verhältnisse im Sudetenland und schilderte außerdem den Einzug der deutschen Truppen. Die hiesige Oberklasse verschönte den Abend mit Lied- unb Gedichtvorträgen <£ Holzheim, 30. Nov. Nachdem die hiesige Landwirtschaftliche Bezugs- und Ab- fatzgenofsenfchaft vor einigen Jahren bereits eine Kartoffelbärnpfanlage beschafft hatte, hat sie sich nun entschlossen, diese Anlage zu einem Dämvfzug umbauen zu lallen, fo daß sie durch die Montage auf einem Wagen beweglicher geworden ist. Seit etwa einem Monat ist der Dämpfma an der Arbeit. Es wurden in der kurzen Zeit bei 39 Landwirten insgesamt 2400 Zentner Kartoffeln aedämvft. Noch zahlreiche Landwirte wollen bie Dämpfanlage in Anspruch nehmen Anschließend soll der Dämvfzug im Nachbarort Gröningen eingesetzt werden. — Im hiesigen Gemeinde- und im Markwald wurde mit den Holzhauerarbeiten begonnen. Nur 8 Holzhauer stehen zur Verfügung. Da etwa 1200 Festmeter Holz geschlagnen werden sollen ist mit einer Arbeitsdauer von 3 Monaten zu rechnen. 4- Grünberg, 1 Dez. Am heutigen Tage vollendet der hiesige Bäckermeister Heinrich Meyer IV sein 80. Lebensjahr. Er gehört seit über 60 Jahren ber Freiwilligen Feuerwehr an unb besitzt mehrere Auszeichnungen Vor fünf Jahren konnte er das Fest der Goldenen Hochzeit begehen. Dem Jubilar unteren herzlichen Glückwunsch. Kreis Wehlar. I Wißmar, 30. Nov. Wegen zahlreicher Scharlach - und Diphtherieerkrankun- g en wurden die Schulen unseres Ortes bis auf weiteres geschloffen. — In diesem Jahre wurden auch in unserer Gemeinde viele neue Kar- toffelfilos gebaut. Der Dreschmafchinenbesitzer Karl Winter hat eine neue Kartoffeldämpfanlage Hans Joachim Mischke (Königsberg), ber Sieger im Reichswettbewerb für Saalflugmobelle mit feinem Ehrenpreis. — (Scherl-Bilde rbienst-M.) angefchafst, die bereits lebhaft eingesetzt wurde. — Dieser Tage gastierte in unserem Orte, veranlaßt durch bie NSG. „Kraft durch Freude", ein M a - rionetten-Theater. Die Veranstaltung war aut besucht. — Die Gemeinde hat für die Holz » fällungsarbeiten in diesem Winter eine Motorsäge angeschafft. Wirtschaft. Fwd. W e i z e nm e h l mit Maisbackmehl- Beimischung. Nach einer Anordnung der HV. der deutschen Getreide- und Futtermittelwirtschaft vom 16. 9 1938 bett. Beimischung zum Weizen- unb Roggenmehl darf Weizenmehl mit Maisback- mehlbeimlschung nach bem 1. 12. 1938 nur noch mit ausbrücklicher Erlaubnis des zuständigen Getteide- "j" :n oelgehält wirtfchaftsverbandes in den Verkehr gebracht werden. Danach ist es notwendig, daß alle' Mühlen und Verteiler von Mahlerzeugnisfen ihre am 30. 11. 1938, 24 Uhr, in ihrem Besitz befindlichen Bestände von Weizenmehl mit Maisbackmehl-Bei- mischung bem zustänbiaen Getreidewirtschafthver- banb melden unb ben Antrag stellen, die Restmengen noch nach dem 1. 12. 1938 in den Verkehr bringen zu dürfen. Mein-Mainische Börse. Millagsbörse kleinstes Geschäft. Frankfurt a. M., 30. Nov. Bei wieder nur kleinsten Umsätzen war die Kursentwicklung am Aktienmarkt zum Börfenbeginn uneinheitlich, während im Verlaufe infolge ber starken Geschäftsunlust eher Abbröckelungen überwogen. Im allgemeinen handelte es sich meist um rein zufällige Veränderungen von durchschnittlich 0,50 bis 1 v. H. Die Festsetzung der ersten Kurse vollzog sich wiederum sehr schwierig, und der größte Teil der variabel gehandelten Papiere kam vorläufig nicht zur Nottz. Am Montanmarkt eröffneten Verein. Stahl 0,50 v. H. höher mit 105,25, Rheinstahl gewannen ebenfalls 0,50 v. H. auf 131, während Hoesch 0,25 v. H. nachgaben auf 115,25 und Mannesmann mit 106,25 (106,13) voll behauptet lagen. IG. Farben waren mit 146,13 (146,25) fast unverändert, Scheideanstalt jedoch 2 v. H. schwächer mit 196. Am Elektromarkt ermäßigten sich AEG. um 1 v. H. auf 114,25, Ges- fürel auf 128 (128,50), Schuckert unverändert 175. lieber ben Durchschnitt ermäßigt waren Aschaffenburger Zellstoff mit 111 (112,75) Sonst kamen noch Reichsbank mit 191 (191.50), Westdeutsche Kaufhof mit 102,50 (102) und VDM. mit 172,50 (172) zur Notiz. Dr R e n t e n m a r f t lag bei meist gehaltenen Kursen weiterhin äußerst ruhig. Im Freiverkehr blieben Kommunal-Umschuldung gehalten mit 92.25, hingegen 4 v. H. Rentenbank-Ablösung 89,50 (89,65). Am Pfandbriefmarkt blieben die Kurse behauptet, nur fiiguibaHonspfanbbricfe ber Gemeinschafts, gruppe bröckelten 0,13 v. H. ab auf 100,50. Anber- seits Hess. Landesbank Liguib. 101 (100,50). In Stadtanleihen hielt bas Angebot an, so baß die Kurse zumeist 0,25 v. H. nachgaben, 4,50 Darmstadt von 26 nach Pause 1 v. H. schwächer mit 96. Von Altbesitzanleihen Mannheimer nach Pause 134.50 (135), Dekosama I 134,65 (134,90). Industrie-Anleihen lagen meist behauptet, matt aber 6 v. H. IG. Farben mit 117.75 (118,75). Rsichsbank-DA. bröckelten nach 124,40 auf 124,13 (124,13) ab, ebenso Reichsaltbesitz auf 129,90 (130). Auch im weiteren Verlaufe blieb bas Geschäft äußerst klein, unb bie Kursenttvicklung ging meist leiclst nach unten. In einzelnen führenden Werten bestand auf der ermäßigten Basis leichte Kauf- neigung. Geffürel waren angeboten mit 126,50 nach 128. Sonst ermäßigten sich Verein. Stahl auf 104.50 bis 105, nach 105,25, Hoesch auf 114.50 nach 115,25, Rheinstahl auf 130 nach 131, AEG. auf >114 nach 114,25, Mannesmann auf 106 nach 106,25 unb Westdeutsche Kaufhof auf 102,25 nach 102,50. IG. Farben befestigten sich auf 146,75 nach 146,13. Von später notierten Papieren lagen Adlerwerke Kleyer schwack) mit 102,50 (105). Der Freiverkehr lag ruhig. Verein. Fränk. Schuh 0,50 v. H. höher mit 84,50 bis 86.50, Ufa weiter nach gebend auf 82,50 (82,90). Tagesgelb war auf Ultimobedarf gefragt und höher mit 2,75 (2,25) v. H. Abendbörse still. An ber Abendbörse kam es nur in ganz wenigen Werten zu kleinen Umsätzen, im übrigen erfolgte die Feststellung der Kurse mangels Beteiligung der Kundschaft meist nominell. Selbst in den Standard- papieren IG. Farben unb Verein. Stahl fand kein Geschäft statt, die Kurse bröckelten um je 0,25 v. H. ab auf 146,50 bzw. 104,75. Sonst lagen bie Kurse überwiegenb auf bem Mittagsschlußstand behauptet. Etwas höher gefragt wurden Geffürel mit 127 (126,50) und Westdeutsche Kaufhof mit 102,75 (102,25), anderseits gingen 2ldlerwerke weiter etwas zurück auf 102 (102,50), ferner nach Pause Demag auf 145 (145,50). Sonst wurden it. a uimrränberr notiert: Buderus 107,2a n l 51 Mannesmann 106, Rheinstahl 150,25, '.Lemberg 133, Deutsche Erdöl 122, Scheideanstalt 196, Iunghans 98,50, schenken AM & Metalllgesellschaft 116, Moenus 123,50; Rheinmetall waren gegen den Einheitskurs 1 v. S). erholt auf 131,50. Am Rentenmarkt gingen Reichsaltbesitz 0,13 v. H. niedriger mit 129,75 um, Farben-Bonds waren zu unverändert 117,75 gefragt. Im Freiverkehr nannte man Kommunal-Umschuldung mit 92,25 und 4 o. H. Rentenbank-Ablösung mit 89,50. Zranksurter Getreidebörse. Frankfurt a. M., 30. Rov. Es notierten (Getreide je Tonne, alles übrige je 100 Kilogramm) in Mark: Weizen W 9 202, W 11 204, W 12 205, W 13 206, W 16 209, W18 211, W19 213, W 20 215, Roggen R 11 187, R 12 188, R 14 190, R 15 191, R 16 193, R 17 194, R 18 195, R 19 197 Großhandelspreise der Mühlen der genannten Preisgebiete. Futtergerste —, Futterhafer —. Weizenmehl Type 812 W 13 29,35, W 16 29,35, W 18 29,35, W19 29,35, W 20 (Kreis Alzey) 29,35, W 20 (Kreis Worms) 29,70 plus 50 Pf. Frachtausgleich. Für Weizenmehl Type 812 mit Beimischung von Mais- backmehl liegen die Preise 30 Pf. unter den Notierungen. Roggenmehl Type 997 R 12 22,45, R15 22,80, R 16 22,95, R18 23,30, R 19 23,50 plus 50 Pf. Frachtausgleich. Weizenfuttermehl 13,60. Weizenkleie W 13 10,75, W16 10,90, W 18 11,00. W 19 11,10, W 20 11,20 Mühlenfestpreis ab Müh- lenstation. Roggenfuttermehl R19 12,50, Roggenvollkleie R 19 11,00.' Roggenkleie R 12 9,95, R 15 10,15, R 16 10,25, R 18 10,40, R 19 10,50 Mühlenfestpreis ab Mühlenstation. Treber —. Wiesenheu, handelsüblich, gesund, trocken 5,00 bis 5,20, Wre- fenheu, gut, gesund, trocken 6,00 bis 6,20, Kleeheu. gut, gesund, trocken 7,00 bis 7,50, Luzerneheu, gut, gesund, trocken 7,50 bis 7,80, Weizenstroh, draht' gepreßt oder gebündelt, 2,80, Roggenstroh do. 3,00, Hafer- und Gerstenstroh do. 2,60 bis 2,70 Erzeugerpreis ab (M-zeuger-Derladestation. Tendenz: ruhig. Frankfurter Schlachlvlehmarkl. Frankfurt a. M., 1. Dez. (Vorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Borauftrieb: 1345 Rinder (216 Ochsen, 83 Bullen, 755 Kühe, 291 Färsen), 302 Kälber, 85 Hümmel, 78 Schafe und 250 Schweine. Es kosteten: Ochsen 36,50 bis 46,50 Mark, Bullen 35,50 bis 44,50, Kühe 18 bis 44,50, Färsen 34,50 bis 45,50, Kälber 35 bis 65, Hümmel 30 bis 52, Schafe 20 bis 42, Schweine 50 bis 59 Mark. — Marktoerlauf: Großvieh, Kälber, Schweine zugeteilt; Härnrnel und Schafe mittelmäßig. Büchertisch. — Anna Schieber: Ludwig Fugeler. Roman. Preis Leinen 3,25 RM. Verlag C. Bertelsmann, Gütersloh. — (509.) — Nicht der eigenen Tüchtigkeit verdankt der junge Fugeler einen raschen Aufstieg vom Armleutekind zum geachteten Ge- schäftsmanne. Andere ebneten dem Undankbaren den mühelosen Lebensweg: Eine fromme Mutter, arbeitsame Schwestern; wohlmeinende Freunde, das feine Altfräulein Brigitte. Das geliebte Maidi will dem verspielten Toren ihr reiches Herz schenken. Fugeler aber läßt sich vom Gelde der Ungeliebten blenden, und so kommt jenes erschütternde „Zu spät", bis ein Mann, aus tiefster Demütigung zu echtem Lebensernst geläutert, noch ein bescheidenes Glück findet. Den ganzen Zauber ihrer schwäbischen Heimat hat die Dichterin in diesem Buche eingefangen, dem man viele besinnliche Leser wünschen möchte. — D. von Fabeck: Der Sänger der Rothenburg. Ein Kyffhäuserbuch. Mit einem Geleitwort von Reichskriegerführer Generalmajor a. D. Reinhard. Verlag Gerhard Stalling, Oldenburg. In Ganzleinen gebunden 2,85 RM. — (475) — Dieses Werk führt uns in die Zeit jener Kämpfe, als das staufifche Kaiserhaus von seiner stolzen Höhe gesunken war und das deutsche Volk in seiner Sehnsucht nach einem einigen Reich von der Wiederkehr seines großen Herrschers träumte. Die mythische Gestalt Barbarossas, die Sagen und Märchen um die alten Ritterburgen Kyffhusen und Rothenburg bilden den Hintergrund für die Geschehnisse dieses Romans, der von der Liebe eines der letzten Minnesänger zu der anmutigen Tochter seines Lehnsherrn erzählt. In einer spannungsreichen Handlung wird uns die glanzvolle Zeit des Rittertums, das höfische Leben und Treiben beim Einzug Rudolf von Habsburgs in Erfurt und das Wirken Meister Eckarts nahegebracht. Historische Wahrheit und poetische Verklärung schaffen die Stimmung einer alten Mär. — Im Verlag F. Bruckmann in München erscheint eine Ausgabe von zeitgenössischen Meisterromanen der italienischen Literatur in deutscher Sprache; die Reihe soll auf dem Gebiete der Kultur die gleiche Verbundenheit zwischen Deutschland und Italien bezeugen, wie sie auf politischem Gebiete durch die Achse Rom—Berlin geschaffen wurde und sich als Werk 'des Friedens und der Verständigung in dem Münchener Abkommen bewährt hat. — In „F r ü h- bämmerun g", der Geschichte einer Jugend, setzt Ada Negri, eine der heute berühmtesten Autorinnen Italiens, der Mutter und der Mütterlichkeit ein dichterisch und menschlich gewinnendes Denkmal. Mussolini selbst hat dem Buche ein begeistertes Vorwort geschrieben. (128 Seiten, deutsch von Kurt Stieler. — [523a]) — Lucio d ' Ambra behandelt in seinem Buche „E h e g l ü ck" (übersetzt von Dr. H. Floerke, 276 Seiten. — [523b]) ein „ewiges Problem"; er gibt eine Analyse der Ehe in Form eines fesselnden Romans. Der italienische Titel lautet in wörtlicher Uebersetzung „Das Handwerk des Gatten". — Jeder Band der Serie kostet kart. 3 Mark, in Leinen 4 Mark. Rundfunkprogramm Freilag, 2. Dezember. 6 Uhr: Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. 7: Rat« richten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Froher Klang M Werkpause. 9.40: Mutter turnt und spielt mit dem Kinde. 10: Schulfunk: „Ein Werk — ein Wille". 10.30: Eislauf! Rundfunkberichte von der Hamburger Kunsteislaufbahn. 11.45: Ruf ins Land. 12: Mittagskonzert. 13: Nachrichten. 13.15: Mittagskonzert. 14: Nachrichten. 14.10: „Dem Opernfreund". 15: Kleines Konzert. 16: Und nun klingt Danzig auf: Nachmittagskonzert. 18: Sport der Woche und für den Sonntag. 18.15: Bücher, von denen man spricht, 18.30: Hier blüht der Flachs! 45 heitere Minuten. 19.15: Tagesspiegel. 19.30: Der fröhliche Laut« ’ sprecher. 20: Nachrichten. 20.15: „Abends im Cast. Ein heiteres Brettl. 21.10: Lieder von Franz Schubert. 22: Nachrichten. 22.30: Unterhaltungskonzert. 24 bis 2: Nachtkonzert. Samstag, 3. Dezember. 6 Uhr: Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Froher Klang zur Werkpause. 9.40: Deutschland — Kinderland. Die NSV. betreut das Kleinkind. 10: Schulfunk: (Eine große Zeit will große Herzen. 11.45: Ruf ins Land. 12: Mittagskonzert. 13: Nachrichten. 13.15: Mittagskonzert. 14: Nachrichten. 14.10: Musikalischer Gabentisch. 15: Zum Tag der nationalen Solidarität. 15.15: Bilderbuch der Woche. 15.30: Unsere Jungen und Mädel fingen in Gemeinschaft mit der Wehrmacht ,3um Tag der nationalen Solidarität. 16: Buntes Nachmittagskonzert. Einlagen: „Tag der nationalen Solidarität". 18: Zum Tag der nationalen Solidarität: Soldaten — Kameraden. Eine Gemeinschaftssendung. 20: Nachrichten. 20.15: „Extrablätter". Ope, rette in drei Akten. 22: Nachrichten. 22.30: Wir tarn Zen in den Sonntag! 24 bis 2: Nachtkonzert. Freitag, den 2. Dezember 1938, verkaufe ich im Neuenweg 28, Eingang durch denHoffolgendes: Kleider- u. Kuchenschranke, Sofas, Sessel, Büfetts. 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Fichte 770 „ 6. ff 33 Kiefer 1550 „ 7. ff 40 1000 „ 8. ff 41 1400 „ 9. ff 42 Eiche u. Nadelh. 1600 „ 10. n 57 Kiefer 3500 „ Sämtliches Holz wird nicht entrindet. < Schriftliche Angebote, getrennt für jedes Los und mit der Aufschrift „Angebot für Waldarbeiten" versehen, sind bis Mittwoch, den 7. Dezember 1938, 12 Uhr, m Stadthaus Bergstraße, Zimmer 8, abzugeben. Zuschlagsfrist 8 Tage. 7725C Gießen, den 30. November 1938. Der Oberbürgermeister. I. V.: Nicolaus. Wir helfen Ihnen bei der Durchführung des neuen KOSTENPLANES--___| I verwenden können, unsere Vorschlägel I I Verlangen Sie unsere I I Baums&Treibig. Gießen ______ | Rui 3700 Bahnhofstraße DauemlleniürdieFesttage meisterhaft ausgeführt, sehr kurze, sowie haarscho»iende Behandlung, verblüffende Haltbarkeit. Vollkommene natürliche Wellen im [7727d SALON 6ATH GIESSEN, Bahnhofstraße (Ecke Grabenstraße) Große Auswahl in Parfümerien u. Geschenkartikeln Wollwaren zum Weihnachtsfest sind beliebte und begehrte Festgeschenke! 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