B 1 1 4 ■ M * » - » <6 W v# | I kW W •* .•^<--v.: « i ♦' * ' KK ■%' W V W. i? W ZW p Pi M : x *.» ** L rs Montag, 1. August OZ8 188. Jahrgang Hr. '77 Erste? Matt Gietzener Anzeiger Adolf Eitler mit dem Reichssportführer aus der Tribuns während des Festzuges. (Scherl-M.) d die Marfchordnung. und Turner mit ihres Fqhflea box dem Breslauer Rathaus Fahnenschwingerinnen vox der Führertrihüne, 1 ■ MW sonders die stattliche Gruppe der S u d e t e n deutschen, die unter der Fahnengruppe des Sudetendeutschen Turnoerbandes den ganzen Platz füllt. In prachtvoller Ordnung marschieren die etwa 100 Mann starken Marschblocks der Jugend in dem langen Zuge, denen die Trachtengruppen folgen. Hin und wieder hatte es leichte Stockungen gegeben, wenn die Reihen, die unmittelbar an der Führertribüne vorbeizogen, Blumen hinüberreichten oder versuchten, vom Führer einen Händedruck zu erhalten. Denn als die ersten der Ausländsdeutschen, von denen viele wohl zum ersten Male in ihrem Den Abschluß dieser Marschsäule bilden die eutschen Volksgruppen im Ausland " die Ausländsdeutschen. Hier ist es be- Annahme von Anzeige« für die Miltagsnummer bis 8V.Uhr des Vormittags Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Brette 7 Rpf.. für Text« anzeigen von70mm Breit« 50 Rpf.,Platzvorschrift nach vorh. Dereinbg.25°/<> mehr. Ermäßigte Grundpreise: Stellen», Vereins-, gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Rpf., Familienanzeigen, Bäder-, Unterrichts» u. behördlicheAnzeigenSRpf. Mengenabschlüsse Staffel B kehrzi^ Wattitr • Äwisüb' Jen (9eht; t hatte । 'be nor f ^nnbeth genbe dricheln, f Oq Itd), außer Sonntags und Feiertags Beilagen Die 3nt)merte (ßteRcnet Famrüendlätter Weimar im Bild Dre Scholl- monat$-8e$ugspret$: M« 4 Beilagen RM 1.95 Ohne Illustrierte . 1.80 Zustellgebühr . -25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Hernsprechanschlüffe unter Sammelnummer 225) Anschrift für Drahtnachrichten Anzeiger Gießen Postscheckkonto: Sronfiurt am Main 11686 nicht S? bis. 3^1 abei ayreuth 1 W; f und «2 । J Das deutsche Volk in Leibesübungen huldigt dem Führer. Ein imposanterKestzug.—OerFührer ehrt die Sieger.-Tage deutschen Volkstums in Breslau titel im L iter<) t war, fnhc wieder ' I • Menge e| i5 begeistmi 0.1 'täten. ' r (d)on au?' •r M Doi > por. ^inl ; auch W n ol-reich fl" chter Srch» Sieger: , Tv. 6r.' Mer, fleh Joses W ß.; 40. U u, Tv-Nj Gebiet H'I P - 68. I o. Da PI ■iett 1;1 >-%< in W Leben den Schöpfer Grohdeutschlands aus nächster Rahe sahen, nahten, da gab es kein hallen mehr. Zwar kamen die ersten Kolonnen noch in guter Ordnung vorbei, als es dann I aber eine erneute Stockung gab, durchbrachen | junge Mädchen als erste chrem festlichen Weiß bilben geschlossene Gruppen, und viele unter ihnen tragen die rote Schleife des Siegers auf der Brust. 1 So zieht Gruppe um Gruppe, Gau um Gau, mit Jubel empfangen und begleitet, an dem Führer porbei, der immer wieder und wieder für die endlosen und herzlichen Kundgebungen danken muh. Als das Schild des Gaues Ostmark sichtbar wird, steigert sich der Bel all zum Orkan. An der Spitze schreiten die Tiroler, dahinter die vielen reizvollen Trachten aus der Steiermark, dem Kärntner Land, aus Salzburg, Ober- und 'Nieder-Oesterreich. Das Deutschtum im Ausland vor dem Führer. 6:4,11' I 59* , J >00*1 d--A MM lind »M in*, ;« I ‘M ;>fe 5. Mf *■ A । '-11 ui1 ' der ' V =n; wurden. Die Massenvorführungen aus der Friesenwiese. Bor der großartigen Szenerie der Friesen- wiese, jenes gewalttgen Aufmarschplatzes des Breslauer Sportfeldes, wickelte sich am Nachmittag in Anwesenheit des Führers vor mehr als 400 000 Zuschauern die Schlußfeier des Deutschen Turn- und Sportfestes ab, an der 80 000 Turner und Turnerinnen, Abordnungen der Gliederungen der Partei und der Wehrmacht beteiligt waren. Rach dem Aufmarsch der Teilnehmer und Fahnen und einer würdigen Totenehrung gaben Vorführungen und Wettbewerbe einen Ge» samtüberblick über die bei diesem Fest so eindrucks« voll in die Erscheinung getretenen deutschen Leibesübungen. Mit der Siegerehrung und der Führerhuldigung klang das Fest aus. Die Friesenwiese ist rings von festen Tribunen» baute i eingefaßt. Beherrschender Blickpunkt ist der 36 Meter hohe Führerturm, dessen Brüstung nach dem Felde zu ein Hoheitsadler schmückt. Das ganze Feld ist von einem Wald von Fahnen eingefaßt. Die gegenüberliegende Seite beherrschen zwei hohe Richtungstürme, deren einer das Hakenkreuzbanner und der andere die Fahne des DRL. ziert. 80 000 aktive Teilnehmer, 8000 Vereins-, Tradttions- und Reichsbundfahnen ziehen ein. Auf der oberen Halste marschieren die Formationen und Gliederungen der NSDAP., SA., ff, NSKK, NSFK., Politische Leiter, HI. und Reichsarbeitsdienst mit ihren Fahnen auf. Den Aufmarsch beschließt das Ehren- 3m Ru war der ganze plah vor der Führer« lribüne von Begeisterten überschwemmt und die Absperrketten zerrissen, hatte der Führer einmal einer die Hand gereicht, so griffen sofort Hunderte von Händen nach ihm. Als sich die Schuhstaffet durchzwängte, wies der Führer sie lächelnd zurück. Rur allmählich kamen die Züge wieder in Fluß. Den Sudetendeutschen folgten die Deutschen aus Belgien, Dänemark, Estland, Lettland, Litauen, Polen, die aus Siebenbürgen und dem Banat und die Deutschen aus Ungarn, ebenfalls mit ihren prächtigen Trachtengruppen, die auf diese Weise zeigten, daß die Deutschen auch im Auslande der Väter Sitten und Art bewahrt haben. Dem Gau Ausland, Kreis Seefahrt, zog die M a r i n e - H I. voran. Dann folgten als letzte Gruppen die Deutschen aus Uebersee: Argentinien, Brasilien mid Chile, aus Südwestafrika, Italien und endlich auch vier Turner aus Amerika. Den Schluß bildeten die Deutschen aus den Niederlanden. Immer wieder kam es zu minutenlangen Kund» gedungen. Es war erhebend, zu sehen, wie die deut» chen Brüder und Schwestern aus allen Teilen der Welt überwältigt von dem Eindruck dieser Stunden ihrer Rührung nicht mehr Herr werden konnten. Als die letzte Gruppe vorbeigezogen war, drängten die Massen unaufhaltsam auf den Platz bis an das Podium, auf dem der Führer stand. Eine starke Absperrkette schaffte endlich so viel Platz, daß die Schwerk riegsbe sch ädigten in ihren Selbstfahrern in einer langen Reihe vor der Tribüne auffahren konnten, wo der Führer jedem von ihnen die Hand drückte. Unter ergreifenden Ausbrüchen der Liebe und Verehrung verließ dann der Fichrer seinen Platz. Nach dem Festzug begrüßte der Fuh» rer im Hotel Monopol die zum Deutschen Turn« und Sportfest in Breslau weilenden Führer der deutschen Volksgruppen, die ihm von ff-Obergruppenführer Lorenz vorgestellt Ä-'"" abebbt. Alle deutschen Gaue marschieren. Den Beginn machen nach den Reichsbundfahnen» gruppen die Gaue Bayern, Mittelrhein und Hessen. Bei den Bayern marschieren me vier Eigerwand-Vezwinger voran, die mit Sonderbeifall bedacht werden. Mit dem Gau Hessen kommen auch seine reizvollen Trachten, und ihnen schließt sich der endlose Zug der Turner und Sportler in ihrer Festkleidung oder in ihren Sport- trachten an. Jede Gruppe hat trotz der einheitlichen Klettrung doch die Eigenart ihres Stammes und ihrer Heimat zum Ausdruck zu bringen gewußt. Dir von der Waterkant haben Fischergruppen nut» gebracht, die Westfalen ihren Kiepenkerl, die Dithmarscher ihre Schwerttänzer, den Flensburgern gehen reizende Wappenträgerinnen voran, und so hat jeder Gau und jede Gruppe ihre Besonderheit, die das Bild außerordentlich belebt. Mustergültig ausgerichtet marschieren die Sportler vorbei, auch sie alle in chrer Sportkleidung, die Fechter in leuchtendem Weiß grüßen mit blitzender Klinge, die Leichtathleten und Fußballer marschieren in ihrem Hunten Dreß, die Schützen in ihrer grünen Uniform. Bei allen Gauen bilden den Abschluß die Fahnen- schwii-ger. Die Staffelläufer und die in leuchtendem Blau gekleideten Turnerinnen, die Tänzerinnen m General-Anzeiger für Oberhessen vru» und Verlag: vrSHIsche Univerfilätsdruckerei R. Lange in Sietzen. Schristlettnng und Seschästrftelle: Schvlstratze r Breslau, 31. Juli. (DNB.) Das deutsche Turn- und Sportfest erhielt am Sonntag nach achttägigem glanzvollen Verlauf seine Krönung durch die Anwesenheit des Führers, der am Morgen den Fest- zug der 150 000 Turner und Sportler auf dem Schloßplatz abnahm und am Nachmittag auch dem erhebenden Ausklang mit der Ehrung der Sieger beiwohnte. Der heitere Himmel der letzten Woche lachte auch dem Schlutztag. Ein herrliches Bild bot der sonnenüberflutete S ch l o ß p l a tz mit den bis ru 20 Meter Höhe ansteigenden Tribünen, die ihn auf allen Seiten einfaßten. Auf der Haupttnbune gegenüber der Oper war ein mehr als drei Meter hohes Hakenkreuz, von einem Kranz aus Eichenlaub umrahmt, aufgebaut. Unmittelbar vor der Ehrentribüne war ein logenförmiger Vorbau für den Führer und feine engere Begleitung errichtet, die mit rotem Tuch ausgeschlagen war und in feiner Mitte das Freiheitszeichen der nationalsozialistischen Revolution und am Fuße einen Kranz aus leuch- tenden Hortensien trug. Diesem Vorbau gegenüber war ein mächtiges Podium für die Musikkorps errichtet. Auf der Ehrentribüne sah man zahlreiche Ehrengäste aus Staat, Wehrmacht und Bewegung, die leitenden Persönlichkeiten des Deutschen Reichsbundes für Leibesübungen und der in Breslau vertretenen volks- und auslanddeutschen Gruppen. Am Zugang zum Schloßplatz war 40 Schwerkriegsbeschädigten ein bevorzugter Platz eingeraumt worden. Der Führer kommt. Kurz nach 8.30 Uhr klingen brausende Heil-Rufe i vom Opernplatz herüber. Zugleich geht vor der Ehrentribüne die Standarte des Führers hoch. Langsam schreitet d e r F ü h r e r durch die Fahnenstraße auf den Schloßplatz, wo ihn unbeschreiblicher Jubel empfängt. In der Begleitung des Führers sah man die Reichsminister Dr. Frick, Dr. G o e b • bels und Dr. Lammers, Reichsfuhrer ff Himmler, die Reichsleiter Bormann, Bouh- ler, Reichssportführer von Tschammerund Osten, Gauleiter Joseph Wagner, den Kommandierenden General des VIII. Armeekorps, General der Infanterie Busch, Admiral S a a l w ä ch - ♦ er, den Kommandeur des Luftgaukommandos VIII, Generalmajor Dankelmann, wahrend ihn auf der Ehrentribüne Reichsminister Rust, Reichsorganifationsleiter Dr. L e y Reichs- arbeitsführer Hi er l, Reichsstatthalter S k n ß - | Inauart, zahlreiche Staatssekretäre und Gau- । [eiter, sowie der Führer der Sudetendeutschen, Kon- rad Henlein, erwarteten. Die Huldiauua des Festzuges. Nachdem der Reichssportführer dem Führer den i Festzug gemeldet hatte, kündigen Fanfaren und k Kanonenschläge den Beginn des Vorbeimarsches an. Mit Rücksicht auf die engen Straßenverhaltnisse der Altstadt und die gewaltige Beteiligungsziffer waren drei Züge von je fünf bis sieben Kilometer Länge gebildet worden. Während an der Nordse:te zwei Gruppen einmarschieren, kommt im Gegenzug Ke Mittelgruppe durch die Fahnenstraße der Westseite,, die an der Spitze das neue Banner des DRL., flankiert von zwei Fahnen des Dritten Reiches, führt Nach den Bundesfahnen und den alten Traditionsfahnen des Bundes, die den weiten Platz ganz mtt ihren leuchtenden Farben und den silbern sunkelöden Fahnenspitzen erfüllen, zieht m Zwolfer- reihen das Heer der deutschen Turner und Sportler, nach Gauen geordnet, ein. Es sind alle deutschen Stämme, die hier vorbeimarschieren. Jede der Gruppen empfängt begeisterter Beifall. Vor dem Führer aber fliegen die Fahnen und die Hande hoch; strahlenden Auges mit jauchzenden He l - Rufen ziehen die Heeressäulen der deutschen Leibesübungen an dem Manne vorüber, der ihnen in Stuttgart den Weg in die Einheit und damit m die Gemeinschaft gewiesen hat, die hier einen so gewaltigen und imponierenden Ausdruck findet. Der Platz ist erfüllt von frohem und endlosem Jubel, der während des dreistündigen Aufmarsches nicht Führers an. Aufrecht im Führer bis vor den Ein- Um 16.30 Uhr erscheint von brausenden Heill- Rufen begrüßt Reichsminister Dr. Goebbels, wenig später Reichsminister Dr. Frick und Konrad Henlein. Um 16.40 Uhr künden brausende Heil!- Rufe das Kommen des F"' batnillon der Wehrmacht unter Vorantritt des Spielmannszuges und Musikzuges des IR. 49 und der Fahnen des Heeres, der Kriegsmarine und der Luftwaffe. Der Einmarsch der braungebrannten und sportgestählten 30 000 Turner in weißer Bluse oder weißem Hemd, der 4800 Tänzerinnen, der 15 000 Keulenschwingerinnen in leuchtenden blauen Turn- onzügen, der 3000 Hitlerjungen in Sporthosen und bloßem Oberkörper sowie der 2000 BDM.-Mädel in Sportkleidung ist ein Schauspiel von außer- ordentlichem Reiz. Eine besondere farbige Note bringen die geschlossenen Blocks der 17 aus je 100 Teilnehmern bestehenden Gaustaffeln in ihrem farbenfrohen Leichtathletikdreß in das Aufmarschfeld. Der Führer trifft ein. üeberraschlingsgeschenk der Sudetendeulschen Sondervorführungen von 5000 Männern und Frauen. Don unserem Sonderberichterstatter Dr. Stabenow. Hingabe an das Volk als den Träger des heiligen Vlulerbes der deutschen Unsterblichkeit: der dritte: Die Verpflichtung auf den ftafio- nalsozialismus als die ordnende Formel und bauende Kraft der deutschen Geschichte. Unsagbar glücklich sind wir, daß wir zum Ab- schluß des Turn- und Sportfestes dieses unser gemeinsames Bekenntnis vor Ihnen selbst, mein Führer, ablegen dürfen. Unsagbar glücklich aber sind wir vor allem in dem Bewußtsein, daß sich in dieses Bekenntnis einschließen die leibestüchtigen deutschen Männer und Frauen in alle r Welt. Nicht wie Jahn und seine Turner vor 125 Jahren sind wir hier in Breslau eingezogen, um der Not unseres Volkes das Opfer des Lebens anzubieten. Aus Not und Ehrlosigkeit haben Sie, mein Führer, das deutsche Volk z u Größe und Ehre herausgeführt. Darum ist heute hier ein gewaltiger See friedlicher Dolkskraft vor Ihnen aufgestaut, in tiefer Dankbarkeit zu Ihnen, der Sie die Gnade urch die Kraft hatten, auch auf dem Gebiete der Leibesübungen das zu erfüllen, was der Wunschtraum der besten Deutschen eines Jahrhunderts war. Zur Einheit und Einigkeit zusammengeschweißt, ist der Deutsche Reichsbund für Leibesübungen heute fähig geworden, von Ihnen, mein Führer, als Stoßtrupp der gewalttgen Idee eines Volkes in Leibesübungen eingesetzt $u werden. Wir versprechen Ihnen deshalb in dieser tief verpflichtenden Stunde: Wir wollen nicht ruhen noch rasten, bis die Leibesübungen wirklich Gemeingut des ganzen deutschen Volkes und damit zu einer unerschütterlichen Quelle deutscher Dolkskraft geworden sind. Sie hallen, mein Führer, viele Jahre einen dornenvollen Saatgang zu gehen, heute aber ist ein Ernlelag. Das ganze leibestüchtige deutsche Volk hat sich Ihnen hier in dieser Stunde voll tiefer Innerlichkeit, aber auch voll harten willens zu einem Erntekranz znfarn- mengewunden, und dieser Erntekranz, mein Führer, wird in Zeiten der Not, wenn Sie es befehlen, zum brennenden Opferkranz für das Leben des Volkes, und den Bestand des Reiches. Die Wanner, die im Zuge dieses Festes mitmarschierten, vermögen Volk und Land wehrhaft zu schirmen, und die Frauen, die im Zuge dieses Festes schritten, sind fähig, ihres Opfers Teil tapfer und kraftvoll zu tragen. Dieses Bewußtsein lebt in den Wannern und Frauen, die vor Ihnen stehen, und lebt in dem Bewußtsein aller leibestüchttgen Deutschen als dankbare Verpflichtung gegen Sie. Fühlen Sie, mein Führer, die Welle der Liebe, die aus diesem Bekenntnis zu Ihnen heraufbrandet, hören Sie, wie die Stimmen unserer herzen zu Ihnen rufen: Unser geliebter Führer, Adolf Hitler, Sieg-Heill In das Sieg-Heil stimmte die Menge begeistert ein und sang die Lieder der Natton. Das Fest des Friedens, der Kraft und des völkischen Bekenntnisses war verklungen. Um 19.45 Uhr verließ der Führer die Stadt des Ersten Deutschen Turn- und Sportfestes. Die Fahrt durch die Stadt, vorbei an unübersehbaren, ihm begeistert zujubelnden Menschenmassen, die die Straßen säumten, Baitone, 60 Mann liefen 960 braune Gestatten in weißer Turnhose drei Runden um die Aschenbahn. Sie liefen im Gleichschritt, sie bemühten sich selbstverständlich um gute Haltung und richtigen Stil, aber sie liefen daoei ausdauernd 1500 Meter. Ist denn der wahre Zweck einer Laufschule nicht auch dann erfüllt, wenn 1000 Männer in gleich guter Hattung gleich schnell 1500 Meter laufen? Kaum hatten diese schneidigen Kolonnen den Platz durch das Nordtor verlassen, als durch das Marathontor im Süden in wilder Jagd wiederum 1000 Jungen heranstürzten, um einfachste Hebungen im Ringen und im Raufen zu zeigen. Eine Unzahl von Kreisen wurde gebildet und jeder Kreis aus 20 bis 30 Jungen arbeitete sich körperlich gründlichst aus. Man freute sich an Reiterspielen, sah kurze Raufereien (keine Ring- kämpfe, bei denen technisches Können vorausgesetzt wurde!!) und kleine Boxkämpfe. Auch diese Gruppe verschwand ebenso schnell wie sie gekommen war. Wiederum erschienen 1000 Mann mit rund 200 etwa 6 Meter langen schweren Balken in der Arena. Was diese Jungen mit den Balken fertigbrachten!! Sie schwangen gruppenweise das schwere Holz hin und her, warfen den Balken in die Luft, stellten ihn senkrecht, einer kletterte daran hoch, sie bauten Schwebebalken mit lebenden Stützen und zeigten Hebungen auf dem Balken, zwei Mann versuchten sich gegenseitig vom Balken zu werfen usw. Die Hebung schloß mit dem blitzschnellen Aufbau einer lebenden Hindernisbahn, über die dann einige Stafetten gelaufen wurden. 10000 Mann vurden in knapp zehn Minuten körperlich gründlich und sportlich richtig durchgearbeitet. Mit einem Appell der völkischen Turnbewegung der sudetendeutschen Volksgruppen in der Tschecho- Slowakei fanden die Vorführungen ihren Abschluß. Zwei Abteilungen des deutschen Arbeitsdienstes in der Tschecho-Slowakei marschierten in Uniform (dunkelgrau) mit geschultertem Spaten ein. Ihre blitzsauberen Bewegungen, chre Schwenkungen auf dem Feld, ihr „Habt acht", den „Spaten faßt" und andere Kommandos wurden exakt verwirklicht. Die Jugend zog nach einmal ins Stadion, die Frauen und Mädchen in bunten Trachten folgten und dann betraten die Fahnenabordnungen, achtungsvoll von der Menge begrüßt, das Feld. Diese volksdeutsche Gruppe bot mit chren Vorführungen ein geschlossenes Bild zielbewußten Aufbaues. Und wenn weiter in Betracht gezogen wird, unter welchen ungünstigen Bedingungen diese Aufgaben erfüllt werden, dann müssen wir Deutsche im Reich, denen die Förderung der Leibesübungen durch staatliche Aufsicht zur Selbstverständlichkeit geworden ist,-beschämt stehen vor so viel Ovfersinn, den deutsche Kameraden für ihre Leibesübungen aufbringen. Daß angesichts dieser Leistung 60 000 Menschen in einen geradezu frenetischen Beifall ausbrachen und daß Zehntausende, die keinen Einlaß fanden, beinahe die Eisentore des Stadions eindrückten, braucht nun nicht mehr besonders betont zu werden. Die Siegerehrung. Dann marschierten in die Reihen der Männer die Sieger und Siegerinnen und blumen- geschmückte Mädchen zur Siegerehrung ein . Der deutsche Sieger im Zwölfkampf, Hans Friedrich aus München, als Vertreter aller Sieaer, und die Doppelsiegerin der deutschen Leichtathlettkmeister- schäften, Gisela Mauermeyer, als Vertreterin der Siegerinnen, begaben sich auf die Führertribüne. Adolf Hitler selbst ehrt die Sieger, indem er den beiden Kameraden, die als die Vertreter der Tausende im Eichenkranz vor ihm stehen, Dank und Anerkennung ausspricht. Das Lächeln des Glücks liegt auf den braunen Gesichtern der strahlenden Sieger und derer, die Zeugen dieser Stunde sind. Gauleiter und Oberpräsident Loses Wagner führt dann u. a. aus: Deutsches Turnen und deutscher Sport haben in den Mauern dieser herrlichen Stadt, die lebendiges Zeugnis ablegt für deutsche Kultur aus vergangenen Jahrhunderten, von deutschem Schöpferwillen in Gegenwart und Zukunft spricht, rund 250 000 aktive Angehörige des Reichsbundes für Leibesübungen zusammengeführt. Diese gewaltige Zahl ist nur ein Bruchteil jener Männer und Frauen, die im Gesamtbund zusammengeschlossen sind. Wenn unser junges Deutschland in den letzten Jahren in steigendem Maße auf sportlichem und turnerischem Gebiet Erfolge an seine Fahnen heften konnte, dann entscheidend auf Grund des gewaltigen Wandels, der durch den Machtantritt des Nationalsozialismus im Reich herbeigeführt wurde. vlein Führer! Dieser Gesamtwandel ist und bleibt für alle Zeiten Ihr Werk! Wag die Wett zu Ihnen und zu Ihrem Werk stehen wie sie will. Entscheidender ist jedoch die Tatsache, daß unser ganzes Volk im großen deutschen Vaterland und darüber hinaus alles Deutschtum der Welt Ihnen in grenzen- Wagen stehend fährt der Führer bis vor den Eingang. Kommandos ertönen: Das Ehrenbataillon präsentiert. Dann meldet der Reichssportführer: „Mein Führer! Ich melde Ihnen 80 000 Turner und Sportler des Deutschen Reichsbundes für Leibesübungen, zu letzten Vorführungen vor Ihnen angetreten/ Der Führer tritt an den Rand des Balkons und grüßt die 80 000 mit einem weithin vernehmbaren „Heil!", das mit erneuten langan- dauernden Kundgebungen beantwortet wird. Wieder ertönen Kommandos. Die Truppe präsentiert erneut, und nach altem Brauch gilt das erste Gedenken in dieser Stunde den Toten. Die Fahnen senken sich, gedämpft spielt die Musik unter dem Donner der Kanonen das Lied vom guten Kame- Breslau, 30. Juli 1938. Im Rahmen der Wettkämpfe auf dem riesigen Hermann-Göring-Sportfeld wurden am Freitag und Samstag Mustervorführungen gezeigt, an denen die Wehrmacht, die ff, die SA., der Arbeitsdienst und die Sudetendeutsche Volksgruppe beteiligt waren. Am Samstaonachmittag zeigten 200 ^-Männer eine Körperschule ohne Gerät. Die H e e r e s - sportschule Wünsdorf führte in soldatischer Genauigkeit Gymnastik mit Gerät, Hindernisturnen, Bodenturnen und eine Boxschule vor. D>e Kriegsmarine erntete mit ihren Vorführungen jubelnden Beifall und die SA. -Gruppe N o r b -- mark wurde nicht minder herzlich mit Beifall bedacht. Dann aber folgten die Vorführungen der Sudetendeutfchen Volksgruppe. Diese Vorführungen stellen in ihrem Aufbau, in ihrer Durcharbeitung unter dem Gesichtspunkt der Volkserziehung etwas so grundsätzlich Neues dar, daß es sich lohnt, darüber nachzudenken und daraus die Nutzanwendungen für unseren deutschen Sport und für den deutschen Vereinsbetrieb überhaupt zu ziehen. 5000 prächtige Gestalten unserer sudetendeutschen Kameraden und Kameradinnen arbeiteten eine Stunde lang in der Schlesierkampfbahn und 60 000 sich auf den Tribünen drängende Menschen gingen vor Staunen die Augen über. Nach den Klängen eines einfachen Klaviers marschierte zunächst eine Gruppe von etwa 400 Frauen in vier Abteilungen ein. Der saubere Aufmarsch und die einheitliche blaue Turnkleidung riefen das Entzücken der Massen hervor. Diese vier Gruppen standen sich in Kreuzform gegenüber und eine Gruppe war immer an der Arbeit. Entweder wurden einfache Hebungen mit dem Sprungseil gezeigt oder Hebungen mit einem Ball, Hebungen mit Keulen und chliehlich — von der letzten Gruppe — ganz ohne jedes Gerät. Alle Hebungen waren bewußt auf die Frau zu- geschnitten, sie sollten zur Anmut in der Bewegung und zur Freude an schöner Bewegung überhaupt erziehen. Diese Grundgedanken sind uns selbstverständlich nicht neu, denn auch unser Frauenturnen baut auf den gleichen Grundlagen auf. Neu war lediglich die Art des 23ortrag$, nämlich vier verschiedene Gruppen gemeinsam zu beschäfttgen und dabei doch so, daß das Auge des Beschauers immer nur auf diese oder jene Gruppe gelenkt wird. In reizend bunten Kleidern, in ihren Volkstrachten, sprangen dann wiederum etwa 400 Mädels auf den Rasen und führten eine Reihe schlichter, so schöner Volkstänze vor. Dann waren die Männer an der Reih«! Sie brachten als Erstes eine Laufschule. Unter Laufschule haben wir im Reich bisher immer nur eine Hebung verstanden, in der riegenweise gezeigt wurde, wie man richtig und zweckmäßig läuft, um schnell zu werden, eine Laufschule also, deren letzter Sinn die Erreichung der Leistung ist. Und was zeigten die Sudetendeutschen? In 16 Blocks zu loser Liebe anhangt und in der nationalsozialistischen Idee die ideelle Kraft gefunden hat. das Ringen um die Behauptung des deutschen Volkstums erfolgreich zu gestalten. Der Reichsbund für Leibesübungen ist unsagbar tolz auf diese Stunde, da Sie, des Volkes Führer, >urch Ihre Anwesenheit das Fest krönen, und dieser Stolz wandelt sich bei den Hunderttausenden zugleich in den Willen um, fürderhin noch mehr au leisten, weil eine Anerkennung der geleisteten Arbeit an diesem Tage weiterhin sichtbar geworden ist. Wein Führer! Vor Jahresfrist weilten Sie in den mauern dieser Stadt aus Anlaß des Deutschen Sängerfestes. Wir waren Zeugen jenes unerhörten Bekenntnisses völkischer Zusammengehörigkeit, das nicht befohlen ist, sondern aus dem Volk und den Herzen der Menschen hervorbricht. Es ist schwer zu sagen, ob die Stunden von heute und die Tage dieser Woche jene Tage und Stunden zu überbieten vermögen, die sich vor Jahresfrist in Breslau abspiellen. Eines kann aber mit Recht gesagt werden: Die leidenschaftliche Liebe aller Deutschen zum angestammten Volkund zudem mann, der hie Verkörperung des jungen deutschen Volkes ist, ist heule genau so gewaltig wie damals und spricht heute wie in Zukunft die gleiche Sprache, die der Ausdruck unwandelbarer Treue und zugleich höchster Entschlossenheit ist. Das Deutschtum der Erde hat sich gefunden und präsentiert sich im Fest der Deutschen zum zweiten male vor Ihnen. Ganz Schlesien — und Breslau im besonderen — ist unsagbar stolz darauf, daß auch dieses zweite große Fest des Deutschtums der Erde in den Mauern der Gauhauptstadt des Grenzgaues Schlesien stattfindet. Ich will es ein glückliches Omen heißen und wage zugleich die Hoffnung der Millionen Schlesiier auszusprechen, Breslau möge berufen fein, olle großen Feste des deutschen Volkstums der Erde in feinen Mauern zu erleben. Das deutsche Volkstum der Erde grüßt beim Feste des Friedens, der Kraft und des völkischen Bekennt- nisies seinen größten Sohn Adolf Hitler! Der Reichsspottsührer spricht. Für die Sieger und die vielen Hunderttausende, die um den Sieg kämpften und die vielen Millionen deutscher Turner und Sportler aus aller Welt, die dem gleichen Ziel nachstreben, legte anschließend der Reichssportführer von Tschammer und Osten ein glühendes Bekenntnis der unverbrüchlichen Treue ab. Das leibestüchtige deutsche Volk, so sagte er, grüßt Sie, mein Führer, mit heißem Herzen und voll tiefem Dank. Vor Ihnen stehen, geschmückt mit dem schlichten Ehrenkranz, die vielen tausend Sieger, denen das Glück dieser Stunde Lohn für ihr jahrelanges Schäften für Volk und Vaterland ist. Sie sind umringt, mein Führer, von vielen Hunderttausenden von Turnern und Sportlern, die unter der Fahne ihres Volkes hier zusam- mengeftrömt sind, um ein Bekenntnis abzulegen für die Sache der Leibesübungen. Drei Ströme sind es, die sich in diesem Bekenntnis vereinigen. Der erste: Das ewige deutsche Wissen um den Leib als der Quelle der Gesundheit, Kraft und Lebensfreude; der zweite: Die rohen, während die Hunberttausende in einer stillen Minute der für Großdeutschlaick) Gefallenen des Krieges und her Bewegung gedenken. Anmut und Schönheit in Leibesübungen. „Auf hebt unsere Fahnen", so klingt es aus den Lautsprechern, die über das ganze Feld verteilt sind, und mit der gleichen Sekunde setzen sich die 4800 Tänzerinnen von her Südtribüne aus in ihren weißen, weiten, wallenden ©eroähhern mit bunten Schärpen in Bewegung und bilden einen weiten Ring. Die innere und äußere Ringkette der Tänzerinnen trägt Fahnen, die mit ihrer bunten Farben- zusammenstellung ein außerordentlich wirkungsvolles Bild abgeben. Don her Grundform des Ringes aus bilden die Mädchen mit rhythmisch tänzerischen Schritten einen Stern, bann laufen hie äußeren Glieder des Blocks gegeneinander zu, wo über bas ganze weite Feld die Fahnenschwinyerin- nen verteilt sind, die nach dem Takt her Musik die flatternden Fahnen bewegen. Ein Bild, das in feiner leuchtenden, anmutigen Farbenpracht immer wieder Beifall auslöst. Nun beherrscht her Sport die Friesenwiese. In einem spannenden sportlichen Wettbewerb treten die 100 X 100-Meter-Staffeln her 17 Gaue des Reichs bündes auf den Plan. Die Läufer der einzelnen Gaue haben die 400 Meter breite Querfeite her Friesenwiese zu durchlaufen, so daß zwei fliegende und zwei Pendelwechsel notwendig sind. Sachsen hatte zunächst vor Baden und Niederrhein die Führung. Aber schon nach 500 Meter übernahmen die Württemberger die Spitze, um sie bis ins Ziel hinein nicht abzugeben. Noch während des Kampfes der Läufer besetzten 3000 Hitlerjungen im „ÜBagenrennen" die beiden äußeren Felder, während in das Mittelfeld 2000 Angehörige des BDM. einliefen. Die Hitlerjungen zeigten fröhliche Tummel- und Laaerspiele, die den Beifall der Zuschauer hervorriefen, auch die rhythmisch - gymnastischen Hebungen, hie die 2000 Mädchen in vier großen Feldern zeigten, bewiesen, daß unsere Staatsjugend eine gründliche und zweckmäßige körperliche Ausbildung in ihren Formationen erhält. Zugleich aber konnte man auch feftftetlen, wie vorzüglich ihnen der achttägige Aufenthalt in dem großen Zeltlager bekommen war. Alle waren sie frisch, braungebrannt und kerngesund. Eine weitere Steigerung waren die abschließenden Massenvorführungen her 15000 Turnerinnen in ihrer leuchtend-blauen Gleichtracht und von 30 000 Turnern in Weiß. Mit leichten federnden Schritten liefen die Frauen in Reihen in das Feld. Jede Hebunasgruppe löste Beifallsstürme aus. Dann zeigten 30 000 Männer in Hebungen verschiedenster Art Gewandtheit, Ausdauer und Kraft. Am Schluß vereinigten sich Männer und Frauen zum Gesang des Liedes „Heiliges Vaterland". Fenster und alle erhöhten Punkte besetzt hielten, war wieder ein wahrer Triumphzug. Die Ehren- bezeugung auf dem Flughafen erwiesen ein Ba- taillon her Wehrmacht, ff und Polizei. Unter erneuten stürmischen Heil-Rufen verabschiedete sich der Führer von Reichssportführer, Staatssekretär von Tschammer und Osten, sowie von den anderen Per- sönlichkeiten von Partei, Staat und Wehrmacht. Bald darauf verließ auch Reichsminister Dr. Goebbels auf dem Luftwege die schlesische Hauptstadt. Der Führer ehrt die Bezwinger der Eiger-Nordwand. Der Führer empfing auf dem Deutschen Tum. und Sportfest in Breslau die vier deutschen Berg, steiger Heinrich H a r r e r, Andreas Heckmaier, Franz Kaspare k und Ludwig Dör g, die als Erste die Eiger-Nordwand bezwungen haben, und überreichte jedem von ihnen mit Worten herzlicher Anerkennung sein Bild mit einer Widmung. ©er Führer im Breslauer Schloßmuseum Um die Mittagszeit besuchte der Führer mü (Bauleiter Wagner und Oberbürgermeister Dr. Fridrich das Breslauer Schloßmuseum. Bei her An- und Abfahrt würben dem Führer von der Breslauer Bevölkerung und den Gästen des Deutschen Tum- und Sportfestes wiederum begeisterte Kundgebungen dargebracht. An der Fahrt nahmen ferner teil: Reichsminister Dr. Frick, Reichsführer ff Himmler und Reichsleiter Bormann. Oie Ausweispsiichi. Berlin, 30. Juli. (DNB.) Aus gegebenem Anlaß wird daraus hingewiesen, daß nach hem Paßge- etz von 1867 Reichsangehörige und Ausländer verpflichtet find, sich auf amtliches Erfordern — jederzeit — über ihre Person genügend auszuweisen. Reichsangehörige über 15 Jahre kommen dieser Ausweispflicht zweckmäßig durch Dorzeigen irgendeines gültigen amtlichen Lichtbildausweifes nach, da sie andernfalls Gefahr laufen, bis zur Feststellung ihrer Person polizeilich festgehalten zu werden. Für Ausländer ist diese Ausweispflicht durch die Paßoerordnung von 1919 zum Paßzwang erweitert worden, d. h. alle Ausländer müssen beim Aufenthalt Im Reichsgebiet, wenn sie sich nicht nach der Paß-Straf. Verordnung von 1923 strafbar machen wollen, einen gültigen Heimatpaß oder einen nach deutschem Recht anerkannten Paßersatz bei sich führen. Diese Bestimmungen gellen insbesondere auch für Personen, die aus dem übrigen Reichsgebiet in das S perr ge- biet im Westen des Reiches reisen. Das Sperrgebiet im Westen des Reiches umfaßt: A) das gesamte linksrheinische Gebiet, B) das Land Baden mit Ausnahme der Amtsbezirke Tauberbischofsheim, Buchen, Adelsheim, Meß- kirch, Pfullendorf und Ueberüngen, C) ferner: 1. in Preußen die Kreise Hanau und Gelnhausen sowie den Kreis Hechingen (Hohenzollern); 2. in Hessen die Kreise Offenbach (Main), Darmstadt, Groß-Gerau-Dieburg, Bensheim, Heppenheim, Erbach, Büdingen und Schotten; 3. in Bayern die Bezirke Aschaftenburg, Alzenau, Dbernburg, Miltenberg und Marktheidenfeld; 4. in Württemberg die Kreise Neckarsulm, Heilbronn, Brackenheim, Maulbronn, Besigheim, Marbach, Haihingen (Enz), Ludwigsburg, Stuttgart, Leonberg, Böblingen, Calw, Nagold, Freudenstadt, Horb, Sulz, Oberndorf und Rottweill Es bedarf kaum eines Hinweises, daß mit dieser Verordnung Deutschland nur etwas nachholt, was in seinen Nachbarländern schon seit Jahrzehnten gesetzliche Verpflichtung ist. Aufenthaltsverbot aktiver ausländischer Wehrmachtsangehöriger in den Sperrgebieten. Berlin, 30. Juli. (DNB.) Im Reichsgesetzblatt Teil I erscheint in Kürze eine Verordnung über das Verbot des Aufenthaltes aktiver Angehöriger einer ausländischen Wehrmacht in den Sperrgebieten. Nach dieser Verordnung ist in den Sperrgebieten der Aufenthalt für alle aktiven Angehörigen einer ausländischen Wehrmacht verboten. In der Verordnung ist genau angegeben, welche Gebiete als Sperrgebiete in Frage kommen. Die Verordnung tritt mit dem Augenblick der Veröffentlichung im Reichsyesetzblatt in Kraft. Danach sind alle aktiven Angehörigen einer ausländischen Wehrmacht, die sich zur Zeit in den Sperrgebieten aufhalten, verpflichtet, sofort diese Gebiete zu verlassen. Werden sie nach Jnkrasttrete-i der Verordnung in den Sperrgebieten angetroffen, setzen sie sich der Gefahr der Bestrafung aus. Mussolini zur Raffenfrage. Eine entschiedene Antwort an den Papst. Rom, 30. Juli. (DNB.) Mussolini, der auf seinem Sommersitz Rocca della Caminate weilt, wohnte am Samstag im faschistischen Iugendlager in Forli Vorführungen von Iugendführern bei. 3jt Begleitung des Duce befanden sich Parteisekretär Starace sowie zahlreiche Gauleiter aus Oberitalien. Vor dem Verlassen des Jugendlagers richtete Thiffo* lini an die Gauleiter folgende Worte: „Wißt, und jeder soll es wissen, daß wir auch in der Rassenfrage unbeirrt v o r w ärts schreiten werden. Saaen zu wollen, daß der Faschismus irgend jemandem oder irgend etwas nachgeahmt hat, ist einfach absurd." Anschließend unternahm Mussolini an Bord eines vcm ihm gesteuerten breimotorigen Bombers einen Flug längs der adriatischen Küste. In der Erklärung des Duce darf man offenbar die Antwort auf eine An s prache sehen, die Papst Pius XI. am Freitag vor Schülern gehalten hat. Er hatte dabei festaestellt, man vergesse heute, daß das Menschengeschlecht „nur ei einzige große, umfassende Rasse sei- Weiter hatte er gesagt, man müsse sich fragen, wie es jemals .^Italien in so schändlicher Imitation nötig gehabt habe, Deutschland nachzuahmen". Wie groß die Bedeutung ist, die man den Worten Mussolinis beimißt, beweist die Tatsache, daß dieser Satz in größter Aufmachung in der gesamten römischen Presse wiedergegeben wird. Das halbamtliche „Gior- nale d'Italia^ spricht von den prächtigen Worten des Duce, der „Lavoro Fascftta" von einer unzweideutigen Erklärung, und „Tribuna" von den klaren Worten Mussolinis. Bulgarien erhält seine Wehrsreiheit zurück Ilichtangriffspakt mit dem Balkanbund unterzeichnet. Oer Ouce dankt dem Führer. Berlin, 31. Juli. (DNB.) Der italienische Regierungschef und Marschall des Imperiums, Mussolini, hat dem Führer und Reichskanzler auf sein Glückwunschtelegramm zum Geburtstage folgendes Antworttelegramm über- sandt: .. „Führer! Ich danke Ihnen herzlich für Ihre Glückwünsche zu meinem Geburtstage. Das vergangene Jahr hat mit den denkwürdigen Begegnungen in Berlin und in Rom die F e st i g u n g der Fr e u n d- fchaft zwischen unseren beiden Völkern erlebt. Es ist meine Ueberzeugung, daß auf der Linie dieser Achse die Belange unserer beiden Länder sowie der europäische Friede begründet liegen. Ich sende Ihnen meine freund- schaftlichsten Grüße und Glückwünsche für den Er- folg Ihrer Tat und für die Zukunft Ihrer Bewegung, die so viel Verwandtes mit der unseren hat. Mussolini." Deutsche Ehrung für Henry Ford. Detroit, 30. Juli. (DRB.) Bei dem großen Bankett zu Ehren von Henry Ford, der heute seinen 75. Geburtstag feiert, überreichte der deutsche Oaladierglaubt an -en Frieden Paris, 31. Juli. (Europapreß.) Bei einem Bankett zu Ehren des Präsidenten Lebrun inAvignon ergriff der französische Ministerpräsident Daladier das Wort, um den Frieden zu preisen und seiner persönlichen Ueberzeugung Ausdruck zu verleihen, daß Europa kein Krieg bevorstände. „Selbst in den beängstigendsten Augenblicken", so sagte Daladier, „habe ich niemals an die Notwendigkeit eines Kne- । ges geglaubt. Ich habe immer an die Friedensbe- I teuerungen geglaubt, die von den Regierungshäuptern so häufig betont wurden und die auch von den Völkern immer wieder zum Ausdruck gebracht wurden." Daladier feierte schließlich die englisch-französische Freundschaft, die durch den Königsbesuch in Paris auf so eindrucksvolle Weise versinnbildlicht worden sei, und betonte, der Friede sei niemals dos Ergebnis eines Sichgebenlasiens oder eines Wunders. Er sei von der Wirksamkeit der menschlichen Anstrengungen zur Erhaltung des Friedens überzeugt. Gowjetrusfifcher Einfall in Mandschukuo zurückgewiesen. Mit Artillerie und Tanks gegen die japanischen Grenzwachen. Prag in Erwartung Runcimans Ein seltsamer Begrüßungsartikel. Oie deutschen Festspiele. »Siegfried- in Bayreuth. Drei überragende Leistungen standen im Mittelpunkt der „Siegfried"-Aufführung. Zu der meisterhaften Verkörperung des Titelhelden, dessen Entwicklung von jugendlichem Uebermut zur gesammelten Kraft des Mannes feit Jahren von Max Lorenz beispielgebend dargestellt und gesungen wird, und zu der virtuosen Leistung Erich Zimmermanns als Mime trat als Brunhilde Marta Fuchs. Di- Szene des Erwachens wurde von der suggestiven Darstellungskunst der Sängerin zu großartigen Steigerungen geführt. Im Vollbesitz eines ebenso schönen wie kraftvoll leuchtenden hochdramatischen Soprans rückte Marta Fuchs auch mit dieser Rolle in den engen Kreis der Wagner-Darsteller, die von Bayreuth aus eine stilbildende Wirkung ausüben. Im Sonnenhymnus und im Liebesduett mit Max Lorenz metallisch strahlendem Tenor wurden einige der stärksten gesanglichen Eindrücke der Festspiele den begeisterten Zuhörern vermittelt. — Rudolf Bockelmanns vergeistigte und stimmlich glanzvolle Gesangskunst gab den Episoden des Wanderers letzte Vollendung. Mit einem Alt von beträchtlichem Umfange und edler Wirkung bestritt Inger Karen die Szenen der Erda. Kaete Heidersbach lieh ihrem silbernen Sopran der Stimme des Waldvogels, Michael von Roggen fang mit (einem wohlklingenden Baß den Lindwurm. Robert Burg war wieder der gierig drohende Alberich. — Heinz Tietjen fesselte in seiner doppelten Eigenschaft als geistvoller Spielleiter und als Dirigent der dem Musikdrama Richard Wagners ebenso durch Werktreue wie durch persönliche Akzente in der Orchesterleitung dient. Das ausverkaufte Haus dankte mit herzlichem Beifall. D. K. K. Der ,/Tannhäuser^ in Salzburg. Das Echo m Paris und London. Paris, 1. Aug. (DNB. Funkspruch.) Der Konflikt an der sowjetrussisch-mandschurischen Grenze ist hier mit einem Schlage in den Mittelpunkt des außenpolitischen Interesses gerückt. Journal stellt I nach einiger Kritik an Japan fest, daß der japa- Nische Angriff auf Grund der ununterbrochenen und systematischen Bombardierung koreanischer Städte durch die s o w j e t r us s is ch e Artillerie erfolgt sei. Man müsse annehmen, daß die japanischen Führer unter allen Umständen einen Konflikt mit Sowjetrußland zu vermeiden wünschen. Offen aber bleibe fürs erste die Frage,, ob der gleiche Wunsch in Rußland feststehe oder ob die Lage im Fernen Osten nicht Moskau zu einem großen Abenteuer im Fernen Osten verleite. Epoque meint, es sei anzunehmen, daß die Russen falsch spekuliert und die Reaktion in Tokio schlecht vorausgefühlt hätten. * Der Zusammenstoß sowjetrussischer und japanischer Truppen wird von den Londoner Blättern ruhig beurteilt, trotz der zumeist sensationell aufge- machten Berichte, in denen insbesondere die hohen Verluste hervorgehoben werden. Die Blätter sind überzeugt, daß es bei dem Zwischenfall bleibt und es zu keinen größeren Konflikten kommen wird. Dazu schreibt die News Chronicle, es habe eine Zeit gegeben, in der die Nationen bei solchen Zwischenfällen sofort zu den Waffen gegriffen hätten. Das habe sich erfreulicherweise gebessert. der Sprecher, derarfige Mitteilungen seien der japanischen Presse nicht gemacht worden. Er bestätigte sodann, daß die japanischen Grenztruppen ursprünglich aus dem Schanfeng-Abschnitt zurückgezogen worden waren, um weitere Zwischenfälle zu vermeiden. Diese besonnene Haltung sei wohl auf Sowjetseite als Schwächezeichen a u s g e l e g t worden, wie aus Mitteilungen des Senders Dhaborowsk hervorgehe. Die japanische Aktion sei nicht etwa planmäßig vorbereitet war- den, sondern habe sich zwangsläufig aus weiteren sowjetrussi s ch en Provokationen ergeben. Die letzten planmäßigen Angriffe sowjet- russischer Militärabteilungen seien durch Artil- l e r i e s e u e r nördlich der Schanfenghöhen eingeleitet "worden und zwar von sowjetrussischem Gebiet aus. Die von der japanischen Regierung geforderte Wiederher st ellung des Status quo sei „praktisch" durchgeführt worden. werden durfte. Die Aufnahme m Bulgarien. Sofia, 31. Juli. (Europapreß.) Der bulgarische Kriegsminister, General Daskaloss, teilte am Sonntagabend über den Rundfunk dem bulgarischen Volk die Unterzeichnung des Abkommrns von Saloniki mit. Gleichzeitig richtete er einen Tagesbefehl an d i e bulgarische Armee, in dem es heißt, in derselben Stadt, wo vor zwanzig Jahren Bulgarien gezwungen worden sei, die schweren Waffenstillstandsbedingungen anzunehmen, habe es heute die vollkommene Freiheit und Gleichberechtigung zu Lande, zur See und in der Luft erhalten, und zwar ohne irgendwelche neue Bedingungen zu übernehmen. Damit sei ein neuer Abschnitt in der Geschichte des bulgarischen Volkes eröffnet worden. Saloniki, 31. Juli. (Europapreß.) Am Sonntag wurde vom bulgarischen Ministerpräsidenten Kjosseiwanoff einerseits und dem griechischen Ministerpräsidenten Metaxas, dem derzeitigen Vorsitzenden des ständigen Rats des Balkanbundes, anderseits ein Nichtangriffspakt in feierlicher Weife unterzeichnet. Durch diesen Nichtangriffspakt werden die Bestimmungen des Friedensvertrags von Neuilly über die Rüstungsbe- arenzung Bulgariens außer Kraft gefetzt, lieber den Nichtangriffspakt wurde eine amtliche Verlautbarung veröffentlicht. Darin heißt es, das Abkommen fei in vollkommener Gleichberechtigung abgeschlossen worden als das Ergebnis von Verhandlungen, die in einer Atmosphäre der Herzlichkeit und des Verständnisses geführt worden seien. Es bedeute einen historischen Abschnitt in den Beziehungen der fünf vertragsschließenden Staaten und lasse die berechtigte Hoffnung zu, daß dieser Akt in Zukunft einen wohltuenden Einfluß hoben werde. Von demselben Ideal beseelt und getreu der Politik der Befestigung des Friedens hat- ten sich Bulgarien, die Türkei, Rumänien, Jugoslawien und Griechenland verpflichtet, sich in ihren gegenseitigen Beziehungen jeder Gewaltan- IWendung zu enthalten. — Das Abkommen I bringt als wichtigsten Punkt die Aufhebung der I militärischen Bestimmungen des Vertrages von Neuilly. Bulgarien seinerseits verzichtete auf die I Bestimmungen des Vertrages von Lausanne über Thrazien, das nach diesem Vertrag für neutral erklärt war und von Griechenland nicht befestigt Der vierte Opernabend der Salzburger Festspiele brachte nach den „Meistersingern" nun auch den „Tannhäuser". Eine Aufführung dieses szenisch anspruchsvollen Werkes wurde erst durch die Vergrößerung und technische Erneuerung der Bühne möglich. Robert Kautsky, der formschöne und einprägsame Bühnenbilder schuf, und Max H o f - mülle r, der mit Unterstützung von Ballettmeister Willy Frönzl besonders im Venusberg-Bacchanal und im Wartburg-Sängerkrieg stark bewegte und sinnvoll gegliederte Massen schuf, schöpften die Massenszenen voll aus. Die Philharmoniker spielten unter der meisterhaften Stabführung von Generalmusikdirektor Hans Knappertsbusch hinreißend. Auf der Bühne stand ein Ensemble durchweg junger Künstler. Mit auffallend schöner, kraftvoll frischer Stimme und wohltuend hübscher Erscheinung stellte Soet S v a n h o l m einen jungenhaft schlanken, in Spiel und Gesang leidenschaftlich glühenden Tannhäuser. Piroska Tut sek, eine junge blühende Venus, Maria Reining eine gesanglich wie darstellerisch rührende Elisabeth, Eßther Rethy einen frischen Hirtenknaben und der hünenhafte Herbert Alfen einen würdevollen Landgrafen. Alexander S v e d spielte den Wolfram, er sang mit einer samtweichen Stimme. Weiter bemerkte man in dem Ensemble noch Anton Dermota mit feinem lyrischweichen Tenor, Karl B i su tt is mächtigen Baß und die klangvollen Stimmen von William Wernig und Karl E11 l. Der Beifall des ausverkauften Hauses war stark und ehrlich. D. K. K. „Fidelio" in Salzburg „Fidelio", das Drama des unschuldig eingekerker- ten politischen Gefangenen, war gerade in diesen Tagen in Salzburg von einer hohen Aktualität. Hans Knappertsbusch gestaltete dieses heroische Kolossalgemälde und vermied es, die Marcolinen-Sze- nen zu verniedlichen. Unterstützt wurde er dabei neben dem präzise und schön fmgenbefl Ehor der Wiener Staatsoper und dem wundervoll musizie- renden Orchester der Wiener Philharmoniker, die namentlich in der bravourös gespielten Seonoren- Ouvertüre einen beispiellosen Höhepunkt erreichten, vorstellt. Daher sah sich Abgeordneter Ernst K u n d t als Führer der SDP.-Delegation veranlaßt, in einem ausführlichen Schreiben den Ministerpräsidenten Dr. Hodza um Beantwortung folgender Fragen zu ersuchen: 1. Hält die Regierung die Grundsätze der nationalen Regelung, die in dem der SDP. am 30. Juni 11938 offiziell überreichten Teil des Nationalitätenstatuts niedergelegt sind, und die Grundsätze des Sprachenrechtes, die der Partei am gleichen Tage in Form eines Gesetzentwurfes übergeben wurden, weiterhin aufrecht? 2. Ist der der SDP. am 28. Juli 1938 durch Herrn Präsidenten Dr. Krejci übermittelte zweite Teil zweier Gesetzentwürfe über die Selbstverwaltung nun endgültig, und wann erhält die Partei den noch folgenden Teil? „ 3. Wann kann die SDP. mit dem endgültigen Text aller Vorschläge der Regie- rung rechnen? 4. Wann kann die SDP. die Heberreichung der ihr am 15. Juli zugesagten schriftlichen Stellungnahme der Regierung zu dem sudetendeutschen Memorandum vom 7. Juli erwarten? 5. Bleiben die in den bisherigen Gesprächen m Aussicht genommenen Absichten über den Fort- gangdies er Gespräche weiterhin aufrecht oder aber betrachten Sie durch die Entsendung des Lord Runciman diese Absichten und Pläne als überholt? Wiederherstellung des Status quo, Wiederaufnahme der Verhandlungen mit Moskau. Tokio, 1. Aug. (DNB. Funkspruch. Ostasien- dienst.) Der Sprecher des Außenamtes erklärte, daß Botschafter Shigemitsu beauftragt worden sei, die seit dem 20. Juli unterbrochenen Unterhandlungen mit Li twinow-Finkel- ft ein in Moskau wieder aufzunehmen. Auf die Frage, ob Meldungen der japanischen Presse über „entschiedenen Protest Japans in Form einer Warnung" zuträfen, erklärte H s i n g k i n g, 31. Juli. (DNB.) Wie das Hauptquartier der Kwantung-Armee meldet, haben j a - panisch-mandschurische Grenztruppen die von Sowjettruppen besetzt gehaltenen Höhenzüge bei Schangfeng eingenommen. Die Sowjettruppen hatten sich nach ihrem Heber» tritt auf mandschurisches Hoheitsgebiet auf den Höhen von Schangfeng festgesetzt und sofort nut dem Ausbau von Feldbefestigungen begonnen. Mit Einbruch der Dämmerung griffen dann die sowjetrussischen Formationen unter dem Schutz von starkem Artilleriefeuer und nut Unterstützung von Tänks die japanisch-mandschurischen Grenzwachen an. Die Japaner erwiderten darauf das Feuer, und schon nach kurzer Zeit gelang es ihnen in einem Gegenstoß, die Sowjettruppen aus Schangfeng zu vertreiben und sie über die Grenze zurückzuwerfen. Hierbei wurden 30 Sowjetrussen getötet und 200 verwundet. Elf sowjet- russische Tanks, zwei Feldgeschütze, Tankabwehr. aeschütze und Maschinengewehre sowie zahlreiches Kriegsmaterial geriet in die Hände der japanisch- mandschurischen Truppen. Das Hauptquartier teilt mit, daß für diese Zwischenfälle die Sowjetrussen voll verantwortlich seien. Sie hätten versucht, die- ruhige und zurückhaltende Haltung der japanischen Grenzwache für neue Einfälle in japanisch-mandschurisches Gebiet auszunutzen. Die Tatsache, daß der sowjetrussische Angriff unter dem Einsatz von Artillerie und Tanks durchgeführt wurde, deute darauf hin, daß diese neue Grenzverletzung durch fowjetrussische Truppen vorher fest gelegen habe. Die japanische Armee sei nach wie vor bemüht, Konflikte zu vermeiden, sie fei aber ebenso fest entschlossen, jede weitere Herausforderung schärf st ens zurückzuweisen. Frankreich baut unterirdische Benzinleituna. Paris. 31. Juli. (DNB.) Nach dem „Figaro" wird für Landesverteidigungs zwecke eine rund 450 Kilometer lange Benzinrohrleitung von St. Nazaire von dem an der Loire-Mündung gelegenen Hafen Dönges (15 Kilometer von St. Nazaire) entlang durch das Loire- Tal bis in die Gegend von Montargis, und zwar nach Chateauneuf (15 Kilometer oberhalb Orleans) geführt werden. Die Anlagen werden unterirdisch ausgeführt, um Zerstörungen und große Verluste durch Ausdunstung zu vermeiden. Als Gründe, die gerade zu der Wahl dieser Streckenführung ausfchlaggebend waren, gibt der „Figaro an, daß in Dönges im Kriegsjahre 1917 ein An - lagefai für K o h l e n d a m p f e r geschaffen worden war und Dönges heute ein großer P e - .troleumhafen mit 250 Meter langen Kaian- lagen und zwei Raffinerien fei. Der Endpunkt bei Montargis fei darum gewählt worden, weil m der dortigen Gegend durch die biologische Schichtung sehr leicht der Ausbau bestimmter natürlicher Erdformationen (Aushöhlungen) zu unterirdi- eben Benzinrefervoiren möglich fei. tf er» her ist vorgesehen, die „Pipe Sine", die von der Küste des Ozeans bis in das Herz Frankreichs reiche, später zu verlängern und abHuzweigen. Der Tagesbefehl wurde vor den in Parade-Hni- form angetretenen Truppen verlesen. Danach zog die Garnison von Sofia im Parademarsch und unter Absingen von Soldatenliedern durch die Straßen der Stadt am königlichen Schloß vorbei. In der Provinz wurde die Nachricht über die Unterzeichnung des Abkommens von Saloniki von ' Militärflugzeugen verbreitet, die über großen Städten Flugzettel abwarfen. Die Zeitungen erschienen abends mit Sonderausgaben, in denen der Inhalt des Abkommens von Saloniki wiedergegeben wurde. Das Echo in Velgrad. Belgrad, 31. Juli. (DNB.) In Belgrad wird hervorgehoben, daß die Unterzeichnung einen neuen Schritt zur endgültigen Friedenssicherung auf dem Balkan darstelle. Den ersten Schritt dazu habe der verstorbene König Alexander auf feiner Rundfahrt durch die Balkanstaaten 1933 getan. Im vorigen Jahre wurde der jugosla- wisch-bulgarische „Pakt der ewigen Freundschaft" unterzeichnet. Dadurch habe Jugoslawien den Balkanvölkern den Weg für die Sicherung des Friedens gezeigt. Der Balkan erscheine als Träger einer konstruktiven internationalen Politik. Das Abkommen sei ein Beweis dafür, daß sich Jugoslawien auf dem richtigen Wege befinde, und auch ein Beweis für die weiteren Möglichkeiten der Vertiefung und Stärkung der Beziehungen zu Bulgarien. Befriedigung in Paris. Paris, 1. Aug. (DNB. Funkfpruch.) Die Unter- Zeichnung des griechisch-bulgarischen Abkommens in Saloniki wird von den meisten Pariser Zeitungen freundlich hervorgehoben. Man bemüht sich, eine loyale Haltung gegenüber den südosteuropäischen Staaten auch diesmal zu demonstrieren, besonders kommt man Bulgarien in einem Kommentar des „Journal" entgegen. Die logische Ergänzung des Abkommens müsse — so sagt das Blatt — d e r Eintritt Bulgariens in die Bälkan» 1 entente sein. Das uneigennützige Frankreich werde 1 von sich aus die kluge Maßnahme Bulgariens durch 1 eine beträchtliche finanzielle Unterstützung : zur weiteren friedlichen Entwicklung des Landes ; belohnen. des großen August-Bankfeiertages die tschechische Frage im Vordergrund aller politischen Erörterungen steht, beweist die Tatsache, daß Die beiden füh-1 reichen Sonntagsblätter „Observer" und „S u n- d a y Times" den ganzen Fragenbereich noch einmal umreißen' und dabei die Mission Lord Run«! cimans in den Mittelpunkt ihrer Betrachtungen stellen. Die Erfolgsaussichten dieser Mission sieht I „Observer" nicht übermäßig optimistisch und meint, das beste, was man sich vorerst erhoffen könne, sei ein vorläufiger Kompromiß, der geeignet fei, den Frieden auf die Dauer von Jahren zu erhalten, bis er endlich von allen europäischen Mächten garantiert werden würde. Man dürfe aber nie vergessen, daß ohne Z u g e st ä n d n i s s e an die Selbstverwaltungs-Forderungen der Sudetendeut-1 schen Partei keine Hoffnung auf ein gütliches Uebereinfommen bestünde. , . Die „Sunday Times" macht Dr. Benesch aus sein im Jahre 1919 gegebenes Versprechen aufmerksam, aus der Tschecho-Slowakei eine zweite Schweiz zu machen. Die Außenpolitik der Prager Regierung sei ein großer Fehler gewesen; insbesondere der Abschluß des Sowjetpaktes, der als „schwerer | Fehler" bezeichnet wird. Unter all diesen Umständen könne Lord Runciman nur die Aufgabe haben festzustellen, ob das Versprechen Dr. Beneschs in Versailles heute in der tschechischen Verfassung m entsprechender Weise wahr gemacht werden könne, und zwar in einer für beide Seiten annehmbaren Weise. Notwendig sei dafür allerdings, daß beide Seiten eine friedliche Losung wollten. Sudelendeulsche Anfrage an Hodza. Prag, 30. Juli. (DNB.) Das Presseamt ber' Sudetendeutschen Partei teilt mit: Durch die amtliche Meldung des Tschecho-Nowa- kischen Preßbüros vom 28. Juli d. I. und durch verschiedene Nachrichten von Blättern, die ihre Informationen aus Kreisen der tschecho-slowakischen Reqierungs-Koalitton zu erhalten pflegen, sind Unklarheiten darüber entstanden, ob die bisher der SDP. offiziell überreichten Grundsätze der Regierung sowohl ihrem grundsätzlichen Inhalt nach als auch in ihrer bisherigen Fassung noch gültig sind und wie sich die Regierung den weiteren Fortgang der Gespräche Prag, 31. Juli. (DNB.) Die vom Außenministerium gewöhnlich gut unterrichtete „Lidove Novily" veröffentlicht zur Ankunft Runcimans in Prag einen recht sonderbaren „Begrüßungsartikel". Wenn man uns zuredet, schreibt das Blatt, daß wir alles geben sollen, was man von uns verlangt, so können wir auch fragen, was für ein Beispiel die geben, die uns zur Nachgiebigkeit taten, vor allem England. Was die „indische Minderheit" von 350 Millionen Menschen betrifft, fo hat Lord Halifax als gewesener englischer Vizekönig reiche Erfahrungen darüber, was es heiße, eine Minderheit zu befriedigen. England könne freilich darauf Hinweisen, daß es nachzugeben verstehe. Es ließ von General Franco mehr als 60 Schiffe zerschlagen und erklärte stolz, es sei zu mächtig, um sich deshalb aufzuregen. Wenn das für England gilt, so gilt für die Tschecho-Slowakei das Gegenteil. England kann viel riskieren, die Tschecho- Slowakei sehr wenig. Dieser Vergleich zeigt, daß uns jemand zur Einigung rät, der sich selbst in vielen Fällen von der völligen Unmyglichkeit einer Einigung überzeugte und der die wenigen jämmerlichen Einigungen mit Opfern bezahlte, die sich das reichste Land der Wett erlauben kann, xan Denen aber ein Land wie das unsere verbluten muß. An anderer Stelle schreibt das Blatt, alle unsere Freunde und Feinde müssen damit rechnen, daß es keine Kraft und nicht genug Machteinfluß gibt, der uns zwingen konnte, Lebensinteressen aufzugeben; für deren Verteidigung sind wir auch 3" ledern Opfer bereit. Wenn Chamberlain betont, daß Loro Runciman in persönlicher Eigenschaft komme, und die britische Regierung keine Verantwortung übernehme, bann kann auch die Verantwortung unserer Regierung ihm gegenüber nicht größer sein. Dre Engländer kümmerten sich auch um das Einverständnis der Henleinleute mit Lord Runciman. Für uns war es selbstverständlich unzulässig und unerträglich, daß die Sudentendeutsche Partei, die nicht mehr als eine politische Partei ist, auf ein gleiches Niveau mit der tschecho-slowakischen Regierung gestellt wurde. Bei der gegebenen Sage war es vernünftig, die englische Anregung anzunehmen, aber die Funktionen des Vermittlers müßten begrenzt werden. Englische Hoffnungen. London, 31. Juli. (Europapreß.) Wie sehr auch während der Parlamentsferien und während Konsul Kapp aus Cleveland in Begleitung des i Detroiter Konsularvertreters Konsul Hailer dem bedeutenden amerikanischen Automobilindustriellen und Wirtschaftspolitiker mit ehrenden Worten das Großkreuz des Ordens vom Deuts che n 1 Adler. Reichsbürgjchasten für Wohnhausbauten. Berlin, 30. Juli. (DNB.) Der Reichsarbeitsminister ist ermächtigt worden, Bürgschaften für Darlehensoerbindlichkeiten zur Forderung von Wohnhausbauten zu übernehmen, die zur Durchführung von städtebaulichen Maß- nahmen im Sinne des Gesetzes über die Neugestaltung deutscher Städte vom 4. Oktober 1937 notwendig ist. Der Höchstbetrag ist zunächst auf 100 Millionen Mark begrenzt. Dadurch ist die Heber» nähme der Reichsbürgschaft künftig auch für solche Wohnhausbauten ermöglicht, die Wohnungen enthalten, die wegen ihrer Große und Ausstattung nach den vorhandenen gesetzlichen Ermächtigungen bisher nicht gefordert werden konnten, aber a l s Ersatz für abzureißende Wohnungen gebaut werden müssen. im wesentlichen von einem Meisterquartett herrlicher Stimmen. Josef von Manowarda lieh dem Rocco seine hohe gesangliche Kunst und reife Darstellung. Helge Roswänge meisterte spielend die großen Schwierigkeiten der Partie des Florestan. Paul Schäffler gestaltete einen an Gesang und Spiel gleich gewaltigen Pizarro, und Hilde Konetcnys sprühender Sopran, überstrahlte alles mit seiner leichten Kraft und Fülle. Luise Helletsgruber, Richard Sallaba und Karl Bisutti hatten daneben als Iaquino, Marcelline und Minister einen schweren Stand, behaupteten sich aber in vollen Ehren. Aus aller Wett. Elf Todesopfer eines Kohlensäureausbruches in einem Kalibergwerk. Auf dem Kaliwerk Kaiserroda in Merkers bei Gerstungen (Thüringen) ereignete sich auf der unteren Sohle unerwartet ein Kohlensäureausbruch von ungewöhnlicher Stärke. Der schichtführende Steiger und zehn Bergleute, die sich bereits auf der oberen Sohle auf dem Wege zur Ausfahrt be- fanden, wurden von den Gasen überrascht und verunglückten trotz sofort unternommener Rettungsmaßnahmen sämtlich. Reichsleiter Dr. Ley hat sofort nach Erhalt der Meldung nachstehendes Telegramm an den Gauobmann der Deutschen Arbeitsfront gerichtet: „Auf das tiefste erschüttert von dem Opfertod elf tapferer Bergmänner im Kaliwerk »Kaiserroda* ersuche ich Sie. sofort den Hinterbliebenen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen, ihnen und der Betriebsführung mein herzlichstes Beileid auszusprechen und zunächst jeder Familie der elf Opfer zur Linderung der ersten Rot 1000 Mark aus dem Sonderfonds der Deutschen Arbeitsfront zu überweisen, lieber die weiteren getroffenen Maßnahmen erbitte ich umgehend telegraphischen Bericht." 60 Todesopfer eines Eisenbahnunglückes auf Jamaika Zwischen K i n g st o n (Jamaika) und Montego- Bay entgleiste an einer Kreuzung ein Ausflügler; ug. 60 Insassen des Zuges wurden dabei getötet. 80 verletzt. Man befürchtet, daß auch diese Zahl noch nicht die endgültige Verlustziffer darstellt. Die Lokomotive eines vollbesetzten Personenzuges entgleiste bei der Ausfahrt aus einem Tunnel, wobei sämtliche wagen u m - geworfen wurden. Eine zweite Lokomotive, die auf der gebirgigen Strecke am Ende des Zuges eingesetzt war. fuhr mit voller Kraft in die acht wagen des verunglückten Zuges hinein und zertrümmerte diese. In Ostoberschlesien neun Personen vom Blitz gelötet. Bei einem über Ostoberschlesien und dem benachbarten Dombrowagebiet niedergegangenen schweren Unwetter wurden neun Personen durch Blitzschlag getötet und neun weitere schwer verletzt. Auch der Sachschaden, den das Unwetter in den beiden Gebieten verursachte, ist erheblich. Allein im Kreise Rybnik (OS.) fielen neun Scheunen, in die der Blitz einschlug, dem Feuer zum Opfer. Zwei Todesopfer des Unwetters in der Tfchecho-Slowakei. In der Nähe von Tesch en wurde ein 17jähriger Feldarbeiter vom Blitz erschlagen. Das zweite Opfer des Unwetters wurde ein Radfahrer, den der Blitz auf die Straße schlenderte, wo er tot liegen blieb. Aus dem Badeort Trentschin-Teplitz werden große Ueber- schwemmungen gemeldet. Die Wassermassen drangen in ein Bassin des Heilbades und verursachten unter den Patienten eine Panik. Im Kurpark richtete das Wasser Verwüstungen an. Auch aus anderen Teilen des Staatsgebietes werden schwere Schäden an den Kulturen gemeldet. In den Städten wurden teilweise Straßen aufgerissen, elektrische Fernleitungen und Telephonleitungen beschädigt usw. Der ..Hawaii-Elipper" in der Luft explodiert? Die von dem Frachtdampfer „Meigs" gemachte Beobachtung, wonach in der Gegend, aus der der vermißte „Hawaii-Clipper" feinen letzten Funkspruch abgegeben hatte, ein O elfleck entdeckt wurde, wird b e ft ä t i g t. Der Oelfleck wurde 60 Seemeilen östlich von der Standortmeldung des Flugbootes entdeckt. Er hat einen Durchmesser von 500 Meter. In Sachverständigenkreisen nimmt man an, daß das Flugboot inder Luftexploüiert und sofort untergegangen ist. Es hatte neun Mann Besatzung und sechs Fluggäste an Bord und befand sich auf dem Flug von San Franzisko nach Hawai. Im Lastwagen verbrannt. Ein Lastwagen aus Sottrum rannte auf der Soldauer Straße (Provinz Hannover) in voller Fahrt gegen einen Birnbaum. Durch den Anprall wurde das Fahrerhaus zusammengedrückt. Sofort stand der ganze La st wagen in Flammen. Der Fahrer, der zwischen Steuerrad und Rückwand eingeklemmt war, fand den Tod. Ein Beifahrer erlitt schwere, ein anderer leichte Verletzungen. Omnibusunglück in kapland. In Port Elizabeth -(Kapland) ereignete sich ein Verkehrsunglück, bei dem vier Personen getötet und 22 verletzt wurden. Ein mit Arbeitern vollbesetzter Autobus, dessen Lenker die Gewalt über das Fahrzeug verloren hatte, geriet auf Diene Den Aufgaben Der n5.-Doihemohle fahrt. Das schaffende Deutschland Krönt seinen fleiö durch seinen Opfergeift Rr abschüssiger Straße aus der Fahrbahn und stieß mit voller Wucht gegen eine Umzäunung. Das Dach des Wagens wurde durch die Gewalt des Zusammenpralls w^ggerissen und zahlreiche Fahrgäste wurden auf die Straße geschleudert. Ein Zug in Mexiko durch Bombenanschlag entgleist. Ein Bombenattentat auf den Zug San Luis Potosi—Tampico zwischen den Bahnhöfen El Goto und Berreguita brachte den Zug zur Entgleisung. Zwei Menschen sind getötet und vierzehn verwundet worden. Der Ort des Bombenanschlags liegt in unmittelbarer Nähe der Stelle, an der wenige Tage nach Ausbruch des Cedillo-Putsches ein Lastzug in die Luft gesprengt worden war. Jenny ftammersgaarb nach Dänemark zurückgekehrk. 'Die dänische Langstreckenschwimmerin Jenny Karn- mersgaard hat sich mit dem dänischen Motorboot „Binti" nach Dänemark zurückbegeben. Für sie werden in Gjedser, ihrem Startort zur Ostsee-Durchquerung, in Nyköbing auf der Insel Falster und in Kopenhagen große Empfänge veranstaltet. Bei der Abfahrt von Warnemünde wurden chr von der großen Menschenmenge, die sich an der Mole ein« gesunde hatte, begeisterte Ovationen bereitet. Dor der Abfahrt dankte sie mit herzlichen Worten für den schönen Empfang. Eine Einladung der Stadt Rostock zu einem einwöchigen Aufenthalt hat dle Schwimmerin angenommen. Internationales Fliegertreffen in Eourtrai. In Eourtrai (Belgien) findet auf Einladung bei. Fischer Flieger ein internationales Fliegertreffen statt, an dem zahlreiche Militär- und Zivilflieger aus Deutschland, Belgien, Italien, England, Frankreich, der Schweiz, Holland und Luxemburg teilnehmen. Deutschland ist vertreten durch drei Offiziere der Luftwaffe unter Führung von Major Thomas, ferner durch drei Flieger vom NSFK. und die bekannten .deutschen Fliegerinnen Lisel Bach und Beate Köslin. Bei der Ankunft her Flieger waren der Chef der belgischen Luftwaffe, General Duvivier, der Chef der belgischen Zivil- lustsahrt, Oberst Darmery, und verschiedene Vertreter der Behörden anwesend. Wetterbericht Das Wetter ganz Europas wird von einem Hoch- druckgebiet bestimmt. Bei allgemein heiterem Himmel werden die hochsommerlichen Temperaturen in Südwestdeutschland über 30 Grad erreichen. Ab Mitte der Woche ist mit stärkerem Auftreten von gewitt- rigen Störungen und leichter Abkühlung zu rechnen. Vorhersage für Dienstag: Heiter, sehr warm, schwül, gegen Abend vereinzelt gewittrige Störungen, östliche Winde. Vorhersage für Mittwoch: Zunehmende Gewittertätigkeit. Lufttemperaturen am 31. Juli: mittags 31,8 Grad Celsius, abends 22,6 Grad: am 1. August: morgens 18,2 Grad. Maximum 32,2 Grad, Minimum 15,1 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 31. Juli: abends 27,4 Grad, am 1. August: morgens 21,6 Grad. — Sonnenscheindauer 12,1 Stunden. Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot (in Urlaub, i. V.: Dr. Fr. W. Lange); für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck (in Urlaub). Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: i. D. Hans Thein. D. A. VI. 38: 9035. Druck und Verlag: Brühlfche Univerfitätsdruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspkeis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig. Schluß am 6. August rEXTIU-REKU BUM C 2 O Besonders vorteilhaft: ■ Blusen uni und schöne Streifen.. .... 2.50 2.75 Kleider alle Großen u. Farben 5.50 6.90 7.50 Beachten Sie bitte meinen Ausstellungsraum Mäusburg 4, im Hause C. Berg Frdr. Teipel Markt 16 Bahnhofstr.47, Hillebrandstr.2 Spezialhaus Kurz-, Weife- und Wollwaren Oswaldsgarten Heute abend 8*30 Uhr srotzes Brillant-Feuerwerk! und dazu das gute Variete-Programm I Kommen! — Seh en! — Staunen! 03497 Die Leitung: Hühl. Die Litt. Eltern werden gebeten, ihre Kinder nicht ohne Eintrittsgeld auf den Schauplatz zu schicken 53*7 Zwangsversteigerung. Arn Montag, dem 5. September 1938, vormittags 9 Uhr. wird im Amtsgerichtsgebäude in Gießen, Zimmer 204, der dem Dachdeckermeister Karl K r ö ck in Gießen zugeschriebene Grundstücksanteil versteigert: Grundbuch für Gießen, Band 15, Blatt 712: Nr. 1, Flur I, Nr. 1012Vio, Hofreite in der Mühlgasse (Horst-Wessel-Wall Nr. 42), 6884o/ioo qm, Betrag der Schätzung: 31 000.— RM. Einheitswert (1. 1.1935) = 27 400 RM. Die Versteigerung beschränkt sich auf die dem Karl Kröck zugeschriebene ideelle Hälfte. Gießen, den 24. Juni 1938. 5067D Im Auftrage des Amtsgerichts Gießen: Karle, Ortsgerichtsvorfteher. 5076 A 250 Gramm ffiwfliiullCM fi/ick besonders fett und Äüchläffe von z di» 20 v. H. erhalten 6ie bet wiederholten Auf« aobrnen einer Ameise Vermietungen Nähe Bahn lo3484 1-2 möül. Zimmer zu vermieten. Crednerstr. 18 I. 2 leere Räume zum Unterstellen von Möbeln in gutem Hause sofort zu vermiet. Schr.Angeb.unt. 5075Da.d.G.A. Stellenangebote! Tüchtiges Allein- mädchen zum 15. Sevtbr. oder 1. Oktober gesucht. Borzust. nachmittags zw. 4 u.5 Uhr. [5o69d Wilhelmstr. 591 (Dr. Eng au). Stellengesuche Tüchtiges Mdchen im Haushalt und Kochenbewand., sucht z. 1. 9. 38 Stelle in nur gut. Haus. Schr. Ang. unt.5035D g. o. Gieß. An;. gloriaI I PQLQST Giessen Ab heute Montag: Der bezaubernde Liebesfilm nach d. gleichn. Roman von A. Strong. ...................................................................... Das Liebesglück und -leid der beiden Pariser Kinder, die der Krieg trennt, und deren Liebe alles — selbst den Tod überwindet. IIIIMHIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIMIIIIIIIIIIIIIHIIIIIIIHIIIIlIHlliiiiiiii Hauptr.: Simone Simon, James Stewart Mady Christians (einName.der bei uns durch den ersten Tonfilm in Gießen „Dich hab ich geliebt“ unvergessen iSt). 5O8&A Beiprogramm n. Ufa-Ton-Woche. - Täßl. 4,6,8.30 Uhr. LNehv Svende an der Satuv duveb Nevmühlev-Bütbev! Verkäufe Automat für Süßigkeiten und eine gut erhaltene Nähmaschine biH. zu verkauf. oatss Ludwigsvl. 4 I. Gebr. zweitürig. meWerfdjranl zu verkauf. 6o73p Näheres Gnauthstr. 5 vt. | Kaufgesuche | Junge 38er Hühner zu kauf, gesucht. HotelPrinzCarl Seltersweg 40. | Empfehlungen] Verlobungs-Anzeigen beiJlrühl^Schulstr.J Vertrauen Sie sich dem „Wohldorfer“ Herz-Tee an, bei Herzklopfen, Unruhe, Schlaflosigkeit, Nervosität u sw. Vielf.bewährt Miete Jung Qießen 4941D Stunde der Hausfrau! Eintritt frei! Kein Verkauf! ________________________4995V Vom 1. bis 5. August 1938 finden täglich, 16 und 20 Uhr, im Restaurant „Darmstädter Haus", Walltorstraße 6 teiß-Wasch-Vorführungen der Persil-Werke statt. Statt Karten Elisabeth Arend Dr. med. H. Bohne geben ihre Verlobung bekannt Dilsonstraße Z Gießen, den 4. August 1938 Ludwigstraße 33 03498 Buchhalterin zuverlässig in Kassenführung, flott in Stenographie und Schreibmaschine, für bald nach Marburg a. d. Lahn gesucht. Schrift!. Angeb. mit Lichtbild und Zeugnisabschriften unter 5071D an den Gieß. Anzeig. Sn lebhaftem Landstädtchen von berhessen ist krankheitshalber HOTEL mit guter Wirtschaft per bald zu verpachten. Zentralheizung, sämtliche Zimmer mit fließ. Wasser, Garagen vorhanden. Jahresgeschäft! Junge Fachleute, die über entsprechende Barmittel verfügen, wollen ausführliches Angebot einreichen unter 5070 D an den Gießener Anzeiger. Baue gut.... mit Abermann Dr. med. Storck Facharzt für Haut* und Harnleiden M wieder Sprechstunde 03493 SwtmsSvevfteisevrurs Dienstag, 2.ö HL,nachm.2Uhr,solle» im Derfteigerungölofal Heuenroeg 28. dzw. an Ort u. Stelle (Belanntgoöe in oö. Lokal) zwangsweise geg foforfige varzalilung versteigert werden: Haus-, Laden- u. Büromöbel rittet Art, Schreibmaschinen, 1 Schau- fenst.-Ausst.-Einricht., Eisschränke, 1 Vervielfältigungs-App., Uhren, I Herd, 1 Spiegel. Wahrscheinlich bestimmt werden versteigert: 2 große Warenschränke, 1 Ladentheke mit Glasaufsatz, 2 Warenschränke, 1 Jagdbüchse. M74D Scharmann. Gerichtsvollzieher in Gießen, Wiesenstr. 2, Tel. 3108. [Verschiedenes | MW»! 3500 Mark gegen Sicherheit und gute Zinsen auf 5 Jahre zu leihen gesucht. Schr.Angeb.unt. 03491 a. d.G.A. Einspaltige Kleinanzeigen werden nun er» m ätzt-ten Grund, vrets von 5 Pf. für öle Millimeter, teile veröffentlütt Elektro- und ßasktoclräke JjPfleawleidafi» Eisschränke Speiseschränke F/iegenschränke Küh/hauben Edgar BORRMANN 5: Gießen, Neustadt 5 — 7, Fernruf 4156