Nr. 151 Erstes Blatt 188. Jahrgang Aeitag, 1.3ulii938 krfthetnt tflgltd), außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild - Die Scholle MonalL-Vezugrpreis: Mit 4 Beilagen NM. 1.95 Ohne Illustrierte e 180 Zustellgebühr . -25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Zernsprechanschlüffe unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnach» richten: Anzeiger Gießen Postscheckkonto: Zrankfurl am Main 11686 Gichener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: vrühlsche Univerfitätrdruckerei R. Lange in Gietzen. Schristleitvng und Geschäftsstelle: 5chulstratze 7 Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer vis 8'/.UHr des Dormittags Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Brette 7 Rps.. für Text- anzeigen von 70mm Breite 50 Rps.,Platzvorschrift nach Dort). Dereinbg.25"/o mehr. ermäßigte Grundpreise: Stellen-, Vereins», gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Rpf., Familienanzeigen, Bäder-, Unterrichts» n. behördliche Anzeigen 6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B Tschechische VerschleppungStaM in der AMomliiätensrage. Oie Benesch-Partei als Hemmschuh. — Oie Komintern als treibende Kräfte. — polnische Erfahrungen mit der Prager Regierung. Warschau, 30. Juni. (DNB.) Der Empfang des polnischen Minderheitenführers Abgeordneten Dr. Wolf durch Ministerpräsident Hodza wird in der polnischen Presse stark beachtet. Einem polnischen Pressevertreter erklärte Dr. Wolf, ihm sei von Hodza mitgeteilt worden, daß das Nationali- tätenstatut den interessierten Parteien erst in der zweiten Julihälfte vorgelegt werde. Er, Dr. Wolf, habe Hodza darauf hingewiesen, daß die polnische Bevölkerung in der Tschechoslowakei eine ethnographische, soziale, kulturelle und wirtschaftliche Autonomie fordere. Ueber Einzelheiten habe er nicht sprechen können, da man ihm nicht Gelegenheit gegeben habe, sich mit dem Inhalt des Nationalitätenstatuts bekannt zu machen. Zu diesen Erklärungen Wolfs wird von der Agentur ATE festgeslellt, es zeige sich deutlich, daß die tschechoslowakische Regierung die Angelegenheit des Rationalitätenstatuts so lange wie nur mög- Uch verschleppen wolle. 3n den politischen Kreisen der einzelnen Volksgruppen in der Tschechoslowakei glaube man, daß das Ralionali- tätensiatut überhaupt in Frage gestellt sei; man fürchte, daß sämtliche Auslassungen von tschechischer Sette über dieses Thema nichts weiter als nur eine gerissene Agitation seien, heute könne bereits gesagt werden, daß das Rationalitätenstatut als Ganzes überhaupt nicht verwirklicht werden werde, sondern in Etappen durchgesührt werden solle. Diese Durchführung werde jeweils von der internationalen Lage abhängig sein. Als erste Etappe werde die Novelle zum Sprachengesetz vorbereitet. Besonders charakteristisch für die Haltung in den KreÄtzn der Negierungskoalition sei die gestrige Sitzung des Vorstandes der Benesch-Partei. Es sei eine Entschließung geplant worden, wonach man nur solche Zugeständnisse den Volksgruppen machen wolle, die nicht die Einheitlichkeit. und die Wehrkraft des Staates beeinträchtigen. Außerdem nehme die Entschließung in scharfer Form gegen die Politik des slowakischen Prälaten H l i n k a Stellung. In einer Betrachtung stellt die „Gazeta Polska" Litwinow-Finkelstein und die Komintern als die treibenden Kräfte bei der Sabotage tzes Nationalitätenstatuts heraus. Lit- winow-Finkelstein, so berichtet das Blatt, habe auf einer Versammlung in Leningrad Prag den Rat erteilt, nur solche Zugeständnisse in der Nat'.onali- tätenfrage zu machen, die „mit dem Grundsatz der Souveränität in Einklang zu bringen" seien. Die Komintern habe gleichzeitig der Kommunistischen Partei in der Tschechoslowakei den Auftrag gegeben, mit allen Mitteln auf das Entschiedenste die Verwirklichung des Nationalitätenstatuts zu sabotieren. Wieder ein brutaler Terrorakt! Tschechische Soldateska überfällt Sudetendeutsche. Prag, 30. Juni. (DRV.) Schon wieder wird hier ein neuer Uebersall tschechischer Soldateska auf Sudetendeutsche bekannt. 3n Freiwaldau, wo sich schon vor rund zwei Wochen tschechisches Militär starke llebergriffe gegen Sude- ter-deutsche zuschulden kommen ließ, wurde der Beamte Schmidt aus Venisch in Mähren bei dem Verlassen eines Gasthauses etwa 200 Schritte von dem Lokal entfernt, von 10 bis 14 tschechischen Soldaten überfallen. Die Angehörigen des Militärs, die kurz vor Schmidt das Gastzimmer verlassen hat- teu, schlugen den Sudetendeutschen mit stumpfen Gegenständen zu Boden und mißhandelten ihn schwer. Sie beschimpften den Wehrlosen dabei mit den Worten: Henlein-Schwein! Dem Begleiter Schmidts, C o f er t, gelang es in der Dunkelheit der Uebermacht zu entkommen und die Grndarmeriestation zu verständigen. Bezeichnenderweise weigerte sich der Gendarmeriewacht- meister Kral einzuschreiten. Der Vorfall hat in der Bevölkerung von Freiwaldau und Umgebung starke Erregung hervorgerufen. Die amtsärztliche Untersuchung Schmidts, ausgeführt durch den Militärärzt und durch den Distriktsarzt Dr. L i n k, hat schwere Verletzungen am ganzen Körper des Mißhandelten fesigestellt. Der Sudefen- deutsche Schmidt befindet sich zur Zeit in ärztlicher Privatbehandlung. Freche Herausforderung. Etzr^chmählied auf den Führer. Prag, $0. Juni. (DNB.) Die Deutsche Gesandtschaft in Prag hat bei dem tschechoslowakischen Außenministerium scharfenProtest dagegen erhoben. daß in den tschechischen Volksschulen in Brünn und anderenorts in letzter Zeit ein S ch m ä h l i e d auf Adolf Hitler nicht nur mit Duldung der Lehrer gesungen, sondern auch von diesen Amtspersonen sogar zur Uebertragung in die hefte der Kinder an Die Tafel geschrieben wird. Das gleiche Haßlied wurde in den verschiedenen Teilen des Landes von Soldaten auf den Märschen, in letzter Zeit auch von Sokoln anläßlich des Prager Sokolnfestes gesungen. Die Deutsche Gesandtschaft hat das Außenministerium ersucht, unverzüglich Schritte zu unternehmen, um diesen unhaltbaren Zustand a b z u st e l - l e n und die verantwortlichen Personen zur Verantwortung zu ziehen. Der „wahre Geist der VaMen" Erne italienische Stimme über das gefährliche Spiel Moskaus. Mailand, 1. Juli. (DNB. Funkspruch.) „Po- polo d'Jtalia" schreibt unter der Überschrift „Moskau und der Westen", die früheren Angriffe gegen die „Abarletta" und die „Deutschland" zeigten den wahren Geist der Banditen, die in Rotspanien immer noch ihr Schreckensregiment führten. Italien habe zu ihren vermessenen Drohungen eine klare Haltung eingenommen. Wenn man es wagen sollte, von den Worten zu Taten zu schreiten, dann würde Italien unverzüglich eine niederschmetternde Antwort erteilen. Die Bedrohung bleibe bestehen. So lange Moskau versuche, den Westen besetzt zu halten, könne die Lage nicht normal werden. Das Frankreich Barthous habe sich der Einbildung hingegeben, von Moskau Hilfe zu erhalten. Außerdem habe es geglaubt, die französischen Kommunisten bezähmen zu können. Sowjetrußland dagegen habe das Bündnis ausgenutzt, indem es darauf hingezielt habe, den Westen zu fassen und in Spanien die Revolution zu entfesseln. Der Eintritt der Sowjetunion in die Genfer Liga habe das französische Bündnis mit Sowjetrußland nicht verhindert. Das Bündnis habe dem westlichen Kommunismus nicht seine Gefährlichkeit genommen. Während das Europa des vorigen Jahrhunderts niemals zugelassen habe, das Rußland im Mittelmeeraum Fuß fassen konnte, sei die Bar - bavei der Steppen in den letzten Jahren durch die Maskierung mit der Genfer Liga und infolge der Verwirrung unter den Mächten Europas in den Mittelmeerraum eingedrungen, habe bis zum Westen die Schrecken des Umsturzes verbreitet und so das Getriebe der Zusammenarbeit in Europa gestört. Solange Moskau sein gefährliches Spiel im westlichen Mittelmeer treibe, bleibe immer eine । Gefahr bestehen. szenierten internationalen Greuelhetze. Die jüdischen Brunnenvergifter haben wieder einmal versucht, die Meinung der Welt gegen Deutschland aufzubringen, und sie haben sich diesmal die jüngste Entwicklung in Oesterreich dazu ausersehen, um gegen Deutschland zu Felde zu ziehen nach dem bewährten Grundsatz: Verleumde nur dreist, etwas bleibt allemal hängen; auch n«ch dem früher bereits erprobten Prinzip: Es ist nichts so dumm und so verlogen, als daß es nicht geglaubt würde. Die Phantasie der internationalen jüdischen Hetzer hgt sich in den letzten TaKn überschlagen. Es ist überflüssig, diese Hirngespinste im einzelnen zu widerlegen. Es wurde davon gefaselt, daß nach dem Anschluß ein allgemeines Durcheinander in Oesterreich entstanden sei, daß der sogenannte österreichische Mensch sich gegen die „preußische Invasion" zur Wehr gesetzt habe, daß der Führer selbst nach Wien gefahren sei, um dort Ordnung zu schaffen, daß ferner österreichische Truppenteile den Dienst verweigert hätten, und daß in Oberösterreich Bauernaufstände ausgebrochen seien. Das ist noch nicht einmal alles, aber es ist eine kleine Blütenlese dessen, womit die jüdischen Hetzer in der Welt gegen Deutschland Stimmung zu machen versuchten. Man könnte über diese Dinge mit Verachtung hinweggehen, wenn sie nicht einen ernsten Hintergrund hatten. Deswegen kommt der Kasseler Rede ^des Reichsstatchalters Seyß - In - quart grundsätzliche Bedeutung zu: Er hat mit den internationalen Verleumdern auf eine unmißverständliche Weise abgerechnet. Reichskommissar B ü r ck e l seinerseits hat der ausländischen Presse nunmehr selbst Gelegenheit gegeben, sich an Ort und Stelle durch Augenschein von der Verlogenheit der in die Welt gesetzten Behauptungen zu überzeugen. Damit dürfte wieder einmal eine jener verantwortungslosen Greuelhetzen zusammengebrochen sein, mit denen das internationale Judentum noch immer glaubt, gegen Deutschland zu Felde ziehen zu können. britischen Verteidigungspläne sicherzustellen und zu schützen. Nach diesen klaren Worten kam die Opposition in Gestalt von Attlee zu Wort, der sich zum Verteidiger demokratischer Freiheit aufwarf. Man könne nicht sorgfältig genug darauf achten, sagte er, daß die verwerflichen Lehren der totalitären Staaten, in denen die Freiheit unterdrückt würde, nicht auf Großbritannien Übergriffen. Die Mitglieder des Unterhauses müßten frei von jeder Belästigung bleiben, ihre Freiheit müsse gegen jeden verteidigt werden. Aehnlich äußerte sich Sir Archibald Sinclair, der Sprecher der Oppositionsliberalen. Er betonte, daß das Parlament über allen Offizieren und Beantten stehen müsse und ebenso über die Regierung des Tages. Es gelte, die Verfassung des Landes zu verteidigen, denn eine freie Aussprache sei das Lebensblut der Demokratie. Als letzter kam Winston Churchill zum Wort, der u. a. den Kriegsminister persönlich an» griff. Der Privilegienausschuß des Unterhauses schloß, nachdem er am Nachmittag erneut zu- sammengetreten war, nach einer etwa eineinhalbstündigen Sitzung seine Beratungen ab. Nach Schluß der Fragezeit im Unterhaus gab.Cbam- iberlain das Ergebnis der Sitzung des Privi ! legienausschusses bekannt. Er erklärte, man habe Ibort festgestellt, daß das Ersuchen an dey Avgeord- neten Sattdy s, — ohne daß damit dem Militärgerichtshof irgend ein Vorwurf gemacht werden solle — möglicherweise als ein Versuch angesehen werden könne, das Unterhausmitglied zu veranlassen, gewisse Informationen zu geben zu einer Zeit, in der das Unterhaus einen Sonderausschuß einsetzen wollte. Dieser hätte prüfen sollen, ob es richtig sei, daß das Unterhausmitglied eine derartige Information geben sollte. Der Ausschuß sei nun der Ansicht gewesen, daß tatsächlich ein Bruch der Privilegien des Hauses begangen worden sei. Nachdem der Ausschuß aber alle Umstände in Rechnung gestellt habe, empfehle er nicht, daß irgendwelche weitere Schritte ergriffen werden sollen. Der Ausschuß habe diesen Beschluß einstimttlig gefaßt. Der Fall Sandys. Der Fall des Unterhausmitgliedes Duncan S a n ■ dys schien zunächst eine Frage der parlamentarischen Gepflogenheiten zu sein. Sandys, ein Schwiegersohn Churchills, hatte behauptet, die englische Flakartillerie gegen Luftangriffe sei zu schwach. Der Heeresminister Hore-Belisha bestritt 'es. Darauf teilte der Abgeordnete nicht etwa vor dem Parlament, also nicht ip voller Öffentlichkeit, sondern in einem Brief an den Heeresminister genaue Zahlen mit, und jetzt wurde durch das Vorgehen Hore-Belishas die Sache erst zu einem grundsätzlichen Fall. Der Heeresminister ließ durch den Generalstaatsanwalt Sandhs auffordern, bei Vermeidung einer Strafe von zwei Jahren Gefängnis seine Informationsquelle zu nennen. Sandys appellierte an das Parlament, da er der Auffassung war, daß die Parlamentarier sehr wohl auf Schwächen der Verteidigung Hinweisen könnten und sich nicht mit den Gesetzen zur Abwehr des Verrats militärischer Geheimnisse abzufinden Hätten, denn dieses Gesetz schützte in diesem Falle nicht die wissentlich falschen Angaben Hore-Belishas. Unmittelbar nach diesem Vorgehen Sandys' ließ der General- staatsanwalt seine Drohung fallen, aber das Kriegsgerichtsverfahren soll nunmehr gegen einen der Informatoren eingeleitet worden sein. Die englische Presse meldet, nur fünf Personen hätten das streng geheime Dokument gekannt. Die Zahlen des Abgeordneten scheinen also zu stimmen, Hore-Belisha dem Unterhaus etwas Gegenteiliges versichert zu haben, und die Frage, wie weit es überhaupt in einem parlamentarisch regierten Lande Staatsgeheimnisse gibt, wie tief ein Abgeordneter, der doch als Regie- rungsparteiler ober 'Oppositioneller eine staatliche Funktion ausübt, in sie einbringen barf unb seine Informationen nicht zu nennen hat, ist eine Angelegenheit, bie im Unterhaus mit ber Grünblichkeit erörtert wirb, die das englische Parlament liebt, wenn es sich um Grenzfragen seines Einflusses handelt. Dieser Vorfall aber mag der Regierung, die in einer starken Propaganda für die Luftrüstung steht, nicht gerade unerwünscht kommen. Hore-Belisha hat, sicherlich belehrt durch den Fall Sandys, am Dienstag eine gewaltige Verstärkung der Flaks angekündigt, die im Jahre 1935 nur 2000 Mann betrug, jetzt angeblich 43 000 Mann zählt unb nun verdoppelt wird, so daß sie spätestens 1942 nicht weniger als 80—100 000 Mann betragen soll. Die Luftabwehr in England ist dazu nach deutschem Vorbild auch zivil organisiert. Eine gewaltige freiwillige Armee von englischen Frauen soll für den Ernstfall in der Bekämpfung von Luftknegsfolgen ausgebildet werden. Aber ob nicht auch die neuesten Vorschläge des Heeresministers unter die militärischen Geheimnisse sollen, ist doch einigermaßen zweifelhaft, denn als in der zweiten Maiwoche der Rücktritt des Luftfahrtministers Lmd Swinton vom Parlament erzwungen wurde, sind dem Parlament offizielle Zahlen über Englands Luftstatistik gegeben worden, die ganz offensichtlich irreführend, d. h. zu niedrig waren. Nach den Angaben von Regierunasseite soll die Stärke ber Heimatluftklotte bis Enbe März 1940 um 840 Maschinen, die Marineluftwaffe um 400 Maschinen vermehrt werden. Das märe eine Vermehrung von nur 40 v. H. Im letzten Kriegsjahr hat Großbritannien über 30 000 Flugzeuge für die Front gebaut, aber nach den Regierungsangaben will es in den kommenden zwei Jahren kräftigster Ausrüstung nur — 1240 Maschinen herstellen, also nicht einmal bie Hälfte der Kriegsproduktion eines Monats! Wie gesagt, es handelt sich dabei um offizielle Angaben. Dagegen nannte der Führer ber Opposition die monatliche Probuktionskavazität mit 250, ein Regierungsabgeorbneter 175. Nehmen wir nun 200 Flugzeuge an, deren Bau nach den Angaben des Regierunasvertteters sich bis Mai 1939 verdoppeln, bis 1939/40 verdreifachen wird, dann kommen schon anfangs 1940 in zwei Monaten bie 1240 Maschinen heraus, bie man angeblich bis dahin insgesamt erzeugen will! Und Lord W i n t e r t o n sprach nicht von der Produktionskapazität, sondern von der tatsächlichen Erzeugung. Mit anderen Worten: ber englischen Öffentlichkeit wirb suggeriert, daß England zur Luft unterlegen fei, baß es also mehr aufrüsten müsse, währenb in Wirklichkeit diese Ausrüstung längst Tatsache wurde. Vielleicht kommt baher bie Unterhausbebatte über die Anwendung des Gesetzes gegen den Verrat militärischer Geheimnisse und ber Eindruck beim englischen Publikum, bie Regierung müsse noch mehr tun als bisher, der Regierung sehr gelegen . ♦ Wie der „Daily Telegraph" berichtet, ist dem Kriegsminister Hore-Belisha ein Sonderbeamter von Scotland Vard zu feinem persönlichen Schutz zur Verfügung aestellt worden, da dem Kriegsminister Drohbriefe zugegangen seien. Auch das Haus des Ministers in Wimbledon hat eine besondere uniformierte Polizeiwache erhalten. Wien, 30. 3uni. (DRV.) Reichskommissar Gauleiter V ü r ck e l empfing heule eine Reihe bekannter A u s l a n d s j o u r n a l i st e n, die auf Einladung des Reichspropagandaminisieriums nach Wien gekommen waren. Um besonders die in hß sie zubereiWson denn er erat gibt ihr das abgerundete, vollmundige Aroma r v; .5.;-’Sv'v i-.i . ' y, vi «MM«! oitBerstol am Samstag, dem 2., und Sonntag, den 3. Füll 1938 ALFRED BECKER Metzgerei u. Gastwirtschaft. und Reiseartikel | Vermietungen | In klein. Land- städtchen, Nähe Gießen, biet, sich einem ruhigen, älteren Ehepaar (Gartenfreund) in kleiner., älter. Einfamilienhaus preiswerte Wohnung 23immer,Küche Keller u.Boden- gelaß, Veranda, Gart -u.Obstant. Beziehb. n. Vereinbar. Schriftl. Amr. unt. 4435V an d. Gieß. Anz. Schöne, sonnige 6-Zimmex- Wohnung mit all.Zubehör, Bad,fließ.Wass., zum 1. Okt. zu vermiet. Garage vorhanden, oaois Wernerwall 45. Zu besichtigen: 11-12, 4-6 Uhr. l-2-Zimm.-Wohng. Nähe v. Gießen ab 15.7. zu vermieten. 03008 Wo? sagt die Geschäftsstelle d. 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Gestern wurde der Prozeß gegen den Karl W i ft aus Klippern iveg-en Rleinelbe^ zu Ende geführt. Dem Angeklagten wurde zur Last gelegt, in einem Prozeß, der zwischen zwei in Streit geratens Brü- dern aus NodHelm v. d. 5). vor dem Amtsgericht Friedberg und sodann vor dein Landgericht Gießen schwebte, eine in mehreren Punkten unwahre Aussage beschworen zu haben. Der Vertreter der Anklagebehorde folgte im wesentlichen der Darstellung des aus Westfalen zugereisten Bruders, der den Angeklagten stark be- unterstrich die Ausführungen des Vorredners über die Notwendigkeit /der Aufklärunc des Aufrufes des "" 9 „Eifersucht." Im Gießener Gloria-Palast. lauter Vergnügen. „Mehl!" sagte ich und sah (Hemens an. „Jawohl, Mehl", bestätigte Clemens, „ich habe doch selbst vier Pfund getauft" Schade um die guten Zutaten", antwortete die Nachbarin. Dann klatschte sie plötzlich in die Hande und rief: „Nein, das ist aber kaum zu glauben! Da meine Geduld am Ende war, und da ich die Kekse aufgegessen hatte, raffte ich mich auf und begab mich zur Küchentür, wo ich auf Clemens ^.Was ist kaum zu glauben?" fragte ich ernst und machte ein sehr ehrbares Gesicht. „Nein, diese Junggesellen" lachte die Nachbarin, die den Küchenraum ziemlich ausfüllte. Und jedes« mal, wenn sie lachte, kirrten die Töpfe auf dem Zch lief davon und entdeckte auch das Gasthaus hinter einer hohen Hecke. Der Wirt betrachtete mich zuerst sehr mißtrauisch, deshalb vertraute ich ihm unser ganzes Vorhaben an. Nun lachte er schallend auf rannte gleich in die Küche und brachte ein fertiges Paket, das mit Zucker gefüllt war. Die Gäste sahen mich neugierig an, und als sie dann die ganze Sache begriffen hatten, braten auch sie in ein lautes Gelächter aus. „Hohoho . pachte cm dicker Herr, „warum heiraten Sie nicht?" Ich muß gestehen, ich wurde sehr verlegen und bezahlte eilig und stürzte davon. Als ich in der Funggesellen-Wohnung ankam, sand ich Clemens fest schlafend vor. Ich bereitete Schutz den Vogelnestern. In diesen Tagen sind die Bruten unserer Singvögel in vollem Gange. Wie mancher Meisen« Nistkasten am Baum wird aber von den Katzen ober Wieseln ausgeraubt. Hier läßt sich jedoch leicht Abhilfe schassen. Man bindet einfach dornenbewehrte Zweige, etwa von Stachelbeeren oder Weißdorn, in zwei Meter Höhe so um den Baum, daß sie den Stamm manschettenartig umgreifen und nach damenhafte Erscheinung, unschuldig-schuldbewußt und ein wenig kokett zu Anfang, später betäubt und verstört und ohne die Kraft, sich aus der unseligen Verstrickung zu lösen. Signoret als Sergrus und Georges Rigaud (mit etwas überbetonter Charakterisierung) als Bobinnine heben sich ferner im Ensemble hervor. — (Alliance-Film.) ♦ Im Beiprogramm sieht man Neben der Wochenschau interessante Bilder von der neuen deutschen Kriegsmarine. Hans Thyriot. Abenteuer mit Eierkuchen. Don Kurt Krüger. „Das mag ja stimmen" kicherte die Nachbarin, „aber diese Tüte hier enthält Gips!" Morgen feiern wir — Clemens und ich — unser« Doppelverlobung. Die Frau und ihr Schmuck. Rückkehr der hessischen Trachtengruppe. Die Italienfahrt brachte unserer Hessischen Trach« tengruppe eine weitere Neihe der schönsten Erlebe nisse. Nach den Aufenthalten in Lissabon und aus Madeira, über die wir kurz berichteten, wurde die Fahrt nach Neapel fortgesetzt. Unsere Hessen he« kamen Gelegenheit, Pompeji zu sehen und Neapel auf einer Stadtrundfahrt kennenzulernen. Em herrlicher Ausblick bot sich dabei immer wieder auf den Vesuv. Am Abend dieses Reisetages wurde dann die Fahrt fortgesetzt. Nach unterhaltsamer Schifffahrt gelangte man schließlich in Genua, dem End ziel der Schiffsreise an. Auch diese Stadt und die Umgebung wurden besichtigt. Am anderen Morgen wurde dann vom Dampfer „Wilhelm Gusilofs Ab^ schied genommen, lieber Mailand und Verona und über den Brenner langte man mit der Eisenbahn in Innsbruck an. In großen Antoblissen wurden Fahrten auf die Vorhöhen bei der Stadt unternommen, von denen aus man einen herrlichen Ueberblicf genießen konnte. Schließlich kamen unsere hessischen Trachtenburschen und -mädchen über München und Stuttgart, über Franksurt und Gießen wieder in ihrer Heimat an. Die wahrend der Fahrt zurückgelegte Seestrecke betrug 3861 Seemeilen, das sind insgesamt 7151 Kilometer. lastete. Er bezeichnete den Angeklagten als einen ganz gefährlichen Verbrecher, der es in jeglicher Hinsicht an der nötigen Achtung vor der Rechtspflege fehlen laße. Dabei bezog er sich insbesondere auf das noch nicht lange zurückliegende Verfahren gegen Wick, in dein dieser wegen Verleitung zum Meineid zu zwei Jahren zehn Monaten Zuchthaus verurteilt: worden war, die dieser zur Zeit verbüßte. Er beantragte, gegen den Angeklagten unter Einbeziehung dieser im 'Vorprozeß erkannten Strafe auf eine Gesamtzuchthausstrase von 4 Jahren zwei Monaten zu erkennen. Der Verteidiger hielt aus Grund der Beweisaufnahme nicht für erwiesen, ob die Kühe tatsächlich geschenkt worden seien ober nicht, und beantragte daher insoweit Freisprechung. Was die Behauptung des Schädeleinschlagens anlange, stellte er die Bestrafung ins Ermessen des Gerichtes, wobei er doch betonte, daß dem Angeklagten In diesem Punkte bte Mildet ung de ■ Eivesnotstanves zur Seite stehe, da er sich durch eine wahrheitsgetreiie Aussage selbst einer strafbaren Handlung bezichtigt haben würde. Nach längerer Beratung verkündete das Gericht folgendes Urteil: Der Angeklagte wird wegen Meineides in drei Fällen unter Zusammenziehung mit der bereits erkannten Zuchthausstrafe von zwei Jahren 10 Monaten — zu einer Gesamtstrafe von 4 Jahren Zuchthaus verurteilt. Die bürgerlichen Ehrenrechte wurden ihm auf die Dauer von 1 0 I a h r e n und die F ä h > g k e i t z u r E i d e s l e I st u n g a u f Lebenszeit aberkannt. In der llrteilobe- gründung betonte der Vorsitzende, daß das Gericht im wesentlichen der Darstellung des Hauptbelastungv» zeugen gefolgt fei, da diese der menschlichen Lebenserfahrung am meisten entspreche und daher wahrscheinlicher sei: allerdings sei dieser nach Ansicht des Gerichts auch gerade fein klassischer Zeuge. Bezüglich der zwei letzten Meineide hielt das Gericht können. । So wie diese Werkbank bleiben jeden Tag in 1 Deutschland eine ganze Anzahl leer. Nicht immer wird der Mann tot fein, dann ist er vielleicht em ] Krüppel geworden ober liegt zumindest eine Zeit ' im Krankenhaus. Achttausend Tote und 160 000 ; Verletzte nimmt uns in Deutschland jährlich der Verke'hrsunfall. Wieviel davon sind Radfahrer! Nicht immer, wenn ein Radfahrer verunglückt 'ft er der Schuldige, das ist selbstverständlich. Aber haben die Radfahrer Ursache, Weh und Ach über das Versagen der Autolenker oder der Fußgänger zu schreien? Halten die Radfahrer alle ihre Ge- führte so in Ordnung, daß sie verkehrssicher sind und bleiben? Fahren sie alle hübsch hintereinander und nicht nebeneinander? Winken sie alle vor« schriftsmähig ab? Wir brauchen das alles gar mcht zu fragen, jedem Radfahrer werden schon ferne Sünden einfallen. Und wenn sie ihm nicht einfallen, weil er gar nicht weih, wie er sich zu bewegen und zu benehmen hat, wenn er mit dem Rade unter- wegs ist, der kann sich diese Kenntnisse in der letzt stattfindenden Verkehrsunfallvechütungsaktion ver- schaffen, in der unter Verteilung von Merkblättern mit den wichtigsten Pflichten jedes Straßenbenutzers eindringlich an das Verantwortungsbewußtsem appelliert wird. Ihr seid doch Kameraden im Betrieb, warum nicht auch auf der Straße? Zum Kamcradsein ge- hört aber in erster Linie, sich selber in Zucht zu hatten und anderen ein Beispiel zu geben, gerade in den kleinen Dingen des Alltags, im Verkehr. F. Q. (RAS) Dornoiizen. Tageskalender für Freilag. Stadttheater: 20.15 bis 22.15 Uhr Gastspiel Gustav Jacoby : „Großer heiterer Abend'. — Gloria-Palast, Seltersweg: „Eifersucht". Gustav Jacobi) heule im Sladllhealerl Heute um 20.15 Uhr findet das einmalige Gast- spiel von Deutschlands größtem Humoristen Gustav Jacoby statt. Gustav Jacoby wird sprechen und singen, das Publikum wird zwei Stunden herzlich lachen! En de gegen 22.15 Uhr. ______ zeug vernichtet. Die größte Geisel aller Vogelbruten sind aber die herumstrolchenden Katzen. Besonders des Nachts werden von ihnen die brütenden Weibchen voiy Nest weggefangen. Wenn die Vögel brüten, hat keine Katze etwas auf fremden Grundstücken zu suchen. Sie kann dort ohne weiteres gefangen werden. Nach der Naturschutzverordnung muß jede gefangene Katze binnen 24 Stunden der Polizei gemeldet werden. Sie ist vier Tage pfleglich auf- zu bewahren und kann von ihrem Besitzer gegen eine Gebühr ausgelöst werden. Nach vier Tagen ist sie der Polizei zur Tötung zu übergeben. Fängt sich die gleiche Katze in einem Jahr zum dritten Male, so fällt die Aufbewahrungsfrist fort. Herrenlose Katzen dürfen vom Fangoerechtigten selbst sofort getötet werden. Das Aussehen von Katzen ist nach dem Neichstierschutzgesetz verboten. — Wer also eine Katze behalten möchte, sperre sie bis zum August ein. ** Sierbefälle in der Stabt Gießen. In der Zeit vom 19. bis 28. Juni verstarben in unserer Stabt: 19.6., Wilhelm Werner, Werkmeister i.R., 73 Jahre alt, Wernerwall 29; 19.6. Clise König, geb. Läb, o. B., 59 Jahre alt, Weidengase 18; 19.6. Else Mahnkopp, geb. Rüter, Ge- Vor der großen Verdunkelungsübung hielt der Haus- und Grundbejitzerverein unter dem neuen Vorsitzenden Adolf S ch m i d t gemeinsam mit dem Neichslustschutzbund, Orts-(Kreis-) Gkuppe Gießen, im Cafe Leib einen Vortragsabend ab, um im letzten Augenblick noch einmal Hausbesitzer und Mieter auf die a^enfeitipeii Pflichten und Vorarbeiten hinzuweisen. Zunächst sprach Major a. D. Freiherr v. Maffenbach, Berlin, vom Reichsausschuß für Sachwertechaltung über die Bedeutung der Luftwaffe im Abnu-Hi kamch. Der Vortragende wies nach, wie es neben der Ablehnung nicht an der Befürwortung des Gas- krieges fehlte, und er führte sehr überzeugend an, wie in allen größeren Staaten die luft-chemische Waffe ausgebaut wurde. Vor dem Gesetz der Lebenserhaltung müßten alle anderen Gesetze wei- chen. Das. gilt auch für uns Deutsche! Der Vortragende ging dann noch auf die Anwendung auf den augenblicklichen Kriegsschauplätzen ein, um zu beweisen, daß eine gründliche Vorbereitung mit der Handhabung und der Abwehr auch dieser Waffe die letzte Schärfe nehme. Revier-Gruppenführer des 2R£S., LS.-Führer Schmidt unten abstehen. Besonders gefährdet sind die Nester in den Büschen. Gerady die Grasmücke, Zaunkönige, Girlitze, Hänflinge, Gelbspötter und Singdrosseln gehören zu den beliebtesten Sängern, die wir uns gern erhalten wollen. Da darf man bann nicht in den Sträuchern nach Nestern herumstöbern und gar die Zweige auseinanderbiegen, um die Eier ober Jungen recht genau mi betrachten. Nur zu leicht verlassen die Alten die Gehege, und die Jungen flattern erschreckt davon und werden vom Naud- schweigend den Teig, fand ihn merkwürdig zäh, schüttete aber doch voller Vertrauen eine gute Portion in die fettriefende Pfanne — und schrak zu- jammen. Denn im selben Augenblick ging ein prasselndes Knattern lys, als hätte ein Maschinengewehr Salven abgefeuert... Und ein übler Dunst zog durch die Küche. Die Salve hatte Clemens aufgeweckt. Ich horte ihn über Öen Flur tapsen, und dann stand er drohend vor mir und fragte böse nach dem Gründ der Explosion. Zu gleicher Zeit aber ertönte wieder ein heftiger Knall, heiße Fettspritzer stiegen zischend in die Luft und schienen meine Augen als Ziel- jdjebben zu benutzen. Eine graue Wolkenwand schob sich zwischen Clemens und mich, und ich erkannte nur undeutlich sein wütendes Gesicht. „Ich sehe, daß deine Fähigkeiten nichts mit Kochen tu tun haben", bemerkte er gehässig. „Auf diese Weise können niemals Eierkuchen zustande kommen ich werde die Nachbarin zu Hilfe rufen. Räume bitte die Küche!" Ich räumte die Küche und tröstete mich im Wohn« zimmer mit einem Päckchen Keks. Dann härte ich, wie der grobe Clemens die Nachbarin mit verführerischen Worten in die Küche lockte. Die Nachbarin riß erst das Fenster auf, bann stieß sie mehrere aufgeregte Schreie aus und da- zwischen fand sie noch Zeit, zu kichern. Clemens trug das Seine zur Unterhaltung bei, indem er auf mich schimpfte. „Dieser Kerl', sagte er „ist wirklich ganz unbegabt. Ich hätte ihm diesen Wunsch nicht erfüllen sollen — aber ich bin eben ein fühle. Die Negierung lege besonderen Wert aus das । gute Zusammenarveiten von Hausbesitzern und Hauswarten. Der Hausbesitzer müsse die Hauswarte weitestgehend unterstützen. Viele Hausbesitzer stünden noch abseits. Das werde auf die Dauer nicht geduldet werden, weil es keine Lücke in der Abwehr geben dürfe; denn dadurch könne Im Ernstfall derjenige, der sich vorbereitet habe, geschädigt werden. Die Kurse und Hebungen hätten die lieber- zeugung gegeben, daß die Ausbildung notwendig sei, damit jeder wisse, wohin er im Notfall gehöre. Die Beschaffung der Geräte für das Haus und die Einrichtung des Schntzkellers müßten Hand in Hand von Hausbesitzer und Mietern geschehen. Der Redner wies besonders auf die nächste Hebung hin und ermahnte die Hausbesitzer und Mieter schon vorher, dafür zu sorgen, daß in ihren Häusern alles Ordnung sei. Durch gemeinsame Arbeit könne viel erreicht werden. Weiterhin betonte er ausdrücklich, daß die Anordnungen des Hauswartes grundsätzlich die maßgeblichen seien und unbedingt befolgt werden müßten, wenn die Hebung zu einem Erfolg werden solle. Freiherr v. M a s s e n b a ch sprach bann noch über den volkswirtschaftlichen Wert der Haus-Jn- nuiiß, vor allem die notwendige Erneuerung ßenanstriches und der Reparaturen, wobei er daraus hinwieg, daß jede Erneuerung eine Sicherung des Besitzwertes und damit des Volksgutes be- heute Im Dritten Reich fei der Aflueetgentümei Verwalter von Volksvermögen und darum muß auch der Mieter pfleglich damit umgehen. Hausbe- jitzer und Mieter gehörten in eine Front zum Kampfe um die Erhaltung der Sachwerte des Vol- Feg. — Tonsilmaufnahmen unterstützten die Aus- jührungen des Redners und verbanden die einzelnen Vorträge zu einer anregenden Abendveranstaltung. ig und ganzen Volkes zur Abwehr „ ... Luft. Er hob hervor, daß nur die geschlossene Abwehr eines ganzen Volkes jeden Angriff seiner Wirkung beraube. Dazu ist nötig, daß auch jeder Volksgenosse seelisch gefestigt und praktisch ausgebildet sich jeder Gefahr gewachsen Mein Freund Clemens lebt in einer Junggesellen- Wohnung, zu der auch eine Küche gehört. Diese Küche ist so geräumig, daß ein schlanker Mensch bequem darin stehen kann. Zuweilen ladt mich Clemens zi m Abendessen ein — aber bann ist meist ein hinterlistiger Gedanke im Spiel. So war das auch mit den Eierkuchen. Clemens hatte Lust aus Eierkuchen und meinte, wenn ich dieselbe Lust hatte, könnte ich sie ja backen. Danach legte er sich hm und schlief sanft ein. Ich trollte mich gutmütig in die Küche, grub eine Kasserolle aus dem eingebauten Schrank und begab mich wieder in das Wohnzimmer. Dann schleppte ich die Zutaten auf den Schreibtisch, und als ich ine Eier am Rand der Kasserolle Erschlug, wachte Clemens auf und erklärte, daß ich die Politur erneuern müsse, wenn der Teig sie zerfressen wurde. Inzwischen hatte ich festgestellt, daß der Zucker fehlte und hielt die Backerei schon für beendet, weil Clemens in einer Gegend wohnt, in der noch Kiefern in ben Himmel ragen. Aber Clemens sagte gähnend, daß wenige Minuten entfernt ein Wirtshaus stünde. Da könnte man mehrere Zentner be- Danach verlangte sie die Mehltüte zu sehen. Ich führte sie z"m Schreibtisch und ließ sie eine .Hand- voll herauslangen. „Wissen Sie, was dos eigentlich ist?" fragte sie, und ihre Wangen röteten sich vor Ein Film mit französischen Schauspielern, in Inszenierung eines Franzosen, nach Motiven Schauspiels „Der lebende Leichnam' von T o l st o t. Der Regisseur Marcel L' Herbier und T. H Robert schrieben das Manuskript. Die Bezeichnung „nach Motiven" ist zutreffend; oon einer Verfilmung des Stückes schlechthin kann nicht die Rebe ein. Das war auch wohl kaum beabsichtigt Weniger befriedigend erscheint der Titel „Eifersucht : er bezeichnet nur ein Teilmotiv; aber die beiden entscheidenden Handlungen geschehen' aus Liebe und erweisen sich als Opfer und Verzicht, was beides mit Eifersucht kaum zu motivieren wäre. Der Untertitel „Mordprozeß Andrejew" daaegen wirkt. farbloser unb sensationeller zugleich. Er handelt sich um das alte, oft gestellte, nie gelöste Problem: eine Frau zwischen zwei Männern. Die Frau glaubt anfangs an ihre starke Neigung zu dem jüngeren; erst als der ältere sich aus ihrem Leben zurückgezogen hat, um dem Glück der beiden nicht im Wege zu stehen, fühlt sie, daß ihre wahre Liebe doch bem gehörte, den sie und alle andern nun für tot halten. Er ist aber nicht tot, sondern er lebt und kehrt zurück in dem entscheidenden Augenblick, als die beiden unter der Anklage vor Gericht stehen, einen Mord begangen zu haben. Aber kaum hat der Staatsanwalt beschwörend ausgerufen: Em Toter klagt an! — da tritt der Totgeglaubte in ben Saal und entkräftet die Anklage durch sein bloßes Erscheinen. Das ist theatralisch sehr wirksam kann allerdings an der Unlösbarkeit des eigentlichen „Falles" nichts ändern. Die Dramatik der Handlung wird durch den Umstanb unterstrichen, daß der Totgeglaubte früher selbst Staatsanwalt war, der andere dagegen Verteidiger, und daß sich beide zu Beginn in einem ähnlichen Prozeß gegenüber- stehen; zuletzt sind die Rollen vertauscht: der Verteidiger ist angeklagt, der Staatsanwalt tritt als Entlastungszeuge auf. — Der Svielleiter L Her- hier hat sowohl die natürliche Spannung des Falles auszunutzen verstanden, als auch gewisse Symbolwirkungen, wie sie sich etwa in der Schachspiel- szene ergeben; im übrigen beruht der künstlernme Eindruck auf ber geschickten Schilberung des rufft- scheu Vorkriegsmilieus unb auf bem suggestiven Spieltemperament ber französischen Darsteller. Die ledenbigste und innerlichste Leistung gibt wohl, vergleichsweise untheatralisch, mit kultivierten Mitteln, Victor Trancen als Staatsanwalt Fedor Andrejew. Gaby Morlay ist die Lisa, eine kleine, zarte, An der Werkbank fehlt ein Mann ... Die Tore öffnen sich wie immer, bie Maschinen kommen in Schwung, im Betrieb hat bie Arbeit einge etzt wie jeden Tag. Nur eine Werkbank bleibt leer, ber Mann, ber bort fein Werk vernch- tote gestern und vorgestern unb bie Tage vorher, der bort mit feiner Hänbe Arbeit die Existenz feiner Familie sicherte und darüber hinaus Werte schuf für das Volk, dieser Mann fehlt. Er kam sonst eden Tag pünktlich auf dem Fahrrade an und fuhr jeden Abend pünktlich wieder nach Haufe. Heute tut er das nicht und wird es auch morgen und niemals mehr tun können, denn es hat ihn „erwischt", wie der Meister in der Frühstückspause sagt. „Es", das ist der Verkehrstod! Der Mann, der gestern hier noch stand, ist wie immer auch heute von zu Hause weggefahren, nun ist er tot. Tot durch eigene Schuld, wie sich bald herausftellt Cr war gewiß keiner von den Nervösen und Lieber- ängstlichen, die sich schon durch ihr unsicheres Gehabe täglich selber in Gefahr bringen. Er war ruhig und bedächtig, wie cs sich für einen Spezial- arbeiter gehört. Nur heute morgen vielleicht noch etwas müde, da hat er jo im Drufeln auf dem Rad das Abwinkcn vergeßen und der Lieferwagen hat ihn gefaßt. Nun steht feine Werkbank leer, vielleicht nicht lange, aber der Mann, der an feine Stelle treten wird, wird dann an einem andern Platz fehlen, denn wir haben in Deutschland nicht so viel Facharbeiter, daß wir so leichthin einen entbehren schäftsinhabei-in, 59 Jahre alt, Bahnhofstraße 33; 20.6. Earl Müller, Behördenangestellter, 62 Jahre alt, Frankfurter Straße 75; 20.6. Klara Singer, ohne Beruf, 73 Jahre alt, Heffenftraße 2; 20.6. So- pH le Nicolaus, geb. Bez, ohne Beruf, Stephanstr. 29; 22.6. Philipp Wilhelm Seitz, Kriinlnatfekretär I N., 64 Jahre alt, NodHeimer Straße 43; 22.6. Willi Bette, Kaufmann, 37 Jahre alt, Mänsburg 10; 23.6. Henriette Mühl, geb. Schwarz, ohne Beruf, 54 Jahrs alt, Bahnhofstraße 5; 24. 6. Anna Kiffen, geb. Graf, ohne Beruf, Jin Garlfeld 1; 26.6. Katharine Klotz, geb. Weller, ohne Beruf, 75 Jahre alt, Gnauthstr 26; 25.6. Karl Philipp Wilhelm Martin 91 enter, Schläfer, 56 Jahre alt, Doringftraße 1; 27.6. Engen Rudolf Eckel, Techniker, 34 Jahre all, Marktlonben- traße 2; 26.6. Konrad Lutz, ohne Beruf, 77 Jahre alt, Licher Straße 74; 26.6. Katharina Minke, geb. Lepper, ohne Beruf, 70 Jahre alt, Walllorftr. 73; 27.6. Anna Nom er. geb. Gilbert, ohne Beruf, 75 Zu allen Zeiten und bei allen Völkern hat die Frau Schmuck getragen. Auch bei der deutschen Frau, früher ber germanischen Frau, wurde ber Schmuck zu allen Jahrhunderten gepflegt, getragen unb vererbt. Selbst bei der Mitgift spielte ber Schmuck ber Frau eine große Nolle. Den Ebelsteinen rühmte man In vergangenen Zeiten eine besondere Heilkraft nach. Sie sollten fähig sein, vor GM ft unb auch vor dem „bösen Blick" zu schützen. Noch im Jahre 1664 Jollen Perlen, Edelsteine und Gold in pulverisierter Form oon den damaligen Aerzten verschrieben worden sein. Es heißt, daß damals ein Mann namens Ranzau feinen Söhnen geraten habe. „Es ist nicht oon geringer Bedeutung für bie Gesundheit, aus goldenen und silbernen Bechern zu trinken, ebenso ist es nützlich, glühendes Gold ober Silber im Getränte zu loschen. An euren Händen solltet ihr immer Korallen, Bernstein, Achat oder kostbare Steine haben. Am Ringfinger der linken Hand solltet ihr Ringe mit Smaragden, Saphiren oder roten Edelsteinen tragen. Im Munde fälltet ihr zuweilen einen Amethyst halten, etwas Kristall, einen Granat oder etwas reines Gold ober Silber, lieber diesen Aberglauben müssen mir heute lächeln. Das Verlangen nach Schmuck entsprach also nicht nur der Eitelkeit. Die Freude am Besitz, ber Glaube an die Heilkraft waren mindestens ebenso beteiligt. Aber nicht alle haben bie Mittel, sich mit Ebel- ober Halbedelsteinen zu schmücken. Darum kam ihnen bie Mobe entgegen: es entstaub eine Schmuck- inbuftrie, die es jeber Fran ermöglicht, sich mit wenigen Mitteln zu ihrer Kleidung bas paßende Schmuckstück zu kaufen. Wie schön ist Bernstein! Die deutsche Frau trägt nicht nur Bernsteinketten, ße bevorzugt auch Knöpfe, Giirtelschl'eßen, Ringe Armbänder und Ohrringe aus diesem Meergeschenk. Bernstein auf hell« ober dunkelbraun, hell- oder dunkelgrün, braunem ober auch weißem Kleid ge- tragen wirkt außerordentlich harmonisch und schön, Bernstein gibt es in dunkelbrauner, hellbrauner' unb gelber Farbe. Man wählt ihn zur Hauttonung am besten selbst aus. Blondinen fragen nrhr me dunklen und brünette Frauen die hellen steine. Auf ben Schliff soll man dabei aanz befonber- erholt hat Unsere Michllfe dabei muß F r a n k f u r t a. M., 29. Juni. (Lpd ) In den Bemannt vernünftige auf Erhaltung bedachte letzten Tagen erfolgte im Main auf der Strecke ^of^rverhaltnisse großen Offenbach—Griesheim ein größeres Fischsterben nicht zulassen. Vor allem der Jung- durch das 100 Zentner Fische vernichtet wurden' der Sinnes n*nnert- ?a6-feln so rasch in Durch schnelle Zusammenarbeit der beteiligten Kreise £ e anbrüchig wird wie die Ente. Drum sei gelang es, eine weitere Ausbreitung des Fischster- Der9^me^^nPrbPL<16^mrren 6 f°f°rt "Ouszuziehen". bens zu verhindern, jedoch sind die Schäden, die be- £n A?9erechte Jager muß es zu vermeiden wi's- sonders durch den Verlust an Jungfischen eingetre- Besund^n^? nnd ungenutzt bleibt. Der ten sind, sehr beträchtlich. Den Maß ZU diesem vieles Großmarkthallen zeigt daß da noch großen Fischsterben gab der n i e d r i g e W a s s e r - vieles gebessert werden kann. Wenig bekannt ist bei stand des Mains in 23erbinbuna mit hpn Ä Den Erpel, der sich hohen T - mp er -tu r?n Wie ber^dem letzten träat unh^S se" Pr°chtgewand nicht großen Fischsterben im Jahre 1933 war der Faul- ift. Em solcher Erpel, ber schlämm bes Mains in Gärung übergegangen^ lieb im Schilfe brückt, nur mit ber Schnabel pitze bas , 8 b u y Wasser uberragenb freie Stellen durchrinnt, gibt bem AuwUNgluck fordert ZW6i Tvd6S0vfer Hunbe willkommene Stöberarbeit unb bem Jäger o s Gelegenheit zu interessanten, raschen Schüssen. Lpd. H a n a u , 30. Ium. Em von Franffurt kom- Unb nun noch etwas vom Raubwilb. Diejenige knenoes Auto würbe in ber Nacht zum Donnerstag Wilbart, beren Schußzeit schon zweimal seit 1 at,°ßn 9 1Thr 'h,wUr ---------- krafttreten bes Reichsjagdgesetzes geänbert mürbe — jebesmal verlängert — ist der Dachs. Diese Veränderung beruht auf der Erkenntnis, daß ein zu hoher Dachsbestand erhebliche Nachteile in sich birgt, ßs ist nicht möglich, neben Grimbart auch noch Fasanen zu hegen, und Hühner und Junghasen ver» schmäht er auch nicht. Dazu kommt, daß er durch fein Geschleift in Wiesen und Getreide mitunter erhebliche Schäden Hervorrufen kann. Selbst wenn WWZWSSWM MSMWWSS-W bm l- MSAichk-ij bes SurMlm. ancctc"nuna Würdigung Wicklung des Rehes kennzeichnet. Wo die Gewinnung von Laubheu, etwa aus Him- beerfchößlingen, für die Winterfütterung beabsichtigt ist, wird es nun Zeit zum Schnitt und zum Trocknen im Schatten. Es gibt jedenfalls ein gern genommenes, bekömmliches und billiges Winterfutter. Auch die Pflanzzeit für Kuhkohl, Markstammkohl u. ä. für Wildäcker ist da. Hubertus. allen Dingen aufgetretene Mängel auszugleichen. Die Sperre ist durch eine Anordnung des Reichsfachamtsleiter lediglich für Breslauvorbereitungen (UebungsspiSle ber Städtemannschaften, Lehrgänge ufro.) aufgehoben. Keineswegs jedoch dürfen Freundschaftsspiele in der üblichen Weise durchgeführt werden. Weil dem Vernehmen nach die Pflichtspiele in Schluß folgen, zum Teil wurden sie 0,25 bis 0,50 d. H. darüber genannt Renten ohne Umsatz und ohne Kursoeränderung. Die Wendbörse schloß zu den höchsten Tageskursen gut gehalten, nur IG. Farbenindustrie mit 156 0,25 v. H. niedriger. Es notierten: IG: Farbenbonds 130,65, Adca 102,75, Commerzbank 113,75, Deutsche Bank 120,25, Dresdner Bank 111,65, Reichsbank 105, Buderus 117,75, Mannesmann 113,13, Hoesch 114,50, Rheinbarun E 224, Rheinstahl 141,25, Verein. Stahlwerke 108, Adftrwerke 114, MAN. 133,50, BMW. 148, Bem- berg 138,50, Daimler 137,50, Demag 147,50, Erdöl! 137,75, Scheideanstalt 237, Deutsche Linoleum 159, Licht und Kraft 139, IG. Farben 156, Gessürel 138, Goldschmidt 135,75, Holzmann 153,50, Jung- Hans 117,50, Lechwerke 110, Metallgesellschaft 132, Moenus 130, Stempel 103,50, VDM. 168, Reichsbahn-Vorzüge 124,25. Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 30. Juni. Auftrieb: Rinder 984 (am letzten Donnerstag 1025), darunter Ochsen 208 (227), Bullen 137 (140), Kühe 432 (488), Färsen 207 (170). Kälber 423 (496), Hümmel und Schafe 27 (44), Schweine 291 (197). Es notierten je 100 Kilogramm Lebendgewicht in RM.: Ochsen a) 42 bis 45 (43 bis 45), b) 39 bis 41 (40 bis 41), c) 35 bis 36 (34 bis 36), d) — (29), Dullen a) 42 bis 43 (40 bis 43), b) 38 bis 39 (38 bis 39), c) 34 (34), Kühe a) 40 bis 43 (40 bis 43), b) 35 bis 39 (35 bis 39), c) 27 bis 33 (27 bis 33), d) 20 bis 25 (18 bis 25), Färsen a) 43 bis 44 (42 bis 44), b) 39 bis 40 (39 bis 40), c) 35 (34 bis 35), d) 28 (28), Kälber a) 61 bis 65 (62 bis 65), b) 55 bis 59 (55 bis 59), c) 45 bis 50 (46 bis 50), d) 34 bis 40 (38 bis 40), Lämmer und Hümmel b2 (Weidemasthämmel) — (48 bis 52), c)‘ 42 bis 43 (40 bis 45), d) 34 bis 36 (34 bis 35), Schaft a) — (40 bis 42), b) 33 bis 38 (34 -bis 38), c) 28 bis 32 (28), Schweine a) 57 (57), bl) 56 (56), b2) 55 (55), c) 53 (53), d) 50 (50), gl Smen 54 (54). Marktverlauf: Großvieh, Kälber und Schweine zu- geteilt, Hümmel und Schaft mittelmäßig. Fleischgroßmarkt: Beschickung: 160 Viertel Rindfleisch, 139 ganze Kälber, 33 ganze Hümmel, 106 halbe Schweine, 13 Kleinvieh. Es notierten gütig und aller damit verbundenen Gewerbezweige auf das Ziel der Stärke des Volkes ist ebenso wichtig wie die Anerkennung dieser lebenswichtigen Aufgaben durch die öffentlichen Aemter und die private Wirtschaft. eben allerdings ohne Anregung und Verände- ig, Kommunalumschuldung 95,95, 4 v. H. Renten- ik-Ablösung 94,13 (94,40). Tagesgeld war zum matsende ziemlich sttgmm gesucht, der Satz wurde 3,50 (2,50) v. H. erhöht. diesem Jahre im unmittelbaren Anschluß an die Sperre beginnen sollen, müssen die noch rückstän- wocttichen Kreisfachwarten und -warünnen durch digen Auffttegspiele der ll. Kreisklasse am kommen« ; Deutsche Beamten-Krankenver- ) erung. Die diesjährige Hauptversammlung Deittschen-Beamtenkrankenversicherung, die am puni in Koblenz stattfand, beschloß u. a. weitere jßnahmen zur Unterstützung der staatlichen Be- kerungspolttik, und zwar neben der Wochenhilfe i Zahlung eines weiteren Zuschusses bei Geburts- len und ferner Leistungen für die Behandlung geborener Leiden bei Säuglingen. Aus dem Jah- ibericht ist u. a. zu entnehmen, daß der Neuzu- pg im letzten Geschäftsjahr 101 683 Versicherte bete, die Versichertenzahl Ende 1937 auf 724 328 Hegen ist. Der Abgang ist minimal. Durch Kün- ung des Versicherungsnehmers schieden nur 2,44 k). des Bestandes aus. Die Versicherungsleistun- t betrugen 27 712 650,86 Mark. Die Rückstellung ' schwebende Versicherungsfälle 5 500 000 Mark, n Versorgungsstock der Angestellten wurden wie- : 100 000 Mark überwiesen. Die gesamten Rücken und Rückstellungen sind auf über 16 Millio- n angewachsen. Rbein-Mainische Börse. ZRitfagsbörfe uneinheitlich. Frankfurt a. M., 30. Juni. Die Börse hatte le ziemlich widerstandsfähige Grundhaltung, nur uren die Umsätze gegenüber den Vortagen etwas ringer geworden. Angesichts des Standes einer iten Verzinsung bei vielen Akttenwerten kam tmer wieder Anlagebedürfnis an den Markt, eichzeittg drückt das Angebot aus den bekannten uellen, so daß zunächst die Börse uneinheitlich öffnete. Werte, die an den Vortagen stärkere rholungen hatten, büßten zum Teil davon wieder was ein, andere konnten ihre Festtgkett fortsetzen. 3. Farbenindustrie lagen 0,13 v. H., Metallgeftll- )aft 1 v. H. fester. Von Versoroungswerten waren echwerke erneut 0,50 v. H., Lahmeyer ebenfalls 50 v. H., Arcumulatoren 2 v. H. fester, AEG. aber ur knapp gehalten. Automobil- und Maschinen- erte überwiegend wieder etwas rückläufig, wobei aimler 0,50 v. H., Junghans und Rheinmetall je 75 v. H. einbüßten. Ausgesprochen freundlich blie- :n Montanwerte. Hier holten Harpener 2,40 v. H., lse Genuß 1,50 v. H., Buderus 2L0 v. H., Mannesmann 0,13 v. H. auf, unverändert gut gehalten eichen für Breslau. Festah I Ausweisfahrer Klaffe C bis 500 ccm: 68 Fahrer, Lizenzfahrer Klaffe A bis 250 ccm: 25 Fahrer, ausstellte. Peter siedel Geschäfts-Ifebemahme! Gewissenhafteste zu bedienen. 4424D REISE undWANDERZEIT Veranstalter: Wehrkreiskommando IX und SA.-Gruppe Hessen 18 Konkurrenzen / Große Schaunummern der Wehrmacht Beginn jeweils um 14.30 Uhr llllllllllllllllllllllllllllll Illllllllllllllllllllllllllllll (Ein Quell d. ffrcuö« sllr den Naturfreund M Belangtes gwfl fphpn ADLEK (eben Gießen, Marktstraße 4-8 4413A ilfEBDC DRUCKSACHEN WCRDC Brühl. Gießen ABLEI 3 Ltr. West-Garagen DIPLOMAT 3 Ltr. iiiiiiiiiiuieiiniiiiiii TEXTILHAUS j JUAUTATEN HAU5 DERGUTENj FrankfurterstTassc NS1jF| TRUMPF- JUNIOR 1 Ltr. Am 2. Juli übernehme ich das Schuhhaus Bernhardt, Gießen, Schulstraße 10. - Durch meine langjährige Tätigkeit in Gießen werde ich sicher vielen kein Unbekannter sein. 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In allen Fällen blieb bisher Helen Moody siegreich, das letzte Mal im Jahre 1935. Die Dorschluhrunden-Gegner von Fabyan/Henkel werden James/Russell (England/Argentinien) fein, die die australisch/französtsche Kombination Wynne/ Boussus 6:2, 7:9, 6:4 ausschalteten. Lizenzfahrer Klasse B bis 350 ccm: 36 Fahrer, Lizenzsahrer Klasse C bis 500 ccm: 28 Fahrer. zur Verschönerung Ihres Heims erhalten Drog.Wintert)off, Kreuzplatz Id Fris.-Salon Wahl, Bahnhofstr.63 I jöwen-Drogeiie, Selters weg 69 Baue gut ... mit Abermann Der Führer und Reichskanzler hat als äußeres Zeichen der Anerkennung für hervorragende Leistungen und den opfermutigen Einsatz der Männer des deutschen Kraftfahrsports dieses Motorsportabzeichen geschaffen. Es wird in Gold, Silber und Eisen alljährlich am Tag der Nationalen-Erhebung verliehen. doch gi sehend Für das in der Zeit vom 24. bis 31. Juli in Breslau stattfindende Deutsche Turn- und Sportfist 1938 gelangt diese Festplakette für die Wettkamptellnehmer zur Ausgabe. (Schirner-M.) Leinen-Sakkos 8.90 13.50 19.50 24.00 4430 A Gegen Mitesser u. Pickel Schönheits \ i -asser Aphrodite diesem Sieg in die Vorschlußrunde des Gemischten Doppels. , Auf dem Hauptplatz war unterdessen das Spiel zwischen den beiden Amerikanerinnen Helen Jacobs und Alice Marble um den (Eintritt ms Endspiel des Frauen-Einzels begonnen worden. Helen Jacobs gewann 6:4, 6:4 und schaffte sich dadurch zum sechsten Male in die Entscheidung des Frauen-Einzels von Wimbledon. Ihre Gegnerin wird die berühmte Helen Wills - Moody sein. Rekord-Veteiligimg bei „Rund um Scholien" 'Scfiufifums £. Bernhardt Inhaber: Wilhelm Germann Gießen. Schulstraße 10 • Fernsprecher Nr. 3435 Lieferwagen für 10, 15 und 20 Zentner Trag kraft.verschiedene Ausführungen S 'foit ab Lager lieferbar. 44igA Heinrich Wagener Gießen Frankfurter Straße 45, Ruf 4120. Kleine Kreatur in Wasser, Busch und Halm Don Karl Otto Bartels. 164 Naturausnahmen aus dem Leben der niederen Tierwelt mit er» 'äuternben Bildunterschriften, Namensan» gab. u. ausführlichem Text (62 Seiten). Mit einem Geleitwort von Profeif. Dr. Deegener. Universität Berlin Dieses Werk bringt er» ftaunlich vielseitige undtrefflich gelungene Einzelbilder und BUd» folgen aus dem reichen (eben der zahllosen kleineren Lebewesen Aus der Freude am Beobachten ist ein wertvolles naturgeschicht» liches Urkundenbuch geworden, das hervorragend geeignet ist. die Liebe auch tum kleinsten Naturgeschehen zu erwecken. Gebunden RM. 4,80 Bitte verlangen Sie kostenlos unser« bebilb. Werbeblätter! Das Buch ist durch lebe Buchhandlung zu beziehen! HugoBermühler Verlag Berlin »Lichterfelde Machen Sie eine Probefahrt: Heim*. Wagener, Gießen Frankfurter Straße 45 «nA Ruf Nr. 4120 WA Hamen-Garnituren, Hemdchen u. 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Krei^ klasse antreten. Gewinnen — was immerhin möglich ist — die Platzmannschaften, dann werden Entscheidungsspiele auf neutralen Plätzen notwendig, die erst den gewünschten Aufschluß geben werden. Auto-Union hat Pech. Wenig vom Glück begünstigt war die Auto-Union am Donnerstag, als sie erstmals das Training zum Großen Autopreis von Frankreich bei Reims ausnahm. Rudolf Hasse stürzte mit dem Stromlmier, zog sich aber erfreulicherweise keine Verletzungen zu. Wenig später verlor auch H. P. M ü l l e r im offenen Wagen die Gewalt über die Steuerung und verletzte sich an Armen, Beinen und am Rücken. Schnellster Fahrer war Hermann Lang, der auf Mercedes- Benz mit 176,970 km/st einen neuen Rundenrekord Sie preiswert und gut im 28?oD Farbenhaus Obermann Sonnenstraße 15. Zweifel in der 500 ccm, Klasse C, gefahren werben. Hier sind Bock (Mannheim) auf DK>Ä., Rühr- schneck (Nürnberg) auf Norton, Herz (Mannheim) auf DKW., Adams (Düren) auf DKW., her im vergangenen Jahr der schnellste Privatsahrer war, die Männer, die das Feld voraussichtlich mführeir werden. r , ... Im Sportwagen-Rennen sehen wir m öer Wertungsgruppe I bid 1500 ccm Walter Glöckler (Frankfurt a. M.) auf Hanomag, Reinhardt (Frankfurt a. M.) auf BMW., der bekannte Kölner Odendahl auf BMW., Werneck (Garmisch) und Paub Haefele (Mannheim) beide auf BMW. In dieser Klasse starten außerdem noch Austin, M. G, und Morgan, die sich gegen die BMW.-Wagen sicher-, lich sehr anstrengen müssen. In der kleinen Wertungsgruppe de« Wagen bis 1100 ccm erscheint Paul WeyreÄ (Aachen), der langjährige Seitenwagen-Spezialist mit Gaetz (Köln), Vollmer (Essen), Schoeller (2)üt ren), Dilthey (Rheydt) auf Neander. Sie werden mit Fiat, BMW. und M. G. und Singer einen schweren Kampf zu bestehen haben.__________~ . utau8 1.75 1.45 4415A Leder-Becker Gießen ♦ Bahnhofstraße 16 4434 A Von den 30 Meldungen der Sportwagen starten 17 Wagen in der Klasse bis 1500 ccm und 13 Wagen bis 1100 ccm. Die große Zahl von 137 Ausweisfahrern beweist, das in diesem Jahre für den Motor-Rennfport charakteristische, erfreuliche Nachdrängen des Nachwuchses. Die Rennleitung sah sich gezwungen, zwei verschiedene Rennen mit Ausweis fckh r e r n zu starten, um der starken Beteiligung gerecht zu werden. In der Klasse A bis 250 ccm sind die erfolgreichen DKW., Ardie, Horex und Puch vertreten. In der Klasse B, Maschinen bis 350 ccm sind die außerordentlich schnellen Norton in der Uebermacht und kämpfen mit NSU., Viktoria, Jmperia um den Sieg. In der Klasse C bis 500 ccm führen die BMW. zahlenmäßig und wahrscheinlich auch im Rennen das Feld an, sie nehmen den Kampf mit NSU., Standard und Norton auf. In diesen Klassen der Ausweisfahrer ist die Frage nach den Spitzenleistungen vollkommen offen. In der Lizenzfahrer-Klasse A bis 250 ccm ist wiederum DKW. vorherrschend. Hier fallen in der Nennunasliste die Namen von Gablenz (Karlsruhe), Lottes (Marburg), Krabiell (Berlin)- Kohfink (Biethigheim) auf. Fahrer aus Wien auf Puch werden an diesem Rennen teilnehmen. Klasse B Lizenzfahrer bis 350 ccm stellt NSU., die Fabrikfahrer Bodmer und Henze heraus. Auto-Union hat ihren Spitzenfahrer noch nicht genannt. Richnow (Berlin) auf Rudge, Nitschky (Karlsruhe) auf Norton, Ahlswede (Hamburg) au Velocette werden in dieser Gruppe wahrscheinlich in der Spitzengruppe zu finden sein. Das schnellste Rennen des Tages wird ohne gewann 1000-Oollar-preis. Eine ausgezeichnete Werbung für den deutschen Segelflugsport war Peter Riedels Ziesttreckenflug von Elmira nach Willmington in USA. ^160^1 legte 286 km zurück und erreichte eine Höhe von 2430 m, was einen neuen amerikanischen Rekord oarftellt. Der Deutsche konnte als klingenden Lohn für diese hervorragende Leistung die runde Summe von 1000 Dollar einstreichen. Helen Wills-Moody und Helen Jacobs im Endspiel. Mit einhalbstündiger Verspätung, die ein wolkenbruchartiger Regen verursacht hatte, begann am Donurstagnachmittag das Programm der Wimbledon - Tennismeisterschaften mit den Kämpfen im Gemischten Doppel und Frauen-Einzel. Auf Platz 1 standen sich im Kampf um den Eintritt in die Vorschlußrunde das amerikanisch/deutsche Paar Fabyan/Henkel und Heine-Miller/ Olli ff (Südafrika / England) gegenüber. Nach überaus aufregendem Kampfoerlauf gewannen Fabyan/Henkel 7:5, 5:7, 6:2 und brachten sich mit Seiden-Blusen in allen modischen Farben, in feschen A95 Formen von RM. "t an Charmeuse-Kleider in hübsch.Streifen Ä95 von RM. “ an Kleider, uni in schönen sommerlichen Farben und Stoffen von RM MMWWiWtmn am 9. und 10. 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