Nr. 305 Erstes Blatt 187. Jahrgang ZI. Dezember 1937/1. Januar 1938 Lrichemr tflgltd), außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild • Die Scholle Msnats-Bezugspreir: Mil 4 Beilagen RM.1.95 Ohne Illustrierte . 1.80 Zustellgebühr . -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Hernfprechanschlüffe unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten^ Anzeiger Siehea Postscheckkonto: Sranffurt am Main 11688 Eichener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen vni» und Verlag: vriihlsche Univerfilättdruckerei R. Lange in Stehen. Schristleitung und «eschäsisftelle: Lchulftraht 7 Annahme von Anzeigen für tue Mittagsnummer bis8'/,Uhr des Dormittags Grundpreise für l mm Höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Textanzeigen von7Omm Breite 5ORpf.,Platzvorschrift nach oort). Dereinbg.25"/^ mehr. ermäßigte Grundpreise: Stellen-, Vereins-, gemeinnützige Anzeigen sowie ein- spaltige Gelegsnheitsanzei- gen 5 Rpf.,Familienanzei. gen, Bäder-, Unterrichts- u. behördlicheAnzeigen6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B Vertrauen und Pflichterfüllung die Grundlagen unserer Arbeit auch in der Zukunst. Eine Botschaft des Führers zum Jahreswechsel. Sie Idee der Mion triumphiert München, 1. Fan. (DNB. Funkspruch.) Der Führer hat zum Jahreswechsel folgenden Auf- r u f erlassen: Nationalsozialisten! Nationalsozialistinnen! Parteigenossen! In wenigen Wochen vollenden wir ein halbes Jahrzehnt der nationalsozialistischen Staatsführung. Heute am Tage des Jahreswechsels 1937/38 erinnern wir uns bewegten Herzens an die Zeit voS fünf Jahren, da der Umbruch in Deutschland begann! Welch' ein unermeßlicher Wandel hat seitdem stattgefunden. Ein politisch, moralisch und materiell geschlagenes, von tiefstem Jammer erfülltes Volk ist in knapp einem halben Dezennium wieder zu einer stolzen Größe emporgeführt worden. An Stelle des damaligen parlamentarischen Wirrwarrs ist ein deutsches Volk als Gin» heitsftaat entstanden. Das Durcheinander zahlreicher politischer, moralischer und wirtschaftlicher Einflüsse wurde beendet. Eine einheitliche Führung leitet und regelt heute das Gesamtleben unseres Volkes. Die allgemeine Desorganisation machte einer Ordnung Platz, die vielleicht für einzelne übelwollende oder selbstsüchtige Interessenten unangenehm sein mag, für die ganze Nation aber von segensreichen Folgen geworden ist. Ein Wust von Ueberlieferungen, deren wirklicher Gehalt meist nur die Verherrlichung der Zersplitterung der deutschen Nation war, wurde beseitigt. Ohne Rücksicht auf Herkunft und Bindung der Einzelnen an Länder-, Stammes-, Konfesswns- oder Parteiinteressen triumphiert heute tatsächlich und symbolisch die Idee der Nation. Der Klassenkampf hat aber für immer sein Ende gefunden in der Errichtung der nationalsozialistischen Volksgemeinschaft! Wirtschaftspolitisch ist es in diesen fünf Jahren gelungen, d i e schwer sle Krise Deutschlands zu überwinden. Es spricht sich heute leicht aus, daß wir sechs 2H i 11 i o - neu Menschen aus der früheren Erwerbs- lofigkeit in eine nützliche Produktion üdcrzuführen vermochten, baß wir das nationale Volkseinkommen gewaltig erhöhten, in einer Zeit internationaler Währungskrisen die deutsche Reichsmark stabilisierten und vor allem der so viele Völker heimsuchenden fortgesetzten Verteuerung aller Lebensbedingungen wirkungsvoll begegneten. Alles dies sind Tatsachen, die am liebsten von denen leicht hingenommen werden müßten, die einst unfähig waren, diese Probleme zu lösen und deren Fehler oder Verbrechen der Nation so unsagbaren Schaden zugefügt hatten. Die Größe dieser gelungenen Leistungen nsird aber erwiesen bei einem Blick auf unsere Umwelt. Denn während Deutschland dank der sich auf allen Gebieten auswirkenden aufbauenden Arbeit der nationalsozialistischen Staatsführung ein Element der Ordnung, des Friedens im Innern und damit auch des Friedens nach außen ist, sehen wir in so vielen uns umgebenden Staaten die gleichen Fiebererscheinungen, die vor fünf Jahren auch Deutschland durchschauerten. Ws eigener Äraff Allen gegnerischen Prophezeiungen können wir zusammenfassend heute die stolze Wahrheit entgegenhalten, daß das deutsche Volk in seiner Ordnung gesünder, in seiner Kultur reicher und in seinem Lebensstandard gehoben worden ist. Am sichtbarsten wird der Wandel in der außenpolitischen Stellung des Reiches von heute gegenüber dem von 1933 erscheinen. Damals eine niedergetretene und verachtete rechtlose Ration, heute ein stolzes Volk und ein starker Staat, beschützt von einer großen ihm dienenden Wehrmacht. Diese neue deutsche Weltmacht hat durch ihren Anschluß an starke Freunde mitgeholfen, ein internationales Element selbstsicherer Ordnung zu bilden, gegenüber dem Treiben jener dunklen Kräfte, die Mommsen einst als das Ferment der Dekomposition von Völkern und Staaten bezeichnete. An dieser neuen Gestaltung einer wirklichen Völker-Zusammenarbeit wird der jüdisch-bolschewistische Deltaufruhr endgültig scheitern! Diese staunenswerte Wiederaufrichtung der deutschen Ration und des Reiches ist dabei — und dies erfüllt uns alle mit besonderem Stolz — das ausschließliche Ergebnis der eigenen Kraftanstrengung unseres Volkes. Richt fremde Liebe und fremde Hilfe haben uns wieder groß gemacht, sondern der nationalsozialistische Wille, unsere Erkenntnis und unsere Arbeit. Was ich auch als Führer und Kanzler des Reiches in diesen fünf Jahren zu leisten vermochte, konnte mir nur gelingen durch d i e treue Hilfe unzähliger Mitarbeiter in der Partei, im Staate und in der Wehrmacht. Wenn ich am Abschluß des Jahres 1937 all diesen einzelnen danke, dann weiß ich, daß der tiefste Dank dem deutfchen Dolk selbst gebührt, jener Millionenmasse schaffender und arbeitender Menschen in Stadt und Land, die mir ihr gläubiges Vertrauen schenkte und bei jedem Appell ihre Pflicht dem neuen Staat gegenüber erfüllte. Dies war die Voraussetzung für alle Erfolge. Dies muß auch die.Grundlage für unsere Arbeit in der Zukunft sein! Daß die nationalsozialistische Partei es vermocht hat, diese Millionen- masse nicht nur zu mobilisieren, sondern mit einem einmütigen Denken zu erfüllen und in wuchtiger Geschlossenheit hinter die Staatsführung zu stellen, ist ihr ewiges unvergängliches Verdienst. Sie wird daher in den kommenden Jahrhunderten, als die politifch-befugtefte Führung der deutschen Nation, der Garant für die große Zukunft unseres Volkes fein. Dieser zu dienen und sie vorzubereiten, gilt auch die Arbeit des kommenden Jahres. Stärkung der Ration auf allen Gebieten ihres Lebens fei die Parole! Jnnerpolitifch heißt dies: Verstärkung Garde der Gauleiter Sprenger an Parteigenoffen, deutsche Volksgenossen! Ein Jahr zähen Ringens, aber auch des Erfolges wird von dem Marschbefehl abgelöst, der auch im neuen Jahre unser ganzes Tun unter die Forderungen der Lebensnotwendigkeiten unseres Volkes stellt. Im zweiten Jahre des Vierjahresplanes sieht der Gau Hessen-Rassau wiederum mit unverminderter Arbeitskraft und laten- fteuöigfeit z u den vom Führer gestellten Ausgaben und wird sie bewältigen! Roch härter wird unser Wille sein, noch stärker unser Eifer! Roch größer unser sozialistisches Tatbekenntnis in der Arbeit für die deutsche Volksgemeinschaft und schärfer unser haß gegen alle Feinde des Lebens unserer Ration! Ohne jede Konzession an spießbürgerlich-sattes Denken oder schöngeistige Schwäher, die unserem revolutionären Stil ihre sogenannte „Herzensbildung" entgegenhalten, soll uns das neue Jahr in der aufrechten, geraden und altbewährten Haltung als Garde der nationalsozialistischen Idee erleben. Wir dienen dem Führer im gleichen Geiste, der uns seit unserem ersten Antreten Jahr um Jahr unsere Erfolge erringen ließ: in Ireue, Opfer, Disziplin und im mutigen A n - griff 1 So gehen wir ins Jahr 1938 mit dem festen Willen uns würdig zu erweisen, Kämpfer des Führers zu fein. Sprenger. Reichsminister Or. Goebbels spricht heute im Rundfunk. Berlin, 30. Dez. (DRV.) Reichsminister Dr. Goebbels spricht am Freitag, dem 31. Dezember, von 19 bis 19.25 Ahr über alle deutschen Sender zum Jahreswechsel. Mehr erzeugen! Des Reichsbauernführers Grutzwort zum Jahreswechsel. Deutsches Landvolk! Ein Jahr der harten Arbeit liegt hinter uns. Trotz mancher Schwierigkeiten ist es uns gelungen, neue Erfolge im Kampf um Deutschlands 91 a h r u n g 5 f r e i h e i t 311 erringen. Die Erzeugungsschlacht ist abermals einen wichtigen Abschnitt weiter vorwärts getrieben worden. Jeder einzelne im Landvolk bat daran Anteil. Wir müssen uns auch im kommenden Jahr darüber klar sein, daß es auf jeden einzelnen und auf seimen Willen zur Leistung ankommt, wenn das Ziel des Führers erreicht werden soll, Deutschland ernährungswirt- schaftlich unabhängig ZU machen. Die Parole für das neue Jahr lautet unverändert: Mehr e r - zeugen! Tut wie immer eure Pflicht! Bleiben Air uns unserer Verantwortung bewußt! Am Ende siegt doch die Leistung für das Volk! R. Walther Darrö, Reichsbauernfübrer und Reichs- und Preußischer Minister für Ernährung und Landwirtschaft. w der nationalsozialistischen Erziehung, Erhärtung der nationalsozialistischen Organisation! Wirtschaftspolitisch: erhöhte Durchführung des Vierjahresplanes! Außenpolitisch erfordert dies den Ausbau der deutschen Wehrmacht. Denn nur als starker Staat glauben wir in einer so unruhevollen Zeit unserem Volke jenes Gut auch in Zukunft erhalten zu können, das uns als das köstlichste erscheint: den Frieden. Denn die Wiederaufrichtung der deutschen Ration ist erfolgt ohne jeden Angriff nach außen nur durch die Leistungen unseres Volkes im Innern. Möge endlich auch die übrige Welt in Erkenntnis dessen ihrerseits beitragen, jene Fragen friedlich zu lösen, die ebenso sehr in der Vernunft wie im allgemeinen Recht ihre sachliche und moralische Begründung besitzen! Wie groß aber auch die Leistung der Menschen zu sein vermag, so wird sie sich doch niemals des letzten Erfolges rühmen können, wenn nicht d i e Vorsehung ihr Handeln segnet. Daß d i e Gnade des Herrgotts auch im kommenden Jahre unser deutsches Volk auf seinem Schicksals- weg begleiten möge, sei unsere tiefste Bitte. Es lebe die nationalsozialistische Bewegung! Es lebe unser deutsches Volk und Reich! München, den 1. Januar 1938. (gez.) Adolf Hitler. Neujahrsempfänge beimFührerundRerchskanzler am 11. Januar int Hause d^s Reichspräsidenten. Berlin, 30. Dez. (DNB.) Die üblichen Neu- jahrsempfänge beim Führer und Reichskanzler werden, ebenso wie in den vergangenen Jahren, auch diesmal nicht am Neujahrstage selbst, sondern erst, am Dienstag, 11. Januar, im „Hause des Reichspräsidenten" stattfinden, wo der Führer und Reichskanzler in den hergebrachten Formen um 12.15 Uhr zur Entgegennahme und Erwiderung ihrer Glückwünsche die hier beglaubigten ausländischen Botschafter, Gesandten und Geschäftsträger unter Führung ihres Doyens, des Apostolischen Nuntius, Monsignore Orsenigo, und in Gegenwart des Reichsministers des Auswärtigen, Freiherrn von Neurajh, empfangen wird. Vorher — um 11 Uhr — wird der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht die Glückwünsche der Wehrmacht entgegennehmen. Hieran schließt sich der traditionelle Empfang einer Abordnung der Salzwirker Bruderschaft in Thale zu Halle. Alsdann wird der Oberbürgermeister und Stadtpräsident Dr. Lippert dem Führer und Reichskanzler die Glückwünsche der Reichshauptstadt überbringen. Im Ehrenhof des Hauses des Reichspräsidenten wird eine Ehrenkompanie des Heeres mit Musik den Oberbefehlshabern der Wehrmacht, sowie den fremden Missionschefs militärische Ehrenbezeugungen erweisen. Nach Abschluß des Diplomaten-Emp- fanges wird der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht vor dem „Haufe des Reichskanzlers" den Vorbeimarsch der Ehrenkompanie abnehmen. Oie Parole von Nürnberg vrrw rk ichi. London, 31. Dez. (DNB. Funkspruch.) Der Berlins- Korrespondent der „Times" befaßt sich in einem ausführlichen Bericht mit der wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland im Jahre 1937. Im ganzen Reiche gäbe es nur noch verhältnismäßig wenige Arbeitslose gegenüber 6 Millionen vor' vier Jahren. Die Schwerindustrie setzte mehr Waren im Auslande ab. Die Einfuhr an Rohstoffen habe in gewissem Grade zugenommen, während im Innern verschiedene synthetische Produkte, vor allem Benzin und Kunstgummi, sich in jeder Weise als zufriedenstellend erwiesen. Neue Straßen und neue Fabriken würden in f a ft allen Tei - len des Landes gebaut. Das Volk in seiner Gesamtheit kaufe mehr Haushaltswaren. Das Jahr 1937 habe sich des Mottos würdig erroiefe«, das ihm in Nürnberg gegeben worden fei „Adel der Arbei t". Diese Kreditseite stelle einen Rekord an Erfolgen dar, der nur möglich sei durch eine ft a r f e nationale Führung und durch den Entschluß, jeden Widerstand zu überwinden, den „wirtschaftliche Orthodoxie" in den Weg legen könnte. Der Korrespondent gibt zu, daß auf der „Debetseite" keinerlei ins Gewicht fallende Angaben gemacht werden könnten. Es könne kein Zweifel über vielseitige Erfolge des Dierjahresplanes bestehen. Jahr der Arbeit. Das nun abgeschlossene Jahr 1937 stand für das deutsche Volk 1 m Zeichen der Arbeit, der Parole, die der Führer auf dem Nürnberger Parteitag ausgegeben hatte. „Die Durchführung der ersten Etappe des Vierjahresplanes zur Sicherung unseres nationalen Lebens erfordert den restlosen Einsatz der ganzen Nation", so hatte Reichspropagandaminister Dr. Goebbels in seiner Silvesteransprache erklärt. Sv hat der Kampf um die Selbstbehauptung der Nation, der Kampf um die wirtschaftliche Freiheit Deutschlands dem Jahr 1937 seinen Stempel aufgedrückt. Auf dem Nürnberger Parteitag konnte der Führer feststellen, daß der Vierjahresplan unter der Leitung . des Ministerpräsidenten Göring genau in dem vorgesehenen Tempo abläuft. Wirtschaft, Wissenschaft und Tech- nik setzten ihr Bestes ein, um das gesteckte Ziel zu erreichen, Deutschland frei zu machen von dem Zwang, die für seine Wirtschaft benötigten Rohstoffe aus dem Ausland einzuführen. Der Zusammenfassung aller Kräfte der deutschen Wissenschaft und ihrem einheitlichen und planmäßigen Einsatz für den Vierjahresplan dient der am 16. März gegründete Reichsforschungsrat, an dessen Spitze der General der Artillerie Professor Dr. B e ck e r berufen wurde. Am 25. Mai hielt dieser Generalstab der Forschung in Gegenwart des Führers und Reichskanzlers seine erste Sitzung ab, in der Aufbau und Arbeitsmethode bekanntgegeben wurden, Er wird nach den Worten des Reichsministers Rust „durch die gemeinsame Anstrengung der Herzen und Hirne dem Boden die Schätze abtrotzen, die uns das Schicksal versagt hat". Am 24. Juli wurde unter Führung des Reichs die Reichswerke AG. für Erzbergbau und Eisenhütten Hermann Goring gegründet, die die Aufgabe hat, die Eisenerzvorräte des deutschen Bodens in nationalwirtschaftlich notwendigem Ausmaß zu erschließen und auszunützen. Eine erste große Leistungsschau der in Zusammenarbeit von Wirtschaft, Wissenschaft und Technik geschaffenen neuen deutschen Werkstoffe gab die Düsseldorfer Ausstellung „Schaffendes Vol k", und wie sehr die deutschen Werkstoffe auch yom Ausland als hochwertige Qualitätsstoffe anerkannt werden, zeigte das Interesse, das ihnen auf der P a"r i s e r Weltausstellung entgegengebracht wurde und die vielen hohen Preise, mit denen sie dort ausgezeichnet wurden. „Gebt mir vier Jahre Zeit" hatte der Führer bei der Machtübernahme vom deutschen Volk gefordert. Der Rechenschaftsbericht, den er am 30. Januar 1937 in seiner großen Rede vor dem Reichstag ablegte, war ebenso wie die Berliner Ausstellung „Gebt mir vier Jahre Zeit" eine großartige, von berechtigtem Stolz auf ungeahnte Erfolge getragene Ueberschau über die Leistungen der ersten vier Jahre nationalsozialistischer Staats-, Wirtschafts- und Menschenführung. Einmütig verlängerte der Reichstag das Ermächtigungsgesetz vom 23. März 1933 auf weitere vier Jahre. Reichsbank und Reichsbahn wurden im Sinne der Wiederherstellung der deutschen Gleichberechtigung wieder restlos der Hoheit des Reichs unterstellt und folgerichtig die Personalunion zwischen Reichspost- und Reichsverkehrsministerium aufgehoben. Staatssekretär Dr. Ohne» sorge wurde Reichspost-, Generaldirektor Dr. Dorpmüller Reichsverkehrsminister. Dem gleichen Zweck der Schaffung klarer Verantwortlichkeiten und einheitlicher Wirtschaftsleitung diente die Ernennung des Staatssekretärs Funk zum Reichswirtschaftsminister am 27. November, an dessen Stelle Dr. Dietrich Pressechef der Reichsregierung wurde. Dr. Schacht behielt unter Ernennung zum Reichsminister die Leitung der Reichsbank. Am 26. Januar wurde das Gesetz über Groß-Hamburg, und andere Gebietsbereinigungen in Norddeutschland erlassen und am 1. April in Kraft gesetzt. Die Hansestadt Hamburg wird um eine Reihe preußischer Gebiete vergrößert, um sie in den Stand zu setzen, ihrer Aufgabe als Tor Deutschlands zur Welt auch unter den erhöhten Anforderungen des nationalsozialistischen Reichs gerecht zu werden. Die Freie Stadt Lübeck geht auf Preußen, der Stadtkreis Wilhelmshaven auf Oldenburg über. Ein weiterer Schritt auf dem Wege zur Reichs- reform ist in unserem engsten Heimatgebiet am 31. März mit der Aufhebung der drei hessischen Provinzen geschehen. Bemerkenswert sind ferner das am 23. Juni erlassene P o liz e i- beamtengesetz, das die Polizei der Länder aufhob und das Polizeibeamtenrecht einheitlich für das ganze Reich regelte, und das am 5. November erlassene Personen st andsge setz, das ein Familienbuch einführt. Am 1. Juli sind das „Deutsche Beamtengesetz" vom 26. Januar und die Reichsdienststrafordnung in Kraft getreten, die für alle Beamten ein einheitliches Reichsrecht schaffen und durch das persönliche Treueverhältnis der Beamten zum Führer die beste Tradition des Berufsbeamtentums als Grundpfeiler des nationalsozialistischen Staates wieder aufleben läßt. Der vom Reichsbund der Deutschen Beamten vom 18. bis 23. Oktober in München veranstaltete Erste Deutsche Beamtentag gab dem Reichsinnenminister Dr. Frick Gelegenheit, die Stellung des Beamten zu Partei und Staat darzulegen. Der Vereinheitlichung der Verwaltung dient auch die am 4. September erlassene Verordnung des Neichsinnenministers über die Aufstellung und Ausführung des Haushaltsplans der Gemeinden. Auf der kommunalpolitischen Woche in Karlsruhe gab Reichsinnenminister Dr. Frick am 23. Oktober Hinweise für die Leistungssteigerung der Gemeinden durch sorgfältige Personalpolitik. Die großen Leistungen des nationalsozialistischen nationalsozialistischen Idee. die Bevölkerung Hessen-Nassaus. Oie Welt an der Zeitenwende. t \, Erh blick»e <^enkunq der Preise für Kskao-Erzeugnisse. lassen kann. Wir haben auch schmerzliche Opfer bringen müssen: die Vernichtung des „LZ. Hindenburg" in Lakehurst am 7. Mai, der Untergang des Dersuchsboots „Welle" mit 25 braven Matrosen am 20. Januar westlich von Fehmarn in schwerem Schneesturm, das Lawinenunglück der deutschen Nanga-Parbat-Erpedition, und der feige Ueberiall roter Bombenflieger auf das im internationalen Kontrolldienst bei Ibiza liegende deutsche Panzerschiff „Deutschland" haben vielen braven deutschen Männern das Leben gekostet. Auch Arbeit und Verkehr haben manche Opfer gefordert. Dennoch erfüllt uns beim Abschied von diesem Jahr stolzes Selbst- bemußtsein ans die Kraft und Tüchtigkeit unseres Volkes, das sich aus Not und Zerrissenheit durch den Nationalsozialismus erhoben hat zu einer (Einheit Rom, Ende Dezember 1937. Nach Unterzeichnung der italienisch - englischen Gentlemen-Vereinbarung vom 2. Januar 1937 über das Mittelmeer hatten manche von einer Verlängerung der Achse Rom — Berlin gesprochen. Andere sahen eine zweite Achse Rom — London entstehen, die dazu bestimmt gewesen wäre, in der europäischen Politik die Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Italien wieder lahm- zulegen. Keine dieser Vermutungen ist im Laufe des Jahres Wirklichkeit geworden. Wohl aber wurde die Achse Berlin — Rom von Monat zu Monat stärker und wirksamer, und seit der Zusammenkunft des Duce mit dem Führer in der Reichshauptstadt können nur noch Mißgunst und blinde Voreingenommenheit an ihrer Aktionsfähigkeit zweifeln. Italien betrachtet das Werden des neuen Europa und die Befreiung der europäischen Welt von den Fehlern des Versailler Diktats als natürliche Funktion der Achse, die zur Seele seiner ganzen Außenpolitik auf dem Kontinent und im Mittelmeer geworden ist und die mit ihrer antibolschewistischen Losung seit der Bildung des Dreiecks Berlin—Rom— Tokio bis in den Fernen Osten hinüberreicht. Wo aber steht London? Und wo Paris in dem großen geschichtlichen Prozeß, durch den Moskau mit seinen Expansionsbestrebungen endgültig aus Europa ausgeschieden werden muß? Mit dieser Frage trat Italien in das Jahr 1937 ein. Sie ist, was England betrifft, trotz guten Anfangs und des nicht weniger versprechenden Briefwechsels Chamberlain-Mussolini nicht vorwärts gekommen. Italien hat mit seinem Austritt aus der Genfer Entente keineswegs England oder Frankreich endgültig abgeschrieben. Die nüchterne Realpolitik Roms läßt eine solche Annahme nicht zu. Wenn Italien vor dem Jahresschluß endlich mit dem Genfer Institut, mit dem es innerlich längst fertig war, abgerechnet hat, so wollte es damit vor allem gegenüber London und Paris darüber Klarheit schaffen, daß die Fiktionen der Genfer Liga bei den Auseinandersetzungen mit Rom künftig ebensowenig als Hindernis benutzt werden können wie gegenüber Berlin oder Tokio. Nach dieser Klarstellung muß, wenn Politik überhaupt einen lebendigen Sinn haben soll, im neuen Jahr für die europäische Zusammenarbeit und Friedenspolitik ein neuer Boden betreten werden. Das Rüstzeug Italiens dazu ist in Ordnung. Politisch baut es auf die Achse Berlin—Rom und ihre gute Wirkung im Donauraum, wo die Staaten angesichts der blinden Politik des französischen Volksfrontregimes sich umorientieren und, wie die Geschäftsreise von Delbos zeigte, die Entfremdung gegenüber Paris weitere Fortschritte macht. Italien darf weiter auf seine Freundschaft mit SÜdsla - wien vertrauen, dessen Ministerpräsident Stoja- dinowitsch gelegentlich seiner Italien-Reise vor aller Welt die Möglichkeit'neuer Zerwürfnisse zwischen Rom und Belgrad ausschloß und damit den Frieden an der Adria neu bekräftigte. Italien weiß ferner, Morden des Jahres 1937 in Verbindung zu bringen, ohne daß dafür ein Beweis erbracht worden wäre. Der äußere Erfolg der Weltausstellung ist leider beeinträchtigt' worden durch die Verspätung, mit der sie begann und durch die Unordnung, mit der sie ausklingt. Denn heute noch weiß niemand recht, ob sie im nächsten Jahr fortgesetzt werden soll. In finanzpolitischer Hinsicht dagegen hat Frankreich wieder gewisse Zeichen der Besserung aufzuweisen. Immerhin dürften die Kassen des Staate? nicht sehr reichlich gefüllt sein, da vor der Rückzahlung der englischen Anleihe in Höhe von sechs Milliarden Franken zwei weitere Anleihen in Holland und der Schweiz, und schließlich noch eine Inlandsanleihe über Schatzscheine notwendig war. Doch verfügt Frankreich trotz anhaltender Passivität seiner Handelsbilanz noch über bedeutende Reserven. Darin und im Beharrungsvermögen seiner Bevölkerung liegt das Geheimnis feiner Widerstandskraft, obwohl das Jahr 1937 keine Klärung gebracht hat. Sammlung des Mittelstandes aufzurufen, so ist der kommunistische Traum schließlich auch von den Sozialdemokraten vereitelt worden, die unter dem Eindruck des Blutterrors in der Sowjetunion und in der Erkenntnis der Verbindung zwischen Sowjetregierung und Komintern die Einigpngsoerhandlungen abgebrochen haben. Innerhalb der Rechten ist die von D o r i o t geplante „Front der Freiheit" in ihren Anfängen stecken geblieben, und über die Sozialpartei senken sich die Schatten der zahllosen Beleidigungsprozesse um d e l a Rocque, die ein unerfreuliches Bild von den Zuständen innerhalb der Gegner der Volksfront zeichnen. Die zahlreichen Streiks und Zusammenstöße, die ein ernstes Ausmaß besonders in den nordafrikanischen Besitzungen annahmen, runden das inner- politische Bild Frankreichs. Don der so oft gepriesenen inneren Ruhe zeugt ebenso wenig die in den letzten Wochen so viel besprochene Affäre der sogenannten Kuttenträger, wobei es nicht an Versuchen gefehlt hat, diese geheimnisvolle Organisation mit verschiedenen Bombenanschlägen und Bogota, 31. Dez. (DNB. Funkspruch.) Drei Flugzeuge sind über Columbien abge- stürzt, sie befanden sich zusammen mit einem Handels, die nachweisbar noch zu den höheren Preisen eingekauft waren, dürfen bis zum 10. Januar 1938, die alten Bestände des Einzelhandels bis zum 20. Januar 1938 zu den alten Preisen verkauft werden. Die neuen erheblichen Preisermäßigungen müssen also vom 21. Januar 1938 ab ohne alle Ausnahme eintreten. Schweres Flugzeugunglück in Columbien. Ein kommunistisches Attentat? ; ffrankreichs Weg von Vlum zu Chautemps. en urnerui' v. (9.-ÖenchteriKiiiei Paris, Ende Dezember 1937. Für die Entwicklung der deutsch-französischen Beziehungen war die Weitaus st ellung von besonderer Bedeutung. Sie hat eine persönliche Fühlungnahme zwischen leitenden Persönlichkeiten, ständischen Berufsgruppen, zwischen Vertretern der Frontkämpfer, der Jugend, der Kunst und Wissenschaft beider Länder ermöglicht. Dieser Gedankenaustausch hat manche Ansätze geschaffen. Frankreichs Außenminister Delbos sagte Anfang des Jahres in einer Rede, man brauche zu Beginn von Verhandlungen nicht unbedingt gleicher Ansicht zu sein und könne schließlich doch zu einer Einigung gelangen. Das deutsch-französische Vertragswert auf handelspolitischem Gebiet, das am 1. August in Kraft trat, bietet in dieser Hinsicht durch die weitgehende Verknüpfung der Wirtschaft beider Länder einen Ausgangspunkt von großer Wirkungsmöglichkeit. Die Außenpolitik Frankreichs aber war nach wie vor allzu sehr von dem Schlagwort einer „G e- samtlösung" bestimmt, das sich zu den ähnlichen Vorstellungen von einem „unteilbaren Frieden" und von der „kollektiven Sicherheit" gesellt hat, als daß Paris sich bereit gefunden hätte, eine unmittelbare politische Aussprache mit Berlin in die Wege zu leiten. Bewußt ober unbewußt zieht Frankreich eine Einheitsfront der westlichen sogenannten Demokratien, möglichst einschließlich der Vereinigten Staaten, einer europäischen Lösung vor, die nun einmal nicht ohne Berlin und Rom gefunden werden kann. Damit setzt Frankreich sich über die geographische Schicksalsgemeinschaft Europas zugunsten einer Politik hinweg, deren Schwergewicht außerhalb unseres Kontinents liegt. Es hat in Frankreich nicht an scharfer Kritik des Paktes zwischen Paris und Moskau gefehlt. Aber die amtliche Politik vermochte sich nicht von ihm zu lösen. Und man kann vielleicht mit allerlei Vorbehalten Frankreich das Zeugnis ausstellen, daß es trotz zahlreicher bolschewistischer Versuche, die von Moskau und Rotspanien ausgingen, an der Idee des Friedens festgehalten hat. Daß aber die Entwicklung der spanischen Angelegenheit, besonders hinsichtlich der Umstellung Englands, für die französische Politik allerlei unliebsame Ueberraschungen gebracht hat, steht auf einem anderen Blatt und sollte eigentlich den führenden politischen Persönlichkeiten eine Lehre gewesen sein. Heute scheinen die maßgebenden Franzosen nun doch allmählich in Franco den Sieger zu sehen und trösten sich mit der Hoffnung, daß er die Unterstützung seiner Gegner durch Frankreich vergessen und den Neuaufbau Spaniens nicht ohne Frankreichs Hilfe vornehmen werde. Die Ost reise von Delbos, die den Kreis der französischen Außenpolitik dieses Jahres schließt, sollte Frankreich die Beruhigung wiedergeben, daß es in Europa nicht vereinsamt dasteht. Der Wechsel von Blum zu Chautemps kennzeichnet die innerpolitische Entwicklung Frankreichs. Der Uebergang von der sozialdemokratischen zur radikalsozialen Führung der Volksfront hat sich unter zeitweise sehr ernsten Spannungen vollzogen. Trotzdem bildrt her Linksblock nach wie vor die Grundlage der französischen Politik. Die berühmte „Pause", die Blum unter dem Druck finanzpolitischer und wirtschaftlicher Schwierigkeiten als vorübergehende Vertaaung der von seinen Hintermännern geforderten Reformen im Februar dieses Jahres einschaltete, ist bis auf weiteres zu einem Dauerzustand geworden. Von den blutigen Ereignissen ih Clichy bis zu der dramatischen Auseinandersetzung zwischen dem Senat und dem Kabinett Blum zeigt das Kräftespiel der Volksfront die Bestrebungen der radikalsozialen Partei, ihre Selbständigkeit und damit ihre Führerrolle wiederzugewinnen. In der Politik Chautemps' und seines Finanzministers Bonnet finden sie : besonders nach dem Ergebnis der Kantonalwahlen ihren weiteren Ausdruck. Wenn zu Beginn des Jahres die bolschewistischen Bemühungen um Schaffung einer proletarischen Einheitsfront die Radikalsozialen veranlaßten, demgegenüber zur Die Leichen der sieben verbrannten Flieger werden von dem kubanischen Kreuzer „Patria" von Buenaventura nach Havanna übergeführt werden. Bl-ilbad unter den Führern des aeorg sehen Volkes. Warschau, 30. Dez. (DNB.) Die Tifliser kommunistische Zeitung „Sarja Wostoka" bringt die Wahlrede des kommunistischen Parteifunktionärs Beria, der als Henkersknecht Stalins in ganz Kaukasien bekannt ist. Aus dieser Rode erfährt die Öffentlichkeit die grauenhafte Mitteilung, | der Panamerican Columbus Society veranstaltet wurde. Die kubanische und die dominikanische Regierung hatten bereits vor dem Eintreffen der Flie- ger in Cali die columbianische Regierung um polizeiliche Maßnahmen gebeten, da durch dominikanische Kommunisten, die in den Vereinigten Staaten und Portorico leben, ein Attentat gegen die glatte Durchführung des ' -Columbus-Fluges" geplant fei. Daraufhin wurden die Flugzeuge von columbianischem M l.tär daß es in Oesterreich und in Ungarn gute Freunde hat, deren Interessen im Rahmen der auf der Achse Berlin—Rom betriebenen Politik weiter gefördert werden können. Mit Albanien, dessen Grenzen nach der Verständigung Rom—Belgrad keinem bedrohlichen Druck mehr ausgesetzt sind, hat es seinen Freundschafts- und Bündnisvertrag um weitere zehn Jahre verlängert. Und so kann der Duce heute kraftvoll die antibolschewistische Losung im Mittelmeer vertreten, Italiens Stellungen in Nordafrika und Aethiopien ausbauen und die Beziehungen zur arabischen Welt fördern. Wo Italien dabei in Gegensatz zur Politik des englischen Weltreichs geraten sollte, ist es jederzeit zu Verhandlungen bereit, die seiner Ansicht nach früher oder später werden kommen müssen. Im Hinblick darauf hat es auch bereits am Noten Meer mit dem fernen vor wenigen Monaten einen 25jährigen Freundschaftsvertrag geschlossen und ist im Fernen Osten dabei, über den Antitominternpqkt sich neue Möglichkeiten zu ■ schaffen, die sich nach den Erwartungen Noms nur günstig auf die Mittelmeerfrage auswirken können. Das Mittelmeerproblem ist nach Lage der Dinge in erster Linie eine italienisch-englische Angelegenheit. Italiens Ziel ist dabei die Anerkennung des ostafri- kanischen Imperiums durch England. Der Instanzenweg über die Genfer Entente ist nach der Austritts- erflärung Italiens für Rom gegenstandslos geworden, und nan ist hier sicher, daß die Macht der Tatsachen schließlich die großen wie die kleineren Staaten zur Anerkennung zwingen wird. Vielleicht werden sich diese Dinge leichter lösen, wenn mit dem Siege des Generals Franco die spanische Frage endgüftig liquidiert ist, obwohl nicht zu übersehen ist, daß besonders der französisch-italienische Gegensatz sich danach vorübergehend verschärfen kann. Das faschistische Italien sieht aber den kommenden Entwicklungen mit Gelassenheit entgegen. Es vertraut auf die innere Logik des gradlinigen Weaes seiner Außenpolitik, die Europa wertvolle Beiträge zur Sicherung des Friedens gebracht hat. Italien ist entschlossen, seine militärischen und wirtschaftlichen Machtmittel auch weiterhin in den Dienst dieser klaren, beharrlichen und verständigungsbereiten Friedenspolitik bei voller Einsatzbereitschaft zur Wahrung seiner Lebensrechte und Lebensnotwendigkeiten zu stellen. Das Italien des Duce weiß dabei, daß seine Grundstellung, die Achse Berlin—Rom, nicht etwa eine theoretische Konstruktion, sondern ein geschichtlich gewordenes Gebilde ist, das nicht nur der Lebenskraft von zwei jungen aufstrebenden Völkern entspricht, sondern auch in der Solidarität der faschistischen und der nationalsozialistischen Revolution fest verankert ist, die die neue Zeit und das neue Europa schließlich doch gegen alle Verleumdungen siegreich formen und gestalten werden. woch nach Panama starteten, stürzten sie schon 20 Meilen nach ihrem Start brennend über den Cordillcren ab. Berlin, 30. Dez. (DNB.) Der Reichskom - missar für die Preisbildung teilt mit: - .... _____________ ..Hausseartige Preisst eigerungen für Roh-, streng kfe w a ch t. Als die Flugzeuge am Mitt- kakao auf dem Weltmarkt machten Ende -*- - <** ~ “ ~ '1' 1936 und bis znm Sommer 1937 die Zulassung von Preiserhöhungen bei Kakaopulver, Tafelschokoladen und anderen Kakaoerzeugnissen notwendig Die seither eingetretene Abschwächung der Weltmarktpreise für Rohkakao macht es möglich, vom 1. Januar 1938 die Preise für Kakaoerzeugnisse erheblich z u lenken. Vor dem Weihnachtsfest hätten die Dreise nur mit chweren Verlusten für Groß- und Kleinhandel gesenkt werden können, deren Bestände noch zu höheren Preisen eingekauft worden waren. Die neuen ■ßreife entsprechen ungefähr den Preisen des Monats Oktober 1936 und führen damit die Ladenverkaufspreise für Tafelschokolade bis zu 5 Pf. je 4.afel zurück. Die alten B e st ä n d e des Groß- Skaates im Jahre 1937 auf dem weifen Gebiet der Kulturpolitik sind hier schon in einem Sonderaufsatz dargestellt worden. An dieser Stelle soll nur noch einmal der Eröffnung des Hauses der deutschen Kunst am 18. Juli und der ersten großen deutschen Kunstausstellung durch den Führer gedacht werden, ferner der ersten Verleihung des am vierten Jahrestage der nationalsozialistischen Revolution gestifteten deutschen Nationalpreises für Kun st und Wissenschaft an den Architekten Paul Ludwig T r o o st, an den Staatsphilosophen der nationalsozialistischen Bewegung Alfred Rosenberg, die bedeutenden Aerzte August Bier und Ferdinand S a u erbrach, sowie an den Forschungsreisenden Wilhelm Filchner, schließlich der von Reichsminister Dr. Goebbels angeordneten Abgabe von fünf Pfennigen für jede ausgegebene Theaterkarte zur Sicherstellung der. Altersversorgung der Bühnenschaffenden. Die Bemühungen der Reichsregierung um eine Befriedung der Evangelischen Kirche fanden ihren Niederschlag in einem Erlaß des Führers vom 15. Februar über die Einberufung einer verfassunggebenden Generalsynode. Mehrere große Reden des Reichskirch'-nmiuisters Kerrl gegen Ende des Jahres dienten dem Zweck einer Klärung Jn dem Verhältnis von Staat und Kirche durch die entschiedene Feststellung, daß der Staat einzig und allein die Sicherung der religiösen Freiheit im Sinn habe. Am 11. Dezember wurde die Leitung der Deutschen Evangelischen Kirche dem Leiter der Deutschen Evangelischen Kirchenkanzlei übertragen und die Leitung der Landeskirchen den im Amt befindlichen Kirchenregierungen, in Nassau-Hessen dem im Amt befindlichen Leiter der obersten kirchlichen Verwaltungsbehörde. Eine kaum faßbare sittliche Verwilderung in einer Reihe katholischer Ordensniederlassungen wurde in zahlreichen Prozessen enthüllt, die in voller Öffentlichkeit durchgeführt werden mußten, um die im Ausland verbreiteten Behauptungen zu widerlegen, den Angeklagten seien die Geständnisse abgepreßt worden. Aus dem Gebiet der Erziehung sind sowohl von der Partei wie vom Staat Maßnahmen von grundsätzlicher und grundlegender Bedeutung angebahnt worden, um, wie es der Führer in feiner großen Reichstagsrede vom 30. Januar ausgesprochen hat, auch auf dem Gebiete der politischen Führung der Nation „einen natürlichen und vernunstgemäßigen Ausleseprozeß" sicherzustellen, durch den „die wirklich fähigsten Köpfe unseres Volkes ohne Rücksicht auf Geburt, Herkunft, Namen ober Vermögen nur gemäß der ihnen gegebenen höheren Berufung zur politischen Führung der Nation bestimmt werden". Auf der Ordensburg Sontho'en im Allgäu umriß der Reichsorganisationsleiter Dr. Ley Ende November vpr den Kreis- und Gauamtsleitern einen genauen Plan für die Erziehung des Führernachwuchses der Partei, nachdem bereits im Januar eine Verfügung des Führers die von Dr. Ley und dem Reichsjugendführer von Schirach ausgearbeiteten Richtlinien für die als Vorschulen für die nationalsozialistischen Ordensburgen dienenden Adolf-Hitler-Schulen genehmigt hatte. Die Erfordernisse der Gegenwart, namentlich die zweijährige Wehrpflicht und die Arbeitsdienstpflicht, machten namentlich im Hinblick auf das bevölkerungspolitisch erwünschte Ziel, Heiratsalter und Familiengründung nicht noch weiter hinauszuschieben, eine Verkürzung der Schulzeit notwendig, was durch einen Erlaß des Reichserziehungsministers vom 22. Februar eingeleitet wurde. Ein weiterer Erlaß über die V e reinheit- lichung des höheren Schulwesens vom 20. März über die künftigen Arten der höheren Schulen brachte die organisatorische Schulreform zu einem gewissen Abschluß. Die Ausbildung i für das Lehramt an höheren Schulen ■ wurde durch einen Erlaß vom 6. August für das i ganze Reichsgebiet einheitlich geregelt. Die Ein- i weihung der Bern Hard-Rust-Hochschule i für Lehrerbildung in Braunschweig gab ' am 23. Mai dem Reichserziehungsminister Gelegen- 1 beit, über die Aufgaben des Jugenderziehers im i völkischen Staat grundlegende Ausführungen zu i machen. ' Der Erziehung wie der Volksgesundheit in gleL 1 rfjem Maße bient das Deutsche Jugendherbergs- werk, das im vergangenen Jahr ebenso wie 1 die Heimbeschaffungsaktion der Hitler-Jugend ; einen starken Antrieb erfahren hat. Vom Anna- ' berg aus, der stolzen Gedenkstätte des oberschlesi- ; scheu Selbstschutzes, konnte der Reichsjugendführer ' am 17. Oktober 58 neuerbaute Jugend- , herbergen im ganzen Reich ihrer Bestimmung übergeben, für 19 wurde das Richtfest begangen, zu weiteren 19 der Grundstein gelegt. Bevölkerungspolitisch von Bedeutung war die Uebergabe der ersten Ehrenbücher an kinderreiche Familien am 2. Dezember. Die weitere Ausdehnung der Kinderbeihilfen, die eine gesetzlich festgelegte Abgabe der Arbeitslosenversicherung an das Reich künftighin ermöglichen wird, kündigte Staatssekretär Reinhardt am 30. Dezember an. Auf dem ersten Relchstreffen der Deutschen Volksqe- sundheitsbeweguna in Düsseldorf stellte der Reichs- ärzteführer Dr. Wagner am 8. August die Einführung eines Stammbuches für Volks - g e s u y d h e i t in Aussicht. Die einheitliche Zusammenfassung des Deutschen Roten Kreuzes wird die Leistungsfähigkeit dieser in Krieg und Frieden gleich verdienstvollen Organisation erhöhen und ihren wirkungsvollen Einsatz gewährleisten. Am 5. Oktober eröffnete der Führer und Reichskanzler das fünfte Winterhilsswerk des deutschen Volkes, dessen Ertrag mit dem Fort- ' schreiten der wirtschaftlichen Gesundung mehr und mehr auch der vorbeugenden Gesundheitsfürsorge zugute kommen kann, für die in dem Hilfswerk „M utter und Kind" und dem R e i ch s m ü t- terdie. nst die Nationalsozialistische Volkswohl- fahri großartige und in der Welt beisviellos dastehende Organisationen geschaffen hat. Der ,.T a g der nationalen Solidarität" am 10. Dezember, Htzr mit einem Ertrag der Sammlungen in Höhe von 7,6 Millionen Mark gegenüber dem Dorsahr eine Steigerung um 35,2 v. H. erbrachte, zeigte, wie sehr das Winterhilfswerk Herzenssache de-r ganzen deutschen Volkes geworden ist. Besonders augenfällige Sinnbilder des nun sich seinem Ende zu neigenden Jahres der Arbeit sind die großen Bauten und Baupläne des nationalsozialistischen Reiches. Durch Erlaß vom 30. Januar wurde zur planvollen Gestaltung des : Stadtbildes der Reichshaupt st adt der Architekt Professor Dip.-Jng. Albert Speer zum Generalbauinspektor ernannt, der zum erstenmal bei einem Wettbewerb für den Bau eines neuen Rathauses im Verwaltungsbezirk Kreuzberg Richtlinien für die bauliche Gestaltung Berlins bekannt gab. Am 27. November wurde in Anwesenheit des. Führers und Reichskanzlers der Grundstein zu der neuen Wehrtechnischen Fakultät gelegt, mit der Italien# Kamps um fein Lebensrechl Von unterem Scb.-Berichtersiatier. der Anfang gemacht werden soll für den Neubau einer zusammenhängenden Hochschulstadt, die am Westrand Berlins entstehen wird. Am 4. Dezember konnte auf dem Weltflughafen Tempelhof, einem Werk Professor Sagebiels, das Richtfest gefeiert werden. Neben der Reichshauptstadt sollen nach dem Willen des Führers in erster Linie die Hauptstadt der Bewegung, die Stadt der Reichsparteitage und die Stadt Hamburg in ihrer baulichen Ausgestaltung großzügig und planmäßig geordert werden. Die Weihe des Hauses der Deutschen Kunst an der Prinzregentenstraße in Mün - d) e n haben wir schon erwähnt, der Führerbau am Königlichen Platz wurde beim Besuch Mussolinis seiner Bestimmung übergeben, an der Lubwig- slroße entsteht das Haus des Deutschen Rechts, weitere repräsentative Bauten und großzügige Straßenerweiterungen sind in Angriff genommen. In Nürnberg legte der Führer bei der Eröffnung der ersten Nationalsozialistischen Kampfspiele am 9. September den Grundstein zum Deutschen Stadion, an den Bauten auf dem Reichsparteitagsgelände wurde mit Energie weitergearbeitet. In Hamburg wird eine Riesenhängebrücke entstehen ferner eine Fahrgastanlage an der Stadtseite des Hafens und eine zwei Kilometer länge Uferstraße mit einem Hochhaus von 250 Meter Höhe mit 60 Stockwerken, an das sich ein großer Saalbau an- schließen soll, schließlich ein „Kraft-durch-Freude"- Hotel und weitere Hochhäuser mit 15 Stockwerken Einen besonderen Merkstein erreichte der mit aller Energie vorangetriebene Bau der Reichsautobahnen. Am 17. Dezember konnte der Generalinspekteur für das deutsche Straßenbauwesen dem 2000. Kilometer der Neichsauwbahn dem Verkehr übergeben. Die am 16 November erlassene Straßenverkehrsordnung soll der seit der nationalsozialistischen Revolution durch die persönliche Initiative des Führers gewaltig gestiegenen Motorisierung Rechnung tragen. Sv zeigt dieser Rückblick auf ein neues Jahr nationalsozialistischer Staatsführung, der nur ergänzen sollte, was in den letzten Tagen schon in einer Reihe von Sonderaufsätzen behandelt worden ist, ein Bild neuer großer Erfolge, auf die wir stolz sein dürfen, denn geniale Führung und unermüd- l'.cher Arbeitswille haben nüammengemirft um eine Leistung zu schaffen, die sich in der Welt sehen des Wittens, wie zwei Jahrtausende deutscher Ge- „ . . . , u. ,................. ..... schichte sie nicht kannten. Ein inniges Gefühl des vierten Flugzeug auf einem Rundflug über Dankes an den Führer, der uns auf dem Wege derlvmerikanische Hauptstädte, der als ,Co- Selbstbesinnung voranschritt, verbindet sich mit ver- lumbus-Flug" von den Regierungen Kubas und trauensoyller Zuversicht, daß auch das nun herauf- der Dominikanischen Republik gemeinschaftlich mit ziehende neue Jahr uns gewappnet findet zu na- A ‘ " '■ ' tionalfozialistischer Tat für Deutschlands Größe und Freiheit. Dr. Fr. W. Lange. daß neben den bereits gemeldeten kommunistischen Funktionären auch zahlreich^ hochangesehene n a t i o n a l g e s i n n t e georgische Gelehrte, Dichter, Künstler und Politiker, von denen man lange Zeit nichts mehr hörte, erschossen worden sind. Den Erschossenen werden üblicherweise „Spionage", „Verrat", „Diversion" usw. nachgesagt. Wahr ist nur, daß die Erschossenen ehrlich für ihr Volk eintraten. Das genügt Stalin, um die Blüte der georgischen Intelligenz zu zerschlagen. * Anschlag gegen den Kalifen von Spanisch-Marokko. Höllenmaschinen in Postpaketen aus Französisch-Marokko entdeckt. Te tu an, 31. Dez. (DNB.) Die nationalspanischen Behörden veröffentlichen eine Note über einen verbrecherischen Anschlag gegen hohe spanische und arabische Persönlichkeiten Spanisch-Marokkos, der in Französisch-Marokko vorbereitet wurde. Am Donnerstag trafen drei Postpakete ein, die H'ö llenmaschinen enthielten. Sie waren gerichtet an denKalifen von Spanisch-Marokko, an den nationalspanischen Kommissar und an den nationalspanischen Ortskommandanten der Garnison Laroche. Da ein Postpaket auf der Kommandantur Verdacht erregte, wurde es im Park des Gebäudes geöffnet. Dabei brachte ein Uhrwerk eine starke Bombe zur Explosion. Die anderen beiden Pakete konnten noch rechtzeitig beschlagnahmt werden. Der verbrecherische Anschlag rief besonders bei der arabischen Bevölkerung große Empörung hervor. Die Schuld an dem Anschlag trage, so betont die Note, die Volksfront in Französisch-Marokko. Die muselmanische Bevölkerung füllte die Moscheen und stattete Dankgebete ab für die Errettung des Kalifen. Gegen das Monopol der „60 Familien". Vorstoß des Noosevelt-Kabinetts. Washington, 31. Dez. (DNB. Funkspruch.) Innenminister Ickes erklärte in einer Rundfunkrede, d i e Macht des in wenigen Händen konzentrierten Reichtums müsse in der kommenden Kongrehtagung gezwungen werden, sich den Gesetzen der Vereinigten Staaten anzupassen. Ickes schrieb den gegenwärtigen Konjunkturrückgang einem „S i tz st r e i k der 60 Familien" zu, durch die die amerikanische Wirtschaft kontrolliert werde. Zwischen der Macht des Geldes und der Macht des demokratischen Instinkts herrsche ein scharfer Konflikt. Der Konflikt sei in den letzten Monaten so intensiv geworden, daß es nunmehr klar sei, daß der Kampf bis zum Ende durchgeführt werden müsse, bis die Pluto- kratie ober die Demokratie, bis Amerikas 60 Familien oder Amerikas 120-Millionen-Volk siegten. Der stellvertretende Justizminister Jackson, einer der engsten Mitarbeiter Roosevelts, bezeichnete die großen preisgestaltenden Wirtschaftsmonopole als Urheber des gegenwärtigen Konjunkturrückganges. Sie machten sich die Depression zunutze, um den New Deal zu liquidieren. Sie erstrebten eine „aristokratische Anarchi e", die jede Kontrolle der Bundesregierung abschütteln wolle. Dieser Generalstreik des Kapitals gegen die Bundesregierung verfolge das Ziel, die Kontrolle über Löhne und Lebensstandard an sich zu reißen. — Einige Blätter wollen wissen, daß Roosevelt Jackson als den kommenden Gouverneur des Staates Neuyork, möglicherweise sogar a l s Präsidentschaftskandidaten für 1940 begünstige. Seine Angriffe werden aufgefaßt als Zeichen des unbeugsamen Willens zur Fortführung feines Kurses. Maßnahmen Gogas gegen das Judentum. Nmftt^sende Pläne zur Säuberung des rumänischen Staates. B u k a r e st, 30. Dez. (DNB.) Die Regierung Octaoian Goga, die sich die 'Regierung der nationalen, christlichen und bäuerlichen Union nennt, hat die jüdischen Zeitungen „Dimineatza", „Adeverul" und „Lupta" verboten und allen jüdischen Journalisten die Freifahrtausweise auf der Eisenbahn entzogen. In der Verfügung heißt es, daß der Ministerrat zum Schutze der Oeffentlichkeit vor zerstörenden Tendenzen vom ersten Augenblick an die Hindernisse zu beseitigen wünsche, die sich gegen die nationale und christliche Idee erhöben. Oeffentliche Fragen seien eine Familienangelegenheit des einheimischen bodenständigen und staatsbildenden Volkes. Daher würden die erwähnten Zeitungen verboten, weil sie größtenteils von Fremden geschrieben worden seien, die Interessen dienten, die den rumänischen Ansprüchen zuwiderliefen. Die Schanklizenzen und die Lizenzen für den Vertrieb von Tabak sollen allen Juden entzogen werden und ihnen eine weitere Ansiedlung auf den Dörfern nicht gestattet werden. Einige Blätter wollen wissen, daß die Regierung die Enteignung des jüdischen ländlichen Besitzes vorbereite. Schließlich ist noch eine Überprüfung aller ärztlichen Doktordiplome geplant. Kürzlich war festgestellt worden, daß von Juden zahlreiche Doktordiplome gefälscht bzw. auf unsaubere Weise erworben wurden. Oie Kämpfe in Schantung. Hankau, 30. Dez. (DNB.) Die noch in der Provinz Schantung stehenden chinesischen Truppen beziehen die in monatelanger Arbeit von der Zivilbevölkerung ausgehobenen Siel'! ungen bei Weishjen an der Eisenbahn Tsinan—Tsingtau. Um den Zugang zu Tsingtau wird erbittert gekämpft, die Chinesen bieten alles auf, um den japanischen Vormarsch auf Tsingtau aufzuhalten. Tsingtau ist von 80 v. H. der Zivilbevölkerung geräumt worden. Fast alle Ladengeschäfte sind geschlossen und die Straßen sind verödet. Japanische Brauereien, Warenhäuser, Fabriken, Werkstätten und Werksanlagen, die den bisherigen Zerstörungen entgangen sind, werden sämtlich in die Luft gesprengt. Ucber der Stadt stehen die Brandwolken von großen Bränden, die an mehreren Stellen ausgebrochen sind. ASV.-Dilanz 1937^ Ausgaben 1938 23on Gauamisleiter Bürgermeister Haug Darmstadt. NSG. Das nunmehr zu Ende gegangene Jahr 1937 stand im Zeichen des planvollen Ausbaues unserer NSV.-Arbeit im Gau Hessen-Nassau. Die Erfolge dieser Arbeit sind uns nicht versagt geblieben. Wenn ich heute die Bilanz 1937 ziehe, so weist sie das erste Mütter- und Säuglingsheim in Lindenfels auf, den Erwerb des NSV. - Mütter Heimes Schönberg bei Bensheim, den großzügigen Ausbau des Knabenübungslagers Rimdidim, die Uebernahme des Jugendheimes Brandau im Odenwald sowie des Kleinkinderheimes Nieder- Seelbach im Taunus. Im Kreis Schlüchtern wurden beachtliche Maßnahmen im Rahmen des Rhönhilfswerkes begonnen. Ueber hundert Dauerkindergärten wurden .in 1937 im Gau errichtet. Dazu fiedelte im Jahre 1937 die Gau- amtsleitung aus einem unzweckmäßigen und den Verhältnissen nicht mehr entsprechenden Gebäude in ein freundliches und ausreichendes Verwaltungsgebäude, das Jakob-Spreng er-Haus, in Darmstadt über. Die neue Aufgabe der NSV. im Rahmen des Vierjahresplanes die Durchführung des Ernäh - rungshilfswerkes, brachte uns große Erfolge. In fast allen größeren Städten des Gaues ist das Ernährungshilfswerk angelaufen und wird nunmehr weiter ausgebaut. Die in Darmstadt erstellten Ställe des Ernährungshilfswerkes wurden von den zuständigen Stellen als vorbildlich für bas Reich anerkannt. Neben all biefen Aufgaben fand die große Umorganisation des politischen (Baues statt, die in der Zusammenfassung seither getrennter Kreisleitungen auch uns in der NSÄ.- Drganifation große Umstellungen in personeller und sachlicher Hinsicht brachte. Alles in allem können wir mit dem im Jahre 1937 Erreichten vollauf zufrieden fein. Dies fand auch Ausdruck in der Anerkennung des Gauleiters und des Hauptamtsleiters Hilgenfeldt, der mit dem im Gau Hessen-Nassau gerade im letzten Jahr Erreichten mehr als zufrieden war. Wenn ich diese Bilanz heute ziehen kann, danke ich es in erster Linie dem Vertrauen und der Unterstützung des Gauleiters. Ohne ihn wären zahlreiche Maßnahmen undurchführbar gewesen. Der Gauleiter hat sich auch bei den Arbeiten der NSV., wie überall im Gau, an die Spitze ge st eilt und sein sicheres Urteil und seine Erfahrung uns immer wieder geschenkt. Zum Zweiten verdanken wir den Erfolg neben dem Einsatz der Mitarbeiter der (Bauamtsleitung der unermüd- . liehen Arbeitsleistung und der restlosen Hingabe der die Organisation tragenden Kreisamtsleiter, Ortsgruppenamtsleiter und ihrer Mitarbeiter. Die namenlosen und unbekannten Amtswalter und Helfer der NSV. verdienen bfefen Dank ebenso. Es ist mir daher ein ehrliches Bedürfnis, allen diesen Mitarbeitern dafür den Dank auszusprechen, den sie verdient haben. Ein neues Jahr steht vor der Tür! Was es uns bringt, wissen wir nicht. Daß es Arbeit, Mühe und Sorgen bringen wird, ist sicher. Und das ist gut so. Neue Pläne stehen für 1938 vor uns. Der Umbau des Heimes Brandau wird durchgeführt, desgleichen der Um- und Erweiterungsbau des Heimes Wildsachsen; der Erwerb von zwei neuen NSV. -Mütterheimen ist eingeleitet. Zwei NSV. - Kinderheime werden noch unser eigen werden, und damit vorerst den Bedarf an Heimen erfüllen. Der Ausbau der Anlagen des Ernährungshilfswerkes wird uns vollauf beschäftigen. Neu wird schon zu Beginn des Jahres 1938 der durch die NSV. durchgeführte Vertrieb der Dolksgasmasken einsetzen. Neben all diesen Aufgaben wird die NSV.-Mitgliederwerbung weiter betrieben werden, und auch den Letzten in Arbeit und Brot stehenden Volksgenossen erfassen. Neue und große Aufgaben sind uns daher auch im Jahre 1938 wieder gestellt. Es wird uns nichts geschenkt werden. Wir brauchen alle Kräfte und wir brauchen Mitarbeiter, auf die wir uns voll und ganz verlassen können. Immer mehr werden daher auch die verantwortlichen Dienststellen der Gauamtsleitung und der Kreisamtsleitungen mit hauptamtlichen Amtsleitern und Mitarbeitern besetzt werden müssen. Die sachlich und persönlich unhaltbaren Zustände der seitherigen ehrenamtlichen Mitarbeiter sind in vielen Fällen nicht mehr tragbar. Wir werden auch 1938 alle Kräfte mobilisieren, um unseren Aufgaben gerecht werden zu können. Wir dürfen nicht müde werden. Die NSV.-Arbeit selbst aber ist für jeden, der in ihren Diensten steht, die schönste Genugtuung und Rechtfertigung. Wir können uns alle nicht von der Bewegung Adolf Hitlers trennen. Wir marschieren mit ihr in gute und schlechte Tage. Die NSV. des (Baues Hessen-Nassau aber wird auch 1938 ihre Pflicht und Schuldigkeit tun. Ich schließe mit den Sätzen, die ich dem anläßlich der Einweihung der neuen Gauamtsleitung erschienenen Bildbericht „Aus der Arbeit der NSV. und des WHW. im (Bau Hessen-Nassau'" gab: „Wir erfüllen auch weiter unsere Aufgaben nicht aus barmherziger Moral oder charitativen Regungen, sondern allein aus der sittlichen Pflicht, die wir dis Nationalsozialisten unserem Volke gegenüber zu erfüllen bereit sind. Wir sind nichts anderes und wollen nur so gewertet werden: ein Werkzeug und Glied der nationalsozialistischen Bewegung und ein Instrument in der Hand des Führers in seinem gigantischen Kampf um ein neues, stolzes und glückliches Deutschland. Wir glauben, damit nicht nur unsere Pflicht Volk und Nation gegenüber zu tun, sondern auch dem Herrgott und Lenker der Völkerschicksale zu.dienen. Deutschland ist unser Glaube, unser Dogma, unsere Mission und unser Schicksal! Adolf Hitler aber ist unser großes und einziges Vorbild. Ihm dienen wir, für ihn arbeiten wir dort, wo wir stehen, und mit ihm marschieren wir in ein ewiges Deutschland!" Kabinettswechsel in Aegypten. Konflikt zwischen König und Ministerpräsident. Der junge ägyptische König Faruk hat den bisherigen Ministerpräsidenten Nahas Pascha, der zugleich der Führer der ägyptischen Nationalpartei (Wafd) ist, in der ungnädigsten Form entlassen. Die Entlassung, die als Auflösungsdekret des bisherigen Ministeriums bezeichnet wird, wurde Nahas Pascha, der seit einigen Wochen krank ist, in seiner Prioatwohnung übergeben und wurde mit unbefriedigender Geschäftsführung begründet. Der zum' Nachfolger bestimmte Führer der parlamentarischen Opposition hat nach den letzten Meldungen die wichtigsten Posten seines neuen Kabinetts bereits besetzt. Der neue Ministerpräsident Mohamed Mahmud hat gleichzeitig 500 Studenten, die wegen politischer Vergehen im Gefängnis saßen, freigelassen. Für die politische Spannung in Aegypten war es bezeichnend, daß bereits im November ein Revolverattentat auf den bisherigen Ministerpräsidenten Nahas Pascha versucht wurde, während kurz darauf fein Außen- und Finanzminister sich nur durch Flucht vor Tätlichkeiten retten konnte. Der Konflikt zwischen König und Ministerpräsident begann mit einer Meinungsverschiedenheit über die „Blauhemden", der halbmilitärischen Jugendorganisation der U n a b h ä n g i g k e i t s- Partei (Wafd), die der König in eine reine Sportorganisation umgewandelt wissen wollte. Später kamen noch Auseinandersetzunaen über die Zuständigkeiten des Königs und d"s Ministerpräsidenten, über das Verhältnis von Mohammedanern und christlichen Kopten und schließlich über P a - l ä st i n a hinzu. Und mit dem Stichwort „Palästina" sind wir schon bei einem Kernpunkt, denn hinter den innenpolitischen Auseinandersetzungen tauchen die großen Fragen der Außenpolitik auf. Nahas Pascha galt als ein Freund Englands, hat sich feinen militärischen Wünschen gefügig gezeigt und wurde vom englischen Botschafter — in einer Audienz bei dem König — zu halten versucht. Dor der Auslosung des Kabinetts hatte der König die Bildung eines Koalitionskabinetts vorgeschlagen, die jedoch abgelehnt wurde. Ein weiterer Vorschlag des Königs, die Punkte der Verfassung, um die der Streit der Parteien geht, einer Kommission zu unterbreiten, wurde zwar grundsätzlich angenommen, dagegen die Zusammensetzung der Kommission abgelehnt, da nur drei Vertreter des Wafd 18 anderen gegenüberstanden. Letztere waren in der Mehrzahl frühere Minister. In der Zusammensetzung des neuen Kabinetts ist vor allem bemerkenswert: Ministerpräsident und Innenminister: Mohammed Mahmud Pascha, stellvertretender Ministerpräsident und Finanzen: Ismail Sidky Pascha; Aeußeres: Abdul Fattah Jehja Pascha; Justiz: Achmed Khashaba Pascha; Krieg: Hussein Rifki Pascha, der Adjutant des Königs. Die Liste enthält Vertreter aller Minderheiten, jedoch keinen Wafdisten. In Kairo hält die Spannung weiter an. Vor dem Saadi-Klub kam es zu Studentendemonstrationen für Nahas Pascha. Ein starkes Polizeiaufgebot verhindert Ansammlungen in den Straßen der Hauptstadt. Das neue Kabinett Mahmoud Pascha leistete am Donnerstagauend dem König seinen Eid. Der Ministerpräsident erklärte, seine erste Aufgabe sei die Auflösung aller politischen uniformierten Organisationen, allo auch der wafdistischen Blauhemden, um deren Fortbestehen hauptsächlich der Streit zwischen Hof und Kabinett Nahas Pascha entstanden ist. Bemerkenswert iff, daß das neue Kabinett völlig außerhalb der Waldi- Partei steht, die aber 90 v. H. der Kammersitze inne hat. Demzufolge ist eine Kammerauflösung wahrscheinlich. Die wafdistischen Parlamentarier tagten unter dem Vorsitz Nahas Pascha, der erklärte, der Kampf gegen die Intrigen die feit dem Tode König Fuads system"tilch gegen 'ün Kabinett betrieben feien, würden fortgesetzt werden. Aus aller Wett. Streif um den neuenfbecffen Frankfurter ©iorgione. Das Städelsche Äunftinftilut in Frankfurt hat. wie gemeldet, vor einigen Monaten durch Ankauf aus dem Kunsthandel ein übermaltes Tafelgemälde aus dem Beginn des 16. Jahrhunderts erworben. Dieses Bild wurde gereinigt und untersucht und; stellte sich als echter ® i o r g i o n e heraus, die I Rettung der Kinder Romulus und Remus darstel-! lend. Der Wert des Bildes steigerte sich naturgemäß um ein Vielfaches des Erwerbspreises. Wie jetzt bekannt wird, hat nun der Verkäufer des Bil-( des, ein Kunsthändler in Berlin, nach Kenntnis- j nähme von der Entdeckung, den Verkauf a n =; gefochten. Es bleibt abzuwarten, wie der Streit um das Gemälde ausgehen wird. IHerfroürbiger Jagdunfall in Australien. Ein eigenartiger Iagdunfall, bei dem eine Frau und ein junger Mann getötet sowie fünf weitere Personen verletzt wurden, wird aus Melbourne (Australien) gemeldet. Durch eine Kugel, die in das Magazin einer Kohlengrube einschlug, wurden zehn Sprengstoffbehälter zur Explosion gebracht. Beide Jagdausflügler wurden getötet. Die Frau wurde 80 Meter weit ins Meer geschleudert. Zwei Häuser in der Nähe stürzten ein, wobei fünf Bewohner verletzt wurden. heftige Schneestürme in Bulgarien. Aus ganz Bulgarien werden ungewöhnlich heftige Schnee st Ürme gemeldet, die erhebliche Verkehrsstörungen zur Folge haben. Die Züge hatten Verspätungen bis zu sieben Stunden. In Süd- Bulgarien, wo die Schneemassen stellenweise zwei Meter hoch liegen, mußte eine Bahnstrecke zeitweise vollkommen stillgelegt werden. Fast ^.sämtliche Telegraphenverbindungen in der Provinz^sind unterbrochen. Jeglicher Verkehr auf den Hauptoerbindungsstraßen mußte eingestellt werden. XBdferbmijf des Beichswelterdienstes. Ausgabeorf Frankfurt. Die Großwetterlage wird weiterhin durch das kräftige Hoch über England beherrscht, das kontinentale Kaltluftmassen nach Mitteleuropa steuert und dadurch anhaltendes Frostwetter bedingt. Zeitweise ist durch über Norwegen vordringende maritime Luft eine leichte Frostmilderung zu erwarten, die aber nicht von Dauer fein wird. Stärkere Schneefälle sind nicht zu erwarten. . Aussichten für Samstag (Neujah r): Weiterhin Frost, meist wolkig bis heiter, leichte Schneefälle nördlich des Taunus, Winde aus Nordosten bis Osten. Aussichten für Sonntag: Fortdauer des Frostwetters, trocken. IBinterfport-lBefferbienfL Vogelsberg. Hoherodskopf: Heiter, — 8 Grad, 40 cm Gesamtschneehöhe, 2 cm Neuschnee, Pulverschnee, Ski und Rodel gut. — Herchenhainer Hohe: Heiter, —8 Grad, 26 cm Gesamtschneehöhe, 1 cm Neuschnee, Pulverschnee, Ski und Rodel gut. Rhön. Wasserkuppe: Bewölkt, —9 Grad, 55 cm Gesamtschneehöhe, 2 cm Neuschnee, Pulverschnee, Ski und Rodel sehr gut. Sauerland. Winterberg: Heiler, —8 Grad, 26 cm Gesamtschneehöhe, verharscht, Ski und Radel gut, Schwarzwald. Feldberg: Leichter Schneefall, — 11 Grad, Gesamtschneehöhe 35 cm, Neuschnee 5 cm, Pulverschnee, Ski und Rodel sehr gut. Mrcblicbe Nachrichten. Evangelische Gemeinden. Neujahrstag, den l.^anuar. In allen Kirchen Kollekte für das Winterhilfswerk des Deutschen Volkes. Gießen. Stadtkirche. 9.30 Uhr: Pfr. Becker; 17: Pfarrverwalter Metzler. — Fohanneskirche. 9.30: Lic. Trommershaufen; 17: Pfr. Franz. — Kapelle des Alten Friedhofs. 9.30: Gottesdienst. — Petrus- kapelle, Wetzlarer Weg 59. 9.30: Pfr. Trapp; 10.45: Kindergottesdienst. — Wiefeck. 9.45: Gottesdienst; 11: Kinderkirche. — Albach. 12.30: Gottesdienst; Kollekte. — Steinbach. 10: Gottesdienst; Kollekte. — Heuchelheim. 10: Hauptgottesdienst; Kollekte. — Kirchberg. 10: Gottesdienst. — Mainzlar. 10: Gottesdienst. — Klein-Linden. 13.30: Gottesdienst; Kollekte. — Watzenborn-Steinberg. 13: Gottesdienst. Garbenteich. 13: Gottesdienst. — Haufen. 10: Gottesdienst. — Cid). 10: Stiftsdechant Kahn; Kollekte; Chorschule, Kirchenchor; 14: Stiftspfarrer Naumann. — Nieder- Veffingen. 10: Stiftspfarrer Naumann; Kollekte. — Langsdorf. 11: Hauptgottesdienst; Kollekte. — Bettenhausen. 13.30. Hauptgottesdienst; Kollekte. — Wuschenheim. 11: Gottesdienst; Kollekte. — Birklar. 18.30: Gottesdienst; Kollekte. — Hungen. 10: Gottesdienst; 11: Kindergottesdienst. — Wirberg. 10: Gottesdienst; Kollekte. — Veitsberg. 10: Lesegottesdienst., — Beltershain. 13: Gottesdienst; Kollekte. Sonntag, den 2. Januar. Gießen. Stadtkirche. 9.30 Uhr: Gottesdienst. — Fohanneskirche. 9.30 Uhr: Pfarrassistent Paetow. — Kapelle des Alten Friedhofs. 9.30 Uhr: Gottesdienst. — Petruskapelle, Wetzlarer Weg Nr. 59. 9.30: Gottesdienst (siehe Johanneskirche). — Wiefeck. 10: Gottesdienst; 15: Bibelstunde. — Albach. 12.30: Gottesdienst. — Steinbach. 10: Gottesdienst. — Heuchelheim. 10: Hauvigottesdienst. — Kirchberg. 10: (Bot« tesdienst. — Klein-Linden. 10: Gottesdienst; Kandidat Hahn; 11.15: Kindergottesdienst. — Watzenborn-Steinberg. 13: Gottesdienst. — Garbenteich. 10: Gottesdienst. — hausen. 11: Gottesdienst. — Lich. 10: Pfr. Dr. Heymann. — Nieder-Veffingen. 13.30: Pfr. Dr. Heymann. — Langsdorf. 11: Hauptgottesdienst; Stiftspfarrer Naumann, Lich. — Bettenhausen. 9.30: Hauptgottesdienst; Stiftspfarrer Naumann, Lich. — Wufchenheim. 10.30: Gottesdienst. — Birklar. 13.30: Gottesdienst. — Hungen. 10: Gottesdienst; 11: Kindergottesdienst. — Harbach. 13: Gottesdienst; Kollekte. Evangelische Stadlmission. Löberstraße 14. Samstag, 1. Januar (Neujahr). 20.15 Uhr: Evangelisa« tionsDortrag. — Sonntag, 2. Januar. 8.30: Morgen- andacht; 13.30: Sonntagsschule; 20.15: Evangelisa- tionsDortr^g. Christliche Gemeinde, Zu den Mühlen 2. Samstag, 1. Januar (Neujahr). 20.30 Uhr: Predigt. — Sonntag, 2. Januar. 9.45: Erbauungsstunde; 11: Sonn- tagsschule; 20.30: Evangelisation. Gemeinschaft innerhalb der Kirche (Landeskirchliche Gemeinschaft), Gutenbergstraße 9. Sonntag, den 1. Januar. 20,30 Uhr: Evangelisationsstunde. — Mittwoch, 5. Januar. 20.30: Bibelstunde. — Don« ncrs'ag, 6. Januar. 20.30: Jugendbundstunde. Neuaposiolische Gemeinden," Händelstraße 1, Eder- straße 13. Samstag, 1. Januar (Neujahr). 9.30 Uhr: Gottesdienst. — Sonntag, 2. Januar. 15.30: Gottesdienst. Baptislengem"inde, Gartenstraße 13: Sonntag, den 2. Januar. 11 Uhr: Kindergottesdienst; 16: Predigt. katholische Gemeinden. Samstag, den 1. Januar (Neujahr). Gießen. 6.30 Uhr: Beichtgelegenheit; 7: hl. Messe; j 8: Spendung der hl. Kommunion; 9: Hochamt mit Predigt; 11.15: Singrnesse mit Predigt; 15: Vesper mit Segen. — Grünberg. 9.45: Hochamt mit Predigt. Sonntag, den ?. Januar. Namen-Jesu-Fest. Gießen. 6.30 Uhr: Beichtgelegenheit; 7: hl. Messe; 8: Spendung der hl. Kommunion; 9: Hochamt mit Predigt; 11.15: Singmesse mit Predigt; 17.30: Andacht. — Grünberg. 9.45: Hochamt mit Predigt. — Licy. 7.30: Hochamt mit Predigt. — Laubach. 10: Hochamt mit Predigt. — Hungen. 17.30: Vortrag und Andacht. — Nidda. 8.15: Hochamt mit Predigt. — Scholten. 10.30: Hochamt mit Predigt. Oeffentlicher Sonntagsdienst. Polizei: Telefon 2751, nur in dringende» Notfällen Telefon 01 Feuerwache: Telefon 2244 45. Notruf Telefon 02. Hauptpost acht: Beschränkter Schalterdienst 8 bis 21 Uhr. Stadtpostamt: Für Schlietzfachabholer 1 bis 13 Uhr. Sanitätskolonne: Telefon 2500. Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm tiang:. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst BIum» schein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. XI. 37: 10 780. Druck und Verlag: Brühlsche Unioersitätsdruckerei R. Lange, K.-G, sämtlich in Gießen. Monatsbezugs» preis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufs- preis/10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig. Export 8397V Hessenquell - Pilsner und zu den Feiertagen das beliebte Bockbier (Starkbier) - Shvßttg -Melchior-Wes SWeKiMiWeWe» Wernerwall 15 Oberrealschullehrplan, realgymnasiale und gymnasiale Kurse. Gründliche Vorbereitung für die Reifeprüfung und Obersekundareife. Reichsverbandsprmuny durch die Lehrer der Schule. Tägliche, gewissenhaft beaufsichtigte Arbeitsstunden. Aufnahme von Schülern und Schülerinnen in alle Klassen (auch Sexta) iebeneit. 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Ein anderes Schreiben, das vor wenigen Tagen aus einem Dorf der Mark Brandenburg beim Polizeipräsidenten landete: „Sie, Herr Polizeipräsident, sollten mal ein Auge auf die Lotterie werfen. Ich muß immer mein Los bezahlen und habe noch nie was gewonnen. Schicken Sie bitte einen Kriminalbeamten zur Lotterie, der soll mal zusehen, damit ich endlich was gewinne. So geht das nicht weiter. Wenn aber das Auge des Gesetzes wacht, kann es nicht wieder schief gehen/' Und aus einem weiteren Schreiben: „In meiner Angelegenheit soll die Kriminalpolizei sich mehr Mühe geben. Der Fall muß aufgeklärt werden. Ich habe ja meinen bestimmten Verdacht — schicken Si e mir man zwei tüchtige junge Leute, ich bin eine alte Frau und werde wohl bald sterben. Ader das muß noch bereinigt werden. Und stacheln Sie die beiden Kriminalisten gehörig auf — ich verpflichte mich hiermit, die beiden als meine alleinigen Erben einzusetzen ..." Die ältesten Polizeibeamten schütteln den Kopf und freuen sich: so etwas ist chnen in ihrer langen Praris auch noch nicht vorgekommen. Immerhin ein Angebot, das sich sehen lassen kann! Und noch ein Schreiben wegen eines zukünftigen Rekruten Diesmal ist die Schreiberin eine 18jährige Frau, ihr Mann ist vier Jahr älter: „Hochgeehrter Herr Polizeipräsident! Ich muß Ihnen pflichtgemäß mitteilen, daß mein Mann auf zwei Jahre eingezagen werden soll. Das Leben ist für mich so schon nicht leicht, weil mein Mann viel unterwegs ist bei seinen Geschäftsfahrten. Ich bin aber eine junge Frau. Wenn er nun aber zwei Jahre lang weg ist, kann ich für nichts garantieren. Sie müssen das bedenken, auf Ihnen lastet die Verantwortung. Legen Sie bitte Ihren ganzen Einfluß darauf, daß mein Ferdinand zu Haus bleibt und nicht Soldat werden muß. Im voraus meinen innigsten Dank Ihre Stefsie Z." Das Schreiben wurde an das Wehrbezirkskommando weitergeleitet... Aber es kommen auch Briefe mit ganz vernünftigen Vorschlägen. So schlug vor längerer Zeit ein Berliner dem Polizeipräsidenten vor, nur einen Tag altes Brot zum Verkauf zuzulassen. Das Schreiben wurde an das Ministerium weitergeleitet; der Vorschlag wurde bekanntlich angenommen. „Herr Polizeipräsident! Mein 71 Jahre alter Bruder, der in Pankow lebt, hat mir seit vier Wochen nicht mehr geschrieben. Das ist mir verdächtig. Bitte sehen Sie doch mal nach, ob er tot oder nur z u faul zum Schreiben i st. Ihr ergebener Anton P." Was tat der Polizeipräsident? Ein Schutzpolizeibeamter des zuständigen Reviers in Pankow machte 36 Dienststellen gibt es im Polizeipräsidium — vielleicht bedenken auch die übrigen Briefschreiber, die sich persönlich an den Polizeipräsidenten wenden, daß dieser sich nicht um jedes einzelne Schreiben in diesem gewaltigen Dienstbetrieb kümmern kann. Aber sie können gewiß sein, daß die Polizei auch weiterhin bemüht sein wird, zu helfen, wo zu helfen ist... B.Li. Großmächte war so schwach ausgeprägt, der Faktor Sowjetunion wurde mancherorts als so wichtiger Trumpf im eigenen politischen Spiel eingejchätzt, daß Ereignisse wie die Attentate auf die „Deutschland" und die „Leipzig" beinahe den von den Bolschewisten gewünschten Effekt erzielt hätten. Nach vielem Hin und Her gelang es dann wenigstens, die Nichteinmischungspolitik — das Verlegenheitsprodukt auseinandergehender Großmachtsintereffen — auf einer neuen Grundlage, nämlich in der Richtung der Anerkennung krieaführen- d e r Rechte zu retten. Bis zum Abschluß des Jahres war es aber nicht einmal möglich, zu einer klaren Lösung im Sinne des klassischen Neutralitätsprinzips zu gelangen, weil die Westmächte die etwaigen Auswirkungen als für Franco zu günstig ansehen! Den gleichen zwiespältigen Eindruck gewann man aus der Behandlung des F e r n o st k o n f l i k t e s. Hier wurde vom japanischen Lebensdrang her das Problem der „Revision unhaltbarer internationaler Zustände" aufgeworfen. Es fand seinen konkreten Ausdruck in dem Kampf um jenen überalterten Neun-Mächte-Vertrag, der Japan einst in Fesseln geschlagen hatte. Wohl gina auch hier die Tendenz dahin, mit den üblichen Kollektivmethoden Japan wieder in den Arm zu fallen. Aber über eine „abessinische Parallele" ist man nicht hinausgekom- men. Es versagte die Genfer Liga, es versagten die Großmächte in Brüssel. Zu schwach, um eine fällige Entwicklung aufzuhalten, brachten sie anderseits auch nicht den Mut auf, einmsehen, daß sich in Fernost nach ewigen Lebensgesetzen eine neue Entwicklungsphase Bahn bricht. . Deutschland wurde weder durch die Ereignisse in Spanien, noch durch die Geschehnisse in Fernost unmittelbar berührt. Seine Hauptaufmerksamkeit wurde von der Entwicklung auf dem europäischen Felde in Anspruch genommen, wo sich ganz ähnlich gelagerte Probleme stellten. Dabei bedeutete das Jahr 1937 insofern einen wichtigen Abschnitt, als nun der Kampf Deutschlands um die Gleichberechtigung in seine letzte Etappe trat und die wiedererstarkte Großmacht Deutschland aktiv in das Geschehen eingriff. Freilich, weder an den Zielen noch an den Methoden der deutschen Politik wurde etwas geändert. Das zeigte mit aller Klarheit die Führerrede am 30. Januar. Sie brachte zunächst mit dem feierlichen Widerruf der Kriegsschuldlüge die Aufhebung eines Deutschland einst abgeprehten Schuldbekenntnisses. Damit versank — ohne daß fick Widerspruch regte — ein weiteres Stück der unheilvollen Versailler Welt, das im übrigen mehr noch als für Deutschland für die einstigen Feinde ein Schandmal gewesen war. Darüber hinaus erhielten durch diese Rede jene beiden Fragen einen neuen Anstoß, die über den Tagesstreit hinweg die Lage beherrschten: die Kolonialfrage und die Paktfrage, d. h. der von Frankreich mit britischer Unterstützung angestrebte europäische Kollektivoertrag. Was das Kolonial Problem betrifft, fo kann am Schluß des Jahres ein Fortschritt in doppelter Hinsicht festgeftellt werden; einmal verzichtet man jetzt angesichts der klaren Begrenzung der deutschen Forderung selbst in Frankreich und England darauf, Belgien, Holland oder Portugal mit angeblichen deutschen „Absichten" zu schrecken, und zum anderen weih man, daß dieser Anspruch durchaus ernst gemeint ist. Erinnert man sich der zu Anfang des Jahres unternommenen Versuche, die deutsche Cigentumsforderung entweder gan* zu überhören, ober ihr durch Genfer Rohstoffausschüsie und Auf- zäumung neuer internationaler Wirtschaftsmechanismen (van Zeelands Auftrag) den Wind aus den Segeln zu nehmen, dann ist der Fortschritt unverkennbar. Am Ende dieses Jahres steht die deutsche Kolonialforderung offiziell auf dem europäischen Programm. Daß wir anderseits kein Recht zu voreiliger Freude haben, ergibt sich aus dem jüngst sichtbar gewordenen Versuch der beiden Westmächte, ben Charakter des beutschen Anspruches zu verfälschen und im Rahmen einer „(3 e n e r a I => r e g e l u n g" irgendwelche „Konzessionen" für ein Entgegenkommen auf kolonialem Gebiet auszuhandeln. Die Besitzinstinkte der „Satten" Haven hiermit dem vernünftigen Ausgleich und der Herstellung der Gerechtigkeit einen weiteren Stein in den Weg gelegt, ebenso wie sie durch außerordentliche Verstärkung ihrer militärischen Machtmittel der alten Parol: „lieber Kanonen als neue Ideen" huldigten. Daß sie sich damit allerdings in Widerspruch zu den beherrschenden Kräften der Gegenwart setzten und viel Gelände verloren, das zeigte gerade im ablaufenden Jahr der Kampf um die Neuordnung Europas und der europäischen Sicherheitsverhältnisse. Auch in dieser Hinsicht war mit der Führerrebe vom 30. Januar der deutsche Weg eindeutig klargelegt. Es wurde betont, daß Deutschland si ch keineswegs isolieren wolle; gleichzeitig wurde die deutsche Auffassung hervorgehoben, daß eine freundschaftliche Regelung der internationalen Beziehungen am besten unmittelbar, d. h. auf dem Wege zweiseitiger Verträge erfolgen könne, Sowjetrußland als Partner jedoch nicht in Frage komme. Beides waren Gedanken, die höchste Fruchtbarkeit und Anziehungskraft erwiesen. Ihre wesentlichste Ausprägung fanden sie in der Herstellung der Achse Berlin — Rom, in der Errichtung des weltpolitischen Dreiecks Berlin — Rom — Io« k i o. Daß sie auch sonst den europäischen Notwendigkeiten entsprechen, bewies der italienisch- jugoslawische Ausgleich, das deutsch- polnische Minderheiten - Abkommen ober nicht zuletzt die Klärung der internationalen Stellung Belgiens. Der Fall Belgien ist sogar besonders instruktiv. Aeußerlich gesehen tat Deutschland zwar dasselbe wie England und Frankreich. Aber während Deutschland das belgische Streben nach Unabhängigkeit bejahte und seinen Beitrag gern und mit innerer Zustimmung leistete, fügten sich die beiden Westmächte nur widerstrebend diesem „Verrat an der kollektiven Sicherheit". fische Politik auf der Linie, wie sie im Halifax-Besuch, in den Londoner Beratungen der englischen und französischen Staatsmänner sichtbar geworden ist, dann muß sich Europa mit Notwendigkeit weiter auseinanderleben. Aber der Zug der Zeit strebt unaufhaltsam fort von den alten Kriegsfronten und ebenso von den Gefahrenfronten einer kollektiven Sicherheit mit Moskau im Bunde. Wenn Frankreich in dieser Lage in seine Bündnisse flüchtet, wenn England „vorsorglich" über einen Handelsvertrag engeren Kontakt mit Amerika sucht und ein Rüstungsprogramm ohne Beispiel verwirklicht, wenn man den Forderungen nach Gerechtigkeit deutschem Volkstum gegenüber mit Unverstand begegnet, so können wir das nicht ändern. Positive Beiträge sind das nicht. Aber aus der Gewißheit, daß die lebendige und natürliche E/rt- wicklungdes V ö l k e r l e b e n s, zu der sie sich mit all dem in Widerspruch setzen, auf die Dauer doch st ä r k e r ist als Menschenwitz, — aus dieser Gewißheit schöpfen wir feste Zuversicht für den Weg Deutschlands auch im neuen Jahr. Dr. Hans von Malottki. Gin Wahrzeichen des Licher Schloßparks gefallen. -/- Lich, 30. Dez. Die alte Eiche, die in unserem Schloßpark an dem Durchgangsweg nach der Hardt stand, brach vorgestern Mittag zusammen. Da sie ein Hindernis und eine Gefahr für den Durchgangsverkehr bildete, mußte sie völlig umgelegt werden. Bereits vor Jahren wurde die Krone entfernt, doch der Seitenast, unter dem der Wanderer wie unter einer Ehrenpforte dahinging, grünte weiter und erfreute manchen Besucher durch seinen eigenartigen Wuchs. In früheren Jahren war der dicke Stamm des sicher vielhundertjährigen Baums von einer schönen Bank umgeben Umfangreiche Diebstähle frei Opel. Rüsselsheim, 30. Dez. (Lpd.) Zwischen bem hiesigen Hauptwerk und dem Zweigwerk Brandenburg der Adam Opel AG. besteht ein Pendelverkehr. Kraftfahrer, die die Transporte durchführten, haben unterwegs Autobereifungen, Zubehörteile u. ä. abgesetzt und sich von dem Erlös gute Tage gemacht. Den Diebstählen ist man jetzt auf die Spur gekommen. Ein großer Personenkreis war daran, z. T. als Hehler, beteiligt. Eine ganze Anzahl Schuldiger .fitzt bereits hin - ter Schloß und Riegel. Die Untersuchungen dauern noch an. Versieckfpielen mit Irma. Von Joachim Lange. „Und jetzt spielen wir Versteck!" sagte Irma mit einer Miene, die jeden Widerspruch ausschloß. „Dein Wunsch ist mir Befehl!" entgegnete ich, denn ich weiß, was sich einer Dame gegenüber schickt, und noch dazu einer, die bereits drei Jahre alt ist. Irma hatte ihr Gesicht schon der Hauswand zu- ?gekehrt. „Aber nur auf dem Hof, Onkel Jo!" schärfte ie mir noch ein. „Uno wenn du dich versteckt haft, ruf!" Ich schlenderte über den Hof und sah mich nach einem passenden Schlupfwinkel um. Der Kellereingang und der Holzstall waren zu alltäglich. Auch der Landauer unter dem Schuppen wurde sicher öfter für folche Zwecke benutzt. Aber hinter der Pumpe, gerade weil sie fo frei auf dem Hof stand, wurde man gewiß zuletzt vermutet. „Bist du fertig, Onkel Jo?" redete Irma die Wand an. „Ja!" rief ich und machte mich dünn wie eine Fahnenstange. „Such!" Irma drehte sich um und rannte wie der Wind los, daß ihre kurzen Zöpfchen schunkelten. Sie kuckte in den Kellerhals und sie durchstöberte den Holzstall. Sie erforschte den Landauer von oben und von unten, von vorn und von hinten. Sie zwängte ihr Köpfchen in das Loch im Hühnerhaus und sie versuchte sogar, den Deckel vom Müllkasten 3U heben. Ich drehte mich derweil, je nachdem wohin sie rannte, wie ein Karussellpferd um die Pumpe. „Ach, du bist ja gar nicht auf dem Hof, Onkel Jo!" rief Irma schwer enttäuscht. „Das gilt aber nicht!" Sie rannte zur Gartenpforte. „Bist du im Garten, Onkel Jo? Ruf!" „Such!" rief ich. Sie drehte sich um und lief zurück. „Dann bist du auf der Straße!" sagte sie und rannte zum Torweg. „Bist du auf der Straße, Onkel Jo? Das gilt aber nicht! Ruf!" „Such!" rief ich. Sie rannte wieder auf den Hof, blickte ratlos um sich und traf Anstalten, den Dunghausen zu ersteigen. Aber nun mußte es doch wahrhaftig ge- schehen, daß ich in der Eile über den Pumpenttog stürzte und der Länge nach hinfiel. Irma sah grenzenlos erstaunt nach mir hin. „Ach, bei der Pumpe bist du, Onkel Jo?" rief sie und kam mit verklärtem Gesicht auf mich zugelaufen. „Das ist aber fein, hinter der Pumpe hat sich noch keiner versteckt, Else nicht und Walttaut nicht und Hänschen auch nicht." Sie ging strahlend um die Pumpe herum. „Weißt du was, Onkel Jo, das pielen wir gleich nochmal, weil es so fein war, und jetzt versteck i ch mich hinter der Pumpe, und du mußt mich suchen! Aber", fügte sie noch hinzu, indem sie sich schon hinstellte, „du mußt mich nicht gleich finden, Onkel Jo, du mußt mich erst überall woanders suchen!" Ein Mann backi Pfannkuchen. Gewissenhafter Bericht über ein ungewöhnliches Ereignis. Sagen Sie nicht, daß Männer nicht backen können! Sagen Sie das nicht! Ich meine nicht die Zuckerbäcker oder die Pantoffelhelden, die von ihren Bezwingerinnen in die Küche gesperrt werden; ich meine gewöhnliche, verheiratete Männer, richtige Küchenignoranten, die wegen ihres Geschmacks vielleicht bei den Frauen gefürchtet, wegen ihrer Unkenntnis in allen Herdangelegenheiten jedoch gering geschätzt werden. Mir hatte dieser Hochmut der Gegenseite schon lange zu schaffen gemacht. Ich sagte mir, wenn ein Mann philosophisch erkannt hat, um was es sich beim Backen und Kochen dreht, dann muß er fähig sein, jedes Gericht herzustellen. Und so schleuderte ich beim Tee, zu dem man mich einen Tag vor Silvester eingeladen hatte, meiner Gastgeberin, die sich wunder was auf ihre felbftgefcrtigten Berliner Pfannkuchen einbildete, folgende Behauptung ins Gesicht: Wenn ich weiß, wie diese lächerlichen Gebilde zustande kommen, aus wieviel Gips, Salz und Worcester-Sauce sie hergestellt wurden, so zweifle ich nicht einen Augenblick daran, daß ich sofort beliebige Mengen erster Güte davon Herstellen kann. „Für drei Dutzend Berliner Pfannkuchen", erwiderte maliziös lächelnd die Dame des Hauses, „brauchen Sie ein Kilo reines Mehl." „Danke sehr! Und bitte, was noch?" „Ein halbes Pfund Puderzucker, 20 Gramm Hefe, ein Pfund Marmelade und ein Kilo Schmalz. Bitte versuchen Sie's und bringen Sie mir ein Probestück aus Ihrer Pfannkuchenfabrik, sobald Sie die Ablieferung verantworten können." 19.15 Uhr betrat ich, 10 Kilo schwerer, die Küche. Ich hatte alle Zutaten in dreifacher Ausfertigung besorgt. D r lächerlichen Rolle entsprechend, die zu spielen ich nun beginnen wollte, zog ich meinen gelb-weißen Strandanzua vom Sommer an und befestigte darüber eine weiße Küchenfchürze. Dann tat ich bas, was ich als Schwierigstes pnb Wichtigstes erkannt hatte. Ich weichte die Hefe m Milch auf und stellte dieses Lebensferment wie befohlen auf eine kleine Gasflamme. Ein Kilo Weizenmehl schüttete ich in eine große irdene Schüssel und grub in. die Mitte ein trichterförmiges Loch: Dahinein sollte der Hefeteig praktiziert werden. Ich blickte nach der Hefe. Sie war im Begriff, wie ein Lavastrom über den Rand ihres Gefässes zu fließen. Ich stülpte sie triumphierend in den Krater der Mehlschüssel und versuchte sogleich, mit aufgekrempelten Hemdärmeln einen regelrechten Teig zu kneten. Mit eitler Geste streute ich nun Weizenmehl auf den mit einer großen Rolle weißen Papiers und Heftzwecken besteckten Küchentisch, um darauf das Produkt meiner männlichen Intelligenz platt zu wälzen. Hierbei stellte ich fest, daß der einst so sensationelle Punktroller weiter nichts war als eine solide Nudelwalze. In fünf Minuten war die weiße Fülle nach allen Seiten wegmassiert, und ein fast durchsichtiges Etwas, eine Art Teighaut lag vor mir. Auf diese Unterlage setzte ich bis zur Mitte in regelmäßigen Abständen überall kleine Chimboras- sos von Pflaumen- und Himbeerkonfitüre und klappte schwupp, die andere Hälfte über die Hügel- laydschaft. Schon hatte ich ein Wasserglas zur Hand, und überall da, wo die Füllung dunkel durch die Teighaut schimmerte, drückte ich den scharfen Rand des Glases in den Grund. Um den Frauen in nichts nachzustehen, bestrich ich sogar laut Vorschrift die Lötstellen dieser kleinen Wunder mit Eiweiß. Jetzt kam die Prsbe aufs Exem^el: Wenn der Teig richtig bereitet war, mußten die kleinen Diskusscheiben „aufgehen". Eine geheimnisvolle Schwellkraft mußte in ihnen wachwerden. Erft nach dieser Verwandlung dursten die Geschöpfe dieser meiner Prometheusstunde in dem siedenden Schmalz zur letzten Vollendung gebracht werden. Um 21.30 Uhr begann auf der ganzen Linie das Wunder des Wachsens und des Werdens. Eine bezaubernde Harmonie der Formen war erkennbar, und ich pries mich glücklich, daß ich durch den kühnen Vorstoß meines Selbstbewußtseins zum Zeugen eines so unerhörten biologischen Vorganges geworden war. Ich stand auf der Höhe meines Schopser- glütfes. Man hatte mir gesagt, das Fett, das zum Backen benützt würde, könnte nicht heiß genug, nicht glühend genug sein. Es müsse fo gefeuert werden, daß sich weifter Schaum auf der Oberfläche der sprudelnden Schmalzmasse bilde. Ich Gashahn unter dem Tiegel halb auf. Das weiße Schweineschmalz zerrann im Nu zu einer durchsichtigen, klaren Flüssigkeit, die alsbald zu sieden begann. Ich gab mehr Gas. Himmel — das Backen war ja auch eine sportliche Angelegenheit. Ich drehte noch mehr auf. Richtig, da erschien ja schon der weiße Gischt. Nur noch einen Augenblick — es war 21.50 Uhr. Dann konnte das Backen beginnen. Noch mehr Gas! Teufel!! Was war das?! Die Gasflamme war in das flüssige glühende Fett geschlagen! Eine meterhohe Stichflamme schoß brausend aus dem Tiegel an der Küchenwand empor, alles in Flammen setzend, was über dem Herd sich befand. Ich sprang zurück, überlegte ... Löschen — wie? x Wasser in eine Kasserolle. Den Oberkörper zurückgebogen und das Wasser mit einem Ruck auf die rasende Stichflamme gegossen. Ein handgranatenähnliche Explosion, ein ungeheurer Luftwirbel ... Ich lag am Boden, k. o., als hätte mich Schmeling niedergedonnert. Die Lampe aus der Küchendecke war abgedreht, die mit Rolljalousien geschlossenen Fenster waren nach außen gedrückt und zertrümmert, die Küche war mit Ruß und Schwefelgestant erfüllt. Die Hölle war los. Ich kroch wie ein abgestürzter Flieger auf allen Vieren zur Küche hinaus auf den Korridor, kam dort wieder zum Bewußtsein, befühlte meine abgesengten Augenbrauen, roch meinen abgefengtcn Schnurrbart, kroch zum Telephon und alarmier/' die Feuerwehr. Sie tarn. Ich mußte dem Löschzugführer er^h' len, wie die Explosion entstanden sei. Schmun^md hörte er mit seinen Kollegen zu. „Das hätten S^e mit einer Handvoll Scheuersand löschen können, meinte er und blickte lächelnd auf die weiße Serviette, unter der die 36 Pfannkuchen während der Explosion vor lauter Angst noch mehr aufgegangen waren. Die klassische Ruhe dieser Männer gab mir schnell auch meine Ruhe zurück, und mit fünf Flaschen Hattenheimer feierten wir zunächst einmal den sensationellen Erfolg meines ersten und letzten Back- versuches. Es war 24.50 Uhr, wir hatten alle Bruderschaft getrunken und fangen mit rauhen Männerkehlen ein stolzes Lied, als sich die Türe öffnete und meine Frau mit beispiellos intelligentem Gesicht auf der Schwelle stehen blieb. Es dauerte lange, bis ich den Vorfall erklärt und sie ihn begriffen hatte. Sagm Sie nicht, daß ein Mann nicht backen Siccus. drehte den! könnte! Sagen Sie das nicht!! Statt besonderer Anzeige. Frau Frieda Jung, geb. Conrad im 64. Lebensjahr. Heuchelheim, Leihgestern, Kaltennordheim, Frankfurt a. M., den 31. Dezember 1937. Gießen, den 30. Dezember 1937. Die Beerdigung findet auf Wunsch der Entschlafenen in aller Stille statt. 8918D 8934D Frau Elisabeth Meurer Johannes Eise III tuu SfHtJa-ftketk •teu'tSie! Dreschmaschinenbesitzer im 56. Lebensjahr, Franz Vogt & Co. X GieLien ”974 a «K Selterswey 44 Ruf 2464 O Lieh, den 30. Dezember 1937. Die Beerdigung findet am Sonntag, dem 2 Januar 1938, nachmittags 4 Uhr statt. 8921D unverbindlich. sasoV Berte. A. Gotvel, Koblenz, Aizzaiir. 39 8917D 1938 einzusenden: Frankfurt a. M/Höchst, Loreleystrafie la UL 1. ?845D 8881 D Meller Im vollendeten 70. Lebensjahre Die Beerdigung findet am 2. Januar 1938, nachmittags 3’/2 Uhr statt 06255 Im 26. Lebensjahre jäh entrissen Hohen Eigenschaften 8925V 2. MA grelle ob Oer lolur um öemwer-Mkl! ■V; Familien- Drucksache Vornenrm Geschmackvoll/ Persönlich / Geben Sie sich »Inen Ruck! Treten Sie ein und sehen Sie sich die Mercedes Selekto Kleinschreibmaschine genau an. Aus der Nähe betradi- tet, gewinnt sie noch. Und dann können Sie sich auch gleich über den niedrigen Preis und die bequeme Zahlunqsweise unterrichten. reichen neuzeitlichen Ausführungen sowie Papieren omigst die Brühl’sche Druckerei Schulstr. 7. Ruf 2251 Prosp.d.Chem.Lab. Schneider,Wiesbaden Heute nachmittag verschied sanft nach schwerem Leiden mein lieber Mann, unser treusorgender Vater, Schwiegervater, Großvater. Bruder, Schwager und Onkel Die Einäscherung hat im Sinne der Entschlafenen in aller Stille stattgefunden. J. Wellhöf er, Telephon 2313, 'IV(wh (Str 24 Heute entschlief sanft nach langem, schweren, Leiden im 67. Lebensjahr meine liebe Frau, unsere gute Mutter, Großmutter und Schwiegermutter AutoanSelbstfahrer zu vermieten Tel. 4335 fl857D (Jurcfi eine gute Skiffe von Optikermeister Carl Leisler Gießen 80l3A Neuenweg 16 Lieferant aller Krankenkassen V ar ihren nbvlz, ä Waaen 5 Ml. 'Anmachholz, ä Wagen 6 Ml. 1 Sack Anmachholz 1 Mk frei Gestern Donnerstag, abends?1/., Uhr, entschlief nach langem Leiden meine liebe Mutter, Schwiegermutter, Großmutter Urgroßmutter, Schwägerin und Tante Die Beerdigung findet am Sonntag, dem 2. Januar 1938, nachmittags 2 Uhr vom Sterbehause. Wilhelmstraße 34, aus statt Odenhausen (Lahn) Kreis Wetzlar, den 31. Dezember 1937 Die Beerdigung findet Sonnabend, den 1. Januar 1938, nachmittags 2 Uhr, vom Trauerhause aus statt Gestern nachmittag 4l/, Uhr verschied plötzlich infolge eines Unglücksfalles mein lieber Mann, unser treusorgenderVater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel Hämorrhoiden sind heilbar 'auch b.schw. Fällen In tiefer Trauer: Familie Karl Röhrsheim Familie August Karber Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Marie Volkmann, geb. Reuschling. MlWlMeillilmssenlen erhalten jetzt bei tragbarer Anzahlung und der bei jedem Volksgenossen angevanten Abzahlungsrate von mtl. nur RM. 3.— bei RM. 100.— Kaufsumme, Küche, Schlaf-, Wohn- u. Herrenzimmer, wie Polster- u. Einzelmöbel aller Art. Interessenten bitten wir um Angabe ihrer Adresse und wann anzutreffen. Postkarte genügt. Beratung und Besuch kostenlos und Im Namen der Angehörigen: Eberhard Jung. Statt besonderer Anzeige. Am 28. Dezember 1937 ist meine liebe Mutter von den Arbeitgebern: a) für die am 31. Dezember 1937 bei ihnen beschäftigten Arbeitnehmer Lohn- und Wehr- sleuerbezcheinigungen auf der zweiten Seite der Steuerkarte 1937 an das Finanzamt, in dessen Bezirk die Steuerkarte 1938 ausgeschrieben worden ist; bei wehrfteuerpflichtigen Arbeitnehmern hat der Arbeitgeber den Vordruck in Spalte 4 durch die Buchstaben a und b zu ergänzen und unter Buchstabe a die einbehaltene Lohnsteuer, unter Buchstabe b die einbehaltene Wehrsteuer einzutragen-, b) für die im Kalenderjahr 1937 beschäftigten Arbeitnehmer, deren Steuerkarte 1937 dem Arbeitgeber nicht Vorgelegen hat, und für die vor dem 31. Dezember 1937 ausgefchiedenen Arbeitnehmer, bei denen die Lohn- und Wehrsteuerbescheinigung auf feeite 2 der Steuerkarte 1937 beim Ausscheiden aus dem Arbeitsverhältnis versehentlich nicht ausgestellt worden ist, Lohn- und Wehrsteuer-Ueberweisungs- blälter an das Finanzamt der Betriebsstätte. Vordrucke zum Lohn- und Wehrsteuer-Ueber- weisungsblatt sind anfangs Januar 1938 bei dem Finanzamt kostenlos erhältlich. Der Arbeitgeber hat die in den Lohn- und Wehrsteuerbelegen geforderten Angaben, und zwar für die ganze Dauer der Beschäftigung 4m Kalenderjahr 1937 stets zu machen, wenn in dieser Zeit Lohnsteuer einbehalten worden ist, oder wenn in dieser Zeit der Arbeitslohn während der ganzen Dauer der Beschäftigung oder eines Teils derselben den Betrag von 18 RM. wöchentlich (78 RM. monatlich) überstiegen hat. Als Lohnsteuer gelten nicht die vom Arbeitslohn einbehaltene Bürgersteuer und die vielfach im Wege des Lohnabzugs geleisteten . Spenden für wohltätige Zwecke (z. B. für das Winterhilfswerk). Diese Beträge sind in die Lohnsteuerbelege -nicht aufzunehmen. Als Arbeitslohn gilt der Arbeitslohn vor Abzug der genannten Beträge. Wehrsteuerpflichtig können im Kalenderjahr 1937 nur männliche Angehörige der Geburtsjahrgänge 1914 bis 1916 in der Zeit vom 1. September 1937 bis 31. Dezember 1937 gewesen sein. Lohn- und Wehrsteuerbescheinigungen (Steuerkarten) und Lohn- und Wehrsteuer-Ueber- weisungsblätter sind getrennt nach Gemeinden und innerhalb der Gemeinden der Buchstaben- solge nach geordnet einzusenden. von den Arbeitnehmern, die am 31.12.1937 in keinem Dienstverhältnis stehen, die in ihrem Besitz befindliche Steuerkarte 1937 an das Finanzamt, in dessen Bezirk der Arbeitnehmer am 11.10. In tiefer Trauer: Frau Elise Läufer, geb. Best und allen Angehörigen Krofdorf, den 31 Dezember 1937 1937 seinen Wohnsitz hatte. Dabei ist. die Wohnung am 11.10.1937 sowie auf der zweiten Seite der Steuerkarte 1937 die Nummer der Steuerkarte 1938 und die Gemeindebehörde, die diese ausgestellt hat, anzugeben. Den arbeitslosen Arbeitnehmern geht hierzu noch eine besondere Aufforderung durch das zuständige Arbeitsamt zu. II. Nach § 48 der Lohnsteuerdurchführungsverordnung und § 6 Abs. 2 der Ersten Wehrsteuerdurch-> führungsoerordnung hat der Arbeitgeber ohne besondere Aufforderung für diejenigen seiner Arbeitnehmer, deren Arbeitslohn im Kalenderjahr 1937 den Betrag von 8400 RM. überstiegen hat, besondere Lohnzettel auszuschreiben und bis zum 31. Januar 1938 an das für den Arbeitnehmer nach feinem Wohnsitz zuständige Finanzamt einzusenden. Bei Arbeitnehmern, die nur während eines Teiles des Kalenderjahres 1937 beschäftigt waren, ist für die Frage, ob der Arbeitslohn 8400 RM. im Kalenderjahr 1937 überstiegen hat, von dem Arbeitslohn auszugehen, der sich bei Umrechnung auf einen vollen Jahresbetrag ergibt. Die Lohnzettel können an die dritte Seite der Steuerkarte 1937 angeklebt werden. In diesem Falle erübrigt sich die Ausschreibung der Lohn- und Wehrsteuerbescheinigung auf Seite 2 der Steuerkarte ober des Lohn- und Wehrsteuer-Ueber- weisungsblattes. Vordrucke zu Lohnzetteln werden den Arbeitgebern auf Antrag vom Finanzamt kostenlos geliefert. Nähere Auskunft erteilt die Lohnsteuerstelle des zuständigen Finanzamts. Am 29. Dezember 1937. Die Finanzämter: Alsfeld, Bübingen, Friedberg, Gießen, Grimberg, Hungen, Lauterbach, Nidda und Schotten. Aufforderung zur Einsendung der Lohn- und Wehrsteuerbelege für das Kalenderjahr 1937. Auf Grund des § 47 der Lohnfteuerdurchführungs- oerorbnung sowie des § 6 Abs. 2 der Ersten Wehr- steuerburchsührungsverordnung unb bes Runberlasfes des Reichsministers ber Finanzen vom 9.12.1937 — S. 2233 — 130III sind bis spätestens 15. Februar In tiefer Trauer: Anna Eise, geb. Abendroth Familie Christian Albohn Familie Georg Eise. Bekanntmachung. Nachtragshaushaltssahung der Stadt Gießen für das Rechnungsjahr 1937. Auf Grund des § 86 Abf. 2 ber Deutschen Ge- meinbeorbnung vom 30. Januar 1935 (RGBl. I S. 49) wirb für bas Rechnungsjahr 1937 folgenbe 1. Nach- tragshaushaltsfatzung bekanntgemacht. / Einziger §. Die in ber Haushaltssatzung für bas Rechnungsjahr 1937 vom 14. Mai 1937 unter § 2 Nr. 2 fest- gefetzten Steuersätze (Hebesätze) werben wie folgt geänbert: 1. Gewerbesteuer a) vom Gewerbekapital ) auf 280 v. h. ber b) vom Gewerbeertrag i Steuermeßbeträge. 2. Zweigstellensteuer \ auf 360 v. h. ber ©teuer- 3. Warenhaussteuer / meßbeträge. Die nach § 88 in Berbinbung mit § 86 Abs. 1 ber Deutschen (Bemeinbeorbnung erforberliche Genehmigung ber Aufsichtsbehörbe zur Nachtragssatzung ist unter bem 24. Dezember 1937 erteilt. 8877C Gießen, ben 29. Dezember 1937. Der Oberbürgermeister: Ritter. im 73. Lebensjahre. Im Namen aller trauernden Hinterbliebenen: Jean Meifier Gießen, Neustadt 11, Peoria (USA.), Lohra, Salzböden, Heuchelheim, Stettin, den 31. Dezember 1937. Die Beerdigung findet Montag, 3. Januar, nachm. 3.30 Uhr von der Kapelle des neuen Friedhofs aus statt. __06256 s Einspaltige ~] werden zum ermäßigten Hl . • Grundpreis von 5 Pf. für die Meinanzeigen Millimeterzeile veröffentlicht! Frau Sophie Bausch, Wwe. geb. Christ im Alter von Jahren durch den Tod von einem langen und qualvollen Leiden erlöst worden. • In tiefem Schmerz: Dr. Walter Bausch, Chemiker. Todesanzeige Gestern abend entschlief sanft und unerwartet nach einem arbeitsreichen Leben mein lieber Mann, unser guter Vater, Schwiegervate* und Großvater Glasermeister Konrad Läufer Am Donnerstag morgen 3l'? Uhr entschlief mein lieber Mann, unser lieber Vater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel Karl Schickedanz im Alter von 56 Jahren. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Emma Schickedanz, geb. Seipp Gießen (Sonnenstr. 6), den 31. Dezember 1937. Die Trauerfeier findet am Montag, 3. Jan. 1938, nachmittags 2 Uhr in der Kapelle des Neuen Friedhofs statt. __-________________________________06249 Philipp Volkmann V Schlossermeister Unsere liebe Tochter. Schwester und Schwägerin Elisabeth Röhrsheim wurde uns am 28. Dezember durch einen tragischen Unglücksfall o MITflG s . ■ - . " ' 'i'. v fondererzeugnisse: fdel-Sils 7982 D Silvester 1937 06253 Erstaufführung Wir geben unsere Verlobung bekannt 15 bis 17.30 Uhr Sonntag, den 2. Januar Statt Karten! 19 bis 21.45 Uhr 8909D 8863D Ihre Verlobung geben bekannt Elfr. Wenz 8886 A FrihRohrbach undFrau Bochum 06237 Ihre Verlobung geben bekannt Anfang 20 Uht 89220 Neujahr 06240 LICHTSPIELHAUS Ihre Verlobung geben bekannt £ B 06235 8946D Neujahr 1938 386QP Schreinermeister is IIV 8949V Wiesbaden Diktoriastraße 2 Käthe Zegler Heinz Büning Men, die uns anläßlich unserer Silberhochzeit in so reichem Maße mit Geschenken u. Glückwünschen bedachten, sagen wir unseren herzlichsten Dank Stuttgart 13 Libanonstraße 58 Gießen plockstraße 16 Gießen Aster weg 16 Geboren aus dem Überschwang heiterer Lebensfreude. mitreißend in der sich verschenkenden Fülle der Melodien und die Herzen erobernd mit dem Scharm und der Grazie des sieghaft Schönen — so präsentiert sich diese humorvolle neue Ufa-Operette! Heute Freitag Erst-Aufführung! Heute Silvester erst zu dieser lustigen Ufa-Operette, und dann mit froher Laune in das neue Jahr!-- Buch Mainfranken Spezial - Ausschank der Actienbrauerei zum Löwenbräu München Preise RM. O.3O-1.5O 20 bis 22.15 Uhr Gießen Friedensstraße 3 Goslar An der Gose 19 Einspaltige Kleinanzeigen werden zum er- mäßigten Grund- preis von s Pf. fürdieMllimeler- teile veröffentlich» Unseren verehrten Gästen, Freunden und Bekannten eiu glückliches neues Jahr Wilhelm Dorfeld Inh. Karl Baldnf Allen Lotzekaste-Freunden ein glückliches neues Jahr! SCHNEEWITTCHEN Märchen nach Gebrüder Grimm von Trude Wehe ÜFA-WOCHENSCHAU / UFA-KULTURFILM Täglich 4, 6, 8.30 Uhr - Sonn- und Feiertag 3, 5.30, 8.30 Uhr n in ib( >h< 8 n r ii ei ’3) !5l 00 toi W Hildegard Weber Friedrich Wehmeyer Ufa. 2. / A.-R. 49 Dessau Verlobte Gertrud Möller Georg Gutberlet Verlobte Gretel Schmitz Andreas iKogall, Lehrer Anni Körner Richard Schlotterbeck Gießen, Sieinstraße 33 Silvester 1937 Romant.-komische Oper v. Flotow. Mus. Leitung Paul Walter. SpielleitungWolfg.Kübne. Preise RM. 1.20-4.00 Samstag, 1. Januar 1938, im Cafe Leib „Fröhliches Bordfest auf dem Dampfer Hamburg0 Humoristische Bordspiele, Musik und Tanz Als Preise bei den Bordspielen werden u. a. 2 Flugreisen von der Lufthansa verschenkt Hildegard Fink Or. med. vet.Galther Levering Die tote Tante und andere Begebenheiten von Curt Goetz. — Spielleitung: Wolfgang Kühne Preise RM. 0.80—2.50 Meiner geschätzten Kundschaft die besten Wünsche zum neuen Jahre! Gießen Wolkengaste 23 I Silvester 1937 Mit „Kraft durch Freude ins neue Jahr! Wilhelm £eib Gretel Ceib, geb Möller Vermählte Silvester mit Triumphator der hervorragende Starkbiertrunk Allen G ästen, Freunden und Bekannten ein fröhliches neues Jahr! Adolf Schepers und Frau Gasthaus „Zum kühlen Grund" Wieseck Hilde Kirschbaum Karl Hoffert, Unteroffizier Verlobte Auch im neuen Jahre Ihr Vogel- und Fischfutter für Ihre Lieblinge vom Fachgeschäft Seltersweg 6 Gießener Zoo ______8947n Familiendrucksachen Verlobungsanzeiqen Vermahlungsanzdioen Geburtsanzeigen bei Brühl. Schulstr. 7 Ihre Verlobung geben bekannt Unserer werten Kundschaft, Freunden und Bekannten die besten Glückwünsche zum Jahreswechsel! Radio-Äeusinger Gießen,Neustadt 17 8948V Meinen verehrten Gästen ein glückliches neues Jahr! Preise RM. 0.30-1.50 MARTHA Am Neujahrstag ab 4 Uhr: •fpezial dunkel ------ " * 1 Gießen Gießen Krofdorfer Straße 5 Löwengasse 9 HOTEL SCHUTZ Große 8910V Am Neujahrstag ab 3 Uhr TANZ __________8861D gtcßcner förauhaus-ßier nioblbebömmlidi und beliebt '5ött - UW mttma/ntwn V Sie brauchen nicht zu verzweifeln, wenn Ihnen aus dem Spiegel Doppelkinn, dicke Arme und breite Hüften entgegenschaucn. Sie brauchen auch keine Hungerdiät zu halten, sondern nur den tausendfach bewährten Richtertee zu trinken. Das lästige Fett ver» schwindet immer mehr, locht beschwingt erfreuen Sie sich neuer Schlankheit und Jugendfrische Aber bitte nur den diätetischen pr. ERNST RI ~rJ,e^er^ am 31. Dezember 1937 Gießen Silvester im i6* Mb 99 Silvesterpunsch Gießen Lad Hersfeld Krofdorfer Siraße 5^ z. 3- Gießen Lollar, den 31. Dezember 19 37 8866V Mehr Freude an der Natur durch Lermühler-Buchet Sm Löwen Neuenweg 28 Grolle 8ilKÄm ------ 8907V AllenxGästen und Bekannten ein glückliches neues Jahri Fritz Greiiichu. Frau - Winterkur für ■ — Hervös - Erschöpfte Spezialkuranstalt Hofheim 3 (Taunus) bei Frankfurt am Main. Telefon 214 Mäßige Preise. S.-R. Dr, M. Schuiie-Kahleyss, Nervenarzt »tot Wei toet Ifer Hiiti Hin »N ■i STADTTHEATER GIESSEN Freitag, den 31.Dezember (Silvester), 20 bis 22.45 Uhr DIE GEISHA Erstaufführung Operette v. Sidney Jones. Mus. Leitung: Joach. Popelka Spielleitung: Karl-Ludwig Lindt. Preise RM. 1.20-4.00 Samstag, den 1. Januar (Neujahr), 15 bis 17.30 Uhr SCHNEEWITTCHEN Märchen nach Gebrüder Grimm von Trude Wehe C?.A\SIPA\1RON1E Ein UFA-FILM nach der gleichnamigen Operette von Carl Millöcker — mit: ssmA Marika Rökk / Johannes Heesters EDITH SCHOLLWER - OSKAR SIMA - LEO SLEZAK RUDOLF PLATTE - HEINZ SCHORLEMMER Spielleitung: Georg Jacoby Gießen Sonnenstraße 13 Neujahr 1935 Tönning, denL.Ianuar abends Silin Milien Mm mllwiMWttW Zahlreiche Beteiligung erwünscht. SMmerkin Gießen e. B. o.a STURM GIESSEN Marktstraße Nr. 17 _________881QA Vereine \ Frohsinn i86i i Neujahrv.llUhr .Hindenburg". Bad Kersseld z. 3 Gießen, Chir. Det.-Kl. Silvester 1937 —* 06251 06232 I K f“* Sandj OWtzA 5 K - I Nr. 305 Drittes Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) 31. Dezember 1057 A. Januar !038 Gießen an der Jahreswende 1937/36. Das Skagerrak-Ehrenmal konnte feiner Bestimmung übergeben werden ' * » a ./wX -i i W rf Die Straßenumgestaltung in der Liebigstraße. x '■ * Das fünfte Jahr des nationalsozialistischen Aufbaues in Gießen geht mit dem Ablauf des Jahres 1937 zu Ende. Wir haben es bei seinem Erscheinen mit großen Hoffnungen begrüßt. Heute am Jahres- schluß können wir die erfreuliche Feststellung machen, daß es im Verlaufe dieses Jahres mit unserem Gemeinwesen wiederum m glücklicher Weise aufwärtsgegangen ist. Dafür haben wir auch als stadt vor allem dem Führer und Reichskanzler Adolf Hitler zu danken, unter dessen weit vorausschauender, glücklicher Führung die Gesamtheit des Reiches und mit ihr unsere Stadt in friedlicher Arbeit ein neues Stück segensreichen Aufbaues voll- dracht hat. Der Dank der Gießener Bevölkerung zebührt aber auch den Männern, die sich unter tat- iräftigstem Einsatz ihrer Person der Förderung un- crer Stadt widmen und allezeit bestrebt sind, guten Dienst für die Gesamtheit zu leisten. Es ist erfreulich, zu hören, daß die tatfrohe Mitarbeit und die ordneten den Ratsherren unserer Stadt vorstellen und zugleich die beiden neuen Mitarbeiter in ihre Aemter einführen. Unserer Stadtverwaltung wurden in den beiden neuen Männern wertvolle Kräfte mit reichen Erfahrungen gesichert. In der Person des Beigeordneten Vogt hat die Stadtverwaltung nunmehr wieder einen Juristen an der Arbeit. Ihm kommt dabei zugute, daß er feit Jahren mit Land und Leuten Oberhessens eng verwachsen ist und außerdem aus seiner früheren Tätigkeit bei der Provinzialdirektion Oberhessen ein großes Maß von Wissen und Erfahrungen in all den Dingen mitgebracht hat, die auch für unser Gemeinwesen von weittragender Bedeutung sind. Mit dem Beigeordneten Nicolaus ist ein geborener Ober- Hesse in den Vordergrund unserer Stadtverwaltung düngen für Wohnungsbauten im Rahmen der Gemeinnützigen Wohnungsbau G. m. b. H. und anderer gemeinwirtschaftlich notwendiger Einrichtungen der Zinsen- und Schuldentilgungsdienst im Rahmen des Haushaltsplanes sich planmäßig abwickelt, kurzum, die finanzielle Grundlage unseres Gemeinwesens gesund dasteht. Dazu hat auch sehr wesentlich die Tatsache beigetragen, daß in diesem Jahre die laufenden Steuern mit den Hauptbeträgen erheblich pünktlicher gezahlt wurden als in den Vorjahren, und daß dadurch sich die Steuerrückstände wesentlich vermindert haben. Erfreulicherweise konnte bei dieser Lage der Dinge das städtische Von den städtischen Betrieben liegen gleichfalls erfreuliche Mitteilungen über die Entwicklung im Jahre 1937 vor Das Elektrizitätswerk hatte m diesem Jahre eine Stromabgabe von 14 960 000 kWn gegen 12 611 000 kWh im Jahre 1936 zu verzeichnen; die Höchstbelastung an einem Tage belief sich in diesem Jahre auf 5090 kW gegen 4505 kW im vorigen Jahre. Die städtische Straßenbahn beförderte im Jahre 1937 bei einer Leistung von 640 000 Wagenkilometer 2 129 000 Personen gegenüber 641000 Wagenkilometer mit 2 001 000 Personen im Jahre 1936. Das st ä d t i s ch e Gaswerk verzeichnete im Jahre 1937 eine Gasabgabe im Umfange von 2 877 960 Kubikmeter gegen 2 770 030 Kubikmeter im Jahre 1936. Das städtische Wasserwerk lieferte im Jahre 1937 insgesamt 3 157 390 Kubikmeter Wasser, gegenüber 2 921 630 Kubikmeter im Jahre 1936. Ein ganz erheblich angestiegenes Betriebsergebnis kann das Städtische Biohum- Werk verzeichnen; es lieferte im Jahre 1937 rund 17 500 Zentner Biohum an die Bezieher, gegen 3300 Zentner im Jahre 1936 Der Städtische Schlachthos, der Ende Oktober d I. auf fein fünfzigjähriges Bestehen zurückblicken konnte, weist für das Jahr 1937 folgende Schlachtzahlen (in Klammer sind die Schlachtzahlen des Vorjahres beigefügt) aus: 2841 (2511) Stück Großvieh, 45 (33) Pferde, 9710 (9643) Schweine, 6305 (5969) Käl- be'f, 548 (459) Schafe, 72 (56) Ziegen, 1 (5) Zie- genlämmer und 15 (5) Spanferkel. Die Entwicklung der Bautätigkeit blieb auch im Verlaufe dieses Jahres sehr fruchtbar. Insgesamt kamen in diesem Jahre in allen Teilen des Stadtgebietes 92 Wohnhäuser mit 265 Wohnungen zu dem bisherigen Bestand hinzu. Im Vordergründe der Bebauung stand neben dem Schwarzlachgebiet besonders das Gelände im Südviertel der Stadt, aber auch in „Sachsenhausen" e Die neuen Fahnen der Gießener Truppen. 1 I » ■ D '.Ä vrrständnisvolle Einsatzbereitschaft der Gießener Volksgenossen an den führenden Stellen unserer Stadt' dankbare Anerkennung finden in dem Bett ußtsem, daß eben nur durch die kameradschaftlich« Gemeinschaftsarbeit von Führung und Gefolg- foaft das Werk der Gesamtheit gedeihlich entwickelt nerben kann. « Wenn wir in diesen Jahresschlußstunden unsere ÜHicfe rückwärts lenken auf die wichtigsten Ereig- n sse im Leben unserer Stadt im Verlaufe des Jahns 1937, so erinnern wir uns zuerst des Wechsels jir. der politischen Führung unserer Stadt und hres eirgeren Umkreises durch die Neubesetzung des Amtes des Kreisleiters der NSDAP. 9>itte Oktober trat Kreisleiter Backhaus als Nachfolger des zum persönlichen Adjutanten des Gauleiters ernannten Kreisleiters Dr. Hildebrandt das höchste politische Amt im Kreise Betterau an, damit zugleich auch die maßgebende Führung der Partei in der Stadt Gießen. Die aioße Versammlung in der Volkshalle bei der Amtseinführung des neuen Kreisleiters am 15 Oktober war ein eindrucksvoller Beweis des starken 33?rtrauens mit dem der neue Träger des Kreis- leleramtes in feinem hiesigen Wirkungskreise empfangen wurde. Er findet in Oberhesfen einen anderen Menschenschlag als im Bereiche seines frü- ‘heren Wirkens an der Wasserkante, aber auch hier sird die Volksgenossen gerne bereit, unter der Führung des Kreisleiters Backhaus in vertrauensvoller Zusammenarbeit alle Kräfte einzufetzen für bin vollen Erfolg des nationalsozialistischen Auf- ' "Werkes nach den Weisungen unseres Führers Avoli Witter Auf dieser Grundlage steht in unserer engeren Heimat dem neuen Kreisleiter ein Feld zur Arbeit offen, die fein Wirken fruchtbar machen j® rd und die uns am heutigen Jahresschlußtag mit Zuversicht die Blicke von der Rückschau hin zum Ausblick lenkt ' 3 m Bereiche der Verwaltung unserer Stadt ist in Sommer des scheidenden Jahres eine be» ttjfenbe Lücke geschlossen worden. Lange Monate dcltte der Oberbürgermeister als einzigen Berater nur l?men ersten Stellvertreter, Bürgermeister Professor ) Hamm, zur Seite. Die beiden Beige- i öneten ft eilen waren verwaist. Am 15. Juli -97 konnte Oberbürgermeister Ritter im Auf- ircge des Gauleiters den bei der Provinzialdirek- icn Oberhessen bis zu deren Aufhebung tätig ge- D'lfenen Prooinzialrat Vogt als hauptamtlichen Siiigeorbneten und den bisherigen Leiter des Hurftamtes Schiffenberg >n Gießen, Oherforfb nifter Nicolaus, als ehrenamtlichen Beige- rf r i e ■ 1 ■ Umfangreiche Standort-Lazarettbauten wurden im Südviertel errichtet. (Aufnahmen |8]: Neuner, Gießener Anzeiger.) eingerückt, der schon seit zehn Jahren als Leiter des Forstamtes Schiffenberg in Gießen tätig war und neben feinem Forstamt sich noch während einer Reihe von Jahren in mancherlei ehrenamtlichen Miturbeiterstellun- gen im Dienste unserer Stadt hervorragend betätigte. Die vom Oberbürgermeister dem Beigeordneten Nicolaus übertragenen Arbeitsgebiete der land- und forstwirtschaftlichen Verwaltung sind bei ihm in bester Obhut. Im Rektorat der Landesuniversität trat Anfang April gleichfalls ein Personenwechsel ein. Als Nachfolger des früheren Rektors Professor Dr. P s a h l e r , der nach zweieinhalbjähriger Amtsführung um Enthebung von dieser Stelle gebeten hatte, übernahm der Professor der Forstwissenschaft Dr. Baader das Amt des Rektors. ♦ Bei der Betrachtung der kommunalen Ergebnisse des scheidenden Jahres richtet sich der Blick naturgemäß zunächst auf die Lage der städtischen Finanzen. Hier ist die erfreuliche Feststellung zu machen, daß trotz der starken Erfordernisse auf den verschiedensten Gebieten des städtischen Wirkens die städtischen Finanzen sich in durchaus geordneten Bahnen bewegen, trotz aller Aufwen- Mahnbüro im Verlaufe des Jahres eine erhebliche Entlastung erfahren. An Hand der Steuerein- jänge kann man auch die erfreuliche Tatsache verzeichnen, daß gerade die kleineren Betriebe unseres Gemeinwesens durch den wirtschaftlichen Aufschwung auch im Verlaufe dieses Jahres erheblich flüssiger geworden sind. Im Interesse der Stadt, aber auch zum Nutzen der Steuerzahler selbst darf man bei dieser Gelegenheit dem Wunsche Ausdruck geben, daß auch in Zukunft die Steuerzahlungstermine immer pünktlich eingehalten werden möchten, um auch auf diesem Wege zu einer Entlastung des städtischen Derwaltungsapparates beizutragen und damit die von der Stadtverwaltung erstrebte Vereinfachung der gesamten Verwaltung zu begünstigen. wurde eifrig gebaut. Gegenwärtig befinden sich 29 Gebäude mit 53 Wohnungen noch im Bau. Neben dem Wohnungsbau war die Stadt auch auf dem Gebiete des Straßenbaues rege tätig. Hierüber ist folgendes mitzuteilen: An Straßenkanälen wurden im Jahre 1937 gebaut: 2716 Meter Schmutzwafferkanal und 1190 Meter Regenwasferkanal. Ferner wurden ausgeführt: 22 045 Quadratmeter chauffierter Straßen- Neubauten, 16 135 Quadratmeter asphaltierter Straßendecken, 57 663 Quadratmeter Ausbesserungen an asphaltierten Straßendecken. Eine bauliche Verschönerung und, vom Standpunkt des Verkehrs aus gesehen, zugleich eine Verbesserung ist im Laufe des Sommers in derLlebig st r a ß e zwischen Frankfurter Straße rrw kW Reichsautobahn-Abschnitt bis Steinbach fertiggestellt. Neue Wohnhausbauten in der Schwarzlach. V X* ' et? I 2 * Ein Jahrgang „aller Knochen" marschiert aus, den Kalerneu Umfangreiche Kleinwohnungsbauten am Schiffenberger Weg. und Bahnhof st raße 7 Ecke Hauptzoll - a m t geschaffen worden. Dort hat das Gelände vor dem Liebigbau (Alte Klinik) bis zur Ecke Zollamt und weiter bis zur Hauptpost ein neues Gesicht erhalten, das sich vorteilhaft darbietet. Mit der Straßenverbreiterung beim Hauptzollamt im Zuge der Bahnhofstraße bis zur Hauptpost ist in guter Weise auch einer seit Jahren als besonders dringlich immer wieder hervorgetretenen Forderung Rechnung getragen worden. Ferner wurde das Skagerrak-Ehrenmal im Eichgärten - Gebiet nach dem Entwurf des Stadtbauamtes vollendet, so daß es Anfang Juni seine feierliche Weihe erhalten konnte. Das von der Kreisamtsleitung der NSB. des Kreises Wetterau im Mai begonnene Ern äh- rungs - Hilfswerk (EH W.) wurde von der Stadt durch die Errichtung eines großen Stallgebäudes und der erforderlichen Nebenbauten für die Schweinemästerei erheblich gefördert und damit eine Leistung vollbracht, die durch einen jetzt bereits beschlossenen zweiten großen Stallbau noch gesteigert werden soll. Im Dienste unserer Dolksernährung unter Ausnutzung aller Möglichkeiten aus eigener Kraft können die NSB.-Kreisamtsleitung und die Stadtverwaltung an diesem Frontabschnitt für das Jahr 1937 eine bedeutsame Leistung aufweisen, die der allgemeinen dankbaren Anerkennung besonders wert ist. Im Rahmen der öffentlichen Bautätigkeit nahm der von der Heeresverwaltung im Verlaufe dieses Jahres tatkräftig fortgeführte Bau eines Standortlazaretts im Südviertel eine besonders wichtige Stellung ein. In diesem Neubau, der sich aus dem Hauptbau und verschiedenen Nebenbauten zusammensetzt, werden alle für ein Standortlazarett erforderlichen Anlagen geschaffen. Insgesamt soll das Lazarett in seinen verschiedenen Abteilungen Raum für 270 Betten enthalten, selbstverständlich außerdem noch die erforderlichen Untersuchungsräume, Laboratorien, Operationssäle, Röntgenzimmer, Verwaltungs- und Wirtschaftsräume usw. Krankensäle wird es in diesem Lazarett nicht geben, sondern die Patienten werden in Zimmern untergebracht, die in der Mehrzahl 1, 2 und 4 Betten, nur vereinzelt in großen Räumen 6 Betten enthalten werden. Alle Zimmer gehen mit der Fensterfront nach Süden und sind hell und hoch. Gegenwärtig sind in dem großen Bau die ersten Arbeiten der Inneneinrichtung im Gange, außerdem werden auf dem Grundstück vor den Bauten Planierungen oorgenommen. Gute Vorarbeit wurde im Laufe des zweiten Halbjahres 1937 für die große Aufgabe der Altstadtsanierung geleistet. Durch die energische Entwicklung des Arbeitsplanes in Verbindung' mit der umfangreichen Schaffung neuen Wohnraums in anderen Stadtbezirken ist es jetzt soweit gekommen, daß nach dem Abbruch der alten Gebäude in der Schloßgasse in naher Zeit auch mit der Nieder- tlegung der übrigen alten Häuser in dem Baublock Kirchenplatz-Lindenplatz begonnen und damit zugleich der Engpaß beim „Einhorn" beseitigt werden rann. Dann wird ort dieser Stelle als erster Abschnitt der gesamten Altstadtsanierung ein modernes Strdßenbild mit neuzeitlichen Wohnquartieren entstehen. Tatkräftige Vorarbeit ist mittlerweile auch für den zweiten Abschnitt der Altstadtsanierung am unteren Seltersweg-Ecke Kreuzplatz in die Wege geleitet worden. Ein großartiges Bauwerk, das für die Entwicklung unserer Stadt von weitreichender Bedeutung ist, konnte Mitte Oktober unmittelbar vor den Toren von Gießen in Gestalt der Reichsautobahn vollendet, feierlich eingeweiht und dem Verkehr übergeben werden, lieber die Bedeutung dieses § roßen Werkes für unser Gemeinwesen weitere usführungen zu machen, ist selbstverständlich überflüssig, denn die Größe dieser Tat in wirtschaftlicher und in verkehrsgeographischer Hinsicht liegt so klar zutage, daß sie jedermann geläufig ist. Aus dem Bereiche der städtischen Arbeit ist als bemerkenswert weiterhin zu verzeichnen, daß die dem öffentlichen Verkehr dienenden städtischen Verkehrseinrichtungen im Februar durch die Beschaffung zweier großer Omnibusse bereichert wurden, die zum Teil als Ergänzung des Straßenbahnbetriebs den Pendelverkehr zwischen der Straßenbahnhaltestelle an der Bergkaserne bis hinaus zur Waldkaserne versehen, darüber hinaus noch für Verkehrssonderdienste, insbesondere auch bei der Beförderung von Arbeiterkolonnen, Verwendung finden. Die städtische Feuerwache wurde in ihrer Schlagfertigkeit durch die Anschaffung neuer Feuerlöschgeräte im März weiter geRUHL SeHersweg Nr. 67 I adiO Telephon Nr. 3170 I eparaturen IH9?ü I Der Mittelpunkt des Vogelsbergs, das schöne Städtchen Schotten, erfuhr im Dezember eine wertvolle kulturelle Bereicherung durch die Schaf« fung eines Heimatmuseums. Bürgerlicher Gemeinsinn, bekundet durch die letztwillige testamentarische Verfügung des verstorbenen Staatsrats Dr. Weber und seiner Schwägerin Fräulein Pröscher, schufen in der „Weber-Pröscher-Stiftung" die Voraussetzung und die dauernde wirtschaftliche Grundlage für dieses gemeinnützige Museumswerk, das sich bei der bekannten Regsamkeit der Schottener im Laufe der Zeit sicherlich zu einem kulturellen Mittelpunkt des Vogelsbergs erweitern wird. Unsere 'Nachbarstadt L i ch bereicherte ihre Einrichtungen zum Wohle der Bevölkerung durch die Schaffung des schönen Waldschwimmbaoes im Albacher Teich, das über den Kreis der Licher Bevölkerung hinaus für die Volksgenossen anderer benachbarter Orte ebenfalls eine Quelle der Erholung und für die Jugend eine Stätte der körperlichen und sportlichen Ertüchtigung geworden ist. Grünberg war mit seinem bekannten Gallus- markt wiederum, wie alljährlich während des Herbstes, ein besonderer Anziehungspunkt für die engere und weitere Umgebung. Mit Recht kann diese Stadt auf ihre alljährliche große Veranstaltung stolz sein, die sie von Jahr zu Jahr immer mehr zum Gegenstand des stärksten Interesses für weiteste Bevölkerungskreise zu machen bestrebt ist. Von den vielerlei beachtenswerten Ereignissen und Entwicklungen auf dem Lande sei hier vor allem noch erinnert an die Einrichtung von NSV.» Kindergärten in zahlreichen Orten des Kreises Gießen, ferner an die Schaffung des Landschulheims in Kesselbach, eines HJ.-Heimes und eines Kindergartens in Großen-Buseck sowie eines Turnhallenbaues in diesem Orte, weiterhin an Siedlungsbauten in Großen-Buseck und in Lich, ferner an die Schaffung der Volkshalle in Watzenborn- Steinberg, an zahlreiche Meliorationsarbeiten des Arbeitsdienstes in einer Reihe von Orten trr her Nähe von Gießen, nicht zuletzt auch an die bedeutsamen Ausgrabungen im Reichsautobahn-Abschnitt bei Holzheim. Wenn wir unsere Blicke nach der nächsten preußischen Nachbarschaft hinüberlenken, so fällt be- sonders die Schaffung des neuzeitlichen Schwimmbades in Krofdorf auf, ferner werden wir an das Jubiläum des hundertjährigen Bestehens des Gleiberg-Vereins und an eine Reihe von Verbesserungen an und in dieser alten Burg erinnert. Schon diese kurze Auslese aus dem großen Kreise der Ereignisse und Entwicklungen während des Jahres 1937 zeigt, daß auch in der Provinz reges Leben und tatfroher Aufbau dem Jahre 1937 in wirtschaftlicher und in kultureller Hinsicht das Gepräge gegeben haben. Mit Genugtuung kann man am Jahresschluß auch auf diesen^Abschnitt des Aufbaues in unserer engeren Heimat blicken. B. steigert, so daß dadurch der Feuerschutz in unserem Gemeinwesen noch erheblich wirksamer als bisher geworden ist. Auf dem Gebiete der Verkehrs- Werbung haben der Fremdenverkehrsverein und das städtische Verkehrsamt in guter Zusammenarbeit mit der Werbestelle der Universität auch in diesem Jahre eine eifrige und anerkennenswerte Arbeit entfaltet, die seitens des Fremdenverkehrsvereins im Zusammenwirken mit der Wirtschaftsgruppe Einzelhandel bei der Weihnachtsgeschäftswerbung ihren Höhepunkt erreichte. Man darf die erfreuliche Feststellung machen, daß alle diese Verkehrswerbungen auch in diesem Jahre dem Wirtschaftsleben unserer Stadt eine gute Förderung gebracht haben und daher die geldlichen Aufwendungen für diese Arbeit nutzbringend waren. Eine wichtige Veränderung im öffentlichen Leben unserer Stadt brachte die mit Wirkung vom 1. April verfügte Aufhebung der hessischen Provinzialoerwaltungen mit sich. Durch diese Anordnung der Landesregierung, die auf die Vereinfachung des Derwaltungsapparates gerichtet war, ist die bis dahin als selbständige Behörde in Gießen wirkende Provinzialdirektion Oberhessen aufgehoben worden, gleichzeitig wurden die im Besitz der ehemaligen Provinz Öberhessen befindlichen Betriebe und Einrichtungen, auch in unserer Stadt, in den Besitz des hessischen Staates übergeführt. Hervorzuheben' ist weiterhin der Uebergang des Hotels Kühne in den Besitz der R e i ch s p o st, die nunmehr die Möglichkeit hat, nach dieser Neuerwerbung von Mitte November die seit Jahren schon dringliche Erweiterung von wichtigen Postdiensträumen im Hauptpostamt vorzunehmen. Eine seit Jahren fällige Dankesschuld gegenüber den Gefallenen des großen Krieges hat die Arbeitsgemeinschaft Gießener Soldatenkameradschaften mit dankenswerter Förderung durch die Stadtverwaltung dadurch erfüllt, daß sie ein Ehrenmal für die Gefallenen auf dem Ehrenhof des Neuen Friedhofs im November dieses Jahres errichten ließ, das unter starker Beteiligung aus allen Kreisen der Stadt seine feierliche Weihe erhielt. Ein wichtiger Markstein in der Geschichte unserer Stadt war im Bereich unserer Gießener Garnison Ende Oktober zu verzeichnen. Unter starker Beteiligung der Bevölkerung erfolgte durch die Truppen unseres Standortes die Einholung der Truppenfahnen, die im Auftrage des Führers und Reichskanzlers, des Obersten Befehlshabers der Wehrmacht, den 116ern in Gießen und der III. Abteilung AR. 9 durch den Reichskriegsminister Generalfeldmarschall von Blomberg verliehen und im Rahmen einer großen Feier für zahlreiche Garnisonen in Wiesbaden überreicht wor- den waren. Mit den Soldaten empfanden die Gießener Volksgenossen voll Freude die hohe Auszeichnung, die der Führer durch die Verleihung der Fahnen unseren Gießener Soldaten zuteil werden ließ. Der Tag dieser feierlichen Fahnen-Einholung wird nicht nur bei der Garnison, sondern auch bei der Gießener Bevölkerung immer in dankbarer Erinnerung lebendig bleiben. Im Wirken unserer Soldaten hatte auch der 30. September des scheidenden Jahres insofern eine besondere Bedeutung, als an diesem Tage zum ersten Male Reservisten nach zweijähriger Dienstzeit auf Grund der allgemeinen Wehrpflicht das Ehrenkleid des deutschen Soldaten ablegten und von ihren Offizieren und Unteroffizieren, sowie den jüngeren Kameraden nach alter Soldatenart kameradschaftlich zur Bahn geleitet', wurden, um von dort aus als „alte Knochen" mit Referviftenmütze unh Reservistenstock heimzufahren. Die enge Gemeinschaft zwischen den alten Soldaten und den aktiven Kameraden kam bei dein großen 116ek - Tag im Mai, ebenso auch bei dem ArtilleAistentreffen im Frühjahr in unserer Stadt wiederum in prächtiger Weise zum Ausdruck. Die alten und die jungen Soldaten werden diese Stunden des gemeinsamen Erlebens ebenso gern und dankbar in Erinnerung behalten, wie die gesamte Gießener Bevölkerung, die an den beiden soldatischen Veranstaltungen freudigen Anteil nahm. . * 1 Unsere Rückschau kann sich naturgemäß nur mit den wichtigsten Ereignissen des scheidenden Jahres beschäftigen. Daß neben den hier verzeichneten bedeutsamen Merkmalen der Entwicklung unserer Stadt noch zahlreiche weitere wichtige Vorgänge das Leben und Wirken unserer Gemeinschaft in diesem Jahre ausfüllten, weiß jedermann. Aber schon allein der Blick auf die hier in den Vordergrund gerückten Auswirkungen der öffentlichen Tätigkeit gibt uns allen Grund, mit Zufriedenheit, von dem Jahre 1937 Abschied zu nehmen. Wir werden es als ein neues Jahr fruchtbaren Schaffens in guter Erinnerung behalten und es mit dem Vorsatz verlassen, auch weiterhin in unserer engeren Heimat alle Kräfte anzuspannen in treuer Gefolgschaft und in allezeit tatbereiter Mitarbeit an dem Werke unseres Führers Adolf Hitler. B. Talsroher Ausbau in der Provinz im Jahre 1937. Weiterentwicklung des Motorsports in Öberhessen einen starken Aktivposten darstellt. Wenn man alle Straßenverbesserungen in unserer Zeit des erheblich gesteigerten motorisierten Verkehrs an sich schon begrüßen muß, so ist dieser Ausbau der Rennstrecke noch mit besonderer Freude zu vermerken. Erfreulich ist aber auch, daß die Straßenbauarbeiten im weiten Ausmaß sich auf die für den ländlichen Verkehr, insbesondere für den Gespannverkehr, in Betracht kommenden Nebenstraßen erstreckt haben, wodurch die Bevölkerung der Landorte in ihren Derkehrswünschen die verdiente weitgehende Beachtung gefunden hat. Die Stadt Friedberg hatte in diesem Jahre die Freude, wieder Garnisonort zu werden. Mit , großer Herzlichkeit empfingen die Friedberger ihr Infanterie-Regiment, an dessen Spitze als Oberst der aus seiner früheren Gießener Dienstzeit als Bataillons-Kommandeur bekannte Freiherr von Wachter steht. Die alte Reichsstadt konnte im April auch die feierliche Einweihung des Adolf- Hitler-Polytechnikums begehen und damit einen wichtigen Faktor ihrer Entwicklung auf dem Gebiete des Bildungswesens und der wirtschaftlichen Entfaltung verbuchen. Im Juni konnte die in Friedberg als Verwaltungssitz wirkende Ueberlanb» zentrale Oberhessen ihr 25jähriges Bestehen feiern. Die Provinz Oberhessen konnte im Jahre 1937 ebenso wie die Stadt Gießen eine Reihe bedeutsamer Marksteine der Entwicklung verzeichnen. Im Vordergründe steht dabei naturgemäß das große Werk des Reichsautobahn - Baues. Im südlichen Teile des Kreises Gießen wurde dieses Stück der "Straßen des Führers fertiggestellt, im übrigen Teile, nach dem Nordosten des Kreises zu, ist der Bau noch im Gange. Allenthalben hat sich dieses Unternehmen bereits während der Bauzeit nicht nur für die Bau- und Lieferfirmen und die dort beschäftigten Arbeitskräfte, sondern auch für Handel und Gewerbe im engeren Bezirk als ein starkes Instrument der Wirtschaftsförderung erwiesen. Für die Unterbringung der vielen Bauarbeiter mußte in den Dörfern Quartier beschafft werden, soweit dies nicht möglich war, erfolgte im Kreise Gießen die Unterbringung der Arbeiter in eigens errichteten Arbeiterlagern. Es entstanden an verschiedenen Stellen im Kreise Gießen derartige Lager, die aus zweckdienlichen Unterkunftshäusern bestehen. Bei der Errichtung dieser Lager wurde auf die Eigenart der Landschaft Rücksicht genommen; zum Teil fanden die Unterkünfte inmitten von schönen Waldgebieten ihren Platz, so daß sie den Bewohnern in weitgehender Weise den Aufenthalt und die Nutzung der Freizeit angenehm machen. Derartige Einrichtungen bestehen aber auch in der Nähe der weiteren Baustrecken im Kreis- Alsfeld. Dort sind die Bauarbeiten ebenso wie im nordöstlichen Teile des Kreises Gießen in vollem Gange, insbesondere wird zur Zeit an einem großen Brückenbau und an einer bedeutsamen Veränderung der Landstraße Alsfeld—Lauterbach dicht vbr den'Toren von Alsfeld gearbeitet. Die Durchführung dieses großen Unternehmens hat auch die erfreuliche Auswirkung gehabt, daß in vielen Dörfern unserer engeren Heimat, in erster Linie natürlich in den nahe bei den Baustrecken gelegenen Ortschaften, keine Arbeitslosen mehr vorhanden find. Vielmehr mußten für den Reichsautobahnbau noch von weither Arbeitskräfte beran- gezogen werden, ja bis vom hohen Westerwald, die in Lagern wohnen bzw. alltäglich mit großen Autobussen zu ihren Arbeitsplätzen gefahren werden und am Abend wieder heimkehren. Eine weitere Auswirkung dieser Entwicklung besteht darin, daß im Gegensatz zu früheren Jahren, in denen immer eine große Menge von Arbeitskräften sich zu den Holzhauerarbeiten während der Wintermonate drängte, jetzt kaum eine derartige Wahrnehmung zu machen ist, in vielen Orten die Holzarbeit im Winter nur noch auf den Kreis der kleinen Landwirte beschränkt bleibt und auch in dieser Hinsicht nur einen verhältnismäßig kurzen Zeitraum durchgeführt werden kann. Im Straßenbau in den Kreisen der einstigen Provinz Oberhessen wurde gleichfalls eine außerordentlich rege Tätigkeit während des Jahres 1937 entfaltet. Die Straßenbauverwaltung für die ehemalige Provinz Oberhessen hatte für ihren Haushalt 1937 die Summe von rund 3 Millionen Mark für die verschiedensten Straßenbauarbeiten zur Verfügung. Davon entfielen auf die Reichsstraßen rund 1330 000 Mark, auf die Landstraßen erster Ordnung rund eine Million Mark und auf die Landstraßen zweiter Ordnung rund 700 OOO Mark. Bei der Durchführung dieses Straßenbauprogramms, über die wir im Gießener Anzeiger vom 20. November in den Einzelheiten berichteten, ist an den Landstraßen aller drei Gruppen viel verbessert worden. Die bedeutendste und in ihrer Auswirkung am stärksten ausstrahlende Arbeit war dabei die neuzeitliche Gestaltung und Fertigstellung der Renn- strecke „Rund um Schotten", die für die Äiamanten-Komödie Roman von Horst Biernath. 19. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) Humphrey tippte auf feine Armbanduhr. „In einer halben Stunde ist das Diner fällig, die lieblichste Abwechslung an Bord. Ich wollte Sie nur erinnern, nicht zu fleißig zu fein." „Danke, Humphrey! Nett von Ihnen, daß Sie gekommen sind! So spät schon? Ich weiß nicht, wo die Zeit geblieben ist. Und Zanten hätte eine schlechte Meinung von meiner Pünktlichkeit bekommen. Ich kann mir denken, daß er Unpünktlichkeit nicht besonders schätzt ..Sie sah sein fragendes Gesicht. „Er hat mir nämlich die ehrenvolle Anfrage zukommen lassen, ob er mich zu Tisch führen dürfe." Humphrey stampfte mit dem Absatz auf: „Zanten Sie zu Tisch führen?! Und das, nachdem ich mich seit dem Frühstück auf das Diner an Ihrer Seite freue? Nachdem ich einen geschlagenen Tag daraus gewartet und mich darauf vorbereitet habe?" Er stieß die Fäuste ärgerlich aus den ein wenig zu langen, fürs Auswachsen berechneten Smokingärmeln. Und jetzt erst bemerkte Carola, daß er feierlich in Schwarz gerüstet, mit weißer Brust und dunkler Schleife vor ihr stand. „Im Smoking, Humphrey?" fragte sie, nicht wenig erstaunt. „Wie, ums Himmels willen, kommen Sie in dieses Fest- gewand?" „Das ist es ja eben!" knurrte er verbittert. „Daß ich unter diesen Umständen, wenn heute der Alte Sie zu Tisch führt, morgen abend ebenfalls darauf verzichten muß. Ich habe den Anzug nämlich von Martini gepumpt! Jawohl! Weshalb sehen Sie mich wie ein verwundetes Reh an? Don Martini gepumpt — ganz recht! Ich kann doch schließlich nicht Abend für Abend wie ein Trappist in meiner Zelle essen? Da ist Martini — und nicht ich! — auf den glänzenden Ausweg ver- fallen, daß wir beide uns mit dem schwarzen Möbel abwechseln. Einen Abend kommt er dran, den andern ich. Und heute bin ich an der Reihe!" Trotz seiner einwandfreien Erklärung konnte Carola sich von ihrem Erstaunen nicht so rasch erholen. „Aber d-as setzt doch eine gewisse Freundschaft voraus, wenn man sozusagen aus einem Topf lebt?" sagte sie etwas hilflos. „Natürlich", murmelte Humphrey nervös, wir haben uns völlig versöhnt ... Und außerdem befinde ich mich in einer Notlage, die manches entschuldigt." Der letzte Satz klapperte merklich nach. „Ich meine: Wenn ich schließlich schiffbrüchig mit einem einzigen Gefährten am gleichen Balken auf einer wüsten Insel lande, und wir haben nur eine Jacke und eine Hose zusammen — na, dann, frage ich ja auch nicht danach, ob er von Beruf Staatsanwalt ober Heiratsschwindler ist, nicht wahr?" „Selbstverständlich, in diesem Falle schon! Ich verstehe nur Ihren Vergleich für die gegenwärtige Lage nicht ganz. Martini ist kein Staatsanwalt, und Sie sind, was ich hoffen will, kein Heiratsschwindler. Wo ist der Balken, an dem Sie sich gerettet haben? Wo die wüste Insel? Und, bitte, wo ist zum Schluß die Notlage, in der Sie sich befinden?" „Wissen Sie, Carola", sagte er, schwer gekränkt, „ich finde, daß Sie in letzter Zeit an allem, was ich unternahm ober sprach, etwas auszusetzen hatten. Sie wollen die klarsten Dinge der Welt einfach nicht verstehen!" „Jetzt sind Sie ungerecht, Humphrey! Ich habe nur ein besseres Gedächtnis als Sie. Vor wenigen Stunden hielten Sie es, zum Beispiel, noch für die klarste Sache der Welt, daß Martini ein Bandit sei ... Ich muß Sie wirklich bitten, mit meinem weniger^ elastischen Verstand Geduld zu haben. Wenn Sie übermorgen wieder im Smoking erscheinen werden, um mich zum Diner abzuholen, werde ich mich wahrscheinlich schon an den Gedanken gewöhnt haben, daß Martini Ihr Freund ist." Humphrey errötete. „Freund —? sagte er ge- dehnt und verkniff den Mund. „Das ist natürlich stark übertrieben ..." Er bewegte die Lippen, als läge ihm noch vieles auf der Zunge. „Also: Zanten ' führt Sie heute zu Tisch?" stellte er nach einer kurzen Pause wehmütig fest. „Ja, Humphrey. Und Sie werden entschuldigen, wenn ich Sie jetzt 'rauswerie? Denn fünf Minuten brauche ich für meine Toilette unbedingt." Humphrey Timperly seufzte schmerzlich und ging einigermaßen begossen und enttäuscht davon. Carola schloß hinter ihm die Tür. Einige Sekunden lang blieb sie auf der Schwelle stehen und starrte auf die lasierte Füllung, als schaue sie Humphrey durch eine Glasscheibe nach. Zwischen ihren nachdenklich zusammengeschobenen Brauen stand eine kleine senkrechte Falte. Das war es: Humphrey machte ihr Sorgen. Sie spürte, daß er nicht ganz ehrlich war. Daß er vor ihr etwas verbarg. Und es war nicht einmal schwer, zu erraten, daß seine Geheimnisse mit Martini und der merkwürdig raschen Versöhnung mit Martini in Zusammenhang standen. Humphreys Gründe für die Versöhnung klangen ja überzeugend: Man hatte die Banditen gefaßt. Dennoch traute sie der Echtheit dieses Stimmungsumschwungs nicht. Sie kannte Humphrey zu gut. Er bildete sich immer ein, ein Pokergesicht zu besitzen, undurchdringlich wie ein heruntergeklapptes Visier; aber selbst beim Punkt um den Zehntelpfennig wußte sie genau, ob er einen „Straight flush" oder ein „Kleines Kunststück zu zwei" in der Hand hielt ... Und auch jetzt steckte etwas hinter seinem Gesicht. Fast reizte es sie, ihn zurückzurufen; sie war überzeugt, daß es nicht einmal großer Anstrengungen bedürfe, um hinter feine Schliche zu kommen. Aber es wäre nicht fair gewesen. Humphrey war ein Verliebter: Eine kleine Freundlichkeit von ihr war schon ein Trumpf, bei dem er seine Karten aufdeckte ... Sie ging zu dem Waschbecken und drehte beide Hähne auf, daß das Wasser geradezu körperwarm gemischt in die große Porzellanschüsfel strömte. Unterdessen wählte sie das Kleid für den Abend, ein schwarzes, schwer fallendes Atlasgewand mit einem weißen Jäckchen aus kurzgeschorenem Samt und mit Stuartkragen — ein Kleid, das einen beträchtlichen Teil ihres Berliner Reisevorschusses verschlungen hatte. Sie seifte sich gründlich ab, frottierte sich mit Genuß und kleidete sich mit einer Geschwindigkeit an, als würde sie von zehn Kammerfrauen bedient. Als Zanten anklopfte, hatte sie nur noch in ihre Brokatpumps zu schlüpfen. ..Schön und pünktlich wie die Morgensonne!" lobte er. Er warf den Zigarillo, den er sich für eine längere Wartezeit vorsorglich angezündet hatte, über Bord und schob Carola auf eine halbe Armlänge von sich fort, um sie wie ein Vater zu betrachten, der seine Tochter auf den ersten Ball ausführt. „Und dabei vollständig angezogen!" Seine Verwunderung war nicht gering und durchaus echt. „Sie müssen furchtbare Erfahrungen gesammelt haben." „O ja", bestätigte er düster und reichte ihr den Arm, „oder glauben Sie, ich wäre aus Stolz und angeborener ' Weiberfeindschaft Junggeselle geblieben?" Sein Tonfall entbehrte nicht tragischer Größe. „Ihre Bemerkung erschüttert mich, Kapitän. Ich hoffe doch ernstlich, daß ich nicht der Grund sein werde, der Sie Ihrem Stande untreu werden läßt?" Er zog die Brauen empor: „Ich habe ein bißchen lange gewartet, Fräulein Hollerthau — aber nicht ohne Berechtigung... Mein Vater heiratete mit achtundfünfzig Jahren." „Das ist gerade das richtige Alter." „Und sehen Sie, er hat mir oft genug versichert, daß auch er sich noch viel zu jung und unbesonnen in das Abenteuer gestürzt hätte ... Uebri- gens ist das eine ganze Geschichte." „Erzählen Sie, Kapitän! Ich brenne auf Beschichten!" „Ja, er lag mit Schwarzwassersieber danieder. Sie müssen sich klarmachen, daß das eine Krankheit ist, die einem für gewöhnlich der Sorgen des Stiefelputzers enthebt ..." „Ich bin die Tochter eines Arztes." „Gut, dann wissen Sie's natürlich . • • Also: Mein Vater hatte im Queügebiet des M'popo gejagt — entschuldigen Sie den Namen, aber ich habe den Fluß nicht getauft — kurz und gut, er erkrankte- und treue Freunde schleppten ihn nach Lorenzo Marquez, wo ihn seine Haushälterin pflegte. Um fein Vermögen nicht seiner nichtsnutzigen De^ wandtschaft zufallen zu lassen und sich erkenntlich zu zeigen, denn großzügig ist er immer gewesen, heiratete er seine Hausvorsteherin ... Tcha: Da neben mir noch drei Brüder leben, können Sie sich ja denken, wie gut er sich bei der Pflege meiner Mutter erholt hat und wie sehr er feine Voreilig» feit bereute. Er starb nämlich mit zweiundneunzig Jahren!" (Fortsetzung folgt.) Gießener" n erkiarife wurden ermäßigt. Aus der Stadt Stehen. Das alte und das neue Jahr. Don Hans Hartmann. Dickens hat in seinen „Silvesterglocken" vom alten Jahre geredet: „Das Jahr war an diesem Tage alt, hatte geduldig die Vorwürfe und Schmähungen seiner Lästerer überlebt und war getreulich mit seinem Werke zustandegekommen." Das Jahr geht unbeirrt seinen Weg, ein Sinnbild der Ewigkeit, der ewigen, ehernen Gesetze, die die Welt regieren. Es deckt vieles zu mit dem Mantel des Vergessens und Verzeihens. Gleich einem Scheinwerfer richtet der letzte Tag des alten Jahres noch einmal sein Licht auf die vergangenen 365 Tage: gewiß mag man sagen, daß es doch eine willkürliche Festsetzung ist, daß wir gerade am 1. Januar das neue Jahr beginnen lassen. Gewiß, es ist Menschenwerk, das uns heute die 1937 vergessen und mit 1938 uns anfreunden heißt. Aber sollte diese Satzung ganz von ungefähr sein? Doch wohl nicht: steht doch in ihr geschrieben ' von der Freude des nordischen Menschen, endlich die i Umkehr der sinkenden Sonne zu erleben. Was der graue November und Dezember gebracht haben, kehrt sich nun um in Aufstieg, in den Willen zum neuen Leben, zur neuen Schöpfung. Es scheint eine Weisheit darin zu liegen, daß man das Jahr nicht schon am 21. Dezember, am kürzesten Tage, beginnen läßt. Es ist, als ob wir noch einmal den Atem anhielten, als ob wir ja nicht zu schnell an den Sieg des Lichtes glauben wollten, um keine Enttäuschung zu erleben. Es ist, als ob wir noch abwarten wollten, ob es denn auch wirklich wahr sei. Und wenn wir merken, daß tatsächlich die Tage schon länger werden, dann glauben wir es, dann sind wir wieder des ewigen Wunders — und Gesetzes zugleich — inne geworden. Wir feiern das neue Jahr. 5)aben wir diese Gesinnung gewonnen, so werden wir es nicht schmähen und lästern, werden es verklären und das Beste an ihm festhalten. Wir handeln dann nach dem Bibelspruch: „Prüfet alles, und das Gute behaltet." So prüfen wir noch einmal das alte Jahr: was hat es uns gebracht in unserer eigensten Entwicklung, was brachte es für Ehe und Kinder, was in Beruf und Freizeitgestaltung? Sind wir vorwärts gekommen? Und wenn i es unscheinbar oder unmeßbar sein sollte — schon das Gefühl, weiter gekommen zu sein, ist ein Ansporn, eine Kraft für den Beginn des neuen Jahres. Nehmen wir alles Gute hinüber ins neue Jahr, so machen wir es nicht wie der Mann in der „Neujahrsnacht eines Unglücklichen" von Jean Paul, der ihn sagen läßt: „Gib meine Jugend mir zurück". Mit Jammern und Klagen bekommen wir nichts zurück, was wir nicht in uns tragen und hindurch bewahrt haben. So nehmen wir denn alles, was uns in unserem Lebensgange und im letzten Jahre zuteil wurde, ins neue Jahr und beginnen mit einem Kapitel an Seele, Kraft und Geist: folgen damit den Worten Dickens', der fordert, „daß man in fröhlicher Lust den alten Knaben entläßt und das neugeborene Kindlein begrüßt", — das denn nun wachsen und reifen soll bis zu seiner Vollendung „übers Jahr". Vornotizen. Tageskalender für Freitag (Silvester). Stadttheater: 20 bis 22.45 Uhr „Die Geisha". — Gloria-Palast (Seltersweg): „Gasparone". — Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): „Serenade". — Oberhessischer Kunstverein: 17 bis 18 Uhr Kunstaus- i stellung im Turmhaus am Brand. Tageskalender für Samstag (Neujahr). Stadttheater: 15 bis 17.30 Uhr „Schneewittchen"; 20 bis 22.15 Uhr „Die tote Tante und andere Begebenheiten". — Mit „Kraft durch Freude" ins neue Jahr: 20 Uhr, Caf6 Leib, fröhliches Bordfest -auf dem Dampfer Hamburg. — Gloria-Palast «(Seltersweg): „Gasparone". — Lichtspielhaus (Bahn- chofstrahe): „Serenade". — 1880/1930: Hotel Köhler. Tageskalender für Sonntag. Stadttheater: 15 bis 17.30 Uhr „Schneewittchen": 19 bis 20.45 Uhr „Martha". — Gloria-Palast (Seb ckerswea): „Gasparone". — Lichtspielhaus (Bahn- chofstraße): „Serenade". — Schützenverein: 20 Uhr »Schützenhaus Familienabend. Stadttheater Gießen. Aus dem Büro des Gießener Stadttheaters wird arns geschrieben: Heute abend findet die Erstcmffüh- Tung der Operette „Die Geisha" von Sidney Jones Patt. Gerade in der letzten Spielzeit hat sich diese beliebte Operette wieder die Bühnen erobert und das Publikum begeistert. Musikalische Leitung Joachim Popelka, der auch die Gesangstexte neu bearbeitet chat. Spielleitung Karl-Ludwig Lindt. Einstudierung «der Tänze und choreographische Leitung Irmgard Jenner. Ehöre Heinz Markwardt. Bühnenbilder Karl Löffler. Beginn 20 Uhr, Ende 22.45 Uhr. Am 1. Januar 1938 — Neujahr — findet nachmittags eine Wiederholung des Märchens „Schneewittchen" nach Grimm von Trude Wehe statt. Spielleitung Hermann Schultze-Griesheim. Musikalische Leitung Heinz Markwardt. Tänze Irmgard Zenner. Anfang 15 Uhr, Ende 17.30 Uhr. — Abends Erstaufführung von „Die tote Tante und andere Be- ! gebenheiten" von Curt Goetz. Curt Goetz, dessen „To- cvarisch" auch in Gießen einen großen Erfolg erlebte, > ist Dichter, Schauspieler und Regisseur. Spielleitung Wolfgang Kühne. Bühnenbild Karl Löffler. Die Vorstellung findet gleichzeitig für die KdF.-Miete, Truppe II (6. Vorstellung), statt. Anfang 20 Uhr, Ende 22.15 Uhr. — Wir machen noch einmal darauf aufmerksam, daß die angekündigte 8. Morgen- oeranstaltung am Sonntag, 2. Januar, ausfällt. Sonntag, 2. Januar, Wiederholung des Märchens ..Schneewittchen" nach Grimm von Trude Wehe. ' Spielleitung Hermann Schultze-Griesheim. Anfang 15 Uhr, Ende 17.30 Uhr. — Der Abend bringt die erste Wiederholung von „Martha", romantifch- ' komische Oper von Friedrich von Flotow, die bei ihrer Erstaufführung einen großen Erfolg erlebte. Musikalische Leitung Paul Walter, Spielleitung Wolfgang Kühne. Leitung und Einstudierung der Ehöre Heinz Markwardt. 'Bühnenbild Karl Löffler. WHW., Ortsgruppe Gießen-Nord. Belt. Kohlenabrechnung. Die Kohlenhändler werden aufgefordert, die in Zahlung genommenen Kohlengutscheine (Serie C) Dis spätestens Dienstag, 4. Januar, 20.30 Uhr, auf »er Geschäftsstelle, Walltorstraße 38, einzureichen. Später eingehende Gutscheine können nicht, mehr mgenommen werden. Die Gutscheine müssen auf »er Rückseite mit dem Stempel oder Unterschrift »es Kohlenhändlers und der Unterschrift, Straße mb Hausnummer des Hilfsbedürftigen versehen ein. Die Tarife des städtischen Elektrizitätswerkes und des städtischen Gaswerkes haben im Verlaufe der letzten Jahre bzw. der verflossenen Monate eine gewisse Senkung dadurch erfahren, daß die Stadtverwaltung die bisherigen Finanzzuschläge aufgehoben bzw. teilweise eine andere Regelung der Staffelung vorgenommen hat. Mit dieser Maßnahme sollte den Strom- bzw. Gasbeziehern eine Erleichterung gewährt werden, die in ihrer Gesamtheit für die Finanzen der Stobt immerhin allerlei ausmacht. Hinsichtlich der Ermäßigung der Strompreise im Stadtgebiet seit 1934 ist folgende Veränderung zu verzeichnen: Durch Wegfall des Finanzzuschlages für Beleuchtungsaw e ck e ab 1. April 1935 in Höhe von 4 Pf. pro KWh ermäßigte sich der Strompreis von 47 Pf. auf 43 Pf. für die kWh. Ferner wurde der Strompreis für Kraftzwecke durch Fortfall des Finanzzuschlages in Höhe von 2 Pf. für die kWh ab 1. April 1937 in jeder Staffel um 2 Pf./kWh gesenkt. Ab 1. Oktober 1937 wurde die Garantie für den Koch- und Heizstrompreis von jährlich 600 kWh auf 420 kwh zurückgesetzt^ Weiterhin wurde in 1937 ein Sonderpreis für gewerbliche Zwecke neu eingeführt: Arbeits- gebühr während der Lichtspitzenzeit 43 P. pro kWh, während der übrigen Zeit 20 Pf. pro kWh, mit einer monatlichen Mindestabnahme von 50 kWh, oder ohne Garantie 26 Pf. pro kWh. Die Licht- spitzenzeiten für Doppel- und Dreifachpreis sind in den Monaten November, Dezember, Januar Mit Recht pflegt der Einzelhandel auch in unserer Stadt auf das Weihnachtsgeschäft alljährlich seine besonderen Hoffnungen zu setzen. Diese Hoffnungen sind auch in diesem Jahre nicht enttäuscht worden. In einer Reihe von Branchen konnte man erfreulicherweise gegenüber dem Vorjahre nicht unerhebliche Umsatzsteigerungen verzeichnen, wenn auch nicht alle Branchen gleichen Anteil daran haben konnten. Der Gießener Einzelhandel ist auch für das diesjährige Weihnachtsgeschäft den an ihn gestellten Anforderungen gerecht geworden. Den Käufern wurde eine reiche Auswahl geboten. Darüber hinaus stellte sich der Außenhandel in den Dienst höherer völkischer Interessen, indem er bewußt den Notwendigkeiten des Vierjahresplanes entsprechend arbeitete, die neuen Werkstoffe propagierte und manches Vorurteil beseitigte, das da und dort noch diesen neuen Werkstoffen entgegenstand. Gleichzeitig hatte der Einzelhandel die Aufgabe mit zu erfüllen, sich für eine zweckmäßige Bedarfslenkung einzusetzen. Die Arbeit für das Weihnachtsgeschäft war für den Einzelhandel vom rein geschäftsmännischen Standpunkt aus nicht leicht, denn die Beschränkung von Verdienstspannen und die Preis-Stoppverordnung mußten berücksichtigt werden. An der Werbung für das Weihnachtsgeschäft hat man es nicht fehlen lassen. Die Gemeinschaftswerbung erwies sich insofern als ein Erfolg, als die Landbevölkerung in erhöhtem Maße zu Einkäufen in der Stadt angeregt wurde. Gießen bewies damit erneut feine Anziehungskraft als Bedarfsdeckungszentrum für ein Hinterland mit etwa 100 000 Menschen. Die Geschäftswelt ließ es sich ferner angelegen sein, durch gute Schaufensterdekoration, die sich zum Teil auf beachtlicher geschmacklicher Höhe bewegte, zum Kaufe anzureizen. Mit Genugtuung wurde es vom Einzelhandel begrüßt, daß die Bevölkerung des Landes und der Stadt rechtzeitig mit den Weihnachtseinkäufen be- 2 8848V Prosit Neujahr meiner werten Kundschaft, Freunden und Bekannten H. Gärtner Omnibusbetrieb, Liebigstr. 41 8901 V Meinen werten Kunden, Verwandten, Freunden und Bekannten ein glückliches neues Jahr! Schuhhaus Haas Marktplatz 7 8809A Allen unseren lieben Gästen und Sportsfreunden ein glückliches neues Jahr! Familie Römer Restauranr „Germania" 8932 V Meinen werten Gästen, Freunden u. Bekannten ein glückliches neues Jahr! Heinr. Georg, „Zur Linde" Frankfurter Straße 175 8913V Unserer werten Kundschaft, Verwandten, Freunden u.Vekannten ein glückliches neues Jahr! Cafe u. Konditorei Haas Neüenweg 2 8750V Anseren werten Gästen, Freunden und Bekannten ein glückliches neues Jahr! Leopold Herr und Frau Restaurant „Zum Krokodil" 8850V Anseren werten Kunden, Gästen, Freunden und Bekannten Cin glückliches neues Jahr! Willy Hoelters und Frau Bäckerei, Konditorei und Cafe 8796V Unserer werten Kundschaft sowie allen Freunden und Bekannten herzlichen Glückwunsch zum neuen Jahr! Georg Kronenberg Bäckermeister, und Frau Gießen, Löwengafse 23 8782V Meiner werten Kundschaft, sowie Freunden und Bekannten ein glückliches neues Jahr! Heinrich Luch und Frau Gesundheitstechnische Anlagen Krofdorfer Straße 24 7824V Unseren werten Kunden Freunden und Bekannten ein glückliches neues Jahr! Josef Maier und Frau Elektr. Mietwaschküche Walltorstraße 4 8846V Meiner werten Kundschaft, Ver- wandten, Freunden u.Vekannten die herzlichsten Glückwünsche zum neuen Jahr! Wüh. Nebhuth u.Familie Seilerei, NodHeimer Str. 56/58 8725V Prosit Neujahr! Meinen werten Gästen, Freunden und Bekannten 1 herzliche Glückwünsche zum neuen Jahre! Hans Schmitz „Zum Ventilche", Sonnenstr. 13 8908V Meiner werten Kundschaft in Stadt und Land, Freunden und Bekannten ein frohes neues Jahr! Hermann Behm Auto- und Viehtransporte Telefon 4039 8839 D Unseren werten Gästen, Verwandten, Freunden und Bekannten ein glückliches neues Jahr! Ernst Becker und Frau Gastwirtschaft a. Oswaldsgarten 8871 V Unserer werten Kundschaft, Freunden und Bekannten herzliche Glückwünsche zum Jahreswechsel! L.Best, Bleichstraße-11 - _____________________________87181 > Unseren werten Gästen, Freunden und Bekannten ein glückliches neues Jahr! Familie Heinrich Dippel „Burghof" 8749 V Herzliche Glückwünsche zum neuen Jahr! Autoverwertung Karl Dörr 8784V Meiner werten Kundschaft, Freunden und Bekannten zum Jahreswechsel die besten Glückwünsche! Theodor Dörfner Malergeschäft, Marb. Str. 36 .. _____________________________8873 V Herzlichen Glückwunsch zum neuen Jahr! Theodor Erb u. Familie Tapeziergeschäft Sonnenstraße 12 8788V Meiner werten Kundschaft sowie Freunden und Bekannten die besten Wünsche zum neuen Jahr! Karl Faber, Gießen Fahrschule — Kraftfahrzeug- Reparatur-Werkstatt 8843V Herzlichen Glückwunsch zum neuen Jahr! Ludwig Albach Wasch- und.Bügelanftalt Krofdorfer Straße 13 _ ______ 8723V Unserer werten Kundschaft sowie allen Freunden und Bekannten die herzlichsten Glückwünsche zum neuen Jahre! Gießener Privatsahrschule Heinrich Appel Motorsabrzeuge — Reparatur Willi Appel 8874V Ein glück'ches neues Jahr! 4204 A Unseren werten Kunden, Freunden und Bekannten ein glückliches neues Jahr! Fahrradhaus Aßmann Neustadt 20 8815V Unserer werten Kundschaft, allen Freunden und Bekannten beste Neujahrswünsche! Heinrich Balser u. Frau Elektroinstallateur 8719V Meinen Kunden, Freunden und Bekannten ein glückliches neues Jahr! Erich Carle Dachdeckermeister Dach-- uud Baustoffe Lollar (Fernsprecher 84) Gießen, Bleichstraße 26 __________________________8639V Ur. 305 viertes Matt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessens 3 . Dezember >037/1. Zanuar 1938 Unserer verehrten Kundschaft die besten Glückwünsche zum neuen Jahr! y 8655D 8840D 8894 A Albert Euler und Familie Bäckerei und Konditorei, Am Ludwigsplatz Empfehle gleichzeitig meine Pfannkuchen und Krüppel in bekannter Qualität Brühlsche Universitätsdruckerei, N. Lange Gießen, Schulftraße7/9 Unseren werten Kunden, Freunden und Bekannten ein glückliches neues Jahr! ^^se^^Pbränd-plätz Führendes Möbelfachgeschäft Ein glückliches, gesegnetes neues Jahr wünscht allen — ftnstnau. Ein glückliches neues Jahr! Ludwig Schneider Vauunternehmullg Äeuchelheim/Gießen ____ _______________________________________________85320 UNSEREN WERTEN GÄSTEN ZUM JAHRESWECHSEL DIE HERZLICHSTEN GLÜCKWÜNSCHE FAMILIE FRANZ NEIDERT __________________________________89020 PROSIT NEUJAHR Herzliche Glückwünsche zum neuen Jahr! Gloria-Palast Lichtspielhaus Die Direktion 8813 a Unserer verehrten Kundschaft sowie Freunden und Bekannten wünscht ein gesundes und glückliches neues Jahr! Schulz & Jung __06225 Wir danken unseren Geschäftsfreunden für das im Jahre 1937 in so reichem Maße geschenkte Vertrauen. Wirwünschen für das Jahr1938 e viel Glück und Erfolg I Baums &Treibig Fachleute von der Pike auf Büromaschinen und Orgarysafionen Bahnhofstraße 26 Gießen Ruf 3700 _____________________________________________________________________8933 A Unserer werten Kundschaft, allen Freunden und Bekannten die herzlichsten Glückwünsche zum neuen Jahr! * Wilhelm Kröck und Familie Lahnstr. 19 Dachdeckergeschäft Fernruf3175 ______________________________________________________________89040 Meinen werten Geschäftsfreunden und Bekannten die besten Wünsche zum neuen Jahr! Motor-Fahrzeuge Reparatur-Werkstatt Wilhelm Balser • Gießen Dammstraße 8 Telephon 3597 __21470 Meinen werten Kunden und Bekannten die besten Glückwünsche zum Jahreswechsel! W.Kemler ■ Schuhmacherei Schulstraße 5 Fernsprecher 2316 8811 A Zum Jahreswechsel entbieten wir allen Mitgliedern herzlichste Glückwünsche! Vorstand und Aufsichtsrat der Verbrauchergenossenschaft Gießen e.G.m.b.Ä. __________________________________________________________________8890A Ein glückliches neues Jahr wünscht Gießen Marktstraße 9/11 8924 A Unseren Geschäftsfreunden und Förderern ein glückliches neucs Jahr! Ernst Wagner Loch--, Tief- und Eisenbetonbau Berg st raße 3 ______________________________________________________________89430 Mit Laso-Kleidung ins neue Jahr! * Ein glückliches Jahr 1938 allen Trägern und Freunden der guten Caso-Kleidung Wil 8814 A Unserer werten Kundschaft, Freunden und Bekannten ein glückliches neues Jahr! Richard Vornemann Mechanikermeister Neuen Bäue 22 S. Bornemann Schneidermeisterin Gr. Steinweg 12 87870 Meiner werten Kundschaft sowie Freunden und Bekannten die besten Wünsche zum neuen Jahr! Fahrschule Ernst Faber, Gießen Frankfurter Str. 36 II, Anruf 3349 87940 Unserer werten Kundschaft, Freunden und Bekannten herzliche Glückwünsche zum Jahreswechsel Familie Kunz, Metzgerei, Bleichstr.29 88540 herzliche Glückwünsche zum neuen Jahr! Katholisches Vereinshaus Gießen E. Köhler ___________8792D Allen Freunden und Bekannten ein glückliches neues Jahr! Fahrschule W. Müller Gießen, Frankfurter Sträße 34 87930 Meiner werten Kundschaft sowie Freunden und Bekannten die besten Wünsche zum neuen Jahr! Heinrich Greb Lacke und Farben Gießen, Mühlstr. 3 87470 ÄerzlicheGlück wünsche zum neuen Jahr! Albert Grölz Spezial-Autosattlerei Gießen / Neustadt 45 88750 Anseren werten Kunden, Gästen, Freunden und Bekannten ein glückliches neues Jahr! - Familie Gustav Müller Cafe, Konditorei und Bäckerei Kaiserallee 22 __88490 Meiner werten Kundschaft,1 Freunden und Bekannten ein glückliches neues Jahr! Karl Volke Auto-Reparatur, Frankfurter Str. 59 8721 O Untere hcrMchtlcn OlückwMMe )UM Jabresinecbfel verbinden wir mit unserem besten Dank tür das im abgelaufenen ßeschästsjatzr er wiesene IDoljlmollen. Schenken Sie unslbr vertrauen auch im kommenden Jabr. Sie werden uns stets zuvorkommend, ausmerk sam und fleißig flnden. wir wünschen Ihnen bestes wobst ergeben und gute Erfolge. manfreü Doli fließen, Marktstraße 27 • Ihr fatbge* schäft für vek eidung und Ausstattung 8891A Wünsche allen unseren Gästen, Freunden und Bekannten aus Stadt und Land ein glückliches neues Jahr! Zum Schipkapah Heinrich Grünewald und Frau ________________________________________________06226 Unseren werten Kunden und Gästen ein glückliches neues Jahr! , Friedrich Kaibach u. Familie Bäckerei, Konditorei und Cafe, Ebelstraße 2 _______________________________ 88530 Ein glückliches neues Jahr! Otto Jakob und Frau Bäckerei, Konditorei und Cafe / Bleichstr. 21 früher: Karl Laas II. Empfehle gleichzeitig zu Silvester und Neujahr Berliner Pfannkuchen, Krüppel sowie alle Konditoreiwaren in bester Ausführung ________________________________________88550 Allen Kunden, Verwandten und Bekannten in Stadt und Land die besten Wünsche zum neuen Jahr! Eugen Pletsch, Gießen Kraftfahrzeug-Reparatur, Aulweg 18 ___________________________________________88520 Unseren Aktiven, unseren Mitgliedern und allen Sportfreunden ein glückliches neues Jahr! Spiel-Vereinigung 1900 Gießen __89370 Allen unseren Mitgliedern und Sportfreunden ein glückliches neuesIahr V.f.B. Reichsbahn Gießen ______________________________________________89360 DEI M/wEIN M Tpirituosen; UND VIELEN DANK FÜR TREUE KUNDSCHAFT, n. feelbatfi Gießen, Seltersweg 8886A Allen VH^V.-Fahrern ein glückliches 1938! Krahn & Comp. Gießen, Frankfurter Straße Nr. 82 Fernsprecher 3039 8876V Unserer werten Kundschaft, Freunden und Bekannten die besten Wünsche zum neuen Jahr! Georg Schilling Bäckerei Konditorei 8856V Herzliche Glückwünsche zum neuen Jahr! Karl Brunnengräber Lebensmittelgeschäft Gießen Bismarckstraße 7 8905V 8720V 8824 A Ein glückliches neues Jahr wünscht allen Geschäftsfreunden Andreas Wagner Autoreifen-Runderneuerung und Reparatur Lorst-Wessel-Wall 56, Tel. 2509 THEODOR KOHLER GIESSEN Ihre gewissenhaften Bekleidungsfachleute 8807 A 7882 A Was bringt 1938? Alles Gute und viel Glück soll es Ihnen bringen. Und auch das neue Jahr wird Ihnen wiederum zeigen: fachmännische Bedienung, Qualitätsware und niedere Preise im bekannten Fachgeschäft J. B. Häuser Gießen, a. Oswaldsgarten Parkplatz Fernruf Nr. 2145 — 2146 Wir grüßen unsere Kunden und Bekannten zum neuen Jahr! Familie Emst Petri Maler- u. Weißbindergeschäft 8790V Unserer werten Kundschaft, Freunden und Bekannten ein glückliches neues Jahr! Friedr. Rau, Schlossermstr. und Familie 8748V Unseren werten Kunden, Freunden und Bekannten herzliche Glückwünsche zum neuen Jahr! 5>erm. Röhrig und Familie Dachdeckermeister, Mühlstr. 29 8845V Meinen verehrten Gästen, Kunden, Freunden und Bekannten die besten Wünsche zum Jahreswechsel! Gottfried Schneider Metzgerei u. Wirtschaft „Ium Deutschen Osct", Bahnhofstr. 34 8745V Unseren werten Kunden, Freunden, Verwandten u. Bekannten ein glückliches neues Jahr! Jakob Schupp und Familie Fahrradhandlung Kaplansgaffe 18 8751V Ein glückliches neues Jahr wünscht Wilhelm Viehmann Motor- und Fahrräder Gießen, Frankfurter Straße 29 8899V Ein glückliches neues Jahr wünscht Johannes Vogel Fahrradhandlung Reparaturwerkstätte Gießen, Ludwigstraße 62 .__8900V Meiner werten Kundschaft sowie Freunden und Bekannten die besten Wünsche zum neuen Jahr! Friedrich Kuhn, Großew-Buseck Bäckerei Otto Reuter Nachf. 8744V Anserer werten Kundschaft, Freunden und Bekannten herzliche Glückwünsche zum JahreswechselI Mundlos Nähmaschinen-Vertricb Gießen, Sonnenstraße 31 06228 Meinen werten Kunden ein glückliches neues Jahr! Ludwig Haas Gießen Plockstr. 7 Gießen III Gardinen, Betten usw. 8823 Aj Herren-Bekleidungshaus Gießen Adolf Möble Markt pl. I -/ Vierblattklee und Ringelschwein bringen Gluck ins Haus hinein. Eins im neuenJahr- das weiß ich'* 1*9*3 * 8 wird man immer Sie beneidenf wenn Sie sich bei Köhler kleiden! Allen unseren verehrten Kunden wünschen wir ein glückliches neues Jahr Kreuzplatz 15 Gießen und nehmen gleichzeitig Veranlassung, für das uns entgegengebrachte Vertrauen zu danken • Garbenteidi GroßeiuBufedc GroBenslinden AltensBufedk Haufen Heuchelheim Annerod Annerod 8696D Fellmgshaufen GROSSEN-BUSECK Meiner werten Kundschaft, Verwandten und Bekannten Unserer geschätzten Kundschaft ein recht glückliches neues Jahr! Ein glückliches neues Jahr wünscht allen Bekannten Unserer werten Kundschaft, Freunden und Gönnern ein gesegnetes neues Jahr! Emilie Johann Steinbach «Fahrrad- u. Nähmaschinenhdlg. ______________________________8847D Meiner werten Kundschaft, 5 eunden und Bekannten ein Mckliches neues Jahr! a-rl Zeller, Kunst- und Bau- fdlofferet, Frankfurter Str. 59 __________________________8797D Unserer werten Kundschaft kie herzl. Glückwünsche zum neuen Jahre! Wilhelm Döpp und Familie Mneralwafferfabrik,A.- B use ck 87561) Unserer werten Kundschaft, cherwandten und Bekannten ein glückliches neues Jahr! Familie Wilhelm Hofmaün Bau- und Möbelschreinerei Leuchelheim, Friedrichstr. 8 8537D L.erzliche Glückwünsche zum neuen Jahr! Wil. Einhauser u. Familie „Waldluft", Alten-Buseck Alvesterfeier mit Tain , 8781D Unserer werten Kundschaft, Freunden und Bekannten die besten Glückwünsche zum neuen Jahre! Unseren werten Gästen, Verwandten und Bekannten die besten Glückwünsche zum neuen Jahre! Karl Becker und Familie „Zum kühl.Grund", Garbenteicb 85590 Joses Gentner Heuchelheim Gastwirtschaft z. Wilhelmshöhe 85350 herzlichen Glückwunsch zum neuen Jahr! 87420 npm werten Gästen, Freunden und Bekannten liiglückliches neues Jahr! ürntlie Schäfer und Will Annerod / Mühlchen 86970 Unseren werten Gästen,- Verwandten und Bekannten ein glückliches neues Jahr! Familie Friedrich Dörr „Zum Adler", Lausen 85600 deiner werten Kundschaft, freunden und Bekannten ein Mckliches neues Jahr! Ludwig Weber und Frau Bäckerei Krofdorfer Straße 30 ___________________________87260 UHREN- SCHMUCK. OPTIK TRAURINGE u, BESTECKE Meinen werten Gästen, Verwandten und Bekannten ein glückliches neues Jahr! „Zur Ludwigsburg" Heuchelheim Inh.: K. Menges 8539 0? ch-rn werten Gästen, Kunden, Freunden u. Bekannten । ^glückliches neues Jahr! Familie Karl Wallbott Gc stwirtschaft und Metzgerei l,?pie ter werten Kundschaft und l .i uirsen Gästen sowie allen Freunden, Verwandten u. Bekannten besten Glückwünsche » zum neuen Jahr! ' p!) Weber XL, Fellingshausen Oclstwinschaft und Metzgerei J 1 __________86300 Heinrich Krahl und Familie Brot- und Feinbäckerei Großen-Linden \85580 Deinen werten Kunden, Gästen, freunden und Bekannten >h glückliches neues Jahr! §>ms Oppermann und Frau Alien-Buseck Zcstwirtschaft u.Schuhmacherei 87550 ; . Zum Jahreswechsel fe besten Glückwünsche! Karl Lorstkötter ^.Feldschlößchen",Rodh.Str.8! _________87220 Gießen ♦ Seltersweg 27 im 8893 A Allen Geschäftsfreunden und Bekannten ein glückliches und erfolgreiches neues Jahr! Dampfsägewerk Abendstern 85330 Herzliche Glückwünsche zum neuen Jahr Ludwig und Artur Gorr Vaugeschäft Leuchelheim/Gießen 8534 0 - Wir wünschen ein erfolgreiches neues Jahr und verbinden damit den Dank für das uns 1937 entgegengebrachte Vertrauen und die Bitte, dasselbe auch auf 1938 zu übertragen Borrmanns Ihr Fachgeschäft für Eisenwaren, Haus- und Küchengeräte Gießen » Neustadt 5—7 * Ruf 4165 ___________________8551A Unserer Kundschaft, Verwandten und Bekannten viel Glück im neuen Jahr! Karl Vebling und Sohn Zimmergeschäft, Leuchelheim 85420 Unseren werten Kunden, Verwandten u. Bekannten ein glückliches neues Jahr! Wilhelm Kröck, Vaugeschäft Äeuchelheim,Ldw.-Rinn-Str.30 85430 Ein glückliches neues Jahr wünscht Wilhelm Rinn XL Zimmergeschäft / Sägewerk Leuchelheim-Gießen 8541 0 Allen Geschäftsfreunden * und Bekannten ein glückliches neues Jahr! Otto Schmidt, Vaugeschäft Leuchelheim-Gießen 85360 Ein glückliches neues Jahr wünschen ihren Kunden, Freunden u. Bekannten Volkmann & Kreiling Buchdruckerei, Leuchelheim 85400 Unserer werten Kundschaft, Freunden und Bekannten ein glückliches neues Jahr! Familie Karl Weber II. Bild- und Steinhauerei Leuchelheim, Gießener Str. 82 85380 KleinsLinden Unjerer werten Kundschaft Verwandten und Bekannten Silvester-Feier Gasthaus zur deutschen Eiche Klein-Linden Tanz Anfang 8 Uhr abends 1. Neujahrstag: Tanz Anfang 4 Uhr nachmittags Allen Freunden und Bekannten ein glückliches neues Jahr! Familie Franz Rathenow 8620A Meiner werten Kundschaft, Verwandten, Freunden u.Bekannten ein glückliches neues Jahr! Heinrich Adolph u. Frau Kolonialwaren, Tabak, Zigarren und Zigaretten Klein-Linden 86220 Meiner werten Kundschaft, Verwandten und Bekannten ein glückliches neues Jahr! Eduard Bieker Maßschneiderei, Klein-Linden 86230 Unserer verehrten Kundschaft, Freunden und Bekannten ein glückliches neues Jahr Famllie Karl Linterlang Metzgerei, Klein-Linden 88690 Meiner werten Kundschaft, Verwandten und Bekannten ein glückliches neues Jahr! Familie Anton Mohr Kl.-Linden, Maß- u. Reparatur- Werkstatt, Schuhlager 86240 Ein glückliches neues Jahr wünscht Helene Zöller Klein-Linden, Turnerheim 86260 Ein glückliches neues Jahr wünscht Familie Fritz Hinterlang Metzgerei und Wirtschaft Klein-Linden 86270 Meiner werten Kundschaft ein glückliches neues Jahr! Wilhelm Müller Wein- u. Branntweinhandlung Klein-Linden, Frankf. Straße 47 86280 Krofdorf Ein glückliches neues Jahr wünscht Aug. Bender und Familie Gastwirtschaft und Metzgerei Krofdorf 8631 o LangeGöns Unserer werten Kundschaft ein glückliches neues Jahr! Heinr. Veppler, Lang-Göns Manufakturwaren und Bekleidung 85570 Unserer werten Kundschaft, Verwandten, Freunden und Bekannten ein glückliches neues Jahr! Wilh. Müller IV. u. Fam. Gemischtwarengeschäft, Lang-Göns 85540 Unserer werten Kundschaft, Verwandten und Bekannten ein glückliches neues Jahr! Ludw. Steinmüller u. Fam. Brot-u.Feinbäckerei,Lang-Göns 85560 Unserer werten Kundschaft, die besten Wünsche zum neuen Jahr! Familie Hugo Weitzel Bäckerei, Lang-Göns 85550 Launsbadi Ein glückliches neues Jahr wünscht Ernst Rinn und Frau Gastwirtschaft, Launsbach 86320 Lidl ---- Meinen Kunden, Freunden und Bekannten ein glückliches neues Jahr! Willy Dillenburger Lich 86940 Unfern werten Kunden, Freunden und Bekannten ein glückliches neues Jahr! Ernst Dreischmeier u.Familie Omnibusbetrieb, Gesellschaftsfahrten / Lich 86950 Zum Jahreswechsel die besten Wünsche Wilhelm Haupt Restaurant Klostermühle Kloster Arnsburg 85620 Meinen werten Gästen, Kunden, Freunden u. Bekannten ein glückliches neues Jahr! Ludwig Heller Gastwirtschaft und Metzgerei £ic6, Oberstadt Allen Kunden, Freunden und Bekannten ein glückliches neues Jahr! Hermann Schmidt IV. Metzgerei / Lich 86930 Unseren werten Kunden, Gästen, Verwandten und Bekannten ein glückliches neues Jahr! Hermann Stein und Familie Gastwirtschaft u. Metzgerei, Lich 85610 Unsern werten Gästen, Verwandten und Bekannten viel Glück im neuen Jahr! Familie Hermann Uhrhan „Zum kühlen Grund", Lich 86910 Ein glückliches neues Jahr verbunden mit herzlichem Dank für das unserem Geschäft im vergangenen Jahre entgegengebrachte Vertrauen wünschen wirunseren Kunden BrücknerS Mund Herren- und Knabenkleidung Berufskleidung Gießen, Seltersweg Nr. 31 , 8822A herzliche Glückwünsche zum Jahreswechsel! Friedrich Stein u. Familie Brot- u.Feinbäckerei, Kl.-Linden 86210 Die besten Glückwünsche zum neuen Jahre! Friedrich Weller u. Familie Gastwirtschaft „Zum Seidenen Strümpfchen", Klein-Linden 86250 Meiner werten Kundschaft, Verwandten und Bekannten ein glückliches neues Jahr! Ludw. Wagner u. Familie Tabakfabrikate, Launsbach 86330 Ein glückliches neues Jahr wünscht Fischer und Will Lerren- und Damenschneiderei Lich, Kirchplah 7 86900 Meiner werten Kundschaft herzliche Neujahrswünsche! Daniel Ludwig Christ, Kunstmühle Leuchelheim 06239 Herzlichen Glückwunsch zum neuen Jahr! 85440 Fam. Albert Schmidt Installation, Heuchelheim, Ernststr. 27 Allen Mitgliedern u. Mitarbeitern wünschen wir ein gesundes und gesegnetes neues Jahr! Weiterhin geben wir allen Mitgliedern zur gefl. Kenntnis, daß unsere Verwertungsmöglichkeiten in Schlachtvieh durch die Eröffnung der Verteilungsstelle Gießen bedeutend erweitert worden sind, und bitten höflichst um Treue zur berufsständigen Organisation Gießen Telefon 2737 88700 Genoffenschaft für Viehverwertung ist dos Band des Vertrauens gewirkt, das uns mit unseren Geschäftsfreunden verbindet.Und für die Güte seiner Webwaren hat unser Hous auch im Jahre 1937 wieder Zeugnis abgelegt. Darum sehen wir vertrauensvoll in die Zukunft, danken für erfahrene Inanspruchnahme und wünschen Ihnen viel Glück zum neuen Jahr! Stoff spez i a I h a u s Bernard & Sohn \ Plockstraße 14-16 Lollar Allen nnferen treuen Kunden and denen die es noch werden wollen sowie Verwandten, Freunden und Bekannten wünschen wir ein frohes und SIMMs neues lahr! Daubringer Straße 21 8521D Unserer verehrten Kundschaft, Freunden und Bekannten ein herzliches v Prosit Neujahr! Fritz Dampf und Familie Lollar 8525D Allen Geschäftsfreunden und Bekannten in Stadt u. Land ein glückliches neues Jahr! Familien Christ und Friedrich Lolzmühle bei Lollar .8637V Herzlicher Glückwunsch zum neuen Jahre! Heinrich Heyer und Familie Textilwaren und Bekleidung Lollar 85260 Unseren werten Kunden, Gästen, Verwandten, Freunden und Bekannten ein glückliches neues Jahr! Ludw. Äofmann VI. u. Familie Gastwirtschaft „Zum Löwen" und Metzgerei, Lollar 85280 Zum Jahreswechsel die besten Glückwünsche! Fritz Hettche u. Familie Möbelgeschäft und Schreinerei Lollar 85270 Ihren werten Gästen u. Gönnern die besten Glückwünsche zum Jahreswechsel! Heinrich Hettche u. Familie Gastwirtschaft „Zum Schwan" Lollar, Neujahr 1938 85300 r Ihren werten Gästen und Gönnern ein recht fröhliches neues Jahr! Familie Hofmann Lollar Gasthaus „Zur Linde" u.Tabakwaren-Großhandlg. 8531 0 Herzlichen Glückwunsch zum neuen Jahr! Konrad Moos u. Familie Metzgerei u. Gastwirtschaft Lollar 85230 Herzlichen Glückwunsch zum neuen Jahr! Karl A.Müller u.Familie Lollar 85220 Unseren werten Kunden, Gästen, Verwandten und Bekannten die herzl. Glückwünsche zum neuen Jahr! Familie Carl Vollmann Lollar Metzgerei unh Gastwirtschaft 85290 Wir danken allen unseren treuen Kunden und Freunden für das unserem Lause entgegengebrachte Vertrauen und wünschen ein glückliches neues Jahr Gießen, Märktstraße 29—30 8812A itlarktstratie 4 88e?A HAUS DER GUTEN Jm Ulten Jahre danken wir unserer geschätzten Kundschaft für das bisher entgegengebrachte Vertrauen Jm Jleuen Jahre wird es unsere vornehmste Aufgabe sein, durch Preiswürdigkeit, sorgfältige und reichhaltige Auswalü sowie zuvorkommendste Bedienung allen Wünschen gerecht zu werden. Qliirfc, fr/olö und Wohlergehen sind unsere aufrichtigen Wünsche für das neue Jahr QUALITÄTEN Herzliche Glückwünsche zum neuen Jahr! Karl Römer u. Fam., Lollar Radio, Fahrräder, Nähmasch. 85240 Unseren werten Kunden, Verwandten, Freunden und Bekannten ein glückliches neues Jahr! Carl Seipp u.Familie, Sattler- und Polftergeschäft, Lollar 86380 Oppenrod Meinen werten Kunden, Freunden und Bekannten ein glückliches neues Jahr KarlVrück,Weißbindergeschäft Gießen Oppenrod Wetzsteingasse 18 n Reiskirchen Unserer Kundschaft u. Bekannten ein glückliches neues Jahr! K. F. Gundrum — Reiskirchen Gasthaus „Zum Äirsch" 86980 Rodheim a.d.B. Anserer werten Kundschaft, Gästen, Freunden und Bekannten die herzl. Glückwünsche zum neuen Jahr! Familie I. Bechtold Metzgerei u. Gastwirtschaft .Rodheim a. d. Bieber 86290 Rodgen Meiner werten Kundschaft und allen Bekannten die besten Wünsche zum Jahreswechsel Brot- und Feinbäckerei O. Wagner, Rödgen 87800 Staufenberg Unseren werten Kunden, Gästen, Freunden und Bekannten ein frohes neues Jahr! Familie Ludwig Geißler Gastwirtschaft, Staufenberg 86360 Ein glückliches neues Jahr wünscht Heinrich Koob u. Familie „Burg Staufenberg" Am Neujahrstag Tanz 86400 Steinbach Unserer werten Kundschaft, Freunden und Bekannten ein glückliches neues Jahr! Ioh. Deuker Bäckerei, Cafe, Gastwirtschaft Steinbach bei Gießen 8688 O Ein glückliches neues Jahr wünscht Otto Hahn und Familie Gastwirtschaft „Zum Einhorn" und Metzgerei, Steinbach 86890 Unserer werten Kundschaft, Gästen, Freunden u. Bekannten ein glückliches neues Jahr! Familie Paulus Gerhard I. Metzgerei und Gastwirtschaft „Zum Ritter", Steinbach 86870 Watyenborns Steinberg Ein glückliches neues Jahr wünscht Fam. Gg. Buß II. ,Metzgerei Watzenborn ■ 8571 0 Gästen, Freunden u. Bekannten ein glückliches neues Jahr! Christine Faber und Familie Karl Philipp XI. „Z. goldn. Stern", Watzenborn 8573D Unfern werten Gästen, Freunden und Bekannten ein glückliches neues Jahr! Wirtschaft „Zur Ludwigshöh" Wilh. Pfaff, Watzenborn 85760 Ein glückliches neues Jahr wünscht Ernst Sommer und Familie Bäckerei und Wirtschaft, Watzenborn 85770 Unserer werten Kundschaft, Gästen, Freunden u. Bekannten -wünschen wir ein gesegnetes neues Jahr! Gg. Sommer VI. u. Familie Metzgerei und Gastwirtschaft „Zum Löwen", Watzenborn 85670 Kundschaft und Bekannten ein frohes neues Jahr! Heinrich Sommer, Watzenborn Maß- und Schuhgeschäft 85720 Ein glückliches neues Jahr wünscht Georg Häyser und Familie Steinberg, Gasthaus „Zur Krone" 85750 Ein glückliches neues Jahr wünscht Fam.K.HäuserX.,Stembg. Metzgerei und Gastwirtschaft „Zur Wilhelmshöhe" 85780 Meiner werten Kundschaft, • Freunden und Bekannten ein glückliches neues Jahr! Meiner werten Kundschaft, allen Freunden u. Bekannten ein gesegnetes neues Jahr! Alwin Lecke Schneidermeister, Steinberg 85700 Unserer werten Kundschaft, Verwandten, Freunden und Bekannten em glückliches neues Jahr! Pfaff & Lecke Polster- und Tapeziergeschäft Steinberg/Gießen 85680 Herzliche Glückwünsche zum neuen Jahre! Fam. Rudolf Süßmuth Bäckerei, Steinberg 85740 Unserer werten Kundschaft, Freunden und Bekannten wünschen wir em glückliches neues Jahr! Otto Reirschmidt und Familie Bäckerei, Steinberg 85660 Unserer werten Kundschaft, Verwandten und Bekannten ein glückliches neues Jahr! Heinrich Gilbert II. Mineralwasser, Limonaden E^rst Gilbert Weingroßhandlung, Süßmoste Watzenborn-Steinberg 85630 Unfern werten Kunden, Verwandten, Freundenu.Bekannten ein glückliches neues Jahr! Otto Häuser L und Familie Wein- und Bierhandlung Mineralwasser, Lmionaden Otto Häuser IV. u. Familie Molkereiprodukte Watzenborn-Steinberg - . 85640 Unserer werten Kundschaft, Verwandten und Bekannten herzliche Glückwünsche zum Jahreswechsel! Karl Lauser V. Schreinerei u. Möbelhandlung Watzenborn-Steinberg 85650 Wicfedc Zum neuen Zahr wünscht allen Freunden, Bekannten u. Gästen ein fröhliches neues Jahr! Familie Otto Hofmann Wirtschaft, Wieseck 47100 Unserer werten Kundschaft, allen Freunden und Bekannten die herzlichsten Glück- und Segenswünsche zum neuen Jahre! Balch. Leyerer u. Familie Sattler- und Polstergeschäft, Wieseck, Kirchstraße 6 87150 Unserer werten Kundschaft ein gesegnetes neues Jahr! Ludwig Oßwald u. Familie Molkereiprodukte, Feinkost Wieseck 87540 Unserer verehrten Kundschaft, Gästen, Verwandten und Bekannten die herzlichsten Glückwünsche zum Jahreswechsel! Otto Äaas und Familie Metzgerei u. Wirtschaft,Wieseck Alicestraße 87090 Unserer werten Kundschaft, Verwandten, Freunden u.Bekannten die herzlichsten Glückwünsche zum neuen Jahr! Familie Karl Lein Brot- n. Feinbäckerei, Wieseck 87120 Unseren werten Kunden, Verwandten, Freundenu.Bekannten ein glückliches neues Jahr! Otto Rohrbach und Familie Elektrofachgeschäft / Wieseck 87i m Unseren werten Kunden, Verwandten, Freunden und Bekannten ein glückliches neues Jahr Heinrich Schmidt IV. Zigarrenfabrik, Wieseck '8798D <3)2einctt roerten Ätmbett, Freunden und Bekannten ein glückliches neues Jahr! Ernst Schöffmami Dachdeckermeister, Wieseck 87160 Unseren werten Kunden, Verwandten, ’ Freunden und Bekannten em glückliches neues Jahr! Wilhelm Ambach u.Frau Schuhmacherei Wieseck 8714P ' Unserer werten Kundschaft, Verwandten, Freunden und Bekannten die herzlichsten Glückwünsche zum neuen Jahr! Familie Gustav Weller Brot- u. Feinbäckerei, Wieseck 8753d Unseren werten Kunden, Freunden und Bekannten herzliche Glückwünsche zum Jahreswechsel! Familie Hch. Weller XVI. Schuhmachermeifter / Wieseck 87130 Wißmar Unserer werten Kundschaft, Verwandten, Freunden u.Bekannten ein glückliches neues Jahr! Christian Tönges u. Familie Brot- u. Feinbäckerei, Wißmar __________86340 Unserer werten Kundschaft, Verwandten, Freunden u.Bekannten ein glückliches neues Jahr! Familie Daniel Seibel Bäckerei, Wißmar 863512 Unserer werten Kundschaft, Freunden und Bekannten die herzlichsten Glückwünsche zum neuen Jahre! 5) ermann Ullrich u.Familie Brot- u. Feinbäckerei, Wißmar 87J82J Karl Läufer, Steinberg Triumph-Motorräder DKW.-Wagen 85690 Unseren Geschäftsfreunden und Förderern wünschen wir im neuen Jahre viel Glück und Erfolg... ... und zum Bauen Abermann 88960