UM Dienstag, 50. November 1057 187. Jahrgang Rr. 279 Erstes Blfltt ;ota|^w. (Presse-Bild-Zentrale.) CTMÄTW"®OtV genug zur Freude und zum draußen noch nicht emmv, tempe—ütz,g etwa. merken, da die Warmluftdurchflutung, die Ruf 2«7 57,75 116,25 1 147,20 V 30,f X 6.25 135,25 119 144 161,75 130 151,5 156 130,75 145,75 138 48,5 175,5 119,5 151,75 160 134,25 116,25 121.5 156,5 127,9 117,65 160,5 107 231,5 ' 126,4 144,5 128,9 147,75 172 171,13 94,5 zösischem Geschmack verläuft. Unter dem frischen Eindruck des Krieges und der noch eine zeitlang nachwirkenden psychologischen Folgen trat das naturgemäß noch nicht so' schnell in Erscheinung. Mit wachsendem Abstand vom Krieg und zunehmender Selbstbesinnung der Völker mußte aber eine Politik ins Hintertreffen geraten die glaubte, über die Lebensinteressen der Völker beliebig verfügen und sie nach eigenem Gutdünken dirigieren zu können. Auf die Dauer wehrt sich der gesunde Instinkt jeder Nation dagegen, lediglich als Objekt und Schachbrettfigur zum größeren Ruhme Frankreichs zu fungieren Alle Veränderungen, die im Laufe der letzten Jahre das politische Gesicht Südost- und Mitteleuropas so arundlegend gewandelt haben erklären sich aus dieser Reaktion Es ist ein großer Gesundunqsvrozeß gewesen den dieser Teil Europas durchgemacht hat und noch weiter durchmacht. kommt von draußen, das ist aber auch alles. Die Maschine liegt trotz der herbstlich harten Böen wunderbar ruhig, legt sich trotz ihrer Größe und ihres Gewichtes mit höchster Eleganz in die Kurve und müßte angesichts ihrer ganz hervorragenden Eigenschaften selbst auf Langstrecken auch dem empfindlichsten Reisenden die Möglichkeit nehmen, auch nur andeutungsweise luftkrank zu werden — schon vor Entzücken über die nicht mehr überbietbare Behaglichkeit ihrer Inneneinrichtung. Zu diesen Einrichtungen gehört beiläufig auch die Tatsache, daß wir hier drinnen von dem eisigen Wind da )00g 11 (1 500g\l 500 0 UU 30g 42^ jeifi NeU gute Fängt je Hausfrao 7852Ä Wie ein erstarktes Deutschland in der Lage war, die ihm hier aus ganz natürlichen Gründen zukommende Rolle wieder zu übernehmen, so rangen sich allmählich auch jene Staaten, die von Frankreich unter Ausnutzung der Kriegspsychose in eine Gegnerschaft gegen das Reich getrieben worden waren, zu einer Haltung durch, die es ihnen erst einmal wieder gestattete, ihre natürliche Funktion wiederzusinden und damit auch den wohlverstandenen Interessen ihrer Völker zu dienen. Mit all dem soll nichts gegen die Freundschaften Frankreichs gesagt werden, die ihm Deutschland bestimmt nicht mißgönnt. Worum es geht, ist folgendes: Das französische Bündnissystem ist die Frucht der Spannungen und Gegensätzlichkeiten der unmittelbaren Nachkriegszeit. Es ist die Tragik Europas, daß Frankreich um der Erhaltung dieser Bündnisse willen glaubte, alle jene Spannungen, die ihm eine Interventionsmöglichkeit sicherten, am Leben erhalten und gegen die deutsche Politik der systematischen Ausräumung solcher Konfliktmöglichkeiten querschießen zu müssen hier wird — nebenbei bemerkt — auch deutlich daß hinter der französischen Kritik an der deutschen Methode des unmittelbaren Ausgleichs und der Empfehlung „kollektiver Befriedung" nicht etwa nur methodologische, sondern m a ch t p o l i t i s ch e Erwägungen stecken, heute nun ist es so, daß Länder wie Polen, Jugoslawien oder auch schon Rumänien zwar nach wie vor die Bindung zu Frankreich bejahen, aber gute Beziehungen zum Reich nicht etwa als Widerspruch ober gar Verrat an der französischen Freundschaft ausfassen. Freundschaften — jawohl! nicht gerechnet die weitaus größere Transportfähigkeit für Post und Fracht und die vielen Bequemlichkeiten Und nicht zu vergessen die weitere Steigerung des Sicherheitsmomentes: diese Maschine kann nicht nur auf einen, sondern notfalls sogar auf 2 Motoren verzichten und fliegt dann beispielsweise in 3000 Meter höhe doch immer noch mit der tollen Geschwindigkeit von 200 Kilometer pro Stunde dahin! Dabei bat sie trotz ihrer Größe und ihres Fluggewichtes von 14 OOO Kilo nur eine Landegeschwindigkeit von wenig mehr als 100 Kilometer. Dies und mehr kann man sich gemächlich während des Fluges erzählen lassen, beispielsweise auch die Geschichte von dem in einer Wette verlorenen Korb Sekt, den diese Maschine dem Chefkonstrukteur her Focke-Wulf, Flugzeugbau G. m. b. h. gekostet hat. Freilich auch eine für ihn höchst ehrenvolle Reise. Aber gerade jetzt gehen wir über den linken Flügel sehr sanft in eine enge Kurve, das winzige Babyspielzeug da unten wächst uns schnell als Europas größter Flughafen entgegen, und schon setzen wir mit einer „Eierlandung" auf, die selbst unsere Großmutter vermutlich nicht gemerkt hätte. Armseliger Jules Verne, der sich noch seiner haut wehren mußte, weil er einen spleenigen Engländer in achtzig Tagen um die Erde rasen ließ, wie klein würde unsere alte Erde für den neuen „Condor" fein. Berlin-Tempelhof, 29. November. Berlin. 30. Nov. (DNB.) Die deutsche Flugzeugindustrie hat. um den ständig steigenden Ansprüchen der Verkehrsluftfahrt entgegenzukommen, ein neues Großraum- Verkehrsflugzeug herausgebracht, das feine Leistungsfähigkeit in zahlreichen Probeflügen bewiesen hat und mit dem kommenden Sommerftugplan von der Deutschen Lusthanfa neben der Ju 90, dem „Großen Dessauer, in den planmäßigen Luft- verkehrsdienst eingestellt wird. Das neue Verkehrsflugzeug, der viermotorige Focke- Wulf „(£ o n b o r“, bietet neben dem Flugpersonal und einem Steward 26 Fluggästen Platz und erreicht eine Reisegeschwindigkeit von 330 Stundenkilometer. über eine Dampfheizung läuft, eine gemütliche 20 Grad Celsius schafft .b zu Recht oder Unrecht — angenommenes leises Schwanken der britischen Europa-Politik genügt hat, im auf der ganzen Linie jur diplomatischen Defensive' gegen die bloße Möglichkeit einer Entwicklung überzugehen, die frischere und gesündere Luft in" das europäische Leben bringen könnte Dies ist wohl auch der Sinn jener französischen Erklä- ming daß der „französische Wille des (Entgegen« kommens in keiner WBse das Ideal und die allgemeinen Linien der französischen Diplomatie beein- Mit 330 Std.-Km Geschwindigkeit über Berlin! Ein Probeflug mit dem viermotorigen Großraumverkehrsflugzeug „Eondor". Don unserem PAR.-SonDerdenchterstatier. Besatzung und einem Steward sowie mit den erforderlichen Nutzlasten an Betriebsstoffen, Lebensrnitteln, ferner an Gepäck, Post, Fracht usw. hat der „Condor" eine bestwirtschaftliche Reisegeschwindigkeit von 330 Kilometer die er aber auch in größeren höhen nach Belieben auf 370 Kilometer steigern kann (die höchst- gefchwindigkeit liegt sogar erst bei 415 Kilometer!) Bei Verwendung im transkontinentalen Post- und Frachtverkehr kann eine Flugweite von über 3000 Kilometer erzielt werden. Besonders interessant aber an dieser Maschine ist die Gesamtsteigerung ihrer Wirtschaftlichkeit: die bekannten dreimotorigen Maschinen schaffen 17 Fluggäste bei 240 Kilometer Geschwindigkeit, wobei sie pro Fluggast elf Liter auf 100 Kilometer verbrauchen — dieser Condortyp schafft 26 Fluggäste mit 330 Kilometer Reisegeschwindigkeit, wobei pro Fluggast und 100 Kilometer nur etwa 7 Liter verbraucht werden, gar TD 14 ilvv | l V Ul i v*y vil 11 "g1 x*-z 1 I 1 » * * , v I ’ -i.ffensichtlich zur Vorbereitung dieser Reise, in der staunen. französischen Presse soviel Unsinn über Deutschlands | Wir sitzen m dem sehr eleganten großen Nicht- '.Absichten in Mitteleuropa" -------- ,----............. . . . , man die Frage aufwerfen muß, ob in Paris etwa chen Sesseln, haben unsere Habseligkeiten über uns Verdächtigungen und Unterstellungen Dritter als normale Mittel der Politik erachtet werden. In dem-- Bestreben, die Entwicklung wieder mehr in eine den e Q etne der Anwesenheit" französischen Wünschen entsprechende Bahn zu len- ^iüen so beleuchtet das in Wahrheit das Künsten, verlor das Sprachrohr des Quai d Orsay, der und Gekünstelte der französischen Mitteleuropa- Memps", sogar so sehr jedes Maß daß er selbst die in jenem Teil Europas eben keine legi- ben Ungarn — ausgerechnet wahrend des |o bar tjmen $ntereflen geltend machen, sondern nur be- rnonisch verlaufenen Besuchs der ungarischen Staats- Macht st ellungen ausbauen konnte, männer in Berlin — ein Gefühl der Beunruhigung Machtstellungen aber'sind nicht das Ergebnis gegenüber Deutschland zu unterstellen wagte. -Diel)r naturqeqebener Solidaritäten oder Interessenge- iienn je, so hieß es schließlich, beruhe die Bedrohung meinschaften der Völker, sondern es sind gerade die !„er jetzigen internationalen Ordnung m der Tatsache, Kennzeichen und Beweisstücke eines Vorherrschafts- l«aß die Reichsregierung ganz Mitteleuropa unter Die tDjUcn5 &en man in völliger Verdrehung der Lage völlige Vorherrschaft des Deutschtums gingen wolle. Deutschland anhängen möchte Ist es untere Schuld, wenn angesichts so mas- ' • , „ f.±.e .fi . iiiver Verdächtigungen die verbindlichen Worte der Dieses Künstliche der französischen Politik ist auch Herren Delbo/und Chautemps viel von ihrem der Grund, weshalb die Entwicklung in diesem Wert verlier"n? Denn U ist sinnloser die setzt I Raume Eurvpv- ,mm° n, g ° r^nnch st^n. ' wieder in allen Tonarten variierten Besorgnisse iber deutsche Vorherrschaftsabsichten in Mittel- luropa? Es kann gar nicht ausbleiben, daß man :ius solchen Unterstellungen den klaren Willen Frankreichs herausliest weder Deutschland noch !nem mitteleuropäischen Raum überhaupt sein natur- Lches Leven und die ungestörte Wahrnehmung der eigenen Lebensinteressen zu gönnen. Ihn dies und lichts anderes handelt es sich bei der jetzt von fran- jösifcher Seite entfesselten Debatte. Denn ihrer gangen Natur nach kann die deutsche Mitteleuropa« Iolitik gar nicht auf ein Vorherrschaftsstreben, d h :iuf eine Vergewaltigung fremder Völker und fremder Interessen abzielen. Ihr Vorzug ist es vielmehr, !„aß sie im Gegensatz zu Frankreich es nicht nötig iiat, sich durch Verträge erst in jene Region künstlich ttnzuschalten die ihren Lebensrmirn barftc’it Wenn ijerr Delbos erklärte, Frankreich muffe in Mittel- ünnabme von Anzeigen für die Millagsnummer bis8* /.Uhr des Vormittags Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Brette 7 Rpf.. für Text- anzeigen von70mm Breite 50Rpf..Platzvorschritt nach oorh Vereinbg 25%, mehr. Ermäßigte Grundpreise: Stellen-, Vereins«, ggmem- nützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Rpf., Familienanzeigen. Bäder-, Unterrichts- u. behördliche Anzeigen6Rps. Mengenabschlüsse Staffel B Lrichemi tag Itd), nutzer Sonntags und Feiertags Beilagen Die Illustrierte (Bieuener Familienblatter Heimat im Bild Die Scholle Monalr-vezugspreir: Mit 4 Beilagen RM I 95 Ohne Illustrierte . 1 80 Zustellgebuhi . -.25 Auch bei Nichterscheinen ioon einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt ijernsprechanschlüfse Hinter Sammelnummer 2251 lAnschrlft für Drahtnachrichten Anzeiger Gießen poftfthedfonto: ßranlsurt am Main 11686 nächtigen dürfe". Das war auf uns, aber auch auf lene englischen Greife gemünzt, denen der Wille zu einer Revi - iiion der englischen Europapolitik nachgesagt wird. Während die Maschine langsam über Die öras= -jnh unter diesen Umständen wird man in der be- narbe des Tempelhofer Flugplatzes rollt, um sich iolstehenden Reise des französischen Außenministers gegen den Wind zum Start zu drehen, laufen an m Die Hauptstädte Polens und der K l e i n e n den Fensterscheiben die Regentropfen senkrecht Her- Entente mehr den ausgesprochenen B e h a r - unter. Pech! Viel sehen wir nicht Aber im nächsten ■ u n g s ro i 11 e n der französischen Politik als etwa Augenblick fließen die Regentropfen plötzlich nicht ue Absicht zu sehen haben, dem Gang der natürlichen mehr senkrecht an den Scheiben herunter, sondern Entwicklungen und Interessen den Weg zu ebnen — Trägheitsgesetz hin — Trägheitsgesetz her — ?s muß zunächst dahingestellt bleiben, ob es Herrn genau waagrecht an den Scheiben entlang! Wir Velbos in London gelungen ist ,die Engländer voll haben also Vollgas, im gleichen Augenblick hört id aanz für die französische Ost- und Mitteleuropa- auch das leise Rumpeln auf, , das Flugungeheuer Politik einzuspannen. In dieser Hinsicht haben sich mit 30 Menschen Inhalt hebt sich mit der Leichttg- n Qug französischen Nachkriegskabinette vergeblich keit einer Daunenfeder in die nebelfeuchte Luft. ,emüht- einmal wegen des Mißtrauens der eng- Sie werden sagen: Das ist alles gar nichts Be- ischen Oefsentlichkeit gegen eine Teilhaberschaft an sonderes, das sieht man auf Dem Tempelhofer Flügen französischen Bündnisverpflichtungen und zum Hafen beinahe alle paar Minuten An sich haben nberen wegen der britischen Hoffnungen auf eine Sie durchaus recht, aber — mir hier sitzen äugen« nqere Zusammenarbeit mit den Der- blicklich in Heller Begeisterung tn dem „Co n D o r , , ini gten Staaten, die unter solchen Umstän- dem neuen v i e r m o t o r i g en Gr o ß ra u m - en erst recht ein frommer Wunsch bleiben müßte. Verkehrsflugzeug „F w 200 der F v ck e - Aber auch wenn Herr Delbos auf feiner östlichen W u l f F l u g z e u g b a u G. m b. H B rem en , Rundreise nur im Namen des eigenen Landes und und abgesehen von den Mannern, die diese Ma- ticht als Dolmetsch einer gemeinsamen französisch- schine gebaut und eingeflogen haben, sind wir D i e englischen Mitteleuropapolitik sprechen kann, bleibt e r ft e n Passagiere dann. ^Und wir haben 202.5 ... 2031 - 113,75 IW Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: vrühlsche Univerfilätsdruckerei «.Lange in Gießen. Schristle'tung und Geschäftsstelle: Schulstrahe 7 das (Spannungen als eigentliches Lebenselement brauchte, um überall die Notwendigkeit seiner „Anwesenheit" beweisen zu können. Das Gerede von der „freien Hand", die man sonst Deutschland lassen würde, war nur die Verbrämung dieses Versailler Geistes der Willkür und des ungehemmten Dormachtsstrebens, Erst wenn man von der Unnatur eines solchen Denkens loskommt und sich auf seine legitimen Lebensinteressen, wie jedes andere Land auch, beschränkt, kann ein Fortschritt erzielt werden. Oie Londoner Besprechungen. „Alle Beteiligten sehr zufrieden." London, 29. Nov. (DNB.) Ueber die Besprechungen zwischen den englischen und französischen Ministern wurden folgende Mitteilungen gemacht: Zunächst berichtete Lord Halifax über seine Besprechungen in Deutschland. Die französischen Minister erklärten hierauf, daß sie den Zweck des Besuches voll verständen und daß sie glaubten, daß er seinen begrenzten Zweck erfüllt habe. Hierauf sei die Kolonialfrage erörtert worden; es habe Uebereinftimmung darüber geherrscht, daß sie eine weitere Prüfung erfordert. Hierauf wurde die Rundreise Delbos' nach Polen, Rumänien, Jugoslawien und der Tschechoslowakei erörtert. Die Lage in diesen Ländern sei besprochen worden, da beide Regierungen sich um die Erhaltung des Friedens hier ebenso wie anderswo besorgt fühlten. Bezüglich der f e r n ö st l i ch e n Frage habe volle Uebereinstimmung über den Ernst der Lage geherrscht und über die Notwendigkeit, die beiderseitigen Interessen zu sichern. Bezüglich Spaniens wurde festgestellt, daß die Politik der Nichteinmischung sich als absolut richtig erwiesen habe. Bei Abschluß der Sitzung seien alle Beteiligten sehr zufrieden gewesen; die Besprechungen würden als die erfolgreichsten angesehen, die bisher abgehalten worden seien. Auf beiden Seiten sei „der klare Wunsch in Erscheinung getreten, mit allen Ländern zusammenzuarbeiten, obwohl erkannt worden sei, daß noch sehr viel mehr Vorbereitungen erforderlich seien, bevor irgendwelche tatsächlichen Verhandlungen ins Auge gefaßt werden könnten". England gegen eine Blockade-Erklärung Francos Die nationalspanische Marineleitung hat der internationalen Schiffahrt mitgeteilt, daß zur wirksamen Durchführung der Blockade der sowjetspanischen Küste (einschließlich der Insel Minorca) der Handesverkehr mit dortigen Häfen untersa g t und die neutralen Zonen von Valencia und Barcelona aufgehoben werden. Alle dort anlegenden Schiffe werden angegriffen. * „Daily Telegraph" meldet, daß die englische Regierung den nationalspanischen Flottenstellen in Palma mitgeteilt habe, daß die britische Regierung General Franco nicht das Recht zugestehe, eine Blockade zu verhängen. „Times" will wissen, daß die englischen Marinestellen angewiesen worden seien, dem Befehlshaber der nationalen Flotte in Mallorca, Admiral Moreno, zu erklären, daß „fremde Mächte kein Recht auf Blockade von irgendeiner spanischen Seite anerkennen könnten" und daß ein direkter Angriff auf ausländische Handelsschiffe selbst bei einer Zuerkennung von Kriegfüh- renden-Rechten nicht geduldet werden könnten, gleichgültig, ob dies innerhalb der Hoheitsgewässer geschehe oder nicht. Sowjetspanisches Bombenflugzeug auf französischem Boden zerschellt. Paris, 29. Nov. (DNB.) Wie Havas meldet, ist im Departement Ariege ein spanisch-bolschewistisches Bombenflugzeug bei einer Notlan- dun g z e rs ch e l l t. Die Besatzung bestand aus zwei Mann, von denen der Flugzeugführer schwer verletzt ins Militärkrankenhaus gebracht wurde. Der Begleiter kam mit leichten Verletzungen davon und wird bis auf weiteres zur Verfügung der Polizei gehalten. Das Flugzeug, das mit fünf Maschinengewehren b e ft ü cf t war, gehörte zu einer Flugbasis an der Huesca-Front. Aus den Aussagen der Flieger ergibt sich, daß sie nach einem Fluge über die nationalen Stellungen bei El Burgo de Elre sich angeblich „im Nebel verirrt" hatten und infolge Brennstoff- mangels notlanden mußten. Die Japaner auf halbem Wege zwischen Schanghai und Nanking. Schanghai, 30.Nov. (DNB. Funkspruch.) Die Japaner gaben Dienstag die Einnahme von Tschangtschau, das auch Wutsin genannt wird, bekannt. Diese Stadt liegt auf halbem Wege zwischen Schanghai und Nanking. Ferner haben die japanischen Truppen die am Jangtse gelegenen stark befestigten Kiangyin-Forts, die nach der Besetzung der Stadt Kiangyin unhaltbar geworden waren, erobert. Westlich des Tai-Sees wurde die brennende Stadt Jishing besetzt. Der Tai-See befindet sich völlig unter japanischer Kontrolle. Em Kriegskredit für China? Tokio, 29. Nov. (DNB.) Wie Tokio Nischi Nischi meldet, werden Geheimverhandlun- g e n zwischen China, den Vereinigten Staaten, England, Frankreich, der Sowjetunion und Belgien mit dem Ziel geführt, der Nanking-Regierung die Fortführung des Krieges durch einen Kredit von 1 00 Millionen Pfuno zu ermöglichen. Tschiangkaifchek habe als Sicherheit die Einnahmen aus Zöllen und Steuern sowie wirtschaftliche Konzessionen angeboten, wofür u. a. 1000 Flugzeuge, Geschütze jeder Art, 20 000 Maschinengewehre und zahlreiche Nachrichtenmittel zu liefern seien. Die chinesischen Vertreter hätten auf die Gefahr hingewlesen, daß die fremden Mächte im Falle eines Unterliegens Chinas „alles zu verlieren" hätten. — Das Blatt bemerkt, daß die Nachricht aus bester Quelle stamme und daß Japan deshalb die weiteren Schritte der fünf Staaten wachsam beobachten müsse. Das Autonomiestatut für den Sandschak Alexandrette. Beirut, 29. Nov. (DNB.) Anläßlich des In- trafttretens d e s neuen Sandschak- statuts, das auf Beschluß des Völkerbundes dem von der Türkei beanspruchten, bisher zu Syrien gehörigen Sandschak Alexandrette gewisse Selbstverwaltungsrechte verleiht, fanden in sämtlichen größeren Städten Syriens Kundgebungen gegen die Türkei statt. In Damaskus durch- Der Kampf des Memeldeutschtums. Von unserem ge.-Berichterstatter. Nachdruck verboten! Memel, 29. November 1937. Seit den Wahlen zum Memelländischen Landtag im Herbst 1935 und seit dem Abschluß des deutsch-litauischen Handelsvertrages von 1936 ist eine merkliche Entspannung der Beziehungen zwischen Berlin und Memel auf der einen und Kowno auf der anderen Seite festzustellen. Der Wirtschaftskrieg zwischen Deutschland und Litauen hat einem wachsenden Handelsaustausch Platz gemacht, und in Memel regiert feit 8 Jahren erstmalig wieder ein Direktorium, das das Vertrauen des deutschen Memellandtages genießt und nicht willkürlich von den Litauern eingesetzt wurde. Um so bedauerlicher ist es, daß durch das litauische Enteignungsgesetz vom September d. I. gewissermaßen ein Hagelschlag auf die junge Saat der Entspannung gefallen ist und die Frage nahe- liegt, ob die Anzeichen der Besserung trügerisch gewesen sind. Der Memelländische Landtag hat kürzlich in einer Sitzung sich ausführlich mit der durch das Enteignungsgesetz entstandenen Lage befaßt und dadurch Klarheit über den heutigen Stand der Dinge geschaffen. Wer den Verlauf der Landtagssitzung im einzelnen studiert und die Reden der memelländischen Volksvertreter überprüft, merkt deutlich, daß das Ziel einer befriedigenden Nachbarschaft zu Litauen nur erreicht werden kann, wenn sorgfältig alles vermieden wird, was geeignet wäre, die Erinnerung an die einstigen Kampfjahre zwischen Memeldeutschtum und Litauern wachzurufen. Die Narben alter Kämpfe einer memellän- dischen Selbstbehauptung gegen die litauische Gou- verneursdiktatur sind noch nicht so weit verheilt, daß nicht ein Ereignis, wie das Enteignungsgesetz, die Gefahr eines erneuten Zusammenstoßes heraufbeschwören könnte. Das wesentlichste Merkmal der Landtagssitzung, die im Zeichen einer Berichterstattung des Memel- direktoriums und einer Landtags-Sonderkommission über die mit Kowno gepflogenen Verhandlungen in der Enteignungsfracse stand, war die klare Herausarbeitung des Willens der Memelländer, ihrerseits alles zu tun, was geeignet ist, die Anfänge einer Normalisierung der Beziehungen zu Litauen sorgsam zu hüten und zu pflegen. Allerdings gibt es dabei eine unverrückbare Grenze; das ist die Unantastbarkeit der Rechte, die das Memel st atut gewährt und die den deutschen Grund und Boden gegen litauischen Zugriff schützen. Aus dem Bericht des Memeldirek- toriums-Präsidenten B a l d s z u s geht hervor, daß das Direktorium in der Enteignungsfrage, soweit durch sie die Frage nach einem wirtschaftlichen Ausbau der Hafenanlagen in Memel, der Eisenbahn, des Flughafens usw. zur Diskussion gestellt wird, zu jeder Mitwirkung an der Durchführung der erforderlichen Enteignungen bereit ist. Aber es muß eine Enteignung fein, die von der zuständigen Memelbehörde durchgeführt wird und die sich nicht auf das statutswidrige Enteignungsgesetz der Kownoer Regierung stützt. An der Bereitschaft der Memelländer zur Durchführung des sachlich Notwendigen liegt es also nicht, wenn über die Enteignungsfrage ein Streit entstanden ist, sondern ausschließlich daran, daß die litauische Regierung nicht den statutgemäßen Weg eines Ersuchens an das Direktorium zur Durchführung gebotener wirtschaftlicher Maßnahmen beschritten hat, sondern eine eigene Enteignungsdiktatur errichten will. Es könnte den Anschein erwecken, als ob es sich hier um einen Formalitätenstreit handelt, zumal auch das Direktorium wenigstens teilweise die sachlich wirtschaftliche Notwendigkeit der geplanten Enteignungen nicht bestreitet. In Wahrheit liegt aber zogen Studenten und Schüler die Stadt unter Nie- der-Rusen auf die Türkei und Hochrufen auf den arabischen Sandschak Alexandrette. Vor dem türkischen Konsulat kam es zu größeren Manifestationen. Auch in Homs, Hama und Aleppo fanden Demonstrationen statt gegen die Verkündung des Status und gegen das Verschwinden der syrischen Flagge aus dem Sandschak. Das syrische Parlament wandte sich gegen den B e - schluß des Völkerbundes. Der Vertreter des Ministerpräsidenten erklärte, die syrische Regierung werde alles daran setzen, um zu verhindern, daß die syrische Flagge aus dem Sandschak verschwinde. pariser Tagung des internationalen Frontkämpferkomitees. Paris, 29. Nov. (DNB.) Zu der Pariser Tagung des ständigen internationalen Frontkämpferkomitees ist eine deutsche Abordnung unter Führung des Vizepräsidenten der Vereinigten deutschen Frontkämpferoerbände, ^-Brigadeführer von H u« mann-Heinhoven, in Paris eingetroffen, der als Vertreter der NSKOV. Reichskriegsopferführer SA.-Gruppenführer Oberlindober und als Vertreter des Reichskriegerbundes Kyffhäuser, ff« Gruppenführer Reinhardt angehören. Der Vorsitzende des internationalen ständigen Frontkämpferkomitees, der italienische Senator Carlo Del- c r o i x, umriß die Aufgabe der Frontkämpfer für die Herstellung kameradschaftlicher Beziehungen zwischen den Völkern. Zu Ehren der Gefallenen des Weltkrieges legten die Abordnungen am Grabe des Unbekannten Soldaten Kränze nieder. Zu dieser Kundgebung, an der auch Vertreter der französischen Regierung und Armee teil- nahmen, hatte sich die Bevölkerung zahlreich eingefunden und grüßte die Fahnen, unter denen auch die deutsche Hakenkreuzflagge flatterte. Dankgruß des ungarischen Ministerpräsidenten. . ® - rlin , 29. Nov. (DNB.) Der Königlich Unga- rische Ministerpräsident von Daranyi hat aus Mau a ndenFührerundReichskanzler nachstehendes Telegramm gerichtet: „Tief bewegt von dem so überaus warmen, vom Geiste wahrer Freundschaft beseelten Empfang ist es mir beim Verlassen öes deutschen Reichsgebietes ein Herzensbedürfnis, xujnen, Herr Reichskanzler, und in Ihrer Person dem gesamten deutschen Volke für den an großartigen Eindrücken so reichen Aufenthalt in Deutschland auf das allerinnigste und aufrichtigste z u d a n k e n. Diese Tage sowie die mannigfachen Zeichen und Beweise der deutsch-ungarischen Freundschaft, deren Zeugen wir gewesen sind, werden für der Streit viel tiefer. Es steht im Grunde bos Problem zur Debatte, ob die im Statut gewährleistete Unantastbarkeit des deutschen Grund und Bodens aufgegeben und den Litauern ein Zugriff auf diesen gestattet werden darf. Bei der Abfassung des Memelstatuts hat diese Frage bereits die Botschafterkonferenz in Versailles lebhaft beschäftigt. Diese Konferenz ist gewiß nicht verdächtig, eine besondere Vorliebe für Deutschland gehabt zu hoben. Aber selbst sie konnte sich nicht der Tatsache entziehen, daß zwischen Deutschtum in Memel und Großlitauen ein Unterschied im Kulturniveau besteht, der einen Abstand von mehr als einem Jahrhundert verrät. Die Diskrepanz war so zwingend, daß die Konferenz der Versailler Sieger sich entschloß, das kultivierte Memelland vor jedem Zugriff des unter russischer Herrschaft zurückgebliebenen Litauens gerade auf dem Gebiete des Grundeigentums zu schützen. Die Artikel 5 und 32 des Status proklamieren darum die ausschließliche Zuständigkeit des Memeldirektoriums in Enteignungsfragen. Die litauische Regierung beruft sich nun darauf, daß Gemeinnutz vor Eigennutz gehe und das allgemeine litauische Volksinteresse den momelländi- schen Sonderinteressen voranzustellen sei. Diese Argumentation ist falsch. Als die Botschafterkonferenz ihre Schutzmaßnahmen traf, war d i e litauische Agrarreform aktuell, und es bestand die Gefahr, daß mit chrer Hilfe der Litauer versuchen würde, im Memelgebiet Grund und Boden an sich zu reißen. Es kann nicht bestritten werden, baß die Agrarreform für Groß-Litauen selbst eine zwingende Staatsnotwendigkeit war, zweifellos bedeutsamer, als die jetzt zur Debatte stehende Hafenerweiterungin Memel. Aber schon damals wurde den Litauern das Argument des übergeordneten litauischen Staatsinteresses bestritten. Das oberste Gesetz für die litauische Republik ist viel- rnehr die Innehaltung der von den Versailler Mächten errichteten Schutzbestimmungen für das Deutschtum, und nur unter dieser Auflage ist das Memelgebiet den Litauern anvertraut worden. Eine Berufung auf den Gemeinnutz ist also nicht nur nach dem Wortlaut des Statuts unzulässig, sondern auch sachlich gegenstandslos, da das Enteignungsgesetz eine ausgesprochen litauische Eigennützigkeit bedeutet. Wenn der litauische Staat einen Ausweg in der Weise sucht, daß er erklärt, er wolle bas Gesetz nicht anwenden, sondern freihändig die in Frage stehenden Grundstücke kaufen, so bedeutet dies eine unzulässige Verschiebung des Streitpunktes. Es geht darum, überhaupt der litauischen Regierung entgegenzutreten, wenn sie ein Gesetz erläßt, das das Statut durchlöchert. Solange dieses Gesetz besteht, ist eine latente Bedrohung des memel- ländischen Grund und Bodens gegeben. Das Memelgebiet ist, darauf muß immer hingewiesen werden, unter besonderen Schutz- beftimmungen dem litauischen Staat anver- traut, aber ihm nicht einfach einverleibt worden. Es muß daher als eine wohlüberlegte und abgewogene Warnung des Memellandes an die Kownoer Regierung bezeichnet werden, wenn der Direktoriumspräsident Baldzus vor dem Memel- ländischen Landtag erklärte, man täte dem litauischen Staat keinen Gefallen, wenn bas Direktorium eine Haltung einnehmen würde, die i m Gegensatz zur Rechtslage, den lieber« zeugungen des Direktoriums und den Auffassungen aller Memelländer stünde. Das Statut bleibt unantastbar, und die litauische Regierung bringt sich selbst um die Möglichkeit, sachliche Notwendigkeiten zu realisieren, wenn sie Wege einschlägt, die Nebenabsichten in der Richtung der Deutschtmns- befämpfung verraten. immer in meiner Erinnerung bleiben. Gleichzeitig möchte ich mich auch im Namen meiner Frau für die in Berlin erlebten schönen Tage herzlichst bedanken." Dankdes Führersan dieKönigin Elena. Berlin, 29. Nov. (DNB.) Der deutsche Botschafter von H a s s e l l überreichte im Auftrage des Führers und Reichskanzlers Ihrer Majestät der Königin Elena von Italien, Kaiserin von Aethiopien, das „Frauen- kreuzdes Ehrenzeichensd-s Deutschen Roten Kreuzes" in einer besonderen Ausführung und mit Brillanten besetzt. Der Führer und Reichskanzler hat durch diese Ehrengabe seiner Dankbarkeit für die Stiftung Ausdruck gegeben, die die Königin während ihres Aufenthaltes in Kassel durch die Schaffung der dortigen Königin-Elena-Klinik zur Bekämpfung der Kopfgrippe (Encephalitis Lethargica) und durch ihre Fürsorge für solche Kranke dem deutschen Volke gemacht hat. In einem die Auszeichnung begleitenden Handschreiben dankt der Führer und Reichskanzler der Königin namens des deutschen Volkes in herzlichen Worten für dieses ihr segensreiches Wirken. Richtlinien für die studentische Kameradschastserziehung. Der Reichs st udentenführer hat die Richtlinien des Amtes für politische Erziehung für die Kameradschaftserziehung in Kraft gesetzt. Der Eintritt in eine Kameradschaft ist freiwillig. Nach vierwöchiger Bewährung wird der Student feierlich ausgenommen. Er ist damit Anwärter des NS D. - Studentenbundes. Dom 1. Januar ab hat die Aufnahme in den Studentenbund die Erziehung und Mitarbeit in einer Kameradschaft zur Voraussetzung. Die Kameradschaft besteht aus Jungkameraden im ersten bis dritten Semester, aus Kameraden und Gastkame - raden. Zur Kameradschaft gehört ihre Alther- ren sch ast. Die Kameradschaft hat — so heißt es in den Richtlinien — den Auftrag, den Studenten zum deutschen Mann zu erziehen und seine Anlagen zur verantwortungsfähigen schöpferischen Persönlichkeit zu entwickeln. Der Anfang zur Erziehung einer Persönlichkeit sei eine scharfe Zucht und nicht die „akademische Freiheit". Das Ziel sei der freie Mann, der Anfang aber nicht die Freiheit. Das wichtigste Erziehungsmittel sei der praktische Einsatz der Kameradschaft im Land- und Fabrikdienst, in der Autobahnarbeit und im NSV.- Dienst. Im Vordergründe stehe dabei der Einsatz an der deutschen Ostgrenze. Daneben sollen regelmäßig der politische Abend, die Gemeinschaftsstunde, die Erziehungsstunde, der Sport und der Kameradschaftsabend gepflegt werden. General Ludendorff schwer erkrankt. München, 29. Nov. (DNB.) General Ludendorff, der schon seit längerer Zett von einem schweren Blasenleid en heimgesuchl wird, ist am 4. November von Professor k i e 11 e u l n e r (München) operiert worden. Nachdem der Patient bereits einige Tage das Bett verlassen konnte, trat in den letzten Tagen infolge Störungen des f islaufes, die den Kräftezustand in gefährd ider Weise beeinflussen, eine Verschlimmerung ein, so daß der Zustand von den behandelnden Aerzten zur Zeit als er ff ff bezeichnet wird. Das ganze deutsche Volk vernimmt mit tiefstem Bedauern die Nachricht von der Erkrankung des Generals und wünscht dem großen Feldherru des Weltkrieges baldige Genesung, lieber das Befinden des Generals wird die Oeffentlichkeit laufend unterrichtet werden. 3m Interesse des kranken wird dringend darum gebeten, von unmittelbaren Anfragen abzusehen. „Tag her nationalen Solidarität" Berlin, 29. Nov. (DNB.) Winterhilfswerk - das ist die tatgewordene Volksgemeinschaft. Ihren rvohl sinnfälligsten Ausdruck findet sie am „Tag der nationalen Solidarität", der am kommenden Samstag, dem 4. Dezember, durchgeführt wird. Dieder werden sich an diesem Tage die führenden Männer von Staat und Partei, namhafte Persönlichkeiten der wirtschaft, der Kunst und der Wissenschaft, der Presse und des Sportes einreihen in die gemeinsame Front gegen hunger und Kälte. Sie alle werden, wenn sie am Samstag die Sammelbüchse in die Hand nehmen, erneut ein Beispiel geben der inneren Geschlossenheit und der Hilfsbereitschaft. Nationale Solidarität bliebe ein leeres Wort, wenn es nicht jeder fördernd erlebte als eine sozialistische Tat im Dien ft e an Staat und Volk. Darum reiht euch am Samstag ein in die nationalsozialistische Front, die alle vereint: Spender und Sammler! * Daß es im Ablauf des Weltgeschehens Städte gegeben hat, in denen keine Armut herrschte, will uns Menschen der Gegenwart verwunderlich, ja unwahrscheinlich dünken. Wer sich aber etwas in die Geschichte der deutschen Armenfürsvrge vertieft, wird alsbald auf die überraschende Tatsache stoßen, daß es in den Zeiten des Mittelalters zwar erschütternde Not und Armut gab, indessen nur auf dem Lande und nicht hinter den schützenden Mauern der Städte. Wie läßt sich dies erklären? Zum einen aus dem Vorhandensein der soeben erwähnten schützenden Mauern, die das (Stadtgebiet — notfalls mit Waffengewalt — gegen bas offene, unsichere, aller Not und Willkür ausgesetzte Landgebiet abgrenzten und unerwünschten Zuzug von Bettlern und „Elenden" (Leute ohne Land und Besitz), von Kranken und Seucheträgern fernhielten. Zum andern daraus, daß damals jede Stadt eine in sich ständisch gegliederte und wirtschaftspolitisch gelenkte Ordnungszelle war, in der jedermann seinen, ihm von der Gilde oder von der Zunft zugewiesenen Arbeitsplatz und sein ihm ebenfalls von der Gilde oder Zunft privilegiertes Arbeitsgebiet hatte, von dem und aus dem ihn niemand verdrängen durste und konnte. Zum dritten aber, weil die Gilden und Zünfte der Städte dank einer mustergültigen Selbsthilfe für das Wohl der Witwen und Waisen, der Kriegshinterbliebenen und Kriegsopfer sowie der Kranken und schuldlos Verarmten ihrer Gilde oder Zunft sorgten, sie betreuten und, wo es möglich war, sie wieder gesund, arbeitsfähig und selbständig machten, lieber die Art dieser Selbsthilfe geben uns noch heute die „Hamburger Stadtrechte" (1270), die „Bremer Rechte" und die „Flensburger Rechte" eingehend Auskunft. Die solcher Art in den Städten des Mittelalters ausgeübte, bürgerliche Wohlfahrtspflege unterschied sich wesentlich von der Almosen spendenden Wohlfahrtspflege der Kirche; eine Wohlfahrtspflege, die ihre Wurzel ursprünglich zwar im Mitleid, zur Zeit des Mittelalters aber in der Sorge um das eigene Seelenheil im Jenseits hatte. Die bürgerliche, in den deutschen Städten des Mittelalters geübte Wohlfahrtspflege aber hatte ihre Wurzel in dem genossenschaftlichen Selbsthilfege- danken der Germanen, der geboren war aus dem blutmäßigen Gemeinschaftsgefühl der Familie und Sippe. Wehrhaftigkeit, ständische Gliederung, Witt- fchaftslenkung und kraftvolle Selbsthilfe waren also die Ursachen, die Not und Krankheit aus den Städten des Mittelalters und jene „Städte ohne Armut" schufen, die uns heute noch hohe Bewunderung abringen. Für den, der mit offenen Augen das Geschehen unserer Tage und das Wirken des Nationalsozialismus beobachtet, ist es nicht schwer, die Zusammenhänge zwi - scheu ein ft und jetzt zu entdecken. Denken wir insbesondere an die Selbsthilfe der Gilden und Zünfte im Mittelalter, und setzen wir an die Stelle des Wortes Selbsthilfe das Wort „Solidarität, so spüren wir sofort die tiefe Bedeutung des „Tages der nationalen Solidarität", andern deutsche Männer aus allen sozialen Schichten des Volkes uns nicht um Almosen bitten, sondern um Opfer, die wir zu bringen haben, um unser deutsches Volk wieder gesund, stark und groß zu machen. D. S. Schwerer Autounfall des Prinzen der Niederlande. Amsterdam, 29.Nov. (DNB.) Prinz Bernhard der Niederlande erlitt in den Morgenstunden des Montag einen schweren Autounfall. A u f dem Wege nach Amsterdam fuhr der Prinz, der feinen Wagen selbst steuerte, auf einen schwerenLastkraftwagen. Der Prinz wurde durch die Windschutzscheibe geschleudert. Mit einer tiefen Kopfwunde und einer leichten G e - Hirnerschütterung wurde er in das Bürger- krankenhaus in Amsterdam eingeliefert. Die Königin der Niederlande ist in Amsterdam eingetroffen und hat den schwer verletzten Prinzen im Bürgerkrankenhaus besucht. Anschließend wird sie sich nach Schloß Soestdijk begeben, um der Kronprinzessin, die in den nächsten Wochen ihrer Niederkunft entgegensieht, zu berichte», IM im 55. Wiesentreu fammlungen teilnehmen. Die Wehrversammlungen sollen der Prüfung und Ergänzung der Wehrpässe, der Kriegsbeorderungen und der Wehrpaßnotizen dienen, eine Belehrung der Wehrpflichtigen über ihre Pflichten und die Bekanntgabe von Bestimmungen ermöAichen. In ihnen sollen schließlich die Personalkarteien geprüft und Meldungen und Gesuche vorgebracht werden können. Wehrpflichtige der Reserve können zweimal im Jahre zu ihnen herangezogen werden, Wehrpflichtige der Landwehr und des Landsturms einmal im Jahre, und zwar im November oder April. Zu diesen Versammlungen wird öffentlich eingeladen. Befteiun- gen von der Teilnahme können durch die Wehrmeldeämter oder Bezirkskommandos, jedoch nur in besonderen Ausnahmefällen, erreicht werden. Unvorhergesehenes Fehlen muß spätestens am Tage nach der Versammlung unter Vorlage von entsprechenden Bescheinigungen, entschuldigt werden. Ortsgruppe „AuswärtigesAmt" in der Auslandorganisation der NGOAp. Auslande umfaßt. Oie Tschechoslowakei gegen ihre polnische Minderheit. Warschau, 30. Nov. (DNB. Funkspruch.) Die polnische Presse veröffentlicht einen Bericht über neue Zwangsmaßnahmen der Tschechoslowakei gegen Angehörige der polnischen Minderheit. Es handelt sich um die plötzliche Kündigung von Polen in verschiedenen Verwaltungsbehörden mit dem Hinweis auf den Artikel 22 des „Gesetzes über den Schutz des Staates". Unter den plötzlich entlassenen Polen seien solche, die seit z w a n z i g I a h r e n auf den letzten Arbeitsstellen beschäftigt gewesen seien, ohne daß gegen sie jemals der Vorwurf der Illoyalität erhoben worden wäre. Die Tschechoslowakei könne nicht erwarten, daß die polnische Öffentlichkeit diese Kündigungen für einen Beweis des tschechischen Wunsches nach einer Besserung der Beziehungen nehme. Kleine volitiscbe 7tad>ri(bfen. Der frühere Direktor von Wolffs Telegraphischem Büro Dr. jur. Heinrich Mantler, ist am Sonntagabend nach langer schwerer Krankheit im Alter von 76 Jahren in Berlin* gestorben. Der Führer und Reichskanzler hat den bisherigen deutschen Gesandten in der südafrikanischen Union, Wiehl, zum Ministerialdirektor im Auswärtigen Amt ernannt, wo dieser die Leitung der w i rt s ch a f t s p o l i t i s ch e n Abteilung übernommen hat. Aus aller Welt. 15000 Kilometer mit einem Sportflugzeug in 15 Togen. Der deutsche Flieger Major H a e r l e , der am 14. November auf dem Flughafen Stuttgart-Böblingen mit seinem Sportflugzeug Klemm 35 zu einem Fernflug nach Niederländisch-Jndien gestartet war, ist am Montag in Batavia gelandet. Haerle hat damit eine Strecke von annähernd 15 000 Kilometer in 15 Tagen zurückgelegt, nachdem er in Buchir sogar 2 Tage ungewollt Aufenthalt nehmen mußte, um die Genehmigung zur Ueberfliegung des Irak einzuholen. Der fliegerische Erfolg dieses Fluges mit einer täglichen Streckenleistung von weit über 100 0 Kilometer verdient insofern besondere Beachtung, als das Flugzeug Haerles mit einem Hirth-Motor von rund 80 PS ausgerüstet ist und eine normale Serienkonstruktion des Leichtflugzeugbaues Klemm darstellt. Major Haerle, der sich mit diesem Langstreckenflug um den Hindenburg-Pokal bewirbt, wird voraussichtlich nach kurzem Aufenthalt den Rückflug nach Deutschland antreten. Der Flug über Sofia-Istanbul — Bagdad — Kalkutta — Rangoon — Sin- gapore ist reibungslos verlaufen. Lediglich vor Aleppo mußte er von der Dunkelheit überrascht, eine Zwischenlandung auf freiem Felde vornehmen. Ein durch die Landung verursachter Reifenschaden wurde schnell behoben, und bereits am nächsten Morgen konnte Haerle seinen Flug nach Bagdad fortsetzen, nachdem er die Nacht unter den Tragflächen seiner Maschine verbracht hatte. Bei den oft schwierigen klimatischen Verhältnissen des Orients kommen Haerle reiche Erfahrungen zugute. Haerle, der sechs Jahre seiner Jugend in der Türkei verbracht hatte, unternahm 1929 eine Motorradfahrt über Kairo, Damaskus und Bagdad. Gegenwarts ragen des deutschen Tierschutzes. Der Leiter des Reichstierschutzbundes, Oberbürger- Berlin, 29. Nov. (DNB.) Im Roten Saal der Deutschlandhalle fand ein B el r i e b s g e m e i n- fchaftsabend des Auswärtigen Amtes statt. Nach einleitenden Worten des Fachschafts- gruppenwalters Gesandten Landmann, der 1931 die Landesgruppe Guatemala gründete und zu den ältesten Mitarbeitern der Auslandorganisation gehört, und des Betriebszellenobmannes' K a l i tz k e überbrachte Staatssekretär ff - Oberführer von Mackensen die Grüße des Reichsaußenministers. Gauleiter Bohle schilderte sodann den gemeinsamen Weg, der in den vier ersten Jahren nach der Machtergreifung nunmehr zu der Einheit von Partei und Staat im Geiste des Nationalsozialismus geführt hat. Als Sinnbild für die erste Etappe dieser Entwicklung verkündete der Gauleiter die Errichtung der „Ortsgruppe Auswärtiges Amt" in der Auslandorganisation der NSDAP., die die Parteigenossen unter den Beamten des Auswärtigen Amtes sowie die Beamten, Angestellten und 'Arbeiter des Auswärtigen Dienstes Kolumbuseier -er Funkindustrie. Empfänger als Muster der Gemeinschastsarbeit. — „Lehr- und Wanderjahre" Ihres Rundfunkgerätes. Don unserem Sonderberichterstatter. >>Ä' 11 lbktn i,h 15 '««feil ' «"mii. n. wiw 'ilfswerk 5 9e tn e i n. dn>« finbef olidarj, Uag, bet werden sich IRännet Person. l sk und btt * Spot, front gegen Mn sie "d nehmen, Geschlossen. Solibariläl t jeder för- e Tat in Darum tety ^sozialistisch mmler! hens CtÄn mschte, M widerlich, ja er etwas in rrge verliest, tsache stoßen rs zwar en n nurQul i schuhendes erflära? !r soeben 5 ie das & - gegerä ir ausO chtenM ie i femtyM Sick fine hOMich ■ ixt jeder- r von der tt)m eben- giertes Ad m ihn nid ^um drill» Städte bar* ir das W nterbliebeni' ind schuld!! rgten, sie t > wieder { ichten. Uefr och heute fc >ie „W e" eing$ Mittels ;e untersO iden Wohl Wohlfahsi» oar im W i der M s hatte. D des Mtk^ - hatte W oar aus dl' Familie/ berung, e waren J eit aus * Städte W mit *; •StA Sol'dao le W*! Solidi' allen Wj len sönlichkeit. Auszeichnung eines deutschen Auslandarztes. Der'Führer und Reichskanzler hat den Direktor des Deutschen Kriegerkurhauses Davos-Dorf, Dr. Dr. Georg Burkhardt, zum Professor ernannt. Dr. Burkhardt leitet das vom Reichsausschuß der Kriegsbeschädigtenfürsorge, dem Deutschen Roten Kreuz und anderen karitativen Organisationen gegründete Kriegerkuchaus seit 1918. Villa-Romanu-Preis 1938 für den Bildhauer Toni Stadler. Der Villa-Romana-Preis für 19 3 8 wurde dem Bildhauer Toni Stadler in München verliehen. Toni Stadler, ein Sohn des Malers Toni Stabtier, ist 1888 in München geboren. Von 1914 bis 1918 stand er als Offizier im Felde. Stadler, der Schüler von August Gaul in Berlin, Hahn m München und Maillol in Paris war, wurde 1934 vom Preußischen Kultusministerium mit dem Rom- Preis ausgezeichnet. Werke von ihm befinden sich in den Galerien von Berlin, München, Stuttgart und Duisburg. — Die Villa Romana e. V. (Geschäftsstelle W 8, Mauerstraße 39), ist eine Gründung von Max Klinger und Verlagsbuchhandler Georg Hirzel; sie wurde auch von dem Maler Grafen Kalckreuth gefördert. Die Stiftung besitzt m Florenz die jenseits des Arno gelegene Villa Romana, in der seit dem Gründungsjahre 1905 deutsche Bildhauer und Maler nachhaltige Förderung erfahren haben. schnäuzig passiv? Weil der Ingenieur mit seinen < ganzen Apparaturen einschließlich Miniatursender durch gewöhnlichen Kaninchendraht rings von der Außenwelt abgeschirmt ist. Er sitzt wie alle seine Kollegen von der „Entwicklung" in einer Art Affenkäfig aus Draht, und diese durchsichtige und luftige Angelegenheit genügt vollkommen, um das Versuchsgerät vor dem Ansturm aller Töne zu verteidigen, die durch den Aether heranschwirren. Die Lehr- und Wanderjahre eines Rundfunkapparates von feiner Geburt bis zum Verlassen der Fabrik sind von unzähligen Examen und Bewährungsproben überschattet. Hat so ein neuer Apparat im Hirn eines Konstrukteurs Gestalt gewonnen oder erlebte einer der Drahtkäfiginsassen die Geburt einer neuen Idee, dann setzt sogleich eine Gemeinschaftsarbeit größten Stiles ein: nirgends springt einem so sehr wie hier in die Augen, daß aller technische Fortschritt die Gemeinschaftsarbeit zur Voraussetzung hat. Fieberhaft stürzen sich Modellzeichner, Mechaniker, Prüfer, Entwickler auf den Säugling, und jeder trägt nun dazu bei, ihn hochzupäppeln und ihm dann das Leben mit peinlichen Prüfungen so schwer wie möglich zu machen. Daß er sich dann trotzdem oder gerade deswegen zu einem hoffnungsvollen Fabrikationsmodell durchmausert, verdankt er dem präzisen Zusammenwirken aller Beteiligten. Vom Modellzeichner und feinem Gegenpart, dem Entwicklungsingenieur hängt das Gelingen ebenso ab wie von den Konstrukteuren und Mechanikern in der Werkstatt, den Ingenieuren an den Prüfständen, an den Meßgeräten, wo Trennschärfe, Empfindlichkeit, Frequenz, Entzerrung, Lautstärkeregelung und tausend andere Eigenschaften immer wieder durchgeprüft werden. Sind diese Lehrwochen überwunden, dann tritt der Empfänger die Wanderwochen an. Ein Ingenieur begibt sich mit ihm auf Reisen, und in der Praxis, d. h. unter den an bestimmten Orten gegebenen Sendebedingungen hat der Apparat Leistungsproben zu geben. Wehe, wenn er etwas nicht kann. Kann er was, dann ist sein Weg in die Serienfabrikation, d. h. in die Welt offen. Vorher läßt er sich aber noch den am besten für ihn geeigneten Lautsprecher verpassen, und wieder spielt ein ganzer Apparat aufeinander eingeschulter Fachleute. Er muß alle Stimmodulationen über sich ergehen lassen. Eine davon wird ihm sitzen wir an- ; gegossen, sie wird vom Lautsprecherfachmann mit feinstem Unterscheidungsvermögen herausgefunden. Und diese Stimmverleihung ist so etwas wie letzte : Oelung, bevor der Examenskandidat mit „summa - cum laude“ zum Verkaufsobjekt promoviert. Dr. Buresch. meister Staatsrat Dr. Krebs (Frankfurt a. M.), hatte die Beiratsmitglieder des Reichstierschutzbundes zu einer ersten Sitzung nach Frankfurt eingeladen. Nach Worten der Begrüßung gab Staatsrat Dr. Krebs einen Bericht über die derzeitige Lage des deutschen Tierschutzes. Der Bericht ließ erkennen, was bisher geschehen, und welche Fülle von Aufbauarbeit notwendig ist, um dem deutschen Tierschutz zu der Geltung zu verhelfen, die ihm zukommt. Anschließend sprach Ministerialrat Dr. Giese vom Reichsinnenministerium über die Tierschutzgesetzgebung in Deutschland. Seine Ausführungen zeigten, daß der Führer mit der Schaffung dieses Gesetzes eine kulturelle Tat vollbracht hat, dis ihresgleichen in der Welt sucht. Er betonte, daß es nun gelte, diesem Gesetz durch Erziehung aller Volksgenossen zum Tierschutz auch lebendige Kraft zu geben. Hierauf traten die Beiratsmitglieder in die Beratung der Tagesordnung ein. Z. B. wurde die Frage erörtert, ob Hunde als Zugtiere verwendet werden dürften und ob die Benutzung blinder Pferde als Zugtiere zu verbieten fei. Es wurden ferner brauchbare Vorschläge zur Unterbindung des Kettenhandels mit Schlachtpferden gemacht. Die tierquälerischen Zustände in den Wander-Tierschauen und die Beschäftigung von Pferden unter Tag, ferner die Ausfuhr von Katzen zu Vivisektionszwecken waren Gegenstand eingehender Aussprache und Beratung. Auch die Frage, wie der in vielen Städten bestehenden Katzenplage zu begegnen sei, wurde lebhaft erörtert. Schließlich wurde die Frage der Einführung von Mindestmaßen für Vogelkäfige beraten. Die Tatsache, daß durch falsche Beschirrung von Haustieren unbewußt viele Quälereien verursacht werden, gab dem Leiter des Reichstierschutzbundes Veranlassung, über Maßnahmen zu sprechen, durch die die Tierquälereien künftig auf ein Mindestmaß beschränkt werden. Dr. Hab eck vom Reichsernährungsministerium sagte weitgehende Unterstützung des Reichsernährungsministers zu. Die Besprechung brachte eine Fülle von Anregungen, deren Auswertung sich für die notleidenden Tiere günstig auswirken werden. Zum Schluß dankte Ministerialrat Dr. Giese dem Leiter des Reichstierschutzbundes, Dr. Krebs, für die tatkräftige und zielbewußte Führung. 75 Jahre Höchster Farbwerke. Anfang Januar 1938 besteht das Werk Höchst der IG. -Farbenindustrie 75 Jahre. Aus bescheidenen Anfängen heraus begannen die drei Gründer des Werkes, Luzius, Brüning und Dr. Meister, vor 75 Jahren mit der Farbenfabrikation. Sie legten mit dem Höchster Werk mit den Grundstock zu dem heutigen Weltunternehmen IG.-Farbenindustrie. Auch heute noch ist das Werk Höchst innerhalb des Konzerns eines der größten und bedeutendsten und trug entscheidend zur Entwicklung des gesamten Unternehmens bei. (dftOt- fäüf. ÄK 'iife sy HÄ V Berlin, im November. Wissen Sie, was eine „i n t e l l i g e n t e Sk a l a" । ist? Das klingt wie eine Scherzfrage. Aber es ist i das Ei des Kolumbus! Nehmen wir an, Sie sind der Besitzer eines modernen Rundfunkgerätes. Dann kennen Sie die Leiden und Freuden des Feierabends, die für den zünftigen Rundfunkfreund darin bestehen, sich auf einen — sagen wir — hübschen Schlager einzuschaukeln. Den finden Die nach einigen, für die Allgemeinheit nicht immer heilsamen Versuchen meinetwegen in Brüssel. Die ersten Takte rauschen hin ... da, Heulton, Knattern, Störung! Na, er wird schon durchkommen, denken Sie, aber Budapest hat es heute in sich, es kratzt und quäkt. Damit ist es also nichts. Sie sind schon wieder am Suchen. Will es das Unglück, daß gerade keine andere Kapelle in der Welt nach Ihren Wünschen pielt, dann bleibt es auf dem Apparat hängen: er taugt wieder mal „gar nichts". Ja, mein Freund, hätten Sie die „intelligente Skala"! Dann würden Sie im Tone lächelnder Überlegenheit zu ihrer Frau sagen: „Schade, heute ist es nichts mit Brüssel, wir haben da wieder die starke Ueberlagung mit Kairo", oder Sie würden bei einem Mißerfolg mit Turin erklären: „Das wundert mich nicht weiter bei der kleinen Feldstärke des Turiner Senders." Das alles geht aus der „intelligenten Skala" auf einen Blick und ohne die Voraussetzung technischer Vorkenntnisse für jeden hervor. Sie unterscheidet sich von anderen Skalen nur durch feine kleine Ungleichheiten ihrer Unterteilung. Das sieht goldeinfach aus. Aber wieviel Tüftelei, wieviel Geduld, wieviel Fehlschläge und mühselige Berechnungen gehören dazu, um von Jahr zu Jahr die Entwicklung unserer schon so hochentwickelten Empfangsgeräte voranzutreiben. Kaum ist die Funkausstellung vorüber, dann hocken in den Laboratorien die Ingenieure schon wieder über ihren „Entwicklungsmodellen" und basteln daran herum. „Entschuldigen Sie, wir basteln nicht, wir experimentieren, das heißt: wir verändern planmäßig!" verbessert mich in. einem großen Berliner Werk ein junger Ingenieur, dessen mühselige Kleinarbeit ich, hinter ihm stehend, schon eine ganze Weile verfolge. „Wir lesen in dem Innern eines Empfängers wie in einer Fibel", meint er nachsichtig und ergreift mit ruhiger Hand einen winzigen Lötkolben. Er ist dabei, irgendein Einzelteil „äuszuschaukeln", neben ihm steht ein Miniatursender. der ihm Wellen auf Wunsch von Bestimmter Frequenz in seinen Empfänger schickt Wieso aber verhält sich dieser Empfänger allen andern Sendern der Außenwelt gegenüber so kalt- Kunst und Wissenschaft. „Gesellschaft für deutsches Strafrecht." Der Präsident der Akademie für Deutsches Recht hat auf Grund des Gesetzes über Beamtenvereinigungen die deutsche ßanbesgruppe der „3 n t e r= nationalen Kriminalisten ■ Bereinigung" und die „Deutsche strafrechtliche Gesellschaft" für a u f g e I ö ft erklärt und das Vermögen der beiden Vereinigungen auf die neu- gegründete „Gesellschaft für deu t s ch es Strafrecht" übergeleitet. Die „Gesellschaft für deutsches Strafrecht" dient der wissenschaftlichen Pflege des Strafrechts im Geiste des Nationalsozialismus; sie ist korporatives Mitglied der Akademie für Deutsches Recht. Ehrenpräsident der Gesellschaft ist der Präsident der Akademie für Deutsches Recht. Der Vorstand setzt sich aus neun Mitgliedern zusammen; den Vorsitz führt Prof. GrasGleispach (Berlin). Professor Stengel Leiter des „Reichsinstituts für Geschichte des älteren Deutschlands". Der Führer und Reichskanzler hat Professor Stengel zum Leiter des „Reichsinstituts für Geschichte des älteren Deutschlands" (Monumenta Germaniae historica) berufen. Stengel ist der Sohn des verstorbenen Marburger Romanisten Max Edmund Stengel; er wurde 1879 geboren. Nach seinem Studium in Lausanne, Greifswald und Berlin promovierte er 1902 in Berlin und erlebte hier zum erstenmal Ziel und Organisation der Monumenta, an denen er dann als Mitarbeiter von 1903 bis 1905 tätig war. Seine Habilitation fand 1907 in Marburg statt, wo er 1922 zum ordentlichen Professor ernannt wurde. Sein Hauptarbeitsgebiet ist mittelalterliche Geschichte sowie Erforschung der Urkunden derselben Zeit. Mit Stengel haben die „Monumenta Germaniae historica" in ihrer Form als „Reichsinstitut" einen hervorragenden Leiter erhalten. Professor Walz-Wiesenlreu f. Der Vorsteher der Chirurgischen Klinik der Grazer Universität, Professor Dr. Peter Walz- Wiesentreu, dessen wissenschaftlicher Ruf weit über Oesterreichs Grenzen hinausging, ist im 55. Lebensjahr gestorben. Professor Walz-W' ' war eine im nationalen Leben sehr bekannte Per- Jleichswerte Hermann Göring Franksurt a. M., 29. Nov. (DNB.) Die Zeit- i Ischrift „D e r V i e r j a h r e s p l a n" teilt zu dem ■ 'Besuch des Ministerpräsidenten Göring bei den ' !Reichswerken Salzgitter u. a. folgendes mit: Die »Steigerung der Förderung aus den Gruben der Meichswerke ist in einem Ausmaß angeordnet und ; toorbereilet, daß bis zum Ende des nächsten Jahres i «mehrere Millionen Tonnen Erz den Eisenhütten an [ ft er Ruhr zur Verfügung gestellt werden können. ; Damit soll eine sofort fühlbar werdende Erleichte- nung der jetzigen Eisenschwierigkeiten erreicht Werften. Die Reichswerke greifen — um diese Aufgabe M erfüllen — zunächst ihre am leichtesten abzu- foauenben und günstigsten Erzlager an. Die neue Hütte wird in vier Bau stufen errichtet nverden. Die erste Baustufe soll bereits Ende 1939 nn Betrieb genommen werden und eine Erzeu- »gungsfähigkeit von 1 Mill. Tonnen Mohstahl haben. Die andern Baustufen werden ,parallel dem Fortschreiten der Erzförderung msbe- ssondere aus den geplanten großen Tiefbau- sschachtanlagen vollendet. Die erste Baustufe der Hütte wird am Ende eines U5 Kilometer langen Stichkanals liegen, der «troa in der Mitte zwischen Braunschweig und «Peine vom Mittellandkanal abzweigt und in einen 3000 Meter langen Hüttenhafen endet. Damit ist die Benutzung des Wa ser- ro e g e s sowohl für die Kohlenzufuhr zur Hütte als aauch für die Beförderung des Erzes zu den Ruhr- nverken gegeben, bei bester Ausnutzung des Fracht- vahnraums für Hin- und Rückfracht. Die Hütte wird eine Kokerei zur Erzeugung Les Hochofenkokses, eine Hochofenanlage mit aacht Hochöfen, ein Thomas stahl werk und ein Walzwerk umfassen, außerdem die notwendigen Mebenanlagen, wie Kraftwerk, Laboratorium usw. Die Verbindung zwischen den Erzgruben einerseits mnd Hütten und Hasen anderseits wird durch eine VErzbahn mit einem Gleisnetz von etwa 50 Kilo- nmeter hergestellt. Während das Gichtgas der Hochöfen restlos in der Hütte verwandt wird, steht eine beträchtliche Menge an hochwertigem Hochofengas nur Abgabe als Ferngas zur Verfügung. Damit wird der Hütte eine besondere Bedeutung als neuer -Stützpunkt der Ferngasversorgung im mitteldeutschen Raum gegeben. Oie Wehrüberwachung. In einer gemeinsamen Verordnung haben der Reichskriegsminister und der Reichsminister des Jn- mern die Wehrüberwachung für die Wehr- Pflichtigen des Beurlaubtenstandes geregelt. Die Verordnung tritt am 1. Dezember 1937 in Kraft. Danach wird die Ueberwachung der Beurlaubten im Frieden bei den Wehrpflichtigen wirksam, wenn sie der Krsatzreserve zugeteilt oder zuruckgestellt sind, aroenn sie als Freiwillige der Wehrmacht, des Arbeitsdienstes oder der Verfügungstruppe ange- » mommen wurden, oder wenn sie der Reserve ober Landwehr angehören. Unwirksam ist Vie Wehrüberwachung in Friedenszeiten für alle Wehrpflichtigen der Ersatzreserve vom Beginn der Wehrpflicht bis zur M u st e r u n g , für Die Ersatzreseroe II und die L a n d w e h r 11, wenn sie keine Mobilmachungs eint et - l'JLung haben und auch für die Jahrgänge 1901 bis 11912, die ohne Mobilmachungseinteilung sind. Die der Ueberwachung unterstehenden Personen müssen dafür sorgen, daß schriftliche Mitteilungen Der Wehrersatzdienststellen s i e jederzeit er- rr eichen können, müssen also einen Wohnungswechsel mitteilen, auch den Antritt einer Reise von üingerer Dauer als 60 Tagen und die Rückkehr, den Antritt einer Wanderschaft usw., Gestellungs- und Einberufungsbefehlen folgen und an Wehrver- Oer Neubau des Reiches. Staatssekretär Stuckart über die Bedeutung der Gemeinden. Breslau, 29.Nov. (DNB.) Der Staatssekre- itär im Reichsinnenministerium und Reichsgruppen- roalter des NSRB., ^-Oberführer Stuck art, hielt in Breslau einen Vortrag über „Verfassung und Verwaltung im Dritten Reich . Bei der Neugliederung des Reiches soll nach einer jahrtausendelangen Zersplitterung der deutsche Staat geschaffen werden, dessen Gliederung nach abermals einem Jahrtausend noch als (finnooll anerkannt werden muß und der idie nationale Einheit des deutschen Volkes für alle Zukunft gewährleistet. Die Deutsche Gemeindeordnung steltt Die kommunale Selbstverwaltung aller deutschen Gemeinden auf eine eittheitliche Grundlage. Auf dem von ihr bereiteten Boden soll sich der Neubau des Reiches von unten herauf vollenden. In der Großstadt muß unser Streben dahin gehen, bas Wissen um die Selbstverwaltung und Ras Bewußtsein um die Gemeinschaft zu vertiefen. Dies wird bei ganz großen Verhältnissen ■eine besondere gesetzliche Gestaltung erforderlich machen. Bei den ländlichen Gemeinden ist idie Arbeitslast von Jahr zu Jahr gewachsen. Es müssen Maßnahmen zur Hebung der 23er- iwaltungskraft getroffen werden. Die ehrenamtliche Leitung der ländlichen Gemeinden ssoll nach Möglichkeit erhalten bleiben, da durch Die Berufung des Amtsleiters aus dem Kreise der Volksgenossen ein besonders vertrauensmäßiger .Zusammenhang mit der Einwohnerschaft besteht. Man wird jedoch dem Gemeindeleiter ausr eichende Hilfskräfte zur Seite stellen müssen. Dabei sind Gesetz und Ziel der Staatsführung die mnverrückbaren Schranken, innerhalb deren sich jjede gemeindliche Betätigung zu halten hat. Für den Neubau des Reiches ist es erforderlich, Daß die verschiedenen Rechtsregelungen in iden Ländern immer mehr durch ein einheitliches Reichsrecht auf allen Lebens» gebieten ersetzt werden. In diesem Zusammenhang «st die Schaffung der finanzwirtschast- g i ch e n und f i n a n z r e ch t l i ch e n Voraussetzungen für die Durchführung des Naubaus außerordentlich wichtig. Zur Verwirklichung der Voraussetzungen gehört die Verteilung der Aufgaben, die den verschiedenen Verwaltungsbezirken obliegen, und die Verteilung der ^finanziellen Einnahmequellen, also «eine Verteilung der Aufgaben zwischen dem Staate 1 Einerseits und den Gemeinden und Gemeindeoer- ; Länden andererseits. Zu diesem Zweck ist die Her- Leiführung der Gleichheit im Etats- und s Rechnungswesen aller Länder erforder- llich. Die Vereinheitlichung des ©teuer- irechtes ist eine wichtige Vorbedingung zur Durch- 1 Führung dieser Aufgabe. Das Gesetz bestimmt, daß Der Finanzausgleich bis spätestens 1. April 1938 zu •erfolgen hat. Das Ziel ist für die Zukunft klar: Es nvird nur noch Reichs- und Gemeindesteuern geben! Wetterbericht des Aelchswelterdienstes. Ausgabeort Frankfurt. Mit dem raschen Abbau des über Frankreich liegenden Hochdruckgebietes ist nunmehr ein lieber» greifen der in Norddeutschland sich abspielenden Störungstätigkeit nach Süden zu erwarten. Dabei wird Kurhessen stärker von der Wetterverschlechterung erfaßt werden, als das Saargebiet und die Rheinebene südlich des Taunus. Aussichten für Mittwoch: Von Nordwesten her vordringende Milderung mit Regenfällen, wolkig bis bedeckt, auffrischende Winde aus West bis Nord. Aussichten für Donnerstag: Unbeständig, bedecktes Wetter, milder als seither. Lufttemperaturen am 29. November: mittags 4,3 Grad Celsius, abends 2,8 Grad; am 30. November: morgens 1,3 Grad. Maximum 4,5 Grad, Minimum heute nacht 0,8 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 29. November: abends 2,8 Grad; am 30. November: morgens 1,9 Grad. — Niederschläge 0,1 mm.x naupridjriftleiter: Dr Friedrich Wilhelm Lange Stellvertreter des Hauptschristleiters: Emst Blum- schein Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr Fr W Lange, für Feuilleton: Dr Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein Anzeigenleiter Hans Beck Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel D A X 37: 10 031. Druck und Verlag: Brühlsche Unioersitätsdruckeret R Lange. K.-G., sämtlich in Gießen Monatsbezugs- preis RM 2,05 einschließlich 25 Pf Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf mehr Einzelverkaufs- preis 10 Pf und Samstags 15 Pf.» mit der Illustrierten 5 Pf mehr Zur Zeit ist Preisliste Nr 4 vom 1. September 1937 gültig. Neichsleisiungsschreiben der OAF. Gießener Kurzschriftler zeigen ihr Können. Im Rahmen des Reichsleistungsschreibens in Kurzschrift, das in der Zeit vom 21. bis 28. November im getarnten Reichsgebiet durchgeführt wurde, hatte die Ortswaltung der DAF. alle Kurzschriftler aus den Gießener Betrieben für Sonntag, 21. November, in die Alte Peftalozzischule zu diesem Wettkampf eingeladen. Der Kreisreferent für Kurzschrift und Maschinenschreiben Kurt L e i p o l d eröffnete das Leistungsschreiben mit einem kurzen Appell. Er brachte zum Ausdruck, daß diese große Leistungsprüfung eine Gemeinschaftsarbeit aller deutschen Kurzschriftler darstelle. Alle müßten sich dessen bewußt sein, daß unsere Leistung nicht mehr dem Selbstzweck diene, sondern der Allgemeinheit. In diesem Geiste solle jeder sein Bestes geben, damit die Gesamtleistung beweise, daß geschulte Fachkräfte und ein guter Nachwuchs vorhanden seien. Zum Schluß fordert er alle Volksgenossen auf, weiterzuarbeiten und fleißig zu üben, damit sich die Arbeit der deutschen Kurzschriftler würdig einreiht in das große Berufserziehungswerk der Deutschen Arbeitsfront. Mit der Gesamtleitung des Wettkampfes war von der DAF. der Kreisreferent beauftragt worden. Ihm zur Seite standen eine große Zahl Mitarbeiter der Deutschen Arbeitsfront und der Deutschen Stenographenschaft und einige Volksgenossen, die sich als Ansager, Prüfer, Werter oder Aufsichtsführende in den Dienst der Sache stellten. Es war erfreulich, daß sich auch die Schulleiter der kaufmännischen Berufsschule und der Vogtschen Privat- Handelsschule bereiterklärten, das Reichsleistungsschreiben an ihrer Schule durchzuführen. So war es möglich, daß in Gießen die stattliche Zahl von 420 Wettschreiber zustande kam. Der Wettkampf sah zunächst ein Richtigschreiben vor. Anschließend folgten die Ansagen für das Schnellschreiben in den verschiedenen Geschwindigkeitsstufen. Es wurden von 60 bis 240 Silben geschrieben. Eine genaue Wertung nach den Reichsrichtlinien hat eine überaus gute Leistung der Gießener Kurzschriftler ergeben, so daß die Aussicht besteht, einige Gaupreise zu erringen. Es ist leider nicht möglich, die große Zahl der preiswürdigen Arbeiten im Schnellschreiben sowie im Richtigschreiben anzuführen, da der hierfür zur Verfügung stehende Raum nicht ausreichen würde. Nachstehend geben wir die fehlerfreien Arbeiten wieder, die mit der Note „Sehr gut" ausgezeichnet wurden. 2 4 0 Silben: Dora Kern, Fritz Reh. 2 2 0 Silben: Wilma Leipold, Greta Jochum (2). 2 0 0 Silben: Otto Wilhelm, Karl Meister, Richard Strauch, Hans Becker, Gretel Roßkath (2), Agnes Frank (2). 18 0 Silben: Wilhelm Paulus (2). 160 Silben: Georg Bingel, Elfriede Werner, Hilde Eisenacher. 14 0 Silben: Gertrud Jaeger, Walter Zulauf, Hilde Siebert, Ilse Wurm, Erna Knöß, Melitta Rupp, Liselotte Lesch, Erika Hartenfels, Annchen Strauß, Margarete Steller, Elisabeth Rink. 12 0 Silben: Minna Sommerlad, Ernst Fuchs, Anneliese Lesch, Wilhelm Beyer, Heinrich Wahl, Herta Bree, Robert Zöller, Adele Reitz, Willi Michel. 10 0 Silben: Konrad Georg Emmerich, Heinz Busack, Erich Frank, Karl Heller, Elifabeth Metz, Anneliese Adam, Willi Pfeiffer, Ferdinand Müller, Gerhard Adam, Helmut Zimmer, Walter Reuter, Otto Balser, Rudolf Möller, Karl Schieferstein, Theo Otto, Erika Falk, Anni Hartmann, Hilde Menges, Anneliese Riegger, Elfriede Weiß, Helmut Friedr. Schäfer, Karl Heinz Fischer, Willi Dietz, Heinrich Berg, Ewald Brück, Hildegard Henning. 8 0 Silben: Hans Bötz, Hans Braun, Erich Knorz, Artur Kurz, Rudolf Wagner, Theodor Möbus, Heinz Dippel, Heinr. Mootz, Reinh. Hofmann, Artur Sack, Willi Will, Karl Rinn, Erwin Platt, Erwin Schäfer, Willi Roth, Hanni Aßmann, Anneliese Seybicke, Karl Decker, Kurt Binz, Heinz Reinh. Fischer, Willi Amend, Willi Schreier, Karl Dietz, Richard Pfeiffer, Hans Lehnhausen, Otto Mandler, Ernst Schmitt, Rudi Junker, Karl Sommerlad, Wilh. Klug, Theo Gilbert, Artur Leukel, Otto Stein, Annemarie Hermann, Lieselotte Schäfer, Marga Nennstiel, Herta Walther, Ludwig Volpert, Bernhard Becker, Karl Waldschmidt, Helmut Wagner, Rudolf Kromm. 6 0 Silben: Karl Degen, Hermann Gontrum, Karl Hahn, Heinr. Hölzer, Helmut Sehrt, Friedr. Schmitt, Ernst Hartmannsen. Bücherllsch. — Wege der Liebe. Frauenlyrik der Gegenwart. Ausgewählt und herausgegeben von Hanna H o l z w a r t. (Nr. 7382.) Kartoniert 35 Pf., Künstlerpappband 75 Pf., Meisterband (Ganzleinen) 1 Mark. Philipp Reclam jun., Verlag, Leipzig. — (380) — Mit feinem Empfinden für das Bleibende hat Hanna Holzwart eine Anzahl des Schönsten aus dem Schaffen unserer zeitgenössischen Dichterinnen getroffen. Sie läßt nicht nur Agnes Miegel, Ina Seidel, Josefa Berens-Totenöhl, Lulu von Strauß und Torney und Ruth Schaumann zu Worte kommen, sondern auch eine große Zahl junger Dichterinnen, deren Schaffen noch nicht in die Literaturgeschichte Eingang gefunden hat, die aber zu großen Hoffnungen berechtigen. — Otto Heuschele: Scharnhorst letzte Fahrt. Erzählung. Leinen 2,80 Mark. Strecker & Schröder, Verlag, Stuttgart. — (403) — Diese Erzählung, die mit dem Frühling 1913" beginnt, schildert den harten, unerbittlichen Kampf des Generals um Preußens und Deutschlands Erneuerung. Von der ersten, auch den schwankenden König überzeugenden Begeisterung dis zur todbringenden Fahrt des Schwerverletzten nach Prag ersteht vor uns, packend und spannend, Bild um Bild dieses trotzigen Soldatenlebens, dem aber dennoch die Zartheit und Empfindsamkeit des Herzens nicht mangelt. — Erich Wildberger: Jungen in Ber- l i n. 198 Seiten. Seinen 4,80 Mark, kart. 3,50 Mark. Franckh'sche Derlagshandlung, Stuttgart. — (424) — Der Krieg zeichnete auch die Jungen in Berlin, die fein Kommando hatten und nur noch eine Autorität kennen: den Krieg. Ihm gehorchen sie und folgen seinem Befehl, wie sie ihn verstehen. Mit dem unverbildeten Blick der Jugend sehen sie die Dinge, wie sie wirklich sind, sie erkennen hinter jeder Maske der Erwachsenen die Tüchtigen und Anständigen, die Spießer, die Drückeberger, die Verräter, und behandeln sie dementsprechend. — Edle Steine. Ein Kapitel aus der Mineralogie. Don Dr. Heinrich F r i e l i n g. 63 Seiten. Mit 57 Farbbildern von Walter Wild auf Kunst- drucktafeln und zahlreichen Textabbildungen. 1,50 Mark. Franckh'sche Verlagshaudlung, Stuttgart. (425) — Von Edelsteinen, die in vielfarbigen, naturgetreuen Tafelbildern gezeigt werden, erzählt Dr. Frieling, was sie dem Menschen an Reiz und Wert, in Glaube oder Aberglaube bedeuten, wo sie gefunden, wie sie verwendet werden, was ihre bezeich. nenden Merkmale sind. — „Baum und Wald i n Bildern deutscher Male r." 50 Bilder ausgewählt und betrieben von Hubert Schrade. Verlag Albert Gan- gen-Georg Müller, München. Preis 0,80 Mark. (453) — Von je war die Liebe der Deutschen zu ihren Wäldern der Ausdruck ihres Glaubens an die göttliche. Schöpferkraft der, vom Menschen unberührten Natur. Wie deutschen Meistern im Wandel der Jahrhunderte ihre Naturverbundenheit zum künstlerischen Erlebnis «wurde und wie sie, von Meister Bertram und Dürer an bis herauf in die Gegenwart, in ihren Bildern dgvon beredte Kunde geben, das wird in dieser Auswahl aus den reichen Schätzen der deutschen Malerei aufs schönste offenbar. — WirpflügeneinNeues. Erzählung von Diedrich S p e ck m a n n. (Verlag von Martin Warneck, Berlin. Geb. 3,80 RM.) — (392) — Zur Erfüllung wichtigster vaterländischer Aufgaben ist es nötig, daß uraltes Bauernland geräumt werden muß. Den Meifchen, die es pflügten, wird es nicht leicht sein, sich damit abzufinden, es bedarf vielmehr harten seelischen Ringens, bis sie so weit sind, daß sie anderswo mit unverzagtem Mut ein Neues pflügen können. Hiervon erzählt Speckmann aus wärmstem Mitempfinden heraus, und so gelingt es ihm, den Leser Kampf und Sieg der Heidmarkbauern miterleben zu lassen. Das Buch verdient eine warme Empfehlung. — Thilo von Trotha: Frauen. Zwölf Novellen. Verlag Ludwig Voggenreiter. Kartoniert 2,50 RM., gebunden 3,50 RM. — (446) — Aus einem ungewöhnlichen Einfühlungsvermögen heraus schildert Thilo von Trotha zwölf Frauengestalten jeweils in einer entscheidenden Stunde ihres Lebens, wo sie vor eine unerbittliche und unaufschiebbare Entscheidung gestellt sind- als Liebende, als Mütter oder als Angehörige ihres Volkes schlechthin. Aus allen Erzählungen leuchtet eine Grundhaltung: die eigene Ehre und die Ehre des Volkes ist das Höchste und Letzte! Im Namen der Familie: Frau Emilie Strack. Gießen, den 30 November 1937. 7858 D Gießen, den 30 November 1937. 7860 D $ j* 1 Für die herzliche Teilnahme beim Heimgang unserer lieben Entschlafenen sagen wir tiefen Dank. Für die uns beim Heimgange unserer lieben Entschlafenen erwiesene warme Teilnahme sagen wir herzlichen Dank. Die Beerdigung findet Mittwoch, 1. Dezember, nachm. um 3 Uhr statt. ______________________________________________________________________________________7861 D Im Namen der Hinterbliebenen: August W. Rein. Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, Sonntagnacht um 3% Uhr unser einziges, gutes Kind Erika im Alter von 7 Jahren zu sich in die Ewigkeit zu nehmen. In tiefer Trauer: Familie Karl Schupp Familie Wilhelm Luh Familie Ludwig Schupp Familie Albert Luh. Aliendorf (Lahn), Grohen-Linden, Bellersheim, den 28 November 1937. Zuverlässige moderne Uhren aller Art in großer Auswahl im Uhren-Spezial haus Leuning Kaiserallee 64 • Gießen - Ruf 3592 _____________ 05843 Vermietungen Kleine S-Limmev Wohnung billig Der sofort zu vermieten. Schriftliche Angebote U.7S75D an den (Gießener Anzeiger erbet. Gr. 2-Zim.-Woling. mit Heizung in gutem Hause an älteres Ehepaar oder Dame zum 1. Jan. zu verm. Schr.Angeb.unt. U5837 a.d.G.A. Möblierl. Zimmer mit Zentralbeiz und fließ. Wasser zu vermiet, os«™ Zu erfragen hu Gießen. Anzeig. 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Am Abend, wenn A nach Hause geht, hat er die Stadt verzaubert, i ir langes Gesicht ist anders geworden, die Mauern ' n! verschwunden, über ihnen hegt der silbergraue Uiier, der alles verwebt. Es ist, so scheint es ui! über allem ein tiefer Frieden, die Schritte er Fußgänger, das Klappern der Wagen, das iu n, alles ist viel gedämpfter, die Lichter der ’ sind nicht mehr hell und scharf, sie malen iiiLc Schimmer in der Schleier, der sie und uns indbt. .st anchmal stößt ein Baum aus diesem Grau, Iriii und zart streckt er seine schwarzen, unbelaub- IsFSlefte in den unsichtbaren Himmel, manchmal iivcst ein heller Kreis aus dem Straßenpflaster, i!en eine Laterne malt, alles ist mild und gütig, iritliem Nebel verwoben zu einer zarten Schönheit. ■Jiff: wünscht sich, man könne es malen, mit leich- 1211, flüchtigen Pastellstrichen, nur wie ein Hauch. :)t; Nebel ist gütig, denn er verbirgt, aber er kann cud heimtückisch sein, weil er verbirgt, trotzdem «:be: muß man ihn lieben, denn zwiespältig sind • illt Dinge... Item Dichter und dem Maler aber ist er ein pr besonderer Freund; keiner kann sich sattsehen . :n hm, mit trunkenen Augen bannt ihn der eine ipsdie Leinwand, der andere aber träumt von ihm: Um uns raunt des Nebels silbergraues Meer, fftiller, leiser schreiten wir einher; avie im Traum umhüllt er dich und mich; und keiner weiß es nun, ich liebe dich! E. H. Heute, am 30. November, Verdunkelungsübung. Letzte Mahnung zur Beachtung der Verdunkelungsvorschristen. Bon der Polizeidirektion Gießen wird uns mitgeteilt: Vergeßt nicht alle Räume nach außen abzudunkeln! Auch die Fenster der bewohnten Dachräume dürfen nicht vergessen werden. Auch solche Räume, die nur vorübergehend benutzt werden, müssen nach außen abaedunket sein. Soweit erforderlich, lind Lichtschleusen anzubringen. In Lokalen mit starkem Publikumsverkehr sind Schleusenwärter erforderlich. Fahrzeuglenker denkt an die Abblend - Vorrichtung! Fahrt während der Verdunkelung vorsichtig! Stellt eure Fahrzeuge nicht oerkehrs- störend auf! Was Hal die Bevölkerung zu tun? Mit Eintritt der Dunkelheit müssen alle Räume nach außen abgedunkelt sein und bis zum Ende der Hebung abgedunkelt bleiben. Die Haustüren dürfen während der Hebung nicht verschlossen sein, wenn es sonst nicht üblich ist. Die Abdunkelung muß so durchgeführt sein, daß kein Lichtschein nach außen dringen kann. Lichtreklamen müssen unbeleuchtet bleiben. Falsch ist es, die Wohnung in der Absicht zu verlassen, keine Abdunkelung durchzuführen und sich während der Dauer der Verdunkelungsübung in Lokalen usw. aufzuhalten. Auch ist es falsch, an offenen Fenstern zu verweilen. Auch mangelhafte Abdunkelung ist unzulässig. Was bedeutet „eingeschränkte Beleuchtung" und „Verdunkelung"? Für die Bevölkerung bedeuten diese beiden Bezeichnungen „vollständige Abdunkelun g". Die „eingeschränkte Beleuchtung" bringt nur Ausnahmen für die öffentliche Beleuchtung, die Schaufensterbeleuchtung, die Beleuchtung der Arbeitsplätze im Freien, Beleuchtung der Treppen im Freien und die Fahrzeugbeleuchtung. Hier müssen jedoch alle Lichtquellen nach oben abgeschirmt sein. Auf die Ein- zelheiten wurde bereits in der Presse hinigewiesen. Die „Verdunkelung" hebt alle diese Erleichterungen auf. Die Stadt wird in volle Dunkelheit gehüllt. Die Fahrzeuge müssen mit Abblendvorrichtungen versehen sein. Beachtet die Sirenensignale! Der Hebergang van der „eingeschränkten Beleuchtung" zur ^Verdunkelung" und das „Ende der Hebung" wird durch Sirenensignale bekanntgegeben. Zum Beginn der „vollen Verdunkelung" ertönt das Signal für „F l i e g e r a l a r m", das jedermann im Ohre haben muß. Es wird hier nur als Gehörübung angewandt. Es ist ein zwei Minuten langes Ertönen von Sirenensignalen mit ständiger Unterbrechung. Die Anwendung dieses Signals für „Fliegeralarm" soll bei der Verdunkelungsübung gleichzeitig zur Gehörschulung der Bevölkerung dienen. Es wird bei dieser Hebung anders als im Ernstfall oder bei Alarmübungen angewandt. Dieses Signal bedeutet im Ernstfall und bei Alarmübungen „Flieger- a I a r m". Beim Ertönen dieses Signals muß die Bevölkerung bei Alarmübungen oder im Ernstfall die Schutzräume auffuchen. Das Publikum muß von der Straße verschwinden, jeder Verkehr auf der Straße hört auf usw. Bei der heutigen Verdunkelungsübung braucht die Bevölkerung ausnahmsweise die Schutzräume nicht aufzusuchen und die sonstigen Maßnahmen nicht zu befolgen. Die Anwendung der Sirenen bei dieser Hebung geschieht lediglich, um die Bevölkerung erneut auf die Signalart hinzuweisen und sie zu belehren, wie die beiden Signale klingen. Das Ende ber Hebung wird durch das zweite Sirenensignal „zwei Minuten lang ohne Unterbrechung" bekanntgegeben. Dieses zweite Signal bedeutet bei Alarmübung und im Ernstfall „Entwarnung". Die Bevölkerung verläßt alsdann die Schutzräume und nimmt die Arbeit wieder auf. Bei der heutigen Verdunkelungsübung bedeutet dieses Signal, davon abweichend, nur Aufhebung aller Derdunkelungsmaß- nahmen. Ausnahmen während der Verdunkelungsübung. Fahrzeuge der Wehrmacht, der Hebungsleitung, der Polizei, des Sanitätsdienstes und der Aerzte i m irischer, reiner «4fem gründliche, schonende Reinigung, verhindert den Ansatz von Zahnstein. Stoße Tube 40 TL, kleine Tube 25 TL Dienst fahren mit grünem Licht am linken oder an beiden Scheinwerfern. Fahrzeuge der Feuerwehr im Dienst fahren mit blauem Licht. Die obigen Fahrzeuge können unbehindert fahren. Gießener, befolgt d i e ergangenen Anordnungen, damit die Hebung ein voller Erfolg wird! Es wird darauf hingewiefen, daß gegen die Säumigen mit aller Schärfe vorgegangen wird. Es wer- den Lichtbilvaufnahmen gemacht, so daß der Nachweis der Verfehlungen stets erbracht werden kann. Heute wird sich beweisen, ob alle ihre Pflicht getan haben. Vornotizen. Tageskalender für Dienstag: E adttheater: 20 bis 22.30 Uhr, „Die Boheme". -^Leistungsschau der Volksschulen des Kreises Gie- fer in der Turnhalle der neuen Pestalozzi-Schule. . -l loria-Palast (Seltersweg): „Mädchen für alles". -4 Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): „Gabriele eins .-i. — drei!" — Gesellschaft für Erd und Völ- Iferlinbe: 20.15 Hhr, Aula des Gymnasiums, Licht- ili rvortrag Dr. A. Kolb (Leipzig), „Don Nord- hi*n zum Sulu-Archipel". Stadttheater Gießen. jteute abend findet eine Wiederholung der Oper , ,5); Boheme" von Puccini statt. Musikalische Lei- ilin Kapellmeister Paul Walter, Spielleitung Dr. 'krch Schumacher. Die Aufführung findet als IV.Sorstellung der Dienstag-Miete statt, Beginn 20, lEnle 22.30 Hhr. NSLS., Kreis Gießen. Fachschaft H. 5m Rahmen der „Leistungsschau der Volksschulen lies Kreises Gießen findet Donnerstag, 2. Dezem- 1 ler, 15 Hhr, in der Neuen Pestalozzischule eine (bifciutg der Fachschaft Höhere Schule ftatt. 1. Kenntlicher Hnterricht: Rechnen und Deutsch im Schuljahr. 2. Vortrag: Die Volksschule als Schule Volkes. 3. Vorführung von Hnterrichtsfilmen. d Besichtigung der ausgestellten Schülerarbeiten. sIYM.-u. 3HJi.--Untergau 1l6,(9ie6en. ! tetr.: Sani-Kurs für das eeislungsabzeichen. I r-r für Dienstag, 30. November, angesetzte Sani- Huii. in der Goetheschule muß ausfallen. Er findet ilinDienstag, 14. Dezember, zur gleichen Zeit und ftiNZleichen Ort ftatt___________________________________ RSG. „Kraft durch Freude", Theatervorstellung. Sonnabend, den 4. Dezember 1937, 20 Hhr, Große KdF.-Miete Gruppe l (5. Vorst.) Oper „Der Wildschütz" von Albert Lortzing. Karten zu 1,— RM. sind noch auf der Kreisdienststelle, Schanzenstraße 18, erhältlich. „KdF.-Miete" Gruppe I und II. Die 2. Rate der „KdF.-Miete" ist bis fpätestens Freitag, den 3. Dezember 1937, auf der Kreisdienft- ftelle, Schanzenslrahe, einzulöfen. Reisen, Wandern, Urlaub. Durch das Reichsamt Reisen, Wandern, Urlaub wurde eine zusätzliche Italien-Fahrt vom 18. bis 30. Dezember 1937 unter dem Motto „Weihnachten in Italien" durchgeführt. Der Fahrpreis einschließlich Verpflegung usw. 150,— RM. Nähere Auskünfte über Teilnehmer-Bedingungen erteilt Ihnen die Kreisdienst- stelle. Deutsches Volksbildungswerk. Am Donnerstag, dem 2. Dezember 1937, 20 Hhr, in der Neuen Aula, Ludwigftraße, lieft der dänische Dichter 7867O Winterreifen. Die erste Winterfahrt in die herrliche Schneewelt wird in der Zeit vom 25. Dezember 1937 bis 2. Januar 1937 nach Bad Tölz (36,50 RM.) durchgeführt. Anmeldeschluß für diese Fahrt ist der 10. Dezember 1937. Svend Fleuron. Karten zu —,40 RM. sind auf der Kreisdienststelle erhältlich. Der Vortrag „Deutschlands wehrpolitische tage" am 30. November 1937 wird auf einen späteren Zeitpunkt verschoben. Kreisappell des Reichskriegerbundes (Kyff'äuserbund). Der Kreisverband Gießen des Deutschen Reichskriegerbundes hatte die Kameraden zu seiner diesjährigen Herbstarbeitstagung in den „Burghof" ein- berufen. Kreisverbandsführer Dr. Monnard hieß die Kameraden willkommen. Der Bezirksführer überreichte sodann dem Kameraden Monnard in Anerkennung feiner großen Verdienste um den Kyff- häuserbund das Ehrenzeichen 2. Klasse. Kreisschießwart Albin Klein berichtete über das Schießwesen innerhalb des Kreisoerbandes, der in den diesjährigen Wettkämpfen wieder erfolgreich ab- gefchnitten hat. Er gab ferner das Ergebnis des Ehrennadel-Schießens bekannt: 6 goldene, 31 silberne und 231 bronzene Ehrennadeln konnten an die Kameraden zur Verteilung gelangen. Kamerad Klein verabschiedete sich dann von feinen Kameraden, da er aus geschäftlichen Gründen feinen Posten als Kreisschießwart an den Kameraden Hanf (Friedberg) abgeben mußte. Kreisführer Dr. Monnard dankte dem bewährten Kameraden für seine treuen Dienste. Anschließend gab er einen kurzen Bericht über die Führertagung des Landesgebiets „Fulda-Werra" in Eisenach, in der deutlich zum Ausdruck kam, wie der Bund sich stetig weiterentwickelt. Seit der Frühjahrstagung wurden an die Kameradschaften Gro- ßen-Buseck, die Leibgardisten und die ehemaligen Freikorpskämpfer die Bundesfahnen übergeben. Die Frage der Aufstellung und Organisation der Bereitschaften wurde anschließend in längerer Aussprache eingehend behandelt. Fechtwart Launspach gab einen Bericht über seine Sammeltätigkeit. Erfreulicherweise stehe das Ergebnis weit über dem des Vorjahres. Der Kreisführer dankte den Fechtwarten für ihre rege Tätigkeit. Kreispropagandaobmann Hans K ö h r e s sprach dann ausführlich über die Geschichte des Reichskriegerbundes und feine Wohlfahrtseinrichtungen. Kreisführer Dr. Monnard schloß die arbeitsreiche Tagung mit dem Wunsche, daß die Kameraden nicht nachlassen möchten in ihrem Pflichtgefühl gegenüber Führer und Volk. Elternabend der Goetheschule. Einen Elternabend im Rahmen der „Leistungs- fchau der Volksschulen" veranstaltete am gestrigen Montag die Goetheschule in der Turnhalle der Neuen Pestalozzischule, der gut besucht war. Den Eltern war gleichzeitig die Möglichkeit geboten, sich die Arbeit ihrer Kinder anzuschauen und sich einen Heberblick über die Aufgabengebiete zu verschaffen, die der Schule im Dritten Reiche zur Bearbeitung anvertraut sind. Mit dem von einem Schüler- und Schülerinnenchor unter Leitung von Lehrer Dietrich oorqe- tragenen Volkslied „Kein schöner Land" wurde der Abend eingeleitet. Das Kolbenheyersche Gedicht „Das Erbe" leitete über zu drei Volkstänzen der rs sein, e Sorg- nhe”56' Linie w eweis*' rbürgen nd Preis’ ti«* in* Englisches Lachen. Don Sigismund von Radecki. ^rnianb meinte, die Engländer seien nur deshalb fitz eif und zugeknöpft, weil sie sonst mit dem c »inseitigen Herzausschütten kein Ende finden igjiiien. Das könnte stimmen. Jeder Engländer ist < tie ^nsel, aber jeder Engländer ist Mitglied eines eilt!s. Englisch, die Sprache der feinsten gesell- jlaitliajen Unterscheidungen, ist zugleich jene, die iki ijeroaltigfte gesellschaftliche Schranke — den Un= iffcoieb zwischen Du und Sie — nicht kennt! Und i irr allem: England ist das Land des Humors, j |in or aber schlägt immer Brücken. ♦ Cmgegen darf Humor nicht mit guter Laune ver- i o.d'felt werden. Auch junge Hunde find gut ge- Ifljrl. Humor aber bedeutet Frohsinn als (Ergeb- ij-,inicht als Ursache, denn er kommt aus tieferen Irischen Quellen. Das Lachen der guten Laune ileine unwillkürliche Reflexbewegung. Das Lachen I«; Humors ist ein Sieg. bco bin ziemlich groß von Wuchs. Bei meiner nft in London suchte ich sogleich das mir emp- ■ rne Hotel auf. Die Managress, der Boy und il ’ianden im altmodischen List Platz. Der Boy Ute bis an meine Knie, die Managreß bis an i Adrie Uhrkette, ich bis an die Glühbirne. Unter all- > im inem Schweigen setzte sich der Lift langsam in ' c:cxgung. Da schaute der Boy an mir herauf 11b» eine Schildkröte an einer Telegraphenstange ) i ir) begann breit zu lachen. Jetzt lachte auch die ! Öteiagref). Nun lachten wir alle drei — langjam ewfsigenb — von (Etage zu (Etage. Noch kein Wort j|kv»chfelt und schon gelacht: Merry Englands 215111» llnrnen! M England erscheinen monatlich Zwei bis drei neu Anekdoienbücher. Woher diese Nachfrage? — (htms, weil Geichichten in England zu jedem Ge- f glich gehören. Zweitens aber, weil jeder Redner 1-1 :mb welcher Engländer wäre keiner — fern (Q?ma in Anekdoten darzubieten liebt. Zum Bei- | p:I in einer Rede über Export, Import unb ! lyhragen: E, eh en Sie", sagte Mister Brown, „ich möchte | chr ganz gern in meinem Drahtzaun ein Loch Ijtcn. Ein Loch, wissen Sie, gerade groß genug, Itoi meine Hühner in Nachbar Smiths Garten isillverkönnen. Aber andererseits, verstehen Sie, gerade klein genug, daß diese verdammten Hühner von Smith nicht zu mir hereinkönnen." Das kommt daher, weil der Engländer in Erfahrungstatsachen, d. h. in Anekdoten, denkt. Typischste englische Gesprächswendung: „That re- minds me a story...“, „Da fällt mir eine Geschichte ein .. An jener Ecke des Hydeparks, die „Marble Arch“„ heißt, befindet sich ein großer Sandplatz. Dort kann sich jeder Untertan Seiner Majestät hinstellen und zum Volke reden. Käuze, Agitatoren, Missionare — alle stehen sie da und reden, ganz gleich, ob e i n Zuhörer ober hunbert lauschen. Was hat der Humor damit zu tun? Nun, auch er stellt unweigerlich seinen Abgeordneten dort auf, und zwar heißt er der „hackler“, das heißt der Hechler. Der hackler befindet sich mitten in der zuhörenden Menge, vielmehr sie selber hat ihn geboren. Er ist der Konterpart des Redners und hat ihn durch witzige Bemerkungen zu unterbrechen, aus dem Gleichgewicht zu bringen. Oft entwickelt sich ein Kampf zwischen Redner und hackler, ein Kampf mit dem Geiste des Widerspruchs. Der beste hackler, den ich gehört habe, war ein etwas beschwipstes Mädchen mit großen blauen Augen und Sommersprossen. Der Redner donnerte: „ ... ladies and gentlemah — ich bin Londoner, ich bin nichts als Londoner und ich will auch nichts anderes fein als Londoner!..." Worauf ihr Sümmchen hell und klar dazwischenrief: „Mo’ — ave you no am- beeetion!? ..." Etwa: „Mensch, — hast'n jaar keen Ehrgeiz!?" Interessant ist es, den Voraussetzungen „eines Witzes nachzuspüren. So gab es im „Punch" folgende Zeichnung: im Hintergründe ein Drehorgelmann, vorne aber ein Passant, der auf ihn zugeht unb dabei mit krampfhaft erhobenen Knien außerhalb des Taktes der Drehorgel zu bleiben sucht. Um den Musikanten nicht glauben zu machen, daß er, den Rhnthmus im Gehen auskostend, ihm dann ein Kupferstück zu geben schuldig sei. Resultat: Durch die absonderlichen Beinbewegungen aufmerksam gemacht, erhofft sich der Drehorgelmann erst recht eine Spende. Und wird nun erst recht enttäuscht. Solch ein Witz wäre etwa in Amerika undenkbar. Weil sich dort kein Mensch um die inneren Vorgänge in Drehorgelmännern kümmert. ♦ Auch der Irländer kommt im englischen Humor nicht allzu gut weg. (Er ist dort immer phantastisch, manchmal phantastisch dumm. Aber zuweilen kommt er doch ganz gut weg: Es war auf der Straße in Belfast, zur Zeit der Unruhen. Plötzlich stand eine Bande um Paddy herum und fragte nach feiner Religion. — Er konnte nicht herauskriechen, ob es Katholiken oder Protestanten feien: das einzige, was klar schien, waren ihre Pistolen, Knüppel und Ziegelsteine ... Der Irländer warf einen freundlichen Blick auf die Waffen und sagte langsam: „ — Aber gewiß doch, ich bin genau derselben Ansicht wie jener Gentleman dort mit dem großen Hackebeil!" Und schließlich, weil denn das populärste englische Humorthema nicht vergessen werden darf, bleibt zu sagen, daß dieses die Seekrankheit ist. Da ist leider nichts zu machen. Man lebt eben auf einer Insel. Es geht jeden an. Keine „music-hall“ ohne Schaukelwitze. Wie war das doch? Etwa so: Nach Verlassen des Hafens kam der Vergnügungsdampfer in hohe See — gerade als die fünfundzwanzig Passagiere sich an der Kapitänstafel zu einem üppigen Dinner niederließen. ,Lch hoffe", begann der Kapitän feinen traditionellen Speech (es wurden gerade blutige Beefsteaks serviert) — „ich hoffe, daß Sie alle Freude an dieser Reise haben werden ...., und daß unsere nette Gesellschaft von ... dreiundzwanzig viele Feste hier an Bord feiern wird. Wenn ich auf diese — hm zwanzig frohen Gesichter blicke, komme ich mir vor wie der Vater einer großen Familie, denn ich bin ja für diese kleine Gruppe von siebzehn verantwortlich. Ich hoffe, daß Sie alle — vierzehn mit mir auf fröhliche Fahrt anstoßen! Wir acht, wir fühlen uns verwandt, unb ich freue mich. Sie an meiner Tafel zu begrüßen. Ich unb Sie, mein Herr, wir zwei find — He. Steward, trag die Teller weg, und reich mir den Pudding!" Zeitschriften. — Das neue Heft der „Neuen M o d e n w e 11" (UUftein, Berlin) beweist, wie wichtig Kleinigkeiten sein können: sie geben der großen modischen Linie die persönliche Note, schaffen den Reiz der Abwechslung, den neuen Effekt. So gibt es manche Heberraschung unter den vielen, zum großen Teil bunten Modellen dieses Heftes. Außerdem bringt es im Handarbeits-Teil auch Kindern Anregungen und Vorlagen zu schönen, selbstgemachten Weihnachts-Geschenken. Interessant sind auch viele Modernisierungs-Vorschläge. — Lichtspielhaus: „Gabriele — eins — zwei — drei." In diesem Film, zu dem Dr. Heinrich Spoerl nach einem Roman von Haireddin bas Drehbuch schrieb, sieht man, was aus einem unbedachten (Einfall für ein fatales Abenteuer werden kann. (Eine junge Dame aus gutem Bremer Haufe, allein auf einer Mittelmeerreife, bekommt Lust, einmal bas nächtliche Leben in einer Hafenstadt aus eigenem Augenschein kennenzulernen, vertraut sich mit diesem Wunsche der Stewardeß an unb tauscht mit der, um sich in der ungewohnten Umgebung recht zwanglos bewegen zu können, nicht nur das Kleid, sondern auch den Namen. Das ist ganz lustig und geht auch gut, bis Gabriele aus Bremen, Nummer eins, von der Stewardeß getrennt wird, sie nicht roieberfinbet und am Ende ohne Geld, ohne Paß, ohne Gepäck allein auf weiter Flur steht, während die Stewardeß Fanny, plötzlich Gabriele Nummer zwei, zur eleganten Dame avanciert unb sich dabei teils amüsiert, teils von Gewissensbissen verfolgt wird. Der Spielleiter Rolf Hansen hat sich einen Spaß daraus gemacht, die beiden vertauschten Lebensläufe bis in alle Konsequenzen komisch-peinlicher Situationen zu verfolgen und zu zeigen, wie weit sich jemand verstricken kann, dem alle bürgerlich-rechtlichen Grundlagen feiner Existenz geraubt sind. Und es ist ein Glück, daß am Ende noch eine dritte Gabriele auftaucht, Freundin eines Hochstaplers, der aus der allgemeinen Verwirrung Kapital schlagen möchte: da ist es endlich soweit, die normalen Beziehungen und Verhältnisse wiederherzustellen, was so gründlich geschieht, daß das Abenteuer mit mehrfachem happy end bereinigt wird. Sehr hübsch die Gegenüberstellung der drei'Gabrielen: Marianne Hoppe mit bremischem Temperament und Sprachklang; Grete Weiser, deren berlinerisches Mundwerk hier von Schuldbewußtsein gedämpft wird; Tatiana S a i s als freche Hochstaplerin und verdächtige Freundin. Dazu Harald Paulsen als erpresserischer Fremdenführer: sehr geschickt gespielt; schade, daß der Film seine große Begabung immer wieder auf das gleiche Schema festlegt. Gustav Fröhlich: männlich rauh und grob, aber tüchtig und anständig Will Dohm: ein dicker, galanter Operetten-Po- lizeihauptmann. Zwei fein ausgefpielte Chargen liefern Paul Bildt als Konsulatsbeamter unb Ernst Legal als Polizeikommissar. — (Tobis.) Im Beiprogramm gibt es bie Fox-Wochenschau, einen Bildbericht vom Gesicht der englischen Landschaft unb einen Vorspann zur „Warschauer Zitadelle". . ___ Hans Thyriot Im überfüllten Saale des Safd Leib fand am - deutschen Volke bewußt Gift gegeben und artfremde aestriaen Montagabend eine Kundgebung der Geisteshaltung aufgezwungen worden. Man habe ja Ortsgruppe Gießen-Nord statt. Unter, in der Syftemzett eine instinktlose breite Masse geben Klängen des Badenweiler Marsches wurden' wollt! . die Fahnen eingebracht. Ortsgruppenleiter Tho- Der Führer habe dem deutschen Volke wieder m a s hieß dann die zahlreichen Teilnehmer will- den Glauben an sich selbst gegeben, habe alle Kräfte Minifterialrat Mngshausen |w hebt' •j Sold 'vn y W5 Dentschland um den Führer Adolf Hitler, sie beneide in Bürgermeister-Tagung in Gießen von Kreisschulrat Nebeling die die In iüimeii । tlirfirid jijttine i Ifa I Diel Ein Soldat spricht über Gneisenau Interessanter Vortragsabend im Oberhessischen Geschichtsverein. Lpd. Aussetzen von Haustieren ist strafbare Tierquälerei. Mit dem herannahenden Jahresende läuft auch das Hundesteuerjahr ab, das erfahrungsgemäß oft dazu benutzt wird, den bisherigen Wächter loszuwerden. Es ist darum notwendig, darauf hinzuweisen, daß nach den Bestimmungen des neuen Reichstierschutzgesetzes es verboten ist, ein eigenes Haustier auszusetzen, um sich des Tieres zu entledigen. Ein Aussetzen liegt vor, wenn ein Tierhalter ein Tier, um sich desselben zu entledigen, in eine Lage bringt, in der es an Leben und Gesundheit gefährdet ist. Haustiere, insbesondere Hunde und Katzen, sind jedoch auf den Menschen angewiesen, weil sie durch das Aussetzen meist Lern Tode des Verhungerns preisgegeben sind. Das Aussetzen wird daher, wenn es vorsätzlich geschieht, als grausame tierquälerische Handlung nach § 1 des Reichstierschutzgesetzes bestraft. Die Bevölke- mas hieß dann die zahlreichen Teilnehmer willkommen, insbesondere den Redner des Abends. die Grundlage für den allgemeinen Unfrieden ge- schaften worden, weil der Materialismus allzusehr in den Vordergrund gestellt worden sei. das Versailles der Schmach, mit dem Frankreich seine Hegemonie habe sichern wollen. Dieses Versailles habe die halbe Welt verteilt und doch niemanden genützt. Mit diesem Versailles sei vielmehr wachgerufen und es zur Heldenhaftigkeit geführt. Das unvergleichliche Volk der Deutschen sei wieder erstanden. Deutschland wisse heute seine Macht wieder zu gebrauchen, es sei wieder aufgetreten auf der Plattform Europas. Das Volk habe nichts mehr von Minderwertigkeitsgefühlen an sich, und in Deutschland werde das eigene Schicksal gemeistert. Bauer und Arbeiter seien sich wieder ihrer hohen heute am deutschen Blute versündige, vergehe sich gegen das ganze deutsche Volk! Stolz zu sein auf deutsches Blut und Vaterland sei das Recht und die Pflicht aller. Der Führer Adolf Hitler habe das deutsche Volk auf diesen Weg emporgeführt und alle seine Taten seien dem Volke bisher zu reichem Segen geworden. Deutschland brauche für alle Zukunft einsatz- nissen schwer ringenden, beruflich von höchstem Streben erfüllten jungen preußischen Offiziers vor den Hörern erstehen. Die Zeiten von Löwenberg- (Schlesien), wo Gneisenau zunächst als Leutnant stand, wurden lebendig, weiterhin die Zeit seiner! Tätigkeit als Kapitän und Kompaniechef 1795 jJ Sauer. Sodann konnte man an Hand der plastische \ Schilderung Gneisenaus Soldatenleben während der • Jahre des unglücklichen preußischen Krieges von ISrai mi allei tiött bt ttflungsi 6 Uhr: Morgenspruch. Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Froher Klang zur Morgenstund. 10: Schulfunk. 10.30: Hausfrau, hör zu! 11.40: Gaunachrichten. 11.45: Deutsche Scholle. 12: Aus der Firma Poppe & (So., Gießen: Werkskonzert. Ausführung: Musikkorps des JR. 116. Leitung: Musikmeister Friedrich I. Wohlfahrt. 13: Nachrichten, auch aus dem Sendebezirk. 13.15: Mittagskonzert. 14: Nachrichten. 14.10: Lob und Preis der schönen Welt. 15: Volk und Wirtschaft. 16: Kleines Konzert. 16.30: Nachmittagskonzert. 18: Zeitgeschehen im Funk. 19: Nachrichten. 19.10: Unser singendes, klingendes Frankfurt. 21: Stunde der jungen Nation. 21.30: ,Herr Zibkowitsch". Heitere Szene. 22: Nachrichten, auch aus dem Sendebezirk. Regiment eintrat, von dort im Februar 1780 wegen eines Zweikampfes fahnenflüchtig wurde, dann im Jäger-Bataillon des Markgrafen von Bayreuth als Kadett angestellt wurde und 1782 das Patent als Leutnant erhielt. Gneisenaus Laufbahn im preußischen Militärdienst begann im Jahre 1786, wo er seinen Degen Friedrich dem Großen zur Verfügung gestellt hatte. In aufschlußreicher Weise ließ der Redner nun das Bild des unter den damaligen schwierigen Verhält- betonte dann in seiner Rede zunächst, die NSDAP, erfasse heute das ganze Volk', jeder fühle und kämpfe mit der Partei in gleicher Sache. Die NSDAP, beschäftige das Volk mit allen Problemen ouuev UIU) |W„ |lu, ...... unserer Zeit. Das Volk sei erwacht, es sei hell- ^gerte bewußt An seinen eigenen sittlichen Werten hörig und weitblickend geworden. - - • - - - " crrx--£— in unserem deutschen Volke aber alle vereinige. Darum: wer sich stt; 5dl"1 Deutschlands Weg führt in die Ewigkeit Ministerialrat ninqshausen spricht in einer Kundgebung der Ortsgruppe Nord. I Mol II D.S), ' m ak; -Harsch nto iiflon 3 wm 1,5 I-M nr Ü5 H v. < w, Serien ( M50 I r'ei'.e- 5156,75' Hetseii- Äreitetr rung wird gebeten, Wahrnehmungen dieser Art Tierquälerei sofort der Polizei zu melden. Rundfunkprogramm rmtlwoch, 1. Dezember. stark unter den Schatten des Lebens stand und Gneisenau auch noch erbitternd fortwirkte in späteren Jahren. Man erlebte weiter im Geiste die Zeit, in der Gneisenau in ein österreichisches Husaren- ,»5 *nd Wlbad ihm d /• Mv MMen Schulklasse aus Staufenberg unter Lehrer R a - benau eine Lehrprobe über den Vierjahresplan in der Schule, die sehr aufschlußreich war und der Bürgermeister mit großem Interesse folgten, einem längeren Vortrag behandelte dann ... Zusammenarbeit von Schule und Gemeinde und von Lehrer und Bürgermeister. Zur Förderung dieser gemeinsamen Arbeit empfahl er den Die Reihe seiner Wintervorttäge eröffnete der Oberhessische Geschichtsoerein am gestrigen Montagabend in der Aula des Realgymnasiums mit einem außerordentlich fesselnden Vortrag. Unser Gießener Mitbürger General a. D. Dr. Bethcke sprach über Gneisenau und fand mit seinem etwa eineinhalbstündigen Vortrage das starke Interesse einer großen Zuhörerschaft. Einleitend erinnerte General Dr. Bethcke mit kurzen Worten an die bewußte, ganz systemattsch betriebene Verflachung und Verkleinerung des deutschen Feldherrntums durch die Träger des Weimarer Systems, in deren Konzept es nicht hineinpaßte, das deutsche Volk mit Achtung und Verständnis für das Wirken unserer militärischen Führer, insbesondere unserer großen Feldherren, zu erfüllen. Der Umbruch durch die nationalsozialistische Revolu- tton hat auch nach dieser Richtung hin eine Wendung zum Besseren gebracht, so daß in unserm Volke nunmehr wieder breiter Raum und volle Würdigung für die Persönlichkeiten der großen Feldherren der preußisch-deutschen Geschichte und ihre Taten vorhanden sind. Nunmehr schilderte der Vorttagende in fesselnder Weise das Leben und Wirken des einstigen preußischen Generalstabschefs Gneisenau, des Mannes, der nicht einen Tropfen preußischen Blutes in seinen Adern hatte und doch einer der größten Männer Preußens, feines frei erwählten Vaterlandes, geworden ist. General Bethcke erinnerte daran, daß Gneisenau der Sohn eines österreichischen Ofsiziers war und die Tochter eines in Würzburg stehenden Offiziers, die gegen den Willen ihrer Eltern den Oesterreicher heiratete, zur Mutter hatte. In Schilda (Sachsen) geboren, konnte damals niemand ahnen, daß dieser kleine „Schildbürger" später für Preußen eine so überaus große Bedeutung erlangen werde. Vor dem geistigen Auge seiner Hörerschaft ließ der Vortragende dann das Bild der frühen Jugend Gneisenaus erstehen, einer Jugend, die von den zartesten Kindheitsjahren an Bürgermeistern eine gründliche Besichtigung der: Leistungsschau, die ihnen den Blick für Die Weill! und die Wichtigkeit der erzieherischen Aufgaben ds Volksschule schärfen werde. In einem UeberbM über die Entwickelung der Schule von der Vor- kriegszeit über die schädigenden Auswirkungen während der Systemherrschast zur neuen volks- politischen Erziehungsanstalt machte Der Vortragende Den, grunDlegenDen Wandel verständlich, der neben neuen Anschauungen auch weitere Arbeitsgebiete für die Schule gebracht hat. Durch bi« Weckung und Förderung Der im Kinde schlummernden Kräfte und mit dem Ziele, Den politischen Menschen heranbilden zu helfen, trägt Die PolksMe ein erhebliches Maß von Mithilfe zum Aufbauwerk des Führers bei. Entgegen den früheren jübWn Einflüssen ist jetzt für die Schule der Wille des Führers allein maßgeblich, der der Schule auch bas Erziehungsprogramm gegeben hat. Aus den neuen Aufgaben, Die Der Schule erwachsen sind, hob Kreisschulrat N e b e l i n g beispielsweise Den erheblichen Anteil Der Schulen des Die Kreisabteilung Gießen Des Deutschen Ge- meinDetages hielt am gestrigen Montagvormittag anläßlich Der „Leistungsschau Der Volksschulen Des Kreises Gießen" in Der Neuen Pestalozzischule eine Bürgermeister-Versammlung ab, bei Der Der Vorsitzende Der Kreisabteilung, Bürgermeister Euler (Wieseck) den Kreisleiter Backhaus begrüßen konnte. Er dankte dem Kreiswalter des NSLB. Kreisschulrat N e b e l i n a für Die Gelegenheit zur Einsichtnahme in Die Arbeit der neuen Volksschule und gab dann einige organisatorische Anweisungen. Von Liedern und Sinnsprüchen eingeleitet, bot eine ßische Waffenehre rettete. Im Geiste begleitete man weiter den glänzenden Soldaten, Der bei seinem König aber nur wenig beliebt und geschätzt war, bei seinem militärischen Aufstieg. Man sah seine hervorragende Tätigkeit beim Aufbruch des preußischen Volkes gegen Napoleons Zwingherrschaft im Jahre 1813, erkannte in zahlreichen Einzelbildern feine großartigen mili. täriscken Leistungen in der Zeit der Befreiungskrieg? und feinen gewaltigen Anteil an der Vorbereitung und Durchführung zahlreicher siegreicher Schlachte: und Gefechte der preußischen Waffen gegen Napb leon. Einen Soldaten von überragendem Forma! und zugleich einen warmherzig empfindenden, unter der Mißgunst seines Königs und dem Neid feinet Kameraden leidenden Menschen lernte man bei der Schilderung von Gneisenaus Zeit als Generalstab?, chef Blüchers kennen. Klar und überzeugend legte der Vortragende aber auch dar, daß alle die sieg, reichen Kämpfe unter Blüchers Oberbefehl gegen Napoleon nur auf Gneisenaus Tätigkeit als Gene, ralstabschef zurückzuführen waren, die allerdings audj ein Ruhmesblatt für Den Oberbefehlshaber Blücher selbst sind, der sich in seinen Entscheidungen immer den Plänen seines Generalstabschefs Gneisenau an- schloß. Die Hörer wurden schließlich noch an bit Schlacht von Ligny, die siegreichen Kämpfe von Belle-Alliance und an die militärische Vernichtung der Macht Napoleons, wie auch an das schmählich Feilschen des für den Waffensieg fast tödlichen Wiener Kongresses erinnert. Packend erstand auch in Diefem Teile Des Vortrages die gewaltige Perfön- lichkeit des großen Soldaten Gneisenau. Mit einer Schilderung von Gneisenaus Leben und Wirken nach dem Kriege, als Korpskomman- deur in Koblenz, ferner des unveränderten Miß- trauens des Königs und Des Abschieds des verdienten Generals, der um ein Jahrzehnt verspäteten Ernennung zum Generalfeldmarschtll, und des allezeit tatbereiten Einsatzes Gneisenaus für Preußen, sowie des tra-gischen Todes dieses Mannes durch dir Cholera, der er in Posen erlag, schloß der außerordentlich fesselnde Vortrag ab. Der Vorsitzende des Oberhessischen Geschichtsoer- eins, Studienrat Dr. Glöckner, dankte General Bethcke mit herzlichen Worten und bezeichnet« den Vortrag um deswillen als besonders bemerkenswert, weil hier em Soldat über den Soldaten unb zugleich über Den Menschen Gneisenau berichtet hatte. Die Hörer dankten Dem Vortragenden mit starkem Beifall. Wiedererhebung Preußens verfolgen. Die Zeit (einer Tätigkeit als Kommandant Der Festung Kak berg, jener preußischen Festung, die Napoleon nicht? bezwingen konnte, wurde lebendig und damit die Zeit, in der Gneisenau durch seine Taten die preu- . $rel Kleinen, die mit sichtlichem Interesse an der Sache waren. Schulrat Nedelinq hieß dann die Eltern willkommen und führte sie in das große Aufgabengebiet ein, das der jetzigen Schule gestellt ist. Er erläuterte ihnen Den Aufbau Der Leistungsschau, die gewissermaßen einen Abschluß der bisherigen Arbeit in Den Volksschulen darstellt, unb machte darauf aufmerksam, daß diese Schau zugleich die gründ- , legende Umwandlung des Schulwesens erkennen lassen soll. In überzeugender Weise erläutert er ihnen die Erziehungsaufgabe Der Schule im Dritten Reich. Nach einem weiteren Gedichtvortrag sprach die Lehrerin Frl. Görlach über Die „Nationalsozialistische Mädchenerziehung". Mit Gedicht- und Liedvorträgen klang der stimmungsvolle Elternabend aus. Lastzug fährt ein Haus au. In Reiskirchen (Kreis Gießen) fuhr am gestrigen Montag gegen 14 Uhr ein Lastzug mit zwei Anhängern aus Hamburg, der von Grünberg her in Richtung Gießen den Ort passierte, in der scharfen Kurve von Lindenstruth her ein Wohnhaus an. Infolge Straßenglätte waren Die leeren Anhänger ins Schleudern geraten, wobei der letzte Wagen Das Haus von Hch. Hahn II. am Gebäudesockel so stark traf, daß es heftig erschüttert wurde und jetzt die Türen nicht mehr schließen. Zum Glück wurden Menschen nicht verletzt. Dagegen ist Der Sachschaden erheblich. Gießener ZBocbenmarftpreije. * Gießen, 30. Nov. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Deutsche feine Molkereibutter, % kg 1,57 Mark, feine Molkereibutter 1,52, Markenbutter 1,55 bis 1,60 Mark, Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 5 bis 10, Eier, deutsche, Klasse B 11 Wirsing, % kg 8 bis 12 Pf., 50 kg 8 bis 10 Mark, Weißkraut, % kg 5 bis 6 Pf., 50 kg 5 bis 6 Mark, Rotkraut, kg 7 bis 12 Pf., 50 kg 6 bis 9 Mark, gelbe Rüben, kg 8 bis 9 Pf., Karotten 8 bis 12, rote Rüben 8 bis 10, Spinat 15 bis 20, Unterkohlrabi 6 bis 8, Grünkohl 15, Rosenkohl 20 bis 25, Feldsalat, 1/io 10, Tomaten, XA kg 15 bis 20, Zwiebeln 8 bis 9, Meerrettich 30 bis 60, Schwarzwurzeln 25 bis 40, Kürbis 5 bis 6, Kartoffeln, lA kg 4 Pf., 5 kg 40 Pf., 50 kg 1. Sorte 3,45 Mark, 2. Sorte 3,25, 3. Sorte 3 Mark, Aepfel, kg 10 bis 20 Pf.. 50 kg 10 bis 20 Mark, Birnen, Vt kg 10 bis 18 Pf., Nüsse 40 bis 50 Pf., Hähne 1 bis 1,10 Mark, Suppenhühner 80 bis 90 Pf., Gänse 1 bis 1,10 Mark, Blumenkohl, das Stück 10 bis 60 Pf., Endivien 8 bis 12, Lauch 5 bis 8, Sellerie 10 bis 30, Rettich 5 bis 15, Radieschen, das Bündel 8 bis 10 Pf. ui? miyiuu.iiujc.il ylcu 11ujcu vvn njF ' «i 1806 gegen Napoleon miterleben, ferner sein . Een im Dienste der Vorbereitung der militärische \ fe । laserte vewutzl. Zin feinen eigenen puuujeii xuencn wachse das Volk zur Größe. In ideellen Werten Der Redner erinnerte dann daran, daß Deutsch- würben wieder Ewigkeitswerte gesehen. Und ewige land zweimal ein Versailles erlebt habe. Das erste Werte feien es, auf denen der Führer baue. Das Mal 1871, Versailles als Aufgabe (die nicht völlig stärkste Fundament ' f v ,r' ~ habe gelöst werden können), das zweite Mal 1919, stj bas Blut, das In feinen weiteren Darlegungen beschäftigte sich den. Deutschland brauche für alle Zukunft einsatz- der Redner eingehend mit den Verhältnissen in, bereite, mutige Männer, Träger der neuen Welt- Deutschland während der Systemzeit und stellte in anschauung, und aufrechte Kameraden. Die deutsche großer Ueberschau die ungesunde Entwicklung in'Jugend habe das große Erbe jener aufzunehmen, unserem Vaterland heraus, wie sie sich bis zur । die im Weltkriege fielen, und die deutsche Mutter Machtübernahme durch den Führer ergeben hatte, habe dem deutschen Volke das ewige Leben zu Wenn die Macht an den Nationalsozialismus nicht geben. Der Nationalsozialismus als Glaube werde übergegangen wäre, hätte Deutschland die Schrecken : unser Volk groß machen, die Hakenkreuzfahne sei eines furchtbaren Bürgerkrieges erlebt. Schon jetzt Das Symbol Der Kraft für den Kampf um das beneide (eingestanden und uneingestanden) Die Welt ewige Deutsche Reich! (Lebhafter Beifall.) Dentschland um den Führer Adolf Hitler, sie beneide Mit dem dreifachen „Sieg-Heil!" auf den Führer Deutschland um feinen Aufstieg, um die Ruhe und schloß Ortsgruppenleiter Thomas die Kund- DrDnung in unserem Lande. Der Kampf darum sei gebung. Mit den Liedern der Nation und dem allerdings hart gewesen, denn allzu lange sei dem, Ausbringen der Fahnen klang der Abend aus. Randine fehl sich durch Vornan von Hans-Joachim Freiherr» von Reihenstein Copyright by Carl Ouncker 36 Forttetzunq (Nachdruck verboten.) „Ich brauche zu viel zum Leden. Erstens will ich hübsch angezogen sein und gut riechen. Und Dann soll alles um mich herum hübsch fein. Das ist schön. Aber es kostet!" Sie wurde so nachdenklich, daß sie Die Zigarette einsam auf Dem Aschenbecher verrauchen liefe. „Und ich fürchte, bis wir so weit sind, daß wir endlich heiraten können, haben wir nicht mehr viel." ,Lch denke, dein Lutz ist vermögend?" „Das war er ja nie. Wer ist Denn gleich vermögend? Aber er hat ein gutes Einkommen. Das geht doch nun also in ungleiche Teile. Zwei Drittel bekommt die Frau mit dem Kind. Der Scheidungsprozeß hat auch viel gekostet. Ehrlich gestanden weiß ich noch nicht, wie ich's einrichten werde." Sie blickte Hedwig voll ins Gesicht. „Soll ich ehrlich sagen, daß ich dich manchmal um deine Freiheit beneide? Gewiß, du hast dein Geld verloren. Aber ich habe nie etwas gehabt. Aber dein übriges Schicksal hast Du noch in Der HanD. Du bist Durch Deine Bedürfnislosigkeit und Rücksichtslosigkeit gegen dich selbst ein freier Mensch. Ich bin mir selbst viel zu gut. Ich bin zu weich gegeft mich. Ich bin wie ein Kind, Das alles haben muß, was es sieht." Sie afe ihre Torte mit Schlagsahne auf. Dann nahm sie eine frische Zigarette aus Dem silbernen Etui, Das Lutz ihr geschenkt hatte, und tat cs in Die kostbare Tasche zurück, die auch von ihm stammte. „Ich hätte Die Finger davon lassen sollen", sagte sie. „Ich brauchte ja nur jemand, der mich verwöhnte. Jetzt sieht die Sache anders aus. Noch eine Tasse Kaffee", rief sie dem Kellner zu. „Ich habe nicht abwarten können. Das rächt sich." „Aber du bist klug. Du wirst es schon schaffen", tröstete Hedwig. „Und du bist fleißig. Und können kannst du auch etwas." „Ich werde mein möglichstes tun. Aber ich darf nicht vergessen, Lutz hat schon in einer Ehe versagt, als es hart auf hart ging." * Doktor Schrader saß in Frau Molnys Winter-1 garten. „Hübsch, so eine grüne Ecke bet Dem scheußlichen Wetter", sagte er und sah zu, wie die Rauchfäden seiner Zigarette nach oben hin gegen das Glasdach schwebten. „Ja, ein Wetter, um möglichst weit zu verreisen", lächelte Frau Molny. „Hier habe ich übrigens eine Karte von Fräulein Hertel bekommen. Sie ist in Braunlage und läuft Ski." „Fräulein Hertel?" Schrader tat, als ob er sich erst entsinnen müsse. „Ja, Blondine. Sie hatte einen Ohnmachtsanfall. Und Da haben die Mutter und ich darauf bestanden, daß sie ausspannt." „Fehlt ihr etwas?" fragte er ein bißchen zu rasch. „Natürlich, jetzt wird der Arzt in Ihnen wach. Ich glaube nicht, daß ihr körperlich etwas fehlt." „Was Denn?" fragte Schrader und beugte sich interessiert vor. „Das Mädel tut mir leid. Sie sieht oft so ver- grämt aus. Nehmen Sie noch eine Tasse Tee?" Lucienne schenkte ihm ein. „Warum?" fragte Schrader. Lucienne schien es zu überhören. Sie bediente ihn mit Zucker und Rum. _ „Haben Sie meine Königin der Nacht gesehen?" Sie zeigte auf einen stöckerigen Kaktus. „Jetzt sieht sie allerdings nach nichts aus. Aber ich habe sie schon zum Blühen bekommen. Ich muß Ihnen einmal die Photos zeigen." Sie erhob sich, um sie nebenan aus ihrem Schreibtisch ^zu holen. Dabei beobachtete sie verstohlen, wie Schrader aufitand und nervös an den Pflanzen im Wintergarten herumrückte. Sie lächelte. Doktor Schrader betrachtete die Bilder der blühenden Pflanze anscheinend sehr interessiert. Sein hübsches männliches Gesicht blieb darübergebeugt, als er wie beiläufig fragte: „Also, was fehlt Fräulein Hertel?" „Ich glaube, sie hat irgendeinen Kummer. Aber sie spricht sich nicht aus." ..Also Liebeskummer?" versuchte Schrader zu scherzen. Die weltkluge Lucienne sah bekümmert aus. „Wahrscheinlich. Wenn ein Mädchen hübsch ist, und sie ist dreiundzwanzig Jahre alt, und sie hat niemand und immer wieder niemand — Dann muß doch Da mal einer gewesen sein." „Meinen Sie, daß sie eine schlechte Erfahrung hinter sich hat?" fragte er. „So sieht sie mir eigentlich nicht aus. Ich kenne doch ein ganzes Teil vom Leben. Aber ich finde sie immer so innerlich und äußerlich sauber." „Warum ist sie eigentlich Damals von Ihnen fortgegangen?" fragte Doktor Schrader. Lucienne war etwas verlegen. „Sehen Sie, so ein junges Ding hat es nicht leicht in der Welt. Besonders wenn sie ausgesprochen hübsch ist. Sie ist so ein Mittelding zwischen Den Dienstmädchen und Der Herrschaft, zu Denen beiden sie nicht ganz gehört. Eben ,bas kleine Fräulein'. Jeder betrachtet sie als leichte Beute." Frau Molny stockte. Als sie aber Schraders Interesse bemerkte, überwand sie sich und fuhr fort: „Ich fürchte, es wird in meinem Hause nicht besser gewesen sein. Ich habe mir Das gleich gedacht, daß ihr jemand zu nahe gekommen war, als sie mir plötzlich kündigte. Sie hat mir damals gesagt, sie suche einen größeren Wirkungskreis, wozu sie ja auch ausgebildet ist: Hotel, Sanatorium oder so. Dann ist sie aber doch zu Diehls gegangen. Der Haushalt Dort ist nicht größer als meiner war." Sie überlegte ein Weilchen. „Meinetwegen kann sie auch nicht fortgegangen sein. Sonst würde sie jetzt nicht so treu zu mir halten." SchraDer nickte. „Wissen Sie, was mich außerdem auf den Gedanken bringt, daß sie eine unglückliche Liebe hat? Sie überläDt sich geradezu mit Pflichten, für Diehls, für mich, für ihre Mutter. Das kommt mir so vor, wie wenn früher die Mädchen aus unglücklicher Liebe Krankenschwester wurden oder ins Kloster gingen. Ich finde, es müßte jemand vernünftig mit ihr reden, um sie von diesem Unfug abzubringen." „Könnten Sie Das nicht machen, gnädige Frau? Sie scheinen sie doch gut zu verstehen." „Nein, Dann könnte es ebensogut die eigene Mutter tun, Die eine ganz famose Frau ist. Aber Jugend versteht nur Jugend. Jemand aus ihrer Generation müßte mit ihr sprechen. Sie Darf mit ihren Kräften nicht so Raubbau treiben. Dazu ist sie noch zu jung." — Sie schob ihm ein goldenes Kästchen hin und sah zu, wie seine kräftigen Finger eine Zigarette Herausnahmen und anzündeten. „Was Sie da vorhin sagten, gnädige Frau, das mit Dem Raubbau treiben, 'Das habe ich Fräulein Hertel vor Jahr und Tag schon einmal wörtlich itz 1 geraten. Aber vielleicht gehört sie zu Den Menschen, die keinen Rat annehmen?" Lucienne schüttelte bestimmt Den Kops. „Dann haben Sie eben nicht Den richtigen Ton gesunden. Sie ist ein Mensch, Der leicht zu lenken ist. Allerdings muß sie fühlen, daß man es gut mit ihr meint." Doktor Schrader erinnerte sich nicht mehr der Worte, Die Damals zwischen ihm und Blondine Ze- wechselt worden waren. Aber er erinnerte M genau, daß es gelegentlich eines ihrer halb ironischen Geplänkel gewesen war. Wenn man ihr gleichzeitig zuredete, mit einem auszugehen — und darauf war es wohl Damals hinausgekommen — Dann würde sie Den ärztlichen Rat, sich nicht zu überarbeiten, natürlich nicht sonderlich ernst nehmen. An diesem Gesprächspunkt fprang Frau MolnV geschickt auf ein anderes Thema über. Denn f» merkte, daß der junge Arzt ins Nachdenken raten war. Sie überließ es ihm selbst, später wieder von Blondine anzufangen. Er fragte, ob sie mit den Nerven sehr herunter märe. „Das werden Sie als Arzt am besten beurteilen können. Und nun will ich Ihnen etwas sagen, hett Doktor. Ich möchte Sie eigentlich um einen Freun^ schaftsdienst bitten! Könnten Sie nicht mir zuluve mal nach Fräulein Hertel sehen und sick als AG ein Bild davon machen, ob ich recht habe oder 00 es irgend etwas Körperliches ist." Schrader wehrte ab. „Sie ist doch gar mH' hier." „Da fängt ja gerade die Freundschaft an, . Doktor. Machen Sie einmal ein Wochenende in oen Bergen. Tun Sie es mir- zuliebe und sehen ©’ nach meinem Schützling!" . „Da hot man die verwöhnte Filmprinzessin! stellen Sie sich das vor, gnädigste Frau? llnstv' einer kann doch nicht einfach wochenendeln." u „Mol werden. Sie ja auch Ferien machen. „No, geben Sie mir jedenfalls die Adresse. Bm" leicht fährt einer unserer Assistenzärzte hin." „Darauf würde ich verzichten", sagte Frau Molw» ernst. „Dann würde ich höchstens Professor bertz selber bitten, noch dem Kind zu sehen. Schrader wurde leicht verlegen. . Lucienne scherzte gleich wieder liebenswurDtfl- „Sie haben wahrscheinlich am Sonntag etwa. Besseres vor?" „Vielleicht", sagte Schrader. (Forts, folgt.) 1" >$' .IM, L m- f1 & ■! $ L >We g lila,. W ö £-e T M WDentli - ''S, I ngtn j ty.gr n 1;.’ nanbeUaefelHd)aft 6Vi tomyr-i- unb Privat-Bank ... 5 wies die Bürgermeister auf die Förderung des Ju° gendherbergswesens hin, indem er um den Anschluß der Gemeinden an den Verband warb. Dabei machte er auf den Wert des Jugendherbergnetzes für die Heimat aufmerksam, da die Jugendherbergen heute den verschiedensten Zwecken zugänglich macht und in erster Linie der Schuljugend und Hitler-Jugend unentbehrlich geworden sind. Der Vorstand des Finanzamtes Gießen T|( von 1935 ■ .. fci'»ut1d)e Reichsschatzanwei- ,r;e von 1935, II. Folge ... rutsche Reichsichatzanweb -.'jk von 1936, III. Folge .. = ?.oung Anleihe von 1930 .. D.{ sljsche Volksstaat von 1929 °.Srutidje Reichspostschatz von lih. ..... .............. V deutsche Reichsbahnschatz Kurz nach Mittag war das Turnen der Oberstufe in der Halle der ACT. beendet. Begeistert wurde der Gauführer des DRL.-Gaues Hessen, SA.-Ober- sührer Schmidt (Kassel), begrüßt, als er zur Siegerehrung erschien. Er hat es sich nicht nehmen lassen, persönlich die Sieger mit den schlichten Siegeszeichen zu schmücken. Die Ergebnisse: Gau sieg er (Gaumeister der Oberstufe) wurde die 1. Oberstufenmannschaft der ACT. Kassel, die sich mit 553 von 640 erreichbaren Punkten sicher an die Spitze setzte. Die weiteren Ergebnisse lauten: 2. Tv. Wieseck 536,5 P.', 3. Turn- und Fechtklub Fulda 520,5 P.; 4. Tv. Sinn 511,5 P.; 5. ACT. II 508 P. 6. Tv. 1846 Gießen (Hans Althaus, Hans Vogt, M. Hardt, Ludwig Herbert) 507 P.; 7. Tgmde. 1837 Hanau M. 506 8. Tv. Großen-Linden 495 P.; 9. Jahngemeinschaft Oberursel 487 P. Die besten Einzelturner: 1. Schöff- mann, Tv. Wieseck. 147 P.; 2. Bettin, Tv. Wieseck, 144,5 P.: 3. Herbert, Tv. 1846 Gießen, 142 P; 4. Seth, Tv. Großen-Linden, 140,5 P.: 5. Manns, ACT. Kassel, 140 P.; 6. Zülch, ACT. Kas- sel, 139 P.; 7. Kehrer, ACT. Kassel. 138,5 P.; 8. Eberspächer, VfL. 1860 Marburg, 138 P. werden dürfen. Für den Ausbau der Uebungsstät- ten forderte er die Zusammenarbeit aneinander» liegender Gemeinden aus wirtschaftlichen Gründen und zur Ersparnis von Bodenflächen. Abschließend forderte er die Bürgermeister auf, auch diesen Fragen größtes Verständnis und regste Förderung angedeihen zu lassen. Der Ortsleiter Gießen des Jugendherbergsverbandes (Sfubicnrat Or. Ouseberg Ober-Regierungsrat Schmidt sprach dann über „Die Umwandlung der Unter« erhebstellen in Annahmestellen". Durch die Aufhebung der Länderverwaltungen sind auch die Steuerarten einer Umwandlung unterzogen worden. Die bisher vom Lande erhobene Grund- und Gewerbesteuer wird in Zukunft durch die Gemeinden erhoben. Dadurch kommt die Hauptaufgabe der Untererhebstellen in Fortfall. Der Reichsfinanzminister hat lediglich die Umwandlung in Annahmestellen, die ehrenamtlich verwaltet werden oder in Kassenhilfsstellen, mit denen eine Anzahl anderer Arbeiten verbunden sind, in den Bereich Hier ab schneiden Heimische Geräieiimier in Kassel erfolgreich Schöffmann, Wieseck, bester Einzelturner. lenken ist' 4 [ es gutDT- e Bäume pflegen — bringt (Erntefegen! Richtige Baumpflege macht sich bezahlt, weil die Obstbäume dadurch viel besser tragen. Denken Sie daher im Frühjahr und Herbst an die Baumpflege. Baumsägen, Gartenscheren, Raupenscheren, Gärtnermesser, Bürsten, Spritzen — alles bekommen Sie bei 3. B. Häuser, Gießen, am Osroatbsgarten, Fernsprecher 2145/2146. 1 v. H, auf 232,50 und Reichsbank lagen mit 208,25 behauptet. Arn Rentenmarkt verblieb eher Kaufinteresse. Schwächer waren jedoch Altbesitzanleihe mit 131,40 (131,90) und Dekosama Neubesitz blieben aus dem bekannten Grunde im Angebot. Gut behauptet lagen Kommunal-Umschuldung mit 94,95, Städte- Altbesitz mit 133,65 bis 133,90, 4proz. Rentenbank- Ablösungsscheine mit 93,75 und Reichsbahn-VA. mit 129,75 (129,65). Goldpfandbriefe, Kommunal-Obli- gationen und Stadtanleihen notierten bei kleiner Nachfrage unverändert, Liquidationspfandbriefe teilweise 0,13 v. H. fester. Staatspapiere waren kaum verändert. Auch Industrie-Anleihen wichen nur unwesentlich ab. Dekosama Neubesitz kamen mit 32,50 (35,50) nominell zur Notiz. Der variable Rentenmarkt lag im Verlause still und unverändert. Im Freiverkehr nannte man: Dingler Maschinen 83 bis 84 (83,50 bis 84,50), Neue Wayß 8- Freytag 141 bis 143 (142 bis 144), Katz 6- Klumpp unv. 104 bis 105, Rastatter Waggon uno. 53, Elsäss. Wolle unv. 81 bis 82, Verein. Pinsel 73 bis 74 (74), Ufa 72,50 (73), etwas fester Schuh Berneis mit 72,25 (71,50). Tagesgeld unv. 2,50 v. H. Abendbörse ruhig. Die Abendbörse war ohne besonderes Geschäft, da es an Aufträgen mangelte und die Zurückhal- mit „die aus der Fremde". Abkürzungen: Bärbchen, Bärbel. Barchent (Wort arabischer Herkunft), Baumwollgeweoe, das sowohl glatt wie rauh sein kann. Wird wie jeder Baumwollstoff gewaschen. Barometer, griech., Druckmesser, Apparat zum Messen des Luftdruckes, dessen Fallen oder Steigen die Änderung des Wetters 'anzeigt. Auf das B. kann man sich im großen und ganzen verlassen. Man vergleiche damit den täglichen Wetterbericht der Tageszeitung und des Rundfunks, um ein ziemlich sicheres Bild zu gewinnen. Barsch, Süßwasierraubfisch, grünlich mit dunklen Querstreifen und rötlichen Flossen. Barsche sind wohlschmeckend, haben aber viele Gräten. Bartflechte. Erkrankungdes Haarbalgtrichters befand, im Gesicht durch Bakterien. Eitrige Bläschen. sehr schmerzhaft, ansteckend. Frisör meiden, möglichst auch das Rasieren. Ärztliche Behandlung nötig. Base (Lauge), chemische Bezeichnung für Lösungen, die den Säuren entgegengesetzt sind und mit diesen zusammen Salze bilden. Vasen sind u. a. Seife, Soda, doppeltkohlensaures Natron, stark basenhaltige Lebensmittel u. a. Milch, Kartoffeln, Gemüse und Obst. Durch diese muß im Körper ein Gegengewicht gegen säurehaltige Nahrungsmittel geschaffen werden. Base, deutsches Wort für Cousine (französisch). ) nicht , und LlaB er eriM 1 ian < R - und öak-, n - MU*“* Wen. rS iS?’ -ven W 1 beste»A etroas E, und M jy; red)t habe" ’t doch indscha^! ,e und F »l«1* A '-'X 1. Kreisklasfe. Rüddings hausen — S A. - K a m p s gern e i n s ch a f t Gießen I 2:3. Rodheim — Wieseck 4:1. Die Wiesecker sind von großem Pech verfolgt. Bei diesem Spiel mußten sie einige Ersatzleute einstellen und so ist die Niederlage erklärlich. TT,._ Klein-Linden I — Lollar II 4:4. Der 2. Mannschaft von Lollar, die sonst immer mit einer Tore Unterschied verlor, gelang es, gegen Klein-Linden einen Punkt zu holen. Großen-Buseck — Alten-Bus eck 2:0. Ein gleichwertiges Spiel, aus dem Großen-Buseck als Sieger heroorging. Garbenteich I — VfB.-Reichsbahn Gießen II 2:1. 1900 Gießen II — Großen-Linden 1 2:5. Die ersatzgeschwächten 1900er konnten gegen die erprobte Mannschaft von Großen-Linden nichts ausrichten. Steinbach l — Steinberg II 2:2. Ein hartes Spiel, bei dem die Gegner sich die Punkte teilten. S j 1536 i................ 3eh tv ileihe-Mbesitz.......... £M ifriiyi Provinz-Anleihe mll 101,75 । 101,65 99,75 — Kurszettel der Berliner und Frankfurter Dörfe iMiÄtnter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt vefchlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 4 o H.. Lombardzinsfuß 5 v H der Möglichkeiten gezogen. Regierungsrat Weber berichtete über die Aenderung in der Ueberwachung der Getränkeschankanlage, die bisher durch ein Privatunternehmen erfolgte und in Zukunft durch die Gendarmerie bzw. durch die Polizei erfolgen wird. Bis zum 31.3.1938 ist eine Übergangszeit geschaffen. Regierungsrat Dr. Krüger sprach über Luftschutzangelegenheiten. Er sprach den Gemeinden seine Anerkennung für die bisherige Arbeit aus und ermahnte die Bürgermeister, nun auf den bisherigen Ergebnissen nicht auszuruhen. Nach einigen amtlichen Mitteilungen durch Bürgermeister Euler wurde die mehrstündige Ar- 1 beitstagung mit dem Treugruß an den Führer be- Schafe 3800 Schweine. Es kosteten: Kalber 35 bis 65 Mark, Hämmel 30 bis 48, Schafe 15 bis 42, Schweine 50 bis 54 Mark. — Marktverlauf: Kalber unb Schweine zugeteilt, Hämmel und Schafe langsam. Frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. M., 29. Nov. Es notierten (®e- treibe je Tonne, alles übrige je 100 Kilogramm) in Mark: Weizen W 13 206, W 16 209, W 19 213, W 20 215, Roggen R 12 191, R 15 194, R 18 198, R 19 200 Großhanbelsvreise der Mühlen der genannten Preisgebiete. Weizenmehl Type 812 W 13 29,10, W 16 29,20, W 19 29,20, W 20 29,55, Roggenmehl Type 1150 R 12 22,45, R 15 22,80, R 18 23,30, R 19 23,50 plus 0,50 Mark Frachtausgleich. Weizenfuttermehl 13,60, Weizenkleie W 13 10,75, W 16 10,90, W 19 11,10, W 20 11,20, Roggenkleie N 12 9,95, R 15 10,15, R 18 10,30, R 19 10,50 Müh- lenfeftpreife ab Mühlenstation, Treber 14, Höchstpreis ab Erzeugerstation, Heu, geb. 6,90 bis 7,20. Schluß- fürs 27 11 101,65 99,75 Schluß! Mittag börle 29 11 101,7 99,75 2. Kreisklasse. Geilshausen — Oppenrod 8:4. Bis zur Halbzeit lieferten die Gegner sich ein gleichwertiges Spiel. In der 2. Halbzeit legten die Geilshausener mächtig los und konnten noch viermal einschießen. Grünberg —Treis 0:2. Die Treiser konnten sich auch in diesem Spiel die Punkte holen. 1900 Gießen III — Wißmar I. 1900s 3. Mannschaft trat bei diesem Spiel nicht an. Staufenberg I — SA. - Kampfgemein, schäft Gießen II 2:3. DfB. -R. Gießen III — Heuchelheim II 5:1. Trotzdem die Heuchelheimer ihre 2. Mannschaft verstärkt hatten, mußten sie doch eine Niederlage einstecken. Rodheim II — Grüningen I 2:0. Das erste Spiel, das die 2. Mannschaft von Rodheim gewin- | nen konnte! Ein Zeichen, daß die Mannschaft sich | endlich gefunden hat. injianen. jjudci lK™5 ii-E-rftich er, daß keinesfalls die Sportplätze her beitstagu Äorp5!oir-ße infolge finanzieller Verhältnisse aufgegeben I schlossen. iranberten! * eds des ver! " ehnt verfM tH, und der t A.Wsl. Verkehrsweien ... OanSu^-Gübam. Dampfschifs. 0 Hacipiu ^Amerika Palet...... 0 9i'all|l:e.itid)er Lloyd..........0 Sdlir'd) Reichsbahn Bor,.-Alt. 7 Schluß!. Abend- börie 29-11. Datum bosnische Reichsanlethe v. 1987 4%T| Irtic&e ReichSanl. von 1934 S "utfdje Reichsschatzanwei- 4 k.r . Rechten............ hski. Lan desbk. Darmstad! a -L.- e. R. 12 ... ..... iöefl. Landes-Hyp.-Banl 5 t:i.?3olbpfe.............. Kreutz. Landespsdbr.-Anst. Batist Basedowsche Krankheit, eine Erkrankung der Schilddrüse, wobei zuviel Schilddrüsensaft in bas Blut übergeht. Merkmale: Vortreiben des Augapfels („Elotz- augenkrankheit"), Herzklopfen und Pulsbeschleunigung, Schilddrüsenschwellung, bann große Nervosität, Zittern, Abmagerung, Haarausfall. Ohne ärztliche Behandlung lebensgefährlich. Bast. Pflanzenfasern, die zum Anbinden im Garten benutzt werden. B. schneidet nicht leicht in weiche Stengel ein, da er ein elastisches Bandmittel ist. Grüner B. für Zimmerblumen geeignet, ba wenig auffällig. Gefärbter B. dient zur Herstellung von Bastarbeiten (Untersätze, Taschen). Vor jeglichem Gebrauch anseuch- ten! Bastseide, Bezeichnung für Rohseide, aber auch für Seidenge- webe, bei denen nur der Längs- faden gebleicht ist. Bastseide wäscht man am zweckmäßigsten in Benzin. (Vorsicht, stets Feuergefahr!) Batik, javanisches Verfahren, Stoffe mit kunstvollen farbigen Mustern zu versehen. Vor dem Färben werden die Stellen, die keine Farbe annehmen sollen, mit flüssigem Wachs überpinselt. Nach dem Färben wird das Wachs ausgekocht, und das Ver- fahren wird zum Weiterfärben wiederholt. Da das Wachs beim Färben bricht, entstehen feine, wirkungsvolle Maserungen. Batist (Vattist), eines der feinsten Gewebe, aus ganz dünnen Leinen-, Baumwoll-, Seiden- ob. Kunstseidenfäden hergestellt. ü i)r; e. $R. 19 ■ • " 4W frreuß. Gold-Komm. R. 20 4M Darmstädter Komm.-Law ti tJ'xrH R. 6 ......... lei ttz'!Komm.-Sammel-Anlethe en ©eidiitis ntfurt a. M., 29. Nov. Die Börse hatte dankt? ojen Gebieten überaus ruhigen Wochenbeginn, unb Zeoorstehenbe Ultimo hemmt bie Unterneh- nbers f>2miMe^ust unb machte verschiedentlich noch etwas en Soldat 5»?te:iil locker, außerbem hielten bie leichten Li- eifpnnn tflui^asonsDerfäufa aus nichtarischen Kreisen an. !nrtrnn?r^--^a^Wrä9c tQ9en dagegen kaum vor, auch war ^^^MUnahmebereitschaft sehr klein. ^Inslgebessen ergaben sich an ben Aktien- i m cii rüten überroiegenb leichte Rückgänge bis zu 1 t.i fj. boch lagen zunächst auch einige Besserungen 7VU imitzlichen Ausmaß vor. Am Montanmarkt setzten Ho^slt mit 118 (118,50), Verein. Stahl mit 113,25 VeMM^(11^0 unb Mannesmann unv. mit 117 v. H. ein. ck für h Wtodri Naschinenwerten gingen Eßlinger nach Pause tn Wen'unvi 1,90 v.H. auf 115,50, Moenus um 1 v. H. auf inan UM1W zi 'ück, währenb Junghans 0,75 v. H. unb Daim- Don der ller it^v v. H. anzogen. Chemieaktien bröckelten bis teoirtir0,5'4 t H. ab, JG.-Farben 155,75, Deutsche Erböl neuen a 141h Metallgesellschaft 145,50. Die zunächst no- het ^ tieritoi'Elektropapiere lagen gut behauptet, Gesfürel nerW-,145i50i(l45), RWE. 128,65 (128,50). Von sonstigen «eitere tir. Ws^s ermäßigten sich Holzmann auf 151,75 Ü M (152,70, Zellstoff Walbhof auf 147,90 (148,40), an- Me sch!« derlei:- gewannen Rhein. Braunkohlen nach Pause i In .=9ied)te I.......... 4V,i p-xxnff. HYP. Goldpfc. R. 15 rrntf. HYP. Gold-Lomm. i VL 3............. 6 M i® irantf. HyP. ßioutbatton < .............. »/.H S geinttche HYP. Liquidation Sirhrüi.ickchetn-Berrechnungskur? °h ret es Gießen an der Herstellung von Kleibungs- I > fi i ur die Grenzlanddeutschen hervor So haben Stulen im letzten Jahre wahrend bes Hand- I '^k ^4ts..nterrichtes allein 2500 Bekleidungsstücke für i ntHeidcnben Subetendeutschen hergestellt und » X tiefe herzliche Dankschreiben erhalten, auf die 1 Ärie0?he lieixer unb Schüler besonders stolz sind, niet |inen weiteren Ausführungen wandte sich der hii| ende dem praktischen Teil der Zusammen- • Die M Don Schule und Gemeinde zu, wobei er be- Seftun ^'Nivere um Unterstützung bei der Einrichtung der Wob WfUlen bat. Weiterhin bahnte er größeres ynd h?1-teifbriinis für die verantwortungsvolle Aufgabe laten hi^eriCfrer an, wobei er bie Bebeutung bes heuti- ^'emlMrers für bie Mitarbeit am Aufbauwerk tn dey gßn Allbergrund stellte. m'miS? Bürgermeister Eul r ?,^de läfLartiifeibem 'Bortragenben für feine ^u®f^rungen. ^geg^r imchte dann darauf aufmerksam, daß in der M ertujjnmtinden Gesetzgebung die Schule.^r in bie .D&artigen Jesaeiibe verankert werden wirb, so baß ber Bur- ^lreiungz, ermetter bann nicht nur einen größeren Einfluß 'r korben uft d- Schule, sondern auch eine größere Der- Schi^maoolung erhalten wird. Aus diesem Grunde soll n gegen ve« Ausstellung ihm den Blick für die Bedeutung !enbem ^iehiir 'jommenden Aufgabe weiten. ünbenben u Stod einer Besichtigung der Ausstellung wurden Neid' er, Bürgermeistern einige Schulfilme vorgefuhrt. iie man d .mn N ttelpunkt dieser Filmvorführungen stand der !s TeNerMWbricht von einem dreiwöchigen Erholungsaus- iftjeuÄM von 30 Schulkindern im Schullandheim ß all? di- leflelivch. r v m , betbefehi , 5S»« Lehrerinnen hatten auf drei Wochen ihrer Wok jewn verzichtet und sich selbstlos in ben Dienst eaüerbnn= en6r:en Sache gestellt. Die Aufnahmen bewiesen l-haber Uas hche Maß ber Freude und der Erholung, die eibuna n ■ 4rt Kindern minderbemittelter Volksgenossen > (ftnpiföw!lrenuitc werden konnten. i* nnA 5!ie Fortsetzung der Arbeitstagung fand im en ^mJ^itiur sfaale bes Kreisamtsgebäudes statt. Hierzu itbeÄÄ'oörer auch Kreisdirektor Dr. L o tz mit feinen Mit- ^gfKrateihn erschienen. st tödlichen l Ministerialrat Loewer erstand micprmchniber die Errichtung ausreichender Uebungs» roainge in Verbindung mit ber Errichtung von HJ - , st'wk und Schwimm- unb Badeanstalten. Dabei Wienaus ÄMtz-rst-jch er, daß keinesfalls die Sportplätze ber Schluß, kurs 27-11. 101,75 99,75 Frankfurt a. M. Berlin Schluß- kurs Lchlußk. Abend- börie Schluß- $ kurs -chlußk 1 Nittag- börse | Do um 27-11 29-11 27.11 29.11 | 'Acrumuiotorrn-Fabrik...... 14 226 — 143 140,5 168,75 122,75 142,5 139,75 168,25 122 Aschaffenburg Zellstoss...... Bemberg ................ iöekula................... Bstberus Eilen............. . 6 . 0 . 8 . 5 143,5 140,5 170 122,75 143 140 168 121.75 Gement Heidelberg......... .. 7 167,25 16? — Gement Karlstadt.......... .. 6 —* — Conti Gummi......... ... 12 186,5 185,5 187,25 185 Daimler Motoren.......... 6'/, 135 135 135 135,13 Destauer (Aas ............. Deutsche Ervvl ............ .. 4 .. 5 143,75 143 119,4 144,25 118,9 143 Deutsche Mold- unb Silber .. .. 9 255 255 — — Deutsche Linoleum........ 10 160,5 161,5 160,25 161,5 Elektrische Lieferungen...... .. 6 129 129,5 130,5 130 Elektrische Licht und Kraft... .. 7 152 151,25 151,75 151,25 I. (A. Farbeu-Jndustr^e..... .. 7 156 155,75 156,25 155,5 gelten & Guilleaume....... .. 6 130,5 129 131 129,5 Gesfürel................. .. 7 145 145 145,75 144,65 Tb. Goldschmidt........... .. 6 138,5 139 139,13 138,75 Griyner Maschinen......... .. 0 47,5 47,5 48 48,75 Harvener................. »Vt 174,25 175,5 175,5 176 Hoesch Eisen............... sy, 118,5 117,75 119 117,75 Pbilivv Holzmann......... .. 8 152,75 151,5 152,75 151,25 Ilse Bergbau............. .. 6 — — 160,25 160,25 Ilse Genüsse.............. .. 6 134,5 134,25 134,75 134,25 Kali Aschersleben.......... .. 4 116,25 117,25 117 118 Klvckn erwecke ............ 4¥i 121,5 121 122 121 Kokswerke und Chemische Fabrik 7 —’ —— 156,25 155,13 Labm.yer .............. .. 6 1 7,25 — 127,75 127,9 Main kraft ................ .. 4 95,75 95,75 — — Mannesmann............. 4'A 117 116,5 117,13 116,4 Mansselder Bergbau...... .. 7 160 — 161 161 Aletallgelellschafl........... .. 6 146 145,25 146,13 144,5 Orenstein & Koppel....... .. 0 — — 106,5 107,4 Rbeinische Braunkoble..... . 12 — 232,5 231,75 231,5 Rbeinische Elektro ....... .. 6 — —— 126,75 126,75 Rbeinstablwerke........... .. 6 143,5 142,75 143,9 142,9 Rbeinisch-Westsälische Elektro .. 6 128,5 128,65 128,65 128,25 Rütgerswerke .......... .. 7 148,5 147 147,5 146,5 Salidetfurtb Kali......... .. 6 173 176 175 177 Schustert & Go........... .. 7 171 170 171,13 170,5 Schultbeis Patzenboser..... ... 4 — —— 94,75 95 Siemens & Halske ....... ... 1 — 202,75 201,75 Süddeutsche Zucker........ .. 10 202 202 — 202 Bereinigte Stahlwerke..... 4-/t 113,5 112,5 113,4 112,65 Westdeutsche Kaufhof...... ... € 58,13 '58,25 58,25 58,25 Westeregeln Alkali......... ... 117 117,5 117 118 Zellstoff Waldhof......... ... 148,4 147,9 148 147 Olavi Minen ............ .. O.t 30 30,25 30 30,1 3 27 .November 29-November Amtliche »uvueruig 'lmu'che Notierung Weit Bn.i r ’ortr Japan.................... 0,722 0,724 0,722 0,724 Jugoslawien ............. 5,694 5,706 5,694 5,706 Cfllo .................. 62,23 62,35 62,25 62,37 Wien..................... 48,95 49,05 48,95 49,05 Lissabon.................. 11,245 11,265 11,25 11,27 Stockholm ................ 63,83 63,95 63,85 63,97 Schweiz.................. 57,31 57,43 57,33 57,45 Spanien................. 15,23 15,27 15,23 15,27 Prag..................... 8,721 8,739 8,721 8,739 Budapest................. —— — — — Reuyorl.................. 2,475 2,483 2,481 2,485 27 .November 29.November AMI ch Nouertu a ,-iqih di -Jiiuieiunfl 1 •Br Br-e 0,726 0,730 0,727 0,731 Bbkj ............. 42,17 42,25 42,18 42,26 0J42 0.144 0,142 0,144 33c St ............. 47,00 47,10 47,00 47,10 55,27 55,39 55,29 55,41 ®0 ini w .............. 47,00 47,10 47,00 47,10 12,38 12,41 12,385 12,415 He.' Iffifirtfl ............... 5,475 5,485 5,475 5,485 Pa in' ................. 8,417 8,433 8,422 8,438 öattrtj.................. 137,77 138,05 137,84 138,12 gtiU).................. 13,09 13,11 13,09 13,11 Gießener Werbung für Breslau. Schon heute sind die Blicke aller derer, die im großen Reichsbund für Leibesübungen vereinigt sind, auf Breslau 1938 gerichtet. Das Deutsche Turn- und Sportfest 1938 wird eine Heerschau der gesamten deutschen Leibesübung darstellen. Schon heute finden allenthalben in deutschen Landen große Werbekundgebungen statt, in denen die Bedeutung dieser großen volksdeutschen Veranstaltung herausgestellt und allen deutlich gemacht wird. Auch unsere Stadt wird am kommenden Sonn- lagoormittag im Gloria-Palust eine solche Werbekundgebung erleben und diese Veranstaltung wird gleichzeitig eine große Kundgebung für den Gedanken der Vereinigung aller Leibesübungen im Reichsbund darstellen Für diese Kundgebung der deutschen Leibesübungen ist ein anregendes, aber auch ein auf- rufendes Programm zusammengestellt. Auf der Bühne werden sich Turnerinnen und Turner, Sportlerinnen und Sportler aus allen Leibesübungen treibenden Vereinen in unserer Stadt ein Stelldichein geben und unter den Fahnen des Hakenkreuzes und des Reichsbundes für Leibesübungen die große Einigung symbolisieren, die durch den Reichsbund erreicht wurde. Alle Teilnehmer an diesem Aufmarsch werden in Sportdreß antreten und damit gleichzeitig ein begeisterndes Bild bieten. Ein Vorspruch bzw. ein Dialog zwischen zwei Jugendlichen wird Mahnung und Bekenntnis zur Einheit in der Leibesübung sein. Im Mittelpunkt der Veranstaltung wird eine Ansprache des Reichs- dietwartes Münch stehen, der in großer Linie die hohe Bedeutung des Deutschen Turn- und Sportfestes in Breslau umreißen wird. Zur weiteren Ausgestaltung der Kundgebung werden Turnerinnen und Turner, Sportlerinnen und Sportler mit einigen Hebungen auftreten. Angehörige des DfB.-Reichsbahn werden Bodengymnastik zeigen. Turnerinnen von Wetzlar werden mit Keulenschwingen und Reigentänzen aufwarten, die Kreisriege wird ihr hohes Können in Hebungen am Reck beweisen. Schließlich wird ein Beauftragter des Vorbereitungsausschusses für das deutsche Turn- und Sportfest in Breslau sprechen und viele Einzelheiten über das große volksdeutsche Fest berichten. Ein Film, der die Stätten der großen Veranstaltung, schlesische Landschaft und Stätten deutscher Kultur im Osten zeigen wird, soll den Abschluß der großen Kundgebung bilden. Oie Handball-Begegnungen des Sonntags. Vezirksklaffe:, Mtv. Gießen — Tv. Münchholzhausen 10:11, To. Heuchelheim — SpV. 1900 Gießen 4:1 (1:), To. Lützellinden — VfL. 1860 Marburg 11:9, To. Roth — Tuspo W.-Niedergirmes 6:6. Der Mtv. hatte seinen Gegner unterschätzt. Das brachte die Mannschaft um den sicheren Sieg, denn Münchholzhausen ist, wie die Ergebnisse der letzten Zeit beweisen, nicht so stark, daß sich die Gießener auf eigenem Platz schlagen lassen müßten. — Die Mannschaft des SpV. 1900 mußte mit reichlichem Ersatz in Heuchelheim antreten. Trotzdem hielt sich die Vertretung recht gut. Zum Schluß allerdings war der Widerstand doch gebrochen, so daß Heuchelheim einen sicheren Sieg landen konnte. — Zu einem außerordentlichen Erfolg kam Lützellinden. Zwei wertvolle Punkte konnten sichergestellt werden. Wenn auch der Sieg, den die Einheimischen errangen, als etwas glücklich angesprochen werden muß, so ist er trotzdem verdient. Während man nämlich das Spielgeschehen auf der Gegenseite durch Reklamationen ändern wollte, spielt die Mannschaft von Lützellinden. — Niedergirmes kam zu einem glücklichen Hnentschieden. 1. Kreisklasse: To. Hausen — To. Lang-Göns 12:6, To. Grüningen — MSV. Gießen 4:5 (3:2), Tv. Dornholzhausen — Tuspo Gr.-Rechtenbach 3:4, To. Garbenheim — To. Katzenfurt 9:7. Die Mannschaft des To. Lang-Göns konnte in Hausen nicht gefallen. — Zu einem spannenden Spiel kam es in Grüningen. Beide Mannschaften waren sich vollkommen gleichwertig und nur mit einer guten Portion Glück konnten die Soldaten einen knappen Sieg sicherstellen. — Groß-Rechtenbach hatte schwer zu kämpfen, bevor Dornholzhausen besiegt war. — Auch Garbenheim fiel es nicht leicht, die eifrigen Gäste aus Katzenfurt niederzuhalten. Neue Bestleistung im Segelflug. Der deutsche Segelflieger Ernst Iachtmal stellte in der Nähe von Westerland auf Sylt ein neue Bestleistung mit einem zweisitzigen Wassil Land-Segelflugzeug auf. Jachtmann blieb 14^ Stunden in der Luft und überbot damit die bi5i herige Bestleistung des vor Jahren tödlich DeruiJ glückten ostpreußischen Segelfliegers Schulz,^ dieser seinerzeit in der Krim mit 9 Stunden qu;; stellte, ganz erheblich. Offizielle Weltbestleiftunqei werden in dieser Kategorie nicht geführt. Um die Tisch-Tenms-Kreismeisterschaffen. Die Tisch - Tennis - Kreismeisterschaft der Spj^ Vereinigung 1900 Gießen gestaltete sich in ^.-Klasse im Einzel und Doppel zu einem Dollen Erfolg der Gießener Spieler. Im Einzel, erran-, Beil den Titel vor seinen Vereinskameraden Del.' mann, Reichel und Günther. Die Spitzenspieler do? Bad-Nauheim und Lich schieden bereits in der $0, runde aus. Ebenso wie im Einzel standen sich Qui im Doppelendspiel eine Gießener Vertretung genüber, in der Beil - Reichel knapp gegen mann - Schmittdiehl siegten. In den Einzelspielen der 8-Klosse domini^ Lich auf der ganzen Linie. In den Endspiel waren vier Spieler aus Lich, von denen Äepch. vor Wissig, Menges und Staubach gewann. 6M sen-Sieger im Doppel wurden Specht - Bauman? (Lich) vor Heßler - Heß (Bad-Nauheim). Unser Weihnaditsverkauf hat begonnen G/ESSEN*MÄUZßUR GIG 7865 A Nützlich denken..... Qualität nur schenken! und steht in diesem Jahre unter der zeitgemäßen Parole: Zu bekannt günstigen Preisen finden Sie in allen Abteilungen wundervolle Festgaben, vor allem Damen- u Herrenwäsche, aparte Strickwaren, Bettwäsche, Schlafdecken, Handarbeiten, Schürzen und vieles andere mehr! £.-B. Msllini unö öeliw Die für 1. und 5. Dezember vorgesehenen Veranstaltungen unseres Bundes werden aus einen späteren Tag verlegt. Unseren Mitgliedern wird der Befutn verMskungsslWu öeröolte* Wen und des Sleuron-Bortrags im Goethebund am 2. Dezbr. empfohlen. 78G6D Die Zubereitung macht es ... . Sie erhält dem Kaffee das volle Aroma und spart zugleich. Wand- u. 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Oft harmlos infolge akuter Verdauungsstörungen. Rechtsseitige B., bes. mit Erbrechen, verdächtig für Blinddarmentzündung. Häufig wiederkehrende B. sprechen für Leber-, Gallen- oder Blasenleiden. Bei Frauen Unter- leibserkrankungen. Entscheidung und Behandlung durch den Arzt. Bauchspeicheldrüse. Bei ihrer Erkrankung wird Zucker im Harn ausgeschteden (s. Zuckerkrankheit). Bauchwassersucht, Ansammlung von Wasser in der freien Bauchhöhle. Ursachen: Herzfehler, Nierenleiden oder Lebererkrankung, Krebsleiden im Unterleib. Ärztliche Behandlung dringend erforderlich. Bauer. Die Bezeichnung „Bauer" darf nur mehr der Eigentümer eines Erbhofes führen, die Eigentümer anderer landwirtschaftlicher Anwesen sind Landwirte. Der Bauer muß deutschen oder artverwandten Blutes (Arier), deutscher Staatsangehöriger, ehrbar, d. h. ohne entehrende Strafen (Zuchthaus, Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte) und fähig |ein, den Hof ordnungsmäßig zu bewirtschaften. Verliert der B. die Bauernfähigkeit, so darf er sich nicht mehr Bauer nennen, er bleibt aber regelmäßig Eigentümer des Hofes. S. Abmeierung. Erbhof. Vauernrose s. Pfingstrose. Bausorderungen. Bauhandwerker (Maurer, Architekten, Zimmerleute) können wegen ihrer Forderungen gegen den Bauherrn die Eintragung einer Sicherungshypothek an dem von ihnen her- gestellten Bauwerk (Haus) verlangen. Baumwolle, spinnbare Samenhaare der nur in tropischem Klima wachsenden Baumwollstaude. Die aus Baumwolle hergestellten Gewebe sind manchmal nur schwer von Wolle zu unterscheiden. Ob in einem Gewebe Baumwolle mitoerarbeitet ist, erkennt man, wenn man eine gewaschene Probe mit Öl betupft, wobei die Baumwollfäden hell bleiben. Die beste Baumwolle, die aus Ägypten stammt und von gelbbräunlicher Farbe ist, heißt Mako. Baumwolle wird auch mit anderen Fäden zusammengearbeitet. Die Gewebe heißen dann je nachdem füfflrbti-tsbcfchaffung schctflen Elche zwischen Meer und Memel von Martin Kakles 3nsaefamt 120 Seiten mit 82 hervorragenden Naturaufnahmen des Verfassers auf 56 Kunstdrucktafeln. 3n Deinen gebunden RM. 3,60. Aus dem Inhalt. Parade im Frühling-Ein Elchkalb torkelt ms Leben-0m Sommerglühen - Elk, der Schaufler vorn Meer — Die hohe Zeit — Der Kapitalschaufler von Hclenawerder — Der Starke und der Dolchendige-Auf der Hochdüne-Eiche im Schnee. Der Verfasser ist in seiner Heimat bekannt als ein ausgezeichneter Elckkenner. Sein Leben lang hat er dieses urwüchsige Tier der heimischen Landschaft aus der Kurischen Nehrung und im nördlichen Teil der TRemelniebcrung beobachtet und bietet nun aus seiner umfangreichen Lichibildsammlung die schönsten Ergebnisse feiner jahrzehntelangen Kamerajagd in einer überraschenden Fülle und Vielseitigkeit. Daß er aber nicht nur einer unserer besten Natur- iichtbildner, sondern auch ein außergewöhnlich begabter Schriftsteller ist, der seine Erlebnisie spannend und untei haltsam zu berichten weiß, wird die Freude am Besitz dieses schönen Buches verdoppeln Alle Jager und Freunde der Natur müssen dieses schöne Elchbuch besitzen. Bestellungen nehmen alle Buchhandlungen und der Verlag entgegen. Hugo Dermühler Verlag, Berlin-W"' 7672 A Eine musikalische Filmkomödie mit Humor, Schmiß nuii Laune. Ohne Atempause rollen die zwerchfellerschütternden Geschehnisse herunter, angekurbelt durch Grete Weiser, die als „rasendes Dienstmädchen“ durch den Film gewittert. Wie sie sich aus tausend i Nöten und Verlegenheiten he raus windet ist | köstlich und von echtem Humor erfüllt! Spielleitung: CARL BOESE Grete Weiser »R.A. Roberts iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiHiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiHifliinii i Heinz Salfner / Ellen Frank ' Franz Zimmermann / Rudolf Platte / L. Rausch / Gerti Ober Beiprogramm > Ufa-Ton-Woche Täglich 4, 6, 8.30, Sonntags 3, 5.30, 8.30 Uhr Heu e Dienstag Erstaufführung des neuen Grete Weiser Films: PR LP ST Giessen _ . , „ Diese 3 wesentlichen Eigenschaften der guten Geschmackvoll __ ... _ _ . Vornehm Familien-Drucksacne Persönlich bietet Ihnen In zahlreichen neuzeitlichen Ave- fUhrungsarten schnell und zu mäßigen Preise" Brühl'sche Druckerei, Schulstraße 7, Anruf Verkäufe Boselsnerger Wö gut gelernt, mit kalb w verkauf. Grosten-Buseck Anger 28. [787oD Mager fast neu, billig zu verkaufen. 05330 Gnauthstr.4v II. Gut erhaltener schwarz., rechtss. Herd billig abzug 7S7iD Bleichstr. 21 L 2 warme Damwänle! billig abzugeben. Licher Strafte 15 3. Stock. I 05832 Kaufgesuche | Silber- Münzen auch anderes Altfi Iber kauft zu Höchstpreisen in jeder Menge, auch aus Privathand, das ?7731d Zwillingswerk Frankfurt Kaiserstr. 1. Nähe Salzhaus. Eilt! Suche 2-3 Liter- Personenwagen gegen Kasse. Schr.Angeb.unt. 7877Oa.d.Gieß. Anzeiger erbet. 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