Nr. 73 Erstes Blatt 187. Jahrgang Dienstag, 3st. März 1937 Erscheint tLgllch. autzei Sonntags und Feierlag- Beilagen: Die 3Qu|trierti Gießener Familienblättei Heimat im Vild • Die Scholl, Monats Bezugspreis: Mit 4 Beilagen RM. 1.9b Ohne Illustrierte , 1.80 Zustellgebühr .. . -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Zernfprechanschlüffe unter Sammelnummer 225) Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Siesten poftschecktonto: Frankfurt am Main 11686 Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen • öru*unft Verlag: vrühl'sche Universttäts Such- und Steindruckerel «.Lange In Stehen. Schriftleitung und SeschSstrstelle: Schulstrahe 7 Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis8' -.Uhr des Vormittags Grundpreise für I mm hohe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., tür Textanzeigen von 70mm Breite 50Rpf..Platzvorschrift nach Dort) Bereinbg.25O/„ mehr. Ermüstigte Grundpreise: Stellen-, Vereins-, gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Rpf .Familienanzeigen, Bäder-, Unterrichts- u. behördliche Anzeigen 6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B Die deutsche Lugend wird zur Leistung erzogen. Zugendführung im nationalsozialistischen Staat. Berlin, 27. März. (DNB.) In einem Gespräch mit einem Schriftleiter der „Nachtausgabe" äußert sich der Jugendführer des Deutschen Reiches, Baldur von Schi rach, aus Anlaß des Eintritts von Hunderttausenden von Pimpfen und Jungmädeln in die HI. über die Aufgaben der Jugendführung im nationalsozialistischen Staat. „Ich habe ein Gesetz zu meiner Verfügung", sagte er, „aber ich möchte es möglichst wenig anwenden, vor allem da, wo es ohne Zwang geht. Der Grundsatz der Freiwilligkeit bleibt solange wie irgend möglich gewahrt. In manchen Gebieten haben wir 100 v. H. der Jugend erfaßt. Unter Berücksichtigung des natürlichen Ausfalles durch Krankheit und körperliche Schwäche ist der Durchschnitt über 90 v. H. Wenn irgendwo etwa nur 70 'v. H. erfaßt werden, dann weiß ich, daß dort das Vertrauensverhältnis der Führerschaft zu den Eltern und der Jugend nicht in Ordnung ist. Dann kann ich eingreifen. Ich werde Akademien für die Ausbildung meiner Führerschaft gründen und die geistige Erziehung durch einen längeren Aufenthalt im Ausland für jeden einzelnen vollenden. Aber vor dem Frühjahr 1939 werden die Akademien nicht vollendet jein. Unsere Führerschaft wird das, was sie als wesentlichen Bestandteil ihrer Ausbildung und Erfahrung auf dem Gebiete des politischen Soldaten gelernt hat, niemals im Leben vergessen. Die Pflicht junger Menschen, andere junge Menschen in' die Gemeinschaft einzuglieüern, schafft von selbst jenen Typ des politischen Soldaten, den wir in der Tat notwendig haben. Die Familie bleibt die Keimzelle des nationalsozialistischen Staates. Die Erziehung des Kindes zum charakterlich, geistig und körperlich gesunden Einzelwesen wird immer die Sache der Familie sein. Aber wir brauchen nicht nur den guten Einzelmenschen, unser Kampf verlangt die Gemeinschaft, die die Sicherheit für die Nation und damit die Sicherheit für die Familie garan- tert. Die jungen Menschen zu dieser Gemeinschaft erziehen, heißt der Familie eine sichere Grundlage geben. Wer Gemeinschaft gelernt hat, weiß, was er den Eltern und der Familie schuldig ist. In der gewaltigen Ausgestaltung des Reichsberufswettkampfes sehe ich ein Zeichen für eine revolutionäre Umwandlung des deutschen Menschen. In den demokratischen Ländern gilt die »Zivilisation^ oder die »Prosperität^ als das höchste Glück. Im Gegensatz zu dieser Lehre vom materiellen Glück, die selbstverständlich im Bolschewismus endet, gestaltet der Nationalsozialismus die Lehre von der Leistung. Wir erziehen heute im Reichsberufs-Wettkampf Leistungsmenschen nicht durch Zwang, sondern in freiwilliger Mitarbeit der Jugend an diesem Wettbewerb. Das ist die vollendete Harmonie zwischen dem Führer und der deutschen Jugend." „Wir brauchen Kerle!" Gauleiter Sprenger ruft zum Eintritt in das Jungvolk auf. NSG. Gauleiter Sprenger sprach am Oster- samstag auf einer Kundgebung des Jungvolks in Darmstadt vor über 3000 Pimpfen und Jungmädeln und einer großen, den weiten Marktplatz füllenden Menschenmenge. Gauleiter Sprenger dankte dem Gebietsjungvolkführer Paul Wagner, der als Jugendlicher schon der Partei die ersten Dienste geleistet hat, für seinen Einsatz, seine Kraft, seinen Mut und Opferwillen bis heute, da er zum Arbeitsdienst und zur Wehrmacht geht. Die Pimpfe haben heute die Vorbilder, die die ältere Generation suchte. Der heutigen Jugend wird der Weg vom Führer vorgezeichnet, und sie erfährt die höchste Ehre, seinen Namen zu tragen, den Namen des größten Staatsmannes, den die Welt kennt. Es gilt nun noch, die anderen, die heute noch fehlen, zu wecken, daß auch sie freiwillig kommen. Denn obwohl alle Jugend dem Führer gehören muß, hat der Reichsjugendführer an dem Prinzip der Freiwilligkeit festgehalten. Wer aber nicht zur Hitler-Jugend gehört, steht bewußt abseits! Jungen und Mädel müssen und wollen frühzeitig eingereiht werden, die Eltern aber tragen die Verantwortung, sie müssen den Weg freigeben und den Willen zur Gemeinschaft zeigen. Beispielgebend für die Jugend ist die Arbeit der Bewegung als Gesamtheit: dem Sumpf wird Boden abgerungen, schlechter Boden wird verbessert, so entsteht neuer Boden und neue Dörfer, — Straßen entstehen für das Volk, — die Zukunft ist gesichert. — Aus all diesen Arbeiten erwachsen auch der Jugend neue Aufgaben, und darum mußte für sie auch eine neue Ausbildung geschaffen werden. Das neue Schulsystem stellt das Können und die Fähigkeiten in den Vordergrund. Mit dem neuen Schulaufbau und besonders mit den Adolf-Hitler-Schulen erreichen wir die Erziehungslenkung nach den Anlagen und die Schulung für die Führerschaft. Aus der letzten Dorfhütte und der kleinsten Arbeiterwohnung holen wir die Guten und Mutigen heraus. Denn wir brauchen Kerle! Der Gauleiter forderte die Pimpfe auf, weiter zu arbeiten wie bisher und sich trotzig zu bemühen, ein ganzer Kerl zu werden. „Wenn es einmal schwer wird, steht ein Kamerad zur Seite oder der Unterführer, jeder hilft mit, alle helfen, die Eltern und wir! Formt euch in Zukunft an dem Vorbild unseres Führers Adolf Hitler!" — Anschließend besuchte der Gauleiter die Leistungsschau des Jungbannes 115 Darmstadt und nahm dann auf dem Paxadeplatz den Vorbeimarsch des Fackelzuges der Pimpfe ab. Bekenntnis zu Weimar. Zusammenarbeit von Deutschem Tchiller- bund und Hitlerjugend. Weimar, 29. März. (DNB.) Die diesjährige Hauptversammlung des Deutschen Schiller- b u n d e s in Weimar steht im Zeichen der engen Zusammenarbeit mit der Hitlerjugend. Obergebietsführer Cer ff brachte zum Ausdruck, daß die Staatsjugend bereit fei, freudigen Herzens sich für die Ziele des Schillerbundes einzusetzen, um die Idee des Bundes in allen Herzen lebendig zu machen. Praktisch gesehen wird sich die Mitarbeit der Hitlerjugend zunächst dahin auswirken, daß die Sieger des abgeschlossenen Reichsberuf s- wettkam Milliarden Reichsmark, die in Beträgen von 100 RM. bis zu 1000 RM. im Umlauf find. Der Markt der für den kleinen und mittleren Sparer in Frage kommenden Werte wird damit Die Stadt Trier an der Mosel war lange em verwunschenes Märchen. Abseits der großen Ver- kehrsstraßen des Rheins gelegen, zwischen seinen unwegsamen Gebirgen, der Eifel und dem Hunsruck, war es mit seinen Schätzen: Kirchen, Schlössern, Bürgerbauten und römischen Palästen unbekannt geblieben. Selbst die übliche Moselreise führte gewöhnlich nur ein Stück des blausilbern blitzenden, sanft geschwungenen Stromes hinaus — bis zu der alten, noch von echter Rheinromantik umwehten Burg Cochem. Weiter hinauf kamen nicht viele, und Trier blieb still und abseits, nur den Kennern be- Berlin, 27. März. (DNB.) Ministerpräsident Generaloberst Göring gab am Karfreitag einen Empfang für schwedische Reichstagsabgeordnete, Bauern und Wirtschaftsführer, die sich in Deutschland befinden. Er hieß die Gäste in schwedischer Sprache in seinem Heim herzlich willkommen. Beide Länder seien durch die Bande des Blutes verbunden; er hoffe daher, daß die Schweden den Eindruck mit nach Hause nähmen, welche freundschaftlichen Gefühle man in Deutschland für Schweden habe. sei für die Schweden eine Quelle wahrer Freude, zu wissen, daß an verantwortungsvoller Stelle im Reiche ein Mann stehe, der ein treuer Freund des schwedischen Volkes sei. Nach schwedischer Art brachte er ein vierfaches Hurra auf das Wohl des Gastgebers. Der schwedische Reichstagsabgeordnete, Minister a. D. Pettersson-Djälbo, hob hervor, daß auch der Ausländer mitgerissen werde durch die Energie und Schaffensfreude, der man überall begegne. Mit Riesenschritten gehe es in Deutschland vorwärts. Sein stärkster Eindruck sei die Art, wie Deutschland seine Jugend erziehe, eine Art, die die größte Bewunderung der schwedischen Reisenden erregt habe. Der Danziger Polizeipräsident hat das Zentrumsorgan, die „Danziger Volkszeitun g", auf die Dauer von sechs Monaten verboten, da es trotz einer Verwarnung und zweimaliger Beschlagnahmung ständig alle in der Weltpresse auftauchen- üen unkontrollierbaren Meldungen, soweit sie dem deutschen Volkstum abträglich waren, in tendenziöser Form herausgestellt hat. Diese einseitige Haltung sei eine bewußte Herausforderung der zum größten Teil auf dem Boden der nationalsozialistischen Weltanschauung stehenden Danziger Bevölkerung und damit eine Gefährdung der öffentlichen Sicherheit. * Der französische Außenminister D e l b o s hatte an den Ostertagen in Cannes eine Besprechung mit dem polnischen Außenminister Beck, der in Begleitung des polnischen Botschafters in Berlin, Lipski, auch eine Besprechung mit dem Danziger Völkerbundskommissar Burckhardt hatte. Baus eine riesenhafte Doppelkirche durch zwei Geschosse; die Apsis wurde an einen der Tor- türme angebaut. An die andere Seite schloß sich das Kloster mit einem schönen Jnnenhof mit einem Arkadenkreuzgang an. Dieses Kloster, seit der Säkularisation durch Napoleon arg vernachlässigt, fast zerstört — die einstigen Mönchszellen dienten als Kleinwohnungen — wurden nun als wichtigen Ausgangspunkt der „Via archaeologica“ mit großen Mitteln wiederhergestellt. Hier wird in Zukunft der Besucher Triers empfangen werden und durch einen Plan auf die kommenden Sehenswürdigkeiten hingewlesen werden. Der Weg führt durch die Simeonstraße, die nut ihrem reizvollen Wechsel von mittelalterlichen Giebelhäusern und streng rechtwinkligen, anmutigen Empirehäusern eine in ihrer alten Form noch gut erhaltenen Bürgerstraße ist. Besondere Mittel sind eingesetzt, um die Häuser, wo es notwendig ist, von den häßlichen Zutaten einer späteren Zeit zu be- Drei bolschewistische Angriffe am Ostermontag abgewiesen. Salamanca, 30. März. (DNB. Funkspruch.) (Vom Sonderberichterstatter des DNB.) Nach dem Heeresbericht vom Ostermontag schlugen die an der Nordfront kämpfenden Nationaltruppen einen bol-> schewistischen Angriff auf die Ortschaft Lorillo zurück, wobei der Gegner 39 Tote und zahlreiches Kriegsmaterial auf dem Kampfplatz zurückließ. Ebenso wurden Angriffe auf die Ortschaften Aravaca bei Madrid und Cuefta de Pedices im gleichen Frontabschnitt a b g e w i e s e n. Als die nationalen Truppen zum Angriff übergingen, gelang es ihnen, den Bolschewisten größere Verluste zuzufügen. Die nationalen Flieger belegten die teilweise in acht Linien aufgebaute Schützengrabenstellung der Bolschewisten an der Guadalajara-Front mit Bomben. Die Stellungen wurden unter der Anleitung ausländischer Militärsachoerständiger angelegt. Die nationale Artillerie nahm die bolschewistische Frontlinie am Jarama-Fluß bei Aravaca und Las Rozas unter Feuer. Wie alle Tage haben sich auch am Ostermontag zahlreiche Bolschewisten als Ueberläufer bei den nationalen Truppen eingefunden. Aus den Berichten der Ue'berläufer geht hervor, daß es am Ostersonntag zwischen einer Abteilung bolschewistischer Miliz und der „Mateotti"-Abteilung der Internationalen Brigade zu einem Feuer gefecht gekommen ist, bei dem es 20 Tote gab. Die politischen immer kleiner. Also, kleiner Aktionär, war nun? Die Betätigung auf dem Felde des Aktienmarktes ist nicht mehr möglich! Du brauchst aber nicht traurig zu fein, denn du hast nichts damit verloren. Sichere nicht weniger gut verzinsliche Kapitalsanlagen Renten- und Anleihemarkt haben dafür erschlossen. Davon ein anderes Mal. Eine Schau deutscher Aufbauarbeit mWerden Berlin 27. März (DNB.) Die Wassersport- und die Textilschau füllen noch einen Teil der Ausstellungshallen am Funkturm, und schon wird in den anderen für die nächste Ausstellung gearbeitet: für die größte und bedeutendste von allen: „Gebt mir vier Jahre Zeit!" Dort entsteht die Eingangshalle der Ausstellung. Sie ist als ein gewaltigs Forum gedacht, das die Gestalt einer 120 Meter langen Halbellipse hat. Neun breite Postamente — jedes rund zehn Meter hoch — teilen das Halbrund auf. Es sind die „Bilder der Geschichte", zu denen terrassenförmige Stufen emporführen. In diesem feierlichen Raum wird die lebendige Geschichte der ersten vier Jahre nationalsozialistischer Staatsführung erstehen. Die architektonische Idee der Halle zeichnet sich schon in dem Gerüst ab, das fast den ganzen Raum ausfüllt mit feinen 160 Meter Länge, und 45 Meter Tiefe. Die für das Gerüst erforderlichen Leitern haben eine Länge von 12 Kilometer! Das ist das größte Gerüst, das bisher in einer Ausstellungshalle errichtet wurde. An der Rückwand gegenüber der Ellipsenöffnung spannt sich längs der ganzen Wandlänge ein 80 Meter langer und fast 5 Meter hoher Fries. Die Deckenkonstruktion wird erheblich verstärkt, denn sie soll ein über dem Raum schwebendes H o - heitszeichen mit einer Länge von 28 Meter und einem Gewicht von 27 Tonnen tragen. In der Zwischenhalle entsteht das Ausstellung s k i n o , das Raum für 2000 Besucher haben wird. In die Wände, die Decke und die Hallenfenster werden insgesamt etwa 20 000 Meter Paris, 29. Marz. (DNB., „Echo d- Paris' veröffentlicht den Bericht der französischen Gerichts- ärzte über die Untersuchung der vor einiger Zett angeschwemmten Leichen. Man glaubt, daß es sich bei den Toten um nationale Spanier handelt, die von den Bolschewisten als Geiseln fe ft genommen, vor der Einnahme von Jrun und San Sebastian durch die nationalen Truppen von Rotmord aus die See entführt und dort gefielt ins Meer geworfen wurden. Die unglücklichen Opfer müssen einige Stunden nach ihrer letztem Mahlzeit, die bei allen die gleiche war, den Tod erlitten hoben. Die Leichen werden etwa viereinhalb Monate: im Wasser gelegen haben, ehe sie an der französischen angespült wurden. Klöster und Arenen. Der Ausbau der „Via Archaeologica“ in Trier. Don Or. £>. Neumeister. freien. Dann öffnet sich der zauberhafte Doppelklang des Marktplatzes und des Domplatzes. Jener vom heitersten, tätigsten Leben 1 erfüllt: mit rauschendem Brunnen, Marktkreuz, um das sich seit alters die Marktstände scharen, mit hübschen Bürgerhäusern' und dem echt mittelalterlich, mit vier lustigen kleinen Schmucktürmen emporsteigenden Gangolfs-Kirchturm, — das Ganze die rechte, behagliche Bürgerstube. Nur zehn Schritte weit entfernt der Domplatz, von Platanen malerisch belebt, umstanden von b.en schönsten, kleinen, barocken Stadtpalästen des Adels, der ehemals hier wohnte, und überhöht von dem großartigen Massiv des auf römischen Grundmauern errichteten, alten romanischen Domes, verwachsen mit der Liebfrauenkirche, einem zauberhaften Werk der allerfrü- hesten deutschen Gotik. Aber die „Via" führt weiter. Ein wenig sonderbar war wohl immer zunächst für den fremden Besucher das Bild des Palastplatzes. Hier steht, ein heiteres, lichtes Werk des Spätbarock mit einer der allerschönsten, weitgeschwungenen Treppenanlagen jener Zeit: das ehemalige Bischöfliche Palais. Dicht daneben aber behauptet aus den uralten Tagen der Römer die römische Basilika, ein riesiger, imposanter Ziegelbau, seinen Platz. Das Barock war unbefangen genug, feinen Palast dicht vor diesen großen Bau zu setzen, ja, ihn mit Stuck zu verkleiden und ihn so auf das anmutigste in das der gesellschaftlichen Repräsenta^ fion dienende Palastgebäude einzubeziehen. Aber auch hier wurde säkularisiert und der schöne Palast zur Kaserne, die Basilika zur protestantischen Kirche gemacht; die leicht verschlungenen, barocken Anlagen vor dem Palast aber wurden zum Exerzierplatz degradiert. Als solcher liegt er vor dem immer noch schönen Massiv des Palastes und der Basilika noch heute. Auch hier wird der Ausbau der „Via arcnaeologica" manches bessern. Einfache gärtnerische Anlagen sollen den Platz schmücken, und in dem großen Bering des ehemaligen Palastes sollen die sehr bedeutenden Trierer Sammlungen, die bisher sehr verstreut waren, (Weinmuseum, Moselmuseum, Provinzialmuseum, Diözesanmuseum), zusammengefaßt und zu einem neuartigen und lebendig geordneten Großmuseum vereinigt werden. Dom Palastplatz fliegt der Blick hinüber zu den । schöngeschwungenem Bogen der römischen Kaiser- t her men. Auch hier wird Störendes beseitigt i und manches erneuert werden. Bis der Weg dieser i in Deutschland wahrhaft einzigartigen „Via ; archaeologica" schließlich bei der einst vor den i Toren der Römerstadt liegenden, von freundlichen - Villen und Weinbergen tröstlich umfaßten römischen t Arena enden wird. kann. , . „ Der Rahmen heißt: die „Via archaeologica“, Er braucht nicht künstlich geschaffen zu werden, er ist von selbst da. Denn an dieser „Via“ — an die- 1 fern Weg, der von dem römischen Eingangstor, der Porta Nigra, schräg durch Trier führt bis zu der Arena, in der die Tierkämpfe stattfanden — liegen ohnedies die interessantesten und schönsten Punkte der Stadt. Der neue Plan will nur diese „Via“ in ihren Stationen noch sichtbarer und verständlicher machen, als sie es bisher war. Dunkel und drohend ragt am Eingang der Stadt die Porta Nigra, das T o r d e r R ö m e r, die hier Jahrhunderte lang die Herrscher waren. Betrachtet man von einem der Berge um Trier diese weiche, betörende Landschaft — zärtlich schimmert der Fluß im goldenen Nachmittagslicht — so glaubt man, daß die römischen Soldaten, als sie über die Berge in dieses Tal herunterkamen, ausgerufen hüben sollen: „Hier ist die Heimat, hier bleiben wir!" An die Römer, die eine kräftige Kolonialkultur her entfalteten, die Trier nicht zu einem kriegerischen Lager machten, wie sie sich am Rhein häufig finden, sondern zu einer reichen handeltreibenden Etappenstadt, an sie erinnert noch vieles. Diese Zeit zu schelten, ist unklug; zwar tarnen die Romer als Eroberer, doch was vor ihnen dort lebte — ob Germanen ober Kelten, ist ungewiß — und nach ihnen und gerade durch die Auseinandersetzung mit ihnen, ging der deutsche Stamm der Franken desto kräftiger und fruchtbarer hier auf. An diese, die Franken, erinnern noch trotzige, alte Wohn - und Wehrtürme in der Stadt. Um das Jahr 1000 aber lebte in den, von einem Franken erstürmten, verfallenen Mauern der Porta Nigra ein Einsiedler namens Simeon. Als er starb, setzte in jener christlich hochgespannten Zeit eine allgemeine Verehrung für ihn ein; er wurde heilig gesprochen und ihm in der Porta Nigra eine Kirche errichtet und geweiht und dicht an sie anschließend ein Moster. Welche Ausmaße dieses Römertor hat, geht allein daraus hervor: Das unterste Geschoß, einst die eigentliche Porta und heute freigelegt, war damals zugeschüttet; auf einer breiten Erd-Rampe trat man sogleich in das erste Stockwerk ein. Und hier erhob sich nun im Innern des großartigen römischen könnt. . So manchen Reiz diese Abgelegenheit der Stadt auch verlieh — schade war es doch, daß ihre Schönheit von so wenigen gekannt war. Jetzt geht man jedoch, mit Hilfe der Verkehrsausbesserungen der letzten Jahre und im Zuge des allgemeinen Aufschwungs, der auch die Reiselust belebt, daran, hier etwas nachzuholen. Holland, Belgien, Luxemburg sind nicht weit, seit längerem wird Trier viel von diesen Ländern her besucht, und auch der deutsche Reisestrom richtet sich nun hierher. Da das, was Tier an Sehenswürdigkeiten zu zeigen hat, zwar einmalig, aber in feiner ganzen Große nur dem Kenner gleich ersichtlich ist, geht man jetzt daran, alles gleichsam in einem großen Rahmen zusammenzufassen, in dem auch der weniger geübte Beschauer das Besondere und Schone dieser Stadt erkennen Kantholz eingebaut. In knapp sechs Wochen muß alles fertig fein; am 29. April wird die Ausstellung „Gebt mir vier Jahre Zeit' fertig dastehen. Steuervergünstigungen bei Eigenheimen für Kinderreiche. Nach dem geltenden Recht ist ein Eigenheim nur bann ft e u e r f r e i, wenn seine nutzbare W o h n f l ä ch e. nicht großer ist als 150 Quabrat- meter. Gehören zur Haushaltung des Eigentümers mehr als br ei Kinber, so barf bie nutzbare Wohnfläche für bas vierte unb jebes weitere Kind um je 15 Quadratmeter überschritten werden. Bei Anwendung dieser Vorschrift war bisher grundsätzlich die Zahl derjenigen Kinder maßgebend, die zur Zeit des Einzugs in das Eigenheim vorhanden waren. Da diese Regelung zu unbilligen Ergebnissen führen kann, hat der Reichsfinanzminister angeordnet, daß die Steuerbefreiung auch dann gewahrt wird, wenn die Voraussetzungen erst nach dem Einzug in das Eigenheim durch die Geburt eines Kindes erfüllt werden. Die Steuerbefreiung läuft in diesen Fällen von Beginn des Jahres an, in dem das Kind geboren worden ist. Allerdings sind für diese erweiterte Vergünstigung nur die leiblichen Kinder und bie Stiefkinber bes'Eigentümers zu berücksichtigen, nicht auch bie Enkel, Pflegekinber usw. Die Vergünstigung ist auf alle Fälle anzuwenben, in benen das Eigenheim nach dem 31. Mai 1 934 bezugsfertig geworden ist. Sie gilt auch rückwirkend für die Fälle, in denen die für die Steuerbefreiung erforderliche Kinderzähl bereits vor der neuen Anordnung erreicht worden ist. Schwedische Gaffe bei Göring. Rundfunknachrichten geht hervor M cuf tzn tschechischen M111 t a r i n st r u k t e u r m Barcelona von Anarchisten ein Attentat verübt wurde. Gefesselt und lebendig ins Meer geworfen. sämtlichen Dividenden verteilenden Aktiengesellschaften nur rund 70 Millionen Reichsmark an den Anleihestock abgeführt wurden, zeigt, daß man sich an die vom Staat gewünschte Höhe der Dioidenden- verteilung hielt. Anleihestockgesetz und Preisregulierung sind also zwei Momente, die auf das Kursniveau der Aktien Einfluß nahmen und — was uns in diesem Zusammenhang am meisten interessiert — einen ungesunden Anreiz zum Spekulieren in Aktien vom Volke abhielten. Das oben erwähnte Umwandlungsgesetz vom Juli 1934 bewirkte nun ein Drittes, es engte den Markt der Aktienwerte im Verlauf der vergangenen 2V2 Jahre ganz gewaltig e i n. Dieser Vorläufer des neuen Aktiengesetzes sollte auf dem Gebiet der Kapitalgesellschaften den nationalsozialistischen Grundsatz verwirklichen, daß jeder möglichst mit der eigenen Verantwortung zu seinem Tun unb Hanbeln zu stehen hat, b. h. also für bas Gebiet der Aktiengesellschaften, daß die anonyme Kapitalgesellschaft wieder möglichst verschwinden und nur für die Zwecke bestehen bleiben soll, zu deren Bewältigung das Vermögen eines einzelnen Kaufmanns ober Unternehmers in ber Regel nicht ausreicht. Allein hier soll die Zusammenballung großer Kapitalmassen in Zukunft möglich sein, wobei die zusam- menfließenden Geldbeträge gleichfalls nur von Geldgebern stammen sollen, die über größere Ersparnisse verfügen und ein Risiko zu tragen fähig find, das bei Aktiengesellschaften niemals wird völlig ausgeschlossen werden können. Deshalb die Festsetzung des Mindestnennbetrages von 1000 RM. für neu zu begebende Aktien im neuen Aktiengesetz vom 30. Januar dieses Jahres. In den 2V2 Jahren find 797 Aktiengesellschaften Sudetendeutsche Hot Nuthas Londoner Reise. Prag, 26. März. (DNB.) Heinz R u t h a , der außenpolitische Beauftragte Konrad Henleins, erklärte u. a.: Nach seiner Londoner Reise habe er versucht, eine Aussprache mit dem Ministerpräsidenten Dr. Krvfta herbeizuführen, da sie aber bisher nicht zustande gekommen sei, sehe er sich genötigt, jetzt öffentlich zu antworten. Er habe mit seinen englischen Freunden wahrheitsgemäß über das gesprochen, wonach er gefragt wurde. Gleichzeitig habe er als tschoslowakischer Staatsbürger dem tschechoslowakischen Gesandten in London, Jan Masaryk, einen Besuch abgestattet und ihm Fälle aufgezeigt, die unter den Deutschen Unwillen erregten, in der Hoffnung, daß der Gesandte diese Fälle in Prag zur Sprache bringen werde. Denn wenn Sudetendeutschen, denen jahrelang jede Betätigung und Arbeit versagt mar und die jetzt im Deutschen Reich Arbeit unb Brot finden, die Pässe entweder verweigert oder ihnen solche für alle europäischen Staaten m i t Ausnahme des Deutschen Reiches gegeben würden, dann habe man eben für die Not und bas 'Elend der Arbeitslosen kein Verstäub- n i s und kein Herz. Der Hinweis auf Eigenmächtigkeiten untergeorbneter Organe sei keinesfalls stichhaltig. Ausbau des österreichischen Ständestaates. W i e n, 27. März. (DNB.) Im Laufe der letzten zwei Jahre sinb die verschiedenen Ard ei ter - unb Unternehmergruppen für s ich organisiert worben, es gab aber keine Möglichkeit, baß Arbeitgeber unb Arbeitnehmer gemeinsam hätten zusammentreten können. Das ist jeboch das Ziel bes in der Mäi-Verfassung von 1934 verankerten Ständestaates. Jetzt erschien im Bundesgesetzblatt eine Anordnung über die Schaffung b e - rufs ständischer Ausschüsse in Gewerbe, Industrie und Handel. In ihnen sollen Arbeitgeber und Arbeitnehmer über bedeutungsvolle Fragen, wie den Abschluß neuer Tarifverträge, Einhaltung bestehender Tarifverträge, Disziplinarfragen usw. entscheiden. Für andere Berufsgruppen wurden ähnliche Einrichtungen vorbereitet. Kleine politische Nachrichten. Der Meichs- und Preußische Minister des Innern hat als Nachfolger des am 31. März, wegen Erreichung ber Altersgrenze aus bem Amt scheiben- ben Oberbürgermeisters ber Stabt Wiesbaden, Schulte, den feicherigen Oberbürgermeister ber Stabt Tilsit, Dr. jur. Erich Mix, berufen. Der Zentraloollzugsausfchuß hat zum Leiter der Bank für Jndustriekapitalinvestie- rungen ben Juden Lewin ernannt. Die Jn- buftriebanf ist eines der wichtigsten Institute zum Aufbau der sowjetrussischen Schwer- und Kriegsindustrie. Aus aller Welt. Der deutsche Forscher Wilhelm Filchner in Turkestan verschleppt. Der deutsche Forscher Wilhelm F i l ch n e r, ber sich seit längerer Zeit im Kukurnor- unb Tsaidarn- Gebiet aufhielt und dort erdmagnetische Forschungen betrieb, ist beim Grenzübertritt von Zentralchina nach Chinesisch-Turkestan fe ft genommen worden. Er wurde nach Chotan im südwestlichen Teile von Ostturkestan verschleppt und befindet sich zur Zeit in den Händen der dortigen Behörden. Die erste diesjährige Uederseefahrl des Luftschiffs „Hindenburg". Die erste diesjährige Ueberseesahrt des Luftschiffes „Hindenburg", das Samstag früh nach Frankfurt zurückkehrte, war besonders reich an Begegnungen mit deutschen Schiffen. Auf seiner Ausreise traf das Luftschiff im Mittelmeer das Panzerschiff „Deutschland". Durch Funkspruch begrüßte der an Bord befindliche Admiral im Namen ber deutschen Seestreitkräfte das Luftschiff. Auf ber Heimreise begegnete „Hinbendurg" dem Dampfer „Cap Für Jhre Haut ~ | die PALMOLIVE 2*2 Jllit luten,-Schalheit#pflege Deutsche Jugend auf deutschem Acker. Arcona". Die Fahrgäste, unter denen sich hundert englische Touristen befanden, gerieten beim Anblick des erleuchteten Luftschiffes in Helle Begeisterung. — Während der nächsten Wochen wird das Luftschiff durch den Einbau von zehn neuen Außenkabinen, die einen Ausblick auch nach unten gewähren, für seine erste diesjährige Nordamerikafahrt vorbereitet, die am 3. Mai in Frankfurt beginnt. Ostersendungen aus Brasilien in zwei Tagen in Berlin. Die vor vier Tagen aus Chile und vor zwei Tagen aus Brasilien mit dem Lufthansaflugzeug abgeaangenen Sendungen erreichten Tempelhof am Ostersonntag um 19.13 Uhr. An Bord der Maschine befanden sich neben 60 000 Briefen ungefähr 10 000 Ostersendungen. Mandeln blühen an der Bergstraße. An der Bergstraße, an der es übrigens in der Nacht zum Ostersonntag leicht geschneit hatte, gewann die Sonne schnell die Oberhand, und die vielen Wanderer und Kraftfahrer sahen als erstes Frühlingszeichen die M a n d e I b ä u m e in schönster Blüte und an besonders geschützten Hängen auch die ersten Aprikosen und Pfirsiche. Zchneesturm in Vorpommern. Ein starker Schnee st urrn richtete in Vorpommern schwere Verheerungen an. Auf den Landstraßen mußten viele Kraftwagen aus dem Schnee geschaufelt werden. Zahlreiche Licht- unrd Fernsprechleitungen wurden zerrissen, so daß viele Orte in Vorpommern und auf Rügen ohne Strom waren. In Stralsund mußte die Straßenbahn ihren Betrieb einstellen. Der Zugverkehr war besonders durch umgelegte Telegraphenstangen behindert. Lchneeslürme und Temperatursturz in Oberitalien. In der Gegend von T r i e st führten Schneestürme zu schweren Verkehrsstörungen. In der Stadt erfolgte innerhalb kurzer Zeit ein Temperatursturz von 20 Grad auf fast 0 Grad. Der Karst ist tief verschneit. Verschiedene Straßen sind für den Kraftwagen völlig unbefahrbar geworden. Im Gebiet des oberen Isonzo liegt der Schnee einen Meter hoch. Bei Tarvis schneiten zahlreiche Automobile ein. Die Insassen mußten in den umliegenden Ortschaften Unterkunft suchen. Diele Landgemeinden sind vom Derkehrvöllig abgeschlossen. Zur Aufrechterhaltung des Zugverkehrs wurden große Arbeiterkolonnen eingesetzt, um die Schneemassen zu beseitigen. TrotzdeM hatten die Züge mehrstündige Verspätungen. Im Gebiet von Trient gingen an verschiedenen Stellen Schnee- und Steinlawinen nieder, die auch ein Todesopfer forderten. kostbare Fracht eines verunglückten Flugzeugs. Unter den Trümmern des vor einigen Tagen in der Nähe von Lyon abgestürzten englischen Wasserverkehrsflugzeuges „Capricornus" hat man unversehrt eine Kiste mit Goldstücken im Werte von einer Million Franken gefunden, die zur Fracht des Flugzeuges gehörten. Aulobusunglück in London. Ein schweres Verkehrsunglück ereignete sich am Ostermontag in London. Ein zweistöckiger Omnibus stürzte bei dem Versuch, einem Knaben auszuweichen, um und überschlug sich. Dabei wurden 20 Personen mehr oder weniger schwer verletzt. Der Omnibus fing Feuer, das aber schnell gelöscht werden konnte. Alle Verletzten wurden sofort ins Krankenhaus gebracht. Bulgarischer Autobus in Flammen. Ein mit 16 Personen besetzter Omnibus geriet auf der Fahrt von Philippopel nach Sofia in Brand. Innerhalb weniger Sekunden stand der ganze Wagen in Hellen Flammen. Ein Fahrgast sowie zwei Kinder kamen in den Flammen um. Sieben Personen erlitten schwere Brandwunden und drei weitere leichtere Verletzungen. Die ..fliegende Herzogin" endgültig verloren gegeben. Als gesunde Reaktion gegen die Asphaltkultur der Großstädte, die die Volkskraft verschlingt und die Ehen unfruchtbar macht, ist die Kleingartendewe- gung entstanden, und selbst um Berlin gibt es Hunderttausende dieser winzigen, oft nur 200 Quadratmeter umfassenden Schollen, auf der der Großstädter, dessen Eltern oder Voreltern noch im damals überwiegend agrarischen Deutschland auf eigenem Boden saßen, sich müht, nach harter Tagesarbeit dem Boden Blüten, Gemüse und Früchte abzuringen. Hier zeigt sich, welche instinktgemäße Blutsicherheit und welches Heimatgefühl auch im Städter lebt, denn gerade die Betätigung im Kleingarten ist die Quelle für ein gesundes Volkstum, das zurückleiten kann und muß zur Wiedergewinnung der künftigen deutschen Jugend für die landwirtschaftliche Arbeit. Der Kleingärtner in der Großstadt weiß genau, daß vor die Frucht die Götter Den Schweiß gesetzt haben, daß, wer nicht arbeite^ auch keinen Erfolg erzielt. Und es ist bemerkenswert, wie in unzähligen kleinen Gruppen, die zusammengefaßt wurden zu einer Spitzenorganisation, sich der einzelne müht, fachlich das Beste in seiner Erholungszeit zu leisten. Die Kinder aus diesen Kleingärtner-Familien haben wieder den Geruch des Bodens, die Handarbeit und die Freude am Erfolg kennengelernt, sie sind so gewissermaßen der städtische Nachwuchs für das Land, das in liberalen Zeiten durch die Landflucht entvölkert und durch ein falsches Wirtschaftssystem ruiniert wurde. Die Hitler-Jugend hat einheitlich die Kräfte zusammengefaßt, um sie weder der Dorfgemeinschaft zuzuführen, und die Geschlossenheit des Willens, die selbstlose Einsatzbereitschaft, der bedingungslose Gehorsam, der in der Hitler-Jugend so wirksam ist, werden auch eine Landarbeitergeneration erziehen, die materiell und kulturell hoch steht und das nationalsozialistische Glaubendsideal, wonach ein rasse- bewußter Mensch durch Blut und Boden der Gemeinschaft verbunden ist und bleibt, verwirklicht. Der Weg dazu ist gegeben. Die Hitler-Jugend hat den Freiwilligen Landdienst eingerichtet, weiter das Landjahr und die Landhilfe. Dazu kommt die Landarbeitslehre. Im Jahre 1934 waren es nur 45 Gruppen mit 500 Mann, im Jahre 1936 aber bereits 6608 Jugendliche und in diesem Jahr wird die Zahl auf das zweieinhalbfache gesteigert, deren Landdienst in einer Dorfgruppe voll auf die Lehrzeit in der Landarbeitslehre angerechnet wird. Die Landarbeitslehre gibt Aufstiegmöglichkeiten und auf ihr Sportflugzeug zu einem Alleinflug aufgestiegen war und seitdem verschollen ist, wird nunmehr von der Polizei endgültig verloren gegeben. Man rechnet mit Sicherheit damit, daß sie verunglückt ist. Die Polizei sucht zur Zeit einen Wald in der Nähe von Woburn nach Ueberreften des Flugzeuges ab. Folgenschwere Explosion eines chinesischen Munitionslagers. In Lanchow, der Hauptstadt der chinesischen Provinz Kansu, ging am Karfreitag ein außerhalb der Stadt in einem Tempelhof angelegtes Munitionslager in die Luft. Alle Häuser im Umkreis von IV2 Kilometer wurden in Trümmer gelegt. Bisher sind sechs Tote und 23 Schwerverletzte gemeldet worden. 120 Familien sind obdachlos. — Bereits vor 17 Monaten richtete eine schwere Explosion in derselben Gegend großen Schaden an. Auch die deutsche Mission wurde damals stark beschädigt. An einem Kartoffelpuffer erstickt. bauen sich die verschiedenen Spezialberufe in der Landwirtschaft auf. Landarbeit ist Facharbeit, und deshalb muß der künftige Landarbeiter zwei Jahre als Landarbeitslehrling und zwei Jahre als Landarbeitsgehilfe gehen, um voll ausgebildet zu werden. Schon im Jahre 1935 und 1936 wurden rund 36 v. H. aller Neubauernstellen an tüchtige und kinderreiche Landarbeiterfamilien vergeben. Die „Grundbestimmungen des Reichsnährstandes über die Ausbildung des männlichen Landarbeiternachwuchses" geben genaue Anweisung für die soziale Aufwärtsentwicklung des Landarbeiters. Die weltanschauliche und körperliche Erziehung wird gefördert, bei Fleiß und Tüchtigkeit wird z. B. in der Form der Heuerlingsstelle die vollendete Form der Landarbeiterentlohnung erreicht. Der Junge, der aus der Großstadt durch die Hitler-Jugend aufs Land kam, dort seine Lehrlings- und Gesellenzeit durchmachte, erhält als junger verheirateter Landarbeiter z. B. ausreichende Werkswohnung, Stallung, Gartenland, Berechtigung zur Haltung einer Milchkuh, Aufzuchtsberechtigung eines weiblichen Rindes, futter- und weidefreie Haltung zweier Schafe, zwei Zuchtgänse mit Nachzucht, 2500 qm Kartoffelland, 40 Zentner Briketts, 4 Raummeter Knüppel-Hartholz, 24 Zentner Roggen als Brotgetreide, 12 Zentner Gerste als Futtergetreide, vier Zentner Hafer, 1 Zentner Weizen, 1 Zentner Erbsen und 280 Mark. Er steht also materiell unabhängig da, er wird in die junge Dorfgemeinschaft aufgenommen, die im Bewußtsein der großen Lebens- und Leistungsgemeinschaft im Bauernreich Adolf Hitlers den Landarbeitslehrling und späteren verheirateten Landarbeiter zum zukünftigen Neubauern erzieht. Wir können nicht unsere Heranwachsende Jugend in den Berufen der Städte allein unterbringen. Die wirtschaftliche Struktur Deutschlands hat sich, nicht zuletzt durch die Einwirkungen der Weltwirtschaftskrise, gewandelt. Wir müssen vielmehr auf die Arbeit auf dem Acker und im Garten als die Urform jeder Arbeit zurückgreifen. Bis jetzt war die Rückkehr zur Landarbeit ein materielles Problem. Jetzt, da das tüchtige Mitglied der Hitler-Jugend nicht nur die Aufstiegsmöglichkeiten, sondern auch die kulturelle und wirtschaftliche Form der Gleichberechtigung auf dem Lande gefunden hat, wird die Liebe zum Boden und der Gemeinschaftsgeist in der Hitler-Jugend das deutsche Land wieder bevölkern und fruchtbar machen. Büchertisch. — Das Kennzeichen der Frühjahrs- und Sommer- mode ist ausgesprochen „jugendlich"! Das kommt besonders in den vielen bunt gemusterten, farbenfrohen Stoffen zum Ausdruck und wird durch die etwas kürzer gewordenen Röcke betont. Bei den einfachen, praktischen Kleidern sowie bei Mänteln und Kostümen herrscht der sportliche Stil vor. Die duftigen Kleider für den Nachmittag sind sehr locker in der Form und erhalten oft durch eine glockige hintere Rockbahn eine besondere Note. Nach wie vor ist das Complet Trumpf, und jedes hübsche Som- merkleid kann durch ein schickes Jäckchen zum Complet ergänzt werden. Großer Beliebtheit erfreuen sich auch Mantelkleider aus zweierlei Stoff. Beyers Modeführer, Frühjahr/Som- mer 1 9 3 7, Band 1: Damenkleidung (Verlag Otto Beyer, Leipzig — Preis 1,50 Mark) zeigt auf 44 teils farbigen Seiten alle Neuheiten der Frühjahrs- und Sommermode! Band 2: Kinderkleidung (1 Mark) bringt auf 24 Seiten über 200 Vorschläge aller Art, Mädchen und Knaben zu kleiden. Als Beilage ein Schnittmusterbogen mit 32 Modellen. — (54) — — Pullover zum Gelbstarbeiten, aber auch andere modische Dinge, wie durchbrochene Handschuhe, eine Trachten- und eine Strandjacke zeigt, zum In Panzweiler (Hunsrück) geriet dem dreijährigen Töchterchen des Volksgenossen Albert Zimmer beim Essen ein Stückchen Kartoffelpuffer in herbeigeholte Arzt konnte nur noch den Tod des bie Luftröhre. Alle Bemühungen, das Speisestückchen zu entfernen, waren vergeblich. Der sofort Die 71jährige Herzogin von Bedford, die, wie gemeldet, vor etwa acht Tagen mit ihrxm | Kindes feststellen. Teil in buntfarbiger Darstellung, Beyer-Band 355 „S chöne Sachen aus Garn und Seide zu machen" (Verlag Otto Beyer, Leipzig: Preis 0,80 Mark). Die genauen Arbeits-Beschreibungen, unterstützt durch einen doppelseitigen Schnittbogen, ermöglichen es, ohne Dorkenntnisse die Garderobe für die wärmere Jahreszeit zu vervollständigen. — Cornelia Kopp: Keine 21 n g ft vor Diät. ('Verlag Otto Beyer in Leipzig) Preis geb. 3,85 Mark. Tausende von Menschen müssen ohne gerade krank zu sein Rücksicht auf ihr körperliches Befinden nehmen. Sitzende Lebensmeise, Schonungsbedürftigkeit und auch vorübergehendes Unwohlsein lassen eine Diät in der Ernährung häufig zweckmäßig erscheinen. Daß man bei diesem Gedanken nicht beunruhigt zu sein braucht, weder die Hausfrau, der die Zubereitung obliegt, noch der,' für den die Kost bestimmt ist, beweist das neue Kochbuch „Keine 21 n g ft vor D i ä t". Neben einem medizinischen Teil von der Aerztin Dr. E. Enke enthält das Buch 400 approbierte Rezepte, die in Wort und Bild so klar erläutert sind, daß jede Hausfrau sofort danach arbeiten kann. Ausführliche Tabellen, sowie reich bebilderte Tageskost- Pläne zeigen, daß Diätkost durchaus nicht einseitig zu sein braucht. — Das neue Reichs-Telegram m-Adreß- buch 14. Ausgabe 1937. Verlag Berlin W 9. — (67) — Das nach amtlichen Quellen bearbeitete Reichs-Telegramm-Adreßbuch bietet die Möglichkeit, jede Telegramm-Adresse sofort zu enziffern dzw. die richtige Telegramm-Adresse einer Firma schnell und zuverlässig festzustellen. Außerdem ist dem Werke ein wertvolles Branchen-Register mit umfangreichem Bezugsquellen-Register angegliedert. Das Branchen-Register ist für den Auslandsgebrauch in die acht Welthandelssprachen übersetzt und macht das Reichs-Telegramm-Adreßbuch zu einem Nachschlagewerk von internationaler Bedeutung. Die Durchführung Der Richtlinien über Firmenwahrheit und -richtigkeit sowie das Umwandlungsgesetz für Kapitalgesellschaften machten eine Berichtigung des gesamten Adressenmaterials nötig. So entstand ein wirklich zuverlässiges und nach dem neuesten Stande bearbeitetes Adressenmaterial. Wetterbericht der Reichswetterdiensles. Ausgabeort Frankfurt. Die fortgesetzte Zufuhr arktischer Kaltluft, die sich auch bei uns über die Dfterfeiertage recht unangenehm bemerkbar machte, hat zum Aufbau eines mächtigen Hochdruckgebietes geführt. Wir verbleiben vorerst an seiner Südseite und können bei vielfach heiterem Wetter mit langsam ansteigenden Tagestemperaturen rechnen. Aussichten für Mittwoch: Meist heiter, trocken, nachts vielerorts Forst, doch Tagestemperaturen wieder etwas höher ansteigend, vorerst noch östliche Winde. Aussichten für Donnerstag: Voraussichtlich noch Fortdauer der freundlichen Witterung bei weiter steigenden Tagestemperaturen. Lufttemperaturen am 29. März: mittags 3,5 Grad Celsius, abends 1,7 Grad; am 30. März: morgens 0,2 Grad. Maximum 3,6 Grad, Minimum heute nacht — 2,8 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 29. März: abends 3,1 Grad; am 30. März: morgens 1,4 Grad Celsius. — Sonnenscheindauer 0,6 Stunden. Hauptschriftletter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertteter des Hauptschriftleiters: Emst Blum- chein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: )r. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; ür den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. II 37: 10 933. Dmck- und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch- und Steindruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit Der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzeloerkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 gültig. Die neuen 01594 Die Beerdigung findet am Mittwoch, 31. März, nachmittags um 4 Uhr, vom Trauerhause Horst - Wessel - Strafie 11 aus statt. 2204 D Marktstraße 23, Fernruf 2417 Mittwoch BH 3783. 2184Ö laare Stadttheaterl 30 Pf. 35 Pf. 219^A Billige Fische Filets . . 72 kg von 30 Pf. an Kochfische,Vakgvon 25 Pf. an 19.30—22.30 25. Mittwoch- Miete Zar Md Zimmermann Komische Oper von Lortzing Preise von 1.20—4.00 RM. Seelachs-Filets...... Kabeljau-Filets...... empfiehlt Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, meine liebe Frau, unsere gute und geliebte Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante Elisabeth Kreutzer, geb. 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Telephon 3125. Der Bürgermeister. ÄAm 24.3. ist unser Kamerad Josef Storto Ob.-Postsekr. i.R.,zur groß. Armee abberufen worden. Wir verlieren in dem Entschlafenen einen treuen, aufrichtigen Kameraden. Sein vorbildliches Leben und Wirken wird von uns nie vergessen werden. Die Beerdigung findet Dienstag, 3O.März, 14 Uhr auf dem Neuen Friedhof statt. Gießen, 27. März 1937 Der Standort 2129D Reichstrenbund Nettes, ehrliches sauberes 2063D Mädchen zwisch.18u.24J. für Geschäftshaushalt gesucht CafSHildebrand Neu-Isenburg b.Frankfurt a,M. Bahnhofstr. 29. Solides, braves Mädchen für den Haushalt per 1. Mai gesucht. 0158» Bmdenburßwall 7II. | Kaufgesuche | Schweres zuverlässiges gesundes Bfttö im Alter von ca. 10—14 Jahren sofort zu kaufen gesucht. 2i88l) BrMmann Birklar üb.Lich. Ein noch gut erh. Mtriiö zU kauf, gesucht. Schr. Ang.unter 2189Pand.G.A. | Empfehlungen"] Zur 1422D Bodenbearbeitung und Düngung empfehle Torfmull Düngekalk Kunstdünger H. 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Nr.? 3 Zweites Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberheffen) Dienstag, ZV. Marz 1937 Aus der Provinzialhauptstadl Die Hausfrauen machen mit. ZdR. Das ist das Große an unserer Zeit, daß hinter einer Führung e i n Volk steht, im gleichen Denken und handeln. Auf dem Gebiete der Ernährung sehen wir z. B., wie die übergroße Mehrheit der deutschen Hausfrauen sich den Notwendigkeiten unserer Verjorgungslage anpaßt, wie die Aufklärung über Erzeugung und Bedarf auf fruchtbaren Boden gefallen ist. Die Hausfrauen machen mit, wenn es gilt, den Erfordernissen Rechnung zu tragen und unsere Eigenversorgung sicher- gustellen. lieber die Notwendigkeit dieser Eigenversorgung wird kein Wort mehr verloren. Zielbewußt gehen unsere Frauen bei der Gestaltung des Küchenzettels von dem aus, was Jahreszeit und Natur in reicher Fülle bereithalten. Als im vergangenen Herbst ein großer Erntesegen an Kohl festzustellen war, bedurfte es nur kurzer Hinweise, um die Hausfrauen zum vermehrten Kohlverbrauch anzuregen. Auch damals zeigten die deutschen Frauen wieder, daß sie die Forderungen des Tages erkennen und für ihren kleinen Arbeitsbereich die Nutzanwendung daraus ziehen. Jetzt in der Uebergangszeit vom Winter zum Frühling erfahren wir, daß die Kohlernte im vergangenen Herbst so groß war, daß trotz des erhöhten Verbrauchs noch große Vorräte vorhanden sind, die ihrer eigentlichen Zweckbestimmung harren. Und zwar sind es diesmal die qualitativ hochwertigen Kohlsorten aus Schleswig-Holstein, wo die Anbaubedingungen für Kohl so günstig wie in keinem anderen Teile Deutschlands sind. Diese günstigen Vorbedingungen für den Anbau des Kohles, der schwere Marschboden mit dem hohen Feuchtigkeitsgehalt der Luft und dem rauhen Seewind for- aen für ein kräftiges Wachstum des Kohles, der hier von keinen tierischen Schädlingen angegriffen wird. Die festen Köpfe des schleswig-holsteiner Kohls sind erfreulicherweise gut über den Winter gekommen, so daß die heute auf den Markt gelangende Ware von bester Beschaffenheit ist und sich für hunderterlei Zubereitungsarten eignet. Die reichen Vorräte werden gerade in diesen Wochen besonders begrüßt werden, weil wir setzt in der Zeit leben, wo das frische Gemüse noch nicht als billige Konsumware am Markt ist. Die Monate März und April waren schon immer für die Hausfrauen nicht leicht zu überbrücken, weil zu dieser Zeit das Frisch- und Dauerqemüse aufgebraucht, das Frühgemüse aber noch nicht in ausreichenden Mengen vorrätig ist Da erleichtert uns in diesem Jahre die große Kohlernte die abwechslungsreiche Gestaltung unseres Speisezettels und ermöglicht uns, vitaminhaltige Mittag- und Abendmahlzeiten unter Verwenduna von Kohl herzurichten Wir haben heute eine Fülle von verschiedenartigen Kohlrezepten, so daß auch zusätzliche Kohlgerichte von Mann und Kindern nicht abgelehnt werden. Selbstverständlich: wo die Hausfrau nur immer den Kohl in derselben Art auf den Tisch bringt, wird sich die Familie bald schönstens dafür bedanken. Und mit Recht! Wo. aber die Hausfrau ihre Kochkenntnisse und ihre Vielseitigkeit tagtäglich unter Beweis stellt, wo sie immer neue Kohlrezepte anwendet, da wird niemand in der Familie gegen einige Kohlmahlzeiten mehr etwas einwenden. Noch dazu, wo es darum geht, keine Nahrungsmittel verderben zu lassen und das zu verzehren, was uns unser Boden diesmal in überreicher Menge beschert hat. Vorrw^zen. Tag.eskalender für Dienstag. Gau-Ausstellung: 14 bis 19 Uhr in der Dolkshalle. — Stadttheater: 20 bis 22.30 Uhr: „Die vier Gesellen". — Gloria-Palast, Seltersweg: „Der Etap- Gemeinden und Jugendherbergen. NSG. Der Leiter des Landesverbandes Rhein- Main im Neichsverband für Deutsche Jugendherbergen, Gebietsführer Geißler, veröffentlicht folgende Stellungnahme: Die Aufgabe des Jugendherbergsverbandes ist es, in erster Linie Jugendherbergen zu schaffen, die von der Jugend der Industriestädte besucht werden sollen. So ist es nur natürlich, daß der Großteil der Jugendherbergen sich in landschaftlich hervorvorragend gelegenen, zumeist kleineren Orten befindet. Da diese kleinen Gemeinden nicht in der Lage sind, die Gesamtkosten für einen Neubau aufzubringen, beschafft der Landesverband Rhein- Main im Reichsverband für Deutsche Jugendherbergen die aufzuwendenden Mittel zwecks Errichtung von Eigenheimen. 3n Zukunft muß es noch mehr als bisher vornehmste Pflicht finanzkräftiger Gemeinden und Städte fein, aus eigenen Mitteln Jugendherbergen zu schaffen, doch auch die minder finanzkräftigen Gemeinden müssen mit ihren Mitteln dazu beitragen, daß es dem Landesverband möglich ist, an wanderwichtigen Orten Jugendherbergen zu erbauen. Das Jugendherbergswerk ist für das Gefamtwohl da und muß von der Gemeinschaft unterstützt werden. Ls muß erreicht werden, daß allgemein ein Mindestsatz von 3 Pf. je Einwohner jährlich an den Jugendherbergsverband zu leisten ist. Viele Gemeinden haben sich entschlossen, statt des 3Pf.- Sahes bis zu 5 Pf. zu geben. Mir bitten alle Gemeinden, ihren bisherigen Beitrag zum Jugendherbergsverband auf die Möglichkeit der Erhöhung der Sähe zu prüfen. Zur Zeit zählen wir im Jahr Vs Million Ueber- nachtungen innerhalb des Rhein-Main-Gebietes. Diese Zahl ließe sich beliebig steigern, da in den Hauptwandermonaten täglich in den jetzt bestehenden Jugendherbergen Tausende abgewiesen werden mußten. Wieviel Urlaubsfreude wurde so zunichte gemacht und wieviel Jugendlichen konnte eine Wanderfahrt durch unser Landschaftsgebiet Rhein- Main nicht ermöglicht werden! Der 3- bis 5-Pf.-Satz ist eine Forderung, die der Jugendherbergsverband erheben muß, um seinen Zielen gerecht zu werden. Wie bescheiden diese Forderung ist, wird jeder einsehen, der hiermit die für kranke Jugend notwendigen Aufwendungen vergleicht. penhase". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Condottieri". — 23. a. B.: 18 Uhr Treffen im „Andres". Stadltheater Gießen. Aus dem Stadttheaterbüro wird uns geschrieben: Heute abend findet die letzte Aufführung des Lustspiels „Die vier Gesellen" von Jochen Huth statt. Spielleitung Wolfgang Kühne. 25. Vorstellung der Dienstag-Miete. Anfang 20 Uhr, Ende 22.30 Uhr. Kalte Ostern. Hatte der Karfreitag mit Regen, Schnee und Sturm uns allerlei Enttäuschungen hinsichtlich unserer Frühlingswetter-Hoffnungen bereitet, so ließ der Qstersamstagnachmittag mit seinem verhältnismäßig besseren Wetter die Annahme zu, daß während der beiden Osterfeiertage der Frühling doch noch das langersehnte schöne Festwetter und damit die Möglichkeit zu ausgedehnten Spaziergängen in Wald und Feld bringen werde. Aber auch hier gab es wiederum Enttäuschungen, insbesondere am gestrigen zweiten Ostertage. Gar kalt fegte der Wind daher, und auch der mehrstündige Sonnenschein am ersten Feiertag konnte nicht ganz Herr werden über die kalte Temperatur. Immerhin war es doch am Ostersonntagnachmittag möglich, einige Stunden zu ausgedehnten Gängen durch Felder und Wälder zu unternehmen und dabei gute Erholung nach des Alltags Mühen zu finden. Am zweiten Oftertag war es aber schon wieder so kalt, daß man sich gerne erneut in „Hausarrest" begab und dem gutgeheizten Ösen willig Gesellschaft leistete. Zwar schien die Sonne in den frühen Morgenstunden recht verlockend und gab dadurch der Landschaft einen großen Reiz, wenn man aber als Beobachtungsposten die Nase zum Fenster heraussteckte und dabei die reichlich kalte Morgenluft verspürte, so war man trotz dieses Sonnenscheins nicht gewillt, sich auf die Tour zu machen. Zünftige, unverwüstliche Wanderer und Radler ließen sich natürlich trotz alledem nicht abhalten von ihrer geplanten Oster- Wanderfahrt. Auch mit der Reichsbahn entwickelte sich ein ziemlich beachtenswerter Nahverkehr, insbesondere während der frühen Nachmittagsstunden. Allerdings mögen viele dieser Osterreisenden weniger zur Streife durch die erwachende Natur hinausgefahren fein, als vielmehr zu den in zahlreichen Orten stattfindenden Konfirmationsfeiern. Der Kirchenbesuch hielt sich im Rahmen des gewohnten Festtagsausmaßes, besonders stark war er in den Kirchen, in denen die Konfirmationen abgehalten wurden. Den Wintersportlern wurde überraschenderweise in den Gebirgen noch einmal die Möglichkeit geboten, ihren schönen Sport auszuüben. Viele Tausend schulterten deshalb die Bretter — Rodler sah man weniger — um in den Taunus, den Vogels- berg oder die Rhön zu fahren. Prächtiger Sonnenschein lag am ersten Feiertag über den Höhen, wo sich bei 2 Grad Kälte und 13 bis 16 Zentimeter Schneehöhe bald ein buntes Wintersporttreiben entwickelte. Prächtige Winterlandschaften, vor allem am ersten Feiertag, boten Vogelsberg und Rhön. Soweit bis jetzt bekannt ist, vergingen die Feiertage allenthalben in würdiger Weise. Polizei, Gendarmerie und Sanitätsdienst konnten sich ungestörter Feiertagsruhe erfreuen, und auch auf den Landstraßen ging alles trotz eines verhältnismäßig starken Fährverkehrs, bei dem die Kraftwagen unsere engere Heimat in den meisten Fällen nur als Durchfahrtsstrecke passierten, erfreulicherweise ohne Unfall ab. Schuh dem Walde! Der Reichsstatthalter in Hessen — Landesregierung, Abteilung VII — hat an die Schulen des Landes Hessen einen Erlaß zum Schutze des Waldes gerichtet, in dem u. a. gesagt wird: Zu Beginn der Wanderzeit gilt es, den Bestrebungen zum Schutze des Waldes gegen Verunzierungen und Beschädigungen auch in diesem Jahre eifrigste Unterstützung zuteil werden zu lassen. Mit dem Anwachsen des Wanderverkehrs im Walde gewinnt die Aufgabe, über die Schule auf die Heranwachsende Jugend erzieherisch einzuwirken, in zunehmendem Maße an Bedeutung. Ich empfehle daher, beim Unterricht oder bei Spaziergängen der Jugend den Schutz des Waldes, der einheimischen Tier- und Pflanzenwelt und die Vermeidung von unnötigen Verunzierungen der Natur ans Herz zu legen. Ferner verweist die Regierung auf einen Erlaß gegen das Feueranzünden im Walde. Zu Karl Mays 25. Todestage. Am 30. März jährt sich zum 25. Male der Todestag des deutschen Schriftstellers Karl May, der in Radebeul für immer die Augen schloß. Vor einem Menschenalter noch war feine Persönlichkeit stark umstritten. Aber die Tatsache, daß seine zahlreichen Werke in vielen Millionen von Exemplaren verbreitet und von ungezählten jungen und auch reifen Menschen mit Begeisterung gelesen wurden, beweist, daß er mit feinen Schriften ins Herz der Jugend getroffen hatte. Die von ihm geschaffenen Gestalten „Old Shatterhand", Kara ben Nemsi" und „Winnetou" sind allen, die seine Bücher gelesen haben, unvergeßlich. — (Scherl-Bilderdienst-M.) Anrechnung von SA - uftv. Dienstzeit auf die Dienstzeit der Michsarbeiter. Der Reichsminister der Finanzen hat den nachstehenden Erlaß über die Anrechnung von SA.- usw. Dienstzeit auf die Dienstzeit der Reichsarbeiter an die Nachgeordneten Behörden erlassen: Da verschiedentlich telephonische und schriftliche Anfragen an uns gerichtet wurden, ob dieser Erlaß auch für die Angestellten in den Staatsbetrieben gilt, teilen wir hierdurch mit, daß dies nicht der Fall ist. Es handelt sich also bei der Anrechnung der verschiedenen Dienstzeiten (Tätigkeit für die NSDAP, oder ihrer Gliederungen) nur um eine Anrechnung für die im Arbeiterverhältnis stehenden Reichsarbeiter. Um den Angestellten eine ähnliche Vergünstigung zuteil werden zu lassen, muß Berufung erfolgen auf den Erlaß des Reichsministers der Finanzen, der am 24. Januar 1936 im Reichs- befoldungsblatt veröffentlicht wurde, und der den Grundvergütungsfatz für Angestellte behandelt. In diesem Erlaß wird zum Ausdruck gebracht, daß auch die Zeit der Erwerbslosigkeit, während der ein Angestellter gegen Entgelt oder gegen Naturalbezüge auf den Geschäftszimmern der nationalen Verbände (SA., SS., NSKK.) Dienst leistete, wie eine Zeit der Berufstätigkeit zu behandeln ist, wenn der Angestellte neben seinem Entgelt keine Arbeitslosen- oder Wohlfahrtsunterstützung bezog. Eine andere Möglichkeit für Mitglieder der Partei, ;’T’*-' V’ Immer abends als Letztes Chlorodont Gießener Gtadttheater. G.A. Lortzing: „Zar und Zimmermann". L o r tz i n g s kornische Oper „Zar und Zimmermann" hat die ansehnliche Zahl von Bühnenwcr- ken, Schauspielen und Opern, in deren Mittelpunkt der als Ziinrnerrnann wirkende Zar steht, sämtlich überdauert: und daß die Oper heute noch, wo das hundertjährige Jubiläum der Uraufführung (22.12.1837) dicht bevorsteht, ein Haus in Helle Begeisterung zu setzen vermag, dafür sprach die hiesige Erstaufführung. Oer Vermenschlichung und vom Humor getrage- gemütvollen Durchdringung der Bühnentypen bindet sich bei Lortzing eine überall gegenwärtige, nieversagende Charakterisierungskunst, die selbst da, wo eigentliche musikalische Triebkräfte nicht zwingend in den Vordergrund rücken, Eigenwerte zu schaffen vermag, wie in den diplomatischen Verhandlungen des 2. Aktes. Das ließ die Aufführung klar erkennen. Die wenigen Takte Orcheftereinleitung, die dem Verhandlungs-Sextett vorausgehen, weckten eine Sphäre des Besonderen, und der ausgedehnte a-cappella-Satz fesselte in der Abgetöntheit und Durcharbeitung den Hörer so, daß langdauernder Beifall das Fvrtschrel- ten der Handlung für Momente aufhielt. Jede Pointe wurde weiterhin zum besondern Trumpf des Unterhändlers und dazu der ungehemmte Fluß der thematischen Einwürfe des Orchesters. Eine solche in sich abgerundete Szene ist die größte Anerkennung sowohl für die beteiligten Solisten mit scharf diszipliniertem Einordnungsvermo- gen als für die führende Hand des Spielleiters (Paul Wrede), der nun schon zu wiederholten Malen bei vielgegebenen Werken unverbrauchte Züge hervorkehrte und auch hier wieder den Wesenskern des Ganzen traf, indem er jedem Lebenskreis das ihm Zukommende gab: Diplomaten, hohe Obrigkeit und handwerkendes Volk. In engster Verbundenheit dazu standen die Bühnenbilder (Karl Löffler), die in Realität und reicher Anschaulichkeit dem historischen Zeitalter ebenso entsprachen wie der Wirkungsstätte der Personen, die wiederum in ihrer kleidsamen Tracht sich mit der Umgebung zu malerischer Einheit fanden. Selbst in Zimmermanns Gewand hob sich Gustav Bley als Zar von seiner Umwelt ab durch Haltung, Gebärde und zielbewußtes Handeln. Zeugte'der Zimmermanns-Gesang in seiner Frische von'energischem Werkwillen, so bewies er sich mit dem Zar'enlied als ein Gestalter, der aus tiefster Verinnerlichung heraus seine Einstellung gewann und so das zwiespältige Schicksal des Zaren in menschliche Nähe rückte. Die mezza voce in der letzten Strophe (die übriaens wiederholt werden mußte), zeigte ihn als Sänger, der mit feinem Taktgefühl der Klippe der Sentimentalität ebenso entging, wie er dem persönlichen Geltungsbedürfnis, der Situation gemäß, Zügel auferlegte. Wirklich als „ganzen Mann" stellte Wilhelm Greif den Bürgermeister hin in einer prächtig abgewogenen Mischung von Standesperson und immer wieder durchbrechender, allzu menschlicher Menschlichkeit. In jeder Bewegung, in jeder Miene prägte sich der persönliche Reflex der Situation ab, mit bewunderungswürdiger Schlagfertigkeit und Bereitschaft zum Einsatz aller erdenkbaren stimmlichen Charakterisierungsmittel; dabei ein Schönsänger, wie im Mittelteil der Auftrittsarie, und von erstaunlicher Flüssigkeit im Parlando. Darin gab Paul Kuen als Peter nichts nach in dem Duett des ersten Aktes. Sein Iwanow war von lebendiger Frische, äußerst beweglich, jeder Lage sich anpassend, bei jugendlich schöner Stimmentfaltung. Trefflich fein Hin- und Hergeworfenfein,' durch ein vermeintlich schlechtes Gewissen und durch die Zweifel der Eifersucht, um Marie, der Friedel F o r n a l l a z leibhaftige Unmittelbarkeit und gewinnende Anmut verlieh. Reizvoll in ihrem Spiel, war sie in ihrem musikalischen Singen fast -gu sehr besorgt um die Deutlichkeit der Textaussprache, so daß zuweilen das Rein-Klangliche dahinter zurücktrat. Trotz des geringen Umfangs ihrer Partie wußte Hildegard I a ch n o w der Zimmermeisterin Browe einen besonderen Akzent zu verleihen durch frauenhaft-anmutige Würde, die Kostüm und Gebärde eins werden ließ, als eine lebendig gewordene Bildgestalt. Dadurch, daß Ernst-August Waltz als Chateau- neuf nicht wie bisher versuchte, über fein gegebenes stimmliches Format hinauszustreben, überraschte er diesmal mit schönen, modulationsfähigen, lyrischen Klängen, die zum Träger nachhaltiger Stimmung in der Liedszene des zweiten Aktes wurden. Mit eigner Note verkörperten Max Schneider-Oe st (Lefort) und Alfons F o r ft n e r (Syndham) den typischen Grundcharakter ihres Landes mit sicherer musikalischer und stimmlicher Einfühlung in die Gegebenheiten des Ensembles. Ueberall stand jeder voll an seinem Platze. Der Chor (Ernst Bräuer) mit feinem gewichtigen Anteil an der Oefamtftimmung und am dramatischen Geschehen (Finales, Chorprobe) war äußerst frisch und strahlend klangvoll; er war trefflich zusammengehalten im Einklang mit dem Orchester unter Paul Walter, der die vielen Jnstru- mentalcharakterisierungen (Fagott!) plastisch ins Licht rückte und mit dramatischem Impuls die Aktschlüsse heraussteigerte. Jeder stimmlichen Aeuße- rung auf der Bühne gestand er durch die Zurückhaltung der Instrumente ihr Geltungsrecht zu. Im engsten Kontakt mit der Musik ließ Irmgard Zenner das Tänzerische herauswachsen mit farbkräftigem Lokalton bei dem sich an das Russifche anlehnenden Brautlied und besonders in dem als Tanzhandlung durchgestalteten Holzschuhtanz, dessen Wiederholung durch äußerst starken Beifall erzwungen wurde. Die Ausführung in ihrer Gesamtheit legte Zeugnis ab von gediegener ^Durcharbeitung und vollendeter Abrundung. Das kann jeden der Mitwirken- den mit berechtigtem Stolz erfüllen, und das erkannte das voll besetzte Haus durch feine oftmals stürmische Zustimmung immer wieder an. Dr. Hermann Hering. Gastspiel Hilde Hildebrand: „Hedda Gabler" von Henrik Ibsen. Mit diesem Gastspiel erschien, wenn auch nur für einen Tag, feit langer Zeit wieder ein Stück von Ibsen auf unserem Spielplän: ..Hedda Gabler" aus dem Jahre 1890. Dieses Datum scheint uns für eine gerechte Betrachtung des Schauspiels nicht unwesentlich; es ist fast ein halbes Jahrhundert darüber hingegangen. Damals mußte das Stück wie eine Sensation wirken: es stellte einen problematischen Frauencharakter zur Schau, der bald im Mittelpunkt unerschöpflicher Diskussionen stand. Die Problematik von 1890 ist für uns, wie manche andere Fragen aus jener Zeit, gegenstandslos geworden. Eine Frau wie Hedda Gabler ist uns kein Problem mehr, sondern eine Kuriosität, ein Sonderfall, ein Stück Psychologie ohne aktuelle Bedeutung. Diese Feststellung richtet sich nicht gegen Ibsen, sondern ist im Wandel der Anschauungen während eines halben Jahrhunderts begründet. * Man kann das Stück also nicht wie ein Zeugnis unserer eigenen Zeit betrachten, sondern nur als Produkt von 1890: als ein historisches Stück mit historischen Figuren. Probleme, wie sie hier geschildert werden, hat es, so oder ähnlich, einmal gegeben; sie sind nicht mehr die unfern, aber sie sind mit einer unheimlichen Folgerichtigkeit psychologischen Spürsinns und, was nicht nachdrücklich genug betont werden kann, mit einer dramatischen Meisterschaft von bewundernswerter Vollkommenheit entwickelt. So unzeitgemäß die Fabel und die Gestalten uns heute vorkommen mögen, so völlig un- veraltet blieb über fünf Jahrzehnte hinweg die dramaturgische Technik; in diesen vier Akten ist eine überlegene Kunst des Theaters am Werk, die noch immer vorbildlich genannt werden darf. Ein Stück, das ein Thema unserer eigenen Zeit mit den dramatischen Mitteln Ibsens zu gestalten vermöchte, müßte ein Schauspiel von unerhörter Wirkungskraft sein. * Ibsen tjat bereits durch den Namen seiner Heldin den — wenn man will — tragischen Kern der Fabel, den eigentlichen Konfliktsstoff angedeutet: Hedda Tesman bleibt auch in ihrer Ehe bis zuletzt die Tochter des Generals Gabler. Man hat das Schauspiel die „Tragödie der Ehe mit einem komischen Menschen" genannt, und der Untergang der Hedda Gabler begründet sich in der unüberbrückbaren Spannung zwischen den Elementen ihres Wesens und den inneren wie äußeren Voraussetzungen ihrer Ehe. Der Gegensatz ihrer eigenen kalten, überspannten, anspruchsvollen und egoistischen Natur zu dem philiströs pedantischen, ungeschickten und ängstlichen Wesen eines hausbackenen Privatgelehrten muß zur Katastrophe führen; daß es nicht mit einer schlichten Trennung des eben geschlossenen Bundes getan ist, dyß vielmehr die zunehmende Spannung sich in der Selbstvernichtung der Heldin entlädt, und daß endlich diese nicht den unbedeutenden Gemahl, sondern den begabten, aber haltlosen Jugendfreund mit ins Verderben reißt, — entwickelt sich in einer fo unheimlich lückenlosen Verknüpfung der seelischen Triebkräfte und der menschlichen Beziehungen, wie sie damals nur Ibsen gelang. f * Wie sahen Hilde Hildebrand vor zwölf Jahren zuerst in Berlin auf der Bühne — noch am Anfang ihrer höchst erfolgreichen Laufbahn; inzwischen ist sie durch den Film auch in der Provinz bekannt geworden. Was sie an der Hedda Gabler gereizt hat, ist unschwer zu erkennen: das ist eine nicht nur äußerlich große Rolle; es muß eine Schauspielerin verlocken, den ganzen Umkreis der ungemein kompliziert zusammengesetzten Gestalt auszuschreiten, die geheimsten und rätselvollsten Seelenregungen eines „unverstandenen", unbefriedigten, unerlöften weiblichen Wesens aufzuspüren: ihre kranke Schönheitssehnsucht, ihre Enttäuschung, ihre Angst, ihre Eifersucht, ihren letzten, verzweifelten, tödlichen Mut. Hilde Hildebrand entwickelte eine breite Spanne schauspielerischer Möglichkeiten — mit wohlüberlegter Steigerung der Wirkung durch die vier Akte,' aber auch nM allem gebotenen Geschmack und Takt, überwiegend verhalten, den großen Ausbruch mehr ahnen lassend als ihn verwirklichend und jedenfalls immer in der Lage, sich wieder zurückzunehmen in Beherrschung und äußerlich ungebrochene Haltung: eine flackernde und schillernde Erscheinung, diese Hedda Gabler, Ibsens Geschöpf ganz und gar, interessant in jeder Szene, eine schauspielerische Leistung von hohem Reiz. * Unter der Regie von Karl Heinz K l u b e r t a n z wirkte das Ensemble gastspielmäßig flüssig und geschmeidig zusammen. Klubertanz' selbst' gab den Tesman so nervös, zerfahren und ahnungslos wie er im Buche steht, vielleicht ein ganz klein wenig schon zu sehr als komische Fiaur. Ludwig A n d e r« fc n war ein bleicher, leidenschaftlich aufgewühlter Lövborg, Erwin Klietsch gab den Brack mit einer unheimlichen und gefährlichen Eindringlichkeit, Olga E n g l in überströmender Herzlichkeit die Tante Julie, Lotte S t e i n h o f f die hilflos-verstörte kleine Frau Elvstedt * Das Haus, verhältnismäßig sehr gut besucht, dankte mit starkem Beifall. Hans Thyriot. x Sommer-Kampffpielederhesffchen Schulen 1937 16 bis 20, Weißkraut 10, Rotkraut 10 bis 12. gelbe Rüben 8 bis 12, rote Rüben 8 bis 10, Spinat 23 bis 30, Unterkohlrabi 6 bis 8, Grünkohl 12 bis 15, Rosenkohl 25 bis 30, Feldsalat, 50 g 10 bis 12 Pf., % kg 1 bis 1,10 Mk., Tomaten 70 bis 75 Pf., Zwiebeln 10 bis 14, Meerrettich 30 bis 70, Schwarz» wurzeln 25 bis 35, Rhabarber 25 bis 30, Kartoffeln, % kcr 5 Pf., 5 kg 44 Pf., 50 kg 3,65 bis 3,80 Mk., Aepfel, % kg 20 bis 45 Pf., Birnen 20 bis 30, Zwetschenhonig 50, Blumenkohl, das Stück 30 bis 60, Salat 15 bis 30, Endwien 10 bis 25, Lauch 5 bis 10, Sellerie 10 bis 30, Rettich 5 bis 15, Radieschen, das Bündel 15 bis 20 Pf. Landkreis Gießen. CO Klein-Linden, 29. März. Am ersten Osterfeiertag veranstaltete die Kriegerkameradschaft Klein-Linden im Saale „Zur deutschen Eiche" ein M i l i t ä r k o n z e r t des Musikkorps des Jnf.-Regts. 116 in Gießen unter Leitung von Musikmeister Wohlfarth. Das Konzert' war sehr gut besucht. Sämtliche Darbietungen fanden stärksten Beifall, so daß sich die Kapelle öfters zu Zugaben entschließen mußte. Für die bis zum 20. 4. 1937 bei den für sie in Frage kommenden Bezirksleitungen zu melden. 3. U n t e r st u f e A (Klassen IV bis Illb und 7. und 8. Schuljahr der vier- und mehrklassigen Volksschulen). Diese Stufe spielt Fuß-Schlagball um die Kreisbeslleistung. 4. Unterstufe B (ein- bis dreiklassige Schu- len). Diese Stufe spielt Grenzball-Spiel um die Kreisbestleistung. Die Spiele der Mittel- und Unterstufen sind bis 15. 9. 1937 abzuschließen. Weibliche Jugend. 1. Oberstufe (Klassen Ila bis Ib). Mann- schafts-Dierkampf. Hebungen: 1. Schwimmen über 50 Meter (beliebig); 2. Weitwurf mit dem Handball aus dem Stand oder Anlauf: 3. Weitsprung mit Anlauf; 4. Lauf über 75 Meter. Als Kampfgemeinschaft haben 15 v. H. der Gesamtschülerinnenzahl der obengenannten Klassen, mindestens jedoch 4 Schülerinnen anzutreten. 2. Mittelstufe (Klassen Illa bis Ilb). 3. Unterstufe A (Klassen IV bis Illb und 7. und 8. Schuljahr). 4. U n t e r st u f e B (6. bis 8. Schuljahr der ein« bis dreiklafsigen Schulen). In diesen Stufen wird das Grenzball-Spiel zum Leistungsvergleich gewählt. Die Mittelstufe fuhrt den Kampf über Bezirk, Provinz bis zur Landesbestleistung durch, während die Unterstufen nur innerhalb des Kreises kämpfen. Für Oberhessen bestehen für die Oberstufe ein Bezirk (Leitung: Frl. Jäger-Gießen), für die Mittelstufe vier Bezirke. 1. Bezirk: Gießen (Leitung: Frl. Jäger-Gießen); 2. Bezirk: Friedberg (Leitung: Frl. Schwarz-Friedberg); 3. Bezirk: Lauterbach (Leitung: Studienassessor Kraus-Alsfeld); 4. Bezirk: Nidda (Leitung: Reallehrerin H. Walter- Nidda). Für die Organisation der Grenzballspiele in den Unterstufen sind die Kreissachbearbeiterinnen für Körper-Erziehung im NSLB. zuständig. Die Spiele innerhalb der Kreise müssen bis 15. 9. 1937 abgeschlossen sein. und ist daher etwas dunkler. Diese Mehl-Type ist nicht nur einwandfrei für alle Kochzwecke verwendbar, d.h. für alle Tunken und Mehlbindungen zu «und Gemüse, sondern auch für Kastenbrot astenkuchen. Das Mehl erfordert nur etwas stärkere Verwendung von Hefe und Flüssigkeit. Rezept für Kastenbrot: V- kg Mehl, 3A Liter Milch oder Wasser, 40 g Hefe, etwas Salz. Das Brot wird bei normaler Hitze wie Hefeteig gebacken (Rezept der Versuchsküche der Gauabt. D.-H.). Es ist Selbstverständlichkeit, daß die deutsche Hausfrau ihre volkswirtschaftliche Einstellung durch Kauf und Verwendung der Mehl-Type 1050 beweist, ihre Erfahrungen sammelt und diese weiter zu verbreiten sucht. Die Abt. Volkswirtschaft-Hauswirtschaft im Deutschen Frauenwerk wird ihr dabei gern behilflich sein. Schon jetzt wird in allen Kursen und Kochvorführungen der Abt. nur die neue Mehlsorte verwendet (insbesondere zu Tunken und Mehlbindungen bei Fleisch und Gemüse). Darüber hinaus werden einfache Hefebäckereien in die Kurse eingebaut, immer mit dem ausdrücklichen Hinweis der Verwendungsmöglichkeit dieses Mehles. Sogenannte „Koppelgeschäfte", bei denen der Händler eine Ware nur abzugeben versucht wenn gleichzeitig eine andere Ware mitgekauft wird, sind unerwünscht. Dom Händler soll kein Zwang auf die Hausfrau ausgeübt werden beim Einkauf ihres Mehles. Mehl Type 502 kann also nicht nur abgegeben werden unter der Bedingung, daß gleichzeitig eine entsprechende Menge Mehl-Type 1050 gekauft wird. _______________________________________ ** Freie Lehrer stellen. Erledigt sind: eine Lehrerstelle für einen evangelischen Lehrer an der Volksschule in Bürstadt, Kreis Bensheim. Dienst- wohnung ist nicht vorhanden; eine Lehrerstelle für einen katholischen Lehrer an der Volksschule in Weiskirchen, Kreis Offenbach. Eine geräumige Dienstwohnung für einen verheirateten Lehrer wird demnächst frei; eine Lehrerstelle für einen eoanaeli» schen Lehrer an der Volksschule in Nieder-Osleiden, Kreis Alsfeld; eine Lehrerstelle für einen evangelischen Lehrer an der Volksschule in Dannenrod, Kreis Alsfeld; eine Lehrerstelle für einen evangelischen Lehrer an der Volksschule in Ober-Seemen, Kreis Schotten. Dienstwohnung ist nicht vorhanden, Mietwohnung schwer zu beschaffen. Bewerber müssen seit yiindestens acht Jahren die Prüfung abgelegt und eine Anwärterdienst von mindestens fünf Jahren zurückgelegt haben. ** Sonderzüge der Landesbauernschaft. Anläßlich der VI. Reichsnährstanüs-Aus- ftellung vom 30. Mai bis 6. Juni in München Der« anftaltet die Landesbauernschaft Hessen-Nassau eine Reihe von Gemeinschaftsfahrten nach München und nach bekannten Orten im Gebiet der bayerischen Alpen. Don Oberhessen aus werden im Rahmen dieses Sonderzug-Programms folgende Züge gefahren: am 29. Mai ab Gießen nach Kochel bzw. nach Berchtesgaden; am 27. Mai von Alsfeld nach Lindau; am 29. Mai von Stockheim nach Lindau; am 1. Juni von Friedberg nach Mittenwald; am 2. Juni von Friedberg nach Ko< chel. Anmeldungen find umgehend an die Orts- bauernführer einzureichen. Nur wer sich bis gurrt 31. März mit einer Anzahlung auf den mäßigen Fahrpreis in die Fahrtteilnehmerliste bei den Orts- bauernführern einzeichnet, hat die Gewähr dafür^ einen Platz in dem gewünschten Zug zu bekommen. Näheres ist bei den Ortsbauernführern zu erfahren. Oberheffen. Beim Ueberschreiten der Straße tödlich verunglückt. * Lauterbach, 29. März. Der 57 Jahre alte Bierkutscher Hartmann Schell von hier wurde beim Ueberschreiten des Fahrdammes einer hiesigen Straße, während er sein Augenmerk auf ein herankommendes Auto gerichtet hatte, von einem aus der entgegengesetzten Richtung kommenden Motorradfahrer angefahren und mit großer Wischt zu Boden gerissen. Dabei erlitt der bedauernswerte Mann so schwere Verletzungen, daß er einige Stunden später im Krankenhaus verstarb. die die in der Parte! zuruckgelegten Jahre onge» rechnet erhalten wollen, besteht nur über die Härtebestimmungen. Wenn ein Angestellter diese Zeit berechnet haben will, dann soll er in einem Antrag darum bitten, daß man ihm als Härteausgleich diese Dienstzeiten bei der Berechnung des Dienstalters verrechnet. Hat er während seiner Zugehörigkeit zur Partei anderweitig Beschäftigung gehabt und sind ihm diese Jahre der Beschäftigung schon verrechnet worden, dann kann selbstverständlich eine nochmalige Anrechnung der Parteidienstjahre nicht erfolgen. Eine andere Bestimmung über die Anrechnung der Parteidienstjahre für Angestellte gibt es nicht. Regimentsappell der efiemoligenllZer LPD. Mainz erwartet die Angehörigen des ehem. Infanterie-Regiments 117 zu dem am 5., 6. und 7. Juni stattfindenden Regimentsappell, der mit der Feier der 240jährigen Wiederkehr der Regirnents- gründung verbinden ist. Auch die Angehörigen der Feldfvrmationen des Regiments — Musketen-Ba- taillon 1 und 2, Jnf.-Regt. 186, 358, 390, 625, Res.- Rgt. 222, Landwehr-Jnf.-Rgt. 94, 118, Armierungs- Bataillone 54, 108, 116, 134, I. und II. Erfatz-Ba- taillon 117, Brigade-Ersatz-Bataillon 50, sowie des ehem. Bezirkskommandos Mainz — werden an dem Regimentsappell teilnehmen. Auskunft erteilt Kamerad Wilhelm Weber, Mainz, Gutenbergplatz 2. T« selbst, was du andern predigst. Wie oft paffiert es im Leben, daß man in feiner Wohnung oder an feiner Arbeitsstelle über einen Gegenstand stolpert, der fahrlässigerweise im Wege steht oder liegt. Mit größter Sicherheit erfolgt dann im nächsten Augenblick eine kräftige Schimpfkanonade, bis man seinem Herzen durch diese Tätigkeit wieder Lust gemacht hat. Es ist auch richtig, daß man derartige Achtlosigkeit und Rücksichtslosigkeiten seiner Familienangehörigen oder seiner Arbeitskameraden mit scharfen Worten rügt. Diese Anlässe sollen aber auch Gegenstand einer Selbstprüfung sein. Wer von uns ist frei von Schuld auf diesem Gebiet? Wie oft wird nur für einen Augenblick ein Stuhl oder Schemel, ein Werkzeugkasten, ein Arbeitsstück, ein Brett oder eine Kiste beiseitegestellt, die dann entgegen der ursprünglichen Absicht viertelstunden- oder gar stundenlang stehen bleiben und vielleicht ganz vergessen werden. Diese Unsitte ist besonders gefährlich, wenn man sie nachlässigerweise in dunklen Raumen und Gängen und engen unübersichtlichen Stellen eines Betriebes einreißen läßt. Man unterschätze nicht die Gefahr eines einfachen Falles oder Sturzes auf ebener Erde. Diel Kummer und Leid sind aus diesen an sich so nichtigen Anlässen schon entstanden. Sind doch im letzten Berichtsjahr des Statistischen Reichsamtes 39 518 Unfälle, darunter 49 tödliche, allein in den Berufs« aenofsenschaften und versicherten Betrieben vorgekommen. Die wirkliche Zahl derartiger Unfälle ist noch erheblich größer, wahrscheinlich etwa dreimal so groß. Jeder sei nicht nur Hüter seines Lebens und seiner Gesundheit, sondern fühle sich auch als Sachwalter des Volkes für jeden feiner Arbeitskameraden mit verpflichtet, und nur fo, wenn diese Einstellung und Anschauung in den Köpfen der einzelnen zu einem Begriff geworden sind, wird es möglich sein, die Zahl der Betriebsunfälle um ein beträchtliches Maß zu vermindern. Was die Hausfrau wissen muß! Was ist Mehl Type 502 und Mehl Type 1050? Beide Sorten sind aus Weizenmehl hergestellt, nur mit dem Unterschied, daß das Mehl der Type 502 weniger ausgemahlen wurde als die neue Mehl- Type 1050. Es sieht daher heller aus. Mehl Type 1050 enthält durch stärkere Ausmahlung mehr Kleie Dersorgungs- und Fürsorgeabteilung beim Wehrbezirkstommando Frankfurt. LPD. Arn 1. April 1937 wird beim Wehrbezirkskommando Frankfurt a. M. I eine neue Versor- gungs- und Fürsorgeabteilung für die Angehörigen der neuen Wehrmacht, soweit sie seit 1. Januar 1921 ausgeschieden sind, und deren Hinterbliebenen aufgestellt. Sie ist zuständig in Versorgungsangelegenheiten für Empfänger von Uebergangsbezügen oder Uebergangsgebührnisfen und für ehemalige Soldaten der Wehrmacht und Hinterbliebene, die nach dem Reichsversorgungsgesetz versorgt werden und in den Wehrbezirken Fulda, Friedberg, Gießen, Aschaffenburg, Frankfurt a. M. I, Frankfurt a. M. II und Offenbach wohnen. Für Ruhegehaltsempfänger und deren Hinterbliebene ist dagegen die Persor- gungs- und Fürsorgeabteilung beim Wehrbezirkskommando Kassel I, Kassel, Akazienweg 25, zuständig. Die Anschrift lautet: Wehrbezirkskommando (Dersor- gunas- und Fürsorgeabteilung) Frankfurt a. M. I in Frankfurt a. M., Kiesstraße Nr. 2 (Ehemalige Lehrschmiede, Wohngebäude). (Siebener Wochenmarktpreise. * Gießen, 30. März. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: D. f. Molkereibutter, % kg 1,57 Mk., f. Molkereibutter 1,52, Markenbutter 1,55 bis 1,60, Landbutter 1,42 Mk., Matte 20 bis 25 Pf., Käse, dos Stück 4 bis 10, Eier, deutsche, Klasse S 14, Klasse A 13, Klasse B 12, Klasse C 11%, Klasse D 10%, ungezeichnete 10, Wirsing, % kg (gelb) 12, (grün) Die Abteilung II der Landesregierung hat in diesen Tagen die Anweisung zur Durchführung der Schulkampfspiele ergehen lassen. Zum drittenmal werden damit die hessischen Schulen zu Sommerkampfspielen aufgerufen. Die gesamte Erzieher- schaft wird ersucht, in voller Erkenntnis der Bedeutung und Verantwortung innerhalb der für den kommenden Sommer erneut zur Lösung gestellten Aufgabe sich einzusetzen und alle Maßnahmen so zu treffen, daß Führung und Gefolgschaft in einwandfreiem, stohem Taterleben stehen. Mannschastskämpfe und -Spiele. TNännliche Jugend. 1. Oberstuse (Klassen Ila bis Ib): Mannschafts- Vierkampf. Hebungen: 1. Schwimmen über 50 Meter (beliebig); 2. Weitwerfen mit der Keule (500 Gramm) aus Stand oder Anlauf; 3. Weitspringen mit Anlauf; 4. Laufen über 100 Meter. Als Mannschaft haben 15 v. H. der Gefamffchülerzahl der obengenannten Klassen, mindestens jedoch 5 Schüler anzutreten. Die Provinz Oberhessen ist in drei Bezirke eingeteilt. 1. Bezirk: Gießen (Leitung: Turnlehrer Paul- Gießen); 2. Bezirk: Grünberg-Alsfeld (Leitung: Studienassesfor Kimmel-Alsfeld); 3. Bezirk: Friedberg - Butzbach - Bad-Nauheim-Büdingen: (Leitung: Turnlehrer Gröh-Friedberg). Die Provinzialkämpfe sind bis 15. 9. 1937 zu beenden. Später schließen sich die Landes-Endkämpfe an. 2. Mittelstufe (Klassen Illa bis Ilb). Diese Stufe spielt Fuß-Schlagball um die Landesmeisterschaft. Das Spiel wird nach den umgearbeiteten Regeln durchgeführt. Als Spielsystem wird das Ein- rundensystem gewählt. Die Provinz Oberhessen ist in vier Bezirke eingeteilt. 1. Bezirk: Gehen (Leitung: Studienassessor Fontius-Gießen); 2. Bezirk: Alsfeld (Leitung: Studienassessor Schweisgut-Alsfeld); 3. Bezirk: Friedberg (Leitung: Studienassessor Dr. Borig-Friedberg); 4. Bezirk: Schotten (Leitung: Turnlehrer Mori-Schotten). Die Schulen haben sich Skandal um Or.Vandergmm Roman von Hans Hirihammer. Copyright by Verlag Oskar Meister, Werdau i. S. 3. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) Mr. Otsuki wendet sich mit weltmännischer Höflichkeit an den Gastgeber. „Ich muß Sie, Herr Direktor, zu meinem Bedauern bitten, mich zu entschuldigen. Die Zeit ist schon zu vorgefchritten!" Direktor Kerstens lächelt. „Oh, bitte, Mister Otsuki! Sie haben recht, Ihre Zeit wurde von uns lange genug in Anspruch genommen. — Im übrigen bin ich überzeugt, daß Ihre Firma mit dem Ergebnis unserer Verhandlungen zufrieden sein wird. Die in Aussicht genommene enge Zusammenarbeit unserer Konzerne wird sich bestimmt für beide Partner erfolgreich auswirken." Der Japaner dankt mit einem undurchdringlichen Grinsen. Porstmann wird mit einer knappen, Abstand wahrenden Verbeugung bedacht. Dann dreht sich Otsuki nach Dr. Vandergruen um. „Meine Empfehlungen an Ihr Fräulein Schwester!" „Wird bestellt werden. Uebrigens hoffe ich, daß wir Sie bald wieder bei uns sehen werden. Ich habe da letzter Tage einen merkwürdigen Text hereinbekommen, der mir einiges Kopfzerbrechen bereitet —" „Gut, ich rufe Sie morgen an." Der Direktor begleitet den Japaner bis in die Vorhalle. Dort wartet er, bis Mr. Otsuki Mantel, Hut und Stock vom Diener in Empfang genommen hat. Gemessene Verbeugungen beiderseits, ein vorsichtiger Händedruck, der Diener reißt die Tür aus — und Mr. Otsuki gleitet in die Nacht hinaus, lautlos fast, mit gestrafftem, federndem Körper. Als Direktor Kerstens sich umwendet, stößt er auf Herrn Porstmann. „Wie, auch Sie gehen schon?" Der Angesprochene murmelt etwas von übergroßer Müdigkeit — „und außerdem--" „Nun?" Herrn Porstmanns Stimme wird vertraulich. „Hm, ich kann mich ja täuschen, Herr Direktor, aber — dieser Doktor Vandergruen — er ist mir etwas zu intim mit dem Japaner. Ich würde für seine unbedingte Verläßlichkeit nicht gerade die Hand ins Feuer legen. Jedoch — wie gesagt, man kennt sich nicht so recht aus mit dem Mann. Ich will ihn um Gottes willen nicht irgendwie verdächtigen." „Aber Sie haben keine rechte Lust, mit Herrn Doktor Vandergruen zusammen eine Flasche Wein zu trinken. Nicht wahr, das wollten Sie doch Mit Ihren Worten andeuten?" Porstmann windet sich. „Wenn ich offen fein darf — ja!" „Nun schön, tun Sie Ihren Gefühlen keinen Zwang an!" In den Augen des Direktors blitzt der Schalk. „Hm, dann werden Sie allerdings die Pläne, die mir bezüglich unseres Doktors im Kopf umgehen, nicht vertreten können?" Porstmann muß sich rasch die Lippen anfeuchten, bevor er die Frage herausbringt, um welche Pläne es sich handle. „Tondern will in den Ruhestand treten, er ist ja auch nicht mehr der Jüngste. Ich denke daran, Doktor Vandergruen als Nachfolger für den Direktorposten unserer Niederlassung in Tokio vorzu- schlagen. Er beherrscht das Japanische, hat die ausgezeichnetsten Beziehungen drüben, kennt Land und Leute wie fein anderer — ich wüßte nicht, wer sonst in Frage käme. Oder — können Sie mir vielleicht einen besseren Vorschlag machen?" „Aeh — hem — tscha!" Herrn Porstmanns hoch- kantiger Kragen scheint sich unversehens etwas verengt zu haben, Herr Porstmann muß mit den Fingern daran herumhantieren. Schließlich gewinnt er seine Fassung wieder zurück. „Ja, ganz recht, aber — Doktor Vandergruen ist doch gar fein Kaufmann?" „Das hat nichts zu sagen. Gerade als Wisien- schastler, der sich mit Sprachforschung beschäftigt, hat er drüben viel besser Gelegenheit, wertvolle Beziehungen anzufnüpfen, sich Geltung und Anerken- nung zu verschaffen und damit unserem >Hause zu nützen." „Ich muß zuaeben, bestechend, bestechend! Immerhin — andererseits —" Porstmann fann ein triumphierendes Lächeln nicht ganz unterdrücken — „ich fürchte, Herr Direftor, Sie wissen nicht, welchem Milieu dieser Herr entstammt!" Kerstens hebt befremdet die Augenbrauen. „Aller- dings nicht, aber ich denke, das dürfte durchaus unwesentlich sein." Porstmann überhört die Zurechtweisung, er kann nicht mehr an sich halten. „Auch dann, wenn dieses Milieu — zweifelhaft wäre?" „Herr Porstmann--!" „Mein Pflichtgefühl, Herr Direktor, zwingt mich, zu sprechen. Ein Mann, der auf solchem exponierten Posten unser Haus vertritt, muß in jeder, ich betone: in jeder Beziehung unantastbar sein. Herr Doktor Vandergruen ist der Sohn einer Bauern- magb — und wenn Sie ihn nach seinem Vater fragen, wird er Ihnen die Antwort schuldig bleiben." „Desto bewundernswerter, daß er es bis zum Wissenschaftler von Ruf gebracht hat. — Aus welcher Quelle schöpfen Sie eigentlich diese auffallenden Kenntnisse?" „Ein Bekannter von mir hat mit Vandergruen zusammen die Schule besucht. Was ich da zu hören bekam, das--" Dem Direktor reißt die Geduld. Mit einer herrischen Handbewegung gebietet er Schweigen. „Ich will Ihnen etwas sagen, lieber Porstmann. So sehr ich Ihre Leistungen auf dem Gebiete der Organisation zu würdigen weiß, so sehr ich Ihre Verdienste um den Ausbau unserer Auslandsvertretungen anerkenne — aber wenn ich merken sollte, daß Sie als Mensch nicht einwandfrei sind, dann müßte ich daraus gewisse Folgen ziehen! Und nun lassen Sie sich nicht länger aufhalten! Ich wünsche Ihnen eine angenehme Ruhe. Schlafen Sie gut!" Porstmann verabschiedet sich mit rotem Kopf. Langsam, zögernden Schrittes geht Kerstens ins Konferenzzimmer zurück. Dr. Vandergruen steht am Fenster. Der Direktor langt umständlich eine Zigarre aus der Innentasche seines Rockes, setzt sie in Brand und tritt dann zu Dr. Vandergruen. Eine Weile herrscht Schweigen zwischen den Männern. Man hört draußen die Bäume im Nachtwind rauschen. Eine Straßenbahn rattert vorüber, ihre Räder quietschen gräßlich auf, als sie um die Ecke biegt. „Sagen Sie, Vandergruen, war das nun eigentlich heute ein Erfolg oder nicht? Diese Gelbhäute sind die gerissensten Krämer, die mir je begegnet sind." „Unbedingt ein Erfolg! Ich glaubte zuerst selber nicht, daß es uns gelingen würde, die für uns ungünstigen Formulierungen über den Austausch von Fertigwaren aus dem Entwurf herauszubringen." ,Zhr Verdienst allein, Doktor! Hol's der und jener, Sie haben dem braven Otsuki ja ordentlich zugesetzt. Ich habe zwar kein Wort von diesem verrückten Japanisch verstanden, aber es mar deutlich zu merken, wie Ske den Mann mehr und mehr in die Enge trieben. Ja, ja, Ihre Meinung gilt viel bei dem Herrn!" „Ich bitte Sie, Herr Direktor!" „Na ja, ist doch so! Aber nun müssen Sie endlich meinen Wein versuchen, kommen Sie!" Er nimmt den Gast am Arm. „Ein sanfter, freundlicher Männertrunk zu zweien!" Die Bibliothek erweist sich als ein behaglich eingerichteter Raum, in dessen einer Ecke weiträumige Klubsessel um einen runden Tisch zum Platznehmen einladen. Als das edle Getränk in den Gläsern funkelt, kristallen durchleuchtet vom Licht einer seidenbe- schirmten Stehlampe, und als der erste Trunk schweigend genossen ist, lehnt sich der Direktor zurück und blickt forschend in Dandergruens Gesicht. „Man erzählt sich, daß Sie sich aus sehr kleinen Verhältnissen emporgearbeitet haben. Es sind ganz bestimmte Gründe, wenn ich Sie bitte, mir einiges aus Ihrem Leben und Kämpfen zu erzählen." Dr. Vandergruen scheint zunächst peinlich berührt. Doch als er den Blick hebt, sieht er die Augen des Aelteren offen und ohne Neugierde auf sich ruhen. „Es ist da nicht viel Auftegendes zu sagen. Ein Schicksal wie viele andere, das Schicksal eines Menschen, der schon als Kind von der Sehnsucht erfüllt gewesen ist, aus der engen Niederung seines Da» seins in die Hohe und in die Weite zu gelangen. Es war etwas in mir, eine Kraft, ein Wille, mir selber kaum bewußt, das trieb mich, meinen eigenen Weg zu gehen." Kerstens nickt und schiebt dem Gast den Zigarettenbehälter zu. (Fortsetzung folgt 1) lOPfg. So gibt's eine zweite IJlahl^eit aus ßi'atenresten vom Tage judoi' ! Den Änort Vratensotzwürsel fein zerdrücken, glattrühren, mit V4 Liter Wasser unter Umrühren 3 Minuten kochen. Diese Sohe mit der noch vorhandenen Soße mischen, beides kurz aufkochen lassen, und fertig ist eine Soße, die so gut wie frischgekochte schmeckt. Ein einfaches — aber gutes Rezept! Hauptsache dabei: Bratensoße Kriegerkameradschaft Klein^Linden brachte Kamerad-1 schaftsführer Friedrich Schimmel in seiner Schlußansprache den Dank und die Anerkennung für das Musikkorps zum Ausdruck. s. Lang-Göns, 30. März. Am 1. April kann Urtier Mitbürger Heinrich Boller IL, Schreinermeister, Obergasse, seinen 8 2. Geburtstag bei guter körperlicher und geistiger Frische feiern. * Großen - Buseck, 30. März. Am Ostermontagabend zwischen 19 und 20 Uhr wurde auf der Land st raße Beuern — Großen-Bu- seck ein Mann bewußtlos aufgefunden, der mit dem Rad gestürzt war und dabei das Bewußtsein verloren hatte. Da die Persönlichkeit des Ber- unglückten nicht festzustellen war, wurde er mit erheblichen Verletzungen nach Gießen in die Chirurgische Klinik verbracht, wo er am heutigen Vormittag noch vernehmungsunfähig darniederlag. ch Saasen, 29. März. Die hiesige M i l ch a b - satzgenossenschaft hielt im Saale des Gastwirts Karl Schepp ihre Jahreshauptversammlung ab. Aus dem Geschäftsbericht des Rechners August Biedenkopp ging hervor, daß die Genossenschaft im letzten Jahre eine gute Aufwärtsentwicklung erfahren hat. Im abgelaufenen Jahre erfolgten zehn Neuaufnahmen, so daß die Mitgliederzahl jetzt 64 beträgt. An die Milchzentrale Gießen wurden 240 162 Liter Vollmilch geliefert. Die Rechnungsablage wurde in Ordnung befunden,, so daß Vorstand und Aufsichtsrat entlastet werden konnten. Die beiden satzungsmäßig ausscheidenden Vorstandsund Auffichtsratsmitglieder wurden einstimmig wiedergewählt. Zum ersten Schriftführer wurde Ludwig Kutscher bestimmt. # Ettingshausen, 29. März. In einer Mitglieder-Versammlung der DAF., zu der auch die Angehörigen aller Gliederungen der Partei erschienen waren, sprach der Kreisöbmann der DAF. Wagner (Gießen) über den Kampf des Führers für die politische und wirtschaftliche Freiheit Deutschlands und über die Aufgaben der DAF. in diesem Kampfe. Die Ausführungen des Redners wurden mit großem Interesse ausgenommen. — Lich, 30. März. Heute können die Eheleute Georg Schmidt und Katharine Luise, geb. Philippi, Silberne Hochzeit feiern. Dasselbe Fest begehen am 7. April bzw. am 8. April die Eheleute Wilhelm Seim und Anna Margarete, geb. Bachmann, bzw. Karl Schmidt (ein'Bruder des Obengenannten) und Lina, geb. Jüngel. öp Li ch, 29. März. Zur Freude von jung und alt kehrte in diesen Tagen unser Storch zurück und nahm wieder Besitz von seiner Wohnung auf dem Dach der Marienstiftskirche. LJ Lich, 29. März. Ein langjähriger, verkehrshindernder Uebelstand in unserer Stadt wurde jetzt beseitigt. Am Bahnübergang vor der Brauerei Jhring-Melchior ist das Gleis der Butzbach — Licher Eisenbahn gehoben und der ganze Uebergang mit Kleinpflasterung versehen worden, wodurch eine große Durchfahrt und ein einwandfreier Uebergang geschaffen wurden. ^) L i ch, 28. März. Die Freiwillige Feuerwehr L i ch hielt am Samstagabend im „Löwen" ihren diesjährigen ordentlichen Jahreshauptappell ab. Der Führer der Wehr, Hauptbrandmeister Zimmer, begrüßte die Kameraden, insbesondere Kreisfeuerwehrführer Bouffier (Gießer/), Hauptbrandmeister Münch (Gailsche Freiwillige Feuerwehr Gießen) und Bürgermeister Geil (Lich). Nachdem er der im vergangenen Jahre verstorbenen Kameraden der Wehr gedacht hatte, denen die übliche Ehrung zuteil wurde, gab er einen ausführlichen Jahresbericht, der von emsiger Arbeit zeugte und aus dem zu ersehen war, daß die Wehr stets bestrebt ist, ihre Ausbildung und Schlagfertigkeit immer mehr zu vervollkommnen. Die Wehr konnte im vergangenen Jahre auf ihr 60jähriges Bestehen zurückblicken. Die 60-Jahrfeier wurde in schlichter Weise im Rahmen eines Kameradschaftsabends begangen. Ein erfreuliches Zeichen ist, daß 80 v. H. der Kameraden auf eine mehr als 10jährige Dienstzeit in der hiesigen Wehr zurückblicken können. Der Mitgliederstand ist zur Zeit folgender: 118 aktive, 180 passive, 5 Alters- und 8 Ehrenmitglieder. Im verflossenen Jahre wurden 7 Uebungen und 16 Führerbesprechungen abgehalten und zur Vervollkommnung der Ausrüstung 180 Meter Schlauch neu angeschafft. Da der Rechner zur Zeit beruflich auswärts weilt, soll die Rechnungsablage zu einem späteren Zeitpunkt stattfinden. Im weiteren Verlaufe des Appells sprach der Führer der Wehr in ausführlichen Darlegungen über die Entstehung von Bränden und deren zweckmäßige Bekämpfung. Kreisfeuerwehrführer Bouffier (Gießen) unterstrich die Ausführungen des Wehrführers und wußte in leichtfaßlichen Erklärungen weitere wertvolle Anregungen den Anwesenden nahezubringen. Nach einigen Mitteilungen über die Auszeichnungsfrage und den Provinzfeuerwehrtag in Büdingen wurde der Appell in üblicher Weise geschlossen. oo Eberstadt, 29. März. Der Rindvieh- und der Schweineoersicherungsverein hielten bei Gastwirt F e l s i n g gemeinsam ihre Generalversammlung ab. Der Vorsitzende der Viehversicherung hieß die Teilnehmer willkommen. Rechner H. Wedemann erstattete den Kassenbericht der Viehoersicherung, der mit einem Ueberschuß von 292,94 Mark abschloß. An Entschädigungen wurden 1681,30 Mark ausgezahlt. Die satzungsgemäß ausscheidenden Vorstandsmitglieder wurden einstimmig wiedergewählt. Der Kassenbericht der Schweineversicherung, von Rechner F. Müller vorgetragen, schloß in Einnahmen mit 1429,17 Mark, in Ausgabe mit 1415,70 Mark ab. Die Abschlüsse beider Vereine wurden gutgeheißen und den Vorständen, wie auch den Rechnern einstimmig Entlastung erteilt. Für die aus Altersgründen aus dem Vorstand scheidenden Mitglieder Ph. Weisel IL, August Gorr und Ernst von Diemar wurden Ferdinand Weisel, Hermann Engel und Ferdinand Holler gewählt. Kreis Schotten. )—( Ruppertsburg, 29. März. Unser P o - saunenchor, der seit dem Wegzug unseres verstorbenen Pfarrers D Fritsch ruhte, hat auf Anregung von Pfarrer Hörr seine Tätigkeit wieder ausgenommen. Er verschönte die Gottesdienste bei der Orgeleinweihung und am Karfreitag. Am Oster- morgen in aller Frühe ließ er vom Kirchturm aus seine Osterchoräle erklingen. Damit ist ein alter, schöner Brauch wieder aufgelebt. Kreis Büdingen. Z Nidda, 29. März. Die im vorigen Jahre ziemlich rege Bautätigkeit wird in diesem Jahre durch den Neubau von sechs Wohnhäusern sowohl als auch durch Um-, An- und Aufbauarbeiten an älteren Häusern übertroffen, so daß die Bauhandwerker und Arbeiter auf lange Zeit beschäftigt sein werden. Zur Zeit vollendet man den Innenausbau von mehreren im vorigen Herbst in der Beundestraße und in der Hopfengasse im Rohbau erstellten Wohnhäusern. Mit dem Neubau von zwei weiteren Wohnhäusern an der Beundestraße, drei an der Leichthammerstraße und einem in der Raun hat man begonnen bzw. fängt damit/-in den nächsten Tagen an. Von der Stadt wurden zur Verbesserung der Seitenstraßen und verschiedener Plätze die letzten Arbeitslosen eingestellt. Kreis Alsfeld. —.— Deckenbach, 29. März. Bei der jüngsten Holz Versteigerung der Oberförsterei Homberg in unserem Orte wurden folgende Preise erzielt: Buchen-Scheitholz 20 bis 33 Mark, Buchen- Knüppel 18 bis 20 Mark, Eichen-Scheit 13 bis 16 Mark, Eichen-Knüppel 10 bis 13 Mark, Fichten- Knüppel 8 bis 12 Mark je vier Raummeter; Eichen- Reiser-Knüppel 50 Pf. pro Raummeter, Buchen- Reiser-Knüppel 1 Mark bis 1,40 Mark pro Raummeter. Wirtschaft. Gute Fortschritte der Getreideablieferung rm Februar. Fwd. Wie das Ergebnis der vom Reichsnährstand durchgeführten Umfrage über die Ende Februar bei der Landwirtschaft noch vorhandenen Bestände an Brot-, Futtergetreide und Kartoffeln zeigt, hat die Ablieferung von Brotgetreide recht gute Fortschritte gemacht. Beim Roggen haben sich die bei der Landwirtschaft vorhandenen Bestände im Februar um 10 v. H. der Gesamternte vermindert, so daß der Gesamtbestand auf rund 1,6 Millionen Tonnen zu beziffern ist. Beim Weizen hat die Abnahme von Winterweizen etwas geringere, die von Sommerweizen dagegen etwas stärkere Fortschritte gemacht als im Januar. Die Gesamtvorräte können auf rund 0,7 Millionen Tonnen angenommen werden. Es läßt sich jedenfalls feststellen, daß der wirtschaftseigene Verbrauch sowohl beim Roggen als auch beim Weizen weiter nachgelassen hat, und daß sowohl Bauern als auch Landwirte bemüht waren, durch stärkere Ablieferungen ihren Abgabeverpflichtungen nachzukommen. Aus den beim Futtergetreide fest- gestellten Zahlen läßt sich schließen, daß die Landwirtschaft nach wie vor bemüht ist, mit ihren Vorräten vorsichtig und sparsam zu wirtschaften. Die gesamten Gerstenvorräte der Landwirtschaft können für Ende Februar auf 0,77 Millionen Tonnen veranschlagt werden, während die Haferbestände bei etwas geringerer Abnahme etwa 2,5 Millionen Tonnen betragen. Die noch vorhandenen Kartoffelvorräte werden nach der Erhebung des Reichsnährstandes mit 17,5 Millionen Tonnen ausgewiesen. Hier war die Abnahme um nur 0,5 Millionen Tonnen geringer als im Januar. Aus dem Gießener Handelsregister. In das Gießener Handelsregister wurde eingetragen: Zigarrenspezialgeschäft Theodor Mohr: Inhaber ist der Kaufmann Theodor Mohr, feiner Ehefrau Martha, geb. Muth, in Gießen, wurde Prokura erteilt. — Firma Carl Freitag, Bauunternehmung für Hoch-, Tief- und Eisenbetonbau in Gießen: Inhaber ist der Baunternehmer Carl Freitag, dem Architekten Philipp Kögel und dem Ingenieur Otto S ch a r d t, beide in Gießen, ist Gesamtprokura erteilt. — Kohlenhandelsgesellschaft Firma Job. Fischer, Kommanditgesellschaft in Gießen: Gesellschafter find Kaufmann Wilhelm Sengenberger und Kaufmann Otto Fische r, dem Handlungsgehilfen Adolf Benner ist Prokura erteilt; die Gesellschaft hat am 1. Januar 1937 mit zwei Kommanditisten begonnen. — Die Firma Rudolf Schlabachs Nachf. Gießen ist erloschen. — Die Firma A. H e ß Söhne Gießen ist erloschen. — Firma Wilhelm Germer III. in Klein-Linden: Inhaber ist der Kaufmann Wilhelm Germer III. in Klein-Linden. — Firma Heinrich Schäfer, Gießen: Inhaber ist der Kaufmann Ludwig Wagner in Salzböden, auf den mit Wirkung vom 1. April 1936 Firma und Geschäft unter Ausschluß der Aktiven und Passiven und mit dem Recht der Weiterführung der seitherigen Firma übergegangen sind. — Verlagsbuchhandlung und Hessischer Schulbuchverlag Emil Roth, Kommanditgesellschaft in Gießen: Gesellschafter ist der Verlagsbuchhändler Otto Roth in Gießen, die Gesellschaft hat am 1. Dezember 1936 mit drei Kommanditisten begonnen. Bei der Kohlenhandelsgesellschaft m. b. H. Joh. F i s ch e r ist die Umwandlung der Gesellschaft durch Uebertragung ihres Vermögens unter Ausschluß der Liquidation auf die neu zu errichtende Kommanditgesellschaft beschlossen worden, die seitherige Firma ist erloschen; den Gläubigern steht es frei, soweit sie nicht Befriedigung verlangen können, binnen sechs Monaten Sicherheitsleistungen zu verlangen. — Bei der Verlagsbuchhandlung und Hessischem Schulverlag Emil Roth G. m. b. H. ist die Umwandlung der Gesellschaft durch Uebertragung ihres Vermögens unter Ausschluß der Liquidation auf die neu zu errichtende Kommanditgesellschaft beschlossen worden, die frühere Firma ist erloschen. Den Gläubigern steht es frei, soweit sie nicht Befriedigung verlangen können, binnen sechs Monaten Sicherheitsleistungen zu verlangen. Die Firma Albert Adler in Gießen ist erloschen. — Bei der Firma K. Köhler, Lich, ist dem Kaufmann Fritz Sonntag Gesamtprokura erteilt und diese in eine Einzelprokura umgewan- delt worden. — Firma Karl Rodenhausen in Gießen: Inhaber ist der Kaufmann Karl Rodenhausen in Gießen. — Die Firma Krohn & C o. G. m. b. H. in Gießen ist erloschen. Frankfurter Schlachtviehmarkt Frankfurt a. M., 30. März. (Vorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb: 697 Rinder (124 Ochsen, 118 Bullen, 365 Kühe, 90 Färsen), 174 Kälber, 5 Schafe. Es kosteten: Rinder: Ochsen 36 bis 45 Mark, Bullen 34 bis 43, Kühe 20 bis 43, Färsen (Kalbinnen) 35 bis 44, Kälber 30 bis 65, Hümmel 48 bis 52 Mark. — Marktverlauf: Rinder wurden zugeteilt, Kälber und Schafe mittelmäßig. Schweinemarkt findet erst am Donnerstag statt. Industrie- und Handelskammer Gießen. Zweite Verordnung zur Durchführung des Gesetzes über Abwertungsgewinne. (Richtlinien 2 für die Erfassung von Äbwertungsgewinnen.) —217: Nachtrag Nr. 1 zur Anordnung Nr. 4 der Ueber- wachungsstelle für Papier (Papierspäne und Altpapier); Höchstpreise für Papierspäne und Altpapier. — 218: Die Wirtschaft Brasiliens im Jahre 1936. — 219: Ueber die neue Sumatratabakernte. Pessimistische Stimmen zu den Absatzmöglichkeiten. — 220: Verbilligung des Fernsprechverkehrs mit Schweden, Australischer Bund, Britisch-Jndien, Ceylon, Kenya, Union von Südafrika. — 221: Die Gebühren der polnischen Einfuhrbewilligungen. SJL^fpont VD.-R.-„Teutonia" Hausen 7:2 (2:0). Die zahlreich erschienenen Zuschauer, die sich auf dem Waldsportplatz eingefunden hatten, wurden von der Leistung der Ligamannschaft des VsB.-Reichs- bahn angenehm überrascht. Sie erlebten ein Spiel, das jeden freuen konnte. Die Grünweißen waren in vorzüglicher Verfassung und legten trotz des Ersatzes ein großes Spiel vor. Im Tore stand Meißner, der gute Paraden zeigte. An den zwei Gegentoren war er schuldlos. Die Verteidigung mit Kramer und Fehling war wuchtig und schnell und ein für den Gegner schwer zu nehmendes Hindernis. In der Läuferreihe überraschte Thron als Mittelläufer durch guten Aufbau und großen Eifer, von Feufter und Hauptfeld wurde er unterstützt. Im Sturm sah man seit langer Zeit wieder gesunde Torschüsse. Szponick war sehr gut in Fahrt, Annecke, der sonst als Tormann wirkt, konnte nicht an die Leistungen seiner Kameraden heran. Bach, Radtke und L. Schmidt konnten restlos gefallen. Die Gäste, die mit zwei Ersatzleuten erschienen, waren technisch den Grünweißen überlegen, sie spielten ein für das Auge schönen Fußball, vergaßen aber den Torschuß. Der Torwart machte einen unsicheren Eindruck. Der beste Mannschaftsteil war die Verteidigung, die aber stark überlastet wurde. Die Läuferreihe ließ manchen Wunsch offen. Im Sturm war der Halb- rechte die treibende Kraft, die anderen Spieler versuchten durch Alleingänge zu Erfolgen zu kommen, hatten damit aber kein Glück. Die Grünweißen eröffneten das Spiel mit stürmischen Angriffen, wodurch der Gegner in die eigene Spielhälfte zurückgedrängt wurde. Doch die Gäste fanden sich und trugen schöne Angriffe vor, die aber von der Hintermannschaft abgestoppt wurden. Nach einer Spielzeit von 20 Minuten konnte Bach, der den Ball über den herauslaufenden Torwart hob, das erste Tor buchen. Die Gäste hatten mit ihren Aktionen fein Glück, immer wieder konnte die Verteidigung klären. Eine Flanke von links konnte Radtke mit dem Kopf zum zweiten Tor verwandeln. Bis zur Pause sah man verteiltes Spiel, bei dem beide Tore in Gefahr gerieten. Nach dem Wechsel flankte Szponick und Radtke konnte durch Schrägschuß auf 3:0 erhöhen. Die Verteidigung wurde stark belastet, Angriff auf Angriff rollte vor des Gegners Tor. Einen scharfen Schuß konnte der Torwart nur abklatschen, Radtke war blitzschnell zur Stelle und schoß zum vierten Tor ein. Bei einem Angriff der Gäste war es dem Halbrechten vorbehalten, den ersten Gegentreffer zu erzielen, doch dauerte es nicht lange, bis Szponick aus einem Gedränge heraus das fünfte Tor schoß. Die Grünweißen, die kaum noch zu halten waren, ließen den Gegner nicht zur Ruhe kommen und Szponick brachte einen unhaltbaren Schuß in die rechte Torecke an. Nachdem Radtke auf 7:1 erhöht hatte, konnte Hausen den längst verdienten zweiten Treffer durch den Halbrechten erzielen. Damit war der Torreigen beendet. Schiedsrichter Mohr leitete das anständig durchgeführte Spiel einwandfrei. VfV. Ruppertsburg 1 — VfB. Reichsbahn II 1:2. Die Ligareserve, verstärkt durch einige Spieler der Ligamannschaft, konnte auf dem gefürchteten Boden einen knappen, aber verdienten Sieg erringen. VfB.-R. Jugendabteilung. 1. Feiertag: 1. Stadtjugend Bad Ems—1. Jgd. DsB.-R. 1:3; 2. Jgd. VfB.-R. — Bad-Nauheim 1. Jgd. 1:3; 3. Jgd. VfB.-R. — Spfr. Wetzlar 1. Jgd. 7:3. 2. Feiertag: 1. Stadtjugend Nassau — 1. Jgd. VfB.-R. 2:10; 2. Jgd. Spv. 05 Wetzlar — 2. Jgd. VfB.-R. 2:6; 3. Jgd. VfB.-R. — Staufenberg 1. Jgd. 3:0; 3. Jgd. Spv. 05 Wetzlar — 4. Jgd. VfB.-R. 1:1. Die 1. Jugend weilte in Bad Ems und konnte gegen die körperlich stärkere Stadtjugend einen Sieg herausholen. Wie vorausgesehen, verlor die 2. Jugend gegen Bad-Nauheim, hätte aber dem Spielverlauf nach ein remis verdient. Ueberraschend kommt der Sieg der 3. Jugend über Spfr. Wetzlar. Auch Nassau hatte nichts zu bestellen und verlor sehr hoch. Erfreulich ist, daß die 2. Jugend in Wetzlar zu einem sicheren Siege kam. Ebenfalls konnte die 3. Jugend die Staufenberger geschlagen nach Hause schicken. Einen Achtungserfolg errang die 4. Jugend, die in Wetzlar ein Unentschieden heraus- holte. Spielvereinigung 1900 schlügt Lauliga. „Kewa" Wachenbuchen mif 3:1 im Hintertreffen. Die Elf der Spielvereinigung 1900 konnte gestern einen erfreulichen Erfolg buchen. „Kewa" Wachen- buchen, jene Mannschaft, die in der Gauliga Hessen so sehr zu überraschen vermochte, die an dritter Stelle in der Tabelle der Gauliga steht und beste Vereine hinter sich ließ, wurde gestern von der Elf der Spielvereinigung 1900 glatt geschlagen. Mit diesem Ergebnis hatte sicherlich niemand gerechnet. Weder die Zuschauer, noch die Gäste auf dem Spielfeld, noch die Mannschaft der Spielvereinigung selbst. Das Ergebnis wird auch über den Kreis der Fußballinteressenten in unserer Stadt hinaus einiges Aufsehen erregen. Mit gehöriger Spannung erwarteten die etwa 1200 Zuschauer, die sich eingefunden hatten, den Spielbeginn, als die Mannschaften im schmucken Dreß antraten. Der Kampf begann außerordentlich schnell und lebhaft, wurde zum Teil auch hart geführt, und verschiedentlich hatte man den Eindruck, als wollten sich die Gäste mit der Manier der Ueberraschung von vornherein den Sieg sichern. Aber es gelang ihnen nicht! Die Verteidigung war sehr auf der Hut und hielt selbst den stürmischsten Angriffen stand. Lippert fuhr immer wieder wie der Blitz dazwischen und Zeiler stand auch seinen Mann. Fischer im Tor brauchte nur selten einzugreifen. Bald hatten sich die Blauweißen freigemacht. Ihre Kombinationsarbeit lief nun manchmal sogar weitaus besser, wie die der Gäste, die sich oftmals nur auf Zerstörungsspiel zu beschränken schienen. Den Gästen war es dann eine peinliche Ueberraschung, als etwa in der 15. Minute das erste Tor fiel. Löb sack war mit dem Ball aut durchgekommen, hatte einige feiner Gegner umspielt und war am Torschuß, als der Tormann der Gäste ihm entgegensprang, dabei einen seiner eigenen Verteidiger über den Haufen warf und doch den Ball verfehlte, den Lobsack an ihm vorbei sicher in das Tor schob. Die Freude der Blauweißen konnte allerdings nicht lange währen. Die Gäste glichen nach einem kurzen heftigen Geplänkel vor dem Tor der Blauweißen aus. Aber auch bei dem 1:1 blieb es nicht lange! Das zweite Tor für die Blauweißen fiel auf eine sehr ähnliche Weise wie das erste. Wiederum stürmte der Tormann aus seinem Kasten, als Bergmann mit dem Ball in bedrohliche Nähe kam. Fast 20 Meter rannte der Tormann der Gäste aus seinem Gehäus — leichtsinnig Hier abschneiden! 4* o Schutzbrille 455 Schwämmchenkrankheil oder ausreichend erscheint (an- dernfallsFürsorgeerziehung).Die Sch. wird vom Vormundschaftsgericht angeordnet. Antragsberechtigt sind die Eltern, der Vormund und das Jugendamt Die Sch. besteht in Schutz und der Überwachung des Jugendlichen. Sie wird ausgeübt durch geeignete Personen (sogenannte Helfer), die jederzeit zu dem Minderjährigen Zutritt haben und dem die Eltern, der Vormund oder die sonstigen Erziehungsberechtigten Auskunft geben müssen. Die Sch. erlischt mit der Volljährigkeit oder mit der Anordnung der Fürsorgeerziehung; sie wird aufaehoben. wenn der Zweck erreicht oder sonst sichergestellt ist. Schutzbrille, Brille zum Schutz der Augen bei besonderen Arbeiten wie z. B Steinklopfen oder Schutzbrille gegen Sonnenstrahlen, Sonnenbrille. Schutzimpfung, siehe Impfung. Schwaben, Ungeziefer, andere Bezeichnung für Schaben, Kakerlaken usw. Schwachsichtigkeit, siehe Sehstörungen. Schwachsinn, ein geringer Grad von Geistesschwäche, ist gewöhnlich erblich, kann aber auch die Folge von schweren Geistes- oder Eehtrnerkrankungen sein. Die Träger von angeborenem erblichen Schwachsinn werden in Deutschland gemäß dem Gesetz zur Verhütung erbkranken Nach Wuchses sterilisiert. Schwägerschaft, s. Ehehinderntsie, Zeugnisverweigerungsrecht. Schwalbe, Zugvogel, der sich in Deutschland von April bis Oktober aufhält und an Häusern nistet. Die Hausschwalbe oder Mehl- schwalbe hat weiße Unterseite, die Rauchschwalbe außerdem rote Federn um den Schnabel, während der Mauersegler mehr grau ist, auch eine dunkle Unterseite hat. Sckwamm, Skelette von im Meere lebenden Schwammtieren. Die Naturschwämme sind hellgelb. Vor der ersten Benutzung muß man nachprüfen, ob keine harten Teilchen im Gewebe sind und den Schwamm gut auswaschen Schwämme, die nicht nach jedem Gebrauch zum Trocknen aufgehängt werden, fühlen sich glitschig an. Man reinigt alle Schwammarten mit warmem Sodawasser und spült nach, bis das Wasier klar bleibt Statt der Naturschwämme werden heute vielfach Eummischwämme benutzt Zum Frottieren werden Luffaschwämme gebraucht, die aus einem wurzelartigen Holzgewebe bestehen. Schwämmchenkrankheit oder Soor der Mundschleimhaut geht mit festhaftendem, grauem, fleckigem Belag einher. Tritt besonders auf bei unrichtig ernährten, oft auch bei unterernährten Säuglingen. Häufig verschlechtert durch das Auswaschen des Mundes, wodurch die Soorpilze erst recht tief in das Gewebe eindringen. Auch bei schwer fiebernden Kranken kann Soor entstehen. Von vornherein für gute Mundpflege sorgen, gute Verdauung und rich- Der Kaffee schmeckt besser, wenn er gefiltert ist. Das köstliche Aroma bleibt dabei voll erhalten Außerdem wrrd der Kaffee viel besser ausgenützt. Das Durchlaufen geht sehr rasch mit dem Schnellfilter „Melitta". In verschiedenen Aus. führungen gibt es ihn bei 3- L. Häuser, Gießen, am Oswaldsgarten, Fernsprecher 2145/2146. genug, wie sich erwies —, verfehlte auch jetzt den Ball und der zweite Erfolg der Blauweißen war gesichert. In ausgeglichenem Mittelfeldspiel ging die erste Halbzeit zu Ende. Ohne Pause wurde weitergespielt. Nach dem Wechsel änderte sich im Charakter des Kampfes nichts. Immer wieder sah man den etwas sorgfältigeren Aufbau der Platzbesitzer, immer wieder fuhren die Gäste störend und mit großer Kraft dazwischen, häufig ballten sich die Gegner vor dem und jenem Tor, es gab einige Ecken für 1900, aber zunächst blieben weitere Erfolge aus. Heilmann trat zweimal in aussichtsreichster Stellung den Ball über das gegnerische Tor. Der Gästetormann wehrte einige' Male sehr locker und riskant mit der Faust ab. Fischer im Tor der Blauweißen wurde zwar auch beschäftigt, aber gefährliche Bälle bekam er nur wenige zu halten. Die Hauptarbeit nahmen ihm die beiden Verteidiger ab. Im Grunde rechnete aber jedermann mit dem möglichen Ausgleich der Gäste, die sich jedoch, das zeigte sich immer mehr, gegen die ausgezeichnete Hintermannschaft der Gastgeber nicht durchzusetzen vermochten. Vielmehr nützten etwa 10 Minuten vor Schluß die Einheimischen einen Deckungsfehler der Gäste aus und errangen durch Löbsack den dritten Erfolg und sicherten sich damit den endgültigen Sieg, den die Wachenbuchener auch in den letzten 10 Minuten nicht mehr gefährden konnten. Vielmehr ließen einige Ecken, die allerdings nichts einbrachten, zum Schluß die Blauweißen als die klar Ueberlegenen erscheinen. Die Gießener zeigten, obwohl sie mit einigen neuen Leuten antraten, eine erstaunlich geschlossene Leistung. Es war kein schwacher Punkt in der Mannschaft festzustellen. Bei den Gästen war man davon überrascht, daß der Sturm nicht mehr zu zeigen vermochte. Die Läuferreihe war untadelig, das Schlußdreieck nicht so sicher, wie die gegnerische Hintermannschaft. Die Blauweißen bestritten den spannenden Kampf mit Fischer; Zeiler, Lippert; Erhard, Knauß, Bangkok; Schellhaas, Bergmann, Löbsack I., Heilmann und Löbsack II. Der Schiedsrichter nahm sein Amt sehr genau und entschied korrekt. Der Name „Kewa" ist (für jene, die es noch nicht wissen sollten!) eine Abkürzung der Namen der Orte Kesselstadt-Wachenbuchen, zweier Gemeinden, aus denen sich der Verein der Gäste gebildet hatte. Ehrenvolles ttmNachreden in Klein-Lim en. Klein-Linden I — „Germania" Marburg I 6:6. Am 1 Feiertag weilte „Germania" Marburg in Klein-Linden und konnte nur zu einem Unentschieden kommen. Was die Gäste den Turnern in Ballbehandlung und Spielaufbau voraus hatten, glichen die Einheimischen durch großen Eifer und Siegeswillen aus. Die Gäste spielten zunächst mit dem Wind und hatten etwas mehr vom Spiel. Den Klein-Lindenern gelang jedoch auch mancher gefährliche Vorstoß' auf des Gegners Tor. Emen scharfen Schuß des Gäfte-Linksaußen konnte der heimische Tormann nur ins eigene Netz schlagen. Wenig später gelang der Ausgleich. Im weiteren Verlauf des Spiels schied Klein-Lindens Halblinker verletzt aus und Marburg konnte nun seine Überlegenheit durch zwei weitere Tore zum Ausdruck bringen. Damit war auch der Halbzeitstand hergestellt. Nach dem Wechsel kamen die Einheimischen erheblich auf und bald hieß es 3:3. Allerdings verloren nun vorübergehend die Platzbesitzer auch ihren Mittelstürmer und Marburg vermochte auf 3:5 zu erhöhen. In der Folge wurden auf beiden Seiten verschiedene günstige Torgelegenheiten ausgelassen. Als sich die Mannschaft der Platzbesitzer wieder vervollständigen konnte, gelang wiederum der Ausgleich. Drei Minuten vor Schluß wurde für die Gäste ein sechster Erfolg fällig und jedermann hatte sich bereits mit diesem Ergebnis abgefunden. In letzter Minute jedoch kam ein Ball zu dem freistehenden Halblinken der Einheimischen, durch dessen entschlossenen Schuß wiederum der Ausgleich hergestellt wurde. Ein abwechslungsvolles und'torreiches Treffen hatte damit feinen Abschluß gefunden. Fußball-Klub 1936 Saasen. Saasen 1. Jgb. — Spvg. 1900 Gießen 1. Jgb. 3:1 (1:1). Beide Mannschaften lieferten sich in Saasen ein spannendes Spiel. Der Spielplatz befand sich leider noch immer in schlechter Verfassung. Im Anschluß an einen Eckball erzielt Saasen das erste Tor. Die Gäste glichen jedoch bald aus. Nach der Pause drängten die 1900er stark, ohne jedoch erfolgreich zu sein. Zum Schluß des Spieles konnte Saasens Rechtsaußen Wagner zwei weitere Tore anbringen, und damit den Sieg sicherstellen. Fußball im (Hau Hessen. Im Gau Hessen kam am Sonntag ein rückständiges, allerdings belangloses Meisterschaftsspiel zwischen Borussia Fulda und Niederzwehren zum Austrag. Borussia gewann 4:1 und beendete damit ihre Serie. Sehr erfolgreich war der frühere Meister nicht, denn nur um einen Platz, wenn auch mit deutlichem Punktvorsprung, ist er dem Abstieg entgangen. Die Tabelle. Spiele Spv. Kassel 18 Hessen Hersfeld 16 Kewa Wachenbuchen 18 Germania Fulda 18 VfB. Friedberg 18 SC. 03 Kassel 17 Hanau 93 17 Borussia Fulda 18 Kurhessen Marburg 17 Spvg. Niederzwehren 17 Tore 46:23 31:17 32:21 28:28 50:36 50:25 36:25 28:37 30:68 20:61 Punkte 31: 5 21:11 20:16 19:17 19:17 18:16 17:17 16:20 7:27 6:28 3 0 0 0 0 Zuschauer wohnten im Dresdener Ostragehege dem Treffen zwischen dem Dresdner Sportklub und Schalke 04 bei. Die „Knappen" wurden nach einem schönen und spannenden Kampf mit 2:1 (0:0) geschlagen. Ein Ehrenpreis des Bührers für das deutsche Spnna-Oerby. Der Führer und Reichskanzler hat für den Sieger des Deutschen Spring-Derbys 1937 einen Ehrenpreis gestiftet. Das Deutsche Springderby, das bereits zum 18. Male ausgetragen wird, stellt mit seinen außerordentlich hohen Anforderungen an Reiter und Pferde das schwerste Jagdspringen dar, das man kennt. Nur beim Olympischen Jagdspringen 1936 in Berlin wurden die Bewerber vielleicht vor eine noch schwerere Aufgabe gestellt. Das Spring- Derby gelangt stets am Vortage des Deutschen Derbys, in diesem Jahre also am Samstag, 26. Juni, auf dem Springplatz in Klein-Flottbek zur Entscheidung. Erfolgreiche Arbeit im Gau Hessen. Nach 14 Wochenlehrgängen und 19 Wochenendlehrgängen, an denen 768 Mitglieder der großen Sportgemeinde des Gaues Hessen teilnahmen, beschloß die Gausportschule in Marburg ihr erstes erfolgreiches Winterhalbjahr. Turner, Turnerinnen, Fußballer, Handballer, Leichtathleten, Boxer, Fechter, Kanufahrer, Skiläufer, Iugend- marte, Uebungsleiter und Reiterinnen, Verwalter und Sachbearbeiter wurden für ihre Arbeit geschult. Führer der Partei und des DRL. sprachen zu den Kursisten und die besten deutschen Fachlehrer schulten. Einen besonderen Raum nahmen die Lehrgänge in der Grundschule ein, die die Vereine zur sportlichen Gemeinschaft zurückführen soll. Festgestaltung, Feierstunden und Kamradschaftsabende zeigten den Weg, den die Vereine in Zukunft gehen werden. Nach einer einmonatigen Pause beginnen die neuen Lehrgänge wieder zu Anfang Mai. Ein Ehrenmal für die gefalle en ^ußballkameraden Am Karfreitag wurde in Berlin auf dem Fußballplatz des Meisters Hertha-BSC. ein Ehrenmal für die gefallenen Fußballkameraden eingeweiht. Das Mal ist ein Werk des Bildhauers Oskar Glöckler, des Fußball-Fachamtsleiters des Gaues Brandenburg. — (Scherl-Bilderdienft-M.) Manger in Nekordform. 450 Kilogramm Olympischen Dreikampf gehoben. Im Rahmen einer Werbeveranstaltung des Hamburger Polizeisportvereins wartete unser Olympiasieger im Gewichtheben der Schwergewichtsklasse, Josef Manger (Freysing) mit einer neuen phänomenalen Leistung auf. Manger brachte in den Hebungen des Olympischen Dreikampfes ein Gesamtgewicht von 425 Kilogramm zur Hochstrecke, und überbot damit seine Weltbestleistung, als auch seine Olympialeistung um 2,5 bzw. 5 Kilogramm. Die Einzelleistungen des Müncheners waren: Drücken 140 Kilogramm, Reißen 125 Kilogramm und Stoßen 460 Kilogramm. Für die nächsten Tage hat Manger einen offiziellen Weltrekordversuch angemeldet. Kurze Sportnotizen. Erich Metze siegte auf der Pariser Buffalobahn im Dauerrennen über 100 Kilometer, das in zwei Läufen gefahren wurde, überlegen vor Pail- lard, Wambst, Lacguehay, Sufsin, Suter und Manern. * E i n erfolgreiches Stehe r behüt gab der deutsche Straßenmeister Umbenhauer bei den Frankfurter Dauerrennen. Er siegte im Gesamtergebnis des über 60 Kilometer führenden Rennens vor dem Berliner Stach und dem Frankfurter Schäfer, während Bruno Roth, der Straßenmeister von 1935, weniger glücklich war und Vierter wurde. Be'm Spiel den Bruder tn die Brust äeVo^en LPD. Marburg, 29. März. Ein 15jähri- g e r Junge aus Schröck hantierte mit einer Pistole herum, die fein verstorbener Vater im Schrank aufbewahrt hatte. Plötzlich krachte ein Schuß, der den im gleichen Zimmer anwesenden z e h n j ä h r i- gen Bruder des Jungen in die Brust traf. Man brachte den Verletzten in die Klinik, wo feftgeftellt wurde, daß die Schußverletzung glücklicherweise nicht lebensgefährlich ist. Kreisviehkaffe Biedenkopf. Der Geschäftsbetrieb der Kreisviehkasse Biedenkopf V. a. G. hat auch 1936 eine weitere Ausdehnung erfahren. 492 Viehbesitzer sind im abgelaufenen Geschäftsjahr neu eingetreten, 27 schieden aus. Das Versicherungskapital betrug am Ende des Geschäftsjahres 5 632 969 RM., gegen 4 489 238 RM. im Jahr 1935, mithin eine Zunahme von 1 143 731 Reichsmark. An Beiträgen gingen ein: 122 974,30 Reichsmark gegen 104103,80 im Vorjahr, mithin eine Zunahme von 18 870,50 RM. Versichert waren: 2256 Pferde, 9151 Stück Rindvieh, 10 499 Schweine, 1414 Ziegen und Schafe, zusammen 23 320 Stück Vieh. Entschädigt wurden: 118 Pferde mit einer Entschädigungssumme von 37 167,50 RM., 387 Stück Rindvieh mit einer Entschädigungssumme von 48 211,70 RM., 577 Schweine mit einer Entschädigungssumme von 27 761,15 RM., 82 Ziegen und Schafe mit einer Entschädigungssumme j)on 1904 Reichsmark. Im Ganzen würden 1164 Stück Vieh mit einer Entschädigungssumme von 115 044,35 RM. entschädigt, gegenüber einer Entschädigungssumme von 99 402,80 im Jahr 1935. Für Tierarztkosten wurden 3448,85 RM. ausgezahlt. Bei Pferden, Rindvieh und Liegen wurden Ueberschüsse erzielt. Bei Schweinen reichten die Beiträge nicht aus. Die rückständigen Beiträge sind bis auf einen kleinen Rest eingegangen. Das Vermögen hat sich auf 162 000 RM. erhöht. Die Kreisviehkasse Biedenkopf erstreckt sich über zehn Kreise. IRunöfuntyroqramm. Mittwoch, 31. März. 6 Uhr: Mahnung, Morgenspruch. Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. In der Pause, 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Werkskonzert. 11.15: Hausfrau, hör zu! 11.40: Nur Frankfurt: Gaunachrichten. 11.50: Landfunk. 12: Mittagskonzert. 13: Nachrichten. Offene Stellen. Nachrichten aus dem Senbe- bezirk. 13.15: Mittagskonzert. 14: Nachrichten. 14.10: Beliebte Kapellen und Solisten. 15.15: Volk und Wirtschaft. 15.30: Ergebnis des Wettbewerbs: Jungmädel, was haft du erlebt? 16.30: Unterhaltungskonzert. 17.30: Sport zeitgemäß belauscht. Sportschäden und ihre Verhütung. 18: Unser singendes, klingendes Frankfurt. 19.45: Der Zeitfunk bringt den Tagesspiegel. 20: Nachrichten. 20.15: Stunde der jungen Nation: Wer kennt den Dienst der Hitler-Jugend? 20.45: Italienisches Meisterkonzert. Donnerstag, 1. April. 6 Uhr: Morgenspruch. Gylfinastik. 6.30: Frühkonzert. In der Pause, 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Ein froher Morgengruß aus der Westmark. 11.15: Hausfrau, hör zu! 11.45: Landfunk. 12: Musik für alle! 13: Nachrichten. Offene Stellen. Nachrichten aus dem Sendebezirk. 13.15: Musik für alle! 14: Nachrichten. 14.10: Wie immer! — Viel schlimmer! um 14.10 Uhr...! 15: Volk und Wirtschaft. Der Norddeutsche Lloyd — ein Achtzigjähriger. 15.15: Kinderfunk. 16: Unterhaltungskonzert. 17: Kleine Konzertstunde. 17.30: Das Mainschiff. Aus dem Schaffen südwestdeutscher Dichtung. 17.45: Das aktuelle Buch. Anton Zischka, „Wissenschaft bricht Monopole". 18: Blasmusik. 19: Kompositionen von Hans F. Schaub. 19.40: Der Zeitfunk bringt den Tagesspiegel. 20: Nachrichten. 20.10: Deutschland lacht. 22: Nachrichten (auch aus dem Sende bezirk). 22.30: Volks- und Unterhaltungsmusik. Schwammerl tige Ernährung beachten. Wegen der Behandlung wende man sich an den Arzt. Schwammerl, Schwamm, süddeutsche Bezeichnung für Pilze. Hausschwamm ist eine durch Feuchtigkeit hervorgerufene Pilz- bildung an Holzteilen Schwanenpelz, das Pelzwerk des Singschwans, wird in Seifenschaum gewaschen und in heißer Luft unter ständigem Schütteln getrocknet. Schwangere, s. Abtreibung, Unterhalt, einstweilige Verfügung. Schwangerschaft ist der Zustand der Frau vom Eintritt der Empfängnis bis zur vollendeten Geburt. Normale Dauer der Schwangerschaft beträgt 280 Tage. Eine besonders verzärtelnde Lebensweise ist während der Schwangerschaft durchaus nicht am Platze Man behalte feine gewohnte vernünftige Lebensweise bei, mache sich stets richtige Bewegung an der frischen Luft und halte sich eben stets vor Augen, daß eine Schwangerschaft ein natürlicher, gesunder Zustand ist Schwarzarbeit. Man versteht darunter die heimliche bezahlte Beschäftigung solcher Personen, die Arbeitslosen-. Krisen- oder Wohl- fahrtsunterstutzung beziehen Wer 456 Schwarzsauer Schw. verrichtet oder verrichten läßt, wird bestraft. Schwarzblech, dünn gewalztes Eisenblech, das zu Ofenröhren, Ofenblechen und Kuchenblechen verwendet wird. Schwarzbrot, gesundes, nahrhaftes Brot, zu dem kein Weizenmehl verwendet wird. Ganz frisches Schwarzbrot kann Magenschmerzen verursachen, man soll es daher vor dem Anschnitt einen Tag liegen lassen. Schwarze Suppe, spartanische Suppe, Rindfleischbrühe mit Fleischstücken und Blut. Schwarzer Mann, Schreckgestalt, mit der törichterweise Kindern gedroht wird, wenn sie unartig sind. Durch solche Drohungen können Kinder überängstlich werden, so daß sie sich im Dunkeln fürchten und nicht alleine in ein anderes Zimmer zu gehen wagen. Schwarzer Peter, bei Kindern beliebtes Gesellschaftsspiel, bei dem der Spieler, der zuletzt den schwarzen Peter, Plckbuben, in der Hand hat, im Gesicht schwarz gemacht wird. Schwarzer lob, siehe Pest. Schwarzsauer, Gericht aus Fleisch, meist Gänseklein, frischem Blut. Essig und Backobst oder Mehlklößen. Oie kluge Hausfrau ergänzt ihren Vorrat nw Kolonialwaren und -Lebensmitteln ommersprossen i undHoufunreinig keifen werden durch Dr. QruckreyS Drula BSeichwachS resr/os bese-f.gt. Für Mk.2.25, aber nur in Apotheken Das haf geholfen! .fluch Ihre hartnäckigen Best: Univ.-Apoth. z. fielet Ebm'oI. Edelweih die Königin der Alpen. EdeSweeß das gute Fahrrad das Sie vollauf befriedigen wird. Der Lauf ist spielend leicht, die Haltbarkeit jahrzehntelang, das Äußere von groß. Schönheit. Wenn Sie dies, hübsche Edelweißrad sehen, werden Sie überrascht sein von seinem niedrigen Preis. Katalog auch über Nähmaschinen senden an Jeden kostenlos, über '/, Million Edelweißräder haben wir schon seit 40 Jahren überallhin versandt. Das konnten wir wohl nimmermehr, wenn unser Edelweißrad nicht gut und billig wär. Edelweih-Decker701 Deutsch - Wartenberg Verlobungs-Anzeigen iefert Brühl'sche Druckerei In der neuen Wohnung; Ob sie paßt? Meistens nicht, denn die Fenster sind anders. Allerlei ist fürs neue Heim noch notwendig: Gardinenstangen aus Holz und Metall,Haken, Schnur, Quasten, Bildernägel, Türschor er, Briefkasten, Schirmständer, Flurgarderoben, Garderobenhaken und was sonst an Hausgeräten fehlt, ist wie immer sehr preiswert bei J.B.HäuseM GieLen.a.Oswaldsgarten Fernruf Nr. 2145-2146 Unsere Ehrista hat ein Ärüderchen bekommen. Dies zeigen in dankbarer Freude an J)aul Haubn'ch und Frau Gertrud, geb Muller Gießen (Friedensstraße 21), den 29. März 1937. 2196 D Ueber Naturschutz und Naturkunde mit den allgemeinverständlichen Büchern des Hugo Bermühler Verlages, Verlin- Lichterfelde. Bitte verlangen Sie noch heute von Ihrem (Lietzener Buchhändler das ausführliche bebilderte Werbeblatt „Freunde der Naiur sind Freunde guter Bücher". Boid für Deutsches Melton Mittwoch, den 31. März 1936, abends 8 Uhr, spricht in der Johanneskirche zu Gießen Probst D. Dr. Forslbotf, Düsseldorf zur Kirchen wähl 2185 D___ CafeAmend Mittwoch, den 31. März, abends 8V2 Uhr Abschieds-Abend der so beliebten Hauskapelle Anton Tippl Abi. April die neue Hauskapelle H K AN N EN - TR I ER ■ 2186 D Betartis-taeiiiscMI Gießen. 2187D Herzliche Einladung zum Bibel- und Bekenntnisabend am Mittwoch, dem 31. März, abends 8'/4 Uhr. im Johannessaal. Es spricht Herr Harrer Eitel.WöSlersheim Bettfedern Vt kg 4.25, 3.25, 2.00, 0.90 x bei 2201 a Ludwig Haas Gießen Plockstr.7 Gießen V------—__