lotigen Sie inschirm, . worsetzer, *nschiHter, n kästen,. tneimer, rhaken jn > itM«' j’H ltr.227 Erstes Blatt 187. Jahrgang Mittwoch, 29. September 1937 Prüft und Verlag: Srühlsche Univerfitätrdnickerei «.Lange ls Siehe«. Schristleitung und Geschäftsstelle: Schulstrahe 7 i (neben! Der Berliner Gauleiter grüßt den Duce Wir muß immer wieder betont andere Nationen ge- Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8'/,Uhr des Vormittags Grundpreise für I mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Text« anzeigen von70mm Breite 50 Rpf.,Platzvorschrift nach vorh.Dereinbg.25°/a mehr. Ermäßigte Grundpreise: Stellen-, Vereins-, gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Rpf., Familienanzeigen, Bäder-, Unterrichts- u. behördliche Anzeigen6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B abgespielt hat! lieber eine Million Menschen haben sich hier versammelt zu einer Kundgebung, an der 115 Millionen Angehörige zweier Völker in heißer Empfindung teilnehmen und die Hunderte von Millionen Menschen der übrigen Welt als mehr oder weniger interessierte Hörer verfolgen! Was uns olle in diesem Augenblick zuerst bewegt, ist die große Freude, in unserer Mitte als Gast einen jener einsamen Männer der Zeiten zu wissen, an denen sich nicht die Geschichte erprobt, sondern die selb st Geschichte machen. Zweitens fühlen wir, daß diese Kundgebung nicht eine der Versammlungen ist, wie sie immer und auch anderwärts stattfinden, sondern daß sie ein Bekenntnis ausdrückt aus gemeinsamen Idealen und zu gemeinsamen Interessen. Ein Bekenntnis, das von zwei Männern ausgesprochen wird, dos eine Million Menschen hier hören, aber 115 Millionen mit heißem Herzen erwarten und bejahen! Und damit ist dieser Abend heute keine Volksversammlung mehr, sondern eine Völkerkundgebung. lj ine widernatürliche Weise aneinandergekettet ipr n. Die deutsch-italienische Solidarität, so sagte JlliiMini, ist eine lebendige und tätige Solidari- njt, jae ist der Ausdruck naturgegebener Zusammen- Mli'gteit und gemeinsamer Interessen. Hieraus rraib sich ganz von selbst das „Bewußtsein unserer c|tii Freundschaft", das der Duce mit nach Hause limtnt und das auch in uns lebendig bleiben wird. Die' ertiefung der deutsch-italienischen Beziehungen Ijrir in der bündigsten Form Ausdruck. Adolf lei sprach davon, daß man jedem etwaigen Ver- »e«ntgegentreten werde, die beiden Nationen zu mung ausgenommen. Dieser Beifall schwillt fast zum Sturm an, als der Führer, sich wieder direkt an 2Nussolini wendend, von dem gemeinsamen Bekenntnis beider Männer, von den Gemeinsamkeiten der beiden Völker und der nationalsozialistischen und faschistischen Revolutionen spricht. Immer wieder schwillt der Beifall an, besonders bei den Dorten, die der Führer dem Weltfrieden widmet. Als der Führer die Tribüne verläßt, klingen Jubel und Begeisterung noch lange nach. Die italienische Nationalhymne kündigt an, daß der D u c e sprechen wird. Reichsminister Dr. Goebbels geleitet den italienischen Regierungschef auf die Tribüne und erklärt: „Der Duce spricht! Die Begrüßung, die dem Duce des befreundeten italienischen Staates zuteil wird, ist gewaltig und von Herzen kommend. Im gleißenden Scheinwerferlicht ist Mussolini weithin sichtbar. Mussolini hebt immer wieder den Arm zum Faschistengruß. Immer stärker umwogen ihn, den Freund des nationalsozialistischen Deutschlands, die brausenden Heilrufe. Dann tritt Ruhe ein. Der Duce spricht zum deutschen Volk. Obwohl während der Rede Mussolinis starker Regen niedergeht, bleibt die Begeisterung der Massen ungebrochen. Mussolini spricht deutsch und findet schnell die Verbindung zu den Hunderttausenden. Er spricht mit eigenwilliger Betonung und unterstreicht seine Worte mit lebendigen und wirkungsvollen Gesten. Er stemmt seine Arme fest in die Seiten, wirft den Kopf stolz nach hinten. Jeder seiner wuchtigen Sätze, die er in die Menge hämmert, zündet. Schon die ersten Worte, mit denen der Duce die Verbundenheit zur deutschen Revolution bekundet, finden begeisterten Widerhall. Lin Sturm der Begeisterung aber bricht los, als Mussolini der ganzen Welt auf ihre Frage nach dem Ergebnis der Begegnung in Berlin, auf die Frage „Krieg oder Frieden" mit lauter Stimme auch im Namen des Führers zuruft: „Frieden!" Wieder und wieder schwillt der Beifall an, als Mussolini seiner Bewunderung für das neue Deutschland, dessen Stärke, dessen Stolz und dessen Friedfertigkeit Ausdruck gibt, als er die gemein« lamen Elemente des Nationalsozialismus und des Faschismus kennzeichnet. So deutet Mussolini unter begeisterter Zustimmung der Menge das wiedererstandene Imperium und die deutsche Wiedergeburt als Werk einer geistigen Kraft und des Glaubens an die Idee. Als Mussolini dann auf Deutschlands Nicht beteil igung an den gegen Italien gerichteten Wirtschaftssanktionen zu sprechen kommt und ausruft: „W i r werden das nie vergesse n", dröhnt ein Beifallssturm ohnegleichen über den Platz, der sich noch steigert, als der Duce über die Achse Rom — Berlin spricht. Die Hunderttausende stimmen immer wieder begeistert zu, als er Deutschland und Italien als die echtesten Demokratien bezeichnet. Ungeheurer Beifall antwortet dem italienischen Staatsmann, als er über den gemeinsamen Kampf Deutschlands und Italiens gegen den Bolschewismus spricht und, anknüpfend an den nationalsozialistischen Schlachtruf, aus der Kampfzeit „Deutschland erwache" die Frage erhebt: „Wann wird Europa erwachen?" Immer wieder erschallen „Duce-Duce"-Rufe, bis Mussolini mit der Feststellung schließt, beide Völker werden in unerschütterlicher Entschlossenheit zusammen stehen. Das Maifeld ist heute zum erstenmal der Schauplatz einer Großkundgebung. Bor dem Glockenturm liegt eine breite Terrasse, die für den Aufmarsch der Fahnenträger einen herrlichen Platz bildet. Unterhalb dieser Terrasse ragt das große Podium einige Meter in das Feld hinaus. Von hier aus werden der Führer und der Duce sprechen. Italienische und deutsche Fahnen schmücken den Rundbau der Tribünen, von denen der Blick durch das Marathontor hindurch zum Stadion geht, in dem weitere 120 000 Menschen der großen Stunde harren. Führer von Staat, Partei, Wehrmacht und allen Formationen sowie die diplomatischen Missionschefs haben sich schon mehrere Stunden vor Beginn der Kundgebung eingefunden. In dem großen Presseblock sitzen mehrere hundert Journalisten aus aller Welt. Alle deutschen und italienischen Sender übertragen die Kundgebung, und zahlreiche ausländische Sender Übermitteln sie in alle Teile der Erde, so daß weit mehr als hundert Millionen Menschen unmittelbare Zeugen dieses gewaltigen Ereignisses werden. Um 18.10 ertönt der schwere, feierliche Schlag der Glocke vom Glockenturm herab und zeigt an, daß der Führer mit seinem Gast die Fahrt zum Maifeld angelrelen hat. Scheinwerfer gießen ihr Licht auf die Million Menschen, die inzwischen das große Rund des Maifeldes völlig angefüllt hat. Scheinwerferstrahlen fallen auch auf die Fahnengruppe der SA. und der übrigen nationalsozialistischen Formationen. Phantastisch hebt sich das Bild der Hakenkreuzfahnen mit ihren goldenen Spitzen im silbernen Licht vom Himmel ab. Das ganze Führerkorps des nationalsozialistischen Deutschlands und des faschistischen Italiens ist jetzt auf der Ehrentribüne versammelt. Brausender Jubel begrüßt die engsten Mitarbeiter des Führers, und die Namen Göring und Goebbels klingen in hunderttausendfachem Echo über das Feld. Das Aufhören der Glockenschläge zeigt den wartenden Massen an, daß der Führer und der Duce vor dem Maifelü eingetrof- f e n sind, nachdem sie am Glockenturm von Gauleiter Reichsminister Dr. Goebbels begrüßt worden sind. Beide haben das Ehrenbataillon der Leib- standarte abgeschritten und begeben sich auf die Tribüne des Maifeldes. Fanfaren klingen auf. Die Fahnen gehen hoch. Der Präsentiermarsch klingt auf. Der Führer und der Duce werden sichtbar. Ein einziger unendlicher Jubelschrei braust gen Himmel. Ein nichtendenwollender Heil-Ruf aus Milionen kehlen, der viele Minuten lang an- dauerl. Eine ungeheure Welle der Begeisterung schlägt den beiden Führern ihrer Volker entgegen, immer und immer wieder sich erneuernd als Zeichen unendlich gläubigen Vertrauens und innerster Zuneigung. Der Duce und der Führer werden vorn Stellvertreter des Führers, Reichsminister Rudolf Heß, und Reichsminister Dr. Goebbels zur Ehrentribüne geleitet. Auf dem Platz vor der Rednerkanzel haben die italienischen Minister Graf Ciano, Sta- race und Alfieri und die deutschen Minister Generaloberst Göring, Freiherr von Neurath und Generalfeldmarschall von Blomberg sowie der italienische Botschafter in Berlin, Attolico, und der deutsche Botschafter in Rom, von Ha ff eil, Platz genommen. Zu beiden Seiten des Rednerpodiums fknd die Standarten des Duce und des Führers von Angehörigen der Kriegsmarine aufgezogen worden. Als dann Dr. Goebbels im Namen des deutsechn Volkes das Wort an den italienischen Regierungschef richtet und ihm den begeisterten und freudigen Dank der Millionen für den Besuch übermittelt, finden seine Worte ein brausendes Echo bei den Massen. Wieder weckt Dr. Goebbels stürmische Begeisterung, als er in Mussolini den Freund Deutschlands, den großen Duce ' seines Volkes begrüßt. Jeder Satz, der dem Schöpfer des italienischen Imperiums gilt, löst tosenden J Beifall aus. Bei den ersten Worten des Führers herrscht , unter den Massen tiefstes Schweigen. Die Be- ; grühungsworte, die der Führer dann an den j Duce richtet, werden mit begeisterter Zustim- < Der tiefste Sinne dieser Völkerkundgebung aber ist der aufrichtige Wunsch, unseren Ländern jenen Frieden zu garantieren, der nicht der Lohn einer entsagenden Feigheit, sondern das Ergebnis eines verantwortungsbewußten Sicherns unfe- rer volklichen, seelischen und leiblichen sowohl als unserer kulturellen Substanzen und Werte ist. Damit glauben wir aber auch jenen Interessen am besten zu dienen, die über unsere beiden Volker hinaus eigentlich die Interessen des ganzen Europas fein müßten. Wenn mir heute in der Lage sind, hier diese Kundgebung abzuhalten, dann ermessen wir den Wandel der hinter uns zurückliegenden Zeit. Kein Volk kann sich mehr nach Frieden sehnen als das deutsche, kein Volk hat aber auch mehr die furchtbaren Folgen von schwacher Vertrauensseligkeit kennengelernt als das unsere! Denn hinter uns liegt vor dem Machtantritt des Nationalsozialismus eine Periode non 15 Jahren, die eine einzige Folge von Unterdrückungen, Erpressungen, verweigertem gleiche« Recht und damit von unsagbarer seelischer und materieller Not war. Die Ideale des Liberalismus und der Demokratie kauft-”»” • preiswert » Der Führer spricht. Männer und Frauen! sind soeben Zeugen eines geschicht Wir kämpfen für die wahren Mreffen ganz Europas. 1C Privatpraxis jßeoowmea in von auber Montag MW ADT 6260 D i und durch eine verwandte weltanschauliche fei ung bestimmt, sondern sie hat ein weit ttt Ziel. Sie will nicht nur unsere beiden h in Friede und Freundschaft vereinigen, Vr auch Kristallifationskern eines Jen Europa fein, in dem alle Völker guten lins, ihren Lebensraum finden. Die Achse Ber- lichen Vorganges, der sich in dieser Form und in einem solchen Ausmaß bisher noch nicht N o I ft r e tf e r und Sprecher ihrer Völker £ wchselt haben, werden von jedermann ver- ,i gib en. Sie waren nicht nur in der Satzfügung umi Wortwahl unkompliziert und unterschieden sich )!l)k'ch von den feierlich gedrechselten Redensarten, l e bnft bei solcher Gelegenheit ausgetauscht wer- > n, sondern sie waren auch ihrem Inhalte nach !!° , eindeutig und ohne Hintergedanken. Sie waren aber auch verbindlicher und H tn ichtender als die ausgeklügelten Vertragstexte, i lü Jenen andere Staatsmänner ihre politischen ttk zu erreichen suchen. Bir haben feine Protokolle und Paragraphen i; durch die anderwärts wesensfremde Völker Jr?6e Runb. ‘V^Gl-bs. Ä'b'e! 'ür'h durch- । »llmali, k r JOUsfteUung ™*‘ (Eine er» “f ct®“ 2 i.nil Ange. Mer. QrJrorbnung für Merungder tepra'uommen' eNunqunb ^auptabtei. pupper, be- W seien, den 1 ^hr Menschen wir uns in iußten, was die W und Aufgabe ' lagen, was das fowort hielt der bei, Dr. Franz Irsch eint täglich, außer fonntags und Feiertag, Anlagen: Die Illustrierte iießener Familienblätter Heimat im Bild • Die Scholle Monatr-vezugrpreis: Dit 4 Beilagen RM.1.95 Cjne Illustrierte , 1.80 Znstellgebühr. . „ -.25 2-lch bei Nichterscheinen D. n einzelnen Nummern nfolge höherer Gewalt Zernsprechanschlüffe unter Sammelnummer 2251 Abschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Gießen Postscheckkonto: Kankfnrt am Main 11686 ■eube'l'ü.Met Sun di- Siir den Soeben Europas. Barlin, 28. Sept. (DNB.) Draußen auf dem riesigen Platz des Maifeldes steht seit dem Mittag bereits das ganze werktätige Berlin, die Gefolgschaften- der großen Betriebe. Um 16 Uhr ist der weite Raum innerhalb der großen Tribünen bis auf den letzten Platz besetzt. Ueber 650 000 Menschen haben sich allein auf dem Maifeld versammelt, und trotz des stundenlangen Wartens herrscht unter ihnen eine freudige Erwartung. Sie sind stolz, daß sie auserlesen sind, Zeugen dieser geschichtlichen Stunde zu sein. Und sie zeigen sich dieser Auszeichnung durch musterhafte Ruhe und Disziplin würdig. Weitere Hunderttausende stehen noch weit außerhalb vor den Toren des Maifeldes und des Stadions. Wir wollen den Frieden, einen wirklichen fruchtbaren Frieden. Ner Führer und der Duce sprechen auf der Völkerkundgebung auf dem Berliner Maifeld Reichsminister Dr. Goebbels empfing als Gauleiter von Berlin den Führer und feinen hohen Gast am Glockenturmeingang zum Maifeld und eröffnete die Millionenkundgebung mit folgender Ansprache: „Duce des faschistischen Italiens! Mein Führer! Ich melde: Auf dem Maifeld in Berlin, im Olympiastadion und den Vorplätzen des Reichs- fportfeldes eine Million Menschen, dazu auf den Anfahrtsstraßen von der Wilhelmstraße bis zum Reichssportfeld zwei Millionen, insgesamt also drei Millionen Menschen zur historischen Massenkundgebung der nationalsozia- lischen Bewegung versammelt. In festlicher Stunde ist die Bevölkerung der Hauptstadt des Dritten Reiches aufmarschiert, Berlin und darüber hinaus das ganze deutsche Volk sind von tiefster Freude erfüllt. Bewegten Herzens werden in Deutschland und in Italien mehr als hundert Millionen an den Lautsprechern versammelt sitzen, um durch die Aether- wellen mit diesem einzigartigen Ereignis verbunden zu sein. Ich bin glücklich und stolz, den Dolmetsch der Gefühle machen zu dürfen, die uns in dieser Stunde alle bewegen. Ich habe die hohe Ehre, den Duce Italiens auf dem Boden der Reichshauptstadt vor dem deut-1 »ek Ullv W ickrb:, sondern nur gegen den Internationalismus Hin 'en '2sschewistisch-jüdischen Kriegshetzer. 82 aber nehmen Deutschland und Italien das tn des DM leich- einen solchen Führungsanspruch in Europa -.0.3,60. u Raupten? Mussolini gab die Antwort, als er Jan^'^^'i’Sige Bedingung für unsere Freundschaft mit en aDtentgtgtn- ln9rer Völkern nur verlangte, daß man d i e !etla9« v gierig ° r ln®> lagen unserer ruhmreichen e u - zzsthlkl- « o iipi 's chen Kultur nicht anzutasten versucht. x,ichters^^^Jn ii?2m Wort wurde die weltgeschichtliche Tiefe ü-Drertreffens einen Augenblick sichtbar. Denn —nicht umsonst die beiden ältesten Äultur« eicht Europas, in denen heute die jüngsten Völker Lur.:o.c5 wohnen und die nun nach einer Jahr- | währenden Periode des Leidens, der Zer- Plitinng und der Schwäche erneut vor die Welt infrrtei, um ihr uraltes kulturelles Erbgut vor ,enr t igen Menschheitsfeind zu schützen. Dieses :rb:gi üft Gemeinbesitz der ganzen Welt lewmtm, von ihm zehren alle Kulturnationen der 2 aß das Schicksal Deutschland und Italien X : I)at' 3U gleicher Zeit und nicht in Feind- t-nbern in Freundschaft als Sachwalter der weMa-ldischen Kultur aufzutreten, das empfinden Dir Uifoas höchste Glück der Gegenwart. D. S. 5 ‘a 9 u n9ruppe ' UnH fiina- " "«'hin,, schen Volke auf das herzlich ste willkom - men zu heißen. Ich darf Ihnen im Namen der ungezählten Millionen Deutschen, die jetzt mit uns verbunden sind, freudigen und begeisterten Dank sagen für Ihren Besuch. Ich darf Ihnen versichern, daß Ihr geschichtliches Leben und Wirken im deutschen Volke tief st e Bewunderung ausgelöst hat. Sie sind in eine festliche Stadt gekommen. Sie hat sich Ihnen zu Ehren bekränzt und geschmückt. Aber was bedeutet das angesichts der hochgestimmten und jubelerfüllten Herzen, die Ihnen aus ganz Deutschland millionenfach ent« gegenschlagen? In Ihnen begrüßt die Stadt Der- lin, begrüßt ganz Deutschland den großen Duce feines Volkes undseinerNation, den Freund Deutschlands, den mutigen und zielbewußten Staatsmann, den überragenden Gestalter eines nationalen Volksschicksals. Seien Sie uns auf das herzlichste willkommen! Dies rufe ich Ihnen im Namen aller Deutschen zu, von denen nur ein ganz kleiner Ausschnitt Sie am heutigen Abend umjubeln kann. Wir großen Ihr schönes Land und Ihr tapferes Volk. Sie Seite an Seite mit unserem geliebten Führer zu sehen, ist eines der freudigsten Ereignisse unseres Lebens. Die große historische Massen- kundgebung der nationalsozialisttschen Bewegung aus dem Berliner Maifeld ist eröffnet. Es fpricht der Führer!" Es geht um Europa! Aer Besuch des italienischen Staatschefs nähert Id; feinem Ende. Man verspürt den Wunsch, in :ir m ernsten Ueberblick Rechenschaft abzulegen ilic bas Gesehene und Erlebte. Der Aufenthalt Dljiolinis in Deutschland brachte eine Fülle von es ächen Veranstaltungen, er vermittelte dem Difce lie persönliche Kenntnis der nationalsozialistischen 1$: r t e i in München, der nationalsozialistischen Dhr macht in Mecklenburg, der nationalsozia- ist.chen Arbeit in Essen, des nationalsozialisti- ch-n Staates in Berlin und des nationalsozia- ist»chen Volkes in allen Reichsteilen, durch die r «einen Weg nahm. Der Besuch sah Volkskund- lebnngen von schier unglaublicher Begeisterung, er jat nicht zuletzt auch Gelegenheit zu Aussprachen int Ansprachen der beiden Volksführer. Denn nicht flen, um ein Fest zu feiern, eine persönliche Be- Lir.tschast zu erneuern oder ein befreundetes Land us Reisen kennenzulernen, haben sich der Führer ini der Duce getroffen, sondern auch um ein p o - il sches Ergebnis zu erzielen. .2 efes politische Resultat der Deutschlandfahrt Jlijolinis freilich entspricht in keiner Weife den $t>ittellungen, die man anderswo und besonders in er-vestlichen demokratischen Welt von derlei Zu- limenfünften hat, und die man in die verklausu- erl n Sätze eines nichtssagenden Kommuniques zu- lymenzufassen pflegt. Das Kommunique der ttrch-italienischen Zusammenarbeit wird nicht in :r Geheimsprache der Berufsdiplomaten abgefaßt, rn d o n b e n Völkern, von 110 Millionen Heischen süblich und nördlich der Alpen, geschrie- l’n Was in diesen Mitteilungen gesagt wird, hat arwäisches, hat weltpolitisches Gewicht. Die R e - pr die der Führer und der Duce a l s Willens- K, ffi 1c» erste Ergebnis politischer Art. ÄIM DI o I Ar: der Bekundung dieser Freundschaft aber er- R pi iief) ganz selbstverständlich der Wille, gegen Ü2 Lpaltungsversuche von dritter Seite zusam- 77__nüpgust e h e n. Diesem Wunsche gaben beide inti oder sie gar gegeneinander ausspielen zu Beru und Mussolini erwiderte in seinem Trink- Pt daß die Besprechungen die deutsch-italienische »Qschast gegen jeden Störungs- und Span- ki;!-iersuch — von welcher Seite er auch kommen I’— gefeit hätten. Diese Sätze enthalten eine icftuelle Note. Denn gerade in der Begleit- j!, welche die westliche Presse zum Mussolini- [id machte, wurde immer wieder der Wunsch Kiijflrmbar, durch irgendwelche publizistische oder »iMnatische Manöver die beiden Führerstaaten )dit (inanöer zu trennen. Man fühlte dort wohl mch^ürlich die Beschränktheit der eigenen poli- ischn Mittel und Ziele und versuchte deshalb, die 8e:)(imma des Mussolini-Besuches durch herab- ie^rb Kommentare zu verkleinern. Ein lächer- I sO 6'' Aemühen. Denn die deutsch-italienische Freund- ' -^Ich'llf' wird ja nicht allein durch die gleichen Inter- ; R?r®:.............. Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen obersten Ränge. Gleichzeitig werfen auch die Scheinwerfer ihre Hellen Strahlen auf das Mittelfeld 6« Staoions. Es find weihevolle Minuten, wie nm 13 Nach der Rede des Duce werden die deutschen Nationalhymnen gesungen. Dann besteigt noch einmal Reichsminister Dr. Goebbels das Podium und schließt die Kundgebung mit den Dorten: ..Die historische Rlillionen-Kundgebung auf dem Berliner Rlaifeld vereinigt sich in dem Rufe: Benito Mussolini Sieg-Heil! Sieg-Heil! Sieg-Heil! Adolf Hitler Sieg-Heil! Sieg-Heil! Sieg-Heil! Begeistert stimmen die Millionen ein. Die gewaltige Kundgebung für den Frieden Europas hat damit ihr Ende erreicht. Das Europa von morgen wird faschistisch sein. Durch den logischen Zwang der Ereignisse, nicht durch unsere Propaganda. Festlicher Ausklang der Kundgebung: Konzert undZapfenstreich der Wehrmacht im Stadion panien des Wachregimentes Berlin, des Infanterie- Lehrregimentes der Kriegsschule Potsdam, der Heeres-Unteroffiziersschule und der Heeres-Waffen- meisterschule, von der Kriegsmarine die erste Ma- rineunteroffizier-Lehrabteilung und von der Luftwaffe Teile des Wachtbataillons der Luftwaffe Ber- Die Achse Berlin-Rom ist fest geschmiedti Die englische presse begrüßt den in Berlin bekundeten Friedenswillen. mit verhaltener Stärke das Gebet des Soldatr»^^ „I ch bete an die Macht der Liebe" buMrSrV das Stadion klingt. „Helm auf!" schallt es buri das Stadion. Major Hofmeister meldet: Führer! Großer Zapfenstreich der Wehrmacht W endet." Er läßt die Truppen präsentieren. D» ™ ! Tagen mit eigenen Augen aber die Tatsache am nationalsozialistischen Staat festgestellt haben: Auch D e u t s ch l a n d ist in seiner volklichen Haltung und seiner militärischen Stärke wieder eine Weltmacht. Die krafl dieser beiden Reiche bildet heule den stärksten Garanten für die Erhaltung eines Europas, das noch eine Empfindung besitzt für seine kulturelle Mission und nicht gewillt ist. durch destruktive Elemente der Auflösung zu verfallen! Denn Sie alle, die Sie in dieser Stunde hier versammelt sind oder in der Welt mithören, müssen es bekennen, daß hier zwei selbstherrliche nationale Regime den weg zueinander gefunden haben und zueinander stehen, in derselben Zeit, in der die Ideen unserer demokratisch-marxistischen Internationale überall nur Demonstrationen des Hasses und damit der Entzweiung aufzuweisen haben. Jeder Versuch aber, eine solche Völkergemeinschaft durch gegenseitiges Ausspielen, durch Verdächtigungen oder durch die Unterschiebung unwahrer Ziele auseinanderbringen oder auflösen zu wollen, wird ebenso scheitern an dem Wunsche der 115 Millionen, die in dieser Stunde diese Kundgebung der Gemeinschaft bilden, wie aber besonders am willen der beiden Männer, die hier vor Ihnen stehen und zu Ihnen sprechen! fielt pjcW; Sri De vag ti lAaus BRontei Wm h tlheri i ioaube Ulurch i l'Mrud htn [ter Mhen Mr y i'itlbma Wninh Einige (Bro1 ,,-sstl lirb t Musikkorps setzen zu den italienischen Nations Hymnen und zu den deutschen Liedern der Nati^ ein. Die Spannung der Massen löst sich in une^ lichen Jubel, als der Führer mit seinem hohen (M die Tribüne verläßt. Das Feuerwerk. lin, des Regimentes General Göring, des Flak- Lehrregimentes und der Flakregimenter 3, Während nun die Truppen und die Musitkorp unter den Klängen des Badenweiler Marsches ai> den Innenraum marschieren, verlöscht der Lichtdon Zu gleicher Zeit steigen vor der regenschwern Kulisse des Nachthimmels Raketen unter ohrenbv täubendem Donner auf, die mit grünweißrota Leuchtkugeln dem hohen Gast eine Huldigung bri$ gen, um dann in allen Farben das Grau des hui mels mit feurigen Ornamenten zu überziehv. Grandioser Abschluß ist ein dröhnendes Trommri feuer, während im gleichen Augenblick rings ir das Stadion bengalische Feuer aufflammen und bi tiefhängenden Wolken bunt überstrahlen. {i ianb 2 ün iriner wM Starker Eindruck in Paris. Paris, 29. Sept. (DNB. Funkspruch.) J Reden des Führers und des Duce stehen im ™ telpunkt der Betrachtungen der Pariser Morg^ presse. Fast alle Blätter weisen darauf hin, daß/ beiden Staatsmänner der Welt ihren Ftti de nswillen erklärt, dagegen dem Bo^ in unserem Lande haben die deutsche Nation nicht gerettet vor den schlimmsten Vergewaltigungen, bte geschichtlich denkbar waren. So mußte der Nationalsozialismus ein anderes ^.nd wirkungsvolleres Ideal aufrichten, um unserem Volk jene allgemeinen Menschenrechte rote» derzugeben, die ihm anderthalb Jahrzehnte lang verweigert worden waren. In dieser Zeil bitterster Prüfungen, da hat sich — dies muh ich am heutigen Abend vor dem deutschen Volk und einer ganzen Wett aussprechen — Italien und besonders das faschistische Italien an den Demütigungen unseres Volkes nicht beteiligt. Es hat in diesen Jahren Verständnis aufzubringen vermocht für die Forderungen einer großen Nation nach gleichem Recht, für ihr nacktes Leben und nicht zuletzt für ihre volk- liche Ehre. Es erfüllt uns daher mit aufrichtiger Befriedigung, daß eine Stunde kam, in der wir uns dessen erinnern konnten — und, wie ich glaube, erinnert haben! Aus der Gemeinsamkeit der faschistischen und der nationalsozialistischen Revolution ist heute eine Gemeinsamkeit nicht nur der Ansichten, son- dern auch des handelns gekommen. Dies ist aber ein Glück in einer Zeit und für eine Welt, in der die Tendenzen der Zerstörung und der Deformation überall sichtbar sind. Das faschistische Italien ist durch die geniale schöpferische Tätigkeit eines gestaltenden Mannes zu einem neuen Imperium geworden. Sie, Benito Mussolini, werden in diesen So haben wir es auch in Spanien gemacht, wo Tausende von italienischen faschistischen Frei- willigen gefallen sind, für die Rettung der europäischen Kultur, der Kultur, die noch eine Wiedergeburt erleben kann, wenn sie sich von den falschen lügnerischen Göttern von Genf und Moskau abkehrt und sich den leuchtenden Wahr, heilen unserer Revolution zuwendet. Kameraden! Ich komme zum Ende. Wir und Ihi machen außerhalb unserer Landesgrenzen keinerlei Propaganda im gewöhnlichen Sinne des Wortes, um Anhänger zu werben. Wir glauben, dbß di« Wahrheit selber Kraft genug besitzt, um überall hinzudringen, und daß sie schließlich siegen wird. Das Europa von morgen wird faschistisch sein, durch den logischen Zwang der Ereignisse, nicht aber durch unsere Propaganda. 20 Jahre sind es her, als Euer großer Führer den Ruf zur Erhebung in die Massen schleuderte, der zum Schlachtruf des ganzen deutschen Volkes werden sollte: Deutsch, land, erwache! Deutschland ist erwacht. Das Dritte Reich ist da. Ich weih nicht, ob und wann Europa erwachen wird, wie auf dem Parteitag in Nürnberg gesagt wurde; denn geheime, uns wohl- bekannte Kräfte sind am Derk, um einen Bürgerkrieg in einen Dettbrand zu verwandeln. Wichtig ist, dah unsere beiden grohen Völker — die an Den- schen die gewaltige und immer weiterwachsende Dasse von 115 Millionen betragen — zufam- menstehen in einer einzigen unerschütterlichen Entschlossenheit. Diese heutige gigantische Kungebung gibt der Welt den Beweis. menschlichen Adels. Beide stützen wir uns auf die Jugend, die wir erziehen zur Disziplin, zum Mut, zur Zähigkeit, zur Vaterlandsliebe und zur Verachtung eines bequemen Lebens. Das wieder- erstandene Imperium Roms ist das Werk dieses neuen Geistes, der Italien beseelt. Die deutsche Wiedergeburt ist gleichfalls das Werk einer geistigen Kraft, des Glaubens an eine Idee, an die erst nur ein einziger glaubte — dann eine Schar von Vorkämpfern und Märtyrern, dann eine Minderheit und endlich ein ganz es Volk. Deutschland und Italien verfolgen das gleiche Ziel auch auf dem Gebiet der Wirtscyaftsautarkie: Ohne wirtschaftliche Unabhängigkeit ist die politische Unabhängigkeit einer Nation selbst in Frage gestellt, und ein Volk von großer militari- London, 29. Sept. (DNB. Funkspruch.) Die Londoner Presse berichtet über die große Kundgebung auf dem Maifeld bis in alle Einzelheiten mit zum Teil ausführlichen Auszügen aus den Reden des Führers und Mussolinis. Die „Times" bringt ihren Bericht unter der Überschrift „Friedensbekundung in Berlin — Begeisterung der Massen — antibolschewistische Front." Hitler, so heißt es, habe Mussolini dem gesamten deutschen Volk vorgestellt. „Daily Telegraph" bringt die lieber- schrift: „Keine geheimen Ziele mit Hitler — kein Plan, Europa zu trennen — Nazis und Faschisten wollen Frieden." Das Blatt schreibt, in England sei man sich voll im klaren darüber, daß eine deutsch-italienische Zusammenarbeit einen wirklichen Frieden in Mittel- und O st - europa darstellen kann. Die Achse Berlin—Rom habe große Möglichkeiten, und englischerseits brauche man keine Befürchtungen zu hegen. Es bestehe kein Zweifel darüber, daß der in Berlin bekundete FriÄenswille ernst gemeint fei. Dieser Friedenswille werde von den Westmäch- t e n geteilt. Der Weg, der dahin führe, fei Z u» fammenarbeit. Die „INorning Post" schreibt, aus den Reden Hitlers und Mussolinis könne man entnehmen, dah sie die Welt davon überzeugen wollten, dah die Entente zwischen Deutschland und Italien mehr als nur oberflächlich sei. Es sei wohl möglich, dah die Welt die Revolutionen In Italien und Deutschland noch nicht verstanden habe. Die Welt wisse aber, daß die Führer dieser beiden Nationen einen klaren Dirklichkeitssinn besäßen und dah beide sehr gut wühlen, dah ein europäischer Krieg sich zugunsten ihres öffentlichen Feindes der Welt. Eine deutsch-englische Verständig« würde alle Befürchtungen und jeglichen Verdacht Europa verschwinden lassen und würde eine Gr^ läge bilden, auf der dann endlich eine dauert Stabilität aufgebaut werden könnte. blick blenden die Scheinwerfer rund um das 6ta« ilCUß dion herum auf. Der Regen hat aufgehört. Aber ^oolr tief ziehm noch die brodelnden Wolken über dir «W ’ und st ar k geschmiedet sei. Wenn diese V" auf London verlängert und dann Pflf11 einschließen würde und schließlich, wie an?- regt, sogar Warschau, so würde Kriegsfurcht endgültig in den Sch^' t e n gedrückt werden. Die Führer der WM großen Völker hätten wiederholt erklärt, daß $ deutsch-italienische Verständigung nicht a u f : ft e n anderer Staaten entstanden fF sondern daß diese Verständigung eine Abmach» darstelle, zu der die anderen Mächte zum B' tritt eingeladen seien. Eine fteundschaM Verständigung zwischen England und Deutschs sei der erste Schritt auf dem Wege zur Befried«" der Welt. Eine deutfck-enalilcke Verständig« runqsc iLtüje taug ffkoßai Wt c Iser (i fcifam, !«erfüh «hohe, Nr. 1, nämlich des Bolschewismus, auswirka würde. Immerhin wisse man jetzt, daß bti Rom-Berlin-Achse eine solide dauerhaft! Angelegenheit sei. „Daily Mail" setzt sich warm für die VerM digung mit den beiden Ländern der Achse Berlin Rom ein. Eine Tatsache sei durch die Ereignisse W letzten Tage einwandfrei unter Beweis gestellt w* den, nämlich, daß die Achse Berlin—Rom f1' venregierung. Diese Form menschllcher Entartung, die von der Lüge lebt, hat der Faschismus nach dem Krieg mit äußerster Energie bekämpft: Bekämpft mit dem Wort BmI, und mit der Waffe. Denn, wenn das Wort nicht ausreicht und wenn drohende Umstände es for- Gierst dern, muß man zur Waffe greifen. Nachdem die italienischen Hymnen verklungen sind, tritt Reichsminister Gauleiter Dr. Goebbels : nochmals an das Rednerpult und kündigt unter : Iubelstürmen den Millionen an: „Es fprichtderi Duce!" Die Rede des Duce. Kameraden! Der Besuch, den ich Deutschland und seinem Führer mache, die Rede, die ich jetzt vor euch halte, bedeuten einen wichtigen Punkt im Leben unserer beiden Völker und auch in meinem eigenen. Die Kundgebungen, mit denen ich empfangen worden bin, gaben m i ch tief bewegt. Man darf meinen Besuch nicht nach demselben Maßstab messen, wie die Üblichen diplomatisch-politischen Besuche. Die Tatsache, daß ich heute nach Deutschland gekommen bin, bedeutet nicht, daß ich morgen woanders hinfahren werde. Nicht nur in meiner Eigenschaft als Eh es der italienischen Regierung bin ich zu euch gekommen, sondern vor allem in meiner Eigenschaft als Chef einer nationalen Revolution, der damit einen Beweis für die offene, feste Verbundenheit z u eurer Revolution geben will. Mag auch der Verlauf der beiden Revolutionen verschieden gewesen sein, das Ziel, das beide erreichen wollten und erreicht haben, ist das gleiche: die Einheit und die Größe des Volkes. Faschismus und Nationalsozialismus sind beide Ausdrücke jener Gleichartigkeit des geschichtlichen Geschehens im Leden unserer Nationen, die im gleichen Jahrhundert und durch das gleiche Ereignis zur Einheit gelangten. Wie schon gesagt, hinter meiner Reise nach Deutschland verbergen sich feine geheimen Absichten. Hier wird nicht gesponnen, um das schon genug in sich gespaltene Europa noch weiter zu spalten. Die feierliche Bekräftigung der Tatsache und der Festigkeit der Achse Rom—Berlin richtet sich nicht gegen andere Staaten. Wir, Nationalsozialisten und Faschisten, wollen den Frieden und werden immer bereit fein, für den Frieden zu arbeiten, einen wirklichen, fruchtbaren Frieden, der die Fragen, die sich aus dem Zusammenleben der Völker ergeben, nicht mit Stillschweigen übergeht, sondern sie löst. Der ganzen Wett, die sich gespannt fragt, was das Ergebnis der Begegnung von Berlin sein wird: Krieg oder Friede, können wir beide, der Führer und ich, mit lauter Stimme antworten: Friede. So wie 15 Jahre Faschismus Italien äußerlich Und geistig ein neues Gesicht gegeben haben, so hat auch eure Revolution Deutschland ein neues Gesicht gegeben: Neu, auch wenn es sich, wie in Italien, nach den höchsten, unvergänglichen lieber» Lieferungen formt, die sich mit den Notwendigkeiten des modernen Lebens vereinbaren lassen. Und dieses Gesicht des neuen Deutschlands habe ich gern sehen wollen. Und bei seinem Anblick, jetzt, bin ich noch stärker davon überzeugt, daß dieses neue D e utschl and — in feiner Stärke, seinem berechtigten Stolz, feiner Friedfertigkeit — ein Grundelement des europäischen Lebens ist. Ich glaube, daß die Ursache für manches Mißverständnis und Mißtrauen zwischen den Völkern darin liegt, daß die Verantwortlichen die neue, si ch bildende Wirklichkeit nicht kenne n. Das Leden der Völker wie der Einzelpersonen ist nichts Starres, einmal Gegebenes, sondern unterliegt einem fortwährenden Umwandlunasprozeß: Ein Volk auf Grund von Zahlen und Beschreibungen oder einer Literatur von vor 20 oder 50 Jahren ^u beurteilen, ist ein Fehler, der verhängnisvoll werden kann. Dieser Fehler wird sehr oft gegenüber Italien begangen. Wenn man die nationalen Revolutionen Deutschlands und Italiens besser kennen würde, würden viele Vorurteile fallen und viele Streitpunkte ihre Daseinsberechtigung verlieren. Wir haben viele Elemente unserer Weltanschauung gemeinsam. Nicht nur haben Nationalsozialismus und Faschismus überall dieselben Feinde, die demselben Herrn dienen: der D r i t • t en Internationale, sondern ihnen sind auch viele Begriffe der Lebens - und Geschichtsauffassung gemeinsam. Beide glauben an den W i l l e n als die bestimmende Kraft im Leben der Völker, als die Antriebskraft ihrer Geschichte, und weisen deshalb die Lehren des sogenannten geschichtlichen Materialismus und seiner politischen und philosophischen Nebenprodukte zurück. Beide verherrlichen wir die Arbeit — in ihren unzähligen Erscheinungsformen — als das Zeichen scher Kraft kann zum Opfer einer wirtschaftlichen Blockade werden. Wir haben diese Gefahr in ihrer ganzen Unmittelbarkeit zu spüren bekommen, als 52 in Genf versammelte Staaten die verbrecherischen Wirtschaftssanktionen gegen Italien beschlossen, jene Sanktionen, die mit aller Schärfe durchgesührt wurden, aber ihr Ziel nicht erreichten, ja dem faschistischen Italien sogar Gelegenheit gaben, der Welt seine Widerstandskraft zu beweisen. Trotz allem Drängen hat Deutschland sich den Sanktionen nicht angefchtoffen. Wir werden das niemals vergessen. Dies ist der Punkt, an dem zum erstenmal ganz deutlich das Vorhandensein eines notwendigen Zusammengehens zwischen dem nationalsozialistischen Deutschland und dem faschistischen Italien in Erscheinung tritt. Das, was man nunmehr in der ganzen Welt als die Achse Berlin- Rom kennt, entstand im Herst 1935 und hat in den letzten zwei Jahren für die immer stärkere Annäherung unserer beiden Völker aneinander wie für die wachsende politische Stärkung des europäischen Friedens großartig gearbeitet. Der Faschismus hat seine Ethik, der er treu zu bleiben beabsichtigt, und diese Ethik deckt sich mit meiner persönlichen Moral: klar und offen reden und, wenn man einen Freund hat, mit ihm zusammen bis ans Ende marschieren. Alle Argumente, die unsere Gegner ins Treffen führen, sind hinfällig. Weder in Deutschland noch in Italien besteht eine Diktatur, sondern es bestehen Kräfte und Organisationen, die dem Volke dienen. Keine Regierung, in keinem Teile der Welt, hat die Zustimmung des Volkes in solchem Maße wie die Regierungen Deutschlands und Italiens. Die größten und echtesten Demokratien, die die Welt heute kennt, sind d i e deutsche und italienische. Woanders wird unter dem Deckmantel der „unveräußerlichen Menschenrechte" die Politik beherrscht von Mächten des Geldes, des Kapitals, von geheimen Gesellschaften und miteinander im Kampf liegenden politischen Gruppen. In Deutschland und Italien ist es streng ausgeschlossen, daß private Kräfte die Politik des Staates beeinflussen können. Diese Gemeinsamkeit der Gedanken in Deutschland und Italien hat ihren Ausdruck gesunden im Kamps gegen den Bolschewismus. die modernste Form finsterster byzantinischer Gewaltherrschaft, jene unerhörte Ausbeutung der Leichtgläubigkeit der niederen Blaffen, jene hunger-, Blut- und Skla- 1 JÜfli fluiN IO«® fftein »und d »fier jtie oi i ein 3 i die pi i übereil tfinb nnt ein ochast, roertnü Mi. muss Diebe I dürfe Mr sei sein S Oflusge, Wien Kolter, mnbe Duce g Sand f Hnbe Mine ' r ser köi i Der QRuffo Mr at tom z schiei Im Olympia-Stadion. Berlin, 28. Sept. (DNB.) Eindruckstieser voller Ausklang der Millionenkundgebung auf dem Maifeld war das vom Generalkommando des III. Armeekorps veranstaltete Konzert der Wehrmacht im Olympischen Stadion. Don den Wällen flattern regenschwer die Fahnen beider Nationen. Inmitten des Rasens ist das Dirigentenpult aufgebaut. Die hohen Ränge sind Kopf an Kopf von einer erwartungsvollen Menschenmenge besetzt. Fanfaren schmettern. Am höchsten Olympischen Siegesmast wird die Fahne Italiens, rechts davon werden das Hakenkreuzbanner und zur Linken die Reichskrie^flagge aufgezogen. Scheinwerfer fallen auf das Marathontor und die große Freitreppe. Der Duce und der Führer werden im Marathontor sichtbar, schreiten langsam die Freitreppe herunter über die Aschenbahn zur Ehrentribüne. Als die Standarten der beiden Staatsmänner gehißt werden, nimmt der Jubel orkanartige Formen an. Fast Stunde jauchzen und rufen und winken und jubeln die mehr als hunderttausend Menschen, die in dem gewaltigen Oval versammelt sind, ©ie verstummen erst, als scharfe Komrnandoworte ertönen. Der Aufmarsch. Trommeln und Pfeifen setzen ein. Die Scheinwerfer erlöschen. Nur der Durchgang unter dem Marathontor ist in strahlende Helle getaucht, als die 25 Spielmannszüge, 33 Musikkorps und 10 Trompeterkorps unter den Klängen des Marsches „Preußens Gloria" einmarschieren. Das Licht funkelt in den Schellenbäumen und auf den Instrumenten und immer wieder dröhnen Beifallskundgebungen durch das Stadion, bis der Einmarsch vollzogen ist. Die Spitze bilden alle Spielmannszüge des Heeres, der Marine und der Luftwaffe, gefolgt von den Schellenbäumen, den Fanfarenbläsern und den Pauken. Ihnen schließen sich die 12 Musikkorps der Fußtruppe des Heeres, die zehn Trompeterkorps der Kavallerie und Arttllerie, die Musikkorps der Marine urrd die 12 Musikkorps der Luftwaffe an. Gegenüber der Ehrentribüne nehmen sie Aufstellung, während der Leiter sämtlicher Spielmannszüge, Feldwebel Winter vom Wachregiment, im Paradeschritt vor die Front marschiert. Wundervoll exabt marschieren Spielleute und Musikkorps dann zu einem geschlossenen Viereck unter den Klänaen des Heeresmarsches Herzog von Braunschweig" auf. Unmittelbar vor dem Podium des Leiters der Heeresmusikinfpizienten, Prof. Schmidt, sind die Kesselpauken aufmarschiert. Auf der Freitreppe des Marathonturmes unb vor der großen Anzeigentafel haben Fanfarenbläser, die beim jeroeiligen Einsatz von Scheinwerfern bestrahlt werden, Aufstellung genommen. Begeisterter Beifall dankt für das prächtige Bild. Mit Rücksicht auf die Witterung wird das musikalische Programm zusarn- mengezvgen. Die vereinigten Musikkorps beginnen mit einer Huldigung an die großen Tondichter der beiden Nationen: Giuseppe Verdi und Richard Wagner, einer Tonfolge aus „Aida" und „Rienzi". Während die Scheinwerfer verlöschen, ertönen Kommandos für die Fackelträger. Die Musikkorps und Spielmannszüge fetzen ein mit dem bayerischen Defiliermarsch, während die Fackelträger ein gewaltiges Oval von Lichtpunkten um den ganzen Innenraum des Stadions ziehen und die einzelnen Blocks der Musikkorps und Spielmannszüge mit glitzerndem Licht einrahmen. Nun marschieren die ebenfalls von Fackeln eingerahmten Blocks der Ehrenkompanien mit geschultertem Gewehr im strammen Paradeschritt unter den bekannten Klängen des Porkschen Mar- s ch e s von Beethoven ein. Es sind vom Heer Kom- und 20. Der Zapfenstreich. Die Kompanieblocks marschieren auf der Aschenbahn rund um das Stadion. Voran reitet Major Hofmeister vom Wachregiment Berlin. In gestrecktem Galopp reitet er vor die Ehrentribüne, pariert dort das Pferd, salutiert und läßt die Kompanien im Paradeschritt so vor der Ehrentribüne aufmarschieren, daß unmittelbar in der Mitte davor das weiße Viereck der Marineabteilung steht, zu beiden Seiten in Blau und Blaugrau die Formationen des Heeres und der Luftwaffe. Er läßt präfentieren und meldet dem Führer: „1600 Sol- oaten der Wehrmacht zum Großen Zapfenstreich angetreten!" Das Locken der Trommeln und Pfeifen fetzt ein und es folgt die großartige Einleitung des Zapfenstreiches mit den Klängen des Musikkorps, abgewechselt von den Fanfarenkorps, die über dem Marathontor stehen. Wie die letzten Töne verklingen, wendet Major Hofmeister sein Pferd und leitet den eigentlichen Großen Zapfenstreich mit dem Kommando ein: „Helm a b zum Gebet!" Im gleichen Augen- I m Vom Gtaatsbankett in derReichskanzlei ;smud den Krieg angejagt hätteil Diabim te n. 1 OSRAM LAMPEN 3ebe OsramM-Lampen- püifung trägt diese Mark«. In München hat der Führer dem italienischen Regierungschef Mussolini eine einmalige Aus- Es fehlt in den französischen Pressestimmen zum Mssolini-Besuch natürlich auch nicht an Kritik, blätter, wie u. a. das „E ch o d e P a r i s" und die p o q u e" sowie die marxistischen Zeitungen können es sich nicht verjagen, selbst angesichts der eindrucksvollen deutsch - italienischen Friedenskundgebung die ehrliche Verständigungsbereitschaft, die aus jedem Worte der Erklärungen des Duce und des Führers spricht, grundlos und böswillig a n - 3 u 3 ro e i f e 1 n. Dagegen sieht „Petit Parisien" m den Ausführungen des Duce und des Führers eine Ermutigung für England und Frankreich, ihre friedlichen Absichten fortzusetzen. Die beiden Staatsmänner hätten feierlich ihren Willen zum Frieden angekündigt. Der Augenblick sei daher schlecht gewählt, um den Intrigen der Länder nachzugehen, die London und Paris den Weg versperren wollten, wie dies das rote Spanien, Sowjetrußland und andere versuchten, indem sie in Genf Stöcke in die Räder steckten. AD An beleuchteten Arbeitsplätzen wird der schaffende Mensch sich immer wohler fühlen D WM und arbeitsfreudiger sein als dort, wo trübes Licht oder dunkle Schatten das Arbeiten —L erschweren. Sorgt dämm für gutes und reichliches Licht, für Licht, das nicht blendet. \ W Oie Osram-W-Lampen in den Größen 40, 60, 75 und 100 Watt helfen mit ihrer großen Lichtfülle und ihrem billigen Licht Helle Arbeitsräume schaffen. Verlangt immer Vor allem Hier verabschiedet sich der Duce vom Führer in der Reichskanzlei. Reben Adolf Hitler sieht man Graf C i a n o und rechts Generaloberst Göring. (Presse-Jllustrationen-Hoffmann-M.) ring dem Duce das Ehrenfliegerzeichen der deutschen Luftwaffe in Brillan- An dem Empfang nahmen neben Reichs- Minister Frank Reichsführer SS. Himmler, Botschafter von H a s s e l l, Prinz Philipp von Hessen, General der Infanterie List, die Staatssekretäre Körner, Milch, von Keu- d e l l und die nächsten Mitarbeiter teil. Kurz vor 16 Uhr verließ der Duce Karinhall, auf der Rückfahrt nach Berlin wiederum freudig begrüßt von der Menge, die an den Straßen seine Rückkehr erwartet hatte. Ein Programm für enge und dauerhafte Zusammenarbeit Bessere Voraussetzungen für das Zusammenleben der Völker. «den bie d-uW S"n" tefleigl noi Goebbels bas "dgebling mit bei tionen-Klindgebulij sich in bi« M-M Sitg.fjeU MM Sieget 11 die Mionen ein 3 für bin Jtiebn t 6nbe emichl. Der letzte Besuchstag. Berlin, 28. Sept. (DRB.) Der 29. September, der letzte Tag des Mussolini-Besuches in der deutschen Reichshauptstadt, wird im Zeichen der Wehrmacht stehen. Um 10.30 Uhr vormittags wird der Duce am Ehrenmal für die Gefallenen des Weltkrieges Unter den Linden, begleitet vom italienischen Außenminister Graf C i a n o einen Kranz niederlegen. Mussolini fährt dann über die Straße Unter den Linden zur Wilhelmstraße zurück. Gemeinsam mit dem Führer wird er von dort aus die Paradeaufstellung der Truppenteile abfahren, die zu der großen Wehrmachtsparade kommandiert worden find. Auf dem Berliner Paradeplatz gegenüber der Technischen Hochschule, wo bereits lange Ehrentribünen errichtet worden sind, werden dann der Führer und der Duce den Vorbeimarsch abnehmen, der etwa gegen 13 Uhr beendet sein wird. Anschließend ist der Duce Gast des Führers in der Reichskanzlei, während die anderen 4-«n^sMi - 3 * i n de, m11 CS1" M«nb?> * Steife“'"- bPdnieh ktz-L: ei? D°n ßA D» führung desGroßkreuzesdesOrdensvom Deutschen Adler überreicht. Die Ordens^eichen sind in Gold gearbeitet, und der Bruststern lst mit Brillanten besetzt. (Presse-Illustrationen-Hoffmann-M.) Gast Görings in Karinhall. Am Dienstagmittag folgte Mussolini gemeinsam mit dem italienischen Außenminister Graf Ciano, dem italienischen Botschafter Attolico und einigen Herren seiner nächsten Umgebung einer Einladung des Ministerpräsidenten Generaloberst Göring und Frau Göring in den Waldhof Karinhall. Auf der Fahrt zur Schorfheide bereitete die Bevölkerung der durchfahrenen Ortschaften dem Duce einen überaus herzlichen Empfang. Eine zahlreiche mit den verschiedensten Verkehrsmitteln herbeigeeilte Menge umsäumte die Fahrstraßen und brachte dem Duce lebhafte Ovationen. Die Ortschaften hatten reichen Flaggenschmuck angelegt. In der Schorfheide empfing Ministerpräsident Göring den Duce. Die Ehrenkompanie des Regiments „General Göring" erwies die Ehrenbezeugungen. Im Waldhof Karinhall bliesen die Waldhörner deutscher Jäger dem italienischen Regierungschef den Willkomm. Vor dem Frühstück überreichte Generaloberst Gö- rivert. n und die MuD enroeiler Mal-W verlöscht der W )Or der regenM Röteten unter obrer, die mit grunn* ist eine W« £ in bas «tau -- A Wil" M i btbiinenbes 1* n ülugeniW m- uer cnsilamn-n w üt>erftrai)lcn- r-r« ÄÄ aS'.s$ ""endlich "" töirn«- ■■ Erinerungen an Friedrich den Großen, Kaiser Wilhelm!., Bismarck und Napoleon wurden eingehend besichtigt. Die Führung durch die Weltkriegabteilung im Erdgeschoß bildete den Abschluß des Besuches. Bei den italienischen Landsleuten. Besuch in der Botschaft und beim Berliner Fascio. Nach seiner Rückkehr von einem Vormittagsausflug nach Potsdam, bei dem Mussolini die Garnisonkirche und das Schloß Sanssouci besichtigt hatte, fand in der italienischen Botschaft ein kurzer Empfang statt. Dort hatte sich neben den italienischen Ministern und den anderen italienischen Gästen der Leiter der Auslands- Organisation der NSDAP., Gauleiter Bohle, eingefunden. Nach kurzem Aufenthalt begab sich dann der Duce gemeinsam mit dem Stellvertreter des Führers und Gauleiter Bohle zu Fuß in das Berliner Haus des Fascio. 2500 Faschisten aus ganz Deutschland waren hier in Reih und Glied aufmarschiert, ferner 3500 Knaben und Mädchen der italienischen Jugendorganisationen in Deutschland und zahlreiche Mitglieder der italienischen Kolonien aus 18 deutschen Fasci. Die Treppe herunter standen fünf- bis achtjährige Knaben, die „Figli della Lupa", die mit hellen Stimmen und mit unermüdlichem Eifer ihr „Saluto" übten. Nachdem Mussolini das Direktorium des Fascio und die faschistischen Sekretäre in Deutschland vorgestellt waren, trug er sich in das Buch des Berliner Fascio ein. Da auf der Straße die Menge stürmisch verlangte, Mussolini zu sehen, trat er auf den Balkon des Hauses und winkte hinunter, zum grenzenlosen Jubel seiner italienischen Landsleute. Hieran schloß sich ein kurzer Rundgang durch die Räume, die Mussolini besonders interessierten, da er zum ersten Male eine italienische Fascio-Organisation und ihr Heim im Ausland besuchte. Von „Duce"-, „Mussolini"- und Heilrufen umtost, verließ der Duce den Berliner Fascio. Des Führers Ehrengabe an den Duce. er rund um da-v,pt u en Zivilisation als Frucht der beiden n hat aufgehört, v Involutionen führe. Die Freundschaft werde sich iden Wolken über t3 änlö»t in Worten sondern in Taten zeigen. Ter en auch dieLh Mussolini und Hitler haben durch ihre Klarheit auf das Mittelfeld!- -Un- Aufrichtigkeit triumphiert, so schreibt die Tu- > Minuten wie M »Stomp a". Die beiden Revolutionen seien Qebet bes SMMti-it, jedes Hindernis der Natur und der Men- ber Siebe“ 3U überwinden. Die Toten seien es, die die llfl« .. ßtoße der wahren Revolutionen kennzeichneten. ■L M iiBitnn man Italien und Deutschland trenne, dann i her Mrmait - 0,1:060 bie Keime der Auflösung vorherrschen, nrÄUnLron ' Qt,ir einig wie sie seien, hielten sie die G e - snl gemacht, als man im ersten Stockwerk an *lM Ehrennische für Hindenburg vor- i jtikim, in der eine Büste des großen deutschen . , (jusmirt ; führers aus dem Weltkriege steht. Die reichen wrs ödh 1 'Ptze an Uniformen und die besonders wertvollen man M „libeb«“"’“' Ä Lenin- von 12-1 Uhr für den Geschäftsverkehr geschlossen COMMERZ- UND PRIVAT-BANK Aktiengesellschaft Filiale Gießen Im Namen aller Hinterbliebenen: Johannes Brücket 6304 Dj Staufenberg, Münzenberg, Großen-Linden, Mainzlar, 27. Sept 1937. 6308 D | Vermietungen | g-U-Mgg In bester Lage im 1. Stock mit wohnung Badezimmer u. Zubehör per 1. 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Wie die S-Zimin.-Vohnung in. Zentralhei;., Bad, Loggia, vergl. Veranda, Mädchenz. u. all. Zubehör, Autogarage, Garten- anterlv. 1.11.37 zu vermieten. so54D Baubüro Wehrum, Crednerstr. 38. la 37er InnOhennen Leghorn u. Reb- huhnsarbige jetzt billig zu hab. bei Heinrich Hahn Grosien-Buseck Schloßstrahe. Am Freitag, dem 1. Oktober 1937 sind unsere Kassen läge so zu seinen Gunsten ausgelegt werde, daß keines der in Betracht kommenden Länder sich für neutral erklären und die Waffenlieferungen nach China einftellen können. Die eigentlichen Fernost- Jnteressen der einzelnen Mächte werden in Genf kaum zur Sprache kommen. Es besteht aber der Plan, besonders in amerikanischen Kreisen, die Beratungen des Dreiundzwanziger-Ausschusses in den Beschluß ausmünden zu lassen, daß eine Konferenz der Teilnehmer des Neunmächtepaktes von 1922 und der anderen interessierten Länder, namentlich also Deutschlands, einberufen werden soll. Erhebung gegen den Bolsche- wisienisrror in Madrid. Ein Eingeständnis des BolschewistenhäuPtlingS Miaja. San S e b a st i a n , 28. Sept. (DNB.) Der Bolschewistenhäuptling Miaja sagte bei der Einreihung neuer Opfer der Zwangsaushebungen der Machthaber von Valencia in die bolschewistischen Horden von Madrid, daß es im „Dolksheer", wie er hochtönend die bolschewistischen Horden nannte, eine Protestbewegung gebe. Diese habe die Ursache „in den fortgesetzten Machenschaften faschistischer Elemente, die sich eingeschlichen hätten." „In Madrid ist versucht worden", so sagte Miaja dann wörtlich, „den Verrat von Bilbao und von Santander zu wiederholen und die Hauptstadt dem Feinde auszuliefern." An der Wachsamkeit der „Polizei" sei dieses Vorhaben aber gescheitert. Jeder, der für das bolschewistische Spanien kämpfe, müsse ein Wächter sein und jeden denunzieren (!), der nicht das nötige Vertrauen in Valen- c i a habe. Die „verräterische Bewegung" sei jetzt vollständig niedergerungen. Von den zahlreichen „Schuldigen", die verhaftet wurden, habe einige bereits die „verdiente Strafe" getroffen. Er wisse, daß viele von den „neuen Rekruten" Feinde der Bol- s ch e w i st e n seien und nur auf den Augenblick warteten, um überzulaufen. Diese mahne er zur Vorsicht, denn sie würden vorzüglich überwacht, und jeder Fluchtversuch oder Verrat werde unbarmherzig geahndet. 2. Freitagmiete Erstaufführung Frau Margarete Brückel geb. Zecher setpolitik hat die gegenwärtige Genfer Tagung st arte Spannungen innerhalb Europas und darüber hinaus heroortreten lassen, indem sie den Außenministern der Westmächte Veranlassung gab, ihre Auffassung in öffentlichen Reden zu entwickeln. Als das wichtigste europäische Ereignis stellte sich dabei das tatsächliche Ende der Nicht - I n - terventionspolitik heraus. Das Ende der Nicht-Intervention bedeutet allerdings nicht ohne weiteres den Uebergang zur offenen Einmischung. So bleibt z. B. die Oeffnung der Pyrenäengrenze durch Frankreich noch immer als große Möglichkeit im Hintergrund. Außerdem hat der englische Außenminister vor seiner Abreise mit seinem französischen Kollegen eine diplomatische Aktion vereinbart, deren Ziel es war, von Italien Zusicherungen hinsichtlich Spaniens, insbesondere eine öffentliche Zusage darüber zu erlangen, daß die Balearen nicht zum italienischen Flottenstützpunkt werden sollen. Der französische Außenminister Delbos, der hier unter dem starken Druck der französischen Volksfront steht, und in seiner eigenen Delegation eine Reihe marxistischer Aufpasser sitzen hat, hätte sehr gern eine solche Erklärung als Genfer Erfolg mit nach Hause gebracht, um nachweisen zu können, daß er tatkräftig für das republikanische Spanien eingetreten sei. Vielleicht genügt es ihm auch, d i e Forderung gestellt und damit seinen guten Willen bewiesen zu haben. Jedenfalls hat es der diplomatische Vertreter Italiens in Genf rundweg abgelehnt, die Verhandlungen der Marinesachoerständigen über die Beteiligung Italiens an der Mit- telmeerkontrolle mit Verhandlungen allgemeinpolitischen Charakters zu verquicken .Wenn die Zumutungen, die Delbos an den italienischen Vertreter richtet, der erste Schritt zu einer diplomatischen Intervention der Westmächte im spanischen Konflikt mit dem Ziele einer „Vermittlung" gewesen sein sollten, so kann diese Aktion schon selbst als mißlungen gelten. Für Italien ist die Niederwerfung des Bolschewismus am westlichen Mittelmeer ebenso vordringlich wie seine Stellung als Mittelmeer- Großmacht unverzichtbar ist. Daß derartige Zumutungen gerade am Vorabend der Reise Mussolinis nach Deutschland für richtig gehalten wurden, beweist nur, daß man sich in Paris und London immer noch gewissen Täuschungen über die Entschlossenheit, Energie und Folgerichtigkeit der italienischen Politik hingibt. Die Verständigung und Befriedung, die auf allen Seiten gewünscht wird, muß so lange auf sich warten lassen, wie einzelne Mächte immer nur ihre eigenen, nicht einmal lebenswichtigen Interessen und allgemeinen Ideale als die alleinberechtigten betrachten. — Don Spanien wird im politischen Ausschuß der Völkerbundsversammlung noch die Rede sein, doch rechnen die Valencia-Bolschewisten wohl selbst nicht auf die Erfüllung ihres absurden Wunsches, Deutschland und Italien als „Angreifer" erklären zu lassen. England und Frankreich werden jedoch bei dieser Gelegenheit erneut versuchen, eine Art internationales Mandat für die ihnen vorschwebende „Vermittlungsaktion" in Spanien zu erlangen, ähnlich demjenigen, das sie sich in Nyon für die Abwehr der „Piraterie" im Mittelmeer erwirkt haben. Von wesentlich anderen Voraussetzungen geht die Dölkerbundspolitik, d. h. vor allem die Intervention Englands und Frankreichs im o ft asiatischen Konflikt aus. Hier bedeutet die Befassung des im Jahre 1933 eingesetzten, aber bisher nie aktiv gewordenen Dreiundzwanziger - Ausschusses von vornherein die Anerkennung der Tatsache, daß der Konflikt nicht allein die Dölkerbundsmächte angeht. Man möchte von Anfang an den Vereinigten Staaten eine möglichst große Mitverantwortung zuschieben. Allerdings weiß man gs- nau, daß nicht einmal China, sondern höchstens Lit- RM. 0.60-3.00. 6212D Jetzt ist die richtige Zeit dazu. Baumsägen, Scheren, Messer sind billig bei WJ. B. Häuser 3u verkaufen: 1 Waschmaschine „Miele", fast neu 1 2tür. Kleiderschrank, 1 Klapp- tisch(oval),lweih. Waschtisch, ein 4 flam. 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Verlangen Sie Pro. spekt e und Probe- hefte der Zeitschrift „Der Naturforscher" fiuqoBermöhler Berloo bmill-Mlerseive araber „Prawda" berichtet, wurden in Staraja- Russa (südlich von Nowgorod) acht Beamte des Getreidebeschaffungsbüros wegen an- aeblicher Sabotage zum Tode verurteilt. Der Prozeß gegen sieben angebliche Schädlinge aus Pudofh (Karelien), die der „planmäßigen Saatschädigung" sowie der „Diskreditierung der Sowjetmacht" beschuldigt wurden, endete mit sieben Todesurteilen. Weitere sechs Todesurteile werden aus Krasnowodfk (Turkmenistan) gemeldet. Die Verurteilten sollen beim Bau eines Jod - Chrom - Kombinats „gegenrevolutionäre S ch ä d li n g sa r b ei t" geleistet haben, nach Anweisung des mittlerweile erschossenen früheren stellvertretenden Volkskommissars für Schwerindustrie Pjatakow. Aus Gorki werden zwei Todesurteile weaen „Schädlinqsarbeit" in der MMchi- nentraktoren-Station Maresewo gemeldet. In B a - t u m am Schwarzen Meer läuft ein Prozeß gegen Gewissenhafter zuverlässiger Baustache im Alter von 18 bis 20 Jahren gesucht. 63osD Heinrich Hettler Kondit. u. Cafa. Selbständiges Mädchen u. stadtkundiger iung.me zumBrotausfah- ren zum 15. Okt. gesucht. 63uD Bäckerei Bende Crednerstratze 34 Nabbeize »Ceresan« empfiehlt 628oA Samenhaus Heinrich Hahn Bahnhofstraße, Telephon 3403 Hilfloser Völkerbund. Don unserem Dr. Abst.-Äerichierstaiier. Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten! Genf, Ende September 1937. Mit der Abreise des englischen Außenministers ist das Interesse an der gegenwärtigen Tagung der Dölkerbundsversammlung stark abgeflaut und es ist sogar die Vermutung aufgetaucht, daß Eden dadurch einer allzu großen Entfaltung der Genfer Debatten rechtzeitig Vorbeugen wollte. Das Auftreten der russischen und spanischen Bolschewisten wurde nachgerade auch von den treuen Anhängern des Völkerbundes als provozierend und peinlich empfunden. Der Dalenccia-Dertreter Negrin konnte für sich immerhin den mildernden Umstand in Anspruch nehmen, daß er für eine verlorene Sache plädierte und deshalb keine Rücksichten mehr zu nehmen brauchte. Seinen Reden wurde demgemäß auch keine politische Tragweite beigemessen. Anders steht es mit L i t w i n o w - F i n k e l st e i n , dessen aggressive Reden zwar für Genf nichts Ungewöhnliches sind, den hier versammelten Diplomaten aber immer wieder vor Augen führen, welchen moralischen Verfall des Völkerbundes die Aufnahme der Sowjetunion als ständiges Ratsmitglied eingeleitet hat. Dabei ist man sich auch bewußt, daß der Graben zwischen Genf und den abwesenden Großmächten immer tiefer werden muß, je länger man es geschehen läßt, daß diese Abwesenheit von einem nur notdürftig als „Staatsmann" getarnten Komintern-Agitatoren beschimpft werden. Die Sowjets haben in Genf unstreitig eine billige Propagandatribüne gewonnen. Es fragt sich nur, ob diese Propaganda nicht auch für sie die unangenehme Nebenwirkung hat, daß immer mehr Politiker, die bisher gutgläubig den Kommunismus als eine in fortgeschrittener Verbürgerlichung begriffene Erscheinung betrachteten, durch eigene Anschauung eines Besseren belehrt werden. Dazu kommt, daß die Sowjets, abgesehen von dieser, für sie selbst zweideutigen Stimmungsmache bisher keines der politischen Ziele erreichen konnten, um derentwillen sie vor nunmehr drei Jahren dem Völkerbund beiqetreten sind. Der bolschewistische Versuch, den Völkerbund auf dem Wege über die Paktreform in eine antifaschistische Koalition umzuwandeln, ist — wenigstens nach Moskauer Auffassung — so gründlich mißlungen, daß Litwinow selbst jetzt dafür eintritt, man solle das ganze Projekt fallen lassen. Desgleichen weiß man in Moskau so gut wie anderswo, daß dem roten Spanien auch von Genf aus nicht mehr geholfen werden kann. Eine Anwendung der Völkerbundsartikel zugunsten der bolschewistischen Umsturzvläne in Westeuropa kommt also nicht mehr in Frage. ES hat sich herausgestellt, daß der von der Sowjetunion so lebhaft begrüßte Sanktionsfeldzug gegen Italien von der Mehrheit der Völkerbundsmitglieder nicht als Generalprobe für ein solches Unternehmen, sondern als abschreckendes Beispiel eines Völkerbundsabenteuers aufgefaßt wurde. Auch das in letzter Zeit in den Vordergrund getretene Bestreben der Sowjetpolitik, in Ermangelung einer festen antifaschistischen Koalition, wenigstens die bestehenden Gegensätze zwischen den beiden autoritären Staaten und den Westmächten zu verschärfen, hatte in Genf keine Erfolge aufzuweisen. Die Sowjetunion hatte zwar durch ihre herausfordernden Noten die Beteiligung Italiens an der Konferenz in Nyon verhindert, sah sich aber dann selbst von der Mittelmeerkontrolle ausgeschlossen, während England und Frankreich sich bemühten, der italienischen Stellung als zentrale Mittelmeermacht noch nachträglich gerecht zu werden. Abgesehen von den störenden Einflüssen der Sow- KleineAnzeigen im Gieftener Anzeiger werden von Tausenden beachtet und gelesen. [Verschiedenes] An-and Verkauf von Lumpen, Eisen, Papier, Flaschen u. alle Metalle. Jede Bestellung wird abgeholt. 020tH H. Schneider Neuenweg 6 Telephon 3187. November-.vermieten. 04787 Horst-Wessel- Wall Nr. 42. Schöne 5-Zim.-Wohng. mit eingerichtet. Bad, 2 Balk. u. all. Zubehör per bald zu vermiet. 63ieD Näheres: Bahnhofstr. 221 Neubau! Schöne sonnige M-Ziim-Wohn. mit Bad u. Kl. u. Gartenanteil, in nächster Nähe Gießens, ab 15. Okt. 1937 zu vermieten. Schrift!. Angeb. u. 04795 an d. Gieß. Anz. 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Aus aller Welt. Deutscher Gelehrter reformierte das chinesische Eisenbahnwesen. Professor Erich R e u l e a u x hat nach einer dreijährigen Beurlaubung, die ihm für eine Wirksamkeit in amtlichen Diensten Chinas gewährt wurde, seine Tätigkeit als Inhaber des Lehrstuhls für Eisenbqhn- und Verkehrswesen an der Technischen Hochschule Darmstadt wieder ausgenommen. In der Durchführung seiner Ausgaben im Fernen Osten hat Professor Reuleaux Gelegenheit gehabt, von dem hohen Stand der deutschen Technik Zeugnis abzulegen und das Ansehen unseres Landes zu fördern. Er lehrte zunächst als Fachprofessor an der'Tung- Chi Universität in Woesung bei Schanghai und war daneben Berater im chinesischen Eiseybahn- ministerium, wurde aber nach etwa zwei Jahren nach Nanking berufen, um dort die Beratertätigkeit im Hauptamt auszuüben. An beiden Plätzen ist es ihm gelungen, wichtige Reformen durchzuführen. Namentlich konnte er mit dazu beitragen, daß das chinesische Eisenbahnnetz in den letzten Jahren in verkehrstechnischer und wirtschaftlicher Beziehung auf eine beachtenswerte Höhe gebracht wurde. Zum Abschied erhielt Professor Reuleaux den Titel eines ehrenamtlichen Beraters. Explosionsunglück in Basel fordert fünf Tote und elf Schwerverletzte. In der Baseler Maschinenfabrik Burckhardt AG. explodierte ein Luftkompressor. Bis jetzt wurden fünf Tote geborgen. E l f Schwerverletzte wurden ins Krankenhaus gebracht. Der Sachschaden ist sehr groß. Wetterbericht des Reichswetterdienstes Ausgabeort Frankfurt. Im Rücken der Störungsfront, die heute früt) über Polen ging, und deren Durchzug auch für unerhebliche Regenfälle brachte, hat sich ein Hoch- bruefgebiet aufgebaut. Der Einfluß bringt von Westen nach Osten her durchgreifende neue Witte- rungsbesferung, ohne jedoch für längere Zeit beständiges Schönwetter herbeizuführen. Aussichten für Donnerstag: Stellen, weise Frühnebel, sonst trocken und meist heiter, nachts recht frisch, veränderliche Winde, späterhin Bewölkungszunahme. Aussichten für Freitag: Meist unbeständig, aber kein durchweg unfreundliches Wetter. Lufttemperaturen am 28. September: mittags 17,4 Grad Celsius, abends 15,8 Grad: am 29. September: morgens 10,6 Grad. Maximum 18,1 Grad, Minimum heute nacht 10,4 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 28. September: abends 14,7 Grad: am 29. September: morgens 12,2 Grad. — Niederschläge 7,1 mm. Hauptschriftleiter: Dr Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum- schein Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange: für Feuilleton: Dr. Hans Thkfaot', für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D A. VIII. 37: 9090. Druck und Verlag: Brühlsche Unioerfitätsbruderel R. Lange. K °G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM 2,05 einschließlich 25 Pf Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf mehr Einzeloerkaufs- preis 10 Pf und Samstags 15 Pf., mit del Illustrierten 5 Pf. mehr. schöne, freigeleg. 6-Himmer- Part.-Wohng. mit Wintergart., Heizung, Warm- wasser, Bad per 1. Avril 1938, ev. 15.Nov.zuverm. Anfragen Postfach 103* [ 04794 Sonnige 6-Zimmerwoltnung mit einger. Bad Loggia u.Zubeb. in gutem Hause zu vermieten. Anzus.l6-18Uhr Plockstraße 7 bei Levert. 8254V S-äS»'“"'- Keine Zeugnisse in Urschrift wabern nur Zeugnisabschriften dem Bewerbungsschreiben bei* legen 1 — Lichtbilder unoBewerbungsunter* lagen müssen zur Ber- meidung von Berlusieu aus ver Rückseite Namen und Ülnschrist des Bewerber- tragen l Jüngerer BllöWt mit Kenntnissen d. Stenographie und Schreibmaschine ver sofort gesucht. Schriftliche Angebote u. 6313Da.d.Gieß. Anzeiger erbet. Geschäftskarten bei Brühl, Gießen Frau oder Mädchen z. Putzen meines Ladens u. Büros evtl. etw. Hausarbeit, sofort ges. Heinrich Noll Papierhandlung Gießen UanD Mäusburg 7. BTjH 'S Gießen,a.Oswaldsgarten Fernruf Nr. 2145-2146 _______________________5823 a Verlobungs-Anzeigen iefert Brühl'sche Druckerei Lage, z. 15. Okt. zu vermieten. Schriftl. Angeb. unter 04796 an den Gieß. Anz. Sonniges möbl. Zimmer mit fließ. Wasser und Heizgelegenheit ver 1. Okt. oder später zu vermieten. [63o ihr, versteigere - ffi (Bekannt m Versteigert 9g, dahier) i® Barzahlung: . «Ä ^äSl ' i /Alasschranl ti«": ZS>A°, ’Ssenftä* Sm» ‘fölW* Jöll freiwJ 20/''fn^ MI,S i,nbt 6«Sj Seit. Uct «üfe 'E 9-babt"en°fe» *>nif i ’> p»n btt» * «Ä'n. «Z-K etwa ÄMn. ^e »erat A«« 'iden $iäho ° -q eit bur*6*1-1'1 es b^ag7^re. )QAn «7-ef » ebrackS^'ehuw >QU ?We. d E ben^te[ essor^?^t AT. r‘i öd)tDerDeri ’ U5 9ebra8 «u4 für M.,"n tz°d ®. *6 bimzt w. Elende neue Witt^ Egere Zeit besA I "Stag: Steller und meist heitn >e Winde, späteH \ ^8: Meist unb,- freundliches Welle Jtember: mittags 1? Ö; am 29. Septembr 18,1 Grad, Minimir ;mPeraturen in 10 r mds 14,7 Grad: o- 5rab. — Niederschlöc: >ch Wilhelm Hangt leiters: Ernst 'H if und für die M m: Or.-ansThck, Zlumschein. Ansts ich für den $nfjuli'lii D. 21. VIII. 37: M Unioersitätsdniiikie! eßen. Monatsbeiugs- 5 W 3ufW* ?f)r. Ginjelwrtaufa 15 M, mit btt mehr. 5 W W aüWa llr.227 Zweites Blatt Kteßener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberheften) Mittwoch, 29. September |937 Aus dem Reiche der Krau PRAKTISCHE VORSCHLÄGE UNSERES MODEZEICHNERS MODISCHES - PIIZ UND LEDER! Meisterinnen der Hauswirtschaft. NSG. Der Nationalsozialismus hat die Frauen vor mancherlei große neue Ausgaben gestellt, eine der entscheidendsten aber haben sie im Haushalt zu vollbringen. Die Zeit, in der man hauswirtschaft- liche Leistungen gegenüber jeder primitivsten außer- häuslichen Berufsarbeit minderbewertete, ist vorbei. Wenn wir heute eine breite Schicht von Frauen brauchen, die Hauswirtschastsmeisterin- n e n sind, so bedeutet das mehr als Meisterin auf irgend einem anderen Gebiet. Das Meisterin-Sein soll sich hier nicht nur in meisterhaftem fachlichen Können erweisen, sondern es umfaßt die ganze frauliche Persönlichkeit. Die Ausbildung zur Meisterin der Hauswirtschaft strebt eine Bildungsvertiefung für d i e Hausfrau an, die sie in die Lage versetzt, haus- und volkswirtschaftlich richtig zu handeln. Zwei Jahre hindurch wird in fünf Wochenstunden (an einem Nachmittag) folgendes behandelt: Nadel- arbeit und Heimgeftaltung (100 Stunden). Nahrungsmittel- und Ernährungslehre mit praktischem Kochen (140 Stunden), Hauspflege, Wohnungs- und Wäschebehandlung (60 Stunden), Gesundheitspflege (40 Stunden), Erziehungslehre (20 Stunden), hauswirtschaftliche Berufs- und Erziehungsfragen (30 Stunden), nationalpolitische Schulung (10 Stunden) Als Voraussetzungen für die Teilnahme sind ein Mindestalter von 24 Fahren festgesetzt und eine leitende praktische Tätigkeit im eignen oder fremden Haushalt. Für geprüfte Hausgehilfinnen ist außer der zweijährigen Lehrlingsausbildung eine weitere fünfjährige selbständige hauswirtschaftliche Tätigkeit und ein Mindestalter von 28 Fahren erforderlich. goldenen Tönen. Die kleinen Kugelknöpfe am Kleide sind aus gelbem Metall. Die Mütze ist wie ihre Schlaufengarnitur aus braunem Filz mit einem Paspel aus farbigem Leder. Hut, Tasche und Handschuhe sind aus dunkelblauem Filz mit aufgesteppten Blenden (und Monogramm) aus dunkelblauem Kalbleder. Die Tasche ist mit einem schottisch-karierten Baumwollstoff gefüttert. H. Die in der Ausbildung gewonnenen cheoretischen Erkenntnisse bekommen aber erst in der praktischen Anwendung ihren Sinn. So ist es undenkbar, daß eine nationalsozialistische Meisterin der Hauswirtschaft auf allen Gebieten des Ernährungswesens oder der Gesundheitspflege beschlagen ist und dabei ihren eigenen Haushalt nicht in Ordnung hat. Nein, sie muß durch ihre vorbildliche Haushaltsführung beispielgebend sein für ihre Umgebung und insbesondere für den hauswirtschaftlichen Nachwuchs Die gesamte Ausbildung ist darauf ausgerichtet, die Frauen über ihren häuslichen Kreis hinaus zum Verantwortungsbewußtsein gegenüber Volksgesundheit und Volkswirtschaft zu erziehen. So wird man von der Meisterin der Hauswirtschaft in Notzeiten den Beweis ihrer Einsatzbereitschaft fordern und erwarten müssen, daß sie jederzeit in der Lage ist, anderen beratend zur Seite zu stehen. Die Frauen aber, die sich freiwillig noch einmal zwei Jahre auf die Schulbank setzen, um im Interesse des Volksganzen ihren Blick zu weiten, werden von der breiten Masse der deutschen Hausfrauen als Führerinnen anerkannt werden müssen. Aus ihnen wird der hauswirtschaftliche Führerinnennachwuchs erwartet für alle die großen Aufgaben, die der deutschen Frau heute innerhalb der Volksgemeinschaft über den Rahmen ihrer Familie hinaus gestellt sind. Fn Frankfurt, Darmstadt und Wiesbaden werden in den nächsten Wochen neue Meisterinnen- kurse begonnen. Anmeldungen dazu ,und Auskünfte über die Ausbildung geben die Dienststellen der NS.-Frauenschaft und des Deutschen Frauenwerkes. am Abendkleid dagegen mit funkelndem Straß besetzt, der Reißverschluß Der neue Hut zeigt im allgemeinen erhöhte Formen. Vielfach im Fockey- oder Tschakostil. Man hat die Wahl zwischen Barett mit langem Visier, dem Toque. zugespitzten Hüten und einer Reihe von Zwischenformen. Für den Nachmittag erfreut sich der H a l b s ch l e i e r wieder großer Beliebtheit. Einige Modehäuler erregen durch ihre extravaganten Kleider- und Hutmodelle besondere Aufmerksamkeit. Sichtlich waren diese Modelle weniaer aus den nationalen als aus den internationalen Geschmack abgestimmi Es wäre interessant zu erfahren, für welche dieser Modeschöpfungen die Vertreter der einzelnen Nationen das größere Interesse zeigten, welchen nationalen Geschmacksrichtungen insbesondere die einzelnen Farben und Formen am meisten entsprachen Die 5. Deutsche Exportmodeschau der Industrie und die Ulmer Schau des Damenschneiderhandwerks, auf denen dies alles zu sehen war, boten jedenfalls eine Vielseitigkeit aus der das absolut Neue nur mit einiger Aufmerksamkeit herauszufinden war. Was bringt die Wintermode? Von Inge Blutt). V. A. Eine grundsätzliche „Umwälzung" hat Frau Mode uns auch in diesem Jahr nicht gebracht Tut sie das überhaupt, oder immer nur so allmählich mit kleinen Einzelheiten, so daß wir es im Augenblick gar nicht so bemerken? Die „Neuheiten" fügen sich jedenfalls harmonisch dem bereits Vorhandenen ein, ohne die bisherigen Modeschöpfungen als unmodern zu verdrängen. Bedeutet z. B der nicht unwesentlich kürzere R o ck am Vor- und Nachmittagskleid etwas sensationell Neues? Erweckt er nicht die (Erinnerung an jene sackartigen kniefreien Kleider vor zehn Jahren, die die weibliche Anmut gar zu sehr vergewaltigten und die man beim Durchblättern unseres Photoalbums am liebsten überschlägt? Wie konnte man nur .. ? Das kurze Kleid von heute ist jedoch keine Wiederholung, denn es wirkt weiblicher und hebt nur das Mädchenhafte der Frau dezent hervor. Für den Vormittag werden uns vor allem die modernen Woll- und Fersenstoffe zu schlickten Kleidchen mit glatten, faltigen ober glockigen Röcken vorgeführt. Der glatte Aerme! mit der kaum verbreiterten Schulter überwiegt. Stärker als je zuvor spielen Biesen, Säume und Kurbeln eine Rolle, ohne die glatte Linie eigentlich zu stören; ein Zeichen fleißiger Handarbeit. Die Kostüme werden ie nach Belieben mit kurzer ober längerer Jacke getragen. Der starke Farbenkontrast von Rock und Jacke ist fast ganz verwischt. (In der Herrenmode ist dieser Kontrast von Jackett und Hose bekanntlich noch verschärft) Die neue Farbenskala ist: braun, rot, mattgrün und pflaumenblau. Die Kostüme zeigen zum Teil neuartige kleine Pelzver- zier ungen. Als Lieblingsfarbe für Komplets, Nachmittagsund Abendkleider wird schwarz bevorzugt, dessen Herbheit jedoch durch eine interessante Neuheit: die Drapierung um die Brust gemildert wird, die in ihrer (meist) geschmackvollen Anordnung die Anmut des weiblichen Stils noch unterstreicht. Für den Abend haben die Stoffschöpfer auch aus den neuen Stoffen eine Fülle von bezauberndem Material geschaffen, das der Frau die Auswahl wirklich schwer macht. Viel Gold- und Silberlarne- stoffe ziehen die Blicke auf sich und besonderer Vorliebe erfreuen sich die spinnwebfeinen, duftigen, blumen- und blätterdurchrankten Spitzenstoffe. Im Ballsaal hat das hals- und rückenfreie Kleid den Sieg errungen. Dieser Schnitt in Verbindung mit der vorn hochgeführten Brust- und Halspartie erinnert sehr an die bekannte Strandmode der Brusttücher. Viele Abendkleider zeigen aber auch an Stelle der Dekolletes eine Tüllspitzengar- n i e r u n g, wie sie zu Großmutters Zeiten — allerdings in neuzeitlicher Form — auch schon mal dagewesen ist. Der tiefe Halsausschnitt ist aus der Endlich sind sie da, die Piste! , -bon Frida Aisch, Bad-Naudeim - Lange genug habe sie auf sich warten lassen« ' Manch ein Pilzfreund hatte schon für dieses Jahr ' Abschied genommen von seinem Leibgericht. Aber ’ jetzt sind sie desto reichlicher da und haben sich gleich mit einigen Riesen-Champignons von je mehr als einem Kilo eingeführt! Wenn wir von glück» licher Pilzjagd kommen, verlesen wir die Beute ’ sofort. Alle müssen helfen, auch wenn sie noch fo müde sind. Aber dann kommt der Lohn. Die allerwinzigsten Wickelkinder werden fein sauber gemacht. Wir wissen, daß wir nicht die Haut abziehen, denn sie enthält den meisten Duft. Sie werden sofort in leichtem Essigwasser gekocht, bis sie zusammenfallen, mit diesem Wasser in Gläser gefüllt und eine Stunde bei 100 Grad entkeimt. Am nächsten laae noch einmal bei 100 Grad eine halbe Stunde. Kann man nicht gleich von allen gekochten Pilzen das Wasser verwenden, geben wir alle gewachsenen Abfälle hinein — faule und schlechte Stellen natürlich nicht — tun Suppengrün dazu, was gerade da ist, kochen alles gut eine Stunde durch. Dann gibt man die Tunke durchs Sieb, kocht auf den dritten Teil ein, füllt in kleine Flaschen, entkeimt 20 Minuten bei 90 Grad und hat eine prachtvolle Beigabe zur Verbesserung von Suppen und Tunken, die sich viele Jahre, auch im Anbruch hält. Salat von Champignons: Junge feste Pilze schneidet man, nachdem sie gründlich gereinigt sind, in feine Scheiben und vermischt sie mit folgender Tunke: 50 Gramm Butter schwitzt man mit einem guten Eßlöffel Weizenmehl, Type 1050, gelb, kocht davon mit % Liter Milch eine sämige Tunke, die man mit Eigelb abzieht, mit Pfeffer, Salz, Zitronensäure abschmeckt und kalt mit den Pilzen anrichtet. Gemüsenudeln mit Edelpilzen: V* Kilo frisches Kalbfleisch dreht man mit 500 Gramm säubern Pilzen und einer kleingeschnittenen Zwiebel durch die Maschine. Hierzu verwendet man die Stiele, größere und unansehnliche Stücke der Pilze. Dieser Brei wird mit einem Ei, Salz, Pfeffer, ganz wenig abgeriebener Zitronenschale, einem Eßlöffel Grünkernmehl, und soviel geriebenem Weißbrot vermischt, daß man daraus gut kleine Klopse formen kann. In stark verdünntem Aepfelwein läßt man die Klößchen garziehn. Man kann auch den Wein mit Fleischbrühe verlängern. Nachdem die Klößchen herausgenvmmen sind, bindet man die Tunke mit Eigelb und Kartoffelmehl. Dazu reicht man in Wasser gekochte Gemüsenudeln, die mit einer Wenigkeit brauner Butter beträufelt und mit geriebenem deutschen Parmesankäse durchgeschwenkt sind. Familienfreude: Eine Backform bereitet man gut vor mit Fett und Semmelkrümeln. Die Pilze schmort man mit wenig Fett, kleingewiegten Zwiebeln oder Schnittlauch, etwas Salz und gehackter Petersilie schnell durch. 250 Gramm ©rau» pen oder Reis werden in Fleischbrühe steif ausgequollen. Abwechselnd gibt man Häufchen Pilze und Graupen in die Form. Hat man wenig Pilze gefunden, stellt man rohe Tomaten dazwischen, deren Deckel man abschneidet; die Früchte werden etwas ausgehöhlt und mit allen möglichen Fleischresten, die feingehackt und mit Gewürz abgeschmeckt sind, gefüllt. Auf alles kommt folgender Guß: Zwei Eßlöffel Butter und zwei Eßlöffel Mehl werden hell- gelb geschwitzt und mit zwei Tassen Fleischbrühe glatt gekocht. Abgekühlt quirlt man ein ganzes Ei und drei Eßlöffel geriebenen, deutschen Schwei» Zerkäse darunter. Bei guter Oberhitze 30 Minuten backen. Mit grünem Salat reichen. „W ü r z p i 1 z e : In leichtem Salzwasser vorgedämpfte kleine Pilzchen läßt man abtropfen, legt sie in Gläser mit kleinen Chalotten, Pfefferkörnern, ein klein wenig Senfkörnern, wenig gewürfeltem Meerrettig, einem Lorbeerblatt auf einen Liter, be- giefet sie mit gutem Weinessig und sterilisiert bei 100 Grad eine Stunde. Am andern Tag nochmals eine Stunde. Als Beigabe zu gebratenem Fleisch. Junge, feste Champignons geben eine nette Ab» wechslung in unferm Brotbelag, wenn wir sie fein» aeschnitten a u f JB u 11 e r b r o t reichen. (Eine zweite Art ist dies: Die feingeschnittenen Pilzscheiben werden in heißem Schweinsfett oder Butter mit wenig Zwiebeln, leicht mit Pfeffer und Salz gewürzt, durchgebraten und kalt als Belag gegeben. Hält sich einige Tage, im Kühlen aufgehoben. Ein einzelner Pilz gibt ein kleines, warmes Gericht, wenn er fein gewürfelt, in steigender (wenig!) Butter durchgeschwenkt, mit feiner Petersilie bestreut, über ein weichgekochtes, ausgeschnittenes Ei gegossen wird. — Daß er in feinen Scheib- chen allen Bratentunken veredelt, haben wir alle schon erfahren. Große Pilzköpfe, denen die Lamellen genommen sind, geben wir statt dessen eine Füllung von gehacktem, würzig abgeschmecktem Hackfleisch von Schwein, Rind, Kalb oder Fisch. Dann setzen wir sie nebeneinander in eine feuerfeste, gut vor- bereitete Form, gießen obenauf etwas mit Eigelb verrührte, leicht gesalzene Buttermilch und backen im Ofen fertig. Mit Kartoffelbrei als Mittagessen. Jetzt kommt zum Schluß aber noch etwas ganz besonders Gutes, was ich mir erst vor ein paar lagen ausgeprobt habe: Champignons in neuer Weintunke: Etwa 400 Gramm frische, ganz kleine Edelpilze wer- den gesäubert und in wenig dünnem Essigwasser mit ganz wenig Salz fast weich gekocht. Dann be- träufelt man sie mit dem Saft einer Zitrone, nach, dem sie abgetropft sind, und läßt sie zwei Stunden durchziehn. In zwei Eßlöffeln von der Pilz, brühe verrührt man einen Eßlöffel Maiskernpuder und zwei Eigelb, gibt eine Tasse wenig süßen Trau- benmost dazu und schlägt alles im Wasserbad, bis es anfängt, dick zu werden. Es darf nicht kochen. Man gibt die Champignons mit dem neu entstandenen Saft hinzu, läßt noch kurz im Wasserbad durchziehen und schmeckt die Tunke ab mit soviel Zucker, als man zwischen drei Fingern fassen kann, einem Hauch geriebener Zwiebel, einem Hauch Salz und etwas reichlicher weißem Pfeffer. Richs von allen Zutaten darf vorschmecken. Alle sollen nur den Pilzgeschmack heben und den Duft des Traubensüßmostes — natürlich weißen — recht zur Geltung bringen. Mit frisch gerösteten Weiß» brotscheiben reichen. Ab^ndrobe deshalb nicht verschwunden, zeigt aber neuartige Durchbrechungen. Die zierliche Taille ist wieder hoch angesetzt, auch der Rock schwingt nach unten glockig aus. Noch vermochte der kurze Rock das Abendkleid nicht zu erobern. Einzelne Tanz- kleider sind jedoch nui knöchellang, eine von eifrigen Tänzern gewiß lebhaft begrüßte Neuerung. Die langen Abendkleider zeigen noch häufiger als früher Schlitze, teilweise noch länger als damals in den letzten Vorkriegsjahren. Infolge des strandkleidartigen Zuschnittes der Abendkleider — Morgenröcke und -kleider find durchweg hochgeschlossen — wird der schlanke anliegend gearbeitete Abendmantel aus Silberoder Goldlame fast zur unvermeidlichen Notwendigkeit, oder es iehlt nicht der hauchzarte T ü 11 ü b e r- w u r f mit passenden Handschuhen, ferner auch nicht der winzige Muff Pelzcape ober -jacke sowie das Bolero, das uns schon gar nicht mehr so „spanisch oorkommt" Erne neckische Neuheit ist übrigens der teilweise aus fantastischen Stoffen gearbeitete Abendmantel mit angeschnittener pelzverbrämter Kapuze Und dann noch eine originelle Ueberraschung: am Nachmittagskleid leicht verdeckt. Modisches aus Filz und Leder, für ge= chickte Hände auch zum Selbstanfertigen, zeigen wir heute. Zu einem einfachen, sandfarbenen Wollkleid, dessen Halsbändchen, Gürtel, Rocksaum und Manschetten aus braunem, aufge- t e p p t e m Filz bestehen, wird ein kurzes B o - lerojäckchen als Ergänzung getragen. Sein Material ist das des Kleides, die breiten Blenden ind wieder aus braunem Filz, die türkischen Ornamente aber aus weichem Leder in roten und Es naht der Herbst. Gesundheitspflege in der lleberganqszeit Noch sind die Tage voll Sonne und Wärme, doch die Dunkelheit bricht früh herein und feuchte Nebel verkürzen den Aufenthalt im Freien Trotz sportlichen Uebungen im Sommer, in Wind, Wasser und Sonne, die die Anfälligkeit für Krankheiten sehr vermindern, steigt im Herbst die Zahl der Erkrankungen stets erheblich an, vom harmlosen Schnupfen bis zur schweren fieberhaften Entzündung. Besonders empfindlich sind die Atmungsorgane. Husten, Heiserkeit. Verschleimung und Entzündung der Lungen gehören zu den gefürchteten Krankheiten, die Die kalt-feuchte Witterung mit sich bringt Durch vernünftige vorbeugende Maßnahmen lassen sich manche Erkrankungen der Uebergangszeit vermeiden. Die ersten Anzeichen körperlicher Dersttmmung stellen sich mit Beginn der Heizperiode ein. Die trockene, warme Luft in den Zimmern, in der die feinsten Staubteilchen herumwirbeln, wirkt schädigend auf die Atmungswege und steigert die Empfindlichkeit der Schleimhäute, die dann dem Eindringen der Krankheitserreger zugänglich werden. Man muß beim Heizen für genügende Luftfeuchtigkeit sorgen, indem man an Zentralheizungskörpern wassergefüllte Tongefäße anbringt. Bei Ofenheizung ist besonders die Staubentwicklung durch auffliegende Asche während des Reinigens störend. Man sollte über den Aschenbehälter beim Heraustragen ein altes feuchtes Tuch legen. Die Zimmertemperatur darf nie mehr als 18 Grad Celsius betragen; wenn man sich bewegt, genügen 17 Grad Celsius Für ausreichende Lüftung ist zu sorgen Verbrauchte Luft macht krank und anfällig Das Schlafen bei geöffnetem Fenster ist sehr gesund. In der Herbstzeit jedoch ist Vorsicht geboten Die naßkalten Nebel bringen in das Zimmer und können dem Bewohner nicht nur einen gehörigen Schnupfen, sondern auch heftige rheumatische Gliederschmerzen bringen Bei klarer Witteruna und bei Frost sollen die Fenster nachts geöffnet bleiben Auch unzweckmäßige Kleidung kann an manch einer heftigen Erkältung Schuld tragen. Falsch ist es. beim Einsetzen der kühlen Witterung dick vermummt einherzulaufen. Meist gerät man dabei unnötig ins Schwitzen und dann kann jeder geringfügige Luftzug den empfindsamen Körper gefährden. Besonders die Kinder, die sich meist lebhaft im Freien bewegen, brauchen im Herbst noch keine dicken Wollsachen. Ein einfacher Trainingsanzug, der luftdurchlässig und gegen Wasser imprägniert ist, dürfte an kühlen Tagen die zweckmäßigste Kinderkleidung sein. (Es ist auch nicht richtig, wenn man stets ohne Kopfbedeckung und ohne Mantel in Kälte und Regen herumläuft. Wenn man trotz vernunftsgemäßer Lebenshaltung eine (Erfüllung gepackt hat, so müssen wir darauf achten, unsere Mitmenschen vor einer A n - ft e cf u n g zu bewahren Beim Husten oder Niesen schütze man Mund und Nase stets durch Vorhalten eines Tuches Bei einem einzigen Niesstrahl werden über Millionen Batterien in die Luft geschleudert. Bei fieberhafter Erfranfung gehört jeder Patient ins Bett, denn er würde durch Ausübung des Berufes seinen Zustand nicht nur verschlimmern, sondern auch andere Mitarbeiter durch Ansleckungs- möglichfeit gefährden Es gibt viele bewährte Hausmittel, die eine Erfüllung bald beheben Bei ernsten Kranfheitserscheinungen jedoch muß man unverzüglich den Arzt rufen. Dr. L. H.' Am höchsten See der Welt Eine Fahrt in das bolivianische Hochland Aus aller Welt Die am Rechenschaftsbericht der Technischen Nothilfe. Technische Nothilse beschließt grüßungsansprache konnte der Leiter der Kameradschaft Mainz, Regierungsrat Zana, viele Ehrengäste aus Partei, Staat und Wirtschaft begrüßen. Mit besonderer Freude richtete er seinen Gruß an das aktive Militär, an dessen Spitze Stadtkommandant Oberst v. Koppelow und die Kommandeure der Truppenteile der Garnisonen Mainz und Wiesbaden. Unter den Kameraden galt sein besonderer Gruß Exzellenz Zithen, dem Führer des Waffenrings, und dem Chrenführer Oberst B e s n e r , vor allem aber Exzellenz S i e g e r, der vor 31 Jahren Kommandeur der 3er in Mainz war und während des Weltkrieges als Führer des 18. Reservekorps mit dem Pour le mörite mit Eichenlaub ausgezeichnet wurde. Rach dem Einmarsch der Fahnen hielt der Führer des Landesverbandes Hessen-Thüringen, Generalmajor a. D. W e h r l e, die Festansprache. Rechtsrat Dr. Falk entbot im Namen des verhinderten Oberbürgermeisters den Gruß der Stadt und der Bevölkerung. Regierungsrat Zang konnte einige Begrüßungstelegramme verlesen, u. a. von Generaloberst Freiherrn v Fritsch, den Oberbefehlshaber des Heeres. Größte Begeisterung löste das Dank- und Grußtelegramm des Führers und Reichskanzlers aus. Sonntag vormittag begaben sich die Teilnehmer in geschlossenem Zuge zu den Gedenkstätten für ihre gefallenen Kameraden. Hier fanden würdige Feiern statt. Danach marschierten die Angehörigen der beiden Regimenter durch die von Tausenden von Zuschauern umsäumten Straßen der Stadt zum Gutenbergplatz, wo vor dem Stadtkommandanten und den Generalen und Offizieren em Vorbeimarsch erfolgte. Erster deutscher Bädertag in Bad Salzuflen. In Bad Salzuflen nahm der e r st e deutsche B ä d e r t a g des Reichsfremdenverkehrsverbandes feinen Anfang. Der Präsident der Reichsfremdenverkehrsverbandes, Staatsminister a. D. Esser, unterstrich in seiner Begrüßungsansprache die wertvolle Arbeit, die die deutsche Bäderwirtschaft für das Gesamtwohl leiste. Kreisleiter Wedder- will überbrachte im Namen des Gauleiters Dr. Meyer die Grüße der lippischen Landesregierung. Die Vorträge leitete ein Referat des Landrates Weißendorn, Bergen auf Rügen, über die Zusammenarbeit der Kurverwaltung und der Dem göttlichen Gebote gehorchend, wanderten die Götterkinder nach Norden. Schließlich gelangten sie nach einer langen Wanderung in das Tal von Kusko, wo der Stab mit Leichtigkeit in der Erde versank. Das war also das Tal, welches ihnen ihr Vater, der Sonnengott, zum künftigen Wohnplatz angewiesen hatte. Als die Eingeborenen die prächtigen Kleider und den kostbaren Goldschmuck sahen, mit welchem beide ausgestattet waren, schenkten sie ihren Worten Glauben, beteten sie an und gelobten ihnen Gehorsam. So entstand Kusko, die Stadt der Paläste, das Zentrum des Jnkareiches Tahu- antinsuyu. — Eine Stätte geheimnisvoller Sagen sind auch die Ruinen von Tiahuannaco, die in der Nähe des Sees liegen. Mächtige Monolithen und Götterfiguren stehen auf der Hochebene in einsamer Verlassenheit. Steinbilder können nicht reden. Und so zerbrechen sich die Gelehrten ihre Köpfe ob ihrer Herkunftsrätsel. Besonders interessant ist das San - nentor, von dem das ethnographische Museum in Berlin eine naturgetreue Nachahmung besitzt. Manche behaupten, es handle sich hier um die ältesten Bauwerke der Erde überhaupt. Diese Tempel bestanden schon lange vor der Zeit der Inkaherrschaft. Selbst die Inkas dürften diese Bauten jedenfalls mit Bewunderung betrachtet haben, denn so wie uns, scheint auch ihnen die Herkunft der Erbauer von Tiahuannaco unbekannt gewesen zu sein. R. Klat. Unsere Mutter Erde trägt viele Seen, doch gibt es nur einen, der für sich den Ruhm beanspruchen kann, als der höchst gelegenfte See der Welt zu gelten: es ist der Titicaca im bolivianischen Andenhochland. Er liegt in einer Seehöhe von 3 9 0 0 Meter und hat bei einer durchschnittlichen Breite von 60 Kilometer eine Länge von 220 Kilometer. Voller Wunder und merkwürdigster Gegensätze ist der See und seine Umgebung. Es mutet den Reisenden höchst sonderbar an, wenn er hier erben, in einer Höhe, die fast den Jungfrau-Spitzen gleichkommt, bebaute Felder findet und ein Dampfschiff besteigen kann, das zwischen den Ländern Peru und Bolivien den Verkehr aufrecht erhält, da der Titicaca das Hoheitsgebiet obengenannter südamerikanischer Staaten umfaßt Es ist eine interessante Eisenbahnfahrt, die den Reisenden von den heißen Tropen der Westküste Südamerikas hinauf nach den eisigen Höhen des andischen Hochgebirges fuhrt. Dan man in Arequipa, auf der Mitte des Reiseweges nach dem Titicaca, übernachten muß, gelangt man erst am zweiten Reisetag an die Ufer des Sees. Doch bevor der Reisende seine Schönheiten bewundern kann, erlebt er gewöhnlich eine höchst unliebsame Ueber- raschung: es ist die Bergkrankheit — Soroche genannt. So wie Neptun im Meere von den Schiffsreisenden seinen Tribut fordert, so scheinen auch die alten Berggötter der Inkas ihr Lösegeld von den Wanderern zu verlangen, die das Bergreich des Gottes Apu Sallkantay betreten. Bolivien, die Schweiz Südamerikas, ist ein höchst sonderbares Land. Nicht nur geographisch, sondern auch ethnographisch gesehen, zerfällt es in zwei ganz verschieden geartete Teile. Sein Zentrum liegt im Hochlande der Anden mit dem größten Bevölkerungsteil. Während in den Bergen Ketschua- und Aymara-Indianer leben, Nachkommen jener Rassen, über die einst die Inka-Kaiser regierten, leben in den Urwäldern des Tieflandes, der „grünen Hölle", noch verschiedene alte Stämme. Bei der Abgeschlossenheit Boliviens und dem starren Festhalten der Urbevölkerung an althergebrachter Tradition, ist es nicht zu verwundern, wenn man die sonderbarsten Gegensätze antrifft: Lamaherden neben Lurusautos, modisch gekleidete Menschen neben Indianern in der alten Jnkatracht. Da der Titicaca in nächster Nähe von La Paz lieat, Boliviens eigentlicher Hauptstadt, sind seine Schönheiten für den Pazenjer ein leicht erreichbarer Sonntagsausflug. Und so wie etwa der Berliner Sonntags in seinen Grünewald fährt, kann der Pazenjer das für einen Mitteleuropäer wunderbare und seltsame Erlebnis genießen, sich auf 4 00 0 Meter Höhe in einem Binsenboot schaukeln zu lassen. Er spaziert am Seeufer zwischen uralten Ruinenstätten entlang, als wäre dies die alltäglichste Sache von der Welt. Die kristillklare, kalte Luft des Hochlandes ermöglicht weite Fernblicke. So sieht man vom See aus die Gletscherspitzen der Königskordillere, und majestätisch grüßt der ewig schneebedeckte Illimani, das Wahrzeichen von La Paz, herüber. Bei ruhigem Wetter liegt die weite Fläche des Sees wie eine gläserne Scheibe da. An den Ufern erstrecken sich Felder, die terrassenförmig wie die Inkafelder in Kusko angelegt sind. Man baut Gerste, die die Indianer nicht mit Sicheln, sondern mit krummen Messern, die quer am Schaft sitzen, schneiden. Seltsame Fahrzeuge entdecken wir auf dem See. Sie erinnern uns beinahe an chinesische Dschunken. Es sind die aus Schilf geflochtenen Boote der Indianer, Balsas oder Binsenboote, deren Segel aus Schilf gefertigt sind. Abends, bei Sonnenuntergang, werfen diese Indianerdschunken phantastische Silhouetten auf das Wasser. Berühmt ist die S o n n e n i n s e l im Titicaca. Bereits die spanischen Chronisten der Kolonialzeit berichten von einem sagenhaften Ereignis, das sich dort zugetragen haben soll. Hören wir, was uns hierüber der Geschichtsschreiber Garcilasso, Inka de la Vega, in seinen oft zitierten und als geradezu klassisch geltenden „Wirklichen Begebenheiten" erzählt: Mitleid ergriff den Sonnengott über die unglücklichen Bewohner von Peru, welche, in tiefster Barbarei versunken, weder Tugend noch Gesetze kannten, sondern, dem wilden Tiere gleich, in viehischer Roheit ihr Dasein fristeten. Er beschloß, sie zu einem geregelten Leben zu führen, damit sie das öde und brachliegende Land bebauten, die wild auf den Bergen lebenden Lamaherden zähmten und sich dienstbar machten, in Umgang und Gemeinschaft wohnten und ihm, ihrem Gott und Schöpfer, Verehrung und Anbetung darbringen sollten. Um diese Wohltaten den unglücklichen Wilden zuteil werden zu lassen, erwählte er zwei seiner Kinder, ein Geschwisterpaar, Manco Capac und Mama Ocllo, und versetzte sie nach der großen Insel, der heutigen Sonneninsel im Titicacasee. An der Stelle aber, wo es ihnen gelänge, einen goldenen, ihnen mitgegebenen Stab in die Erde zu treiben, sollten sie ihren Wohnsitz errichten und in Milde und Gerechtigkeit über bas Volk herrschen. 30. September ihr 18. Tätigkeitsjahr. Eine Reihe innerer Ausbaumaßnahmen und zahlreiche Einsätze standen im Vordergrund der Arbeit. So wurden Nothelfertrupps an 482 verschiedenen Stellen — vorzugsweise zur Beseitigung von Wasser-, Schnee-, Sturm- und Feuerschäden (Waldbränden), ferner bei zahlreichen Verkehrsunfällen — im Interesse der Allgemeinheit eingesetzt. In Hunderten von Fällen führten fachliche Kräfte technische Hilfsarbeiten aller Art aus. Im Wniterhilfswerk 1936/37 erzielte die Technische Nothilfe die Anerkennung der maßgebenden Stellen wieder für die beträchtlichen freiwilligen Leistungen der Nothelferschaft. In elf Landesgruppen waren 28 000 Nothelfer im Hilfswerk tätig. Es wurde eine Erkundung der Einsatzstellen und die Personalbedarfsfeststellung durchgeführt, die Sichtung der Nothelferschaft durch die Aufstellung von TN.-Stammblättern eingeleitet, neue Orts- und Untergruppen gegründet und die praktische und theoretische Ausbildung überall fortgesetzt. Um die Mitwirkung der TN. in der Katastrophenbekämpfung noch wirksamer zu gestalten, wurde mit der Ausstellung motorisierter Bereitschaftszüge begonnen. Auf der Reichsschule der Technischen Nothilfe für den Instandsetzungsdienst auf Burg Eisenhardt in Belzig wurden zahlreiche Führer praktisch ausgebildet. So stand auch das 18. Tätigkeitsjahr tm Zeichen ernster Arbeit für Volk und Führer. — Der Chef der Technischen Nothilfe, SS.-Gruppen- führer W e i n r e i ch , hat der Führer- und Not- helserschaft für ihre treue Mitarbeit Dank und Anerkennung ausgesprochen. Artilleristentreffen in Mainz. LPD. Mainz, 26. Sept. Zu einem großen Erlebnis für Tausende ehemaliger Fußartilleristen wurde die Wiedersehensfeier der ehemaligen Angehörigen des Brandenburgischen Fußartillerie-Regiments Generalfeldzeugmeister Nr 3 und des Thüringischen Fußartillerie-Regiments Nr. 18. Von nah und fern, sogar aus dem Ausland, waren die ehemaligen „Fußer" in ihre alte Garnison geeilt. Die Festfolge begann am Samstag mit einem Begrüßungsabend in der Stadthalle. In feiner Be- Gießener Gtadttheater. Andr6 Birabeau: „Mein Sohn, der Herr Minister." Wir sahen vor kurzem den Film, der, unter dem gleichen Titel wie die deutsche Uebersetzung, nach dem Lustspiel „Fiston" des Franzosen Andre Birabeau von der Ufa gedreht wurde. Hier haben wir das Urbild: eine Mischung aus Familienschwank und politischer Satire. Ein Franzose macht sich ein Vergnügen daraus, die gegenwärtigen Zustände in seinem Lande unter die Lupe zu nehmen und zu glossieren. Begriffe, die uns aus der täglichen Zeitungslektüre als Bestandteile des politischen Alltags jenseits der deutschen Grenzen längst geläufig sind — Parlamentarismus, Demokratie, Volksfront — kommen uns vertraulich nahe, indem wir einen Blick hinter die Kulissen werfen. Und da das gewissermaßer an der Hand oder durch die Brille eines Franzosen geschieht, brauchen wir uns, als Außenstehende, kein Gewissen daraus zu machen, — als ob wir uns etwa eine Indiskretion erlaubten * Wir Jagten schon in der Besprechung des Films, daß das Hauptmotiv, das eigentlich politische, nicht neu sei. Man hat sich bereits vor Birabeau über die traurig-komische Figur des politischen Dilettanten lustig gemacht, der über Nacht auf einen Ministersessel geschoben wird. Dies und die Atmosphäre des Vorzimmers wie des Arbeitszimmers in einem Ministerium geben mehr als reichlich Anlaß zu politischen Randbemerkungen, die stellenweise so bösartig sind, daß wir nicht darüber zu lachen wagen würden. Aber es handelt sich ja nicht um uns, sondern um unsere Nachbarn, und es ist ein Franzose, der diese Bemerkungen macht. Ob seine Landsleute, wie wir, darüber lachen, wisien wir nicht. * Aber auch nur ein Franzose, scheint uns, konnte den Einfall haben, das politisch-aktuelle Thema mit einem privaten, familiären, allgemein menschlichen zu konfrontieren und zu verquicken: der junge Mann, der eines Tages, von seiner ehrgeizigen Mama protegiert Minister wird, erlebt die pein- liche Ueberraschung, an seiner neuen Wirkungsstätte feinen leiblichen Vater (von dessen Existenz er seit dreißig Jahren nur eine dunkle Ahnung hat) als Amtsdiener wiederzufinden. * Der Film nahm sich, wie wir sahen, nur flüchtig Z it, dies zu exponieren- das Stück geht w s kaum zu vermeiden war, da hier die Spielregeln grundsätzlich anders lauten, viel ausführlicher auf die Vorgeschichte und auf die dunkle Vergangenheit des neuen Herrn ein; es gibt hier eine Wiedersehensader Erkennungsszene nach der andern: Mama und Papa, Vater und Sohn, Schwiegervater und Schwiegertochter ... immer neue Nuancen eines rührenden Familienbildes, ja nicht genug damit: Birabeau führt sogar noch einen zweiten Vater ins Gefecht, denn Mama hat inzwischen noch einmal geheiratet. (Eine Pointe, die der Film entbehren konnte, da er seinerseits neue Gesichtspunkte beibrachte.) * Wir wollen darauf verzichten, die Geschichte der politischen Familie oder der Familien- und Geschäftspolitik in Einzelheiten zu verfolgen, um der Phantasie der späteren Besucher nicht 'vorzugreifen und ihnen das Vergnügen an der Ausmalung der sich häufenden Komplikationen nicht zu schmälern. Dr. Erich Schumacher hat das Lustspiel in Szene gesetzt. Seine Regie war darauf bedacht, die neu verpflichteten Kräfte mit den alten zur Ensemblewirkung eines einheitlichen Spielkörpers zusammenzuschließen, auch die typisch französische Atmosphäre empfinden zu lassen, aus der allein gerade ein solcherart kombiniertes Lustspielthema hervorgehen konnte. Was an politischen Sentenzen vorgebracht wurde, war, schon vom Autor aus, so pointiert und überdies so aktuell, daß es unmöglich überhört werden konnte, obwohl das Stück viel weniger aggressiv wirkt als der Film, der die satirischen Elemente der Fabel noch verschärft und zur äußersten Konsequenz zugespitzt hat. Im Stück wirkt dies mehr epigrammatisch, als Arabeske und zeitgemäßes Rankenwerk der französischen Lustspielkonversation, die politische Entgleisungen so wenig ernst nimmt wie Familienskandale. — Herr Löff- l e r hatte die Dekorationen geschaffen und das Vorzimmer wie das Amtszimmer mit vornehmer Ge- diegenheit ausgestattet. * Hans Paschen gab den Gabriel, Amtsdiener und späteren Minister, Gatten, Vater und Schwiegervater: er verzichtete sowohl auf das kollernde Temperament als auch auf die kaum verdeckten Gefühlstöne, mit denen Moser im Film die Figur lebendig gemacht hatte: er wirkte schlichter, gelaßener, kaum über die kleine Spießbürgersphäre seiner angestammten Welt hinaus in Wallung zu bringen, bei aller Redseligkeit von trockenem Humor, der keiner Ueberbetonung bedarf, um seine Pointen Zur Geltung zu bringen. « Herr Frickhoeffer spielte den Minister, den neuen Herrn, elegant, glatt und selbstsicher, erst nach und nach von den über ihn hereinbrechenden Ereignissen überwältigt und ins Wanken gebracht. Frau Stirl gab die Mutter: aufgeblasen, geschwätzig, hochmütig und parvenuhast eingebildet, nie in der Lage, ihre obskure und bewegte Vergangenheit auszulöschen oder auch nur vergessen zu lassen. Ruth-Ines Eckermann war die jugendlich-unbefangene Ministergattin und Schwiegertochter. Herr v. Gschmeidler gab angenehm gedämpft und gepflegt den „andern Vater". Elfe Monnard als scharmante und geschmeidige Vertreterin der comödie fran^aise, Anneliese Garbe als draufgängerische Boulevardreporterin, Herr V o l ck als gemütlicher Amtsdiener und Herr Neuhaus als das „Auge Moskaus", ein finsterer Kommunistenhäuptling mit geballter Faust, seien vom übrigen Ensemble genannt. — * Die Neuerscheinung fand eine sehr freundliche Aufnahme. Hans Thyriot. Gamsjagd. Von Peter Joses Kiendl. Gokdrostig stehen die Waldschläge im Tal der Valepp. Hinter der Brecherspitz steht die Sonne, hell wie eine blanke Messingscheibe. Eine Bergdohle jammert irgendwo aus dem Tann. Gestern hat das Wetter nicht danach ausgesehen. Die Steinfliesen im Forsthaus haben geschwitzt, Wolkenfetzen flogen oben übern Spitzingsattel, das Sonnwendjoch und der Schinder waren nicht zu sehen gewesen. Der Taverl aber hat gestern abends um fünfe behauptet: „... Da feit nix, s' Wetter hebt fi, morgen wird's schö' — basta! — Bal' d' Bodenschneid koa Kappl hat, wird's schö' — basta!" — In aller Herrgottsfrüh feixte der Taverl, als er und der Ander! ins Revier loshaxten. „So a Pech", sagte der Ändert, „was dös Böckl heut hat, weil d' dös Wetter beraten hast!" — „Mhm? ... Feit sie nix!" grunzt der laoerl und überzieht dabei feine Pfeife. — Der Weg ist leidlich, es geht in Serpentinen in die Höhe. Der Wind steht auch nicht schlecht. Ein paar Stunden später sind die beiden schon im Kar eingestiegen. Wie eine Patrouille norm Feind pirschen die zwei quer übers Kar. Nichts ist zu sehen. „Koa Schwänzt", belfert der Tavert, „rührt fi', bals d' fo schnell auffi steigst!" — Der Ändert verhält seinen Gang, nimmt den Feldstecher und beobachtet die Gegend — Da! Drüben zieht eine Geiß mit Kitz aus dem Latschen- schtage_ ab, übers Band! zur oberen Scharte! — Die Jäger gehen in die Knie — die „Zwilling" schieben sich vor — da! Hinter dem Felskopf — knappe 200 Meter — jagt’s auf! — Eins — zwei — drei — ein halbes Dutzend — anderthalb Dutzend ®ams! Grafetzeug — junge Böck' — Gettgeißen- Kitzen! „Kreuzbimbaam-Hollerstauden!" — „Ganz pfundig nobel — gehn die hoch!" — Steine spritzen oben Gemeinde ein. Staatsminister Esser nahm zu dem gleichen Thema Stellung. Der Vertreter des Gasfftättengewerbes, Hotelbesitzer E i l e r m a n n, sprach über das Thema „Kurverwaltung und Gast- stättengewerbe". Chefarzt W e s k o t (Bad Homburg) referierte üb« die „Zeitgemäße Verpflegung und Diät im Kurort". Die nächsten Referate waren der Kurmusik in den deutschen Bädern gewidmet. Direktor W o 11 m a n n (Oberschlema) sprach über die „Behandlung gashältiger Wässer von der Quelle bis in die Wanne". Professor Kampe (Bad Ems) über „Zweck und Bedeutung der Quellenbeobachtung", Prof. Böhm (München) über „Die Anwendung der Moore und Schlamme". Der Präsident des Reichsgesundheitsamtes Berlin, Professor Reiter über das Thema „Deutsche Gesundheitspolitik und Kurorte". Staatsminister Esser dankte den Referenten und hob hervor, daß-, ohne Wissenschaft und Forschung das deutsche Bäderwesen auf die Dauer nicht auskommen könne. Im Auftrage des Reichsfremdenverkehrsverbandes würde eine strenge wissenschaftliche Kontrolle aller deutschen Bäder ausgeübt. Das deutsche Bäder- wesen müsse mustergültig gestaltet werden. Ein bemerkenswerter vorgeschichtlicher Kund. LPD. Lauterbach, 28. Sept. Im Rahmen planmäßiger Grabungen nach vorgeschichtlichen Funden, an denen die hiesige Gemarkung reich ist, wurde vor wenigen Tagen nahe der Stadt eine vorgeschichtliche Grabstä11e geöffnet, die sich als Bestattungsstätte aus der frühen Bronzezeit herausstellte. Es wurde eine große, gut erhaltene Radnadel gefunden, außerdem — was besonders bemerkenswert für den Fund ist — Reste einer Bernsteinkette. Das Lauterbacher Heimatmuseum beabsichtigt, die vorzüglich erhaltene, geradezu musterhafte Anlage dieses Hügelgrabens zu erhalten unb als Außenanlage sicherzustellen. Zahresfest des Oberhessischen Vereins für Baseler Mission. * Nieder-Weisel, 28. Sept. Am Sonntag wurde hier der erste Teil des I a h r e s f e st e s des O b e r h e s si s ch e n M i s s i o n s v e r e i n s für Bafel abgehalten. Missionar Ruff (Frankfurt a. M.) predigte am Vormittag im Gottesdienst und half dem Ortsgeistlichen Fischer beim großen Abendmahl. Zu gleicher Zeit predigten Missionar Walther (Gießen) im benachbarten Holzhausen v. d. H. und Missionsinspektor Buse (Marburg) in Butzbach. Im Missians-Festgattesdienst predigte Pfarrer Veidt (Frankfurt a. M.). In der Nach- versammlung begrüßte zuerst der Vorsitzende des Vereins, Dekan i. R. Gußmann (Gießen), die Gemeinde. Anschließend sprach Missionsinspektor Buse über seine Arbeit und seine Erlebnisse in Kamerun. In beiden Gottesdiensten trugen die Gesänge des Mädchenchores (Leiterin Fräulein F i • fcher, Nieder-Weisel) und der Gesangsabteilung der evangelisch-kirchlichen Frauenhilfe zur Vertiefung der Veranstaltung bei. Ein gutbesuchter Gemeindeabend in der Kirche, bei dem Missionar Walther (Gießen) sprach, beendete den Tag. Die Kollekte kam der Baseler Mission zugute. Die Fortsetzung der Jahresversammlung wird am 12. Oktober in Gießen erfolgen. Deutsche Aerzte in Istanbul. In Istanbul trafen 230 deutsche Aerzte, Mitglieder der Gesellschaft für ärztliche Studienreisen, ein. An Bord ihres Schiffes fand ein Essen zu (Ehren der türkischen Aerzteschaft statt. Der deutsche Botschafter in der Türkei, Dr. von Keller, brachte einen Trinkspruch auf den Staatspräsidenten Atatürk und auf das türkische Volk aus, auf das Generaloberarzt a. D. Refik Münir Pascha mit einem Hoch auf den Führer antwortete. Professor Adam, der Leiter der Reise, forderte zu einem Aerzteaustausch zwischen Deutschland und der Türkei auf. Professor Dr. von Eicken von der Berliner Universität (früher in Gießen) hielt nach dem Essen einen interessanten fachlichen Vortrag. am Schartl, prasseln nieder ins Kar. — Der Ander! hat den Stutzen im Anschlag, seinen Rucksack als Gewehrauflage — zu weit ist der Schuß! — „Dös san bal' zwohundertfufz'g Meter!" grunzt der Tavert. — Wumm! ... der Ändert hat grab’ noch a kloan's schwarz' Pinkerl überm Korn weg ber« wischt! — Das Rudel geht flüchtig nach allen Seiten. Nur am Grashang, unterm Schartl, dreht „Er" sich auf den Hinterläufen, macht zwei, drei Sprünge noch und rollt mitten in die Latschen! — Der Taverl tut einen Juchzer, und der Ander! und er springen wie die Gams übers Kar quer weg. — Eine Viertelstunde später stehen beide mit roten Köpfen vorm Latschenschlag. Dem Taverl seine - Pfeife ist vor lauter Aufregung ausgegangen. Der Ändert besieht seinen Bock! Ein blitzsauberer (Ein< schuß, linkes Blatt, rechten Ellbogen gestreift, ein zünftiger Bart und — die Kruck'n! — „Sakra, die Kruck'! Dös is ganz g'wiß ka feuriger* g’roeft! — Sixt, Böckl! Hat's scho< g'schnackelt! I bi g'schwinda g’roen!" — Der laoerl hat seine Pfeife wieder in Brand gebracht: „Bals' b' bu net g'schnackelt hälfst... gut’ Nacht, na hätf i ben Bazi 'troffen! Is a verdammt anständiger Bock! Also, Ändert! Weidmanns-Heil!" „Weidmanns-Dank!" lacht der Ändert. — Unten in der Mulde, wo die Lawine im vorigen Jahr ben Kaser vom Thannerbauern weggeputzt hat, machen sie bann Brotzeit. Ein stiller, sonniger Platz. Recht gut hat's geschmeckt dem laoerl und dem Ändert, das Trumm G'selchte und hinterher das Fläschchen Enzian. Der Ändert hat dann noch den Bock abgerupft. Die Sonne steht schon weit über den Kämmen. Keine Wolke am Himmel, ein prachtvoller Tag in der späten Jahreszeit. Am sonnigen Hang hüpft ein Wieset nach Mäusen. Weit hinten leuchten die Zillertaler und die Tauernspitzen in ihrer Schnee- Pracht. Das Sonnwendjoch ist zum Greifen nah, daß man jeden Riß im Gewänd' sieht. — Der Ändert schwitzt beim Steigen, der Bock ist ein pfundiger Lackt, den man beim Tragen spürt. Der lauert deutet mit der Pfeife hinüber ins Kar: „Da schau, den Teifi, wia der umanandateufett!" — Beide bleiben stehen — sehen hinüber ins Kar. Dort treibt d' Gams, ein alter, die jungen Böck'. Dann steht er, hebt ben Kopf. Die Krucktn stehen sauber in der Luft. „Dem fein' Kruckt is wohl noch an die sechs Zentimeter höcher wie dein'm sein's", ftotzett der Tavert. Der Ändert ist froh um seinen Gams, der » doch ein „Guter" ist, und doppelt freufs ihn, daß ber einen ganz schwarzen Bart hat. Sein Madel wird sich freun, wenn ber ihm mal am Hut steckt! — Drüben im Kar spritzen die Steine. Der alle Gams zieht ab durchs Gewänd'. Ganz oben auf der Platten verhält er noch einmal. Die Berge ringsum fangen an zu dunkeln wie rostiges Gold. — I i 1 i a c 1 f I 2 h ! r t l I i bi Dt d B f< n a fi - bi in De rai aus die de bc ar re Yl D w fei ia f)o ter wo. er Nr nr. 227 Drittes Blatt ffiieftetter Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen) Mittwoch. 20. September 1957 Löschgemeinschast in Lich greift ein ^WWWWWMDM Diese Rückschau wäre aber nicht erschöpfend bei der Aufzeichnung des Lebensbildes von Franz Gros, wenn wir nicht auch seiner vielseitigen, stets unter dem Gesichtswinkel des Dienstes für 'bas Gemeinwohl ausgerichteten Arbeit auf anderen Gebieten gedenken würden. Die älteren Volksgenossen in Gießen, die in den Kriegsjahren in der Heimat verweilten, werden sich erinnern, daß Amtsgerichts- rat G r^o s in den Jahren der Kriegswirtschaft auch auf diesem Gebiete unermüdlich dem Dolkswohl diente. Ehrenamtlich war er damals als Vorsitzender der Kreisverteilungsstelle des Kommunaloerbandes, der Kriegskinderfürsorge und verschiedener anderer Stellen tätig, uneigennützig wirkte er mährend des Krieges weiterhin mit als eifriges Mitglied des Kreisausschusses für Ernährungsfragen. Daß unter den schwierigen Verhältnissen der Kriegswirtschaft bei der Versorgung der Bevölkerung unserer Stadt alle Möglichkeiten genutzt wurden und .dabei auch der Grundsatz der Gerechtigkeit Geltung ihatte, ist zu einem großen Teile mit auf das Wirken von Franz Gros zurückzuführen. Dennoch ist kwohl keiner zufriedener gewesen als er selbst, cte »er nach Erfüllung seiner Aufgabe aus diesem »Ehrenamte scheiden konnte. Im Bewußtsein treu- ... Sein Lebensweg neben seinen vortrefflichen per- lonlichen Eigenschaften hat ihn zu dieser engen Gemeinschaft mit vielen Volksgenossen in Oberhessen geführt. In Gießen schon als Schüler, Student der Rechte, von 1896 bis 1899 als Handelskammer- lefretar gelebt, tjat er in seinem Beruf nur ver- haltmsmaßig kurze Zeit außerhalb Oberhessens gewirkt. Von 1899 bis 1901 war er Gerichtsassessor am Landgericht in Mainz, von 1901 bis 1904 wirkte er als Gerichtsassessor, Amtsanwalt und stellver- Amtsrichter in Fürth im Odenwald und in Alsfeld, von 1905 bis 1913 war er Amtsrichter m Lorsch an der Bergstraße. Seit 1. Oktober 1913 bis zu seinem jetzigen Uebertritt in den Ruhestand war er ununterbrochen beim Amtsgericht Gießen Ä « ®rrunb,bud>5' Vormundschafts-, Jugend- und stellv Anerben- und Erbgesundheitsrichter, seit einigen Jahren auch als Stellvertreter des Amtsqe- rlchtsdirektors tätig, ferner ist er Mitglied des Kreis- Jugendamtes und des Gießener Städtischen Jugendamtes. In allen diesen Stellungen hatte er in reichem Maße Gelegenheit, mit Volksgenossen aus allen Bevolkerungskreisen in Stadt und Land in .('Ju9rung zu kommen und in unzähligen Fällen nid)t nur ein sehr sozial empfindender Richter zu fein, sondern auch durch wohlmeinenden Rat und lebenskluge Betrachtung der Menschen und ihrer Verhältnisse oftmals guter Schlichter oder em warmherziger Förderer und Wegbereiter zu besseren Lebensgrundlggen zu werden. Insbesondere als Vormundschafts- und als Jugendrichter hat er eine außerordentlich segensreiche Tätigkeit für viele Kinder und Mütter entfaltet, er hat sich auch nicht gescheut, in gegebenen Fällen bei verantwortungslos handelnden Müttern oder Vätern gehörig die Kandare anzuziehen. Aus dieser warmherzigen und vorbildlichen Arbeit zum Besten der Jugend und der hilfsbedürftigen Mütter ist eine Fülle reichen Segens erwachsen, dessen Früchte den Betreuten weit über das amtliche Wirken dieses Vormundschafts- und Jugendrichters hinaus Nutzen bringen werden. Seinen Berufskameraden aller Dienstzweige gegenüber bekundete er stets eine von vorbildlichem Gemeinschaftsgeist geleitete Haltung, bei der eben- faUs seine tiefe Verbundenheit im oberhessischen Volkstum zum Ausdruck kam. Aus der Stadt Gießen Amtsgerichtsrat Gros scheidet aus dem Amt. BOM.-Llnteraau 116. Mcnstbesehl! An alle Rügen-Lagerteilnehmerinnen im Unterbau 116! Eintragung des Rügen-Lagers in das VDM.-Leiftungsbuch bringen alle Teilnehmerinnen £.r Buch bis spätestens Samstag, 2. Oktober, zur Dienststelle. Diejenigen, die noch kein Leistungsbuch besitzen, schicken —.75 RM. an die Verwaltungsstelle Die besten Florettfechterinnen des Gaues Hessen. Am vergangenen Sonntag wurde in Gießen, in der Turnhalle des Turnvereins 1846 die Gaumeisterschaft im Damen- Florettfechten entschieden. (Wir berichteten bereits darüber!) Unser Bild zeigt die beiden besten Fechterinnen des Gaues, die im Stichkampf um den Titel zu kämpfen hatten. Siegerin wurde Frau Jaenicke-Hanau (Mitte) vor Fräulein Wirth (rechts) vom Turnverein 1846 Gießen Im Bilde links: Fachwort Moll- Kassel. (Aufnahme: Neuner, Gießener Anzeiger.) Seine vornehme Gesinnung, seine tiefe Verbundenheit mit allen Volksgenossen fein starker sozialer Sinn und seine edle Lebensauffassung haben ihm in Stadt und Land einen großen Kreis von Freunden gebracht. Aller Wunsch wird am morgigen Tage dahingehen, daß diesem Hervoragenden Sohn der oberhessischen Heimat, dem um Volk und Vaterland hochverdienten Beamten nach einem Leben voll treuer Pflichterfüllung nun ein langer, ge° segneter Lebensabend beschieden sein möge. Schluß noch ein Wort über den o- l 1 e^er ^ran3 Gros zu sagen. Seine tiefe u u fein£r oberhessischen Heimat und zum ?.-rirl1..Volkstum hat ihn oft veranlaßt, in köstlichen Erzählungen und in mancherlei anderen Arbeiten feiner gewandten Feder das Lob der ober- hesfifchen Heimat und der Oberhesfen zu singen. Dabei schenkte er seinen Lesern auch viele humorvolle Plaudereien und Schnurren, die ihre Wurzeln in irgendwelchen Begebenheiten auf seinem Lebensweg als Oberbeif’ unter Oberhessen haben Köstlich sind z V seine Geschichten im „Hessewind", die er im N^e 1927 erscheinen ließ und die ihm weithin in Oberhessen einen herzlichen Widerhall feiner Muse brachten. Der Gießener Anzeiger hatte schon seit Jahren öfter die Freude, seine Leser mit prächtigen Erzählungen und humorgewürzten oberhessischen Heimatgeschichten aus der Feder von Franz Gros bekannt zu machen. Auf feinem juristischen Fachgebiet war er ein eifriger und fruchtbarer Schriftsteller der auch auf diesem Wege seinen Volksgenossen mit seinem Wissen zu dienen bemüht war fiervorzuheben ist hier besonders seine Tätigkeit als Mitbegründer und Herausaeber der Gesetzsammlung für das Land Hessen Wie fein ganzes Leben, so waren auch die schriftstellerischen Kinder seiner Muse erfüllt von dem charaktervollen, liebenswürdigen und gütigen Wesen dieses Mannes Bornotizen. Tageskalender für Mittwoch. NS. LB. Abt. „Höhere Schule", Fachschaft Deutschkunde und Fachschaft Geschichte: 16 Uhr Oberrealschule, Vortrag. — Stadttheater: 19.30 bis gegen 22.30 Uhr „Maß für Maß". — Gloria-Palast, Seltersweg: „Die sieben Ohrfeigen". Sladtthealer Gießen. Aus dem Stadttheaterbüro wird uns geschrieben: Heute abend findet die erste Wiederholung der Eröffnungsvorstellung „Maß für Maß" von Shakespeare statt. Die Spielleitung hat Herrn. Schultze- Griesheim. Die Vorstellung findet als 1. Vorstellung der Mittwoch-Miete statt. Anfang 19.30, Ende gegen 22.30 Uhr. Am 10. Oktober Eröffnung deöWHW. im Gau Hessen-Nassau. NSG. Im nächsten Monat beginnt wieder das Winterhilfswerk, die aroßte Selbsthilfeaktion des deutschen Volkes, die sechs Monate lang von der Opferfreudigkeit aller Volksgenossen und dem unermüdlichen Einsatz vieler unbekannter Helfer getragen wird. Während am 5. O k t o b e r der F ü h - [er im feierlichen Rahmen das Winterhilfswerk des deutschen Volkes 1937/38 für das Reich eröffnet, w'rd das WHW. für den G a u H e s s e n - N a s s a u am 10 Oktober, vormittags 11 Uhr, in einer Feierstunde im Schumann-Theater in Frankfurt durch Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger eröffnet In feiner Ansprache wird der Gauleiter die Richtlinien für das große Hilfswerk 1937/38 im Gau bekanntgeben. Am vergangenen Samstag fand — wie mir bereits gestern berichteten — in L i ch eine große Luft- schütz - Lehrübung statt. Unser Bild zeigt die Lösch - Gemeinschaft, die ausschließlich aus jungen Mädchen und Frauen besteht, bei den Vorbereitungen für eine Brand- befampfung in der Klein- kinderschule. - Der Reichs- luftschutzbund als maß- gedliche und zuständige Organisation hatte die Uebung in ihrer Gesamt- heit in die Wege geleitet und damit erneut feine wertvolle Arbeit im Dienst der Volksgemeinschaft unter Beweis gestellt. (Ausnahme: Neuner, Gießener Anzeiger.) Auf Grund des Altersgrenzegesetzes tritt am mor- gigen 30. September 1937 der Amtsaericktsrm fan®hr^.beihm Gericht in SÄn Ruhestand. Mit ihm scheidet em Richter aus dem Amt, der im edelsten Sinne des Wortes ein in seinem Volke tief verwurzelter Rechtswahrer ge« welen ist. Als geborener Oberhesse, der am 4. August 1872 aus dem Hof Kollnhausen bei Lich geboren wurde hat er sich stets als Oberhesse von echtem Schrot und Korn gesuhlt. Er hatte bei seiner Amtsführung immer die wunderbare Gabe, sich durch seine bodenständige Gebundenheit auch mit dem Manne aus dem Volke stets in enger Gemeinschaft zu suhlen; er konnte sich allezeit in dessen Denken und Tun hmemversetzen. Mit feinen Rechtssprüchen war die Erwägung des formellen geschriebenen rechts niemals allein verbunden, sondern er brachte auch stets sein warmherziges Verstehen und Empfin- den in seinen Urteilen mit zum Ausdruck. Bei ihm hatte oft auch ein Wort der ernsten Ermahnung und der energischen Verwarnung den Vorrang vor einem Strafurteil, wenn dieses nach Lage der Dinge nicht unbedingt geboten war. So ist es denn erklärlich, daß dieser Richter und wahrhafte Volks- mann in weiten Kreisen in Stadt und Land eine Volkstümlichkeit genießt, wie sie in diesem Aus- n;aB und in dieser Tiefe der Verbundenheit mit allen Volkskreisen einzigartig ist. erfüllter Pflicht zählt er aber auch jene Zeit zu Öen positiven Werten seines Schaffens im Dienste seines Volkes. Als äußere Zeichen der Anerken- nung für jene Kriegsdienste wurden ihm die Hessische silberne Knegsverdienst-Medaille und Das Preußische Kriegs-Verdienstkreuz verliehen. Seit langen Jahren gehört er auch dem Aufsichtsrat der Pudels» und Gewerbebank in Gießen an; von 1927 ab war er deren stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender, feit 1934 wirkt er als Vorsitzender des Aufsichtsrats. Der gewerbliche und der handwerkliche Mittelstand, wie überhaupt jeder schaffende deutsche Mensch haben an ihm als maßgeb- ichen ehrenamtlichen Mitarbeiter dieses Genossen- chafts-Unternehmens einen warmherzigen Freund, öer genau weiß, wo „der Schuh drückt" und der aus diesem Wissen auch die erforderlichen Folgerungen für fein Wirken zieht. Seit mehreren Jahren gehört- er dem Vorstand der Gesellschaft Liebig- Museum in Gießen an, die ihn in Anerkennung seiner Verdienste um unser Liebig-Museum durch die Verleihung der Goldenen Liebig-Medaille auszeich- nete. Als früheres langjähriges Vorstandsmitglied oes Gesellschaftsvereins in Gießen und als Mitarbeiter des Gießener Obst- und Gartenbauvereins 9Qt er sich auch hier dem Gemeinschaftsdienst gewidmet. Darüber hinaus fanden alle Bestrebungen in ofabt und Land, die auf das Gemeinwohl aus- gerichtet waren, in ihm stets einen hilfsbereiten v Öderer u a- war er 1902 in Als- felö Wiederbegründer und dann 1. Vorsitzender des Dortigen Zweigvereins des VHC., der unter seiner Führung zu neuem, kräftigem Leben erblühte Auf Franz G i o s als organisatorischen Urheber ist auch m Gießen die feit mehreren Jahren bestehende Sitte des Maienblasens zurückzuführen des Untergaues ein, bzw. holen es sich wenn möglich ab. Leistungsbücher, die nach dem genannten Termin eingehen, können keine Berücksichtigung mehr finden. Hitler-Jugend Bann 116 Gießen. Sozialstelle. Ve t r. Berufsberatungsfragekarten. Die Anforderungen der Berufsberatungsfragekarten der Fähnlein und Gefolgschaften für die zue Schulentlassung kommenden Ig. hat umgehend, spätestens bis zum 1. Oktober, bei der Sozialstelle zu erfolgen. Betr. Mitarbeiterbesprechung. Am Donnerstag, 30. September, findet um 8.30 Uf)r abends die allmonatliche Mitarbeiterbesprechung der Sozialstelle statt. Sämtliche Referenten haben zu erscheinen und evtl. Unterlagen mitzubringen. NG.-Lehrerbund, Gießen. Freitag, 1. Oktober, 15.30 Uhr, im Singsaal des Realgymnasiums: Sitzung der Gesamtfachschaft „Höhere Schule". Vortrag des Jungbannführers Sigurd T a e s [ e r über: .^Hitler-Jugend und Höhere Schule." Gäste willkommen! Der Kreisfachschaftsleiter. Polizei im Kampfgegen Verkehrssünder. Das Kommando der Schutzpolizei Gießen gibt wiederum eine Uebersicht über das polizeiliche Einschreiten gegen Verkehrssünder in unserer Stadt. In der Zeit vom 17.—24. September wurden 14 Radfahrer, 30 Kraftsahrzeuaführer und vier Fußgänger zur Anzeige gebracht. Auch wurden wieder zahlreiche Verwarnungen und Belehrungen ausgesprochen, und zwar in 26 Fällen gegen Radfahrer, 19mal gegen Führer von Kraftfahrzeugen und 20mal gegen Fußgänger. * ** Wochenmarktbeginn um 8 Uh». Die Gießener Wochenmärkte beginnen ab Samstag, 2. Oktober, um 8 Uhr und enden um 14 Uhr ** Ausbruch der R o t l a u f s e u ch e. Die Polizeidirektion Gießen teilt mit, daß in dem Schwemebestand des Peter Kirchner in Gießen, öteinftr. 37, Schweinerotlauf festgestellt worden ist. ^dD. Eichpflicht der Kilometerzähler an Kraftwagen. Von amtlicher Stelle wird Darauf aufmerksam gemacht, daß nach dem Maß- und Gewichtgesetz vom 13. Dezember 1935 öie Kilometerzähler (Wegstreckenmesser) an Miet- wagen der Eichpflicht unterliegen. Die älteren bis- her im Verkehr befindlichen Wegstreckenmesser waren wegen ihrer geringen Genauigkeit nicht eichfähig. Nachdem inzwischen neuere als eichfähig anerkannte Webstreckenmesser im Handel zu haben und die beteiligten Wagenbesitzer hierauf wiederholt hinqe- wiesen worden sind, läuft mit Ende des Monats die Frist für Bestellung solcher neuen Geräte ab. Wagenbesitzer, die nach diesem Termin nicht nach» weisen formen, daß die Bestellung auf die benötigte Anzahl Wegstreckenmesser äufgeqeben ist, setzen sich der Anzeige und Bestrafung aus. * G e s ch ä ftsjubiläum. Am kommenden Freitag, 1. Oktober, kann der Ofensetzermeister PH. Hof, Großer Steinweg 14, auf em 35jähriaes Bestehen seines Geschäftes zurückblicken. ** Von der Deutschen Lebens-Ret- -ungs-Gesellschaft, Bezirk Oberhes. ?rn'r> toreibt uns: Nächsten Samstag werden alle Lehrscheimnhaber des Bezirkes Oberhessen der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft in Gießen 3U einer Tagung mit anschließendem praktischen Uebungsteil im Städtischen Volksbad zusammen- kommen. Seit Neugründung der DLRG. 1921 bis h?"te haben im Bezirk Oberhessen etwa 60 Personen die Prüfung für den Lehrschein bestanden. Es dürf- '■ Der Staatliche Lotterte Einnehmer, t>as ist der Glücksbringer, bet dem Sie, soweit vorrätig, Lose und den amtlichen Gewinnplan erhalten und bet ,t>cm dann auch die Gewinne ausgezahlt werden. An» Ichrtften werden Ihnen auf Wunsch gern mitgeteilt, wenn Sie an die Preußisch-Süddeutsche Staatslotterie, ... .... Berlin W 35, Viktoriastraße 29, schreiben. £ . Sie erkennen die Staatlichen Lotterie- • ‘ Fnnahmen an diesem Zeichen in» । schwarzen, blatt umränderten Feld- Was würden Sie mit einer Sie meinen: Erst müßte nur einmal die Million da sein — dann würden Sie schon wissen, wie Sie das Geld am besten verwenden können! Nun - es gibt schon Möglich, leiten, schnell und unerwartet auch zu großen Beträgen Die neue Lotterie spiel Alle Gewinne sind einkommensteuerfrei, und schon für l 3.- RM je Klasse erhalten Sie ein Achtellos. Die | Man mutz zum Glück eginnt am ein Los! Million anfangen? ,Preußisch, Süddeutschen Staats. Sie solche Summen gewinnen. Und vor satten' j» h#n Vgewinnt - auf 800000 Lose fallen in den 5 Klassen einer Lotterie 343000 Gewinne. t 67.660.180.- R M aus! ^^“"9 der 1. Klasse für Die neue Lotterie b 20- Oktober. Sichern Sie sich rechtzeitig Vertrauen habenl Aus dem Gewinnplan der neuen Lotterte: 2 x 2 X X |e 75.000.— RM und 342 96S weitere zu Gesamtbeträge von 61.910.180.— RM. 300.000 100.000 50.000 1.000.000 500.000 300.000 IO 13 Gewinne im & X Außerdem 2 Gewinne D e r Präsident der Preußisch //Süddeutschen Stautsl W'xivc o t t e r i e. Die Volksbildungsarbeit im Gau Hessen-Nassau eröffnet. 916(5. In Anwesenheit von Vertretern der Partei, des Staates und der Behörden wurde am Montagabend im großen Saal des Volksbildungs- Heimes in Frankfurt a. M. die Volksbildunasarbeit der NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" im Gau Hessen-Nassau für das Winterhalbjahr 1937/38 im Rahmen einer Feierstunde eröffnet. Bei der Begrüßung hieß der Leiter des Dolks- bildungswerkes im Gau Hessen-Nassau, Pa. Handwerk, besonders den Gauobmann der DAF. Willy Becker und den Landesbauernführer Dr. Wagner willkommen, die durch ihre Teilnahme die Bedeutung des Dolksbildungswerkes unterstrichen. In seinen Ausführungen betonte er die Notwendigkeit der Erwachsenen-Erziehung. Jeder Volksgenosse, der den gewaltigen Umbruch miterlebte, müsse tief in die Zeit des Werdens eindringen, um dem großen politischen Geschehen folgen zu können. Anschließend führte Gauobmann Becker u. a. aus, daß es P lickt jedes einzelnen Volksgenossen sei, sick im Dienst für Führer und Vaterland weiter zu bilden. Die Einrichtung, die diesem Ziel diene, sei das Dolksbildungswerk, für das nur Redner gewonnen feien, die von der nationalsozialistischen Idee durchglüht sind. Die Dolksbildringsarbeit im Gau stehe wieder unter einem Gesichtspunkt. Alles, was durch sie zur Vertiefung des Wissens den Volksgenossen geboten werde, sei überstrahlt von dem Gedanken der Weltanschauung. Jeder müsse deshalb erkennen, wie notwendig die Arbeit dieser Einrichtung ist. An die Betriebsführer richtete Gauobmann Becker die Aufforderung, in ihren Betrieben die Dolksbildungsarbeit zu fördern und sie zum Zweige des Volksbildungswerkes zu machen. Den Höhepunkt der Eröffnungsfeier bildete der Vortrag des Landesbauernführers Dr. Wagner über „Grundgesetze einer deutschen Geopolitik". An der Ausgestaltung der Feierstunde wirkten das Orchester des NS.-Studentenbundes und die Werkscharmänner des Kreises Groß-Frankfurt mit. Die Eröffnungsveranstaltung klang mit einem dreifachen Sieg-Heil auf den Führer Adolf Hitler und dem Singen der nationalen Weihelieder aus. Nach der Eröffnung der Winterarbeit in der Gauhauptstadt werden nun die Veranstaltungen des deutschen Dolksbildungswerkes in allen Städten und größeren Gemeinden des Gaues im feierlichen Rahmen ihren Anfang nehmen. Das deutsche Volksbildungswerk im Gau Hessen-Nassau, das die hohe Aufgabe hat, dem deutschen Arbeitsmenschen der Stirn und der Faust die ewig gültigen Gesetze unserer nationalsozialistischen Weltanschauung zu vermitteln, seine ihm von Natur gegebenen schöpferischen Anlagen planmäßig zu entwickeln und ihn damit als gestaltende Kraft in die Entwicklung einer wahrhaften Dolkskultur des Dritten Reiches entscheidend einzuschalten, ist in diesem Jahr unter dem einheitlichen Gedanken „Der deutsche Raum ist unser Schicksal" gestellt. Nach ihm richtet sich alle Arbeit im Gau aus. Für die Vorträge ist eine Reihe bedeutender Redner und führender Persönlichkeiten verpflichtet worden. ten sich jedoch in Oberhessen noch etwa 30 Lehrscheininhaber aufhalten. Ein großer Teil, meist Studierende, verläßt wieder das Hessenland. Mit großem Eifer stellen sich die Lehrscheininhaber in den Dienst dieser edlen Sache. Auch die nächste Tagung soll der weiteren Förderung der Sache dienen. Mehr als 1000 Personen konnten die Prüfungen für das Rettungsschwimmen bestehen. Große Strafkammer Gießen. Dor der Großen Strafkammer hatte sick gestern der K. R. aus Wieseck wegen Amtsunterschlagung zu verantworten. Der Angeklagte war als Ableser und Kassierer des städtischen Gaswerks Gießen tätig. Obwohl er erst im Februar d. I. eingestellt und ausdrücklich vereidigt worden war, begann er schon einen Monat später, die Stadt dadurch zu hintergehen, daß er von den vereinnahmten Geldern nach und nach 275 RM. nicht abführte, sondern in seine Tasche steckte. Um seine Unterschlagungen zu verdecken, setzte er in den Zählerkarten entsprechend niedrigere Beträge ein. Der Angeklagte war vollkommen geständig. Da der Schaden von den Eltern des Angeklagten gedeckt und er auch bis heute unvorbestraft ist, billigte ihm die Kammer mildernde Umstände zu und erkannte wegen Amtsunterschlagung auf eine Gefängnisstrafe von sechs Monaten. Die nächste Anklage gegen den E. G. aus Ortenberg lautete auf fahrlässigen Falscheid. Der Angeklagte hatte im Februar d. I. eine Kuh gekauft, die alsbald notgeschlachtet werden mußte. Darauf- hin entspann sich zwischen dem Angeklagten und dem Veräußerer ein Zivilprozeß, in dem der Angeklagte beschwor, daß das gesamte Vorderblatt mit einem Gewicht von 25 Pfund ausgefallen sei, obwohl ihm bekannt war, daß die sog. Schaufel von dem Dorderblatt noch verwertet worden war. In der gestrigen Hauptoerhandlung behauptete der Angeklagte, der Ausfall habe sich tatsächlich auf 25 Pfund belaufen. Die Schaufel habe er damals nicht in Ansatz gebracht, weil sie ja doch wertloses Fleisch darstelle. Im übrigen habe er im guten Glauben gehandelt. Durch die umfangreiche Beweisauf- nähme und ein ausführliches Sachverständigengutachten wurde jedoch nachgewiesen, daß der ausgefallene Teil auf keinen Fall 25, sondern höchstens 18 Pfund betrug, und daß weiterhin die Schaufel kein wertloses Stück, sondern im Gegenteil eines der wertvollsten Fleischstücke darstellt. Da der Angeklagte für seine geschworene Behauptung keinerlei Unterlagen hatte, sondern diese nur feiner eige» nen Schätzung entsprang, bejahte die Kammer das Dorliegen grober Fahrlässigkeit und erkannte auf eine Gefängnisstrafe von zwei Monaten. Sodann wurde unter Ausschluß der Öffentlichkeit gegen den bereits einschlägig vorbestraften K. K. aus Alsfeld wegen Sittlichkeitsverbrechens verhandelt. Der bereits 67jährige Angeklagte hatte in mehreren Fällen an 6- bis 8jährige Mädchen unsittliche Handlungen vorgenommen. Der Angeklagte war im wesentlichen geständig. Er hatte es lediglich seinem vorgerückten Alter zu verdanken, daß er noch einmal um die verdiente Zuchthausstrafe herumkam. Das Urteil lautete auf ein Jahr a ch t Monate Gefängnis. Amtsgericht Gießen. Der A. B. aus Gießen hatte wegen Uebertrehmg des Naturschutzgesetzes einen Strafbefehl über 50 RM. erhalten. Sein Einspruch, der Hestern vor dem Amtsgericht verhandelt wurde, richtete sich lediglich gegen die Höhe der Strafe. Der Angeklagte hatte im letzten Sommer in feinem Garten Amseln abgeschossen, da diese ihm die Obsternte gefährdeten. Mit Rücksicht darauf, daß der Angeklagte bereits einmal Erlaubnis zum Abschuß von Amseln und auch zu der fraglichen Zeit um neue Erlaubnis nachgesucht hatte, ermäßigte das Gericht die Strafe auf 2 5 RM. Weiterhin hatte sich der I. Pf. aus Gießen wegen gefährlicher Körperverletzung zu verantworten. Der Angeklagte hatte in der Nacht zum 19. Juli d. I. feine Ehefrau, mit der er in Scheidung lebte, und deren Liebhaber in den Anlagen in Gießen überrascht. Seine Absicht war, Material für seinen laufenden Ehescheidungsprozeß zu sammeln. Es war dabei zu einem Zusammenstoß zwischen den beiden Männern gekommen, in dessen Verlauf der Angeklagte dem Liebhaber mit dem Messer einen Stich in der linken Seite beibrachte, der sich allerdings als ungefährlich erwies. Der Angeklagte gab zu, den Nebenbuhler zuerst angegriffen zu haben. Zu feiner Entschuldigung gab er jedoch an, von jenem bei zwei ähnlichen früheren Gelegenheiten geschlagen worden zu sein. Er habe mit feinem Angriff einem lieber« fall des anderen zuvorkommen wollen. In Anbettacht dieser Sachlage und unter Zugutehaltung seiner berechtigten Erregung über das Verhalten seiner Ehefrau sah das Gericht noch einmal von einer Freiheitsstrafe ab und erkannte auf eine Geldstrafe von 10 0 R M. Gin Prozeß gegen 36 Angeklagte. Worms, 28. Sept. (Lpd.) Vor etwas über einem Jahre kam man in Worms einer Reihe von Verfehlungen auf die Spur, deren Zentrum bei Angestellten der Rhenania Wormser Lagerhaus und Speditions A. G. lag. Es handelt sich im wesentlichen um Diebstähle und Hehlereien von etwa 300 Tonnen Getreide und Urkundenfälschungen, wegen deren sich in der jetzigen Hauptverhandlung neben dem ehemaligen Direktor Alexander L a n c e l l e 35 Angeklagte zu verantworten haben. Es handelt sich bei den Angeklagten neben den leitenden Angestellten der Lagerhausgesellschaft um Fuhrunternehmer, Kraftfahrer, Fuhrleute, Mühlenbesitzer, Angestellte der Rhenania oder deren Kunden. Die Verfehlungen gehen zurück bis in das Jahr 1932 und dauerten bis zum Juni vorigen Jahres. Die Dritte Große .Strafkammer Mainz, die feit Montag im Wormser Amtsgericht tagt, hat für den Prozeß eine Dauer von etwa drei Wochen angesetzt. L a n c e l l e, der im 59. Lebensjahr steht, schilderte zunächst seinen Werdegang und die Gfchäfts- und Arbeitsweise feiner Firma. Legt man einen Querschnitt durch feine Aussagen, so stellt man fest, daß er von den Verfehlungen seiner Angestellten nichts gewußt haben will. Die Verfehlungen feien ihm erst im Herbst vorigen Jahres bekannt geworden. Bald nach diesem Zeitpunkt ist übrigens der Prokurist Markert krank geworden. In einem Betriebsappell forderte Cancel le die Betriebsangehörigen merkwürdigerweise auf, niemand zu sagen, daß Markert krank sei. Markert hat u a. an den jüdischen Kaufmann Julius Maier in Mannheim sogenanntes Kehrgut verkauft, dazu aber noch 65 bis 70 Tonnen guten Weizen. Er hat sich auf die Rechnung feiner Firma den Preis für Kehrgut auch für die gute Frucht zahlen lassen, selbst aber den Differenzbetrag in feine eigene Tasche gesteckt. Nachdem am Vortage die Vernehmung des Angeklagten L a n c e l l e abgeschlossen werden konnte, befaßte sich das Gericht heute mit dem schwerbe- lasteten Angeklagten Markert, der als Prokurist die Geschäfte im Lagerhaus der Rhenania Worms versah. Er hat u. a. an einen Verwandten im Odenwald 600 Sack unterschlagenes Getreide geliefert und dafür 2800 RM. bekommen. Diese Lieferungen gingen bei dem Verwandten nicht durch die Bücher; es wurden auch keine Rechnungen ausgestellt. Der mitangeklagte Lageroerwalter R ö ß - n e r erhielt aus Markerts Erlös 550 RM. In einem anderen Fall hat Markert an einen Kunden, der ebenfalls in Haft ist, außer Abfallgetreide gute Frucht geliefert und dafür den Marktpreis eingenommen, aber für beide Sorten nur den Preis für Abfallgetreide an die Kaffe der Rhenania abgeliefert. Den Differenzbetrag behielt er für sich. Aus „Ueberfcküssen" hat er dann, um zu Geld zu kommen, 50 bis 60 Sack verkauft. Der Erlös von 500 RM. wurde wieder mit Rößner geteilt. Markert gibt an, er habe nicht gewußt, daß Rößner in der gleichen Zeit auch „Ueberschüjse" für feine eigene Rechnung verkauft habe. Seine Frechheit ging soweit, sich einem Kunden gegenüber als „Erster Direktor" des Rhenania-Lagerhaufes in Worms auszugeben. Hierauf wurde der seit 13 Monaten in Untersuchungshaft befindliche Lagerverwalter Rößner vernommen. Don seinem Fall kann hier nur kurz und summarisch gesprochen werden. Rechnungen oder Quittungen wurden von ihm nie erteilt. Er gibt zu, 4500 bis 5000 RM. gutgemach-t zu haben, während die Anklage einen Bettag von 12 100 RM. nennt. Interessante Einzelheiten aus dem Verhalten Markerts in der Haft erfuhr man dann bei der Vernehmung des Untersuchungsrichters, der bekundet, daß Markert, als er in Heppenheim zur ärztlichen Beobachtung war, fortwährend simulierte und sich nicht auf Einzelheiten besinnen zu können oorgab. Indessen hat Markert zur gleichen Zeit einen Zettel geschrieben, auf dem Einzelheiten und Aufrechnungen nach Mark und Pfennig sowie Ereignisse vermerkt waren, die um ein volles Jahr zurücklagen. Inzwischen hat Markert das Simulieren aufgegeben. Rmidfunkprogramm NMtwoch, 29. September. 12 Uhr: Mittagskonzert. 13: Nachrichten (auch aus dem Sendebezirk). 13.15: Mittaaskonzert. 14: Nachrichten. 14.10: Humor bei Richard Strauß. 15: Volk und Wirtschaft. 16: Nachmittagskonzert. 18: Zeitgeschehen im Funk. 19: Unser singendes, klingendes Frankfurt. 20: Nachrichten. 20.10: Unser singendes, klingendes Frankfurt. 21.15: Bunter Abend. 22: Nachrichten (auch aus dem Sendebezirk), Sportbericht. 22.20: Kamerad, wo bist du? 22.30: Unterhaltung und Tanz. 24 bis 1: Nachtmusik. Aus der engeren Heimai. Neuer Kreisdirektor in Friedberg. » Friedberg, 28. Sept. Kreisdirektor Dr. Straub vom Kreisamt Friedberg wurde durch Verfügung des Reichsstatthalters in Hessen Gauleiter Sprenger mit Wirkung vom 1. Oktober 1937 ab zum K r e i s d i r e k t o r in Worms ernannt. Als Kreisdirektor von Friedberg wurde Kreisdirektor Braun vom Kreisamt in Erbach mit Wirkung vom gleichen Tage ab hierher ver- fetzt. Kommissarischer Kreisdirektor in Erbach wurde Regierungsrat Scheer, der gegenwärtig am Kreisamt Friedberg wirkt. Der neue Kreisdirektor von Friedberg war bis zum Mai 1932 am Kreisamt in Gießen als Regierungsrat tätig und kam damals von Gießen aus als Kreisdirektor nach Erbach. Tödlicher Unglücksfall im Bahnho, Mücke. ♦ Mücke, 29. Sept. Heute morgen 7.15 Uhr ereignete sich im hiesigen Bahnhof ein schwerer Un- alücksfall, dem leider ein Menschenleben zum Opfer fiel. Bei der Zusammenstellung des Personenzuges RUHL Seltersweg Nr. 67 D Telephon Nr. 3170 I eparaturen >89?o h Nr. 4268 auf Gleis 1 aeriet der im Rangierdienst des Bahnhofs Mücke beschäftigte Hilfsschaffner Karl Graf aus Dillingen beim Kuppeln von Wagen zwischen die Puffer. Der bedauernswerte Mann wurde auf der Stelle getötet. ' Landkreis Sieben. △ Lollar, 27. Sept. Die schlechte Pflasterung der Bahnhof st raße zwischen der Unterfinning und dem Bahnhof gab in den letzten Jahren zu manchem Aerger Anlaß. Nun hat man damit begonnen, die Straße aufzureißen und mit einem neuen Pflaster zu versehen, welches, zur Freude aller Benutzer, in kurzer Zeit fertiggestellt sein dürfte. Gleichzeitig erhält das Innere des Bahnhofsgebäudes nach Ausführung verschiedener notwendiger Ausbesserungarbeiten einen neuen Anstrich. j) Lollar, 27. Sept. Im Saale der „Germania" veranstaltete am gestrigen Sonntaa die Handharmonika • Spielgruppe Lol- l a r zusammen mit den Spielgruppen Gießen und Marburg, welche zusammen 60 Mitglieder zählen, einen Handharmonika-Spielabe n d. Zum zweiten Male traten damit die Lollarer Spieler seit Bestehen der Grupve an die Öffentlichkeit. Das Interesse für diese Art Volksmusik hat seit der letzten Veranstaltung im vergangenen Winter in unserem Orte stark zugenommen. Die Zahl der Spieler hat sich von 22 auf 34 erhöht, die eine beachtliche Fertigkeit zeigten. Unter Leitung von Musiklehrer Hans Nurtsch (Marburg) rollte ein buntes Programm ab. Solistische Vorträge wechselten mit solchen der einzelnen Spielergruppen und gemein- iamen Musikstücken ab. Besonders hervorgehoben seien die der Eigenart des Instruments angepaßten Volksmusikstücke. Auch diesmal zeigte wieder die neunjährige Edith H e n g st (Gießen) ihre großes Talent. Die den Saal bis auf den letzten Platz füllenden Zuhörer spendeten dankbaren Beifall. # DaubrIngen, 27. Sept. Am Sonntag konnte Frau Anna Braun, eine der ältesten Ein- wohnerinnen unseres Dorfes, ihren 8 3. Geburtstag feiern. # Mainzlar, 27. Sept. Die von den Schulkindern durchgeführte 230 21. »Sammlung erbrachte den Betrag von 24,80 Mark. < £ Leihgestern, 27. Sept. Bei der Versteigerung des Gemeindeobstes lagen die Preise bei starker Nachfrage recht hoch. Die Ernte war eine gute Mittelernte. Es wurden für einzelne gut behangene Bäume bis au 70 RM. bezahlt. — Der Opfertag für die Innere Mission erbrachte in unserer Gemeinde als Kirchenkollekte den Betrag von 254 RM., gegen 140 RM. der Haussammlung des Vorjahres. Es ist dies ein außerordentlich gutes Ergebnis, das den Werken evangelischer Liebestätigkeit zugute kommt. 0 Allendorf (L a h n), 28. Sept. Das von der hiesigen Kriegerkamerad schäft über mehrere Sonntage durchgeführte Preisschießen wurde am Sonntag abgeschlossen. Bester Schütze war Ernst L u t) mit 34 Ringen, zweiter Willi U l m, MllWWWS« Roman von Bernhard Lonzer. Urheberrechtsschutz: Arthur Moewig, Romanoertrieb, Berlin SW 68. 28 Fortsetzung (Nachdruck verboten.) Er streckte ihr die Hand entgegen. Sie legte die ihre hinein. „Wir wollen es versuchen, Herr von Achenbach." Da beugte er sich plötzlich über ihre Hand und zog sie an seine Lippen. Ein Erschauern durchrann sie. So hatte er ihr schon einmal die Hand geküßt! In jener unvergeßlichen Sommernacht auf der Insel ... Blühte ringsum nicht wieder die weiche, blaue, von Sternenglanz überschüttete Nacht? Duftete es nicht betäubend aus sommerschweren Büschen? Schwebten nicht zauberhaft süße Leuchtkäfer wie goldene Tropfen, wie leuchtende Sternfunken um die dunklen Büsche? Gewaltsam riß sich Annelore zusammen und entzog Stefan die Hand. „Schlafen Sie wohl, kleiner Kamerad", horte sie ihn noch sagen. „Gute Nacht, Herr von Achenbach", wehte es wie ein Hauch von ihren Lippen. Dann schloß sich die Tür hinter ihr. 10. Roch einmal winkte der Konsul abschiednehmend von der Tür zurück in das Zimmer, in dessen Mitte Gloria stand, die prachtvolle Gestalt eingehüllt von dem Halbdunkel des Raumes. Dann wandte er sich. Draußen »artete der Wagen, der ihn zur Bahn bringen sollte. Er wußte nicht, daß ein tiefer Atemzug ihre Brust hob, als die Tür hinter ihm ins Schloß gefallen war. Daß der Klang der zufallenden Tür wie ein Signal für sie war — ein Signal anbrechender Freiheit ... Gloria wandte sich dem Fenster zu, durch dessen Vorhang matt das Licht des Wintermorgens hereindrang. Sie hob die Arme, als müßte sie den Vorhang herunterreißen, als könnte sie greifen nach dem, was er verbarg. Sie dachte an ihre Künstlerlaufbahn. Wie oft, Abend für Abend, hatte sich der Vorhang der Bühne vor ihr geöffnet! Wie ein Rausch war das jedesmal gewesen, ein immer neuer, unsinnig schöner Rausch; denn da unten im Parkett, links und rechts in den Logen, bis hinauf zu den Rängen. hatten Menschen gesessen, deren Bewunderung wie ein brandender Strom zu ihr heraufgerauscht, herabaestürzt war. Sie wußte, daß sie keine wahre Künstlerin gewesen war, daß sie in der Hauptsache durch ihre Erscheinung gewirkt hatte. Aber sie war bewundert und begehrt worden. War das nicht genug? War das nicht alles, was man sich wünschen konnte? Heute war es nur ein einziger Mensch, ein einziger Mann, von dem sie bewundert und begehrt sein wollte. Wieder geliebt und begehrt — wie damals .. .1 Stefan ...! Damals war er jünger gewesen. Ein lieber, wenn auch sehr eigenartiger und zurückhaltender Junge. Aber gerade seine Eigenart und seine Zurückhaltung hatten sie gereizt. Heute war er ein Mann. Stolz, hart und unbeugsam. Es hatte ihn damals wohl schwerer getroffen, als man gedacht hatte. Gedacht? Hatte man sich wirklich Gedanken darüber gemacht? Der andere, der damals gekom- men war, war eben stärker gewesen als er. Konnte man dafür? Es war verständlich, daß er sich heute mit Härte und Unnahbarkeit wappnete. Er wäre ja sonst nicht Stefan von Achenbach. Aber war das etwas Unüberwindliches? Es gab nichts Endgültiges, Unerreichbares für eine Frau wie Gloria Bruckner, um die der Konsul von vielen beneidet wurde! Und seitdem sie Stefan täglich wiedersah, wenn auch nur in den wenigen Augenblicken des spärlich einfallenden Tageslichtes, seitdem stand es für sie fest, daß sie ihn wiedergewinnen mußte! Bruckner? Der Gedanke an ihn war schon etwas ganz Fernes. Sie hob die vollen Schultern. Wenn die Ehe wieder in die Brüche ging, so war das eben Schick- sal. Er mußte sich damit abfinden. ^Ja, Gloria Bruckner war heute bereit, an das Schicksal zu glauben. Vielleicht hatte sie das Augenlicht verlieren müffen, um Stefan dadurch wiederzugewinnen ... Die Geschäfte hatten den Konsul nun wieder nach Hause gerufen. Er hatte Stefan gebeten, Gloria noch einige Wochen hierzubehalten. Stefan war davon nicht sehr erbaut gewesen. Bis sie an das volle Tageslicht gewöhnt war und die abschließende Untersuchung die völlige Heilung ergab, ja. Aber darüber hinaus? Er hatte Einwendungen gemacht. Es sei wirklich nicht notwendig. Die gnädige Frau könne sich von Zeit zu Zeit ja von Dem Arzt untersuchen lassen. Der sie bis zur Operation behandelt habe. Man braucht vor allen Dingen auch Platz für andere Patienten. Aber der Konsul hatte sehr dringend gebeten. Es sei ihm wirklich eine fehr große Beruhigung, seine Frau noch für einige Zeit unter Stefans Beobachtung zu wissen, bis man die unumstößliche Gewißheit habe, daß die Heilung wirklich als enbgültig zu betrachten sei. Da hatte Stefan sich denn nicht länger weigern können. Den wirklichen Grund, der ihn wünschen ließ, Gloria so schnell wie möglich wieder verschwinden zu sehen, konnte er dem Konsul ja nicht sagen. Stefan vermied es, allein zu Gloria zu gehen. Er ging nur in Annelores Begleitung. Die Besuche wurden immer kürzer, je weiter die Heilung fortschritt. „So, Fräulein Hildach", sagte er eines Tages, „ich bin nun überflüssig. Die Lichteinlässe können Sie jetzt allein vornehmen." Gloria verfärbte sich leicht, ohne daß die beiden es bemerkten. Sie zeigte sich erstaunt und ein bißchen beleidigt. „Wie denn, Herr von Achenbach, Sie wollen nicht mehr zu mir kommen?" „Nein, Frau Konsul. Es ist nicht mehr notwendig. Ein paar Tage noch, dann brauchen Sie überhaupt niemanden mehr." Sie suchte in dem gedämpften Licht, das der Fenstervorhang einließ, sein Gesicht. Ihre Stimme war die eines gekränkten Kindes. „Aber, Herr von Achenbach — das ist doch eine Zurücksetzung gegenüber den andern. Eine ganz unbegreifliche Zurücksetzung ..." „Durchaus nicht, Frau Konsul. Die anderen Patienten brauchen mich eben noch, während Sie meiner nicht mehr bedürfen." Das war ruhig und höflich, aber sehr bestimmt gesprochen. Ein paar Worte zu Annelore, die noch einige ordnende Handgriffe tat, dann ging er. Auch Annelore wollte dann Das Zimmer verlassen, aber Gloria hielt sie zurück. „Warten Sie doch noch einen Augenblick, Fräulein Hildach." Annelore blieb stehen. „Bitte?" „Ja, sehen Sie, — nun müssen Sie doch allein zu mir kommen!" „Doch? Warum doch?" „Sie haben es bisher vermieden. Absichtlich, nicht wahr?" Annelore war ganz ruhig. Heute stand sie dieser Frau ja anders gegenüber als vor kurzem noch. Heute konnte diese Frau nicht mehr an sie heran. Gleichmütig erwiderte sie darauf: „Ich wüßte nicht, welche Absichten Sie dahinter vermuten könnten." „Das ist nun wieder keine richtige Antwort. Sie sind sehr geschickt im Ausweichen, wie ich schon einmal feststellen durfte. Ich werde mich wohl damit begnügen müssen. Aber — zum Beispiel — ich weiß, daß Sie anderen Patienten manchmal vor- lefen. Mir haben Sie nicht ein einziges Mal vorgelesen." „Allerdings. Sie haben ja nie den Wunsch danach geäußert." „Sie hätten es auch selbst einmal vorschlagen können. Aber eigentlich wollte ich noch etwas anderes — ich wollte Ihnen etwas sagen." _„Sitte. Aber meine Zeit ist knapp/ Gloria erhob sich und kam ein paar Schritte durch Das geDämpfte Licht heran. „Sie erinnern sich: Ich sagte vor einigen Wochen, daß ich wissen möchte, ob Sie schon sind. Ich hatte nun ein paarmal Gelegenheit, Sie bei vollem Licht zu sehen, und ick muß zugeben, daß Sie wirklich schön sind. Sehr schön sogar. Das freut Sie doch, nicht wahr?" „Ich habe so wenig Ursache zu übermäßiger Freude wie zu Trübsal", entgegnete Annelore gelassen. ..Aber es steht zu vermuten, daß auch andere Sie schön finden. Auch die Männer. Und das zum Beispiel würde Sie bestimmt freuen, wie?" „Das will ich nicht beftreiten. Obgleich es auf die Schönheit allein nicht ankommt." ‘ Fortsetzung folgt. S.Jl.-fpont Mball der heimischen Mnnschasten Oie Ergebnisse vom Gaumeisterschastsschießen. Bei dem am vergangenen Sonntag durchgeführten Meisterschaftsschieben des Gaues Hessen, das in unserer Stadt auf den Ständen des Schützenvereins durchgeführt wurde, wurden folgende Ergebnisse erzielt: Kleinkaliber. Altschützen-Mannschaften. 1. Schützen- verein Marburg, 595 Ringe; 2. Schützenverein Frankfurt-Eschersheim, 589 R.; 3. Schützenverein Frankfurt-Süd „Tell", 586 R.; 4. Kleinkaliber- Scbützenverein „Allianz" Frankfurt, 583 R.; 5. Schützenverein Frankfurt-Bockenheim, 583 R. — Einzelschützen. 1. Salzner (Frankfurt-Eschersheim), 367 R.; 2. Schneider (Niederwalgern), 161 R.' 3. Zimmer (Fulda), 160 R.; 4. Kuhn (Philivpstal)', 160 R.; 5. Soldan (Frankfurt-Süd, „Tell"), 157 R — Zungfchützen-Mannschaften. 1. Kleinkali- ber-Schutzenoerein „Gut Ziell^ Launsbach, 498 R.- 2. Schützenverein Nidda, 466 R.; 3. Schützen-Gefell- fchaft „Oberst Schiel" Frankfurt, 449 R. — Ein- zelschützen. Pfeiffer (Kleinkaliber-Schützenverein „Gut Ziel" Launsbach), 141 R.; 2. Quanz (Hanau, 137 *91e^^8 R; 3. Katzenmeyer (Nidda) Beliebiger Anschlag, offene Visierung. Altschützen.Mannschaften. 1. Postsport- verein Frankfurt, 624 Ringe; 2. Frankfurter Schüt- zenverem, 617 R.; 3. Wiesbadener Schützenaesell- R. — Einzelschützen. 1. Sauer (Frankfurter Postsportverein), 167 R.; 2. Seese (Schützenverein Kassel), 164 R.; 3. Uitting (Wiesbadener Schützengesellschaft), 162 R. 2Uif Diopter. annfchaft en. 1. Schützenverein Frankfurt- Eschersheim, 622 Ringe; 2. Frankfurter Postsport- verein, 616 R.; 3. Schützenverein Frankfurt-Süd et GP/rr.?’ — Einzel schützen. Salzner (Frankfurt-Eschersheim), 162 R.; 2. May (Frankfurt-Süd „Tell"), 161 R.; 3. Sauer (Frankfurter Postsportverein), 161 R. Großkaliber. Scheibenschießen: Mannschaften. 1. Schützenverein Frankfurt a. M., 1684 Ringe; 2. Schützenverein Kassel, 1638 R.; 3. Schützenverein Wiesbaden, 1460 R. — Einzelschießen. 1. Bratengeyer (Frankfurt), 458 R.; 2. Schuchardt (Kassel), 451 R.; 3. Uitting (Wiesbaden), 437 R. Wehrmann-Schießen. (15 Schuß 20er-Ringscheibe.) Mannschaften: 1. Schützenverein Kassel, 894 Ringe; 2. Schützenverein Kassel, 477 R.; 3. Schützen- n Sie doch * las Zimmer w Augenblick, 1J?5 Uhr er. , Wer Un, !Q Nr. 6] te Nr. 31701 iss? ü g Schaffner Karl Wagen eoauernswerte lotet. dritter Friedrich Kerstins mit se 33 Ringen. Die Sieger wurden mit schönen Preisen geehrt. Das Preisschießen wurde unter starker Beteiligung durchgeführt. Deshalb entschloß man sich, sofort ein zweites Preisschießen zu veranstalten. * H u n g e n, 27. Sept. (Veranstaltungen der Realschule Hungen.) Am „Tag des deutschen Volkstums" hatten alle, die Interesse am Kampf der Auslanddeutschen um die Erhaltung ihres Deutschtums haben, Gelegenheit, im „Solmfer Hof" eine Ausstellung „Auslanddeutsche Volkskunst" zu besichtigen. Die Ausstellung, die recht gut besucht war, zeigte kunstvolle Arbeiten unserer Volksgenossen in Estland, Sudetenland, Ungarn, Siebenbürgen, Gottschee, Steiermark, Nord- und Südtirol. Am 22. September fand unter reger Beteiligung der Elternschaft ein Elternabend im „Solmser Hof" statt; eine ähnliche Veranstaltung wurde für die Drei Mannschaften schossen 22 Tore! Sporfo. 1920 Heuchelheim in großer Fahrt. Mit gemischten Gefühlen sahen die Heuchelheimer Fußballanhänger dem ersten Derbandsspiele ent- ' !gegen; sie wurden aber auf das Angenehmste ent- ttäuscht. Die Mannschaft zeigte ein vorbildliches ! ^Spiel. Die Elf von Wieseck mußte sich bereit fin- Den, die ersten Punkte abzugeben. Schon in der ersten Minute gingen die Gastgeber in Führung. iHeuchelheim erzwang einen Eckball nach dem an- Deren. Etwa zur Mitte der ersten Halbzeit schoß der üunksaußen eine Ecke kurz vor das Tor, der Halb- linke schnellte empor, stieß mit dem Kopf nach dem Leder und schon hing der Ball im Netz der Gäste. Beim 2:0 blieb es bis zur Halbzeit. Nach der Mause lagen die Heuchelheimer weiterhin im Angriff. Ein Bombenschuß von Arnold, aus zwanzig Meter Entfernung, wurde zum dritten Tor. In der Folge wurde auch Wieseck etliche Male gefährlich, 'ber die Heuchelheimer Abwehr verhinderte jeden Trfolg. Dann lag wieder Heuchelheim im Angriff. Der Rechtsaußen vermochte durch einen Kopfball ? auf 4:0 zu erhöhen und schließlich konnte der Mittelstürmer eine Steilvorlage zum fünften Tor verwandeln. Fünf Lattenschüsse ließen erkennen, daß !.er Sturm es am Torschuß nicht nicht fehlen ließ. Das Spiel war für die Gastgeber ein guter Auftakt der Punktekämpfe. > Heuchelheim 1. Jgd. — Lieber 1. 3gb. 10:0 (2:0). Dor dem Spiel der ersten Mannschaften kämpfte ne erste Jugend gegen den Neuling Bieber und !»nnte den Gegner einwandfrei schlagen. Heuchelheim II — Gröningen I 7:4 (3:3). Auch die zweite Mannschaft konnte ihre ersten .«unkte nach_ Einsatz oller Kräfte mit nach Hause wehmen. Grüningen führte zuerst 2:0. Ein Selbst- jor und ein Elfmeter ließ sie zu diesen beiden .i.oren kommen. Aber dann zog Heuchelheim alle . eglster seines Könnens. Die Mannschaft, die sich MM größten Teile aus den der Iugendmannschaft mtwachsenen Spielern zusammensetzte, siegte dank nrer besseren Technik. FC. 1927 Flensungen—Mücke. Alensungen Mücke I — Lehnhelm I 5:0 (2:0). i !?27 Flensungen-Mücke trat gegen die L LlL.P°n Lehnheim zum erstenVerbandsspiel an. hl* rx griffe? sofort energisch an, bald aber IMS sich die größere Spielerfahrung, die reifere Lschnik und Taktik der Einbeinrischen durch. Zur EnI"3eit stand das Spiel 2:0 für Flensungen-Mücke. lind) der Pause blieben den Einheimischen weitere kFolge zunächst versagt, da das Schluhdreieck von Uhnheim sehr sicher arbeitete. Erst in den letzten ,eJ Minuten fielen drei weitere Tore, nachdem iare'e^elmer mit ^rer Kraft nahezu am Ende Eltern aus Lich Und Umgebung am 24. September im „Holländischen Hof" in Lich durchgeführt. Auch dieser Elternabend war sehr aut besucht und legte Zeugnis ab von der engen Zusammenarbeit zwischen Elternhaus und Schule. J_ Birklar, 27. Sept. Dieser Tage wurde das Ob st der Gemeinde versteigert. Es wurden verhältnismäßig hohe Preise erzielt. Kreis Wetzlar. + Rodheim a. d. Bieber, 27. Sept. Dieser Tage wurden in unserer Gemarkung die O b st - oer ft eigerungen der Gemeinde,' des Staates und des Schmitter Gutes durchgeführt. Der Behang der Bäume war gering, die Preise dementsprechend hoch.— Die Obstbaumbesitzer in unserer Gemarkung Und dringend gehalten, mit dem Anlegen der Leimringe zum Zweck der Schädlingsbekämpfung zu beginnen. verein Gießen, 876 R.; 4. Schützenverein Marburg, 860 R. — Einzelschießen. 1. Seese (Schützen- oerem Kassel), 253 R.; 2. Dölsing (Schützenverein 232 R.; 3. Appel (Schützenverein Gießen), Handball im Kreis Gießen. Tv. Lang-Göns I — Io. Holzheim I. Holzheim sagte kurz vorher das Spiel, angeblich wegen Spielermangel, ab, so daß es zu dem er- warteten spannenden Kampf, den sich beide Mannschaften immer lieferten, nicht kommen konnte. Tv. Lang-Göns Jugend — Tv. Oberkleen Jugend 19:8 (7:4). Oberkleen mußte eine unverdient hohe Niederlage einstecken, gemessen an den Leistungen, die die Oberkleener Jungens zeigten, denn bei Halbzeit war das Spiel noch keineswegs entschieden. Gegen Schluß ließ die Hintermannschaft der Gäste merklich nach, wodurch das hohe Resultat zustande kam. Handball im MTV. Der Auftakt der Pflichtspielreihe begann für den Mto. recht erfolgreich, obwohl man danach für die weitere Entwicklung noch nicht viel sagen kann. Zwei Spiele wurden gewonnen, eins ging verloren. Mto. II — To. 1846 Gießen I 5:9 (3:3). 3n der ersten Halbzeit war das Spiel nahezu ausgeglichen. Zwei gute Hintermannschaften machten beiden Stürmen zu schaffen und verhinderten hohe Torzahlen. In der zweiten Halbzeit ging der Mittelläufer vom Mto. in den Sturm, der Mto. kam mit 4:3 zunächst sogar in Führung. Diese Umstellung und nicht zuletzt die harte Note, die das Spiel bekam, brachten die Mto.er jedoch um ihren ®rfolg. Die Gegner hatten in der letzten Spielhälfte ein gutes Zusammenspiel im Sturm. Krofdorf 1. Jugend — Mto. 1. Jugend brachte den jungen Mtv.ern einen schönen Erfolg. Die Mto.er waren ihren Gegnern durchweg überlegen. Besonders der Sturm konnte seine klaren Kombinationen immer wieder durch einwandfreie Tore krönen. Obwohl die Krofdorfer in der zweiten Halbzeit etwas aufkamen, stand der Sieg der Gie- ßener nicht in Frage. Mtv. 2. Jugend — Dutenhofen 1. I u - gend war mit 14:10 (7:6) ebenfalls erfolgreich für den Mtv. Die leichte Ueberlegenheit, die das Ergebnis ausdrückt, war auch kennzeichnend für den Spielverlauf. Die Tatsache, daß der Mtv. zu gleicher Zeit mit zwei Jugendmannschaften siegen konnte, zeigt, daß der Verein über einen guten Nachwuchs verfügt. iefrberg Mellor * Hn i °ber ■bbetg “!5 «. ÄS aa* o unt L bi- °en als P. °°" Zugend-Abteiiunq der (SpMvo.igoo. 1900 1. Jgd. — Rodheim 1. Jgd. 6:0 (2:0). Die Blauweißen diktierten das Spielgeschehen und setzten sich sofort in der Hälfte der Gäste fest. Bald nach Beginn erzielte der Linksaußen das Führungstor, und der Mittelstürmer erhöhte zum Halbzeitergebnis von 2:0. Nach der Pause waren die 1900er weiter tonangebend. Der Halblinke schoß aus großer Entfernung zum 3:0 ein, und zweimal war noch der Mittelstürmer erfolgreich. Zwei Elfmeterbälle wurden verschenkt. Die Roüheimer mußten sich fast nur auf die Verteidigung beschränken. Iugendfußba-l im DfB.-Reichsbahn. Das angesetzte Pflichtspiel fiel aus, da die Gäste nicht antraten. Die 2. Jugend erledigte ihr viertes Pflichtspiel und konnte durch einen hohen Sieg in Großen-Linden (13:0) weiterhin die Führung in ber Tabelle behaupten. Sie stellte erneut ihre gute Form unter Beweis. Den Gastgebern blieb selbst das verdiente Ehrentor versagt. Das Spiel der 3. Jugend gegen Staufenberg mußte verlegt werden. Die 4. Jugend trat mit einigen Ersatzleuten in Wieseck an und verlor mit 0:5 Toren. Mit einer Niederlage mußte gerechnet werden; leider wurden aber verschiedene Torchancen nicht ausgenützt. Gporlverein Ettingshausen. Am Sonntag weilte die 1. Iugendmannschaft zum fälligen Verbandsspiel in Steinbach. Beide Mannschaften traten in stärkster Aufstellung an. Bis zur Pause konnte Ettingshausen drei Tore erzielen. Nach der Halbzeit war Ettingshausen noch zweimal erfolgreich, während Steinbach nur ein Tor erzielen konnte. Staufenberg I — Wißmar I 0:4. Auf dem Platz in Staufenberg standen sich die Mannschaften von Staufenberg und Wißmar gegenüber. Die Platzbesitzer traten nur mit zehn Mann an, konnten aber trotzdem das Spiel offen halten. Die Wißmarer erwiesen sich als gute Schützen und siegten mit 4:0 Toren. Leichtathletik des Tv Heuchelheim. Letzter versuch um die Deutsche Vereinsmeisterschaft. Am letzten Sonntag unternahmen Heuchelheims Leichtathleten auf dem Sportplatz des VfB.-Reichs- bahn ihren letzten Versuch in der DDM., der einen guten Abschluß der Wettkampfzeit bildete. Trotz des Alleinganges wurden fast sämtliche Wettbewerbe erhöht. Es wurden folgende Ergebnisse erzielt: lieber 100 Meter gab es einen schweren Kampf zwischen Stahlhut und Ulm, den Stahlhut in 11,7 Sekunden vor Ulm 11,8 Sekunden gewann. Eine gute Zeit lief Erwin Neide! über 800 Meter: 2:04,6 M iw" > • wäSji «•* »«CT - einMS Den * '«'waV«W®* i) noch r s tagen- apP " schliß ein Pflflr , „ O' ; o°r -?'L. Ä ssinnt- lgt. lte.Wartung [ Unterführung ten Mren zu "M damit be- unt> mit einem s' Zur Freude rchgestellt fein e des Bahn- 9 verschiedener ien neuen An- mle der „Ter- a Sonntag die uppe Lol- en Tießen und itglieder zählen, labend. Zum irer Spieler seit mtlichkeit. Las hat seit der letz- Winter in un- Zahl der Spie- die eine beacht- ung von Musik- rollte ein buntes e wechselten mit en und gemein« ; hervorgehoben ents angepaßten igte wieder die en) ihre großes m lebten Platz ten veifalL 2tm Sonntag : ältesten Einen Devon den Schul- mmlung er« Bei der Der« obstes lagen recht hoch. Die Es wurden für zu 70 W. be die Innere Gemeinde als 54 M-, gege" lZorjahres. Esrist :gebnis, das den it zugute kommt. 3ept. Das pon adfchaft über reiS^rl2 Mer Minuten. Die meisten Punkte holte Franz Reidel im 3000-Meter-Lauf, den er in 9:02,8 Minuten ganz allein zurücklegte. Eine hervorragende Zeit! Den Weitsprung mit 6,21 Meter und das Kugelstoßen mit 11,18 Meter gewann Stahlhut überlegen. Zum Schluß lief die 4X100-Meter-Staffel mit Ulm, Henkelmann, Stahlhut und Rinn in 47,2 Sekunden eine neue Vereinsbestleistung. Mit 4297,40 Punkten dürfte der Tv. Heuchelheim im Gau Hessen an erster Stelle und in ber Spitzengruppe der E-Klasse im Reich zu finden sein. Abturnen des Tv.Staufenberg. Bei schönstem herbstlichem Wetter veranstaltete der To. Staufenberg am Sonntag sein Abturnen. An den Wettkämpfen beteiligten sich 35 Turner in drei versichedenen Stufen. Bei dem leichtathletischen Vierkampf errangen Heinrich Deibel und Erich Fink mit je 74 Punkten den ersten Sieg. In ber Jugendklasse wurden Ewald Ruckelshausen und bei den Schülern Karl Heidt erste Sieger. Im Gerätekampf, der nachmittags ausgetragen wurde, ging Heinrich Kraft als Sieger hervor, der gleichzeitig den Wanderpreis erstmalig errang. Am Abend fand die Preisverteilung statt. Wanderpreiskegeln in Wieseck. Zur Förderung des Kegelsportes haben sich btt drei Wiesecker Kealeroereine im Jahre 1936 geeinigt, einen Wanderpreis unter sich auszukegeln. Der Preis soll fünf Jahre hindurch ausgekegelt werden. Derjenige Verein, dem es gelingt, den Preis dreimal zu erringen, ist endgültiger Sieger und der Wanderpreis geht in feinen Besitz über. Zweimal gelang es dem Keglerverein „Vorwärts" den Preis zu erringen. Die Austragung des Kampfes findet an drei vorher bestimmten Terminen statt. Der erste Termin wurde auf den vergangenen Samstag festgesetzt. Es wurden folgende Ergebnisse erzielt: Kegelklub „Alle Neun" errang mit feiner Zehnermannschaft (je 25 Kugeln) 1329 Holz, Kegelklub „Vorwärts" 1310 Holz und Kegelklub „Gut Lolz" 1248 Holz. In der Einzelbewertung erreichten die Kegler Adolf Mandler und Ludwig F o r b a ch, beide „Vorwärts" Wieseck, je 145 Holz und Kegler Ernst Kreiling, „Alle Neun", 141 Holz. Sprechstunden der Redaktion. 11.30 bis 12.30 Uhr, 16 bis 17 Uhr Samstagnachmittag geschlossen. Wirtschaft. Rhein-Mainische Börse. Willagsbörse behauptet. Frankfurt a. M., 28. Sept. Die Börse hatte recht lebhaftes Geschäft. Bei fester Grundtendenz war die Haltung am Aktienmarkt behauptet. Ansätze zu Kurserhöhungen wurden durch einige Abgaben auf Sperrmarkkonto in IG. Farben zunächst unterbunden. Später setzten sich aber dann auf lebhaftere Käufe, insbesondere aus dem Rhein- land in Montanwerten, meist mäßige Befestigungen durch. Feste Haltung zeigten Reichsbankanteile bei größeren Umsätzen mit 206,50 (205), ferner Gesfürel mit 155,50 bis 156 bis 155,50 (155). IG. Farben gingen von 164 auf 163,25 (163,75) zurück, Metall- gefellfchaft lagen mit 155 behauptet. Von Montan- werten lagen besonders Mannesmann lebhaft mit 122,25 bis 122,75 (122,13), Hoesch gewannen 0,50 o. H. auf 124,25, Rheinstahl 0,25 v. H. auf 154,25, Verein. Stahl blieben unter leichten Schwankungen mit 119,65 unverändert. Maschinenaktien zeigten vorwiegend behauptete Kurse, 1 v. H. höher waren MAN. mit 138, lebhaft waren Demag mit 151,13 (151,25), Daimler bröckelten später 0,25 v. H. ab auf 141 nach 141,25. Von Schiffahrtswerten setzten Nordd. Lloyd mit 87,65 (87,50) ein. Der Rentenmarkt lag verhältnismäßig ruhig und wenig verändert. Reichsaltbesitz 128,25 (128,13), Reichsbahn-Vorzugsaktien unverändert 127,65. Kom- munal-Umschuldung lagen bei größeren Umsätzen mit 94,75 behauptet. Arn Kassarentenmarkt lagen Liquidationspfandbriefe uneinheitlich bei Abweichungen bis 0,25 v. H. Stadtanleihen und Staatspapiere notierten unverändert. Von Industrie- Obligationen gewannen 6 v. H. IG. Farben 1 v. H auf 131,25. 3m Verlaufe wurde das Geschäft sehr ruhig, da weitere Käufe nicht mehr Vorlagen und auch die Kulisse ihre Tätigkeit nahezu einstellte. Die nach den ersten Notierungen eingetretenen Rückgänge wurden z. T. wieder ausgeglichen, IG. Farben blieben jedoch unerholt mit 163,25. Etwas lebhafter war auch späterhin der Montanmarkt. Don den erst im Verlaufe notierten Werten waren beson- ders Elektroaktien 0,50 bis 1 v. H. fester, auch sonst Überwogen Besserungen von 0,25 bis 0,75 v. H. Großbankaktien kamen unverändert zur Notiz. Der Freiverkehr hatte teilweise lebhafteres Geschäft bei allerdings wenig veränderten Kursen Dingler 90,25 bis 91,25, Rastatter Waggon 42,50 Sekt 71, Wayß & Freytag 148,50, Elsass. Bad. Wolle 79,75. Tagesgeld wurde auf 2,75 (2,50) v. H. erhöht. Abendbörse behauptet. Der Auftragseingang erreichte an der Abendbörse kein größeres Ausmaß, immerhin war das Geschäft etwas lebhafter als sonst. Bei durchaus freundlicher Grundtendenz wichen auch die Kurse gegen den Mittagsoerkehr nur unwesentlich ab, größtenteils kamen sie unverändert zur Notiz. Etwas Nachftage verblieb in einigen Montanaktien. Während Mannesmann 0,25 v. H. anzogen auf 123, gaben Hoesch 0,25 o. H. nach auf 124 und Rheinstahl 0,13 o. H. auf 154,13, Verein. Stahl mit 119,75 und Buderus mit 126 lagen unverändert. Maschinen- und Motorenwerte blieben behauptet, Adlerwerke lagen 0,25 v. H. höher mit 114,50, ebenso Daimler mit 141,25, Rheinmetall 152,75, Demag 151, MAN 138. IG.-Farben hatten bei unv. 163,40 einigen Umsatz. Elektroaktien notierten unverändert, AEG. 127,75, Gesfürel 155,50, Schuckert 170. Von Schifffahrtsaktien waren Hapaa bei unv. 86 angeboten. Am Einheitsmarkt notierten nach Pause Gebr. Adt mit 72 (70) und Kahlgrund Eisenbahn mit 21,75 (20). Großbankaktien lagen unverändert. Der Rentenmarkt hatte nur wenig Geschäft, 4,5proz. Krupp unv. 98,40, 6proz JG.-Farben unv. 131,25. Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 28. Sept. Auftrieb: Kälber 707 (gegen 574 am letzten Dienstagsmarkt), Hümmel und Schafe 259 (230), Schweine 4145 (2750). Notiert wurden je 50 Kilogramm Lebendgewicht in RM.: Kälber a) 60 bis 65 (am 21. 9. 62 bis 65), b) 54 bis 59 (54 bis 59), c) 45 bis 50 (47 bis 50), d) 36 bis 40 (37 bis 40). Hämmek b2) 46 bis 50 (47 bis 51), c) 41 bis 45 (42 bis 46), d) 32 bis 40 (35 bis 40); Schafe a) 37 bis 45 (37 bis 45), b) 30 bis 35 (31 bis 36), c) 24 bis 28 (20 bis 30). Schweine a) 56 (56), bl) 56 (56), b2) 56 (56), c) 55 (55), d) 52 (52); Sauen gl) 56 (56). Marktverlauf: Kälber und Schweine zugeteilt. Hämmel und Schafe mittelmäßig. 2Rinbermarff in Gießen Auf dem gestrigen Rinder - (Nutzvieh-) Markt in Gießen standen 44 Stück Großvieh, 1 Fresser und 8 Kälber zum Verkauf: Es kosteten: Milchkühe ober hochtragende Kühe 1. Qualität 400 bis 520 RM., 2. Qualität 300 bis 370 RM., 3. Qualität 170 bis 240 RM.; Rinder '/--- bis Xjährig 70 bis 100 RM., 5L- bis 2jährig 120 bis 180 RM., tragend 280 bis 410 RM.; Kälber das Pfund Lebendgewicht bis 2 Wochen 25 bis 35 Pf., bis 4 Wochen 40 bis 50 Pf-, bis 6 Wochen 55 bis 65 Pf. Marktverkauf: schleppend. Nächster Markt: 12. Oktober. 147 Garnieren x -s Die spart man Gas? äuf großer Flamme ankochen und mit der Sparflamme weiterkochen lassen. Das erfpan viel Gas. Bei einem modernen Gasherd ist das möglich Die Gasherde von Häuser haben alle einen Sparbrenner. Sehen Sie sich diese modernen Gasherde an bei J. V. Häuser, Gießen, am Osroalbsgarfen, Fernsprecher 2145/2146. Hier abschneideni I Zugseite aus auf die andere Seite geführt, dort mit dem letzten Ring verknotet und wieder zurückgeführt. Ist der Vorhang geteilt, so wird die Schnur jeweils an den mittelsten Ringen verknotet. Bei manchen Stangen werden die Gardinen in Führungen bewegt, so daß die Schnur überflüffig wird. Die Gardine wird beiseite gezogen. Gardinenwäsche. Nach dem Abnehmen werden die Gardinen gut ausgestaubt, in lauwarmem Sei» fenwasser gut ausgedrückt, dies wird so oft wiederholt, bis das Wasier klar bleibt, dann werden sie zehn Minuten gekocht. Die Gardinen werden gut gespült dem Spülwasser je nach Beschaf. fenheit der Gardine etwasWasch» blau oder Ocker zusetzen, leicht gestärkt und entweder auf dem Spanner getrocknet oder auf mehreren nebeneinander gespannten Leinen. Fransen an Gardinen werden nicht gestärkt, nach dem Trocknen werden sie mit einemFransenkamm ausgekämmt. Garn, gesponnene Fäden aus Wolle, Baumwolle, Seide, Kunst- seide. Garn aus Flachs nennt man Zwirn. Nähgarne sind Leinengarne. Die verschiedensten Garne werden zu Handarbeiten verwendet. Garnele, eine kleine Krebsart der Nordsee, die sehr wohlschmek- kend ist. Garnieren (franz. Bezeichnung verzieren), entbehrliches Fremdwort für das geschmackvolle Anrichten von Speisen und für das Verzieren von Kleidern. Kuchen verziert man mit einer dreiecki- Garderobe gestellten Werkes, z.V. das Mode- geschäft garantiert für die Farbechtheit des Kleides, der Uhrmacher garantiert für gutes Funktionieren der reparierten Uhr auf die Dauer von zwei Jahren. Die Earantieübernahme muß stets ausdrücklich erfolgen, man läßt sich die Garantie am besten schrift- lich geben. Für Fehler, die die gewöhnliche Brauchbarkeit einer Sache herabmindern oder ganz aufheben, z. B. das Kleid hat einen Riß, die Uhr geht überhaupt nicht, haftet der Verkäufer Handwerker,Vermieter auch ohne Garantieübernahme (f. Fehler). Sehr vorsichtig muß man fein bei Übernahme einer Garantie für einen bestimmten Warenumsatz eines verkauften Geschäftes oder die Einbringlichkeit einer Forderung (s. Bürgschaft). Garderobe (franz.: Bewahre das Kleid), entbehrliches Fremdwort für Kleiderhalter, Kleiderablage, Ankleidezimmer und die Kleidungsstücke selbst. Gardine, ital., Vorhang, Fensterbehang aus Tüll, Musseline und Spitzenstoff, soll Schutz gegen Sonne sowie fremde Neugier bieten und gleichzeitig als Schmuck dienen. Schwere Gardinen sind unpraktisch zu säubern. Gardinen anmachen. Die Stangen sind mit Ringen und daran befindlichen Klammern versehen, an die man die Gardinen an- flammert. Die Vorhangschnur muß die doppelte Länge der Vor. hangbreite haben sowie eine gewisse Länge zum Ziehen, gewöhnlich bis unter die Fensterbank Nun wird die Schnur von der GLORIA Erstaufführung! Heute zum < g J1/ OMr AenVoüen K\e\a Aas äpaTt6 besten ÄunbäT 50 und $iebetl Spielleitung: Paul Marbln GlESSEN*MlAUÖßURG ICT 6281 A MO Sichern Sie sich Karten im Vorverkauf! Ihre Vermählung geben bekannt Gießen Moonstraße 5j, dm 29. September 1937 04788 Gießen. 6310D 3 6268 A Garten Gartenlaube 148 60 Pfennig 1-kg-Dose NORDSEE 46- 57.- 68.- 56- 68.- 76.- 6277C 46.- 54.- 68.- KOHLER Gieben iJjSül it iJJäj-^eltersweÖ 17 cirvii ^München ALLEIN-VERKAUF: Giessen PPLAST 78 Pfennig 45 Pfennig Gießen, Seltersweg 18 Fernsprecher Nr. 2467 Entzückende Kittelanzüge, reizende Kinderkieidchen und hübsche Lammfellmäntel — die bringen wir Ihnen in einer Auswahl und zu Preisen, die bestimmt Ihren Beitall finden l 1-kg-Dose . ‘/2-kg-Dose Hauptpreislagen: RM. 32.- Herren-Sakko-Anzüge Hauptpreislagen: RM. 48.— Herren - Sport-Anzüge Hauptpreislagen: RM. 38.- Beiprogramm — Neue Ufa -Ton -Woche Täglich 4, 6 und 8 Uhr — Sonntags 3, 5.30 und 8.80 Uhr Aufnahme für das Winterhalbjahr in die 1- und %-jähr. Klassen. Beginn 18. Oktober 1937 Anmeldungen u. Auskunft in Gießen, Goetheitraße 32, jederzeit. Ruf 2486. Hier drunter fühlen Sie mal! Familien- Drucksachen veriobunasanzei0«n Vermählungsanzeigefl bei Brühl, Schulstraße 7 Geburtsanzeigen Hansa und Hansa-Lloyd Generalvertretung Krahn &€<>♦ Gießen, Frankfurter Str. 82 Verlangen Sie Probefahrti _________________________________01510 UM 14 Uhr. Gießen, den 29. September 1937. Der Oberbürgermeister. I. D.i Nicolaus, Beigeordneter. Qreue beseitigt Orfa u Flasche 1.80, extra stark 2.50 Haare Unschädlichl Sich Wirkung. Drog. Elges. Seltersweg 68 a 4679v Löwen-Drog. Kilbinger, Seltersw.69 Drog. Winterhoff, Kreuzplatz 10. Willi Braun Wa Braun, geb. Stohr In der Brustpartie, in den Revers und den Schultern innen drinnen, wo man nicht hineinsieht, da liegt das Geheimnis, warum die Kunden des Hauses Köhler sy lange mit ihren Anzügen und Mänteln zufrieden sind. 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Vogtsche Piivat-Handelsschule Gießen, Goethestr.32 Em UFA-TONFILM mit Alfred Abel Oskar Sima Erich Fiedler Kohlen von Fischer Gießen, Alicenstraße 42—44, Telefon 3172 und 3176 Unterlagepapier Drahtkordel sowie die neuen Leimringe »Fix-Fertig« und »Rekord« erhalten Sie im Bahnhofstraße Telefon 3403 _______________________________6207 A Achtung! Programm-Änderung! 63,1 A Der Kriminalfilm ,Der Mord Im Nebel1 läuft heute zum letztenmal Im Lichtspielhaus, Bahnhofstr. tung (Zaun usw.) ein Interesse hat kann diese nicht ohne seine Zustimmung beseitigt oder geändert werden. Steht auf der Grenze ein Baum oder Strauch, so gehören die Früchte und wenn der Baum (Strauch) gefällt wird das Holz den Nachbarn zu gleichen Teilen. Jeder Nachbar kann die Beseitigung des Baumes verlangen, wenn dieser nicht als Grenzzeichen erforderlich ist. Die Kosten der Beseitigung fallen beiden Teilen zur Last' verlangt ein Nachbar die Besei- tignng, so treffen ihn die Kosten allein, wenn der andere auf seinen Anteil am Baum verzichtet. Wegen der überhängenden Wurzeln und Zweige sowie überhängenden Früchte siehe Abschneiden. Äst eine Sache in den Garten eines anderen gefallen (z. B. ein Spielball), so mufo der Besitzer des Gartens das Auf- luchen und Wegschaffen der Sache dulden, kann aber Ersatz eines evtl, durch das Aufsuchen und Wegschaffen entstehenden Schadens verlangen und zuvor Sicherheit für einen Anspruch verlangen. Das unbefugte Betreten von Gärten wird auf Antrag mit Geldstrafe (bis 150 RM.) oder Haft bestraft. S. a. Abschneiden. Gartengerate find stets vom Gesichtspunkt der Arbeitserleichterung zu wählen. Sie bedürfen der Pflege, sind nach Gebrauch zu reinigen und gelegentlich, immer aber vor Winterbeginn, gegen Rost einzufetten. Gartenlaube, Laube. ToWACK 6276 D gen Tüte, die vorn schräg ab- §eschnitten ist, indem man durch ie Öffnung Schlagsahne oder Buttercreme preßt. Garten dient nicht nur der Wirtschaftlichkeit, sondern auch der eigenen Freude der Gesundheit und der Erziehung zur Natur- beobachtung, Ordnung und Schönheit. Seber, auch der kleinste G. sollte Berbmdungvon Nutz- und Ziergarten sein. Wo persönlicher G.-Besitz nicht möglich, ist stets Schrebergarten anzuraten. Bei oder innerhalb großer Werkstätten und Fabriken Gärten anlegen, da Freude durch Schönheit und Erholung durch Gartenfrieden erfolgt. („Schönheit der Arbeit".) — Ein bei einem Hause befindlicher Garten darf von den Mietern des Hauses nur mit Erlaubnis des Eigentümers benützt werden, wenn nicht etwa der Garten von einer Partei mitgemietet ist. Werden zwei Gärten durch eine Mauer, Hecke, einen Zaun oder dertzl. von einander getrennt, so sind die Eigentümer der beiden Gärten gemeinschaftlich zur Benützung der Mauer usw. berechtigt, wenn nicht äußere Merkmale darauf Hinweisen, daß die Einrichtung einem allein gehört (z. B. der Zaun steht ausschließlich auf dem Grundstück des einen Eigentümers). Dis Unterhaltungskosten eines den beiden Eigentümern gemeinschaftlich zur Benützung dienenden Zaunes usw. sind von beiden Nachbarn zu gleichen Teilen zu tragen. Solange einer der Nachbarn an dem Fortbestehen der Einrich- Besonders l'anninn Versand n. billige ld|l&U)ll |/nnf Franl Muster frei Haus nUpi Apfelmost täglich frisch [“,od Reiterei Schäler Bleichstrasie 8. Seltene Naturur- Kunden von den Halligen und vom Wattenmeer enthält die Neuerscheinung, die all« Naturfreund« und Dogeiliebhaber mit Begeisterung lesen und schauen werden: Unter SööeiWlem u.5eefö)iD0iöea Beobachtungen und Natururkunden aus d. Dogelwelt d. deutschen Nordseeküste. — Don Eugen Schuhmacher Insgesamt 104 Seiten mit 92 Bildern nach wundervollen Naturaufnahmen. In V einen gebunden RM. 3.90. Bestellungen nimmt jede Buchhandlung entgegen. Verlangen Sie bitte das ausführliche Werbeblatt. HugoBermühler Verlag Berlin-Lichterfelde Iflnnen-- MuiMch abzugeb. Bestell, erb. wir v. Postk. ob. an d.Bierver- lagMichel.Wall- torftr 71,T. 2479 Damplsägewerk Lollar B. Nuhn A. 6., Lollar Unsere neuen deutschen Salzheringe Stück.....5, 7 und 9 Pfennig 10 Stück 45, 65 und 85 Pfennig 6282 A Elf1' stehen Kostüm Aas e\e^t6 fertigender"6 von Aie Rannten Autch zu e ne STAHLWAREN in grosser Auswahl BORRMANNo Gieben / Neustadt 5 / Ruf 4165 Pullover-Anzug, Gr. 45 in rot und blau, 4.50 E K NIT-Pnllov.-Anzug bew.Markenfabr.7.25 Kind.-Kieidchen,Gr.45 gern.Waschsamt 3.50 Kinder-Strickkleid flotte Machart.. 6.90 Ratin6-Mantel, Gr. 42 in allen Farben 3.90 Lammfell-Mantel, sehr guteVerarbeit... 7.25 Mädch.-Mantel. 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