Utz Donnerstag, 29.3uli 1937 Ur. 174 Erstes Blatt 187. Jahrgang ben nicht Veränderungen die Baumwolle in 1934 93 35 33 29 24 22 21 17 8 5 2 2 1 0 1934 146 39 18 9 7 ließen 20 bis 22 Uhr ine Jelbbinbe. Habers des her dbinde wieder«' bei repräM fragen M I - unb WW iällen gettM vor schrieben« isellfchaftsaW? -rdienst-M.) 1936 33 29 5 24 13 17 12 10 18 16 13 9 6 4 Herkunftsland: Der. Staaten v. Amerika Aegypten Britisch-Jndien Peru Brasilien falschen Egoismus ist das Festhalten an den Gläubigerforderungen unter Preisgabe derjenigen Warenaustauschmöglichkeiten, die sich bieten würden, wenn die Schulden konvertiert und für eine lieben gangszeit stillgelegt würden. Es scheint der Fluch der Unterlassung vor früher zu sein, daß sie die Gemüter verstockt, das Urteil trübt und vielleicht auch technisch den Rückweg erschwert. Man darf uns glauben, daß wir die Provenienzen der Rohstoffe, die wir beziehen, nicht leichten Herzens so stark wechseln. Jede Provenienz hat ihre Eigenart, auf die in der Aufbereitung und in der Verarbeitung Rücksicht genommen werden muß. Meint man etwa draußen, es sei für die deutsche Textilindustrie belanglos, im Jahre 1934 fast ein Drittel, im Jahre 1936 dagegen nur ein knappes Siebentel australischer Wolle zu beziehen und sich in der Baumwollbearbeitung gleichfalls innerhalb von zwei Jahren stark von der' nordamerikanischen Provenienz fort zu verlagern? Gestärkt wird dadurch alledings die Umstellungs- und Anpassungsfähigkeit der deutschen Industrie — und auch die Bereitschaft zum Uebergang auf die in wachsendem Maß erzeugten neuen inländischen Rohstoffe. aber bei einem festen Programm und einem entschiedenen Willen könne der Erfolg der neuen Politik nicht zweifelhaft sein. Italien habe die Abmachungen vom 2. Januar mit Befriedigung ausgenommen und sei überzeugt, daß sie in breitem Umfange weiter entwickelt werden könnten. Man habe Zeit verloren, aber man könne sie wieder einholen. Der Prüfstein bleibe weiter die spanische Frage. Für Italien gebe es keine andere Lösung als den Sieg Francos. Die Unterstützung der Rationalen würde den unausbleiblichen Abschluß beschleunigen und weiteres Blutvergießen verhindern. Vielleicht sei London für eine derartige Haltung noch nicht reif, aber es sei an der Zeit, daß man G e - neral Franco keine weiteren Hindernisse in den Weg lege und ihn juristisch und politisch mit seinen Gegnern auf gleiche Stufe stelle. Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8l/aUbr des Vormittags Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für le^t- anzeigen von 70mm Brette 50 Rpf.,Platzvorschrift nach vorh.Dereinbg.25O/o mehr. Ermäßigte Grundpreise: Stellen-, Vereins-, gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Rpf.,Famiiienanzei- gen, Bäder-, Unterrichts- u. behördliche Anzeigen 6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B Bereitschaft betreuen, den nichtbesitzenden Landern die Versorgung so zu erleichtern, als ob sie eigene Rohstoffquellen besäßen — auf der anderen Sette aber im vertrauten Kreis zu erklären, man denke gar nicht daran, „gefährlichen" Völkern auch nur die kleinste wirtschaftliche Avance zu machen. Zu dieser Hauptvoraussetzung treten einige weitere: die reichen Länder müssen zwischen einem Egoismus auf sehr kurze Sicht und einem Egoismus auf weite Sicht besser unterscheiden lernen. Es mag fein, daß ihnen das demokratisch- parlamentarische Regime solche Unterscheidung erschwert. Für viele Staatsmänner in den westlichen Ländern ist ein Erfolg, der erst nach Jahrzehnten voll in Erscheinung tritt, kein echter Erfolg, da er ihnen die Karriere nicht verbessern hilft und ihrer Partei keinen Auftrieb verschafft. Ihnen ist em Pfennig heute mehr wert als ein Goldstück nach zehn Jahren. Sie übertreiben die Ausnutzung der Gelegenheit von heute und opfern dadurch die Möglichkeit von übermorgen. Dabei haben doch die letzten 20 Jahre recht reichliches Anschauungsmaterial darüber geliefert, wie wenig em einzelnes großes Volk auf die Dauer gedeihen kann, wenn andere Völker in Not und Sorge verharren. * Eine besondere Anwendung dieses Satzes vom Rationalen als kriegführende Partei legten und den Rückzug der Freiwilligen erst nach dem Siege General Francos wünschten, nehme Sowjetruhland eindeuttg zu Valencia Stellung. In London und Paris versuche man dagegen, den „goldenen Mittelweg" einzuschlagen. Leider würden die Verhandlungen solange vollkommen verwirrt sein, wie England feine jetzige Politik fortsehe. Die englische Regierung halte es für angebracht, den Schleier, der die Meinungsverschiedenheiten der Mächte umhülle, nicht plötzlich zu zerreißen, sondern es dem Gang der Ereignisse zu überlassen, nach und nach Klarheit zu schaffen. Inzwischen mache die englische Aufrüstung gute Fortschritte. London wünsche die Ereignisse nicht zu überstürzen, selbst auf die Gefahr hin, daß es inzwischen einige harte Schläge einstecken müßte. Die kommunistische „H u m a n i 16" ist wütend über die Unterredung Chamberlains mit Mailand, 29.Juli. (DRB. Funkspruch.) Die Unterredung des englischen Ministerpräsidenten mit dem italienischen Botschafter Grandi und die offenkundigen Anzeichen einer Entspannung in den englisch-italienischen Beziehungen werden von der norditalienischen Presse mit großer Befriedigung verzeichnet.. Die Turiner „Stampa" schreibt, es sei klar, daß die britische Politik, wenn auch unter Schwankungen, das Steuer kräftig herumwerfe. Man fühle die Hand des neuen Premiers, der in seinem unbedingten Festhalten an den imperialen englischen Interessen auch die Rotwendigkeit erkannt habe, daß die verfahrene Lage auf dem Boden der Realität wieder eingerenkt werden müsse. Die Aufgabe Chamberlains werde nicht leicht sein, Paris, 29. Juli. (DRB. Funkspruch.) Im Zusammenhang mit der französischen Antwort auf den Nichteinmischungsplan Edens, die am Mittwoch in London überreicht worden ist, will der Außenpolitiker des „Petit Parifien" wissen, daß die französische Regierung auch ihren Standpunkt in der Frage der Landkontrolle dargelegt habe. Am Quai d'Orsay sei man, angeblich, der Auffassung, daß diese Kontrolle gleichzeitig mit der Ueberwachung der spanischen Häfen durch neutrale Beobachter wieder eingeführt werden müßte. Allerdings wünsche nuyi, daß diese Kontrolle auf spanischem Gebiet ausgeübt werde. Der Außenpolitiker des „Echo de Pari s" beschäftigt sich ebenfalls mit den Verhandlungen über die Nichteinmischung unter besonderer Berücksichtigung der Haltung Englands. Während Italien und Deutschland besonderen Rachdruck auf die Anerkennung der spanischen 1936 77 33 26 20 38 der Haupt- Entspannung der englisch-italienischen Beziehungen. Endgültige Regelung der Abessiniensrage in der September-Sitzung des Völkerbundes? persönliche Botschaft Chamberlains an Muffolim? selbe, wie er sie am 5. Mai bekanntgegeben habe. Damals habe er erklärt, daß er nicht in der Lage sei, eine Mitteilung zu machen, da diese Frage nicht aufgeworfen worden sei. Wenn sie aufgeworfen würde, dann wäre es eine Angelegenheit für den gesamten Völkerbund. Ls handele sich hier um eine Frage, in der ein kollektiver Beschuh erforderlich sei. Der konservative Abgeordnete Emmot fragte, ob es nicht endlich Zeit sei, daß der Völkerbund die Wirklichkeiten der Lage berück s i ch t i g e. Diese Frage blieb unbeantwortet. „Fühlbare Klärung." Rom, 28. Juli. (DRV.) Der Unterredung des englisck)en Premiermini st ers mit dem italienischen Botschafter wird hier große Bedeutung beigemessen. Man betont, daß die spanische Frage, die italienisch-englischen Beziehungen und die allgemeine politische Lage in Europa den Gegenstand der Unterredung gebildet habe, und ictt 'LtUbq euer r Hin*1 London, 29. Juli. (DNB. Funkspruch.) Einige Londoner Blätter befassen sich auch am Donnerstag noch einmal mit der Unterredung, die der italienische Botschafter Graf Grandi am Dienstag mit Ministerpräsident Chamberlain hatte. Sie bringen römische Berichte, in denen heroor- gehoben wird, daß man in 3t 0 m eine Verbesserung d e r Beziehungen mit England im Anschluß an diese lange Unterredung erwarte. Der diplomatische Korrespondent der „Daily Mail" schreibt, auch in London sei der Hoffnung Ausdruck gegeben worden, daß die Besprechung zwi- chen Chamberlain und Grandi zur Verbesserung )er Beziehungen zwischen den beiden Ländern führen könnte. Er habe erfahren, daß eine der Fragen, die besprochen worden seien, die Anerkennung der Eroberung Abessiniens durch Italien gewesen sei. kürzlich bereits habe sich die britische Regierung mit dieser Frage befaßt, und einige englische Minister hätten sich bereit gezeigt, den Völkerbund zu einer Ent- schluhfassung in dieser Frage anzurufen. Als Ergebnis der Vefprchung Chamberlains mit Grandi hätten die diesbezüglichen Anregungen eine Velebug erfahren, fo daß E n g l a n d d i e - sen Schritt bei der September- Sitzung des Völkerbundes unternehmen werde. In der Zwischenzeit werde eine engere Zusammenarbeit zwischen den Regierungen Italiens und Englands bezüglich der allgemeinen europäischen Lage stattfinden. In gut unterrichteten Kreisen Londons habe man bereits von der Möglichkeit gesprochen, daß Eden Rom einen Besuch abftötten werde. „News Chr 0 nicle" meint, bei der Besprechung zwischen Chamberlain und Grandi sei nicht, wie man zunächst vermutet habe, die spanische Frage besprochen worden, sondern die italienisch- englischen Beziehungen. Obschon sich die amtlichen Kreise ausgeschwiegen hätten, sei bekannt geworden, daß Ehamberlain zwei Punkte hervorgehoben habe, nämlich, daß er erstens eine Verbesserung der englisch - italienischen Beziehungen begrüßen würde, zweitens aber keine grundsätzlichen Zugeständnisse englischerseits hierfür gemacht werden könnten. Das gelte insbesondere für den englischen Standpunkt, daß eine Zugestehung der Kriegführenden- Rechte nur möglich sei, wenn die Zurückziehung der ausländischen Freiwilligen wesentliche Fortschritte gemacht habe. Der römische Berichterstatter des Blattes meldet, in politischen Kreisen Roms gehe das Gerücht um, daß Chamberlain dem italienischen Botschafter eine persönliche mündliche Botschaft für Mussolini mitgeteilt habe. Fragen im Unterhaus. L 0 nd 0 n , 29. Juli. (DNB.) Der Oppositionsliberale Foot fragte heute im Unterhaus den Ministerpräsidenten in Bezug auf eine kürzliche Rede des Marineministers, daß es notig fei, die guten B e Ziehungen m i t 31 a 11 e n wiederherzuste11en, ob diese Aeußerung die Politik der britischen Regierung darstelle Chamberlain erwiderte, er habe m Der fraglichen Rede nichts gefunden, was nicht mit der Politik der britischen Regierung überein stimme, die freundschaftlichsten Beziehungen mit allen ausländischen Regierungen zu pflegen. Eden wurde gefragt, ob es die Absicht der englischen Regierung sei, die Eroberung Aethiopiens durch Italien anzu- erkennen Er erwiderte, die Stellungnahme der englischen Regierung in dieser Frage sei die- 19 einbrachter em°lf aus Wolle Herkunftsland: Australien Britisch-Südafrika Neuseeland Argentinien Belgien-Luxemburg Großbritannien Frankreich Uruguay Türkei Chile Brasilien China Peru Iran 'Woche. ionoie cs ganz QuRH| " fisS W 8ki Baumwolle waren ... Einiger groß (in Millionen Mark): . Ute Schwankungen erklären sich röTx»u-. aus der wechselnden Möglichkeit, den 3 gerlänbern deutsche Jndustrieerzeugnisse zu liefern. Wenn auch auf der Berliner Tagung öer internationalen Handelskammer mit selchem Nachdruck für die Beibehaltung einer internationalen Arbeitsteilung gesprochen worden ist, so muß doch von den rohstoffproduzierenden Ländern em Zustand, bei dem sich Deutschlands Bezüge an den einzelnen Provenienzen innerhalb von zwei Jahren um die Hälfte oder gar um zwei Drittel ermäßigen und um das Sechsfache steigern, als höchst nachteilig an- 9egRan redeten der internationalen Wirtschaftsaussprache noch vielfach aneinander vorbei Man spricht von der Vernunft und der Haltbarkeit der gegenwärtigen kolonialen Gebietsausstattung und Roh- stoffverteilunq und meint im Stillen die Aufrechterhaltung der Ungerechtigkeit und der Unvernunft, von denen die besitzenden Länder immer noch den größten Vorteil zu haben glauben. Es ist unerläßlich daß man sich über einige Grundwahrheiten klar wird ehe die Vertreter der Völker m geeigneter Seelenverfassung zu einer internationalen Aussprache abreisen können Die wichtigste Doraus- efcuna ist der Verzicht darauf, Unvernunft m Vernunft umdeuten zu wollen. Es geht nicht weiter an, daß die Staatsmänner der besitzenden Lander ihre Scheint täglich,.außer Smntags und Feiertags lagen: Die Illustrierte (tfcßcner Familienblätter (jcmat im Bild • Die Scholle I Nonats-vezugsprels: gilt 4 Beilagen RM.1.95 Illusttierte „ 1.80 Zollgebühr . . „ -.25 Ach bei Nichterscheinen IOi einzelnen Nummern jnsstge höherer (Bemalt zernsprechanschlüffe M Sammelnummer 2251 Mrist für Drahtnach- jiften: Anzeiger Gietzen postschecklonto: iiiiüfurt am Main 11686 Unbehagen in Paris. Pariser Pressekritik an der Haltung Englands. man fügt hinzu, daß die Entwicklung der letzten acht Tage eine fühlbare klä-^, rung ge bracht habe. Jedoch gibt man sich hier keinem übertriebenen Optimismus hin, da immer noch beträchtliche Kräfte des Widerstandes gegen eine Lösung, die sich allerdings schon bald ergeben könne, am Werke seien. Misti im Foreign Office. London, 28.Juli. (DNB.) Der sowjetrussische Botschafter sprach am Mittwoch im Foreign Office vor. Wie von unterrichteter englischer Seite verlautet, erörterte Maisky etwa eine Stunde lang den britischen Kontrollplan für die Nichteinmischung in Spanien. Nach „Preß Association" hält man es für möglich, daß er auch über feine auf der letzten Ausschußsitzung abgegebene Erklärung gesprochen hat, nach der die Sowjetregierungunter keinen Umständen der Gewährung der Rechte Kriegführender an die spanischen Parteien zustimmen würde. Auf Grund von Nachfragen lasse sich vermuten, daß Maisky nicht den Wunsch habe, diese Erklärung abzuändern. Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: vrühlsche Unlverfitattdruckerel R. Lange in Gietzen. Schristleitung und Geschäftsstelle: Zchulstratze 7 Die spanische Frage bleibt der Prüfstein „Auf dem Boden der Realität wieder eingerenkt." W Außenhandelsproblem. Von Or. Earl Wellthor. ie Aufforderung des Königs der Belgier an den ifterpräfibenten van Zeeland, die Vorbereitun- \ für eine internationale Wirtschaftsaussprache Einsetzung eines Studienausschusses zu be- unigen, ist ein neuer Beweis dafür, wie tat- tig das Oberhaupt des uns benachbarten Landes ul internationalen Probleme fördert, von denen berzeugt ist, daß sie auch für sein Land lebens- tig sind. In der Tat muß es die vorbereitende gleit des belgischen Ministerpräsidenten erleich- , wenn klaraestellt wird, wie wenig dies Mandat eine einseitige Beauftragung nur der M westlichen Demokratien" ist. Die Berliner Ta- pifc der Internationalen Handelskammer ist abge- rofl!, ohne erkennbare Spuren im Denken und suchten der führenden Staatsmänner zu hinter- Wn. Sonst hätte der amerikanische Staatssekretär j)j schwerlich das Valutadumping, das sein eige- ieä Land betreibt, so grundverschieden von den Mchen Bemühungen um Aufrechterhaltung der iisferigen Ausfuhr beurteilt. jon drei wichtigen Voraussetzungen für die sarne Abhaltung einer internationalen Wirt- ßtskonferenz kann uns jedoch auch die dankens- Üe Initiative des Königs der Belgier nicht be- ien: 1. von der Schaffung einer geeigneten poli- chen und psychologischen Atmosphäre, 2. von der estitschaft bei der internationalen Auseinander- ing wirklich Farbe zu bekennen, und 3. von ein- inoen technischen und organisatorischen Vorar- n. Man muß sich z. B. ganz offen darüber mterbalten, wie sich die großen Völker ihre Der- igung im Falle einer bewaffneten Auseinander- ung zwischen großen Weltwirtschaftsländern iiken. Es geht nicht an, daß man überall so tut, s ziehe man den Fall einer solchen Auseinander- ung zwischen anderen Mächten, geschweige denn ler eigener Beteiligung nicht in Betracht, wäh- nd in Wirklichkeit solche Erwägungen die weitaus öhte Rolle spielen. Soweit dies Problem für itabritannien und die Glieder seines Weltreichs |li; enthalten die von Major Dr. Hesse herausge- Ijtbenen kriegswirtschaftlichen Jahresberichte 1937 Hcht aufschlußreiches Material. 6s groß das Verdienst der Internationalen Han- ktammer ist, die Privatwirtschaftler von 40 Län- m alle zwei Jahre zu einer umfassenden Aus- ache zu vereinen, so wenig reicht doch augen- einlich die Publizität solcher Veranstaltungen aus, in den breiten Volksschichten und damit auch ben Volksvertretungen und den Regierungen der chländer ernsten und verantwortungsbewußten usjprachewillen zu entfachen. Diejenigen Regie- ngen, die auch heute noch die Möglichkeit hätten, ne unmittelbare Initiative zur Einberufung einer Ichen Konferenz zu ergreifen, halten es für richtig, r den Fall des Mißlingens eine feste Verteidi- ngsftellung insofern zu beziehen, daß sie spater ie Vaterschaft des Konferenzplanes mit Erfolg adelten können. Wer aber nichts anderes tut, ais in der eigenen Stellung zu verschanzen, kann ine Erfolge im Vorfeld erzielen. Auch über eines „fen wir uns nicht im Zweifel fein: nachdem eine eihe von Ländern außerordentliche Rüstungsmaß- men ergriffen und nachdem ihre Regierungen ich mit der Unpopularität der Ausgabenstreichung irb der Steuererhöhung belastet haben, besteht Mdscitzlich weniger Neigung als noch vor einem M, sich für eine internationale Wirtschaftskonfe- besonders zu exponieren. Das hat erst vor Aoen Tagen im britischen Oberhaus Lord Halifax »liefen, der im Namen der Regierung Chamber- lan das nahe Bevorstehen einer solchen Konferenz Mieden bestritt. , v Meht man sich die Außenhandelszahlen eines Scnbes wie Deutschland an, so erkennt man am tcrlen Schwanken der Ziffern für die einzelnen Md er, wie kurzfristig und wechselvoll die außen- Mchaftliche Kalkulation eines rohstofs- und devi- enarmen Landes ist. Man braucht nur für die bei- wichtigsten Textilrohstoffe die deutschen Einzahlen der Jahre 1934 und 1936f miteinander »u vergleichen, um zu erkennen, wie stark Deutsch- Imb lavieren muß, und wie wenig befriedigend die 8-üältnisse für die großen Erzeugerländer gewor- itn sind. Die deutsche Moll- und Baumwoll-Einfuhr klnig (in Millionen Mark): iiierti Lachmnskeln des Humors —-- ihting »mische Alte Szenen echt D Humoristen fei Kvlophonist efs Berlin icker chesTanzpa»1 ii alisebe Clo« eck,S,SD 1 am Flüge' ahnE n 3Ä’1O SS, Sie K L-tung von zwei Kreuzern und einer Zerstörer- die irische Frage schiedttch und WlA zu° »sL' flottllle tn Belfast emtraf, wurde es von einer I Wer die Geschickte Irlands au* nur ^hn AK großen Menschenmenge begrüßt. Polizei und Mili- lang zurückverfolqt der weiß w^e feit ^ehr aP tar hatten weitgehende Sicherheitsmaßnahmen er-1 hundert Jahren die Grüne Jnse l der d^ü st ere Berl lischer Ui Te tiorpr Haus de Nun hat das englische Königspaar in Belfast erleben müssen, daß es in der Hauptstadt Ulsters und in der Provinz Ulster selbst irische Nationalisten gibt, die gegen England noch ebenso unversöhnlich gestimmt sind, wie ihre Vorfahren. Diese Gegensätze hatten sich unmittelbar vor dem Kriege so scharf zugespitzt, daß, wenn der Krieg nicht dazwischengekommen wäre, die Provinz Ulster einen Bürgerkrieg über sich hätte ergehen lassen müssen, der wohl nicht weniger mörderisch gewesen wäre, als der spanische Bürgerkrieg. Damals war schon eine Verfassung für Irland geplant, von der Ulster nicht ausgenommen werden sollte, was den englisch denkenden und fühlenden Teil der Bevölkerung so empörte, daß er bereit war, zu den Waffen zu greifen. Als nach dem Kriege eine Lösung der irischen Frage gesucht werden mußte, waren es wohl die Ereignisse unmittelbar vor dem Kriege in englische Regierung veranlaßten, für Ulster eine eigene Ordnung zu finden. Wenn das englische Königspaar also Ulster aufsucht, so ist das schließlich eine englische Angelegenheit. Aber die Tatsache, daß irische Nationalisten sich gegen diesen Besuch auflehnen, ist ein Beweis dafür, daß es England nicht gelungen ist, pn- Lpinö W bi fei ar krtel i hfl We, (jung ‘ Eine ähnliche Auffafsun! nete Ligon, f genommen. 3n der gleichen Sitzung wurden die Gesetzentwürfe über die Aufhebung der Fidel- kommifse des Fürsten Pleß und über die Erweiterung der Bestimmungen der Agrarreform in Ostoberschlesien ebenfalls in zweiter und dritter Lesung angenommen. Der zweite Gesetzentwurf wurde in der ober« schlesischen Gruppe der Abgeordneten begrüßt. Der Referent erklärte, der Landwirtschaftsminister Ponjatowski habe versichert, daß die Parzellie- rung sofort durchgeführt werden würde, weshalb eine Entschließung des Ausschusses zurückgezogen worden sei, in der gegen die etappenweise Durchführung der Reform in Ostoberschlesien im Verlaus mehrerer Jahre Stellung genommen worden war. Der Abgeordnete P r z y k l i n g brachte zum Ausdruck, daß die Durchführung der Agrarreform im Ostoberschlesien zweifellos den polnischen Besitzstand« in den Westgebieten verstärken werde, denn in Ostoberschlesien sei der Pole vvr allem Bauer unbi Arbeiter. In beiden Fällen handelt es sich um k r i e rische Handlungen c, Aufgabe der japanischen 5 Sicherheit des Verkehrs auf un ^irue peiping— Tientsin und gegen den berechtigten Versuch, die japanische Kolonie in Peiping zu schützen. Die japanischeArmee sieht sich gezwungen, Maßnahmen zum Selbstschutz und zur Abwehr zu ergreifen und die Forderungen durchzu- setzen, die zur Erfüllung des Waffenstillstandsabkommens notwendig sind. Japan wird die gutgesinnte Bevölkerung Chinas nicht als Hunde behandeln, es hat nur den Wunsch und die Absicht, die • Wiederholung ähnlicher Zwischenfälle unmöglich zu machen. Territoriale Absichten hat Japan nicht, und es ist selbstverständlich, daß es sein Bestes tun wird, um auch direkte ausländische Interessen zu schützen. Japan, das die Sicherheit und den Frieden im •lernen O st e n als eine Hauptaufgabe betrachtet, wünscht nichts dringender, als daß die jetzigen Konflikte durch Selbstbesinnung auf chinesischer Seite auf einen möglichst engen Kaum beschränkt werden können, und daß baldmöglichst eine friedliche Lösung gelingen möge.“ sn die japanischen Militärmaßnahmen in ^U^a .erforderliche Zusatzbudget in Höhe von 9 7 -Millionen Yen — das sind rund 70 Mil- lionen Mark — wurde Mittwoch im Unterhaus Dut \d)i (3 hemp Dublin era se ium Sct begleitet tischen 6«lon ■on A N Warschau, 28. Juli. (DNB.) In der zweiten Sitzung der außerordentlichen Sejmta- gung am Dienstag wurde über die o stöbe r- 'chle fisch en Gesetzentwürfe nochmals nach ihrer Bearbeitung in den zuständigen Ausschüssen beraten. Der Referent für den Gesetzentwurf über die Sprache an den ostoberschlesischen Gerichten erklärte, daß die Regierung beschlossen habe, der deutschen Minderheit in Ostoberschlesien auf diesem Gebiet dieselben Rechte zuzugestehen, die die deutsche Bevölkerung in Posen und Pomerellen genieße. Der Rechtsausschuß habe den Regierungsentwurf mit unwesentlichen redaktionellen Aende- rungen angenommen. Ein Minderheitenantrag des Abgeordneten Kaminski forderte die Ablehnung des Gesetzentwurfes unter der Begründung, daß die deutsche Minderheit in ' Polen nicht mehr Rechte haben solle, als die polnische Minderheit in Deutschland. Deswegen müsse zunächst abgewartet werden, welche Haltung Deutschland gegenüber seiner polnischen Minderheit in Oberschleien einnehmen werde. Der Ausschuß habe diesen Standpunkt n i ch t geteilt, weil er diese Angelegenheit als eine rein innere Angelegenheit des polnischen Staates betrachte, zu dem die Grundsätze und Vorschriften der Verfassung verpflichten. Wenn die Bestimmungen, die sich auf die Genfer Konvention stützten, in Kraft blieben, so würde die deutsche Bevölkerung in Ostoberschlesien bevorrechtigt werden, was nicht in der Absicht des Antragsstellers liegen könne. Dieser Auffassung trat der Kattowitzer Abgeordnete N o w a ck entgegen. Er erklärte, das Erloschen der Genfer Konvention sei seitens der ostoberschlesischen Bevölkerung mit großer Befriedigung begrüßt worden, und mit Dankbarkeit nehme sie von der Erweiterung des Gesetzes über die Agrarreform auf Östoberschlesien Kenntnis. Was das Gesetz über die Aussprache in den Berichten betreffe, so schaffe es für die deutsche Bevölkerung in Ostoberschlesien tatsächliche einen neuen privilegierten Zustand. Er werde für das Gesetz nur dann stimmen, wenn die polnische Minderheit in Deutschland gleiche Rechte erhalte. Bai: nitgeteil ufta", chen e< oostok l-s" W W Wen Wm- W ■ das iDliniftei I Berlin Ibmie d Ihren I lien fül I mb W De Grandi, die irgendwelche dunklen Machenschaften oorbereite. (!) Als Eden seinen Plan unterbreitet habe, habe man erklärt, es handle sich um einen letzten Versuch, mit offenen Karten zu spielen, in Wirklichkeit versuchten Eden und Lord Plymouth seit 14 Tagen einen Schleier über die italienische Haltung zu werfen. Das offizielle England habe jetzt seine Maske abgeworfen. Man stehe am Vorabend eines neuen Gentleman- Abkommens, das noch verbrecherischer fei, als das vom letzten Dezember. (!) SowjettuMes Kriegsmaterial für Sowieisyanieli? Frankreich als Nmzchlagplatz geheimnisvollen Waffenhandels. Paris, 29. Juli. (DNB. Funkspruch.) In H o n f t e u r, einem nordfranzösischem Hasen am Aermelkanal, ist der lettländische Dampfer „Salazar" aus Riga kommend eingetroffen, der mehrere tausend Tonnen sowjetrussisches Kriegsmaterial an Bord hat. Obgleich dieses Material angeblich für Griechenland bestimmt ist, hat die Polizei, einem Bericht des „Journal" zufolge, umfangreiche Sicher- heits- und A b s p e r r u n g s m a ß n a h m e n für die Dauer der Umladung vorgenommen. Das gesamte Material wird von Honfleur aus nach M a k s e i l l e befördert, von wo aus es auf dem Wasserwege weitergeleitet wird. Dem Berichterstatter des „I o u r n a l" ist es nicht möglich gewesen, die verbotene Zone, die durch dicke Taue abgesperrt ist, zu betreten. Auch weigerten sich die mit der Ueberwachung beauftragten höhen Beamten, ihm irgendeine Auskunft zu erteilen. Er habe lediglich in Erfahrung bringen können, daß die Hafenarbeiter für die Umladung, die etwa 12 Tage dauern werde, 65 Franken pro Tag erhalten, was über der Durchschnittslöhnung liegt. Die Ladung fetzt sich aus einer großen Anzahl von Geschützen, Tausenden von Granaten, Minenwerfern, Mörsern und mehreren Tonnen Pulver zusammen. Das „Journal" spricht sich über den Bestimmungsort dieses Kriegsmaterials recht skeptisch aus und erinnert daran, daß bereits Mitte Juni ein lettischer Dampfer mit mehreren tausend Tonnen sowjetrussischen Kriegsmaterials in Honfleur eingetroffen war, das ebenfalls angeblich für Athen bestimmt gewesen sei und über Marseille weiterbefördert wurde. 800 Quadratkilometer im Abschnitt Albarracin erobert. San Sebastian, 28. Juli. (DNB.) In den späten Nachmittagsstunden des Dienstag sind im Abschnitt von Albarracin die Orte' Villar del C o b o und F r i a s an den Abhängen des „Sicherheit und Frieden im Fernen Offen" (Srflärung der japanischen Regierung. Die Neuordnung in Östoberschlesien ^e^chlüsie des ostoberschlesischen Sejm. s °n Ä s. W pn b fcen ■'S, Hei was Irland zurückblieb, das war immer von ben starken Willen erfüllt, Freiheit und Unat, I' ■- höngigkeit für Irland zurückzugewiniD Auf dem Wege nach Belfast sind Brücken utj Straßen z e r st ö r t worden, offenbar deshoi, um die Teile der Bevölkerung, die das englij^ Königspaar sehen und begrüßen wollten, an biefc Reise zu hindern. An den Kleinkrieg ist die Bevr!? kerung Irlands gewöhnt, denn Jahrzehnte hinburtz waren es irische Landleute und Pächter, die biehi Kleinkrieg gegen die englischen Gutsherren und geg(, die englische Verwaltung führten. Die englische U gierung blieb nichts schuldig. Ob auch diesmal? einstimmig angenommen. Wie der Spre«> cher des Auswärtigen Amtes im Verlauf der' Sitzung mitteilte, Haden der Geschäftsträger Eng' l a n d s und der Botschafter Amerikas Außen« minifter 5) i r o t a aufgesucht, um im Auftrage ihrer Regierung die Absichten und den Umfang der Ak« tion in Nordchina sestzustellen. Größere Uottenoperationen? Ein japanischer Kreuzer an der Spitze von Schantung. Schanghai, 29. Juli. (Ostasiendienst des DNB. Funkspruch.) Chinesischen Meldungen zufolge sind ein japanischer Kreuzer und sieben Zerstörer in der Yungtschöng-Bucht an der Nordostküste der Halbinsel Schantung eingetroffen. In hiesigen chinesischen Kreisen nimmt man an, daß das japanische Geschwader nicht nur die am Mittwoch an der Taku - Barre ins Gefecht gekommenen japanischen Zerstörer unterstützen, sondern auch größere F l o t t e n o p e r a Ü o • nen gegen die Häfen Schantungs durchführen soll. Von der Kampffront. Tokio, 28. Juli. (Ostasiendienst des DNB.) Wie die japanische Nachrichtenagentur Domei aus dem Kriegsministerium erfährt, kam es Mittwoch ZU heftigen Kämpfen bei Schanghotfchen und Tschinghotschen nördlich von Peiping und bei den Ortschaften Nanyuan und Hsiyuan imSüd- o st e n der S t ack> t. Die Kämpfe führten zur Besetzung der strategisch bedeutungsvollen Bahnlinien Peiping—Tientsin durch die japanischen Truppen. Aus dem Hauptquartier der Nordchinagarnison werden Gegenangriffe chinesischer Truppen bei Langfang gemeldet, die aber nach Einsatz starker Gegenkräfte abgewehrt werden konnten. Bei allen Gefechten wurden Artillerie, wie auch Bombengeschwader in hohem Maße eingesetzt. Bei der Beschießung von Nanyuan wurde die chinesische Militärkaserne zerstört. Die japanische Nord- chma-Garnison gibt ihre bisherigen Verluste mit 150 Toten und Verletzten an. Nach Meldung, aus Tientsin waren an den Kämpfen bei den Kasernen der 29. Armee in Nanyuan und bei Schiyuan japanische Flügge- schwader beteiligt. Die Flugzeuge übten hierbei, L wie weiter berichtet wird, besondere Vorsicht, um Störungen beim Königsbesuch in Nordirland. $' - 3656 .25 -.50 1 Feierliche Eröffnung in der ZabrbunderKalle an- Anklageerhebung gegen Pfarrer Niemöller. liche Sängertag statt, der im Rathause die Sängergauführer des In- und Auslandes vereinigte. Bundesführer Meister begrüßte vor allem die ausländischen Sängerführer und gedachte der seit dem letzten Sängertag in Hamburg verstorbenen Mitglieder, ferner von der Schaffung zweier Stiftungen, von denen die eine den Ausbau des deutschen Sängermuseums und die andere der Altersversorgung der Bundesbeamten dienen soll. Beiden Stiftungen aus Anlaß des 75jährigen Bestehens des Deutschen Sängerbundes wurde von den Anwesenden zugestimmt, außerdem einer Umlage, die für alle fünf Jahre stattfindenden Sängerbundesfeste einen Fonds schaffen soll. Neben dem Bundesgeschäftsführer erstatteten auch der Obmann des Musikbeirates und der Leiter der Auslandszentrale des Deutschen Sängerbundes ihre Geschäftsberichte. Anschließend unterstrich Präsidialrat und Kultursenator Jhlert die kulturelle Bedeutung der Sängerfeste. in die Gesehen!-j l j der Jibti.f j Dleß und übn slimmungei lerschlesien eben- esung angenom- rde in der om eten begrüß/, toi jaftsminD M die NN mürbe, sts zurückgiW ipyenweise» ilesien im Serios men worden d ; brachte juniM r Agrarreforin' lnischen Besitze ierbe, denn in n allem Bauer « Klängen, du deutsches Lied? Grüß Goll mit Hellem Klang, heil deutschem Wort und Sangt Die Grüße der Reichsmusikkammer und der geschlossenen Organisationen übermittelte Präsident Zhle^t, Viele tausend Sänger aus aller Welt sind in der Feststadt zusammengekommen. Links steht man Siebenbürger Sänger in ihren eigenartigen Trachten; rechts das Denkmal des Minnesängers Herzog Heinrich von Breslau vor dem Rathaus. — (Scherl-Bilderdienst-M.) b?r im besonderen auch die auslandsdeutschen Sänger herzlich willkommen hieß. Wir geloben uns in dieser Stunde, so führte er aus, daß wir der deutschen Kultur ein klingendes Denkmal für alle Zeiten setzen wollen und geloben, daß dieses klingende Denkmal die Kraft und Stärke des deutschen Volkstumes in sich vereint, um nicht eher zu ruhen, bis deutsches Lied und deutsches Volkstum eins geworden sind mit dem ganzen deutschen Volk. — Drei Männerchöre, gesungen von der Arbeitsgemeinschaft der Gesangvereine Breslauer Lehrer, dem Mannergesangverein Fidelio sowie dem Wätzoldichen Männergesangverein, und zwar Peter Cornelius' „Der alte Soldat" nach Worten von Eichendorfs und Hugo Kaulls „Feierschluß", bildeten die .nächsten Bausteine dieses tönenden Denk- mals deutscher Kultur. — Der Gauleiter und Oberpräsident Wagner, der die Teilnehmer in Schlesien auf das herzlichste willkommen hieß und unter dem Beifall aller Teilnehmer die Freude ganz Schlesiens über die Abhaltung des 12. Deutschen Sängerbundesfestes in Breslau bekundete, gab eine Darstellung der Bedeutung Schlesiens in der deutschen Musik Wenn das deutsche Volk, so führte er u. a. aus, in den letzten Jahren ernster und härter geworden sei und »!(° d, M »“Uten5 S i|tÄ! bz AM * st i tönnt । N°"d, wrtS belonbert'r i ?oIen regel, halte, tuie is einer, Mte Qlle„- “jes und bet stung der bet E't im Ginn, m fremb. (Fs “nz andere JeU werben in v über die E: hierfür jeden unden sollte i lich aus dem S und dann i uffaffung, daß Jfanb keine gc lie deutsche 3,: Gesetz regele c 5 dem Leben rechtigt, heute dann der M kaminski abgelet itter Lesung in Fassung gegen Abgeordneten 5 In der vollkommen neugestalteten I a h r Hunderthalle nahm am Mittwachabend das 12. Deutsche Sängerbundesfest, das durch die gleichzeitige Feier des 75jährigen Bestehens des stolzen Sängerbundes ausgezeichnet ist, feinen Anfang. Das einheitliche Schwarz der Sänger, die Kopf an Kopf die von der Orgel gekrönte Tribüne füllten, hob sich eindrucksvoll gegen das bunte Bild der mit Trachtengruppen durch- etzten Masse der Zuschauer in der Halle ab. Zahlreiche Vertreter der Bewegung und des Staates, der Wehrmacht und des kulturellen Lebens in Schlesien hatten sich mit den vielen Tausenden von Volksgenossen eingefunden. Nachdem der Gauleiter und Oberpräsident Staatsrat Josef W a g - n e r mit den Mitgliedern des Führerrates und des Festausschusses eingetroffen war, nahm das 12. Deutsche Sängerbundesfest seinen An.ang. -llon herzlichem Beifall begrüßt, bestieg kurz nach 20 Uhr der Festdirigent Hermann Behr das Di- riqentenpult und gab das Zeichen zum Begmn des Festes. Den machtvollen Auftakt gab das „Konzert für Orgel und Orchester in A-dur von Handel, gespielt von Oberorganist Piersig auf ber mach-, tiqen neuen Jahrhunderthallenorgel im Zusammenwirken mit der schlesischen Philharmonie^ Alle Feinheiten der Orgel und der zehn neuen Geaenorgeln kamen dabei eindrucksvoll zur Geltimg. Nicht weniger eindrucksvoll und die hohe Kunst deu scheu Männergesanges eindringlich bezeu- aend hallte die Schubert-Hymne für zwei Männerchöre mit Blasorchester durch die weite Halle, wobei auch die verbesserte Akustik des gewaltigen Kuppelraumes sich als vo^ilhast und endgültig gelöst erwies. Ergriffen und gebannt lauschte' die Zuhörerschaft. Stürmischer Beifall folgte. Vorsitzender des Festausschusses GiudienratFuchs erklärte anschließend das 12. Deutsche Sängerbundesfest für eröffnet. Der Redner betonte die Freude der deutschen Sänger, daß sie als erste in die Bres- lauer Iahrhunderthalle nach ihrer inneren Erneuerung Einzug halten dursten. In dankbarer Er- aebenheit mit dem Gelöbnis treuer Gefolgschaft fühlten sich die deutschen Sänger im Geiste mit h»m Führer verbunden. In Dankbarkeit grüßten sie den Reichsminister Dr G 0 e b b e l s , den Schirmherrn des Sängerbundesfestes. Studienrat Fuchs begrüßte weiter den Gauleiter und Oberpräsidenten Joseph Wagner als Förderer des Festes sowie den Kommandierenden General des VIII. Armeekorps und Befehlshaber im Wehrkreis VIII. Mit besonderer Freude erfülle es die deutschen Sänger, daß der Präsident der Reichsmusikkammer Professor Dr. Raabe zu dem Fest gekommen sei. Die Anwesenheit des Konsularkorps zeige, daß das Ausland dem Fest des deutschen Liedes höchste Beachtung schenke. Der Redner hieß weiter die Vertreter der Bewegung und der Behörden sowie der Wirtschaft und der Presse willkommen. Er grüßte weiter alle seine Mitarbeiter. Nach einem Grußwort an die 130 000 in Breslau versammelten deutschen Sänger schloß der Redner: Mögen die Lieder deutscher Sänger in Breslau in diesen Tagen zum Aether emporsteigen, hinströmen über Berge und Meere und künden allen denen auf dem weiten Erdenrund, die da hören, von dem hohen vaterländischen, kulturellen und künstlerischen Bingen deutscher Sanger in Breslau. Darum töne fort in ewigen Berlin, 28. Juli. (DNB.) Die Justizpressestelle Berlin teilt mit: Gegen den Pfarrer M. N 1 e m 0 = Irr aus Berlin-Dahlem, der sich seit dem 1. IM <1937 in gerichtlicher Untersuchungshaft befindet, ist von der Staatsanwaltschaft Anklage beim Sonder- grricht Berlin erhoben worden wegen Vergehens gegen das Heimtückegesetz, wegen Kanzelmißbrauch , ' wegen Aufforderung zum Ungehorsam gegen. V - orbnungen und wegen Zuwiderhandlung gegen dl ministerielle Anordnung vom 18. Februar 193 . Amerika sott Lustschiffe bauen. Washington, 29 Juli. (DNB.) Vor dem Narineausschuß desK 0 n g r e He ter Kommandant des ameritam^en Lusthafens Lokehurst, Rosendahl, energisch für den Bau °°n zwei weiteren Marinelufi ch. ■ fen -in. Der Ausschuß hatte nur den Baui eines -nzigen Ausbiidungsschssses "wogen. Rosenday -'klärte, daß ein Lustschiss die Suche nach der Flie , csrin Earhart wesentlich beschleunigt hatte. Luftschiff wäre z B in der Lage gewesen, die How 1 lmd-Jnseln von Honolulu aus in 36 Stunden und ;, ton San Franzisko in vier Tagen zu erreich . -B-B w W en Kreisens schwader ns. -Barre H 1 rftörer ttenopel^. antung6 (front- »f “fl'i r ® ®in»ri; soollen )d)infl9 ryl '^5 'M j? Das 12. Deutsche Gängerbundesfest in Breslau 130000 Gänger aus allen deutschen Gauen .... Empfang der Beichsregierung für Minister Aii Eetinkaya. Berlin, 28.Juli. (DNB.) Zu Ehren d-s tür- lisch en Ministers der öffentlichen Arbeiten Ali Eetinkaya veranstaltete Reichsminister Dr. Dorpmüller im Namen der Reichsregierung im Haus der Flieger ein Abendessen, an dem der türkische Botschafter Hamdi Arpag, Unterftaatssekretär Faik Kurtoglu, die Herren aus der Begleitung von Minister Ali Eetinkaya, Mitglieder der zur Zeit in Berlin weilenden türkischen Wirtschaftsdelegation, sowie die Angehörigen der türkischen Botschaft mit ihren Damen'teilnahmen. Von deutscher Seite waren führende Persönlichkeiten von Staat, Partei und Wirtschaft mit ihren Damen anwesend. Der deutsche Gesandte des irischen Freistaates bei de Valero. Dublin, 28. Juli. (DNB.) Der neue deutsch e Gesandte im irischen Freistaat Dr. Eduard Hempel überreichte am Mittwoch im Schloß von Dublin dem irischen Ministerpräsidenten de Valero sein Beglaubigungsschreiben. Auf dem Wege zum Schloß wurde er von einer berittenen Eskorte begleitet. Bei der Ankunft spielte die Kapelle der irischen Armee die deutschen Nationalhymnen. König Farouk wird gefrön Der Auftakt. Breslau, 28. Juli. (DNB.) Die Hauptstadt Schlesiens prangt am Mittwoch früh in reichem Festschmuck, um die 130000 Sänger und die unzähligen Gäste zum 12. D e u t s ch e n S ä n g e r- b u n d e s f e st, mit dem gleichzeitig die 7 5 -Jahr- Fe i e r des Bundes begangen wird, zu empfangen. Als Auftakt zu den Veranstaltungen fand im Oberpräsidiu'm ein Empfang des Führerrat e s des Deutschen Sängerbundes, der 22 Gau- ängerführer aus dem In- und Auslande und des örtlichen Festausschusses durch den Gauleiter Ober- präsidenten Wagner statt, an dem auch der Ge- chästsführer der Reichskulturkammer, Reichskultur- enator Jhlert, teilnahm. Gauleiter Oberpräsident Josef Wagner hieß die Erschienenen im Südostgau herzlich willkommen. Für Schlesien bedeute das große Sängertreffen sehr viel. Gerade die Gäste aus dem Auslande wüßten, welch gewaltiges Ge- ühl, welch gewaltige Kraft in dem Bewußtsein iege, mit den Angehörigen des gleichen Blutes zu einem großen Bekenntnis des gemein® amen Volkstums zusammenzutreffen. Schleien sei stolz darauf, den Rahmen für diese große Veranstaltung abzugeben, die ja über das Reich hinausgehe und ein Bekenntnis aller Deutschen zu ihrem Liede sei. Denn das deutsche Lied habe von jeher, oft unbewußt, das Bindeglied deutscher Menfchen gebildet. Der Bundesführer des Deutschen Sängerbundes, Oberbürgermeister Meister-Herne, dankte dem Oberpräsidenten für die Unterstützung, die er und alle seine Mitarbeiter dem Deutschen Sängerbund gewährt habe. Beschlüsse des 32 Sänaeriaaes. Wegen Kanzelmißbrauchs ins Gefängnis. München, 26. Juli. (DNB.) Dor dem Son- dergericht in München stand der Jesuitenpater Rupert Mayer unter der Anklage, fortgesetzt öffentlich hetzerische Aeußerungen über leitende Persönlichkeiten des Staates und deren Anordnungen gemacht zu haben, die geeignet sind, das Vertrauen des Volkes zur politischen Führung zu untergraben. Weiter wurde ihm vorgeworsen, durch die gleiche Handlung fortgesetzt als Geistlicher in Ausübung seines Berufes in Kirchen Ange- legenheiten des Staates in einer den öffent« rter der Zivilbevölkerung und an Gebäuden, an l-men fremde Mächte Rechte und Interessen haben, {»inen Schaden anzurichten. Keine Einschaltung des Völkerbundes. London, 28. Jult. (DNB.) Die Lage im Ferre n O st e n wurde am Mittwoch erneut im U n - | Hrhaus zur Sprache gebracht. Der Oppositions- I iberale Mander fragte, ob wegen der ernsten (ntwicklung der Lage nicht geplant sei, den Völ - lerbundsrat einzuberufen. Außenminister Eden erwiderte, es werde zu- r gegeben, daß die Lage sehr ernst sei, er sei aber gegenwärtig nicht bereit, die Initiative in die- j»r Angelegenheit zu übernehmen. Man müsse wis- i»n, daß zwei der wichtigsten Mächte, Japan und J lie Vereinigten Staaten, keine Völkerbund s- nitglieö er seien In Beantwortung weiterer Anfragen sagte üben, daß ihm keine Berichte über die Lage in tzeiping vorlägen. Aus Vorsichtsgründen seien je- toch die britischen Staatsangehörigen in dieser 6tabt angewiesen worden, sich in das Gesandtschafts- üertel zu begeben. Der Außenminister fügte hinzu, jaß England, die Vereinigten Staaten und andere Nächte alles tun würden, um eine endgültige Bei® kgung des Konfliktes herbeizuführen. Die Deutschen ins Botschaftsgebäude , gerufen. Nanking 28. Juli. (Ostasiendienft des DNB.) Die Deutsche Botschaft hat alle deutschen Staatsangehörigen in Peiping ßngewiesen, sich angesichts der Lage ins Botschaftsgebäude zu begeben. Auch die anderen ausländischen Botschaften haben ihren Staatsangehörigen gleichartige Anweisungen gegeben. Das Flaggschiff der amerikanischen Fernoftflotte in Wladiwostok. Washington, 29. Juli. (DNB.) Wie amtlich mitgeteilt wird, lief am Mittwoch der Kreuzer „Au- ousta", das Flaggschiff der amerikanischen F e r n o ft fl o 11 e, in den Hasen Wladiwostok zu einem Höflichkeitsbesuch ein. deshalb in feiner gesamten politischen Haltung praktischer und nüchterner, so dürften auf der anderen Seite doch die reichen Kräfte des d e u t - ch e n Gemüts und des deutschen Herzens nicht verkannt werden, die in der deutschen Kunst und am sichersten in der deutschen Musik sinnfälligsten Ausdruck fänden. Der (Bauleiter bezeichnete das 12. Deutsche Sängerbunbeefeff als bas große Familienfest ber beutscheu Seele unb bes beutfchen Gemüts. Dem Sängerbunb gab er bie Verpflichtung auf, bafür zu sorgen, bah bie Kräfte bes beutfchen Liebes mitschwingen in ber gewaltigen Urkraft, bie bas beutfche Volk herausgeführt hat zu einem neuen Beich unb zu einer großen Zukunft. Drei Lieder, die wiederum starken Beifall aus- lösten, und Gerhard Röhners „Deutschland verlangt" leiteten über zu dem Sieg-Heil auf den Führer, den deutschen Liedern und dem Sänger- grüß, mit dem die verheißungsvolle Eröffnung bes 12. Deutschen Sängerbundesfestes ausklang. lichen Frieden gefährdenden Weise zum Gegenstand von Erörterungen gemacht zu haben. Die Vergehen des Angeklagten bestanden in völlig unzutreffenden hetzerischen Aeußerunaen zu der Abstimmung über die Gemeinschaftsschule, zu der Presseberichterstattung über Strafverfahren gegen katholische Geistliche und Ordensangehörige und schließlich zum Nationalsozialismus und seinem Schrifttum. Im Zusammenhang mit dem Konkordat hat der Angeklagte sogar von „Staatsbetrug" ge» sprachen. Gegen die Presseveröffentlichunaen über die Geistlichen-Prozesse hat er systematisch Mißtrauen gesät und gedroht, wenn das so weiter gehe, dann würden katholische und evangelische Geistliche eine „ganz gewaltige Stinkbombe" hineinwerfen müssen. Die in der Anklage aufaesiihrten Aeußerungen gibt Pater Mayer bis auf einige wenige Punkte unumwunden zu, bleibt aber dabei, daß er als durch und durch „unpolitischer Mensch" bei seinen Angriffen nur die Religion im Auge gehabt habe. Der Reichsregierung habe er keine schlechten Absichten hinsichtlich des Konkordats unterschieben wollen. In bezug auf die Geistlichen-Prozesse hielt ihm der Vorsitzende vor, daß nicht durch diese Prozesse und die Berichterstattung über sie, sondern durch die Straftaten pflichtvergessener Geistlicher und Ordensangehöriger selbst dem geistlichen Stande so großer Schaden zuaefügt worden sei. Der Staatsanwalt stellte fest, daß der Angeklagte schon mit seinen Aeußerungen in der Oeffentlichkeit über die Gemeinschaftsschule, die eine aus- gesprochen zersetzende Tendenz hatten, sich einer strafbaren Handlung schuldig gemacht habe. Seine Worte über das Konkordat hätten den Eindruck erwecken müssen, als wolle er dem Staat eine betrügerische Handlung unterstellen, während er hinsichtlich der P r o z e ß b e r i ch t e r st a 11 u n g ebenfalls darauf hinwies, daß die Autorität der Kirche durch die Straftaten selbst untergraben werde. Der Angeklagte habe durch seine Predigten den inneren Frieden gefährdet, in den Zuhörern Zweifel über die Rechtssicherheit erweckt und sich damit eines Vergehens des Kanzelmiß- b r a u ch e s schuldig gemacht. Er habe aber auch gegen das Heimtückegesetz verstoßen, da er mit Absicht und vollem Bewußtsein Zwiespalt und Mißtrauen ins Volk getragen habe. Als strafmildernd ließ der Staatsanwalt gelten, daß der jetzt 61jährige Angeklagte nicht vorbestraft ist, daß er im Felde eine tapfere Haltung bewiesen und sich am Kampf gegen Den Bolschewismus beteiligt hat. Straferschwerend sei die Hartnäckigkeit und Verbissenheit des Angeklagten sowie die Tatsache, daß er feine Angriffe gegen den Staat in Predigten, die teilweise auch oersammlungsmäßig aufgezogen wurden, erhoben hat. Der Staatsanwalt beantragte eine Gefängnisstrafe von sechs Monaten abzüglich einem Monat Untersuchungshaft. Die Verteidiger hoben die Verdienste des Angeklagten im Felde und im Kampf gegen den Bolschewismus hervor und versuchten nachzuweisen, daß Verstöße gegen das Heimtückegesetz nicht vorliegen. Das Gericht verurteilte den Angeklagten wegen eines fortgesetzten Vergehens gegen § 130a Des StGB, in Tateinheit mit einem fortgesetzten Vergehen gegen das Gesetz vom 20. Dezember 1934 (Heimtückegesetz) zu einer Gefängnisstrafe von sechs Monaten unter Anrechnung von sechs Wochen Untersuchungshaft und zur Tragung der Kosten. Der Haftbefehl wurde aufgehoben, und zwar mit Rücksicht auf die Erklärung des Angeklagten, daß er gegen die Gesetze nicht mehr verstoßen werde. In diesen Tagen kamen zwei weitere Fälle von K a n z e l m i ß b r a u ch s zur Aburteilung, die juristisch allerdings wesentlich geringfügigere Vergehen betrafen. In Landshut wurde der 35jährigtz m Donnerstag wird in Kairo K ö n t g F a r o u C I. o n Aegypten, der jetzt mit 18 Jahren seine Volljährigkeit erreicht, zum König gekrönt. (Scherl-Bilderdienst-M.) Gauleiter und Oberpräsident Josef Wagner sprach über die Sendung des deutschen Liedes. Das XII. Deutsche Sängerbundesfest werde und solle eine ganz große Sammlung der Kraft deutscher Kultur, deutschen Lebens und deutscher Art sein, und alle Teilnehmer dieses Festes sollen Künder sein von dem Eindruck einer wirklichen deutschen Volksgemeinschaft und deutschen Volkstums Bundesführer Meister teilte mit, daß der nächste Sängertag 1938 am Wochenende nach Pfingsten im Zusammenhang mit dem Gausängertag des Saargebietes in Saarbrücken statt- finden werde. Mit einem Dank an den Führer für die dem Deutschen Sängerbund gestiftete Fahnenmedaille, wodurch zum ersten Mal ein deutsches Staatsoberhaupt dem Deutschen Sängerbund ein persönliches Geschenk überreicht habe, schloß Bun- Im Zusammenhang mit dem 12. Deutschen Sän- desführer Meister den 32. Deutschen Sängertag gerdundesfest fand am Mittwoch ber 3 2. o r b e n t =1 mit bem Sieg-Heil auf Führer unb Dctterlanb. n. Wie der Sf iw Bellaui; *ISS ■ imäuWH i 1 Umfang oer- ’ {rationell! an der W Kunst und Wissenschaft G ö r i n an kommende Geschlechter weitergibt. Statt besonderer Anzeige! Leu Amtliche Bekanntmachungen Betr.: Zweite Durchführungsverordnung zum Luftschutzgesetz und Erste Ausführungsbestim- Friedrich Schuchardt 4989 D im Alter von 79 Jahren ’ ynbet Gießen, Friedensstraße 2. den 29. Juli 1937 Die Trauerfeier fand auf Wunsch des Entschlafenen in aller Stille statt Ml-H Frau Karoline Hinterlang Wwe im 70. Lebensjahre, Klein-Linden (Frankfurter Straße 70), Koblenz, den 28. Juli 1937. Die Beerdigung findet Freitag, den 30. Juli, nachmittags 3 Uhr statt das kochen kann, öefud)ttem 6ot)D KleineAnzeigen 1990 D werden von Tauienven Seltersweg 43. beachtet und gelesen. N im zu Elektrotechnik Masch.-, Auto- u.Flugzeugbau Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Lisette Schuchardt, geb. Harnickel Am Freitag, dem 23. Juli, abends 8.15 Uhr, verschied infolge eines Schlaganfalls nach langem Leiden mein lieber Mann und unser guter Vater Große Laboratorien Lehrfabrik f. Praktikanten 3n3 einigtet worden Stimm ; für da! ' für bas abgel ; reform arbeitu soll nu das L Die Ni besteht leicht i Lorsch! Frage, ist öd- Präsid Die Nee l 3n li Lölkes Oft uni lind Q[ sischen :: * * bild die Kooperator Sebastian Pi tz l wegen Kanzelrniß- brauchs an Stelle einer verwirkten Gefängnisstrafe von zwei Monaten zu 6 00 RM. Geldftrafe verurteilt. Der Angeklagte hatte nach der Verlesung eines Hirtenbriefes von der Kanzel Aeußerungen getan, die geeignet waren, den öffentlichen Frieden erheblich zu stören. Bezeichnend für den Mangel an Verständnis dieses katholischen Geistlichen für eine gesunde Jugenderziehung im Geist des Sportes und eine gesunde Körpererziehung war im übrigen seine abfällige Kritik von der Kanzel herunter über die Turnkleidung des BDM., wobei er von „halbnackter, schamloser Jugend" sprach und die Bauern aufforderte, diese „mit der Peitsche von den Wiesen zu verjagen". (!) In Ellwangen kam ein weiterer typischer Fall richtet worden; sie ist ihrem Schirmherrn, dessen Namen sie trägt, unmittelbar unterstellt. Zum Leiter der Meisterschule hat MinisterpräsDent Generalpolitischer Brunnenvergiftung von der Kanzel herab zur Verhandlung. Hier stand vor der Großen Strafkammer des Landgerichts der von 1935 bis 1936 im Neuler Kreis als Seelsorger tätig gewesene katholische Vikar Franz Balles wegen K a n z e l m i ß- brauchs auf der Anklabebank. Anstatt sich ausschließlich mit geistlichen Dingen zu beschäftigen, hat er des öfteren die Kanzel und sein geistliches Amt dazu mißbraucht, um durch ihm zugetragene unwahre Behauptungen, durch dumme Hetzereien und Weiterverbreitung unwahrer Gerüchte über politisch im Vorderbrund stehende Personen den öffentlichen Frieden feiner Gemeinde in erheblicher Weise zu stören. Der Angeklagte wurde wegen Kanzelhetze im Sinne des § 130a des StGB, zu zwei Monaten Gefängnis verurteilt. u.at.läst.Haarew. nurd.dievonmir angew.,einz.sich. Meth. unt. Gar. irnm.mit d.Wurz. schmerzl.entfernt Frau B. Gulden, seit 1935 Fr. W. Henkel Svrechstd. leden FreitagMie' en Am Rlegelplad 32 9-7 Uhr durchg. Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum» schein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange (beurlaubt), Vertreter: Ernst Blumschein; für Feuilleton: Dr.Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck (beurlaubt). Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. VI. 37: 9104. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei R, Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugs- preis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufs» preis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 gültig. Md ÖQs zweiten und dritten Preises mit Dr. Aljechin. Der Schluß st and lautet: Weltmeister Dr. Euwe 4, Exweltmeifter Dr Aljechin und Großmeister Bogoljubow je 3Vs, Sämisch 1 Punkt. — Bemerkenswert ist bei Euwe vor allem seine großartige Leistung als Verteidigungskünstler. Der Weltmeister errang damit einen eindeutigen triumphalen Erfolg. Aljechin begann vielversprechend, hatte aber in Stuttgart eine Schwächeperiode zu überstehen. Auf Grund seiner Leistungen muß man dem Weltmeister zutrauen, daß er im Oktober seinen Titel erfolgreich verteidigen wird. Eine prächtige Leistung hat Bogoljubow vollbracht. Er bewies, daß er noch immer zu den besten Spielern der Welt gehört. Sämisch zeigte wieder seine hohe Fähigkeit eines sehr originellen Aufbauspieles und der Schaffung ungewöhnlicher Verwicklungen, verbrauchte aber' damit zu viel Zeit. Bogoljubow dankte der Gemeinde Garmisch-Partenkirchen für die Unterstützung des Turniers. Anschließend wurde die Preisverteilung vorgenommen. Das 'N als N unb >nb S Für die vielen Beweise herzlicher Anteilnahme bei dem Hinscheiden unseres lieben Entschlafenen sagen wir auf diesem Wege allen herzlichen Dank. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Margarete Rohrbach. Gießen, den 28. Juli 1937. der ar! nen R dem re «er, bie herrsche richts to nie jigen Mlej Danv tniirls Damal- «uropQi Mate wen ; Mine Ml Hach s und r USA. und b Sang das 6 läge zu druck i sowohl auch bi gesicher daß A und W y*)m unb i >»n 'inner steht nicht mungen zum § 1 der Zweiten Durchführungsverordnung zum Luftschutzgefetz (Schutz- raumbestimmungen) vom 4. Mai 1937 (Reichsgesetzblatt Teil I Nr. 58); hier: Die zu treffenden baulichen Maßnahmen. Bekanntmachung. Auf Grund des § 12 des Luftfchutzgefetzes vom 26. VI. 1935 wird im § 1 der Zweiten Durchführungsverordnung zum Luftschutzgefetz vom 4. V. 1937 bestimmt, daß, wer Neubauten sowie sonstige bauliche Anlagen errichtet oder Um- und Erweiterungsbauten, die eine erhebliche Wertsteigerung eines bestehenden Gebäudes oder Gebäudeteils darstellen, ausführt, bauliche Maßnahmen durchzuführen hat, die den Anforderungen des Luftschutzes entsprechen. Die Ueberwachung der Durchführung dieser Verordnung obliegt den Baupolizeibehörden. Wir machen die Architekten und Baulustigen darauf aufmerksam, daß bei den einzureichenden Plänen die dem Gesetz bzw. den Ausführungsbestimmungen entsprechende Schutzräume vorzusehen sind. Insbesondere ist auf die konstruktive Durchbildung der Decken und Wände, das Vorsehen von Gasschleusen und Aborten und auf die Verlegung der Rohrleitungen Wert zu legen. 4993V Gießen, den 28. Juli 1937. Hessisches Hochbauamt Gießen. J1 Deu tot lel WM gesucht, 20 bis 24 Jahre, für fest ob. zur Aushilfe. 6(16 S6lM Verlosungsstelle z. Z. Wieseck Kirnresvlatz. Tüchtiger Damen- und Berrenfriseur oder auch Friseuse ».Herrenfriseur sos nach Gießen gesucht. Schriftliche Angebote u. 03739 an den Gießen. Anzeiger erbet. e r s ch u l e für Malerei" er- Das Wetter vom 29 Juli bis 7. August. Herausgegeben von der Forschungsstelle für lang, fristige Witterungsvorhersage des Reichswetter- i diensies in Bad Homburg v. b. h.» am 28. Juli 1 abends. Die Großwetterlage hat sich seit der letzten Voraussage erheblich, und zwar zum Teil anders als erwartet, umgestaltet. Es ist in den nächsten zehn I Tagen bei Winden aus vorwiegend westlicher Rich- | tung mit vielfach unbeständigem, wenn auch nicht I durchweg unfreundlichem Wetter zu rechnen. Völ- 1 lig sonnenlose Tage werden nur ausnahmsweise I eintreten, andererseits werden aber doch meistens auch — etwa in der Hälfte aller Tage — Niederschläge fallen. Die Temperaturen werden schwanken und nur vorübergehend größere Werte (Tageshöchsttemperatur über 25 Grad) annehmen. Im Durchschnitt von dem zehntägigen Zeitraum werden sie ziemlich normal sein. Weiterbericht des Relchswekterdienftes. Ausgabeort Frankfurt. Während über Norddeutschland die Zufuhr kühler Meeresluft weiter anhält, erstreckt sich heute von England über Nordfrankreich bis nach Südwestdeutschland ein flaches Zwischenhoch, das eine vorübergehende leichte Besserung zur Folge haben wird. Da aber die Höhenströmung auch bei uns noch aus Nordwest kommt, werden die Temperaturen immer noch keinen wesentlichen Anstieg erfahren. Aussichten für Freitag: Bewölkt, abgesehen von örtlich auftretenden Schauern, trocken, kühl und schwache in der Richtung wechselnde Winde. Aussichten für Samstag: Wolkig mit Aufheiterungen, über Tag wärmer, auf Südwest zurückdrehende Winde. ■Krt'i' J'S Aus aller Wett. Rumänische Staaisjugend in Frankfurt In Frankfurt trafen, von Nürnberg kommend, 30 Offiziere und etwa 80 Mann der rumänischen Staatsjugend-Organisation „Wächter des Landes" ein Die Rumänen befinden sich auf der Durchfahrt nach Holland, wo sie an einem internationalen Jugendtreffen teilnehmen. Auf dem Bahnhofsplatz hatte sich zum Empfang eine größere Abordnung der Hitler-Jugend eingefunden. Nach der Begrüßung durch den Leiter des Auslandsamtes der Reichsjugendführung, Oberbannführer Dr. Fink, und Dankesworten des Führers der rumänischen Staatsjugend, Prof. I o i- nescu, begaben sich die Rumänen nach dem „Hause der Jugend". Anschließend veranstaltete die Stadtverwaltung einen Empfang im Römer. Stadtrat Lingnau begrüßte die rumänischen Gäste im Namen des auf Urlaub befindlichen Oberbürgermeisters. Er gab dem Wunsche Ausdruck, daß die mit diesem Besuch angeknüpften Beziehungen zwischen der rumänischen und der deutschen Jugend gute Früchte zeitigen möchten. Prof. I o i n e s c u sagte in feiner Dankesrede, daß die rumänische Staatsjugend ihre höchste Aufgabe darin erblicke, mit der Jugend anderer Länder, namentlich auch mit der deutschen Jugend, gute Beziehungen zu unterhalten. Er schloß mit einem von seinen Gefolgsmannen und den Anwesenden freudig aufgenommenen Sieg-Heil auf den Führer Oberbannführer Dr. Fink brachte ein Sieg-Heil auf König Carol von Rumänien aus. Am Nachmittag fanden Besichtigungen des Flughafens Rhein-Main, des Hochhauses der IG.-Farben-Jndustrie statt, und abends wohnten die Gäste der Aufführung von „Florian Geyer" bei den Römerbergfestspielen bei. Der Besuch der Schnellboolsflollille in Mainz. Drei Tage liegt die I. Schnellbootsflottille jetzt im Hafen von Mainz. In diesen Tagen hat sich zwischen den Besatzungen und der Mainzer Bevölkerung ein herzliches Einvernehmen herausgebildet. Man hört immer wieder von den Matrosen, wie wohl sie sich in Mainz fühlen, und ebenso groß ist die Freude der Mainzer über den Besuch. Die Zeit des Aufenthalts war für die Bootsbesatzungen reichlich ausgefüllt. Am Montag gab es im Stadtpark ein großes Militärkonzert. Am Dienstag und Mittwoch wurden den Mannschaften in Omnibusrundfahrten die Sehenswürdigkeiten von Mainz gezeigt. Am Dienstagnachmittag wurde eine Omnibusfahrt durch den Taunus nach Bad- Nauheim unternommen, wo ein Kameradschaftsabend veranstaltet wurde. Die Heimfahrt wurde über den Flughafen Rhein-Main unternommen. Als Ausdruck der Verbundenheit überreichte eine Abordnung der Marinekameradschaft Mainz dem Kommandanten von S IX, Kapitänleutnant Menge, eine Erinnerungsgabe. An allen drei Tagen besuchten Tausende von Volksgenossen den Zollhafen, um die Schnellboote zu besichtigen. Zuverlässiges Mädchen evtl, auch tagsüber, für sofort oder 15. August gesucht. 4996d Hmdenburgwall 2011 oberft Göring den Maler Professor Werner Peine r, Mitglied der Reichsakademie der Künste, berufen. Zweck und Ziel der Meisterschule, die in Preußen Vorbild sein soll, zeigt eine vom Ministerpräsidenten gegebene Satzung auf. Die Leistung entscheidet, wer lehren und lernen darf. Die Aufgabe heißt, deutschem Wesen in der Kunst Ausdruck zu verleihen. Das Ziel ist erreicht, wenn Meister und Schüler den Grund für eine deutsche Malereischule unserer Zeit gelegt haben, die an eine große Vergangenheit anknüpft und wertvolles Erbe Non einer leistungsfähigen Schlutuver Fischkonservenfabrik wird zu sofort ein tüchtiger Vevtrreierr gesucht. Schriftliche Angebote unt. 4988D an den Gießen. Anzeiger. Hardcmger in Norwegen geboren, war anfangs schwedischer Offizier unb bildete sich feit 1873 auf den Kunstschulen in Karlsruhe und Düsseldorf zum Landschafts- und Genremaler aus. 1889 nahm Dahl feinen Wohnsitz in Berlin und erhielt dort von Preußen den Profefsortitel verliehen. Seine Gemälde behandelten meist Motive seiner norwegischen Heimat. hermann-Göring-Meislerfchule für Malerei. In Kronenburg (Eifel) ist die „Hermann- Euwe siegt im internationalen Schachmeisterkampf. Exweltmeister Dr. Aljechin nahm bei Wiederaufnahme das angebotene Remis sofort an, nachdem er sich überzeugt hatte, daß der letzte Zug Euwes weitere Gewinnversuche erübrigte. In der Partie Sämisch — Aljechin brachte Sämisch zwar seine 45 Züge in den geforderten drei Stunden hinter sich, benötigte aber dann für seinen 46. Zug 20 Minuten und für den 47. Zug sogar weitere 40 Minuten. Damit hatte Sämisch die für 60 Züge erforderlichen vier Stunden überschritten und damit die Partie verloren. Mit großer Spannung verfolgten die zahlreichen Zuschauer die Entscheidungspartie Bogoljubow — Sämisch. Sämisch gab im 46. Zuge in aussichtsloser Lage auf. Bogoljubow kam so noch zur Teilung des in feiner Strichzeichnung ausgeführt, ein Kopf! Richard Wagners zeigt und einen Hinweis auf Bayreuther Festspiele enthält. Der Maler Hans Dahl f. Der Maler Hans Dahl ist in Balestrand westlichen Norwegen gestorben. Dahl, 1849 -Siegfried" in Bayreuth. Der dritte Abend von Richard Wagners gewaltigem Nibelungen-Drama im Bayreuther Festspielhaus zeigte wieder das vertraute Bild. Auch zur Aufführung des „Siegfried" waren der Führer, mehrere Reichsminister und Reichsleiter sowie führende Männer der Wehrmacht erschienen. Die Künstler setzten an die Wiedergabe unter der Leitung von Furtwängler, Tietjen und Preetorius ihre besten Kräfte mit einer selbstlosen Hingabe, die der ungewöhnlichen Anstrengungen dicht aufeinanderfolgender Ringauffuhrungen nicht achten. So lösten Werk und Aufführung Helle Begeisterung aus, die in immer neuen Beifallsstürmen durch das ausverkaufte Haus brandeten. Neben dem Siegfried, der zu den berühmtesten Bühnengestalten von Max Lorenz gehört, trat in der großen Rolle des Mime besonders eindrucksvoll in Erscheinung Erich Zimmermann. Wie dieser Künstler den Zwerg in Maske, Gesang und Gebärdenspiel vom Affen her anlegt, zu einem Wesen der mythischen Untermenschenwelt entwickelt und mit echtem Gesang zu verbinden weiß, das ist eine der ausgefeiltesten Leistungen der Charakterisierungskunst, die gegenwärtig die deutsche Musikbühne aufzuweisen hat. Charakteristisch hob sich die Brutalität des Alberich in der Darstellung Robert Burgs ab. Auf der Lichtseite des Nibelungen- Dramas ragte wieder die vergeistigte Gesangskunst Rudolf Bockelmanns als Wanderer auf, dem in Enid Szantho eine Erda von dunkler Stimmpracht gegenüberstand. Frida Seibers Beherrschung der psychologisch durchgestalteten Wagnergebärde und die Ausdrucksgewalt ihres hochdramatischen Soprans gaben dem Erwachen Brünnhildes und ihrer Vereinigung mit Siegfried den großen Aufschwung des letzten Aktes. Für die Stimme Fafners war zum erstenmal Michael v. Roggen eingesetzt, während der leicht geführte Sopran Kaete Heidersbachs mit dem Gesang des Waldvogels dis Naturpoesie des Waldidylls wesentlich steigerte. Hier erlebte auch die Dirigentenkunst Wilhelm Furtwänglers im Schmelz der Orchesterlyrik einen ihrer Höhepunkte. Danden gehören die durchgeistigte Klanggestaltung der Erda-Musik, die strenge Rhythmik der Schmiedeszene und der hinreißende Schwung der Schlußszene zu den unvergeßlichen Eindrücken der Aufführung. Im Gedenkjahr der 10. Wiederkehr des Todestages von Frau Cosima Wagner hat der Rechts- nwalt Hugo Kekule von Stradonitz aus 'rlin-Friedenau, den letzten Willen feiner verdorbenen Mutter ehrend, den Briefwechsel feiner Eltern mit Frau Cosima Wagner und Frau Eva Chamberlain der Richard-Wagner-Ge- denkstätte in Bayreuth zugewendet. Seine Eltern, der Universitätsprofessor Reinhold und Frau Anna Kekule von Stradonitz, geborene Helmentag, standen in engen persönlichen freundschaftlichen Beziehungen zum Haus Wahnfried. Dieser Freundschaft ist in den 214 Briefen von Frau Cosima Wagner und in den 144 Briefen von Frau Eva Chamberlain, in den in Abschrift beigegebenen Briefen von Reinhold vier Todesopfer eines Eisenbahnunglücks. Ein von Elsterwerda kommender Eilgüterzug fuht im Bahnhof Radebeul-Kötzfchenbroda aus noch nicht geklärter Ursache auf das dortige Stellwerk auf und zerstörte es. Hierbei wurde der im Stellwerk diensttuende Weichenwärter Max Prater getö« t e t. Durch den heftigen Aufprall des Zuges auf das Stellwerk schoben sich die ersten sieben Güterwagen ineinander. Dadurch kamen zwei Zugbegleitbeamte ums Leben; der Zugschaffner Fritz Werner und der Gepäckschaffner Martin Berndt, beide aus Dresden. Auch der Lokomotivführer Arno Steudtner aus Dresden wurde getötet, während der Lokomotivheizer Kurt R i e t f ch e l aus Dresden schwere Verletzungen erlitt. Er wurde ins Krankenhaus Meißen gebracht. 14 Todesopfer eines Flugzeugabsturzes bei Brüssel. In der Nähe von Brüssel hat sich ein schweres Flugzeugunglück ereignet. Ein holländisches Flugzeug, das auf dem Brüsseler Flugplatz eine Zwischenlandung vorgenommen hatte und sich auf dem Wege von Rotterdam nach Paris befand, stürzte in der Nähe von Hal bei Brüssel infolge einer Explosion brennend ab. Sämtliche 14 Insassen des Flugzeuges find dabei ums Leben gekommen. Das Flugzeug wurde völlig vernichtet. An Bord befanden sich 10 Fahrgäste und 4 Mann Besatzung. Verkäufe Olympia- Cabriolet in gut. Zustand preiswertzu verkaufen. 03719 Heinr.Müllerir. Nied. -Breidenbach (Kreis Alsfeld). 2 gebrauchte,sehr gut erhaltene Betten m.Sprungrabm. und Kavokkeil preiswert z.verk. Lollar C3743 Adols-Hitler- Straße 79. | Empfehlungen | > »liesictnsnaarei und Anna Kekule und in den Anmerkungen und Zusammenstellungen ein schönes Denkmal gesetzt. Namentlich die Briefe aus der Hand Cosima Wagners sind inhaltlich wertvolle Zeugnisse von der menschlichen Größe und der hohen Lebensauffassung dieser großen Frau. * Eine Neuerung, die sicher von allen Festspielbesuchern und besonders von den Briefmarkenfreunden begrüßt wird, ist im Bayreuther Hauptpostamt eingefuhrt worden, nämlich ein Brief- stempel, der neben dem üblichen Datumstempel, Miim-Mn. mit Bad, Balkon Ludwiasvl. 11 I per 1.Oktober zu vermieten. 4999d Näh. A. Becker Keplerstraße 9 Telefon 3804. Schöne geraum Wohnung zu verm. 4998d Kaiserallee 141. | Mietgesuche | Ruhig. Ehepaar sucht zum 1. 8. 2-3-Zim.-Wohnung Schr. Ang. unt. 03679 a.d. G.A. Gut möbliertes Zimmer möglichst m. Bad und Heizung von Herrn z. l.Aug. 1937 gesucht. Angebote unter W.L. 100 (4994V) an den Gießener Anzeiger erbet. Stellenangebote Ordentliches Mädchen Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Daniel Jung. Am 27. Juli, abends 8Vr Uhr, entschlief nach langem, schwerem Leiden unsere liebe. herzensgute Mutter, Schwiegermutter. Großmutter und Tante 03742 BORRMäNN o- Ruf 4165 Gießen, Neustadt 5 ßgsf o U X M s Donnerstag, 29.3uli 1957 llr.174 Zweites Blatt Gietzener Anzeiger iGenerai-Anzeiger für Oberhessen) 5eierli6e Slblüsielübergabe für aus ;: Wolkig mit , auf SiidM zu lassen. Im November 1935 geschah es dann, daß die neun Oberrichter als die bestellten Hüter der uralten Verfassung einen großen Teil der Roose- oeltschen Gesetze verwarfen. So entbrannte der Kampf um die Justizre- lung zu bereiten." Zum Schluß sagt der brasilianische Verfasser ganz offen, was die eigentlichen Gründe dafür sind, das Verrechnungsabkommen anzugreifen: Es gibt Leute, die allein die Baumwolle nach Deutschland ver- kaufen möchten. Ihnen ist Brasilien ein unangenehmer Konkurrent. Diese amerikanischen Kreise wollen Deutschland in Brasilien ausschalten, sie wol- len selbst den südamerikanischen Markt gewinnen und sich Preise sichern, die höher sind als diejenigen, die heute für deutsche Lieferungen verrechnet werden. Der Kampf gegen das angebliche deutsche „Dumping" konnte sicherlich nicht treffender beleuchtet werden, als es hier von einem Fachmann der beteiligten brasilianischen Wirtschaft geschehen ist. Li. letzten ÜJorJ -eu anders J 1 nisten zch westlicher 'enn auch M 1 rechnen. U ausnahmswch doch meiftens °ge - Nied«, verden fchwG re Werte (5. annehmen. ZeitraM wcJ land getroffenen Vorkehrungen zur Folge haben, daß wir seine Waren billiger kaufen können, sehen wir keinen Grund, zu protestieren. Wir haben auch nicht protestiert, als zuerst England, dann die Vereinigten Staaten und schließlich Frankreich von der Goldwährung abgingen, um auf dem Weltmarkt ihren Produkten eine vorteilhaftere Stel- Alona-palast: „ZumTanzen geboren". Ein Film der Metro-Goldwyn-Mayer, zur Hälfte deutsch nachsynchronisiert, zur anderen Hälfte englisch mit einkopierter Uebersetzung. Das Ganze eine etwas abenteuerliche Mischung aus Lustspiel, Schwank und großer Revue, aus „Broadway- Melodie" und dem international beliebten Thema „Liebe der Matrosen". Die Schauplätze verteilen sich im wesentlichen sinngemäß auf ein nach langer Auslandsfahrt heimkehrendes U-Boot der USA.= Marine, Revuetheater und nächtlichen Centralpark mit vielen einladenden Bänken. Die Handlung zu erzählen ist so schwierig wie etwa bei Pat und Patachon; das Generalmotiv ist der Aufstieg einer begabten Provinzlerin zum gefeierten Revuestar von Neuyork: eine Paraderolle für Eleanor P o w e l l; sie ist brillant gewachsen, hübsch, auch darstellerisch nicht unsympathisch, vor allem aber eine blendend durchtrainierte Steptanzerin, deren große Nummer schon akrobatische Qualitäten aufweist. Regie führte Roy d e l R u t h , der die Sache in einem verschwenderischen Stil mit großen Mitteln ausgestattet hat. (Ein Kriegsschiffdeck mit riesigen Drillingstürmen als Tanzfläche und Kulisse für eine Revue zu nehmen, bringen sie übrigens wahrscheinlich nur drüben fertig.) Von den übrigen, hier kaum bekannten Darstellern fallen James Stewart als Partner der Powell, Virginia Bruce, >rl Mffurt. ! >e Zufuhr H t sich heute von nach Südwefl- , dos eine von lge haben wird, i uns noch aus nperaturen iin- eg erfahren. : Bewölkt, ab Hauern, trocken, nng wechselnde \ Elektrotechnik 1 Masch.-, Auto- ' u,Flugzeugbau Deutsche und italienische Musik Von Dr. Erwin Kroll Sochschulnacbncbten Professor Dr.-Jng. e. h. Friedrich Schwerd, Ordinarius für Werkzeugmaschinenkunde an der Technischen Hochschule Hannover, ist wegen Erreichung der Altersgrenze von den amtlichen Verpflichtungen entbunden worden. Schwerd ist durch die Erfindung des Stahlhelms über seinen akademischen Wirkungskreis hinaus bekannt geworden. . ilhelm Lange. < Ernst Nm- für die Wr. ertreter: M ilhyrio/,' Jutta .genleiter: Händen Inhalt der 1. VI. 37: 9101 lerfitätsdrucketti MonatsbeM i. Zuftellgebühl, Emzelverkach । Pf., mit der Juni 1935 gültig. Die amerikanischen „Dumping"-Gerüchte — und ihre Hintergründe. Vor einigen Tagen wurde berichtet, daß die Vereinigten Staaten von Amerika neue Wirtschaftsverhandlungen mit Brasilien führen und daß dabei als der leitende Gesichtspunkt bezeichnet wurde, solche Länder auszuschalten, die angeblich ein „Dumping" betreiben. Es war dabei in unmißverständlicher Weise auf Deutschland angespielt worden. Niemand nimmt es der amerikanischen Wirtschaftspolitik übel, wenn sie nach Wegen zur Verbesserung ihrer Handelsbilanz sucht. Ebenso aber muß man dem Deutschen Reich das Recht lassen, sich seine Lieferanten dort zu suchen, wo seine Kunden wohnen, damit der Ausgleich der Zahlungen durch Warenlieferungen ermöglicht wird. Nun hat der frühere Leiter der Bank von Brasilien, Marcos de Souza D a n t a s , in einem Artikel zu den Handelsbeziehungen zwischen Deutschland und Brasilien Stel- Aeue Filme für die kommende Spielzeit 40 von der Ufa, 40 von der Tobis, 30 von der Terra. rchunM inunn«®* r. 58); V* * ihnahmen. Sid Silvers und Buddy E b s e n durch drastischkomische und steptänzerische Begabung auf. — Vorher sieht man die neue Ufa-Wochenschau und einen interessanten Kulturfilm „Schwarze Kunst". Hans Thyriot. I* für ij RetchsweA - °m 28.3m gleich, einige wenige Nachzügler des 19. Jahrhunderts, wie z. B. den Ostpreußen O. Nicol ai abgerechnet, der letzte große Jtalienfahrer der Musik. Es war nicht mehr ein im Musikalischen unbestritten führendes Land, das der junge Mozart jenseits der Alpen antraf. Denn Deutschland schickte sich an, Italien die musikalische Führerrolle abzunehmen. Der reife Mozart selbst im Verein mü Haydn und Beethoven begründete die Weltherrschaft der Wiener Klassik. Sie ist eine Herrschaft vorwiegend des Instrumentalen, amer sinso- nischen Kunst, die bis heute von der Jdeenhaftlg- keit des germanischen Geistes zeugt und uberml aus der Welt Anerkennung gefunden hat Auch Die Alleinherrschaft der italienischen Oper, deren letzte Hochburgen (wie Dresden) noch ms 19. Jahrhundert hineinragen, wurde in Deutschland gebrochen. Aber selbst Weber, dem hier das Hauptverdienst zukommt, konnte sich, als er seiner "Emyanthe halber in Wien weilte, nicht dem Zauber der Melodien Rossinis entziehen, und erst die Riesenerscheinung Richard Wagners entschied den deut schen Sieg endgültig. Doch vermochte Wagners Kunst, so umwälzend sie auch m der ganzen Welt wirkte, die Grundrichtung der ^ahemschen Musik nicht eigentlich zu verändern. Dazu kam, daß dem deutschen Meister in Verdi em ebenbürtiger Gegenspieler erstand. Wagner und Verdi — wieder sind es die Gegensätze des Nordens, die sich in ihrem Schaffen begegnen Der Deutsche, ein faufh ti) getriebener Mensch, umspannt mit seiner Klangwelt alles hintergründige, Symbolhafte, Mythische des Wesens seiner Nation. Der Italiener aber würze t fest im Diesseits. Er ist Realist - der naive Kunst- er Si Sinne Schillers. Dabe, waltete zwischen beiden eine geheime Anziehungskraft Wagner war von jener Sehnsucht nach dem Süden bestell, die d°e Künstler nördlicher Romantik von Anfang an nn^Hrfmete Mehr als einmal nannte er Italien i E Ste Wat' «erb? aber hat sich ge- : Lauer mit Warner- Werken besaßt, ata gemein- hin hpfannt ist: das verraten zum mindesten ; ine Opern „Othello" und . „Falstaff". Ja, der i Italiener fiirchtete geradezu eine Germamsierung her Tonkunst seines Landes, und wenn er hierin nurfi au schwarz gesehen hat, so war doch zu seiner ! Zell der Einfluß der deutschen Musik jenseits der - Alpen groß. Liszts Besuche m Rom brachten der italienischen Kammermusik und DratonenFunft neue Anregungen. Das beweisen Namen wie Ma r - tucci Sgambati und P e r o s i. In Wagners Spuren wandeln die Opernkomponisten Boito und Ponchielli, und auch der „Ve- Zeitschnffen. — Die schönsten Aufnahmen von Knut Hamsun wurden kürzlich im Auftrag der „neuen l i n i e" gemacht, als zwei ihrer Mitarbeiter bei dem großen norwegischen Dichter in Nörholmen zu Besuch waren. Weder Sensationslust noch Neugier veranlaßte sie, Hamsun, dessen Person bisher in fast mystischem Dunkel blieb, aufzusuchen. Es galt lediglich, den 78jährigen Dichter zu sehen, unter die Augen dessen zu treten, dessen Menschengroll in seinem letzten Werk viele seiner Anhänger erschreckte. In der Begegnung mit Hamsun, von der das August-Heft berichtet, erkennen wir die Größe seines Menschen- und Dichtertums. — Aus dem Nachbarland Schweden brachte ein Malerehepaar farbige sommerliche Impressionen heim, die verbunden mit einem Text von Andr6 Baron Foelckersam im gleichen Heft erscheinen. Ein sinnvolles Traktat handelt über „Unfug und Weisheit der Erholung". — Der Modeteil des August-Heftes der „neuen linke" (Verlag Otto Beyer, Leipzig) bringt sommerliche Nachmittags-, Abend-, Sport- und Jackenkleider. — Englische und französische Sprachkenntnisse zu erweitern, bereitet Freude, wenn hierfür fesselnder und unterhaltender Lesestoff zur Verfügung steht. Diese Voraussetzungen erfüllen Langenscheidts E n gl i sh Monthly Magazine und L e Journal fran >-L < : ? - .n- ■ , ■ . ff ' > ,T • *n ■ *y* ■ . ?k.iq 4* <*. < V Mv tjlw' > ,k ' /y .f •.-' i;>V x ' II '.•■■ ’!*;>?• -;.v Ä * '■>/ H.*'9. .1 * r , /* 1 » t( i ■ 1 ! wußte ich eins: Ich werde Flieger! D. Die zweckmäßige Bekämpfung des Sperlings A leuch. Jakob Tiedtke, Aribert Waescher, Grethe Weiser und Mathias Wiemann. [-5 wegzui U n Cha »15 er in vierzehn Tage nachgesehen werden. Die Eier werden herausgenommen und vernichtet. Die Sperlinge ziehen keineswegs fort, sondern nach kurzer Zeit liegen wieder Eier in den Nestern. In Belgien wird diese Art Spatzensang schon lange betrieben. Nur werden dort nicht die Eier herausgenommen, sondern die halb erwachsenen Jungen. Sie bilden einen Leckerbissen für verwöhnte Gaumen. Es gibt auch Spatzenfallen aus Draht, die sich in der Praxis gut bewährt haben. Viele Gemeinden zahlen für einen getöteten Sperling ein Fanggeld. Man ärgert sich immer wieder, wenn man im Winter den Sängern ihr Futter hinstreut und dann sehen muß, wie die Sperlinge sich vordrängen und alles wegfressen. Freiherr von Berlepsch empfiehlt das Wegschießen der weiblichen Sperlinge, die bekanntlich keinen dunklen Fleck an der Kehle haben. „Wenn wir nrm durch Vernichten der weiblichen Jeder, der für die nützlichen Gartenvögel Nistgelegenheit besorgt, wird die Erfahrung machen, daß die Sperlinge davon Besitz ergreifen, es sei denn, daß die künstlichen Nester ganz niedrig aufgehängt werden. Die Sperlinge brüten gern hoch. Aber das Aufhängen in der Höhe von etwa 1 bis 2 Meter hat feine Nachteile. In großen Gärten oder gar in Anlagen besteht die Gefahr, daß sie mutwilligerweise zerstört werden, auch nisten die scheuen Vögel sehr schwer darin Wir können deshalb eigentlich nur Vogelschutz treiben, wenn wir nebenher den Kampf gegen die Sperlinge aufnehmen. Sie sind die größten Feinde der Singvögel, besonders die kleineren Feldsperlinge. Sie ziehen überall da ein, wo sich die kleinen Sänger ein Nest gebaut haben. Es sind gar nicht immer Katzen und Raubvögel, die unsere Singvögel vertreiben, sondern meistens die Sperlinge. Es ist auch bekannt, daß sie junge Meisen und Schwalben usw. einfach aus dem Neste herauswerfen, nur damit sie eine Nistgelegenhcit haben. In den Sommermonaten kann der Sperling ganz nützlich sein. In der Hauptsache deshalb, weil er in Massen austritt und durch Vertilgung von Raupen und anderem Ungeziefer bei der Gartenarbeit Hilst. Betrachtet man dagegen den Schaden, den die Sperlinge jahraus, jahrein anrichten, dann müssen wir doch erkennen, daß es eigentlich Pflicht eines jeden Gärtners und Landwirtes ist, den Gassenvogel zu vertilgen. Aerger genug haben wir schon wenn die Spatzen im Frühjahr die kleinen frisch gekeimten Pflänzchen aus der Erde reißen, die Erbsen abpicken oder den Salat abfressen. Auch die Knospen der Obstbäume sind nicht sicher vor ihnen. Ebenso weiß der Hühnerhalter, der seinen Tieren das Futter hinwirft, daß ein großer Teil der Körner von. den Spatzen gefressen wird, wenn er nicht in der Nähe stehen bleibt und wartet, bis die Hühner sich gesättigt haben. Den größten Schaden fügen die Sperlinge den Landwirten zu. Wenn die Getreidekörner eben anfangen, hart zu werden, dann können wir auf manchem Acker Hunderte von den frechen Vögeln fressen sehen. Wenn man sich nun vorstellt, daß in ganz Deutschland überall die Sperlinge am Werke sind, dann ist man nicht erstaunt über die Zahlen, die errechnet wurden und die den Schaden in Millionen von Mark angeben. Die Abschreckmittel, zu denen man meistens greift, dienen eigentlich gar nicht der Bekämpfung des Sperlings, sondern vertreiben ihn höchstens für einige Tage. Man sieht ja immer wieder Vogelscheuchen auf den Aeckern stehen. Aber die Sperlinge sind klug. Sse haben bald herausgefunden, daß das gar keine richtigen Menschen sind. Aehnlich wirken Klappern, Windmühlen, aufgehängte Spiegel usw. Sie erschrecken zunächst die Tiere, aber bald merken sie, daß eigentlich keine Gefahr droht. Der beste Schutz im Hausgarten ist immer noch das Spannen von Fäden über die frische Saat, oder das Bedecken mit einem Drahtgeflecht Die eigentliche Vertilgung der Sperlinge beginnt aber erst mit dem Abschießen. Auch hier ist der Erfolg nur einseitig, denn sie merken bald, wo es nicht sicher ist und fliegen einige Häuser weiter. Das Abschießen muß also gemeindeweise oder flurweise in gewissen Zeitabständen erfolgen, sonst hat es nicht viel Wert. Windecken feiert Jubiläum. LPD. W i n d e ck e n , 28. Juli. Eines der reizvollsten Städtchen im Tal der Nidder, in demZeu- gen starker und glanzvoller Vergangenheit bis auf den heutigen Tag ausgezeichnet erhalten geblieben sind, ist Windecken. Im nächsten Jahre sind 650 Jahre vergangen, seit Windecken Stadtrecht erhalten hat. Dieses Ereignis soll festlich begangen werden. So ist u. a eine Ausstellung geplant, die die Entwicklung der Stadt und wichtige Ausschnitte aus ihrer Geschichte in Modellen und Dokumenten zeigen wird. Unter diesen Dokumenten, die sich gegenwärtig im Marburger Archiv befinden, ist interessantes Material über die Hexenprozesse. Der „Hexenturm", der an diese Prozesse erinnert, steht heute noch; er ist ein malerischer Bestandteil alter Stadtreste, ebenso wie die Befestigungsmauern nach dem Tal der Nidder zu und die ausgezeichnet erhaltene Burg. Windecken besitzt eine große Anzahl schöner alter Fachwerkbauten und ein schönes gotisches Rathaus. Gälisch erschüttert läuft alles den Hang herunter. Zum Glück übersieht der Fluglehrer am Oberrand nur ‘ die Westhälfte. Dahinter entzieht sich alles Weitere seinen Blicken. Auch der Südhang hat seine -Eigenschaften. Da liegt Bauer Puhlmanns Roggenfeld. Als einer mit dem gut ausschwebenden Grunauer „Baby" etwas vom Kurs abgekommen war und mitten in seinem Kornfeld landete, protestierte der Besitzer energisch gegen solches Unterfangen. Man mußte auf den Bescheid des Luftpolizeibeamten warten. Während die anderen Abendbrot aßen, konnte der Pilot zwei Stunden in der Kiste sitzen bleiben. Eines Morgens fanden wir das Bett eines Ka. meraden leer. Er hatte am Tage vorher etwas geredet von krank fein, aber im Grunde wollte er sich nur drücken. Er hatte noch nichts von unserer Kameradschaft an der Maschine verstanden. Er nahm alles auf die leichte Schulter und kannte nicht das stolze 'Gefühl, nämlich wenn der Fluglehrer nach einem gelungenen Flug sagen konnte: „Gleich noch einmal rein in die Kiste, der Flug war sauber. Beim nächsten Start kommst du ins Baby!" Für uns waren da mit einem Schlage dreiwöchentliches Schieben an der Maschine und die dicken Zigarren 'des Fluglehrers vergessen. Besser als sonst geht der Flug, beim Start wird man leicht an die Rückenlehne gedrückt, wartet ruhig ab, bis die erste Spannung voll ausgeflogen ist, und setzt zur Kurve an. Lange Zeit fliege ich nun den Hang entlang. Hier oben war ich ganz allein und die Welt war weit und groß! Ich mußte noch an die Worte des Fluglehrers denken: „Dein Flug war sauber!" Als ich nach der Landung unten stand, t entfielei 1 Fällen tyige geb Öie große 1 und Bel k Anzeig 4 re fein i len auf l Stubenfen gehen in die Kohlengruben, um den Bergleuten Ferien zu ermöglichen. In Oelsnitz in Sachsen haben Leipziger Studenten in schöner Weise den Geist der Volksgemeinschaft verwirklicht. Sie übernahmen die Arbeitsplätze von Bergleuten in den Gruben, um diesen Volksgenossen die Möglichkeit zu einem vierwöchigen Ferienaufenthalt zu ermöglichen. Hier sieht man Studenten bei der Arbeit in der Grube und die Bergleute in Hartenstein im Erzgebirge während ihrer Ferien. — (Scherl-Bilderinenst-M.) L°dfon h, 1 Hilotr 0 °U A jo Ni I ivar d tu. V ?i£ V* Ujtlnb' L l in unjc hin ein hie genc jei von Mieder , Leute n tarn W Qnbi Kleine T Sloria-P< I ren"‘ cheiii b'.15 Ko :, daß ii : Mi tr I geschult t wurde A Fuhrt rben. ßten geg t in 132 : zur An igen muf fefjrunger rjliitzten eerfidjer: neun 1 fünf an bettelter ne Bah in die qenlamp ttthaube riqeführ Mellte, •,’nbgülti •> Störu tune kar epfion rii chn. 3ir tröste ijen hätt tilgen jji Kling ent Ende ir Grünanlagen sollen Bienenweide sein! Auch ein Dienst an der Dolksernährung. Werde Flieger! Tage im Fliegerlager.—„Oer Flug war sauber!"" gri, Anny Ondra, Erika von Thellmann, Maria Ändergast, Lizzi Holzschuh, Richard Romanowsky, Gusti Huber, Ludwig Manfred Lommel, Susi Lanner, Ralph Arthur Roberts, Luis Trenker, Lucie Englisch, Olga Tschechowa, Paul Kemp, Hermann Speelmans und zahlreiche der bei Ufa und Tobis aufgezählten Darsteller. Luis Trenker arbeitet an seinem neuen Bergfilm „Kampf ums Matterhorn" mit Außenaufnahmen auf dessen Gipfel; in Vorbereitung ist u. a. das mit dem Staatspreis ausgezeichnete Bühnenwerk „Marsch der Veteranen" von Friedrich B e t h g e. — Auf das Programm der großen Produktionsfirmen werden wir im Feuilleton noch eingehender zurückkommen. Den Anfang als Segelflieger machte ich vor zwei Jahren. Ein Kamerad war mit feiner Luftsporteinheit in einem kleinen Segelfliegerlager A. gewesen und erzählte mir davon. Kurz, er schlug vor, mich einmal mit dem Motorrad mitzunehmen, denn er schulte draußen noch weiter. In einer Holzbaracke war alles untergebracht: der Lagerleiter und der Fluglehrer, ein Sanitätsraum, die Küche, die Werkstatt und die Flugzeughalle. Ich mußte gleich mit anpacken! Das war selbstverständlich! Zuschauer können im Fliegerlager nicht gebraucht werden! Die einzelnen Teile eines Segelflugzeuges wurden vor die Halle gebracht. Dann kam einer mit dem Handwerkskasten und nach zwei Stunden Arbeit war die Maschine zusammengesetzt. In der Mittagspause hieß es, daß neben den regelmäßigen dreiwöchigen Kursen auch noch Sonntags geschult würde. Das war die richtige Sache für mich! Denn ich war gleich mit diesem ersten Tage für die Segelfliegerei geteilt. Ich meldete mich bei dem Gefolgschaftsführer der Luftsportgefolgschaft. Alles klappte. In der Woche machte ich Baudienst und Heimabend mit und Samstags und Sonntags fuhr ich zum Fliegerlager A., um möglichst bald die ^-Prüfung zu machen. Die Herbstferien rückten aber zu schnell heran und ich konnte in den paar Sonntagen keine Prüfung mehr machen. So nahm ich an einem 12tägigen geregelten Ferienkurs teil und erreichte mein Ziel: die ^-Prüfung! Den Winter über wurde gebaut und wurden Schularbeiten gemacht, wenn Ostern nahe kam. Als diese Schwierigkeiten überwunden waren, kannte ich nur noch eines die B= und L-Prüsung in Rossitten oder auf der Wasser- s Iic ffb tu ™ üusr l£ W EMt 2 ich tonen 5*1 herc >i d iT5 toi Sperlinge dieses ungesunde geschlechtliche Verhältnis noch mehr steigern, so bin ich überzeugt, daß dann ein Zeitpunkt eintreten wird, in dem die wenigen überlebenden Weibchen derart durch die Männchen beunruhigt werden, daß sie nicht mehr zum Brüten kommen können und so allmählich ohne Nachzucht ganz verschwinden werden. Der Geschlechtstrieb ist bei den Sperlingen ja besonders stark ausgeprägt, außerdem ist geschätzt ? worden, daß etwa viermal soviel Männchen da sind als Weibchen. 6$ T heir I.« w ™ vn iß jäher Bott mehr! Schon 1936 haben sie diesen Grundsatz wahrgemacht und den Bestand an Stöcken von 2,13 auf 2,5 Millionen erhöht. Durch Zuschüsse fördert das Reich die Imkerei. Viel größer als der Ertrag an Honig und Wachs ist Oer Nutzen, den die Bienen durch die Befruchtung Der Obstbäume und anderer Kulturpflanzen stiften. Die Wissenschaft schätzt ihn auf eine halbe Milliarde Mark. Aber die Obstbäume blühen nur kurze Zeit, auch die Blütezeit der Heide, der Waldbäume und der Blumen ist zeitlich beschränkt. Die Bienen wollen und müssen aber auch zur anderen Zeit Honig sammeln. Es fehlt uns an Vienenwelde. und nur ein recht bunter Besah unserer Pflanzenwelt kann dem Mangel abhelfen. Die Imkerei ist Sache einzelner, für die Vienenwelde aber müssen alle sorgen, die Pflanzen sehen, nicht zum Nutzen der einzelnen Imker, sondern zur Mehrung der Erträge unserer Kulturpflanzen zum Nutzen aller. Wer Bäume, Sträucher, Blumen pflanzt, sollte dabei auch an die Bienen denken! Hier legt einer einen Garten an, dort wird ein Park geschaffen, hier baut man die Reichsautobahn, dort wird eine Straße bepflanzt. Alle Obstbäume, dann Linde, Salweide, Akazie, Ahorn, Kastanie, Eberesche, Traubenkirsche und manche andere Bäume sind gute Birnenweide. Setzt man Sträucher, so denke man an Goldregen, Schneebeere, Liguster und Geißblatt; auch alle Beerensträucher sind gut für die Bienentracht! Unter den Blumen vergesse man nicht Krokus, Goldlack, Sonnenblume, Goldrute, Fetthenne und einfachblühende Dahlie! Die Mittelstreifen der Reichsautobahnen könnten mit Weißklee und anderen doppelt — als Bienenweide und Viehfutter — nützlichen Pflanzen besetzt werden, wie sich die Böschungen zu Maulbeeranlagen für Den so notwendigen Seidenbau eignen. Wir können hier nicht alles nennen, was sich zur Bienentracht eignet. Jeder, der mit offenen Augen durch die Natur geht, sieht, welche Pflanzen hauptsächlich von den Immen beflogen werden. Das sind die richtigen! ZdR. Deutschland soll noch schöner werden! Das Amt für „Schönheit der Arbeit" hat den grauen, bedrückenden Fabrikhöfen den Krieg angefagt. Statt Gerümpel, Müll und Abfall sollen Bäume, Blumen und Rasenflächen den Arbeitsmann anschauen, wenn er Den Kopf vom Schraubstock aufhebt unD §um Fenster hinaus sieht, Grünanlagen, Die ihm in Der Freizeit Erholung und Kraft durch Freude zu neuem Schaffen geben. Nicht nur auf den Fabrikhöfen und in den Städten ist solche Arbeit notwendig: auch auf dem Lande muß noch viel getan werden, und wird schon sehr viel getan, lieber seine hohen wirtschaftlichen Aufgaben vergißt der Reichsnährstand auch diese Arbeit, Gemütswerte für das Landvolk zu schaffen, nicht. Das Bild des Dorfes soll uns wieder anlachen, und uns nicht, vor lauter Zweckmäßigkeit erstarrt, anftieren. Immer und überall werden noch Bäume, Sträucher und Blumen gepflanzt, die uns Lust am Tag und am Werk geben sollen. Wer pflanzen seht, soll dabei die Bienen nicht vergessen! Wenn wir das sagen, so soll uns keiner den Vorwurf machen, wir ließen wiederum die Zweckmäßigkeit über die Schönheit herrschen. Denn, wenn wir unser Dorf und unsere Stadt aufputzen, so soll Die Sorge um Die seelischen Werte vorgehen. Wo man aber, ohne sie zu beeinträchtigen, Den Nutzen mit ihr verbinden kann, wäre es töricht, darauf zu verzichten. Wie denn ja überhaupt dem schönen Streben nach Freude ganz natürlich die Schöpferkraft zu neuem Schaffen anfällt und schon innewohnt. Es sind schon Dieierorten — als Muster sei das Saarland genannt — Grünanlagen in den Städten und Dörfern und in der freien Landschaft angelegt worden, bei denen man in vorbildlicher Weise der Bienen gedacht hat. Grünanlagen sollen Bienenweide sein! Die Bienen geben uns Honig und Wachs für gute 50 Millionen Mark. Den Imkern ist die Auf-' gäbe gestellt worden, in vier Jahren diese Ernte stark zu vermehren. Ihnen ist die Losung ausgegeben worden: Jeder Imker jährlich mindestens ein kuppe machen! Ich meldete mich pünktlich und wartete einige Wochen. Endlich kam das Schreiben — aber es lautete anders: „Einberufen zum Fliegerlager A. — Sonderkursus — aus technischen Gründen. — Eintreffen am 16. d. M. um 6 Uhr!" Also aus mit dem Traum von Rossitten! Dann muß eben unser kleines einfaches Lager uns weiterschulen. Das wird nur Schweiß und Mühe kosten und die 8-Brüfungen machen wir am Enoe doch nicht. Jchckenne ja Den Betrieb noch vom Herbst her. Den ganzen Tag schieben und zwei bis Drei Rutscher. Aber unser Motto als Segelflieger war ja: „NN, WW." (Nur nicht weich werben.)! Zum befohlenen Termin rückte ich pünktlich im Segelfliegerlager an. Den anberen war es zum Teil noch schlechter gegangen wie mir! Sie waren einberufen worben unb mußten auf Grunb eines nachträglichen Schreibens hierherkommen. Die Verbreitung ber Segelfliegerei war eben noch im Ausbau. Die Kameraben waren aus ben verfchiebenften Fliegereinheiten zusammengekommen. Eind Tatsache munterte mich sogleich auf: wir sahen gute Maschinen vor bem alten Schuppen stehen, unb zwar zwei Grunau-„Babys", zwei 12-Meter-Zöglinge, einen oerfleibeten unb brei offene 10-Meter-Zöglinge. Wir würben in einem ganz neuen Haus untergebracht. Es entftanb gleich eine enge Kamerabfchaft. Die ersten acht Tage waren noch ausgefüllt mit Frühsport, Waschen, Reinigen unb Ordnungsdienst unb beherrscht von einem kraftvollen Lagerton. Diele hatten auch lange nicht mehr geschult unb Den besten Erfolg hat man zweifellos mit Vernichtung Der Sperlingsbrut. Es sei aber hier gleich gesagt, Daß bas keine Arbeit für Kinber ist. Es besteht sonst bie Gefahr, baß bann auch andere Nester ausgehoben werden. Das muß man ver- hüten. Am besten hängt man künstliche Sperlings- hö Die Tobis kündigt gleichfalls 40 Filme an, wobei sie auch die Spitzenfilme ihrer Produktion in Wien, Paris und Rom im Verleih bringt, wo deutsche Darsteller unter deutschen Spielleitern bie deutschen Versionen internationaler Filmvorhaben drehen. Unter ben für bie Tobis arbeitenben Spielleitern seien aufgezählt: Emil Jannings, Gustaf Grünbgens, Willy Forst, Professor Carl Froelich, Hans Steinhoff, Gustav Ucicky, Jaques Feyber unb Veit Harlan, unter ben Darstellern außer einer Reihe auch für bie Ufa Tätigen noch: Viktoria von Ballasko, Marieluife Claudius, Käthe Dorsch, Martha Eggerth, Käte Golb, Marianne Hoppe, Camilla Horn, La Jana, Jenny Jugo, Carsta Löck, ßeni Marenbach, Renate Müller, Henny Porten, Angela Salloker, Maria Sazarina, Sybille Schmitz, Ägnes Straub, Jessie Vihrog, Paula Wessely, Iba Wüst, Michael Bohnen, Gustav Fröhlich, Werner Fütterer, Benjamino Gigli, Paul Hartmann, Attila unb Paul Hörbiger, Friedrich Kayssler, Jan Kiepura, Hans ßeibelt, Theo ßingen, Älbert Matterstock, Hans Moser, Harald Paulsen, Ivan Petrovich, Heinz Rühmann, Hans Söhnker, Oskar Sima, Albrecht Schoenhals, Hermann Thimig und Paul Westermeier, endlich Weiß-Ferdl. Im Sonderverleih wird die Tobis ben dokumentarischen Film von ßeni Riefenstahl von Den Olympischen Spielen 1936 bringen, Der in zwei abenDfüttenDen Teilen erscheinen wirb. Unter ben zur Verfilmung gelangenben Stoffen finb befonbers erwähnenswert „Der zerbrochene Krug" von Heinrich v. Kleist, „Dantons Tob" nach Georg Büchners Drama, „Bel Ami" unter Der Regie von Willy Forst, „Was Ihr wollt" von Shakespeare mit Gustaf Grünbgens als Spielleiter unb „Die Flebermaus". * Die Terra Filmkunst G. m. b. H. startet 26 Filme unb wirb mit vier Ueberläufem aus Dem vergangenen Probuktionsjahr insgesamt 30 Filme zur Verfügung stellen. Vier Filme ber neuen Produktion sind bereits fertiggestellt, fünf weitere im Atelier. Für die Terra sind u. a. als Spielleiter tätig: Wolfgang ßiebeneiner (zum erstenmal als Regisseur), Geza von Bolvary, Karl Heinz Martin, E. W. Emo, Hans Steinhoff, Heinz Paul, Carl Boese, ßtris Trenker, Toni Huppertz, Herbert Maisch, Harry Piel, Frank Wysbar, Erich Engels, Herbert Selpin; als Schauspieler: Pola Ne- so ging es erst auf dem unteren Hang los. Die alten Krankheiten wurden also ausgemerzt und nun konnte es richtig losgehen. Wir wurden in drei ßeiftungsgruppen eingeteilt, die erste Gruppe hatte die beste Maschine des Tages und die besten Flieger. Der Flugdienst war so anstrengend, daß der Frühsport jetzt öfters ausfiel. Beim Antreten zum Flugdienst klappte alles. Kullerchen, Zwirn (Räder und Seil zum Transport), und Sturzhelme wurden rasch verladen und es kam darauf an, rasch auf den Hang zu kommen und den ersten Start des Tages zu machen. Start auf Start folgte. Für den Zuschauer immer derselbe Trott! Aber für uns war Das Ganze ein ßeben voller Spannungen und Aufregungen. Der Pilot besteigt die Kiste. Bestimmt den Wind noch einmal (das kann auch das flehentlichste Kraulen am Mast des Windsacks um guten Wind nicht verhindern!) und wir starten nicht zum Südhang, sondern zum Westhang. Das Wohl des Piloten hängt bis zum ßoskommando von der Startmannschaft ab. „Au! Der Dicke sitzt in der Kiste, ber soll Zunder kriegen!" oder „Den Heini lassen mir den Hang herunterrutschen!" Denn er hatte beim letztenmal einen „Kavalierstart" gemacht (die Maschine aus dem Start gezogen), daß die Gummihunde, die hinten am Seil standen, bie volle Spannung bes Gummiseils ins Kreuz bekamen unb laut fluchten. Nach bem Start wirb auf ben Flug gesehen: „Sauber, bie Kurve war gut, jetzt noch eine an- ftänbige Rechtskurve — so ein Esel, ber zieht ja — Mensch ist ber burchgesackt" ober „Na, ja typischer Jagbflieger, auch noch Bumslandung" oder „wenigstens sauber gelandet". Und von oben waltet der Fluglehrer seines Amtes mit unerbittlicher Kritik! buten. Am besten hangt man künstliche Sperlings- W nester, sogenannte Fallen, auf. Sie sind aus Ton Dermi und haben keine Rückwand. Im übrigen sehen sie j ' .Der wie ein Schwalbennest aus. An ben" Plätzen, an J^.ytoesf denen bie Sperlinge gerne nisten, also unter dem Dach usw., hängt man sie auf. Die Sperlinge gewöhnen sich bald daran und suchen sie als Nistge- legenheit auf. Es ist gut, recht viele aufzuhängen. Von April bis August müssen die Nester dann alle ^4' N.I74 Drittes Blatt Donnerstag, 29. Zuli 1937 Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) Aus der Stad« Gießen. 800 heimische Sänger lmlerwegs nach Breslau öl Pech am Abend. 5Qn9 ^runter. ■ am Db?rS Kte, erlöst atmeten wir auf, am Fenster; mit lieht r.x Tj „uhestützten Armen. Wir stellten ihm den Fall klar. 1 1 QUei §r versicherte, daß er uns gern Helse, aber es sei Sine Bahnstation hatte Tintenhausen nicht. Als am Ende immer. ng ein sind For- Das Schicksal der Pygmäen im afrikanischen Urwald. nur neun Uhr und am andern Morgen müsse er pifl fünf an feiner Arbeitsstelle stehen. Wir baten uii bettelten. Er blieb kalt. Wir gingen zerknirscht. . Schlage brei- | ifdjine und bie | vergessen. Bchl tart wird man ie: „Gleich noj ar sauber. Beim | $,n)ei von uns machten sich auf. Das Dorf lag im Mndfrieden. Diele Läden waren schon geschlossen, Ljel; Leute schliefen schon. Wir fragten uns weiter. Dam kam die Gasse des Mechanikers. Er selber Der Tausch. Von Peter Mattheus. Dodson hatte es außerordentlich eilig. Er sauste in 60-Kilometer-Tempo durch die Kurve, ohne das 6lls wegzunehmen. Die Pneus quietschen auf der im Häuschen und ließ sich auf eine Zehndollarnote herausgeben. Er nahm sich reichlich Zeit. Nach seiner Schätzung konnte der Ford noch längst nicht die nächste Ortschaft erreicht haben. Als er aus der Türe trat, befand er sich plötzlich mitten zwischen den Polizisten. Auf der anderen Seite der Straße befand sich ein langes, graues Polizeiquto. „Ihr Wagen?" fragte einer der Polizisten und deutete auf das blaue Kabriolett. Der Rothaarige antwortete nicht. Er machte ein völlig entgeistertes Gesicht. „Na also, geben Sie's schon zu, es hat keinen Zweck, zu schwindeln", sagte der Polizist. „Sie haben den Wagen vor einer Stunde in Rosario gestohlen. Zu Ihrem Pech hat's der Besitzer gleich gemerkt und uns mobil gemacht. Wir waren Ihnen die ganze Zeit dicht auf den Fersen." Mit einem Schlage wurde der Rothaarige wieder lebendig. „Was?!" schrie er entrüstet. „Ich? — Gestohlen? — In Rosario? Den Wagen hat mir ein fremder Kerl auf der Chaussee angedreht — geradezu aufgedrängt.hat er ihn mir, der Schuft!" Alle vier Polizisten, die um den Rothaarigen herumstanden, brachen in schallendes Gelächter aus. Es half nichts — inmitten der vier Polizisten mußte der Rothaarige die Fahrt nach Rosario antreten. Dodson hielt um diese Zeit auf einem einsamen Feldweg. Er stieg aus, ging dreimal um den alten Ford herum und betrachtete ihn von allen Seiten. „Schön bist du ja nicht", brummte er schließlich kopfschüttelnd, „aber — hm — sozusagen ehrlich erworben.^ Und dann streichelte er sachte die Kühlerhaube. oartet ruhig ab, eflogen ist, unb ?ge ich nun h ganz allein unb mußte noch an „Dein Flug m ig unten staub, D. ausschließlich Eisenbahnformationen befinden sich beim Heeresarchiv Dresden bzw. Heeresarchiv Stuttgart. t Hessische ^orstverwaltung und Winterhilfswerk. Lpd. Zur tatkräftigen Unterstützung des Winterhilfswerks waren die hessischen Forstämter durch die Forstabteilung der Landesregierung angewiesen worden, wie in den vorhergegangenen Jahren auch im letzten Winter der Belieferung von bedürftigen Volksgenossen mit Brennholz erhöhte Aufmerksamkeit zu widmen. Zufolge dieser Anordnung wurden aus den hessischen Staats- und Gemeindewaldungen gegen mäßiges Entgelt insgesamt 40 300 Raummeter Brennholz an rund 11 800 minderbemittelte, erwerbslose, kinderreiche und bedürftige kriegsbeschädigte Volksgenossen abgegeben. Während sich die Menge des abgegebenen Brennholzes etwa auf derselben Höhe gehalten hat wie im Winter 1935 36, ist die Zahl der belieferten bedürftigen Volksgenossen im Vergleich zum Vorjahre um rund 3000 gesunken. Die Urlaubsmarkenregelung. Lpd. Es hat sich herausgestellt, daß vielfach Betriebe, die der Urlaubsmarkenregelung nicht unterliegen und Arbeiter einstellen, die aus urlaubsmarkenpflichtigen Betrieben des Bau- oder Baunebengewerbes kommen, diesen Arbeitern die im § 10 der Urlaubsmarkenregelung vorgesehenen Bescheinigungen nicht ausstellen. Vielfach sind diese Betriebe über die einschlägigen Bestimmungen im unklaren. Von zuständiger Stelle wird deshalb auf folgendes hingewiesen: Wenn ein Arbeiter, der im Besitz einer Urlaubs» Vornotizen. Tageskalender für Donnerstag. Aoria-Palast (Seltersweg): „Zum Tanzen ge- toren". Polizei im Kampf gegen Verkehrssünder Das Kommando der Schutzpolizei Gießen teilt Gewitter Über der heimischenLandschast. Der gestrige Mittwoch brachte unserer Landschaft — etwas unerwartet, weil es eigentlich gar nicht schwül und auch nicht sehr warm war — ein heftiges Gewitter. Blitze und Donnerschläge waren dabei von heftigen Regengüssen begleitet, die im übrigen nicht unwillkommen waren. Die Gartenbesitzer insbesondere mögen sich darüber sehr gefreut haben, denn für einige Zeit wurden sie dadurch des mühseligen Gießens überhoben. Der Regen hat den Gartenkulturen unb den Feldern gut getan. In unserer Stadt waren zwei Blitzeinschläge zu verzeichnen. Im Hause Bleichstraße 7 schlug der Blitz in das Dach und zündete. Glücklicherweise wurde der Brandgeruch im Hause bald bemerkt unb die Feuerwehr alarmiert. Mit einer transportablen Kübelspritze gingen die Feuerwehrmänner vor unb vermochten die Brandgefahr rasch zu beseitigen. Ein weiterer Blitzschlag traf einen Straßenbahnwagen der grünen Linie, als sich der Wagen gerade zwischen Gießen und Wieseck unterwegs befand. Der durch den Blitzschlag am Wagen angerichtete Schaden war nicht beträchtlich. Der Wagen mußte allerdings abgeschleppt werden. Das Gewitter, das in mächtig breiter Front heraufgezogen war, hatte nach etwa einer Stunde ausgetobt unb zog in östlicher Richtung weiter. Balb barauf schien die Sonne. Wunderbar frische Luft machte in den Abendstunden den Aufenthalt in den Grünanlagen unserer Stadt besonders angenehm. Frauenschasten. Die Ernteferien sind da. In dieser Zeit ruhen die Zusammenkünfte und die offiziellen Pflichtabende in der Frauenschaft. Aber die Arbeit und Sorge um das Allgemeinwohl geht weiter. Da gilt es immer daran zu denken, daß die Vorräte der NSV. für das Winterhilfswerk wieder aufgefüllt werden müssen. Die Beerenernte hat einen reichen Ertrag ergeben, und manches Glas Gelee oder Marmelade wandert nun in die Vorratsräume der NSV. Außer den Heidelberen, die es in diesem Sommer in so reichen Mengen gab, reisen jetzt die wohlschmeckenden Brombeeren heran, die ein köstliches Fruchtmus ergeben. Auch bei diesen Wildfrüchten läßt sich die in den Kurzlehrgängen der Bäuerlichen Werkschule erlernte Saftverwertung erproben und ausnutzen. _________ Die Pygmäen des tropischen Innerafrika Gegenstand langjähriger anthropologischer schungen des Missionars Pater S ch e b e st a gewesen. Nach zwei früheren längeren Aufenthalten m ihrem Lande hat er sie jetzt zum dritten Mal aufgesucht und seine neuen Erfahrungen in einem Buche ausgesprochen, daß jetzt in englischer Ausgabe vorliegt. Er kam von der Ostküste und widmete seine Studien hauptsächlich den Pygmäen westlich des Albert-Nyanza, ungefähr 45 Kilometer von da, wo der Urwald beginnt. Nach fünf Jahren der Abwesenheit fand Pater Schebesta wesentliche Veränderungen in dem Lande vor: nach allen Richtungen durchschneiden jetzt große Autostraßen den Wald und lassen sogar das Zwergenvolk nicht unberührt. Es gibt einen guten Grund, die Jagdgefilde der Zwerge zu durchsuchen, denn die Pygmäen sind vor allen Dingen Jäger und Fallensteller. Dies ist es, was das seltsame Band Zwischen ihnen unb den Negern schafft, die keine ursprünglichen Waldmenschen sind, sondern aus der sonnigen Steppe draußen gekommen sind und Ackerbau und Viehzucht mitgebracht haben, wovon die Pygmäen nichts verstehen. Die Pygmäen lieben Bananen und Korn, die nur der Neger zu züchten versteht. Der Neger wiederum will Fleisch haben. Die Jagdkunst der Pygmäen versteht sogar den Elefanten zu erlegen. So braucht einer den anderen. Jeder Negerhäuptling ist Beschützer oder Beherrscher einer Pygmäengruppe. Aber die Abhängigkeit des Pygmäen vom Neger ist die größere und macht diesen zum Herrn. Bei seinem ersten Aufenthalt hat Pater Schebesta die Pygmäen gelehrt, selber Bananen zu ziehen und in festen Dörfern zu wohnen. Jetzt fand er, daß seine Lehre Früchte getragen hat, wenn ckuch natürlich nur in geringem Umfang. Damit ist der erste Schritt dazu getan, die Abhängigkeit des Pygmäen vom Neger zu brechen. Das ist die einzige Möglichkeit,, das Zwergenvolk vor der allmählichen Ausrottung zu schützen, die ihnen durch die mitleidlose Erschließung ihres Gebietes und den fortschreitenden Druck der Minen und anderer Industrien droht. Um dieses Schicksal abzuwenden, schlägt Pater Schebesta einen großzügigen Plan vor: die Pygmäen müßten von den großen Autostraßen fort und an den alten Karawanenstraßen wieder angesiedelt werden, während die Negerdörfer an den neuen Autostraßen angesetzt werden könnten. So würden die Tiefen des Urwaldes wenigstens streckenweise den Pygmäen vorbehalten bleiben. Dies setzt jedoch voraus, daß die Pygmäen sich von der Vorhererschaft der Neger lösen und zuvor lernen, selber Viehzucht und Ackerbau zu treiben. Vielleicht liegt in diesem Plan die einzige Möglichkeit, die Pygmäen ober „Bambuti", wie sie sich selber nennen.' und die manche Forscher für eine der ätte« ften lebenden Menschenrasse halten, vor der Ausrottung zu beroanren Hochschulnachrichten. Dem Dozenten Dr. phil. habil. Eberhardt Hopf an der Universität Berlin ist unter Ernennung zum ordentlichen Professor der Lehrstuhl für angewandte Mathematik an der Universität Leipzig übertragen worden. Professor Dr. Emil H a n n i g, Ordinarius für Botanik an der Universität M ü n st e r, ist wegen Erreichung der Altersgrenze von den amtlichen Ver, pflichtungen entbunden worden. Waffen. Do ' einer mit "Lady" etmas , 1 j^oran liegt’s denn?" , . . . ' noch nicht nachgesehen", ar. wortek der i»chaarige und zuckte, -bermol-. d.e Acht- n E st bilM her 1 )der, n ingenheNM | I« yl i/n« Q* ! «** • Ä* Lptii'heji I 'WM i Ä muß verwendet oder sorgfältig haltbar gemacht werden. Das ist der Beitrag, den die Hausfrauen zum Vierjahresplan liefern. Wie gut schmecken im Winter die Faßbohnen, wie erfrischend sind die sauren Gurken zum Abendbrot! Die Frauenschaft greift auch zu, wo es gilt, im Nachbarhaushalt zu helfen, und ein Ehrenamt für die Frauen ist die Betreuung der Flachsfelder der Gemeinde. Die von der NSV. in vielen Orten eingerichteten Erntekindergärten haben sich als Hilfe für die mit Arbeit belastete Mutter bewährt, die Kinder sind gut aufgehoben und lernen sich beschäftigen. Das Beispiel der Frauenschaft, überall da, wo es Not tut, zu helfen und uneigennützig sich für jede Arbeit bereitzufinden, ist die stärkste Werbung für das Deutsche Frauenwerk, denn Helfen und Sorgen, Schaffen und Wirken, das ist die Lebensaufgabe jeder echten deutschen Frau! F. K. Hitler-llrlauber-Kameradschast in Gießen. NSG. Wie verschiedene größere Städte unseres Gaues wird auch die Stadt Gießen eine Hit - ler - Urlauber - Kameradschaft eröffnen. SA.-Kameraden werden in Zusammenarbeit mit der NSV. für bedürftige Volksgenossen aus allen Teilen des Reiches Freiplätze besorgen. Am 1. August treffen die ersten Hitler-Urlauber in Gießen ein. Sie werden hier feierlich empfangen. Oie Aufbewahrung der Stammrollen. Dorn Oberkommando des Heeres wird bekanntgegeben: Die Kriegsranglisten und -stammrollen 1914—1918 der preußischen Formationen, aller Eisenbahnformationen und der Freiwilligen- und llebergangsformationen lagern auch weiterhin beim Zentralnachweisamt für Kriegerverluste und Kriegergräber Berlin SW 68, Lindenstraße 37, die der bayerischen Formationen beim Zentralnachweisamt für Kriegerverluste und Kriegergräber Zweigstelle München. Anfragen sind unmittelbar an diese Dienststellen zu richten. Nur die Kriegerranglisten und -stammrollen der sächsischen und der württem- bergischen und badischen (XIv. A. K.) Formationen während der Rothaarige sich keuchend die> Stirn vfHte, stellte Dodson, ohne lange zu fragen, d e |hbung ein, ging nach vorn, beugte sch Sn bei, ein Ruck — knatternd und fauchend sprang ÄX®. eigentlich? E- ist doch in SH-nung!" sagte er und richtete sich auf. Ms er tae Antwort bekam, drehte er sich um. Sem G - sh nahm einen maßlos überraschten Au roei Schritt von ihm entfernt stand er * Vorige und grinste unverschämt. In der H '■ «ine Pistole, deren Mündung genau auf D 'rs dritten Westenknopf gerichtet war. trijis ausmacht, können Sie ein bißchen helfen. Qt ergriff mit der einen Hand das Steuer und tarnte tief) mit der anderen gegen Öen Kotflügel, ki Ford ruckte ein paarmal und jefcte fu$J?"9- ta in Bewegung. Dodson Zögerte einen Augenbllck, tan faßte er entschlossen zu und schob mit.. ® Alnsam brachten sie den Wagen an den Straßen- „Was soll das?" fragte Dodson heiser. Das Grinsen des Rothaarigen verstärkte sich. „Ihr Wagen gefällt mir", erklärte er freimütig und wies mit einer Kopfbewegung auf Dodsons blaues Kabriolett. Dann deutete er — wiederum mit einer Kopsbewegung — auf den verbeulten Ford und fragte: „Wollen wir tauschen?" Dodsons Antwort war im Grunde genommen weder eine klare Absage, noch eine klare Zusage. Er beschränkte sich darauf, mit lauter Stimme eine Reihe landesüblicher Kraftworte zu äußern. „Na, na — regen Sie sich nicht auf, es könnte Ihnen schaden", meinte der Rothaarige väterlich. „Wo haben Sie die Papiere?" Dodson schwieg verbissen. Hallo! Wo Sie die Papiere haben?" Der Ton, in' dem der Rothaarige das wiederholte, klang unangenehm scharf. Die Pistole in feiner Hand wackelte bedrohlich hin und her Mürrisch zeigte Dodson auf seinen Wagen. „In der linken Tasche", knurrte er. Der Roothaarige öffnete die Tür des Kabrioletts und überzeugte sich mit einem raschen Blick, daß die Papiere wirklich in der Tasche waren. In der nac^ ften Sekunde saß er hinter dem Steuer. „Was ich noch sagen wollte — der Ford ist bester, als er ->u-si°h?, rief er Dodson zu. »BL°ndeln S. , ihn gut, dann macht er’s noch eine Weile. Addw. „Brechen Sie sich den Hals, Sie Gauner, sagte Der"'Rothaarige schwenkte lachend die Hand unb □ab Gas. Das letzte, was Dodson von ihm sah, war der rote Haarschopf, der über dem 3ufammenge.ab teten Verdeck leuchtete. * Fünf Minuten später ratterte Dodson in dem alten Ford die Chaussee entlang. Wit einem Male hörte er Motorengeräusch hinter sich . -Em langes graues Polizeiauto mit vier Polizisten darin taufte an ihm vorüber und hielt fünfzig Schritt weiter an. Als er in seinem Ford herangeklappert tarn, beugte sich der eine Polizist aus dem Wagen. „Blaues Kabriolett gesehen? rief er. " Dodson machte kreisrunde Augen und schnappte nach Luft. Stumm streckte er die Hand aus unb beu ete in bie Richtung, m ber der Bothaange verschwunden war. Mit einem Ruck setzte sich bas Volneiauto roieber in Bewegung. Dodson zog Den Kopf tief zwischen bie Schultern unb bog an ber ' nächsten Gabelung in einen Felbweg em. (Fin gutes Stück weiter stanb bas blaue Kabriolett Dor einer Tankstelle. Der Rothaarige war drinnen Auch im Garten bietet sich reichlich Arbeit durch die Verwertung des Gemüses, besonders von Bohnen und Gurken. Es darf nichts umkommen, alles und das deutsche Lied werden. Er wünschte allen ein großes Erleben in ber Grenzhauptstabt Schlesiens unb bestimmte bann Kreissängerführer Mü 1 - l e r zum Transportführer. Die Grüße ber Kreisleitung überbrachte Kreisschulungsleiter Bürgermeister M i ch e 1 (Großen- Linden), ber u. a. barauf hinwies, baß diese Kundgebung in Breslau nicht nur in Deutschland und bei den vielen Deutschen in aller Welt, sondern erst recht bei den anderen Nationen größte Beachtung finde. Als Ausdruck deutschen Wesens sei dieses Fest ein starker Anziehungspunkt für die deutschen Volksgenossen in den Ländern und Gebieten, in denen sie Deutsche sein wolltezi und sich nicht entsprechend ihren Neigungen betätigen dürsten. Ihnen zu zeigen, wie das Deutschland Adolf Hitlers ein anderes geworden fei, damit sie mit Vertrauen und Zuversicht wieder in ihre Heimat zurückkehren konnten, das sei Pflicht und Aufgabe auch der Sänger aus dem Gau XII. In diesem Sinne wünsche er den Sängern eine glückhafte Fahrt zu dieser großen Kundgebung für deutsche Art, deutsches Wesen und das deutsche Lied. Nachdem die altvertrauten Weisen, mit denen die Sänger die Reden begleiteten, verklungen waren, kam der Zug. Um 17 Uhr fuhren bie Sänger von Gießen ab. Unter ben Teilnehmern befanden sich auch mehrere Schlesier aus Gießen und Wetzlar, die sich den Sängern zur Fahrt in die Heimat angeschlvssen hatten. karte ist, in einen der Urlaubsmarkenregelung nicht unterliegenden Betrieb überwechselt und seine Urlaubskarte einlösen will, so hat ihm der neue Betrieb eine Bescheinigung darüber auszustellen, daß er in seinem der Urlaubsmarkenregelung nicht unterliegenden Betriebe tätig ist. Außerdem muß er die auf den Urlaubsmarkenbetrag entfallenden Lohnsteuerbeträge an das Finanzamt ab führen und auch darüber dem Arbeiter eine Bescheinigung aushändigen. Weitere Bescheinigungen braucht der Be- triebs'führer nicht auszustellen, insbesondere nicht eine Bescheinigung über die Erfüllung von Sozialversicherungspflichten. In der ursprünglichen Fassung der Urlaubsmarkenregelung war dies zwar vorgesehen, jedoch ist der Wortlaut der Urlaubsmarkenregelung insofern durch Tarifordnung vom 9. Dezember 1936 (R. A. Bl. v. 15. Dezember 1936) geändert worden, da sich herausgestellt hat, daß im Falle der außerregelmäßigen Auszahlung des Urlaubsgeldes in den Fällen des § 10 irgendwelche Sozialversicherungsbeiträge nicht fällig werden. Die Pflicht zur Abführung der Lohnsteuer unb zur Ausstellung ber genannten Bescheinigungen ergibt sich für ben nadjfolgenben, ber Urlaubsmarkenregelung nicht unterliegenben Betriebsführer aus ber allgemeinen Fürsorgepflicht bes Betriebsführers gegenüber seiner Gefolgschaft. Eine gelbliche Be- (aftunq bes Betriebes tritt baburch nicht ein, ba bie Abführung ber Lohnsteuer nur bann vorgenommen zu werden braucht, wenn der Gefolgsmann mit der Verrechnung des abgeführten Betrages als Vorschuß einverstanden ist ober ben Betrag zuvor erstattet hat. Oie Hagebutte. Die Frucht ber Milben Rose, die jetzt an Hängen unb Rainen, am Ranbe bes Waldes ihre zarten rosa Blütenblätter verstreut hat, ist ber Rvsen- apfel ober bie Hagebutte. Wie ein kleiner grüner Apfel formt sich ber Fruchtknoten, um sich langsam hochrot zu färben. Ueberall lockt uns dieses schöne frische Rot, und wir sammeln die aromatischen Wildfrüchte, wenn auch das Pflücken etwas schwierig ist, denn gleich ber Stachelbeere ist ber wilde Rosenstrauch mit Dornen besetzt unb verteibigt seinen Besitz. Auch bas Reinigen und Zurechtmachen dec tat einen kleinen Ruck. Der Wagen stand. g.r2 halbe Stunde vor unserem Ziel. Er tat es nicht Lt. Keinen Zentimeter rückte er weiter. fien ganzen heißen Tag war er willig über die Wen geschotterten Straßen geglitten, er hatte uns on ben Glasveranden kleiner Badestädtchen vor- t^dragen, an zurückhaltenden Schlossern, vorbei an den melancholischen friedlichen Kirchhöfen der Mser, er war brav die Höhen hinausgeklettert, Vie Näder hatten den weißen Sand schmaler Hö- ’fUjege durchmahlen und steile Abhänge war er tabgeglitten — in kühle, fächelnde Lindenalleen tan. Wir waren fonnenfatt und müde und sreu- L uns auf die Heimkehr. In einem kleinen Ort, L ich Tintenhausen nennen will, obwohl er nicht so hieß, stand der Wagen. Gute Nacht! ■ (r war durch'nichts zu bewegen, sich weiterzube- ni(cn. Er machte seinem Nämen Auto schreckliche ffchre. Die Einwohnerschaft des Ortes sammelte sich gelassen um das Gefährt. Es fehlte nicht an Munzelnden Gesichtern, und es fehlte auch E flflnjedjtem Mitleid nicht. Indessen fehlte es sehr an ■ * llnnm Mechaniker. Wir wollten es nicht glauben, ta ' 7 Lbr in unserer motorisierten Zeit gab es in diesem k 1iDörflcin einen einzigen Automechaniker unb dieser An dem von Gießen ausgegangenen Sonderzug des Sängergaues XII zum Bundessängerfest in Breslau beteiligten sich die Kreise Rhein-Gau, Taunus, Vogelsberg, Wetterau, Wetzlar und Gießen mit zusammen 800 Mann. Schon frühzeitig säumten die Sänger den Bahnhofsvorplatz. Die Rheingauer waren mit ihren rebenumrankten Werbeschildern erschienen. Leider brachte der plötzlich eingetretene Gewitterregen die sehr zahlreich erschienenen Sangesfreunde um die angekündigte Kundgebung. Nur auf dem Bahnsteig ließen die Sänger ihre Lieder erschallen. Kreissängerführer Müller (Gießen) begrüßte die zahlreich Erschienenen, besonders die Kameraden aus den weiter gelegenen Kreisen. Er sprach mit Freude davon, daß bas beutsche Lieb wieber bem Volke vertrauter geworben sei unb gab seiner Erwartung auf ein großes Erlebnis in der Grenz- Hauptstadt des Ostens Ausdruck. Freudig stimmten die sich in dichten Scharen um ihn drängenden Fahrteilnehmer und Gäste in das Treuegelöbnis zum Führer ein. Bezirkssängerführer Wendler (Bad-Nauheim) überbrachte bie Grüße ber Gauführung unb gab ber Hoffnung Ausbruck, daß dieses Erlebnis in Breslau wieder neue Freunde dem deutschen Männergesang gewinnen helfen möge, damit sich der Sänger zum Verein, der Verein zum Kreis unb ber Kreis zum Gau schließen unb in ihrer Bundes- einheit ein starkes Bollwerk für deutsches Wesen toeim man im iftreut unb bann oorbrängen unb rlepsch empfiehl! perlinge, bie be- >er Kehle M ! der weiblichen Etliche Verhäll- 1 überzeugt, W in dem die wt> •rart durch bie i sie ni» * ih (0 allmA liniicn tt* STA Wnchen ba D üfellos mit A aber hier M Kinder ist. E- inn auch fln muß man stliche SperlmS smd J? übrigen sehen F Uw?-; also unter» Sperlinge ' sie als M "leflufouH Nester bannj .Die V Die öperl'”| «°4' Ä| ’w b-'A . fM-W. bemerkt- Dodson besänftigt. Zäumen- j roeÄUm«l Än°n ■ u 8 1 fÄnnon Sit> ein bißchen helfen. satten Chaussee. Lis er in voller Fahrt aus ber Kurve heraus- ta, sah er plötzlich ein Hindernis vor stch- Er tapte so heftig, baß die Bremsen kreischten. Dicht ttr ihm hielt — quer auf der Fahrbahn - em titit, oermurfelter Ford von vorsintflutlichem Aus- !,bn. Der Fahrer stand daneben und schwenkte k Leibeskräften seine Mütze. Sein roter Haar- 1, on Wpf leuchtete in ber Sonne. Dodson fluchte. Im letzten Augenblick gelang es M, seinen Wagen zum Halten zu bringen. Er Ipting heraus und ging mit finsterer gefurchter ^irn auf den Rothaarigen zu. .Was fällt Ihnen denn em?" schnaubte er em= M „bauen Ihre Karre hier mitten m ben Weg! beinahe wäre ich hineingerasselt." Der andere zuckte die Achseln. '.Tut mir leid, Nt meine Schuld", sagte er tuM. "MAn im &nben hat der Motor ausgesetzt. Kann schließlich jb Isich endgültig heraus, daß der Wagen eine schlim- ™ ^O'lmeie Störung hatte. Wir muhten ihn in eine nt ^teieune karren. Die Sterne leuchteten tröstlich. Das e wol le er luhllr^phon rief einen Taximann aus einem Nachbar- nLUtrer?fllBÄn. I ■xnarl Dir trösteten uns damit, daß wir schlimmer aus- annie nicht ba-lg^ßn hätten, wäre uns das Malheur auf einem (är?r flDfllöigen Höhenweg, zwei Stunden von jeder An- r'lung entfernt, passiert. Ein Mensch tröstet sich " r. k. Früchte ist etwas mühsam. Nachdem durch Reiben mit einem derben Tuch die äußeren Stacheln entfernt sind, höhlt man mit einer sauberen Haarnadel (wer sie noch besitzt) oder mit einem sonst geeigneten Instrument die Frucht aus. Stiel und Blütenrest werden ebenfalls entfernt. Die gewaschenen Früchte werden nach kurzem Einweichen in demselben Wasser langsam gargekocht und mit Zocker gesüßt in Gläser eingeweckt. So zubereitete Früchte geben ein schönes Kompott und sind auch als Tortenbelag, beliebt durch die schöne Farbe, die wir durch roten Einmachzucker erhalten können, zu verwerten. Zu Suppen und Tunken bedarf es weniger mühsamer Zubereitung. Die eingeweichten Früchte werden einfach ganz gekocht und durch ein Sieb getrieben. Mit Zucker gesüßt und mit Kartoffelmehl verdickt können sie kalt oder warm gereicht werden. Der feine Geschmack wird überall willkommen sein. (Siebener wochenmarktpreise. * Gießen, 29. Juli. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Deutsche feine Molkereibutter, Vt kg 1,57 Mark, feine Molkereibutter 1,52, Markenbutter 1,55 bis 1,60, Landbutter 1,42 Mark, Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 4 bis 10, Wirsing, V» kg 12, Weißkraut 8, Rotkraut 12, gelbe Rüben 12 bis 15, rote Rüben 8 bis 10, Spinat 20, Römischkohl 8 bis 12, Bohnen, grün 12 bis 20, gelb 15 bis 20, Erbsen 20 bis 25, Tomaten 15 bis 30, Zwiebeln 10 bis 12, Pilze 40 bis 45, Kartoffeln, neue, 7 kg 5 bis 7 Pf., 5 kg 55 Pf., 50 kg 5 bis 6,50 Mark, Frühäpfel, y» kg 30 bis 40 Pf., Falläpfel 5 bis 7, Pfirsiche 35 bis 38, Brombeeren 30 bis 37, Preiselbeeren 40, Birnen 30 bis 40, Dörrobst 35 bis 40, Heidelbeeren 34, Stachelbeeren 15 bis 27, Johannisbeeren 21, Pflaumen 35 bis 40, Zwetschen 44, Mirabellen 40 bis 45, Renekloden 30 bis 35 Pf., Hähne 1 bis 1,10 Mark, Suppenhühner 8 bis 90 Pf., Blumenkohl, das Stück 10 bis 50 Pf., Salat 9 bis 11, Salatgurken 4 bis 20, Einmachgurken 1 bis 2, Oberkohlrabi 6 bis 9, Rettich 5 bis 10, Radieschen, das Bündel 8 bis 10 Pf. ** Mieterfubiläum. Seit nunmehr 25 Jahren wohnt Schuhmachermeister Johs. Glitsch im Hause Linüenplatz '12. Das Haus hat in dieser Zeit mehrfach seinen Besitzer gewechselt, ohne daß sich im Mietverhältnis mit dem Schuhmachermeister etwas geändert hat. Nundfunkprogramm Freitag, 30. Juli. 6 Uhr: Choral. Morgenspruch. Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. In der Pause (7): Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Bäderkonzert. 9.30: Hausfrau, hör zu! 9.45: Mutter turnt und spielt mit dem Kind Fischlein in der grünen See. 11.50: Umschaltung. 12: Eröffnung der 14. Großen Deutschen Rundfunkausstellung 1937. 13: Nachrichten, auch aus dem Sendebezirk. 13.15: Mittagskonzert. 14: Nachrichten. 14.10: Allerlei von zwei bis drei. 15: Volk und Wirtschaft. Die einheimische Kleidung. 16: Musik aus Dresden. 18: Zeitgeschehen im Funk. 19: Klingende Eifel! Eine Fahrt durchs Eifelland. 20: Aus Carl Robrechts Notenmappe. 21: Nachrichten. 21.15: Heitere Streichquartette. 22: Nachrichten, auch aus dem Sendebezirk. 22.30: Tanzmusik. 24 bis 1: Nachtkonzert. Samstag, 31. Juli 6 Uhr: Choral. Morgenspruch. Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. In der Pause (7): Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Bäderkonzert. 9.30: Hausfrau, hör zu! 11.45: Gaunachrichten. 12; 12. Deutsches Sängerbundesfest. Aus dem „Capitol": Konzert des Kasseler A-cappella=(n)or5. 12.30: Mittagskonzert. 13: Nachrichten, auch aus dem Sendebezirk. 13.15: Mittagskonzert. 14: Nachrichten. 14.10: Stoßet an, der Rhein soll leben! 15.15: Volk und Wirtschaft. Allerlei Neuigkeiten. 15.30: Wettsingen der BDM.-Rundfunk- spielscharen der Reichssender Hamburg, Köln und Frankfurt. 16: Froher Funk für alt und jung. 18: Zeitaeschehen im Funk. 19: Konzert. Heiteres aus Klassik und Moderne. 19.30: 12. Deutsches Sängerbundesfest. 22: Nachrichten, auch aus dem Sendebezirk. 22.30: Wir tanzen in den Sonntag. 24 bis 1: Nachtkonzert. Sprechstunden der Redaktion. 11.30 bis 12.30 Uhr, 16 bis 17 Uhr. Samstagnachmittag geschlossen Susannes Tochter. Vornan von Hedda Westenberger. Copyright by Carl Duncker, Verlag, Berlin W 35. 10 Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) Lyk aeht in dem großen, holzgetäfelten, behäbig eingerichteten Speisezimmer auf und ab und reibt sich die Hände. Er ist in angenehmer Stimmung. Durch die offene Balkontür fällt ein breiter Streifen Sonne, man hört alle die kleinen, nun schon vertrauten Geräusche des Hofes: das Gackern der Hühner, das dumpfe Klirren der Ketten aus dem Kuhstall, das Krachen und Splittern des Holzes, das der Knecht irgendwo im Winkel zerkleinert, die Stimmen der Bauernkinder auf der Wiese, das Tschilpen der Spatzen, das Zwitschern der Bergfinken und ab und zu den grellen, spitzen Schrei des Pfaus. Lyk hört das alles, es fließt wie eine Welle in ihn hinein und löst ein unsagbares Wohlgefühl in ihm aus. Er fühlt sich beschwingt und glücklich wie feit langem nicht — schon jetzt, nach knapp zwei Tagen, ist sein Leben in Berlin wie durch Ewigkeiten von ihm getrennt, es gibt fast feine Brücke mehr zwischen dem Hüben und Drüben. Gerade das ist es, was ihn so leicht macht. Und dazu das Mädchen, die Sabine! Sie hat schon ein ganz klein wenig Sonnenröte über der Stirn, sie läuft in einem wehenden, bunten Kittelkleid und leichtern Schuhzeug umher, und den ganzen Tag über hat sie irgend etwas, was sie in helles Entzücken oder grenzenloses Erstaunen versetzt — genau wie Susanne---damals, als sie das Wort Liebe noch nicht kannte, sondern ihm und Nick nur der gute Kamerad war.--- Lyk reibt sich die Hände und muß lächelnd an seinen und Sabines ersten Besuch bei den Füchsen denken. Das war gestern, vor Tisch. Wie Sabine da plötzlich ganz benommen vor einem der hohen Drahtgehege niederkniete und stumm den jungen Fuchs ansah und wie auch der Fuchs ganz ohne Scheu am Gitter sitzen blieb, die glühenden, geheimnisvollen Augen auf fein Gegenüber gerichtet. Es war ein bezauberndes Bild. Als Sabine dann aufftanb, griff sie ganz zutraulich nach seinem Arm, hielt sich leicht daran und sagte erregt: „Sie sind Der Gau Heffeu-Aaffau auf dem Reichsparteitag NSG. Die Organisationsleitung des Gaues Hessen-Nassau für den Reichsparteitag 1937 hat bereits die Vorarbeiten für den Transport und die Unterbringung Der diesjährigen Marschteilnehmer in Nürnberg begonnen. Im Vordergrund allen Schaffens steht in diesen Wochen bei dem Organisationsamt des Gaues Hessen-Nassau die Vorarbeit zum Reichsparteitag. Nur noch kurze Zeit trennt uns von dem gewaltigen Aufmarsch der treuesten und besten Kämpfer Adolf Hitlers in Nürnberg, die wieder der Welt zeigen werden, wie geeint und gefestigt Deutschland heute dasteht. Aus dem Gau Hessen-Nassau werden in diesem Jahre 4 0 0 0 Politische Leiter, 2000 Zivilparteigenossen und 1000 M i t- gl ieder der NS -Frauenschaft und des Deutschen Frau en wertes am Reichsparteitag teilnehmen. Der Transport dieser Massen, ihre Unterbringung und Verpflegung in Nürnberg erfordert eine bis ins Kleinste gehende Organisation. Der Uneingeweihte wird sich kaum eine Vorstellung davon machen, wieviel Arbeit, wieviel Mühe und welch' große Verantwortung die mit der Organisation zum Reichsparteitag betrauten Stellen zu tragen haben. Aber nur durch diese Vorarbeit in den einzelnen Gauen ist es überhaupt möglich, daß sich der riesige Aufmarsch der Hunderttausende in Nürnberg reibungslos und ohne Störung abwickelt. Mit der Gesamtleitung der Organisation ist Gauorganisationsamtsleiter Bickendorf beauftragt. Zur Durchführung der Arbeiten stehen ihm mehrere Mitarbeiter zur Verfügung, die den Aufmarsch, die Quartierfrage, die Verpflegung und die Sonderzüge regeln. In erster Linie sollen in diesem Jahre die Mittler zwischen Volk und Partei, die Zellen - und B l o ck l e i t e r, die im Laufe der letzten Jahre durch ganx besonders eifrige Tätigkeit für die Bewegung ihren Einsatzwillen unter Beweis gestellt haben, berücksichtigt werden. Diesen Männern, die im Kampfe für Partei und Volk unmittelbar an der Front stehen, soll auch einmal Gelegenheit gegeben werden, den Neichsparteitag zu erleben und den Führer zu sehen. Selbstverständlich wird auch auf die körperliche Haltung gesehen und geprüft werden, ob die Teilnehmer in der Lage sind, die Marschleistungen und die nicht unbedeutenden Strapazen zu tragen. Die Unterbringung der Marschteilnehmer aus dem Gau Hessen-Nasiau ist bereits sichergestellt. Das Quartierkommando befindet sich ab 3. August in Nürnberg, Bielingplatz 2. Es sorgt für ordnungsgemäße Einrichtung der Quartiere, für die Beschaffung der Betten, der Waschanlagen und der sanitären Anlagen. Der größte Teil der Politischen Leiter findet, wie im Vorjahre, Aufnahme in Der Hans-Schemm-Schule, in der sich auch das Gaustandquartier befindet. Da in diesem Jahre keine Privatquartiere vorhanden sind, werden die Zivilparteigenossen in Massenquartieren unteraebracht, und zwar stehen für den Gau Hessen-Nassau zur Verfügung Die Adam-Kraft-Schule in der Adam- Kraft-Straße 2 für 756 Mann, das Kegler-Heim in der Aeußeren Bucherstraße für 137 Mann, Die Groß-Reuther-Schule in Der Groß-Reuther-Straße 2 bis 4 für 279 Mann, Die Schopenhauer-Schule in Der Schopenhauerstraße 66 für 429 Mann unD ein Ersatzquartier in Der Groß-Reuther-Straße 28 für 100 Mann. JeDes Quartier besitzt eine Sanitätsstation, in Der jeweils ein Arzt unD Sanitätspersonal anzu- treffen finD. Die ärztliche Betreuung Der Teilnehmer beginnt bereits auf Dem Transport. JeDen Der neuen SonDerzüge, Die aus Dem Gau Hessen-Nassau nach Nürnberg fahren, begleitet ein Arzt, Dem mehrere Sanitäter zur Seite stehen. In Nürnberg überwachen Die Aerzte auch Die Verpflegung unD vor allem Den GesunDheitszustanD Des in Der Abteilung Verpflegung beschäftigten Personals. Außer Den verschieDenen Veranstaltungen, Die wie im Vorjahre Durchgeführt werDen, findet in Diesem Jahre zusätzlich ein Reichsparteitag-Pi st o° lenschießem statt, zu Dem Die Vorarbeiten ebenfalls schon im Gange finD. Das Ausscheibungsschie- ßen roirD zur Zeit in allen Kreisen Des Gaues vor- genommen. Aus ihm gehen Die besten Schützen hervor, Die nochmals einer Prüfung unterzogen werDen. Zehn ausgesuchte Schützen, Die Auslese Des Gaues treten Dann in Nürnberg an. Für das leibliche Wohl Der Teilnehmer ist selbst- verstänblich in vollem Maße gesorgt. Auch Die Verpflegung übernimmt Der Gau. An Der Zusammenstellung Der Speisezettel roirD bereits gearbeitet. Das Gauorganisationsamt bringt für Die Teilnehmer in Diesem Jahre einen Wegweiser heraus, Der nicht nur über alle Fragen Auskunft gibt, sondern auch eine besonders künstlerische Gestaltung aufweist und allen Teilnehmern als eine Erinnerung an den Reichsparteitag 1937 bleiben wird. OieFeuerwehrletteran derHochspannung Verhandlung vor dem Schöffengericht Gießen. Vor dem Schöffengericht hatten sich am Dienstag in Butzbach der Feuerwehrführer L. H. und sein Stellvertreter A. Sch., beide aus Butzbach, wegen fahrlässiger Tötung zu verantworten. Die Anklage legte ihnen zur Last, am 23. November 1936 an- läßlich einer Hebung der Freiwilligen Feuerwehr Butzbach die erforderliche Aufmerksamkeit, zu Der sie vermöge ihrer Aemter besonders verpflichtet waren, außer acht gelassen und durch diese Fahrlässigkeit Den ToD eines Feuerwehrmannes verursacht zu haben. Bei einer Hebung der Freiwilligen Feuerwehr Butzbach, Die wegen einer am Darauf folgenden Sonntag angesetzten Besichtigung abgehalten werden mußte, kam eine etwa 10 Meter hohe ausziehbare Leiter mit Der über Den Hebungsplatz führenden 20 000-Volt-Drehstromleitung in Berührung. Der Getötete, Der Feuerwehrmann Berner, und zwei weitere verletzte Feuerwehrmänner waren damit beschäftigt, Die Leiter zur Bereitschaft aufzustellen. Berner stand an der AufzugswinDe. Kaum war das Ausführungskommando gegeben worden, als einige Kameraden an der Leiter einen Feuer- strahl sahen. Ein ebenfalls an Der Leiter beschäftigter Feuerwehrmann glaubte erst, eine Karbid- lampe sei explodiert, und er versuchte sogar Die vermeintliche Explosionsflamme an Berner zu löschen. Er und ein weiterer Feuerwehrmann, Der auf Der anderen Seite Der Leiter stand, erlitten aber ebenfalls Verletzungen. Zu ihrem Schrecken mußten Die Kameraben feststellen, daß nicht eine Karbidlampe explodiert war sondern die ausgefahrene Leiter mit Der Hochspannungsleitung in Berührung gekommen war, so daß Der hochgespannte Drehstrom über die Eisenteile Der mechanischen Leiter nach Der Aufzugswinde und von dieser über den Körper Des tödlich verunglückten Berner zur Erde gelangen konnte. Dadurch waren der Tod Berners sowie die Verletzungen Der beiden anderen Feuerwehrmänner ein getreten. Der Uebungsplatz Der Feuerwehr, Die Schulstraße in Butzbach, war an diesem Abend durch Die in Der Nähe aufgestellten Bubenroagen sehr eingeengt, so daß die einzelnen Geräte dichter als sonst zusam- mengeDrängt waren und dadurch wenig Raum für Die Exerzierübungen Der einzelnen Geräte vorhanden war. Außerdem war es an Dem Abend sehr dunkel und neblig. Weder Die Führer Der Wehr, die schon seit langen Jahren ehrenamtlich als Feuerwehrführer im Dienste der Allgemeinheu tätig sind, noch die Feuerwehrmänner dachten an irgendeine Gefahr, zumal auf demselben Platze schon feit Jahren geübt wurde. Trotzdem mußte das Gericht Die Leiter der Hebung zumindest für mitschuldig an dem Unfall erklären. Unter Berücksichtigung Der Tatsache, daß die Angeklagten bisher unvorbestraft und schon lange Jahre im Dienste Der Allgemeinheit tätig finD, verurteilte sie Das Gericht wegen fahrlässiger Tötung an Stelle einer an sich verwirkten Gefängnisstrafe von je 20 Tagen zu einer Geldstrafe von je 100 Mark. Wenn auch — so wurDe in Der UrteilsbegrünDung betont — Der Platz für solche Hebungen nicht gerade ideal ist und auch durch die schon vor längerer Zeit geplante Verkabelung Der Hochspannungsleitung, Die aber noch nicht Durchgeführt wurde, der Hnfall hätte vermieden werden können, so kann unheimlich, Die Füchse, aber ich will Freundschaft mit ihnen schließen..." An Arbeit, an Das Buch ist natürlich vorerst noch gar nicht zu Denken. Lyk hat gar keine Lust Dazu unD außerDem — er gönnt Sabine diese freien Tage, voll von hundert kleinen, neuen Erlebnissen ja so sehr! Man kann wirklich zusehen, wie sie aufblüht, wie ein ganz neuer Ausdruck in ihr Gesicht kommt, wie ihr Gang leichter, ihr Blick lebendiger und ihre Beroegunaen freier werden. Lyk fühlt eine leise Wärme, wenn er Daran Denkt und wenn er sich diesen Blick Sabines vergegenwärtigt — es ist Susannes Blick! UnD Doch ist noch etwas anderes Darin: eine unbewußte, noch nicht erweckte LeiDenschaft. Wer weiß, was aus diesem Menschenkind noch alles herausbrechen, emporwuchern und zum Blühen kommen roirD... UnD man Darf danebenstehen unD Darf zusehen, Darf es miterleben. Lyk bleibt stehen unD lehnt sich gegen Den Rahmen Der Balkontüre. Ich habe zwei Jungen, Denkt er versonnen, sie sind heute erwachsene junge Männer. Sie heran- wachsen und werden zu sehen, war eine Helle, laute Freude, mit ein bißchen gerührtem Spott dabei. So, wie man jungen Hunden zusieht. Aber hier, Sabine gegenüber, ist es ganz anders. Es rührt Saiten an, die noch nie zum Schwingen gekommen sind. Es erneuert mich selbst irgendwie von innen heraus. Ich begreife plötzlich, daß man andächtig werden kann beim Anblick junger, werdender Menscyen. Aber warum erlebe ich das gerade an Sabine? Weil sie Susannes Tochter ist? Weil eine geheimnisvolle Verbindung von ihr zu mir tauft? Oder ist es nur so, daß ich nun älter werde unö Der Jugend gegenüber anders zu fühlen beginne, tiefer und mit ein bißchen Wehmut gemischt? Er lächelt über sich: ja, ja, so wird es wohl sein, alter Freund. Und wer weiß, wenn du klug bist und ein wenig vorsichtig, Dann konnte Susannes Tochter nun Die FreuDe Deiner alten Tage werDen... In Diesem Augenblick Dringt die Stimme Des Knechts zu ihm. Lyk trift auf Den Balkon hinaus, beugt sich über Die Brüstung unD fragt, was es Denn gäbe. Tagelöhner Renz fei wieDer da, ruft der Knecht und weist auf einen bärtigen Mann an {einer Seite. Welcher Tagelöhner? — Ach so, ja — der — Hnd autgelaunf bestimmt Lyk, daß Der Fremde heraufkommen möge. Eine Minute später tritt der Tagelöhner ins Zimmer. Er bleibt an Der Tür stehen, Den breit« ranDigen verwitterten Hut in der Hand, Die tiefliegenden Augen brennend auf Lyk gerichtet. Lyk mustert Den Mann mit einem kurzen scharfen Blick. Hnterernährt, stellt er fest, unD ziemlich heruntergekommen. Außerdem verwette ich meinen Kopf, daß er trinkt... Lackt sagt er: „Sie wollten mich persönlich sprechen? Sie wollten eine Stelle hier auf Dem Gut haben, nicht wahr?" „Gan^ recht, Herr Lyk." Lyk fällt auf, Daß in dieser heiseren Stimme etwas wie Erregung schwingt. Aber was geht ihn Das an? Der Mann wird nicht erwartet haben, daß man ihn gleich vorläßt, vielleicht macht ihn Das verlegen. UnD was nun? Wär' eigentlich Michailows Sache, mit solchen Leuten zu verhandeln. „Wer hat Sie Denn an mich empfohlen?" fragt er schließlich. Da tritt Der Bärtige einen Schritt näher, sieht Lyk starr an und sagt: „Niemand, Herr Lyk." „Aber Sie haben es doch Herrn Michailow gegenüber behauptet — ---'z „Gewiß hab ich's behauptet, aber es war nur ein Vorwand — wäre ich sonst je bei Ihnen vorgelassen worden? Und ich wollte Sie doch unbedingt persönlich sprechen — kennen Sie mich nicht?" Lyk läßt langsam die verschränkten Arme sinken: „Nein..." Da lacht der Bärtige plötzlich rauh auf, tritt in Die Mitte Des Raumes, macht eine ironische, theatralische Geste mit beiDen Armen unD sagt halblaut: „Nikolaus Lorenz ist mein Name! — Kennst Du mich jetzt, Albert Lyk?" Lyk steht wie angewurzelt. „Nein", sagt er Dann grob, hart unD abweisend in Den Raum hinein. UnD noch einmal, noch gröber und abweisender und sehr laut: „Nein!" Aber zugleich weiß er schon, daß es stimmt, daß es wahr ist, daß dies bärtige, verwilderte, faltendurchfurchte Gesicht des Fremden die Züge des jungen Nick Lorenz trägt, er ernennt ihn wieder an Den blauen Augen, Der sehr geraden Nase, die etwas zu schmal zwischen den Brauen ansetzt, und dem !i«ü rsklas igschweir ach nicht eßen ieien (D kel (unh Nochen) Sichtige C ICH Jun; , stach der । saintschw 1 si um 4( ! n Juni i jlachtschi weinest : sich al imung ! Rückgl 1 Iven im i bei bt |en. Der d erhöht 6i ! Inf den ärztlichen Behandlung in die Chirurgische Klini! nach Gießen gebracht werden. Hundert Zahre„Eäcilia" in Lich. Sn «Sy* W 6 -ereil Seid W das alles die verantwortlichen Führer der Weh: nicht von der ihnen obliegenden Sorgfaltspf sich, befreien. funtbefta •unter Sc l^meine tJahr c *«We Re Ri 'Wie: 'S« Don l! «utfdie! Don ü uHd)?l Don i< W utidjea bie hinter rid.i ar £ Jim« im sorlich tlai . vorn , das । n per wied siche »Aus B Prl n, h'i in. Sa flirt ,jiim ü i Has E ' OK D tert? KS. Lich, 28. Juli. Die in weiten Sängerkreiser bekannte Sängervereinigung „(£ ä c i I i a" >- L i ch wird im kommenden Jahr das Fest ihres ‘r rv. schonen Haaransatz über der hohen Stirn. In rasender Schnelligkeit überlegt Lyk, was jetzt zu tun ist: Wenn dieser Mann wirklich Nick Lorenz ist, muß er sofort von Der BilDfläche oerschwinDen! Unten allen Umständen! Man muß ihm Geld geben! Viel Geld! Man muß ihn gar nicht zur Besinnung konl- men lassen, sonDern ihn mit Versprechungen einfach betäuben! UnD Daß er nur nichts von Sabine erfährt! Aber wenn er es schon wüßte? Wenn er fie schon gesehen, sie erkannt hätte? Wie konnte Michailow ihm Diesen Mann zusühren? Warum hat er ausgerechnet Diesen empfohlen? Liegt Da eine Abmachung vor, ein Komplott? Weiß Michailoio, um wen unD um was es hier geht? UnD wenn er es weiß? UnD wer weiß es überhaupt? Aber mit*- Dem auch fei, das Wichtigste ist, Diesen Mensche», augenblicklich hier aus Dem Hause zu bringen! ... „2ch bin schon ziemlich lange hier in Der Gegend", beginnt Der anDere Dann plötzlich und ohne Rücksicht auf Lyks Gebauten. „Ich hab' mich von Afrika, von Tripolis, langsam bis hierher durchgeschlagen. Eines Tages entdeckte ich Das SchilD hier am Haus: 21. Lyk, unD allmählich bekam ich heraus, daß tatsächlich Du Das bist. Da Dachte ich mir: Das ist' ein Fingerzeig vom Schicksal, unD man Darf nicht: achtlos Daran vorbeigehen. So beschloß ich, hier in: Der GegenD zu bleiben, Das Gut im Auge zu behalten unD abzuwarten, ob Du nicht mal herkommst.. ,, Das wäre Dann nochmal eine Gelegenheit für mich,, dachte ich. Nun — kurze Zeit Darauf hieß es, daß: du tatsächlich kommen würdest." Er fährt sich mit zwei Fingern verlegen durch den Bart. Ec hundertjährigen Bestehens feiern. Jr einer vor kurzem abgehaltenen Sitzung wurden als Festtage der 2., 3. und 4. Juli festgelegt. Die Hundertjahrfeier wird im Zeichen unseres großen Licher Sohnes Heinrich Neeb stehen, dessen Todestag sich nächstes Jahr zum 60. Male jährt. Neeb, der 1805 zu Lich das Licht Der Welt erblickte, hat sich in den 50er- bis 70er-Jahren des oergange« nen Jahrhunderts als Komponist, vor allem aber als Dirigent auf Den Damaligen deutschen Sänger- bundesfesten, einen Namen gemacht, Der in ganz Deutschland bekannt war. Landkreis Gießen. □ Allendorf (Lahn), 28. Juli. Die hiesige Bürgermeisterei hat bekanntgegeben, daß für je* Den geschossenen Sperling eine Vergütung von fünf Pfennig gegeben wird. Da diese Schädlinge in unserer Gemarkung in großer Menge auftreten, machen sich viele junge Leute Das Sperlingschießen zum Sport. # Staufenberg, 29. Juli. Am Sonntag fand auf Der Burg Staufenberg eine Feier statt für Die Reichsberufswettkämpfer 1937 Der Zigarrenfabriken Des Bezirks Gießen. Erschienen waren etwa 200 Teilnehmer, sowie eine Anzahl Gäste. Die Eröffnungsrede hielt Kreisjugendwalter H n g e l e n f aus Gießen. Anschließend sprach Kreis- fachschaftswalter P i p p e r von Der Kreiswaltung Gießen über Sinn und Zweck des Reichsberufswettkampfes. Hieran schlossen sich einige kameradschaftliche Stunden. Die gesamte Veranstaltung nahm einen schonen würdigen Verlauf. oo Eberstadt, 28. Juli. Dieser Tage fanti hier eine Besprechung über Die geplante Errichtung sportlicher Anlagen statt. An Der Besprechung nah- „Unö — was willst Du nun, nachdem ich also» hier bin, von mir?" Lorenz sieht Lyk an, und in seinen Augen steht: ein großer, heißer Schmerz: „Sollten wir uns nicht: erst die Hand geben, Albert? Ich weiß sehr wohl,, daß du mich haßt und verachtest. Wenn ich trotzdem vor Deinem Haus halt gemacht habe, nach, meiner enDlosen WanDerschaft, unD wenn ich trotzdem geraDe zu Dir komme und gerade dich um Arbeit bitte — glaub mir: es ist meine ehrliche Absicht, dich nur um Arbeit zu bitten — solltest du Dir doch von selbst sagen, daß sicherlich manches Vergangene in Wirklichkeit anders aussieht, als Du es- Dir in Deinem Groll zurecht gelegt hast. Also konim^ gib mir Die HanD ..." < Fortsetzung folgt. 8Nd)e u^L.. JggHi KL M f k jTHh Aus Der engeren Heimat. Unfälle auf dem Lande. Der Arbeiter Heinrich Rees aus Allenbor' (Lahn) stürzte auf Dem Radfahrerweg zwischen Gießen unD Klein-LinDen infolge eines Schwächsanfalles vorn RaDe unD wurDe von einem Des We. ges tommenDen Kraftfahrer in Die Chirurgische Klj. nik nach Gießen gebracht. Der bebauernsroerh I Mann wurDe vor noch nicht allzulanger Zeit von einem Autounfall betroffen, bei Dem er einen Dop pelten Unterarmbrud) erlitten hatte. — Die Zjl! garrenarbeiterin Ernestine Heimbach von Gro< hen - Buseck erlitt Durch einen unglücklichen Stur; eine schwere Knieverletzung. — Der 21 Jahre alte Schlosser Arnim BenDer von Grüningen erlitt bei einem Verkehrsunfall schwere Schnittwunden im Gesicht. — Einen Ellenbogenbruch zog sich de: 22 Jahre alte Schlosser Sebastian Lange von Flensungen zu. — Dex 26jährige Arbeiter Rud, Wagner von Hnterschmitten wurDe an feiner Arbeitsstätte in einer Papierfabrik von einer Trans, missionswelle erfaßt unD erlitt einen Bruch de; rechten Unterarmes. — Ein eigenartiger Unfall ereignete sich auf Dem FrieDhof von Rupperten. rod. Der Schüler Otto Kratz, Der ein Groin OrDnung bringen wollte, aeriet unter einen zufällig im gleichen Augenblick umstürzenden Grabstein und erlitt Dabei schwere Verletzungen. — Schweren gesundheitlichen Schaben nahm der 24jährige Schweizer Bertholdis G r ü g g e r von Utphe. Er trank aus Versehen aus einer Flasche mit einer ätzenDen Flüssigkeit unD zog sich Dabei schwere Verbrennungen Der Speiseröhre zu uni mußte sich außerDem einer Magenoperation unter werfen. — Unter Dem VerDacht auf schwere innen Verletzungen mußte Der Bauer Hermann Rüb vo Merkensritz in ärztliche Behandlung' gebrach werben. Er stürzte aus ziemlicher Höhe in feiner Scheune auf eine landwirtschaftliche Maschine und' erlitt babei mutmaßlich einen Riß ber Milz, —i Bei einem unglücklichen Sturz zog sich Dez Arbeiter Wilhelm Riehm aus Langb einen Beinbruch unb eine schwere Knieverletzung zu. — Die 33 Jahrs alte Anna Mueck aus R o m r o b erlitt einen Um terfchenkelbruch. Sämtliche Verunglückte niußten zur Wirtschaft tersklassen 2,25 v. 5). 3. Juni 1937 beträgt der Schweinemarkt in Gießen. li. Am Somit« Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse 253 Kompresse Berlin Frankfurt a. M. Berlin Frantturt a. M. 27.7 27-7 27-7. 99 99 99,5 101,25 Schluß- fürs 99,8 99 128 18,75 20,25 127,65 98 133,4 99,5 98,5 101,35 101,75 110,9 100,75 99,75 126,75 133,65 99,5 128,25 18,65 20.25 127,5 101,5 111 133,65 99,75 101,65 111 152,25 154,5 166,5 131,25 166,5 189,25 137,25 151,75 264,5 169 136,25 157 169 143,5 157 150,75 52,5 178,5 126,25 150 141,5 121 137,5 210 123,5 60,5 121 167 32,5 Schluß' kurs 156,25 167,25 131,25 138,5 162,25 132,25 126 157,25 113,5 215,5 133 115,13 122,25 105 41,89 0,169 47,10 55,27 47,10 12,38 5,48 9,321 137,29 13,09 215 133,75 115,13 122 105 216 134,13 115,13 122,25 105 209,65 123,5 60,13 120,75 164,25 32,4 157 135 148,75 181 189 137,5 120,75 151,75 169 136,5 157 169 143,5 157 151 52,13 178,75 126,5 150,5 141,25 121 138 162,4 132,5 126-65 154 112,25 230,25 156,5 135.5 148,75 166 '81 100,13 227 123,25 60,25 120,5 165 32,4 157 135,4 149,65 166 181,4 100,5 227 209,75 123,4 60,75 167 32,13 214,75 133 115,13 122 105 41,97 0,169 47,20 55,39 47,20 12,41 5,49 9,339 137,57 13,11 95,75 126 156,75 230,25 157 135.25 149 165 180,5 99,5 101,25 99,25 98,5 98,13 133,5 99,5 98,5 101,25 101,65 110,9 128,5 93 100,5 127,65 99,65 99 104,65 100 13 100,9 99,75 126,9 Schluß- furü 99,8 99 104,65 100,13 100,6 99,75 12$,05 99,65 99 104,65 100,13 100,6 99,75 126,9 6 0 6 6 6 7 6 7 4 9 10 Um 860 165 Schluß- fürs 128,75 93 100,5 127,4 4'/r 0 . 4 6 0,6 Geöfürel......... Th. Goldschmidt .. Gritzner Maschinen 41,97 0,169 47,20 55,46 47,20 12,425 5,49 9,344 137,70 13,11 0,752 41,89 0,167 47,10 55,34 47,10 12,395 5,48 9,326 137.42 13,09 li unseres gro b stehen, dess i 60. Male söhn der Welt eiÄ ren des vergaß vor allem ck deutschen SäiM icht, der in W n. Juli. Die hch ien, daß jt> ng eine $er« g gegeiM md. Markung in m viele junge M Deutsche Linoleum...... Elektrische Lieferungen... Elektrische Licht und Kraft erlauf. Dieser Tage eplcmte Errich Besprechung Auf dem gestrigen Schweinemarkt in Eießen standen 40 Ferkel zum Verkauf. Es I. ffl. Färben-Industrie Felten & GuUleaume.. Rheinstahlwerke • • • •••••• Rbeinisch-Westsälische Elektro .. Freiverkehr hörte man Adlerwerke mit 115,65 (115,75). — Tagesgeld unver- Deutschen Getreidewirtschaft vom 9. 4. 37 ist die Verteilung (mit Ausnahme des Absatzes im Einzelhandel) von nicht selbst hergestellten Mehlerzeugnissen des Roggens oder des Weizens, sowie von Maisbackmehl mit Wirkung vom 1. Oktober 1937 ab nur mit ausdrücklicher Genehmigung des zuständigen Getreidewirtschaftsverbandes zulässig. Der Getreidewirtschaftsoerband Hessen-Nassau, Frankfurt a. M., setzt eine Einreichungsfrist betr. dieser Mehlhandelsgenehmigung bis spätestens 5.8.1937. Ahein-Maimsche Börse. Mllagsbörse im Verlauf fest. Frankfurt a. M., 28. Juli. Bei ruhigem Geschäft verzeichnet^ die Börse zu Beginn eine freundliche Grundhaltung. Die einzelnen Marktgebiete lagen nicht ganz einheitlich, jedoch überwogen die Befestigungen. Am Aktienmarkt konnten sich Hoesch um h einige tamm- nte Beranstaltu.' a* in Nch. ten Sängerkreij ng „Cäcili ■ das Fest ihi ens feiern, tzung wurden e os Aires . phel....... P ’'t Janeiro Plm........ omhagen... ham Ingforö.... 189 140,25 120,65 151,75 168,75 136,65 157,5 169 144,75 156,9 151 52 178,25 126,5 151,25 Frankfurt a. M., 29. Juli. (Vorbericht.) 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb: Rinder (118 Ochsen, 130 Bullen, 447 Kühe, Färsen) 789 Kälber, 44 Hämmel, 60 Schafe, 49 Schweine. Es kosteten: Rinder: Ochsen 36 bis 45 Mark, Bullen 34 bis 43, Kühe 20 bis 43, Färsen (Kalbinnen) 35 bis 44, Kälber 35 bis 65, Hammel 48 bis 52, Schafe 32 bis 42, Schweine 51,50 bis 55,50 Mark. — Marktoerlauf: Kälber und Schweine zugeteilt, Hämmel und Schafe mittelmäßig. Ergebnis der Schweinezählung vom 3. Juni 1937. ite hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt oefchlosfenen Dividende an. des Re'ichsbech Reichsbankdtskont 4 v H., Lombardzinsfuß 5 v H. k etwa» tarnet * deitz-, >nbe, Hier abschneiden! 4- amtbestand nter Schlachtweine (über • Jahr alt) gschweine cht Wochen bi; och nicht Vi Iah t) kel (unter acht ochen) chtige Sauen n Jungsauen torl £oos Gießen, Kirchenplatz 13, Ruf2797 legte Früchte Eingemachtes vertragen auch Säuglinge und Kranke. Kompresse, lat., Bedeutung — zusammengedrückt. Heißer oder kalter Umschlag mit einem angefeuchteten und zusammengelegten Leinenstück. Siehe auch Umschlag. Kondensierte Milch, Voll- oder Magermilch die in luftoerdünn- tem Raum bei 50 Grad auf ein Viertel ihres Volumens eingedampft und keimfrei in Dosen eingefüllt ist. Durch dieses Verfahren bleibt die Milch ungekocht. Mit Rohrzucker gesüßte kondensierte Milch hält sich auch in angebrochenen Dosen länger. Kondolenz, kondolieren, entbehr!, lat. Fremdworte für Beileid, Beileid aussprechen. Konfekt, lat., kleines, süßes Gebäck, Pralinen, Marzipan, auch verzuckerte Früchte. Konfektion, Kleidung, Bekleidung, entbehr!, lat. Fremdwort für fertige Kleider und Anzüge. Konfektionär, Kleidermacher. Konfession, s. Bekenntnis. Konfitüren, franz, feine Konditorwaren, meist entbehr!. Fremdwort für verzuckerte Früchte. Kongreßstoff, steifes Gewebe aus starkem Garn, ähnlich dem Gitterleinen Kanevas, das als Unterlage zu Stickereien benutzt wird. Konkubinat, s. wilde Ehe. Konkurs ist ein gerichtliches Verfahren zur gemeinsamen gleichmäßigen Befriedigung aller 6 "r“'S Ü,1’ «ines A H. 01 .'M „I «ÄH °-h Ä *1« hin M 'in« S 2 utn Mi Unfat ach der Zählung vom amtschweinebestand 22,7 Millionen Stück. Er gt um 400 000 Stück = 1,8 v. H. über dem Stand Dom Juni 1936. Damit reichen die Bestände an Lchlachtschweinen und Läufern aus, um den Lhweinefleischbedarf im laufenden Jahre zu decken. Di sich aber trotz der im März 1937 ergangenen Warnung vor weiterer Einschränkung der Nachzucht btr Rückgang der trächtigen Sauen fortgesetzt hat, lernen im nächsten Jahre Verknappungserscheinun- grn bei der Versorgung mit Schweinefleisch ent- Isiihen. Der Bestand an trächtigen Sauen muß deshalb erhöht werden. Kreis Büdingen. Nidda, 28. Juli. Dem allgemeinen Bedürf- /zur öfteren Erneuerung des Wassers in rhwimmb ädern aus dem Lande hat man Jier im vorigen Jahre durch zweckentsprechende Dichtung weitgehend Rechnung getragen. Durch Kuvorrichtung des Kohdener Baches, der Mich klares Wasser liefert, und durch den unmit- Dar vorüberfließenden Hohen st einer Bach ftrn das hiesige Schwimmbad sehr rasch wieder werden. Zur Zeit hat man das Masserheben wiederum gereinigt. Das Schwimmbad er- |njte sich eines immer regeren Besuches. Kreis Alsfeld. I* Ruppertenrod, 27. Juli. Am Eingang eres Ortes, wo sich seither Holzlagerplätze be- en, ist eine hübsche kleine Anlage ent- ben. Saftiger Rasen wird von einem Blumen- 6t geziert, weiße Bänke laden die Vorübergehen- j>s zum Verweilen ein. Prächtig ist der Ausblick b§ch das Ohmtal hinauf nach dem Ulrichsteiner loßbLrg. Hand in Hand mit dieser Verschöne- btr . 7er em T„ unter ? 1 ^stürze ere DerlehL. Kn nohm lZrugger ™U5 einer Ku M d n^ohre zu “'Operation u„ schwere inj !ruiann Rüb onbiung gebt • Ne in (ei i)e Maschine 'B der Milz, sich de/ Arbe einen Beinb ■-Sie 33 .erlitt einen lückte niußten hirurgische Kl! Schweinemarkt in Grünberg. + Qrünberg, 28.Juli. Der Auftrieb zu dem Schweinemarkt betrug 370 Ferkel. Folgende Preise wurden erzielt: Bis 6 Wochen alte Ferkel 14 bis 16 Mark, 6 bis 8 Wochen alte 17 bis 20 Mark, 8 bis 13 Wochen alte 21 bis 25 Mark, Läufer 30 bis 35 Mark. Marktoerlauf: Schleppend, geringer Ueberftanb. Die Industrie, und Handelskammer Gießen gibt Auskunft: 572: Verordnung über die vorläufige Anwendung des deutsch-französischen Abkommens über den Warenverkehr und über die Zahlungen aus dem Warenverkehr. — 573: Rechnungsgebühren im französisch-deutschen Verkehr. — 574: Einwandfreie Abwicklung des Zahlungsverkehrs Portugals mit dem Deutschen Reich. — 575: Erteilung von österreichischen Ein- und Ausfuhrbewilligungen.— 576: Die neuen australischen Einfuhränderungen. — 577: Anordnung betreffend Roh-Nephritstein-Ge- winnung. — 578: Neue Bestimmungen über Asti und private Verrechnungsgeschäfte. — 579: Französisches Gesetz gegen die Ein- und Ausfuhr von Waren ohne Bewilligung. — 580: Neue Bestimmungen über die Errichtung von Transit-Aski. — 581: Türkische Verordnung über die neue Einfuhrregelung. — 582: Neues Handelsabkommen mit Guatemala. — 583: Vorherige Zusagen auf Devisenbewilligungen bei der nächsten Zuteilung in Dänemark. — 584: Ergänzende Bestimmungen zur Uebernahme von Bürgschaften und Garantien. — 585: Tarifordnung zur Regelung der Löhne im Bergbau an Dill, Lahn und Oberhessen mit Ausnahme der Metallerz- und Braunkohlengruben. — 586: Aenderung der Tarifordnung für die deutsche Damenhutindustrie vom 31. Dezember 1936. — 587: Verordnung über die Beschäftigung von Ar- beiterinnen und jugendlichen Arbeitern in Ziegeleien und verwandten Betrieben (Ziegeleioerordnung). Dom 5. Juni 1937. — 588: Der Verrechnungsverkehr Italiens mit Deutschland und die Einfuhr nach JOA. — 589: Anordnung zur Aenderung der Vierten Anordnung zur Durchführung des Vierjahresplanes über die Sicherstellung der Arbeitskräfte und des Bedarfs an Rohstoffen für staats- und wirtschaftspolitisch bedeutsame Bauvorhaben vom 7. November 1936. (Alle privaten öffentlichen Hoch- und Tiefbauvorhaben sind vor dem Baubeginn anzuzeigen. Ausgenommen sind Bauvorhaben, bei denen nicht mehr als 2 Tonnen Baueisen verwendet werden.) — 509: Fahrpreisermäßigungen und Sonderzüge für den innerdeutschen Fern- und Nahverkehr zur kommenden Leipziger Herbstmesse vom 29. August bis 2. September. 0,50, Buderus um 0,13 v. H. erhöhen, während andererseits Rheinstahl 0,75 o. H., Vereinigte Stahlwerke 0,40 v. H. niedriger eröffneten. Chemiewerte lagen vorerst ruhig, IG. Farben mit 169,13 unverändert. In der Elektrogruppe hatten Elektr. Licht und Kraft mit plus 1 v. H. eine stärkere Befestigung zu verzeichnen. Die übrigen Veränderungen gingen nach beiden Seiten nicht über 0,25 v. H. hinaus. Maschinen- und Motorenwerte waren bis auf Moenus, die um 0,40 leichter lagen, durchweg erhöht. Junghans gewannen 0,50 v. H., Daimler 0,25 v. H. Besonders beachtet waren Zellstoffwerte, Aschaffenburger tarnen mit 153,25 (152,50) zur Notiz, Waldhof wurden mit 166 (164,25) genannt. Auf den sonstigen Marktgebieten waren noch Zement ! Heidelberg mit plus 1,25 o. H. stärker befestigt. Die Erstnotiz für die neuen Nordd. Lloyd-Aktien stellte n Stirn. In ra as jetzt zu tu" lck Lorenz i t .Mwinden! t 1 Geld geben! ur Besinnung fpre«WVJ 5 von Sabine ü&te? Wenner- Vie konnte M ,? Warum, h« Siegt da eine Weiß MB Lio iinb mene fe:» »»Ä- irfjt mal.y w, >araus n°chd'" ’4' ,kn »ir|(hr i* (4) lvelp [T-i ,l# 27.7 101,65 99 Schluß?. Abend börle 28 7 230* 153,25 159,5 166,5 131,5 168,5 188,4 139,75 152 266 136,5 157,5 169,13 145 157 150,5 52,4" 178,25 126,9 151 142 121 138 131,25 95.5 126,13 157 Schluß! Mittag- börle 28.7 23? 153,25 159 167,25 132 rung des Dorfeinganges geht das Bestreben vieler unserer Einwohner, ihre Häuser außen zu erneuern. Eine so rege betriebene Dorfverschö- nerung wurde seit langer Zeit nicht festgestellt. Besonders die alten Fachwerkbauten bekommen ein sehr ansprechendes Aussehen. Kreis Wehlar. + Wißmar, 29. Juli. Bei dem Gewitter, das gestern nachmittag über die Gegend zog, schlug der Blitz in den Transformator, der sich am Dreschplatz des Maschinenbesitzers C. Kraft befindet. Unter der Halle befanden sich mehrere Wagen Roggen, auch hatten dort verschiedene Landwirte mit ihren Pferden Schutz gesucht. Glücklicherweise kam niemand zu Schaden. — Der vor einiger Zeit in Marburg verunglückte 70 Jahre alte Werkmeister Lud- wia Bechtold von hier, dem eine schwere Last auf den Kops gefallen war, erlag nunmehr den Folgen des Schädelbruches, den er erlitten hatte. Jüdin wegen Oevisenschiebung verurteilt. Lpd. Darmstadt, 28.Juli. Vor der Großen Strafkammer wurde gegen die 35jährige Jüdin Toni Weingold aus Offenbach wegen Vergehens gegen das Devifengesetz verhandelt. Sie hatte im November vorigen Jahres auf Verlangen ihres nach Holland ausgewanderten Bruders einem Mittelsmann 15 000 Mark in Noten, die von der Liquidation des Geschäftes ihres Bruders in Deutschland geblieben waren, übergeben. Dieser, für Verkehrswesen .... 6¥i rburg-Südain. Dampfschiff. 0 iburg-Amerika Paket......0 ^deutscher Lloyd..........0 che Reichsbahn Vorz.-Mt. 7 ^-i-bant................. 12 Griner Handelsgesellschaft . 6ys ^nerz» und Privat-Bank ... 6 *ujd)c Diskonto............ 6 «elbner Bank..............* Ei Vertreter der Regierung aus Darmstadt, Ener Kreisschwimmwart Sauer (Gießen), Bürgen Eiter Gerlach und als Vertreter des hiesigen Turn- E-ins der stellvertretende Vereinsführer Weisel L Der Plan, die Errichtung eines zeitgemäßen S'vrtplatzes im Garten des von der Gemeinde er« „ebenen fürstlichen Hofes, wurde gutgeheißen. M nfalls die für spätere Zeiten vorgesehene Schafau einer Schwimmbadanlaae. Der Vertreter des Lrnoereins gab dabei die Anregung, die Errich- iuq eines Sportplatzes zurückzustellen und dafür L Bau eines Schwimmbades zu beschleunigen. Er darauf hin, daß der Turnverein bei der Iurn= u» bereits einen ausreichenden Platz besitze, wäh- tt-j) es im Dorfe an jealicher Schwimm- und Bade- ^genheit fehle. Die Anregung wurde von behörd- tar Seite gutgeheißen. Allerdings ist die Frage b( Finanzierung noch nicht gelöst. Daium Accumuiatoren-Fabrik 14 Aschaffenburg Zellstoff 6 Bemberg...................0 Bekula 8 Buderus Eisen. 5 Cement Heidelberg 7 Cement Karlstadt 6 Conti Gummi.............. 12 Daimler Motoren 6Vi Dessauer Gas 4 Deutsche Erdöl 6 Deutsche Gold- und Silber .... 9 . .. io . 6 , 7 , 7 , 6 , 7 . 6 . 0 Harpener................. 8'A Hoesch Gsen 3 h Philipp Holzmann » Ilse Bergbau................6 Ilse Genüsse ° Kalt Aschersleben........... * Klvcknerwerke ..... ••• • Kokswerke und Chemitche Fabrik 7 Lahmeyer ® Mainkrafl.................. ’ Mannesmann »A Mansfelder Bergbau......... 7 Metallgelellschaft..... Orenstein & Kopvel .. Rheinische Braunkohle Rheinische Elektto.... Abendbörfe behauptet. Vergleich zum Berliner Schluß lagen die gien "und Luxemburg "für die Dauer des ganzen IA 5tienkurse an der Abendbörse behauptet. Jahres. Ferner wird die Ein- und Durchfuhr von Etwas stärker befestigt waren Junghans mit 142,25 frischem Gemüse und anderen frischen Küchen- (141,50), Rheinmetall mit 154,75 (154,25) und gewächsen (soweit sie nicht als unterirdische Teile Bemberg mit 159,50 (159). Andererseits gingen einfuhrverboten sind), sowie von oberirdischen fri- Daimler auf 139,75 (140,25), Conti Gummi auf schen Teilen von Gewächsen (z. B. Blumen) in der 188,40 (189), Goldschmidt auf 150,50 (151) sowie Zeit vom 1. April bis 14. November jeden Jahres Schuckert auf 181 (181,40) zurück. Sonst ergaben nur gestattet, wenn die Erzeugnisse an einem Orte sich keine Abweichungen über 0,25 v. H. hinaus, gewachsen sind, der wenigstens 50 Kilometer vom Die neu- bzw. wiederzugelassenen Schiffahrtsaktien nächsten Kartoffelkäferherd entfernt ist, und wenn kamen unverändert (Nordd. Lloyd 100,50, Hapag jede Sendung von einem entsprechenden Zeugnis 93) zur Notiz. des amtlichen Pflanzenschutzdienstes des Ursprungs- Am Rentenmarkt wurden Kommunal-Um- landes begleitet ist. Obst und Weintrauben werden schuldung mit 94,75 genannt. Dekosarna-Neubesitz von der Verordnung nicht betroffen. waren zu 51 gesucht. IG. Farbenbonds lagen mit * 134 unverändert. Schlußk. Abend- böqe 28.7. , eine Feier U Eießen standen 40 Ferkel zum Berkaus. Es kämpfet 18 kosteten (Durchschnittsqualität und Durchschnitts- 5 Gießen. W sowie eine ÄW Kreisjugendiock >ßend spracht der KreiswM r Konkurs Gläubiger, die im Augenblick der K.-Eröffnung gegen den in Konkurs Geratenen (Eemein- schuldner) Forderungen haben. Das gesamte pfänböare, Vermögen des Gemeinschuldners bildet die sogenannte K.-Masse, aus der die Gläubiger befriedigt werden sollen. Da diese Masse meist nicht zur Deckung aller Forderungen ausreicht, bekommen die meisten Gläubiger nur einen gewissen Prozentsatz ihrer Forderungen (Konkursquote. Konkursdioidende) EewisieFor- berungen werden bevorzugt befriedigt (meist ohne Kürzung) z. B. die Lohnforderungen der Hausangestellten, Hauslehrer, der Arbeiter und Gehilfen, von Handwerkern, von Privatbeamten usw. für das letzte Jahr vor der K.-Eröffnung, ebenso Forderungen der Arzte, Hebammen usw. Außerdem die Forderungen der Kinder, Münde! gegen Vater, Mutter, Vormund, die aus der vom Eemeinschuld- ner als gesetzlichen Vertreter geführten Vermögensverwaltung entstanden sind. Sachen, die der Eemeinschuldner von einem anderen nur geliehen, gemietet, gepachtet hat. gehören nicht in die Konkursmasse und können vom Eigentümer ausgesondert werden. — Ob das Vermögen des Ehegatten in die Konkursmasse fällt, hängt vom Eüterstand ab, in dem die Ehegatten leben. Bei der Gütertrennung ist K.-Masie nur das Vermögen des Eemein- schuldners nicht seines Ehegatten. Bei den Gütergemeinschaften (allgem Gü.Eem., Errun- Dnium ^Deutfche Retchsanleihe v. 1927 Deutsche Reichsant. von 1934 Deutsche Reichsschatzanweingen von 1935 .. A Deutsche ReichSschayanweß- en von 1935, II. Folge ... Deutsche Reichsichatzanwei- en von 1936, III. Folge .. i!i> Boung Anleihe von 1930 Hessische Volksstaal von 1929 K Deutsche Reichspostschatz von 1134 1...................... \'o Deutsche Reichsbahnschah N 1936 I.................. hSanlethe-Altbesltz......... crhessen Provinz-Anlethe mit 4slol.-Rechten............. II Hell. Lanvesbk. Darmstadl Soldpse. R. 12 ,L Hell. LandeS-HyP.-Banl Bau. Soldpse "o Preuh. Landespfdbr.-Anst Idpfe. R. 19 lo Preuß. Gold-Komm. R. 20 Darmstädter Komm.-Lan isbank R. 6 ............ che Komm.-Sammel-Anleihe -slof.-Rechte 1.............. Franks. Hyp. Goldpfe. R. 15 Franks. Hyp. Gold-Komm. l. 2 3.................... Franks. Hyp. ßfquibation , ldpfe..................... Rheinische Hyp. filqulbflHon S-ldpfe..................... utschein-Verrechnungskure Schluß! Mittag- börle 28 7. 101,7 99 ein holländischer Jude, wurde an der deutschen Grenze angehalten und die Banknoten in den Polstern seines Wagens versteckt gesunden. Das Urteil i v lautete unter Anrechnung der Untersuchungshaft auf ' Rentenmarkt lagen Reichsaltbesitz mit rn nf r£ ® e J a n 9 n 1 2 und 3 0 000 Mark 126,65 unverändert, ebenso Kommunal-Umschuldung Geldstrafe oder einen Tag Gefängnis für lc 9470 200 Mark. Die beschlagnahmte Summe von 15 000 Verlauf fetzten sich auf fast allen Markt- Mark wurde außerdem eingezogen. | gebieten Befestigungen durch. Stark beachtet waren am Aktienmarkt weiter Zellstoffwerte. Feldmühle wurden zu 149,50x (148,50) gesucht, Waldhof stiegen auf 166,50 (164,25), Aschaffenburger um weitere 0,25 v. H. auf 153,50. Eine wesentliche Er- •r x r <_• fj. Cr i < a I höhunq hatten ferner Bemberg mit 157 bis 160 Wochen alte Ferkel 12 bis Mark verzeichnen. Don sonstigen Werten 6 b^ 8 Wochen alte 1 bis 17 Mark, 8 bis 10 ^„^ten sich noch Junghans im Verlauf auf 141,50 10f r5x?2 nad) 140,50 befestigen. Klöckner waren mit 138,25 alte 20 bis 24 Mark. Marktverlauf: Schleppend. um o,75 v. H. höher. Einscklevven des Kartoffelkäfers Auch der R e n t e n m a r k t lag fest. Kommunal- ..XZZ Umschuldung stiegen auf 94,80 nach 94,70, Rheinische wird unterbunden. Städte-Altbesitz auf 132,13 (132) und Südd. Städte- DNB. Unter dem 20. Juli 1937 hat der Reichs- Altbesitz auf 132,65 (132,50); Dekosama-Neubesitz Minister für Ernährung und Landwirtschaft eine wurden mit 51 rationiert. Am Pfandbrieftnarkt Verordnung zur Verhütung der Einschleppung des waren Frankfurter Hyp. Liquid, mit 101,35 (101,25) Kartoffelkäfers erlassen: sie verbietet die Ein- und etwas fester, während Meimnger und Nassauer Durchfuhr von lebenden Kartoffelkäfern, sowie die LdSb. Liquid, nur knapp behauptet lagen. Reichs- Ein- und Durchfuhr von Kartoffeln, Tomaten, bahn-VA. waren mit^l27,65 unverändert^ Auberginen, bewurzelten Gewächsen mit und ohne Im CY-"'" ^-'*'*-* " Erdbällen (Baumschulerzeugnisse, Topfpflanzen), un- Kleyer terirdischen Knollen und Zwiebeln, Rhizomen und ändert anderen unterirdischen Teilen von Gewächsen (z. B. Spargel, Karotten, Pilze usw.) aus Frankreich, Bel-1 Im Fwd. Mehlhandelsgenehmigung not- Frankfurter Getreidebörse. w e n d i g, E i n r e i ch u n g s f r i ft bis 5. A u g u st. « r a n f f u r t a. M., 28. Juli Es notierten (Ge- Auf Grund der Anordnung der Hauptvereimgung der . ^onne, alles übrige je 100 Kilogramm) in Rittgerswcrke ........... Salzdetfurth Kali . Schuckert« Co........... Schultheis Patzenhofer.... Siemens S Halske...../• Süddeutsche Zucker.. Vereinigte Stahlwerke.... Westdeutsche Kaufhof Westeregeln Alkali........ Zellstoff Woldhos Otavi Minen............ - Frankfurt a. 01 Mark: Weizen W13 211, W16 214, W19 ,218, W20 220, Roggen R12 187, R 15 190, R 18 194, R 19 196 — Großhandelspreise der Mühlen der genannten Preisge'diete. Weizenmehl Type 812 W 13 29,70, W 16 29,80, W 19 29,80, W 20 30,15, Rog- genmehl Type 1150 R 12 22,45, R15 22,80, R18 23,30, R 19 23,50 — plus 50 Pf. Frachtausgleich. Weizenfuttermehl 13,60. Weizenkleie W13 10,75, W16 10,90, W19 11,10, W 20 11,20. Roggenkleie R 12 9,95, R 15 10,15, R 18 10,40, R19 10,50 — Mühlenfeftpreise ab Mühlenstation. Treber getr. 14,00 — Höchstpreis ab Erzeugerstation. Heu, gut, gesund, trocken, alte Ernte 5,50, do. neue Ernte 4,40 bis 4,60, do. drahtgepreßt alte Ernte 5,90, Weizen- und Roggenstroh drahtgepreßt 3,00, do. gebündelt 2,20 bis 2,40. — Tendenz: Ruhig. Frankfurter Schlachtviehmarkt. 3. Juni 4. Juni 1937 1936 Mill. Stück 22,70 22,30 1937 gegenüb. 1936 Stück v. H. + 400 000 -ft 1,8 4,60 4,18 L+ 420 000 + 10,0 r 10,93 10,43 + 500 000 + 4,8 5,11 1,18 0,29 5,40 1,39 0,43 — 290 000 — 5,4 — 210 000 —15,1 — 140 000 —33,4 27. 3ui 28. Out llinll'che'ltonerune Geil | Btt'-l Amtliche ’Jtoiierunn Geir > Bries n 7K0 n . 7.66 27-Zuli Amtliche Aotteruiia 28 Ful' Amtliche Rvtierun, Gell Bries Geir Bnri 0,719 0,721 0,719 0,721 5,694 5.706 5,694 5,706 62,29 62,41 62,22 62,34 48,95 49,05 48,95 49,05 11.255 11,275 11,245 11,265 63,90 64.02 63,83 63,95 57,12 57,24 57,08 57,20 16,98 17,02 16,98 1/,02 8,651 8.669 8,651 8,669 | Budapest................. Neuyort.................. 2,488 2,492 2,488 2,492 ' SJLtfpont Ein „Preis des Führers". W^M , . . . i Ehrenpreis für den Sieger des Springturniers in München-Riem. Die Rennbahn München-Riem ist am kommenden Sonntag der Schauplatz einer der bedeutendsten deutschen pferdesportlichen Veranstaltungen. Am Vormittag wird das Braune Band im Turniersport und am Nachmittag das Braune Band von Deutschland ausgetragen. Für den Sieger des Springturniers stiftete der Führer diesen Ehrenpreis, der nach einem Entwurf von Carl-Jan Holschuh in der Staatlichen Bernstein-Manufaktur hergestellt wurde. — (Schirner-M.) OeutscheRudermeisterschasteninLeipzig 168 Kämpfer, 33 Vereine, 42 Boote... Zum erstenmal in der Geschichte des deutschen Rudersports ist die schnurgerade 2000 Meter lange Strecke auf dem Hochflutbecken in Leipzig am kommenden Sonntag der Schauplatz der Kämpfe um die deutschen Meisterschaften. Alle sieben Rennen, im Vierer mit und ohne Steuermann, im Einer, im Doppelzweier, im Achter, im Zweier mit und ohne Steuermann, haben durch -168 Kämpfer aus 33 Vereinen, die in 42 Booten an den Start gehen, die erwartete klassische Besetzung gefunden, wenn auch ein Großteil der vorjährigen Spitzenmannschaften nicht mehr zur Verfügung steht. Erstmalig gelangen auch zwei Rennen für Frauen im Vierer zum Austrag, deren Siegerinnen den neuen Titel „Reichssieger" erhalten. Das Frauen-Stilrudern im Gig-Doppelvierer ist mit drei Berliner und Leipziger Mannschaften besetzt und der Renn-Doppelvierer bringt Ruderinnen aus sechs Vereinen (Frankfurt, Hamburg, Breslau, Berlin, Schwerin und Hannover) an den Start. Durch die starke Beteiligung sind mit Ausnahme des Zweiers „mit" in allen Bootsgattungen Vorentscheidungen notwendig geworden. Keine Flugmöqlichkeiten in der Rhön. karch - Zimmermann führen in der Wertung. Infolge völliger Windstille und einer sehr niedrigen Wolkendecke war am Mittwoch in der Rhön keine Möglichkeit für Segelslüge gegeben. Vorübergehende Aufnahme des Startbetriebes führte lediglich zu unmittelbaren Tal-Landungen im Gebiet der Wasserkuppe. In der Wertung führen Karch-Zimmermann vom DLV. mit 1590,8 Punkten. An zweiter Stelle liegt Beck (Stuttgart) mit 893,3 Punkten, gefolgt von Blech (Breslau), 669,8. Den vierten Rang nimmt wieder ein Doppelsitzer ein mit den beiden schlesischen Piloten van Husen und Sauerbier, 599,2, vor Graf von Treuberg (München), 588,7 Punkte. Am Mittwochmittag erreichte nach einer aus Berlin-Rangsdorf eintreffenden Meldung der Düsseldorfer Segelflieger Heidrich von der RSFK.-Gruppe 10 als Erster im Rahmen des Zielstrecken-Segel- fluges Wasserkuppe — Berlin — Wasserkuppe die Reichshauptstadt. Der Pilot hat allerdings eine größere Strecke, und zwar von Meiningen bis Erfurt, mit dem Schleppwagen zurückgelegt. In der endgültigen Punktwertung ist er dadurch zurückgefallen. Feine Herren ... Louis — Farr abgeschlossen. Das Land der unbegrenzten Möglichkeiten wird bestimmt in allernächster Zeit schon um eine Sensation reicher sein, um die wir Amerika allerdings nicht beneiden. Wie aus Neuyork gemeldet wird, hat „Weltmeister" Joe Louis den Vertrag mit dem britischen Meister Tommy Farr unterzeichnet. Das' Newyorker Pankee-Stadion ist am 26. August Schauplatz dieser Begegnung, für die Louis eine Börse in Höhe von 40 v. H. der Einnahmen erhält, während Farr sich mit 20 v. H. begnügen muß. Unser'Meister aller Klassen, Max Schmeling, ist also weiterhin verurteilt, zuzusehen, wie zwei Boxer um die höchste Würde kämpfen, die ihm von Rechts wegen schon lange zusteht. Der farbige Louis bekam schon vor einem Jahr sehr deutlich die Ueberlegenheit Schmelings zu spüren, und Tommy Farr folgt Braddocks Spuren und hält einen durch Unterschrift besiegelten Vertrag nicht ein, demzufolge er sich verpflichtet hatte, gegen Max Schmeling um den Titel eines Weltmeisters zu kämpfen. Die Lockungen des Dollars waren stärker als ein Manneswort ... Opferkegeln in Wiefeck. Der Verein der Kegler Lahn-Buseckertal, Sitz in Wieseck (Mitglied des Deutschen Keglerbundes), führte letzthin auf seinen Bundesbahnen in Wieseck ein Opferkegeln unter seinen Mitgliedern durch. Das Kegeln wurde auf den zwei Asphaltbahnen durchgeführt. Hierbei konnten nachstehende Sportler mit künstlerischen Diplomen ausgezeichnet werden: 1. Karl Hahn, Daubringen, erreichte mit zehn Kugeln 61 Holz; 2. Christ. Walther, Beuern, 61; 3. Phil. Schäfer, Reiskirchen, 60; 4. Heinr. Hahn, Wieseck, 59; 5. Heinr. Dech II., Wieseck, 57; 6. Friedrich Müller, Alten-Buseck 56 Holz. Kurze Sportnotizen. Die Paarungen für die erste Schlußrunde um den Tschammer-Pokal am Sonntag, 29. August, sind jetzt bekanntgeworden. Erstmalig greifen auch die Gaumeister in die Kämpfe ein, die fast alle auf dem Platze des Gegners zu spielen haben. Fortuna Düsseldorf, Dresdner SC. und Breslau 06 zogen Freilos. Schalke 04 wird von Kickers Frankenthal erwartet, während der l.FC. Nürnberg in Ulm gegen den dortigen SSV. antritt. * D i e Schlußrunde zur Fußball-Weltmeisterschaft 1938 in Paris wird nunmehr endgültig in der Zeit vom 4. bis 19. Juni durchgeführt. Insgesamt werden sich 38 Nationen am Turnier beteiligen. In den Schlußkämpfen um die Säbel- Mannschafts-Meisterschaft bei den Fecht-Weltmeister- schaften in Paris verlor Deutschland gegen Italien und Ungarn. Im Jagdspringen der Klasse SA. um das „Braune Band des Springsports" in München- Riem, zu dem der Führer einen Ehrenpreis gestiftet hat, siegte Oblt. Brinkmann auf Alchimist mit 121 Sekunden vor Oblt. Tzopescu (Rumänien) auf Gascony mit 125 und Hptm. v. Barnekow auf Olaf mit 132,2 Sekunden. Die drei Erftplacierten hatten sämtlich 0 Fehler aufzuweisen. „Großer Vergpreis von Deutschland." Der „Große Bergpreis von Deutschland", der am kommenden Sonntag zum 13. Male auf der 12 Kilometer langen Strecke zur Paßhöhe Schau- msland bei Freiburg ausgetragen wird, gestaltet sich wieder zu einer einzigartigen Heerschau des internationalen Motorsports. Dre Flaggen von zehn Nationen werden auf dem Kurs, bei dem 800 Meter Höhenunterschied zu überwinden und annähernd 170 Kurven zu meistern sind, wehen. Italien, die Schweiz, Oesterreich, Ungarn, England, Holland, Belgien, Spanien, Schweden und Deutschland haben insgesamt 248 Meldungen abgegeben. Ein ganz hervorragendes Ergebnis. Für alle Klassen (Motorräder mit und ohne Seitenwagen sowie Kraftwagen) zählt der Bergpreis wieder als Lauf zur deutschen Meisterschaft. Den Höhepunkt des Tages bildet nach wie vor die Fahrt der großen Rennwagen. Caracciola, der neue und alte Sieger vom Nürburgring, auf Mercedes-Benz und sein Stallgefährte Hermann Lang streiten sich mit den Kämpfern der Auto-Union, Bernd Rosemeyer und Hans Stuck, um den Sieg. Die weiterhin beteiligten Alfa Romeo und Maserati haben nur geringe Aussichten. Manfted von Brauchitsch, der sich nach seinem guten Abschneiden beim „Großen Preis" am vergangenen Sonntag auch noch als ernsthafter Anwärter für den deutschen Meistertitel betrachten durfte, folgt dem Rat seines Arztes und macht am Sonntag nicht mit So kommen als neue Titelträger nur noch Bernd Rosemeyer und Rudolf Caracciola in Frage. „Car- ratsch" brachte es im Eifelrennen und im Großen Preis auf insgesamt 8 Punkte, Bernd brachte bisher sieben Punkte zusammen. Wer von beiden wird am Sonntag fiegreich sein und sich damit die neue Meisterwürde sichern? Harten Kampf wird es auch bei den Kraft« rädern geben. In der kleinen Soloklasse überragen natürlich wieder die DKW.-Leute mit Kluge, Winkler und Petruschke an der Spitze, bei den 350ern ist der Vorjahressieger Fleischmann aus seiner schnellen NSU. wieder zur Stelle, unterstützt von seinem Stallgefährten Mellmann. Der Sindelfinger Hamelehle und Kohfink (beide Norton) sind ihre größten Gegenspieler. In der Halbliterklasse besitzen die DKW.-Maschinen mit Bodmer, Mansfeld und Herz das Uebergewicht. Auch hier kann man den Ausländern keine große Hoffnungen machen. Unter den 24 Fahrern der beiden Seiten« wagenklassen erwähnen wir Braun (DKW.), De« tert-Faust (NSU.) und Bock-Mannheim (Norton). Nicht weniger als 43 Meldungen wurden für die Sportwagenrennen ohne Kompressor abgegeben. Auch für die Sportwagen mit Kompressor liegen zahlreiche Meldungen vor. WW r i 1 Goldtransport nach Fort Knox unter schärfster Bewachung. Die Vereinigten Staaten haben im Herzen ihres Landes eine Festung, das Fort Knox, gebaut, um die Aufbewahrung des amerikanischen Goldes restlos zu sichern. In diesen Wochen gehen sechs Goldzüge mit je 400 Millionen Dollar barem Gold nach Fort Knox ab, wo sich nach Beendigung dieser Aktion 15 Milliarden Reichsmark Gold befinden wird. Diese Aufnahme zeigt einen der gepanzerten Sonderzüge, die den Goldschatz nach Fort Knox bringen. Die Wagen sind nicht nur von schweren gepanzerten und bewaffneten Schutzwagen begleitet, sondern an gefährlichen Punkten halten auch Militärkommandos mit Geschützen und Maschinengewehren Wache. — (Atlantic-M.) Ueber Naturschutz und Naturkunde des Hugo Dermühler Verlages, Berlin-Lichterfelde. Bitte verlangen Sie noch heute von Ihrem Gießener Buchhändler das ausführliche bebilderte Werbeblatt „Freunde der Natur sind Freunde guter Bücher". Konrad 254 gensch.- und Fahrnisgemeinsch.) ist das Vermögen des Mannes und das ganze Gesamtgut (auch der auf die Frau treffende Teil) K.-Masse, wenn der Mann K. macht; wenn dagegen die Frau Gemeinschuldnerin ist, dann gehört nur das Vorbehaltsgut der Frau zur Konkursmasse. (Bei der Errungenschafts- und Fahrnisgemeinschaft außerdem das eingebrachte Gut.) Leben die Ehegatten in gesetzlichem Güterstand und macht der Mann K., dann wird nur sein Vermögen davon betroffen, nicht dagegen das Vorbehalts- und eingebrachte Gut der Frau. Macht die Frau K., dann ist K.-Masse das Vorbehaltsgut der Frau, wenn nur dieses für die Schulden haftet (z. B. Schulden aus dem Manne nicht genehmigten Rechtsgeschäften der Frau während der Ehe). Haftet dagegen auch das eingebrachte Gut (s. dort), so wird dieses ebenfalls vom K. ergriffen. Betrügerischer K. wird bestraft. Konrad, männlicher Vorname germanischer Herkunft mit der Bedeutung „Sippenberater", Abkürzung Kunz, Kurt. Konserven in Dosen haben nicht den gleichen Nährwert wie frische Lebensmittel, sind aber ein wertvoller Ersatz in Jahreszeiten, in denen frisches Obst und frisches Gemüse selten und teuer sind. Verdorbene Konserven erkennt man daran, daß sich der Deckel der Dose aufgewölbt hat. Konservendosen öffnet man mit einem Büchsenöffner, deren es Kopfläuse viele Arten gibt. Spargeldosen öffnet man am Boden, um die Köpfe nicht zu verletzen. Konfervenvergiftung, siehe Nahrungsmittelvergiftung. Konservieren, siehe Haltbarmachung. Konstitution (von lat. constitu- tio, Beschafenheit), die Summe aller angeborenen Eigenschaften, die Gesamtkörperoerfassung. Und in weiterem Sinne der auf dieser Summe aller Körpereigen- jchaften beruhende, jedem Einzelwesen besonders eigentümliche Zustand, der sich in allen Eigenschaften besonders in Temperament, Leistungsfähigkeit und gegen Krankheiten und abnorme Einflüsse, also in dem, was man unter Lebenskraft zusammenfaßt, sich äußert. Vgl. Disposition. Konsum, lat., Verbrauch, Konsumenten sind die Verbraucher. Beide Fremdworte sind entbehrlich. Konzerlkleidnng soll genau so gewählt sein wie die Kleidung zu einem Theaterbesuch. Kopal, hartes, tropisches Harz, das zu Lack, Firnis und Drechj- lerarbeiten verwendet wird. Kopfgrippe, f. Grippe. Kopfläuse treten meist bei Kindern auf. Man wäscht den Kopf mit Holzessig, Sabadilessig oder Petroleum, wobei auch die Kopfhaut selbst gründlich gewaschen werden muß. Die Mittel ver- Eine neue Konservendose ... Sie hat viele Vorzüge: gleichbleibende Größe; sie wird ohne Ma- l-lrne