Hr.99 Erster Blatt 187. Jahrgang Donnerstag, 29. April 1937 Lrjcherm tfigitct), autz« Sonntags and Feiertags Beilagen: Die 3Ilu|tnerte Gießener Familienblatier Heimat im Bild Die Scholl, Monatr.vezugrpreir: Mit 4 ‘Beilagen NM. 1.9b Ohne Illustrierte , 1.80 Zustellgebühr .. , -LL Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Zernfprechanschlüste unter Sammelnummer 225) Anschrift für Drahtnach» richten: Anzeiger Gieße» Postscheckkonto: firanffurt am Main 11686 Metzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: vrühl'sche Univerfitätr-Buch- und Zteindruckeret R. Lange in Gießen. 5christ!eitung und Geschäftsstelle: Zchulftrahe 1 Annahme oon Anzeigen für die Mitlagsnummer 6is8* /.Uhr Oes Bormittags GrundpreNe für 1 mm Höhe für Anzeigen oon 22 mm Breite 7 Rpf., für Text» anzeigen von 70mm Breite 50Rpf.,Platzvorschrist nach vorh Bereinbg. 25°/n mehr. 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Weder Präsident Masaryk noch sein Nachfolger Dr. Benesch konnten damit rechnen, in Washington und in London für ihre Staatsvläne Gehör zu finden, denn so wenig geläufig dem Präsidenten Wilson sowie der englischen Regierung die bevölkerungspolitischen und staatsrechtlichen Verhältnisse des tschechoslowakischen Staates waren, so weit war immerhin Lloyd George nach seinem eigenen Bekenntnis darüber unterrichtet, daß die Volkskraft und Volkszahl der Tschechen allein nicht ausreichte, um einen Staat zu bilden. Jedenfalls wäre ein rein tschechischer Staat nur ein Kleinstaat geworden Mit denkbar ungünstigen Grenzen, dazu verkehrsgeographisch und verkehrstechnisch oon allen Nachbarstaaten abhängig. Dieser Tatsache trugen auch die tschechischen Staatsgründer Masaryk und Benesch Rechnung, indem sie die slowakische Volksgruppe, die weder dem Blute, der Sprache und der Geschichte nach als tschechisch angesprochen werden kann, in den Staatsverband mit Hereinnahmen. Dann aber blieb immer noch das rein deutsche Gebiet übrig, das von dem deutschen Dolksteil im Ablauf der Jahrhunderte zur höchsten wirtschaftlichen und sozialen Blüte gebracht worden war. Die Sudetendeutschen, also eigentlich der gesamtdeutsche Volksteil in der Tschechoslowakei, haben bisher vergeb! ich auf die Erfüllung der in feierlicher Fötrn gegebenen Zusage der staatspolitischen Gleichberechtigung gewartet. Sie haben nicht nur warten, sie haben es auch ertragen müssen, daß versucht wurde, unter der Losung: „Die Sprachgrenze bis m die Staatsgrenze" den sudetcndeut- schen Volksteil zu tschechisieren. Das ist mißlungen, wird immer mißlingen, weil sich hier zwei Volksteile gegenüberstehen, die zwar auf engem Raum nicht miteinander verfeindet zu sein brauchen, die aber jeder für sich darauf bestehen, ihr Volkstum und ihre Gesittung zu bewahren. Gerade so gut wie es die Tschechen fertiggebracht haben, in der Doppelmonarchie auf ihr Volkstum zu bestehen, wobei sie sehr eifersüchtig darüber wachten, daß auch nicht ein Bruchteil und nicht ein vermeintliches Recht verloren ging, — gerade so ist es auch das Recht und die Pflicht der Sudetendeutschen, ihr Volkstum zu verteidigen. Nur dieser Verteidigung und Sicherung dienen die sechs Anträge, die im Parlament eingebracht worden sind, Anträge, die in einem Nationalitätenstaat, wie es die Tschechoslowakei ist, sich eigentlich von s e l b st verstehen. Es ist dabei zu beachten, daß Nachgeordnete Stellen der Prager Regierung sowie übereifrige Volksteile der Tschechen noch immer daran festhalten, als sei die Tschechoslowakei kein reiner Nationalitätenstaat, als seien die Tschechen das einzige Staatsvolk. Mit dieser Auffassung haben sogar der Ministerpräsident Hodza sowie auch der Außenminister Krofta im Winter 1936/37 in staatspolitisch bedeutsamen Reden aufgeräumt, wobei der Grundsatz ausdrücklich verkündet wurde: dieDeutfchen feien das zweite Staatsvolk! Um dieses Recht in Form der Gleichberechtigung zu sichern, wird eine Befriedung und Abgrenzung des Schulwesens gefordert, wird weiter gefordert, das deutsche Volkstum nach Sprache und Gesittung, wirtschaftlich und sozial in seinem Besitzstand zu sichern. Alle sechs Anträge zusammen fordern über die Sicherung dieses Besitzstandes hinaus nichts, am wenigsten aber irgendwelche Rechte, die Tschechen oder Slowaken zur Sicherung ihres eigenen Volkstums sonst preisgeben müßten. Da die Sudetendeutschen verhältnismäßig geschlossen in einem Gebiet wohnen, also nicht mit den Tschechen und Slowaken in Gemengelage wohnen, lassen sich die Forderungen der Sudetendeutschen sehr wohl verwirklichen, ohne daß ein anderes Staatsvolk Schaden oder Nachteil zu leiden braucht. Konrad Henlein hat selbst die Anträge begründet, Anträge, die sehr deutlich zeigen, daß sie einen Geist atmen, mit dem sich wohl zu- fammenwohnen läßt, daß sie aber auch oon dem nationalen Willen erfüllt sind, die Rechte des deutschen Volkstums in ihrer geschichtlichen Entwicklung und Bedeutung zum Wohle des Gesamtstaates festzuhalten und zu verteidigen. Die Anträge der Sudetendeutschen Partei knüpfen unmittelbar an jene Aeußerung der Prager Regierung an, wonach die Sudetendeutschen „in der Tschechoslowakei 'ihr tatsächliche und dauernde Heimat sehen sollen." Prag wird also jetzt bei seinem eigenen Wort genommen, nachdem es durch die Ankündigung Konrad Henleins vom 28. Februar in Aussig in loyalster Form vorbereitet worden ist. Die völlig unverbindlichen Versprechungen der tschechoslowakischen Regierung vom 18 Februar hat man in der Umwelt genau so wenig ernst genommen wie Prag selbst, das durch politische Trinkgelder an die deutschen Splittergruppen den guten Schein zu wahren versuchte. Wir erinnern daran, wie stark umworben die sudetendeutschen „Staatsfeinde" waren, als man ihre ausschlaggebenden Stimmen für die Präsidentenwahl im Dezember 1935 brauchte. Und gerade Dr. Benesch war es, der am 28. Oktober 1935 erklärte: „Die Deutschen D a r m st a d t, 28. April. (Lpd.) Der Reichsstatthalter in Hessen als Führer der Landesregierung hat das folgende Gesetz mit Zustimmung der.Reichsregierung beschlossen, das hiermit im Namen des Reiches verkündet wird: 1. Für das Rechnungsjahr 1937 bleibt d i e staatliche Grundsteuer unerhoben, insoweit sie auf landwirtschaftlich, forstwirtschaftlich oder gärtnerisch genutzten Grundstücken einschließlich der Weinberge ruht. Grundsteuer- pflichtig bleiben die Gebäude mit Zubehör, der zugehörige Hofreitegrund und die damit zusammenhängenden Grab- und Grasgärten, ferner Grundstücke, die nicht landwirtschaftlich, forstwirtschaftlich oder gärtnerisch genutzt werden (z. B. Bauplätze, Steinbrüche) auch dann, wenn diese Grundstücke (Gebäude) im Eigentum eines Landwirts stehen. Im Zweifel entscheidet die Landesregierung (Finanzverwaltung). Im übrigen sind die Steuersätze der staatlichen Grundsteuer einschl. des Grundsteuerzuschlags nach dem Gesetz vom 5. 12. 30 für das Rechnungsjahr 1937 d i e gleichen wie für das Rechnungsjahr 1936. 2. Auf die Gewerbe st euer, die nach den Reichsgesetzen vom 1.12.36 erhoben wird, finden keine Anwendung mehr: a) das Gesetz die Gemeindeumlagen betreffend in der Fassung vom 7. 8. 20 nebst den Gesetzen und Verordnungen, die zu seiner Abänderung und Ergänzung erlassen worden sind: b) das Ausführungsgesetz zum Finanzausgleichsgesetz in der Fassung vom 25. Juni 1930 nebst späteren Abänderungsgesetzen. 3. Die Erhebung der staatlichen und kommunalen Sondergebäudesteuer erfolgt für das Rechnungsjahr 1937 nach den bestehenden Vorschriften sowohl für die seither anleihepflichtigen als auch für die anleihefreien Grundstücke unter Berücksichtigung der vom 1. April 1935 an vorgeschriebenen Senkung um 25 v. H. 4. Die allgemeinen Vorschriften in den 88 1 bis 19 des Steueranpassungsgesetzes vom 16. Oktober 1934 einschl. der Vorschriften zur Abänderung dieses Gesetzes — (z. V. Einführungsgesetz zu den Realsteuergesetzen vom 1.9.36) — gelten auch für die hessischen Staats- und Gemeindesteuern. Ausgenommen ist die Vorschrift über die Grundsteuer in Abschnitt III, § 29 Ziff. 1 des genannten Einführungsgesetzes. 5. Die Landesregierung (Finanzverwaltung) ist ermächtigt, Bestimmungen über die Festsetzung der in der Tschechoslowakei haben die gleiche Mission wie die Tschechen und die Slowaken", oder am 21. September 1936: „Niemand soll daran zweifeln, daß wir mit unseren Deutschen und Ungarn g u t auskommen und uns mit ihnen auf der Grundlage der Verfassung und der Minderheitenverpflichtungen verständigen wollen", oder wenn er im August vergangenen Jahres versicherte, daß die bisherigen Fehler sich nicht wiederholen dürften und daß sie durch eine „vernünftige Praxis" zu ersetzen seien. Die tschechische Regierung wird in den sudetendeutschen Gesetzentwürfen weder etwas finden, was „Mit der Verfassung unvereinbar" wäre oder als „Versuch zur Aufteilung der tschechoslowakischen Republik" wider besseres Wissen verdächtigt werden könnte. Prag hat zudem nunmehr die Möglichkeit, jenen riesigen Aktenstapel in Genf über die vertragswidrigen Verletzungen der Minderheitenverträge durch die tschechoslowakische Regierung gegenstandslos zu machen. Vielleicht ist es dem tschechischen Ministerpräsidenten Dr. H o d z a, der am 2. Juli 1936 den Sudetendeutschen eine „eigentliche moralische Basis" absprach, unbequem, wenn er daran erinnert wird, daß er selbst, der als Slowake auch einer Minderheit angehört, vor dem Weltkriege als Vertreter der Tschechen dem ungarischen Parlament sehr viel weitergehende Forderungen stellte, als es die Sudetendeutschen jetzt tun. Das war zu einer Zeit, als die Tschechen nur ein Achtel der Bevölkerung in der Gesamtmonarchie bildeten — heute enthält die Tschechoslowakei bei 14,7 Millionen Einwohnern nur 6,85 Millionen Tschechen, die also in ihrem eigenen Staat eine Minderheit bilden, während die nichttschechischen Minderheiten insgesamt 7,6 Millionen oder 52 Prozent der Gesamtbevölkerung ausmachen! Nichts ist bezeichnender für dieses Stück Versailler Pfuscherarbeit, das Lord R o t h e r m e r e noch am 12. Februar d. I. treffend kennzeichnete, wenn er die Minderheiten, insbesondere die Sudetendeutschen, als „die Gefangenen der Tschechoslowakei" bezeichnete. Man sollte eigentlich annehmen, daß die neun übrigen nichttschechischen Volksgruppen die sudetendeutschen Anträge schon allein deshalb aufs stärkste unterstützen, weil ja nur d i e gesetzlichen B ü r g sch a f t e n für die Durchführung der Minderheitenrechte geschaffen werden und vor allem durch den wichtigsten Vorschlag, durch das Volksschutzgesetz, die Erhebung der Volksgruppen zu Körperschaften des öffentlichen Rechtes erreicht werden soll. Vielleicht erinnert sich der Slowake Dr. Hodza auch daran, daß er die Forderung nach einem nationalen Kataster seinerzeit selbst als Abgeordneter im ungarischen Parlament vorgebracht hat! Schließlich sind ja auch diese anderen Minderheiten überwiegend und häufig genug von den Tschechen als Staatsbürger zweiter Klasse behandelt worden. Als eine bisher bedeutungslose rhetorische Geste aber steht immer noch jenes Wort des Außenministers Dr. Krofta vom 22. Mai 1936 da, wonach die Staats st euervorauszahlungen für 1937 auch abweichend von den Vorschriften des Artikels 1 des Steuervorauszahlungsgesetzes vom 10.12.29 zu treffen. 6. Das Land wird für das Rechnungsjahr 1937 an den vom Reich für Länder und Gemeinden zu überweisenden Anteilen an den Reichs- st e u e r n in dem gleichen Verhältnis wie im Rechnungsjahr 1936 beteiligt. Zum Ersatz des Ausfalles, den das Land durch den Wegfall der staatlichen Gewerbesteuer erleidet, haben die Gemeinden eine Umlage an das Land zu entrichten. Die Umlage hat dem Gesamtbetrag der in jeder Gemeinde für das Rechnungsjahr 1936 veranlagten staatlichen Gewerbesteuer zu entsprechen. Das Land teilt den Gemeinden die oon ihnen zu zahlenden Umlagebeträge mit. Sie sind mit je eifern Viertel des Jahresbetrags am 1. Juni, 1. September, 1. Dezember und 1. März fällig. Die der wegfallenden staatlichen Gewerbesteuer entsprechende Summe der Anteile der Gemeinden an den Reichsüberweisungssteuern wird zu den gleichen Terminen fällig. Das Land kann die von den Gemeinden zu entrichtenden und am Fälligkeitstag nicht entrichteten Umlagebeträge gegen die den einzelnen Gemeinden zustehenden Anteile an den Reichsüberweisungssteuern auf regnen. Eine frühere Aufrechnung ist nicht zulässig. Soweit für das Rechnungsjahr 1936 staatliche Gewerbesteuer in einer selbständigen Gemarkung (gemarkungsselbständiger Grundbesitz) veranlagt worden ist, hat der Kreis die Umlage an das Land zu entrichten. 7. Das Recht der Kreise zur Erhebung direkter Steuern vom Grundbesitz der Steuerpflichtigen und zur Erhebung von Sonder- gebäuöefteuer für eigene Rechnung beschränkt sich im Rechnungsjahr 1937 auf den Grundbesitz in den selbständigen Gemarkungen (gemarkungsselbständiger Grundbesitz). Das Recht zur Erhebung einer Gewerbe st euer von den Betriebsstätten, die in den selbständigen Gemarkungen (dem gemarkungsselbständigen Grundbesitz) unterhalten werden, wird aus Grund von § 4 Absatz 2 des Gewerbesteuergesetzes vom 1.12.36 d e n Krei - s e n übertragen. Die entgegenftehenden Bestimmungen des Gesetzes, die Kreis- und Provin- zialumlagen betreffend, vom 28. März 1924 und des Sondergebäudesteuergesetzes in der Fassung Tschechoslowakei die Sudetendeutschen gern als „zweites Staatsvolk" betrachten wolle. Dieses „zweite Staatsvolk" beträgt immerhin 3,5 Millionen Einwohner und stellt die st ä r f ft e Parlamentsgruppe in Prag, der man bisher nicht nur die ihr zustehenden Regierungsämter, sondern auch eine angemessene Behandlung, ja sogar den bloßen Schutz für Leib und Leben unausgesprochen verweigert hat. Und das geschlossene Siedlungsgebiet dieses „zweiten Staatsvolkes" hat immerhin fast die Größe Belgiens! — Die Tschechoslowakei ist unter den europäischen Völkern u. a. dadurch bekannt geworden, daß sie die vorgeblichen Grundsätze der Demokratie stets am lautesten als Staatsmaxime hingestellt und ihren eigenen Behauptungen stets am radikalsten widersprochen hat. Nun zeigt der Wortlaut der sudetendeutschen Gesetzesentwürfe nicht nur dem neutralen Beobachter, sondern auch dem chauvinistischen Tschechen, daß hier nirgendwo auch nur ein Ansatz zu einer autonomistischen ober gar separatistischen Bewegung oorliegt. Es wird lediglichdieGleich- berechtigung loyal mitarbeitender Volksteile im Rahmen des tschechischen Staates gefordert. Der besondere Wert des sudetendeutschen Gesetzeswerkes liegt in seinem Gehalt an so allgemeingültigen praktischen Vorschlägen für eine gerechte Völkerordnung innerhalb eines Staatswesens, daß diese Vorschläge ohne weiteres als mustergültig für alle solche Staaten angesehen werden können, die größere unbefriedete Minderheiten in ihrem Bereich haben. Gerade zu einer Stunde, in der sich die Spuren einer bedeutsamen Neuordnung Europas abzuzeichnen beginnen, hat die tschecho- sklowakische Regierung Gelegenheit, sich durch die Beseitigung eines der gefährlichsten Unruheherde in Europa als Staat von'wahrhaft modernem Format zu qualifizieren! Li. Eudetendeutsche Versammlungen verboten. Prag, 28. April. (DNB.) Jrn Gerichtsbezirk Z n a i m wurden alle fünf von der Sudetendeut- schen Partei vorbereiteten Versammlungen aufgelöst. Sie wurde aufgelöst, weil äuf zwei Einladungen die Ortsbezeichnung (!) fehlte. Eine Versammlung in Mühlfraun wurde aufgelöst, weil der Einberufer nicht eine eigene Liste der Erschienenen angelegt, sondern die Versammelten nur auf der Liste der Eingeladenen abgestrichen hatte. In Schattau wollte der Abgeordnete K n o r r e, nachdem er zweimal vom Regierungsoertreter gewarnt worden war, sich gegen eine neuerliche Verwarnung mit einem Zitat aus Mafaryks Werken verwahren. Als er sich aber anschickte, die betreffende Stelle zu zitieren, wurde auch diese Versammlung aufge - l ö ft. Einer Versammlung in Klein-Teßwitz widerfuhr das gleiche Schicksal, weil zur Ausschmückung des Saales Parteifahnen verwendet worden waren. MlWjahk 1937. vom 13. Dezember 1930 werden für das Rechnungsjahr 1937 eruier Kraft gefetzt. 8. Insoweit die Reichs st euerüberweisun- g e n, die Steuern aus den selbständigen Gemarkungen (dem gemarkungsselbständigen Grundbesitz) und die sonstigen Einnahmen den Bedarf eines Kreises nicht decken, ist der verbleibende Betrag auf die Gemeinden des Kreises nach Maßgabe der in ihnen vorhandenen Besteuerungsgrundlagen auszuschlagen. Der Ausschlag bedarf der Genehmigung des Reichsstatthalters in Hessen — Landesregierung — (Innere Verwaltung). 9. Sofern es sich um Kreiseinrichtungen handelt, welche in besonders hervorragendem Maße einzelnen Teilen des Kreises zugute kommen, kann der Kreis aus schuß mit Genehmigung des Reichsstatthalters in Hessen — Landesregierung — (Innere Verwaltung) für diese Teile eine entsprechende Mehrbelastung beschließen. 10. Der Landesdurchschnittssatz wird wie folgt festgesetzt: a) für die Städte Darmstadt, Offenbach, Mainz, Worms und Gießen auf 37,7 Pfennig je 100 Mark Steuerwerk der Gebäude und Bauplätze und guf 54,4 Pfennig je 100 Mark Steuerwerk des land- und forstwirtschaftlich genutzten Grundbesitzes: b) für die übrigen Gemeinden auf 42,3 Pfenyig je 100 Mark Steuerwerk der Gebäude und Bauplätze und auf 62,7 Pfennig je 100 Mark Steuerwerk des land- und forstwirfchaftlich genutzten Grundbesitzes. 11. Artikel 12 des Ausführungsgesetzes zum Finanzausgleichsgesetz vom 25. Juni 1930 in der Fassung des Abänderungsgesetzes vom 20. Mai 1931 erhält folgende Fassung: 1. Zur Unterstützung solcher Gemeinden, die trotz restloser Ausschöpfung aller ihnen zur Verfügung stehenden Einnahmen und Steuerquellen und trotz sparsamster Haushaltsführung sich in finanziel - I e r Notlage befinden, wird ein von dem Reichsstatthalter ift Hessen — Landesregierung — (Innere Verwaltung) zu verwaltender Ausgleichs st ock gebildet. 2. Im Rechnungsjahr 1937 fließen in den Ausgleichsstock: 1. 10 o. H. der zu bildenden Masse der Einkommen- und Körverschaftssteuer (Artikel 6), 2. aus der Masse der Umsatzsteuer (Artikel 8) der dis Summe von 3,3 Millionen Mark übersteigende Betrag. 12. Dieses Gesetz tritt mit Wirkung vom 1. April 1937 in Kraft. Am 1. Mai Flaggen heraus ! Berlin, 27. April. (DNB.) Aus Anlaß des Nationalfeiertages des deutschen Volkes fordert der Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda die Bevölkerung auf, die Wohnungen und Häuser mit den Fahnen des Reiches zu beflaggen. Gesundes Volk im starken Reich. Aufruf'zur Hitler-Freiplatz-Spende. Unseren Dank an den Führer bringen wir in jedem Opfer zum Ausdruck, das wir auf uns zu nehmen bereit sind. Die Volksgemeinschaft, die nationale Freiheit und der soziale Frieden sind uns heute eine Selbstverständlichkeit. Einst waren sie es nicht. Es ist deshalb eine Ehrenpflicht, jenen Männern zu danken, die das Dritte Reich erkämpften und die es täglich durch neuen Einsatz tragen helfen. Für diese Männer gilt besonders der Satz des Führers: „Es ist ein neuer deutscher Mensch geschaffen worden, und dieser neue deutsche Mensch hat unerhörte Opfer auf sich genommen." Ihre Gesundheit zu erhalten und ihnen neue Lebenskraft zu geben, soll der Zweck unseres Aufrufes fein. Schon in den vergangenen vier Jahren ift dazu d i e Dolksgememschaft zur Mitarbeit auf- gerufen worden. Die Antwort liegt in dem Erfolg der „Hitler-Freiplatz-Spende". 450000 Männer der SA., SS., des NSKK., Politische Leiter, Mitglieder der Partei und HI. sowie erholungsbedürftige Volksgenossen erhielten einen k o st e n l o s e n Erholungsurlaub aus den Reihen des deutschen Volkes zur Verfügung gestellt. In dem wahren Opfergeist, der nie ermattet, ist die Größe der Zukunft unseres Volkes begründet. Darum ergeht auch in diesem Jahre der Ruf an alle, die dazu in der Lage sind: Spendet Frei- plätze! Wieder sollen Zehntausende einsatzbereiter Kämpfer in deutschen Familien durch die „Hiter- Freiplatz-Spende" Aufnahme finden. Helft und arbeitet mit an der gestellten Aufgabe: Ein gesundes Volk in einem starken Reich! Gez.: Hilgenfeldt, Hauptamtsleiter des Hauptamtes für Dolkswohlfahrt. Die Schirmherrschaft der „Hitler-Freiplatz- Spende" haben übernommen: Der Stellvertreter des Führers Rudolf Heß, die Reichsminister: von Blomberg, Göring, Dr. Goebbels, Dr. Frick, Reichsschatzmeister der NSDAP. Schwarz, Reichsbauernführer Darre, Stabschef der SA. Lutze, Reichsführer der SS. Himmler, Korpsführer des NSKK. Hühnlein, Reichsjugendführer von S ch i r a ch, Reichsfrauenführerin Gertrud S ch o l tz - K l i n k, Vorsitzender des Deutschen Gemeindetages Oberbürgermeister F i e h l e r, Reichs- ärzteführer Dr. Wagner. W Aufrechterhaltung -es Volksbestandes. Don Or. Roderich von Ungern-Sternberg Fast alle westeuropäischen Völker, die weiße Be° völkeruna Nord- und Südamerikas, sowie die sonstigen Ableger des westeuropäischen Kulturkreises, haben im Gegensatz zu den Farbigen in aller Welt sehr schwache natürliche Fortpflanzung. Diese Tatsache ist bereits seit langer Zeit festgestellt und in bezug auf ihre gefährliche Tragweite scheinbar ausreichend geklärt und erläutert an Beispielen früherer Kulturen, die hauptsächlich infolge einer zu geringen Vermehrung und Unterwanderung durch Völker die eine starke natürliche Fortpflanzung hatten, zugrundegegangen sind. Trotzdem zeigen die Völker Westeuropas bisher keinerlei Neigung, durch größeren Kinderreichtum die Gefahren, die sie bedrohen, abwenden zu wollen. Die neuesten statistischen Feststellungen beweisen das nur zu deutlich, denn die Zahl der Lebendgeborenen in den ersten dreiviertel Jahren 1936 ist fast allenthalben noch etwas niedriger, als sie in der entsprechenden Zeit des Jahres 1935 war, und zeigt eine feit Jahren vor sich gehende weitere Abschwächung der Geburtenhäufigkeit auf einen Stand, der die dauernde Erhaltung der betreffenden Völker völlig unmöglich macht. Das gill in besonders hohem Grade für Frankreich, Oesterreich, Schweden, die Schweiz und Großbritannien. Eine auffallende Stetigkeit des Geburtenrückganges zeigen neuerdings Ungarn und die Tschechoslowakei, während Großbritannien und Schweden, von denen letzteres zu den geburtenärmsten Ländern der Welt gehört, im letzten Jahr, wenn auch keinen weiteren Rückgang der natürlichen Bevölkerungsvermehruna, so doch einen S t i l l st a n d auf so niedriger Stufe der Geburtenhäufigkeit aufweisen, daß die Bevölkerung in einigen Jahrzehnt» voraussichtlich anfangen wird zu schrumpfen, wenn nicht eine Wendung von der Kinderlosigkeit und Kinderarmut zu einer größeren Fortpflanzungswilligkeit erfolgt. Frankreich und Oester-reich sind bereits in den Zustand eines allmählichen Rückgangs der Bevölkerungszahl eingetreten, denn die letzten Jahre zeigen einen Unterschuß in der natürlichen Bevölkerungsbewegung, ein Vorgang, der sckon längst vorausgesagt worden ist und den aufzuyal- ten, wie die Erfahrung lehrt, außerordentlich schwer fällt. Es bedarf dazu — auch das wird immer offensichtlicher —, nicht so sehr einer materiellen Unter st ützung der Kinderreichen, obwohl auch das nicht unterlassen werden darf' wie einer völligen geistigen Umstellung, eines Wandels der Gesinnung von dem einseitig materialistisch-streberischen, skeptischen Rationalismus zu einer genügsameren, naturnahen, stark auf das Familienhafte eingestellten, „naiveren" Auffassung des Lebens, also eines Gesinnungswandels, den zu vollziehen untb als geboten und erstrebenswert zur Geltung und Anerkennung zu bringen, im Rahmen des westeuropäischen Kulturkreises, eine sehr schwierige Aufgabe darstellt. Im Falle Oesterreich, das nur noch eine Geburtenhäufigkeit von 13,2 bis 13,5 auf 1000 Einwohner hat (ausreichend zur Bestanderhaltung sind aber etwa 20 Geburten) spielt, abgesehen von der gekennzeichneten Gesinnung, die in der Nachkriegszeit entstandene Raumenge, die Zusammenballung einer ehedem auf ein viel größeres Gebiet verteilten Bevölkerung, als Ursache der Geburteneinschränkung eine bedeutende Rolle. Das Gleiche gilt für Ungarn, das in der Nachkriegszeit einen ganz ungewöhnlichen Absturz der Geburtenzahl von 35 in der Vorkriegszeit auf 20 bis 21 auf 1000 Einwohner erfahren hat. Auch hier spielt die Raumenge, die Schmälerung der Ernährungsgrundlage, bei vergleichsweise recht dichter Besiedelung (95 Menschen je Quadratkilometer) und sehr fühlbarer agrarischer Ueberoölkerung, eine sehr bedeutende Rolle. Die Beseitigung der Landknappheit wäre allenfalls durch eine einschneidende Agrarreform zu erreichen, wogegen sich aber sehr starke Widerstände geltend machen. In der Tschechoslowakei ist als Erklärungsgrund des Geburtenrückgangs die gekennzeichnete Gesinnung von ausschlaggebender Bedeutung, denn im Osten des Staatsgebietes, in der Slowakei, wäre für eine stärkere Siedlung noch Raum zu beschaffen. Im übrigen ist aber die natürliche Bevölkerungsbewegung in den beiden Teilen des Staatsgebiets unseres * südöstlichen Nachbarn ganz verschieden: der westliche Teil, der an sich sehr stark besiedelt ist, gehört in dieser Hinsicht noch ganz zu Westeuropa, der östliche dagegen zeigt ausgesprochen osteuropäische Tendenzen: hohe Geburtenzahl und vergleichsweise große Sterblichkeit. Was Deutschland anbelangt, so ist es uns bekanntlich gelungen — was bisher noch niemals in einem anderen Lande erreicht werden konnte —, die Geburtenhäufigkeit und damit auch die Stärke der natürlichen Fortpflanzung während der Jahre 1934/36, gegenüber 1930/32, wesentlich zu heben, trotz der auch bei uns vorhandenen Raumknappheit, denn wir gehören nach Holland, Belgien und England, mit 141 Einwohnern je Quadratkilometer, zu den dichtbesiedeltsten Gebieten Europas, wobei große Teile unseres Landes in landwirtschaftlicher Hinsicht aus natürlichen Gründen roenia ergiebig sind. Aber zur dauernden Bestandserhaltung reicht die erzielte Steigerung auf 18 bis 19- Geburten je 1000 Einwohner und eine natürliche Vermehrung von 7 auf 1000 im Jahresdurchschnitt nicht aus, denn wir müssen, gleich den meisten westeuropäischen Völkern, mit einer Steigerung der Sterblichkeit infolge des Aufrückens der heute besonders zahlreich besetzten Altersklassen von 25—50 Jahren in die höheren vom Tode stärker bedrohten Altersklassen rechnen, während infolge des Geburtenrückganges die neuerdings ins fortpflanzungsfähige Alter tretenden Jahrgänge nur sehr schwach besetzt sind. Eine Geburtenhäufigkeit von 18 bis 19 je 1000 genügt also nicht; sie muß vielmehr, selbst bei gleichbleibender Sterblichkeit, mindestens 20 je 1000 Einwohner erreichen, um auch in Zukunft die Beftandserhaltung zu gewährleisten. Alle bevölkerungspolitischen (Erörterungen lassen die Frage entstehen, warum denn eigentlich die Bevölkerungsvermehrung oder die unbedingte Au rechterhaltung des zahlenmäßigen Volksdestande eine unabweisliche Förderung und Aufgabe jeder Staatspolitik sein muß. Wäre es nicht „ganz gut", wenn wenigstens zeitweilig in Anbetracht der „schwierigen wirtschaftlichen Verhältnisse" eine Einschränkung der Bevölkerungsvermehrung erfolgen würde? Das sind Ansichten, die immer wiedtzr geäußert werden und im Grunde ein Ablehnung der Beoölkerungspolitik, wie sie heute bei uns durchgeführt wird, verraten. Es ist aber völlig abwegig zu meinen, daß man die Geburteneinschränkung,' wenn sie mal zur Volkssitte geworden ist, beliebig aufhalten kann. Das ist, wie die Erfahrung zeigt, eine sehr schwierige Angelegenheit, denn es handelt sich um eine Verfallser- cheinung geistiger Art, die man nicht von heute auf morgen beseitigen kann Aber abgesehen davon, enthält die Ansicht, daß ein Volk ungestraft seinen Bestand schmälern kann, eine Verkennung des sozialbiologischen Wesens einer Familie, einer Sippe und eines Volkes, das eine künstliche Verkleinerung ohne Gefährdung feines Bestandes nicht zuläßt, denn jedes Volk hat aus feiner Vergangenheit ein politisches, kulturelles und wirtschaftliches Erbe übernommen, das es nicht ohne Beeinträchtigung feiner ganzen Stellung in der Welt aufgeben oder vernachlässigen darf. Zur Behauptung des Erreichten und Ueberfommenen bedarf es aber mindestens der dauernden Aufrechterhaltung des ein- B o n n, 28. April. (DNB.) Vor der Strafkammer in Bonn standen fünf frühere oder jetzige Mitglieder der Neußer Niederlassung, wo Geisteskranke und Schwachsinnige betreut werden, unter der Anklage widernatürlicher Unzucht. Der Bruder Isidor (Opitz) gesteht, in der Wäscherei, in der Zelle, im Schweinestall und an anderen Orten einen Schwachsinnigen mißbraucht zu haben und beschuldigt einen seiner Mit- brüöer derselben Verbrechen. Der heute verheiratete ehemalige Bruder Romanus (Kraus) gesteht zahlreiche schwere Verstöße gegen den § 175 mit einem schwachsinnigen Zögling. Bruder Ewaldus (Brüning) hat an einem Kranken, der an chronischer Gehirnentzündung leidet, seine perversen Gelüste befriedigt. Das Gericht erkennt gegen Opitz auf ein Jahr neun Monate Zuchthaus und gegen Kraus und Brüning auf je ein Jähr sechs Monate Zuchthaus wegen Verbrechens gegen den § 175 in Verbindung mit § 174, 1 Absatz 3. Ein weiterer Angeklagter erhielt zehn Monate Gefängnis, zwei Angeklagte wurden mangels Beweises, einer wegen erwiesener Unschuld freigesprochen. Die III. Strafkammer in Koblenz verhandelte gegen Angehörige der Genossenschaft der Barmherzigen Brüder in Montabaur, die sich der gleichen Vergehen und Verbrechen schuldig gemacht haben wie die Franziskanerbrüder, gegen die vor etwa einem Jahre in Koblenz das Verfahren durchgeführt wurde. Der Hauptangeklagte, der 48jährige Johann Hafenäcker erhielt in Montabaur die Fürsorgeabteilung. 1931 machte er sich zum ersten Male an einen seiner Zöglinge heran. Da er die Arbeitsabteilung ebenfalls unter sich hatte, war er viel mit den kranken und schwachsinnigen Zöglingen zusammen. Mit mehreren hat er in widerlicher Weise Unzucht getrieben. Eines Tages rissen zwei Zöglinge, die das Leben in dem Kloster nicht mehr ertragen konnten, aus. Der Angeklagte fuhr ihnen mit anderen Brüdern in einem Auto nach. Die beiden Zöglinge wurden kurz vor Montabaur wieder eingefangen. Der „Anstifter" wurde in den Pferde stall geführt, in einen mit Wasser gefüllten Behälter gesteckt und nachher mit Pferdepeitschen bearbeitet. Der Angeklagte gibt die an dem Jungen verübten Scheußlichkeiten zu. Der Staatsanwalt kennzeichnete mit scharfen Worten das furchtbare Treiben in verschiedenen Klöstern, das sich zu einer chauderhaften Seuche entwickelt habe und zu einem Eingreifen verpflichte. Das Gericht verurteilte den Angeklagten wegen Verbrechens gegen die §§ 175 und 174 Z. 1 -in mehreren Fällen und wegen Kör- permißhandlung zu einer Zuchthausstrafe von zwei Jahren und sechs Monaten. Gegen zwei weitere Angeklagte wurde das Verfahren eingestellt. mal erreichten Volksbestandes. Das ist aus wehrpolitischen, rassenhygienischen kulturellen und wirtschaftlichen Gründen unbedingt notwendig. Daß die Kinderlosigkeit und Kinderarmut auch für die Lebensbelange des einzelnen mit großen sittlichen und wirtschaftlichen Nachteilen verbunden ist, sei nur mit dem Hinweis auf die dadurch entstehende, uns noch heute viel zu wenig bewußte Vereinsamung des kinder, und verwandten- lofen Menschen erwähnt. Nichts dürfte die Staatslenker der westeuropäischen Länder heute stärker in Anspruch nehmen als die Bevölkerungsfrage, denn alle Regierungsmaßnahmen und politischen Handlungen werden bedeutungslos, wenn die Träger des Volkskörpers andauernd in ihrer Zahl zurückgehen, wenn das Leben des Volkes zu^erlöschen droht. Ferner waren angeklagt zwei Franziskanerbrüder aus dem Muttechaus Waldbreitbach, die sich schwerer Vertrauensbrüche und ungeheuerlicher sittlicher Verfehlungen schuldig gemacht haben. Ein 76 Jahre alter Mann mit eingefallenem Gesicht, stand als mehrfacher Sittlichkeitsoerbrecher vor dem Strafrichter. Der Angeklagte behauptet, er habe die Jungen auf ihre „Standhaftigkeit hin prüfen wollen" und fei dabei selbst ein „Opfer seiner Hemmungslosigkeit geworden". Einer der Zöglinge sagte als Zeuge, alle Klosterbrüder seien „so veranlagt" gewesen. Nachdem sie durch die Brüder auf den Weg des Lasters gekommen seien, hätten sie selbst untereinander Unzucht getrieben. In der Beweisaufnahme wird weiter festgestellt, daß in dem Kloster Waldniel der Lehrer der Klosterschule sich an 35 Schülern vergangen hat. Für diese. Verbrechen wird er sich in nächster Zeit vor dem Strafrichter zu verantworten haben. Das Gericht verurteilte den Angeklagten wegen vollendeten Verbrechens gegen die Paragraphen 174, 1 und 176, 3 in mehreren Fällen zu einem Jähr und sechs Monaten Gefängnis. Nur fein hohes Alter habe ihn vor dem Zuchthaus bewahrt. Der Franziskanerbruder Desiderius war in dem Kinderheim Linz Krankenpfleger,' wurde dann Fremdenführer im Kölner Dom und schließlich in dem berüchtigten Kloster Waldniel Leiter der „schweren Station^ für schwachsinnige Kinder. Hier sank der Bruder so tief, daß er sich mit den geistig minderwertigen Zöglingen einließ. Auch den General- oberen sowie seinem Beichtvater erzählte der Angeklagte, daß er in dieser furchtbaren Umgebung befürchten müsse, alle Hemmungen zu verlieren. Der Generalobere aber sagte ihm, das fei wohl nicht so schlimm, er wolle wohl abgelöst sein und einen besseren Posten haben. Wenn er die Lust in seiner Umgebung nicht mehr vertragen könne, so möge er ruhig das Fenster öffnen. (!) In der Beweisaufnahme wurde festgestellt, daß sich der Angeklagte in mehreren Fällen mit kranken Zöglingen, die halb vertiert waren, in der furchtbarsten Weise eingelassen hat. Auch in dieser Verhandlung sagte ein Zögling, der als Zeuge erschienen war, alle Klosterkinder seien von den Brüdern verdorben wopden. Der Angeklagte wurde wegen Verbrechens gegen Paragraph 175 in Tateinheit mit Verbrechen gegen Paragraph 174, 1 z u zwei Jahren und sechs Monaten Zuchthaus sowie drei Jahren Ehrverlust verurteilt. Dem Angeklagten konnten keine mildernde Umstände zugebilligt werden, da er sich mit Zöglingen, die auf der untersten Stufe der menschlichen Entwicklung stehen, in der gemeinsten Weise eingelassen hat. fter, Quidde und wie sie alle hießen, die in fr em» dem Solde standen, bei uns den Pazifismus predigten und Landesverrat üben durften, fortsetzen. Er wollte aber auch durch seine Zusammenarbeit mit den Kommunisten diesen einen guten Start zur Der- wirklichung ihrer Absichten ermöglichen. Rossaint war also ein in geistliches Gewand gehüllter Gefolgsmann der Kommunistischen Internationale, der gewissenlos genug war, den Verrat seines Volkes an die bolschewistischen Volksverderber tatkräftig in Angriff zu nehmen. Er hat zwar versucht, sich damit herauszureden, daß er die Kommunisten be- kehren wollte, aber die Beweiserhebung hat gezeigt, daß er mit dem Kommunismus Blutsbrüderschaft geschlossen hatte. Das Urteil des Gerichts mußte also schwer ausfallen, schon deswegen, weil er als intelligenter Mann wußte, was dem deutschen Volke blühte, wenn es ihm gelungen wäre, sein Werk zu vollenden. Er war kein dummer und gedankenloser Mitläufer, kein Verführter, er war Führer und Verschwörer zugleich. Wir werden zwar nun erleben, daß man jenseits der deutschen Grenzpfahle aus Rossaint einen Märtyrer zu machen suchen wird. Aber diejenigen, die einen Verbrecher dieses Kalibers in Schutz nehmen oder gar feine Handlungsweise zu verteidigen suchen, sind selbst nicht viel besser. Das Wesentliche ist die Unschädlichmachung und gerechte Bestrafung eines Menschen, der verbrecherisch genug war, angesichts der Blutströme, die die Bolschewisten seit Jahrzehnten vergießen, mit diesen Feinden der Menschheit gegen den Nationalsozialismus,' das Bollwerk des europäischen Friedens, gemeinsame Sache zu machen. 8bt. Oer Reichsberufswettkompf. Ein Ausflug nach Garmisch-Partenkirchen. München, 28. April. (DNB.) Während für die Wettkampfleiter der Mittwoch der arbeitsreiche Tag der Bewertung der theoretischen, weltanschaulichen und praktischen Arbeiten des Reichskampfes im vierten Reichsberufswettkampf war, durften 3324 Wettkämpfer und -kämpferinnen aller deutschen Gaue einen Tagesausflug nach Garmisch- Partenkirchen unternehmen. Ueberall wurden die Mädel und Jungen herzlich aufgenommen. Der Reichsstatthalter Ritter von Epp interessierte sich für die Leistungen unserer Jugend und besuchte sie an ihren Arbeitsstätten. — (Scherl-M.) Jugendführer des Deutschen Reiches unterhielt sich mit verschiedenen Gruppen über Herkunft, Beruf, Aufgabenstellung im Wettkampf, über die kleinen Zwischenfälle und Abenteuer im Berufswettstreit. Unter Führung von einheimischen Schulbuben und -mädeln fuhren die auswärtigen Gäste in kleinen Trupps in die Umgebung. Die männlichen Wettkampfteilnehmer eilten in erster Linie in das Olympia-Skistadion. Viele begaben sich auch zur Kreuzeckbahn-Talstation und andere zur Partnach- klamm. Andere wieder spazierten zum Riessersee. Auch die große Schlageter-Kampfbahn wurde eingehend besichtigt. Nach der Rückkehr nach München am Mittwochabend blieben die jungen Wettkampfteilnehmer noch einige Zeit zusammen. Für die Wettkampfleiter fand ein Ehrenabend der Stadt München im Festsaal des alten Rathauses statt. Regelung der Arbeitszeit zu Pfingsten. Berlin, 28. April. (DNB.) Da in den Psingst- wochen der Lohn vieler Schaffenden infolge Ausfalls von Arbeitszeit geschmälert wird, hat der Reichsarbeitsminister genehmigt, daß als Ersatz für den durch Himmelfahrt und Pfingstmontag entstehenden Derdienstausfall an den Werktagen vom 3. Maibisl2. Juniso oielArbeits- stunden vor- ober nachgearbeitet werden dürfen, wie auf zwei Arbeitstage entfallen würden. Außerdem dürfen die etwa vor oder nach Pfingsten, am 15. und 18. Mai, ausfallenden Arbeitsstunden durch Mehrarbeit an den Werktagen innerhalb des gleichen Zeitraumes angeglichen werden. Eine gesetzliche Verpflichtung zur Zahlung eines Mehrarbeitszuschlages für die durch die Ausnahme bedingte Verschiebung der Arbeitszeit besteht nicht. Entsprechendes gilt für die Verpflichtung zur Zahlung eines Lohnzuschlages auf Grund der üblichen Bestimmungen von Tarifordnungen oder Betriebsordnungen. Lleberrafchendes Llrieil in Kaiiowitz. Dr. Ulitz wegen Beleidigung verurteilt. K a 11 o w i tz , 28. April. (DNB.) Vor dem Burggericht in K at t o w i tz ging nach fast zweijähriger Dauer ein bemerkenswerter Beleidigungsprozeß zu Ende, den die an der deutschen Minderheitsschule in Zalenze beschäftigte polnische Lehrerin Sadzinska gegen den Hauptgeschäftsführer des Deutschen Volksbundes in Ostoberschlesien, Dr. Ulitz, angestrengt hatte. Der Prozeß endete jetzt zur allgemeinen Ueberraschung mit einer Verurteilung von D r. Ulitz zu einer Woche Hast und 300 Zloty Geldstrafe bei Zuerkennung einer zweijährigen Bewährungsfrist. Der Verhandlung lag folgender Tatbestand zugrunde: Der Deutsche Volksbund hatte beim Wojwodschaftsamt auf Grund ständiger Klagen der deutschen Erziehungsberechtigten Beschwerde gegen die Lehrerin geführt mit der Maß- ElfIahre Zuchthaus für Rossaint. Das Urteil des Volksgerichtshofs gegen die katholischen Iugendführer. Berlin, 28. April. (DNB.) In dem Sfrafoer- afjren gegen die katholischen Iugendführer aus Düsseldorf, die zu Funktionären des einmaligen kommunistischen Iugendverbandes hochverräterische Beziehungen zur Schaffung einer gegen den Betäub des neuen Deutschlands gerichteten „katho - tisch-kommuni st ischen Einheitsfront" unterhalten haben, verkündete der D o l k s g e - richtshof des Deutschen Reiches das folgende Urteil: Die Angeklagten Clemens, him- mes und Schäfer werden freigesprochen. Der Angeklagte Rossaint erhielt wegen Vorbe- reitung eines hochverräterischen Unternehmens unter erschwerenden Umständen 11 Iahre Zuchthaus und zehn Jahre Ehrverlust. Der Angeklagte S t e b e r wurde wegen des gleichen Deliktes zu einer Zuchthaus st rafe von 5 Iahren und 5 Iahren Ehrverlust verurteilt. Der Angeklagte I ii t i ch erhielt wegen Vorbereitung eines hochver- räterischen Unternehmens 2 Jahre Zuchthaus und 2 Jahre Ehrverlust. Wegen Beihilfe zur Vorbereitung eines hochverräterischen Unternehmens wurde der Angeklagte Kremer zu Gefängnis von 1 Jahr 6 Monaten verurteilt. Den Angeklagten Rossaint, Steber, Jülich und Kremer wurden je 14 Monate Untersuchungshaft angerechuet. Die Verurteilten haben die Kosten des Verfahrens zu tragen. Die Urteilsbegründung. Seiner ausführlichen Begründung des Urteils gegen die katholischen Iugendführer stellte Präsident E n g e r t, der Vorsitzende des zuständigen 2. Senates des Volksgerichtshofes, u. a. folgende Richtsätze voraus: Oberstes Gesetz sei das Wohl des Volkes. Wer die innere Geschlossenheit oder die- äußere Sicherheit des Staates als der äußeren Erscheinungsform der Volksgemeinschaft anzutasten wage, mache sich der schwersten Verbrechen, des Hoch - oder Landesverrates, schuldig. Im Rahmen des Konkordates habe auch der katholische Priester die Verpflichtung, die Reichsregierung zu achten und dem deutschen Staate Treue zu leisten. In den linksgerichteten Kreisen der Zentrumspartei, die sich besonders im „Friedensbund deutscher Katholiken" zusammenfanden, wurden in Wort und Schrift pazifistische Gedankengänge verbreitet, die auf die Forderung der Kriegsdienstverweigerung hinausliefen. Die katholische Jugend sei gleichfalls pazisistisch eingestellt gewesen und habe sozialistische Lieder gesungen. „Aus diesem Nährboden erwuchs", so führte der Vorsitzende weiter aus, „die innere Entwicklung Rossaints zu seinem hochverräterischen Treiben. Der Kaplan trat aus der Zentrumspartei aus, als diese für das Ermächtigungsgesetz zugunsten des Kabinetts Hitler stimmte, und er hat seiner eigenen Kirche Verrat und Zusammengehen mit dem Faschismus vorgeworfen. Als Mitglied des „Friedensbundes deutscher Katholiken" hat sich der Angeklagte auch praktisch als Pazifist betätigt, indem er Klebezettel anbrachte, die sich gegen Öen Wehrwillen der Jugend richteten. Ferner sandte er Schreiben zustimmenden Inhaltes an den Vorsitzenden der Abrüstungskommission in Genf. In einem Aufruf in der Zeitung „Die junge Front" hat er die katholische Jugend aufgefordert, „in den politischen Bezirk vorzustoßen". Der Kaplan Rossaint wollte nach Rußland, dem Land der Gottlosen, reisen, um die dortigen Verhältnisse zu studieren. Rossaint hat die Zustimmung des „Reichs- sührers" der Sturmschar Steber dazu eingeholt, daß kommunistische Agenten bei den Sturmschar-Versammlungen sprechen konnten. Durch Rossaints Hände sind Druckschriften hochverräterischen Inhalts gegangen, die er z. T. von dem Mitangeklagten Jülich, einem von ihm getauften Juden, erhalten hat. Rossaint verband sich mit dem Kommunismus, um mit ihm zusammen den Nationalsozialismus zu stürzen. So hat der Angeklagte zum mindesten geistig die Kommunisten, die als führende Hetzer bei ihm und in den ihm nahestehenden Kreisen verkehrten, in den Glauben versetzt, daß er als katholischer Geistlicher bereit sei, an der Bildung einer katholisch-kommunistischen Einheitsfront mitzuwirken. Seine Behauptung, daß er die Kommunisten zum katholischen Glauben habe bekehren wollen, sei einwandfrei widerlegt. Erschwerend müsse sich auswirken, daß Rossaint seine hochverräterische Betätigung auch im Auslande betrieben hat. Die Tätigkeit Rossaints müsse als besonders verwerflich bei einem deutschen Priester angesehen werden. Er habe sich als katholischer Seelsorger mit Dingen beschäftigt, die ihn nichts angingen und deren Verfolgung ihm nach Wortlaut und Sinn des Konkordates verboten war. Rossaint sei der Typ eines D e f ä t i ft e n , der auch einen erheblichen Schaden angerichtet habe; denn er habe dazu beigetragen, daß die Seelen von jugendlichen Katholiken vergiftet wurden. — Unter diesen Umständen habe das Gericht die verhängte Zuchthausstrafe von elf Jahren als angemessene Sühne angesehen. * Kaplan Rossaint verschwindet nunmehr auf elf lange Jahre hinter den Mauern eines Zuchthauses. Eine harte Buße ist ihm vom Gericht für fein hoch- unb volksverräterisches Verhalten auferlegt worden. Aber auch eine gerechte Buße. Denn was Rossaint anstrebte, war die Aushöhlung iv r Widerstandskraft unseres Volkes gegenüber dem Bolschewismus. Er wollte das Werk der Friedrich Wilhelm Foer- Zuchthausstrafen für Sittlichkeilsverbrecher in rheinischen Klöstern. gäbe, daß diese die deutsche Sprache nur ungenügend beherrsche und das Sprach- empsinden der Schüler verletze.' Die Lehrerin erhob daraufhin Beleidigungsklage gegen Dr. Ulitz. In den vielen Verhandlungen, die in der Angelegenheit im Laufe der zwei Jahre stattgefunden haben, konnte immer wieder festgestellt werden, daß die Klägerin die deutsche Sprache tatsächlich nur ungenügend beherrscht. Obwohl sie im Laufe Der Zeit Gelegenheit hatte, ihre deutschen Sprachkenntnisse zu vervollkommnen, hat erst die vor wenigen Wochen stattgefundene vorletzte Verhandlung erneut den Beweis erbracht, daß ihre deutschen Sprachkenntnisse nur mangelhaft sind. Trotzdem kam das Kattowitzer Gericht zu dem oben angeführten Urteilsspruch. In der Urteilsbegründung wurde ausgeführt, daß ein ausreichender Beweis für die in der Beschwerde des Volksbundes erhobenen Behauptungen nicht erbracht worden sei. Gegen das Urteil ist Einspruch erhoben worden. Der Große Duden in Prag staatsgefährlich. Prag, 28. April. (DNB.) Von der Prager Staatsanwaltschaft wurde das bekannte deutsche Rechtschreibungswerk „Der große Duden", beschlagnahmt. Das Buch wurde seit Jahren in die Tschechoslowakei eingeführt und hier verkauft, bis vor wenigen Wochen fünf Exemplare des Werkes zurückgehaltcn wurden. Der Grund für die Beschlagnahme dürste die Angabe „Su.deten- deutschland" sein, bei der die Zusatzbemerkung „früher Deutsch-Böhmen" steht. Die „Reichenberger Zeitung", die die Meldung brachte, verfiel ebenfalls der Beschlagnahme. Durango von nationalen Truppen erobert Bolschewistische Brandkommandos legten die baskische Stadt Eibar in Trümmer. Salamanca, 29. April. (DNB. Funkspruch.) Der nationale Heeresbericht vom Mittwoch meldet, daß an der Front von Vizcaya die nationalen Truppen eine Reihe kleinerer Orte und nach heftigem Kampfe auch die Stadt Durango in ihren Besitz gebracht haben, die von den Bolschewisten als Hauptverteidigungsstellung vorBil- b a o ausersehen war. Hunderte von Toten und Gefangenen sowie zahlreiches Kriegsmaterial fielen in die Hand der nationalen Truppen. Als die nationalen Truppen sich noch 15 Kilometer von Guer - nica entfernt befanden, haben die Bolschewisten die Stadt in Brand ge st eckt, und die Schuld den nationalen Fliegern zugeschoben, die grundsätzlich nur militärische Ziele und die Waffen- sabriken in der Etappe bekämpfen und die andererseits über ©uernica nicht operieren konnten, weil das Wetter es, nicht erlaubte. Ein Beweis für die planmäßige Zerftörungs- taktik der spanischen Bolschewisten ist das baskische Städtchen E i b a r, das vor wenigen Tagen durch die nationalen Truppen eingenommen wurde. Als die Bolschewisten die südlichen Hänge der baskischen Berge verloren hatten, und keine Möglichkeit mehr sahen, Eibar zu halten, flüchteten sie unter Zurücklassung von Brandko m m andos, die die ganze Nacht hindurch ihrer sinnlosen Vernichtungsgier ungehemmten Lauf ließen. Sie benutzten vor allem Dynamit. Wo dies nicht ausreichte, wurde Benzin zu Hilfe genommen, um die Zerstörung zu vollenden. Selbstverständlich schonte man weder Kirchen noch Krankenhäuser. Man ließ die katholisch-separatistische Bündnismaske fallen und bewies, wie feindlich und wesensfremd der Bolschewismus auch dem wirklichen Arbeiter- tum gegenübersteht, denn gerade die Arbeiterviertel waren es, die von der Zerstörungswut dieser Brandkommandos am härtesten mitgenommen wurden. Die Stadtmitte ist eine einzige Trümmer st ätte, di» zahlreichen kleinen Stahlwarenwerkstätten, die Eibar seinen Weltruf verschafft haben, sind in Schutthaufen verwandelt. Das Feuer hat fast kein Gebäude unversehrt gelassen. Allein die Andreaskirche ist unversehrt geblieben, weil der in der Sakristei angelegte Brand durch die dicken Steinblöcke des Mauerwerks aufgehalten worden ist. Die Bolschewisten haben bei ihrem Abzug alle Einwohner, die sich nicht von ihrem Heim trennen wollten, mit der Waffe in der Hand gezwungen, mit über die Berge nach Bil- b a o zu flüchten. So find von den 15 000 Bewohnern kaum 500 in der Stadt geblieben. Viele haben unter Lebensgefahr das Eintreffen der nationalen Truppen abgewartet, andere waren in die Berge geflüchtet und hatten sich versteckt, bis sie unter den Schutz der Nationalen zurückkehren konnten. — Die meisten stehen jetzt ohne Hab und Gut vor ihren ausgebrannten Häusern. Selbverständlich hat das nationale Oberkommando sofort die nötigen Hilfsmaßnahmen getroffen. Belgien und seine Nachbarn. London, 28. April. (DNB.) Außenminister Eden erklärte im Unterhaus über die Entlassung Belgiens aus den Locarnooerpflichtungen, der Meinungsaustausch zwischen den Unterzeichnerstaaten des Locarnovertrages hinsichtlich der Aushandlung eines neuen Westpaktes, habe gezeigt, daß Belgien in irgendeinem neuen Vertrag keine Garantie für einen der anderen Staa - t e n zu geben wünsche. Die anderen an den Verhandlungen beteiligten Regierungen seien ebenfalls bereit, dem zuzustimmen, daß Belgien keine Garantie gegenüber den anderen Staaten unter dem Vertrage übernehmen solle. Angesichts der bei der Aushandlung eines neuen Vertrages eingetretenen Verzögerung sei beschlossen worden, den Wünschen Belgiens entgegenzukommen. In der Note werde ausdrücklich feftaeftellt, daß weder die Verpflichtungen Englands ober Frankreichs gegenüber Belgien, noch die bestehenden Vereinbarungen zwischen England und Frankreich berührt werden. Es handele sich um eine Vereinbarung zwischen England, Belgien und Frankreich, die nur diese drei R e - gierungen betreffe. Die anderen Regierungen seien von den Vorgängen unterrichtet worden. Die Völkerbundsverpflichtungen Belgiens würden durch die englisch-französische Note in keiner Weise berührt. General st absbesprechun- g e n zwischen England, Belgien und Frankreich würden gegenwärtig nicht ins Auge gefaßt. Die „Time s" schreibt, daß der Auftakt zu einer allgemeinen politischen und wirtschaftlichen Befriedung die Aushandlung von Nichtangriffspakten zwischen Belgien und jedem seiner großen Nachbarn sein könnte, durch die Belgien gegen einen Angriff vom Osten oder Westen Garantien erhielte, verbunden mit den notwendigen Unterstützungsverpflichtungen. Aber es müsse eine Interpretation der belgischen Verpflichtungen aus der Völkerbundssatzung gesunden werden, die für alle beteiligten Mächte annehmbar wäre. Gerade die kleinen Länder hätten ein besonderes Interesse daran, den Völkerbund zu stärken, der dafür da sei, Differenzen beizuleaen. Sie müßten wünschen, ihn noch wirksamer zu^He- stalten. Die Satzung des Völkerbundes aber sei revisionsbedürftig. Ihre allgemeinen Bindungen feien unter Bedingungen ausgenommen worden, die sich radikal geändert hätten. England habe schon klar gestellt, daß es jeden Angriff auf Frankreich ober Belgien mit aller Macht zurückschlagen werde. Es könne aber nicht eine gleich große Verantwortung in jedem Teil der Welt übernehmen. Aehnliche Ueberlegungen träfen auch für andere Länder zu. Die „Times" betont, daß in den wirtschaftlichen wie in den politischen Verhandlungen keine sofortigen Aktionen zu erwarten feien. Endgültige Schritte seien kaum vor van Zeelands Besuch b-e i Roosevelt im Juni zu erwarten. Wichtig sei aber, daß wenigstens ein ernster Versuch gemacht würde, die politischen und wirtschaftlichen Spannungen zu mildern, die soviel Besorgnisse hervorgerufen hätten. Kleine politische Nachrichten. Vor vier Jahren wurde der SA.-Gruppenführer von Tschammer und Osten auf Vorschlag des Reichsministers des Innern Dr. Frick vom Führer und Reichskanzler zum Reichssportkommissar ernannt. Aus diesem Anlaß richtete der Reichs- und preußische Minister des Innern an den Reichssportführer ein Schreiben, in dem es zum Schluß heißt: Ich nehme die Tatsache Ihres vierjährigen Wirkens zum Anlaß, Ihnen und durch Sie Ihren Mitarbeitern meinen herzlichsten Dank und meine volle Anerkennung für Ihr bisheriges so erfolgreiches Wirken auszusprechen. und Sie auch für die Zukunft meiner rückhaltlosen Unterstützung zu versichern. Der Regierungspräsident in Düsseldorf hat den Oberbürgermeister der Stadt Düsseldorf, Dill- gardt, mit der einstweiligen Verwaltung der Geschäfte des Oberbürgermeisters der Stadt Essen und den Kreisleiter Freytag in Essen mit der einstweiligen Verwaltung der Geschäfte des Oberbürgermeisters der Stadt Duisburg beauftragt. Gleichzeitig scheidet der bisherige Oberbürgermeister der Stadt Essen, Dr. Reismann-Grone, auf eigenen Antrag wegen hohen Lebensalters aus dem Dienst der Stadt Esten. Für fein erfolgreiches Wirken ist ihm die wärmste Anerkennung der Aufsichtsbehörde übermittelt worden. * Zur Pflege von Lehre und Forschung auf dem Gebiet des Wohnungs- und Siedlungswesens und des Städtebaues wurde an der Universität Berlin ein Institut für Wohnungs- und Siedlungswefen errichtet. Zum Leiter ist der Ministerialrat Dr. Georg Heilmann bestellt worden. Der norwegische Verteidigungsausschuß hat beschlossen, für die Reorganisation der norwegischen Wehrmacht 21 Millionen Kronen (etwa 12,8 Millionen Mark) zur Verfügung zu stellen, die auf drei Jahre verteilt durch eine außerordentliche Vermögenssteuer und eine Zusatzsteuer auf die größeren Einkommen aufgebracht werden sollen. Diesem Beschluß stimmten die Arbeiterpartei, die Bauern und die Linke zu. Die Rechte hatte 90 Millionen für den Ausbau der Wehrmacht gefordert. Die skandinavischen Außenminister hatten auf ihrer Tagung in Helsinki beschlossen, gegen d i e Aufbringung von Handelsschiffen in spanischen Gewässern zu protestieren. Entsprechend diesem Beschluß hat nunmehr die schwedische Regierung durch Vermittlung ihrer Gesandtschaft in Lissabon dem dortigen Vertreter der spanischen- Nationalregierung eine P rote st n o t e überreichen lassen. * Der in London eingetroffene französische Lu f t- fahrtminister Cot teilte einem Pressevertreter mit, daß Frankreich gegenwärtig 1000 Frontflugzeuge f ü r d i e Heimatverteidigung besitze. Die Regierung beabsichtige, diese Zahl innerhcckb der nächsten drei Jahre a u f 15 0 0 z u erhöhen. Diese Ziffer umfasse natürlich nicht die französischen Kolonialstreitkräfte. Wetterbericht des Relchswetterdiensles. Ausgobeort Frankfurt. Nachdem es am Mittwoch im Bereich der einge- drungenen Meeresluft noch zu einzelnen, teilweise gewittrigen Schauern gekommen war, setzte sich in zunehmendem Maße Hochdruckeinfluß durch. Kräftige Ausstrahlung ließ dabei in der vergangenen Nacht die Temperaturen stärker absinken, doch kam es nur in ungünstigen ‘Sagen bis zu leichtem Frost. Durch den Aufbau eines Hochdruckrückens, der sich zur §eit von England nach Finnland erstreckt, sind wir vorerst vor einem stärkeren Eingreifen von Tiefdruckstörungen geschützt, so daß nennenswerte Niederschläge unwahrscheinlich sind. Aussichten für Freitag: Morgens vielfach dunstig, sonst wolkig bis heiter, trocken, Mittagstemperaturen um etwa 15 Grad, überwiegend nördliche bis östliche Winde. Aussichten für Samstag: Fortdauer der im wesentlichen trockenen und vielfach heiteren Witterung. Lufttemperaturen am 28. April: mittags 12,3 Grad Celsius, abends 7,4 Grad; am 29. April: morgens 4,9 Grad. Maximum 12,7 Grad, Minimum heute nacht 1,9 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 28. April: abends 10,8 Grad; am 29. April: morgens 6 Grad Celsius. — Niederschläge 3 mm. — Sonnenscheindauer 6,3 Stunden. Das Endziel der doppelten Fermentation ist die Steigerung einer Tabak - Qualität durch naturgegebene Klärungs- prozesse. Oie Großreiche. Heute gibt es auf her Gtbe neun Großreiche, die ein Gebiet von 88 Millionen Geviertkilometer umfassen, also etwa 66 v. H. der gesamten Erdoberfläche. Diese neun Großreiche sind der räumlichen Ausdehnung nach aufgeführt: England,Räterußland, Frankreich, Vereinigte Staaten, Italien, Belgien, Portugal, Holland und Japan. Auffällig ist hier der Gegensatz zwischen Gebiet und Bevölkerung des Heimatlandes und der großen Kolonialreiche in Uebersee. Belgien umfaßt in Europa 30 000 Geviertkilometer, verfügt aber über einen Kolonialbesitz von 2,4 Millionen Geviertkilometer. An der Spitze steht das britische Reich, das in Europa knapp 230 000 Geviertkilometer umfaßt, aber über ein Kolonialgebiet verfügt, da^ mit 34 Millionen Geviertkilometer rund 25,2 v. H. der Erdoberfläche bedeckt. Dabei hat England in Europa eine Bevölkerung von 44 Millionen, während die Bevölkerung des allbritischen Reiches auf ungefähr 500 Millionen geschätzt wird. In verhältnismäßig weitem Abstand kommt hinter England an zweiter Stelle Räterußland, wobei aber zu beachten ist, daß es in Europa allein schon 4,7 Millionen Geviertkilometer umfaßt mit einer Bevölkerung von 134 Millionen, so daß auf das asiatische Gebiet Räterußlands 13 Millionen Geviertkilometer entfallen mit einer Bevölkerung von 30 Millionen. Nun kommen nicht etwa an dritter Stelle die Bereinigten Staaten von Nordamerika, sondern — Frankreich. Zwar umfaßt Frankreich in Europa 550 000 Geviertkilometer mit einer Bevölkerung von 41 Millionen, aber was ist das schon im Vergleich zu einem Kolonialreich, das gut 12 Millionen Geviertkilometer zählt, dessen Bevölkerung auf 65 Millionen geschätzt wird. Bei den Vereinigten Staaten deckt sich der eigentliche Gebietsumfang mit fast 8 Millionen Geviertkilometer sowie mit einer Bevölkerung von 123 Millionen mit der Größe des Gesamtreiches, aber dies beträgt immerhin 9,7 Millionen Geviertkilometer, dessen Gesamtbevölkerung 137 Millionen beträgt. Selbst Portugal, das mit 90 000 Geviertkilometer dreimal so groß ist wie Belgien, verfügt über ein Kolonialreich von 2,1 Millionen Geviertkilometer, das aber sehr dünn bevölker ist, nämlich nur mit etwa 11 Millionen. Spanien, das in der neueren Geschichte als das älteste und größte Kolonialreich anzusprechen war, hat inzwischen alle Kolonien verloren; zunächst in Südamerika, sodann in Mittelamerika und im Pazifik. So groß auch das Großreich Spanien räumlich gewesen sein mag, an den Gebietsumfang und an die Bevölkerungszahl des Britischen Reiches reichte es nicht heran. Dabei gehört England eigentlich gar nicht zu den großen kolonialen Pfadfindern, denn nicht britische Seefahrer waren es oder Ansiedler in fremden Landen, die kolonialen Besitz eroberten, sondern Fischer. Nach den Befreiungskriegen schien England sogar kolonial ge- fättigt zu' sein, wohl mit Rücksicht darauf, daß Indien damals schwer zu verdauen mar. England war nach den Befreiungskriegen so großmütig, alle kolonialen Besitzungen Frankreichs, die es den Franzosen weggenommen hatte, an Frankreich wieder zurückzugeben. Gewiß, so umfangreich wie heute war der Kolonialbesitz Frankreichs damals noch nicht, was in der Hauptsache darauf zurückzuführen ist, daß Afrika nur an einzelnen Küstenstellen angeknabbert war, sonst aber als dunkler Erdteil galt. Frankreich hat dann im neunzehnten Jahrhundert seinen kolonialen Besitz weiter ausgedehnt, vor allem in Nordafrika, schließlich auch int Fernen Osten. Dabei darf nicht über- fehen werden, daß die koloniale Ausdehnung Frankreichs gegen Ende des 19. Jahrhlmderts vom Fürsten Bismarck begünstigt wurde, der dabei davon ausging, daß dem Wachtumswillen einer großen Nation nicht gewaltsam Schranken gezogen werden dürften. Wenn das geschieht, wird der Wachstumswille, der sich doch nicht drosseln und knebeln läßt, weil der Volksdruck Raum braucht, sich einen anderen Ausweg suchen. Ist es nicht auffällig, daß unter den neun Groß- reichen Japan das Land ist, das bei verhältnismäßig geringem Gebietsumfang, nämlich 382 000 Geviertkilometer mit über 70 Mill. Einwohnern, den stärksten Volksdruck aufheist? Auffällig noch mehr, daß ausgerechnet Japan das kleinste Kolonialreich umfaßt, denn feine Gebiete auf dem Festlande sowie im Pazifik umfassen 1,5 Millionen Geviertkilometer mit einer Bevölkerung von fast 60 Millionen. Aber gerade darin liegt der Zwang, sich für den Volksdruck einen Weg ins Freie zu suchen, was insofern auch geschehen ist, als Japan unter dem Druck dieses Zwanges auf das Festland hinübergegangen ist, nicht erst feit her Gründung Mandfchukuos, sondern schon seit der Eroberung Koreas vor mehr als 40 Jahren, um seitdem noch immer vor der Frage zu stehen, wie und wo sich klimatisch geeignetes Siedlungsland für den an harte Arbeit gewohnten japanischen Bauern finden läßt. Erst mit der Eroberung Abessiniens ist Italien in die Reihe der Großreiche getreten, also der Reiche, die an einen Gebietsumfang von fast 2 Millionen Geviertkilometer heranreichen. Aber der Gebietszuwachs durch Abessinien hat trotz der Größe des Raumes nur einen geringen Bevölkerungszuwachs gebracht. Hinsichtlich der Dichte der Bevölkerung aller Großstaaten steht Japan mit 69 Personen auf den Geviertkilometer an erster Stelle, während die letzte Stelle Portugal mit 7 Personen auf einen Geviertkilometer einnimmt. S. Frankreichs Gtaatsfinanzen. Paris, 28. April. (DNB.) Finanzminister Vincent Auriol gab vor dem Finanzausschuß der Kammer einen Bericht über die finanzielle Lage Frankreichs. Er dementierte aufs neue die Absicht der Auflegung einer Zwangsanleihe, die sicher ein Mißerfolg werden würde. Die für die Landesverteidigung aufgebrachten Anleihen würden auch nur für solche Zwecke verwendet. Die einheitliche Kassenführung des Staates erlaube wohl vorübergehend Umdispositionen; diese würden aber beim Abschluß der Haushaltsrechnung am Jahresende richtig- gestellt. Der Frankenkürs fei langsam gesunken, er unterschreite jedoch nicht die festgesetzten Grenzen. Der Stabilisierungsfonds bilde mit feinem wie^er- hergestellten Devisenbestand die erste Verteidigungslinie des Franken, die zweite Linie bestehe in den Gesamteinnahmen der Bank von Frankreich, die am 16. April 57 359 Millionen Franken betragen hätten. Der Währungsausgleichsfonds habe also mehr Reserven als diejenigen, die gegen ihn kämpften. Nicht zu entschuldigen sei das Verhalten der Franzosen, die im Ausland Häuser oder Grundstücke kauften und die noch jetzt über 30 Milliarden Franken im Ausland angelegt hätten. „Jour" fragt, wo denn eigentlich die 8 Milliarden Franken der Anleihe für die nationale Verteidigung geblieben seien. Der Finanzausschuß der Kammer habe zusammen mit dem des Senates das Kontrollrecht über die Verwendung dieser Gelder. Diese Kontrolle aber habe am Mittwoch Dank der Weigerung des Finanzministers nicht ausgeübt werden können. Das Blatt fragt, ob Vincent Auriol vor dem Finanzausschuß des Senats die gleiche Haltung einnehmen werde. Falls er auch hier keine Belege für die Verwendung der 8 Milliarden erbringen sollte, so sei man berechtigt anzunehmen, daß ein Teil dieser Gelder für andere Zwecke als für die nationale Verteidigung verausgabt fei. Kunst und Wissenschaft. Festliche Ausführung der „Götterdämmerung" in Amsterdam. Die Amsterdamer Wagnervereinigung bereitet eine Festvorstellung der „Götterdämmerung" vor, die am 30. April statt finden und am 1. Mai wiederholt werden soll. Diese Aufführung, die den Höhepunkt der Musiksaison bilden wird, ist dem Gedächtnis des holländischen Wagnerverehrers und Gründers der Wagnervereinigunb I. C. Bunge gewidmet. Schon seit Tagen befaßen sich die holländischen Blätter mit dieser Vorstellung, deren Bühnenbild von Professor Emil Preetorius neu- geschaffen wurde. Die Spielleitung liegt in den Händen des Hamburger Generalintendanten Dr. Strohm. Es ist der' Wunsch der Wagneroereinigung, diese Aufführung nach den Traditionen Bayreuths zu gestalten. Dafür bürgt auch die Auswahl der Solisten: Fuchs, Klose, Heidersbach, Lorenz, Prohaska, Manowarda. Generalintendant Strohm kann in diesem Jahr auf eine zehnjährige Tätigkeit im Dienste des Ausbaues deutsch-holländischer Theaterbeziehungen zurücksehen. Seit 1927, damals noch als Spielleiter der städtischen Bühnen in Aachen, hat Generalintendant Strohm alljährlich in Holland deutsche Gastvorstellungen geleitet und sich dadurch ein bedeutendes Verdienst um die kulturelle Annäherung beider Völker erworben, was von den holländischen Blättern dankbar gewürdigt wird. Aus aller Wett. Der Mord an der Diplomatentochter aufgeklärt. Der Mord an der Tochter des Wiener paraguayischen Gesandten, Ingrid Wiengreen, ist nach fieberhafter Arbeit der Behörden vollständig aufgeklärt worden. Die Tat wurde von einer Räuberbande verübt, die es sich zum Ziele gesetzt hatte, in der einsamen Neunkirchener Allee, der Straße Wien—Semmering, Anschläge auf Kraftwagenfahrer durchzuführen. Der eigentliche Täter heißt S ch l e g e l ; in feinem Besitz wurde ein Photoapparat des Mädchens gefunden. Sein Mantel wies Blutflecken auf. Unter dem Druck der Beweise legte er schließlich ein Geständnis ab. Drei seiner Komplizen sind ebenfalls verhaftet. Die Täter hatten knapp vor der Ermordung Fräulein Wien- greens den Kraftwagen eines Wiener Rechtsanwaltes angehalten, doch von der Ausführung eines Ueberfalles abgesehen, da sie bemerkten, daß der Wagen mit vier Personen besetzt war. Frl. Wiengreen hielten die Burschen zunächst durch Zeichen auf und forderten unter Vorhaltung von Pistolen die Habseligkeiten des Opfers. Obwohl sie dann verzweifelt um ihr Leben bat, wurden fünf Schüsse auf die Unglückliche abgegeben, die schon nach dem zweiten Schuß tot gewesen sein muß. Der Mörder und seine Helfer dürften in wenigen Tagen vor das Standgericht gestellt werden. Späte Sühne für eine scheußliche Mordtat. Das Freiburger Schwurgericht verurteilte die Angeklagten Julius Scherer und Friedrich Volk wegen vollendeten Mordes zum Tode und Ehrverlust auf Lebenszeit; wegen Beihilfe zum Morde wurden die Angeklagten Heinrich Mayer zu sechs Jahren Zuchthaus, Leo Mayer zu fünf Jahren Zuchthaus und die Ehefrau Amalia Scherer zu vier Jahren Zuchthaus unter Anrechnung der Untersuchungshaft verurteilt. Die Ehrenrechte wurden ihnen auf fünf Jahre aberkannt. Der Staatsanwalt hatte für alle fünf Angeklagten die Todes- striM beantragt. — Auf Anstiften der Ehefrau, die inzwischen verstorben ist, war am 12. Februar 1923 der Bahnarbeiter Wilhelm Mayer auf seinem Anwesen in Ebnet bei Freiburg i. Br. ermordet worden. Allgemein wurde damals ein Selbstmord angenommen, und erst 1936 wurde durch einen Mitwisser bekannt, daß Mayer ermordet worden war. Die Tat war deshalb so ungeheurlich, weil gewissermaßen auf Grund eines Familienrates das scheußliche Verbrechen des Gatten- und Vatermordes begangen und die Hilfe Gottes von einigen der Beteiligten herabgefleht wurde, während die übrigen das Verbrechen begingen. Zeitschriften. Im Auftrag der „neuen linie" (Verlag Otto Beyer, Leipzig, Preis 1 Mk.) hat ein Photograph eine Dorfgemeinschaft in vielen Gesichtern festgehalten, und ein Journalist hat mit der Geschichte jedes einzelnen die Geschichte des Dorfes erzählt. Gleichzeitig zeigt das April-Heft der „neuen Urne" das deutsche Bauernhaus, feine Tradition, feinen Verfall und feine Wiedergeburt. — lieber her magischen Welt hes „phantastischen Theaters" hebt sich her Vorhang. Die Schilderung eines Besuches bei Hanns Iahst unh hie zweite Preisnovelle „Das Auge" von August Scholtis bereichern hen literarischen Teil. „Die Autoschleife hurch Italien", hie durch eine Reihe her schönsten Städte hes Lanhes führt, will jeben zu einer ähnlichen Fahrt anregen. — Besonhers reichhaltig ist hiesmal her Modeteil, her reizende Sportmodelle, Mantel- unh Jackenklei- ber, kürzere Röcke unh viele anbere Neuigkeiten zeigt. — Der stellvertretende Pressechef der Reichsregie, rung, Ministerialrat Alfred-Jngemar Berndt, erläutert in der neuesten Nummer der „Jllustrir-- t e n Z ei tu n g L e i p z i g" die Idee des deutschen Führerstaates. Zahlreiche Aufnahmen, die den Führer in zwangloser und herzlicher Unterhaltung mit Arbeitern, Frauen und Kindern zeigen, sind dem Apfsatz beigegeben. In Wort und Bild ersteht ein plastisches Bild des Führers, das zugleich Zeugnis dafür ablegt, wie sich her Wille hes Führers auf alle Gebiete beutfchen Lebens unh deutscher Kultur ausgewirkt hat. Eine Auswahl unveröffentlichter Aufnahmen vom Berghof, dem Heim des-Führers in Berchtesgaden,' füllt in vorbildlicher Wiedergabe mehrere Seiten; ein weiterer Beitrag ist dem Dankopfer hej Nation gewidmet. — Das neue Heft her „Siren e", der illustrierten Zeitschrift des Reichsluftschutzbundes, berichtet in fesselnden Bilderartikeln über eine große Werbeschlacht des RLB., über eine besonders gut gelungene Luftschutzübung in Bremen und über österreichische Luftschutz-Maßnahmen. Die feierliche Zurückweisung der Kriegsschuldlüge durch Adolf Hitler wird in einem bebilderten Beitrag „Die Geschichte einer Lüge" gewürdigt. Außerdem enthält das Heft interessante Bildberichte über eine Bärenjagd in Nordfinnland und über die amerikanischen Überschwemmungskatastrophen und ihre Hintergründe. Sprechstunden der Redaktion. 11.30 bis 12.30 Uhr, 16 bis 17 Uhr. Samstagnachmittag geschloßen. Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. 21. III 37: 10 496. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch- und Steindruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit her Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. April 1937 gültig. (V ok WNMIW CvUS [Stellengesuche] JungeFrau sucht stundenweise Beschäftigung im Haus oder Garten. Zu erfragen in d. Geschäftsstelle des Gieß. Anz. 02222 Halbtagsmädchen eventl. auch TagesmädcheD sof. gesucht. 02226 Stevharrstr.511. 3uoecljauö.,eötL Mädchen in Küche u.Haus- halt erfahren, an selbständ. Arbeit, gewöhnt, in kleinen Haushalt (3 Personen)ver sofort nach Gießen gesucht. 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Mai er., nachmittags 4 Uhr, auf dem Schiffenberg hWl- oerfammung Tagesordnung: Jahresbericht; Rechnungsablage; Sommerprogramm ; Verschiedenes. 02220 Anschließend Familienzusammenkunft. Postauto 3 Uhr 30 Minuten ab Ludwigsplatz. Nr. yy Zweites Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) Donnerstag, 2Y.April (Y37 liegt zerschmettert im Abgrund. C. K. 9JLr L-d- err icht -ul zlumem eid- die eine Ber- Miet» Woh> heim- r das r von cs das seinen seine n das MH- * K jeretiä- .le |N sie vor' s Danziger Lustfchutzmarfen. Aus der engeren Heimat feit Neues für den Büchertisch ange- Hans Thyriot. bereiten. liches Bild einer Reiherfedern 403 Der ideale Reibekasten! Schneiden und Reiben von Mohrrüben, Kartoffeln, Gurken, Rettichen ufw. ist damit viel leichter. Das Reibeisen rutscht nicht mehr hin und her, sondern sitzt ganz fest auf dem Glaskasten. Nichts geht verloren, alles fängt der Glaskasten auf. Der Reibekasten ist billig bei J. V. Häuser, (Stehen, am Oswaldsgarlen, Fernsprecher 2145/2146. Reh, Säugetier aus der Gattung der Hirsche. Das männliche Tier heißt Rehbock, das junge, weibliche Tier Schmalreh, später Geiß. Rehbraten ist sehr wohlschmek- kend, besonders der Rücken und die Schlegel. Die übrigen Teile werden zu Ragout verarbeitet. Reibe, Weißblech mit ausgestanzten Zacken oder Erhöhungen, auf dem Brot, Kartoffeln, Zwiebeln oder Muskatnüsse gerieben werden. Für die Zubereitung von Rohkost, besonders für kleine Kinder benutzt man besser eine Reibe aus Glas, die leicht zu reinigen ist. Reifen, Holzreifen, dis^it einem Stock vorwärts getrieben werden, sind ein beliebtes Kinderspiel» zeug, jedoch soll man den Kindern das Spiel damit nur in ganz verkehrsarmen Straßen oder in Eartenanlagen gestatten', da der Reifen die Aufmerksamkeit in Anspruch nimmt, so daß es leicht zu Verkehrsunfällen kommen kann. Reifeprüfung, die Abschlußprüfung nach dem Besuch einer neunstufigen, höheren Schule berechtigt zum Hochschulstudium. Reifrock, auf ein Fischbein- oder Rohrgestell gespannter Frauenrock, der zur Zeit des Rokoko getragen wurde, kleidsames Kostüm für Maskenbälle. Reigen, alte deutsche Tanzsorm, gibt auch schon dem Kind Sinn für Rhythmus und anmutige Bewegung. Reiherfedern, Schmuckfedern des Silber- oder Edelreihers, wäh- — Walter Vollmer: Vor Tagesanbruch. Eine Erzählung. 130 Seiten. Schön gebunden 2,40 Mark. Propyläen-Verlag, Berlin. — (88) — Der Schauplatz dieser Erzählung ist an den Ufern der Lippe. Hier leben Menschen, die zu dieser Landschaft passen in ihren Vorzügen und Fehlern. Da ist der Soldat, der nach langer Ver- mißtheit aus dem Felde zurückkehrt; der aufrechte Mensch, der vor keiner Schwierigkeit weicht, wenn es gilt, seine Weltanschauung und seine Heimat zu verteidigen; er siegt zuletzt über den anderen, der, von wirren, neuen Äeen ergriffen, sich im wilden Taumel einer Revolution verliert. Zwischen ihnen steht die liebende Frau, die nahe daran ist, ebenfalls dem Rausche der Verwirrung zu verfallen, dann aber von der Geradheit ihres heimgekehrten Gatten so mitgerissen wird, daß ihr Opfer den endgültigen Sieg der Wahrhaftigkeit herbeiführt. — Führen und Folgen. Ein Katechismus für Hitler-Soldaten von Alfred Kotz. 6. erweiterte Auflage. 104 Seiten. Ganzleinen 1,80 RM., kart. 1,20 RM. Ludwig Voggenreiter Verlag, Potsdam. — (8) — Dieser Katechismus will für den soldatischen Deutschen das große Geschehen im Einzelnen und in der zuchtvollen Gemeinschaft als Ausführung des ewigen Gesetzes „Fichren und Folgen" deuten. Frontkämpfergeist wird beschworen für die, die an die Front im Ringen um das Dritte Reich und um einen neuen deutschen Menschen rücken, gemäß dem Wort Adolf Hitlers, daß „unser ganzes Leben zwischen Führung und Gefolgschaft verläuft". Ein schönes Geschenkwerk für jeden Angehörigen von SA., SS., NSKK., HI., für jeden innerlich soldatischen Deutschen. — Theodor Kröger: Heimat am Don. Roman. Preis in Ganzleinen 4 Mark. Propyläen- Verlag, Berlin. — (84) — Als die russische Front nach Ausbruch der bolschewistischen Revolution zu- sammegebrochen war, begann im .Frühjahr 1918 der gewaltige deutsche Vormarsch nach dem Schwarzen Meer, der Krim und dem Don. Nur in seinem Schutz war die Sammlung der „weißen" Kräfte überhaupt möglich. Die Ukraine wurde befreit, mit dem Wiederaufbau wurde begonnen. Die große Enttäuschung für die Weißen trat ein, als die Deutschen im November 1918 nach der Heimat abrücken mußten. Die Krim war der Sammelplatz der letzten weißrussischen Kräfte. Zum letzten Male schien sich das Schicksal der Weißen zum Guten zu wenden, als General Wrangel eine neue Armee aufstellte. — Kameradschaft „Junges genTag . . . Jahrbuch junger Dichtung. Zentral- oerlag der NSDAP., Franz Eher Nachf., München 1937. — (53) — „... eine Schar junger schöpferischer findet: so muß das gewesen sein, und so hat es sich zugetragen, und was da berichtet wird, das haben manche unter uns auch oder ähnlich erlebt. Damit ist schon gesagt, was, wie uns scheint, das kleine, übrigens hübsch und gediegen ausgestattete Buch aus der Sphäre der rein privaten Erinnerungen und Aufzeichnungen heraushebt. Es wird vielen, Jungen und auch Aelteren, die ihre Jugend noch nicht vergessen und verloren haben, Freude im vergangenen Jahre verstorbenen Kameraden gab der Kameradschastsführer ein Gesamtbild der Tätig- im letzten Geschäftsjahre. Höhepunkte in der — M I. Krück von Poturzyn: Die Frauen Heinrichs VIII. Mit 4 Bildtafeln. Preis in Ganzleinen gebunden 2,80 Mark. Verlag Hoffmann & Campe, Hamburg. — (94) — Seine seltsamen Ehegeschichten haben dem Tudorkönig Heinrich VIII. als Ritter Blaubart Eingang verschafft in Romanliteratur und Film. Daß er nebenbei auch ein Staatsmann von europäischem Format und seine Politik nicht ausschließlich nach den Ansprüchen seines stets liebebedürftigen Herzens ausgerichtet war, wird darüber meist vergessen, und auch in dem vorliegenden Büchlein ist davon nicht viel zu lesen. Von den sechs Frauen Heinrichs VIII. kommt die spanische Katharina allzu kurz weg, wenn man diese Darstellung mit dem Porträt vergleicht, das Reinhold Schneider in seinem Buch „Das Insel- reich" von dieser wahrhaft vornehmen Frau entwirft. Anna Boleyn, die Mutter der großen Elisabeth, ist vielleicht die bekannteste in dem grausigen Kranz von Frauen um diesen Herrscher, der die Frauen so tief verachten mußte, daß er sie ohne Zaudern von sich stoßen konnte und doch immer wieder in neuer Leidenschaft sich ihnen hingab. Die — Alma M. Karlin: 0 Joni San. Zwei japanische Novellen. 62 Seiten. Heydebrand Verlag, Breslau. — (1) — Alma M. Karlin hat auf weiten Reisen, von denen ihre Bücher berichten, auch die Welt des Fernen Ostens kennengelernt. Die beiden kleinen Novellen, die der vorliegende Band vereinigt, und die von der Heimkehr eines jungen Japaners aus der Fremde des „Westens" und vom Schicksal der Geisha O Pamabuki san, der „ehrenwerten Goldnessel", erzählen, werden den Leser weniger um der Fabel an sich als um der kulturgeschichtlichen und volkskundlichen Hintergründe willen fesseln. So mag das Büchlein von einer neuen Seite her die mancherlei Veröffentlichungen ergänzen, die sich, überwiegend geopolitisch, wirtschaftlich oder militärisch orientiert, um Verständnis und gerechte Würdigung des japanischen Volkes und Staatswesens bemühen. Schilderung schlicht und dem Gegenstände messen natürlich bleibt, daß man beim Lesen emp- Hier abschneiden! Reihe der Veranstaltungen bildeten der Besuch des Reichskriegertages und die Sommerfahrt zum Kyft- häuser. Die Zahl der Mitglieder betrug Ende des Jahres 318. Nach Erstattung des Kassenberichtes und des Tätigkeitsberichts über das Schießwesen hkelt der Propagandaobmann des Kreisoerbandes, Georg Engelke, einen Vortrag über die Geschichte des Bundes, seine Stellung zur Partei und seine Tätigkeit der Gegenwart. Nach Erledigung des dienstlichen Teiles wurden Filmaufnahmen, darunter auch Bilder von der Fahrt zum Kyffhäuser, gezeigt. — An der Reichsautobahn sind jetzt die großen Bauwerksarbeiten zur Ueberführung der Straßen und der Schwalm im Gange. Es wird mit der Fertigstellung der meisten Bauwerke bis zum 1. Juli gerechnet. Gegenwärtig stellt die Reichsbahn auf der freien Strecke der Nebenbahn Alsfeld—Hersfeld ein Anschlußgleis mit einem Aus- ladebahnhof zum Herantransport der Materialien für die Herstellung der Straßendecke zwischen Alsfeld und Eifa her. Mit diesen Arbeiten soll noch im Laufe des Jahres begonnen werden. äreis Schotten. < Schotten, 28. April. Die Ortsgruppe Schotten hielt in der Turnhalle eine Parteiversa m m l u n g ab, bei der Bürgermeister Ditte- w i ch, Schlitz, über die seitherigen Leistungen der Regierung und der Partei sprach. Anschließend fand eine Abschiedsfeier für den nach Mainz versetzten Regierungsassessor Denzer statt, bei der Ortsgruppenleiter Z e s ch k y warme Worte des Dankes sprach. Pg. Denzer war Schulungsleiter der hiesigen DAF.-Schule, die er mit großem Erfolg aufgebaut hat. Ortsgruppenleiter Z e s ch k y ist als sein Nachfolger bestimmt worden, die Lehr- und Schulungskurse werden nach Pfingsten fortgesetzt werden. — Am Sonntag treffen etwa 400 bis 500 Reiter der Reiterstandarde hier zu einem «Sternritt ein. Am Alteburgskopf ist ein Lager, Vorführungen, Abkochen usw., vorgesehen. Kreis Bübingen. ch Nidda, 28. April. Hier sowohl, als auch im benachbarten Geiß-Nidda sprach Frl. Hessenauer, Berlin, vor einer zahlreichen Zuhörerschaft über die ouslandsdeutschen Volksgenossen. Der Verein für das Deutschtum im Ausland sucht nach Kräften ihre härteste Not zu lindern. Menschen, geeint in dem beseligenden Glauben an das große, das neue Reich, dem wir uns mit ganzer und letzter Leidenschaft hinzugeben bereit fühlen ...", hat sich in diesem Bande zusammengefunden: Max Bevern, Hans Ehrte, Erich Otto Funk, Hanns Gottschalk, Herta Grandt, Erich Krüger, Hans Pflug, Heinz Rusch und Wolfram W u l st e n. Einige van ihnen sind bereits durch selbständige Veröffentlichungen bekannt geworden. Jeder von ihnen gibt zuvor einen kurzen Abriß seines Lebensganges, feiner landschaftlichen Herkunft und dichterischen Entwicklung. Was die Gedichte, die sie zur gemeinsamen Sammlung beigesteuert haben, innerlich verbindet, ist in dem gemeinsamen „Bekenntnis zu Volk und Heimat, zu Führer und Vaterland" enthalten und ausgesprochen. Bei aller persönlichen Verschiedenheit der dichterischen Aussage und der lyrischen Formen lassen sich Die gleichen Ziele und die Gemeinsamkeiten dieser jungen schöpferischen Kräfte schon an den Motiven und Themen klar erkennen: Schönheit und Reichtum der Landschaft, Kraft des deutschen Bauerntums, Segen der heimatlichen Schalle, Ehre und Würde der Arbeit, der schaffenden und gestaltenden Kräfte unseres Volkes. Ein Ueberblicf über das Inhaltsverzeichnis, aus dem wir eine Reihe von Überschriften herausgreifen — „Spruch zur Arbeit"; „Feierabend im Bauernhaus"; „Du bist, Fabrik"; „Im Takte der Hämmer"; „Lob der Arbeit"; „Deutschland"; „Die Sense rauscht"; „Am Grabe einer jungen Bäuerin"; „Arbeitergebet"; „Wir Kameraden"; „Heimat" und „Fahnenlied"—, läßt klar erkennen, was die Gedichte dieser jungen Kameradschaft bewegt und zur inneren Einheit zusammenfugt. Hans /Thynot — Klaus Erich Boerner: Ursula. Aus Thomas Wiesers Papieren. 131 Seiten. Keysersche Buchhandlung, Erfurt, 1937. — (105) — Auch ohne den an den „Pan" anklingenden Untertitel und ohne das Motto, das von der Unbeständigkeit und von der Ewigkeit der Liebe spricht, würde man wohl das nordische Gestirn erkennen, das dieser Erzählung wie so vielen Büchern unserer Zeit weg- weisend vorgeleuchtet hat; aber man würde Boerner unrecht tun, wollte man ihn auf Abhängigkeiten oder Einflüsse festlegen, denn das Beste an seiner Erzählung stammt, wie man ebenfalls empfinden wird, aus Eigenem, aus dem persönlichen Erlebnis. Wem das nicht beschieden ist, dem kann niemand helfen, auch Hamsun nicht. Boerner erzählt die zarte und traurige Geschichte vom Glück und Ende einer jungen Liebe; man könnte erwägen, ob die Darstellung ohne den Rahmen epischer Einkleidung und mit einigen geschickten Kürzungen nicht ae- winnen würde, aber wesentlich scheint uns, daß Die Gruppenleiter in der üblichen Weise geschlossen. — Auf dem heute hier abgehaltenen Schweinern a r k t waren 166 Ferkel, meist Händlerschweine, aufgetrieben. Es kosteten 5 bis 6 Wochen alte Ferkel 16 bis 21 Mark pro Stück. Die über 6 bis 8 Wochen alten Ferkel wurden mit 22 bis 28 Mark pro Kopf und Qualität bezahlt. Der Handel ging flott, trotzdem verblieb etwas Ueberftand. ch L i ch . 28. April. Am Montagabend ereignete sich an der durch Warnungstafeln gezeichneten kurvenreichen Gießener Straße ein Berkehrsun- f a 11. Ein aus Richtung Steinbach kommendes Personenauto, das mit zwei Personen besetzt war, kam an der ersten Rechtskurve zwischen Albacher See und der Stadt ins Schleudern und fuhr gegen das eiserne Brückengeländer auf der linken Straßenseite. Infolge des starken Anpralls gab das Geländer nach und stürzte mitsamt dem Personenwagen etwa fünf bis sechs Meter hinunter in Den angeschwollenen Albach, das „Hohlwässerchen", wie es im Dolksmund heißt. Die Personen konnten noch rasch unbeschädigt aus dem Auto steigen, während sich dieses schnell mit Wasser füllte. Mit großer Mühe konnte der schwer beschädigte Wagen herausgehoben werden. D L i ch, 29. April. In der Betriebsgemelnschaft der Brauerei Jhring-Melchior wurde am gestrigen Mittwochvormittag in Gegenwart der gesamten Gefolgschaft Die neue Fahne geweiht. Kreisobmann Wagner von der Deutschen Arbeitsfront, Betriebsführer Brauereidirektor Hans I h r i n g und Betriebswalter Ernst T r e ch s l e r hielten Ansprachen. Freudig stimmten alle in das Treugelöbnis zum Führer ein. Kreis Alsfeld. § Alsfeld, 26. April. Am Samstag hielt die Veteranen- und Kriegerkamerad- fchaft Alsfeld ihren diesjährigen Jahres- Hauptappell unter Leitung d. Kameradschaftsführers, Lehrer Hartmann, av. Nach einer Ehrung der Führer-Markenblocks mit Tages- und Sonderstempel. Lpd. Die Deutsche Reichspost läßt, um vielfachen Wünschen der Bevölkerung entgegenzukommen, bei Den Schalterstellen, Die Führer-Markenblocks verkaufen, unD von den Zustellern auch Blocks mit Dem Tagesstempel vom 20. April 1937 vorrätig halten. In vielen Fällen roirD auch Der Abdruck Der Sonderstempel zum Geburtstage des Führers begehrt. Derartige Anträge können nur auf schriftlichem Wege an Die VersanDstelle für Sammlermarken in Berlin W 30 gerichtet werden. Dem Antrag sind Die ungestempelten Viererblocks Der Führermarke und ein mit der Anschrift des Absenders versehener Freiumschlag für die Rücksendung beizufügen. Die Erledigung dieser Aufträge wird einige Zeit in Anspruch nehmen. Auf Settel, Postkarten oder Briefumschläge geklebte einzelne Marken mit dem Bilde Des Führers merDen nachträglich nicht abgestempelt. Birklar 100%ifl beim Dankopfer der Nation! NSG. Die Einzeichnungen in Birklar (Kreis Gießen) im Gebiet der Standarte 116 sind auf hundert Prozent gestiegen. Damit hat sich die gesamte Bevölkerung Birklars vom Aeltesten bis zum Jüngsten eingetragen und damit einen vorbildlichen Beweis ihrer Dankbarkeit dem Führer gegenüber abgelegt. Landkreis Gießen. 00 Klein-Linden, 28. April. Missionar Blümer (Marburg) von der Leipziger Mission hielt am Sonntagabend in der Kirche einen Vortrag über die Arbeit der Leipziger Mission im früheren Deutsch-Ostafrika. Er sprach namentlich auch über die Notwendigkeit der Mssionsarbeit im allgemeinen. Auch im Äormittagsgottesdienst und im Kindergottesdienst hatte der Missionar gesprochen. y Watzenborn-Steinberg, 29. April. Moraen, 30. April, begeht der Schuhmachermeister Balthasar P i tz III. in bester Rüstigkeit seinen 7 0. Geburtstag. Sein Geschäft, in dem er heute noch eifrig tätig ist, betreibt er feit 1890. Seiner Militärpflicht genügte er 1888/90 bei dem Infanterie-Regiment 116. Im Verwaltungsrat der hiesigen Spar- und Darlehnskasse wirkt er seit dem Jahre 1907, er war Direktor von 1924 bis 1936. Er bekleidet noch heute die verschiedensten Ehrenämter in unserer Gemeinde. s. Lang-Göns, 28. April. In diesen Tagen wurde eine der längsten Straßen unseres Dorfes, Die Amthausstraße, neu gesteint, eingedeckt und aewalzt. Damit ist einem lang gehegten Wunsch der Anwohner entsprochen worden. — Don der Gemeinde wurden tausend Maulbeerbaum- pflanzen gesetzt. = Lang-Göns, 28. April. Am Mittwoch ging hier ein Melkkursus, der vom Reichsnährstand veranstaltet wurde, zu Ende. Die Beteiligung war recht groß. Nach praktischen Vorführungen an verschiedenen Tagen und in verschiedenen Stallungen wurde ein Film vorgeführt, der nähere (Erläuterungen über Viehfütterung, Stallpflege und besonders über das Melken gab. Der Kursus wurde von einem Fachmann geleitet, der den Film erklärte. Anschließend teilte Ortsbauernführer Weil das wichtigste über die S) o f f arten mit, die in diesen Tagen an die Bauern und Landwirte ausgegeben werden, sowie über die Beteiligung an der Reichsnährausstellung in München. Die Hofkarten werden an Betriebe von über zwei Hektar ausgeteilt und müssen im Laufe des Monats Mai» ausgefüllt werden. Es handelt sich in unserer Gemeinde um 135 Betriebe. T Staufenberg, 28. April. Die Bezugs- u n b Absatzgenossenschaft hielt dieser Tage bei Gastwirt W. Grölz ihre Jahresversammlung ab. Der erste Vorsitzende und Direktor der Genossenschaft, W. Becker, gab einen Rückblick über das verflossene Geschäftsjahr. Der Warenumsatz war recht bedeutend. Die Mitgliederzahl beziffert sich auf 158. Die Rechnungsablage wurde vom Rechner L. Jung V. erstattet. Der Kassenstand ist sehr günstig. An Dividende werden 3 v. H. verteilt. < Daubringen, 27. April. Die Deutsche Arbeitsfront (NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude") eröffnete dieser Tage unter Leitung von Fräulein L i ch t e n f e l s (Gießen) im Saale der Wirtschaft Weimer einen Kursus für Frauengymnastik. Der Besuch war sehr gut. Auch eine Anzahl jugendlicher Teilnehmerinnen meldete sich. Aus Mainzlar nahmen ebenfalls einige Frauen teil. )) Allendorf a. d. Lda., 27. April. Am Samstagnachmittag fand eine Besichtigung der unter Führung des Oberbrandmeisters Kehr stehenden Freiwilligen und Pflichtfeuerwehr durch Kreisfeuerwehrinspektor Bouffier statt. Nach eingehender Besichtigung der Geräte und des Geräteexerzierens, das exakt ausgeführt wurde, fand ein Brandangriff statt. Diesem lag die Idee zu Grunde, daß ein Fliegerangriff stattgefunden, Der verschieDene Brände verursacht habe, Deren Bekämpfung wegen der mitverwendeten giftigen Gase sehr erschwert war. Auch diese Hebung wurde schneidig durchgeführt. Das anschließende Fußexerzieren nach dem neuen Exerzierreglement sand ebenfalls den vollen Beifall des Kreisfeuerwehrinspektors. In der Kritik gab Kreisfeuerwehrinspektor Bouffier feiner vollen Zufriedenheit über die Leistungen der Wehr Ausdruck und betonte hierbei noch besonders das gute Verhältnis zwischen Gemeinde und Wehr, das sich insbesondere dadurch kennzeichnet, daß die Gemeindeverwaltung stets opferbereit für die Wehr eintritt. — Nachdem der hiesige, dem Deutschen Schützenbund im Reichsverband für Leibesübungen angehörende Kleinkaliberschützenverein im Januar sich zu einem Freundschaftsschießen mit der Schießabteilung der Kriegerkamerad- schäft Wißmar nach Dort begeben und die höchste Punktzahl erreicht hatte, sand am Sonntag auf Dem hiesigen Schietzstand Das RückfreunD- fchaftsschießen unter Den gleichen Bedingungen zwischen Wißmar und Allendori statt. Auch Diesmal konnte Allendorf mit 1449 Ringen gegen Wißmar mit 1156 Ringen den Sieg behaupten. Bester Einzelschütze des Tages war Förster Förster, Allendorf, mit 147 Ringen. Mit Rücksicht auf die sehr ungünstige Witterung waren die Resultate auf beiden Seiten als zufriedenstellend zu bezeichnen. £ Allendorf (Lumda), 28. April. Gestern abend hielt die hiesige Ortsgruppe der NSDAP, im Saale von Horn einen Schulungsabend ab. Ortsgruppenleiter Bürgermeister Krieb eröffnete den Abend. Hierauf sprach Schulungsleiter Lehrer Strack über das Thema „Erziehung", das großen Beifall fand. Nach Besprechung verschiedener Angelegenheiten wurde der Abend durch den Orts* Zur Werbung für den Luftschutzgedanken hat jetzt auch die Danziger Postverwaltung zwei Sondermarken in den Werten zu 10 und 15 Pf. erscheinen lassen. — (Scherl-Bilderdienst-M.) Regenwasser gerade benutzt werden, in einer Hülle getragen. Für Damen gibt es «ehr kleine Regenschirme, Knirpse, die in einer Handtasche untergebracht werden können. Jeder Regenschirm, der naß geworden ist, muß zum Trocknen aufgespannt werden. Wenn ein Regenschirm unbenutzt dasteht, soll er nicht aufgerollt sein. Regenwasser, besonders als Gießwasser für Topfpflanzen geeignet. Orchideen sollen nur mit Regenwasser getränkt werden. Gärtner sammeln das Regenwasser in ihren Treibhäusern im Eießwasserbecken. Regenwurm, lebt in gutem feuchten ©artenboben und im Rasen, ist unschädlich. Ernährt sich von faulenden Pflanzenteilen und lockert durch seine Arbeit das Erdreich. Unerwünscht im Blumentopf, da er hier aus Nahrungsmangel die Wurzeln abbeißt und bei eintretender Fäulnis frißt. Die Topferde mit kaltem Walnußblätterabsud oder Roßkastanienbrühe begießen: der Wurm tritt an die Oberfläche und kann dann leicht gefangen werden. Regine, weibl. Vorname lat. Herkunft, mit der Bedeutung „Königin". Register, entbehr!. Fremdwort für Verzeichnis. Regulator,Wanduhr, deren Gang durch eine Schraube am Pendel, die diesen schneller oder langsamer schwingen läßt, verlangsamt oder beschleunigt werden kann. Leichtsinnigste war sicher Katharina Howard, Die Das Verschweigen ihrer vorehelichen Jugendsünden auf dem Blutgerüst büßen mußte, die Klügste die Witwe Katharina Parr, die auch dem über seine Ehegeschichten und die Sorge um die Dynastie müde und krank gewordenen König — nur ein zarter Sohn und zwei Tochter waren des Königs sechs Ehen entsprossen — die Augen zudrückte. Das Büchlein ist fesselnd geschrieben und gibt ein anschau- interessanten Zeit. Fr. W. Lange, aft „Junges Volk": W i r reiten Amtsgericht Gießen wa- Ab heute Donnerstag, 3.45 Uhr rn 2929A Hersteller: P. Jos. Möbs, Seifenfabriken, Gießen Frische Fische! Dr. Arnold Fank-Film: 2924 A und Preis! 2942A Die Tochter des Samurai 1.00 BabnhofftroBe 21 2940 D 1.25 Ili6t4 TANZ 2.00 einfarb. oder gestr. fi QE 4 QE Charmeuse...... A.uU Luu 4.80 Die führende natnrkundliche Monatsschrift! 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Auf diesem historischen Hintergrund spielt der Liebesroman des Deutschrussen Johann Rapp und der Rote-Kreuz-Schwester Alexa Habermann. Hier wird eine Liebe auf die härteste Probe gestellt: sich unterzuordnen unter das moralische Gesetz, das den Mann in den Kampf um seine Heimat zwingt. Und doch triumphiert die Liebe der Frau über die Verzweiflung des Mannes, und Johann Rapp, der sein Leben hundertmal fortgeworfen hat, findet eine Zukunft auf deutschem Boden. Deutsche und Russen sind in einer letzten Kameradschaft zusammengeschlossen durch den Kampf um ihre Heimat Diese Heimat ist die Ukraine, das Paradies der Fruchtbarkeit mit feinen unendlichen Feldern und geheimnisvollen Wäldern, den reicheik Gütern und den heiligen Städten. Wie im „Vergessenen Dorf" packt der Erzähler Kröger auch in diesem Roman durch die Unmittelbarkeit seiner Anschauung, die Schlichtheit seiner Sprache, die Wucht seines Stils. Männliche Härte und draufgängerisches Temperament, verhaltene Zartheit und üppige Schilderungsfreude sind seine Merkmale Die erste deutsch - japanische Gemeinschaftsarbeit, ein spannendes, lebenswahres Filmgeschehen von tiefer Eindringlichkeit und erschütternder Größe. Sie sehen hervorragende, darstellerische Leistungen im Rahmen einer grandiosen Handlung, die angefüllt ist mit sensationellen Höhepunkten: Erdbeben, Vulkanausbruch, kochende Erde, der gigantische Kampf des Menschen mit diesen Naturgewalten, Aufnahmen, wie sie noch nie gezeigt wurden. Schwurhand mit der Schrift „Reinleinen". Wäschestücke, z. V. Handtücher oder Bettwäsche, sind in Reinleinen dauerhafter als in Halbleinen, stellen sich aber wesentlich teurer. Reinlichkeit, besonders am Körper selbst, soll schon im Kindesalter gefördert werden, da sie für jeden Menschen eine Selbstverständlichkeit sein muß. Reinlichkeit bedingt sowohl gründliches Waschen und Baden des Körpers wie Mundpflege und Pflege des Haares, der Finger- und Fußnägel. Reis, Körnerfrucht eines tropischen Sumpfgrases, die geschält und ungeschält gehandelt wird. Reis ist außerordentlich nahrhaft und kann auf vielerlei Art zubereitet werden, am besten dünstet man ihn mit wenig Master, wobei man aber acht geben muß, daß er nicht anbrennt. Polierter Reis ist bekömmlicher^ es fehlen ihm aber die Vitamine. Reis kann auch als Kindernahrung verwendet werden. Reisebüros, Beratungsstellen für Reisende, die auch Reiseaufenthalte vermitteln und bestimmte, verbilligte Reisen zusammenstellen und durchführen Die Beratung ist durchweg kostenlos, aber auch unverbindlich. Reisekreditbrief, von einer Bank oder einem Reisebüro ausgestellte Geldanweisung über eine bestimmte Summe, die während der Reise, im Ausland in der Währung des jeweiligen Landes, eingelöst werden kann. Schulstr. 7. Ruf 2251 . UlllllllllllllllllllllllllllllGießen. Frankfurter Straße 1 /. nij wc toi toi jak «i gel du un, Die des Leb Leb UNv 9lat Fr N % Lebi D toir hält toir Wer Färberei Braubach & Fischer Seltersweg 63 Haben Sie schon an die Instandsetzung Ihrer Frühjahrsgarderobe gedacht? Jetzt ist es Zeit, unseren Rat einzuholenl SiietoonHoWarfd) 500 fi 0.45 Rich. Grünewald de ur zu S on für Ku lief 6q Wanderer-Marken™ schon ab RM. 64.- Spezial-Räder ab RM. 32.50. Linker & Sohn Ludwigstraße 16 2067D Maibowle................... Glas 0.30 Rheinwein (Planiger).........I prima Rheinwein (Pfaffen-Schwabönh.) | Lage Durch Strafbefehl des Amtsgerichts Gießen ren zwei Autofahrer wegen Uebertretung der Reichsstraßenverkehrsordnung zu Geldstrafen von 35 RM. GARY COOPER ■ SHIRLEY TEMPIE L CAROLE LOMBARD GUY STANDING „Ium kühlen Brand“ Inh. Adolf Schepers. 2944V Gestoch. scharfe Schrift, unverwüstliche Konstruktion, spielend leichter Anschlag, formschönes Aussehen — das ist die Klein-Torpedo mit Segmentumschaltung. Nur RM. 186.-. Schon f. 8.30 mtl. 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Die beigegebenen Bildtafeln nach griechischen Vasenmalereien erhöhen den Reiz des sorgfältig ausgestatteten Büchleins. GLORIri Morgen Freitag abend Minachtseier Omnibusverkebr ab Ludwigsvlab von 20.30 Uhr an (Pendelverkehr) Rückfahrt während der Nacht. 2945c Schell«_____ Silet von 5eelod)6 500 ö 0.32 bzw. 50 RM. verurteilt worden. Beide Angeklagten legten hiergegen Einspruch ein. In der daraufhin anberaumten Hauptoerhandlung wurde die öffentliche Klage seitens der Staatsanwalt bezüglich des Angeklagten K. fallen gelassen, während der Angeklagte W. S. aus Herborn zur gleichen Strafe, wie im Strafbefehl bereits ausgesprochen, verurteilt, wurde. Die Kosten wurden dem Angeklagten auserlegt. Der Angeklagte S. fuhr am 28. Aug. 1936 gegen 14.15 Uhr mit seinem Personenkraftwagen mit mäßiger Geschwindigkeit durch die Ederstraße in Richtung Wißmarer Weg. Beim Ueberqueren der Steinstraße verursachte er an der Kreuzung Steinstraße- Ederstraße einen Zusammenstoß mit einem die Steinstrahe befahrenden Personenkraftwagen. Es wurde festgestellt, daß der Angeklagte das Vorfahrtsrecht des die Steinstraße befahrenden Personenkraftwagens gestört und dadurch den Zusammenstoß verschuldet hatte. Bei etwas vorsichtigerem Verhalten des Angeklagten hätte dieser Unfall vermieden werden können. Weiter wurde berücksichtigt, daß der Angeklagte nicht die rechte Straßenseite eingehalten hat. Das Ist Setsuko Hara eine zauberhafte Japanerin, die ganz Deutschland begeistert in dem Charmeuse in neu.Farben E QH sehr kleidsam........ab MhlmillM rend Paradiesreiher Federn des Paradiesvogels sind. Reiherfedern soll man, da sie außerordentlich empfindlich sind, in einer Anstalt reinigen lassen. Reim, Anwendung gleichklingender Worte oder Silben am Schluß zweier Verse. Die alte germanische Form des Reimes ist der Stabreim, die Verwendung von Worten mit gleichem Anlaut in einem Vers; z. B. „Roland, der Riese, am Rathaus zu Bremen". Reimund, männl. Vorname germanischer Herkunft, mit der Bedeutung „durch Rat schützend". Reimar, männl. Vorname germ. Herkunft mit der Bedeutung „durch Rat berühmt". Reineclaude, Pflaumenart von grüner Farbe und runder Form, saftig und wohlschmeckend. Vorzüglich zum Rohessen und Sterilisieren. Dazu werden gereinigte junge Früchte, die nicht überreif sein sollen, mit Hölzchen durchstochen, in Gläser gefüllt und mit kalter Zuckerlösung übergossen. Reineke, in deutschen Sagen Beiname des Fuchses. Reiner, männl. Vorname germ. Herkunft mit der Bedeutung „der Berater". Reinette, eine Apfelsorte, die als 0 Winterapfel mit rauher Schale bekannt ist. Reinhold, männl. Vorname germanischer Herkunft mit der Bedeutung „der mit Rat Waltende". Reinleinen, Stoffe, die aus reinem Flachsgarn hergestellt sind. Sie tragen als Schutzmarke eine — D r. Franz Graf Zedtwitz: Zaubervoller Balkan. Sudost - Europa zwischen gestern und morgen. Mit 40 Bildern. Verlag Ullstein, Berlin. Preis Ganzleinen 5,80 Mark. — (98) — Graf Zedtwitz erzählt von seinen Reise-Erlebnissen und Jagdabenteuern in Jugoslawien. Ihn interessieren in gleicher Weise die seltenen Exemplare einiger in Europa sonst kaum mehr vorkommender Tiere, wie das Schicksal der Menschen. So erzählt er von interessanten Begegnungen mit merkwürdigen Menschen, beschreibt in farbigen Schilderungen die Schönheiten der herben Landschaft und spürt den dunklen Bewegungen nach, von denen die Bevölkerung Jugoslawiens erfaßt ist: der Kampf der alten Sitten und Anschaungen um Behauptung der Tradition, das Vordringen der westlichen Zivilisation, die vieles von altem Brauchtum zerstört. Jugoslawien wird einem nach diesem Buche um vieles verständlicher und vertrauter. — Eckart Peterich: Kleine Mytholo- g i e. Die Götter und Helden der Griechen. 160 Text- und 16 Bildseiten. Ganzleinen 2,80 Mark. Sozietäts-Verlaa Frankfurt a. M. — (100) — Diese „Kleiner Mythologie" will in denkbar knapp- Eine spannende Handlung, die zwischen Schanghai und Paris spielt, und vielerlei Verwicklungen, in denen sich Gary Cooper und Shirley Temple als Vater und Tochter von der ernsten und heiteren Seite zeigen können, werden den Zuschauer bis zu dem letzten Filmmeter mitreißen. Beiprogramm, Fox-Ton-Woche. läßlich 4,6,8.30, Sonntag 3,5.30,8.30 Staatspolitisch und künstlerisch wertvoll! — Jugendliche .zugelassen. Täglich 4,6.8.30, Sonntags 3, 5.30, 8.30. Besuchen Sie möglichst die ungekürzten Nachmittagsvorstellungen, da abends starker Andrang zu erwarten ist. - Sichern Sie sich Karten im Vorverkauf: Telr4078 0*’ AS ei u jk o ei h- to 8 n 8 h d 5 d i i b u a 2 $ Ti 9i 5 is v