Ir. 502 Erstes Matt 187. Zahrgang Dienstag, 28 Dezember 1057 kichern, täglich, autzei L'nntags und Feiertags Mlogen: Die Illustrierte Eenener Familienblätter H imat im Bild Die Scholle Monats-Vezugspreis: Mit 4 Beilagen RM.1.95 0! ne Jllusttierte , 1.80 Jistellgebühr „ -.25 A.ch bei Nichterscheinen D(i einzelnen Nummern itrolge höherer Gewalt Zernsprechanschlüffe HTter Sammelnummer 2251 A schrist für Drahtyach- tyten: Anzeiger Siesten Postscheckkonto: £nnffurt am Main 11686 Eichener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: vrühlsche Universitätrdruckerei R.Lange in Gießen. Schristleitung und Geschäftsstelle: Zchulftraße 7 Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer vis 8'/.Uhr des Vormittags Grundpreise fü^I mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rps., für Text- anzeigen von 70 mm Breite 50Rpf..Platzvorschrist nach oorh. Vereinbg.250/^ mehr. Lrmästtgte Grundpreise: Stellen-, Vereins», gemeinnützige Anzeigen sowie ein- spaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Npf., Familienanzeigen, Bäder», Unterrichts» u. behördliche Anzeigen KRpf. Mengenabschlüsse Staffel B MsdeutscherMMiillyZ? Von Dr Dr. Friedrich Lange. f in Jahr ist ein kleiner Zeitraum im Schicksal tiits Hundertmillionenvolkes, und doch manchmal streichend, um die große Linie der Entwicklung til nnen zu lassen. So ist es auch beim Jahre 1937. 8s fehlen ihm große Entscheidungen nach Art sei- ite- unmittelbaren Vorgänger, welche die Selbsthemmung des Deutschtums im Reich und die ersten iluk'auleistungen nationalsozialistischer Dolksfüh- ■urg sahen. Allein das zur Neige gehende Jahr irvlhte genug Ereignisse, die als bezeichnend für Mi ren Weg zwischen den Völkern gelten können. JTimer bekannter und beachteter wurde drinnen ttl> draußen die Grundtatsache unseres Lebens, xjf jeder dritte Deutsche eine fremde Duatsangehörigkeit hat. Die, Sehnsucht Mj res allein in Mitteleuropa auf 15 verschiedene -»jäten 'aufgeteilten deutschen Volkstums, aber auch es Streudeutschtums im Osten und Uebersee nach aeiigstens geistiger und seelischer Einheit über alle 0 Ist geänderten Staatsgrenzen hinweg erfaßte zu- chnds immer mehr Köpfe und Herzen; noch nie» nds zuvor hat — um nur ein Kennzeichen zu jenen — an so vielen Weihnachtsbäumen das )la e volksdeutsche Licht der Treue ge- tonnt, in der alten deutschen Heimat wie unter er Sternkreuz des Südens, von den Amerikadeut- hin bis zu den deutschen Dörfern des australischen Mandes und zum friedlos gewordenen Oftafien. In der anderen Seite hat 1937 der Enkdeutschungs- : 'arr>f so vieler fremder Gegner ein Ausmaß an- ijftwnmen, das in Zeiten sogenannten Friedens 'chrrr zu überbieten ist. Lis der FMe der Erscheinungen sei des Ausrot- 'Un sfeldzuges des nur 1,3 Millionen Köpfe zäh- 1 mim Slowenentums gegen das Deutschtum im untersteirischen Dreieck und in Krain, besonders Ur »Gottscheer Lande, gedacht. Wie eine Dampf- iMe geht der berüchtigte slowenische Druck über l ie letzten Spuren deutschen Lebens in der früheren Irmarf. Marburg an der Drau, Pettau, Cilli sind Lnsstädte geworden, wo nach dem Willen der rth Herren nur noch Steine von den Deutschen n sollen. Selbst in G 0 ttschee , wo die Slo» n behaupten, etwas „duldsamer" zu fein, wur- «ocht. und neunjährige Kinder in das Gefäng- Bebracht und tagelang dort behalten, weil sie paar, an sich erlaubte deutsche Volkslieder rhalb des Hauses gesungen hatten... Die deutsche Zeitung der Untersteiermark, die rutsche Zeitung" in Ci11i, mußte ihr r einen einstellen, ähnlich verhängnisvoll, wie zu c feioier Zeit die tapfere „DeutscheBeski'den- jrtunfl* im tschechischen Anteil des Teschcner Mafien dem Druck der Entdeutschung erlag. Illberschwemmungen richteten Schaden an volks- P!e'u:°chem Besitz in der Untersteiermark und IM Wx sch gewordenen Weichselkorridor an, das von Sku^en bewohnte Dorf Toportz in der Zips Marnte ab. Enteignet wurden deutsche Liegen- s ha en im Memelland, in Polen und mehreren astSren europäischen Staaten, .weiteres deutsches $:to(:urgut, vor allem in Lettland, dessen Staats- aerailt seit der berüchtigten Ankündigung vom Mai Kfiis zugestandenermaßen darauf ausgeht, inner- tztzb von zehn Jahren jede Spur des 700 Jahre iJrc n deutschen Kulturschaffens zu zerstören. W eviele fremde Völker sich mit deutschen Federn hh-iäcken, zeigte vor allem die PariserWelt- lr:,ssst e 11 u n g , die deutsche Spitzenleistungen nicht nur in dem bekannten reichsdeutschen Prachtbau s.Ü ^,Kein Erdteil, wo nicht Deutsche bodenständig gen rrben sind, kaum ein Land, zu dessen Gedeihen nid Deutsche beigetygen haben!", das wurde jiiri Besucher der Weltstadt an der Seine gewiß, de 2iese Wahrheit sehen «und hören wollte. Da nur ein fremder Pavillon einen der größten ost- d'Ätchen Forscher für sich in Anspruch, die T sch e - ttOlllowakei prunkte mit deutschböhmischen Man gläsern, die Erzeugnisse der Siebenbürger Mhien erschienen unter rumänischer Bezeichnet die von Deutschen errichteten schönsten Bauten Iber ungarländischen Hauptstadt O f e n p e st irrten für den Besuch ihres Standortes, der rings VW oeutschen Dörfern umgeben ist. Hunderte von 9^cn?n in aller Welt legten Zeugnis ab für ihre blei: f cf,n Erbauer, aber fast durchweg unter Heimern Gewände, entdeutscher Bezeichnung und Q,jii in oft zur Beweisführung gegen das Deutschen hohem Alter starb Thomas M a s a r n k Win einer deutschen Mutter und Begründer des tschä ischen Staates, in den mehr Deutsche hinem- nqt wurden als Norweger in Norwegen woh- mr der Letten in Lettland. Der Sprecher des so schm- ringenden altbelgischen Deutschtum, Heinrich LZkschosf vollendete das 70. Lebensjahr, für den r.ntirbcnen ersten Führer des ungarlandifchen Tkckrhtums Jakob B l e y e r , wurde das erste Dklnal (an seinem Grab) enthüllt. Aber über das Eir l hinaus geht dort wie anderwärts fremde Geg- nncjaft, sind doch in so vielen Städten, die seit änderten bis über den Weltkrieg hinaus d'üüishsprachig waren, heute selbst deutsche Grab- iiüstr ften verboten. I [lii Lebenden wurden auch 1937 vielerorts nicht gipj)-:ger behandelt. Noch immer sitzen Verurteilte oiuf »em traurigen Memelprozeß von 1934 hilnlii Kerkermauern. In der vormals freien deut- schii Bergstadt Tarnow itz erging ein über- rcchlnd hartes Massenurteil gegen deutsche Jüng- (ihf', bald darauf ein ähnliches in Könitz gegen 22 bdüicie Dolksangehörige. Aufsehen erregte die Kette dättkifeindlicher "Maßnahmen in dem vom Woje- wra! Graczynski geleiteten Ostoberschlesien ndid Ablauf des Genfer Abkommens (15. Juli 1937), bile (Lbft mit dem reichsdeutsch-polnischen Minder- Bauernnot im österreichischen Alpenland. Folgen derpreisschere.—Bodenständiges deutsches Bauerntum von Haus und Hof vertrieben. Wien, 27. Dez. (DNB.) Bei der Aussprache über den Voranschlag des Bundeslandes Nieder» öfter re ich führte ein Abgeordneter- Klage über die Entvölkerung vieler niederöfterreichischer Gebirgsgegenden. Er wies darauf hin, daß sich der Grundbesitz die schwierige Lage der Gebitgsbauern zunutze mache und bei Zwangsversteigerungen für geringes Geld Bauernhöfe und Boden erwerbe. Die Bauern müßten die Scholle verlassen, und die neuen Grundherren, denen es hauptsächlich um Jagden au tun sei, ließen die Höfe verfallen. So sei z. B. die Bevölkerung der Gebirgsgemeinde Schwarzau im Gebiet des Schnee- berges innerhalb der letzten 25 Jahre von 2800 Einwohnern auf knapp 1500 zurückgegangen. Kürzlich habe man den Hof einer Bäuerin, die 26 Kindern das Leben geschenkt habe und infolge der großen Kinderzahl in Not geraten sei, zwangs- oerfteigert, wobei wegen einer Schuld von 24 000 Schilling eine so lebenskräftige Familie von Haus und Hof gejagt worden fei. Der Abgeordnete verlangte eine sofortige und grundsätzliche Aenderung des Grundverkehrsgesetzes, um der bedrohlichen Entvölkerung der österreichischen Gebirgsgegenden entgegen zu wirken. Es ist übrigens bekannt, daß der durch Zwangsversteigerungen frei- werdende Grund und Boden hauptsächlich ’i n s Eigentum jüdischer Spekulanten über« geht. * Man kann sich bei uns im Reich nur sehr schwer eine Vorstellung von dem Ausmaß des Leidens machen, das die bäuerliche Bevölkerung Oesterreichs nach dem Kriege und besonders in den letzten Jahren zu erdulden hatte. Die Verschlechterung der wirtschaftlichen Daseinsbedingungen geht wohl am deutlichsten aus dem Unterschied zwischen Verkaufspreisen und Einkaufspreisen gegenüber dem Stande von 1914 hervor. Während der Gesamtindex der Jndü- ftfieftoffe gegenüber der Vorkriegszeit um 27,4 v. H. gestiegen ist, fiel der Gefamtindex für Agrarpreise im gleichen Zeitraum um 27,5 v. H. Das heißt also mit anderen Worten, daß der österreichische Bauer heute für die von ihm verkauften Agrarprodukte um so viel weniger Geld befofnmt, als er für die pon ihm benötigten Jndustrieerzeugnisse m e h r bezahlen muß. Aber nicht nur die Maschinen, die der österreichische Bauer gebraucht, sind sehr viel teurer geworden, sondern auch zahlreiche Nahrungsmittel, auf die er angewiesen ist. So,ift z. B. Zucker gegenüber dem Jahre 1929 allein um 64 0. H. und Kaffee um 30 v. H. im Preise gestiegen. Der Preis für Baumwollwaren erhöhte sich in der gleichen Zeit um 33 v. H. Wenn heute durchschnittlich.zwischen den agrarischen Bedarfs- und Verkaufs- gegenftänoen eine Preisspanne von etwa 5 5 v. H. klafft, so erweitert sich diese bei einzelnen Produkten bis zu 350 v. H. Besonders schlimm haben sich die Verhältnisse für den Bergbauern ausgewirkt, da die Holzpreise etwa 40 v. H. unter dem Vorkriegsstand liegen. Der Zwangslage, in die der österreichische Bauer durch' diese Preisentwicklung getrieben ist, könnte er entweder durch einen vermehrten Absatz seiner Erzeugnisse oder durch entsprechende Senkung der Steuern und Sozialabgaben entgehen. Beide Auswege sind ihm jedoch versperrt. Denn auch die B e • I a ft u n g durch Real steuern und Umlagen ist um etwa 40 v. H., durch soziale Leistungen um rund das Fünffache g e ft i e g e n. Die andere Ausweichmöglichkeit — Produktionsoermehrung und Produktionsumstellung auf Jndustriepflanzen usw. — besteht im beschränkten Umfange höchstens für einige Flachlandgebiete, nicht aber für die alpenländische Wirtschaft. Sie wird im übrigen auch dadurch verbaut, daß die österreichische Gesamtbevölkerung in einem ungeahnten Maße ihren Lebensmittelverbrauch eingeschränkt hat, und daher als zusätzlicher Abnehmer für die Bauernprodukte nicht mehr.in Frage kommt. Das österreichische Institut für Konjunkturforschung errechnete beispielsweise in seinem letzten Halbjahresbericht, daß der Nahrungsmittelkonsum allein von 1930 bis 1934 um etwa 18 v. H. zurückge gangen ist. Der Rückgang gegenüber der Vorkriegszeit ist natürlich noch, viel stärker, er beträgt in Wien bei einzelnen Fleisch- (orten 50 0. H. Die Gründe für die Einschränkung des Nahrungsmittelverbrauchs sind einesteils in der großen Arbeitslosigkeit, anderenteils in dem niedrigen Stand der Löhne und Gehälter zu suchen. Ist doch seit 1931 eine durchschnittliche Herabsetzung des Verdienstes um 25 bis 30 0. H. erfolgt, wobei die gleichhohe Kaufkraftentwertung der Währung noch gar nicht in Betracht gezogen ist. Alle diese Erscheinungen, deren politische und wirt- schaftliche Ursachen hier im einzelnen nicht untersucht werden können, haben dazu beigetragen, daß das österreichische Bauerntum eine Schuldenlast trägt, die es aus eigenen Kräften niemals wird beseitigen können. Welche Folgen diese Bauernver- (chuldung hat, die mit einer starken Zinsaus- b e u t u n g Hand in Hand geht,« läßt sich daraus ersehen, daß im Jahre^ 1936 dreimal soviel Zwangsversteigerungen als im Jahre 1932 stattfanden, und daß die Zahl der Exekutionsanträge sich von 1936 auf 1937 wiederum verdoppelt hat. Der österrei- chijche Staat hat zwar wiederholt durch Preissenkungsaktionen für landwirtschaftliche Bedarfsartikel und durch Entschuldungsmaßnahmen zu helfen versucht, jedoch keine nennenswerte Erleichterung des Bauernelends erreicht. Wie bedrohlich die Lage geworden ist, zeigt die Tatsache, daß der sogenannte Bergbauernhilfsfonds, der 1937 von Regierungsseite zu einer ständigen Einrichtung gemacht wurde, nicht mehr die Hauptaufgabe hat, Zwangsversteigerungen zu verhindern, sondern g e - eignete Bieter zu schaffen. Ja, im Gesetz ist offiziell schon von „Entsiedelungsgebieten" die Rede. Vor solche Hintergründe muß man das Einzel- schicksal jener armen, tapferen Bäuerin stellen, das der Abgeordnete Niederösterreichs geschildert hat, denn diese Verelendung des österreichischen Bergbauerntums bedeutet im letzten Grunde nichts anderes als die Vertreibung des bodenständigen Deutschtums aus seinen bisherigen Wohngebieten und die Einsetzung jüdischer Grund Herren, die sich mit dem im Zwischenhandel von Land zu Stadt erwucherten (Selbe die verlassenen Bauernhöfe billig aneignen. Es geschieht hier also ein doppelter Betrug und es entsteht eine doppelte Gefahr. Denn enteignetes Bauernland ist nicht nur ein ungeheurer volkswirtschaftlicher Verlust, sondern der Beginn des Volkstodes. D. S. heitenschutzabkommen vom 5. November 1937 nicht abgeschlossen ist; im Hinblick hierauf wurde Gra- czynjki selbst im Dezember 1937 zum Ehrendoktor von jener Universität Krakau ernannt, die einst als Zweitälteste deutsche Univexsität — sogleich nach Prag — gegründet worden war und mit der Ent- deutschung der Stadt Krakau selbst ein Mittelpunkt fremder Arbeit wurde. Dem neuen Jahre bleibt die Hoffnung, daß das Ausgleichsabkommen vom 5. November' allseitig so großzügig durchgeführt wird, wie Berlin und Warschau es überinstimmend in Aussicht genommen hatten > Am schwierigsten gestattete sich die Lage der Deutschen in den engverbundenen Staaten Sowjetunion und Tschechoslowakei. Hier wie dort ereigneten sich auch 1937 Häufungen von Deut» schenverfolgungen, welche die Worte der Verantwortlichen von angeblicher nationaler Duldsamkeit aufs deutlichste widerlegten. Waren es in der Sowjetunion vor allem die Maßnahmen der Regierung gegen Kulaken und zur „Reinigung" des Staatsapparates,' die unter dem deutschsprechenden Be- ' völkerungsteil ihre Opfer forderten, so ging die Prager Taktik dahin, die ganze Struktur der von Haus aus rein deutschen Grenzgebiete Böhmens und Mähren-Schlesiens von Grund aus umzuändern. Schon im Januar 1937 begannen Saalschlachten gegen Sudetendeutsche. Im Mai wurden in Staab bei Pilsen 80 Versammlungsteilnehmer ohne Warnung durch Militär verletzt, kurz zuvor die wohl ausgewogenen vier Gesetzanträge Henleins zum Schutze der deutschen Volksgruppen verhöhnt und praktisch eingesargt. Am 17. Oktober, an dem vom oberschlesischen Annaberg aus 58 reichsdeutsche Jugendherbergen eingeweiht wurden, überfiel in Teplitz-Schönau tschechische Polizei sudetendeutsche Abgeordnete, und verfolgt wurden nicht die Prügel» Polizisten, (andern die unschuldig Mißhandelten. I Selbst Minister Machnik, der Vater des berüchtigtsten I aller Dertschechungs-Erlasse, mußte kurz vor Weihnachten zugeben, daß seine Kreaturen im letzten Jahre weiter gegangen sind, als ein Rechtsstaat zulassen sollte. Das Jahr 1938 wird zeigen müssen, ob t(chechischer Rechtsbolschewismus weiterhin ungestraft die europäische Volksgemeinschaft derart herausfordern darf. Auch jenseits der Meere war Kampf. Die Deutschen in Südwestafrika wurden Gegenstand von Ausnahmebestimmungen, ihx Deutscher Bund aufgelöst. Wo weltanschauliche Gegner draußen Macht haben, suchen sie ihr Mütchen an den deutschen Volksgruppen zu kühlen. Aber alle Not und Beengung konnte den deutschen Sinn nicht beugen. So wie die Deutschen Sloweniens und Ungarns, Lettlands und des Memellavdes nur noch entschiedener sich zum Deutschtum bekennen, machten die Sudetendeutschen ihre Musikfesttage im September zu ein-r großen Gemeinschaftskundgebung, wurde das zehnjährige Jubiläum karpathendeut- chen Erwachens in Preßburg ein Markstein zu neuem Aufstieg und das erste deutsche Schulfest in Neuyork ein weithin sichtbares Zeichen der Sammlung. Trotz dem großen Elend in Böhmen und Mahren brachte die sudetendeutsche Volksgemeinschaft 16 Millionen Tschechenkronen zur Linderung der größten Not zusammen (die Kinderverschickung in das Reich wurde durch die Tschechen verboten), einige Hundert sudetendeutscher Kinder fanden bei dem selbst bedrängten Deutschtum Nordschleswigs Stärkung. Elsässische Heimatstreue erzwang die Rücknahme der Blumschen Schul-Ausnahmeverordnung. Mit vielen Wunden, aber seelisch ungebrochen, geht das deutsche Volkstum in aller Welt in ein neues Jahr des Kampfes, der uns aufgezwungen worden ist und in dem es nur ein „Vorwärts !" geben kann, bis alle Gegner uns zuge» stehen das Recht auf Väterart, Muttersprache und Kinderseelen! Rumänien nach den Wahlen. AnfdemWege zu einerKoalitionsregierung Bukarest, 27. Dez. (DNB.) Yim die durch die Kammerwahlen geschaffene Lage zu klären — keine der Parteien hat die notwendigen 40 v. H. aller Stimmen erhalten, so daß ihr die Wahl- prämie von 50 v. H. der Sitze zugesprochen werden könnte — tagte während der Weihnachtsfeiertage Paris, 27. Dez. (DNB.) Pierre Dominique beschäftigt sich in der radikalsozialiftischen „R £ - p u b l i q u e" noch einmal mit der Orientierung der (ranzösischen Politik. Jeder Franzose Und insbesondere die französischen Frontkämpfer, erklärt er, würden sich ehrlich über eine deptsch-französische Annäherung freuen. Moskau stehe selbstverständlich jeder deutsch - französischen Annäherung feindlich gegenüber. Man könne davon überzeugt (ein, daß die augenblickliche neue Streikwelle kommunistischen Ursprungs sei, d. h. unmittelbar von Moskau diktiert werde. Vielleicht wünsche man in Moskau eine Regierung zu stürzen, die sich weigere, sich von der sowjetrussischen Politik ins Schlepptau nehmen zu lassen. Vielleicht halte man auch den Augenblick für gekommen, b i e letzte Karte auszuspielen, um in eine neue Regierung zwei kommunistische Mini st er zu setzen. Wenn man aber glaube, daß eine deutsch-französische Annäherung verhindert werde und Frankreich (ich noch enger an Sowjetrußland anlehnen würde, so irre man. Je gewaltsamer und brutaler die angewandten Mittel seien, um so größer sei das Interesse Frankreichs, die Politik zu verstärken, die man in die Formel kleiden könne: „Jedem Volke steht es frei, sich das Regime zu geben, das ihm paßt, keinen ideologischen Kreuzzug und keine Einmischung, kein Mili'tärbündnis mit Sowjetrußland aber eine deutsch-französische A n - Näherung!" Es gebe keinen ehemaligen Front- der Oberste Wahlausschuß. Er entschied dahin, die Kammersitze im Verhältnis des von jeder Partei errungenen Hundertsatzes der Stimmen des ganzen Landes zu verteilen, wobei Parteien, die weniger als 2 v. H. aller Stimmen erhalten haben, unberücksichtigt bleiben. Auf Grund dieser Entscheidung werden der R e • gierungslifte, auf der neben der Liberalen Partei auch Anhänger Sorgas und der Rumänischen Front Vayda-Wojwod, sowie die Vertreter der Deutschen Volksgemeinschaft kandidierten, 15 0 bis 15 4 von insgesamt 387 Sitzen zu- gesprochen werden, den'Nationalzaranisten etwa 85, Der Partei „Alles für das Land" (Eiserne Garde) 66, den Christlich-Nationalen 38, Georg Bratianu 17, Junian 9 und der Ungarischen Partei etwa 18. Da der Regierung eine parlamentarische Mehrheit in der Kammer fehlt, rechnet man damit, daß die Liberalen eine Zusammen- arbeit ist i t einer anderen Partei versuchen werden. Zu diesem Zweck wird gegebenen« falls auch eine Umbildung der Regierung vorgenommen werden. König Carol hat schon den Vorsitzenden der Christlich-Nationalen Partei, G 0 g a , in Audienz empfangen. Kämpfer, dem es schwer falle, zwischen denjenigen zu wählen, die Frankreich geschlagen hätten und von Frankreich geschlagen worden seien, die aber durch jahrhundertelange gemeinsame Ueber- lieferungen verbunden seien und jenen, die Frankreich im Laufe der Geschichte schon dreimal v e r r a t e n hätten. Die Sowjets forderten das automatische ^Bünbnis nur beshalb, um automatisch b e n Krieg vom Zaun brechen zu können. Wenn man aber zu einer deutsch-französischen Annäherung gelangen könnte, so würde nicht nur Frankreich glücklich sein. Das Wirlschaffschaos. Streiks und Preiserhöhungen an der Tagesordnung. Paris, 28. Dez. (DNB. Funkspruch.) Ab 1.Januar werden in Paris d i e Fahrpreise auf den Autobussen und auf der O-Bahn um e t w a 10 v. H. erhöht. So wird der.Einheitstarif der O-Bahn künftig in der 2. Klasse statt 1 Franken 1,10 Franken und in der 1. Klajse statt 1,50 1,60 Franken betragen. Die allgemeine Entrüstung, die die beabsichtigte Preiserhöhung des Automobil- brenn ft offes in ganz Frankreich ausgelöst hat, veranlaßten „Epoque", die Lage in Deutschland einer genaueren Betrachtung zu unterziehen. Während man in Frankre ich auf dem besten Moskau verhindert deutsch-französische Verständigung. Die Gefahren des Bündnisies mit dem Bolschewismus. Wege dazu fei, die Autoindustrie zu erdrosseln, gebe Adolf Hitler seinen Willen kund, das Automobil allen Volksschichten zugänglich zu machen. Im Herbst nächsten Jahres werde der 300 0. Kilometer der Auto- st r a ß e n eingeweiht. Das Ergebnis dieser gesunden und weitblickenden Politik, die man als eine wahre Sozialpolitik bezeichnen könne, drücke sich auch in den deutschen Produktionsziffern aus. ‘ Der Streik im Pariser Lebensmittel- Großhandel und im Transportgewerbe dauert trotz dpr Bemühungen des Ministerpräsidenten und des Arbeitsministers an. Die Arbeitgeber verlangen völlige Handlungsfreiheit bei der Auswahl der Wgen Arbeitsmangel zu entlassenden Angestellten, während die Arbeitnehmer die Entlassungen nach der Anstellungsdauer durchgeführt sehen wollen.'In Rouen hat sich die Streikbewegung der Schiffsbesatzungen weiter ausgedehnt. 30 französische Schiffe hegen im Hafen wegen Streiks fest. Aus Marseille entsandte Ersatzmannschaften haben, sich sofort nach ihrer Ankunft in Rouen mit den Streikenden solidarisch erklärt. Alles für unser Volk! Helft allemit, damit Vielen geholfen werde. Berlin. 27. Dez. (DBB.) Die JISfi. veröffentlicht nachstehenden Aufruf des Reichsministers Dr. Frick: Aus dem Opfer des einzelnen für die Gemeinschaft ist die Bewegung entstanden. Niemals hätte sie siegen können, wenn sich nicht Zehntausende opferbereiter Männer gefunden hätten, die bereit waren, alles für den Sieg Adolf Hitlers hinzugeben. Das Opfer des einzelnen für die Gemeinschaft hat die Bewegung zum Siege geführt. Dieser Geist der Hingabe an die Volksgemeinschaft hat auch das Winter- hilfswerk des deutschen Volkes hervorgebracht. Der einzelne opfert, damit niemand in der Volks- gemeinfchaft hunger oder Kälte leidet. Alles für unser Volk! 3n diesem Volk leben wir; mit ihm sind wir alle als seine Glieder unauslöschlich auf Gedeih und Verderb verbunden. Kein Opfer fei uns für unser Volk zu groß, helfet alle mit, damit vielen geholfen werde! Dr. Ley zumLahreswechsel an seineMitarbeiter. Berlin, 27. Dez. (DRB.) Reichsorganisations- leiter Dr. Ley erläßt an seine Mitarbeiter zum Jahresende folgenden Aufruf: „Das vergangene Jahr, vor allem der Leistungswettkampf, hat allen meinen Mitarbeitern der Reichsorgani- sationsleitung der NSDAP, und des Zentralbüros der DAF., sowie allen Politischen Leitern, Maltern und Warten im Reich so viel zusätzliche Aufgaben und Arbeit gebracht, daß ich ollen beim Jahreswechsel zunächst meinen herzlichen Dank für ihren tatbereiten Einsatz übermitteln möchte. Gleichzeitig wünsche ich allen Mit- Arbeitern ein alückliches Neujahr! Das Glück der Mensmen kommt aus der Gemeinschaft. Diese Gemeinschaft aller deutschen Menschen immer inniger zu gestalten und sie zu edelstem Wettkampf für die Ewiakeit Deutschlands ein- zusetzen, wird Ziel unserer Arbeit im neuen Jahre fein! Vorwärts mit Adolf Hitler! Die Werkschar im kommenden Jahr. NSG. Oberwerkscharführer und SA.-Standarten- führer Holzapfel erläßt zum Jahreswechsel folgenden Aufruf: „Werkscharmänner! Das für die Werk scharen so ereignis- und erfolgreiche Jahr 1 9 3 7 geht zu Ende. Die im vergangenen Jahre getätigten Erfolge waren nur möglich, weil sich jeder einzelne. Werk- scharmann voll und ganz für die ihm übertragenen Aufgaben einsetzte. Diese Einsatzbereitschaft und Dienstfreudigkeit erfüllt mich mit besonderem Stolz: ist daraus doch zu ersehen, daß ihr von der Größe und Wichtigkeit unserer Aufgaben überzeugt seid. Wir fiepen aber er ft am Anfang des großen Aufbauwerkes, und es wird im Jahre 1938 an euch noch manch große Anforderung gestellt werden. Durch das tiefe Vertrauen, das uns alle verbindet und durch die Liebe zu unserem Führer, die uns alle vereint, weiß ich, daß ihr im Jahre 1938 eure Pflicht genau so freudig und mit einem noch größerem Eifer erfüllen werdet, wie im Jahre 1937. In diesem Sinne hoffe ich, daß auch jeder einzelne seine Ehre darin ein- setzen wird, ein vorbildlicher Werkschar - mann zu werden und wünsche ich euch allen, meine lieben Kameraden, ein glückhaftes neues Jahr." Me war dasWeihnMgeWst? Ein vollkommen klarer Ueberblick über den Rcichsburchschnitt des Weihnachtsgeschäftes liegt noch nicht vor. Immerhin schälen sich einige Eindrücke heraus. Das eigentliche Weihnachtsgeschäft ist, wie auch schon in den Vorjahren, zweifellos dadurch belebt worden, daß der früher übliche „Inventurausverkauf" aufhörte und an seine Stelle der Saisonschlußverkauf in weiterem Abstande von der eigentlichen Jahreswende getreten ist. Der Einbruch kälteren Wetters war ein weiteres, förderliches Moment. Die außerordentliche Zunahme der Arbeitstätigkeit äußerte sich in so auffälligen Sonderartikeln, wie einer vermehrten Nachfrage nach blauen Arbeitskitteln, Wäsche und groben Weißwaren. Einkäufe industrieller Werke, einzelner Behörden, der NSV. und des WHW. überschnitten sich teilweise; dazu trat ein reger Prioatbedarf, so daß alle Anstrengungen gemacht werden mußten, um den Versorgungsansprüchen gerecht zu werden. Ein weiterer charakteristischer Zug des diesjährigen Weihnachtsgeschäftes war, daß die lebhafte Werbung für einen frühen Einkauf auf eine große Empfänglichkeit gestoßen war. Käufer und Verkäufer kamen damit besser zurecht. Nur in den Geschenkartikeln hatte das Geschäft etwas Stoß- artiges. Auch im Rundfunkgerät war der Absatz recht gut, wobei neben den billigen Volksempfängern auch hochwertige Geräte gekauft wurden. Wie beim Rundfunkgerät spielt der Charakter des Geschenkartikels auch bei Lederwaren, Haushaltungsgeräten und Haushaltungsmaschinen eine erhebliche Rolle. Das „praktische Geschenk" hat sich eine stattliche volkswirtschaftliche Bedeutung errungen. Insgesamt lauten Annäherungsschätzungen dahin, daß im Einzelhandel vor und zu Weihnachten 1937 fast 4 Milliarden umgesetzt wurden gegen 3,6 Milliarden im Vorjahr. Die anteilmäßige Erhöhung beträgt also etwa 10 v. H., nachdem schon im Vorjahr gegenüber 1935 eine Steigerung von rund 13 o. H. eingetreten war, . ... Oie Wett an der Zeitenwende. Amerika am Pazifik. Von unterem DW.ÄeucNterstatter. Los Angeles, im Dezember 1937. Kaum eine Periode der Geschichte weist eine derartig sensationelle Entwicklung auf, wie der Aufstieg der pazifischen Welt zu einem Zentrum wirt- schgfts- und machtpolitischen Geschehens. Noch immer gibt es besonders in Europa viele Menschen, die glauben, der Stille Ozean sei ein Meer des Friedens über dem, unter einem blauen polynesischen Himmel die Romantik der Südsee schwebe. Aber diese Zeiten sind längst dahin. Japan hat sich in den wenigen Jahrzehnten von einem mittelalterlichen Feudalstaat zu einer modernen Großmacht er ft en Ranges aufgeschwungen und Amerika, die einzige weiße Großmacht, die unmittelbar an den Stillen Ozean grenzt, nimmt lebhaften Anteil an den Geschehnissen des Fernen Ostens. Während noch um die Jahrhundertwende die pazifische Küste Nordamerikas weltwirtschaftlich o gut wie gar keine Bedeutung hatte, konzeytrie- ren sich heute mächtige Industrien in seinen Staaten. Seattle, San Franzisko, Los Angeles find Großstädte mit einer erstaunlichen Entwicklung geworden: 1850 zählte das verschlafene Pueblo Los Angeles nur etwa 1600 Seelen, im Jahre 1900 waren es 102 400 und heute hat Groß-Los Angeles eine Bevölkerung von über zwei Millionen Meuchen. Los Angeles hat 26 Flugplätze und ist der Ausgangspunkt für fünf transkontinentale Luftlinien, drei transkontinentale Eifenbahnsysteme und in seinem künstlich geschaffenen Hafen laufen 185 Dampfschifflinien an. Der unerhörte Wohlstand Kaliforniens zeigt sich daraus, daß es hier mehr registrierte Automobile gibt als in dem reichen Staat Neuyork, ein Automobil auf je zwei Personen. Südkalifornien hat eines der ergiebigsten Petroleumfelder der Welt, im vergangenen Jahre wurden allein aus dem Ha- en von San Pedro-Los Angeles für 159 Millionen Dollar Oel versandt. Hier ist das Zentrum der Weltsilmproduktion, kalifornische Flugzeugtypen wie Douglas, Lockheed, Vultee, Northrup, Consolidated und andere sind weltbekannt und bereits heute ist Kalifornien das Zentrum des amerikanischen Flugzeugbaues. An Gummifabrikation, Automobilmon- age, Möbel- und Kleiderproduktion steht es knapp sinter den großen Industriestädten des amerikani- chen Ostens zurück. In ähnlicher Weife hat H a - w a i eine großartige wirtschaftliche Entwicklung durchgemacht. Die Eröffnung des Panama- Kanals am 15. August 1914 hat viel dazu beigetragen, den amerikanischen Handel im Pazifik zu fördern, und der wirtschaftliche Expansionsdrang hat ich natürlich nicht auf die amerikanische Seite des Pazifik beschränkt, sondern auch in Ostasien festen Fuß gefaßt. Aber in delnfelben Maße, wie sich die wirtschaftlichen Interessen am Pazifik stärkten, entstanden auch politische Spannungen. Obwohl die Vereinigten Staaten durch die Bereitwilligkeit, die Philippinen aufzugeben, der Welt und besonders den Japanern zu beweifen suchten, daß sie in Asien keine imperialistischen Ziele verfolgten, kann man wohl behaupten, daß die Reibungsflächen zwi- chen Japan und USA. sich eher vergrößern als ab» iehmen. Nicht umsonst ist die gelernte Kriegs« lotte Onkel Sams im Stillen Ozean stationiert, und wenn Amerika heute eine gewaltige Kette von Befestigungen vom Panama-Kanal bis zu den Aleuten errichtet und Hawai zu einem uneinnehmbaren Gibraltar des Pazifik ausbaut, so sind das eben Beweise, daß hier Strömungen vorhanden sind, die früher oder später einmal zu Konflikten führen können. Es ist interessant zu wissen, daß sich die beiden tärksten Garnisonen Amerikas . hier am Pazifik befinden: 30000 Mann am Panama- Kanal und 26 000 Mann a u f Hawai. Die Jn- eln Flamenco, Perico, Naos und Culebra am pazi- ischen Eingang zum Panama-Kanal sind Panzer- eftungen, denen sich kein Unberufener nähern darf, und der Kriegshafen Pearl - Harbor (Honolulu) silt als einer der modernsten der Welt. Hawai ist )as wichtigste Bollwerk des amerikanischen Imperialismus und gerade deshalb ist es das Sorgenkind der amerikanischen Wehrmacht. Von den 400 000 Menschen, die auf dieser befestigten Inselgruppe wohnen, sind zwei Drittel asiatisch, von 81 000 Schulkindern in den öffentlichen Schulen sind 45 000 Japaner. Die in Hawai geborenen Japaner haben angeblich dieselben Rechte wie die Weißen, aber es ist ein offenes Geheimnis, daß im Falle eines Krieges die Internierung der gesamten japanischen Bevölkerung Hawais vorgesehen ist. Deshalb die große Truppenkonzentration auf Hawai schon jetzt in Zeiten des Friedens. Hawai ist ein Territorium der Vereinigten Staaten. Trotz wiederholter Gesuche und Bittschriften lehnt es Washington immer wieder ab, Hawai als 49. Staat der Union zuzulassen, weil man sich der Gefahr nicht aussetzen will, noch einen asiatischen Völkerbestandteil als wahlberechtigtes Glied ins amerikanische Volksganze aufzunehmen. Diese Tatsachen sind Japan wohlbekannt und bei dem hochentwickelten Ehrgefühl der Japaner bedeutet die Herabsetzung der japanischen Menschen einen schweren Schlag. Noch schmerzlicher wurde von den Japanern natürlich der kalifornische „Ex- clusion Act 1924" empfunden, auf Grund dessen jegliche japanische Einwanderung untersagt wurde. Während der kleinste südeuropäische Staat eine Einwanderungsquote nach USA. hat, kann auch nicht ein einziger Japaner gesetzmäßig in die Staaten einwandern. Japaner in Kalifornien dürfen keine Weißen heiraten und keinen Grund und Boden erwerben. Sie sind gesellschaftlich isoliert. Mit Recht sagte daher kürzlich der japanische Botschafter Hirosi Saito in Washington: „Japan wartet geduldig auf den Tag, wo diese unnötige Beleidigung der japanischen Ehre aus den amerikanischen Gesetzen getilgt wird!" — Diese bescheidenen Worte sind dem stolzen Japaner gewiß nicht leicht gefallen. Amerika hat ohne Zweifel die Absicht, mit Japan in Frieden zu leben. Ader es unterläßt keine Gelegenheit, seinem Nachbar die gepanzerte Faust zu zeigen. So wurden diesen Herbst zwei Geschwader schwerer Bombenflugzeuge in Sitka-A laska stationiert, die zum erstenmal den Winter dort oben verbleiben, der schwere Kreuzer „Portland" wurde nach den Aleuten beordert, um „Wetterbeobachtungen" zu machen. Mehrere Geschwader der neuesten Patrouillen-Bomber (PBY-1 Consolidated) flogen non-stop nach Hawai und Panama, um die dortige Wehrmacht zu verstärken, weitere Geschwader sind bereits angekündigt. War es Zu- fall oder Absicht, daß Amerika während der stärksten Krise des japanisch-chinesischen Konfliktes seine nächsten pazifischen Frühjahrsmanöver ankündigte, die wiederum im Riesenbreieck California- Alaska-Hawai stattfinden, und an denen 200 Kriegsschiffe und 550 Kampfflugzeuge teilnehmen werden: „Die gewaltigste Flottenkonzentration der Geschichte des Pazifik!" ruft die amerikanische Presse. Trotzdem es Amerika war, das in der Mitte des vorigen Jahrhunderts die Japaner gewaltsam zwang, .ihre Tore zu öffnen, hat es in den letzten Jahren alles getan, um Japans Expansionsmethoden zu hemmen. Denken wir nur an den Frieden von Portsmouth 1905, an Sibirien 1919/20, an die Flottenratio 5:5:3, Mandfchukuo und die letzten Ereignisse in Ostasien. Japan spricht nicht davon, aber es denkt daran, noch sind die Spannungen sehr schwach und die Entfernungen riesengroß, welche die beiden zu mächtigen Einheiten zusammengeballten Flotten Amerikas und Japans voneinander trennen, aber bereits heute fliegt man in 16 Stunden von San Franzisko nach Hawai und in weiteren 40 Stunden nach dem astatischen Fest, land. Die Welt wird von Tag zu Tag kleiner. Ez ist eine Tatsache, daß sich diese beiden gewaltige,, Randftaaten am Pazifik in einem We11rüste „ befinden. Tagtäglich melden die Zeitungen und Marineberichte, daß neue Stützpunkte der Flotte und Luftwaffe fertiggestellt oder Millionen-Budgetz für kommende Befestigungen bewilligt seien. Amerika hat die Philippinen so gut wie auf. gegeben, und Japan weiß, daß es geaen das reiche mächtige Amerika in einem Angriffskrieg nur per. lieren kann. Dennoch steht außer allem Zweifel, daß der Pazifik langsam aber sicher in den Mittel, punkt des weltpolitischen Geschehens rückt. Er ist das Meer der Zukunft. Wie lange'noch, und der Kampf um die Vormachtstellung im Pazifik wird zum Austrag kommen, in einem Ringen, wic es die Weltgeschichte noch nicht gesehen hat. EmpirepoM Von unterem v SK.-Berichferstatier. Sidney, Dezember 1937. Australien ist eins der wichtigsten Anliegeländer des Pazifistischen Raumes und dank seiner m 96 v. H. britischen und England gegenüber loyalen Bevölkerung von nahezu 7 Millionen weißer Menschen ein Bollwerk angelsächsischer Macht, Kultur und Zivilisation in der süolichen Halbkugel. Wenn auch, geographisch gesehen, Australien einen Teil jener Gebiete bildet, die als „Ferner Osten" bezeichnet werden, hat es bis jetzt verstanden, durch den Grundsatz der „Weißen- Australien"-Politik, sich einerseits gegen die Zuwanderung von Asiaten abzukapseln, andererseits eine gewisse Monroe-Doktrin für den zu Australien gehörenden geopolitischen Raum im Pazifik aufzustellen. Immerhin ist man hier doch, namentlich seit der großen Weltwirtschaftskrise, die auch Australien stark in Mitleidenschaft gezogen hatte, zur Einsicht gelangt, daß die Zeiten der früheren Isolierung vom Weltgeschehen endgültig vorbei sind. In außevpolitischer Hinsicht wirkte sich dies bereits 1934 in der Eytsendung der ersten australischen diplomatischen Mission nach dem Fernen Osten, dem Gegenbesuch einer japanischen Sondermission im folgenden Jahre und der Ernennung zunächst von Handelsvertretern nach den wichtigsten fernöstlichen Ländern aus. Man hat nun beschlossen, noch einen Schritt weiter zu gehen, und zwar soll der von seinem Urlaub nach Tokio zurückkehrende bisherige Handelsvertreter, Oberstleutnant Longsield- Lloyd (übrigens ein Generalstabsoffizier), der der Britischen Botschaft in Japan zugeteilt ist, nun die Bezeichnung „A u st r a l i s ch e r Vertreter" (Commissioner) erhalten und den gleichen Rang wie der kanadische Gesandte in Tokio innehaben. Hand in Hand mit der Ausdehnung der australischen Außenvertretungen (seit einem Jahr ist ein australischer Potschaftsrat auch der Britischen Botschaft in Washington zugeteilt) geht der Ausbau des Auswärtigen Amtes in Canberra, der australischen Bundeshauptstadt. Es war sicherlich fein Zufall, daß bald nach dem Ausbruch der japanisch-chinesischen Feindseligkeiten, die australischen Handelsvertreter in den Ländern des Fernen Ostens zu einer Beratung nach Canberra berufen wurden. Jedenfalls zeigt nicht nur die Bundesregierung, sondern auch die Führung der Arbeiteropposition im Parlament so viel Einsicht, daß sie die Oeffentlichkeit vor übereilten Schritten im Zusammenhang mit dem von radikalen Gewerkschaftsorganisationen geforderten und schließlich auch erklärten Boykott japanischer Waren warnten und auf die Wahrscheinlichkeit japanischer Vergeltungsmaßnahmen ' wirtschaftlicher Art hinwiesen. Außer vereinzelten Weigerungen australischer Hafenarbeiter, javanische Schiffe zu bedienen, hat der antijapanische Boykott trotz eifriger Propaganda der Gewerkschaften und der Kommunisten sich im normalen Handelsverkehr kaum bemerkbar gemacht. Andererseits gibt es in Australien kaum irgendwelche chinesische Importeure von Bedeutung, so daß der von chinesischer Seite unternommene Boykott japanischer Waren in Australien ganz belanglos ist. Während Australien auf die Aufrechterhaltung korrekter nachbarlicher Beziehungen zum Lande bet ausgehenden Sonne den größten Wert legt. Der- schließt sich die Regierung, der gerade in der bisher befolgten Aufrüstungspolitik und der Poli- tik des engsten Zusammengehens mit England bei den letzten Bundeswahlen am 23. Oktober das Der- trauen der Bevölkerung wieder ausgesprochen wurde, durchaus nicht vor der Notwendigkeit, die sich aus der Politik des Empire im Pazifik ergebenden Rüstungsmaßnahmen konsequent weiter durchzuführen. Kennzeichnend ist in dieser Hinsicht, daß in den Mittelpunkt der australischen Wehr- Politik der Ausbau der Flotte, d. h. gerade desjenigen Zweiges der Wehrmacht gestellt wird, der für englische Interessen am maßgebendsten ist. Außer einigen kleineren Neubauten werden dementsprechend die beiden 10 000 - Tonnen ° Panzerkreuzer „Canberra" und „Australia" modernisiert, der 5000-Tonnen-Kreuzer „Adelaide" und das Flugzeugmutterschiff „Albatros" wieder in Dienst gestellt. Neben der Neuarmierung der wichtigsten australischen Häfen soll ein starker befestigter Stütz-punkt in Darwin (Nordwestaustralien) ah Rückendeckung für Singapore geschaffen werden, wofür bereits 400 000 Pfund angesetzt sind. Die Luftwaffe wird gleichfalls nicht vernachlässigt und in nächster Zeit auf 200 Maschinen gebracht. Wichtiger noch ist der Bau von Flugzeugen in Australien selbst und der Ausbau von Munitionsfabriken und anderen für die Landesverteidigung notwendigen Werken. Außer dem engen Zusammengehen mit N e u - f e e l a n b rechnet Australien im Ernstfall auch mit einer gewissen Unterstützung durch die Vereinigten Staaten von Amerika. In diesem Zusammenhang war die Feststellung einer australischen Zeitung von Interesse, in der daraus Bezug genommen wurde, daß die amerikanischen Marineflieger während ihrer vergeblichen Nachforschungen nach der im Mittelpazifik spurlos verschwundenen Fliegerin Amelia Earhart Gelegenheit genommen haben, Erkundungsflüge über den japanischen Mandatsinseln in der Südsee auszuführen. — Eine endgültige Sicherung seiner wehrpolitischen Stellung erwartet Australien von der (Stationierung eines britischen Schlachtschiffgeschwaders in Singapore und der entsprechenden Wiederherstellung des englischen Prestiges im pazifischen Raum. Hollands ostindische Sorgen. Von unserem Str.-Serichierstaiier. Amsterdam, Ende Dezember 1937. Das verflossene Jahr hat für die Niederlande manche entscheidende Wendung gebracht. Wirtschaftlich stand das Land im ersten Halbjahr unter dem Zeichen der Auswirkungen der Guldenabwer- tung. Dies finanzpolitische Experiment brachte im Verein mit der allgemeinen Belebung auf dem Weltmarkt und im Weltverkehr eine Blüte mit sich, von der man vielfach erhoffte, sie werde einen Umschwung der Wirtschaftslage zum Besseren mit sich bringen. Die zweite Hälfte des Jahres hat in immer stärkerem Maße gezeigt, daß diese Hoffnungen jedenfalls verfrüht waren. Das A n z i e» hen der Preise hat den Arbeitsmarkt nur wenig entlasten können. Die Zahl der Arbeitslosen ist mit 450 000, gemessen an der Einwohnerzahl des Landes, immer noch erschreckend groß. Die Kurve der Preissteigerung für die wichtigsten industriellen und kolonialen Erzeugnisse Hollands und seiner Kolonien hat nicht nur seinen Höhepunkt erreicht, sondern befindet sich seit etwa August des Jahres deutlich auf der absteigenden Linie. Die Erschütterungen im amerikanischen Wirtschaftsraum, mit dem Holland durch seinen großen Kapitalexport eng verknüpft ist, brachte dem holländischen Volksvermögen sehr bedeutende Verluste, deren buchmäßiger Umfang nur geschätzt werden kann, der aber doch in die Milliarden Gulden gehen dürfte. Im Zusammenhang hiermit fand eine starke Rückwanderung holländischen Kapitals aus Amerika statt, der zu einer ungesund großen Goldanbäufung in den Kellern der Niederländischen Bank führte. So liegt heute ein großes Kapital in den Amsterdamer Banken, bas keine Verwenbung finbet unb baher auch kaum Zinsen trägt. Zieht man biefe Tatsachen in Betracht, so ist für Hollanb bie (Bulbenabroer» tung eine Enttäuschung gewesen. Wirtschaftliche Voraussetzungen haben in starkem Umfang auch auf bie Außenpolitik bes Lanbes Einfluß ausgeübt. Hier ist vor allem ber Versuch des hollänbischen Ministerpräsibenten C o 1 i j n vom Januar zu nennen^ ber bahin zielte, bie sogenannte Oslo gruppe (Schweben, Norwegen, Dänemark, Finnlanb, bie Nieberlange, Niederlänbisch-Jnbien unb Belgien-Luxemburg) wieder ins Leben zu rufen, nachdem im Jahre 1932 das Zustandekommen dieser Gruppierung am Widerstand Englands scheiterte. Diese Pläne wurden in Hollanb und in Skandinavien anfangs mit großem Eifer aufgenommen und im Frühsommer fand im Haag eine Besprechung her Regierungsvertreter statt. Aber schon im Laufe dieser Besprechung zeigten fid) deutlich bie großen Schwierigkeiten, die ber Verwirklichung solcher Pläne entgegenftanben. Beabsichtigt war, eine weitgehenbe w i r t s ch a s tliche Ausgleichung zwischen ben beteiligten Ländern, bie in ber Gewährung von gegenseitigen f)an- delsvorrechten zum Ausbruck -kommen sollte. Ja, es würben darüber hinaus Stimmen laut, die sich auch für eine politische Angleichung der Länder einsetzten. Die Bemühungen scheiterten, weil die Osloländer in ihrem wirtschaftlichen Aufbau zu verschieden geartet find und weil daher ihr Handelsverkehr untereinander, gemessen an dem Verkehr mit den Großmächten, vor allem Deutschland unb Englanb, zu unbebeutenb ist. Es wurde zwar im Mai beschlossen, baß bie Oslostaaten sich zu einer neuen Konferenz im Herbst dieses Jahres in Kopenhagen treffen sollten. Doch ist diese Tagung vorläufig verschoben worden unb es muß unter ben gegebenen Umftänben boch bezweifel! werben, ob bie ursprünglichen Pläne des holländischen Ministerpräsidenten je verwirklicht werden können. Bei ber Beurteilung ber holländischen Dinge kann nicht oft genug baran erinnert werben, das ber Schwerpunkt Hollanbs in vieler Beziehung nicht im kleinen europäischen Mutterlanbe, sondern im großen und überaus reichen K o l o ni a lb e si» in O st i n b i e n liegt. Niederlänbisch-Jnbien bildet auch heute noch bie größte Quelle bes höl' länbischen Wohlstanbes. Mit feinen 70 Millionen Einwohnern unb seinen sehr bebeutendeu Rohstoffquellen, die geopolitisch gesehen am Schnittpunkt der britischen japanischen und amerikanischeu Einflußsphäre liegen, ist dieser Kolonialbesitz gleichzeitig jedoch eine Quelle ständiger S o r' gen für Holland, und es ist daher verständlich, daß man hier mit erhöhter Aufmerksamkeit die weitere Entwicklung des ostasiatischen Konfliktes beobachtet. Im Hinblick auf diese Tatsachen hat fid bie nieberlänbische Regierung entschlossen, den R ü st u n g s st a n b bes Lanbes unb seines Kolonialbesitzes bebeutenb zu erhöhen unb zu modernisieren. Auch von englischer Seite ist übrigens bezeichnenderweise auf die Erhöhung des Rüstungs- standes der holländischen Kolonien gedrungen worden. Es gibt aber noch eine andere Gefahrenquelle fuj ben hollänbischen Kolönialbesitz, beren brohendn Charakter mit dem Fortschreiten der Emanzn Verkehrsmittel im ettbewerb NANRJ 100 100 KfT. 5 tin f t Schon Großvater nahm Bullfith-SalZ ^„^<^^2 5n für enge In am >l\ )u f .. bi 1 * Der litauischeStaatspräsident hat aus Anlaß des Weihnachtsfestes die vom Kriegsgericht im Neumann-Saß-Prozeß zu 10 Jahren Zuchthaus verurteilten Gefangenen Kwanka, Grau, Kuhn, Riegel und Lapins begnadigt • Arbeitsdienst in Griechenland. h Athen fand im Beisein des Ministerpräsi- ler Metaxas die feierliche Vereidigung der kn 300 freiwilligen Mitglieder des neugegründe- dem Kurort Weißer Hirsch bei Dresden begeht 29. Dezember der Geheime Oberbaurat i. R. allem unter dem Zeichen des Einsatzes den zweiten Dierjahresplan. Die g, 27. Dez. (DNB.) Die Japaner sind Offensive auf die Provinz Schantung König Leopold III. von Belgien wird zu einem längeren Privataufenthalt in K i tz b ü h e l (Nord- tirol) eintreffen. Der König, der dort als Winter« sportgast weilen wird, hat eine Privatvilla für die Dauer seines Aufenthaltes gemietet. * Die Gemahlin von Dittorio Mussolini, dem ältesten Sohn des italienischen Regierungschefs, ist am Montag glücklich von einem Knaben entbunden worden, der auf den Namen Guido getauft wird. Anläßlich des Weihnachtsfestes begnadigte General F r a n c o 25 zum Tode Verurteilte, unter ihnen eine Sowjetrussin, die bei Brunete gefangen wurde, ein Pole und drei französische Marokkaner. Der Gouverneur der syrischen Provinz, Dje» s i r e h, der vor einigen Tagen auf einer Autoreise entführt wurde, ist von sofort ausgesandten Truppen wieder befreit worden. Der syrische Innenminister hat schärfste Maßnahmen gegen die Täter angekündigt. Aus aller Wett. Ein Eisenbahner wird 100 Jahre alt. gönnen habe, werde augenblicklich zu einem wichtigen Ereignis. Die Bolschewisten seien sich über die Notwendigkeit 'eines schnellen Handelns klar geworden *unb bemühten sich deshalb, durch unaufhörliche Angriffe unter hohen Verlusten den Widerstand der nationalen Truppen in Teruel zu brechen. Abbau der britischen Botschaft in Hendaye. London, 28. Dez. (DNB. Funkspruch.) Wie „Daily Telegraph" meldet, wird der britische Botschafter in Spanien, Sir Henry C Hilton, dessen augenblicklicher Sitz die Grenzstadt Hendaye ist, sich auf Urlaub begeben. Man erwartet jedoch nicht, daß er auf seinen bisherigen Posten zurückkehren wird Die kürzliche Ernennung von Sir Robert H o d g s o n als britischer Agent in Salamanca habe die britische Botschaft in Hendaye von der Aufgabe befreit, als Vermittlungsstelle zu General Franco zu dienen. In Barcelona sei England durch einen Geschäftsträger vertreten. Unter diesen Umständen könnten die Funktionen der britischen Botschaft in Hendaye allmählich abgebaut werden. Heuer Schlag gegen die Kirchen in Sowietruhland Warschau, 27. Dez. (DNB.) Nach Meldungen aus Moskau hat die GPU. ein neues Mittel gefunden, um den wenigen noch nicht geschlossenen Kirchen in der Sowjetunion den Todesstoß zu versetzen. Danach ist eine Verordnung erschienen, wonach vom 1. Januar 1938 ab öie Steuern, mit denen die Kirchen und Bethäuser belegt werden, u m Spaten und Aehren 1937. Ein Querschnitt durch die Leistung des Veichsarbeitsdienstes. Hugo van den Bergh, der 1837 in Koblenz geboren wurde, seinen 100. Geburtstag. Im Kriege 1870/71 führte van den Bergh eine der er ft en Eisenbahntruppen des preußischen Heeres, nachdem er bereits bei Königgrätz mitgekämpft hatte. Zahlreiche Eisenbahnbauten, vor allem Brücken, u. a. die große R h e i n b r ü ck e in Koblenz, sind sein Werk. Vor 34 Jahren trat van den Bergh in den Ruhestand, nachdem er zuletzt den Posten eines stellvertretenden Eisenbahndirektionspräsidenten bekleidet hatte. — (Scherl-M.) Die deutschen Teilnehmer am Sternflug nach hoggar unterwegs. Die deutschen Flieger Ministerialdirigent M ü h l i g- Hofmann und sein Begleiter Oberregierungsrat Dr. Mülberger sowie Oberleutnant Goetze und sein Begleiter Leutnant von Harnier, die jeder an Bord eines Messerschmitt-Flugzeuges von 240 PS an dem Sternflug nach Hoggar teifrtehmen, der vom Aeroklub vckn Frankreich und vom Aero- , Hl i rer ___ r , b-wa eiir Provinzialhauptstadt Tsinan vorgerückt, k Mh heftigen Kämpfen außerhalb der Urnwal- ’M) (gelang es japanischen Abteilungen in Tsinan umringen. Die Chinesen ziehen sich in südlicher itt.iny auf T a i n g a n zurück. Japanische Flug- u:e folgen ihnen beständig und fügen ihnen )|ie:-e Verluste zu. Der portugiesische Ministerpräsident S a l a z a r empfing am Montag Professor L a u t e n s a ch , Greifswald (früher in Gießen), den Führer der deutschen Abordnung von Wissenschaftlern, die zur. 400-Iahrfeier der Universität Coimbra nach Portugal gekommen sind. Professor Lautensam überreichte dem Präsidenten sein Werk „Portugal . ten griechischen Arbeitsdienstes statt, der sich aus Studenten und Arbeitern zusammensetzt. Der Arbeitsdienst, der uniformiert ist, erhält eine eigene Fahne und eine Musikkapelle. Sein Wahl- spruch lautet: „Alles für Griechenland." In Athen unterhält der Arbeitsdienst ein eigenes Heim. Seine erste Arbeit ist die Bepflanzung der Ilissoufer mit großen Bäumen. Später wird er die Umgestaltung und Verschönerung der öffentlichen Plätze und Anlagen Athens übernehmen. Nachlassen derbollchewiftischen Angriffe auf Teruel. Bilbao, 27. Dez. (DNB.) Auch am Montag, dem 12. Tag des bolschewistischen Versuches, Teruel zu erobern, dauerten die Kämpfe an. Die nationalen Flieger bombardierten heftig die feindlichen Stellungen am Stadtrand und die Nachschubstraßen. Sie brachten den Bolschewisten große Der- l u ft e bei, was zur Folge hat, daß die bolschewistischen Angriffe auf die Festung Teruel, die hauptsächlich von Ausländern durchgeführt werden, merklich nachlassen. Obwohl die Bolschewisten ihre besten Kräfte den zur Befreiung an», rückenden nationalen Truppen entgegenwerfen, müssen sie langsam zurückweichen. Den nationalen Truppen unter General Aranda ist es bereits gelungen, einige taktisch wichtige-Höhen zu besetzen. Auf beiden Seiten treffen immer neue Verstärkungen ein. Haoas meldet, das nationale Oberkommando sei über das Einkreisungsmanöver der nationalen Truppen außerordentlich befriedigt Die Teruel- Schlacht, die wie ein strategischer Zwischenfall be- pdion b er ost asiatischen Volker stets itrter wird. Bisher hat Holland ähnlich wie Eng- diese Zeitungen sich dabei zu Werkzeugen des Jormunismus machen, darüber sind sie sich selbst i:ft nid)t klar. Andererseits kann erfreulicherweise j ?ft|2ftellt werden, daß innerhalb der Bevölkerung ilae Verständnis für die von Moskau drohenden Oei hren wächst und daß man vielfach eine ge- rttti? Beurteilung des deutschen Kampfes gegen i'.if bolschewistische Gefahr findet. p befindet sich auch Holland trotz seiner durch t'omschaft und Volkscharakter bedingten fast l-rchwörtlich gewordenen äußerlichen Ruhe heute • n iner ernsten Zeitenwende. Auch für dies zähe Nvl der Bauern, Seeleute und Kolonisatoren gilt e» eue Wege zu finden, von denen es abhängen n wie sich die weitere Zukunft des Landes und Her Nation gestaltet. Der Einsatz hierbei ist hoch, I:»n eit es sich doch darum, ob es möglich sein wird, Henmon den Vätern ererbten wertvollen Besitz jen- f'itt! der Meere den zukünftigen Generationen zu erfylten. HmmumstischeGellerale kommen m China wieder ans Ruder. 2d n b o n , 28. Dez. (DNB. Funkspruch.) In den ferchten der Morgenpresse aus dem Fernen Osten firtin Meldungen von Reuter starke Beachtung, tißrnd) öie Kommuni st en in China immtzr riet) die Leitung an sich reißen. Reuter weist auf Lie Reise Sun Fo s, des Sohnes von Sun Jat Gfcn nach Moskau hin, wo er die chinesische $):Üegi2rung in den Verhandlungen mit den Sowjets nititieten soll. In den letzten Wochen seien in China fimi3)l auf politischem wie militärischem Gebiete g H)heid)e personelle Veränderungen vorgenommen mtrien, mit dem Ziel, die militärischen Operationen Cliins wirksamer zu gestalten- So seien beispiels- nifi' die chinesischen Streitkräfte in den Provinzen (sfcnfi, Schensi, Suiyuan und Ningsia unter ij:c; Kommando von Schu Teh gestellt, der dtk e frühere kommuni st ische Armee b e ■ fftigt habe. Mao Tse-Tung, der Leiter p« einstigen chrne fisch en Sowjetregie- rnur g jei zum Gouverneur von Kansu er« TTiinlt worden, während Chao Wen-Lai, her Che des abgesetzten chinesischen Sowjet- Mi itärrates zum Gouverneur von E, chn n s i ernannt worden sei. Sifiian von den Japanern genommen 120 v.H. erhöht werden. Es kann kein Zweifel bestehen, daß die Kirchen nicht in der Sage fein werden, diese Steuer aufzubringen, denn nach der Verfügung hätte die kleinste gegenwärtig in Moskau von den Gläubigen noch erhaltene Kirche im Jahre 25 000 Rubel zu zahlen. Es ist offenbar auch die klare Absicht der GPU., auf dem Umweg über diese enorme Besteuerung die christlichen Gemeinden zur S ch I i e ß u n g der Kirchen zu zwingen. Wann Überaltern deutsche Kriegsschiffe? Berlin, 28. Dez. (Prio.-Tel.) Deutschland hat am 18. Juni 1935 mit England ein zweiseitiges Flottenabkommen geschlossen, das, in dieser Zeit der Aufrüstung, das einzig wirksame Instrument der Rüstungsbeschränkung ist Dieses Flottenabkommen ist nun durch einen Zusatzvertrag erweitert worden Zur Beschränkung des Flottenbaus gehört auch die Feststellung, wann Kriegsschiffe als überaltert zu gelten haben, da erst diese Termine die Möglichkeit lassen, neue Schiffe auf Kiel zu legen. Im allgemeinen gelten Schlachtschiffe mit 26, Flugzeugträger mit 20 und andere Kriegsschiffe mit 13 bis 20 Jahren als veraltet. Da aber Deutschland unter den Zwangsbestimmungen des Versailler Vertrages Schiffe nicht nach eigenem Ermessen bauen konnte, so sind Sonderregelungen getroffen worden: Die Schiffe der „Deutschland"-Klasse gelten mit 15 Jahren nach ihrer Indienststellung als veraltet. Die „Deutschland", die 1933 in Dienst gestellt wurde, wird also 1948 nicht mehr gezählt werden. Aehnlich werden auch die leichten Kreuzer der Städte-Klasse nach 15 Jahren als überaltert angegeben, so daß die im Jahr 1929 in Dienst gestellte „Königsberg" 1944 aus der Schiffsliste gestrichen werden kann. Kieme politische Nachrichten. Am Todestage des ehemaligen Regimentschess des JR. 67 Generaloberst v o n S e e ck t legten der Kommandeur des Regiments, Oberst Machol^, sowie der Kommandeur des Traditionsbataillons des ehemaligen Alexander-Garde-Grenadierregiments Nr. 1, Major Rohr, am Grabmal auf dem Berliner Jn- validenfriedhof im Auftrag des Oberbefehlshabers des Heeres sowie für das Regiment Kränze nieder. Berlin, 28. Dez. (Priv.-Tel.) Reichsbahn, Kraftverkehr und Kleinbahnen überschneiden sich infolge der technischen Entwicklung in ber wirtschaftlichen Nutzung in fast allen Ländern, und zwar mit schädlichen Folgen: nur in Deutsch- land hat schon vor Jahren die ordnende Hand des Staates eingegriffen, der es natürlich nicht jedem rechtmachen kann, der aber den Grundsatz durchzusetzen vermag, daß alle diese Verkehrsmittel nach bester Möglichkeit aufeinander abge stimmt werden Dr. Wilhelm Kleinmann, der Staatssekretär im Reichs- und Preußischen Verkehrsministerium, hat sich nun in einem Gespräch mit einem Schriftleiter des Berliner Tageblattes über dieses Problem geäußert. Er scheidet die spezifischen Wirkungsgebiete von Reichsbahn und Kraftwagen sehr klar: Infolge wiederholter Umladungen dauerte ein Bahntransport etwa von Gelsenkirchen dis Langenberg, also in einer Luftlinie von 30 bis 40 Kilometer, früher vier Tage: hier ist ein natürliches Wirkungsgebiet des Kraftwagens. Zwar ist die Fahrtdauer eines Eilgüterzuges von Köln nach Berlin durch Verringerung der Anhaltestationen von 3 6 auf 14 Stunden herabgesetzt worden; aber gerade die Verringerung der Stationen erweitert den Zubringerdienst des Kraftwagens. Aber auch die Kleinbahn, die soviel bespöttelt wird, hat ihre fBeöeutunp einmal für die Erntebewegung und dann für die Raumplanung, die auch „Eine der stolzesten Taten, die der Nationalsozialismus zur Wlederaufrichtung einer kommenden deutschen Dolksgemeinschas vollbracht hat, war d i e Gründung des Reichsarbeitsdienstes! Ihr seid nicht mehr wegzudenken und seid auch niemals mehr wegzubringen! Es ist beglückend für uns, zu wissen, daß durch euch ein neuer Garant geschaffen wurde für die ewige Stärke Deutschlands, für die Größe unseres Volkes und unseres Reiches." Diese Worte sprach der Führer auf dem diesjährigen Reichsparteitag zu den vor ihm auf der Zeppelinwiese aufmarschierten Arbeitsmännern und Arbeitsmaiden. Schwer und hart ist der Weg gewesen, den der Reichsarbeitsdienst und sein Vorgänger, der noch auf freiwilliger Grundlage beruhende Nationalsozialistische Arbeitsdienst, gehen mußte. Aber gerade weil ihm nicht alles so leicht in den Schoß fiel, weil er sich seine Stellung erst erkämpfen mußte, bildet er jetzt einen so festen und unzerstörbaren Block, der aus dem Leben unseres Volkes nicht mehr fortzudenken ist. Jahr um Jahr gehen rund 400 000 junge Deutsche durch den Reichsarbeitsdienst, dem der Führer den ehrenvollen und verpflichtenden Namen „Schule der Nation" gegeben hat, werden im Geist des Nationalsozialismus zu Kameradschaft, Verantwortungsbe- wußtsein und Einsatzbereitschaft erzogen, schaffen mit dem Spaten Neuland für unser Volk, um die Ernährung des Volkes aus eigener Scholle sicher- zustellen und uns von der Einfuhr von Lebensmitteln so unabhängig wie möglich zu machen Das Jahr 1937 ist in jeglicher Hinsicht für den Reichsarbeitsdienst ein Jahr des Erfolges gewesen. Die weltanschauliche Ausrichtung des jungen Deutschen in der Art, wie sie in dieser Organisation des Dritten Reiches ihre Pflegestätte fand, hat weit über die Grenzen des Reiches Anerkennung und Bewunderung ausgelöst. Die Zahl der Ausländer, welche sich durch persönlichen Augenschein ein Bild von dem im Arbeitsdienst herrschenden Geist machen wollten, ist in ständigem Zunehmen, und wir können mit besonderer Genugtuung feststellen, daß man gerade dieser Erziehungsauftzade ein besonders starkes Verständnis entgegenbringt. Auch die Tatsache, daß der Führer im Arbeitsdienst, ganz gleich in welcher Stellung er sich befindet, in seiner Aufgabe als Erzieher politischer Führer fein muß, ist in diesem Jahr besonders in Erscheinung getreten. Der weitere Ausbau der Führerschulen des Reichsarbeitsdienstes gibt die Gewähr, daß auf diesem Wege erfolgreich fortgeschritten werden wird. Der Wunsch der Oeffentlichkeit, einen Einblick in die Ziele und Aufgaben des Reichsarbeitsdienstes zu gewinnen, hat in diesem Jahr weitestgehende Erfüllung gefunden. Der Reichsarbeitsdienst hat mehr als einmal Gelegenheit gehabt, durch besonders gut zusammengestellte Sonderschauen im Rahmen großer Reichsausstellungen den Besuchern zu zeigen, daß er nicht nur rein wissenschaftlich eine erhebliche Rolle spielt, sondern auch als Kulturträger und Kulturschöpfer mehr und mehr in Erscheinung tritt. Rein arbeitsmäßig stand das Jahr 1937 vor die Ansiedlung von Industrien in ländlichen Gegenden vorsieht. Aehnlich wie der Kraftwagen, ist die Kleinbahn wichtig für den Zubringer - und V e r t e i l e r ö i e n ft der Reichsbahn. Nun sind aber vielfach die Kleinbahntarife y o h e r als die Reichsbahntarife. Sollen bestehende und neue Industrieanlagen auf dem Land nicht schlechter gestellt werden, so müssen neue Vereinbarungen zwischen der Reichsbahn und den Kleinbahnen die Beseitigung dieser Nachteile versuchen. Dr. Kleinmann kündigte schon für die nächste Zeit eine befriedigende Regelung an. Zur Raumplanung gehört auch der Bau von Schnellbahnen zwischen Großstädten oder Wirtschaftszentren und Siedlungsgehieten. Schon bisher hat die Reichsbahn seit Jahrzehnten durch Stadtbahnen ungeheure Wohngelände erschlossen, obwohl der Betrieb der Stadtbahnen fast immer im rein prioatwirtschaftlichen Sinn unrentabel ist: der öffentliche Nutzen und die Ausweitung der Wirt- schafts- und Siedlungsgelände hebt freilich diese mangelnde Rentabilität des einzelnen Stadtbahnnetzes wieder auf. Der Staatssekretär stellt dann fest, daß auch der frühere Wettstreit zwischen Reichs- «bahn und Wasser w.e gen heute zu einer wohl- tätiaen Ergänzung geführt hat daß die baldige Vollendung des Mittellandkanals eine dringend nötige Entlastung des mächtig aufstrebenden Verkehrs im mitteldeutschen Gebiet bringe. Zusammenarbeit zwischen Hermann Göring und dem Reichsarbeitsdienst hat erneut reiche Früchte getragen, und wenn der Reichsarbeitssührer auf dem Parteikongreß erklären konnte, daß die vom Reichsarbeitsdienst im Haushaltsjahr 1936/37 ausgeführten Landeskulturarbeiten einen jährlich rote» verkehrenden Mehrertrag für die Ernährung von rund 50 000 Volksgenossen darstellen, so zeigt diese Tatsache schon zur Oenüae, einen wie außerordentlich wichtigen Faktor Der Reichsarbeitsdienst im Rahmen unserer Volksernähruna darstellt. Es würde zu weit führen, eine ausführliche Darstellung über die Fortschritte zu geben, die bei all' den großen und kleineren Arbeitsoorhaben erzielt worden sind. Es ist überall mit Riesenfchritten vorwärts gegangen. Ein Ereignis nur wollen mir hier herausgreifen: dis Einweihung des Dorfes Hierlshagen im Sprottebruch. Durch die Urbarmachung brachliegenden Geländes hat der Reichsarbeitsdienst hier überhaupt erst die Voraussetzungen zur Ansiedlung deutscher Bauern geschaffen. So war es ein schöner Gedanke, in der Namensgebung dieses Dorfes dem Reichsarbeitsdienst und seinem Schöpfer ein Denkmal zu setzen. Noch einen Faktor wollen wir erwähnen, der in dem hinter uns liegenden Jahr eine sehr erhebliche Nolle gespielt hat: den Einsatz des Reichsarbeitsdienstes bei K a t a st r o'p h e n. Ob wir nun an die Sturmkatastrophen an der Nordsee oder an die Unwetterschäden in Mittel- und Westdeutschland denken, oder an all' die zahllosen Brände und Unglücksfälle, bei denen durch den Einsatz der jungen Mannschaft Menschen und Güter gerettet werden konnten, überall hat es sich gezeigt, daß der Reichsarbeitsdienst ein treuer Helfer in der N o t ist, daß die Arbeitsmänner unter Hintansetzung des eigenen Lebens in die Bresche springen, wenn es gilt, Notstände zu beseitigen. Auch der Einsatz bei der Einbringung der Ernte darf nicht vergessen werden. Groß sind öie Aufgaben, die der Reichsarbeitsdienst im Rahmen seines Landeskulturprogramms in den kommenden Jahren und Jahrzehnten durchführen soll. Genaue Berechnungen haben ergeben, daß für den Zeitraum von mindestens 100 Jahren genügend Arbeitsmöglichkeiten vorhanden sind. Seite an Seite mit ihren männlichen Kameraden haben auch die Arbeitsmaiden in diesem Jahr ihre Pflicht und Schuldigkeit getan. Der vom Führer unlängst angeordnete weitere Ausbau des Arbeitsdienstes für die weibliche Jugend bildet einen weiteren Markstein auf dem Wege zur allgemeinen Arbeitsdienstpflicht für die weibliche Jugend, welche ja an sich im Reichsarbeitsdienstgesetz bereits ihre gesetzliche Verankerung gefunden hat. Die Arbeitsmaid hat sich schon heute als treue Helferin in Zehntausenden von deutschen Familien einen ehrenvollen Platz geschaffen und ist ebenfalls aus dem Leben unseres Volkes nicht mehr fortzudenken. Die Parole des Reichsarbeitsdienstes für das Jahr 1938 lautet: Vorwärts, Einsatz aller Kräfte für Führer und Volk. StCHAN TUNG c> O werte Bübchen ist dort seinen schweren Ver-rü- eine Verbreitung tn der ganzen Kulturwert. Im ' ' ___St (__t. »Zm Ma Sa*- fit r rtirtö YlOltö Hungen erlegen. bis 70 un roc W( 1 Am 27. Dezember entschlief plötzlich mein lieber Mann, unser lieber Die trauernden Hinterbliebenen: Gießen (Walltorstraße 73), den 27. Dezember 1937. Die Beerdigung findet am Mittwoch, dem 29. Dezember, nachmittags B730D 36201 Gießen (Landmannstraße 15), den 27. Dezember 1937. 8706D 87270 in an ZU Vermählungsanzeigen bei Brühl, Schulstr. 7 Die Beerdigung findet Donnerstag, 30 Dezember, nachmittags 2% Uhr, von der Kapelle des Neuen Friedhofes aus statt. tc b 9 2 In tiefer Trauer: Berthold Goß und Kinder. Inland haben sie die Arbeit der für eine neue Wohn- und Gewerbeform tätigen Künstler entscheidend gefördert. Zu den Zeitschriften gesellten sich Buchveröffentlichungen stattlichen Formates. Sie behandelten Einzelfragen der neuzeitlichen Woh- nungsgeftaltung. Die Auffassung „Kunst im Dienst des Lebens" vertrat auch die 1900 gegründete Einspaltige Kleinanzeigen werden zum ermäßigten Grundpreis von 5 Pf. für die Millimeterzeile veröffentlich’ Keine Blähungen mehr „Wohldorf er" Blälmngs- und Perdaunngsvulver frei von Chemital., nicht abfüknend.Bor- zuglich b. Gefühl d. Völle. Aut' stolzen, Herzklovf., Kopfschmerz nur in Orig.-Packung RM.l-vv Kneipp-Kräuterbaus Gies;en in der Mäusburg Am 26. Dezember 1937 verschied nach kurzem Krankenlager meine treubesorgte Tochter, unsere liebe Schwester, Schwägerin und Tante Fräulein Margarethe Bourgeois im Alter von 58 Jahren. Im Namen der trauernd Hinterbliebenen: Wilhelm Bourgeois, Oberbahnassistent 1 R. Gießen (Moltkestraße 28, z. Z. Schiffenberger Weg 2), Essen, Dieburg, den 28. Dezember 1937. Dje Beisetzung findet am Mittwoch, dem 29. Dezember, 14 Uhr, von der Kapelle des Neuen Friedhofes aus statt Jg. Ehep. sucht vu\™. v.sofort.Schriftl. Angeb. u. 06200 an d. Gieß.Anz. Wi ur m. bi, 9‘ D Zeitschrift für Stickereien und Spitzen", heute unter dem Titel „Handarbeiten aller Art"; ebenso die Monatsschrift „Kind und Kunst", die Alexander Koch 1904 bis 1908 herausgab. Der Verlag verlegte 1932 seinen Hauptsitz nach Stuttgart. Seitdem sind weitere reich illustrierte Bücher herausgegeben worden, die einer neuzeitlichen deutschen Wohnungskunst gewidmet sind. Wilhelm holzamers Nachlaß vom Holzamer - Bund erworben. Dem im Jahre 1870 in Nieder-Olm bei Mainz geborenen Volksdichter Wilhelm Holzamer, der im Alter von 37 Jahren starb, hat das Jahr seines 30. Todestages eine stärkere Wirkung gebracht. Nachdem in einer weithin beachteten Ehrung am Todestage im August d. I. vom ÄZilhelm-Holzamer- Bund seine Asche in seinen Geburtsort übergeführt worden ist, während namhafte Dichter und Literaturwissenschaftler für Holzamer eintraten, ist nun am Jahresende sein Nachlaß in das Eigentum des Holzamer-Bundes übergegangen und dieser Tage nach Mainz gekommen, wo sich die Bundesleitung befindet. Der Bund hat damit die Auswertung und Betreuung von Holzamers gesamtem Schassen übernommen. Der Nachlaß enthält die Originalniederschriften der Werke, insbesondere auch zahlreiche bisher noch unbekannte oder schwer zugängliche dichterische Arbeiten zur Kunst- und Kulturbetrachtung, ferner Erstausgaben, Briefe und Zeichnungen Holzamers usw. Der Holzamer-Bund wird in Verbindung mit den zuständigen Stellen die Arbeit für die Erschließung der Werke und die gebührende Beachtung Wilhelm Holzamers weiterführen. Dorfkirche mit wertvollen fiunslschähen eingeäschert. Die mehrere hundert Jahre alte Kirche des Dorfes Olderup im Kreise Husum (Schleswig-Holstein) ist vollständig eingeäschert worden. Bei dem Brande wurden acht wertvolle Kunstwerke, u. a. ein geschnitzter Altar, vernichtet. In dem Hunsrückort Schöneberg machte sich einem unbewachten Augenblick ein kleines Kind einem mit kochendem Wasser gefüllten Kessel „ schaffen. Plötzlich stürzte das Gesäß um, und das Wasser ergoß sich über das Kind, das lebensgefährliche Brandwunden erlitt. Heute entschlief sanft nach längerem Leiden meine innigst- geliebte Frau, unsere treusorgende Mutter, Schwiegermutter und Großmutter Bertha Goß, geb. Noll. lieber 100 Verletzte bei einem Tribüneneinsturz in Brasilien. Heber Mittelbrasilien ging ein W i r b e l st u r m hin, der besonders in Uberaba, einer Grenzstadt zwischen den Provinzen Minas Geraes und Sao Paulo ein schweres Unglück verursachte. Bei einem Fußballspiel riß er eine vollbesetzte Zuschauertribüne ein. lieber hundert zum Teil schwer Verletzte wurden aus den Trümmern hervorgezogen. Erdbeben in INittelamerika. Ein Distrikt an der Grenze zwischen, Guatemala und Honduras wurde durch ein Erdbeben heim- gesucht. Es sind zahlreiche Wohnhäuser eingestürzt. Die ersten Berichte sprechen von einem Toten und zahlreichen Verletzten. Das Beben dauert, wenn auch mit leichteren Erdstößen, noch immer an. Riesenfeuer auf einer chilenischen Insel. In der Stadt Castro auf der chilenischen Insel Ehiloe brach ein Riesenfeuer aus, das 70 Häuser einäscherte. 150 Familien wurden obdachlos. Der Schaden beträgt schätzungsweise 5 Millionen Pesos. 50 Jahre Verlagsanslalt Alexander Koch. Die Verlagsanstalt Alexander Koch, Darmstadt- Stuttgart, besteht am 1. Januar 1938 fünfzig Jahre. Koch, 1860 in Köln geboren, begründete im Januar 1888 in Darmstadt die „Tapeten-Zeitung", 1890 die Monatsschrift „I n n e n - D e k o x a t i o n" mit dem Ziel, der Begriffs- und Geschmacksverwilderung im deutschen Möbelhandwerk zu steuern und auf eine vernünftige und erschwingliche Wohnungsgestaltung hinzuweisen. 1896 folgte die Gründung der Monatsschrift „Deutsche Kun st und Dekorativ n", die den ganzen Umkreis künstlerischer Gestaltung zu bearbeiten unternahm. Die Zeitschriften „Jn- nen-Dekoration" und „Deutsche Kunst und Dekoration", die nur bis 1932 erschien, erlangten bald klub von Algerien organisiert wird, sind aus dem i Pariser Flughafen Le Bourget einaetroffen. Die I deutschen Fheger werden von Le Bourget über Bordeaux — Biarritz — Nimes — Pisa — Rom — Neapel — Palermo — Catania — Tunis nach । Algier starten. Das dritte Flugzeug konnte noch । nicht nach Berlin übergeführt werden und wird i demnächst mit der Besatzung des NSFK., Gruppe Lufthansa, Flugkapitän K l i tz s ch und Funker- । Maschinist Schnurr starten, um nach Möglichkeit die beiden anderen Flugzeuge in Algier zu erreichen. Neuer künstlerischer Letter am Frankfurter Stadel. Die Administration des Städelschen Kunstinstituts in Frankfurt a. M. hat Dr. Ernst'H o l z i n g e r, seit- her bei der Alten Pinakothek München, als künst- 1 . lerischen Leiter des Städelschen Kunsfinstituts berufen. ■ Dr. Holzinger hat die Berufung angenommen. Riesenbrand in einer Londoner Schallptattenfabrik. । In einer der Hauptgeschäftsstraßen Londons, der Orford Street, entstand in den Lager- und Geschäftsräumen der Grammophon- und Schallplattenfabrik „His Masters Voice" ein Groß- : feuer. Obwohl 30 Feuerwehren und 250 Feuer- ' wehrmänner vier Stunden hindurch das Feuer bekämpften, brannte doch das ganze Gebäude aus, wobei etwa 100 000 Grammophonplatten und zahl- 1 reiche Grammophon- und Radioapparate vernichtet wurden. Ein Wehrmann, der nicht mehr rechtzeitig den Ausweg aus den Flammen finden konnte, fand bei den Löscharbeiten den Tod. Wil dem Auto in den Rhein. ( Am ersten Feiertag fand man zwischen Rüdesheim und Ahmannshausen. unweit des Mäuseturms, ein Auto im Rhein liegen. Die Bergungsarbeiten gestalteten sich sehr schwierig, doch gelang es, den < Wagen und die Leiche des Fahrers an Land zu ; bringen. Bei dem Insassen handelt es sich um den Holländer Salco Trommeester, der sich be- 1 suchsweise in Deutschland aufhielt. Auf der Rhein- , Uferstraße war er von der Fahrbahn abgekommen j und in den Rhein gefahren. Zwei kleine Kinder verbrüht. Das dreieinhalbjährige Kind einer Koblenzer i Familie stürzte in einem unbewachten Augenblick i in einen Bottich mit kochender Waschbrühe und er- ( litt so schwere Brandwunden, daß es in ein Krankenhaus eingeliefert werden mußte. Däs bedauerns- Saubere Wrao für Samstags u. Mittwochs morgens für sofort gesucht. 872pD Zu erfrag, in der Geschäftsft. des Gießen. Anzeig. Zuverlässige, in allen Zweigen des Haushalts erfahrene (06203 Hausgehilfin baldigst gesucht, ■ftcu ID. leeOorpf Friednchstr. 51. Zuverlässiges, solides (87310 Mädchen zum 1. Februar- gesucht. Kaiserallee Uv. Wetterbericht des Reichswellerdienskes. Ausgabeorl Jranffurt Deutschland liegt noch immer im Bereiche kalter Festlandsluft, an der infolge der lebhaften Wirbel, tätigfeit über Nordeuropa von Nordwesten her milde Meeresluft zum Aufsteigen gezwungen wird. Die Folge davon sind ausgedehnte Niederschläge, die vor allem in Nord-, Mittel- und Ostdeutschland fallen und im allgemeinen aus Schnee bestehen. Be. sonders in den Ost- und Mittelgebirgen sind wej. tere Neuschneefälle, im Westen und Süden nur ver. einzelt leichte Schneefälle zu erwarten. Aussichten für Mittwoch: Meist wolkig, besonders im Norden und Osten leichte Schneefälle. Fortdauer des Frostes, meist nördliche und östliche Winde. Lufttemperaturen am 27. Dezember: mittags —2,3 Grad, abends — 2 Grad; am 28. Dezember: morgens — 3 Grad. Maximum —1,8 Grad, Minimum heute nacht —2,5 Grad. . Wintersport-Wetterdienst. Vogelsberg. Hoherodskopf: Bedeckt, — Grad, 40 Zentimeter Gesamtschneehöhe, verharsch, Ski und Rodel gut. Rhön. Wasserkuppe: Nebel, —11 Grad, 50 Zentimeter Gesamtschneehöhe, bereist, Ski unb Rodel gut. Schwarzwald. Feldberg: Heiter, —10 Grab, 30 Zentimeter Gesamtschneehöhe, verharscht, Ski und Rodel gut. Hauptschriflleiter: Dr. Friedrich Wilhelntz Lange. I Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum» I schein. Verantwortlich für Politik und für die Bilden ■ Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigen- (eiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. XI. 37: 10780. Druck und Verlag: Brühlfche Universitätsdruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugs» preis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr^ mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufs, preis 10 Pf. und Samstags 15 Pf^ mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig. Junge Iran sucht vormittags Beschäftigung gleich welch. Art. Schrift!. Angeb. m06202a.d.G^l. Perfekte QtenototiB mit engl. Kenntnissen, in ungekündigter Stell., sucht sich zu verändern z.l. März oder später. Schriftl. Angeb. unter 06207 an d. Gieß. Anzeig. Verkäufe ~"| Ein großer und ein mittelgroßer Eisschrank eine Büfettans- satr-Bitrine und ein ^leischwolf zu verkauf esost1 Zalmhofgatt- itätten Gießen. | Vermietungen Um*. 1. Stock, mit all. Zubehör, Nähe der Universität, zum 1. April zu vermieten. Sehr. Angeb. u. 06204 an d. Gieß. An;. 3 Zimmer Küche, Bad an einzelne Person oder Ehepaar zu vermieten. Sckr. Anfragen unter 06199 a.d.G.A. | Mietgesuche | •’pcrr sucht möbl. Zimmer mit fließ. Wasser, möglichst Badebenutzung und Heizung, zum 1. Januar 1938. Schriftliche Angebote it. 8737D an d. Gieß. Anz. Die Trauedeier findet am Donnerstag, dyn 30. Dezember, nachmittags 2 Uhr, In der Kapelle des Neuen Friedhofes statt. Am 26. Dezember verschied plötzlich und unerwartet unsere treusorgende Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwester und Tante Frau Marie Kraft Witwe, geb. Engel im Alter von 68 Jahren. In tiefer Trauen Walter König und Frau, geb Kraft Wilhelm Klein und Frau, geb. Kraft Karl Kraft und Frau, geb. Schäfer 8 Enkel und 3 Urenkel 2% Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt im Altei von 43 Jahien. Im Namen der tieftrauernden Hinterbliebenen: Wilhelm Lepper/ Gießen (Bismarckstraße 47). den 27 Dezember 1937. 8738D Am 2. Weihnachtsfeiertag entschlief nach kurzem schweren Leiden meine innigstgeliebte Frau, unsere treusorgende Mutter, herzensgute Tochter, Schwester, Schwägerin und Tante Die Beisetzung findet in aller Stille statt — Von Beileidsbesuchen bittet man abzusehen. Ld. N.: Jenny Weisel. Gießen (Sonnenstraße 6), Butzbach, den 27. Dezember 1937. Vater, Großvater und Urgroßvater Jean Weisel im 80. Lebensjahr. Heute entschlief sanft nach kurzem, schwerem Leiden im Alter von fast 82 Jahren. Die trauernden Hinterbliebenen. Gießen (Zu den Mühlen 14), den 27. Dezember 1937. 8736D Die Beerdigung findet statt: Donnerstag, den 30. Dez., nachmittags 3Vz Uhr, auf dem Alten Friedhof. Herr Friedrich Kinkel Lokomotivführer i. P. Deutscher Schäferhund sehr wachsam, abzugeben. Näßeres los-oe Bahnhofstr. 26. | Verschiedenes j Illlllllllllllllllllllllllllll Mit Damen- AllMllWl m. schwarz.Band von Bleichstraße, offenen Augen Drei Jungen und ein Mädel en decken ihre Waldheimat. Don Werner Siebold | Kaufgesuche Riegelvf.,Bahnhofstraße verloren. 06198 Abzugeben auf dem Fundbüro. KleineAnzeigen 'm Kieken er Anzeiger mftDen von lauicnDen beachtet uno geleien. Lautsprecher zu kauf, gesucht. Preisangeb.un t. 06205 n. d.Gieß. Anzeiger erbet. 135 Seiten Text und s'Äunftbrudüafeln Leinen RW. 2,85 Hugo Bermühler Verlag Berlin - Lichterfelde Illlllllllllllllllllllllllllll Hr.502 Zweites Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberheften)Dienstag, 28. vezemberfM Aus der Stadt Gießen. Besinnliche Tage. Sie bergen etwas Besinnliches, diese Tage zwischen dem Weihnachtserleben und der Silvesternacht. Noch schwingt in uns die Freude, noch duftet es in der Wohnung nach Backwerk und Tannennadeln. Und wenn der Vater abends nach Hause kommt, zeigen ihm die Kleinen, wie geschickt sie schon mit dem Spielzeug umzugehen verstehen, das auf ihrem Gabentisch lag. Der geputzte Baum steht noch in der guten Stube, und es ist, als ob von ihm ein verklärender Schein ausginge, der den Alltag verschönt. Denn Alltag ist bereits wieder, daran besteht kein Zweifel. Er hat zwar noch nicht wieder seine volle Betriebsamkeit erreicht, aber er mahnt doch unerbittlich, daß alles dem Wandel unterworfen ist. Und wie es das Gesetz des Lebens nun einmal bestimmt, folgt auf den Jubel der festlichen Tage die Zeit der stillen Einkehr und gemächlichen Betrachtung. Für unsere Vorfahren waren die sogenannten Zwölften, die Tage zwischen Weihnachten und dem 6. Januar, von besonderer Bedeutung. Noch heute gelten sie in vielen deutschen Landschaften als vorbedeutend für die kommende Zeit, und was man Gedenket der hungernd.en Vögel! in den Nächten träumt, soll in Erfüllung gehen. Auch der Witterungscharakter der nächsten zwölf Monate kann von Kundigen aus dem Wetter dieser zwölf Tage gedeutet werden. Und wer jein Schicksal erforschen oder Klarheit darüber haben will, ob ihn das kommende Jahr in den Hasen der Ehe führt, dem offenbaren sich die Zwölften auf ihre Weise. Bunt ist die Reihe der Liebes- und Glückorakel, über die die deutsche Volkskunde Auskunft gibt, und wenn sie auch zumeist einer kritischen Betrachtung nicht standhalten, so zeigen sie doch die starke Verkettung von Naturerleben und persönlichem Schicksal, das den Vorfahren wesenseigen schien. Denn daß die dunklen Taae zwischen den Jahren den Sinn für das Rätselhafte und Geheimnisvolle mit geradezu beschwörender Kraft herausfordern, ist uns auch heute noch verständlich. Selbst in der Stadt haben sich ja noch gewisse Bräuche erhalten, und wenn es nur die Gepflogenheit der Hausfrauen sein sollte, darauf zu achten, daß in dieser Zeit keine Wäsche hängt. Je mehr wir aber dem naturnahen Dasein entfremdet und eigentliche Stadtbewohner geworden sind, um so lockerer wurden auch unsere Beziehungen zum Brauchtum, von dem im allgemeinen weniger der tiefe Sinn als die äußere Form in unserem Bewußtsein haftet. In diesen Tagen jedoch spüren auch wir mehr als sonst wie schicksalhaft alle Fragen des Lebens mit den Erscheinungen der Natur verbunden sind. Und deshalb ist unser Sinn empfänglicher für jene Mystik, mit der unsere Vorfahren diese Spanne deuteten, die für uns mit dem letzten Glockenschlage des Silvestertages enden wird. H. W. Sch. MvIeveiiWMMsml AS. Gememschaft „Kraft durch Jreube“. Theatervorstellung. Erstaufführung für „Kraft durch Freude". Samstag, den 1. Januar 1938, 20 Uhr, Große „KdF.-Miete", Gruppe II (6. Vorst.): „Die tote Tante und andere Begebenheiten". Lustspiel von Kurt Goetz. Karten zu —,90 und 1,— RM. sind in der Kartenverkaufsstelle, Seltersweg 60, erhältlich. 8728O Altersversorgung derBühnenschaffenden An alle Theaterbesucher. Aus dem Büro des Gießener Stadttheaters wird uns geschrieben: Der 14. Juni 1937 wird ein unvergeßlicher Gedenktag in der Geschichte des deutschen Theaters und seiner Angehörigen sein. Dieser Tag brachte den deutschen Bühnenschaffenden die Erfüllung eines Sehnsuchtstraumes, der über anderthalb Jahrhunderte hinweg leidenschaftliche Kämpfe heroor- rief, denen jedoch bisher stets der letzte Erfolg versagt blieb. An diesem 14. Juni bildete bei der festlichen Kundgebung der Reichstheaterkammer im Kaisersaal der Düsseldorfer Tonhalle eine programmatische Rede des Präsidenten der Reichskulturkammer, Reichsminister Dr. Goebbels, den denkwürdigen Höhepunkt. Der Minister behandelte in seinen grundlegenden Ausführungen, die er vor den führenden Vertretern des deutschen Theaters, des künstlerischen Lebens überhaupt, machte, die grundsätzlichen Fragen des Wesens und der Gestaltung des deutschen Theaters und gab unter langanhaltenden, stürmischen Dankesbezeugungen der Zuhörer seine großzügigen Maßnahmen zur Einführung einer ausreichenden Altersversorgung der Bühnenschaffenden bekannt. Der Minister führte in diesem Zusammenhang folgendes aus: „Mehr als jeder andere Beruf leidet der der Kulturschaffenden, besonders aber der der Bühnenschaffenden darunter, daß für den Künstler, der seine Fähigkeiten meist nur kurze Zeit ausnutzen kann, im Alter keine ausreichende Sicherung und Versorgung vorhanden ist. Es ist schon wunderbar, im Zauber der Bühne von ergriffenen Zuschauern bejubelt zu werden und „der Gottheit nahe" zu sein. Aber hinter diesem Glanz stehen später allzu oft Jammer, Elend und das erschütternde Bild des alternden, in Not versinkenden, auf die allgemeine Mildtätigkeit angewiesenen Künstlers. Die Altersversorgung ist dabei nicht nur ein wirtschaftliches, sondern auch ein kulturelles und soziales Problem von höchster Bedeutung, dessen Lösung dazu beitragen muß, den Bühnenschaffenden den Abgang von der Bühne zu erleichtern und der nachdrängenden Jugend den Weg freizumachen." Zur Sicherstellung der Altersversorgung haben die Theaterveranstalter ab 1. Januar 1938. von jeder ausgegebenen Theatereintrittskarte einen Betrag von 5 Pfennig für die Altersversorgung der Bühnenschaffenden abzuführen. Die Theaterveranstalter sind berechtigt, diese Altersversorgungsabgelbe bei der Eintrittspreisgestaltung zu berück- sichtigen. Dabei sind die Preise der höheren Platzkategorien zugunsten der niedrigeren stärker zu belasten. Bei den billigsten Plätzen ist also unter den Satz von 5 Pfennig herunterzugehen, zum Ausgleich dafür sind die teueren Plätze mit mehr als 5 Pfennig heranzuziehen. Diese Neuregelung für die Altersversorgung der deutschen Bühnenschaffenden ist für die ganze Welt beispielgebend. Nie wäre aber das Erreichte Wirklichkeit geworden, wenn sich nicht der Führer selbst so stark der Sache der Bühnenschaffenden angenommen hätte. Und auch das Volk weiß, daß künftig ein kleiner Anteil seines Eintrittsgeldes einem Fonds der Altersversorgung der Bühnenschaffenden zufließt. Er weiß das, und er wird sich darüber freuen! Das Gießener Stadttheater wird deshalb ab 1. Januar 1938 pflichtrnäßig der Anordnung nachkommen und den Beitrag für die Altersversorgung der Bühnenschaffenden im I. und II. Ring mit 10 Pfennig, im III. und IV. Ring mit 5 Pfennig erheben, während der V. Ring von der Abgabe frei» bleibt. Oie neue Straßenverkehrs-Ordnung. Unser Verkehrsfachmann hat das Wort. Radfahrer, aufgemerkt. Mit einem nicht unerheblichen Prozentsatz sind auch die Radfcchrer in der Verkehrsunfallstatistik verzeichnet. In ihr sind aber noch nicht die zahlreichen Fälle registriert, bei denen ein Radfahrer wohl den ersten Anlaß zu einem Unfall gegeben hat, aber in den darauffolgenden Wirren meistens verschwinden konnte. Mit 18 Millionen Radfahrern rechnet man schätzungsweise in Deutschland, ein riesiges Heer bewegt sich also tagaus, tagein auf diesem billigen unb verhältnismäßig schnellen Fahrzeug durch die Straßen. Da die Gesetzgebung bei der Aufstellung der neuen Verordnung neben der möglichen Sicherheit auch die Zügigkeit des Verkehrs, also weiteste Freiheit in der' Fahrweise berücksichtigt hat, können auch die Radfahrer unbedingtes Vertrauen zu der neuen Verordnung haben; sie müssen sie aber gewissenhaft erfüllen, wenn auch hier und da schärfer in Erscheinung tretende Bestimmungen dem Einzelnen fürs erste etwas hart erscheinen mögen. Bevor wir die Verkehrsvorschriften im einzelnen durchsprechen, müssen wir uns erst einmal mit der vorschriftsmäßigen Beschaffenheit eines Fahrrades befassen. Vor allem: Das Fahrzeug muß betriebssicher sein. Halt, nur feine zu lauten Einwendungen gegen diese lapidare Feststellung. Man gehe einmal in eine Ausfallstraße einer Stadt und prüfe in einer Auswahl die Treträder nach, dann kommt man sehr schnell zu der Ueberzeugung, daß die selbstver- stündliche Forderung nach einem betriebssicheren Fahrrad eben gar nicht so selbstverständlich aufgefaßt wird. Ja, es wird dabei sogar sehr gesündigt; man muß sich nur wundern, daß sich trotz der vielen Mängel an den Rädern nicht weit mehr Unfälle ereignen. Bei vielen Fahrrädern ist die Lenkstange mehr als wacklig. Die Ketten haben oft so viel „Luft", daß sie in einem fort herausspringen, wenn der Fahrer nicht besonders daraus achtet, seine Fahrweise darauf abstellt und dabei auf den anderen Straßenverkehr naturgemäß weniger acht gibt. Es ist durchaus kein Einzelfall, daß gerissene Ketten mit Draht, ja sogar mit einfachen Bindfaden geflickt werden und deshalb öfters wieder reißen. Viele Fahrräder weisen nur ein ordentliches Pedal auf, oder ihre Bremsen sind so schlecht, daß die Bremsvorrichtung gleich Null ist. Dazu stellt der § 7 der STVO, ohne Ausnahme fest, der Fahrer habe dafür zu sorgen, daß sich das Fahrzeug, auch das Fahrrad, in vorschriftsmäßigem Zustande befindet. Der Halter eines Fahrzeuges darf die Inbetriebnahme nicht anordnen oder zulassen, wenn ihm bekannt ist, daß das Fahrzeug den Vorschriften nicht entspricht. Ab l.Suli gelbe Rückstrahler an den Pedalen. Immer wieder ereignen sich dadurch schwere Unfälle, daß Radfahrer in der Dunkelheit von Kraftfahrern nicht rechtzeitig wahrgenommen werden. Die zuständigen Stellen haben deshalb eingehend^ praktische Versuche mit Rückstrahlern aller Art an verschiedenen Stellen des Fahrrades gemacht. Da-> bei ergab sich die beste Wirkung dadurch, daß diö Rückstrahler mit gelber Färbung an beiden Seiten der Pedale, also an beweglichen Teilen des Fahrrades, angebracht werden. Obwohl der § 25 dek StVO, diese gelben Rückstrahler vorläufig nur für! die Fahrräder vorschreibt, die ab 1. Juli 1938 erstmalig in den Verkehr gebracht werden, wird erwartet, daß die anderen Radfahrer sich dieses erhöhten Schutzes freiwillig bedienen, noch bevor eine Ausrüstung für alle Fahrräder vom Reichsführer yf und Chef der deutschen Polizei angeordnet wird. Die Rückstrahler dürfen weder verdeckt noch ver* schmutzt sein, Fahrräder müssen laut § 21 bet' StVO, mit einer helltönenden Glocke ausgerüstet sein. Alle Fahrzeuge müssen eine ausreichende Bremse haben, die während der Fahrt leicht bedient werden kann. Fahrräder müssen sogar, so schreibt es der § 65 der Straßenverkehrs-Zulassungs^ Ordnung vor, zwei voneinander unabhängige Bremsen haben. Als ausreichende Bremse gilt jede am Fahrzeug festangebrachte Einrichtung, welche die Geschwindigkeit des Fahrzeugs zu vermindern und das Fahrzeug festzustellen oeri mag. Auch Fahrradlicht darf nicht blenden. Die neue Straßenverkehrsordnung räumt in § 67 der STDZV. endgültig mit den verschiedenartigen Beleuchtungen auf, die zum Teil recht starke Blend- wirkungen hatten. Die Beleuchtung der Fahrbahn von Fahrrädern aus nach vorn muß weiß oben schwach gelb sein. Das Licht soll auf 50 Meter sichtbar sein, es darf nicht blenden. Der Lichtkegel muß so geneigt sein, daß seine Mitte in 10 Meter Entfernung vor der Lampe nur halb so hoch liegt, wie beim Austritt aus der Lampe. Neu ist auch die Vorschrift, daß die Lampen am Fahrrad so angebracht sein müssen, daß während der Fahrt ihre Neigung zur Fahrbahn nicht verändert werden kann. Die elektrischen Fahrradlampen müssen in einer amtlich genehmigten Bauart ausgeführt fein* auf der das amtliche Prüfzeichen angegeben ist. Auch über die Spannung und Leistungsabgabe der Lichtmaschine besteht eine Vorschrift, die Ueber- einstimmung mit der Spannung und Leistungsaufnahme der Glühlampe vorschreibt. Die ßeiftungs* aufnahme der Glühlampe, die mattiert sein muß, und die Leistungsabgabe der Lichtmaschine, dürfen bei einer Geschwindigkeit des Fahrrades von 15 Kilometer je Stunde drei Watt nicht übersteigen. Diese Leistungen müssen sowohl auf der Lichtmaschine, als auch auf der Glühlampe verzeichnet sein. Dornotizen. Tageskalender für Dienstag. Stadttheater: 20 bis 22.30 Uhr „Enoch Arden". Gloria-Palast, Seltersweg: „Ihr Leibhusar". —• Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Serenade". — Oberhessischer Kunstverein: 17 bis 18 Uhr Kunstausstellung im Turmhaus am Brand. Stadttheater Gießen. Aus dem Stadttheaterbüro wird uns geschrieben; Heute abend sindet die Wiederholung der am ersten Weihnachtsfeiertag in Anwesenheit des Komponisten mit großem Erfolg aufgeführten Oper „Enoch Arden" statt. Musikalische Leitung Kapellmeister Paul Walter, Spielleitung Wolfgang Kühne. Die Rolle des Enoch Arden singt Gustav Bley. Die Aufführung findet als 13. Vorstellung der Dienstag-Miete statt. Beginn 20 Uhr, Ende 22.30 Uhr, Die für Sonntag, 2. Januar, 11.30 Uhr, vorgesehene 8. Morgenveranstaltung wird krankheitshalber auf Sonntag, 9. Januar, verschoben. Das Programm ist dasselbe, wie angekündigt. Beginn 11.30 Uhr, Ende 12.30 Uhr. Die große Glocke. Von Heinrich Zillich. Die Glocken bogen ihre Klänge über meine Kindheit wie ein Wald seine Blätter über junge Sträucher. Das Gymnasium lag neben dem Dom. Der Unterricht begann schon um sieben Uhr morsens, eine Stunde früher mußte ich aus dem Bett. In den Kampf zwischen Schlaf und Pflicht flutete um sechs Uhr das Tagesläuten, die Glockenrufe, die mich umhüllten, in mir widerklangen, wenn ich schlaftrunken in die Kleider fuhr. Zu Mittag jubelten sie dem Schulschluß zu: Freunde beim lärmenden Nachhauselaufen durch die schwirrenden Tauben neben der hallenden, summenden Kirche, daß um meine Ohren, um den ganzen Kopf ein Meer von Tönen schwoll und ich im Brausen und Widerhall selbst wie ein ausgesandter Klang dahinstürmte. Um drei Uhr nachmittags, wenn der Unterricht wieder begann, schlug es aufs neue an die erzenen Wände hoch im Balkenstuhl, nun traurig — dem Toten zu Ehre, den man begrub. Zögernd gingen wir dem gähnenden Schultor zu. Gegen Abend schwangen sie, wenn ein Paar im Dom getraut wurde. Da liefen wir heran und sahen die Hochzeitspferde, weiße Bänder im Geschirr, unruhig scharren, bis jäh die Stille einriß, wenn die Brautleute in die Kirche traten und das Oraelspiel durch das offene Seitentürchen herausklang. In der Dämmerung, nach dem Vesperläuten, war die Ruhe wie ein Echo der Glocken, ein leiseres, aber ein lang- andauerndes, das in jedem Anschwellen der Schatten nachhallte, und selbst noch in dem Auftauchen der Lichter hier und dort in der wartenden Stadt. Feierte man aber ein Fest ober war ein berühmter Mann gestorben, dann begann die große Glocke, die beim täglichen Läuten schwieg, ihre dunklen, weitausschwingenden Töne hinauszuwogen, daß in allen Familien die Fenster aufgingen, jeder sich an den Rahmen lehnte und hinausblickte mit Augen, die ernst und groß wurden über dem stummen Mund. Einer sprach dann: „Die große Glocke!" Es war Sehnsucht und Ehrfurcht in der Stimme, die es sagte. In der großen Glocke waren wir „zu Hause", ihr Ruf war unser aller Leben, in ihr wuchs der Heimat ganze majestätische Bedeutung auf und fang: Ich bin im tiefsten Grund so groß und mächtig, so rein und dunkel, so schön und so erfüllend, wie ich jetzt klinge. Ich flute aus und erneuere mich immer, ich bleibe mir selbst auf den Fersen und verfolge niemand, denn ich bin gut. Ich bin unb bin gut, ich bin unb bin gut, ich lebe und bin gut, ich bleibe und bin gut. So klang die große Glocke wirklich, so hörten wir sie alle unb staunten nicht, baß etwas Lebendiges auch wirklich ganz gut war, denn dieses Lebendige war unser aller vereinigtes Gutsein, das aus der Erde stieg bis hinauf in den Glockenstuhl durch die gewachsene Kirche, unter deren zitterndem Widerklang beim Läuten die Erde auch mitschwang. Mein Großvater, den keine Träne im harten Schreiten beirrte, sagte einmal, als ihm die große Glocke ihren Spruch zurief, sagte in die Atemfülle des Abends über die Dächer der kleinen Stadt hinein, den Tonen zur Antwort: „Ja, das ist wahr!" Ich staunte fassungslos, nicht über den Satz, nein, weil ihn auch er, der Harte, sagen konnte. Vielleicht entfaltete sich damals das Körnchen bluthaften Einheitsgefühls, das Familien, Geschlechter und Völker nährt, in mir grünem Schößling. Aber wenn ich heute in der anders dröhnenden Zeit die Tage zählen wollte, wo ich die Glocken höre, obschon sie immer noch läuten, so ist es mir, als hätte dieses Leben, das wir alle nun führen, seinen Vesperernst verloren. Wer hort denn noch heute die Glocken an, wer steht am Fenster und sagt: „Ja, das ist wahr!" Unb wer voll Ehrfurcht in bas tönend gewordene Lanb hinaus: „Die große Glocke!"? Kraftwagen im Winter. Von Joachim Boehmer. Mit bem Eintritt ber kalten Jahreszeit verlieren viele Fahrer bie Freude an ihrem Wagen, weil sie bie Einwirkungen bes Winters auf ben Motor unb bie Fahrbereitschaft bes Wagens nicht zu meistern verstehen. Der Kraftwagen ist aber, wenn man einiges Derstänbnis für bie Eigenschaften ber Betriebsmittel unb bie mechanischen Bebingungen des Fahrzeugs aufbringt, im Winter ein ebenso zuverlässiger Begleiter wie im Sommer. Unter bem Einfluß ber Kälte änbert sich bie Betriebsweise bes Motors berart, baß ber im kalten Vergaser befinbliche Brennstoff vor allem heim Starten unvollkommen vergast. Auch während ber Fahrt bleiben bie meisten Motoren zu kalt, weil man sie nicht genügenb schützt. Das bekannteste Schutzmittel für ben Motor ist bie Kühlerschutzhaube, bie über ben Kühler gezogen wirb, um ben Luftburchzug zu brosseln. Leiber lassen sich bie meisten Kühlerhauben währenb der Fahrt nicht vom Fahrersitz aus verstellen, so daß sich also die Betriebstemperatur bes Motors nicht auf ber günstigsten Hohe hält. In der Regel bleibt der Motor zu kalt, was stets mit einem erhöhten Brennstoffverbrauch verbunden ist. Wer seinen Motor schonend behandeln und Brennstoff sparen will, sollte auf ein Kühlwasserthermometer nicht verzichten unb burch Verstellen bes Kühlerschutzes die Wassertemperatur möglichst auf einer Hohe von etwa 80 Grad halten. Muß der Wagen bei großer Kälte längere Zeit im Freien stehen, ist nicht nur bie Kühlerhaube zu schließen, sonbern auch eine Decke überzulegen, um die Abstrahlung der nach oben strebenden Motorwärme möglichst zu verlangsamen. Gegen das Einfrieren des Kühlwassers wird hauptsächlich ein aus Glycerin bestehendes Schutzmittel angeroenbett das bei richtigem Mengenverhältnis zum Wasser alle vorkommenden Kältegrade aushält. Wenn der Kühler mit allen Leitungen, einschließlich Wasserpumpe, völlig dicht ist, reicht eine einmalige Füllung mit Schutzmitteln nicht nur für einen ganzen Winter aus, sondern sie kann auch im Frühjahr abgelassen und nach sorgfältiger Filtrierung im nächsten Winter erneut verwendet werden. Wer als Schutzmittel Brennspiritus verwendet, muß sich darüber klar sein, daß seine Verdampfung früher einsetzt als die des Wassers, daß also von Zeit zu Zeit Brennspiritus nachgefüllt werden muß, wenn man sich auf die Frostbeständigkeit verlassen will. Man vermeide es aber, auch mir einen Tropfen Spiritus auf ben Lack kommen zu lassen, weil er Flecken hinterläßt, die sich nicht roieber beseitigen lassen. Ebenso wichtig wie das Wasser ist das Del. Man möchte sogar sagen, daß die Verwendung von ausgewähltem Winteröl für die Lebensdauer unb Arbeitsweise bes Motors von größerer Bebeutung ist als bie Wasserfrage. Infolge ber Kälte wirb bas Motorenöl, bas Oel in ben Getrieben unb bas Fett in ben Lagern fester. Wirb also der Wagen in Gang gebracht, so ist auf diesen Zustand dadurch Rücksicht zu nehmen, daß alle Teile möglichst wenig beansprucht werden. Man verlasse also am frühen Morgen die ungeheizte Garage nicht sofort in schneller Fahrt, sondern lasse den Motor erst einige Minuten bei geschlossener Kühlerhaube warm werden. Für seine Ingangsetzung ist es wichtig, beim Starten die Kupplung herauszutreten, damit bas im erhärteten Fett liegende Wechsel-Getriebe nicht mitläuft. Verabsäumt man es, wird die Batterie unnötigerweise beansprucht. Ueberhaupt soll man der Batterie gerade im Winter eine besondere Pflege zuteil werden lassen, weil sie bei jedem Starten hohe Leistungen hergeben muß. Wer viel verbraucht und viel startet, wird im Winter seine Batterie hin unb roieber auflaben lassen müssen, wenn er ein stets fahrbereites Fahrzeug haben will. Eine langsame Ingangsetzung bes Wagens ist in ber Kälte auch im Hinblick auf bie bicker gewordenen Oele und Fette im Differential, in den Rad- achsen und Gelenken der Steuerung und Febern empfehlenswert. Will man den Motor während des Parkens durch einen Ofen erwärmen, so eignen sich hierfür bie mit Benzin betriebenen Katalytofen unb bie Heizofen mit Glühsteinen. Bei ben Katalytofen darf nur bas bafür bestimmte Spezialbenzin verwenbet werben. Eine Gefährbung bes Motors ober Wagens burch bas Heizsieb dieser Oefen braucht man nicht zu befürchten. Auch ist es gleichgültig, in welcher Lage der Ofen im Wagen oder unter der Haubs untergebracht wird. Diese Oefen haben den Vorzug, daß sie auch während der Fahrt für die Beheizung des Wageninnern verwendet werden können. In der Garage dagegen verwendet man mit Vorteil elektrische Heizkörper, die möglichst auf dem Fußboden unter bem Motor angeorbnet werben, ba- mit bas Oel flüssig bleibt. Die Erwärmung bes Kühlwassers ist von untergeorbneter Bedeutung, da es infolge seines Gehalts an Schutzmitteln nicht einfrieren kann. Eine unangenehme Erscheinung bei der Winterfahrt ist auch bas Beschlagen ober Vereisen ber Fensterscheiben. Man schützt sich am besten, burch eine von innen gegen bie Winbschutzscheibe gesetzte zweite Glasscheibe, bie burch einen Gummifalz fest gegen bie oorbere Scheibe gebrückt wirb. Im Raum zwischen ben beiben Scheiben sinb einige bünne Heizbrähte angeorbnet, bie an die Wagen- batterie angeschlossen werben. Die von diesen Drähten ausgehende Wärme verhindert ein Anlaufen der Windschutz-Scheibe. Bei dem Betrieb elektrisch beheizter Scheiben ist jedoch auf die Leistungsfähigkeit der Batterie Rücksicht zu nehmen, zumal im Winter auch bie Lampen- unb Scheibenwischer stärker als im Sommer in Anspruch genommen werden. Für bie Fahrsicherheit im Winter ist schließlich der Zustand der Bereifung ausschlaggebend. Wo keine scharfen Prosile auf den Reifen vorhanden sind, ist das Einfräsen feiner Rillen („Sommern") in die Lauffläche anzuraten. Auch bei vereister Straße wirb ber Wagen bann sicher fahren. Sobald aber die Vereisungen stark sind oder starker Schneefall eingetreten ist, bieten nur Schneeketten bie Gewähr dafür, Steigungen befahren zu tonnen. Im allgemeinen genügt es, bie heitren angetriebenen Hinter- ober Vorberräber mit Schneeketten zu versehen. Mit Rücksicht auf bie einfeitige Beanspruchung des Differentials ist das Auflegen einer Schneekette auf ein einziges Rad nicht zu empfehlen. Geht der Kraftfahrer so vorbereitet in den Winter, wird er sich stets auf den Wagen verlassen können. Diamanten-Komödie Vornan von Horst Biernath. >6. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) „Das fehlte auch noch gerade, daß Sie sich ein- laden ließen —! Aber Sie brauchen sich gor nicht gu entschuldigen, Humphrey. Es ist Ihre Sache, was Sie tun. Wenn Sie mich allerdings fragen würden, was ich an Ihrer Stelle getan hätte--" „Sie sind schließlich eine Frau." An Ihrer Stelle !‘ habe ich gesagt — —, ja, dann müßte ich allerdings antworten, daß ich's, nach dem Auftritt von heute morgen, auf diese Lösung nicht hätte ankommen lassen; sondern ich hätte rechtzeitig den Rat des Kapitäns befolgt." „Erstens mal freue ich mich auf die Reise, weil Sie an Bord sind. Und zweitens urteilen ©ie sehr streng. Sie wissen zum Beispiel nicht, daß ich meine Meinung über Martini inzwischen geändert habe, daß ich sie ändern mußte und daß ich mich bei ihm entschuldigt habe, wie es auch ohne Inanspruch' nähme seiner Kabine meine Pflicht gewesen wäre — seiner Kabine, di« er mir übrigens selber angeboten hat!" „Sagen Sie klar, was Sie zu sogen hoben, Humphrey! Sie sprechen so weise und so dunkel..." „Die Geschichte liegt nämlich so, daß die Banditen, die den Diamontentransport überfallen haben, inzwischen gefaßt sind", antwortet« er mit saurer Miene. Tarolas Spannung löste sich. Sie atmete auf. „Und ich war tatsächlich nahe daran, an Ihren Unsinn zu glauben, Humphrey!" seufzte sie. „Ich habe mir in der letzten halben Stunde die Geschichte wieder und wieder durch den Kopf gehen lassen und war, weiß Gott, so weit, Sie für einen neuen Sherlock Holmes zu halten!" Sie lachte hellauf; es war ein befreites Klingen in ihrem Gelächter. Humvhrey traf es wie eine Stichflamme ins eifersüchtige Herz. Ihn plagte die Versuchung, ihr alles aufzudecken. „Und es wäre auch wirklich zum ersten Male gewesen", fuhr sie, ernst geworden, fort, „daß mich mein Instinkt für einen Menschen so völlig im Stich gelassen hätte," „Na, hören Sie mal!" brummte Humphrey. „Aus Zucker besteht der Kerl nun auch nicht gerade!" Sie schüttelte sich leicht: „Es wäre auch furchtbar." „Und daß er bei diesem Gaunerstück zufällig mal seine Finger nicht im Spiel gehabt hat, ändert an meiner Einstellung ihm gegenüber nicht das geringste! Und wenn er mir sein eigenes Bett abgetreten hätte!" „Nein, Humphrey, setzt glaube ich Ihnen nicht mehr eine Silbe von dem, was Sie mir über feine Vergangenheit aufgetischt haben. Natürlich: Aus der Stirn geschrieben steht es keinem Menschen, was unter seinem Schädeldach vorgeht; aber ich möchte mit Ihnen wetten, daß gerade Martini--" „Sonderbar, wie warm Sie sich für diesen Herrn einsetzen!" „Nicht wärmer als für jeden anderen anständigen Menschen — auch nicht wärmer als für Sie, Humphrey, wenn Sie sich in Martinis Lage befänden. Schließlich ist es einfachste Anstandspflicht, Ehre zu geben, wem Ehre gebührt." „Aber immerhin besteht zwischen mir und Mor- tini ein kleiner Unterschied", versetzte er mit leiser Bitterkeit. „Sie kennen mich jetzt feit mehreren Monaten, während Sie gestern abend zum erstenmal mit Herrn Martini ein paar flüchtige Worte gewechselt haben." „Ich habe auch nicht von unserer bewährten Freundschaft gesprochen, Humphrey. Aber ich sage Ihnen: Einem Mann wie diesem Martini würde ich bedenkenlos die Verwaltung meines Vermögens anvertrauen — wenn ich welches desäße." „Und ich würde Ihnen entschieden raten, nicht so leichtsinnig zu sein, selbst wenn sich's nicht um Ihr Privatvermögen handelt!" erwidert« er. Und es klang wie ein unheilvolles Orakel. ♦ Der Funker Steffens betrat das Kartenzimmer. Zanten war mit Eintragungen ins Journal be« schöftiat. Er blickte nicht auf; vielleicht hatte er den Eintritt des Funkers überhört. „Ein persönliches Kabel, Käpten!" Zanten jchrieo weiter. Er malte riesige Buch- staben und brauchte immer zwei Linien für die Zeile. ,Lesen Sie vor, Stessens!" befahl er, ohne sich umzUdrehen. „Dos Kabel ist aber sehr persönlich", bemerkte der Funker zögernd. Da er den Funkspruch abgenommen hatte, lag eigentlich kein Grund vor, sich gegen die Vorlesung zu wehren. Aber Stessens war ein Mann mit einer zarten, sehr diskreten Seele. „Sie werden mal am Anblick eines Pferdeapfels drauf gehen, Steffens!" brummte Zanten ärgerlich. „Los, Mann, oder was Sie sonst sind — lesen Sie vor!" Steffens war diese Witze des Kapitäns so ae- wohnt, daß er ohne Wimperzucken die Oblate löst«, mit der er den Papierstreifen verschlossen hatte. „Kapitän Zanten persönlich, streng verttaulich. Erfahre soeben, daß Humphrey an Bord Deines Schiffes ist. Ersuche Dich dringend, unter allen Umständen zu verhindern, daß er von Passagierin Deines Schiffes Carola Hollerthau geheiratet wird. Ermächttge Dich, Enterbung anzudroyen. Schwimme hier in Tränenströmen meiner Frau und habe keine ruhige Minute. Dein alter Timperly." Zanten lief blau und rot an. Er bekam einen so dicken Kopf, daß Steffens sich allen Ernstes überlegte, was ratsamer sei: den Kapitän aufzufangen und dann den Arzt zu holen, ober zuerst nach dem Arzt zu laufen und Zanten fallen zu lassen. Aber so leicht traf einen Mann wie Zanten der Schlag nicht. „Funken Sie zurück", schrie er Steffens an, ,))aß mir dieser alte Trottel den Buckel 'runterrutschen soll! Verstanden? Das funken Sie sofort zurück!" „Jawohl, Sir!" antwortete der Funker eilig und machte kehrt; aber er blieb doch an der Tür stehen, da er Zanten feit mehreren Jahren kannte und wußte, daß die hohen Touren bei ihm nicht lange vorhielten. „Was wollen Sie noch? Weshalb ist die Antwort nicht schon längst unterwegs?" ,Lch möchte mir die Frage erlauben, Sir, ob nicht eine mildere Fassung Ihres berechtigten Wunsches bei einem öffentlichen Funkspruch besser am Platze märe?" „Mildere Fassung?" fauchte der Alte. „Das ist wieder mal einer von Ihren berühmten Einfällen. Sind Sie nicht bei Trost, Stessens? Ich habe bereits die mildeste Form gewählt, deren ich fähig bin. Eigentlich gäb' es da nur eine einzige passende Antwort, die ich lediglich aus Rücksicht auf Ihr zartes Gemüt mir verkniffen habe!" „Ich verstehe auch dies vollkommen, Sir", sagte Steffens in gehöriger Ehrerbietung, „nur fürste ich, Son der Universität. Don der Pressestelle der Universität Gießen wird uns mitgeteilt: Der Führer und Reichskanzler hat den nicht- beamteten ao. Professor Dr. Gerber unter Berufung in das Beamtenverhältnis auf Lebenszeit zum außerordentlichen Professor in der Philosophischen Fakultät der Universität Gießen und zum Direktor des Musikwissenschaftlichen Seminars ernannt. Reichszuschüsse für den Umbau von Räumen zu Wohnungen. Lpd. Der Reichs« und Preußische Arbeitsminister hat zur Behebung der bestehenden Wohnungsknapp- heit zwecks Schaffung neuer Wohnungen (durch Umbau und Aufstockung) erneut Reichszuschüsse bereitgestellt. Der Reichszuschuß beträgt 50 v. H. der Kosten, im Höchstfälle jedoch nur 600 RM. für jede neu erstellte Wohnung. Zinsvergütungsscheine wer- den nicht gewährt. Anträge auf Wohnungserweiterung und Teilung von Wohnungen sind von der Bewilligung eines Reichszuschusses ausgeschlossen. Anträge aus Gemeinden, in denen keine Wohnungsnot besteht, haben keine Aussicht auf Berücksichtigung. Die Anträge sind, wie der Reichsstatt. Halter in Hessen — Landesregierung — mitteilt, in den ©tobten bei den zuständigen Stadtbau- ämtem, in den Landgemeinden über die Bürgermeister bei den staatlichen Hochbauämtern, bei denen auch die Vordrucke erhältlich sind, bis spätestens 10. Januar 1938 einzureichen. Beherzigenswerte Warnung. Das Betreten zugefrorener Flüsse, Teiche und Bäche ist untersagt. Die Polizeidirektion Gießen teilt mit: Nach Artikel 297 des Hessischen Polizeistrafgesetzbuches dürfen zugefrorene Flüsse, lei ehe und tiefe Bäche bei Meidung gerichtlicher Bestrafung nicht betreten oder mit Schlittschuhen, Wagen ober Schlitten bewahren werden, solange dies durch polizeiliche Anordnung ausdrücklich unterlagt ist. Eltern, Erzieher unb Lehrer werden ersucyt, ihre Kinder und Schüler auf das zur Zeit bestehende Verbot und die Gefahren des verbotenen Betretens von zugefrorenen Flüssen, Teichen unb tiefen Bächen aufmerksam zu machen. Schweres Motorradunglück bei Friedberg. Ein Mann lot, einer schwer verletzt. Am gestrigen Montagabend ereignete sich auf der Landstraße Friedberg—Büdingen in der Nähe des Dorfes Stammheim ein schweres Motorrad- unglück. Zwei junge Männer aus Rodenbach (Kreis Büoingen) befanden sich auf einem Motorrad unterwegs auf der Fahrt von zu Haufe. Dabei fuhren sie in der Nähe von Stammheim in voller Fahrt so unglücklich gegen einen Baum, daß einer der Motorradler namens Otto Berg aus Rodenbach auf der Stelle tot liegen blieb, während sein Mitfahrer namens Karl © pitznagel, ebenfalls aus Rodenbach, mit schweren Kopfverletzun- gen undDerdacht auf Schädelbruch nach Friedberg in das Krankenhaus eingeliefert werden mußte. Beide Motorradler befanden sich auf der Fahrt nach Gießen, wo sie tätig waren. Heuer im Leib. Auf bisher noch nicht geklärte Weife brach in der vergangenen Nacht in der Kegelbahn vom Cate Leib Feuer aus. Die Flammen ergriffen den Dach- stuhl und setzten ihn rasch in Brand. Glücklicherweise wurde das Feuer vom Hinterhause aus noch so rechtzeitig bemerkt, daß ein größeres Brandunglück verhütet werden konnte. Die Feuerwehr rückte um 3.44 Uhr mit zwei Geräten aus und ging dem Brand energisch zu Leibe. Es vergingen immerhin zwei Stunden, bis die Feuerwehr wieder einrücken konnte. — Di« Wehr hatte sich, ebenfalls in der vergangenen Nacht, mit einem Kaminbrand zu beschäftigen, der im Hause Walltorstraße 73 ausgebrochen war. Die Gefahr konnte rasch beseitigt werden. Weihnachtsfeier des Gesangvereins »SeiferteM*. Der Gesangverein Heiterkeit" hielt am ersten, Weihnachtsfeiertag im großen Saale des „Katho- Schulgeschichtliche Forschungen in Hessen Ein fesselnder Vortrag des Prälaten a. D. Or. Dr. Diehl in Gießen. 1,57 Mark, feine Moltereibutter 1,52, Markenbutter 1,55 bis 1,60 Mark, Matte 20%bis 25 Pf., Käse, das Stück 5 bis 10, Eier, deutsche, Kühlhauseier, Klasse B 11, ausländische Kühlhauseier 11, Wirsing, XA kg 10 bis 12, Weißkraut 6 bis 8, Rotkraut 10 bis 12, gelbe Rüben und Karotten 10 bis 12, rote Rüben 10, Spinat 18 bis 20, Unterkohlrabi 8, Grünkohl 15, Rosenkohl 25 bis 30, Feldsalat, Vio 8 bis 10, To- maten, % kg 40 bis 50, Zwiebeln 8 bis 9, Meerrettich 30 bis 70, Kürbis 5 bis 6, Kartoffeln, XA kg 4 Pf., 5 kg 40 Pf., Aepfel, % kg 10 bis 20, Birnen 15, Nüsse 40 bis 50, Blumenkohl, das Stück 30 bis 60, Salat 8 bis 25, Endivien 8 bis 12, Lauch 5 bis 8, Sellerie 10 bis 30, Rettich 5 bis 10 Pf. "DerPostdienstamNeujahrstaa. Am Samstag, 1. Januar, finden der Schalterdienst der Reichspost, die Briefkastenleerung und die Ortsbriefzustellung wie an Sonntagen statt. Post- und Zahlungsanweisungen sowie Wertbriefsendungen werden zugestellt. Eine Ortspaketzustellung findet nicht statt. Für das Land erfolgt eine Brief- und Zeitungszustellung nach allen Orten. ** Eisbayn eröffnet. Nachdem in den letzten Tagen stärkerer Frost eintrat, konnte heute morgen die Eisbahn an der Moltkeftraße für den Eislau freigegeben werden. Ehringshausen versetzt wurde. Auch da lasten sich unter den Nachkommen 25 bis 30 Lehrer feftftetten. Im ganzen kommt man in Hessen auf 400 bis 500 Familien, in denen der Lehrerberuf erblich war. Merkwürdig sind die Adjunkturen, über die man viel gescholten hat. Wenn ein Schulmeister einen Sohn hatte, dem er seine Stelle verschaffen wollte, wurde er magenkrank — ein Zeugnis dafür lieferte der Baldierer. Dann lief eine Eingabe ein, man möge dem Lehrer gestatten, seinen ©ahn zum Adjunkten zu nehmen cum spe succedendi. Zunächst wurde das vielleicht nicht ganz bewilligt, sondern nur „sine spe“ d. h. ohne Anwartschaft aus die Stelle. Aber wenn Vater und Sohn eine Weile 3ufammengearbeitet hatten, kamen weitere Gesuche des Vaters, bis schließlich die Bewilligung „cum spe“ eintraf: dann ging die Stelle beim Tode des Vaters ohne ein weiteres Dekret auf den Sohn über. Auch für die Tochter wurde manchmal ein junger Mann herangeholt und zum Lehrer ausgebildet. Selbstverständlich mußte der Betreffende ein Examen ablegen. Dieser Brauch der Adjunktur empfahl sich deshalb, weil sonst niemand auf der Stelle leben konnte. Die Stellen waren so gering besoldet, daß der Lehrer seinen Acker selbst bebauen mußte. Hätte man da jeweils das gesamte Inventar beim Tod eines Lehrers verkauft und der neue Lehrer sich alles neu anschaffen müssen, wären die Kosten zu groß geworden. Don dem grundanständigen Geist dieser Lehrer nur ein Beispiel: 1804 kam zu dem Lehrer Martin in Burg-Gemün- den zur Visitation her Superintendent Bechthold. Als er hörte, wie gering der Lohn des Lehrers war, bewog er die Gemeinde, 10 Gulden mehr zu geben. Aber Martin antwortete: „Für meinen Nach- olger nehme ichs an, nicht für mich. Ich habe olche Freude am Beruf, und Gott hat meine Familie o reich gesegnet, daß ich es für mich nicht haben will." (Schluß folgt.) Rundfunkprogramm Mittwoch. 29. Dezember. 6 Uhr: Morgenfpruch. Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Froher Klang zur Morgenstund! 9.45: Hausfrau, hör zu! 11.40: Gaunachrichten. 11.45: Deutsche Scholle: Vom Brotbacken in alter und neuer Zeit. 12: Mittagskonzert. 13: Nachrichten. 13.15 Mittagskonzert. 14: Nach- richten. 14.10: Tutti-frutti (Schallplatten). 15: Volk und einem guten Schulbesuch: wer nicht lesen und schreiben konnte, wurde nicht konfirmiert, und wer nicht konfirmiert war, konnte nicht heiraten. Analphabeten gab's nicht, es sei denn, daß es sich um Landfremde handelte. Diefe Verhältnisse wurden zuerst für die Obergrafschaft Katzenellenbogen festgestellt, danach aber auch in den 60 bis 80 Territorien, die zusammen das spätere Hessen ausmachten. Auch der Dreißigjährige Krieg hat hier nicht alles vernichtet. Hessen hat freilich schrecklich gelitten. Außer Thüringen ist das Land zwischen Rhein, Main und Neckar am schlimmsten weggekommen. Mainz war längere Zeit Hauptstadt eines von den Schweden besetzten Gebiets und hatte durch sie einen lutherischen Generalsuperintendenten, ein lutherisches Konsistorium und ein lutherisches Gymnasium. Dieses Gebiet litt unsäglich unter allen Truppendurcyzügen. Dazu kam die Pest. In Darmstadt sind in einem Dierteljahrhundert 90 v. H. der Bevölkerung an der Pest gestorben. Auch im südlichen Oberhessen wütete sie gewaltig; das nördliche kam besser weg. Auerbach, das zuvor einen studierten Präzeptor besaß, hatte nachher keinen Lchrer mehr, weil keine Kinder da waren. In einem Kirchenbuch findet sich die (Eintragung: „Dies ist das erste Kind, das feit 32 Jahren in diesem Ort getauft wurde". Aber die Bevölkerung verlor den Mut nicht. Die zweite Hälfte des Dreißigjährigen Krieges ist eine der großartigsten Zeiten des kulturellen Aufschwungs. Lehrbücher mit Bildern entstanden, mit mnemotechnischen Hilfsmitteln. In jenen Jahren erschienen die prachtvollen Bände des „Theatrum Europaeum" mit ihren herrlichen Kupfern. Der eine Band ist von dem Pfarrer Johann Ludwig Gottfried herausgegeben worden, der keinen Pfennig dafür bekam; der Herausgeber eines andern Bandes, ein Nauheimer Pfarrer, ist verschuldet gestorben: er hatte sein ganzes Vermögen hineingesteckt. Das waren Männer, die aus lauter Elend herauskamen und doch den Willen zur Kultur nicht verloren. Das zeigt« sich auch im Schulwesen. In der ,zweiten Hälfte des Dreißig- jährigen Krieges entstehen statt der Pfarrschulen die Filialschulen. Die Unsicherheit des Krieges erlaubte den Eltern nicht mehr, die Kinder zur Schule ins Kirchdorf zu schicken: so gründete man in jeoem Filial nach Möglichkeit eine eigene Schule. Aber nicht nur das Kriegsvolk machte die Straßen unsicher, sondern auch die Wölfe: noch 1682 schreibt die Gemeinde Mörfelden, man könne wegen der Wolfsgefahr die Kinder nicht in das eine halbe Stunde entfernte Klein-Gerau schicken. — Nun die zweite Frage: was für Lehrer unterrichteten an diesen pfarr- und Filialschulen? Schon 1902 hatte Prälat Diehl festgestellt, daß bei Darmstadt 87 v. H. aller Dorflehrer ftirilierte Ideologen waren. Unter den übrigen gab es einige, von denen es in den Drsitationsakten heißt: Der Superintendent nahm sich seiner nicht an, weil er ein „itriota* ist, d. h. nicht ein Idiot, sondern einer, der nicht studiert, nicht seinen Magister gemacht hat. Dor der theologischen Fachschaft der Universität Gießen und einer Reihe von Gästen hielt der frühere Brälat der Evangelischen Landeskirche in Hessen r. Dr. Diehl einen außerordentlich fesselnden Dorttag über feine neuesten schulgeschichtlichen Forschungen. In seiner lebendigen und humorvollen Art erzählte er zunächst, wie er vor mehr als 30 Jahren zuerst in diese Arbeit hineinkam. Als Pfarrer in Hirschhorn a. N., wo er den gesamten Unterricht in allen Fächern erteilen mußte und zusammen mit dem Konfirmanbenunterricht 31 Wochenstunden zu geben hatte, erhielt er die Aufforderung, für die Monumenta Germaniae paedagogica die hessischen Schulordnungen herauszugeben. An diese Arbeit knüpfte er nun wieder an, als er den letzten Band seiner „Hassia sacra“ 1935 vollendet hatte. Ziel der neuen Arbeit war es, von jeder Schulstelle im Lande festzustellen, wann sie errichtet war und welche Lehrer an ihr gewirkt hatten von der Reformation an bis 1874, wo Kirche und Schule getrennt wurden. Die Quellen befinden sich im Staatsarchiv in Darmstadt, weiter in den standesherrlichen Archiven, im Generallandschaftsarchiv in Karlsruhe; gegenwärtig wird eine Sammlung von 2000 Faszikeln im Unterrichtsministerium in Darmstadt durchgearbeitet. Zu alledem kommen noch die schwer übersehbaren Scharen der Kirchenbücher und Chroniken. Die erste Frage lautet also: wann sind die Volksschulen entstanden? Früher standen sich zwei Meinungen gegenüber. Die einen meinten, die Volksschule gehe auf Luther zurück, und erinnerten an seine Schrift an die Ratsherren aller Städte deutschen Landes, daß sie Schulen aufrichten und halten sollen. Aber diese Ansicht ist falsch: Luther ist der Vater der Lateinschule geworden, nicht der Volksschule. Auch in kleineren Orten wie Berstadt bei Echzell bestand eine ßatein- chule, die bis Unterprima vorbereitete; danach sie- lelten die Schüler dann ins Pädagogium nach Marburg über. Auf Luthers Anregung ist vielleicht auch >ie Mädchenschule in Gießen zurückzufuhren. Noch alscher ist die andere Meinung, die einst Beyschlag )ertreten hatte. Er hatte gemeint, die Volksschule ei nicht ein Kind der Kirche, sondern ein Erzeugnis )er Protestantismus als Kulturmacht: sie sei feit der Aufklärung entstanden. Diese Ansicht erledigt sich ür jeden, der die Schulakten einer Pfarre in die Hand nimmt. Nein, alle unsere Schulen sind Pfarr- chulen, Kirchschulen. Sie wurden zwischen 1570 und 1615 ober bis zum Anfang des Dreißigjährigen Krieges gegründet. Es gibt Pfarreien, in denen fein Lehrer angestellt war, weil die Mittel fehlten. Dann war der Pfarrer selbst verpflichtet, den Unterricht zu geben, und er wurde überwacht, ob er ihn auch richtig hielt. 1628 fand eine große Visitation statt, von der 6 starke Aktenbände Zeugnis neben. Da zeigt ich: überall in den Pfarrorten wird Schule gehalten, in 90 v. H. von einem besonders angestellten Lehrer. Die Schulen wurden von Knaben und Mädchen besucht; nur in den Städten gab es selbständige Mädchenschulen. Der Konfirmationszwang führte zu Auf den andern Territorien ergab sich jetzt dasselbe Bild: vor 1630 waren fast alle Lehrer Theologen. Sie blieben 6 bis 15 Jahre im Schuldienst, machten bann das Definitorium, das Abschlußexamen, und wurden Diakonus oder Pfarrer. Nur Stipendiaten, die aber dafür fünf Jahre länger auf der Universität blieben, mußten nicht in den Schuldienst. Sie stellten die späteren Superintendenten und Pro« fessoren. Ueberall, auch in kleineren Orten, z. B. des Amtes Butzbach, in Bauerbach, in Oscheim, in Hochweisel, aber auch in Echzell, Berstadt, Ober- Bingenheim und Ranstadt sitzen als Lehrer studierte Leute, Theologen. Nur nicht in her Pfalz. Hier waren 1576, als die Pfalz für sechs Jahre lutherisch wurde, die reformierten Geistlichen fortgegangen, viele nach Wesel und Eleve. Sie kehrten nicht zurück, so daß großer Theologenmangel herrschte. In den 80er und 90er Jahren hat man bis aus Schlesien Pfarrer für die Psah geholt. Hier waren darum die meisten Lehrer „illiterati“. Unstudierte. Noch 1874 waren zwei Drittel aller Darmstädter Volksschullehrer Theologen, nur in den Freischulen für die ganz Armen und in den Elementarschulen nicht. Für ganz Hessen gilt: ein Drittel der Lehrer von der Reformation an bis 1874 waren Theologen, die später Pfarrer wurden. Die zweite Gruppe von Lehrern hatte nicht diese theologische Vorbildung. Bei dieser Gruppe ist die Eigentümlichkeit von Lehrerfamilien zu nennen, die durch Generationen am selben Ort fitzen. Geht man diesen Familien nach, so findet man an ihrem Anfang entweder einen intelligenten Ortseinwoh- ner, der sich zum Lehrer ausbilden ließ und bann später feine Kenntnisse seinem Sohn ober Schwiegersohn weitergab, ober man stößt auf einen Pfarrerssohn bber einen Theologiestubenten, der bie Mittel zum weiteren Studium nicht mehr aufbringen konnte und Lehrer wurde. In der Nachkommenschaft eines solchen Lehrers lassen sich 40 bis 50 Lehrer nachweisen. Ein aus Ulrichstein stammender Schultheiß, der sich später Praetorius nannte, besuchte bas Gymnasium, hat auch vielleicht einige Semester studiert und wurde dann Lehrer in Bo- Mjn. Sein einer Sohn nannte sich Schultheiß, ere Praetorius. Sie gingen in wirtlichere Gegenden, in Busecker Tal, von wo einer nach lischen Deremshauses" feine Weihnachtsfeier ab. Nach einleitenden Musikoorttägen der Kapelle Heinz Nickel hieß Vereinsführer U h r h a n bie Mitglieder, Freunde und Gäste willkommen. Er betonte, daß neben der kulturellen Aufgabe, der Pflege des deutschen Liedes, die Führung und Förderung einer guten Kameradschaft und Geselligkeit ein roefent- cher Bestandteil des Dereinslebens seien. In stimmungsvoller Weise leitete ein Lied, gesungen von Frau B r u s i U s unb Herrn Feußer, über zu einem Weihnachtsstück, das dargestellt wurde von der Jugend des Vereins und umrahmt war von Solo- und Chorgesängen. In ansprechender Weise wurde em Diolln-Schülerkonzert von Hermann Uhrhan gefpielt. Der Nikolaus zeiate sich für die Jugend von seiner besten Seite, er ließ schöne Gedichte vorttagen und verteilte reiche Gaben, richtete aber auch ernste Worte an die Frauen der Sänger, daß sie für regelmäßigen ©ingstundenbesuch besorgt bleiben möchten. Unter Leitung von Chormeister Wilh. 6 ch ä ttl e r vorgetragene Chöre des Vereins und verscyiebene Duette und Lieder, sowie ausgezeichnete Musikstücke sorgten für angenehme Unterhaltung. Gießener Wochen Marktpreise. * Gießen, 28.-Dez. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Deutsche feine Molkereibutter, kg Herr Timperly wird Ihren Wunsch auf funfentele- graphischem Wege nicht erfüllen können." Zanten sah den Mann mit einem durchbohrenden Blick an. Ironie bei feinen Untergegebenen liebte er nicht. Aber in Steffens’ Gesicht war nichts davon zu entdecken, daß er überhaupt so etwas wie Geist besitzen und sich etwa eine witzige Bemerkung erlaubt haben könne. „Also gut!" knurrte der Kapitän nach einer Weile. „Antworten Sie meinetwegen dem alten Timperly, die .Catharina' sei kein Säuglingsheim, und wenn er einen Wunsch habe, so solle er sich gefälligst mit feinem mißratenen Bengel ober mit bem Flitscherl unmittelbar in Der- binbung setzen! Ich habe nicht bie geringste Lust, einen Finger in biefer blöden Geschichte zu rühren." Steffens grüßte stumm und ging. Zanten stemmte die Fäuste auf den Tisch und stieß die Luft in schnaubenden Tönen durch die Nase. Ja, zum Teufel, das wurde ja immer schöner! Amme spielen, was? Wie sich das der alte Timperly eigentlich vorstellte? War er vielleicht das Kindermädchen dieses Bengels, wie? Und was, zum Donnerwetter, gingen ihn die Tränen der Verwandtschaft und was Timperlys unruhige Stunden an? Wie eine Gewitterwolke stand Zanten über feinem Schiff, und feine Offiziere unb Die beiden Steuerleute schwebten auf ganz leisen Fittichen um ihn herum. Ein« geöffnete Oese am Uniformfragen oder ein winziger Oelfleck auf den weißen Leinenhosen konnten jetzt ungeheuerliche Blitze entladen. Der Zweite Offizier Okefson stand wie angewurzelt vor dem Barographen, weniaer aus Interesse für die Wetterlage als aus dem einfachen Grunde, weil er mit der rechten Sohle einen'Ziga- rettenftummet verdeckte, den er vor wenigen Minuten dort ausgetreten hatte. Und ausgetretene Zigarettenreste waren Zantens Tob. Fünf kritische Minut-n oeraingen — fünf Minuten, in denen Zantens Blick nach Staubkörnern unb Fingerabdrücken auf den Fensterscheiben fahndete. Dann stapfte er endlich, von einem Stoßseufzer des schweißgebadeten Zwetten begleitet, von der Brücke hinab und zur Funkkabine. „Der Spruch ist selbstverständlich schon unterwegs, Steffens? fragte er mit drohendem Mißtrauen. „Selbstverständlich, Sir!" antwortete der Funker nchrg. _ - (Fortsetzung fplgt) , i Wirifchast I Aus der engeren Heimat !. | Berlin Frankfurt a. M. Berlin Frankfurt a. M. 27.12- 27.12. 99,4 99,75 100 >. Zusam- e Darbie- 131,5 Devisenmarkt Berlin — Zranksnrt o. 2IL Seuljvri ee«**» •••••*•<•••• 100 99 208,5 118,25 124,25 113,25 101,6 99,5 135,5 99,75 102 111,4 131,5 127,5 78,13 80,13 131 106 100,13 100,6 99,75 129,4 141,5 139,5 169,5 118 114,4 145,4 100,25 99,75 129,5 138,75 206 118,5 124 113,25 101,5 99,4 131,5 79 81 131 99,5 99,4 100,2 100,65 99,75 129,6 206,5 134,5 118,5 124 113,25 rilet 1,40, silet-Sttick 101,75 111,4 127,75 142,25 128,5 146,5 175,75 222 112,4 57,65 117 148,9 42,16 0,136 47,00 55,38 47,00 12,405 5,485 8,427 138,01 13,03 101,5 100 99 98,9 135,13 99,75 99 101,65 102 111,4 99,4 99 105,75 100,1 100,4 99,75 129,25 138,75 99,75 101,75 100 99 98,9 135 99,75 99 101,55 102 111,35 131,75 128,25 79,25 81 131 208,5 134,5 118.25 124,25 113,25 217 112,13 57 117 147 29,85 226,5 142 139,5 163 118 166 192,5 137,25 141,75 252 163 131,75 142,75 156,25 132 145 137,75 47 170,25 114,75 153,5 132,75 116,75 118,25 99,5 99 105,75 . 6 .. 4 4W .. 7 .. 6 0 . 12 ,. 6 .. 6 .. 6 .. 7 >. 6 .. 7 10 4 H 0 4 .. 6 ,0,6 191,25 135 142 252,5 163 131,5 141,5 154,9 130,5 144,75 138 47 169 113,75 153 133,25 116,75 118,5 120,4 114,5 145,75 231 141,5 128,13 145 178,5 175 191 135,4 118,4 142 163 131,75 141,5 155 130,9 144,25 137,75 48 169,25 113,65 153,25 163 134 117 118,75 153,5 119,75 114,25 159,5 146 107,4 232 127,5 141,4 127,9 145,5 178,5 175,25 95,65 204,5 217 112 57,25 117 146,65 30 0,723 5,694 62,34 48,95 11,27 63,94 57,43 14,49 8,706 MM Schluß. Abend- börfe Schlufek. Abend- börie 135,4 99,75 42,12 0,134 47,00 55,38 47,00 12,405 5,485 8,427 138,04 13,03 42,20 0,136 47,10 55,50 47,10 12,435 5.495 8,443 138,32 13,41 80,5 131 0/725 5,706 62,46 49,05 11,29 64,06 57,55 14,61 8,724 191,5 137,5 118,9 142,25 163 131,75 142,75 156,25 131,9 145,25 137,< 46,65 171 115 154 162,75 134 117 118 155 119,5 114,23 160 144,5 107,75 232 128 142 128,4 147 178 176,13 96,4 204 222 112,5 57,75 117 148,5 29,25 Verbraucherhöchstpreise für Wild und Wildgeflügel in Hessen. 42,24 0,138 47,10 55,50 47,10 12,435 5,495 8,443 138,29 uai Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börfe. Die hinter den Papieren angeführten Zistern geben die Höhe der zuletzt veschlosfenen Dividende an. Reichsbankdiskont 4 v Lombardzinsfuß 5 v. H. A.G. für Verkehrswesen .... 6H Hamburg-Süvam. Dampfschiff. 0 Hamburg-Amerika Paket......0 Norddeutscher Lloyd..........0 Deutsche Reichsbahn Borz.-Akt. 7 Buenos Aires . Brüssel................... Rio de Janeiro Polen.............. Kopenhagen ....... Danzig........... ....... London ...... Helstngfor» Parts.................... Holland.••••*•••••••••••• Turnens unb forderte die Eltern auf, ihre Söhne und Töchter in die Reihen des Turnvereins zu schicken. Der Verein scheue keine Mühe, die Jugend körperlich zu ertüchtigen. Abschließend sprach er noch über die hohe Bedeutung, die der Führer dem Turnen beimesse. Im weiteren Verlaufe des Abends gelangten ein ernstes und ein heiteres Theaterstück zur Aufführung. Sodann zeigten die Turner ihr Können an den Geräten unb warteten mit Bodenübungen auf. Die Lollarer Feuerwehrkapelle füllte die Pausen mit guter Musik aus. — In der hiesigen Kirche führten die Kinder ein Krippenfpiel auf, das durch die schlichte Darstellung auf die zahlreichen Besucher einen tiefen Eindruck machte. Der Kirchenchor verschönte die feierliche Stunde mit einigen Weihnachtsliedern. Zum Abschluß erhielt jedes Kind ein Weihnachtsgeschenk. — Die Eheleute Heinrich Linden st ruth und Frau Katharine, geb. Klos, konnten am zweiten Feiertag das Fest der silbernen Hochzeit feiern. Der Kirchenchor, dem beide aktiv angehören, brachte dem Jubelpaar ein Ständchen. h. Treis a. d. Lumda, 27. Dez. Einen wg. Großen-Buseck, 26. Dez. Der hiesige Gesangverein „Heiterkeit-Sängerkranz" hielt im Saale der „Germania" seine Weihnachtsfeier ab. Der Saal war bis auf den letzten Platz besetzt. Der deutsche Sängergruß und ein Weihnachtslied des Dereinschors leiteten den Abend ein. Vereinsführer Ludwig Wagner hielt bann eine Ansprache, in der er über das deutsche Weihnachtsfest sprach und dann den Sängern für ihre Treue im abgelaufenen Vereinsjahr dankte. Auch den Mitwirkenden bei Theateraufführungen und den passiven Mitgliedern sagte er Dank. In seinen weiteren Darlegungen erinnerte er an die Ereignisse des vergangenen Jahres, soweit sie das Dereinsleben betrafen. Er forderte schließlich die dem deutschen Liede noch fernstehenden Volksgenossen auf, sich einzufügen in die Reihen des Gesangvereins und wies gleichzeitig auf die Uneigen- nüKgkeit der Bestrebungen der Sänger hm. Er sprach außerdem von der hohen kulturellen Auf- gäbe, die die Pflege des deutschen Liedes bedeute unb schilderte die belebende Kraft, die immer vom deutschen Liede ausgehe. Mit einem Gedenken des Führers schloß Dereinsführer Wagner seine Ansprache. Anschließend wurde ein Theaterstück auf« aeführt; außerdem brachte der Chor des gastgeben- Den Vereins noch Kompositionen von Rein, Erk, Grimm, Schauß und Heinrichs unter der bewährten Leitung feines Dirigenten Konrad Nicolai zum Vortrag. Weihnachtliche Musikvorträge der Kapelle füllten die Pausen. Die Darbietungen des Abends wurden von den zahlreichen Besuchern mit ungeteiltem Beifall aufgenommen. 00 Beuern, 27. Dez. Der hiesige Turnverein „Gut Heil" hielt am zweiten Feiertag im Saal von Dietrich sein Wintervergnügen. 23er- Oinsführer Arnold sprach über den Wert des 27 .Dezember AmUicheStotienmG (Seid I Bnes schönen, gehaltvollen Familienabend bereitete gestern abend unser Gesangverein „Liederkran^" einen Mitgliedern und zahlreichen Gästen im voll- »esetzten Saale von Gastwirt Will. Nach einer chwungvollen Begrüßungsansprache des Vorsitzen- >en, Bürgermeister Becker, brachten die Sänger unter Leitung ihres Chormeisters Nicolai trefflich zum Ausdruck gebrachte Chöre zu Gehör, die von fleißiger, verständnisvoller Arbeit zeugten. Ein mit Geschick eingeübtes und flott aefpieltes Theater- tück trug viel zur Unterhaltung bei. # Staufenberg, 27. Dez. Der hiesige Ge- a n gp e r e i n veranstaltete im Saale der „Burg" ein Wintervergnügen, das sehr gut besucht war. Zesangliche Darbietungen, gute Musik, die Aufführung eines Theaterstückes und eine Verlosung füllten die Abendstunden aus. 5 Stein b ach, 27. Dez. Die Evangelische Frauenhilfe nahm ihre gewohnte Wintertätigkeit wieder auf. Die Frauenhilfsabende waren von den Mitgliedern — die Frauenhilfe hat in ihrem 21. Jahr über 110 Mitglieder — gut besucht. Wie alljährlich, wurden in der Adventszeit die Abende zu Adventsfeiern ausgestaltet. An Weihnachten wurden an die Anstalten für Epileptische in Bethel und Nieder-Ramstadt, an die Anstalt des D. Zoeckler in Stanislau, an das Syrische Waisenhaus und an das Rauhe Haus in Hamburg die übliche Werhnachtsgabe von je 5 Mark gespendet. ch Saasen, 27. Dez. In unserem kleinen Kirchlein auf dem Veitsberg wurde am ersten Feiertag, wie alljährlich, die „L i ch t e r k i r ch e" abgehalten. Die Schüler der Oberklasse brachten unter Leitung von Lehrer B l e s e r neben einigen Liedern und Gedichten auch ein Weihnachtsspiel zu Gehör. Die Darbietungen fanden bei den zahlreichen Teilnehmern dankbare Anerkennung. — Der Fußballklub 19 3 6 hielt am zweiten Feiertag sein Win- teroergnügen ab. Dereinsführer Wilhelm Pfeif- fer gab nach dem Willkommengruß seiner Freude darüber Ausdruck, daß nun auch in unserem Dorfe der Fußballsport zur Geltung komme. Im Verlause des Abends wurden von Mitgliedern und Gönnern des Vereins zwei Theaterstücke aufgeführt, die reichen Beifall fanden. Die Pausen wurden mit guter Musik ausgefüllt. > Nieder-Bessingen, 27. Dez. Wie alljährlich, so fand auch in diesem Jahre wieder in unserer schönen, bis auf den letzten Platz besetzten Kirche eine feierliche Christme11e statt. Im Mittelpunkt der Feier stand zum erstenmal die Aufführung einer Weihnachtskantate für zweistimmigen Frauenchor, zwei Geigen und Oraelbegleitung. Zum Gelingen der Kantate trugen bei oie Frauenabteilung b e s „Gemischten Chores", zwei Geiger, ebenfalls Mitglieder des Chores, Fräulein Junker (Lich), Sopran, und Herr Köhler (Langsdorf), Orgelbegleitung. Lehrer W. Hinkel (Lich), der Leiter des hiesigen Gemischten Chores, hatte die Gesamtleitung der Kantate. Kraft des restlosen Einsatzes aller Mitwirkenden und nicht zuletzt durch die unermüdliche Arbeit des Chorleiters gelang es, den Zuhörern eine gute und musikalisch hochwertige Darbietung zu Gehör zu brinaen. Die weiteren Darbietungen brachten zwei vierstimmige Chöre, vorgetragen vom hiesigen Gemischten Chor, die ebenfalls den Beifall aller fanden. Ein von Frl. Junker gelungenes Sopransolo, sowie ein in hervorragender Weise zu Gehör gebrachtes Violinsolo von Lehrer W. Hinkel, beide in Begleitung von Herrn Köhler (Langsdorf) an der Orgel, lösten nicht minderen Beifall der Zuhörer aus. Marn- menfaffenb kann man sagen, oaß sämtliche Darbietungen ein voller Erfolg waren. 23.12 227* 141,9 139,25 170,13 118,13 Deutsche Scholle. 12: Mittagskonzert. 13: Nachrichten (auch aus bem Senbebezirk). 13.15: Mittags- konzert. 14: Nachrichten. 14.10: Zauber der Melodie. 15: Volk und Wirtschaft. Unsere Kolonien — früher und heute. 15.15: Für unsere Kinder. 16: Nachmittagskonzert. 18: Zeitgeschehen im Funk. 19: Nachrichten. 19.10: Ab und auf — tm Jahreslauf! Eine musikalische Erinnerung. 21.15: Beethoven- Konzert. 22: Nachrichten (auch aus bem Sendebe- ttrk). 22.30: Steht ein Flammenstoß in tiefer Nacht. Eine Senbung der Jugend zur Jahreswende. 23: Volks- unb Unterhaltungsmusik. 24 bis 1: Nachtmusik. Kreis Alsfeld. # Ober-Ohmen, 27. Dez. Bei sehr gutem Besuch hielt der Männergesangverein „Germania" sein Wintervergnügen im Saale ,Hur Krone" ab. Im Mittelpunkt des Abends stand die Aufführung eines Theaterstückes, das stürmischen Beifall auslöste. In einem weiteren Theaterstück kam auch der Humor zu seinem Rechte. Kreis Wehlar. △ Odenhausen, 27. Dez. Am ersten Weihnachtsfeiertag veranstaltete der hiesige Turn- und Gesangverein eine Weihnachtsfeier. Nach einem Großwerk von Philipp Weber fang der Gemischte Chor stimmungsvoll „^eilige Nacht, o gieße du", von Beethoven, und einen Chor von der ,Lauberflöte" von Mozart. Nach weiteren Gesangs- vorträgen des Männerchors und turnerischen Vorführungen fand die Feier mit einer Verlosung ihr Ende. Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 28. Dez. (VorbeNcht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb: 1020 Kälber, 99 Hümmel, 68 Schafe, 1370 Schweine. Es kosteten: Kälber 35 bis 65 Mark, Hümmel 30 bis 45, Schafe 20 bis 37, Schweine 50 bis 54 Mark. — Marktverlauf: Külbe- und Schweine zugetellt, Hümmel und Schafe mittelmäßig. unv. 207, Scheideanstalt mit ura>. 252, Lohmain mit unv. 153,50, Demag mit 143,50 (143), MAN. nut unv. 127 und AG. für Verkehr mit 131,50 (131,75) zur Notiz. Stark vernachlässigt wurde der Elektro- markt, an dem zunächst keine Notierungen vorlagem Am Rentenmarkt war das Geschäft sehr still. 5proz. Gelsenbergwerk notierten uno. 102,W. Kommunal-Umschuldung lagen mit 94,75 (94,80) nicht ganz behauptet. Reichsaltbesitz ermäßigten sich um 0,25 o. H. auf 129,25, dagegen Reichsbahn-VA. 0,13 v. H. höher mit 131. Neu eingefuhrt wurden 5proz. Daimler-Benz-Obligationen von 1937 mit 102,75. Goldpfandbriefe und Kommunal-Obligatto- nen hatten bei ruhigen Umsätzen unveränderte Kurse, auch Stadt- und Staatsanleihen wichen kaum ab. Liquidationspfandbriefe verkehrten uneinheitlich bis zu 0,25 v. H. nach beiden Seiten. Im Freiverkehr stiegen Pokorny auf 140 bis 142 (138,75 bis 140,75) und Dingler Maschinen auf 81 bis 82 (80 bis 81). Tagesgeld unv. 2,50 v. H. Abendbörse still. An der Abendbörse entwickelte sich nur mäßiges Geschäft, da nennenswerte Aufträge nach keiner Seite Vorlagen und die Berufskreise sich etwas ab- wartend verhielten. Die Grundtendenz blieb aber fest und auch die Kurse vermochten sich überwiegend gut zu behaupten und teilweise noch weiter etwas zu erhöhen, denen nur kleine Rückgänge gegenüber- standen, die zudem nominell waren. Don Montan- werten fliegen Harpener um 1,25 v. H. auf 170,25, Buderus um 0,25 v. H. auf 118, dagegen Rheinftalst 142,25 (142,65), Mannesmann 114,40 (114,50), voll behauptet lagen Stahlverein mit 112,40 (112,25) und Deutsche Erdöl mit 141,75 (141,65). Maschinen- werte wichen bis 0,25 v. H ab, MAN. 127,25 (127), BMW. 148,50 (148,25), Rheinmetall 142,50 (142^5), dagegen Junghans 124,50 (124,75), Daimler 137,25 (137,50), Demag 143,75 (144). Die Farben-Aktte konnte sich nur knapp behaupten mit 156,25 (156,50), ferner bröckelten Holzmann auf 153,50 (154,25), Goldschmidt auf 137,75 (138) ab. Etwas höher tagen noch Licht & Kraft mit 142,75 (142), Hapag mit 79 (78,50), Conti Gummi mit 192,50 (192). Unverändert notierten u. a. Bemberg mit 139,50, BDM. mit 168, Schlickert mit 175,75, Gesfüret mit 145 und Bekula mit 163. Am Einheitsmarkt erhöhte sich die Schätzung für Konserven Braun auf 95 Ms 95 nach mittags 93 bis 94 und einem letzten Kurs von 92 am 23. Dezember. Der Rentenmartt war ohne Geschäft bei behaupteten Kursen. 6 v. H. Farben-Bonds 0,25 v. H. höher mit 130. Reichs- bahn-DA. unverändert 131, 4,50 v. H. Krupp unverändert 99,75, ebenso im Freiverkehr Kommunal- Umschuldungen mit 94,75. Frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. M., 27. Dez. Nach den Feiertagen ergab sich noch kaum ein Geschäft. Es notier- ten (Getreide per Tonne, alles Übrige per 100 Kilogramm) in Mark: Weizen W13 209, W16 212, W 19 216, W 20 218; Roggen R12 193, R 15 196, R18 200, R19 202, Großhandelspreise der Mühlen der genannten Preisgebiete. Futtergerste —, Futterhafer —. Weizenmehl Type 812 D13 29,20, W16 29,30, W 19 29,30, W 20 29,65; Rog- genmehl Type 1150 R 12 22,45, R 15 22,80, R 18 : 23,30, R19 23,50 plus 0,50 Mark Frachtausgleich. । Weizenfuttermehl 13,60. Weizenkleie W13 10,75, • W16 10,90, W 19 11,10, W20 11,20; Roggenkleie , R12 9,95, R15 10,15, R18 10,40, R19 10,50, t Mühlenfestpreise ab Mühlenstation. Sojaschrot —, - Palmkuchen —, Erdnuhkuchen —, Treber getr. : 14,00, Höchstpreis ab Erzeugerstatton, Trocken- i schnitzel —, Heu drahtgepreßt oder gebündelt —, ■ Weizen- und Roggenstroh —. LPD. Für in- und ausländisches Wild und Wild- geflügel, sowie für Einzelteile werden vom Reichs- statthalter in Hessen — Landesregierung — nachstehende Verbraucherhöchstpreise festgesetzt: Rot-undDamwildmit Ausnahme von Kalbern je 500 Gramm: Rücken im ganzen mit Filet 0,95, Rücken und Filet ausgelöst 1,75, Rücken-Filet- Stück 1,35, Rücken ohne Filet-Stück 0,90, Keule im ganzen und geteilt mit Knochen 1,10, Keule ausgelost 1,40, Blatt im ganzen und geteilt 0,80, Ragut (Hals und Brust) 0,50, Gulasch 1,10 Mark. Rot- und Damwild-Kälber: Rücken im ganzen mit Filet 1,30, Keule ganz und geteilt 1,30, Blatt ganz und geteilt 0,90, Ragut (Hals und Brust) 0,50 Mark. Rehwild: Rücken im ganzen mit Fi Rücken-Filet-Sttick 1,80, Rücken ohne Fi 1,00, Keule im ganzen und geteilt 1,40, Blatt 1,00, Ragout (Hals und Brust) 0,50, Gulasch 1,20 Mark. Wildschweine: Rücken im ganzen mit Filet- Stück 1,00, Rücken-Filet-Stück 1,40, Rücken ohne Filet-Stück 0,65, Keule ganz und geteilt 1,20, Blatt ganz und geteilt 0,85, Ragout (Federn) 0,50, Gu- $euer im Hof. ■ * Ober-Widdersheirn (Kreis Büdingen), j 27. Dez. Auf dem Grundstück des Otto M ü 11 e r I. I brach am ersten Weihnachtsfeiertag morgens : Feuer aus, das in kurzer Zeit die Scheune mit den Heu - und Strohoorräten vollständig in Flammen setzte. Mit der Scheune und ' Ihrem gesamten Inhalt siel auch ein Anbau mit landwirtschaftlichen Geräten den Flammen zum Opfer. Das Vieh konnte zum Glück gerettet werden. Menschen kamen erfreulicherweise nicht zu Schaden. Die Entstehungsursache des Brandes ist noch unbekannt. Landkreis Gießen. 00 Klein-Linden, 27. Dez. Die Weih- nachtsseiertage brachten sehr gut besuchte Gottesdienste. Im Gottesdienst des ersten Feiertages erfreute der gemischte Chor des Gesangvereins Harmonie" die Besucher mit schönen Chor- vorträgen, während der Gottesdienst des zweiten Feiertages durch die Mitwirkung des Kirchen- ch o r s eine besondere Ausschmückung erfuhr. Die Bescherung der Glieder des Kindergottesoienstes fand am ersten Feiertagabend statt. Die Kinder boten in Weissagungen, Gedichten und Sprüchen die Weihnachtsgeschichte dar, ein Schülerchor sang mehrstimmige Weiynachtsweisen. — An den beiden Feiertagabenden hielten die Männergesangvereine „Arion , „Eintracht" und „Harmonie" in den Sälen der Wirtschaft „Zur deutschen Eiche" und „Zur Burg" ihre üblichen Weihnachtsfeiern. Die Veranstaltungen waren sehr stark besucht. Bei Chor- Dorträgen, Tyeaterspiel und Frohsinn verlebten die Besucher einige gemütliche Stunden. Q] Rödgen, 27. Dez. Der Gesangverein „Harmonie" Rödgen veranstaltete im Saale Balser einen Weihnachtsabend. Einleitend fang her Chor unter Leitung von Dirigent Kurths einige schöne Lieder, der Dereinsführer hieß die zahlreichen Gäste herzlich willkommen und die Kapelle Schleuse wartete mit guter Musik auf. 3m Mittelpunkt des Abends stand die Aufführung eines Theaterstückes, das sehr beifällig aufgenommen wurde. Weitere gesangliche Darbietungen des Chores des Vereins sowie einige humorvolle Vorträge gefielen ebenfalls sehr. Tanz beschloß den Abend. K A l t e n ° B u s e ck, 27. Dez. Am Abend des erften Weihnachtsfeiertages fand im Saale von Philipp Einhäuser ein Familienabend statt, der von dem hiesigen Gesangverein veranstaltet wurde. Nach Begrüßung der zahlreich Erschienenen wurde unter Leitung des Dirigenten Ludwig Schreiner (Daubringen) durch den Gesangverein und den Frauenchor einige Chöre vorgetragen, die reicher Beifall belohnte. Anschließend kam ein Theaterstück !ur Aufführung. Nach dem Spiel, das starken Bei- all sand, folgte eine Verlosung. Bei Tanz und Ge- ang blieb die Jugend bann noch einige Stunden froh beisammen. wg. Großen-Buseck, 26. Dez. Die hiesige Kleinkinderschule (Leitung Fräulein Marga Sarnes) beging im Saale des Gasthauses „Zum kühlen Grund" ihre Weihnachtsfeier. Die Eltern der Kinder und viele Ortsbewohner nahmen daran teil. Der Saal war bis auf den letzten Platz besetzt. Jungmädel leiteten mit einem Weihnachtslied die Feier ein, anschließend wurde die Weihnachtsansprache von Reichsminister Dr. Goebbels in der Lautsprecherübertragung gehört. Dann brachte die Kindergärtnerin ein schönes Weihnachtsgedicht zu Gehör und sprach hierauf über den Sinn und die Bedeutung des Weihnachtsfestes. Die Kinder warteten dann mit Sing-, Tanz- und Reigenspielen sowie mit einem kleinen Weihnachtsspiel auf. Ein dreijähriges Mädchen überraschte durch einen reizenden Gedichtoortrag. Als dann der Nikolaus er- schien und für jedes der Kinder ein Geschenk brachte, war die Freude groß. Auch die Mütter der Kinder wurden mit Geschenken bedacht, die die Kleinen mit Hilfe der Kindergärtnerin selbst angefertigt hatten. Die Feier wurde durch manches gemeinsam gesungene Weihnachtslied sowie durch Lieder der Jungmädel und musikalische Darbietungen verschönt. Zum Schluß sprach Bürgermeister und Ortsgruppenleiter R e b h o l z über das deutsche Weihnachtsfest im nationalsozialistischen Staat. Wirtschaft. Die Verbrauchergenossenschaften. 16: Nachmittagskonzert 18: Zeitgeschehen im Funk. 19: Nach- richten. 19.10: Unser singendes, klingendes Frank- furt 21: Stunde der jungen Nation Gesellige Musik der Jugend. 21.30: „Frau Holle", Funksolge aus der deutschen Sagenwelt. 22: Nachrichten. 22.15: Karne- raö, wo bist du? 22.20: Neuyorker Stadtebild. Arno Hellmis spricht vom Dach des RCA.-Building. 22.30: Unterhaltung und Tanz. 24 bis 1: Nachtmusik. Donnerstag, 30. Dezember. 6 Uhr: Morgenlied, Morgenspruch. Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Blasmusik. 9.45: Hausfrau, hör zu! 11.40: Lahmeyer................ Mainkraft................. Mannesmann .. ManSfelder Bergbau....... Metallgesellschaft........... Orenstein & Soppel Rheinische Braunkohle...... Rheinische Elektro.......... Ryeinstahlwerke............ Rheinisch-Westfälische Elektro Rütger-werke ............. Salzdetfurth Sali.......... Gchuckert & So............. Schultheis Patzenhofer...... Siemens & Halske...... Süddeutsche Zucker Bereinigte Stahlwerke Westdeutsche Kaufhof ...... Westeregeln Alkali.......... S)ff Waldho» Minen.............. Daium Aceumulatoren-Fabrik 14 Aschaffenburg Zellstoff... 6 Bemberg............ 0 Bekula.....................8 BuderuS Eilen ..... 6 Gement Heidelberg 7 Tement Karlstadt .......6 Tonti Gummi 18 Daimler Motoren Dessauer Gas........... 4 Deutsche Erdöl . 6 Deutsche Gold- und Silber .... 9 Deutsche Linoleum..........10 Elektrische Lieferungen 6 Elektrische Licht und Kraft.....7 ä. G. Farben-Industrie.......7 Reiten & Guilleaume 6 Gesfürel....................f Dh. Goldschmidt 6 Gritzner Maschinen .......... 0 Harpener.................8% Hoesch Eisen 3yt Philipp Holzmann 8 Alse Bergbau................6 Ilse Genüsse 6 Kali Aschersleben 4 Klöcknerwerke.............4% Kokswerke und Themtsche Fabrik 7 Japan Jugoslawien Oilo ..... Wien Lissabon.... Stockholm .. Schweis.... Spanien.... Prag....... Budapest... Frischlinge: Rücken im ganzen und geteilt 1,80, Keule im ganzen und geteilt 1,30, Blatt im ganzen und geteilt 0,90, Ragout (Federn) 0,50 Mk. j) a f e n a) im ganzen: Hasen im Fell 0,68, Hafen gestreift ohne Eingeweide 0,95, Hafen gestreiften (Rücken, Keulen, Läufe) 1,20; b) zerwirkt: Rucken 1,30, Keulen 1,30, Läufe 0,90, Pfeffer (klein) mit Läufen, Lunge, Leber, Herz, Rippen, Kopf 0,65, Pfeffer (klein) mit Lunge, Leber, Herz, Rippen, Kopf 0,40, Pfeffer vorn ganzen Hasen 0,95 Mark. Wildenten: (je Stück) I. 2,10, II. 1,60 Mark. Fasanen: a) Hähne jung I. 3,40, jung II. 2,20, alte 2,40; b) Hennen: I. 2,20, II. 1,60 Mark. Der Großhandel ist verpflichtet, bei dem Verkauf an den Einzelhandel für zerlegtes Wild einen Abschlag von 15 v. H. auf den Derbraucherhöchst- )reis zu gewähren. Um eine gerechte Versorgung res Einzelhandels stcherzustellen, ist der Großhandel verpflichtet, den Einzelhandel im Verhältnis feiner rüheren Bezüge zu beliefern. Zuwiderhandlungen gegen diese Bekanntmachung werden mit Gefängnis und Geldstrafen, letztere in unbegrenzter Höhe bestraft. Die Bekanntmachung ist am 20. Dezember 1937 in Kraft getreten. Mein-Mainische Börse. Mittagsbörse fest. F r a n k f u r t a. M., 27. Dez. Das Börsengeschäft kam zwar nach der mehrtägigen Pause nur lang- fam in Gang, spielte sich aber später mehr und mehr ein und war schließlich im ganzen gesehen auch etwas belebter. Don der Kundschaft lagen kleine Käufe vor, dagegen kam Angebot nur spärlich heraus, so daß bei der Enge der Märkte teilweise kräf- tige Erhöhungen zu verzeichnen waren. Der Aktienmarkt setzte überwiegend mit durchschnittlichen Steigerungen von 0,50 bis 1 v. H. ein. Erhöhtes Interesse zeigte sich nach Autowerten im Zusammenhang mit der Ausfuhr-Steigerung bei Daimler-Benz. BMW. 148,25 (146,50), Daimler 137 (136,50), Adlerwerke jedoch nicht aanx behauptet mit 108 (108,25). Größere Nachfrage fanden ferner IG.- Farben mit 155,75 bis 156,75 (156). Der Montanmarkt brachte Abweichungen von 0,25 bis 0,50 v. H., Klöckner gingen um 0,75 v. H. auf 118 zurück. Fest lagen Zellstoff Waldhof mit 148,90 (147,25), Aschaf- enburger 0,25 v. H. höher mit 142. Stark erhöht waren erneut Südd. Zucker mit 222 (218,25). Im einzelnen kamen noch DDM. mit 168 (166,65), Westdeutsche Kaufhof mit 57,65 (57), Reichsbank mit 27.12. 228 142.65 139 163,75 118,25 Reichsbank 12 Berliner Handelsgesellschaft . 6 K Commerz, un) Privat-Banl... 6 Deutsche Diskonto 6 Dresdner Bank........... 4 Schluß- kurs 23.12. Schluß! Mittag. börfe 27.12. 101,6 99,75 Schluß- kurs 23 12. 101,6 99,5 Datum 5% Deutsche Reichöanleth« v. 1927 4% Deutsche Reichsanl. von 1934 4%% Deutsche ReichSschatzanwei- fungen von 1935 ........ *y2% Deutsche Retchsschatzanwei- sungen von 1935, II. ssolge ... iy,% Deutsche Reichsschahanwei- jungen von 1986, III. Folge .. ö^r^ Doung Anleihe von 1930 .. 4y2% Hessische Volksstaat von 1929 ty2% Deutsche Reichspostschatz von 1934 I...................... 4y2% Deutsche Retchsbahnschatz von 1936 I.................. Reichsanleihe-Wtbesttz.......... Oberhessen Provinz-Anleihe mit AuSlos.-Rechten.............. 4y2% Hess. LandeSbk. Darmstadt Goldpfe. R. 12.............. sy2% Hess. LandeS-HyV.-Bank Liqu. Goldpfe............... *y2% $ teufe. LandeSpfdbr.-Anst. Goldpfe. R. 19.............. 4y2% Vteufe. Gold-Komm. R. 20 4y2% Darmstädter komm^Lan- desbank R. 6................ Deutsche Komm.-Sammel-Anleihe AuSlos.-Rechte 1.............. 4y2% Franks. Hyp. Goldpfe. R. 15 iy2% Franks. Hyp. Gold-Somm. CBL 2 3 5%% Franks. Hyp. Liquidation Goldpfe..................... 6y2% Rheinische Hyp. Liquidation Goldpfe..................... Steuergutschetn-LerrechnungSkurS Schluß- kurs 23.12. 2Z.Dezember 27-Dezember Amtliche Rotterung Gelt | Bne, Amtliche Notierung Gelt | Briei 23-Dezember Amtliche Notierung (Seit Bries 0,723 0,725 5,694 5,706 62,34 62,46 48,95 49,05 11,27 11,29 63,94 64,06 57,42 57,54 14,49 14,51 8,711 8,729 «w 8.482 2,486 SJ.-fpori Große deutsche Motorraderfolge im Ausland. Kluge Doppelsieger in Australiens TT. Am dritten Weihnachtstage fand bei Lobethal unweit der Hauptstadt Adelaide die Motorrad-Großveranstaltung um die südaustralische Tourist Trophy über 126 Kilometer statt. Zum ersten Mal starteten dabei deutsche Maschinen auf dem kleinsten Kontinent; sie verzeichneten einen Erfolg, wie er nicht arößer sein konnte. Meister Ewald Kluge steuerte feine 25O»ccm - Auto-Union - DKW. in zwei Klassen als Erster durchs Ziel und wurde dadurch TT.- Doopelsieger gegen scharfe englische Konkurrenz. Ueoerlegen sicherte er sich die Leichtgewichts-TT. der 250 ccm in neuer Rekordzeit mit einem Stundendurchschnitt von 128 Kilometer und auf dem zweiten Platz endete sein australischer Stallgefährte Frederick, der die zweite mitgenommene DKW. fuhr. Die Begeisterung der Zuschauer, die so zahlreich wie nie erschienen waren, kannte keine Grenzen, als Kluge sich anschließend auch um die Junior-TT. der 350» «cm-Klasse bewarb. Nach erbittertem Kampf kam die 250-ccm-DKW auch in diesem Rennen als Erste durchs Ziel; Zweiter wurde der englische TT.-Spe- zialist Foster auf AIS. und Frederick belegte auf DKW. den dritten Platz. So beschloß die Auto-Union mit zwei DKW.-Maschinen in Australien das für sie so erfolgreich begonnenen Jahr 1937, das sie rm Januar mit einem Rennwagensieg des unvergeßlichen , Ernst von Delius in Südafrika eingeleitet hatte, : mit einem weiteren Triumph. VINW.-Triumph in Südamerika. Einen stolzen Triumph der deutschen Motorrad- Industrie können die BMW.-Werke aus Südamerika melden. In der auf den guten Straßen bei Sao Paulo durchgeführten Motorradmeisterschaft j von Sao Paulo gestaltete Hans Rav ach e den I Zweikampf mit dem ebenfalls favorisierten Norton- ! fahrer Bezzi zu einem schönen Erfolg. Auf der | 150 Kilometer langen Rennstrecke hatte der Norton- i fahrer Bezzi bis zur 30. Runde die Führung, hielt : aber dann den Angriffen des BMW.-Fahrers nicht mehr stand und mußte Ravache, der bei seiner letzten Runde stürmisch gefeiert wurde, einen überlegenen Sieg überlassen. Tennisländerkampf Australien—Deutschland 1:0. r In Sidney begann am Montag der zweite Ten- Nisländerkampf zwischen Australien und Deutschland. Im ersten Einzelspiel standen sich der deutsche Meister Heinrich Henkel und der junge Australier John Bro hm wich gegenüber. Henkel, dessen Fußverletzung immer noch nicht aus- geheilt ist, erreichte leider nicht seine beste Form und mußte dem Australier mit 6:1, 6:1, 6:4 einen glatten Droisatzsieg überlassen. Größtes Interesse beanspruchte ein am gleichen Tag ausgetragener Schaukampf zwischen Gottfried von Cramm'und dem amerikanischen Weltmeister Donald B u d g e. Der Deutsche war in be- stechender Form und schlug seinen großen Gegner, dem eine Schulterverletzung noch zu schaffen machte, mit 6:1, 6:3. Internationales Skispringen in Garmisch-Partenkirchen. ' Die Reihe der internationalen Veranstaltungen in Gannisch-Partenkirchcn wird am 2. Januar auf der Großen Olympia-Schanze mit einem internationalen Skispringen fortgesetzt, das eine ausgezeichnete Be- i'fetzung erfahren wird. Außer der gesamten deutschen ^Spitzenklasse stellt sich auch die österreichische Sprin- I gcrgarde vor, darunter Meister Grallinger, der Tiroler Meister Hammerschmitt (Innsbruck), der Jung- imanne Bradl (Salzburg), Aschenwald (Innsbruck), Sieger (Semmering), Galleitner (Wien), Köstinger . 4. K X bl, Db3+! nebst Dfl-s- und Df2-s-, oder 2. e X d4, Tcl. 3. T X b3, TXbl-s-. 4. K X bl, Dfl-s-. 5. Kc2, De2 + . 6. Kc3 — Kcl? scheitert an Del 4- nebst De44- — Df3-s-. 7. Kb4, D Xf4 usw.). 2. Tg3 — gl, b3 X a2. 3. Dbl — dl (schlägt Weiß den Bauern, folgt ß X b2+! und nach 4. KXb2, Tc2-s-). 3. ... Ld4Xb24-! 4. Kal X b2, a2 —al Dame '+! 5. Dbl X al. Daß— b5+. 6. Kb2 — a3, Db5 — c5+. 7. Ka3 — a4, Dc5 —c4+. 8. Ka4 — a3, Dc4 —b3 + . 9. Ka3 —a4, Tc8—c4 + . 10. Ka4—a5, Tc4—c5-s-. 11. Ka5—a4, Db3 —c2+. 12. Ka4 —b4, a7 —a5+. 13. Kb4—a3, Dc2 —b3+, unb Turmschach auf c2 gewinnt die Dame und den Springer. Lösung der Schachaufgabe „Figurenangriff". Weiß: Kel, Dc2, Tal, Thl, fiel, fifl, Se5, Ba2, b3, c4, 64, e2, f2, g2, H2 (15). — Schwarz: Ke8, Db8, Ta8, TH8, Lf8, Sf6, Sg4, Ba7, b7, c6, d5. e6, f7, g7, g6 (15). 1. Lf8 — b4+, fiel X d2. 2. Lb4 X b2, Dc2 X d2. 3. Sg4 X f2. Schlägt Weih diesen Springer, so folgt Se4 +, und Schwarz gewinnt die weiße Dame^ Weiß ist somit zu Thl — gl gezwungen und hat eine schlechte Stellung und einen Bauern weniger. In der Partie geschah noch: Tgl, Sfe4, Db4, Dg5, Tadl, S X dl, K X dl, a5, Del, De3, Sf3, d Xc, b X c, c5, und Weiß gab auf. Oie Narrenkappe. Splitter und Sparren vom RedakttonStisch. Gedankenübertragung. Als Grieg eines Tages mit einem Freunde in einem kleinen Boot angelte, fiel ihm plötzlich ein musikalisches Thema ein, das er sofort auf ein Blättchen Papier aufschrieb. Er legte das Blatt auf die Bank neben sich, von wo es, ohne daß er es bemerkte, von einem Windstoß ins Wasser geweht wurde. Der Freund fischte es heraus, sah es sich an, steckte es ein. Nach einer Weile pfiff er Die Melodie vor sich hin. Grieg wurde ganz blaß und sagte: „Was ist das?" „Oh, nur eine Idee, die mir gerade durch den Kopf geht." „Zum Teufel", rief Grieg, „ich hatte eben genau dieselbe Idee!" Traurige Geschichte von einem Papagei. Die Dichterin Marie von Ebner-Eschen- bad) hat uns die folgende Anekdote aufbewahrt, die ihr Vater gern und oft erzählte: Ein österreichischer Kaufherr, der eine Reise nach Südamerika unternommen hatte, schickte von dort seinem in Wien lebenden Bruder einen ungewöhnlich schönen und gelehrigen Papagei. Nach der Heimkehr war eine der ersten Fragen: „Na, wie habt ihr denn meinen Papagei gefunden?" — Eine kleine Verlegenheitspause trat ein; bann brachte bie Hausfrau schonenb hervor: „Ein klein bissel zach war er halt." — „Zach?" — „Um Gottes willen, ihr habt ihn doch nicht gebraten unb gegessen? Er hat ja vierzehn Sprachen gesprochen!" — Der Bruder schlug bie Hänbe zusammen: „Jesses! Warum hat er benn nix g'sagt?" Sorgen eines Seemannes. Der Maat war zum letzten Male von See zurückgekehrt unb hatte sich nun wirklich vorgenommen, bas Mäbchen seiner Träume zu heiraten. Aber als er in ber Dämmerstunde mit ihr auf bem Sofa saß unb ben Arm um sie gelegt hatte, sah er nachdenklich unb bebrückt aus. „Hast bu Sorgen, Liebling?" fragte sie, sich an ihn schmiegend. „Nun, Marie", sagte er, „jetzt, wo ich im Begriff bin, mich hier niederzulassen unb bich zu heiraten, möchte ich vorher nod) etwas von ber Brust haben." „Ja, unb was ist es benn?" fragte Marie zärtlich. „Ein tätowiertes Herz mit Anni barin", war die l unerwartete Antwort. HOTEL SCHÜTZ Telephon 3141/42 SILVESTER-FEIER in sämtlichen Restaurations-Räumen 2 KAPELLEN Eintritt nur gegen Verzehrkarte von RM. 3.—, ab Mittwoch beim Portier erhältlich 87170 Mittwoch, den 29.Dezember 1937, nachmittags 2 Uhr, versteinere ich dahier Neuenweg (Versteige- rnnndofni Hartme h) bezw. nn Ort nnd Stelle zwangsweise «egen bar: Verlobungs-Anzeigen bei Brühl. Schulstr.7 I Empfehlungen I Hauö-, Büro- und finbcnmobcl verschied.Art,Schreibmaschinen, Radios, Schreibtischgarnituren, Radierungen, Federzeichnungen, SXüUfeberbaltcr, Ausstellbüsten, Dauerwellen - Apparat, ferner einen großen Posten Damen- Mäntel unb Kleider. 8734d Bittorf Gerichtsvollzieher, Schillerstraße 5 Baumpfähle Rosenstäbe Latten «-1 Dachpappe Karbolineum Happel&Co. Kl. MUhlgasse 4 u.6 Ruf 3925 k Koh len™ Lotz Tel. 4061 Kaiserallee 11 ... . und zum Festkleid der Dame am Neujahrsabend den Fahrner-Schmuck 3. Ö I r i Seltersweg ________________________________________________8741 A WHW SPENDENKARTE AN ALLEN SCHALTERN DER REICHSBAHN 3EDER REIST MIT DER »ssasiMcswsMn NAPhlÄQQP von3 20v.H. erhalten Sie bei wieder IiUuIIImuuu hollen VerüHflntliGhuogeo einer Anzeige! Feuerwerkskörper Luftheuler - Frösche - Schwärmer, Blitznüsse und andere Neuheiten, Verkauf auch an Wiederverkäufer. Zimmerfeuerwerk Knallbonbons, Silvester-Glebblei in großer Auswahl im 8739A Papierhaus Ernst Balser Mäusburg 11 Gießen Anruf 2315 Zur Si 1 vef terfeier Spiegelkarpfen 500 Gramm 1.— Flußhechte, Zander, Heilbutt u. alle Sorten Seefische billigst Feinste Fiscbkonserven: Oclsardinen, Filetheringe, Fettheringe und Makrelen in verseh.Soßen, Langusten jap. Hummer usw. 8735a Spezialität: Unsere in eigener Küche hcrgestellten Salate Marinaden: Rollmops, Sardinen, Bismarckheringe, Bratheringe, Matjes und Matjes-Filet, Gabelbissen, Appctitsild. Ger. Lachs Ger. Rhein-Aale Gäofeleber Palleten,Oünleleber-Wurl HM ML Mäusburg 15, TcL 3612 Wir geben unsere Verlobung bekannt Margarete Schneider Richard Schwind, aipfom.-conb»« Gießen Nieder-Wöllstabt (Schiffenberger Weg 29) Darmstadt 28. Dezember 1937 8707D Billige Fische Seelachs nn o. K, .. .500 g üU Schellfische nn o. K... .500 g du Filet von See- OC lachs.. .500 g Id Kabeljau nn 500 g du Rotbarsch, nr Blauaal 500 g uJ Hch.Kalbfleiscli Liebigstraße 66 Tel. 3685. f87aap Geschattsdrucksachen Rechnungen Briefblatter Briefumschlag» Postkarten Geschäfts karten bei ßrübl. Schulstr. J Wnlöroeben Die Lebensgcmein- ithoft des deutschen Waldes in Bildern 150 Naturaufnahmen aus dem Tier- imb Pflanzenleben des hei' matUchcn Waldes auf 128 Äupfcrticfbru*. tafeln,mit lebendiacm unb aufschluhreichem Einfübrungstext von K.Derharbu.G.Walst Preis RM. 4,80. „(Es lebt und webt in bem Buche, unb wer es versteht, mit emp- fänglichen Sinnen i le bilbgeroorb. Ratur- schönheitenlnstch aufzunehmen, bem fingen u. klingen bie Tafeln taufenb (Erinnerungen wach an einstmals leibhaft Erschautes.' Neclams Universum Verlangen Sie kostenlos unsere bebilderten Werbeblätter gu beziehen durch lebe Buchhandlung! Hugo Bermühler Verlag Lerttn-Lichterlelve Qual nimm allemal ff J Tropfen 1.— RAA» HUSreX Pastillen-.80 RM. Vorbeugend bei Husten, Heiserkeit, Katarrh. Der quälende Hustenreiz wird schnell beseitigt. B "duften Drogerie Bornemann, Bahabolitr. 17 Stadttheater Heute I Mittwoch MD 20—22.30 13. Dienstag- Miete Enoch Arden Preise: 8783D RM. 1.20-4.00. 15—17.30 Außer Miete! Schneewittchen Preise: RM. 0.30-1.50. 19.30—22.15 13.Mittw.-Miete Demetrios Preise: RM. 0.60-3.00.