nt.226 Erstes Blatt 187. Jahrgang Dienstag, 28. September 1957 krlchetnt täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild • Die Scholle Monats-Bezugspreis: Mit 4 Beilagen RM.1.95 Ohne Illustrierte „ 1.80 Zustellgebühr „ -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Zernsprechanschlüffe unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnach» richten: Anzeiger Gietzeu Postscheckkonto: Zrantsurt am Main 11686 Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: vrühlsche Univrrfitätrdruckerei R. Lange in Siehe«. Schristleitung und SeschSftsftelle: Schulstrahe 7 Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis8^/,Uhrdes Vormittags Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Npf., für Textanzeigen von 70 mm Breite 50 Rpf.'Platzoorschrift nach vorh.Vereinbg.25"/,, mehr. Ermäßigte Grundpreise: Stellen-, Vereins-, gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Rpf., Familienanzei- gen, Bäder-, Unterrichts- u. behördliche Anzeigen6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B Begeisterter Empfang des Duce in der Reichshauptstadl. Trtumphsahrt nach Berlin. Ganz Deutschland begrüßt jubelnd den Führer und seinen Gast. Hannover, 27. Sept. (DNB.) Von Essen begann eine wahre Triumphfahrt des Duce und des Führers durch das Ruhrgebiet. Beispiellos waren die überwältigenden Kundgebungen, die gerade hier die Hunderttausende auf der ganzen Bahnstrecke den beiden Staatsmännern bereiteten. In Bochum, Dortmund und Hamm waren die Massen dichtgedrängt zusammengeballt auf den Bahnsteigen und Straßen, auf den Dächern und in den Höfen der Fabriken, Werkstätten und Maschinenhallen, in ihrer blauen Berufskleidung, oft noch die Arbeitsgeräte in der Hand. Auch in den Provinzen Westfalen und Hannover setzte sich der Jubel der Bevölkerung unvermindert fort. In Gütersloh, Bielefeld, Herford, Bückeburg usw. standen die Bahnsteige dicht gedrängt voll Menschenmassen, die die beiden Sonderzüge mit tosender Begeisterung begleiteten. Draußen auf dem flachen Lande waren die Männer und Frauen von der Feldarbeit und die Arbeiter von den Reichsautobahnen herbeigeeilt und winkten den Zügen zu. In Hannover, wo die beiden Züge kurzen Aufenthalt nahmen, nahm der Jubel der vielen Tausenden auf den Bahnsteigen und in den umliegenden Straßen orkanartige Ausmaße an. Auf den Bahnsteigen standen dichtgedrängt Angehörige aller Formationen der NSDAP, und der Wehrmacht. Immer wieder grüßten der Duce und der Führer die Menge. Auch auf der letzten Strecke der Fahrt von Hannover bis zur Reichshauptstadt herrschte derselbe Jubel. Auf dem Bahnhof Heerstraße. Die Reichsregierung empfängt den Duce. Berlin, 27. Sept. (DNB.) Der Bahnhof Heerstraße, eingebettet in das Grün und Herbstgold seiner reizvollen Umgebung, hat einen Festschmuck erhalten, der die natürliche Kulisse harmonisch ergänzt. Die wenigen Eisenkonstruktionen .bes freischwebenden Daches sind ganz mit Tannen- grün verdeckt. Um die gekachelten Ausbauten ziehen sich entlang der Fenster Blumenkasten mit Herbstastern in allen Farben. Frische Blumenranken umsäumen auch den oberen Rand der Aufbauten. Dom Dach aber ziehen sich in lockerem Bogen Tannengirlanden, dazwischen hängen vergoldete Körbchen mit frischen Blumen und lustig flatternden Seidenbändern in den Farben der italienischen Trikolore. Der Bahnsteig ist auf beiden Seiten mit Läufern belegt. Aus den Lautsprechern der Feststraße schallt Marschmusik herüber. Eine halbe Stunde vor der Ankunft der Sonderzüge haben sich d i e Mitglieder der Reichsregierung, Reichsminister und Staatssekretäre eingefunden. Gleichzeitig sieht man zahlreiche Angehörige des Führerkorps der Partei. Auch das Diplomatische Korps ist stark vertreten. Neben den Missionschefs der in Berlin akkreditierten Mächte sind auch die Militärattaches erschienen. Pünktlich laufen die beiden Sonderzüge fast auf die Sekunde zu gleicher Zeit ein. Der Führer und Reichskanzler stellt dem italienischen Regierungschef die Mitglieder der Reichsregierung und Staatssekretäre vor und verläßt dann mit ihm zusammen das Bahnhofsgebäude. Die in der Bahnhofsvorhalle stehenden Ehrenposten der Leibstandarte nehmen stramme Haltung an. Als der Führer mit seinem Gast aus dem Bahnhof heraustritt, setzt ein ungeheurer Begeisterungssturm ein.. Die Rufe „Duce-? Duce! Heil! Heil!" schwellen zum Orkan an. Lächelnd grüßt Mussolini die begeisterte Menschenmenge. Die Musikkapelle spielt den Präsentiermarsch. Der Führer und der Duce schreiten die Frontdes Ehrenbataillons ab. Dem Präsentiermarsch folgen die italienische Königshymne und die Giovinezza. Anschließend erklingen die deutschen Nationalhymnen. Dann begeben sich die Führer und der Duce zu ihrem Wagen. Der Wagen führt rechts die Standarte des Duce, links die des Führers. Unter dem unendlichen Jubel des ungeheuren Spaliers, das den ganzen Weg bis zu den Linden umsäumt, geht dann die Fahrt zur Wilhelmstraße. Die Fahrt zur Wilhelmstraße. Menschen, Menschen, nichts als Menschen. Das ist der erste und tiefste Eindruck des Empfanges, den die Bevölkerung der Reichshauptstadt Mussolini und dem Führer bereitet. Unübersehbar, 12, 18, ja 20 Reih e n tief stehen sie an der zehn Kilometer langen Prachtstraße vom Bahnhof Heerstraße bis zum Stadtinnern. Menschen über Menschen, auf den Straßen, in den Fenstern, auf den Balkonen. Auch in den Seitenstraßen, soweit das Auge reicht, Menschen, immer wieder nichts als Menschen. Es ist eine unverfälschte, herzliche und begeisterte Feststimmung der Millionen, die die Straße besetzt halten, eine Hochstimmung, die jung und alt in gleichem Maße ergriffen hat. Bis hinter die Baumgipfel stehen die Menschen auf den Tribünen vor der Technischen Hochschule, die ebenso wie der Adolf-Hitler-Platz, das Charlottenburger Tor, der Große Stern durch die Wucht der Symbole des faschistischen Italiens und des neuen Deutschlands wirken. Auf dem letzten Teil der Charlottenburger Chaussee, unmittelbar vor dem Brandenburger Tor, haben auf der einen Seite die Schulkinder Aufstellung genommen, während auf der anderen Seite die Kriegs- und Arbeitsopfer auf bevorzugten Plätzen stehen. Es ist ein Erlebnis eigener Art, die Freude der deutschen Schuljugend mitzuerleben. Die Großartigkeit des Bildes steigert sich, je mehr es durch das schmucklos gebliebene Brandenburger Tor dem Stadtinnern zugeht. Höhepunkt dieser Fahrt ist die W i l h e l m st r a ß e , die als einzige im Lichte der Scheinwerfer mit den langen Fahnentüchern der italienischen und deutschen Freiheitsbewegungen, mit den flatternden und schimmernden Goldbändern einen feenhaften Zauber ausstrahlt. AmHausedesReichsprasioenten. Sobald der Wagen des Duce und des Führers vor dem Eingangsportal des Hauses des Reichspräsidenten vorfährt, gibt es kein Halten mehr. Die bislang mühsam zurückgedämmte Spannung löst sich in einem wahren Freu- Die Anfahrt der Gaste. Berlin, 27. Sept. (DNB.) Ungezählte Tausende harren Kopf an Kopf auf dem Wil - helms platz mit seinem festlichen Glanz von Fahnen und Lichterfluten, um der Anfahrt der Gäste zum großen Staatsempfang in der Reichskanzlei beizuwohnen. Immer wieder branden Sprechchöre empor: „Duce, Duce!" oder „Wir wollen Mussolini sehen!" Dazwischen begeisterte Heilrufe. Plötzlich ertönt der Gesang der Giovinezza, der dann abgelöst wird vom Gesang der deutschen Nationallieder. 10 Minuten nach 20 Uhr verlassen hie Wagen des italienischen Regierungschefs und seines Außenministers das Haus des Reichspräsidenten. In ihrer Begleitung befinden sich der Chef des Protokolls, von Bülow-Schwante, und Legationsrat B o l tz e. Jubel begleitet die Fahrt der italienischen Staatsmänner zur Reichskanzlei. Die Ehrenwache vor dem Eingangsportal tritt ins Gewehr, die Trommel wird gerührt. Staatssekretär M e i ß n er empfängt die Gäste und geleitet sie in das Innere des Gebäudes. Auch die Minister S t a r a c e und A l f i e r i, die im Hotel Adlon Wohnung genommen haben, werden bei ihrer Anfahrt vor der Reichskanzlei mit großer Herzlichkeit begrüßt. 3i der Reichskanzlei. Berlin, 27. Sept. (DNB.) Der Führer und Reichskanzler gab heute abend im Reichskanzlerhause zu Ehren des italienischen Regierungschefs und Führers des Faschismus, Benito Mussolini, ein Abendessen, an dem die italienischen Minister Graf Ciano, Starace und A l f i e r i, der Königlich und Kaiserlich Italienische Botschafter Dr. A 11 o l i c o , die Begleitung des Duce und die Herren der italienischen Botschaft, die Mitglieder des Reichskabinetts, sowie führende Persönlichkeiten aus Partei, Staat und Wehrmacht und Vertreter der Wissenschaft, Kunst und Wirtschaft mit ihren Damen teilnahmen. Es waren etwa 200 Gäste in den festlichen Räumen des Führerhauses versammelt. Der Trinkspruch des Führers. Während des Essens brachte der Führer und Reichskanzler folgenden Trinkspruch aus: Eure Erzellenz! Als Führer und Kanzler des deutschen Volkes habe ich die große Ehre und Freude, Euer Exzellenz heute in der Hauptstadt des Reiches auf das herzlichste willkommen heißen zu können. Die deutsche Nation begrüßt mit mir in dieser festlichen Stunde in Ihnen den genialen Schöpfer des faschistischen Italiens, den Begründer eines neuen Imperiums. Auf Ihrer Fahrt durch Deutschland werden Euer Exzel- Der Trinkspruch des Duce. Der italienische Regierungschef und Duce des Faschismus, antwortete mit folgender Ansprache: Exzellenz! Die herzlichen Worte, die Eure Exzellenz so freundlich waren, an mich zu richten, haben mich tief gerührt. Seitdem ich deutschen Boden betrat, habe ich überall die geistige Atmosphäre eines großen befreundeten Volkes, des Deutschlands im Braunhemd, des Deutschlands Adolf Hitlers, um mich gespürt. Im Führer und Kanzler des Reiches grüße ich den Kämpfer, der dem deutschen Volke das Bewußtsein seiner Größe wiedergegeben hat. Ich grüße in ihm den Neuschöpfer der Ration, mit der das faschistische Italien durch so viele Bande des Geistes und der Arbeit verbunden ist. benfturm aus. Ein Orkan von Heil-Hitler- und Duce-Rufen brandet empor. Im Wagen stehend danken der Duce und der Führer. Die Ehrenwache ist ins Gewehr getreten. Unter den Klängen des Präsentiermarsches geht auf dem Fah- nenmast die Standarte des Duce hoch. Ein Begeisterungssturm ohnegleichen erhebt sich, als der Führer den italienischen Regierungschef und Generaloberst Göring den italienischen Außenminister, Graf Ciano, zur Freitreppe geleiten, wo die Staatsmänner von Staatssekretär Meißner und dem stellvertretenden Chef des Protokolls, Legationsrat B o l tz e, begrüßt werden. Dann verläßt der Führer in seinem Wagen unter nicht endenwollenden Heil-Rufen das Haus des Reichspräsidenten, um sich zur Reichskanzlei zu begeben. Inzwischen haben die Tausende auf der Straße Sprechchöre gebildet, die immer wieder mit ihrem „Duce, Duce, Duce!" den Gast der Reichshauptstadt grüßen. lenz aus der großen Begeisterung, die Ihnen aus allen Schichten des deutschen Volkes entgegenklang, entnommen haben, daß uns Ihr Besuch mehr bedeutet als nur ein Ereignis diplomatischer und damit rein konventioneller Zusammenkunft. In einer Zeit, in der die Welt voll ist von Spannungen und unruhigen Verwirrungen, in der gefährlichste Elemente es versuchen, die alte Kultur Europas anzugreifen und zu zerstören, haben sich Italien und Deutschland in aufrichtiger Freundschaft und gemeinsamer politischer Zusammenarbeit gefunden. Diese Zusammenarbeit wird getragen nicht nur von dem gleichen unzerstörbaren Lebens- und Selbstbehauptungswitten des italienischen und des deutschen Volkes, sondern darüber hinaus auch noch eng miteinander verwandten politischen Idealen, die unserer Ueberzeugung nach eine Grundlage der inneren Stärke und F e st i g k e i t unserer Staaten sind. Bilden schon diese gemeinsamen politischen Grundauffassungen ein unsere Völker verbindendes festes Band, so wirkt in gleicher Richtung die Tatsache, daß zwischen den realen Lebensinteressen Italiens und Deutschlands keine sie trennende, sondern sie immer ergänzende oder verbindende Elemente stehen. Die in den letzten Tagen zwischen Eurer Exzellenz und mir geführten Unterhaltungen haben dies erneut bestätigt. Wir sind dabei des Glaubens, daß unsere politische Arbeit der Sicherung des Friedens und der hohen Blüte der europäischen Kultur nicht als die Bildung eines gegen andere europäische Staaten gerichteten Blocks aufgefaßt werden kann. Wir sind im Gegenteil überzeugt, daß wir durch diese unsere gemeinsame Arbeit nicht nur den Interessen unserer beiden Länder, sondern darüber hinaus dem uns am herzen liegenden Ziel einer allgemeinen internationalen Verständigung am besten dienen. In diesem Geiste werden Italien und Deutschland Seite an Seite die politischen Aufgaben prüfen und behandeln, um so jedem etwaigen Versuche entgegenzutreten, die beiden Nationen zu trennen oder sie gar gegeneinander ausspielen zu wollen. Ich erhebe mein Glas und trinke auf das Wohl des Königs von Italiens, Kaisers von Aethiopien, Ihres erhabenen Souveräns sowohl als auf das persönliche Wohlergehen Eurer Exzellenz selbst und auf die Größe und das Gedeihen der faschistischen italienischen Nation. Die faschistische Revolution und die nationalsozialistische Revolution waren und sind schöpferische Revolutionen. Deutschland und Italien haben auf ihrem Boden Werke der Kultur und des Fortschritts geschaffen. Neue und nicht minder große werden in Zukunft erstehen. Bei meinem Aufenthalt in Deutschland habe ich solche Werke der Kultur und des Fortschritts gesehen und bewundert. Ich sah und bewunderte den Lebens- und Schaffensdrang, von dem das deutsche Volk beseelt ist. Seine Manneszucht, seine Willenskraft, seinen Glauben. Die deutsch-italienische Solidarität ist eine lebendige und tätige Solidarität. Sie ist kein Ergebnis politischer Berechnungen oder diplomatischer Spitzfindigkeiten, sondern Ausdruck und Ergebnis naturgegebener Zusammengehörigkeit und Staatsbanken in -er Reichskanzlei. Oie gemeinsame Arbeit beider Völker dient der allgemeinen Verständigung. Die deutsch-italienische Solidarität das Ergebnis naturgegebener Zusammengehörigkeit. Arbeit und Wehr. Der Führer hat Mussolini am Montagmorgen in das Herz der industriellen Produktion Deutschlands und in seine Waffenschmiede, die Kruppwerke in Essen, geführt. Und während die beiden Volksführer von einem beispiellosen Jubel umwogt wurden, haben die Krupparbeiter fortgefahren, ihre Arbeit zu tun. Sie haben das glühende Eisen in Form gebracht, an den Drehbänken Kanonenrohre gebohrt und gefeilt, sie haben Panzerplatten gegossen und der Rhythmus deutscher Arbeit, deutscher Zähigkeit und deutschen Willens wurde dem römischen Gast sichtbar gemacht. Das ist das Verbindende zwischen den beiden großen Nationen: die Arbeit für das eigene Volk, das unablässige Schaffen um des Schaffens willen, d i e Freude an der Arbeit, die Hitler und Mussolini erst wieder in die Massen hineingetragen haben. Beibe entstammen selbst der schaffenden Bevölkerung, beide bekennen sich zu dem Gedanken, daß ein neues Arbeitsethos nicht nur den einzelnen Menschen, sondern^die Nation voranbringt, und daß der Ertrag dieser Arbeit die Lebenshaltung eines Volkes verbessert, während Klassenkampf und Streit zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern wie Gift die Blüte einer nationalen Volkswirtschaft vernichten. Als im alten Rom ein Naturforscher wie Plinius der Jüngere feststellte, man könne die Werke eines Praxiteles höchlichst bewundern, müffe aber die Arbeit körperlicher Art, die auch zu solchen Höchstleistungen der bildenden Kunst erforderlich ist, ablehnen, als der Redner Cicero die körperliche Arbeit als unstandesgemäß verwarf da kam das Ende des alten Roms, die Verproletarisierung der Massen, die Ueberwucherung durch die Sklavenscharen aus den Niederungen der Menschheit. Nur die Arbeit allein konnte Italien und Deutschland retten. Im alten Florenz gehörten Michelangelo und andere Künstler ebenso wie in Nürnberg Albrecht Dürer selbstverständlich den Zünften an, und was sie schufen, wirft heute noch göttliche Funken in die Seele der Menschen. Das Wort ora et labora, bete und arbeite, hat Deutschland und Italien über alle Abgründe ihrer Geschichte hinweggeholfen, und dieser den beiden Völkern eingeborene Trieb der W e r f f r e u b i g f e i t, des Schaffens, der Tätigkeit, der Arbeit um der Arbeit willen, ganz gleich, wie die Arbeit geartet ist, ist durch die beiden Führer gesteigert worden zu einem Evangelium der Arbeit, das alle Schranken überwindet, die ein zertrennender Liberalismus zog. Die Arbeit Freier ist das Grundrecht und die Grundpflicht beider Nationen, und zur Arbeit der Freien gehört in selbstverständlicher Ergänzung die Wehrpflicht aller Freien, um diese Arbeit, ihren ungestörten Fortgang und ihren moralischen und materiellen Segen gegen zerstörende Gewalten von außen zu sichern. Arbeit und Wehr sind nur zwei Seiten eines Begriffs: der Nation. Als der Führer und der Duce während der großen Schlacht des letzten Manövertages sich die deutsche Wehrausbildung ansahen, erblickten sie nur das Ergebnis der Arbeit, des Geistes, mit dem die Massen an die Arbeit Herangehen, der in Essen in der Rüstungskammer des Deutschen Reiches ihnen sinnfällig wurde. Beide, Arbeit und Wehr, sind der Inhalt des Liedes vom wahren und echten Vater- land. D. S. gemeinsamer Interessen. Sie ist nicht und will nicht sein ein in sich geschlossener V l o ck, der sich mißtrauisch und ängstlich gegen die übrige Welt abschlieht. Italien und Deutschland sind bereit, mit allen anderen Völkern zusammenzuarbeiten, die guten Willens sind. Was sie verlangen, ist Achtung und Verständnis für ihre Bedürfnisse, ihre Notwendigkeiten und ihre berechtigten Ansprüche. Als einzige Bedingung für ihre Freundschaft verlangen sie nur, daß man d i e Grundlagen unserer ruhmreichen europäischen Kultur nicht anzutasten versucht. Die Besprechungen, die ich mit Eurer Exzellenz in diesen Tagen geführt habe, haben unsere Freundschaft gekräftigt und gegen jeden Storungs - und Spaltungsversuch — von welcher Seite er auch kommen möge — gefeit. Wenn ich nach Italien zurückkehre, so nehme ich mit mir die Erinnerung an Eure prachtvollen Truppen, an Eure Volkskundgebungen, an das geistige und technische Aufbauwerk, das das deutsche Volk unter seinem Führer vollbracht hat, die Erinnerung an Eure Tatkraft, an die Aufnahme, die Ihr mir bereitet habt und für die ich Euch zutiefst dankbar bin. Vor allem aber nehme ich das bestimmte Bewußtsein unserer festen Freundschaft mit mir. Ich erhebe mein Glas aus das Wohl des Führers und Kanzlers Adolf Hitler, auf das Gedeihen und die Große des nationalsozialistischen Deutschlands. Nach dem Essen fand ein Konzert statt, bei welchem die Kammersängerinnen Diorica Ursu - l e a c und Martha Fuchs, die Kammersänger Bockelmann, Schlusnus und Ludwig, von Professor R a u ch e i s e n am Flügel begleitet, die Gäste durch Gaben deutscher und italienischer Musik erfreuten. Nach mehrstündigem Aufenthalt in der Reichskanzlei Lehrten der Duce und Außenminister Graf Ciack8 gegen Mitternacht ins Haus des Reichspräsidenten zurück. In ihrer Begleitung befanden sich wiederum der Chef des Protokolls, Gesandter von Bülow-Schwante und Legationsrat Boitze. — In der Waffenschmiede des Reiches. Die Besichtigung der Kruppwerke in Essen durch den Führer und Mussolini. Essen, 27.Sept. (DNB.) Der Chef des Hauses Krupp Dr. Krupp von Bohlen und Hal» bad) begrüßte am Eingang des Werkes seine Gäste und geleitete sie in die Ehrenhalle des Hauptgebäudes, wo er seine Familie und die Werksleitung vorstellte. Dr. Krupp von Bohlen und Halbach erläuterte dann Aufbau und Organisation des Kruppwerkes und wies insbesondere darauf hin, daß durch die Tatkraft eines einzelnen Mannes dieses Werk entstanden und durch Unternehmungsgeist und Mut seiner Nachkommen zu seiner heutigen Größe emporgeführt worden sei. Heute wie einst sei die Firma Krupp ein Familienunternehmen, und getreu der Tradition des Gründers bildeten auch heute Betriebsführung'und Gefolgschaft eine große Familie. Dann setzte sich die Wagenkolonne wieder in Bewegung und in langsamer Fahrt ging es, vorbei an dem Stammhaus der Firma Krupp, das klein und unscheinbar zwischen den Reiesengebäuden des heutigen Werkes steht, zum Schmiedepreßwerk, das mit seiner 15 000-Tonnen-Presse eine der Höchstleistungen deutscher Technik darstellt und das Schmieden von Werkstücken bis zu rund 300 Tonnen Gewicht ermöglicht. Riesige glühende Blocke strahlten hier eine tropische Hitze aus, wuchtig sausten die Riesenhämmer unter ohrenbetäubendem Lärm auf das glühende Erz und gaben ihm Form und Gestalt. Dann begaben sich die Gäste in den Panzerbau. Hier wurde in der rauchgeschwärzten gewaltigen Halle das Walzen und die Weiterverarbeitung schwerer Panzerplatten gezeigt, ein Gebiet, auf dem die Firma Krupp schön vor dem Kriege Weltruf hatte. Dritter Punkt des Besichtigungsprogrammes war die L o k o m o t i v f a b r i k. Rechts und links vom Eingang der Lokomotiohalle sah man schwere, eben fertiggestellte Lokomotiven. Nach der Besichtigung der Lokomotiohalle wurde die Fließfertigung leichter und schwerer Geschütze und anschließend die Herstellung von Geschützrohren gezeigt. Auf dem Freigelände hinter der Halle war eine Reihe der neuesten geländegängigen Räderfahr- 3 e u g e aufgestellt. Im nächsten Betrieb, der besichtigt wurde, sah man schwere Robre für die Marine in den verschiedenen Stadien iyrer Herstellung. In einer neuen, riesigen lichtdurchfluteten Halle wuchsen A r t i l l e r i e t ü r m e für die Marine empor, wurden Panzerplatten und Rohre zu stählernen Festungen verschmolzen. In all den Werksteilen, die besichtigt wurden, blieb die Gefolgschaft musterhaft diszipliniert an ihren Arbeitsplätzen, ein imponierendes Bild deutscher Schaffenskraft. Hier und da machte Dr. Krupp von Bohlen auf besonders erprobte Veteranen des Werkes aufmerksam, und der Duce trat mitten in den Kreis der Arbeiter, aus dem er selbst ebenso wie der Führer hervorgegangen ist. Um 10.45 Uhr fahren Mussolini und der Führer mit ihrer Begleitung zurück zum Bahnhof. Noch einmal klingt den beiden Staatsmännern unendlicher Jubel entgegen und noch einmal grüßen die beiden Führer Abschied nehmend die Arbeiter der größten Waffenschmiede des deutschen Volkes. Und ebenso wie bei der Einfahrt eilen auch alle bei der Abfahrt vom Betriebsführer bis zum jüngsten | > I i WM . M HM O W?' * * Mussolini und der Führer bei ihrem Besuch in Essen. — (Scherl-Bilderdienst-M.) Lehrling heran an die Tore und Fenster. Die Jungarbeiter und Lehrlinge erklettern die Mauern und die niedrigen Schuppendächer, um dem Führer, um dem italienischen Regierungschef noch einmal zu huldigen. Die ganze Fahrt zum Bahnhof ist eine einzige Triumphfahrt. Der Führer und sein Gast stehen wieder aufrecht im Wagen, umtost von der Begeisterung der Menge. Wieder präsentiert vor dem Bahnhof der Ehrensturm der SA.-Standarte „Feldherrnhalle". Die Klänge der Giovinezza werden von dem Orkan der Begeisterung übertönt. Von der Treppe des Haupteinganges grüßen der Duce und der Führer noch einmal zu den Massen herüber, um dann, während der Musikzug die Lieder der Nation spielt, den Augen der Menge im Innern des Bahnhofes zu entschwinden. Immer neue Wogen des Jubels schlugen hinauf zu dem auf der Bahnhofsüberführung stehenden Sonderzug, Adolf Hitler dankte immer wieder — sich weit hinüberbeugend den Volksgenossen, die in vierhundert Gliedern tief gestaffelt den südlichen und nördlichen Bahnhofsvorplatz bis weit hinein in die benachbarten Straßen füllten. Starker Eindruck im Ausland. Sm Friedenspall. „Sie werden das Glück ihrer Völker nicht aufs Spiel setzen." N e u y o r k, 28. Sept. (DNB. Funkspruch.) Vor amerikanischen Pressevertretern wandte sich das hier weilende britische Oberhausmitglied Lord M o t t i - st o n e gegen die in der amerikanischen Presse immer wieder auftauchenden Gerüchte über die Möglichkeit eines bewaffneten Konfliktes in Europa, wobei Mottistone besonders auf den Friedenswillen Hitlers und Musso- l i n i s hinwies. Er kenne beide Staatsmänner persönlich. Beide seien erfahrene Soldaten, die wüßten, daß im Weltkrieg niemand irgend etwas gewonnen habe. Sie hätten das große Leid der Nachkriegszeit erlebt und jetzt, nachdem es ihnen beiden gelungen sei, ihre Völker glücklich zu machen, würden sie dieses Glück, soweit es in ihrer Macht liege, nicht durch einen Krieg aufs Spiel setzen. „Eine Kundgebung wirklicher Freundschaft." DieenglischePressezumEnrpfangMussolims in der Reichshauptstadt. London, 28. Sept. (DNB. Funkspruch.) Die gesamte Londoner Presse berichtet ausführlich über den Besuch Mussolinis und des Führers in Essen, das Eintreffen in der Reichshauptstadt und schließlich über das Staatsbankett in der Reichskanzlei und die dabei ausgetauschten Trinksprüche. Der Berliner Berichterstatter der „Times" schreibt u. a.: Mussolini sei bei seinem Eintreffen in Berlin eine Begrüßung dargebracht worden, wie sie noch nie ein Besucher der Reichshauptstadt jemals erfahren habe. Die Berliner hätten eine Kundgebung wirklicher Freundschaft dargebracht, die den Duce sicherlich davon überzeugt hätte, daß die Achse Berlin —Rom von der ganzen deutschen Nation „ratifiziert" worden sei. Wie die übrigen Korrespondenten, so beschreibt der „Times"-Berichterstatter eingehend die wundervollen Beleuchtungsanlagen Berlins und nennt sie die e r f o l g r e i ch st e D e k o r a t i o n, die Berlin jemals gezeigt habe. Aus den Besprechungen der beiden Staatsmänner gewinne man immer mehr den Eindruck, daß die beiden Staatsmänner v ö l l i a einig seien und nur noch technische Fragen besprochen würden. Im Bericht der „Morning Post" heißt es, die prachtvolle Ausschmückung der Via Triumphalis mit den deutschen und italienischen Bannern und den in gleißendem Licht strahlenden Blumen hätten die wundervollen Dekorationen noch übertroffen, die man in München zur Ankunft Mussolinis in Deutschland hergerichtet habe. Zum erstenmal in der Geschichte habe man das Leben einer modernen europäischen Haupt st a d t un« terbrochen, um einem ausländischen Staatsmann eine Begrüßung zu bereiten, wie sie technisch und programmäßig nicht größer gestaltet werden könne. Wie eine lebende Mauer hätten 600 000 Berliner auf der Via Triumphalis gestanden, um dem Duce ihr Heil entgegenzurufen. — „Daily Mail" berichtet eingehend über die zwischen Hitler und Mussolini ausgetauschten Trinksprüche beim Staatsbankett. Das Blatt hebt insbesondere die Erklärung Mussolinis hervor, daß Deutschland und Italien bereit seien, mit den anderen Nationen guten Willens zusammenzu- arbeiten, daß man aber Achtung und Ver- ständnis für die Bedürfnisse der beiden Nationen fordern müsse. Aus dem Manövergelände berichtet der „Daily Telegraph", daß die deutsche Armee einen ausgezeichneten Eindruck mache. Obwohl die Truppen schwere Märsche hinter sich gehabt hätten, seien ihr Geist und ihre Leistungsfähigkeit sehr gut gewesen. Offiziere und Mannschaften hätten mit typisch deutscher Gründlichkeit ihre Pflicht erfüllt. Die Ausrüstungen seien gut und sehr modern gewesen. Die Besichtigung der Krupp- Werke durch Mussolini wird von den Blättern als Ueberraschung hervorgehoben, da sie ursprünglich nicht im Programm vorgesehen war. Mehrere Blätter stellen Vermutungen über den Gegenstand und das Ergebnis der bisherigen Besprechungen an. U. a. betont die „Morning Vost", man könne annehmen, daß die deutsch-italienische Verständigung in keiner Weise die Mächte Europas in Aufregung versetze. Weder Deutschland noch Italien beabsichtigten irgend etwas gegen England zu unternehmen. Daß Mussolini Hitler aufsuche, sei genau so wenig überraschend wie die ständige Zusammenarbeit zwischen den demokratischen Nationen England und Frankreich. Jedem gebühre eben das Seine. Man müsse aber zugeben, daß der Völkerbund bisher nichts für eine Entspannung getan, sondern daß er im Gegenteil viel zur Beunruhigung beigetragen habe. Wenn die Achse Berlin—Rom nichts Drohendes enthalte, so verdanke man das auf keinen Fall dem Völkerbund. Eines stehe fest, nämlich, daß die Zusammenkunft zwischen dem Duce und dem Führer sowohl in Italien wie in Deutschland größte Befriedigung erwecke. Der Besuch Mussolini bei -en Wehrmachtsmanövern Unser Bild zeigt den Duce bei der Beobachtung des Kampfoerlaufs durch das Scheren- fernrohr. Neben ihm der Oberbefehlshaber der Luftwaffe Generaloberst Göring. (Presfe-Jlluftration-Hoffmann-M.) U > X K werde eine Entspannung in Europa bringen und somit einen weiteren Schritt zur allgemeinen Beruhigung und zur besseren Verständigung darstellen. Wenn das das Ergebnis des Besuches sei, sa werde er sicherlich nicht vergebens gewesen sein. „Eine phantastische Begeisterung." Das Echo des Mussolini-Empfangs in der Pariser Presse. Paris, 28. Sept. (DNB. Funkspruch.) Der triumphale Empfang, den Berlin am Montag dem Duce und dem Führer bereitete, findet auch in der Pariser Morgenpresse große Beachtung. In oft spaltenlangen Artikeln schildern die Sonderberichterstatter die ungeheure Begei- fterung der Berliner Bevölkerung, die alles in den Schatten stelle, was man bisher erlebt habe. Berlin, so schreibt das „Petit Jour-> nal", habe Mussolini einen Triumph bereitet, wie ihn noch nie ein Regierungschef auf einer Reise im Ausland erlebt habe. Die Reichshauptstadt habe an Begeisterung alles Überboten, was man sich nur einbilden konnte. Eine unbeschreibliche Begrüßung habe den Duce und den Führer auf ihrer Fahrt vom Bahnhof zur Wilhelmstraße begleitet. Auch der „Petit Parisien" erklärt, daß der italienische Regierungschef mit einer geradezu phantastischen Begeisterung in Berlin empfangen worden fei. Der ,Hour", der „Matin" und das Journal" geben etwa die gleichen Eindrücke wieder. Neben diesen äußerlichen Betrachtungen versuchen die Blätter selbstverständlich auch die Polittk zu Wort kommen zu lassen. Man unterstreicht d i e Trinksprüche, die am Montagabend ausgetauscht wurden, und führt daraus die Erklärung an, wonach Deutschland und Italien bereit sind, mit allen anderen Völkern guten Willens zusammenzuarbeiten. Hier und da, so im „Petit Parisien" und in der „Epoque", werden diese Erklärungen allerdings in Widerspruch zu dem Besuch der Kruppwerke in Essen gestellt. (II) Das Programm des heutigen Dienstag. Die Kundgebung auf dem Maifeld.. Höhepunkt des Staatsbesuches. Berlin, 27. Sept. (DNB.) Der 28. September hat in Berlin den Charakter eines Staatsfeiertages erhalten. Die Arbeit ruht in den Betrieben. Das Volk von Berlin wird an diesem Tage Gelegenheit haben, dem hohen italienischen Gast die herzlichen Gefühle zu bekunden, die die Berliner Bevölkerung angesichts seines Besuches bewegen. Der Duce wird am späten Vormittag zunächst der italienischen Botschaft und dem Haus des Faszio einen Besuch abstatten. Im Haus des Faszio wird sich die Berliner italienische Kolonie versammeln, um dem Führer des italienischen Volkes ihre Huldigung zu bringen. Am Nachmittag wird der Duce G a st des M i n i st e r- Präsidenten Generaloberst Göring in seinem Waldhaus K a r i n h a l l sein, während der italienische Minister für Volkskultur Alfieri und Minister Starace, der Generalsekretär der Faschistischen Partei, mit den anderen italienischen Herren Gäste von Reichsminister Dr. Goebbels in den Festräumen des Propagandaministeriums sein werden. Der Abend des 28. September bringt die groß- arttge Kundgebung auf dem Maifeld. Der Führer und der Duce werden sich gegen 18 Uhr von der Wilhelmstraße zum Reichssportfeld begeben. Gegen 18.30 Uhr wird die große Kund- gevung auf dem Maifeld eröffnet durch Reichsminister Dr. Goebbels. Dann spricht der Führer. Nach seiner Ansprache werden die italienischen Nationalhymnen gespielt. Darauf wird der Duce zu einer Ansprache zu den auf dem Maifeld und im Olympiastadion versammelten Hunderttausenden, zu den Millionen, die an der Feststraße durch Lautsprecher die Uebertragung seiner Rede hören werden, und zu den Hunderten von Millionen, die über den Rundfunk in vielen Ländern der Erde Zeuge der Stunde werden, das Wort ergreifen. Die deutschen Nationalhymnen beschließen die Kundgebung. Der Führer und der Duce begeben sich dann mit ihren Gästen durch das Maifeld und über das Marathontor zur Regierungsloge im Stadion. Um 19.40 Uhr beginnt dort das große Wehrmachtskonzert, an dem 4000 Musiker und Spielleute Mitwirken. Nach 20 Uhr fährt der Führer mit dem Duce und den italienischen Gästen zur Wilhelmstraße zurück. Oer Rundfunk überträgt die Kundgebung auf dem Maifeld. Berlin, 27. Sept. (DNB.) Der Rundfunk veranstaltet am Dienstag folgende R e i ch s s en- dun gen: 18 bis 20 Ühr: Reichssender Berlin: Unterhaltungskonzert. Gegen 18.40 Uhr Kundgebung auf dem Maifeld mit den Reden des Führers und des italienischen Regierungschefs und anschließend Festakt im Sta- dion. 20.05 bis 21.05 Uhr: Deutschlandsender: Konzert. 21.05 bis 22 Uhr: aus Rom: Großes festliches Konzert. Dirigent Exzellenz Pietro Mascagni. Es singen Benjamino G i g l i, Pia Tassinari und Lina Paglighi (Sopran), Tancredo Pasero (Baß). 24 bis 2 Uhr: Reichssender Frankfurt: Nachtkonzert. Marschall Badoglio in Lübeck und Hamburg. Lübeck, 27. Sept. (DNB.) Der Generalstabschef der italienischen Wehrmacht, Marschall B a - doglio, der Chef des Generalstabs des italienischen Heeres, Armeegeneral Pariani, und der Stabschef der Faschistischen Miliz, General Russo, die an den Wehrmachtsmanövern in Mecklenburg teilgenommen hatten, trafen am Montag zu "einem Besuch im festlich geschmückten Lübeck ein. Als Vertreter des Generalfeldmarschalls von Blomberg begleitete die italienischen Offiziere General der Artillerie von Reichenau. Nach einer Rundfahrt durch die Stadt wurden sie im Audienzsaal des Rathauses von Oberbürgermeister Staatsrat Dr. Drechsler begrüßt. Anschließend fand ein Empfang statt. Am nachmittag traten die Gäste die Weiterfahrt nach Hamburg an. Hier wurden die Gäste im Rathaus von Reichsstatthalter Gauleiter Kaufmann begrüßt. Marschall Badoglio unterstrich das Gemeinsame zwischen Deutschland und Italien und betonte, daß eine der wichtigsten dieser Gemeinsamkeiten der Kampf gegen den Bolschewismus sei. I M Mil leiten mkbt 'le Mi Die höchste geben Dann trugen der Marschall sowie die Generale Pariani und Russo sich in das Goldene Buch Hamburgs ein. Nach einer Fahrt um die Auhenalster begaben sich die Gäste an Bord der (Staats- I a cht „Hambur g" zu einer Hafenrundfahrt. Am Abend fand im großen Festsaal des Rathauses ein Empfang statt. Mit Reichsstatthalter Gauleiter Kaufmann, dem Regierenden Bürgermeister Kroog nii a n n und dem Kommandierenden General des X Armeekorps General der Kavallerie r- nr°/? ? " hauer waren zahlreiche führende Per- fonl ich reiten der Hansestadt, aus Staat, Wehrmacht Mörtel, Wirtschaft und Wissenschaft anwesend. In den An^rachen und dem anschließenden Gedanken- austausch kam erneut die enge Verbundenheit des druck 6" Unb bes italienischen Volkes zum Aus- Auslandsiiabener im Reich. „Durch einen gemeinsamen Willen verbunden." OieitalienischepreffeunterstreichtdenherzlichenCharakterdesBerlinerEmpfangs Verleihung des Titels Ehrenkorporal, die Ehrung, die die Faschistische Miliz zu ver- „ hat, ist vor Adolf Hitler b i sh e r noch keinem Nichtitaliener gegenüber erfolgt. Welch hoher Grad der Ehrung in der Verleihung liegt, geht schon allein aus der Tatsache hervor, daß sogar in Italien selbst außer dem König und außer dem Duce überhaupt nur zwei Männer diesen an sich bescheiden klingenden Titel führen dürfen, nämlich Admiral C i a n o , der Präsident der italienischen Kammer und Vater des Außenrnini- sters, und Senatspräsident Federzoni. Aus alledem geht zur Genüge hervor, daß der Titel Ehrenkorporal eine ganz ungewöhnliche Auszeichnung dar- stellt. Der Titel stammt geschichtlich aus der Zeit Napoleons I., der der erste Ehrenkorporal der Französischen Legion gewesen ist. Auch König Viktor Emanuel I., der erste Beherrscher des geeinten Italien, hat den Titel geführt. Mussolini selbst hat diesen Ehrenrang nach der Begründung der Faschi- stischen Miliz wieder eingeführt. Daß er außerhalb Italiens bisher nur dem Führer des neuen Deutsch- lands verliehen wurde, unterstreicht die engen freundschaftlichen Beziehungen zwischen den beiden Staaten genau so wie die Verleihung des goldenen >ns an Mussolini, das bisher nur Aböl für die Zusammenarbeit. Gegenseitige Achtung und Verständnis für die gegenseitige Erfordernisse sei alles. Sie wollten nur ein Bollwerk bauen, und zwar gegen die Barbarei. Aber auf diese Weise dienten sie Europa. Die „G a z z e 11 a del P o p o l o" betont, wenn bie anderen Völker die Mitarbeit, die der Duce und der Führer so aufrichtig und loyal angeboten haben, zurückwiesen und sich in ihrer Welt der Eifersucht, des Hasses, der Verständnislosigkeit und des Egoismus abschlössen und fortführen, die Mensch, heit nach den Grundsätzen einer zusammengebrochenen Weltanschauung zu teilen und denen, die ein Recht auf das Leben hätten den Weg zu versperren suchten, dann würden sie eine sehr schwere Verantwortung vor der Geschichte auf sich nehmen. Italien und Deutschland, erfüllt von der Pflicht gegenüber sich selbst und den an» deren w'kden ihren Weg Seite an Seite ohne Zögern und ohne Winkelzüge bis zum gemeinsamen Ziele fortsetzen. 5 N ch°- (ei ? "n lein' '* Rung." S» 1 tag. seid., ches. I September l.atsfeier- in den Be- diesem Tage -Nischen Gast hie die Ber- Besuches be- ßormittag zudem Haus n. Im Haus alienische ihrer des ita- bringen. Am > Minister- n g in seinem nd der italie- lfieri und retär der Fa« italienischen Goebbels minifteriums t bie groß- Maifeid. * MN \poTt\e\b gro^e And« durch Reichs- cht der Füh- ie italienischen d der Duce Maifeld und derttausenden, slstraße durch Rede hören Millionen, die em der Erde ergreifen. Die >n die Kund- ? begeben sich Maifeld unb rungsloge innttotte an dem 40W ülatl ® W mb den W* MÜck. trägt i MM Rundfunk Reichs s» 9fe(b mit dm 5flS. ää i'iÄ» LZ . große Ä? di! . Berliner Programm des Duce gehörte auch ein Besuch m der italienischen Botschaft und im Hause des Faszw, das gewissermaßen der Heimatersatz für bie in der Reichshauptstadt lebenden Italiener ist. Es interessiert in diesem Zusammen- hang die Frage wieviel Italiener ihren regelmäßigen Wohnsitz in Deutschland haben und wie ihr organisatorischer Zusammenhalt beschaffen ist. Wie der Landesleiter der Faschistischen Partei für das Deutsche Reick, Della Morte, kürzlich mit! teilte, gibt es in Deutschland 18 Ortsgruppen und 30 Stützpunkte der Faschistischen Partei, welche die etwa 25000 im Reich leben- den Italiener betreuen. Allein in Berlin sind 2000 Italiener ansässig, und für sie besonders bildet das faschistische Heim den Mittelpunkt ihres nationalen Lebens. Das stattliche Haus enthält u. a. auch eine Schule für 150 italienische ^nber. In jedem Klassenzimmer hängt neben den Bildern Viktor Emanuels und des Duce auch ein Bild des Führers. Es gibt ferner Räume für den weiblichen Fafzio, es gibt einen Itl bigk 3 5^ ,Ullis Mögliche Be- if)rer ^gleitet. e.r e»u lachen Gm, .Politik zu fercht bie ausge. Erklärung bereit find, l5,3ufom» L™ ...Petit -n bre^e Gr- u dem gestellt, (l! Sportfaat, einen Zeitungs,aal eine' riesige Biblia- Parteiabzeich. ' tfjet unb fogar em eigenes Ambulatorium,! Hitler allein trug. Hilferufe der Valencia- Bolschewisten in Genf. Genf, 27. Sept. (DNB.) In einem eigenartigen Kontrast zu dem Besuch des Duce in Deutschland steht der Beginn der Aussprache im Politischen Ausschuß bes Välkerbunbes mit ben Anträgen Sowjetspaniens als Verhandlunasstoff. Wie zu erwarten, benutzte Alvarez del V a j o, der Sendlung der Valencia-Bolschewisten, die Völkerbundsoersammlung als Agitationsbasis gegen Italien und Deutschland. Der Völkerbund solle u. a. „den deutschen und italienischen Angriff auf Spanien anerkennen", den Bolschewisten Sowjetspaniens „wieder das volle Recht zuerkennen, sich Kriegsmaterial zu beschaffen", und die „Zurückziehung der nichtspanischen Kämpfer" veranlassen. Es ist bezeichnend für die Verdrehungskünste auf dem Parkett des Völkerbundes, wenn bei Vajo von ben „freien Völkern" spricht, bie angeblich „mit Ungebulb das Ende des Terrorismus zweier Völker erwarten" und ben gemeinsamen Willen ber „frieblichen" bemokratischen Völker aufruft, bie zur Drohung bes allgemeinen Krieges. Das Lamento Drohung bes allgemeinen Krieges. Das Lommento bei Dajos erreichte seinen Höhepunkt mit ber Beschwörung seiner gebulbigen Zuhörer, baß ber Völkerbund wenigstens nicht die Ungerechtigkeit begehen möge, dem Opfer eines Angriffes die Möglichkeiten, sich selber zu verteidigen, vorzuenthalten. Für den Fall der Wirkungslosigkeit des Völkerbundes gegenüber den Hilferufen Sowjetspaniens versteigt sich der Sendling Valencias zu der versteckten Drohung, Wege einer kollektiven Sicherheit zu suchen. Nicht weniger einbrurfslos blieben feine Hinweise an bie Mitglieber bes Völker- bunbes, daß sie „verpflichtet seien, in ihren Beziehungen mit seiner „Regierung" streng die Vorschriften des internationalen Rechtes einzuhalten". — Nach feiner Schimpfkanonade fühlte man das Bedürfnis die Aussprache auf Dienstag zu vertagen, da anschließend kein Vertreter Lust verspürte, sich mit den „Anklagen" del Vajos zu befassen. Die Flottenbesprechungen in Paris. Paris, 27. Sept. (DNB.) Wie das Morine- minifterium mitteilt, haben die technischen Marinebesprechungen über Italiens Teilnahme am Abkommen von Nyon begonnen. Kriegsmarineminister Campinchi stand der Eröffnungssitzung vor. Er präzisierte den rein technischen Charakter der Arbeit der Sachverständigen und drückte die Wünsche aus, die die französische Regierung für einen glücklichen (Erfolg der Verhandlungen hege. Die, wie betont wird, rem technischen Arbeiten der Dreierkonferenz werden von dem französischen Admiral Godfrey, stellvertretendem Admiralstabschef und ersten Delegierten Frankreichs geleitet. Nach dem Abschluß der ersten Besprechungen soll am Dienstagvormittag eine neue Sitzung abgehalten werden. In einer offiziellen Mitteilung heißt es, daß man die verschiedenen praktischen Mittel für die Zusammenarbeit der drei Marinen zum Schutze der Handelsschiffahrt im Mittelmeer prüfte. Die erste Sitzung sei einer Dar- legung des Problems und einem vorläufigen Mei- nungsaustausch zwischen den Vertretern ber drei Admiralitäten gewidmet gewesen. iflliO n-vrg. und oer onWA » i von ® her ■» Äi-«l°° w asta«l5'at eiltet 6» (i, ie Cigaretten $l( methoden. die tv- Diese Cigaretten werden in den Fawikai betriebes in Altona-Bahrenfeld nac^i Der ungewöhnlich zarte und reine Chefl Isa Jagen unseres technischen Muster, k/' völlig neuen Methoden hergestellL fer dieser Mischung beruht darauf, daß Fabrikation!, aul sämtliche Tabake zweimaQrppte^edenÄ?«t*rAtewirdausschlieQiichohne Mundstück hergestellL folgenden Distrikten: r SWWUn. Der Deutsche Gparkassentag im Alter von 76 Jahren für immer von uns gegangen. Die trauernden Hinterbliebenen. Krofdorf, den 27. September 1937. Gießen, Berlin, Darmstadt, den 28. September 1937. Die Beerdigung findet Mittwoch, 29. September, nachmittags 3 Uhr statt. M776 5263 D Klein-Linden (Frankfurter Straße 150), 27. September 1937. Die Beerdigung findet am Mittwoch, 29. Sept., um 15.30 Uhr statt 04781 Die Beerdigung findet statt: Mittwoch, 29. Sept., nachmittags 3 Uhr. 6265 D und zum Bauen UICDQC DRUCKSACHEN WCnDC Brühl, Gießen Turnverein 1846 Gießen DieSchwinmtunden beginnen mn / 4. Oktober.' FürKmderMon- lagsv.18 19Uhr FürJug.u.Attw. Donnerstags v.20'/--21NMr. SerSdjralmmroorL Aus aller Wett. Das vermißte deutsche Chitta-Flugzeug in Kabul gelandet. Das deutsche Flugzeug D ANOY, das zu den Flugzeugen gehört, die einen neuen Luftweg von Deutschland über die Türkei, Afghanistan nach China erkunden, und das vier Wochen vermißt wurde, ist am 27. September, um 15 Uhr in Kabul (Afghanistan) glatt gelandet. Die aus Freiherr v. Gablenz, Flugkapitän llnluchl und dem Piloten Kirchhoff bestehende Besatzung ist wohlbehalten. Das Flugzeug war am 24. August in Anshi in China zum Rückflug über das Pamirhochland nach Kabul gestartet und wurde seitdem vermißt. Rachforschungen blieben zunächst ergebnislos. Es stellt sich nunmehr heraus, dah die Ju 52 in Chotan in Sinkiang wegen eines kleinen Schadens am linken Motor eine Zwischenlandung vornehmen muhte. Dort wurde die Besatzung vier Wochen lang in haft gehalten und das Flugzeug beschlagnahmt. Erst jetzt ist es der Besatzung gelungen, ihre Freiheit zu erhalten und die Erlaubnis zum Weiterflug zu bekommen. Bis zur Erteilung der Abflugerlaubnis war es ihr nicht einmal möglich, auf funkentelegraphischem Jeden Mittwoch V'/r Uhr frischen Zwiebel kutta Bäckerei Euler Ludwigsvlatz 3. Wege Kenntnis von ihrem Verbleib zu geben. Eho* tan ist übrigens der Ort, in dem auch der deutsche Forscher und Nationalpreisträger Filchner erst vor ganz kurzer Zeit von den Lokalbehörden fest- gehallen wurde. Die englischen Verkehrsfachleute in Nürnberg. Die auf einer Deutschland-Studienreise befindlichen 224 englischen V e r k e h r s f a ch l e u t e trafen in der Stadt der Reichsparteitage ein, besichtigten das Parteitagsgelände und wurden von Oberbürgermeister Liebel begrüßt, der seiner Freude darüber Ausdruck gab, daß die Derkehrs- fachleute auch nach Nürnberg gekommen seien, um hier vielleicht einen der nachhaltigsten Eindrücke zu empfangen von dem Aufbauwillen und der schöpferischen Gestaltungskraft des neuen Deutschland. Universitätsprofessor Clements (London) sagte in seiner Erwiderung: „Uns als Straßenbauern liegt es am nächsten, das neue Deutschland zu verstehen und die Jugend dieses Volkes, das wir kennen lernen wollen. Ihr Deutsche habt nicht nur Autobahnen gebaut, ihr habt auch Wege gebaut zu unseren Herzen." Kurhessische Ausstellung „Volk an der Arbeit". In Kassel wurde die unter der Schirmherrschaft des Gauleiters Staatsrat Weinrich stehende kurhessische Leistungsschau „Volk an der Arbeit" in der Stadthalle mit einer Feierstunde eröffnet. Veranstalter der Schau ist das Institut für deutsche Kultur- und Wirtschaftspropaganda. Die Ausstellung, die ganz auf den Vierjahresplan ab- gestellt ist, gibt einen ausgezeichneten Querschnitt durch da* schaffende Kurhessen. Eine Besonderheit der Ausstellung ist die große Lehrschau über den Vierjahresplan, die von dem Reichsarbeitsdienst, der Hitler-Jugend, den Kasseler Schulen und den Studenten der Universität Marburg aufgebaut ist. Die Ausstellung ist bis 3. Oktober zugänglich. Wetterbericht des Reichswetterdienstes. Ausgabeort Frankfurt. Mit der Verstärkung der Wirbeltätigkeit über Nordeuropa ist auch für uns der Durchzug einer Störungsfront verbunden. Sie brachte in der Nacht zum Dienstag von Westen her einsetzende Regentätigkeit, doch werden wir noch im Laufe des Tages an ihre Rückseite gelangen. Damit kann wieder Witterungsbesserung erwartet werden, die aber nicht mehr durchaus störungsfreies Wetter herbeiführen wird. . Aussichten für Mittwoch: Vielfach heiter und im allgemeinen trocken, doch bei meist westlichen Winden tagsüber kühler als seither. Aussichten für Donnerstag: Nach Frühnebel und anfänglich noch freundlichem Wetter wieder aufkommende Unbeständigkeit. Lufttemperaturen am 26. September: mittags 23,9 Grad Celsius, abends 12,9 Grad: am 27. September: morgens 12,3 Grad. Maximum 24,3 Grad, Minimum heute nacht 10,6 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 26. September: abends 14,5 Grad; am 27. September: morgens 12,6 Grad. — Sonnenscheindauer 7,3 Stunden. sentag in Essen zu beschäftigen haben. Im Vordergrund steht wieder die Forderung, die Spartätigkeit noch mehr zu erhöhen. Durch die Beseitigung der Arbeitslosigkeit hat die Regierung wieder jedem auch wirtschaftlich die Möglichkeit gegeben, zu sparen, der eine mehr, der andere weniger. Es kommt darauf an, daß regelmäßig gespart wird. Wir müssen heute das Recht auf Arbeit mit der Pflicht zum Sparen verbinden. Was wir heute nicht ausgeben, ersparen wir der deutschen Volkswirtschaft überdies an Rohstoffen. Auch Don dieser Seite gesehen, hat das Sparen eine neue Bedeutung erlangt. Noch niemals zuvor wurde aber die Eigentumsbildung durch Sparen so stark in den Vordergrund gerückt wie jetzt. Auf dem Reichsparteitag der Arbeit hat der Leiter der Kommission für Wirtschaftspolitik der NSDAP., Bernhard Köhler, in seiner großen Rede über die Eroberung der Wirtschaft diesen Gedanken von neuem ausgegriffen und gesagt: „Wir müssen die Möglichkeit schaffen, daß der einzelne bei Tüchtigkeit und Sparsamkeit s i ch Rücklage und Vermögen schassen kann. Denn auch die beste Sozialversicherung kann den Wert und die Wirksamkeit eigenen Vermögens für die Entfaltung der Persönlichkeit und den Aufstieg der Familie nicht ersetzen." Diese Zielsetzung zeigt aber sogleich, wie weit wir noch davon entfernt sind. Von den 34,8 Millionen Sparbüchern, die Ende 1936 ausgegeben waren, haben 19,6 Millionen oder 56,2 v. H. (also über die Hälfte) nur ein Guthaben von höchstens 100 Mark. So sehr insgesamt die Erfolge der Sparkassen zu begrüßen sind, von einzelnen Sparern gesehen sind diese Zahlen unter der von Bernhard Köhler genannten Zielsetzung noch höchste unbefriedigend! (Wobei nicht vergessen werden soll, daß nicht alle Ersparnisse zu den Sparkassen fließen.) Der Sparer selbst muß hier einsetzen. Wie ein begeisterter Sportler, dem jeder Sieg, jeder neue Erfolg ein Ansporn ist, so müssen mir uns am Sparen begeistern und uns Monat für Monat an der Neueinzahlung und Zinsgutschrift erfreuen. Der Erfolg kommt uns und unserem Volk zugute. H. J. M. Oeffeniliche Mahnung. Das am 25. d. M. fällig gewesene 3. Ziel Grund- unb Sondersteuer 1937 ist umgehend zu zahlen, andernfalls muß ein Säumniszuschlag berechnet und I die Beitreibung eingeleitet werden. 62640 Gießen, den 27. September 1937. I Stadtkasse Gießen. Hauptschristletter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum« schein Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange: für Feuilleton: Dr Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D A. VIII. 37: 9090. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckeret R. Lange. K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezuas- preis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf mehr. Einzeloerkaufs- preis 10 Pf und Samstags 15 Pf-, mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. $ur Reit ist Preisliste Nr 3 vom 1 Juni 1935 gültig. V. A. Nach einer Pause von vier Jahren werden am 28. und 29. September die deutschen Sparkassen wiederum zu einer großen Arbeitstagung zusammentreten. Diese Tagung ist nicht nur eine Angelegenheit der 2640 Sparkassen mit ihren säst 11 200 Zweigstellen. Sie verlangt ebenso das Interesse der die 35 Millionen Sparbücher besitzenden Volksgenossen. Es scheint angebracht, sich einmal da? Ziel zu vergegenwärtigen, das sich die ersten deutschen Sparkassen bei ihrer Gründung vor etwa 160 Jahren gestellt haben. Ihnen kam es m erster Linie darauf an, der minderbemittelten Bevölkerung dadurch zu dienen, daß diese auch kleinste Sparbeträge bei angemessener Verzinsung sicher anlegen konnte. Diese Sparbeträge sollten für alle Wechselfälle des Lebens ein Notgroschen sein und vor allem auch eine Hilfe im Alter. Dieses Ziel haben die Sparkassen im großen und ganzen beibehalten, mit dem Unterschied, daß sich der Kreis der Sparer inzwischen immer mehr erweitert hat. Die Zahl der ausgegebenen Sparbücher läßt darauf schließen, daß heute fast jeder zweite Deutsche ein Sparkassenbuch besitzt. Man könnte meinen, daß damit das Ziel eigentlich erreicht ist. Und doch fahren die Sparkassen unermüdlich fort, für den Spargedanken zu werben. Es geht den Sparkassen ja nicht allein darum, möglichst viele Sparbücher ausgegeben zu haben, sondern jeden Volksgenossen zur Sparsamkeit erziehen zu helfen. Damit erfüllen sie nicht nur eine hohe sittliche Aufgabe, sondern sie leisten damit der deutschen Volkswirtschaft einen in seiner Größe gar nicht abzuschätzenden Dienst. Die Sammlung all der vielen Sparpfennige ist inzwischen zu der Riesensumme von 15,2 Milliarden Mark angewachsen. Diese Mittel konnten die Sparkassen dazu verwenden, einen Milliardenbetrag an Reichsanleihe zu übernehmen, um die Konsolidierungsmaßnahmen des Reiches zu unterstützen, noch größere Summen für Hypothekendarlehen zur Verfügung zu stellen, dem Handwerker und Gewerbetreibenden durch Bewilligung von Krediten zu helfen. Wir können uns die Arbeit der deutschen Sparkassen aus unserem Wirtschaftsleben nicht hinwegdenken. Wie war es möglich, daß eine so hohe Milliardensumme als Ersparnisse vom deutschen Volke in 15 Jahren zusammengetragen werden konnte? Die unheilvolle Ernte, die die Inflation bei uns gehalten hat, zwang dazu, f a st ganz von neuem mit der Sparkapitalbildung zu beginnen. Wir können die Ursachen der Sparergebnisse in zwei Worte zusammenfassen: Vertrauen und Sparwille. Welch mächtigen Einfluß diese beiden Faktoren auf die Spartätigkeit haben, das hat sich so recht in den Jahren nach der Machtübernahme erwiesen, denn in 4V2 Jahren sind die Spareinlagen allein u m rund 5,3 Milliarden Mark gefliegen. Unsere Reichsregierung hat aber auch nichts unterlassen, um dieses Vertrauen und den Sparwillen in jeder Weise zu fördern. Allein ihre politische Führung diente einer ungeahnten Vertrauensstärkung, die noch weiter durch den allgemeinen Wirtschaftsaufstieg bekräftigt wurde. Unsere solide Finanz- und Währungspolitik, unter allen Umständen das Preisniveau zu halten, geben dem Sparer die unbedingte Gewißheit, daß er jederzeit sein Sparguthaben mit ungeschmälerter Kaufkraft verwerten kann. Als letzter und bedeutsamer Faktor des Vertrauens fei die Arbeit der Sparkassen selbst und insbesondere ihre solide Anlagepolitik genannt. Trotz aller politischer und wirtschaftlicher Krisen haben die Sparkassen sich dieses Vertrauen erhalten können, ein Beweis für das tiefe Fundament, das dem zugrunde liegt. Mit all diesen Fragen wird sich der Spartas- Kohlen Koks mmD Briketts Eiform HappelS Co. Kl.Mühlgasse 4u.6 Ruf 3925 Wichtiger Verkehrsknotenpunkt in Asturien von den Nationalen erobert. Llanes, 28. Sept. (DNB.) Die nationalen Freiwilligenoerbände besetzten am Montagnachmittag im Osten der Provinz Asturien den wichtigen Verkehrsknotenpunkt Ribadesella an der Mündung des Sella-Flusses. Don dieser an der Küste gelegenen Ortschaft zweigt eine Straße nach Gijon, eine andere nach Oviedo ab. Gijon liegt 67 Kilometer von Ribadesella entfernt, Oviedo 82 Kilometer. Die Befestigungsanlagen von Ribadesella wurden von den nationalen Truppen in Zusammenarbeit mit der Luftwaffe im Sturm genommen. — An der Aragon-Front griff der Gegner im Abschnitt Jaca sowie bei Oma an, wurde aber beide Male zurückgeschlagen. Am Mon- tagnachmittag wiederholte der Gegner den Angriff - mit starken Truppenmassen und Tanks, wurde aber wiederum energisch zurückgewiesen, wo- ' bei er viele Verluste erlitt. Haftbefehl gegen General Skoblin und Frau. Paris, 25. Sept. (DNB.) Der Pariser Untersuchungsrichter hat nach der Vernehmung der Frau des russischen Generals Skoblin Haftbefehl gegen sie und ihren Mann erlassen und gegen sie eine auf Beihilfe z u gewaltsamer Entführung lautende Anklage erhoben. Den Gerüchten, nach denen rotspanische Kreise die direkten Urheber der Entführung General Millers gewesen seien, schenkt die französische Polizei feine Beachtung. Dagegen wird die Spur, die nach Le Havre auf den sowjetrussischen Dampfer „Marya Ultanoroa" führte, mit großem Interesse verfolgt. Nach Zeugenaussagen soll am Tage des Verschwindens von General Miller auf dessen Landsitz südlich von Paris ein geheimnisvoller sarg- förmiger Kasten auf ein ßaftauto g e - laden worden sein. Die Polizei sucht nach diesen Kasten, der möglicherweise mit dem lebenden oder toten General auf das Sowjetschiff in Le Havre gebracht worden ist. Verlobung des griechischen Kronprinzen. Athen, 28. Sept. (DNB.) Die Verlobung des Kronprinzen Paul mit Prinzessin Friederike, Tochter des Herzogs Ernst August zu Braunschweig und Lüneburg, Chef des Hauses Hannover, Prinz von Großbritannien und Irland, und der Herzogin Viktoria Luise geborenen Prinzessin von Preußen wird amtlich bekanntgegeben. Kronprinz Paul ist der jüngere Bruder des regierenden Königs Georg II. Er ist 1901 als Sohn des verstorbenen Königs Konstantin und der Königin Sophie, einer Schwester Kaiser Wilhelms II. geboren. Seine Braut ist 1917 geboren, ihre Mutter ist die einzige Tochter Kaiser Wilhelms II. Neue japanische Erfolge in Nordchina. Tokio, 28. Sept. (DNB. Funkspruch.) Die japanische Armee in Nordchina meldet neue Erfolge auf ihrem Vormarsch nach der Einnahme von Paoting und Tschangtschau. Südlich von Paoting besetzten japanische Panzerwagenabteilungen die Eisenbahnstation Sinlo. Südlich von Tschangtschau eroberten die Japaner die Station Fengkiakau. Der Vormarsch an der Eisenbahnlinie macht rasche Fortschritte, da die Chinesen nur schwachen Wider st and leisten können. Dagegen hat der japanische Vormarsch auf der Ho - p e i -- E b e n e im Nordosten mit der Stadt H o - k i e n als Ziel große Schwierigkeiten zu überwinden. Das sumpfige Gelände und zahlreiche chinesische Verstärkungen verlangsamen das Tempo des japanischen Vordringens. Die Beisetzung fand auf Wunsch des Entschlafenen in der Stille statt. Dank allen denen, deren Beileid wir versichert sind. Heute nachmittag 6*4 Uhr hat Gott meinen innigstgeliebten Mann, meinen treusorgenden Vater, unseren heben Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager, Pate und Onkel im nahezu vollendeten 74. Lebensjahr von seinem schweren, mit großer Geduld ertragenem Leiden erlöst In tiefer Trauer: Heinrich Geis, Lokf. i. K. Walter Geis Otto Rinn und Frau Emmi, geb. Geis. Steinberg-Watzenborn, Garbenteich, Holzheim, Lang-Gons, den 27. September 1937. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Katharine Harnisch, geb. Hirz Familie Ludwig Happel. Gott hat es gefallen, meine liebe Frau, unsere liebe Mutter, Schwiegermutter. Schwester, Schwägerin und Tante Frau Lina Geis, geb. Hofmann nach schwerem Leiden im Alter von 58 Jahren zu sich zu rufen. Georg Harnisch V Kirchenvorsteher Gott der Herr hat meine liebe Frau, unsere herzensgute Mutter, Schwiegermutter. Großmutter, Schwägerin und Tante Frau Katharina Leib, geb. Schadeck nach langem, mit großer Geduld ertragenem Leiden im Alter von 58 Jahren von allem Erdenleid befreit Im Namen aller trauernden Hinterbliebenen: Karl Leib. Nach einem arbeitsreichen und gesegneten Leben ist am 24. September 1937 nach kurzem schweren Leiden unser lieber Vater, Schwiegervater und guter Großvater Ludwig Wolf Eisenbahnw.- Meister i. R. Nr.226 Zweites Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen) Dienstag. 28. September 1937 Schulgefechtsschießen i>eü ($.=3SotL 3nf.=3tegt 116 bei Laubach. . Die Aufgaben unterer Wehrmacht liegen darin, ^oem Gegner in Ausrüstung. Bewaffnung und Ettanschem Können so überlegen zu Jein, daß er rald) niedergeschlagen werden kann. Unglückselige Parteiaebilde ließen vor dem großen Kriege die volle Ausschöpfung der Wehrkraft des deutschen Kolkes nicht zu. Die erste Auswirkung war bekanntlich mit der verhängnisvolle Ausgang der Marneschlacht. Der Leidensweg des deutschen Volkes führte dann zu jenem schmachvollen Oktobertag 1918. <*n dem es möglich war, daß der jüdisch, marxistische, volksoerräterische „Vorwärts" die schamlosen Worte schreiben konnte: „Deutsch- land soll, das ist unser fester Wille, seine Kriegsflagge für immer niederholen, ohne sie das letztemal siegreich Heimzubringen." Und dann führte der Weg zu jenen fluchwürdigen Novembertagen 1918. Es ift heute aber nicht an der Zeit und an dieser Stelle nicht die Aufgabe, diese Entscheidung des Schicksals zu erörtern. Durch die gewaltige Tat des Führers am 16 März 1935, der Wiedereinführung der allgemeinen Wehrpflicht, entstanden u. a. auch die Ergänzung-Einheiten. Diese haben die Aufgabe innerhalb von zwei Monaten aus Männern aller Berufe feldoerwendungsfähige Soldaten zu machen Eine dankbare Aufgabe, die aber bei den großen Alters- und Bildungsunterschieden nicht immer leicht ist. Im Vordergrund der Ausbildung stehen der Gefechtsdienst und die Schießausbildung. Ein Teil dieser Schießausbildung ist am Ende jedes Lehrganges das S ch u l g e f e ch t s s ch i e ß e n mit scharfer Munition. Also ein Uebergang vom Schulschießen auf den Schießständen der Standorte zu den Schulgefechtsschießen im freien, möglichst un- bekannten Gelände mit viel veränderten und kriegs- mäßigen Zielen. Das Ergänzungs-Bataillon Jnfan- terie- Regiment 116 führte das diesmalige Schulgefechtsschießen am 20., 21., 22. und 23. September nördlich von Laubach durch. Es fand unter der Leitung des Kommandeurs des E./JR. 116 Major Junker statt. Die Kompanien des Bataillons schossen in nachstehender Reihen- folge: am 20. September die 15. Kompanie, 21. September. 16. Kompanie, 22.Z23. September die 17. (MG.) Kompanie. Nach Beendigüng des Schießens der 15. Kompanie am 20. September wurde diese gleichzeitig mit der inzwischen eingetroffenen 16. Kompanie durch die Regimentsmusik des JR. 116 mad) Laubach eingeholt. Hier fand auf dem Marktplatz ein strammer Vorbeimarsch beider Infanterie-Kompanien vor dem Bataillons-Kommandeur Major Junker statt. Trotz des schlechten Wetters und den Anstrengungen des Tages hatte die Stimmung der Truppe nicht im geringsten gelitten. Anschließend führte die Regimentsmusik vor zahlreich erschienenen Volksgenossen ein Platzkonzert durch. Vom 20. auf 21. September bezogen die 15. und 16. Kompanie in Laubach Quartiere. Das E. / 3 R. 11 6 , das sich durch seine Disziplin und Frische bereits nach einer früheren Einquartierung m L a u b a ch bei der dortigen Bevölkerung besonderer Beliebtheit erfreut, fand auch diesmal herzliche Aufnahme Dies kam auch immer wieder in den Begrüßungsworten des Laubacher Bürgermeisters Högy zum Ausdruck. Abends fanden unter zahlreicher Beteiligung der Bevölkerung von Laubach und Umgebung in zwei Sälen Laubachs „Manöverbälle" statt. Der Kompaniechef der 15 Kompanie. Hauptmann Schnedler, dankte im Saale „Zur Traube" bei einer Ansprache, zugleich im Namen seiner Männer, für die gute Unterbringung und freundliche Aufnahme, die die Kompanie auch diesmal wieder in Laub ach gefunden habe. Zu gleicher Zelt wurde hier ein vom Grafen z u Solms - Laubach aufgenommener Film von einem früher bei Laubach stattgefundenen Schulgefechtsschießen des E./JR. 116 erstmalig gezeigt, der eine dankbare Aufnahme, besonders auch bei der Bevölkerung fand. Gleichzeitig fand im Saale des „Schützenhofes" der Manöverball der 16 Kompanie statt Hier sprachen der Kompaniechef Hauptmann Dr Rouill6 und der Bataillonskommandeur. Hauptmann Dr. R o u i 11 £ begrüßte den Bataillonskommandeur, Major Junker, mit den Gästen, Bürgermeister H ö g y, Graf und Gräfin zu Solms-Laubach und die zahlreich erschienenen Partei- und Volksgenossen mit herzlichen Worten. Darnach sprach der Bataillons-Kommandeur. Er brachte die besondere Verbundenheit zwischen Wehrmacht und Bevölkerung zum Ausdruck und gedachte der früheren Einquartierung des Ergänzungs-Bataillons in Laubach. Ein abschließend ausgebrachtes dreifaches Hurra galt der Bevölkerung von Laubach und Umgebung. Bei Tanz und fröhlichem Umtrunk gingen die Stunden bei froher Stimmung im Fluge dahin, bis der befohlene Zapfenstreich die Kompanie und die Gäste zum Aufbruch rief. In beiden Sälen ließ die Regiments-Musik flotte Weisen ertönen Nachdem der 20./21. September im Zeichen der 15. und 16. Kompanie standen, hatten am 22. und 23. September die schweren Waffen der Infanterie, die schweren Maschinengewehre das Wort. Die 17 (MG.) Kompanie konnte aus ihrer Stellung jeweils mit drei schweren MG s zu gleicher Zeit schießen. Für diese Kompanie, wie auch für die Schützen-Kompanie eignet sich das Laubacher Gelände besonders gut zur Durchführung der gestellten zahlreichen Aufgaben. Zehn verschiedene Ziele konnten von den MG -Schützen mit und ohne Gasmaske (neben den fonftiaen Einlagen) beschossen werden, bevor eine Trefferaufnahme am Ziel stattzufinden brauchte. Für die schießende Truppe bedeutet dieses eine große Zeitersparnis. Abends veranstaltete die 17. (MG) Kompanie einen Manöverball im „Solmser Hof" Auch dieser hatte sich eines überaus starken Besuches zu erfreuen. Der Bataillons-Kommandeur, Oberfeldarzt Dr. Strenger, der Ortsgruppenleiter der Partei, der Ortsobmann der D A F., der Bürgermeister und zahlreiche Volks- und Parteigenossen waren auch an diesem Abend erschienen, um ihrer Verbundenheit mit der nationalsozialistischen Wehrmacht Ausdruck zu geben. Der Chef der 17 Kompanie, Hauptmann Stein, begrüßte mit herzlichen Worten seine vielen Gäste. Weiter sprachen der Ortsgruppenleiter und der Bürgermeister. Eine famose Hauskapelle der Kompanie, Gesang- und Einzelvorträge brachten schnell eine überaus frohe Stimmung. So vergingen auch bei dieser Kompanie die schönen Stunden bis zum Zapfenstreich viel zu schnell. Für den letzten Schulschießtag hatte MasorJun- ker die Bevölkerung zum Besuch des Schießens eingeladen. Diese hatte der freundlichen Einladung gern und zahlreich Folge geleistet. Es sprach der Bataillons-Kommandeur über die heutigen vielseitigen Aufgaben der Infanterie, Waffenwirkung, Ausbildung u. a. Hauptmann Stein gab nähere Erläuterungen über die MG.-Waffe. Abends trat die 17. (MG.) Kompanie den Rückmarsch in die Garnison Gießen an. Auch die 15. Kompanie hatte den Rückmarsch zu Fuß durchgeführt. Organisation und Durchführung des Schulgefechtsschießens war bis in die kleinste Einzelheit vorbereitet und festgelegt. Daher ging die Abwickelung reibungslos vor 'sich Noch einmal, Montag und am heutigen Dienstag, bei den Besichtigungen muß der Schütze des Ergänzungs- Major Junker erklärt den Besuchern auf dem Uebungsfeld die vielseitigen Aufgaben der Infanterie, die Waffenwirkung usw. 46 MM - / ZZ * - IM * -'M I ■W • W ■ v fchSB Mit Spannung verfolgen die Zuschauer das Schulgefechtsschießen der MG.-Schützen. — (Aufnahmen s2j: Privat.) Bataillons I R. 116 die in den zwei Monaten seiner Ausbildung erlernte Kriegsverwen» dungsfähigkeit unter Beweis stellen. Nachdem die Männer dann in den Beurlaubtenstand zurückgekehrt sind und einen Rückblick auf ihre Militärdienstzeit halten, werden sie die anstrengenden, aber doch schönen Tage vom Schulgefechtsschießen bei Laubach bestimmt nicht vergessen Aus der Stadt Gießen. Abschied vom Sommer. Der Blumenverkäufer hält die letzten bunten Grüße des Sommers feil: verlockend schöne Blumen in allen Farben und dazwischen zierliche Sträußchen blaßvioletter Erika. In dem Augenblick, wie du absichtslos darauf schaust, überkommt dich das Bewußtsein von der unabänderlichen Tatsache des scheidenden Sommers. Und zugleich wird die Sehnsucht wach, noch einmal hinauszuwandern, noch einmal den Wald zu sehen, die Felder und d-e Wiesen, ehe die Herbststürme brausen und mit ihrem gellenden Lied der schönen Jahreszeit den Abschied geben. Die Sehnsucht gebiert den Entschluß, und dieser Entschluß verklärt bereits den Alltag wie ein sonniges Leuchten: am nächsten Sonntag wird es hin- ausgehen. Einige Stunden in der freien Natur sollen dem Abschied vom Sommer gewidmet sein. Wenn nur der Wettergott keinen Strich durch die Rechnung macht. Aber er scheint es gut zu meinen, denn der Sonntag kommt mit klarem Himmel, und er findet dich bereits unternehmungsfroh auf dem Bahnsteig. Und siehe da: außer dir und deinen Freunden sind auch noch zahlreiche andere Ausflügler erschienen, die ebenfalls von dem Wunsch beseelt werden, die letzte Pracht zu genießen. Der Zug rattert eilfertig aus dem Bereich der Stadt. Am Abteilfenster fliegt bald die freie Landschaft in wechselnden Bildern vorbei. Es ist eine Freude, hinauszuschauen in den jungen Sonntag- morgen, der alles in strahlend Hellem Lichte erscheinen läßt. Doch dann hält der Zug bereits auf der kleinen Station, von der ein kleiner Pfad über Wiesen und abgeerntete Felder hineinführt in den Wald, der mit bunten Farben auf dunkelgrünem Grunde lockt. Noch liegt ein zarter Dunst wie ein Schleier vor dem Walde, und im Wiesengras ranken sich unendlich feine Gespinste von einem Halm zum anderen. Sie blitzen wie köstliches Geschmeide, wenn der Sonnenstrahl sie trifft, so daß es in allen Farben sprüht. Im Walde schreit der Häher, aber unbekümmert hämmert der Specht drauflos. Es geht sich weich auf dem gepolsterten Boden, der bann und wann noch das frische Grün des Mooses bereithält, auf dem sich behäbige Pilze präsentieren. Von Baum zu Baum spinnen sich die Fäden des Altweibersommers, und am Wegrand läuten anmutige blaue Glockenblumen. Es ist ein Wandern voller Glücksbewußtsein ein andachtsvolles Schreiten durch den spätsommerlichen Wald, der erfüllt ist von dem Ge- ruch der Reife und der jahreszeitlichen Vollendung. Die Stunden im Walde werden zu einem herrlichen Erlebnis. Ob es die Rast auf einer Schneise, der Gang durch den sich färbenden Buchenhain oder bas stille Verweilen an einem Ameisenhaufen ist: die Schönheit bietet sich in ihrer Ursprünglichkeit allüberall unb steckt bie farbigsten Lichter auf. Und tnbem du die Bilber bieser bunten Welt mit Freude und leiser Wehmut zugleich deinem Bewußtsein einprägst, nimmst du Abschied von diesem Sommer, der seine Erfüllung gefunden hat. H. W. Sch. Dornoiizen. Tageskalender für Dienstag. Stadttheater: 20 bis 22.30 Uhr „Mein Sohn, der Herr Minister". — Gloria-Palast, Seltersweg: „Der Mord im Nebel". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: ,Lm Kreuzverhör". Stadttheater Gießen. Aus dem Stadtthectterbüro wird uns geschrieben? Heute abend findet die Erstaufführung des Lust- Du warst einmal ein Kind... Von Martha Kühner. Er sitzt an seinem Schreibtisch in dem nüchternen Amtszimmer. Das Gesicht über ein großes Schriftstück gebeugt. Erft als ich schüchtern und bescheiden grüßend mich bemerkbar mache, hebt er den Kopf. Einen klugen, ganz leicht angegrauten Kopf. „3a, bitte?!" "3ch ... ach, Herr Landgerichtsrat ... ich ramme ... ich bin herbestellt ... in dieser Angelegenheit, nicht wahr ... ?" Dabei lege ich ihm den Brief hin, den ich schon tonten im Korridor aus meiner Handtasche gekramt und so lange krampfhaft in der Hand gehalten habe. Er liest ihn schnell durch. „So. Aha! Jaja. Sie sind also Frau —?* „3a, ganz recht, Herr Landgerichtsrat, ich bin Frau —!" „Bitte nehmen Sie doch Platz." Ich nehme Platz. Ich trage ihm meine Angelegenheit vor, und er hört mir aufmerksam zu. Und unsere Besprechung ist auf diese Weise verhältnismäßig schnell beendet. Als ich mich gerade erheben unb mit einem Knickschen verabschieden will, fragt der Herr Richter plötzlich: „Was haben Sie benn ba?" Er begleitet biefe Frage mit einem Blick auf meine linke Hanb. 3a, was habe ich benn ba? Ich habe da zwei Kastanien. Zwei goldbraune, glatte, schöne Früchte. Wo ich bie her habe? Die habe ich vorhin, aus bem ' Wege nach hier, aufgehoben. Aus ber Straße. Da lagen sie in ber Nähe eines großen Kastanienbaums, ber seine herbstleuchtenden. breiten Zweige weit über einen Gartenzaun herüberreckt. „Unb ba haben Sie sie ausgehoben?" Der Herr lächelt em bißchen. „3a, ba habe ich sie aufgehoben. Sagen Sie selbst, Herr Landgerichtsrat, sind sie nicht schön?!" „Ja, sie sinb schön!" Er lächelt noch em bißchen mehr. „Da fällt mir ein", fährt er bann selbstvergessen fort, „ba fällt mir ein, als Junge habe ich auch immer welche gesammelt. Ueberall wo ich sie fin» ben konnte im Herbst. Aber wir wußten bamals auch bestimmte Plätze, wo man um biefe Zeit immer welche fmben konnte, sehr viele sogar, ganze Pappschachteln unb Zigarettenkisten voll haben wir nach Hause geschleppt " „Es ließ sich bamit herrlich spielen ..bas leise Lachen in seinem Gesicht wirb immer vertiefter „Ja, herrlich ließ es sich spielen damit. Man. konnte sie eigentlich zu jebem Spiel gebrauchen, bie Kastanien Es konnten Solbaten sein, die wir in langer Reihe hintereinander aufmarschieren ließen, es konnten Schinken sein unb Preßwürste unb Käse unb sonstige begehrte Waren in unserem Äaufmannslaben; auf Fäden haben wir sie gereiht und uns phantastischen ,Kriegsschmuck' daraus gemacht, oder auch, wir zählten sie uns bloß gegenseitig Stück für Stück vor und wer von uns anstatt, na sagen wir mal, anstatt dreihundert Stück dreihundertunddrei hatte, der durfte sich unweigerlich in dem Neid der anderen sonnen." Ich habe ganz still zugehört. Ganz still und aufmerksam. Und sann beglückt in seine Worte hinein: du warst einmal ein Kind — ich war einmal ein Kind — Und als ob er diese Gedanken erraten hätte, sagte der Mann nun abschließend: „Ja. Jaja, als wir noch Kinder waren, hoben wir alle Kastanien auf und sammelten sie." ,Zch hebe sie eben heute noch auf", entgegnete ich vergnügt. „Ja — hm — bei Ihnen ist es freilich auch noch nicht so lange her", erwiderte er nun ritterlich. Ich war natürlich entzückt! „Oh — immerhin auch schon einige gute zwanzig Jahre", gestand ich schweren Herzens. „Wirklich?!" „Wirklich!" „Ja, also bann..." ich hielt ihm meine Hanb hin. „Ja, also bann..." schüttelte er sie Es werben nicht viele Menschen bie breiten Treppen bes ernsten Hauses so vergnügt hinuntergehen, wie ich sie nun hinunterging. Unten fiel mir aber bann etwas ein. Etwas, bas mich ärgerte. Ich hätte vielleicht — hätte ich muji Die beiben Kastanien ihm schenken sollen?! Torte. Oie Biehuhr. Von £ili van Baumgarten. Geschenke Der Vater nahm eine Karte mit einem leuchten- ben Rosenstrauß in die Hand. „Don wem ist denn Bon der Mohrin", antwortete die Mutter und lachte ein bißchen. „Lies nur!" Die Mährin war Elisabeths Kinderstau gewesen. Sie lebte jetzt in einem etwa zwei Stunden vom Gut entfernten Dorf — Mein lihbes Kind, schrieb die Mohrin. Zu Deim Gebordsdag gradelihr ich Dir oillmahls unb Zehn brennende Kerzlein steckten in der Familie und Gäste standen um ben asterngeschmuck- ten Geburtstagstisch unb berounberten Elisabeths schicke ich Dir eine Viehuhr aus ber Statt. Der lihbe Gott behüt unser Baroneßche. Deine Katharina Mahr. Der Vater los bie Korte mit genauer Betonung der Rechtschreibung laut vor unb erkundigte sich: „Wo ist denn die Viehuhr?" „Noch nicht angekommen", gab die Mutter Bescheid. „Morgen krieg ich noch drei Pakete", rief Elisabeth unb führte ein Freudentänzchen auf. „Zu was ist dos eigentlich, eine Diehuhr?" erkundigte sich der Opa aus der Stadt, Muttis Vater. „Weiß ich auch nicht", meinte sein Schwiegersohn. „Du, Lutz", wandte er sich an den Vetter, der neben ihm stand, „weißt du, was eine Viehuhr ist?" Detter Lutz gehört zu jenen angenehmen Leuten — wer kennt sie nicht? — die alles gesehen hoben und olles besser wissen. Wer jemals mit solchen Zeitgenossen zu tun hatte, der weiß sie zu schätzen. Vetter Lutz also setzte sein überlegenstes Gesicht auf unb sprach verächtlich: „Viehuhr? worum soll ich nicht wissen, was eine Viehuhr ist. Hab mir noch die neuesten Mobelle zeigen lassen, wie ich voriges Jahr zur Grünen Woche in Berlin war." Was kann man ba weiter sagen, wenn man bas geringste auf seinen Ruf als Lanbwirt hält? Nur ein Onkel von auswärts, ber zubem Jurist war, verflieg sich noch zu ber Frage: „Zu was braucht man benn solche Viehuhren?" Vetter Lutz maß ben Frechen mit einem burch- bohrenben Blick, bann entschloß er sich, bie Sache ins Heitere zu ziehn. „Zu was man Viehuhren braucht? Ha, ha! Zu nichts anberem als wozu sie eben ba sinb Eine Viehuhr ist eine Diehuhr unb kein Filmapparat." Hatte noch einer Lust auf eine berartige Abfuhr? Niemanb Immerhin ging ber Opa aus ber Stabt, ber ein bebächtiger Herr war, in bie Bibliothek unb schlug im Lexikon nach. Er fanb nichts unb überlegte Vielleicht haben bie Dinger einen anberen Namen unb heißen nur im Dolksmund Viehuhr. Elisabeths Vater aber meinte: „Möchte wissen, wozu sie bem Kinb ausgerechnet eine Viehuhr schenkt." Der folgenbe Morgen brachte ben Postboten unb mit ihm bie verspäteten Pakete. Eines baoon war aus einem Porzellangeschäft. Es enthielt in fachmännischer Verpackung einen buntbemalten Zwerg mit einem Glückspilz. Ein beigefügtes Kärtchen wies in schwungvoller kaufmännischer Schrift ben Vermerk auf: Im Auftrag von Frau Katharina Mahr: eine Figur. — So hatten bie Eltern unb ber Opa überhaupt noch nicht gelacht. Elisabeth war erstaunt unb beinahe beleibigt 1 „Ob es bas Mobell ist, bas Lutz auf ber Grünen Woche sah?" fragte ber Vater immer noch mit Tränen in ben Augen. Er rief Vetter Lutz an, bie Viehuhr fei ba, unb er möge am Nachmittag boch her- überkommen unb ihnen ben Gebrauch erklären. Detter Lutz aber sagte ab. Es täte ihm sehr leib, er habe am Abenb einen Vortrag über Stickstosf- büngung in bem unb bem Verein zu halten unb muffe sich noch ein wenig vorbereiten. So ein ge» lehrtet, vielbeschäftigter unb oielbegehrter Mann ist Vetter Lutz. Das Glückspilzzwerglein aber heißt im Familien, kreis bie Viehuhr bis auf» ben heutigen Tag. Glona-palast: „Oer Mord im Nebel." (£in Kriminalfilm ber Paramount in Deutscher Sprache. Die Bearbeitung stammt von E. T. Lowe nach einem Roman unb einem Bühnenstück oon H. C. McNeille unb Gerarb F a i r l i e. Man sieht, welche Verwanblunaen ber Stofs bereits durchgemacht hat. Die Angelsachsen haben ihren eigenen Stil und ihre eigene Methode, einen solchen Fall in Szene zu setzen. Der etwas umständliche Dialog ist vermutlich aus einer der literarischen Vorlagen übernommen; er liegt dem deutschen Beschauer unb Zuhörer weniger, entspringt aber bem drüben sehr geschätzten Brauch, kriminelle Tatbe- stänbe sofort zu kommentieren unb bas Unheimliche unb Spannenbe mit Humor zu durchsetzen, so daß der Besucher auf das Angenehmste zwischen Lachen und Gruseln schwankt; das ist unterhaltend und nervenstärkend. Der Regisseur James Hogan versteht sich aus sein Geschäft und kommt den Erwartungen des Publikums anregend entgegen: was sich auf der nebligen Autostraße und später auf einem weitläufigen Landsitz ereignet, reicht aus, den Beschauer bis zum guten Ende in Atem zu halten. Don den Darstellern seien Ray M i l l a n d, Heather Angel und der inzwischen verstorbene Sir Guy Standing genannt, dessen sich manche vielleicht noch von „Bengali" her entsinnen werden. « 3m Beiprogramm gibt es einen großen Bildbericht vom Reichsparteitag, zwei Kulturfilme (u. a. prächtige Aufnahmen von Elchen und drolligen jungen Bären), endlich einen Vorspann zu dem Ufa- Lustspiel „Sieben Ohrfeigen". Hans Thyriot. Sochschulnacknchten Professor Dr. Hermann Ranke, Extraorbina- rius für Aegyptologie an der Universität Heidelberg, ist auf Grund des § 6 des Berufsbeamtengesetzes in den Ruhestand versetzt worden. spiels „Mein Sohn, der Herr Minister" von Andre Birabeau statt. Dieses Lustspiel hat sich in kurzer Zeit mit großem Erfolg fast alle Bühnen des Reichs erobert. Die Spielleitung führt Dr. Erich Schumacher. Die Vorstellung findet als 1. Vorstellung der Dienstag-Miete statt. Anfang 20 Uhr, Ende 22.30 Uhr. BOM.-llnteraau 116. An die Eltern der Führerinnenschaft im Standort Gießen. Der für Dienstag, 28. September, anberaumte Gemeinschaftsabend im Singsaal des Lyzeums muß wegen der Uebertragung der Führerrede abgesagt werden. Der neue Termin wird noch rechtzeitig bekanntgegeben werden. Die Führerin des Unterbaues 116. (gez.) Käthe Pfeffer, Mädelringführerin. Dlenftbefehlt Belr.: Gemeinschaftsabend am 28. September. Der für die Führerinnen des Standortes Gießen anberaumte Gemeinschaftsabend mit ihren Eltern muß verlegt werden, da die Führerrede übertragen wird. Am Dienstag, 28. September, treten alle Schulungsmädel um 18 Uhr auf der Dienststelle des Untergaues zu einer Besprechung an. Delr.: HJ.-Thealerring. Ich mache nochmals darauf aufmerksam, daß die gesamte Abrechnung und die Meldung zum HJ- Theaterring am 1. Oktober von allen M.- und JM.- Gruppen beim Untergau vorliegen müssen. 'Bett.: Spielschar. Die wöchentlichen Spielscharabende sind in Zukunft immer im Singsaal des Lyzeums. Antreten: Dienstag abends in der Dammstraße. AS.-Lehrerbund, Gießen. Abt. höhere Schule, Fachschaft „Deutschkunde". Nächste Sitzung am Mittwoch, 29. September 1937, um 16 Uhr, in der Oberrealschule. Vortrag: „Wesenszüge deutscher Kunst im Unterricht". Abt. höhere Schule, Fachschaft „Geschichte". Nächste Sitzung am Mittwoch, 29. September 1937, um 16 Uhr, in der Oberrealschule gemeinsam mit der Fachschaft „Deutschkunde". Reserve hat Ruh'. Am kommenden Donnerstag, 30. September, werden zum ersten Male nach der Wiedereinführung der zweijährigen allgemeinen Wehrpflicht die Reservisten der Truppen entlassen. Damit wird im Straßenbild der Garnisonstädte zum ersten Male wieder nach dem unglücklichen Kriegsausgang das vor 1914 gewohnte Bild der heimkehrenden Reservisten sichtbar werden. Mit dem Reservistenstock und der Reservisten-Feldflasche, im Zioilkleid und doch die Militärmütze tragend, werden diese „alten Knochen" unserer Wehrmacht an ihrem Ehrentage nach treu vollendeter Dienstzeit allenthalben besonderer Sympathie begegnen. Beim Ins. - Rgt. 116 wird die Verabschiedung der Reservisten bei Abschiedsfeiern innerhalb der Bataillone erfolgen. Die Artillerie-Abteilung veranstaltet neben Abschiedsfeiern der Batterien am morgigen Mittwoch, 10.30 Uhr, einen militärischen Schlußappell für die Reservisten, bei dem der Abteilungskommandeur, Oberstleutnant Döring, die Abschieds-Ansprache an seine scheidenden Soldaten halten wird. Am Donnerstag um 15.56 Uhr wird ein geschlossener Reservisten - Sonderzug mit allen Reservisten unseres Standorts den Bahnhof Gießen verlassen. Siebener Dochenmarktpreise. * Gießen, 28. Sept. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Deutsche feine Molkereibutter, XA kg 1,57 Mark, feine Molkereibutter 1,52, Markenbutter 1,55 bis 1,60, Landbutter 1,42 Mark, Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 4 bis 10, Wirsing, Vi kg 9 bis 12, Weißkraut 6, Rotkraut 9 bis 12, gelbe Rüben 8, Karotten 8 bis 12, rote Rüben 8 bis 10, Spinat 20 bis 25, Römischkohl 8 bis 12, Bohnen, grün 20 bis 25, Unterkohlrabi 6 bis 8, Erbsen 20 bis 35, Sommerkohl 15, Rosenkohl 15, Feldsalat, Vio 10, Tomaten 10 bis 17, Zwiebeln 6 bis 7, Meerrettich 30 bis 80, Kürbis 5 bis 6, Pilze 40 bis 50, Kartoffeln, % kg 4 Pf., 5 kg 40 Pf., 50 kg 3,45 bis 3,50 Mark, Aepfel, kg 10 bis 25 Pf., Falläpfel 5 bis 6, Birnen 5 bis 20, Preiselbeeren 35, Zwetschen 15 bis 16, Blumenkohl, das Stück 10 bis WWWWMW Kommt von Bernhard Lonzer. Urheberrechtsschutz: Arthur Moewig, Romanvertrieb, Berlin SW 68. 27 Fortsetzung (Nachdruck verboten.) „Nun ist dem alten Knaben ungewollt doch mal das Herz durchgegangen! Aber wollen wir es dabei lassen? Darf ich ,Annelore< zu unserem Haus- töchterchen sagen?" Er streckte ihr die feine, blaugeäderte Rechte über den Tisch entgegen. Sinnelore hatte ein heftiges Brennen im Halse. Zu spät! Zu spät...! Aber sie legte die heiße Hand in die seine. „Sie sind sehr lieb zu mir, Herr von Achenbach", erwiderte sie leise und kämpfte tapfer gegen die Tränen an, die urplötzlich in ihr aufsteigen wollten. Wolfgang von Achenbach hatte den nächsten Zug. Er überlegte lange. Das Spiel war heute zu un- aleich, da mußte man wohl ein bißchen schonend fein, obgleich es gegen die Gepflogenheit ging. Während dieser Zeit konnte Annelore sich wieder sammeln. Plötzlich ging die Tür. Annelore wußte, wer da kam. Sie wollte nicht aufsehen. Aber sie tat es doch. Sekundenlang begegnete sie Stefans Augen. Dann sanken ihre Lider, wie von einer bleischweren Last niedregdrückt, wieder herab. Sie hatte gerade den Springer in der Hand. Ohne jede Ueberlegung schob sie ihn auf ein gefährdetes Feld. „Oh ...! Schade!" befeuerte Wolfgang von Achenbach. „Nun sind Sie in zwei Zügen matt..." Sie zeigte ein starres, seltsam leeres Lächeln. „Das ist nichts Besonderes. Man gewöhnt sich daran, mattgesetzt zu werden." Er sah auf. Was für ein Ton das wieder war! Und was für ein Gesicht! Ihre Worte hatten natürlich einen tieferen Sinn, und zwar einen ganz unmißverständlichen. Was hatte es denn da gegeben? Er sah sich nach Stefan um, der langsam einen Schritt näher trat und dann wieder stehenblieb. Erntedankfest der Volksgemeinschaft. Den gewaltigen Ereignissen des „Reichsparteitages der Arbeit" und des Besuches des italienischen Regierungschefs in Deutschland folgt in wenigen Tagen das Erntedankfest des deutschen Volkes auf dem Bückeberg. Zum fünften Male veranstaltet die Reichsregierung einen feierlichen Staatsakt, der den öffentlichen Dank und die allgemeine Anerkennung für die harte Jahresarbeit des deutschen Landvolks zum Ausdruck bringt. Wenn früher höchstens in der stillen Dorfgemeinde der Erntedanktag festlich begangen wurde, fo bekennt sich heute das gesamte Volk in allen seinen Ständen und Berufen zur bäuerlichen Arbeit. Daher sollten aus allen Dörfern unseres Gaues und nicht minder aus allen großen und kleinen Städten zahlreiche Volksgenossen zum Bücke- berg ziehen, um dort einen Tag der Volksgemeinschaft mitzuerteben. Auch aus dem Gau Hessen-Nassau werden zwei Sonderzüge nach dem Bückeberg geleitet, die am Abend des 2. Oktober in Frankfurt am Main abfahren und am frühen Morgen des Erntedanktages in der Nähe des Bückeberges ankommen. Die Preise für diese Sonderzüge sind so niedrig, daß es der Mehrzahl aller Schaffenden möglich ist, die Fahrt zum Bückeberg zu unternehmen. Außer den beiden direkten Sonderzügen gibt ein Urlauberzug, der am 1. Oktober Frankfurt verläßt und am 5. Oktober zurückkommt, Gelegenheit zur Teilnahme am Staatsakt. Don meinen örtlichen Bauernführern erwarte ich, daß sie in enger Zusammenarbeit mit den zuständigen Amtsträgern • der NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" möglichst viele Volksgenossen aus ihrer Heimatgemeinde zur Fahrt und zur Teilnahme am Staatsakt auffordern. Dvj Erntedanklag ist der Ehrentag des deutschen Bauerntums und stellt das schönste Bekenntnis aller Stände zum Landvolk dar. Auch die diesjährige Feier auf dem Bückeberg muß eine Kundgebung von größtem Ausmaß werden! Dr. Wagner, Landesbauernführer Hessen-Nassau, M.d.R. Gaupropagandaleiter Gtöhr in Gießen. Die Ortsgruppe Gießen-Güd eröffnet ihre Winterarbeit. Am gestrigen Montagabend nahm die Winter- arbeit der Ortsgruppe Gießen-Süd mit einer sehr stark besuchten Mitglieder-Versammlung im Studentenheim, dessen Saal und Nebenräume vollständig besetzt waren, ihren Anfang. Ortsgruppen - Propagandaleiler Blinz ing betonte in feinen kurzen Einführungsworten, daß die Aufgaben der Partei nicht einfacher geworden feien und auch der neue Kampf gegen Hunger und Kälte, sowie die Durchführung des zweiten Dier- jahresplanes alle Kräfte erfordere. Unter Hinweis auf ein Wort des Führers forderte er alle Volksgenossen zu eifriger Mitarbeit auf. Sodann sprach Gaupropagandaleiter Stöhr, Frankfurt a. M., zu der Versammlung. Er begründete zunächst, warum die Nationalsozialisten immer wieder und nach jedem Reichsparteitag erneut mit einer Dersamm- lungswelle vor das Volk treten, im Gegensatz zu anderen Staaten und zu den früheren Machthabern, die sich nur an das Volk erinnerten, wenn sie um ihre Mandate fürchteten. Nationalsozialisten, so sagte er u. a., sind der Ansicht, daß sie dem Volke jederzeit Rechenschaft abzulegen haben: denn sie erstreben die Harmonie zwischen Volk und Führung. In einem längeren Rückblick ließ der Redner dann erneut die Gedanken in die Vergangenheit schweifen, die von Arbeitslosigkeit, Judenherrschaft und zielloser Staatsführung gekennzeichnet war. Demgegenüber zeigte er die von einer großen Idee getragene zielbewußte autoritäre Führung des neuen Deutschland, das in seinem Totalitätsanspruch vor keinem Lebensbezirk des Volkes Halt machen kann. Jedes Dagegenarbeiten, wie das gewisser kirchlicher Kreise, müsse zu falschen Schlüssen in dem nach Sensationen haschenden Ausland führen. Jede Behinderung des Totalitätsanspruches in der Jugendführung könne nur eine Versündigung am Volke sein, denn die Jugend sei die Zukunft des Staates und des Volkes und nicht der einzelnen Gruppen allein. Mit stolzer Freude streifte Pg. Stöhr die Arbeit an der Jugend, die nicht nur eine erzieherische, sondern auch eine gesundheitsfördernde fei. Er zeigte dann die Notwendigkeit der Wehrhaft« machung und des Selbstschutzes eines Volkes, damit nicht die Frauen und Kinder schutzlos dem Grauen des Krieges überlassen bleiben. In großen Zügen behandelte er weiter die Arbeiten, die bisher geleistet wurden, und hob dabei hervor, daß auch in den Gau Hessen-Nassau 300 englische Fachleute zur Besichtigung der Autobahnen und 50 Mitglieder des englischen Oberhauses und 50 des Unterhauses zu Studienzwecken kommen werden. Im weiteren Verlaufe feiner Ausführungen kennzeichnete er das traurige Verhalten von Volksgenossen, die sich noch in Geschäfte mit Juden ein» lassen, und forderte in seinen Schlußworten zur Zusammenarbeit auf, damit die Gefahr des Bolschewismus gebannt und Deutschland das werden könne, was der Führer wünsche: ein Bollwerk gegen den Bolschewismus und der Friedensbringer für Europa und die Welt. 40 Pf., Salat 9 bis 11, Salatgurken 5 bis 30, Einmachgurken 1 bis 3, Endivien 9 bis 12, Oberkohlrabi 5 bis 8, Lauch 5 bis 8, Sellerie 10 bis 30, Rettich 5 bis 10, Radieschen, das Bündel 8 bis 10 Pf. * * * Eine Fünfundachtzigjährige. Am morgigen Mittwoch, 29. September, kann Frau Marie Walter, Kaplansgaffe 25, ihren 85. Geburtstag feiern. * * Mieter-Jubiläum. Am 1. Oktober wohnt Fräulein Luise Kutsch ununterbrochen seit 30 Jahren im Hause Ludwigstraße 38, dessen Besitzer der Möbelfabrikant Wilhelm Hahn ist. Dieses Mieter- Jubiläum zeugt von bestem Einvernehmen zwischen Vermieter und Mieter und ist für beide in gleicher Weise eine Auszeichnung. * * Die Stabtfaffe mahnt. Eine öffentliche Mahnung der Stadtkasse fordert zur sofortigen Bezahlung Der fällig gewordenen 3. Ziele der Grund- und der Sonberfteuer auf. Säumige Zahler mögen der Mahnung Rechnung tragen. * * F i f ch r e i h e r. In der vorigen Woche konnten wir davon berichten, daß auf den Wiesen an der Main-Wefer-Bahn, in der Nähe der Badenburg, „Nun? Wieder zurück?" forschte er mit einem prüfenden Blick unter zusammengeschobenen Augenbrauen hervor. „Jawohl. Ich hielt es für zweckmäßig, beizeiten wieder hier zu sein." Stefans Blick war fett und von einer Klarheit, die auf irgendeinen Entschluß hindeutete. Da erhob sich Annelore plötzlich. „Entschuldigen Sie, Herr von Achenbach", wandte sie sich mit schwachem Lächeln an den Schloßherrn, „aber ich möchte gern zu Bett gehen. Ich fühle mich heute wirklich nicht wohl." Sie nickte ihm zu, bevor er noch antworten konnte. Mit einem schnellen „Gute-Nacht"-Gruß ging sie. Sie mußte an Stefan vorüber. Er trat einen knappen Schritt zurück. Seine Augen hefteten sich sekundenlang auf ihr Gesicht. Mit geradeaus gerichtetem Blick ging sie an ihm vorüber. Stille herrschte im Zimmer, als sie die Tür hinter sich geschlossen hatte. Plötzlich wandte sich Stefan. „Einen Augenblick — ich habe Fräulein Hildach noch etwas zu sagen." Damit verließ er das Zimmer aleichfalls. Ihre Schritte verklangen vor ihm auf dem nur mäßig erleuchteten Gang. Jetzt sah er sie die Treppe betreten. Mit raschen Schritten folgte er ihr. Sie hörte die Schritte hinter sich. Ohne sich umzuwenden, wußte sie: das ist er...! Ihre Füße waren plötzlich schwer wie Blei. Aber sie zwang sich weiter. Nur keine Schwäche jetzt! Nun hatte sie den obersten Treppenabsatz erreicht. Dunkel lag der weite, tiefe Gang des Obergeschosses vor ihr. Tastend griff ihre Hand nach dem Schalter. Das Licht flammte auf. Sie hielt schon die Klinke ihres Zimmers in der Hand, als auch Stefan den Gang erreicht hatte. „Einen Augenblick, Fräulein Hildach — wenn ich bitten darf", klang es zu ihr herüber. Sie blieb stehen. Aber sie ließ die Türklinke nicht aus der Hand, als müßte sie sich daran festhalten: denn um sie her schwankte alles. Da war Stefan auch schon heran. Aufrecht stand er vor ihr. Aber das war nicht der Herr und Chef, das war nur ein Mensch. Einfach ein Mensch, der etwas in Ordnung zu bringen hatte. Klar und ruhig kam seine Stimme: »2ch habe mich heute mittag arg im Ton oermehrere Stelzvögel gesehen wurden, die im Bilde unserer heimatlichen Landschaft nicht alltäglich sind. Die Tiere wurden vielfach für Kraniche gehalten, die sich auf der Reife nach Süden befänden. Wie uns nun von einem Leser mitgeteilt wird, der die Vögel auf den Wiesen am Philvsophenwald aus geringer Entfernung beobachten konnte, handelte es sich um Fischreiher, und zwar um zwei alte und vier junge Tiere. * * Unfälle. Ein 23jähriger junger Mann aus der Licher Straße erlitt bei einem Sturz vom Rade erhebliche innere Verletzungen. — Ein Kraftfahrer, Am Kugelberg wohnhaft, zog sich bei einem Der- kehrsunfall erhebliche Schnittverletzungen im Gesicht zu. — Eine Kontoristin erlitt durch eine Verletzung mit dem Tintenstift eine Blutvergiftung an der Hand. Die Verunglückten mußten in die Chirurgische Klinik gebracht werden. Landkreis Gießen. 4- ® r irft b e r g, 27. Sept. Die bis jetzt hier abgehaltenen Ob st Versteigerungen an den Straßen, denen die städtische Versteigerung vorausging, ergaben durchweg hohe Kreise. Gut bezahlt wurde auch das Obst in unserem Nachbarort Lauter. Da diese Gemeinde weithin als guter Obstort griffen, Fräulein Hildach. Es tut mir leid, und ich möchte mich hiermit in aller Form entschuldigen." ßangfarp fühlte Annelore die Türklinke aus ihrer Hand gleiten. Dann stand sie wieder, ohne sich zu rühren. Ihre Stimme schwankte. „Es ist unnötig, Herr von Achenbach. Es ist nicht notwendig, daß Sie sich entschuldigen." „Doch, Fräulein Hildach", beharrte er. „Ich will, daß Sie die Entschuldigung annehmen, denn ich spreche jetzt als Mensch zu Ihnen. Und wenn Sie die Entschuldigung ablehnen — verstehen würde ich es schon —, so wäre das der Beweis dafür,' daß Sie mich wirklich verachten. Und darüber mochte ich Klarheit haben. Als Mensch, der ein Recht darauf hat." Langsam wandte Annelore sich ihm vollends zu. „Ich — Sie verachten ...?" „Jawohl. Nach dem, was Sie gehört haben. Sie haben doch gehört —?" Ein kurzes Zögern. „Allerdings —" „Und Sie glauben, daß ich mit — dieser Frau etwas habe, nicht wahr? Mit der Frau eines anderen! Sie müssen es ja glauben." „Nein, Herr von Achenbach!" Rasch, klar unb fest waren diese Worte gekommen. Ungläubig starrte Stefan sie an. „Nicht ...? Trotzdem nicht ...?" „Nein, denn —" „Denn ...?" Ein tiefer Atemzug hob Annelores Brust. „Denn ich weiß, daß diese Frau schon einmal — schon einmal Ihren Weg gekreuzt hat ..." Vor Ueberraschung und Betroffenheit fand Stefan keine Worte. Sie wußte ...? Freilich, möglich war es schon. Es war damals wohl ziemlich bekannt gewesen, daß er — daß Gloria Rettner — ach, fort damit! Ein plötzliches Recken feiner Schultern kündete fo etwas wie Befreiung an. Befreiung von einer schweren, unsichtbaren Last. „Wie soll ich mir dann aber Ihr eigenartiges und auffallendes Verhalten deuten, Fräulein Hildach?" Annelore schwieg mit brennenden Schläfen. Sie suchte vergebens nach Worten. Man konnte doch nicht sagen — man konnte doch nicht sagen ...! bekannt ist, hatten sich dort viele auswärtige Käufer und auch Händler einaefunben, fo daß die feinen Tafelobstsorten Boskop, Landsberger, Goldparmäne, Renette von Blenheim u. a. einen Preis von 10 bis 15 Mark pro Zentner am Baum erbrachten. Freilich war es durchweg schönes Obst, wohl auch infolge des von der Gemeinde durchgeführten Spritzens der Obstbäume. Prämiierungsmarkt in Hungen. EU Hungen, 27. Sept. Der heute hier ab gehaltene Rindvieh- und Ferkelmarkt (Prämiierungsmarkt) war bei der günstigen Witterung gut besucht. Es waren aufgetrieben: 81 Stück Großvieh (Bullen, Kühe und Rinder), 13 Fresser und 518 Ferkel. Der Handel auf dem Ferkelmarkt war mittelmäßig, es verblieb Ueberftanb. Es kosteten bis zu 6 Wochen alte Ftr- fel bis zu 10 Mark, 7 bis 8 Wochen alte 10 bfs 16 Mark, 9 bis 13 Wochen alte 17 bis 25 Mark. Jungrinber 120 bis 250 Mark, ttächtige Rinber 260 bis 450, Milchkühe von 300 bis 520 Mark. Der Hanbel auf dem Rindermarkt war mäßig. Besonderes Interesse bot die Prämiierung von Vieh der Hessischen Fleckvieh- und der Vogelsberger Rasse. Es war im allgemeinen gutes Material aufgetrieben. Die Prämiierung hatte folgendes Ergebnis: hessisches Fleckvieh. Jüngere Bullen: 1. Gemeinde Langsdorf 1. Preis: 2. Eduard Fey, Langsdorf, 3. Pr.: 3. Adam Hofmann, Langsdorf, 3. Pr. Aeltere Bullen: 1. Gemeinde Langsdorf 2. Preis. Jüngere Kühe: 1. Adam Hofmann, Langsdorf, 1. Preis: 2. Emil Bausch, Langsdorf, 1. Pr.; 3. Otto Hoppe, Nonnenroth, 2. Pr.: 4. Jakob Fey IV., Langsdorf, 2. Pr.: 5. Alex Kohler, Langsdorf, 2. Pr.; 6. Karl Kohler III., Langsdorf, 3. Pr.: 7. Heinrich Kohler, Langsdorf 3. Pr.: 8. Karl Wilhelm Nathes, Lich, 3. Pr.; 9. Ernst Dem, Langsdorf, 3. Pr.; 10. Heinrich Brück, Nieder-Besfingen, A.; 11. Eduard Fey, Langsdorf, A.; 12. Alex Kohler, Langsdorf, 21.; 13. Hugo Junker, Inheiden, 21. Aeltere Kühe: 1. Hermann Kohler III., Langsdorf, 1. Preis; 2. Otto Kohler, Langsdorf, 1. Pr.; 3. Adam Hofmann, Langsdorf, 2. Pr.; 4. Ludwig Weber, Langsdorf, 2. Pr.; 5. Emil Bausch, Langsdorf, 2. Pr.; 6. Derselbe, 2. Pr.; 7. Otto Hoppe, Nonnenroth, 3. Pr.; 8. Karl Wilh. Nathes, Lich, 3. Pr.; 9. Heinrich Kohler III., Langsdorf, 3. Pr.: 10. Wilhelm Roth VL, Langsdorf, 3. Pr.; 11. Derselbe, 21.; 12. Eduard Fey, Langsdorf, 21.; 13. Karl Wilh. Scheid, Langsdorf, 21. Kalbinnen: 1. Otto Kohler I., Langsdorf, 2. Preis; 2. Heinrich Steuernagel III., Nieder-Bessingen, 2. Pr.; 3. Wilhelm Roth VI., Langsdorf, 2. Pr.; 4. Otto Hoppe, Nonnenroth, 3. Pr.; 5. Otto Kohler I., Langsdorf, 3. Pr.; 6. Alex Kohler, Langsdorf, 3. Pr.; 7. Wilhelm Nathes, Lich, 21.; 8. Karl Kohler III., Langsdorf, 21.; 9. Wilhelm Steuernagel III., Nieder-Besfingen, 21. Rinder: 1. Adam Hofmann, Langsdorf, 2. Pr.; 2. Karl Scheid I., Langsdorf, 3. Pr.; 3. Ludwig Weber, Langsdorf, 3. Pr.; 4. Otto Hoppe, Nonnenroth, 3. Pr.; 5. Otto Kohler I., Langsdorf, 21.; 6. Heinrich Kohler III., Langsdorf, 21. Familien: 1. Otto Hoppe. Nonnenroth, E.; 2. Otto Kohler I., Langsdorf, E; 3. Karl Wilhelm Nathes, Lich, 1. Pr.; 4. Heinrich Kähler III., Langsdorf, 2. Pr.: 5. Adam Hofmann, Langsdorf, 2. Pr.; 6. Emil Bausch, Langsdorf, 3. Pr.: 7. Wilhelm Roth VI., Langsdorf, 3. Pr.; 8. Eduard Fey, Langsdorf, 21. Vogelsberger Vieh. Bullen: 1. Prinz Ludwig zu Mühlsachfen, 2. Preis. Aeltere Kühe: 1. Karl Keblowski, Nieder- Bessingen, 1. Preis; 2. Derselbe, 1. Pr.; 3. Prinz Ludwig zu Mühlsachen, 2. Pr.; 4. Hermann Doll, Hungen, 3. Pr. Jüngere Kühe: 1. Rudolf Schmidt, Weickartshain, 1. Preis; 2. Derselbe, 2. Pr.; 3. Prinz Ludwig zu Mühlfachfen, 2. Pr.; 4. derselbe, 3. Pr.; 5. Derselbe, 3. Pr.; 6. Karl Keblowski, Nieder-Bes. fingen, 3. Pr. Kalbinnen: 1. Rudolf Schmidt, Weickartshain, 1. Preis; 2. Prinz Ludwig zu Mühlsachen, 2. Pr. Rinder: 1. Karl Keblowski, Nieder-Besfingen, 1. Preis; 2. Prinz Ludwig zu Mühlsachsen, 2. Pr. Familien: Rudolf Schmidt, Weickartshain, E.: 2. Karl Keblowski, Nieder-Bessingen, 1. Preis; 3. Prinz Ludwig zu Mühlsachen, 1. Pr. „Ich fürchtete ..begann sie und stockte wieder. „Was fürchteten Sie?" drängte Stefan. „.Ach — nichts — ich weiß es nicht. Ich kann es nicht mehr sagen." Er glaubte sie zu verstehen. „Aber ich weiß es! Sie sürchtten, daß die Vergangenheit wieder lebendig werden konnte. Daß Stefan von Achenbach wieder die Hände nach dieser Frau ausstrecken würde. Daß er damit in eine Ehe hineingreifen und das Glück des ahnungslosen Konsuls zerstören könnte! War es nicht so?" Annelore war die Brust schwer und leicht zu- gleich. „Vielleicht war es so ...", erwiderte sie zwischen zwei raschen Atemzügen. „Die Wege des Schicksals sind dunkel. Und die Wege des Herzens auch." „Ja, die Wege des Herzens auch. Aber einmal werden auch sie klar. So oder so. Und nun sollen Sie ganz klar sehen, Fräulein Hildach. Ein Mann spricht sonst nicht über abgetane Dinge. Aber ich will Ihre Befürchtungen endgültig zerstreuen. Also: diese Frau ist tot für mich. Tot wie die Vergangenheit, die ich heute nicht einmal mehr begreifen kann. Nichts, abr auch nichts an dieser Frau kann mich nur im entferntesten beunruhigen. Sie ist mir so gleichgültig, daß ich sie nicht einmal hassen kann. Der Konsul hat also nichts von mir zu fürchten. Glauben Sie mir das, Fräulein Hildach?" Klar und fest kam auch jetzt Annelores Antwort. „Ich glaube Ihnen, Herr von Achenbach. Und ich freue mich. Für Sie und — den Konsul." „Ich danke Ihnen für dies Wort, Fräulein Hildach. Sie geben mir damit mehr, als Sie ahnen. Sie geben mir damit ein Stück vom Glauben an die Menschheit zurück. Und das ist sehr viel. Es ist mehr für mich, als Sie wissen können." Er reckte sich auf. „Nun kann und soll manches anders werden. Stefan von Achenbach war manchmal ein recht knorriger Gefell, nicht wahr? Denken mir nicht mehr daran. Versuchen wir lieber, von nun an als gute Kameraden miteinander zu arbeiten. Wollen Sie, Fräulein Hildach?" Fortsetzung folgt irtschast Flensungen 3:3: Die in Hungen VfB. - Reichs - Handballkämpse des Sonntags im Kreis Gießen W*n, Tv. Münchholzhausen 149 Gastwirt und (tote * — Arankjuri a M Berlin Devisenmarkt die neue vorzügliche Hersteller: Paket 12 Pf. WEISS P. Joe. Möbs, Seifenfabriken, Gießen SCHWARZ Hörnsheim kam zu dem erwarteten glatten Sieg, obwohl sich die gegnerische Mannschaft als ein To. Tv. Unentbehrlich zum Einweichen allerWäsche. Auch zum Scheuern von Metallen und eämtl. Holzaschen onnenroth, 5.; Karl Wilhelm er III., ßantp jsborf, 2. $r; 7. öifijelm fiel), £ang$> Tv. Tv. Tv. To. Tv. ßen III 3:1. Grüningen Um 707 !. Es kosteten: Kälber 35 bis 65 Mark, Hammel 38 bis 150, Schafe 20 bis 45, Schweine 52 bis 56 Mark. — Die Elf- Lehnheimer spielten zum ersten Male in Derbands- spielen mit und wurden von den Flensungern mit 5:0 nach Hause geschickt. Treis — Klein-Linden II 0:5: Die Klein- Lindener zweite Mannschaft konnte sich in Treis gut behaupten und schlug die Treiser eindeutig mit 5:0. Daubringen — 1900 Gießen III 3:1: SA. 2. Mannschaft — V f B. - R. Gie- I 1:0. einen erzielen. Großen-Linden ngsdorf, 2. Pr.; r.; 3. Ludwig loppe, Nonnen- Langsdorf, A.; bahn Gießen II 2:4. Die technisch besser spielenden VfB.er konnten den ersten Sieg gegen die körperlich starke Mannschaft erringen. Garbenteich — L i ch 3:2. Ein Lokalspiel, bei dem allzu hart gespielt wurde. Der Schiedsrichter sah sich gezwungen, einige Spieler von Lich des Feldes zu verweisen. Durch den Sieg der 2. Mannschaft von Heuchelheim konnte der SV. 20 an einem Sonntag zwei Siege erringen. Launsbach — Rodheim II 3:0: Die Zweite des To. Rodheim hatte fast nur Jugendliche in ihren Reihen und verlor gegen die körperlich stärkeren Launsbacher mit 3:0. Staufenberg — Wißmaer 0:4. Ein ruhiges, faires Spiel, das Wißmar hoch für sich entscheiden konnte. Beide Gegner lieferten sich in Hausen einen harten Kampf, der oft die Grenze des Erlaubten streifte. Wenn Hausen das Spiel gewann, so ist es auf sein größeres Stehvermögen zurückzuführen. Dutenhofen kam zu einem überraschenden, aber vollauf verdienten Sieg. Der Gegner ließ verschiedentlich Schwächen erkennen, die immer geschickt ausgenutzt wurden. — Ein torreiches Ergebnis gab es 1. Kreisklasse. Hausen — Tv. Grüningen 7:4 (2:1). Dornholzhausen — To. Dutenhofen 9:12 (4:4). Garbenheim — Tuspo. Groß-Rechtenbach 14:14 (5:11). Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 28. Sept. (Dorbericht.) 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb Kälber, 185 Hämmel, 74 Schafe, 4145 Schweine. 12:1 (2:0). Atzbach — To. Garbenheim II 25:7 (13:4). Ehringshausen — Tuspo. Niedergirmes 5:9 (3:4). durchaus ernst zu nehmender Gegner entpuppte. Sein Spiel war aber noch zu durchsichtig, als daß er auch nur einmal hätte gefährlich werden können.. Trotzdem zeigten auch die einheimischen Spieler oft Mängel. — Einen ausgeglichenen Kampf gab es in Gießen. Allerdings waren die Gastgeber diesmal aar nicht auf Scheibe. Auf der anderen Seite konnte Münchholzhausen recht gut gefallen. Steinberg II — Leihgestern Watzenborner konnten das Spiel durch meterball gewinnen. Hungen — 1 9 0 0 Gießen II 1900er konnten nur ein Unentschieden in Garbenheim. Schlechte Hintermannschaften, dafür aber ein guter Sturm! 2. Kreisklasse. 2. Kreisklasse. Oppenrod — Göbelnrod 5:0: Hier erwies sich die Mannschaft des Turn- und Sporto. Oppenrod als die bessere und gewann in dieser Höhe verdient. GJL-fvort DieFußballkämpfederKreisklaffenMnnschasten Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt oeschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 4 o. H., Lombordzinsfuß 5 v. H. Lehn heim 5:0: Die Heuchelheim II 4:7: )M, Nieder- Pr.; 3. Prinz )ermann Doll, MWeickaris- Prinz Lud- rselbe, 3. Pr.; ki, Meder-Bes- Weickartshain, hlsachen, 2.Pr. ieder-Befsingen, hlsachsen, 2> Weickartshain, ingen, 1. Preis; Pr-__________ Spvgg. 1900 Gießen 10:11 (5:5). ■K 3.Hbam 2“Morf Sang,. 1.$.; W°b Fey IV.' ' ^ngsdorf' rt M>x.\ i KariUMm ^ngsdorf, oGngen, A- . »ex Köhl,/ leiden, A. Köhler In., r- Langsdorf, darf, 2. Pr.; Pf-; 5. Emil elbe, 2. Pr- 8. Karl Wilh. -r HL, Langs- V Langsdorf, 1 Fey, Langs, gsdorf, A. I-, Langsdorf, I-, N!eder-Bef- 1-, Langsdorf, 3.Pr.; 5. Otto Köhler, Langs- ch. A.; 8. Karl ilhelm Steuer- Se1;®5«1 Jtten11»0 bis !n Sprit,0 9e pnbens Hier abschneiden! Unstn. -bei es ,1 «m »<«T£ alte io M iV5®"rt feg htt ®ogers: '«Wes Es ist festzustellen, daß der erste Handballsonntag schon eine Reihe von Überraschungen brachte. So gab es an einigen Orten Ergebnisse, die nach Klassenunterschied aussehen, während man anderseits die Wahrnehmung machen tonnte, daß favorisierte Mannschaften glatte Niederlagen einstecken muhten. Unangenehm fiel auf, daß verschiedene Gegner einfach nicht antraten. In der Gauklasse gelang es den stark ersatzgeschwächten Wetzlarern, die aute Mannschaft des To. Kirchbauna sicher mit 10:7 (4:4) niederzuringen und damit die ersten Punkte zu gewinnen. — In der _ Vezirksklasse kamen nur zwei Spiele zum Austrag. Das Treffen VfB.-R. Gießen — Tv. Heuchelheim fiel aus. Im übrigen standen sich gegenüber Tv. Hörnsheim — Tv. Roth 13:8 (7:3). VfB-Reichsbahn Gießen I — Rod- heim I 9:2: VfB.-R. diktierte das Spielgeschehen und gewann in dieser Höhe. Alten-Buseck — SA. - Kampfgemeinschaft Gießen I 0:10. Heuchelheim — Wieseck 5:0: Die Wiesecker mußten sich den besser spielenden Heuchelheimern beugen und verloren verdient in dieser Höhe. Rüddingshausen — Lollar II 3:2: Die Lollarer Mannschaft war verstärkt durch den Spie- ler Gabriel, der jetzt wieder hergestellt ist, konnten aber das Spiel nicht für sich entscheiden. Stefan. nicht. A lal'n leituna angeschlossen werden. Entweder direkter Anschluß oder Metallschlauch. Gasmesser, Gasuhr, ein Zählwerk, das den Verbrauch von Gas kontrolliert. Jede Beeinfluß jung des Gasmessers ist strafbar. Kontrollbeamte müssen stets Zutritt zum Gasmesser erhalten. Doch sollen sie sich stets ausweisen. Easschläuche müssen von Zeit zu Zeit nachgeprüft werden, ob sie dickt sind. Man macht das jedoch nicht mit einem brennenden Streichholz, sondern durch Einreiben mit Seifenschaum, der an undichten Stellen Blasen wirft. Gasvergiftung (Leuchtgas). In den Städten häufigste Selbstmordart; das Leuchtgas ist wegen seines hohen Gehalts an Kohlenoxyd so giftig. Dieses entsteht durch unvollkommene Verbrennung von Holz. Kohle und anderen Stoffen. Eingeatmet Übertritt ins Blut, dort geht es mit diesem eine festere Verbindung ein als mit dem Sauerstoff, Atmung ist nicht mehr möglich. Tod tritt ein. Gastwirt. Der E. haftet für die eingebrachten Sachen seiner Gäste, auch wenn ihn keine Schuld trifft, z. B. aus einem Hotelzimmer hat ein Einbrecher den Mantel eines Hotelgastes gestohlen. Dann muß der Gastwirt den Wert des Mantels ersetzen, außer der East, sein Begleiter oder eine andere Person, die der East bei sich ausgenommen hat, ist an dem Scha- den schuld. Für Geld, Wertpapiere Marktoerlauf: Kälber und Schweine zugeteilt, Hämmel und Schafe mittelmäßig. JranFfurter Getreidebörse. Frankfurt a. M., 27. Sept. Die Weizenanlie- ferungen sind kleiner geworden. Die Roggenzufuh- ren sind im Hinblick auf den Oktoberzuschlag zurückgegangen. Die Mühlen an den Wasserstraßen sind ausreichend versorgt, dagegen besteht in Rheinhessen und auch in den niedrigen Preisgebieten noch Bedarf. Der Mehlmarkt liegt unverändert. Weizenmehl Type 1050 tjat schleppenden Verkauf. Auch der Roggenmehlabsatz ist gebietsweise schleppend. Die Braugerstenzufuhren haben infolge der beginnenden Weinernte nachgelassen. Auf dem Futtermittelmarkt finden die Verladungen von Oelkuchen und der dritten Maiszuteilung zur Zeit statt. Im Gas Gas, übliche Bezeichnung für das aus Kohle durch Destillation ge- wonneneLeuchtgas^das imHaus- halt meist zum Kochen benutzt wird, da die Gasbeleuchtung vielfach durch das elektr. Lickt verdrängt ist. Gaskochen ift seyr wirtschaftlich, wenn man sparsam mit dem Eas umgeht. Kostenfreie Beratung erteilen die Gaswerke. Tritt in einer Wohnung Gasgeruch auf, so muß man sofort die Fenster öffnen. Es darf kein Lickt entzündet und auch kein Lichtschalter angedreht werden, da auch dadurch Gas zur Explosion gebracht werden kann. Den Haupthahn schließen, Gaswerk oder Feuerwehr benachrichtigen. Gasbacköfen sind sehr praktisch, da man in ihnen bei einer genau geregelten Hitze Braten,Dünsten, Grillen und Sterilisieren kann, Die Gebrauchsanweisung ist bei jedem System verschieden. Reparaturen nur vom Fachmann. Gasbadeöfen sind nur dann zweckdienlich, wenn die Flamme genau geregelt werden kann. Der Wasserdurchlauf darf nicht zu klein gestellt sein, damit die Heizschlangen nicht überhitzt werden. Den Gasbadeofen alle Jahre vom Fachmann prüfen lasten. Gasherde zeichnen sich gegenüber Kohlenherden durch die Sauberkeit der Vedienungsweise aus. Ist der Gasherd richtig geregelt, so brennt die Flamme blau mit grünem Kern. Brenner und Düsen müsten stets sauber gehalten werden, damit sie nicht verstopfen. Gasherde sollen niemals durch Gummischlauche an die Gas- übrigen ist die Lage unverändert. Kartoffelflocken werden demnächst verladen. Es notierten (Getreide je Tonne, alles übrige je 100 Kilogramm) in Mark: Weizen W 13 204, W 16 207, W 19 211, W 20 213, Roggen R 12 187, R15 190, R18 194, R19 196 Großhandelspreise der Mühlen der genannten Preisgebiete. Futtergerste —, Futterhafer —. Weizenmehl Type 812 W 13 28,90, W 16 29,00, W 19 29,00, W 20 29,35, Roggenmehl Type 1150 R12 22,45, R 15 22,80, R 18 23,30, R 19 23,50 plus 50 Pf. Frachtausgleich. Weizenfuttermehl 13,60. Weizenkleie W13 10,75, W16 10,90, W19 11,10, W20 11,20, Roggenkleie R 12 9,95, R 15 10,15, R 18 10,40, R 19 10,50 Mühlenfestpreise ab Mühlenstation. Soyaschrot —, Palmkuchen —, Erdnußkuchen —, Treber 14,00 Höchstpreis ab Erzeugerstation, Trockenschnitzel —, Heu alte Ernte 5,50, neue Ernte 4,90 bis 5,10, Heu drahtgepreßt alte Ernte 5,90, neue Ernte 5,30 bis 5,50. Weizen- und Roggenstroh —. it, b-6 di- U N fönte- » ftänbe n-ch °'- ? d°m>f w - « t5 chnunpfol-" "unVte# i“' x 916er einmtu '!§S 9‘"'3n l* unb i» djenb «J •■ll(iin ff'1' rf.,SÄ können- Rhein-Mainische Börse. 2ttiftagsbörfe abbröckelnd. Frankfurt a. M., 27. Sept. Die Börse lag allgemein sehr still. Es fehlte an stärkeren Anregungen, vor allem war der Auftragseingang sehr klein. Aus der Börse heraus erfolgten im Hinblick auf den Quartalsultimo verschiedentlich noch Glattstellungen, so daß bei der Enge der Märkte am Aktienmarkt Rückgänge von etwa 0,50 bis 1 o. H. in der Mehrzahl waren. Am Montanmarkt ermäßigten sich Buderus auf 125,50 (126,50), Man- nesmann auf 121,25 (122,50) und Verein. Stahl auf 118,25 (119,25). Von Elektrowerten lagen Ges- fürel 1,75 v. H. und Lahmeyer nach eintägiger Pause 2,25 v. H. niedriger, etwas fester waren AEG. mit 127,90 (127,40). IG. Farben ließen auf 162,90 (163,65), Scheideanstalt auf 261,50 (262,50) und Deutsche Erdöl auf 150,75 (151,75) nach. Motorenwerke waren etwas fester, besonders BMW. mit 155 (154), Daimler mit 140,25 und Adlerwerke mit 114 lagen behauptet. Im einzelnen setzten Reichs- bank, Rheinmetall und Feinmechanik Setter je 1 o. H., Holzmann 0,75 o. H., Feldmühle Papier und Nordd. Lloyd je 0,50 v. H. niedriger ein, Zement Heidelberg gewannen 0,50 v H. auf 170. Im Verlaufe war das Geschäft zwar weiterhin klein, doch ergaben sich mäßige Erholungen. Nachfrage sanden besonders Montanwerke, Verein. Stahl 119 nach 118,25, Hoesch 123 bis 123,50 nach 124,25 Rheinstahl 153,25 bis 153,50 (154,75), Mannesmann 121,75 nach 121,25. DG. Farben gingen bis auf 162,25 nach 162,90 zurück, waren aber später etwa 162,65. Die erst später notierten Werte lagen zumeist bis 1 v. H. niedriger. Am Einheitsmarkt kamen Faber & Schleicher mit 124 bei 20 o. H. Zuteilung wieder zur Notiz (gegen 120 am 24. 9.). Der Freiverkehr lag ruhig und kaum ver- ändert. U. a. nannte man: Elsass. Bad. Wolle 79,50, Schuh Berneis 74, Dingler 90, Ufa 72,50, Wayß & Freytag 149. Der Geldmarkt war noch recht flüssig, der Satz für Tagesgeld verblieb bei 2,50 v. H. Abendbörse fester. In Fortsetzung der Mittagsschlußtendenz war die Abendbörse weiter befestigt, da nach der lieber« Windung des Ultimos kleine Käufe der Kulisse und von Bankseite erfolgten. Lebhafter waren IG. Farben mit 163,50 bis 163,75 (163) auf die Interessenverstärkung an der Metallgesellschaft, während Scheideanstalt hiervon unberührt waren und unverändert 261,50 notierten. Sonst ergaben sich auf den meisten Märkten Erhöhungen von 0,25 bis 0,75 v. H. In teilweiser Anpassung an Berlin gewannen darüber hinaus Gessürel 1,50 v. H. auf 155 und Holzmann 1,25 v. H. auf 153,25, außerdem stiegen VDM. auf 175 (174), MAN. auf 137 (136,25), am Montanmarkt Klöckner auf 136,25 (135,25) und Buderus auf 125,75 (125). Nicht ganz gehalten waren Conti Gummi mit 187,25 (188), Kaufhof mit 59,25 (59,50). Von Einheitswerten lagen besonders Faber & Schleicher weiter fest mit 127 (124) bei 30 v. H. Zuteilung, ferner erhöhten sich Hoch- & Tiefbau auf 158,25 (157). Dresdner Bank- Aktien bei wieder beachtlichen Umsätzen unverändert 113,75. An den festverzinslichen Märkten war das Geschäft ohne Bedeutung. Farben-Bonds notierten unverändert 130,25, Reichsbahn-VA. 0,13 v. H. höher mit 127,65, 4,50 o. H. Krupp dagegen 0,13 v. H. niedriger mit 98,50. Im Freiverkehr blieben Kom- ununal-Umschuldung unverändert 94,75. SA.-Kampfspielgem. I. 33 — Tv. Wetzlar II 12:2 (6:1). To. Katzenfurt II —SA.-Kampfspielgem. 1/3. 33 7:3. Tv. Ruttershausen — Tv. Wißmar 8:10 (4:3). Allendorf war seinem Gegner haushoch überlegen, was schon das Ergebnis besagt. Einen interessanten Kampf lieferten sich die beiden Lokalgegner auf dem Mtv.-Platz. Die junge Mannschaft dcs Tv. 1846 siegte verdient. Bei dem Spiel in Londorf zeigte es sich, daß es der Mannschaft der Standarte noch an dem nötigen Zusammenspiel fehlt. Einzelkönner sind bestimmt vorhanden. Londorf siegte verdient. Atzbach schlug mit seiner jungen Elf die Gäste, die allerdings nur mit acht Mann antraten, sicher und verdient. — Ruttershausen erlitt eine Niederlage, die nicht verdient war. Die Mannschaft war ihrem Gegner durchaus gleichwertig. Aus Marburg kommt die Meldung, daß sich die beiden führenden Vereine Tuspo. 1860 und VfB. Kurhessen zusammengeschlossen haben, und zwar unter dem Namen VfL. 1860 Marburg. Der neue Verein nimmt nur mit einer Mannschaft an den Spielen der Bezirksklasse teil, so daß eine neue Einteilung der Termine vorgenommen werden muß. Die für den 3. Oktober angesetzten Spiele bleiben allerdings bestehen. Teutonia" Watzenborn-Steinberg Raunheim I — Vahenborn-Sleinberg I 0:0. Am Sonntag erkämpfte die 1. Mannschaft ein schönes Ergebnis. Es gelang ihr, ein Unentschie- den in Naunheim zu erzielen. Mit sehr gemischten Gefühlen fuhren die Spieler mit einer stattlichen Zahl Anhänger nach Naunheim. Die Teutonen bestritten das Spiel mit Happel: Jung, Fett: W. Schrnandt, H. Schrnandt, Burger: Buß, Fischer, Haas, Lang und Burk. Beide Tore kamen des öfteren in Gefahr, aber keine der Mannschaft brachte es fertig, die Führung an sich zu reißen. Bei den Platzbesitzern bemerkte man, daß sie auf heimischem Gelände spielten, denn die Aufgabe der Teutonenhintermannschaft war schwerer zu lösen als die der Gastgeber. Dies kam auch vielfach dadurch, daß die Läuferreihe der Teutonen diesmal nicht so recht auf ihre gewohnte Form kam. Hierunter litt der Aufbau, der durch heftige Abwehr wieder eirsetzt werden mußte, wobei sich die drei Schlußleute besonders hervortaten. Mit dem Schlußpfiff trennten sich dann die beiden Mannschaften mit einem Unentschieden. Watzenborn-Steinberg II — Spvgg. Leihgestern I 1:0. Was vor Jahren die 1. Mannschaft der Teuto- neu mit der ersten Elf der Spielvereinigung Leihgestern zu schicken hatte, das erledigt jetzt die zweite Mannschaft der Teutonen. Die Verbandsspiele beider Mannschaften tragen lokalen Charakter. Was die Leihgesterner in bezug auf Technik den Einheimischen voraus waren, ersetzten die Einheimischen durch Eifer. Bis zur Halbzeit kam nichts Zählbares zustande, denn die Hintermannschaft und die Torlatte konnten die vielen Angriffe der Einheimischen zunichte machen. Dasselbe Bild auch in der zweiten Halbzeit. Bis dann endlich ein Verteidiger der Leihgesterner den Ball mit der Hand aus dem Tor schlug. Der fällige Elfmeter wurde von Jung sicher eingeschossen und damit das verdiente Ergebnis hergestellt. Die Jugendmannschaft mußte sich mit zehn Mann in Krofdorf mit 4:2 Toren geschlagen bekennen. Allendorf (Lahn) — Dutenhofen II 16:0 (11:0). Mtv. Gießen II — To. 1846 Gießen 5:9 (3:3). Lich — To. Holzheim II (H. nicht angetreten). Londorf — SA.-Kampfspielgem. 116 Gießen Frankfurt a. M. Berlin Frankfurt a. M. Berlin Schluß- kurs Schluß!. Abend- börie Schluß- fürs Schlußk Mittag- börje Schluß» fürs Schluß?. Abendbörse Schluß- kurS Schluß!. Mittag, börse Datum 25.9 27 9 25 9 27-9. Daium 25-9 27.9- 25.9. 27-9 5% Deutsch 1% Deutsch ■%% Deut jungen v 11%% Deut jungen v H%% Deut jungen v tö%% Dour il%% Heskls 11%% Deut 1934 I. . Reichsanlethe v. 1927 e ReichSanI. von 1934 che Reichsjchahanwei- in 1935 . ........ 101,4 98,9 99,25 99 105 100,25 100,4 99,7 128,13 137,5 99,5 101,25 99,5 98,25 134,9 99,75 98,5 101,65 101,4 111,1 128,25 87 88 127,65 206 117,75 123 113,75 101,4 98,75 99,25 99 105 100,25 100,25 99,75 128,1*3 99,5 101,25 98,75 98,25 134,65 99,75 98,5 101,4 101,4 111,1 128 86 87,5 127,65 205 117,75 123 113,75 101,4 98,75 99,25 99 100,5 99,65 128,3 99,5 99,5 98,75 134,9 99,75 101,75 128,65 46 86,75 87,5 1279 206 134 117,75 123 113,75 101,4 98,75 99,25 99 100,25 100,5 99,65 128,3 99,5 98,75 134,9 99,75 101,65 111,25 128,5 46,5 86,65 87,75 127,75 205 134,13 117,75 123 113,75 Aceumulatoren-Fabrik.......14 Aschaffenburg Zellstoff........6 Bemberg.............. 0 145,5 150 167,5 126,5 169,5 186,5 140 151,75 262,5 166 131,75 154,5 163,65 136 155,5 144,5 175,25 124,25 152,5 170 138,5 119,25 134.25 95,5 122,5 153 156 154,75 130,5 149 171,25 212,5 200,5 H9 25 59,5 117,5 156,5 145,5 149,5 167,5 125,75 170 188 141,25 151,25 261,5 166 131 153 5 163,75 136 155 144 175 123,75 153,25 170 138,5 119,25 136,25 125,75 95,25 122,H 155 229 154 129 75 149,25 163 170,75 211,5 200 119,65 59,25 117 156,25 33,4 146 149,75 167,9 126,5 187 139,9 120,5 151,9 165,25 154,5 163.25 135,5 154,5 145,5 53 175,5 124,13 153 139 119,75 135,25 160 126,25 122 153,5 156,5 114,5 154,5 130,5 148,75 164 170,75 94 213,5 118,9 59,5 117,25 156,5 33,65 229 146 149,5 167,9 125 188 141,4 120,5 151,13 166 132 154 162,75 135,13 154,25 52,25 175 123.75 153,5 167,5 138,5 119 135,75 159,5 122 153,65 155 114,5 229 129,5 154 130 149,13 163,5 170 94,5 212,5 119,5 59,25 117 156 33,65 che ReichSjchatzanwei- -n 1935, II. Rolge ... !che Reichsichatzanwei. )n 1936, III. Folge .. g Anleihe von 1930 .. che BolkSstaat von 1929 che ReichSpostjchatz von Buderus Eisen...............6 Gement Heidelberg...........7 Gement Karlstadt ............6 Conti Gummi.............. 12 Daimler Motoren.......... 6% Dessauer GaS............... 4 Deutsche Erdöl ..............5 Deutsche Gold- und Silber .... 9 Deutsche Linoleum.......... 10 Elektrische Lieferungen........6 Elektrische Licht und Kraft.....7 I. G. Farben-Jndustne.......7 U% % Dei von 1936 fiettfjSanleii Oberhessen AusIos.°R I । %% Hess. Goldpfe. c%% Hei Liqu. Go l:%% Prei Goldpfe. i'%% Preu '!%% Dar desbank- Deutsche Ko Auslos.-R l <*%% Fran ; Wi% Fran Obi. 2 3 154% Fra, tsche Reichsbahnschatz I.................. le.Altbesitz.......... Provinz-Anlethe mit echten.... ......... LandeSbk. Darmstad! R. 12.............. Gessürel....................7 Th. Goldschmidt.............6 Gritzner Maschinen...........0 Haroener.................8% Hoesch Eisen...............3% Philipp Holzmann........... 8 Ilse Bergbau................6 Ilse Genüsse................6 Kalt Aschersleben............ 4 Klöcknerwerke ............. 4% Kokswerke und Chemische Fabrik 7 Lahmeyer .................. 6 Mainkrafl......... 4 Mannesmann...... *% Mantzfelder Bergbau ......... 7 Metallgeselljchaft.............6 Orenstein & Koppel..........0 Rheinische Braunkohle....... 12 Rheinische Elektro............ 6 Rheinstahlwerke..............6 Rlieinisch-Westfälische Elektro .. 6 RütgerSwerke ............... 7 Salzdetfurth Kalt............ 6 Schuckert & Co..............7 Schultheis Payenhofer........ 4 Siemens & Halske ........... • Süddeutsche Zucker.......... 10 Bereinigte Stahlioerke...... <% Westdeutsche Kaushos......... 0 Westeregeln Alkali............ 4 Ltavi Minen ..............0,6 . Landes-Hyp.-Bank 8. LandeSpfdbr.-Anst. R 19.............. B. Gold-Komm. R. 20 msiädter Komm.-Lan. t. 6................ mm.-Sammel-AnIethe f. Hyp. Goldpfe. R. 15 kf. Hyp. Gold-Somm. rkf. Hyp. Liquidation ■ 154% Rheinische Hyp. Liquidation ' s-teuergutschein-BerrechnungSkure L®. für BerkehrSweien .... tomburg.Südam. Dampfschiff. 0 l^mburg-Amerika Paket......0 ; ?A)rddcurIcher Lloyd..........0 f deutsche Reichsbahn Borz.-Akt. 7 .'Zeichsbonk................. 12 ^rllner Handelsgesellschaft . 6% Kommerz, und Privat-Bank ... 5 Rutsche Diskonto............ 6 faeSbner Bank.............. 4 25 Septemvei z7 Septemvel 25 September 27 September .'lmtlich - Rvuerun, Amu ch. Rotieiun Amtliche Geu J/oiieruno Bne, Amtliche Ge" Rvuetun, | Brie Geil Br--., «e't Bne Srienos Aires............. 0,744 0,748 0,745 0,749 Japan.................... 0,719 0,721 0,719 0,721 «rüffel................... 41,92 42,00 41,93 42,01 Jugoslawien ............. 5,694 5,706 5,694 5,706 «x de Janeiro............ 0,161 0,163 0,160 0,162 Oslo ................... 62,00 62,12 62,04 62,16 1 'len.................... 47,00 47,10 47,00 47,10 Wien..................... 48,95 49.05 48,95 49,05 lklvenhagen............... 55,08 55,20 55,12 55,24 Lissabon.................. 11,20 11,22 11,21 11,23 krnztg................... 47,00 47,10 47,00 47,10 Stockholm .. ............. 63,60 63,72 63,65 63,77 Bitbon................... 12,335 12,365 12,345 12,375 Schweiz.................. 57,20 57,32 57,23 57,35 h lfingforS................ 5,455 5,465 5,46 5,47 Spanien.................. 16,98 17,02 16,98 17,02 Eirtd.................... 8,536 8,554 8,536 8.554 Prag..................... 8,696 8,714 8,701 8,719 ölland.................. 137,75 138,03 137,76 138,04 Budapest................. — —— — — Z^ten................... 13,09 13,11 13,09 13,11 Reuyork.................. 2,493 2,49/ 2,493 2,497 In Dortmund wurde die von der Fachgruppe deren intet 5 w richten Zrants Exportbrauerei JUSTUS HILDEBRAND G.m.b.H. Gegründet 1831 [Vermietungen | Zuv ÄluMavungr e- Verkäufe j gegenzunehmen. 6262^ Theodor Hickel, Gieften, Am Nahrungsberg 37. Gaze 150 Pro!. Dr.med. Kram Mokt 6270 D Nußkohlen Mr W Stadttheater MILITÄRKOFFER n rr kauft man preiswert bei: P^etnü t ®irö 1 unb . ItHunq Einspaltige Kleinanzeigen werden zum er« mäßigten Grund« preis von 5 Pf. ttirdieTUillimeter« idle veröffentlicht M oud «Hu AugenärztUche Privatpraxis wieder aufgenommen Sprechstunden täglich von 12 — 1 Uhr außer Montags Bion ciftit 4 20-22.30 Uhr Erstaufführ. Mein Sohn, her Herr Minister Lustspiel von Birabeau. RM. 0.60-3.00. Irrt Geht iw . Mnjchci i'eh. Wc :.iffopäi| Ich gebe hierdurch bekannt, daß ich nur für die Sterbevorforge der Evangelischen Versicherungszentrale Beiträge einnehme, nicht aber für die Bc gräbnishilfe der Hamburg-Mannheimer Versicherungs-Aktien-Gesellschaft. Diese Gesellschaft hat nichts mit dem Versicherungswerk der Inneren Mission zu tun. Zur Zeit wirbt hier im Auftrag der Evangelischen Versicherungszentrale in Darmstadt ein Herr Volk. Nur dieser Vertreter hat neben mir das Recht, im Namen dieses Versicherungswerts der Inneren Mission Versicherungsanträge ent- rungs- und Genußmittel und eine große Kundgebung stehen, eröffnet. Als Vertreter des Stabsamtes des Reichsbauernführers wies Dr. Merkel darauf hin, daß die Tätigkeit des Einzelhandels, der jährlich 12 bis 13 Milliarden Mark umfetze, durchaus produktiv fei. Für das Institut für deutsche Kultur- und Wirtschaftspropaganda sprach Elsner von Cronow. In Dortmund sei erstmalig herausgehoben worden, daß die Fachausstellung für Nahrungs- und Genußmittel nicht nur für Fachleute bestimmt sei, sondern für das gesamte Volk. Eine Kundgebung in der Westfalenhalle war von etwa 10 000 deutschen Lebensmittelhändlern und Angehörigen der verwandten Berufe besucht. Dr. M e r - k e l wies auf die Bedeutung der Marktordnung für den Lebensmittelhandel hin. Die Stabilisierung der Preise verbürge eine Stabilisierung der Einkommen, und diese wiederum verbürge gesicherte Leistung und Leistungssteigerung. Der Leiter der Hauptabteilung III des Reichsnährstandes, Pg. Küpper, betonte, daß wir nur dann in der Lage feien, den Lebensstandard zu verbessern, wenn mehr Menschen in der Produktion eingesetzt werden. Da wir uns in Deutschland mit dem begnügen müßten, was die deutsche Scholle schafft, sei es Pflicht und Aufgabe des Einzelhändlers, der Hausfrau zu sagen, was das Gebot der Stunde sei. Das Schlußwort hielt der Leiter der Fachgruppe Einzelhandel, Dr. Franz H a y l e r (München). 3m fiiifemetii „Mutter unö ftinö* liegt unser Bekenntnis jur deutsche» Mutter ale Trägerin Dte völkisches tedenv. Alles für die Gardine — also Gardinenstangen, Haken, Schnur, Quasten, Ringe, Klammern, Schnurführer usw. führt Häuser in vielen Ausführungen. Kommen Sie also zu Häuser, wenn Sie darin etwas brauchen. Alles ist sehr preiswert. J. B. Häuser, Gießen, am Oswaldsgarlen, Fernsprecher 2145/2146. zieht sich durch das Moor. Die oberste Moorschicht, die sogenannte Bunkerde, muß in einer Mächtigkeit von etwa 40 Zentimeter für die neuen Kulturen auf den mineralischen Untergrund aufgebracht werden. Darunter steht der Weiß- oder Moostorf — ein reiner milder Humus — in Stärke von gut einem Meter. Dieser von der Hand gegrabene Weißtorf wird an der Luft getrocknet und dann in bereitstehende Feldbahnwagen verladen. In der Ferne sehen wir Fabriken; dahin fährt man diesen Torf. Wir verbleiben noch im Moor, um zu sehen, was unter dieser Weißmoorschicht liegt. Moderne Raupenbagger sind hier am Werke, um die unterste, durchschnittlich 175 Zentimeter starke schwarzbraune Moorablagerung abzubauen. Ein einziger Bagger ist in der Lage, an 100 Arbeitstagen bei einer Bedienung von zwei Mann etwa 20 000 Tonnen Preßtorf zu fördern. Dieser Brennstoff hat sich in den letzten Jahren mehr und mehr Freunde gewonnen. Gerade mit Rücksicht auf den einzuschränkenden Bedarf an Holz für Feuerungszwecke sind Ziegeleien, Bäckereien und andere Gewerbebetriebe dazu übergegangen, dieses wertvolle Heizmaterial zu verfeuern. Führende Zentralheizungsfirmen bauen Spezialkessel für Torffeuerung und erreichen damit eine Ersparnis von 25 v. H. gegenüber der Kohlen- und Koksheizung. Jetzt wenden wir uns wieder den Arbeitergruppen zu, die den Weißtorf in Loren verladen und fahren mit einem Feldbahnzug in das Werk Klostermoor. Hier wird der getrocknete Weißtorf durch einen Reißwolf zerrissen, und es entsteht ein feiner Torfmull zur Bodenverbesserung, als Deckenfüllung für Neubauten, zu Isolierungen, zur Verpackung von Südfrüchten usw. In mittlerer Körnung dient er als Einstreu in Geflügelfarmen und in grober Körnung als Einstreu für jegliches Groß- und Kleinvieh. Der Mangel an Humus, der auf die starke Entwicklung der Schrebergärten, Siedlungen usw. zurückzuführen ist, hat nun dazu geführt, daß hier der Torf zu einem brauchbaren Boden verbesserungsmittel verarbeitet wird. Es wurde ein Verfahren ausgebaut, das die Umwandlung des Moostorfmulls in schwarzen, milden Humus ermöglicht. Der Moostorfmull kann nämlich in seinem natürlichen Zustand kaum verwendet werden. Die in ihm enthaltenen Humussäuren, seine schwere Be- Leeres Zimmer in Stadtmitte zu mieten ges.Schr. Ang. imt. 04721 an d. Gieß. Anz. von tl ijfoW 8öl und Kostbarkeiten (Schmuck usw.) haftet der Gastwirt nur bis zum Betrag von 1000 RM., außer er hat diese Gegenstände in Kenntnis ihrer Eigenschaft als Wertsachen zur Aufbewahrung übernommen oder die Aufbewahrung abtzelehnt, oder der Schaden ist durch den Gastwirt selbst oder seine Leute entstanden, z. B. ein Zimmermädchen stiehlt einen Brillantring im Wert von 3000 RM. Ist der Schaden durch höhere Gewalt entstanden, dann haftet der Gastwirt nicht. Die Haftung besteht übrigens nur für Sachen von Gästen, die der Wirt gewerbsmäßig zum Uebernachten bei sich ausgenommen hat, nicht etwa auch für die Sachen eines Gastes, der sich nur zum Abendessen im Hotel einfindet. Eafe- hausbesitzer und Restaurateure haften auf diese Weise nicht. Ein Anschlag, auf dem die Haftung ausgeschlossen wird, ist ungültig. Der Anspruch erlischt, wenn der Gast nicht unverzüglich nach Kenntnisnahme vom Schaden dem Gastwirte oder dessen Vertreter Anzeige macht. S. Pfandrecht. Gaze, durchsichtiges Gewebe, das in der Hauptsache zu Verbandstoffen verwendet wird. Gebärmutter. In der Gebärmutter entwickelt sich die Leibesfrucht. Entstehen in ihrer normalen Lage Knickungen und Beugungen, so spricht man von Verlagerungen. BORRMANNS Gießen / Neustadt 5 / Ruf 4165 ien & mtenji ßir'teUu b< mtjii Mtnwnti benötigen Sie Ofenschirm, Ofenvorsetzer, Kohlenschiitter, Kohlen kästen/. Kohleneimer. 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Dieser Humusvolldünger, der sich leicht benetzen läßt und keine Säuren, dafür aber alle drei Kernnährstoffe Stickstoff, Kali und Phosphorsäure enthält, kommt in seiner Wirkung dem Stallmist durchaus gleich. Er ist ein ausgezeichneter Humuslieferant für den Obst-, Wein- und Tabakbau sowie für Spezialkulturen wie Spargel, Erdbeeren, Maulbeersträucher, Hopfen usw. Für Betriebe, die an sich nennenswerte Humusmengen nicht erzeugen, wird also im Moor eine Humusquelle erschlossen, deren Bedeutung im Hinblick auf die Ertragssteigerung im Obst- und Gemüsebau nicht zu unterschätzen ist. Das Moor, Land, das Jahrtausende brach lag, das im besten Falle den Heidschnucken und Bienenvölkern Nahrung gab, verschwindet. Die Oedlandflächen werden fruchtbar, und das sterbende Moor gibt uns noch wertvolles Material, das uns zur siegreichen Durchführung der Erzeugungsschlacht unschätzbare Dienste leistet. — Ueberall, wo in Deutschland gearbeitet wird, stehen und entstehen neben den Erfolgen dieser Arbeit Baudenkmäler, Kulturzeichen des Dritten Reiches. Mitten im Bur- tanger Moor — heute noch in einer toten Landschaft — erbaute der Führer das Emsland- h a u s. Wie eine Festung steht dieses Bollwerk des Nationalsozialismus an der Grenze, Zeugnis ablegend von deutscher Art und Arbeit, vom Willen, frei zu werden aus eigener Kraft. E. D. PFUNGSTADT 6260D Röhrig Gießen 6239a Neustadt 43 Willig der auch wirklich Jntereffehat,das Elektro- Handwert zu erlern., sucht Glock, Elektro-Jnstall - Geschäft, Eichweg 2. 04775 Tüchtiges Mädchen für besser. Haushaltgesucht. 6266Ö Schiffenberger Weg 14 11. An'tänd. junges Motto zuml.od.15.Okt. gesucht. Zu erfr. in d. 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In Berlin wurde die „Jahresschau für das Gaststätten - und Beherbergungsgewerbe und die Nahrungsmittel- Handwerke Berlin 1937", verbunden mit der Sonderschau „Die Küche — das Reich der Frau" eröffnet. Zur Eröffnung sprachen Oberbürgermeister Stadtpräsident Dr. Lippert, der Leiter des deutschen Handels in der DAF. Hans Feit, und der Leiter des deutschen Handwerks in der DAF., Paul Walter. Reichsorganisationsleiter Dr. Ley wies auf den Wandel hin, der sich in den letzten vier Jahren in Deutschland vollzogen habe. Deutschland ist heute wieder eines der Länder geworden, die prozentual am meisten von Ausländern besucht Möbl Zimmer rnitKochgelegen- heit für sofort gesucht. Schriftl. Angebote unter 04772 a.d.G.A (Stellenangebote Keine Zeugnisse in Urschrift wndern nur Zeugnis, abichriften dem Br- werbungsichreiben bet. legen 1 — Lichtbilder unaBewerbungsunter. lagen müssen zur Be» Meldung von Verlusten aus der Rückseite Flamen und Anschrift veS Bewerbers tragen I 2- bis 3-stöckiges 4-5-Zimer-ta in gut. Zustand, mit Bad, eventl. Loggia,Zubehör und Garten, in Gießen zu kaufen gesucht. Freie Wohnung nicht Bedingung. Kapital vorhanden. Ausführl.Angeb mit Zahlungsbedingungen erbeten unt.6134Ö an d. Gieß. Anz. Swo I Wmatsi fr71 einai W-llkürl Mn Mi Ski L’« l"'6o ü Ä-ttng. im 1. Stock mit Badezimmer u. Zubehör per 1. Novemberz.vermieten. 04787 Horst-Weffel- Wall Nr. 42. Große, geraum. 3-Zimmer- Wohnung mit Küche, Zen- tralhzg., Garten, im Neubau in Staufenberg zu vermieten. Schr. Anfragen unter 04778 a.d.G.A. werden. Das hängt damit zusammen, daß das Hotel- und Gaststättengewerbe ihnen den Aufenthalt anziehend zu machen weiß. Das Gaststättengewerbe habe es verstanden, sich als eine ausgezeichnete Visitenkarte Deutschlands den Besuchern zu präsentieren. Dr. Ley ging dann auf die Bedeutung der NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" ein, die ein gut Teil zu dem inneren Aufschwung und der Lebensbejahung des deutschen Volkes beigetragen habe. Elche zwischen Meer und Memel von Martin Kakles Insgesamt 120 Seiten mit 82 hervorragenden Naturaufnahmen des Verfassers aus 56 Kunstdrucktafeln. an Leinen gebunden RM. 3,60. Bestellungen nehmen alle Buchhandlungen und der Verlag entgegen. Hugo Bermühler Verlag Berlin-Lichterfelde IMg-BiM zu kaufen gesucht Boller, Bahn- hofstratze 55.6267V | Empfehlungen «wechsel ilinde imb Woi isburd) i üe sonst sollt Hdt, e uanter littpslicht tüt dem Weju ®ir f)ü M tor hf eine öjrb’n. 3 Wolini 4 sie ist M'igkei Äl sich Hkn Fn ur Sie Ükrti i bas er Hilus be W sich W Spol fc WPnnen ol ........... Pfungstädter Bier——, Vertreter: Fritz Heinzerling, Gieben, Schiffenberger Weg 32, Telephon 3259 i Br?'un Mch. baf G4gsveri Me - V. A. Kein Baum, kein Strauch — soweit das Auge reicht. Nichts unterbricht die Eintönigkeit dieser Landschaft. Als wir sie besuchten, schien eine heiße Augustsonne. Wenige Monate später aber, wenn Nebelfetzen und endloser Regen die Einsamkeit noch eintöniger machen und alles in Grau ein- hüllen, dann erst ist das Bild der unheimlichen Trostlosigkeit vollständig. Jetzt drehen wir uns um und schauen nach Westen. Hart an der Grenze stehen wir und glauben nun, ein Wunder sei geschehen. Jenseits des Grabens, der hier die deutsch-holländische Grenze darstellt, ist Üppigste Kultur. Weite Felder, die reichen Erntesegen versprechen. Und doch muß es dasselbe Land, der gleiche Boden sein hüben und drüben. Und an dieser Stelle wird uns auch klar, was alles eine vergangene Zeit versäumt hat auch auf diesem Gebiet. Zwei Millionen Morgen Land liegen hier im Emsland brach. Das sind über Vl> Million Hektar Qedland, die auf Abbau und Kultivierung warten. Und was früher gesündigt wurde, soll nun gutgemacht werden. Schon durchziehen Straßen und Gräben das Moor. Schon stehen rechts und links des Weges kleine Bäumchen. Wenn diese groß und stattlich geworden sind und einmal Schatten spenden werden, dann wird weit und breit kein Moor mehr zu sehen sein. Bauerndörfer, Kornfelder werden dann dort stehen, wo heute schon zäheste Arbeit geleistet wird, damit einst auch dieses Stiefkind deutscher Landschaft einen wichtigen Pfeiler der deutschen Ernährungsfreiheit abgeben kann. Es gilt, die Schwarzmoorschicht, die in der Regel 100 Zentimeter stark ist, abzutragen und die weiße Erde, die dann zum Vorschein kommt, darauf zu werfen. So wird Meter um Meter fruchtbare Scholle gewonnen. Die erzielten Erfolge sind großartig. Da, wo vor drei Jahren noch unwirtlichste Einöde herrschte, dreschen Bauern das erste Korn, reifen Kartoffeln, blühen Lupinen und weidet gesundes Vieh. Die Höfe, die hier entstehen, zeigen alle das gleiche Bild. Festgefügt aus roten Klinkern mit weißen Fensterrahmen und großen Ziegeldächern. Wo Land urbar gemacht wurde, wo erste Saat in die Erde gesenkt werden konnte, gibt der Staat jungen Bauernsöhnen die Möglichkeit, auf eigenem Grund und Boden zu siedeln. Unweit Papenburg liegt das Kloster- m o o r. Ein Feldbahnweg von 20 Kilometer Länge 3-4evil.5-2mer- wohnung mit Badezimmer ohne Einr. zum 1. November zu mieten gesucht. Angb.m.Preis u. 04779 a.d.G.A. Gesucht gut möbl., sonniges Zimmer mögl. mit Zen- tralheizg., Badbenutzung u.sev. Eingang in Nähe Flughafen oder ostl. Stadtteil. Angebote unter 04773 a. d.G.A. 3/15 Diü steuerfrei, Karosserie umgebaut, gegen bar zu verkauf. 0478s H. Bruck Kinzenbach Tel. Gießen 3213- Elektrisches Wer (Huvfeld) mit Schlagzeug und Gelder truurf für Tanz u. Unterhalt., wie neu, Wo (Wechselstrom) Körting-5-Kreis- apparat, elektr. 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Abnorme Blutungen, die entweder zwischen zwei Regeln oder bei Frauen, die keine Regel mehr haben, auftreten können, sollten die Frauen veranlassen, einen Arzt aufzusuchen; denn der rechtzeitig erkannte Gebärmutterkrebs ist fast immer heilbar. Gebärmuttersenkung, b. Frauen, die viel geboren und sich nach den Entbindungen nicht genügend gepflegt haben, kann sich die Gebärmutter senken. Beschwerden: Ziehen im Kreuz. Die Behandlung immer durch einen Arzt! Gebhard, männl. Vorname germanischer Herkunft mit der Bedeutung „der Gabenkräftige". Gebiß. Man unterscheidet ein natürliches und ein künstliches Gebiß. Das natürliche Gebiß besteht zunächst aus dem sog. Milchgebiß, das in bestimmter Reihenfolge gebildet wird und sich, wenn es vollständig ist, aus 20 Zähnen zusammensetzt. Im 7. bis 8. Lebens- jahr fällt dieses erste Gebiß aus und wird Zahn für Zahn ersetzt. Dieses zweite oder dauernde Gebiß besteht aus 32 Zähnen. Das künstliche Gebiß wird vom Zahnarzt oder Dentisten angefertigt und ist ein außerordentlich wichtiges Mittel zur Erhaltung der Gesundheit und des guten Aus- At-EM auch Silbergeld kauft ständig Erich Beyer Juwelier Bahnhofstraftei Tel. 4041. [ 04783 Spezial. :Umar- beitnngen von alt. Trauring en. tomnFöoer Mliemosser gut erhalten, zu kaufen gesucht. Schriftl. Ang. u. 04777 a.d.G.A. von