Nr. 301 Erstes Blatt 187. Jahrgang Montag, 27.vezember 1037 tr)d)emi täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen. Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild Die Scholle Monats-Bezugspreis: Mit 4'Beilagen NM. 1.95 Ohne Illustrierte # 1.80 Zustellgebühr „ -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Zenifprechanschlüffe unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnach' richten Anzeiger Gietzen Postscheckkonto: Frankfurt am Main Hose Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: vrühlsche UniverfilStsdruckerei R.Lange in Sietzen. Schriftleitung und Geschäftsstelle: Schulftratze 7 Annahme von Anzeigen für die Mitlagsnummer bis 8' /,Uhr des Dormittags Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rps.» für Te;t- anzeigen von 70mm Breite 50 Npf..Platzvorschrif) nach oorh. Dereinbg.25°/» mehr. «rmatztgte Grundpreise: Stellen-, Vereins-, gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Rpf., Familienanzeigen, Bäder-, Unterrichts- u. behördliche Anzeigen 6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B Oie Wett an der Zeitenwende ren nach China entsandt. Dazu hat Blücher gegenwärtig in der chinesischen Armee durch die „r o - ten L a n z'e n" seine eigene Vertretung. Blücher unterstützt nicht China, um Tschiangkaischek aus der Patsche zu helfen und dann — selbst von ihm aus dem Lande geworfen zu werden. Seine Absicht geht dahin, China zu überzeugen, daß der Kommunismus „das kleinere Hebe I" (gegenüber Japan) sei, und zugleich ist er bestrebt, die kommunistische Bewegung als die einzig entschlossene Trägerin des Widerstandes gegen Japan hinzustellen. Er argumentiert, daß es dem Chinesenmarschall im Falle eines Sieges über Japan kaum möglich sein werde, wieder gegen den Kommunismus Fk»nt zu machen. Denn inzwischen gewinnt der chinesische Kommunismus eine Machtstellung nach der anderen im Lande. die Prawda schließlich. A . In der Tat stößt man auf der Fahrt nach Osten und Westen immer wieder auf Bretterzäune (dahinter werden Befestigungen errichtet oder Flugplätze angelegt) oder die Vorhänge werden plötzlich zugeschoben und es wird bei Strafe verboten, hinauszusehen. „Die Mandschurei baut Bahnen?", fragt die Presse. „Gut — wir bauen auch!" Und Hunderttausende von Zwangsarbeitern haben im Gebiet von Bureja drei große Bahnbauten errichtet, dazu zwei Stichbahnen und Chausseen die diesen Abschnitt der Baikal—Amurbahn mit'der längs der mandschurischen Grenze verlaufenden Amurbahn verbinden. Zwei dieser Bahnen verbinden die neuen Rüstungszentren Komsomolsk und W o r o s ch i l o w s k mit Wolo- tschajewsk — Chabarowsk. Dazu soll noch im laufenden Jahr die ganze sibirische Strecke z w e l- gleisig ausqebaut sein. Wenn man schließlich berücksichtigt, daß die Armee Blüchers heute schon aus 350000 Man besteht, die Zahl der verfügbaren Flugzeuge 600 beträgt und die oorojet-; flotte in Fernost von allen Baubeschränkungen frei ist, so gibt dies ein Bild der Rüstungen Blüchers, die einst gegen Japan eingesetzt werden. Das Bild wäre aber unvollständig, wepn man zwei weitere Aufmarschgebiete außer acht ließe, die Aeußere Mongolei und Sinkiang. In diesem befestigt/sich der Sowjeteinfluß zunehmend, in jenem aber steht die Armee bereits unter Führung von Sowjetoffizieren und ist mit Sowjetmaterial ausgerüstet, Hier wie dort spielt Blücher seine Rolle mit Bedacht und Geschick und stellt dem japanischen Vorgehen den Einfluß des Kommunismus entgegen. — Im gegenwärtigen Konflikt wünscht Blücher natürlich nicht Japans Sieg — aber auch keinen Erfolg Tschiangkaischeks. Was er erträumt, Ist zunächst eine Beherrschung Chinas, und in der Gestalt der Kominternpropaganda ist ihm hier ein besonderes Instrument in die Hand gegeben/ Es darf nicht übersehen werden, daß in Sud-Kiangsr und Fukien ein Gebiet von etwa 500 Kilometer Länge und 250 Kilometer Breite einen kommunistischen Staat im Staate China bildet. Tausende von chinesischen und koreanischen Studenten, die die Moskauer Stalin-Universität und die orientalischen Hochschulen in-Wladiwostok und Chabarowsk absolvieren, werden als Agitato- Japan auch nicht gelungen, günstigere Voraussetzungen für seinen Handel, für Ein- und Ausfuhr zu schaffen. * Dagegen hat England -nichts unversucht gelassen, die von Japan angestrebte Neugestaltung Ostastens auch durch militärische Maßnahmen einzu- e n g*e n, wie sie durch Ausbau der Seefestung Si.ngapore deutlich wurden. Ob das für England strategisch weniger wichtige Hongkong in diesem Kriege eine Rolle spielen wird, scheint der Presse von nebengeordneter Bedeutung. Alles wird davon abhängen, ob Japan bei längerem Widerstand Chinas sich doch noch zur Kriegserklärung und damit zur effektiven Blockade der chinesischen Küste entschließt.. Die Stimmung im Volke für entschiedenere Haltung gegenüber den Einmischungsoersuchen Englands ist unverkennbar, wie besonders aus großen gegen England gerichteten Dolksoeranftaltungen hervorgeht. Die Presse läßt sogar durchblicken, daß die japanische Marine jetzt schon den Zeitpunkt für günstig halte, die englische Stellung im Fernen Osten — „England hat in Ostasien nichts verloren!" — zu brechen. Diese Kreise scheinen zu glauben, daß „der durch die neue Lage in Eurosta geschaffene Zustand England an größeren Aktionen in Ostasien verhindere". Was verspricht man sich in Japan von den Auswirkungen eines siegreich beendeten Krieges, wenn es tatsächlich zu einer Verständigung und zu einer Zusammenarbeit der beiden Völker Japan und China kommen sollte? Besonders in der ausländischen Presse wird dieses Problem leidenschaftlich erörtert. Man kann die japanische Einstellung zu einem möglichen Frieden kurz dahin zusammenfassen: Japan ist bereit, mit China zu verhandeln, wenn die chinesische Regierung sich ehrlich zu einem Zusammengehen mit Japan entschließen kann. Dazu gehört allerdings, daß die zur Zeit der Verhandlungen maßgebenden Leute in China dafür bürgen können, daß die in China ge(sen Japan organisierte feindselige Bewegung eingestellt wird. Außerdem müsse China anerkennen, daß eine politische und wirtschaftliche Neugestaltung auf dem Boden einer politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Zusammenarbeit der Länder Japan, China und. Mandschuk^o, und zwar unter Ausschaltung der Einflußnahme dritter Mächte erfolgen müsse. Diese Programmpunkte ergäben automatisch einz Meistbegünstig'ung für Japan in der wirtschaftlichen Erschließung Chinas und in den Handelsbeziehungen zwischen beiden Ländern. Selbstverständlich sei ferner, daff die drei Länder gemeinsam Vorsorge träfen, den Ein-, fluß der Komintern mit allen Mitteln auszurotten. Wie weit sich das von Japan gewünschte Friedensprogramm durchführen läßt, ohne auf den Widerstand dritter Mächte, insbesondere Englands und Sowjetrußlands zu stoßen, ist eine Frage, die heute noch nicht beantwortet werden kann. Wohl aber kann man in politischen Kreisen Japans hören, daß sich die militärpolitische Lage für Japan wesentlich günstiger gestalten werde. Aus dem Festland hätte sich durch vorbereitende Abwehrmaßnahmen in Mandschukuo und durch eine Verbreiterung der Sicherungszone in Nordchina und der Inneren Mongolei ejne gegen Sowjetrußland gerichtete strategische Basis ergeben, die im äußersten Falle gleiche Vorteile für Verteidigung tmb Angriff biete. Zur See sei für die weitere Entwicklung ausschlaggebend, daß eine intakte, durch die Erfahrungen des Krieges zu voller Schlagkraft geschulte Flotte Auseinandersetzungen gewachsen sei, die Japan nicht zu scheuen brauche, wenn England eine Neuordnung Ostasiens mit Einsatz der Waffen zu verhindern versuche. Japanische Offensive -gegen die Schaniung-Drovmz. Schanghai, 26. Dez. (DNB.) Japanische Flugzeuge bombardierten die Hafenanlagen, Kasernen und Militärlager von H a i t s ch o u und L i e n j u n am Ostende der Lunghai-Bahn, als Einleitung von Operationen gegen den Eisenbahnknotenpunkt Hsütschou und die Schantung- Provinz. Tsingtau ist in die japanische Blockade eingeschlossen worden. Ein japanischer Angriff auf die Provinz Schantung setzte auch von Norden heb ein. Die japanischen Truppen überschritten den Gelben Fluß bei Tsingtscheng, 70 Kilometer nordöstlich von Tsinan. Zielrichtung des Angriffes ist T j ch o u t f u n. Japans Krieg aus dem Festland Von unserem JR W -Berichterstatter. Moskau rüstet im Fernen Osten: Von umerem E p.-Berichterstattei. Chabarowsk, im Dezember 1937. „Schanghai ist gefallen! Die 'Japaner marschieren weiter! Litwinow verläßt Brüssel! Die Mächte haben versagt! Was tut Tschiangkaischek?" — illan kann sich in Mitteleuropa nur schwer vorstellen, welchen Eindruck diese Meldungen in jenem Gebäude in Chabarowsk hervorgerufen haben, das durch mehrere Kompanien zuverlässiger Truppen nach außen gesichert ist und in dem sich der Stab der Blücher^armee befindet. Ist jetzt der große Augenblick da? Kommt nun doch der Konflikt? — Bald wurde aber der „Ticho- okeanskoja Swesda", dem Zentralblatt deb Küstenprovinz und des ganzen fernöstlichen Gaues, die Anweisung gegeben, derartige Meldungen nicht zu groß aufzumachen — man wollte nicht den Eindruck beim Leser entstehen lassen, als läge nun eine dringende Verpflichtung der Sowjets zum Eingreifen vor. Und dann fuhr Blücher zweimal nach Moskau, wo er sich offenbar persönlich von der machtmäßigen Schwächung- der Sowjets durch die inneren Vorgänge überzeugte, die sich auch stark auf die ostasiatische Politik auswirkten; dort erhielt er neue Instruktionen, mit denen er sodann zu den Ministern der sog. „Mongolischen Volksrepublik^ nach Ulan Bator fuhr; schließlich folgte ein geheimnisvoller und bis heute unaufgeklärter Ausflug „irgendwohin" — es soll sich um eine Zusammenkunft mit chinesischen Generalen gehandelt haben — und man hatte endlich Klarheit: Moskau wird nicht eingreifen! Konflikte, von denen jeder einzelne schon den erwarteten Aufeinanderprall hätte herbeifuhren können, hat es in dep letzten Monaten gut und gerne ein Dutzend gegeben. Da sind die dauernden Gefechte weit jenseits der auf keiner Karte eingezeichneten Grenzlinien; im Frühjahr sperrte Moskau den Japanern die Durchfahrt auf der O st ch i n a - bahn und schnitt ihnen damit die Festlandsoerbindung mit Europa ab; dann kamen im Frühsommer die neuen Gespräche über den Nichtangriffspakt, die brüsk abgebrochen wurden; Es folgte im Sommer der Zwischenfall mit der Besetzung der Amurinseln; im August kam der von Japan als Herausforderung empfundene Vertrag mit China; japanische Fischerboote werden aufgebracht, japanische Konsulate in der Sowjetunion geschlossen, japanische Konzessionen auf Sachalin aufgehoben und japanische Staatsangehörige nach dem Baikal verbannt — eine fortwährende Kette schwerster Konflikte — aber nicht der Konflikt. Den günstigen Augenblick hat Blücher, wenn er an ein Eingreifen g^acht hat, verpaßt. Die Schwächung im Innern ist einer der Gründe, daß er es nicht tat. Der zweite ist, daß er „noch nicht fertig" ist. Und schließlich warten die Sowjets, — weil Japan sich nach der festen Ueberzeugung Blüchers in China ... wenn nicht den Schädel einrennen, so doch so empfindlich schwächen wird, daß man „dann" hofft, um so leichteres Spiel mit ihnen zu haben. Inzwischen rüstet Blücher weiter und nutzt andere Möglichkeiten in vielfacher Hinsicht aus. Die Befestigungen in der Küstenprovinz und weiter bis nach dem Baikal werden in einem bisher noch nicht gekannten Maße ausgebaut. W1 a d i w o st o k ist im letzten Jahr zu dem strategischen Zentrum dieser Befestigungen geworden. Forts aus Beton und Stahl, unterirdische Flugplätze, Maschinengewehrnester in der Stadt und der Umgebung sollen sie vom Lande aus schützen. Zu Wasser aber ist, wie die Tichookeanskaja Swensda noch kürzlich schrieb, „durch d,ie Anstrengungen der Arbeiter von Leningrad, Nikolajew und Wladiwostok eine mächtige neuzeitliche Flotte, insbesondere eine U.- Boot-Flotte, gebaut worden", In der Fernostflotte sind sämtliche Entlassungen hinausgeschoben worden, „um die alten erfahrenen Kaders nicht zu verlieren". — „Und die ganze mandschurische Grenze", zitiert das Chabarowsker Blatt die Moskauer Prawda, „ist mit Beton und Stahl umgürtet". — „Unsere Küste ist unangreifbar", schreibt OasHeerimZahrH9A7 ' Von Hauptmann (E.) von Zefia, Michskriegsministerium. Der Führer hat am 30. Januar dieses Jahres der Welt versichert, daß die Zeit der Ueber- raschungen vorbei ist. Diese Versicherung gab der Führer ab, nachdem das deutsche Volk es nicht mehr nötig hat, einstmals erpreßte Verträge aus eigenem Entschluß abzuschütteln. Insofern sind unsere Nachbarn vor neuen Ueberraschungen sicher. Aber auch das deutßche Volk ist nunmehr vor Ueberraschungen gesichert, die es noch vor wenigen Jahren bedrohten. Seit der denkwürdigen Tat des Führers vom 16. März 1935, der Wiedereinführung der allgemeinen Wehrpflicht und dem Aufbau der Wehrmacht, sind die Gefahren beseitigt worden, die das deutsche Volk in früheren Jahren infolge seiner militärischen Ohnmacht bedrohten. Das einstige Sprungbrett einer entmilitarisierten Zone ist für fremde „Stoßarmeen" nicht mehr vorhanden. Deutsches Land und deutsche Städte sind nicht mehr feindlichen Bombengeschwadern schutzlos preisgegeben. Die deutsche See und Küste ist vor jedem gegnerischen Einfall gesichert. Die Zeit für militärische Spaziergänge in Deutschland ist endgültig vorbei. Das alles ist erreicht 'worden durch die ein- mütige Anspannung aller Kräfte beim Auf- und Ausbau der Wehrmacht zu Lande, zu Wasser und in der Luft. Im Jahre 1937 ist dieser Ausbau planmäßig weiter gefördert worden. Er erhielt sein besonderes Gepräge durch die im Herbst erfolgte Entlas - sung des er st en Jahrgangs unserer Soldaten nach Einführung der am 24. August 1936 vorn Führer und Reichskanzler verfügten zweijährigen aktiven Dienstzeit. Von nicht minder großer Bedeutung ist, daß die im Rahmen der vorhandenen Divisionen bisher noch bestandenen Lücken aufgefüllt werden konnten. Welche gewaltige', nicht hoch genug einzuschätzende Leistung damit- erreicht wurde, kann man am besten an folgendem Vergleich ermessen. Das frühere R e i ch s h e e r zählte mit seinen 21 Infanterie- Regimentern 336 Kompanien, das heutige Heer verfügt jedoch über 36 Divisionen, jede Division aber über«3 Infanterie-Regimenter, insgesamt also 108 Infanterie-Regimenter mit 1512 Kompanien. Aus jeder Kompanie des früheren Reichs- Heeres sind nahezu fünf Kompanien des neuen Heeres aufgestellt worden. Aehnlich lagen die Verhältnisse bei den anderen- Truppengattungen, insbesondere bei der Artillerie und den technischen Formationen, bei denen eine große Anzahl Truppenteile neu aufgestellt bzw. aufgefüllt werden mußten. Diese schwierige Aufbauarbeit ist mit sichtbarem Erfolg- geleistet worden. Aus organisatorischen Gründen wurden ferner das Gruppenkom- mando 4 in Leipzig und das Generalkommando des XIII. Armeekorps in Nürnberg neu gebildet, ohne daß dadurch aber die Zahl der Infanterie-Divisionen vermehrt wurde. Das Heer fetzt sich heute zusammen aus 13 Armeekorps in 13 Wehrkreisen, gegliedert in 36 Infanterie-Divisionen, je 1 Gebirgsbrigade, Kavallerie- Brigade und leichte Brigade sowie Panzertruppen. Die Unterbringung der neuen bzw. aufgefüllten Truppenteile und die Bereitstellung von Exerzier-, Schieß- und Uebungsplätzen erforderte auch im Jahre 1937 die Errichtung umfangreicher Neubauten und den Ankauf weiteren Geländes. Infolge der Ausdehnung der Uebungsplätze wurde auch mit der Einrichtung besonderer Heeres- gutsbezirke begonnen. Zur Verbesserung der Ernährung der Soldaten wurden ferner eine Versuchs-, Lehr- und Musterküche in München und Musterküchen in jedem Wehrkreis eingerichtet. Mit d.em Ausbau des Heeres wuchs zwangsläufig auch der Bedarf anJBeamten für die Heeresverwaltung, so daß eine Auffüllung des Beamtenkörpers erforderlich wurde. Zur Heranbildung der Beamten des Höheren Dienstes, die sich aus Gerichtsassessoren ergänzen, fanden halbjährige Kurse und Uebungen an der Verwaltungsakademie in Berlin statt. Die Ausbildung der aus dem Soldatenstande stammenden Anwärter für den gehobenen mittleren Dienst (Zahlmeister ufro.) erfolgte in der in München errichteten Zahlmeister« schule und in besonderen Lehrgängen in Hanno- uer und Dresden. Wie in den Vorjahren wurden auch im Uebungs- jahr 1937 die Einheiten der Infanterie, Artillerie, Kavallerie und Kraftfahrkampftruppen zur Schulung auf die Truppenübungsplätze verlegt. Im Laufe des Sommers wurden ferner G e - ländeiibungen aller Waffen und im Herbst Hebungen im Verbände des verstärkten Infanterie-Regiments sowie im Divisions- bzw. Korpsverband durchgeführt. Den Höhepunkt der diesjährigen Ausbildung aber bildeten die großen Heeresmanöver, die im Rahmen der Wehrmachtsmanöver im Raume Mecklenburg— Pommern—Ostsee adgehalten wurden. An ihnen waren drei Armeekorps, mit acht Infanterie-Divisionen beteiligt, die durch starke motorisierte und Panzerverbände verstärkt waren. Diese Manöver waren um so bedeutungsvoller und lehrreicher, als sie zum ersten Male in der deutschen Wehrgeschichte gemeinsam von den drei Wehrmachtteilen Heer, Kriegsmarine und Luftwaffe unter der einheitlichen Leitung des Reichskriegsministers und Oberbefehlshabers der Wehrmacht durchgeführt wurden. Wie groß das Interesse an diesen ersten Wehrmachtsmanövern im Ausland mar, läßt sich daran ermessen, daß die vornehmsten Vertreter der englischen, italienischen und ungarischen Wehrmacht als Gäste des Oberbefehlshabers der Wehrmacht in 1 Erwiderung feines Besuchs in England, Italien Tokio, Dezember 1937. Es sind jetzt etwa fünf Monate her, als südlich von Peking Soldaten der japanischen Besatzung und chinesische Truppen der 29. Armee in ein Feuer- gefecht gerieten. Anfangs glaubte man an eine lokale Regelung, wie sie bisher zur Beilegung der zahlreichen Zwischenfälle der letzten Jahre in beiderseitigem Einvernehmen vorgenommen wurde. Aus dem Zwischenfall entwickelten sich jedoch regelrechte Kämpfe, die nach Heranziehung von Unterstützungen allmählich in den zweiten japanisch-chinesischen Krieg führten. Japan erklärt, daß der Krieg nicht dem chinesischen Volke, sondern den Kräften gelte, die hin - ter den Kulissen den „ostasiatischen Frieden", ausgedrückt in einer, von dritten Mächten unbeeinflußten Zusammenarbeit Japans, Chinas und Mandschukuos, zu sabotieren versuchten. Japan bestreitet, in dem Bestreben, die Lage im Fernen Osten unter seiner Führung zu stabilisieren, von territorialen Absichten geleitet zu sein. Japan wolle fein Diktat, keine Gewalt, also keine „Pax Japonica". sondern eine Verständigung von Volk z u Volk, die für den Weltfrieden unerläßlich sei. Japan glaubt also, daß eine Verständigung mit dem chinesischen Volke möglich sei, aber von dritten Mächten verhindert werde. Diese seien'die eigentlichen Verantwortlichen für den Krieg. Die Presse deutet bpbei mit Fingern auf England, das seine machtpolitischen Ansprüche auf Ostasien, abgeleitet von rein materiellen Interessen, nicht aufgeben wolle, und auf Moskau als Haupt der Komintern, die ihren „mörderischen Kampf gegen Kultur und Zivilisation" auch in Ostasien zu entfesseln gedächten. Die Welt müsse also begreifen, daß J^an keinen Eroberungsfeldzug unter Bruch von Verträgen führe, sondern dem „heiligen Kampf für Frieden, Wohlfahrt und Gerechtigkeit seine Söhne opfere". Auf dem Boden Chinas kämpfe Japan für die hohen Ideale, zu deren Verteidigung sich die im Antikomintern-Pakt zusammengefaßten Mächte bekannt hätten. Hieraus ergibt sich klar das Ziel dieses Krieges, den Japan jetzt unter Einsatz seiner gesamten nationalen Kraft durchzukämpfen entschlossen ist. Es ist in der Presse behauptet worden, daß China und Japan gleichmäßig auf rasche Beendigung der Feindseligkeiten bedacht seien. Besonders in Japan scheint die Ansicht an Boden zu gewinnen, daß im großen politischen Blickfeld China nur als Vorfeld für weit wichtigere kommende Ereignisse eingeschätzt werden könne. Dieses Vorfeld'in raschem kraftvollem Zufassen zu säubern, war notwendig. Es hieße jedoch eine große Chance aufgeben, wenn man nicht rechtzeitig Kräfte für die Folgezeit bereitstellen würde. Die Presse erörtert denn auch mit bemerkenswerter Offenheit die wachsende Spannung zwischen Japan und Moskau und rechnet mit einer „notwendigen Klärung der Sage". Japan sei nicht nur an den Grenzen Mandschukuos oder der Inneren Mongolei von Moskau bedroht, sondern auch mittelbar durch die bolschewistische Zersetzungsarbeit in China selbst. Deshalb dürfe man nicht übersehen, daß eine zu starke Verausgabung irn Kampf gegen Tschiangkaischek sich nachteilig auf das Endziel der von Japan angestrebten militärischen, politischen und wirtschaftlichen Stabilisierung des Fernen Ostens auswirken müsse. Wenn politische Preise zutreffend unterrichtet sind, so strebt Tokio eine rasche Beendigung des Chinakonfliktes an„ um die Initiative zur „Neugestaltung Ostasiens" nicht aus der Hand zu geben. Man scheint sich außerdem darüber klar zu sein, daß diese Neugestaltung' n ur in Zusammenarbeit mit China, nicht gegen China durchgeführt werden könne, wenn sie wirklich stabile Verhältnisse in Ostasien schaffen-solle. Die andere, für die zukünftige Gestaltung nicht minder wichtige Frage ist das Verhältnis zu England. Neben der tiefen. Enttäuschung über das '„feindselige Verhalten des ehemaligen Bundesgenossen" dem Japan stets die Treue gehalten habe, äußert die Presse schärfste Empörung über die „hinterhältige Politik" Englands, die offene Unterstützung Chinas gegen Japan bedeute. Freilich liegen die Gründe, für die Verstimmung in Tokio tiefer. Alle Versuche Japans, die „traditionelle Freundschaft" mit England wieder zu beleben, sind fehlge schlag en. England zeigte keine Neigung, die aus der schwierigen wirtschaftlichen und politischen Lage zwangsläufig abgeleiteten Ansprüche Japans in Ostasien anzuerkennen. Es ist und Ungarn an ihnen ieilnahmen. Bei den Herbftubungen des V. Armeekorps nördlich des Bodensees waren ferner die fremdländischen Militärattaches und bei denen des VI. Armeekorps in der Eifel Delegationen von 15 ausländischen Armeen als Gäste des Oberbefehlshabers des Heeres zugegen. Zahlreiche Kommandos und Besuche weiterer ausländischer Offiziere bekundeten das große Ansehen, das das deutsche Heer heute wieder in der Welt genießt. Im Lause des Jahres 1937 wurde auch eine Anzahl deutscher Militär- attachs stellen neu eingerichtet. Für Belgien und die Niederlande wurde ein Militärattache mit Sitz in Brüssel ernannt. Ferner wurden die Ber- treter des deutschen Militärattaches für Wien in Bern und 'Budapest in Sofia zu selbständigen Militärattaches für die Schweiz mit Sitz in B e r n und für Bulgarien mit Sitz in Sofia ernannt, sowie ein Gehilfe des Militärattaches in Tokio. Der Neuaufbau und Ausbau des Heeres machte es erforderlich, daß nicht nur mit dem 1. April eigene Heeresarchive in Dresden, München, Potsdam und Stuttgart eingerichtet wurden, sondern mit dem 17. Juni auch eine Neuregelung der Traditionspflege im Heer verfügt wurde. Sie erfolgte unter dem Gesichtspunkt, daß die in bejj einzelnen Teilen des Reiches liegenden TruppenformationeN waffenweise die Ueberliefe- rung derjenigen Regimenter und Bataillone der alten Armee führen, die in oder in deren Nähe b e r gleichen Standorte gelegen haben, wi« jetzt die betreffende Truppe des neuen Heeres. Dadurch ist nun die Möglichkeit geschaffen, daß die Söhne der Angehörigen der Regimenter der alten Armee bei den im gleichen Gau und' derselben Landschaft liegenden neuen Truppenteilen ihrer Dienstpflicht genügen. Die Tradition des alten Regiments kann sich somit'in der neuen Truppe lebendig fortpflanzen. Durch gesetzliche Maßnahmen wurden schließlich auch die für den weiteren Ausbau der Wehrmacht notwendigen Maßnahmen getroffen. Don wesentlicher Bedeutung sind in diesem Zusammenhang zu erwähnen die Verordnungen über das Erfassunaswesen, über die M u - sterung und Aushebung, über die Heranziehung der deutschen Staatsangehörigen i m Ausland zum aktiven Wehrdienst und Reichsarbeitsdienst, über die Wehrbezirkseinteilung für das Deutsche Reich, über die Regelung des Wehrdienftoerhältnisses der noch nicht erfaßten Wehrpflichtigen der Geburtsjahrgänge 1 8 9 3 bis 1900, sowie die Verordnung über die Wehrüberwachung. Auch die Bestimmungen über die Versorgung und Fürsorge für die Unteroffiziere und gedienten Soldaten der Wehrmacht wurden wesentlich erweitert, um ihnen die Uebernahme als Beamte bzw. die Eingliederung in das Erwerbsleben zu erleichtern. Die vorstehend erwähnten Einzelheiten geben in großen Umrissen ein Bild von der tatkräftigen und zielbewußten Aufbauarbeit in der Wehrmacht im Jahre 1937. Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht hat sie nicht nur dadurch anerkannt, baß er bem Reichskriegsminister unb Oberbefehlshaber ber Wehrmacht, sowie ben Oberbefehlshabern bes Heeres unb ber Kriegsmarine am 30. Januar das Golbene Parteiabzeichen verlieh, sonbern barüber hinaus bem Reichskriegsminister, Generalfelbmarschall von Blomberg, anläßlich seines 40jährigen Dienstjubiläums am 13. März, zum Chef bes Jnfant. - Regiments 73 in Hannover ernannte unb bei dieser Gelegenheit heroorhob: „Die heutige beutsche Armee, sie wäre — abgesehen von den unendlichen fachlichen unb seelischen Leistungen ber einzelnen Chefs ber Wehr- machtteile — in dieser kurzen Zeit nicht denkbar gewesen ohne ben Generalfelbmarschall von Blomberg. Das ist geschichtliche Tatsache! Dafür dankt das ganze beutsche Volk bem Generalfeldmarschall. In ber beutschen Armee wirb ber Name bes Neichs- kriegsminifters für immer weiterleben. Er bleibt auch in Zukunft ber erste Treuhänber ber Wehrmacht." Generalfeldmarschall von Blomberg war es, der am Heldengedenktag des deutschen Volkes, als er gelegentlich der Feier in ber Staalsoper in Berlin ber Gefallenen bes Weltkrieges unb ber Bewegung gebuchte, bie Worte prägte: „Geboren aus bem Geiste bes Nationalsozialismus ist bie Wehrmacht Trägerin unb Künberin nationalsozialistischer Weltanschauung unb Leben^gistaltung. Zusammen mit ber NSDAP., ber sie sich unlösbar oerbunben fühlt, bildet sie bas Rückgrat unb bas Fundament des neuen Reiches." Die Wehrmacht ist sich bewußt, bgfj bie deutsche Nation Schicksals- und Willensgemeinschaft ist und daher mit bem Volke eine unlösbare Gemeinschaft bilbet, aus bem sie ihre Kraft schöpft. Die Wehrmacht hat sich baher auch vielfach in ben Dienst ber Volks- gemeinschaft gestellt. So wurde z. B. die Landwirtschaft bei Einbringung ber Ernte in weitgehendem Maße durch bie brei Wehrmachtteile unterstützt. Dienstliche Störungen würben dabei im Interesse ber Volksernährung in Kauf genommen. B e i Unwetterkatastrophen stellte sich bie Wehrmacht gleichfalls in ben Dienst ber Volks- gemeinfchaft. Die Zusammenarbeit mit ber DAF., für die in der Wehrmacht eine besondere Abteilung eingerichtet ist, wurde durch Beschickung von Schulungskursen gefördert. Für Kinder der gering besoldeten Angestellten und Arbeiter der Wehrmacht wurde das Erholungsheim in Tabarz in Thüringen bas ganze Jahr über voll beansprucht. Auch am W i n t e r h i l f s w e r k 19 3 6/37 beteiligte sich bie Wehrmacht mit vollem Erfolg. Nicht weniger als 5 913 991 RM. konnten an Barbeträgen unb Naturalienspenben für die Notleidenden des deutschen Volkes abgeführt werden. Gegenüber der Sammlung des W,interhilfs- werkes 1935/36 konnten ijper 2 Millionen Reichsmark mehr zur Verfügung gestellt werden. Auch in diesem Winter hat sich die Wehrmacht wieder in stärkstem Maße in ben Dienst biefes Hilfswerks gestellt. In Form von Gehaltsabzügen, öffentlichen Speisungen, Wohlfahrtsveranstaltungen unb Gestellung von Hilfskräften trägt die Wehrmacht mit dazu bei, die Not bedürftiger Volksgenossen zu lindern. Erinnert sei z. B. an den Erfolg, ben die Berliner Truppenteile am „lag der Wehrmacht" durch ihre von der Bevölkerung stark besuchten Wohlfahrtsveranstaltungen für bas Winterhilfswerk erzielten. Der Reichskriegsminister unb Oberbefehlshaber ber Wehrmacht hat baher angeordnet, daß künftig von allen Truppenteilen ber Wehrmacht im ganzen Reich zugunsten des Winter- hilfswerks ber „Tag ber Wehrmacht" jeweils am Sonntag uach bem „Tag ber nationalen (Solidarität" durchgeführt werben soll. Wenn der Reichskriegsminister in seinem Neu- jahrserlaß an die Wehrmacht hervorhob, daß sie auch im Jahre 1937 ben alten Soldaten- Lügenden getreu für Deutschland arbeiten werde, und der Oberbefehlshaber des Heeres der Ueberzeugung Ausdruck gab, daß das Heer seine Pflicht in Manneszucht unb Treue erfüllen würde, Eine frohe Lugend im freien Reich. Oie Weihnachtsansprache des Stellvertreters des Führers an die Deutschen in aller Welt. München, 25. Dez. (DNB.) Wie an jedem Heiligen Abend nach ber Machtergreifung durch den Nationalsozialismus sprach auch in diesem Jahre wieder ber Stellvertreter bes Führers vom Münchener Senbehaus aus über alle beutschen Sender zu den ausland sdeutschen Volksgenossen und zu den Volksgenossen in der Heimat. In seiner Ansprache gab Rudolf Heß einleitend ber Tatsache Ausdruck, baß mieberum für eine kurze Spanne Zeit alle Deutschen auf ber Welt in einer direkten Verbindung durch bas beutsche Wort miteinander vereint seien. Wieder umfasse uns Deutsche ber Zauder eines feierlichen, festlichen Abenbs, unb einer stillen, burch bie Teilnahme bes ganzen Volkes geheiligten Nacht. Habe bas beutsche Volk in einem von Weihnacht zu Weihnacht steigendem Maße Not unb Elend unter seinen Volksgenossen verringert, so könne es jetzt in fteigendem Maße burch Hunbert- taufende und Millionen von Geschenken Freude unb Glück spenden: „Das deutsche Volk kann heute in seiner Gesamtheit sagen, baß es seine sozialen Pflichten gegenüber allen Volksgenossen freiwillig, freudig und in einem Maße erfüllt has, wie kein anderes Volk ber Erbe." Besonders aber sei in ben Jahren bes neuen Regimes, so betonte Rudolf Heß, ein Gefühl wieder gewachsen, das wir gerade am Heil'gen Abend so |tarf empfänden, bas Gefühl des Friedens in Sicherheit: „3n Deutschland gibt es das Gerede von k r i eg sgefahr und kriegerische Drohung nicht. Das felsenfeste Bewußtsein, selbst keinen Krieg zu wollen und jederzeit die Kraft zu besitzen, eigener Bedrohung emmütig und stark entgegenzutreten, nimmt uns Deutschen, die wir eine Kriegsangst überhaupt nicht in uns fühlen, auch die Sorge einer täglichen kriegerischen Bedrohung. Dabei wissen wir", fuhr Rudolf Heß fort, „auch der Mann und die Frau der anderen Völker wollen den Krieg nicht. Auch sie wollen Ruhe, friedliche Arbeit und ein aufbauendes Leben. Die Friedenssehnsucht der tüchtigen und anständigen Menschen aller Kulturnationen ist heute einer der stärksten Garanten , der Ruhe in Europa. Auch die in ihrem Streben nach Erhaltung des Friedens immer nachhaltiger wirksam werdende Kameradschaft der Frontsoldaten des Großen Krieges und das Kennenternen der Jugend, deren Väter gegeneinander tm Felde standen, nimmt den Kriegshetzern ebenfalls immer mehr die Aussicht auf Erfolg." So sei aus bem Bewußtsein ber beharrlichen Kraft, eines guten friedfertigen Willens unb bes Vertrauens in bie Führung die Weihnachtsstimmung des deutschen Volkes am Ende bes fünften Jahres bes nationalsozialistischen Aufbaues bie Weihnachtstimmung des Friedens. In unerschütterlicher Zuversicht gehe bas deutsche Volk an bie größten Aufgaben, friedlicher Arbeit, die sich jemals gestellt haben unb bie ungestört zu beenben sein sehnlichster Wunsch sei: „Was im Kampf um Deutschlands Erneuerung gewonnen wurde, bas wollen wir in ben fommenden Jahren bewahren, feftigen ünb ausbaue n". „Nach bem Willen seines Führers ist Deutschlanb dabei", sagte Rudolf Heß weiter, „gewaltige Veränderungen feines baulichen G e - sichts vorzunehmen. Es setzt sich gerabe in der gleichen Zeit, in welcher bas bis vor wenigen Jahren noch gebemütigte und entehrte, erniedrigte unb verachtete Millionenoolk seinen politischen, wirtschaftlichen, militärischen unb moralischen Wieberausbau Dornirnmt, in seinen Bauwerken bie ewigen Zeugen bes Wollens unb des Könnens der geeinten Nation. Schafft es dabei für Millionen Arbeit unb Brot, so schafft es zugleich für bie Nachwelt unvergängliche Denkmale seiner wieberer- wachten Kraft. Denkmale, bie in ihrer Größe unb in ihrer Schönheit Spiegelbilber sind ber leiden« schaftlichen Schaffenskraft unb bes Jbealismus, bie biefes Volk in unserer Zeit empfinbet! Gewaltige soziale Leistungen als Zeugnis ber Nächstenliebe, gewaltige Monumente als Zeugen ber wiedererkämpften Freiheit zu gestalten, sie sind unser sichtbarer Dank an das Schicksal, sie sind durch bie Tat abgestatteter und in Steift 'unb Eisen geformter Dank eines starken Volkes an seinen Gott! Es wirb stets bas Bedürfnis eines jeden anständigen Deutschen sein, durch Tat und Wort seinem Gott für die Kraft unb ben Segen zu banken, bie bie Allmacht bem einzelnen unb bem ganzen Volk gegeben hat. Schon die Weihnacht ist für bie meisten Deutschen bei aller Freube verbunden mit bem bankbaren Besinnen auf bas Wirken ber Allmacht. Es ist ein besinnliches Fest, unb niemanb wirb bem deutschen Volk dieses deutscheste aller" Feste rauben. So wenig wie — trotz aller hämischen ausländischen Meldungen — der Tannenbaum, dieses urdeutsche Symbol, je im weihnachtlichen Heim fehlen wird." Rudolf Heß grüßte bann namens^ber Heimat bie Männer ber deutschen Kriegsmarine unb gebuchte ber Toten, bie im vergangenen Jahr in Vollzug eines internationalen Auftrages und für die Ehre der deutschen Flagge ihr Leben gegeben haben, und mit ihnen zugleich der Volksgenossen, die als Seefahrer im Dienste der Handelsmarine starben. „Mit besonderer Anteilnahme", so betonte der Stellvertreter bes Führers, „grüßt bie Heimat in biesem Jahr bie aus* lanbsdeutschen Flüchtlinge ber chinesischen Wirren und sie bankt babei besvnbers ben beutschen Männern unb Frauen in manchen Ortsgruppen bes Fernen Ostens, die sich in vorbildlicher nationalsozialistischer Kameradschaft ihrer in Not geratenen Landsleute angenommen haben und sie noch heute betreuen. Als die Parole der Heimat rief Rudolf Heß den auslandsdeutschen Volksgenossen zu: „Wir vollenden unbeirrbar und unabänderlich, was wir im nationalsozialistischen Deutschland begonnen. Wir haben unseren Kindern ein freies Reich erkämpft. Dir geben ihnen eine frohe Jugend, ein gesundes Leben, eine anständige Moral und eine saubere Weltanschauung. Wir werden dieser Jugend die Freiheit erhalten und alle Einrichtungen vollenden, die ihr die Zuversicht auf eine schöne Zukunft geben. Wir werden den friedlichen Anab- hä ngi gkeitskampf der deutschen Wirtschaft durchfechten und für die weitere Gesunderhaltung und Gesundung unseres Volkes Vorsorge treffen, wir werden die Verbindung zwischen Heimat und Auslandsdeutschtum weiter fördern und ebenso die versuche fortsehen, für das Volksdeutschtum im Auslande durch Vereinbarungen mit den betereffenden Regierungen einen würdigen Zustand herbeizu- . führen. Wir werden unsere freundschaftlichen Beziehungen zu den Nationen, die guten Willens sind, pflegen und werden nicht müde werden, unseren Kampf für ein anftänbiges Menschentum gegen bie bolschewistische Mörderclique weiterzuführen. Wir können voll Stolz sagen, baß wir -Deutsche zum Block des Friedens geworden sind. Wo aber immer die Agitatoren der Komintern ihren niedrigen Lügen Gehör verschafft haben, da waren, wie nun schon seit 20 Jahren, Krieg und Mord, Haß und Willkür, Zerstörung und Vernichtung die Folge. Wir haben in friedlichen Abmachungen, die der Sicherheit der Völker, ihrem Aufbau und ihrer Freundschaft untereinander dienen, unser Ziel g'esehen, und wir wissen, daß es zum Besten unseres Volkes war — und wir find überzeugt, auch zum Besten der anderen Döl- ker. Auf diesem Wege werden wir wie in der Vergangenheit auch in Zukunft fortschreiten." Zum Schluß gedachte Rudolf Heß des vor wenigen Tagen verstorbenen großen Deutschen Erich Ludendorff. Das deutsche Volk werde sich des Feldherrn stets stolz erinnern als eines seiner größten Söhne, der sich als einziger militärischer Führer aller am Weltkriege beteiligten Nationen den Ehrennamen „Feldherr" errungen habe. Der Stellvertreter des Führers endete seine Ansprache mit den Worten: „An der Schwelle eines neuen Jahres wenden wir unsere Gedanken und Wünsche dem Manne zu, dem jeder einzelne von uns seines Volkes und damit seine eigene Stellung in der Welt heute dankt. Es gibt keinen Deutschen, dessen Leben nicht in irgendeiner Form mitgeleitet und mitgeführt ist durch ihn. Und es gibt keine uns alle angehende Idee oder Handlung, die nicht entweder von ihm gedacht oder getan oder von ihm mitbestimmt wäre! Glücklich wer mit uns des Glaubens fein kann, im Handeln dieses Mannes die sichtbare Spur eines allmächtigen Willens zu sehen. Wir, die wir dies können, wir gehen in die Weihnacht mit der einen großen Bitte: Herr, erhalte Deutschland seinen Führer Adolf Hitler!" so hat der Verlauf des hinter uns liegenden Jahres diesen Erwartungen Recht gegeben. Nicht nur Führung und Truppe, sondern das ganze deutsche Volk können stolz sein auf die Leistungen, die in vorbildlicher Pflichterfüllung von der Wehrmacht geleistet worden sind. Das'Ergebnis des Jahres 1937 macht es zur Gewißheit, daß auch die Ausgaben, dieimneuenJahran das Heer unb die beiden anderen Wehrmachtteile gestellt werben, mit gleicher Hingabe unb Entschlossenheit im Glauben an ben Führer und bas ewige Deutschlanb erfüllt werben. Der Führer bei der Weihnachtsfeier der alten Münchener Parteigenossen. München, 24. Dez. (DNB.) Der Führer weilte auch in biesem Jahr zum Weihnachtsfest im Kreise seiner alten Münchener Parteigenossen. Mehr als 1300 SA.-Männer unb alte Parteigenossen hatten sich am Freitagmittag auf Einlabung bes Führers in bem weihnachtlich geschmückten großen Löwenbräu-Saal versammelt, in bem früher so manche heiße Versammlungsschlacht ausgefochten würbe. Neben bem Führer sah man im Kreise ber alten Parteigenossen bie Reichsleiter Schwartz, Fiehler unb Dr. Dietrich, Korpsführer Hühnlein, Ministerpräsident Siebert, bie ^-Obergruppenführer Sepp Dietrich unb von Eberstein, SA.-Obergruppenführer Helfer und zahlreiche weitere führende Münchener Parteigenossen, ferner die Spender, die zu dem reichhaltigen Gabentisch für bedürftige SA.-Männer und Parteigenossen beigetragen hatten unb Mitglieber ber NS.-Frauenschaft, die an ber Ausgestaltung ber Feier beteiligt waren. Die alten Parteigenossen erinnerten sich wieber an Weihnachten 1931, als Obergruppenführer Brückner zum ersten Mal bie armen unb bedürftigen SA.-Kameraden zu der Feier mit dem Führer in das Braune Haus einlub. Aus Her kleinen Weihnachtsbescherung von einst ist die Feier der Kameradschaft geworden, bie ben großen Kreis ber alten Münchener SA.-Männer unb Parteigenossen alljährlich zum Weihnachtsfest mit bem Führer vereint. Sauleiter Wagner sprach bem Führer im Namen der versammelten 1320 alten SA.-Kameraben in warmen Worten seine herzlichen Wünsche für bas Weihnachtsfest aus. In fast einftünbigen Ausführungen gab bahn be r Führer einen Rückblick auf ben Weg ber Wieberherstellung ber beutschen Macht unb einen Ausblick in die Zukunft unb bie Aufgaben, bie sie uns stellt. Minutenlanger unbeschreiblicher Jubel umbranbete ben Führer, als er geenbet hatte. Durch ein Spalier erhobener Arme verließ der Führer die Weihnachtsfeier seiner alten Kampfgenossen. Oie deutschen Bergmänner danken dem Führer. Essen, 24. Dez. (DNB.) Das Gesetz über den 2l u fbau ber Rentenversicherung mit feinen großzügigen Maßnahmen zur Besserung ber sozialen Lage bes deutschen Bergmannes hat bei den Arbeitsmännern des Ruhrbergbaues dankbare Freude ausgelöst. Dem Dank der deutschen Bergmänner gibt' der Letter ber Reichsbetriebsgemeinschaft Bergbau, ?Hh°rt Padberg, in folgendem Telegramm an den Führer Ausdruck: Mein Führeri 650000 deutsche Bergmänner begrüßen aus dankbarem Herzen die Neuregelung der knappschaltlichen Versicherung, die durch eine Gemeinschaftshilfe bes gesamten beutschen Volkes ermöglicht würbe. Sie geloben Ihnen, mein Führer, wie in den früheren Jahren des Aufbaues auch für alle Zukunft Einsatzbereitschaft und Treue für das deutsche Vaterland." Verbesserte Lage der Kriegsbeschädigten. Weiterer Abbau der Notverordnungen. Berlin, 24. Dez. (DNB.) Das Gesetz über den Ausbau der Rentenversicherung vorn 21. Dezember 1937 bringt für die Kriegsbeschädigten und K ri e g e r t) i n t e r b (i e b e« nen einen weitgehenden Abbau untragbar gewordener Vorschriften ber Reichsver- sicherungsorbnung, bie noch aus der Zeit der Notverordnungen stammen. Diese Vorschriften bewirkten eine scharfe Kürzung der Renten aus der Sozialversicherung beim Zusammentreffen mit [ben Renten aus ber Kriegsversorgung. Die baraus folgenden Abzüge von ben an sich kleinen Derficherungsrenten wirkten sich bei ben beschädigten alten Frontsoldaten sowie ihren Hinterbliebenen schmerzlich aus und beeinträchtigten immer mehr ihre Lebenshaltung und ihren Lebensabend. Nachdem schon seit der Machtergreifung die schlimmsten Härten gemildert worden waren, wird jetzt ein entscheidender Schritt zum vollständigen Abbau dieser N o t v o r s ch r i f t e n getan. Das Gesetz vom 21. Dezember gibt nunmehr der Mehrzahl der Kriegsbeschädigten unb1 ihrer Hinterbliebenen die volle Soz'ialrente wieder, für die übrigen wird der zahlbar bleibende Betrag nach Möglichkeit erhöht. Damit ist besonders für die ältesten Gruppen der Kriegsopfer ein Fortschritt erreicht, der zusammen mit ber 1934 bewilligten Frontzulage wohl als eine der beöeutenbfamften Maßnahmen zugunsten der Kriegsopfer angesehen werden muß. Außerdem erhalten jetzt alle Kriegsteilnehmer Steigerungbeträge für die Dauer ihrer Teilnahme am Weltkriege. Dadurch wird ihre Rente aus der Sozialversicherung entsprechend erhöht. Erweiterte Rückzahlungen aus der Beamtenzwangssparkaffe. Berlin, 26. Dez. (DNB.) Auf Grund der Einbehaltungsoerordnung wurde den preußischen Beamten und Angestellten vom 1. Juli 1932 bis zum 31. März 1935 ein Teil ihrer Dienst- und Dersorgungsbezüge e i n b e h a 11 e n und nur beim Tode eines Empfangsberechtigten, beim Ausscheiden eines Beamten aus dem öffentlichen Dienst ohne Versorgung oder beim Ausscheiden eines Angestellten aus dem Staatsdienst ausgezahlt. Die Rückzahlungsoorschriften sind jetzt durch eine Der- ordnung b'es preußischen Finanzministers Dr. Po. Pitz zugunsten der B e a m t e n w i t w e n und ber kinderreichen Beamten und Angestellten e r m < i t e r t ^orhen. Im Jnm""- w - den die vom Witwengeld einbehaltenen Beträge ausgezahlt, ebenso die einbehaltenen Beträge an Beamte und Angestellte mit mindestens vier Kindern, für bie sie Kinderzuschläge beziehen, zurückgezahlt. Neue Bestimmunaen zur Wehrffeuer. Berlin, 24. Dez. (DNB.) Eine zweite Durchführungsverordnung zum Wehrsteuergesetz bestimmt, oaß ootn 1. Januar 1938 ab Wehrsteuerpflichtige, denen nach den Vorschriften des Einkommensteuergesetzes Ki n d e r e r m ä ß i g u n g für mindestens zwei Kinder zusteht, die Wehrsteuer auch in den beiden ersten Jahren ber Steuerpflicht nur nach ben einfachen Sätzen, b. h. in Höhe von 6 v. H. der Einkommensteuer (Lohnsteuer) zu entrichten haben. Die Wehrsteuer beträgt bei diesen Wehrsteuerpflichtigen aber mindestens 5 v.T. des Arbeitslohnes, wenn sie durch Steuerabzug vom Arbeitslohn erhoben wird, oder 6 v. T. bes Einkommens, wenn bie Wehrsteuer veranlagt wird. Richtlinien für bie Wehrsteuerveranlagung unb ben Wehrsteuerabzug vom Arbeitslohn werden Anordnungen über bie Be. Handlung solcher Personen enchalten, die aktiven Wehrdienst von weniger als 24 Monaten abgeleistet haben ober bie infolge bestimmter Dienstbeschädigungen ober Körperverletzungen für ben Wehrbien st untauglich geworben sind. Die Richtlinien werden im Buchhandel erhältlich sein. , Die Wahrheit über Deutschland. W a r s ch a u, 24. Dez. (DNB.) „Gazeta Polska" beschäftigt sich mit ben Vorstellungen bes durchschnittlichen Zeitungslesers in Europa über die Lage in Deutschland. Der Berliner Berichterstatter des Blattes kennzeichnet die Irreführung, der viele Ausländer durch bie tenbenziöfe Darstellung deutscher Verhältnisse in ausländischen blättern Zum Opfer fallen. Diese erwarten auf Schritt und Tritt in Deutschland Beweise von Elend unb oon Lebensmittelmangel anzutreffen. Stattdessen sehen sie auf ber Straße, in der Straßenbahn oder in irgend einem Dorstadtkinv nur sauber und ordentlich gekleidete unb gut genährte Menschen. Sie stellen sich vor, bah bie Mehrheit der beutschen Bevölkerung nach Demokratie sich sehne, daß man solche Menschen leicht irgendwo antreffen unb mit ihnen sprechen könne. Stattdessen gäbe es sie entweder überhaupt nicht oder sie wüßten sich vorzüg- lich im Verborgenen zu halten. Jeder, ber einen Umsturz in diesem Lande erwarte oder auch nur diese. Möglichkeit in Erwägung ziehe oder sie wünsche, gebe sich einem Irrtum hin. Man könne ohne zu «zögern sagen, daß die nationalsozialisttsche Verfassung eirre ber stärksten Verfassungen sei, die innerhalb der zivilisierten Welt bestehen. Wohl gebe es noch einzelne Unzufriedene. Aber schon bas Offizierkorps habe aufgehört, eine bestimmte Kaste im Volk zü^ sein Es gebe keinen Gegensatz zwischen Armee und Partei. Die Partei milche sich nicht in die Angelegenheiten der Armee und die Armee nicht in die Politik, beide aber arbeiteten für die Nation. Zu ben im Ausland verbreiteten unwahren Behauptungen über bie Lage der Kirchen in Deutschland erklärte ber Berichterstatter, nach feinen Beobachtungen denke ber Nationalsottalismus nicht daran, Irgend eine Kirche zu urtt-rbrück " Er habe nur ein Ziel, eine einheitliche unb starke Nation zu schaffen. Das Modell des neuen Ganhanses in Dresden. * ■ M?ZÄ. Mia In Dresden wird ein nettes Gauhaus der,NSDAP., Gauleitung Sachsen, errichtet. Dis Aufnahme zeigt das vom Führer genehmigte Modell. Links das Gauhaus, daneben der Glockenturm mit den beiden Ehrentempeln für die Gefallenen der Bewegung und des Weltkrieges. Rechts die Sachsenhalle, die 40 000 Menschen Platz bietet. — (Scherl-Bilderdrenst-M.) Frankreichs Finanzsorgen. Finanzminister Bonnet sagt: „Man kann Arbeit nicht durch Milliarden ersetzen". Gemeinschaft und Persönlichkeit. Kulturpolitischer Rückblick auf dasJahr1937 An den Haltepunkten des Lebens, wenn Feste oder Zeitabschnitte zu Rückblick und Besinnung mahnen, will der denkende Mensch in dem oft verwirrend bunten Mosaikbild der Tageschronik d i e verbindenden Linien sehen. So wenig ein Geschlecht, das seine überzeitliche Sendung im Handeln sucht, zur geschichtlichen Deutung seiner eigenen Epoche berufen sein mag, so notwendig ist die Rechenschaft über das Woher und Wohin auch für den Handelnden selbst. Gewiß ist der Grundsatz, daß besser Etwas getan wird, als gar nichts, auch wenn das Etwas nicht immer das Richtige ist, eine brauchbare Maxime für das praktische Leben; aber beim Blick über größere Zeitabschnitte muß sich an den Taten ein Plan und ein Sinn ablesen lassen. Den tiefsten Einblick in die bewegenden Kräfte der Zeit gestattet naturgemäß das kulturelle Leben des Volkes. Denn hier, im Raum des Geistes, der Seele und ihrer gestaltenden Tätigkeit, müssen die Entscheidungen der praktischen Politik ihre grundsätzliche Formulierung finden, wenn sie überhaupt Herzstück des Volkes, Teil seines Seelenlebens werden wollen. Wir brauchen an dieser Jahreswende nicht weit zuxuckgreifen, um aus vielen Einzelheiten mühsam die eine Linie zu konstruieren. Zu Hilfe kommt uns die Rede, die der Reichspressechef Dr. Dietrich jüngst vor deutschen Studenten,gehalten hat. Wie so oft in der Geschichte der nationalsozialistischen Bewegung Reden den Rang von Taten gehabt haben, so ist auch in diesem Vortrage über Persönlichkeit und Gemeinschaft Entscheidendes zur geistigen Situation der deutschen Gegenwart gesagt worden. Mögen die Begriffe, um die es hier geht, an dieser Stelle nicht zum ersten Mal in unser Bewußtsein getreten sein, wichtig und neu waren die Klarheit und Sachlichkeit, mit der die Auseinandersetzung auf eine geistige Ebene gehoben und dort mit äußerster Konsequenz zur Entscheidung gebracht wurde. Die „kopernikanische Wendung des Geistes", die die nationalsozialistische Revolution als eine „Revolution des Denkens" in unserem Voske vollzogen hat, ist nach Dr. Dietrichs Aussage die Vereinigung von Persönlichkeit und Gemeinschaft, von Freiheit und Notwendigkeit auf der Basis von Rasse und Volk. Diese Begriffe, die im Schlagwortgebrauch des politischen Alltags als Erfahrungstatsachen verwendet werden, stnd durch den Nationalsozialismus in Dietrichs Ausprägung zu geistigen Kategorien, ja zu Grundtotsachen von metaphysischer Eigenschaft geworden. Was das für das deutsche Denken und damit für die deutsche Kultur bedeutet, geht zunächst aus der Abgrenzung von Rasse und Volk geaen die Werturteile des Individualismus und des Liberalismus hervor, wie Dr Dietrich ausführlich und fcharffinnig nachwies. Die Proklamierung von Rasse, Volk und Volksgemeinschaft als gesetzgebende oberste Wertbegriffe auch für das Denken des neuen deutschen Menschen drängt ober zu Folgerungen, die noch viel weiter greifen. Das wird verständlich, wenn wir im Fluge einmal die Grundtatsachen an uns vorüberziehen lassen, auf die sich verschiedene andere Kulturen und Völker als höchste Gegeben-- heiten des Lebens gestützt haben. In China baute sich das Leben und Denken auf der Geschlechterkette der Familie auf, aber die Gemeinschaftsfunktion des Ahnenkults gipfelt über die Familie hinaus höchstens in der Dorfaemein- schoft. In Japan erreicht eine ähnliche Grundanschauung eine größere Höhe in der religiösen Verehrung des Kaisers als des wirklichen, Sohnes des Himmels, so daß eine staatliche Bindung von Familien und Ständen möglich wurde. Im griechischen Sparta z. B. ist die rein staatliche Notwendigkeit oberstes Prinzip gewesen, dem sogar Bindungen des Blutes geopfert werden mußten. Auch im alten Rom, solange es organisch gefestigt war, ist der formale Staatsbegriff die wirksamste Lebensmacht gewesen. Die Errichtung einer Geistesgemeinschaft, die olle staatlichen und blutsmäßigen Elemente relativierte und unter eine, die ganze Menschheit umspannende jenseitige Idee stellte, vollzog in der abendländischen Welt erst das Christentum. Sündhaftigkeit und Erlösungsbedürfnis alles Geschöpflichen. die metovbysischen Grundtatsachen des Urchristentums, schließen selbstverständlich aus, daß im Rahmen der urchristlichen Heilsreligion ge- schöpfliche Ordnunaen wie Rasse und Volk absolute Werte darstellen. Denn wenn durch den mythischen Sündenfall olle Menschen zunächst einmal grundsätzlich schlecht sind und erst durch die weltumspan- nende und alle Schranken der Geburt übersvringende Erlösung entsühnt werden müssen, dann können im Rohmen dieser Weltanschauung nicht blutsmaßige Gemeinschaften und geschichtliche Ordnungen wie Rasse und Volk. Blut und Boden sakrosankt, für den untersuchenden Geist letzte, unangreifbare Glau- venstatsachen sein. Vor dieses schwerwiegende Entweder — Oder steht sich der deutsche Mensch in der nationalsozialistischen Gegenwart gestellt und damit zur Entscheidung aufgerufen. Daß der Nationalsozialismus tatsächlich „in der Gemeinschaft des Blutes, in der Idee der Rasse die.Grundlage unseres Denkens und Handelns erkannt" und mit allen weltanschaulichen Konsequenzen a priori postuliert hat, das „ist die große epochale Entdeckung ... die keine Vorläufer hat". Galten die kritischen Ausführungen des Reichsvresiechefs zunächst auch nur bpr erkenntnistheoretischen und weltanschaulichen Position des Individualismus und Liberalismus als den zeitlich unmittelbar voraufgegangenen Formen des europäischen Denkens und Handelns, ss liegen die hier aufaezeigten grundsätzlichen Erwägungen doch in der Konsequenz der Gedankengänqe Dietrichs. Daß er mit offenem Visier im geistigen Kampf der Gegenwart bis zu diesem Punkte -vorstieß, t eine der klärenden und entscheidenden Toten im Raum der jungen deutschen Kulturpolitik gewesen. Aber auch die Prägung des Persönlich- keitsbeqriffs, wie ihn die Dietrich-Rede aufweist ist ein Stück nationalsozialistischer Wirklichkeit, 'dos im abgelaufenen Jahr mehrfach in besonderer Weise sichtbar würde Nicht als blndungs- loses, der Willkür preisgegebenes Einzelwesen gilt uns die Persönlichkeit, sondern als „selbstwert,ge Ganzheit" und als „dienendes Glied des Ganzen Das ist ein Doppeltes. Als ein sozialdemokratischer Kultusminister vergangener Zeiten einmal die Persönlichkeit als Exponent der Gemeinschaft" erklärte, da bezeichnete er nur eine Seite, die reine Funktionalbeziehung des Führers auf die ihn tragende Gemeinschaft (wobei der Sozialdemokrat unter Gemeinschaft selbstverständlich nur die marxistische ..Klaste" verstand^ Als „dienendes Glied des Hl h e = 'n n r , kes, an dessen Rassenseele und geschichtlichen Erlebnis sie teil hat. „Selbftwerttge Ganzheit" abex Paris, 26. Dez. (DNB.) Im Senat warnte der Berichterstatter des Finanzausschusses, Senator A b e l G a r d e y , vor eitern weiteren Anwachsen der Staatsschuld. Die Senatoren Desjardins und Ery wiesen auf den Rekordfehlbetrag von ieben Milliarden Franken hin, während )ie Staatsschuld schon 525 Milliarden betrage. Es ei unmöglich, die Politik des Ausgleichs mit der Politik der Inflation zu verbinden, wie mar es gegenwärtig tue. Finanzminister Bonnei verteidigte die Finanzpolitik der Regierung. Das Schatzamt habe alle feine Verpflichtungen eingehalken und werde zu Beginn des Januars über acht Milliarden Franken verfügen, während es 1938 im ganzen 28 Milliarden benötige. Man müsse sich der steigenden Flut der Ausgaben und der finanziellen Demagogie widersehen. Das französische Volk, das sparsamste der Welt, dürfe sich nicht daran gewöhnen, alle Schwierigkeiten mit Geld regeln zu wollen. Man müsse auch, besonders bei der Durchführung des Rüstungsprogramms, an die Anstrengungen denken, die in den totalitären Staaten wie Deutschland von dem ganzen Volke gefordert würden. Man könne ArbeitnichtdurchMilliar- den ersehen. Wenn die Franzosen nur verstehen sollten, Forderungen zu stellen, Unruhe zu stiften, die Arbeit der Leiter zu stören, so geht Frankreich dem Zusammenbruch entgegen. Der Vorsitzende des Finanzausschusses, Senator C a i l l a u x, stimmte den Ausführungen des Ministers zu, warnte aber vor einer unvernünftigen Finanzpolitik. Der Fehlbetrag des Schatzamtes sei tändig im Zunehmen begriffen. An den militärischen Ausgaben dürfe nicht gerüttelt werden; das ei aber ein Grund mehr, um die anderen Seiten des Fehlbetrages scharf anzupacken. Arbeit und Sparsamkeit seien die einzigen zweckmäßigen Hilfsmittel, um die Lage zu bessern. ist sie durch die überragende, schöpferische E i n z e bl e i st u n g , die aus der verborgenen Substanz des Volkskörpers schöpft und ihn neu prägt. Das beste Beispiel bieten uns die Träger des Deutschen Nationalpreises für Kunst und Wissenschaft, den der Führer an Stelle des herabgewürdigten Nobelpreises zu Anfang des Jahres stiftete und auf dem Parteitag zum erstenmal vertejlen ließ. Betrachten wir von den vier ausgezeichneten Männern nur Alfred Rosenberg und Ludwig Troost: Ihre Persönlichkeitsleistung besteht gleicherweise darin, daß sie mit ihrem Werk — Rosenberg vor allem als weltanschaulicher Theoretiker und Troost als Baukünstler — aus den Tiefen der Volksseele eigene Formen heraufführten, die bis dahin nicht vorhanden waren, aber durch die zwingende Kraft ihres Geistes Ausdruck des neuen Gemeinschaftswollens wurden. Persönlichkeiten im nationalsozialistischen Sinne waren sie dabei sowohl durch ihre seelische Verwurzelung im nationalen Geisteserbe wie durch ihre „selbstwertige" Leistung als „einzigartige" Führer, in deren Werk sich nun das Ganze spiegelt, wiedererkennt und verstanden fühlt. Auch der mutige Versuch, die Fragen unserer Zeit durch kühne Vorstöße im Bezirk der Film- und Bühnenkunst wenigstens einer Klärung näherzubringen, fand mit dem Nationalen Film- u n d B u ch p r e i 's des 1. Mai die Bestätigung des Persönlichkeilswertes solcher Männer wie Emil Hannings und Friedrich B e t h g e. Als Aufgabe der Zukunft wurde die gleiche Verantwortung und Forderung übertragen den Künstlern, die in die wirtschaftlichen Gremien der Filmgesellschaften entsandt wurden, um. dort dem Nützlichkeitsdenken des Kaufmanns den Wertbegriff der künstlerischen Persönlichkeit entgegenzusetzen — zum Heil der wachsenden deutschen Filmkunst. Wie schließlich rückwirkend die Kräfte und Gaben der Gemeinschaft dem ausgedienten Künstler auch materiell zugute kommen, das zeigt das große Werk der neuen Altersversorgung für die B ü h n e n s ch a ff e n d e n , mit der das Volk am Lebensabend feiner Mimen ihnen dankbar einen Teil dessen vergütet, was sie in Jahrzehnten des Wirkens verströmten Diese Wechselwirkung zwischen Persönlichkeit und Gemeinschaft wäre ireilich nicht möglich, fühlte das Volk sich von der Führung nicht verstanden und in seinem Wesen bestätigt Trotz mancher Nörgelei an diesen und jenen zunächst nicht voll erfaßten Einzelheiten, die nun einmal nicht fehlt, wo die „Harmonie der Interessen unter Um afeifhen" b->ra"stollf mrrhon w'iß Wnb die arohen kulturpolitischen Emicheidungen getragen gewesen, von der Zustimmung des Volkes in seiner ganzen Andauernde Streikwelle lahmt die französische Wirtschaft. Paris, 26. Dez. (DNB.) Die Streikbewegung in Frankreich hält an. So sind die Belegschaften des Hochofenwerkes in Charleollle, die Belegschaften sämtlicher Einheitspreisgeschäfte in Toulouse, die Straßenbahnangestellten von V a - lenciennes, die Angehörigen einer großen Textilfabrik bei Denain und ferner die Besatzungen verschiedener Frachtdampfer in den Ausstand getreten. Da die Lieferwagenfahrer der Zeitungs- .oertriebsgesellschaft H a ch e 11 e ihren Streik auf- 'rechterhalten, mußte die gesamte Abfuhr durch Militärlastwagen und Kraftdroschken durchgeführt werden. Die Belieferung der großen Pariser Markthallen geschah ebenfalls durch Militär- laftroagen. Ein Teil der Pariser Presse sprach von einer Niederlage der Regierung. Selbst das „Oeuvre" erklärt, daß die ständigen Fabrikbesetzungen im Lande Verwirrung und Unordnung Hervorrufen. Auf diese Weise würde in der öffentlichen Meinung eine Reaktion vorbereitet, deren Folgen und Ausmaße kein Mensch vorhersagen könne. Die Fabrikbesetzungen fete'h im Begriff, die wichtigsten Elemente des französischen Volkes gegeneinander aufzuhetzen. Der „Malin" schreibt, wenn die Macht auf Seiten der Illegalität bleibe, so gebe es für die Wirtschaft eines Landes kein Fortbestehen mehr. Regieren bedeute, die Gesetze anzuwenden. 1 Million Stück Dich in Frankreich von der Maul- und Klauenseuche betroffen. Paris, 27. Dez. (DNB. Funkspruck.) Kammer und Senat haben vor kurzem eine Gesetzesvorlage verabschiedet, durch die den non der Maul- und Klauenseuche betroffenen Landwirten ein Ent - schädigungskredit in, Höhe von 40 Millionen Franken zur Verfügung gestellt wird. Das „Echo de Paris" hält diese Summe für unzu- reid>enö, um alle Betroffenen zu entschädigen. In ganz Frankreich seien rund 1 3 0 0 0 (Sern e i n b e n mit rund 100 000 landwirtschaftlichen Betrieben und 1 Million Stück Vieh von der Seuche befallen. Die Departements Pas de Calais, Cal- vados-Norh und Elsaß-Lothringen feien am schwersten heimgesucht. Breite. Zwei Beispiele sprechen für viele: Der durchschlagende Erfolg des „Tags der Deutschen K u n ft" mit der „Großen deutschen K u n ft « a u 5 ft e 11 u n g" in München und ihrem Gegenbild der Entartung, an denen ein überwältigender Strom von Volksgenossen aller Schichten vorüberflutete; und dann der ungeahnte Aufstieg der Kulturarbeit in der NSG. „Kraft durch Freude" die durch die Vereinigung mit der NS.-Kulturgemeinde nun auch organisatorisch das umfassende' Auffangbecken für ein Volk geworden ist, dem von Marxisten ein Paradies versprochen wurde, das ihnen erst die Nationalsozialisten durch Teilnahme am kulturellen Leben der Nation eröffneten. Johannes Jacobi. Erweiterte Hilfe fiirKlemrentne Berlin, 24. Dez. (DNB.) Das von der Reichsregierung im Juli 1934 erlassene Gesetz über Kleinrentner Hilfe bedeutete eine Erleichterung für viele hilfsbedürftige Volksgenossen, die ihre durch jahrjehntelange Arbeit und Sparsamkeit geschaffene Existenzgrundlage für ihr Alter durch die Geldentwertung - nach dem Kriege verloren hatten. Durch eine neue Verordnung des Reichsarbeitsministers wird der Kreis der zum Be zug der Kleinrentnerhilfe berechtigten Volksgeno fen erweitert. Zu den Kleinrentnern zähle künftig auch-Hilfsbedürftige, denen ab 1. Januar 1918 ein Grund- oder Betriebsvermögen im Werte von mindestens 1 2 0 0 0 Mark gehört hat, wenn sie das Vermögen in der Zeit zwischen dem l. Januar 1918 und dem 30. November 1923 veräußert und den Erlös durch die Geldentwertung eingebüßt haben. Ferner kann die Kleinrentnerhilfe künftig a u ch alten oder erwerbsunfähigen Pächtern und Rentnern im Falle ihrer Hilfsbe- bürftigteit gewährt werben, wenn sie mit ihren Eltern bis zu beren Tob im gerne infamen Haushalt gelebt unb an Stelle eigener Erwerbstätigkeit für ihre Angehörigen hauswirtschaftliche Arbeiten geleistet haben. Dabei ist nicht erforberlid), baß sie bas später von ber Gelbentwertung betroffene elterliche Vermögen schon vor bem 1. Januar 1918 von Tobes wegen erworben hatten. Schließlich werben ben Kleinrentnerhilfe-Empfän- gern auch alte ober erwerbsunfähige Flüchtlinge ober Verbrängte gleichgestellt, bie infolge bes Weltkneges'ihres Existenzgrundlage verloren haben und dadurch hilfsbedürftig geworden find. * ' Der Reichsarbeitsminister hat ferner auch in diesem Jahr einen Sonder z u schuß für die Kl-in- r.-ntner von insgesamt 2,8 Millionen Mark zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus ist beabsichtigt. die für die Kleinrentnerfürsorge und Kleinrentner« Hilfe jährlich bereitgestellten Reichsmittel tm Betrage von bisher 28 Millionen Mark vom 1. April 1938 an zwecks Gewährung laufender R e i ch s z u f ch ü f f e an jeden Kleinrentner zu verwenden. Diese im Einvernehmen mit der Partei und den beteiligten Reichsministerien be- absichtigte Maßnahme wird die Lage der Kleinrentner wesentlich erleichtern. Bessere Friedensaussichten. Rundfunkbotschaft des tschechoslowakischen Staatspräsidenten. Prag, 24. Dez. (DNB.) Der Präsident der Tschechoslowakei, Dr. Benesch, verlas am Weihnachtsabend eine Rundfunkbotschaft. Wenn 1936 und zu Anfang 1937 von der Möglichkeit eines europäischen Krieges gesprochen worden ei, so seien die letzten Monate mit diplomatischen Verhandlungen und Kundgebungen au^gefüUt gewesen, bie ohne Zweifel, ungeachtet des Krieges im Fernen Osten — besagten, baß niemand an einen Krieg in Europa denke, und daß die Möglichkeit eines solchen weit geringer sei als vorher. Die Großmächte seien ersichtlich zu dem Schluß gelangt, daß ein Krieg in Europa einer Katastrophe gleichkäme und keine Lösung brächte. Wenn er im Jahre 1936 ein Jahr schwerer Krisen und in diesem Jahr ein Jahr des Ausgleiches der Kräfte erblicke, scheine es ihm, daß das kommende Jahr ein Jahr der Suche nach einem Einvernehmen und schließlich auch des Abschlusses wenigstens teilweiser und vorläu- iger Vereinbarungen sein werde. Diese Vereinbarungen würden Dann zu bestimmteren, den Frie- >en in Europa tatsächlich sichernden Abkommen führen. Zu der Lage in der Tschechoslowakei erklärte Dr. Benesch, er halte als grundlegend für die weitere Entwicklung das, was in diesem Jahre für das gemeinsame Verständnis in der Frage der Minderheiten geleistet worden sei. Es bleibe ein großes Nimm Dir fest vor: Keinen Abend ohne Chlorodont historisches Datum für die k a r p a t o r u f f i f ch e Bevölkerung, daß das Gesetz über die Autonomie ihres Landes beschlossen und — wie Benesch erklärte — durchgeführt würde. Ein wichtiger Faktor in der Entwicklung des Staates fei der Re- gierungsbefchluß über bie Minberheitenfragen vom 18. Februar 1937. Er habe, meinte er, volles Vertrauen zu der Bevölkerung, zu welcher Nation sie auch immer gehöre. Sie habe ein hohes politisches Niveau und guten Willen, wünsche Ruhe unb eine friedliche Entwicklung unb respektiere bie Sprache, bie Ansichten uhb die Gefühle der Mitbürger ber anberen Sprache. Das Hauptziel, so etwa schloß Benesch seine Runbfunkansprache, müsse heute sein, alle Bedingungen zu schaffen, um eine wahrhafte Versöhnung im Innern und nach Außen hin in die Wege zu leiten. Eine Weihnachtsansprache des Königs von England. London, 26. Dez. (DNB.) Vom Schloß Sandringham aus hielt König Georg am ersten Weihnachtsfeiertag eine Rundfunkansprache an die Völker des britischen Weltreiches. Nach Worten des Dankes für die Liebe und Ergebenheit des britischen Volkes sagte König Georg: Wenn wir zurückblicken auf das jetzt abschließende Jähr', so sehen wir über Teilen der Welt die Schatten der Feindschaft und der Furcht. Wir wollen uns aber zu der Botschaft vom Frieden und guten Willen hinwenden, die Weihnachten bringt. Wir wollen uns bemühen, daß dieser Geist schließlich überwiegt. Jeder von uns kann helfen, -wenn er diese unsterbliche Botschaft zur Richtlinie seines täglichen Lebens macht. Auch Präsident de V a I e r a richtete am ersten Weihnachtsfeiertag eine Ansprache an das irische Volk, in der er die neue irische Verfassung als das Ergebnis jahrhundertelanger schwerer Opfer bezeichnete. Die neue Verfassung bringe die Befreiung von auferlegten Bürden. Das irische Volk beginne jetzt eine neue Zeit. Seit Generationen habe es für die Irländer nicht solche Möglichkeiten gegeben. (5fb<*bli(be ^ortfebnffe bot bn^chen Geeausrüftunq. London , 26. Dez. (DNB.) „Sunday Times" befaßt sich mit dem englischen Marineaufrüstungsvro- gramm. Im- jetzt zu Ende gehenden Jahr habe England 7 Kreuzer, 9 Zerstörer, 3 U-Boote, 3 Min-m- leger, 3 Torpedoboote und verschiedene Versuchsschiffe gebaut. Augenblicklich lögen im Rahmen des Aufrüstungsprogramms rund 10 0 Kriegsschiffe auf Kiel, unter diesen 5 Schlachtschiffe, 5 Flugzeugmutterschiffe unb 16 Kreuzer. Das vergangene Jahr sei das Jahr der Vollendung für die Kreuzer- klasse gewesen. 1938 werde die Vervollständigung der Zerstörer- unb U-Bootklassen bringen. Fortdauer der Kämvfe in palä^ina. I e r u f a l e m , 26. Dez. (DNB 1 In den Gefechten nm 6ee TiberiaS, die die Weihnachtsfeiertage über andauerten, stehen 1000 Mann britischer Trup- ven 200 arabischen Freischärlern gegenüber. Die Freischärler sind an den See GenezaretH abge- Drängt worden. Da alle Grenzübergänge gesperrt sind und auch die Libanon-Gendarmerie auf englisches Ersuchen eine stränge Sverre durchstibren soll, ist es fraglich, ob den Aufständischen der Rückzug gelingt. Es ist daher wohl möglich, daß die arabische Mannschaft aufgerieben wird. ' Nene bolschewistische Angriffe auf Ter»ei obae'chiagen. (Salamanca, 26. Dez. (DNB.) Wie ber nationalspanische Heeresbericht besagt, sind die Bolschewisten auch am ersten Weibnachtsfeiertag weiterhin gegen die nationalen Stellungen bei Teruel an- gestürmt, jedoch unter großen Verlusten z u r ü d g e s ch 1 agen worden. Die nationalen Truppen haben ihre Operationen in der Umgebung bis 70; un toe w ui w. bi. g' D st.' h , b ' 9 der Stadt fortgesetzt. Bet einem Gegenangriff der Bolschewisten am linken Flügel ließ der Feind nach seinem Rückzüge zahlreiche Tote auf dem Schlachtfelde zurück. General Queipo de Llano teilte im Rundfunk mit: Obgleich einige Vororte in der Gewalt der Roten seien, bleibe die eigentliche Stadt Teruel in nationaler Hand und werde energisch verteidigt. Weihnachtsfeier der „Kd§."-Italienfahrer". 'Jtenpet, 26. Dez. (DNB.) Die 2500 deut, schen Urlauber, die sich mit der „KdF."-Flotte auf einer Jtalienreise befinden, feierten das Weihnachtsfest gemeinsam mit den Besatzungen der „Deutschland" und der vier deutschen Torpedoboot« in Neapel in herzlicher Kameradschaft zwischen Wehrmacht und Auslandsdeutschtum. Am Heiligen Abend fanden sich die Schiffsbesatzungen und die Angehörigen der deutschen "Kolonie Neapels an Bord des Panzerschiffes „Deutschland" zu einem stimmungsvollen Weihnachtsfest zusammen. Am ersten Feiertag liefen die Schiffe der „KdF."-Flotte, „Der Deutsche", „Sierra Cordoba" und „Oceana", ein. Die Schiffe führten auf ihren Mastspitzen Weihnachtsbäume, die in hellem Lichter- schein erstrahlten. Am Nachmittag kam der Weihnachtsmann auf den drei Urlauberschiffen zu den zahlreichen Kindern, die die Reise mitmachen. Am Abend fanden sich zahlreiche Mitglieder der deutschen Kolonie Roms ein, um zusammen mit den Volksgenossen aus der Heimat und aus Neapel das Weihnachtsfest auf den Schiffen mit Tanz und fröhlicher Unterhaltung in den mit strahlenden Christbäumen geschmückten Sälen zu verbringen. Am zweiten Weihnachtsfeiertag wurden vor allem die deutschen Kriegsschiffe besichtigt, während die „KdF."-Urlauber und die blauen Jungens Rundfahrten durch Neapel machten, den sonnigen Tag auf der Insel Capri, an den Hängen des Vesuvs oder an den Ausgrabungsstätten von Pompeji zubrachten. Kleine politische Nachrichten. Zn Berlin traf der neue japanische Latsch a f t e r Shigenori Togo als Nachfolger des Grafen Mushakoji ein. Im Namen der deutschen Regierung begrüßte der Chef des Protokolls, Gesandter von Bülow-Schwante, den Botschafter. Der Botschafter war 1920 bereits Botschaftssekretär in Berlin, ging 19Ö3 für zwei Jahre nach Tokio als Chef der Ersten Abteilung des Büros für europäische und amerikanische Angelegenheiten, war darauf Erster Botschaftssekretär in Washington und von 1929 bis 1932 Botschaftsrat in Berlin. Zuletzt leitete Togo als Ministerialdirektor die Abteilung Europa im Auswärtigen Amt. In B e r l i n ist eine deutsch-bolivianische Vereinigung ins Leben gerufen worden, die unter dem Namen Deutsch-Bolivianische Arbeits- oemeinschaft der Förderung der kulturellen und wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Deutschland und Bolivien dienen soll. In einer Verlautbarung des französischen Handelsministerium heißt es, in Rom fei em franzö - fisch-italienischer Notenaustausch bezüglich der Verlängerung der zwischen beiden Ländern bestehenden Handelsabkommen vorgenommen worden. Im Januar werde sich unter Führung des Direktors im Handelsministerium Alphand eine französische Delegation nach Rom begeben, um mit der italienischen Regierung einen neuenHandelsoertrag auszuhandeln. * Eine aus Vertretern sämtlicher faschistischer Organisationen bestehende italienische Studienkommission wird sich demnächst zur Vertiefung der beiderseitigen freundschaftlichen Beziehungen nach Japan begeben. Die Generalratswahlen in der kleinen Pyrenäen- Republik Andorra brachten der Volksfront eine schwere Niederlage, ihre Kandidaten wurden auf der ganzen Linie geschlagen. Kunst und Wissenschaft. Gedenkfeiern zum 100. Geburtslage Cosima Wagners. Am ersten Weihnachtsfeiertag, dem 100. Geburtstag Cosima Wagners, fand in Bayreuth eine schlichte Gedenkfeier am Grabe im Garten des Hauses Wahnfried statt, wo zahlreiche Kränze nieder- gelegt wurden. Für den Führer, dessen Kranz von vier ^-Männern getragen wurde, für die Gauleitung und den NS.-Lehr'erbund war Gauleiter Fritz W ä ch t l e r erschienen. Der Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda, Dr. Goebbels, und der Präsident der Reichsmusikkammer hatten den Leiter des Reichspropagandaamtes Bayreuth mit der Niederlegung ihrer Kränze beauftragt. — Das Opernhaus Nürnberg ehrte den 100. Geburtstag von Cosima Wagner am ersten Weihnachtsfeiertag durch eine Festaufführung der „Meistersinger von Nürnberg", die ein Enkel der Verewigten, Graf G r a v i n a, dirigierte. 3um 60. Geburtslage des Heimatschriftstellers Hans Otto Becker. Am 28. Dezember wird der in Dieburg als Amtsgerichtsrat a. D. lebende, weit über die Grenzen des Hessenlandes bekannte Heimatschriftsteller Hans Otto Becker 60 Jahre alt. Er besitzt eine große Lefergemeinde, der er mit seinen kernigen Erzählungen, mit seinen Bühnenstücken und Romanen viele frohe Stunden bereitet hat. H. O. Becker, 1877 in Darmstadt geboren, besuchte dort das Gymnasium, um sich dem Studium der Rechtswissenschaft zu widmen. Seine Akzessisten-- und Assessorenzeit verbrachte er in Darmstadt, war von 1907 bis 1913 als Amtsanwalt in Fürth i. O. tätig, später als Hilfsrichter in Lich und Hungen, bis er 1914 als Amtsrichter in Gießen angestellt wurde. Von hier kam er nach Dieburg, wo er seit 1917 bis zu seiner Versetzung in den Ruhestand 1934 als Amtsgerichtsrat ersprießlich wirkte. — -Zu seinen Romanen, die ein dankbares Publikum fanden, gehören u. a. „Schloß Frankenberg", „Krieg dem Krieg", „Die neue Zeit", „Gerechtigkeit" und „Der Heldentenor". Beckers Dolksftücke, wie „Der Oeko- nomierat", „Das Lieschen", „Der Dalutabauer" u. «., sind weithin durch ihren prächtigen Humor beliebt. H. O. Becker ist unfern Lesern auch feit Jahren als Mitarbeiter an der „Heimat im Bild" bekannt. Aus aller Wett. Dichter Nebel hemmt den Weihnachtsverkehr in England. Am zweiten Weihnachtsfeiertag wurde England -von einem plötzlichen W e t t e r u m s ch w u n g überrascht. Nach ziemlich kalten Tagen trat plötzlich Nebel auf, der fast ganz England überfiel. In London herrschte die sogenannte „E r b s e n s u p p e". Der Nebel war so dicht, wie man chn über Weihnachten seit 29 Jahren nicht mehr erlebt hat. Der gesamte -Verkehr war lahmgelegt. Zug- und Dampferverbindungen hatten stundenlange Verspätungen: auch der Luftverkehr mußte eingestellt werden. Die üblichen Sportveranstaltungen am Weihnachtstage, darunter 14 sonst sehr besuchte Fußballspiele, mußten abgesagt werden. Zu ernsteren Unfällen ist es bisher nicht gekommen. Eine Serie schwerer Verkehrsunfälle in Frankreich. In Frankreich ereigneten sich ani ersten Weihnachtsfeiertage eine Reihe schwerer Verkehrsunfälle. In der Nähe von Dijon stießen zwei 'Kraftwagen zusammen. Bei dem Unfall kam eine Frau ums Leben, während drei Personen lebensgefährliche Verletzungen erlitten. In Fontainebleau wurden bei einem Autozusammenstoß zwischen drei Kraftwagen eine Person getötet und sechs Personen lebensgefährlich verletzt. Zwei der Wagen brannten völlig aus. In der Nähe von Angers verunglückte ein Ueberlandautobus. Ein Reisender ft a r b an den erlittenen Verletzungen, zahlreiche Reisende mußten in ein Krankenhaus übergeführt werden. Bei einem Zusammenstoß in der Nähe von Evreux mürbe, ein Schiffskapitän g e t ö » t e t und oiA Personen schwer verletzt. — In. Mogador (Nordafrika) kamen bei einem Verkehrsunfall zwei Personen ums Leben, eine Frau liegt in hoffnungslosem Zustand darnieder. Schließlich fuhren bei Toulouse ein Autobus und ein Pferdewagen ineinander. Hierbei büßten zwei Reisende ihr Leben ein. Französischer Geistlicher zu Gefängnis verurieilk. Das Pariser Strafgericht verurteilte einen katholischen Geistlichen, der einem 80jährigen Greis, der sich vertrauensvoll an ihn gewandt hatte, Wertpapiere im Werte von 400 000 Franks entwendet hatte, zu 18 Monaten Gefängnis, 1000 Franks Geldstrafe und. 215 000 Franks Sühnegeldern. Feuer in einer französischen Irrenanstalt. Im Irrenhaus von Montredon, einer der größten französischen Anstalten dieser Art„ brach am Samstag Feuer aus. Die Feuerwehr der 3 Kilometer entfernten Stadt Du Puy eilte sofort herbei, konnte aber nicht verhindern, daß ein Gebäude, in dem 135 Kranke untergebracht waren, nieb erb rannte. Wie viele Kranke in den Flammen umgekommen sind, steht noch nicht fest. Bisher konnten neun Leichen gefunden werden. Nur dem Umstand, daß die einzelnen Gebäude der Anstalt, die mit 3Ö00 Kranken belegt ist, durch hohe Mauern voneinander getrennt sind, ist es zu verdanken, daß der Brand nicht auch auf andere Gebäude Übergriff. Die Wärter hatten große Mühe, die Kranken in Schach zu halten. Ein Funkenregen, der auf eine bisher ungeklärte Explosion zurückzuführen ist, fiel in einen Hof, in dem mehrere Irre versammelt waren. Hierdurch entstand eine Panik, bei der 12 gefährlich« Irre die Flucht ergriffen. Sie werden von einem Polizeiaufgebot in der Umgebung gesucht. Drei Todesopfer eines Flugzeugabsturzes im Vöhmerwald. Ein Flugzeug der Luftftrecke Bukarest—Prag- Paris, das am Nachmittag des 24. Dezember von Wien nach Prag startete, irrte aus unbekannter Ursache von der Flugstrecke ab und stieß auf dem Knappenberg im südlichen Böhmerwald' im Nebel und Schneesturm gegen einen hohen Baum und stürzte ab. Dem Unglück fielen die beiden Mitglieder der Besatzung, der Pilot und der Radiotele- araphift, sowie der einzige Flugpassagier, ein Prager Anwalt, zum Opfer. Wetterbericht des Reichswetterdienstes. Ausgabeort Frankfurt. Die lebhafte Wirbeltätigkeit über Nordeuropa wurde durch das starke Hochdruckgebiet auf das Festland abgedrängt. Sein Einfluß auf unser Wetter hat sich daher noch verstärkt, auch hat seine lebhafte Ostströmung kältere Luft herangeführt. Das Wetter bleibt weiterhin kalt, auch sind leichte Schneefälle nicht ausgeschlossen. Aussichten für Dienstag: Wolkig dis aufheiternd, vereinzelt ^ruch leichter Schneefall. Weiterhin kalt, zunächst noch nördliche und östliche Winde. Aussichten für Mittwoch: Im wesentlichen noch kaltes und meist trockenes Wetter. Lufttemperaturen am 26. Dezember: mittags + 2,6 Grad, abends —2 Grad; am 27. Dezember: morgens — 2,3 Grad. Maximum + 4,4 Grad, Minimum heute nacht — 4 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 26. Dezember: abends + 0,6 Grad; am 27. Dezember: morgens + 0,3 Grad. Wintersport-Wetterdienst. Vogelsberg. Hoherodskopf: Klar, — 7 Grad» 40 Zentimeter Gesamtschneehöhe, 1 Zentimeter Neuschnee, stark verharscht; Ski und Rodel gut Rhön. Wasserkuppe: Heiter, —8 Grad, 50 Zentimeter Gesamtschneehöhe; Ski und Rodel gut Taunu s. Feldberg: Heiter, —7 Grad, 12 Zentimeter Schneehöhe, verharscht, Ski mäßig, Rodel gut Schwarzwald. Feldberg: Heiter, —10 Grad, 30 Zentimeter Gesamtschneehöhe, 5 Zentimeter Neuschnee, verharscht; Ski mäßig, Rodel gut Hauptschristleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik und für die Bildey! Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans ThyrioH für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. 21. XI. 37: 10 780. Druck und Verlas: Brühlsche Universitätsdruckeret R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugs- preis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufs« preis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zett ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig. Karl Inderthal Reichsbahn-Obersekretär L R, Gießen (Llebigstraße 951), den 24. Dezember 1937. 8699D Im Namen der Hinterbliebenen: Lina Inderthal, geb. Reuning Ernst Inderthal, Apotheker. Heute entschlief sanft nach kurzem schweren Leiden mein lieber Mann, Vater, Schwager und Onkel Die Beerdigung findet auf Wunsch des Verstorbenen in aller Stille in Alten-Buseck statt Tücht.,zuverl. Dame für ein. Laden in Gießen ver l.Febr. 1938 gesucht. Schneiderin, Putzmacherin oder aus der Textilbranche bevorzugt. Zeugnisse u. Angeb. unter 8700Dan den Gieß. Anzeig. Haustochter Zu Ans. Januar gebildetes jung. Mädchen in kleinen Haushalt zu 2iährig. Jungen gesucht. Beding, zuverlässig und kinderlieb.Zugesichert wird voll. Jamilienanschl. und Taschengeld. Hausgebilf. vorhanden. Angmrit Lichtbild erb. an Frau Apotheker Dr. Dernbach Bad Salzschlirf. | Verkäufe | Ein großer und ein mittelgroßer Cisschrank eine Büfettaufsatz-Bitrine und ein Aleischwoff zu verkauf esosD Bahnhofgast- stätten Gießen. 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Geisse Waldalgesheim bei Bingerbrück am Rhein Weihnachten 1997 06196 Anneliese Vourgeols Erwin Bar Verlobt« Singen am Tlhein Gchmittstraße 26 |Verschiedenes| Alter brauner Dackel entlaufen. 87osD Ruckes WieseckerWegZl Kleine Anzeigen richten sich an die Bevölkerung der engeren Heimat! Dar nm: Kleinanzeigen in die Hei- matzeitung, den Gießener Anzeigei Wir haben »ns verlobt Mariechen Fink Wilhelm Seipp Rödgen, Weihnachten 1937 L2L ' * WHW Wunsch Konzert*, am 1.Danuariq38/iq,0-24-00 Wochenübersicht: Stadttheater Dienstag, 28. Dez., 20-22.30 Uhr Enoch Arden Mittwoch, 29.Dez., 15-17.30 Uhr Schneewittchen Mittwoch, 29. Dez., 19.30-22.15 Demetrius Freitag, 81 .Dezember (Silvester) 20-22.45 Uhr, Erstaufführung: Die Geisha Samstag, l.Jan.(Neujahr),15 bis 17.30Uhr: Schneewittchen Samstag, 1. Januar (Neujahr), 20-22.15 Uhr, Erstaufführung: Die tote Tante n. andere Begebenheiten Sonntag, 2. Januar, 11.30-12.30 Uhr: Smetana: Streichquartett: Aus meinem, lieben Schubert: Forellenquintett Sonntag, 2. Jan., 15-17.30 Uhr Schneewittchen Sonntag, 2. Jan., 19-21.45 Uhr Martha mmD Nachlässe 3 bjeaov.H.«* halten Sie bei wiederholten Ver• Sffentllehungen einer Anze Igel