- ■■ ■ V W Samstag, 2Z. November 1*>5Z 18 Z. Jahrgang Nr. 21Z Erstes Blatt erster Leiter des nationalsozialistisch ausgerichteten seinen Absichten Reichsverbands der Deutschen Presse und hervor-1 angeben werden. Des WrerS Dank an Dr. Schacht Der neue Reichswirtschafisminister Walther Funk wurde 1890 in ftchastsbeaustragter Adolf Hitlers wurde. Ihm wurde »'Äfe ..Jj. •“ * SS den l' 5 6 tt Z 3 Z esse bekundet. Daß bis zur endgültigen Amtsübernahme durch ihn am 15. Januar der Beauftragte des Vierjahresplanes Generaloberst Göring die Geschäftsführung im Reichswirtschaftsministerium übernimmt, ergibt sich ohne weiteres aus der allgemeinen Ausrichtung der deutschen Wirtschaft auf das große Ziel des Vierjahresplanes, die Rohstoff- und Nahrungsfreiheit des deutschen Volkes. Daß an die Stelle Walter Funks als Staatssekretär im Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda, der ja zugleich auch Pressechef der Peichsregierung war, der bisherige Pressechef der NSDAP., Reichsleiter Dr. D i e t r i ch berufen worden ist, wird in der gesamten Presse mit lebhafter Genugtuung begrüßt werden. Ist doch auch Dr. Dietrich ebenso wie sein Vorgänger ein Journalist vom Fach, der in langjähriger Ausübung des journalistischen Berufes genaue Kenntnis der Lebensbedingungen der Presse erlangt hat und als I? }i (P p ti An den Reichsbankpräsidenlen Dr. Schacht hat der Führer das nachstehende -Schreiben gerichtet: Berlin W 8, den 26. November 1937. Lieber Herr Schacht! Am 30. Juli 1934 erklärten Sie sich bereit, für die Dauer der Erkrankung des damaligen Reichswirtschaftsministers Dr. Schmitt die Geschäfte des Reichswirtschaftsministeriums zu übernehmen und weiterzuführen. Sie haben seitdem in dieser Stellung dem neuen Deutschen Reiche und mir außerordentliche D i em st e geleistet. Deshalb konnte ich mich auch bisher nicht entschließen. Ihren mir im Laufe der letzten Jahre ö f t e r v o r- getragenen Bitten um Abgabe des Rlini- fteriums zu entsprechen. Die infolge des Aufbaues des Apparates des Vierjahresplanes sich als notwendig erweisende Z u s a m ? menlegung mit dem Wirtschaftsmini- Annahmr von Anzeigen für öie Mitlagsnummer bis 8* /.Uhr des Vormittags Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Brette 7 Rpf.. für Textanzeigen von 70mm Breite 50 Rps.,Platzvorschrift nach vorh Bereinbg. 25°/o mehr. Ermäßigte Grundpreise: Stellen-, Vereins-, gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzei- gen 5 Rpf., Familienanzei- / gen, Bäder-,Unterrichts- il behördliche Anzeigen 6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B r?d sterium läßt mich nunmehr die Gründe würdigen, mit denen Sie erneut um Ihre Entbindung von den Geschäften des Reichswirtfchaftsministers baten. Wenn ich Ihrem Wunsche entspreche, so geschieht esmitdemAusdrucktiefsterDank- barkeit für ihre so ausgezeichneten Leistungen und in dem glücklichen Bewußtsein, daß Sie dem deutschen Volke und mir als Präsident des Reichsban kdirektoriums noch viele Jahre Ihr hervorragendes Wissen und Können und Ihre unermüdliche Arbeitskraft zur Verfügung stellen werden. Erfreut darüber, daß Sie auch in Zukunft mein perfönlicher Berater sein wollen, ernenne ich Sie mit dem heuten Tage zum Reichsminister. Wit deutschem Gruß! Ihr (gez.) Adolf Hitler. sters zu wählen. Der Ges der Reichskanzlei. Der durch Erlaß des Führers zum Reichsminister ernannte Chef der Reichskanzlei Dr. Hans-Heinrich Lammers wurde 1879 in Lubtt- nitz (Oberschlesien) als Sohn des dortigen Kreis- und Grenztierarztes geboren. Er besuchte die Evangelische Fürstenschule in Pleß und wurde nach Beendigung seiner juristischen Unioersitätsstudien in Breslau 1901 Referendar. 1906 bestand er die zwette juristische Staatsprüfung in Breslau. 1912 kam er als Landrichter nach Beuchen. Den Krieg machte Dr. Lammers als Hauptmann der Reserve des JR. 51 nyt und erwarb das EK. I. Nach dem Kriege widmete er sich der öffentlichen Verwaltung und wurde 1921 Oberregierungsrat und ein Jahr spätes Ministerialrat im Reichsministerium des Innern, wo- er das Referat für Staatsrecht innehatte. Auf diesem Gebiete hat sich Dr. Lammers auch schriftstellerisch betätigt. In Anerkennung seines großen Könnens und seiner mannigfachen Erfahrungen wurde Dr. Lammers, der schon seit langem das Vertrauen des Führers genoß, Chef der Reichskanzlei. Neue Neichsreferentin für den BOM. Berlin, 26.Nov. (DNB.) Die bisherige Reichsreferentin für den BDM beim Reichsjugendfuhrer, Frau Trude Gärtner, hat den Relchsjugend- fuhrer um Entlassung von ihrem Amt gebeten Der Reichsjugendführer hat diesem Wunsch seiner langjährigen Mitarbeiterin entsprochen und ihr zugleich im Namen der nattonalsozialistischen Jugendbewegung seinen Dank für die aufopfernde und erfolgreiche Arbeit beim Aufbau des BDM. ausgesprochen Zur Reichsreferentin für den BDM beim Reichsjugendführer hat Baldur von Schirach die Obergau- führerin Jutta Rüdiger ernannt Berlin, 26.Koo. (DNB.) Der Führer und c Reichskanzler hal-den Präsidenten des Reichs- \ bankdirektoriums Dr. Schacht in Genehmigung * seines Antrags von der Führung der Ge- schäfte des Reichs- und preußischen , Wirtschaftsminsters entbunden. Reichs- ■ Minister Dr. Schacht behält sein Amt als Präsident des R e i ch s b a n k d i r e k t o- rl um s wie bisher. Gleichzeitig hat ihm der Führer in Würdigung seiner außerordentlichen Verdienste zum Reichsmini st er ohne Geschäftsbereich ernannt Zum Reichs- und preußischen Wirtschaft s m i n i st e r hat der Führer und Reichskanzler den Staatssekretär im Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda und Pressechef der Reichsregierung Walther Funk mit Wirkung von 15. Januar 1938 ernannt. Bis zu dessen Amtsantritt istderBeauftragtefürden Vierjahresplan preußischer Ministerpräsident Generaloberst Göring vom Führer mit der Führung der Geschäfte des Reichs- und preußischen Wirtschaftsministers beauftragt worden. Der Führer und Reichskanzler hat ferner mit Wirkung vom 15. Januar 1938 den Ministerialdirektor im Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda, Karl Hanke, zum Staatssekretär in diesem Winisterium ernannt. Gleichzeitig hat der Führer den Pressechef der NSDAP., t ifto Dietrich, mit Wirkung vom 15.3a- 938 zum Staatssekretär im Reichs- ium für Volksaufklärung und Propaganda n Pressechef der Reichsregierung t Führer hat schließlich angeordnet, daß der E.. e, der Reichskanzlei an Stelle seiner bisherigen Amtsbezeichnung „Staatssek relär und Ches der Reichskanzlei- die Amtsbezeichnung „Reichsminister und Chef der Reichskanzlei" führt. In Vollziehung dieses Erlasses hat der Führer den Chef der Reichskanzlei Staatssekretär Dr. w Lammers zum Reichsmini ft er ernannt r 3 IM krlchelnl täglich, außer Sonntags and Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild Die Scholle Monarr-Vezugspreis: Mit 4 Beilagen RM. 1.95 Ohne Illustrierte . 1.80 Zustellgebühr , -25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt zernsprechanfchlüffe unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnach» richten Anzeiger Gießen Postscheckkonto: Zranfturt am Main 11086 - 8 ; iE ö’T* §^2 1 M O3?.? mitte Eschon seit Jahrhunderten als Kaufleute, Bauern und Beamte anfäfsig ist. hier verbrachte Funk auch feine Jugend und bestand am Gymnasium tn Insterburg die Reifeprüfung. Früh zog es ihn zur Presse, und bereits seine Studienjahre in Berlin und Leipzig waren auf dieses Berufsziel gettchtet. Seine Sachkenntnis und fein journalistisches Wirken auf dem Gebiete der W 1 r t s ch a f t s p 0 l i t l k fan- bald Beachtung. 1922 uni) 1923 trat er durch - y* 3 a 3 < 0 2 . 0 n Ä rZ Gtaatssekreiär Funk zum Reichswirischafisminister ernannt Dr. Dietrich preffechef der Reichsregierung. VI E fr Cn~ 3 3, 'cis 2'3 Ls-s o 3 »5 gen den Boden. _. Die Ernennung des bisherigen Staatssekretärs im Reichsministerium für Volksaufklarung und Propaganda Walter Funk zum Relchswlrtschafts- minister wird in der deutschen Wirtschaft allgemein begrüßt werden, da die Persönlichkeit des neuen Ministers der Wirtschaft die Gewißheit gibt, daß sie auch künftighin von einem """" ' E 2, ^2.3, 3 = 23d 3 n 2.0 Die Leitung des Reichswirtschaftsmimstermms durch den Reichsbankpräfidenten Dr. Schacht war ursprünglich als ein Provisorium gedacht gewesen, nachdem der erste Reichswirtschaftsnnmster des na- , ttonalsozialistischen Kabinetts Dr. ® au5 Gesundheitsrücksichten den Führer um Enthebung von feinem Amt gebeten hatte. Der Neue Plan und die Bedeutung der Devisenbewirtschaftung für Deutschlands Wirtschaft und Außenhandel hatten es zweckmäßig erscheinen lassen, die^ Aufgabendes Reichswirtschaftsministers und des Reichsbank' Präsidenten wenigstens für die Anlaufzeit m einer Hand zu vereinigen. Aber das tonnte keine Regelung für die Dauer fein, besonders da auch der organisatorische Aufbau der deutschen Wirschafttta ganze Kraft eines Mannes erfordert und nun auch der Dierjahresplan eine straffe Zusammenfassung der Wirtschaftsführung des Reiches notwendig macht. Es ist deshalb zu begreifen, daß der nut der Führung des Reichswirtschaftsministeriums beauftragt gewesene Reichsbankpräsident Dr. Sch acht den Führer mehrfach um Abgabe seines Ministeramtes gebeten hat. Mit der jetzt getroffenen Entscheidung des Fuh- rers wird der in der ausländischen Presse bereits leit Wochen lebhaft betriebenen Gerüchtemacherel mit einem Schlage ein Ende gemacht. Die mel- fachen Mutmaßungen des Auslandes sind mit Der Ernennung des Staatssekretärs Walter Funk zum Reichswirtschaftsführer gegenstandslos geroor- Lern Ein Dankschreiben bes Führers an Dn Schacht stellt dessen Verdienste, die er sich als Letter des Reichswirtschaftsministeriums in der fdjroterigcn Zeit des organisatorischen Umbaues und der Einstellung auf den Neuen Plan um die deutsche Wrr^ schäft insgesamt erworben hat, nut außerordentttch anerkentienden Worten gebührend heraus Die Ernennung Dr. Schachts, der selbstverständlich weiter wie"bisher an deTspitze des Reichsban-d.retta- riums bleibt, zum Relchsm ini st er ohne ® schäftsbereich, und der in dem Schreib^!des Führers mit besonders anerkennenden Worten zum Ausdruck gebrachte Wunsch, auch m 3uE“nft b er verfönlichen Berater des Führers zu bleiben, entziehen allen über die Personttchkelt Dr. Schachts im Ausland herumgegebenen Mutmaßun- eine Reihe von wirtschaftspolittschen Aufsätzen und Broschüren hervor, die nicht nur eine außerordentliche Kenntnis der Wirtschaftszusammenhange und -Notwendigkeiten, sondern auch einen außergewöhnlichen Scharfblick verrieten. So stand er plötzlich mitten in der Wirtschaftspolitik des Nachknegs- deutfchland. Man brauchte feinen Rat. 5) e I ffe = rich, Schacht und Dr. Luther zogen ihn 1923 zu den Beratungen über die Neuschaffung einer stabilen Währung hinzu. In späteren Jahren sparte er dann nicht mit Kn- ttk an der unheilvollen Wirtschaftspolitik des Deuisch- lands der Systemzeit. Als Hauptschriftl etter des Handelsteils der Berliner B ö r s e n z e i t u n g besaß er für diefes Gebiet eine Plattform, die m der gesamten Wirtschaft Beachtung fand. Er oerfuchte durch Vorträge, in denen er mit weiser Voraussicht Abkehr von der Aufnahme von Au^s- Kntturelle Rechenschaft. Die großen, alljährlich wiederkehrenden Kultur- reden des Führers, welche dem gesamten kulturellen Schaffen in Deutschland die inneren Voraussetzungen schaffen und der deutschen Kulturpolitik Aufgaben und allgemeine Richtung weisen, finden ihre Spiegelung und Ergänzung, gewissermaßen vom Organisatorischen her, in den programmatischen Reden zu den Jahrestagungen der Reichskultur- kammer. In diesem Sinne darf die Rede von Reichsminister Dr. Goebbels begriffen und zu- sammengefaßt werden als ein einheitlicher Rechen- fchaftsbericht über das, was die Reichskulturkammer, als die organisatorische Mitte und Spitze unseres geistigen und schöpferischen Lebens, an ideellen und praktischen Ergebnissen und Leistungen aufzuweisen hat. Wenn die Jahrestagung der Kulturkammer mit der Jahrestagung der NS.-Gemein- lchaft „Kraft durch Freude" nicht allein äußerlich zusammenfällt, sondern auch ganz bewußt mtt jener zusammen und im Hinblick auf sie begangen wird, so ist das nur eine Bestätigung und Bekräftigung der vom Minister in den Mittelpunkt seiner Betrachtungen und Darlegungen gerückten Grundanschauung: man kann eine vollkommene Organisation und straffe Zentralisation auch des kulturellen Lebens einer Nation schaffen, die in der Welt als vorbildlich gelten darf, aber man kann mit aller Organisation weder Genies aus dem Boden stampfen noch „von oben herab" gewissermaßen Kultur machen; im Gegenteil wächst alles, was kulturell je an bleibendem Wert hervorgebracht werden kann, von unten herauf, aus der Tiefe, aus der Fülle, aus der Breite des Volkes. Das Volk ist und bleibt Urgrund und Mutterboden alles schöpferischen Wesens einer Nation; was diese Wurzeln nicht aufweist, dieser natürlichen Beziehungen und Bindungen entbehrt, muß vereinzelt bleiben und verkümmern, das steht außerhalb jenes großen und sinnvollen Kreislaufes: nur was aus der Tiefe und Fülle eines Volkes kommt, findet auch wieder den Weg ins Volk zurück und zum Herzen des Volkes; man sieht, wie eines das andere bedingt und begründet, man erkennt , die einfachen und natürlichen Grundlagen des neuen , kulturellen Denkens und Begreifens in Deutschland. , Von hier aus ergibt sich auch ganz folgerichtig die " klare Scheidung zwischen der Kultur der Vergangen- 1 heit und der gegenwärtigen und zukünftigen Kultur ' in Deutschland — zwischen der intellektuattstischen, 1 snobistischen und entarteten Kunst, die der Minister 1 mit sehr scharfen Worten charakterisiert und gegeißelt hat, — und der einfachen, natürlichen und volksnahen Kunst, zu der mir heute zurückgekehrt sind und uns für alle Zukunft bekennen. Hier wurde noch einmal mit aller Schärfe und aller Deutlichkeit der eigentliche Sinn der beiden großen, als Gegenpole geschaffenen Ausstellungen in München ins Licht gerückt: der entarteten und der gegenwärtigen, der wurzellosen, volksfremden und ber deutschen, volkhaften, natürlichen Kunst. zu sein zwischen der .Partei und der prakttschen Wirtschaft. 1932 wurde W. Funk Abgeordneter im Reichstag und mit dem Tage der Machtergreifung ernannte ihn der Führer zum Pressechef der Reichsregierung. Nach Schaffung des Reichsminlste- riums für Volksaufklärung und Propaganda berief ihn Reichsminister Dr. Goebbels als Staatssekretär in sein Ministerium als Vizepräsident der Reichskulturkammer, Mitglied des Reichskultursenates, an hervorragender Stelle im Werberat der deutschen Wirtschaft, in der Reichsrundfunkgesellschaft und bei der Filmkreditbank hat er bedeutfame Arbeit am Aufbau des nationalsozialistischen Staates geleistet. Seine künstlerischen Neigungen gaben Veranlassung, ihn zum Präsidenten des Philharmonischen Orche- Dies führte weiter zu einer Rechtfertigung der Abschaffung aller Kunstkritik im alten Stile, einer Kritik um der Kritik willen, die ihren Sinn verloren und ihre eigentliche Aufgabe vergessen hat. „Die Abschaffung der Kunstkritik und die Einführung der Kunstbetrachtung", so sagte der Minister, „hat sich überall bei uns durchgesetzt. Wir haben deshalb nicht weniger, sondern eher mehr Talente kennengelernt. Als Kritiker fungiert jetzt das Publikum selbst, das durch seine Teilnahme bzw Teilnahmslosigkeit ein unmißverständliches Urteil über seine Dichter, Maler, Musiker und Schauspieler abgibt ..." Damit ist also die Souveränität des Volkes nicht nur im politischen, sondern auch im kulturellen Raume zu einer im letzten Grunde entscheidenden Instanz erhoben worden: bei einer Gegenüberstellung des verlästerten Massengeschmacks und des Geschmacks der Gebildeten erkennt man, nach den Worten des Ättnisters, den immer gleich- bleibenden Geschmack der Massen als den ruhenden Pol in der Erscheinungen Flucht; er ist „das einzig Stabile in großen künstlerischen Entwicklungsprozessen". Und weiter: „Das Volk hat ein sehr gesundes Gefühl für echte Leistung, aber auch für Worte, die zwar von Leistungen sprechen, hinter denen aber keine Leistungen stehen .." Wir alau- ben in diesen Sätzen eines der bedeutsamsten und grundsätzlichsten Ergebnisse der Rede von Dr. Goebbels zu erkennen: hier ist der Ansatzpunkt aufgezeigt, von welchem für kommende Zeiten die innere Umschichtung in unserer Auffassung, Betrachtung und Wertung kulturellen Lebens und kultureller Leistung in Deutschland auszugehen haben wird. Der gesunde Geschmack des Volkes wertet nicht nur entscheidend die kulturelle Leistung seiner Zeit, er findet auch das Maß dessen, was er kulturell für sich selber sucht und braucht über die Notwendigkeiten und Bedürfnisse des alltäglichen Lebens hinaus —: das nämlich, was das Leben ihm lo oft und hartnäckig verweigert und vorenthält, „die Welt des Wunders und des holden Scheins", Erhebung und Freude. Aus solchen Gedankengängen ist die außerordentliche Verpflichtung für alle die abzulesen und zusammenzufassen, die irgend schöpferisch, nachschöpferisch oder vermittelnd Kultur im weitesten und allgemeinsten Sinne zu verwalten und zu betreuen haben. Ein größeres und deutlicher um- rissenes Programm für Theaterdirektoren und Museumsleiter, für Dichter und Schauspieler, für Maler und Filmschaffende kann man sich eigentlich gar nicht vorstellen. Aber es ist auch gesagt worden: „Der Nationalsozialismus hat die deutschen Kunstschaffenden ganz gewonnen. Sie gehören zu uns, wie wir zu ihnen gehören. Nicht durch hohle Programme und leere Redensarten haben wir sie auf unsere.Sette gebracht, sondern durch die Tat" Wenn die Red? non Reichsminister Dr. Goebbels ein Rechenschafts- I bericht genannt worden ist, so vor allem um des« t?' ;3| 0 e .0 5 -s y >5*3- 35.5 3 L • SH s3? ragender Mitarbeiter beim Zustandekommen des Schriftleitergefetzes fein großes Verständnis für das Wefen der Preffe und ihre besonderen Aufgaben im nationalsozialistischen Staat bewiesen hat. Die mit seiner. Ernennung zum Staatssekretär und Pressechef der Reichsregierung bewirkte Vereinigung der bisher getrennt gemefenen Remter der beiden Pressechefs der Partei und des Staates ist das Ergebnis einer natürlichen Entwicklung, die auch an dieser, für die politische Leitung ungemein wichtigen Stelle die Einheit vonPartei und Staat unterstreicht und eine nach nationalsozialistischen Gesichtspunkten ausgerichtete einheitliche Pressearbeit gewährleistet. So geben die überaus wichttgen Entscheidungen des Führers dem deutschen Volke die Gewißheit, datz auch künfttghin auf dem Gebiet der Wirtschaft sowohl wie auf dem der Presse bewährte Nationalsozialisten, die als alte Mitkämpfer des Führers mit feinen Absichten vollauf vertraut sind die Rlck)tung Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen vrv» und Verlag: vrühlsche Universttätsdruckerei «.Lange in Siehen. Schristleilung »nd Geschäftsstelle: Schulftratze 7 .. ™e” n erfteSTanbanleiSen s°rd°rt° und eine stärkere Be- künftighin non e>nem Fc>chm°nn ersten l°nü Binnenmarktes verlangte, wirtschäft-polstischer B - der Wirtschoit-politik eine andere Richtung ,u rater des Führers genaueste Sachkenntnis mit- ^ven _ f frühzeitig sich der nativ- ÄepSmSw °ng«che?sm»->d.- NSDAP., °° « zunächst perforier Witt. Verpflichtung. Dr. Hans Thyriot Be- burgs stehen, noch die Genugtuung erleben, jene chließen will vom Geschehen in der Welt. Vielmehr Sie suchen eine Ursache für Ihr blasses Aussehen, für Ihre Appetitlosigkeit? Bei vielen Menschen, besonders bei schulpflichtigen Kindern wirkt sich die sitzende Lebensweise und der Mangel an Bewegung tn frischer Luft ungünstig auf das Allgemeinbefinden aus. Sie fühlen sich abgespannt und müde wie nach einer überstandenen Krankheit. In diesen Fällen leistet das blutbildende Kräftigungsmittel Vioferrin vorzügliche Dienste. Bioferrin enthält sämtliche Nährstoffe des Blutes. Es ist in allen Apotheken erhältlich. Zb\ / A \ (BAYER) \ E / x \RV kehr urtb der Weltwirtschaft beilegen. So wie Berlin das Gepräge der politischen Weltgeltung Deutschlands bekommen soll, soll Hamburg das Gepräge der wirtschaftlichen Weltgeltung Deutschlands gegeben werden. Nicht im Herzen Deutschlands, nicht im Ruhrgebiet, nicht im beweist die Schaffung Groß-Hamburgs, welche deutung wir dem Welthandel, dem Weltver- Deutschlands Tor zur Welt Staatsbesuch Görings in Hamburg. Oeulschland steht zu seinen Volksgenossen im Ausland. Veichsminister Or. Frick spricht in Oberschlesien. Staatssekretär Dr. Dietrich. Dr. Dietrich wurde 1897 in Essen geboren. Als 17jähriger Kriegsfreiwilliger rückt er 1914 an die Front und besteht zwischen zwei Schlachten 1917 in Gent sein Kriegsabitur. Stets an bet Westfront eingesetzt, kehrt er im November 1918 als Leutnant und mit dem E. K. 1. Klasse ausgezeichnet in die Heimat zurück. Nach der Rückkehr vom Krieg stu- Industriezentrum Sachsen liegt dies Zeichen wirtschaftlicher Weltgeltung, sondern in seinem größten Welthafen, dort wo Deutschland mit der übrigen Welt wirtschaftlich am engsten verbunden ist. Es ist ein Zeichen, daß Deutschland nicht daran denkt, sich zu isolieren, sondern im Gegenteil, daß Deutschland gedenkt, sich in friedlichem Wettbewerb mit der ganzen Welt zu verbinden. Ministerpräsident Göring betonte weiter, daß der Kolonialgedanke besonders in Hamburg Pflege und Förderung erfahre und daß in ganz Deutschland die Rechts- gleichstellung Deutschlands in der Kolonialfrage gefordert werde. Deutschland hat in seiner Gesamtheit nicht nur ein Interesse daran, sein Tor zur Welt groß und hoch zu gestalten, sondern auch daran, der Welt zu zeigen, daß, wenn sie durch dieses große Tor in das Deutsche Reich eintritt, ihr damit gleichzeitig ein Spiegelbild des neuen Deutschen Reiches geboten wird. In diesem Sinne hat Groß Hamburg eine hohe Verpflichtung für das gesamte Deutschtum. Mögen die Männer, die heute an der Spitze Ham- wirtschaftspolitischen Maßnahmen liegen. Die deutsche Volkswirtschaft wird in die Verpflichtung gebracht, dem Volke zu dienen." Oer Führer legt den Grundstein zur Wehrtechnischen Fakultät. Berlin, 26. Nov. (DNB.) Am Samstag, dem 27. November 1937, um 15 Uhr, findet auf dem vorbereitenden Gelände im Grünewald an der Teufelsee-Chaussee die Grundsteinlegung zum Neubau der Wehrtechnischen Fakultät der Technischen Hochschule statt. Damit wird der erste große Bauabschnitt der vom Führer angeordneten Umgestaltung der Reichshaupt st adt in Angriff genommen. Die Wehrmacht, sämtliche Gliederungen der Partei und die angeschlossenen Verbände werden mit Ehrenformationen daran teilnehmen. Nach Ansprachen des Dekans der Wehrtechnischen Fakultät, General der Artillerie Professor Dr. Dr. Becker, und des Reichs-Erziehungsministers R u st wird der F ü h r e r die Grundsteinlegung vornehmen. Die Veranstaltung, die etwa eine Stunde dauert, wird über alle deutschen Sender übertragen. Oie Geschästsverteilung bei den Gerichten. Berlin, 26. Nov. (DNB.) Die Reichsregierung hat ein Gesetz über die Geschäftsverteilung bei den Gerichten erlassen. Damit erfolgt nun einheitlich bei allen Gerichten die Geschäftsverteilung durch die Präsidenten, denen die D i e n st a u f s i ch t über die Gerichte zusteht. Die aus mehreren Richtern unter Vorsitz des Präsidenten gebildeten Präsidien bei den Landgerichten, den Oberlandesgerichten und dem Reichsgericht fallen fort Ihre Aufgaben sind auf die Präsidenten der Geruhte unsere deutschen Volksgenossen ausübt, das ist eine Angelegenheit, die auch das deutsche Mutte r o o l k sehr eng berührt. Wir nehmen teil an dem Geschick unserer Volksgenossen außerhalb der Reichsgrenzen, und wir werden niemals teilnahmslos dem Schicksal unserer Volksgenossen im Auslande gegenüberstehen. Adolf Hitler habe m seinen Reden oft genug seine Achtung d o r fremdem Volkstum betont, und was Adolf Hitler als Grundsatz für uns ausgestellt habe, das verlangten wir auch von den fremden Völkern. Achtung vor deutschen Volksgenossen. Wir wollen nicht fremdes Volkstum etwa germanisieren. Das lehnt der Führer ausdrücklich ab. Aber wir müssen verlangen, daß die ftemden Völker das deutsche Volkstum achten und in seinem Besitz st and erhalten. Das fremde Volkstum in unserem Reiche hat keinen Grund, sich über schlechte Behandlung zu beschweren. Es nimmt an dem wirtschaftlichen Aufstieg Deutschlands teil. Es wird in der Versorgung mit Arbeitsplätzen nicht schlechter behandelt als deutsche Volksgenossen, und kann auch Sprache und Kultur ohne Beschränkung pflegen. Ich möchte nur hoffen und wünschen, daß auch unsere Volksgenossen jenseits der Grenze wider in ihrem kulturellen noch in ihrem wirtschaftlichen Bestand irgendwie beeinträchtigt werden. Hamburg, 26. Nov. (DNB.) Ministerpräsident Generaloberst Göring ist am Freitag zu einem Staatsbesuch in Hamburg eingetroffen. In der Kunsthalle besichtigte er die Schau, die in eindrucksvollen Modellen ein Bild der großen Planungen für die Ausgestaltung der Elbufer- Anlagen und der baulichen Neugestaltung Groß- Hamburgs sowie vor allem auch eine Uebersicht über die von Hamburg im Rahmen des Vierjahresplanes geleistete Arbeit und seine Zukunstsaufgaben gibt. Die verkehrspolitischen Einzelheiten der baulichen Neugestaltung wurden von Generalinspektor Dr. Todt erläutert. Besonders interessierte sich der Ministerpräsident für das praktische Ergebnis des Der- ahrens zur Verwertung von Fischeiweiß und dessen vielseitige Verwendung in Gewerbe und Industrie. Weiter wurde die Darstellung der Maßnahmen für den Wal - und Haifischfang und die Verarbeitung der anfallenden Nebenprodukte eingehend besichtigt, ferner die Erfassung und Verwertung des Altmaterials und der K ü ° ch e n a b f ä l l e und die Umschulung vonun- gelernten Arbeitern und fachfremder Berufe zu Metallarbeitern gezeigt. Ministerpräsident Göring ließ sich eingehend Bericht erstatten und ordnete die Beschleunigung dieser Umschulungsarbeiten an. Am Nachmittag begab sich Ministerpräsident Göring durch die tm Festschmuck prangenden Straßen, umbraust von den Jubelrufen der Bevölkerung, zum Rathaus, wo ihm die Freie und Hansestadt einen feierlichen Empfang bereitete. Reichsstatthalter Gauleiter Kaufmann, der gesamte Senat, die Spitzen der Partei, der Behörden, der Wehrmacht, "der Wirtschaft, Wissenschaft und Kunst hatten sich versammelt, um den Förderer Hamburgs und Ehrenbürger der Hansestadt zu begrüßen. Reichsstatthalter Gauleiter Kaufmann begrüßte Hermann Göring herzlich, worauf der Ministerpräsident ausführte: Ich weiß heute, wie unendlich wichtig die Wirtschaft für das Leben unseres Volkes ist und wie unendlich große Aufgaben gerade auf wirtschaftlichem Gebiet zu lösen sind als Voraussetzung für den weiteren Aufstieg und vor allem auch für die Sicherheit unseres Volkes. Mögen wir anderen ^Städten und Gebieten des Reiches ebenfalls Emporblühen und Weiterentwicklung wünschen, so müssen wir doch feststellen, daß Hamburg eine ganz besondere Stellung einnimmt. Berlin ist die Hauptstadt des Reiches, das Spiegelbild seines Aufttiegs und seiner neu gewonnenen Stärke, München ist die Hauptstadt der Bewegung, ewig verbunden mit ihrem Auf- tieg, Nürnberg ist die Stadt, die alljährlich die ..v«, v.v ^.^««..1, —(»»» Kraft Deutschlands dokumentieren wird. Ham- wunderbare Gestaltung zur Wirklichkeit werden zu bürg soll der Welt zeigen, daß Deutschland sich lassen, die heute für Groß-Hamburg in kühnem auch nicht im Rahmen des Vierjahrespla'nes ab- Wurf geplant ist. friert er in Freiburg, Frankfurt a. M. und Mün- , chen Staatswissenschaft und Philosophie. 1921 er- 1 warb er den Doktor rer. pol. mit Auszeichnung. Er , war dann Wirtschaftsschriftleiter der „Essener All- oemeinen Zeitung^ und der „München-Augsburger Abendzeitung". 1928 wurde er Parteigenosse, 1931 । wurde er Leiter der Reichspressestelle der NSDAP. Nach der Machtübernahme wurde er der erste nationalsozialistische Präsident des Reichsverbandes der Deutschen Presse. Seine Mitwirkung an der Gestaltung des Schriftleitergesetzes ist bekannt, Seine Stellung als Pressechef des Führers brachte ihn in engen Kontakt mit dem politischen Geschehen. 1933 erschien sein Buch „Mit Hitler in die Macht". Er trat des weiteren mit vielbeachteten Reden an die Oeffentlichkeit. Zahlreiche Schriften sind in fremde Sprachen übersetzt worden, 1934 hat der Führer Dr. Dietrich zum Reichsleiter ernannt. Außerdem ist Dr. Dietrich ^-Gruppenführer und Mitglied des Reichstages^ Staatssekretär Hanke. Staatssekretär Hanke stand bereits tn der Kampfzeit im Gau Berlin der NSDAP, ständig an der Seite des „Doktors". Damals war er auch Orts- gruppenleiter und Kreisleiter. Die Kundgebungen nn Berliner Sportpalast und in den Tennishallen wurden meist durch ihn eröffnet. Die alten Kämpfer der Partei und SA. in der Reichshauptstadt sahen in ihm einen ihrer besten Mitstreiter. So ernannte ihn Gauleiter Dr. Goebbels bereits lange vor der Machtübernahme zum Letter seines Prwatsekreta- riats und später zu seinem Adjutanten. Hanke wurde 1903 als Sohn eines Lokomotivführers in Lauban (Schlesien) geboren. Er besuchte die Volksschule und das Gymnasium bis Obersekundareife, war dann ein Jahr in der Eisenbahnhauptwerkstätte in Lau- bart tätig und betätigte sich später in Mühlenbetrieben in Schlesien, Bayern und Tirol. Er besuchte die deutsche Müllerschule in Diepoldiswalde und legte l)ter die Abschlußprüfung ab. Auch das berufspädagogische Institut in Berlin besuchte er bis zur Abschlußprüfung als Gewerbeoberlehrer. 1928 trat Hanke in den Berufsschuldienst der Stadt Berlin, wurde aber 1931 wegen seines Einsatzes für die nationalsozialistische Bewegung entlassen Nach der nationalsozialistischen Erhebung holte Dr. Goebbels ihn als seinen persönlichen Referenten in das Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda. Der „Völkische Beobachter" zur Mscheioung des Mrers. Berlin, 27. Nov. (DNB) „Die Neubesetzungen im Reichskabinett", so schreibt der „Völkische Beobachte r", ^bedeuten einen weiteren Schritt der Durchdringung des Staatsapparates mit nationalsozialistischen Männern und damit mit nationalsozialistischem Gedankengut. Diese Neubesetzungen stellen die Lösung eines Problems dar. Das bereits feit längerer Ze i t akut geworden war Der Füb- rer hat wie0erum bewährte National- fozialisten mit der Leitung wichtiger Staatsämter betraut und damit zu erkennen gegeben, daß er gewillt ist, den Führungsanspruch der Partei über den Staat auch auf der versonellen Seite durchzusetzen. Die Beauftragung des Staatssekretärs Walther Funk mit der Leitung des Reichswirtschastsministeriums beendet vielfache Mutmaßungen im In- und Auslande. Die Zielsetzung der deutschen Wirtschaftspolitik hat der Führer bestimmt, und er wird sie weiter bestimmen. Der Personenwechsel in der Führung des Wirtschaftsministeriums wird diese Zielsetzung der nationalsozialistischen Wirtschaftspolitik geradezu verstärken und damit auch die Linie k 0 n s e - guenter ausrichte», auf der die einzelnen übergegangen. Die Neuregelung bietet die Gewähr für eine einheitliche und sachdienliche Verteilung und Durchführung der den Gerichten obliegenden Aufgaben. Au, lösung des latholischenZungmänner- verbandes in der Diözese Limburg. LPD. Frankfurt a. TI., 26. Nov. Von der Geheimen Staatspolizei — Staats- volizeistelle Frankfurt a. M. — würde mit sofortiger Wirkung der Katholische Iungmännerverband und die ihm angeschlossenen Vereinigungen, einschließlich aller Untergliederungen, sowie der katholische Schülerbund „Neudeutschland" in der Diözese Limburg a u f g e l ö st und verboten Neugründungen mit gleichen oder ähnlichen Zielen sind untersagt. Bei Umgehungen des Verbots wird mit schärfsten staatspolizeilichen und strafrechtlichen Maßnahmen gegen die Beteiligten vorgegangen werden. Die Gliederungen des katholischen Jung- männerverbandes und des Neudeutschlandbundes in der Diözese Limburg haben mit Duldung und Förderung des Bundesamtes in Limburg, trotz wiederholter Warnungen und in einzelnen Fällen eingeleiteter Strafverfahren, laufend gegen die Verordnung vom 23.7.1935 betreffend Betätigung der konfessionellen Jugendorganisationen, verstoßen. Sie haben entgegen dem Verbot jeglicher nicht rein kirchlich-religiöser Betätigung Fahrten ausgeführt, dabei gezeltet und Geländespiele veranstaltet, sowie alle Arten von Sport, wie Fechten, Boxen, Schießen, Fußball usw. ausgeübt. Des weiteren hat sich aus dem beschlagnahmten Schriftverkehr eindeutig die bewußte staatsfeindliche Beeinflussung der Mitglieder ergeben, deren Auswirkung u. a. auch die bei Führern und Mitgliedern vorgefundenen, z. T. im Veroielfältigunasoerfahren hergeftellten übelsten Schmähgedichte uno Hetzschriften gegen den natio- naljozialistijcheü Staat und feine obersten Führer waren. Den in Strafverfahren verwickelten Jugend- lichen wurden genaue Weisungen über ihr Verhalten und die Art ihrer Aussagen vor Gericht und den Strafbehörden gegeben. Selbst in den Jugend- Organisationen tätige Geistliche haben sich nicht gescheut, ihnen unterstellte Jugendliche anzuweisen, als Zeugen oder Beschuldigte vor Gericht und Polizei die Unwahrheit zu sagen. Japans Politik in China. Die Zeit zu Verhandlungen noch nicht reif. Tokio, 26. Nov. (DNB.) Ministerpräsident Fürst Konoye erklärte, daß er noch nicht übersehen könne, ob die japanischen Truppen fris N a n- Fing oder Hankau Vordringen würden. Han- kau sei durch seine Verbindung mit Kantan ein wichtiger Platz für die Ergänzung des chinesischen Kriegsmaterials durch ausländische Lieferungen. Man habe erfahren, daß England beträchtliche Mengen Waffen und Munition über Hongkong nach China einführe. Japan sei unter den bekannten Be- dingungen stets zu Perhandlungen mit C h i na bereit; aber die Zeit sei hierzu noch n i ch t r e i f. Daher seien auch Vermittlungen dritter Mächte nutzlos. Da Japan nicht gegen das chinesische Volk Krieg führe, erübrige sich eine Kriegserklärung. Eine veränderte Lage könnte einen solchen Schritt aber notwendig machen. Wenn Nanking den Krieg in die Länge ziehen wolle, müsse man damit rechnen, daß die Verbindung Nankings mit N 0 r d ch i n a abreiße, und sich dort ein autono tn e s Regime bilde. Nordchina sei von Schanghai nicht zu trennen. Vorläufig habe jedoch Japan noch keinen Plan für die zukünftige Gestaltung^ dieser sei später bei Verhandlungen mit China festzulegen. Japan könne vielleicht zur Kündigung des Neunerpak- t e s gezwungen werden Jedenfalls sei zumindest eine Revision des Vertrages notwendig, da Japan schon immer die Lösung der Fernost-Fragen ausschließlich durch die asiatischen Völker gefordert habe. Trauergottesdienff für liamsay Macdonold. London, 26. Nov. (DNB.) Am Freitagmittag fand in der Westminster Abtei in London der Trauergottesdienst für den verstorbenen früheren Premierminister Ramsay Macdonald statt, nachdem in den Vormittagsstunden der Sarg von dem Heim Macdonalds in Hampstead in die Westminster-Abtei gebracht worden war. An dem Trauergottesdienst nahmen als Vertreter des Königs sein Bruder, der Herzog von Gloucester teil, ebenso fast sämtliche Kabinettsmitglieder sowie führende Parlamentarier. Unter den Trauergästen sah man auch Lord Baldwin. Unter starker Anteilnahme des Publikums wurden die sterblichen Ueberreste Macdonalds zur Einäscherung in ein Krematorium übergeführt. Die Asche wird in seiner Heimatstadt Losfiemouth beigesetzt werden. Oas Verbot des Karlsbader Konzerts Prof. Vaabes zurückgenommen. Prag, 26. Nov. (DNB.) Der Abgeordnete der Sudetendeutschen Partei Dr. Rosche hatte dageaen Einspruch erhoben, daß dem Präsidenten Der Reichsmusikkammer Professor Dr. Peter Raabe, die Bewilligung versagt wurde, am 5. Dezember in Karlsbad z u dirigieren. Die zuständigen Stellen haben jetzt diesem Einspruch ftattgege- ben, so daß das Konzert in Karlsbad am 5. Dezember unter Leitung Professor Raabes stattsinden kann. Ein Landesverräter seinem verdienten Schicksal erlegen. Berlin, 27. Nov. (DNB. Funkspruch.) Die Iustizpressestelle beim Dolksgerichts» h 0 f teilt mit: Der vom Volksgerichtshof wegen Landesverrat zum Tode und zu dauerndem Ehrverlust verurteilte 28jährige Hubert Sprengel ist heute morgen hingerichtet worden. Der Perurteilte war ins Ausland geflohen, weil er in Deutschland eine längere G e f ä ng n 1 s- strafe zu erwarten hatte. Als er in der Fremde nach kurzer Zeit in Not geriet, ist er der Versuchung erlegen, sich für Geld dem gegen sein Vaterland arbeitenden ausländischen Nachrichtendienst zur Verfügung zu stellen. Sobald er sich aber einmal an die fremde Macht verkauft hatte, hat sie ihn immer mehr in ihren Bann gezogen. Ein Jahr lang ist der Verurteilte auf immer neue Ausspähungsreisen nach Deutschland ausgeschickt worden, bis schließlich die Treue eines deutschen Soldaten den der Verurteilte vergeblich für die ausländische Spionage zu gewinnen suchte, feinem Treiben ein Ende gesetzt hat. Aus aller Wett. Das Stammschloß der Dränier.. Die „Kölnische Zeitung" brachte eine Meldung ihres Korrespondenten im Haag, wonach in Holland der Plan besteht, eine Geldsammlung zu veranstalten und mit den eingehenden Mitteln das in Deutschland gelegene Stammschloß der Dränier, die Burg Nassau, anjufaufen, um es der Königin Wilhelmina anläßlich ihres 40jährigen Regierungsjubiläums im nächsten Jahre zu schenken. Die Burg Nassau sei nach Ansicht der niederländisch-indischen Zeitung „Het Nieuws van den Dag'' tatsächlich das Stammschloß des holländischen Fürstenhauses und dürfe nicht mit Schloß Dillenburg verwechselt werden, das von vielen zu Unrecht als Stammschloß der königlichen Fa- milie angesehen werde, weil in diesem Prinz Wil' lern von Oranien geboren sei. Die „Lahnzeitung" schreibt, daß schon lange Verhandlungen zwischen deutschen und niederländischen Stellen gepflogen worden seien. Nur scheine sich die niederländische Zeitung nicht klar zu fein, welches nassauische Schloß nun das Stammschloß des niederländischen Königshauses ist. Das oranische Stammschloß sei Schloß Diez, und um dieses durfte es sich handeln. Schon vor 15 Jahren, anläßlich des 25jährigen Regierungsjubiläums des Königin Wil- helmina, hätten Niederländer beabsichtigt, das Schloß von. Preußen zu erwerben. Es sei also möglich, daß diesmal die Verhandlungen mit mehr Erfolg erneut aufgenommen werden. Auto In einen Kanal gestürzt. Ein schweres Verkehrsunglück, das drei Menschenleben forderte, trug sich in der benachbarten holländischen Provinz Limburg zu. Ein mit vier Personen besetzter Kraftwagen stürzte unterhalb Nederweert offenbar infolge des dichten Nebels tn den Kanal. Der Wagen wurde (pater willen, weil sie sich nicht im Theoretischen erschöpfte — so bedeutsam und weittragend die hier entwickelten Anschauungen sich auswirken werden —, sondern weil sie auf Leistungen verwiesen hat und in der Leistung die vornehmste Rechtfertigung ihrer Grundansichten erblickt. Der Minister konnte etwa rückblickend auf die innere Reorganisatton und Regeneration des deutschen Künstlerstandes verweisen, auf die Tatsache, daß mit der Beseitigung der Juden Führung und Repräsentanz unseres geistigen Lebens wieder in deutsche Hände gelegt worden ist; auf die Ausbildung des kulturschöpfe- rischen Nachwuchses, die auf die gesunden Grundlagen von Lernen und Können zurückgeführt wurde; auf die, hiermit Hand in Hand gehende, Versorgung des Alters, das sich nach einem langen, der Kunst verschriebenen Leben nicht mehr aus eigener Kraft zu erhalten vermag: die Stiftung „Künstlerdank" gehört, ebenso wie die angekündigte Theater-Abgabe, ohne Zweifel zu den kulturell und sozial verdienstlichsten Leistungen der nattonalsozialistischen Staatsführung. Durch solche Maßnahmen beweist die Regierung ihre innere Verbundenheit mit dem Künstler unwiderleglicher, als es je mit Programmen oder Theorien geschehen könnte; so bekundet sie eine kulturelle Gesinnung, der die Kunst nicht eine „lästige Repräsentation" bedeutet, sondern heilige Gleiwitz, 26.Nov. (DNB.) In einer Rede, die Reichsminister Dr. Frick vor 25 000 Oberschle- iern aller Volksschichten in der Werkshalle des Reichsbahnwagenwerks in Gleiwitz hielt, kam Dr. Frick auf die K 0 l 0 n i a l f r crg e zu sprechen, sie tehe als Lebensfrage schon lange auf der Tages- irdnung der deutschen Nation. Unser Rechtsan - p r u ch auf Herausgabe der durch das Versailler Diktat Deutschland widerrechtlich entrissenen Kolonien werde solange erhoben werden, bis das U n - recht wiedergutgemacht sei. Der Minister prach auch zu den für das Grenzland Oberschlesien besonders wichtigen Fragen der D 0 l k s p 0 l i t i k. Das nationalsozialistische Parteiprogramm habe den Grundsatz an erster Stelle aufgenommen: Z u - ammenschluß aller deutschen Men- chen auf Grund des Selbstbestimmungs- rechtes der Völker in einem Groß-Deutschland. Das sei das Ideal, das uns vorschwebe. Wir seien uns der Schwierigkeiten bewußt, die seiner Verwirklichung entgegenständen, denn die Volksgrenzen, wie sie heute bestehen, seien uns aus Jahrhunderten überkommen. Uns werde das Ideal ein Ideal bleiben. „Aber womit wir uns niemals ab- i n d e n werden, ist, daß man Volksdeutsche, die unter fremder Herrschaft stehen, allein ihres bewußten Deutschtums wegen verfolgt und quält. Das ist keine rein innerpolitische Angelegenheit jenes Staates, der die Herrschaft über konB men. irbnefc ht tte dW benter« R/rbr, rzeirdn Mache» //^ge- 5. Dezem- )en tann. itagmittag i London len frühe. Q l b ftaü, Sarg von die Wes!. An dein r des K°. i 01 o u» ittsmitglie. Inter den w i n. Uti- ourben die Einäsche. Die Asch u th beige. ,i be"^F i“ Ke Ml«'" rkaett. nch.) Hl zerichii' Hof wegen indem Ehr prenge jrben. »hen,^ ;ängnw' der Fre'> Versuchs BaterW »richte»' ialb er sich ’auft hatte, n gezogen. r immer Deutsch« iiehüch die ten, den [UslänbiW reiben ein IQ. bt rei|, 8*N W übet. 19 51., »r noch nten $ !n mit ru Noch un gen 7 gegen ; sich eine nte einen ®5?9« ■ d°b bi. “breite, M e bilde, nen, Dor. n für die bei Der. atl könne erpak. zumiüdest g. da 3q, '^Fragen Glichen lerne 3HeNJ h in N” ?ng,u°- iU-ln d° berOj« ufen. uin ählich M ’S'te ist M !««A König'" 51) Auszeichnung deutscher Arbeit Geschichten aus aller Welt C. K. Schanghai. Prag ereignete. Dort hatte n Film „Ein falsches Kätz- Zahlung dieser Summe. Mein Bankkonto hat mit SO Mark angefangen! Uganda (Aequatorialafrika) leidet unter einer Ueberbevölkerung von Elefanten, die großen Schaden im Lande anrichten. Im letzten Bericht der Gesellschaft für die Erhaltung der Fauna im Bri- tischen Weltreiche wird lebhaft Klage über die Dickhäuter geführt. Obwohl die Zahl der Elefanten unter Kontrolle steht, wächst sie doch immer wieder übermäßig an, und das Schlimmste ist, daß die Tiere als mutwillige Zerstörer auftreten und sich um Strafe nicht mehr kümmern. Das Schutzgebiet ist so überfüllt, daß die Elefanten eine ständig wachsende Neigung zeigen, nach allen Richtungen auszubrechen und in den Niederlassungen^ Verwüstungen anzurichten. Früher war es so, daß Daß manche Amerikaner, besonders wenn sie ihre Europareise machen, dabei gerne ihren obligaten Spleen spazierenführen, ist eine alte Geschichte. Was sich da aber kürzlich in einem Prager Elesantenplage in Uganda. C. K. London. Der lebende Talisman. (pk) Prag. Auch bei kleinen Beträgen lohnt sich die Einrichtung eines Bankkontos. Dein Bankier verwaltet Dein Geld zuverlässig. Du genießt alle Vorteile einer Bankverbindung — ob Du wenige Mark oder Tausende ~ V e r t r a u Deiner Bank Aussichten f ü r Sonntag: Veränderlich mit häufiger Aufheiterung und nur noch vereinzelten Schauern (im Gebirge Schnee), bei lebhaften Winden aus Nord ziemlich kalt. Deiner Bank an vertraust: Dein Geld trägt Zinsen. Du hast ein Scheckbuch. Bank und Bankier beraten Dich in allen Geldfragen, sie geben Deinem gesunden Unternehmen Kredit« und- Deinem Bankier/ Das private Bankgewerbe mit einem Ruderboot auf dem Heimweg aus der Schule befanden, ertrunken. Arachtflugzeug in Croydon verunglückt. Das planmäßige Frachtflugzeug der Strecke London — Köln — Hannover — Berlin verunglückte am Freitagabend gegen 21.30 Uhr kurz nach dem Start auf dem Flughafen Croydon aus bisher unbekannter Ursache und geriet in Brand. Dabei kam die aus Flugkapitän Bayer, Flugmascbinist Kelbel und Flugzeugfunker Petersen bestehende Besatzung ums Leben. Dieder ein Alugzeugzusammensloh in England. In der Nähe von Royston (Hertfovdshire) stießen zwei Flugzeuge eines britischen Kampfgeschwaders in der Luft zusammen. Der Pilot der einen Maschine fand dabei den Tod. Damit beläuft sich die Gesamtzahl der tödlich Abgestürzten der britischen Luftwaffe in diesem Jahre auf 133 gegenüber 96 im vergangenen Jahr. geholte Arzt stellte einen Nervenzusammenbruch fest und Rosalie mußte ins Krankenhaus gebracht werden. Inzwischen war Mister 3E. heiter und fröhlich von seinem Spaziergang durch d>e Stadt zurückgekehrt. Auf die Vorhaltungen, die ihm von der Hotelleitung gemacht wurden, entgegnete er mit Seelenruhe, dieser Alligator sei ein ganz harmloses Tier. Er führe ihn schon seit Jahren als Talisman mit sich und noch nie habe der Alligator jemanden angegriffen oder gar gebissen. Es nützte ihm aber alles nichts: die Hotelleitung bestand dar- auf, daß Mister I. seinen lebendigen Talisman ent- weder in einer Tierhandlung zur Aufbewahrung geben oder daß er selbst abreifen müsse, worauf der Amerikaner vorzog, mit Sack und Pack und Talisman auszuziehen ... Merkwürdige Filmprozesse. (ep) B ud apest. In Paris ist auch das ehemalige führende Mit- alied der Feuerkreuzler, Herzog Pozzo di Borgo, der bei den letzten Prozessen als Gegner des früheren Vorsitzenden der Feuerkreuzler, Oberst de la Rocque, auftrat, im Zusammenhang mit dem „geheimen revolutionären Aktionsausschuß" vorgefuhrt und in das Gefängnis eingeliefert worden. Wetterbericht des Reichswetterdienstes. Ausgabeort Frankfurt. Während Nord- und Mitteldeutschland völlig im Bereiche der nordeuropäischen Wirbeltätigkeit stehen und lebhaftes Wetter mit Niederschlägen zeigen, herrscht in Südwest- und Süddeutschlanü meist heiteres Wetter mit kräfttgen nächtlichen Strah- lungssrösten. Von Norden her dringt kältere Meeresluft auf das Festland vor, wobei es auch nach Süden hin vorübergehend zu Störungen, dann aber allgemein zur Wetterberuhigung kommen wird. Aussichten für Montag: Wolkig bis heiter und im allgemeinen trocken, nachts verbreitete Fröste. . 1 Lufttemperaturen am 26. November: mittags 2 Grad Celsius, abends 3 Grad; am 27. November: morgens 4,7 Grad. Maximum 4,7 Grad, Minimum heute nacht 2 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 26. November: abends 2,5 Grad; am 27. November: morgens 3,3 Grad Celsius. Houpnchriftleiter: Dr Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschristleiters: Ernst Blum» schein Verantwortlich für Politik und für die Bilder: [)r Fr W Longe; für Feuilleton: Dr Hans Thyriot: für den übrigen Teil: Ernst Blumlchem Anzeigenleiter Hans Beck Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel DA X 37: 10031. Druck und Verlag: Brühlsche Universttätsdruckerei R Lange K -G sämtlich in Gießen Monatsbezugs» preis RM 2.05 einschließlich 25 Pi Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf mehr Einzelverkaufs- preis 10 Pf und Samstags 15 Pf. mit der Illustrierten 5 Pf mehr 3ur Zeit ist Preisliste Nr 4 vom 1 September 1937 gültig mit geöffneten Türen geborgen. Ein Insasse hatte sich herausarbeiten können und wurde aus dem Kanal gezogen, die anderen drei sind ertrunken. Dampferunglück auf einem finnischen See. Auf dem Saimaa-See lief ein Passagierdampfer in der Nähe der Stadt Mikkeli bei starkem Sturm auf Grund. Der Fahrgäste bemächtigte sich eine Panik, sie liefen unglücklicherweise alle zugleich auf eine Seite des Schiffes, wodurch der Dampfer Schlagseite bekam und kenterte. Das Unglück geschah etwa 600 Meter von der Küste entfernt, was die Rettungsarbeiten erschwerte. Etwa 20 Fahrgäste wurden gerettet, während 12 als ertrunken gemeldet werden Schwerer Sturm an der finnischen Küste. In der Nacht zum Freitag wurde die Küste von Finnland von einem schweren Sturm heimgesucht, der schweren Schaden anrichtete. Auch m dem Seengebiet Finnlands hat der Sturm schwer gewütet. In dem See Kuuslahti sind acht Kinder, die sich in den sttllen Gelehrtenstuben, an den Universitäten geschieht oft jahrzehntelang wenn auch nur scheinbar ohne einen für die Wirtschaftlichkeit maßgebenden Erfolg, bis dann das beste Verfahren für die Herstellung des neuen Werkstoffes erfunden wird. So haben z. B. die Bestrebungen zur Erfindung des synthettschen Kautschuks schon um die Jahrhundertwende eingesetzt, durch die Ar- beit Unserer Chemiker gelang es während des Welt- krieges, wenigstens einen einigermaßen brauchbaren Kautschuk herzustellen, bis es dann endlich gelang, in der Buna ein Produkt zu gewinnen, das zumindest dem natürlichen Kautschuk ebenbürtig ist. Schon dieses Beispiel zeigt, daß jahrzehntelange und mühevolle Arbeit notwendig war, um die neuen deutschen Werkstoffe zu gewinnen. Daß unter dem Dierjahresplan die Gewinnung neuer Werkstoffe und ihr Eindringen in die Praxis sich so schnell vollzog und jetzt in Paris prämiiert wurde, ist nicht zuletzt einer Zusammen- fassung der deutschen Arbeitsmethoden zu verdaten. Ehrenvolle Auszeichnungen auch für dos deutsche Museumswek-n. Berlin, 26. Nov. (DNB.) In der Abteilung Museumographie" der Weltausstellung war Deutschland Gelegenheit zu besonders eingehender Darstel- lang des heutigen Standes seines Museumswesens geboten worden. Bei der soeben erfolgten Vertei- lung der Preise ist die hohe internationale Geltung der deutschen Museen und insbesondere die Anerken- nung dessen, was in den letzten Jahren geschaffen wurde, zum Ausdruck gekommen. Von den Aus- Zeichnungen, die das Ausland, d. h. alle Staaten außer Frankreich, erhielt, ist Deutschland in der Klasse „Museumswesen" nahezu die Halste der Gesamtzahl zuerteilt worden, darunter em „Grand Prix" für das Pergamon-Museum, Berlin. Die erzieherische und volksblldende Arbeit der deutschen Museen wurde von allen Preisrichtern gewürdigt. In der Klasse „Denkmalspflege" erhielt Deutschland u. a. einen „Grand Prix" für die „Der- waltung der Schlösser und Gärten, Berlin", msbe- 1 sondere für Wiederherstellung der Schloßgärten ‘ Sanssouci und Prühl. Meine politische Nachrichten. Die japanische Regierung verfolgt mit wachsender Besorgnis den von sowjetrussischen GPU.» Agenten inNord-Sachalin gegen Japaner getriebenen Terror, der sich m Gewaltakten und in der Beschlagnahme von Fischerbooten äußert. Die japanische Grenzpolizei ist angewiesen worden, die Kontrolle zu verschärfen. Der stellvertretende japanische Außenminister hatte eine Besprechung mit dem sowjetrussischen Botschafter in Tokio. * Die militärischen Anlagen Madrids sind durch nationale Batterien schwer b e f cf) o s s e n worden. Das Feuer der großkalibrigen Geschütze hat einige kürzlich von den Bolschewisten errichtete Stellungen völlig zerstört und größere Befestigungsanlagen am Stadtgürtel schwer beschädigt. In P a r i s hat Frankreich mft 10 015 Ausstellern i i die meisten Preise der W e l t a u s st e l l u n g er» । halten, unmittelbar darauf folgt aber Deutschland, das 1007 Aussteller aufwies. Sämtliche neuen deutschen Werkstoffe sind mit den höchsten Preisen, die eine internationale Em- schätzungskommission zu vergeben hatte, ausgezeichnet worden. Damit ist endgültig den Spötteleien tn der ausländischen Presse über den sogenannten deut- schen „Ersatz" ein Ende bereitet. Mit ©tph und Genugtuung können wir diesen Sieg und diese Anerkennung deutscher Arbeit im Ausland verzeichnen. Aber diese Arbeit beruht, was vielfach vergessen ober übersehen wird, doch zuletzt auf einer jahrzehntelangen und bewußt angewandten Methodik, die jetzt ihre sichtbaren Früchte trägt. Immer wieder wurde vom Ausland darauf verwiesen, daß in Deutschland Erfindungen nicht der zufälligen Intuition überlassen bleiben, sondern systematisch alle Gebiete des Wissens und der Technik von Hunderttausenden in stiller, oft ent- sagungsvoller und niemals Reklame brauchender Arbeit durchforscht werden, um das Höchstmögliche aus Vergleich und Unterscheidung und Verbindung für die Zivilisation und Kultur der ganzen Menschheit herauszuholen. So ist durch die Verbindung von Wissenschaft und Praxis es überhaupt nur möglich gewesen, die Vorbedingungen zu dem deut- chen Erfolge zu legen. Wir wissen alle, daß die Erfolge der neuen Werk- stoffe zum größten Teil den gerade in Deutschland in Blüte stehenden chemischen Wissenschaften zu danken sind. Das fast unübersehbare Gebiet der chemischen Verbindungen wurde immer neu durchforscht und in der Analyse, also der Zerlegung der einzelnen Verbindungen, und in der Synthese, in der Zusammenbindung, wurden unzählige Variationen ausgeprobt, um z. B. die Kunstprehstofie oder den synthetischen Kautschuk zu gewinnen. Dabei war nicht nur eine Beherrschung des gesamten Gebietes der theoretischen und physikalischen Chemie erforderlich, sondern auch die der organischen Chemie, also hauptsächlich der Kohlenstoffverbin- düngen und der anorganischen Chemie, die vor allem die Chemie der Mineralstoffe umfaßt. Welche Unsumme von Einzelheiten schon die Beherrschung auch nur eines einzigen Gebietes der Chemie verlangt, kann nur der Fachmann ermessen. Die Arbeit in den Laboratorien der deutschen Industrie, Nachdruck auch mit Quellenangabe, verboten! , Canandaigua ein Vertrag mit den Indianern ab- geschlossen. Danach bekamen die Indianer jährlich Wieviel Streichholz-Schachteln gwt cs? schöne Kleider, wenn sie sich bereiterklärten, nie (mo) Tokio mehr weiße Siedler zu überfallen oder bei der _ I Arbeit auf den Farmen zu behindern. Die Indianer Wenn nach der Zahl der Streichholzschachteln auf nahmen den Vertrag an. Und seitdem müssen die dieser Welt gefragt wird, dann handelt es sich um USA. die Kleider schicken. die 'Rabl die die verschiedenen Arten von Streich- Ä Holzschachteln angeben soll. Denn es gibt auf diesem Ter Meister mit dem SchMiNktoPf. Gebiet viel größere Unterschiede als man bis heute 6K. Hollywood, allgemein wohl angenommen hat. Den Rekord m . bezug auf die verschiedenen Markenschilder auf Ein sehr verantwortungsvolles Amt hat m Holly- Streichholzschachteln hält ohne Zweifel Japan. Hier wood der Mann, der das Schminken der Filmstars hat man aus den letzten 30 Jahren nicht weniger auszuführen hat. Der Meister auf diesem Gebiet ist als 25 000 verschiedene, ost künstlerisch ausgeführte Max Factor, der gegenwärtig zur Erholung m Schachteln vorliegen. Ein japanischer Bankier hat Paris weilt und der einiges von seiner Technik er- eine Sammlung dieser verschiedenen Schachteln in zählt hat. Er ist begeistert für seine Arbeit; er kennt fünf großen Sälen vereinigen können. Wenn die die Gesichter aller Filmstars, die er betreuen muß, Kriegslage in Fernost sich beruhigt hat, will er eine bis in die letzten Einzelheiten und weiß, wie er sie Reise nach Europa antreten, weil er gehört hat, zu bearbeiten hat; er spricht verzückt von den daß Oesterreich gleichfalls wahre Kunstwerke auf Lippen der einen Diva ober von den Haaren eines dem Gebiete der Streichholzschachteln hervorgebracht männlichen Filmstars. Aber es genügt ihm nicht, hat. Es gibt eine europäische Sammlung, die 35 000 die Gesichter allein zu studieren, um sie in die rich- Schachteln umfaßt. Sie wird freilich bald von jener tige Beziehung zu ihrer Umgebung zu setzen, studi^t japanischen Sammlung übertroffen fein, die allein er das Szenenbuch, und um das Charakteristische 30 000 Markenbilder von Streichholzschachteln allein zu unterstreichen, macht er sich genau mit ihrer Rolle enn ein einem umherstreifenden (Sie- lag wieder unter starkem Feuer, aber die Polizei kgMentrupp abgeschossen war, seine Gefährten sich kam ihm zu Hilfe und brachte ihn in Sicherheit. b,Q5 merkten und aus diesem Gebiet verschwanden. Wi- aus Tauienduudemer Nacht". W können selbst zehn Elefanten aus einer fierte 3WIC aus viuuj getötet werden, ohne daß diese Notiz davon nimmt; G. K. Bombay. es kommt vielmehr vor, daß sie in der folgenden ™ ... t Nacht wieder in denselben Garren einbricht und ihn Sein goldenes Regierungsiubilaum f^rte ber Der^ürtet ^n Beispiel, daß es sich dabei um wirk- Maharadscha °°n B-'anerIchrtt-n Uich mutmiUige Zerstörung handelt, geben zwei prächtigen „2)urbar . In der 4"0zes,lon icymi ^^kg„tenbullen, die in einen Garten eindrangen dreißig wundervolle (Elefanten oon ^nen bie f)Unbert Bananenbäume niederbrachen, ohne meisten u^er 100 n?rie eine einzige Frucht zu nehmen. Wie die Elefanten, Tiere ragten hoch über die begleitende Kavallerie 4 bie Flußpferde und die Büffel eine unö die Kamelrelterschwadronem Be^ beunruhigende Zunahme und verursachen viel lichen Aufzug trugen die Elefanten WWn p des Glanzes längst entschwundener Tage, zum Bei- s ^>ch^ • spiel das Howdah, das seit den Mogulzelten im Besitz der Herrscher von Bikaner gewesen ist, und Ehrenzeichen, die den Maharadschas von den Mogulkaisern verliehen worden sind. Ein uralter wachtiger Elefant war mit dem Banner geschmückt, das der Herrscher von Königin Viktoria empfing, als sie Kaiserin von Indien wurde. Hinter den Elefanten ____ - kam das heilige weiße Pferd, das Staats-Tanz- ^^tel abspielte, übersteigt doch das übliche Maß. pferd des Maharadschas, dann folgten herrlich ge« $^ar ein Amerikaner in einem Hotel am schmückte Ochsenkarren. Goldene und silberne Szepter Wenzelsplatz in Prag abgestiegen, ein echter Ame- wuröen einem Elefanten vorausgetragen, auf dem r^aner aus Harrisburg in Pennsylvanien. Der unter goldenem Howdah der Maharadscha mit ^oteldiener hatte das ziemlich umfangreiche Ge- feinem Gast, dem Vizekönig von Indien, saß. Dann in öas Animer gebracht, und bald darauf war kamen weitere Elefanten, mit anderen hohen mirter x 3U einem Spaziergang durch die Stadt Würdenträgern. Die Musik, die die ganze Prozession gestartet. In der Zwischenzeit wollte das Zimmer- begleitete, ging unter in dem ohrenbetäubenden mädchen Rosalie das Zimmer in Ordnung bringen Jubelschrei der Menge, für die der Maharadscha unb bie Nacht Herrichten. Als sie an das Bett feit den fünfzig Jahren seiner Thronbesteigung em trat, jat) unter der Decke einen Stock heraus- Gegenstand aufrichtiger Liebe und Verehrung ist. ragen Nun, ein Stock gehört nicht ins Bett, dachte ©ntrirftimt für Inbiflner* Rosalie und wollte, ordnungsliebend wie sie war, Vroderue Kouferrwu sur i \ in ben 6d)ranE stellen Sie ergriff das l (th) Wafhingdon. unter der Bettdecke herausragende Ende des Stockes F. I N FREI* Friedensstr. 471 , „ > Dtuutupiu. * läfllOyeroi | Kaufgesuche"] (Wechselstrom), ~ ' schön. Schr. mit Laufw.f. Schall- SIlÖtMll gerlich em Hause. Rühl, Bergkaserne, MschchAeiiAsche bleichen-leicht und schonend macht es Ludwig Haas Gießen. Plockstr. 7 Gießen Beachten Sie bitte die Auslagen ! Schöne Tischdecken Diwandecken Bettvorlagen Bettwäsche Glaswolle der neue deutsche Werksloli stets zu haben bei l 84520 15-17.30 Uhr Erstaufführung! Außer Miete! Schneewillclieo Märchen nach Gebr. Grimm v. 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Aus den Revolutionären von einst sind Reaktionäre geworden. Diese Sorte reaktionärer Demokraten ist Händlern vergleichbar, die zum Bauern kommen, der eben ein schweres Erbe angetreten und in harter Arbeit seinen Acker bestellt hat. Sie sehen nicht die neue Saat, sondern nur die paar Maulwurfshügel und einige kahle Stellen auf dem Acker, wo der Boden noch zu steinig ist, um die Saat aufgehen zu lassen. Daher prophezeien sie eine Mißernte und 17.30 M auflührung- ßerMiet«' verwandelt in den des reinsten und innigsten Familienfestes; aber er hat sich mit der Gefühlswelt der Familie, des sich heimisch und geborgen Fühlens mit den nächsten Menschen, mit Eltern, Kindern, Geschwistern so tief erfüllt, daß Weihnachten das eigentliche deutsche Familienfest geworden ist. Das, worauf sich das christliche Auge vor allem heftet, wurde eben die heilige Familie, als Familie, die ihr gemeinsames Schicksal hat, die in Armut und Not sich aneinander aufrichtet, tröstet und Zuversicht faßt, in der Freude sich mitteilt, sich liebt und beschenkt. Dies: der Gedanke an die Familie und der Gedanke an die Erneuerung des Arbeitsjahres, des Abschlusses und des frischen Anfangs, die wie von selbst sich einstellende Besinnung und Rückerinnerung an das abgelaufene — wie schnell abgelaufene! — Jahr mit seinem Frühling und seiner Sonne, seiner Sommers- und Wanderzeit, auf die heute dank der Kraft-durch-Freude-Organisation jeder Deutsche seinen Anspruch hat, mit dem erntereichen Herbst, dessen Wichtigkeit für das ganze Volk und sein Leben jetzt jedem wieder zu Bewußl- sein gekommen ist, übergleitet die Seele schon vor dem Feste selbst, weil sie sich durch die kurzen grauen Tage so recht auf sich und ihr Innenleben angewiesen sieht. Wenn man in der feuchtkühlen Abenddämmerung aus der Werkstatt oder der Schreibstube oder dem Amtszimmer, dem Maleratelier oder der Fabrik heimwandert, dann muß man ja besinnlich werden. Man entdeckt da, daß alles Erleben eines Jahres sich erst in diesen Tagen und Stunden vollendet und ganz unser wird. Ehe etwas, das man sah und erfuhr — mag es eine Freude oder ein Leid sein — nicht still in Gedanken und heimlichen Gefühlen wiederholt worden ist, eher haben wir es nicht wirklich im Besitz. Es ist so, Leben verlangt ein Doppeltes: nach dem äußeren Geschehen das innerliche, wodurch alles— und hätte es uns im Augenblick, als es kam und da war, noch so sehr begeistert und beglückt! — erst unser dauernder Reichtum wird. Ich glaube, das ist es, weshalb Weihnachten so schön ist: weil der Mensch in.der Adventszeit, m Vorfreude und Vorsorge auf das Fest, an alles Gute, das ihm im abgelaufenen Jahre ward, an alles Leid, das er mannhaft überwand, lange gedacht, so wieder ein an Erlebnis gesättigtes Jahr sich zu eigen gemacht hat und nun reicher, gefestigter, mehr' verbunden den Seinen und seinem Volke vor den Lichterbaum tritt. i/ser 'sgarten -2146 7303 A Gpielzeugland. Don August Scholiis. Auf der erwartungsfrohen Fahrt ins sächsische Spielzeugland, vorbei an den weichen, rundlichen Hügelungen des Erzgebirges, ist meine Phantasie vom schnurgeraden Autowege abgewichen, bohrte sich in diese kugligen, waldbestandenen Erdwellen und tummelte sich in den unsichtbaren Gewölben, in den Hallen der deutschen Sagen und Märchen. Die Technik des Autos schnurrte und surrte und ratterte bergauf, bergab, schnaubte und zockelte und brachte uns immer tiefer in die Einsamkeiten dieser Landschaft, von deren Menschen sich Zweihunderttausend an der Zahl mit nutzlosen Künsten ernähren. Daß diese Künste nutzlos sind, erfuhr ich schon als kleiner Bub, denn immer, wenn ich die herrlichsten Dinger bastelte und schnitzte, kam die harte Wirklichkeit in Gestalt von Vater und Mutter, die alles kurzerhand kleinschlugen oder mit der Axt zerhackten, da die Feldarbeit wichtiger wäre. Nun aber fahre ich durch ein Land, in welchem nicht nur unartige Buben bastelten, sondern erwachsene alt und graugewordene Leute, Zweihunderttausend an der Zahl. Ich fahre in mein Kinderland. Die weltvergessenen Städte oder die winzigen Gehöfte, die wir in sausender Fahrt passieren, versinken stets von neuem hinter den sonnigen Berg- und Hügelkugeln, gebären sich immer wieder und bleiben ewig neben uns als Gattung. Nun aber taucht auf einmal ein wunderlicher Wegweiser an der nächsten Kreuzung, ein geschnitzter, mannshoher, buntbemalter Huckepack, halb Mensch, halb Fabel, vielleicht einer von den Zweihunderttausend, der seine Basteleien über die Hügel trägt, zu den Menschenkindern. Das Märchen wird lebendig. Und an der nächsten Wegkreuzung wieder solch eine Schöpfung, ein Bergmann in Uniform und mit Laterne. Ein Bergmann, ein alter Zeuge vom Wesen des Erzgebirges, der gleich den deutschen Märchen in die Bergkammern gekrochen war, sich in den Stollen zerstäubte und auf die Auferstehung wartete. Nun stand er an der Wegkreuzung und lebte. Huckepack lebt, der sächsische Bergmann lebt, und nun wird es immer lustiger. Langbärtige, freundlich winkende Waldmännlein, Zwerge und Kobolde, Bauern und Tippelbrüder weisen höflich die Wege in das Märchenland, wir fahren in ein freundliches Dörfchen ein, weich eingebettet in dis runi)gehobelten Hügelketten: Seiften, In vielen deutschen Häusern werden morgen, am ersten Adventssonntag, nach schöner alter Sitte, die Kerzen entzündet werden, deren stiller, warmer Schein uns in die kommende Weihnachtszeit hineinleuchtet: für jeden der vier Sonntage eine Kerze, und wenn sie alle mer brennen, dann ist der Heilige Abend nicht mehr fern, an dem der Lichterglanz des Kranzes sich an unferm Christbaum beglückend vervielfacht, das ewige Fest der deutschen Wechnacht zu verkünden. — (Aufnahme: Elisabeth Hase, Frankfurt a. M.) Äfeuj. Ä8- ‘Schon ibach; Ml< ( 7828A er» jine Deren, erkauft Schn ifce 16. sitts der Grenzen. Dabei stößt man jedoch auf eine Erscheinung, die ehie nähere Betrachtung zweifellos einmal veroient. 3- zahllosen Fällen hat sich nämlich erwiesen, daß t>! vielen ausländischen Besucher und Sonderbe- rgterftatter, denen Gelegenheit gegeben wurde, eben Blick hinter die Kulissen zu tun und dabei 2mge zu sehen, die sonst öffentlich nicht so in Er- scXinung treten, ganz aus sich heraus zu Urteilen glommen sind, die sich wesentlich von der üblichen L richterstattung der in Deutschland ansässigen aus- ländischen Zeitungskorrespondenten unterscheiden. 11 ib zwar betrifft das alle Gebiete des national» scealistischen Aufbauwerkes. Wir hören den Einwand derer, die sich getroffen fühlen: „Ja, den gelegentlich und den förmlich ein- cioabenen Besuchern zeigt Ihr nur das, was f i e fih e n sollen. Sie sehen die glänzende Fassade HD lassen sich blenden durch bloße Aeußerlich- fezen, die unbestreitbar großartig und zuweilen vrklich überwältigend sind, nicht nur so erscheinen. $ r Berichterstatter aber sind verpflichtet, über > bitsdienst zu erhalten. „Es klingt merkwürdig und hum glaubhaft", so berichtete der Arbeitsdienst- sthrer, „wenn ich sage, daß wir bei einigen von brfen hervorragenden ausländischen Gästen nach- hL geradezu erschütternde Gefühlsausbrüche erlebt hlben. Einer war darunter, der dabei mit Tränen it den Augen erklärte: „Und wir? Was haben h r dem an die Seite zu stellen ... ? Wie gesagt, diese Geschichte klingt wirklich un° gimbhaft, aber die Persönlichkeit des Erzählenden birgt für die volle Wahrheit dessen, was er uns brichtete. Die psychologische Erklärung für einen derartigen Gefühlsausbruch bei dem ausländischen (last ist auch unschwer zu findep, Allerdings ist ei gerade -der Arbeitsdienstmann, der auf Ausländer regelmäßig starken Eindruck macht; er hat, wie nn zu sagen pflegt, eine gute Presse, auch jen- Vorweihnacht. Von Wilhelm von Scholz. Db es den anderen Leuten auch so geht wie mir, Bc.fe ich freilich nicht, aber der und jener hat es M" doch schon bestätigt: daß so vorn Ende des Hhmember an und mit jeder Woche immer mehr, -mehr die Tage düsig und dämmerig werden, die jdt und die Gedanken und die Gefühle immer ^gesprochener auf Weihnachten zueilen; und viel (ifiiger und erfüllter als auf irgendeinem anderen kg oder ein anderes Fest des ganzen Jahres. Hewiß, es geht um diese späte, verträumte und re^onnene Herbstzeit, wenn die Bäume kahl und Üi Fernen mit feuchter nebliger Luft verhängt |fao, das Braun der beperlten Stauden verschafft«' Astern, ein paar rötliche Zweige die letzten k'ben geben, wenn der frische Winter mit Schlitt- shD- und Schneeschuhlauf, mit Rodeln und der glichen Betätigung in der reinen klaren Kalte A Wergsonne und auf spiegelndem Eise noch nicht Tonnen hat, gleich auf zwei wichtige Feste zu: Ziihnachten und Neujahr! Aber diese beiden Feste sind doch im Grunde nur w einziges, ein so großes und gewaltiges Fest, daß i3 sich vor Fülle in zwei teilen mußte um nut mer Uebermacht nicht zu erdrücken Denn der Saeberbeginn des Lichtes, das Wiederauflteigen der Srame empor aus ihrem tiefsten Stande und wal- ftDen Nebeln, der sich mit der lieben frommen östlichen Geschichte verschmolzen hat, ist der Ur- Mngssinn sowohl von Weihnachten wie von der p: Verhältnisse des Lebens berührenden Jahres- Neuerung. Lielleicht ist es in alter Zeit nur eine Unausge- ! hchenheit, eine nicht übereinstimmende Rechnung llon Kalender gewesen, die dazu gesuhrt hat, daß !if dasselbe Fest wenige Tage nacheinander noch Karmal kommt. Oder es hat auch möglicherweise ore > Lache Weihnachten ein wenig vom Jahreswecyfei D.verütft, damit der neue Sinn, den sie dem Feste » nicht in dem alten Sinn, den es schon i ich er Vorzeit hatte, und der hell vom ^l^er= ■aam funkelt — eben der Wiederkehr und der Wie- ternuferfteljung der Sonne — überblendet und ver- tet't werde. Und es ist wirklich zuviel an hoher Kveutung, die das winterliche Fest in sich schließt, ’ -h baß es nicht mehrere Tage und dazwischen noch i jrmal ein Atemholen brauchte, um durch und Istich erlebt zu werden! . Der christlich-kirchliche Sinn hat sich dabei in ■nerem Volke unmerklich — ich will nicht sagen: dem, was wir als antideutsch bezeichnen müssen. Diese antideutsche Haltung ist leider bei einem nicht geringen Teil der in Deutschland tätigen Ausländskorrespondenten festzusteilen; wobei der Fall des vor einiger Zeit ausgewiesenen „Time s" - Korrespondenten und der des erst kürzlich zum Verlassen Deutschlands aufgeforderten H a v a s - Vertreters Ravoux allerdings besonders kraß lagen. Denn beide hatten geradezu ein System tendenziöser „Berichterstattung" entwickelt, das politisch verantwortungslos und rein menschlich gesehen unfair ist. Ihr Standpunkt war kein englischer und fein französischer, auch fein gegnerischer, sondern ein überwiegend von Havas diftier- t e r. Eine Form der Gehässigfeit übrigens wie sie so nur bei intelleftuellen Demofraten oder demo- fratischen Intelleftuellen zu finden ist. Kein Haß, wie ihn etwa ein Clemenceau empfand, der, um Franfreichs Sicherheit für ein Jahrhundert zu garantieren, am liebsten Deutschland von der Lanb- schelten ben Bauern daß er nichts verstünde. Aber sie gehen noch weiter und sagen, daß bas Saat- forn schlecht sei und feine Frucht bringen werbe. Gut sei nur ber Boben, vom früheren Besitzer her, ber auch ben Dünger von ihnen bezogen habe, ba* für aber schon bie nächste Ernte oerpfänbet hatte. Ja, s o sehen sie Deutschland, den Nationalsozialismus und seine Führung. Sie sehen nicht den im ersten Grün stehenden Acker, sondern ein paar schief gezogene Furchen, einige noch kahle Stellen, hier und da em wenig Unkraut. Ger^ß, mit dem früheren Besitzer hatten sie es leichter. Als sie eines Tages in seinen Acker ein- brachen, einen Teil mit Beschlag belegten, da war er unfähig, sich dagegen zu wehren. Auch nicht gegen die Zwangshypothek, die sie wider alles Recht erpreßt und ergaunert hatten. Nun, da der junge neue Besitzer Die Kraft besitzt, sein Recht zu wahren, niemand auf seine Fluren läßt, der nicht seine Erlaubnis hat, da schimpfen die Händler und weissagen ihm den Zusammenbruch, weil sie gerne sähen, daß es so kommen würde. Eine g-anze Reihe der in Deutschland weilenden Auslandsberichterstatter denkt und schreibt so. Nicht alle, noch nicht einmal die Mehrzahl von ihnen, aber jedenfalls fo viele, daß ein großer Teil der Welt die Wahrheit über Deutschlanb nicht erfährt. Es sind die Horchposten der Demokratien, für die vor der Machtübernahme die deutsche Opposition nicht vorhanden war. Was damals die deutsche Opposition, die bereits den kommenden neuer Staat repräsentierte, sagte und schrieb, das kümmerte sie keinen Deut, darüber berichteten sie nicht. Dafür mochten sie heute am liebsten 66 Millionen Deutsche zur Opposition stempeln. Gesetzt den Fall, es gäbe eine Opposition in Deutschland, die den Namen überhaupt nerbiente, bann konnte es gewiß feine beutsche Opposition, eine Opposition für Deutschlanb fein; benn eine solche würbe bei ben Gegnern Deutschlands nichts zählen, heute so wenig wie einst. In Wirtlichkeit ist biese Oppositton gegen das nationalsozialistische Regime nur ein Wunschtra um aller Demokraten. Mögen sie weiter träumen. Derweil wächst die junge deutsche Saat. Und während sie wächst, wird allmählich auch — vielleicht vergehen noch Jahrzehnte darüber — in allen anderen Ländern bie Erkenntnis reifen, baß eine neue Zeit begonnen hat für alle Volker biefer Erbe. Sie steht im Zeichen eines neuen 'Nationalismus, ber bas Lebensrecht bes eigenen Volkes proklamiert, zugleich aber bas aller anberen Volker anerkennt, und eines echten Sozialismus, ber nicht Gleichheit, son- bern Gerechtigkeit verlangt. Edgar Schröder. Zeitschriften. — Im Heft 9/10 vom „H e ss e nl a n b", heraus- gegeben von Dr. C. Hitzeroth, Marburg, finden wir, was unser engeres Heimatgebiet betrifft, einen aufschlußreichen Beitrag von Karl Rumps über bäuerliche Grabmalkunst in Oberhessen (mit Abbil- bungen); vom übrigen Inhalt bes gediegen ausgestatteten Heftes nennen wir die Aufsätze über bie Jäger im Spangenberger Revier von Fritz Jütte und über ben Streit um bie Rotenburger Schloßkapelle von Dr. Walter Kramm, ferner bie Bücherschau, bie Personalien unb bie Mitteilungen bes Vereins für hessische Geschichte unb Landeskunde. Hochschulnachnchten Geheimrat Dr. h. c. Wolf Häuser, der Vor- sitzende des Universitätsbund'es Marburg, vollendete am 26. November das 80. Lebensjahr. Häuser hat sich große Verdienste um die Universität Marburg erworben. Er ist Ehrendoktor sämtlicher Fakultäten, Ehrensenator der Universität und Ehrenbürger der Stadt Marburg. Gleichzeitig mit dem 80. Geburtstag von Geheimrat Häuser konnte das I u b i l ä u m s k u n st i n st i t u t der Universität Marburg auf ein zehnjähriges Bestehen zurück- blicken. Der Universitätsbund hat unter Führung von Geheimrat Häuser die beträchllichen Mittel für den Bau'bereitgestellt. So ist das Jubiläumskunst- institut heute ein Denkmal des Wirkens biefes bedeutenden Mannes. Ein höherer Führer des Arbeitsdienstes erzählte u s kürzlich etwas über seine Erfahrungen im Ver- tör mit ausländischen Gästen, die er durch Arbeits- ! biknstlager geführt hatte. Unter diesen Gästen befinden sich Träger von bekannten Namen, Staats» i irdnner anderer Nationen, die den Wunsch geäußert Hilten, einen tieferen Einblick in ben beutfchen Ar- i * Sir können stolz sein aus unsere Leistungen <1 Neichsminifler Or. Goebbels über die nationalsozialistische Kulturpolitik. PROSPEKT 61 DURCH BALATUM-WERKE • NEUS! Den erzogen, Film- bcr Gründung Nachwuchs auf Wir verfolgen und Theaterakademien, die in begriffen sind, sollen für den Bühne und Leinwand sorgen, hier den Grundsatz, daß eine Künstler ihr begnadeter Sinngeber. Und wie die Staatsleitung für alle anderen Gebiete des Volks» lebens die politische Führung für sich beansprucht, so auch für dieses. Das soll nicht heißen, daß die Politik in die innere Funktion der Kunst eingreifen müsse, oder auch nur wolle. Das bedeutet nur, daß sie ihren großen An. und Einsatz regelt und ordnet. Das Recht dazu ist ein souveränes. Es entspringt der politischen Macht und Derant- men. Am meisten dem Volk entfremdet war zweifellos die bildende Kunst. Das Amt „Feierabend hat die Durchführung von K u n st a u s st e l,l u n - gen in Betrieben ausgenommen. Von insgesamt 1273 wurden 602 allein in diesem Jahre veranstaltet. Die Gesamtteilnehmerzahl an den kultu- rellen und unterhaltenden Veranstaltungen des den. Eine weitere Neueinrichtung ist die «Sol« d a t e n b ü h n e" der NS. - Gemeinschaft „Kraft durch Freude". Diese hat sich so gut bewährt, daß im kommenden Jahr eine Reihe neuer derartiger Bühnen ins Leben gerufen werden. Die „Reichs- theaterzüge" werden vor allem in den Grenzgebie« ten eingesetzt. Auch die Pflege des Konzertwesens hat einen weiteren Aufschwung genom- Vier Ähre „Krast durch Freude". Gin Le stungsbericht des Reichsorganisationsleiters Or.Ley ____ größten Umfang hat die Arbeit auf dem Gebiete des Theaters angenommen, die auch in diesem Jahre noch wesentlich erweitert werden konnte. Für die Spielzeit 1937/38 sind rund 7000 eigene Vorstellungen abgeschlossen worden. Außerdem laufen für ungefähr die doppelte Anzahl Dorzerrung des wahren Zustandes! Der deutsche Künst- ler von heute fühlt sich freier und unge- Kunden er denn je. Er dient mit Freuden Volk und Staat, die sich seiner und auch seiner Sache in so warmherziger und verständnisvoller Weise angenommen haben. Der Nationalsozialismus hat die deutschen Kunstschaffenden ganz gewonnen. Sie gehören zu uns, wie wir zu ihnen gehören. Nicht durch hohle Programme und leere Redensarten haben wir sie auf unsere Seite gebracht, sondern durch die Tat. Wie sollte der deutsche Künstler sich in diesem Staate nicht geborgen fühlen! Sozial gesichert, wirtschaftlich gehoben, gesellschaftlich geachtet, kann er nun in Ruhe und ohne bitterste Existenzsorgen seinen großen Plänen dienen. Doll Verehrung blicken wir alle in dieser Stunde auf Sie, mein Führer, der Sie in der Kunst nicht eine lästige Repräsentations- pflicht sehen, sondern eine heilige Mission und hehre Verpflichtung, die letzte und gewaltigste Dokumentation des menschlichen Lebens. Sie kennen und lieben die Kunst und den Künstler. Sie stammen auch als Staatsmann aus ihrem Bezirk. Mit heißem Herzen verfolgen Sie den Weg der deutschen Kunst in unserer Zeit. Sie weifen ihr Richtung und Ziel als ihr begnadeter Sinngeber. Das danken wir Ihnen alle. Halten Sie auch in Zukunft ihre schirmende Hand über deutsche Kun't und deutsche Art. Leistung und Tat sollen Antwort und Gelöbnis des deutschen Künstlers darauf sein. Unser Volk abdr steht heute um uns und bei uns. Für ungezählte Stunden der Freude, Erholung und Erbauung, befreienden Lachens und aufwühlender Erschütterung stattet es seinen Künstlern seinen Dank ab. Ein Jahr der Arbeit liegt hinter uns. Ein Jahr der Arbeit wartet auf uns. Die errungenen Erfolge rufen zu neuer Tat. Auf ihnen aufbauend wollen wir uns mit heißem Herzen und glühendem Idealismus unseren Aufgaben hingeben im Dienste an der Kunst, der großen Trösterin unseres Lebens. Untere Kultur ist eine Herzenssache des ganzen Volkes Rückblick und Ausblick auf der Fahresiagung der Neichskulimtammer. solide Lehre und eine feste Summe von Fertigkeiten immer noch der beste Ausgangspunkt für den Aufstieg eines Talentes oder auch für den Durchbruch eines Genies find. Wir haben Schluß gemacht mit dem lauten Gerede vom wahren Künstler, der sich selbst darstelle, einem Gerede, hinter dem sich meistens nur Unfähigkeit, Gestaltlosigkeit und Größenwahnsinn verbargen. Bei uns soll die Jugend wieder lernen. Sie soll nicht in brambarsierenden Konventikeln Gott und die Welt zum Zeugen aufrufen für ein Künstlertum, das sich ja doch nur in Leistungen offenbart. Mit der Sorge um den Nachwuchs geht die Sorge für das Alter Hand in Hand. Die Erfüllung dieser Pflicht war um so schwerer, als es für die Organisation einer Künstleralters. Hilfe weder bei uns, noch in der Welt irgendein Beispiel gab. Zur Ueberbrückung der bis zur endgültigen Lösung dieses Problems leider bestehenden Notstände hat 'die Reichsregierung in der Stiftung „Künstlerdank" 3,5 Millionen Reichsmark zur Verfügung gestellt. Wir haben mit der Altersversorgung f ü r d i e Bühnenschaffen- d e n begonnen und ihr durch Art und Umfang der Leistungen eine soziale Funktion gegeben, die be- stimmt ist von dem Dank der Nation an die Mittler der Kunst. Morgen ergeht eine Anordnung, auf Grund derer zur Sicherstellung der Altersversorgung für die Bühnenschaffenden d i e Theater- veran st alter von jeder ausgegebenen T h e a t e r e i n tr i t t s k a r t e einen Betrag von 5 Reichspfennig abzuführen haben. Dinge in die Arme des Marxismus getrieben hätten, sondern der Umstand, daß ihnen die Schätze der deutschen Kultur geflissentlich oorent- h al ten worden seien. Die Kultur aber sei die Summe aller Arbeitsleistungen eines Volkes in der Vergangenheit, und so hätten auch die Nachkommen mit vollem Recht ihren Anteil an dieser Kultur verlangt. Daß sie sich gegen die Enterbung zur Wehr gesetzt hätten, das gerade mache den deutschen Arbeiter so schätzenswert, und dem sei auch die außerordentliche Entwicklung der NSG. „Kraft durch Freude, die der Führer in Nürnberg als eine Kulturtat bezeichnet habe, zu verdanken. In großen Zügen wies der Reichsorganisationsleiter dann auf die gewaltigen Zahlen des gedruckt vorgelegten umfangreichen Leistungsberichtes dieser Millionenaemeinschaft hin, die das unvergeßliche Verdienst für sich in Anspruch nehmen rann, dem deutschen Volke den unerschöpflichen Reichtum seines geistigen, kulturellen und künst- lerischen Besitzes vermittelt und so der deutschen Kunst wieder einen Platz im Herzen des deutschen Volkes gegeben zu haben. Dr. Ley schloß unter erneuter herzlicher und anhaltender Zustimmung mit dem Dank an den Führer und dem Versprechen, die Deutsche Arbeitsfront zum größten Sozialwerk der Welt zu machen. Mit freudigem Beifall wurde der Treuhänder der deutschen Künstler und Kulturschaffenden, der Präsident der Reichskulturkammer, Reichsminister Dr. Goebbels, begrüßt. wortung. Auf unserer letztjährigen Tagung wurde die Abschaffung der Kunstkritik proklamiert. Die Entartungserscheinungen in der ftunft waren zum großen Teil auf das Schuldkonto der Kunstkritik zu schreiben. Sie beurteilte die künstlerische Entwicklung nicht mehr aus dem gesunden volksverbundenen Instinkt heraus, sondern nur noch aus der Leere ihrer intellektuellen Abstraktheit. Das Volk hat daran niemals teUgenommen. Die Abschaffung der Kunstkritik und die Einfüh- rung der K u n st b e t r a ch t u n g hat sich über- all bei uns durchgesetzt. Wir haben deshalb nicht weniger, sondern eher mehr Talente kenne n g e l e r n t. Als Kritiker fungiert jetzt das Publikum selb st, das durch seine Teilnahme bzw. Teilnahmslosigkeit ein unmißverständliches Urteil über seine Dichter, Maler, Musiker und Schauspieler abgibt. Es ist wahr, daß jede große Kunst auf die Dauer nur von ihrem gesundenNach- wuchs leben kann. Es kann nicht bezweifelt werden, daß in einer geschichtlich so hochgespannten Zeit wie der unseren dgs politische Leben eine Unmenge von Begabungen aufsaugt, die normalerweise zum Teil auch für das kulturelle Leben zur Verfügung ständen. Dazu kommt noch, daß die großen weltanschaulichen Ideen, die durch die nationalsozialistische Revolution zum Zuge gebracht worden sind, so spontan und eruptiv wirken, daß sie für die künstlerische Gestaltung noch nicht reif sind. Die Probleme sind zu frisch und zu neu, um künstlerisch, dramatisch oder dich- terisch geformt zu werden. Der Nachwuchs, der diese Aufgabe einmal zu lösen hak, ist noch im kommen. Dir können, um ihn durchzusehen, nichts anderes tun, als ihm alle Möglichkeiten bieten, sich geistige und technische Fähigkeiten und Fertigkeiten in ausgedehntestem Umfange anzueignen. In Presse-, Rundfunk-. Waler, und Architektenschulen werden die neuen Talente Die Theaterveranstalter sind berechtigt, diese Altersversorgungsabgabe bei der Eintritts p r e i s - geftaltung zu berücksichtigen. Bei den billigsten Plätzen ist unter dem Satz von 5 Reichspfennigen herunterzuaehen und zum Ausgleich dafür sind die teueren Plätze mit mehr als 5 Reichspfennig heranzuziehen. Die Anordnung tritt am 1. Januar 1938 in Kraft. Sie findet keine Anwendung auf die Gruppe „Reifende Theater". Die dabei gewonnenen Summen dienen dazu, die Altersversorgung der Bühnenschaffenden finanziell sicherzustellen und damit das Werk her geplanten großen sozialen Künstleraltershilfe wirksam einzuleiten. Daneben haben wir der Gründung und Förderung von Alters- und Erholungsheimen auch in diesem Jahr besondere Aufmerksamkeit zugewandt. Durch die Hochherzigkeit des preußischen Ministerpräsidenten wurde nicht nur ein neues Altersheim in Weimar den deutschen Bühnenveteranen geschenkt, sondern auch das seit langen Jahren bestehende Marie-Seebach-Stift finanziell sichergestellt. Daneben schufen wir ein neues Alters- und Erholungsheim in Oberwiesenthal und zwei neue schöne Erholungsheime in Arendsee an der Ostsee. Sie sollen im kommenden Frühjahr eröffnet werden und ständig 70 bis 80 erholung-- fuchenden deutschen Künstlern Unterkunft gewähren. Die hier und auf allen anderen Kunstgebieten zur Durchführung gelangenden Projekte sind Kultur- taten ersten Ranges und damit der nationalsozialistischen deutschen Nation wahrhaft würdig. Aehn- liches ist niemals und nirgendwo in der Welt auch nur versucht worden. Wir haben auf diesem Gebiet keine hochtönenden Programme aufgestellt, wir haben gehandelt. Titan spricht so oft In wegwerfender Weise vom Wassengeschmack und sucht ihn in Gegensatz zu stellen zum Geschmack der Besitzenden, der Gebildeten oder der oberen Zehntausend. Nichts aber ist ungerechter als das. Während der Geschmack der sogenannten Gebildeten, eben weil sie gebildet sind und so schrecklich viel gelesen haben, den mannigfachsten Anfeindungen und damit auch Schwankungen ausgesetzt war. Ist der Geschmack der breiten Blassen immer derselbe geblieben. Ihr gleichbleibender Geschmack Ist das einzig Stabile in großen künstlerischen Entwicklungsprozessen. Das Volk hat ein gesundes Gefühl für echte Leistung, aber auch für Worte, die zwar von Leistungen sprechen, hinter denen aber keine Leistungen stehen. Sein Geschmack leitet sich von festen Anlagen ab, aber er muß richtig und planmäßig gelenkt werden. In seinen manchmal primitiven Aeuherungen ist er doch immer gerade und unverbogen. Die wahre Bildung ist durchaus nicht an den Besitz gebunden, im Gegenteil: der Besitz macht oft blasiert und dekadent. Er ist häufig die Ursache geistiger und geschmacklicher Unsicherheit. Nur so sind die furchtbaren Verheerungen deutscher Kunstentartung aus der Vergangenheit zu erklären. Der Snob ist ein leerer und hohler Bildungslakai, der von den Früchten nur die Schalen ißt und sie dann nicht verdauen kann. Er geht in Frack und Elaque ins Theater, um Arrneleuteduft zu atmen. Er muß Elend sehen, an dem er sich schaudernd und fröstelnd vergnügt. Das ist die letzte Entartung eines pöbelhaften Amüsiertriebs. Die Reichen sollen im Theater zuschauen, wie es bei den armen Leuten zugeht. Das Volk besucht aus anderen Motiven Das Theater, Konzerte, Museen und Galerien, es will das Schöne und Erhabene sehen und genießen. Das, was ihm das Leben so oft und hartnäckig vorenthält, eine Weltdes Wunders und des holden Scheins, soll sich hier vor seinen staunenden Augen auftun. — Mit ungebrochener und naiver Spielfreudigkeit tritt es an die Illusionen der Kunst heran und träumt sich dabei in eine verzauberte Welt des Ideals, die das Leben uns alle nur ahnen, aber selten begreifen und nie ge- 23 erlin, 26.Nov. (DNB.) In Anwesenheit des Führers, fast der gesamten Reichsregierung, des Diplomatischen Korps, von hervorragenden Vertretern aus Staat und Bewegung, Kunst und Kultur, Wissenschaft und Wirtschaft und der in- und ausländischen Presse hielt am Freitag im Deutschen Opernhaus in Charlottenburg die Reichskulturkammer wiederum in Gemeinschaft mit der NSG. „Kraft durch Freude" ihre vierte Jahrestagung ab. Der Führer wurde beim Betreten feiner Loge von dem ganzen Haufe ehrfurchtsvoll begrüßt. Er nahm zusammen mit seinem Stellvertreter, Reichsminister Rudolf Heß, zwischen dem Präsidenten der Reichskulturkammer, Reichsminister Dr. Goebbels, dem Vizepräsidenten der Reichskulturkammer, Staatssekretär Fu n k und Reichsorganisationsleiter Dr. Ley, dem Schöpfer der NSG. „Kraft durch Freude", Platz. Das Vorspiel zum 3. Akt der Oper Lohengrin, gespielt vom Philharmonischen Orchester unter Leitung von Generalrtiusikdirektor Professor Dr. Böhm, leitete die Feierstunde ein. Darauf sprach Staatsschauspieler Friedrich Kayß- ler die machtvolle Goethische Hymne „Prometheus". Oer Leiter der Deutschen Arbeitsfront, Re.chsorganisationsleiter Or. Ley, ging in feiner Ansprache davon aus, daß die beut- schen Arbeiter vor dem Kriege nicht materielle 1 Anläßlich der vierten Jahrestagung der NSG. „Straft durch Freude" veröffentlicht der Leiter der Deutschen Arbeitsfront, Reichsorganisationsleiter Dr. Ley einen Leistungsbericht, in dem er alle Aufgabengebiete der NSG. eingehend behandelt: Schönheit der Arbeit. „Die Zukunft gehört nur einem Volk", so führt Dr. Ley aus, „das einig, stark und gesund ist und froh das Leben bejaht. Das ist die höchste Aufgabe der NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude": Dem schaffenden deutschen Menschen Mut und Lebenswillen zu geben. „Kraft durch Freude" ist nicht lediglich eine Freizeitorganisation, sondern fie' ist eine nationalsozialistische G e - meinschaft, die an dem Werden einer neuen ßebensgeftalturtg mitwirkt und die neue Gesell- schaftsordnung herstellt. Deshalb ist die „Schönheit der Arbeit" ein notwendiger organischer Bestandteil der „Kraft durch Freude", sie ist die Grundlage, auf der sich die Freizeitgestaltung überhaupt erst aufbauen muß. Heute können wir voller Stolz feftfteUen, daß die „Schönheit der Arbeit" zu einer Bewegung geworden ist, die von den Betrieben selbst getragen wird. Es läßt sich gar nicht mehr feftfteUen, welche Summen von den deutschen Betrieben freiwillig in die Verschönerung der Arbeitsstätten hineingesteckt werden, nur aus der Erkenntnis heraus, daß der Gedanke „Schönheit der Arbeit" vernünftig, richtig und notwendig ist. Die Gesamtsumme der Aufwendungen für „Schönheit der Arbeit" beläuft sich auf rund 600 Millionen RM. Die bereits im Vorjahre durchgeführte Aktion „Gutes Licht — gute Arbeit" wurde wiederholt, der Erfolg läßt sich wohl am besten an den gewaltig gestiegenen Umsätzen ermessen, die die Elektroindustrie mit guten, modernen Leuchten erzielt hat. Einen ebenso großen Erfolg hatte der Feldzug „Saubere Menschen im sausieren Betrieb", bei dem es vor allem um die Erstellung einwandfreier Waschanlagen in den Betrieben ging. Das Amt „Schönheit der Arbeit" steht feine Aufgabe darin, die freien Architekten im Sinne dieser neuen $bee der Betriebskultur und Detriebsschönheit zur tätigen Mitarbeit was man organisieren kann. Es ist unser Bestreben gewesen, die innere i Regeneration be« beutschen Künstler- I ft a n b e s nicht fo sehr durch eine Unzahl von Gesetzen als vielmehr durch eine fortdauernde Ak- : tion der Selbsthilfe durchzuführen. Nur so haben । wir im Bereiche des deutschen Kulturlebens ohne nennenswerte Erschütterung eine Frage lösen können, die gerade auf diesem Gebiete in der vornationalsozialistischen Zeit für schlechterdings unlös- I bar galt: Wir haben d i e Juden beseitigt und Führung und Repräsentanz des deutschen Gei- । steslebens der Nation und der Well gegenüber w jeder in deutsche Hände gelegt. Wenn : man sich vergegenwärtigt, daß wir, ganz" abgesehen i von den Juden, die schon bei Ausbruch der na- i tionalsozialistischen Revolution rechtzeitig als Erni- . granten das Weite suchten, seit 1933 annähernd 3000 Juden und Judengenossen aus dem deutschen i Kulturleben entfernt, gleichzeitig aber auch die leergeroorbenen Stellen mit Deutschen, besetzt ■ haben, so kann man sich ungefähr eine Dorstel- i lang bavon machen, wieviel Arbeit hier geleistet । wurde. In keiner deutschen Zeitung schreibt heute - mehr ein Jude, und trotzdem erscheinen die Zeitungen zahlreicher und besser aufgemacht denn je. Auf keiner Bühne tritt heute mehr ein Jude auf, und trotzdem spielen die Theater; und sie find überfüllt wie nie. In keinem Film wirkt heute noch ein Jude mit, und trotzdem produzieren wir Filme, zahl- und erfolgreichere-denn je. Die Welt hat den Beweis vor Augen, daß das Shilturleben eines Volkes auch, und zwar sinn- und zweck- gemäß, ausschließlich von seinen eigenen Söhnen verwaltet, geführt und repräsentiert werden kann. Wie lief der jüdische Ungeist In das deutsche Kulturleben elngedrungen war, das zeigte in erschreckenden und geradezu grauenerregenden Formen die In München als warnendes Beispiel durchgetührte Ausstellung der „Entarteten Kunst". Wir sind ihretwegen vielfach in der sogenannten Weltpreise angegriffen worden. Aber es hat sich bis heute kein ausländischer Enthusiast gefunden, der zur Wiedergutmachung dieser Kulturbarbarei etwa bereit gewesen wäre, die In München ausgestellten .Lunstschähe" zu kaufen und sie damit für die Ewigkeit zu retten. Sie mögen sie nicht, aber sie verteidigen sie, und sie oer- teidioen sie nicht aus kulturellen, sondern lediglich aus politischen Gründen. Ls bedarf kaum einer wegwerfenden Handbewegung, um sich mit Ihren Argumenten auseinanderzusehen." Dr. Goebbels wandte sich auch gegen die Einwände, die hier und da In deutschen Künstler- kreisen erhoben worden seien. Er erklärte: Die Ausstellung hat gar nichts mit Unterdrückung künstlerischer Freiheit und jugendlichen Fortschritts zu tun. Jrn Gegenteil, die Machwerke, die hier ausgestellt untren, und ihre Schöpfer sind von gestern und vorgestern. Es handelt sich bei ihnen um die vergreisten, gar nicht mehr ernft zu nehmenden Vertreter einer Zeitepoche, die wir geistig und politisch läng st überwunden haben und deren scheußliche Abarten nur noch auf Dem Gebiet der bildenden Künste in unsere Zeit hineingeisterten. Wie gesund eine solche Reinigungskur war, das zeigt die Reaktion beim Pudli- kum und vor allem 6et den Käuferschichten der Großen Deutschen Kunstausstellung im Haus der Deutschen Kunst in München. Noch niemals sind so viele Bilder, und zwar in der Hauptsache wahre Kunstwerke schöpferischer Ge- winnen läßt. — Hier liegen die Ursprünge und ewig wirkenden Antriebskräfte jeder großen Kunst. Der Snobismus ist krank und wurmstichig. Sein Geschmack kann für eine Zeit nicht maßgebend und formbildend fein. Wir haben den Mut gehabt, die Produkte seiner frechen Anmaßung zurückzuweisen. Der primitive und gesunde Volksgeschmack verlangt eine entsprechende geistige Kost. Mit snobistischen Ueberfeinerungen zieht man keine starken Menschen auf. Man wende hier nicht ein, das Volk wolle sich nur amüsieren. Das Volk sucht Freude. Man macht sich meistens kaum eine Vorstellung bavon, wie freubelos im allgemeinen das Leben des Volkes verläuft und wie wichtig es deshalb ist, hier Ab- Hilfe zu schaffen. Und fo begehen die deutschen Kulturschaffenden ihre Jahrestagung zusammen mit dem Volke, das hier durch die NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" repräsentiert wird. Ungezählte Mil- lionen stehen dabei unsichtbar um uns, die auch'im vergangenen Jahre in den Theatern saßen, durch die Museen schritten, auf Zügen oder Schiffen durch Länder und durch Meere fuhren, zum ersten Male vielleicht in ihrem Leben, und sich dabei bewußt wurden, daß das Leben doch auch schön und be. gehrenswert sein kann. Sie wollen heute ihre innere Verbundenheit mit den deut, schen Künstlern bekunden, die ihnen so oft Krast gaben für den schweren grauen Alltag. Deutschfeindliche Kreise des Auslandes versuchen oft, das Bild des zeitgenössischen deutschen Künst. lers dahin zu verzeichnen, daß sie ihn als ein getretenes und gedrücktes Wesen barstellen, bas, umgeben von Gesetzen unb Paragraphen, unter der tyrannischen Diktatur eines kulturlosen, barbarischen Regimes schmachtet und seufzt. Welch eine 23er- hercmzuziehen. Es wäre falsch, wollte man bie her NS.-Genre in sch ast „Kraft durch Freude" gestellten Aufgaben nur darin sehen, den schaffenden Menschen in ihrer Freizeit Unterhaltung zu bieten. Wik wollen sie zu einer sinnvollen Lebens- g e ft a 11 u n g hinführen. Der Zusammenschluß der Amtes „Feierabend" mit der NS.-Kulturgemeindr unter Einbeziehung des „Deutschen Dolksbildungs- wertes" hat die gesamte kulturelle Freizeitarbeit auf eine einheitliche Grundlage gestellt. Sinnvolle Gestaltung des Feierabends. Stellungen Abschlüsse auf maßgebliche Beteiligung- Um die Theaterkultur auch in Gegenden außerhalb der großen Städte zu tragen hat „Kraft durch Freude" mit 30 Wanderbühnen Abnahmegarantie- vertrüge abgeschlossen. Die „Sonderaktion für Reichsautobahnarbeiter" ist auf sämtliche Arbeitergemeinschaftslager ausgedehnt worden, jo daß 550 Lager mit 110 000 Arbeitskameraden erfaßt wur- , Mein Führer! Eure Exzellenzen! Meine Volks- ftaltung, verkauft worden wie bei dieser Ge- genossen und Dolksgenossinnen! Im Leben der Völ- legenheit. Noch niemals hat das breite Publi- fer spielt die Organisation eine ausschlag- kum an den Fragen der bildenden Kunst einen so gebende Rolle. Sie hat die Aufgabe, Menschen- lebendigen und inneren Anteil genommen wie hier, gruppen zu Einheiten zu form.en, um sie damit Die Kunst ist nicht ein Lebensbezirk für sich, iu um so zielbewußter und erfolgreicher aum Einsatz den einzudringen dem Volk verwehrt sein müßte, bringen zu können. Die Organisation ist somit in! Sie ist eine Funktion des Volkslebens und der allen Fällen ein Mittel zum Zweck und im Hin- •"**«•* fu>r llnh mit* hie blick auf das zu erstrebende Ziel gewissermaßen ein notwendiges U e b e I. Jede Organisation muß von ihren Teilnehmern die Aufgabe gewisser individueller Privatrechte verlangen zu Gunsten eines größeren unb umfassenberen Lebensgesetzes und damit eines zielbewußteren Einsatzes von Kräften, die vereinzelt ohnmächtig, zusammen- gefaßt aber von durchschlagender Wirkung sind. Man soll deshalb bei jeder Organisation auf das peinlicyste darauf achten, daß sie ihren eigentlichen Zweck nicht verliert und den Verzicht auf individuelle Rechte immer nur soweit fordert, wie er im Hinblick auf den Erfolg notwendig erscheint. Man darf also, um es kurz auszubrücken, nur or- ganifieren, was man organisieren muß, nicht, Es macht Ihnen allein schon viel p Spaß, wenn Sie aus den vielen jb farbschönen Balatum-Mustem den _< Fußbodenbelag wählen, der in b Ihre Wohnräume paßt Der Balatum« D Händler zeigt Ihnen gerne unver« | bindUch das Neueste von Balatum. D t W tt fei 3r bu bi bi be 2li fu be 6 S d 2 2 I t fi 8 0 tt 2: 2 € th fi ui hi d t I 1 f ü ii d s r t ! i l l I r k I t i i i l f k i l j I den sischer Bündnis-un eparaturen 1897 D lur unseres Volkes. Der liche Sehersweg Nr. 67 Telephon Nr. 3170 aus. fest- UHL adio und Aballen Gebieten des künstlerischen Schaffens und des deutschen Geisteslebens anwesend. Auch zahlreiche ausländische Gäste wohnten der Festvorstellung bei, unter ihnen der ungarische Ministerpräsident, von D a r a n y i, und der ungarische Außenminister, von K a n y a, in der Ehrenloge. Gespielt wurde Beethovens „Fidelio" in der Neuinszenierung des Generalintendanten Rode unter der musikalischen Leitung von Generalmusikdirektor Dr. Dammer. nun zwar schon zum Teil nach Unabhängigkeit aus, es ist aber noch keine Unabhängigkeit, da Frankreich noch sämtliche Hoheitsrechte ausübt. Mit dem Libanon hingegen, der auch eine interne „Regierung" besitzt, wurde ein für diesen Staat wesentlich ungünstigerer Vertrag über die Unabhängigkeit der Libanesen vereinbart. Auch den Libanesen wird völlige Unabhängigkeit zugesichert, aber mit der Einschränkung, daß Frankreich das Recht auf Haltung non Garnisonen behält, ebenso wie in verschiedenen Verwaltungszweigen Einspruchsrechte. Damit das Ganze aber ein freundliches Gesicht hat, wurde in dem Vertragsentwurf gleichzeitig ein französisch-libanesischer Bündnis - und Freundschaftsvertrag eingebaut. Die völlige Aufhebung des Mandates ist zugesichert worden, aber mit der Bedingung, daß bei Aufhebung des Mandates der neue Staat Libanon sofort Mitglied des Völker« Sprcchstundcn Der ReDaktion. 11 30 bis 12 30 Uhr, 16 bis 17 Uhr. Samstagnach» mittag geschlossen. -------------- VelriebssporiWendienendetteibeserWiiMg Kundgebung in Berlin. - Eröffnung des UebungSstäiten-Bauprogramms. Führer das Sieg-Heil auf Adolf Hitler Gesang der Nationalhymnen beschloß die Reise im Rahen Orient Von unserem $. A Sch.-Korrespondenten. Das Todesurteil gegen Schlitzkus rechtskräftig. Frankfurt a. M., 26. Nov. (Lpd.) Das Reichs- gericht hat am Freitag die Revision des Raubmörders Walter Schlitz kus gegen das Urteil des Schwurgerichts in Frankfurt a. M. vom 13. September 1937, wodurch Schlitzkus wegen Ermordung des Schaustellers August Bauer in Zeilsheim in Tat- einheit mit schwerem Raub zum Tode und dauerndem Verlust der Ehrenrechte verurteilt wor- den ist, verworfen. Rundfunkprogramm Sonntag. 28. November. 6 Uhr: Frühkonzert. 8.10: Gymnastik. 8.30: Deut- che Scholle. 8.45: Morgenmusik. 9: Christliche Morgenfeier. 9.45: Schicksal und Vorsehung. 10: Wer elbst das Auge nicht mehr freudig öffnen kann, der wird auch keine Freude mehr empfinden. 10.30: Chorgesang. 11.15: Joseph von Eichendorffs deutsche Sendung." Eine Funkfolge zum 80. Todestag des Dichters. 12: Musik am Mittag. 14: Für unsere Kinder. 14.30: Kleines Konzert. 15.15: Deutsche Scholle: Dörfliche Feste in Südbaden. 16: Nachmittagskonzert. 17: Von den Musiktagen der HI. des Gebietes 12 Westmark. 18: „Segen der Reife." Eine Funkfolge vom schöpferischen Alter großer Deutscher. 19: Nachrichten. 19.10: Guten Appetit! 19.40: Sportspiegel des Sonntags. 20: Deutsche Spiel- und romantische Oper. 22: Nachrichten, auch aus dem Sendebezirk. 22.15: Sportbericht. 22.30: Wir bitten zum Tanz. 24 bis 1: Nachtkonzert. IHonfag, 29. November. 6 Uhr: Morgenspruch. Gymnastik. 6.30: Früh- konzert. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Musik am Morgen. 10: Schulfunk. 10.30: Hausfrau, hör zu! 11.40: Deutsche Scholle. 12: Schloßkonzert. 13: Nachrichten, auch aus deG Sendebezirk. 13.15: Schloßkonzert. 14: Nachrichten. 14.10: In alter Frische! 15: Volk und Wirtschaft. 15.15: Für unsere Kinder. 16: Nachmittagskonzert. 18: Zeitgeschehen im Funk. 19: Nachrichten. 19.10: Die Anfänge der Oper. 20: Tanz- und Volksmusik. 21: „Parkstraße 13." Ein Kriminalstück von Arel Joers. 22: Nachrichten, auch aus dem Sendebezirk. 22.30: Nachtmusik und Tanz. 24 bis le Nachtmusik. Dienstag, 30. November. 6 Uhr: Morgenspruch. Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Musik am Morgen. 10; Schulfunk. 10.30: Hausfrau, hör zu! 10.45: Sportfunk für die Jugend: „Der stärkste Mann der Welt." 11.40: Deutsche Scholle. 12: Mittagskonzert. 13: Nachrichten, auch aus dem Sendebezirk. 13.15: Mittagskonzert. 14: Nachrichten. 14.10: O holde Frau Musika! 15: Volk und Wirtschaft. 15.15: Für die Frau. 16: Nachmittagskonzert. 18: Zeitgeschehen im Funk. 19: Nachrichten. 19.10: Konzert. 20.15: Mit vier, spielt fünf — Schneider sechs. Ein lustiger Skatabend. 21.15: Klaviermusik von Chopin. 22: Nachrichten, auch aus dem Sendebezirk. 22.30: Unterhaltung und Tanz. 24 bis 1: Nachtmusik. Briefkasten der Redaktion. (Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der I Schrsitleitung ) Meter. Für die Kündigung sind die im Mietvertrag vereinbarten Bestimmungen maßgebend. Ist eine Kündigungsfrist weder schriftlich noch mündlich vereinbart, so ist, falls der Mietzins nach Monaten bemessen ist, die Kündigung nur für den Schluß eines Kalendermonats zulässig und hat spätestens am 15. des Monats zu erfolgen. Die Jahrestagung der Reichskulturkammer der NSG. „Kraft durch Freude" fand ihren schluß mit einer Festaufführung im Deutschen Opernhaus. Der Einladung des Präsidenten der Reichskulturkammer, Reichsminister Dr. Goebbels, und des Reichsorganisationsleiters Dr. Ley, waren das Diplomatische Korps, zahlreiche führende Persönlichkeiten des Staates und der Partei, der Wehrmacht, der Polizei und aller Parteigliederungen gefolgt. Die Präsidenten der Einzelkammern, die Reichskultursenatoren und die leitenden Männer der Deutschen Arbeitsfront sowie der NSG. „Kraft durch Freude" waren neben vielen Männern und Frauen aus Art und unseres deutschen Wesens eine gerechte soziale Ordnung zu entwickeln und unserem Volk den Höch st en Lebens st andard zu erkämpfen.' Was das deutsche Volk in vier Jahren auf kargem Boden und in engem Raum vollbracht hat, um in geschlossener Willenseinheit sich die Zukunst und die Freude am Leben zu erobern, steht in der Welt einzig da. Das deutsche Volk erobert die Freude an allen großen und schönen Dingen des Lebens überhaupt. Und das deutsche Volk weiß, daß es niemanden in der Welt gibt, der mehr um sein Wohlergehen besorgt ist, der mehr für es tut und auch mehr für es tun könnte, als der deutsche Dolkskanzler Adolf Hitler! Der Abschluß derZahreslagung. Die Uraufführung des Violinkonzerts von Robert Schumann. Nach der Rede des Reichsministets Dr. Goebbels fand die Uraufführung des einzigen Diolin-Konzerts von Robert Schumann statt. 84 Jahre nach der Niederschrift des Werkes bedeutete die Aufführung, die von allen Sendern übernommen wurde, den künstlerischen Höhepunkt der Jahrestagung. Professor Georg K u l e n k a m p f f spielte mit technischer Bravour und iinniger Versenkung in die lyrischen Schönheiten des Werkes den schwierigen Solopart, während Generalmusikdirektor Prof. Karl Amtes „Feierabend^ belauft sich auf runb 3 4 Millionen. Die Zahl bet seit Durchführung der Volksbildungsarbeit durch die NSG. „Kraft durch Freude" erfaßten Volksgenossen beträgt 10180 000. Die Führungen durch historische Statten und Museen sind zu einer ständigen Einrichtung geworden. Immer mehr ausgebaut werden auch Führungen durch moderne Betriebe. Auch das W a n d e r - büchereiwesen und besonders die Werks- büchereien wurden ausgebaut. Ebenso wurde dem Ausbau des ßaienf Raffens verstärkte Aufmerksamkeit entgegengebracht. In den Laienkursen für Musik, Spiel und Tanz, in den Arbeitskreisen für Malen, Zeichnen, Modellieren. Schnitzen und Basteln wurden Hunderttausende von Volksgenossen zusammengefaßt. Hierzu gehört auch die Pflege des Musikunterrichtes in rund 200 betreuten Dolksbildungsstätten. Die kulturelle Arbeit auf dem Gebiet der Musik hat mit der Gründung der Abteilung „Jugend- und Volksmusik" in der Reichsmusikkammer ihre Verankerung gefunden. Von den Sing- und Musikgemeinschaften der NSG. „Kraft durch Freude" wurden 400 „offene Singen" und andere volksmusikalische Veranstaltungen durchgeführt, in denen 800 000 deutsche Volksgenossen erfaßt wurden. Insgesamt wurden von der Brauchtumsarbeit des Amtes „Feierabend" 6,5 Millionen Volksgenossen in 22 000 Veranstaltungen erfaßt, davon runb zwei Millionen in Werksfeierstunben und Betriebsfesten. Erfolge des Vettiebssporfs. Der immer weiter fortschreitende Ausbau des Sportamtes und insbesondere die Entwicklung des Betriebssportes hat bereits zu einem fühlbaren Mangel an geeigneten Uebungsleitern und Uebungsftätten geführt. Die Zahl der Turnhallen, Spielplätze und Schwimmbäder reicht besonders im Winter keineswegs mehr aus. Deshalb hat das Sportamt der NSG. „Kraft durch Freude" begonnen mit der Ausbildung ehrenamtlicher Uebungswarte, und viele Betriebe sind dazu übergegangen, eigene Betriebssportanlagen zu errichten. 900 Betriebssportstätten sind bereits fertiggestellt, 235 befinden sich im Bau. Aus Anlaß des vierjährigen Bestehens der NSG. „Kraft durch Freude" werben in 91 Betrieben in allen deutschen Gauen die ersten Spatenstiche vollzogen, um eigene Uebungsstätten für die Gefolgschaft zu schaffen bzw. fertiggestellte Sportstätten eingeweiht. Insgesamt wurden in diesem Jahre bis einschließlich September in 338 229 Uebungsstunben 6 656 973 Teilnehmer erfaßt. Gestattung des Urlaubs. erklärte: Unser Sozialismus ist ein mannhafter Sozialismus, wie der Führer es einmal gesagt hat. Es ist unser Wille, das gesamte deutsche Leben und jeden Deutschen durch „Kraft durch Freude" zu erfassen. Heute gilt es auf dem Gebiet der Leibesübungen und des Sports ein Werk zu beginnen, bas gleichfalls einzigartig in der Welt dafteht. Wenn 1150 Betriebe bereits die Schaffung von Sportanlagen in Angriff genommen oder vollendet haben und 5000 Betriebe ihre Bereitschaft dazu erklärten, so ist das, obschon dieses Werk eigentlich erst mit Beginn des nächsten Jahres äv” Auswirkung kommt, groß und gewaltig. Dr. L-, hob dann hervor, daß die Gbündung von Betriebssportstätten keineswegs als eine Konkurrenz zu anderen sportlichen Einrichtungen angesehen werden könne. Sie schafften vielmehr für den gesamten Sport und für die Wettkämpfe ein breites Fundament, aus dem noch weit größere Leistungen auch im internationalen Wettkampf erwachsen würden. Dr. Ley vollzog dann die ersten Spatensttche mit dem Wunsch, daß dieser Sportplatz wie auch die vielen anderen im ganzen Reich die Kraft unseres Volkes für Jahrzehnte und Jahrhunderte stärken möchten, zum Ruhme Deutschlands, im Gedenken an unsere Toten, im Glauben an die Ewigkeit bunbes wirb. Das Grunbsätzliche aber bei diesen ganzen Abmachungen ist, daß diese Verträge von der französischen Kammer ratifiziert werden müssen, bevor sie in Kraft treten können, daß die französische Regierung aber bisher ständig Mittel und Wege gefunden hat, diese Ratifizierung hinauszuschieben. Daß es Frankreich nicht allzu ernst um die Ratifizierung ist, beweisen die ständigen Bemühungen in den letzten Monaten, vom syrischen Berlin, 26. Nov. (DNB.) Vom Gelände des Deutschen Verlages in Berlin• Tempelhof aus eröffneten Dr. Ley und der Reichssportführer von Tschammer und Osten das U e b un g s- ftättenoauprogrammber Betriebe. Zu Füßen des Turmes des Deutschen Verlages, ange- lehnt an den Teltow-Kanal, befindet sich heute noch brachliegendes Gelände, auf dem eine der vielen neuen Betriebssportstätten erstehen soll. Nach der Ankunft Dr. Leys und des Reichssportführers fangen die Werkscharen das Arbeitslied „Schweigt Maschinen und Motoren". Anschließend begrüßte der Betriebsobmann des Deutschen Verlages die Gäste. Der Betriebsführer betonte, feoer verantwortliche Betrieb sei sich bewußt, daß Leistungskampf nicht Uebertrumpfung kleinerer Betriebe oder Rekordhascherei bedeute. Ausschlaggebend sei einzig und allein der Geist. Die Betriebssportgemeinschaften wollten in dem Pemühen, unser Volk zu ertüchtigen, eine zuverlässige und von Kameradschaftsgeist erfüllte Hilfstruppe sein. Reichssportführer von Tschammer und Osten gehoben sei. Diese Auffassung ist jedoch verfrüht. Wer Syrien und Libanon bereift, bemerkt bald, wie weit das Mandat fchon „aufgehoben" ist. In Beirut sitzt immer noch der allgewaltige Ober- k o m m i s s a r, der von seinem Regierungssitz, dem Gouverneurspalast, über dem die Trikolore weht, mit seinen Beamten und entsprechenden französischen Garnisonen Libanon und Syrien regiert und beherrscht. Einreisevisa für Syrien-Libanon werden immer noch von den französischen Konsulaten aus- gestellt, und die Polizeigewalt ist in französischen Händen. Nach den Berichten, die vor nicht allzulanger Zeit durch die Weltpresse gingen, und nach der Form der Darstellung der französisch-syrisch-libanesischen Verhandlungen, wurde vielleicht der Eindruck erweckt, als ob Frankreich seine Mandate über Syrien und Libanon, auch Groß-Libanon genannt (einschließlich dem Sandschak-Gebiet mit Alexandrette), auf geloben habe. Es ist richtig, daß die französische Regierung mit den „Vermal- tungsbehorden" von Libanon und Syrien Verträge gemacht hat, in denen Frankreich die Aufhebung der Mandate in Aussicht stellt. Man muß dabei streng unterscheiden zwischen dem Mandatsgebiet Syrien und Mandatsgebiet Libanon. Syrien ist das Land, welches an Die arabische Wüste anschließt, östlich an den Libanon angrenzt und ihn nördlich umklammert bis zum Mittelländischen Meer. Der Zugangshafen zum Mittelländischen Meer ist Aleppo, die Hauptstadt ist Damaskus. Syrien wird fast ausschließlich von Arabern mohammedanischen Glaubens bewohnt, während Libanon, mit der Hauptstadt Beirut, eine »überwiegend christlich-arabische Bevölkerung hat. Libanon liegt eingekeilt zwischen Palästina im Süden, Transjordanien und Syrien im Osten und Norden. Die Verträge, die mit dem Libanon einerseits und Syrien andererseits abgeschlossen wurden, weichen voneinander völlig ab. Sie sind in völlig verschiedene Formen gefaßt und auch inhaltlich ganz verschieden. Den Syrern konnte von Frankreich eine fast völligett na b h ä n g i g k e i t versprochen werden, da Syrien für die französischen wirtschaftlichen und strategischen Interessen weniger Bedeutung hat als der Libanon, denn das syrische Gebiet ist zum größten Teil Wüste, hat nur unbedeutendere Küstenstriche und den kleinen Hafen Aleppo. Die Aufgabe dieses Gebietes bringt für Frankreich keine großen Verluste. Man hat die „syrische Regierung" in Damaskus anerkannt, sie ist aber vorläufig nichts weiter als eine Behörde der inneren Verwaltung, man hat die französischen Garnisonen in Syrien bis auf einige Posten aufgehoben und die französischen Truppen durch syrische Soldaten ersetzen lassen, die von ftanzösischen Instrukteuren ausgebildet worden sind, aber noch keinen militärischen Wert haben. Das alles steht Das schöne Dors. Die Dorfverschönerungsaktion, an der sich weit Über 5000 Dörfer beteiligen, trägt dazu bei, vor allem auch die Wohnüngsoerhältnisse zu verbessern. Gerade in diesem Monat wurden von der Deutschen Arbeitsftont die notwendigen Maßnahmen eingeleitet, um in den Dörfern würdige Mittelpunkte des geselligen und kulturellen Lebens zu schaffen Das Sportamt hat der körperlichen Ertüchtigung der Landbevölkerung feine Aufmerksamkeit zugewendet und trotz der gerade hier sehr großen Schwierigkeiten bereits erfreuliche Fortschritte erzielt Bisher wurden in 3800 Dorfgememschaften weit über eine Million Teilnehmer erfaßt. Um den Wettstreit unter den Dörfern noch mehr zu fordern, wurde die „Reichsarbeitsgememschaft für Dorfverschönerung" gebildet. toffungWfhtr Betriebe. Wir haben eine Arbeitsschlacht geführt, um die Leistungskraft des einzelnen Volksgenossen für die Allgemeinheit einzusetzen. Im Leistungs- kampf der deutschen Betriebe werden größere taktische Einheiten ins Treffen geführt: Die Betriebsgemeinschaften. Leistungen können nur aus fruchtbarem Boden erzielt werden, und der fruchtbare Boden für eine gute Wirtschaftspolitik ist eine gute Sozialpolitik. Don den vier Leistungsabzeichen, als Vorstufe zur höchsten Auszeichnung als „Nationalsozialistischer Musterbetrieb", wird eine für die vorbildliche Förderung von »Kraft durch Freude" verliehen. Zum vierten Jahrestage der NSG. .straft durch Freude" werden! D 5 h m an der Spitze der Berliner Philharmoniker die ersten Betriebe mit ihrem Leistungsabzeichen die orchestrale Begleitung dirigierte. Stärkster Bei- '' fall dankte den Künstlern. Dann trat Reichsleiter sagte: Drei Voraussetzungen seien für die Erreichung des Zieles, ein ganzes Volk durch die Leivesübungen zu ertüchtigen, notwendig: Der Wille aller, solche Leibesübungen zu betreiben, der Bau von Sportstätten und schließlich geignete Lehrkräfte. Mit Stolz könne fest- gestellt werden, daß nicht weniger als 5000 Betriebe dem Ruf zur Gründung von Betriebssport- gemeinschasten gefolgt seien. Zwei Stunden Sport am Tage ersparten 14 Tage Krankheit im Jahr. Die Anlagen, die Betriebsführung und Gefolgschaft schafften, seien Sparkassen der Volksgesundheit, der Leistungsfähigkeit und der Arbeitsfreude. Der Reichssportführer wies darauf hin, daß die Anlagen für den Betriebssport nicht Lurus-, sondern Zweckbauten sein müßten, nicht Stall. Libanon-Syrien. Nachdruck verboten! Beirut, im November 1937. Beirut ist im Gegensatz zu Haifa ein Hasen mit echt orientalischem Einschlag. Das Schiff hatte noch nicht festgemacht, da stürzten sich schon hilfsbereite arabische Träger mit der ganzen Lebhaftigkeit des Orientalen auf unsere Gepäckstücke in der Erwartung eines guten „Bakschisch" — sprich Trinkgeld. Wahre Schlachten werden um den Abtransport unserer Koffer unter den Trägern ausgefochten, es sieht nach Mord und Totschlag aus — Die Araber jedoch mit ihrem heißen Temperament nennen das höchst „fteundliche" geschäftliche Auseinandersetzung. Es ist auch hier nur der Kampf ums tägliche Brot. Die Zollkontrolle geht überaus schnell vonstatten, man ist überrascht über die Höflichkeit, mit der französische Zollbeamte nach dem „Woher — Wohin" fragen und der Stückzahl der Koffer. Da sie hören, daß es nur Durchreisegepäck nach dem Irak ist, wird alles schnell erledigt, der Zollbeamte malt mit blauer Kreide ein unlesbares Zeichen auf die Gepäckstücke, die. nicht geöffnet zu werden brauchen, sie werden auf die Autos verstaut und bald landen wir in einem deutschen Hstel in Beirut. Beirut macht einen bedeutend solideren Eindruck als die Hafenstadt Palästinas: Haifa. Die libanesische Hauptstadt ist seit Jahrzehnten planmäßig und sachgemäß gebaut und ausgebaut worden, ohne daß dabei Althergebrachtes, Schönes« und echt Orientalisches systematisch zerstört wurde. Die An- forderungen der Zivilisation, moderne Wohnbauten, Handelshäuser, elegante Geschäftsstraßen, durch die die Straßenbahnen fahren, haben hier eine Berechtigung, zumal Beirut sich als wichtiger Mittelmeerhafen des Nahen Ostens den Anforderungen der Welt langsam anpahte und Schritt für Schritt das Moderne aufnahm und es dem Bestehenden einfügte. Der französische Einfluß ist nicht nur im Baustil der Stadt, sondern auch im täglichen Leben und allem, was damit zusammenhängt, unverkennbar. Schon vor dem Weltkriege hatte Frankreich einen gewissen kulturellen Einfluß hier, der sich durch die Mandatszeit noch wesentlich erhöht hat. Neben arabisch ist französisch die Landes- spräche. Ich las .neulich in einer deutschen illustrierten Zeitung einen Aufsatz unter dem Titel: „D e r Vormarsch des Ar ab er tum s". In diesem Artikel bringt der Verfasser zum Ausdruck, daß Frankreich, dem Druck des arabischen Nationalismus nachgebend, seinen Mandatsländern Syrien und Libanon nach dem Muster des Iraks die Unabhängigkeit habe geben müssen, und daß das Mandat aus- Gebiet große Länderteile dem Libanon noch jetzt zuschlagen zu wollen, und besonders besteht die Absicht, den Hafen Aleppo dem Libanon anzugliedern, wodurch Syrien der Zugang zum Meere versperrt werden soll und Syrien wirtschaftlich abhängig vom Libanon werden würde. Also von einer sofortigen Aufhebung der Mandate kann noch gar keine Rede sein, der eheste Zeitpunkt wäre das Jahr 1940, da ja auch noch einige Jahre Uebergangszeit in Aussicht genommen sind. Das Mandat besteht heute weiter, man kann, wenn man optimistisch genug ist, allerhöchstens von einer „Auflockerung" sprechen. Die Syrer werden ungeduldig und drängen, angefeuert und entflammt vom panarabischen Gedanken, auf eine völlige Handlungsfreiheit Ihrer Regierung in Damaskus. Die Einschaltung der Freiheitsidee — Befreiung vom Mandat — in die panarabische Bewegung wird vielleicht noch manche unausgesprochene Projekte und Ideen der französischen Mandatsoerwaltung zerstören können. Vor Jahresfrist noch war die Unabhängigkeitsfrage lediglich eine nationale Angelegenheit der syrischen und libanesischen Bevölkerung. Mit der Auftvllung der Palästina-Teilungsfrage hat auch die Freiheits- beroegung Syrien-Libanons ein anderes Gesicht be kommen. Gleichsam die Krönung der Bemühungen der 1 NSG. „Kraft durch Freude" um eine würdige und 1 sinnvolle Ausnutzung der Freizeit der schaffenden deutschen Menschen ist die Gestaltung des Urlaubs. Nirgends in der Welt wird soviel und so gründlich gearbeitet wie bei uns. Wer viel arbeitet, braucht aber auch eine um. so gründlichere Erholung. Eine vernünftige Urlaubsregelung ist für die Erhaltung der Lebenskraft und der Leistungsfähigkeit unseres Volkes von ausschlag' gebender Bedeutung. Die „K d F." - R e i se n sind nicht zuletzt deshalb so ungeheuer populär geworden. weil bei ihnen alles bis ins kleinste sorgfältig vorbereitet ist. Der „K d F." - U r 1 a ü b e r reist ohne Sorgen. Die Teilnehmerzahl hat auch in diesem Jahre wieder eine Steigerung erfahren. Im Vorjahre ftieg die Teilnehmerzahl von drei auf sechs Millionen, für dieses Jahr ergibt sich bereits eine Zahl von neun Millionen „KdF."- Fahrern. Fast zwei Millionen beteiligten sich an unseren „KdF."-Wanderungen. und 180 000 sind mit den Schiffen unserer „KdF."-Flotte nach Norwegen, Madeira aber nach Italien gefahren. „Au s-^ tauschzüge" sind die Frucht unseres Abkommens mit Stalien: Zwei Organisationen mit dem gleichen Ziel — ,Kraft durch Freude" und „Dopo- lavoro" — haben sich zu gemeinsamer Arbeit zusammengefunden. Wir sind mit unseren „KdF."- Schiffen auch wieder in Lissabon und Madeira gewesen. Schon im nächsten Jahre werden wir in Afrika landen. Millionen Deutsche, die früher das Reisen nur dem Namen nach und vom Film her kannten, entdecken heute unser Deutschland und kehren mit neuer Kraft an ihren Arbeitsplatz zurück. Hunderttausende erleben das Wunder des Meeres und die Vielfalt fremder Länder. Das erste eigene, ganz xnad) unseren Bedürfnissen angelegte '„KdF."-Schiff „Wilhelm,Gustlofs" wird bereits im Frühjahr feine Jungfernfahrt antreten. Anfang 1938 läuft bas zweite n<-ue „KbF. - Schiff vom Stapel, unb in Danzig wirb mit dem Bau von zwei weiteren Schiffen begonnen! Aus Rügen nimmt der Bau des riesigen „K b F." - Seebades, dem noch vier andere folgen werden, immer deutlicher die Formen an, die es als das schönste Seebad der Welt voraussagen lassen. Noch in diesem Jahre werden wir mit dem Bau von Winter Heimen in den Bergen beginnen, um den Winterurlaub und den Wintersport zu fördern, die das Gesündeste und Schönste sind, was man sich denken kann. dien, sondern Uebungsplätze. Es sei darauf zu achten, daß eine möglichst große Anzahl von Betriebsangehörigen auf verhältnismäßig kleinem Raum unternommen könne. Er verlange, daß auf billigen Erfolg verzichtet werde. Es sollten nicht Berühmtheiten herangezüchtet und Höchstleistungen erzielt werden. Die Betriebssportgemeinschaft stehe unb falle vielmehr mit ihrer Ausgabe, auch den letzten Deutschen durch Leibeserziehung zu erfassen. Reichsorganlsattousleiler Dr. Ley ausgezeichnet. fall dankte ben Künstlern. Dann trat Reichs le iter Alles, was wir schaffen, gilt bem einen großen Dr. Len nochmals an bas Rebnerpult unb brachte Ziel: Auf ber Grundlage unserer blutgebunbenen nach Worten des Dankes unb der Verehrung für Sitzung. Festaufführung im Deutschen Opernhaus. K, H 7782 D otter K offen «tiW6* ft Gießener Hochfdiulgefellidiaft Einladung zu einem Vortrag ^es Herrn Prof Dr. FL P. KAUFMANN, Direktor des Instituts für Pharmazie und chemische Technologie der Universität Münster i. W., über: Sie den 2 mes er K Soffen Als Qngen ’Qrbiei ’p Hai wichen n die ( •Iten K J ha enmbe ^cirz, «em Mirf; [an ni( W Qj "Sihigr ,u unt 5n b de pr' Ql ^en V EgNÜg, * n, °- h° welche, Reil ’pme Mil i h t1 V *1 *Qßes jetzt wird sie 72& rl eines r :|S \ bet Jti wd Kit, |el i marinen । Ma !! ba6 fein titüyufur v'-Mbte: H.M oer! et eine Mein 2 Mt Wu dgtonbpu i ^hen o > ohne dc I das t)b ’i: Mensche II 5n * fjnaÄ l>e i auf unf js Mensche j ffieibnat nltihem sc E Mn i • Bnbifi «Men \ MN sche y leit gar Oer , k tie M illMdlich ’ tibMÖE juften : gen Wc ; Dingen Lena I Jelliomi I da? Ti I lauschei 1 , 0(üd ; Zus । 1 ober d Gießen (Stephanstraße 32), den 25. November 1937 Heute abend entschlief sanft nach langem schweren Leiden mein lieber Mann, unser guter Vater, Schwiegervater, Großvater, Schwager und Onkel Herr Karl Währum im 68. Lebensjahre Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Eliese Währum Die Beerdigung findet am Montag, dem 29. November, nachmittags 2.15 Uhr auf dem Neuen Friedhof statt 7794 D vom 28.November bis 5. Dezember 1932 Eröffnung am 28. November, 14 Uhr Lieber Besichtigungen und Gonderveranstaltungen gibt das Programmheft Auskunft, das bei den Schülern zum Preise von 25 Pf. zu haben ist 7801 D PIANETTO d. vollendetste Kl.-Piano in 7x/4 Okt., welches Sie im Modehaus Carl Nowack gesehen haben, befindet sich jetzt an meinem Lager. Des weiteren steht Ihn. eine reiche Auswahl erstkl. tonschöner Markenpianos zur Verfügung. Teüxahlnng - Garantie Lielerung frei Hans Um zwanglose Besicht, bittet: E. Zollinger Pianohandlung Telefon 3119 Gießen, Wilsonstr. 5 parterre Kein Laden 78i6d Leistungsschau der Volksschulen des Kreises Gießen in der Turnhalle der Neuen Pestalozzi-Schule Minis WW mit Lichtbildern am Freitag, 3, Dezember, 20 Uhr, im großen Hörsaal der Universität Eintritt frei Der Vorstand Gäste willkommen Wir machen auf den Vortrag wegen seiner Wichtigkeit besonders aufmerksam! 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Also heirateten sie. Er war düsterer Ahnungen voll und schritt zum Traualtar wie zum Schafott. Als sie ihre Hände zusammenlegten, seufzte er, sein Ja war mulmig genug. Man wünschte ihm Glück und beneidete ihn; sie wurde von niemand beneidet. Sie gingen auf die Hochzeitsreise und kehrten zurück und bezogen ihr Heim. Man glaubt jetzt, sie konnte nicht kochen oder wußte mit Taffteldmgs Unioersaltopf Siebräbä nicht richtig umzugehen? — Oh nein, sie kochte ausgezeichnet, sie hielt das Haus musterhaft in Ordnung, sie wurde noch vollkommener. Sie war treu, lieblich, schön, gescheit; wenn man mit ihr fortging, war sie eine große Dame, und zu Haus war sie eine reizende Frau. Was dann überhaupt geschah? Was für einen Sinn die Geschichte dann hat? — Oh, die Geschichte hat schon einen Sinn, und es geschah auch allerlei, und zwar mit ihm, mit dem Mann. Dieser Mann war nicht das, was man einen Musterknaben nennt. Er rasierte sich zwar ziemlich regelmäßig, und er fluchte auch nicht geradezu gotteslästerlich, er soff auch nicht die ganzen Nachte hindurch, aber es hatte manches Häkchen mit ihm. Er konnte böse sein, er konnte rasend werden, am rasendsten natürlich darüber, daß er bei seiner Frau niemals etwas auszusetzen fand. Es ging ihm auf die Nerven. Er liebte sie zwar, aber oft wußte er es nicht. Er war auch — nein, nicht gerade faul, aber ein Vein riß er sich bestimmt nicht aus, wenn es hinter einem Geschäft herzufein galt. Er sah auch andere hübsche Frauen gern. — Nun, das ist noch kein Laster. Sein Laster, sein Fluch, sein Elend, seine Sünde war eigentlich, daß er inbrünstig danach gierte, es seiner Frau einmal richtig zeigen zu können, nicht immer beschämt, beschenkt, begnadet vor ihr oazu- stehen. Er war im Grund ein ganz famoser Kerl. Er sah nach längeren inneren Kämpfen und mit einigem Widerwillen, daß er es ihr richtig nur zeigen konnte, wenn er ihr über war. Eine angenehme Erkenntnis war das nicht, aber was half's? So fing er an, obwohl er ein Faulpelz war, morgens früher aufzustehen, die Handtücher nicht mehr so oft mit den Rasierklingen zu zerschneiden, im Büro auch um fünf Uhr.fertig zu fein, wenn er ausgemacht hatte, daß mao chu abhokeu Plle. Dorrwiizerr. Tageskalender für Samstag. i Prof uts für r Uni' Griesheim, musikalische Leitung Heinz Markwardt. Musik Joachim Popelka. Tänze Irmgard Zenner. Bühnenbilder Karl Löffler. Die Vorstellung beginnt um 15 Uhr und endet um 17.30. Außer Miete. — Am Abend findet die Wiederholung der Operette „Eine Nacht in Venedig" von Johann Strauß statt. Die Vorstellung findet außer Miete statt. Beginn 19 Uhr, Ende 22 Uhr. Paul Wegener im Stadttheater Gießen. Die Intendanz des Stadttheaters hat den bekannten Bühnen- und Filmschauspieler, Staatsschauspieler Paul Wegener (Berlin) mit seinem Berliner Ensemble zu einem einmaligen Gastspiel verpflichtet. Das Gastspiel findet am Montag, 13. Dezember, statt. Es gelangt das Schaufpiel „Totentanz" von Strindberg zur Aufführung. General a. D. Dr.Belhcke spricht über Gneisenau. Am nächsten Montagabend spricht auf Einladung des Oberhessifchen Geschichtsvereins im großen Saale des Realgymnasiums General a. D. Dr. B e t h ck e über Gneiseifaus Leben und Schaffen, das heute im Zeichen des Wiederaufbaues unserer Wehrmacht für uns besonders gegenwartsnahe ist. Das tiefeEr- lebnis, das die Vorträge des ausgezeichneten-Ken- ners der preußisch-deutschen Kriegsgeschichte bisher nur einem engeren militärischen Kreise boten, wird hier jedem an der vaterländischen Geschichte interessierten Volksgenossen zugänglich gemacht. Gießener Hochschulgesellschaft. Der Direktor des Instituts für Pharmazie und chemische Technologie der Universität Münster i. W. geben und den Wert des einzelnen Geschenkpaketes auf etwa 8 bis 10 Mark zu bemessen. Im Hinblick auf die Tatsache, daß die Geschenkpakete fast ausschließlich nur für kinderreiche Familien bestimmt sind, hegt die Kreisamtsleitung die Hoffnung, daß die Weihnachtswunschzettel überall Spender finden, damit den hilfsbedürftigen Volksgenossen eine schöne Weihnachtsfreude bereitet werden kann. Die Spendenpakete werden von Gießen aus direkt nach den Kreisen Offenbach, Mainz und Wiesbaden gesandt. Auf der anderen Seite werden die hilfsbedürftigen Familien in unserem Kreise Wetterau ebenfalls mit Weihnachtspaketen beschenkt, die aus anderen Kreisen des Gaues hier eingehen werden und auf der gleichen Grundlage beruhen sollen, wie die aus unserer engeren Heimat abgesandten Pakete. Möge diese schöne Aktion zur Bereitung von Weihnachtsfreude in hilfsbedürftigen Familien überall freudige Geber finden! „Schneewittchen"; 19 bis 22 Uchr „Eine Nacht in Venedig". — Gloria-Palast, Seltersweg: hFanny Elßler". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Ma- nege". -4- Reichsfachgruppe Imker, Ortsfachgruppe Gießen: 14.30 Uhr „Hopfeld" Versammlung. — Obst- und Gartenbauoerein, Gießen: 15.30 Uhr „Burghof" Festversammlung. — Gustav-Adolf-Verein: 20 Uhr Stadtkirche Lichtbildervortrag „Kampf und Not der deutschen evangelischen Kirche in den Sudetenländern. Sladtthealer Gießen. Aus dem Stadttheaterbüro wird uns geschrieben: Heute abend Wiederholung der Oper „Der Wildschütz" von Albert Lortzing. Musikalische Leitung: Kapellmeister Paul Walter, Spielleitung: Hermann Schultze-Griesheim, Bühnenbild: Karl Löffler. Die Vorstellung findet gleichzeitig als „KdF.-Miete" Gruppe II (4. Vorstellung) statt. Anfang 20 Uhr, Ende 22.45 Uhr. „Der Wildschütz" zum 4. Jahrestag der NSG. „Kraft durch Freude". Aus Anlaß dessen, daß sich in diesen Tagen der Zeitpunkt zum vierten Male jährt, zu dem der Reichsorganisationsleiter Dr. Ley die NSG. „Kraft durch Freude", entsprechend einer Anordnung des Führers ins Leben rief, findet heute abend im Stadttheater die Aufführung "der Oper von Albert Lortzing „Der Wildschütz" statt. Dor der Ausführung wird der Jahresbericht vorgetragen. An der Festveranstaltung nehmen Vertreter der Partei, der Gliederungen, der Wehrmacht und der Behörden teil. Das Weihnachtsmärchen im Stadttheater. Arn Sonntag, 28. November, findet die Erftauf- führung des diesjährigen Weiynachtsmärchens statt. Es gelangt zur Aufführung „Schneewittchen", ein Märchen in 6 Bildern nach Gebr. Grimm, von Trude Wehe. Spielleitung Hermann Schultze- Das Ernährungs-Hilfswerk (EHW.) der Kreisamtsleitung der NSV. des Kreises Wetterau in Gießen hat feine Mastschweine, die bisher vorübergehend auf dem Hofgut Heibertshaufen bei Daubringen untergebracht waren, jetzt in das fertiggestellte neue Stallgebäude der Schweinemästerei beim Unteren Hardthof verlegt. Gegenwärtig befinden sich in diesem Stallgebäude, das 18 Schweinebuchten mit je etwa 10 bis 12 Schweinen aufweist, insgesamt 190 Schweine. Der Bestand setzt sich aus Tieren von 30 bis 40 Kilo und aus älteren, fast schlachtreifen Schweinen zusammen. Die Blaff dieser Schweine wird so durchge- führt, daß jedes Tier täglich ein Pfund an Fleischgervicht zunimmt, so daß also bei 190 eingebauten Schweinen an jedem Tage 190 Pfund Schweinefleisch in dem Betrieb des EhW. erzeugt werden. Die Ernährungsgrundlage dieser Schweine bilden die Küchenabfälle, die täglich durch die Sammelwagen des EHW. an den Türen der Gießener Haushaltungen entgegengenommen werden. Hinzu kommt eine gewisse Menge Kraftfutter, ferner werden täglich 150 Liter Molke verfüttert, die von der Molkerei Grieb für diese Schweinemästerei kostenlos zur Verfügung gestellt und in eigenen Wagen der Molkerei angeliefert werden. Diese Förderung des gemeinnützigen Betriebes verdient alle Anerkennung. Erfreulicherweise ist die Bereitstellung der Küchenabfälle durch unsere Hausfrauen nach wie vor sehr rege. Es gibt aber immer noch eine Anzahl Frauen, aus deren Haushalt die Sammler des EHW. keine Küchenabfälle erhalten. Diese Frauen dürften sich wohl auch zu dieser Beisteuer für das gemeinnützige Werk entschließen, wenn sie hier hören, daß_ die vom EHW. mit den Gießener küchenab- fällen gemästeten Schweine der Fleischversorgung der Gießener Bevölkerung zugute kom- men, so daß also jede Hausfrau, die Küchen-, absälle hergibt, auch mithilft bei der Fleischversorgung ihrer eigenen Familie. Die Kreisamtsleitung der NSV. richtet daher mit diesen Zeilen erneut den Appell an alle Hausfrauen, durch die Hergabe der Küchenabfälle beizutragen zur gedeihlichen Erfüllung und Ausgestaltung dieser gemeinnützigen Aufgabe. Un- . _____I __U1H1L » » 'M! Sie sind eUersten jude am •bewußt id daW eutschen xenW W# gewerK- 11^6 I jifaen auf der Welt getrieben. ! A-s einstmals alle Leute im Haufe spazieren । hinten, wollte der Aff nach dem Exettlp:< des Snnierers, der alle Sonntag kam und den Junkern im Haus den Bart putzete, der Katzen auch der- i Hrjen tun und band sie mit den Wiegenbändern i ilie Stollen eines Stuhls; darnach nahm er einen He- Küchenlumpen und band ihr denselben um :i»U'Hals; ferner als er einen Tiegel mit Schwarz ' Milben, welchen die Magd die Schuhe damit zu ; chärzen, aufgehalten, goß er ein wenig Wasser ‘ crn und wusch damit der Katzen, die eine er- cntiithe Musik anftimmete, den Bart sowohl, daß m nichts als das Runde in den Augen gesehen, Ricibem dieses geschehen, schnitt er ihr mit einer a-e i Scheer, die unter dem Tisch gelegen, den ter: ab. Nachmals fing er noch tausenderlei) kein- nitzge Händel in der Stuben an und kehrte alles Wie in den verflossenen Jahren, so wird auch zum bevorstehenden Weihnachtsfest wieder eine Weihnachts-Wunschpaket-Aktion des WHW. durchgeführt. Für unseren Kreis Wetterau sind der Kreisamtsleisting der NSV. rund 5 5 0 0 Weihnachtswünsche aus den Kreisen Offenbach, Mainz und Wiesbaden übermittelt worden. In der Hauptsache handelt es sich dabei um Wunschzettel über Kleider, Schuhe und Lebensrnittel. Die Wunschzettel werden in diesen Tagen durch die Ortsgruppenamtsleiter der NSV. an die als Spender ins Auge gefaßten Familien mit der Bitte um Erfüllung des Weihnachtswunsches zur Ausgabe gelangen. Es wird dabei gebeten, die Zettel so rechtzeitig auszufüllen, daß sie etwa in der Zeit vom 6. bis 10. Dezember bei der Kreisamtsleitung der NSV. wieder vorliegen und dann auf die einzelnen Orte — es kommen insgesamt 93 Ortsgruppen in Betracht — verteilt werden können. Es wird gebeten, als Geschenke neue Sachen zu Kleines Märchen von einer Göttin. 23 on Rudolf Schneider Schelde. Sie wären so gut zusammengekommen, ipenn es Schwierigkeiten zwischen ihnen gegeben hätte. An Hindernissen entzündet sich die Liebe. Wenn sie eine Warze auf der Wange gehabt hätte, 'dann hatte sie eine fchöne und eine weniger schöne Seite er hätte die weniger schöne erblickend sich nach der schönen sehnen können. Aber sie hatte keine Warze auf der Wange. Sie war vollkommen. Es war ein Unglück, daß sie vollkommen war. Sie war liebenswürdig, sanft, klug, heiter, ausgelassen bei Gelegenheit, feurig mit Maß und Ziel, und sie erfüllte alle seine Wünsche. Es blieb ihm nichts zu wünschen übrig. Als er sie zum erstenmal sah, war er begeistert von ihr. Das wäre gut gewesen, aber er blieb begeistert. Begeisterung wurde sein Dauerzustand, und das war nicht gut, das war ermüdend. Er war so glücklich mit ihr. Das wäre auch gut gewesen, aber er war immer glücklich mit ihr, und das war nicht gut, das machte ihn unglücklich. Nachdem er sie während einem halben Jahr in dieser und jener und in jener und dieser Lage kennengelernt hatte und sie immer gleich vollkommen gewesen war, wurde ihm schaudernd klar: es ist unmöglich. — Er sehnte sich danach, daß sie einmal ein Loch im Strumpf habe, daß ihre Finger einmal schmutzig seien, daß einmal ihr Haar in Unordnung sei oder ihr ein häßliches Wort, ein garstiger Blick, eine unfreundliche Geste entschlüpfe. Seine Hoffnungen waren umsonst. Sei nicht so vollkommen", bat er sie. „Gib mir ein einziges Mal Gelegenheit, dir etwas zu verzeihen. Zerbrich mir den Füllfederhalter oder sprich Täglich 190 Pfund Schweinefleisch aus Küchenabfälien. Vergrößerung der Schweinemast des EHW. geplant. Tageskalender für Sonntag. Leistungsschau der Volksschulen des Kreises Gießen: ab 14 Uhr in der Turnhalle der Neuen Pestalozzi-Schule. — Stadttheater: 15 bis 17.30 Uhr interft und oberst. .. , , ,, 3:i währendem solchem köstlichen Haushalten nun Ucr der Edelmann mit seinen Leuten wieder beim, : k als er die Katz so wohl geputzt gesehen, für ! feten zu zerspringen vermeinete, und war nicht ’fcügt, er. i>ie|e Lust allein hatte, sondern noch darzu allen seinen Nachbarn, sich über . k herrliche Werk seines Affen zu verwundern, : trüge, wie sie das sahen, sowohl als er, heftig jfeiäber lachen mußten. J Ksil er aber sich besorgte, es mochte dieser /iff sich größer Unheil anstiften, legte er ihn tn feiner iVnmer an eine eiserne Ketten, damit er kein Üb HI mehr anstellen möchte. ßsenig Zeit hernach trug sich's zu, daß Die]er Cümann ein Reißen im Leib bekommen, welches ilti große Schmerzen verursachet; derowegen 'stickte er, sich beizeiten helfen zu lassen, nach dem £)fior, welcher ihme eine Arzney verordnet, und Apotheker befohlen, daß er sie ihm anderen 1 $:c-5 bringen sollte, welches auch geschehen. Weil sinn aber schlafend gefunden und chn nicht auf» Er trank fogar verfuchsweife Mineralwasser, und einmal, als ein besonders hübsches Mädchen an ihm vorüberging, sah er sogar zu Boden. Ein solches Leben macht naturgemäß viel Beschwerde, und unser Mann stöhnte auch entsprechend. Rätselhafterweise jedoch sah er sich dem gewünschten Ziel nicht näherkommen. Zuerst verstand er es nicht. In rasenden Augenblicken der Rückfälle vermutete er, daß seine Frau heimtückisch noch immer höhere Grade der Vollkommenheit zu erreichen trachte, um sich einen ewigen Vorsprung vor ihm zu sichern. Dann aber, wieder nach längeren inneren Kämpfen, und weil er auch durchaus nicht dumm war, kam er dahinter: Im selben Maß, in dem er sich selber verwollkommnete, verlor der Zauber seiner Frau das Aufreizende für ihn. Der Wunsch, ihr über zu sein, verblaßte zunehmend, als er ihr näherkam. Es war eine schöne Lehre, die unser Mann vom Leben empfing, freilich war er auch gewillt und begabt, sie anzunehmen. Es wurde eine sehr glückliche wahrhafte Ehe, gar nicht langweilig, gar nicht limonadenhaft, sondern herzlich und ohne 23er- steckenspiel. Und da die beiden nicht gestorben sind, leben sie noch heute. Ein neues Bildnis des Tiberius. Unter den Meisterwerken der römischen Bildnis, fünft nimmt ein neues Bildnis des Kaisers Tiberius, das in Capri gefunden wurde, und sich jetzt in Privatbesitz in Neapel befindet, eine hervorragende Stelle ein, da es eine außerordentliche Güte der Arbeit zeigt und eine sehr eindringliche Charakteristik des Kaisers gibt. Eine eingehende Beschreibung mit mehreren Abbildungen wird von Siegfried Fuchs in der bei F. Bruckmann in München erscheinenden Monatsschrift „Pantheon" gegeben. Der etwa lebensgroße Kopf ist aus einem sehr feinkörnigen griechischen Marmor warmer, gelblichbrauner Tönung gearbeitet. Er weist nur leichte Beschädigungen auf, die reichlich ausgewogen werden durch die von jeglicher Putzung oder Ueber- arbeitung freie Oberfläche, in der sich die ganze Feinheit einer hochwertigen Marmorarbeit der frü. hen Kaiserzeit unberührt erhalten hat. Durch Münzvergleich und nach der Altersstufe, in der der Kaiser dargestellt ist, kann man annehmen, daß es um 20 n. Chr. geschaffen worden ist. Der Eindruck, den das neue Bildnis von dem Menschen Tiberius vermittelt, läßt die Schilderung seines Charakters durch Tacitus unverständlich erscheinen; es ist die Spiegelung einer ungewöhnlich bedeutenden Persönlichkeit, eines kühlen, klugen und dabei doch außerordentlich empfindsamen Menschen, der mit einer großartigen Kraft der Gefühle und einer deutlichen Neigung zu plötzlichen Ausbrüchen begabt P. s- NSLB., Kreis Gießen, Arbeitsgemeinschaft Musik: 15.30 Uhr Turnhalle der Goetheschule, Orchesterprobe. — Stadttheater: 20 bis 22.45 Uhr Der Wildschütz". — Gloria-Palast, Seltersweg: ,'Fanny Elßler". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Manege". — Fröbel-Seminar: 15 bis 19 Uhr Kunterbunte Tierschau. — Reichstreubund, Soldatenbund Gießen: „Burghof" Appell. wis der Stadt Gießen. Gedanken zum 1. Advent. Don Reinhold Braun. £-nau ritt einst über eine schneebedeckte Heide, fr tarn sich lächerlich vor, mit dem kleinen Lebens- unten Trotz bieten zu wollen dem alles starr Ttaoienben Winterozean. In dieser Niedergeschlagen- ieil erlebte er ungesehen am Fenster eines ein- irrm Jägerhauses Augenblicke der Heiliaabend- 3 Hierung. Das, was er da in der erstrahlenden Lehnachtsstube an Eltern- und Kindergluck fal), fete mit so zwingender Gewalt sein Inneres, Vf „die Tränen ihm als Reifperlen an den Wim- ■er hingen" Das Wunderbarste dieses Erlebens 3a die Erkenntnis, daß das Sein des Manschen ins Höheren und Höchsten — für ihn war es die z-.alt des göttlichen Mittlers — bedürfe, um nicht n ..der unausfüUbaren Kluft" zwischen ihm und ;et „trotzenden Natur" unterzugehen. „Ich fühlte Hir, schreibt er, „nicht mehr so einsam; eine hei- >n selige Stimmung goß sich, wie Wellen eines »rrnen Bades, um meine erstarrte Seele." M anchem ist es vielleicht gleicherweise ergangen, lat sein Lebensfunke vor einer andringenden Nacht inufümmern drohte. Wohl ihm, wenn er dann »litte: es gibt ein Höheres und Höchstes, dem du litt vertrauend hingeben kannst! Wohl ihm, wenn r ine letzte, hohe Wirklichkeit fühlte, die nach iin~n Worte Rudolf G. Bindings „wahrer ist als fl( Wirklichkeit", wenn er erkannte: Nur vom -imdpunkte der Religion aus vermag einer fein kl n wahrhaft zu erfassen und zu meistern und itjr- das Auswärts gibt es kein Vorwärts! Nur i)G< höhere Licht vermag dem Urfunken in der Ncischenbrust neues Leben einzuhauchen. Jn solchen Stunden packt einen das Heimweh 10c den Sinnbildern doppelt tief an, die Gott uns mlrunferem Wege bereithält, oder die das gläubige RiZchenherz, von Gott gelenkt, sich schuf. Das vkynachtsfenfter eines einsamen Jägerhauses kann iin~n solchermaßen zum Gnadenort werden. hm ist wieder die Zeit einer ganz besonderen Simbild-Art gekommen, aller deutschen und reli- liö n Innigkeit voll. Aber nur dem bereiten Her- serlschenken sich ihre Süße und heimelnde Herrlich- Oer possierliche Aff. Von H. 3. (Thr. von Grimmelshausen. „Die Kleine Bücherei" des Albert-Langen- Geog-Müller-Verlages in München wurde um eine neue Folge erweitert, unter deren ersten zwölf Bändchen sich eine Auswahl der schönsten „K a l e n d e r g e s ch i ch t e n" von Grimme! s.hausen (1625 bis 1676) findet. Wir bringen daraus die folgende Probe: liie die Affen gemeiniglich es in vielen Sachen in Menschen nachtun, also begab sichs auch, daß -in65 Edelmanns Aff zu Marfilien, den er zu sei- H.r Kinder Kurzweil gefaufet, die kurzweiligsten sere Hausfrauen mögen sich vor Augen halten, daß zu jeder Fütterung des jetzigen Schweinebestandes 19 Zentner Futter erforderlich sind, außerdem auch ein gewisser Futtervorrat für die kommenden Feiertage geschaffen werden muß, an denen Küchenabfälle nicht gesammelt werden. Die Fütterung und Betreuung der Tiere erfolgt durch mehrere Personen unter ständiger sachkundiger Aussicht, damit nach jeder Richtung hin alles getan wird, was zur Pflege der Tiere und zu einer gedeihlichen Führung des Betriebes erforderlich ist. In anerkennenswerter Weife hat der Herr Oberbürgermeister den Bau der Schweinemästerei des EHW. am Unteren Hardthof außerordentlich tatkräftig gefördert. Für diese verständnisvolle Unterstützung des gemeinnützigen Betriebs weiß die Gießener Bevölkerung dem Oberbürgermeister Dank. Sie wird es auch mit Anerkennung begrüßen, wenn die Stadt einem für die nächste Zeit ins Auge gefaßten Ausbau der Einrichtung durch die Schaffung eines weiteren Stallgebäudes ihre tatkräftige Förderung zuteil werden läßt. Es ist geplant, einen zweiten Statt in der gleichen Gröhe zu erbauen wie den jetzigen und dann den Schweinebestand von 190 auf 380 Tiere zu erhöhen und dauernd auf diesem Stand zu erhalten. In den nächsten Tagen wird bereits eine Dämpferanlage zur Einsilierung der Futtermengen einge^ baut werden, ferner ist beabsichtigt, auch die Anlage der Futtersilos noch zu erweitern. B. wecken wollte, ließ er die Arzney in einem silbernen Becher auf dem Tisch stehen und befahl dem Kammerdiener, daß er sie ihm geben sollte. Der Ass aber, so sich ledig gemacht, sprang aus den Tisch, und als er diese Arzney gar süß befunden, soff er sie ganz aus. Auf eine Stund darauf, als der 21 ff die Purgation verschlucket hatte, hätte man seine Wunder sehen sollen, wie er auf und abgelaufen, und Stü'hl und Bänk über einen Haufen geworfen Der Edelmann, so von diesem Getös erwachet und die wunderlichen Posituren, Maulgrimmen und Zähnblecken dieses Assen gesehen, mußte so sehr darüber lachen, daß er sich selbigen Dag besser befunden; welches, als es in der Stadt ruchbar worden, jedermann zum Lachen beweget. rittganz. !| fer „Weg ins stillste Reich" will behutsam unter ireFüße genommen werden. Das hat mit lebens- kriicher Abseitigkeit nichts zu tun. Im Gegenteil: ? is seröeist die vertieftere Inbrunst zu einem grund- aa|sn Lebens-Einsatz; zu einer tapferen, umsichti- !|ei Wachheit, jener, die aus Gott und den ewigen iDipen wach und tapfer und umsichtig ist. j e»nau schreibt in jenem Bericht, daß „ihn ein lietnmer Zug — keine Neugier — gelockt hätte, Tun in' dem einsamen Jägerhause zu be= toi'ti)en." !I lliicklich das Herz, das noch diesen „seltsamen Zu" kennt, das noch nicht in Korrektheit erstarrte | dem Wirbel der Nur-Zweckdienlichkeiten ver- ! Jtel das sich jene adlige Freiheit bewahrte, die tilg ist zur Sinn-Freude und -Erkenntnis des I Dauns! Iwrweihnachtszeit!, Wer jetzt nichts von jenem k>,enszuge verspürt, der sage nicht, er habe 23er- lamm nach den tiefen und wahren Daseins-Köst- slhHiten! Er wird am Ende dahin kommen, nie- httfei etwas davon gefühlt zu haben. U6DAP., Ortsgruppe Gießen-Rord I! luffentliche Kundgebung am Montag, 29. Novem- I fr 20.30 Uhr, im Cafe, Leib, Walltorstraße. Q» spielt die Kreiskapelle der Kreisleitung Wet- !ertH. Es spricht der schon aus der Kampfzeit I fslins bekannte Ministerialrat Pg. Ringsh au- = l, Darmstadt. Alle Volksgenossen werden hier- nhu dieser Kundgebung eingeladen. :f)eil Hitler! Thomas, Ortsgruppenleiter. Aus den Gießener GerichtSjälen. Professor Dr. K a u f m a n n wird auf Einladung der Gießener Hochschulgesellschaft am kommenden Freitag im Großen Hörsaal der Universität einen Lichtbildervortrag über „Deutschlands Fettversorgung" halten. Bei freiem Eintritt haben Zu diesem Vortrag auch Gäste Zutritt. NSG. ..Kraft durch Freude". Theatervorstellung. Sonnabend, den 27. November 37, 20 Uhr, „Große KdF.-Miete" Gruppe II (4. Vorst.): Oper „Der Wildschütz" von Lortzing. Karten zu 1.— RM. sind noch auf der Kreisdienststelle, Schanzenstr. 18, erhältlich. „kdZ.-Mele" Gruppe I und II. Die 2. Rate der „kdA.-Mele" kann ab Dienstag, den 30. November, auf der Kreisdienststelle ein- gelöst werden. Deutsches Volksbildungswerk. Wir weisen auf den in Verbindung mit dem Oberhessischen Geschichtsoerein stattfindenden Vortrag am Montag, dem 29. November 1937, ,20.15 Uhr, im Realgymnasium hin. General a. D. Dr. Delhcke: „Gneisenau". Der Eintritt ist frei. Am Dienstag, dem 30. November, 20.15 Uhr, findet in der Aula des Gymnasiums in Verbindung mit der Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde ein Lichtbildervortrag von Dr. A. Kolb, Leipzig, über „Von Nord-Luzon zum Sulu-Archipel" statt. Eintrittskarten zu —.30 RM. sind auf der Kreisdienststelle erhältlich. 7800V Winterreisen. Auch in diesem Jahre werden wieder Urlaubs- fahrten in die Schneewelt durchgeführt. Die ersten Fahrten sind: vom 25. Dezember 37 bis 2. Januar 38 nach Bad Tölz, 36,50 RM.; vom 26. Dezember 37 bis 2. Januar 38 in die Rhön, 28.— RM. Näheres ist in den Monatsprogrammen ersichtlich. NS.-Knegsopferversorgung. Kameradschaft Gießen. Die für 30. November im „Burghof" angesetzte Versammlung mit Lichtbildervortrag fällt aus. Nächster Dersammlungstag wirb noch bekanntgegeben. Gietzener wochenmorktpreise. * G i e ß e n , 27. Nov. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Deutsche feine Molkereibutter, XA kg 1,57 Mark, feine Molkereibutter 1,52, Markenbutter 1,55 bis 1,60 Mark, Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 5 bis 10, Eier, deutsche, Klasse A 12^, Klasse B 12, deutsche Kühlhauseier, Klasse A 11%, Wirsing, % kg 8 bis 12 Pf., 50 kg 8 bis 10 Mark, Weißkraut, % kg 5 bis 6 Pf., 50 kg 5 bis 6 Mark, Rotkraut, % kg 7 bis 12 Pf., 50 kg 6 bis 9 Mark, gelbe Rüben, % kg 8 bis 9 Pf., Karotten 8 bis 12, rote Rüben 8 bis 10, Spinat 15 bis 18, Unterkohlrabi 6 bis 8, Grünkohl 15, Rosenkohl 20 bis 25, Feldsalat, Vio 10, Tomaten, % kg 15 bis 20, Zwiebeln 8 bis 9, Meerrettich 30 bis 60, Schwarzwurzeln 25 bis 40, Kürbis 5 bis 6, Kartoffeln, % kg 4 Pf. 5 kg 40 Pf., 50 kg 1. Sorte 3,45 Mark, 2. Sorte 3,25, 3. Sorte 3 Mark, Aepfel, % kg 10 bis 20 Pf., 50 kg 10 bis 20 Mark, Birnen, % kg 10 bis 18 Pf., Nüsse 40 bis 50 Pf., Hähne 1 bis 1,10 Mark, Suppenhühner 80 bis 90 Pf., Gänse 90 Pf. bis 1,10 Mark, Blumenkohl, das Stück 10 bis 50 Pf., Endivien 8 bis 12, Lauch 5 bis 8, Sellerie 10 bis 30, Rettich 5 bis 15, Radieschen, das Bündel 8 bis 10 Pf. * ** 25 Jahre im Dienste derStadt. Am 29. November kann der beim Stadt. Hoch- und Tiefbauamt beschäftigte Arbeiter Johann N o w a ck i auf eine ununterbrochene Dienstzeit von 25 Jahren Hurückblicken. Der Jubilar erhielt ein Glückwunschschreiben des Herrn Oberbürgermeisters und wurde im Kreise seiner Arbeitskameraden geehrt. ** Oeffentliche Vorlesungen über Italien und Spanien. An unserer Universität werden in diesem Semester zwei öffentliche Vorlesungen gehalten, die allgemein interessieren dürften. Prof. H. Geppert spricht Mitttooch von | Schöffengericht Gießen. Wie gestern bereits berichtet, war der K. W. aus Hainchen wegen Eisenbahntransportgefährdung angeklagt. In dem vom Gericht angeordneten Augen- cheintermin wurde festgestellt, daß der Bahnübergang bei Selters in einer Entfernung von 8 Meter nach rechts auf eine Strecke von 23 Meter zu überblicken ist. Unter Berücksichtigung der Tatsache, daß die Lokomotive auf der Nebenbahn Stockheim- Selters nur eine Geschwindigkeit von 15 Kilometer erreichen kann, hätte der Angeklagte den herannahenden Zug erblicken müssen und seinen Bull- dogg, dessen Höchstgeschwindigkeit ebenfalls etwa bei 15 Kilometer liegt, zum Stehen bringen können. Das Gericht kam daher zur Bejahung der Schuldrage, nahm jedoch lediglich geringfügige Fahrläsfig- eit an, da der Angeklagte immerhin für sich in An- pruch nehmen konnte, daß die Sichtoerhältnisse alles andere als vollkommen sind und auch die Markierung zu wünschen übrig läßt. Es sah daher von einer Freiheitsstrafe ab und erkannte auf eine Geldstrafe von 9 0.— R M. Große Strafkammer Gießen. Unter der Anklage des schweren Diebstahls usw. Landen die Else Link und ihr Bräutigam Wilhelm Blut aus Marburg gestern vor der Großen Sttaf- kammer. Bei den Angeklagten handelt es sich um ein Pärchen, das trotz seines verhältnismäßig jugendlichen Alters schon eine erhebliche Zeit des Lebens hinter schwedischen Gardinen zugebracht hat. So hat die Angeklagte Link u. a. zweimal wegen Diebstahls Zuchthaussttafen verbüßt und ist trotz energischer Belehrung immer wieder auf die schiefe Ebene gekommen. Ihr Bräutigam, der erst^24 Jahre alt ist, ist von Jugend an in Fürsorgeerziehung gewesen und hat ebenfalls schon ein ganz erhebliches Vorstrafenregister aufzuweisen. Die Angeklagte Link war Anfang dieses Jahres in Friedberg. Dort wurde ihr vom Wohlfahrtsamt eine Stelle als Wirtschafterin bei einem älteren Herrn vermittelt. Sie erhielt pro Woche 4.— RM. mit vollständiger Kost. Der Zeuge schenkte ihr vollstes Vertrauen und händigte ihr sämtliche Schlüssel aus. Nachdem die Angeklagte merkte, daß hier „etwas zu machen" war, ließ sie ihren Bräutigam, der noch in Marburg beschäftigt war, nachkommen. Diesem teilte sie mit, daß ,m Hause des Zeugen sich allerlei für sie verwertbare Gegenstände befänden. Beide faßten daraufhin gemeinschaftlich den Plan, den alten Mann auszuplündern. Die Angeklagte hatte festgestellt, daß der Schlüssel zum Vertiko auch zu einer Tischschublade paßte, in der sich zwei Sparbücher über etwa insgesamt 200.— RM. nebst Silbergeld und sonstigen Schmuckgegenstand befanden. Mit dem Vertikoschlüssel öffneten sie die Schublade und entwendeten die Gegenstände. Das Geld der Sparbücher hoben sie nach und nach ab, wobei sich der Angeklagte Blut bei der Sparkasse mit dem Namen des Zeugen quittierte, obwohl dies nicht nötig war, da er als „Besitzer" des Sparbuchs ohne weiteres zur Empfangnahme des Geldes berechtigt war. Weiterhin stahlen die Beiden aus einer offenen Truhe Schmuckgegenstände. Diese 15 bis 16 Uhr hn Hörsaal 13 über das Kulturschaffen des heutigen Italiens; Dr. Ruppert Freitag von 15 bis 16 Uhr im Hörsaal 43 über das heutige Spanien. ** Die Gemeinde-Hundesteuer für das Kalenderjahr 1938 ist festgesetzt und kommt in ihren einzelnen Steuerbeträgen heute zur öffentlichen Bekanntgabe. ♦♦ D i e Zustellung der Gewerbe- Steuerbescheide für das Rechnungsjahr 1937 ist nach einer Bekanntmachung des Oberbürgermeisters abgeschlossen. Als Stichtag gilt der 27. November 1937. Wer bisher keinen Bescheid erhalten hat, muß dies sofort dem städtischen Rechnungsamt anzeigen. Lpd. Stopfen und Nudeln verboten. Der Reichstierschutzbund macht erneut darauf aufmerksam, daß das Stopfen oder Nudeln des Geflügels gesetzlich verboten ist. Zuwiderhandlungen sollen unverzüglich zur Anzeige gebracht werden. Auch das vielfach noch übliche Ausrupfen festsitzender Federn bei lebenden Gänsen ist Tierquälerei und wird bestraft. brachten ste bei zwei Juwelieren unter, indem sie behaupteten, Angehörige des Geschädigten zu sein. Durch Vorlage entsprechender Ausweise, die die Angeklagte Link in dem Hause gefunden hatte, gelang ihnen dieser Bluff. Als ihnen der Boden zu yeiß wurde, beschlossen sie, wieder nach Marburg zurückzufahren, dies jedoch nicht, ohne aus dem Hause des Zeugen alles an Wäsche und Kleidungsstücken, was nur aufzutreiben war, mitgehen zu lassen. Auch mit Geldern, die die Angeklagte von dem Geschädigten zu Einkäufen oder sonstigen Besorgungen erhielt, nahm sie es nicht genau ui) ließ alles in ihre eigene Tasche wandern. Sie schädigten den Zeugen um etwa 300 Mark. Beide Angeklagten waren im wesentlichen geständig und behaupteten, aus wirtschaftlicher Not gehandelt zu haben. Der Vertreter der Anklagebehörde geißelte mit scharfen Worten die Handlungsweise der beiden Angeklagten und bezeichnete es als besonders verwerflich, daß sie nur immer ihre Wohltäter, die chnen helfen wollten, wieder ins rechte Gleis zu kommen, heimsuchten. Mit Rücksicht darauf, daß bei der Angeklagten Link Rückfalldiebstahl vorlieat und sie eine ausgesprochen verbrecherische Natur sei, kam er zu dem Ergebnis, daß sie als gefährliche Gewohnheitsverbrecherin anzusehen sei, und er beantragte gegen sie eine Gesamtstrafe von 3% Jahren Zuchthaus, fünf Jahren Ehrverlust, sowie Anordnung der Sicherungsverwahrung. Bezüglich des Angeklagten Blut bedauerte er, daß bei diesem die Voraussetzung des Rückfalles nicht gegeben war, und er beantragte gegen ihn insgesamt 2% Jahre Zuchthaus, sowie fünf Jahre Ehrverlust. Der Verteidiger wies in seinen Ausführungen darauf hin, daß es nicht ausgeschlossen erscheine, daß die beiden sich noch einmal in das normale Leben zurückfinden könnten. Er gab zu bedenken, daß die Angeklagten Zeit chres Lebens keine angenehme Stunde gehabt hätten und ihnen niemals Gelegen-- heit zu einer regelmäßigen Betätigung gegeben worden sei. Er beantragte daher, von einer Sicherungsverwahrung Abstand zu nehmen. Nach längerer Beratung schloß sich das Gericht dem Standpunkt der Staatsanwaltschaft an unb erkannte gegen die Angeklagte Link wegen schweren Diebstahls, dreifachen einfachen Diebstahls, sämllich im Rückfall, sowie Betrugs und schwerer Urkundenfälschung auf eine Gesamtzuchthausstrafe von 3% Jahren, sowie 5 Jahren Ehrverlust; außerdem wurde die Sicherungsverwahrung angeordnet. Der Angeklagte Blut erhielt wegen schweren Diebstahls, zweifachen einfachen Diebstahls, schwerer Urkundenfälschung, sowie Betrugs eine Gesamtzuchthausstrafe von 2% Jahren und ebenfalls 5 Jahren Ehrverlust. * Ferner hatte sich der I. B. und seine geschiedene Ehefrau aus Lauterbach wegen Abtreibung zu verantworten. Da die Tat vor dem August 1934 geschah, amnestierte das Gericht unter Zubilligung mildernder Umstände die Ehefrau, während es gegen den Ehemann, der erheblich vorbestraft ist und im übrigen als asoziales Element angesehen werden muß, auf eine Gefängnisstrafe von 1 Jahr erkannte. Aus der engeren Heimat. 50 Jahre Landwirtschafll. Konsumverein Vieleck £ Wieseck, 27. Nov. Am 1. Dezember werden es 50 Jahre, daß der Landwirtschaftliche Konsumverein Wieseck besteht. Aus kleinen Anfängen heraus entwickelte sich der Verein zu einem bedeutenden wirtschaftlichen Faktor unserer Gemeinde. Sind doch weit über 600 Familien Mitglied. Von den seinerzeitigen Gründern leben heute noch 13. Es sind dies: Johannes Aff, Phil. Dei- b e l IV., Joh. Deibel VII., Jakob Hofmann, Heinrich Keil, Ludwig Klippel, Johann K r e i- ling, Philipp Möser VI., Melchior Oßwald, Christian Reuter, Heinrich R a u V., Jakob Seibert und Heinrich Schmidt. Der Verein unterhält heute zwei Verkaufsstellen, die in eigenen Häusern untergeb rächt sind. Am 4. Dezember findet eine Jubiläumsfeier statt. Landkreis Gießen. △ Großen-Linden, 25. Nov. Gestern fand im Saale der Wirtschaft „Zum Rebstock" ein Elternabend unserer Schule statt. Der erste Teil des Abends stand im Zeichen der Haus, mufik. Fräulein Schüttler (Gießen) trug mit ihren hiesigen Musikschülern Lu h, Magnus, Paul Steinel und Wolfgang Schmidt Violinstucke vor, die von guter Schulung zeugten. Lenj Kraus köpf spielte Klavier. Dann wieder begleiteten die jugendlichen Geiger Lieder in bunjer Reihenfolge. Unter Leitung von Lehrer Ober, mann trugen die Schüler der Oberklassen mehr, stimmige Chöre vor. Es wäre zu wünschen, daß noch mehr Eltern sich entschließen könnten, ihre Kinder ein Instrument erlernen zu lasten, damit Gesang und Musik, wie Rektor Siegfried betonte, in unseren Häusern eine Pflegestätte fänden. Im zweiten Teil der Veranstaltung wurden nsitklg Epidiaskops zahlreiche Bilder aus dem vorjährigen Schullandheimaufenthalt der fünf oberen Klaffen in Wiesbaden gezeigt, wozu Lehrer Reck sprach. Rektor Siegfried wies in seiner Ansprache die Eltern auf die Bedeutung der Schul, landheimaufenthalte hin. Den Schluß des Abenöz füllten mehrere Reigen, die die Lehrerin Frl. Mül, l e r eingeübt hatte, sowie zwei Theaterstückchen, x denen besonders „Der fahrende Schüler" von Han; Sachs großen Heiterkeitserfolg hatte. Der Ertrag der Abends wird für den nächstjährigen Schullandheim- aufenthalt verwendet. * Lich, 27. Nov. Am 4., 5. und 6. Juni 1938 feiert die Sängeroereinigung „Cäcilia" Lich das Fest ihres 100jährigen Bestehens. Die heute schon festzustellen ist, werden „Cäcilie", Stadtverwaltung und die gesamte Bevölkerung allez daran setzen, den zu erwartenden Gästen den Aus, enthalt so angenehm wie möglich zu gestalten. 3n c Steinhäger »Urquell« diesen Tagen z. B. hat die Bahnverwaltung schon mit der Verschönerung des Bahnhofsplatzes begonnen und sehr wahrscheinlich wird auch die gesamte Bahnhofstraße bis zum Fest neugestaltet sein. Von Vereinen, die 1928 schon beim 90jährigen Wiegen« fest Gäste der „Cäcilia" waren, haben jetzt schon einige auf die vor kurzem versandten Einladungen Zusagen gegeben, in denen die Betreffenden allent« halben der schönen 1928 in Lich verlebten Tage gedenken. Stehen wir zwar noch über ein halbes Jahr vor dem Fest, so kann aber schon heute gesagt werden, daß die Sängervereinigung „Cäcilia" ihm 100jährigen Ueberlieferung getreu alles daran setzen wird, dies Jubiläum zu einem wahren Fest des deutschen Liedes zu gestalten. + Grün berg, 26. Nov. Dieser Tage fand eine Besichtigung unseres Friedhofes durch die Friedhofskommission statt. U. a. beschäftigte man sich dabei auch mit der immer dringender werdenden Frage der Raumbeschaffung. Man kam zu dem Entschluß, den alten Teil des Friedhofes, der oberhalb der Hofpitalkirche liegt und dessen Belegzeit ungefähr mit dem Jahre 1890 abschließt, einzuebnen und. für die Neubelegung herzurichten. Für die weitere Beibehaltung des jetzigen Friedhofes sprach auch mit die inmitten gelegene Hospi« talkirche, die als Friedhofskapelle dient. Kreis Wetzlar. ch Frankenbach, 24. Nov. In unserem Orte wurde ein Mütter schulungskursus — von 30 Frauen und Mädchen besucht — abgeschlossen. Diele Mitglieder der Frauenschaft und des NS- Frauenwerks nahmen daran teil. Die stellvertretende Führerin der Frauenschaft, Frau Schneider, begrüßte die Teilnehmerinnen und die Gäste und dankte insbesondere der Kursusleiterin, Schwester B u ch m a n n, für die geleistete Arbeit Die Leiterin des Kursus sprach dann kurz über ben durchgearbeiteten Schulungsplan, dankte für alle der Sache entgegengebrachte Aufmerksamkeit, der Gemeinde für die tatkräftige Unterstützung und Überreichte dann den Teilnehmerinnen die iBeReinigung über die Beteiligung an dieser Hebung. ®e- dichtvorträge, Spiele- der Schulkinder und gemeinsamer Gesang verschönten die Feierstunden. Lehrer Jung schloß den Abend mit dem Gedenken des Führers. Vlandme setzt sich durch JRoman von Hans-Joachim Ireiherrn von Reitzenstein Copyright by Carl Ouncker 34 Fortjetzung. (Nachdruck verboten.) .„Dann rufe doch diese Frau Lucienne Molny an. Die wird man ja im Telephonbuch finden. Während sie krank war, hat sich Fräulein Hertel doch auch viel um sie gekümmert." ,Hch werde das morgen früh als erstes machen", sagte Frau Diehl und ging zu Bett. Das Hausmädchen, das im Herrenzimmer noch die Aschbecher forträumte, sah den Telephonhörer in der Luft hängen. Mechanisch nahm sie ihn und legte ihn auf den Apparat zurück. * Lucienne Molny erschrak, als Frau Diehl ihr am Telephon von Blondine erzählte. Sie glaubte nicht an Ueberarbeitung; denn eine Portion Arbeit konnte das Mädel vertragen. Das würde sie nicht gleich ujngeroorfen haben. Lucienne hatte sich schon lange chr eigenen Gedanken gemacht. Denn sie hatte, wenn Blondine sie in der Klinik besuchte, weit mehr beobachtet als gesprochen. Auch wenn Doktor Schrader ins Zimmer trat. Zunächst ging sie zu Blondines Mutter, um ihr auszurichten, was Frau Diehl gesagt hatte. Aber ihre eigenen Gedanken behielt sie für sich. Sie saß auf Frau Hertels Mahagonisofa, hatte Kaffee und Kuchen vor sich und tröstete: „Eine Ohnmacht ist in diesem Alter nichts Besonderes. Aber man darf so etwas nicht einreißen lassen." Frau Hertel war sehr besorgt um ihre Tochter. „Ja, was sollen wir bloß tun?" „Wenn Sie auf meinen Rat hören, dann schicken Sie das Mädel in Urlaub. Frau Diehl meint das auch. Sie wird sich ein bißchen überarbeitet hoben, und sie soll' sich auf alle Fälle erholen." „Meinen Sie wirklich?" fragte Frau Hertel gläubig. „Jetzt ist die richtige Zeit für Wintersport. Schicken Sie pe in die Bera^i* „Aber wird bas nicht sehr teuer werden?" „Das darf jetzt einmal keine Rolle spielen", sagte Lucienne. „Außerdem braucht es ja nicht so weit zu sein. Im Harz liegt schon Schnee." Frau Hertel wiegte bedächtig den Kopf: „Geld kost't das natürlich auch. Denn ich muß Ihnen offen sagen, ich habe meine Tochter in die besten Schulen und Institute jejeben, ich hab ihr immer jediegene Sachen jekauft. Wenn sie reift, möcht ich sie auch nid) dowkig reifen lassen." „Sie haben ganz recht", sagte Lucienne und überlegte. „Wissen Sie, was mir Spaß machen könnte? Ihre Tochter richtig auszustaffieren. Sie ganz als Dame in die Welt rauszuschicken. Sie müßte blendend aussehen mit ihrer Figur. Warten Sie mal, bei Figur fällt mir was ein. Ich habe noch so gute Sachen, aber mir ist doch alles zu eng geworden. Die meisten müssen Blondine passen. Ich habe einen Reisemantel, prima, prima. Den habe ich im .Verlorenen Glück' drei Tage bei den Aufnahmen getragen. Als ich ein Star war und die großen Ateliers mir reklamehalber ihre Sachen aufhängten, da habe ich mehr angeschafft, als ich in zwanzig Jahren auftragen kann/ „Das können wir aber nicht jefchenkt nehmen, Frau Molny." „Sollen Sie auch gar nicht. Aber ich will keinen schwunghaften Handel damit anfangen. Ich werde Ihnen einen Vorschlag machen, Sie können mich zweimal in der Woche wieder massieren. In meinem Speck fühle ich mich ganx wohl. Den brauchen Sie mir nicht abzuzwacken. Aber Sie könnten mal aufpaffen, daß ich in meinem Alter beweglich bleibe. Es fehlt mir Ihre Massage auch, offen gesagt. Jetzt, wo es nicht mehr für den Beruf nötig ift, kann ich ie aber nicht bezahlen. Wie wäre das, wenn wir ie gegen schöne Kleider für Ihre Tochter eintau- chen?^ Blondine wurde zuerst der wundervolle englische Reisemantel aus dem „Verlorenen Glück" anpro- biert, der noch im Futter kostbarer war als alles, was sie bisher getragen hatte. Gegen die Anschaffung dieses kaum übergezogenen Stückes konnte sie nichts einwenden. Es kam dazu eine schicke Kappe, Stulphandschuhe und Täschchen, alles aus dem gleichen, weichen Leder in passender Farbe. Es machte Lucienne Molny Spaß. Es war wie ^Puppenanziehen. Sie schleppte immer neue Sachen heran. Lucienne war sehr geschickt; sie hatte in ihren Anfängen chre Garderobe selbst geschneidert. Was nicht tadellos saß, änderte sie ab. Wenn Blondine und Frau Hertel abwehren wollten, sagte sie: „Lassen Sie nur, liebe Frau Hertel, je mehr ich Ihrer Tochter anhängen kann, desto länger ist meine Gesundheit gesichert." Frau Hertel trat wieder einmal in die domartige Diele des Molnyschen Hauses ein. In der Kleiderablage hingen viele helle Mäntel und Baskenmützen. Bunte Schals und sonstiges Zubehör jugendlicher Ankleidekünste lag herum. Frau Hertel hatte täglich zwei der Besitzerinnen dieser Sachen zu massieren. Filmschülerinnen von Frau Molny. Es war sechs Uhr morgens. Leise trat Frau Hertel in das Rokoko-Schlafzimmer der Diva ein. Madame Pompadour, die sich von den Freuden und Anstrengungen des Ruhmes und der Liebe erholte. Anderthalb Zentner schwer, laa Lucienne in ihrer ganzen Molligkeit im Bett uno atmete still wie ein zufriedenes Kind. Es tat Frau Hertel leid, diesen Schlummer zu stören. Aber was man versprochen hat, muß man halten. Sie rüttelte sie sanft., „Frau Molny", sagte sie, „es is sechse. Sie müssen aufwachen!" Zuerst war Lucienne verstört. Trotz der fanften Art des Weckens kam jenes krankhaft-ängstliche Erschrecken über sie, das überarbeitete Menschen befällt, wenn sie wieder zu ihren Pflichten gerufen werden. Dann schlug sie die Augen groß auf. Sie erkannte Frau Hertel. „Guten Morgen!" Sie lächelte. „Ich denke gar nicht daran, aufzuwachen! Gehen Sie und suchen Sie sich andere Opfer!" Sie drehte sich zufrieden auf die andere Seite. Frau Hertel ging .und lachte. Drei Stunden später, nachdem sie wie jeden Morgen zwei der Schülerinnen massiert hatte, die wechselweise alle acht herankamen, trat sie wieder bei Frau Molny ein. Ida hatte ihr erst kurz vorher etwas zum Waschen und Mundspülen gereicht. Lucienne saß frisch und ausgeschlafen in ihren Kissen. Vergnügt sah sie dem wohlgefüllten Teewagen entgegen« der yerein« geschoben wurde. Frau Hertel setzte sich an ihr Bett. Zwischen ihnen stand das Tischleindeckdich, mit Leckerbissen beloben. Und nun begann ein munter« Präpeln. Friedlich; ruhte die Schmuckkassette unter dem Bett. Lucienne brauchte sich, wenn fiö nicht wollte, für niemand mehr auf nüchternen Magen schmücken. Und niemand holt ihr am frühen Morgen ihre sauer verdienten Scheine ab. Nachdem der erste MorgenhUhger gestillt nxir, bremste sie Ida, die das Bad einlassen wollte. „Ich habe Zeit." Dabei dehnte sie jede Silbe wohlig. „Ich möchte Fräulein Rödel noch im Bett empfangen. Ich bade später." Fräulein Rödel war die Lehrerin, die den Schul« rinnen Sprechunterricht zu geben hatte. Sie war sehr geschickt ausgewählt. Denn sie hatte eine beneidenswert schöne Stimme und eine hervorragende Sprachtechnik. Dabei war sie ausnehmend häßli^ fässer verschwanden, morgens dicke Mehlsupp^ essen. Lucienne warf Frau Hertel einen lustigen Kom plicenblick zu. Ida verschwand. Und die beiden per tieften sich mit gutem Gewissen wieder in W1 Mahlzeit. Später sprach Lucienne mit Fräulein Rödel am Eigenheiten der Schülerinnen durch. Denn sie naW den Unterricht so gewissenhaft wie seinerzeit eigenen. Nachdem sie angezogen war, kam Doktor der, der die jungen Mädchen, wie an jedem Deen tag, untersucht hatte. Fortsetzung folgt SJ-fpori ZHball-VezWklaffe spielt Bor- und Mlkrunde M den Wünschen verschiedener Vereine gerecht Bissenberg — 1900. Die Blau-Weißen vor einem neuen Sieg! Zu eingeladen. 7808 D Volkshalle 20.15 h. Eintritt einschl. Tanz O.5O RM. MsangreichesHandballprogrammdesSonntags — - ■ ■ « / m i < 4 C-t Pf 1. KreisNaste: Luch die Bezirksklasse sieht eine Reihe wichtiger 1 Sirte vor. Vezirksklasse: wird efcgeni $ Gießen KrofdorfE — Dutenhofen; Mtv. Gie- Katzenfurt — Wetzlar. EL Hersteller: R 3os.MÖBS,Giessen/Lahn. Tv. Hausen — Tv. Lang-Gons, Tv. Grüningen — MSB. Gießen, Tv. Garbenheim — Tv. Katzensurt, Tv. Dornholzhausen — Tv. Gr.-Rechtenbach. Am 4. Dezember 1937 sind alle zum Winterfest der Studentenschaft besonders in den Wintermona» ten. Die „Höhensonne* — Original Hanau — ist immer besfran« lungsfertig, sie fördert durch ihre ultravioletten Strahlen das Wachstum und die Entwicklung Ihrer Kinder. Die 40seifige Broschüre 843 er» halten Sie kostenfrei von Kail Egner,med.Fachgeschäft Frankfurter Straße 9, Telephon 4191 t. [6 . F unserem!' - übgefchk und des! Die stck' frau Schi i und die! leiterin, ? ete SIrbei kurz übt rankte st lerksamteil nterjW. nen die ser Uebm; er und ge stunden.» i Gedenket Verlangen Sie aber stet bie echte M. Brockmanns gevörzfr 5utierfaffmitoune .LwevgMarke' eftoeQe Xot, Id* Rnochenwettbe, Idente Aottache, mehr »UL. mehr «er. leWteertdc ttautachen afw. Der „Katgebcr* sagt alfed; neue (H.)Allsgabe kostenlos. Se dich« tn den etnftWa. SdEm 2. Kreisklasse: Tv. Ruttershausen — SA.-Standarte 116, Tv. Londorf — SA. 1/116, DA. 11/88 3. — SA. 11/88 2., Tuspo Niedergirmes II — Tv. Wetzlar II. Die Mannschaft der Standarte wird sich anstrengen müssen, wenn sie das Ergebnis des Vorspiels berichtigen will. — Der Lokalkampf in Londorf sollte zugunsten der Mannschaft der SA. ausgehen, weil dort doch, wie es sich gezeigt hat, die größeren Könner vorhanden sind. Jugendklasse: Krofdorf A — 1900 Gießen; Heuchelheim — Mtv. öoltung b Platzes k' h die grjr ltet feilt! eigen & >en jetzig 1 EinIM ffenden ch ibten Iüci in halbe-! heute gi .Cacilia" j es daran f hren Fest" [er Taze Zriedhsii U. a. H Tier bri^-.': mg. M la ies :gt ß) Äfffl 18WM Vorserie: . Steinbera — Butzbach, Steindorf — Sinn, Fronhausen — Naunheim. Rückrunde: Bissenberg — 1900, Lollar — Wetzlar. sich an ist emdeckdH m ein nB >tte unter ' siL nicht i nen W am ft®“ gtr 8=1*® ilfcn -°« i |ie I«1“ bet n-ch l( 1, di- d-»E halle. & ie V » sneWAi jesialb ” m 5® i* »'S JSC-’ „Kickers* Offenbach auf dem Waidsporfplotz. Dem Spielausschuß des DfB.-R. ist es gelungen, die Gauligamannschaft der Offenbacher Kickers zu einem Freundschaftsspiel auf dem Waldsportplatz zu verpflichten. Den Gästen, die in ihrer kompletten Aufstellung das Spiel bestreiten, geht ein guter Ruf voraus. Die Mannschaft spielt in der Gauliga des Gaues Südwest und steht augenblicklich an der fünften Stelle der Tabelle. In der Mannschaft spielen Kolzem, der Standardverteidiger des Gaues Südwest, außerdem Grebe, der Sturmführer der Deutschen Studentenmannschaft. Kickers tritt in folgender Besetzung hier an: Eigen- brod; Hohmann, Kolzem; Fleck, Stein, Keck; Emmerich, Grebe, Novotny, Lehr, Simon. Die Grünweißen, die zwar nur in der ersten Kreisklasse spielen, sind aber keineswegs ohne Chancen in diesem Spiel, denn die Mannschaft ist in der jetzigen Aufstellung schwer zu schlagen. Erst im Sommer mußte sich der Gaumeister des Gaues Hessen den besseren Spielern vom Waldsportplatz beugen. Die Mannschaft tritt voraus- sichtlich in der stärksten Aufstellung an: Gottschalk; Fehling, Kramer; Krämer, Thron, Vollbrecht; Anthes, Fischer, Bach, Heß, Szponick. Wenn auch die Gäste der Gauliga angehören, so dürften die Grünweißen mindestens dem Gegner alles abverlangen; 'ein knapper Sieg der Gäste sollte sicher sein. Spiele der SA.-Kampfgemeinschaft. 6: 3uni i Ulia^ ^eiis1 n Ä ?fferunq | [ten ben i gestalten. Barker Favorit ist die Mannschaft des Mtv., lien sie komplett antreten kann. Denn Münchholz- aujn ist in seiner Spielstärke stark zurückgegangen und stellt heute nicht mehr den Gegner dar, mit dem iM zu Beginn der Runde gerechnet hatte. ;Bns wichtigste Spiel, dessen Ausgang sich vielleicht < Hf Die zukünftige Gestaltung der Tabelle auswirten f\W';, steigt in Lützellinden. Hier stehen sich die (uq nblicklichen Spitzenreiter gegenüber, die beide iWd ohne Punktverlust sind. Kann Lützellinden Ibmtett antreten, dann dürften irgendwelche Zweifel über den Ausgang nicht bestehen. Sollte die ' Buscha ft dagegen Schwächen aufweisen, so ist es ifid ausgeschlossen, daß die spielstarken Marburger «As Sieger das Feld verlassen. I, heute F b-I°,. di« t 1 ,v ,L(lar empfängt den Sportverein Wetzlar. Vor - begehn Tagen gelang es den Domstädtern mit 5:3 ! ,itz Oberhand zu behalten, wobei einiges Glück bellst ch war. Diesmal wird es schwieriger fein, denn Lte Lollarer sind inzwischen zusehends erstarkt. dieser Annahme könnte man kommen, nachdem am vergangenen Sonntag der Triumph gegen den Sportverein Wetzlar gelang. Da jedoch der morgige Gegner Bissenberg heißt, muh diese Vermutung doch stark herabgesetzt werden, und diejenigen, die da behaupten Bi senberg sei ein weit gefährlicherer Gegner als Wetzlar, haben nicht ganz unrecht. Warum? Nun, es ist nicht von der Hand zu weisen, daß die Spielweise der Wetzlarer in den letzten Jahren gepflegter geworden ist und dadurch dem Sttl der Blau-Weißen sehr ähnelt. Dagegen ist die Spielart der Bissenberaer unberechenbarer und da außerdem noch ein starker, sa manchmal ungewöhnlich harter Körpereinsatz hinzukommt, eröffnen sich für dieses Spiel ganz andere Voraussetzungen. Es kommt also in der Hauptsache darauf an, wie sich die Blau-Weißen auf den Gegner einzustellen vermögen. Die Aufttellung der Mannschaft ist die gleiche wie im Spiel gegen Wetzlar. „Teutonia" Watzenborn-Steinberg I — Vnhbach I. Am morgigen Sonntag treten die Teutonen in noch unbestimmter Aufstellung gegen den Neuling Butzbach in Watzenborn-Steinberg zum fälligen Verbandsspiel an. Beide Mannschaften standen sich lange Jahre in Derbcmdsspielen gegenüber, von denen die Teutonen die meisten gewannen. Nach dem Tabellenstand müßte auch diesmal die einheimische Mannschaft den Sieg davontragen. Vorher spielt die 1. Jugendmannschaft, die allerdings den Kampf schwerer hat als die akttve Mannschaft. Die Spielvereinigung Leihgestern schickt ihre 1. Jugendmannschaft zum Derbcmdsspiel nach Watzenborn-Steinberg. Hier dürften die Gäste den. Sieg mit nach Hause nehmen. IMsV. l9k V Twb .!« ,°W ’M Äü ISS wozu tz, ies in l dertz des Ab lJrt 9H Eckchen r oon j etGrtroj 1900 1. Jgd. — VfV. Krofdorf 1. Jgd. Die erste Jugend der Blauweißen hat im Hinblick auf ihren ungünstigen Tabellenstand alles daran zu setzen, um am Sonntag gegen die gleiche von Krof- dorf einen Sieg zu erringen, der sehr notwendig ist. Nur zwei Punkte trennen diese beiden Mannschaften. Es wird deshalb am Sonntag ein heißer Kampf auf dem Sportplatz der Spielvereinigung 1900 ausgetragen werden. Saasen Jugend — Lollar Jugend. Saasens 1. Jugend muß morgen zum Verbandspiel in Lollar antreten. Da die Mannschaft erstmals nieder vollständig antritt, darf man auf ihr Ab- chneiden gespannt sein. Sport der Studenten. Handball: Universität — Weilburg 5:4 (4:1). Wenn man sich der großen Spiele der Universi- . tätsmcmnschafi erinnert, ist man ein wenig unangenehm überrascht von der Spielart, wie sie im Spiel gegen HfL. Weilburg die hiesigen Studenten zeigten. Daß Gießen trotzdem gewann, lag zum Teil daran, daß der Gegner auch keine bestechende Form zeigte. Die erste Halbzeit verlief allerdings eindeutig für Gießen; und wenn die Würfe etwas besser placiert gewesen wären, hätte die Tordifferenz der Halbzeit doppelt so hoch ausfallen können. Dafür Betr.: Gemeindehundesteuer. Bekanntmachung. Die Gemeindehundesteuer für das Kalenderjahr 1938 ist wie folgt festgesetzt worden: 1. wenn der Beginn des Hundebesitzes in die Zeit vor dem 1. Juli fällt . . 24,— RM. 2. vom 1. Juli ab für jeden Hund . . 12,— RM. Für mehrfachen Hundebesitz werden folgende Zuschläge erhoben: für den zweiten Hund.»,««. 24,— RM. für den dritten Hund ..«««. 48,— RM. für den vierten Hund......96,— RM. usw., so daß für jeden weiteren Hund der Zuschlag sich verdoppelt. Die Höhe des Zuschlags regelt sich wie oben unter 1 und 2 nach dem Zeitabschnitt, in dem der mehrfache Hundebesitz eingetreten ist. Erhebungsstelle bleibt auch für das Kalenderjahr 1938 die Stadtkasse Gießen. . 7802C Diejenigen hiesigen Einwohner, die im Laufe dieses Jahres Hunde abgeschafft, aber noch nicht abgemeldet haben, wollen dies spätestens bis zum 31. Dezember 1937 entweder mündlich oder schriftlich auf dem Stadthaus, Bergstraße 20, Zimmer 24, in der Zeit von 8 bis 12 Uhr anzeigen. Vordrucke für schriftliche Abmeldungen sind dort erhältlich. Die Verbindlichkeit zur Entrichtung der Hundesteuer dauert bei Nichtabmeldung auch im folgenden Jahre, und zwar fo lange fort, als die entsprechende Anzeige versäumt wird. Gießen, den 23. November 1937. Der Dberbürgermeifter; Rittefc aber kamen die Weilburger Hochschüler in der zweiten Halbzeit stark auf; dem Gießener Sturm ge- ichts mehr; dagegen vermochte die bigung, die zahlreichen Angriffe zu ßen ö — Lützellinden; Hausen Holzheim; Gru- ^ie cherte Jugend spielt gegen die zweite Wie- ningen — Hochelheim; Oberkleen — Lang-Göns; stucker Jugend in Wieseck. Hier werden sich wohl “ zwei gleichwertige Mannschaften gegenüberstehen. Fußball: Gießen — Weilburg 1:8 (1:3). Nach dem knappen Sieg der Studenten ick Handball über die Hochschule für Lehrerbildung Weilburg kam es zu einer überraschend eindeutigen Niederlage im Fußball. Der alte Nachteil der Stuben» tenmaunschaften machte sich bei Gießen bemerkbar: 11 ausgezeichnete Ein^elspieler konnten sich nicht zu einer Mannschaft zusammenfinben. Weilburg hat bas Problem so gelöst, das die gesamte Fußballmannschaft zu einer engen Kameradschaft zusam- mengeschlossen wurde. Die Weilburger beherrschten während der ganzen Spielzeit das Feld mit ihrem flachen flüssigen Zuspiel und ihr Sieg war, wenn auch nicht ganz in dieser Höhe, durchaus verdient. Ohne Zweifel würde die Gießener Mannschaft, wenn sie durch Training und Spiele sich zusammen- finden könnte, einen gleichwertigen Gegner abgeben. Kreis Wetzlar. I Groß-Rechtenbach, 24. Nov. Am Sams- tag wurde hier die neuerbaute Wasser- I e i t u n g ihrer Bestimmung übergeben. Am Hochbehälter (am Dorfeingang nach Münchholzhausen zu) fand eine schlichte Feier statt. Kreistiefbaumeister Fender gab einen kurzen Ueberblick über die Entwicklung des Wasserleitungsbaues und überreichte dann dem Bürgermeister Langsdorf die Schlüssel zum Hochbehälter. Allen denen, die am Bau mitwirkten und die Sache förderten, sprach der Bürgermeister herzlichen Dank aus. Er wies darauf hin, daß, nachdem bereits etwa 70 v. H. der Einwohnerschaft durch die Wasserleitung mit frischem Wasser versorgt würden, auch der letzte Bauabschnitt nach der Sicherstellung der Finanzierung in Angriff genommen werde. Jrn Anschluß daran fand bas Richtfest für bie Arbeiter statt, an bem auch bie Gerneinberäte, ber Hoheitsträger und die Amtswalter der Partei sowie die Führer der Gliederungen teilnahmen. Die Blockleiterin der 916.« Frauenschaft Katharina Lang brachte in herzlichen Worten den Dank ber Frauen ber Gemeinde für bas große Werk zum Ausbruck, besten hohen Wert sie am besten zu schätzen wüßten. werben, erfährt bie Fortführung der Verbands- jiriels insofern eine Veränderung, baß bie Spiele, JÜe für ben 28. November vorgesehen waren, auf ihn 5. Dezember verschoben würben. Die drei ^jen, die im Lause ber Dorserie abgesetzt unb fir den 5. Dezember vorgemerkt wurden, werben Mnlb bereits am Sonntag ausgetragen. Um 'M nicht mehrere Vereine, besonbers bie betben «iateUenerften, tatenlos zusehen zu lassen, tragen leiben bereits Spiele ber Ruckrunbe aus. Betr.: Die Zustellung ber Gewerbesteuerbescheibe für' das Rj. 1937. Bekanntmachung. Nachbem bie Zustellung ber Gewerbesteuerbescheibe für bas Rj. 1937, bie auch gleichzeitig bie Anforbe- rung auf bie Gewerbesteuervorauszahlungen für Rj. 1938 enthalten, an bie Zahlungspflichtigen bzw. Empfangsberechttgten ftattgefunben hat, wirb als Tag, an bem btefe Bescheibe als zugestellt zu gelten haben, hiermit ber 27. November 1937 festgesetzt. Diejenigen Pflichtigen, bie bisher einen Bescheid nicht erhalten haben, werben aufgeforbert, dies alsbald beim Städtischen Rechnungsamt im Stadthaus, Bergstraße, Zimmer Nr. 13, anzuzeigen. Gießen, den 24. November 1937. 78030 _______Der Oberbürgermeister: Ritter.________ eso 20 v. S. erhalten Sie hd wiederholten Ans« nahmen einer Ameig» Tv. Heuchelheim — SV. 1900 Gießen, . Tv. Roth — Tuspo Niedergirmes, ' • Mtv. Gießen — Tv. Münchholzhausen, Tv. Lützellinden — VfL. 1860 Marburg. hiß 1900er werden bas Spiel in Heuchelheim : lau-! gewinnen können. Denn die Platzbesitzer l|ab n in den letzten Spielen gezeigt, was sie können und vor allem, auch ihre Stärke auf eigenem ’JMcb unter Beweis gestellt. Die Gießener dagegen fünften, wie es sich gezeigt hat, unter einem um l" Glichen Stern. — Roth kann, wenn es will, zu- 1 ci* auch gegen Niedergirmes gewinnen. SCHWÄR WEISS aschmittel -für alle Wäsche Kail Stark jr., Wieseck Giefcener Strafce 147 1290D größten Leistung Gießener Geschäfte von Ruf und Klang werben um Ihr Vertrauen CARL BRUCK M i I L Ri G s szai E . , «9 #•. pvf-. / --------... Sww^’'™*’"***’** **«»iMi**. i'iiiii'«il e 2 W i 1 h . 'M i" r s x 6 Hert»n-Mo4to) I [w MM L e . .. O & AD^-dW M-M MU . fc.,; ; r chL * «8tt •**#»*«< *35 dWW - tt5T«a ,4US ■-W i!Ä G.« ■ GLAS Kreuzplaiz 3 PORZELLAN Fernruf 3874 BLEIKRISTALL Gegr.1873 ?®*seioa»» - ___ ^toÄRnsee- Fachgeschäft Damen- u Mädchen- Kleidung Das Haus für Qualitätsware Marktplatz 7 GEBR.JMHEUSER2Ä» SPEZIALHAUS für Herren - Modeartikel Damen - Handschuhe Strümpfe, Unterzeuge s..„,oWILH.WIRSIG MARKTSTRASSE NUMMER 29 AUSSTELLUNG BAHNHOFSTRASSE 2-4 Drei Punkte entscheiden G Auswahl G Qualität O Preis Darum beim Möbelkauf zum HABEN SIE SCHON EINEN KNIRPS? Für Damen und Herren unentbehrlich! "X Schirm-Steil Das Spezialgeschäft Seit 1830 $r Kinderspielwaren und alle Handarbeiten J.H.Fuhr Sohnenstraße 25 Schreibtisch - Garnituren • Feinpapiere Schreibmappen • Goldfüllhalter Bürobedarf • Geschenkartikel aller Art Otto Georg vorrn. H.Kiihn Seltersweg 36 • Gegründet 1844 • Fernruf 3037 Korsettartikel - Schuhe - Nährmittel G. Schlumberger • Seltersweg 52 Das Spezialgeschäft für gute Herren- und Knaben-Kleidung Größte Maßschneiderei am Platz für Zivil und Uniformen Vertrags - Schneiderei des Standortes Gießen HERREN-BEKLEIDUNGSHAUS Gießen ADOLF MOHL k.-g. Marktplatz CARL BRÜCK Juwelier Kreuzplatz 8 Uhrmacher Dieses Fachgeschäft führt seit 67 Jahren nur Qualitätsware in Gold Silber Uhren Bestecken Rr.277 Dicrtes Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) Samstag, 27. November (957 Volksschulen des Kreises Gießen im Leistungskampf. Eine sehenswerte Ausstellung in der neuen pestalozzischule in Gießen. II ' ' ; M' F 11 Gruppe. Sachen tischen ständen lei aus sozialen zu netten prak- Gebrauchsgegen- und noch vieler- dem Gebiete der Erziehung und In einer ländlichen Schule sind dieses Schachspiel-Lehrbrett und dis einfachen Figuren geschaffen worden. 2n jorgfältiger Kleinarbeit wuchs unter geschickten Knaberchänden dieses. LfahlbaneruLorf heran. In vielen Mappen und Bildern sind schöne Erinnerungen an die Schullandheimaufenthalte festgehalten. Auch die Mädchen haben mit praktischer Arbeit Anteil an der Ausstellung. Viele Handarbeiten zeugen von ihrem Fleiß. düngen von Flugzeugen, Schützengrabengeländemit allen Sicherungen im Vorfeld und mit ausgebauten Stellungen für'starke Feuerwaffen (Hersteller Schule in Großen-Lin- den), Attrappen von Maschinengewehren (Schule- in Lauter), altrömischer Wachtturm (Schule in Lich), die Bilder des Führers, Friedrichs des Großen und des Generalfeldmarschalls v. Blomberg, außerdem zahlreiche- gute Zeichnungen verdienen hier besondere Aufmerksamkeit. Als Schlußglied dieser Gruppe ist die Abteilung „Luftschutz u. Schule" zu nennen. Hier sei besonders auf eine Arbeit der Volksschule in Lich hingewiesen, deren Schüler in trefflicher Weise an einem Modell zeigen, wie vom Standpunkt des und gute Fortschritte zeigen. Ein „Fränkischer Bauernhof" hergestellt von der Schule zu Steinheim, bildet den guten Abschluß dieser netten Grundschule mit vielen reizenden Sächelchen von Kinderhand, die zuerst ganz nach dem Wort „Aller Anfang ist schwer" und „Langsam, aber sicher" ausgefallen sind, dann aber schon besser sind Die daneben aufgebauten Arbeiten der Oberstufe sind ganz auf das Geleitwort „Klar denken — scharf urteilen" eingestellt. Rechnen und Raumlehre, Schreiben und Schrift, Muttersprache und Mutterlaut, Erdkunde und geopolitische Arbeiten, „Unser Sachunterricht heißt Deutschland", Tagebücher der Schulen mit vielerlei schriftlichen, gemalten und bildlichen Aufzeichnungen usw. sind zusammen mit den ganzen Stößen von Arbeitsheften eindrucksvolle Zeugen des vortrefflichen Wirkens in diesen Klassen Eine besondere Gruppe von Schülerarbeiten behandelt hier Dinge der Heimatgeschichte; u, a. ist von der Schule in Langd ein hessischer Bauernhof in sauberer Arbeit angefertigt worden; unter dem Wort „Wenn alles schweigt, reden die Steine" sielst man vorgeschichtliche Funde zusammengetragen, dazu ein Pfahlbauerndorf und ein germanisches Gehöft geschickt dargestellt. Inmitten dieser Abteilung ist eine der bedeutsamsten Erinnerungen für uns und alle Zeiten angebracht: Unter dem Wort „Männer machen die Geschichte" Bilder des Führers und des Duc e. Die Bühne der Turnhalle ist freigeblieben für Aufführungen und für öffentliche Unterrichtsproben. Zu diesem öffentlichen Unterricht hat jedermann als Zuschauer freien Zutritt. Anschließend an die Bühne sehen wir in einer kleinen Gruppe das Schachspiel vertreten. Daneben folgt die große und vielseitige Schau der S ch u l l a n d h e i m a r b e i t. Aus der Fülle dieses Materials nur einige Stichproben: viele Bilder, d. h. interessante Photos, vor allem von Kesselbach und vom Vogelsberg (Hoherodskopss Herchenhain); aufschlußreiche Karten, aus denen man den Besuch der Schulen des Kreises Gießen im Schullandheim Kesselbach und den Besuch der Schulen in Schullandheimen bzw. Jugendherbergen des ganzen Gaugebiets ersehen kann. Daraus wird auch klar, wie weitgehend die Schullandheimbewegung das Ju- gendherbergswerk unterstützt. Uebrigens soll im Rahmen dieser Abteilung noch ein Photowettbewerb ausgeschrieben werden für solche Schulen, die den Schullandheim-Aufenthalt durchgeführt haben. Die Abteilung Volksdeutsche Erziehung zeigt in fesselnder Weise die Arbeiten der Schule für den VDA. und seine Aufgaben. Von besonderem Interesse sind auch hier wieder mehrere Karten mit Erläuterungen, u. a. eine von der Schillerschule zu Gießen angefertigte Karte von Deutschland, rings umgeben von Plaketten der Gebiete, für die der VDA. gesammelt hat, ferner eine von der Schule in Obbornhofen hergestellte Karte, aus der man die Verbreitung des Deutschtums in der ganzen Welt feststellen kann. Bemerkenswert sind weiterhin Fahrtenberichte in Wort und Bild von den Grenzlandtagungen des, VDA. und eine Trachtenkarte; besonders fesselt noch eine von der Schule in Oppenrod geschaffene Karte „Oppenröder in aller Welt", aus der unter Zuhilfenahme von Erläuterungsblättern hervorgeht, wohin sich die einzelnen Söhne Oppenrods ins Ausland begeben haben. Außerordentlich geschickt und lehrreich ist auch die Abteilung „Der deutsche Lebensraum e i n s ch l. Kolonien". Hier bringen die Schüler und Schülerinnen eindrucksvolle Beweise ihres Wissens um die hohe Bedeutung des deutschen Ostraumes und seiner Beziehungen zum gesamtdeutschen Leben, um den Segen der durch den Führer wiedererstandenen starken deutschen Wehr für das friedliche Arbeitswert unseres Volkes, aber auch Beweise ihrer Kenntnis und Erkenntnisse von dem Wert des Kolonialbesitzes und von der einstigen segenbringenden deutschen Arbeit dort draußen. reiches Streben nach höchsten Unterrichtsleistungen zum Segen unseres Volkes das rühmendste Zeugnis aus. Die Besucher werden beim Anblick dieser ausgezeichneten Proben moderner Schularbeit bereit hohen Wert für die kommenden Generationen besonders ermessen können. Dem Kreisschulamt Gießen und allen Schulen unseres Kreises gebühren Anerkennung und Dank für diese gute Arbeit an der Jugend und auch für die Herrichtung dieser interessanten Schau, deren sorgsame Besichtigung jedermann ein denkwürdiges Erkebms fein wird. B. der Mithilfe am Vierjahresplan. Die Abteilung „N a - tiona lpo litifche Arbeit en" zeigt als Werke von Kinderhand einige gute Modellarbeiten, u. a. von der Reichsautobahn (Neue Peftalozzi-Schule und Goethefchule), Ausschnitte aus der Arbeit des WHW. und des EHW., aus dem Kampf gegen die Arbeitslosigkeit, aus dem Kampf gegen den Verderb usw. Weiterhin sieht man hier als schönes Modell eine gute Darstellung von nationalen Feiern (1. Mai), eine interessante Sammlung, wie die Jugend die Reichsparteitage miterlebt, Arbeiten über Luftschutzes aus ein Dachboden nicht aussehen soll, und wie er bei richtiger Entrümpelung beschaffen sein muß. Niemand lasse sich diese Belehrung entgehen! Neben der Empore auf dem Flur ist ein Werk- raum eingerichtet, in dem an bestimmten Tagen während der Ausstellung für jedermann die Schüler bei der praktischen Modellbauarbeit zu sehen sein werden. * In mehreren Klassenzimmern im Parterre ist ebenfalls viel Schönes zu sehen. Die Handarbeiten-Abteilung zeigt Erzeugnisse des Handfertigkeits-Unterrichts von den einfachsten bis zu den komplizierten und wertvollen Arbeiten, die Verwendung der neuen -deutschen Werkstoffe im Dienste des Vierjahresplans, Schulhandarbeiten für das Hilfswerk „Mutter und Kind", den Einsatz der Schülerinnen für die soziale Hilfstätigkeit des VDA., die Verwertung von alten manchmal verbrenne ich es auch im Ofen. Allerdings, ich habe schon viel Aerger damit gehabt." „Aha, wieso denn?" „Ins Müll soll man nicht alles mögliche ein- stampfen, deswegen habe ich mich schon mit dem Hauswirt gestritten." „Hm, sehen Sie mal an." „Und das Verbrennen ist auch so eine Sache. Stopft man viel Papier in den Ofen, bann raucht er." Auf ber Empore bes Turnsaales finden wir in der Abteilung „Luftfahrt u n d S ch u l e" eine Reihe von interessanten Arbeiten ber Segelflugzeug- Modellbaugruppen unserer Volksschulen. Bahnbrechend auf diesem Gebiete waren als erste im Jahre 1934 die Schulen in Großen-Linden und Rüddings- hausen. Mittlerweile ist über das Gebiet des ganzen Kreises Gießen ein ganzes Netz von Modellbaugruppen entstanden. In dieser Schau zeigen die Schulen hervorragende Leistungsproben ihrer Arbeit auf diesem Gebiet. Besondere Erwähnung verdienen die Modellbauten der Goetheschule (Steuermodell eines Segelflugzeuges) und der alten Pestalozzi- schule (Drachen mit Laufkatze und Segelflugzeug). In der anschließenden Abteilung „W e h r g e - meinschaft — Volksgemeinschaft" können mir die sehr erfreuliche Feststellung machen, daß bei unserer Jugend die Erziehung zum- Wehrwillen reiche Früchte zum Segen unserer Volksgemeinschaft getragen hat. Vortreffliche Nachbil- Uni> was tun Sie...? ,Und was tun Sie mit Ihrem Altpapier?" .Altpapier? Ach so, das schütte ich mit ins Müll. „Weshalb geben Sie das Altpapier nicht dem Altwarensammler mit?" „Ach, hören Sie auf, die paar Pfennige, die man da bekommt!" „Nanu, was zahlt Ihnen denn Ihr Ofen dafür, oder der Mülleimer? Außerdem, liebe Volksgenossin, scheint Ihnen gar nicht bekannt zu sein, daß Altpapier jetzt überall im Deutschen Reich gesammelt wirb und gesammelt werden muß zum Zwecke ber Wie» beroerroertung unb zur Ersparnis von Rohstoffen." „Ich hab' schon mal so was gehört, aber man benkt eben nicht immer baran." „Das wäre allerdings sehr bedauerlich, wenn Sie es wieder vergessen sollten. Wenn ein ganzes Volk sich anstrengt unb sammelt, werden doch Sie kein« Werte vernichten wollen?" rashes. jRegc Bautätigkeit im Südoiertel. Im Stadtviertel zwischen Schiffenberger Weg unb Frankfurter Straße wird lebhaft gebaut. Den Erdkauterwe.g entlang ziehen sich drei Baublocks einer Baufirma, deren 36 Zweizimmer- Wohnungen bezugsfertig sind. Drei weitere Blocks mit 33 Wohnungen gehen der Vollendung entgegen; die erforderlichen Einfriedigungen, Zugänge und Hausgärten werden schon angelegt. Im bereits aufgeschütteten Fahrdamm der Wil. Helm st raße südlich des Aulwegs werden die Kanalrohre verlegt. Im Günthersgraben werden die Bürgersteige angelegt, anschließend daran wird die Fahrbahn befestigt werden. Im oberen Teil des Aulwegs wird ein Grundstück einge- friebigt unb bamit bie Eröffnung eines weiteren Straßenzuges zwischen Günthersgraben unb Leih- gefterner Weg in die Wege geleitet. Südlich des Leihgesterner Weges, diesseits der Fahrbahn, ist ein neuer Fußsteig angelegt. In nächster Nähe ist mit den Abtragungsarbeiten für eine Parallelstraße zum Wartweg begonnen worden. Am Betriebsamt der Reichsbahnoerwaltung in ber Frankfurter Straße, nahe dem Bahnübergang, wurde mit ber Ausführung eines umfangreichen Anbaues begonnen. Branbverhütung, börfliche Sieblung, Vogelschutz und Schädlingsbekämpfung. Der Familien- und Sippenkunde ist ein großes Zimmer gleich neben dem Eingang zym Schulgebäude eingeräumt, in dem sehr interessante Schülerarbeiten, insbesondere aus der Volksschule in Heuchelheim, dieses . bedeutungsvollen Gebiets zu sehen sind. Es ist außerordentlich bemerkenswert, hier feststellen zu können, wie erfolgreich und exakt von ber Jugend diese schwierige, aber dafür auch sehr fesselnde Arbeit geleistet wird. In diesem Raume haben auch Zeichnen und Kunsterziehung eine Stätte für ihre Arbeiten erhalten. Ein Schulsaal für Filmvorführungen rft zum Schluß noch zu erwähnen. Hier werden während der Dauer der Ausstellung täglich von 17 bis 19 Uhr Unterrichtsfilme der verschiedensten Art vor- geführt. Der Zutritt zu diesen Vorführungen ist für alle Ausstellungsbesucher kostenlos. * Zusammenfassenb ist zu sagen: Diese Leistungsschau der Volksschulen der Stadt und bes Kreises Gießen ist eine glänzenbe, eine große Tat! Allen Schulen stellt biefe Schau für ihr erfolg- Segelflugzeug-Mobellbau — bie ganze Liebe ber Buben gehört biefer schönen Arbeit. (Ausnahmen |5]: Neuner, Gießener Anzeiger.) Schularbeiten ber Kinber finden in der Retzel Überall Interesse. Vor allem die Väter und Mütter, ikber auch die Opas unb Omas bringen diesen Leistungen ihrer Buben und Mädels stets alle Aufmerksamkeit entgegen. Mancher kleine Racker mag ins gelegentlich übel vermerkt und bedauert haben, Ices auch künftighin wohl noch tun. Aber auch die Volksgemeinschaft wendet sich diesen Arbeiten immer □rne mit reger Anteilnahme zu. Selbst diejenigen, lie nicht durch eigene Kinder auf diesem Gebiete interessiert sind, werden gerne zu Betrachtern solcher lieiftungen der Schüler und ihrer Schulgemeinschaft. 5öo war es bisher bei den alljährlichen Ausstellun- :=en, bie einzelne Schulen für ihren Bereich oer- niftalteten. Und so wird es auch jetzt wieder fein 1 lei ber Schulausstellung, die in dieser Form und in i' Mfem Ausmaß erstmalig in Gießen gezeigt wird md bisher einzigartig aud^ für den ganzen Kreis ließen dasteht: bei' der „Volks'schule im ! eist ungskamp f", wie die Ausstellung aller ! olksschulen der Stadt und des Kreises Gießen, be vom 28. November bis 5. Dezember in der heuen Pestalozzischule in Gießen ftattfinbet, offiziell tenanni wird. * Freitag abend in der neuen Pestalozzischule. In | i r großen Turnhalle und in zahlreichen Schul- z nmern wird mit größtem Eifer geschafft. Lehrer mb Lehrerinnen, Schuljungens und andere Helfer sind unermüdlich am Werk. Wir wandern während aJ dieser Arbeit unter Führung von Kreisschulrat 'J e b e 1 i n g — der selbst überall wacker mit- o beitet und berät und fördert; wo es nottut — d.irch die dis auf einige Kleinigkeiten bereits her- cirid)tete Schau, und an allen Stellen- können wir h Wahrnehmung machen, daß hier von den schulen eine Gemeinschaftsleistung vollbracht wurde, b-2 der höchsten Anerkennung wert ist. Von unserem Rundgang sei einiges berichtet. Bei in Unmenge von Ausstellungsgegenständen ist eine r-Uftänbige Registrierung aller Dinge einfach un- i iliö gl ich Gewissermaßen als Anhaltspunkte unb Umspiele für die Leistungshöhe seien einige Gegen- fiunbe. besonders erwähnt. Hervorzuheben ist aber, d?ß alle ausgestellten Arbeiten ausschließlich« von Schülern bzw. Schülerinnen stammen, wobei selbst- oo-ständlich ber Lehrer ober bie Lehrerin anregend, biratenb oder fördernd wirkten, aber auch vieles bm in allen Teilen ureigenen Schaffen des Kin- ba (juzufchreiben ist. i| An der Turnhalle befindet sich der Hauptteil ■W Ausstellung. Zu beiden Seiten des Eingangs ist ein Ausschnitt aus den Aufgaben des Vieri ah - r s plans dargestellt. Es ist eine vielseitige überschau, die hier die Aufmerksamkeit auf sich lenkt: beispielsweise die Flachsverarbeitung, Spinn- rdb und Spinnrocken, Webstuhl, Steigerung ber Schafzucht, Waldgemeinschaft, Verwertung ber Kno- h n, außerdem Förderung bes Reiseverkehrs durch Üasbreitung der Kenntnis der landschaftlichen Schönheiten Deutschlands; in diesem Zusammen- hcmg ist ein Archiv von 7000 Bildern ber Volks- jdiile Ober-Hörgern bemerkenswert, bas in zweckmäßiger Weise angeordnet ist. Hinzu kommt eine zwße Fülle schriftlicher Schülerarbeiten. Anschließend sieht man die Abteilung der Bücher unter dem Weihnachtsbaum. Ein deutsches fiaiferrorträt Deutsche Lyrik lediglich aus niedrige Genußsucht. Hammer die Grundlage der A Lin Leben am Thron Surferin der Franzosen geschenk. Hans Thyriot Bi cher der Kunst. Dreimastern am Hintergrund abgibt, dann fühlt man sich an die bunten Bilderbogen und die abenteuerlichen Schmöker unserer Knabenzeit erinnert: wahrhaftig, das ist eine richtige Seeräubergeschichte, schon auf dem schwanken Floß der. Volksgunst der Katastrophe zutrieb, lieber ihre Rolle in den otr- hängnisvollen Julitagen des Jahres 1870 erfahren wir wenig Neues. Als Regentin hat sie nach der Niederlage von Sedan den Sturz des Kaiserreichs nicht zu verhindern vermocht. Die Flucht nach England, der Tod Napoleons und das grausame Schicksal ihres einzigen, zweifellos innig geliebten und hochbegabten Sohnes im Zulukrieg waren der bittere Ausklang eines Lebens, das nach so furchtbarer Wende nur noch die Erinnerung kannte. Aus einer Monarchin, der man in den Tagen ihres Glanzes Verschwendungssucht vorgeworfen hatte, war eine Frau geworden, die durch Sparsamkeit und Geschäftssinn es verstand, trotz großer Bauten an den Orten ihres Exils und trotz weiter Reisen, die die unstet Umherschweifende noch als hohe Achtzigerin nach Indien und Aegypten führten, ein beträchtliches Vermögen anzusammeln, aus dem sie freigebig den Freunden des Hauses Bonaparte spen- bete. Aber politisch hat sie sich schneller als diese mit der dritten Republik ausgesöhnt. Den Erwerb des riesigen Kolonialreichs bewunderte sie, die Po- litik der Revanche begleitete sie mit heißen Wünschen und unterstützte sie tatkräftig, wo sich ihr Gelegenheit dazu bot. Versailles war ihre Rache für Sedan. Daß sie den November 1918 noch erleben konnte, war ihr die größte Genugtuung ihres fieber großen Plastiker, wie Multscher, Dächer, Nie' menschneiber, fieinberger, Stoß und Asam, ist &16 Fülle von Werken unbekannter Meister unb hohen künstlerischen Ranges bemerkenswert. Unser Msttel- rhein-Gebiet ist mit ber sehr feinen, ein wenig schon an Riemenschneider erinnernden Madonna aus osr Fuststraße im Mainzer Dom (um 1240) würdig vertreten. — Dos hübsch ausqestattete, gut gedruckte und wohlfeile Bänbchen sei als ein sinnvolles nachtsgeschenk von bleibendem Wert angelegentlich empfohlen. Hans Thynot essanter Bilder aus gestattet hat, unsere größte Beachtung. Fr. W. Lange. — D i e Muttergottes. Deutsche Bildwerke. Im Insel-Verlag zu Leipzig. — (472) — Die in diesem Insel-Bändchen (Nr. 517) gesammelten Darstellungen von Marienbildern geben einen knapp unb gut gefaßten Ausschnitt aus einem großen und weit' chichtigen Motivkreise der deutschen Plastik: man )arf sagen, daß es sich hier um einen ber lieblichten, auch volkstümlichsten und verbreitetsten Gegen- tände der Kunstgeschichte handelt: um die Darstellung der Madonna. Die Auswahl, die aus ber nahezu unübersehbaren Fülle großer unb kleiner Bildwerke aus Stein ober Höl^, aus Ton ober Bronze getroffen unb aus allen Landschaften unferer Hei« mat zusammengetragen wurde, beschränkt sich.^wie die gedrängte und klare Einführung in den Stoss von Richard Graul bemerkt, auf Darstellungen der Mutter mit dem Jesuskinde, schließt also den ebenfalls sehr umfangreichen Motivkreis der Piet» aus. Die hier gewählte Folge bringt Beispiele, die, _______....... s 3um lö.xWP I hundert reichen und mithin einen sehr lehrreichen I Ueberblick über die Wandlungen des Stiles und Deutsche Erzähler. — AntonSchnackrDerfinstereFra n z. Roman. 219 Seiten. Leinen 4,50 Mark. Paul List — Josef Weinheber: O Mensch, gib acht. Ein erbauliches Kalenderbuch für Stadt- und Landleut. Buchschmuck von Hübe S ch i m k o w i tz. 131 Seiten. 4 RM. — Verlag Albert Langen/Georg Müller, München 1937. — (528) — Einen Teil der in diesem schönen neuen Buche des endlich berühmt geworbenen Wiener Lyrikers enthaltenen Gedichte haben wir unseren Lesern bereits in der Unterhaltungsbeilage vermittelt, besonders aus dem Kreise der Monatsgedichte, welche im ganzen Werk gewissermaßen das Fundament und die Mitte bilden und auch die altertümliche Einkleidung und Haltung eines „erbaulichen Kalenderbuches" vornehmlich zu rechtfertigen scheinen. Aber der Kreis ist weiter gezogen, als es auf den ersten Blick scheint: in diesem Buche, das zunächst nur mit den sehr schlichten, innigen, menschlichen Versen seiner zwölf Kalendergedichte den Kreislauf des Jahres unter den wechselnden Sternbildern und Tierkreiszeichen zu begleiten und zu deuten scheint, spiegelt sich die ganze dichterische Fülle, die von.Weinhebers Büchern ausstrahlt, und wer aufmerksam liest, wird bald die zanen Fäden bemerken, welche das Kalenderbuch etwa mit dem Gedichtbuche „Wien wörtlich", ja selbst mit dem früher hier besprochenen Bande „Späte Krone" verbinden. Und es will wenig heißen, wenn man sich vielleicht hier oder da an den treuherzigen Ton des alten Hans Sachs erinnert fühlt: eine ungezwungene, echte Volkstümlichkeit verschwistert sich in Weinhebers Kalenderbuch mit einer weit mehr als handwerklichen, sehr reinen und hohen Kunst echten Dichtertums, und eine ganz persönliche Haltung gibt auch diesem Werke sein unverwechselbares Gesicht. Im Jahreskreise läßt er zugleich auch nach alter Weise die Stände Revue passieren: Arbeiter und Bauer, Soldat und Priester, «Beamter und Kaufmann, Künstler und Staatsmann werden besungen, aber auch etwa das Selbstbildnis Dürers in der Alten Pinakothek zu Mün- chen oder die „Blinden" des älteren Brueghel sind hier /beschworen; man kann den Reichtum der lyrischen Gesichte nur anbeuten, unb man muß wünschen, baß recht viele sich an biefem Buche erfreuen: es ist, wie nicht viele sonst, dazu angetan, bem reinen stillen Gebicht Gehör und Widerhall zu verschaffen und neue Freunde zu werben. Hans Thyriot eine Flibustierballade aus dem 17. Jahrhundert, unb ihr fragroürbiger Helb ist Franxois L'Olonois, dessen Leben unb besten Taten hier mit einer spürbaren Lust "am Erzählen, mit einer schnell auf ben Leser übergehenden Freude am Stofflichen, Dramatischen, Tatsächlichen, auch am Merkwürdigen und Romantischen vor uns ausgebreitet werden; man blättert ein wenig, man liest die Kapitelüberschriften „^ie Flucht", „Der große Tornado", „Der Schrecken der Meere", „Versuchungen der Liebe", „Die Schatzkammer", „Die Landung an der Küste — und man entdeckt in sich bald die schon vergessene Lust unserer Kindheit, sich in die großartigen und verschollenen Abenteuer einer fremden Welt zu stürzen und von ihnen entführen zu lassen. Hans Thyriot. — Im Schatten desHelberges. Roman von Gustav Schröer. (Verlag C. Bertelsmann, Gütersloh. Gebd. 4,40 RM.) — 466 — Ein prächtiger Roman aus dem bäuerlichen Leben. In einer Berglandschaft Thüringens, die die Menschen durch den harten Lebenskampf in eine besonders strenge Schule nimmt, spielen sich die Ereignisse der Erzählung ab. Ausgezeichnete Figuren des bäuerlichen Menschen und edle Charaktere, bewundernswerte Frauen einerseits, Menschen mit großen Schattenseiten, gehaltlose „Blender", bar aller Hemmungen, anderseits; zwischen ihnen geht bas Ringen; bei jenen nicht um eigener materiller Vorteile, son- bern nur um ber Gemeinschaft willen, bei biefen ...... aus nichtigem Egoismus, Gelb gier und ■ oder Amboß fein!, das ist .die Grundlage" der Auseinandersetzung. Mitreißend gestaltet der Dichter den Ablauf der Geschehnisse, vortrefflich stellt er dabei die landschaftlich schone L2.,Wv7 L. 27...."-.i vor das geistige Auge des Lesers." Es ist" eine'Freude, dieses Buch zu lesen, das bis zuletzt in großer Spannung hält. Ernst Bhimschein. — Octave Aubry: Kaiserin Eugenie. Mit 16 Bildtafeln, Preis in Seinen geb 7,50 RM. Verlag Eugen Rentsch, Leipzig C I. - (328.) — Es ist nicht von ungefähr, daß in der Literatur über das zweite Kaiserreich die Gestalt der Kaiserin Eugenie einen bevorzugten Platz vor ihrem Gatten einnimmt. Romantik umfängt die Spanierin, der es durch Klugheit und Energie gelungen ist, sich mit dem politischen Abenteurer Louis Napoleon in dem Augenblick zu verbinden, als dessen große Stunde geschlagen hat, als das französische Volk, der vielen Mittelmäßigkeiten während Restauration und Bürgerkönigtum überdrüssig, sich mit überwältigender Mehrheit für den Erben des Glanzes der kaiserlichen Adler erklärt. Wenn man der aus den neuen Quellen schöpfenden und manche persönliche Erinnerungen benutzenden Darstellung Octave Aubrys folgen will — aus zahlreichen ebenso glänzend geschriebenen wie inhaltlich bedeutsamen Büchern über Napoleon I. kennen wir ihn als glühenden Verehrer des großen Korsen und seiner Dynastie, es bedarf also stets eines gewissen Vorbehalts — so waren nicht Ruhmsucht und Machtgier die Triebfedern Eugeniens, als sie den als Schürzenjäger bekannten Kaiser zu veranlassen verstand, sie zu heiraten gegen den Widerstand der Familie Bonaparte und" gegen den Rat vieler Freunde des Kaiserreiches, dis den allzu neuen Glanz der kaiserlichen Krone durch die Verbindung mit einem alten europäischen Fürstenhaus gleichsam legitimieren wollten. Eu- qenie war gewiß stolz und ehrgeizig, aber der Verlockung der Politik erlag sie erst, als die Ehe durch die vielen Liaisons des Kaisers ihr zuviel Enttäuschungen gebracht hatte, um sie noch ganz aus- zufüllen. Viktoria von England hat während des Krimkrieges sie auf die Beschäftigung mit der Pott- tik hingewiesen und Eugenie gab sich ihr hin mit ber ganzen Kraft ihres Temperaments und der Schärfe ihres fast männlich gearteten Verstandes. Dem Krieg in Oberitalien hatte sie widerstrebt, aber das mexikanische Abenteuer war ihr Werk und sie war schuld an dem Schatten, der von diesem ebenso zynisch begonnenen wie jämmerlich zu Ende geführten Feldzug auf bas Kaiserreich fiel, das damals — Reinhold Schneider: Kaiser Lothars Krone. Leben und Herrschaft Lothars von Supplinburg. Preis in Leinen geb. 5 Mark. Insel-Verlag Leipzig. — (390) — Es ist wohl kaum die 800. Wiederkehr des Todestages Lothars am 4. Dezember die alleinige Ursache für Reinhold Schneider gewesen, sich mit Persönlichkeit und Politik dieses mittelalterlichen deutschen Kaisers zu beschäftigen, dessen Herrschaft das Jahrzehnt zwischen Saliern unb Staufen ausgefüllt unb in vielfacher Beziehung bie Grunblagen für bebeutfaihe und folgenschwere Entwicklungen gelegt hat. Wir kennen Reinhold Schneider als Verfasser des für die Erkenntnis von Gesetz-und Größe der britischen Macht wesentlichen Werkes „Das Jnfelreich" unb ber Stubien „Auf Wegen beutscher Geschichte" als einen Geschichtsschreiber, bem an der Zusammenschau von Landschaft und Geschichte ebenso gelegen ist, wie an dem Erkennen der geschichtsbildenden Kraft des Religiösen im Menschen und der religiösen Bewegung in der Gemeinschaft, und dem es gegeben ist, feine Erkenntnisse in der formvollendeten Sprache des Dichters uns nahe zu bringen. Sein schmales Büchlein über Kaiser Lothar zeigt diese Begabung in höchster Vollendung. Lothar von Supplinburg hat in der Geschichtsschreibung eine sehr unterschiedliche Beurteilung erfahren. Die Quellen waren dürftig und subjektiv genug, um die eine oder anbere Seite seiner Persönlichkeit und seines Wirkens zu betonen und auf ihm ganz nach dem Standpunkt seiner Biographien einen „Pfaffenknecht" ober einen „Todfeind ber Kirche" zu machen. Und mag man auch von diesen Extremen absehen, so bleiben noch genug sich widersprechende Schattierungen, die bie Mühe lohnen, sich erneut mit ber Persönlichkeit Lothars und seiner Politik zu befassen. Reinhold Schneider schildert die Jugend des Supplinburgers, der durch feine Heirat mit der edlen Richenza von Nordheim ein mächtiger Herr im Sachfenlande wurde und wie schon sein Vater der erbitterte Gegner der sächsischen Kaiser Heinrich IV. und Heinrich V. gewesen war, aber er' war ben geistlichen Fürsten, auf bereu Betreiben ber Reichstag von Mainz 1125 ihn und nicht Fried- rich von Schwaben, den Erben des salischen Hauses, zum König kürte, nicht mächtig genug, als daß sie von ihm Unbequemlichkeiten hätten fürchten müssen. Lothars Verbindung mit dem Bayern- herzvg Heinrich dem Stolzen, den er zu seinem Eidam machte mit der Aussicht auf die Nachfolge im Königtum, schuf dem König erst die Machtstellung, um seine Widersacher, die schwäbischen Herzöge, wenn auch erst nach langem Ringen mit seiner Herrschaft zu versöhnen, bahnte damit aber auch ben unheilvollen Konflikt zwischen Staufern unb Welfen an, der das ganze Jahrhundert bestimmen sollte. Lothar war ein frommer Mann, der Ruf her Kaiserkrone führte ihn nach Rom, wo nach dem Tode des Papstes Honorius II. die Tiara zum Zankapfel römischer Stadtgeschlechter geworden war in dem der geistlichen Würde des Papstes höchst unwürdigen Streit zwischen Innozenz II., dem Kandidaten der Frangipani, und dem Judm Petrus Leonis, der sich als ebenso gewandter wie rücksichtslos machthungriger Finanzmann aus dem römischen Ghetto in das Kardinalskollegium geschwungen batte, um sich als Anaklet II. von seiner gefügigen Klientel zum Papst wählen zu lassen. Mit eindringlicher Anschaulichkeit schildert Schneider diese römischen Wirren, in denen Lothars politische Klugheit bie schwerste Prüfung bestand, f’n Verhandlungen mit Innozenz II. gelang es Lothar, die dem Kaiser im Wormser Konkordat eingerdum« ten Rechte der Belehnung der geistlichen Fürsten zu erweitern und das mathildische Erbe, bie Kern- lanbschast Toskana, für sich zu sichern. Unserer Generation, der verhängnisvolle Entwicklungen deutscher Kaisergeschichte die Augen geschärft hab-n, wird es wesentlicher sein, auch aus dem Buche Reinhold Schneiders die Bestätigung der großzügigen und vorausschauenden Politik Kaiser Lothars im Grenzland des Ostens zu vernehmen. Als geistiger Erbe des großen Sachsenkönigs förderte er die Missionsarbeit des' Bischofs Otto von Bamberg in Brandenburg unb Pommern, begünstigte weitblickend bie beharrliche Siedlungsarbeit, mit ber der Askanier Albrecht der Bär als Nachfahre Geros Nord- und Ostmark sicherte, wußte schließlich der Kaiser selbst gegenüber Dänen, Polen unb Böhmen die Oberhoheit des Reiches kraftvoll zur Geltung zu bringen. So ist bas Jahrzehnt ber Herrschaft Lothars keine Episode geblieben, sondern hat in vielfachem Sinne fruchtbar und wirksam deutsches Schicksal gestalten helfen. Der Sachsenkaiser, dem es gegeben war, bie Tiefe Religiosität seiner Zeit mit höchster politischer Weisheit zu üerbinben, hat es verbi ent, als ber Weitschauendsten einer in ber Reihe deutscher Könige des Ntttt-lifters nicht vergessen zu werden. Dr. Fr. W. Lange. 1 bens, daß es die französische Republik unb nicht bas aus. Die hier gewählte Folge bringt Beispiele, bie, Kaiserreich war, bie Frankreich biefen Triumph be- chronologifch angeorbnet, vom 11. bis zum 18. Jahr- reiten konnte, galt ihr wenig. Die Greisin, oon1' *" 1 “ <Ät***A on Gram gebeugt, aber bis in bie letzten Lebenslage, ------- —. — -------7- o-.- , ----- von einer bewunberungswürbigen Frische an Geist bes Schönheitsideales vermitteln. Neven Arbeiten unb Körper und mit größtem Interesse für alle tech- une« nischen Errungenschaften der neuen Zeit, hat ihren stolzen Sinn bewahrt, der alles kleinliche Rechnen abtut, wenn es um Frankreich geht. So umstrahlt Octave Aubry seine Heldin mit der Gloriole der großen Patriotin, die sich durch bitterste Enttäuschungen unb Demütigungen, durch Leid und Einsamkeit durchrang zu einer wahrhaft großzügigen Auffassung ihres Schicksals. Fr. W. Lange. — Prinz gemahl Albert, ein Leben am Throne. Eigenhändige Briefe und Aufzeichnungen 1831 bis 1861. Herausgegeben von Dr. Kurt Jagow- Preis in Seinen geb. 9.50 Mark. Mit 16 Kunstdrucktafeln, einem Vierfarbendruck unb einem Faksimile. Verlag Karl Siegismund, Berlin SW 68. — (345) — Es ist überraschend, daß auch für uns Deutsche die Gestalt des Prinzgemahls sich schemenhaft ins Unbestimmte verflüchtigt hinter ber besonders im Alter durch Eigenwillen und eine selbstbewußte, wahrhaft königliche Haltung imponierenden Figur der Königin Viktoria. Wir Deutsch» hätten besonderen Anlaß, uns mit dem Prinzgemahl und seiner Rolle in der englischen Geschichte vertraut zu machen, denn „er war unser" nach Abstammung, Charakter, Erziehung und Lebensauffassung. Und nicht zuletzt war fein „Leben am Throne" Dienst an der Nation, erfüllt von dem kategorischen Imperativ der Pflicht, getrieben von einem Idealismus, der schlechthin deutsch genannt werden muß. Albert entstammte dem Hause Sachsen- Koburg, aus dem eine Reihe bedeutender und vorausschauender Staatsmänner hervorgeganaen ist. Alberts Onkel war König Leopold von Belgien, der Prototyp des konstitutionellen Monarchen der liberalen Aera des 19. Jahrhunderts, und auch ein Koburger ist Zar Ferdinand von Bulgarien, ein moderner Herrscher, Bahnbrecher des Fortschrittes und gewiegter Diplomat im füdvsteuropäischen Raum. Von beiden trennt Albert eine Wärme bes Gefühls, bie den Verstand überschattet, ein politisches Ideal, das der deutschen Romanttk ent- stammte, aber in ber nüchternen Praxis des politischen Lebens im England der Kabinettsherrschaft seinen besonderen Schliff bekam. Albert hatte in Baron Stockmar, einem politisch interessierten Arzt gleich jenem unglücklichen Struensee hundert Jahre früher, und in feinem Onkel Leopold politische Erzieher von Format gehabt, die ihm auch weiterhin Berater blieben. Seine Aufgabe in England war bie denkbar schwierigste, wenn er sich nicht mit ber Rolle eines Statisten begnügen wollte, unb das hätte nicht seiner Pflichtauffassung entsprochen. Das Ansehen der Krone war von den letzten Hannoveranern heillos verwirtschaftet, ein junges Mädchen, unvorbereitet unb hilflos, fanb sich schnell in die Netze der Parteipolitik verstrickt. Erst Alberts Klugheit, seinem Takt und seiner Pflichttreue gelang es, sich persönlich die Achtung zu verschaffen, die einem lauteren Manne von höchsten polittschen Qualitäten nicht versagt bleibt, unb bamit auch dem englischen Königtum als Institution die Grundlagen im polittschen Leben sowohl wie im Volksbewußtsein zu geben, auf die gestützt es in ber päteren viktorianischen Aera und unter den Königen Eduard VII. und Georg V. zum Symbol der Einheit und Größe eines Weltreiches geworden ist. Albert war ein Frühvollendeter und, als ob er sich dessen bewußt war, daß ihm nur wenig Zeit vergönnt sein werde, gab er sich mit einer verzehrenden Inbrunst der Arbeit hin, neben ihr gab es für ihn nur eine rührende Fürsorge für seine große Familie und eine innige Liebe zur Natur. Das spiegelt sich wider in den hier zu einem umfangreichen Band vereinigten Briefen des Prinzgemahls, von denen die frühesten die Zeit feiner Verlobung und lieber« fieblung nach England uns nahe bringen. Die späteren entstammen meist dem hohenzollerschen Hausarchiv und haben für uns besondere Bedeutung, weil sie, an Friedrich Wilhelm IV., Wilhelm I. und Augusta, wie an die Kronprinzessin Viktoria, seine Tochter, gerichtet, vorwiegend die politische Entwicklung in Deutschland behandeln, die Albert gern im Sinne der deutschen Einheit und Nach konstttutionellen Grundsätzen geführt gesehen hätte. Niemals hat der Prinzgemahl vergessen, sich als Deutscher zu fühlen, niemals verlor er bas Interesse an feiner deutschen Heimat und sein außen- polittsches Ideal sah er in einem deutsch-englischen Bündnis als zuverlässigste Sicherheit des europäischen Friedens. In den 350 Briefen und Aufzeichnungen dieses Buches, die der Herausgeber zu Gruppen zufammengefaßt und mit aufschlußreichen biographischen Erläuterungen versehen hat, tritt uns der vornehme Charakter des Prinzgemahls und seine klare politische Linie in jeder Zeile entgegen. Viktoria hat den Schmerz über feinen frühen Tod niemals verwunden, fein politisches Testament wurde Richtschnur der englischen Politik für lange Jahrzehnte. So verdient dies Buch, das der Verlag ähnlich dem früher hier schon . besprochenen Briefband „Queen Victoria mit einer Reihe inter- Natur und Bensch. — Prof. Dr. Gustav Hinze: Biber in Deutschland. Herausgegeben von der Reichsstelle für Naturschutz. Mit 62 Abbildungen nach Naturaufnahmen von Amtmann M. Behr und 9 Textbildern nach Zeichnungen von F. Richter. Preis 3.— RM. Hugo Bermühler Verlag, Berlin- Lichterfelde. — (444.) — „Wie Wisent und Elch, so ist auch der Biber gegenwärtig bei uns nur noch in bescheidenen Beständen vorhanden... So ist der Elch heute das Charaktertier Ostpreußens, während der Biber in her Tierwelt des Gebietes an der mittleren Elbe die große Besonderheit darstellt..." So heißt es im Geleitwort von Professor Dr. Sckoe - nid) en, Direktor der Reichsstelle für Naturschutz; das vorliegende Werk darf in der Tat als ein Gegenstück zu dem im gleichen Verlage erschienenen schönen Elch-Buche von Martin Kakies gelten, das seinerzeit an dieser Stelle ausführlich gewürdigt wurde. Der Biber gehört bei uns in Deutschland zu den vollkommen geschützten Tierarten; eine vor etlichen Jahren erfolgreich durchgeführte genaue Zählung der Biber im Gebiete der Mittelelbe, deren Ergebnis die Bewährung der behördlichen Schutzmaßnahmen ergab, darf, worauf Schoenichen hinweist, als eines der großen Verdienste des 1934 verstorbenen deutschen „Bibervaters" Amtmann Behr gelten, der ein hervorragender Kenner des deutschen Bibers war. Es wird nicht nur für den Biologen, sondern auch für den naturfreudigen, ausgeschlossenen Laien von außerordentlichem Interesse sein, sich in die hier sachkundig ausgebreitete Geschichte eines in seinen Lebensgewohnheiten einzigartigen und dabei — ebenso wie der Elch — feit langem höchst selten gewordenen Tieres zu versenken. Schon die hier zusammengetragenen Quellen und Zeugnisse zur Geschichte des Bibers bieten eine Menge zoologisch, medizinisch und auch kulturhistorisch merkwürdigen Stoffes. Der Hauptteil ist dem fieben des Tieres gewidmet, wie man es heute bei uns nur noch an den Ufern der Mittelelbe und der Mulde, im Anhaltifchen, beobachten kann, und wozu die jahrelange, unermüdliche Forscherarbeit Max Behrs eine große Zahl höchst aufschlußreicher photographischer Natururkunden beigesteuert hat. Dem vorzüglich ausgestatteten und gedruckten Buche ist eine weite Verbreitung zu wünschen; für jeden Naturfreund ist es ein prächtiges Weihnachts- — Paul (Ei p p er : Freund aller Tiere. Ein Fahrtenbuch voll bunter Abenteuer. 219 Seiten. Mit 32 Zeichnungen von M. P a t h 6 und 16 Aufnahmen. Brosch. 4,20 Mark, Ganzleinen 5,20 Mark. Im Verlag Ullstein, Berlin. — (338) — Im vorigen Jahre haben wir an dieser Stelle (Tippers Buch von der gelben Dogge Senta besprochen, die Geschickte einer, Tierfreundschaft im Hegewinkel vor Berlin; heute zeigen wir ein neues Werk an, das in die weite Wett führt und in das heimliche Deutschland, und das von vielen (meist vierbeinigen) Freunden handelt. Aber hier wie dort sind der Grundton, das Leitmotiv, die Parole die gleiche geblieben: seid gut zu den Tieren, schließt Freund- sihaft mit Tieren, habt Verständnis für sie. Das sind goldene Worte, die nicht ungehört verhallen werden in einer Zeit wie der unfern, in der Tierschutz und Naturschutz nicht mehr private Liebhabereien oder Vereinsangelegenheiten sind, sondern Dinge, um die man sich heute in Deutschland von Staats wegen sehr nachdrücklich kümmert. Aus dem farbigen Umschlag des Buches sieht man den Verfasser abge- bildet mit einem Tigerbaby im Arm, mit dem jungen Gorilla Bobby und mit der Dogge Senta; hinter der nicht alltäglichen Gruppe erhebt sich der massive Umriß eines flatterohtigen, rüsselschlagenden Elefanten, und hinter diesem wieder reckt sich der schlanke Hals einer Giraffe ins Bild: Freund aller Tiere; so prägt sich das Leitmotiv des Buches sinnfällig ein, in dem eine Fülle von Erlebnissen, Abenteuern und Erfahrungen mit Tieren aller Art zu- jammengetragen ist, mit wilden und zahmen, fremden und einheimischen. Im schlichten und anschaulichen, nirgends l-hrhaftev Plauderton berichtet Eipper von den vielen Begegnungen mit Tieren, die den Inhalt feines Lebens ausmachen: wir reifen mit ihm nach Stellingen zu Hagenbeck und zu Ruhe Verlag, Leipzig. — (473) — Wenn man das altertümlich kolorierte Umschlagbild betrachtet, auf welchem Der „finstere Franz persönlich und unheimlich ab geb Übet ist, in blau und gelber Admirals- uniform, einen schweren, blanken Säbel schwingend, während ein südlicher Meeresstrcmd mit Palmen und brennenden Niederlassungen, mit Fliehenden, _ Kämpfenden, Erschlagenen und Schiffbrüchigen, mit vortrefflich stellt er dc versinkenden und in Pulverdampf eingewölkten Umwelt der Menschen • r. I V - <- _ 1 f- L k — Ci*. t* f * OaUv/t fC C! in TV 1 Inach Alfeld, wir fahren mit dem Tiertransport nach Paris, mit Dem Wanderzirkus nach Südamerika, wir besuchen die letzten Wildpferde tm Merfelder Bruch, besuchen Leuchtturm und Vogelinsel und begleiten den Verfasser auf der Elchpirsch mit der Filmkamera bei 28 Grad unter Null. Das ist alles aus unmittelbarer Anschauung und persönlichem Erlebnis geschrieben, und es finden sich eine Menge kleiner Episoden und anziehender Geschichten dazwischen eingeftreut — vom Ponyhengst tm Auto, vom eifersüchtigen Schimpansen, von der Elefantenkuh Roma, vom boxenden Nilpferd, von der Schlafwagenreise mit zwei Affenkindern — die einem das Buch lieb machen und seinen tieferen Sinn, anregend und beispielhaft, erkennen lassen. Die Zeichnungen von Moritz Pathe und eine Reihe sehr schöner Naturaufnahmen begleiten Eippers gemüt» und humorvolle Schilderungen sehr lebendig. Hans Thyriot. c e bi fii es ffl ai ir $ 2 v. n L n n 0 a I 5 ö T ( I Hier abschneiden I Essen Sie gern Schnittbohnen? Besonders doch in der Bohnenzeit. Aber dieses Schneiden der Bohnen eine langwierige Arbeit. Dafür gibt es die Bohnen-Schneidmaschine. Viel, viel schneller geht es damit, und die Bohnen werden schön gleichmäßig geschnitten. Sehen Sie sich diese kleine Maschine mal an bei Z. B. Hauser, Gießen, am Oswaldsgarlen, Aerysprecher 2145/2146. Beizen Beikost, die dem Säugling neben der Milch gereichte Nahrung (Obst, Gemüse, Zwieback usw.)'. Beileid, die Anteilnahme, die man anläßlich eines Todesfalles ausdrückt. Dies kann durch einen Besuch im schwarzen oder dunklen Anzug mit schwarzer Krawatte geschehen, aber auch durch einen Brief, wobei man vielfach Briefbogen mit schwarz. Rand wählt. Beistand im Sinne des Gesetzes ist eine Person, die in einem gerichtlichen Verfahren als Helfer einer Partei auftritt. Man kann stch im Verfahren vor dem Amtsgericht feder prozeßfähigen Person als Beistand bedienen. Im Sühnetermin in Ehesachen (z. B. Scheidung) können Beistände vom Gericht zurückgewiesen werden; s. Scheidung. — Ist der Vater tot oder steht die elterliche Gewalt aus einem sonstigen Grund der Mutter zu. so kann ihr ein Beistand bestellt werden, der sie innerhalb des Wirkungskreises, für den er bestellt ist, bei der Ausübung der elterlichen Gewalt zu unterstützen hat. Zu gewissen, in den Wirkungskreis des Beistandes fallenden Rechtsgeschäften bedarf die Mutter der Genehmigung des Beistandes; s. Elterliche Gewalt. Beistrickwolle, ein Garn, das man beim Stricken der Strumpfferse mit einstrickt, um das Gewebe zu verstärken. Beizen, eine besondere Behandlung von Fleisch ob. Holz. Fleisch wird dabei in eine Beize (Marinade) aus Essig und Gewürzen, Begießen wenn sie keine Leistungen hervor- bringt. Dies ist in den meisten Fällen nur durch Fleiß möglich. Begießen s. Eießen. Beglaubigung von Unterschriften (öffentliche Beglaubigung) muß von einem Notar oder Amtsgericht vorgenommen werden. Begonie, unterschieden in 1. Schiefblattbeg. (Begonia rex),die des bunten Blattwerks wegen gezogen wird, verträgt viel Schatten, dagegest keine Zugluft. Begonia metallica-hochwachsendes Schiefblatt wirkt durch metall- glänzende Blätter und große rosa Blütenbüschel. Vermehrung dieser kostbaren Topfpfl. durch Stecklinge. Im Winter volles Licht geben und wegen Wurzelatmung in nicht zu große Töpfe setzen; 2. Knollenbeg., die als Topf- und Freilandblume wächst. Im April werden die Knollen in Topfen u. Kästen angetrieben u. geg Maiende gepflanzt. Im Herbst Knalle aus der Erde heben und überwintern; 3. die immerblühende Veg. (B. semperflorens), die als fertige Pflanze im Mai bezogen und gern in Vorgärten und auf Grä- vern gehalten wird. Beiderwand, grobes Stoffgemisch aus Leinen u. Walle ad. Baumwolle (Trachtenrips), darf nur in lauwarmem Seifenwasser gewaschen werden, da der Stoff leicht einläuft. Beifuß, ausdauerndes Eewürz- kraut, im März an Ort und Stelle gesät. Blätter dienen frisch und getrocknet als feine Würze für Wild, Geflügel und Schweinebraten. Kirchliche Nachrichten dergottesdienst. Dahenborn-Steinberg. 10.30: 1. Dezember. 8.30: Bibelstunde. — Donnerstag, den 2 Dezember. 8.30: Jugendbundstunde. Bund freikirchlicher Christen, Gemeinde Gießen, Großer Steinweg 4. Sonntag, 28. November. 11.15 Uhr: Sonntagsschule; 15.30: Bibelstunde; 20.15: Jugendstunde. — Mittwoch, 1. Dezember. 20.15: Bibel- und Gebetstunde. Christliche Gemeinde, Zu den Mühlen 2. Sonntag, 28. November. 9.45 Uhr: Erbauungsstunde; 11: Sonntagsschule; 15.30: Evangelisationsvortrag; 20.30: Evangelisationsvortrag; Prediger Klingel- Höfer. — Dienstag, 30. November. 20.30: Bibel- und Gebetstunde. Reuapostolische Gemeinden, Händelstraße 1, Ed erstraße 13. Sonntag, 28. November. 9.30 Uhr: Gottesdienst; 16: Gottesdienst. — Mittwoch, 1. Dezember. 20.30: Gottesdienst. katholische Gemeinden. Samstag, den 27. November. Gießen. 16.30 und 19 Uhr: Beichtgel^genheit. Sonntag, den 28. November. 1. Adventssonntag. Gießen. 6.30 Uhr: Beichtgelegenheit; 7: hl. Messe (hl. Kommunion der Frauen); 8: Spendung der hl. . Kommunion; 9: Hochamt mit Predigt; 11.15: hl. Messe mit Predigt; 17.30: Christenlehre und Andacht. — Grünberg. 9.45: Hochamt mit Predigt. — Lollar. 9.30: hl. Messe mit Predigt. — Lich. 7.30: Hochamt mit Predigt; 20: Christenlehre und Andacht. — Hungen. 9.30: Hochamt mit Predigt und Christenlehre. — Nidda. 8.15: Hochamt mit Predigt. — Echzell. 10.45: Hochamt mit Predigt. Montag, den 29. November. Laubach. 7.30 Uhr: hl. Messe. Dienstag, den 30. November. Gießen. 20.30 Uhr: Bibelstunde. höher lagen t)emag mit 145,75 und Rheimnetakl mit 143,75. Von chemischen Werten gewannen IG. Farben 0,25 v. H. auf 156,25, Goldschmidt 0,25 v. H. auf 137,75, Scheideanstalt blieben mit 255,50 unverändert, während Bemberg 0,50 v. H. nachgaben auf 140,50. Leichte Rückgänge hatten ferner Betula mit 171 (172), Gesfürel mit 145,50 (146,50), Schuckert mit 171 (171,25) und Südd. Zucker mit 2Q3 (203,50). Unverändert notierten u. a. Licht und Kraft mit 151,50, AG, für Verkehr mit 132, Hapag mit 80, DDM. mit 164, Holzmann mit 152, Deutsche Erdöl mit 144. Auch Bankaktien blieben voll behauptet. Das Geschäft am Rentenmarkt war, wie gewöhnlich abends, sehr ruhig und die Kurse behauptet. 4xk v. H. Krupp 99,75, Kommunal-Um- schuldung 94,90. Arzt: Frl. Dr. Gürtler. Zahnarzt: Dr. Schott. Apotheke: Engel-Apotheke. Autohilfe: Rufnummer 04 beim Postamt Gießen. Abendbörse gut behauptet. Die Abendbörse zeigte nach der stellenweise etwas lebhafteren Umsatztätigkeit im Mittagsverkehr wieder nahezu Geschäftsstille, da nennenswerte Aufträge nach keiner Richtung hin vorlagen. Die Haltung war aber im Grundton weiter freundlich, und auch die Kurse notierten überwiegend um Bruchteile eines Prozentes höher, wobei es sich allerdings um meist nominelle Festsetzungen und in teilweiser Anpassung an Berlin handelte. Montan- werte wurden etwas gefragt, Buderus 122,50 (121,50), Harpener 175 (174), Hoesch 119,25 (119), Rheinstahl 144,75 (144,13), Verein. Stahl 113,90 (113,75), Otavi Minen 30,75 (30,25). Maschinenaktien lagen behauptet, MAN. 129,50, Adlerwerke 110, Junghans 125,65, Moenus 120, je 0,25 v. H. Evangelische Gemeinden. Sonntag, den 28. November. Gießen. Sladtkirche. 9.30 Uhr: Ein Diaspora-Pfar- rqr aus dem Sudetenland; zugleich Feier des hl. Abendmahls für die Matthäus- und Markus- gemeinbe; 11: Kinderkirche für die Markusgemeinde; Pfr. Becker; 17: Pfr. Schmidt. — Zohanneskirche. 9.30: Pfr. Ausfeld; zugleich Feier des hl. Abendmahls für die Lukas- und Iohannesgemeinde; 11: Kindergottesdienst für die Johannes- und Militärgemeinde; 17: Pfr. Bechtolsheimer. — Zohannesfaal. 20: Bibelbefvrechstunde; Pfr. Franz. — Kapelle des Alten Friedhofs. 9.30: Missionar Blümer aus Leipzig; zugleich Feier des hl. Abendmahls für die Lp- thergemeinde; 11.15: Kindergottesdienst für die Lu- thergemeinde. — Pekruskapelle, Wetzlarer Weg 59. 9.30: Pfr. Trapp; zugleich Feier des hl. Abendmahls für die Petrusgemeinde; 11: Kindergottesdienst für die Petrusgemeinde. — Mefeck. 9.45: Lic. £rom= mershausen; 11: Kinderkirche. — Steinbach. 10.15: Gottesdienst unter Mitwirkung des Ev. Frauenchors; Kollekte. — Albach. 12.30: Gottesdienst; Kollekte. — Heuchelheim. 10: Hauptgottesdienst; Kollekte; 20: Abendvortrag des Eo. Bundes. — Kirchberg. 10: Gottesdienst; anschließend hl. Abendmahl für die Jungen von Ruttershausen; 13.30: Kindergottesdienst. — Lollar. 13: Kindergottesdienst; 14: Gottesdienst. — Mainzlar. 10: Gottesdienst; 11: Kindergottesdienst. — Klein-Linden. 10: Gottesdienst; Kollekte; 11: Kin» Kindergottesdienst; 13: Gottesdienst. — Garbenleich. 11.30: Gottesdienst unter Mitwirkung des Frauenchors. — Haufen. 10: Gottesdienst. — Lich. 10: Stiftsdechant Kahn; Chorschule; Kollekte; 12.45: Kindergottesdienst; 14: Stiftspfarrer Naumann; Kollekte. — Rieder-Bessingen. 10: Stiftspfarrer Naumann. — Langsdorf. 11: Hauptgottesdienst; 13.30: Kindergottesdienst. — Bettenhausen. 9.30: Hauptgottesdienst. — Birklar. 9: Gottesdienst. — Muschen- heim. 11: Gottesdienst. — Hungen. 10: Gottesdienst; 11: Kindergottesdienst. — Mrberg. 10: Gottesdienst; Kollekte. — Beltershain. 13: Gottesdienst; Kollekte. -- Harbach. 13: Gottesdienst; Kollekte. — Beitsberg. 10: Lesegottesdienst. Evangelische Stadtmission, Löberstraße 14. Sonntag, 28. November. 8.30 Uhr: Morgenandacht; 13.30: Sonntagsfchule; 20.15: Adventsfeier. — Mittwoch, 1. Dezember. 20.30: Bibelstunde. Gemeinschaft innerhalb der Kirche lLandeskirch- liche Gemeinschaft), Gutenbergstraße 9. Sonntag, den 28. Ndvember. 16 Uhr: Adventsfeier. — Mittwoch, Emst Challier Gießen, ist ein wirkliches Haus der Musik Sie finden da alles für Musik, was Sie wünschen Wirtschaft hatte Schutz gegen Nässe und Kälte Beachten Sie unsere Preise im Schaufenster VERGISS NICHT DIE GEPXCKA 7785 D LODENFABmicTBl 7815 A ZZ.6 SPENDENKARTE NE TZ- «.ARTEN Nhein-Mainische Börse. Mittagsbörse im Verlaufe freundlich. Frankfurt a. M., 26. Nov. Die Börse AutoänSelbsttahrer zu vermieten Tel. 433a nssyD Gießen, Eckhaus am Seltersweg Das große Spezialhaus für Herren- u. Knabenkleidung durch unsere gute Schuh-Reparatur Nur w oder 150 Eier ©und mehr pro Huhn? Verbessert die Hühnerhaltg. Aufklärender Katalog frei! Geflflgelhof 1. 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Im engsten Anschluß an die Partei schalten sich Ortsgruppenleiter und Bürgermeister in die Front ein. Auf die hohe Bedeutung der NSV. wies der Redner besonders hin, und er verbreitete sich dann in interessanten Ausführungen über die bisher erzielten Erfolge und die Aufgaben und Fragen, die von der Volksgemeinschaft und dem Volkswillen noch zu lösen sind. Unserem großen, von der Vorsehung uns geschenkten Führer schulden mir ewigen Dank, Vertrauen und Treue. Der geschäftsführende Direktor der Landesdienststelle Hessen Dr. Göb, Frankfurt, sprach anschließend über kommunale Gegenwartsaufgaben. In großen Zügen behandelte der Redner u. a. die bevorstehende Verwaltungsreform, Realsteuerreform, ehrenamtliche Verwaltung und viele teils erlassene, teils in Aussicht stehende Gesetze. Es gilt für die Gemeinden und deren Bürgermeister Gemeinschafts, gut zu schaffen und die Verwaltung mit lebendigem Geist zu erfüllen. Die Sitzung wurde dann von dem Obmann in üblicher Weise geschlossen. Sciiulilnslandsetzung „Hansa“ Marktplatz 2 W.