187. Jahrgang Gießener Anzeiger 4 3F e 5 naumonarchie wohl dreiviertel ihres Absatzmarktes verloren. Aber die tschechische Politik hat nicht nur nicht das geringste getan, um für diesen Ausfall einen Ausgleich zu schaffen, sie hat vielmehr mit aller Konsequenz darauf hingearbeitet, die sudetendeutsche Wirtschaft zu zerstören, weil sie darin die stärkste Waffe in ihrem Volkstumskampf sieht, dessen letztes Ziel die Verwirklichung des Nationalstaatsgedankens ist. Die Agrarreform, die ursprünglich als berechtigte soziale Maßnahme gedacht war, sich aber bald als nationalpolitische erwies, um den deutschen Lebensraum einzuengen, zerschlug den deutschen Großgrundbesitz durch Beschlagnahme von 700 000 Hektar deutschen Bodens, aber deutsche Siedler wurden nicht einmal in bescheidenstem Umfang angesetzt. „Ohne Bodenreform", so stellte 1925 der damalige Präsident des Prager Bodenamts mit erstaunlicher Offenherzigkeit fest, „hätte sich weder ein tschechischer Bauer, noch das tschechische Kapital der Zuckerindustrie bemächtigen können." Der sudetendeutschen Industrie entzog man ihre Lebenskraft, indem man 1919 die Einlösung der Kriegsanleihe und der Nüstungskredite verweigerte und ihr Staatsaufträge nur überschrieb, wenn sie sich verpflichtete, tschechische Arbeiter einzustellen. Don den Ausgaben aus dem Staatshaushalt, zu dem das Sudetendeutschtum rund 40 v. H. beiträgt, werden 80 v. H. den Tschechen zugeschanzt. So sind z. B. von 19 Millionen Kronen an Bauaufträgen in der rein deutschen Stadt Eger nur 125 000 Kronen an sudetendeutsche Firmen vergeben worden. Gleichzeitig wurde mit allen Mitteln die Errichtung neuer Industrien im Innern des Landes gefördert und in tschechische Hände gelangte Betriebe nach dem Innern verlegt. Das alles hat zusammengewirkt, die Zahl der Arbeitslosen im sudetendeutschen Gebiet in erschreckendem Maße in die Höhe zu treiben. Von tausend Einwohnern sind 77,9 arbeitslos, in den tschechischen Gebieten aber nur 28,6. Da das Deutschtum nicht nur in allen öffentlichen Aemtern und im Heeresdienst von den Tschechen zurückgedrängt wird, sondern auch bei allen öffentlichen Arbeiten Tschechen sogar aus weit entfernten Gegenden herangeholt werden, um den Deutschen ihren Arbeitplatz zu rauben, können diese nur noch für Hungerlöhne Beschäftigung finden, wenn sie nicht hoffnungslos aus dem Wirtschaftsprozeß ausgeschaltet worden sind. Die Folgen sind Unterernährung, Hunger, Krankheit und Elendsquartiere. In Brüx stellte die amtliche Beratungsstelle eine Zunahme der Lyrnph- drüsenkrankheit unter den Kindern um 36 v. H., von Tuberkulose um 42 v. H., von Englischer Krankheit um 200 v. H. fest. In Dittersbach waren 80 v. H. aller Kinder unter Normalgewicht. In nordböhmischen Zeitungen wird vor dem unbefugten Schlachten von Hunden und Katzen gewarnt. Den Höhepunkt erreichte die Tschechisierungs- politik mit dem berüchtigten Staatsverteidi- gungsgefetz vom Mai vorigen Jahres, das 80 v. H. des Sudetendeutschtums weitgreifenden und ganz willkürlich gehandhabten Eigentumsbeschränkungen unterwirft und unter dem Vorwand nationaler Unzuverlässigkeit zur Räumung der Grenzzone von allem, was deutsch ist, die Handhabe bietet. Unter dem Druck der öffentlichen Meinung des Auslands hat nun endlich die Prager Regierung auf eine Denkschrift geantwortet, die ihr von den sogenannten sudetendeutschen Regierungsparteien zugegangen ist. Aber die Versprechungen, die sie macht, beschränken sich lediglich auf einige Verwaltungsmaßnahmen, wobei nach der bisheri- "Ü ÜCP *p 5 CD 5 ? gen Praxis es als sicher angenommen werden darf, daß die unteren Instanzen schon dafür sorgen werden, diesen Maßnahmen ihre Wirkung zu nehmen. So hat die Regierung z. B. versprochen, künftighin bei der Ausnahme in den Staatsdienst den nationalen Bevölkerungsschlüssel berücksichtigen zu wollen. Aber sie macht die Aufnahme von der Voraussetzung abhängig, daß der Bewerber seine „vollständige Loyalität" gegenüber dem tschechoslowakischen Staat unter Beweis gestellt habe. Als „Beweis" wird man vermutlich das Parteimit- gliedsbuch heranziehen und damit die große Masse der hinter der Sudetendeutschen Partei Konrad Henleins stehenden Deutschen praktisch ausschalten, da diese Partei in Opposition zur Regierung steht. Es ist ja ohnehin seltsam genug, daß die Prager Regierung es peinlich vermieden hat, mit der Sudetendeutschen Partei als der stärksten Partei des Landes überhaupt, sich in eine Aussprache darüber einzulassen, was das Sudetendeutschtum zur Sicherung seiner Rechte fordert. Stattdessen hat man zu Partnern dieser Verhandlungen Vertreter von Parteien herangeholt, die heute nur noch einen geringen Bruchteil des Sudetendeutschtums hinter sich haben. Nach allem, was bisher geschehen ist, wird man von den neuerlichen Versprechungen der Prager Regierung solange nicht viel zu halten haben, bis ihnen nicht endlich Taten gefolgt sind. Fr. W. L Hodza will wieder aulmachen. London, 26. Febr. (DNB.) In einer Unterredung mit dem Berichterstatter des „Daily Telegraph" befaßte sich der tschechoslowakische Ministerpräsident H o d z a mit den neuen „Zugeständnissen" der tschechischen Regierung an die deutschen DJlim nicht alle in Frage kommenden zuständigen Instanzen ihre Entscheidung gefällt hätten. Wenn man von jenen absehe, die ohne jeden triftigen Grund Vorteile für sich herauszuschlagen suchten, so spreche aus den Zuschriften aller, die sich mit ihren Sorgen und Nöten an den Führer wenden zu können glaubten, nichts anderes als grenzenloses Vertrauen. Es sei allerdings naiv, zu glauben, daß sich der Führer mit jedem Einzel- schicksat persönlich befassen könne. Denn jeder auch „nur fünf TttinufetT persönlich mit ihm sprechen wollte, so würde der Führer 700 Iahre brauchen, um nichts weiter zu tun, als die 70 Millionen Volksgenossen je fünf Minuten anzuhören. Von dem Umfang der Kanzlei, die sich in ein Verwaltungsamt, ein parteipolitisches Amt, ein Sozialamt und ein Amt für Gnadensachen gliedert, zeugen folgende Zahlen: Es gehen in der Kanzlei des Führers einschließlich der Privatkanzlei t ä g- lich normalerweise mehr als 1000, bei besonderen Anlässen mehr als 2000 Schreiben ein. Die tägliche Besucherzahl schwankt zwischen 125 und 150. Einen breiten Raum widmete Reichsleiter Bouhler den Arbeiten des A m t e s f ü r Gnade n s a ch e n, wobei er hervorhob, daß es als abwegig und völlig zwecklos bezeichnet werden müsse, wenn jeder, der rechtskräftig verurteilt worden fei, ein Gnadengesuch an den Führer richte. Nur außergewöhnliche Umstände und besonders begründete Gesuche hätten Aussicht auf Erfolg. LPD. Frankfurt, 26. Febr. Im Frankfurter Römer fand eine Tagung des Beirats des Deutschen Handwerks statt. Der Beirat ist das beratende Organ der Spitzenführung des Handwerks und besteht aus fünf handwerklichen Betriebsführern, fünf im Handwerk tätigen Gefolgschaftsmitgliedern und zwei Vertretern des Hauptamtes für Handel und Handwerk. Oer Leiter Deutschen Handwerks, pg. Paul Malier gab einen Ueberblick über die augenblickliche Lage im deutschen Handwerk und erörterte die von Dr. Ley im November vorigen Jahres dem Reichs- wirtschaftsministerium gemachten Vorschläge. „Wir wollen", so erklärte Pg. Walter, „als regional untersten Führer den Kreishandwerkswal- t e r mit neuem Leben erfüllen. Er ist der Mittelpunkt des handwerklichen Lebens. Hierbei ist eine gewisse Trennung zwischen den Großstädten mit ihren vielen Ortsgruppen und dem flachen Lande zu machen. Die Ortsgruppen auf dem flachen Lande oder in der Kleinstadt sind die üblichen in Deutschland. Zur Durchführung seiner Ausgaben steht dem Handwerkswalter eine örtliche Handwerkerwerkschar zur Verfügung. Sie ist die Repräsentationstruppe des Handwerks auf dem flachen Lande und hat die Aufgabe, den Ortshand- werkswalter bei feinen Arbeiten zu unterstützen. Das sind: sämtliche geselligen Veranstaltungen des Handwerks im Ort, der Vertrieb von Plaketten zum Handwerkertag, das Anbringen von Plakaten zu den Handwerkertagen usw. Der Reichsorganisationsleiter hat angeordnet, ein Schild für den Orts- handwerkswalter zu schaffen, ähnlich wie beim Ortsbauernführer auf dem Lande. Die Kreisgewerke haben andere Aufgaben als der Ortshandwerkswalter. Sie haben die B e - rufswettkämvfe durchzuführen; sie sind der gesellige Mittelpuni öes Fachs des Handwerks und werden Meister, Gesellen und Lehrlinge umfassen. Der Reichsorganisationsleiter hat die Absicht, mit der Zeit in jeder (Stabt ein Handwerker- Haus zu gründen, das gleichzeitig der gesellige Mittelpunkt ist und dem Handwerk die Möglichkeit gibt, die wandernden Gesellen aufzunehmen, Förderlehrgänge abzuhalten usw. Der Gesellenwettkampf ist eine Ergänzung zu dem M e i st e r w e 11 k a m p f, der in diesem Jahre zum ersten Male ausgetragen wird. Im Spätherbst wird dann ein Gesellenwettkampf starten. All diese Veranstaltungen haben den ausgesprochenen Zweck, eine Leistungssteigerung im Handwerk herbeizuführen. Der von der Stadt Frankfurt geplante Bau zur Aufnahme der Handwerkereinrichtungen soll die schönsten Stücke dieser Wettkämpfe aufnehmen. Die Aufgaben für den Gesellen-Wettkampf werden am 1. Oktober fertig fein. Die Meisterwettkämpfe dagegen erfolgen ohne Aufgabenstellung. Hier wird nichts vorgeschrieben, der Meister liefert ein Stück nach seiner eigenen Schöpfung, Begabung und seinem eigenen Können. In den kommenden Jahren wird beim Reichsberufswettkampf der Gesellen- und Meisterwettkampf zu gleicher Zeit abrollen. Die Sieger werden dem Führer vorgestellt werden. Es ist daran gedacht, die Ausscheidungen für die Gesellenwettkämpfe in den einzelnen Kreisen durchzuführen. Die besten Stücke werden dann auf dem Kreis - Handwerkertag ausgestellt. Auf dem Kreis-Handwerkertag soll sich auch alles, was sonst im Handwerk vor sich geht — Verleihung der Hakenkreuzfahnen des Handwerks, Freisprechung 5 * s 2 Das Handwerk als Vorbild eines neuen Arbeiiseihos Reichsorganisationsleiter Dr. Ley vor dem Beirat des deutschen Handwerks in Frankfurt. dem neuen Arbeitsethos ein Vorbild zu geben. Es ist viel leichter, über eine Gesellschaftsordnung zu einer Sozialordnung zu kommen, als über eine Sozialordnung zu einer Gesellschaftsordnung. Die wertvollen Kräfte in der Gesellschaftsordnung des Handwerks: der Arbeits stolz und die Arbeitsehre müssen unter allen Umständen erhalten bleiben. Deshalb werde ich auch alles, was in meinem Aufruf angekündigt worden ist, in die Tat umfetzen. Darüber hinaus habe ich mif dem heutigen Tag zwei neue Maßnahmen angeordnet: 1. Bei den Rechtsberatungsstellen der D A F., die um das Doppelte vermehrt werden, find Steuerberatungsstel- l e n zu errichten, die besonders auch dem Handwerk zur Verfügung stehen. 2. Der Bau des Hauses des Handwerks in Frankfurt a. 21L wird sofort in Angriff genommen. Dann ging Dr. Ley eingehend auf die Fragen der Berufsberatung und Berufserziehung ein. Er schloß mit der Feststellung, daß der von ihm aufgezeigte Weg dank der dem Werk Adolf Hitlers innewohnenden Kraft den für das Volksganze notwendigen Fortbestand des Handwerks gewährleistet. — Die Versammlung, an der auch Gauleiter Sprenger und Gauobmann der DAF. Becker teilnahmen, dankte Dr. Ley, worauf eine Aussprache stattfand, an der sich die Beiratsmitglieder rege beteiligten. Volk und Führer. Reichsleiter Bouhler über die Aufgaben der Kanzlei des Führers. e ■ 3 I ? e*« Kc.'r £ o c 2.2-3I'-: 2 • L 5 op C SQ ö -ZZSk-B Slldelendmlsches Schicksal. Ls ist nicht von ungefähr, daß sowohl bie inne- tc. Verhältnisse ber Tschechoslowakei wie [he Außenpolitik immer wieder im Brennpunkt -ö Interesses des Weltöffentlichkeit stehen. Lorb Hthermere, ber Beherrscher ber Londoner „Daily fßiil", ber besser als bie meisten seiner Lands- Htitt bie Probleme des jübosteuropälichen Raums zu eigen gemacht hat, hat erst vor kurzem auf hingewiesen, daß bie Friebensmacher von rsailles mit ber Tschechoslowakei ein Gebilde chaffen haben, bas am deutlichsten bie Merkmale Verlegenheit, Grundsatzlosigkeit und Unfähigkeit er Väter an ber Stirn trage. Wie dieser neu- atfene Staat nach außen hin seine Sicherheit im jten Anschluß an Frankreich unb an bie mit in ber Kleinen Entente zulammengeschlossenen, den Trümmern ber Donaumonarchie groß geästen Reiche ber Rumänen unb Südslawen gte, so hat ihn in bem anberthalb Jahrzehnt nes Bestandes dieses Anlehnungsbedürfnis nicht 'lassen. Das Militärbündnis mit der Sowjet- :on hat die Tschechoslowakei als unbeirrbaren folgsmann seines französischen Protektors ge- gt, aber auch als hartnäckigsten Vertreter eines itischen Systems, das erfunden worden ist, um ropa in bem Zustand nervöser Unruhe unb annung zu erhalten, ber eine vorurteilsfreie, trauensvolle und verftändrgungsbereite Aus- ache zur Beseitigung ber vielerlei Reibungs- mente und Herstellung einer Basis für eine auf enfeitige Achtung ber nationalen Bebürfnisse geendete Zusammenarbeit unmöglich macht, ohne namentlich im Donauraum ein friebliches Ne- leinanberleben ber Nationen und ein gesunder rtschaftlicher Aufbau nicht denkbar ist. Daß grabe bie Tschechoslowakei sich so hartnäckig .'n gesunden Regungen entgegenstemmt, die auf en politischen unb wirtschaftlichen Ausgleich im iboften hinzielen unb sich gleichzeitig aus ben jährlichen Verstrickungen zu losen suchen, bie bas r Paris und Moskau gesponnene Netz für alle laaten des Südostens bebeuten muß, ist zu einem Dßen Teil auf bas schlechte Gewissen ber tschecho- wa lisch en Staatsmänner zurückzuführen, die es i'lang noch nicht für nötig befunden Haben, die ohen inneren Probleme ihres Laubes ernsthaft vzupacken, benn bie sture Verkennung ber großen Mischen Möglichkeiten, die in einer gerechten unb tinünftigen Lösung ber Nationalitäten- fage liegen, ist bte stärkste Hemmung eines üßenpolitischen Kurswechsels in Prag. Wenn bie Jäter der Tschechoslowakei bie Existenzberechtigung ires Staates gern mit bem Hinweis auf bie öhweiz zu beweisen versuchen, und ihn mit Vorliebe als Musterbeispiel der wahren Demokratie bezeichnen, so ist ihre Nationalitätenpolitik in allen Vinften ben Beweis bafür schulbig geblieben, daß iran in Prag einen ehrlichen, allen im tschechoslowakischen Staat zusammengeschlossenen Nationali- icen gerecht roerbenben Ausgleich aufrichtig all. Schon bie Bezeichnung ber Tschechoslowaken „Staatsvolk" ist irreführend, benn bie Slo - woken wehren sich entschieben gegen diese Vermaschung unb führen mit ber im Prager Parla- tent mit 22 Adgeorbneten vertretenen Slowaki- sljen Volkspartei bes Paters Hlinka einen erbit- irten Kampf um ihre nationalen Rechte gegen bie kterbrückungspolitik bes tschechischen Brudervolkes, läd eine zweite, die Grundlage ber tschechoslowa- kchen Nationalitätenpolitik erschütternbe Jrrefüh- nng ist es, bas Subetenbeutschtum als »otionale Minberheit" zu bezeichnen und zu be- : Rubeln. Von ben 14,7 Millionen Einwohnern bes Geckoslowakischen Staates find 3,2 Millionen Rutsche. Fast 90 v. H. von ihnen wohnen in vier geschlossenen beutschen Sprachgebieten, bie insgesamt M einer Flächenausdehnung von rund 25 000 Riabratfilometer ber Große ber Rheinprovinz ent- ! Ired)en. Das Sudetendeutschtum, jahrelang analog ff den Verhältnissen im Reich politisch in unzählige fr ine unb sich einanber bis aufs Messer besehbende Arteten zersplittert, hat nun enblich in der S u - frtenbeutschen Partei Konrad Henleins ifne kraftvolle politische Vertretung gefunden. In den Maiwahlen 1935 ist es ihr gelungen, 70 v. H. des Sudetendeutschtums hinter sich zu bringen und nit 44 Abgeordneten in das Prager Parlament einzuziehen, in bem sie nur einen Sitz weniger inne M als bie stärkste Fraktion, bie Tschechischen Agra- r‘-t. Die politischen Mißerfolge ber alten beutschen Parteien, bie zwar zu einer Beteiligung an ber ^-flierung zugelassen worben waren, aber mit Mforts abgespeist würben, bie sie zu völliger Ein- ^ßlostgkeit verurteilten, waren ber Subetenbeut- jjen Partei eine Warnung, sich auf ben gleichen beit ist jetzt wieder aufgenommen worden. Anarchie oder Friede. Eine amerikanische Mahnung an die Welt N e u y o r k, 26. Febr. (DNB.) Außenminister H u l l hielt vor dem Council of Foreign Relations in Neuyork eine Rede über das Ergebnis der interamerikanischen Friedenskonferenz in Buenos Aires, deren Teilnehmer sich einmütig gegen den Krieg und für eine gemeinsame Beratung im Falle einer von außen kommenden ober auf ber westlichen Halbkugel aus- brechenben Kriegsgefahr ausgesprochen unb sich gegenseitig zugesichert hätten, baß die Bebrohung eines Staates Grunb für ein Zusammentreten aller panamerikanischen Staaten fei. Gleichzeitig hätten sich die Teilnehmer feierlich bas Versprechen gegeben, daß sich kein Staat in die Angelegenheiten des anderen mischen werde. An diese Feststellungen knüpfte Hüll den bringenden Wunsch, daß die übrigen Nationen der Welt ähnliche Schritte zu einer Befriedung unternehmen möchten. Manche Verhältnisse und Zustände auf der westlichen Halbkugel könnten zwar nicht mit denen in anderen Weltteilen verglichen werden. Aber die in Buenos Aires angenommenen Grundsätze stellten eine Einladung an alle Völker dar. „Das Recht jeder Nation, ihre eigenen Angelegenheiten ohne fremde Einmischung zu regeln, der Grundsatz der Souveränität und Gleichberechtigung von Staaten ohne Rücksicht auf deren Größe ober Stärke, bie aufrichtige Achtung vor ben Gesetzen unb bem gegebenen Versprechen als ber Grunblage für eine internationale Orb- nung, bie freunbschaftliche unb hilfsbereite Zusammenarbeit zur Schaffung eines bauernben Friebens unb ein gegenseitig vorteilhafter Austausch in wirtschaftlicher unb kultureller Beziehung — bas finb die fundamentalen Erfordernisse einer konstruktiven staatsmännischen Führung, die Zukunft unserer gesamten Zivilisation hängt davon ab, daß alle Regierungen sie annehmen. Eine Regierung, die statt dieser Grundsätze eine Politik verfolgt, die sich auf übertriebenen Nationalstolz, auf Ehrgeiz unb auf ber Sucht nach Vergrößerung unb auf ständig Der Kammerpräsibent Herriot hatte alle Mühe, Di- erhitzten Gemüter zu beruhigen. Die von ber Mehr, heit eingebrachte Entschließung hat folgen^ Wortlaut: „Die Kammer stimmt ben Erklärung ber Regierung zu, gewährt ihr für bie Fortsetzung ihrer Wirtschafts- unb Sozialpolitik Vertrauen und! geht zur Xagesorbnung über." Der ehemalge Ministerpräsibent Flanbin mies barauf hin, bie Aussprache nicht unnütz gewesen sei, weil Lean Murn zugegeben habe, baß er Krebite brau che, für beren Erlangung Vertrauen, bazu aber cnch eine vorübergehende Pause in feiner Politik not» roenbig sei. Flanbin lehnte eine Regierung drr nationalen Einigung unter Leon Blum ab und l eg bie Möglichkeit durchdlicken, baß auch die Radikal- sozialisten sich über kurz ober lang gezwuncen sehen mürben, ihre Haltung zu überprüfen. Uz Kammer nahm ben von der Regierungsmehcknt eingebrachten Vertrauensantrag mit 3 61 gegen 2 0 9 Stimmen an. Das Echo in London London, 27. Febr. (DNB. Funkspruch.) Die Kammeraussprache finbet in ber englischen Presst starke Beachtung. Die „Morninq Post", die norme- lermeife mit führenben französischen Kreisen in $en binbung steht, tadelt die Wirtschafts- unb Finanz, politif Blums. Es fei ein starker Mangel an Der« trauen unter denjenigen Teilen der französisch^ Bevölkerung festzustellen, die am meisten zu einer Wiederbelebung ber Wirtschaft beitragen fönntid Das Blatt weist auf bas wachsenbe Defizit in Der französischen Handelsbilanz hin, und zieht bar aus den Schluß, daß wahrscheinlich eine weiter« Abwertung des Franken unvermeid. l i ch sein werde. Das französische Schatzamt sei leer und die Oeffentlichkeit sei nicht gewillt, Anleihen d zeichnen. Freundschaftliche Beobachter hätten ben Eindruck, daß die französischen Reformen über, stürzt und ohne Zusammenhang durch, geführt morden seien, so daß die Aussichten auf eine wirtschaftliche Wiedererholung, die Frankreich so dringend benötige, gering seien. Blum befinde futi angesichts der Versprechen an seine Anhänger bie teilweise zu den wirklichen Erfordernissen in Widerspruch stünden, in einem Dilemma. y m "J? d-n Philippinen, China. den VM Br X;.\r‘lQni„. er- Mariin Luthers Hockzeitsrinq. Kleine politische Nachrichten und der Minister Fühlung zu nehmen. Aus aller Welt und eins U - —I xj«. | | V l 11 UVV L U | | Lil ItUiy* I ' _ , o I----- ” ' U Oie privaten Käufe, nicht hinzugerechnet sind Kraftsahrzeughandwerks i ZehördenHeschäfte, also die Käufe der Reichs- besondere Beachtuna. SWIM erun- ier ^rage, gegenüber 1932 nahm der Verkauf in Kräfte im Dienste der deutschen Motorisierung ihre Klasse um 550 v. SY zu. die mittlere Klasse Wurzel fände. Beiden gemeinsam sei die Wert- Meister lichmachung ihrer Werkstatt verliehen würde. Diese des Kenntrusen. > „Daily hen Dollar. Unter ihnen befinden sich beinahe alle Ober- bundesrichter, die gewöhnlich gegen Roosevelts Gesetzgebung gestimmt haben. Der schweizerische Bundesrat hat dem Vorschlag des Militärdepartements zugestimmt, noch acht neue Grenzschutzkompanien aufzustellen, so daß insgesamt neun Grenzschutzkompanien vorhanden sein werden. Diese werden auf alle Grenzen verteilt. Aeichstagung des Krastfahrzeughandwerks. eine endgültige 1 Sowjetrußland | rolle zurückgepz chnet. „Daily Ifi ie Absichten Äi schen Küste- durch die Dpfü sschuß vertretni . Die ffrf/äm s der wem Ländern deutsche Waren grundsätzlich nur noch gegen Devisenzahlung verkauft werden. sonders zuverlässige Wiederkehr der großen Abwehrschlachten bei Verdun und in Flandern an der Aisne und am Chemin des Dames fällt. Deutscher Student in einer Lawine verschüttet. Die dritte Etappe des Oasenfluges. Die Teilnehmer des Oasenfluges trafen auf ihrer dritten Etappe in Kairo ein. Von Gronau landete als erster Deutscher. 30 Minuten später traf Thomsen ein, dann Sternburg mit seiner Junkers. Schwabe, dem beim Start in der Oase Baharia die Bereifung eines Laufrades platzte, so daß sich seine Maschine überschlug und Propeller und Kabine stark beschädigt wurden, mußte leider aufgeben. Ebenfalls beim Abflug in Baharia blieben verschiedene Apparate im Sande stecken. Eine kahe als Brandstifterin. Vor einigen Tagen ereignete sich in Schuld an der Ahr ein großer Brand. Drei Scheunen und ein Stall fielen dem Feuer zum Opfer. Der Brand hatte eine seltsame Ursache. Der Besitzer des Anwesens, in dem der Brand ausgebrochen war, hatte während der Verrichtung von Stallarbeiten zur Beleuchtung eine Stallaterne verwandt, die an der Stallwand aufgehängt war. Plötzlich fiel die Laterne durch den Sprung einer K a tz e, die sich im Stall aufgehalten hatte, zu Boden. Hierbei ergoß sich das Petroleum über den Boden, das Petroleum entzündete sich, und die Flammen breiteten sich so schnell aus, daß in wenigen Minuten Stall und Scheune in Flammen standen. Radauszenen bei einem Eishockey-Spiel in London. Bei dem Eishockeyspiel England—Kanada in der Schlußrunde der Eishockey-Weltmeisterschaften kam es zu Skandalszenen in der Londoner Arena Har- rmgay. Drei Minuten vor Schluß des Spieles, das die Kanadier 3:0 gewannen gab es eine Schlägerei zwischen englischen und kanadischen Spielern. Als hierauf der Schiedsrichter ordnungsgemäß nicht nur einen Kanadier, sondern auch einen englischen Spieler herausstellte, erhob sich ein P r o- test sturm unter den Zuschauern. Die Menge warf Apfelsinen, Aepfel, Programme und Zeitungen auf die Eisfläche. Die Spielleitung mußte schließlich die Zuschauer auffordern, sich „wie britische Sportsleute zu benehmen". Als dann noch die Unruhe andauerte, spielte das Orchester die englische Nationalhymne und stellte damit die Ruhe wieder her. Nach Schluß des Spieles wurde der belgische Schiedsrichter von einer größeren Zahl Personen verfolgt und bedroht. Amerikanischer Seeoffizier wegen Verrats militärischer Geheimnisse verurteilt. Der im vorigen Jahre wegen Spionageverdachts verhaftete ehemalige Kapitänleutnant F a r n - worth wurde jetzt vom Bundesgericht wegen Verrates militärischer Geheimnisse zu zwölf Jahren Gefängnis verurteilt. Farn- worth, der seinerzeit als einer der fähigsten Offiziere der amerikanischen Flotte galt, mußte vor einigen Jahren wegen Unregelmäßigkeiten den Abschied nehmen. Im Juli v. I. kam die Geheimpolizei bei der Verfolgung einer Spionagezentrale auf die Spur Farnworths. Als er nach längerer Beobachtung hinreichend verdächtig erschien, schritt man zu seiner Verhaftung. Er wurde dann angeklagt, zwei Marineattaches der japanischen Botschaft in Washington Geheimdokumente über die amerikanische Marine verkauft zu haben. Der Hochzeitsring Martin Luthers, der sich in dem Besitz des Wiener Ingenieurs Werner befindet, und der das Datum des 13. Juni 1525 trägt, wurde für 1500 Dollar zum Verkauf angeboten. — (Afsociated-Preß-M.) Kraftsahrzeughandwerks zur Das Präsidium des Zentralexekutivkomitees Sowjetunion ernannte Valeri M e s ch l a u k zum Volkskommissar der Schwerindustrie. Gleichzeitig wurde Meschlauk von seinen Pflichten als stellvertretender Vorsitzender des Rates der Volkskommissare und als Vorsitzender der Staats- Plankommission entbunden Zum Vorsitzenden der Plan-Kommission wurde Genadi ©mir» l’Wä b«w.a und sd l «n; fei] V “"b zieht w Leine »ei||| n~UnDerm(i: le Schatzamt fei j Ö-W ffr b°tten i Reformen üth Absichten Qm’ij bie. Frankreich Mum befinde, E'ne Anhänger .^rnissen in jßL uein ina. H?r5 etwa 500 000 bis 600 000 Betriebe gäbe, monatliches Einkommen unter der Grenze l p die man bei der Gefolgschaft für die Pfän- !V: des Lohnes gesetzt hat, wovon wiederum eine [Fi- Anzahl von Betriebsinhabern entweder oder zeitweise von öffentlichen Unter» Muigen abhängig sei. Es müsse einmal ernstlich r Stage geprüft werden, ob es auf die Dauer W'vll sei, diese Schein- und Schattenexistenzen M Teil mit künstlichen Mitteln aufrecht zu er» Diese Frage habe besondere Bedeutung, Ply1 der Inhaber eines solchen Betriebes dort an- |'|mt werden könnte, wo heute ein immerhin noch ^'chtlicher Mangel an geeigneten Arbeits- «Ptsn besteht. Der Referent weist insbesondere Ki! hin, daß nach wie vor die Bedeutung des fachen Handwerks anerkannt werde, daß aber p Amtereffe der deutschen Volkswirtschaft vor das Petro le» elegfchaften jj jf werden. 1 äne verfolg daß es M dem orfflm der Arbeite^ j konnte etx'i d-n. y rin Streit d führte. M 1 worden. noro ernannt. ♦ Die seit Dienstag unter Tage streikenden Bergarbeiter der Kohlenbergwerke von Fünf» kirchen (Ungarn) haben den Streik beendet. Unverzüglich wurden die durch den Streik unterbrochenen Lohnverhandlungen wieder ausgenommen. Zwangsmaßnahmen der rumänischen Regierung gegen die Studentenschaft. Bukarest, 26. Febr. (DNB.) Die Regierung hat beschlossen, daß sämtliche Studentenheime mit sofortiger Wirkung a u f g e l ö st werden und daß nur die unter der Leitung der Rekto- ren und Dekane stehenden Hochschulheime weiterbestehen dürfen. Weiter ist der für Studentenstipendien zur Verfügung stehende Betrag von 30 Millionen Lei gesperrt worden. Die Studentenheime galten bisher als die wichtigsten Mittelpunkte der nationalen Bewegung, deren Anhänger sich zu großen Teilen aus der studentischen Jugend rekrutieren. In letzter Zeit hatten einige Verhaftungen unter der Studentenschaft wegen ungesetz-। kicher politischer Tätigkeit stattgefunden. Die Regierung will offensichtlich nicht nur der ungesetzlichen politischen Betätigung der Studenten den Boden entziehen, sondern auch versuchen, die studentische Jugend den Grundsätzen der Regierung näherzubringen. . , — „ V ,U'C Ciyeunajeii Nvlyiosseinsuy- ren oon Ueberfee getätigt, aber andererseits wurde oer größte Teil dieser Einfuhren nicht mit zusätz - 11 d) e ji deutschen Ausfuhren, sondern mit lau» j e n ö e n Ausfuhren bezahlt. Nur zu einem ganz geringen Teil ist die Erwartung in Erfüllung ge- Lb°i« Ä FRö ., ,, . . ,r, es sich strikt jeden Eingriffs in die gewerbliche Wirt- ^-Ä^standes des Deutschen s^ft. Die enge Zusammenarbeit zwischen Kraft- Üirm 3 ^ll demnächst die Wirtschaftlichkeit der fahrzeughandwerk und Korps solle nunmehr auch ^Ä^"?^riebe des Handwerks nach- öurd) ein äußeres Zeichen versinnbildlicht werden. U ?0^erst sollen unrentable Betnebe habe, und zwar ausschließlich aus diesem Ge- ?? - b w.e b e stillgelegt bankengange heraus, das „M e i st e r s ch i l b des L"l' ^a!n1^ bie, Arbeitskräfte tm Rahmen des Kgrpsfährers" geschaffen, welches an b e - ^«hresplanes besser eingesetzt werden können.1 - - - - - — • - ^ Leiter des Sozialamtes des deutschen Hand» ^2, Dr. P e n s e, weist darauf hin, daß es den 700 000 Einmannbetrieben des Hand- 1% err'* 1 x.w e nc -v TM fei I Der amerikanische Senat nahm die Vorlage an, nach der die Mitglieder des Oberbundesgerichtes mit Erreichung ihres 70. Lebensjahres freiwillig bei vollem Gehalt pensioniert werden können. Die Vorlage, die bereits vom Repräsentantenhaus angenommen ist, ging an Präsident Roosevelt zur Unterzeichnung weiter. Sechs Mitglieder des Oberbundesgerichts können jetzt in den Ruhestand treten. Ihr Gehalt beträgt 20 000 SÄ »«6 »’l 3n der Nähe von Bozen wurden zwei deutsche Studenten bei einem Ausflug von einer ßa» roine überrascht. Während es dem einen gelang, sich zu retten, würbe der Student Max Hecht aus Karlsruhe von den Schneemassen begraben. Trotz eifriger Nachforschungen konnte der gluckte bis jetzt nicht geborgen werden. Wetterbericht des Reichswetterdienstes. Ausgabeort $ranffurt An ungewöhnlich rascher Folge ziehen Störungs- gebiete über Deutschland ostwärts, auch unserem . /"er mit der wechselnden Zufuhr milder und kalter Meeresluft bei größter Niederschlagsbereit- 1^)0ft em sehr unbeständiges Gepräge verleihend. Zur Zeit herrscht bis zu etwa 1000 Meter hinauf Tauwetter, so daß durch Schneeschmelze und Regenschauer wieder stärkerer Wasseranfall droht, zumal von Frankreich her weitere Warmluft zuströmt. Hinterher wird aber die von England mit starkem Nordwind nachstoßende Kaltluft auch bei uns mehr und mehr zur Auswirkung kommen, ohne vorerst der Unbeständigkeit und Niederschlagsfreudigkeit Abbruch zu tun. Im Gebirge werden Niederschläge jedoch wieder in Schnee übergehen. Aussichten für Sonntag: Noch sehr un- beständig, Niederschläge im Gebirge wieder Schnee, bei kräftigen bis stürmischen über West nach Nord- west drehenden Winden starke Abkühlung. Aussichten fürMontag: Unbeständig mit einzelnen Niederschlägen, im Gebirge voraussichtlich Schnee und weitere Abkühlung, Winde um Nord. Lufttemperaturen am 26. Februar: mittags 6 9 Grad Cejsius, abends 6,2 Grad; am 27. Februar: morgens 6,1 Grad. Maximum 7,8 Grad, Minimum beu^e nacht 6 1 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 26. Februar: abends 3,9, am 27. Februar: borgens 4 Grad. — Sonnenscheindauer 2,1 Stunden — Niederschläge 4,9 mm. Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot: für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigen- leiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. I. 37- 11 250. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts- Buch- und Stemdruckerei R. Lange, K.°G, sämtlich in Aeßen. Monatsbezugspreis RM 2,05 einschließlich 25 Pf Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Emzelverkaufspreis 10 Pf. und Samsiags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 gültig. Kunst und Wissenschaft. Jahreslagung der Deutschen Gesellschaft für Kreislaufforschung. Born 13. bis 14. März hält die Deutsche G e - JLU1 $ f ü r K r e i s l a u f f o r s ch u n g im William-G.-Kerckhoff-Jnstitut in Bad-Nauheim i^e 10. Jahrestagung ab. Das Hauptthema lautet: „Kreislauf und innere Sekretion". Im Rahmen der Tagung wird im medizinischen Institut eine Otto- Frank-Büste enthüllt und die Carl-Ludwig-Ehren- münze verliehen. Zu dem Thema der Tagung werden namhafte Persönlichkeiten des In- und Aus- landes sprechen. Eine große Anzahl von Einzelvor- tragen ergänzt das Programm, so daß mit einem besonders interessanten Verlauf der Jubiläumstagung zu rechnen ist. Deutschlands Balneologen tagen in Breslau. Ueber 200 Bade- und Kurärzte haben sich in Breslau zur 52. Tagung der Deutschen Ge- ellschaft für Bäder- und Klimaheilkunde versammelt. Der Vorsitzende der Gesell- chaft, Prof. Dr. V o g t, eröffnete die Tagung. Der Vertreter des Reichsärzteführers, Dr. Blome, ührte u. a. aus: Der Reichsärzteführer verfolge eingehend die Arbeit der Gesellschaft, da diese in der Linie der vom Reichsärzteführer angestrebten neuen deutschen Heilkunde liege. Eine auf der Grundlage der exakten Wissenschaften allein beruhende Medizin könne nicht bestehen. Die Heil- künde setze sich aus dem Ergebnis der exakten Wissenschaften und den Erfahrungen der Praxis zusammen. Gerade in der Bäder- und Klimaheil, künde sei ein großer Teil der Arbeit auf den Er- gebniffen der reinen Empirie aufgebaut. Der Reichsärzteführer habe den Wunsch, daß die Arbeit der Reichsanstalt für das deutsche Bäderwesen in Breslau und der Gesellschaft sich weiter so erfolg» reich gestalten möge wie bisher. Professor o o n Pap, Budapest, hob hervor, daß der deutschen Pionierarbeit auf dem Gebiete der Balneologie im Auslande größte Hochachtung gezollt werde. ttz! »|We#tokrSirtfWaw?l&%s^ äää je Auslegung emer neuen 4'/- p r o z e n t i» .e’ne" ?öer anderen Alleininhabers eines t. Reichs anleihe für hie Zeit vom 4. bis N^Erksbetnebes, vom Betriebsführer zum Ge- ß»5 'M Gesamtbeträge von 500 Millionen .uberzuwechseln, nicht entscheidend all-wovon 100 Millionen Mark bereits gezeichnet Durch geeignete Maßnahmen könnten viele jui'tn, fleugt Don der vorsichtigen Finanzpolitik brachliegende Arbeitskräfte nutzbar gemacht werden. Ina kM?1 Deiches und der überraschend guten Entwicklung Produktion, ?ie viel schneller als er- Im Verkehr mit den Philippinen China den wurde, 'hre Ueberschusse erzielt und dafür Stralts-Settlements, Siam Burma Cenlön Bri" ^«" Oge sucht. Als im November die letzte tisch-Jndien, dem Sudan und Aegypten sit der ' ^«Mlsanleihe aufgelegt wurde, war die Nachfrage p r l v a t e R e ch n u n a s v e r k e b r sh? Wl* daß sie um 100 Millionen auf 600 miHio» e i n g e f d) r ä n f t roo?ben ^nb b e VnmnenfnHnn? jenff wurde. Seitdem hat der deutsche Ka- ausfuhr nach diesen Ländern ist eingestellt so dab Verleihung sei abhängig von der Erfüllung der nationalsozialistischen Grundsätze über die Leistung und Betriebsführung und der Zugehörigkeit zum NSKK. Wenn er heute dem Reichsinnungsmeister, Pg. S t u p p , dieses Meisterschild als erstem verleihe und ihn zum Sturmführer befördere, so möge er darin einen Ausdruck der besonderen Verantwortung empfinden. Reichskriegertag 1937. Die Propagandaobmänner aus 22 Landesverbänden des Reichskriegerbundes (Kyffhäuser) hatten sich zusammen mit der Bundesleitung Berlin zu einer Arbeitstagung in Kassel eingefunden, auf der die ersten Vorbereitungen des Reichskriegertages 1937 durchgesprochen wurden, der in Kassel vom 26. bis 28. Juni durchgeführt werden soll unter dem Motto „D e r Frontsolda t", da in diese Tage des Frontkämpfertreffens in Kassel die 20jährige Präsident Roosevelt empfing den neuen französischen Botschafter Bonnet zur Entgegennahme seines Beglaubigungsschreibens. Bonnet führte aus, daß Frankreich davon überzeugt ist, daß die Rückkehr zu einem freien Güteraustausch eine der wichtigsten Bedingungen für oie Erhaltung einer Zivilisation ist, die sich auf eine Teilung der Arbeit zwischen Menschen zwischen Volkern gründet. bis 3 Liter Hubraum stieg um 335 v. H. Schätzung der handwerklichen Arbeit ddie größere Klasse um 168 o. H. Die kleinere und die Erkenntnis ihrer entscheidenden Bedeutung «pif(a|fe erfordert also den größten Teil der >ür die Motorisierung und damit für die Abwehr- Fj«iihion, wenn auch neuerdings die mittlere kraft der Nation. Es fei der Wille des Korps, einen 8k wieder im Vorschreiten begriffen ist. Auf ber möglichst großen Querschnitt der deutschen Jugend Mau herrscht ein ausgesprochenes Kaufinter- aus allen Berufsschichten an die Motorisierung ’unb neben dem Kleinwagen gehen vor allem heranzuführen und ihnen die Erkenntnis zu Der» »die mittleren. Auch das Ausland ist durch Mitteln, daß es nicht genüge, ein Kraftfahrzeug Efter stark vertreten und zum erstenmal hoffen führen zu können, sondern daß ebenso wichtig sei, k Zirmen, wieder ein gutes Auslandsgeschäft auch die Maschine technisch zu beherrschen. Wenn Pten zu können. sich das NSKK. auch dem handwerklichen Gebiete ♦ mit ganzer Leidenschaft gewidmet habe, so enthalte Die englische Riesenrüstungsanleihe Hot zu einer weitgehenden Markthoffnung geführt, die auf den Metallmärkten geradezu zu einer Hausse führte. Fast alle Metalle ftiegen, Kupfer erreichte einen neuen Höchstpunkt, zumal bekannt wurde, daß nach der Januarstatistik eine weitere Einschränkung ber Weltbestände an Rasfinabe-Kupfer von 353 000 auf 336 000 short tons erfolgt war. Aber gerade die amerikanischen Kupferproduzenten warnen vor einer spekulativen Auswertung, da nach dem Aufhören ber Frost- unb Ueberschwemmungsperiobe in ben USA. bie Vorräte schnell roieber anwachsen würben. Auch bie Eisenpreise stiegen, zumal auch in den USA. Die Nachfrage vorherrscht und die amerikanischen Produzenten kaum Eisen nach England abgeben. Es scheint sich hauptsächlich bei der jetzigen Kaufwelle um Dorratskäufe zu handeln und nicht um die Deckung des tatsächlichen Bedarfs. Uebrigens "" m rne Wartung in Erfüllung g-- Urig äüfw-iL b"w7gN^^^'°°°n"8?Z mit9fiineba6e5bnrin„Uknn»|l*n R°hst°sfu°f°rant°n Dollar Ende 1936 aus durchschnittlich 75,75 Dollar nie WbfnhmLrK ! IRecfjrmnflSDerfe^rs Zusatz- m der letzten Woche, dieser Metallboom aber wird fen mürben eöfnl- f“n Waren schaf- nachlassen, wenn erst die Rustungoprogramme sen rouroen. Künftighin müssen in ben angegebenen I laufen. «\ ftomer 5 - !,ng hat sich nun eine bemerkenswerte Verschie- NSKK. nicht burch eine äußere Örganisationsform öLfoarbt "I vollzogen. Die Kleinwagen mit einem Hub- Zusammengefunben hätten, sondern daß ihre Zu- hn6 er utn^ I bis Liter standen 'im Vordergrund der sammenarbeit allein in der Gleichrichtung br- Annifier' ?rra9e' gegenüber 1932 nahm der Verkauf in Kräfte im Dienste der deutschen Motorisierung ihre beschäni?'lKt. blasse um 550 v. H. zu, bie mittlere Klasse |Wurzel fanbe.^ Beiden gemeinsam sei die JB ert- werde. SpätsI vjetrussischen Ä te Internationale Automobil- und Mo- teressiert sei. r a b » 21 u s ft e l [ u n g in Berlin ist mit einer ittelmeer ober Lesenswerten Rede des Führers eröffnet mürben bie Hw, die der gesamten Kraftfahrzeugbau-Jn- ücht später einnpiie neue Richtlinien gab. Der Führer geht voll konomischen Wahrheit aus, daß nicht der Sönitz des einzelnen, sondern die Massenansprüche holländische H -a müssen unb demgemäß forderte er auf, den ianbung ber & ilf sro a g e n , das Auto des kleinen Mannes, eralmajor San mehr Wirklichkeit werden zu lassen, da die j ber franH ^ofsichwierigkeiten überwunden wären. Gleich- eauftrogt wert» j forderte er eine genaue Kalkulation und Ab- ß bie ßeihinc h Himg der vielen Typen, denn das Auto ist heute Heren engli|> > Masienverkehrsmittel und kein Luxus mehr. „.2..affigen-Rutsche Autoindustrie hatte im Jahre 1932 ober! j)obg|ic 61 Tiefstand mit 296 Millionen Mark Produk- iraert erreicht, im Jahre 1936 belief sich der auktionswert auf ungefähr 1 '/-> Milliarden, die Men Käufer stiegen in der gleichen Zeit von. v w W auf 213 800 und die von Lastkraftwagen von "uter den Veranstaltungen der Automobil-Aus- auf 43 600. Diese Ziffern aber umfassen ledig- stellung fand die zweite Reichstagung des deutschen Vie privaten Käufe, nicht hinzugerechnet sind Kraftfahrzeughandwerks im Berliner „Rheingold" !3ehördenaeschäfte, also die Käufe der Reichs- besondere Beachtung. Korpsführer Hühnlein J1 der Reichspost usw. Innerhalb bie|er Ent- stellte fest, daß sich Kraftfahrzeughandwerk und iartt nicht nur glatt die Jndustrieanleihen für also der p^ivate^ n» Durch uhrung des Vierjahresplanes in Hohe nur für den Warenaustausch mit ^insge amt rund 150 Millionen Mark aufge- Gebieten in West- unb Ostafrika einen gewißen Kjnen, andern bei den Kreditinstituten sind die Spielraum hat. Im Wege der Kompensatio^sae" Mgen und Spargelder derartig angewachsen, schäfte wurden zwar die erheblichen Rohstoffeinfüb- |a!i b'e Aufnahme der neuen Reichsanleihe auf Iren von Ueb-rs-- Wlei Schwierigkeiten stößt, zumal wir im Fe- iljiir auch noch einen Bestand von 1100 Millionen '.Hli Wechsel hatten gegenüber einem Tiefstand von *i| Millionen im September 1936. Das deutsche -BuPer in finanztechnischer Beziehung besteht ein» -fl darin, daß wir die Gesundung von der Libuttionsfeite her vornahmen und daß aller Kritik des Auslandes sich diese Maß- jljre zur Gesundung des Finanz- und Wirtschafts- ljr.5 bewahrte. Die Flüssigkeit des Geldmarktes .M Deutschland ist lediglich auf diese Ursachen zu- Msühren und em Beweis für die fortschreitende! efisibung unseres Wirtschaftskörpers. Im Gegen- i» tu anderen Staaten, z. B. zu England und e, .. «reidj, ist übrigens die Reichsfinanzpolitik der- Reichsgefetzblatt ist ein Gesetz über Wasser- M geführt worden, daß sie nur die Beträge für JJn . ni)erbänbe erschienen, durch bas ch Reich beansprucht, bie als Spargelber keine Reichsmlnifter für Ernährung und Landwirt- iMMlaae in Industriebauten und -erweiterunaen ermächtigt worden ist, das Recht der Wasser- rWn können. und Bodenverbände nach den Grundsätzen des * I nationalsozialistischen Staates neu zu ordnen. Ihre 1?3 r^s d »"a'n’rä ffl” GrunLstück^zu°°ntwÜtze7n, zu°bew«sj"n,"E $«anrhBnh.UbeI bcr 3U _er‘ für lanüwirtfchoftliche Grundstücke nach ■Oben ^unkdwidenden em Ende gemacht. Im dem Vorbild von Delitzsch und Leipzig Ifnsatz zu den letzten Jahren, in denen die Groß- * 7uch^7^ Flli°lÄmtz97ll°^Ü?al°'.°ck derbich-r,ge L-i t e r d - s tz °, m st ° tt ° n- V° Dioid-Nd- 7usschütteten, sind dl- einzelnen b ” 2 r ü t f rf) E n 2t r b e i t M r o n t, Dr. Men diesmal wieder getrennt vorgegangen °i?e ^eses Amt nicht ■o durchaus verständlich. Die Dresdner . * Mi k hielt an der Vorjahresdividende von 4 v. H. Der zur Jagd beim polnischen Staatspräsidenten «bie Commerzbank dagegen erhöhte ihren Ä '8l.a.Iomieda weilende Danziger Senatspräsident Dendenumsatz um 1 auf 5 v. H. Die Srestmer ,r e * ,jat bcm polnischen Staatspräsidenten M zog es vor, einen beträchtlichen Prozentsatz 2!5 Gastgeschenk eine wertvolle Kassette aus Mstfene Reserve zurückzustellen. Bei dem unged D a n 3 1 9 e r Bernstein überreicht. Müch flüssigen Geschäft der Commerz- und Pri-| * Mnk konnte der Entschluß zu einer entsprechen- . Der neue Kommissar des Völkerbundes für San» MErhöhung der Dividenden nicht schwerfallen. 3'6' Burckhardt, stattete in Paris dem franzö- ■ lügemeinen berichten beide Banken über ein f'f^en Außenminister Delbvs, als Mitglied des Mßes Geschäft. Die Umsätze der Commerz- und Dreierausschusses des Völkerbundes für Danzig »lbank erhöhten sich von 85,5 auf 92 Milliar- einen Besuch ab. Burckhardt wird sich auch nach Udie Umsätze der Dresdner Bank erfuhren eine London begeben, um mit dem englischen Außen- Werung um 12,3 v. H. Selbstverständlich wurde1 crr-1*< .......*■ H Umsatzerweiterung dem Jnlandgeschäft ver- f während das Lluslandsgeschäst zu wünschen W ließ. So weit sich aus dem Geschäftsverlauf Meiden ersten Monaten dieses Jahres entneh- Wläßt, können beide Banken mit einem weiteren Mgen Geschäftsverlauf rechnen. 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Wenn dann gar List und Verschlagenheit -ntlarot und geprellt werden, dann spricht die Musik vus der Komik der Szene heraus. Diesem Volkserleben konnte nur eine Musik ent- Iprechen. die ganz aus dem Geiste des Volkes heraus empfunden war, indem sie die unverbrauchten Kräfte der böhmischen Volksmusik ins Licht der Öffentlichkeit stellte und so die Anerkennung der gesamten Musikwelt errang. Der Volkstanz, die wolka, und etwa die rhythmischen Eigenheiten des ^Furiant" geben der Vartitur ein besonderes Ge- "cbt Visk?szk>nen, Trinkchöre und gar die wan- K'instlertrüppe troinaen immer wieder neue, ursprüngliche, temperamentserfüllte Äußerungen tragen. Mit ganz besonderer Note gab Paulus K u e n den Wenzel. Trotz der schwierigen darstellerischen Bindungen stellte er diese Figur mit letzter Konsequenz auch im Gesanglichen hin. Wo die Möglichkeit der Entfaltung bestand, konnte man sich an seinen schönen Tönen erfreuen. All die vielen Nebenfiguren standen mit voller Einsatzbereitschaft musikalisch-gesanglicher und darstellerischer Fähigkeiten für ihren Part ein: Maries Eltern: Hildegard I a ch n o w und Gustav Bley mit der Höhe gesanglicher Kunst; Wenzels Eltern: Marta Schadt, Alfons F o r st n e r. Ein Zirkusdirektor voll Künstlerstolz war Heinrich Hub, trefflich unterstützt durch die unwiderstehliche Esmeralda von Friedel Fornallaz und die vielen erstklassigen Attraktionen. Der ständig sich steigernde Beifall auf offener Szene, das sichtliche Mitgehen des gut besuchten Hauses bestätigten den durchschlagenden Erfolg des Abends. Dr. Hermann Hering. es auf den japanischen Inseln 66 Millionen, in Korea und auf Formosa 26 Millionen. Setzt sich das Wachstum annähernd fort, so wird Japan in 30 Jahren die 100-Millionen-Grenze erreicht haben, Anerhalb der europäischen Musikvölker gesichert; licht mit Unrecht hat man ihn deshalb als den Later der national-tschechischen Musik bezeichnet. Die Verbindung zur großen europäischen Musik- Mlt gab ihm der geistige Einfluß von Franz Liszt, >er auch u. a. den durch die Beteiligung an den Ztudentenunruhen des Jahres 1848 aus seinem .Studium gerissenen werdenden Klaviervirtuosen mit !iner größeren Summe unterstützt hat. . Der neudeutschen Richtung zollte Smetana seinen : Tribut in symphonischen Dichtungen. War so bis | r^twa 1860 sein Musikerleben vornehmlich auf rein Deutscher Grundlage fundiert, so wendet er sich 'nun, Anregungen von Freundesseite folgend, mit pefonberem Interesse der slawischen, tschechischen Musik ausschließlich zu. Hatte man ihm bei seinem ersten Bühnenwerk .Die Brandenburger in Böhmen" Abhängigkeit von Wagner zum Vorwurf gemacht, so greift er jetzt mit seiner zweiten Oper („Die verkaufte Braut", 1866) einen Stoff auf, der das tschechische Volk in •einer Urgewachsenheit, seiner Natürlichkeit und Unverfälschtheit auf die Bühne stellt, und damit :'iner Musik die Grundlage gibt, die den urtümlichen kchechischen Volksgeist atmet. So wurde dieses »eitere Werk zu einer Volksoper im wahren Sinne bes Wortes, ohne daß irgend welche Konzessionen ■n eine nicht dem Stil entsprechende Tendenz ge- Die Kolonialpolitik hat im zwanzigsten Iahr- unbert einen anderen Inhalt und eine andere Be- | xutung gewonnen, als sie sie vordem besaß, ins- | «esondere aber in den Anfängen, also zu der Zeit, I -! der Spanien und später England und Mrankreich koloniale Eroberungen in anderen Erbteilen machten. So ist die Eroberung Indiens llfnit ihrer wechselvollen Geschichte sicher nicht des- I':alb geschehen, um Siedlungsland zu schaffen, was ■ Iich noch nicht der Fall war, als England daran I ting, Australien zu nehmen und nach der I Eroberung der Burenstaaten die südafrikanische Union zu gründen. Auch Kanada, I .‘cs von dem englischen Kolonialreich in Nordame- I äfa übrigblieb, war nicht als Siedlungsland erobert I □orben, denn die Einwanderung aus Europa I nachte wohl Jäger und Pfadfinder, schließlich auch I Farmer hinüber, aber das alles geschah nicht unter I fern Volksdruck, wie wir ihn heute kennen. Wozu j tiefer Volksdruck zwingt, das hat Italien in ! .cm Streitfall mit Abessinien gezeigt, wobei es I nimer wieder nützlich ist, daran zu erinnern, daß 11 Italien mit wachsendem Geburtenüberschuß I '32,75 Menschen auf dem Geviertkilometer wohnen, I Jährend die Bevölkerungsdichte Aethiopiens 20 auf I itn Geoiertkilometer ausmacht. Dabei ist zu berück- I tätigen, daß Italien mit Gebirgszügen ausgeftat- [l>t ist, die verhältnismäßig wenig Nahrungsspiel- itoum bieten. Das gilt auch für Äthiopien; aber Reden Wüsten und Hochgebirgen ist immerhin noch KSiedlungsland vorhanden, ganz abgesehen davon, die Technik heute Mittel und Wege kennt, um Mb st Wüsten zu bewässern und urbar zu machen. II Noch stärker als Italien steht Japan unter Ijinem Volksdruck, für den ein Vergleich in Europa Mhlt. Auf den japanischen Inseln, die 679 000 Ge- Liertfnometer umfassen, leben allein 66 Millionen, lüit einem Zuwachs von mehr als einer Million I m Jahre. Das ergibt für den Geviertkilometer zur | ,>eit etwa 167, was an sich schon eine Ueberbevöl- I lerung bedeutet, die nur dadurch einstw'eilen tragbar gemacht worden ist, daß Japan nach Korea, nach »Nandschukuo, nach Nordchina und nach Formosa FSolfsfräfte abströmen läßt. Nun ist das chinesische Festland, das den japanischen Inseln gegenüber; egt, zum Teil sehr stark bevölkert, sogar über- ilcDÖlfert, was wieder zum Ergebnis hat, daß der kuftrom aus Japan nicht nur Hindernisse findet. Wildern auch mit der Abneigung der im Lebens- liaum bedrohten Chinesen rechnen muß. Daß Ja- |; *91r- Walther Schon! ichsstelle für Naturf«? Naturschutz»» irj 1936 (MBU! )unben sm. 3,6a 1 c .- , . , m , y. ,. „ durch atteDuchhM nun einmal durch Natur und Geschichte alles un- WeilOllili Aich verteilt, so daß Japan im Kern auf seine inilllllllllllllllllllllll I übervölkerten Inseln beschränkt ist, während im Silben die ungeheuren Ländermassen Australiens mb des indischen Archipels zwar nicht herrenlos, iber dünn bevölkert sind. Australien, das 8,5 Millionen Geviertkilometer umfaßt — zum Ver- lIleich: Europa etwa 10 Millionen — zählt nur iine Bevölkerung von zehn Millionen, Europa da- 3*5 ■2.1Ö ernC Sä Ein Avslandsdenischer zum Vien'ahresplan. Don Or. Zng e. h. Bohle, DOI -Professor an der Universität Kapstadt. Jedem echten Ausländsdeutschen lacht heute das Herz im Leibe über die gewaltige Tatkraft, mit der sich das Dritte Reich unter seinem genialen Führer über alle ihm in den Weg gebrachten Hindernisse hinwegsetzt. Daß es heute die Hindernisse nehmen kann, verdankt es der Erneuerung des deutschen Geistes und den ausgezeichneten deutschen Arbeitern der Stirn und der Faust. Man wird uns aber deshalb draußen in der Welt — die uns notgedrungen wieder achten muß — nicht besonders lieben, sondern versuchen, uns unfern Aufstieg so schwer wie möglich zu machen. Man will nicht erkennen, daß die Kraft des deutschen Volkes mit den Schwierigkeiten wächst. Besonders England kann es nicht begreifen, daß eine wirkliche Befriedung der Welt nur dann möglich ist, wenn Deutschland und England an demselben europäischen Seile ziehen. Es bangt um seine zehn Milliarden Pfund, die es im Fernen Osten angelegt hat und von Japan bedroht sieht und liebäugelt deshalb mit dem weltzerstörenden Bolschewismus. Es leiht ihm zehn Millionen Pfund, die wohl hauptsächlich den Roten in Spanien zugeflossen sind in der Hoffnung, eine Hilfe gegen den Japaner zu haben. Es sträubt sich gegen die Rückgabe unserer Kolonien, für die es gar keine Menschen 3ur Entwicklung hat, weil es fürchtet, damit den Aufstieg Deutschlands noch zu beschleunigen. Trotz seines ungeheuren Reichtums, seiner weltumspannenden Belange hat es heute mehr Arbeitslose als Deutsch! and, und trotz des Weißblutens des letzteren ist die tiefste Armut in England bedeutend schlimmer als bei uns. England hat eigentlich gar kein Recht, Arbeitslose zu besitzen. Mehr als ein Viertel der Welt steht ihm offen. Welche Schwierigkeiten sind dagegen von uns zu überwinden, wenn wir unsere jungen Leute ins Ausland schicken wollen. Mit den Rohstoffen sieht es genau so aus. Man verkauft sie uns gerne für Gold und Devisen, die wir aber nicht haben, weil sie in den 67 Milliarden Mark an Reparationen längst verschwunden sind. Den Austausch mit Fertigwaren macht man uns durch das „buy British“ auch nicht leichter. Dazu kommt noch, daß der größte Teil des Wertes aller nach England gelieferter Waren zur Schuldentilgung benutzt werden muß. Die Abwertung des englischen Pfundes ist ein weiteres Mittel im wirtschaftlichen Kampf gegen Deutschland. England würde nur gewinnen, wenn es sich vom Gedankengange Sonar Laws: „daß die Welt besser fahren würde, wenn Deutschland in die Luft flöge", a b - w e n d en würde. Heute sieht es so aus, als ob England erst am eigenen Leibe den zerstörenden Geist des Bolschewismus erfahren müsse, bevor es sich auf seine Aufgaben besinnt. Roch wiegt es sich im Traume, daß diese zerstörende Macht chm ungefährlich sei. Von deutscher Seite ist die Hand oft genug ausgestreckt worden. Für uns bleibt deshalb nichts anderes übrig, als daß wir uns in jeder Hinsicht selbst helfen. Der Vierjahresplan muß ein gewaltiger Erfolg werden. Im folgenden sollen einige Punkte erwähnt werden, wie sie ein Auslandsdeutscher nach 40jähriger Tätigkeit im Auslande, ein langjähriger Fach- und Hochschullehrer, sieht. 1. Fachausbildung. Die Vorbildung der deutschen Ingenieure und Chemiker dauert zu lange. Es kommt im Leben weniger darauf an, was man weiß, sondern was man kann. Es sollte möglich sein, in zehn Jahren die notwendige Vorbildung für den Besuch der Hochschulen und Universitäten zu erlangen. Mit 16 Jahren sollte ein guter Durchschnittsschüler die Berechtigung zum Studium erhalten haben. Ein vierjähriger Kursus auf der Hochschule sollte für Ingenieure und Chemiker genügen, um den Diplomingenieur zu erlangen. Kommen bann noch zwei Dienst- p f l i ch t j a h r e und zweiJahre praktischer T ä t i g k ei t hinzu, wobei die letzteren das Arbeitsdienstjahr einschließen, so ist der Ingenieur v i e r - u n d z w a nzig Jahre alt, wenn er seinen Beruf antritt. Auch dann wird es noch einige Jahre dauern, bis er heiraten und eine Familie gründen Rudolf Huch. Zum 75. Geburtstage des Dichters am 28. Februar. „Aus einem engen Leben" heißt ein schmales Bändchen der Rückschau von Rudolf Huch. Dieser Titel schon ist bezeichnend für ihn. Eng war sein äußerer Lebensumkreis in der Tat: das Leben eines Rechtsanwaltes in Städten und Städtchen wie Braunschweig, Helmstedt oder Bad Harzburg, wo er nun schon seit 34 Jahren lebt. Huch hat es auch nie gelegen, sich vorzudrängen, und so kommt es, daß die meisten von ihm nur wissen als von dem älteren Bruder Ricarda Huchs. Diese Zurückhaltung und eine gewisse Gelassenheit dem Unabänderlichen gegenüber, so bitter es oft schmeckt, sind Wesensmerkmale Rudolf Huchs, der nicht schaffen könnte, wenn er nicht an seine Berufung glaubte und seines Wertes wohl gewiß sein darf, aber noch immer warten muß auf den Widerhall, der ihm gebührt. Die Literaturgeschichte hat ihn mit Raabe verglichen und den „Raabe des 20. Jahrhunderts" genannt. Möge er vor allem das Eine mit Wilhelm Raabe gemein haben, daß die Oeffent- lichkeit endlich in feinem achten Lebensjahrzehnt erkennt, welchen Dichter Deutschland in ihm besitzt! Rudolf Huch vereinigt feinste Empfindsamkeit mit männlichster Haltung, Schicksalsgehorsam mit kämpferischem Bemühen, Angriffslust mit weisem Verstehen. Dieses alles allein macht das umfangreiche dichterische Werk, das in vier Jahrzehnten neben ber nicht immer angenehmen juristischen Tätigkeit entftanben ist, zu einer Kostbarkeit. Aber biefer vornehme, kluge unb seelisch zarte Mann ist zugleich ein Künstler ber Form, wie sie zu allen Zeiten selten waren, ohne je in Künstelei zu verfallen. Und wenn er sich in seinem zweiten kleinen Rechenschaftsbericht „Mein Leben" ausbrücklich zur Einheit von Mensch unb Werk bekennt, so bestätigt er nur noch die innere Wahrheit unb Echtheit feines Schaffens, bie jeder von selber b^i ihm spürt. In diesem Bänbchen „Mein Leben" spricht Rudolf Huch auch von dem schottischen Tropfen in seinem niebersächsischen Blut unb von dem, was er ihm verdankt: einen „Hana zur Schwermut neben überschäumender Lebenslust", und den Witz, den er an seinem Vater rühmt, wird auch ihm niemand absprechen können, der auch nur eine seiner Kleinstadtsatiren wie etwa bie kürzlich erschienenen „Humoristischen Erzählungen" ober seinen köstlichen Roman „Wilhelm Brinkmeyers Abenteuer" kennt. Wesentlich aber ist, baß Huch sich nie mit Vorbergrundskomik begnügt, fonbern ohne Worte kann. Es ist beshalb nicht nur wirtschaftlich, fonbern auch rassenpolitisch Unsinn, bie Ausbildung ber kommenben Generation so zu belasten, baß nur alte Männer einen Haushalt gründen können. Im englischen Weltreiche können junge Ingenieure mit 24 Jahren bereits vier Jahre praktische Tätigkeit hinter sich haben, also in ber Lage sein, sich zu verheiraten. Ein Ingenieur in biesen Ländern mag weniger grünbliches Wissen besitzen, aber bas heißt nicht, baß er als Ingenieur auch weniger leistet. Es ist nicht bie Ausbildung, welche ben beut- fchen Ingenieur oft an bie erste Stelle bringt, säubern sein Fleiß. Gewiß ist eine gute Allgernein- bilbung von großem Werte, aber schließlich ist es niemals bie Schule, bie uns bas wirkliche Wissen ober gar bas Können beibringt, sondern stets das Leben selbst. Das wirkliche Lernen kommt erst nach der Hochschule. 2. Rationalisierung. Es wird heute richtig rationalisiert, soweit bie Großbetriebe in Betracht kommen. In den kleineren unb kleinsten wirb zu wenig rationalisiert. Deutschland besitzt ein vorzügliches Normensystem, das für ben Dierjahresplan von ber allergrößten Wichtigkeit ist. Nach maß- gebenber Stelle finb aber noch keine 20 Prozent der Produzenten in Deutschland auf biefes System eingestellt. Das verteuert nicht allein bie Herstellung, fonbern auch ben Verkauf unb macht es fast unmöglich, bie Arbeiten ber verschiebenen Firmen auszutauschen. Es ist unbebingt erforderlich, baß jede Fabrikation nach vorgeschriebenen Normen geschieht, daß ein Austausch zwischen Königsberg unb Aachen, zwischen Kiel und Passau möglich ist. Daburch wirb weiterhin bie Einheitlichkeit gepflegt, es gibt weniger Muster, unb der Verkauf wirb vereinfacht. Wirb bies überall burchgeführt, dann ist bie beutsche Jnbustrie für alle Zwecke und zu jeber Zeit mobilisiert. 3. Lehrlingsausbilbung. Der Nachwuchs von Facharbeitern ist von ausschlaggebenber Bebeu- tung. In großen Werken ist bie Ausbildung vorbildlich. Es war ein Vergnügen zu sehen, wie den jungen Leuten Ordnung, Methode und Disziplin beigebracht wird. Mit dieser Art der Ausbildung marschiert Deutschland unzweifelhaft an der Spitze. Der Vierjahresplan verlangt aber, daß auch in den kleineren Betrieben bie Ausbildung ber Lehrlinge methodisch und gründlich stattfindet. 4. Verwaltungen. Von einer richtigen Rationalisierung ber Verwaltungen ist selbst in ben Großbetrieben wenig zu sehen. Die Verwaltungskörper sind fast überall unelastisch. Was bie Arbeiterschaft dem Auslande voraus ist, hinkt ber Verwaltungskörper nach. Die Verantwortung wird von einem auf ben anderen geschoben. Die einfachste Anfrage wird zumeist von zwei Personen bearbeitet, von einer dritten noch gegengezeichnet. Was innerhalb 24 Stunden in der Post sein sollte, braucht Tage ober gar Wochen. Die Aufträge, bie bem beut- schen Handel im Auslände durch diese deutsche Schwerfälligkeit verloren gehen, gehen in bie Millionen. In biefer Hinsicht muß langsam Wanbel geschaffen werben, wenn Deutschlanb sich auf bem Weltmärkte behaupten will. Neue Beamte sollten nur, wo unbebingt notwendig, angestellt werden und alles, was aus ben Schulen kommt, sollte so weit als möglich in bie Probuktion hinein. Das Hanbwerk hat heute wieder einen golbenen Boben, unb Facharbeiter finden überall Be- fchäftiguna. In ben Verwaltungen ist bie Grünblich- feit zur Last unb Klage geworben, unb ber Wirkungsgrab ist fast verschwunden. 5. Fachleute in Verwaltungsstellen. Die höheren Verwaltungsstellen befinden sich auch heute noch meistens in Hänben von Juristen. Im Zeitalter ber Technik gibt es aber kaum noch Verwaltungen, in bie b i e T e ch n i k nicht hineingreift. Es bleibt also nichts übrig, als baß neben dem Juristen noch ein Fachmann sitzt. Es ist an ber Zeit, daß Ingenieure unb Architekten, Techniker unb Chemiker zusehen, daß F a ch p v st e n von Fachleuten besetzt werden. Es muß in allen Verwaltungen bafür gesorgt werben, baß Leute in verantwortungsvollen Posten Fachleute sind, die den Leser selber bie Kläglichkeit ober Lächerlichkeit ber Exemplare, die er vorsührt, messen läßt am ewigen Bilde bes Menschen. Wenn Rudolf Huch also bekennt: „Ich hatte als Schriftsteller keinen anderen Gegenstand als den Menschen", so bedeutet das in diesem Falle ein unermeßliches, unabschreitbares Feld. Die „Familie Hellmann" oder „Die beiden Ritterhelm" gehören zweifellos zu den bedeutendsten Ent- wicklungs- unb Bilbungsromanen bes neueren Schrifttums. Auch ist ber so ungewöhnlich edel erzählte Roman „Talion", ber soeben in einer neuen Ausgabe erschienen ist, ein Erziehungsroman im besten Sinne, des Wortes! Huch selbst sagt, er habe in ihm schilbem wollen, „wie ein Mansch burch Schuld unb Sühne zum Charakter reift". Unb bas sagt er nicht etwa als Kommentar, ber sich völlig erübrigt, fonbern als Zusammenfassung feines Gehaltes, benn „kommentieren könnte ich meine Bücher sehr wohl, wenn etwas an ihnen zu kommentieren wäre". So ist es auch. Man braucht ben Deutschen unserer Tage nur zuzurufen: nehmt unb lest biesen echten Dichter, — er wirb jebem von euch etwas geben unb was, bas hängt mehr vom Leser ab als vom Verfasser! Der eine wirb sich von feiner Ironie angeregt unterhalten fühlen, ber anbere noch hinter ber Groteske von „Anno 1922" spüren: „Wir finb rings umfangen von Geheimnissen." Dieser Schilberer bes beutschen Bürgertums, besten Schwächen er scharf erkannte unb dessen besten Teil er selbst verkörpert, ist nicht zeit- gebunben: bas Wertvollste, was ihm gegeben warb, wirb grade jetzt erst geistig recht wirksam, da seine Epoche Geschichte geworden ist. Herbert Günther. Bärengeschichie. Von Rudolf Huch. Herr Rechtsanwalt, gestern habe ich natürlich einen Bären verkauft! Mit diesen Worten führte sich vor einigen vierzig Jahren der Althändler Bierenbempel bei mir ein. Natürlich, sagte ich verstört. Ich wollte mir nicht als junger Anwalt bie Blöße geben, baß mir eine selbstverständliche Sache fremö sei, und diese war es mir durchaus. Ein Alt- händler, das war mir bekannt handelte mit alten Anzügen, Stiefeln. Eisen, Gebissen und Gott weiß was: aber mit alten Bären? Dies war jedenfalls ein Kunstausdruck, von dem ich beschämenderweise .. Steinljägcr- Urquell Verantwortung zu über-seine weitere Verteuerung eintritt. Die Strom, ) unb elastisch gearbeitet preise für ben Familienverbrauch an St0J bereit sind, die ganze nehmen. Es muß einfach unb elastisch gearbeitet werben. Anfragen, bie heute ankommen, müssen Geschichten ans aller Welt finb in Deutschlanb recht hoch. Daß es auch QJ bers geht, zeigt z. B. K a p st a b t, mit einer völkerung von runb 150 000 Weißen unb 10000)1 Farbigen, wobei letztere wohl runb 25 000 Wetze I gleichkommen. Man zahlt in biefer Stabt — Kohlenbergwerke runb 1500 Kilometer entfiJl liegen, so daß die Fracht allein 20 Mark für bj Tonne ist — nur einen halben Penny, also rtn'l vier Pfennige für bie K i l v w a ttst und! wozu eine Grunbgebühr von 1,50 Mark für bol Zimmer kommt. Hallen, Küchen ufro. werben bchD nicht gezählt. Dabei zahlt bie Zentrale in Kap kam jährlich eine Million Mark an bie Stabt als reine] Geschenk. Wie sehr sich biefes Entgegenkommen bl zahlt macht, zeigt bie Tatsache, baß eine neue K.asl ftation gebaut wirb, bie 1800 000 Pfunb kosten sol lieber ben Verberb burch R o st ist in (Wj. Zeitschriften bereits so viel geschrieben worben, öfl jebe weitere Bemerkung sich erübrigt. Vielfach H ber Ruß baran schulb. Würbe nur elektrisch kocht, nur elektrisch geheizt, unb verschwänbe Rauch, so würben ungeheure Summen jäbiliil gespart werben. Die Farbe würbe länger (Nachbruck, auch mit Quellenangabe, verboten!) Ein Denkmal für eine Ente. (sk.) Bombay. In der neuaufgebauten indischen Stadt Quetta wird man im Park eines Hauses eine ungewöhnlich alt gewordene Ente begraben und ihr Grab mit einer schönen Entenstatue schmücken. Man pflegte sie bis zur letzten Stunde, weil sie in jener unheilvollen Nacht, als Quetta durch ein Erdbeben zerstört wurde, in das Haus eindrang und mit ihrem lauten Geschnatter alle Einwohner so rechtzeitig weckte, daß sie sich in Sicherheit bringen konnten, als das erste unterirdische Rollen das kommende Unglück ankündigte. Träumereien an mandschurischen Kaminen. (ht) Charbin. Die Bahnwärter der kleinen abgelegenen mandschurischen Stationen haben keinen leichten Dienst, den sie in der gleichen Art und Weise versehen müssen, wie einst die Kolonisten im „Wilden Westen" Amerikas: den Spaten — soll heißen: den Schraubenschlüssel und die Winkerflagge in der einen und die scharfgeladene Knarre in der anderen Hand und alle Augenblicke eines Banditenüberfalls gewärtig. Kein Wunder, wenn unter diesen Umständen dem russischen Bahnwärter Bogdanoff ein schauerliches Mißgeschick zugestoßen ist: er lag nachts, friedlich schlafend in seiner Wärterbude, das geladene Gewehr wie üblich im Bett zu feinen Füßen. Plötzlich träumt er, Banditen hätten das Blockhaus überfallen, im Halbschlaf springt er auf, greift nach der Knarre und schießt feinen, in ber gleichen Bube schlafenben Kollegen Zimlinsky über den Haufen. Wegen fahrläfsiger Tötung stani Bogdanoff jetzt in Charbin vor den Richtern, M ihn aber in Anbetracht ber eigenartigen UmftänM nur zu brei Monaten Gefängnis mit Strafaufschub verurteilten. Kenner ber Verhältnisse finben biefl Urteil gerecht, sie befürchten lebiglich, daß sM und ähnliche „Träumereien" an den manbfcburil schen „Kaminen" nur allzuleicht Mobe roeitd können. Bienen im Wolkenkratzer. (th) Neuyork. Um den armen Neuyorkern etwas von dd „Natur unb Landwirtschaft" vorzuführen, hat mar in einem Wolkenkratzer einen Schweinestall eiitgtl richtet und in einem anderen eine Kuh zur äffend liehen Besichtigung „freigegeben". Aber das feit famfte Stück Natur dürften sich jene beiden Zvi otogen in ihre Zimmer gezaubert haben, die tod nicht weniger als 3000 Bienen beherbergen. Uri sprünglich waren es nur einige wenige, bie J Stubienzwecken und au zoologischen Beobachtung^ hierhin gebracht wurden. Aber dann gefiel es Bienen hinter einem Glasschrank so gut, daß ft sich dort ansiedelten. Den Winter über werden lii gut versorgt. Im Sommer treten sie jeden Morgen pünktlich ihren Ausflug an und kehren durch da- offengelasfene Fenster mit ihrer Nektarladung nach das Eisen weniger rosten Wenn ich einige Dinge hier kritisiert habe, möJ licherweise, weil ich nach vierzigjähriger Abwesend manchen Sachen fremd geworden bin, so freue \A mich trotzdem über das, was feit Januar M geleistet worden ist. Wenn man bedenkt, was fd ein Erbe das Dritte Reich antrat, so muß man übttl die gewaltigen Erfolge, die erzielt wurden, ftauneig Aber der Vierjahresplan verlangt, daß alles, wo-! das deutsche Volk an Kraft besitzt, eingesetzt tuet den muß, soll der Plan ein voller Erfolg roerbeü Es wird notwendig fein, in vielen Fällen rücksichiz. los vorzugehen. Es gibt auch heute noch Leute, dq einen hohen Profit allen anderen Dingen doJ ziehen, die vergessen, daß es die nativnalsvzialisiii^ Bewegung gewesen ist, die es chnen ermöglicht fJ überhaupt Gewinne zu buchen. Jede Kraft mu| richtig eingesetzt werden, damit keine beit verloren geht. Wenn dann noch die Arbeit^ der Stirn und der Faust ihr Bestes hergeben. fJ wohl in Quantität als in Qualität, dann erftejl ein so in sich geschlossenes Volk, das allen Sturmij trotzen wird. heute beantwortet werden. Friedhöfe darf es nirgendwo geben. 6. Kraftfahren. — In Deutschland werden wöchentlich runb 140 Personen getötet unb einige Tausenb verletzt. Trotz aller Bestimmungen will bie Zahl nicht heruntergehen. Es ist nicht zu leugnen, daß diese Vergeubung an Gut unb Blut eine Vergeltung bes beutschen Volksgutes bebeutet. Unsere Besucher aus dem Auslanbe im Jahre 1936 waren fast restlos von Deutschlanb begeistert, ausgenommen von bem, was sie auf beutschen Fahrwegen sahen. Ich selbst habe einen großen Teil Deutschlanbs als Selbstfahrer bereift, unb es ist schon etwas an bem, was unsere Volksgenossen an beutschen Kraftfahrern kritisieren. Unglücksfälle werben niemals ganz aufhören, aber sie können auf ein erträgliches Maß gebracht werben. Vom Vierjahresplan betrachtet ist eine Gefchwinbigkeitsbegren- zung unbedingt erforderlich. Der Durchschnittswagen verbraucht am wenigsten Betriebsstoff, wenn er mit runb 40 bis 50 Kilometer Stundengefchwin- bigfeit fährt. Bei 80 Stunbenkilometer verbraucht er runb 15 bis 20 v. H. mehr. Der Verschleiß ber Reifen (unb auch ungefähr ber von Kalben unb Zy- linbern) ist fast proportional dem Quabrate der Geschwindigkeit. Bei 85 Stundenkilometer ist er also rund doppelt so h o ch als bei 60. Schon aus diesen Gründen sollten Geschwindigkeiten begrenzt werden. In Städten sollten Geschwindigkeiten auf 50 Stundenkilometer für Personenwagen und 40 für Lastwagen, auf offenen Landstraßen auf 80 und 50 erniedrigt werden und selbst auf den Autobahnen sollten 90 bzw. 60 die Höchstzahlen vorstellen. Es würden dadurch viele Menschen am Leben bleiben unb viel Volksgut gespart. 7. Kampf bem Verderb. Es wäre angebracht, die Mülleimer der größeren Wohnungen einer regelmäßigen Untersuchung zu unterziehen. Der Arbeiter sieht schon zu, daß ihm nichts verdirbt, aber in den Wohnungen mit Dienstpersonal ist der Verderb vielfach sehr groß. Viel könnte gerettet werden, wenn jede Wohnung einen Kühlschrank hätte. Leider sind diese noch zu teuer, und die Unterhaltung mit Lichtstrompreisen ist zu kostspielig. Wird aber ein Kraftmesser installiert, so kostet bie Installation 35 bis 50 Mark, woburch H-x $tr bekannte |ot selten mit sie mit jenem ihm eines grafen zum Ti tok hin und git einem enei jsanierüdjerm' | fmge auf die halten. Und betrachtete läge besorgte Wsoaufhä H 7z- E trpt» pt* sosehr e rti ber t M? @e(e0^ stell •s» s« nWL and i6trhie"r ;* FS Et» Li nach E \ ii 5500 Fall übenden Aus Wtstage oer Lft Behan! oben mußten, Ur Monate hrach weiter i Eil eine Mir Wichen, das f Mel und zerr Da noch nichts gehört hatte. Man mußte ben Fall burch geschicktes Hin unb Her aufklären. Das erwies sich inbeffen als überflüssig, Herr Bierenbempel hatte wirklich einen leibhaftigen Bären verkauft, wenn auch ausnahmsweise einen jungen. Die Verkäufer waren ein Trupp Zigeuner. Der Kaufpreis betrug fünfzig Mark, unb zwar hatte Bierenbempel einen nach brei Monaten zahlbaren Wechsel unterzeichnet unb bie Zigeuner hatten damit bie Rechnung des Gastwirts beglichen.. Am Vormittag war ber Kauf getätigt, am Nachmittag hatte Bierenbempel ben Bären für hunbert Mark weiter verkauft, beides am Biertisch. Der Käufer wollte aber natürlich nicht bezahlen, unb dies war es, was auch ich an ber Angelegenheit einigermaßen natürlich fanb. Ich reichte eine Klage ein, ohne mir in meiner Unerfahrenheit einen Vorschuß zahlen zu lassen, obwohl mir ein bunkles Gefühl sagte, bies könnte nicht gut enden. Der Beklagte, ein Handarbeiter, wollte denn auch mit dem heiligen Eid bekräftigen, daß er den Kauf mcht abgeschlossen hätte; wie sollte er zu diesem Blödsinn kommen? Zeugen beschworen ben Vertragsabschluß. Der Beklagte blieb babei, baß er bas Gegenteil mit reinem Gewissen beschwören könne. Die Zeugen wären bestochen, er wolle auf seinen Eib nehmen, baß er mit eigenen Augen gesehen hätte, wie jebem fünfunbsiebzig Pfennig in die Hand gedrückt wären. Uebrigens, führte er weiter aus, hätte ber Verkäufer bie Gewähr übernommen, baß ber Bär auf Bäume kletterte und aus der Hand fräße, und das täte er nicht. Daß man sich in dieser Weise verteidigen kann, hat das Reichsgericht entschieden. Da mein Klient erklärte, er könne mit hundert Erden beschwören, daß er eine so irrsinnige Gewähr nicht übernommen hätte, beschloß das' Amtsgericht, Zeugen zu hören. Inzwischen war der Bär, den ja niemand haben wollte, bei einem Schlächter in einem zufällig leerstehenden Stall untergestellt. Das arme Viech mochte schlecht gefüttert roerben, es brüllte Tag und Nacht. Die Nachbarn beschwerten sich bei der Polizei, diese ordnete an, daß der Bär getötet werde, und ein tapferer Landjäger schoß ihn tot. Die Zeugen beschworen, daß mein Klient jene Gewähr übernommen habe. Er blieb babei, er könne bas Gegenteil mit reinem Gewissen beschwören. Die Zeugen wären bestochen, er wolle auf feinen Eib nehmen, baß er mit eigenen Ohren gebärt hätte, wie ber Beklagte ihnen für ben Fall daß er den Prozeß gewönne, eine Runde helles Bier in Aussicht gestellt hätte. Wie sollte er als erfahrener Geschäftsmann eine fo irrsinnige Gewähr übernehmen? Uebrigens, führte Herr Siertml dempel, gestützt auf die erwähnte Reichsgerichtseni> fcheidung, weiter aus, wäre der Bär auf 33äumi geklettert und hätte aus ber Hanb gefressen. 8b Beweismittel brachte er seine Kerntruppe ins ®e* fecht, wackere Kämpen, bie einen guten Kameraden niemals im Stich ließen. Sie beschworen Mann fw Mann, sie hätten gesehen, baß ber Bär, ber ja toi war, bei Lebzeiten auf bie Bäume geklettert wärt unb aus ber Hanb gefressen hätte. Der Bellas würbe verurteilt, bie hunbert Mark unb alle Kosten zu bezahlen, unb leistete den Offenbarungseid. $ sah mich genötigt, meinen Klienten wegen meiner Kosten zu verklagen; unter anderem hatte ber ft» richtsvollzieher feine Kosten von mir burch Nachnahme erhoben. Bierenbempel würbe nach eiiricfl Einwenbungen, die er nur ehrenhalber vorbraÄ kostenpflichtig verurteilt und leistete den Dff«! barungseid. Dies verstand sich für die beiden Fechter ol selbst. Der ganze Prozeß war ein Ehrenha nkl gewesen, einen schnöden Gewinn durfte nieniaü davontragen, am allerwenigsten ein Dritter. 2)en zu Gefallen hatte man nicht gekämpft. Die Parteien und ihre Zeugen söhnten sich riifrfr lich miteinander aus. Zu dem Versöhnunarifl wählte man aber, gewiß nach sorgfältigem Abia-s» fen des Für und Wider, ein anderes Wirtshuz als das, dessen Inhaber die Zigeuner mit dempels inzwischen mangels Zahlung proteftieddi Wechsel bezahlt hatten. Hochschulnacbnchten. Professor Dr. D. theol. Hans Ach elis, Ord ri« rius für Kirchengeschichte und christliche Archäola« an der Universität Leipzig, ist im Alter oom 1 Jahren gestorben. Achelis promovierte 188^ ® Marburg zum Dr. phil., 1893 in Göttingen M Lic. theol., wo er sich im gleichen Jahre für Kircki- geschichte habilitierte. Als Ordinarius hat er fp^ in Halle, Bonn und Königsberg, zuletzt (feit IS^ in Leipzig gewirkt, wo er 1932/33 das Rektorin bekleidete. In Achelis verliert die deutsche the.'!^ gische WissenschaU einen ihrer namhaftesten SM treter, die Sächsische Akademie der Wissenschoi'hl ein hochgeschätztes Mitglied. Von seinen Schri llt seien die Arbeiten über bie Symbolik bes Fischs über Hyppolit, über bas Frühchristentum, die Gr> Wicklung ber altchristlichen Kunst, auch die „KircLev geschichte" (1921) genannt. Der D03ent Dr. habil. Hubert B l e i e r in ist beauftragt worben, in ber Mathematisch-No ul' wissenschaftlichen Fakultät ber Universität bie Pflanzenzüchtung zu vertreten. lirlEte,® ^r.i8tz4.M Sonntag, ^g: Hen Solist: Herr i , ArnU wtl Aavelln Aubert, Nu Wert, H. ^tenvorver Pre Jeder Gartenfreund und Bauer erhält auf Wunsch kostenlos meine neue, Illustrierte Hauptpreisliste über Gemüse», Blumen» und landwirtschaftliche Sämereien; Blumen - Knollen; Gartenbedarfsartikel aller Art Samenhaus Heinrich Bahn, Gießen Bahnhofstraße / Ecke Wolkengasse Telefon 3403 1)69 A gebracht werden. düng Blätter von von der briti- Aus den Gießener Gerichtssälen 9et Früh lin * i LIEBFRAUENSTR. 1-3 FRANKFURT H. M Tanz 8 Eintritt frei, Gäste willkommen. ■Ht Steuot an tot Hatte tote SermWiet-BMett 1356 A des die las / Bau \ f umsonst erteilen^ 'Sie unseren Spezial- falalog gegen Ein- L eetnlung dieser J \ Anzeige J KLEIN-LINDEN Gasthaus ,3ur deutschen Eiche' Sonntag, den 28. Februar 1937 Der Vorstand. 13190 Schönheit $u bewundern. Man hat nie ein zahmeres und friedlicheres Pferd gesehen als dieses, das sich offenbar in sein Spiegelbild verliebte. Dorfköter und Briefträgerhosen. (hfd) London. Die friedenbringende Ohrfeige. (cs) Budapest. Auch das kann vorkommen, daß eine Ohrfeige den Spiegel aber nicht herunterreißen konnte. Es verbringt nun die gesamte Zeit des Aufenthaltes Wegen Vergehens gegen die Nürnberger Gesetze verurteilt. 2) ar m ft ab t, 24. Febr. (LPD.) Vor der ©roßen Strafkammer hatte sich der 22 Jahre alte -em- rich Landauer aus Darmstadt, ein Mischling ersten Grades, der aber als Volljude gilt, da er seit seinem 8. Lebensjahr der jüdischen Religionsgemeinschaft angehört, wegen Vergehens gegen das Gesetz zum Schutze deutschen Blutes zu verantworten. Er hatte mit einer 25jährigen arischen Darmstädterin Autofahrten unternommen, und da- bei war es zu verbotenem Verkehr gekommen. Da dem Angeklagten die Nürnberger Gesetze bekannt waren, wurde er zu 1 Vs Jahren Zuchthaus verurteilt, unter Anrechnung von drei Monaten Untersuchungshaft. Der Gerichtsvorsitzende bedauerte, daß das Mädchen nicht ebenfalls verurteilt werden konnte._____ „ Stimme von oben. (ur) Bagdad. Ki Teppich - und Gardinenhaus (Parkettboden) Anfans 4 Uhr FRANZ RATHENOW dem jungen Mann seine Besuchskarte, um ihm die Möglichkeit zu geben, von ihm ritterliche Genugtuung zu fordern. Dann verschwand er im Innern Wagens. Der junge Mann sah auf die Karte, er in der Hand hielt und las den Namen ... staunend noch einmal ..., da stand: Imre Die moderne und doch billige Brille genaue Anfertigung nach ärztlichemRezept von Optiker Leisler Gießen, Neuenweg 16 Kassen lieferant leli. ififier Tötung or den Nichts genartigen UM ‘.'s mit Strafach Elsse finden il lediglich, daß i, an den mandsm eHt Mode mirt -nkratzer. (th) Neuyoil rn etwas von orzuführen, hat Schweinestall ei eine Kuh zur ö en". Aber das sich jene beiden bert haben, die en beherbergen, ige wenige, die schen %eobad)hi dann gefiel es int so gut, daß ter über werden en sie jeden M id kehren durch r Nektarladung UanhläooQ von3bis20v'H*erha,tenSiebeiwiede,e 11 uChluSSü holten Veröstentliehungen einer Anzeige! tonnte dem Angeklagten widerlegt werden E- wurde festgestellt, daß er nicht berechtigt war, tr. gendwelche Forderungen an dre ßieferfirmen zu stellen. Die Strafkammer hob das Urteil erster ^jn stanz aus und verurteilte den Angeklagten wegen drei Fällen der Untreue und einem Fall per Unter- schlaauna zu einer Gesamtgefang n t s ft r a s e von 4 Monaten und 2 Woche n. Die Kosten beider Instanzen hat, soweit Verurteilung erfolgte, der Angeklagte, soweit er freigesprochen wurde, die Staatskasse zu tragen. , In der gestern berichteten Strafsache gegen sechs Angeklagte aus Bleichenbach muß es heißen an Stelle von „Die Angeklagten E. und Sch. wurden an Stelle einer an sich verwirkten Gefängnisstrafe von einer Woche zu je 20— Geldstrafe verurteilt." — zu je 21.— RM. Geldstrafe verurteilt. Amtsgericht Gießen. x'****X- / 6 sei r imiMst erfcsrtea % «le uBssfesSpetisl-1 Katalog gegen Bo-1 l senflung dieser / \ dmeige / eine Versöhnung herbeigeführt, statt einen Krieg zu entfesseln. Warteten da unlängst ein älterer Herr mit weißem Haar zusammen mit vielen anderen Menschen auf einen Straßenbahnwagen in Budapest. Beim Einsteigen gab es, wie das manchmal vorkommt, ein starkes Gedränge, wobei sich der alte Herr plötzlich umdrehte und einem hinter ihm stehenden, elegant gekleideten jungen Mann ohne ein Wort zu sagen zwei Ohrfeigen versetzte. Der junge Mann, der sich völlig unschuldig fühlte, weil er tatsächlich niemandem etwas zuleide getan hatte, wollte im ersten Augenblick zurückschlagen. Dann besann er sich aber angesichts der weißen Haare des alten Herrn und beschränkte sich darauf, dem jähzornigen Herrn seine Meinung zu sagen. Da griff der alte Herr in die Tasche und überreichte ' ’ " '• — ihm die Genug- durch in Gefahr, und es kam zu einem '-verreyrs- unfall. Bei dem Unfall ist nur geringer Sachschaden entstanden. In der gestrigen Hauptverhandlung, aus einen Einspruch hin, kam das Gericht zu dem ileichen tatsächlichen Ergebnis wie in erster Jn- tanz und verurteilte den Angeklagten zu der gleichen Strafe. Außerdem wurden ihm die Kosten des Verfahrens auferlegt. Der W. St. aus Brühlhof war am 1. 6. 1936 mir seinem Omnibus aus der Gartenstraße herausge- ahren und hatte beim Ueberqueren des Straßen- zuges Hitlerwall-Hindenburgwall ein anderes Auto ungefähren, obwohl dieses sich schon in der Kreu- S befand. Die Insassen des angefahrenen Autos en leicht verletzt. Wegen dieses verkehrswidrigen Verhaltens wurde der Angeklagte durch Strafbefehl wegen fahrlässiger Körperverletzung zu 6 0 Mark Geldstrafe, evtl. 12 Tagen Gefängnis, ver- urteilt. Gegen diesen Strafbefehl legte er Einspruch ein. Die Beweisaufnahme in der gestrigen Ein- spruchsverhandlung ergab die Schuld des Angeklagten. Das Gericht verurteilte ihn daher unter Kostenbelastung zu der gleichen Strafe. Barba. Und in der Tat, bei diesem Namen hatte der junge Mann allen Grund erstaunt zu sein, denn Imre Barba, so hieß er selber auch. Sofort eilte er dem alten Herrn nach, zupfte ihn am Aer- mel und erklärte ihm: „Ich bin Ihr Sohn, wirklich, ich bin Ihr Sohn Imre!" Nun war die Reihe des Erstaunens an dem alten Herrn. Gerührt sielen sich die beiden in die Arme. Hatten sie sich doch seit Jahren nicht mehr gesehen. Da gab es denn allerlei zu erzählen. So stellte sich heraus, daß der alte Herr wirklich der Vater des jungen Barba war. Dor Jahren hatte er als damals aktiver Offizier in einem Kaffeehaus mit einem jungen Leutnant eine heftige Auseinandersetzung gehabt, weil dieser Frau Barba in auffälliger Weise den Hof gemacht hatte. Barba war mit der Waffe auf den Rivalen losgegangen und hatte bann wegen dieses Vorfalles seinen Abschied nehmen müssen. In seiner Verbitterung trennte er sich auch von seiner Frau, die mit ihrem damals kaum zweijährigen Sohn Imre nun ein einsames Leben führte. Nach zwanzig Jahren brachte der Zufall Vater und Sohn zum ersten- mal wieder zusammen. In ihrer Rührung über dieses unverhoffte und mit so eigenartigen Umständen begleitete erste Wiedersehen einigten sich Vater und Sohn dahin, daß Vater Barba sich bereit erklärte, gleich jetzt feine Frau aufzusuchen. Und so geschah es auch. Vater und Sohn erschienen kurz darauf in der Wohnung von Frau Barba und dort wurde dann eine allgemeine Versöhnung gefeiert. Eine Versöhnung, die tatsächlich zwei im Jähzorn einem Unschuldigen ausgeteilte Ohrefeigen veranlaßt hatten. )rM % J| S? M .7nnn ft, hu WS 'o4"£nVePP'Ctktv»u Leitung: Herr Musikoberlehrer Heinrich Blaß, Gießen Solist: Herr Jakob Sabel (Tenor) Herr KavellmMer Dr. Rudolf Michl v. Preub. Staatstbeater Kassel «um Vortrag kommen Männerchöre von: Schubert, Rich. Wagner, K. Kreutzer, R. Trunk, W. Rmkens u. andere Lieder Mr Tenor von: Schubert, H. Wolf und I. Brahms Kartenvorverkauf bei Musikalienhandlung Challier, Neuenweg 10 Preise der Plätze: 1.00 RM, 0.75 und 0.50 RM. In diesen Tagen berichten englische einer aufschlußreichen Statistik, die di scheu Postverwaltung veröffentlicht wurde. Die rührigen Beamten haben sich der mühseligen Arbeit unterzogen und sämtliche einlaufenden Beschwerden der Landpostboten, in denen sich die wackeren Männer über die unverschämte Zudringlichkeit der Dorfhunde energisch beschwerten, gesammelt und statistisch erfaßt. Der verlockendste Körperteil waren immer die Beine. Es kam aber auch vor, daß die bekannte Verlängerung des Rückens in Mitleidenschaft gezogen wurde. Aus den zahllosen Klagen wurden nun sorgfältig diejenigen herausgesucht, die von wirklichen Verletzungen berichteten, und so wurden nach genauen Untersuchungen nicht weniger als 5500 Fälle festgestellt. Durch die sich daraus ergebenden Ausfälle find der englischen Post 10 000 Arbeitstage oerlorgengegangen, da sich viele der so unsanft Behandelten in ärztliche Behandlung be= iieben mußten, die bei der Hartnäckigkeit der Fälle ogar Monate dauerte. Das zuständige Amt Der» prach weiter in seinem Bericht, in der nächsten Zeit eine Menge ergänzendes Material zu veröf- sentlichen, das sich mit den Kosten für Aerzte, Heilmittel und zerrissene Hosen befassen wird. Das Pferd im Spiegel. (nn) Paris. Der bekannte französische Trainer Alfonse Baresse hat selten mit einem Tier so viel Sorgen gehabt, wie mit jenem nervösen und reizbaren Rennpferd, das ihm eines Tages von einem südfranzösischen Grafen zum Training übergeben wurde. Man überlegte hin und her, wie man das Tier, das jeden mit einem energischen Fußtritt begrüßte, ein wenig manierlicher machen könne. Endlich kam ein Pferde- junge auf die Idee, dem Tier einen Spiegel vorzuhalten. Und sofort war das Pferd mäuschenstill und betrachtete sich im Spiegel. Noch am gleichen Tage besorgte man einen sehr großen Spiegel, den man so aufhängte, daß das Tier sich betrachten, n'ÄÄ Ä M 4 j ltn, uallen d» damit t nt "nach biefl Sät 1Q*ltQt dann eiü ' d°s allen Der W. B. aus Lang-Göns hatte einen Strafbefehl über 50 Mark, evtl. 10 Tage Haft, wegen Übertretung der Reichsstraßenverkehrsordnung er- halten, weil er am 2. 11. 1936 auf der Retchsstrahe Lang-Göns—Großen-Linden nach links m einen Feldweg einbog und erst kurz vorher seinen Richtungsanzeiger herausgestellt hatte. Ein in gleicher Richtung fahrender Personenkraftwagen kam da- ' 1 "esahr, und es kam zu einem Derkehrs- ahrlässiger Körperverletzung in Tateinheit mit einer Uebertretung der Reichsstraßenoerkehrsord- nung zu eine Geldstrafe von 3 0.— R M., Hilfsweise 1 Tag Gefängnis für je 3.— RM., verurteilt. Gegen dieses Urteil hatte der Angeklagte Berufung eingelegt. Die gestrige BerufunasDerhand- lung ergab, daß der Angeklagte als Führer eines Lastkraftwagens am 6.5.1936 gegen 13 Uhr au der Straße WallemhaUfen—Fauerbach sich nicht so verhalten hatte, daß er andere Verkehrsteilnehmer nicht gefährdete. Obwohl keine außergewöhnlichen Umstände Vorlagen, parkte der Angeklagte fast auf der Mitte der Fahrbahn, fo daß ein aus entgegengesetzter Richtung kommender Radfahrer am Vorbeifahren gehindert wurde und gegen den Lastkraftwagen rannte und Verletzungen davontrug. Das Berufungsgericht sah daher keinen Grund, von der in erster Instanz verhängten Strafe abzugehen, und es verwarf daher kostenfällig die eingelegte Berufung. * Durch das Amtsgericht Lauterbach war der Angeklagte F. S. aus Lauterbach wegen vier Fällen der Untreue und einem Fall der Unterschlagung zu einer Gefängnis strafe von 10 Monaten verurteilt worden. Gegen dieses Urteil hatte der Angeklagte Berufung eingelegt. Die gestrige Be- rufungsverhandlung ergab, daß der Angeklagte, der die Vertretung verschiedener Auto« und Motorradfirmen hat, ihm zum Verkauf überlassene Motorräder verkauft, das eingenommene Geld aber nicht den Lieferfirmen abgeliefert hatte, sondern es für sich in seinem Geschäft verbrauchte. Er glaubte dazu berechtigt zu sein, da er noch Forderungen an die Lieferfirmen hätte. Diese Schutzbehauptung L Sie die^Uuirtr. Drucks 843jn. Preisen Karl Eßner, medizinisch. Fachgeschäft Liehen. Frankfurter Strafe 9, Telefon 4191 Große Strafkammer Gießen. Der Georg Otterbein aus Bad-Nauheim hatte sich gestern vor der Großen Strafkammer wegen fahrlässiger Tötung zu verantworten. Die Hauptverhandlung hat ergeben, daß der Angeklagte mit einem Personenkraftwagen am 17. Dezember 1936 mit übermäßig hoher Geschwindigkeit die Kaiserstraße in Friedberg in Richtung Bad-Nauheim entlanggefahren ist. Kurz nach dem Ueber» holen eines Lastzuges streifte er einen ihm entgegenkommenden Motorradfahrer. Der Motorradler kam dadurch zu Fall und verletzte sich derart, daß er bald nach seiner Einlieferung in das Krankenhaus starb. Die Kammer erblickte in dem Verhalten des Angeklagten eine grobe Fahrlässigkeit. Durch die große Geschwindigkeit war er nicht mehr in der Laae, auf die kürzeste Strecke sein Fahrzeug zum Stehen zu bringen; auch war es ihm dadurch nicht möglich, rechtzeitig auszuweichen. Das Gericht verurteilte ihn daher wegen fahrlässiger Tötung im Sinne des § 222 Abs. 1 und 2 StGB, zu einer Gefängnis- ft r a f e von fünf Monaten und zu den Kosten des Verfahrens. Zwei Monate und eine Woche der Untersuchungshaft wurden auf die Strafe angerechnet. Der gegen den Angeklagten erlassene Haftbefehl: wurde aufgehoben. Kleine Strafkammer Gießen. Der P. A. aus Friedberg hatte vorn Amtsgericht Nidda wegen fahrlässiger Körperverletzung einen Strafbefehl über 15.— R M., evtl. 5 Tage Gefängnis, erhalten. Auf feinen Einspruch hin wurde er von dem gleichen Amtsgericht wegen Giefeener Konzertverein Sonntag, den 28. Februar 1937,17 Uhr, Universitätsaula / Siebentes Konzert Das 1225 d Wendling-Quartett Streichquartette: Haydn op.76 Nr. 2 D-Moll - Beet» hoven op.132 A-Moll - Mozart D-Dur (Köchel 575) Eintrittskarten^ 1.1.50, 2.25 and 3 RM. bei Ernst Challier u. abends an der Kasse. Studentenkarten 80 Pfennig bei Herrn Sekretär Ritter und im Studentenhaus. Deutsche Bühne halbe Preise. Bei den letzten Eingeborenenunruhen im Irak hat man zum ersten Male erfolgreich eine neue Methode der Einschüchterung sonst recht rebellischer Gemüter erprobt. Man rüstete mehrere Flugzeuge mit Lautsprechern von gewaltiger Stärke aus, setzte einen sprachenkundigen Dolmetscher in das Flugzeug und beauftragte ihn, beim Ueberftiegen jener feindlichen Stämme beruhigend auf jene „ungebärdigen Kinder" einzureden. Die Wirkung war verblüffend. Jene dröhnende Stimme, die aus dem Himmel zu kommen schien, schüchterte die Eingeborenen so sehr ein, daß diese den Widerstand in der Mehrzahl der Fälle bald aufgaben und sich bei der nächsten Gelegenheit den Regierungsbehörden zur Verfügung stellten. Das erfolgreiche Prinzip soll nun von englischen und französischen Kolonialbehörden auch in anderen Zonen unseres Erdballs, mo noch „ungebärdige Kinder" leben, zur Anwen- hridiW I N- il-s- M SU - die, stell' Hause zurück. Die Zoologen haben leider noch keinen 2ßeg gefunden, um die Dienen auf ihrer Reise zu ueiunngi nun ote getarnte Zeit oes ztufentgaiies verfolgen. Denn sie wissen nicht, wo die Bienen die im Stall damit, sich selbst in seiner eleganten Blumen finden. Tatsache aber ist, daß in jedem --------*•—- <*"— t--i --- --- --1*— ^hr jene beiden Zoologen von ihren Zimmer- einwohnern „freien Honig" beziehen. Wieseck 1333 d| Sonntag, den 28. Februar 1937 Tanz Gastwirtschaft Wilh. Dorfeld VornehmI Geschmackvoll! Persönlich! 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März 1937, 16.15 Uhr, in der Aula der Unwersttat äs-- VHP f. , \1 1w* V W0/-00\e l HDs-NÄ \\\ GießenerHochschulgefellschast Einladungzu einem Dortrag des Herrn Prof. Dr. Schilling (6orau), Leiter des Deutschen Forschungsinstituts für Bastfasern, über das Thema: 3m Kampf um Deutschlands Faserstoffversorgung mit Lichtbildern und Proben neuer Fal-rg-webe am Mittwoch, 6em 3. Mär,, abends 8 Uhr, in der Denen Aula der Universität. f// 11 ' Me,er V«VU ' *ieie £e,'en A / Siwr5®*» 1 ÖgV’Ä' U-3! / K»"e ^U-95 / fc'-Se,«,, IW 1 1.45 i // °— '/ «idbf;up. A / Ä cn,hoch e,'e" I) / Srores-M«# Per *fe,*r v,5Ä f V*? fätoun iü%®re nS2n- 228 dc^ddurc*. 4 ,0' de™ U® eine eigene den nötigen Ausgleidi. w« bräunt, gestlrkt nnd belebt Höhenso Original Hana RM 2*1 Ein paar Beispiele zeigen, wie vorteilhaft Sie kaufen können. W miWllilllllllliMIIIIIIIIIBIBIIIIIIMIIIIIIIIM^^ 11300* nachher Braunfels, den 25. Februar 1937. 1342 D| 1328C auch als Karl Muhl IL, Friseurmeister im fast vollendeten 60. Lebensjahre. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Johannette Muhl, geb. Marx. Gießen (Bahnhofstraße 56), den 27. Februar 1937. 1372 D gebrochene Holzversteigerung im 1293V termin 1. Oktober. 1362 D F TEX TI LH AU S, * QU ALI HAUS DER GUTEN, ZEN ■ entfernt, rasch u.sicher in Apotheken u.Drogerien Pckg.*5CM an Die „Papierprobe 251HHRE SCH LARAFFIA M Plötzlich und unerwartet wurde heute mein innigstgeliebter Mann, unser treusorgender Vater, Großvater, Bruder, Schwager u. Onkel Bei gesunden Nerven bewegt sich das Papierstück auf der oberen ausgestreckten Handfläche kaum — ist das nicht der Fall, dann ist es Zeit, etwas für die Gesundheit zu tun und mit der berühmten, bluterneuernden Doppelherzkur zu beginnen! Nach längerem Leiden verstarb heute mein lieber Mann, unser guter Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel im 65. Lebensjahr aus einem arbeitsreichen Leben durch den Tod abgerufen. Die Beerdigung findet am Sonntag, dem 28. Februar 1937, um 15.30 Uhr vom Trauerhause aus statt Auch unsere Schaufenster-Auslagen im Hause Mausburg 13 sind im Frühlingsbild der Mode gehalten Geschäftsdnicksachen Rechnungen Briefblätter Briefumschläge Postkarten Geschäftskarten bei Brühl, Schulstr.7 KARL STARK JUN. Wies eck, Gießener Straße 147 Fabrikniederlau.: C. Seibel, Frank furter Straße. O.Winterhoif, Kreuzplatz 9/10. Herrn. Elges, Seltersweg 66. Grünberg: Karl Sciiett u. sämtliche Filialen. Laubach: Solms-LaubacherDrog.Karl Klein. r Privatleute allein in Oeufstfiland ' sind zufriedene SCHlftRÄFFlA Beditzer In tiefer Trauer, im Namen aller Angehörigen: Luise Wahl, geb. Nickel Die Trauerfeier findet am Dienstag, dem 2. März, 14 Uhr in der Kapelle des Neuen Friedhofs statt. drücklich zugesichert. Gießen, den 24. Februar 1937. Der Oberbürgermeister: Ritter. Danksagung Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme beim Heimgange unseres lieben Vaters sagen wir innigen Dank K. Schwabe und Familie H. Kaietsch und Familie Lollar, den 25. Februar 1937 Tages M „Kraft tonen." - E Fongern" - toi bester Fr, Turmhaus i pg „Forschei Wer Turn-, k Ortsgruppe Mische Gymm Iohanneskirche Volksmission vom 1. bis 7. März, jeden Abend um 8 Uhr. Pfarrer Heinemann, Heddernheim, spricht: montog: Mendiger Soll oder oer- giiltlWer INenslNentraum? Lienslag: Gericht tiver Den Menschen Mittwoch: Was haltet ihr von Christus? Es laden herzlich ein: Gvang. Gesamtgemeinde Evang. Bund 1322d Woll-Cottelö in neuen Frühjahrs-1) QC färben, 96 cm breit..........Meter LUU Hahnentritt, modischer Artikel der n Qrt kommenden Saison, 140 cm br., Mtr. u.uU Mant.-u.Completstofte.einfarb. Ä HE u. engl. gemustert, 140 cm breit, Mtr. Woll-Georgette, knitterfreies, n nn tragfähiges Gewebe, 130 cm br., Mtr. U.IU Bekanntmachung. Die Ausgabe der Brennstoff-Bezugsscheine (4. uni letzte Rate) für die Bezieher von Arbeitslosen- unb krifenunlerstühung sowie sonstige Hilfsbedürftige, sofern sie einen entsprechenden Antrag gestellt haben, erfolgt am 12950 Montag, dem 1. März 1937, für die Buchstaben A—K, Dienstag, dem 2. März 1937, für die Buchstaben in der Zeit von 15 bis 17 Ahr in dem Hause Cong« strahe 2 (Erdgeschoß, Schalterraum). Gießen, den 25. Februar 1937. Der Oberbürgermeister. (Wohlfahrtsamt.) Eine gutsitzende Leibbinde bereitet Wohlbehagen. Lassen Sie sich beraten im Mediz. Fachgeschäft Karl Egner,Frankf.Str.9 Zu allen Krankenkassen zugelassen Dienstag, 2. März, werden im Münchwald versteigert: rm Scheitholz: Buche 63, Eiche 10, Nadel 2; Knüppel: Buche 100, Eiche 27; Stockholz: Eiche 3; Wellen Reisholz: Buche 900, Eiche 700, letzteres gute Forstwellen; dann 5 rm Eichen-Gartenpfosten, zirka 80 Fichten-Derbstangen 1. bis 3. Kl. und 3 fm Eichen- Schniltholz (3. und 4. Kl.). Zusammenkunft 10 Uhr: Waldstraße Albach—Hattenrod, Blindelochswiese. Im Anschluß an die Versteigerung werden im Grauhorn zirka 80 rm Scheit und Knüppel und einige hundert Buchen-Wellen verkauft. Montag, 8. März, werden in der Hard, Frankenwiese und Wehrhol; versteigert: rm Scheitholz: Buche 95, Eiche 10; Knüppel: Buche 60, Eiche 25, Erle 20; Stockholz: Buche 37; Knüppelreifer: Eiche usw. 30; Wellen Reisholz: Buche 4200, Eiche 700, Erle 800, dabei die besten Forstwellen des Jahres; ferner einige Stämme (Buche, Eiche, Lärche) und Fichten- Derbftangen. Zusammenkunft: 10 Uhr an der „Guckerte", ver- steinter Abfuhrweg am Ortsausgan Lich—Langsdorf. Das Eichen-Brennholz im We'-. )vlz wird nicht vorgezeigt. Eine Haupt-Stangen-Berfteigerung ist noch im Frühjahr geplant ASCHE-URNEN L. Schmidt, Grabmäler Neuer Friedhof Kaiseralleeia Telefon 3736 1305 D Brauereibesitzer Gottlieb Wahl pferdeversteigerung Montag, den 1. März 1937, wird um 15 Uhr beim Erganz.-Batl. I. R. 116 (Gail'fche Fabrik) ein ausgemustertes Pferd versteigert. — Interessenten versammeln sich um 14.45 Uhr an der Wache, Erdkauterweg. 1294D Crg.-Batl. Ins.-Regt. 116. gesetzt. Es kommen zum Ausgebot: rm Rundscheit: Buche 80; Knüppel: Buche 90, Eiche 10; Wellen Reisholz: Buche 1400. — Zusammenkunft: 10 Ahr am Kreuz Hauptschneise—Hofschneise. Gute Abfuhrlage nach Steinbach, Lich und Garbenteich. Abfuhr- stets die druckfreie MBB Brille nach Maß von Optiker Magnus 14 a Kassenlieferant Seltersweg 33 für alle,,die sich matt und elend fühlen, für alle, die gesund u. kräftig bleiben wollen! 30 Pfundl Trinken Sie doch Dr. Emst Richters Früh- stuckskrautertee. Sie werden erstaunt sein, wie breite Hüften, starke Schultern und das altmachende Doppelkinn verschwinden \ erdauung und Blutzirkulation werden angeregt und schon in wemgen Wochen fühlen Sie sich schlank, frisch und verjüng — so angenehm wirkt der echte Dr. ERNST RICHTERS Frühstückskräuterfee Mattcrepe faconnö, i.modisch, n QC Frühjahrsfarben, 96 cm breit. .Meter leUU Kordel-Matt-Flamisol,modische Q Qfi Bind., eleg. Kleiderware, 96 cm, Mtr. UeüU Boucl6-faconn6-Cir6,neuartig. E QE Gewebe,m.glänz. Abseite,96cm,Mtr. U«£U Aparte Frühjahr-Drucks auf Borkencrepe, Mattcrepe u.Flamisol i. all. Preislagen Da litte Roman vi p Sortierung. I Dnpska sak 6 SU da. y pfie gleich c müssen. p öer pn denken, b P suhlte, n "Der f ™ld) kenne ii 8m Radix z ■ Nen toir' F gleite un: Ihm k?'" kurzen, 7 Dame, bb Fffbi Er? leit 5 /°il>°ben, js IfcS und fe Ruhiges Di iS? -indarni |8!? M 1 e??:. 1 İ ®Qr ' 1 Vl»or lOSt Montag, 1. März, wird die wegen Unwetters ab- yerren höhler fort» ■Vato n- fe ■< j» hie ®aL K?*«C E HL i® K«W nut d--i । UL C1 MM tonlien UZ*^^ 1; M s'ss> ; Ker hellen I M, Denn nur MÄensch MM auslachte ■ ssche Lachen Wiche Gähnen, ■jui Jahrmarkt W Me, die sich ■ immer gut Mch der „wah ■gen die Lachr M ynfi dabei g- ■ nur lächelnd ■ich, wie ma Wz mitlachen, ■iz Menschen ■lljchast irgen ■ unö sich al ■ auf- und i ■ji die Sanier Hn und die ■in (oor Der ■ heraus dan ■ staunen, wi Wn hat! ■chen ist mch W-klich. Eine ■ Morgengym! ■io, meine ft ■ oft und tiich Bekanntmachung. Der nächste Viehmarkt in Gießen findet statt: Dienstag, den 2. März 1937: Rindvieh- (Ruhvieh ) Markt. Auftriebszeit von 8 bis 9 Uhr vormittags. Sämtliches Vieh wird gegen Maul- und Klauenseuche schutzgeimpft. 1302C Nächster Schweinemarkl: Mittwoch, den 17. März 1937. Gießen, den 27. Februar 1937. Der Oberbürgermeister: Ritter. Bekanntmachung. Betr.: Schweinezwischenzählung am 3. März 1937. Am 3. März 1937 findet wieder eine Schweine- zwischenzählung in den Gemarkungen Gießen und Schiffenberg statt. Die Schweinebesitzer haben den Zählern die notwendigen Angaben bezüglich ihrer Schweinebestände bereitwilligst zu erteilen. Die Leitung der Zählung ist dem Landesstatistischen Amt in Darmstadt übertragen. Das Einsehen unrichtiger Angaben oder die Verweigerung von Angaben durch die Auskunftspflichtigen wird mit erheblichen Strafen bedroht. Den Auskunftspflichtigen wird die Geheimhaltung ihrer Angaben hiermit aus- Brennholzversteigerungen der Stadt Gießen. A. Mittwoch, den 3. März 1937, 9% Uhr beginnend, aus der Abteilung 81a des Stadtwaldes, Försterei hochwart: 13386 300 rm Buchen- und Eichenfcheiter und -knüppel 2500 Wellen Buchenreifer 3. Klaffe 55 rm Buchen- und Eichenstöcke 2 Eichenhackklötze. Zusammenkunft: Kreuzung 11. Schneise—Mittel- fchneife. B. Freitag, den 5. März 1937, 9% Uhr beginnend, aus der Abteilung 80a des Stadtwaldes, Försterei hochwart: 220 rm Buchen- und Eichenscheiter und -knüppel 1800 Wellen Buchenreiser 2. und 3. Klasse 26 rm Buchen- und Eichenstöcke. Zusammenkunft: Kreuzung 10. Schneise—Schützenschneise. Die im Februar d. I. stattgefundenen Brennholz- oersteigerungen (Nr. 7—15) wurden genehmigt. Die Abfuhrscheine sind bis spätestens 5. März d. 3. in Empfang zu nehmen. Gießen, den 26. Februar 1937. ________Der Oberbürgermeister: Ritter.________ Holzversteigerungen der Fürstlichen Oberförsterei Cid). Lieferungsvergebung. Folgender Bedarf des Wohlfahrtsamtes im Rechnungsjahr 1937 (1. April 1937 bis 31. März 1938) für den Kreis der Fürsorgeempfänger soll im Wege des öffentlichen Wettbewerbes vergeben werden: a) Lieferung von fertigen Schuhen für Männer, Frauen und Kinder in schwerer und leichterer Ausführung, b) Schuh-3nsiandfehungsarbeiten (zugelaffen werden nur selbständige Schuhmachermeister), c) Lieferung von blauen Arbeitsanzügen, Wolldecken und Strohsäcken, d) Lieferung von Särgen. Verschlossene Angebote sind unter Beischluß von Mustern zu a bis c bis spätestens Samstag, den 13. März 1937, beim Städtischen Wohlfahrtsamt, Gartenftraße 2, Zimmer Nr. 17, einzureichen. Dort können auch die allgemeinen Lieferungsbedingungen und die Vorschriften über die Form der Einreichung in Empfang genommen werden. 13200 Es wird ausdrücklich darauf hingewiefen, daß von obigen Lieferungen ausgeschlossen sind: Warenhäuser und Filialgeschäfte sowie außerhalb von Gießen ansässige Gewerbetreibende. Gießen, den 24. Februar 1937. Der Oberbürgermeister. (Wohlfahrtsamt.) Dr. Hamm, Bürgermeister. Holzversteigerung. Dienstag, den 2. März, 9 Uhr, in der Turnhalle zu Gröningen aus den Forstorten Weißedriesch 14a, 15b, 16a, Schlemperwald 19a, 20a, 26b, Sckäferwald 21c, Hupbach 29a, 30a u. a. des Markwaldes Grü- ningen-Dorf-Gill: Scheiter rm: Buche A 300, Eiche 44, Kiefer 37, Buche B 45; Knüppel rm: Buche A 85, Eiche usw. 60, Kiefer, Lärche und Fichte 15; Anbruchholz rm: Buche 7, Fichte 7; Stammreifer rm: Hainbuche 12, Weymouthskiefer 5; Aftreiser rm: Buche 254, Eiche 152, Kiefer 48; Stockholz rm: Buche A 61, Eiche 1,8, Fichte 2. Die blau unterstrichenen Nummern kommen nicht zur Versteigerung. Vorherige Besichtigung des Holzes, das vorwiegend westlich der Autobahn sitzt, wird empfohlen. Personen, die aus dem Jahre 1935 und früher mit Holzgeldschuld im Rückstand sind, werden vom Mitbieten ausgeschlossen. 13180 Gießen, den 26. Februar 1937. Der Vorsitzende des Markvorstandes. _________Nicolaus, Oberforstmeister.__ Holzversteigerung Dienstag, den 2. März 1937, vormittags 10 Uhr, werden in der Gastwirtschaft Lang zu Rüddings- hausen aus dem Schutzforst Ampel versteigert: Ruhrollen rm: Eiche 2; Ruhscheit rm: Fichte h Ruhknüppel rm: Eiche 9; Scheiter rm: Buche 40, Eiche 20, Hainbuche 5, Fichte 58; knorrholz rm: Buche 42, Eiche 2; Knüppel rm: Buche 400, Eiche 66, Hainbuche 60, Linde 3, Fichte 70; Reisig rm: Buch« 530, Hainbuche 16, Eiche 11. 13480 Das mit 00 geschlagene Holz wird nicht verstei» gert. Nähere Auskunft erteilt Revierförster Kalbe r l a h , Rüddingshausen. Londorf, den 26. Februar 1937. Forstamt Raben«. Kleän-Linden, den 26. Februar 1937. 0984 Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme beim Heimgangunseres lieben Entschlafenen sagen wir auf diesem Wege unseren innigsten Dank. Familien Schmidt und Volkmann. haben, er hat so gütige Augen, und ist mir auch sonst sehr sympathisch, aber er ist zu schade, um sich mit einem bißchen Gernhaben begnügen zu sollen. Er kann unter den besten Mädchen wählen und wird Liebe finden." Frau Radix lächelte: „Glauben Sie, Kind, ich habe ihm schon Aehnliches gesagt, aber genützt hat es nichts. Er behauptet, wenn Sie ihn nicht gerade hassen, wenn Ihnen nicht gerade vor ihm graut, würde er sehr glücklich mit Ihnen werden. Besonders liegt ihm daran, den albernen Klatsch zu unterbinden. Morgen vormittag will ihn die Komtesse Mönchsgut im Büro aufsuchen, um sich zu erkundigen, ob es ihm gelungen ist. Sie zu einem Entgegenkommen zu bewegen. Er möchte der Dame dann gleich erklären, er hätte sich mit Ihnen verlobt. Man fall dann denken, er selbst sei Ihr Tänzer auf dem Maskenball gewesen." Franziskas Augen wurden feucht. „Er will so energisch für mich eintreten? Wie gut er ist! Aber ich darf seine Güte nicht mißbrauchen, nein, ich darf es nicht." Frau Radix wurde ein wenig erregt. „Berthold liebt Sie, liebt Sie mit einer ganz plötzlich erwachten, aber deshalb vielleicht um so leidenschaftlicheren Liebe. Ueberlegen Sie es sich gründlich, ehe Sie ihn abweisen! Ich glaube. Sie sind seine erste große Liebe, und nun er das erkannt, hat er sich jäh in seinen Wunsch verbissen. Sie zu seiner Frau zu machen. Er würde sehr, sehr leiden, wenn Sie ihm eine Absage gäben." In Franziskas Kopf wirbelte alles durcheinander. Wie lockend es war, Berthold Radix' Frau zu werden, von Liebe umgeben zu sein, aus aller Lebenssorge für immer herauszukommen! Sie dachte an seine Augen, an seinen warmen gütigen Blick und antwortete leise: „Ich glaube, ich könnte ihn sehr gern haben." Frau Radix nickte zufrieden. „Wie froh bin ich für meinen Sohn, daß Sie sich nun entschlossen haben, seinen Wunsch zu erfüllen! Als Mutter bin ich natürlich weniger zufrieden, weil ich einem einzigen Jungen viel, unendlich viel Liebe gewünscht hätte." Sie nahm Franziskas Hand. „Ich hoffe aber. Sie werden ihn allmählich lieben lernen. Er ist sehr liebenswert. Sie werden das noch erkennen." Franziska wäre jetzt gern zu Hause gewesen, ganz allein in ihrem Zimmer, um gründlich nachzudenken. Aber Frau Radix meinte: „Heute bleiben Sie recht lange bei mir, wir müssen uns schnell anfreunden, weil Berthold sicher bald heiraten will." Eine Autohupe ertönte ungeduldig, und bald darauf klopfte es an. Berthold Radix trat ein; fein fragendes Lächeln glitt von der Mutter zu Franziska Karsten und wieder zurück. Seine Mutter nickte ihm zu. Da war er schon an Franziskas Seite, küßte ihre Hand, während die Mutter still zur Tür hinausging. Der Mann fragte erregt: „Ist es wahr, willst du meine Frau werden, Mädel, du süßes, du einziges?" Sie spürte ein seltsames Empfinden — es war, als löse sich in ihr etwas Bedrückendes in wohltuendes Aufatmen. Es war gar nicht so schwer, ihm das Ja selbst zu sagen, wie sie gefürchtet, und sie lächelte ihn an: „Ich bin doch aber nur ein armes Bing, und niemand wird Ihre Handlungsweise verstehen, Herr Direktor." Er lachte jungenhaft froh: „Wenn du mich nur verstehst, du geliebtes Mädel! Im übrigen ist mein Vorname nicht »Herr Direktors sondern Berthold. Ich werde von allen, die mich gern haben, Berthel genannt. Und die mich Berthel nennen, sagen natürlich du zu mir. Bitte, tue das auch, ich möchte es von deinen Lippen hören." Ihre schönen klugen Augen sahen ihn an, und leise sagte sie: „Lieber Berthel!" Er lächelte glücklich. „Gelt, das mit dem Gernhaben geht schon? Und später, wenn das andere ganz und gar vergessen sein wird, du weißt schon, wen ich meine, dann gibst du dir Mühe, mich liebzuhaben, nicht wahr? Bis dahin will ich so gut zu dir sein, daß dir Überhaupt nichts anderes übrigbleibt." Er küßte sie, und sie schlang die Arme um seinen Hals, dachte, wie herrlich es war, einen Menschen gefunden zu haben, der sie über alles liebte. Er flüsterte: „Ich weiß ja selbst nicht, wie das eigentlich über mich gekommen ist. Habe dich doch so oft vor jenem Tage gesehen, an dem du mit Wüst den Zusammenstoß hattest, du gefielst mir nur als Mädel — dein Haar hatte es mir ganz besonders angetan — aber nie hätte ich daran gedacht, mich in dich zu verlieben oder dich zur Frau zu begehen. Doch seit dem bewußten Tage waren allerlei unbestimmte Wünsche da, die gestern aber so überzeugend klar wurden, daß mir fein Zweifel blieb. Ich wußte nun, ich liebe dich, wie man nur einmal im Leben Heben kann, und da machte ich meine Mutter, die mir eine gute Kameradin ist, zu meiner Vertrauten. Ich wäre tiefsinnig geworden, wenn du mich zurückgewiesen hättest, mein liebes, einziges Mädel du!" Franziska glaubte eine hohe Männergestalt vor sich zu sehen mit dunklem Haar und dunklen Augen. Der Mann küßte sie, und all ihr Denken schwand, er sprach zärtliche Worte zu ihr, und ihr Herz füllte sich mit ungeahnter Seligkeit. Weg damit, weg damit? Ein schattenhaftes Ro- mankapitsl war das alles, ein Spuk, ein Traum. Sie hob die Arme und nahm Bertholds Kopf in beide Hände, sah chm tief in die Augen. „Ich habe dich sehr gern, Berthel, und ich glaube bestimmt, es dauert nicht lange, dann werde ich dich liebhaben. Ader ich richte eine Bitte an dich: Laß mich als deine Frau nicht müßig gehen! Ich arbeite gern, und wenn ich erst deine Frau bin, dann schaffe ich doch für uns beide mit, da macht mir alles doppelt und dreifach Freude. Ich habe mich, seit ich vor drei Jahren bei der Radio-Radix eintrat, überall im Betrieb umgeschaut, weil mir jedes Ding interessant schien. Ich bestaunte anfangs immer, wie so ein Apparat entstehen konnte, der Musik und Gespräche von weither ins Haus lockt. Ich stand Rätseln gegenüber, und es ließ mir keine Ruhe, sie zu ergründen. Da kaufte ich mir Bücher, die möglichst volkstümlich die Dinge erklärten, die mir tiefste Geheimnisse waren. Und jetzt kam ich allem näher. Rätsel um Rätsel löste sich mir, soweit sich das Wunder des Radio lösen läßt. Ich begriff die Zusammensetzung der Apparate und wurde unterrichtet über alles das, was die Radio-Radix fabriziert. Von da an bereitete mir jeder Geschäftsbrief, den ich schrieb, Freude, von da an hörte ich mit Verstänonis zu, wenn in meiner Gegenwart über Fachdinge gesprochen wurde — ja, von dieser Zeit an war ich selbst ein Stückchen des Radio- Radix. Du kannst glauben, Berthel, es wäre mir sehr schwer geworden, von meinem Arbeitsplatz fortzugehen, aber nun, da du so grenzenlos gut zu mir bist, bitte ich dich: Laß mich auch als deine Frau in der Radio-Radix bleiben! Ich möchte so ein ganz klein bißchen deine Mitarbeiterin werden. Bis jetzt hatte ich kein Recht, mich in geschäftliche Dinge einzumischen, und ich will's auch fortan nur in dem Sinne tun, als es dir recht ist, meine Ansicht zu hören. Aber ich möchte auch weiterhin deine Sekretärin fein, und an deiner Seite als deine Gehilfin arbeiten." Er löste ihre Hände von feinem Gesicht, behielt sie aber in den feinen. „Was bist du für ein kluges und tüchtiges Mädel, kleine Fränze! Ich hörte einmal, wie Eva Zoll dich .Fränze' rief, und ich will dich ebenso nennen, es klingt sehr lieb." Er küßte ihre Augen. „Ich wäre ein Narr, wenn ich dein Angebot nicht annähme. Da brauche ich wenigstens die Mausler nicht wie- der beim Diktat anzusehen. Ich werde dich fortan überhaupt gar nicht genug in meiner Nähe haben können." Er lachte. „Ich hätte es nie für möglich gehalten, daß man so verliebt fein kann!" Es klopfte. Frau Radix trat ein, lächelte: „Nun, seid ihr einig, habt ihr euch ausgesprochen und aus- geküßt? Ich meine natürlich nur so fürs erste!" Ihr Sohn kam ihr, Hand in Hand mit Franziska, mit so überaus strahlendem Gesicht entgegen, daß sie sich vornahm, nun nicht mehr darüber nachzugrübeln, daß sie kurz zuvor, im tiefsten Herzen eigentlich gewünscht hatte, ihr Einziger hätte anders gewählt. (Fortsetzung folgt.) flr.49 Drittes Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) Samstag, 27.$ebruor 1937 Aus der Provinzialhauptstadt Lachen! Der Wü- Oberhessischer Schäfertag in Hungen Witter, e- titter. G. R. !as 15 Fortsetzung (Nachdruck verboten.) >hlsahrtsamt.) leister. bung. tsanües im Rech» s 31. März 1938) iger soll im Wegs geben werden: hen für Männer. ;rer und leichterer Aus dem Stadttheaterbüro wird uns mitaetealt: Infolge anhaltender Erkrankung von Ernst August Waltz übernimmt die Rolle des Don Jose in der Oper „Carmen" von G. Bizet in den Vorstellungen am Samstag, 27. Februar, und Sonntag, 28. Fr bruar, Heinz Janssen vom Landestheater Darmstadt. Schäfer Lenz-Ehringshausen. (Aufnahme: Kostorz.) Am morgigen Sonntag, 28. Februar, findet in Hungen der Ober hessische Schäfertag statt. Nachdem in den letzten Jahren die Schäfertage in verschiedenen oberhessischen Städten veranstaltet worden waren, ist nunmehr Hungen als ständiger Ort für die jährliche Zusammenkunft der oberhessischen Schäfer bestimmt worden. Der morgige Schäfertag wird also die Eröffnung einer alljährlich wiederkehrenden Veranstaltung sein. Die Tagungen beginnen um 9.30 Uhr. Um 14 Uhr wird der übliche Schäferfestzug durch Hungen ziehen. Die Wagengruppen werden u. a. boden- 1 (zugelassen wer- chermeister), ilsanzügen, DJoll- lädt die Hochschulgesellschaft jedermann ein. Eintritt ist frei. Näheres in der Anzeige. Eigenheim-TNodellschau. Die Bausparkasse Gemeinschaft der Freunde ter Beischluß w ns Samstag, bei n DohlfahrlsWt. einzureichen. Dorh rungsbedingungei n der EinreichiU 1320D- gewiesen, daß m linb: WarenhäM' b von Gießen an- in Sorau, über das Thema „Im Kampf um die deutsche Faserstoffversorgung" sprechen. Professor Schilling ist anerkannter Fachmann auf dem Gebiete der Rohstoffversorgung für unsere Textilindustrie. Ihm steht ein großes Institut mit entsprechendem Zucht- und Versuchsfeld zur Verfügung, in dem die zu erprobenden Rohstoffe von der Pflanze bis zum fertigen Gewebe auf ihre Brauchbarkeit untersucht und geprüft werden. Der Vortrag verspricht nicht nur durch zahlreiche Lichtbilder, sondern auch durch Vorweisungen neuester Rohstoffe und daraus erzeugter Wedwaren von allgemeinstem Interesse zu werden. Zum Besuch des Vortrages Das Mädchen mit dem Silberhaar Roman von Anny von panhuys. Lachen können ohne jede Ursache, das kann nur 2ie Jugend, das bringen junge Mädchen fertig. Und wer hätte sich da nicht schon mitgefreut! Lachende Gesichter helfen so oft über schwere Stunden hinweg. Wenn nur in jedem Hause, in jeder Familie em Mensch wäre, der von Zeit zu Zeit einmal herzlich auflachte und die andern ansteckte! Denn bas frohe Lachen ist so ansteckend wie das lang- weiliche Gähnen. Auf Jahrmärkten und Messen erscheinen manchmal Zelte, die sich stolz „Lachkabinette" nennen. Sie sind immer gut besucht. Noch mehr Besucher hat freilich der „wahre Jakob", der mit seinen derben Späßen die Lachmuskeln der Zuhörer in Bewegung setzt und dabei ganz gute Geschäfte macht. Er steht nicht nur lächelnd hinter seinem Ladentisch, sondern er weiß, wie man die Leute fängt. Man soll also ruhig mitlachen. Es hat noch niemand geschadet. Die Menschen sollen lachen! Und wenn in einer Gesellschaft irgend etwas sehr Komisches erzählt wird und sich alle nur so biegen und die Schultern auf- und niederzucken vor innerer Freude, wenn die Damen die Taschentücher in den Mund stecken und die Tränen ihnen über die Wangen laufen (vor Vergnügen!), dann sage man ruhig: Nur heraus damit! Nur recht laut lachen! Man wird staunen, welche Wirkung ein solches erlösende Wort hat! Lachen ist nicht nur seelisch gesund, sondern auch körperlich. Eine Stunde herzlich gelacht, ist so gut wie Morgengymnastik! Also, meine Herrschaften, nicht nur lächeln, sondern oft und tüchtig lachen! Vornotizen. Tageskalender für Samstag. stenroth veranstaltet am heutigen Samstag und am morgigen Sonntag im Hotel „Hindenburg" eine Eigenheim-Modellschau. Auf die heutige Anzeige sei hingewiesen. NSDAP. Ortsgruppe Gießeu-Ost. Am Dienstag, 2. März, findet ein Schulungsabend der Ortsgruppe Gießen-Ost für sämtliche Politische Leiter, Führer und Führerinnen der Formationen, Amtswalter und Amtswalterinnen der Gliederungen und angeschlossenen Verbände im Schützenhaus statt. Beginn pünktlich 20.30 Uhr. Konzert des Bauerschen Gesangvereins am 7.März. Man schreibt uns: Wie aus der heutigen Anzeige ersichtlich ist, bringt der Verein Chöre der bedeutendsten Tondichter älterer und neuerer Zeit. Franz Schubert, Konradin Kreutzer, Robert Dolk- mann bedeuten Höhepunkte im Chorschaffen für Männerstimmen. Zu ihnen gesellt sich Heinrich Neeb, der, 1807 in Lieh geboren. Bedeutendes für den Männergesang leistete. Sein „Nachtwächterlied" gibt Zeugnis von nicht alltäglichem Können. Von neueren Meistern kommen Trunk und Rinkens zu Wort. „Deutschland" des ersten ist ein schöner und anspruchsvolles Chorstück, während Rinkens „Nachtwandler" voll Serben Humors ist und auch so verstanden sein will. Der Solist, Herr Sabel, gilt jetzt schon als einer der besten Tenöre Deutschlands, der gewiß die Besucher durch seine Leistungen begeistern wird. Gießener Hochschulgesellschaft. Am Mittwoch, 3. März, wird auf Einladung der Gießener Hochschulgesellschaft Prof. Dr. Schilling, Direktor des Instituts für Bastfaserforschung Das restlose Erscheinen aller oben angeführten Mitarbeiter wird erwartet. Betr.: £ebensmittel-Opferrrmg der Ortsgruppe Die Sammlung wird Dienstag, 2. und Mittwoch, 3. März, von der NS.-Frauenschaft durchgeführt. Die Mitglieder wollen die Pfundpäckchen bereithalten und die Mitgliedskarte zur Eintragung vor- legen. Der Inhalt der Päckchen ist außen sichtbar anzugeben. Es wird gebeten, daß sich außer den Mitgliedern auch diejenigen Volksgenossen beteiligen, die in der Lage sind, das WHW. zu fördern Betr.: Kohlenversorgung. Die Kohlenhändler werden aufgefordert, die in Zahlung genommenen Kohlengutscheine bis zum 5. März täglich in der Zeit von 17 bis 19 Uhr auf der Geschäftsstelle, Kaiserallee 52 gegen eine Wertquittung umzutauschen. Später eingereichte Kohlengutscheine können nicht mehr in Zahlung genommen werden. NSDAP , Kreis Wetterau. Amt für Beamte. Am Montag, 1. März, 20 Uhr, findet im CafE Leib, Gießen, für die Kreisabschnitte des RDB. Allendorf a. d. Lda., Gießen, Grünberg, Hungen und Lollar ein Gerneinschastsabend der Berufs» fameraben statt. Familienangehörige und Gäste sind willkommen. p.25 p'%. I P e,sll?ei nen. R Kn? ständiges Schäferbrauchtum darstellen. Die Wahl des neuen Schäferkönigs und der Schäferkönigin, sowie der traditionelle S ch ä f e r I a u f bilden den Abschluß der Darbietungen des Nachmittags, denen ein Kameradschaftsabend mit Musik und Tanz folgen wird. Landesbauernführer Dr. Wagner hat fein Er- scheinen in Aussicht gestellt. Um dem Landvolk Gelegenheit zu geben, den Schäfertag zu besuchen, wird die Reichsbahn auf den Bahnhöfen der Strecken Friedberg—Hungen- Mücke und Gießen—Nidda—Schotten Sonntagsrückfahrkarten mit tarifmäßiger Geltungsdauer ausgeben. Von Mücke nach Hungen wird am morgigen Sonntag ein Sonderzug gefahren werden, der in Mücke um 7.38 Uhr, in Stockhausen um 7.43 Uhr, in Weickartshain um 7.46 Uhr, in Freienseen um 7.51 Uhr, in Laubach 8.03 Uhr und fahrplanmäßig weiter nach Hungen abfahren wird. Auch dieser Zug kann mit Sonntagsrückfahrkarten benutzt werden. Als eine der führenden Personen der oberhessischen Schäfer wird der Kreisfachgruppenwalter für die Schafzucht und Schäferlehrmeister des Landesverbandes der Schafzüchter, Schäfer Lenz aus Ehringshausen (Kreis Wetzlar), der als „Schäfer- Philosoph" unter den Schäfern der Landesbauern- fchaft bestens bekannt ist, auch beim morgigen Schäfertag mit in vorderster Front stehen. Das Interesse der Schäfer wird ihm morgen um fo mehr zugewandt sein, als er morgen 65 Jahre alt wird; er ist nämlich vor 65 Jahren am 2 9. F e - bruar, geboren, und wenn er demnach morgen eigentlich auch keinen Geburtstag begehen könnte, weil wir in diesem Jahre keinen 29. Februar haben, so wird er aber doch in aller Frische bei der Vollendung seines 65. Lebensjahres auf dem Schäfertag erscheinen. ung. in to lu* ' Weißednesch^ 26b, S-aE Mlivaldes W he 44, Kieses 85, Eiche Anbruchholz 1* HainE Buche 254, e A 61, E'che 1A >rn fommen rs Jahres ianb sind, ’ Es gab Zeiten, in denen es als unfein galt, wenn man laut lachte. Man durfte nur lächeln, auch rnenn man sich noch, so sehr freute. Und dieses Lächeln wurde so gleichmäßig eingedrillt, daß man bei manchen Menschen nur noch eine lächelnde Maske sah: immer freundlich, immer liebenswürdig. Meyr aber auch nicht! Ach, wie verschieden ist ein gesundes Lachen, das aus dem innersten Herzen herauskommt, von dem ixwig gleichmäßigen Lächeln! Und alle Menschen haben doch solche Sehnsucht nach dem Lachen. Darum auch nicht? Lachen ist gesund, lebensbejahend und ansteckend! Man schaue doch einmal nach den Kindern! Wie unbekümmert und froh lönnen sie die ganze Welt anlachen! Wie schallt ihr Lachen, wenn die Freude groß ist! Ja, lächeln kön- Tageskalender für Sonntag. Stadttheater: 19 bis 22.15 Uhr „Carmen." — Gloria-Palast (Seltersweg) „IA in Oberbayern." —- Lichtspielhaus (Bahnhofstraße) „Sein bester Freund." — Gießener Konzertverein 17 Uhr in per Universitätsaula „Wendling-Quartett." — Oef- sentliche Vorträge über Physiologie. 11.30 Uhr Vor- trag im Physiologischen Institut, „Nahrung und Ernährung." — Oberhessischer Kunstverein, Turmbaus am Brand, 11 bis 13 Uhr, Ausstellung „Forscher als Künstler". — Sportplatz der Spielvereinigung 1900: 15 Uhr Fußball-Meisterschaftsspiel 1900 — Naunheim. Der Spielplan des Stadttheaters vom 28. Februar bis 7. März. Am Sonntagabend findet eine Wiederholung des großen Erfolges „Carmen", Oper von G. Bizet, statt. Die musikalische Leitung liegt in den Händen des Kapellmeisters Paul Walter. Spielleitung führt der Intendant. Die Vorstellung findet außer Miete statt. Anfang 19 Uhr. Ende 22.15 Uhr. Dienstag, 2. März. Anfang 20 Uhr, Ende 22.15 Uhr „Kupferne Hochzeit" Komödie von Rindom. Spielleitung: Hans Geißler. Dienstag-Miete, 21. Vorstellung. Mittwoch, 3. März, Anfang 19.30 Uhr, Ende 22.15 Uhr „Die verkaufte Braut", Komische Oper von Smetana. Musikalische Leitung: Hans H. Hampel. Spielleitung: Paul Wrede. —Mittwoch-Miete, 21. Vorstellung. Freitag, 5. März, Anfang 20 Uhr, Ende 22.15 Uhr Erstaufführung „Die vier Gesellen" Lustspiel von Jochen Huth. Spielleitung: Wolfgang Kühne. Freitag-Miete, 23. Vorstellung. Samstag, 6. März, Anfang 20 Uhr, Ende 22.15 Uhr Theaterring der NS.-Kulturgemeinde „Kupferne Hochzeit" Komödie von Rindom. Spielleitung Hans Geißler. — Freier Kartenverkauf. — Sonntag, 7. März, Anfang 11.30 Uhr, Ende 12.30 Uhr, 11. Morgenveranftaltung „Klassische Kammermusik". Für Platzmieter ist der Eintritt frei. — Anfang 19 Uhr, Ende 22.15 Uhr, „Carmen" Oper von G. Bizet. Musikalische Leitung: Paul Walter. Spielleitung: der Intendant. Außer Miete. — Umbesetzung in der Oper „Carmen". "Ä'rS he 40°'$ M leisig r NSG. „Kraft durch Freude": 20 bis 23.15 Uhr „Carmen." — Gloria-Palast (Seltersweg) „I A in Oberbayern " — Lichtspielhaus (Bahnhofstraße) „Sein bester Freund." — Oberhessischer Kunstoer- ein, Turmhaus am Brand, 17 bis 18 Uhr, Ausstellung „Forscher als Künstler." — Reichsoerband Deutscher Turn-, Sport- und Gymnastiklehrer Berlin, Ortsgruppe Gießen: 20.15 Uhr im Cafe Leib „Deutsche Gymnastik, Bodenturnen, Boxen. ganze Welt anlachen! Wie schallt ihr . die Freude groß ist! Ja, lächeln können sie auch, aber nicht lange. Das Lächeln ist bei ihnen nur der Anfang vom Lachen. Und wenn sie enttäuscht werden, verzieht sich das Gesichtchen vom Lächeln zum Weinen. Wie schnell geschieht das oft! Aber lachen können, richtig lachen können, das ist eine Gabe, die man sich erhalten sollte. Noch herrlicher ist die Gabe, andere Menschen zum Lachen zu bringen. Freude in eine Gesellschaft zu tragen. Jeder Mensch, der tief innerlich mit sich selber Frieden hat, kann auch Lachen, denn das rechte iLachen quillt nur aus der Tiefe, aus einem frohen Herzen. Es darf nicht gekünstelt oder gemacht fein. -Es muß hervorrauschen wie der sprudelnde Bach Draußen zwischen den Felsen. «ng. m 3-März 1937. !r eine Schweine» ngen Gießen uiÄ 'esitzer haben bei bezüglich ihrer erteilen. em Landesstatisti» >en. Das Einsehen veigerung oon An. gen wird mii er- uskunftspslichtigei laben hiermit aus» 13280 Franziska saß einen Augenblick ganz atemlos und still da. Ihr war es mit einem Male, als Hütt* sie gleich geahnt, daß etwas Aehnliches hätte kommen müssen. Sie dachte an den angefangenen Satz der Nähkathrin: Weißt du, man kann nie so dumm denken, wie es wirklich mal kommt, schließlich — Sie fühlte, wie ihr Herz klopfte, als sie antwortete: „Der Herr Direktor kennt mich ja kaum, und ich kenne ihn wohl noch weniger." Frau Radix zuckte die Achseln. „Lassen wir den »Herrn Direktor' jetzt einmal ganz beiseite und reden wir nur von meinem Sohn. Ich gestehe Ihnen ganz ehrlich, liebes Kind, daß ich bis vor kurzem glaubte, er interessiere sich für eine junge Dame, die ich auch sehr gut kenne, und rechnete ziemlich bestimmt mit ihr als Schwiegertochter. Aber seit Sie ihm so offenherzig die Meinung gesagt haben, ist er erst richtig auf Sie aufmerksam geworden, und seit man Sie mit einer dummen Klatschgeschichte quält, hat er erkannt, daß er Sie liebt. Ich war etwas verblüfft über feine Neuigkeit, aber ich bin der Meinung, er soll das Mädel heiraten, das er liebt. Die Hauptsache ist, daß es ein anständiges Menschenkind ist. Und das sind Sie, davon verlieren Sie in meinen Augen nicht das geringste, wenn Sie auch so ein kleines romantisches Abenteuer erlebten. Es war nicht nötig, aber Sie blieben deswegen doch die gleiche. Sie gefallen mir, und darum bitte ich Sie, machen Sie meinen Jungen glücklich, wenn Sie glauben, daß Sie ihn gern haben könnten." Franziska hatte Wort für Wort gehört, und sie dachte, nun hielt sie das große Glück in ihren Händen. Sie brauchte nur einen kurzen Satz zu antworten, und alles, was sie sich nur wünschen konnte, war ihr Eigentum. Schöne Kleider, Schmuck, ein vornehmes Heim und ein Mann, der sie liebte. Ein Mann, der sie liebte — den sie aber nicht wiederliebte Doch wer verlangte denn das von ihr? Sie brauchte nur zu fühlen, daß sie ihn gern haben könnte. So bescheiden war Berthold Radix, und so bescheiden war auch seine Mutter. Sie antwortete, sich ein wenig aufrichtend: „Die Versuchung war eben sehr groß, aber ich habe widerstanden. Wohl könnte ich Ähren Sohn gern sing. kMeine (4. . P K r V 12#» r bie Nte, N|e £tt|. iNrtsamt.) fng. |n Met ftatt- NMJtuWeJ Ä5- 6*' unb Klauenseuche «a x 1302? °ch>de° 17. Mrj Hitler-Jugend Bann 116 Gießen. Vetr. Theaterbesuch. Folgende Vorstellungen können von uns besucht werden: Mittwoch, 13. März: Oper ,Die verkaufte Braut". Preis 1 Mark. Mittwoch, 10. März: Lustspiel „Die vier Gesellen". Preis 50 Pf. BOM., Untergau 116. Bett. Leistungsabzeichen. Das auf Sonntag, 28. Februar, angesetzte 25- Kilometer-Wandern wird wegen der guten Schneeverhältnisse im Vogelsberg auf Sonntag, 7. März, verschoben Montag, 1. März, findet die Sanitätsprüfung für das Leistungsabzeichen statt. Bett. Schwimmen. Für den BDM. liegt die Schwimmstunde Dienstags von 19 bis 20 Uhr. Mittwochs in der JM.- Schwimmstunde wird nur in Ausnahmefällen das Schwimmen für das Leistungsabzeichen abgenommen. Die Untergaufportwartin. Die deutsche Arbeitsfront n.9.=Gemeinf(haft „firaft durch freudc" Amt: Reisen, Wandern und Urlaub. Automobilausstellung Berlin 193 7. Der Sonderzug für diese Ausstellung ist wegen Ueberfüllung gesperrt. Es können keine Anmeldungen mehr entgegengenommen werden. Amt: Feierabend. Theatervorstellungen. Wir machen darauf aufmerksam, daß bei sämtlichen Theatenreran- staltungen im Gießener Stadttheater die üblichen Theaterzüge fahren. Vorstellung „E armen" am Samstag, 2 7 d. M. Wir geben nochmals bekannt, daß die heutige „Carmen"-Aufführung um 19.30 Uhr beginnt. 100 Jahre Gießener Realanstalten. Am 28. April 1837 wurde die Gießener Realschule ins Leben gerufen. Das 100jährige Bestehen werden die beiden aus ihr hervorgegangenen Voll- anstnlten, das Realgymnasium, ansgebaut 1878/80, und die O b e r r e a l s ch u l e, ausgebaut 1903/05, festlich begehen. Der Jubiläumsausschuß, der aus früheren Schülern und derzeitigen Lehrern in den nächsten Tagen gebildet wird, will alle ehemaligen Angehörigen der alten Realschule, des Realgymnasiums und der Oberreal- schule zu einem Wiedersehenstreffen am 5. und 6. Juli nach der alten Lahnstadt rufen. Anfragen und Meldungen wolle man richten an die Direktion des Realgymnasiums bzw. der Oberrealschule Gießen unter Angabe der genauen Anschrift und unter Angabe des Jahres des Schulabganges. Einladungen erfolgen später. Anmeldungen zur Gtudentenkampfhilfe. RSG. Auf wiederholte Anfragen teilt die Gau- Studentenführ^na Hessen-Nassau mit: Anfragen und Anmeldungen zur Studentenkampfhilfe der Altherren werden entgeaengenommen bei der Gau-Studentenführung Hessen-Nassau selbst (Frankfurt a. M., Adolf-Hitler-Haus, Gutleutstraße) oder bei den örtlichen Studentenführungen der O Hoch- und Fachschulen. Elternabend der Eoeiheschule. Im überfüllten Saal des Katholischen Vereins- Hauses hielt gestern die Goetheschule einen Elternabend ab, der sichtlich mit großer Sorgfalt vorbereitet worden war. Der Abend war ganz dem Gedanken der Heimat gewidmet. Nach dem Vorspruch, einem Worte des Führers, und nach einem Ge- dichtoortrag, sangen Mädchen im Chor einige schöne Volkslieder. Dann hielt Lehrer K r a u s ch , der Leiter der Schule, eine Ansprache, in der er den Sinn des Abends umriß und dann über die Gedanken der Liebe und des Einsatzes für die Heimat, in deren Dienst sich die Schule ganz bewußt stelle, sprach. Vergessen sei es vor allem auch nicht, oie Gedanken auf die Volksgesamtheit hinzulenken und besonders der Ausländsdeutschen zu gedenken. In kurzen Worten schilderte Lehrer Krausch anschließend die Bemühungen um die Durchführung von Landschulheimaufenthalten auch für die Klassen der Goetheschule. Der Verlauf des Abends brachte dann eine reiche Folge von Darbietungen. Nach einem Chorlied traten viele Kinder zu einem „Volksdeutschen Gedenken" auf, das im gesprochenen Wort ein Spiegelbild des Kampfes und der Not unserer Ausländsdeutschen, aber gleichzeitig auch ein Bekenntnis der Treue der Deutschen im Mutterlande zu ihnen, darstellte Aus dem Kreise der Elternschaft wurde durch zwei musikalische Darbietungen für Violine und Klavier zur Bereicherung des Abends beigetragen. Dann folgten einige humorvolle Zwiegespräche und Mundartgedichte, die viel Heiterkeit auslösten. Außerdem kam ein lustiges Hasenspiel zur Aufführung, das allgemeine Freude bereitete. Mit großer Aufmerksamkeit folgte man den musikalischen Darbietungen zweier Kinder auf der Ziehharmonika bzw. dem Akkordion, deren sicheres und doch kindliches Können überraschte. Dann gelangte der Schullandheim-Film zur Aufführung, der im Geiste mit den Großen-Lindener Kindern an die Bergstraße führte und erkennen ließ, welch starke Erlebnisse ein Schullandheimaufenthalt zu vermitteln vermag. Musik und Lieder der Kinder begleiteten den Filmstreifen. Schöne alte Volkstänze und das gemeinsam gesungene Lied „Im schönsten Wie- sengrunde" beschlossen den ersten Teil des Abends. Im Mittelpunkt des zweiten Teiles der Veranstaltung stand ein vaterländisches Gespräch, das aus vielen Worten und Versen deutscher Denker und Dichter zusammengetragen war und ein Bekenntnis zum Einsatz und zum Opfer für Deutschland darstellte. Schließlich fanden die Darbietungen mit dem Vortrag eines Gedichtes von D. v. Liliencron und mit dem gemeinsam gesungenen Lied „Argonner- wald" ihren Abschluß. Schulrat N e b e l i n g faßte in kurzer Ansprache die aroßen Gedanken zusammen, in deren Zeichen der Abend stand und schloß die Veranstaltung mit einem würdigen Gedenken des Führers. Gießener Dochenmarktpreife * G i e ß e n, 27. Febr. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: D. f. Molkereibutter, % kg 1,57 Mk., f. Molkereibutter, 1,52, Markenbutter 1,55 bis 1,60 Landbutter 1,42 Mk., Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 4 bis 10, Eier, deutsche, Klasse S 14, Klasse A 13, Klasse B 12, Klasse C 11%, Klasse D 10%, un- gezeichnete 10, Wirsing, % kg 10 bis 15, Weißkraut 7 bis 10, Rotkraut 10 bis 12, gelbe Rüben 8 bis 12, rote Rüben 8 bis 10, Spinat 30, Unterkohlrabi Entrümpelung von Landschaft und Dors. 3n der Zeit vom 1. bis 6. März wird im Zuge des Dierjahresplanes eine einmalige Sonderaktion zur Erfassung des Alteisens aus dem Lande durchgeführt. Gedacht ist in erster Linie an die restlose Sammlung des in den Landgemeinden und deren Umgebung (Schuttabladestellen, Kiesgruben ufro.) liegenden Alteisens und der unbrauchbar gewordenen landwirtschaftlichen Geräte auf den Bauernhöfen. Rach Möglichkeit soll das Alteisen unentgeltlich zur Verfügung gestellt werden. Die Sammlung wird von der SA. durchgeführt. Es wird erwartet, daß alle Volksgenossen das in ihrem Besitz befindliche Alteisen Zusammentragen und es den in den nächsten Tagen zu ihnen kommenden SA.-7Nännern zur Verfügung stellen und so auch an dieser Stelle mithelfen, den großen Plan des Führers zu verwirklichen. ♦ Wohl kaum ein Bauernhof und wohl fein Dorf unseres Gaues hat bisher seine Alteisenbestände an einen Rohproduktenhändler abgeben können, weil sich der Transport gar nicht lohnte. Die verrosteten Karste und Schippen, Spaten, Sensen, Sicheln, Eimer, Reifen, Kannen, Maschinenteile ufro., die für den Bauern keinen Wert mehr darstellen, liegen irgendwo unbenutzt im Hofe herum, stören und verunzieren das Bild. Im günstigsten Falle aber wurden diese alten Eisenteile in der Kies- oder Sandgrube vergraben, oder auf den Schuttabladeplatz geworfen, damit sie aus dem Wege sind. Dieses scheinbar wertlose Altmaterial hat für Deutschland eine große Bedeutung. Durch Sammlungen wurde bisher in den Städten fast alles Atlmaterial erfaßt und der deutschen Wirtschaft wieder zugeführt. Run kommt diese Sammelaktion auch aufs Land, zu den Bauern. Die deutsche Industrie braucht dringend Schrott. Der Beauftragte für den Dierjahresplan, Reichsminister Göring, hat deshalb diese Aktion angeordnet, deren Durchführung in unserem Gau in den Händen der Abteilung „Vierjahresplan" liegt. In Zusammenarbeit mit der örtlichen Parteileitung sammelt die SA. das Alteisen und sorgt für den Transport zu den Rohproduktenhändlern. Auch die Orts- und Kreisbauernschaften unterstützen die Aktion auf jede Weise. Nach Möglichkeit soll das Material unentgeltlich zur Verfügung gestellt werden, besonders gilt dies für die Abfälle und die kleineren Mengen. Der Erlös aus der Sammlung wird der NSV. Hessen- Nassaus für das Ernährungshilfswerk zur Verfügung gestellt. Rach Abschluß der Sammlung am 7. März darf in keinem Bauernhof mehr ein Stück altes Eisen herumliegen. Das kleine Stück ist für den einzelnen wertlos, wenn aber aus allen Höfen und Häusern die alten Metallteile zusammengetragen werden, so erhält die Industrie Hunderte und Tausende von Zentnern Schrott, die sie notwendig braucht. Noch heute sieht jeder Bauer auf feinem Hof, in seinen Schuppen und Kellern nach und trägt alle alten Eisen- und Blechteile zusammen, um sie den Sammlern der SA. zu übergeben, die in den nächsten Tagen zu ihm kommen. Jeder Bauer, der ein Stück Eisen in dieser Sammlung zur Verfügung stellt, unterstützt auch mit dieser Tat den Ausbau im zweiten Vierjahresplan. Wehrmacht kämpft für das WHW! Großkonzert.—Sportliche Darbietungen.-Gemeinsamer Eintopf. Kasernenbesichtigung. Das Generalkommando des IX. Armeekorps in Kassel hat die Anregung gegeben, Mitte März in allen Standorten des Wehrkreisbereiches im Einvernehmen mit den örtlichen Leitern des Winterhilfswerkes Veranstaltungen der Wehrmacht zugunsten der Winterhilfe durchzuführen. Entsprechend dieser Anregung wird der Standort Gießen der Wehrmacht zwei Tage vor dem Gedenktag der Wiedereinführung der allgemeinen Wehrpflicht mit größeren Veranstaltungen zu Gunsten des WHW. am 13. und 14. März vor die Öffentlichkeit treten und zum Gelingen des guten Werkes die tatfreudige Mithilfe aller Volksgenossen erbitten. Am 13. März (Samstag) abends wird in der Volkshalle ein militärisches Großkonzert unter Teilnahme von mehreren Musikkorps und eines Trompeterkorps stattfinden. Am Vormittag dieses Tages sollen bei der Generalprobe die HI., das Jungvolk und der BDM. den Genuß der instrumentalen Darbietungen haben. Für den 14. März (Sonntag) nachmittags sind ein Handball- und ein Fußball-Wett- spiel geplant, bei dem zwei aus den Standorttruppen zusammengestellte Mannschaften gegen zwei kombinierte Stadtmannschaften auf dem Sportplatz des VfB. antreten werden. Um die Mittagszeit soll Feldküchenessen aus sämtlichen Feldküchen der Wehrmacht unseres Standortes für die Bevölkerung verabreicht werden: es wird ein kräftiges und schmackhaftes Eintopfessen zum Preise von 55 Pf. je Schlag abgegeben. Das Musikkorps des Infanterie-Regiments 116 wird an diesem Tage Zwei Platzkonzerte geben, außerdem wird es bei den sportlichen Wettkämpfen konzertieren. Die Kasernen unserer Infanterie und unserer Artillerie werden gegen ein geringes Eintrittsgeld, das auch dem WHW. zufließen soll, am Vormittag des 14. März zugänglich sein; im Rahmen dieser K a - sernenbesichtigungen sind auch militärische Vorführungen auf den Kasernenhöfen oder in der Nähe der Kasernen vorgesehen. Bei allen diesen Veranstaltungen ist der oberste Gesichtspunkt der, alle Tatkraft einzusetzen für bas Sammelwerk zum Besten der Winterhilfe. Es darf wohl mit Bestimmtheit erwartet werden, daß alle Volksgenossen aus Stadt und Land ihre enge Verbundenheit mit unseren Soldaten auch durch die Beteiligung an diesen Veranstaltungen des Standorts Gießen bekunden und dabei gerne ihren Beitrag für die gute Sache des WHW. spenden werden. Artilleristen marschieren in Gießen am 2. Gießener Artilleristentag am 6. und 1. März. Bei der Artilleristen-Kameradschast 1895 Gießen, die sich bisher Artillerie-Verein Gießen nannte, liegen von zahlreichen Kameradschaften ehemaliger Artilleristen bereits Anmeldungen bzw. Anfragen zu den Veranstaltungen am 2. Gießener Artilleri st ent ag am 6. und 7. März vor. Die in Aussicht genommenen Darbietungen am 6. März abend in der Volkshalle (Erösfnungs- und Konzertabend des Artillerie- Musikkorps mit vielseitigen sportlichen und geselligen Darbietungen der III. Abteilung Artillerie- Regiment 9 Gießen), wie auch die für den 7. März vorgesehenen Begebenheiten in der Artilleriekaserne (Empfang der alten Artilleristen durch die aktive Truppe, Vorführungen der Batterien auf dem großen Kasernenhof, Kasernenbesichttgung, gemeinsames Mittagessen und kameradschaftliches Beisammensein mit den aktiven Soldaten), aber auch die anschließenden kameradschaftlichen Treffen der alten Artilleristen in den Standquartieren in der Stadt haben die einstigen Kanoniere, ebenso wie im Vorjahre, auch jetzt wieder außerordentlich stark interessiert. Aus den bisherigen Mitteilungen an die Artilleristen-Kameradschast 1895 Gießen geht hervor, daß die Teilnehmer des vorjährigen 1. Gießener Artilleristentreffens noch mit Freude an jene Tage zurückdenken, es wird in den Anfragen aber auch der Wille betont, die Stunden des 2. Artilleristentreffens genau so gründlich wie im Vorjahre zur Pflege der alten, schönen Soldatenkamerad- schaft zu benutzen. Soweit Anmeldungen zu der Veranstaltung noch nicht erfolgt sind, wird von der Arttlleristen-Kame- radschaft 1895 Gießen betont, daß die Anmeldungen — nicht nur der Kameradschaften, sondern auch der nicht zu Kameradschaften gehörenden einzelnen Ar- ttlleristen — nunmehr schnellstens erfolgen müssen; spätestens müssen sie bis zum 3. März in Gießen bei dem Kameraden Wilhelm Stephan, Gießen, Bahnhofttraße 24 (Telephon 3729), eingehen. Die Einhaltung dieser Meldefrist ist erforderlich, um rechtzeitig bei der Artillerie-Abteilung die erforderliche Anzahl Mittagessen für den Sonntag, 7. März, bestellen zu können. Es können nämlich nur soviel Eintopf-Porttonen verausgabt werden, wie angemeldet sind. Wer sich nicht rechtzeitig meldet, kann nicht mit Sicherheit darauf rechnen, daß er an dem gemeinsamen Eintopfessen im Kreise der Kameraden teilnehmen kann. Zu dem Essen und zum (Eintritt bei allen Veranstaltungen berechtigt der Erwerb des Festabzeichens, das den angemeldeten Kameraden zum Preise von 1,50 Mark ausgehändigt wird. Auch die Teilnahme an dem Festabend (Samstagabend) in der Volkshalle ist darin einbegriffen. Bei der Anmeldung muß auch angegeben werden, ob der Kamerad Unterkunft im Hotel, im Bürgerquartier ober in einem Frei- quartier wünscht. Die beherzigenswerte Parole „Kampf dem Verderb" erfordert von vornherein die Vermeidung allen Aufwandes und insbesondere von überschüssigen Essensporttonen, für die an den Tagen des Treffens keine Verwendung bestünde. Deshalb müssen sich alle Kameraden unter allen Umständen sofort, spätestens bis zu dem obengenannten Schlußtermin melden! Die Artilleristen-Kameradschast 1895 Gießen erwartet ebenso wie die aktive Artillerie- Abteilung in Gießen, daß alle einftigen Artilleristen aus Oberhessen und den angrenzenden preußischen Kreisen vollzählig zu dem 2. Artilleristentag in Gießen erscheinen! 6 bis 8, Grünkohl 12 bis 15, Rosenkohl 25 bis 30, Feldsalat, 50 g 10 bis 12, % kg 80 Pf. bis 1 Mk., Zwiebeln 8 bis 10 Pf., Meerrettich 30 bis 60, Schwarzwurzeln 25 bis 35, Kartoffeln, % kg 5 Pf., 5kg 44 Pf., 50 kg 3,50 bis 3,70 Mk., Aepfel, % kg 15 bis 45 Pf., Birnen 15 bis 25, Hähne 90 Pf. bis 1,10 Mk., Suppenhühner 80 bis 90 Pf., Tauben, das Stück 50 bis 60, Blumenkohl 30 bis 50, Endivien 10 bis 25, Lauch 5 bis 8, Sellerie 10 bis 30, Rettich 5 bis 15 Pf. ♦ ** Goldenes Geschäftsjubiläum. Der Inhaber der Lackiererei in der Dammstraße 8, Herr Karl Vogel, kann am kommenden Montag, 1. März, auf ein 50jähriges Bestehen der Firma zurückblicken. Das Geschäft wurde vom Vater des jetzigen Inhabers gegründet. In der Zeit nach der Gründung waren es besonders Kutschen, die es durch die Hand des Meisters zu verschönern galt. Der Arbeitsbereich hat sich im Zuge der Zeit auch zu den modernen Arbeiten hin gewandelt. ** Lieferungsoergebung durch das Wohlfahrtsamt. Im heutigen Anzeigenteil befindet sich eine Bekanntmachung des Oberbürgermeisters (Wohlfahrtsamt) der Stadt Gießen über die öffentliche Vergebung der Jahreslieferungen von Schuhen, Schuh-Instandsetzungen, Arbeitsanzügen, Wolldecken, Strohsäcken und Särgen. Interessenten seien auf diese Bekanntmachung besonders hingewiesen. ** Viehmärkte in Gießen. Am nächsten Dienstag findet hier Rindvieh- (Nutzvieh-) Markt statt, am 17. März ist Schweinemarkt. ** Die Ausgabe von Brenn st off-Be- zugsscheinen für Arbeitslose und sonstige Hilssbedürfttge betrifft eine Bekanntmachung des Wohlfahrtsamtes in unserem heutigen Blatte, auf die besonders hingewiesen sei. ** Eine Schweinezwischenzählung am 3. März wird vom Oberbürgermeister in unserem heutigen Anzeigenteil bekanntgegeben. Es wird dabei insbesondere vor unrichtigen Angaben nachdrücklich gewarnt. Auf die Bekanntmachung sei besonders hingewiesen. ** Holzversteigerungen werden in unserem heutigen Blatte veröffentlicht. Die Kausinteressenten mögen die Bekanntmachungen beachten. ** Wiedersehensfeier der ehemaligen 117er. Die ehemaligen 117er treffen sich am 5., 6. und 7. Juni zu ihrer diesjährigen Wiedersehensfeier, die mit der 240iähngen Wiederkehr beg Gründungstages des Regimentes verbunden ist, j„ ihrer alten Garnisonstadt Mainz. Kamerad, halte dir diese Tage für dein altes Regiment frei, die Mainzer werden sie dir zu einem Erlebnis geftai. ten. Auskunft erteilt Kamerad Wilhelm Weber, Mainz, Gutenbergstraße 2. ** Besserung im Befinden des verunglückten Schauspielers Schorn. Wie wir auf Anfrage bei der Chirurgischen Klinik hören, hat sich das Befinden des bei einem Ausritt; verunglückten Schauspielers Schorn in der vergangenen Nacht etwas gebessert. Oberhesien. Landkreis Gießen. 00 Klein-Linden, 26. Febr. In den Mittagsstunden am Mittwoch wurde in der Wirtschasi „Zur Burg" aus der Kasse ein Betrag von 10 bis 12 Mark entwendet. Der Dieb nahm ferner noch einige Schachteln Zigaretten mit * Beuern, 27. Febr. In der Tongrube von Abendstern ereignete sich gestern vormittag ein Unfall. Der Arbeiter Johannes Peter von hier geriet unter einen Wagen und erlitt erhebliche Verletzung en an einem Fuße. Der bedauernswerte Mann mußte sofort in die Chirurgische Klinik nach Gießen gebracht werden wg. Großen-Buseck, 23. Febr. Der G e < flügelzuchtverein hielt in der Wirtschaft „Zum Hahnen" seine Generalversammlung ab. Lehrer Jung erstattete den Jahresbericht, aus dem Geschichte vom großen Arost „Dropp öropp —Dropp — mir kommt was auf den Kopp!" fuhr Hase in seiner Erzählung fort. „Ich rieb den Winterschlaf aus den Augen und wollte mal selbst nachsehen was los ist .. ." (Fortsetzung folgt!) zu ersehen war, daß von den Mitgliedern im vergangenen Jahre wieder einige schöne Erfolge erzielt werden konnten. Anschließend sprach er über die bevorstehende Kreisgeflügelschau, die dem hiesigen Verein zur Ausrichtung übertragen ist und vom 12. bis 14. November in Großen-Buseck stattfinden soll. Mit der Leitung der Ausstellung wurde Schlos- sermeister Hch. Zecher betraut. Im weiteren Verlauf des Abends hielt Brutmeister Wilh. M e l i o r einen Vortrag über das Thema „Der Geflügelzüchter im Kampf gegen den Verderb". Mit Rücksicht auf die bevorstehende Ausstellung wurde die Brut- maschine bereits in Tätigkeit gesetzt. Der Kassenbericht des Rechners W. Weih wies einen günstigen Stand auf. Dem Gesamtvorstand wurde Entlastung erteilt. h. Treis a. d. Lda., 26. Febr. Eine in allen Teilen wohlgelungene S ch l u ß f e i e r ihrer Win- terarbeit konnte die hiesige Evangelische Frauenhilfe gestern abend in Mills Saal feiern. Nach einem Eröffnungschor unseres evangelischen Posaunenchors unter Leitung von Ludwig Becker II., der sich in dankenswerter Weiss in den Dienst seiner Kirchengemeinde gestellt Halts und den Abend durch seine Vorträge verschönern half, begrüßte unser Ortspfarrer Schmidt dis zahlreiche Versammlung, die den Saal bis zum letzten Platz gefüllt hatte, besonders aber die Ehemänner der Mitglieder und die anderen Gäste, darunter auch unseren früheren Pfarrer Böhmer, der die hiesige Frauenhilfe im Jahre 1910 begründet hatte und auf besondere Einladung hin zur Feier erschienen war. Dann folgten im Wechsel mit Vorträgen des Posaunenchors ein passend zusammengestelltes Programm, das mit einem Ge-f dichtsvortrag „Das neue Deutschland braucht seins Frauen", vorgetragen von einem jungen Mädchen, eröffnet wurde. Dann wurden künstlerische Vorträge auf Klavier und Geige, Stücke von Händel u. a., ausgeführt von Frau Schmidt und Dirigent Becker, sowie Gesangsvorträge von Frau Schmidt zu Gehör gebracht, die ungeteilten Beifall fanden. Den Höhepunkt des Abends bildete, ein von vier jungen Mädchen und mehreren Kindern dargestelltes zweiaktiges Spiel „Mutter und Äinb". Nach der Festfolge gab es den üblichen Kaffee, der die Versammelten noch einige Stunden beisammen hielt, bis Pfarrer Schmidt mit einem herzlichen Danfesroort an alle Mitwirkenden und dem Treu- gelöbnis zum Führer den Abend schloß. nsf. Rüddingshausen, 26. Febr. Unsere Abteilung Volkswirtschaft - Hauswirtschaft oeranftaltete einen Kochabend, an dem die Vertrauensfrau Erna Becker über die Quarkverwendung sprach uni) dabei die praktische Herstellung verschiedener Gerichte zeigte. Der Abend fand großen Beifall, so daß weitere Kurse in Aussicht genommen sind. D Weickartshain, 25. Febr. Im überfüllten Saale der Wirtschaft Bräuning fand ein i Volksgemeinschaftsabend, von Jungvolk und Jungmädeln veranstaltet, statt. Stammführer Dippel erläuterte kurz bas Wesen und den Sinn des Abends. Sodann zeigten die Jungen und Mädel in bunter Folge luftige Szenen, bis Mädchen führten Volkstänze auf, humorvolle Gs- bichte in heimischer Mundart gelangten zum Vortrag und unter der Leitung der Jungmädelführerim > Kappes entwickelte sich ein Singwettstreit zwischen Alt und Jung. Im weiteren Verlaufe de; Abends gelangte noch ein Schwank von Heini Steguweit zur Aufführung, der vielen Beifall fartiD. Ullllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllll Ruf: 4174 Seltersweg 52 1360 D !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!>!!!>!!!!!!!!!!!>>!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! 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Bon der neubeschafften Getreidereinigungsanlage wurde reger Gebrauch gemacht. 850 Zentner Saatgut verließen die Anlage. Ferner wurde in insgesamt 200 Stunden Holz geschnitten. Sämtliche Maschinen sind elektrisch betrieben. Der Reingewinn belief sich auf 992,44 Mk. — In der hiesigen Kirche wurde dieser Tage der China-Film „Milan" gezeigt, der den Besuchern einen Einblick in ein chinesisches Frauenleben gewinnen ließ. Die Veranstaltung wurde von der Rheinischen Missionsgesellschaft getragen. nsf. Inheiden, 26. Febr. Unsere Werbung zum Frauenwerk war von großem Erfolg begleitet. Die neuen Mitglieder vereinten sich mit unserer Frauenschaft zu einem festlichen Abend, zu dem Frau Wrede gekommen war und über die Aufgaben der deutschen Frau in der heutigen Zeit sprach. Es gilt die Gedanken des Führers zu erfüllen und in treuer Mitarbeit am Aufbauwerk zu helfen. Die Frauen folgten den Ausführungen mit reger Aufmerksamkeit. Kreis Schotten. 0 Laubach, 25. Febr. Gestern abend fand im Hotel „Schützenhof" ein Kameradschaftsabend der NS. - Frauenschaft statt, der aus. Laubach und den Dörfern der Umgebung außerordentlich stark besucht war. Die Darbietungen erfüllten die Erwartungen voll und ganz. Eingeleitet wurde der Abend durch einige von dem Schülerorchester der Realschule gespielte Musikvorträge, Begrüßungsworten der Leiterin Frl. P. Fritsch, sowie mit musikalischen und deklamatorischen Darbietungen von Mitgliedern der NS.- Frauenschaft. Der gemeinsame Gesang „Uns ward das Los gegeben" leitete über zu den Aufführungen der Alten-Busecker Spielschar, welche den Haüpt- teil des Abends bildeten. Musikalische Darbietungen von Schülerorchester und Frauenschaft leiteten über zu der Verlosung, worauf der Stellvertreter des Ortsgruppenleiters, Pg. Naumann, den Abend mit dem Sieg-Heil auf den Führer schloß. «n gemeinsam gesungenes Lied beschloß den anre- f 'enben Abend. | = Ettingshausen, 26. Febr. Der Ge- .^ngverein „Concordia" hielt im Saal Münzenbera, 23. Febr. Jn der Wirtschaft von Metzger hielt der Gesangverein „Eintracht" seine Generalversammlung ab. Dem Jahresbericht war zu entnehmen, daß der Verein bei verschiedenen Veranstaltungen an die Oeffent- lichkeit trat. Die Rechnung wurde in Ordnung befunden und dem Rechner Müller Entlastung erteilt. Der Vorstand blieb in seiner bisherigen Form bestehen; lediglich an Stelle des seitherigen Schriftführers wurde Gustav Metzger in den Vorstand berufen. — Durch die Gaufilm st eile kam hier im vollbesetzten Saale Trötsch der Tonfilm „Schwarze Rosen" zur Aufführung. Hauptfilm und Beiprogramm fanden regen Beifall» Preußen. Kreis Wetzlar. * Rodheim a. d. Bieber, 24. Febr. Jm hiesigen Ob st- und Gartenbauverein fand ein Vortrag statt, in dem über die Verwendung von Kunstdünger beim Obstbau, über die vorteilhaftesten Maßnahmen bei der Pflege der Obstbäume und über die beste Verwendung des Obstes berichtet wurde. Zu den Darlegungen des Redners wurde ein Film vorgeführt. Wißmar, 24. Febr. Bei der zweiten Holz- Versteigerung unserer Gemeinde wurden je Raummeter bezahlt: Buchenscheite 10 bis 11 Mark, Eichenscheite 6, Buchenknüppel 6 bis 8, Eichenknüppel 3 bis 3,50, Buchenreiser 1 bis 1,50 Mark, Eichenreiser 40 bis 50 Pf., Fichtenstangen 1. Klasse 1,20 bis 1,50 Mk., 2. Klasse 50 bis 60 Pf., 3. Klasse 20 Pfennig. — Die Gaufilm stelle ließ am Montag im Saale der Gastwirtschaft von Wolf den Film „Schwarze Rosen" und einen Beifilm zeigen. Die Aufführung fand allgemeine Zustimmung. Wißmar, 25. F?br. Ende Januar dieses Jahres kam im hiesigen Jagdrevier ein A l t t i e r (weibliches Stück Rotwild) zur Strecke, welches am 19. Juni 1930 als zwei bis drei Tage altes Kalb von dem damaligen Förster mit der Ohrenmarke 14 452 gezeichnet wurde. Das Tier hat demnach ein Alter von sechs Jahren und sieben Monaten erreicht und hat nach dieser verhältnismäßig langen Lebensdauer im selben Revier geendet, wo es gesetzt worden ist. Wie oft mag es in dieser langen Zeit die Rotwildwechsel des Wißmarer und der zum hiesigen Rotwildbezirk gehörigen angrenzenden Nachbarbezirke gezogen sein, und wieviel Jäger, Forstleute, Waldarbeiter und Spaziergänger mögen sich an dem Anblick dieses Tieres, das der größten der hier vorkommenden Wildart angehört, erfreut haben. Ende der zwanziger und Anfang der dreißiger Jahre wurden auch ein Kitzbock und mehrere Kitzgeißen in gleicher Weise gezeichnet, lieber den Verbleib dieser Rehe ist nur bekannt geworden, daß ein Schmalreh im Alter von einem Jahr infolge Verseuchung durch unzählige Larven der Rachenbremse eingegangen gefunden wurde. Der sehr interessanten Wildmarkenforschung wird heute immer mehr Beachtung beigelegt. Der Hauptzweck besteht in der Bestimmung des Alters und damit verbunden dem Studium der Geweihbildung und dem Wechsel der Zähne; auch will man damit feststellen, wie weit die einzelnen Wildarten ihren Standort gegenüber dem Geburtsort verändern. _L Dutenhofen, 23. Febr. Jn der Gastwirtschaft „Germania" fand dieser Tage eine Nutz - und Brennholzversteigerung statt, bei der in Anbetracht der geringen Menge des Holzes verhältnismäßig hohe Preise erzielt wurden. Es wurden je Raummeter bezahlt: Eichenscheite bis zu 15 Mk., Eichenknüppel 10 bis 12, Eichenastreiser 1 bis 1,50, Buchenreiser 1,50 bis 2, Reiser gemischt 0,80 bis 1 Mark; Tannenknüppel kosteten 8 bis 9 Mark. X Dornholzhausen, 24. Febr. Der hiesige Stützpunkt der NSDAP, veranstaltete einen Kameradschaftsabend, der wesentlich dazu bei- aetragen haben dürfte, die Volksgemeinschaft in unserem Orte zu vertiefen. Stützpünktleiter Reuter sprach zunächst über den Sinn des Abends. Jm Anschluß daran wurde eine Reihe von Lichtbildern gezeigt, die große deutsche Männer seit der Zeit Friedrichs des Großen vor Augen stellten. Lieder der Schuljugend, gemeinsam gesungene Volkslieder und Gedichtvorträge in heimischer Mundart trugen ferner zur Verschönerung der gemeinschaftlichen Stunden bei. Eine Bereicherung erfuhren die Darbietungen des Abends durch die Darstellung lebender Bilder, die jeweils dem Sinn der gemeinsam gesungenen Volkslieder angepaßt waren. Don der NS.- Frauenschaft war außerdem eine schöne Kaffeetafel hergerichtet worden, der gerne zugesprochen wurde. Gewerbeschule Gießen, Liebigstr. 16 dreisemestrige unter Staatsaufsicht stehende Fachschule Die Direktion 1308 D Für Bau, Maschinenbau, Schreiner Maler, Elektriker. 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Tamarinde, tropische Pflanze, die Nutzholz liefert und deren Früchte als Nahrungsmittel und Gewürze dienen. Das Fruchtmark wird bei uns als Abführmittel benutzt. Tamariske, Zierstrauch mit schönen rosaroten Blütenripsen im Mai und kleinen, schuppenartigen Blattgebilden. Eignet sich auch als Gehölzstrauch für Heioe- gärten. Tamburin, Schlagtrommel, mit Kalbfell bespannter schmaler Rahmen, der als Musikinstrument verwendet wird, wie zu einem Ballspiel, bei dem der Ball mit dem Tamburin über ein Seil geschlagen wird Tampon, Pfropfen, Bausch aus Watte, Gaze oder ähnlichem. Wird häufig in der Frauenheilkunde verwendet. Tandler, süddeutsche Bezeichnung für Trödler und Althändler Tank, große, vielfach unterirdische Behälter für Wasser, Benzin oder Benzol, ferner gepanzerter Kriegswagen. Tanne (Abies). oft mit Fichte verwechselt. Wertvolles Brenn- und Nutzholz. Besonders schöne Benadlung tragen Nordmannsund Silbertanne. S. Nadelholz, hend. Wird aus Samen in Kästen vorgezogen, im Mai gepflanzt. blüht ab Juni bis spät in den Herbst. Hohe Sorten dienen als Zwischenpflanzung auf Staudenbeeten, niedrige als Ra- battenpflanzuny, Wegeinfaffung und vornehmlich als Balkonschmuck. Auch als Sommerblüher in Steingärten. Taille, franz., Bedeutung Schnitt eines Kleides, entbehr!. Fremdwort auch in der Bedeutung Leibchen, Mieder, Oberkleid, Hüftweite, Gürtelmaß. Tailor made, engl., vom Herrenschneider gearbeitetes Damenkleid entbehr!. Fremdwort für Schneiderkleid. Takt, lat., Feingefühl, das einem Menschen sagt, was er tun darf und was er unterlassen muß. Gute deutsche Worte: Schicklichkeitsgefühl, Zartgefühl, Lebensart. Zurückhaltung. Talar, lat., Amtskleid, meist ichwarzer, faltiger Überwurf. Talent, griech., Bedeutung --das Zugewogene, besondere Begabung auf einem bestimmten Gebiet, Anlage, Befähigung, Ge- ichick, Eignung, Können. Talg, Unschlitt, inneres starres Feit, besonders von Rind und Hamme!, das als Nahrungsmittel sowie zur Herstellung von Seifen und Kerzen die-nt. Für den Haushalt verwendet man Rinderfett, das man ausläßt und mit Schweinefett mischt, damit es nicht zu hart wird Rinder- nierenfett ist vitaminhaltig. Talk. Talkum, Speckstein, kiesel- saure Magnesia, die als Schnei- Rundfunkproaramm. Sonntag, 28. Febr. 6 Uhr: Hafenkonzert. 8.05: Gymnastik. 8.45: Morgenmusik. 9: Katholische Morgenfeier. 9.45: Der deutsch-schweizerrische Dichter Alfred Huppenberger liest aus eigenen Werken. 10: Wir glauben an alles, was groß und wahr. 10.30: Chorgesang. 11.15: Wir halten Einkehr. Der Gott, der Eisen wachsen ließ. Funkfolge. 12: Musik am Mittag. 14: Kinderfunk. 14.45: Die Dame in Schwarz ... 1 Ein Kurzspiel, das alle angeht. 15: Deutsche Scholle. Frühjahrsarbeiten in der Erzeugungsschlacht. Ein Gespräch in der Dorfschenke. 15.30: Kinder- und Jungmädelringsendung: So geht es im Schnützelputzhäusel. 16.15: Nachmittagskonzert. Als Einlage: Hörbericht vom Reit- und Fahrturnier in Frankfurt a. M. 18: Manöver und Feldlager. Kasseler Jungvolk besucht die Kameraden der Wehrmacht. 18.30. Musikalisches Kaleidoskop. 19.45: Sportspiegel des Sonntags. 20: Heut sind wir so fidel. Ein bunter Abend des Reichssenders Frankfurt. 22: Nachrichten. 22.10: Wetter- und Schneebericht, Nachrichten aus dem Sendebezirk. 22.15: Sportschau. 22.20: Bericht von den Entscheidungskämpfen um die Box-Meisterschaften des Gaues Süd-West. 22.45: Wir bitten zum Tanz. 24 bis 2: Nachtkonzert. Montag, 1. TNärz. 6 Uhr: Choral; Morgenspruch; Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Von Kassel: Musik zur Frühstückspause. 9.30: Nur Kassel: Nachrichten. 10: Schulfunk. Der Eintopf. Nach dem nordischen Volksmärchen „Der Topf." Für den Funk bearbeitet von Eugen Koller. 11: Hausfrau hör zu! 11.30: Landfunk. Leistungssteigerung durch Entlüftung der Stallungen. 11.45: Sozialdienst. 12: Schloßkonzert. 13: Nachrichten (auch aus dem Sendebezirk). 13.15: Schloßkonzert. 14: Nachrichten 14.10: Musikalische Rückantworten. 15: Volk und Wirtschaft. Neues deutsches Aktienrecht (1). 15.15: Kinderfunk. 15.45: Unterhaltungskonzert. 16.45: Das Mainschiff. Aus dem Schaffen südwestdeutscher Dichtung: Werner Deubel — Willy Arndt. 17: Klaviermusik. 17.30: Das Mikrophon unterwegs. 18: Musikalischer Abendbummel. 19: Musik zur Dämmerstunde. 19.40: Der Zeitfunk bringt den Tagesspiegel. 20: Nachrichten. 20.10: Klänge der Heimat. Ein bunter Reigen um schlichte Weisen. 22: Nachrichten. 22.15: Nachrichten aus dem Sendebezirk. Sportbericht. Grenzecho. 22.30: Tanzmusik. 24 bis 2: Nachtmusik. Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinden. Sonntag, den 28. Februar. Gießen. Stadtkirche. 9.30 Uhr: Pfarrer Becker; 11: Kinderkirche für die Markusgemeinde, Pfarrer Becker; 18: Pfarrverwalter Damerau. — 3o()an- neskirche. 9.30: Pfarrer Ausfeld; 11: Kinderkirche für die Johannesgemeinde, Pfarrer Ausfeld; 18: Pfarrer Bechtolsheimer; 20: Bibelbesprechstunde im Johannessaal, Pfarrassistent Bangert. — Kapelle des Alten Friedhofs. 9.30: Studienrat Reinhardt; Beichte und hl. Abendmahl; 11: Kinderkirche für die Luthergemeinde, Pfarrvikar Weckerling. — Petruskapelle (Wetzlarer Weg 59). 9.30: Kandidat Magel. — Wieseck. 9.45: Gottesdienst; 11: Kinderkirche. — Alten-Buseck. 10: Gottesdienst; 13: Kindergottesdienst. — Steinbach. 10: Gottesdienst. — Albach. 12.30: Gottesdienst» und Christenlehre. — Rödgen. 10: Gottesdienst. — Annerod. 13: Gottesdienst. — Heuchelheim. 10: Hauptgottesdienst; 11: Kindergottesdienst 1. Abtlg.; 13: Kindergottesdienst 2. Abtlg. — Kirchberg. 10: Gottesdienst. — Daub- ringen. 13.30: Gottesdienst. — Mainzlar. 13.30: Gottesdienst. — Klein-Linden. 9.30: Gottesdienst und hl. Abendmahl für die männliche Jugend; 11.15: Kindergottesdienst. — Watzenborn-Steinberg. 12.15: Kinderkirche; 13: Hauptgottesdienst. — Garbenteich. 10: Gottesdienst. — hausen. 12.30: Gottesdienst. — Lich. 10: Stiftsdechant Kahn; 12.45: Kindergottesdienst; 14: Stiftspfarrer Naumann. — Rieder-Bessingen. 9.45: Stiftspfarrer Naumann. — Langsdorf. 11: Hauptgottesdienst; 13.30: Kinderd#<: OVOUTIGfcH GEWINHJENTSCHEiD gottesdienst. — Bettenhausen. 9.30: Hauptgottesdienst. — Muschenheim. 11: Gottesdienst. — Birklar. 13.30: Gottesdienst. — Hungen. 10: Gottesdienst; 11: Kindergottesdienst. — Göbelnrod. 10: Gottesdienst, Kollekte. — Beilsberg. 13.30: Gottesdienst, Kollekte. Evangelische Stadtmission, Christliche Gemeinschaft innerhalb der Landeskirche), Löberstraße 14. Sonntag, 28. Februar. 8.30 Uhr: Morgenandacht; 13.30: Sonntagsschule; 16: Sclldatenbibelstunk!' 20.15: Evangelisationsvortrag — Mittwoch, 3. Mir» 20.30: Bibelstunde. Reuapostolische Gemeinden, Händelstraße 1, Ed,r- straße 13. Sonntag, 28. Februar. 9.30: Gottesdieat- 16: Gottesdienst. — Mittwoch, 3. März. 20.Z)- Gottesdienst. Katholische Gemeinden. Samstag, den 27. Februar. Gießen. 16.30 und 19 Uhr: Beichte. Sonntag, den 28. Februar. 3. Fastensonntag. Gießen. 6.30 Uhr: Beichte; 7: Messe; Kommunim der Frauen; 8: Kommunion; 9: Hochamt mit Predigt; 11.15: Messe mit Predigt; 17.30: Christenlehre und Andacht. — Echzell. 11: Hochamt mit Predigt. — Grünberg. 9.45: Hochamt mit Predigt. — Hungen. 9.30: Hochamt mit Predigt und Christenlehre. 4J Lich. 7.30: Hochamt mit Predigt; 20: Christenlehre und Andacht. — Lollar. 9.30: Messe mit Predigt. — Ridda. 8.15: Hochamt mit Predigt. veffentllcher Sonntagsdienst. Polizei: Telefon 2751, nur in dringend«, Notfällen Telefon 01. Feuerwache: Telefon 2244 45, Notruf Telz» fon 02. Hauptpostamt: Beschränkter Schalterdienst 8 bis 21 Uhr. Stadtpostamt: Für Schließfachabholer t bis 13 Uhr. Sanitätskolonne: Telefon 2500. Falls behandelnder Arzt nicht zu erreichen: A e r z t e: Frau Dr. Marx, Dr. Neumann-Spengel. Zahnarzt: Dr. Metz. Apotheke: Hirsch-Apotheke. * Autohilfe: Rufnummer 04 beim Postamt Gießen. Kinderwaoen Fr* Linker & Sohn 4 Si^ 1359 D Gebv. Gmbb o L.N. (Br.fcwdbragerjk.55 Telephon 2486. 873A Tanz 504 96. Milchviehversteigerung in 1292V O] - Geschäft DanbringerStr.21 Fernrnf 101 334a Ehestands-Darlehen. Kaust deutsche Waren im deutschen knabenlnftitut Lucius Gegründet lödo Forsthous bet Echzell (Oberhesien) Wir nehmen Ihnen die Sorge für die Erziehung Ihres Iungen ab. Äei allen Vorzügen eines Landheimes lehrplangemäßer Unterricht in kleinen Klassen, Erziehung zu selbständiger Arbeit. Sehr gesunde Lage an ausgedehnten Waldungen. Sexta - Untersekunda - Dberrcalschule - Realgymnasium. Gbersek..Reife a. ö. 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W., Windthorststraße 20, Ruf 26644/45. - Ständige Bermittl. von Vieh aller Art (Fett-u.Weidevieh, Ferkel, Läufer,Pferde usw.) 280 WM; Milchkühe M hP und Rinder, hochtragend oder frischmelk., auf der ^■*^\USWAHL IN | « bach l gebr ^S^LTERSWEG 20 Privaf-Handelsschule Gießen, Goethestr. 32 Fichte, Adventskranz und Zimmertanne. Tanz, bestimmte Bewegungsformen zur Musik, ist keine Kunst, muß aber gelernt sein und von jedem guterzogenen Menschen beherrscht werden. Man lasse daher yeranwachsende Kinder an einem Tanzunterricht teilnehmen, der gleichzeitig Kenntnis des gesellschaftlichen Verhaltens vermittelt. Die Anwesenheit der Eltern in Tanzstunden und Tanzkränzchen ist nicht mehr erforderlich. Vom Gesellschaftstanz soll sich aber auch kein Erwachsener ausschließen, das Alter spielt dabel keine Nolle, man soll stch des Tanzens aber enthalten, wenn man eine unglückliche und lächerliche Figur dabei macht. Tapeten, von franz, tapis, Bedeutung — Teppich heute Wandbekleidung aus faroig bedrucktem Papier, das in 50 cm breiten etwa 7% Meter langen Rollen käuflich ist Vor dem Aufkleben der Tapeten werden die Wände mit Zeitungspapier beklebt. Zum Ankleben verwendet man Stärke od. Roggenkleister. Tapetenreste hebt man zu Ausbesserungen auf Abwaschbare Öldrucke reinigt man mit einem feuchten Lappen ohne Seife, gewöhnliche Tapeten fegt man mit einem Besen ab über den man ein reines Tuch gebunden hat, oder reinigt sie mit dem Staubsauger Tapioka, andere Bezeichnung für Sago. Tapisserie, franz., entbehrliches Fremdwort für Stickerei. Hand- Telephon 2486 Zweijährige Handelsklasse für Schulentlassene mit 8jähr. Schulbildung. Ziel: Mittlere Reife(früherEin.iähr.-Examen genannt). Für Mädchen auch Kochen u. Nähen. Schulgeld RM.17.-, keine N ebengebühren Ein- u. halbjährige Handelsfachklasse Schulgeld RM. 19- keine Nebengebühren. Abendkurse für Berufstätige in Maschinenschreiben,Stenographie und allen Handelsfächern. Anmeldungen für das neue Schuljahr und Auskünfte in Gießen jederzeit im Schulgebäude Goethestraße Nr. 32, Hon (TetUtautt cfes Wohnens! die knlmKulu u.GJiönkeil itfeldie die Umgebung vonedeln lUöbeln ou.6|ivahH-,-kil4 fidi cuidi ufohlhiEnd inren^ewohneim mil. «Das ßrüs^-Aedes, des eine mÄ- ffiibeln llon AveHoev miene- Ztfohnung vehM. Jßomnwn Sie einmal ju einer tm- ifevbindlidien Sefükligung in unfpe Uep^aufsräume, Sir wesden (ich üb es die 5diönheü und Preis- uriirdigMl unsres Wbel^?euen. L Taschengeld arbeit, Nadelarbeit, Wandbehang, Wandteppich. Tara, das Gewicht der Verpak- kung einer Ware, im Gegensatz zu ihrem Bruttogewicht, d. h. Ware mit Verpackung, und ihrem Nettogewicht, d. h. Ware ohne Verpackung. Tarif, arab.? Preisverzeichnis für Waren, Leistungen und Gebühren. Deutsche Bezeichnungen: Satz, Preistafel, Preisliste, Fahrpreis. Frachtsatz, Gebühr. Tarock, in Süddeutschland beliebtes Kartenspiel mit drei Spielern. Tarragona, bekannter spanischer Süßwein. Tartar, Beefsteak ä la Tartar, überflüssige Speisekartenbezeichnung für rohes gehacktes Rindfleisch, Schabefleisch mit rohem Eidotter, Zwiebeln, Kapern und Gewürzen, auch mit Essig und Öl mbereitet. Tasche, aufgesetzte oder nach innen angesetzte Stoffteile, die die Unterbringung von Gegenständen in Kleidern und Anzügen ermöglichen. Taschenfutter an Kinderanzügen versieht man mit doppelten Ecken. Es sieht nie gut aus. wenn man soviel in den Taschen mitführt, daß sie hervortreten. Zur Schonung der Taschen soll man Schlüssel in einer Lederhülle tragen. Taschengeld. Die Frau kann vorn Manne ein seinen Vermögensund Einkommensverhältnisieu Wenn wir viele ___ technische Zeichnungen brauchen, für Angebote, einzelne Werksabteilungen, so nehmen wir , dazu den Roto-Vervielföltiger Auch sonst ist die Maschine in- unserem Betriebsbüro sehr nütz’ lich:Tabellen, Meldungen, Kurven, I Statistiken, Formulare usw. Die Anzeigen behaupten nicht zu viel, wenn sie sagen: Mtzhoizverkaus zu Merlau mit dem Wunsche, Ihnen alles modisch Neue zeigen und preis- würdig verkaufen zu dürfen« ZUM FKÜHLING \ I WIK BEGKÜSSEN Gebr.lmheuser am Markt am Montag, dem 8. März 1937, vormittags 9% Atz in der Gastwirtschaft Hörle aus verschiedenen Forst orten des unterzeichneten Forstamtes. Es kommen zur Versteigerung bzw. zum Fm Handverkauf nachstehende Hölzer: 1373E Langholz: Eichen: 1.—6. Kl. = 111,— fm (darwilei 50 fm Wertholz). Buchen: 2.-6. Kl. = 28,— fm. Eschen: 1.—3. Kl. = 10,— fm. Ahorn: 2.—3. Kl. = 2,— fm. Hainbuchen: 2.-3. Kl. = 1,— fm. Birken: 2.-3. Kl. = 1,— fm. Kiefern: la-—5. Kl. = 145,— fm (daruM 105 fm Wertholz). Fichten: 1.—5. Kl. = 210,— fm (darunter 120,— fm Wertholz). Lärchen: la-—5. Kl. = 91,— fm. Derbstangen: Eichen: 1.—3. Kl. = 150 Stck. Eschen: 1.—3. Kl. = 37 Stck. Fichten: la-—3a-Kl. = 150 Stck. ■ Zchichtnuhholz: Eichen: 24,— rm (Wagnerholz M Gartenpfosten). Vorherige Besichtigung des Holzes wird empfoM da nachträgliche Beanstandungen nicht berücksicktil werden. — Steigerer, die ihre alt« Holzgeldfchi I erst nach dem 11. November 1936 bezahlt haben, halten auch Zuschlag, wenn sie bis spätestens c Tage vor der Versteigerung ihren Derpflichturo nachgekommen sind, müssen jedoch ihren neuen A fuhrschein innerhalb 4 Wochen gegen bar einlcsi Gegen Bürgschaft wird diesen Personen der Abs i" schein nicht mehr ausgehändigt. Nähere Ausktl! durch die unterzeichnete Stelle und die zuftänd Revierförster. Nummerauszüge werden ab Montag, den 1. M 1937, zum Preise von 30 Rpf. auf dem Geschäft zimmer des Forstamts abgegeben. Grünberg, den 26. Februar 1937. Hess. Forstamt Nieder-Ohmen. S u ß n e r. Gießener Anzeiger (General-Ameiaer für Oberhessen) Samstag, 27.5ebruar <957 Gtne Unterredung mit dem Direktor des Gießener Arbeitsamtes Berufsberater im Beratungsgespräch mit Mutter und Sohn. «IW SEN NG- iuser Blick in die Arbeitsamt-Nebenstelle in Grünberg. .km. fm _ fm itne*1- ßn JweijelsMen über die BeMseigmmg eines Jugendlichen beobachtet der Berater den Jugendlichen hei der Arbeit, m W nen alles md preis* i dürfen. aud) den Bedarf an Nachwuchs des jeweiligen Fachgebiets erkennen. Das Arbeitsamt hat selbstverständlich alle seine Maßnahmen immer nur unter dem Gesichtspunkt der großen Wirtschaftszusammenhänge und des Gemeinwohls zu treffen. 1933. Denn der geringeren Zahl von Arbeitsuchenden steht jetzt die größere Zahl von Arbeitsplätzen gegenüber; im Jahre 1936 z. B. im Monat September bei 3400 Arbeitsuchenden 5760 Arbeitsplätze. Bei solcher Lage ist die Bedeutung der Vermittler- tätigkeit zwischen dem Bedarf der Wirtschaft und den vorhandenen Arbeitskräften, als der eigentlichen Aufgabe des Arbeitsamtes, auch jedem Laien verständlich. Dadurch ist das Arbeitsamt gewissermaßen zum Treuhänder aller schaffenden Menschen geworden, der neben den voll einsatzfähigen Kräften auch noch für die Bereitstellung von Arbeitsplätzen für nicht voll oerwendungsfähige Personen, oder für die nur in beschränktem Ausmaße arbeitsfähigen Volksgenossen zu sorgen hat. Um auch den letzten verwendungsfähigen Menschen unterzubringen, bedarf es überall des sozialen Verständnisses, der N ä ch st e n l i e b e d e r T a t! Es darf darauf hingewiesen werden, daß die außerordentlich günstige Lage dem Arbeitsamt auch bessere Möglichkeiten gibt, sich für solche Volksgenossen einzusetzen, die zwar beschäftigt sind, aber aus irgendwelchen Gründen einen Stellungswechsel anstreben. Mußte 1933 die Massenarbeitslosigkeit durch den Einsatz von Massenmitteln angepackt werden, so hat sich allmählich immer mehr das Erfordernis Manche meinen, daß nach den großen Erfolgen des Kampfes gegen die Arbeitslosigkeit die Arbeitsämter ja eigentlich überflüssig seien. Das ist ein großer Irrtum. Denn eine vollbeschäftigte Wirtschaft stellt dem Arbeitsamt weit größere Aufgaben, als eine im Gang behinderte. Der Bedarf der Wirtschaft an Arbeitskräften und der täglich immer neue wechselnde Einsatz von Arbeitern ist gegenüber früher so erheblich größer geworden, daß die Arbeitsuchenden im Bereich des Arbeitsamtes Gießen zur Besetzung aller Arbeitsplätze nicht mehr ausreichen, sondern von weither noch Arbeitskräfte herangeholt werden müssen. Jetzt erhält der beim Arbeitsamt vorsprechende Arbeiter nicht mehr die Anweisungen auf Unterstützungszahlung, sondern Hier ruhen fast 50 000 „tote" Akten der Arbeitslosenversicherung. Die damaligen Empfänger der Unterstützung sind heute wieder als Schaffende am Werk. Probearbeit bei der Eignungsprüfung. (Aufnahmen [7]: Neuner, Gießener Anzeiger.) herausgestellt, eine strengere Spezialisierung und systematische Gliederung der Maßnahmen im Kampf gegen die Arbeitslosigkeit durchzuführen. An Stelle der Parole „Jedem Menschen einen Arbeitsplatz" trat die Losung: „Jedem Menschen seinen Arbeitsplatz", d. h. jeder mußte an die Stelle gebracht werden, an der er nach Maßgabe seiner Ausbildung und seiner Fähigkeiten die fruchtbarste Arbeit leisten kann. Dieses Aufgabengebiet der Wirtschaftsführung hat natürlich auch dem Arbeitsamt eine große Fülle von Arbeiten und Aufgaben gebracht. Dabei ist die Arbeitsbuch-Kartei das starke Fundament, auf dem sich diese Arbeit aufbaut und abwickelt Mit Hilfe des Arbeitsbuches kann das Arbeitsamt jeder- zeit den Bestand an Arbeitskräften eines bestimmten Fachgebietes feststellen, die Einsatzmöglichkeiten An Stelle der früheren Massen„Abfertigung" wird heute jeder Arbeitslose einzeln beraten; Blick in die Arbeitsvermittlung. „Die Rettung unseres Volkes ist nicht ein Problem der Finanzen, sondern ausschließlich ein Problem der Verwendung und des Einsatzes unserer vorhandenen Arbeitskraft einerseits und der Ausnützung des vorhandenen Bodens und der Bodenschätze andererseits." (Aus der Rede des Führers vom 30. Januar 1937.) Anfang 1933 konnte man in einer Zeitung ein ■ilb sehen, das die Tore eines Arbeitsamtes geflossen zeigte und nur noch drei Männer beim >katspiel als „die letzten Männer des Arbeitsamtes" hen ließ. Wenn dies Bild dartun sollte, daß die Winterarbeitslosigkeit überhaupt Arbeitslose gezählt werden. Die großen Gelegenheiten für werteschaffende Arbeitslosenfürsorge (Meliorationen, Feldbereinigung) wurden für den Einsatz von Arbeitslosen aus Offenbach, Worms und Mainz zur Verfügung gestellt. Bei den Notstandsarbeiten, die von 1933 bis 1936 einschließlich im Bezirk des Arbeitsamtes Gießen durchgeführt wurden, kamen 1 416 661 Tagewerke bei einer gezahlen Grundförderung in Höhe von 4 263 593 Mark zur Ausführung; davon entfielen allein auf Meliorationen 677 708 Tagewerke bei einer gezahlten Grundförderung in Höhe von 2 081 471 Mark. Mit der Wiederbeschaffung von Arbeitsplätzen wurde den Arbeitern aber nicht nur Verdienst geboten, sondern ihnen auch eine seelische Entspannung bereitet, durch die sie Lebensfreude und frohen Sinn wiedergewonnen haben. Auch hierfür ein Beispiel: Anfang 1934 in Friedberg. Die wirtschaftliche Not drückt sehr auf die Stadt und auf alle Volksgenossen, die ohne Arbeit waren. Mittel für einen großzügigen Plan zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit waren nur in ganz beschränktem Umfange vorhanden.Es wurde das Projekt der Ufa - Regulierung in Angriff genommen. Anfangs gab es bei den Arbeitern mancherlei Schwierigkeiten. Meist wurden körperliche Beschwerden allerArt geltend gemacht. Dann kamen Klagen über mangelnde Um unseren Lesern einen Ueberblick über den Wandel der Dinge von der früheren Stempelstelle, die das Arbeitsamt zur Zeit der Massenarbeitslosigkeit zwangsläufig sein müßte, bis zu seiner heutigen bedeutsamen Aufgabe als Treuhänder der Arbeitskraft des schaffenden Volkes zu geben, haben wir den Direktor des Arbeitsamtes Gjeßen, Oberregierungsrat Dr. Lift, um eine Unterredung gebeten, deren wichtigste Ergebnisse hier berichtet seien. Im Verlaufe des bisherigen Kampfes gegen Die Arbeitslosigkeit ist, wie überall im Reiche, auch bei uns in Oberhessen ein gewaltiges Sinken der Zahl worden. Wenn man von Schließlich ist noch das wichtige Gebiet der Nach- 1 muchslenkung eine der Hauptaufgaben des Arbeitsamtes. Hier hat die Berufsberatung eine außerordentlich verantwortungsvolle und in ihren Folgen weittragende Arbeit zu leisten. Sie muß die jungen Menschen prüfen, inwieweit sie für den in Aussicht genommenen Beruf geeignet sind; sie muß festzustellen versuchen, ob der junge Mensch voraussichtlich die erforderlichen Leistungen in diesem Be- rufe vollbringen kann; sie muß auch vorausschauend möglichst erkennen können, ob der Bedarf auf irgendeinem Fachgebiet den Einsatz neuer Kräfte und fein Ausmaß im jeweiligen Jahre erforderlich macht. Dabei gilt es insbesondere manchen Wunsch der Eltern und der Kinder daraufhin zu prüfen, ob er in Einklang gebracht werden kann mit dem, was später das Berufsleben von den jungen Menschen fordern wird; d. h. die Berufsberatung muß bestrebt sein, die jungen Menschen von Berufen fernzuhalten, für die sie nicht geeignet und denen sie körperlich, geistig, und charakterlich nicht ge- wachsen sind, die ihnen deshalb später auch keine Fortkommensmöglichkeiten geben und sie nur zu unzufriedenen Menschen werden lassen. Aber auch das Volksganze kann verfehlte Berufswah' nicht tragen, da naturgemäß niedrigere Arbeitsleistunoen nicht den Höchstforderungen entsprechen, die im Interesse der Gesamtheit gestellt werden müssen Es gilt bei dieser Beratung manchen Vorurteilen der Eltern entgegenzuwirken, um von der neutra'en Stelle des Berufsberaters aus den hpftmnnf'-^en Beitrag für das spätere Glück und Wohlergehen des jungen Menschen zu leisten Der weiße Steh- kragen spielt leider immer noch bei manchen Eltern — nicht bei den Jugendlichen — eine große Rolle. In diesem Jahre wollten z B. 500 Schüler eine kaufmännische Lehrstelle nachgewiesen haben während nur ein Bedarf von etwa 100 Lehrlinaen besteht. Die Eltern sollten sich mehr den Ratschlägen der Berufsberater zugänglich zeigen und aus einem solchen Zahlenmißverhältnis die notwendigen Schlüsse ziehen. Es ist besser für die Jungen und die Eltern, eine Ausbildung für einen Beruf zu roählen, der einen befriediaenden Inhalt gibt und nam dem Abschluß', her Lrhr^it iuch hip ^in- reihung in die große Gemeinschaft der Schaffenden sichert, denn als „besserer Herr" arbeitslos zu sein. Es ist besonders zu beachten, daß die Berufs- Beratung sich völlig auf Freiwilligkeit aufbaut, ein Arbeitsbekleidung oder dergl. Kurz und gut, man merkte, daß durch die jahrelange zwangsmaßige Untätigkeit den Arbeitern der innere Schwung für die Arbeit fehlte. Da fetzte das Arbeitsamt Gießen in Zusammenarbeit mit der Stadt Friedberg mit einer auf große Gesichtspunkte eingestellten Erziehung ein. Es wurde geholfen oder zum Guten geraten, je nachdem; wenn es nicht anders ging, mußte auch mit Strenge verfahren werden, das war aber immer nur das letzte Mittel. Dank dieser systematischen Erziehung bekamen die Arbeiter immer mehr Freude am Schaffen, und schließlich konnte der schöne Gewinn verzeichnet werden, daß durch die wiedererschlossenen Arbeitsplätze nicht nur eine materielle Besserung in der Lage der Familien erreicht war, sondern auch die seelische Elastizität, fm- -150 Stober Arbeitslosen erreicht ungünstigen Saisoneinflüssen, wie beispielsweise das FM. f‘"Mi r r r'Mbtan, lon 2500. Iu erreichen. Ä :.*$S ÄS < Mit die geistige Haltung überhaupt sich grundlegend zum Bessern gewandelt hatte. Männer, die man nach öen anfänglichen Erfahrungen fast schon als verloren für die deutsche Arbeitsaufgabe ansah, waren dafür vollkommen wiedergewonnen worden. Manche tfirma, die Anfang 1934 Arbeiter von vornherein ablehnen wollte, oder sie bald nach der Einstellung am liebsten wieder entlassen hätte, hat diese Männer später als wertvolle Kräfte in ihren Arbeiterstamm ausgenommen und mochte sie um keinen Preis wieder hergeben. Gewiß ein schöner Erfolg der arbeitserzieherischen Maßnahmen nach der Seite der Arbeiter hin. Der gleiche Weg wurde auch gegenüber den Unternehmern emgeschlagen. Sie erkannten, daß auch sie erzieherische Aufgaben und -Verpflichtungen zu erfüllen hatten und ihren Mitarbeitern gegenüber nicht nur Betriebsführer sein Durften, sondern auch als Mensch zum Menschen handeln mußten. Daraus ergab sich dann die schöne Betriebsgemeinschaft und das anerkennenswerte gegenseitige Treuverhältnis, das wir jetzt allenthalben m den oberhessischen Arbeitsstätten sehen. Im Laufe der wenigen Jahre von 1933 ab hat sich denn auch die Tätigkeit des Arbeitsamtes sehr entscheidend gewandelt. Früher kamen Tausende von Menschen zum Arbeitsamt, das meistens auf den Ausweisen dieser Männer nur den Kontrollstempel anbringen konnte, weil es an Arbeitsmög- lichkeiten fehlte. Wie anders heute! Der Mangel an Facharbeitern, vor allem des Baugewerbes und der Landwirtschaft, wird immer größer und erfaßt immer weitere Berufe. Das Arbeitsamt hat heute die Aufgabe, durch geeignete arbeitspädago- gifche Maßnahmen und vorsorgliche Betreuung auch den letzten noch erwerbsfähigen Volksgenossen in die rastlose Arbeit des Volkes einzugliedern. Durch diese Betätigung des Arbeitsamtes ist sowohl bei den Arbeitern, wie auch bei den Unternehmern die Erkenntnis ihrer nationalen Pflichten und ihrer Verbundenheit mit der Volksgesamtheit überall gestärkt worden. Ein äußeres Kennzeichen für den Wandel der inneren Einstellung ist die räumliche Unterbringung und die Ausstattung der Dienststellen des Arbeitsamtes. Einige Anhaltspunkte für diese Verbesserung gegenüber den früheren Zuständen geben die hier abgedruckten Bilder. |rUar. wie. bs Z'hA MM überaus schlechte Wetter der letzten Tage, absieht, kann man die Erwerbslosigkeit der einsatzfähigen Arbeitskräfte bei uns als nahezu beseitigt ansehen. Es ist also immer mehr an die Stelle der Arbeitslosen-Unterstützung die Arbeit selb st getreten und damit der Segen der Arbeit den früher beschäftigungslosen Volksgenossen zuteil geworden. Dafür nur ein Beispiel: Im Frühjahr 1934 waren in ganz Oberhessen rund 4800 Notstandsarbeiter vorhanden; es waren also damals erheblich mehr Notstandsarbeiter, als heute am tiefsten Punkt der u jßerlöii vormittags 9^ jjr ;o----- verschiedenen Kampf g( nies. '«n, so hl ■9 bM 111-fm (dannrk er wird mit Arbeit versorgt. Diese fort-Ian irgendeiner Stelle beurteilen, den durchschnitt- laufende Betreuung mit Arbeitsplätzen bringt natur- lichen jährlichen Abgang errechnen und infolgedessen gemäß eine weit größere Beanspruchung des Ar- '""t~ «»-*•—« - «*> » • beitsamtes mit sich als beispielsweise im Jahre Aufgaben des Arbeitsamtes nach einem erfolgreichen e legen die Arbeitslosigkeit beendet sein wür- ... .jatte der Zeichner sich geirrt. Denn mit den «roßen Erfolgen, die unter der Führung Adolf Hitlers im Kampf gegen die Arbeitslosigkeit er- I'ielt wurden, hat das Arbeitsamt an Bedeutung Wirkungsmöglichkeit und Aufgabenweite außerordentlich zugenommen. Unter den Reichsbehörden das Arbeitsamt trotz der verhältnismäßigen Kürze seines Bestehens eine der wichtigsten, sicherlich über eine Behörde geworden, die in lebendigster Achtung mit dem Volke steht. Für das Leben und Wirken der Wirtschaft ist das Arbeitsamt unentbehrlich, weil es Aufgaben erfüllt, ohne deren Lö- ’ung eine Wirtschaftsführung durch die Regierung uicht möglich wäre. lr.49 viertes Blatt Richt mehr Arbeitsmarkt, sondern Arbeitseinsatz L «r L V gesetzlicher Zwang bewußt unterblieben ist. Wie stark trotzdem das Vertrauen zur Berufsberatung ist, mögen einige Zahlen beweisen. Es wurden an Ratsuchende bei der Berufsberatung gezählt: 1934 = 2712, 1935 = 3871, 1936 = 5019. An Lehrstellen wurden vermittelt: 1934 — 1046, 1935 — 1805, 1936 = 2193. Dieser Ueberblick in aroßen Zügen zeigt, welche hohe Bedeutung dem Arbeitsamt mit seiner auf große gesamtwirtschaftliche Gesichtspunkte eingestellten Arbeit im Interesse der Volksgesamtheit, aber auch zum Nutzen des einzelnen zukommt, wie es ferner wegweisend und ausbauend der jungen Generation den Marsch in die Zukunft erleichtert und auch dadurch dem großen Ziel des Führers dient, mit seinem Werk das deutsche Volt nicht nur frei zu machen, sondern es auch zu einem glücklichen und frohen Volk werden zu lassen. B. 9JL-$poit Oie Fußball-BezirkSklaffe vor der Entscheidung. 1900 Gießen — Naunheim Burg — Dillenburg Bissenberg — Lollar Sinn — VfB. Gießen Frohnhausen — Wetzlar. Diese Spiele sollten einen weiteren Schritt in der Klärung der Abstiegsfrage bedeuten. Bissenberg, Sinn und Dillenburg haben die letzte Gelegenheit, sich aus der Gefahrzone zu entfernen. Die Sinner und Bissenberger sind gegenüber Dillenburg insofern im Vorteil, als sie auf eigenen Plätzen spielen und Gegner haben, die sie schlagen können. Weit abgeschlagen von den anderen liegt der VfB. Gießen an letzter Stelle. Wenn Wetzlar, was zu erwarten ist, in Frohnhausen gewinnt, so sind sie Meister. Ein Sieg der Naunheimer über 1900 Gießen wäre eine Ueberraschung. Spielvereinigung 1900 Gießen. 1900 — Raunheim. Im letzten Spiel auf eigenem Platz der diesjährigen Verbandsrunde, das die Blau-Weißen am morgigen Sonntag gegen den T. u. Sp.-V. Naunheim austragen, haben die Platzbesitzer die Möglichkeit, sich durch einen Sieg der weiteren Gefahr des Abstieges endgültig zu entziehen. Um diese Möglichkeit jedoch voll zu erfüllen, bedarf es einer großen Mannschaftsleistung und des restlosen Einsatzes jedes einzelnen. Der Gegner des Sonntags ist nämlich eine Mannschaft von beachtlichem Können. Es bedarf wohl keiner weiteren Erwähnung, daß es die Naunheimer waren, die sich im vergangenen Jahre die Meisterschaft sicherten, in diesem Jahre lange Zeit mit dem Sportverein Wetzlar auf gleicher Höhe lagen und erst in der zweiten Hälfte etwas zurückgefallen sind. Daß natürlich von Naunheims Seite ebenfalls alle Anstrengungen unternommen werden, um wieder eine günstige Position zu erlangen, ist verständlich, auch wenn es nicht mehr zu abermaligen Meisterehren reicht. Unter Berücksichtigung all dieser Umstände ist morgen ein Spiel zu erwarten, das sich gegenüber den anderen Kämpfen etwas abhebt. Vielleicht ist es für die Blau-Weißen eine gewisse Vorbedeutung, daß es im seitherigen Verlauf der Begegnungen den Gästen noch nicht vergönnt war, auf dem Trieb zum Erfolg zu kommen, selbst wenn nicht immer die besten Vertretungen zur Stelle waren. Und da diesmal mit Rahn; Zeiler, Lippert; Erhard, Mank, Lehrmund; Ranft, Heilmann, Löb- sack, Sack und Heuser die derzeit stärkste Elf zur Verfügung steht, sollte eine Fortsetzung der Erfolgserie nicht ausgeschlossen sein. Die Leitung hat Schiedsrichter Gutmann- Atzbach. ÄfB.-Reicksbabn Gießen. Die Ligamannschafl in Sinn. Die VfB.er sollten auch in Sinn nicht siegen können und damit weitere Punkte einbüßen, die sie unbedingt nötig hätten wenn sie in der Bezirksklasse sich behaupten wollten. Da sie in Sinn einen Gegner treffen, der ebenfalls noch Abstiegssorgen hat, so ist es für sie doppelt schwer, einen Sieg zu erringen, da die Sinner alles einsetzen werden, um den Spielausgang für sich zu entscheiden. Hinzu kommt, daß die Sinner Mannschaft als Hrirnrnann- schaft sehr gefürchtet ist, und auch spielerisch den übrigen Mannschaften nicht nachsteht. Die Sinner haben ihre stärkste Waffe 'in ihrem Tormann Betz, der, nachdem er $u einem Kursus in Duisburg war, wieder zur Verfügung steht. Diesem Gegner gegenüber haben die Gießener noch den Nachteil, erneut Schwierigkeiten in der Mannschaftsaufstellung zu haben, da weder Heß noch Stephan zur Verfügung stehen. VsV.-R.II — Sinn II. Der ersten Mannschaft gegenüber ist die Zweite insofern in Vorteil, als sie Bach und Wilhelm in ihrer Mannschaft verwenden kann. Auch stehen ihr Euler und Sauer wieder zur Verfügung und damit ist die Gewähr gegeben, daß die Mannschaft derart stark steht, daß ein Sieg mit Sicherheit zu erwarten ist. VfB.-R. 1. Jgd. — Klein-Linden 1. Jgd. Für die Gießener ist dieses Spiel in Klein-Linden insofern von großer Bedeutung, als sie im Falle eines Sieges wiederum, wie im vergangenen Jahre, den Meister ihrer Gruppe stellt. Man erwartet, daß die Gießener einen knappen Sieg erringen. Die dritte Jugend empfängt auf eigenem Platze die Zweite von Heuchelheim. Der Ausgang des Spieles ist offen. , IE.Teutonia* Watzenborn-Steinberg Ruppertsburg hi Watzenborn-Steinberg. Am kommenden Sonntag treten die Teutonen zum zweitletzten Derbandsfpiel an, und zwar empfangen sie die 1. Mannschaft von Ruppertsburg. Die Gäste stellen eine flinke kräftige Mannschaft ins Feld, die sich auf ihrem eigenen Platze nur selten schlagen läßt. Die Einheimischen hatten beim Vorspiel in Ruppertsburg wohl noch mit Glück 5:4 gewonnen, stand es doch in der Halbzeit 4:1 für die Teutonen. Diesmal müssen sie beweisen, ob sie auch auf fremden Plätzen einen so gefürchteten Gegner abgeben, wie zu Hause. Leider kann O. Haas in diefem Spiele nicht mithelfen. jJie i. Jugendmannschaft erwartet die gleiche der Spielvereinigung 1900 Gießen. Winterkampfspiele der hessischen Schulen. Endspiel um die Fußballmeisterschaft der Unterstufe im kreis Gießen. Als Endspielgegner um die Meisterschaft haben sich die Mannschaften von Daubringen und Leihgestern qualifiziert. Jrn Vorschlußrundenspiel konnte Daubringen nur knapp mit 1:0 gegen Ettingshausen gewinnen. Aller Voraussicht nach werden sich im Schluß- spiel, das am Montag, 1. März, um 15 Uhr in Gießen auf dem Umoersitätssportplatz stattfindet, zwei gleichwertige Mannschaften gegenüberstehen. Lahreshauptversammlung des Turnvereins Grünberg. Arn Donnerstagabend hielt der Turnverein Grünberg feine Hauptversammlung im Gasthaus „Taunus" ab. Vereinsführer Wenzel erstattete den Jahresbericht, der durch die Berichte der einzelnen Fachwarte ergänzt wurde. Erfreulich ist der Zugang bei den Schulentlassenen (Zöglingen), besonders rege ist auch der Turnbetrieb bei der Frauen- abterhmg sowie bei den Schülerinnen unter zehn Jahren. Beide Abteilungen stehen unter der Leitung der Turnerin Gertrud B o ck. Bei den Kreisveranstaltungen und der Teilnahme am Bergturnen auf dem Hoherodskopf konnten insgesamt 5o Siege errungen werden. Die Benutzung der Turnhalle durch die Partei und ihre Gliederungen ist vertraglich geregelt, sie betrug für 1936 für eine Höchstzahl von 12 Veranstaltungen 150 Mark Vergütung sowie Sondervergütung für Heizung, Licht und Reinigung. Am Karfreitag und Himmelfahrt wurden Turngänge unternommen, eine größere Veranstaltung hielt der Verein an Weihnachten ab. Die Rechnung schloß mit einer Einnahme von 3192,88 Mark und einer Ausgabe von 2758,63 Mark ab, so daß ein Kassenvorrat von 434,25 Mark verblieb. Unter den Ausgaben befinden sich folgende größere Posten: Zinsen 1189,16 Mark, Steuern und Abgaben 233,36 Mark, weitere 131,04 Mark Steuern wurden aus Billigkeitsgründen erlassen; für turnerische Zwecke wurden rund 560 Mark auf- gewandt, wovon drei Ziele für den Reichsbund für Leibesübungen 243,75 Mark erforderten. Die Schulden auf der Turnhalle betragen: Hypotheken 19 000 Mark, abzüglich 280 Mark geleistete Tilgung; Darlehen bei Kaffen 800 Mark; Darlehen bei Privaten 10 375 Mark. Die durch Beschluß der Stadt erfolgte Herstellung des Fußsteiges vor der Halle belastete den Verein mit rund 500 Mark, wovon bis jetzt erst 200 Mark bezahlt wurden. Die gleichzeitig vorgelegte Abrechnung über den Umbau der Halle zeigte einen Kostenbetrag von 39 938,22 Mark. Nach einer kurzen Besprechung über die einzelnen Berichte und die Rechnung wurde dem Vereinsführer und feinen Mitarbeitern Entlastung erteilt. Mit Einstimmigkeit wurde der seitherige Vereinsführer auf zwei Jahre wiedergewählt. Mit Zustimmung der Versammlung bestimmte er folgende Turner und Turnerinnen zu seinen Mitarbeitern: Otto Matthies jun. zu feinem Stellvertreter, als Oberturnwart für Männerturnen Karl Schma - del, ferner als Turnwarte Heinrich S ch m a d e l, Karl Keil und Karl W e n z l a u ; Oberturnwart für Frauenturnen Fritz Gehringer, als Turnwarte Georg Rahn, Gertrud Bock und Dina Michel; für Volksturnen wurde Otto Matthies jun. und für Schwimmen Kurt Wenzel bestimmt. Kassenwart wurde Karl Schmidt, fein Stellvertreter Karl Büttel, Schriftwart Heinrich L i st - mann, dessen Stellvertreter Heinr. Schmidt III., Gerätewart Karl Möser, Dietwart Kurt Wenzel, Pressewart Friedrich Frank, Kassenprüfer Otto Matthies fen. und Christian Schmadel. Der für 1937 vvrgelegte Haushaltsvoranschlag schloß mit einem Betrag von 2100 Mark ab. Da von feiten der jüngeren Turner der Wunsch geäußert wurde, eine Fußball abteilung auf» zustellen, sollen die nötigen Schritte in dieser Sache unternommen werden. Wegen Abnahme der Prüfung für das Reichssportabzeichen durch Vereinsmitglieder soll das Nötige veranlaßt werden. Vorgesehen wurde die Herstellung eines Raumes über der Bühne zur Unterbringung von verschiedenem Vereinsinventar. Die Versammlung wurde in der üblichen Weise geschlossen. Krvfdvrfer Turnerinnen erringen das Reichssportabzeichen. Im Turnverein Krofdorf steht das Frauenturnen dank tüchtiger Leitung auf guter Höhe, so daß eine Anzahl Mädels sich mit Erfolg den Hebungen zum Erwerb des Reichs-Sportabzeichens unterziehen konnten. In der letzten Turnstunde nahm der Vereinsführer im Beisein des Führerstabes in feierlicher Weife die Uebergabe der Urkundenbücher des Reichssportführers und der Abzeichen vor, die an folgende Turnerinnen ausge- händigt wurden: Klara Amend, Hilde Leib, Frieda Römer, Klara Stork, Erna Schmidt, Marie Will und Hilde Würtz. Handball hat Zwangspause. Mit Rücksicht auf die außerordentlich schlechte Witterung und die aufgeweichten Plätze fallen alle für kommenden Sonntag, 28. Februar 1937, angesetzten Handball-Pflichtspiele aus. Neuansetzung wird in Kürze vorgenommen. Die Erfahrungen der letzten Zeit ließen eine derartige Maßnahme unumgänglich erscheinen. Albert L u h , Kreisfachamtsleiter. Deutsche Heeres-Skimeisterschasten beendet. Neuer Triumph der Garmisch-Parlenkirchener und Hirschberger Jäger. Mit dem Staffellauf wurden die Deutschen Heeres- Meisterschasten im Skisport 1937 abgeschlossen. Die Jäger aus Garmisch-Partenkirchen und Hirschberg, die am Mittwoch bereits in ihren Klassen den Spähtrupplauf gewonnen hatten, setzten sich auch in den Staffeln erfolgreich durch. ^Zum Start, der vormittags um 8.30 Uhr auf der Skuviese Kochelberg, dem „Olympischen Startplatz", erfolgte, traten acht Mannschaften der Gebirgs- Brigade und 21 Mannschaften der Mittelgebirgs- und Flachland-Truppen an. Die Gebirgs-Brigade hatte 6 mal 10, die andere Klaffe 4 mal 10 Kilometer zu laufen. In den Lauf waren zwei Schleifen eingelegt. Nach dem ersten Wechsel lagen Garmisch-Partenkirchen an dritter, Hirschberg an 12. Stelle. Gar- mischs zweiter Mann, Gefreiter Wöhrle, brachte dann die Bayern mit vier Minuten Vorsprung auf den ersten Platz; Ob er gefreiter Knappe verbesserte Gew. Unentsch. 0 2. kreisklasse Gießen B. Gew. Unentsch. U? 1014 1. Kreisklasse Wehlar A. Gew. Unentsch. Verl. Wirtschaft nach 168,75 nicht ganz Metall auf Dividendenhoffnungen 167,-50 (162 bis 164), während ge- Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. BL 0 0 0 0 0 0 0 1 1 7 7 7 5 5 4 0 8 7 7 7 5 9 4 4 4 3 2 0 0 3 2 6 4 6 7 1 0 0 1 0 0 0 0 1 0 0 0,709 5,694 61,12 48,95 11,045 62,70 56,73 17,48 8,656 2,488 Spiele 10 9 10 9 12 12 10 Verl. 2 2 3 4 5 11 12 Spiele 10 9 10 11 10 12 12 Verl. 2 2 3 3 7 8 10 Spiele 9 8 6 10 8 9 8 Pir. 161 141 14:5 14 3 1010 2 22 0:24 &16 020 Nieder-Girmes Aßlar Sportfreunde Ehringshausen Hermannstein Ulm Holzhausen W| 1&.0 0:7 8:4 8:12 7:9 5:13 1:15 Schminke btmerft hat, weise gesucht. Im Freiverkehr Abendbörse freundlich. Anschließend an den Mittagsverkehr zeigte auch die Abendbörse eine freundliche Tendenz, das He- schäft war aber weiterhin klein. Unter dem Eindruck des Abschlusses der Verein. Stahlwerke fanden Montanwerte erhöhtes Interesse bei durchweg Deutscher Eisenhandel mit 153,25 (152) und M sche Erdöl mit 149 (147,13). Auf den übrigen Mar» gebieten konnten sich die Kurse gegen den Berlin» Schluß behaupten. Der Rentenmarkt lag sehr still Von Bankaktten erhöhten sich Franks. Hyp.-Ban! auf 111 (110,40). «Hahinen m ;t nichts ■ 0,25 v. H. an auf 17,25. Reichsbankanteile waren angeboten und gaben 1 v. H. nach. Arn Rentenmarkt war das Geschäft ebenfalls klein, etwas höher lagen Kommunal-Umfchul- bung mit 91,80 bis 91,85 (91,75). Altbesitzanleihe mit 120,25 und Reichsbahn-VA. mit 124,75 lagen unverändert. Im Verlaufe blieb das Geschäft am Aktien - markt auf allen Marktgebieten sehr klein und größere Veränderungen ergaben sich nicht. Weiter rückläuftg waren Laurahütte mit 20,50 nach 20,90, ferner bröckelten Moenus Maschinen auf 106 nach 106,50 ab, auch die Farben-Aktie lag mit 168,50 Buenos Aires . Brüssel Rio de Janeiro Polen........ Kopenhagen... Danzig London HeNingsorS.... Paris........ Holland Italien....... Mchen, es streifen haste, dein Ton. Ja fie hat ihre Sie oft gesch geben sehr । nicht wirken, Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an Reichsbankdiskont 4 v. H., Lombardzinsfuß 5 v. H. Japan....... Jugoslawien . Oslo....... Wien Lissabon Stockholm ... Schweiz Spanien Prag........ Budapest.... Neuyork..... Pie. 15:5 14:4 14:6 Steinberg II ©rüningen Muschenheim Großen-Linden Heuchelheim II Tv. 1846 II Bieber I I wSc kä -O Br Lett I S» I u ekl. ILd--unt IÄ6U-*. I3W lijen w“; iiijtlnen ”nr Sielt»*' Hingen n* Wüten vor itai neroos Lr - banöen H' knien Monn B auch nur Wgjährlge 1 Mslingen । Mont- Es man auf der Au der Buh W Publikur jemung, und Heine Nachlas Hubers ist es stlnung Msc fe Zuschauer Rüddingshausen Londorf Wieseck Launsbach Wißmar Flensungen Staufenberg Weitere Tabellen der heimischen Fußball-Kreisklaffeir 2. kreisklasse Gießen A. //* D- „Kre „Kn Die Verfil! Putzers Aerung an «le den Anl ^ters. B e “Jianoforte tln Aahre 18i 1802 schuf xrrlichkeit i PQnnes, der v ringens M ausbreit ^mph de- fassen Dar Riebenhei !*i. Siir Sollt *« Sch fahrend > «fable K >en IS Stoker hin *«» S’rii sn, 49,() 11.1« 62,1 56, 1^,5 s.;n 2r« fanden sodann IG. Farben mit 168,75 bis 169 (168,25). Elektropapiere eröffneten vorwiegend 0,25 bis 0,50 v. H. höher. Von Maschinenaktten v wannen Muaa 1 v. H., Moenus blieben mit 106,50 unverändert, hingegen gingen Eßlinger aus 108,25 (109) zurück, Daimler Motoren lagen mit 127,50 (127,25) voll behauptet. Von Schiffahrtsaktten verloren Nordd. Lloyd 0,50 v. H. auf 17, Hapag zogen stiegen Verein. Deuttoil ffnungen auf 165,50 bulJ ährend Ufa-Film weit«« — Tagesgeld zu 3 (2,75) geht nichts Augenlides, die Schlesier um vier Platze. Obst. Bader vergrößerte als dritter Läufer den Vorsprung Gar- mischs, während Gefr. Gustel Adolph die Schlesier hinter Garmisch und Bad Reichenhall auf den dritten Platz brachte, die damit die Führung in der Klasse der Mittelgedirgs- und Flachlandtruppen übernahmen. Oberjäger Meergans als letzter Läufer Hirfchbergs stellte dann den Sieg sicher, während die Mannschaften der Gebirgsbrigade noch zwei Runden zu laufen hatten. Auf den beiden letzten Teilstrecken gab es keine wesentlichen Veränderungen mehr. Garmisch-Partenkirchen verteidigte sicher den ersten Platz gegen die Jäger aus Bad Reichenhall. Eishockey-Weltmeisterschaft Kanada—Deutschland 5:0. In den Schlußkämpfen zur Eishockey-Weltmeisterschaft in London konzentriert sich Deutschland ganz auf seinen Kampf gegen die Schweiz. Die Eidgenossen müssen geschlagen werden, soll es für unsere Mannschaft zum dritten Platz in der Gesamtwertung reichen. So war die Taktik der Mannschaftsführung nur zu verständlich, gegen den hohen Favoriten Kanada nicht die stärkste Mannschaft einzusetzen. Trotzdem lieferte .die deutsche Mannschaft den Kanadiern ein äußerst farbiges Spiel. Die deutsche Mannschaft zeigte restlosen Einsatz und vorbildlichen Kampfgeist. Vor allem zeichneten sich der Torhüter Hartmann, Schmiedinger und Kögel aus, die aber an dem zahlenmäßig glatten 5:0-Sieg (1:0, 2:0, 2:0) der Kanadier auch nichts ändern konnten. Viel Beifall belohnte zum Schluß die tapfere Haltung der deutschen Mannschaft. Ahein-Mainische Börse. lUiffagsbörfe behauptet. Frankfurt a. M., 26. Febr. Bei weiterhin sehr kleinen Umsätzen blieben die Kurse am Aktien- und Rentenmarkt überwiegend gut behauptet. Der Abschluß der Commerzbank mit 5 (4) v. H. Dividende hinterließ einen guten Eindruck, zu stärkerer Geschäftstätigkeit vermochte er aber nicht anzuregen, da die zweite Hand nach wie vor nahezu fehlt. Am Aktienmarkt zeigte sich kleine Nachfrage und die Mehrzahl der vorerst zur Notiz gekommenen Papiere lag um Prozentbruchteile freundlicher. Von Montanwerken wurden Verein. Stahl in Erwartung des Ergebnisses der heutigen Bilanzsitzung gefragt mit 119,25 bis 119,75 (118,90), auch Hoesch lagen 0,25 v. H. höher, während Rheinstahl 0,50 v. H. und die gestern stark erhöhten Laurahütte ebenfalls 0,50 v. H. nachließen. Kleine Nachfrage Renten lagen auch späterhin sehr ruhig, Korn- rnunal-Urnschuldung 91,80. Arn Pfandbnefmorkt schwächten sich Liquidationswerte 0,13 bis 0,25 v.H. av, Goldpfandbriefe und Kornrnunal-Obligattom notierten unverändert, ebenso die meisten Stobi- anleihen. Weiter nachgebend waren Dekosama I mit 128,65 (129). Industrie-Obligationen blieben teil- nachgaben auf 74 (74,75). vH. gefragt. leicht ansteigenden Kursen; Verein. Stahl Yi (119,90), Mannesmann 119 (118,25), Klöckner (124,25), Buderus 118,50 (117,50), Hoesch mit 118U Mag kaum und Rheinstahl mit 153 lagen unverändert, ßanra-|| nif der Lein Hütte erholten sich auf 20,90 (20,50). Fest lagen^Wnenpraxi- k ist nicht Mer, die a kr Leinewar hat nun bi ober weniger Mich überfi Miet, in dem mb „filmt". W „im beft iie Probeaufi Hlnistar-An: 8r darf sing liebt, und er mchen viele Moires eim abermals rni: nach 168,75 nicht ganz behauptet, obwohl Geruch umliefen, daß eventuell 8 (7) v. H. Dividende M erwarten feien. Reichs bank etwas erholt auf 188,2) nach 187,50. Von später notierten Werten lagen Metallgesellschaft 1,25 v. H. höher mit 151 inb Deutsche Linoleum gewannen 1,50 v. H. auf 17150, RWE. plus 0,90 v. H. auf 131,25. Am Äaffamortl erhöhten sich Commerzbank auf 115 (114,75) inb Zement Karlstadt auf 164 (163). — 26 öebrutc _ AmiiicheNotieätz Geld I Buir. Frankfurt a. M. Berlin Schluß- kurs Schlußk. Abend- börse Schlußkurs Schlußk Mittag- börse Datum 25.2. 26.2. 25.2. 26.2- 5% Deutsche Reichsanleihe v. 1927 101,25 101,2 101,2 101,25 4% Deutsche Reichsanl. von 1934 38,25 98,25 98,25 103,75 98,25 by2% Doung-Anleihe von 1930 .. 104 103,75 — 4%% Hessische Volksstaat von 1929 4Vi% Deutsche Retchspostschatz von 99,5 99,65 99,5 — 1934 1...................... 4y2% Deutsche Reichsbahnschatz 100,2 100,3 100,4 100,5 von 1936 I.................. 98,5 98,5 98,5 98,5 Reichsanlethe-Wtbesitz.......... Oberhessen Provinz-Anleihe mit 120,25 120,25 120,3 120,25 Auslos.-Rechten.............. 4y2% Hess. Landesbk. Darmstadt 133,25 133,25 -- — Goldpfe. R. 12.............. 5%% Hess. Landes-Hyp.-Bank 98,25 98,25 — 98,25 Liqu. Goldpfe............... 4y2% Preuß. Landespfdbr.-Anst. 101,13 101,13 — — Goldpfe. R. 19.............. —— 98,25 — 98,25 4Y2% Preuß. Gold-Komm. R. 20 4yz% Darmstädter Komm.-Lan- 96 96 96 96 desbankR. 6................ Deutsche Komm.-Sammel-Anleihe 95,25 95,25 — — Auölos.-Rechte I.............. 129 128,65 128,9 128,9 4y2% Franks. Hyp. Goldpfe. R. 15 4y2% Franks. Hyp. Gold-Komm. 98,5 98,5 98,5 98,5 Obl. 2 3.................... 5%% Franks. Hyp. Liquidation 96,5 96,5 — — Goldpfe..................... sy2% Rheinische Hyp. Liquidation 101,13 100,9 — — Goldpfe..................... 101,25 101,1 101 101 Steuergutschetn-Verrechnungskurs 110,4 110,4 110,6 110,6 5% Goldmexikaner von 1899 .... 8,25 — 8,15 — 4% Oesterreichische Goldrente.... — 15,1 15,1 4,2% Oesterreichische Silberrente. — — 1,3 1,25 4yt Ungarn Staats von 1913 .... — — 5,1 5,1 4% Ungarische Goldrente....... 5,9 5,9 5,9 5,9 4% Ungarische Staatsrente v. 1910 — 5,05 5 5,05 5% Rumänen von 1903......... 6,4 6,4 6,4 6,4 4y2% Rumänen Gold von 1913.. 9,4 9,4 9,4 9,4 4% Einheits-Rumänen......... 5,35 5,45 5,35 5,4 4% Türken Bagdad I........... — —— 4% Türken Bagdad II.......... - _ _ 2y?/0 I. Anatolier.............. — — — — A.G. für Verkehrswesen......6 126,25 127 126,25 127,5 Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0 — 44,25 Hamburg-Amerika Paket......0 17 17,25 17,13 17,5 Norddeutscher Lloyd..........0 17,5 17,5 17,5 18 Deutsche Reichsbahn Vorz.-Akt. 7 124,75 124,75 124,9 124,9 Reichöbanl................. 12 188,5 188 188,25 187,75 Berliner Handelsgesellschaft ... 6 130,5 — 131,25 131,25 Commerz, und Privat-Bank ... 4 114,75 115 114,75 118 115 Deutsche Diskonto............4 118 118,25 118,25 Dresdner Bank...... 4 106 105 106 106 Frankfurt a. M. Berlin Schluß- kurs Schlußk. Abend- börse Schlußkurs S-E Mit«-- JÜL Datum 25.2. 26.2. 25.2 26.2. Accumulatoren-Fabrik...... . 12 200,5 — 201,5 äKU-Kunstseide........... .. 0 — — — — Aschaffenburg Zellstoff...... Bemberg................. .. 3 .. 0 138,5 112,25 138,75 112,5 138,5 113 138,5 112 9 Bekula................... .. 8 168 167,5 168 167,ti Buderus Eisen............. .. 4 117,5 118,5 117,5 118,25 Gement Heidelberg......... .. 7 159,5 159,25 164 — Gement Karlstadt.......... .. 6 163 — — Chade A^-C................ .. 9 — —— — — Conti Gummi............. . 11 178 180 178 1» Daimler Motoren.......... .. 6 127,25 127,5 127,4 128,75 Dessauer Gas............. .. 4 — — 114,75 1115 Deutsche Erdöl............ .. 5 147,5 149 147,4 1489 Deutsche Gold- und Silber . .. 9 261 261 — Deutsche Linoleum......... . 10 170 173,5 170,75 173,1 Elektrische Lieferungen...... .. 6 133,9 134,13 133,5 13 Elektrische Licht und Kraft.. .. 7 148,5 — 149,5 1471 I. G. Farben-Jndustrie..... .. 7 168,25 168,75 168,4 1681 Felten & Guilleaume....... .. 6 137,75 139 137,75 139,1 Gesfürel.................. .. 6 145,25 145,75 145,5 1451 ! Th. Goldschmidt........... .. 5 128 128 127,75 12Sl Gritzner Maschinen......... .. 0 41,25 41,5 41 41.5 1525 Harpener................. sy2 151,5 152,5 151,5 Hoesch Eisen............... sy2 117,75 118 117,25 11 Philipp Holz mann......... .. 6 144,25 144,75 145,25 \'S Ilse Bergbau.............. .. 6 — 176,25 176,S Ilse Genüsse.............. .. 6 145,9 146,25 145 H7 Kali Aschersleben.......... .. 5 134,5 134 134,13 Ul Klöcknerwerke ......... ... 4Y2 125 125 125 12-4,75 Kokswerke und Chemische Fabrik 6 144 14 Lahmeyer................ .. 6 127 127 127 126 25 Mainkraft................. .. 4 94,25 94,25 Mannesmann............. .. 3 118,65 155 119 155 118,25 154,5 111 Mansfelder Bergbau....... ey2 155 Metallgesellschaft........... .. 5 149,75 151 149,75 19 Orenstein & Koppel........ .. 0 90,75 9(5 Rheinische Braunkohle...... . 12 225,5 225,5 225,65 -5 Rheinische Elektro.......... .. 6 135,75 136,5 1364 Rheinstahlwerke.........•... .. 6 153,5 153 153,9 1521 Rbeinisch-Westfälische Elektro .. 6 130,4 131,25 130,65 1315 Rütgerswerke............. .. 6 143 142,5 143,25 1431 Salzdetfurth Kali.......... ?y2 178,5 178,5 ll 1(43 j 1 Schuckert & Co............. .. 6 164,25 164,5 164,5 Schultheis Patzenhofer...... .. 4 96 9f 1 J Siemens & Halske......... .. 8 200,5 200,75 201,75 2*i| Süddeutsche Zucker......... . 10 200 200 200 $ Ä Vereinigte Stahlwerke...... ay2 118,9 120,25 118,65 1-9J ’ Westdeutsche Kaufhof....... .. 0 55 55 55 52,1 i Westeregeln Alkali.......... .. 5 133,75 134,75 133,1 Zellstoff Waldhof.......... .. 6 _ 156,5 151 Ltavi Minen.............. . 0,6 27,5 27,7 27,5 271 | 25 Februar 26. Februar Amtliche Notierung Geld | Brief Amtliche Notierung Geld | Bries 25 Februar Amtliche Notierung Geld Bries 0,709 0,711 5,694 5,706 61,14 61,26 48,95 49,05 11,05 11,07 62,72 62,84 56,74 56,86 17,48 17,52 8,656 8,674 1- 2,488 2,492 0,747 0,748 0,744 0,748 41,91 41,99 41,90 41,98 0,151 0,153 0,151 0,153 47,04 47,14 47,04 47,14 54,32 54,42 54,30 54,40 47,04 47,14 47,04 47,14 12,165 12,195 12,16 12,19 5,37 5,38 5,37 5,38 11,575 11,595 11,57 11,59 136,21 136,49 136,21 136,49 13,09 13,11 13,09 13,11 >> >k W\ u '7 s « ? $1 0 A. Ine*^k 0 Hfll W 8ttin nffurt a. 51. 26.2. .2. Ifl 27/5 0 1 0 0 1 1 1 4 6 7 ui? rs Lchlußk. Wend- börie w. ter Zöch. jenen Dividende m 138,75 112,5 167,5 118,5 159,25 164 180 127,5 149 261 173,5 134,13 168,75 139 145,75 128 41,5 152,5 118 144,75 146,25 134 125 127 94119 155 151 225,5 135153 131,25 142, 178, 164,5 200,75 200 120-25 53 133,75 27,7 Ä 127.« 0 0 0 0 0 0 len B. si 1 0 0 0 Ihr j frfbruoi iS- {b 7 49,05 ' ,07 2 56,86 201,5 I 138,5 14 113 168 ir 117,5 IUI 151,5 111 117,25 J 127 'd ’S ! 149,7? j8 90,75 J 225,65 i I 'Em 153,9 134,75 l*|i 170,7511. ] 133,5 149,5!! «a 8,5 ,25 168 7,5 9,5 163 178 ,25 7^5 261 170 3,9 8,5 ,25 ,75 i,25 128 ,25 >1,5 ,75 „25 15,9 14,5 125 127 1,25 1,65 155 1,75 25,5 53,5 % 1,25 00,5 200 ’M 178 « 127,4 I n 114,75| ’ 147,4 lyJ 61, 48,-’ iÄ „ 56,'71 Ü6Ü|^ endlich. gsverkehr zeigte cj he Tendenz, dar W ein. Unter dem ffl ?rein. Stahlwerke Interesse bei burdrw Verein. Stahl H (118,25), Klöckner ll 7,50), hoesch mit Lj unverändert, La« (20,50). Fest 1,25 (152) und 2.1 f den übrigen Mai e gegen den Berliii nmartt lag sehr I ch Franks, hyp.-ro Schluß-^ tuti y ^A ’ 25.2 13 H «M Ü.J Dl9- Dwident-ll ^erhalt ausW l* Werten S °^mit 1511 Am KaskM 3} 115 (114,75)1 ?in sehr ruhig, te 0,13 bis 0,2533 mmunal-vbligaii^ he meisten S '°ren Dekosama iZ Qhonen blieben S Jen Verein. M ngen aus 165,50 3 J* Ufa-Film J Tagesgeld zu 3 (2,H Aus der Welt des Nlms. Probe-Ausnahme. Son Armin Kröhnte. Wie einfach hört es sich an, wenn man sagt: Ich gehe zum Film — ich lasse mich „entdecken" und werde dann ein berühmter Filmstar. Gottseidank ist deru Anlauf viel schwieriger, als es sich wohl so mancher Film-Nachwüchsling gedacht Hal. Aller Anfang ist schwer — und wohl mit am schwersten beim Film. Wie lange ist schon der Weg bis zur ersten winzigen Sprechrolle und wie glücklich ist der junge Schauspieler, wenn er endlich das erste Mal etwas zu sagen hat im Film. Wieviel vergebliches Treppensteigen, welche Wartezeiten kostet es meistens schon, nur erst einmal heranzukommen an eine Filmfirma. Interesse zu erwecken und, wenn man ein wenig Glück hat, für eine Probeaufnahme vorgesehen zu werden. Ist das eines schönes Tages gelungen, so hat der oder die Betreffende auch nur erreicht, daß er zur Prüfung zugelassen wird. Bestehen soll er sie erst noch. Für Probeaufnahmen wird meistens nur ein Tag angesetzt. Ein Tag Atelier, Licht und Personal kostet der unternehmenden Firma schon eine ziemliche Summe Geldes, und so ist es leicht verständlich (jedoch nicht gut), daß man, um diese Ausgabe auszunutzen, möglichst viel Nachwüchslinge „erledigen" will. Dabei kommt bann natürlich auf jeden einzelnen nur eine ganz kurze Zeitspanne, und es geschieht daher oft, daß ein Nachwüchsling den halben Tag in nervösem, ermüdendem Warten zu- bringen muß, um dann endlich fünf oder gar zehn Minuten vor der Kamera stehen zu dürfen. Das lange Warten macht einen weniger robusten Menschen nervös und ruft ein derartiges Lampenfieber hervor — vorausgesetzt, daß Anlagen dazu vorhanden sind — daß der Aermste bann im entschei- benben Moment erst schwer mit sich zu ringen hat, um auch nur einigermaßen frei zu werben. Auch langjährige Bühnenschauspieler unter ben Nach- wüchslingen bleiben von biesem Mißgeschick nicht verschont. Es ist ein himmelweiter Unterschieb, ob man auf ber Bühne ober vor ber Kamera steht. Auf ber Bühne ist zwischen bem Schauspieler unb dem Publikum immerhin noch eine ziemliche Entfernung, unb mancher kleine Fehler ober manche kleine Nachlässigkeit wirb dadurch gar nicht bemerkt. Anders ist es or ber Kamera. Hier mißt bie Entfernung zwischen bem Schauspieler unb bdm Auge des Zuschauers (bas bie Kamera barstellt) bei Großaufnahmen nur noch Zentimeter. Der Kamera entgeht nichts — weber bas geringste Zucken bes Augenlides, noch das winzigste Fleckchen in der Schminke —, sie bemerkt alles, und was sie einmal bemerkt hat, ist nicht mehr zu verbessern ober aus- mlöschen, es bleibt für alle Zeiten auf bem Bild- ftreifen haften. Genau fo ist es natürlich auch mit bem Ton. Ja, die Kamera geht sogar noch weiter, sie hat ihre eigenen, unbeeinflußbaren Ansichten. Wie oft geschieht es, daß Frauen, die im wirklichen Leben sehr gut aussehen, auf der Leinwand gar nicht wirken, und umgekehrt, daß Frauen, die im Alltag kaum aus dem Durchschnitt herausstechen, auf der Leinewand schön wirken. Auch langjährige Bühnenpraxis imponiert der Kamera nicht, denn es ist nicht selten der Fall gewesen, daß Schauspieler, die auf der Bühne berühmt wurden, auf ber Leinewanb überhaupt nicht „kamen". Hat nun ber betreffend Nachwüchsling bie mehr ober weniger lange Wartezeit in ber Atelierkantine glücklich überftanben, bann kommt ber ersehnte Augenblick, in bem er das erstemal vor ber Kamera steht und „filmt". Er hat nun die Chance, sich (buchstäblich) „im besten Licht" zu zeigen. Meistens werden die Probeaufnahmen jetzt so durchgeführt, daß jeder „Filmstar-Anwärter" bringen kann, was er will. Er darf fingen, tanzen, sprechen, wie es ihm beliebt, und er darf sprechen, was er will. Leider machen viele Prüflinge bei der Auswahl ihrer Repertoires einen großen Fehler, denn — und um abermals mit einem alten Sprichwort zu reden: „Uebereifer schadet nur". Besonders die Frauen uchen sich oft, um „ganz sicher zu gehen", recht chwere dramatische Szenen aus der Klassik zum Vortrag und tun damit gerade das Verkehrteste, was nur au tun ist. Wie soll eine hochdramatische Szene, und wenn sie noch so gut gesprochen wird, eine Wirkung ausüben, wenn sie — vollkommen aus dem Zusammenhang herausgerissen — ohne jede Einleitung bargeboten wirb. Damit verlangt man von bem Zuschauer, ber ja schon vorher eine ganze Reihe anberer Probeaufnahmen angesehen hat, baß er sich ruckartig in bie ganz befonbere Stimmung ber betreffenben Szene hineinversetzen oll, was jeboch einfach unmöglich ist. Unb um sich illmählich hineinzufinben, ist roieber bie zur Fertigung stehenbe Zeit, bie ja nur für verhältnismäßig wenige Sätze ausreicht, zu kurz. Wenn es auch leicht verstänblich ist, baß ber be- treffenbe „Sünber" es nur gut gemeint hat — eben um nichts zu versäumen bei ber so seltenen Chance ber Probeaufnahmen — fo kann man ihm boch nur Rund um die Erde i Wochenschau, Kultur- und Kurztonfilm. Wenn man abends ins Kino gehen will, bann geht man meist, um sich einen bestimmten Spielfilm anzufehen. Selten wird jemanb auf den Gedanken kommen, die Zeitungen daraufhin zu prüfen, was für ein Beiprogramm zu diesem ober jenem Film angefünbigt ist, geschweige denn bavon seine Wahl abhängig zu machen. Aber biefe Einstellung ist heute nicht mehr berechtigt. Das Beiprogramm bes Filmtheaters haf entschei- benbe Wandlungen durchgemacht. Als man auf die früheren artistischen Darbietungen und die musikalischen Vorspiele verzichtete und die zwei Stunden Kino ganA der filmischen Unterhaltung widmete, erhob sich mit zwingender Notwendigkeit die Forderung, auch diese 30 Minuten Beiprogramm so auszugestalten, daß sie nicht mehr als etwas Nebensächliches nur ungeduldig ertragen würden, sondern daß diese Darbietungen neben den mit allen Mitteln der Kunst und ber Technik ausgestatteten großen Spielfilmen ihre Daseinsberechtigung bewiesen. Heute soll nach ben Bestimmungen ber Reichsfilmkammer bas Beiprogramm aus einer Wochenschau, einem Kulturfilm unb einem Kurztonsilm bestehen. Nur bie Uraufftihrungstheater bilben eine Ausnahme. lieber bie Berechtigung ber Wochenschau, über ihre Beliebtheit unb Bedeutung als zeitgeschichtliches Bilddokument braucht man kein Wort mehr zu verlieren. Der Kulturfilm macht den „lehrhaft erhobenen Zeigefinger" des unsichtbaren Sprechers durch feffelnbes Bildgeschehen überflüssig. Neben der Wochenschau und den natur- und völkerkundlichen Wundern, die uns bie Zeitdehner- unb Zeitrafferkamera sowie bas Teleobjektiv enthüllen, hatte ber Kurz10 nfilm von Anbeginn feinen leichten Stand. Aber woran lag es, daß in Deutschland bis nor gar nicht langer Zeit der kurze Spielfilm so stiefmütterlich behandelt wurde? Bei ber Beurteilung bes gesamten KurAtonfilm- problems barf man nicht außer acht lassen, baß es sich gewissermaßen um filmktinstlerisches Neulanb hanbelt unb baß bie Herstellung derartiger eigengesetzlicher Filme sich zum Teil noch in einem Umstellungsprozeß befindet. Wenn trotzdem die Herrschaft des amerikanischen Kurzfilms mit seinem aus Groteske und Sensation gemischten „Publikumsgeschmack" heute so gut wie gebrochen sein dürfte, so liegt es daran, daß unsere führenden Filmgesellschaften ebenso wie die kleinen Kurzfilmhersteller aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt haben. Heute kann der Bedarf an Kurztonfilmen fast ausschließlich aus der heimischen Produktion gedeckt werden. In Voraussicht der Bedeu- entgegenhalten, daß dies bie Sache nun roieber zu tragisch nehmen heißt. Keiner erwartet in einer Probeaufnahme eine Starleistung zu sehen. Das ist schon rein rechnerisch vollkommen ausgeschlossen, ba man ja nicht bie Möglichkeit hat, jeben Nachwüchsling ganz inbioi- buell zu brehen, weil man bann pro Tag vielleicht 3 bis 5 Menschen aufnehmen könnte. Da man jeboch schätzungsweise 10 bis 15 Prüflinge zu „brehen hat, erwartet man von einer Probeaufnahme nichts weiter als nur einen ganz ungefähren Begriff von ben späteren filmschauspielerischen Fähigkeiten bes Betreffenben zu erhalten. All bies müßte sich jeber junge Filmnachwüchs- ling vor Augen halten, ber einmal bie bumme Ab- sicht haben sollte, wegen einiger Schwierigkeiten bie Flinte vorzeitig ins Korn zu werfen, benn wie überall im Leben heißt es auch gerabe beim Film: Schwierigkeiten unb Hinbernisse sind dazu da, überwunden zu werden. 1130 M-Mulen. — Auch das Beiprogramm ist wichtig. tung des Kurzfilms hat z. B. die Ufa vor längerer Zeit eine eigene Herstellungsgruppe für dieses Sondergebiet ihres Filmschaffens ins Leben gerufen. Der Dramaturg dieser Herstellungsgruppe ber Ufa konnte bem Besucher Aufschluß üoer eine Reihe von Fragen geben, bie im bramatischen Aufbau, in ber Spielleitung und bei der Rollenbesetzung liegen. Zunächst sei es wichtig, bas Vorurteil der Kinobesucher zu zerstreuen, die befürchten, daß diese Filme nicht genau so ernst unb gewissenhaft behan- beit würben, wie bie großen Spielfilme, unb bie meinen, bas künstlerische und technische Niveau werbe aus Ersparnisgrtinben vernachlässigt. Gewiß bereite bie Auswahl ber Filmstoffe noch Schwierigkeiten. Denn man btirfe ja nicht vergessen, was von einem Kurztonfilm verlangt werbe. Idee müsse auf Jbee, Pointe auf Pointe folgen, unb für bie dramatische Entwicklung einer Hanblung sei eigentlich kaum Zeit vorhanden. Selbstverstänolich erwäge man u. a. auch rein literarische Stoffe. So habe man einigen Einaktern von Ludwig Thoma, wie u. a. „Lottchens Geburtstag", „Die kleinen Verwandten" unb „Mebaille" zu einer filmischen Gestaltung verhalfen. Ein besonbers dankbares Gebiet werbe burch ben Aufklärungsfilm neu erschlossen. Es sei wichtig, daß bei diesen Kurzfilmen die Belehrung nicht als Bevormundung, sondern wirklich als Unterhaltung sich auswirke. Von vier Polizei- Aufklärungsfilmen wurde einer sogar auf der letz- ten Internationalen Polizeikonferenz als vorbildliche Leistung anerkannt. Früher betrug die Länge dieser Filme meist 600 Meter, nach der Umstellung auf die veränderten Bestimmungen des Beiprogramms bleiben jedoch nur noch 400 Meter übrig. Da gibt es dann wirklich einen Wettlauf mit jeder Sekunde, einen Kampf um jeden Filmmeter, besser jeden Filmzentimeter, um auf so knapp bemessenem Bild- und Tonstreifen in so kurzer Zeit ein packendes Film- erlebnis einfangen zu können. Die Arbeit fordert eine ungeheure Konzentration, Erfahrung und Umsicht vom Spielleiter, sie stellt hohe Anforderungen an die Darsteller unb alle Hilfskräfte. Eine weitere Frage ist bie Besetzung ber Rollen. Hier vor allem ist neben ben filmerfahrenen Hauptdarstellern die Hinzuziehung des Nachwuchses von großer Bedeutung. Hier können und sollen Junge Kräfte zeigen, was sie zu leisten vermögen. Hier können sie ihre besondere Eignung vor dem Mikrophon und der Kamera erweisen und jenes Maß von Filmsicherheit erwerben, das ihre Verwendung auch in großen Filmen erleichtert. S. Pfankucn. Der volksbildende Film. Don Max Ingolf. Es ist wohl kaum zuviel gesagt, wenn wir behaupten, daß ber beutsche Film einen Weg be- glücfenber Aufwärtsbewegung genommen hat, daß er immer mehr sich entfaltet zu einem ber roejent- lichstcn Elemente beutscher Volksbilbung. Das liegt, neben bem Streben nach immer reineren technischen Methoben, vor allem an einer glücklichen Themenwahl für künstlerische Unterhaltungsfllme unb für ben wissenschaftlichen Kulturfilm. Selbe, oft mein« anbergreifenb unb einanber befruchtens, wirken zu- ammen am gleichen Ziel: Sie finb eines ber um« affenbften Mittel zur Formung deut eher Menschen, )eren Sehnen nach Freude uno Entspannung, aber auch deren Hunger nach Wissen sie in reichem Maße erfüllen. Hat der deutsche Film erst die Herzen ber Volksgenossen, bie millionenfach bie Lichtspielhäuser bevölkern, gewonnen unb ihr Wissen unb Wesen bereichert, so kommt, als zweite unerläßliche Aufgabe, die Wirkung auf bie Welt um uns her, bis uns kennenlernen soll am Bilb unseres Lebens unb an ben Gestalten unserer Phantasie. Der beutsche Geist schweift in alle Höhen unb liefen, liebt bie Schönheit unb bie Erkenntnis, bis Heiterkeit unb ben tragischen Ernst. Dieser ewige faustische Geist lebt unb wirkt im ganzen Volke, nicht nur in bem Stanbe ber Künstler, ber Gelehrten, ber Intellektuellen. Darum, weil unser Volk so voll Wissensbrang ist, können wir uns Kulturfilme leisten aus allen möglichen Wissensgebieten, ohne befürchten au müssen, baß ber Großteil bes Publikums an biesem ober jenem Film ber ein- leitenben Spielfolge nur wenig Interesse zeige. Es bleibt nun einmal unbestreitbare Tatsache, baß ber beutsche Arbeiter, ber Bauer, ber Angestellte, daß ic alle, soweit ihr Beruf ihnen Zeit unb Kraft reiläßt, von einem Wissensbrang ohnegleichen be- eelt jinb, sei es auf technischem, sprachlichem, historischem, naturwissenschaftlichem ober welchem Gebiet sonst immer. Daß ber Film — in erster Linie der Kulturfilm, oft aber auch, z. B. bei sorgfältig unb nach echten Quellen unb Kostümen gestalteten historischen Vorwürfen ber reine Spielfilm — ein unschätzbares Mittel ist zur Unterrichtung eines lernfreubigen Laienpublikums über iraenbem Wissensgebiet, muh unmittelbar einleuchten. Wie schlagkräftig, wie über- zeugenb vermag ber sinnliche Embruck von Bild unb Ton sich bem Gemüt einzuprägen, wo ber von ber Tagesarbeit tnübe Geworbene kaum ein Buch Aur Hanb nehmen würbe, um etwa eine Abhandlung über ben gleichen Gegenstanb zu lesen. Wie fein vermag bie Kamera bie rounberbarften Geheimnisse ber Natur zu belauschen, so baß ber Film auch im Unterrichtswesen von ber Volksschule bis Aur Universität seit langem eine wichtige Rolle spielt. Gerabe hier liegt auch eine ber Hauptaufgaben bes Farbenfilms, wie Filme von ben Wun- bem bes Meeres mit feinen phantastischen Lebewesen schon zur Genüge bewiesen haben Aber nicht nur von ben Wesen ber Schöpfung um uns, von Tier unb Pflanze, wirb uns, wie bisher schon so oft, ber Kulturfilm fünben. Auch aus ber Welt, bie ber Mensch sich schuf, wirb bie Leinwanb manch buntes, fesselndes Bilb entrollen. Deutsche unb frembe Landschaften, Stammeseiaen- tümlicykeiten, Arbeit unb Wirtschaft werben sich dem Auge barbieten. Den großen sozialen, hygienischen, rassepolitischen tmb allgemein nationalpolitischen Problemen bes Dritten Reiches wirb ein breiter Raum in biesem Teil unseres Probuktionsprogramms gewährt. Frauengymnastik, Schwimmsport, bann wieder eine Serie unter dem Leitwort „Deutschland hilft sich selbst" mit Filmen von den Bauten des Dritten Reiches, vom neuen Volksheer und seiner Arbeit, von ber Durchführung bes Vierjahresplanes, vom Arbeitsbienst u. v. a. werben aufflärenb wirken unb immer roieber neu ben Glauben stärken helfen an bas ewige Deutschlanb, das Abolf Hitler roieber ans Licht gebracht hat. „Die Kreutzersonate." Musik, Erzählung, Film. Der Georg - Witt - Film ber Ufa „Die „Kreutzer-Sonate" erhielt bas Präbikat „künstlerisch wertvoll". Die Verfilmung ber Tolstoischen Novelle „Die Kreutzersonate" burch bie Ufa ruft bie Erinnerung an bie Beethovensche Diolinsonate wach, bie ben Anlaß gab für bas Werk bes russischen Dichters. Beethoven schrieb biefe „Sonate per il Pianoforte ed un Violino obligato in A-dur im Jahre 1803. 1802 schuf er bie Zweite Symphonie, ein Fest ber Herrlichkeit unb Freube, bas Bild bes jugendlichen Mannes, ber in voller Energie seines Wollens unb Vollbringens im Leben steht, bas seine Schatze vor ihm ausbreitet. Es folgte die Sinfonia eroica, ber Triumph bes Heldischen, ein stolzer Höhepunkt seines Schaffens. Beethoven lebte in biesem Sommer 1803 im Dorfe Dberböbling. Hier, in ber stillen Ab- geschiebenheit bes Landes, umgeben von Weinbergen, Gärten und grüner Flur, ging das Werk seiner Vollendung entgegen, lieber diese Zeit der höchsten Schaffensfreude schreibt R. Rolland in feinem Buch über „Beethovens Meisterjahre": „Während der Titan an der Eroica hämmert, sprühen die Funkensterne nach allen Seiten Das ungestüme Kontrabaßthema für das .luftige Zusam- menseyn der Lanbleute« in der Pastoralsymphome, bas überselige Duett für bie .Leonore' nebst ben fünf ersten Gesangsstücken bes ersten Aktes. Die Walbsteinsonate op. 53, eine Menge vielfach überarbeiteter Skizzen für bie Eroica. Ebenso wie bort finb ber Schwimg unb bie Frische, die fo ursprünglich anmutende, erst in langer Arbeit aus zahllosen vorftihlenden Versuchen gewonnen. — Dazwischen ein Gewimmel von Skizzen aller Art. Kleinere Werke werden begonnen — Militärmärsche, em Zapfenstreich, Variationen, Bagatellen, Lieder, Kanons, Klavierübungen, Andantes, Allegrettos unb noch viele anbere —, große geplant, bie auszuführen Beethoven nie bie Zeit gefunben hat. Unb enblich steht ganz zum Schluß auf ber Innenseite bes Einbanbes bes Heftes, bas bie Entwürfe zur Eroica enthält, ber ausführliche Titel ber Kreutzer- fonate op. 47. Unb all bas vom Oktober 1802 bis. zum April 1804. Eine Feuergarbe! Ein Stern- schnuppenregen am nächtlichen Firmament, ein Weltenausbruch aus bem Urherb bes Seins. Weich' eine Johannisnachtl" Die Kreutzersonate ist bem berühmten Geiger Rudolphe Kreutzer gewidmet. Er wurde am 17. November 1766 zu Versailles von deutschen Eltern geboren und war seit 1796 Lehrer am Pariser Konservatorium. Seit 1817 war er Kapellmeister der Pariser Oper. Als Geigenvirtuose war er in allen Hauptstädten Europas bekannt unb komponierte selbst eine Reihe von Konzertstücken, barunter seine „40 Etudes ou Caprices", bie auch heute noch zur Ausbildung eines Violinisten als unentbehrlich gelten. Er gehörte auch zu den Künstlern, die den Sarg des toten Beethoven zur Bestattung brachten. Die Sonate „scritta in un stilo molto concer- tante" ist für Geige und Klavier geschrieben, unb beibe Instrumente treten gleichsam wetteifern!) in ihr auf, wobei bie Virtuosität bes technischen Könnens ebenso eine Rolle spielte wie ber Reichtum an Ausbrucksformen, ber jebem Instrument vom Meister zugebacht würbe. Die Sonate beginnt mit einem Abagio, bas bie Geige allein eröffnet, bis bann bas Klavier in Moll folgt unb ein leidenschaftliches Ringen zweier Instrumente anhebt. Ein Presto in a-moll kämpft sich durch bis zum sieghaften C-dur, womit der erste Satz schließt „Das Thema des Andante con Variazoni ist einer von jenen Andachtsgesängen, die nur Beethoven eingegeben wurden, in denen bie Seele ruht, erlöst von aller Mühe unb Spannung." Zum Schluß folgt ein Presto in A-dur, voller Mutwillen unb Heiterkeit, bei bem man unwillkürlich an zwei Wanberfreunbe benft, bie zusammen hinausziehen, um in fröhlicher Fahrt bie Welt, ihre Schönheit unb ihre Freuden zu entbeden. Es gehört schon ber ganze Mystizismus einer slawischen Philosophenseele bazu, gerade bas Motto ber Kreutzersonate für eine weltanschauliche Ausein- aÜbersetzung in ben Beziehungen zwischen Mann unb Frau in ber Ehe zu wählen Tolstoi emp- finbet in bem Melobienspiel zwischen Geige unb Klavier bas Bestrickenbe zweier ineinander Der» chmolzenber Harmonien, er überträgt biefe Emp- finbung auf bas Verhältnis ber beiden Menschen, die im Ausdruck der Musik ihr eigenes Verhältnis zueinander aussprechen. Der Geiger Tuchatschewski und Frau Posdnyschew müssen sich lieben, denn sonst könnten sie nach der Meinung bes eifersüchtigen Gatten diese Sonate nicht so zum Vortrag bringen. Der Georg-Witt-Film, ben Veit Harlan für bie Ufa brehte, sucht nach Möglichkeit bie Tolstoische Novelle auf allgemein-menschliche Beziehungen zu- rtickzuführen. Das Verbienst hieran hat in erster Linie die Autorin Eva Leid mann. Die neue Weffely-Äolle. Oer (Roman von den ganz großen Torheiten. „Die neueste Wessely-Rolle" heißt es in Ankün- bigungen. Paula Wesselys Persönlichkeit interessiert so stark, daß man aufmerksam verfolgt, wie sie ihren Weg im Filmschaffen fortsetzt. Die Begleitmusik ihres erarbeiteten Ruhmes spielt und stellt die Bühne — immer nachhaltiger, immer eindringlicher wirkt ihre Leistung von den Brettern herab: eben erst reißt sie allabendlich auf den Brettern, bie bie Welt bes Wiener „Burgtheaters" bebeuten, Shaws „Heilige Johanna" zu stärkster Wirkung empor — mit ber gleichen Rolle hatte sie schon in Berlin Triumphe erzielt. Unstreitig hat ber Film erst bie burch ihre Bühnenarbeit errungene Künstlerschaft ber Wessely popularisiert unb in bie Weite wie bie Breite getragen, babei brachte sie bem Tonfilm ein Gut besonderer Art mit: ihre Stimme. Dem Film hatte sie nicht etwa nur geschlossene Rollenleistungen zu bieten, die aus ber Sphäre bes Theaters ftammenb, vom Film abzuphotographieren ober festzuhalten waren — sie gab mit ihrer Sprachkraft unb bem Formtalent ihrer Diktion bem Film ein im beutschen Sprachgebrauch unvergleichliches Material — mit bem Erscheinen ber Wessely auf ber Leinwanb erfolgte ber künstlerische Vorstoß des Films zur Sprache — ber Film bot „Sprache" nicht mehr als etwas mechanisch Festgehaltenes, als Konseroenersatz bes Sprechdra- mas. Ihre neue Rolle soll nun von „ben ganz großen Torheiten" hanbeln. Dieser Superlativ über bas Törichte — bie Menschen nennen es Liebe — steht als Titel vor einem Roman. Die Autorin heißt Marianne von Angern. Neugierig geht man an bas Buch heran, bas sein geschlossenes Eigenleben hat, bas aber boch neben einem Film stehen wirb — ber wiederum fein ganz eigenes Gesicht haben muß. Der Roman von ben großen Torheiten hat vielerlei, was zur Verfilmung drängt. Die junge Therese Feuchtinger erlebt im ersten Rausch ber Freiheit unb einer tommenben Karriere, naiv unb ahnungslos über bie zweibeutigen Be- Eleitumstände, bie leidenschaftliche Hingabe an einen aszinierenden, auf ben ersten Blick geliebten Mann, er in biefer Begegnung bas flüchtige Abenteuer einer schnell vergessenen Nacht sieht. Im großen Leben geraten sie roieber zusammen — er wirb ihr Lehrer im Stubium für bie Bühne, obwohl er ihren Charakter völlig verkennt, während es ihr nicht gelingt, bie Torheit unb bie Täuschung ihrer ersten Liebe zu entwirren. Die Verwirrungen bes Herzens überwuchern bas Liebeslieb dieses Buches, bas Antlitz ber Wessely wirb sie widerstrahlen. Ein lesenswertes Buch, ein verfilmenswerter Roman, eine echte Weffely-Rolle. Marianne v. A n - gern hat ein gutes Buch — unb einen guten Filmftoff geschrieben, das Buch wird man ergriffen und angeregt lesen, erfüllt von der Erwartung, seine Verwandlung in einer neuen Meisterleiftung der Wessely zu erleben. —r. Immer mehr Iugendfilmstunden. Jrn Rahmen ber Winterarbeit ber HI. gewinnen, wie ber Reichsjugenbpressedlenst ausfuhrt, auch bie Jugenbfilmstunben immer mehr Raum und Bedeutung. Die Filmstunben, die in regelmäßiger Folge der jungen Generation wertvolles deutsches Filmgut nahebringen sollen, sind in ihrer gemeinschaftsbildenden Form und durch die Darstellung mitreißender Vorbilder über bie bloße Unterhaltung hinaus ein wesentlicher Faktor ber HJ.-Erziehunas- arbeit geworben, unb sie werben burch bie Forderung unb ben Wunsch ber Jugenb nach bem gehatt- unb stilvollen Film auch nicht ohne Einfluß auf bas Filmschaffen überhaupt bleiben. In ben letz- ten Monaten ist in vielen größeren Städten ber ver- schiebenen Gebiete bie Filmarbeit bieses Winters mit einer Reihe von Morgenfeiern erfolgreich in Angriff genommen worben. Im Gebiet 13 (Heffen-Naffau) sollen bie ausgewählten guten Filme bis zum Frühjahr auch zur Jugenb auf bas flache Lanb unb in bie Dörfer hinausgetragen werben. In enger Zusammenarbeit mit ber Gaufilmstelle ist es der hessischen HI. möglich geworben, ben Jungen und Möbeln bes Gebietes regelmäßig künstlerisch und weltanschaulich einroanbfreie Filme vorzuführen. sehnliche Erfolge unb großzügige Filmprogramme, bie zeigen, welchen regen Anteil bie Hit- ler-Jugend am heutigen Filmschaffen nimmt, wer« den auch aus anderen Gebieten gemeldet. Obstbäume Große Vorräte in Markenware Wir geben unserer verehrten Kundschaft hierdurch zur Kenntnis, daß wir unsere Bezirksstelle von Friedrichstraße 14 nach Aug. Engelhardt NleiOftvatze S1 Baumschulen Heuchelheim - Gießen ab 1. März 1937 verlegt haben. Die Leitung bleibt weiter* Telefon Amt Gießen 4217 hin in den Händen des Herrn Walter Müller, Gießen, 1335 D Lahn, Bleichstraße 8 l. Deutscher Lloyd gute Schuhreparatur Lebensversicherungsbank AG. Geschäftsstelle: Frankfurt a.M., Kaiserstrabe 371 la Kern-Leder, Excelsior-Gummiabsätze 1331 D Schuh-Instandsetzung „Hansa“ Gewinnauszug A. v. Soosten G. m. b. H. 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