tikel itellt. gkeit e -1.25 H.BO d.6O :1Ä S 1.95 J.95 "2.15 d fe •!.I5 'iUi cm 3,85 billig’ 16 «.-.18 in 2.15 m •* Itt. 171 Erstes Blatt 187. Jahrgang Montag. 26. Juli 1957 Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8'/,Uhr des Vormittags Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf.. für Textanzeigen von 70 mm Breite 50 Rpf.,Platzvorschrift nach vorh.Dereinbg.25°/o mehr. Ermäßigte Grundpreise: Stellen-. Vereins-, gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Rpf.,Familienanzei- gen. Bäder-. Unterrichts- u. behördliche Anzeigen 6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B Oie wledererstandene GM. -DU unserem ständigen Dr. E. Sch.-Bericht- erstatier. lapbrucf, auch mit Quellenangabe, verboten! Oer neue englische Kragebogen zugestelli. Sieben Kragen auf 26 Seiten. — England sucht Italien mit dem Hinweis auf Abessinien |(rfdtint täglich, außer Homtags und Feiertags wistgen: Die Illustrierte Meftner Familienblätter Jtinat im BUd ■ DieScholle Mmatr-Bezugsprels: Im 4 Beilagen RM. 1.95 ^illustrierte „ 1.80 kstügebühr. . „ -.25 U) bei Nichterscheinen Ln einzelnen Nummern |ol|< höherer Gewalt Msprechanschlüffe izPöammelnummer 2251 inlcrift für Drahtnach- -jiti Anzeiger Gießen Postscheckkonto: ^Ifurt am Main 11686 Siegener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Verlag: Srühlsche Univerfitättdruckerei R. Lange in Gietzen. §christleitung und Geschaftrftelle: Schulstratze 7 ei r o n a r b e i t verrichtete. Die kürzlich beworbene Nachricht von der „Begnadigung" 5 000 Zwangsarbeitern, die sich analbau besonders durch „Stoßarbeit" aus- Moskau, 20. Juli 1937. I geraumer Zeit erscheinen in der Sowjet- mmer wieder lange, auf den ersten Blick lisvolle Listen von Persönlichkeiten, die „für roorragenben Verdienste bei der Erfüllung :er Regierungsaufgaben" mit den h ö ch st e n e t o r d e n ausgezeichnet werden. Erst bei i Zusehen entdeckt man unter den neuge- i Ordensrittern vom „Roten Stern" oder eninorden" bekannte Namen, die von Korn- i der Staatssicherheit, gefürchteten Unter« rricktern, von Mitgliedern jener geheimen en, die in diesen Monaten die Aufgabe )ie plötzlich verhafteten bisheri- Spitzen des bolschewistischen es zu verhören und abzuurtei- nter den so ausgezeichneten Funktionären menkommissariates" (so lautet die amtliche ,ung jetzt für die GPU.) zählt man weiter veihundert solche, die sich beim Bau des Noskwakanals besonders hervorgetan haben, er typischen „Bravourleistung" des Stalin- sipotismus, wo ähnlich den Sklaven, die die den der ägyptischen Pharaonen errichteten, ;r Au sticht der GPU. eine ganze Armee von t politischen! — Strafgefangenen jahrelang czMnet hätten, bestätigte nur die bisherigen Ber- luiunten, daß für die Zahl der dort fronenden Wlinge eine fünfstellige Ziffer bei weitem nicht iSL-eidjt! Natürlich finden sich — wie dies gerade 1 AM.-Apparat nicht anders zu erwarten ist — romPunter den Fronvögten vom Wolgakanal, wie ttfl| unter den Funktionären des Geheim- und pi.mazedienstes, die nunmehr zu Rittern aller DOBjek rben wurden, über ein Viertel einwandfrei imifh e Namen. 2)tu Höhepunkt erreichte der Wiederaufttteg des '-Ws der GPU., das durch die Jagoda-Affäre pMSch gesunken war, mit der Verleihung des nürMens an den „Jnnenkommissar" Jeshow, luneuen Chef der GPU. Die kriecherischen Huldi- Uk^bkzeugungen für die GPU. und ihren Leiter, »Saui diesem Anlaß in der Sowjetpresse er- fjiehit, übertrafen das - bisher Dagewesene noch m itin Vielfaches. Sämtliche Blätter brachten das MZeshows (das beispielsweise in der „Prawda" Hern ein Viertel einer Seite einnahm) und machten h z- natürlich auf entsprechende höhere Weisung - Bliran, dieses Ereignis in einer Weise zu form ernenn, die für die gegenwärtig in der Sowjet- iiiom herrschende Atmosphäre ein geradezu er= Wenides Zeugnis ablegt. So kennzeichnete die stkchvda" den GPU.-Chef, dem sie das entschei- M Verdienst an den fortdauernden „Säube- iNMoktionen" und „Entlarvungen" (ließ Ver ° Hu n g e n oder Erschießungen) aller der Sowjetunion" zusprach, als den vor- Wtfyii Bolschewiken schlechthin, dessen „revolu- onettre Wachsamkeit", dessen „scharfes bolschewisti- bes Auge", dessen „untrüglicher proletarischer nftrhlt* als in jeder Hinsicht beispielhaft gepriesen jurice. Unter seiner Leitung seien die „Spione, ierrikr und Trotzkisten", von Sinowjew und atweiw angefangen über Radek und Pjatakow 15 .'luben „Banditen vom Schlage Tuchatschewskis nd -lloorewitschs", zerschmettert worden, er habe ach! A Ausbootung des „Verräters" Jagoda auch u 'typirate der GPU. selbst schonungslos aufge- aui^i Den Gipfel der Infamie aber erreichen die " wii mmer ad hoc bestellten — „Resolutionen -k ’Drktätigen", die den kleinen Mann mit dem °le|l|i Aick, an dessen Händen das Blut von ;auliiDi'n erschossener Opfer klebt, der „innigen b(3 Sowjetvolkes" zu versichern haben und er ’^ahrung für feine „große Meisterschaft" bei ^-Marvung" des inneres Feindes! . Ä oürbe jedoch mit der Annahme irren, daß 'le’eä ^szeichnungen und Huldigungen in erster -mut jer Persönlichkeit Jeshows gelten, über 'clp bkschränkte Fähigkeiten und bedingungslose We’-Hirfung unter den Willen seines Meisters sich n. Wiu alle klar sind, die darüber unterrichtet ’irisen. Das bedeutet freilich auch, daß ein 9hnn, ohne gesunden eigenen politischen Wil- •n» Jjfaf jegliches eigene Verantwortungsgefühl, 15 ™ ti f3 e u g ei ne s Despoten von geradezu utyNir Gefährlichkeit sein kann. Es handelt sich e' Ijtl erwähnten, erschütternden „Stimmen des r"*5’, wie gesagt, nicht darum, nunmehr der ^erb*;i:dteit Jeshows Weihrauch zu streuen. Die 5ro^cirba gilt vielmehr der wiedererstande- ,en' U. als dem blindlings dem Willen des M unterworfenen Werkzeug. Der schimpfliche jagodas und die darauf einsetzende Der- artiL.ig=oetion im Kreise seiner engsten Mitarbel- ;r b' Eh -unächst für den bisher allmächttgen GPU.- ppa'iai eine schwere Kompromittierung bedeutet. ‘fyh’r die Ausmerzung Jagodas und der „Ja- ?9ift?irr innerhalb der GPU. das bestehende Ge- ü’-es Sowjetstaates belastet hat, geht schon allein Wtth teroor, daß der wegen „Amtsvergehen •ilamelleii Charakters" vor vier Monaten ver- nähere GPU.-Kommissar bis heute noch cht ')cr Gericht gestellt worden ist! Erst anläßlich k, !.^e,sverleihung an Jeshow erwähnen die ätter überhaupt feinen Namen wieder, wobei er gWsills erstmalig — als „feiger Verräter , 3 o' ftrb des Sozialismus" und „Gesinnungsge- 'ffe «de Spione, Schädlinge und trotzkistifchen Ban- ten"t j^jchnet wird. Vielleicht hat man in dieser zu gewinnen. London, 26. Juli. (DNB. Funkspruch.) Sämtliche Londoner Morgenblätter befassen sich eingehend mit dem Fragebogen der britischen Regierung in der Nichteinmischungsfrage und drücken die Hoffnung aus, daß dieser neue Dermittlungsvorschlag Erfolg haben möge. Der diplomatische Korrespondent der „Time s" berichtet, daß der Fragebogen, der 261/2 Seiten umfaßt, sieben Fragen enthalte. Er sei am Donnerstag und Freitäg im Foreign Office ausgearbeitet und am Samstagabend in der Form einer Denkschrift den diplomatischen Vertretern der 26 Nichteinmischungsstaaten übermittelt worden mit der Bitte, daß die Regierungen ihre Antworten baldmöglich st einsenden sollten, damit der Hauptausschuh des Richteinmischungsausfchusses aufs neue zusammentreten könne. Die sieben Fragen der Denkschrift seien in möglichst einfacher Form gefaßt und gingen daraus aus, daß die Regierungen klar zu verstehen geben sollten, ob sie den wesentlichen Teilen des britischen Kom- promihplanes zustimmen oder nicht. 2Nan sei der Ansicht, daß dieses Vorgehen in unzweideutiger Form die wesentlichen Mei - nungsverschiedenheiten zwischen den Mächten zutage treten lassen würde. Der diplomatische Korrespondent des „Daily Telegraph" meint, England habe seine Meinung bezüglich der Wichtigkeit der Zurückziehung der ausländischen Freiwilligen aus Spanien nicht geändert. In britischen Kreisen betone man, daß England entschlossen sei, seine Interessen im Mittelmeer zu wahren, daß man aber gleichzeitig warme und gute Beziehungen für Italien wünsche. Man sei der Ansicht, daß, wenn der Völkerbund in sechs Wochen zufammentrete, er sein Einverständnis dazu geben werde, daß Abessi-» nien als unabhängiger und souveräner Staat verschwinden solle. Der diplomatische Korrespondent der „Daily Mail" meint, Großbritannien unterstütze den Standpunkt Frankreichs und Sowjetrußlands, daß erst die ausländischen Freiwilligen in beträchtlichem Ausmaße zurückgezogen werden müssen, bevor eine Zugestehung der Krieg- führenden-Rechte möglich sei. 3n Londoner diplomatischen Kreisen habe man wenig Hoffnung, daß dieser neue Schritt die Verhandlungen aus der Sackgasse herausfüh- ren könnte. Man sei der Ansicht, daß der Fragebogen die zahlreichen Meinungsverschiedenheiten im Richteinmischungsausschuß lediglich stärker hervortreten lassen werde. „Daily Herold" meint, daß keine der großen Regierungen die Fragen des englischen Dokuments ohne Einschränkung annehmen werde Alsdann werde die ganze Angelegenheit zwecks Beratung dem Hauptausschuß des Nichteinmischungsausschusses unterbreitet werden und dann werde alles wieder von neuem anfangen. „News Chronicle" meint, in London und Paris fei man feit vielen Tagen bereits der Ansicht, daß es weitaus besser sei, klare Antworten zu erhalten, die unter Umständen zum Zusammenbruch führten, anstatt weitere neue Versuche zu unternehmen. Zur Unterredung Edens mit dem italienischen Botschafter will das Blatt berichten können, daß G r a n d i in sehr herzlicher Form auf die Wichtigkeit eines besseren Verstehens zwischen Italien und England hingewiesen habe. „S u n d a y T i m e s" will wissen, daß Deutschland und Italien infolge des Besuches von Lord Plymouth bei Ribbentrop nicht die sofortige Beseitigung der Flottenpatrouille verlangen würden Was die Zurückziehung der italienischen Freiwilligen betreffe, so seien wenig Anzeichen vorhanden, daß Mussolini hierzu bereit sei. Wenn er sich weigere, dann halte man m London einen Zusammenbruch des Nichtemmischungs- abkommens für unvermeidlich. Im englischen Fragebogen werde ausdrücklich erklärt, daß der britische Plan als Ganzes behandelt werden müsse und daß nicht der eine oder der andere Teil abgelehnt werden könne Die der Korrespondent weiter berichtet, hat die englische Regierung wahrscheinlich die Absicht, den Italienern eine Neuregelung der e n g l i sch - i t a l i e n isch e n Beziehungen in Aussicht zu stellen, wenn sie den englischen Richleinmischungsplau annehmen. Falls der britische plan erfolgreich wäre, dann könne die Zeit für weitere englischitalienische Besprechungen gekommen sein, um festzuslellen, ob die Verständigung zwischen England und Italien vom Januar dieses Jahres nicht doch noch erfolgreich verwirklicht werden könnte. Die britische Regierung sei ehrlich bemüht, die Verdächtigungen zu zerstreuen, daß ihr Aufrüstungsprogramm gegen Italien gerichtet sei. Echo in Paris. Paris, 25. Juli. (DNB.) In der Beurteilung der außenpolitischen Lage hinsichtlich der Erfolgsaussichten des neuen englischen Kompro- m iß plan es in der spanischen Nichteinmischungsfrage ist die französische Sonntagabendpresse sehr zurückhaltend. Im Zusammenhang'mit dem Besuch des Londoner französischen Botschafters Sorbin in Paris und feine Unterredungen mit den Leitern der französischen Politik verzeichnet der „Jntran- s i g e a n t" nur ganz kurz, daß (Sorbin nach Paris gekommen sei, um sich unmittelbare Anweisungen des französischen Außenministers zu holen. Frankreich, so schreibt der Jntransigeant, das stets mit England solidarisch sei, haben bereits wissen lassen, daß es das neue von London ins Auge gefaßte Verfahren billige, und dieses Verfahren stelle, man müsse es laut und deutlich erklären, den letzten Versuch der Nichteinmischungspolitik dar. Rom gegen Englands Fiklwn. Rom, 26. Juli. (DNB.) Die starke Beachtung des am Samstag im „P o p o l o d ' I t a l i a" erschienenen Artikels wird von der römischen Presse am Sonntag mit lebhafter Genugtuung verzeichnet, wobei die Zustimmung Deutschlands zu dem Mahnruf Mussolinis und zu seiner realpolittschen Einstellung hervorgehoben wird. „P o p o l o di Roma" weist hauptsächlich auf die Fiktion hin, an der England immer noch festhalte, in dem es die Augen vor der völlig ein« heutigen Wirklichkeit schließe und sich vor der Anerkennung der Kriegsrechte Francos sträube, die überhaupt nicht von der praktisch unmöglichen Freiwilligenfrage abhängig gemacht werden könne. England riskiere damit selbst, den Weg zu der wahren Nichteinmischung zu sperren. Im „M e f f a g g e r o" wird der Artikel des „Popolo d'Jtalia" ebenfalls besonders mit der Haltung Englands und dem neuen Versuch der englischen Presse in Zusammenhang gebracht, die ganze Schuld für ein Scheitern der Verhandlungen über den englischen Kompromißvorschlag auf Italien abzuladen. Im übrigen werden in den Pariser Korrespondenzen die Aussichten des neuen englischen Fragebogens ziemlich skeptisch besprochen. Sein Hauptverdienst werde vielleicht die Klärung einer undurchsichtigen Lage sein und daß mit seiner Beantwortung nach Ansicht des „Popolo di Roma" neue Gegenvorschläge erleichtert werden könnten. Siegreich für Deutschland entschieden. Caracciola gewinnt auf dem Nürburgring den preis des Führers. Auf dem Nürburgring, 25. Juli. (DNB.) Zu einem der heftigsten Kämpfe, die je auf dem Nürburgring ausgetragen worden sind, gestaltete sich der 10. Große Preis von Deutschland, der am Sonntag vor 300 000 Zuschauern bei schönem, aber kühlen Wetter mit dem fünften Sieg Caracciolas auf Mercedes-Benz endete. In 3:46:00:1 legte Earacciola die 501 Kilometer zurück, was einem Stunden- durchschnitt von 131,2 Kilometer gleichkam. Hinter ihm landete sein Markengefährte Manfred oon Brauchitsch in 3:46:46:3 (132,7), auf dem zweiten Platz. Bernd R o s e rn e y e r, der mit 9:55 Minuten und 137,8 Kilometerstunden einen neuen Rundenrekord aufstellte, hatte Pech und verlor durch Reifenwechsel kostbare Minuten. Er arbeitete sich vom 11. auf den dritten Platz vor. Nuvolari (Alfa-Romeo), Hasse (Auto-Union) und Kautz (Mercedes-Benz) waren die Nächstplacierten. (Ausführlicher Bericht im heutigen Sportteil. Die Schriftleitung.) Nach dem packenden Kampf um den 10. Großen Preis von Deutschland erstattete Korpsführer Hühnlein dem Führer mit folgendem Telegramm Meldung: Wein Führer? Ich melde: 10. Großer preis von Deutschland auf dem Nürburgring nach überaus spannendem Kamps siegreich für Deutschland entschieden. Sieger wurde Rudolf Earacciola auf Dercedes-Benz und damit Gewinner Ihres Preises. Zweiter Manfred v.Brau- chitsch auf Mercedes-Benz, Dritter Bernd Rose- meyer auf Autounion, heil, mein Führer! Korpsführer Hühnlein. Der Preis des Führers. (Scherl-Bilderdienst-M.) Aeußerung der parteiamtlichen „Prawda' den ersten Hinweis zu sehen auf einen neuen Monstre - prozeß, der logischerweise Jagoda neben den übrigen gestürzten Säulen des Regimes, Rud>utak, Krestinski, Salimow und den vielen andren auf einer Anklagebank vorführen mußte Wir jagen „logischerweise", denn noch scheint es nicht sestzu- stehen, ob der Kreml nochmals einen für das Prestige seines Staates so gefährlichen Einsatz wagt. Wie dem auch sei, in dem Prozeß der Umbildung der bestehenden, weiterhin mit bestimmten Persönlichkeiten wie es schien unlösbar verbundenen Machtpositionen im Sowjetstaat, in dem Prozeß der neuen Verfolgung^, Terror, und Ausrottungsaktion imKreise der bisherigen Spitzen des Regimes hat sich bereits jetzt die Notwendigkeit geze-gt, die allmächtige politische Polizei, die GPU-, prestige- mäßig wieder zu rehabilitiere n. 2)ies ist der Sinn der Auszeichnung Jeshows und seiner Ge- treuen, nur so kann die für westeuropäische Begaffe geradezu infam anmutende Proskynesis der Sowjetpresse und Oeffentlichkeit vor der GPU. gedeutet werden. Wenn man die Zeit des Machtkampfes im Staate, also gegen den Feind von außen und gegen die weißen Generale, als die erste Etappe der bolschewistischen Revolution bezeichnen will, und die zweite Etappe im Kampfe Stalins gegen Trotzki, sowie in der politischen Vernichtung des Bauerntums, der Kollektivisierung, sieht, [o wird man den gegenwärtigen, durchaus mit präventiven Schlägen Stalins gegen alle seine möglichen Gegner geführten Machtkampf, wobei die bolschewistische Revolution wie Saturn ihre eigenen Kinder wieder verschlingt, mit Fug und Recht als ihre dritte Phase bezeichnen dürfte. Aber auch in dieser dritten Etappe bedarf der bolschewistische Despotismus zur Aufrechterhaltung feiner Tyrannei über die Massen des russischen Volkes des „unerbittlichen strafenden Schwertes der proletarischen Diktatur" — wie die in ihrer neuen Machtstellung als gefügiges Instrument der Moskauer Machthaber wiedererstandene GPU. im Jargon der Sowjetpresse bezeichnet wird. Patriarch Barnabas f- Belgrad, 24. Juli. (DNB.) Das Oberhaupt der serbisch-orthodoxen Kirche, Patriarch Barnabas (W a r n a w a), ist in der vergangenen Nacht nach längerer schwerer Krankheit verschieden. Barnabas wurde 1880 im Sandschak Novipasar geboren und 1930 zum Patriarchen gewählt. Er widmete seine ganze Arbeitskraft dem Aufbau der serbisch-orthodoxen Kirche, die sich in den Jahren, in denen er sie als Oberhaupt leitete, stark entwickelte. Dem neuen Deutschland brachte Patriarch Barnabas Verständnis und Sympathie entgegen. Deutschlands Beileid. Berlin, 25. Juli. (DNB.) Der Führer und Reichskanzler hat der königlich-jugoslawischen Regierung zum Ableben des Oberhauptes der serbisch-orthodoxen Kirche, Patriarch W a r n a w a , sein und der Reichsregierung aufrichtiges Beileid durch den deutschen Gesandten in Belgrad übermitteln lassen. iA. Sergi nur eine Die bolschewistische Gefahr in Frankreich. EÄ’/!,ra seiner Partei saß.e in den Satz zusammen: sich au £ir @e fcb oon 6 hie 3 I Derbe Die hul DO rpine Ihr 3l ben $er$ efl ben n. en. jringi mit einer Neuordnung der Weltwirtschaft zusa hängen. rer der französischen Volkspartei, Doriot, sprach am Sonntagabend in Lyon über die kommu- 'tlsche Gefahr Nach seiner Ansicht drohe die Gefahr des Bolschewismus mehr denn je. Die „Libre B e l g i q u e" hebt hervor, daß es sich heute nicht mehr ausschließlich um die Frage der Zollschranken und der Kontingente handele. Die dem neuen internationalen Organ, das König Leopold Vorschläge, übertragene Aufgabe sei umfassender, da sie sich auf die gesamte wirtschaftliche Organisation der Welt erstrecke. Bezüglich der Form des zu schaffenden internationalen Instituts seien noch keine endgültigen Beschlüsse gefaßt. Es habe den Anschein, daß an eine Einberufung ganz weniger Spezialisten, die lediglich auf Grund ihrer Eignung ausgewählt würden, gedacht sei. Das würde bedeuten, daß nicht alle Rationen in dem Institut vertreten feien. Die betreffenden Persönlichkeiten würden sich in großeyi Umfange auf die Arbeiten stützen, die bereits augenblicklich vorlägen. Es sei wahrscheinlich, daß der Sitz des neuen Instituts in Brüssel sein werde. Es sei aber auch nicht ausgeschlossen, daß hierfür London gewählt werde. „Bi n gti eme S i e c l e" weist darauf hin, daß in der Erklärung des Königs nichts über die Einzelheiten der zu schaffenden Organisation enthalten sei. Es sei nunmehr an van Zeeland, die Wünsche des Königs mit den bisherigen Ergebnissen seiner europäischen Untersuchung in Einklang zu bringen. Es handele sich nicht darum, ein weltwirtschaftliches Parlament zu schaffen. Männer mit gutem Willen und wegen ihrer Sachkenntnis anerkannte Persönlichkeiten würden vielmehr eingeladen werden, unter den Auspizien des belgischen Königs, der ihnen eine moralische Unterstützung verleihe, den Schlüssel zu den großen wirtschaflsproblemen zu suchen. Amerika begrüßt die Vorschläge. Sozialdemokratischer Exminisser gegen Volksfrontregierung. Er verlangt nationale Front. Paris, 26. Juli. (DNB. Funkspruch.) Vor der o z i a ldemokratischen Vereinigung be- schäftigte sich der ehemalige Minister Frossard mit der Zusammensetzung der Volksfront- Regie r u n g , der er im übrigen nur eine kurze Lebensdauer voraussagte. Die Volksfront, so wie sie heute zusammengesetzt fei, könne Frankreich nicht retten, denn es fei unmöglich, im Hamen von nur 55 v. h. der Bevölkerung zu regieren. Da das unweigerlich zu einem Bürgerkrieg führen würde, müsse man die Volksfront in eine nationale Front umändern. Die augenblickliche Regierung könne nur eine Uebergangsregierung von kurzer Dauer fein. In wenigen Monaten werde man sich vor großen Schwierigkeiten befinden. stehenden Regierung dürften nicht dauernd erschwert werden, sondern mühten im Gegenteil vorbehaltlose Unterstützung finden. |ie SK tliniei ml d die t lvei & Wiudisct [irie ' Die sozialdemokratische Partei sei schon jetzt iw hd) zersplittert, weil sie nicht zugeben wolle,. Lande hinter den Radikalen nur an zweiter <ä: 3'U stehen. Die Freunde L6on Blums würden also gezwungen sehen, dem Ex per im- Ehautemps ein En be zu machen, ft wenn sie dies nicht täten, würde der äußerste Bi Flügel der sozialdemokratischen Partei zur Qtr Rente L"« Hj’Sente Leber den Parteien sieht das Leben der Nation. Ehautemps fordert Ruhe und Ordnung in den Straßen. - Gegen Erweiterung des Volksfrontprogramms. „News Chronicle" unterstreicht, bai Mission van Zeelands nutzlos fei, wenn endlosen Wirtschaftserörterungen Erörterungen als solche seien zwecklos, nur Handlungen als Vorspiel zur Tat hätten & , T? k io, 25. Juli. (DNB.) Am Sonntagoormit- tag fand die feierliche Eröffnung des äußerer- d e n tl i d)en R e ichs tage s im Beisein des Kai- ftrs, der kaiserlichen Prinzen und der Minister statt. Die Kundaebung des Kaisers beschrankte ■ 1. 0>e Aufforderung an den Reichstaa. mfätv n^e Mittel für die Bestreitung der Kosten des Nord- chmakonfllktes zu bewilligen. Oie wirtschastliche Mission van Zeelands. Oie belgische Presse zum Brief des Königs der Belgier. In einer Parteioersammlung in Lanemezan stellte der Generalsekretär der Radikalsozialen Partei Maz^ fest, daß die wirtschaftliche Lage Frankreichs auch weiterhin sehr e r n st bleibe. Die Oeffentlichkeit müsse verstehen, daß sie sich zu keiner Handlung hinreißen dürfe, die das begonnene Werk in Frage stellen könne. Erste Bedingung für dieses Werk sei die Ruhe, Ordnung und vor allem Arbeit. Werden diese Bedingungen erfüllt, so würde es jedem Finanzminister un- möglich sein, einen Franken st urz und als de- sen Folge eine senkrechtePreissteigeruna 3u vermeiden mit all den Gefahren, die diese für das Regime mit sich bringen würde. (Eine Anfechtung ober kritisierung der Regierung Ehautemps durch Parteien der Mehrheit fei unzulässig. Die Radikalsozialisten hätten die Regierung Blum seiner Zeit ehrlich unterstützt. Inzwischen seien die Arbeitsbedingungen für das neue Kabinett viel schwieriger geworden, heute müsse man sich auch loyal gegenüber der Regierung Ehautemps verhalten. Die Radikalsozialisten seien der Ansicht, daß eine gewisse Atemfreiheit heute notwendiger fei denn je. Stattdessen verlange man von ihnen, sie sollten ihre Zustimmung zu einer Erweiterung des Volksfrontprogramms geben, das noch gar nicht vollständig durchgeführt sei. So selbstverständlich eine zukünftige Zusammenarbeit fischen Parteien fei, die bisher zusammengearbeitet hätten, so unangenehm sei es aber auch, bafo geroiffe Parteien in einer be- ängstigend schwierigen Lage versuchten, der Regierung Bedingungen aufzuerlegen, deren erstes Ergebnis ein Bruch der Zusammenarbeit sein würde. Die Aufgaben der unter rabikalsozialer Führung K: Poris, 25. Juli. (DNB.) Aus einer Kundgebung in seinem Wahlkreis Loiret-Cher hielt Mlnister- präsibent Ehautemps eine Rede, in der er auf gewisse Vermutungen zu sprechen kam, die nach dem Beschluß des sozialdemokratischen Parteikongresses in Marseille bezüglich eines neuen Dolks- frontprogramms aufgetaucht waren. C haute m p s erklärte: Alle Franzosen, welcher Partei sie auch angehören mögen, wüßten, daß ein prinzipieller Fortschritt ohne Ordnunginden Finanzen, ohne Ruhe auf der Straße und ohne Aktivität in der Wirtschaftserzeugung nicht möglich sei. Seine Aufgabe fei nicht erleichtert durch die politischen Kundgebungen der Parteien. Die Tätigkeit der Parteien und ihre Propaganda feien durchaus gleichberechtigt, lieber dem Leben der Parteien stehe das Leben der Ration, für das die Regierung verantwortlich und rechenschaftspflichtig fei. Dos Programm der Regierungserklärung, das von der Mehrheit der beiden Parlamentshäuser angenommen worben sei, bleibe auch heute für bie Re- gierung richtunggebenb. Man müsse in Frankreich unb un Auslanbe wissen, baß bie Regierung diesem Programm treu bleibe unb seine Durchführung mit Entschlossenheit verfolgen werde, ohne einen anderen Wunsch zu haben als den, der Nation zu die- ”cn- Die finanzielle Lage verlange mehr denn je die „Pause". 1 Brüssel, 26. Juli. (DNB.) Die Initiative, bie König Leopold zur Unterstützung der wirtschaftlichen Mission des Ministerprä- sidenten ergriffen, und der Appell, den er bei dieser Gelegenheit an d i e Welt gerichtet hat, sin- det in der belgischen 'Sonntagsprefse einen starken Widerhall. Der Brüsseler „S o i r" schreibt, die Untersuchung über bie weltwirtschaftlichen Zustände, die Ministerpräsident van Zeeland übernommen habe, sei van ihm lebhaft und schnell durchgeführt worden. Der Miniftervräsident habe bereits Frankreich, England unb dem Präsibenten Roosevelt erklären können, wie er sich die Erreichung des ihm gesteckten Zieles denke. In diesem Rahmen müsse man nunmehr auch den Brief König Leopolds stellen. Wan befinde sich vor einer internationalen Mission von unberechenbarer Tragweite, die Belgien durch eine Moral auserlegt worden sei, der es sich nicht entziehen könne. Es handele sich jetzt darum, den Völkern Vertrauen in die Möglichkeit einer normalen wirtschaftlichen Zusammenarbeit zurückzugeben. Es dürfe kein falscher Schritt gemacht werden. Die belgische Regierung habe diese Aufgabe übernommen. In seinem Brief vom 21. Juli an den Ministerpräsidenten van Zeeland habe der König den Rahmen bestimmt, in dem sich die Aktion Bel- giens entwickeln werde. Das Blatt weist dann auf einige der Aufgaben hin, die in dem Brief König Leopolds ausdrücklich aufgestellt sind (Verteilung der Rohstoffe usw.) und meint hierzu, es ergebe sich nunmehr die Notwendigkeit, zahllose Auffassungen und Stellungen, die früher bezogen worden seien, zu revidieren, bisherige Doktrinen aufzugeben und gegenseitige Opfer zu bringen. Die der Regierung nahestehende „I n d e p e n - dence Belge" unterstreicht bie Erklärungen König Leopolds, daß der Weltfriede von der wirtschaftlichen Solidarität abhänge. Die Verteilung der Rohstoffe, der Währungsmittel und der Arbeit feien Probleme, deren schnelle Lösung allein in Europa und außerhalb Europas zu einer Befriedigung führen könne. Wenn der Völkerbund eine wirkliche universelle Gesellschaft der Nationen wäre, dann würde ihm die Aufgabe zufallen, die notwendigen Lösungen vorzubereiten. Pessimismus in der Londoner presse. Neue „Abmachungen zwischen den Regierungen". London, 26. Juli. (DNB. Funkspruch.) dem die englische Presse zunächst in allge^ Worten den Brief des Königs berj gier an Ministerpräsident van Zeelan> grüßt hatte, äußerst sie in ihren jetzt vorlie Kommentaren doch starke Bedenken, zumindi fickstlich der Durchführbarkeit der Vorschläge Leopolds. So schreibt die „Times" am Montag, bei der Belgier scheine eine Art ständigen Ichusses ins Auge zu fassen, der aus Wis schaftlern verschiedener Länder zusammen sei, die zwar von den Regierungen ausgesucht, trotzdem nicht als amtliche Vertrete' gesehen werden sollen. Es scheine jedoch kaum lieh, daß solche Beratungen mehr Erfolg würdeä, als diejenigen der Weltwirtschuftskoni von 1927. Was augenblicklich oon Not sei, nicht neue Beratungen zwischen Fachleuten doch ihre Regierungen nicht vertreten könnten, dem Abmachungen zwischen den Re r u n g e n , um etwas Zeitgemäßes in Einkl bringen. Selbst der kleinste konkrete Abschluß mehr Wert haben, als zehn Jahre akademis ratungen und ganze Bände mit platonischen schließungen. Das Wirtschaftsproblem der könne nicht gelöst werden, indem man ftü feine verschiedenen Phasen studiere. Auß werde die Gefahr nicht ausgeschaltet, daß Methoden der Untersuchung und der Berat eine Verzögerung gerade in den Aktionen ei die dringend notwendig seien und die, selbst es sich nicht um universelle Abkommen h immerhin doch erreicht werden könnten. Auch der „D a i l y Telegraph" meint, e« stehe fein Zweifel darüber, daß die Einsetzung Untersuchungsausschusses „kaum wirklichen bringen könne". „EinausländischesSeeransfranzöUchemVodeil' Stapellauf des „Vittorio Veneto". Neues35W0-Tonnen-LchlachtschiffJtaliens Rom, 26. Juli. (DNB.) Der S t a p e 11 a u f des 35 000 -- Tonnen - Schlachtschiffes „Vittorio V e n e t o" ist am Sonntag in Gegenwart des italienischen Herrscherpaares, verschiedener Mitglieder des Königs- und Kaiserhauses, ferner im Beisein der Spitzen von Partei und Behörden, darunter die drei Unterstaatssekretäre der Wehrmacht, auf der San-Marco-Werft in Triest glücklich vollzogen worden. Unter den geladenen Gästen befand sich auch eine Abordnung der Deutschen Arbeitsfront, geführt von Dr. Simon in Vertretung oon Dr. Ley, und begleitet oon Präsident Gianetti vorn Faschistischen Jndustriearbeiteroerband. Den deutschen Gästen wurde bei ihrem Erscheinen eine überaus herzliche Aufnahme zuteil. Das feierliche Ereignis, zu dem sich gegen 30 000 Zuschauer auf der Werft San Marco eingefunden hatten, gab Anlaß zu zahlreichen stürmischen Kundgebungen für das italienische Herrscherpaar und das ganze Königs- und Kaiserhaus. Dem Königs- und Kaiserpaar wurden bei Der Anfahrt und auch nach seiner Rückkehr immer wieder stürmische Ovationen dargebracht, und es mußte sich mehrmals auf dem Balkon des Regierungsgebäudes der jubelnden Menge zeigen. Die Taufe des Schlachtschiffes wurde auf besonderen Wunsch des Duce oon der Frau des Arbeiters Bertucci oorgenommen, der seit 40 Jahren mit Auszeichnung auf italienischen Werften arbeitet. Beim Erscheinen von Frau Bertucci brachen die Arbeitermassen aus Begeisterung über die oon Mussolini gewollte Eyrung in stürmische Kundgebungen aus, die sich erneuerten und zu einer minutenlangen Ovation steigerten, als die Königin und Kaiserin beim Abschied Frau Ber - tuccck auf beide Wangen küßte. (Sin Schritt des französischen Botschafters. B e r l i n , 24. Juli. (DNB.) Der französische Botschafter Francois-Poncet hat sich gestern abend in das Auswärtige Amt begeben und gegen die in der deutschen Presse veröffentlichte Nachricht Verwahrung eingelegt, wonach ein Kontingent Soldaten und Offiziere der französischen Fr em- denlegion nach Spanien geschickt worden wäre. Er hat außerdem das Dementi wiederholt, das sofort in diesem Zusammenhang von der französischen Regierung veröffentlicht worden war. Von deutscher Seite wurde dem französischen Bot- schaster hierbei u. a. vor Augen geführt, in welchem Umfang der französische Nachrichtendienst gerade in letzter Zeit immer wieder u n - richtige, Die deutsch-französischen Beziehungen vergiftende Meldungen über Deutschland verbreitet. Heue Kämpfe in Aordchma. Ernste Beurteilung der neuen Lage. Tokio, 26. Juli. (DNB. Funkspruch. Ostasien- dienst des DNB.) Das Nachrichtenbüro Domei meldet den A u s b r u ck) neuer Kämpfe in Nordchina. Die Zunahme der Spannung zwischen den Truppen der chinesischen 29. Armee und der verstärkten Nordchina-Garnison Japans hat in der Nacht zum Montag zu ernsten Z u- sammenstößen bei Lanfeng an der Eisenbahnlinie Tientsin g—P e i p i n g, am Standort des 226. Regiments der 37. Division Generals Fengschians, geführt. Japanische Verstärkung ist oon Tientsin her unterwegs, da nur eine kleine japanische Einheit einem weit überlegenen Gegner bei Lanfeng gegenübersteht. Mili- tarische Kreise sehen den Ausbruch neuer Kämpfe nach erfolgter lokaler Einigung mit Suncheyuan seh r ernft an, da die Aussichten zur friedlichen Losung des Nordchina-Konfliktes solange, als die 29. Armee und besonders die 37. Division auf nordchinesischem Boden stationiert sei, stark verringert wäre. SjSfl Mer D ur Meftott A Au i pt|01 J ührun Die hiesigen militärischen Kreise heben hervor, daß bei dem Zwischenfall auf der Station Lan- ieng nicht Truppen der seit langem als japanfeind, lief) bekannten 3 7. Division, sondern Teile der 3 3. Division in Erscheinung getreten sind. . Die politischen Kreise messen der Verwicklung der 38. Division in die Kampfhandlungen erhebliche Bedeutung bei, da nunmehr auch die Entfer- si n n g ö i e f e r Division neben der schon geforderten Zurückziehung der 37. Division zu erwarten sei. Die beiden Divisionen bilden Das RückgraD Der in Den Provinzen Hopei unD Tschachar stehen- Den 2J. Armee Des Generals Sungtscheyyans. Nach der Meldung oon neuen Kämpfen be- Lan- das Hauptquartier der japanischen NorDchma-Truppen mit, daß sich die 3 7. Divi- fion Der chinesischen Truppen weigere, • $ cf’P?n9 »oHftänbig Zu räumen. Auch festlich Peipmys hatten nur kleine Teile Der 37. Division den Rückzug auf das Westufer des Rung- ting-Fluffes angetreten. Andere Teile dieser Truppe waren beim Ausheben neuer Stellungen unweit Peipinas. Nach einer Mitteilung Domeis habe der japanische Konsul in Kanton scharfen P r o t e st wegen „stän- ÄS.- Verschärfung antijapanischer Agitation in Sudchina" erhoben. Die Bahnstation Lanfeng an der Strecke Tientsing—Peiping, sowie die in Der Nähe liegen- den chinesischen M i l i t ä r b a r a ck e n würben am Montagmorgen von 5 Uhr ab Durch sieben !>?P?nftche Flugzeuge mit Bomben belegt. AnschliehenD besetzten japanische Truppen Den Bahnhof. Gegen 11 Uhr war in Peiping roicDcr Sa« nonenDonner zu hören. Zusammentritt des japanischen Reichstages. Washington, 24. Juli. (DNB.) Außenminister Hüll äußerte sich am Samstag in Der Pressekonferenz zu Dem Vorschlag Des Königs Der Belgier, eine internationale wirtschaftliche Studienorganisation zu schaffen. Der Außenminister bezeichnete diesen Plan als -,e r m u t i g e n b" unb „sehr zeitgemä ß". Hüll fügte hinzu, es könnten gar nicht genug fachliche unb unparteiische Stubien unb Untersuchungen über bie wirtschaftlichen Verhältnisse unb Beziehungen nationaler unb internationaler Natur Durchgeführt roerDen. Er, Hüll, roerDe sich freuen, wenn man sich in allen HauptstäDten unb Außen- u Ministerien mit ben Fragen eingehenb befaßte, bie jh Früher hätten die Streitigkeiten unter Franzosen stattgefunben. heute handelt es sich darum, gegen ein ausländisches Heer zu kämpfen, das auf franzöfifchem Boden lagere und von Männern mit fran- zöfifchen Ramen geführt werde. Die Schlagworte der kommunistischen Revolution in Sowjetruhland hätten die Arbeiterschaft, die der bürgerlichen Ideologie müde war, verblendet aber sehr bald hätten sie feststellen müssen, daß das Sowjetregime gerade dem Arter noch weniger Freiheit gebe, als der bürgerliche Kapitalismus. Der Marxismus fei keine Lehrmeinung, sondern eine Illusion. Er sei ein Verrat am XJ a n ö. Wenn er, Doriot, nicht diese Ueberzeugung g^womien hätte, dann wäre er heute noch Marxist oder Kommunist. Es sei aber mutiger, einen frü/je- ren Irrtum anzuerkennen. Der Zusammenbruch lener vermeintlichen Ideale habe ihn dazu geführt den Kampf aufzunehmen, in dem er mehr Nacken- Imlage als Ehren daoontrage. Auf dem schnellsten 0 sch oh Doriot, müsse man einen starken >2chutzwall gegen die vernichtende Sturmflut er« richten. Sodann verbreitete sich Doriot über feine Idee r ? n L? Freihei V', deren Haupt- punft darin bestehe, den Interessen Frankreichs zu bienen. Diese Jbee werbe siegen. Den Bunbesgenos- len gegenüber müsse man Zugeständnisse machen, aber ben Femben gegenüber gelte es, Mut zu „Rach der Vernichtung des kommunismui wieder aufbauen!“ Man müsse Die Erzeugnisse Der Arbeit ve» bie Bauern gegen bie Spekulativ schützen unb bie Familie als Zelle Nation wahren, um schließlich bas W'r’ ZU schaffen, b. h. ein mächtiges Volk unter de/n gime ber Freiheit und der Gleichheit, geeint unM der Fahne ber französischen Revolution. Kommunistische Mordtat bei Lille. Paris, 26. Juli. (DNB.) In Hellemes» Lille hat em feiger kommunistisch^ Morbschütze ein Mitglieb ber französischen zialpartei be l a Rocques burch vier Reoo 1 verschlisse niebergeftrerft. Zwischen Dem W Der unD seinem Opfer hatte vorher eine Aussig Versetzung ftattgefunDen, bei Der es zu Tätlichkeit' kam. Der Kommunist eilte Daraufhin nach W holte sich einen Revolver unb lauerte bann fein* Gegner an einer einsamen Stelle auf, die bin* auf dem Heimwege passieren mußte. Vier v* sechs Schüssen trafen. Der Verwundete, ein W oon vier Kindern, erlag kurze Zeit nach (Einlieferung ins Krankenhaus seinen Verletzung Der Täter hat vor ber Polizei ein volles Gestand^ abgelegt. Acht Tote bei einem Autobuszusammenstoß i» Rordfrankreich. Ein Autobus, Der englische Ausflügler befördernd ist auf Der Straße von Aböville nach Boulogne ' JiorDfranFreid) mit einem anDeren Autobus, in sich eine Schar KinDer mit ihren Eltern befaj Zufammengestoßen. Bis jetzt sind a«' Tote unb 30 Verletzte festgestellt worlx!" Mehrere Verletzte befinden sich in Lebensgefahr. * „ ^rn, fflPer wtt großer Mehrheit angenommen Entschließung bringt Die Partei zum Ausdruck, id Frankreich einen Ausweg aus den augenbücfltii Schwierigkeiten nur in Der Ruhe und Der Ach!^ oor Der Legalität unb nicht etwa in Der Gew finDen könne. Das LanD müsse zeigen, Daß es i Rahmen einer Demokratie möglich sei, legal Ü I Krise zu bekämpfen. Eisenerzerschließung Gesangvereine sind Kulturträger! Ullis § 5. zur Tat HW eiterung x noch ,um Festspiel- bild. Neu besetzt war auch die Rolle des Königs hervorragenden Heinrich durch Ludwig H 0 fman n von der Staats- u. a. Prinzessin oper Wien, der mit tragendem Bah und — oei Akt 14 in 3m Mittelpunkt der solistischen Leistungen stand bii Elsa von Maria Müller. Die vollendete Kul hr ihres silberhellen Soprans bezauberte die yorer etvn so wie die darstellerische Erfüllung der Rolle. in ersten Mal sang in Bayreuth Marcel W' t t- der Gesellschaft kann die Errichtung und der Be- ib von Aufbereitungs- und Verhutungsanlagen I gerlin, 24. Juli. (DNB.) Der Beauftragte für ber Dierjahresplan, Ministerpräsident Generaloberst !tz>ring, hat am 23 Juli 1937 folgende Anord- r . n g erlassen: risch von der Berliner Staatsoper den Lohengnn. Mit seinem weichen ebenmäßig geführten Tenor entwickelte er die Gestalt vor allem aus ihren lyrischen Elementen zu einem eindrucksvollen Gesamt- unterstreicht, b, L05 sei, w 'örterungk! i zwecklos, mir Sache, die Francos Armee heule mlk derjenigen vom Beginn des Bürgerkrieges gemeinsam habe. Ordnung und Organisation, sowie eine gute Aufrüstung seien die Borteile derjenigen Männer, die die bolschewistischen Horden im ersten Jahre bis nach Madrid zurückschlugen. Die Zeit nicht mehr ein Faktor zugunsten der Bolschewisten. Den Sowjetspaniern bleibe nur noch ein Vorteil, nämlich das gestohlene spanische Gold. In nationalspanischen Gebieten gebe es eine Fülle von Lebensmitteln, während sich bei den Bolschewisten die Knappheit immer mehr bemerkbar mache. \ Selbst die strategisch vorteilhafte Lage der Verteidiger von Madrid werde mehr und mehr durch die schlechte Moral der bolschewistischen Banden aufgehoben. Kurzum Francos Sieg sei niemals so sicher gewesen, wie heute, und es sei sehr gut möglich, daß er sehr plötzlich komme. Der nationale Heeresbericht. Salamanca, 26. Juli. (DNB.) Der nationale Heeresbericht vom Sonntag meldet von Zum Deutschen Sängerbundesfest in Breslau. Don Mathilde v Leinburq. " in Bayreuth Die Zahrhunderthalle in Breslau erwartet die deutschen Sänger. In wenigen Tagen werden viele Tausende deutscher Sänger aus dem In- und Ausland in Breslau zum 12. Deutschen Sängerbundestag zusammenkommen. Diese Aufnahme zeigt die Jahrhunderthalle in Breslau, die im Mittelpunkt der großen Ereignisse stehen roirb. — (Scherl-Bilderdienst-M.) Franco hat ein siegesgewiffes Volksheer Ein Engländer berichtet über feine Eindrücke in Spanien. Die Aufnahme zeigt den Führer am Fenster des Festspielhauses, wo er die begeisterten Huldigungen der Bevölkerung entgegennimmt. Neben ihm steht man Generalfeldmarschall von Blomberg, Reichsminister Dr. Goebbels und Frau Wimfried Wagner. — (Scherl-Bilderdienst-M.) § 1 gergbauberechtigte können zum Zwecke bei Aufschlusses und Abbaues von Mineralien z u- jcinmengefchlossen werden. § 2. t Der Zusammenschluß kann in der Form erfolgen, jß den Bergbauberechtigten gegen Einbringung Bergbauberechtigungen und Mutungen Betei- lijingen an einer Gesellschaft, die den Aufschluß UID den Abbau der Mineralien übernimmt, gewährt utrben. Oas Reich kann sich an der Gesellschaft betet- tuen. Seine Beteiligung braucht nicht in der §jsbringung von Bergbauberechtigungen und Mu- § 3. Die Rechtsform des Zusammenschlusses und die Mtlinien für die Satzungen der Mitglieder be- sünmt der Beauftragte für den Vierjahresplan. Ms die Mitglieder über die Höhe der Anteile nicht einig werden, entscheidet der Beauftragte für den Urrjahresplan § 4. Ru den Mineralien im Sinne dieser Bestimmung [Ören die nach dem geltenden Recht verleihungs- igen Minerauen mit Ausnahme von Steinke, Braunkohle, Steinsalz, sowie der Kali-, Ma- jksia- und Borsalze nebst den mit diesen Salzen i| der nämlichen Lagerfläche vorkommenden Scllz- Solquelle. dirigententätigkeit noch durch ihr eigenes Volksliederschaffen verschönten und daher zu den unvergänglichsten Verbreitern des Männergesangs gehören, und Franz W ü l l n e r, der für ganz Deutschland vorbildlich wirkende Chor-Erzieher in München. Nicht zuletzt ist des Brahms-Freundes Bernhard Scholz zu gedenken, der, um auch den Arbeiter in die deutsche Musik einzuführen, gegen Ende des vorigen Jahrhunderts in Frankfurt am Main den ersten, aus handwerklich arbeitenden Schichten der Bevölkerung bestehenden „Volkschor" bildete. Scholz, der langjährige Direktor des Hoch- schen Konservatoriums in Frankfurt,, wußte, daß das bloße Mitanhörendürfen von Musik lange nicht die Befriedigung gibt, wie das selbsttätige Mitwirken. Wie wsirde sich dieser 1916 gestorbene Volksfreund gefreut haben über die endlich errungene Stellung des Arbeiters im Dritten Reich! Vom dröhnenden Schlachtgesang der Germanen, dem Barditus, von dessen Angst und Schrecken ver- breitender Wirkung Tacitus berichtet, bis zu den wohlgeschulten, Stürme der Begeisterung hervor- rufenden Massenchören der Gegenwart war ein weiter Weg, auf dem sich Wissen und Können, Kunstschaffen der Größten unserer Nation und lieblichste Liederfindung aus unserem Volke selbst verbanden. Die dem Deutschen angeborene Sangesfreude und die Leidenschaft, wenn es sich darum handelt, im Kreise gleichgesinnter Genossen das, was das Herz bewegt, in Tönen herauszujubeln oder zu beklagen — diese urdeutschen Eigenschaften sind heute bei uns ebenso vorhanden wie vor Jahrtausenden. imM § 6. Diese Anordnung tritt mit dem auf die Verkündung folgenden Tage in Kraft. Reichswerke AG. für Erzbergbau und Eisenhütten »Hermann Görings gegründet. DNB. Der Beauftragte für den Vierjahresplan, Ministerpräsident Generaloberst Göring, sprach am Freitagnachmittag vor Vertretern der eisenschaffenden- und -verbrauchenden Industrie, des Eisenhandels, der Bauwirtschaft u. a. über Maßnahmen und Verpflichtungen, die künftig für die Eisenwirtschaft gelten. Im Laufe der Sitzung teilte Generaloberst G ö - ring mit, daß er eine Gesellschaft ins Leben gerufen habe, die unter Führung des Reiches die Aufgabe hat, die Eifenerzvorräte des deutschen Bodens in nationalwirtfchaftlich notwendigem Ausmaß zu erschließen und auszunuhen. Die Gesellschaft führt den Namen Reichswerke für Erzbergbau und Eisenhütten „Hermann Göring". Sie hat ihren Sitz in Berlin. 2)en Aufsichtsrat bilden: Staatssekretär Körner als Vorsitzender, Direktor Dr. Voß, Deutsche Revisions- und Treuhand A.G., als stellvertretender Vorsitzender, der Generalsachoerständige Jng. W. Keppler, Ministerialdirigent Nasse, Reichsfinanzministerium, Ministerpräsident K l a g g e s, Branschweig, Präsident Lange, Berlin,, Generaldirektor R ö h n e r t, Lüdenscheid. Zum Vorsitzer des Vorstandes wurde Paul Plei- g e r bestellt. Mit dem Aufbau der Hüttenwerke hat die Reichswerke A. G. für Erzbergbau und Eisenhütten „Hermann Göring" die Bassert-Kommandit- gesellschaft, Berlin, beauftragt. Von der Gesellschaft werden zuerst Werke im Bereich der Erzvorkommen im Salzgitter-Gebiet, in Baden und in Franken errichtet. Zum Abschluß der Besprechung sprach der Generalbevollmächtigte für die Eisen- und Stahlbewirtschaftung, Oberst von Henneken, über die nächsten Aufgaben seiner Geschäftsgruppe. clto'rtlN5, < M" N°, Ichen Fach,., Paul Geilsdorf ist der Festdirigent beim 12. Deutschen Sänger- Bundesfest in Breslau. (Scherl-Bilderdienst-M.) unter Führung des Reiches. Anordnung des Beauftragten für den Dierjahresplan Ministerpräsident Göring. Als „reichswichtige Veranstaltung" findet das 12. Deutsche Sängerbund esse st vom 28. Juli bis 1. August in Breslau statt. Neben der Sängerschaft des ganzen Reiches werden sich auch die auslandsdeutschen Sangesbrüder an dem machtvollen Bekenntnis zur Heimat und zum deutschen Liedgedanken beteiligen. Mit diesem Fest der ge- amten deutschen Chorgesangskunst feiert der „Deut- che Sängerbund" gleichzeitig sein 75jähriges 8 esteh en. Wie lange aber die Deutschen sich chon zu Chorvereinigungen zusammengefunden haben, erweist sich daraus, daß einer der dem ,.Deutschen Sängerbund" als Mitglied angeschlossenen Chorvereine ursprünglich noch eine Kantorei aus Gräfenhainichen in der Provinz Sachsen gewe- en ist, von der es schon 1575 hieß, daß sie „schon lange bestehe". Die frühesten in Deutschland nachweisbaren Ge- angvereine hatten nur die Verherrlichung des Gottesdienstes zum Zweck. So z. B. — wie der Erforscher der Musikgeschichte Mitteldeutschlands, Professor Arno Werner, herausbrachte — die 1439 zu Staßfurt gegründete Brüderschaft „Corporis Christi“. Schon ein Jahr später entstand in der Provinz Sachsen, in Delitzsch, eine Vereinigung weltlicher Musikbeflissener für Kirchengesang, genannt die „Zunft der gelahrten Bürger", die sich nach der Reformation zu einer „Evangelischen Kantorei" umbildete. Was viel später der von Friedrich dem Großen als „Accompagneur" seines Flötenspiels nach Berlin gezogene Carl Friedrich Christian Fasch durch seine Stiftung und erste Leitung der „Berliner Singakademie" und nach ihm der Goethe- Freund Karl Friedrich Zelter — ein Maurerssohn und, trotz Gymnasialstudium, als Maurer und Baumeister lange noch selbst wirkend — durch seinen 1809 in Berlin gegründeten, ersten richtig geschulten Männergesangverein (auch die Bezeichnung „Liedertafel" hierfür hat Zelter selbst erfunden) für das Sangeswesen in Deutschland bedeu- heten, ist längst gewürdigt worden. Viele von Goethes Geselligen Liedern, wie, um nur eines zu nennen, das allbekannte „Ergo bibamus“, hatte Goethe für diese heute noch bestehende Zeltersche „Liedertafel" geschrieben, und Dichter, wie Ludwig U h l a n d , Gustav Schwab und Wilhelm Hauff waren Mitglieder der Männergesanaver- eine an ihrem Wohnsitz, denn gerade die Gesangvereine sind es ja, die die Dichtungen, vor allem vergessene und neue Volkslieder ins Volk bringen. Unaufzählbar sind die Verdienste aller, die sich um die Verbreitung der Chorvereine in Deutschland bemüht haben, Legion ist die Zahl der „Kleinen", die Große genannt würden, wenn es derer nicht gar so viele wären. Wie Meilensteine aber ragen heraus: einer der frühesten, die Zelters „Liedertafel" weitertrugen, der 1860 verstorbene Karl Zöllner, der eine solche Vereinigung in Sachsen ins Leben rief, der Braunschweiger Franz Abt und der Schwabe Friedrich Silcher, diese zwei Tondichter, die ihre Chor-- Kunst und Wissenschaft Uraufführung des Italienischen Jilins „Mario“ in deutscher Fassung. =■>„ aröfttcn Lichtspieltheater Dresdens, im „Kapitol, wurde der italienische Film „Mario" aus der Kampfzeit des neuen Italien in deutscher Saffuna uraufgeführt. Der Aufführung wohnte ,u- lammen mit Vertretern der Partei der Wehrmacht und der Behörden die gesamte .tal.enische Kolonie bei Hitler-Jugend und BDM. hatten große Ab- Ordnungen entsandt. Zu Beginn fangen Jungvolk, nimnfe die mit ihren Fahnen und einer Abordnung der Balilla auf der festlich geschmückten Bühne aufmarschiert waren, das Lied ..Unsere Fahnei flat, terl uns voran!" Der Film, der außerordentlich gut simchronisiert ist. wurde mit starkem Beifall auf- genommen. er Partei I des kornM^ j i sei schon jH ht zugeben r nur an zwckk I i Blums M?, ju m a L n /M rde bet MM en Maries ju 1 nüjje man mi:| l Die rechM zerrüttet. 3n r | en verschwiM!' en auch nicht & \ )ktober U >»' iefinben weck, de, daß Franl^ i )er Franzosen i'l chrheit angey tei zum Auson-I 15 den augenti-S Nuhe und der!j etwa in der « isse zeigen,. möglich fei, 1!m iiion. BL- ihr^t aller Bewegtheit — gemessener Würde der deutschen Jdealgestalt entsprach. Das Paar der Gegenspieler wurde wieder verkörpert von Margarethe K I o ] e, die der Ortrud die hochdramatische Durchschlagskraft und den satten Klang ihres Alts gab, und von Jaro Prohaska, dessen Telramund zu den stärksten Eindrücken der Aufführung gehörte. Mit Herben Janssen als Heerrufer an der Spitze waren auch die kleineren Rollen erstrangig besetzt. Neben dem hervorragenden Festspielorchester bewies der große Chor ein prächtiges Stimmatenal. dessen Einsatz unter der Leitung des Chordirektors Friedrich Jung zu der überwältigenden Wirkung der Aufführung wesentlich beitrug. — Obwohl nach Bay- reuther Brauch die Künstler nicht vor dem Vor- Hang erscheinen, gab die Festgemeinde ihrer Begeisterung durch starken Beifall nach ,edem spontan Ausdruck. " tel« Adschl>j « «fabemi M piatoiÄ Problem "dem men • studiere. £ geschaltet, bai und der Be Aktionen, und die, fefä ! Abkommen S ’n könnten. 1 ills zweite Aufführung der Bühnenfestspiele in Greuth ging der „Lohengrin" in Szene. Bieder waren die Straßen dicht gesäumt von Aschen, die dem Führe r, der auch dieser Vor- fltkung beiwohnte, auf dem Wege zum Festspiel- tyiis zujubelten. Unter den vielen hervorragender airländischen Teilnehmern sah man u. a. Prinzessin Mrrie von Savoyen und den ehemaligen Znen Ferdinand von Bulgarien. Von «Uscher Seite nahmen außer den bereits bei Der Cüfsnung genannten Persönlichkeiten teil: Reichs- ninifter Dr. ©ürtner, die Staatssekretäre Lam- tntr s und von Keudell, und die Gauletter Neichsstatthalter Mutschmann und F o r st e r. hio nrnfcfir+trte NeUIN NeNie- Bonbon, 26. Juli. (DNB. Funkspruch.) Em aus Spanien zurückgekehrter Pressevertreter berichtet in der „Daily M a i l" über den Stand der Dinge in Spanien. 3n kürze, so schreibt er u. a., werde Spanien zu den Ländern Europas gehören, die sich mit Erfolg des Bolschewismus entledigt haben. Man sage, daß Madrid immer noch nicht gefallen sei,'obschon Franco eine Armee befehlige, die mehr als die Hälfte Spaniens vom Bolschewismus gerettet haben. Man dürfe aber nicht vergessen, daß General Franco, als. er zu seinem Kreuzzug auszog, mit n i ch t s b e g o n- n e n habe. Jetzt habe F r a n c o e i n D o l k s h e e r hinter sich, das nicht einen Augenblick an feinem Siege zweifele. Nach einer Würdigung der Verdienste der Freiwilligen, die nichts anderes wollten, als opa« nien stark und frei vom Bolschewismus zu machen, fährt der Berichterstatter fort: In arten feinen Tellen sei das Heer Generals Franco nun stark genug, um sich selbst überlassen bleiben zu können. Das nationale Spanien beginne das zweite Jahr mit einer vollständigen und modernen Kampfwaffe. Nur der unbezwingbare Geist der urfprünglichn Guerilla-Kämpfer fei die einzige <4.u| i ui;i uny ----? s. rc 's hng zu Grunde, die Heinz Tie t, en und Erntt ^teetorius im vergangenen Jahre geschaffen Uen. Dennoch sind die diesjährigen Lohengnn- Msührungen keine einfachen Wiederholungen. Wie ftis bei den Bayreuther Festspielen, ist m der Nebenarbeit von den Solisten und den aus ganz Deutschland zusammengezogenen Orchestermusikern non Neuem die Gemeinschaft im Dienste an der Surft Richard Wagners geformt worden, so Daß entsprechend dem Grundsatz der oorjabngen Jnsze- ninung, die in manchen Einzelzügen noch vertieft Horben ist, eine Neueinstudierung von strenger Geschlossenheit und ursprünglicher Lebendigkeit gescha - hn wurde. Da der Generalintendant der Preuhl- cheli Staatsoper, Staatsrat Heinz Ti e t j en, außer bfr Regie auch die musikalische Leitung ubernom- tr,r hat, bot sich dem ausverkauften Hause eine Aü'ührung von großer Einheitlichkeit dar. Die Ittiperamentvolle, auf die theatralisch - drarna ft s ch en lElemente der Musik und die Entfaltungsmöglichkeiten der Sänger besonders bedachte Ausdeutung des 'Draenten vollendeten den Zusammenklang mit bm außerordentlich belebten und feinsinnig geg ie- birien szenischen Vorgängen. Aufs neue erwies n hobt\ die Bühnenbilder von Professor P r e e t o - rit 5 ihre geschmackvolle Pracht und sinnvolle Zim JQPl)u meid '6 die Einsetzd im mi ff'4/ ■IUtu uun xiu|ucivu.unys® unu ocujuiuiiysumuycii rn,*en litnb die ^Beteiligung an deren Körperschaften gestctt- )te werden. „Lohengnn Der zweite Tag der Bühnenfestsplele. auen!** I der Arbeitk I lje als Z | $er Aufführung lag die großartige Neuinszenie- iMließlich hnn rarunho hio Sv.'mA Tietien und (rmil I )3n«eI ■ ■ I yfsj ck> lauerte - en INE fr* I •sMl Ngen ' r x. ’n q0os feww,l -'N Lber uus TM ander zulaw !W U’gen auLeillägen Lu bestehen. che Bertr.iK öas Reich kann sich auch durch eine von ihm be- -’Ne jedoch kanUhEte Gesellschaft beteiligen. . urehr (F^n, 2ie Bergbauberechtigungen gehen einschließlich bei Bergwerksbestandteile auf die Gesellschaft über. W A. k WWWW Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum» schein. Verantwortlich für Politik und für die Bild«:: Dr. Fr. W Lange (beurlaubt). Vertreter: Ernst Blumschein; für Feuilleton: Dr.Hans Thyriot; für dem übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hem; Beck (beurlaubt). Verantwortlich für den Inhalt den Anzeigen: i. V. Hans Thein. D. A. VI. 37: 9104.. Druck und Verlag: Brühlsche Unioersitätsdruckerei: R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugs- preis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr,, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufs>> preis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit ber Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 gültig. den Fronten von Asturien und Leon Gewehr- und Geschützfeuer. An der Front von Aragon wurde der Vormarsch der nationalen Trupven im Abschnitt von Albarricin fortgesetzt und sechs wichtige Stellungen besetzt. Der Feind, der auf der Flucht viele Gefallenen und Kriegsmaterial zurückließ, wurde weiter verfolgt. Front von Madrid: 3m Abschnitt von Vrunete (das die nationalen Truppen am Samstag eroberten und samt allen bolschewistischen Befestigungen besetzten) beabsichtigte der Feind, die gestern (Samstag) durch unsere Truppen eingenommenen Stellungen wieder zu erobern. Diese verzweifelten Gegenangriffe wurden zurückgeschlagen. wobei er große Verluste hatte. Der Feind wurde weiter verfolgt, unsere Frontlinie beträchtlich vorgeschoben und Stellungen des Gegners beseht. 3n einem der Teilkämpfe wurde eine b o l f ch e - wistische Truppen - Abteilung in Stärke von etwa 6 0 0 0 211 a n n in d i e Flucht geschlagen und von unseren Fliegern und Artilleriefeuer verfolgt, wobei der Feind große Verluste hatte. Umfangreiches Kriegsmaterial fiel in unsere Hände. Samstag und Sonntag verlor der Gegner 2 4 sowjet- russische Tanks. 3n einem einzigen Schützengraben wurden über 40 INaschi- nengewehre gefunden. 58 Milizen mit Waffen sind zu uns übergegangen, und die Zahl der Gefangenen wächst unaufhörlich. Fliegerei: In mehreren Luftkämpfen haben nationale Flieger 15 bolschewistische Flugzeuge abgeschossen. Seit Beginn der Offensive verlor der Gegner insgesamt 10 6 Flugzeuge. Bildung einer neuen spanischen Nationalregierung. St Jean de Luz, 25. Juli. (DNB.) Augenblicklich wird eine neue spanische Nationalregierung, die den „Technischen Ausschuß" ersetzen soll, gebildet. Wie aus zuverlässiger Quelle verlautet, ist General Graf I o r d a n a , der Vorsitzende des Technischen Ausschusses, zum Ministerpräsidenten ausersehen. Als Innenminister nennt man General Martinez Anido, der diesen Posten schon in der Regierung Primo de Riveras bekleidet hatte. Aus aller Welt. und wegen eines Vergehens der Verführung, beide verübt in Tateinheit, zu drei Jahren Gefängnis und Fasel wegen eines fortgesetzten Verbrechens der Unzucht mit Kindern zu anderthalb Jahren Gefängnis. Die Untersuchungshaft wurde beiden Angeklagten in Anrechnung gebracht. Der Haftbefehl wurde aufrechterhalten. * Ein ähnlicher Fall, der ebenso wie der Nürnberger Prozeß ein Schlaglicht auf die Moral gewisser Kreise der römisch-katholischen Kirche wirft, wurde vor der Großen Strafkammer in Lands- Hut verhandelt. Der Kooperator Thomas Härtl war seit 1. Mai 1934 in Rottenburg und hatte den Religionsunterricht in den Volksschulen Pattendorf und Münster wahrzunehmen. Während des Unterrichts verübte er in vier Fällen an Schülerinnen im Alter von 8 bis 12 Jahren fortgesetzt unsittliche Berührungen. Der Staatsanwalt beantragte eine Zuchthausstrafe von einem Jahr neun Monaten. Das Urteil lautete unter Zubilligung mildernder Umstände auf ein Jahr sechs Monate Gefängnis. Hans H. Zerlett zum Produktionschef der Tobis berufen. Mit Zustimmung des Reichsministers für Volksaufklärung und Propaganda Dr. Goebbels wurde der Regisseur und Schriftsteller Hans H. Zerlett zum Prodüktionschef der Tobis berufen. Aemlerweltflreit der Deutschen Reichspost. 3itm Kapkäne als SittWkeits- verbrecher vor Gericht Nürnberg, 23.Juli. (DNB.) Der seit Anfang dieser Woche in Nürnberg vor der Ersten Großen Strafkammer des Landgerichts gegen zwei Ka plän e der römisch-katholischen Kirche durch- aeführte Sittlichkeitsprozeß kam Donnerstag zum Abschluß. Die beiden Angeklagten, der Kaplan Johann Schmitt, der zuletzt Pfarroerweser in Altmannshausen war, und der jetzt 38jährige Kaplan August Fasel haben sich während ihrer Tätigkeit an der Sankt Elisabeth-Kirche in Nürnberg schwere sittliche Verfehlungen an ein und demselben Mädchen zuschulden kommen lassen. Der Angeklagte Johann Schmitt war von 1930 bis März 1935 Präses des zur Pfarrei St. Elisabeth gehörenden Jungmädchenoereins „Weiße Rose". Seine Aufgabe als Vereinspräses bestand in der Hauptsache darin, den Mitgliedern, volksschul- und fortbildungsschulpflichtigen Mädchen, religiösen Unterricht zu erteilen und erzieherisch auf sie einzuwirken. Zu diesen Vereinsmitgliedern zählte auch das Opfer des Schmitt, die am 3. November 1919 geborene Metha W. Schmitt fand an dem Mädchen, das bisher unbescholten war, Gefallen, und benutzte seine Stellung als Präses dazu, es auf ein Zimmer im Pfarrhaus einzuladen und unzüchtige Berührungen an ihm vorzunehmen. Das Widerstreben und die moralischen Bedenken der noch nicht 14jährigen wußte er durch den Hinweis zu beschwichtigen, daß ihr Tun keine Sünde sei. Die vollständige Verführung des Mädchens nahm Schmitt vor seiner im März 1935 erfolgten Abreise nach Tübingen vor. Später übernachtete der Kaplan mit dem Mädchen im Hotel in Aachen, Crailsheim und Tübingen. Dabei war Schmitt das Alter der Verführten bekannt. Zu gleicher Zeit begann Montag das Verhör gegen den mitangeklagten Kaplan August F a s e l, der im März 1935 als Präses des Mädchenvereins „Weiße Rose" die Nachfolgerschaft Schmitts antrat und an dem Mädchen in seinem im Pfarrhaus gelegenen Zimmer unzüchtige Berührungen vorgenommen hat. In der Beweisaufnahme legte Schmitt ein umfassendes Geständnis ad. Als Entschuldigung führte er an, daß er von dem Mädchen verführt worden sei. Im Verlauf der Zeugenvernehmung wurde der Weihbischof Kolb von Bamberg vernommen. Er sei zuerst im Juni 1935 von den Verfehlungen des Schmitt durch Kaplan Fasel unterrichtet worden. Daraufhin habe er Schmitt nach einer Besprechung in Nürnberg, um einen „Versuch zur Besserung" des Angeklagten zu machen, nach Schlüsselfeld „versetzt". Der Zeuge will klar machen, daß diese Versetzung als eine „Strafversetzung" zu werten sei, muß aber schließlich auf den Borhalt des Vorsitzenden zugeben, daß der Fall leider von der kirchlichen Seite nicht völlig geklärt worden sei. Der Schlußtag der Verhandlung, zu dessen Beginn der Vorsitzende Mitteilung davon machte, daß der Vater der Zeugin Strafantrag gegen Schmitt und Fasel gestellt habe, brachte das Plädoyer des Staatsanwaltes. Es müsse gesagt werden, daß der Kaplan seine Sinneslust in zügelloser Weise an dem Mädchen befriedigt hat. Schmitt habe dabei nach dem Grundsatz gehandelt, „du darfst sündigen, wenn du dich nicht erwischen läßt". Dieser Satz sei ein Spiegelbild der Moralauffassung, die anscheinend in gewissen Kreisen der römisch-katholischen Geistlichkeit herrsche. Es handele sich, so fuhr der Staatsanwalt fort, hier um eine symptomatische Verfallserscheinung. Weihbischof Kolb habe als Zeuge auf eine diesbezügliche Frage geantwortet: „Es ist nicht Brauch der Kirche, ihre Angehörigen dem Staatsanwalt auszuliefern". Aus dieser sehr seltsamen Moralauffassung erklärten sich auch die übrigen schlechten Charaktereigenschaften, die während dieses Prozesses bei Schmitt und Fasel in Erscheinung getreten seien. Der Staatsanwalt ging dann auf die schweren Verfehlungen ein, die Fasel sich an dem Mädchen zuschulden kommen ließ. Wenn Fasel seine Verfehlungen dadurch verschleiern wolle, daß er sagte, daß er bedauere, seine Gefühle an ein solch verdorbenes Mädchen geworfen zu haben, so setze das seiner Gemeinheit die Krone auf. Nach längerer Beratung verkündete der Vorsitzende das Urteil der Strafkammer. Es wurden verurteilt: Schmitt wegen eines fortgesetzten Verbrechens der Unzucht mit Kindern nach § 176 Nach einer Verfügung des Reichspostministers werden sich auch die Postämter usw alljährlich an dem Wettstreit um höchste Leistungs- fähigkeit und nationalsozialistische Ausrichtung beteiligen. In Anlehnung an den Wettkampf der deutschen Betriebe nach dem Aufruf des Reichsorganisationsleiters Dr. Ley wird der Wettstreit der örtlichen Dienststellen der Deutschen Reichspost dazu mithelfen, nicht nur die schnellste und zuverlässigste Nachrichtenübermittlung sicherzustellen, sondern auch Gefolgschaft, Diensträume und Betriebsmittel für diese Aufgabe auf das beste auszurüsten. IHarconi in seiner Heimatstadt Bologna beigesehk. In seiner Heimatstadt Bologna ist Guglielmo M a r c o n i nach einem feierlichen Totenamt in San Petronio zur letzten Ruhe getragen worden. Ganz Bologna hatte für seinen großen Toten Trauer angelegt; und eine unübersehbare Menge erwies in tiefer Ehrfurcht dem ruhmreichen italienischen Erfinder die letzte Ehre. Im Trauerzug und bei dem Totenamt waren nochmals Staat und Partei, Kunst und Wissenschaft durch zahlreiche führende Persönlichkeiten vertreten.' Dr. Euwe führt im Schachmeister-Turnier. Im Schachturnier der vier Mei st er in Stuttgart wurden die beiden Hängepartien aus der dritten Runde beendet. Aljechin konnte seine Stellung gegen Dr. Euwe nicht behaupten und gab nach dem 37. Zuge auf. Auch Bogoljubow verzichtete bald auf die Fortsetzung seiner Partie gegen Sämisch. Nach dem 38. Zuge streckte er die Waffen, Das Turnier wurde mit der Hängepartie aus der vierten Runde zwischen Weltmeister Dr. Euwe und Sämisch abgeschlossen. Euwe konnte den bei der Eröffnung errungenen Vorteil noch weiter ausbauen, während Sämisch bei der Verteidigung in Zeitverlust geriet und im 44. Zuge die Zeit überschritt. In der Gesamtwertung führt Dr. Euwe klar mit 3% Punkte vor Dr. Aljechin mit 2, Bogoljubow mit 1A und Sämisch mit 1 Punkt. Das Turnier wird in Garmisch-Partenkirchen fortgesetzt. Um die deutsche Schachmeisterschaft. In Bad Oeynhausen wurde die 7. Runde des Turniers um die deutsche Schachmeister- schäft gespielt. Als erster gewann Ernst gegen Heinrich mit einem Mattangriff. Eine Gla^ leistung vollbrachte Richter mit einem Budapests Gambit gegen Engels. Kieninger erlitt ssirj erste Niederlage gegen R e l l st a b, der einen nigsangriff des Kölners im kraftvollen Gegenoi. griff zum Scheitern brachte. Dr. L a ch m a n n fdjlut Zöllner in einem Endspiel. Reinhardt füh^ gegen R o d a tz ein Turmendspiel durch ein feine; Bauernopfer zum Siege. Schmitt gewann geget Kohler nach gutem Stellungsspiel die Quality und nach verzweifelter Gegenwehr die Partie. Caro-Kann-Partie Michel gegen Krankt wuch nach ruhigem Kampfverlauf remis. Stand nach d<- 7. Runde.: Kieninger, Schmitt 5 Punkte, Richly Michel, Rellstab, Dr. Lachmann VA Punkte, Eriy 4 Punkte, Engels, Reinhardt, Zöllner 3lA Punkte Krankt 3 Punkte, Kohler, Rodatz IV2 Punkte, Heir' rich V2 Punkt. — Im Ländertreffen Niedersachse, gegen Westfalen siegten die Westfalen mit 42:26. Schweres Unwetter über Bamberg. Am Samstagabend wurde Bamberg und Uir. gebung von einem überaus heftigen Gewitter, sturm mit Hagelschlag heimgesucht. Kj Blitz und Donner setzte ein gewaltiger Wolkenbrucj ein. Der Sturm hauste stellenweise verheerend. 2k dem Bamberger Friedhof wurden Grabsteine uit geworfen und Bäume entwurzelt. Bei dem Um spannwerk des Bayernwerkes wurden drei Haupi, leitungen zerstört, so daß die betreffenden Gebiet: ohne Licht waren. Runvfunkproaramm. Montag, 26. Juli. 13: Nachrichten (auch aus dem Sendebezich 13.15: Schloßkonzert. 14: Nachrichten. 14.10: Musi kalischer Plumpudding. 15: Volk und Wirtschaft 15.15: Für unsere Kinder. Wir basteln uns Garte» spiele aus Bällen. 16: Bunter Funk. 18: Zeitgeschehen im Funk. 19: Stuttgart spielt ayf. Heilen Feierabendmusik. 21: Nachrichten. 21.15: Johanne! Brahms. Sinfonie Nr. 2 D-dur, Werk 73. 22: Nachrichten. 22.10: Nachrichten aus dem Sendebezick 22.30: Nachtmusik und Tanz. 24 bis 1: Nachtkon- zert. Die Berliner Philharmoniker spielen. Wetterbericht des Reichswetterdienstes. Ausgabeort Frankfurt. Die Zufuhr kühlerer Meeresluft auf der Rück» feite des jetzt mit seinem Kern über Südschwedr« liegenden Tiefs hält noch weiter an. Die Niederschläge bleiben dabei aber hauptsächlich auf Nock» deutschland beschränkt und nur der Norden unsere Bezirks wird stellenweise leicht gestreift. Im allgr meinen kann für die nächsten Tage mit zwar leich: unbeständigem, aber dennoch meist freundlichem Wetter gerechnet werden. Aussichten für Dienstag: Wolkig uck nur in den nördlichen Teilen unseres Gebietes stellenweise leichte Schauer, mäßig warm, westlichr: Winde. GLORIA Neuaufführung zielloses Filmwerk I Heute Montag-Dienstag in Ein unvergleichl., beispielloses Gießen, den 26 Juli 1937. werbungslchretben bei. Pi leW ~ Lichtbilder unoBewerbunasunter. Bis 15. August verreist Frauenarzt Dr. Koch Mehr Freude an der Raiur durch Bermühler-Bücher 4952 D OH | Verkäufe 49 01D tyrau Teipel Ehr Jnderthal, Weingroßhandl. 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