Zreitag, 26. Februar 1957 Ar. 48 Erstes Blatt 187. Jahrgang mern : .6-30: Frühkou. He lediglich der Stärkung des polnischen „Wehr- im fführungl rp|EL itritt Goethe- Verein: Gut' i und Heimat Schüler 40 Pt Die Auf- ■ Sümpfe und Ströme nebst den Festungen einen I gewissen Schutz. Wie so viele andere Projekte der "Nachkriegszeit auch in anderen Ländern wird also Schon einmal ist es einem polnischen Minister Ölungen, durch einen Appell an den Nationalstolz zuch des kleinen Mannes und zugleich an seine Phantasie Mittel für eine Idee aus dem Boden ;u stampfen, die an sich von den Fachleuten ab- v ’ ien ! hingen. Svenen und Wirtschajt.! ! Ausgestellt zui and marschieren asseier 6Ä, 16:11 )?n unb Geigen.! 1u(it aus Dres- I er. 19.40: Der 10.10: Nachrich- i aus Holz uni 22: Nachrichten, ldebezirk. 221 tachtkonzert. träge für Kriegsschiffe in Höhe von mindestens 28 Millionen Pfund (zirka 340 Millionen Mark) bei Schiffsbaufirmen am Clyde und Tyne unterbringen. Diese Aufträge werden u. a. den Bau von drei neuen Schlachtschiffen umfassen. Jedes wird rund 8 Millionen Pfund (zirka 97 Millionen Mark) kosten. Sie werden etwa 3 Jahre nach der Kiellegung fertig sein. Ferner werden 3 0 0 0 0 0 Tonnen an Kreuzern der „Dido"-Klasse in Auftrag gegeben. Weitere Aufträge umfassen ein Flottillen-Führerschiff, 8 Zerstörer, sieben Kreuzer von 8000 und 5000 Tonnen sowie kleinere Zerstörer und U-Boote. gunsten abgeändert wird? Was könnte eine richtig geleitete Bolkswirtschast, wie sie Deutschland heute besitzt, mit den Summen, die in solchem Streik vertan werden, anfangen! Deutschland seht alle verfügbare Kraft und alle Mittel ein um neue Arbeitsplätze zu schassen, bezahlten Urlaub für die Arbeiter sicherzustellen, KbF.-Reisen zu finanzieren, Wohnungen und Heimstätten zu bauen und jedem schaffenden Volksgenossen Wege zum sozialen Aufstieg zu öffnen. 3n nationalsozialistischen Deutschland gibt es glücklicherweise keine Streiks mehr, aber auch keine Aussperrungen. Partei und Staat sorgen für sozialen Ausgleich und soziale Gerechtigkeit. Wir haben in den Jahren deutscher Erniedrigung und marxistischer Parteiherrschaft s e l b st erlebt, was für den Arbeiter bei den Arbeitssteitigkeiten herauskommt. In den Jahren 1919 bis 1931 gab es in Deutschland 33 800 Streiks und Aussperrun- gen. Nicht weniger als 2 8 7 Millionen Arbeitstage gingen dabei verloren, das bedeutete IV2 Milliarden Mark verlorene Lohnsumme und sechs Milliarden Mark Produktionsoerlust! Und das Ergebnis war kläglich: Nur,elf. v. $). aller Streiks waren angeblich „erfolgreich". für den Arbeitnehmer, und auch bann handelte es sich meist nur um einen Scheinerfolg, wie bei General Motors. So war es in Deutschland vor 1933, so ist es heute noch im Auslande. : ■ Wer aus dem Anschauungsunterricht, den das Leben selbst erteilt, zu lernen versteht, der zieht die Lehre aus den trüben Erfahrungen der Jahre, die in Deutschland von Streiks und Aussperrungen, von Arbeitskämpfen aller Art erfüllt waren; der zieht aber auch feine Lehre aus dem jetzt abgeschlossenen Ausstand bei General Motors, der der amerikanischen Bolkswirtschast und den Arbeitern so ungeheure Opfer auferlegte. Köln, 26. Febr. (DNB.) Am Donnerstag sprach Reichsminister Dr. Goebbels in der Kölner Rheinlandhalle. Dr. Goebbels setzte sich zunächst mit jenen Elementen auseinander, die als letzte Ueberbleibsel parlamentarischer Systemherrlichkeit noch gelegentlich versuchten, der nationalsozialistischen Staatsführung Ungelegenheiten zu bereiten, obwohl gerade sie es gewesen seien, die das deutsche Volk an den Rand des Abgrundes gebracht hätten. Der Nationalsozialismus habe in den vier Jahren des politischen Erfolges das Recht erworben, die deutsche Nation zu führen. „Wir verfolgen", erklärte der Minister unter stürmischem Beifall, „nicht nur ein Ziel, sondern wir wenden auch die geeigneten 9R i t = t e l an, die zu ihm führen. Wir Nationalsozialisten sind aus dem Volke gekommen und fühlen uns als die Vollstrecker des Volkswillens. Es sei, betonte Dr. Goebbels unter starkem Beifall, das historische Verdienst des Führers, daß die deutsche Berlin, 25. Febr. (DNB.) Einen anschaulichen Beweis für die schweren Schäden, die große Streikbewegungen für die gesamte Volkswirtschaft, aber auch für bie Streikenben f e I b ft im Gefolge haben, hat ber nunmehr abgeschlossene Ausstanb ber Arbeiter ber amerikanischen General Motors geliefert. Anfang Januar trat bie Belegschaft biefer großen Automobilfabrik in ben Streik. Es war bie größte Lohnbewegung, bie in letzter Zeit in ben Vereinigten Staaten ftattgefunben hat. 125 000 Arbeiter waren an ihr beteiligt. Sechs Wochen kämpften sie um Lohnerhöhung unb Arbeitszeitverrninderung. Der Lohnausfall in biefer Kampfzeit betrug insgesamt runb 1 7644000 Dollar. Der einzelne gelernte Arbeiter hatte einen A us- fall von etwa 164 Dollar zu verzeichnen, jeher ungelernte einen solchen von runb 120 Dollar. Das Ergebnis dieser riesigen Lohnbewegung war demgegenüber kläglich: Die Firma erklärte sich bereit, die Lohne in Zukunft um fünf Cents je Stunde zu erhöhen, aber um auch nur den Lohnausfall aus der Streikzeit wieder aufzuholen, muß der Arbeiter 8 4 Wochen arbeiten. Ist das ein Erfolg für den Arbeiter? Sechs Wochen Unruhe, Sorge, hunger und Kummer, Hetze, Krawall und schließlich ein Verdienstausfall, der trotz Lohnerhöhung er st in mehr al s e i n e i nh a l b - Jahren ausgeglichen sein wird! Dazu der Produktionsausfall, die Verluste der Firma an Vermögen und Absatz, die schließlich von der gesamten Volkswirtschaft, also wiederum auch von den Arbeitern, getragen werden müssen. Unb wer garantiert bem Arbeiter bafür, baß bie jetzige Lohnregelung bleibt und im Laufe der nächsten eineinhalb Jahre bei Aenderung der Konjun- tur nicht durch Aussperrung wieder zu seinen Un- TroNlose Lage in den englischen Elendsgebieien. London, 25. Febr. (DNB.) „Morning Post" befaßt sich mit der Lage in Südwestdurham in Nordengland, wo etwa 42 v. H. der Bevölkerung arbeitslos find. Die meisten Kohlenbergwerke sind außer Betrieb und rund 13 Millionen Tonnen Kohle liegen ungenutzt in den ersoffenen und aufgegebenen Gruben. Eine Neuindustrialisierung dieses Gebietes in größerem Ausmaße sei unmöglich. Die einzige Lösung sei Rückkehr zur Landwirtschaft. Diele Orte seien von der Umwelt so gut wie abgeschrntten. 'Hr Weiterbestehen sei sinnlos, sie sollten zerstört unb ihre Bevölkerung an anberer Stelle ange» f i e b e 11 werben. Die Bevölkerung befinbe sich in einem völlig hoffnungslosen unb bemoralisierten Zustand. Das Gesetz für die Unterstützung der englischen Notstandsgebiete wird wahrscheinlich am Montag dem Unterhaus vorgelegt werden. Sorgen bringen, aber mit Stolz unb Freude lasse sich schon heute feststellen, daß in den vergangenen vier Jahren sich ein innerer und äußerer Aufbau der Nation von größtem Ausmaß vollzogen habe. Deutschland sei schöner und glücklicher geworden. „Jeder Deutsche ist heute wieder davon überzeugt, daß sein Volk auf dem Wege ist, ein W e l t v 0 l k zu werden. Wir haben das Gluck, aus der Ehre der Natiön wieder unser Leben, unsere Arbeit und unser tägliches Brot erwachsen zu sehen. In Deutschland ist die wahre Demokratie Wirksamkeit geworden, in der die ganze Nation ihren Willen verteidigt, den Führer als Fürsprecher unb Dolmetsch, ber für bas ganze Volk Vorbild unb Richt- schnür geworben ist." „Wenn ein Volk Grund ur das polnische Geltungsbedürfnis zur See, sondern ein bedeutender Exporthafen der Ostsee. Die ^schickte Propaganda der überparteilichen Verlande, eille emsige Sammel- und Werbetätigkeit gaben Polen diesen Hafen beschert unb zugleich ben grunbftein zu einer polnischen Kriegsflotte gelegt. -Heute existieren bereits einige größere polnische schiffe, unb ©hingen ist brauf unb bran, mit einer ! Hotte neuer Heringslogger bie noch unausgeschöpf- «n Fangqrünbe ber nörblichen Ostsee mit auszu- reuten. Diese Tatsachen sollten uns zu benken geben. Warum soll beswegen nicht auch ber zweite . große Plan bes Ministers Kwiatkowski, bie Schaffung einer großen Jnbustriezentrale iei Sanbomir mit einem Aufwanb von 2,4 Dlilliarben Zloty zum Erfolg führen? Der sonst in den letzten Monaten sehr zur Opposition neigenbe Sejm hat biefen gigantischen Plan — gigantisch, j MS feine Kosten im Verhältnis zum Staatshaushalt anbetrifft — einstimmig genehmigt. Bei San- )omir war bie strategische Bebeutung bes Or- I «s für bie Wahl von ausschlaggebenber Bebeutung. v Uuf halbem Wege von Krakau nach Warschau ge- | egen, wird das Gebiet durch die beiden Flüsse I Deichsel und San relativ gut geschützt. Im Süden pieten die Karpaten, gegen Osten die großen Nation geschlossen, einig und stark wurde. In Deutschland herrsche eine disziplinierte innere Ordnung, und nie zuvor habe man von einem so einigen Deutschen Reich sprechen können wie heute. Die deutsche Macht habe in der Welt wieder an Ansehen gewonnen. Deutschland denke nicht daran, irgendjemanden anzugreifen, der Weltfriede sei nur solange gefährdet gewesen, als Deutschland noch keine Macht besaß. Nur wenn jemand gerüstet ist, kann er wahrer und echter Friedensfreund sein. Wenn man keine Waffen besitzt, ist Pazifismus eine sehr gefährliche Krankheit. Europa könne nicht durch ein Netz von Kollektivoerträgen gerettet werden, sondern nur durch Vereinbarungen, die die zwischen den einzelnen Staaten bestehenden Reibungen aus dem Wege räumen. Der Minister stellte fest, daß die deutsche W i e d e r a u f r ü st u n g als we- entlicher Faktor zur Aufrechterhaltung des europäischen Friedens betrachtet werden müsse. Es spreche für den Weitblick des Führers, wenn er Europa vor der bolschewistischen Gefahr warne und damit die vieltausendjährige Kultur des Abendlandes vor der Zerstörung bewahre. Der Appell, Äen. Deutschland gegen den Bolschewismus richte, werde einmal in der ganzen Welt den notwendigen Widerhall finden. Wenn es Deutschland gelinge, der Welt über diese Gefahr die Augen zu öffnen, dann sei es Pionier einer wahrhaft europäischen 7Nis- - sion. Es sei bedauerlich, daß die Welt die bolschewistische Gefahr heute noch nicht in vollem Umfange erkenne, obgleich in Spanien die Altäre zertrümmert liegen und die Kirchen brennen. hätte Deutschland die Schmutzflut des Bolschewismus nicht rechtzeitig zum Stehen gebracht, fo würde bei uns von den christlichen Kirchen wahrscheinlich nicht viel übriggeblieben sein. Deutschland habe damit nicht nur die abendländische Kultur, sondern auch das Christentum gerettet. Dr. Goebbels erläuterte dann ben Rechenschaftsbericht bes Führers vom 30. Januar unb erinnerte an bie Sorge, bie ben Führer sein ganzes Leben hindurch bis zum heutigen Tage begleitet habe. Auch bie fommenben Jahre mürben nur IEL hund Greif orenze" sterbet terme|er hat", so erklärte Dr. Goebbels unter starkem Beifall, „voller Hoffnung in seine Zukunft zu schauen, so ist es bas unsere. Wir stehen heute wieber auf feftem Boden. Wir haben bie ewig schwan- fcnbe Zeit bezwungen und dem Volk den Glauben an bie eigene Kraft zurückgegeben. Vielleicht sind wir bazu bestimmt, nicht nur bie Fackelträger unseres eigenen Volkes, sonbern b i e Fackelträger einer neuen Zeit überhaupt zu werben. Eine alte Welt bricht zusammen unb versinkt. Mit uns steigt bie junge, bessere Welt, das bessere, Europa empot. Die marschierenden Kolonnen unseres Volkes sind die Ava n t ■ garbe einer besseren Welt. Wir können mit Recht von uns sagen: Mit uns zieht die neue Zeit!" England baut Lagerhäuser für Gasmasken. ß 0 n b 0 n, 25. Febr. (DNB.) Nach einer Erklärung bes Unterstaatssekretärs Lloyb im Unterhaus, finb in Manchester unb Conbon zwei Bezirkslagerhäuser gebaut worben, in benen insgesamt vier Millionen Gasmasken gelagert werben können. Die Regierung beabsichtigt, noch weitere elf Lagerhäuser an ver- schiebenen Punkten bes Lanbes zu errichten. Darüber hinaus sollen im Einvernehmen mit ben Ge- meinbebehörben örtliche Lager gebaut werben, in benen bis z u je 2 5 0 0 0 Gasmasken aufbewahrt werben können. Von biefen Lagern aus soll bei brvhenber Kriegsgefahr bie Verteilung ber für bie Bevölkerung bestimmten Gasmasken erfolgen. (Sanbomir. Jnnerpolnifche Arbeitsbeschaffung. Amerika baut riesiges Trockendock für Hawai. Washington, 25 Febr. (DNB.) Marineminister S w a n s 0 n hat ben Haushaltsausschuß bes Repräsentantenhauses ersucht, ben bereits für ben Bau eines Marinetrockenbocks in Pearl Harbour auf Hawai vorgesehenen Betrag von 10 a u f 15 Millionen Dollar zu erhöhen. Dieses Trockendock soll das größte der Welt werden. Die bisher dem Marineministerium eingereichten Angebote von privater Seite berechneten für ben Bau Beträge von 17 bis 21 Millionen Dollar. Das Marineministerium hat diese Angebote aber als zu hoch abgelehnt und einige Marinewerften um Angebote ersucht. abends 8 Uhr enohl 12071 Ein lehrreiches Beispiel. Zn Amerika: Streik schädigt Arbeiterschaft und Dolksvermögen. Zn Deutschland: Partei und Staat sorgen für soziale Gerechtigkeit. (fcr|d)eini tägitd), außei Ä A Annahme von Anzeigen Sonntags and Feiertags ABBSB* für Die Mtttagsnummer Beilagen- Die 3Uu|triert. A A Lä A A A A AA A A A A A A A AA bis8-,.m>r->e«Vormittag, (Bienenei Jamilienbtätte> fl MM M FG MV «FW MG M ■ MM “W W »runöDretfe für i mm Ijöhe czsr iniPnPnpT /inzpiiipi Mit 4 'Beilagen RM 1.95 'M M M D KST ■ ■ ■ KT H W H ■ BÄH H anzeigen von 70mm Breite Ohne Illustrierte 1.80 B W HVL W M W« H W 50Rpf..Platzvorschrist nach M^Nichierschem^ ▼▼ ■ °°rb Vereinbg. 25",. mehr. Don einzelnen Nummern Ermäßigte Grundpreise. infolge höherer Gewalt Stellen-, Vereins-, gemein- MM General-Anzeiger für Oberheffen Postscheckkonto: , behördliche Anzeigen 6Rpf. zrontturt am Main llßse Druck und Verlag: vrühl'sche Untverftlats Such- und Stemöruderei R. Lange In Gietzen. Schristleitung und Geschästrstelle: rchulftrahe 7 Mengenabschlüsie Staffel b „Mit uns zieht die neue Zeit" Reichspropaaandaminister Dr. Goebbels spricht auf einer großen Kundgebung in Köln l0*he mit ber Manbschurei zu stören, verursache ben Japanern ebenso Besorgnis, wie bie Errichtung großer Flugplätze für schwere Bombenflugzeuge Gebiet von Wladiwostok. 1 Sleibtt« 'Äderen U m schneepW' ,QS nahm i , ? Wen. fe DOn i'l 7 ^cht Ijübu NN stand J ter5leute95 N'cht genug, B ^ster im X )®inb(iger te °lle NiL nach den n.ne in feinem L und j)äuiö Schaft, als wolii ng seines W Wellen. { 11 dreisten roten ar Burschen t( •_?Q5 Füchsleli ^el zu setzen, einem rasch« "auch, wie zum buschigen Lunte. MM r: GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberheffen sljer" I * Ä *<■ «l ii» e WÄtv. Ä e einen Sn l .’S HZ diese8 , 0reitder ich al881" fr und rormat' See neuen englischen Knegsschlffbanien. London, 26. Febr. (DNB. Funkspruch.) Admiralität wird in ben nächsten Monaten Zentrum zu finben, bas wenigstens zu einem Teil ben polnischen Traum erfüllt, rüstungstech- nisch vom Ausland unabhängig zu werden. , Die Opfer, bie burch bie 2,4 Milliarben Zloty dafür bem Lanb auferlegt werben, finb nicht gering. Alles wirb baoon abhängen, inwieweit bie Regierung bie Phantasie dieses lebhaften Volkes dafür zu gewinnen vermag. Im Falle Gdingen ist es gelungen. Jetzt aber ringt die Regierung selbst um bie politisch amorphe Masse der Kleinbauern und Landarbeiter. Ein Ringen, von dem entscheidend viel für die politische Zukunft des Landes abhangt. Das Projekt Sandomir ist darum nicht zuletzt auch ein groß angelegter geschickter Versuch, bie Grafte des Volkes auf ein neues Ziel zu lenken. Auf em Ziel, das wie kein zweites das ganze Volk zu einen vermag: die Stärkung der Armee als des Inbegriffs nationalen Stolzes und nationaler Selbstbehauptung. Ur- Vo- Gowjetrußland an der Spitze der ll-Äoot-Fiotte. London, 28. Febr. (DNB. Funkspruch.) „Daily Telegraph" weist darauf hin, daß Sowietrußland bereits über die größte Unterseeboots- flotte verfüge. Zu Beginn dieses Jahre habe Sowjetrußland 40 O-Boote im nördlichen Pa - z i f i k und mindestens 90 vollendete oder im Bau befindliche LVSoote in der Ostsee besessen. Demgegenüber hätten die Vereinigten Staaten 100, Frankreich 92 und Italien 87 U-Boote. Bel der Mehrheit der sowjetrussischen U-Boote handele es sich um kleine Küstenfahrzeuge, die ledoch genügend leistungsfähig für Operationen m der Ostsee unb im Japanischen Meer seien. Die Pazifik- slotte werde durchschnittlich jeden Monat um ein neues U-Boot vermehrt, so daß sie Ende dieses Jahres wahrscheinlich eine Starke von über 50 Booten haben werde. Diese mächtige Flotte in ber Nähe der japanischen Küste und ihre Fähigkeit, die lebenswichtigen japanischen Verbindungen gelehnt wurde: die Schaffung von Gdina | yeute ist Gdingen mit über 100 000 Einwoy ^mitten einer Dünenwüste nicht nur ein Symbol trVnii ir Neuen Aula D iRl I potentiel" dienen soll. Polen hat zwar durch das Genfer Diktat in 8 Ost Oberschlesien ein hoch entwickeltes Jndu- lltnegebiet erhalten, dessen Leistungsfähigkeit im »Weltkriege eine nicht zu unterschätzende Rolle spielte. E Aber die ostpolnische Industrie wie die an ber Ostrau-Karwiner Grenze liegt zu sehr gefährbet, als Laß mit ihr in einem Kriegsfälle gerechnet werden tonnte. In den letzten 15 Jahren hat man zwar in Warschau eifrig für die Erbauung neuer Werke Sorge getragen, ohne daß jedoch bei der schwachen Finanzkraft des Landes und der Verwendung der Anleihen für Bahnbauten, den Ausbau von Gdingen ufw. wirklich etwas zur Errichtung einer Industrie getan wurde, die den hochgespannten An- ’orberungen der polnischen Armee entsprochen hätte. Das flache Land in Polen gilt heute als übervölkert. Für keinen Teil Polens gilt das allerdings mehr als für Ostgalizien mit ben ukrainischen Zwergbesitzungen. Zwischen ben armen Lanbstri- fien an ber russischen Grenze unb bem beutschen Verhältnissen einigermaßen angepaßten Lebensstandard in den ehemals deutschen Gebieten besteht eine .iese Kluft. Es gibt auch in Polen eine Ost - West- sanberung größten Stiles, bie von ber Oef- entlichkeit in Polen selbst kaum beachtet wirb. Man drängt nach ben besseren Arbeitsplätzen ist Ostober- chlesien, Bielitz, Posen unb Pommerellen, ein Prozeß, ber burch bie Entbeutschungspolitik in biefen Gebieten zunächst sehr geförbert würbe, nun aber den bort wohnenben Polen selbst auf bie Nerven stillt, So ist bie Schaffung eines Jnbustriezentrums »ei Sanbomir auch zugleich gebacht als eine Entastung bes flachen Lanbes von bert Hunderttausenden von Kleinbauern und Landarbeitern, die burch ihre schmale Ackerbasis bas Jahr hinburch nicht hinreichenb beschäftigt, zu einem großen Teil ahrüber als direkt arbeitslos gelten können. Heute hat Sandomir 9500 Einwohner. Eine in der Geschichte Polens öfter hervortretende Stadt mit schönen alten Gebäuden in malerischer Lage. 2on hier ab ist die Wechsel bei angemessener Wasser- nchrung schiffbar. Es ist geplant, die recht erheb- ichen Energiequellen, die in Form von Erdgas »ei Roztoki entspringen, für die Gewinnung von Elektrizität auszuwerten. 126 Millionen Zloty sind »afür vorgesehen. Man will Gasleitungen in einer 3änge von 250 Kilometer bauen. Ebenso wird das leue Industriezentrum durch Bahnlinien mit ben polnischen Hauptorten bireft oerbunben werben, »obei der Schaffung eines neuen durchgehenden Verkehrsweges zwischen Wolhynien und ^stoberschlesien durch Sandomir eine recht erhebliche Bedeutung zukommt. Man denkt auch an )iie Schiffbarmachung ber Weichsel, die als echter Steppenfluß ähnlich der Oder im Sommer monatelang unter Wassermangel leidet. Aber man weiß, was bie Regulierung ber Ober gekostet hat. Die Weichselregulierung, ein für Polen äußerst wichtiges Problem, würbe Hunberte von Millionen Erfordern. e •• ™ e Man hat noch nicht gesagt, was für Werke m Sanbomir aus bem Hoben gestampft werben wllen unb auf wessen Kosten bies geschehen wll. Der Aufbau einer Feininbustrie erforbert "ie! Zeit unb setzt ein geschultes Arbeiterpersonal voraus, bas Polen noch nicht besitzt. Allerbings wirb man bas schaffen. Ebenso wie man nach mngen bitteren Erfahrungen ja schließlich auch mit •en Sticksto swerken fertiggeworben ist Em Stab :iuter Ingenieure unb Chemiker steht bem Lanbe 1 ur Verfügung. Man wirb also bamit rechnen wüssen, in einigen Jahren an Stelle bes versäumten Lanbstädtchens Sanbomir em neues, mu ullen modernen Schikanen ausgerüstetes Jnduftne- tik RQn. m -l I ilacyrriegszeil aucy in anoeren ^unuern mnu uqu nidrnii l1U£*) in Polen nach rein strategischen Gesichtspunk- U I9.u,£ Illen eine neue Industrie aus dem Boden gestampft, iem Sendebeziil len. 14.10: Sem Die Befriedung Abessiniens. Der letzte Rebellenführer besiegt und erschossen. Rom, 25. Febr. (DNB.) Ras Desta. der sich mit dem Rest seiner Rebellen in das Seengetnet geflüchtet hatte, ist von den ihn verfolgenden italienischen Abteilungen g e s a n g e n g e n o m m e n worden. Rach einem Bericht des Dizekomgs Mar» schall G r a z i a n i an den Duce hatte Ras Desto Unterwerfungsverhandlungen nur dazu benutzt, um feine noch verfügbaren Rebellen um sich zu, versammeln und dann auch weitere Verhandlungen abgelehnt. Es sei ihm nochmals gelungen, m das f- ■ I l I p. 1 (Scherl-Bilderdienst-M.) Seengebiet zu entfliehen, wo er aber am 24. Februar mit den letzten Resten seiner Anhänger umzingelt und gefangen genommen worden sei Bei der Aktion seien den italienischen Abteilungen vier Geschütze, 30 Maschinengewehre und über 5000 Gewehre in die Hände gefallen. Mit Ras Desta, der sofort nach seiner Gefangennahme erschossen worden sei, sei der letzte Rebellenführer bezwungen und damit auch der letzte Versuch eines bewaffneten Widerstandes gebrochen worden. Rach Abschluß der militärischen Operationen seien jetzt alle Voraussetzungen für die friedliche Kolonisierung Aethiopiens gegeben. Die italienische Presse feiert in riesigen ganzseitigen Ueberschriften die Gefangennahme und Erschießung des letzten Rebellenführers als das Ende jeglichen äthiopischen Bandenunwesens. Damit sei ein für allemal die endgültige Herrschaft Italiens in Aethlv- pien bewiesen. Zugleich hätten aber auch die Stimmen der ewigen Besserwisser eine eindeutige Widerlegung durch die Tat erfahren. Gegen die Verladung der ungarischen Llniversitaten. Die Studenten fordern Einhaltung des numerus clausus» Fünfkirchen, 25. Febr (DNB.) In einer Massenversammlung der nationalen Universitätsjugend, an der auch der Rektor teilnahm, verlasen die Studenten eine Erklärung gegen die Nichteinhaltung des numerus clausus an der medizinischen und philosophischen Fakultät. Die Zahl der jüdischen Hörer hab,e den festgesetzten Hundertsatz weit überschritten. Die Studentenschaft forderte Garantien dafür, daß an diesen Fakultäten keine jüdischen Hörer mehr ausgenommen würden. Auch von an- Zehn Reichsdeuische aus der Sowjetunion ausgewiesen. Moskau bleibt die Begründung für seinen neuen Gewaltakt schuldig. Noch 33 Reichsdeutsche in Hast. Berlin, 25.Febr. (DNB.) Der deutschen Bot- schäft in Moskau wurde heute vom Auhenkommis- sariat amtlich mitgeteilt, daß zehn der seit Monaten in haft befindlichen Reichsdeutschen im administrativen Gerichtsverfahren zur Ausweisung aus der Sowjetunion verurteilt worden feien. Bis jetzt wurden keinerlei Gründe für die Ausweisung angegeben. Es handelt sich um vier in Moskau und um sechs der in Leningrad verhafteten Reichsdeutschen. Ihre Namen lauten: Franz Melchior, Ingenieur, Wilhelm Pfeifer, Viehhändler, Arthur Thilo, Ingenieur, Otto Goldschmidt, Lhauffeur, Eugen klein, Werkmeister, Otto Fischte. Werkmeister, Tatjana Bärwald, Studentin, Paul Bärwald, Ingenieur (Vater der Tatjana), Emil L a r i s ch, Techniker, Otto Walter, Lithograph. Die Ausweisung dieser zehn Reichsdeutschen bedeutet für sie zwar die Wiedergewinnung der Freiheit, gleichzeitig aber auch den 23 e r I u ft ihrer bisherigen Existenzgrundlage. Die Ausweisung im administrativen Verfahren ist eine Strafe, die ein Verschulden voraussetzt, für welches indessen die Sowjetbehörden bisher den Beweis nicht erbracht haben. Da im Laufe der letzten Monate 43 Reichsdeutsche in der Sowjetunion verhaftet worden sind, bleiben von ihnen noch immer 33 in haft, über die von den Sowjetbehörden trotz jahlrercher Schritte der deutschen Botschaft bisher jede Auskunft verweigert worden ist. Es muß erwartet werden, daß auch über ihr Schicksal möglichst bald Klarheit geschaffen wird. deren Fakultäten sollten Juden solange nicht mehr übernommen werden, bis der numerus clausus^ (5 v. h.) wiederhergestellt sei. Ferner forderten die Studenten, daß die von ungarischen Staatsangehörigen imAuslanderworbenen Doktordiplome in Ungarn nicht anerkannt werden. Der Rektor versprach, daß, solange der Anteil der jüdischen Hörer nicht auf die vorgesehenen 5 v. h. zurückgegangen sei, keine neuen jüdischen Hörer zugelassen würden. Die Studenten werden nun wieder regelmäßig an den Vorlesungen teilnehmen. An der Szegediner Universität fand eine Massenversammlung des Turul-Verbandes statt, auf der gegen die andauernden jüdischen Frechheiten Einspruch erhoben wurde. In Debrezin veranstaltete die nationale Studentenschaft eine Kundgebung gegen die Vorführung eines Filmes, an der auch die Bevölkerung lebhaften Anteil nahm. Kultusminister h o m a n hat die- Rektoren sämtlicher Universitäten zu einer Besprechung über Maßnahmen zur Wiederherstellung der Ruhe an den Unversitäten aufgefovdert. Ein deutsch-österreichischer Kutturausschutz. Berlin, 25. Febr. (DNB.) Der Reichsminister des Aeußeren Freiherr von Neurath ist in Berlin wieder eingetroffen, nachdem er in München Gelegenheit genommen hatte, dem' Führer und Reichskanzler über seine Reise zu berichten. Ein zwischenstaatlicher Ausschuß zur Vertiefung der gegenseitigen kulturellen Beziehungen wurde bereits konstituiert. Von deutscher Seite werden dem Ausschuß Legationsrat von Twardowski (Auswärtiges Amt), Geheimrat Gürich (Kultusministerium) sowie Regierungsrat von Weyßenhoff und Dr. Megerle (Propagandaministerium) angehören. Oesterreich wird vertreten durch Minister a. D. Hammer st ein-Equord, Sektionschef Dr. Soeben ft ein, Gesandten hoffinger und Sektionsrat Dr. W o l f. Die deutschen Herren sind in Wien eingetroffen. Bei den Beratungen wird es sich zunächst daraum handeln, die besonders dringenden Fragen des kulturellen Verkehrs zu besprechen und ein Arbeitsprogramm festzulegen. Oer ffrideritus-Mm in Graz verboten. W i e n , 25. Febr. (DNB.) Den Quertreibereien gewisser Elemente der Vaterländischen Front und des klerikalen legitimistischen Klüngels ist es nun doch geglückt, die weiteren Vorführungen des Fridericus- Films in Graz, der nach einem Verbot wieder zugelassen worden war, zu verhindern. Nach offensichtlich einheitlicher Regie waren zunächst zur Nachmittagsvorstellung am Mittwoch unter Führung zweier adliger Legitimisten-Jünglinge einige Burschen erschienen, die zu lärmen versuchten, was aber mißglückte. Der Film konnte ruhig bis zum Schluß gezeigt werden. An dieser Vorstellung nahm das Grazer Volksblatt den gewünschten Anstoß und forderte Verbot des Films, da sonst die öffentliche Ruhe und Sicherheit gefährdet sei angesichts der berechtigten Entrüstung über die Herabsetzung des österreichischen Volkes durch den Bildstreifen. Der Landeshauptmann Dr. S t e p a n hatte somit die gewünschte handhabe, kurzerhand das Verbot zu erlassen. Oer belgische Rexistenführer verhastet. Br ü s s e l, 25. Febr. (DNB.) In einer Versammlung in G e n t, in der Ministerpräsident v a n Z e e - land einen Vortrag hielt, kam es zu Zwischenfällen, in deren Verlauf der Führer der Rex-Bewe- wegung, Leon Degrelle, verhaftet wurde. Degrelle hatte sich plötzlich, als der Präsident der Handelskammer den Ministerpräsidenten zu Beginn der Versammlung begrüßte, erhoben und den Vorsitzenden aufgefordert, nach der Rede des Ministerpräsidenten a u ch i h m die Möglichkeit zum Sprechen zu geben. Im Saal entstand darauf ein großer Tumult. Polizeibeamte wiesen Degrelle und die mit ihm erschienenen Rexisten aus dem Saal. Degrelle und seine Begleiter wurden in Polizeigewahrsam genommen. Kleine politische Rachrichten Der Führer und Reichskanzler empfing den früheren schweizerischen Bundespräsidenten Bundesrat Dr. h. c. Schultheß anläßlich seiner Anwesenheit in Berlin. * Im Einvernehmen mit dem Reichsminister für die kirchlichen Angelegenheiten hat der Reichsminister des Innern durch Erlaß vom 18. Februar verboten, die Namen von Personen, die aus der Kirche ausgetreten sind, öffentlich bekanntzugeben. Danach ist es insbesondere auch untersagt, die Namen solcher Personen von der Kanzel herab zu verlesen. * Mährend der Leipziger Frühjahrsmesse veranstaltet die Kommission für Wirtschaftspolitik der NSDAP, eine Kundgebung mit dem Thema „W ille zum Welthande l." Es sprechen Botschafter von Ribbentrop und der Leiter der Kommission für Wirtschaftspolitik Reichsamtsleiter Bernhard Köhler. Die zweite Siedlung aus den Mitteln des „Dankopfers der SA." wird am 28. Februar ln Kitzln gen bei Würzburg durch den ersten Spatenstich des Reichskassenverwalters der SA., Gruppenführer M a p p e s , eröffnet Weitere Bauvorhaben mit insgesamt 540 Siedlerstellen werden in Braunschweig, Gleiwitz und Kiel in Angriff genommen. Im April wird auch in diesem Jahre zum Geburtstag des Führer die Sammlung zum „Dankopfer der SA." veranstaltet. Sprache und Technik. Gegen sinnlose Verdeutschung technischer Ausdrücke. Berlin, 25. Febr. (DNB.) In einer technischen Zeitschrift wird der Vorschlag einer V er deut» schung von technischen Ausdrücken gemacht, die ihren Ursprung nicht in einem deutschen Wort haben. Demnach soll die Lokomotive „Zieh" heißen. Früher war für Elektrizität das Wort „B e r n" vorgeschlagen. „Bern — Zieh" soll heißen: Elektrische Lokomotive. Als Leiter des Hauptamtes für Technik der NSDAP, schreibt Generalinspektor Dr.-Jng. Todt in einem Runderlaß an seine Dienststellen dazu u. a.: „In der Technik, beim Militär, in vielen anderen Kultur- und Lebensgebieten gibt es Gebrauchswörter allgemeiner Bedeutung, unter denen sich nicht mehr ein Volk, sondern hie ganze Welt etwas vorstellen kann (z. B. Technik. Elektrizität, Automobil, Lokomotive, Leutnant, Regiment, Artillerie). Die Bedeutung der deutschen Technik wird nicht dadurch gegeben, daß ein paar Menschen nichts besseres zu tun haben, als in Form einer neuen Art von Rätsel- spiel sich darin zu wiegen, für althergebrachte, in der ganzen Welt verstandene Ausdrücke deutsche Neuworte zu erfinden, die zur Folge haben, daß kein Deutscher ohne ein erklärendes Wörterbuch die deutsche Technik in ihrer Sprache versteht, vor allem aber, daß das g e - samte Ausland mit der deutschen technischen Literatur überhaupt nichts mehr anfangen kann. Das nationalsozialistische Deutschland weiß das Ansehen des deutschen Volkes und die Lehren der deutschen Technik durch andere Maß- nahmen zu fördern und zu erhalten, als durch derartige Spielereien. Ich bitte von diesem Unfug ein für allemal Ab st and zu nehmen und verbiete den Gebrauch derartiger Wörter für die Dienststellen des »Hauptamtes für Technik der NSDAP/ und für den »Nationalen Bund deutscher Technik'." Aus aller Welt. Das neue „kdF."-Schiff. Am 5. Mai wird auf der Werft von Blohm 8z Voß in Hamburg der erste neue „KdF."-Dampfer vom Stapel laufen. Das Schiff wird im Frühjahr 1938 vollendet sein. Es hat einen Rauminhalt von 25 000 Tonnen. Im ganzen können 1460 KdF.-Urlauber ausgenommen werden, für die 248 zwei- bettige und 241 vierbettige Kabinen zur Verfügung stehen. Sämtliche Urlauber finden auf Deck mit einem Liegestuhl Platz, außerdem verbleibt reichlich Raum für Bordjpiele. Im E.-Deck liegt eine Schwimmhalle, während auf dem Sonnendeck eine geräumige Turnhalle eingebaut ist. Internationaler Oasenflug in Aegypten. Von den in Kairo gestarteten 42 Teilnehmern des Oasenfluges haben 39 die erste Etappe, Assuan, erreicht. Unter den 39 Teilnehmern befinden sich alle deutschen Flieger, die wohlbehalten angelangt sind und sich recht zuversichtlich für den weiteren Flug aussprechen. Drei Flugzeuge mußten wegen kleinerer Pannen aufgeben. Darunter ist Prinz Omar H a l i m und der Tscheche C u t l o ch. Alle Teilnehmer am Fluge haben Wasser und Lebensrnittel für drei Tage mit sich, um bei unvorhergesehenen Zwischenlandungen bis zum Eintreffen von Helfern genügend gerüstet zu sein. Besonderes Interesse sand beim Start und bei der Landung unsere „Junkers 86", die man als die schnellste der im Rennen liegenden Maschinen ansieht. — Am Donnerstag begann das diesjährige Automobil- Wüstenrennen Kairo—Baharia—Kairo, an dem auch der vorjährige Sieger auf DKW. teilnimmt. * -r Der zweite einstündige Etappenflug Assuan- Luxor des Oasenfulges ist glücklich überstanden Letzte Quartette von Mozart, Haydn und Beethoven. Zum bevorstehenden Kammermusitabend des Wendling-Quartetts. Das Programm des in Aussicht stehenden Kam- mermusikabends des Wendling-Quartetts gibt diesmal ausschließlich solchen Werken Raum, die der letzten und damit reifsten Schaffensperiode der einzelnen Meister entstammen; sie bedeuten damit für die Gattung des Streichquartetts jeweilige Höhepunkte der Gestaltungskraft und des Ausdrucksvermögens Unter den drei Gaben ist Mozarts Quartett in D -dur (Köchel Nr. 575) das älteste. Gelegentlich feiner Reife nach Norddeutschland (1789) hatte Mozart von dem preußischen König Friedrich Wilhelm II. den Auftrag für eine Reihe von Quartetten erhalten; da der König sich selber als Cellist ausübend betätigte, nahm Mozart auf dieses Lieb- lingsinstrument seines Gönners hier besondere Rücksicht. Das Quartett in D-dur steht an der Spitze der drei dem König gewidmeten Quartette. Bereits im Juni 1789 konnte Mozart das Werk fertigstellen, und die Uederreichung brachte ihm eine goldene Dose mit 100 Friedrichsdor ein. Die geistige Einstellung, die „Cosi fan tutte" werden ließ, prägt sich auch hier aus Weniger ein Selbstbekenntnis seelischen Ringens, als eine Freude am Musizieren, die ebenso dem Klangreiz huldigt wie der Schönheit und Gewähltheit des Ausdrucks, bestimmt den Charakter des Quartetts. Das Eingangsthema des Kopfsatzes entwickelt sich aus dem steigenden Dreiklang in der sotto voce mit strömender Gefanglichkeit; ihm nahe verwandt, führt das Cello soliftifch das Gegenthema ein; die übliche Schlußbildung nach der Aufstellung der Themen vermeidet Mozart durch eine direkte Überleitung zur Durchführung, die in der imitatorischen Verarbeitung des motivischen Materials besondere Eigenheiten ausspricht. Das Andante, dem die häufige Koppelung der beiden Violinen ein klangliches Helldunkel verleiht, gibt mit feinem dialogartigen Ablösen den einzelnen Instrumenten Entfaltung zu inniger Kanta- bilität. In dem Trio des nachfolgenden Menuetts wird das Cello zum Träger schmiegsamer Gesangslinie. Das Finale gewinnt fein Material für das Hauptthema in enger Beziehung zum Eingangssatz; der Rondoform entsprechend, kehrt der Gedanke in mannigfacher geistiger Beleuchtung und Durchdringung wieder, dabei sich aber nicht in Vielfältigkeit verlierend. Der bindende Grundgedanke wird hier von Mozart nach allen Möglichkeiten hin vertieft und verknüpft; hochgesteigerte kontrapunktische Kunst läßt die einzelnen thematischen Gebilde in kanonischen Engführungen sich überschneiden und stellt z. B. einzelnen Höhepunkten das Ausgangsmotiv in feiner Originalform mit feiner Umkehrung in gleichzeitiger Verbindung aller vier Instrumente gegenüber. Kurz vor dem Schluß erscheint das Grundmotiv im farbig gebrochenen Lichte chromatischer Abwandlung. Auch für Haydn bedeutete die in Jahrzehnte langem Schaffen gewonnene Form des Streichquartetts nichts Endgültig-Feftsthendes, Unveränderliches — im Gegenteil gerade die Reihen feiner letzten Quartette (op. 76 und 77) zeigen den schon der zweiten Hälfte der Sechziger Zufteuernden noch jugendlich beweglich im Gewinnen der Synthese von Form und Ausdruckswillen. Die in den Jahren 1797 bis 1798 entstandenen sechs Quartette op. 76 (dem Grafen Erdödy gewidmet) fallen in die Zeit der Komposition der „Schöpfung" Das Quartett op. 76, Nr. 2 (d-moll), auch „Quintenquartett" genannt, läßt das absteigende Quintenmotio zum zweitenmal piano in hoher Lage ansetzen und spinnt dann den Gedanken zum Seitenthema hinüber. Nach der Durchführung, die hauptsächlich auf dem ersten Thema basiert, haben die Gedanken der Themenaufstellung ein verändertes Ansehen gewonnen; denn bei der Wiederkehr erscheint das Hauptthema z. B. erst piano und schießt mit schwungvoller Passage in das Forte der Höhe hinein; der Seitengedanke ist nun knapper gefaßt; eine Fermate gebietet Einhalten; dann aber drängt der Satz in die pochenden Synkopen der Coda. Das Andante wird von der quasi konzertierenden Primgeige beherrscht. Der Hauptteil des Menuetts ist ein groß angelegter Kanon der Oktave zwischen den Violinen einerseits und Bratsche und Cello andererseits; das Trio erhält durch klopfenden Orgelpunktrhythmus ein eigenes Gesicht.Das Finale (Vivace assai) entwickelt sich mit rhythmischer Pointierung aus dem Moll heraus und führt mit der letzten Wiederkehr der Themen nach D-dur; sein inneres Leben wird intensiviert durch Momente des Einhaltens und feinsinnige satztechnische Modisika- tion. Die letzten Quartette Beethovens nehmen in seinem Schaffen eine Sonderstellung ein; sie sind feine letzten instrumentalen Aeußerungen und führen durch die subjektive Vertiefung an die Grenzen der Ausdrucksmöglichkeit im Instrumentalen überhaupt. Ihre abstrahierende innere Symbolik hat biefe' persönlichsten Erkenntnisse des Meisters, in denen er das Letzte feiner Lebenserkenntnis und feiner geistigen Schau niedergelegt hat, erst allmählich den Weg zum Hörer finden lassen; denn von dem Aufnehmenden fordern sie äußerste Konzentratton der Auffafsungskraft und stärkstes inneres Mitgehen. Auch für diese Werke war der Auftrag eines Gönners, des russischen Fürsten Galitzin, die erste Anregung (1823); aber die tiefe Verankerung des Schaffens im Persönlichen konnte erst dann dem Versprechen nachkommen, nachdem das Erleben das Innere zur Aeußerung reif werden ließ. Wenn sich auch schon Skizzen aus den Jahren 1823 und 1824 nachweisen lassen, so wurde das Quartett op. 13 2 (a-moll) doch erst 1825 vollendet. In einem Brief an den Verlag Schott in Mainz (März 1825) kündet Beethoven das Werk als nahezu fertig an. Eine schwere Erkrankung verhinderte aber die Weiterarbeit für geraume Zeit. Erst im August des Jahres konnte das Quartett beendet werden; allerdings in einer Form, die von der ursprünglichen Planung erheblich abwich. Wie ein mystisches Symbol stehen zu Beginn des ersten Satzes die geheimnisvollen Assai soste- nuto-Takte; sie geben für das kommende Allegro die Grundidee und ziehen sich wie ein roter Faden durch die ganze Entwicklung, ein Ringen mit dem Schicksal, das die Entschlußkräfte sich ausreifen läßt. — Eine ganz andere Welt aeigt sich im scherzoarttgen Allegro ma non tanto, Das in seinem Trio heitere, ländlerartige Töne anschlägt in einer äußerst sublimierten klanglichen Einkleidung. Der dritte Satz nimmt auf die Krankheit Bezug; Beethoven überschreibt ihn: „Heiliger Dankgesang eines Genesenen an die Gottheit, in der lydischen Tonart". Den Dankeschoral wiederholt er zweimal, jedesmal in höherer Tonlage und mit immer mehr intensivierten Begleitstimmen; die letzte Wiederkehr bezeichnet er: „Mit innigster Empfinduna". Dazwischen schalten sich zwei Sätze ein, die Das Erwachen Des Lebensgefühles des Genesenen in seinem Aufsteigern erleben lassen; dem ersten Zwischenteil gibt Beethoven das Motto: „Neue Kraft fühlend". — Ein Alla marcia kündet vom Erstarken des Kraftbewußtseins; doch noch regen sich Zweifel, eine Rezitattvszene der ersten Geige ringt um Klarheit, nach wildem Aufschrei klingt sie ab, in Schmerzen verloren; das Ringen durchzieht das sich anschließende Finale (Allegro appassionato) und gibt dem Kämpfenden das Sich-Fmden in dem lichten Dur des Schlusses. Dr. Hermann Hering. Kann man nach Belieben weinen? Die Frage, die sich besonders für den heutigen Kinobesucher oft ergeben wird, wenn er die großen Schauspielerinnen in Tränen, die nicht immer Glycerinperlen zu sein brauchen, aufgelöst sieht, ist schon viel im Zusammenhang mit der Kunst des Schauspielers erörtert worden. Es gibt große Bühnenkünstler, männlichen und weiblichen Geschlechts, die immer, wenn sie an eine bestimmte Stelle im Stück kommen, so oft sie es auch schon gespielt haben mögen, echte Tränen vergießen. Sie sind wirklich von dem Leid, das sie in ihrem Spiel durchleben, so erschüttert, daß sie meinen müssen. Andere sind wieder imstande, die Tränen künstlich hervorzurusen. Diderot war der Meinung, daß man das Weinen lernen könne wie jede andere Fertigkeit, und es gibt sogar Rezepte, um Tränen hervorzübringen. Manche Schauspielerinnen versteckten in ihrem Aermel ober in ihrem Taschentuch ein tränenerregendes Mittel, es mußte ja nicht immer eine Zwiebel sein. Eine erklärte, daß sie nur scharf nach einer elektrischen Birne zu blicken brauchte, um das Naß in ihre Augen zu zaubern. Es gibt auch Schauspieler, die Tränen vergießen, wenn sie zu schluchzen haben oder wenn ihnen die Stimme bricht. Der französische Schauspieler Mounet brauchte nur sein Gesicht in die düsteren Falten des Grams zu legen, um sofort von Tränen überströmt zu fein. Er war ein Künstler des Weinens, und dr sagte auch: „Man muß seinen Tränen gebieten können", und er konnte dies sogar, wenn er den Kurszettel las, auch ohne daß dessen Inhalt ihn irgendwie zu erregen brauchte. Im allgemeinen sagt man den Frauen nach, daß sie die Künstlerinnen des Weinens wären. Schreibt doch schon im Altertum der feine Seelenkenner Ta- citus: „Sie meinen um so aufdringlicher, je weniger sie leiden", und der Satiriker Juoenal behauptet, daß die Frauen immer Tränen in der Reserve haben und nur auf das Zeichen warten, um „die Schleusen aufzuziehen". Die Frauen sind indessen auch Meisterinnen im Zurückhalten der Tränen, wenn sie es wollen. Eine Schauspielerin, die in einer tragischen Rolle immer meinte, tat dies eines Abends nicht. Man mar verwundert und fragte sie nach dem Grunde. „Ich würde ja gern gemeint haben", ermiberte sie, „aber ich mar abenbs zu Tee eingelaben." Bei ben Klagemeibern im Orient, die bei den Begräbnisfeiern eine große Rolle spielen, hat man beobachtet, daß sie zmar alles ausführen, mas als Zeichen der Trauer gilt, daß sie jammervolle Schreie ausstoßen, sich die Brust schlagen, die Haare zerraufen, die Kleider zerreißen, daß aber ihre Augen immer trocken bleiben. Grenze Burgos* Grenze" Valladolid Saragofla * ilamanca Segovia "feruel issobon Ibiza Badajos iibraltar AfiNM Pamplona Huesca* tip Oropesa istelloih ävCoruna G Santiago El Escorial M MADRID Huelva Gmnadae Alm< ipcfö'ßusto A _ ■—a^sLganfanderj- S.Sebdfrian-, X Malabo Cadizp Ciudad iteal. 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Bedeutung habe 2 °nRats^ ^gebrachte. rucke deutsch, ^aben, $ urenbfc n'f in ihr» QB ba5 * ? an^°n. ^Deutschland 0 e® Und bi; andere Maß. °tb durch der. d'elem Unfug 1 nehmen und •r Wörter für ur Technik bei n Bund deut> bb und Steindruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. , mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. . Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 gültig. w Die Kontrollzonen für Spanien. ’ Aktion dankbar sein müssen. Es ist gewiß keine einfache Aufgabe, eine wirklich für das Landvolk passende Bücherei von zirka 100 Bänden — wir rechnen einen Durchschnittspreis von 5- Mark pro Buch — zusammenzustellen. 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Februar 1937 In der heutigen Dormittagsziehung wurden gezogen 2 Gewinne zu 10000 RM. 86762 4 Gewinne zu 5000 RM. 21476 51639 4 Gewinne zu 3000 RM. 97270 264146 12 Gewinne zu 2000 RM. 1855 34232 126518 147769 184537 323760 62 Gewinne zu 1000 RM 2676 4081 26122 26411 44490 45482 57388 64332 65459 67173 86913 94302 115950 119382 128682 132852 143157 166911 180525 193295 202690 209442 231132 254312 288061 288588 303521 308859 338641 345120 365633 66 Gewinne zu 500 RM. 23187 32814 33908 42037 54941 58886 80774 83748 85024 106478 125805 133391 134494 181496 193644 237448 264290 273394 275748 287390 318354 321051 328681 330858 365605 366695 372220 372472 380084 383421 387369 391660 398548 362 Gewinne zu 300 RM 2559 2833 3046 6216 8190 9594 11469 11"M 11652 11702 12917 15723 17108 19341 2' 8 22934 24178 26063 27666 31678 32296 34^19 39009 39989 42754 42757 50088 51759 54011 57724 58466 60498 62135 62996 64349 68544 74135 77576 80202 82478 86893 87349 89568 91074 91195 95841 95960 102393 103573 106149 112105 115660 117136 127728 128269 130548 131806 134787 136216 137177 139669 142651 147903 147959 149270 151667 152351 153459 154649 154661 158488 160438 163263 165463 166736 167904 169517 172655 173591 174935 175472 176218 177019 179279 182053 187298 189759 193597 198021 202172 205583 206249 209919 214082 216067 219161 224535 226599 230157 230962 231560 232823 234210 237823 237825 243958 244283 245195 246743 248382 254850 255515 255880 256377 258722 262396 263211 265186 267293 268981 270762 273172 275481 275954 276207 279926 281500 290230 290664 292503 292743 293096 294738 296426 298616 301957 302367 307138 310951 316103 318071 319132 319955 324741 327354 329229 330698 331024 331930 332567 333020 335265 336521 337111 338351 341196 343378 344536 345774 346323 347033 350980 351395 355077 355674 359369 361905 362897 368187 375873 375994 378679 387365 388656 391603 394986 395046 396188 396695 397382 397434 ön der heutigen Nachmittagsziehung wurden gezogen 2 Gewinne zu 5000 RM. 168709 6 Gewinne zu 3000 NM. 123053 128659 388681 12 Gewinne zu 2000 RM. 6211 15687 49297 140076 255416 288583 42 Gewinne zu 1000 RM. 1754 60545 69741 75088 91299 91603 127164 132761 133274 189399 217268 228702 245829 249954 258736 274833 307758 320709 349530 391623 394205 82 Gewinne zu 500 RM. 10232 11847 14730 16181 21290 26663 25828 47733 76233 83860 84089 84343 84909 103604 105666 122824 126177 126940 136146 139456 142873 148236 157850 191401 197446 214172 219169 219863 230292 253099 261449 275745 289614 302607 304314 313076 314456 355014 364448 370885 384044 314 E ewinne zu 300 RM. 3128 5514 9433 11493 16203 23101 24837 30338 32812 33646 37448 38361 38952 39340 39464 41573 44507 44577 49926 51880 66028 67161 68398 69837 74008 75604 78221 80435 81255 82628 86622 89630 90068 ! 92219 92837 94129 96946 101892 104408 105076 106132 103556 108612 110521 111888 114679 117760 121330 123761 137188 139811 139991 140264 140346 141764 145355 146148 147819 148074 149363 151668 152924 152927 153785 155430 155947 157883 158722 170791 177345 177451 182649 183229 183335 194319 196814 199795 202862 211289 211323 214740 215588 215736 216769 218878 221110 221167 228916 229069 229550 240836 251428 251636 254844 256945 258145 258866 260019 263011 263783 265528 268570 268784 269066 270716 276323 276691 278357 278952 280918 283702 286991 292408 295347 295484 297157 298803 306930 308735 313916 315509 317734 321836 323341 327678 328135 329835 333017 333560 334129 334496 337518 339220 341248 341749 344113 348127 348564 350699 352263 352538 360929 361998 363248 364085 371377 373656 374839 385719 377138 379765 383114 383646 396989 397850 398601 385628 Im Gennnnrade verblieben: 2 Gewinne zu je 1000000, 2 zu je 800000, 2 zu je 75000, 4 zu je 50000, 4 zu je 30000, 8 zu je 20'00, 52 zu je 10000, 104 zu je 5O00, 182 zu je 3000, 428 zu je 2000, 1374 zu je 1000, 2334 zu je 500, 9268 zu je 800 Mark. j Einspaltige "| Kleinanzeigen werden zum ermäßigten Grundpreis von 5 Pf. für die Milllmeterzelle veröffentlicht! I Sm Dauerwellen d Wasserwellen \ 4] Ondulieren [ werd, durch gute, neu \ 1 eingest Kräfte fach- gemäß ausgeführt im Salon Gath.Giehen Bahnhofstraße 62, Eckhaus. 1281a Nachlässe von 3 bis 20 v. H. erhalten Sie bei wiederholten Veröffentlichungen einer Anzeige > WERBE Stadttheater H Heute Sonnta'* •20—22.45 Uhr Erst-Aufführg. Die verkaufte Braut Preise von 1.30-4.40 RM. 19.00-22.15 Uhr Außer Miete! Carmen Oper von Bizet Preise von 0.80-3 00 RM. Bilanz am 31. Dezember 1936 Aktiva: 1. Kassenbestand u. Guthaben auf Reichs- 31JC bankgiro- und Postscheckkonto (Barreserve) .............. 2. Bestandswechsel: a) Wechsel (ohne b).........602479,04 d) Vorschußwechsel.........186304,84 31 JC 149988,59 788783,88 3. Wertvaviere (soweit nicht in 7 enthalt.): a) Anleihen und Schatzanweisungen des Reichs und der Länder...... 37732,93 b) Sonstige verzinsliche Wertpapiere (Pfandbriefe u. ä.)........ 50999,86 c) Sonstige Wertpapiere....... 3294,— 92026,79 4. Bankguthaben: Mit einer Fälligkeit bis zu 3 Monaten: a) Bei genossenschaftlichen Zentralkreditinstituten ............176368,46 b) Bei sonstigen Kreditinstituten . . . . 17932,27 194300,73 5. Schuldner: a) Kreditinstitute in laufender Rechnung 4021,48 b) Sonstige Schuldner in laufender Rechnung ............. 1692019,34 1696040,82 6. Hhvotheken, Grund- und Rentenschulden, Kaufgelder u. dgl........ 7. Dauernde Beteiligungen einschl. der zur Beteiligung bestimmten Wertpapiere . 8. Grundstücke und Gebäude: a) Unbebaute Grundstücke...... 19000,— b) Bebaute Grundstücke.......323500,— 261487,75 12000,— 342500,— 9. Betriebs- und Geschäftsausstattung . . 7000,— Summe der Aktiva 3544128,56 10. In den Aktiven und in den Jndossa- mentsverbindlichkeiten sind enthalten: a) Forderungen an Vorstands- und Auf- sichtsratsmitglieder ( § 33d Abs. 4 des Genossenschaftsgesetzes)...... b) Forderungen an Mitglieder .... c) Forderungen an abhängige Unternehmen und Konzernunternehmen . . . Passiva: 50932,42 2746312,45 11440,75 Wendungen Gewinn- und Derlustrechnung 1. Gläubiger: 31 JC 31 JC a) Aufgenommene Gelder und Kredite (Nostroverpflichtungen) aa) Bei genossenschaftlichen Zentralkreditinstituten ... 31 JC —,— bb) Bei sonstigen Stellen „ 200,— 200,— b) Einlagen deutscher Kreditinstitute . . 69744,28 c) Sonstige Gläubiger....... 1587012,72 1656957,— 2.Svareinlagen: a) Mit gesetzlicher Kündigungsfrist . . . 376397,05 b) Mit besonders vereinbarter Kündigungsfrist ............ 686191,66 1062588,71 3. Langfristige Anleihen, Hyvotheken-, Grund- und Rentenschulden..... 145000,— 4. Geschäftsguthaben: a) Der verbleibenden Mitglieder . . . 438131,65 b) Der ausscheidenden Mitglieder . . . 26143,34 464274,99 5. Reserven nach § 11 des Reichsgesetzes über das Kreditwesen: Gesetzliche Reserven......... 180336,— 6. Posten, die der Rechnungsabgrenzung dienen.............. 5538,12 7. Reingewinn: Gewinnvortrag aus dem Vorjahr . . . 2941,80 Gewinn 1936 .......... 26491,94 29433,74 Summe der Passiva________ 3544128,56 8. Verbindlichkeiten aus Bürgschaften, Wechsel- und Scheckbürgschaften sowie aus Garantieverträgen....... 405836,56 9. Indossaments-Verbindlichkeiten aus weiterbegebenen Wechseln...... 681913,95 10. Fn den Passiven sind enthalten: a) Verbindlichkeiten gegenüber abhängigen Unternehmen und Konzernunternehmen (einschl. Indossaments-Verbindlichkeiten) .......... 4705,11 b) Gesamtes haftendes Eigenkapital nach § 11 Abs. 2 des Reichsgesetzes über das Kreditwesen aa) Tatsächlich vorhandenes Eigenkapital (Passiva 4 und 5) . . . . 644610,99 bb) Haftsummenzuschlag......193383,29 837994,29 1. Ausgaben f. Zinsen und Provisionen . 2. Persönliche u. sachliche Unkosten. . . 3. Gesetzliche soziale Abgaben..... 4. Steuern..... 5. Abschreibungen auf Anlagevermögen, sonstige Aktiva und Beteiligungen . . 6. Sonstige Aufwendungen ..... 7. Reingewinn: Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 3?JC 2941,80 Gewinn 1936 31 JC 26491,94 31 JC 109501,02 93412,56 3187,85 12067,15 26875,12 1435,47 29433,74 1. Einnahmen a. Zinsen u. Provisionen 2. Erträge aus Beteiligungen ..... 3. Sonstige Vermögenserträge . . . 4. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr. . . 31 JC 263112,02 225,— H 634,09 2941,80 Summe der Aufwendungen . . . . . 275912,91 Summe der Erträge. 275912,91 ^^Mrtglrederbewegung: Anfang 1936: 1109 Mitglieder mit 1274 und 31 JC 1274000,— Haftsumme. Zugang 1936: 94 Mitglieder nut 94 Anteilen,- Abgang durch Tod, Kündigung und Ausschluß: 92 Mitglieder mit 102 Anteilen. Bestand Ende 1936:1111 Mitglieder mit 1266 Anteilen und 1266000,— lumme. Die Geschäftsguthaben verminderten sich um 31 JC 7955,54, die Haftsumme um 3CJC 8000,—. Die ausstehenden Pflicht- emzahlungen auf Geschäftsanteile betragen 31 JC 50161,66. Gießen, den 26. Februar 1937. Sande!-- midSewerbebank e.G.m.b.H. Arnold. Mattern. uaeD Nr.48 Zweites Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen)Aeitag, Zb.Zebruar X937 Aus der Provinzialhauptsiadt Goethe- Ausstellung „Forscher als Künstler". des der Der Bund, Kaufmännischer Verein: 20 Uhr, in der Neuen Aula: 3. Dichterabend Karl Heinrich Waggerl. Erstaufführung „Die verkaufte Braut". Aus dem Stadttheaterbüro wird uns geschrieben: Heute abend findet die Erstaufführung der Oper „Die verkaufte Braut" von Friedrich Smetana statt. Die musikalische Leitung hat Kapellmeister Hans H. Hampel. Spielleitung hat Paul W r e d e. Das Bühnenbild schuf Karl Löffler. Einstudierung der Tänze und choreographische Leitung: Tanzmeistenn Irmgard Zenner. Leitung und Einstudierung der Chöre: Ernst Bräuer. Die in eigener Werkstatt hergestellten Kostüme sind angefertigt nach Entwürfen von Sophie Buchner, ausgeführt von Wlltt Endrich. Die Vorstellung findet als 22. Vorstellung der Freitag-Miete statt. Anfang 20 Uhr, Ende 22.45 Uhr. „ „ Infolge plötzlicher Erkrankung von Ernst August W a l tz übernimmt die Rolle des „Hans" in der Oper „Die verkaufte Braut" Heinz Janssen vom Landestheater Darmstadt. Hitler-Jugend Bann 116 Gießen. Vetr.: Prüfung des Schießwartlehrgangs. Am Sonntag, 28. Februar, findet die Prüfung der Schießwartanwärter auf der Banndienststelle um 9.30 Uhr statt. Schreibzeug ist mitzubringen. Zeiger und das abrollende und einlaufende Seil. Ein Hebeldruck, ein Einschalten der Fußbremse genügt, die Förderung zum Stehen zu bringen. Steigen wir die überdachten Treppengänge hinauf zur „H ä n g e b a n k", empfängt uns der ohrenbetäubende Lärm der aus der Tiefe heraufkymmen- den Förderkörbe. Ein mit Preßluft angetriebener Hebel schiebt hier die vollen Wagen krachend und klirrend aus den Förderschalen heraus und die leeren hinein. Rund die Hälfte der Förderung besteht aus taubem Gestein, das auf die Halde gelangt. Ein Teil des unhaltigen Gesteins wird bereits in der Grube gesondert und kommt in besonderen Bergewagen zu Tage. Die Erzwagen werden über Tage im Handkläubebetrieb nachgekläubt, eine Arbeit, die einfach aussieht, aber große Erfahrung und sicheren Blick voraussetzt. Zu jeder Kameradschaft in der Grube, die aus fünf bis sieben Mann besteht und im Akkord arbeitet, gehört ein Bunker oder „Kläuberstall" über Tage. Hier wird ein älterer Bergmann, meist ein Invalide, beschäftigt, der die „Minern" mit dem Hammer anschlägt, prüft und sondert. Von hier gelangt das Erz in Großraumwagen auf eigenen Werksbahnen zur Weiterverarbeitung in die Roh Hütt en. Gleich am Ausgang der Lutherftadt Eisleben sehen wir auf der Talhöhe drei ragende Schornsteine nebeneinander, das Wahrzeichen der Krughütte, die nach dem verdienstvollen Oberberghauptmann Krug zu Nidda ihren Namen trägt. Unter der Führung eines Obervogts Dach der Halle hinaus über die Seilscheiben Fördergerüstes. Schon von weitem sieht Besucher diese Näder sich gegeneinander drehen.___ Fördermaschinist beobachtet fortgesetzt den Teufen- Die teutfdit Arbeitsfront i ri.g^ßcmeinfdiaft zzfiraft öurdi freute" Hierzu darf kein noch so kleiner Abfall oder Rest geringfügig erscheinen, denn wenn alle sammeln, wird dennoch eine beachtliche Menge von Rohstoffen im Laufe eines Jahres zusammenkommen. In erster Linie ist es wiederum die Frau, die wir um verständnisvolle Mithilfe bitten, denn durch ihre Hände geht das meiste, ehe es für nutzbar oder wertlos erkannt wird. Stets soll sie sich vor Augen halten: Es geht bei der Prüfung, ob etwas noch verwertbar ist, nicht nur um ihr? kleine Wirtschaft, sondern auch um die Volkswirtschaft. Deshalb muß jeder Rohstoff nicht nur auf seine Nutzbarkeit im eigenen Haushalt, sondern auch au seine Verwendbarkeit in der Industrie befragt werden. Nicht nur Häute, Felle, Därme, Borsten, Federn und andere tierische Abfälle sind dieser Prüfung zu unterziehen, sondern auch alte Säcke, Stricke, Bindegarn, Leder und Korkreste sollten niemals fortgetan werden, denn ihre Wiederverarbeitung hilft mit bei der Rohstoffbeschaffung. Dornotizen. Tageskalender für Freitag. Stadttheater: 20 bis 22.45 Uhr: „Die verkaufte Braut". — Gloria-Palast (Seltersweg): „JA. in Oberbayern". — Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): , Sein bester Freund". — Oberhessischer Kunstverein, Turmhaus am Brandplatz, 17 bis 18 Uhr, Ich bin noch verwertbar! „Wer den Pfennig nicht ehrt, ist des Talers nicht wert", sagt ein altes Sprichwort. Stets kommt es zunächst erst einmal auf die kleinen Werte on. Ihre Beachtung läßt sie bald zu größeren Summen anwachsen; diese Rechnung kennt jeder Mensch. Um so leichter wird er verstehen und billigen, daß auch das Volk in seiner Wirtschaft kleine und kleinste Werte sammeln will, um sich derart Werte zu beschaffen, die allzu häufig der Wirtschaft verloren gehen. Dinge, die in der eigenen kleinen Wirtschaft als nutzlose Abfälle fortgetan werden, fehlen vielfach unseren Fabriken als wertvoller Rohstoff; er muß der Industrie Jahr für Jahr vom Ausland zugeführt werden. So werden z. B. für fast 150 Millionen Mark jährlich Häute und Fette vom Ausland gekauft, obwohl ein Teil eingespart werden könnte. An 26 000 Tonnen Därme, Mägen usw. werden eingeführt, eine Menge, die sich herabsetzen ließe, wenn alle Haushaltungen derartige Abfälle der Weiterver- wertunL zur Verfügung stellen würden, anstatt sie fortzutun. Wenn die Hausfrauen, die das Geflügel zu betreuen haben, die Federn nicht nur als Abfall werten würden, sondern auch als wichtigen Rohstoff, so würden nicht dafür jährlich Millionensummen in das Ausland wandern müssen. Die Beschaffung landwirtschaftlicher Rohstoffe überhaupt kostet dem Staat in jedem Jahr etwa' 2,5 Milliarden Mark. Diese Summe kann herabgesetzt werden, wenn außer einer sich steigernden Mehrerzeugung eine Mehroerwertung emtritt.. Kupferbergbau im Mansfelder Land. Von Dieter von der Schulenburg. stehen wir bald vor den drei großen Schachthöfen, in denen der angelieferte Kupferschiefer, der etwa 2l/-> v. H. Kupfer enthält, mit Koks und etwas Kalk geschmolzen wird. Die niedergeschmolzene, feuerflüssige Masse ergießt sich in den Vorherd, in dem sich zu unterst ein Rohstein mit 45 v. H. Kupfer absetzt. Die flüssige Schlacke, also das taube- Gestein, schwimmt über dem Rohstein wie Oel auf Wasser und strömt ununterbrochen in besonders konstruierte und geheizte Schlackenwagen, die auf den Schlackenplatz fahren, um dort ihren Inhalt in Schlackenstein-Gießformen zu entleeren. Alle zwölf Stunden erfolgt der K u p f e r st e i n - A b st i ch in eiserne Betten. Erkaltet wird er in transportfähige Stücke zerschlagen und geht weiter zur Bessemerei, in der er zu Spurstein mit einem Kupfergehalt von 75 v. H. oder zu Schwarzkupfer mit 98 v. H. Verblasen wird. Der Spurstein ergibt nach mehrmaligem Einschmelzen als Endprodukt das Mansfelder Raffinadekupfer. Das reinste Kupfer, das Elektrolytkupfer mit 98 v. H., wird aus dem Schwarzkupfer auf elektrischem Wege hergestellt. Eines der wertvollsten Nebenprodukte aus der Kupferverhüttung bildet die Schlacke der Rohhütten, aus der die bekannten Mansfelder Pflast e r st e i n e gegossen werden. Diese sind völlig verschleißfest, rauh und griffig. Es ist ein prächtiger Anblick, dem rotglühenden Schlackenstrom zuzusehen, der sich fortgesetzt in die Wagen unter dem Vorherd des Hochofens ergießt. Ein unvergeßliches Schauspiel bleibt es auch, wie nun dieser Lavastrom in hellstem Schwefelgelb bis zum dunkelsten Purpur sich aus der Oeffnung des gekippten Wagens in das Schlackensteinbett ergießt. Noch lange tanzen kleine gelbe Flämmchen auf der glühenden feurigen Masse, gurgelt und brodelt die gewaltige Hitze, bis die letzten Blasen zerplatzen und das Ganze zu einer festen, schwarzen Schicht erstarrt, die erst nach dreitägiger Erkaltung abgehoben wird und die fertigen Pflastersteine freilegt. Amt Reisen, Wandern und Urlaub. Gesperrte Urlaubszüge. Folgende Urlaubszüge sind wegen Ueberfüllung gesperrt. Es können zu diesen Fahrten teilte Anmeldungen mehr angenommen werden: UF. 16/37 vom 6. 6. bis 14 6. 37 Berchtesgadener Land; UF. 29/37 vom z5. 6. bis 2. 7. 37 Allgäu—Pfronten; UF. 40/37 vom 13. 7. bis 27. 7. 37 Rügen; UF. 41/37 vom 15. 7. bis 25. 7. 37 Schliersee; UF. 51/37 vom 29. 7. bis 7. 8. 37 Allgäu—Pfronten; UF. 62/37 vom 9. 8. bis 16. 8. 37 Berchtesgadener Land. UF. 4/37 vom 2 7. Februar bis 9. März nach Reit im Winkel. Die Karten und sämtliche Unterlagen für diese Fahrt können auf dec Kreisdienststelle abgeholt werden. Nachstehend geben wir den Fahrplan bekannt: Hinfahrt am 27. 2. 37 7.50 Uhr ab Frankfurt a. M., 8.09 Uhr ab Offenbach a. M., 13.13 Uhr an Treuchtlingen, 14.35 Uhr ab Treuchtlingen, 19 Uhr an Marquartstein; Rückfahrt am 9. 3. 37 ab Marquartstein 6.47 Uhr, an Treuchtlingen 11.23, ab Treuchtlingen 12.24, an Offenbach a. M. 17.24 Uhr, an Frankfurt a. M. 18.04 Uhr. V. A. Zwischen dem sogenannten Halle-Hettstedter ! Gebirgsrücken und dem Homburger Sattel bis noch , jenseits der Lutherstadt Eisleben erstreckt sich in ' einer Ausdehnung von ungefähr 40 bis 50 Kilo- i meter die Mansfelder Mulde. Es ist ur- ■ altes Gebiet des Kupferbergbaus und das l ergiebigste zugleich von ganz Deutschland, das den : Besucher hier mit seinen riesigen Halden, seinen Schachtanlagen, Hütten und dem gewaltigen Kup- , fer- und Messingwerk von Hettstedt empfangt. Be- i reits vor 7 50 Jahren sollen der Sage nach i zwei Bergleute, Nappian und Neucke, in dem heute . noch mit „Kupferberg" bezeichneten Stadtteile von Hettstedt im Südharz nach Kupfer geschürft haben. Sie wurden die Begründer des Mansfeldschen Kup- kerschieferbergbaus, der heute gerade im Zeichen des Vierjahresplanes von ausschlaggebender Bedeutung ist, und damit eines Bergsegens von Bodenschätzen, die zu den wertvollsten und begehrtesten auf der Erde gehören. Der fröhliche Bergmannsgruß „Glückauf" klingt heute noch auf den Straßen der kleinen ehrwürdigen Städte und Dörfer dieser Gegend und in den Schächten genau wie vor Hunderten von Jahren zur Zeit des großen Reformators ober da das alte Mansfelder Grafengeschlecht die tatkräftigen Schirmherren und Förderer des Bergbaus hier waren. Kupfer! Seinen Namen erhielt es einst von der damals griechischen Insel Cypern. Bekannt war es also schon im Altertum. Man kann seine Existenz aber noch viel weiter zurückverfolgen, bis in die Frühzeit der Menschheitsgeschichte, sprechen wir doch von der Bronzezeit als der Epoche, die der Steinzeit folgte. Bronze ist eine Kupfer-Zinnlegierung; zunächst mußte also das Kupfer selbst gefunden und bearbeitet werden, ehe man erkannte, daß das Schwert noch viel härter, noch widerstandsfähiger wurde, wenn es ans einer „Legierung" gegossen und geschmiedet worden war. Damals in der Fr ich - zeit kannte man freilich die Bezeichnung Bronze noch nicht, sondern sprach von Erz und ehernen Waffen, gleichwohl muß aber die Waffenschmiedekunst schon auf kecht beachtlicher Höhe gestanden haben. Bereits Homer besingt die ehernen Waffen des Meisters Hephaistos, des Waffenschmiedes feines Helden Achilleus. Das Kupferschieferflöz des Mansfelder Landes besitzt die verhältnismäßig geringe Mächtigkeit von 30 bis 40 Zentimeter. Nur in dieser mäßigen Stärke enthält es Kupfer, das als sogenannte „Speise" fein verteilt im Schiefer auftritt. Das Flöz bildet die unterste Schicht der Zechsteinformation. Den Erzgehalt im Kupferschiefer selbst führte man auf metallische, in Derwerfungsspalten aus der Tiefe emporgestiegene Lösungen zurück. Heute nimmt man an, daß sich das Metall gleichzeitig mit der Ablagerung des Zechsteinmeer- schlammcs gebildet habe. Der Abbau des Flözes durch die Mansfelder Knappen erfolgte noch bis in die 90er Jahre i n liegender Stellung. Heute arbeiten die Bergleute kniend oder fitzend und gewinnen das kupferhaltige Gestein maschinell mit Schrämhämmern und Bohr- und Sprengarbeit. Unter Tage befinden sich gleichsam weite Städte mit kilometerlangen Straßen und Quergassen, in denen die Gruben- züge verkehren und ihre Last zum Schacht fahren, in dem die Wagen unaufhörlich aus rund 600 Meter Tixfe in einer Minute zu Tage gehoben werden. Ein solcher Schacht hat zwei getrennte Forderungen mit je zwei Förderkörben. Eine Förderschale mit vier Etagen nimmt acht Förderwagen auf. Gewaltige elektrische Maschinen mit riesigen Schwungrädern führen das armstarke Seil zum eemtn f FÜR DUNKLES ( HAAR ■i£f)KAMILLOFLOR ALKALI FREI 30 PFG BRUNETAFLORi Für jedes Haar ein glänzender Erfolg! > (Nachdruck verboten.) 14. Fortsetzung. Das Mädchen mit dem Silberhaar Vornan von Anny von panhuys. Ihre Mundwinkel senkten sich ein wenig, es sah nun unendlich traurig aus, das schöne Gestcht über der Düsternis des kreppbesetzten Kleides „Jetzt wissen Sie die volle Wahrheit. Herr Direktor! Und wenn Sie jetzt noch glauben, daß ich>Jyre Beleidigung von vorhin verdiene, muß ich mich damit abfinden, wahrscheinlich haben Sie dann recht. In seinem Kopf ging alles wirr durcheinander, er sah plötzlich den Klatsch ganz anders Er fragte ein wenig zu hastig: „Und was ift Ihnen der Fremde jetzt? Wie denken Sie an ihn? Sie blickte an ihm vorbei. . „Ja, ich weiß wirklich nicht recht, wie ich mich da-ausdrücken soll. Ich denke an ihn vielleicht so, wie ich mich an die Hauptfigur in einem packenden Film erinnern würde, oder an emen besonders eindrucksvollen Traum. Ein biß-chen Sehnsucht spukt noch in mir herum wie Sehnsucht nach Dingen, die man nicht haben kann, die nicht für einen bestimmt sind." Sie sah ihn voll an. „Aber jetzt lassen Sie mich, bitte, gehen, ganz gehen, ich mochte nach ^Ä^'biß auf seiner Unterlippe herum. Franziska Karsten tat ihm plötzlich so unbeschreiblich leid, und er selbst kam sich brutal und rücksichtslos oor; weil er sie zu dem Geständnis gebracht. Wie einfach, wie klar und wahr hatte jedes chrer Worte geklungen! Er erwiderte gedämpft: „Verzeihen Sie mir Fräulein Karsteü, es tut mir sehr leib, Sie gekrankt zu haben. Ich nehme das Häßliche von vorhin zurück." ... .... Ein heller Schein glitt über ihr Gesicht. „Ich danke Ihnen, Herr Direktor, aber bitte, die Entlassung soll bestehen bleiben, es ist besser so, nach alledem. Ich werde ja wohl wieder Arbeit finden." Er bot ihr die Hand. . „ , Dann haben Sie mir auch nicht verziehen , stellte er traurig fest, „und darauf kommt es mir doch an. Ich schäme mich so sehr vor Ihnen, Fraulein Karsten, aber ich verspreche Lhnen daß der Arbeiter wieder eingestellt wird. Mein Wort darauf." Sie lächelte ein wenig. „Sehr lieb wäre es von Ihnen, trenn Sie das täten, und ich bitte Sie recht darum. Mich aber lassen Sie gehen, Herr Direktor, es ist wirklich besser so." _ c Er schüttelte den Kopf. „Sie dürfen nicht fort, Sie sollen nicht fort." Er stieß erregt hervor: ,Zch will es nicht. Ich habe mich so sehr an Sie gewöhnt, so schnell an Sie gewöhnt, ich mochte nicht, daß da an dem Tischchen eine andere sitzt als Sie." Er zeigte auf den Platz, wo sie vorhin gesessen. „Ich biete Ihnen mehr Gehalt, und die Komtesse werfe ich hinaus, wenn sie wiederkommt, und — und ich möchte Sie gern meiner Mutter vorstellen. Ich habe meine Mutter nämlich neugierig auf sie gemacht. Ich habe ihr erzählt, wie hübsch Sie mir kürzlich die Wahrheit gegeigt haben. Meine Mutter hat sehr gelacht und gemeint, es wäre mir recht geschehen, und sie hätte sich schon lange darüber geärgert, daß ich immer erst so spät aufgestanden wäre." Er dachte, während er das alles sagte, so dürfte er gar nicht sprechen als Vorgesetzter, denn wo blieb da der Respekt? Aber er pfiff auf den Respekt, das Mädel sollte bleiben, nur darauf kam es an. Er nahm ihre Hand. „Fräulein Karsten, ich habe das Gefühl, ich brauchte Sie hier, und was Sie mir vorhin erzählt haben, das ist wirklich gar nicht schlimm. Es tut mir nur leid, daß Sie sich von, einer romantischen Illusion haben einfangen lassen." Sie dachte, ein bißchen mehr als eine romantische Illusion war ihr Erlebnis wohl doch gewesen — oder vielleicht nicht? Sie wußte nicht, was sie jetzt tun sollte. Aber die Güte in den Augen des Mannes, der sie bittend ansah, drängte ihre abermalige Erklärung zurück, daß sie dabei bliebe, doch zu gehen. Sie sann, was war es nur, daß Berthold Radix so zu ihr war? Was war es, daß er sich Überhaupt mehr um sie kümmerte als nötig? Er Jagte zufrieden: „Also, Fräulein Karsten, wir sind einig. Sie bleiben, und der Arbeiter bleibt auch, und morgen überbringe ich Ihnen eine Einladung zu meiner Mutter." Er sah sie wieder bittend an, und sie brachte kein Nein mehr über die Lippen, aber befangen fühlte sie sich, sehr befangen. Und nun begann er zu diktieren als wäre die Privatunterhaltung eben gar nicht 'gewesen. Die Arbeit ging ihr flott von der Hand wie immer, trotzdem ihre Gedanken nicht so sehr bei der Sache waren, wie sie es hatten sein müssen. Als sie abends nach Hause tarn, wartete der Arbeiter Dieter auf sie. Er strahlte: „Fräulein Karsten, der Herr Direktor sagte, ich müsse mich bei Ihnen bedanken, und das möchte ich jetzt tun." Er riß ihr beinahe die rechte Hand aus dem Gelenk. „Und denken Sie, der Direktor hat mir noch hundert Mark gegeben, damit ich meiner Mutter und meiner Frau ab und zu was ertra gönnen kann. Wer hätte das gedacht, als ich Ihnen heute früh mein Leid klagte!" Nähkctthrin hatte zugehört; jetzt äußerte sie bewundernd: „Du scheinst ja mächtig gut beim Direktor angeschrieben zu sein, Fränze. Mir ist schon damals aufgefallen, daß er auf dem Kirchhof war und uns dann mit feinem Auto nach Haufe brachte. Natürlich deinetwegen. Weißt du, man kann nie so dumm denken, wie es wirklich mal kommt, schließlich —" Franziska fiel ihr ins Wort: „Lassen Sie solche Reden, Kathrin! Ich ärgere mich nur darüber." Sie ging bald zur Ruhe, und vor dem Einschlafen fragte sie sich verwundert, weshalb sie Berthold Radix ihr Erlebnis mit dem Fremden erzählt hatte. 9. Am nächsten Morgen wurde Franziska gleich in das Büro des Chefs gerufen. Er empfing sie mit frohem Lächeln und dem gütigen Blick, der ihr so sympathisch an ihm war. „Meine Mutter bittet Sie für heute nachmittag um vier Uhr zum Kaffee, Fräulein Karsten. Wenn es Ihnen recht ist, bringe ich Sie in meinem Auto hin. Meine Mutter bittet Sie, ihr keinen Korb zu geben, sie möchte gern etwas mit Ihnen besprechen." Franziska war verlegen. Was konnte die Mutter des Direktors mit ihr zu besprechen haben? Aber sie nickte: „Ich komme gern, Herr Direktor." Sie vermied es, mittags mit Eva Zoll zusammen nach Hause zu gehen; sie wollte allein sein und nachdenken. Sie grübelte und grübelte, aber es wurde ihr nicht klar, welchem Grund sie die Einladung verdanke. Sie erzählte auch der Nähkathrin nichts davon, aber sie wechselte mittags ihr Kleid und zog das für Sonntags bestimmte an. Kurz vor vier Uhr wurde sie zum Direktor gerufen. Er lächelte anerkennend: „Wie fein Sie sich für die Kaffeevisite gemacht haben, Fräulein Karsten! Und nun kommen Sie, bitte." Er rief in das > Zimmer des Prokuristen hinein: „Fräulein Karsten ist heute nachmittag arbeitsfrei, meine Mutter hat sie zu sich gebeten!" Er hörte nicht mehr die verblüfften Worte: „Donnerwetter, was bedeutet denn das?" die sich über die Lippen des Prokuristen drängten, aber Franziska fing sie noch auf, und sie mußte sich zusammennehmen, um nicht zu lachen. Das kleine graue Auto, das Berthold Radix meistens benützte, stand bereit, und Franziska stieg ein, während der junge Chef auf dem Führersitz Platz nahm. Franziska blickte durch das Fenster, als der Wagen anfuhr, und ihre Augen streiften die hohen, gleichmäßig geformten Gebäude der Radio-Radix-Werke. Sie boten einen imposanten Anblick mit ihren hohen Fenstern und dehnten sich weit aus. Bahngleise schoben sich heran, auf denen die weltbekannten Erzeugnisse nach allen Himmelsrichtungen befördert wurden. Und der Besitzer der großen Firma, der so vielen Arbeitern Brot gab, dessen Name auf unzähligen Apparaten und Rohren stand, fuhr sie, seine kleine Sekretärin, zu seiner Mutter wie eine große Dame. Was bedeutete das nur? Er wollte ihr sicher eine Art Genugtuung geben, weil er gestern so etwas Kränkendes zu ihr gesagt. Das Auto fuhr schnell, und bald hielt es vor einer modernen Villa, die in einem großen, jetzt noch winterlich kahlen Garten lag. Berthold Radix öffnete selbst die Wagentür, bot ihr die Hand als Stütze. Und wieder sah sie dabei fein gütiges Lächeln. Wie ihr das Lächeln gefiel, wie wohltuend und beruhigend es war! Sie hatte ein wenig Scheu vor feiner Mutter. Berthold Radix führte Franziska in eine Art Halle. Hier nahm ihr ein adrettes Mädchen Mantel und Hut ab, und dann bat Berthold Radix, sie möge ihm folgen. Sie fühlte sich verwirrt von der eleganten Umgebung und ging wie im Traum neben ihm her. In einem in Moosgrün gehaltenen Zimmer stand eine Dame mit dunklem Haar und blauen Augen. Sie sah noch jung aus, viel zu jung für den Sohn, fand Franziska, die befangen abwartete. Eine weiche, melodische Stimme hieß sie willkommen, eine Hand nahm ihre Rechte, hielt sie fest, und die dunkelblauen Augen ruhten auf ihrem Gesicht mit seltsam musterndem Blick. Jetzt löste sich die Hand, ein Lächeln übersonnte die regelmäßigen Züge. „Mein großer Junge hat mir so mancherlei von Ihnen erzählt, daß ich auf Ihre Bekanntschaft wirklich gespannt gewesen bin." Sie sah den Sohn an. „Es ist besser, Berthe!, du gehst zunächst wieder an deine Arbeit. Kannst Fräulein Karsten später abholen, jetzt trinke ich lieber allein mit ihr Kaffee." Berthold Radix nickte. „Ganz, wie du befiehlst, Mutter." Er ging sofort, nachdem er seiner Mutter die Hand geküßt hatte. Franziska wäre es lieber gewesen, wenn er hier- geblieben, sie fürchtete sich ein wenig vor dem Alleinsein mit seiner Mutter. Aber dann saß sie am Kaffeetisch, der reizend gedeckt war, vertilgte süße kleine Kuchenkunstwerke, trank, ausgezeichneten Kaffee und fand alles sehr gemütlich, wenn auch ein leichtes Bangen zurückgeblieben war, weil sie ständig auf irgend etwas wartete, das kommen mußte, denn beim Niedersetzen an den Tisch hatte die schlanke Frau, die sie immer wieder forschend ansah, gesagt: „Nachher wollen wir uns über eine sehr wichtige Angelegenheit unterhalten." Später gingen sie in einen anderen Raum hinüber, in dem sich ein leichter Rosenduft verbreitete. Frau Radix drückte Franziska in einen tiefen Sessel, setzte sich in ihre Nähe und begann leise: „Ich habe Sie heute auf Wunsch meines Sohnes hierher gebeten, um Sie zu fragen, ob Sie seine Frau werden wollen." (Fortsetzung folgt!) lOPfg. Obecheffen * Großen-Linden, ebr. Der G e fand der hier abgehaltene Luftschutzkursus seinen Abschluß. An dem Kursus nahmen 50 Frauen sangverein „Harmonie" hielt seine Jahresversammlung ab. Der Geschäfts- und der Kassenbericht ließen erkennen, daß der Verein im vergange- Knol „Im extra den st bekan Knobl leicht Be Geschmacklosigkeiten, die im Handarbeit verbrochen werden. Durch sehr anschau- Buchenreisig wurde mit einer Mark je Raummeter bezahlt. * G e i l s h a u s e n , 25. Febr. Am Mittwochabend Hessische Handwerkskammer Darmstadt Wie die Hessische Handwerkskammer Darmstadt uns mitteilt, ist der bisherige stellvertretende Vorsitzende, Landeshandwerksmeister (Samer, zum kommissarischen Vorsitzenden und Schuhmachermeister Emil Späth (Darmstadt) zum geschästs- führenden stellvertretenden Vorsitzenden der Handwerkskammer mit Wirkung vom 15. 2. 37 ernannt worden. Besonders warnte die Vortragende vor den vielen Gebiet der weiblichen Bekämpfung auch fm Wohnwesen endlich erledigt ein sollten, damit das angestrebte Ziel der Hausgemeinschaft erreicht wird. Der von Stadtbauinspektor Matheis vorgebrachte Rechnungsbericht ergab eine Uebersicht über gesunde Kassen- und Vermögensverhältnisse und chloß mit einem Appell an die noch abseits stehenden Hausbesitzer zu gemeinsamer Mitarbeit an den dem Hausbesitz gestellten Aufgaben. Im Anschluß hielt Rechtsanwalt Dr. Wämser einen aufschlußreichen Vortrag über „Streitfragen aus dem Mietrecht", in dem die Antwort auf viele zeitgemäße Fragen über das Verhältnis von Vermieter und Mieter erteilt wurde. Kampfwagen-Kämpfer aufgerufen. DRB. Nachdem das Panzerregiment 5 als Traditionstruppenteil für die schweren Kampfwagenabteilungen des Krieges bestimmt worden ist, hat der Kriegskommandeur dieser Abteilungen, Major B o r n s ch l e g e l (Kassel, Skagerrakplatz 38), die früheren Mitkämpfer zum Zusammenschluß aufgerufen und zu einem Treffen eingeladen, welches während der Automobilausstellung in Berlin am Montag, 1. März, 20.15 Uhr, im Landwehrkasino am Zoo stattfindet. Vorherige Anmeldung ist erwünscht, aber nicht erforderlich. Schöffengericht Gießen. Vor dem Schöffengericht hatte sich gestern der H. K. aus Steinbach wegen Urkundenfälschung und Betrug zu verantworten. Er hatte nach der Vergebung von Weißbinderarbeiten, bei deren Zuteilung er als Zweitbilligster nicht berücksichtigt wor- Zrankfur W" «und! «Wl-hr.kl- goren minima Wicklung w «öfteres Geschi 20.75 (MS), bröckelten Sen Mannesmann Rlörfner bliebe eröffneten Me 149,75, Scheide 167,75 (168), eänge zu verz überwiegend vi Men Gesfürel mit 200,50 (1$ 1 v.h., Moe Heidelberg 0,5 Westdeutsche S mährend Reich behauptet blie. Auch am 3 sehr klein. 2/1 1tjulbiing mit IItbefifj uno. Jtien mit 124, |3n der zweit n Aktienn fcränberungen [raren nochmal per zagen S I»ehrend Reich- I Metten. Die p geringe 2 pgen nach Pl ftorbenen bestimmten Textes „Christus ist mein Leben" ein Lebensbild dieser geistig so hochstehenden und doch so einfachen und schlichten Frau. Rach dem Segen ließen Kinderkirche und Frauenhilfe einen Kranz bzw. ein Kreuz am Grab nieberlcgen. In der Frauenhilfe fand zu Beginn des Wochen- abends eine eindrucksvolle Gedächtnisfeier statt. * Lich, 24. Febr. Eine Holzversteigerung in strömendem Regen gehört nicht gerade zu den erwünschtesten Genüssen für die Beteiligten. Viele Käufer bleiben daheim mit dem guten Trost: „Es wird noch mih Holz verkauft"; Die des besonders gut aufgearbeiteten Holzes wegen doch hinausgehen, haben bald keinen trockenen Faden mehr am Leib. Schließlich muß die Versteigerung ab» gebrochen und vertagt werden, da sich die wenigen Leute immer mehr verlaufen. Am wärmenden Feuer trocknet man sich und sorgt für einen angemessenen Ausgleich von äußerer und innerer Nässe. Trotz des bis zum späten Abend unvermindert anhaltenden Landregens sollen sich einige erst bei vollkommener Dunkelheit nach Haus zurückgefunden haben. Am andern Tag waren diese „Getreuen" aber wieder dabei, und nun wurde ihre Treue mit billigem Holz belohnt; denn das furchtbare Regen- wetter hatte noch mehr Nachwirkung als Wirkung: so mancher Käufer fehlte. Folgende Durchschnittspreise wurden im fürstlichen Wald erzielt: Scheitholz: Buche 10,30 (9,00) Mark, Knüppel: Buche 8,85 (7,00) Mark, Eiche 4,70 (3,60) Mark je Raum- rneter, Reisholz: Buche 15,75 (10,20) Mark je '"’hem Bluidru Zungen, A Sloflwechsi Uesdimack M°naispackung h Wink, Si^Selb, Brandunfall auf Grube Weckesheim. * Wölfersheim, 26.Febr. Von der Dirck- tion der hefrag in Wölfersheim geht uns folgender Bericht zu: Auf der zur „hefrag" Wölfersheim gehörenden Braunkohlengrube Weckesheim wurden gestern um 10.30 Uhr der Betriebssichrer der Grube, Obersteiger B e r n e ck e, Obersteiger Bilgen- r o t h, Steiger Peters, Hauer Bär und Schlepper Fritz von einem Unfall betroffen. Beim Anfahren einer alten Strecke traten plötzlich brennbare Gase auf, entzündeten sich auf bis jetzt unaufgeklärte Weise und verbrannten die fünf Genannten, so daß sie in das Krankenhaus in Friedberg eingeliesert werden muhten. Den Verunglückten geht es den Umständen entsprechend gut. Lebensgefahr besteht glücklicherweise nicht. Generalversammlung der Spar- und Oarlehenskaffe Lollar. Z Lollar, 25. Febr. Die Spar - und Darlehenskasse e. G. m. b. H. Lollar hielt in der „Linde" ihre diesjährige Generalversammlung ab, in der man ein Bild der vortrefflichen und gesunden Lage, in der sich die Kasse befindet, gewann. Schon seit geraumen Jahren ist eine günstige Entwicklung der Kasse festzustellen. Auch zeigte sich dabei, welch großes Vertrauen der Genossenschaft hier im Orte, wie auch in den Orten der Umgebung entgegengebracht wird. Ganz besonders erfreulich ist der Ausdruck des Vertrauens bei den Sparern. Zu erwähnen ist auch in diesem Jahre wiederum der Aufstieg bei der Kleinspareinrichtung, die ganz besonders von den Schulkindern benutzt wird. Der Schuljugend ist hier eine günstige Gelegenheit geboten, durch das Schul-Sparsystem mit kleinen Beträgen zu einem stetig wachsenden Sparkonto zu kommen. Dieses Sparoerfahren hat sich glänzend bewährt. So wie die hier erwähnte Entwicklung dieses Zweiges des Institutes verhält es sich auch bei allen anderen Abteilungen. Der Geschäftsbericht des Vorstandes, vom Vorstandsmitglied Geißler oorgelegt, war lobenswert übersichtlich und verständlich. Er gab einen ausgezeichneten Ueberblick über die vielfältige Arbeit, die von der Geschäftsführung zu leisten ist. Dem Bericht war zu entnehmen: Der Zugang im Jahre 1936 betrug 18 neue Genossenschafter, 9 Mitglieder schieden aus, so daß der Mitgliederbestand Ende 1936 216 betrug. Der durch Tod ausgeschiedenen Mitglieder Ludwig Fuchs L, Johann Dietz, Friedrich R i n g le b, Jost Weigand, Adolf Schön und Ludwig Deibel II. wurde in der üblichen Weise gedacht. Wie stark die Kasse in Anspruch genommen wurde, zeigte der Umsatz. Er betrug auf einer Hauptbuchseite 2 761 038 Mark, so daß der Gesamtumsatz eine Höhe von 5 522 076 Mark betrug. Gewiß ein stattlicher Betrag für die Kasse eines Landortes! Die Spareinlagen zeigten gegenüber dem Vorjahre ein Mehr von 43 900 Mark. Der Stand der felbftbefrifteten Darlehen zeigte gegenüber dem Vorjahre ebenfalls ein Mehr von 41 851 Mark. Die Prüfung, die von der vorgesetzten Stelle im Laufe des vergangenen Jahres vorgenommen wurde, brachte der Gesäftsführung Lob und verdiente Anerkennung, so daß dem Vorstand und dem Aufsichtsrat Entlastung erteilt werden konnte. Satzungsgemäß mußte Vorstandsmitglied Ludwig Geißler ausscheiden, er wurde jedoch einstimmig wiedergewählt. Die ausscheidenden Aufsichtsratsmitglieder T a u b e r t und Wagenbach wurden ebenfalls einstimmig wieder eingesetzt. Landkreis Gießen. * Klein-Linden, 26. Febr. Die Hitler- Jugend-Schar 1/5/116 Klein-Linden veranstaltet am kommenden Samstag im Gasthaus „Zur deutschen Eiche" einen Volksgemeinschaftsabend, der allen Volksgenossen einen Einblick in das Leben und Wollen Der HI. geben soll. Zu dem Abend sind alle Volksgenossen ein- geladen. Der Eintritt ist frei. Beginn 20.30 Uhr. ^umsd Sicher Kih-ko* KbcSd IÄ Sr I I hen'e I groß \M gS'- ? in einer 3 w “ v,5 Reu *y$s gm Rainen d M Dberburc W Wd -- M Sprenger pbe. Er gab! nen Jähre eine gute Entwicklung au verzeichnen hatte. Dereinsführer Johs. Leun IX. wurde erneut in feinem Amt bestätigt. Zum stellvertretenden Vereinsführer ernannte er Wilhelm Schmidt UL, zum Rechner Julius Ruckelsh aus, zum Schrift- ührer Wilhelm Jung. Dem Rechner Ludwig Velten, der dieses Amt 17 Jahre lang innehatte, wurde herzlicher Dank gesagt. Für den ersten Ostereiertag sieht der Verein einen Konzertabend vor. Zum Schluß wurde dem Dereinsführer eine besondere Ehrung für seine langjährige Arbeit im Dienste des Vereins zuteil. Auch die Kreisführung des Sängerbundes übermittelte ihm Glückwünsche. 8. Lang-Göns, 24. Febr. Trotz des noch winterlichen Wetters sind die hiesigen Kartof- e l z ü ch t e r damit beschäftigt, das Saatgut für 1937 zu sortieren und in die Säcke zu füllen. Zahlreiche Fuhren geben bereits in die nähere und weitere Umgebung. Auch der Versand mit der Bahn wird bald einsetzen. Die Nachfrage ist äußerst rege. — Bei der Geldsammlung für den Volksbund für das Deutschtum im Ausland (VDA.) wurde von den Schülern der Oberklasse die schöne Summe von 46,60 Mark zusammengebracht. y Watzenborn-Steinberg, 22. Febr. Der Männergesangverein „Jugend-- freund" veranstaltete im Vereinslokal „Zur Krone" sein Wintervergnügen. Gleichzeitig konnte der Verein auf sein 49jähriges Bestehen zurückblicken. Musik der Kapelle Schleuse leitete den Abend ein. Der stellv. Vereinsführer K. Schneid- müller gab der Hoffnung Ausdruck, daß sich auch im kommenden Jahre die Sanger eifrig in den Dienst des deutschen Liedes stellen werden. Der Chor unter Leitung des Ehormeisters Albert Schleuse (Steinbach) verschönte den Abend mit mehreren gut vorgetragenen Chören und Volksliedern, die reichen Beifall fanden. Im weiteren Verlaufe gelangte ein heiteres Volksstück zur Aufführung. nsf. G r o ß e n - B u s e ck, 25. Febr. Eine H o rst- Wessel-Feier führte unsere Frauenschaft zusammen. Die Leiterin sprach zunächst von den Gefallenen des Weltkrieges und von den Opfern der Bewegung. Dann schilderte sie das Leben Horst Wessels und las einige Artikel vor, die von seiner Tat und von seinem bitteren Sterben berichteten. Gemeinsamer Gesang beschloß den Teil des Abends. — Dann ergriff die Führerin der Ortsbäuerinnen das Wort zu längeren Ausführungen über die Gartenarbeit im Februar. Die Frauen folgten den sachverständigen Ratschlägen mit großer Aufmerksamkeit. — Kommenden Sonntag wird die Frauenschaft für 10 0 SA. -Männer Eintopf kochen. Die Männer treffen um 13 Uhr nach einem Marsch hier ein. Z Lollar, 25. Febr. Der Bezirksverein Lollar des NSLB. hielt in der Gastwirtschaft von Petrasch dahier seine Monatsversammlung ab. Bezirksobmann Emmel (Staufenberg) schilderte den Aufbau des Gaues Hessen-Nassau. Anschließend tagte die Arbeitsgemeinschaft „Volksschule". Lehrer Schädel (Treis) besprach den „Entwurf eines Erziehungs- und Bildungsplanes der völkischen Landschule" von Bühnemann. Der Bezirksobmann machte dann noch einige Mitteilungen. = Da ub ringen, 26. Febr. Die hiesige Freiwillige Feuerwehr hielt bei Gastwirt Schäfer ihre Jahresschlußversammlung ab. Oberbrandmeister Braun erstattete den Jahresbericht. Rechner Alb ach gab den Kassenbericht bekannt. Verschiedene Vorstandsmitglieder schieden aus der Leitung der Wehr aus. Zum Abschluß der Versammlung hielt der Oberbrandmeister einen Vortrag über die Verpflichtungen und den Dienst der Feuerwehr. An die Versammlung schloß sich ein unterhaltsamer Familienabend an. A Odenhausen, 22. Febr. Bei der G e - meindeholzversteigerung wurden hohe Preise erzielt. Es kosteten je zwei Raummeter: Buchenscheite 18 bis 19,80 Mark, Buchenknüppel 16 bis 18, Buchenstöcke 16 Mark; Reiser kosteten durchschnittlich 3 bis 4 Mk. je Raummeter. Bei der Rabenauschen Versteigerung lagen die Preise etwas höher. Buchenscheitholz kostete je zwei Raummeter 32 bis 35 Mark, Buchenknüppel 24 bis 30 Mark. Schwerer Unfall eines Gießener Schauspielers. In der Moltkestraße ereignete sich gestern nachmittag ein schwerer Unfall. Der Schauspieler am hiesigen Stadttheater Peter Schorn, der auf einem Ausritt unterwegs war, kam mit dem Pferd schwer zu Fall. Das Pferd scheute vor einem Kinderwagen, der Reiter stürzte hart und sehr unglücklich auf das Straßenpflaster. Der bedauernswerte Mann erlitt einen Schädelbasisbruch und blieb bewußtlos liegen. Die Sanitätskolonne vom Deutschen Roten Kreuz brachte den Verunglückten sofort in die Chirurgische Klinik, wo er nach einer unruhigen Nacht heute früh noch immer bewußtlos schwer verletzt darniederliegt. Der Unfall ist um so tragischer, als der Schauspieler erst vor kurzem geheiratet hat. Zrauenschast Gießen-Süd. Der Ortsgruppenabend der Frauenschaft und des Frauenwerks Gießen-Süd vereinte alle Mitglieder im Studentenheim. Nach kurzer Begrüßung durch die Leiterin, Frau Schön, erlebten die Anwesenden die tiefe und schöne Freude, Bachs a-woII-Kon- zert durch Frau Luley (Klavier) und Pg. Rein (Violine) meisterhaft vorgetragen zu hören. In einem längeren Vortrag entwickelte dann Frau Annemarie S ch l i e p h a k e die Bestrebungen unserer Zeit, Unechtes, falschen Schein und Geschmacklosigkeiten in Kleidung und im Schmuck zu vermeiden und auch unsere ganze häusliche Umgebung einfach und zweckmäßig zu gestalten. Der Unterstützung des guten, echten und volkstümlichen Handwerks wurde ein warmes Wort gesprochen. seine 27jährige Tätigkeit als Vereinsführer vom Bundesführer Reinhard das Bild des Führers. 2)et Redner wünschte dem Verein weiterhin gutes Bestehen und forderte die noch außenstehenden alten Soldaten auf, beizutreten. Kameradschaftsführer ß i n f m a n n nahm dann seinerseits die Ehrung der Mitglieder vor, die über 40 Jahre dem Reichs» kriegerbund angehören. Es sind dies die Kameradent Wilh. Jost, Ldw. Görnert V., Ludw. Gör» n e r t VI., Johs Gräf und Johs. H e r z b e r a e v- Auch sie erhielten ein Bild des Führers mit Widmung des Führers des Reichskriegerbundes. Wesi, terhin erhielten die Ehrennadel für 25jährige Mit» gliedfchaft: Ludw. Görnert XII., Ludw. (9 ört n e r t XIV., Hch. S chepp, Wilh. Heßler IL und Johs. Röder II. Dann trug Kam. Reuter einige Gedichte aus feinen eigenen Werken vok Nun kam auch der Humor des Frontsoldaten zum Durchbruch, der zu jedem echten Soldatentreffen gehört. Um 24 Uhr wurde der schöne Abend, der vom Gesangverein durch den Vortrag zweier Chöre verschönt war, in üblicher Weise geschlossen. <> Saasen, 26. Febr. Gestern fand im Saale „Zum goldenen Löwen" die einzige diesjährige Holzoer ft eigerung der Revierförste- rei Saasen statt, zu der sich zahlreiche Käufer ein- gefunben hatten. Es wurden ziemlich hohe Preise erzielt: Buchenscheitholz 20 bis 25 Mark, Buchenknüppel 16 Mark, Eichenknüppel 9 Mark, Eichenrundholz 14 Mark, Buchen- und Eichenreisig bis zu 4 Mark je zwei Raummeter. < B o 11 n b a ch, 26. Febr. Die hiesige Einwohnerin Frau Elisabeth Wagner konnte in geistiger und körperlicher Frische ihren 81. Geburtstag feiern. Die hochbetagte Frau vermag sich noch durch manche Hausarbeit nützlich zu machen. —/— Lich, 24. Febr. Hier starb im 82. Lebensjahr die Witwe des einstigen Fürstlichen Hofgärtners Junker, Frau Ernestine Hermine Thusnelda Junker. Sie wirkte viele Jahre als Erzieherin in London und Düsseldorf. Im Jahre 1905 eröffnete sie in unserer Stadt eine höhere Privatschule für Mädchen, der sie bis zu der Auflösung im Jahre 1925 als Leiterin Vorstand. In welchem Maß sie cs dank ihrer besonderen erzieherischen Begabung verstanden hat, das Vertrauen ihrer vielen Schülerinnen zu erwerben, war bei der Feier ihres 80. Geburtstages zum Ausdruck gekommen (der Gießener Anzeiger hat damals darüber berichtet/. Heber 40 Jahre hat die Entschlafene als Helferin im Kinbergottesbienst in Düsseldorf und hier im größten Segen gewirkt. Seit vielen Jahren war sie die verdienstvolle Leiterin der Evangel. Frauenhilfe 1. Auch als Vorstandsmitglied des Alicefrauen- vereins Lich hat sie dem Roten Kreuz wertvolle Dienste geleistet und ist sowohl nach Lebensalter, als auch nach Vereinsjahren lange Jahre das älteste Mitglied des Alicefrauenvereins Lich gewesen. Bis in die letzten Tage durfte sich die Heimgegangene einer großen geistigen Frische erfreuen. Von der großen Verehrung, deren sich Frau Junker in weiten Kreisen erfreute, legte die Beisetzung Zeugnis ab. Unter Vorantritt der Evangel. Frauenhilfe 1 und 4 Gruppen der Kinderkirche folgte ein großer Trauerzug dem Sarg. Nach Eröffnung der Trauerfeier durch einen Chor der Kinder entwarf der Geistliche noch einmal auf Grund des von der Verden war, eine Karte an die Ausschreibungsbehörde gerichtet und darin mitgeteilt, daß er die Arbeiten nicht ausführen könne. Diese Karte hatte er aber mit dem Namen des Konkurrenten unterschrieben, der die Arbeiten ausführen sollte. Er wollte durch diese Manipulation erreichen, daß ihm die Ausführung der Arbeit übertragen würde. Das Schöffengericht verurteilte ihn wegen dieser Tat, unter Berücksichtigung dessen, daß er bisher nicht vorbestraft war und daß er durch seine Handlungsweise keinen Vorteil erlangt hatte, zu einer Gefängnisstr a f e von zwei Wochen und den Kosten des Verfahrens. Sodann hatte sich das Gericht mit den Angeklagten R.E., H. Sch., H.H., W.H., J.S. und L. H., sämtlich aus Bleichenbach, zu befassen. Gegen sie war Anklage wegen Diebstahls und Hehlerei erhoben worden. Der Angeklagte R. E. hatte am 27. November 1936 unbefugterweise den Wagen eines Metzgermeisters weggefahren und aus dem Wagen einen Sack mit Fleisch genommen, das in die Scheuer des Angeklagten H. H. gebracht und teilweise am nächsten Tage von den Angeklagten, mit Ausnahme des H. H., verspeist wurde. Dem Angeklagten H. konnte eine strafbare Handlung nicht nachgewiesen werden; er mußte daher mangels Beweises freigesprochen werden. Die Angeklagten E. und Sch. wurden an Stelle einer an sich verwirkten Gefängnisstrafe von einer Woche zu je 20 Mark Geldstrafe verurteilt. Die Angeklagten H. und S. erhielten an Stelle einer Gefängnisstrafe von drei Tagen eine Geldstrafe von zehn Mark. Die Kosten des Verfahrens wurde den Angeklagten auferlegt, soweit Freispruch erfolgte, hat die Staatskasse die Kosten zu tragen. liche Beispiele von Häßlichem und Schönem unterstrich sie ihre Ausführungen. Der Abend war außerordentlich gut besucht; die Vergrößerung der Ortsgruppe Süd durch 225 neue Mitglieder im Deutschen Frauenwerk zeigt, wie erfreulich rege das Verständnis für die Aufgaben der Frau bei der Aufbauarbeit ist. Nach kurzen geschäftlichen Mitteilungen wurde der Abend mit Gesang geschlossen. 30. Hauptversammlung des Hausbesitzervereins Gießen. Jrn Hotel „Prinz Karl" hielt der Hausbesitzerverein Gießen seine 30. Hauptversammlung ab. Im Mittelpunkt des Abends stand der von Vereinsführer La unspach verfaßte und von Architekt Philipp Nicolaus vorgetragene Jahresbericht. Bemerkenswert daraus war die eingangs erwähnte Feststellung der regen Tätigkeit im Baugewerbe und des Damit eingetretenen fühlbaren Mangels an gelernten Arbeitskräften sowie die schon im Bericht des Vorjahres hervorgehobene Übersetzung des Marktes an größeren Wohnungen. Weiterhin wurde betont, daß Der Bedarf an Kleinftwohnungen zu keinem Stillstand gekommen ist und daß diese Frage auch für die Zukunft der Lösung harrt. Der Bericht ging Dann auf Die von Der Regierung, aus der Erkenntnis heraus, daß Der Bedarf an großen Wohnungen gedeckt ist, getroffenen Anordnungen ein, nach denen Wohnhäuser mit über 12 500 Mark Baukosten nicht mehr ohne nachgesuchte Erlaubnis gebaut werden Dürfen. Dabei wurde betont, daß Der Bau solcher Wohnhäuser nicht Der im Sinne Des Vierjahresplanes erstrebten sparsamen Wirtschaftsführung entsprechen würbe. Ein längerer Abschnitt Des Jahresberichtes war vielen einschneidenden Bestimmungen in der Gesetzgebung gewidmet. Es wurde zunächst über die Verlängerung der Gewährung von Reichszuschüssen für Instandhaltungen berichtet, ferner von Der Entscheidung der Regierung in Der Sache Des Einspruchs gegen die Erhöhung Der Kanalgebühren in Der Stadt Gießen Kenntnis gegeben. Es wurde berichtet über die Reichszuschüsse für den Umbau von Großwohnungen in Kleinwohnungen, über Reichsbürgschaften für Kleinwohnungen und über ein neues Gesetz, die Grundsteuer des älteren Neuhausbesitzes betreffend. Man hörte ferner von Der Verschärfung Des Reichsmieten- und Mieterschutzgesetzes, wobei betont wurde, daß Mietsteigerungen nur bei tatsächlicher Berechtigung vorgenommen werden dürfen. Die Mitglieder wurden durch den Jahresbericht ferner über Die Verordnung hinsichtlich der Zinssenkung für private Hypotheken und über Die Einführung des allgemeinen Urkunden- steuergesetzes vom 1. Juli 1936 und die sich Daraus ergebenden Verpflichtungen aufgeklärt. Nach Erläuterungen über bas neue Wertzuwachssteuergesetz unb bas neue Bürgersteuergesetz sowie nach kurzer Erklärung über Die Neuregelung bei Kündig ungen Der Aufwertungshypotheken fanb Dieser Teil Des Jahresberichtes feinen Abschluß. Der Jahresbericht manbte sich Dann Den Ver- banDsangelegenheiten zu, in Denen Der Dereinsführer über seine Teilnahme an Dem Verbanbstag Des Zentralverbanbes unb Des Rhein-Main-Ver- banbes sowie über Arbeitstagungen unb Führerratssitzungen berichtete. Schließlich würbe über die rege Vereinstätigkeit unb über bie erfolgreiche Arbeit Der G e s ch ä f t s st e l l e berichtet, bie nicht nur von Mitgliebern, sonbern auch von zahlreichen Wohnungssuchenben gern in Anspruch genommen würbe. In Derbinbung mit Dem Mieterverein würbe mancher Streit zwischen Mietern unb Vermietern in Güte beigelegt unb viele unnötige Prozeßkosten vermieben. Damit würbe auch ber Gebanke ber Volksgemeinschaft bei beiben Vereinen gepflegt. Für Das WHW. würbe roieber ein größerer Betrag an ben Zentralverbanb abgeführt. Zum Schluß würbe im Jahresbericht Die Erwartung ausgesprochen, daß Die Zeiten gegenseitiger unb Männer teil. Die Hausübung, die am letzten Abenb ftattfanb, sollte zeigen, wieweit bie Schu. lungsteilnehmer in ber Lage finb, bie ihnen anoer» trauten Häuser unb beren Einwohner im Ernst, falle zu schützen. Ortsgruppenführer Dr. Haas, Atten-Bufeck, erläuterte zunächst Sinn unb Zweck berartiger Hausübungen unb wies babei noch ein- mal auf bie wichtigsten Probleme bes Luftschutzes hin. Im Sommer soll eine größere Hebung burch- aeführt werben, an ber alle Bewohner eines Häuserblocks beteiligt sinb. § Queckborn, 22. Febr. Gestern abend feierte im Saale von Görnert die hiesige Krieger« kameradschaft ihr 60jähriges Beste, h e n. Die ganze Gemeinde nahm regen Anteil. Die Feier war des Gefallenengedenktags wegen sehr ein« fach und schlicht gehalten. Dereinsführer Link, mann begrüßte die Erschienenen, besonders Den Vezirksführer, Lehrer Roth (Grünberg), sowie den Redner des Abends, Kamerad Reuter (Dornholz. Hausen). Kamerad Reuter hielt dann einen Dor- trag über bie Kämpfe an Der Westfront unD über feine EinDrücke bei einem Besuch ber Schlachtfelber Des Weltkrieges an ber Westfront. Bezirksführer Roth überbrachte hieraus bem Verein bie Glückwünsche bes Reichskriegerbunbes. KameraDschafts. sichrer Link mann erhielt als Auszeichnung für Jtz wenig Soße ? 3U öünne Soße ? Ju helle Soße ? ßu schwache Soße ? Wie man solche Soßen streckt, bmbet, bräunt, verbessert? So: 1 Knorr Bratensoßwürfel fein zerdrücken (also niemals in die vorhandene Soße bröckeln), mit Wasser glattrühren, einige Minuten vor dem Anrichten zum Fleisch gießen, dann mit durchkochen. Fertig! Hauptsache dabei: Bratensoße Gute Möbel bei Koos Giessen Schulstn6 4-t r »OB '.Ehrers, jj J« gutes & I lteJenben ölten I . 6>ll • Reichs Kameras! Ludw. Tor.' ^^zbergeL' >rers mit M -rbundes. ®eji fahrige Mit. Ludw. T ö r. -Heßler II ieam. Reutet 1 Werken not, Soldaten zuni Jütentreffen ge. übenb, der oom e>er Chöre ven >ssen. estern sand im -e einzige dies, er Revierförste. >che Käufer ein. ich hohe Preise Mark, Buchen. 1 Mark, Eichen. Eichenreisig bis hiesige Einwoh. konnte in geii hren 81. Te. e Frau vermag itzlich zu machen. 1 im 82. Lebens- sttichen Hofgärt- nine Thusnelda 5 Erzieherin in 1905 eröffnete ßrivatfchule für >fung im Äahre elchem Maß sie ifchen Begabung ir vielen Schule- der Feier ihres gekommen rf und hier im i Fahren war fit ioangel. Frauen. । des Alicefram- Kreuz wertvolle nach Lebensalter, Fahre das älteste rjch gewesen. $i= e Heimgegangene .freuen. Bon der u Junker in m- eisetzung Zeugnis el. 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In der jagdlich ausgeschmückten Festhalle in Darmstadt waren u. a. der Stellvertreter des Gauleiters, Staatsrat Reiner, General Müller als Vertreter der Wehrmacht, Oberst Loch, Lan- dessorstmeister Hesse, Gau - Propagandaleiter Müller-Scheld, Kreisleiter, Oberbürgermeister W a m b o l d und weitere Vertreter der Partei und ihrer Gliederungen versammelt. Rach dem Eintreffen des Landesjägermeisters Reichsstatthalter Sprenger verkündeten Jagdhörner aus der Festhalle heraus mit dem „Anblasen zur Jagd" den Beginn des Eröffnungsaktes, in dessen Mittelpunkt die Festansprache des Kreisjägermeisters Rausch stand. Der Redner erklärte, die Gau-Trophäenschau erbringe den Beweis dafür, daß die Jägerschaft geschlossen hinter den Reichsjagdgesetzen stehe. Sie wolle dem deutschen Wald einen artreichen, gesunden Wildstand erhalten in einer zahlenmäßigen Stärke, die den Belangen des Reichsnährstandes entspreche. Die Schau solle erzieherisch wirken und weiteste Kreise für die Jägerei interessieren. Im Namen der Stadt Darmstadt begrüßte Kreisleiter Oberbürgermeister W a m b o l d die Anwesenden und bezeichnete es als besondere Auszeichnung, daß der Landesjägermeister Reichsstatthalter Sprenger die Schau nach Darmstadt verlegt habe. Er gab dem Wunsche Ausdruck, daß sich die von ber Jägerschaft auf die Gau-Trophäenschau und auf den Gau-Jägerappell gesetzten Erwartungen erfüllen möchten. Hierauf erklärte der Landesjägermeister Reichsstatthalter Sprenger die Trophäenschau für eröffnet. Anschließend folgte unter sachkundiger Führung ein Gang durch die Gau-Trophäenschau, in der der gesamte Abschuß an Wild im Jagdgau Starkenburg-Rheinhessen des Jahres 1936 zusammengetragen ist. Rundfunkprogramm Samstag, 27. Februar. 6 Uhr: Choral. Morgenspruch. Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. In der Pause, 7: Nachrichten. 8.10: Bon Stuttgart: Gymnastik. 8.30: Musik am Morgen. 10: Schulfunk. 11: Hausfrau hör zu. 11.30: Nur Frankfurt: Gaunachrichten. 11.40: Landfunk. 11.45: Sozialdienst. 12: Mittagskonzert I. Deutsche Musik aus anderthalb Jahrhunderten. 13: Nachrichten, auch aus dem Sendebezirk. 13.15: Mittagskonzert II. 14: Nachrichten. 14.10: Und die Freude soll leben! 15: Volk und Wirtschaft. Allerlei Neuigkeiten. 15.15: „Wir bemerken dazu ..." Mutter, warum muß dein Mädel turnen? 15.30: Es dröhnt der Marsch der Kolonne. Kampflieder von gestern und heute. 15.55: Ruf der Jugend. 16: Froher Funk für Alt und Jung. 18: Blasmusik. 19.30: Der Zeitfunk bringt die Wochenschau. 19.45: Deutsche Skimeisterschaften in Rottach-Egern. Funkbericht vom Abfahrtslauf. 20: Nachrichten. 20.10: Übertragung nach Saarbrücken: Herz über Bord; Operetten in vier Bildern von Eduard van der Becke, Musik von Eduard Künneke. 22: Nachrichten, auch aus dem Sendebezirk. 22.20: Funkbericht vom Reit- und Fahrturnier in Frankfurt a. M. 22.35: Sportschau. 22.45: Nachtmusik. 24 bis 2: Nachtmusik. Wirtschaft. Rhein-Mainische Börse. rNitlagsbörse still. Frankfurt a. M., 25. Febr. Infolge der geringen Kundschaftsbeteiligung blieb das Börsengeschäft sehr klein und auch die Kursveränderungen waren minimal. Am Aktienmarkt war die Entwicklung wieder etwas ungleichmäßig. Etwas größeres Geschäft hatten wiederum Laurahütte mit 20,75 (19,75), von den anderen Montanwerten bröckelten Verein. Stahl 0,75 v. H., Hoesch und Mannesmann bis 0,25 v. H. ab, Rheinstahl und Klöckner blieben behauptet. Von chemischen Aktien eröffneten Metallgesellschaft 1,25 v. H. fester mit 149,75, Scheideanstalt uno. 261, IG. Farben mit 167,75 (168), während im übrigen leichte Rückgänge zu verzeichnen waren. Elektroaktien kamen überwiegend voll behauptet zur Notiz, etwas fester lagen Gesfürel mit 145,25 (144,25) und Siemens mit 200,50 (199,75). Im einzelnen setzten Daimler 1 v. H., Moenus Maschinen 0,40 v. H., Gement Heidelberg 0,50 v. H., Zellstoff Aschaffenburg und Westdeutsche Kaufhof je 0,25 v. H. niedriger ein, während Reichsbank, Südd. Zucker und Rheinmetall behauptet blieben. Auch am Rentenmarkt war das Geschäft sehr klein. Altbesitz uno. 120,25, Kommunal-Um- schuldung mit 91,80 nicht ganz behauptet, Städte- Altdesitz uno. 122,25, ebenso Reichsbahn-Vorzugsaktien mit 124,75. In der zweiten Börsenstunde stockte das Geschäft am Aktienmarkt nahezu vollkommen. Kursveränderungen traten kaum noch ein, etwas erhöht waren nochmals Laurahütte mit 21,25 nach 20,75, ferner zogen Schuckert auf 164,75 nach 164,25 an, während Reichsbank auf 188,50 nach 189,75 ab= bröckelten. Die erst später notierten Papiere wiesen nur geringe Veränderungen auf, Akkumulatoren Hagen nach Pause 200,50 (198). Am Kassamarkt kamen Cement Karlstadt mit 163 (zuletzt 158) wieder zur Notiz. Von Auslandsaktien waren Otavi gefragt, 27,40 (26,30). Die variablen Rentenmärkte lagen im Verlaufe geschäftslos, Kommunal-Umschuldung etwa 91,75. Der Pfandbriefmarkt lag bei kleinen Umsätzen voll behauptet, einzelne Liquidationspfand- briefe um 0,13 v. H. erhöht. Stadtanleihen notierten zumeist unverändert, weiter erhöht Pforzheim von 1926 mit 96,25 (96), ferner 4,50 v. H. Hanau 95,65 (95,25) und 4,50 v. H. Heidelberg 94,90 (94,75). Etwas schwächer lagen Dekosama I mit 128,90 (129,50). Von Industrie-Obligationen 4,50 v. H. Krupp 97,50 (97). Der Freioerkehr lag bei unveränderten Kursen geschäftslos, Ufa-Film 74,75 (75). — Tagesgeld uno. 2,75 v. H. Abendbörse ruhig. An der Abendbörse blieb das Geschäft durchweg klein und Aktienkurse wichen nur wenig von den Berliner Schlußnotierungen ab. Lediglich Ilse Genuß mit 145,90 (145), andererseits Holzmann mit 144,50 (145,25) waren mehr verändert. Etwas höher lagen noch Verein. Stahl mit 118,90 (118,65) und Mannesmann 118,65 (118,25), dagegen Schuckert 164,25 (164,75) und Deutsche Linoleum 170 (170,75). IG. Farben blieben mit 168,25 unverändert. Von Auslandsaktien zogen Otavi Minen auf den Berliner Stand von 27,50 (27,40) an. An den Rentenmärkten herrschte beinahe völlige Geschäftsstille. Von Industrie-Obligationen gingen 5 v. H. Eisenbähn-Rentenbank auf 80,50 (81,25) zurück, während 6 v. H. IG. Farben mit 133,50 und 4V2 d. H. Krupp mit 97,50 voll behauptet blieben. Im Freioerkehr Kommunal-Umschuldung unverändert 91,75. U. a. wurden notiert: 5 v. H. Eisenbahn-Rentenbank 80,50, 6 o. H. IG. Farben 133,50, 4V2 v. H. Krupp 97,50, 4 0. H. Ungarn Gold 5,90, 4 v. H. Rumänen 5,35, Commerzbank 114,75, Buderus 117,50, Harpener 151,50, Ilse Genuß 145,90. Frankfurter Schlachlviehmarkt. Frankfurt a. M., 25. Febr. Auftrieb: Rinder 56 (gegen 48 am letzten Donnerstagsmarkt), darunter 2 (—) Ochsen, 7 (4) Bullen, 36 (35) Kühe, 11 (9) Färsen. Kälber 787 (892), Hümmel und Schafe 135 (122), Schweine 756 (680). Notiert wurden je 50 Kilogramm Lebendgewicht in Mark: Ochsen a) 45 (am 18. Febr. —). Bullen a) 43 (—), b) 39 (—). Kühe a) 43 (43), b) 35 bis 39 (35 bis 39), c) — (26 bis 33), d) — (21 bis 25). Färsen a) 43 bis 44 (42 bis 44), b — (40). Kälber a) 56 bis 65 (56 bis 65), b) 41 bis 55 (42 bis 55), c) 39 bis 40 (40), d) 22 bis 38 (25 bis 40). Häm- mel b2) 43 bis 46 (43 bis 47), c) 35 bis 42, (37 bis 41), d) 21 bis 30 (—). Schafe a) 35 bis 38 (36 bis 40), b) 28 bis 32 (25 bis W. Schweine a) 52,50 (52,50), bl) 52,50 (52,50), b2) 52,50 (52,50), c) 50,50 bis 51,50 (51,50), d) 48,50 (48,50). Sauen gl) 52,50 (52,50). Marktverlauf: Großvieh und Schweine wurden zugeteilt. Kälber ruhig, aus- verkauft, Hämmel und Schafe langsam, Uederstano (23 Stück). Schweinemarkt in Grünberg. + ©rünberg, 25. Febr. Der erste Schweine, markt hier in dies"m Jahre hatte einen Auftrieb von 208 Ferkeln. Folgende Preise wurden erzielt: bis 6 Wochen alte Ferkel 15 bis 18 Mark 6 bis 8 Wochen alte 20 bis 24 Mark, 8 bis 13 Wochen alte 26 bis 29 Mark. Bei gutem Geschäft wurde der Markt ausverkauft. Kurszettel der Berliner und Kranksurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe ber zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 4 v. H., Lombardzinsfuß 5 0. H. Frankfurt a. M. Berlin Frankfurt a. M Berlin Schluß- kurs Schlußk. Abend- börse Schluß- kurs Schluß! Mittag, börse Schlub- kurs Schlußk. Abend börse Schluß, kurs Schlußk. Mittag- börse Datum 24-2. 25-2. 24-2. 25-2- Dalum 24-2. | 25.2- 24.2. 25.2. 5% Deutsche Reichsanlethe v. 1927 101,25 101,25 101,25 101,2 200,5 201,5 4% Deutsche Reichsanl. von 1934 98,25 98,25 98,25 98,25 Accumulatoren-Fabrik...... 12 —— — 51/2% Doung-Anleihe von 1930 .. 104 104 103,9 103,75 ä KU-Kunstseide........... . o — — — 4,/2% Hessische Volksstaat von 1929 99,5 99,5 — 99,5 Aschaffenburg Zellstoff...... . 3 138,75 138,5 139 138,5 4%% Deutsche Reichspostschatz von 100,4 100,4 Bemberg................. . 0 113 112,25 113,75 1934 I...................... 100,2 100,2 Bekula................... . 8 168 168 168,25 168 4ya% Deutsche Reichsbahnschatz 98,5 98,5 98,5 Buderus Eisen............. . 4 118,5 117,5 118 147,5 von 1986 I.................. 98,5 Cement Heidelberg......... . 7 160 159,5 — Reichsanleihe-Altbesitz.......... 120,25 120,25 120,4 120,3 Cement Karlstadt.......... Chade A.-C................ . 6 —— 163 — —* Oberhessen Provinz-Anleihe mit Auslos.-Rechten.............. . 9 — — — — 133,25 133,25 _ Conti Gummi............. Daimler Motoren.......... 11 178 178 177,9 178 4y2°/o Hess. Landesbk. Darmstadt Goldpfe. R. 12.............. . 5 128,25 127,25 128,5 127,4 98,25 98,25 98,25 — Dessauer Gas............. Deutsche Erdöl............ . 4 115,13 114,75 5y2% Hess. Landes-Hhp.-Bank . 5 148 147,5 148 147,4 Liqu. Goldpfe............... 101,13 101,13 — — Deutsche Gold- und Silber .. Deutsche Linoleum......... . 9 261 261 — — 4’/2% Preuß. Landespfdbr.°Anst. 10 169,5 170 '59,5 133,5 170,75 Goldpfe. R. 19.............. 98,25 »,— 98,25 —- . Elektrische Lieferungen...... Elektrische Licht und Kraft... . 6 133,75 133,3 133,5 *y2% Preuß. Gold-Komm. R. 20 96 96 96 96 . 7 147,75 148,5 148 149,5 4%% Darmstädter Komm.-Lan» I. G. Farben-Jndustrie..... . 7 168 168,25 167,9 168,4 desbank R. 6................ 95,25 95,25 —— — Felten & Guilleaume....... Gesfürel.................. . 6 139 137,75 145,25 138,5 137,75 Deutsche Komm.-Sammel-Anleihe .. 6 144,25 144,5 145,5 Auslos.-Rechte I.............. 129,5 129 129,13 128,9 Th. Goldschmidt........... Grihner Maschinen......... .. 5 128,5 128 128,25 127,75 4%% Frankf. Hhp. Goldpfe. R. 15 98,5 98,5 98,5 98,5 . 0 41,5 41,25 41 41 4/z% Frankf. Hyp. Gold-Komm. Harpener ................. 2>/t 151,5 151,5 151,5 151,5 Obl. 2 3.................... 96,5 96,5 — Hoesch Eisen............... Philipp Holzmann......... 3 V, 118 117,75 144,25 118 117,25 5y2% Frankf. Hyp. Liquidation .. 6 144 144,5 145,25 Goldpfe..................... 101 101,13 _ 1. Ilse Bergbau.............. Ilse Genüsse.............. .. 6 _ 176,25 176,25 51/2% Rheinische Hyp. Liquidation .. 6 144,9 145,9 146,25 145 Goldpfe..................... 101,25 110,4 101,25 110,4 101,13 110,6 101 Kali Aschersleben .......... Klöclnerwerke ............. .. 5 135 125 134,5 125 134,75 134,13 Steuergutkchein-Verrechnungskurs 110,6 4% 125,25 125 5% Goldmexikaner von 1899 .... 8,15 8,25 8,05 8,15 Kokswerke und Chemische Fabrik 6 — — 143,75 144 127 118,25 154,5 4% Oesterretchtsche Goldrente.... 4,2% Oesterreichische Silberrente. 4’/2 Ungarn Staats von 1913 .... 4% Ungarische Goldrente....... 5,25 5,9 £l 1 1 15,1 1,3 5,1 5,9 15,1 1,3 5,1 5,9 ^anmeyer................ Mainkraft................. Mannesmann............. Mansfelder Bergbau....... .. 4 .. 8 6'/r 127,5 94,25 119,25 155 127 94,25 118,65 155 119,13 155 4% Ungarische Staatsrente v. 1910 6% Rumänen von 1903......... 6,4 9,4 5,35 5 6,4 5 6,4 Metallgesellschaft........... Orenstein & Koppel........ .. 0 148,5 149,75 148 89,65 149,75 90,75 4%% Rumänen Gold von 1913.. 4% Einheits-Rumänen......... 9,35 9,4 5,3 9,4 5,35 Rheinische Braunkohle...... Rheinische Elektro.......... . 12 .. 6 225 225,5 225 139,25 225,65 136,5 4% Türken Bagdad I.......«... — Rhetnstahlwerke............ .. 6 153,75 153,5 154,4 153,9 4% Türken Bagdad 11.......... _ _ _ __ Rbeinisch-Westfälische Elektro .. 6 130,75 130,4 130,75 130,65 2%% I. Anatolier.............. 20,13 _ 20,13 _ Rütgerswerke............. .. 6 144 143 143,5 143,25 A.G. für Verkehrswesen......6 126,25 126,25 Salzdetfurth Kali.......... 7-/, 175,5 — 176,25 178,5 126 126 Schuckert S Co............. .. 6 164 164,25 164,75 164,5 Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0 — -- 45 44,25 Schultheis Pahenhofer...... .. 4 96 96 Hamburg-Amerika Paket......0 17,13 17 17,13 17,13 Siemens & Halske......... .. 8 199,75 200,5 201 201,75 Norddeutscher Lloyd.......... 0 17,65 17,5 17,5 17,5 Süddeutsche Zucker......... . 10 200 200 200,25 200 Deutsche Reichsbahn Vorz.-Akt. 7 124,75 124,75 124,9 124,9 Vereinigte Stahl erke...... 3/? 119,5 118,9 119,25 118,65 Reichsbanl................. 12 189,75 188,5 189,75 188,25 Westdeutsche Kaufhof....... .. 0 55,25 55 55,65 55 Berliner Handelsgesellschaft ... 6 — 130,5 131,25 131,25 Westeregeln Alkali.......... .. b 134,75 — 134,75 134,75 Commerz- und Privat-Bank ... 4 114,75 114,75 114,75 114,75 Zellstoff Waldhof.......... .. 6 159 — 158,5 156,5 Deutsche Diskonto............4 118 118 118 118 Ltavi Minen.............. . 0,6 26,3 27,5 26,5 27,5 Dresdner Bank..............4 106 106 106 106 Devi enmarkk Berlin — Frankfurt a. M. 24 Februar 25. Februar 24-Februar 25.Februar Amtliche Notierung Amtliche Notierung Amtliche Notierung Ärmliche Notierung Geld | Bnef Geld Brief Geld Bries Geld Bries Buenos Aires............. 0,746 0,750 0,747 0,748 Japan.................... 0,709 0,711 0,709 0,711 Brüssel................... 41,91 41,99 41,91 41,99 Jugoslawien .............. 5,694 5,706 5,694 5,706 Rio de Janeiro............ 0,151 0,153 0,151 0,153 Oslo.................... 61,14 61,26 61,14 61,26 Polen.................... 47,04 47,14 47,04 47,14 Wien..................... 48,95 49,05 48,95 49,05 Kopenhagen............... 54,32 54,42 54,32 54,42 Lissabon.................. 11,05 11,07 11,05 11,07 Danzig................... 47,04 47,14 47,04 47,14 Stockholm................ 62,72 62,84 62,72 62,84 London .................. 12,165 12,195 12,165 12,195 Schweiz.................. 56,72 56,84 56,74 56,86 Helsingfors................ 5,37 5,38 5,37 5,38 Spanien.................. 17,48 17,52 17,48 17,52 Paris.................... 11,575 11.595 11,575 11,595 Prag..................... 8,656 8,674 8,656 8,674 Holland .................. 136,14 136,42 136,21 136,49 Budapest................. — —— — — Italien................... 13,09 13,11 13,09 13,11 Neunork.................. 2,488 2,492 2,488 2,492 Knoblauch-Beeren „Immer junger“ 1 extia stark, enthalten den seit über 1000 Jahren \ bekannten echten bulgar. I Knoblauch in konzentr., I leicht verdaulicher Form. I Bewährt bei: ■rterien- verkalkung hohem Blutdruck, Magen-, Darmstörungen, Alterserscheinungen, Stollwechselbeschwerden, Geschmack- u. geruchlos. Monatspackung 1.- M. Zu haben: Drog. Winterhoff, Krtuzpl. 10 Drog. C. Seibel, Frankf. Str. 39 Warum schreit er denn? Sicher ist er wieder wund. Das kommt ja so leicht vor. Deshalb sind die besten Mittel in Puder, Cremes und Salben gerade gut genug für ihn. Die Artikel für die Säuglingspflege sind vom einfachsten Puder und Sauger bis zur modernsten Mullwindel ein langjähriges Spezialgebiet meiner Fachdrogerie. Auch für die Ernährung des Kindes können Sie alles frisch und in bester Beschaffenheit bei mir kaufen. Machen Sie einen Versuch. Drogerie Kreuzplatz 10 SESSEL nur im Fachgeschäft AVehrheim Löberstraße Nr. 17 1275 K yj Zwangsversteigerung. 52/36 Am Donnerstag, dem 4. März 1937, vormittags 10 Uhr, wird im Amtsgerichtsgebäude in Gießen, Zimmer 204, das dem 1279D Hermann Niebergalt und dessen Ehefrau Elisabeth TUebergall, geb. Schütz, in Gießen, je zu A zugeschriebene Grundstück versteigert: Grundbuch für Gießen, Band 9, Blatt 438: Flur I, Nr. 631, hosreite in der Löwengasse (Löwengasse Nr. 22), 1703/io qm, Betrag der Schätzung 16000RM. Einheitswert (1.1.35) 15300 RM. Gießen, den 5. Januar 1937. Im Auftrage des Amtsgerichts Gießen: Karle, Ortsgerichtsoorfteher. Ihre Geschäfts- Drucksachen stellen dleVerblndung her zu Ihren Erzeugnissen.Man stellt sich die Beschaffenheit Ihrer Waren so vor, wie man Briefbogen, Brief Umschläge, Postkarten, Rechnungen, Beschäftskarten Ihres Hauses beurteilt. Legen Sie deshalb Wert auf gepflegte Drucksachen l Wir bieten sie Ihnen preiswert I Brühl’sche Druckerei Schulstr. 7. Ruf 2251 llllllllllllllllllllllllllllll Schmutzlölen jetzt ebenlo billig wie Einweichen! 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Taschenuhren müssen regelmäßig zu bestimmten Zeiten aufgezogen werden. Zur Nacht darf man sie ebenso wenig wie Armbanduhren auf eine kalte Glas- oder Marmorplatte legen da sie den plötzlichen Temperaturwechsel schlecht vertragen. Tasten, soviel wie Klaviertasten Tätowierung, eine besonders bei Matrosen usw. beliebte Unsitte, durch Einsticheln von Tusche alle möglichen Zeichnungen sich auf die Haut machen zu lasten Diese Bilder vergehen von selbst niemals. Sind sie sehr groß, dann ist es auch für den Arzt sehr schwer, sie so zu entfernen daß man nichts mehr sieht und daß auch keine entstellenden Narben dafür entstehen. Tattersa H engt, entbehrliches Fremdwort für Reitbahn, Reithalle, Sportstall, Pferdeverleih. Tau, durch Abkühlung der Luft niedergeschlagene verdampfte Bodenfeuchtigkeit. Taube, in zahlreichen Rasten gezüchteter körnerfrestender Vogel, besten Fleisch außerordentlich schmackhaft ist. Tauben hält man in großen Verschlügen, die unge- zreferfrei sein müsten. Man füttert sie mit Maisschrot, Erbsen. Gerste, Hanf, Rübsen usw. Tauben benötigen immer Trinkwasser, sie baden auch gerne. Taube Glieder, siehe Einschlafen der Gliedmaßen. Taubheit ist das vollständige Fehlen des Hörvermögens, kann angeboren oder durch Krankheit erworben sein. Wenn die Taubheit angeboren oder erworben ist, bevor das Kind sprechen lernt, so hat sie Taubstummheit zur Folge. Besondere Erziehung in Anstalten notig. Tauchsieder, elektrischer Heizapparat. der in Master oder eine Flüstigkeit eingetaucht wird und sie erhitzt. Tauchsieder müsten ein- und ausgeschaltet werden, während sie sich in der Flüstigkeit befinden. Taufe, christliches Sakrament, kann dem Neugeborenen sowohl in der Kirche wie zu Hause durch den Geistlichen erteilt werden. Im Falle der Lebensgefahr für das Kind kann durch einen Laien Nottaufe erteilt werden. Die Tauffeier ist in das Belieben jeder Familie gestellt. Vielfach ist es üblich, den Taufgeistlichen da- Eine gute Taffe Kaffee Settersweg 14,2Ruf 3268 sowie seine Torten und Gebäck ' C im Haus ber guten Torten (io! 6 HUvkf/ GleptN Bestellungen, auch nach auswärts, werden bestens und pünktlich ausgeführt 9JL-$pott 750 Nennungen zum 4. Frankfurter Reit- u. Fahrturnier. Vier Wochen nach dem internationalen Berliner Reitturnier setzt Frankfurt die Reihe der turnier= sportlichen Veranstaltungen in Deutschland fort. Es ist das IV. Reit- und Fahrturnier, das am 27. und 28. Februar in der Festhalle zur Durchführung gelangt und von der SA.-Gruppe Hessen und dem Frankfurter Reit- und Fahr-Club e. V. gemeinsam aufgezogen wird. Das am kommenden Wochenende stattfindende Turnier reiht sich würdig an seine großen Vorgänger an. Die Beteiligung an den Festhallen-Turnieren war von Jahr zu Jahr steigend. Am 27. und 28. Februar erreicht sie jedoch für das nur zweitägige Turnier ein Ausmaß, daß zu seiner reibungslosen Durchführung schon alle Regie-Kunst aufgezogen werden muß. lieber 750 Nennungen sind für das IV. Frankfurter Reit- und Fahrturnier abgegeben worden, die sich über fast alle Gaue des Reiches verteilen Besonders die Besetzung der Jagdspringen hat olle Erwartungen übertroffen Es sind vor allem wiederum die Wettbewerbe der Klasse A und L, die eine Riesenbeteiligung gefunden haben. Aber auch das Springen der Klasse M ist mit 64 Nennungen glänzend besetzt und hat damit zwei Meldungen mehr, als das Glücks-Springen gefunden. Der Große Preis von Frankfurt um den Preis des Oberbürgermeisters fand als Klaffe SB mit 25 Pferden ebenfalls starken Zuspruch. Das Ludwigsburger Kavallerieregiment und das Kavallerieregiment 18 aus Cannstatt sind hier am stärksten vertreten. Aber auch die heimischen Stalle haben für die verschiedenen Konkurrenzen starkes Interesse bekundet. Die Dressurprüfungen haben ebenfalls großes Interesse gesunden, die alle qualitätvoll besetzt sind. Der Fahrsport, der sich in Deutschland einer immer größer werdenden Beliebtheit erfreut, fehlt ebenfalls nicht auf dem reichhaltigen Programm, das an jedem Tag auch eine Schaunummer bringt. Selbstverständlich ist auch beim Frankfurter Fest- Hallen-Turnier die junge deutsche Wehrmacht ein Hauptträger, wie auch die SA.- und SS.-Reiter stark in die Erscheinung treten werden. Neben dem Reichssportführer von Tschammer und Osten hat auch der Führer des NSRK., des Nationalsozialistischen Reiterkorps, SA.-Obergruppenfuhrer Litzmann sein Erscheinen zugesagt. Kreis-Skiwetlkämple aus dem Hoherodskopf. Da nun der Hoherodskopf wieder in einem schönen Winterkleide prangt, werden am kommenden Sonntag endlich und nachdem sie mehrmals ver- schoben werden mußten, die Kreisskiwettkampfe des Sportkreises 3 im Gau XII/XIII ausgetragen. 3n Verbindung mit den Kreisskirennen wird gleichzeitig der bereits vor einiger Zeit angekündigte Wilhelm-Wodaege-Abfahrts- und Torlauf ausgetragen. Der kommende Sonntagnachmittag wird außerdem die Umbenennung der Sprungschanze in einem kurzen feierlichen Akte bringen. Die Rennen, die der Tag bringt, dürften sich sehr interessant gestalten, da für die verschiedenen Wettbewerbe zahlreiche Meldungen vorliegen. Die Wettkämpfe des Tages beginnen früher als sonst, die Omnibusse werden deshalb auch vom Ludwigsplatz aus früher starten. Der Sonntag verspricht für unsere oberhessischen Skiläufer ein großer Tag zu werden. * Trotz des sehr zweifelhaften Winterwetters hatte es der Skiklub auch am vergangenen Sonntag wieder unternommen, eine Omnibusfahrt nach dem Hoherodskopf zu rüsten. Als der Omnibus morgens um 7 Uhr vom Ludwigsplatz abfuhr, herrschte heftiges Schneetreiben. Als es hinter Schotten aufwärts ging, trafen die Skiläufer bereits eine schöne geschlossene Schneedecke an, die bei Busenborn etwa 30 bis 40 Zentimeter hoch war. Dicht vor Busenborn hatte ein Omnibus aus einer anderen Stadt seine Skiläufer ausladen müssen, da er im hohen Schnee nicht mehr weiterkam. Da aber die Gießener mit ihrem Omnibus bis Breungeshain weiterfahren wollten, schoben sie mit vereinten Kräften das Hindernis aus dem Weg und konnten dann auch die Fahrt bis zum bekannten Ziel fortsetzen. Als sie zum Hoherodskopf hinaufstiegen, lag der Berg im dichten Rebel. Der Schnee war etwas schwer. So n-achte man sich denn auf und unternahm Ausflüge in die Umgebung und hatte Glück dabei. In der Richtung nach Hochwaldhausen war man bald dem Bannkreis der Nebelkappe des Hoherods- kopfes entschwunden und wanderten auf ihren Brettern im schönsten Sonnenschein. Als die Gruppe der Gießener Skiläufer am Nachmittag wieder nach dem Hoherodskopf zurückkehrte, lag er immer noch im dichten Nebel. Keiner der Teilnehmer an die- fem Ausflug hat es bereut, dem Hoherodskopf für dieses Mal den Rücken gekehrt zu haben. Sannmeisterschasten im Geländeorientierungslauf der HZ. Arn kommenden Sonntag finden zu Gießen die Bannmeifterschaften im Geländeorientierungslauf statt. Start und Ziel liegen auf dem Waldsportplatz des VfB.-Reichsbahn. Der Lauf beginnt um 9.30 Uhr. Nachdem schon in allen Gefolgschaften Meisterschaften durchgesührt worden sind, starten am Sonntag die besten Gefolgschaftsmannschaften um die Bannmeisterschaft. Es starten je 15 Junggenossen, von den 12 Mann geschlossen durchs Ziel gehen müssen. Jede Mannschaft wird von einem Jungen geführt, der drei Punkte nach der Karte anlaufen muß. Die Strecke wird etwa vier Kilometer lang sein. Die alte Art des Geländelaufs wird also bei dieser neuen Uebung verbunden mit Kartenlesen. Außerdem wird nicht mehr die Leistung eines einzelnen gewertet, sondern die der gesamten Mannschaft unter Leitung eines Führers. Gportamt „Kraft durch Freude". Heute folgende Kurse: Allgemeine Körperschule, Lyzeum, Dammstraße 26, nur für Mitarbeiter der DAF., 18.15 bis 19.15 Uhr, offener Kursus 20.30 bis 21.45 Uhr. Schwimmen — für Männer und Frauen gemeinsam — Volksbad, Seltersweg, 20.30 bis 21.30 und 21.30 bis 22.30 Uhr. Reiten, für Männer und Frauen gemeinsam, Reitinstitut, Brandplatz, 20 bis 21 und 21 bis 22 Uhr. Kurze Sportnotizen. In Kassel kommt am 6. März im Rahmen der Winterhilfsspiele der deutschen Handballer ein Spiel zwischen einer Stadtmannschaft und einer aus den besten Spielern des Standortes Kassel gebildeten Mannschaft der^Wehrmacht zum Austrag. Beiden Polizei-Skiwettkämpfen im Schwarzwald gewann am Donnerstag in der Tausch 506 Teer zu einzuladen, während bei dem Taufpaten die Einladung eine Selbstverständlichkeit ist. Tausch. Für den Tausch finden die Vorschriften über den Kauf Anwendung (s. dort). Tausch von Wohnungen ist nur mit Genehmigung des Vermieters möglich Taufendfuh, unschädliches Insekt das sich unter Steinen aufhäli und dort gefangen werden kann Beim Ilberhandnehmen von Tau sendsüßlern streut man Kalk und Ruß. Taxameter, Preismesier, Vorrichtung an Autodroschken, durch die selbsttätig der Fahrpreis angezeigt wird. Taxus, Eibe, Nadelholz, breitwachsende Arten als Heckenpflanze geeignet, verträgt Schatten. Wirkungsvoll sind die aufrechtwachsenden Säulenformen auf Friedhöfen, in Steingärten und Rasen, die als Einzelpflanzen gezogen werden. Schöner Schmuck sind die roten Beeren, die geöffnet mit sichtbarem Sa- menkern am Baume hängen. Blätter und Beeren sind giftig. Tea gown, engl., Bedeutung — Kleid zum 5-Ühr-Tee, überflüssige Bezeichnung für Nachmittagskleid, Teekleid, das nur im eigenen Heim getragen wird. Tee, Blätter des ostasiatischen Teestrauches. Grüner Tee besteht aus jungen Blättern, die gedämpft und über Feuer gedörrt worden sind, sckwarzer Tee aus verwelkten, Ieid)t gegorenen und gedörrten Blättern. Die besten Sorten grünen Tees sind: Kugeltee, Perltee, Hyson; schwarzen Tees: Pekko, Somhong, Pouchon und Konjutee. Russischer Tee ist auf dem Landwege durch Karawanen beförderter ostasiatischer Tee. Tee ist ein sehr anregendes Getränk, das 10 v. H. Gerbsäure, 0,8—3,5 v. H. Kaffem sowie ätherische Ole enthält. Vor dem Aufbrühen des Tees muß die 'Kanne mit heißem Wasier gut erwärmt werden. Dann gießt man sprudelnd heißes Wasier über die Teeblätter. Nach russischer Art wird ein starker Tee- Extrakt bereitet, den man sich beliebig mit heißem Wasier aus dem Samowar verdünnt. Teeflecke werden genau fo wie Kaffeeflecke entfernt. Teekannen sollen aus Porzellan, nicht aus Metall sein, da der Tee den Geschmack annimmt. Die braune Verfärbung im Innern der Kanne, braucht man nicht zu entfernen. Teepilz, Kombucha, eine Art Hefe, die man in kalten gezuckerten und mit Zitronensaft gewürzten Tee legt, um diesen gären zu lassen. Das gegorene Getränk heißt Kwas, ist erfrischend und verdauungsfördernd. Der Teepilz kann weiter verwendet werden. wenn man ihn in abgekochtem Zuckerwasier aufbewahrt. Teer, aus Holz und Kohle gewonnene, schwarze, dickflüssiae Masie, die einen chemisch sehr wichtigen Grundstoff, beifpiels- roeije für Anilinfarben und zahlreiche Medikamente bildet und zu Trinken Sie gern Tee? Dann sollten Sie es mal versuchen, den Tee vor der Zubereitung mit der Teemühle „Melitta" zu mahlen. So wird der Tee richtig aus- genützt ... und dann filtern mit dem Teefilter. Beides wird Ihnen gern gezeigt bei 3. 73. Hauser, Gießen, am Oswaldsgarten, Fernsprecher 2145/2146. reichsoffenen Klasse SS.-Ustuf. Christmann (München) in 1:08,2 den Abfahrtslauf vor dem Langlaufsieger Wchtm. Gumpold (München), der 1:12,1 benötigte. Die Billard-Weltmeisterschaft in der freien Partie, die in Bern entschieden wurde, endete abermals mit dem Sieg des spanischen Dteloer- teidigers Butron. Zweiter^vurde der Wiener Reicher. Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft trägt am Pfingstmontag 17. Mai, einen weiteren Länderkampf aus, der sie in der umgebauten Schlesien-Kampfbahn in Breslau mit Dänemark zusammenführt. Das Endspiel um den Reichsbundpokal zwischen Niederrhein und Sachsen am Sonntag wird nicht im Olympiastadion, sondern im Berliner Poststadion zum Austrag kommen. Düsseldorf 98 stellte in der Schwellstaffel (50 100 200, 100, 50 Meter) mit 6:30 einen neuen deutschen Staffelrekord auf und unterbot damit die Bestleistung des ASV. Breslau, der 24 Stunden vorher 6:38,8 geschwommen hatte, um 8,8 Sekunden. Stand der Kreisklassen im Sportkreis Gießen. Durch den Ausfall der Spiele am 14. und 21. Februar ist die Entscheidung in den einzelnen Gruppen etwas verzögert. Wir bringen nachstehend eine Übersicht über den derzeitigen Stand. Reserven der Vezirksklasse. Spiele Gew. Unentsch. Verl. Pkte. Spv. Wetzlar 14 12 0 2 24:2 Spv. Lollar 15 4 20:10 Spvg. 1900 Gießen 14 6 3 5 15:13 Frohnhausen 14 6 3 5 15:13 Dillenburg 15 7 7 15:15 Bissenberg 13 7 0 6 14:12 Naunheim 12 5 2 5 12:12 DfB.-R. 13 4 3 6 11:15 Burg 14 3 0 11 6:22 Sinn 14 2 0 1. Kreisklasse Gießen A. 12 4:24 Spiele Gew. Unentsch. Verl. Pkte. Steinberg 12 10 0 22:2 Klein-Linden 12 9 2 1 20:4 Lich 12 5 3 14:10 Hungen 12 5 2 5 12:12 Steinbach 11 3 2 6 8:14 Ruppertsburg 10 3 1 6 8 7:13 Garbenteich 12 5:19 Leihgestern 11 1 0 1. Kreisklasse Gießen B. 10 2:20 Spiele Gew. Unentsch. Verl. Pkte. Alten-Buseck 9 7 0 2 14:4 Rodheim 10 6 4 12:8 Heuchelheim 8 5 0 3 10:6 Großen-Buseck 9 4 1 4 9:9 Saubringen 9 3 1 5 7:11 Tv. 1846 9 0 0 Weitere Tabellen folgen morgen. 9 0:18 Ans den preußischen Nachbargebieten. kreis Wetzlar. <£ Rodheim a. d. Bieber, 22. Febr. Wie wir erst heute erfahren, beging am 17. d. M. der Werkmeister Karl Seipp von der hiesigen Gail- schen Zigarrenfabrik mit seiner Frau das Fest der Silberhochzeit. Die Gefolgschaft benutzte diese Gelegenheit, um dem verehrten und beliebten Meister ihre Verbundenheit und Gefolgschaftstreue erneut zu beweisen. Zur Ueberraschung des Jubilars war in aller Stille die Arbeitsstätte festlich geschmückt worden und hatte die Gefolgschaft ein paar Sessel für das Silberhochzeitspaar als Angebinde gestiftet, die ihm mit den besten Wünschen für die nächsten 25 Jahre in der Ehe von einer Arbeiterin überreicht wurden. Freudig bewegt dankte der Jubilar für die unerwartete Ehrung und lud die ganze Gefolgschaft für nachmittags zu Kaffee und Kuchen ein. Im Laufe des Tages trafen bann auch die Wünsche der Betriebsleitung, sowie zahlreiche Blumengrüße und Wünsche von Freunden und Bekannten ein, denen erst jetzt von der Jubelfeier Kunde geworden war. !- o XCT V» I»' a s ZS < 2 3* o 'S 5?! W . 3* 2'°'* o.E = tot -hi O i ** - &S\ :3 i EZ 05 - t^-O- in — E o M ~ Ck> Vg>o-J C** ig E o ° aläSti^ m « »» >Ä P E5 E E ~^o-e to S-.L o’fi'25 tn o. 71 -tr* s 8 E E 2gg ©?•& E :=3 O<% 'SOÄ “ o «3-— p •SGQÖÄ O.S 2o 2 e o — 35 E 2^8 fi B ■E'°:O «® £E -IS E DK to 'S"2 IS 'lS2 3 IS sss-g 8'2 E e ,c KZ'« E e .eg 2 o in E '&; 2 2 2 £ ■to o Z :g*e = >nOi®fi ®S 'S'o ISäÄ in K.Ltz Q es 5« A 'S -<=-.3o tolS EE.Ee öS E N-2 B o vg' .inlSxD — u ® 2 'S 2 E*S E ■" W3 E (S B 8S to.*« -NE es = Sj£lS ° B LA - E (S E *lö? — o Esc cs IS ;2€H toto£ g (S *1 GQ-8'Q Ä TZKZL Hin B in - e ^5© B 2 SLZ Z^ZHZ E? E "£.o u_1" iS ° p 3 a* 2 S p E e 2 b c 8e ■e Siss £2 2 8®i 2 05 ® B EQ e .82 m-Z-E-N izc 2 'S Ec — in No 'S' 2 o 2 N (S 3:0? » ^=-to B CQ = to e® ** o ’s E .«2 §*^BA LZ sA(S £ E E £ 2 =" ti s E B LE o E N in A CD 2 3*e B i— ‘o g '6'0 5 2 §©.-§ 'S 'NoN' E f Eg oA § e 'N A E «1 Eg B5 ■-.IS E iKjU .ä LM 2'S - N *» 5 *b" »_, in j- gtsc E = S _ .«'S -'8 .*> e HZ ’Bd 1= B.i = c 2 M 2.2 b « A-6'^L 28 B dto5. 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Dank der art'ge Säfte h , Sonntagabend Ifsmerf. - - der in bie|iP 5 deutschen K Zu den altes!» ^ört, hielt ir 'gen ab, das ® ne Gänger an: 'U'chen Gtunben ■s$i lWhrige TaK Mack erlitt, 'egs war, einer kürzte, erlitt eine I und mußte fe> gebracht werden ■ Am Mittwoj ie Verdanke ganze Darf loi tiefem Dunkel kelung gegebenen id)t. Die Hebung an 2'/r Stunden anis. An der hiesigen partafje, die angefchlassen ist.» liefe Einrichtung» d dann bei her II onfirmation Den jurben van den Jn unserem Orte, werden zu Ostern le entlassen, unk n. 3 2X L-'S e'S^og-^-gg ^o ^IS^2lSS (S o Ä. o ^-25Ä b --to^ 3 3 o 3 S S5iE2 5 •- to c-^-^vo o 3 « O r- 13- w .E to-3 2K o . 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Das M hat die Tjc "temann jnne aber auch al n Systems in dem. ung zu erhl ensvolle u . zur Beseit nie und Hers jeilige Achtun te Zujamm« Wenllich im nanderleben 1 ftlicher Auj H grade die l , gesunden Rk politischen i jten hinzielei glichen Bersti Paris und 3 en des Südc ien Teil aus d kischen Staa g noch nicht tn inneren $ den, denn t djen Möglich! jtigen Lösu e liegen, isl olitijchen K> der Tscheche Staates gei "z zu beweis als Musterb chen, so ist if den Bewe in Prag eine chm Staat z gerecht w - edjon die 2 .Aaatsoolk" i :!in wehren f Ang und fük it mit 22 Aba n Lolkspartei i * Sümpf um i Miilkungspolit B nine zweite, t *>. Staiionaftä 1 ijl es, das renale Mnder m Aon den jlowakischen & 5ai*90 ^llenen deutsch Jtt Flacher Mlometer d n- Das Sud ^khaltnissen sich eine bnzersplitte, ^deutsche »olle po y®fflQl)len n m »er y'ftärtfte £ «iti'ch. 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