Nr. 21 Erstes Blatt 187. Jahrgang Dienstag, 26. Januar 1957 LrlchetM täglich, außer Sonntags und Feiertag» Beilagen: Vie Illustrierte Gießener Familienblatter Heimat im Bild • Die Scholle Ölonats-Besugsprets: Mit 4 Beilagen RM. 1.95 Ohne Illustrierte , 1.80 Zustellgebühr.. , -L5 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Senrsprechanschlüffe unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Stehen Postscheckkonto: ä Zranifurt am Main 11686 Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen vruL und Verlag: vrühl'sche Universitäts-Such- und Steindruckerei R. Lange iu Sieben. Schristleitung und Seschäftrftelle: Schulstrahe 7 Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8*/,Uhr des Dormittags Grundpretfe für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Text- anzeigen von 70mm Breite bORpf.,Platzvorschrift nach vorh.Dereinbg.25°/„ mehr. Ermäßigte Grundpreise: Stellen-, Vereins», gemeinnützige Anzeigen sowie ein- fpaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Rpf., Familienanzei- gen,Bäder-, Unterrichts-u. behördliche Anzeigen 6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B Die englische presse zu den beiden Antwortnoten 13.00 17.00 20.00 der Sein Wie die Anatolische Telegrapyenagentur meldet, wird die angekündigte Begegnung zwischen dem türkischen Außenminister Rüschtü-Aras und dem italienischen Außenminister (Tiana am 3. Februar in Mailand stattfinden. die in diesen Tagen von der Presse der verschiedenen Länder veröffentlichten Nachrichten über eine sogenannte Massennaturalisation der Ausländer, die den Reihen einer der beiden in Konflikt stehenden Parteien zugeströmt sind, sich bewahrheiten sollten — eine derartige Maßnahme zweifellos im Gegensatz zu jeder Nichteinmischungspolitik stehen würde. Ein solch willkürlicher und einseitiger Schritt von einer der beiden Parteien könnte keinesfalls als Hindernis bei der Durchführung jener Vorschläge gelten, die dem Nichteinmischungsausschuß zur vollkommenen Räumung Spaniens von den Kriegs- und politischen Freiwilligen vorgelegt werden sollen. Andernfalls würden diese Vorschläge Gefahr laufen, unwirksam gemacht zu werden, noch bevor sie geprüft worden sind. Der erwähnte willkürliche Akt zeigt aber auf jeden Fall, wie groß tatsächlich die Rolle ist, die ausländische Freiwillige bei einer der beiden Parteien spielen. Er zeigt auch, welch großes Gewicht diese Partei auf diese Unterstützung legt. Einberufung des Reichstags zum 30. Januar. Das Programm für denVierjahrestag der nationalfozialistisckenMachtergreifung Wort ist das der deutschen Ration. Allen Deutschen wird Gelegenheit gegeben werden, a m Lautsprecher diese Rede zu hören. 3n sämtlichen Betrieben, Geschäften und D i e n st st e l l e n werden die werktätigen geschlos- sen am Lautsprecher versammelt sein und in allen deutschen Häusern wird man am Rundfunkempfänger den Worten des Führers lauschen. Die zuständigen Stellen haben die vorbereitenden Maßnahmen für den Volksempfang eingeleitel. Aus Anlaß des vierjährigen Bestehens des nationalsozialistischen Reiches werden alle Deutschen aufgefordert, am 30. Januar ihre Häuser und Wohnungen zu beflaggen. Hinweis auf die Masscnnaturalisicrung der Bolschewiken. Rom, 25. Ian. (DNB.) Die italienische Antwort auf das englische Memorandum vom 11. Januar ist ebenfalls in der Form eines Memorandums gehalten, in dem es u. a. heißt: Die italienische Regierung ist bereit, die notwendigen gesetzgeberischen Maßnahmen zu erreichen, um auf ihrem Gebiete die Anwerbung, die Abreise und die Durchfahrt von Personen zu verbieten, die sich on Otto Corbach. Man ist gewöhnt, sich das moderne Japan als ein „England des Fernen Ostens" vorzustellen. Der Vergleich hinkt, wie jeder Vergleich; aber es stimmt, daß gewisse Gesetzlichkeiten der Entfaltung großozeanischen Verkehrs, wie sie zuerst im Atlantischen Ozean sich zeigten, auch für die Ueberwindung der größten Wasserwüste, der des Stillen Ozeans, ihre Gültigkeit bewähren mußten. Eine ähnliche geographische Lage brachte dabei für das japanische Jnselreich eine ähnliche geopolitische „Konjunktur" mit sich, wie sie England nach Erringung der Seeherrschaft im Atlantik zugutekam. Japan konnte sich aber von Anfang an die ungeheuren Fortschritte zunutzemachen, die innerhalb des abendländischen Kulturkreises auf den Gebieten moderner Wissenschaft und Technik erzielt worden waren. Auf China mußte der Einbruch modernen Weltverkehrs in den jahrhundertelangen Frieden des Fernen Ostens ganz anders wirken. Hier handelte es sich um ein Weltreich von antiker Struktur, das auf Jahrtausende fast ununterbrochener Entwicklung zurückblicken konnte. Zwischen hohen Gebirgen, Steppen, Sand- und Eis- wüsten, sowie der größten Wassermasse der Erde hatte chinesische Staatsweisheit verhältnismäßig leicht Sicherheitsverhältnisse von beispielloser Beständigkeit schaffen können. Wohl wurde das Riesenreich im Laufe von Jahrhunderten immer wieder von Nomadenhorden überrannt, die aus dem Wüstengürtel hervorbrachen, aber es konnte sie vermöge zahlenmäßiger und kultureller Ueberlegenheit mit der Zeit immer wieder aus Siegern in Besiegte verwandeln. In der Küstenzone aber bedurfte es nur eines Schutzes gegen Seeräuberei. Japan fehlten die technischen Voraussetzungen für einen kontinentalen Eroberungszug großen Stils. Störende Einflüsse, wie sie Europa in den rund 1000 Jahren zwischen dem Zusammenbruch des römischen Weltreichs und der Entdeckung Amerikas, sowie des Seeweges nach Ostindien, erlebte, erschütterten das alte China mit vervielfältigter Kraft innerhalb weniger Jahrzehnte. Japan verfügte, als es seine Häfen abendländischem Weltverkehr öffnen mußte, über ein straff zusammengefaßtes feudales Herrschaftssystem, das leicht auf eine moderne „kapitalistische" Entwicklung umgestellt werden konnte; China bildete ein lockeres Gefüge demokratischer Gemeinwesen antiker Kultur, das mehr durch moralische und friedlich-kulturelle Bindungen, als durch ein einheitliches Herrschaftssystem zusammengehalten wurde. Während die westlichen Seemächte an der chinesischen Küste sich Monopolstellungen schufen, durchbrach das mit moderner Kriegstechnik ausgerüstete Zarenreich den Wüstengürtel. Schutzlos und hilflos war der uralte chinesische Wirtschaftsorganismus den zersetzenden Kräften modernen Weltverkehrs preisgegeben. Von der alten Ordnung konnte nach dem Zusammenbruch der Mandschu-Dynastie kaum ein Stein auf dem andern bleiben. Man muß sich den Ablauf dieser gewaltigen weltgeschichtlichen Tragödie in großen Zügen immer wieder vor Augen halten, um die jeweiligen Vorgänge innerhalb des riesigen Gebietes, das das alte China einheitlich zu organisieren wußte, unter einem abendländischen Gesichtswinkel einigermaßen begreifen zu können. Der Raum, den das alte Großchina ausfüllte, hat sich zu einem geographischen Begriff verflüchtigt. Alle moderne Machtgestaltung, die innerhalb des zerstörten großchinesischen Rahmens eine einheitliche „Souveränität" wiederherstellen möchte, kann nur auf eine Spukgestalt von der Art des „Heiligen römischen Reiches" nach den Stürmen der großen Völkerwanderung hinauslaufen. Was bedeutet schließlich „Nanking"? Den letzten und großzügigsten, aber deswegen nicht weniger unzulänglichen Versuch, für e i n modernisiertes chinesisches Staats wesen den Anspruch auf räumliche Ausbreitung im Rahmen des alten China durchzusetzen. In Wirklichkeit bildet auch Nanking erst ein Nebenprodukt der weltgeschichtlichen Auseinandersetzung zwischen den führenden Weltmächten um die Vorherrschaft im indopazifischen Raume. In China vollzieht sich im Großen, wie in Spanien im Kleinen, ein Vorspiel für einen allgemeinen Kampf um eine Neuverteilung der Herrschaft über die Erde. Die Nankinger Regierung befand sich, solange sie unter Führung von Tschiangkaischek mit überraschendem Erfolge immer neue Teile des alten China in den Bannkreis ihres Aktionsradius zu bringen vermochte, in der Zone einer trügerischen weltpolitischen Windstille. Die Heerhaufen, die die bolschewistische Propaganda aus den Küstenstrichen verdrängt, in den Notstandsgebieten weiter im Innern aus die Beine zu bringen vermochte, erwiesen sich als Flugsand, den der stürmische Fortschritt Nankinger normaler Macht- aestaltung in immer unwirtlichere Gegenden verlagerte. England hatte sich auf seine Verteidigungslinien Singapur-Hongkong-Neuseeland zurückgezogen. Amerika war so sehr von inneren Spannungen in Anspruch genommen, daß es Miene machte, seine vorgeschobenen Machtstellungen im Fernen Osten aufzugeben. Das chinesische Groß- Bürgertum wähnte, eine unabhängige chinesische Machtgestaltung im Pangtsebecken gegenüber I a - p a n s Vordringen in Nordchina noch mit Kompromissen erkaufen zu können. Zusehends wuchs sich die Herrschaft Nankings zu einer modernen Großmacht aus, die eine einheitliche fortschrittliche Entwicklung Restchinas südlich des Hoangho zu verbürgen schien. Fast über Nacht hat sich dieser Sachverhalt g e - wandelt. Zwar konnten die widerspenstigen Generäle Südchinas unter äußerster Anspannung der Finanzmittel Nankings gebändigt werden, aber die Wiederbelebung japanisch-angelsächsischer Spannungen im Pazifik in Verbindung mit einer wachsenden japanfeindlichen Erregung in breiten chinesischen Bevölkerungskreisen und einer Galvanisierung bolschewistischer Propaganda im Innern bereitete der weltpolitischen Atempause für Nanking ein jähes Ende. Moskau, als Welt-Mephistopheles, ist im Fernen Osten nicht minder als in Westeuropa des trockenen Tones demokratischer Weltverbrüderung satt. Es verzichtet noch nicht auf Burgfriedens-Tarnungen, aber es geht in feiner welttevolutionären Propaganda von Worten zu Taten über. Waffentransporte lösen Druckschriftsendungen, Techniker des Bürgerkrieges bloße Agitatoren, rote Ausstände bewaffnete Aufstände ob. Man hielt den „Zwischenfall" von S i a n f u für erledigt, als Tschiangkai- schek aus der Haft entlassen war und Tschanghsue- liang sich freiwillig unterworfen hatte, aber die Unbotmäßigkeit der Unterführer, die nur der bolschewistischen Verseuchung ihrer Truppen Rechnung tragen, und der Einzug des roten Generals Mao Oie Neuordnung des bürgerlichen Rechts. GtaatssekretärGchlegelberger kündigt dieLnangriffnahme grundlegenderReformarbeiten an. Heidelberg, 25. Jan. (DNB.) Auf Einladung der Universität Heidelberg sprach der Staatssekretär im Reichsjusttzministerium Dr. Schlegelberger. Der Staatssekretär kündigte die Aufnahme der Arbeiten zur Neuordnung des gesamten bisher im Bürgerlichen Gesetzb u ch niedergelegten Rechts an. Der Führer und Reichskanzler habe sich damit einverstanden erklärt, daß das R e i ch s j u st i z m i n i st e r i u m die Erneuerung dieses umfassenden Rechtsstoffes alsbald in Angriff nehme und an Stelle eines neuen Gesetzbuches einzelne der Verschiedenheit der Lebensgüter entsprechende Gesetze oorbereite. Im einzelnen ührte Staatssekretär Dr. Schlegelberger u. a. aus: Gewiß fehlt es nicht an Rechtsvorschriften des nationalsozialistischen Staates, die die Rücksicht auf die Bedürfnisse der Volksgemeinschaft mit aller wünschenswerten Deutlichkeit verlangen. Als Gegenstück kann jedoch die noch unverändert bestehende Vorschrift des Bürgerlichen Gesetzbuches dienen, wonach der Eigentümer einer Sache, „soweit nicht das Gesetz ober Rechte Dritter entgegenstehen, mit der Sache nach Belieben verfahren und andere von jeder Einwirkung ausschließen kann". Der Eigentumsbegriff des Bürgerlichen Gesetzbuches ist nur ein Beispiel für die Erneuerungsbedürftigkeit dieses Gesetzbuches. Er ist nur eines der vielen Kennzeichen für den übersteigerten Individualismus feiner Bestimmungen. Dem Dritten Reich ist die Aufgabe zugefallen, hier Wandel zu chaffen und den Grundsatz des Bürgerlichen Gesetzbuches: „Freiheit von der Gemeinschaft" durch den Grundsatz „Freiheit in der Gemeinschaft" abzulösen. In engem Zusammenhang mit der Wiederbelebung des Gemeinschaftsgedankens steht der Wandel in der Bewertung der Lebensgüter. Wie oll ein Gesetz zum Herzen des Volkes sprechen, das die rechtliche Ordnung und Sicherung des Vermögens an den Anfang stellt, erst in weitem Abstand davon Ehe und Familie behandelt, ein Persönlichkeitsrecht nicht kennt, die Freiheit im Recht der unerlaubten Handlungen mit dem Eigentum auf eine Stufe stellt und das Wort „Ehre" überhaupt nicht in feinem Sprachschatz hat! Die Sorge des Führers und seiner Regierung für die Erhaltung und Sicherung des Bauerntums als Blutquelle des deutschen Volkes hat eine ungeahnte ideelle Wertfteigerung des Grundbesitzes zur Folge gehabt und demgegenüber das Interesse an der rechtlichen Betreuung der beweglichen Habe erheblich zurückgedrängt. Dem Bürgerlichen Gesetzbuch aber ist Eigentum ein einheitlicher „reiner Begriff, es kennt keinen Unterschied zwischen Grundeigentum und Fahrniseigentum. Das Zusammenstehen aller Volksgenossen für Deutschlands Freiheit und Wohlergehen, der Geist echter Kameradschaft erzeugt ein neues Gefühl für den Adel der Arbeit und muß notwendig dahin führen, daß auch für die Rechtsbetrachtung im Gegensatz zum Bürgerlichen Gesetzbuch die Gütererzeugung vor und über der Güterbewegung steht. Die Ueberschätzung der Technik und der Kultus der Begriffe hat die Verfasser des Bürgerlichen Gesetzbuches zu einer Mißachtung des Lebens geführt, die denen, die für das Rechtsleben des deutschen Volkes der Gegenwart verantwortlich sind, keine Wahl läßt. Das Bürgerliche Gesetzbuch ist ein Werk der Vergangenheit, das beschleunigter Ablösung bedarf. Die großen Richtlinien, die für die Umgestaltung des Privatrechts maßgebend sein müssen, sind also die Abkehr vom Individualismus zum deutschen Gemeinschaftsgedanken und die Anpassung der Rechtsgebote an die richtige Bewertung der Lebensgüter. Soll und kann der Nachfolger des vor 40 Jahren geschaffenen Bürgerlichen Gesetzbuches eine Kodifikation gleicher Art, also wieder eine Zusammenfassung der Rechtsnormen in einem Buch mit durchgezählten Paragraphen sein oder soll es in einzelne Gesetze aufgelöst werden? Es ist nicht möglich, das Ehe- und Familienrecht in demselben Gesetz zu behandeln wie den Kaufvertrag, nicht möglich, dem Grundeigentum in demselben Gesetz das rechtliche Schicksal zu bereiten wie einer Fabrikware. Deshalb ist Voraussetzung für eine Wiedergeburt unseres Rechts, daß man bie Klammern löst, mit benen bas Bürgerliche Gesetzbuch bie in ihm behandelten ungleichen Rechtsgebiete umspannt. Worauf man bei ber Neuorbnung unter keinen Umständen verzichten darf, ist die Durchdringung und Erkenntnis des gesamten Rechtest o f f e 5. Eine verantwortungsbewußte Gesetzesreform kann der wissenschaftlichen Grundlage nicht entbehren. Nichts wäre verhängnisvoller als der Glaube, daß guter Willen das Können ersetzen kann. Zu einer guten Gesetzgebung gehört Nicht nur ein großer männlicher edler Sinn, eine unbedingte Festigkeit, sondern eine unendliche Umsicht und Mannigfaltigkeit der Kenntnisse. Gesundung und Volksnähe Unseres Rechts ist nur zu erzielen, wenn man auch äußerlich die Ebenenunterschiede des Lebens in Erscheinung treten läßt. Zu diesem Zweck sind, abgesehen von dem sozialen Arbeitsrecht, das sich bereits vom Bürgerlichen Gesetzbuch gelöst hat und eigene Wege geht, drei Gruppen von Rechtsnormen auszusondern: Das Recht der Personen, das Recht der Gemeinschaften und das Grundstücks - oder Bo- denrecht. Im Perfonenrecht wären vor allem die Persönlichkeitsrechte zu behandeln, also auch der Schutz der Ehre und der Freiheit, die Bedeutung des Ehrverlust für bie Fähigkeit, Träger von Rechten zu fein, bas Recht ber geistigen Schöpfung. Hierher gehört auch bas Eherecht, das gesamte Familienrecht und als Recht ber Geschlechterfolge bas Erbrecht. Im Recht ber Gemeinschaften, für bas ber Gebaute ber Treue leitend fein muß, wären bie Vereine unb Körperschaften zu behandeln. Dabei wäre aber auch auf die Gliederung in Stände und Wirtschaftsverbände Rücksicht zu nehmen. Das Grund stücksrecht müßte losgelöst vom Recht der sog. beweglichen Sachen nicht nur den Erwerb von Grundeigentum, sondern auch den Inhalt dieses Eigentums bestimmen, daneben bie Nachbar- unb Nutzungsrechte unb bas Grundpfandrecht behandeln. Hier fände auch feinen richtigen Platz das Recht der Wohnstätte und Gewerbestätte sowie das Grundstückspachtrecht. Scheidet man diese drei großen Rechtsgebiete aus, so bleiben noch die Rechtsregeln übrig, die man besser als Regeln über den Rechtsverkehr des täglichen Lebens bezeichnen kann. Hierher gehören z. B. die Generalklausel über Treu und Glauben und Achtung der Verkehrssitte unb bie Grundsätze über den Wettbewerb, Vorschriften über Arbeit unb Lohn, bas Recht ber Gütererzeuo.ung unb ber Güterverteilung und schließlich bie Bestimmungen über Gelb und Geldleihe. Die Erneuerungsarbeiten müssen nun je nach ber Dringlichkeit auf ben verschiebenden Gebieten gleichzeitig in Angriff genommen unb, sobald es möglich ist, in Einzelgesetzen abgeschlossen werben. Vorbehalten bleibt bann, sobald bas Programm eines Teils erfüllt ist, bie zu ihm gehörenben Einzelgesetze zu einer einheitlichen Gesetz» gruppe in fortlaufenber Zählung zu vereinigen. Manche der neuen nationalsozialistischen Gesetze führen ein so starkes Eigenleben, daß sie jedoch als solche erhalten bleiben müssen, so z. B. das Erbhofgesetz, das Patentgesetz. in Sianfu beweisen, wie wenig es sich um die Laune eines verärgerten Organes Nankings handelte. Mag Tschiangkaischek, ber einen „Erholungsurlaub" antrat, nur für eine Weile „bas Gesicht verloren" haben, mag es Nankinger Silber-Diplomatie gelingen, bie aufständische Bewegung in Schensi auf unblutige Weise vorläufig zu überwin- ben: alle Anzeichen sprechen dennoch bafür, daß bie Kuomintang auch in Mittelchina bei ihrem riedlichen Aufbauwerk mit immer neuen nachhaltigen Störungen zu rechnen haben wird. Es entspricht durchaus dem Wesen der weltrevolutionären Bestrebungen Moskaus, wenn es einer- eits Japan als Seemacht Vorschub leistet, unb anbererseits zu Lande einheimische „rote Armeen" einer allgemeinen japanfeindlichen Frontbildung zur Verfügung stellen läßt. Was bedeuten schon land- unb brotlose chinesische „Mu- chiks" für bie Strategie bes Weltbolschewismus? Bauern auf einem Schachbrett. UeberaU, wo es in Norbwestchina zur Bilbung örtlicher „Sow- jetregierungen" kam, würben auch allerhanb Organisationen für „kulturellen" Aufbau „aufgezogen": Kommissariate für Volkserziehung mit Abteilungen ür Schulwesen, „soziale Kultur" unb „nationale" Propaganda, „Arbeiter- unb Bauernbanken", Konsumvereine usw. Selten gebieh etwas baoon über bas papierne Stabium hinaus. „Leninschulen" würben gearünbet unb mußten roieber geschlossen werben, „Klubs" unb „Lesezimmer" blühten auf, um nach kurzem Dasein zu verwelken, kommunistische Zeitungen unb Zeitschriften erschienen, um meist halb einzugehen. Immer roieber hieß es, die „Periode militärischer Angelegenheiten" erheische bie äußerste Anspannung aller finanziellen Hilfsmittel. Um so besser klappten alle Maßnahmen der „Wegnahme bes Ueberflüssigen", ber Beschlagnahme jebes noch so winzigen Silberschatzes, ber Vernichtung aller privaten Fvrberungsrechte. Alles, was über bie Fristung bes nackten Lebens unb bie Behauptung notbürftiger Kleibung unb Behausung hinausging, mußte von ber Bevölkerung jener Gebiete, die die roten Heerhaufen jeweils besetzten, geopfert werden, einem möglichst großen militärischen Machtapparat über die Zeit hinwegzuhelfen, bis Rubel und Waffen über die Steppen und Wüsten Mittelasiens aus Sowjetrußland nicht mehr spärlich und langsam, sondern in rasch wachsendem Tempo massenhaft rollen konnten und bis immer zahlreichere moderne Flugzeuge in den „roten" Gebieten landeten, ohne wieder zurückzufliegen. Jetzt ist es offenbar soweit, daß die kommunistischen „großen Drei", die Generäle Tschu-Teh, Mao Tse Tung und Hsu Hsiang über genügend gut ausgerüstete Truppen verfügen und bie Möglichkeiten für Nachschübe aus Sowjetrußland entsprechend entwickelt sind, um einer geschickt angefachten „Volksfrontbewe- aung" gegen ben japanischen Imperialismus als scheinbares Rückgrat bienen zu können. Moskau, bas, — ob heute, morgen ober übermorgen, ist nebensächlich — bafür bie enbgültigen Stich- unb Losungsworte ausgibt, kommt es vor allem darauf an, möglichst alles, was in Mittelund Nordchina an neuer Ordnung entstand, in den Schmelztiegelkommuni st ischerSchein- Ordnung zu werfen. Seine „Diktatur" krankt an einem unheilbaren Mißverhältnis zwischen Wollen und Können; sie kann ihr Heil nur in einer restlosen Auflösu g aller bestenden Ordnung in allen Ländern der Erbe sehen. Soll etwa bas Sachalinöl, bas es Japan nach wie vor gönnt, bazu bienen, die Wogen bes Pazifik zu glätten? Man rechnet in Moskau im Gegenteil bamit, daß es bie Glut des Widerspruches zwischen japanischem und angelsächsischem Imperialismus zur See in hellen Flammen auflodern lassen wird. Das Rätsel der weltrevolutionären Erfolge Mostaus findet in ber einfachen Erwägung seine Lösung, baß es in unruhvoller Zeit einfacher ist Bränbe zu stiften als Bränbe zu löschen. Englische Warnungen an Eden. Nie Gefahr einer Rückkehr zur Ideologie Wilsons. — „Naily Mail" fordert Verständigung mit Deutschland. London, 25. Jan. (DNB.) Die Monatszeitschrift „A n g l o - G e r m a n Review" veröffentlicht einen offenen Brief ihres Herausgebers Carroll an (Eben. Carroll macht bem englischen Außenminister ben Vorwurf, baß er in deutsch- feinblidjen Vorurteilen befangen sei. Ei? dürfe aber nicht vergessen, daß Deutschland die größte Kontinentalmacht unb Englands Nachbar sei. Die Bemerkung Edens über Geschütze und Butter sei ein Unsinn gewesen, denn Fein Land gebe gegenwärtig mehr Geld für Geschütze aus als Großbritannien. Bei einem Besuch in den englischen Elendsquartieren müsse man sich fragen, ob es nicht besser wäre, wenn England vielleicht einige Geschütze einspare, um der Bevölkerung Brot und Butter zu geben. Auch bie ständigen Anwürfe gegen Deutschland, daß es ein Feind der Demokratie sei, könnten keinem nützlichen Zweck dienen. Es sei eine offene Frage, ob es demokratischer sei, 600 Leute zu wählen, um bie Gesetze zu machen, als einen einzigen Mann zu diesem Zwecke zu wählen. Man müsse sich fragen, ob es klug ober nützlich sei, bauernd die Regierung zu schmähen unb zu beleidigen, bie ein befreundetes Nachbarvolk m i t einer unendlich größeren Mehrheit gewählt habe, als man dies jemals in England erlebt habe. Auf ben Vorwurf, daß Deutschland versuche, Europa in zwei Lager zu teilen, sei zu antworten, daß England im Schlepptau Frankreichs seit 18 Jahren sich bemüht habe, Europa in zwei Lager von einer anderen Natur aufzuteilen. 18 Jahre lang habe England die gefährliche französische These unterstützt, daß Deutschland unter allen Umständen niedergehalten werden müsse unb nicht als gleichberechtigter Staat auftreten dürfe. Es fei ihm wohl bekannt, daß Hitler eine ernste Verständigung zwischen Deutschland, England und Frankreich wünsche. An Eden sei es jetzt, die Wahl zu treffen und zu zeigen, daß er wirklich dem Frieden bienen wolle. Im „Observer" wendet sich (Barnin gegen die letzte Rede Edens. Er stelle moralische Forderungen auf die fast wie britische „Zehn Gebote" aussehen, — in einer ungewöhnlichen, ja zwischen Großmächten einzigartigen Sprache, ohne anzuregen, daß Großbritannien deutsche Gedanken annehme. Das sei kein Kompromiß. Es sei auch zu befürchten, daß bas kein Geschäft sei. Ebens Plan scheine eine Rückkehr zur Jbeologie Wilsons zu sein mit sehr viel weniger erfolgversprechenden Aussichten als vor 20 Jahren. Der Außenminister solle sich hüten, bie Gefahren zu verschlimmern, die er zu bannen wünsche. Deutschland werde beschworen, sein Herz unb sein System zu ändern. Ein ähnliches Ersuchen werde aber nicht an Stalin unb an ben bewaffneten Kommunismus gestellt. Der Führer werde eingelaben, britische Anschauungen an die Stelle derjenigen zu setzen, die das Ideal seiner Bewegung seien. Hitlers Aufgabe habe darin bestanden, sein Volk aus ber Niederlage zu erheben, bie Versailler Unterjochung zu zerbrechen unb Deutschlanbs Ehre wieberherzustellen unb zu vermehren. England aber fordere ihn auf, seinen Vierjahresplan aufzugeben, was eine glatte Unmöglichkeit fei, denn der Dierjahresplan fei bie wirtschaftliche Grunblage ber Verteibigung. Er fei keineswegs ein Plan ber Beschränkung unb Ausschließlichkeit. Er sei in der Hauptsache ein Plan zur Entwicklung ber inneren Hilfsquellen. Der lebenswichtigste Teil bes Vierjahresplanes, soweit er militärischer Natur fei, werbe nicht erst 1940. sondern in w e - niger als 12 Monaten fertiggestellt sein. Dann werbe Deutschland seinen eigenen Treibstoff wie auch feinen eigenen Gummi Herstellen. Eden werde diesen Prozeß nur noch beschleunigen. Deutschland werde im Falle einer Flottenblockade unverwundbar oder sehr viel weniger verwundbar sein als dies beim letzten Konflikt der Fall gewesen sei. Das werde sein Ziel sein müssen, solange auch nur die geringste Gefahr eines neuen Konfliktes mit Großbritannien gegeben fei. Auf Abwendung einer Katastrophe könne man nicht hoffen, wenn Eden die Ideologie Wilsons wieder» erwecke, sondern nur im Falle eines Verfahrens, das mehr vermittelnd und weniger diskriminierend fei. Das Rothermere-Blatt „Daily Mai l" fetzt sich für eine „herzliche unb bauernbe Verftänbi- gung mit ber beuifchen Nation" ein. Die Rebe Blums über die Unteilbarkeit bes Friebens fei Unsinn, benn ber „Unteilbare Friebe" bebeute ben unmittelbaren unb unoermeib» liehen Krieg. Deutschland suche einen Frieben, in dem es gleich berechtigter Partner der anderen westeuropäischen Mächte sei. Es habe immer wieder darauf hingewiesen, daß die unaufhörliche Wirksamkeit bes Bolschewismus die Herstellung nachbarlicher Beziehungen vollkommen unmög - l i ch mache. Deutschland sei weiter überzeugt, daß es auf Grund seiner Leistungen auf allen Gebieten Anspruch auf einen Platz an ber Sonne habe. Jedem Einsichtigen sei es klar, daß die Bemühungen, eine 68-Millionen-Volk von ber Beteiligung an auswärtigen Besitzungen auszufchlie- ßen, zum Scheitern verurteilt seien. Deutschland unb Italien finb bie Pfeiler der Ordnung auf dem Festland. Die Völker, die den unterirdischen Feldzug der Bolschewisten zunichte machten, haben nicht nur ihre eigenen Völker von Terror unb Blutvergießen befreit, fonbern gleichzeitig Europa einen Dienst geleistet. Das deutsch-englische Flottenabkommen sei ein Beweis dafür, daß eine Verständigung zwischen Deutschland und England möglich sei, wenn man bie richtige Methode anwende. Das Rohstoffproblem. Becks Vorschlag an den Bölkerbnndsrat. Genf, 25. Jan. (DNB.) Der Bericht des polnischen Außenministers Beck über die Einsetzung eines Studienausschusses für die Rohstofffrage ist veröffentlicht worden. Der Berichterstatter be« merkt zunächst, daß die Londoner Währungs- und Wirtschaftskonferenz dieses Problem lediglich von der Frage der damals schwankenden Rohstoff- preise her erörtert habe. Der damalige englische Außenminister Sir Samuel Hoare hatte erklärt, baß ber Augenblick gekommen sei, um eine Untersuchung barüber mit Nutzen in Angriff zu nehmen, wie alle Länder auf gleichem Wege für ihren Handel Zutritt zu gewissen Rohstoffen erhalten können. Der polnische Bericht weift darauf hin, baß sich bie Lage feit ben Anregungen Sir Samuel Hoares nicht gebeffert habe, im Gegenteil habe bas Problem ber Rohstoffversorgung, das abwechselnd mit Kolonial-, Einwanderungs-, Handelsund Währungsfragen und mit der Sorge um nationale Verteidigung und Prestige vermengt und verwechselt worben sei, zu lebhaften Polemiken Anlaß gegeben. Deswegen fei es wichtig, daß ejn unparteiisches und sachverständiges Organ unverzüglich auf wirtschaftlichem Gebiet bie von ber letzten Versammlung angeorbnete U n • tersuchung vornehme, b. h. daß der Rat jetzt die vorgesehene Kommission bilde, der die Auswahl der zu behandelnden Rohstoffe überlassen bleiben müsse. Es sei notwendig, in diese Kommission Staatsangehörige der wichtigsten Länder aufzunehmen, die sich hinsichtlich der Rohstoffftage in verschiedener Lage befinden. In gewissen Fragen sei die Mitarbeit von Nichtmitgliedern des Völkerbundes erwünscht. Hier kämen hauptsächlich Deutschland, Brasilien, die Vereinigten Staa» jn Ot* 95 Jan. KW »rfVn9go ««r eine re M£1 einer an ÖH*! Pintern H'm,, d-r J M- v-E" 60 : w 5tr Mska .„10 8,25.3” ynmit 6« &r • L ß o a t n o w, LL-r W' betrieben m der L> haben mit Wu alta bekannt M Sn Dor. yon Morten des 6 n« neuen jenjatio Sorojetblätter, übliche Schädlin un, Einsatz salschk W in das Proarc Zerbrechen" säM oon auswendiggm unterbrochen und zeigt, dah dieser worden ist, um Lerhastunge qründung zu erd Zeugenaussage, e iaitschak die W scheu Jngeni in der Sorojeftin in Verbind» Zwe-ke ber $pio Agenten bes beuty bei will ßoginow ck geeigneten M ii von dessen angel Spionen" (!) Sie K die Ach 8emaladmira Beilei .Kiel, 25. Jan. ( Rufern, oon den S KiegMrinesiadt 5 bekenkreinslaggen a Friedhof wurde du * Kriegsmarine-Ve "• die am 19. Za ® üeben kam. / der Kapelle be- ^en unb hinterb! 7! der Oberbefehl Ardmiral Dr. h. fe nnd des A Mr und Rei. '^mch beauftre herzen ®ie * i Marine daher UNS fei jL M weilt i «J? und ihren tysfoeSl ^Qi)ni S'tt K-,r ch d>e BeRim! ^gebiete QU5 "ft die man' /kehrdez "r Treu unb JJe und die über luiereripiinnM, i,e« Qti. bem'ysi ? 9,4 t «i'x 'r Tew .°ber t Wären 01 dondeln J ft 5? ' §S£ - Tr7*nein. ; i'NI ?U ändern am I u"'ba"3 ■ “’M 7 «einen rjch. i.j Unb ®ewerbe: || L-e nach der b b'eten gleich, °ld es möglich ,0^n werben, 3,5. Programm hörenden Ein. en Gesetz. M vereinigen, ftischen Gesetze ; sie jedoch als & das Erbhof. Mail" seh! P e r ft ä n b i> i o n" ein. $it barfeit des ler „Unteilbare und unoermeib« einen Frieden, Partnerder j. Es herbe im* j die unauW' die Herstellung nen unmög- überzeugt, daß if allen @ebie- latz an der ei es klar, daß !-Bolk von der gen auszuschlie- n. Deutschland r Ordnung die den unterzunichte mach' iölker von lern gleichzeitig eistet. Das fei ein Beweu den Deutschland nan die rich' blem. ^bundsrut. Bericht des pol* raL. chterstatter be ME un ; led'Sl'ch 7i. n NohstoN AZ 5f zu neW* f für ip" W erhalte" tollen ery U ’im ®J5 ften , e)n iMÄger SA "ft W reirtFn idem in we- iggestellt jein, n eigenen n eigenen !en Prozeß nur erbe im Falle ober sehr viel ‘im letzten Kan- e sein Ziel sein te Gefahr eines n gegeben fei. pnne man nicht lilfons wieder, s Verfahrens, bistriminie- «n und Japan in Frage. Die Mitarbeit amerika- ZU c. der schlichten Feier legte Generaladmiral Dr. h. Raeder einen Kranz des Führers nieder. den Oberpräsidenten von Schleswig-Holstein, Gauleiter Lohse, den Befehlshaber im Luftkreis VI, General der Flieger Zander, sowie zahlreiche Vertreter der Partei und der Behörden. Nach einem Choral sprachen die beiden Stationsgeistlichen, dann nahm der Kommandierende Admiral der Marinestation der Ostsee, Admiral Albrecht, Abschied von den Toten. Nachdem das Lied „O Deutschland hoch in Ehren" verklungen war, präsentierte die Ehrenkompagnie der I. SSO. (Schiffsstammabteilung der Ostsee) das Gewehr, und bei dumpfem Trommelwirbel und unter den gedämpften Klängen des Liedes vom guten Kameraden verlas Korvettenkapitän Bähte die Namen der Gebliebenen. Drei Ehrensalven krachten über die Gruft. Zum Schluß Kleine politische Nachrichten. Der Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda hat den Generalintendanten und Generalmusikdirektor Dr. Heinz D r e w e s in Altenburg (Thüringen) als Leiter der Abteilung Musik in das Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda berufen. Cincinnati, 26. Jan. Die Zahl der Token im überschwemmten Ohiotal hat sich bis heute früh auf etwa 150 erhöht. Zahlreiche Personen werden vermißt. In der Nähe von Ripley (Tennes- fee) stürzte ein Wohnhaus ein, wobei 20 Bewohner ums Leben kamen. Der Leiter der Arbeitsbeschaffungsbehörde schätzt die Zaht der obdachlos Gewordenen auf rund 700 000. Die Behörden ordneten sofortige Räumung der Stadt Paducah (Kentucky), die 34 000 Einwohner zählt, an, ferner der Stadt Eairo (Illinois) mit rund 13 000 Einwohnern sowie verschiedener anderer Ortschaften. In manchen Orten des Ueberschwemmungsgebiets von Indiana muhte die Nationalgarde das Bajonett benutzen, um die Einwohner zu zwingen, ihre Häuser zu verlassen. Der Rat von Cincinnati ernannte am Montag einen N o t st a n d s d i k t a t o r, der weitgehende Befugnisse für Unterstützung der Opfer der U e b e r- schwemmungskatastrophe hat. Außerdem übernimmt er die Leitung im Kampf gegen die Feuersgefahr. Der Ohio erreichte bei Cincinnati eine Höhe von fast 27 Meter oder 8 Meter über dem Stand der Flut im gesamten Ueberschwem- mungsgebiet. Der Notstandsdiktator ordnete an, daß vorläufig täglich nur eine Stunde aus dem städtischen Wasser-Reservoir Wasser gezogen werden könne, da die Pumpstationen des Wasserwerkes überflutet sind. Das Hochwasser des Ohio wälzt sich jetzt dem Mississippi zu; alles wird von der Widerstandsfähigkeit der großen Stauwerke am Mississippi abüber der bisherigen Regelung insofern eine Aende- rung, als bisher nur die Neuerrichtung von Betrieben, die mit Schlachtvieh handeln wollten, einer Genehmigung bedurften, während die Neuerrichtung von Betrieben, die mit Fett- und Nutzvieh handeln wollen, einer Genehmigungspflicht nicht unterlag. Die Zulassung soll im Falle der persönlichen und sachlichen Eignung des Betriebsinhabers und des Betriebsleiters sowie im Falle eines wirklichen Bedürfnisses erteilt werden. Sie kann für das ganze Reichsgebiet oder für Gebietsteile ausgesprochen werden, lieber Anträge auf Zulassung entscheiden die Viehwirtschaftsverbände. Gegen eine Entscheidung, durch welche die Zulassung versagt, auf bestimmte Gebietsteile beschränkt oder nur unter Bedingungen erteilt wird, kann der Betreffende das Schiedsgericht bei dem Viehwirtfchaftsverband anrufen. Viehhandelsbetriebe, die bei Inkrafttreten dieser Verordnung nicht dauernd tätig sind, dürfen auch zuge- lassen werden. Bei diesen als zugelassen geltenden Viehhandelsbetrieben kann die Zulassung jedoch bis zum 31. Dezember 1 9 3 7 widerrufen werden, wenn ein Betriebsinhaber oder ein Betriebsleiter beim Inkrafttreten dieser Verordnung nicht die erforderliche persönliche und sachliche Eignung hat. Im übrigen kann die Zulassung bei sämtlichen Viehhandelsbetrieben widerrufen werden, wenn ein Betriebsinhaber oder ein Betriebsleiter die für die Führung des Viehhandelsbetriebes erforderliche Zuverlässigkeit nicht besitzt. Den Vorschriften der Verordnung unterliegt der Handel mit Pferden, Rindvieh einschließlich Kälbern, Schweinen und Schafen, und zwar für Schlachtvieh sowie für Nutz- und Fettoieh. Bisher 150 Todesopfer. — „Notstandsdiktator" in Cincinnati. Auch der Mississippi? -Oie Zuchthausrevolte in Irankfort. Die Trauerfeier für die Besatzung der „Welle". Generaladmiral Naeder überbringt das Beileid des Führers. Kiel, 25. Jan. (DNB.) Von den Türmen und Häusern, von den Schiffen und Werftgebäuden der Kriegsmarinestadt Kiel wehten am Montag die Hakenkreuzflaggen auf halbmast. Auf dem Garnisonfriedhof wurde die Trauerfeier für die Besatzung des Kriegsmarine-Versuchsbootes „Welle" abgehalten, die am 19. Januar in schwerem Scheesturm ums Leben kam. In der Kapelle des Friedhofes waren die Angehörigen und Hinterbliebenen der Opfer versammelt, denen der Oberbefehlshaber der Kriegsmarine, Generaladmiral Dr. h. c. Raeder, das Beileid des Führers und des Reichskriegsministers aussprach. Der Führer und Reichskanzler Adolf Hitler, fo sagte er, hat mich beauftragt, Ihnen persönlich zu sagen, wie er von Herzen an Ihrer und unserer tiefen Trauer teilnimmt. Der Führer liebt seine Marine und schätzt die Hilfsbereitschaft, den tapferen Einsatz -es Lebens für in Not befindliche Seeleute, wie sie in der Marine eine Selbstverständlichkeit ist, hoch ein. Er ist daher stolz auf die in treuer Pflichterfüllung von uns gegangenen Kameraden der „Welle" und weilt in Gedanken in dieser Stunde bei ihnen und ihren Lieben. Vorbei am Mahnmal der Helden, von dem die Neichskriegsflagge halbstock wehte, schritt die Trauergemeinde zur Grabstätte. Zahlreich waren die Trauerabordnungen der Kriegsmarine und der SA.-Gruppe Nord mark. Neben dem Oberbefehlshaber der Kriegsmarine Generaladmiral 0r. h. c. Raeder sah man den Stabschef der SA., Lutze, den Flottenchef Vizeadmiral Carls, Der Reichs- und Preußische Arbeitsminifter hat im Einvernehmen mit dem Reichsminister der Justiz den SA.-Obergruppenführer Manfred von K i l l i n g e r zum Beisitzer der Reichsregierung i m Reichs ehrengerichtshof bestellt. Aus aller Wett. Der älkeske klempnermeisler Deutschlands. Der Klempnermeister Georg Ho ll mann aus Ochtendung (Eifel) wurde 95 Jahre alt. Holl- mann gilt als der älteste Klempnermeister Deutschlands. 1868 hat er in Mayen seine Meisterprüfung abgelegt und war bis in die jüngste Zeit noch fleißig in der Werkstatt seines Sohnes tätig. Hamburg ohne Licht Der starke Südostwind, der in der Nacht zum Montag im Unterelbegebiet herrschte, hat zu einer Störung des Elektrizitätswerkes Neuhof in Hamburg geführt. Durch den Südostwind hat der Wasterstand in der Elbe einen ungewöhnlichen Tiefstand erreicht. Dadurch ist auch das Wasser aus dem Neuhofer Kanal abgeflossen, so daß das Elektrizitätswerk kein Wasser mehr hatte. Hamburg war daher mit Wandsbeck und Billstedt seit Sonntagnacht ohne Licht. Auch in der Nacht zum Dienstag mußte das Elektrizitätswerk wegen des niedrigen Wasserstandes der Elbe die Stromzufuhr für etwa zwei Stunden unterbrechen. Reichsstatthalter Kaufmann hat sich entschlossen, die Harburger aufzufordern, Schritte zu unternehmen, um Mitarbeit eines deutschen Sachverständigen erlangen. Tschekamord in Paris? Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. XII. 36: 11 250. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts- Buch- und Steindruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Emzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 gültig. hängen, die nach den verheerenden Ueberfchwem- mungen im Jahre 1927 errichtet wurden. Bei der bereits gemeldeten Revolte im staatlichen Zuchthaus von Frankfort (Kentucky) kam es zu schweren Unruhen. Den Beamten des Zuchthauses und der Nationalgarde gelang es nur mit der Waffe in der Hand, die Gefangenen in Schach zu halten. Die Zuchthäusler gingen zu regelrechten Angriffen gegen die Beamten vor. Mit Maschinengewehren mußte schließlich gegen die Neger, die hauptsächlich wegen Gewalttätigkeiten und Morden im Frankfurter Zuchthaus untergebracht waren, vorgegangen werden. Zwölf Gefangene wurden erschossen. Die Stimmung unter den Zuchthäuslern war derart, daß der Befehlshaber der Nationalgarde sagte: „Die Zuchthäusler sind wahnsinnig geworden!" In Louisville haben die Verheerungen durch das Hochwasser solches Ausmaß angenommen, daß das städtische Elektrizitätswerk stillgelegt wurde. 40 Quadratmeilen sind dadurch in Dunkelheit gelegt. In der Stadt macht sich bereits Trinkwassermangel bemerkbar. Alle Verkehrsangelegenheiten sind lahmgelegt. Wie immer bei so tragischen Ereignissen, versuchen lichtscheue Elemente, die Lage für sich auszunutzen. In Portsmouth (Ohio) begannen organisierte Banden mit der Plünderung der verlassenen Wohnungen. Die Einwohnerwehr erhielt Befehl, auf alle Plünderer und Verdächtigen sofort zu schießens Bei der Explosion der riesigen Benzintanks wurden große Mengen Benzin vernichtet, die in den Ohio-Fluß fließen. Der Fluß bildet ein einziges Flammenmeer. nifcher und japanischer Sachverständiger sei bereits durch deren Mitgliedschaft im Wirtfchaftskvmitee gesichert. Auch werde ein brasilianischer Sachverständiger Mitarbeiten. Der Rat werde sicherlich bereit fein, den Generalsekretär des Völkerbundes ... ~ - ••• • die EhermUigorSowjetrusse imBois deBoulogne ermordet aufgefunden. Paris, 25. Jan. (DNB.) Im Bois be Boulogne wurde der frühere ruffifche Wirtschaftler Navachine ermordet auf gefunden. Navachine hatte sich nach Ausbruch der bolschewistischen Revolution in Rußland zunächst den neuen Machthabern zur Verfügung gestellt und war dann später nach Paris gegangen, wo er die französische Nationalität erwarb. Er war Leiter einer Bank und widmete sich später wirtschaftlichen Studien. Es heißt, daß Navachine in der letzten Zeit alle Beziehungen zurSowjetregierungabgebrochen habe. Doch soll er eine rege politische Tätigkeit innerhalb einer anderen Gruppe der äußersten Linken entfaltet haben. Jedenfalls muß Navachine eine bedeutende Rolle in Paris gespielt haben, denn der französische Wirtschaftsminister S p i n a s s e begab sich persönlich in das betreffende Polizeikommisfariat, um sich über den Stand der Untersuchung zu unterrichten. Mehrere Zeitungen geben der Vermutung Raum, daß es sich um einen politischen Mord handele, möglicherweise in Zusammenhang mit dem gegenwärtig in Moskau durchgeführten Prozeß gegen bie Trotzki-, Anhänger. So weiß z. B. der „Ma-tin" zu melden, daß Navachine ein enger Freund von zwei Angeklagten im Moskauer Theaterprozeß, Sokolnikow und Pjatakow, gewesen sei. Oer Moskauer Schauprozeß Moskau, 25. Jan. (DNB.) Die Montagssitzung begann mit der Vernehmung des „Zeugen" Ingenieurs Loginow, der als angebliches Mitglied der Trotzkisten-Organisation im Auftrage Pjatakows unb anderer Angeklagter insbesondere in Industriebetrieben in der Ostukraine Sabotageakte verübt haben will. Getreu dem eingespielten Muster sowjetrussischer Schädlingsprozesse, deren Hintergründe sattsam bekannt sind, trägt der Zeuge seine Aussagen vor. Loginow liefert in flüssigem, von den Stichworten des Staatsanwaltes dirigierten Vortrag neuen sensationellen Stoff für die Leitartikel der Sowjetblätter, indem er in allen Einzelheiten angebliche Schädlingsarbeit, wie Ueberheizung von Koksöfen, falsche technische Planung von Werkbauten, Einsatz salschkonftruierter Maschinen und andere in das Programm des Staatsanwalts passende „Verbrechen" schildert. Die Eintönigkeit dieser Kette von auswendiggelernten „Geständnissen" wird dann unterbrochen und gewinnt Interesse, als es sich zeigt, daß dieser Kronzeuge besonders präpariert worden ist, um zu den widerrechtlichen Verhaftungen Reichsdeutscher eine Begründung zu erdichten. Loginow erklärt in seiner Zeugenaussage, er habe von dem Angeklagten Ra- taitschak die Weisung erhalten, sich mit deutschen Ingenieuren und Technikern, die in der Sowjetunion als Spezialisten tätig waren, in Verbindung zu setzen und zwar „zum Zwecke der Spionage und der Weiterleitung an Agenten des deutschen Spionagedienstes (!)". Hierbei will Loginow auf den Angeklagten Grafche als geeigneten Mittelsmann hingewiefen haben, da er von dessen angeblichen Verbindungen mit „deutschen Spionen" (!) gewußt habe. Wetterbericht des Reichswettecdienstes. Ausgabeort Jranffurt Dem Zustrom arktischer Kaltluft aus Ost steht eine Warmluftzufuhr aus Südwest gegenüber. Das Zusammentreffen dieser beiden verschiedenartigen Luftmassen hat auch bei uns zum Auftreten verbreiteter Niederschläge geführt, die anfänglich meist als Regen, dann bis in die Niederungen hinunter als Schnee fallen. Von Westen hat sich auch bis in das Rheingebiet Tauwetter eingestellt, dem aber voraussichtlich kein durchgreifender Erfolg befchieden ist, zumal im Norden Kaltluft noch überall im Vordringen ist. Aussichten für Mittwoch: Wolkig bis heiter und vor allem nachts Kältezunahme, später wieder aufkommende Unbeständigkeit, voraussichtlich Schneefall, Winde um Ost. Aussichten für Donnerstag: Voraussicht) ich unbeständig und ziemlich kaltes Wetter. fiuftemperaturen am 25. Januar: mittags —2,4 Grad Celsius, abends —3 Grad; am 26. Januar: morgens —3,1 Grad. Maximum —0,2 Grad, Minimum heute nacht —4,4 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 25. Januar: abends 0 Grad, am 26. Januar: morgens 0 Grad Celsius. — Schneehöhe 6 cm. — Sonnenscheindauer 7,7 Stunden. Wintersport-Wetterbericht. Vogelsberg. Herchenhainer Höhe: Bewölkt, — 7 Grad, 15 cm Gesamtschneehöhe, 2 cm Neuschnee, Sportmöglichkeiten gut. (Sau erlaub. Winterberg: Nebel, —8 Grad, 30 cm Gesamtschneehöhe, 5 cm Neuschnee, Pulverschnee, Sportmöglichkeiten gut. Rhön. Wasserkuppe: Nebel, —8 Grad, 22 cm Gesamtschneehöhe, 2 cm Neuschnee, Pulverschnee, Sportmöglichkeiten gut. — Kreuzberg: Bewölkt, —10 Grad, 30 cm Gesamtschneehöhe, 2 cm Neuschnee, verharscht, Sportmöglichkeiten gut. Neuordnung des Verkehrs mit land- und forstwirtschaftlichen Grundstücken. Berlin, 25. Jan. (DNB.) Die Reichsregierung hat ein Gesetz zur 2lenberung der Bundesratsbekanntmachung über den Verkehr mit landwirtschaftlichen Grund st ücken verabschiedet. Das Gesetz ist von dem Gedanken getragen, daß der Verkehr mit land- oder forstwirtschaftlichen Grundstücken, auchsoweitsienicht erbhof- gebunden find, ein Vorgang ist, der die Volksgemeinschaft angeht und an den der Staat und der Stand bestimmte Anforderungen stellen müssen, damit der Besitzwechsel nicht die Ordnung im landwirtschaftlichen Bereich gefährdet. In Zukunft bedarf bereits das Gebot der Zwangsversteigerung der Genehmigung, weil häufig versucht wurde, Grundstücke auf dem Umwege über die Zwangsversteigerung zu erwerben, falls die Versagung befürchtet wurde. Die Rechtsgeschäfte der Körperschaften und Anstalten des öffentlichen Rechts find der Genehmigung unterworfen, ebenso ein großer Teil der Geschäfte unter Verwandten. Die Genehmigung kann versagt werden, wenn der Ausführung des Rechtsgeschäftes ein erhebliches öffentliches Interesse entgegensteht, u. a., wenn der Gegenwert in einem groben Mißverhältnis zum Werte des Grundstücks liegt. Die Grundstücksgrenze beträgt für das gesamte Reichsgebiet einheitlich zwei Hektar. Der Reichs- ernährungsminister kann jedoch besonderen Verhältnissen durch Herauf- oder Herabsetzung der Grenze Rechnung tragen. Die weitergehenden landes- rechtlichen Vorschriften treten am 30. April 1937 außer Kraft, soweit sie nicht ausdrücklich aufrechterhalten werden. Den staatlichen Genehmigungsbehörden, die in engster Zusammenarbeit mit dem Reichsnährstand den Grundverkehr zu überwachen haben, gibt das neue Gesetz die Handhabe, die Grundsätze nationalsozialistischer Agrarpolitik auf dem Gebiet des ländlichen Grundstücksverkehrs weitgehend zu verwirklichen. Oer Handel mit Vieh. Neue Zulassuugsbestimmungen. Berlin, 25. Jan. (DNB.) Im Reichsgesetzblatt erscheint eine Verordnung des Reichsministers für Ernährung und Landwirtschaft über den Handel mit Vieh. Nach dieser Verordnung bedürfen Betriebe, die mit Vieh handeln, oder künftig mit Vieh Handel treiben wollen, der Zulassung. Dies bedeutet gegen^ottiere anzusordern. Sie sind damit beschäftigt len Damm durch den Neuhofer Kanal zu Kehen, .„mit die Wassermassen bei ablaufendem Wasser zurückgehalten werden können. Hierdurch hofft man, das nötige Wasser für die Turbinen bereitzustellen. Sidney von einem Wirbelsturm heimgefuchl. Die australische Hafenstadt Sidney wurde von einem außerordentlich schweren Sturm heimgesucht. Durch einen Wirbelsturm, dem ein verheerender Hagelschlag folgte, wurden mehrere Geschäfte und Fabriken zerstört. Zahllose Bäume und Telegraphenstangen wurden umgerissen. Vier Personen wurden getötet, mehrere verletzt. Hundert Kühe, die sich in einer Hürde befanden, wurden durch herabfallende Hochspannungsdrähte auf der Stelle getötet. Verheerende Pulverexplosion in einer chilenischen Grube. Durch Unvorsichtigkeit ereignete sich in der chilenischen Kupfergrube „Chuquicamata" der Anaconda- Copper-Gesellschaft in Santiago de Chile eine schwere Schwarzpulverexplosion. Bisher sind etwa hundert Tote festgestellt 'worden. Verletzt wurden rund 100 Personen. Griechischer Dampfer aufgelaufen. Auf dem Wege von Konstantinopel nach Hamburg ist der griechische Dampfer „Spyros", der 2100 Tonnen Weizen geladen hatte, auf einen Felsen aufgelaufen. Ein Teil der Besatzung versuchte das Festland zu erreichen, bei dem starken Sturm schlug jedoch das Boot um und sieben Mann ertranken. Leider besteht wenig Hoffnung, das Schiff zu retten oder die Ladung zu löschen. Aulobusunglück in Florida fordert 23 Todesopfer. Im südlichen Florida hat sich ein furchtbares Derkehrsunglück ereignet. Infolge Bruches des rechten Vorderrades überschlug sich ein großer Ueberlanbautobus, der mit 29 Fahrgästen besetzt war, und fiel von der schmalen durch die bekannten Everglades-Sümpfe führenden Straße in einen Flutenkanal. 23 Fahrgäste ertranken. Die Autobuslinie stellt die einzige Verkehrsverbindung zwischen den Städten an der Ost- und Westküste Floridas dar. Zuchthaus und Berufsverbot. Der wiederholt vorbestrafte Ernst G rische war 1936 kaum aus dem Gefängnis entlasten worden, als er schon eine Reihe neuer Betrügereien beging. In Kassel und anderwärts suchte er Hausbesitzer mit Gartenland auf, stellte sich als gelernter Gärtner vor und half mit arbeiten. Dabei erklärte er, daß diese und jene Bäume und Sträucher überaltert seien und durch neue ersetzt werden müßten. Hatte er das Vertrauen der Leute gewonnen, so erbot er sich, die neuen Bäumchen selbst zu besorgen. Er ließ sich „Vorschuß" geben, quittierte mit falschem Namen und verschwand auf Nimmerwiedersehen. Bei Gärtnern kaufte er Bäume auf Pump, die er nie bezahlte, sondern an andere Personen verkaufte. Außerdem stahl er aus einer Baumschule zahlreiche Sträucher. Das Gericht verurteilte ihn zu 3 Jahren Zuchthaus, 50 Mark Geldstrafe und 5 Jahren Ehrenrechtsverluft. Außerdem wurde ihm die Berufsausübung als Gärtner für 5 Jahre untersagt. iiiiiiBiiiiii Oie hauswirtschastliche Lehre Frau Marie Fink, geb. Wagner arz 526 D 4.85 12.75 Frau 0440 Gießen, den 26. Januar 1937. Die Beisetzung fand in aller Stille statt. 0434 J %-Ltr.-Dose 44 Rollmops 20 - 22.15 Wasser für Stadttheater' SCHADE & FÜLLGRABE Frische Fische Werbe-Drucksachen liefert Brühl'sche Druckerei August Fink und Frau, geb. Trautmann Karl Möser und Frau, geb. Fink Dr. Fritz Neiß und Frau, geb. Fink Marianne Möser Ich warne hiermit jedermann meiner Gestern entschlief nach langer Krankheit kurz vor Vollendung ihres 88. Lebensjahres unsere liebe und gute Mutter, Schwiegermutter, Groh- mutter. Schwester, Schwägerin und Tante In tiefster Trauer: Friedrich Wilhelm Kraus Agnes Wagner, geb. Bonhard Elisabeth Wagner. 19 - 22.15 17. Mittwoch- Miete Carmen Oper von Bizet Preise von 1.20-4.00 RM. Diese und viele andere Waschtaghelfer erwarten Sie bei J.B. Häuser Gießen,a.Oswaldsgarten Fernruf Nr. 2145-2146 Herzlichen Dank sagen wir auf diesem Wege allen denen, die unserem teuren Entschlafenen ihre Liebe durch Wort und Tat bewiesen haben. Insbesondere danken wir dem Evgl. Kirchenchor Beuern für die erwiesene Ehrung. Kath Walther, geb. Schwalb Lehrer L. Jung und Familie Lehrer W. Walther und Frau Großen-Buseck, Nieder-Wöllstadt, den 24. Januar 1937, ____________________________________________________________________________518 D tritt, „schreien die armen Seelen". Darum soll man Brotkrumen sammeln, damit sie noch Verwendung als Tierfutter finden. Ganz schlimm aber ist es, wenn ein Mensch Brot verschwendet oder verderben läßt; dann „geht der Segen vom Hause". In Tirol erzählt man sich das Märchen von der Frau Hütt oder Frau Hitt: Diese Königin des Landes der Bergriesen befahl einem Diener, mit weichem Weizenbrot das Gesicht und die Hände ihres Söhnleins abzuputzen, der beim Spiel in den Schmutz gefallen war. Daraufhin vernichtete ein Gewitter die Aecker, die die Gebirge um Innsbruck damals bis zu den Spitzen und Graten hinauf bedeckt haben sollen, so daß heute dort oben nur Steinrücken und Schneefelder aufzufinden sind. Noch jetzt sagt man dortzulande zu den Kindern: „Spart eure Brosamen für die Armen, damit es euch nicht geht wie der Frau Hütt". Und ist dies andere Sprichwort nicht ein schönes Zeugnis deutschen Gemein- Der hauswirtschaftliche Beruf kann in zweijähriger Lehre an der Arbeitsstätte der Frau, im Haushalt, erlernt werden. Diese anerkannte häusliche Lehre besteht schon seit dem Jahre 1924, sie wird jetzt in einem von der Vertrauensfrau der Abt. Volkswirtschaft-Hauswirtschaft geprüften und anerkannten Lehrhaushalt abgeleistet. Der Haushaltslehrling tritt zunächst für sechs Wochen zur Probe ein. In dieser Zeit können Lehrfrau und Lehrling sich kennenlernen, und sich beide prüfen, ob sie zueinander passen, und ob sie gewillt sind, zwei Jahre miteinander zu arbeiten. Nur das Mädchen soll bleiben, das wirklich Lust und Liebe zur hauswirtschaftlichen Arbeit und den guten Willen zum Lernen mitbringt. Bewährt sich das Mädchen in der Probezeit, dann wird der Lehrvertrag abgeschlossen, der alle Fragen über die Lehrzeit, die Pflichten der Lehrfrau und des Lehrlings, die Berufsschulpflicht und die Freizeit regelt. In der Lehrlingsausbildung sind die ersten Wochen und Monate entscheidend. Die Lehrfrau muß in dieser Zeit äußerste Geduld üben und darf keine Mühe scheuen. Immer wieder muß sie zeigen, vorarbeiten, die Arbeit wiederholen, keinen Fehler darf sie durchgehen lassen, keine Nachlässigkeit übersehen. Ist so ein guter Grund geschaffen, sind dem Lehrling Höflichkeit im Benehmen, Wahrhaftigkeit in allen Aeußerungen, Sauberkeit in der Arbeit selbstverständlich geworden, dann ist schon viel erreicht. Die gründliche Weiterbildung in allen leichten und schweren Hausarbeiten, im Kochen, Waschen, Bügeln und Nähen ergibt sich dann mit der Zeit. Neben dieser berufsmäßigen Ausbildung geht die charakterliche Erziehung, denn der Lehrfrau ist ein junges Menschenkind anvertraut, nicht mehr Kind und noch nicht erwachsen, mit der Aufnahmefähigkeit und der Unruhe der Entwickelungsjahre. Da gilt es, Freude und Verantwortung zu wecken. AnnaDörr geb. Ebert etwas zu leihen oder zu borgen, da ich für nichts aufkomme. Heinrich Dörr Versorgungs- Anwärter Großen -Buseck. Gießen (Rodheimer Straße 47), Bad-Homburg, Friedrichsdorf (Taunus), den 26. Januar 1937. Die Beerdigung findet in der Stille statt.-Von Beileidsbesuchen bitten wir abzusehen. bewandert in Krankenpflege, mit Kenntnissen i.Haushalt,Koch. u. Nähen, sucht, gestützt auf^AUte Zeugn.z.^...."^ od. später Stell. schaftssinnes, das da lautet: „Kern Brot schmeckt besser, als das man mit Armen teilt!" Wichtiges Bestreben jedes Kulturstaates ist es, einem jeden Landeskinde es zu ermöglichen, „sein Brot zu verdienen". Bevor die soziale Altersversicherung eingeführt wurde, die heute dem Greise sein Stück „tägliches Brot" sichert, war es Ehrensache für einen vermögenden Arbeitgeber, dem Knechte, der lange für ihn geschafft hatte, ein „Gnadenbrot" zu geben, wie er es ja auch für seinen müde gewordenen Wachhund oder sein altgewordenes Pferd tat. Brot ist auch das Sinnbild des Hauses und der häuslichen Gastlichkeit. S a l z u n d B r o t soll man vor allem Hausrat und Gerät in die neue Wohnung tragen; dann hat man stets genug der edlen Gottesgaben im neuen Heim. Von einem Menschen, der Dinge kann, die schlichten Sinn in Staunen versetzen, meint man: „Er kann mehr als Brot essen". Zu einem Selbstgefälligen sagt man: „Anner- wegen ward ok Brot backt", und von einem Verschwender heißt es in Bayern: „Er backt Schnee im Ofen". Ein guter Rat lautet: „Man muß «icht eher backen, als man Mehl hat". Denn „gut Dmg will Weile haben", und „Es ist ein weiter Weg" — sagte das Roggenkorn — „von der Ackerfurche über die Mühle bis in den Backofen!" 0.60 - 3.00 _________517 D Druckschriften In gefalzten Bogen In Heftform und gebunden klar In der Schrift, übersichtlich angeordnet und sorgfältig gedruckt, dienen den Belangen von Handel undVerkehr.lndustrle und Gewerbe, Behörden, Landwirtschaft und Vereinigungen. Lieferung schnell,gut und preiswert durch Brühl’sche Druckerei Schulstr. 7. Ruf 2251 Am 23. Januar entschlief sanft meine liebe, treusorgende Mutter, unsere gute Tochter und Schwester Irene Kraus, geb. Wagner $ Tageskalt Slabttyater: 20 flnitoga". - @[OI "bekannte' - [ tos Veilchen vom Oer Bäcker und sein Brot. Ein Volksnahrungsmittel im deutschen Sprichwort und Brauchtum. Von Werner Lenz. Widerstandsfähigkeit gegen die kleinen Mühen und Willigkeit zur steten Arbeitsbereitschaft vorzuleben, den Sinn für das Gesunde, das Echte und Ungekünstelte zu stärken, vor allem aber die Erkenntnis zu geben, wie wertvoll für unser Volk ein gesundes Familienleben ist. Im ersten Lehrjahr soll alles gelehrt werden, das zweite Jahr bringt durch Wiederholung und Hebung die erwünschte Sicherheit und Selbständigkeit in der Arbeit. Der Lehrling wird nach einem bestimmten Plan ausgebildet und zur Prüfung vorbereitet. Durch diese Abschlußprüfung wird das Mädchen „geprüfte Hausgehilfin". Meldungen von Lehrfrauen nimmt das Arbeitsamt entgegen. Auskunft über die Lehre erteilt, außer dem Berufsamt, die Abt. Volkswirtschaft- Hauswirtschaft im Deutschen Frauenwerk, besonders auf dem Lande. F-K. Oberhefsen. Geflügelschau in Allendorf a. b. Lumda. 00 Allendorf a. d. Lda., 25. Jan. Am vergangenen Wochenende hielt der hiesige Geflügelzuchtverein im Saale von Horn bei sehr starker Beteiligung seiner Mitglieder eine schöne, in Organisation und Leistung vorzüglich gelungene örtliche G e f l ü g e l s ch a u ab, der von der Einwohnerschaft reges Interesse entgegengebracht wurde. Auch die hiesige Stadtverwaltung hatte ihr Interesse an der guten Sache bekundet und dem Verein einen namhaften Geldbetrag überwiesen. Preisrichter S ö d l e r (Burg-Gemünden) nahm am Samstag die Bewertung der in etwa 100 Nummern ausgestellten Tiere vor. Das Ergebnis war folgendes: (Es bedeutet g = gut, sg = sehr gut, EPr. = Ehrenpreis.) Hühner. Rhodeländer: Ludwig Niebergall, Allendorf a.d. Lda., 1 g, 1 sg; Wilhelm Nachtigall, ötrP | Sira?r6|ail ' 6ir^&rin< und dusU schon • aber i ’ ii*"? g>< iK i B" das . heil Wge p i tzchatten UakM' d 5”„ am I »«*K0 » i'-Ss iSlÄ Si-e 1 fiInders wirk I f.'nnHer ®ur M bückend, zur 0 Und da Lchn-eball in der i , jfij Wnde schlmd j Lchmball seinem B kenn irgendwohin n ' L Sein kleinerer Kinte: „Ich hatte l Werte nicht gleich Mer Hand zm i hi der zweite wür ! fronte einen groß« ton - was blieb Begleiter zart an t Und nun — es so zugetragen — Kindheitserinnerun sie gleichzeitig, wei Echneebälle sorml I' diesmal, an die E ren von der Uebei jl! zu überzeugen, bü Qi ihre wohlgebildete i< es ergab sich, das |] der Stadt sich zwi eine regelrechte S geig unb flergnii Kämpfern burd), j wd Gepfefferten fid Der Chronist abe Äe sich über diese diesen köstlichen fin des Winters V. A. Das Bedürfnis, Feldfrüchte anzubauen und zu ernten, führte den nordischen Menschen bereits vor unzählbaren Jahrtausenden zur Seßhaft- machnng. Die Verwertung der Getreidefrüchte, zu deren ältesten die Gerste gehört, geschah so, daß man sie zwischen Flachsteinen flüchtig enthülste und grob zermahlte. Das sehr kleiehaltige Mehl wurde gekocht. Dieser „U r b r e i" ist erster Vorläufer des Brotes gewesen. Ließ man nämlich die Masse solange auf dem Feuer stehen, bis sie geröstet, hart und haltbar wurde, so eignete sich die Speise besonders gut zur Mitnahme auf weitere Wege, ebenfalls zur Vorratsspeise im Hause. Dieser festgedörrte Mehlbrei ließ sich „brechen", und wirklich hängt das Wort „Brot" mit diesem Begriffe eng zusammen. Das zeigen uns verschiedene Sprachvergleiche aus der Zeit unserer Ahnen; die Ausdrücke für „brechen" und „Brot" lauten auf althochdeutsch „priozan" und „prot", auf alt-angelsächsisch „breotan" und „bread". Auf altsächsisch heißt Brot „brod", auf altfriesisch „brad"; altnordisch „briota" wiederum heißt „brechen". Jedenfalls war Brot schon sehr frühzeitig Hauptnahrung in nordischen Ländern. Die hervorragende wirtschaftliche Bedeutung dieses Nahrungsmittels brachte es einerseits mit sich, daß in ländlichen Gegenden heute noch die Brotbereitung, wie schon in Urzeiten, von der Hausfrau versehen wird, anderseits in den ersten sich gründenden Städten der Bedarf nach einem Bäckergewerbe unabweislich wurde. Die ehrsame Bäckerzunft hat auch stets zu den wichtigsten Gliedern und angesehensten Organisationen der städtischen Gemeinschaft gehört. Man wird in mancher Stadt, die ihre Ueberüeferungen in Ehren hielt, heute noch eine „Bäckergasse", „Brotüänkengasse" oder „Pfistergasse" finden; letztere Bezeichnung kommt in Süddeutschland vor und schreibt sich vom lateinischen Worte „pistor" für „Bäcker" her. Die Z u n f t f a h n e der Bäcker enthält zwei Löwen, die eine Brezel in der einen, aber ein Schwert in der anderen Pranke tragen. Dieses Wappen wurdp ihnen verliehen, weil sie „wachsam und löwenmutig" bei einer Belagerung der damaligen Reichshauptstadt Wien durch die Türken wesentlich zur Abwehr der Ungläubigen beigetragen haben. Der Begriff des „täglichen Brotes" umfaßt alle notwendigen Bedürfnisse des Menschen; aber der unersetzlichste Nahrungsstoff ist und bleibt doch für unsere nordische Heimat das Brot selbst. Es ist also ganz erklärlich, daß sich um dieses Erzeugnis und zugleich um seinen Hersteller Sprichwort und Brauchtum in reicher Fülle ranken, ja daß selbst im Märchen — dem unbewußten Künder uralter Mythen — und in der neuzeitlichen Dichtung dieser Lebensspender einen wichtigen und würdigen Platz einnimmt. Wir sagen von einem unentbehrlichen Dinge, wir haben es „so nötig wie's liebe Brot". Die Bezeichnung „lieb" ist bezeichnend für germanische Denkweise und Dankbarkeit; man muß das lieben, aus dem man Kraft empfängt. Als gilt deshalb als schwere Sünde, Brot mutwillig zu verderben oder unziemlich zu verwenden. Man sagt mancherorts, wenn man auf Brotkrumen Bismarckheringef 1-Ltr.-Dose 76 Bratheringe........1-Ltr.-Dose 62 Geleeheringe.....1-Ltr.-Dose 76 _________________________532 A und Spülen..... Die Wringmaschine erspart das Wäschewringen ........ Junger Bausimche von 18-22 Jahr, gesucht. o44i HotelVrinzEarl Tücht. Hilfsarbeiterinnen gesucht. 63oD Großwäscherei „Edelweiß" Tüchtig., braves Mädchen für sof. gesucht. Zu erfrag, in der Geschäftsstelle d. Gieß. Anz. 52M Hiesige Großhandlung sucht kaufmännischen Lehrling zu sofortigem Eintritt. Schriftliche Angebote erbeten unter 0445 an den Gießener Anzeiger._________ Mittwoch, den 27.Januar, 14Ubr, versteigere ich, dahier, Neuenweg 28 bzw. an Ort und Stelle, zwangsweise gegen Barzahlung: Büro-, Haus- und Ladenmöbel, Schreib- u. 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Lda., 1 g2, 3 fg, 2 sgl; Ferdinand Horn, Allendorf a.d. Lda.: 1 g, 1 fg und EPr. Italiener, schwarz: Karl Reinhardt, Allendorf an der Lumda, 1 g, 1 fg und EPr.; Heinrich Ranft, Allendorf a. d. Lda., 4 g, 1 sg 2. Italiener gestreift: Christoph Ranft, Allendorf a. d. Lda., 3 sg, 2 sg 1 und EPr. Amerikaner Leghorn: Wilhelm Haberkorn, Winnen, 1 g, 1 sg, EPr., 1 sg 1, 1 sg 2, 1 sg 3. Hamburger Silberlack: Johannes Zimmer, Allertshausen, 3 g, 1 sg 1- Bantam, schwarz, Zwerg: Ludwig Krieb, Allendorf a. d. Lda., 1 g, 1 sg. Tauben. Elster Kröpfer, schwarz: Karl Römer, Allendorf a. d. Lda., 1 sg, EPr. Steiger, rot: Derselbe 1 sg. Brieftauben, blau: Christian Käs, Allendorf a.d. Lda., 1 sg; Karl Römer, Allendorf an der Lumda, 1 g. Reisebrieftauben: Christian Käs, Allendorf a. d. Lda., 1 g. Landkreis Gießen + Grünberg, 25. Jan. Am Sonntagabend gab der hiesige Männerchor ein Konzert in der Turnhalle. Die Dortragsfolge brachte im ersten Teile Chöre von Carl Maria von Weber, im zweiten Teil solche von Franz Schubert. Die Chöre wurden durchweg gut vorgetragen und legten Zeugnis ab von der fleißigen und erfolgreichen Arbeit des Chormeisters Fritz Leib (Gießen). ch Ettingshausen, 24. Jan. Dieser Tage v e r ft a r b hier im Alter von 65 Jahren der Wagnermeister Philipp Keill Mit ihm verlor die hiesige Kriegerkameradschaft einen treuen Kameraden. Wagner war Kriegsteilnehmer von 1915/1918. Ein großer Teil der Bevölkerung gab ihm das letzte Geleit. Die Kriegerkameradschaft erwies dem Verstorbenen alle militärischen Ehren. * Lang-Göns, 24. Jan. Das W i n t e r v e r« g n ü g e n des hiesigen Turnvereins am Samstagabend in der Turnhalle war auch in die- fern Jahre wiederum sehr gut besucht. Vereins- führer Müller hielt einleitend eine kurze An- spräche, in der er auf den Zweck des Abends hinwies und die Besucher aufforderte, sich in die Reihen der aktiven Turner und Sportler zu stellen. Nachdem der Dietwart noch eine kurze Feierstunde gehalten hatte, wurde mit den turnerischen Vorführungen begonnen, bei denen sich die Riege der Turnerinnen unter der Leitung von Willi D e r n besonders hervortat. Die Mädchen zeigten Fahnenschwingen, Freiübungen, Volkstänze, Turnen an der Schwebekante, Keulenübungen und zum Schluß noch einen prächtigen Tanz in bunten Trachten. Die Turner traten mit Hebungen am Barren und mit Hebungen der Körperschule auf den Plan. Im weiteren Verlaufe des Abends wurden die Sieger des Jahres 1936 geehrt. Die Ehrung nahm Oberturnwart Wilhelm Lang vor, der den einzelnen Turnern die Preise überreichte. Karl Rudolph gab einen Heberblick über die schönen Erfolge der Handballmannschaften und rief außerdem in lustigen mundartlichen Reimen einige Begebenheiten aus dem Dereinsleben des letzten Jahres in die Erinnerung zurück. Die Pausen füllte die Kapelle Theodor Philipp mit guter Musik aus. 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Zweites Vlatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen)Dienstag, 26. Januar 1957 Aus der pMinzialhauptstadt. Munversame Schneeballschlacht. Wir wissen, daß es um den Schnee in den Straßen der Stadt ein Jammer ist. Blendend weiß und duftig zart rieseln die Flocken auf das Pflaster nieder, aber schon nach wenigen Stunden ist aus der leuchtenden Decke eine schmutzigbraune Schicht geworden. Schnee und Stadt vertragen sich eben schlecht. Schnee will mit stillem Entzücken betrachtet, mit behutsamen Füßen durchschritten, aber nicht mit achtlosen Sohlen betrampelt werden. Man muß, will man das Wunder des Schnees ganz erleben, das ruhelose Weichbild der Stadt hinter sich lassen und als stiller Wanderer die weiße Schönheit der Landschaft draußen genießen, lieber die verschneiten Wege pilgert man dahin und freut sich an der flimmernden Weite im Sonnenlicht, an den blauen Schatten in den Ackerfurchen und an den äugende Krähen, die wie schwarze Ausrufungszeichen am Rain hocken. So von heiterer Feierlichkeit erfüllt waren auch zwei geruhsam ausschreitende Spaziergänger, die gestern nachmittag vor der Stadt über die weißen Pfade zogen, zwei ältere, ergraute Männer. Die Hände in den schwarzen Zwirnhandschuhen hatten sie beide über den Rücken gelegt, und so schlenderten sie in gleichem Schritt dahin, mit jener Gelassenheit und jener Gabe, wortlos an den stillen Dingen sich zu freuen, die das gereifte Alter verleiht. Nach einer schweigenden Weile hoben sie an, in bedachtsamem Tonfall — wie ich im langsamen Vorbeigehen vernahm — über den Schnee zu sprechen. Sie einigten sich auf „Juaenüerinne- rungen". „Hören Sie", sagte der größere, „wir haben damals als Jungens Schneeballschlachten ausgetragen... na, ich sage Ihnen, das war einfach aufregend! Wir und die Söhne vom Ortspfarrer — wir konnten uns im Winter nicht sehen, ohne daß schon die Bälle flogen. Dabei hatte ich eine besonders wirksame Knettechnik, sehen Sie, so...", und der würdige Sprecher langte, sich vorsichtig bückend, zur Erde und formte einen kleinen, festen Ball. Und da man, wenn man einmal einen Schneeball in der Hand hält, ihn ungern ziellos ins Gelände schleudert, warf der alte Herr den Schneeball seinem Begleiter zart an die linke Seite, denn irgendwohin mußte er ihn ja schließlich werfen. Sein kleinerer Begleiter lächelte milde und meinte: „Ich hatte da eine andere Methode, die die Materie nicht gleich fo fest preßt, sondern erst mit gehöhlter Hand zum Haften bringt, etwa fo...", und der zweite würdige Mann bückte sich vorsichtig, formte einen großen runden Ball und warf ihn Dann — was blieb ihm auch weiter übrig — seinem Begleiter zart an die rechte Seite. Und nun — es klingt seltsam und hat sich doch so zugetragen — wurden die beiden von ihren Kindheitserinnerungen dermaßen übermannt, daß sie gleichzeitig, weniger vorsichtig nun, sich bückten, Schneebälle formten und sie sich, weniger zart diesmal, an die Seiten warfen. Und um den anderen von der Überlegenheit der eignen Knetmethode zu überzeugen, bückten sie sich abermals und schossen ihre wohlgebildeten Kugeln gegeneinander ab. Und es ergab sich, daß hier auf verschneitem Weg vor der Stadt sich zwischen zwei ergrauten Herren bald eine regelrechte Schneeballschlacht entwickelte. Ehrgeiz und Vergnügen gingen mit den beiden Kämpfern durch, sie nahmen gebührend Distanz und bepfefferten sich auf zünftige Weise. Der Chronist aber stand nicht weit davon und freute sich über diese wundersame Schneeballschlacht, über diesen köstlichen Beweis für den bezwingenden Zauber des Winters und der Jugenderinnerungen. v. M. Dornotizen. Tageskalender für Dienstag. Stadttheater: 20 bis 22.30 Uhr, „Wasser für Canitoga". — Gloria-Palast, Seltersweg: „Die Unbekannte". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Das Veilchen vom Potsdamer Platz". — Ober- hessischer Kunstverein, Turmhaus am Brand: 17 bis 18 Uhr Ausstellung der Oelgemälde, Aquarelle und Zeichnungen von Prof. Otto Dill. Stadttheater Gießen. Heute abend findet die erste Wiederholung des spanenden Schauspiels „Wasser für Canitoga" von Georg Turner statt. Sie Spielleitung führt Anton Gießen im Schnee. Bizet, um 19 Uhr beginnt, Ende 22.15 Uhr. Die Vorstellung findet als 17. Vorstellung der Mittwoch- Miete statt. | W liii iBB® deutend, um nicht doch zum Schlittenfahren benützt zu werden. Einige glückliche Besitzer von Skiern rutschten auf ihren Brettern auch mit herum. Nicht alle vergnügten sich aber harmlos. Etliche Buben machten sich einen Spaß daraus, Schnee in die Straßenbahnschienen zu füllen und dann hinter der nächsten Straßenecke zu erwarten, wie die Straßenbahn mit dem Hindernis fertig wurde. Solche Bürschchen brauchten anläßlich des ersten Schneefalls eins auf die Bux'. Am Nachmittag zogen viele hinaus zum Eulenkopf, um dort Schlitten zu fahren. Auf dem vielfach von Gräben und Lächern durchsetzten Hang machten die mutigeren Jungens (auch etliche Mädchen waren dabei) richtiggehende „Geländefahrten" mit ihren Schlitten. Nicht jedermann war Über den ersten Schnee so erfreut, wie gerade die Jugend. Bei der Straßenbahn mußte man etliche Verspätungen mit in Kauf nehmen, denn auf der Strecke nach Wieseck und zur Arttlleriekaserne gab es Verwehungen, die nur mit großem Stromaufwand überwunden werden konnten. Vielfach fanden die Räder der Straßenbahnwagen nach dem am frühen Morgen niedergegangenen Eisregen auch keinen Halt. Bei der Reichsbahn hatte der starke Schneefall auch in anderen Gebieten des Reiches Verspätungen zur Folge. Die O-Züge aus dem Norden trafen mit Verspätungen bis zu einer halben Es schneit! Stimmungsbild aus der Schulstraße. Es scheint so, als wollte der Winter es jetzt doch etwas ernster nehmen als bisher. Der Schnee blieb sogar in der Stadt liegen, wenngleich er, von vielen Füßen gestampft, keine feste Decke bilden konnte. Aber er wurde doch wenigstens nicht gleich zu Wasser. Und dazu hat es in der letzten Nacht erneut geschneit, heute vormittag gegen 8.30 Uhr, begann die Fortsetzung. Am meisten haben sich gestern natürlich die Kinder über den Schnee gefreut, und sie konnten es kaum erwarten, mit dem Schlitten auf die Straße zu ziehen. Kinder pflegen ja sehr optimistisch zu fein, und sie können auch schon Schlitten fahren, wenn der Schnee kaum einen Zentimeter hoch liegt. Für viele Kinder wurde der gestrige Schneefall aber zunächst zu einer großen Geduldsprobe, denn als es am schönsten schneite, saßen sie gerade in der Schule und mußten fast den ganzen Vormittag zusehen, wie es vomHimmelherab riefelte und es „ewig" nicht 12 Uhr werden wollte. Als dann aber die Glocke schellte, waren sie nicht mehr zu halten. Das naheliegendste war bann die Schneeballschlacht im Schulhof und auf den Straßen des Heimwegs. Manche Mütter meinten es ganz besonders gut und holten ihre Kleinen an der Schule mit dem Schlitten ab. Am gestrigen Nachmittag war auch kein Hügelchen zu unbe- Stunde in Gießen ein. Innerhalb des Gießener Bahnhofs hatten der Eisregen des gestrigen frühen Morgens und dann der anhaltende Schneefall auch wenig angenehme Folgen. Vor allem traten Eisbildungen an den Weichen und Signalen ein, die aber durch raschen Einsatz des Personals in kürzester Zeit beseitigt werden konnten. Betriebsstörungen, die vielleicht auch für das Publikum bemerkbar geworden wären, konnten dadurch vermieden werden. Das äußere Bild der Züge hat durch den Kälteeinbruch ebenfalls eine Wandlung erfahren. Die Züge waren verschiedentlich mit starken Eiskrusten bedeckt und viele Lokomotiven hatten sich mit Eiszapfen geschmückt. Die Züge, die auch heute morgen in unseren Bahnhof einliefen, wiesen zum Teil Rauhreif auf. Der Hauptspaß der Jugend: Rodeln am Eulenkopf. (Aufnahmen |2J: Neuner, Gießener Anzeiger.) Hitler-Zugend Bann 116 Gießen. Beir.: Luftschutz. Alle Führer des Standortes Gießen nehmen an einem Sonderkursus des Reichsluftschutzbundes vom 1. Februar bis 8. März teil. Nähere Anweisungen ergehen noch an dieser Stelle. Zur Wahl des Osfizierberufs. DNB. Das Reichskriegsministerium weist nochmals darauf hin, daß die Bewerbungsgesuche für die Einstellung in die Offizier-, Sanitäts- und Ve- terinäroffizierlaufbahn am 1. 1 0. 19 3 8, beim Heere bis zum 31.3 dieses Jahres, bei der Kriegsmarine bis zum 30. 4. dieses Jahres, bei der Luftwaffe bis zum 30. 4. dieses Jahres eingereicht werden müssen. Merkblätter, aus denen alles Nähere zu ersehen ist, sind zu erhalten: a) für die Offizierlaufbahn im Heere bei den Wehr- bezirks-Kommandos, Wehrmeldeämtern und bei den Truppenteilen, b) für die Offizierlaufbahn in der Kriegsmarine bei der Inspektion des Bildungswesens der Kriegsmarine, Kiel. c) für die Offizierlaufbahn in der Luftwaffe bei den Wehrbezirks-Kommandos und bei der Annahmestelle für Offizieranwärter der Fliegertruppe, Berlin NW 40, Kronprinzenufer 12, Erdgeschoß, sowie bei allen Truppenteilen der Luftwaffe, d) für die Sanitätsoffizierlaufbahn bei der Militärärztlichen Akademie, Berlin NW 40, Scharn- horststraße 35, e) für die Veterinäroffizierlaufbahn bei den Wehrbezirks-Kommandos und auch bei den Korps- veterinären. Falls es einem Bewerber nicht möglich ist, die dem Gesuch beizufügenden Personalpapiere, Urkunden usw. so rechtzeitig zu beschaffen, daß er fein Gesuch innerhalb der vorgeschriebenen Frist einreichen kann, so ist das Gesuch trotzdem fristgerecht vorzulegen mit dem Bemerken, daß die fehlenden Unterlagen sobald als möglich nachgereicht werden. Die Frist für Vorlage der Bewerbungsgesuche für die Einstellung am 1. 10. 19 3 7 ist am 15.1. 1937 abgelaufen. Chemiestudiuni und Vierjahresplan. Auf Veranlassung des Fachschaftsleiters der Chemischen Fachschaft wird uns von der Führung der Studentenschaft der Universität Gießen folgendes geschrieben: Als der Beauftrage des Führers, Hermann Göring, den Vierjahresplan verkündete und von einem Mangel an Facharbeitern sprach, meinte er nicht zum wenigsten auch die Arbeiter der Stirn. In der Oesfentlichkeit wurde öfters auf den Mangel an Ingenieuren und Technikern hingewiesen, aber nur selten wurde dabei des Chemikers gedacht, der für Schaffung und Kontrolle der Austauschstoffe zum mindesten ebenso wichtig ist. Wie steht es nun mit den Aussichten des Chemiestudiums? Schon heute herrscht in der Industrie ein ausgesprochener Mangel an guten Jungchemikern, und da ihr Bedarf infolge der Neuschaffung ganzer Industriezweige im Rahmen des Vierjahresplanes höchstens steigen wird, die Zahl der Studierenden aber stark zurückgegangen ist, so kann man einem Neuhaus. Die Vorstellung findet als 18. Vorstellung der Dienstag-Miete statt. Anfang 20 Uhr, Ende 22.15 Uhr. An alle NUttwoch-lMeler des Skadtthealers. Die Intendanz des Stadttheaters Gießen macht darauf aufmerksam, daß die Vorstellung am Mittwoch, 27. Januar, von „Carmen", Oper von G. Dem $etnö keine Zeit lassen — das bedeutet es, wenn Sie sich früh und abends die Zähne putzen. Die Fäulnisbakterien haben gar nicht Zeit, sich einzunisten, wenn S’e zweimal am Tage Ihre Zähne ii? mit Nivea-Zahnpasta reinigen! „Oie Unbekannte." Gloria-Palast. Die Totenmaske der „inconnue de la Seine" ist auch in Deutschland sehr bekannt geworden: mehr oder minder gute Abgüsse und Photographien gibt es in fast allen Kunstläden. Das Original stammt aus Paris; dort wurde vor Jahren die Leiche eines jungen Mädchens aus der Seine geländet; es war nichts über sie zu ermitteln: man weiß bis heute nicht, wer sie war, wie sie hieß, und was sie in den frühen Tod trieb. Ein junger Bildhauer, der die Tote in der Pariser Morgue aufgebahrt sah, war von der friedlichen Schönheit ihres Gesichtes, das noch im Tode ein rätselhaftes und verklärendes Lächeln bewahrte, so bezaubert, daß er die Maske fertigte, die heute in unzähligen Wiederholungen allenthalben verbreitet ist. Das Geheimnis, das diese Maske umgibt, wird auch wohl stets Geheimnis bleiben. Aber dichterische Phantasie hat sich immer wieder der zarten Gestalt und ihrem namenlosen Schicksal zu nähern versucht. Reinhold Conrad Muschi er schrieb vor nicht langer Zeit eine Novelle, welche sich um eine Deutung bemüht und, soweit wir zu sehen vermögen, auch die Anregung zum Film und die Grundlage für das Drehbuch bot; Muschler und der Regisseur Frank W y s b a r schrieben gemeinsam das Drehbuch. * Der Film setzt mit der Auffindung der Toten ein, so daß man an eine Rekonstruktion des angedeuteten Tatbestandes glauben könnte; aber bann merkt man, daß schon der'Schauplatz verlassen wurde, und der eigentliche Film gibt eine Deutung aus freier ' Phantasie, indem er das Schicksal zu schildern veracht, das zu einer so unwiderruflichen Lösung hätte ühren können; es ist also die letzte Szene gleich- Qm als gegeben an den Anfang gestellt, während olles Folgende sich auf diese letzte Szene hin entwickelt und so gleichsam den Ring schließt. Es lag — wie in allen bisherigen Deutungen der Gestalt — sehr nahe, an eine Liebesgeschichte zu denken; ob sie mit der wirklichen Vorgeschichte übereinstimmt oder sich ihr nähert, ist eine müßige Frage: jeder derartige Versuch wird allenfalls eine von tausend Möglichkeiten streifen. Aber es könnte auch diese gewesen sein, die hier versucht wird. Ein junges Mädchen geht in den Tod, um den Mann, den sie liebt, nicht zu „gefährden", um ihn nicht feiner Lebensaufgabe und seinem Lebensglück zu entziehen; der Mann ist ein erfolgreicher Wissenschaftler, der im Augenblick der Begegnung im Begriff "steht, eine Expeditionsreise anzutreten, auf der ihn seine Braut als seine Mitarbeiterin begleitet. Auch hier also eine jener oft aufgerufenen Entscheidungen, die nur ein Entweder-Oder und kein Kompromiß kennen. * Der Regisseur Frank W y s b a r war zweifellos der rechte Mann für einen Stoff wie diesen, der unsensationell und nicht reich an Handlung, ganz auf Bildwirkung, auf schwingende Stimmung und leise Symbolik eingestellt ist. Wysbar hat in den „Sieben Aufrechten" zum ersten Male überzeugend bewiesen, was er zu leisten und aus der Kamera herauszuholen imstande ist; er hat bann im „Fährmann Maria", schon fern vom heiteren Realismus der Kellerfchen Welt, neue Wege einzuschlagen versucht, um bem Film nach seinen eigenen Gesetzen Neuland zu erobern. Der Stil der „Unbekannten" liegt etwa auf der Mitte zwischen jenen beiden Filmen; Wysbars Stärke ist die Gabe, ein schönes klares Bild zu schaffen (Kamera: Werner Bohne; Alexander v. Lagorio), einer Stimmung nachzugehen, eine Kammerspielatmosphäre zu entwickeln, eine Musik, einen Traum einzufangen, alle Dramatik in einem wechselnden Gesichtsausbruck zu spiegeln. Er hat auch wieder die Darstellerin der Maria im „Fährmann" als Hauptgestalt der „Unbekannten" zur Verfügung: Sybille Schmitz; und es ist gewiß, daß diese hervorragend veranlagte Schauspielerin für eine solche Rolle eine ungewöhnlich glückliche Besetzung darstellt. Man muß zunächst, rein äußerlich, bedenken, daß notwendig jede Darstellerin dieser Gestalt befürchten muß, von den bekannteren Zügen jener Maske gleichsam überspielt und verdrängt zu werden. Gerade zu Anfang und zu Ende aber, wo vom Bilde der Toten der entscheidende Eindruck ausgeht, ist man von einem merkwürdigen Gleichklang der Züge überrascht. Sybille Schmitz ist zudem, wie wir früher schon des öfteren feststellen konnten, eine ebenso sparsame und verhaltene, wie mimisch ausdrucks- und wandlungsfähige Schauspielerin; die stille und unvordringliche Verinnerlichung, die ihr hier gelingt, steht einer Figur wie der „inconnue" (auch einer schon von der Phantasie verwandelten und umgeformten) sehr wohl an. Neben ihr sieht man Jean Galland als Thomas Bentick, vornehm und schlicht, sehr beherrscht in seinen Gefühlsäußerungen, sprachlich mit unüberhörbar französischem Akzent, was übrigens die Wirkung seiner Rolle keineswegs beeinträchtigt. Von den andern Darstellern treten nur allenfalls Ilse Abel und Edwin Jürgensen ein wenig schärfer hervor. — Bemerkenswert: die Berliner Philharmoniker unter Abendroth (vom Gewandhaus) spielen aus Beethovens Siebenter und Schuberts H-moll-Symphonie. — (Terra.) * Im Beiprogramm: die neue Ufa-Wochenschau; ein Kulturfilm „Quedlinburg"; ein Vorspann zu „Kinderarzt Dr. Engel". Hans Thyriot. Der ölte Fritz und die Lichtenou. Das noch immer nicht ganz klare Bild der Gräfin Lichtenau, der Geliebten König Friedrich Wilhelms des Zweiten von Preußen, zeigt nach einem illustrierten Aufsatz im Februarheft von Beltz a g e n 8t Klasings Monatsheften bedeutend freundlichere Züge, als bisher bekannt waren. Diese Wilhelmine Enke, Tochter eines preußischen Stabstrompeters, war keine Pompadour, sondern blieb auch auf der Höhe ihrer Macht bürgerlich- bieder und war ganz Berliner Madame, wenn sie als Bauherrin den Bauinspektor und den Maurermeister, die sie betrogen hatten, mit Maulschellen traktierte. Die Anfänge ihres Einflusses auf den damaligen Thronfolger hat noch der Alte Fritz erlebt. Sie war ihm verdächtig, und er untersagte es den Kollegien ausdrücklich, auf die „Empfehlungen einer gewissen hochstehenden Person" etwas zu geben. Er sah das Verhältnis der Enke zu seinem Neffen nicht gerade mit Widerwillen, denn er erkannte sehr wohl, daß es schlimmere Beeinflussungen eines jungen Prinzen geben konnte. Aber er sorgte doch dafür, daß die Person ihre Grenzen nicht überschritt. Einmal traf der König sie im Schloßgarten zu Charlottenburg. Sie wollte ihm ausweichen, aber schon hatte er sie entdeckt, und sie sank in einem Hofknix zusammen. Drohend rief er ihr zu: „Sie kann nun aufstehen und sich fortmachen! Aber lasse Sie es sich zugleich gesagt sein: Höre ich noch einmal das geringste von Ihren verdächtigen Einmengungen in die Geschäfte, so werde ich Sie an einem Ort versorgen, wo Sie Ihre Dummheit zeitlebens bereuen soll. Uebrigens rate ich Ihr, den ersten besten Mann zu nehmen. Die Aussteuer will ich Ihr geben. Sei Sie klug und gehorsam, und gehe Sie jetzt!" Sie gehorchte dem Befehl, aber es wurde ihr entsetzlich schwer, dem Rat des Königs zu folgen, obgleich ihr Geliebter eine Scheinehe als bequemen Deckmantel ihrer Beziehungen empfahl. Endlich, nach jahrelangem Sträuben, wurde 1782 mit dem Kammerdiener des Prinzen ein Vertrag geschlossen. Minchen Enke hieß Frau Rietz, bis sie zur Gräfin erhoben wurde. Glück und Ende einer berühmten Zirkusreiierin. Fanny Lehmann, eine der glänzendsten Reiterinnen des vorigen Jahrhunderts, deren Name um 1900 weltbekannt war, ist dieser Tage in Paris gestorben; unbekannt und fast vergessen. Fanny Lehmann wurde Ende des Jahres 1852 in Paris geboren. Ihr Vater war Jockei, und schon als sie noch ein ganz kleines Mädchen war, setzte er alles daran, auch in ihr Liebe und Interesse für die Pferde wachzurufen. Sie war kaum 8 Jahr alt, als sie im Zirkus Napoleon auftrat, in einer Glanznummer, in der sie das Pferd, auf seinem Rücken stehend, lenkte. Bald beherrschte sie alle Reitkünste auf das vollkommenste, und ihre unvergleichliche Geschicklichkeit, ihre Anmut und ihre Schönheit brachten ihr die größten Erfolge. Ernest Mollier, der bei der jungen Amazone die seltensten Fähigkeiten entdeckte, riet ihr, sich ganz der Hohen Schule zu widmen. Fanny wurde seine Schülerin. Es erregte damals größtes Aufsehen, als er sie im Herrensattel reiten ließ. Als der Tag der Einweihung des Zirkus Mollier gekommen war, fand Fannys Auftreten so ungeteilte Begeisterung, oaß von da an ihr Ruhm und der des Zirkus gesichert schien. Sie war damals eine ganz reizende Erscheinung, die biegsame, zarte Gestalt schien die wildesten Pferde, durch ihre Kunst des Reitens, spielend zu meistern. In den verschiedenen historischen Kostümen erntete sie in allen großen Städten Europas Lorbeeren. Sie erregte die leidenschaftliche Neigung eines reichen Bankiers, der sie geduldig und glühend umwarb Seine Ausdauer wurde belohnt. Er war der Auserwählte, dem sie ihr Herz schenkte. Es gelang ihm, sie zur Annahme einer Million in Gold zu bewegen, damit sie einen eigenen Zirkus gründen konnte, mit dem sie Europa bereiste und die größten Triumphe feierte. Dann kam der Krieg, der den Untergang ihres Unternehmens wie den fo vieler ähnlicher bedeutete. Im Jahre 1916 war sie so weit, daß sie ihre Pferde und ihren Schmuck verkaufen mußte. Nichts blieb ihr mehr übrig. Verarmt, doch ungebrochen versuchte sie es mit allerlei Handelsgeschäften. Als der Krieg zu Ende gegangen war, wollte sie ihr altes Leben wieder aufnehmen, aber es gelang ihr nicht mehr. Bald mußte sie die Mildtätigkeit anderer, vom Glück jetzt mehr begünstigter Zirkusreiter in Anspruch nehmen. — man hält einander ja im Zirkusleben die Treue — dann ermöglichte es ihr im Jahre 1932 einer dieser Getreuen, in ein Stift em- zutreten, und dort endete jetzt ihr einst so glanzvolles Leben. 2. 3. Gedenket der hungrigen Vögel! Wand zu. * mit bis- Das Gießener Gymnasium bleibt in seiner bisherigen Form erhalten. Chemiker, der seinen Beruf meistert, eine gute Zukunft voraussagen. . „r. f Wohl dauert das Studium verhältnismäßig lange «nd ist durch den Materialverbrauch auch etwas teurer als die Ausbildung der meisten anderen akademischen Berufe. Doch darf man nicht vergessen, daß der Chemiker nach bestandenem Examen auf eigenen Füßen stehen kann, ohne noch eine längere oder kürzere Ausbildungszeit durchmachen zu müssen, die nicht bezahlt wird und also lediglich eine Fortsetzung des Studiums bedeutet. Diese Zeilen sollen nicht bezwecken, daß nun jeder aus dem Bestreben heraus, baldmöglichst unterzukommen, Chemie studiert; sondern demjenigen, der Lust und Liebe zur Naturwissenschaft und Be- Zn welche Höhere Schule schicke ich mein Kind Ostern 1937? mit einem raschen, lauernden Blick. Aber der Arzt verzog keine Miene, sondern erwiderte nur mit kalter Stimme: „Ihre dunklen Drohungen imponieren mir nicht im geringsten, und Mitleid schinden können Sie bei mir erst recht nicht" — Alland zwang sich zu einem Ton unbefangenster Sicherheit — „aber wenn Sie gerade in den nächsten Tagen Besuch erwarten ... Wann? Am Dienstag also? Gut, dann können Sie meinetwegen noch so lange in der Klinik bleiben." Er drehte Herrn Bertrand kurz den Rücken und ging zur Tür. Bertrand folgte ihm mit einem heimtückischen Blick und pfiff leise durch die Zähne. „Wir werden schon sehen, wer wem imponiert", brummte er vor sich hin und warf sich gähnend der Gespräche, bei denen man ganz sicher weder belauscht noch beobachtet sein will, lassen sich bekanntlich nirgends so gut erledigen wie in einem fahrenden, geschlossenen Auto. Um das zu wissen, braucht man kein alter Praktiker zu sein wie Mr. Gallatin. Selbst einem Laien wie Dr. Alland hatte dieser Vorschlag eingeleuchtet, der ihm durch Bertrands Vermittlung gemacht worden war. Was konnte unauffälliger sein? Dr. Alland macht einen kleinen Autoausflug mit seiner Frau; irgendwo draußen auf der Landstraße begegnet er zwei Herren, die von ihm eigentlich ihm galt, sondern mehr der von Mr. im Wagen mitgenommen werden. Alland war sich sofort klar, daß diese zarte Rücksichtnahme nicht eigentlich ihm galt, sondern mehr der von Mr. Gallatin angestrebten Geschäftsverbindung, die ihrem Wesen nach nur völlig unsichtbar ihren eigentlichen Sinn und Zweck erfüllen konnte. Trotzdem hatte Alland diese Lösung sehr begrüßt. Wenn man schon mit diesen Menschen reden mußte — und das war nun einmal unvermeidlich —, dann immer noch besser so, als sie etwa in seinem Hause zu empfangen. Herr Monno-Gallatin hatte den Treffpunkt vorzüglich gewählt, gerade in einer Doppelkurve, die, durch lichten Wald führend, den Wagen nach beiden Richtungen der Straße jedem Blick entzog. Alland brauchte kaum anzuhalten. Gal- lo.tin wie Bertrand schienen sehr geübt, sich in einen fahrenden Wagen zu schwingen. Ein Mann vermißt. Seit Sonntag vormittag roirb der unverhei^tete, 36 Jahre alte Landwirt und Hausschlachter Georg Laux aus Holzheim (Kreis Gießen) ver- mißt. Der Mann hatte sich von seinem Heimatort auf den Weg nach Reiskirchen gemacht, um dort für seine Tätigkeit als Hausschlachter Darme abzuholen Er ist aber bisher in Reiskirchen nicht am gekommen und ebensowenig nach Hause zuruckgekehrt. Man hat auch bis jetzt keinerlei Anhaltspunkte über seinen Verbleib. Mitteilungen über den Vermißten werden an die Gendarmerie, oder die Bürgermeisterei seines Heimatortes erbeten. Gießener lvochenmarktpreise. * Gießen, 26. Jan. Auf dem heutigen Wochen- markt kosteten: D. f. Molkereibutter, % kg 1,57 Mk., f. Molkereibutter 1,52, Markenbutter 1,55 bis 1,60, Landbutter 1,42 Mk., Matte 20 bis 25 Pf., Käse das Stück 4 bis 10, Eier, deutsche, Klasse S 14, Klasse A 13, Klasse B 12, Klasse C IVA, Klasse D lOH, unge> zeichnete 10, Wirsing, % kg 8 bis 15, ^^.kraut 8 bis 10, Rotkraut 10 bis 12, gelbe Ruben 8 bis 10, rote Rüben 8 bis 10, Spinat 25 bis 30, Unterfo6i» rabi 6 bis 8, Grünkohl 12 bis 15, Rosenkohl 25 bis 30, Feldsalat 80 Pf. bis 1 Mk., Tomaten 60 Pf-, Zwiebeln 8 bis 10, Meerrettich 30 bis 60, Schwarzwurzeln 20 bis 30, Kartoffeln, % kg 5 Pf-, 5 kg 42 Pf., 50 kg 3,35 bis 3,55 Mk., Aepfel, kg 15 bis 20 Pf., Tafeläpfel 25 bis 35, Birnen 10 bis 25, Nüsse 40 bis 55, Hähne 1 bis 1,10 Mk., Suppenhühner 80 bis 90 Pf., Tauben, das Stück 50, Blumenkohl 30 bis 60, Endivien 5 bis 25, Lauch 5 bis 8, Sellerie 10 bis 30, Rettich 5 bis 15 Pf. diese in die bisherige Oberrealschule oder das jetzige Realgymnasium bringen. Der Lehrplan ist ab Ostern 1937 in beiden Gebäuden derselbe, und das Verlassen der einen Schule gibt dieselben Berechtigungen, wie das der anderen Schule. Der einzige Unterschied besteht darin, daß der gleiche Lehrst o f f in verschiedenen Gebäuden geboten wird. Mit Ostern 1937 ändert die bisherige Oberrealschule ihren Lehrplan und ihren Namen, nachdem sie am 28. April 1837 unter der Leitung des Reallchul- direktors Professor Dr. Braubach als Realschule ihre Pforten geöffnet und somit 100 Jahre bestanden hat. . Die durch den erwähnten Erlaß angeordnete Lehrplanänderung bringt in dem Weiterbestehen und Arbeiten der bisherigen Oberrealschule und des jetzigen Realgymnasiums keinerlei Veränderung. Neben den beiden Deutschen Oberschulen (bisher Oberrealschule und Realgymnasium) bleibt hier m Gießen das Gymnasium erhalten. Sein bisheriger Lehrplan wird nur bezüglich der ersten neuen Fremdsprache eine Aenderung erfahren. Die beiden alten Sprachen (Latein und Griechisch) bleiben nach dem bisherigen Lehrplan im großen und ganzen Abends als Letztes Chlorodont - dann erst ins Bett! erhalten. , ,, Neben diesen beiden Schulformen bleiben auch die Aufbauschulen für Knaben erhalten. Diese nimmt Schüler aus der Volksschule vom 12^.. Lebensjahr ab auf und führt sie in einem sechsjährigen Lehrgang zur Reifeprüfung. Die Gießen am nächsten gelegene Aufbauschule ist in Friedberg. Für die Eltern war bisher die Zeit vor Ostern eine Zeit der Sorgen und Qualen. Es galt eine Entscheidung zu treffen, die für das Leben des Kindes alles bedeuten konnte. Die Vielheit der Schulen machte die Wahl des Richtigen schwer. Jede Schule hatte als Erziehungsanstalt etwas Gutes. Und doch gab es bei dieser das und bei jener etwas anderes auszusetzen, weil keine Schule den Wünschen der Eltern und dem Verlangen des Kindes ganz entsprach. Der nationalsozialistische Staat, der den reinen Individualismus bekämpft, hat auch hier ganze Arbeit geleistet und das Schulwesen vereinfacht. Wir werden in Zukunft nur noch drei Arten höherer Schulen in Deutschland haben. Die Verfügung des Reichs- und Preußischen Ministers für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung vom 28. Dezember 1936 sagt, daß als Hauptform die Deutsche Oberschule zu gelten hat. Sie wird überall da vorhanden sein, wo wir heute Oberrealschulen oder Realgymnasien finden. Der Lehrplan der Deutschen Oberschule ist einheitlich ausgerichtet und fängt auf den genannten Oberschulen in Sexta mit Englisch, in Quarta mit Latein und in Untersekunda mit Französisch an. Da in Hessen und damit auch in Gießen weder die Oberrealschule, noch das Realgymnasium diesen neuen Forderungen entsprachen, bleibt keine dieser Schulen in ihrer bisherigen Art erhalten. Beide müssen einen inneren Umbau vornehmen und ihren Lehrplan nach dem Erlaß des Ministers umformen. Damit ist es vollkommen einerlei, ob die Eltern, die ihre I Kinder nicht auf das Gymnasium schicken wollen,' und Geselle zu gemeinsamer Arbeit zusammengefunden haben, um in ehrlichem Wettkampf um die Siegespalme zu kämpfen. Als erste Arbeit begann Eisenondulation und Wasserwelle, als zweite Arbeit Historische Frisur. Sämtliche Teilnehmer setzten ihr ganzes Können ein und zeigten sehr gute Arbeiten und Leistungen. Ein Beweis dafür, daß auch das Gießener Fri- feurhandwerk auf der Höhe ist, war die Tatsache, daß die Preisrichter bei der Bewertung keine leichte Arbeit hatten. Nach dem Spruch der Preisrichter gab der Obermeister die Resultate bekannt: Die Jnnungsmeister- schast errang Otto Wenninger mit 180 Punkten; 1. Preis Walter Wahl mit 175 Punkten, 2. Preis Willy Götz mit 173 Punkten, 3. Preis Gustav Thomas mit 164 Punkten; außerdem wurden noch Anerkennungsdiplome ausgegeben. Bei der Überreichung der Diplome dankte der Obermeister für die Beteiligung und für die vorzügliche Arbeit und richtete die Bitte an die preisgekrönten Berufskameraden, wie seither weiterzuarbeiten im Interesse des Berufes und des gesamten Nachwuchses. Aber auch an die übrigen Berufs- Sbein-D Aktien | hntfurt q. । LWi-nmö wobei die *n. Dagegen k Nächst SNuA Ä WU*'1 M 07,65) W’ "rä Sei M-Ich K s M M tzrK fameraben richtete er die Mahnung — ganz besonders an die Jungmeister — nicht abseits zu stehen, sondern mitzuarbeiten und jede Gelegenheit zu be- nutzen, um sich weiterzubilden^. Mit dem Sieg-Heil auf uGren Führer schloß Obermeister Götz die schon verlaufene Veranstal- tung. Jeder ging mit dem Gefühl nach Hause, hier Leistungsarbeit gesehen zu haben. stellen. Mitarbeit im Aufbauwerk der Frauen! In dieser Woche hat in Gießen und im ganzen Kreis Wetterau eine Werbung zum Eintritt in das Deutsche Frauenwerk eingesetzt. Die Ortsfrauenschaft entsendet ihre Blockfrauen, um jede Frau persönlich zu unterrichten, sie zu werben und zu gewinnen für die Mitarbeit in dem großen Aufbauwerk der Frauen. Mögen recht viele sich bereit- finden und die Aufgaben unserer Zeit erkennen! Schulung in her Lehrküche her NSV. Am Sonntag fand in der Lehrküche der NSV. eine Schulung der Abteilung Volkswirtschaft-Hauswirtschaft im Deutschen Frauenwerk statt Aus allen Gruppen der Frauenschaft im Kreis Wetterau waren über 100 Vertrauensfrauen der Abteilung gekommen, um neues Rüstzeug für erfolgreiche Weiterarbeit zu erhalten. Frau W r e d e begrüßte die Teilnehmerinnen und erklärte den Sinn dieser Schulung. Es gilt, die Aufgaben, die der neue Vierjahresplan den Frauen stellt, in die Tat umzusetzen. Die Anweisungen für die sparsame Wirtschaftsführung müssen von Frau zu Frau weitergegeben werden, nur so kann das Ziel: Ernährungsfretheit auf eignem Boden, erreicht werden. , , v. Den praktischen Teil der Schulung hatte die Gewerbelehrerin Fräulein Bechtolsheimer übernommen. Die Speisen, deren Zubereitung den Frauen gezeigt wurde und üix?r die sie Wr ihren Orten Kurzkurse halten sollen, waren diesmal zeitgemäße Eintopfgerichte und verschiedene Speisen aus weißem Käse oder Matte. Während die Gäste im geschmückten Eßsaal an langen, mit weißem Papier gedeckten Tischen saßen, herrschte in der Lehrküche selbst lebhafte Tätigkeit. Die Kreisabteilungsleiterin Frau M a t h y hatte alle Vorbereitungen getroffen. Galt es doch für den Eintopf alles zu richten, was die verschiedenen Kochoorschristen verlangten. Steckrüben und Kraut, Suppengrün und Zwiebel, alles stand sauber und gesondert in Schüsseln zur Verarbeitung bereit. Em Gang durch die blitzblanke Küche, vorbei an den Gas- und elektrischen Herden, an dem großen, neuen Glyzerinkessel, dem Stolz unserer Kuchenleiterin Frau Wagner, wobei die treuen Helferinnen erklärend und zeigend mitgiygen, gab den Frauen einen Einblick in die Tätigkeit der Abteilung. fuhr er fort: ,Man kann aber auch zum Beispiel ein kleines Morphiumrezept drauf schreiben. Spritzen ist beinah ebenso gut wie Saufen, und schließlich gibts auch sonst noch Abnehmer dafür. Er lachte immer lauter. Die Narben in seinem Gesicht liefen grellrot an. Ein wahrer Paroxismus der Unverschämtheit schien ihn erfaßt zu haben. Er mochte Allands finsteres Schweigen als Verlegenheit oder Ratlosigkeit deutschen. Denn jetzt setzte er gar noch mit einem schmierig-vertraulichen Grinsen hinzu: „Seien Sie kein Frosch, Doktorchen, unterschreiben Sie mir das Päckchen — blanko natürlich! Ist doch einfacher, als wenn man die Unterschrift erst durchpausen muß." Alland stand den Bruchteil einer Sekunde noch wie erstarrt, dann aber schoß ihm das Blut ins Gesicht, seine Hände ballten sich um die dicke Messingstange des Bettgestells, als wollte er sie zerbrechen. '„Das ist doch der Gipfel der Unverschämtheit", brach er aus. „Was unterstehen Sie sich eigentlich! Wenn ich nicht wüßte, daß Sie wieder einmal betrunken sind, würfe ich Sie eigenhändig sofort hinaus. Aber jetzt hab' ich genug. Bis morgen vormittag zehn Uhr verlaufen Sie die Klinik. Haben Sie mich verstanden, Herr Bertrand! Andernfalls..." Vom Landgraf-Ludwigs-Gymnasium wird uns geschrieben: „ In der Nr. 20 des „Gießener Anzeiger vom Montag, 25.1.1937, lesen wir in dem Bericht „Hundertjahrfeier des Realgymnasiums" folgendes: „Als künftige Hauptform wird das Realgymnasium feine seityerigen Klaffen nach dem alten Plan zur Hochschulreife führen." ... „Aehnlich wird bei Der Nebenform, dem Gymnasium, Griechisch 3ur zweiten Fremdsprache statt des seitherigen Französisch. Um Mißverständnissen im Leserkreise vorzubeu- gen, stellen wir hiermit richtig: 1. An Stelle aller höheren Knabenschulen, mit Ausnahme des Gymnasiums, tritt als Haupt- form die Deutsche Oberschule mit Englisch als erste und Latein als zweite Fremdsprache. Die einzige Anstalt, die in ihrer seitherigen Form erhalten bleibt, ist das Gymnasium mit Latein und Griechisch als Hauptsprachen, zu Denen von Quarta -b voraussichtlich an Stelle des Französischen Englisch tritt. Es ist also irreführend, wenn in Dem Bericht erklärt wirD, Daß Griechisch als zweite Fremd- fprache an Stelle von Französisch tritt. Wenn Das Gymnasium als Nebenform Der höheren Schulen bezeichnet mirD, so enthalt Das keineswegs ein Werturteil, fonDern beDeutet nur Die weniger häufig vorkommenDe Form Der höheren Schule. Es ist erfreulich, daß unser Gymnasium feiner mehr als 330jährigen Geschichte m feiner herigen Form unserer Stadt erhalten bleibt. qabunq für die Chemie mitbringt, soll gezeigt werden Datz er auch als Chemiker am Aufschwung unseres Vaterlandes teilnehmen und als Soldat Des Führers feine Pflicht tun kann. Wie man weiß, wurden für Die größeren Städte StuDentenhöchstziffern festgesetzt. Ist es nun so, Daß man an Großinstituten eine bessere Ausbildung erhält? Im Gegenteil, Denn nie kann Dort eine solche wirklich kameradschaftliche Verbundenheit zwischen Dozent und Student herrschen, wie in einer kleinen Universitätsstadt. Bezüglich all Dieser Dmge, roie auch Ausstattung Der Institute usw. Darf sich unsere Alma Mater Ludoviciana, Der Wirkungsort Des Chemiealtmeifters I. v. Liebig, bestimmt feDer Der hohen Schulen unseres VaterlanDes zur Seite „Was anDernfalls?" unterbrach ihn Bertrand, plötzlich merkwürdig wach geworden, in einem höhnisch-drohenden Ton. Ein Zug von haltloser Wildheit trat in sein Gesicht. „Was andernfalls ... Ich kann Ihnen bloß noch einmal sagen: Sehen Sie sich vor, Herr Doktor, sonst könnten Sie vielleicht noch allerhand Unnannehmlichkeiten erleben! Rauswerfen laß ich mich nicht. Mit Gewalt ist bei mir schon gar nichts zu.machen." Mit einmal klappte er wieder zusammen und verfiel in einen Ton weinerlicher Wut. „Ich bin ein schwerkranker Mann", ächzte er, Die HanD an Der Stirn, „unD Sie schnauzen einen hier an wie 'n Lausejungen, wenn man mal ’nen Scherz macht! Deswegen können Sie mich noch lange nicht vor Die Tür setzen ... Ueberhaupt —" Herrn Bertrand schien ein neuer Gedanke gekommen zu fein. Er machte eine rhetorische Pause und grinste verschlagen. „Ueberhaupt wäre Das sehr ungeschickt van Ihnen, wo doch Ihr alter Gönner Mister Gallatin mich nächster Tage hier besuchen will." Er streifte Alland Am Nachmittag wurde Die Zubereitung einzelner Quarkspeisen gezeigt. Auf langer Tafel standen Die appetitlichen Schaugerichte. UeberraschenD war Die Vielfältigkeit Der Speisen. Nachdem Das Praktische erledigt war, wurden noch wirtschaftliche Tages- fragen durchgesprochen, wobei von allen Seiten manche Anregung erfolgte. So hatte Der Tag in Gießen alle Erwartungen erfüllt, und Die Frauen kehrten an ihre Arbeitsstätte zurück, um weiter zu wirken zum Wohl Des Volksganzen. K- Meisterschastsfrisieren der Friseurinnung Gießen. Man berichtet uns: Am Donnerstag, 21. Januar, hielt die Friseurinnung in ihrem Jnnungsheim (11. e.) das Frisieren um die Jnnungsmelsterschasl 1936/37 ab. Als Ausgaben waren gestellt: Elsen- ondulation, Wasserwelle und Historische Frisur. Obermeister Götz begrüßte die in großer Zahl erschienenen Berufskameraden — Meister, Gesellen und Lehrlinge — und wies in kurzen, einleitenden Worten auf Die BeDeutung Des AbenDs hin. Er gab feiner Freude darüber Ausdruck, Daß sich Meister &s,Ä jSL-Ä w >"“ii * sKs sind flusna St«*1' ^Sch°lEd-r #"■ canhl Ä ’'X«n%eiatl! Deiche Gnm <*bCrTa LSS üÄ"nddi-A dxit aufforterte. E liier Md* K Zukunft"- Tme U und Mundhar jjüiifen und begleit die Zuhörerschaft fe spiel „Die Hulda fc jirfus" mit allerlei ben vom „Sport 1 ■ schauerdrama von ’ ' bargeboten von Spielleitung von 1 den bis zuletzt. D Darbietungen auf auf der Einladun T Lollar, 2 Leiter der hiesigen ren Ort, um nad) Lehrer an einer be. wo er jetjt wieder e. genommen hat, iik v. September 193' h Bor seiner 21 auch seiner Rück! foMe an der ki! u früheren 3c Bieber in der W Schülern Wrühstück v 'Collar, 23. I cWMgenen K a i die Kriei J'n Wäuserbund^ «Zum Schwanen ** Gesangverein „Heiterkeit", Gießen. Man berichtet uns: Bei sehr guter Beteili« gung Der aktiven unD passiven MitglieDer hielt am SamstagabenD im Hotel Kobel Der Gesangverein „Heiterkeit" seine Jahres-Hauptversammlung ab. Vereinsführer A. Uhrhan gab in fernem Geschäftsbericht einen Ueberblick über Das verflossene Jahr, Der ein Beweis Dafür war, Daß Diese Gemeinschaft begeisterter FreunDe Deutschen LieDgutes mit Befriedigung auf Das 58. Jahr ihrer Zufam- mengehörigkeit zurückblicken kann. Ein wohlgelungenes, sehr gut besuchtes Konzert, Mitwirkung bet vielen kulturellen Veranstaltungen neben Der Pflege des Liedes innerhalb des Vereins sichern ihm einen wertvollen Platz unter Den Kulturträgern Des gesellschaftlichen Lebens unserer StaDt. Der Vereins- führerrat hat im vergangenen Jahr Die vielfältigen Aufgaben zur Zufriedenheit aller MitglieDer gelost. Dank und Bestätigung in den ihm anvertrauten Aemtern brachte diese Zufriedenheit zum Ausdruck. Die Mitwirkung des Vereins ist bis jetzt vorgesehen bei einem Heimatabend des Landschaftsbundes Volkstum und Heimat, eine Verpflichtung beim Reichssender Frankfurt, Unterstützung des Winter- Hilfswerkes durch öffentliches Singen am Eintopf- fonntag im März, Teilnahme am Wertungssingen des Sängerkreises Gießen und ein Herbstkonzert. Frohe Lieder gaben Den anschliehenDen Stunden kameradschaftlichen Zusammenseins ihre besondere Note. Die Industrie- und Handelskammer Gießen gibt Auskunft- 55: Nachnahmen mit Wareninhalt nach Frankreich und Algerien. — 56: Drucksachen zu ermäßigter Gebühr nach Jugoslawien. — 57: Ergänzende Bestimmungen über die Zeichnung von Teilschuldverschreibungen zu Lasten von Sperrguthaben, sowie über Den Umtausch von Schuldver- schreibungen. — 58: Fahrpreisermäßigungen unD SonDerzüge für Den innerdeutschen Fern- unD Nahverkehr zur kommenden Leipziger Frühjahrsmesse. — 59: Erhöhte Bewilligungen für Die rumänische Einfuhr im ersten Vierteljahr 1937. — 60: Neuregelung Der Zuteilung von Einfuhrgenehmigungen AllanDs steinern strenge Miene schien Den Patienten plötzlich unerträglich zu reizen. Seine glasig schwimmenden Augen bekamen einen Ausdruck wütender Gehässigkeit. Mit einem bösartigen Kichern Das fremde Gesicht. Vornan von Laren. 26. Fortsetzung. (NachDruck verboten!) „Nein, ausgegangen sinD Sie nicht", nickte Alland noch immer kuhl-freundlich, „aber Sie haben Mittel und Wege gefunden, sich auch so Alkohol zu verschaffen. Sie werden verstehen, daß ich keine Lust habe, mir mein Personal durch Sie verderben zu lassen. Ich habe es Ihnen ja außerdem schon einmal gesagt: Wenn Sie meine Anordnungen nicht befolgen, muß ich Sie bitten, die Klinik zu verlassen — und zwar möglichst bald", setzte Alland nach einer kleinen Pause in unvermutet energischem Ton hinzu. v - Bertrand schien plötzlich munter zu werden. Er richtete sich langsam auf und blinzelte von unten Dem Arzt ins Gesicht, Der, noch immer stehend, sich leicht über Das Fußende Des Bettes beugte. „Meinen Sie Das im Ernst?" fragte er mit einem lauernDen Lächeln. AllanD nickte beftätigenD. „Ick pflege mit meinen Patienten nicht in solcher Weise zu scherzen, Herr Bertrand", entgegnete er vollkommen ruhig, „aber wenn Ihnen das noch nicht genügen sollte ..." Der Arzt zog plötzlich Den Rezeptblock aus Der Tasche, unD seine Frage kam wie aus her Pistole abgeschossen: „Wozu haben Sie Diese Formulare gestohlen unD in Ihrem Bett versteckt?" Bertrand war so verblüfft und verlegen, daß er zunächst kein Wort hervorbrachte. Aber gleich hatte er sich wieder gefaßt. Er lachte dem Arzt frech ins Gesicht, als ob es sich Da um einen ganz kapitalen Spaß hanDelte. „Gestohlen — gestohlen!" krächzte er vergnügt. „Ich hab' mir ben Block eben mal mitgenommen — bloß so zum Hausgebrauch, als kleines Anhenken. Sinh Doch sehr praktisch, man kann Die Dinger als Notizzettel benützen." AllanD hatte Den kleinen Spiegel an Der Windschutzscheibe so gestellt, Daß er Die beiDen Personen im Rücksitz beobachten konnte. Er fühlte sich, wie stets in entscheiDenhen Momenten, plötzlich völlig kühl unD klar. Alle Beängstigung unD Auflegung Der letzten Tage, Dies unablässige Umhertappen in einem Labyrinth, aus Dem es keinen Ausweg gab — all Das war vorbei. Er war ganz ruhig, und während er Den Wagen in mäßigem Tempo Die schnurgeraDe Chaussee entlanglaufen ließ, legte er einmal verstohlen, mit leichtem, beruhigenDem Druck, Die rechte Hand auf Evelyns Linke, Die er unter feiner Berührung zucken fühlte. Nur jetzt die Nerven nicht verlieren. Es galt die äußerste Kaltblütigkeit zu bewahren und Dem Gegner nicht Die geringste Bloße zu bieten. Vielleicht gab es Dann Doch noch irgenDeine Rettung, irgenDeine über« reichende Wendung, Die alles zum Guten führte ... „Ein hübscher Wagen, Herr Doktor", hörte er plötzlich hinter sich die kühle Stimme des Herrn Gallatin. „Sie höben sich, wie ich zu meiner Freude sehe, brillant herausgemacht in Diesen paar Jahren, seit Sie mich Damals operiert haben. Kein WunDer freilich — ein so vorzüglicher Arzt ..." Er machte eine Pause und fuhr dann, da von Alland keine Antwort kam, in einem etwas geschäftlicheren Tone fort: „Ich weiß nicht, ob Ihre Frau Gemahlin Sie inzwischen schon genügend über meine Vorschläge orientiert hat ..." Er machte wieder eine abwartende Pause, ab*r Alland hielt es für Das beste, zunächst völliges Schweigen zu bewahren und vor allem Den anDern reDen zu lassen, was Gallatin auch mit Der größten Bereitwilligkeit zu tun schien. Er bemühte sich Dabei offensichtlich, einen weltmännischen Ton anzuschlagen: „Frauen haben manchmal gewisse Vorurteile — Pardon, Gnädigste, Das soll weiter kein Vorwurf sein." Gallatin lachte kurz auf. „Aber ich habe manchmal behauert, Daß ich mich nicht gleich von Anfang an direkt an Sie, Herr Doktor, gewanDt habe. Es wäre Dann vermutlich alles viel einfacher gewesen — und fruchtbarer für alle Beteiligten. Der gerahe Weg ist im GrunDe Doch immer der beste, wenigstens unter Männern." Es klang vollkommen ernsthaft, und gerade deshalb konnte Alland ein spöttisches Auflachen nicht unterdrücken. (Fortsetzung folgt!) V Willi ^e,ri)eirQleti Ä °et. ht^tort k/s «I« iurü . " -Malt "ub-rd.'. Ln°^ * Ile. *?en Wochen, k& w X, n? 1)15 1,60 ^-Kase, da; ) 0?*A ~ AX?- unqe> 5h’ 8‘ibtrauf 0 it8?'510‘ 0'.Unterkohl, enkohl 25 bis 'aten 60 Pf «Ä« Suppen« J Blumen, auch 5 bis 8, teit", Tie., guter Leteili. - >eder hielt Qm Gesangverein < Mmlung ab. n seinem Ge. Jus verflossene [ daß diese Sechen Liedgutes! .ihrer Zusam- f :’n wohlgelun- Nitwirkung bei ■ben der Pflege ■ Hern ihm einen i räqern des ge- • 2er Vereins» die vielfältigen titglieber gelöst, n anvertrauten zum Ausdruck, >is jetzt oorge- indschaftsbundes pslichtung beim ng des Winten ’n am Eintopf- Wertungssingen i Herbstkonzert. ! ,enben Stunden 1 ihre bejonbeu net Gießen t Wnremn^alt iß-, DruS^achen : lamien. — 57: i Zeichnung von von Sperrgut- von Schuldoer- näßigungen und Fern- und Ad' Frühjahrsmesse. • die rumänische 7. - 60: Neu- irgenehmigungen sUWind- ; beiden Personen fühlte sich, wir plötzlich völlig 'und Aufregung Umhertappen in en Ausweg g°° ganz ruhig, um gern Tempo d .n ließ, legte « uhigendem Druck, ;fe, die er unter :ur jetzt die Nel' t äußerste Kan Gegner nicht d>e gab es daN" irgenbeine. * Guten führte iDttor", h°^ imme des Ö •■hs jpSS^ M anbern d "'M d°d° w* n Y» rfin imm-r Oberyeffen. Oer Laubacher Voranschlag für 1937 Laubach, 25. Jan. In der jüngsten Sitzung -er Rats Herr en unter dem Vorsitz des Bürger- ineisters Högy wurde der Voranschlag für den Haushaltsplan 1937 der Stadt Laubach, der in Einnahmen und Ausgaben mit je 154 326 RM. (1936: 144 742 RM.) abschließt, erledigt. Die Umlagen stellen sich, wie im Vorjahre, auf 15 OOO RM. Auch die Bürger- und Biersteuersätze sind die gleichen geblieben. Reichslustschutzbund Busecker und Lumdatal. Um immer weitere Kreise der Bevölkerung mit den Fragen und Aufgaben des Luftschutzes vertraut zu machen, wird im Bereiche der Ortsgruppe des Reichslustschutzbundes Busecker und Lumdatal die Schulung energisch fortgesetzt. Zunächst werden die Luftschutzhauswarte geschult. In den Monaten November und Dezember wurden Kurse in Alten- Äuseck, Staufenberg, Lollar, Ruttershausen, Mainzlar und Treis durchgeführt. Nunmehr laufen Kurse in Allendorf, Londorf, Kesselbach, Rüddingshausen und Geilshausen. Die Luftschutzhauswarte von Climbach nehmen an den Kursen in Allendorf teil, diejenigen von Odenhausen a. d. Lda. in Kesselbach. Die Kurse sind ausnahmslos recht gut besucht. Da die Frauen und Mädchen in Kriegszeiten die Män- mer weitgehend ersetzen müssen, sind auch sie zur Schulung herangezogen worden, und es kann gesagt werden, daß sie sich mit Geschick ihrer Auf- ' gäbe widmen. Die Kurse erstrecken sick auf einen Zeitraum von vier Wochen. Den Abschluß bildet jeweils eine Hausübung. Für Februar und März ist die Schulung der Orte des Busecker Tales vorgesehen. Landkreis Gießen. X Wieseck, 23. Jan. Das Fähnlein 24/116 Scharnhorst hatte für gestern zu einem Volks- gemeinfchaftsabend in den großen Saal von Braun eingeladen. Seinem Trommelruf war -eine zahlreiche Gemeinde gefolgt, die den Saal bis zum letzten Platz füllte. Nach einem Lied des Jungvolks, begleitet von der Landsknechtstrommel hielt Jungbannführer T a e s l e r eine Ansprache, die den Dienst der Hitlerjugend an unserem Volk beleuchtete, das Gesetz vom 1. Dezember in seinen Absichten erläuterte und die Eltern zur verständnisvollen Mitarbeit aufforderte. Er betonte weiter die Notwendigkeit der Beschaffung von Heimen für die „Garanten der Zukunft". Eine „Bordkapelle", bestehend aus Zieh- und Mundharmonika und Trammel, füllte die Pausen und begleitete die Lieder, die mitzulernen die Zuhörerschaft fehr willig war. Einem Schattenspiel „Die Hulda" folgte ein wohlgelungener „Lager- .zirkus" mit allerlei Kurzweil. Nach erfreulichen Proben vom „Sport der Pimpfe" fesselte ein Ritterschauerdrama von Martin Luserke „Blut und Liebe", dargeboten von Gießener Kameraden unter der Spielleitung von Günter Winkel, die Anwesenden bis zuletzt. Mit lebhaftem Beifall wurden alle Darbietungen ausgenommen und die Aufforderung auf der Einladung „Lache mit uns!" befolgt. T Lollar, 24. Jan. Dieser Tage verließ der Leiter der hiesigen Schule, Rektor Brasch, unseren Ort, um nach Chile, wo er schon früher als Lehrer an einer deutschen Auslandsschule war und wo er jetzt wieder eine Lehrerstelle in Santiago angenommen hat, überzusiedeln. Lehrer Brasch war feit September 1935 an der hiesigen Volksschule tätig. Vor seiner Anstellung in Lollar verwaltete er nach seiner Rückkehr aus Chile kurze Zeit eine Lehrerstelle an der Pestalozzischule in Gießen. — Wie in früheren Jahren, so wird auch in diesem Jahre wieder in der hiesigen Schule 7 5 bedürftigen Schülern jeden Morgen ein warmes Milchfrüh stück verabreicht. * Lollar, 23. Jan. Einen in jeder Beziehung wohlgelungenen Kameradschaftsabend veranstaltete die Kriegerkameradschaft Lollar (Kyffhäuserbund) am Samstagabend im Gasthaus „Zum Schwanen". Kameradschaftsführer T a u- b e r t begrüßte die zahlreich erschienen Kameraden und Gäste, besonders den Kreisverbandsführer Dr. Monnard und seine engeren Mitarbeiter. In seinen weiteren Ausführungen erinnerte der Redner an die Reichsgründung durch den Eisernen Kanzler und an den 30. Januar, an dem Hindenburg die Geschicke des Reiches in die Hand des Füyrers legte, mit dessen Einzug in der Wilhelmstraße der wunderbare Wiederaufstieg unseres Vaterlandes begann. Der Führer habe uns die Ehre wiedergegeben, und für die alten Frontkämpfer fei es eine besondere Freude, daß Deutschlands Jugend heute wieder im feldgrauen Ehrenkleid marschieren dürfe. Kreisverbandsführer Dr. Monnard betonte, daß er gerne der Einladung nach Lollar gefolgt fei. Wenn die Kameraden diesen festlichen Abend begehen könnten, so sei dies nur einem Manne zu verdanken, Adolf Hitler. Wir sehen das einzige Land in Europa, in dem Ruhe und Frieden herrsche. Er freue sich, an der Spitze einer Organisation zu stehen, in der mustergültige Disziplin und echter Kameradschaftsgeist herrsche. Dem Kameradschaftsführer und seinem Beirat gebühre besonderer Dank für den schön ausgeftalteten Abend. Mit dem Wunsche, daß auch die hiesige Kameradschaft bestrebt sein möge, den Weg zu gehen, den der Führer uns gewiesen habe, schloß der Kreisverbandsführer seine Ansprache. In bunter Folge rollte dann ein geschickt aufgezogenes und abwechslungsreiches Programm ab, in dessen Mittelpunkt ein Theaterstück stand. Den musikalischen Teil des Abends bestritt die Kapelle Mai. Tanz beschloß den schön verlaufenen Abend. <£ Großen-Buseck, 26. Jan. Heute begeht Herr Balthasar Hahn in geistiger und körperlicher Frische seinen 8 5. Geburtstag. 45 Jahre war er in der oberhessischen Bahn-Nebenwerkstatt zu Gießen als Bohrer beschäftigt. Dann trat er in den Ruhestand. Im Dorfe erfreut sich der Hochbetagte allgemeiner Beliebtheit. Stets macht er noch feinen Spaziergang in das Feld. An allen Geschehnissen der Gegenwart nimmt er noch regen Anteil. A Garbenteich, 24. Jan. Am Freitagabend hielt die Geflügelzuchtberaterin Frl. Lanz von der Landwirtschaftsfchule und Wirtschaftsberatungsstelle Gießen hier einen Filmvortrag über Neuzeitliche bäuerliche Hühnerhaltung". Der Vortrag war von den Bäuerinnen gut besucht, auch der BDM. des Dorfes nahm teil. Mit viel Interesse folgten die Zuhörerinnen den Ausführungen der Rednerin. Mit einer regen Aussprache wurde die Versammlung geschlossen. * L i ch , 24. Jan. Am vergangenen Samstag hielt die S ä n g e r d e r e i n i g u n g „C ä c i l i a" im Parkhotel ihre diesjährige Generalversammlung ab. Nach dem Sängergruß dankte der Vorsitzende Jak. U r h a n allen Sängern für ihr Erscheinen und erteilte dem Chronisten Jul. Klein das Wort zur Erstattung des Jahresberichtes, der die Anerkennung aller Anwesenden fand. Aus dem folgenden Bericht des Rechners O. Wahl war zu entnehmen, daß der Verein mit Zuversicht in fein hundertstes Jahr eintreten kann. Für fleißigen Singstundenbesuch konnten die Sangesbrüder Fr. H ä u s e r, K. W i l l, Hch. Pies und K. A l b a ch besonders geehrt werden, hatten sie doch in den letzten vier bzw. fünf Jahren fast keine Singstunde versäumt? Für einjährigen fleißigen Besuch erhielten die Sangesbrüder H. Barz, Joh. Dietrich, Alb. Wiedemann und Fr. Lechens die Ehrennadel. Mögen diese Vereinsmitglieder allen anderen als Vorbild dienen! Im Laufe der Versammlung teilte der seitherige Vorsitzende mit, daß es ihm aus beruflichen Gründen nicht mehr möglich fei, fein Amt weiterzuführen, und er schlug deshalb Sangesbruder K. L o tz zu seinem Nachfolger vor. Einstimmig wurde dieser Vorschlag angenommen. Der neue Vorsitzende dankte in kurzen Worten allen für das ihm entgegengebrachte Vertrauen und versprach, sein Amt im Sinne des ihm vom DSB. gesteckten Zieles zum Wohle von Volk und Vaterland auszuüben. Nach Erledigung verschiedener Punkte und einem Blick auf das im nächsten Jahr stattsindende 100- jährige Stiftungsfest konnte die in allen Punkten erfreulich verlaufene Versammlung in der üblichen Meise geschlossen werden. Ml irtschast. Rhein-Mainische Börse. Aktien still, Renten fest. Frankfurt a. M., 25. Jan. Die Börse lag an den Aktienmärkten weiterhin ausgesprochen still, wobei die Kurse überwiegend etwas abbröckelten. Dagegen zeigte sich seitens der Kundschaft unverminderte Nachfrage an den Rentenmärk - ten, so daß hier bei lebhaften Umsätzen weitere Kurserhöhungen zu verzeichnen waren, insbesondere für Goldpfandbriefe. Don Aktien waren etwas stärker ermäßigt Deutsche Erdöl mit 145,25 (147,50), Gesfürel mit 146,50 (148) und Licht und Kraft mit 150 (151), im übrigen betrugen die Rückgänge Bruchteile eines Prozentes. Von Montanaktien notierten Hoefch uno. 118, Verein Stahl 117,65 (117,75), Mannesmann 118.13 (118,75). IG.-Farben gingen auf 167,65 (168) zurück. Von Elektrowerten lagen außer Aeffürel und Lichtkraft Schuckert, Siemens und NWE. bis 0,75 v. H. niedriger. Leicht befestigt waren Schiffahrtsaktien, Hapag 17,50 (17), Nordd. Lloyd 17,90 (17,65), auch Reichsbank gewannen 0-50 v. H. und Deutscher Eisenhandel 0,75 v. H. sowie Moenus Maschinen 1 v. H. mit 104. AG. für Verkehrswesen verloren 0,40 v. H., Westdeutsche Kaufhof und Zellstoff Waldhof blieben voll behauptet. Am variablen Rentenmarkt erhöhten sich Reichsaltbefitz auf 119,40 (119), Städte-Altbefitz auf 118 bis 118,50, Zinsvergütungsscheine auf 95,20 (95,13), Kommunal-Umschuldung blieben mit 90,90 unverändert. 3m Verlaufe ergaben sich am Aktienmarkt T. bemerkenswerte Erholungen, das Geschäft hielt sich aber in engsten Grenzen. IG. Farben 168,50 nach 167,65, Siemens 201 nach 199,25, Deutsche Erdöl 146,50 nach 145,25, Gesfürel 149 uach 146,50. Von später notierten Werten verloren 3unghans 1,50 v. H. auf 123, sonst hielten sich die Abweichungen bei 0,25 bis 0,50 v. H. nach beiden Seiten. Hanfwerke Füssen nach Pause 93,50 (92,50). Von Großbankaktien Commerz 112,25 (111,75). _3m Freiverkehr schwächten sich Wayß & Freytag auf 129 bis 131 (130,50 bis 132,50) und Adlerwerke auf 101,50 (102) ab; Ufa 66 (66,25). — Tagesgeld unverändert 2,50 v. H. Abendbörse gut behauptet. Die Abendbörse nahm trotz des fehr kleinen Ge- jchäftsumfanges an den Aktienmärkten im Anschluß an beh Mittagsschlußverkehr einen freundlichen Verlauf, wenn auch Sonderbewegungen aus- blieben. Die Kurse erwiesen sich gegen den Berliner Schluß als voll behauptet. Einiges Interesse erhielt sich nach einzelnen Elektropapieren, von denen Gesfürel auf Dividendenhoffnungen weiter anstiegen auf 149,75 (149), auch Schuckert und Licht & Kraft gewannen je 0,50 v. H. auf 163 bzw. 150,50. Etwas höher lagen ferner AG. für Verkehrswesen mit 126,25 (125,50). IG Farben notierten uno. 168,50, auch Bergwerkswerte lagen unverändert und sehr still. Von Großbankaktien Commerzbank weiter erhöht auf 112,50 (112,25), von Jndustriepapieren Haid & Neu 34 (32,50). Am Rentenmarkt bewegte sich das Geschäft in engen Grenzen. Von Stadtanleihen gewannen Mainzer 0,25 v.H. auf 94,75, 7 v.H. Frankfurter kamen nach Pause mit 97 (96) wieder zur Notiz. Von Auslandsrenten zogen 5 v. H. innere Mexikaner auf 8,75 (8.50) und 1902er Bosnier auf 3,60 (3,50) an. Im Freiverkehr wurden Oefterr.-Ungar. Bankp)andbriefe mit 3,80 und 3,85 umgesetzt. U. a. notierten: 6 v. H. IG. Farben 132,50, 6v. H. Krupp 102, Reichsbahn-Vorzugsaktien 125,90, 7 v.H. Frankfurt von 1926 97, 4,5 v.H. Mainz von 1926 und 1928 94,75, 5 v. H. innere Mexikaner 8.75, 1902er Bosnier 3,60. Commerzbank 112,50, DD.-Bank 116, Dresdner Bank 107.75, Buderus 120, Harvener 152, Ilse Genuß 148, Mannesmann 118,13, Rheinstahl 151, Verein. Stahl 118, AEG. 39.40, BMW. 140,50, Bemberq 109,50, Deutsche Erdöl 147, Scheideanstalt 264,50, Deutsche Linoleum 168, Licht 6r Kraft 150.50, Eßlinger Maschi- neu 105,50, IG. Farben 16850, Gesfürel 149,75, Tolzmann 139.50, Muag 139,25, Schuckert 163, Südd. Zucker 203, AG. für Verkehr 126,25, Haid 8z Neu 34. Frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. M., 25. Jan. Die Brotgetreideverladungen, deren Umfang in Hessen-Nassau stetig geblieben ist, gehen meist unmittelbar an die Mühlen, so daß das Angebot kaum mehr den Großmarkt berührt. Gerste und Hafer find geschäftslos. Weizenmehl wird vom Handel lebhaft gefragt, Roggenmehl wird noch für die frachtgünftigen Gebiete unseres Bezirkes genügend angeboten. Es notierten (Getreide je Tonne, alles übrige je 100 Kilogramm) in RM.: Weizen W 13 211, W 16 214, W 19 218, W20 220, Roggen R12 174, R 15 177, R18 181, R19 183 Großhandelspreise der Mühlen der genannten Preisgebiete. Futtergerste Futterhafer —. Weizenmehl W 13 29,05, W 16 29,15, W 19 29,15, W20 29,50, Roggenmehl R12 22,45, R 15 22,80, R18 23,30, R19 23,50 plus 0,50 RM. Frachtausgleich. Weizenfuttermehl 13,60. Weizenkleie W13 10,75, W16 10,90, W19 11,10, W20 11,20. Roggenkleie R 12 9,95, R15 10,15, R18 10,40, R19 10,50 Mühlenfestpreife ab Mühlenstation. Soyaschrot —, Palmkuchen —, Erdnuß- kuchen —, Treber 14,00 Höchstpreis ab Erzeuger- Station, Trockenschnitzel —, Heu 5,00 bis 5,50, do. drahtgepreßt 5,40 bis 5,90, Weizen- und Roggen- stroh drahtgepreßt Ober gebündelt 2,40. Tendenz: ruhig. Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 25. Jan. Auftrieb: Rinder 1153 (gegen 993 am letzten Montagsmarkt), darunter 194 (196) Ochsen, 132 (134) Bullen, 618 (494) Kühe, 209 (169) Färsen. Kälber 571 (514), Hämmel und Schafe 100 (112), Schweine 3748 (3676). Notiert wurden je 50 Kilogramm Lebendgewicht in Mark: Ochsen: a) 43 bis 45 (am 18. Jan. 43 bis 45), b) 41 (39 bis 41), c) 36 (36). Bullen a) 40 bis 43 (41 bis 43), b) 38 bis 39 (38), c) 34 (34). Kühe a) 41 bis 43 (41 bis 43), b) 36 bis 39 (36 bis 39), c) 27 bis 33 (30 bis 33), d) 18 bis 25 (19 bis 25). Färsen a) 42 bis 44 (44), b) 40 (40), c) 32 bis 35 (35). Kälber a) 60 bis 65 (58 bis 65), b) 45 bis 55 (41 bis 55), c) 40 (40), d) 30 bis 40 (38 bis 40). Hämmel b2) 45 bis 48 (46 bis 48), c) 42 (—). Schafe nicht notiert (—). Schweine a) 52,50 (52,50), bl) 52,50 (52,50), b2) 52,50 (52,50), c) 51,50 (51,50), d) 48,50 (48,50). Sauen gl) 52,50 (52,50), g2) 50,50 (50,50). Marktverlauf: Rinder und Schweine wurden zugeteilt. Kälber, Hämmel und Schafe mittelmäßig, ausverkauft. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 4 v. H., Lombardzinsfuß 5 v. H. Frankfurt a. M. Berlin Schluß- kurs Schlußk. Abend- bür,e Schluß» kurs Schluß! Mittag- börse Damm 23-1 25 I 23 1 25 1 5% Deutsche Reichsanleihe v. 1927 101,13 101,25 101,13 101,25 4% Deutsche Reichsanl. von 1934 98,4 98,4 98,4 98,4 5,/z% Doung-Anleihe von 1930 .. 102,75 102,75 102,9 102,5 4*/2% Hessische Volksstaat von 1929 99,25 99,5 99,25 99,5 4y2% Deutsche Reichspostschatz von 1934 I...................... 100 100 100,2 100,2 4Vi% Deutsche Reichsbahnschatz von 1936 I.................. 98,5 98,5 98,5 98 5 Reichsanleihe-Altbesitz.......... 119 119,4 119,13 119,5 Oberhessen Provinz-Anleihe mit Auslos.-Rechten.............. 131 131 _ .— 4Vi% Hess. Landesbk. Darmstadt Goldpse. R. 12.............. 97,5 97,75 _ 97,75 6/2% Hess. Landes-Hyp.-Bank Liqu. Goldpse............... 101,5 101,13 — _ 4y2% Preus;. Landespfdbr.-Anst. Goldpse. R. 19.............. — _ 97,5 97,5 4y2% Preuß. Gold-Komm. R. 20 95 95 95 95 4/1% Darmstädter Komm.-Lan- desbank R. 6................ 94,5 94,75 _ Deutsche Komm.-Sammel-Anlethe Auslos.-Rechte I.............. 125,75 126,25 126 127 4y2% Franks. Hhp. Goldpse. R. 15 97,25 98 97,25 97,75 4*4% Franks. Hhp. Gold-Komm. Obl. 2 3.................... 95,5 95,75 — _ 5'/2% Franks. Hhp. Liquidation Goldpse..................... 101,5 101,4 _ _ 5y2% Rheinische Hhp. Liquidation Goldpse..................... 101,9 101,75 _ 101,65 Steuergutichein-Verrechnungskurs 110,25 110,25 110,3 110,3 5% Goldmexikaner von 1899 .... 8,75 9 8,75 9 4% Lesterreichische Goldrente.... 14,75 —— 15 15 4,2% Oesterreichische Silberrente. — — 1,4 1,4 4>/r Ungarn Staats von 1913 .... 5,4 5,4 5,4 5,4 4% Ungarische Goldrente....... 6,35 6,25 6,5 6,35 4% Ungarische Staatsrente v. 1910 — — 5,2 5,2 5% Rumänen von 1903......... —— •— 6,5 6,6 4/2% Rumänen Gold von 1913.. 9,45 9,45 9,6 9,6 4% Einheits-Rumänen......... — 5,4 5,35 5,3 4% Türken Bagdad I........... — — — —— 4% Türken Bagdad 11.......... — — — — 2*4% I. Anatolier.............. 19,75 19,75 19,75 19,75 A.G. für Verkehrswesen......6 126 126,25 125,5 125,5 Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0 — — 42 42,4 Hamburg-Amerika Paket......0 17 17,5 17,25 17,4 Norddeutscher Llohd..........0 17,65 17,65 17,75 17,65 Deutsche Reichsbahn Vorz.-Akt. 7 126 125,9 125,75 125,9 Reichsbanl................. 12 188,5 188,25 188 187,75 Berliner Handelsgesellschaft ... 6 — — 127,75 128,25 Commerz- und Privat-Bank ... 4 111,75 112,5 111,75 112,25 Deutsche Diskonto............4 116 116 116 116 Dresdner Bank..............4 107,5 107,75 107,5 107,75 Frankfurt a. M. Berlin Schlußkurs Schluß!. Abend börse Schluß, kurs Schluß!. Mittag» börse Damm 23.1 25 1 23J 25 1 Accumulatoren-Fabrik...... . 12 _ _ _ 203 AKU-Äunftfeibe........... .. 0 52,75 52,75 52,75 52,75 Aschaffenburg Zellstoff...... .. 3 136,25 135,5 136 136 Bemberg................. .. 0 110 109.5 110,5 109 Bekula................... .. 8 166,25 166,25 166,5 166,5 Buderus Eisen............. .. 4 120,5 120 120 120 Cement Heidelberg......... .. 7 161,25 161,5 — —— Cenient Karlstadt.......... .. 6 — — — —— Chade A.-C................ .. 9 227 227 227 227 Conti Gummi............. . 11 170 172 170 171,5 Daimler Motoren.......... .. 5 125 124,75 125,25 125,5 Dessauer Gas............. .. 4 — — 116,25 119,5 Deutsche Erdöl............ .. 5 147,5 147 147,13 147 Deutsche Gold- und Silber .. .. 9 264,13 264,5 — — Deutsche Linoleum......... . 10 — 168 167,13 168 Elektrische Lieferungen...... .. 6 136,25 135,9 136 135 Elektrische Licht und Kraft... .. 7 152 150,5 151 150 I. G. Farben-Jndustrie..... .. 7 168,25 168,5 167,65 140,75 168,5 Felten & Guilleaume....... .. 6 139,5 140 140 Gesfürel.................. .. 6 146 149,75 147,75 149 Th. Goldschmidt........... .. 5 129,65 129 128,75 128,9 Gritzner Maschinen......... .. 0 36 38.9 — 39,25 Harpener ................. 214 151,5 152 153 151,5 Hoefch Eisen............... 314 118 118,5 118 118 Philipp Holzmann......... .. 6 138,75 139,5 139,5 139,5 Ilse Bergbau.............. .. 6 — — —— 177 Ilse Genüsse.............. .. 6 149 148 149 148,5 Kali Aschersleben.......... .. 5 132,25 131,5 132,75 131,5 Klöcknerwerke ............. 414 125.75 126,25 125.75 126,75 Kokswerke und Chemische Fabrik 6 — 143 143,25 Lahmeyer................ .. 6 124,75 124,5 124 124,75 Mainkraft................. .. 4 93,75 94 —— —— Mannesmann............. .. 3 118,13 118,13 118,13 118 Mansfelder Bergbau....... 6'4 — 159 156,75 159 Metallgeselljchaft........... .. 5 154 154 152 153,25 Orenstein & Koppel........ .. 0 — — 91,75 92 Rheinische Braunkohle...... . 12 218,75 220 220 221,5 Rheinische Elektro.......... .. 6 — 134 134,5 Rheinstahlwerke............ Rbeinisch-Westfältsche Elektro .. 6 .. 6 150,5 128,5 151 128,75 151,5 128,25 151 128,5 Rütgerswerke ............. .. 6 138,5 138 138 137,5 Salzdetfurth Kali.......... 7Vi — 176 175,25 176 Schuckert L Co............. .. 6 162 163 162,5 162 5 Schultheis Patzenhofer...... .. 4 — 97,25 97,5 Siemens L Halske......... .. 8 199,25 201 200,5 202,5 Süddeutsche Zucker......... . 10 203 203 — 203 Vereinigte Stahlwerke...... 3'4 118 118 117,9 118,13 Westdeutsche Kaufhof....... .. 0 57,25 57 56,9 57,25 Westeregeln Alkali.......... .. 5 130,5 132 132,25 —— Zellstoff Waldhof.......... .. 6 159,25 160,25 160 160,75 Otavi Minen.............. . 0,6 27 Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. M. Buenos Aires............. Brüssel................... Rio de Janeiro............ Sofia.................... Kopenhagen............... Danzig................... London................... HelstngforS................ Paris.................... Holland .................. Italien................... 23. Januar 25. Januar Amtliche Notierung Amtliche Notierung Geld Bnef Geld Brief 0,746 0,750 0,747 0,751 41,89 41,97 41,91 41,99 0,151 0,153 0,151 0,153 3,047 3,053 3,047 3,053 54,45 54,55 54,48 54,58 47,04 47,14 47,04 47,14 12,195 12,225 12,20 12,23 5,38 5,39 5,385 5,395 11,60 11,62 11,605 11,625 136,18 136,46 136,19 136,47 13,09 13,11 13,09 13,11 23- Januar 25. Januar Amtliche Notierung Geld | Brief Amtliche Notierung Geld 1 Bries Japan.................... 0,708 0,710 0,708 0,710 Jugoslawien .............. 5,654 5,666 5,654 5,666 Oslo..................... 61,29 61,41 61,32 61 ,44 Wien..................... 48,95 49^05 48,95 49,05 Lissabon.................. 11,08 11,10 11,085 11,105 Stockholm ................ 62,87 62,99 62,90 63,02 Schweiz.................. 56,92 57,04 56,92 57,04 Spanien.................. 17,48 17,52 17,48 17,52 Prag..................... 8,656 8,674 8,651 8,669 Budapest................. — — —- — Neuyork.................. 2,488 2,492 2,488 2,492 Wachtel 569 Wässern Luft, aber auch viel Ruhe, daher ist gerade in diesen Jahren vor geistiger und körperlicher lieber; anstrengung dringendst zu warnen. Vgl. auch Körpergröße. Wachtel, etwa amselaroßes, sehr schmackhaftes, aber seltenes Feldhuhn, das ohne abzuhängen gebraten wird. Waden, die Unterschenkel mitsamt der Muskulatur. Wohlgeformte Waden sollen nicht übermäßig dick, besonders aber an der Fessel schön schlank sein. Häßlich wirken an Waden Krampfadern. Verschönern kann man die Waden durch Masiage ober durch Tragen von Eummistrümpfen. Wenn Krampfadern bestehen, nützt Masiage nichts. Wadenkrämpfe, schmerzhafte Krämpfe der Wadenmuskulatur. Können entstehen durch Druck auf einen Nerven am Oberschenkel, manchmal in sehr kaltem Wasser, in einer besonders anhaltenden Form können sie Zeichen einer Nervenkrankheit sein, kommen aber auch bei Zuckerkrankheit vor. Vgl. Krämpfe. Wärme, die meßbare Temperatur wird mit dem Thermometer festgestellt, desien Quecksilber- ob. Alkoholssure sich bei Wärme aus- behnt, bei Kälte zusammenzieht. Das Celsiusthermometer ist zwischen Gefrier- unb Siebepunkt in 100 Grabe eingeteilt, bas Reau- murtbermometer in 80 Grabe. Im allgemeinen wirb nur noch nach Celsius gerechnet. Eine Wärmeeinheit, WE ober Kalorie, ist bie Wärmemenge, bie benötigt wirb, um 1 kg Wasser um 1 Grab Celsius zu erwärmen. Als richtige Zimmerwärme werben 16 bis 22 Grab Celsius angesehen, währenb Schlafzimmer etwas kühler fein sollen. Die gleiche Wärme wirb auch bei kalten Bäbern. namentlich bei Schwimmbäbern, als an* genehm empfunben. Warme Bä- ber sollen auf keinen Fall die (Eigentemperatur des Körpers, 36 Grad, übersteigen. Höhere Körperwärme als 36 Grad nennt man Fieber, eine Erhöhung über 42 Grad wirkt tödlich. Speisen sollen nicht heißer als 45 Grad und nicht zu kalt sein, da beides dem Magen nicht zuträglich ist. Wäscheschrank ist in jedem Haushalt unentbehrlich, denn das Wäschefach im Kleiderschrank wird wohl nie ausreichend sein, es ist wohl mehr für Leibwäsche gedacht. Ein Wäscheschrank bat am zweckmäßigsten nur Bretter, da man darauf die Wäsche am bequemsten legen kann und die beste llebersicht hat. Sehr empfindliche Stücke, wie Zierdecken usw. schlägt man in Tuch ein. Die Türen des Wäscheschrankes müssen dicht sein, um die Wäsche vor Staub zu schützen, evtl, läßt man Filzstreifen vorkleben. Wäschezeichen. Jede Hausfrau sollte ihre Wäsche zeichnen, entweder ihr Monogramm hineinsticken oder käufliche Buchstaben hineinnähen. Wenn man sich Wäsche anfertigen läßt, kann man sein Monogramm gleich mit hineinweben lassen. Wässern, Verfahren, um Heringen ober stark gesalzenem Fleisch einen Teil bes Salzgehaltes zu Schnell wirb es roarm ... Unb wenn es noch so kalt ist — die Wärmflasche mit heißem Wasser füllen — und hinein damit ins Bett. Gleich gibt es eine wohlige Wärme — die kalten Füße find verschwunden. Dabei ist so eine Wärmflasche billig bei J. B. Hauser, Gießen, am Oswalbsgarten, Fernsprecher 2145/2146. Hier abschnekden! (PREIS A 3600. SJl.-tfpOTt und für Frauen 21 bis 22 Uhr. Nur Lpd. Die Handballkämpse des Sonntags auch Auf- 12:4 Ministerpräsident Göring Pate beim 14. Kind. zeigten, kamen sie nie an die reifere Spielweife der Gastgeber heran. Das beweist schon die Tatsache, daß sie erst zu ihren Gegentreffern kamen, als Hörnsheim bereits mit zehn Toren in Front lagen. To. Herborn — To. Dutenhofen 4:7 (2:5): Man hatte Dutenhofen keine Chancen zugetraut. Desto überraschender kommt jetzt die Nachricht von dem guten Abschneiden. In einem jederzeit anständigen Spiel verbesserte Dutenhofen feinen guten Tabellenstand weiter, während Herborn wieder etwas zurückgefallen ist. Tv. G a r b e n h e i m — Tv. Holzheim 6:3 (5:1): Auch dieses neue Auftreten der Holzheimer hat bewiesen, daß von ihrer Spielstärke zu Anfang der Runde nicht mehr viel übrig geblieben ist. Tv. Groß-Rechtenbach — To. Dorlar: Die Dorlarer überließen eigenartigerweise Groß- Rechtenbach kampflos die Punkte. stiegspielen stellen wird. 1. Kreisklasse. schäft sicherte sich crm Sonntag Burk 1860 München mit Note 649,75 vor Wagner-TAK. München Deutschlands Elf gegen Holland. Zum Fuhballkamps am 31. Januar in Düsseldorf. Für den 15. Fußball-Länderkampf gegen Holland, der am Sonntag im Düsseldorfer Rheinstadion statt- ftndet, hat Deutschland folgende Elf aufgestellt: Jakob (Jahn Regensburg); Janes (Fortuna Düsseldorf), Münzenberg (Alemannia Aachen); Gellesch (Schalke 04), Goldbrunner (Bayern München), Kitzinger (FC. Schweinfurt); Lehner (Schwaben Augsburg), Hohmann (VfL. Benrath), Friedel (1. FC. Nürnberg), Szepan (Schalke 04), Günther (Duisburg 99). Als Ersatzleute wurden Abromeit (Duisburg 99) als Torwart, Mehl (Fortuna Düsseldorf) als Läufer und Lenz (Borussia Dortmund) als Stürmer aufgeboten. Hessens Turner gegen Westfalen. In der Turnhalle des Universitätsinstituts für Leibesübungen in Marburg fand am Samstagnachmittag und Sonntagvormittag ein Auswahlturnen der besten Geräteturner des Gaues Hessen statt, um die Mannschaft für den am 31. Januar in Limburg a. d. Lahn anaesetzten Gau-Wettkampf im Kunstturnen zwischen den Gauen Hessen und Westfalen zu ermitteln. An dem Auswahlturnen beteiligten sich 20 Turner. Leider hat sich einer der sichersten Turner des Gaues, August Eberspächer (Marburg), gelegentlich des Auswahlturnens innerhalb des Bezirks am letzten Sonntag in Gießen so erheblich an einer Hand verletzt, daß er für den Gaukampf nicht in Frage kommt. Bei dem Auswahlturnen konnte man allgemein feststellen, daß die Kunstturner des Gaues Hessen 12 in letzter Zeit ihre Leistungen in erfreulicher Weise gesteigert haben. Diese Leistungssteigerung bemerkte man auch an ihrem bisher schwächsten Gerät, den Ringen, wenngleich sie auch noch viel lernen müssen, um dort in höchste Form zu gelangen. Die Hessen werden gegen die bereits in mehreren gleichartigen Kämpfen erprobte Westfalen-Mannschaft in Limburg einen schweren Stand haben. Sie rechnen mit einem knappen Sieg der Westfalen. — Der Sonntag diente noch dazu, die Kürübungen der Mannschaft für den Gaukampf zu verbessern. Ferner wurden die Pflichtübungen für die deutschen Geräte- Meisterschaften durchgeturnt. Nach den Ergebnissen des Auswahlturnens in Marburg turnt die Hessen-Mannschaft in Limburg tn der Reihenfolge: 1. Hans Fluck, Limburg; 2. Franz Bieger, Limburg; 3. Heinrich Herbert, Gießen; 4. Ernst Schöffmann, Wieseck; 5. Walter Kehrer, Kassel; 6. Otto Gergs, Kassel; 7. Richard Busch, Limburg; 8. Franz Beyer, Kassel; 9. Adolf Schneißing, Kassel: 10. Adolf Fink, Kassel; 11. Kurt Wedekind, Kassel. — Mannschaftsführer ist Gau- männerturnwart Dahms, Bad Wildungen. Handball-Gauliga Heffen. Im Gau Hessen kamen nur zwei Spiele zum Austrag. Das Treffen zwischen den Kasseler Mannschaften Tuspo 86/09 und Spielverein fiel aus und das Spiel zwischen Jahn Gensungen und Kurhessen Marburg siel aus, weil die Marburger zu diesem Treffen nicht antraten. Der führende Tuspo Bettenhausen schlug die Kasseler Turngemeinde knapp mit 5:4 (4:3), und der Gaumeister Kurhessen Kassel bezwang den Tv. Kirchbauna mit 9:2 (6:1). Neue Termine in der 1. Kreisklasse im Handball. Durch das Ausscheiden des Tv. Atzbach ist es erforderlich geworden, die Termine der 1. Kreisklasse wie folgt neu festzusetzen: ___________________ normalerweise nicht mehr eingeholt werden, zumal auch Lützellinden wieder zwei Punkte verloren hat. Auf jeden Fall hat sich gezeigt, daß Gießen seine alte Form wiedergefunden hat und daß es feinen Mann in den demnächst beginnenden zum Verbandsspiel. Die Platzmannschaft, die nm mit zehn Spielern antrat, brachte aber den nötigen Slegeswillen mit, und Heuchelheim, durch einige Spieler der ersten Mannschaft verstärkt, konnte ge. gen die Platzmannschaft kaum aufkommen. Die von den Teutonen vorgelegte 2:0-Führung wurde bis zur Pause vom gegnerischen Sturm auf 2:1 verkürzt. Nach der Pause erhöhte die Platzmannschaft auf 3:1 Tore. Zugendabteilung der Ep.-Vg. 1900. 19 00 2. Jugend — Li ch 1. Jugend 5:1. Dis 2. Jugend, welche am Sonntag ihr fälliges Der- bandsspiel in Lich austragen mußte, konnte als sicherer Sieger das Feld verlassen. Durch diesen Sieg über Lich qualifizierte sich die 2. Jugend der Blau-Weißen endgültig zu den Zwischenspielen um die Gruppenmeisterschaft. 19 00 3. Jgd. — Tv. Heuchelheim 2. Jgd. 4:2. Auch die 3. Jugend von 1900 konnte ihre gute Form dadurch beweisen, daß sie die 2. Jugend von Heuchelheim auf eigenem Gelände sicher mit 4:2 Toren schlug. Sportamt „Kraft durch Freude". Heute folgende Kurse: Fröhliche Gymnastik und Spiele — nur für Frauen, Lyzeum, Dammstraße 26; 20 big 21 Uhr und 21 bis 22 Uhr. Allgemeine Körperschule — nur für Angehörige der SS. — Schillerschule, Schlllerstr.i 20.15 bis 21.45 Uhr. Schwimmen, Volksbad, Seltersweg — für Männer und Frauen gemeinsam — 20 bis 21 UhL Runösunkproaramm Mittwoch, 27. Januar. 6.00: Uhr: Näher, mein Gott, zu dir. — Mor- genspruch. Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. In der Pause Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Aus der Papierfabrik Feldmühle, Oberlahnstein: Werkskonzert. 10.00: Schulfunk. Das kämpferische Wort der Deutschen! Hörfolge von Wolfram Brockmeier. 11.00: Hausfrau, hör'zu! 11.30: Nur Frankfurt: Gaunachrichten. 11.40: Landfunk. 11.45: Sozial- dienst. 12.00: Werkskonzert. 13.00: Nachrichten; an« schließend auch aus dem Sendebezirk. 13.15: Sing mir das Lied ... lang, lang ist's her ...! Eine bunte Melodienfolge. 14.00: Nachrichten. 14.10: Beliebte Kapellen und Solisten (II); Robert Gaden — Kurt Engel (Xylophon). 15.00: Volk und Wirtschaft. Die neue Gewerbesteuer. 16.00: Unterhaltungsmusik. 17.00: Kammermusik. 17.30: Das Mikrophon unterwegs. 18.00: Unser singendes, klingendes Frankfurt. 19.45: Der Zeitfunk bringt den Tages- spiegel. 20.00: Nachrichten. 20.15: Stunde der jungen Patton. „Wer kennt den Diellst der Hitler- Jugend?" 20.45: Der gesellige Mozart. 22.00: Zeitangabe, Nachrichten; anschließend auch aus dem Sendebezirk,Wetter- und Schneebericht. 22.20: Von München: Internationale Wintersportwoche in Garmisch-Partenkirchen. Vierländer-Turnier im Eishockey. 22.35: Von Berlin: Tanzmusik. 24 bis 2.00: Uebertragung nach Stuttgart: Nachtkonzert. Sp elabteilung des Turnvereins Klein-Linden. Klein-Linden I — Watzenborn-Steinberg I 2:3 (1:3). Die Watzenborn-Steinberger konnten das Spiel zu ihren Gunsten entscheiden. Die Klein-Lindener gaben jedoch einen gleichwertigen Gegner ab. Die Gastgeber mußten sich nur durch das manchmal allzu zaghafte Eingreifen ihres Sturmes geschlagen bekennen. Die zahlreichen Angriffe auf beiden Seiten konnten zunächst von den Hintermannschaften immer gestoppt werden. Erst zu Mitte der ersten Halbzeit konnte der Linksaußen der Gäste zum ersten Erfolg des Spieles kommen. Das Spiel wurde nun schneller. Ein Strafstoß für Watzenborn-Steinberg, ein kurzes Gedränge vor dem Tor — und der Tor- taann der Platzbesitzer mußte abermals hinter sich greifen. Die Angriffe der Gastgeber wurden nun etwas zahlreichen und bald konnte auch der Rechtsaußen einen schön eingeleiteten Angriff durch einen wuchtigen Schuß mit einem Tor abschließen. Bei einer etwas harten Abwehr der Klein-Lindener entschied der Schiedsrichter einen Elfmeterball, der verwandelt wurde und mit 1:3 für Watzenborn-Steinberg das Halbzeitergebnis herstellte. Nach dem Wechsel zeigten sich die Platzbesitzer leicht überlegen, konnten dem aber nur durch einen zählbaren Erfolg Ausdruck geben. Ein Unentschieden hätte dem Spielverlauf eher entsprochen. Die Gäste sind mit ihrem Sieg der Meisterschaft ein gutes Stück näher gekommen. „ IE.Teutonia^ Watzenborn-Steinberg Die erste Elf siegte in Klein-Linden mit 2:3 Toren. Auf eigenem Platze empfing die zweite Mannschaft die gleiche vom Sportv. 1920 Heuchelheim (647,65). v t Friedl Däuber-Berchtesgaden siegte im Abfahrtslauf der Ski-Wettkämpfe der Motorbrigade Hochland in Oberammergau in 3:20,1. Herbert Leupold -Breslau holte sich als Auftakt zu den fchliesifchen Skimeisterschaften in Oberschreiberhau den 50-Kilometer-Langlauf in 3:51:00 Stunden vor Horn-HDW. (3:52:30) Feldw. Müller-Hirschberger Jäger (3:59:40). Tv. Hörnsheim — To. Grüningen (6:0): Obwohl die Gäste ein sehr gefälliges Spiel Die Spiele der Bezirks- und 1. Kreisklaffe im heimischen Kreis zeigten spannende Kämpfe und zum Teil auch überraschende Ergebnisse. Die Bezirksklasse wies allerdings durch das Ausscheiden von Münchholzhausen, das nicht seine Mannschaft zurückgezogen hat, sondern einstweilen gesperrt ist, nur zwei Begegnungen auf. Bezirksklasse. Tv. Heuchelheim — Tv. Lützellinden 3:1 (1:0). Wer behaupten wollte, daß dieses Ergebnis keine Ueberraschung bedeutet, der hat die Spiele der letzten Zeit nicht verfolgt. Es war für den Beobachter zwar klar, daß Lützellinden einen schweren Gang gehen würde. Niemand hatte aber mit diesem Ergebnis gerechnet. Während die Platzbesitzer frisch fröhlich darauf losspielten und schon in der ersten Halbzeit einen kleinen Vorsprung erzielt hatten, ließen die Gäste merkliche Schwächen erkennen. Tuspo Marburg — SpV. 19 0 0 Gießen 5:14 (3:8). Der Sieg der Gießener stand nie in Frage und ist zudem auch vollkommen verdient. Die'Platzbesitzer konnten diesmal nicht recht überzeugen und ließen sich zeitweilig sogar zu Unsportlichkeiten hinreißen, so daß schließlich zwei Spieler das Feld verlafsen mußten. — Mit diesem Sieg steht wohl der Endsieger fest. Die 1900er können 31. Januar: Dorlar — Garbenheim, Dutenhofen gegen Hörnsheim, Groß-Rechtenbach — Herborn, VfB.-R. Gießen — Holzheim. 7. Februar: Katzenfurt — Herborn, Grüningen gegen Garbenheim, Dutenhofen — Groß-Rechten- bach, Dorlar — Hörnsheim, Holzheim — VfB.-R. Gießen. 14. Februar: Hörnsheim — Herborn, Groß-Rechtenbach — Dutenhofen, Garbenheim — Grüningen, Holzheim — Dorlar, Katzenfurt — VfB.-R. Gießen. 21. Februar: Grüningen — Dorlar (auf Vorbehalt), Katzenfurt — Groß-Rechtenbach, VfB.-R. Gießen — Dutenhofen, Herborn — Holzheim. 28. Februar: Dorlar — Groß-Rechtenbach, Herborn — Garbenheim, VfB.-R. Gießen — Grüningen. , , . 7. März: Grüningen — Katzenfurt, Hörnsheim gegen Groß-Rechtenbach. 14. März: Groß-Rechtenbach — Katzenfurt. 21. März: Grüningen — Groß-Rechtenbach. 28. März: Groß-Rechtenbach — Holzheim. Wintersport - Meisterschaften überall - Die westdeutfchen Skimeisterschaf- t e n wurden in Winterberg mit dem 4X10-Kilo- meter-Staffellauf fortgesetzt, der von 28 Mannschaften bestritten wurde. Den Sieg trug die 1 Mannschaft von Willingen in 2:33:10 Std. vor Neuastenberg davon. — Als Westdeutscher Skimeister qualifizierte sich am Sonntag Wimmer vom 2. Bail. JR. 64 mit der Gesamtnote 456,1 vor dem Favoriten H. Pape- Neuastenberg (456,0). Die Thüringer Zweierbob-Mei st er- s ch a s t en , die am Samstagmorgen auf der Wadebergbahn in Oberhof begannen, wurden schon bald wegen zweier Stürze abgebrochen. In Ober st auf en nahmen am Samstagoor- mittag die Skiwettläufe der Kreise Allgäu und Schwaben mit dem Langlauf über 18 Kilometer (Jungmannen 12 Kilometer) ihren Anfang. In der Klasse I siegte Lochbiehler-Sonthofen in 1:03:46 vor Toni Rupp-Wehrmacht Sonthofen, während bei den Jungmannen Willy Braun-Wehrmacht Wangen in 48:37 erfolgreich war. — Die Allgäuer Skimeister- Alzey, 23. Jan. Die Eheleute Karl Fuchs in Alzey konnten kürzlich die Geburt ihres 1 4. K i n d e s feiern. Da der Führer und Reichskanzler beim 13. Kind die Patenschaft übernommen und vorher bei einem Sohn der verstorbene Reichspräsident von Hindenburg Ehrenpate geworden war, hat sich jetzt Ministerpräsident Hermann Göring zur Uebernahme der Ehrenpatenschaft beim 14. Kind' bereit erklärt und den Eltern mit seinem Glückwunsch ein ansehnliches Geldgeschenk übermittelt. Walhalla Waffeln 560 entziehen. Zweckmäßiger ist noch das Einlegen in Milch. Die Flüssigkeit muß öfter erneuert werden. Waffeln, dünne Kuchen aus einem Teig von Mehl, Butter Eiern, Milch und Zucker, die in Waffeleisen über offener Flamme gebacken werden. Das heiße Waffeleisen wird, bevor man den dünnen Teig einfüllt. mit einem Leinenbeutelchen, das Butter enthält, oder mit einer Speckschwarte bestrichen. Man kann auch vorher etwas Schmalz flüssig machen und es mit einem Pinsel auftragen. Waffelstoff, Pikee, Baumwollgewebe. das waffelartig gesteppt aussieht. Wagenschmiere, Mischung aus Teeröl und Harzölseife, die zum Schmieren von Wagenachsen verwendet wird. Flecken von Wagenschmiere entfernt man. nachdem man sie mit Butter aufgeweicht hat. mit Seifenspiritus Terpentin und anschließend mit warmem Wasser. Wahnvorstellungen f. Sinnestäu schungen. Geisteskrankheiten. Wahlrecht. Nur der Reichsbürger hat das Wahlrecht (nicht jeder deutsche Staatsangehörige). Bis zur endgültigen Regelung gilt als Reichsbürger derjenige, der am 1. Oktober 1935 das Reichstagswahlrecht besessen hat, d. h. 20 Jahre alt und im Besitz der bürgerlichen Ehrenrechte war. ausgenommen Juden. Wahrsagen, Weissagen, Behauptung, künftige Ereignisse voraussagen zu können. Wahrsagen ist keine Kunst, sondern ein grober Unfug, ganz gleich, ob es aus Karten, aus den Handlinien od. aus Kaffeesatz erfolgt. Waisen werden von der öffentlichen Fürsorge (Gemeinde) betreut, wenn keine Verwandten da sind, die sich ihrer annehmen oder die verpflichtet sind, für die Waisen zu sorgen. Waisen werden entweder in Waisenhäusern oder bei geeigneten Familien als Pflegekinder untergebracht (siehe dort). Walburga, weibl. Vorname germanischer Herkunft mit der Bedeutung „Schirmerin des Kampfes". Wald. Rauchen im Wald; siehe Rauchen. Waldemar, männl. Vorname germanischer Herkunft mit der Bedeutung „berühmt Waltender". Waldkauz, Eulenvogel, Der sich in Wäldern und Parks aufhält und seines nächtlichen Huhuhurufes wegen vielfach als Totenvogel gilt. Waldrebe (Clematis) f. Rankpflanzen. Waldwolle, aus Kiefernnadeln gewonnener Faserstoff, Der zu Polsterzwecken verwendet und mit Wolle zu Gesundheitsflanell verarbeitet wird. Walfisch, großes Seesäugetier, das seines Tranes und Fischbeines willen gejagt wird. Fischbein nennt man Die Barten Der Wale, die zu Korsettstäben sowie zu Knöpfen verarbeitet werden. Walhalla, german. BeDeutuiw „Halle der Erschlagenen", D. h. der gefallenen Kämpfer, in Der Tanzun ter rieh t Neuer Kursus beginnt am Sonntag, dem 31. Januar vormittags 11 Uhr. Anfragen und Anmeldungen erbeten. Einzelstunden jederzeit. Tanzschule Bäulke Wolfstraße 31 Fernruf 3835. 0439 preiswert: Immer frisch und gut: Kaffee Oie Verlobung unsererTochier Gerirud mit Herrn Ludwig Ibrügger geben wir hierm" bekannt Karl Noll und Frau Käthe, geb.Nichter Gießen, Hofmannstraße 4 Meine Verlobung mit Fräulein Gertrud Noll zeige ich hiermit an im Januar 1937 524 D Ludwig Jbrügger Gütersloh, Wilhelmstraße 66 AB WERK RM DER WIRTSCHAFTLICHE WAGEN g AUCH FOR ANHANGERßETRIEß ? General-Vertretung: H. WAGENER / GIESSEN Frankfurter Straße 45 • Ruf Nr. 4120 laumpfähle Rosenstäbe Latten ™"° Dachpappe Karbolineum Happel&Co. Kl.Mühlgasse 4 u.6 Ruf 3925 Telephon 2283 531D °u« irnSertr««» Ml vertraulich, p Hz Verhältnis mc Oer die Art Ä wird Dielte M Die BeM ft Iuli-Anun öch „Sch lacht chn Male jur d worden. Die alte keuzer von rund Aeschiitzen, die ne scher wohl als den fein. 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