Donnerstag, 25. November M7 187. Jahrgang Nr. 275 Erstes Statt London in Erwartung des französischen Gesuchs laßt land der gewesen, den Leistung L außer den eren Erkrank iftion. inMidjfeit bi den meisten britischen Militärs hatte, und die er, nachdem er Premierminister geworden war, mit der ganzen Brutalität seines Charakters und der Heftigkeit seines Temperaments in eine Schmälerung der Befugnisse des Oberbefehlshabers umzusetzen trachtete. Es ist selbst für uns erschütternd zu lesen, wie Lloyd George sich nicht gescheut hat, selbst die Franzosen als Kronzeugen für die angebliche Unfähigkeit des englischen Oberbefehlshabers zu gewinnen, und wie er immer wieder darauf hingearbeitet hat, den englischen Oberbefehlshaber einer französischen Obersten Heeresleitung zu unterstellen. Mag man ihm auch dabei zugute halten, daß er, selbst unter Verzicht auf das Prestige des englischen Heeres, alles daran setzte, einen einheitlichen Oberbefehl der Alliierten zu schaffen aus der Einsicht heraus, daß'nur eine einheitliche Führung den Krieg gegen die Deutschen zu gewinnen vermöge, so kann man doch verstehen, daß die hinterhältigen Rankünen, mit deren Hilfe der Premierminister sein Ziel zu erreichen suchte, den geraden, aufrechten Charakter des britischen Oberbefehlshabers auf das schwerste kränken mußten. So ist das Verhältnis zum Premierminister vielleicht das bitterste Kapitel in den Kriegserinnerungen des Feldmarschalls, der nicht einmal nach glücklich beendetem Feldzug von dem Kabinett die Ehrung erhielt, auf die er wohl mit Recht Anspruch zu haben glaubte. Sachlich lagen die Meinungsverschiedenheiten, wie wir schon oben angedeutet haben, vor allem in Sir Douglas Haigs Zermürbungstaktik, für die er an der Westfront ungeheure Opfer an Menschen und an Material brachte, die der Premierminister auf dem Balkan besser angewandt wissen wollte. Aber nicht nur Lloyd George, smtdern auch fast jeder seiner Kabinettskollegen wartete dem Feldmarschall mit phantastischen Vorschlägen für die schnelle Beendigung des Krieges auf. „Soldaten und Politiker", so schreibt Duff Cooper, „bewegten sich mit ihren Gedankengängen in derartig von einander abweichenden Bahnen, daß die von ihnen gesprochenen Worte kaum noch der gleichen Sprache anzugehören schienen." So waren auch die vielen Besuche der „Zivilisten" im Hauptquartier für den Feldmarschall eine Quelle des Unbehagens, und fast noch mehr Zeit und Kraft, als die Führung des Heeres, kosteten dem Feldmarschall die vieleit Verhandlungen mit den englischen und französischen Chamberlain sah sich veranlaßt, auf diesbezügliche Anfragen im Unterhaus alle diese Spekulationen nicht nur als unverantwortlich, sondern auch als h ö ch st unrichtig zu bezeichnen. Wir möchten sie als freche und unverschämte politische Verleumdungen, ihre Verbreiter als internationale Brunnenvergifter brandmarken! Mit solchen publizistischen Gangstermethoden kann man dem nationalsozialistischen Deutschland nicht mehr kommen! Wie oft sollen wir es sagen: Es ist bei uns nicht üblich, dem Minister eines befreundeten Landes, der nach Deutschland kommt zwecks „Förderung des Wunsches zur Schaffung eines engeren gegenseitigen Verstehens", Forderungen zu stellen und ihm die Pistole auf die Brust zu setzen! Alle Kombinationen in dieser Richtung tragen also schon von vornherein den Stempel der Lüge auf der Stirn! Wir sind mehr denn je überzeugt, daß, solange diesen internationalen Brunnenvergiftern, die jede Fühlungnahme zu lügenhafter Hetze benutzen, nicht das Handwerk gelegt ist, alle politischen Besuche und Besprechungen zwecklos sind und nur zu einer Verwirrung der internationalen Lage beitragen können. Annahme von Anzeigen für die Mitlagsnummer bis 8* /,Uhr des Vormittag» Grundpreise für l mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Text- anzeigen von70mm Breite 50 Rpf.,Platzvorschrift nach vorh Dereinbg.25°/„ mehr. Ermäßigte Grundpreise: Stellen-, Vereins», gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige töelegenheitsanzei- gen 5 Rpf., Familienanzeigen, Bäder-, Unterrichts- u. behördliche Anzeigen 6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B London, 25. Rov. (DRB. Funkspruch.) Die Londoner Presse befaßt sich mit dem bevorstehenden Besuch des französischen Ministerpräsidenten C h a u- temps und des französischen Außenministers D e l b o s in London. Der „Daily Telegraph" erwartet, daß die W e l t w i r t s ch a f t s p r o b l e m e bei den englisch-französischen Besprechungen eine Rolle spielen werden, „mit besonderer Berücksichtigung der Forderungen der nicht zufrie- denge st eilten Staaten auf freieren Zugang zu den R o h st o f fe n und den Zielen auf Ueberseeausbreitung". Die britische Regierung habe gehofft, daß der amerikanische Sonderbotschafter Norman Davis auch nach London hätte kommen können. Ihm sei eine informelle Einladung zugegangen, doch habe er sich entschuldigen lassen. Die „Daily Mail" schreibt, nach dem Zusammenbruch der Brüsseler Konferenz glaube man in Washington, daß Amerika jetzt seine Geste zur internationalen Zusammenarbeit getan habe und daß das beste, was Amerika jetzt tun könne, sei, sich mit eigenen Dingen zu befassen. Englische Kriegführung. In kaum einem anderen Lande ist die militärische Seite der Führung im Weltkrieg Gegenstand so lebhafter Auseinandersetzungen gewesen wie in England. Das mag zum Teil an der eigenartigen Stellung des kleinen englischen Berufsheeres liegen, das weder gesellschaftlich noch gefühlsmäßig so mit dem Leben der Nation verbunden war wie die preußische oder auch die französische Armee. Zum anderen müssen wir aber auch feststellen, daß der Krieg in England die stärkeren und vor allem die eigenwilligeren Persönlichkeiten in den Reihen der „Zivilisten" hervorgebracht hat, sehr im Gegensatz zu Deutschland, wo ja die militärischen Führer die weit stärkeren Naturen waren. Und diese englischen „Zivilisten" maßten sich nicht nur eine sehr scharfe Kritik an militärischen Dingen an, sondern glaubten auch mit dem schönen Selbstbewußtsein des Dilettanten, der von allen Dingen etwas zu verstehen meint und besonders in einem so absolut parlamentarisch regierten Staate wie England eine große Rolle spielt, selber das Kriegführen sehr viel besser zu verstehen als die gelernten Militärs, die bei ihnen sehr schnell in den Geruch des verkalkten Bürokraten und ideenlosen Gamaschenknopfs kamen, ur Zahlung M gälligtew ’e ben Wchi Sie zur Za! ra bex Mch' mvcb. *"* J jjoo s ä Laufbahn mit Leib und Seele, geblieben ist. Uns Deutsche mag besonders ein Besuch interessieren, den er 1895 Berlin abgestattet hat, wo ihn, wie sein Biograph feststellt, die deutschen militärischen Kreise mit ausgesuchter Höflichkeit empfingen. „Man bot ihm jede erdenkliche Erleichterung und hinsichtlich der ihm gewährten Gastlichkeit wurde nicht das geringste verabsäumt. Während seines Aufenthalts lernte er manchen Deutschen persönlich kennen und schätzen. Alles in allem", so schließt Duff Cooper, „gewann er einen angenehmen Eindruck vom deutschen Volke, den selbst das Kriegsfieber niemals auszulöschen vermochte." Douglas Haig war Mitarbeiter des durch feine Bemühungen um eine Verständigung mit Deutschland auch außenpolitisch hervorgetretenen Kriegsministers Lord H a l d a n e bei der Reorganisation des britischen Generalstabes nach preußischem Muster und beim Aufbau einer Territorialarmee, die im Weltkrieg nach den ersten vernichtenden Schlägen in Flandern die Grundlage für das neue britische Heer der allgemeinen Wehrpflicht abgeben sollte. Douglas Haig hat seinem Kriegsminister von damals auch in den Jahren die Treue gehalten, in denen blinder Deutschenhaß Lord Haldane in den Augen vieler Briten zum Verräter gestempelt hatte, und noch am Abend seines feierlichen Einzuges in London im Juli 1919 erschien der siegreiche Feld- marschall zu Fuß im Hause Lord Haldanes, um dem noch von aller Welt Boykottierten einen Band der im Druck erschienenen Kriegsdepeschen mit der Widmung zu überreichen: „Dem größten Kriegsminister, den England jemals hatte". Das war der schlichte Dank Sir Douglas Haigs für den Mann, der vor dem Kriege das Größte für Englands Rüstung getan hatte. Die ersten Monate des Krieges laben Sir Douglas Haig als Armeeführer unter dem Oberbefehl von Sir John French, von dessen optnm- stischer Grundanschauung den ernsten^nüchternen Schotten eine ganze Welt trennte. So konnten mannigfache Reibungen und schließlich auch eine persönliche Entfremdung nicht ausbleiben. Namentlich die mangelnde Unterstützung, die Haig in der Schlacht bei Loos im Sommer 1915 von dem Oberbefehlshaber erfahren hatte, machte den innerlichen Bruch zwischen den beiden Feldherren unheilbar, zumal es nicht in Haigs wortkarger zurückhaltender Schaffung einer Atmosphäre hin zu tun, in der künftige und mehr konkrete Beratungen fruchtbringend sein könnten. Versuche, den Gang der Dinge zu f or c i e r e n, würden eher einen neuen Rückschlag herbeiführen. Es handele sich um eine Aufgabe schrittweiser Vorbereitung, die, wenn die Halifax-Reise wirklich Nutzen bringen sollte, die kommenden Monate a u s f ü l l e n müsse. Die Regelung der Kriegsschulden zwischen London und Washington. London, 25. Nov. (DNB. Funkspruch.) Der „Daily Expreß" meldet, daß nach Abschluß der Handelsoertragsoerhandlungen zwischen England und den Vereinigten Staaten im nächsten Jahr Besprechungen über eine endgültige Regelung der englischen Kriegsschulden ausgenommen würden. Man erwarte, daß die Amerikaner zunächst einmal die volle Bezahlung der Kriegsschulden verlangen werden, die nach dem Kriegsschuldenabkommen von 1922 auf 920 Millionen Pfund festgelegt worden sei. Die Amerikaner würden jedoch das Zugeständnis machen, daß die von England von 1923 an gezahlten Zinsen von 415 Millionen Pfund insgesamt als Kapitalabtragung gelten sollten. Man werde England auffordern, die noch ausstehende Summe von 505 Millionen Pfund in Zehn- s sprachen haben. . . . , Sir Douglas Haig war Schotte, wie so viele itüchtiqe Männer des britischen Weltreichs Cr hat Jbie übliche militärische Laufbahn durchschritten, war iüberall dort, wo es in den letzten Jahrzehnten für »einen englischen Offizier Lorbeeren zu pflücken gab, iin Indien, im Sudan und in Südafrika, wo er »Generalstabschef von Sir John French war, den »er später einmal im Oberkommando des britischen -Heeres ablösen sollte. Wichttg für seine Stellung :»u den Problemen der Weltkriegsstrategie ist es jfestzustellen, daß Douglas Haig Kavallerist war, iund es auch während seiner ganzen militärischen auszutauschen. „Llnveramortt ich und höchst unrichtig." Lügenhafte Erfindungen des „Manchester Guardian". Berlin, 24. Nov. (DNB.) Die Nationalsoziali- tische Parteikorrespondenz schreibt: Der „M a n ch e - ter Guardian" liefert neuerdings ein Muster- tück lügenhafter Berichterstattung. Er berichtet, daß leutscherseits in den Besprechungen mit Lord Hali- ax „Forderungen" gestellt worden seien: Deutschland fei bereit, dem Völkerbund unter .J« N«* W Betriebs nächster V 20 Hebung »n. ein frei, fallen, zwei )e 'n mehre, werden. Zielsetzung \ .durch Leibe Aich leifhm- Ehrern unk miet. einer Reihe von Bedingungen, die sich auf bestimmte Punkte des Versailler Vertrages und die Anerkennung der italienischen Oberhoheit über Abessinien beziehen, wieder beizutreten. England werde von Deutschland aufgefordert, einer Reorganisation des tschechischen Staa- t e 5 nach dem Muster des Schweizer Bundessystems zuzustimmen, wobei das Sudentenland den Charakter eines Schweizer Kantons erhalten solle. England werde aufgefordert, sich zu verpflichten, der österreichischen Regierung keinerlei diplomatischen, politischen oder militärischen Beistand zu geben. Deutschland verpflichte sich, die Kolonialfrage für eine Periode von sechs Jahren nicht auf zugreisen, und verspreche, später keinerlei Flotten- oder Militärbasen in seinen früheren Kolonien einzurichten. Deutschland verpslichte sich, den Frieden in Spanien wieder herzustellen, sobald die britische Regierung die Regierung in Salamanca de jure anerkannt habe usw. Die Korrespondenz schreibt dazu: Wir wissen nicht, aus welcher trüben Quelle diese „Informationen" stammen, aber wir wissen, daß sie von Anfang bis Ende lügenhafte Erfindungen sind! Der englische Ministerpräsident „Wj >. ff1 »Hier, U iet' ch v^y,. gt 2% Natur lag, Menschen zu überzeugen oder durch Verbindlichkeit für sich zu gewinnen. Das hat ihm auch als Oberbefehlshaber, der er im Dezember 1915 an Stelle von Sir John French wurde, die größten Schwierigkeiten gemacht, besonders auch 'im Verkehr mit den französischen Verbündeten. Hier ist das Eingeständnis seines Biographen von Interesse, daß es wahrscheinlich kaum zwei Völker gebe, die einander schwerer verständen als das englische und das französische. „Keine wenigen Meilen eines Salzwasserstreifens", so sagt Duff Cooper, „haben irgendwo in der Welt solchen entfremdenden Einfluß ausgeübt, wie es die Straße von Dover tat. Vielleicht ist des Rätsels Lösung darin zu suchen, daß beiden Völkern eine tief» wurzelnde Überheblichkeit eigen ist, die zu selbstbewußt ist, um laut in Erscheinung zu treten, die aber doch in jedem Einwohner der beiden Länder die Ueberzeugung wach erhält, daß sein Volk jedem anderen der ganzen Erde überlegen ist. Daher gibt er sich keinerlei Mühe Ausländer zu verstehen, von denen er nichts lernen kann. So wird der Engländer den Franzosen stets ein wenig komisch finden, und seinerseits hält der Franzose den Durchschnittseng- länder für einen Narren. Der englische Offizier", so schreibt Duff Cooper weiter, „ist sicher nicht toleranter als seine übrigen Landsleute und so stark wirken sich die Traditionen seiner militärischen Erziehung aus, daß es ihm schwer fällt, einen mit einem Spitzbauch versehenen Menschen, der womöglich einen Zwicker trägt, offenbar keinen Wert auf den Schnitt seiner Uniform legt und dem Sport gegenüber sich gleichgültig verhält, als tüchtigen Soldaten und Führer, anzuerkennen. Umgekehrt scheinen dem Franzosen gewisse Eigenheiten, wie die Wichtigkeit, die der Engländer seinem Aussehen beimißt, seine reiterlichen Passionen, seine Exaktheit in den Formen der Ausbildung, die peinliche Sauberhaltung seiner Uniform und seiner Ausrüstung, wenig oder nichts mit dem Begriff kriegerischer Tüchtigkeit zu tun zu haben." Es ist begreiflich, daß derartige im Gefühl begründete Verschiedenheiten die Schwierigkeiten, die in der Führung eines jeden Bundesgenossenkrieges liegen, ins unermeßliche steigerten. Dazu kam für die Stellung Haigs erschwerend hinzu die schlechte Meinung, die Lloyd George von ihm wie von 'gsversuch t haben. Es! üfung, ob v elheiten fe rerst nicht r sobald sie ihren Phantasien auf militärischem j Gebiet nicht zu folgen vermochten. Wir kennen aus : den umfangreichen Kriegserinnerungen von Chur- s ch i l l und Lloyd George, um nur die Promi- 1 nentesten dieser militärischen Dilettanten zu nennen, die selbstbewußte Verachtung, mit der sie über die ' beiden Oberbefehlshaber des in Nordfrankreich kämpfenden englischen Heeres geurteilt haben; wir wissen aber auch, daß sie in ihrer vernichtenden 1 Kritik über die Kriegführung der Feldmarschälle Sir John French und Sir Douglas Haig den Rücken gestärkt bekamen durch eine Reihe nam- , Hafter, namentlich jüngerer, englischer Militärs, so daß sich während des ganzen Weltkrieges zwischen 'der englischen Obersten Heeresleitung, dem Reichs- generalstabsches und den Ministerien in London und schließlich dem englischen Beauftragten im Obersten Kriegsrat der Alliierten in Paris eine in ihrer heftigen Form für unsere Begriffe geradezu beispiellose Fehde abgespielt hat, die auch nach dem Kriege in den zahlreichen Denkschriften und Erinnerungsbüchern der Mithandelnden und ihrer Biographen fortgesetzt wird. Es ist vor allem die Frage, ob die Entscheidung an der Westfront erzwungen werden kann, wie die englischen Oberbefehlshaber und mit ihnen ein großer Teil der maßgebenden französischen Heerführer meinen, oder ob man versuchen müsse, durch einen großen Schlag auf einem der Nebenkriegs- schauplatze den Endsieg für die Alliierten herbei- , zuführen. Churchills Gallipoli - Unternehmen war /zwar nicht sehr ermutigend ausgegangen, nichtsdestoweniger verfocht Lloyd George, von französischen Politikern unterstützt, mit Leidenschaft die ! These, daß mit einem Durchbruch an der Balkanfront der Krieg siegreich beendet werden könne, auch die Forcierung der italienischen Offensiven spielte in den militärischen Plänen Lloyd Georges .eine erhebliche Rolle. Es sind namentlich die furchtbaren Menschenopfer und der ungeheuerliche Mum- tionsverschleiß, die die Zermürbungsstrategle des »englischen Oberbefehlshabers Sir Douglas Haig ge- : kostet hat, die Lloyd George zum Sprachrohr der »erbitterten Kritik an diesen Schlachten m Flandern :und Nordfrankreich gemacht hat, in denen Hundert- itausende britischer Soldaten aus allen Teilen des ! Weltreiches, oft kaum notdürftig ausgebildet, ihren !Tod gefunden hatten, ohne daß ein anderes Er- । gebnis hatte erzielt werden können, als ein paar I hundert Meter granatendurchwühlten Bodens und i vielleicht das Bewußtsein, dem zur Abwehr gezwungenen Feinde schwere Verluste an Reserven und Material zugefügt zu haben. Cs ist begreiflich, daß in der öffentlichen Meinung > Englands Lloyd Georges Anklage lebhaften Wider- Ihall gefunden hat, daß aber auch die Militärs nicht > geschwiegen hab'n. Der zweite britische Oberbefehls- !Haber im Weltkrieg Sir Douglas Haig, gegen iben die Vorwürfe Lloyd Georges sich vornehmlich richten, hat noch zu seinen Lebzeiten durch Veröffentlichung seiner Feldzugsberichte zur Klärung ider vielen aufgeworfenen Streitfragen beizutragen »versucht. Tiefer hat der gegenwärtige Erste Lord Iber britischen Admiralität und ehemalige Knegs- iminister im Kabinett Baldwin, der durch seine .glänzend geschriebene Talleyrand-Biographie auch .als Schriftsteller von Rang bekannt gewordene 'Duff Cooper, die Probleme der englischen iKrieqsührung beleuchtet in seinem neuen „ Buch H a ifl, ein Mann und eine Epoche , das »soeben auch in deutscher Uebersetzung mit einer !Reihe von interessanten Bildern im D o r h u t - Verlag, Otto Schlegel G. m. b. H. Ber- IIin SW 68 (Preis in Leinen geb. 10,50 Mark), erschienen ist. Duff Cooper führt eine scharfe Klinge, iroo es nottut, aber im aUgemeinen legt er ftd) ! Zurückhaltung auf und befleißigt sich emer nchücht- I fjeit der Darstellung, wie sie dem Wesen seines : Helden gemäß sind, dem auch seine erbittertsten l Gegner niemals einen durch und durch anständigen »Charakter und vornehmste Handlungsweise abge- tr»d)emi täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Giegener Familienblätter Heimat im Bild • Die Scholle Monats Bezugspreis: Mit 4 Beilagen RM. 1.95 Ohne Illustrierte e 1.80 Zustellgebühr „ -.25 Auch bei Nichterscheinc von einzelnen Nummei infolge höherer Gewc Hernsprechanschlüffe unter Sammelnummer 2£_; Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Gießen Postscheckkonto: Frankfurt am Main 11688 Chamberlain zum Halifax-Besuch. Oer britische Premierminister gegen unverantwortliche Sensationshascherei englischer Blätter ckuche. he hat als jr baden nuir: ' (SDlaintüUL t das Ausw hutzmatznch. werden im! 1RGEI y tin London, 24. Nov. (DNB.) Ministerpräsident Chamberlain erklärte im Unterhaus, daß der Halifax - Besuch in Deutschland völlig privat und inoffiziell gewesen sei. Wie das Haus aber wisse, sei vereinbart gewesen, daß Halifax den Führer sehen sollte. Vereinbarungsgemäß habe dieser Besuch dann am 19. November in Berchtesgaden stattgefunden, wobei Halifax vom Reichsaußenminister Freiherrn von Neurath begleitet gewesen sei. Während seines Besuches habe Halifax auch Gelegenheit gehabt, Generaloberst Göring, Dr. Goebbels und andere prominente Persönlichkeiten ( in Deutschland zu treffen. Diese Unterhaltungen seien vertraulichen Charakters gewesen, und das Haus werde nicht erwarten, daß er in diesem Stadium eine weitere Erklärung über sie abgeben werde. „Ich bin jedoch zufrieden, daß der Besuch wertvoll im Hinblick auf die Förderung des Wunsches zur Schaffung eines engeren gegenseitigen Verstehens gewesen ist, ein Wunsch, von dem ich glaube, daß er ganz allgemein in beiden Ländern empfunden wird." Die konservative Abgeordnete Horsbrugh ragte darauf den Ministerpräsidenten, ob er die Vermutungen kenne, die über diese Unterhaltungen in der englischen Presse erschienen feien? Chamberlain erwiderte, er wolle klarmachen, daß diese Spekulationen nicht nur unverantwortlich andern auch höchst unrichtig gewesen seien. Aus eine weitere Anfrage erklärte Chamberlarn, daß die französische Regierung natürlich noch nicht über das Ergebnis der Besprechungen informiert worden sei. Der französische Ministerpräsident und der Außenminister hätten eine Einladung nach London zum Zwecke eines Meinungsaustausches über die internationale Lage für den 29. und 30. November angenommen. Auf die Frage der linksradikalsn Abgeordneten Rathbone, ob die englische Regierung es nicht für ratjam halte, freund- chafttiche Ministerbesuche mit Prag und Mos- ’au auszutauschen (!), erwiderte Chamberlain: „N e i n". Der Außenminister habe kürzlich Gelegenheit gehabt, den tschechoslowakischen Außenminister in Ge n f und Litwinow-Finkelstein i n Brüssel zu sprechen und mit ihnen Ansichten Die „Times" sagt, Chamberlains Erklärungen zu den Pressespekulationen über die Halifax- Besprechungen, die er als „nicht nur unverantwortlich", sondern auch als „höchst ungenau" hingestellt habe, würden wegen ihrer heilsamen Wirkung begrüßt. Die Wirkungen solcher Spekulationen könnten höchst schadenbringend sein. In der Tat sei.........- — --- ... ~ der augenblickliche Zweck des Besuches in Deutsch- .Millronen-Jahresraten tm Lause der • k ersten Schritt auf die I nächsten 50 Jahre zu zahlen. 1 n'411 Ä# iMfen wo! in 9rc Eichener Anzeiger General-Anzeiger für Gberhessen Druck und Verlag: vrühlsche UniverfitätLdruckerei «.Lange in Stehen. Schriftleitung und Geschäftsstelle: Schulsttahe 7 Politikern über die Festleguna der Grenzen einer einheitlichen Kriegführung und über die gemeinsamen Schlachtenentwürfe. Man kann wohl im großen Ganzen sagen, daß Sir Douglas Haig bei leinen französischen Kollegen eine größere Achtung genoß, als bei den Politikern seines eigenen Landes, und auch die Schlacht an der Somme, die so furchtbare Blutopfer der englischen Jugend gefordert hatte und deshalb die schärfste Kritik in der öffentlichen Meinung Englands gefunden hat, wird von den Franzosen erheblich anders beurteilt und damit für gerechtfertigt erklärt, daß sie in schwerster Krisis Verdun den Franzosen erhalten hat. Die Entlastung des schwer bedrängten Verbündeten war überhaupt während des ganzen Feld- zuaes eine der Hauptaufgaben des britischen Oberbefehlshabers und sicher keine sehr lohnende. Aber Sir Douglas Haig war, wenn man seinem Biographen glauben darf, ein Mann, der stets die Sache über die Person stellte und nur ein Ziel kannte, den Sieg. So hat er auch immer, trotz inneren Widerstrebens und häufig auch trotz besserer Ueberzeugunrn sich den Forderungen gebeugt, die der britische Premierminister und die Franzosen im Interesse einer einheitlichen Kriegführung an ihn gestellt haben. Wenn seine Anschauungen vom modernen Krieg vielfach auch in militärischen Kreisen lebhaft angefochten worden sind, so mag das soweit berechtigt sein, als im Charakterbild des Feldmarschalls der schlichten nüchternen Gradheit auch eine gewisse sture Abneigung gegen Neuerungen entsprach, die das britische Heer zwar gewiß vor unnützen und kostspieligen Experimenten bewahrt haben mag, aber auch fruchtbaren neuen Gedanken, wie z. B. dem Einsatz der Panzerwagen oder des Kampfgases, nicht gerade förderlich gewesen sein werden. Auch das Festhalten an den verhältnismäßig zu starken Kavallerie-Formationen und ihr Einsatz im Trichtergelände des Stellungskrieges, der uns deutschen Soldaten immer wie ein Traum aus einer längst entschwundenen Zeit erschienen ist, hat auch in England lebhafte Kritik gefunden und ist vermutlich auf die starke Tradition der englischen Reiterei und die persönliche Vorliebe des Oberbefehlshabers für feine eigene alte Waffe zurück- Ören. Aber im ganzen tritt uns doch in dem Duff Coopers ein Mann entgegen, der nicht nur als Mensch unsere höchste Achtung verdient, ^sondern auch als Soldat an führender Stelle sein Bestes getan hat, um den Sieg an Englands Fahnen zu heften. Dr. Fr. W. Lange. Trinksvrüche. Anläßlich des Besuches des ungarischen Ministerpräsidenten und seines Außenministers wurden zwischen diesen unseren Gästen und dem Reichsaußenminister von Neurath bei einem Abendessen Trinksprüche gewechselt. „Trinksprüche", auch Toasts genannt, waren durch viele Jahre der Kummer jedes Schriftleiters. Selbstverständlich: sie mußten immer an hervorragender Stelle gebracht werden, besonders zu der Zeit, da es weniger die Staatsmänner als die Monarchen waren, die solche Trinksprüche wechselten. Aber auch dem begeisterten Monarchen vermochten diese Trink- fprüche in der Regel nur wenig zu sagen. Sie lasen sich wie auseinandergezogene „Communiquss", an deren lederne Langeweile sichtlich viele „Ressorts" (oder Instanzen")' eifervoll mitgearbeitet hatten. Die Zeichendeuter versuchten dann die eine oder andere Wendung in einem Leitartikel hervorzuheben und sozusagen gemeinverständlich zu machen. Die Historiker kamen anmarschiert und stellten diese oder jene Formel „in den großen Zusammenhang der Begebenheiten". Wir stellen mit Vergnügen fest, daß die zwischen dem deutschen Außenminister und dem ungarischen Ministerpräsidenten gewechselten Trinksprüche in einem klaren, einfachen und munteren Deutsch abgefaßt sind. In ganz großem Maßstab konnte diese „neue Sprache" schon beim Münchener und Berliner Besuch des Duce vernommen werden. Dieser Besuch konnte noch als ein Ausnahmefall gelten. Aber seither mehren sich die Zeichen, daß sich überall, fast mit unwiderstehlicher innerer Gewalt, ein neuer Stil bei dem Austausch höflicher Begrüßungsansprachen ankündigt. Die englische Etikette ist sicherlich sehr steif, doch bei dem jüngsten Besuche Leopolds III., des Königs der Belgier, in London konnte ein aufmerksames Ohr schon neue, freimütigere Akzente wahrnehmen und den Versuch heraushören, über dem Bankett-Tisch hinweg z u Völkern zu reden, und zwar gemeinverständlich. Die jetzt zwischen den ungarischen Gästen und dem deutschen Gastgeber gewechselten Ansprachen lesen sich wie bewußte Anreden an die Völker, deren politische Leiter und Staatsmänner sich bei einer feierlichen und würdigen Gelegenheit begegnen. Selbst in den Höflichkeiten, die ausgetauscht werden, vereinigt sich die Anerkennung der Leistung, die auf der einen Seite die verantwortliche Staatsführung, auf der anderen Seite ein entschlossenes und opferwilliges Volk auf sich genommen und durchgeführt haben. Die lebende völkische Substanz der Nationen beherrscht den Vordergrund: der reine Staatsapparat tritt in den Hintergrund. Und bezeichnend genug: In dieser neuen „Atmosphäre" können echte völkische Belange „frei von der Leber weg"'berührt werden, um die der Herr Diplomaticus bei früheren Gelegenheiten mit den Filzpantoffeln herumschlich, sintemalen er sich fürchtete, jenen nationalen Chauvinismus zu reizen, der sich mit sehr bewußter Absicht an die Stelle des echten Volksgefühles gefetzt hatte. Der Chauvinismus ist aber „Ersatz", weiß von dieser seiner Unterwertigkeit (wenigstens im tiefen Herzensgrund) und ist darum unduldsam: das echte V o l k s g e f ü h l ist natürlich und darum sachlich, wohlwollend und von Achtung gegenüber anderen Volkstümern er» füllt. So konnte Freiherr von Neurath feine Heber» Zeugung aussprechen, daß auch in Zukunft die in Ungarn seit vielen Geschlechterfolgen ansässigen deutschen Siedler zur gemeinsamen Freundschaft beitragen werden: und der ungarische Mini» fterpräfibent konnte die geschichtlich-wichtige Rolle der in Ungarn ansässigen, ihrem neuen Vaterland treu ergebenen deutschen Siedler-Geschlechter freimütig würdigen. ß. r. Die Ostasienkonserenz ergebnislos verlast. Brüssel, 24.91od. (DNB.) Die Ostasienkonfe» renz hat ihre Schlußsitzung abgehalten, in der der chinesische Vertreter, Wellington Koo, be» dauert, daß seine Anregungen konkreter Maßnah. men von der Konferenz nicht geprüft worden sind. Sie stellt fest, daß die Unterbrechung der Äonferen^ arbeiten zweckmäßig sei, um gewissen Regierungen Zeit zu einem Meinungsaustausch zu geben. Der italienische Vertreter Graf Aldrovandi Mares- cotti erinnerte daran, daß er schon zu Beginn der Konferenz Zweifel an ihrer Nützlichkeit ausgesprochen habe. Diese Zweifel hätten sich vollauf bestätigt. Er halte die Vertagung für durchaus gerechtfertigt und würde sogar die Auflösung der Konferenz für das Richtige halten. Lord Granborne, de Tessan und Norman Davi; hoben hervor, daß es sich nur um eine — allerdings unbefristete — Unterbrechung der Konferenz handele. Tokio feiert das Antikomintern-Akommen. Tokio, 25. Nov. (DNB. Funkspruch.) Die erste Jahresfeier des Antikomintern-Abkommens und den Beitritt Italiens feiert Tokio heute mit reichem Flaggenschmuck in den Farben der drei Länder. Der deutsche und der italienische Botschafter sowie Außenminister Hirota tauschten Glückwunschadressen aus. Hirota betont, daß das Abkommen nichts mit einem üblichen Jnterefsenbündnis zu tun habe, sondern den Ausdruck einer geistigen G e -- meinschaft bedeute. Der Pakt sei kein „faschistischer gegen andere Staaten gerichteter Block", sondern er sei o ff e n für alle Völker, die sich im Kampf gegen den Bolschewismus mit Deutschland, Italien und Japan geistig verbunden fühlten. Aus Anlaß des Jahrestages der Unterzeichnung des deutsch-japanischen Antikomintern-Abkvmmens bringen alle deutschen und alle japanischen Sender am heutigen Donnerstag, von 12.30 bis 13 Uhr eine Sendung, in deren Verlauf Reichsminister Dr. Goebbels und der japanische Verkehrsminister Nagai sprechen. Der Führer und Reichskanzler hat einer Reihe von japanischen Persönlichkeiten, die vorzugsweise an dem Abkommen mitgearbeitet haben, den Der - dien st orden vom Deutschen Adler verliehen. Ebenso hat Seine Majestät der Kaiser von Japan die an der Bearbeitung des Abkommens beteiligten deutschen Persönlichkeiten durch Verleihung japanischer Orden ausgezeichnet. Oeuffch-ungansche Kutturbeziehungen 20 Jahre Ungarisches Institut an der Universität Berlin. Berlin, 24. Nov. (DNB.) In diesem Jahr kann das Ungarische Institut an der Universität Berlin auf ein 20jähriges Bestehen zurückblicken. Aus diesem Anlaß fand in der Alten Aula in Anwesenheit führender Männer des kulturellen und wirtschaftlichen Lebens sowie von Vertretern des Reiches, der Partei und Wehrmacht eine Feierstunde statt, bei der der ungarische Ministerpräsident v. Daranyi erklärte: Als eines der ältesten Mitglieder der Gesellschaft der Freunde des Ungarischen Instituts habe ich die kulturellen Bestrebungen des Instituts von jeher mit warmer Anteilnahme verfolgt. Ich denke an all die ungarischen Studenten, die seit der Begründung der Universität nach Berlin strömten, um sich für ihre zukünftige Lebensbahn oorzubereiten. Dieser Reihe der Studenten entstammten Dichter, Philologen, Staatsmänner, deren Namen mit der geschichtlichen Entwicklung Ungarns für immer verbunden bleiben. Die deutsche S p r a ch e als erste Fremdsprache in allen höheren Schulen gelernt, ist einem großen Teile der Ungarn geläufig. Die deutsche Sprache mit Literatur wurde neben vielen Lektoraten an fünf Lehrstühlen der vier ungarischen Universitäten unterrichtet, und die Meisterwerke der deutschen Literatur lagen in mustergültiger Heber» setzung der bedeutendsten ungarischen Dichter vor. Die ungarische Kultur fand hingegen — bis zum Weltkriege — in Deutschland nirgends eine Heimstätte. Ungarn blieb dem deutschen Volke nicht nur unbekannt, sondern es wurde auch vielfach verkannt. So ist es verständlich, daß die Errichtung eines ungarischen Lehr st uh les und bald nachher die Begründung eines ungarischen Univer- sitätsinstitutes in der ungarischen Öffentlichkeit eine aufrichtige Freude auslöste. Man erkannte, daß dieses Institut dazu berufen fei, die höchsten Werte der ungarischen Kultur der deutschen Wisfenschaft zu vermiteln und so für das isolierte Land das Tor der Weltöffentlichkeit zu erschließen. Nach zwei Jahrzehnten geistiger Tätigkeit kann festgestellt werden, daß das Institut die Erwartungen, die man an feine Arbeit knüpfte, in vollem Maße erfüllt hat. Reichsminlsler Rust führte dann aus: Die Anwesenheit unserer hohen ungarischen Gäste hebt die 2O-Jahrfeier des Hngari- schen Instituts an der Hniversität Berlin weit hinaus über die Bedeutung eines reinen akademischen Festes: Zwei Völker nehmen an dieser Feier teil und bekunden durch sie ihre lebendige kulturelle Verbundenheit. Die Waffenbrüderschaft im großen Weltkrieg schuf neue geistige Brücken zwischen den ehemals kulturell so eng verbundenen Nationen. Es ist der regen Tätigkeit des Budapester Hniver- sitätsprofessors Rodert G r a g g e'r , der in Berlin studiert hat, zu danken, daß im März 1916 der Preußische Landtag einstimmig für die Errichtung eines Extraordinariats für ungarische Sprache und Literatur an der Berliner Hniversität stimmte. (Bragger selbst hat bis zu seinem Tode 1926 hier in Berlin gewirkt. Im November 1917 wurden die Gesellschaft der Freunde des Hngarischen Instituts und das Hngarifche Institut selbst gegründet. Für die Festigkeit dieser Gründungen spricht, daß beide Institutionen den politischen und moralischen Zusammenbruch von 1918 überdauerten. Besonders schwierig, aber um so wichtiger war die Aufgabe des Instituts in der Zeit des November-Regiments, als deutsche Regierungen von dem nationalen Ungarn, das alle Schrecken eines marxistisch-bolschewistischen Regiments überstehen mußte, bewußt Abstand nahmen. Damals liefen im wesentlichen über das Un? g arische Institut die alten Kulturoerbindungen zwilchen unseren Völkern. Um seine Arbeitsgrundlage und seine Bedeutung zu verbreitern, vergrößerte (Bragger es um eine türkische und eine finnische Abteilung. Damit hatte Deutschland hier im Institut die einzige Forschungsstelle für eine gesamte uralaltaische Philologie. Besondere Aufmerksamkeit hat sich das Ungarische Institut auch dadurch verdient, daß es sich die Erforschung des ungarländischen Deutschtums angelegen sein ließ. Nach den entscheidenden Veränderungen in Deutschland durch die nationalsozialistische Revolution bin ich im Oktober 1934 der Einladung der ungarischen Regierung folgend nach Ungarn gegangen und brachte von dort nicht nur neue persönliche Verbindungen und starke Eindrücke von dem Lebenswillen Ungarns mit nach Deutschland, sondern auch einen ersten Kulturver - trag. Die Reichsregierung wird weiterhin alles tun, um das Institut im Sinne seiner Gründung zu lebendiger Wirksamkeit gelangen zu lassen. Die ungarischen Gäste aus dem Neichssportfeld. Berlin, 24. Nov. (DNB.) Die ungarischen Gäste benutzten den Mittwoch vormittag zu einer eingehenden Besichtigung der Kampfstätten der Olympischen Spiele 1936 und der historischen Stätten in Potsdam. Unter der Führung des Reichssportführers hatten sie zunächst Gelegenheit, von der Führerloge aus die wuchtige Anlage des Stadions auf sich wirken zu lassen. Anschließend warfen sie vom Glockenturm einen Blick auf die gesamte Anlage und besichtigten dann die Dietrich- Eckart-Bühne, die Sportakademie und das Friesen- Haus. In Potsdam besuchten die ungarischen Gäste die Garnisonkirche, Sanssouci und das Neue Palais. ♦ Der Reichsminister des Innern Dr. Frick und Frau Frick hatten zu Ehren des ungarischen Ministerpräsidenten und des Ministers des Aeußern zu einem Frühstück geladen, an dem auch Gesandter von Sztojay teilnahm. Von deutscher Seite sah man Reichsleiter Hier!, die Staatssekretäre von Mackensen, Pfundtner und Staatssekretär Körner, Korpsführer Hühnlein, und Gesandten von Erdmannsdorf und Prinz zu Wied, Generalinspektor Dr. Todt, den Chef der Ordnungspolizei General D a l u e g e und den Chef der Sicherheitspolizei ^-Gruppenführer H e y d r i ch mit ihren Frauen. Französische Monarchisten. Don unserem Si.-Berichierstaiier. Nachdruck verboten! Paris, 24. November 1937. (Durch Flugpost.) Auch im ruhigen Frankreich gibt es Unter» ftrömungen. Gewiß sind die verfassungsmäßigen Einrichtungen in Kraft. Die Regierung regiert, bis sie gestürzt und durch eine andere abgelöst wird. Das Parlament redet. Die Polizei fahndet. Die Parteien werben. Und Bewegungen werben außerhalb des parlamentarisch-politischen Rahmens. Wenn die Volksfrontregierung und ihr sozialdemokratischer Innenminister so verhältnismäßig zahlreiche Waffe n I a g e r aufstöbern, so brauchen diese Entdeckungen nicht immer gleich Vorratslager zu betreffen, die in den letzten 18 Monaten in Gegnerschaft zur Volksfrontbewegung angelegt worden sein müssen. Sicher stammen Waffen, die gut eingefettet und gebrauchsfertig aufgestapelt sind, aus der Zeit, die von jetzt rückwärts bis in das Kriegsende hineinreicht. Noch bevor es die Feuerkreuzler gab, werden ehemalige Frontkämpfer, die das Schießgewehr gewöhnt waren, sich ein paar Wehrwerkzeuge aufgehoben haben: daß solche Männer dann der Feuer- kreuzlerbewegung beitraten, ist verständlich. Daß sie, als die Feuerkreuzlerbewegung als solche verboten war, ihre Waffen nicht in die Seine warfen, wird auch niemanden wundern. Diese Waffen konnte man aber, wenn man das gewollt hätte, auch vor drei oder sechs Jahren „entdecken": dieselben Waffen würden, wenn in Frankreich alles ruhig und normal verläuft, ebenso gut eingefettet und unterhalten auch noch weitere zehn Jahre im Verborgenen geblüht haben können. Jetzt sind Sie Waffenfunde z u einem politischen Kampf- und Reklamemittel geworden. Nicht die ehemaligen Besitzer schießen damit auf die Verfassung Frankreichs, sondern die Inhaber der Regierungsmacht kehren den Spieß, wenn man so sagen will, um und benutzen die nun in polizeilichem Gewahrsam sichergestellten Waffen symbolisch, um eine große Offensive gegen ihre politischen Gegner 3u starten, eine Offensive, der sie den Namen Abweyr der Verschwörung zum Sturz der republikanischen Einrichtungen geben. Das Sicherheitsvermögen der dritten französischen Republik ist heutigentags gewiß noch nicht erschöpft. Die Beteuerung, der Bürger dieser Republik könne ruhig schlafen, ist also zumindest ebenso richtig wie harmlos. Für französische Zeitungen ist der Stoff natürlich besonders dankbar. Der Vorfall schweißt an sich die Dolks- frontmehrheit wieder stärker zusammen, die auf dem Gebiet der Alltagspolitik — Anpassung der Beamtengehälter an die Abwertung des Franken und an das Steigen der Lebenshaltungskosten — Familienszenen durchmacht. In einer Auslassung des französischen Innenministeriums wird die „Verschwörung zur Ersetzung der republikanischen Einrichtungen durch eine Diktatur" als die von den Putschisten erwünschte darauf folgende Wiedereinführung der Monarchie hingestellt. Wenn der Innenminister das sagt, wird er auf Grund der Funde der Polizei schon Beweisgründe für diesen Verdacht haben. Nun kann man aber sicher hinsichtlich des Grades der Gefährlichkeit einer Bewegung, die im Aufsteigen fein mag, verschiedener Ansicht sein. Immerhin muß man zugeben, daß die monarchistische Bewegung in Frankreich moderner zu werden beginnt. Wohlverstanden: die monarchistische Bewegung! Nicht etwa die altmodische royalistische Bewegung. Seit dem Erlöschen der älteren Linie der Bourbons, den Nachkommen König Ludwigs XV., dessen Enkel Karl X. in der Julirevolution 1830 die Krone verloren hatte, sind 1883 die Thronansprüche an das Haus Bourbon-Orläans übergegangen, das von 1830 bis zur Februarrevolution 1848 in Frankreich regiert hat und dessen Haupt seit 1926 der jetzt 63jährige Herzog von Guise ist. Der Zweig Orleans der französischen Bourbonen geht auf Philipp, Herzog von Orleans, den Bruder Ludwigs XIV., zurück. Der Herzog von Guise hat ein Vermögen von nahezu 50 000 000 Mark ererbt. Vor seiner Verbannung galt er als einer der reichsten Grundbesitzer Frankreichs. Das Schloß Amboife an der Loire, eine Residenz der früheren Königs von Frankreich, ist sein Eigentum. Sein Sohn, der 29jährige Graf von Paris, verwaltet die Besitzungen seines Vaters in Spanisch-Marokko. Er wohnt auf einem belgischen Schloß und in Palermo, wo er sich mit seiner Kusine Prinzessin Isabella vermählte. Dieser Gras von Paris verhält sich nicht mehr passiv als muffiges Ausstattungsstück der Herrensöhnchen der königstreuen „Actton Fran- ?aise". Der Graf von Paris hat vor zwei Jahren eine kleine Wochenschrift, den „Königlichen Kurie r", gegründet und ist mit diesem aus seiner Auslandsverbannung heraus vor das französische Volk getreten, um für einen französischen Stände st aat mit sozialer Gerechtigkeit und innerer Ordnung in monarchisch-erblicher Form und unter seiner Leitung eingetreten Schon damals war der alttoyalistischen Tageszeitung „Action Frangaise" dieser Einbruch in ihre königliche Einflußsphäre gar nicht recht: sie dachte in jenem Augenblick wohl zwar nur an die Gefahr eines Abonnentenschwunds. Immerhin räusperten sich die alten Herren in der Schriftleitung der „Actton Frangaise" mißbilligend, als der Gras von Paris aus dem von ihnen befürworteten bourbonischen Herrscherhaufe die Königspolittk als überpartei» l i ch bezeichnete und den Royalisten ihr fönigs- treues Monopol versagte. Das wird sich wieder legen, sagte man in den Kreisen der „Actton Fran- ?aise". Daß sich das keineswegs gelegt hat, sondern daß der junge Graf von Paris im Gegenteil Verbindung mit allen Schichten aufgenommen hat, die mit den bisherigen Einrichtungen nicht zufrieden sind, ergibt sich aus dem Aufruf, den der Graf von Paris im Namen feines Vaters erlassen hat, als dieser Tage an der französisch-schweizer Grenze ein Stelldichein der neuen Königstreuen verwirklicht werden sollte. Der Aufruf enthält die Anrede „Franzosen". Er ist also nicht an die altkönigstreue Ueberbleibfel- Partei gerichtet. Er schließt mit den sehr deutlichen Programm-Sätzen: „Ich bin gewiß, daß ich euer Glück machen kann, ich bin entschlossen, den Thron meiner Väter wieder z u erobern. Frankreich wird dann seine Mission in der Welt wieder übernehmen. Es wird den Frieden, die Eintracht, den Wohlstand durch die Einigung des Volkes mit seinem Dormundschafts-Verteidiger, dem König, wiederfinden." Im Aufruf bejaht der junge Graf, der sich schon als König von Frankreich sieht, die sozialen Reformen, tut die Diktaturform für Frankreich ab, weil er nicht möchte, daß die Franzosen auf ihre Freiheiten, auf ihre Vergangenheit und auf ihre Heberlieferung verzichten sollen. Um aus den sinnlosen Streitigkeiten und dem circulus vitiosus herauszukommen, ohne die berechtigten Freiheiten zu verlieren, bleibe als normale, natürliche und dem französischen Genie entsprechende^Lö- sung nur d i e Monarchie, die allein die Achtung und den Schutz der Freiheiten mit der öffentlichen Ordnung vereinen könne. Die Monarchie, die er in Frankreich einführen wolle, müsse sich auf alle lebendigen Kräfte des Landes stützen. Die par- lamentarifche Republik lebe nur von Parteienkämpfen und Parteienkompromiffen. Das französische parlamentarische System, die Verantwortungslosigkeit und die mangelnde Festigkeit machten dauerhafte Gesundung und durchgreifende Reformen unmöglich. Die in der Person des Königs verantwortliche Monarchie trage in der Erblichkeit das stärkste Element der Beständigkeit. Wenn Demo» kratte bedeute „für das Volk regieren", dann sei das ein Ideal: wenn sie bedeute, daß sich das Volk selbst regiere, so sei er damit nicht einig; glaubten aber die Franzosen heute, daß sie sich selbst regieren? Der Stimmzettel sei ein Betrug. „Franzosen", so heißt es dann in dem Aufruf des Grafen von Paris weiter, „werft die Tyrannei der Lüge und der falschen Ideen weg!" Die Grundsätze der Revolution von 1789 haben das Individuum zu einer abstrakten Ganzheit erhoben, seine, des neuen König-Anwärters, Reformen würden die Einzelper- fönlichkeit wieder in den normalen Rahmen der Familie, des Standes und der Provinz als der engeren Heimat stellen. Auch die Kirche vergißt der Graf von Paris nicht. Er werde die Glaubensfreiheit schützen und das genüge zu ihrer Entfaltung, doch werde die Monarchie keine klerikale Regierung fein, sondern er wolle dem Grundsatz der Trennung von Kirche und Staat treu bleiben. Der Schluß des Aufrufes behandelt das heikle Problem der A l t r o y a l i st e n. Vor ihrer Unabhängigkeit und Heberlieferungstreue macht der junge Graf eine höfliche Verbeugung, untersagt es der altroyalistischen Partei und ihrer Zeitung, der „Action Frangaise", aber, sich als Sprachrohr des Herrscherhauses Frankreichs zu bezeichnen. Denn die „Aktion Frangaise" sei nur eine Partei, seine Monarchie werde über den Parteien stehen. Die Zeitung „Actton Frangaise" hat sich bei allem königstreuen Respekt diese Ohrfeige nicht gefallen lassen, ohne zu schreien. Sie erklärt bereits zur Sache, daß sie sich nicht als Partei fühle, denn uneingeschränkter Nationalismus, wie sie ihn verfechte, sei das Gegenteil einer Partei-Einstellung. Die „Action Frangaise" sei ihren alten Grundsätzen treu und stehe auf dem Standpunkt, daß man zur Herstellung der Monarchie erst einmal die Republik stürzen müsse, woran sie mit ganzem Herzen arbeite. Der junge Graf von Paris' muß diese Belehrung seiner unbequemen Anhänger nun erst einmal ein« stecken. Wer wird die größere revoluttonäre Dynamik beweisen? Der anti-royalistische, aber monarchische Graf mit seinen volksverbundenen Krönungsschmerzen oder die verkalkten altkönigstreuen Aristokraten mit ihren Wunsch träum en nach vergangenen Zeiten? Die Anmeldung des Thronanspruches des Grafen von Paris erfolgt in einer Zeit, wo sich die Außen« und Innenpolitik Frankreichs in einer offenbaren Krisis befindet. Die bei Sowjetrußland gesuchte Rückversicherung ist durch die Massenhinrichtung bisher repräsentativer Männer des Sowjetstaates mehr als zweifelhaft geworden. Die Anlehnung an das insulare England ober sogar an Nordamerika ist für das so überwiegend kontinentaleuropäisch gebundene Frankreich nicht völlig ausreichend. Der spanische Konflikt ist praktisch schon zu einer Krise der westlichen „Demokratten" geworden. Die innere Politik Frankreichs dreht sich in fehlerhaftem Kreislauf von Lohn- und Gehaltserhöhung auf der einen, von Preiserhöhungen auf der anderen Seite. Die technischen Auskunftsmittel der Pariser Regierung, wie wiederholte Abwertungen ober Ablenkung der öffentlichen Aufmerksamkeit durch Auspeitschung rein parteipolitischer Instinkte, weist auf ben tiefsten Kern ber französischen Krise hin: aus die innere Hnsicherheit, auf den Mangel an Vertrauen unb an Führung, letztlich auf die Entfremdung zwischen Volk unb Staat. Kein Wun« ber, baß ber französisch? Monarchismus bie Konjunktur nutzen will, bie ihm diese Zustände zu erschließen scheinen. Oie Ordensburg Sonthofen ... res 1937 Kilometer. Das Bauziel des wird Präsident der Reichsmusikkammer, General« Dssr Autoarbeiter-Gewerkschaft in den Streik Einwohnerschaft ein Ende bereiten mögen. ten (Scherl-Bilderdienst-M.) und k:e teilung gemacht, daß der Duce 1000 2 sofortige Schmierwirkung auch im eiskalten Motor 3. unzerreißbaren Oelfilm im stark erhitzten Motor Autoarbeiter-Gewerkschaft in den Streik getreten. Der Betrieb konnte jedoch bisher durch Arbeits- Die Burg Sonthofen im Allgäu, die noch nicht endgültig fertiggestellte dritte Ordensburg der NSDAP., wurde bei einem Besuch des Führers geweiht. Man sieht hier einen Teil der Ordensburg mit dem wuchtigen Turmbau und die im Burghof angetretenen Abordnungen. — (Scherl-Bilderdienst-M.) Doppelzentner Kaffee aus der Provinz Harrar für das Deutsche Winterhilfswerk zur Verfügung stelle Die Verfrachtung dieser dankenswerten Spende, die in Deutschland mit Freude ausgenommen werden wird, erfolgt in den nächsten Tagen. Havas meldet heftige Beschießung von Madrid. Paris. 25. Rov. (DNB. Funkspruch.) Wie Ha- vas aus Madrid meldet, haben am Mittwochabend gegen 22.30 Uhr die nationalen Truppen mit einer heftigen Beschießung von Madrid begonnen. lleber 2 0 0 Granaten seien abgefeuert worden. Die Beschießung habe um Mitternacht noch angedauert. x Der Gesundheitszustand der Bevölkerung Madrids hat sich, nach Berichten von Ueber- läufern in erschreckendem Maße verschlechtert. Typhus, Blattern und andere Seuchen fordern unter der durch Hunger und Kälte geschwächten Einwohnerschaft immer mehr Todesopfer. Die Lebensmittelknappheit wirkt sich von Monat zu Monat stärker aus. Dazu kommt der Mangel an Heizmaterial sowie an warmer Kleidung und Decken, die größtenteils von den bolschewistischen Horden „beschlagnahmt" worden sind. Von einer geregelten Straßenreinigung ist natürlich seit langem keine Rede mehr, und die sanitären Anlagen verfallen völlig. Unter diesen Umständen wird die Sehnsucht immer stärker, daß die nationalen Truppen den Leiden der schwergeprüf- Rechtsanwalt wie als Politiker großes Ansehen erworben. Im Jahre 1920 trat er in die Regierung als Minister für die Landesverteidigung ein. Später war er in verschiedenen Kabinetten Justizminister. Er schied im Juni 1934 als Justizminister aus der damaligen Regierung de Brocqueoille. Er ist nicht mehr Mitglied des Parlaments dem er vom Jahre 1912 bis 1936 fast ununterbrochen angehört hatte. Geschäftsrückgang und Streikhetze in USA. Neuyork, 25. Nov. (DNB Funkspruch.) Der hier seit mehreren Wochen starke Geschäftsrückgang äußert sich in weitgehenden und immer steigenden Betriebseinschränkungen bei verschiedenen Industriezweigen. In der Stahlindustrie sind beispielsweise gegenwärtig rund 500 000 Arbeiter von den Betriebseinschränkungen betroffen. Diese Entwicklung ist begleitet von einem Ueberhandnehmen der Streikhetze. So hat die Cio-Gewerkschaft den Fordwerken erneut den Kampf angesagt. In einem Fortbetrieb in St. Louis sind die Mitglieder der Lewis unterstehenden Arctic ist - nach umwälzend neuem Verfahren hergestellt - „reiner Schmierstoff“, der die denkbar beste Eignung für die großen Tempera# turschwankungen des Winterhalbjahres (von 4-15° bis —30°) besitzt. st Einfüllzeit für Wen*, fr üeberblM ^deutlich, " , ich * Wn, bet "ZU er '.Mission r Len Kneb», Sinupmite folger, ber lht der juK> ankreich sich Jfarfotm ji daß die liergangech- m sollen. Hx dem circulr - berechtigt irmak, nofe sprechendes Hein die Lh Tit der offen). Monarchie, bi; Nüsse sich auf >hen. Die per. ion Par!ei-n Das frech ranhöortur:;. gkeit mofe ifende ür 5 König- krblichke^ Wenn to n", W\\ | fid) bas N ! iq; glaubt ' fetbjt regle« . Franzosen", Trchrn w x Wye ie1 i ze der .um zu ei': j es neuen I- )ie Einzelfio Rahmen btt ovinz e!s btt ! irchemcht die 6'* ihrer SM e klerikale Grundsatz V. bleiben. »ft das h» ar ihrer lb ie macht dl untersagt t ■hon «l* i°"i s sich die osfenbc-L'! -atesm . an W einet, Di«« «fteÄ auf &.f! ÄK $ifr s-Ltz «si t6nic:' rvich. son^ ^enteil K m 3en der G. erlassen fL ,ei3er @ren,: Uen Denuiii — 2000 Kilometer Reichsautobahnen — Mitte Dezember erreicht fern. Kunst und Wissenschaft Professor Raabe. willige aufrechterhalten werden. Das Fordwerk ist von etwa 1200 Streikposten umlagert, die die in Autos eintreffenden Arbeitwilligen mit Steinen bewerfen. Die Polizei hat bereits mehrere Verhaftungen vorgenommen. Erstes Militärgerichtsurteil in paläftina Jerusalem, 24. Nov. (DNB.) Das Militärgericht in Haifa führte als ersten Militärgerichts- prozeß eine Verhandlung gegen den 80jährigen Scheich Farhan Saadi durch, einen engen Freund Fauzi Kaukadschis, der im vorigen Jahr der Anführer der arabischen Freischärler war und jetzt verbannt ist. Der Militärgerichtshof fällte das Todesurteil, das der Angeklagte würdevoll und vollkommen ruhig aufnahm. Die Urteilsbestätt- gung liegt in Händen des Höchstkommandierenden der britischen Truppen in Palästina. Seine Entscheidung ist in den nächsten Tagen zu erwarten. Während der Verhandlungen demonstrierten zahlreiche Araber vor dem Gerichtsgebäude, doch wurden die Demonstranten bald auseinandergetrieben. Oer OucelpendetKaffee für dasWHW. Rom, 24. Nov. lDNB.) Der wegen ihrer Bücher über das faschistische Italien bekannten deutschen Schriftstellerin Luise Diehl die sich zur Zeit auf einer Studienreise durch Aethio- p i e n befindet, wurde in Harrar die freudige Mit- sich auf die Sozialdemokraten, Katholiken . iberalen stützt und in der die Portefeuilles unter |::efe verschiedenen Parteien verteilt worden sind. ..um ersten Male seit 1884 ist die Ministerpräsident- chaft nicht der katholischen Partei zugefallen, da ianson der liberalen Partei angehört. In der poli- .fchen Kräfteverteilung hat sich innerhalb der Neuerung gegenüber dem Kabinett van Zeeland i i ch t s geändert. Die Sozialdemokraten haben irire sechs Posten, die Katholiken ihre fünf Porte- uilles und die Liberalen ihre drei Posten behalten. : ie Leitung der auswärtigen Angelegenheiten i-eibt in den Händen des Außenministers Spaak Sozialdemokrat), das Ministerium für Landesver- r idigung behält General Denis. Ministerpräsident !i a n s o n ist 1872 geboren und hat sich sowohl als „Geheimausschuß der revolutionären Tat" Weitere Mitteilungen der Pariser Polizei. Parts, 25. Nov. (DNB.) Wie Haoas berichtet, hat der Direktor der Sicherheitspolizei mitgeteilt, daß man den wirklichen Namen der Verschwörer kenne. Die Organisation trage den Namen „G e • !heimausschuß der revolutionären a t". Die Mitglieder des „Stabes" besäßen eine iblauweihrote Armbinde mit einem in königsblauer f Emaille ausgeführten Abzeichen, das eine Lilie zeige. Zwei solcher Armbinden seien bei einer Haussuchung in der Wohnung eines flüchtigen Waren- Ihausangestellten vorgefunden worden. Das Verhör «eines festgenommenen Fliegerunteroffi- e r 5 habe erwiesen, daß er dem „Geheimaus- ! schuß der revolutionären Tat" angehörte und eine iVilla bei Paris bewohnte, in der ein „geheimes Gefängnis" vorbereitet worden sei. Verhaftet worden Iseien außerdem drei Algerier, ein kaufmän- inischer Vertreter, ein Schriftsteller und ein Bauer, !die einer Vereinigung .,Das französische Algerien" fangehörten und mit dem in Brüssel besindlichen -Sekretär der royalistischen Zeitschrift „C o u r r i e r Moyal" in Verbindung gestanden haben sollen Auch die drei Algerier sollen Mitglieder des „Ge- Leimausschusses der revolutionären Tat" gewesen sein Sie haben angeblich gestanden, während anderthalb Monaten etwa 15 000 Franken erhalten 0U haben. Sie sollen den Auftrag gehabt haben, -sichere Leute für die Möglichkeit eines Putsches an- Zuwerben. Der General Duseigneur, der von Der Polizei eingehend verhört worden ist, wird die Macht im Polizeigefängnis verbringen. Ein Teil der Pariser Morgenpresse wendet sich »heftig gegen den sozialdemokratischen Innenminister Marx Dormoy. So schreibt „Echo de Paris": Wenn Frankreich eine fähige und gutwillige Regierung hätte, so wäre der sozialdemokratische Innenminister bereits verhaftet und des Verbrechens gegen die Sicherheit des Staates beschuldigt worden. Das französische Regime würde die Lächerlichkeiten nicht lange überleben, mit denen Dormoy d?s überhäufe. Das neue belgische Kabinett. Hanson Ministerpräsident einer parlamentarischen Mehrheitsregierung. Brüssel, 24. Nov. (DNB.) Nach vierwöchiger Regierungskrise ist die neue Regierung unter dem Vorsitz des Staatsministers Paul Emile Janson ebildet worden. Die Regierung Janson ist, wie die vorhergehende Regierung van Zeeland, eine parlamentarische Mehrheitsregierung, Grundstücke im Grundbuch, wenn die Dermessungs- behörde bescheinigt, daß das zu bildende Grundstück örtlich und wirtschaftlich eine Einheit darstellt. 1800 km Reichsautobahnen in Betrieb. Berlin, 24. Nov. (DNB.) Am 27. November werden wieder drei fertiggestellte Reichsautobahn st recken mit einer Gesamtlänge von rund 85 Kilometer dem Verkehr übergeben. Hiervon entfallen rund 30 Kilometer aus das Teilstück Burgdamm—Oyten der Strecke Hamburg — Bremen. Die Verlängerung der W e st t a n g e n te des Berliner Ringes um 20 Kilometer stellt den Anschluß der Reichsstraße 2 an die Reichs- autobahn Berlin — Hannover her und schafft somit eine günstigere Verbindung für den Süden Berlins nach dem Westen. Die dritte Teilstrecke mit rund 35 Kilometer Länge liegt i n Schlesien zwischen Bunzlau und Sagan Mit ihr wird eine wesentliche Verbesserung der Verkehrsverbindung von Berlin nach Frankfurt an der Oder und der Niederlaufitz nach Schlesien erreicht. Mit diesen neuen Teilstrecken überschreitet das Netz der Reichsautobahnen die Gesamtlänae von 1800 Oie Beurkundungsbefugnis der Dermeffungsbehörden. Berlin, 24. Nov. (DNB.) Die Reichsregierung hat ein Gesetz über die Beurkundungs- und Be- glaubigungsbefugnis der Vermessungsbehörden erlassen," das dazu beitragen soll, daß Grundstücke eines Eigentümers, die räumlich und wirtschaftlich eine Einheit find, im Kataster als ein Flur- stück (Parzelle) gebucht werden Zu diesem Zweck gibt das Gesetz den Vermessungsbehörden die Befugnis, Anträge von Grundstückseigentümern auf Vereinigung oder Teilung von Grundstücken öffentlich zu beurkunden. Es darf erwartet werden, daß die Anregungen der Vermeffungsbeamten zur angemessenen rechtlichen Vereinheitlichung oder Neueinteilung von Grundflächen bei den Eigentümern das nötige Verständnis finden Für die Beurkundungen werden keine Gebühren erhoben, auch nicht für die Eintragung der Vereinigung mehrerer Musikdirektor Professor Peter Raabe, vollendet am 27. November fein 65. Lebensjahr. Professor Raabe genießt besonderen Ruf als Bruckner- und Beethoven-Interpret und gehört zu den besten deutschen Konzertdirigenten. — (Scherl-Bilderdienst-M.) Ausleselaaer der Reichsstudentenführung in Heidelberg. Heidelberg, 24. Nov. (LPD.) Auf dem Dilsberg bei Heidelberg war dieser Tage das Ausleselager zur Vorsttudienausbildung der Reichs st udentenführung. Junge Kameraden aus allen deutschen Gauen, die schon Hervorragendes auf ihrem bisherigen Berufswege geleistet haben, wurden einer eingehenden Prüfung auf Eignung zum Studium unterzogen. Neben der geistigen Prüfung mußte jeder Teilnehmer eine gute sportliche Leistung vollbringen. Hand in Hand ging eine rassisch-erb» biologische Untersuchung. Die nach eingehender Prüfung angenommenen Kameraden werden nach einer erfolgreich bestandenen Vorbereitungszeit von eineinhalb Jahren ihr Studium aufnehmen. pfihner-Uraufführung in Frankfurt. Professor Ludwig Hoelscher und Professor Max Strub (Berlin) werden am 3. Dezember in einem Konzert der Museumsgesellschaft Frankfurt am Main das neue „Duo für Violine und Cello mit Begleitung eines kleinen Orchesters" Opus 43 von Hans Pfitzner unter des Komponisten Leitung zur Uraufführung bringen. »Arctic Das berühmte Winter-0eil ArctiC garantiert 1. mühelosen Start auch bei strengstem Frost Zeitung, ist rachrohr dt- en. Denn die Kartei, seine stehen. Vier ; . bei aW M kW; t bereits Zst hie, denn M ihn mW nstellung- £ rft einmal itionäre M aber i* nenKr« streuen M j) vergab 'M v/v- ,3 ,V' ' •/ - f / /' L 59, das Asrika-Lustschiff Es sind jetzt zwanzig Jahre vergangen feit jenem denkwürdigen Vorstoß eines deutschen Lustschiffes bis in das Innere Afrikas. L 59 hatte Befehl erhalten, der Truppe Lettow- Dorbecks Materialien aller Art zu bringen. Kurz vor dem Ziel wurde es funkentelegraphisch aufgesordert, zu seinem Ausgangshafen Jamboli wieder zurüzukehren. lieber diese Fahrt schreibt Luftschiffkapitän Ernst A. Lehmann in seinem im Volksverband der Bücherfreunde, Wegweiser-Verlag G. m. b. Sy Berlin, erschienenen Buche „Auf Luftpatrouille und Weltfahrt" u. a. folgendes: „Professor Dr. Z u p i tz o , Oberstabsarzt bei den deutschen Kolonialtruppen, in Togo gefangen und 1916 ausgetauscht, hatte erfahren, daß es der Truppe Lettow-Dorbecks in unserer letzten Kolonie Deutsch-Ostasrika besonders an Medikamenten fehle. Er schlug dem Kolonialamt vor, ein Luftschiff auszurüsten und es unseren von aller Zufuhr abgeschnittenen Ostafrikanern zu Hilfe zu schicken. Damals war gerade auf der Werft Staaken bei Berlin ein neuer Zeppelin im Bau. Binnen vier Tagen wird dieses Fahrzeug, der LZ 104 mit der Marine- nummer L59, auf 68 500 Kubikmeter vergrößert. Schon beim Bau wird darauf Bedacht genommen, daß es nach seiner Landung und Abwrackung in Ostafrika möglichst in allen seinen Bestandteilen für unsere Kolonialtruppe verwendbar ist. Außer seinem Eigenbedarf trägt der Luftkreuzer zur Ablieferung an General Lettow-Vorbeck 311 900 Patronen, 230 Maschinengewehrgurte mit 57 500 gegurteten Patronen, 54 Maschinengewehr-Patronenkasten, 30 Maschinengewehre, 9 Re^erveläufe für Maschinengewehre, 4 Jnfanteriegewehre mit 5000 Patronen, 61 Sack Verbandstoffe und Medikamente usw. Nachdem das Luftschiff nach Jamboli (Bulgarien) gebracht worden ist, erfolgt ein Fehlstart am 14. November 1917. Drei Tage später tritt es die Weiterreise an. Die Fahrt steht unter keinem günstigen Stern. Aus Vorsichtsgründen sind nur wenige Amtsstellen unterrichtet. Und so kommt es, daß die türkische Infanterie aufgeregt und begeistert auf das Schiff schießt und ihm fünf Löcher in die Gaszellen bohrt. Kapitän B o ck h o l t muß, weil seine Gaszellen leck geschossen sind, Befehl zur Umkehr geben. Am 21. November folgte dann der neue Start." Teilnehmer der Expedition haben nach der Heimkehr dem Verfasser des Buches, Kapitän Lehmann, ihre Erlebnisse geschildert. Das Luftschiff mußte, bevor es Afrika an der Sollum-Bucht erreichte, durch eine Gewitterzone hindurch. „Afrika zeigte sich viel eintöniger als das stets bewegte Meer. In gelben Sandwellen verrinnt endlos die Libysche Wüste, kaum einmal unterbrochen durch einen kleinen, tiefblauen See. Das Sonnenlicht prallt vom heißen Sand zurück, uns schmerzen von dem grellen Licht die Augen. Eine Kamelkarawane unten in den Wanderdünen sttebt vor dem brüllenden Himmelsboten entsetzt auseinander. Nachmittags taucht die Wüstenstadt Dachel auf. Bisher ist an Bord alles glatt gegangen. Aber nun bricht das Getriebe- gehäu'se der vorderen Luftschraube und in der Funkkabine ärgert sich der Funker mit dem Empfangsapparat, der versagt. Als beim zweiten Katarakt der Nil überschritten wird, ist es schon dunkel. Wir schlagen einen großen Bogen um Khartum. Das Schicksal will, daß zu dieser Zeit der Funker keine Ursache mehr hat, sich über die Erfindung des Herrn Marconi zu ärgern: der Empfänger ist wieder in Ordnung. Als der Unteroffizier versuchsweise die mit einem Bleiklotz beschwerte Antenne herablaht, empfängt er auf der vereinbarten Wellenlänge von der deutschen Großstation Nauen eine chiffrierte Meldung vom Admiralstab: Unternehmung a b b r e cf) e n zurückkehren feind hat besetzt größten teil makonde Hochland steht bereits bei kttaigaro Portugiese angreift suden rest schutztruppe. Der Funker gibt die Meldung, die nicht zum erstenmal hinausgegangen ist, an Leutnant Maß. Der dechiffriert, geht damit zum Kommandanten. B o ck h o l t verliest sie seinen Offizieren und stellt sich und sie vor die schwere Entscheidung, was nun zu tun sei. L59 hat bisher 4500 Kilometer, zwei Drittel der ganzen Strecke zurückgelegt. Und wenn man die Fahrt fortgesetzt hätte, so hätte seine Besatzung Augenzeuge des Sieges werden können, den General v. Let- tow-Vordeck am 25. November 1917 über die Portugiesen erringt. Kapitänleutnant Bockholt ist viel zu sehr Soldat, um nicht dem Befehl des Admiralstabes bedingungslos zu gehorchen. Die Stimme des Gefühls, das bei jedermann an Bord gegen die Umkehr ist, muß schweigen. Unangefochten kehrt L59 um. In 96 Stunden hat L59 insgesamt 6757 Kilometer zurückgelegt. Als wir in Jamboli landen, enthalten seine Tanks noch Treibstoff für 64 Stunden Fahrt und 6000 Kilometer. (Der Befehl zur Umkehr erfolgte auf Grund englischer Nachrichten über eine Vernichtung Lettow-Vorbecks.) Keine ,,Zagd" nach Klugrekorden? Es heißt, einen der wesentlichsten Züge an der Eigenart deutscher Aufbauarbeit verkennen, wenn ein französisches Blatt angesichts der neuesten deutschen Flugrekorde meint, die deutsche Luftfahrt mache entschieden „Jagd" auf Rekorde. So ist es denn nun doch nicht. Denn wenn die deutsche Luftfahrt einen ausgesprochenen Rekord-Ehrgeiz hätte, d. h. also die vereinzelte Sonderleistung höherstellen würde als ein möglichst hohes Niveau der Gesamtleistung, dann hätte Deutschland angesichts der Vollendung seiner Technik zweifellos schon lange erfolgreiche Angriffe auf Flugrekorde aller Art machen können. Aber das ist ja gerade das imponierende Kennzeichen an solchen Höchstleistungen wie beispielsweise den diesjährigen Rekordflügen über den Nordatlantik durch das Postflugzeug „N o r d w i n d" oder dem Rekordflug Dr. W u - ft er s vom 11. November u. a. m., daß es sich nicht um kostspielige Sonderkonstruktionen handelt. Anders ausgedrückt: Die deutsche Luftfahrt hat, ohne sich nach Rekorden zu reißen, Schritt für Schritt in planmäßiger Fortentwicklung ein solches Niveau erreicht, daß sie mit Maschinen aus einer normalen Serie Höchstleistungen von Weltrekordwert erzielt. Das gilt auch von dem neuen Weltrekordflug, bei dem eine Heinkel-Maschine mit 1000 Kilo Nutzlast über eine Strecke von 1000 Kilometer eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 504,09 Kilometer erreichte. Was das bedeutet, geht schon allein aus der Tatsache hervor, daß die genannte Maschine mit ihrer Nutzlast von 20 Zentnern noch ganz erheblich schneller war als der bisherige (italienische) Rekordhalter ohne Nutzlast. Dazu kommt noch, daß die bisherigen Rekorde auf diesem Flugleistungsgebiet nicht etwa Jahre zurückliegen, sondern erst im Juli d. I. aufgestellt wurden. Daraus ergeben sich also insgesamt drei neue Höchstleistungen der oben genannten Maschine. „Jagd" nach Rekorden? Sie liegt dem deutschen Wesen fern. Nicht umsonst wird ja auch im deutschen Sport das Hauptgewicht nicht auf die Erzielung von Einzelrekorden, sondern auf möglichst hochwertige Breitenarbeit gelegt — und doch konnte der deutsche Sport bei den Olympischen Spielen am besten unter allen Nationen abschneiden. B. R. Kleine politische Nachrichten. Der Stellvertreter des Führers, Reichsminister Rudolf H e ß , hat aus Anlaß der Geburt feines ersten Sohnes so zahlreiche Beweise der Mitfreude erhalten, daß es ihm nicht möglich ist, jedem einzelnen zu danken. Er bittet, seinen und feiner Frau herzlichen Dank auf diesem Wege entgegenzunehmen. Die Pariser Meltaus st ellung 19 3 7 schließt für die Eröffnungsdauer 1937 heute abend ihre Pforten. Wie die Polnische Telegraphenagentur meldet, ist in letzter Zeit eine große Zahl polnischer Staatsbürger, die in Unternehmungen des Grenz- b'ezirksvon Mährisch-Oftrau tätig waren, unter Hinweis auf das tschechoslowakische Gesetz zum Schutze des Staates frist losentlassen worden. * Der brasilianische Bundespräsident hat sämtliche Gouverneure der Einzelstaaten bestätigt, sie aber ihres Gouverneurpostens enthoben und zu „I n t e r o e n t o r e n" (Bundesstatthaltern) ernannt. Die Maßnahme dient zur Stärkung der Zentralgewalt. Ans aller Welt. Zum 80. Geburtslage von Geheimrat Adolf Haeufer. Geheimrat Adolf Haeuser, Frankfurt a. M., Mitglied des Aufsichtsrates der JG.-Farbenindu- strie AG., feiert am 26. November seinen 8 0. Geburtstag. Haeuser trat 1889 als Justitiar _ in den Dienst der Farbwerke vorm. Meister Lucius & Brüning in Höchst a. M. ein, auf deren Entwicklung er entscheidenden Einfluß nahm. 1904 wurde er Vorstandsmitglied, 1916 trat er an die Spitze des Direktoriums. Das verantwortungsvolle Amt als Leiter der Höchster Farbwerke behielt Haeuser bis zum Aufgehen des Unternehmens in der JG.- Farbeninduftrie AG. 1925 bei. Er wurde in den Aufsichtsrat der IG. gewählt: ferner wurde ihm der stellvertretende Vorsitz des Verwaltungsrates übertragen. Die Tatkraft, das reiche Wissen und die vielseitige Erfahrung Geheimrat Haeusers sind nicht allein seiner Firma, sondern der gesamten chemischen Industrie und der Allgemeinheit zugute gekommen. Haeuser hat Bleibendes auf dem Gebiet des Patentwesens geleistet. Auch auf dem Gebiet des Eisenbahn-Tarifwesens hat er bedeutende Verdienste erworben. Schwerer Slraßenbahnunfall in Warschau. Ein schwerer Straßenbahnunfall trug sich in Warschau zu. Ein vollbesetzter Sttaßenbahn- wagen, der vor einer Kurve in den engen Straßen des jüdischen Viertels nicht zum Halten gebracht werden konnte, sprang aus den Schienen und geriet auf den Bürgersteig. Dabei wurde eine Frau überfahren und schwer verletzt. Ein weiterer Passant wurde von der Bahn gegen eine Anschlagsäule geschleudert. Ihm wurde dabei ein Bein eingeklemmt und völlig zerquetscht. Der Mann konnte aus seiner furchtbaren Lage nur dadurch befreit werden, daß das eingeklemmte Bein an Ort und Stelle von der herbeigerufenen ärztlichen Bereitschaft amputiert wurde. Drei weitere Personen wur- den ebenfalls ernsthaft verletzt. Planmäßige Durchführung des Deutschland - Afrika - Rundfluges. In Elisabethville (Kongo) landete, von Kapstadt kommend, die dreimotorige Ju 52 der Junkers-Werke auf ihrem Deu tschland-Afrika-Rund« f I u g. Auf dem Flugplatz hatten sich Vertreter aller Behörden zur Begrüßung der deutschen Reisegesellschaft und ihres belgischen Gastes, General I s e r e n t a n t, eingefunden. Abends fand in Am Wesenheit des Generalgouverneurs beim Provinzial- Präsidenten ein Empfang statt. Große Aufmerksamkeit erregte überall die planmäßige Durchfüh, rung des Rundfluges. Tödlicher Aulounfall in Wiesbaden. Ein tödlicher Verkehrsunfall ereignete'sich in Wiesbaden. Der Arzt Dr. Oer t gen war aus seinem Auto ausgestiegen; als er um feinen Wagen herumging, wurde er von einem aus entgegengesetzter Richtung kommenden Kraftwagen ersaßt und überfahren. Die Verletzungen Oertgens waren sehr schwer. Bei der Einlieferung ins Krankenhaus war der Tod bereits eingetreten. Aljechin — Euwe 11:9. In der 20. Partie des Schachweltmeisterfchafhs- kampfes zwischen Euwe und A l j e ch i n , die abgebrochen worden mar, wurde durch Aljechin remis angeboten. Euwe hat diesen Vorschlag angenommen. Der Stand lautet nunmehr: Aljechin 11, Euwe 9 Punkte. Weiterbelicht des Reichswetterdienskes. Ausgabeort Frankfurt. Mit dem Aufkommen heftiger Wirbeltätigkeit über Nordeuropa hat sich eine Wetterumgestaltung eingestellt. Dabei kam es in der Nacht zum Donnerstag zu vereinzelten Niederschlägen, während sich heute im Bereich des von Westen auf das Festland vorgestoßenen Hochdruckgebiets bereits Aufheiterung durchsetzen wird. Ein stärkeres llebergreifen d'er nordeuropäischen Wirbeltätigkeit bis zu uns ist unwahrscheinlich, doch werden wir in ihren äußersten Einflußbereich kommen. Aussichten für Freitag: Nach kalter Nacht wechselnde Bewölkung und besonders nach Norden auch Neigung zu vereinzelten Schauern, lebhafte Winde aus West bis Nordwest. Lufttemperaturen am 24. November: mittags 2,5 Grad Celsius, abends 2,5 Grad; am 25. November: morgens 1,9 Grad. Maximum 2,8 Grad, Minimum heute nacht 1,5 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 24. November: abends 3,5 Grad; am 25. November: morgen. 2,9 Grad. — Niederschläge 0,5 mm. Hauptjchriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum« schein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr W. Lange; für Feuilleton: Dr Hans Thynot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. 21. X. 37: 10 031. Druck und Verlag: Brühlfche Unioerfitätsörurferef R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen Monatsbezugs- preis RM 2,05 einschließlich 25 Pf Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf mehr Einzelverkauis- preis 10 Pf und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr Zur Zeit ist Preisliste Nr 4 vom 1. 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An den langen Abenden vereint sich die Familie unter der behaglichen Lampe und Nadel, Garne, Papiere, Leimtöpf Pinsel und Laubsäge beschäf-' Ligen fleißige Hände, die nicht früh genug beginnen können, um all die kleinen Ueberraschungen für die Lieben fertigzustellen. Verwandte und Bekannte werden bedacht und praktische Geschenke für das Winterhilfswerk angefertigt. Rechnet doch das ganze Volk heute damit, daß dies Fest der Liebe sich nicht nur auf die Familie beschränkt, sondern über den engen Rahmen hinaus es auch den ärmeren Müttern ermöglicht wird, ihren Kindern einen Gabentisch unter dem Lichterbaum aufzubauen. Die Adventskrone wird aus Tannenzweigen geflochten oder aus einem Holzreifen angefertigt, auf dem dann zwischen den Lichthaltern bunt gekleidete Engelkinder ihren Reigen schreiten. Auch eine Krippe muß gebaut werden Aus Brettchen wird sie gebastelt, mit Stroh deckt man sie, und sorgfältig sägen vorsichtige Hände die kleinen Figuren — die Heilige Familie samt den Hirten und Tieren — aus, bemalen sie und stellen sie möglichst handfest auf. Kann man solche Arbeiten verrichten, ahne in den Stimmungszauber der Christnacht zu geraten, deren Stern durch die düsteren Spätherbsttage schon flimmernd zu sehen ist? Mutter erzählt dabei alte Märchen oder stimmt meines der vielen Weihnachtslieder an, die halblaut mitgesungen werden. Eine Wunderwelt eröffnet ssich den kindlichen Herzen und erfüllt sie mit Ehrfurcht und Freude. Zum Gesang gesellt sich der Ton der Blockflöte und eine kleine Hausmusik »erfüllt den Raum. Dazu werden die alten herr- llichen Lieder und gerade die weniger bekannten «US lbeit alter Zeit herausgesucht geübt. und zwischen der Ar- Ach, und dann geht es bald ans Honigkuchen- dacken. Sind da nicht die Rezepte der Urgroßmutter enit Syrup und Pottasche, die drei Wochen vor dem Wacken eingeteigt werden müssen? Und die schönen Obstpasten, die wochenlang trocknen müssen! Welche Freude für die ftinDer, wenn Mutter solche Arbeiten vornimmt und sie beim Schälen der Nüsse, gbeim Auslesen des Dörrobstes, beim Mahlen der Gewürze und dem Rühren des zähen duftenden Teiges helfen können. Kommt der Nikolaus- »a g, so finden sich erste Kostproben der gemein- ssamen Tätigkeit in den Schuhen, und an den Ad- Dentsonntagen finden sich weitere Gelegenheiten, um Die Schmackhaftigkeit der selbst hergestellten Nuscheleien genau zu untersuchen. Ungeduldig reißt man ein Blatt des vom Vater gebastelten Adventskalenders nach dem anderen ab. Mutter versteht es herrlich, die erwartungsvolle Märchenstimmung der Vorweihnachts- j;eh zu gestalten. Jeder Tag ist voll Freude aber doch — ach, es ist natürlich nicht Weihnachten »elbst, es soll ja nicht mehr als eine Vorbereitung, : ine Verheißung sein .. Und so erfüllen diese Wochen ihren Sinn, wenn sie Andeutungen geben, wenst sie einen zarten Schein jener Kerzen ahnen oassen, die dann am Christbaum so hell erstrahlen werden... EvaLeifer. AuslanddeuMe Frauenarbeit Von der Grenz- und Auslanddeutschtumsarbeit, ! ie von den Frauen in der Heimat geleistet wird — einmal in der Ausland-Abteilung des Deutschen Frauenwerks, zum andern in den Frauengruppen es VDA. — wissen viele, die Arbeit der deutschen Frauen im Ausland um die Selbstbehauptung des iigenen inmitten fremden Volkstums ist der deut- chen Frauenwelt weniger bekannt. Und doch hat iie in der „Arbeitsgemeinschaft der deutschen Frau im Ausland" bereits im Derbst 1933 ihre organisatorische Zusammenfassung . nd Form gefunden Die Arbeitsgemeinschaft, die :ion der Leitung der Ausland-Organisation der NSDAP, gegründet wurde, ist eine Gliederung der Bartei. Wahrend die Frauenarbeit im Ausland ins zu dieser Gründung von den verschiedensten Berbänden mit oft recht verschiedener Art der Ar- lieitsleiftung und -Durchführung wahrgenommen roor= i»en war, bildet nun die Arbeitsgemeinschaft den Nahmen, innerhalb dessen die Arbeit aus gleichem Sinn und mit einheitlicher Ausrichtung erfolgt. Or- iianifatonfch ist die Arbeitsgemeinschaft der deut- jchen Frau im Ausland in Landesgruppen, Landes- Kreise, Ortsgruppen und Stützpunkte eingeteilt. Die Verantwortung für die Arbeit hat jeweils die Leitern der Arbeitsgemeinschuft, die ihre Mitarbeiterinnen und Sachbearbeiterinnen ernennt und mit lser Durchführung der Arbeiten der einzelnen Auf- («bengebiete betraut. Diese Aufgabengebiete urn- jnffen kulturelle, wirtschaftliche und soziale Fragen: iyr Umfang richtet sich naturgemäß nach der Größe leer zu betreuenden deutschen Kolonie. Die praktische Arbeit wird im Sinne und nach igem Vorbild der Frauenorganisationen in der Hei- nat durchgeführt: eine enge Zusammenarbeit mit öer NSV. ist hergestellt. Das W H W. und die Eintopfspenden gehören zu den '«Wehenden Einrichtungen. In allgemeiner Aufkla- rjungsarbeit, Schulungskurfen und Mutterschulungs- »lchrgängen werden die Fragen der Gesundheits- iührung von Mutter und Kind behandelt. Die Verschickung von Müttern und Kindern zu Erholungszwecken schließt sich im Bedarfsfälle an. Der Heranbildung eines Führe rinnennach- ti u d) f e 5 widmet die Arbeitsgemeinschaft ein besonderes Interesse Hierfür sind Schulungskurse und Dochenendschulungslager eingerichtet. Eine beson- iere Förderung erfährt die Heranbildung des aus- [ lunddeutschen Führerinnennachwuchses durch die jetzt ron der Reichsfrauenführerin, Frau Scholtz- I J I i n f in Stuttgart, der Stadt des Auslanddeutfch- Ums, eröffnete „R e i ch s f ch u l e der N S. - l^rauenschaft — Deutsches Frauenwerk für cnslanddeutsche Frauen", in der die jungen Mäd- i tuen von draußen für ihre spätere Volkstumsarbeit nannigfad) geschult werden. An vielen Orten besitzt ine Arbeitsgemeinschaft eigene Heime, die den Mittelpunkt ihrer Arbeit bilden Vorträge über Welt- «mschauung, Raffenkunde, Geschichte,' Kunst, Literatur, Schul- und Erziehungsfragen, Turnen und Singen werden behandelt. In den Näh- und Hand- fertigkeitsabenden werden Gebrauchsgegenstande für bedürftige auslanddeutsche Familien hergestellt. Diese Arbeit, die, wie gesagt, der Frauenarbeit in der Heimat angeglichen ist, findet aber unter weit schwierigeren Verhältnissen statt. Sie wird getan in einer Umwelt, die oft genug kein Verständnis für das neue Deutschland hat und der Arbeit der Arbeitsgemeinschaft Widerstände bereitet Dazu kommt, daß die deutschen Volksgenossen vielfach sehr zerstreut in Städten und auf dem Lande PRAKTISCHE VORSCHLÄGE leben, klimatische und Verkehrsschwierigkeiten hemmen die regelmäßige persönliche Verbindung der Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft wie die Betreuung der Volksgenossen. Dennoch wird die Arbeit mutig angepackt und durchgefiihrt Die Arbeitsgemeinschaft der deutschen Frau im Ausland fühlt sich als Pionier der Heimat und die im Ausland lebende deutsche Frau, namentlich in den weiten Räumen der überseeischen Länder, ist an ein hartes Leben gewöhnt und verzagt nicht, sondern überwindet die Hemmungen, die sich ihr entgegenstellen. D. S. wir tragen? INS ERES MODEZEICHNERS Für das Tanzkränzchen zeigen wir heute zwei jugendliche Ballkleider. Das Kleid links ist aus altrosa Tüll über einem Unterkleid aus lavendelblauem Taft. Der fußlange Rock ist sehr weitglockig, das fast ebenso weite Unterkleid ist etwa handlang kürzer geschnitten: über der Schulter halten das Unterkleid ganz schmale Träger. Der schmale Kragen ist aus Tüll, die kleinen Knöpfe sind aus Glas. Der halblange Aermel ist nur in der Kugel stark gekraust. Die breite Schärpe ist aus lavendelblauem Taft. Das pastellgrüne Taftkleid rechts ist erst unter der Hüfte ausfallend in vier durchgehenden Bahnen geschnitten. Die gezogenen Teile i und der weite Ausschnitt geben dem Kleid seinen | Reiz, eine blaßrosa Blumenranke ziert den Ausschnitt. Der oben wie unten stark gelesene ! Puffärmel ist ellbogenlang. H. Au e n Kleid... .. . und doch viel anzuziehen. V. A. Nicht jede Frau kann einen überfüllten Kleiderschrank haben. Dennoch möchte sie natürlich recht oft das Kleid, insbesondere das Gesellschaftskleid, wechseln. E i n Gesellschaftskleid, einfach oder luxuriös, sucht sich ja wohl jede Frau zu schaffen. Die herrschende Mode ermöglicht nun vielfad) Kombinationen von Kleiderteilen, die je nach Verwendung die Frau sehr unterschiedlich angezogen erscheinen lassen. Die Geringfügigkeit des Oberteiles eines großen Abendkleides, der kurze Rock des Nachmittagskleides, gestatten die Verbindung zu so abwechslungsreichen Variationen, daß tatsächlich mit einem Kleide die Existenz mehrerer Kleider vorgetäuscht werden kann. Die Metamorphose des Oberteiles geschieht in der Regel durch ein Jäckchen, das als solches gar nicht zu erkennen ist und wie die Gürtel- oder Schoßbluse eines Nachmittagskleides wirkt. Dieses vielfach aus Brokat oder Samt mit langen Aermeln geschnittene Jäckchen muß siä; natürlich der Kleidfarbe anpassen und darf nicht die Taillenlinie stören. Je größer das Dekollete des eigentlichen Abendkleides ist, je füllender kann auch-das Jäckchen sein oder je mehr können noch besonders umgenommene Latzteile die Veränderlichkeit des Kleides erhöhen. So wird das Jäckchen immer nachmittags als festverbundener Kleidbestandteil erscheinen und das eigentliche Oberteil des Abendkleides nicht beeinträchtigen. Soll sich der kurze Rock des Nachmittagskleides als Teilftück des großen Abendkleides eignen, so darf er natürlich (für Tanzende) weder zu eng noch aus zu dichtem Stoff fein. Dann läßt sich das Nach- mittagskleid leicht durck) einen wickelrockartigen, vorn mehr oder weniger offenen, hauchdünnen Tüll- überrourf zur großen Abendeleganz verwandeln. Dieser Tüllrock kann gut eine Randbetonung aus Rüschen ober Bändern erhalten, die natürlich auch wieder in Form und Farbe zum Gesamtkleid passen müssen. Wo der Ueberrourf einen längeren Rock zu verhüllen hat, kann er zweckmäßig auch so geschnitten sein, daß er sich gut als Umhang tragen Iä@s bleibt der Erfindungsgabeder Trägerin ober ihrer Schneiderin überlassen, aus den einzelnen Bestandteilen des Verwandlungskleides (nämlich dem eigentlichen Nachmittagskleid, dem Jäckchen, dem D^ocfüberrourf und diversen Bändern und Schals) eine mehr als einmalige Metamorphose vorzunehmen. Selbstverständlick) muß sich die Frau der Grenzen dieser Verwandlungskunst bewußt sein. Die Freude an der Abwechslung wird doch einigermaßen dadurch gedämpft, daß die Trägerin vielleicht selbst das Gefühl nicht los wird, nun immer dasselbe anzuhaben. Insofern brauchen die Schneiderinnen einen Triumphzug des Verwandlungskleides wohl nicht zu fürchten. Für viele Frauen jedoch wird der Typ des Kleides, das sowohl gleichzeitig als Nachmittags- wie auch als Abendkleid aufgemacht werden kann, eine wichtige Hilfe in ihrer Kleidernot fein. J. B. Kleine Tivs für die Hausfrau. VA. Zum Trocknen der nassenSchuhe stopft man sie besser mit Tüchern oder Lappen als mit Papier aus, da Stoff die Feuchtigkeit besser aufsaugt. Dann stellen wir sie nicht auf die Heizung oder den Ofen, sondern an einem mäßig warmen Ort und zwar so, daß die Sohle freiliegt. Um diese weich zu erhalten, wird sie mit gekochtem Leinöl bestrichen. Die F e n st e r s ch e i b e n beschlagen nicht, wenn sie mit stark verdünntem Spiritus abgewaschen werden, dem je halb Liter 15 Gramm Glyzerin zu- gesetzt ist. Stockflecke an Bildern und Spiegeln werden vermieden, wenn unter die vier Ecken kleine Korkscheiben befestigt werden. Kohlen brennen langsamer und geben stärkere Wärme, wenn sie vorher mit Sodawasser besprengt sind. Zwecks fdpieUen Anbrennens wirft man eine Handvoll Salz Darüber Grünkohl schmeckt besser und ist leichter verdaulich, wenn man ein Stück Schwarzbrot mitkochen läßt. Wenn der Kohl aus dem Topfe scharf riecht, läßt man ihn zehn Minuten lang ohne Deckel kochen. Suppengrün wird besser ausgenutzt, wenn man es sehr klein geschnitten und vor Verwendung zur Brühe erst angeröstet hat. Der Braten bleibt saftiger, wenn er, vom Feuer kommend nicht gleich angeschnitten, sondern erst eine halbe Stunde warmgestellt wird. D. G. Knusper, knusper knäuschen... Von Krida Aisch, Äad-Nauheim. Würde sich nicht alt und jung freuen, wenn wir diesmal ein Pfefferkuchenhäuschen bauten? Es ist ganz einfach. Vater übernimmt die Papparbeiten und Muttchen die knusprige Seite. Man macht einen einfachen Honigkuchenteig aus 750 Gramm Mehl, das wir mit 1 Teelöffel Nelken, 1 Teelöffel Zimt, wenig eingezuckerter Apfelsinenschale, 1 Messerspitze Kardamon würzen, 4 Gramm Hirschhornsalz darunter sieben und zum Schluß 8 Gramm in einer halben Tasse Wasser aufgelöste Pottasche darunter geben 250 Gramm Honig werden mit 250 Gramm Zucker gekocht und noch heiß, aber nicht kochend, über das Mehl gebrüht und untergeknetet. Noch warm, wird der Teig dünn ausgerollt und auf ein gewachstes Blech ordentlich glatt aufgerollt. Er muß das ganze Blech füllen. Ist der Teig gebacken, ist er ganz hart. Darum kommt er in eine kalte Stube oder in den Keller, damit er zu sich kommt und sich gut schneiden läßt. Dies geht nach ein bis zwei Tagen. Nun wird das Haus gebaut. Da der Pfefferkuchen bei feuchtem Wetter feine Festigkeit leicht verliert, muß das Häuschen ein festes Eingeweide bekommen. Dazu nimmt man dünne Pappe. Alle Wände und das Dach werden aus einem Stück gefaltet. Das Dach wird 20 Zentimeter lang, die Wände 9 Zentimeter hoch, jede Dachfläche 7 Zentimeter breit, unten bringt man noch Stufen von 2 Zentimeter an. Damit näht man das Haus so, daß es etwa 8 Zenki- meter breit wird, auf eine festere Pappe auf und paßt als Giebel Pappe von der richtigen Form ein. Diese näht man fest mit den Wänden u.tO dem Dach zusammen. Vorher schneidet man in eine Wand zwei Fenster, läßt dabei das Fensterkreuz stehen und klebt außen ein Stückchen rote Gelatine als Scheiben an. In das Dach schneidet man ein ordentliches Loch für den Schornstein. An einer Giebelseite wird die Tür ausgeschnitten. Nun schneiden wir uns alle diese Teile als Schablonen aus Papier und legen sie als Schnittmuster auf den Pfefferkuchen. Dann können wir diesen besser einteilen. Zuerst kommen die Wände dran, die Fenster werden an der richtigen Stelle ausgespart. Dann die Giebel. Sie müssen um soviel, wie der Pfefferkuchen dick ist, breiter werden als die Pappvorlagen. Von dem Dach schneiden wir jede Fläche besonders zu. Es muß ordentlich überstehn. An den Giebelseiten etwa zwei Zentimeter, über die Hauswände muß es fünf Zentimeter ragen. Oben stoßen beide Kuchenplatten zusammen. Ehe wir das Dach auffetzen, müssen wir natürlich das Loch für den Schornstein und die Tür aus- fchneiden. Jetzt werden die Kuchenplatten einfach mit 3 Zentimeter langen Nägeln auf den Pappdeckel „genagelt" und der Rohbau ist fertig. Es fehlt nur der Schornstein. Er wird aus 4 Stück Pfefferkuchen gebaut, die so groß (ein müssen, daß das Loch nicht enger wird. Man formt zuerst den Schornstein von Papier und probiert ihn auf. Die einzelnen Schornsteinseiten werden wieder zusammengenagelt. Damit ist das Haus aber noch nicht fest genug. Es muß noch ordentlich mit festem Zuckerguß zusammengeklebt werden. Wir klopfen ein Eiweiß mit einem Teelöffel Zitronensaft tüchtig, rühren nach und nach 250 Gramm Puderzucker hinein, bis die Masse gebunden ist und Blasen schlägt. Krümligen Zucker müssen wir erjt durch die Maschine drehn ober mit einer Weinflasche auf harter Unterlage glatt mangeln. Der Guß wird bald hart, muß alsbald verbraucht werden. Zuerst wird der Schornstein damit aufgeklebt, der Dachfirst uni) jede andere Nute dick damit bestrichen, auch eine offenstehende Tür aus einer harten Tafel Schokolade wird damit ordentlich an Haus und Boden fest geklebt, ebenso klebt man eine Bank aus einigen Pfefferkuchenstücken damit zusammen. Nun wird das Häuschen zu einem rechten Hexen-Knusperhäus- chen im Märchenwald gemacht. Das Dach, die Giebel, die Wände beklebt man wahllos mit bunten Bonbons, Schokoladenplätzchen, Makränchen, Nüssen, Rosinen usw. Alles, was man aufklebt, muß so klein sein, und womöglich mehrfach übereinander, daß die Kleinen wirklich knuspern können, ohne gleich alles zu zerstören. So tun kleine Zuckerperlchen, auf kleine Pfefferkuchen und Plätzchen geklebt, gute Dienste. Mit Hilfe einer Tüte oder Kuchenfpritze entstehen rings um das Dach aus Zuckerguß Eiszapfen. Auch auf dem Schornstein liegt Schnee. Aus kleinen Schokoladenbrezeln oder aus russischem Brot setzen wir den Zaun. Der Stall wird aus Kuchenresten gemauert mit dem Zuckergußmörtel. Den Backofen für die alte Hexe bauen sich die Kinder daneben mit Bauklötzern. Dann kann die alte Hex auch wirklich „geschoben" werden. Kleine Aestchen von Tannengrün in Kuchenstückchen gesteckt sind die Bäume, denn ein Märchen- wald muß sein. Am hübschesten ist es, wenn mir ein kleines Weihnachtslichtchen unter das Schornsteinloch stellen. Aber eine hineingelegte elektrische Lampe tut es auch. Hänsel und Gretel und die alte Hex kann man fertig kaufen. Aber wir können sie auch selber machen aus Läppchen und Wollrestchen. Am besten ist dicke weiße Baumwolle, dann fressen sie bis zum nächsten Jahr nicht die Motten. Wickle über vier Finger der linken Hand einen fingerdicken Strang Garn, zart rosa ober weiß. Ziehe die Wolle von der Hand, binde oben einen Kopf mit Nähfaden ab, teile rechts und links die Arme ab und flicht diese zu festen Zöpfen. Fest am Ende zubinden mit Nähfaden, abschneiden. Die Fadenenden sind die Finger. Das untere dicke Ende wird auch noch ein kleines Stückchen als Leib geflochten. Gretel und die Hex bekommen keine Beine. Sie stehen auf den Röckchen. Hänsel bekommt zwei Zöpfe als Beine und keinen Leib. Dafür erhält er Hofen und steht auf diesen, lieber die Köpfe bindet man ganz dünne Leinenläppchen und malt die Gesichter auf. Haar und Zöpfe werden aus Wolle am Scheitel festgenäht. Gretel erhält lange blonde Zöpfe, Hänsels Kopf wird mit aufgetrennter brauner Wolle benäht. Dadurch hat er Locken. Die alte Hex hat graue Haare aus einem alten grauen Strumpf. Sie bekommt entweder ein Kopftuch darüber oder man frisiert ihr hinten ein Nest. Als Kleidung hat sie Rock und ein großes Umschlagtuch an Stelle der Bluse, ihr Krückstock ist ein Stückchen krummer Draht oder ein passendes Stöckchen. Gretel erhält ein hohes Röckchen und eine Schürze. Hans hat ein weißes Hemd, blaue steife, etwas weite Hosen, damit er Darauf stehn kann und um Den Hals ein rotes Hals« tuch. Die Figuren sind 5 bis 6 Zentimeter hoch. > Lugendliche Forscher. Als vor wenigen Monaten der National- sozialistische Lehrerbund im Verein mit dem Rassenpolitischen Amt der NSDAP, und dem Reichsmini st erum für Volksaufklärung und Propaganda seinen großen „Hilf-M:t!"-Wettbewerb „Volksgemeinschaft — Bluts gerne ins chaft" ausschrieb und eine Reihe der bedeutendsten Männer von Partei und Staat in Aufsätzen und Reden dazu das Wort nahm, in allen deutschen Schulen, ja selbst in den meisten Familien diese Appelle Widerhall fanden, da wurde es den Verantwortlichen für diese Ausschreibung erst recht klar, wie richtig eine solche Fragestellung, an das ganze deutsche Volk gerichtet, ist. Nun sind bereits Monde seit dem Beginn des Wettbewerbs ins Land gezogen, und wir haben hier und dort deutsche Schulen besucht oder haben uns berichten lassen, wie in den Klassenzimmern die Arbeit nach der Ausschreibung Raum gewonnen hat. Ein paar einfache Beispiele mögen erzählen von der Freude der Jugend an diesem Wettbewerb, mögen aber auch zugleich Zeugnis ablegen von dem Einsatz der nationalsozialistischen Erzieherschaft für eine der weitfassendsten und bedeutendsten Erziehungsforderungen unserer Tage: der Frage nach Blut und Volksgemeinschaft. Wir treten in eine einklassige Dorfschule. Sie ist fern auf einer kleinen Insel gelegen. Pon den Wänden des Zimmers grüßen uns Tabellen. Sie zeigen, wie hier auf dem Eiland Sippe neben Sippe wohnt, von deren Wachsen und Werden verkünden, aber auch von Untergang und Verlöschen derselben. Eifrig sind die Kinder dabei, sich einzusetzen für die Erforschung des Erbgutes ihrer Heimatinsel. Da sieht man in der Mittelstufe blondhaarige Mädel und Buben beschäftigt, den Grundriß ihres elterlichen Hauses festzuhalten. Und man erkennt, wie diese Schiffer und Fischer hier nach den Gegebenheiten ihres Eilandes ihre Wohnstätten richten muhten. Skizzen von Warften und Bauformen erzählen von ständigem Kampf gegen Wind und Wellen, aber auch von dem siegreichen Bestehen dieser Fehde gegen die Elemente. Nun werfen wir noch einen Blick auf die Arbeiten der Oberstufe. Mit Tusche sind die Kinder dabei, die alten Handzeichen der Insel wiederzugeben. Vor jedem Kind liegt schon eine der gefertigten Ansichtsskizzen des elterlichen Hauses und auf dem Pulte bereits das Album, das die Arbeit beider Altersstufen sinnvoll vereinigen wird. Wir hören von dem Kollegen, daß auch schon die Kleinsten seit längerem heftig bemüht gewesen sind — ausgerüstet mit einem Fragebogen — von Haus zu Haus wichtige Aufzeichnungen über Baujahr, Besitzwechsel usw. bei den einzelnen Hauseigentümern zu sammeln. So wächst die Arbeit ihrer Zeichenstunde sinnvoll hinein ins Leben und damit in die Aufgaben des Wettbewerbes. Als wir nach wenigen Minuten wieder hinaustreten auf die Insel und den unendlich sich dehnenden wolkigen Himmel über dem Eiland sehen, das Rauschen der See hören und einige Worte mit den Bewohnern gewechselt haben, tragen wir mit uns hinein — zusammengewachsen aus dem Erleben der Schulstube und einem ähnlichen auf der Insel: ein Stück Wissen um Volkstum und Kampf und seiner Erhaltung auf einem einsamen Eiland des großen deutschen Vaterlandes. Die Bahn führt uns weiter in den Süden des Reiches. An den Hängen des Harzes treffen wir eine Oberklasse in einem Bergdorfe gleichfalls beschäftigt, zur Lösung der durch den Wettbewerb gestellten Frage beizutragen. Hier wohnt ein Geschlecht kerniger Holzfäller, gewohnt, den uralten Tannenriesen stiller Wälder mit der Axt zu begegnen. Viele Sagen und Märchen gehen hier um. Man weiß zu erzählen von Prinzeß Ilse, von dem Werden der Roßtrappe, den Geistern der Heren auf dem Hexentanzplatz — kurz, auf diesem Boden wuchs ein großes Stück deutscher Volkspoesie. Und mitten dazwischen leben die einfachen Menschen, legen die Art an die Bäume und schichten Jahr für Jahr ihre Meiler. Was Wunder, daß man hier in unserer Dorfschulklasse nach ganz anderen Gesichtspunkten an die Arbeit gegangen ist, das Thema zu bearbeiten als dort, wo die See rauscht. Es ist den Kindern wohlbekannt, wie vor vielen Jahren nordische Menschen hierher gewandert kamen. Und nun forscht die Klasse in der Geschichtsstunde mit heißem Bemühen in dem Märchen- und Sagengut nach den Quellen ihrer einstigen Herkunft. Wir sehen, daß die Kinder von sich aus festgestellt haben, daß manche der Sagen stiller Harzwälder einmal ihren Ursprung weit, weit im Norden hatten, hier umgewandelt und auf das Land zugeschnitten wurden und jetzt längst festes Heimatgut geworden sind. Nach diesem Wissen schließt sich der Strom des Blutes mit dem der Urväter aus dem Norden. Ein wunderbares Büchlein entsteht. Auf seinem Deckel trägt es bereits die Inschrift: „Das Erbgut — ein heilig Lehen!" Ein paar Bilder von Verwandten aus dem Norden, Hausrataufnahmen unterstreichen das Ergebnis der Forschungsarbeit dieser regen Dorfschulklasse. Es ist kurz vor den Herbstferien. Wir dürfen eine Stunde dem Unterricht einer Berliner Lyzeumklasse beiwohnen. Die junge Handarbeitslehrerin ist eben dabei, ihren jungen Mädchen zu erklären, wie jeder künstlerische Niederschlag in einer Arbeit gebunden ist an Blut und Rasse. „Das kommt", so sagt sie, „am deutlichsten zum Ausdruck in den alten Schmuckornamenten, die man in altgermanischen Gräbern fand und die sich, wenn auch in Abwandlungen, im Volke erhalten haben bis auf den heutigen Tag." Nun arbeiten sie alle daran, Lehrerin und Schülerinnen, vom Webbrettchen angefangen bis zum Spannrahmen, solches urdeutsches Schmuckwerk in sinnvolle Beziehung zum Thema des „Hilf- Mit!"-Wettbewerbes „Volksgemeinschaft — Blutsgemeinschaft" zu setzen. Ein paar Bilder nur zeigten wir auf. Sie alle beweisen aber, wie stark hier in Wahrheit Erzieher und Jugend gemeinsam am Werk sind. H. H. Die Hoskarte im landwirlschasllichen Veiriebe. ZdR. Wer von der Stadt einmal wieder zu Angehörigen und Freunden auf dem Lande kommt, um mit ihnen nach der Erntearbeit mit mehr Ruhe als sonst im Jahreslauf der Landwirtschaft zu plaudern, wird dabei auch von der „H o f k a r t e" erfahren, die zu jedem Betrieb gehört. Hofkarte mit viel Schreibarbeit am Ende — ist das so eine Son- derform des Papierkrieges? Nein, der städtische Besucher irrt mit dieser Annahme. Und er tut gut daran, sich die Hofkarte seiner Verwandten und Freunde einmal genau anzusehen. Dann sieht er, wie stark d i e P r a x i s aus den Aufzeichnungen spricht. Die Hofkarte gibt über die Größe des Betriebes, die Zahl seiner Mitarbeiter, das Kulturarten- und Anbauverhältnis, den Viehbestand, die Leistungen auf dem Acker und im Stall, das Inventar des Hofes usw. Auskunft! Wenn der landwirtschaftliche Berater die Einzelhöfe besucht, erleichtert ihm diese Hofkarte seine Aufgabe. Mit einem Blick übersieht er die Leistungen des Betriebes und vermag schon danach zu den Ursachen vorzudringen, die beispielsweise zu Leistungsschwankungen führten. Das Erkennen dieser Ursachen, besonders von Mängeln, ist aber die Voraussetzung für ihre Beseitigung; das Wissen um vorhandene Steigerungsmöglichkeiten wiederum macht es dem Berater möglich, auf die Wege zu verweisen, die dem Betriebe finanzielle Vergünstigungen und Beihilfen zuführen. Die Erfassung aller schlummernden Leistungsreserven eines Hofes für die Gesamternährungswirtschaft erleichtert, wie es die Praxis bereits gezeigt hat, die Hofkarte. Dorfbuch — Dorfgemeinfchafisabende. Wegweisend für die Kommenden! ZdR. Nach den vordringlichen Maßnahmen zur Erhaltung und Sicherung des Bauerntums und feiner Scholle ist der nationalsozialistische Staat nun am Werk, in dem Landmann den Willen zur eigenen Lebensart zu stärken, seine unverbildeten Seelenkräfte zu neuer Gestaltung aufzurufen und ihm die deutsche Kultur in ihrer Gesamtheit zu erschließen. Aus der natürlichen Einschätzung der im bäuerlichen Menschen ruhenden Werte haben wir erkannt, daß es niemals darauf ankommen darf, ins Dorf etwa eine billige Nachahmung städtischer Vergnügen und Ablenkungen zu verlegen. Das Ziel ist vielmehr, Selbstbesinnung zu wecken, neues Leben aus der eigenen Kraft, Freude am eigenen, einfachen und gesunden Wesen zu entfachen. Die sichtbarste Form dieser Bestrebungen ist der Dor f- g e m e i n s ch a f t s a b e n d , die Erlebnisstätte alles dessen, was aus dem seelischen Reichtum der Ahnen sich in Lied, Tanz, Spiel und Tracht, in Sage, Märchen und Brauch tausendfältige Ausdrucks- formen geprägt hat. Die stärkste und gemeinschaftsbildende Kraft wird dabei von dem Dorfbuch ausgehen, das vom Reichsnährstand und der Reichsjugendführung gemeinsam mit dem Amt „Deutsches Volksbildungswerk" der NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" betreut wird. Im Dorfbuch wird ein getreues und klares Spiegelbild von dem gesamten Leben des Dorfes in Vergangenheit und Gegenwart ausgezeichnet. In tausendfältiger Kleinarbeit soll das Ueber- lieferte zusammengetragen und mit den lebendigen Kräften der Gegenwart zu einem wahicheitsge- treuen Bild bäuerlicher Lebensart verdichtet werden, zu einem Buche des Stolzes und der Heimatliebe, zu einem Wegweiser für die Kommenden. lieber das äußere Dorfbild, den Menschenschlag, über Dorskultur in Sitte un£) Brauch, in Volkssprache, Volksweisheit, Tracht und Lied, über das ständische Leben, die Erzeugungsschlacht, über alle Kämpfe, Siege oder auch Niederlagen wird das Dorfbuch der Wirklichkeit gemäß berichten. Besonders eifrig soll der Geschichte des Dorfes nachgespürt werden. In dieser natürlichen Verknüpfung von Ueberlieferung und Gegenwart sieht sich die dörfliche Gemeinschaft einbezogen in die Geschichte unseres Volkes. In jedem Dorf wird in diesen Wochen eine A r - beitsgemeinschaft für das Dorfbuch gebildet, der im allgemeinen der Ortsgruppenleiter Der Sammler des wliw. im Dienfl für Did|, Denn er /////|um ist Ein Bindeglied der GemeinffiofL (ä) nur Durdi diefe Bemeinfdjofl lebst auch Du! und der Schulungsleiter der NSDAP., der Ortsbauernführer, der Ortswart der NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude", der Referent des deutschen Volksbildungswerkes, der Bürgermeister, die Lehrer und darüber hinaus solche Persönlichkeiten angehören, deren engere Mitarbeit sich durch Erfahrungen und Kenntnisse rechtfertigt. Es wird dabei unerläßlich sein, jedem Mitglied der Arbeitsgemeinschaft ein Teilgebiet zu übertragen, je nachdem, wie es dessen Bereitschaft, Befähigung oder auch Freizeit entspricht. Immer aber wird die Arbeitsgemeinschaft ihre eigentliche Aufgabe darin sehen, die tätige Anteilnahme jedes Bauern zu gewinnen, um ihm den Wert seiner bodengebundenen bäuerlichen Kultur und seines ländlichen Volkstums eindringlich vor Augen zu führen. Ho. Schach-Ecke. Bearbeitet von K. Helling. Elegante Zertrümmerung. 8 6 5 4 8 2 1 8 7 6 5 3 2 1 4 d e f g h a b a b e d e f g h Die abgebildete Stellung ergab sich in der Partie Schmitt (Breslau) gegen Rellstab (Berlin) im Turnier zu Bad Oeynhausen. Durch einen überraschenden Problemzug gelang es Schwarz, in wenigen Zügen den Sieg zu erzwingen. Wie setzt Schwarz am stärksten fort? Figurenangriff. 8 6 6 4 8 2 1 8 7 6 5 4 8 2 1 d____e____f__g____b a b a b c d e f g h Die abgebildete Stellung entstand in einer Partie Witkin gegen Dreyer eines südafrikanischen Meisterturniers. Schwarz ist am Zuge und kann bei gutem Angriffsspiel einen Bauern gewinnen. Was zieht Schwarz in der abgebildeten Stellung am stärksten? Lösung der Schachaufgabe „Eine Zertrümmerung". Weiß: Kgl, DH5, Tal, Tel, Ld5, Lf4, Sf2, Bb2, c4, ö3, g3, H4 (12). Schwarz: KH7, Db6, Tb8, Ts6, Lb7, LH6, Se5, Bb4, d6, d4, f5 (11). 1. TelX e5, d6X e5. (Nach DXa7 käme 2e7+ nebst LXH6.) 2. Lf4XH6, Ts6XH6. 3. DH5—f7+, KH7—H8. 4. Ta7Xb7, Dd6Xb7. (Nach TXb7 käme Dg8 matt.) 5. Le5Xb7, und Weiß gewinnt leicht. Lösung der Schachaufgabe „Doppeltes Turmopfer". Weiß: Kgl, Dc4, Tdl, Td2, Lb3, Lg3, Se2, Sf3, Ba4, b2, c2, e4, f2, g2, H2 (15). — Schwarz: Kg8, Dc7, Ta8, Te8, Lc8, Lf6, Sf8, Sg6, Ba7, b7, c6, e5, f7, g7, H6 (15). 1. Td2—d7! Sf8Xd7 (oder LXd7? 2. 2)Xf7+ und Dg8 matt). 2. Dc4Xf7+, Kg8—H7. 3. Dd7Xe8, Sd7—s8. 4. H2—H4, Ta8—b8. 5. H4—H5! Lc8—e6. (Schwarz hofft die Dame zu fangen!) 6. h5Xg6-s-, KH7—H8. 7. Tdl—Ö7Ü (Das gleiche Opfer, das den Angriff eröffnet, folgt überraschenderweise ein zweites Mal! Der Witz dabei ist, daß der Springer f8 gefesselt ist und nach DXd7?, der Turm b8 ungedeckt steht.) 7..... Le6Xd7. 8. De8—s7, Sf8Xg6. 9. Df7Xg6, und Weiß gewann. Die Narrenkappe. Splitter und Sparren vom RedaktionStisch. Literatur der Angelsachsen. Jemand, der dem berühmten Dschungel-Dichter Rudyard Kipling einen Streich spielen wollte, übergab der Londoner „Times" ein Gedicht, das er mit Kiplings Namen unterzeichnete. Natürlich beeilte sich die Redaktion, es sofort in Druck zu geben. Kipling las es, aber er behielt seinen guten Humor und schrieb an die „Times" nur, daß er das Gedicht „verdammenswert schlecht" fände. Aber ebenso gefaßt schrieb ihm die Redaktion zurück: „Wir sind ganz dieser Ansicht! Wir haben es auch nur gebracht, weil wir glaubten, es fei von Ihnen!" ♦ Der amerikanische Dichter Theodore Dreiser äußerte im Verlaufe eines Gespräches, das er einem Journalisten gewährte, er verabscheue nichts so sehr wie die Unwahrheit. Noch nie sei eine Lüge über seine Lippen gekommen. Sinclair Lewis, sein literarischer Antipode, las diesen Ausspruch und meinte dazu nur: „Daran ist nicht zu zweifeln, so weit ich Dreiser kenne, spricht er durch die Nase." Konsequenz. Der berühmte englische Dramatiker Bernard Shaw ging eines Tages mit einem Freunde spazieren. Sie stießen auf ein paar Jungen, die einen Hund mißhandelten. Shaw, ein eifriger Anhänger des Tierschutzes, erhob sofort seinen Spazierstock und nahm die Verfolgung der Bengels auf, die bei der drohenden Gefahr den Hund losließen und die Flucht ergriffen. Sie hatten jüngere Beine als der Dichter und waren bald verschwunden. Dieser kehrte ganz atemlos zurück und erging sich in wilden Ausmalungen der grimmigen Strafe, die die kleinen Uebeltäter getroffen hätte, wenn er sie erwischt hätte. „Aber ich denke, Sie sind ein strenger Gegner jeder körperlichen Züchtigung?" fragte der Freund. — „Das bin ich auch", knurrte Shaw, „aber ich habe noch nie Anspruch darauf gemacht, konsequent zu sein." Geflüster tm Kino. Während einer Liebesszene im Kino stieß Frau Schmidt ihren Mann an und flüsterte ihm zu: „Warum erklärst du mir nie deine Liebe auf diese Weise?" — „Ha", erwiderte der Mann, „weißt du, was der Kerl dafür kriegt?" Oie neuen Gchweinepreise tm Ahein- Main-Gediet im Jahre 1938. Fwd. Die kürzlich veröffentlichten Ergebnisse der Schweinezählung vom 3. September zeigten einen Gesamtbestand von 25,51 Mill. Stück, d. h. ein Minus von rund 500 OOO Stück gegenüber den Ziffern um die gleiche Zeit des Vorjahres. Während die Bestände an Schlachtschweinen und Läufern mit 6,67 (5,98) bzw. 11,11 (11,10) Mill. Stück noch aus- reichen, um den Fleischbedarf in den nächsten Monaten zu decken, zeigten die Zahlen der Nachzucht ein stark rückläufiges Bild. Da infolge dieser Tatsache für das nächste Jahr Verknappungserscheinun- gen befürchtet werden müssen, muß der Bestand an trächtigen Sauen unverzüglich erhöht werden. Bei der gegenwärtigen Lage der Futtermittelversorgung ist nunmehr eine Aenderung der bereits seit längerer Zeit rückläufigen Entwicklungstendenz tm Schweinebestund dringend geboten. Seitens der Reichsstelle für Tiere und tierische Erzeugnisse sind daher entsprechende Verträge mit Viehhändlern, 23 er» wertungsgeuossenschaften, Bauern und Landwirten über Lieferung von 1 Million Stück Schweine in den Monaten August bis November 1938 abgeschlossen worden. Um nun auch dem Erzeuger, gestützt auf die gute Futtermittellage, einen Anreiz zu stärkerer Ausmästung zu geben und überhaupt die Schweinemast reizvoller zu machen, sind mit Zustimmung des Reichsministers für Ernährung und Landwirtschaft und des Reichskommissars für die Preisbildung die Preise für Schweine im Gewicht über 150 Kilogramm um 3 RM., für Schweine im Gewicht von 135 bis 150 Kilogramm um 2 RM. und für Schweine im Gewicht von 120 bis 135 Kilogramm um 1 RM. je 50 Kilogramm Lebendgewicht erhöht worden. Die geltenden K l e i n ho n d e l s h ö ch ft p r e i f e für Schweine- fleisch werden durch diese Neuregelung nicht berührt. In einer Anlage zur Anordnung Nr. 94 der HV. der deutschen Viehwirtschaft werden nunmehr die Grundpreise für Schlachtschweine auf den Schlachtviehmärkten veröffentlicht. Für die ins Rhein-Main-Gebiet fallenden Schlachtviehmärkte gelten ab 3. Januar 1938 nachstehende Grundpreise: Schlachtwertklassen. Frankfurt: a) 56 bis 57, bl) 55 bis 56, b2) 54 bis 55, c) 52 bis 53, d-f) 50, gl) 54, g2 u. h) 52. Darmstadt: a) 56 bis 57, bl) 55 bis 56, b2) 54 bis 55, c) 52 bis 53, d-f) 50, gl) 54, g2 u. h) 52. Mainz: a) 56 bis 57, bl) 55 bis 56, b2) 54 bis 55, c) 52 bis 53, d-f) 50, gl) 54, g2 u. h) 52. Wiesbaden: a) 56 bis 57, bl) 55 bis 56, b2) 54 bis 55, c) 52 bis 53, d-f) 50, gl) 54, g2 u. h) 52. Worms: a) 56 bis 57, bl) 55 bis 56, b2) 54 bis 55, c) 52 bis 53, d-f) 50, gl) 54, g2 u. h) 52. Die angegebenen Grundpreise erfahren je 50 Kilogramm Lebendgewicht vom 3.1. bis 28.5.1938 einen Abschlag von 0,50 RM., vom 18.7. bis 4.9.1938 einen Zuschlag von 3.— RM., vom 5.9. bis 2.10. 1938 einen Zuschlag von 2.— RM. Die obere Preisgrenze darf bei allen Schlacht- wertklaffen nicht überschritten werden. Soweit eine untere Preisgrenze festgesetzt ist, darf diese nicht unterschritten werden. Zuchthaus für einen ungetreuen Beamten. Lpd. Marburg, 24. Nov. Anfangs September d. I. wurde der 39jährige Postschaffner Georg Derfch in Buchenau (Kreis Biedenkopf) in Untersuchungshaft genommen, als sich bei einer Nachprüfung ergab, daß D. in Ausübung feines Amtes Unredlichkeiten begangen hatte. Die Große Strafkammer legte nunmehr D. zur Last, in der Zeit von Mai bis September 1937 in zehn Fällen die ihm zur Beförderung anvertrauten Postgelder (insgesamt etwa 450 Mark) unterschlagen, das Annahmebuch unrichtig geführt, Zahlkarten vorsätzlich vernichtet und Falschbeurkun'dungen vorgenommen zu haben. Das Urteil lautete auf ein Jahr zwei Monate Zuchthaus und 450 Mark Geldstrafe. Unter Berücksichtigung mildernder Umstände überschritt das Gericht die gesetzliche Mindeststrafe nur in geringem Maße und rechnete die Untersuchungshaft an. Der Verurteilte nahm feine Strafe sofort an. Büchertisch. — Margot Boger: Der Godöwols. Ein deutsches Schicksal aus Widukinds Tagen. Leinen 2,85 RM. C. Bertelsmann, Verlag, Gütersloh. — (467) — Die wilden Kämpfe der Sachsen mit dem Frankenkönig Karl um die Freiheit ihres Volkes bilden den düsteren Hintergrund dieses packenden Romans. Ramwolt, der junge Edeling vom Godöhof, hält unbeirrt fest an Heimat und Götterglauben. Die neue Zeit des Friedens für das ausgeblutete Sachsenvolk findet Ramwolt als verbitterten Mann, der die Zeichen der neuen Zeit nicht versteht. Als Godöwolf geht er um, landflüchtig und wird zum — Schädling des eigenen Volkes, der endlich, sich selbst getreu, den Flammenstotz besteigt und die alte Zeit mit sich nimmt in sein Walhall. — Charlotte Koehn " Behrens: Du bi st Dein Schicksal. Geh. 2,40, Lwd. 3,40 Reichsmark. I. F. Lehmanns Verlag, München. — 480. — Meist halten wir für unser eigenes Versagen die Fehler oder die böse Absicht der anderen für ausschlaggebend. Nur wenige Menschen gibt es, die die Schuld bei sich selbst suchen, wenn Schwierigkeiten in ihrem Leben auftauchen. Aber diese sind auf dem rechten Wege, denn nur Selbsterkenntnis führt uns zu der Einsicht: Jeder Mensch schmiedet sein Schicksal selber. Sind wir uns hierüber klar geworden, dann haben wir auch die Psicht, Herr über zeitweilige seelische Gleichgewichtsstörungen und Hemmungen zu bleiben und zu lernen, unser Schicksal selbst zu gestalten. Hier greift die Verfasserin in tiefem Verantwortungsbewußtsein helfend ein. Frau Koehn-Behrens will die in den letzten Jahrzehnten erarbeiteten Erkenntnisse dem ganzen deutschen Volke nahebringen. Darum hat sie ihr Buch geschrieben in enger Verbindung mit dem Deutschen Institut für Seelenforschung uftd Psycho' therapie, dessen Leiter Prof. Dr. M. H. Göring das Vorwort zu dem Buch geschrieben hat. Sie amdriickßicli MAGGI8 Fleischbrühe* Kennzeichen Der Name MAGGI und die gelb-rote Packung! Donnerstag, 25. November |Q5Z Gietzener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) lr.275 Drittes Blatt Aus der Stabt Gießen v.M. Gange. Fettgebäck Das Ihlzufrieden mit bunten, gelben, roten, blauen oconüren, durch Staub und Sonne ... nebenhin- iir in die kleine Gasse, zwischen den Mauern oer- ifrointenb ... verklingen!) ... unb es roirb toieber ... - c. <_ • e. m- ic wieder energisch den Kopf, der große, blonde, stmde Mann, und als sie sich nun aufs reine Zetteln verlegen, durchemanderschreiend „un re- b2) 54 bis ) 52. ’ b2) 54 bis ) 52. b2) 54 bis ) 52. > b2) 54 bis i) 52. b2) 54 bis i) 52. i je 50 Kilo. • 1938 einen is 4.9.1938 9. bis 2.10. vielen Jahren hier gewohnt hat und zur Strafe bafür, daß sie immer so schlecht Staub wischte, in eine graue Maus verwandelt worden ist!" Wie von einem Alpdruck befreit, lachte ich überlaut auf, und das nahm Kunigunde übel und verschwand. Der Hausherr aber, dem ich von meinen ausgestandenen Aengsten erzählte, holte zum Trost eine herrliche Flasche Mosel aus dem Keller, deren erstes, blumiges Glas wir auf das Wohl der Maus Kunigunde getrunken haben. V-M. den mit ihren Bewohnern und ihren Mühen und Lasten kennen und verstehen. Ein längerer Aufenthalt in einem Schullandheim, der Unterordnung, Willenskraft, Selbständigkeit und Kameradschaft bedingt, ist wertvoll für die charakterliche Erziehung. Eine kerngesunde Jugend zu erziehen und zu erhalten dienen die jetzt stark vermehrten Turn- und Sportstunden. Den gleichen Zweck verfolgt der tägliche Frühsport. An politischen Tagesereignissen und Feiern oder Gedenktagen muß die heutige Jugend teilhaben. tim die Eingliederung neuer Stoffe in der Volksschule zu sichern, sind neue Hilfsmittel für den Unterricht nötig. Tageszeitung, Schülrrzeitung, Arbeitsgemeinschaften der Schüler, Film und Rundfunk helfen mit, die gestellten neuen Aufgaben zu bewältigen. Eine Leistungsschau der Do l k s s ch u l e n des Kreises Gießen, die nächste Woche in der neuen Pestalozzischule veranstaltet wird, wird Zeugnis ablegen, wie in den Schulen gearbeitet wird. Diese Arbeit wird geleistet, um der Forderung des Führers gerecht zu werden: „Der völkische Staat wird dafür sorgen müssen, durch eine paffende Erziehung der Jugend dereinst das für die letzten und größten Entscheidungen auf diesem Erdball reife Geschlecht zu erhalten. Das Volk aber, das diesen Weg zuerst betritt, wird siegen." K. mten gs Srchni' ffmr Mg fopflmWxv- inn Nach- ies Nnck- vße Siras' n der Zeit Fällen ii; ostgelder schlagen, harten oor- ngen W te auf upt die bhrmit 3u- NUng unb I5 .für die "eine im RM.. S $Üogratnm Avon 120 Nuogramin geltenden Schweine. Ncht be. )4 der HA, Wehr die . Ms den ' die ins Schlachtvieh, nachstehende Dornoiizen. lagesalenbcr für Donnerstag. PDA., Ortsgruppe Gießen: 20 Uhr, Neue Aula, Dortrag bes Bunbesrebners bes Dolksdunbes für bas Deutschtum im Auslanb Alfreb Rigerl (Prag). — Stabttheater: 20 bis 22 Uhr 2. Orchesterkonzert „Klassische Musik". — Gloria-Palast, Seltersweg: „Fanny Elßler". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Manege". Orchesterkonzert im Stabttheater. Heute abenb findet das zweite Orchesterkonzert „Klassische Musik" des großen Städtischen Orchesters in Verbindung mit dem Konzertverein statt. Die Leitung hat Prof. Stefan Temesvary. Als Solisten wirken mit Prof. Johannes Hobohm, München (Klavier), Konzertmeister Ewald Lassen (Violine), Rudolf Meyer (Flöte). Das Programm sieht vor: Bach, Brandenburgisches Konzert Nr. 5 für Fltee, Violine, Klavier und Orchester in D-dur; Mozart, Klavierkonzert in Es-dur (Köchel Nr. 271); Beethoven, Dritte Symphonie in Es-dur (Eroica), Werk 55. Platzmieter des Stadttheaters auf allen Plätzen 10 v. H. Ermäßigung. Das Konzert beginnt um 20 Uhr und endet 22 Uhr. Nu, 38. .Ä bestand n„ 3or der Machtübernahme sah die Volksschule < ihm vornehmlichste Ausgabe darin, ihren Schülern i f ieir möglichst großes Wissen beizubringen. In bezug oii das Wissen wurden immer höhere Forderun- ' ne- gestellt. Es fehlte zwar nicht an Reformversll- d)n, aus der Lernschule der liberal-marxistischen i MÄct, etwas anderes zu machen. Die größte Um- : oe altung erfuhr die Schule und die Jugend- eriehung überhaupt durch die nationalsozialistische Wjolution im Sinne des Führers. fin „Mein Kampf" kennzeichnet er die national- so lalistische Schule in folgender Weise: „Der völ- Er-he Staat hat seine gesamte Erziehungsarbeit in er er Linie nicht auf das Einpumpen bloßen Wif- kes einzustellen, sondern auf das Heranzüchten tengefunöer Körper. Erft in zweiter Linie kommt dein die Ausbildung der geistigen Fähigkeiten. §)rr aber wieder an der Spitze die Entwicklung de Charakters, besonders der Förderung der Wil- leis- und Entschlußkraft, verbunden mit der Er- ziiyung zur Verantwortungsfreudigkeit, und erst al letztes die wissenschaftliche Schulung." 2er Nationalsozialismus sah in der Schule eine fii den Staat besonders wertvolle Einrichtung, die er in der seitherigen Gestaltung nicht übernehmen tarnte. Eine tiefeingreifende Umgestaltung der Ju- gt berziehung mit dem Ziele, fie in Uebereinftim- mrg mit der nationalsozialistischen Weltanschauung julbringen, setzte mit der Machtergreifung ein. 2ie nationalsozialistische Revolution hat dem ge- [aiten völkischen Leben, bem politischen, wie wirt- fdiftlid)en unb kulturellen neue Inhalte und Ziele gerieten und gab der Unterrichts- und Erziehungs- cn eit neuen Sinn. Bei der Schule des alten Deutschlands wurde die Gizelperson in den Vordergrund gestellt und rvrde nicht die Verbindung mit dem Volke gesucht, fatiern es wurde ein Eigenleben geführt. Dagegen Imut ber heutige Staat bie Schule mitten hinein in Das Leben und gibt allem, was mit Erziehung $u tun hat, einen neuen Geist. 6s geht bei ber heiligen Schule um bie Weckung ber im Volke avgerufenen Kräfte ber Volksverbunbenheit, Hinge ebereitfchaft und Opferwilligkeit, also um V'ckung sittlicher Kräfte. Das finbet seinen Nie- dc/jchlag in ben bekannten Erziehungseinrichtungen, m Jungvolk, Hitler-Jugend, SA., Arbeits- unb SDIitärbienft: eine Erziehung innerhalb der rassisch- vilischen Gemeinschaft. Das Kind zum deutschen 9J nschen zu formen, das ist das Ziel, das ist Auf- gce der Volksschule. 2aß die Schule aber auch ein gewisses Maß an Ws en vermitteln muß, ist entsprechend dem hohen Kliurstand des deutschen Volkes selbstverständlich. G: werden darum Lesen, Rechnen, Schrei- tun, Natur- und Erdkunde, Zeichnen, Engen und Handarbeit ihren hohen Wert inföer Schule behalten und die Grundlage zu einem «[gemeinen, notwendigen Wissen legen, das dann liid) eine fachliche Aus- und Weiterbildung für Erinnerung an Granada Don Otto Gmelin. Hochschuknachrichten. Der Führer und Reichskanzler hat den Professor an der Hochschule für Lehrerbildung in B o n n, Dr. Heinrich Josef N e 1 i s , zum ordentlichen Professor für Philosophie und Pädagogik und zum Direktor des Pädagogischen Seminars an der Universität Frankfurt ernannt inifllf. gen. Leim Gütersloh. Achsen mit ihres Lol- >ses packen« )Mg vom inb Mrr« ir das aus* als verdlt- ;n Zeit M landslE men Dch Flamme^ inmt m I1® ) Lwd. w ■Jfe Dienfd) % Ä W LS iXr 2c Beruf seine Ergänzung erhält. Tteue Aufgaben erfordern den Einbau neuer fooffe in die Unterrichtsarbeit aller Schulen. Das Ooanfengut ber nationalsozialistischen Bewegung mH Eingang in ben Schulen finben, unb jebes Leitsche Kinb muß zu seinem Verstänbnis erzogen iinji befähigt werten. Die Volksschule hat sich mit Aus s e n k u nde, Erbgesunbheitslehre iiitii deutscher Geschichte stn nationalsozialisti- jlhin Sinne zu befassen. Letztere stellt heroische Ge- jiotien ber deutschen Geschichte dem Schüler vor 5 bis 15, Radieschen, das Bündel 8 bis 10 Pf. sich Schule und volksdenische Erziehung Bier gestern ander Amtsgericht Gießen. junge Männer aus Gießen hatten Blondes Haar k darf wegen sein, Empfind lichkelt besonderer Pflege, Man wäscht es daher nur mit Mitteln, die kein Alkali und keine Kalkseife im Haar zurücklassen und dafür sorgen, daß es nicht nachdunkelt, also rrft Tatbestand lag zugrunde: Im April 1937 gesellte sich der Angeklagte in Gießen zu einer Gruppe sich unterhaltender Personen. Diesen schwindelte Für Blondinen besonders zu empfehlen: Schwarzkopf - Schaumpon Sorte Kamille Schwarzkopf - Extra - Blond mit Blond verstärket Praktisch existiert das so verstandene deutsche Volk noch nicht, es muß erst noch geschaffen werden. auf ihn eingeschlagen wurde. Der Verletzte vermutete, daß es alle vier waren, konnte es jedoch nicht genau beweisen. Einer der Angeklagten, der von dem Erscheinen in der Hauptverhandlung entbunden war, hatte sofort zugegeben, auf den Verletzten eingeschlagen zu haben. Einem zweiten konnte nicht nachgewiesen werden, daß er sich an der Schlägerei beteiligt hatte, weshalb er mangels Beweises freigesprochen wurde. Bei den zwei anderen steht es zwqr nicht fest, ob sie auf den Verletzten eingeschlagen haben, jedenfalls ging aus ihrer ganzen Haltung hervor, daß sie den Willen zur Mittäterschaft hatten. Dieser Umstand genügte nach der Rechtsprechung zur Verurteilung, ohne Rücksicht darauf, ob sie sich aktiv beteiligten. Das Urteil lautete gegen zwei Angeklagte auf 5 0 Mark bzw. 30 Mark Geldstrafe, während der Dritte mit Rücksicht darauf, daß er schon einschlägig vorbestraft ist, eine Gefängnis st rafe von drei Wochen erhielt. Dieser konnte es sich nach der Urteilsbegründung nicht verkneifen, im Gerichtssaal ungebührlich laut zu maulen, so daß er sofort in eine Ordnungsstrafe von 10 Mark genommen wurde. Damit hatte er anscheinend noch nicht genug, sondern er setzte ebenfalls noch im Gerichtssaal ostentativ seine Mütze auf, ging zur Tür und knallte diese so laut zu, daß man es auf allen Fluren des Gerichtsgebäudes hörte. Er wurde daraufhin nochmals zurückbemüht und erhielt wegen ungebührlichen Benehmens eine weitere Ordnungsstrafe in Gestalt von einem Tage Haft, die er sofort antreten mußte. rabl 6 bis 8, Grünkohl 15, Rosenkohl 20 bis 25, Feldsalat, Vio 10, Tomaten, % kg 15 bis 20, Meerrettich 30 bis 60, Schwarzwurzeln 25 bis 40, Zwiebeln 8 bis 9, Kürbis 5 bis 6, Kartoffeln, S kg 4 Pf., 5 kg 40 Pf., 50 kg 1. Sorte 3,45 Mark, 2. Sorte 3,25, 3. Sorte 3 Mark, Aepfel, Vi kg 10 bis 20 Pf., 50 kg 10 bis 20 Mark, Birnen, XA kg 10 bis 18 Pf., Nüsse 40 bis 50 Pf., Hähne 1 bis 1,10 Mark, Suppenhühner 80 bis 90 Pf., Gänse 90 Pf. bis 1,10 Mark, Blumenkohl, das Stück 10 bis 50 Pf., En- Burschen einen Volksgenossen sehen und darf derseits nicht die von sich stoßen, die außerhalb schwarz-weiß-roten Grenzpfähle geboren sind und leben, weil die Enge des Raumes, politische und soziale Nöte ihre Vorfahren zum Verlassen der Heimat geführt haben. Der Begriff deutsches Volk darf ihrer Auffassung nach nicht gleichzusetzen sein mit der Masse der deutschen Menschen, die zufällig auf dem Deutschland genannten Stück der Oberfläche unseres Planeten wohnen. Er muß alle umfassen, die 100 Millionen. Er darf sich aber wieder auch nicht darin erschöpfen, daß man nun zwar vom 100-Millionen-Volk der Deutschen spricht, sich diesen 100 Millionen gegenüber aber nicht verpflichtet fühlt. Diese 100 Millionen Menschen deutschen Blutes machen noch kein Volk aus, wenn ihnen noch die innere Bindung, die Gleichheit der weltanschaulichen Einstellung, des Willens zur Behauptung im Kampfe dieser Welt, die Verpflichtung des einen für den andern ermangelt. „ . unter der Anklage der gefährlichen Körperverletzung zu verantworten. Die Angeklagten hatten am 1. Pfingstfeiertag d. I. zusammen gezecht und waren dann gegen 20.30 Uhr auf dem Lmden- platz gelandet. Dort zog der eine, ein Stück Brot aus der Tasche und hielt es einem Zweiten hin, der sich ein Stück davon abbrach. Mit den Brotstücken bombardierten sie dann einen des Wegs kommenden Passanten, der die Stücke mitten ins Gesicht bekam. Dieser ließ sich dies natürlich nicht gefallen und stellte die vier zur Rede. Er hatte jedoch kaum den Mund aufgetan, als sich der eine der Angeklagten schon auf ihn stürzte und ihn verdrosch. Daraufhin duckte sich der Verletzte etwas, um sein Gesicht zu schützen, worauf von allen Seiten Deutschland führend im Tierschutz Feier des Geburtstages des Reichstierschuh-Gesetzes. divien 8 bis 12, Lauch 5 bis 8, Sellerie 10 bis 30, Rettich Laufe der Unterhaltung vor, er sei nach einer schweren Operation soeben aus der Klinik entlassen und wisse nun in feiner Not nicht, wo er sich hinwenden solle, da er vollkommen mittellos dastehe. Er verstand es tatsächlich, das Mitleid eines Volksgenossen zu erwecken, der ihn drei Tage vollkommen kostenlos in seiner Wohnung beherbergte. Hier benutzte der Angeklagte einen unbewachten Augenblick und stahl aus dem Küchenschrank den Betrag von 1,80 Mark, den die Töchter des Wohltäters mühsam als Spende für den VDA. gesammelt halten. Der Angeklagte wußte genau, wofür das Geld bestimmt war, und hotte auch noch die Frechheit, kurz vorher sich in „großzügiger Weise" mit 0,20 Mark in der Spendenliste einzuzeichnen. Danach logierte er sich bei einem Gastwirt ein. Dort schloß er, als er sich allein in der Gaststube befand, mit dem an der Theke hängenden Schlüssel die Kasse aus und entwendete hieraus einen Betrag von 5 bis 6 Mark. Der Angeklagte war geständig. Er gab zu seiner Entschuldigung an, aus wirtschaftlicher Not gehandelt zu haben. Mit Rücksicht aus die Geringfügigkeit der Beträge ließ das Gericht trotz der vielen Vorstrafen noch einmal Milde walten Die nächste Anklage richtete sich gegen den H. H. .aus Bingen. Sie lautete auf Diebstahl und Hehlerei. Der Angeklagte, der schon erheblich, auch einschlägig, vorbestraft ist, war eine Zeitlang in Gießen beschäftigt. Er machte eines Tages mit einem Bekannten eine ausgedehnte Bierreise, die in einer Wirtschaft in Wieseck ihren Abschluß fand. Als die beiden das Lokal betraten, befand sich niemand dort. Bis zum Erscheinen des Wirtes benutzten sie die günstige Gelegenheit und stahlen hinter der Theke alles, was nicht niet- und nagelfest war. So entwendete der Angeklagte eine Flasche Schnaps und eine Kiste Zigarren, während sein sauberer Freund, der sich der Strafverfolgung durch die Flucht entzogen hat, sich ausgiebig mit Zigaretten versorgte. Als der Wirt kam, bemerkte er sofort das Fehlen der einen Schnapsflasche. Der Angeklagte behauptete zunächst, er habe sie mitgebracht, bequemte sich jedoch schließlich dazu, sie zurückzugeben. Darauf suchten die beiden gemeinschaftlich die Toilette auf, wo man das Diebesgut teilte. Nachdem sie das Lokal verlassen hatten, stellte der Wirt fest, daß ihm auch Rauchwaren fehlten. Er fuhr ihnen nach und brachte sie zur zuständigen Gendarmeriestation. Eine körperliche Durchsuchung brachte die gestohlenen Sachen zutage. Außer diesen Gegenständen konnten bei dem Freund des Angeklagten noch zwei Damenschirme sichergestellt werden, die er in anderen Wirtschaften mitgenommen und in seinen Beinkleidern versteckt hatte. In der gestrigen Hauptverhandlung war der Angeklagte Hier erwachsen den Jugendorganisation^ der Bewegung und der Schule hohe Aufgabe denn um das Ziel zu erreichen, muß schon mit b 7724 A Mit L. und zum Bauen >e- :5$ Heute Donnerstag Erst-Aufführung! ihlen: a nulle Blondversil- L D Bralgefchirr mutz gut fein! Denn es hat ja viel mehr auszuhalten, als das normale Kochgeschirr. Sehr geeignet ist dazu das Stahlgeschirr. Es hat einen Emaille-Ueber- zug, der besonders widerstandsfähig ist. Bei Häuser sehen Sie diese Bräter, Pfannen, Töpfe usw. Es ist sehr preiswert. J. B. Häuser. Gießen, am Oswaldsgarten, Fernsprecher 2145/2146. aufbcmzuschlage zu 82,40. Ansvergutungsscheine zu 96,65 und späte Schuldbuchforderungen zu 99,50. Der Pfandbriefmarkt lag ruhig und gut behauptet. Auch Stadt- und Staatsanleihen zeigten kaum Veränderungen, einige Reichsschatzanweisungen wurden gesucht. Industrie-Obligationen lagen behauptet. In der zweiten Börsenstunde war das Geschäft gleichfalls unbedeutend, während die meisten Kurse um Bruchteile vom Hundert abbröckelten. Bemberg 139,50 nach 140,25, Jul. Berger 149 nach 149,75, Holzmann 151,75 nach 152,50, ferner nannte man u. a. IG.-Färben mit 155,50 nach 156, Vereinigte Stahl mit 112 bis 112,25 nach 112,75. Die erst später notierten Werte zeigten Abweichungen von etwa 0,50 bis 1 o. H., wobei Elektro-, insbesondere Dersorgungswerte, unter dem Eindruck der Bekula- Dividende meist etwas höher lagen, weiter fest auch Alm-Dorkrags-2lbend des Skiklubs Gietzen. Oe Skiklub Gießen, der es sich sehr angelegen i Lßt, seine Mitglieder und Freunde für den ^Temposchwung" die moderne Skilauftechnik Em Film, den das Leben schrieb! Das Schicksal der jungen Hiod schönen Artistin Maria Morell, das dieser Film erzählt, t^igab sich schon zweimal in Wirklichkeit: 1912 in Paris a =, und 1937 in Athen 1 ========= Bieipro gramm und Fox-Ton-Woche! Täglich 4, 6 und 8.30 Uh? - Sonntag 3, 5.80 und 8.30 Uhr mssmio' ■” dem M12: ^nassen inl Aule geleilj Praxis beä Monarch (1 pen einer cj bei auftomr,:- las nH$| -euirdes Hau Kurszettel der Berliner und Zranksurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt oeschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 4 o. H., Lombardzinsfuß 5 o. H. men, z. V. Trinkgeld für den Briefträger zu Weihnachten. Bestellung. Vorbehaltlose Bestellung verpflichtet zur Abnahme, falls die Ware den vereinbarten oder üblichen Bedingungen entspricht. Vorsicht bei Bestellung durch sogenannte Bestellscheine. Diese genau durchlesen, denn mit der Unterschrift unter den Bestellschein unterwirft man sich dem Inhalt des Scheines. Bestellungen der Frau braucht der Mann nur dann zu bezahlen, wenn er die Bestellung genehmigt oder wenn die Frau im Rahmen ihrer Schlüsselgewalt gehandelt hat. S. Schlüffelge- walt. Bestrahlung, Einwirken von Strahlen auf den menschlichen Körper oder auf einzelne Körperteile. Verwendet werden Sonnenstrahlen (Sonnenbäder), künstliche Höhensonne, Röntgenstrahlen, Radiumstrahlen, elektrische Wärmebestrahlunq. Die für den einzelnen Fall in Frage kommende Heilart zu bestimmen, überlaste man dem Arzt. Röntgenstrahlen dienen nicht nur der Heilung, sondern auch der Erkennung einzelner Krankheitsarten Vgl. Durchleuchtung. Besuche im Gefängnis. Strafgefangene dürfen in gewissen Zeitabständen Besuche empfangen. Jeder Besuch mutz aber vom Gefängnis-Vorstand genehmigt werden. Angehörigen wird die ALBERT MATTERSTOCK ATTILA HÖRBIGER ANNELIESE UHLIG Spielleitung: Carmine Gallone /Musik: Leo Leux D< Fachamt Skilauf im DRL. hat feine erste spyrige große Arbeitstagung vom „grünen . 21.15: 9fr Ilvmverkauf für Wiefeck: Drogerie Wilhelm Pansch L 6331 v n “*‘,w,f Heuchelheim: Drogerie Wilh. Römer III. Wwe. Hier abschneiden 4 Der Pferdebesitzer ob Militär oder Zivil, weiß bei der Beschirrung seines Pferdes, daß der Spezialist am leistungsfähigsten ist. Brauerei-Reklamegeschirr in hochkünstlerischer Ausfühiung, sowie Kumte aller Art, worin wir führend in Deutschland sind, sind ausgestellt im Schaufenster des Georg’schen Blumengeschäftes. Seltersweg Nr. 35. 7727V LVölzing Sattlermeister Mitglied der Reichskammer der bildenden Künste. aipenKräuler-Tcc ,.51. Bernhard" aus 30 verschiedenen bewährten Pflanzenstollen — hält das 31ut frisch und rein, unterstützt die Verdauung, wirkt wohl- uend auf innere Organe. Seit über 35 Jahren in der unverändert bekannt guten Qualität Große Packung 1— Mk. — Proben, Prospekte etc. kostenlos in den Fachgeschäften, wo ,SL - Bernhard" - Tee - Schilder aushängen. Elche zwischen Meer und Memel von Martin Kahles Insgesamt 120 Seiten mit 82 hervorragen, den Naturaufnahmen des Verfassers auf 56 Kunstdrucktafeln. In Leinen gebunden RM. 3,60. Bestellungen nehmen alle Buchhandlungen und der Verlag entgegen. Hugo Berinühler Verlag Berlin-Lichterfelde Der Handel im Freiverkehr war bei wenig veränderten Kursen minimal. Dirigier 84 bis 85, Katz & Klumpp 104,50, Schuh Berneis 72, Gelling Sekt 74,50, Ufa 74,25, Rastatter Waggon 5). Tagesgeld weiter 2,50 v. H. amten eine Entschädigung g> ben. Gebräuchliche Gelegenheit; geschenke darf der Beamte anneh- ; Land B , auch au-!' - i in AB, n, ihre erst' schätzen. £ Wern für; dem Sam? i n sie selbst „ - das noch c iche sich der gesamte Führerrat, die Gaufachwarte Abendbörfe behauptet. Wenn das Geschäft an der Abendbörse auch nur sehr kleinen Umsang hatte und sich meist auf einige Spezialpapiere beschränkte, so war die Haltung im ganzen doch leicht gebessert. Verschiedentlich zeigte sich kleine Nachfrage aus der Börse heraus, während die Kundschaft weiterhin Zurückhaltung an den Tag legte. Gegen den hiesigen Mittagsverkehr war die Kursentwicklung uneinheitlich, wogegen im Vergleich zu dem meist noch schwächeren Berliner Schluß kleine Erhöhungen in der Mehrzahl waren. Matt lagen aber in Anpassung an Berlin Demag mit 145 (146,50), auch IG. Farben gingen um ief? Kunst" vorzubereiten, veranstaltete gestern trt tM Kunstwissenschaftlichen Institut der Uni- Mit einen Film- und Lichtbilder-Dortragsabend, ! fine Fülle aufschlußreicher Bilder brachte. Zu- ah man einen Film, in dem die ^anglauf- SÄ das W °-rd" ff ff-- y $ JWj rtd*"' 'ndes H„, 1 w«g«n u mmei unb freube*. M , e3irt U'N ! ast. 16: W » hmitiagsko^' chrichien. 1k | ensch, sechzig ^en'.DaM hmen vnb s freguM.6* irrten W immt er* NN |0 t»r WechfeE , lange * . Tage cor* jfter Mi err bei dein. ? I nicht die | gar E» Ein glänzend geglückter Versuch, durch Betonung der praktischen Arbeit neben der Theorie und durch gegenseitige Verständigung und Fühlungnahme die Arbeit, die im Fachamt Skilauf zu leisten ist, zum vollen Erfolg zu führen. Deutsche Studenten in Brüssel. Eine 25köpfige Mannschaft deutscher Studenten- Sportler weilt dieser Tage in. Brüssel, wo sie im Fußball, Hockey und Schwimmen Kämpfe gegen eine aus den vier belgischen Universitäten gebildete Mannschaft austragen wird. Die deutschen Studenten, die unter Führung von Georg. Fischer nach Brüssel reisten, wurden bei ihrer Ankunft vom Präsidenten des belgischen Studentensport- Bundes, Smets, herzlich begrüßt und am gleichen Tage auch vom belgischen Wohlfahrtsminister Wau- ters empfangen. Kurze Sportnotizen. Die deutsche Wasserball-Mei st erschuft wird in der Zeit vom 11. Juni bis 28. August im nächsten Sommer wieder in drei Grup- pen-Turnieren ausgetragen. Der Titelverteidiger Wasserfreunde Hannover bestreitet zusammen mit den drei Gruppensiegern die Endkämpfe. Beim Rennen der Auto-Veteranen, das zum 41. Male von London nach Brighton aus- getragen wurde, siegte in der Klasse der zweitältesten Wagen ein deutscher Benz aus dem Jahre 1899. Birger und Sigmund Ruud begeben sich am 18. Dezember nach Nordamerika, wo sie sich an einigen Sprungwettbewerben beteiligen werden. Birger Ruud macht dabei gleichzeitig seine Hochzeitsreise. Megan Taylor, die ausgezeichnete englische Kunstläuferin, will zum Berufssport übertreten. Zwölf Eisschnelläufer, darunter viele Nachwuchsmänner, schickt Holland zum Training nach Norwegen, wo sie u. a. einen Junioren-Länder- kampf gegen ihre Gastgeber austragen werden. • entgegen^- Lehrwarte auf der Knorrhütte zusammengefun- , bafobiti e«, am hier unter Führung des jetzt ganz dem -^lhchint zur Verfügung stehenden DRL.-Sportleh- 'SFriedel Pfeifer, der seinerzeit auch die bekfyie Olympia-Abfahrts-Mannschaft schulte, sich ts opftiii e?st«-Iin'b modernste Technik vermitteln zu lassen. v tfrlk mnglauf unterrichteten Hans T h e a t o , der SchMe deutsche Meister Gustl Müller und Karl nger äk sr |(j f m a n n. Die Tagesarbeit gilt ausschließ- en iÄ hr sportlichen Praxis, in den Abendstunden Mkbrt wichtige Fragen besprochen, wie z. B. die nschMiM^^^ Wettlauforünung, die am Ende des r TöM > in ihrer endgültigen Fassung festgelegt sein ig wirb Die 'wjurb.Wesonders erfreulich ist es, daß Friedel Pfei- Ve jur £röfeei allen 43 Teilnehmern des Kurses ein so MsschuHgch^ technisches Können feststellen konnte, daß er dEllhrgang sofoxt mit den für die Oberstufe vor- qe:e'i er Hebungen, d. h. dem ausgesprochenen RUI Sjiimlauf beginnen konnte. Ein Slalom vom Sci? cl sernerkopf wird am 27. November die prak- tis,ihr Arbeit, an der alles, angefangen beim Fach- 6.30: Man-s liiter Gustav Raether, mit großer Begeisterung if. 8.30: ii'tei r nen wird, beenden.______________________________ Aulofchiider werden prompt umgeschrieben Theo Nauheimer Ludwigstrabe 5 05763 ne jungen t V Wirtschafi. I^hein-Mainische Börse. rNillagsbärse still. Frankfurt a. M., 24. Nov. Die Börse lag auf allen Gebieten des A k t i e n rn a r k t e s . weiterhin sehr still. Es lagtn zwar wieder kleine Käufe der Kundschaft vor, anderseits erfolgten auch weitere geringe Abgaben, so daß die Unternehmungslust der Berufskreise schwach blieb. Trotz der feit Tagen anhaltenden Geschäftsstille erwies sich die Grundstimmung auch heute wieder als verhältnismäßig widerstandsfähig. Anfangs erfolgten kleine Käufe, die zumeist ein leichtes Ansteigen der Kurse herbeiführten, während im weiteren Verlaufe unter dem Eindruck des geringen Geschäfts die Besserungen nicht immer voll behauptet werden konnten. Von Montanwerten lagen Hoesch 0,50 v. H., Verein. Stahl 0,25 v. H. höher, Mannesmann mit 117 unverändert, dagegen Rheinstahl weiter abbröckelnd auf 144 (144,50). Ilse Genuß notierten nach Pause 1,50 v. H. niedriger mit 134,50. Kleine Erhöhungen hatten u. a. JG -Farben mit 156 (155,40), AG. für Verkehr mit 131,50 bis 132 (131,25), Bemberg mit 140,25 (139,50), Demag mit 146,50 (146,25), Moe- nus mit 119,50 (119) und Gesfürel mit 145,75 (145,50). Behauptet lagen Daimler mit 135,50, Conti Gummi mit 187,50 und AEG. mit 117,90. Der Rentenmarkt war weiter freundlich und teilweise etwas belebter. Kommunal-Umschulduna befestigten sich auf 94,95 (94,90), Reichsbahn-VA. auf 129,65 (129,50), Reichsaltbesitz blieben mH 131,25 behauptet. Nachfrage fanden ferner Wieder- Mergemeinbe Heute, 20 Uhr, 7729D Kapelle des Alten Friedhofs: Dvtttev Ätzend dev -Klvchttchen Woche! Es spricht: Pfarrassistent Dauth. Bestellung strafbar. Für private Gefälligkeiten kann man aber einem Be- n t !sm künstlerischen Bild in geradezu idealer £ rif verband. Den Film, der gestern nur in Heilt 1. usschnitten gezeigt wurde, wird den Mitglie- ►e rii.mti Freunden des Ski Hubs zu gegebener Zeit ch fmer Gesamtheit vorgeführt werden. Ä itie biN6. ’9>!^ ‘^en, Ä Kali Saldetfurth mit 171 (169), ferner Scheide- ..... v— anstatt 255 (254), dagegen VDM. 165,50 Brief 0,50 v. H. auf 155,50 zurück (jedoch bereits 155,25 m (166,50). in Berlin). Scheideanftalt waren bei Heinern Be- her « sah man einen Film, in dem die Lanala A.8lQnb.^ sehr anschaulich geschildert wurde, ansch... ^gen en.'|< sprach der Leiter des Skiklubs, Karl A l t ’UetQiif*. ' . »»itioiHirhffe Technik des Skilauf- VS *js ......... Luf)e.r an '?,| >aite"henden Winter gründlich auszubilden, ins- imV innere aber die neueingetretenen Mitglieder und m lebtfi tfraer des Skilaufs zunächst cheoretstch auf wMj ...... 51 Betrug Genehmigung nur in bestimmten Fällen versagt. Besuche, die Rechts-, Geschäfts- oder Berufsangelegenheiten des Gefangenen betreffen, können auch außerhalb der festgesetzten Zeit zugelassen werden. Besuchskarte, Karte mit dem Nomen desjenigen, der einen Besuch macht. Die Karte soll schlicht und geschmackvoll sein und die Anschrift sowie Rufnummer enthalten. Beim Herrn ist der Titel ob. Berus beigefügt, bei verheirateten Frauen ist der Zusatz geb.... üblich. Wird ein offizieller Besuch bei einem Ehepaar gemacht, so gibt der Herr zwei Karten ab, die Dame eine Karte. Der Herr kann weitere Karten für erwachsene Töchter abgeben. Betäubung: durch Schlag auf den Kopf, Einatmen giftiger Gase u. dgl. Gewollt durch den Arzt als Narkose zur Ausführung schmerzloser Operationen. Allgemeine Betäubung und örtliche B.. erstere durch Einatmen von Narkosemitteln (s. d.) oder Einspritzung solcher Mittel in die Blutader, oder Ma^tdarmeinlauf. Örtliche B. durch Einspritzen oder Auffvritzen von Mitteln, welche die Nervenempfindlichkeit herabsetzen. Betrug liegt vor, wenn man in rechtswidriger Bereicherungsabsicht durch Vorspiegelung falscher oder Unterdrückung wahrer Tatsachen in einem anderen einen Irrtum erregt oder unterhalt und ihn dadurch am Vermögen schädigt. Betrug liegt z. B. vor, wenn jemand ohne gültigen 111», über die neuzeitlichste Technik des Skilaufs, t H andere über den Temposchwung und gab da- ,j eichzeitig einen interessanten geschichtlichen 1 btdlick über die Entwicklung der Technik des -- StB flafs über großen Zeitraum. Dabei wies er auf Pflnd||chii > jnterschisde hin, wie sie sich zwischen der Arl- s°nderer ton HÖdqule und der neuesten Skilauftechnik er- itteln di/jibe- Er fegte dar und bewies es an vielen Bil- iar zurfia, 1« t>afc es jetzt nicht mehr die tiefe Hocke ist, . . ruddM i ie Grundhaltung des Läufers mitbestimmt, _nkclt. alsopfcfcnn eine aufrechte Haltung, eine fchmale Ski- a und im Temposchwung selbst eine erstaun- ) rxite Vorlage. Der Redner ließ allerdings kei- it jmeifel darüber, daß diese neue Skitechnik be» e ts ine erhebliche Sicherheit des Läufers voraus- den Läufer aber, der mit ihr vertraut gewor- i'e 1 selbst schwieriges Gelände souverän beherr- ck eniläßt. In einem weiteren Film sah man dann gastliche > faktische Nutzanwendung dieser neuen Lauftech- ln°e noch I, >ie durch Zeitlupenaufnahme und Standfilm 9elamtbeutii.i to igfam veranschaulicht wurde. Insbesondere sah rhäU Üjre WinMnton SeeI 0 s, den Trainer der deutschen ^urch die je)Moia-Mannschaft von 1936, der als der beste 1 Schule. Morscher dieser mohemen Skilauftechnik angeller aber re >ernverden kann. Der Film hinterließ einen um Uferen Eindruck, weil sich das lehrhafte Bild Ria Spitzen-Film der Tobis-Produktion Frankfurt a. M. Berlin Frankfurt a. M. | Berlin Schluß- kurs Schluß!. Abend- börie Schluß, kurs ' Schluß! Mittag börse Schluß- kurs Schluß!. Abendbörse Schluß, kurs Schluß!. Mittag- börse Darum 23.11. 24.11 23.11. 24-11- Darum 23.11- 24-11 23.1L 24-11.' 5% Dcullche Reichsanleihe v. 1927 101 65 101,65 101,7 101,7 Accumulawren-Fabrik.......14 227 227 227,75 227 4,% Deutsche Reichsanl. von 1934 99,75 99,75 99,75 99,75 Aichafsenburg Zellstoff........ 6 141 140,25 141,5 140,75 }y.% Deutsche Reichsschatzanwet- _ _ — _ Bemberg..7.......... O 139,5 168,25 139,75 139,9 167,75 140 168,13 iy?% Deutsche ReichSschatzanwet- Buderus Eisen...............5 121,5 122 122 122,4 jungen von 1935, II. ftolge ... 99,6 — 99,7 99,65 Cement Heidelberg...........7 166,25 166 Wi% Deutsche Reichslchatzanwei- Cement Karlstadt............6 99 99 99 99 187,5 187,5 186,75 186,5 bVi% Doung'AnIeihe von 1930 .. 105,13 104,9 Daimler Motoren....... 6% 135,5 135,5 135,5 134,9 4IZ.0/ jfSpHiirfip hnn 1929 100 100,13 - Dessauer Gas ............... 4 118,5 1'9 4Yt% Deutsche Reichspostschatz von Deutsche Erdöl..............5 144 143 144,4 143,65 1934 I..................... 100,65 100,65 100.9 — Deutsche Golt», und Silber .... 9 254 255,5 —— - r 4y2% Deutsche Reichsbahnschatz Deutsche Linoleum.......... 10 161,5 162 161 162 von 1936 1..... ............ — 99,75 99,65 99,75 Elektrische Lieferungen........6 131 130,25 131,5 130,25 131,25 131,25 131,2 131,25 Elektrische Licht und Kraft.....7 150,65 151 151 151,13 vberhessen Provinz-Anleihe mit 3. G. Farben-Jndustrie.......7 155,65 155,5 155,65 155,25 140 140 Felten & Guilleaume...... 6 130,25 130,25 130,4 130 145,5 146 146 146,25 fHnlhhfp 5R 12 — —- Tb. Goldschmidt.............6 137,5 136,75 138 136,5 5y2% Hess. Landes-Hhp.-Banl Gritzner Maschinen........ O 47,75 47,75 — 101,65 101,5 Harpener.................S'/r 174.75 174 175 174,13 4y1°/o Preutz. Landespfdbr..Anst. Hoesch Eisen...............S/2 118,5 118,5 118,75 118,25 rönlhnfo fl? i c» - - - ■ 99,75 Philipp Holz mann........... 8 152,5 4y2% Preuß. Gold-Komm. R. 20 .— — 99 99 Ilse Bergbau................6 159,75 4y»% Darmstädter Komm.-Lan- Ilse Genüsse................6 — 134,5 — 134,5 98,9 98,9 1—■ — Kali Aschersleben............ 4 116,5 116 116 116 Deutsche Komm.-Sammel-Anlethe Klöcknerwerke .............414 120,75 121 121,25 121 AuSlos -Rechte I.............. 134,65 134,5 134,75 134,65 Kokswerke und Chemische Fabrik 7 — — 155,25 155,4 4y2% Franks. Hyp. Goldpfe. R. 15 99,75 99,75 100 ioo Lahmeyer.................. 6 125,65 126 126 125,5 xy2% Franks. Hyp. Gold-Komm. Mainkraft...................4 95,75 95,75 — — Obl. 2 3.................. 99 99 — — Mannesmann............ 414 117 117 117 116,9 5yz% Franks. Hyp. Ltauidation Mansselder Bergbau......... 7 — — 161 160,5 Goldpfe..................... 101,75 101,9 — —— Metallgeielljchaft........ 6 146,5 147 145,5 147 6/2% Rheinische Hyp. Liquidation Orenstein S Koppel ..........O 106 106 Goldpfe..................... 102 102 102 102 Rheinische Braunkohle....... 12 231,5 231 231,4 231,5 Steuergutschetn-Berrechnungökurs 111,3 111.3 111,4 111,4 Rheinische Elektro............6 126,5 Rheinstahlwerke..............6 144,5 143,5 144,4 143,65 Rbeinisch-Westfälische Elektro .. 6 128,5 128,5 128,75 128,4 AG. für Verkehrswesen .... 6% 131,25 132 131 131,75 Rütgerswerle ...............7 149,25 149 148,9 148,9 Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0 —. — 128,75 129 Salzdetfurth Kali............6 169 171 169,5 172 Hamburg-Amerika Paket......0 79,5 79,5 80 80,5 Schückert L Co...............7 169,5 170 170 170 Norddeutscher Lloyd..........0 — —— 81,5 •---------- Schultheis Patzenhoser........4 94.13 94,75 Deutsche Reichsbahn Vorz.-Dkt. 7 129,5 129,65 129,65 129,75 Siemens & Halske...........• — — 202,5 201,25 Süddeutsche Zucker...... 10 — 205 206 204,5 Reichsbank................. 12 208,75 208,5 208,75 209 Bereinigte Stahlwerke...... 4'/, 112,5 112,4 112,4 112 Berliner Handelsgesellschaft . 6 yt 134,25 134,25 Westdeutsche Kaufhof.........O 57,9 57,5 57,9 57,5 Commerz- und Privat-Ban! ... 6 118,25 118,25 118,25 118,25 Westeregeln Alkali...... 4 116 116 115,13 116 Deutsche Diskonto............6 122,5 122,5 122,5 122,5 Zellstoff Waldhof...... 6 148,13 147,5 147,5 147 Dresdner Bank....... . . .. 4 113,75 113,75 113,75 113,75 Otavi Minen...............0,6 29,65 29,65 29,65 — 23-November 24-November 23.November 24-November Amtlich'Rvlierui a Amtliche Roliecuna Amtliche Rorierung Amtliche Roiierung Gell Br>>- Gelt Brie> -Seit Brie, Gelt Brie, Buenos Acres............. 0,727 0,731 0,727 0,731 Japan.................... 0,722 0,724 0,721 0,723 Brüssel................... 42,08 42,16 42,90 42,17 Jugoslawien.............. 5,694 5,706 5,694 5,706 Rio be Janeiro............ 0,146 0,148 0,146 0,148 Cälo ................... 62,23 62,35 62,20 62,32 Bolen.................... 47,00 47,10 47,00 47,10 Wien..................... 48,95 49,05 48,95 49,05 Kopenhagen............... 55,27 55,39 55,25 55,37 Lissabon.................. 11,25 11,27 11,245 11,265 Danzig................... 47,00 47,10 47,00 47,10 Stockholm................ 63,84 63,96 63,81 63.93 London .................. 12,38 12,41 12,375 12,405 Schweiz.................. 57,26 57,38 57,23 57,37 HelsingforS................ 5,475 5,485 8,428 5,475 5,485 Spanien.................. 15,23 15,27 15,23 15,27 Paris.................... 8,412 8,412 8,428 Prag..................... 8,701 8,719 8,701 8,719 Holland.................. 137,33 137,61 137,64 137,92 Budapest................. —— — — — ■Italien................... 13,09 13,11 13,09 13,11 Neuyork................. 2,474 2,478 2,474 2,478 barf 0,50 u. 5). freundlicher mit 255,50, ferner verbesserten Bemberg ihren Stand auf 139,75 (139,50), Mannesmann auf 117 (116,75), Hoesch auf 118,50 (118,25), Junghans auf 124,50 (124), Gesfürel auf 146 (145,75) und MAN. auf 135,50 (135,25). Nicht voll behauptet blieben Holzmann mit 151,50 (151,75), Goldschmidt mit 136,75 (137), Rheinstahl mit 143,50 (144). Unverändert zur Notiz kamen u. a. Buderus mit 122, BMW. mit 150, Conti Gummi mit 187,50, Moenus mit 119,50, Rheinmetall mit 142,50, Schuckert mit 170, VDM. mit 164 und Hapag mit 79,50, sowie Großbankaktien. Frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. M., 24. Nov. Es notierten (Getreide je Tonne, alles übrige je 100 Kilogramm) in Mark: Weizen W 13 206, W 16 209, W 19 213, W 20 215, Roggen R 12 191, R 15 194, R18 198, R 19 200 Großhandelspreise der Mühlen der genannten Preisgebiete. Futtergerste —, Futterhafer —. Weizenmehl Type 812 W 13 29,10, W 16 29,20, W 19 29,20, W 20 29,55, Roggenmehl Type 1150 R 12 22,45, R15 22,80, R18 23,30, R19 23,50 plus 50 Pf. Frachtausgleich. Weizenfuttermehl 13,60. Weizenkleie W13 10,75, W16 10,90, W19 11,10, W 20 11,20, Roggenkleie R12 9,95, R15 10,15, R18 10,40, R19 10,50 Mühlenfestpreise ab Mühlenstation. Soyaschrot —, Palmkuchen —, Erdnußkuchen —, Treber 14,00 Höchstpreis ab Erzeugerstation, Trockenschnitzel —, Heu gebündelt 6,90 bis 7,20, do. drahtgepreßt gestrichen, Weizen- und Roggenstroh —. Tendenz: ruhig. Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 25. Nov. (Borbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb: 2267 Rinder (282 Ochsen, 179 Bullen, 1411 Kühe, 395 Färsen), 659 Kälber, 146 Hämmel, 72 Schafe, 250 Schweine. Es kosteten: Rinder: Ochsen 36 bis 45 Mk., Bullen 34 bis 43, Kühe 15 bis 43, Färsen (Kalbinnen) 27 bis 44, Kälber 35 bis 65, Hämmel 30 bis 48, Schafe 15 bis 42, Schweine 50 bis 54 Mk. — Marktverlauf: Rinder, Kälber und Schweine zugeteilt, Hämmel und Schafe langsam. Aus der engeren Heimat. Trouerfeier in Lick. -'/-Lich, 24. Nov. Die innere Verbundenheit unserer Stadt mit dem Fürstlichen bzw. Großherzog- lichen Haus kam anläßlich der schweren Heimsuchung durch das furchtbare Flugzeugunglück bei Ostende auch hier zum erhebenden Ausdruck. An der Beisetzung am gestrigen Tage auf der Nosenhöhe nahmen Vertreter der Stadt und Kirche, sowie des Alicefrauenvereins und andere Bewohner teil. Auch einige Mitkonfirmandinnen, die mit der damaligen Prinzessin Eleonore im Jahre 1887 zusammen mit 70 Konfirmanden und Konfirmandinnen in hiesiger Marienstiftskirche eingesegnet worden waren, hatten es sich nicht nehmen lassen, zu der Trauerfeier nach Darmstadt zu fahren. Am Tag oer Beisetzung hatten fast alle Häuser halbmast geflaggt, zur gegebenen Stunde erklang von Kirche und Turm Trauer- qeläut. Unter den vielen Kränzen, die im alten Mausoleum ausgelegt waren, konnte man auch viele Kränze aus unserer Stadt sehen, u. a. solche der Stadt, der evangelischen Kirchengemeinde, des Alicefrauenvereins und der Mitkonfirmanden. Am Totensonntag wurde in beiden Gottesdiensten eine Trauerfeier zum Gedächtnis der Entschlafenen Leben gekommenen edlen Menschen werden gerade in diesen Tagen wach und zeugen von der großen Lieb.e und Verehrung, die die Licher auch über das Grab hinaus „ihrer Großherzogin" bewahren werden. Landkreis Gießen. 00 Klein-Linden, 24. Nov. Wie in den verflossenen Jahren, so wird auch in diesem Winter wieder eine Schulspeisung von Kindern weniger bemittelter Eltern durchgeführt. Es werden im ganzen 66 Kinder, etwa 20 mehr als in früheren Jahren, betreut. Die Kinder erhalten täglich zum Frühstück ein Viertelliter warme Milch oder Kakao. In die Kosten teilen sich NSV., Kreisfürsorge und Gemeinde. gfs. Großen-Linden, 24. Nov. Am Pflichtabend der F r a u e n s ch a f t hielt die Kreisjugend- grupenführerin Pgn. Anni Schwengber einen Vortrag über den Sinn der Jugendgruppe und ihre Betätigung innerhalb der Frauenschaft. Sie betonte die Notwendigkeit der Mitarbeit aller Frauen und Mädchen in der großen Ausbauorganisation des Deutschen Frauenwerks, das seinen Nachwuchs jetzt in den Jugengruppen zusammenfaßt. Die Jugenduntergebracht. — Die hiesige Schulsparkasse, die erst vor zwei Jahren eingerichtet wurde und der hiesigen Spar- und Leihkasse angegliedert ist, hat sich in der kurzen Zeit ihres Bestehens sehr gut entwickelt. Die Kinder haben bis jetzt etwa 2000 Mark gespart. Am letzten nationalen Spartag waren die Einlagen besonders hoch. = Steinbach, 24. Nov. Dieser Tage wurden hier Kartoffeln für das Winterhilfswerk gesammelt. Die Sammlung ergab 143 Zentner. Die Kartoffeln wurden von sechs Fuhrwerken nach Garbenteich zur Verladung an die Bahn gebracht. Die im Gange befindliche Sammlung von Getreide für das WHW. zeitigte sehr günstige Ergebnisse. )( Lich, 25. Nov. Am morgigen Freitag, 26. November, können die Eheleute Georg Hofmann und Luise, geb. Dickel, das Fest der Goldenen Hochzeit feiern. ch Lich, 24. Nov. Im verflossenen Kirchenjahr wurden 36 Einwohner aus unserer Stadt, 20 männliche und 16 weibliche, z u Grabe getragen. A Birklar, 24. Nov. Der hiesige Turnverein, dessen Arbeit geraume Zeit geruht hat, veranstaltete in der Wirtschaft von Düringer eine Generalversammlung unter Leitung des Vorsitzenden Lehrer K r a u s g r i l l. Die Versammlung brachte insbesondere einen Appell an die Jugend, sich lebhaft an den Turnstunden zu beteiligen, die von jetzt ab wieder regelmäßig stattfinden. SA. und Hitler- Jugend werden die Turnstunden in Zukunft geschlossen besuchen. Rechner Engel erstattete den Kassenbericht. # Mainzlar, 24. Nov. Die NSDAP, veranstaltete am Dienstag bei Gastwirt Müller einen Schulungsabend, der von den Führern und Unterführern "der Gliederungen, von den Waltern der Deutschen Arbeitsfront und Mitgliedern der NS.- Frauenschaft gut besucht war. Kamerad Heß aus Gießen sprach über das Thema „Volk ohne Raum", das er in dem vorgesehenen zweiten Teil behandelte. Reicher Beifall dankte dem Redner für feine interessanten Ausführungen. * Geilshausen, 24. Nov. Mit einer erheblichen Beckenverletzung mußte der hiesige 42 Jahre alte Schreiner Wilhelm Ley zur Behandlung in die Gießener Chirurgische Klinik eingeliefert werden. äreie Friedberg. + Butzbach, 23. Nov. Seit einer Reihe von Wochen werden im Bereiche der hiesigen Bahnhofsgehalten. Die Großherzogin hatte als Prinzessin Eleonore lange Jahre als Helferin im Kindergottesdienst mitgewirkt. Erst in letzter Zeit hatte sie für die erneuerte Seitenkapelle unserer Stiftskirche von einem Darmstädter Künstler nach einem alten Meister einen Kurzifixus schnitzen lassen, der jetzt die Südwand der Kapelle ziert und neben anderen Stiftungen das Gedächtnis der edlen Tochter unseres Fürstenhauses und unserer Stadt in besonderer Ehre halten wird. Auch der Alicefrauenverein ist feiner Heimgegangenen Landesvorsitzenden zu ganz besonderem Dank verpflichtet. Alle Besucher des letzten großen Gartenfestes des Vereins erinnern sich noch mit Freude und Wehmut zugleich der persönlichen Hilfe der Großherzogin, die wesentlich $um Erfolg des Festes beigetragen hat. Viele Erinnerungen an die auf so tragische Weise ums gruppe von Großen-Linden, die bereits aus 17 Mitgliedern besteht, verschonte den Abend durch Ge- dichtvorträge und Chorgesang. s. Lang-Göns, 22. Nov. Die Bautätigkeit in unserer Gemeinde während des Jahres 1937 bewegte sich in normalen Bahnen. Außer dem Bau zweier Wohnhäuser in der Bismarck- und der Amthausstraße wurde die Wärterwohnung beim neuen Faselstall im Rohbau fertiggestellt, auch wurde der Bau eines Siedlerhauses in der Obergasse in Angriff genommen. Einige Wirtschaftsgebäude wurden teils erweitert, teils umgebaut, ebenso erhielt das eine Backhaus einen Anbau. — Seit einigen Tagen befindet sich die hiesige Post- agentur in dem früheren Wartesaal 2. Klasse im hiesigen Bahnhofsgebäude, lieber 40 Jahre war sie im Gasthaus „Zur Post", dem Bahnhof gegenüber, anlagen umfassende Verbesserungen durchgeführt. Längere Zeit nahm die Erneuerung des Unterbaues der beiden Hauptgleise in der scharfen Kurve nach Gießen zu in Anspruch. Dabei wurden gleichzeitig die Hauptübergänge, die sich in recht mangelhaftem Zustande befanden, völlig neu hergerichtet. Gegenwärtig wird die große Anfahrts- ftraße zum nördlichen Teile des Verladebahnhofs einer durchgreifenden Verbesserung unterzogen. Da die Straße bei schlechtem Wetter und besonders im Winter sehr schmutzig ist und vielfach unter Wasser steht, hat sich die Reichsbahnverwaltung entschlossen, sie um 10 bis 20 Zentimeter höher zu legen. Auch im Bahnhofsgebäude wurde einem dringenden Bedürfnis dadurch Rechnung getragen, daß die Sverre zu den Bahnsteigen, die sich bisher in der Bahnhofshalle befand, auf den ersten Bahnsteig verlegt wurde. Durch diese M-aßnahme ist dem vielfach^ Andrang zu den einzelnen Zügen hinreichend g, steuert. — Im großen Saale des „Hessischen Hofe«' fand gestern abend die Monatsversamm lung der Partei statt, die einen sehr gu(q Besuch aufzuweisen hatte. Erstmalig nahmen barci fast sämtliche Parteianwärter teil. Aus diese: Grunde hatte man gleichzeitig einen Schulung abend damit verbunden. Nach einem einleitende flott gespielten Marsche der SA.-Kapelle und bei gemeinsamen Liede „Volk ans Gewehr" gedacht Ortsgruppenleiter Dr. Mörschel des gestern vei ftorbenen Leiters der Ortsgruppe der Kriegsopfer, Versorgung Pg. Klee, desgleichen der beim Fluc, zeugunglück bei Ostende umgekommenen Family angehörigen des ehemaligen großherzoglichen H^ ses. Anschließend sprach der Ortsgruppenleiter übe- die Richtlinien, die ^ur Ausnahme der Parteianwül ter von der Reichsparteileitung veröffentlicht wM den. Dann hielt er selbst einen Vortrag über „Dai deutsche Volk und sein Lebensraum". Die Aussig rungen fanden dankbare Zuhörer. — Am Nah Mittage wurde in der Oberrealschule der erste $(i Hördenappell abgehalten. Die Veranstaltuec brachte nach, einem Begrüßungswort des Ober' studiendirektors Dr. Gans einen Vortrag Bundesredners des Volksbundes für das DeuU tum im Auslande A. Rigerl (Graz). <£ Münzenberg, 24. Nov. Die (3 a u f i U. stelle der NSDAP, zeigte hier im Gasthaus „Zu^ Löwen" den unterhaltsamen Film „Der Vogelhaus Irr". — Der Reichsluftschutzbund führ, gegenwärtig für ältere Männer in unserem Dmß einen Luftschutzlehrgang durch. Untergruppenfühm Lehrer Leist uid Schulungsleiter W. Maure? sprechen über Zwecke und Ziele des RLB. Blockwan I o st wird über „Erste Hilfe" sprechen. Die $or. tragsabenbe sind gut besucht. Kreis Büdingen. = Nidda, 22. Nov. Der Haushaltsplan unserer Stadt für das Jahr 1937 schließt in Einnahme und Ausgabe mit 262 908,13 RM. ab. Kreis Alsfeld. * Atzenhain, 24. Nov. Beim Holz haue, zog sich der 34 Jahre alte Bergmann W i l h ein, Henkel durch einen Axthieb eine schwere V er- letzungderlinkenHandzu. Der Verunglück!» mußte sich zur ärztlichen Behandlung in die Chirurgische Klinik nach Gießen begeben. Kreis Wehlar. < Fellingshausen, 24. Nov. Bei bra ersten Treibjagd in unserer Gemarkung wurde, 19 Hasen und ein Dachs geschossen. — Die Wasserversorgung in unserer Gemeinde war bisher unzureichend. Nunmehr wurde eine Quelle gefaßt, die zusätzlich Wasser liefern soll. Die Anschlußarbeiten an die Hauptleitung sollen bis zum Frühjahr beendet werden. < E r d a, 24. Nov. Nachdem in der vorigem Woche nur einige Holzhauer zum Fällen alten Eichen eingesetzt wurden, ist nunmehr die Arbeit! von vier Rotten aufgenommen worden. Im hiesigen Gemeindewald werden in diesem Jahre 1300 Fesn meter Holz eingeschlagen. Die Arbeit wird fast au?1 schließlich von kleinen Landwirten übernommen, bcc die Arbeiter fast durchweg auswärts beschäftigt sind« Eine Offenbarung für jeden Tierfreund! Tiere mit Gekttbl und Sevftand Eine aUgememoeritänbltcbe Darstellung der Forschungsergebnisse üb. dasSeelen- leben der Tiere mit vraktischen Ber'uchsanleitungen vvnDr. WernerFifchel. Leiter der Jwrschungsftelle für Tierseelenkunde am Westfälischen Zoologischen Garten zu Münster - 140 Seiten mit 100 Abbildungen, in Leinen gebunden RM. 3.60. An tebei Gießener Buchhandlung erhältlich. Huso Vevmühlev Vevlas ♦ VevNn-Lkrbtevfelde Betrunkenheit 62 Bewegliche Sachen Fahrschein in der Straßenbahn fährt und sich auf die Frage des Schaffners, ob noch jemand ohne Fahrschein sei, nicht meldet; wenn die Ehefrau auf Kredit Möbel kauft und dem Verkäufer wahrheitswidrig erklärt, der Mann sei mit dem Kauf einverstanden; wenn jemand bewußt einen ungedeckten Scheck in Zahlung gibt; Vortäuschung guter Vermögensverhältnisse bei Aufnahme eines Darlehens; Verkauf von Magermilch als Vollmilch ufw. Der Betrug ist strafbar und verpflichtet zum Schadenersatz. Wer einen Betrug gegen Angehörige, Vormünder. Erzieher begeht, wird nur auf Antrag des Betrogenen bestraft. Antrag kann xurürf’genommen werden. Wer durch Betrug zur Abgabe einer rechtskräftigen Erklärung (Abschluß eines Vertrages) bestimmt worden ist. kann die Erklärung (Vertrag) anfechten. S. Anfechtung, Scheidung. Betrunkenheit s. Rausch. Bettfedern, die Einschütte in Betten. sollen nie aus Federn verschiedenen Geflügels gewählt werden. Die besten Bettfedern sind die Daunen. Alte Federn erkennt man an ihrer Verfärbung und an den abgenutzten Spitzen. Betten reinigt man zweckmäßig nicht selbst, sondern gibt sie in eine Reinigungsanstalt. Bettler sollen im neuen Deutschland von Privatpersonen grundsätzlich nicht mehr unterstützt werden, da jeder Hilfsbedürftige durch das Winterhilfswerk und besondere Organisationen unterstützt wird. Wirklich Notleidenden gebe man kein Geld, sondern Essen, doch lasse man keinen Bettler in die Wohnung. Bettnässen, unbewußtes nächtliches Harnlassen, bes. bei Kindern, entweder Zeichen großer Verwahrlosung oder Blasenschwäche, in schweren Fällen Nervenkrankheit. Einschränkung der Flüssigkeitszufuhr schon nachmittags, Kinder zur bestimmten Stunde abhalten, Güte und gute Pflege. In schweren Fällen ärztliche Behandlung. Beule (mhd. biule, rundliche Anschwellung). entsteht durch Schlag oder Stoß auf den Schädel oder auf das Schienbein, Blaufärbung infolge Blutaustrittes unter der Haut, Linderung und Hintanhalten einer größeren Schwellung durch Aufdrücken eines harten kalten Gegenstandes (Messer). Bewegliche Sachen, die sich im Besitz eines oder beider Ehegatten befinden, z. B. Möbel, Kunstgegenstände. insbesondere aber Inhaber- und mit Blankoindossament versehene Orderpapiere, z. B. Aktien. Wechsel, gelten als dem Manne gehörig. Wenn also der Mann Möbel, Aktien od. dgl., die der Frau gehören, ohne deren Zustimmung verkauft, so erwirbt der Käufer daran das Eigentum, wenn er nicht weiß, daß die Sachen der Frau gehören. Werden von einem Gläubiger des Mannes solche Sachen der Frau gepfändet. so muß die Frau beweisen. daß die Sachen ihr gehören. Bei Kleidern. 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