Nr. 145 Erstes vlatt 187. Jahrgang 5reitag.25.Zuni 1Q57 £r|d)em> iag »ich. aug« Sonntage and Feiertage Beilagen. Die Illustriert* Gießener Familienblättei Heimat im Bild Die Scholl» Monals-Vezugspreis. Mit 4 Beilagen RM. 1.95 Ohne Illustrierte , 1.80 Zustellgebühr .. , -.25 Auch bei lllichterscheinen von etnzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Zernfprechanfchlüsfr anter Sammelnummer 225) Anschrift ftir Drahtnachrichten Anzeiger Siesten poftfchecktonlo: $rantfurt am Main 11686 Neheim Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen vruck und Verlag: vrühl'sche Universttälr-Vuch- und Steindruckerei «.Lange In Sietzen. Schristleitung und Geschäftsstelle: Schulftrahe 7 annabmc von Anzeigen für die Mittagsnummer bis8'/.UHr des Vormittags Grundprelfe für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Textanzeigen von 70mm Breite 50Rpf..Platzvorschrifi nach oorh Bereinbg.25"^ mehr. Ermahtgle Grundpreise: Stellen-., Vereins-, gemeinnützige Anzeigen sowie ein- fpaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Rpf, Familienanzei- gen, Bäder-, Unterrichts- u. behördliche Anzeigen 6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B Wie sieht es in der Wirtschafl aus. In der letzten Zeit ist von berufener Seite wiederholt betont worden, eine wie große Bedeutung der sachgemäßen fachlichen Ausbildung unseres Nachwuchses zukomme. Es ist hierbei besonders der Notwendigkeit gedacht worden, dem deutschen Volke die technische Ueberlegenheit, die es vor anderen Nationen voraus hat, zu erhalten. Im Zeichen des Facharbeitermangels und der Erweiterung der heimischen Rohstoffbasis bedarf es nicht vieler Worie, um die Bedeutung eines hohen Standes des technischen Könnens auch in der Arbeiterschaft für die gesamte Volkswirtschaft zu erläutern. Die Notwendigkeit gründlichen Fachkönnens beschränkt sich aber nicht auf Werkstatt und Laboratorium, sie ist im Kontor, im Büro und in der Verkaufsstelle ebenso unentbehrlich. Denn Deutschland braucht, um die vielen wirtschaftlichen Aufgaben zu lösen, die sich aus dem Kampfe um die Erhaltung seines nationalen Lebensrechles ergeben, auch hier einen Nachwuchs, der ein Höchstmaß kaufmännischer Fähigkeiten besitzt. Es braucht nicht vieler Worte, um beispielsweise die Notwendigkeit gediegener Sprachschulung für den Außenhandelskaufmann oder die Bedeutung gründlicher Warenkenntnis für den Einzelhändler zu begründen. Gleiches gilt auch für die fachliche Schulung des B a n k - Na.chwuchses im Hinblick auf die außerordentlich große Bedeutung, die ein gut funktionierendes Bankwesen für die nationale Gejamtwirtschaft hat. Die Vielfältigkeit des Tuns und Schaffens eines modernen Bankbetriebes und feine enge Verflechtung mit allen Teilen der Volkswirtschaft erfordert Kenntnisse ganz besonderer Art. Die Tätigkeit des Bankkaufmanns beschränkt sich nicht nur auf die Ausfüllung von Ueberweisungs- formularen und das Verbuchen von Ein- und Auszahlungen. Bereits die Bearbeitung des Kreditgeschäftes fetzt nicht nur eine Beherrschung der verschiedenen Kreditformen, sondern überdies auch eine wirkliche Vertrautheit mit der allgemeinen Wirtschaftslage, ferner einen sicheren Blick für die besonderen Verhältnisse des einzelnen Kreditnehmers voraus, die u. a. auch dafür maßgebend find, in welcher der vielfältigen Formen (Wechselkredit, Barkredit, Lombardkredit usw.) der Kredit im einzelnen Falle zweckmäßigerweise gewährt wird. Es ist hier nicht der Ort, alle gegebenen Möglichkeiten des Kreditgeschäftes aufzuzählen, betont sei nur, daß jedes Kreditgeschäft neben seiner buch- und formaltechnischen Seite vor allem die Kunst des Bankleiters voraussetzt, zweckentsprechend, d. h. gemäß den ihm durch die Bedürfnisse der Gesamtwirtschaft gestellten Aufgaben über die verfügbaren Geldmittel zu disponieren. Ein anderes Tätigkeitsfeld eröffnet sich, wenn wir jetzt einen Augenblick beim Außenhandel verweilen. Die Aufrechterhaltung einer Rohstoffzufuhr zu marktgerechten Preisen setzt das Bestehen von Bankeinrichtungen voraus, die die sehr komplizierten Formen des Dokumenten- und Rembourskreditgeschäfts sicher beherrschen. Der Außenhandelskaufmann muß sich darauf verlassen können, daß seine Bank die ihr erteilten Aufträge so ausführt, daß das Ansehen der deutschen Kaufmannschaft im Auslande voll gewahrt bleibt. Die Tätigkeit der Bank im Dienst der Wirtschaft beschränkt sich jedoch nicht auf die vorerwähnten Hilfsleistungen. Wir finden andere Formen bankmäßiger Hilfe für die Erzeugung sowie für die Bewegung von Waren und Werten an der Börse, bei der Anlage und Verwaltung größerer und mittlerer Vermögen, bei der Durchführung des Reiseverkehrs von und nach dem Auslande. Alle die verschiedenen Formen der Verrechnung, Verbuchung, alle die Rechts- und Verwaltungsausgaben, die bei jedem dieser Geschäfte in allen ihren Unterarten verbunden sind, lassen sich hier im einzelnen nicht aufzählen. Im übrigen ist es gerade der Sinn fachgemäßer Vankarbeit, dem Fabrikanten, dem Kaufmann, dem Reisenden,' dem privaten Vermögensbesitzer diese vielen Einzelsorgen abzunehmen, ihm das Gefühl zu geben, daß „feine Bank" schon wissen wird, was zu tun ist. Nur so ist es möglich, daß Kaufleute und Fabrikanten sich auf ihre eigenen Aufgaben spezialisieren. Hier sollte nur eine Andeutung des Umfanges des Fachwissens gegeben werden, dessen Beherrschung zur reibungslosen Abwicklung eines Bankbetriebes notwendig ist. Im Kampf um die Erhaltung des deutschen Fachkönnens steht die Erhaltung eines hochqualifizierten Banknachwuchses mit an allererster Stelle. Es gibt kaum eine Form der Warenbewegung, sei es im Inland-, fei es im Aus- landverkehr, dem nicht eine besondere Art bankmäßiger Zahlungserledigung entspricht, so daß sich im Alltag eines Bankbetriebes der Alltag der weitverzweigten, auf vielseitigster Facharbeit beruhenden deutschen Volkswirtschaft weitgehend widerspiegelt. * X Die Bauwirtschaft gehörte zu den deutschen Wirtschaftszweigen, die in den letzten Jahren, nicht zuletzt durch die Unterstützung des Reiches, eine ungewöhnlich gute Konjunktur zu verzeichnen hatte. Die Bautätigkeit, die schon 1936 den Stand der Jahre 1928/29 überschritt, nahm im Verlauf des Jahres 1937 noch weiter zu. Wenn auch d e r W o Y- nungsbau hinter die vordringlicheren öffentlichen Bauten zurücktreten mußte, wird ihm doch größte Aufmerksamkeit geschenkt. Schon aus der Erkenntnis heraus, daß gesunde Wohnungen die Voraussetzung für eine gesunde Bevolkerungs- politik sind. Wieviel auf diesem Gebiet noch gebessert werden muß, beweist die Tatsache, daß zur Zeit bei uns, und namentlich in den großen Staaten, die kinderfeindlichen Kleinwohnungen immer noch viel zu häufig sind. Von dem in Den deutschen Großstädten vorhandenen Wohnungsbestand in Höhe von etwas über sechs Millionen waren 50,5 v. H., nämlich etwas über drei Millionen Oie Frontsoldaten weisen den Weg zu einem wahren und ehrenvollen Frieden. Neichskriegsopserführer Oberlindober auf der pariser Tagung des Comite France-Allemagne Paris, 24. Juni. (DNB.) Der zweite Tag des vom Comite France - Allemagne veranstalteten deutsch-französischen Gedankenaustausches war zuerst sozialen und wirtschaftlichen Fragen gewidmet. Hauptamtsleiter Selzner gab einen Ueberblick üöer Aufbau und Inhalt der Deutschen Arbeitsfront. Ein Vertreter des verhinderten Präsidenten des Verbandes für wirtschaftliche Ausdehnung, Fou- g e r e, trug dessen Gedanken über die Belebung der deutsch-französischen wirtschaftlichen Zusammenarbeit und Steigerung des deutsch-französischen Handels vor. Dann ergriffen die Vertreter der Frontkämpfer das Wort zu dem Thema des Friedens. Reichskriegsopferführer Oberlindober betonte, der Ausgangspunkt unserer Gedanken werde stets der g r oß e Krieg sein, die Zeit, in der an die Stelle der Politiker und der Diplomaten der Sol- d a t trat, der tapfer, klar in feinen Entscheidungen, rasch in seiner Tat, heroisch in seiner Pflichterfüllung und versöhnlich nach seinem Siege ist. Wir Frontsoldaten flehen heule m i l k e n im Leben unserer Völker. Unser Ein- sah im Kriege und unser Ansehen im Volke legt uns die Pflicht auf, in der Oeffentlichkeil mitzureden über Krieg und Frieden. Wir Frontsoldaten lieben den Frieden, weil wir den Krieg kennengelernt haben. Wir bekennen uns zu einem Frieden, der für beide Stationen gleich ehrenvoll ist. Wir deutschen Frontsoldaten verstehen unter Frieden nicht einen einseitigen Vertrag, der neue Streitfragen beschwört, sondern einen Zustand gegenseitiger Achtung und wechselseitigen Vertrauens. Wir haben uns zu unserem Volke stets bekannt in guten und in bitteren Zeiten, zu seinen Vorzügen und zu seinen Schwächen! Deshalb sehen wir auch das französische Volk mit ganz anderen Augen an als mancher Journalist und Wirtschaftsführer. Wir werden niemals grenzenlos bewundern, aber auch nie hemmungslos kritisieren. Denn wir sehen in der französischen Nation die Wiege der Männer, deren Tapferkeit und Pflichterfüllung im anderen Graben unsere Achtung geweckt hat. In dieser Achtung, die eine gegenseitige ist, haben wir uns mit den französischen Frontkämpfern zur Zusammenarbeit^ gefunden. Unö' nun bitte ich Sie, als Frontkämpfer sich einmal zu überzeugen, wie wenig Streitpunkte zwischen unseren beiden Völkern eigentlich noch bestehen! Das deutsche Volk, das seine Freiheit und seine Ehre nicht niedriger einschätzt als das französische, hat seinen Zusammenbruch und seine Demütigung überwunden. Sein Führer Adolf Hitler hat aus freien Stücken feierlich erklärt, daß nach der Saarabstimmung zwischen Frankreich und Deutschland territoriale Streitfragen nicht mehr bestehen! Ich kenne nun Franzosen, die an der Ehrlichkeit dieser Erklärungen glauben zweifeln zu müssen! Ich sage ihnen, Adolf Hitler ist Frontsoldat, er hat dem deutschen Volke gegenüber in größter Ehrlichkeit und Offenheit gehandelt, die große deutsche Ration schenkt ihm ihr uneingeschränktes Vertrauen! Sie haben keinen Grund, dem Führer und Kanzler zu mißtrauen. Denken Sie groß vom deutschen Volk und vom Deutschen Kanzler, dessen großes Denken sich in seiner Erklärung über Elsaß-Lothringen offenbart! Man hat auf die Unterschiede in d e r Staats form als Hindernis für eine Verständigung hingewiesen. Wenn sich ein Volk zu 99 v. H. zu seiner Nation und seinem Führer bekennt, dann ist der Rest, der solchen Entscheidungen widerstrebt und die Verwirklichung seiner Ansicht „Demokratie" nennt, nie wahrhaft demokratisch gewesen. Eine Nachbarnation, die sich stets jtolz zu ihrer demokratischen Grundauffassung bekannt hat, muß also aus ihrer demokratischen Stellung heraus die vom Nachbarvolk zu 99 v. H. bejahte Staatsform als fe ft ft eh ende Tatsache hinnehmen. Ein Volk, das in seiner wiedergewonnenen Freiheit und Ehre so stolz auf feine Lebensauffassung geworden ist wie das deutsche, ist stets bereit, die Staats- und Lebensformen feines Nachbarn zu respektieren. Es wird sich aber jede Einmischung in seine inneren, eigenen Angelegenheiten ebenso verbitten, wie es nicht daran denkt, sich in die innere Politik seines Nachbarvolkes einzumischen. Wir deutschen Frontkämpfer sind der Ansicht, daß man sich znn ä ch st kennenlernen muß, denn im Sichkennenlernen liegt schon der Beginn des Verstehens, im Sichverstehen der Anfang der Kameradschaft. Wenn wir als starke Nachbarn Freunde sind, dann sind wir stark genug, um gemeinsam die größten Aufgaben Europas zu lösen. Unsere Jugend erwartet das von uns! Sie sieht voll heiliger Ehrfurcht vor den Gräbern der toten Soldaten des großen Krieges und erwartet von den Ueberlebenden die Gestaltung einer besseren und schöneren Zukunft. Unsere Kulturen haben sich in friedlichem Wettbewerb zu immer erhabeneren Leistungen gesteigert. Diese großen Schöpfungen der Vergangenheit, die uns gemeinsam gehören, können eine tragfähige Brücke fein über die Schützengräben des großen Krieges zu einer Zukunft froher und friedlicher Nachbarschaft. Europa ist zu klein geworden für einen neuen Krieg, aber groß genug für die vertrauensvolle Zusammenarbeit unserer beiden starken Völker. Für zwei Völker, die in einem Jahrtausend den höchsten Waffenruhm an ihre Fahnen geheftet haben, ist der Weg zum Frieden eine neue hohe Ehre. Heber Gräber vorwärts zum wahren und ehrenvollen Frieden zwischen der französischen und der deutschen Nation! Der Präsident des Nationaloerbandes der Frontkämpfer (UNC.) und Abgeordnete G o y sowie der Präsident der Union Föderale Pi chot bekräftigten die dringende Notwendigkeit und Möglichkeit der deutsch-französischen Verständigung. Goy legte die Betonung auf die moralische Abrüstung, während Pichot auf die Fragen der politischen Verständigung im einzelnen einging. Der Tagungsleiter Bon- v o i s o n faßte die Ausführungen zusammen, indem er aufzeigte, daß die bisherigen Ergebnisse der Zusammenarbeit die Hoffnung auf Erreichung des anzustrebenden Zieles rechtfertigen. Der Wille zur Verständigung. London, 24. Juni. Der „Evening Standard" meldet aus Dorcester, daß die dortige Ortsgruppe der British Legion sechs ehemaligeren t- s ch e Kriegsgefangene, die während des Krieges im Gefangenenlager von Dorcester mit 1200 anderen Gefangenen lagen, ein geladen habe. Die deutschen Soldaten werden bei ehemaligen britischen Soldaten wohnen, tue während des Krieges den Wachdienst im Gefangenenlager durchführten. Unter den Gastgebern befindet sich auch der jetzige Vorsitzender der Ortsgruppe Dorcester der British Legion, der erklärte, die Einladung an die deutschen ehemaligen Kriegsgefangenen erfolge im Interesse eine Festigung des guten Willens zwischen England und Deutschland. „Wir sind", sagt er, „sehr stolz darauf, unsere deutschen Freunde bei uns zu Gast zu haben." Die post im Dienst des Gedonkenausiauschs der Völker. Keichspostminister Ohnesorge auf einem Empfang des Außenpolitischen Amts. Berlin, 24. Juni. (DNB.) Das Außenpolitische Amt der NSDAP, hatte für feinen Empfangsabend den Lichthof des Reichspostmuseums gewählt. Postillone in historischer Tracht vermittelten den Gästen schon am Eingang den besonderen Charakter dieses Abends. Der Leiter des Außenpolitischen Amtes, Reichsleiter Rosenberg, hieß seine Gäste herzlich willkommen. Dann nahm Reichspostminister Ohnesorge das Wort. Der Minister legte nach einem Rückblick auf die Geschichte des Nachrichtenwesens, die durch die Einführung des Penny-Porto- systems durch den Engländer Roland Hill und die auf Stephans Initiative zurückzuführende Gründung des Weltpostvereins einen ungeheuren Aufschwung bekommen habe, dar, daß man das Nachrichtenwesen keineswegs als einen Zweig der Wirtschaft betrachten könne, weil seine Aufgabe nicht darin bestehe, einen möglichst hohen Gewinn zu erzielen, sondern der Gesamtheit ein gut funktionierendes Nachrichteninstrument gegen möglichst niedrige Tarife zur Verfügung zu stellen. Die Leistungen der Reichspost hätten ihren Anlaß nicht nur im geschäftlichen Leben der Nation, sondern sie dienten auch zur Erfüllung politischer, geistiger, sozialer, kultureller und privater Aufgaben. Die Reichspost unterstützt mit allen Mitteln und Kräften jede neue Schöpfung der Nachrichtentechnik, zur Zeit im besonderen die neueste des Fernsehens. Wir dürfen den Erfahrungen bei der Telegraphie, beim Fernsprecher, beim Funk als Erkenntnis die Gewißheit entnehmen, daß das Fernsehen die gleiche überraschende, große Entwicklung nehmen wird. Völker werden sich in ihrem Leben beobachten können, und bas lebendige Bild wird zum Guten über all die Grenzen wirken, die bisher dem Wort durch die verschiedenen Sprachen verriegelt waren. Die Reichspost hat immer ihre Aufgabe darin gesehen, dem Gedankenaustausch innerhalb der Volksgemeinschaft und von Volk zu Volk die neuesten und besten technischen Einrichtungen zu bieten. Es gilt nicht, wirtschaftliche Erfolge zu erzielen, sondern durch beste Nachrichtenübermittlung die Kultur und das Verständnis der am Gedankenaustausch teilnehmenden Menschen und Völker für einander, für den Frieden und den Fortschritt zu erhalten, zu festigen und zu fördern. Die Ausführungen des Ministers begegneten größtem Interesse. Der Reichspostminister führte den Gästen anschließend die modern st en Fernsehapparaturen vor, woran sich künstlerische Darbietungen, mustergültig durch den Rundfunk übertragen, anschlossen. Kleinwohnungen. Die Hälfte aller Großstadtwohnungen umfaßt also nur eins bis drei Zimmer und zwar einschließlich Küche. Auch in den Mittelstädten ist der Prozentsatz der Kleinwohnungen mit 46,5 o. H. immer noch recht beträchtlich. Unter den Großstädten liegt wiederum die Reichshauptstadt mit 67,2 v. H. Kleinwohnungen ganz erheblich über dem Reichsdurchschnitt, was den Anteil der Kleinwohnungen anbetrifft. Den Rekord hält jedoch bei den Großstädten die oberschlesische Industriestadt Hindenburg mit 82,1 v. H. Kleinwohnungen. Braunschweig, Münster, Stuttgart und Hannover gehören dagegen zu den glücklichen Städten, in denen eine günstige Entwicklung und eine wirtschaftlich kräftigere Bevölkerung den Anteil der Kleinwohnungen beträchtlich unter" dem Reichsdurchschnitt gehalten hat. Wie groß allgemein der Wohnungsmangel heute bei uns in Deutschland noch ist, spricht sich auch in der Tatsache des sinkenden Prozentsatzes leerer Wohnungen aus. Während man im Frieden mit einem Leerstand von 3 bis 4 v. H. der Gesamtwohnungszahl als einem Normalzustand rechnete, kommt man heute in Deutschland und übrigens auch im Auslande auf bedeutend niedrigere Ziffern. So ist z. B. am 16. Juni 1933 ein Reichsdurchschnitt von 1,3 v. H. berechnet worden, eine Zahl, die in der Zwischenzeit noch weiter zurückgegangen ist. Mit Rücksicht auf den bestehenden Wohnungsmangel mag die Höhe der Zahl der Leerwahnungen auf den ersten Blick überraschen. Genaue Untersuchungen ergaben, daß bas Leerstehen in der Hauptsache darauf beruht, daß die Wohnungen durch langes Ungenutztsein im allgemeinen verfallen und reparaturbedürftig sind. Auffällig ist die Tatsache, daß in vielen Fallen die verfallenen Wohnungen in Häusern liegen, die von ausländischen Juden erworben und ausschließlich als Ausbeutungsobjekt behandelt worden sind. Soweit Großwohnungen leer stehen, ist der hohe Preis die Ursache. Von fachmännischer Seite wird darauf hingewiesen, daß eine geregelte Wohnungswirtschaft am ehesten mit einem Wohnungsmarkt denkbar ist, der einen gewissen Prozentsatz Leerwohnungen aufweist, so wie es Jahre hindurch vor dem Krieg der Fall war. Ein gewisser Leerstand sei erforderlich, um die Qualität der Wohnungen durch Wettbewerb hochzuhalten und gründliche Instandsetzungen und Verbesserungen zu ermöglichen. * „An der Grenze Deutschlands darf kein wirtschaftliches Niemandsland entstehen. Das wirtschaftliche und kulturelle Leben muß gerade an der Grenze ganz besonders stark pulsieren." So äußerte Ministerpräsident Köhler, der Beauftragte für Rohstoffverteilung, bei der Gründungs- sihung des Grenzwirtschaftsausschusses in Karlsruhe. Dieser Ausschuß, der im Einvernehmen mit dem Reichs- und preußischen Wirtschaftsminister bei der Reichswirtschaftskammer gebildet wurde, hat die Aufgabe, den besonderen Verhältnissen der deutschen Grenzlande und den sich daraus ergebenden vordringlichen Aufgaben fein besonderes Augenmerk zu schenken. Wie wichtig die Betreuung und Stärkung der deutschen Grenzlande ist, geht daraus hervor, daß die Wirtschaftsbesserung der letzten vier Jahr dort weit unter dem Reichs- durchschnitt liegt. Die Arbeitslosigkeit ist dort heute immer noch größer als im übrigen Reich und ebenso die Abwanderung der Facharbeiter. Aus den überwiegend agrarisch eingestellten Grenzprovinzen Grenzmark und D ft pommern, die bereits in den Jahren 1925 bis 1933 durch Abwanderung 455 000 Menschen oder rund 1,7 v. H. der Bevölkerung von 1925 verloren hatten, hielt auch in den folgenden Jahren die Flucht vom flachen Lande weiter an. Ebenso ist die Abwanderung aus den vorwiegend industriell eingestellten Grenzlanden Oberschlesien, Sachsen, Rheinland und Saargebiet ungewöhnlich stark gewesen. Hier waren es namentlich d i e Facharbeiter, die die Grenzgebiete verließen. Für die Industriearbeiter der Grenzgebiete sind in den letzten Jahren weitere Schwierigkeiten dadurch entstanden, daß zahlreiche Industrien, namentlich die, die in irgendeinem Zusammenhang zur Wehrwirtschaft stehen, aus staatspolitischen Rücksichten ins Innere des Kameraden! Das neue polizeibeamtengeseh an- un= den Zirkels. * Die Abfindungen lassen sich mit Rücksicht darauf, daß auch für andere Beamtengruppen die Altersgrenze ohne Gewährung einer Abfindung herabgesetzt worden ist, nicht mehr aufrechterhalten. Eine Verkapl- talisierung vvn Versorgungsgebührnissen für Ruhegehaltsempfänger und ihre Hinterbliebenen findet nicht mehr statt, soweit Anträge nicht schon gestellt Der Goldbestand der Bank von England hat sich auf 326,5 Millionen Pfund gesteigert, wobei immer berücksichtigt werden muß, daß der Goldbestand nach dem Goldpfund und nickt Reichsminister Rust auf der Heidelberger Studententagung munistischen A kt i o n s z e n tr al e n be> stimmt seien, die außerordentlich gut organlftert sein müßten, da bisher das Geheimnis hierüber noch nicht enthüllt werden konnte. Van Zeeland habe vor seiner Abreise nach Amerika seinen Ml- nisterkollegen größte Aufmerksamkeit gegenüber den Kommunisten anempfohlen. Aus diesem Grunde hätten auch die sozialdemokratischen Minister trotz der Opposition Vanderveldes und de Brouckeres im Zentralrat der Arbeiterpartei durchgedrückt, daß die sozialdemokratischen Organisationen jede Verbindung mit den in Belgien zur Zeit außerordentlich tätigen kommunistischen Gruppen einzustellen hatten. „Tag der deutschen Kunst." Einweihung des Hauses der deutschen Kunst in München. Berlin, 24. Juni. (DNB.) Vor der Prepe sprach der stellvertretende Gauleiter des Tradltions- qaues München-Oberbayern, R i p p o l d, über den vom 16. bis 18. Juli in München stattfindenden „Tag der deutsche nKun st", in dessen Rahmen die feierliche Einweihung des neuen „$) a u - s e s der deutschen Kun st" erfolgt. Damit werde der erste große Bau des nationalsozialistischen Deutschlands im neuen deutschen Stil, den der Führer mit seinem Baumeister, dem verstorbenen Architekten Tro ost, ausgearbeitet hat, der Oef- fentlichkeit übergeben. In weniger als Zwei Jahrzehnten werde München das Gesicht des Künstlers Adolf Hitler tragen. Der „Tag der deutschen Kunst 1937" werde nicht als Paradefest oder als Volksfest im alten Stil begangen, sondern als nationalsozialistische Kundgebung, als Aufruf zur Sammlung aller schöpferischen Kräfte und als echte Volksfeier. Dieser Tag habe kein Vorbild, er solle aber Urbild für alle derartigen Feiern in Zukunft sein. Aus dem Festprogramm geht hervor, daß die feierliche Eröffnung am Freitag, dem 16. Juli, 11 Uhr im Kongreßsaal des Deutschen Museums stattfindet. Abends sind in allen drei Münchener Theatern Festaufführungen. Am Samstag werden die Jahresversammlung des Hauses der deutschen Kunst und die zweite Jahrestagung der Reichskammer der bildenden Künste abgehalten. Abends wiederum Festaufführungen. Gleichzeitig ein Empfang der Reichsregierung im Ausstellungspark. Ab 21 Uhr wird München festlich illuminiert. Zur gleichen Stunde beginnen auf allen größeren Plätzen Münchens Festkonzerte der besten deutschen Orchester und Chöre. Am Sonntag, dem 18. Juli, findet die Einweihung des „Hauses der deutschen Kun st" mit der Eröffnung der großen deutschen Kunstausstellung statt. Die Feier findet ihren Abschluß mit dem Fest- z u g unter dem Motto „2000 Jahre deutsche Kultur". Seinen festlichen Ausklang erhält der „Tag der deutschen Kunst" in einer „Festnacht der Künstler" im Ausstellungspark und m den öffentlichen Gärten der Stadt. Die Frage der „Erdsirahlen" noch nicht gelöst. Berlin, 24. Juni. (DNB.) Vom Reichsministe- rium des Innern wird mitgeteilt: Im Reichsgefund- heitsblatt bringt der Präsident des Reichsgesund- , heitsamtes Prof. Dr. Reiter eine Veröffentlichung über das Problem der sogenannten „Erd- ; strahlen". Reiter kommt zu dem Ergebnis, daß 1. die Frage der Erdstrahlen noch fein g e • löstes Problem darstellt, 2. demnach das Problem mit allen Kräften weiter bearbeitet werden soll. Reichserziehungsminister R u st sprach am Donnerstag auf der Reichsarbeitstagung der Reichs- ftudentenführung. Beim Umbruch im Jahre 1933 bemerkten wir, daß das Bauerntum und das Ar- beitertum die brüchige Schicht eines bürgerlichen Staates durchbrachen. In unserer Freude darüber leisteten wir aber keinen Verzicht auf die Urwerte, deren Hüterin in erster Linie d i e H o ch s ch u l e ist. Gerade diese Hochschule aber lebte in einer fernen Welt. Wenn wir sie heute in die Gemeinschaft des Volkes zurückführen, so darf nicht einfach ein Stück größter deutscher Vergangenheit, ein Stück größten deutschen Geistes bet= feite geschoben werden, sondern was ist, muh sich wandeln, aber es muß erhalten werden i 2)ie Hochschule wird auf eine lebensnahe Berufsbildung in den akademischen Berufen ausgerichtet werden. Wenn wir anstreben, unsere Studenten fachlich, weltanschaulich und körperlich zu schulen, so wäre es unvernünftig, den großen Körper der Hochschulen zugunsten der Fachschulen zu zerschlagen. Wir halten vielmehr daran fest, daß Forschung und Lehre in der deutschen Wissenschaft in einer Hand bleiben. Es wäre töricht, die Hochschulen aufzugeben, nur weil ein großer Teil der Lehrer sich in unsere Gemeinschaft nicht einreihen könne oder wolle. Wie der Dozent ist auch der Student ein Teil der Hochschule, die nicht allein Forschungsstätte sein soll, sondern von den Richtern, Lehrern, Aerzten usw., die sie durchlaufen haben und im Berufe draußen ftehen, Anregungen aus dem Lande empfangen wird. Deshalb können wir nicht daraus verzichten, auch vom Standpunkt der Hochschule aus eine deutsche Studentenschaft zu schaffen. Bleiben Sie in erster Linie politische Soldaten an den Hochschulen, dann wird me eine Divergenz zwischen Volk und akademischer Jugend entstehen Bewahren Sie sich ihre kämpferische Gesinnung. Denn die Entscheidung fällt durch Sie, meine jungen H e i d e l b e r g, 23. Juni. (DNB.) Vor den Studentenschaftsführern behandelte Reichsstudentenführer Dr. Scheel auch die Frage der B e st i m - mungsmensur. Wir haben kein Verständnis dafür, sagte er, wenn heute einer glaubt, etwa durch das Austragen einer Schlägerpartie allein Mut und Mannhaftigkeit beweisen zu können. Uns ind die zerschundenen Hände eines Landüienftkame- raden in weit höherem Maße ein Zeichen männlicher Haltung. Damit ist nichts gegen den erzieherischen Wert der Bestimmungsmensur gesagt. Es j]t heute noch nicht möglich, zu dieser Frage abschlie- zend Stellung zu nehmen, weil schon die zeitliche und finanzielle Beanspruchung unserer Kameradschaften die Durchführung der Bestimmungsmensur im jetzigen Augenblick unmöglich machen würde. Wir sind jedoch fest entschlossen, der körperlichen Ertüchtigung in unserer gesamtstudentischen Erziehung den ihr gebührenden Platz einzuräumen. Der Redner dankte dem Stellvertreter des Führers, daß er die N S. - S t u d e n t e n k a m p f h i l f e als den Altherrenbund der deutschen Studenten zur alleinigen nationalsozialistischen Alcherren-Orgam- sation erhoben hat und forderte auch die -noch Ab- eitsstehenden auf, sich einzureihen. Die Reichs- tudentenführung werde das Studium von Ausländsdeutschen und Ausländern im Reich in jeder Weise fördern. Die Grundlage der Zusammenarbeit mit ausländischen Studentenschaften sei die gegen- eitige Anerkennung des fremden Volkstums. Reichsamtsleiter Dr. Gerhard Krueger sprach dann über das Thema: „Der großdeutsche Gedanke im deutschen Studententum". Hans Otto Noth- dürft, der Leiter des Außenamtes der Reichsstudentenführung, behandelte die studentische Außenarbeit. Ueber „Die studentische Verfassung, ihre Geschichte und Bedeutung" referierte Pg. Dr. Martin Sundberger, der Leiter des Verfassungsausschusses. nicht mehr genügt. Polizeivollzugsbeamte des Reiches können m Stellen von Polizeivollzugsbeamten der Gemeinden und umgekehrt und von der einen Gemeinde in eine andere versetzt werden. Vor der Versetzung sind die beteiligten Gemeinden zu hören: auch der Beamte soll gehört werden. Für die nicht im Dienst befindlichen Polizeivollzugsbeamten der Gemeinden im Polizeioffiziersrang gelten hinsichtlich der Ruhegeldstaffelung dieselben Vorschriften wie für alle sonstigen Beamten; sie können auch nicht wegen mangelnder Eignung in den Ruhestand versetzt werden. Die vor dem 15. Juli 1926 eingetretenen kündbaren Polizeiwachtmeister haben mit Vollendung des 12. Dienstjahres, oder, soweit sie das 12. Dienstjahr bereits vollendet haben, am 31. Oktober 1937 aus dem Dienste auszuscheiden, sofern sie nicht ihre Uebernahme in das Beamtenverhältms nach dem neuen Gesetz beantragen und übernommen werden. Die Abfindungen, die in einzelnen Ländern die Polizeivollzugsbeamten entweder mit Vollendung des 60. Lebensjahres, oder beim Uebertritt in den Ruhestand nach Vollendung des 60 Lebensjahres erhielten, fallen mit dem 1. April 1940 ganz weg. Bis zu diesem Termin wird bis zum 1. April 1938 das Fünffache, bis zum 1. April 1939 das Dreifache und bis zum 1. April 1940 das Einfache der Dienstbezüge des letzten Monats ge- . Es ist eigentümlich, daß in der französischen Presse, vor allem der Linken, das eigentliche Thema der schweren Krise, nämlich die Erschöpfung des Staatssäckels, fast gar nicht berührt wird. Aber in Wirklichkeit hat die Volksfront einen völligen Zusammenbruch ihres marxistisch-ideologischen Programms erlebt. Die 40- Stunden-Woche, die gewaltigen Streiks, der Rückgang der Produktion, die Zertrümmerung des wirtschaftlichen Gefüges des alten Frankreich' hatten auch für den Staat Rückgänge der Einnahmen gebracht, die sich um so gefährlicher auswirkten, als sie bis zuletzt verschwiegen und nur durch die Opposition, vor allem durch Eaillaux, im Senat aufgedeckt worden waren. Der Währungsfonds, der einen stabilen Frankenkurs einigermaßen garantieren sollte, ist fast zusammengeschmolzen: er hat seit dem Herbst 30 Milliarden Franken nach den neuesten Berechnungen zwecklos geopfert. Die Staatsschuld ist um über 20 Milliarden während der Aera Blum gestiegen. Der laufende Fehlbetrag wird auf 20 bis 25 Milliarden geschätzt. Wie will man aus diesem Finanzchaos Ansätze zu einer Besserung finden? dem Papierpfund berechnet wird. Als am 20. September 1931 die Bank von England beschloß, die Einlösbarkeit ihrer Pfundnoten aufzuheben, stand sie unter dem Eindruck der schweren Krediterschut- terung, die in Oesterreich begann, in Deutschland und Ungarn sich fortsetzte und auch in England zu starken Abzügen kurzfristig angelegter Gelder und damit zu einem ständigen Abfluß von Gold geführt hatten. Die Bank von England hatte damals die Hilfe der amerikanischen und der damals noch im Golde schwimmenden französischen Notenbank in Anspruch nehmen müssen, sie hatte Kredite von insgesamt 130 Millionen Pfund ausgenommen, die aber vertan worden waren. So, vom Gold entblößt, tat England den folgenschweren Schritt der Währungsentwertung, und im Februar 1932 ging es vom Freihandel zum Schutzzollsystem über. Da aber die Engländer selbstsüchtig rechnen und die französische Unterstützung sehr schnell vergessen haben, zumal sie jetzt mit ihrem verhältnismäßig starken Goldhort zu den Besitzenden zählen, sind alle Wünsche auf einen Abbau der dem Welthandel aufgelegten Schranken, die besonders von Amerika kamen, an der englischen Sturheit gescheitert. Das Gold hat als Wahrungswertmesser versagt. Eine gerechtere Verteilung des Goldes ist seit 1931 nicht eingetreten, sondern die Regierungen, die den größten Goldhort haben, sind bemüht, den jetzigen Zustand aufrecht zu erhalten. Aber sie befinden sich selbst in einer gewissen Zwickmühle. Wir leiden heute angeblich an Goldüberfluß, während vor einigen Jahren noch über Mangel an Gold geklagt wurde. Einmal werden die privaten Goldhorte ausgelöst, auf der anderen Seite hat sich die Goldproduktion erhöht. Dadurch sind die stoßweisen Erschütterungen des Londoner Marktes zu erklären und gerade jetzt stand die internationale Wirtschaft unter der Furcht, der sehr gestärkte englische Ausgleichsfonds und das amerikanische Schatzamt könnten plötzlich den Goldankaufspreis herab- fetzen. Solche Erwägungen scheinen tatsächlich zu schweben, aber ihre Verwirklichung hängt zum wesentlichen Teil von der Lösung der französischen Krise ab. Im Hinblick auf die von verschiedenen Seiten gestellten Tierversuche, welche die Behauptung von der biologischen Wirksamkeit der „Erdstrahlen" ter Beweis stellen sollen, schließt Pros. Reiter Aufsatz wie folgt: „Eine praktische Bedeutung kann ihnen (den Erdforschungen) nur dann zugesprochen werden, wenn sie mit voller biologisch-physikalischer Sicherheit und mit allen Kautelen durchgeführt wurden, die eine derartig umstrittene Frage erfordert In dieser Form dürften sie den biologischen Fragenkomplex der „Erdstrahlen"-Hypothese einer Klärung näher bringen und aus diesem Grunde sind alle kritischen Arbeiten in dieser Richtung zu begrüßen. Das Reichsgesundheitsamt wird Veranlassung nehmen, weiterhin derartige Prüfungen vorzunehmen und die bisherigen positiven und negativen Ergebnisse der verschiedenen Forscher auf ihre wissenschaftliche Stichhaltigkeit gewissenhaft zu prüfen. Die Mitarbeit aller verantwortungsbewußten Kreise ist sehr willkommen und dringend erwünscht." Gefängnis für einen hehenörn Ordensbruder. Neiße (OS.), 24. Juni. (DNB.) Vor dem Schlesischen Sondergericht stand der Franziskanerbruder Joseph Hanke. Er hatte in Gesprächen in aller Oeffentlichkeit in gehässiger Weise die Notwendigkeit der durchgeführten Prozesse gegen Sexualverbrecher im Ordenskleid geleugnet mit der verbrecherischen Absicht, die nationalsozialistische Staatsführung zu diffamieren. Darüber hinaus ließ er sich herbei, die jedem Deutschen unantastbare Person des Führers wie auch die Reichsregierung insgesamt in ungeheuerlichster Weise zu beleidigen. Das Sondergericht überzeugte sich anhand einwandfreier Zeugenaussagen von der vollen Schuld des Angeklagten, der seine gewissenlose Hetze als harmlose Äeußerungen und die Bekundungen der Zeugen als falsch hinstellen wollte. Das Urteil lautete auf eineinhalb Jahre Gefängnis. Das Gericht bezeichnete den Ordensbruder als einen der übelsten und gefährlichsten Hetzer. Deutsche Dotkskirche verboten. Berlin, 24. Juni. (DNB.) Der Reichsführer SS. und Chef der deutschen Polizei hat auf Grund der Verordnung des Reichspräsidenten zum Schutze von Volk und Staat die Deutsche Volkskirche e. V. (Dinter - Bewegung) und die Wartburg-Haus G. m. b. H. in Bad Homburg mit sofortiger Wirkung für das gesamteReichs- gebiet aufgelöst und verboten. Jede Tätigkeit, die den Versuch einer Fortführung dieser Organisationen oder einer Neugründung mit gleichen oder ähnlichen Zielen darstellt, wird unter» sagt. Holländische Behörden entlarven Greuelmeldung über Deutschland. Amsterdam, 24. Juni. (DNB.) Vor einige* Wochen machte in der niederländischen Presse eif phantastischer Bericht die Runde, wonach ein Ein wohner der holländischen Stadt Utrecht, der eine jugendliche Verwandte aus Deutschland eingeladen hatte, angeblich von einer deutschen Polizeibehörde aufgefordert worden sein sollte, einen Fragebogen auszu füllen und dieses Papier von Der am 27. Mai in der amerikanischen Stahlindustrie ausgebrochene Streik, der im Gegensatz zu den Sitzstreiks der Jahreswende mit unglaublicher Heftigkeit geführt wird, beginnt nach und nach ernste Wirtschaftsschädigungen für Streikende und Unternehmer zu zeitigen. Heute sind von den vier in den Streik hineingezogenen Stahlunternehmen über 80 000 Mann ohne Arbeit. Die Rohstahlgewinnung erreicht nicht einmal mehr 70 v. H. der Leistungsfähigkeit der Werke. Der Kurs der Stahlaktien ist seit dem Streik um 7 v. H. und damit gegenüber dem Höchststand dieses Jahres um 26 v. H. zurückgegangen. An Stelle der noch vor kurzem gefürchteten Verknappung des wichtigsten Rohstoffs der Eisenindustrie, des Schrotts (neben Eisenerz), der man zeitweise sogar mit einem Schrottausfuhrverbot begegnen wollte, zeigt sich jetzt in den Streikgebieten bereits ein starker Schrottüberschuß. Gerade die Lage am amerikanischen Schrottmarkt hat in der übrigen Wirtschaftswelt, die seit Monaten unter einem unvergleichlichen Eisen- und Schrotthunger leidet, die Frage entstehen lassen, ob das Ende der Eisenhochkonjunktur erreicht ist. Diese Frage ist insofern berechtigt, als die amerikanische Eisen-, und Stahlindustrie die größte der Welt ist und ihre Entwicklung bisher mit Recht als eine Art Wirtschaftsbarometer angesehen werden konnte. Aber dieses Mal sind es die ganz speziellen amerikanischen Verhältnisse, die der Entwicklung auf dem Stahlmarkt die Züge aufgeprägt haben. Tatsächlich ist es der Stahlstreik, der die Wende in der amerikanischen Stahl- und Eisenindustrie hervorgerufen hat. Da unter dem Einfluß des Streikhetzers Lewis die Auseinandersetzungen zwischen Unternehmern und Arbeitern derartig scharfe Formen angenommen haben, sah sich Präsident Roosevelt nun zum Eingreifen gezwungen. Es wurde ' ein besonderes Schiedsgericht gebildet, das nun zumindest eine juristische Entscheidung herbeiführen soll. In diesen Streitfragen steht übrigens die Oeffentlichkeit nach wie vor auf Seiten der Unternehmer. Handelt es sich doch hier nicht darum, Lohnforderungen der Arbeiter durchzusetzen, sondern einzig und allein um die Frage der Anerkennung der Lewis-Gewerkschaft als dem einzigen kollektiven Verhandlungspartner durch die Unternehmer. So sehr weite Kreise die Besserung und Sicherung der Lebensbedingungen der arbeitenden Bevölkerung begrüßen, so wenig ist man geneigt, den Arbeitern einen unbegrenzten Freibrief für Streiks, für Behinderungen von Arbeitswilligen, für gewaltsame Angriffe auf die Polizei und die Stillegung lebenswichtiger öffentlicher Betriebe zu geben. Frank-Sturz an der Londoner Börse. London, 25. Juni. (DNB. Funkspruch.) Der französische Frank erreichte am Donnerstag auf dem Londoner Markt einen neuen Tiefstand. Diese Entwicklung wird auf die unsichere Lage in Frankreich und die Gerüchte von einer bevorstehenden neuen Frank-Entwertung zurückgeführt. „Daily Mail" schreibt, daß Frankreich sich wieder einer ernsten Währungskrise gegenübersehe. Man befürchtet, daß der Frank in katastrophaler Weise stürzen werde, wenn die neue Regierung nicht sofort drastische Maßnahmen zur Währungsreform und zur Ausgleichung des Staatshaushaltes beschließe. Protest gegen die 40-Stundenwoche im pariser Hotelgewerbe. Paris, 25. Juni. (DNB. Funkspruch.) Im Gesetzblatt ist eine Bekanntmachung enthalten, wonach das Gesetz der 40-Stunden-Woche mit sofortiger Wirkung auch feine Anwendung auf das Hotelgewerbe findet. Die Hotel- und Restau- rationsbefitzer erklären, daß die Durchführung des Gesetzes für ihre Häuser untragbar sei und katastrophal wirtschaftliche Folgen nach sich ziehen werde. In einer Versammlung sprachen die Unternehmer erneut davon, eine Schließung ihrer Häuser ins Auge zu fassen. Die rechtsstehende „Epogue" spricht von der e r st e n Kapitulation der neuen Regierung vor dem Gewerkschaftsführer Jouhaux. 'Chautemps, genau so beeindruckt wie es Blum gewesen sei, sei aus Furcht zurückgewichen, daß am Samstag der angedrohte Hotelstreik ausbrechen könnte. Kommunistischer Waffenschmuggel an der belgisch-französischen Grenze. Paris, 25. Juni. (DNB. Funkspruch.) .,Jour" meldet einen schwunghaften Waffenschmuggel von Belgien nach Frankreich. Dank einer zahlreichen Mittäterschaft verschwänden die Waffensendungen, sowie sie die Grenze passiert hätten, spurlos. Man wisse ganz genau, daß die Waffen für die kom - Dienst für Polizeileutnante, -Oberleutnante und -Hauptleute des Reiches das 51., für Polizeimajore des Reiches das 53., für höhere Dienstgrade das 56., für Polizeioffiziere der Gemeinden und alle übrigen Polizeivollzugsbeamten das 60. Lebensjahr. Die Altersgrenzen können hinausgeschoben werden, jedoch nicht über das 60. Lebensjahr. Außerdem kann ein Polizeioffizier auf Lebenszeit auch jederzeit in den Ruhestand versetzt werden, so er den dienstlichen Anforderungen für seine Dienststellung Reiches verlagert wurkM, wie es auch in Frankreich, der Tschechoslowake? und einer Reihe anderer Staaten geschehen ist. Die Wirtschaftsnachteile, die den Grenzgebieten aus den genannten Entwicklungen entstanden fin>, heißt es nun durch Begünstigungen auf anderen Gebieten auszugleichen. In erster Linie wird dem Siedlungs- und Wohnungsbau größte Aufmerksamkeit geschenkt werden, zumal es Aufgabe des Grenzlandes ist, nach außen hin besonders stark zu fein. Durch Vergebung öffentlicher Aufträge vor allem der zivilen Bedarfsträger als Entschädigung für die fehlenden Heeresaufträge und durch besondere Verkehrs tarifliche Vergünstigungen müssen zusätzliche Arbeitsmöglichkeiten in den Grenzlanden geschaffen werden. Die vorgesehenen verkehrspolitischen Vergünstigungen, die die „Verkehrsferne" der Grenzgebiete mildern sollen, sind sowohl für die Frage der Rohstoffzufuhr und des Güterabsatzes, als auch für den Reiseverkehr von besonderer Bedeutung. B e r l i n, 23. Juni. (DNB.) Das Polizeibeamtengesetz gilt für die P o l i z e i - D o l l z u g s b e a m - t e n des Reiches und der Gemeinden, also nicht für Polizeiverwaltungsbeamte. Zu den Poli^eivollzugs- bcamten gehören die Dollzugsbeamten der Schutzpolizei, der Kriminalpolizei, der Gendarmerie, der Geheimen Staatspolizei, sowie sonstige Polizeivollzugsbeamte der Sicherheitspolizei. Der Polizeivollzugsbeamte tritt bei der Schutzpolizei ein und findet entweder dort oder in einem anderen Dienstzweig (Gendarmerie, Kriminalpolizei, Geheime Staatspolizei, Gemeindeoollzugspolizei, Polizeiverwal- tunasdienst) feine Lebensstellung. Gegenüber anderen Beamten bringt das Gesetz insofern gewisse Einschränkungen in den persönlichen Verhältnissen, als jüngere Polizeivollzugsbeamte verpflichtet werden können, ein Kafernenquartier zu beziehen, und die Erlaubnis zur Eheschließung vorgeschrieben werden kann. Zunächst wird die Erlaubnis für die in Kasernen wohnenden Wachtmeister eingeführt. Grundsätzlich werden die Polizelvollzugsbeamten als Beamte auf Widerruf eingestellt. Von dem Recht des Widerrufes darf nur Gebrauch gemacht werden, wenn der Beamte nicht die Gewähr dafür bietet, daß er jederzeit rückhaltlos für den nationalsozialistischen Staat eintreten wird, wenn die Voraussetzungen vorliegen, nach denen ein Beamter gemäß dem Beamtengesetz zu entlassen ist, wenn er schuldhaft die ihm obliegenden Pflichten gröblich oder wiederholt verletzt, wenn er den dienstlichen Anforderungen nicht genügt oder wenn er Die Dienst- fähigkeit verliert. Beim Vorhandensein einer freien Stelle kann Beamter auf Lebenszeit werden, wer den Vorbereitungsdienst abgeleistet, die Prüfungen bestanden und das 27. Lebensjahr vollendet hat Für Polizeioffiziere und Kriminalbeamte der Kommiffarlaufbahn gilt diese Vorschrift. Für Wachtmeister der Schutzpolizei und der Gendarmerie sowie der Kriminalassistenten ist anstelle des 27. Lebensjahres eine 12jährige Polizeidienstzeit vorgeschrieben, auf die der Wehrdienst anzurechnen ist, um eine Gleichstellung mit den aus der Wehrmacht in das Beamtenverhältnis übertretenden Versor- Es ist nun bezeichnend, daß im Gegensatz zur Blumschen Versicherung, wonach die Sicherheit des Franken und der Schutz der Sparkapitalien die vornehmste Aufgabe der Regierung fei, unmittelbar nach dem Sturz des Kabinetts Blum und feine Ersetzung durch ein fast gleichartiges die Pariser Börse eine förmliche — Ab wertungs Hausse erlebte. Die Kammer hatte Blum gezwungen, dem Spiel des freien Kapitalverkehrs ruhig zuzusehen. Nun ist der wichtigste Mann des neuen Kabinetts, der Finanzminister Bonnet, der erst am 28. Juni aus Washington zurückkehrt, ein erklärter Freund der Abwertung des Franken bis zur gesetzlichen Grenze. Würde der Franken bis auf die unterste Grenze abgewertet, dann würde dem französischen Schatzamt aus der Neuberechnung des Goldes ein Abwertungsgewinn von etwa 18 Milliarden Franken zufließen. Dieser Betrag würde einigermaßen bis zum Herbst reichen, so daß also in der Zwischenzeit die Neuordnung der Staatsfinanzen und die Erhöhungen der Staatseinnahmen in parlamentarischer Breite erörtert werden könnten. Allerdings wird Bonnet nachgefagt, daß er für Einsparungen und für Abstriche am Aus- gaben-Etat ist. Er würde also sicherlich mit der Mehrheit der Kammer in einen Konflikt über die Erhöhung der Steuern und über die Abstriche geraten. Er steht vor einer Aufgabe, die verzweifelt dem Beginnen gleicht, mit einem Sieb das Meer entleeren zu wollen. Einmal soll er die sozialen Segnungen des ersten Volksfront-Kabinetts unangetastet lassen, dann soll er den Franken stützen, also den Währungsausgleichsfonds wieder auffüllen, weiter sollen die 60 Milliarden Fluchtkapital zurückgeholt werden, und schließlich soll die französische Wirtschaft befriebet werden. Das gleicht dem aussichtslosen Versuch einer Quadratur des gungsanwärtern zu erzielen. . Als Altersgrenze gelten für Polizeivoll- zugsbeamte mit Rücksicht auf den aufreibenden sind. Vertretern der NSB. (Mufsertbewegung) in Utrecht beglaubigen zu lassen. Hiervon sei die Ausreise des jungen Mädchens aus Deutschland abhängig gemacht worden. Obgleich es ein leichtes gewesen wäre durch Anfrage bei der Reichsvertretung in Holland die Unrichtigkeit dieses Berichtes festzustellen, der offenbar nur dazu dienen sollte, durch die Unterstellung, deutsche Behörden arbeiteten mit einer ausländischen politischen Partei zusammen, das deutsch-holländische Verhältnis zu vergiften, richtete ein marxistischer Abgeordneter eine Anfrage an die Regierung. Die Untersuchung hat erwiesen, daß die Presseberichte auf freier Phantasie beruhen. Es ist gewiß zu begrüßen, daß durch die schnelle Arbeit der holländischen Behörden die gehässige Falschmeldung als solche gebrandmarkt werden konnte, es muß jedoch im höchsten Grade befremdlich wirken, daß ein großer Teil der holländischen Presse kritiklos diese Falschmeldung verbreitete, deren Lügenhaftigkeit jedem sofort erkennbar sein mußte. 10 Jahre Bethel. Am 27. Juni gedenkt die Anstalt Bethel Ihre Siebzigjahrfeier zu halten. Als Anstalt für E p i l e p t i s ch.e 1867 gegründet, entwickelte sich dieses Werk unter der segensreichen Tätigkeit Pastor Friedrich von Bodelschwinghs sen., der im Jahre 1872 ihr Leiter wurde, aus kleinen Anfängen zur größten Anstalt christlicher Liebestätigkeit. Schon zwei Jahre nach ihrer Gründung gesellte sich zu ihr das Betheler Schwestern- haus Sarepta, das mit seinen 2000 Diakonissen zum größten Diakonissenhaus des Kaiserswerther Verbandes emporwuchs. 1877 folgte die Gründung des Diakonenhauses Nazareth, das mit seinen annähernd 700 Brüdern und freien Helfern in gleicher Weise zum größten Brüderhaus Deutschlands wurde. 1882 entstand mit der ersten Arbeiter-Kolonie Wilhelmsdorf der zweite Hauptarbeitszweig Bethels, nämlich die Fürsorge für die Wanderarmen und Heimatlosen, die der Vater Bethels seine „Brüder von der Landstraße" nannte. Diese Arbeit empfing ihre weite Ausdehnung zumal in den Betheler Zweiganstalten: in Eckardtsheim in der Senne (zwölf Kilometer südlich von Bielefeld)), in F r e i st a t t im Wiettings moor zwischen Osnabrück und Bremen (1899) und in der Her mannsheide (unweit des Hermannsdenkmals) (1927). Zu diesen gehören auch die Hoffnungstaler An st alten rund um Berlin (1905), die den Obdachlosen der Reichshauptstadt dienen. Jüngere und weitere Arbeitszweige der Betheler Anstalten sind dann die Theologische Schule (1905), ferner die Bethel-Mission, die ursprünglich im Jahre 1886 als Evangelische Missionsgesellschaft für Deutsch-Ostafrika, in Berlin gegründet wurde und 1906 ihren Sitz nach Bethel verlegte. Als letzter Arbeitszweig gewann der Dienst an der gesunden Jugend an Ausdehnung, wie die Umschulung jugendlicher Erwerbsloser zur Landwirtschaft (seit 1927), # a u s l)aU tungsschulen verschiedenster Art für junge Mädchen, sowie ein Lyzeum und eine Oberschule in Aufbauform. Heute umfaßt Bethel in seinen Zweiganstalten eine Anstaltsgemeinde von etwa 12 000 Personen, die Hauptanstalt Bethel allein hat etwa 6500 Einwohner. 1936 gingen durch ihre Häuser 2522 Fallsüchtige (Epileptische) und 1870 Geistes-, Nerven- und Gemütskranke. An Wanderern und Heimatlosen wurden 4229 Personen in acht Betheler Arbeiter-Kolonien gezählt, zu denen noch die etwa 1500 Plätze der-sechs Kolonien der Hoffnungstaler Anstalten kommen. Hinzu kommen noch 1100 erziehungsbedürftige Jugendliche und Erwachsene sowie Alokoholiker. In der Ausbildung zur Landwirtschaft standen 407 Jugendliche: die Schulinternate beherbergten 548 Schüler und Schülerinnen. In den Altersheimen weilten 290 Personen. 8031 körperlich Kranke fanden in den Krankenhäusern Bethels Aufnahme. Die Fremdenheime und Hospize nahmen 8744 erholungsuchende Gäste auf. Ungerechnet die Hoffnungstaler Anstalten gingen somit durch die Bethelanstalten im Jahre 1936 27 741 Personen. Am 2. April 1910 ging 'der Schöpfer der Anstalten Pastor Friedrich von Bodelschwingh sen., heim: seitdem leitet sie sein jüngster Sohn Pastor D. Fritz von B o d e l s ch w i n gh. Erwähnt sei noch, daß während des Krieges etwa 39 000 Verwendete in den Betheler Pflege- und Krankenhäusern Aufnahme fanden. festere naüonalspaniscbe Krfolge. Salamanca, 24. Juni. (DNB.) Wie der nationale Heeresbericht von der Front von Biskaya meldet, haben trotz des schlechten Wetters die nationalen Truppen ihren Vormarsch weiter fortgesetzt. Sie haben Punta Lucero, den westlichsten Punkt des Hafens von Bilbao, besetzt und beherrschen somit den Hafen ganz. Ferner wurden die Höhen von Arena, der Cerranti-Berg und die Höhen westlich davon besetzt. Es wurde sehr viel Kriegsmaterial erbeutet, u. a. ein Panzerabwehrgeschütz, mehrere Feldgeschütze, 127 000 Liter Benzin, große Mengen Schweröl, 400 Flugzeugbomben und eine größere Anzahl Granaten. Die nationalen Truppen haben über 500 Gefangene gemacht. 48 bolschewistische Miliz- leute sind mit den Waffen übergelaufen. Der nationale Kreuzer „Almirante Cervera" hat d a s sowjetrussische Schiff „Kuban" an geh alten und nach Malaga eingebracht. Die für die spanischen Bolschewisten bestimmte Ladung soll aus 20 Flugzeugen, 44 Tanks, 9000 Gewehren, 1100 Maschinengewehren, zwei Millionen Patronen und 4500 Tonnen sonstigen Kriegsmatenals bestanden haben. Kleine politische Nachrichten. Botschafter von Ribbentrop hat sich auf einige Tage nach Berlin begeben. Das deutsche Konsulat in Bilbao, das seit Beginn der Bolschewistenherrschaft in der Provinz Biskaya geschlossen war, hat seine Tätigkeit wieder ausgenommen. * * Der Führer und Reichskanzler hat den bisherigen Regierenden Bürgermeister Otto H e i d e r aus dem bremischen Landesdienst entlassen und den derzeitigen kommissarischen Regierenden Bürgermeister, Regierungspräsidenten i. e. R. SA.-Gruppenführer Johann Heinrich B ö h m ck e r, zum Regierenden Bürgermeister in Bremen ernannt. ♦ Nach'mehrwöchigen Verhandlungen hat der nach den Wahlen zurückaetretene holländische Ministerpräsident Dr. C o l i i n die neue Regierung gebildet. Es handelt sich um ein Kabinett der drei konfessto- Zusammenstöße beiZronikämpferdellionstraiionen in VMel. V v ' -< bM ■ ■ ■ .; ■ H t 4 i w M v '4- In Brüssel demonstrierten 8000 Mitglieder verschiedener Frontkämpferverbände aus Brüssel und der Wallonei gegen das Amnestiegesetz. Als der Demonstrationszug die Gegend um das Parlament erreichte, versuchte berittene Polizei, die Demonstranten am Vordringen in das Regierungsviertel zu hindern, wobei es zu Zusammenstößen kam, bei denen 35 Personen verletzt wurden. (Scherl-Bilderdienst.) Um die Ruhestätte pilsudskis. Oer Erzbischof von Krakau widersetzt sich den Wünschen des Staatspräsidenten. Äroße Erregung in Polen. Warschau, 23. Juni. (DNB.) Der polnische Staatspräsident empfing den Ministerpräsidenten General Skladkowski, der dem Staatspräsidenten sein Rücktrittsgesuch übergab. Der Staatspräsident hat den Rücktritt jedoch nicht angenommen. Skladkowski sah sich zu diesem Schritt genötigt, weil „ein polnischer Staatsbürger den Willen des Staatspräsidenten in der Frage der Verehrung des Marschalls Pilsudskis durch die Natiott nicht erfüllt habe". Da er diese Beleidigung der Republik Polen nicht verhindern konnte, bat er um die Genehmigüng zurückzutreten. Der Grund war ein Brief des Erzbischofs Fürst Sapieha von Krakau an den Staatspräsidenten, der zum Ausdruck bringt, daß der Erzbischof nicht in der Lage sei, den Wunsch des Staatspräsidenten in der Frage der Ruhestätte des Marschalls Bilfudski zu erfüllen. Der Erzbischof hatte verlangt, daß der Sarg des Marschalls in eine andere Gruft der Wawel-Kathedrale übergeführt werde. Das Komitee zur Ehrung des Andenkens des Marschalls hatte dagegen eine Erfüllung dieses Wunsches des Erz- bifchofes nicht in Betracht gezogen und der Staatspräsident hatte sich der Auffassung des Komitees angeschlossen. Am Donnerstag hat Außenminister Beck den päpstlichen Nuntius besucht. Gleichzeitig ist der polnische Botschafter beim Vatikan, Graf Skrzynski, beim päpstlichen Stuhl empfangen worden. Der Streit hat die lebhafte Anteilnahme der Bevölkerung gefunden. Die Legionärsverbände von Warschau und Lodz sowie die Union der Verbände der V a t e r l a n d s v e r t ei d i g e r haben in Protesten ihrer Entrüstung über das Verhalten des Erzbischofs Luft gemacht. In der Entschließung der Vaterlandsverteidiger wird gefordert, daß die Wawel-Grüfte, die ein Nationalheiligtum seien, unverzüglich der Verwaltung des Krakauer Erzbischofs entzogen würden. Auch in der Presse wird hervorgehoben, wie unbegreiflich das Verhalten des Erzbischofs sei. Gazetta Polska nimmt gegen eine Verlautbarung des Krakauer Ordinariats Stellung, die zum Ausdruck bringt, daß die Ueberführung des Sarges des Marschalls Pilfudski in die Kapelle der Silbernen Glocken, die unter Beteiligung von Künstlern aus ganz Polen und mit einem Aufwand von Hunderttausenden von Zloty aufgebaut worden sei, nicht aus eine unbestimmte Zeit vertagt werden könne, da die Ueberreste des Marschalls in der feuchten St. Leonhardsgruft zu zerfallen drohten. Demgegenüber weist Gazetta Polska darauf hin, daß sowohl die Gruft der Silbernen Glocken wie auch der für die Aufnahme der sterblichen Ueberreste des Marschalls bestimmte Sarko-1 phag noch gar nicht fertiggestellt seien. Durch den Beschluß des Erzbischofs werde eine dreimalige Ueberführung des Sarges bis zur endgültigen Beisetzung in dem für ihn bestimmten Sarkophag in der Kapelle der Silbernen Glocken notwendig. Im übrigen drohe dem Leichnam des Marschalls in der St. Leonhardsgruft, wo er sich jetzt befinde, keineswegs der Verfall, da elektrische Oefen die Temperatur regelten. Es sei wirklich peinlich feststellen zu müssen, daß die Verlautbarung des Krakauer Ordinariats keineswegs überzeugend sei, ganz abgesehen von der Widersetzlichkeit gegen den Wunsch des Staatsoberhauptes. Man könne sich das alles nur aus der Tatsache erklären, daß Erzbischof Fürst Sapieha in letzter Zeit krank gelegen habe. — Das Militärblatt Polska Zbrojna schreibt, es habe sich die unerhörte Tatsache ereignet, daß die jedem Polen teuersten Gefühle verletzt worden seien. Schon nach dem Tode des Marschalls sei darüber gesprochen worden, daß Erzbischof Sapieha Schwierigkeiten mache. D.amals habe er sich der einmütigen Sprache von Millionen Polen gebeugt. Jetzt aber habe sich der Erzbischof der höchsten weltlichen Gewalt in Polen entgegengestellt. Er habe die Gefühle der Nation gegen sich gelenkt. Diese Tatsache müsse jeden polnischen Katholiken mit großer Erbitterung erfüllen. In einer Versammlung der Legionäre und der anderen nationalen Organisationen wurde gefordert, daß dem Erzbischof'Fürsten Sapieha sämtliche polnischen Ehrenzeichen entzogen werden (Sapieha hat unlängst den Weißen Adlerorden, die höchste polnische Auszeichnung, erhalten): der Senat und der Sejm sollten zusammentreten und beschließen, daß der Wawel Nationaleigentum wird. Die Versammelten ehrten dann am Belvedere-Schloß, der Warschauer Gedächtnisstätte Marschall Pilsudskis, den Toten in einer spontanen Huldigung. * Wie aus Krakau gemeldet wird, ist gestern der Sarg Pilsudskis auf Veranlassung des Erzbischofs aus der St. Leonhardskapelle in Anwesenheit eines Vertreters des Komitees zur Ehrung des Andenkens des Marschalls Pilfudski in die Gruft der Silbernen Glocken gebracht worden. Für die weitere Entwicklung des Konfliktes, der sich durch diesen eigenmächtigen Schritt des Erzbischofs noch verschärft hat, wird das Verhalten der übrigen höchsten Würdenträger der Kirche maßgeblich sein, vor allem des Posener Erzbischofs Kardinal Hlond, der die Würde eines Primas von Polen bekleidet. nellen Parteien Hollands. Dr. Colijn (Antirevolutionär) übernimmt außer dem Vorsitz im Ministerrat auch das neu geschaffene Ministerium für allgemeine Angelegenheiten und vorläufig auch das Außenministerium. Das Innenministerium übernimmt van Boeijen (christlich-historisch), bisher Vorsitzender des holländischen Radiorates, das Finanzministerium de Weide (antirevolutionär) bisher Innenminister. * Der belgische Ministerpräsident van Zeeland traf in Washington ein und fuhr mit Roosevelt, Frau Roosevelt und seiner Gattin zur Jacht des Präsidenten, auf der eine Fahrt auf dem Po- tamac unternommen wurde Am Abend gab Roosevelt ein Bankett. In London ist ein Weißbuch erschienen, das sich mit den A u f st ä n d en an der N o r d w e st - grenze Indiens beschäftigt. Es geht daraus hervor, daß 40 000 Mann britische Truppen zur Unterdrückung der Aufständischen in Waziristan eingesetzt sind. Die britische Luftwaffe hat seit Ausbruch der Unruhen zehn Dörfer bombardiert. Trotz aller Bemühungen ist es den Engländern noch immer nicht gelungen, des Fakirs von Jpi habhaft zu werden In Trinidad ist es zu neuen blutigen Z u ° jammen st äßen zwischen streikenden Eingeborenen und Militär gekommen. Eine Gruppe von Streikenden überfiel eine Zuckerplantage, setzte mehrere Zuckerfelder in Brand, beschädigte die Häuser und durchschnitt die Telephonleitungen. Militär eröffnete das Feuer gegen den Mob, wodurch zwei Personen verletzt wurden Aus aller Wett. Reichsfestspiele Heidelberg 1937. Die diesjährigen Reichsfe st spiele in Heidelberg, die vom 20. Juli bis 22. August stattfinden und unter der künstlerischen Leitung von Intendant Ingolf Kuntze stehen, sehen 34 Aufführungen vor. Der am 20. Juli als Eröffnungsveranstaltung gegebene „Amphitryon" wird sechs Aufführungen erleben Für ..Romeo und Julia" sind 16 Aufführungen vorgesehen Paul Ernsts „Pantalon und seine Söhne" wird zweimal gegeben. Der „Götz von Berlichingen" wird zehnmal gespielt werden. Deutsche Kriegsschiffe auf dem Rhein. Aus Anlaß des Bundestages des Nationalsozialistischen Deutschen Marine-Bundes am 17 und 1 18. Juli in Düsseldorf hat der Oberbefehlshaber der Kriegsmarine die Entsendung von Flotten- streitkräften auf den Rhein angeordnet. Es werden daher zum erstenmal seit 25 Jahren deutsche Kriegsschiffe wieder den Rhein befahren und ihre Flagge voraussichtlich bis Mainz rheinaufwärts tragen. Es kommen für diese Rheinreise nur die kleinsten Einheiten der Flotte, die der ersten Schnellbootsflottille und der ersten Räumbootsflottille, in Frage da bereits Torpedoboote, die noch 1912 den Rhein besucht haben, die vielen Rheinbrücken nicht mehr würden passieren können. Beide Flottillen werden von ihrem Hauptliegehafen Kiel aus durch den Kaiser-Wilhelm-Kanal die Nordsee erreichen und dann die offene See bis zur Rheinmündung durchlaufend durch holländisches Gebiet den Rhein aufwärts fahren. Die erste Schnellbootsflottille wird mit acht Schnellbooten vertreten fein, während die erste Räumbootsflottille mit sieben Räumbooten und dem Begleitschiff „Ziethen" an der Fahrt teilnimmt. Die erste Schnellbootsflottille ist eine Torpedobootsflottille, die erste Räumbootsflotte eine Minensuchflottille. Hur noch drei Tage Ausstellung „Gebt mir vier Jahre Zeit". Die große Ausstellung „Gebt mir vier Jahre Zeit" am Kaiserdamm in Berlin, die bereits von über einer Million Volksgenossen besucht wurde, wird am Sonntag, den 27. Juni, ihre Pforten schließen. Trotz des anhaltend starken Besucherandranges ist eine weitere Verlängerung der Ausstellung aus technischen Gründen nicht möglich, so daß nur noch drei Tage für den Besuch zur Verfügung stehen. Gauturnier der Deutschen Schachgemeinschaft. NSG. Am Sonntag, 27. Juni, findet von 9 bis 13 Uhr im Volksbildungsheim zu Frankfurt ein Paul-Morphy ° Gedächtnis-Turnier der Deutschen Schachgemeinschaft, der Zusammenfassung aller deutschen Schachspieler innerhalb der NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude", statt. An diesem Turnier können alle Schachspieler unseres Gaues teilnehmen. Es handelt sich um ein Schnellpartieturnier, das in drei Stärkegruppen durchge- kührt wird. Die Bedenkzeit pro Spieler beträgt drei Minuten. Innerhalb der einzelnen Stärkegruppen spielt jeder gegen jeden Spieler. Dabei hat jeder pro Stunde 8 bis 9, d. h. von 9 bis 13 Uhr 32 bis 36 Partien zu spielen. Zur Eröffnung des Turniers spricht der Leiter der Deutschen Schach- aemeinschaft, Chefdramaturg Bethge. Als Preise sind'„KdF."-Urlaubsfahrten und anderes ausgesetzt. Meldeschluß ist eine halbe Stunde vor Beginn. Scharfer Endkampf im Internationalen Schachturnier. Das Internationale Meisterturnier des Groß deutschen Schachbundes in Bad Saarow brachte durch die 6. Runde einen scharfen Endkampf. Der an der Spitze liegende Kuppe führte in einem angenommenen Damengambit die schwarzen Steine gegen den Fürsten- walder Weichert. Die Partie endete unentschieden. Richter und Engels gewannen ihre Partien. Richter, der Meister von Deutschland, schlug durch einen schönen Schlußangriff Dr. D ü h r s s e n, der sich französisch verteÄigt hatte. Engels gewann als Nachziehender mit der Aljechinfchen Verteidigung gegen Ernst. Bogoljubow kam in einem Damengambit zum Siege über den polnischen Meister M a k a r c z y k. Die spanische Partie zwischen Czaya und Michel mußte abgebrochen werden. Die Führung hat nun drei Runden vor Schluß Kuppe mit 5 Punkten vor Richter mit 4V2 und Engels mit 4. Anweller an der Riviera. Die italienische Riviera wurde in diesen Tagen mehrfach von schweren Unwettern heimgefucht. In Savona richtete ein zweistündiges Gewitter größere Verheerungen an. In den tiefer gelegenen Stadtteilen wurden zahlreiche Fabrikräume, Lagerhäuser und Geschäftsläden überschwemmt. Der Verkehr auf der Via Aurelia längs der Küste wurde westlich von Savona durch herabstürzende Schutt- und Gesteinsmassen stellenweise unterbrochen. Im Gebiet des Monte Rosa, des Monte Ossola und in der Umgebung von Turin ist bis tief herunter Schnee gefallen. Witterungsvoraussage für die Zeit vom 24. Juni bis 3. Juli. Herausgegeben von der Forschungssielle für lang, scistige Willerungsvorherfage des Reichswetter- dienstes in Bad Homburg am 23. Juni 1937 abends. Die feit etwa einer Woche in Deutschland herrschende unbeständige und kühle Witterung ist von einer mitTemperaturzu- nähme verbundenen W e t t e r b e s s e r u n g abgelöst worden. In den nächsten Tagen — etwa bis Zum Wochenende — ist westlich der Sudeten und unteren Oder mit im allgemeinen freundlichem, jedoch nicht regensicherem Wetter bei schwankenden, nicht hohen Temperaturen zu rechnen. Oestlich der Oder und in Schlesien wird überwiegend schönes und warmes, jedoch nicht extrem warmes Wetter herrschen. Das Witterungsgepräge der nächsten Woche wird im ganzen nicht unfreundlich fein. Es werden aber schöne warme Tage mit kühleren bewölkten Tagen und Nieder- schlägen wechseln. In Ostpreußen wird das Wetter etwas besser sein als im übrigen Reich. Dort ist in dem Zehntagezeitraum mit einer Sonnenschein- dauer von mindestens 80 Stunden zu rechnen. Wetterbericht des Reichswetterdienstes. Ausgabeort Frankfurt Begünstigt durch die unveränderte Lage des ost- atlantischen Hochdruckgebietes und die mit der Erwärmung der letzten Tage verbundene Druckerniedrigung über Mitteleuropa. kam ein neuer Vorstoß kalter Meeresluft in Gang Ihr Eindringen in die vorgelagerte Warmluft gab am Donnerstagabend bzw. in der Nacht zum Freitag Anlaß zu verbreiteter gewittriger Tätigkeit, die meist von sehr ergiebigen Regenfüllen begleitet war, worauf m extremen Fällen bis zu 60 Liter Wasser vro Quadratmeter fielen. Zunächst kommt wieder Beruhigung und Besserung in Gang, doch wird sich fein störungsfreies Schönwetter Herstellen. Aussichten für Samstag: Wolkig bis heiter, unbeständig und auch einzelne Regenfälle, tagsüber leichte Wärmezunahme, Winde um West. Aussichten für Sonntag: Häufig aufheiternd, doch noch immer unbeständig, 'mäßig warm. Lufttemperaturen am 24. Juni: mittags 25,3 Grad, am 24. Juni: abends 17,5 Grad, am 25. Juni: morgens 11,8 Grad, Maximum 25,6 Grad, Minimum 11,3 Grad Celsius. Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Dr. Hans Thyriot. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr W. Lange, für Feuilleton: Dr Hans Thyriot-, für den übrigen Teil: Ernst Blumschein (beurlaubt). Vertreter: H L. Neuner Anzeigen- leiter: Hans Beck Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel D A. V 37: 9326. Druck und Verlag: Brühl'fche Unioerfitäts-Buch- und Steindruckerei R Lange, K.-G., sämtlich in Gießen Monat-Bezugspreis RM 2,05 einschließlich 25 Pf Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr Einzelverkaufspreis 10 Pf und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf mehr Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 gültig. Von den Feinden des Waldes. „Vorbeugen ist bester als Heilen." puttkamer, Meiningen. Don Forstmeister von Die am häufigsten in unseren Wäldern auf großer Fläche bestandbildend oorkommenden Holzarten sind von den Nadelhölzern Kiefer, Fichte und Tanne, von den Laubhölzern Buche und Eiche. Mannigfach ist die Verwendungsmöglichkeit des Holzes dieser Bäume, wenn sie im Alter von etwa 70 bis 120 Jahren als „hiebreif" der Axt verfallen. Mannigfach sind aber auch die Gefahren, die das Gedeihen der Waldbäume von Jugend an bedrohen. Das oft verborgene Wirken zahlreicher Schädlinge, deren wichtigste wir im Tierreich zu suchen haben, rechtzeitig zu erkennen, geeignete Gegenmaßregeln zu ergreifen und — soweit als möglich — derartige Schädigungen des Waldes durch wohldurchdachte Maßnahmen vorzubeugen — darin sieht der berufene Hüter des Waldes, der Forstmann, eine seiner Hauptaufgaben. Don den höheren Tieren sind es verschiedene Haarwildarten, die dem Walde Schaden zufügen können. Obenan steht das Rotwild, das durch „Schälen" (d. h. Abknabbern) der Rinde in Stangenhölzern (das sind Waldbestände im Alter von etwa 30 bis 60 Jahren) in manchen Gegenden große Verheerungen, besonders in Fichtenbeständen, angerichtet hat, so daß vielfach der vorhandene Wildbestand zu einem großen Teil abgeschossen werden mußte, um den Wald zu erhalten. Außer dem „Schälen" kann das Rotwild auch durch „Verbeißen" (Abbreißen der jungen Triebe) und „Fegen" (Blankscheuern des Hirschgeweihs an den Stämmchen junger Forstpflanzen) dem Forstmann manchen Verdruß bereiten. Die üble Angewohnheit des „Verbeißens" und „Fegens" ist übrigens auch dem weit zierlicheren Rehwild eigen und selbst H a - sen, Kaninchen und Mäuse können sich vermöge ihrer scharfen Nagezähne durch Benagen der Rinde in Forstkulturen recht unliebsam bemerkbar machen. Während sich der Forstmann gegen durch Rehwild, Hasen und Kaninchen verursachte Schäden mit Pulver und Blei schützen kann, müß er in ausgesprochenen „Mäusejahren" die flinken grauen Nager mit Gift und Gas bekämpfen. Von den niederen Tieren sind es besonders eine Reihe von Insekten, die — bei massenhaftem Auftreten — ernsthafte Schäden in unseren Wäldern anrichten können. Wir brauchen hier nur die wichtigsten- for st schädlichen Schmetterlinge zu nennen, deren Raupen in kurzer Zeit große Waldflächen durch Abfressen der Nadeln der Vernichtung preisgeben, wenn ihrem verhängnisvollen Treiben nicht rechtzeitig durch entsprechende Vorbeugungs- und Bekämpfungsmaßnahmen ein Ziel gesetzt wird. Nonne, Forleule, Kiefernspanner und Maikäfer haben im Laufe der Jahre in deutschen Wäldern ungeheure Werte vernichtet. Millionenbeträge sind für die Bekämpfung dieser trotz ihrer Winzigkeit bei massenhaftem Auftreten so gefährlichen Waldfeinde aufgewendet worden und Forstwirtschaft, Forstwissenschaft und chemische Industrie wetteifern in dem Bestreben, Methoden ausfindig zu machen, deren Erfolgssicherheit die hohen Kosten ihrer Anwendung rechtfertigt. Voraussetzung für einen erfolgreichen Kampf gegen die Waldverderber aus dem Jnsektenreich ist die genaue Kenntnis ihrer Lebensgewohnheiten. Aufmerksam muß der Forstmann in seinem Revier den Falterflug beobachten, die Eiablage kontrollieren, das Ausschlüpfen der Raupen nach drei Wochen im Auge behalten und den Beginn der Bekämpfung peinlich genau nach der Entwicklung der Raupen unter ständiger Berücksichtigung der jeweiligen Wetterlage einrichten. Unsere chemische Industrie hat im Lauf des letzten Jahrzehnts verschiedene Gifte entwickelt und diese immer mehr vervollkommnet, so daß der Betreuer des Waldes heute derartigen Raupenkalamitäten nicht mehr so hilflos gegenüber steht wie vor zehn oder zwanzig Jahren. Das Gift witd bei windstillem, trockenen Wetter als feinster Staub entweder aus der Luft — durch Flugzeuge — oder vom Boden aus — durch Motoroerstäuber — auf die Nadeln der von Raupen massenhaft besetzten Kiefern- oder Fichtenbestände „verstäubt". Die Wirkung auf die Raupe kann entweder durch Aetzung der Haut nichtbehaarter Raupen des Spanners oder der Forleule (Berührungsgift) oder bei den beharrten Nonnenraupen durch Hervorrufen von Darmentzündung (Fraßgift) erzielt werden. Neben den soeben erläuterten Bekämpfungsmaßnahmen dürfen geeignete Vorbeugungsmaßregeln gegenüber den Waldschädlingen keinesfalls vernachlässigt werden, denn auch hier gilt das Sprichwort „Vorbeugen ist besser als Heilen". Die wichtigste Vorbeugungsmaßnahme gegen Jnsekten- kalam'itäten besteht in dem Schutz i h r e r n a - türlichen Feinde („Biologische Schädlingsbekämpfung" oder Entomologie). In erster Linie sind hier die Bestrebungen des Vogelschutzes zu nennen, die darauf hinauslaufen, unseren gefiederten Bundesgenossen im Kampf gegen die schädlichen Forstinsekten bessere Lebens- und Fortpflanzungsbedingungen zu schaffen. Dazu gehört vor allem eine sachverständige Winterfütterung, die Schaffung von Brut-, Schlaf- und Badegelegenheiten sowie nicht zuletzt die energische Kurzhaltung der Singoogelfeinde, unter denen unbeaufsichtigt umherstrolchende Hauskatzen den ersten Platz einnehmen. Auch durch waldbauliche Maßnahmen kann Jnsektenschäden wirksam vorgebeugt werden, indem anstelle der reinen, gleichaltrigen Nadelholzbestände künftig ungleichaltrige Misch- be stände aus Laub- und Nadelholz begründet werden, die dem natürlichen Waldaufbau weit näher kommen als die im Zeitalter des Liberalismus aus naturentftemdeter Profitgier geborenen „Stangenfabriken". Natürlich gibt es auch nach zahlreiche Käfer, Pilze und sonstige Parasiten, die einzelne Waldbäume im Wachstum stören, oft sogar deren Absterben bewirken können. Sie einzeln zu nennen, würde jedoch in diesem Rahmen zu weit führen. Gedenken wir vielmehr zum Schluß unserer Betrachtung noch eines Waldschädlings, dessen Wüten alle bisher genannten oft weit übertrifft: es ist der Mensch s e l b st, der auf der einen Seite — im grünen Kleid des Forstmanns — keine Mühe und kein Opfer scheut, um den deutschen Wald, eines unserer kostbarsten nationalen Güter, zu wahren und zu mehren. Auf der anderen Seite aber ist es die Unachtsamkeit vieler Nutznießer des Waldes, die Gedankenlosigkeit unserer auf froher Wanderfahrt abkochenden Schuljugend, der leichtfertig weggeworfene Zigaretten st ummel des im Walde Erholung suchenden Spaziergängers, die noch glimmend ausgeklopfte Pfeifenasche des Schäfers, die in der trockenen Jahreszeit genügt, um verheerende Waldbrände zu entfesseln, die in wenigen Stunden herrlichsten deutschen Wald in einen rauchenden Trümmerhaufen verwandeln, den Forstmann um die Frucht jahrzehntelangen Mühens bringen, unserer Volkswirtschaft große Mengen des — neben Kohle und' Eisen — wichtigsten Rohstoffes Holz entziehen und damit das deutsche Volksvermögen um beträchtliche Werte schmälern. Darum: Schützet den deutschen Wald! Helft alle mit, dieses kostbare Volksgut für unsere Nachfahren zu erhalten! Unterstützt den Forstmann in seinem schweren, verantwortungsvollen Beruf! Und vergesset nicht den alten Spruch: „Den Wald zu pflegen, bringt allen Segen!" Amtsgericht Gießen. Wegen Diebstahls hatte sich der 29 Jahre alte O. P. aus Rodheim, der bereits mehrmals vorbestraft ist, zu verantworten. P. hatte während seiner Beschäftigung bei einer hiesigen Firma Kleider- und Wäschestücke gestohlen. Der in der auf seinen Einspruch hin stattgefundenen Houptverhand- lung alles abstreitende Angeklagte wurde zu einer Gefängnis st rafe von sechs Wochen und zur Kostentragung verurteilt. Einen Strafbefehl über 100 RM. Geldstrafe hatte der O. B. aus Lich erhalten, da er Voll- und Trinkmilch in den Verkehr gebracht hatte, die weniger als 3 v. H. Fettgehalt enthielt. Der Sachverständige hat festgestellt, daß die Milch einen Wasserzusatz enthielt und außerdem fettarm war. Da in der auf den Einspruch des Angeklagten hin stattgefundenen Hauptverhandlung nicht einwandfrei nachgewiesen werden konnte, daß der Angeklagte strafbar gehandelt hat, mußte Freisprechung erfolgen. Schöffengericht Gießen. Das Schöffengericht Gießen hatte sich in der gestrigen Sitzung mit drei Fällen zu befassen. Zunächst hatte sich der Angeklagte W. H. aus Gießen wegen fortgesetztenDiebstahls und schwerer Urkundenfälschung zu verantworten. Der Angeklagte hatte in einem Hause in der Neustadt seinen Beruf erlernt. Das Haus gehörte der 83jährigen Wwe. H. Dadurch, daß der Angeklagte für deren Haushalt öfters kleine Gefälligkeiten besorgte, bekam er Einblick in die häuslichen Verhältnisse. Er entdeckte so in einem Zimmer der Zeugin einen Kassenschrank. Daraufhin verstand er es, aus dem 60jährigen geisteskranken Sohn der Wwe. H., der ebenfalls in diesem Hause lebte, den Aufbewahrungsort des Schlüssels zu dem Schrank zu erfahren. Als ihm dies gelungen war, reizte er den Schwachsinnigen solange, bis dieser aus Zorn das Zimmer verließ. Diese Gelegenheit benutzte der Angeklagte dann, um aus dem Kassenschrank Geld zu entnehmen. Nach den Angaben des Angeklagten ist die Witwe dadurch um 100 Mark nach und nach geschädigt worden. Die genau Höhe dieses Schadens ließ sich allerdings nicht feststellen. Als der Angeklagte im März d. I. zum letzten Mal ans dem Kassenschrank Geld holte, entdeckte er dort auch ein Sparbuch, das auf den Namen der Wwe. H. lautete. Er ging damit zur Desdner Bank, legte dort eine gefälschte Bescheinigung mit der Unterschrift der Wwe. H. vor, wonach an den Ueberbrmger des Buches 35 Mark auszuzahlen seien. Er quittierte den empfangenen Betrag dann ebenfalls mit einem falschen Namen. Der'Angeklagte war geständig, das Gericht beließ es daher bei einer verhältnismäßig geringen Strafe und erkannte gemäß dem Antrag der Staatsanwaltschaft auf zwei Monate Gefängnis, wobei noch strafmildernd ins Ge- wicht stel, daß er bis jetzt noch unbestraft ist. Die nächste Anklage, und zwar wegen Beleidigung, richtete, sich gegen den E. K. aus Melbach. Der Angeklagte kam am Fastnachtdienstag d. I. spät nachts noch in eine Gastwirtschaft in Friedberg und beleidigte dort ohne jeden Anlaß einen Gast auf das Gröblichste, indem er ihn einen Faulenzer und Krüppel hieß. Dabei war dem Angeklagten ganz genau bekannt, daß der Beleidigte infolge eines kommunistischen Ueberfalls im Jahre 1932 körperlich behindert war und auch aus diesem Grunde eine Rente bezog. Der Angeklagte war geständig und führte zu seiner Entschuldigung feine große Trunkenheit an. Das Urteil lautete auf einen Monat Gefängnis. Außerdem wurde dem Beleidigten die Befugnis zuerkannt, das Urteil veröffentlichen zu lassen. Der Vorsitzende wies in der Urteilsbegründung darauf hin, daß infolge der Schwere der Beleidigung auf eine Freiheitsstrafe erkannt werden mußte. Diese sei jedoch noch verhältnismäßig gering ausgefallen, da der Angeklagte selbst seit 1925 in nationalen Verbänden tätig gewesen sei und nicht aus innerer Einstellung gegen die NSDAP, gehandelt habe. Ebenfalls unter Anklage der Unterschlagung und schweren Urkundenfälschung stand der F. S. aus Berstadt. Der Anklage lag folgender Sachverhalt zugrunde: Einer der Nachbarn des Angeklagten, der Zeuge C., kam eines Tages zu ihm mit der Bitte, für ihn ein Sparkassenbuch über rund 2500 RM. aufzubewahren. Da der Angeklagte sich damals in finanziellen Schwierigkeiten befand — er hatte noch ein Hausanteil van 1200 Reichsmark auszuzahlen — bat er den Zeugen, er möge ihm gestatten, von dem Sparbuch 1000 RM. für sich abzuheben. Der Zeuge unterschrieb auch eine diesbezügliche Vollmacht. Anfang d. I. forderte der Zeuge, der heiraten wollte, sein Sparbuch von dem Angeklagten zurück. Dieser machte jedoch allerlei Ausflüchte und gab das Buch nicht heraus. Durch einen Anruf bei der fraglichen Sparkasse mußte der Zeuge dann feststellen, daß von dem gesamten Betrag von rund 2500 RM. nur noch 44 RM. vorhanden waren. Es stellte sich nun heraus, daß der Angeklagte Vollmachten mit der Unterschrift des Zeugen gefälscht und nach und nach fast den gesamten Betrag abgehoben hatte. Der Angeklagte war im wesentlichen geständig, bis auf einen Betrag von 200 RM., von dem er behauptete, daß der Zeuge ihm gestattet habe, das Geld mit einer selbstgeschriebenen, auf den Namen des Zeugen lautenden Vollmacht abzuheben. Im übrigen hat der Angeklagte vor einiger Zeit sein Haus verkauft und aus dem Erlös dem Zeugen 1840 RM. zurückerstattet. Das Urteil lautete wegen fortgesetzter Unterschlagung und fortgefetzter schwerer Urkundenfälschung unter Zubilligung mildernder Umstände auf eine G e - fängnis strafe von fünf Monaten. Dem Angeklagten kam dabei zustatten, daß er bis jetzt unvorbestraft ist, im großen und ganzen geständig war und auch den größten Teil des unterschlagenen Geldes zurückerstattet hat. lösche i>Poda95K kaufen. 03171 Marie Frey, Wwe. 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Weder, o. ö. Prof, der Rechte und Referent im Re chs- und Preus-ischen Ministerium für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung, und Prof. Dr. Walther Schoenichen, Leirer der Reichsstelle für Naturschutz Gebunden RM. 3,60. Die beiden Verfasser des vor kurzem erschienenen Kommentars zum Reichsnaturschuhgeseh haben hier auf Grund ihrer langjährigen Erfahrungen und ihres weitgehenden Einblicks in das Werden der neuen Naturschuhverordnung, die nun für das ganze Reich gilt, die Verordnung und alle dazugehörigen bisher erschienenen Cr- gänzungsbestimmungen nach juristischen, verwaltungstechnischen, wissenschaftlichen und praktischen Gesichtspunkten ausführlich erläutert und geben damit jedem eine gründliche Aufklärung, der mit dem Naturschutz, mit der Natur überhaupt, fei es beruflich oder als Liebhaber und Naturfreund in Berührung steht. Nicht nur die amtlichen Stellen, nicht nur Wissenschaftler, Lehrende und Lernende, Tier- und Pflanzenfreunde, nicht nur Erzieher, Richter und Rechtsanwälte müssen über die «fragen des Naturschutzes unterrichte, sein, sondern auch botanische Vereine, Naturalien- und Her- barien-Handlungen und Lehrmittelgeschäfte, Präparatoren, Ausftopser, Pflanzensammler, Schmuckrei- sig-Verkäuser, Äranzbindereien und die mit der Überwachung der Märkte beauftragten Beamten, Feldhüter, Polizeistellen usw. Bestellungen nehmen alle Buchhandlungen entgegen. Hugo LemWei verleg, BMflteüelöe HLeupin-Creme u. Seife seit 25 Jahren bewährt bei Pickel autjuGken-Flschte Ausschlag, Ekzeme. Wundsein usw. Löwen-Drog. W. Kilbinger Nchf., Seltersweg 69; Drog. Winterhoff, Kreuzplatz 10; Drog. Bornemann. Bahnhofstraße 17; Med.-Drogerie H.Elges, Seltersw. 66; Germania- Drogerie C. Seibel, Frankfurter Straße 39. In Laubach: Solms-Lau- bacher-Drogerie K. 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Helfer den Schwierigkeiten, die sich bei der Leitungsführung ergaben, und von den Störungen, die durch die verschiedensten Ursachen heroorgerufen wurden. Er schilderte hier insbesondere, wie die Unmasse der Stare, die sich zu Tausenden die Leitungen zum Sitzplatz ausersahen, manche Störung hervorriefen. Er schilderte ferner die mächtigsten Störungsquellen, den Rauhreif und die Gewitter, gegen die ein stetiger und zäher Kampf geführt werden mußte. Die Gewitter in Oberhessen und insbesondere über dem Vogelsberg, seien nicht von schlechten Eltern! Habe doch da die Zentrale bei einem einzigen tüchtigen Gewitter in k n - -:j-£ 1 der Hanauer Straße besichtigt, das tn jeder Hinsicht als vorbildlich angesprochen werden darf. Der stattliche Komplex birgt nicht nur Derwaltungs- räume, sondern auch das Zählerprüfamt, Materiallager, Garagen und Werkstätten für den umfangreichen Fuhrpark der Ueberlandzentrale Oberhessen. Am morgigen Samstag kann in einer überraschenden geistigen und körperlichen Frische Herr Otto Ettel, Gnauthstr. 1, seinen 8 0. G e b u r t s- t a g feiern. Der Jubilar kam als junger Setzer aus Landsberg an der Warthe nach Gießen und hat in unserer Stadt seine zweite Heimat gefunden. Er war hier zunächst in der Kellerschen Buchdruckerei tätig und trat dann in die Brühlsche Universitäts- Buch- und Steindruckerei ein, der er 53 Jahre lang die Treue hielt. Seiner treuen Mitarbeiterschaft blieb die Anerkennung nicht versagt. Zu seinem goldenen Arbeitsjubiläum wurde ihm im Betrieb eine würdige Feier veranstaltet. Seine Treue wurde ferner durch eine Ehrenurkunde ausgezeichnet, die die Unterschrift des Reichspräsidenten von Hindenburg trug. Betriebsleitung und Gefolgschaft der Brühlschen Universitäts-Buch- und Steindruckerei entbieten dem Jubilar auf diesem Wege die herzlichsten Glückwünsche. Das neue Verwaltungsgebäude .der Ueberlandzentrale in Friedberg. ^Aufnahme: Neuner, Gießener Anzeiger.) Bruno: Wenn dir aber die Kaulquappen besser gefallen? Schließlich mußt du das Kleid tragen, nicht ich. Camilla, empört: Kaulquappen! Bruno betrachtet belustigt das Muster: Sieht es nicht so aus? Nur daß Kaulquappen im allgemeinen nicht bunt sind. Camilla reißt ihm das Muster aus der Hand: Ach, du verstehst überhaupt nichts. Bruno vertieft sich wieder in die Zeitung, Camilla macht sich erbost im Zimmer zu schaffen. Bruno gähnt laut und unverhohlen: Sag mal, willst du nicht endlich zu Bett gehen? Ich bin rechtschaffen müde. Camilla, aufgebracht: Den ganzen Tag hat man nichts von dir, und abends bist du müde! Bruno: Das liegt in der Natur der Sache. Camilla: Wann kann man eigentlich etwas mit dir besprechen, wenn ich fragen darf? Bruno: Möglichst nicht zu nachtschlafender Zeit. Camilla: Nachtschlafende Zeit! Um halb elf! An deinen Kegelabenden ist halb elf noch keine nachtschlafende Zeit, nicht wahr? Bruno: Das ist etwas anderes. Camilla: So, das ist etwas anderes! Du willst wohl sagen, daß du dich zu Hause langweilst? Bruno, mit einem schwachen Versuch, den Spieß umzudrehen: Siehst du, du bist auch müde! Dann brichst du nämlich gerne Streit vom Zaun — Camilla: Ich bin durchaus nicht müde. Bruno: Aber vielleicht gehst du trotzdem zu Bett, damit ich endlich schlafen kann. Camilla beginnt sich auszuziehen: Das Fraulein reserviert mir den Stoff nur bis morgen mittag. Bruno: Was für'n Stoff? Camilla: Den Jmprime natürlich. Was sonst? Bruno: Du lieber Gott! Bist du noch immer dabei? Camilla, nachdenklich: Jede dritte Frau tragt Blümchen. Bruno: Dann nimm die Kaulquappen. Camilla: Wenn dir aber die Blümchen besser gefallen? ... ... _ _ Bruno stöhnt laut auf. Er legt sich auf die Seite und zieht die Decke über den Kopf. Camilla knecht ihrerseits ins Bett. Sie verhängt die Nachttischlampe mit einem Tuch und vertieft sich in die Muster. Eine Viertelstunde spater. Camilla, leise: Bruno? Bruno: Chrrr... Chrrr... Camilla: Bruno, bitte, höre nur eilten kleinen Augenblick. Am nächsten Mittag bei Tisch. Bruno, freundlich: Nun, wie ist es denn geworden mit deinem — wie hieß doch das Zeugs? Camilla, hoheitsvoll: Ich weiß nicht, wovon du sprichst. .. , Bruno: Na, die Kaulquappen und Blümchen. Camilla: Ich werde mir ein einfarbiges Kleid machen lassen. Bruno, verwundert: Ein einfarbiges? Camilla: Glaubst du, ich habe Lust, wie eine Giraffe oder ein Zebra herumzulaufen? Bruno: Aber Kind, so war das doch nicht gemeint. Camilla, argwöhnisch: Willst du damit sagen, daß ich doch Jmprime nehmen sollte? Bruno, angstvoll: Um Gotteswillen, nein! Camilla: Du findest einfarbig schöner, nicht wahr? Bruno, scheinheilig: Viel schöner! Camilla, mit düsterer Befriedigung: Na also! Wenn du nur deinen Willen hast! durch weitschauende Behörden möglich gemacht worden. In seinen weiteren Darlegungen rotes der Redner darauf hin, daß das Wasserwerk Inheiden in seiner Leistung an fünfter Stelle aller deutscher Quell- wasserwerke stehe, nach der Menge des überhaupt geförderten Wassers aber an 35. Stelle im Reich. Das'Werk erscheine, so ungeheuer bedeutungsvoll es sei, wenig volkstümlich da von ihm an sich wenig zu sehen sei. Die hauptsächlichsten Teile lägen ja auch in der Erde. So sei es mit dem Werke nicht anders, als mit einem Menschen, der still seine Pflicht tue. Die Arbeit aller im Werk Beschäftigten erhalte seinen Wert durch das hohe Maß an Verantwortungsbewußtsein der Volksgemeinschaft- gegenüber. Zum Schluß seiner Ausfüh- 'oerq N ulen= Mn folge 1932 eiern r ge= seine 1 auf wrde lrteil 's in e der strafe verklagte 9 ge- gegen hla- ung 9 fol- >barn 'age- abuch :^n= [leiten 1200 en, er RM. h eine te der n dem illerlei Durch [te der n Se> :. vor- , daß ist des en ge- eklagte n Be- e, daß : einer m lau» at der ist und terstat- ey er etzter t Zu- Se« aten. er bis en ge- unter» Kochschulnachrichten. Die Preußische Akademie der Wissenschaften hat den o. Professor Dr. Franz Koß- m a t (Geologie und Paläontologie) an der Universität Leipzig und den o. Professor Dr. Hans C l o o s (Geologie und Paläontologie) an der Universität Bonn zu korrespondierenden Mitgliedern ihrer physikalisch-mathematischen Klasse gewählt. Dem Dr. Hans G r u n s k y m München ist unter Ernennung zum ordentlichen Professor ein Lehrstuhl für Philosophie an der Universität München übertragen worden. Zeitschristen. — Die 700-Jahrfeier der Reichshauptstadt gab der „I l l u st r i r t e n Zeitung Leipzig" Veranlassung, ihr letztes Heft in seinem Hauptinhalt dem Wachsen und Werden, der kulturellen Bedeutung und der wirtschaftlichen und bevölkerungspolitischen Entwicklung Berlins zu widmen. Hier ersteht ein umfassendes Bild dieser Stadt, deren geschichtlich interessanter Werdegang sie vom unbedeutenden Marktflecken zur Hauptstadt des Dritten Reiches, zu einer der bedeutendsten Metropolen der Welt geführt hat. Zahlreiche Photographien und Vignetten geben dem umfangreichen Heft eine lebendige und fesselnde Gestalt. — Das dritte Heft der „Neuen Modenwelt" (Verlag Ullstein, Berlin) bringt besonders viel praktische Modelle: Kleidung für die berufstätige Frau und für die Hausfrau, einfache, hübsche Kleider, Schürzen und Kittel, sommerliche Modelle und Strandanzüge für nicht ganz Schlanke und viele waschbare Kinderkleider, dazu schöne Sommerkleider, Komplets, Mäntel, Röcke, Jacken usw. Aus dem übrigen Inhalt des Heftes seien erwähnt: bereiche Handarbeitsteil mit vielen Anregungen zu lustigen, bunten Stickereien, drei doppelseitige Schnittebogen, ein Bügelbogen und „Die Kleine Zeitung" mit vielen praktischen Winken. gab sodann einen ebenso unterhaltsamen, wie schaulichen Ueberblrck über die Entwicklung Ueberlandzentrale Oberhessen. Er ging dabei der technischen Seite des Werkes aus unter besonderer Berücksichtigung der Betriebssicherheit und der Wirtschaftlichkeit. Er betonte dabei, daß Betriebssicherheit und Wirtschaftlichkeit in engstem Zusammenhang miteinander stünden Die Entwicklung der Ueberlandzentrale sei eine organische gewesen und sie habe sich jeweils aus den Bedürfnissen der Bevölkerung und der Industrie ergeben. Sodann erinnerte der Redner an den Bau des IEN ungen 283^ ifcnster eßen ,talt 43 Luftschiff „Graf Zeppelin" kann besichtigt werden. LPD. Frankfurt a. M., 24. Juni. Wie die Deutsche Zeppelin-Reederei mitteilt, ist das Luftschiff „Graf Zeppelin" jetzt in seiner Halle auf dem Flug- und Luftschiffhafen Rhein-Main zur Besichtigung freigegeben. Die Halle ist ab Samstag, 26. Juni, 13 Uhr, geöffnet. „Graf Zeppelin" hat in fast neun Betriebsjahren im friedlichen Verkehr über Ozeanen und Kontinenten die deutsche Flagge in aller Welt gezeigt, in Wind und Wetter auf fast 600 Fahrten rund 1654 000 Kilometer zurückgelegt und 12 860 Fahrgäste befördert. Er hat mit beispielloser Zuverlässigkeit seine Verkehrsaufgabe erfüllt. Brum) gibt unartikulierte Laute von sich. Camilla: Wie wäre es mit einem Tupfen? Bruno, schlaftrunken: Wer hat Tupfen? Camilla: Ich habe auch ein reizendes Muster mit Tupfen gesehen, bunt auf dunkelblauem Grund, wie Konfetti, weißt du — Bruno richtet sich steil und drohend auf: Und um mir das zu sagen, weckst du mich aus dem besten Schlaf? Von mir aus lauf getupft herum wie eine Giraffe oder gestreift wie ein Zebra, aber laß mich um Himmelswillen endlich schlafen! Camilla, weinerlich: Schrei doch nicht so! Du hast überhaupt kein Interesse mehr an mir! Wenn ich das geahnt hätte, als ich dich heiratete — Bruno, pianissimo, dann langsam anschwellend: Chrrr... Chrrr ... Camilla löscht das Licht und weint sich in Schlaf. ser •ffl 962 A Gloria-palast: »Drei Kaiserjäger". Dieser Film, eine ältere Produktion der ABC.» Filrn, erweist sich als ein Tiroler Volksstück mit einer einfachen, übersichtlichen Handlung und einer Anzahl malerischer Landschaftsbilder: er schildert das Leben in einem der berühmten Kaiserjägerregimenter kurz vor dem Ausbruch des Weltkrieges. Die große vaterländische Verpflichtung und das einigende Empfinden soldatischer Kameradschaft überwindet alle persönliche Konflikte: ein junger Oberleutnant, der wegen Spielschulden den Abschied nehmen mußte, kehrt aus Amerika heim, um als gemeiner Soldat im alten Regiment mitzufechten; zwei seiner früheren Kameraden, die ihren Streit um dasselbe Mädchen freundschaftlich begraben haben, werden seine besten Kameraden. In gefühlvoll ausaespielten, manchmal auch volkstümlich- humoristischen Szenen heben sich als die markantesten Gestalten Fritz Kämpers, Paul Richter, Heinz Salfner und Else Elster hervor. — Im Beiprogramm gibt es ein Lustspiel und einen interessanten Kulturfilm „Kiel, die Stadt der. deutschen Kriegsmarine." Hans Thyriot. wirkt schmerzstillend -1 erfrischend - beiebend ■ Amol Karmelitergeist ab 804/ in allen Apotheken u. Drogerien. gen der Ueberlandzentrale, den besonderen Forderungen des Denkmalpflegers nach einer Angleichung der Transformatoren st ationen an Landschaft und bauliche Umgebung gerecht zu nterden. An vielen Bildern konnte gezeigt werden, mit welch großem Erfolg diese Bemühungen betrieben wurden und jedermann konnte den Eindruck gewinnen, daß durch den Bau mancher neuen Transformatorenstation das Bild der Landschaft nicht nur nicht gestört, sondern sogar in vielen Fällen gehoben werden konnte. Schließlich hörte man noch von dem für die Stromversorgung Oberhessens so ungeheuer wichtigen Kraftwerk Lißberg, das von der Ueberlandzentrale für die Spitzendeckung vorbildlich ausgebaut wurde. An Hand vieler Bilder konnte man charakteristische Bauabschnitte verfolgen, insbesondere vom Bau der Staumauern in Hirzenhain und im Hillersbachtal vom Bau der langen Stollen zum Kraftwerk, vom Bau des Wasserschlosses usw. Direktor von Stadler schloß seine Darlegungen mit dem Hinweis, daß sich die Wirtschaftsbelebung in den vergangenen vier Jahren des Dritten Reiches in einer steilansteigenden Entwicklung auch für die Ueberlandzentrale ausgewirkt habe. Im Rückblick auf alle bisher geleistete Arbeit gedachte er noch all derjenigen Arbeitskameraden, die bei der Schaffung des Werkes ihr Leben ließen. Die Teilnehmer erhoben sich von ihren Plätzen, und während die Musik den ersten Vers des Liedes vom guten Kameraden spielte, verharrte man in einer Minute stillen Gedenkens. Schließlich gab Direktor von Stadler noch bekannt, daß die Ueberlandzentrale aus Anlaß ihres Jubiläums dem Polytechnikum der Stadt Friedberg eine Anzahl Apparate und Motore, außerdem auch einen Gleichrichter zugedacht habe, der für den Unterricht wertvolles Material darstellen möge. Bürgermeister Liech überbrachte dann noch die Glückwünsche der Stadt Friedberg und dankte gleichzeitig auf das herzlichste für die Geschehnisse an das Polytechnikum. Er gab der Hoffnung Ausdruck, daß den beiden Werken eine weitere gute Entwicklung befchieden fein möge und sie immerdar ihren Zwecken, der Volksgemeinschaft zu dienen, entsprechen möchten. — Direktor von Stadler schloß die Festversammlung mit einem würdigen Gedenken des Führers und Reichskanzlers Adolf Hitler. Das neue Verwaltungsgebäude. Zwiegespräch. Don Ella Wendt. Personen: Bruno, der Ehemann; Camilla, die fäjefrau. Ort der Handlung: Das eheliche Schlafgemach. Zeit: Zwischen zehn und elf Uhr abends. 'Bruno liegt im Bett und liest Zeitung. Camilla fat gedankenvoll am Toilettetisch. 'Camilla: Soll ich nun ein Phantasiemuster ney- Itsn oder lieber eins mit Blumen? Bruno, aufgescheucht: Wieso? 'Camilla: Was würde dir besser gefallen? 'Bruno: Das kann ich dir erst sagen, wenn ich v-iß, wovon du sprichst. 'Camilla: Aber ich habe dir doch schon beim stack erzählt, daß ich mir ein Nachmittagskleid mchen lassen will. Aus Jmprime. Bruno: Jmprime? Was ist Jmprime? 'Camilla wirft einen Blick gen Himmel, dann Itgt sie zwei Stückchen bedruckter Seide von fünf Z ntimeter Durchmesser vor Bruno hin Das eine 's mit bunten Blümchen bestreut, wahrend das a dere eine verwirrende Fülle kaulquappenahn- l'-)er Gebilde aufweist. . Bruno: Das nennt man also Jmpnm6? Warum eigentlich? Camilla, ungeduldig: Darum handelt es sich jetzt ficht. Aus welchem soll ich mir das Kleid machen feien? ... Bruno: Aber Kind, das reicht ja nicht mal sur eil Taschentuch! . f. , Camilla: Sei nicht albern! Sag mir lieber, wel- t’-s Muster dir am besten gefällt. Bruno, greift wieder zur Zeitung: Das mit den kiümchen. . L., , „ ^Camilla: Findest du es nicht ein bißchen au- Bruno: Warum hast du es ausgesucht, wenn du f£ alltäglich findest? Camilla: Blümchen find so jugendlich. Bruno: Na also. ., _ Camilla empört: Du tust gerade, als hatte ich es üttig! Bruno: Nein, aber wenn du meinst Camilla: Das andere gefällt dir also nicht? Camilla,^verzweifelt: Welches soll ich denn nun 'Omen? Bruno: Das andere. , .. , Camilla: Aber dir gefallen doch die Blümchen ieffer? ger denn 62 Einschläge in Maste und Kabel zählen müssen. Der Rauhreif, der im Vogelsberg fast in jedem Winter so heftig in Erscheinung trete, wie sonst nur in den Alpen, habe schon oft Kabel reißen lassen. Es sei praktisch schon vorgekommen, daß im hohen Vogelsberg eine Arbeitskolonne vierzehn Tage lang an einem Platze stationiert werden mußte, um an jedem Morgen die über Nacht unter der Last des Rauhreifs gerissenen Kabel wieder in Ordnung zu bringen. In sehr feiner Weise und ax\ Hand von zahlreichen Lichtbildern sprach Direktor von Stadler über die ernsten Bemühun- ♦ Fried berg, 25. Juni. (Eigener Bericht des (ießener Anzeigers.) In Anwesenheit zahlreicher füirengäste und im Beisein vieler Gefolgschastsmit- ,'ieber der Verwaltung und des technischen Be- i [iebs fand gestern nachmittag eine Jubiläums- Her statt, die der Erinnerung an das 25jährige ^stehen der Ueberlandzentrale gewidmet mar. Un- ,.r den Teilnehmern sah man auch Staatsrat -einer als den Vertreter des Gauleiters und xeichsstatthalters. Staatsrat Reiner nahm aber auch ^eichzeitig als Vorsitzender des „Zweckverbandes Ueberlandzentrale Oberhessen" teil. Seit der 2Iuf= [»jung der Provinzialdirektion Oberhessen, die bis- |2r die.Verwaltung der oberhessischen Versorgungs- Triebe innehatte, war am 1. April 1937 ein Zweck- prbanb gebildet worden, dem die sechs oberhessischen ['reise a'ngehören. Als Gäste der Feier nahmen iiid) Kreisdirektor Dr. Lotz, Provinzialrat Vogt, : iberregierungsrat Dr. Schönhals und der Di- ’ i-ttor des Arbeitsamtes, Oberregierungsrat Dr. [ist von Gießen teil. Der Saal im Hotel Trapp, Ist die Versammlung festlich vereinigte, war mit - jschem Grün und Silberkränzen prächtig geschmückt, [in Musikzug des NSKK trug zur Verschönerung l?r Feier bei. Direktor von Stadler sprach ein- [itenb herzliche Worte der Begrüßung. Staatsrat Leiner verbrachte die Glückwünsche des Gauleiters zum jwbiläum der Ueberlandzentrale Oberhessen. Er er- liuterte kurz die neue Rechtsform für die ober- [»ssischen Versorgungsbetriebe (Ueberlandzentrale Lberhessen und Wasserwerk Inheiden) und sprach ^schließend über die glückliche Entwicklung, die die i .eberlandzentrale trotz schlechter Konjunktur, trotz Schwierigkeiten der Kriegs- und Nachkriegszeit [=nommen habe. Der Erfolg sei der bisherigen iitEräftigen Leitung zu danken. Eine günstige Wei- ttentwicklung sei auch für die Zukunft sicher, wenn- . i eich dafür eine sorgsame Sparsamkeit die Voraus- itzung sei. In seinen weiteren Darlegungen sprach itaatsrat Reiner kurz über die sinnvolle Verwen- : Ling der Uederschüsse, die nicht nur der Erhaltung, I nbern auch dem Ausbau des Werkes dienen sollen, fr schloß mit herzlichen Worten des Dankes, auch in Namen des Gauleiters, an Direktor von ttabler und seine Mitarbeiter, an Kreisdirek- t r Dr. Lotz, an Provinzialrat Vogt und den siiiheren Prooinzialdirektor Klo st ermann, für | ttige und eifrige Förderung. Im weiteren Verlauf der Festversammlung sprach Oberingenieur Keil om Wasserwerk Inheiden über das Wasserwerk uib gab dabei, weit zurückgreifend in die urzeit- lche Geschichte unserer Heimat, einen tiefen Einblick i- den geologischen Aufbau des Quellgebietes, das dirch das Wasserwerk Inheiden ausgenützt und der ^völkerung dienstbar gemacht wird. Er schilderte mr allem die großen Veränderungen, die vor hun- dirttausenden von Jahren in der engeren Heimat um den Vogelsberg herum vor sich gegangen sind. C- stellte heraus, daß das Aufkommen an Süß- nnffer unabhängig fei von den Niederschlägen einer- sccks und von der Aufnahmefähigkeit des Bodens (pbererjeits. Der stärkste Wasserträger unseres Ge- Ssts sei der sehr aufnahmefähige Basalt-Tuff des hgelsberges, der eine konstante Wasserlieferung schere. Größere Niederschlagsunterschiede im Ge- b-?t des Vogelsberges äußerten sich deshalb erst je- u-ils nach Jahresfrist. Die Quellen von Queckborn in b Lauter, die die, Städte Gießen und Bad-Nau- him speisten, seien Tuffquellen. Das Wafser des ^heidener Quellgebietes komme dagegen aus grö- ß rer Tiefe, es fei auch um etliche Grade wärmer. Lährend das Wasser aus den Tuffquellen 9 Grad 6»lsius habe, verzeichne das Wasser der Jnheidener (Lieben konstant 12,5 Grad. Die Nutzbarmachung der flirten Quellen sei vor nunmehr dreißig Jahren Kraftwerkes Wölfersheim, das im Jahre feiner Gründung in einer wahren Rekordzeit gebaut worden sei. Es sei in der Zeit vom 14. Mai bis Weihnachten fertiggestellt worden! Bei der Errichtung des Stromnetzes habe es allerdings mancherlei Schwierigkeiten gegeben, Schwierigkeiten von der Bevölkerung her, die sich teilweise schwer bereit fand, die Masten errichten zu lassen. In einem grotesken Fall sei den verantwortlichen Technikern sogar mit dem Erschießen gedroht worden. In sehr ------- ~ interessanter Weise berichtete der Redner bann von Gästen bas neuerrichtete Verwaltungsgebäude in Zeug! Schuft, Schuft. überhaupt her erste (Nachdruck verboten.) 30 Fortsetzung. \ Die öeutfche Arbeitsfront 't* n.0.=6cmeinfchaft „firaft durch freuöc" mando IV zum Frühjahr 1938 Freiwillige für die Fliegertruppe und Luftnachrichtentruppe annimmt. Es ist zu erwarten, daß bei dem zahlreichen Eingang von Gesuchen, die bereits für die Frühjahrs- einstellung 1938 vorliegen, nach kurzer Zeit die Annahme von Freiwilligen beendet fein wird. Als Abschlußmeldetermin ist endgültig der 15. August 1937 festgesetzt, weil die Freiwilligen der Geburtsjahrgänge 1915 und jünger vor der Einstellung d. h. ab 1. Oktober ihrer Arbei^sdienstpflicht noch genügen müssen. Zur Vermeidung verspäteter Anmeldungen und dadurch bedingter Ablehnung und „Jetzt lasse mich aber aus mit deinem hysterischen ■ - ■ ..? Wer weiß denn, ob ich rste war!?" Er lachte roh uni Für nachstehende Urlaubsfahrten sind durch Ummeldungen einige Plätze frei geworden. U. F. 32 Cuxhaven vom 4. bis 15. Juli. 46 RM. U. F. 38 Eckernförde vom 10. bis 19. Juli. 37 RM. S.F. 103 Norwegen (nur für Männer) vom 5. bis 13. Juli. 57 RM. S. F. 104 Norwegen (nur für Männer) vom 26. Juli bis 3. August. 57 RM. Ferner machen wir darauf aufmerksam, daß noch für 25 Urlaubsfahrten in diesem Sommer Anmel- 8^7 öietidfil Nach den An- und 35 öfter «„lagen oen Mark, i 1913 entspk ich auf 95,1 (91,81), Zin M D>e 1152 (12,59 8980 (753?) iiDon aus! W (6,94) in den 2,15 (2,20) in der Ein 3n hesfei quote au Mark gegei Anzahl 1 auf 629381 Siro« uni 13032 (33 Wie ein (12,32). Di 161,97 (151 Depositen Mark. düngen entgegengenommen werden. Näheres hierüber ist aus dem Jahresprogramm (für 20 Pf auf der Kreisdienststelle erhältlich) zu ersehen. 4301D Freiwillige der Flieger- und Lustnachrichtentruppe. Lpd. Das Luftkreiskommando IV Münster gibt bekannt: . In Ergänzung der durch das Reichsluftfahrtminlste- rium wiederholt in Presse und Rundfunk gegebenen Aufrufe wird veröffentlicht, daß das Luftkreiskom- Am kommenden Sonntag, 27. Juni, steht Gießen im Zeichen des SA.-Sports. Die oberhessischen Standarten und zwei Brigaden werden sich in den A u s s ch e i d u n g s k ä m p f e n im Kampfball und Handball auf dem Sportplatz der Spieloereinigung 1900 auf dem Trieb gegenüber» lehen. Um 8.30 Uhr werden die K a m p f b a l l m a n n- schaften der Standarten 145 (Büdingen) und 222 (Friedberg) einander gegenübertreten. Um 9.30 Uhr folgen Die Kampfballmannschaften der Standarten 116 (Gießen) und 254 (Alsfeld) mit ihrem Wettspiel. Um 10.30 werden die H and - b allmannschaf ten der Brigaden 147 (Ober- Hessen) und 46 (Fulda) zum Wettspiel antreten. Damit werden die Spiele am Vormittag ihren Ab- chluß finden. Nachmittags um 15 Uhr werden sich im Kampf ballspiel die beiden besten M a n n- Franl ein freuni starren Z löst. Die der nur t hin erjol Mckkäujl jchlag in 1 v.H. Kundjchc v.H., K unb bie i Ifyn Ort Gewinn d vcheideans erholten s Felten au Daimler, Bemberg icn ex 5, (154,50). I etwas leick Kur, Die Hinte Sm »e «SS... ff N. “fti i - fiS 3,« sIe Derschaft tz Wei alle l » Borpru Dinten ö Vorprüfung Prof. Küster: Lieber die Morphologie der pflanzenM Neue Probleme und offene Fragen. SA.-Gporttag in Gießen. Kampfballmannschasten und HandbaNmannschast der oberhessischen SA. im Ausscheidungskampf um den Wanderpreis des Gruppenführers. Und wenn er nicht mag? Ja, dann natürlich ... Das Sitzen wurde mit der Zeit unerträglich. Anna erhob sich und ging auf und ab. Sie streifte im Vorübergehen die Plätter von einem Zweig, nahm eins zwischen die Zähne und zerbiß es. Ihr Hirn war jetzt, dicht vor der Gefahr, ungeheuer wach und beschäftigt. Diele Bilder flüchteten vorbei — der sehr Helle Strand von Hamelskoog, Gorch Pitters zerrunzeltes Altmännergesicht, die Mutter in ihrer letzten Stunde, und der Mann Fogg, der mit ihrer Zärtlichkeit nichts anzufangen wußte. „Das kommt nur davon, weil ihr mich immer allein laßt. Wenn es schief ausgeht, werdet ihr schon ehen", murmelte Anna und zog eine gekränkte Unterlippe. „Vor allem geht es dich an, Jost! Du hättest das damals im Wohnzimmer nicht tun sollen." Als sie aus dieser Betrachtung hochkam, waren auch schon Schritte zu hören und das leise Geklingel von Sporen. Da viel Unterholz und Buschwerk zwischen den Buchen stand, unterschied ihr Ohr eher als ihr Auge die Annäherung des Verwalters, der nichtsahnend und summend daherkam. „Basil!" „Ach du! Wie du mich erschreckt hast! Was willst du denn? Ich habe doch alles geschrieben", meinte er unfreundlich. „Hör' mal, Basil! Du kannst mich doch nicht so einfach wegschieben, wenn es dir paßt! Das kannst du doch nicht!" Oh, sie ist ganz ruhig: sie wird ihn nicht reizen. Sie hat sich das fest vorgenommen. „Das hat doch alles keinen Zweck!" brauste er auf. Er war sehr ärgerlich über diese neue Art von Wegelagerei. „Nun, wenn du es ganz deutlich hören willst — ich empfinde nichts mehr für dich!" „So? Du empfindest nichts mehr für mich? Schön ausgedrückt! Aber damit kommst du nicht durch bei mir. Schließlich war allerhand zwischen uns, nicht?" Tutschek lachte nervös. „Du mit deinem Theater —V* „Du mußt mich heiraten, Basil!" sagte sie, ihm starr in die Augen sehend. „Heiraten auch noch!? Bist du denn ganz verrückt!?" schrie er. „Du wirst doch kein Schuft sein wollen, Basll..?" s ch a f t e n des Vormittags auf dem 1900-Sportplatz gegenübertreten und in diesem Kampf um den Wanderpreis des SA. - Gruppenführers wetteifern. Die an den Spielen beteiligten SA.-Manner wer- den in der „Germania" gemeinsam zu Mittag essen. Wegen der hohen sportlichen Bedeutung dieser Spiele, aber auch im Hinblick darauf, daß der größte Teil der Wettkämpfer der Gi e ß e n e r Standarte 116 angehört, wird am nächsten Sonntag jeder Dienst für die Stürme der Standarte 116 ausfallen. Dadurch sollen die SA.-Kameraden von Gießen und Umgebung Gelegenheit erhalten, den Spielen als Zuschauer beiwohnen zu können. Selbstverständlich sind aber auch alle übrigen Volksgenossen, insbesondere die Sportinteressenten, als Zuschauer willkommen. Ans her Stahl Gießen. Mützer Broiauftrich ist Dimmer. NSG. Marmelade und Fruchtmus sind so gesund uno preiswert, daß sie in der Volksernährung in noch viel größerem Maße als bisher verwendet werden müßten. Gewiß ist ein großer Teil der Hausfrauen schon längst hinter die Nahrhaftigkeit und Billigkeit dieses Brotaufstriches gekommen und er fehlt bei ihnen nicht am täglichen Kaffeetisch. Aber da sind viele, leider noch zu viele, die Marmelade, Apfel- und Pflaumenmus leider geringschätzend als zu unbedeutend und gewöhnlich ansehen. Allenfalls kommt für sie eines der teuren, dafür aber mit dem feineren Namen, „Konfitüre" bezeichneten Produkte in Frage. Freilich klingt es ganz anders, wenn man sagt: „Darf ich um die Konfitüre bitten?" als: „reicht mir doch, bitte, mal das Pflaumenmus"! Dabei ist gerade Pflaumenmus einer der wohlschmeckendsten und gesündesten Brotaufstriche. Nicht umsonst haben ihn schon unsere Ahnmutter waschkesselweise eingekocht, für die vielköpfige Familie ein willkommener und billiger Wintervorrat. Er wurde gern gegessen, und nicht nur auf dem Brot. In verschiedener Form, als Füllung für Pfannkuchen, zu Klößen oder Brei, ja sogar — aber bas ist absolute Geschmackssache — zu Pellkartoffeln läßt sich Pflaumenmus verwenden. Ganz abgesehen von den vielen Möglichkeiten, die für Backzwecke noch anzuführen wären. Dann ist da das Kapitel „Syrup", auch „Rübensaft" genannt. Man sollte es ja nicht glauben, aber es gibt tatsächlich noch unendlich viele Leute und auch Hausfrauen, die da weltfremd fragen: „Syrup, was ist denn das?" Syrup, vorzüglich, billig und gesund ist ein idealer Brotaufstrich, wie er — besonders nach dem Herzen unserer Kinder — nicht besser denkbar ist. Schon allein, weil er so wunderbar süß ist und man solch herrliche Ornamente damit auf sein Brot träufeln kann. Nur, wenn man dabei nicht flink ist und aufpaßt, laufen sie auseinander und davon! Und dann — noch etroas be» achtliches dabei: wie großartig schmeckt er den Klei- nen (und auch den Großen!) in warmer Milch. Je- der kennt Honig in Milch. Wohlschmeckend, und — bei Erkältung — heilsam: aber Syrup tut es ebenfalls und ist billiger. Bei Sirup wird die rechnerische Hausfrau nicht sogleich traurig ausseuszen, wenn einmal der Löffel eines Leckermaulchens etwas zu tief in den braunen Brei gerät und zu voll wieder herauskommt. Denn Syrup ist preis- wert. Wir müssen mit Butter und Fett sparen, und wir wollen sparen! Für die Durchführung unserer Ernährungssicherung und für unseren höchsteigenen Geldbeutel. Und zu dem Thema „Brotaufstrich ist bei diesen Sparbestrebungen nur immer wieder zu sagen: eßt Marmelade, Mus und Syrup! Dornotizen. Tageskalender für Freitag: Gloria-Palast (Seltersweg): „Drei Kaiserjäger". — Oberhess. Kunstverein: Skagerrak - Ausstellung, 17 bis 19 Uhr, Gesellschaftshaus, Sonnenstraße. Stadtheater Gießen. Am morgigen Samstag, 26. Juni, bringt bas Stadttheater im Rahmen seiner Sommerspielzeit das Gastspiel der Filmschauspielerin Ada Tschechowa mit einem Ensemble Berliner Schauspieler. Zur Aufführung kommt ein heiteres Gesellschaftsstück: „Laß uns träuemn ...r von Stimmer. Wegen anderweitiger Verpflichtungen des Ensembles kann nur eine einmalige Aufführung in diesem Sommer stattfinden. Beginn 20 Uhr, Ende 22 Uhr. MWMWWM Roman von Walther Moepffer Copyright 1936 by August Scherl G. m. b. H„ Berlin. Tutschek teilte ihr in wohlaesetzten Worten mit, er sei sich darüber klargeworden, sie paßten nicht zusammen, und er bäte sie, daraus die Folgerungen zu ziehen. Es tue ihm leid, sie betrüben zu müssen, sehr sogar. Anna möge auch nicht versuchen, sich ihm noch mal zu nähern: denn es sei zwecklos. Sie würde bestimmt einen anderen Mann finden, mit dem sie glücklich zu werden vermöge. „Mit guten Wünschen Basil Tutschek." Anna überlas noch einmal dieses gewundene und wohlüberlegte Deutsch, obwohl das Wesentliche bereits in ihr festgespießt war wie ein schmerzhafter Pfahl, dann dachte sie: Also so ist das, wenn man einen Fußtritt bekommt! Warum sagt er es denn nicht offen heraus, daß er mich überhat und daß ich ihm lästig bin wegen dem Techtelmechtel mit der Zofe? Eigentlich ist dieser Brief schon lange fällig. Anna ließ die Hand mit dem bösartigen Brief sinken und sah verträumt vor sich hin. Ihr Gesicht war ausgeleert, blaß und ratlos. Eine von den geschälten Kartoffeln machte sich auf die Wanderschaft und rollte in den Sand. Eine Henne kam vorsichtig näher und pickte sie an. Die Männer sind große Schufte, dachte sie. Der Fernsprecher rasselte: mochte er... Plötzlich schnellte sie den Kopf nach hinten und sagte ganz laut und deutlich: „So einfach geht das nicht! Nein, so einfach geht das nicht! Sie stellen sich das zu einfach vor, Herr Tutschek!" Anna stand auf, schob den Brief in die Tasche ihres Schürzchens und ging wie durch Nebel und Watte ins Haus, ins Wohnzimmer. Dor dem alten Schreibpult blieb sie stehen und Happte den Deckel zurück. Sie zog eine Schublade auf, nahm Foggs kleinen Colt heraus und wog ihn in der eiskalten Hand. War gar nicht schwer, so ein Ding, und ging bequem in die Tasche. Da mochten der Brief und der Revolver nun Kameradschaft schließen, wenn es ihnen behagte: dann schloß Anna das Pult, und es sah aus, als fei gar nichts geschehen. von dem Formwechsel des Zelleninhaltes bet Plasmolyse, dem in der letzten Zeit wiederholt ftutnerten „Fadenziehen" lebendiger Flüssigkeiten, den Erscheinungen der Plasmaballung, der schwingenden Faden, der „Dakuolenfurchung" und der Entwicklung des intravakuolären Protoplasmas. Quellung des lebendigen Protoplasmas ist für die Erscheinungen der Dakuolenkontraktion verantwortlich zu machen, über die seit einigen Jahren eine umfangreiche Literatur entstanden ist. Wie durch Wirkungen der Oberflächenspannung der Zellenleib oder Teile von ihm zum Zerfall gebracht werden können, so können auch getrennte Protoplasten miteinander zur Verschmelzung gebracht werden. Von größter Bedeutung ist die Verbindung zwischen Zellenlehre und Dererbungsiorschung seit ungefähr 40 Jahren für beide Wissenschaften geworden. Der Vortragende verweist in Kürze auf die Erscheinungen der Kernteilung, die uns für diploide und haploide Organismen die an Bastarden wahrnehmbaren Erscheinungen der Vererbung verständlich machen Alle Einzelheiten, die die zellenmorphologische Forschung über den Zellkern, über seine Teilung usw. zu ermitteln vermag, haben das größte Interesse für den Genetiker, oder können größte Bedeutung in naher Zukunft für ihn gewinnen. Der Vortragende sprach von der Struktur der Chromosomen, über ihre Form, ihre Trabanten, ihre Beziehung zu den Kernkörperchen. Eingehender behandelt wurden von ihm die Fragen, die sich mit dem Wachstum der Zellenkerne beschäftigen, die Erscheinungen der Polysomatie, die Wirkungen abnormer Bedingungen auf den Ablauf der Kernteilung und die Möglichkeit, durch abnorme Bedingungen abnorm ausgestaltete lebensfähige Kerne zu gewinnen. Die Vererbungsforschung wird nach Ansicht des Vortragenden in Zukunft nicht nur dem Kern ihre Aufmerksamkeit schenken, sondern auch an allem teilnehmen müssen, was über Protoplasma und Plastiden sich ermitteln läßt. Der Vortragende schloß mit einigen Mitteilungen über die Struktur des toten und lebendigen Protoplasmas und der lebenden Plastiden. Im Anschluß an den aufschlußreichen Vortrag entwickelte sich eine angeregte Aussprache. Nein, Herr Tutschek, das ist wirklich nicht so einfach... Sie kommen daher, setzen einem Flausen in den Kopf... nehmen einem Mädchen das bißchen, was es zu verschenken hat, und dann schütteln Sie es ab... Sie täuschen sich, Herr Tutschek...! Sie kennen die Anna aus Hamelskoog immer noch nicht ganz — ich kann Ihnen versichern, Sie werden es bereuen... Aber zuvor — nicht wahr? — wollen wir in aller Güte noch einmal darüber reden... Anna verschloß das Haus, ging zum Fenzl hinüber, gab der Regine den Schlüssel ab und bat das halbwüchsige Ding, sie zu vertreten, wie schon oft. Fogg war zum Glück wieder einmal auswärts; von dieser Seite gab es also keine Schwierigkeiten, Anna schlenderte aus dem Dorf gegen das Mühl- hölzel zu, einem kleinen Laubwald, der zum Schloß gehörte und zwischen der Kuhleiten und der Büchl- kamer Straße lag. Dort wird sie Basil stellen und dort wird sich das mit dem Revolver entscheiden. Sie weiß, daß Tutschek heute zwischen halb vier und vier Uhr auf seinem Reviergang durch das Mühlholzel muß, und sie weiß, daß sie sich in einem gewissen Falle mit dem kleinen Colt vor seinen Augen etwas antun wird, damit er sein ganzes Leben lang nimmer froh wird und bereuen muß. Es war schwül; die Mücken schwirrten, und die Schnaken gaben keine Ruhe, die Grillen zirpten unablässig und lustvoll, und der Himmel wies verdächtige gelbe Flecken auf, die auf ein Gewitter hindeuteten. Anna schritt mit Gummiknien und wunderlich ausgehöhlt, gar nicht sie selbst, eine Anhöhe hinan und auf den Wald zu, in dem die Entscheidung fallen sollte. Ihre Schläfen brausten, und das linke Ohr brauste ebenfalls. Doch über all dem Unbehaglichen und Beklemmenden gaukelte die große Hoffnung: Der Basil ist gar nicht so schlecht; er nimmt den Brief zurück, und alles ist in Ordnung. Nun war sie angelangt. Auf diesem schmalen Waldpfad mußte er kommen, der Basil. Anna setzte sich auf einen abgesägten Stamm, der schon trocken und entrindet war. Sie zog den Rock züchtig über die Knie und nahm mit leichtem Erstaunen wahr, daß ihr Strumpf ein Loch hatte. Dann betrachtete sie aufmerksam ihre geflickten kleinen Schuhe. Sie bedauerte, daß sie sich nicht schon gemacht und um» I gezogen hatte, aber jetzt war es zu spät. häßlich. _ . Jetzt ist alles aus! dachte sie. Dieser letzte Satz hatte ganz tief getroffen. Sie riß den Revolver aus der Tasche und rief: „Nun kenne ich wenigstens deinen Charakter —!" „Mach doch keine Dummheiten!" stotterte er blafr „Du? Nein, du bist keine Kugel wert. Und wegen so einem habe ich mir etwas antun wollen. Da!' Sie spuckte ihm ins Gesicht und lief wie eine Wah»' finnige davon. Sie blieb unterwegs mit dem 2D' zugsbügel der Waffe an einem Zweig hängen, btt kleine Revolver wurde ihr aus Der Hand gerissen und fiel mitten auf den Weg. Sie merkte es acr nicht. Sie hetzte weiter und immer weiter, bis M Wald zu Ende war. Dann sank sie zu Boden, In einen Kümmelbusch hinein, und xveinte haltlos unaufhörliche, dicke, ausschwemmende Tränen. Uiw als der ganze Vorrat versiegt war, schleppte sie R langsam und mit schweren Gliedern heim. * Viktoria spazierte die Landstraße entlang. hatte es daheim nicht mehr ausgehalten. Ihr Mann schnitt Gesichter, peinigte sie mit Stummheit uiiö war gereizt und mürrisch in einem. Einigemal hakte sie versucht, Klarheit zu schaffen. „Was ist denn los, Gottlieb?" „Was soll sein; nichts." „Bist du mir böse? Wegen was? Sag doch!" „Laß mich in Frieden." So ähnlich waren diese Gespräche verlausen. hatte sie es aufgegeben und sein kränkendes baren mit einem hochmütigen, abweisenden beaiit' wartet. Zustand für eine Frau, die so gern offen und fröhlich war wie sie! Sie hatte die Vermutung, daß ihr Mann auf Fogg eifersüchtig war; beftimnH wußte sie es nicht. Hineingestellt in diese maiengrüne Landschaft zwischen brausende Wälder und smaragdene Wiest«, zwischen Amselschlag und Drosselgesang — fa0 m° erst, wie rank und schlank, wie jung und federe diese Viktoria war, deren blaue Augen von ar mutigen Brauenbögen überdacht waren. Fortsetzung folgt Zurückstellung ergeht daher die Aufforderung zur baldigen Vorlage von Gesuchen an folgende An- ! nabmefteüen: a) Fliegertruppe : Flieger - Ersatzabteilung 14 Detmold; b) Luftnachrichtentruppe: Luftnachrrch. ten-Ers.-Kompanie 5/14 Gütersloh. Die Verpflichtung geht über 4% Jahre und kann bei besonderer Eignung auf 12 Jahre ausgedehnt werden. Eine begrenzte Anzahl von Freiwilligen kann auch auf zwei Jahre eingestellt werden, wenn sie für die Flieger- und Luftnachrichtentruppe be. sonders wertvoll sind, aber aus Berufsgründen nicht länger dienen können. Bevorzugt eingestellt werden die Angehörigen des NSFK. und die sonstigen im zivilen Flugwesen tätigen Personen. Ferner sind bevorzugt alle techmsch- vörqebildeten Freiwilligen. Weitere Auskünfte erteilen das für den Wohnsitz zuständige Wehrbezirkskommando oder Wehrmeldeamt, alle Truppenteile der Luftwaffe und die Ortsgruppen des NSFK. Hitler-Zugend Bann 116 Gießen. Am Sonntag, 27. Juni, 9.30 Uhr, findet auf der Burg Gleiberg eine Sozialarbeitstaguna des Bann- bereidjes 116 statt. Zu erscheinen haben sämtliche Ge- folgschafts-Sozialwarte, Fähnlein-Sozialwarte und Gruppensozialreferentinnen des BDM. Oie Organisation der Landsmann- schaffen und Trachtenvereine. Georg heß-Leihgestern Fachgruppenleiter für den Gau Hessen-Tlassau. LPD. Die Bestrebungen zur Heimat- und Trachtenpflege haben im ganzen Gaugebiet Hessen-Nassau unter der nationalsozialistischen Regierung.--eine starke Forderung erfahren. Nach der Machtübernahme 1933 schlössen sich zahlreiche Vereine zu dem Reichsbund für Volkstum und Heimat zusammen, j Eine einheitliche Zusammenfassung aber wurde erst erzielt, als diese Organisation am 14. Marz 1935 in die NS.-Kulturgemeinde aufging und von dieser eine besondere Abteilung „Volkstum und Heimat' gebildet wurde, die sich wiederum in die verschiedensten Reichsfachstellen gliedert. Eine davon hecht .Reichs fach st eile für T r a ch t e n p f 1 e ge und Landsmannfchaften" und besitzt tn allen Gauen eine besonders große Verbreitung. Der Gau Hessen-Nassau umfaßt jetzt unter Gaufachstellenlei. ter Georg Heß- Leihgestern 60 Vereine, Die je nach ihrer Art den Volkstumsgedanken fordern. In den größeren Städten find Arbeitsgemeinschaften gebildet. Nur ganz wenige Vereine stehen noch außerhalb der großen Organisation der Lands- mannschaften und Trachtenvereine der NS.-Kultur- gemeinde, die so in der Lage ist, nützliche Volkstumsarbeit zu leisten. Jetzt kommt die Zeit des Hennqs! Die deutsche Heringsfischerei kommt von Tag zu Tag mehr in Fahrt. Die Fangmeldungen der Logger, die den Hering sofort an Bord kehlen und salzen, künden die ersten Zufuhren von Matjesheringen an, und inzwischen erfolgen auch schon einigermaßen regelmäßige Anlandungen der Dampfer, bie den mit dem Schleppnetz gefangenen „grünen" Hering heranbringen. Wenn sich auch dieser Frühfanq der Dampfer bisher noch wenig zum Räuchern und zum Grünverkauf eignet, so ist eine stetige Besserung der Heringsfischerei unverkennbar, und es wird nur noch kurze Zeit dauern, bis die deutschc Heringssaisvn und damit auch die deutsche Bück!' lingssaison in voller Blüte steht. Da der Fang in diesem Jahr besonders intensiv betrieben wird und die Flotte auch in technischer Hinsicht bestens gerüstet ist, dürste der Fischmartt bald mehr denn je im Zeichen des Herings stehen, der nicht nur von den Verbrauchern, sondern auch von der gesamten Fischindustrie sehnlichst erwartet wird. * ** Steigende Frühkartoffelanlie- । f e r u n g e n. Die Lage am deutschen Speisekar- toffe 1 markt ist gekennzeichnet durch den lieber« : gang von der alterntigen Speisekartoffel zur Frühkartoffel. Die Frühkartoffelernte hat bereits in ber . Landesbauernschaft Hessen-Nassau begonnen, . so daß die Anlieferungen in Verbindung mit bei ■ Restbeständen alter Ernte bei Ergänzung durch i ausländische Frühkartoffeln vollkommen ausreichen, t um den Bedarf zu decken. Entsprechend der Jahres- - zeit und der auch in der vergangenen Woche dct- ] hältnismäßig warmen Witterung hält sich der Bc- I darf in mäßigen Grenzen. - ** Reiche Heidelbeerernte in S l ch t. 1 Die aus dem Odenwald vorliegenden Nachrichten Die Oberhessische Gese 11 schaft fur Natur- und Heilkunde, Naturwissenschaftliche Abteilung, hielt gestern im Hörsaal des Botanischen Instituts unserer Universität in Gemeinschaft mit der Ortsgruppe Gießen des Deutschen Biologen- verdandes einen Vortragsabend ab. Professor Dr. Küster sprach über das Thema: „Die Morphologie der Pslanzenzelle — Neue Probleme und Fragen". Dem Vortrag sei folgendes entnommen: Den großen Aufschwung, den die Erforschung der Pflanzenzelle in den letzten Jahrzehnten genommen hat, führt der Vortragende auf die Beziehungen zu- rück, die sich zwischen der Zellenlehre und verschiedenen anderen naturwissenschafttichen Disziplinen haben knüpfen lassen. Zunächst kommen die Beziehungen in Betracht, welche zwischen Zellen- lehre und Protistenforschung bestehen. Die den einzelligen Lebewesen und überhaupt den Protophyten zugewandte Forschung hat mit einer Fülle von zellenmorphologischen Einzelheiten bekannt und zugleich den Zellenforscher darauf aufmerksam gemacht, daß selbst grundlegende Fragen seines Gebietes vielen Gruppen einzelliger Lebewesen gegenüber noch der Bearbeitung und der endgültigen Lösung harren. Der Vortragende erläuterte solche Beziehungen an den Kieselalgen, sprach von den Erscheinungen des Membranwachstums, der Dieb umkämpften Struktur ihrer Wand, ihren Bewegungserscheinungen, dem Phänomen der Schwarm- bildüng u. a. m. Andere Beispiele entnahm der Vortragende dem Formenkreis der Blaualgen oder Zyanophyzeen (Fehlen eines Zellenkernes, Auftreten von Gasvakuolen usw.) und dem Bereich der Bakterien. Großen Einfluß auf die Entwicklung der Zellenforschung haben ihre Beziehungen zur Physik der Flüssigkeiten und besonders zur Physik der Kolloide gebracht. Von den Fragen, die sich mit der Phosik des lebenden Zelleninhaltes beschäftigen, sind wohl diejenigen mit besonderem Nachdruck und besonders reichem Erfolg behandelt worden, die der Durchlässigkeit des lebendigen Protoplasmas gelten. Zellenmorphologische Fragen kommen namentlich beim Studium derjenigen Erscheinungen in Betracht, die auf die Wirkungen der Oberflächenspannung zurückzuführen sind. Der Vortragende sprach te te te 38* te; fe's Wirtschaft Deutsche Gold- und Silber .... 9 i he-"' Devisenmarkt 125,5 19,65 20,9 125,25 125,5 45,5 19,65 20,9 125,25 213,5 130 113,25 118,25 105 213 113,25 118,25 105 1'26.25 19,5 21 125,13 211,25 130 113,13 118,25 105 Berlin 211,5 113,13 118,25 105 Accumulatoreti-Fabrik Aschaffenburg Zellstoff Beinberg........... Bekula............. BuderuS Eisen....... Cement Heidelberg... Cement Karlstadt .... Conti (Mummt....... Daimler Motoren.... Dessauer Gas....... Deutsche Erool...... Damm ...... uT ....... 6 .......0 .......8 ....... 5 10 . 6 . 7 . 7 . 6 . 7 . r. . 0 8'/- 3/2 . 8 ,. 6 ,. 6 .. 4 4¥z 12 G’/i . 4 .. b Ketchrbonl................. i- Werllner Handelsgesellschaft . t>yt Gommer». und Privat-Bank ... 6 ^kutsche Diskonto............ & Dresdner Bank.............. 4 Tannine. leitet für und Trah. effen«3la(|ün erun^ein- Machtübki. iine zu den jammer, ■ wurde eri März 18Z> d von biefer lnd heiinli!' die verjchil, davon HE enpflezs esitzt in allen. 19. Der (k fadjftellenlei« eine, die jt fördern. & -meinfchafiC stehen noq der Santo W.-KultW tzliche $olb' 126,13 47,25 19,65 21,25 125.4 Kurszettel der Berliner und Franksurier Börse Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt vefchlosfenen Dividende an. Retchsbankdiskont 4 v $)., Lombardzinsfuß 5 v. S). A.G. für Berkehrsweien ... 6V1 Honiburg-Slidam. Dampfschiff. 0 Hamburg-Amerika Paket......0 'Norddeutscher Lloyd..........0 Deutsche Reichsbahn Borz.-Akt. 1 V '"ft ,lA s°«brf‘ »erinas! von Tag v zen der Ler hlen und |d' Matjeshem' schon einig«1 Dampfer, di; „grünen" hi> ijer Frühseil' Räudjern uni stetige Bei!«' .bar, und« 5 die deutiif rutsche Bk bers in/enr n tedjnifdjft- ■ ^sMarftt mV stehen,, sondern auch schst erwarid' tateilmj ,""d tan, "Ppi b„ Ü^Rriinben löri9en dez ■0®efen tQl ^..technisch. Hi«, ^hrbeziksz, 1 WPenteile S W. ■ ; >ießep, bei aus bet U > SBann. | Etliche G,! • Iwarte M D Am Renten markt blieb die Grundstimmung bei behaupteten Kursen freundlich. Altbesitz unverändert 125,75, Reichsbahn-VA. 0,40 v. 5). erholt auf 125,25, Kommunal - Umscbuldung unverändert 93,95. Städte-Altbesitzanleihen olieben zu den letzten Kursen leicht gefragt. Unter kleinen Schwankungen von etwa 0,25 bis 0,50 v. $). nach beiden Seiten war das Geschäft im Verlaufe nicht lebhafter geworden, die Tendenz war aber gut behauptet. Weiter fest lagen Bemberg mit 137 nach 136, dagegen gaben Goldschmidt 1 v. H. ihres Anfangsgewmns auf 147 nach. Die erst später notierten Werte lagen überwiegend 0,50 bis 1 0. H. freundlicher, Conti Gummi um 2 0. H. erhöht auf 191. Der Einheitsmarkt nahm einen uneinheitlichen Verlauf, da hier vielfach noch kleines Angebot vorlag. Renten lagen still und unverändert. Von Industrie-Obligationen erhöhten sich 5 v. 5). Hoesch auf 102,90 (102,50), dagegen bröckelten 6 v. H. IG. Farben auf 135 (135,50) und 1951er Verein. Stahl auf 99,75 (100) ab. Goldpfandbriefe lagen bei ruhigem Geschäft behauptet, Liquidationswerte und Standtanleihen wichen um etwa 0,25 0. H. nach beiden Richtungen ab. Der Frei verkehr brachte ebenfalls Erholungen von 0,50 bis 1 v. $)., Adlerwerke Kleyer 113,75 bis 115,75, Reue Wayß & Freytag 149 bis 151, VDM. 167,25 bis 169,25. — Tagesgeld etwas gefragt mit 2,75 (2,50) v. H. • Abendbörse still und behauptet. Die Abendbörse hatte auf allen Marktgebieten nur ein stilles Geschäft. Die Haltung war im allgemeinen gegen den Mittagsverkehr behauptet. Soweit Abweichungen eintraten, betrugen sie nur Bruchteile eines Prozentes. Der größte Teil der Notierungen war nominell. Etwas Interesse erhielt sich nach einigen Montanwerten, Mannesmann 123, Verein. Stahl 120, Rheinstahl 159,13, Buderus 125,25, Deutsche Erdöl 154,75. IG. Farben lagen mit 165,50 behauptet, Goldschmidt noch 0,25 v. H. nachgebend auf 146,75. Sonst notierten u. a.: BMW. 148, Bemberg 137, Felten 137, Gesfürel 150,75, Holzmann 146,50, Muag 147,50, Metallgesellschaft 151,50, Moenus 118, Rheinmetall 149, AG. für Verkehr 125,50, Hapag 19,65. Am Einheitsmarkt kamen Kalker Brauerei nach Pause mit 54 (58) und Brauerei Wulle ebenfalls nach Pause mit 55 (57) wieder zur Notiz. Der Rentenmarkt lag bei unveränderten Kursen ruhig. Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 24. Juni. Auftrieb: Rinder 942 (gegen 906 am letzten Donnerstags- markt) darunter 116 (103) Ochsen, 165 (156) Bul- . bie ?.V i0 , fliir am 19. Dezember in Darmstadt statt. Eine Versammlung des Bezirks Hessen-Nassau am 10. Juli in Mannheim wird die letzten Vorbereitungen treffen. ** Der Beweis muß angetreten werden. (Lpd.) Wohl täglich ereignen sich die Fälle, daß in Zioilprozessen die Parteien zum Termin kommen, Behauptungen aufstellen und dann sich darüber wundern, daß der Richter einen Beweis für die Richtigkeit dieser Behauptungen verlangt. Da beide Parteien in den meisten Fällen gegenteilige Behauptungen aufstellen, so muß der Richter sich naturgemäß von der Richtigkeit der einen und der Unrichtigkeit der andern Behauptung überzeugen. Dabei haben es in dieser Beziehung die Parteien häufig sehr einfach, indem sich nämlich in ihren Händen Urkunden, schriftliche Verträge, Abrechnungen, Quittungen oder sonstige Schreiben be- finoen. Solche Belege müssen unter allen Umständen bereits im ersten Termin mitgebracht werden. Andernfalls tritt eine verschuldete Prozeßverzögerung ein, die auch erhöhte Auslagen mit sich bringen kann, wenn nicht noch größere Nachteile durch diese Unterlassung entstehen Helanli«- :peisela«' :' besagen, daß dank der günstigen Witterung im Mai und Juni in diesem Jahr mit einer reichen Heidel- beerernte zu rechnen ist. Bereits jetzt sind die ersten Odenwälder „blauen Perlen" auf dem Markt erschienen. Um jedoch die Wälder für die Haupternte zu schonen, ist im Bezirk Michelstadt der Wald für die Beerensammier noch gesperrt. Nicht nur als frische Eßware ist die Heidelbeere begehrt, sondern sie ist auch em seit altersher bekanntes Heilmittel, einerlei, ob als getrocknete Beeren, als Saft oder gar als Heidelbeerschnaps. ** Die Industrie - und Handelskammer teilt mit, daß ihre Büroräume am morgigen Samstag, 26. Juni, geschlossen sind. ** Achtung! Kanarienzüchter! Die Reicbsfacharuppe Kanarienzüchter im Reichsverband deutscher Kleintierzüchter hatte in ihrer diesjährigen Generalversammlung beschlossen, die Kanarien- meisterschaft für das Jahr 1937 in Frankfurt a. M. auszutragen. Der Meisterschaftswettstreit ist jetzt auf den 10. Januar 1938 festgesetzt worden. Es treten dabei alle Stämme in engeren Wettbewerb, die bei den Vorprüfungen in den Gauen nach einer bestimmten Skala 321 Punkte errungen haben. Die Vorprüfung für den Bezirk Hessen-Nassau findet Deutsche Linoleum...... Elektrische Lieferungen... Elektrische Licht und Kraft I. (M. Forben-Jndusir^e .. Felten & Guilleaume.... Gesfürel............... Th. Goldschmidt........ Gritzner Maschinen...... Harpener.............. Hoesch Eisen............ Philipp Holz mann...... Ilse Bergbau........... Ilse Genüsse........... Kali Aschersleben....... Klöckneriverke .......... Kokswerke und Chemische Fabrik 7 Lahm eher.................. 6 Maiykraft................... 4 Mannesmann............. 4Vi Mansfelder Bergbau..... . 7 Pletallgesellschaft............. 6 Orenstein & Koppel.......... 0 Rheinische Braunkohle....... 12 Rheinische Elektro............6 Rheinstahlmerke.............. 6 Rheinisch-Westfälische Elektro .. 6 Rütgerswerke ...............7 Salzdetfurth Kali............ 6 Schlickert & (So............... 7 Schultheis Payenhofer........ 4 Siemens & Halske........... 9 Süddeutsche Zucker......... 10 Vereinigte Stahlwerke...... *Vz Westdeutsche Kaufhof.........0 Westeregeln Alkali............ 4 Zellstoff Waldhof............ 6 Olavi Minen...............0,6 — Frankfurt a. ZR. OiehessischenSparkassenimIahre1936 Nach dem Geschäftsbericht des Hessischen Sparkassen- und Girooerbandes stieg im Jahre 1936 bei den 35 öffentlichen Sparkassen in Hessen der S p a r- einlagenbeftanb auf 313,37 (303,78) Millionen Mark, was 74,32 (72,04) v. H. der Summe von 1913 entspricht. Die Einzahlungen beliefen sich auf 95,34 (97,26), die Auszahlungen auf 95,03 (91,81), Zinsgutschriften auf 9,29 (9,19) Millionen Mark. Die Kreditbewilligungen betrugen 14,52 (12,59) Millionen Mark; es handelte sich um 8980 (7557) Kredite. Bis zum Jahresende waren davon ausbezahlt 6080 (5284) im Betrage von 10,24 (6,94)* Millionen Mark. Der hessische Anteil an den Spareinlagen im Reich betrug in 1936 2,15 (2,20) v. H. bei einem Anteil von 2,19 v. H. an der Einwohnerzahl des Reiches. In Hessen stellte sich die durchschnittliche Sparquote auf den Kopf der Bevölkerung auf 221 Mark gegen 217 Mark im Reichsdurchschnitt. Die Anzahl der Sparbücher belief sich in Hessen auf 629 386 (605 504), die Anzahl der Depositen-, Giro- und Kontokorrentkonten Ende 1936 auf 43 032 (33 063); der Bestand der Kontokorrentkredite einschließlich Schuldscheindarlehen auf 49,70 (42,32). Der Gesamtbetrag der Realkredite betrug 161,97 (159,78) Millionen Mark. Giroeinlagen und Depositen erhöhten sich auf 34,3 (30,9) Millionen Mark. Rhein-Mainische Börse. Alittagsbörfe etwas erholt. Frankfurt a. M., 24. Juni. Die Börse zeigte ein freundlicheres Aussehen und hat sich von der starren Zurückhaltung der letzten Tage etwas, gelöst. Die Unternehmungslust blieb jedoch angesichts der nur kleinen Kundschaftsnachfrage gering, immerhin erfolgten auf dem ermäßigten Stand einige Rückkäufe, die am Aktienmarkt ihren Niederschlag in durchschnittlichen Erholungen von 0,50 bis 1 d. H. fanden. In Montanwerten lagen einige Kundschaftsaufträge vor, Buderus gewannen 1,50 d. H., Klöckner 1,75 v. H., Mannesmann 1 v. H. und die übrigen Werte bis zu 1 0. H. In der chemischen Gruppe traten Th. Goldschmidt mit einem Gewinn von 2,65 auf 148 hervor, IG. Farben und Scheideanstalt lagen unverändert. Am Elektromarkt erholten sich Licht & Kraft auf 153,50 (152) und Felten auf 136,50 (136,13). Im einzelnen setzten Daimler, Muag und Zellstoff Waldhof je 1 v. H., Bemberg 1,50 v. H. höher ein. Rheinmetall notierten ex 5,4 v. H. Dividende mit 148,75 bis 149 (154,50). Reichsbank lagen mit 211 unverändert, etwas leichter waren BMW. mit 147,75 (148,25). Frankfurt a. M. Berlin Schluss- kurs Schlußk. Abendbörse Schlub- kurs Schlußk Mittag. börse Dalum 23-6 24 6 23 6 24 6. 6% Deulichc Relchsanlethe v. 1927 101,8 101.75 101,8 98,9 101,65 98,9 4% Deutsche Reich4anl. von 1934 99 4yt% Deutsche Neichsschayanwet- sungen von 1935 . ..... — — — — V/2% Deutsche ReichSschatzanwei- sungen von 1935, II. Aolfle ... 99,3 99,3 99,3 99,3 Deutsche Reichslchatzanwet- lungen von 1936, I I I. Folge .. 5%% Dvung Anleihe von 1930 .. 99 105,4 99 105,5 99 105 99,75 99 105,5 4*4% Hessische Volksstaat von 1929 99,75 99,75 4/2% Deutsche Reichspostschatz von 1934 I...................... 101,13 100,6 100,9 100.8 4y,% Deutsche Reichöbahnschatz von 1936 1....... ....... 99,25 100,4 99 25 99,25 126 Reichsanleihe-Altbesitz.......... 126 125,75 126 Lberhesjen Provinz-Anlethe mit Auslos.-Rechten.............. — — — 133,75 4%% Hess. Landesbk. Darmstadl 99,5 99,5 Goldpse. R. 12............. — 6¥i% Hess. Landes-Hhp.-Banl 100,75 100.75 Ltqu. Goldpfe............... — — 4y2% Preuh. Landespfdbr.--Anst 99 99 99 99 Goldpfe. R. 19............. 4’/2% Prenjl. (Yold-Komm. R. 20 98 98 98 4y2% Darmstädter Komm.-Lam deSbank R. 6................ 97,9 97.9 — — Deutsche Komm.-Sammel-Anleihe 134,5 134,4 134,65 134,25 Auslos.-Rechte 1.............. Franks. Hyp. Goldpfe. R. 15 Wt% Franks. Hyp. Gold-Komm. 99,5 99.5 99,5 99.5 98,25 Obl. 2 3.................... 98,25 — — 5,/z% Franks. Hyp. Liquidation 100.75 100,75 Goldpfe..................... — — 6'/2% Rheinische Hyp. Liquidation Goldpfe..................... Steuergutschetn-VerreckmungSkurS 101,13 110.75 101,13 110,75 101 110,9 101.13 110.9 Frankfurt a. M. Berlin Schlußkurs Schlußk. Abend börse Schluß, kurs Schluß! Mittag- börse 23 6 24 6 23 6 24.6 233 231,5 234,5 232 144,13 142 143,4 142.5 135,5 137 136 137,25 165 165 165,5 165 126 125,25 125.75 125,25 155 155,5 — — 172 172 — — 188,75 191 189,25 191,5 136,25 137,75 136,5 137,5 — — 119,13 119,4 155,75 154,75 155,75 154,75 262 262 — — 163,5 164 163,75 164,13 135,13 135,4 134,25 135,5 153 153,25 153,5 153,25 166,13 165,5 166,13 165.4 138 137 138 137 152,25 150,75 151,75 150,5 146 146,75 146.25 146,5 54 53,13 53.65 53,5 I73 173 173 —— 125 125,25 125.25 124,75 147,75 146,5 147,75 147,13 —— — 174 141,25 141 142 140.9 122,5 123,5 122,5 123,5 135,5 136 134,75 136,4 — — 154,9 154 124,25 — 124,5 123,75 99 99 — — 122,65 123 122,65 122,9 150 148,5 150 148,25 152 151,5 152,25 —— — 108 107,5 233 233 233,75 233,25 — —— — 136 159,13 159,13 159 159 132,13 132 132 132 147,5 147 147,5 147 163 162 163 162 170 170 170 170 — —- 101,25 100,13 217,75 206 215,4 218.5 216,25 206,5 —- 206.5 120 120 120 119,75 59,5 60,25 59,65 60,13 122,5 123 123 122,5 158,5 158,25 157,75 158.4 — 30,75 31 30,75 23 Juni 24 Fuw Amtliche Notierung AmiUche Notierung Geir Brie (Helt Brie 1 Japan.................... 0.717 0,719 0,716 0,718 Jugoslawien .............. OSlo ................... 5,694 61,96 5,706 62,08 5,694 61,96 5,706 62,08 Wien..................... 48,95 49,05 48,95 49,05 Lissabon.................. 11,205 H,225 11,205 11,225 Stockholm .. ............. 63,58 63,70 63 58 63,70 Schweiz.................. 57,17 57,29 57,18 57,30 Spanten.................. 16,98 17,02 16,98 17,02 Prag..................... 8,671 8,689. 8,671 8,689 Budapest................. —— — — — Neuyorl.................. 2,496 2,500 2,496 2,500 23 Fun 24 Fun Amtliche Notierung Amtliche Notierung Geir Brtei Geir Brie Buenos Aires............. 0,760 0,764 0,760 0,764 Brüssel ............. 42,,2 42,20 42,13 42,21 Mio de Janeiro............ Lolen ................. 0,165 47,10 0,167 47,20 0,165 47,10 0,167 47,20 Kopenhagen............... Danzig................ 55,05 47,10 55,17 47,20 55,05 47,10 55,17 47,20 London ............. 12,33 12,36 12,33 12,36 HelsinaforS................ 5,455 5,465 5,455 5,465 karltz.................... 11,125 11,145 11,12 11,14 Holland.................. 137,12 137,40 137,18 137,46 Italien................... 13,09 13,11 13,09 13,11 len, 481 (462) Kühe, 180 (185) Färsen. Kälber 466 (495), Hämmel und Schafe 37 (25), Schweine 68 (163). Notiert wurden je 50 Kilogramm Lebendgewicht in Mark: Ochsen a) 43 bis 45 (43 bis 45), b) 39 bis 41 (40 bis 41), c) 35 bis 36 (36). Bul- len a) 41 bis 43 (42 bis 43), b) 37 bis 39 (37 bis 39), c) 34 (34). Kühe a) 41 bis 43 (41 bis 43), b) 35 bis 39 (35 bis 39), c 27 bis 33 (27 bis 33), d) 16 bis 25 (16 bis 25). Färsen a) 42 bis 44 (41 bis 44), b) 38 dis 40 (38 bis 40), c) 35 (35). Kälber a) 62 bis 65 (61 bis 65), b) 53 bis 59 (53 bis 59), c) 41 bis 50 (43 bis 50), d) 30 bis 40 (30 bis 40). Hämmel b2) 48 bis 50 (48 bis 50), c) 45 bis 47 (-). Schaf« Mnch-N (-)• Schwein« a) 54 (54), bl) 54 (54). b2) 54 (54), c) 53 (53), d) 50 (50). Sauen gl) 54 (54), g2) 52 (—). Mar», verlauf: Rinder und Schweine zugeteilt. Hammel, Schafe und Kälber langsam. Schweinemarkt in Grünberg. + @ r ü n b e r g, 24. Juni. Der hiesige Schweine, markt war mit 457 Ferkeln befahren Folgende Preise wurden erzielt: Ferkel bis 6 Wochen alt 12 bis 15 Mark, 6 bis 8 Wochen alt 15 bis 18 Mark, 8 bis 13 Wochen alt 18 bis 25 Mark Marktoer. lauf gut, es verblieb geringer Ueberstand. sji.-^pont Kreis-Frauenmeisterschasten und Kreis-Mädchenwetttämpfe. Arn Mittwochabend veranstaltete der Sportkreis Gießen des DRL. feine diesjährigen Kreismeisterschaften für Frauen und Kreismädchenwettkämpfe auf dem Sportplatz der Spieloereinigung 1900. Die Veranstaltung war von den Gießener Vereinen gut beschickt, doch ließ die Teilnahme aus dem Kreisgebiet — die nächste Umgebung Gießens ausgenommen — zu wünschen übrig. Schuld daran mag auch der ungünstige Termin gewesen sein. Leider war in der letzten Zeit durch andere Veranstaltungen kein Sonntag für die Durchführung der Frauenmeisterschaften und Mädchenwettkämpfe mehr frei, sodaß die Veranstaltung auf einen Wochentagabend verlegt werden mußte. Die gezeigten Leistungen haben zwar keine be- sonderen Überraschungen gebracht, find zum Teil aber doch so ansprechend, daß die betreffenden Bewerberinnen sicher auch bei den am kommenden Sonntag in Marburg stattfindenden Gau- Frauenmeisterschaften und Gau-Mädchen- wettkämpsen Erfolgsaussichten haben werden. Besonders gespannt darf man auf das Abschneiden von Frl. R ö h m i g im Fünfkampf sein. Sie hat auf Grund ihrer Leistungen als eine der aussichtsreichsten Bewerberinnen zu gelten, wird aber in Marburg auf ihre ernstesten Konkurrentinnen stoßen. Die Ergebnisse: Frauen. 10 0 Meter: 1. E. Schaefer, Mtv., 14,2 Sek.; 2. E. Ludwig, DfB.-R., 14,2 Sek.; 3. M. Schmoll, Mtv., 14,4 Sek. Hochsprung: 1. E. Röhmig, Mtv., 1,36 Meter; 2. E. Renz, Mtv., 1,25 Meter; 3. Göbel, VfB.-R., 1,20 Meter. Weitsprung: 1. E. Röhmig, Mtv., 4,86 Meter; 2."E. Schaefer, Mtv. 4,62 Meter; 3. M Seim, Mtv., 4,25 Meter. Speer: 1. M. Seim, M>v., 27,93 Meter; 2. M. Ockel, SpDg. 1900, 21,92 Meter; 3. H. Brüning, Mtv., 20,80 Meter. Diskus: 1. E. Röhmig, Mtv., 31,30 Meter; 2. Schmidt, VfB., 25,21 Meter; 3. Muhl, VfB.-R., 23,68 Meter. Kugel: 1. E. Röhmig, Mtv., 11,11 Meter; 2. Schmidt, VfB.-R., 8,63 Meter; 3. Muhl, VfB.-R., 8,62 Meter Fünfkampf (100 Meter, Weitsprung, Hochsprung, Ku- gelstoßen Speerwerfen): 1. E. Richtberg, SpVg. 1900, mit 67 Pkt.; 2. R. Lippert, SpDg. 1900, mit 61 Pkt.; 3. A. Sack, To. Heuchelheim, mit 55 Pkt. 4 X 100-Meter-Staff el: 1. Mtv. Gießen, 56,4 Sek.; 2. DfB.-R. Gießen, 57,1 Sek. Mädchen. 10 0 Meter: 1. E. Seim, Mtv., 14,5 Sek.; 2. Reinstädtler, To. Heuchelheim, 14,6 Sek.; 3. A. Becker, To. Lollar, 14,8 Sek. Hochsprung: 1. I. Baum, Postsporto., 1,30 Meter; 2. H. Clarius, Mtv., 1,25 Meter; 3. E. Seim, Mtv., 1,20 Meter. Weitsprung: E. Seim, Mtv., 4,46 Meter; 2. H. Clarius, Mtv., 4,39 Meter; 3. M Hill, Mtv., 4,28 Meter. Speer: 1. Repp, DfB.°R., 22.46 Me- ter; 2. R. Noll, VfB.-R., 18,20 Meter; 3. Baum, Postsportv., 17,26 Meter. 4X100-Meter- Staff el: 1. Mtv. Gießen, 58,7 Sek.; 2. To. Heuchelheim, 59,5 Sek.; 3. DfB.-R. Gießen, 59,6 Sek. Boxkampf Schmenng—Farr am 9. August. Aus London wird gemeldet, daß der wahre Welt« meisterschaftskampf im Schwergewichtsboxen zwi« schen Max S ch m e 11 n g und dem Meister des Britischen Imperiums Tommy Farr am 9. August in London ftattfinben soll. Nachdem die Verträge unterzeichnet sind, wird der Betreuer von Farr in der nächsten Woche nach Berlin kommen, um alle Einzelheiten für den bevorstehenden Kampf mit Schme- ling zu besprechen. Der frühe Termin dürfte mit Rücksicht darauf gewählt worden sein, daß die Veranstaltung in einer der großen Freiluftanlagen, dem White City-Stadion oder der Wembley-Arena durchgeführt werden soll. Beide Kampfstätten ge- währleisten die Unterbringung von 100 000 Zuschauern. USA. ruft Schmeling ... Wie nicht anders zu erwarten war, wollen die amerikanischen Boxoeranstalter nach dem Ausgang des Kampfes Braddock—Louis wieder auf den durch einen schnöden Vertragsbruch um seine Rechte betrogenen Max Schmeling zurückgreifen. Man braucht den Deutschen dringend als Gegner für Joe Louis. Jack Kearns, Dempseys früherer Manager, hat die Absicht, eine Weltmeisterschaft zwischen Louis und Schmeling im September zu veranstalten. Dem neuen USA.-Weltmeister Louis bot Kearns schon eine Börse von 400 000 Dollar. Erst betrog man den Deutschen und jetzt möchte man mit ihm wieder große Geschäfte machen ... Major Seidemann in Führung. Das unerhörte Tempo beim Deutschland- flug läßt fast ununterbrochen einen Wechsel in der Führung eintreten. Don 15 Verbänden liegen nun schon die Wertungen bis einschließlich Mittwoch vor. Alle diese Verbände haben sämtliche 71 Wertungs- Flughäfen angeflogen. Der Verband des Majors S e i b e m a n n , Kl, hat mit 852 Punkten wieder die Spitze erreicht oor Z 11 (NSFK.Gruppe 9 Han- nover) mit 810, X 1 (Reichsluftwaffe Hamburg) mit 807, M 1 (NSFK.-Gruppe Hamburg) mit 793, X 8 (NSFK.-Gruppe 14 München) mit 755 und C 1 (Luftwaffe Gütersloh) mit 724,8 Punkten. Don Freitag bis zum Schluß des Wettbewerbs fliegen die Teilnehmer im Reiseflug; am Freitag müssen die Privatflieger in Rangsdorf, die Verbände des Deutschlandfluges in Hamburg, Hannover, Erfurt, Dresden, Breslau und Stettin eintreffen, wo am Samstag Gefchicklichkeits-, Abwurf- und Orteraufgaben durchgeführt werden. Oer neue Fünfkampfmeister der Wehrmacht. Die Meisterschaften der Wehrmacht im Modernen Fünfkampf sind am Mittwoch in Wünsdorf mit dem 4000-Meter-Geländelaufen abgeschlossen wor- Hier abschneiden! Mineralstoffe 311 Mißbildungen sich aus vorzeitlichen Tieren und PUanzen gebildet haben. M^eralstokke, Mineralsalze, der Währung llnd unverbrennbare Bestandteile, die vom Körper num Knochen, und Gewebebau benötigt werden. Mineralwässer, meist koblen- säurehaltige alkalische Säuerlinge oder BUterwäster. vielfach mit wertvollen mineralischen Lösungen durchsetzt und manchmal radiumb<,ltia. werden zu Trink- und Badekuren b-nutzt Rur kasilensäurehaltiae Mine- ralwäller dienen als erfrischendes appetitanregendes Tafelwasser. Minna, meibl Vorname griech Herkunft, mit der Bedeutung ..die Minne", die Liehe. Minus, lat.. Bedeutung: weniger wird beim Abziehen einer Zabl von einer anderen durch das — Zeichen ausgedrückt. Mirabelle, Steinobst, das zu den Pflaumenarten zählt und wind- aeschützt angevflanzt werden will Vorzügliche Einmachfrucht. Mischling. Unter Mischling versteht man einen Menschen. Der von nicht rassegleichen Vorfahren abstammt Für Deutschland sind vor allem die Mischlinge mit jüdischem Bluteinschlag ein Problem. Jüdischer Mischling ist. wer von einem (Vierteljude) oder zwei (Halbjude) der Raste nach volljüdischen Großeltern» teilen abstammt, wobei ein Groß, eiternteil dann als volljüdisch gilt, wenn er der jüdischen Reli- gionsgemeinschaft angehört hat. Mischlinge mit drei jüdischen Großelternteilen gelten als Voll- juden und fallen unter die gesetzlichen Bestimmungen für diese ls. Jude) Mischlinge, die einen kleineren Bruchteil als ein Viertel jüdischen Bluteinschlags haben, (Achteljuden. Sechzebntel- juden) gelten als deutschblütige Menschen. (Werden also nach dem Gesetz nickt als Mischlinge behandelt.) Mischlinge mit zwei volljüdischen Großelternteilen gelten unter gewissen Vor, aussetzungen als Volljuden. S- Jude. Vierteljuden (Mischlinge zweiten Grades) dürfen ebenso wie deutschblütige Menschen mit Juden keine Ehe eingehen, ebenso ist der außereheliche Verkehr zwischen Mischlingen zweiten Grades und Juden verboten. Zwischen Mischlingen zweiten Grades soll eine Ehe nicht geschlossen werden (schon geschlossene Ehen sind aber gültig). Halbjuden (Mischlinge ersten Grades) bedürfen zur Eheschließung mit Staatsangehörigen deutschen oder artverwandten Blutes sowie Mischlingen zweiten Grades der Genehmigung des Reicksinnenministers und des Stellvertreters des Führers bzw. der von diesen bestimmten Stellen. Mispel zählt zum Kernobst. Sträucher haben große, weiße Blüten. Früchte sind erst genießbar, wenn ein starker Frost sie teigig gemacht hat. Mißbildungen, angeborene und erworbene Entwicklungsfehler, zum Beispiel Plattfuß, krumme Beine, Rückgratverkrümmunaen (Lordose, Kyphose. Skoliose), Lin täglicher Helfer der Hausfrau ... ist der Mop. Sie kennen ia auch diesen Besen, der den Fußbodenstaub aufnimmt, ohne ihn aufzuwirbeln. Ein Mop muß jedoch gut fein, damit er sich öfters waschen läßt. Den guten Mop zu einem niederen Preis gibt es bei 3. B. Hauser, Gießen, am Oswaldsgarlen, Fernsprecher 2145/2146. den. Den Meistertitel errang Oblt. Püttmann, der nach der dritten Uebung, dem Pistolenschießen, die Führung übernommen hatte und sie bis zum Schluß erfolgreich verteidigte. Mit Oblt. Cramer fiel auch der zweite Platz an einen Vertreter der Luftwaffe. Mit deutlichem Abstand belegte Lt. Götze den dritten Platz. In der Klasse B holte Oblt. Scharte einen überlegenen Sieg von Lt. Kaiser und Oblt. von Sichart heraus. Den 4000-Meter-Lauf gewann Lt. Wiedemann in der Tagesbestzeit von 15:28,2 Min. Oblt. Cramer belegte den zehnten und Oblt. Püttmann den 14. Platz. Lt. Lemp hielt sich mit seinem 12. Platz ausgezeichnet und rückte im Gesamtstand noch auf den sechsten Rang vor. Letzte Spiele vor VfZ. Friedberg bei -1900. Die Spieloereinigung 1900 tjat zum Abschluß der diesjährigen Spielserie für Samstag den VfB. Friedberg zu einem Gesellschaftsspiel verpflichtet. Damit ist noch ein Spiel zustande gekommen, das seine besondere Beachtung verdient. Die Friedberger, obwohl in allernächster Nähe gelegen, kommen in Gießen selten zu einem Gastspiel. Dies liegt in der Hauptsache darin begründet, daß die Mannschaft durch ihre Zugehörigkeit zur Gauliga des Gaues Hessen stark in Anspruch genommen ist. Ganz besonders aber ist es der in diesem Jahre errungene Tabellenplatz, der eine Unmenge von Spielangeboten einbringt, die nur sehr schwer zu bewältigen sind. Hinzu kommt, daß die Elf durch ihren Sieg über die Ueberraschungsmannschaft Dun- lop Hanau sich für die Schlußrunde der Spiele um den Tschammer-Pokal qualifiziert hat, in der ja die übrig gebliebenen Vereine auf die 16 deutschen Gaumeister treffen. Diese Möglichkeit kommt nicht von ungefähr, sondern sie ist Beweis dafür, daß man es in Friedberg seither verstanden hat, die Spielstärke, die in früheren Jahren mit unseren Mannschaften auf gleicher Höhe stand, nicht nur gleichbleibend zu halten, sondern sie noch weiter auszubauen. Ja, die neuerdings erfolgte Verpflichtung eines Trainers läßt darauf schließen, daß man sogar größere Aufgaben ins Auge gefaßt hat. Bei dem derzeitigen Stamm von Spielern dürfte dies nicht allzu schwer sein. Da ist in erster Linie der Weitere deutscheErfolge in Wimbledon. In Wimbledon schied bei den All-England-Ten- nismeisterschaften am dritten Tag die Wiesbadenerin Marieluise Horn im Frauen-Einzel gegen die Deutsch-Dänin Sperling mit 2:6, 0:6 aus. Henner Henkel siegte im Männer-Einzel nach schwerem Kampf in fünf Sätzen 2:6, 7:5, 3:6, 6:0, 6:3 gegen Tinkler, dagegen gewann von Cramm leicht gegen Tuckey 6:2, 6:0, 6:4. Von Cramm und H. Henkel erreichten am vierten Tage die vierte Runde. Henkel besiegte Puncec 6:2, 6:2, 6:1, während von Cramm den Japaner Pamagishi 6:4, 6:4. 3:6, 6:4 ausschaltete. der Fußballpause. riesige Mittelläufer E i s e n r e i ch, der jetzt in der Gaumannschaft seinen Stammplatz erhalten hat. Ferner Kopp, der Tank im Friedberger Angriff, der lange Zeit die Liste der Torschützen des Gaues Hessen anführte. Weiterhin sind der Tormann Herr (früher Union Niederrad), die Verteidiger Ebner — Steitz, die Außenläufer Seckinger — Gutmann, die Stürmer Süßenberger, Baumann, Weller und der zu großen Hoffnungen berechtigte Linksaußen Nau vorhanden. Außerdem stehen noch zur Verfügung Winkler (Tor), Schnierle, der auf allen Posten zu verwendende Senior Keßler sowie Rupp, Bornträger, Volp, Rabenau, Schwarz usw. Wie man sieht, eine jeden Spielausschuß erfreuende Zahl von Spielern, mit der es sich gut operieren läßt. Die Blauwcißen sind in dieser Hinsicht nicht so günstig gestellt. Trotzdem werden sie zu diesem Spiel mit der stärksten Elf und zwar Rahn, Zeiler, Lippert, Erhard, Heilmann, Lehrmund. Schellhaas, Bergmann, Löbsack, Pankok und Sack antreten. Damit dürfte die Voraussetzung für einen gleichwertigen Kampf gegeben sein und über den Ausgang alle Möglichkeiten offenstehen. Frankfurt auf dem Wald*porip?ah. Schon wieder bringt der DfB.-R. einen Großkampf auf dem Waldsportplatz. Der Gegner ist diesmal die bekannte Mannschaft von „Rot-Weiß" Frankfurt a. M., die sich am Samstagabend dem Gießener Publikum vorstellt. Die Gäste, die zwar nur in der Bezirksklasse spielen, sind eine Klasse für sich. Es gelang der Mannschaft zwar nicht, den Meister herauszuspielen, aber der zweite Platz in der Tabelle war ihr nicht zu nehmen. Erst kürzlich stellte sie ihre gute Form bei dem Pokalspiel gegen den Fußballsportoerein unter Beweis, der erst nach Verlängerung knapp siegen konnte. Die Gäste, die in folgender Aufstellung hier antreten: Remmert, Knappick, Herchenhahn, Ott, Debus, Herrmann, Theis, Elter, Lautz, Beck, Lindneß, sind also vollzählig. Besonders Remmert, der schon öfter für den Gau Südwest spielte, muß hervorgehoben werden. Auch Knappick, Theis, Lautz, Beck und Lindner spielten schon repräsentativ. Die Grünweißen, die nach ihrem glänzenden Sieg über den Gaumeistcr wieder in den Vordergrund getreten sind, stellen folgende Elf: Gottschalk, Möhl, Kramer, Krämer, Thron, Berlebach, Wilhelm, Radtke, Bach, God- glück, Szponick. Das ist die gleiche Elf, die sich im letzten Spiel so gut schlug. Wenn sie mit dem gleichen Kampfgeist in das Spiel geht, sollten die Gaste eine harte Nuß zu knacken haben. S aufe auf der Kieler Woche Zum Leidwesen der Segler herrschte am fünften Tage der Kieler Woche eine Flaute. Auf der Außenförde wurde das Rennen der Sechs-Meter-R-Boote um den berühmten Felca-Preis ausgetragen; „Marianna" mit Brinckmann und der Däne „Do Do" lieferten sich einen heftigen Kampf, aus dem „Marianne" als Sieger hervorging. Kurz vor dem Ziel konnte Dr. Lubinus mit „Jrmi V" noch herankommen und den Dänen auf den dritten Platz verweisen. Der Entscheidungskampf der Sechs-Meter- R-Boote um den Preisdes Reichskanzlers wurde am Donnerstagnachmittag zwischen den drei besten Booten erledigt. Es gelang „Jrmi V" mit Dr. Lubinus aus diesem Rennen als Sieger hervorzugehen und damit zum erstenmal für ein deutsches Boot ein Anrecht auf den wertvollen Preis zu erwerben. Die ÄZettfahrt der Star-Boote stand im Zeichen der Italiener, die mit „Denebola", „Gemma" und „Sergio Laghi" den 1., 3. und 6. Platz belegten. Das beste deutsche Boot war „Hilda IV", das auf den zweiten Platz kam. Fast noch schlechter hatten es die Segler auf der Binnenbahn. Bei den Olympia-Jollen siegte der Münchener Boehler mit „Fledermaus", während Krogmann sich mit dem 3. Platz begnügen muhte. Einen neuen Sieger gab es in der Scharpie-Klasse mit dem Hamburger Lenzmann auf „Klar Kimming". Oie Sportkurse der IlSG. „Kraft durch Sreuöe" im Gau Hessen-Nassau. Lpd. Die zunehmende Bedeutung der von der NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" durchgeführten Sportkurse hat der amtlichen Sportstatistik Veranlassung gegeben, im Zusammenwirken mit der Reichsleitung der NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" eine Erhebung über den Umfang der Sportkurse bei den einzelnen Gausportämtern zu veranstalten, deren Ergebnisse soeben vom Statistischen Reichsamt veröffentlicht werden. Die hauptsächlichste Aufgabe der seit dem Jahre 1934 im Aufbau befindlichen Sportkurse der NS.- Gemeinschaft „Kraft durch Freude" ist es, diejenigen Personen, die bisher Leibesübungen nicht betrieben haben, gegen wenig Geld mit spärlicher Betätigung vertraut zu machen. Auf wie fruchtbaren Boden dieses Unterfangen gefallen ist, zeigt der ständig steigende Zuspruch weiter Bevölkerungskreise. Während die Zahl der Besucher (ausgegebenen Sportmarken) im Jahre 1934 633 000 betrug, stieg sie im Jahre 1935 auf 3,3 Millionen und im Jal^e 1936 auf 6,4 Millionen, so daß also eine Verzehnfachung gegenüber 1934 eingetreten ist. Im Gau Hessen-Nassau wurden insgesamt für alle Sportarten (ohne Schach) 272 000 Besuche der Sportkurse der NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" im Jahre 1936 gezählt. Den größten Zuspruch hatten die allgemeine Körperschule, das Ge- räteturnen, Gymnastik und Spiele, für die zusammen 157 000 Sportmarken ausgegeben wurden. Reges Interesse bestand weiter im besonderen für das Schwimmen, auf das 60 000 Sportmarken entfielen. Für Leichtathletik und Waldlauf wurden 10 000 Sportmarken ausgegeben, für die Vorbereitungskurse für den Erwerb des SA.-Reichssportabzeichens 8000, für Svezialgymnastik 7000. Der Anteil der weiblichen Personen ist am stärksten bei dieser Spezialgymnastik, die nach Systemen Mensendieck, Klamt, Soges, Laban, Medau usw. betrieben wird. Es folgen dann mit je 3000 ausgegebenen Sportmarken Skigymnastik und Skikurse aller Art, sowie Volkstanz. Für das Kinderturnen zählte man 2000 Besuche. Von den einzelnen Gauen weisen die Gebiete mit vorwiegend städtischer Bevölkerung die größte Beteiligung an den KdF.-Sportkursen auf. 1 312 Miterben Mißhandlung arbeit im elterlichen Hauswesen Siehe Miterben. Hinterläßt der Erb- und Geschäft verpflichtet. Arbeit. Hasenscharte, Wolfsrachen, Mehr- fingrigkeit usw. Mißhandlung von Kindern, Lehrlingen, Mündeln, Gebrechlichen wird mit Gefängnis und bei besonders grober Mißhandlung mit Zuchthaus bestraft. DieElternsind berechtigt, einem Kinde den Pflichtteil zu entziehen, wenn sie von dem Kind mißhandelt worden sind. Mißhandlungen von Tieren siehe Tierquälerei. Mist, siehe Düngemittel. Ml Großer Fahrplan der weißen Schiffe ab Sonntag, 21. Juni Von Mainz bis zu 12 Abfahrten am Tag mit günstigen Rückfahrten Kindervon 6-14 Jahren halbe Fahrpreise. Verbilligte Rückfahrscheine Fahrpreisermäßigung f. Gruppen ab 8, Jugendgruppen ab 6 Personen Billige Mehrtagereisen n. Königswinter u. Köln Fahrpläne — Auskunft Fahrscheine Köln-Düsseldorfer Aheindampsschissahrl Agentur: G. L. Kayser, Mainz, Ruf 31959 4302 V Stadttheater Gießen Intendant Hermann SdiuItzecGriesheim Samstag, den 26. Juni 1937, 20 Uhr Berliner Ensemble-Gast spiel Laß uns träumen ♦♦I Ein Spiel in 3 Akten von H. Klimmer, mit IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIHIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIHI U i ■/■ ■ 4 = za □ «Hi n ■ Cv♦ Heinz Kluoeftänz j A